# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4076d29b-f3bd-54a4-8f68-809cef4d72c6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 16.06.2014 ZK1 2014 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-68_2014-06-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 16. Juni 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 68 18. Juni 2014

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schlenker
Aktuar ad hoc Decurtins

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tim Wal-
ker, Unterdorf 5, 9043 Trogen,

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 27. Mai 2014 wurde X._____ der Klinik A._____ polizeilich zugeführt 
und gestützt auf eine Einweisungsverfügung von Dr. med. B._____ dort fürsorge-
risch untergebracht. Hintergrund der Unterbringung waren gemäss der Einwei-
sungsverfügung mehrfache Anzeigen gegen X._____ wegen Ruhestörung sowie 
der Vorwurf der Tätlichkeit gegenüber einem Nachbarsmädchen sowie deren Mut-
ter (vgl. act. 03.1).

B. Mit einem noch am Tage der Einweisung verfassten, jedoch mit Poststem-
pel vom 30. Mai 2014 versehenen Schreiben erhob X._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführerin) beim Kantonsgericht von Graubünden Widerspruch (recte: Be-
schwerde) gegen diese fürsorgerische Unterbringung und verlangte die sofortige 
Entlassung (vgl. act. 01). Dabei bestritt sie insbesondere den Vorfall, der dem 
Vorwurf der Tätlichkeit zugrunde lag.

C. Mit Schreiben vom 2. Juni 2014 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden die Psychiatrische Klinik A._____ um einen 
kurzen Bericht zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, zur Art der Be-
handlung sowie zur Notwendigkeit eines weiteren Verbleibs in der Klinik und for-
derte gleichzeitig die wesentlichen Patientenakten an. Gemäss dem Bericht der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) vom 5. Juni 2014 (vgl. act. 03) fällt 
die Beschwerdeführerin durch formale Denkstörungen mit Weitschweifigkeit, Um-
ständlichkeit, Logorrhöe und Distanzlosigkeit sowie durch eine gehobene bis eu-
phorische Grundstimmung, wechselnd mit Gereiztheit, auf. Zusammenfassend 
wurde festgehalten, dass eine submanische bis manische Episode vorliege, wobei 
bei der Beschwerdeführerin keinerlei Krankheits- resp. Behandlungseinsicht be-
stehe. Im geschlossenen stationären Rahmen sei die Beschwerdeführerin soweit 
führbar, doch den Arealausgang habe sie zu einer nicht gestatteten Autofahrt ge-
nutzt, welche in ihrem jetzigen psychischen Zustand eine Fremdgefährdung dar-
stelle. Weniger einschneidende Massnahmen seien aktuell nicht denkbar und auf-
grund des Umstands, dass sich ihr Zustand ohne Medikation bisher nicht gebes-
sert habe, werde die Anordnung einer Behandlung ohne Zustimmung ins Auge 
gefasst. Ihrem Bericht vom 5. Juni 2014 legten die PDGR die ärztliche Einwei-
sungsverfügung vom 27. Mai 2014, den Eintrittsbericht sowie den Behandlungs-
plan bei (vgl. act. 03.1-03.3).

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D. Mit Schreiben vom 3. Juni 2014 (Poststempel vom 5. Juni 2014) wandte 
sich die Beschwerdeführerin erneut an das Kantonsgericht von Graubünden (vgl. 
act. 04). Darin bemängelte sie unter anderem das Vorgehen der Polizeibeamten 
anlässlich ihrer Einweisung und wies den Vorwurf der Tätlichkeit gegenüber dem 
Nachbarsmädchen erneut von sich; zum fraglichen Zeitpunkt sei sie auf einer 
Bergwanderung gewesen. Zudem kritisierte sie − als ausgebildete Apothekerin − 
die verordnete Medikation.

E. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
6. Juni 2014 wurde Dr. med. C._____, Kinder- und Jugendpsychiatrie FMH, mit 
der Begutachtung der Beschwerdeführerin gemäss Art. 439 Abs. 3 in Verbindung 
mit Art. 450e Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) be-
traut. Das Gutachten sollte sich über deren Gesundheitszustand und die Notwen-
digkeit der fürsorgerischen Unterbringung äussern und insbesondere darlegen, ob 
und inwiefern ein Behandlungsbedarf bestehe und mit welcher konkreten Gefahr 
für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu 
rechnen sei, wenn eine Behandlung oder Betreuung unterbleiben würde. Des Wei-
teren sollte Dr. med. C._____ die Frage beantworten, ob sich aufgrund des fest-
gestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung aufdrän-
ge oder ob allfällige ambulante Alternativen bestünden, wobei er auch darüber 
Auskunft zu geben habe, ob die Beschwerdeführerin über glaubwürdige Krank-
heits- und Behandlungseinsicht verfüge. 

Das entsprechende Kurzgutachten von Dr. med. C._____, welches nach 
einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin in der Klinik A._____, 
unter Rücksprache mit den behandelnden Ärzten vor Ort und unter Beizug der 
Patientenakten verfasst worden ist, datiert vom 11. Juni 2014 (vgl. act. 06). Darin 
attestiert der Gutachter der Beschwerdeführerin eine Manie ohne psychotische 
Symptome (ICD-10: F30.1), die derzeit akut und deshalb dringend behandlungs-
bedürftig sei. Im Gespräch sei die Beschwerdeführerin zwar bei klarem Bewusst-
sein und in allen Qualitäten orientiert gewesen, habe sich aber motorisch stark 
angetrieben und stimmungslabil präsentiert. Der Gedankengang sei sehr sprung-
haft gewesen und sie habe getrieben, umtriebig und unruhig gewirkt. Zwänge, 
Wahnvorstellungen oder Ich-Störungen seien jedoch keine feststellbar gewesen. 
Dem Krankheitsbild entsprechend sei die Beschwerdeführerin kaum krankheits-
einsichtig und der notwendigen medikamentösen Behandlung gegenüber sehr 
skeptisch eingestellt. Zur Unterbindung ihrer Schwindelgefühle wäre sie mit einer 
niedrigeren Dosierung der Medikamente indes einverstanden. Um ihr entgegenzu-

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kommen und ihrer Beschwerde Rechnung zu tragen, könne man die Aufdosierung 
der Medikamente etwas verlangsamen, was jedoch den Heilungsprozess in die 
Länge ziehen würde. Angesichts ihrer ernsthaften psychiatrischen Erkrankung, 
welche sich ohne adäquate medikamentöse Behandlung mit grösster Wahrschein-
lichkeit verschlimmern und zu verstärkter Fremd- und Selbstgefährdung führen 
würde, müsse die Behandlung auf einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung 
stattfinden. Erst nach einer Besserung und Stabilisierung ihres Gesundheitszu-
standes sei eine ambulante Behandlung denkbar.

F. Am 16. Juni 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher die Beschwerde-
führerin, ihr Freund sowie Rechtsanwalt lic. iur. Tim Walker teilnahmen. Die Be-
schwerdeführerin wurde in Bezug auf ihre derzeitige Wohn- und Berufssituation, 
die Einweisung und den Aufenthalt in der Klinik A._____ sowie auf ihre Perspekti-
ven im Falle einer Entlassung aus der Klinik befragt. Rechtsanwalt lic. iur. Tim 
Walker bemängelte in seinem Parteivortrag die Einweisungsverfügung und das 
Gutachten sowohl inhaltlich als auch in formeller Hinsicht und beantragte die Auf-
hebung der Einweisungsverfügung unter Kosten- und Entschädigungsfolge und 
damit die umgehende Entlassung der Beschwerdeführerin aus der Klinik.

G. Auf die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen Be-
fragung, die Vorbringen des Rechtsvertreters im Rahmen seines Parteivortrages 
wie auch auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine ärztlich ange-
ordnete fürsorgerische Unterbringung nach Art. 429 ZGB zugrunde liegt. Da das 
Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzige kantonale Beschwerdein-
stanz ist (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]), hat sich die Be-
schwerdeführerin mit ihrem Entlassungsgesuch an die hierfür zuständige Stelle 
gewandt.

b) Gegen eine ärztlich verordnete Einweisung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB kann 
die betroffene oder eine ihr nahestehende Person innert 10 Tagen schriftlich das 
zuständige Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 und Abs. 2 ZGB). Eine 

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Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e 
Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde 
die Beschwerdefrist mit der Eingabe vom 27. Mai 2014 (Poststempel vom 30. Mai 
2014) gewahrt. Da keine Begründungspflicht besteht und aus der Eingabe − trotz 
falscher Bezeichnung des Rechtsmittels als "Widerspruch" − mit hinreichender 
Klarheit hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin mit der Unterbringung in der 
Klinik A._____ nicht einverstanden ist und entlassen werden möchte, ist auf die 
frist- und formgerecht erhobene Beschwerde einzutreten.

2.a) Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt (vgl. dazu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Zu beach-
ten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Ver-
fahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwer-
deinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine ab-
weichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies 
gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-
chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentra-
len Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in ab-
geschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf 
die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle 
Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner 
der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmun-
gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsidiär an-
wendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer 
Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr ver-
weist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär 
anwendbares Recht sowie auf die entsprechende kantonale Einführungsgesetz-
gebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 

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BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die 
Bestimmungen der ZPO über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen 
und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen 
Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen 
sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, 
wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch 
aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 
0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die 
Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundes-
rechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorinstanz nicht zwingend eine 
Behörde sein muss, sondern – wie im vorliegenden Fall – auch ein Arzt sein kann, 
hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vor-
instanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin refor-
matorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der 
Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern kann, indem 
es die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allen-
falls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen aufdrängen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann in einem 
solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zuständige 
Behörde die für ein Leben ausserhalb der Anstalt notwendigen Anordnungen ge-
troffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 11. Juni 

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2014 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. C._____ wurde dieser Vorschrift 
Genüge getan. Anlässlich der Hauptverhandlung rügte Rechtsanwalt lic. iur. Tim 
Walker hinsichtlich des Vorgangs der Begutachtung, dass sich Dr. med. C._____ 
nicht von Beginn weg als vom Kantonsgericht beauftragter Gutachter zu erkennen 
gegeben habe und die Beschwerdeführerin am Tag der Exploration sehr stark 
medikamentiert gewesen sei. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen er-
gibt, kann auf eine eingehende Auseinandersetzung mit dieser Rüge verzichtet 
werden.

c) Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB schreibt vor, dass die gerichtliche Beschwer-
deinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören muss, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(vgl. Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, 
N 848 f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 16. Juni 
2014 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.a) Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dr. med. B._____ ist 
als im Kanton Graubünden zur selbständigen Berufsausübung zugelassener Arzt 
gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung 
zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) zur Anordnung einer 
fürsorgerischen Unterbringung grundsätzlich legitimiert. Zudem enthält die Verfü-
gung die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben.

b) Fraglich erscheint jedoch, ob die persönliche Untersuchung und Anhörung 
gemäss Art. 430 Abs. 1 ZGB tatsächlich stattgefunden hat. Aus der Einweisungs-
verfügung geht zwar hervor, dass die Unterbringung gestützt auf eine ärztliche 
Untersuchung vom 27. Mai 2014 angeordnet worden sei. Dies widerspricht jedoch 
den Ausführungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung, wo-
nach sie Dr. med. B._____ zuletzt am 21. und 22. Mai 2014 gesehen habe. Zu-
dem sei die Einweisungsverfügung am 27. Mai 2014 telefonisch angefordert und 
anschliessend per Fax der Klinik A._____ übermittelt worden, nachdem die beglei-
tenden Polizisten von den Ärzten der Klinik darauf hingewiesen worden seien, 

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dass man die Beschwerdeführerin nur gestützt auf eine ärztliche Einweisungsver-
fügung in der Klinik behalten könne. Die Untersuchung hat dem Einweisungsent-
scheid unmittelbar vorauszugehen; dies würde selbst dann gelten, wenn Dr. med. 
B._____ aufgrund der Konsultationen am 21. und 22. Mai 2014 über den Zustand 
der Beschwerdeführerin noch bestens informiert gewesen wäre (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 21 zu Art. 429/230 ZGB). Zudem muss die betroffene 
Person durch den einweisenden Arzt tatsächlich untersucht werden, was bedeu-
tet, dass dieser sich nicht auf die Angaben von Dritten − wie im vorliegenden Fall 
die telefonisch übermittelten Informationen der Polizisten − stützen darf (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 20 zu Art. 429/430 ZGB). Darüber hinaus wurde die 
Einweisungsverfügung der Beschwerdeführerin entgegen der Vorschrift von Art. 
430 Abs. 4 ZGB weder ausgehändigt noch mitgeteilt, was sich schon aus der feh-
lenden Empfangsbestätigung auf der Einweisungsverfügung ergibt. Gemäss den 
Ausführungen der Beschwerdeführerin wurde ihr nach dem Telefonat zwischen 
dem Polizeibeamten und Dr. med. B._____ gar der Wunsch abgeschlagen, selber 
mit diesem am Telefon zu sprechen. Eine abschliessende Prüfung, ob die Einwei-
sungsverfügung von Dr. med. B._____ vom 27. Mai 2014 den verfahrensrechtli-
chen Anforderungen von Art. 430 ZGB genügt, kann aus den nachfolgenden 
Gründen jedoch offen bleiben.

4.a) Eine Person, welche an einer psychischen Störung oder an geistiger Be-
hinderung leidet oder verwahrlost ist, darf gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 
ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwach-
senenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psychische 
Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist so-
dann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behand-

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lung bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
bzw. Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt 
ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1 und 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 
E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur 
in ihrem Zusammenhang verständlich: Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen ei-
ner solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskon-
form, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme er-
reicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den 
angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu 
Art. 426 ZGB). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird die betroffene Person entlassen, 
sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind.

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. C._____, welcher sich nebst einer 
persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Einweisungsverfügung 
von Dr. med. B._____ vom 27. Mai 2014 sowie die Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte stützte, steht fest, dass die Beschwerdeführerin an einer Manie oh-
ne psychotische Symptome (ICD-10: F30.1) leidet. Diese Diagnose, welche von 
der Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung anerkannt wurde, stellt 
grundsätzlich eine psychische Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von 
Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., N 289 f.). Beim Eintritt in die Klinik 
hat sich die Beschwerdeführerin gemäss dem Eintrittsbericht gepflegt, in gutem 
Allgemeinzustand, freundlich und zugewandt präsentiert. Es seien jedoch formale 
Denkstörungen feststellbar gewesen; die Beschwerdeführerin sei weitschweifig, 
logorrhoisch, umständlich und teilweise distanzlos gewesen und habe eine eupho-
rische und angetriebene Grundstimmung offenbart. Am 7. Juni 2014 präsentierte 
sie sich im Gespräch mit dem Gutachter stimmungslabil, im Ausdruck theatralisch 
übertrieben und im Gedankengang sprunghaft und angetrieben. Auch anlässlich 
der Hauptverhandlung hinterliess sie einen leicht angetriebenen Eindruck; sie war 
sehr redselig und fiel sowohl dem Vorsitzenden als auch ihrem Rechtsvertreter lic. 
iur. Tim Walker abermals ins Wort. Dennoch trat sie insgesamt freundlich und zu-
gewandt auf und offenbarte − soweit das Gericht dies zu beurteilen in der Lage ist 
− abgesehen von der ausgeprägten Polyphrasie keine psychotischen Symptome. 
Ob die diagnostizierte Manie ohne psychotische Symptome vor dem Hintergrund 
des Zwecks einer fürsorgerischen Unterbringung, nämlich der Förderung der 

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Selbständigkeit und der Eigenverantwortung der betroffenen Person, tatsächlich 
einen Schwächezustand im Sinne des Gesetzes darstellt, kann angesichts der 
sogleich folgenden Erwägungen offen bleiben.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Diesbezüglich führt der Gutachter ohne konkreten 
Bezug zur Beschwerdeführerin aus, dass an einer Manie erkrankte Menschen ein 
erhöhtes Selbstwertgefühl hätten und in verzerrter Wahrnehmung der Wirklichkeit 
ihre eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten überschätzen würden. Es bestehe 
deshalb eine grosse Gefahr, dass die Beschwerdeführerin ihr eigenes Vermögen 
leichtsinnig ausgebe oder beispielsweise im Strassenverkehr ihr eigenes sowie 
das Leben Dritter in grossem Masse gefährde. Da bei der Beschwerdeführerin 
derzeit nur eine minimale Krankheits- und Behandlungseinsicht vorhanden sei, sei 
zur Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit und der indizierten medikamentösen 
Behandlung ein Aufenthalt auf einer geschlossenen Abteilung einer psychiatri-
schen Klinik unumgänglich. Weil sich die bestehende Fremd- und Selbstgefähr-
dung ohne adäquate medikamentöse Behandlung mit grösster Wahrscheinlichkeit 
verschlimmern würde, wird im Gutachten vom 11. Juni 2014 und auch im Bericht 
der PDGR vom 5. Juni 2014 auf eine Behandlungsbedürftigkeit geschlossen. In 
der Herleitung dieser Schlussfolgerung widerspricht sich das Gutachten jedoch 
selbst und steht teilweise gar in Widerspruch zu den Akten und zum aktuellen Zu-
stand der Beschwerdeführerin, welchen diese anlässlich der Hauptverhandlung 
offenbart hat.

c/a) Unter Hinweis auf zwei aktuelle, zur Publikation vorgesehene Bundesge-
richtsentscheide hat Rechtsanwalt lic. iur. Tim Walker in seinem Parteivortrag 
ausgeführt, dass es zur Beurteilung eines Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs 
wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben 
der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung 
resp. Betreuung der gutachterlich festgestellten Krankheit unterbleibe (Urteile des 
Bundesgerichts 5A_872/2013 vom 17. Januar 2014 E. 6.2.2 sowie 5A_236/2014 
vom 11. April 2014 E. 2.4 mit Verweisen auf die Urteile 5A_312/2007 vom 10. Juli 
2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3); folglich bedürfe es für die 
Anordnung oder Aufrechterhaltung einer fürsorgerischen Unterbringung einer kon-
kreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass. Im vorlie-
genden Fall wurde Suizidalität schon im Eintrittsbericht glaubhaft verneint, und 
auch die sich aus den Akten ergebende Hospitalisierung wegen akuter Suizidalität 

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in der Uniklinik O.1_____ zu Beginn des Jahres 2014 ist anlässlich der Hauptver-
handlung seitens der Beschwerdeführerin insofern relativiert worden, als dieser 
Spitalaufenthalt lediglich drei Stunden gedauert habe, ehe sie − mangels Vorlie-
gen psychischer Störungen − wieder entlassen worden sei. Ebenso wenig er-
scheint es unter den gegebenen Umständen als glaubhaft, dass von der Be-
schwerdeführerin eine Fremdgefährdung ausgeht. Rechtsanwalt lic. iur. Tim Wal-
ker hat in seinem Parteivortrag zu Recht geltend gemacht, dass die lediglich theo-
retischen Ausführungen auf der letzten Seite des Gutachtens nicht genügen wür-
den, um eine hinreichend konkrete Fremdgefährdung zu begründen. Im Einwei-
sungsbericht wird denn auch festgehalten, dass "kein Anhalt für Fremdgefähr-
dung" vorliege. Darüber hinaus werden seitens der Beschwerdeführerin sämtliche 
Vorfälle, welche offenbar zur Einweisung geführt haben, bestritten. Rechtsanwalt 
lic. iur. Tim Walker hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass es 
wegen der behaupteten Tätlichkeiten und Ruhestörungen bezeichnenderweise zu 
keinen Anzeigen, geschweige denn zu Verurteilungen gekommen sei; vielmehr 
handle es sich dabei lediglich um Nachbarstreitigkeiten, welche keinesfalls eine 
fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen vermögen.

c/b) Auch die in den Berichten und im Gutachten zitierte fehlende Krankheits- 
und Behandlungseinsicht gilt es zu relativieren: Sowohl gegenüber dem Gutachter 
wie auch anlässlich der Hauptverhandlung hat die Beschwerdeführerin die dia-
gnostizierte Manie anerkannt; sie sei schon ein wenig manisch bzw. "verrückt, et-
was weiter gerückt". Auch die dokumentierte ablehnende Haltung gegenüber den 
ihr verabreichten Medikamenten ist wohl weniger auf mangelnde Behandlungsein-
sicht, sondern zu einem grossen Teil auf ihre infolge langjähriger Berufstätigkeit 
als Apothekerin vorgefasste Meinung zu den einzelnen Medikamente zurückzu-
führen. So hat sie gegenüber dem Gutachter denn auch erklärt, dass sie mit ge-
wissen Medikamenten durchaus einverstanden sei und eine medikamentöse Be-
handlung in einer kleineren, ihrer Ansicht nach angemessenen Dosis akzeptieren 
würde. Den behandelnden Ärzten sowie dem Gericht hat sie zudem versichert, 
nach ihrem Austritt nötigenfalls selbst um eine adäquate ambulante Medikamen-
teneinnahme besorgt zu sein.

c/c) Aufgrund der Aktenlage und insbesondere der soeben wiedergegebenen 
Äusserungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter erstaunt es, 
dass dieser in seinem Gutachten zum Schluss kommt, dass die Behandlung auf 
der geschlossenen Abteilung einer erfahrenen psychiatrischen Klinik stattfinden 
müsse. Dass der Gutachter eine Unterbringung in der geschlossenen Abteilung 

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vorschlägt, widerspricht überdies der derzeit sehr grosszügig ausgestalteten Aus-
gangsregelung, deren schrittweisen Ausbau seitens der Klinik A._____ schon zu 
Beginn des Monats Juni 2014 beabsichtigt worden war (vgl. act. 03). 

d) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als durch die 
Einweisung resp. Zurückbehaltung in einer Einrichtung. Weil eine Unterbringung 
stets eine schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, 
muss sie verhältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in 
einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu er-
füllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. 
dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., 
N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zum 
geltenden Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht 
(a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kämen ambulante Massnahmen, 
Nachbetreuung sowie freiwillige Sozialhilfe in Frage. Selbst wenn die Behand-
lungsbedürftigkeit der festgestellten Manie im vorliegenden Fall in einem gewissen 
Ausmass nicht von der Hand zu weisen ist und von der Beschwerdeführerin gar 
anerkannt wird, rechtfertigt diese für sich allein noch keine fürsorgerische Unter-
bringung. Da keine konkrete Selbst- bzw. Fremdgefährdung feststellbar ist (vgl. 
vorstehend Erwägung 4.c/a), kann die adäquate Behandlung im Sinne einer 
Nachbehandlung (vgl. dazu sogleich Erwägung 5) ohne weiteres im Rahmen einer 
ambulanten und möglicherweise gar in der Eigenverantwortung der Beschwerde-
führerin liegenden Therapie erfolgen. Damit ist die Anordnung der vorliegenden 
fürsorgerischen Unterbringung als unverhältnismässig zu qualifizieren.

5.a) Die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung der fürsorgerischen Unter-
bringung liegen nach dem Gesagten somit nicht mehr vor, weshalb die Beschwer-
de gutzuheissen und die fürsorgerische Unterbringung aufzuheben ist. Angesichts 
der ausgewiesenen und auch anerkannten Behandlungsbedürftigkeit ist die Be-
schwerdeführerin jedoch nicht unbesehen zu entlassen. Vielmehr hat sich die ärzt-
liche Leitung der Klinik A._____ zu bemühen, zusammen mit der Beschwerdefüh-
rerin vor deren Entlassung ein weiterführendes Behandlungskonzept auszuarbei-
ten. Dadurch soll der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nachhaltig sta-
bilisiert und eine Rückfallgefahr vermieden werden. 

b) Gestützt auf Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer 
beendeten fürsorgerischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu 

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können die Kantone gemäss Abs. 2 auch ambulante Massnahmen vorsehen. 
Nach der Intention des Gesetzgebers soll die Nachbetreuung in erster Linie in Zu-
sammenarbeit mit der betroffenen Person und in gegenseitigem Einvernehmen 
festgelegt werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht deshalb vor, dass der behandeln-
de Arzt bei Bedarf mit der untergebrachten Person vor der Entlassung eine geeig-
nete Nachbetreuung vereinbaren kann. Falls eine solche Vereinbarung nicht zu-
stande kommt, kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bei Rückfallge-
fahr auf Antrag des behandelnden Arztes eine geeignete Nachbetreuung für 
höchstens zwölf Monate anordnen (Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). Im Rahmen dieser 
Nachbetreuung kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auch ambulan-
te Massnahmen anordnen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgerische Unter-
bringung zu verhindern oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 EGzZGB). Eine 
solche kann beispielsweise die Verpflichtung beinhalten, regelmässig eine fachli-
che Beratung oder Begleitung in Anspruch zu nehmen und sich an die damit ver-
bundenen Anweisungen zu halten (lit. a) oder sich einer medizinisch indizierten 
Behandlung oder Therapie zu unterziehen (lit. b). Laut Aussagen der Beschwerde-
führerin haben mit der ärztlichen Leitung der Klinik A._____ bereits Gespräche in 
diese Richtung stattgefunden. Anlässlich der gerichtlichen Verhandlung sowie 
auch gegenüber der Gutachterin hat die Beschwerdeführerin ihre Bereitschaft si-
gnalisiert, nötigenfalls auch nach ihrer Entlassung Medikamente einzunehmen. 
Auf diese Zusicherung ist die Beschwerdeführerin zu behaften. Eine geeignete 
Nachbetreuung könnte darin bestehen, dass die Beschwerdeführerin angehalten 
wird, die von ihr in den vergangenen Tagen akzeptierten Medikamente − allenfalls 
in abnehmender Dosierung − weiterhin einzunehmen. Da die Beschwerdeführerin 
insbesondere Dr. E._____ und Dr. F._____ als Vertrauenspersonen zu schätzen 
scheint, sollte ihr angeboten werden, dass sie sich bei Problemen jederzeit telefo-
nisch an diese wenden kann. Bei der Ausarbeitung einer geeigneten Nachbetreu-
ung ist zudem stets dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdefüh-
rerin ihren eigentlichen Wohnsitz in O.1_____ hat und jeweils lediglich ihre Ferien 
in ihrer Wohnung in O.2_____ verbringt.

6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nicht (mehr) erfüllt sind. Trotz 
anerkannter Behandlungsbedürftigkeit geht die höchstens latent vorhandene 
Fremdgefährdung nicht über ein Mass hinaus, welches einen derart einschnei-
denden Freiheitsentzug wie die stationäre Unterbringung in der Klinik A._____ 
rechtfertigen würde. Die angeordnete fürsorgerische Massnahme ist insofern nicht 
verhältnismässig, als die adäquate Behandlung der anerkanntermassen vorhan-

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denen Manie auch ambulant erfolgen kann. Damit ist die vorliegende Beschwerde 
gutzuheissen und die ärztliche Einweisungsverfügung vom 27. Mai 2014 aufzuhe-
ben. Vor der umgehenden Entlassung aus der Klinik hat die ärztliche Leitung im 
Rahmen eines Austrittsgesprächs mit der Beschwerdeführerin ein weiterführendes 
Behandlungskonzept auszuarbeiten.

7. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Ar. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Antrag auf sofortige Entlassung 
aus der Psychiatrischen Klinik A._____ vollständig durchgedrungen. Bei diesem 
Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens von 
CHF 3'163.55, bestehend aus CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1663.55 
Gutachterkosten, zu Lasten des Kantons Graubünden. Der Beschwerdeführerin ist 
überdies eine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen. Mangels Einrei-
chung einer Honorarnoten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tim Walker wird die aus-
sergerichtliche Entschädigung nach richterlichem Ermessen festgesetzt. Ange-
sichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter Berücksichtigung 
des erforderlichen Aufwands erscheint eine Entschädigung in Höhe von 
CHF 1'000.-- (inkl. Spesen und MwSt.) als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die ärztliche Leitung der Psychiatri-
schen Klinik A._____ wird angewiesen, X._____ umgehend aus der Klinik 
zu entlassen.

2. Die behandelnden Ärzte der Psychiatrischen Klinik A._____ werden ange-
wiesen, in Zusammenarbeit mit X._____ im Sinne der Erwägungen die me-
dizinische Nachbetreuung zu regeln.

3.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von CHF 3'163.55 (bestehend 
aus CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1663.55 Gutachterkosten) ge-
hen zu Lasten des Kantons Graubünden.

b) Der Kanton Graubünden hat X._____ mit CHF 1'000.-- (inkl. Spesen und 
MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: