# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d27e7138-86a7-5f4d-9b8c-70c3a5391a08
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.10.2016 200 2016 639
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-639_2016-10-25.pdf

## Full Text

200 16 639 UV
200 16 685 UV
FUR/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 25. Oktober 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführer 1

Arcosana AG 
Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern
Beschwerdeführerin 2

gegen

HOTELA Versicherungen AG
Rue de la Gare 18, Case postale 1251, 1820 Montreux 1
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer 1) 
war am 12. Oktober 2015 über seine Arbeitgeberin bei der HOTELA Versi-
cherungen AG (Hotela bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versi-
chert, als er sich gemäss Meldung vom 3. November 2015 beim Fussball-
spielen das linke Knie verdrehte (Akten der Hotela, Antwortbeilagen, All-
gemeine Akten [act. II] A1). Im Zusammenhang mit diesem Ereignis ver-
neinte die Hotela mit Verfügung vom 11. März 2016 (act. II A15) ihre Leis-
tungspflicht mit der Begründung, es liege weder ein Unfall noch eine un-
fallähnliche Körperschädigung vor. Daran hielt sie auf Einsprache des Ver-
sicherten (act. II A18) sowie des obligatorischen Krankenversicherers Ar-
cosana AG (Arcosana bzw. Beschwerdeführerin 2; act. II A17) hin mit Ent-
scheid vom 15. Juni 2016 (act. II A19) fest.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2016 Beschwerde. Unter Auf-
hebung des ergangenen Verwaltungsakts beantragt er sinngemäss, ihm 
seien im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 12. Oktober 2015 die ge-
setzlichen Unfallversicherungsleistungen auszurichten. 

Mit Eingabe vom 26. Juli 2016 erhob die Arcosana gegen den Einspra-
cheentscheid vom 15. Juni 2016 ebenfalls Beschwerde. Sie beantragt die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie dass die Beschwerde-
gegnerin zu verpflichten sei, die im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
12. Oktober 2015 entstandenen Kosten zu übernehmen, eventualiter die 
Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen.

Nach Vereinigung der beiden Verfahren UV/2016/639 und UV/2016/685 
(vgl. prozessleitende Verfügung vom 5. September 2016) beantragt die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 3

Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2016 die 
Abweisung der Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführenden sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zu-
ständigkeit ist gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerden einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Juni 
2016 (act. II A19). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der Unfallversicherung für die als Folgen des Ereignisses vom 12. Oktober 
2015 geltend gemachten Beschwerden im linken Knie.

1.3 Unter Berücksichtigung dessen, dass die Behandlung nach der 
Kniearthroskopie vom 10. Dezember 2015 (Akten der Hotela, Antwortbeila-
gen, medizinische Akten [act. IIA] B7) bzw. der lediglich vom 10. bis 18. 
und vom 21. bis 23. Dezember 2015 attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 

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bzw. 100 % (act. IIA B6, B8) abgeschlossen wurde (vgl. act. IIA B9), ergibt 
sich jedenfalls ein Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung 
der Beschwerden in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-

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chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

Einschiessende Schmerzen fallen als Symptome einer Schädigung nach 
Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 
alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon unter-
scheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim Aufste-
hen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. 
einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 
Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 
Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiologi-
sche Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und 
Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnli-
ches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss. Erfüllt ist demgegenüber 
das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der 
Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereige-
nen Traumen führen können, also im Sinne der bisherigen Rechtsprechung 
das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, die heftige und/oder belastende 
Bewegung und die durch äussere Einflüsse unkontrollierbare Änderung der 
Körperlage (BGE 139 V 327 E 3.3.2 S. 330, 129 V 466 E. 4.2.2 und 4.2.3 
S. 470; SVR 2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2). 

Ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst eine unfallähn-
liche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfallähnliches Ereignis den 
vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden 
lässt; es genügt somit, wenn eine schädigende, äussere Einwirkung we-
nigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den vor- oder überwiegend 
krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutritt (BGE 123 V 43 E. 2b 
S. 45; SVR 2008 UV Nr. 15 S. 49 E. 3).

2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 6

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221).

3.

3.1 Im vorliegenden Verfahren steht zu Recht ausser Frage, dass das 
Ereignis vom 12. Oktober 2015 nicht als Unfall im Rechtssinne zu qualifi-
zieren ist, fehlt es doch hierfür am Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 
(vgl. E. 2.1 hiervor). Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob die Anspruchs-
voraussetzungen für eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von 
Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllt sind. Dabei stellt die 
durch das MRI vom 16. November 2015 bestätigte Meniskusläsion (act. IIA 
B4) eine Listendiagnose gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV dar. Zur Bejahung 
der Sinnfälligkeit des Ereignisses muss somit ein äusseres Ereignis mit 
gewissem gesteigertem Gefährdungspotenzial vorliegen (vgl. E. 2.2 hier-
vor).

3.2 Gemäss Schilderung des Beschwerdeführers 1 vom 14. November 
2015 (act. II A2) hat er am 12. Oktober 2015 beim Fussballspielen im Be-
streben einen etwas zu weit gespielten Ball im gegnerischen Tor unterzu-
bringen, im Sprung einen Ausfallschritt gemacht (mit dem linken Bein vor-
aus). Bei der Landung habe er das Knie verdreht und einen stechenden 
Schmerz auf der Innenseite des linken Knies verspürt. Aus der Laufbewe-
gung sei ein ca. 1.5m langer Sprung erfolgt, wobei der linke Fuss den Bo-
den zuerst berührt habe. Die Schmerzen im linken Knie seien erstmals di-
rekt nach dem Sturz aufgetreten.

Dieser Ereignishergang ist zwischen den Parteien unbestritten (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 4 Ziff. 5) und es besteht aufgrund der Akten kein An-
lass zu einer anderweitigen Einschätzung. Die vom erstbehandelnden Arzt 
Dr. med. C.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, im Bericht vom 10. November 2015 

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geschilderte Anamnese (nach Gegnerkontakt habe ein Schlag aufs Knie 
stattgefunden [act. IIA B3]), korrigierte der Beschwerdeführer 1 am 8. De-
zember 2015 telefonisch (act. II A8).

3.3 Das Fussballspiel ist ein Geschehen mit einem gesteigerten Ge-
fährdungspotenzial, indem eine Vielzahl von nicht alltäglichen Bewegungen 
(wie abruptes Beschleunigen und Stoppen, seit- und rückwärts Laufen, 
Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim Kopfball etc.), 
die den gesamten Körper mannigfach belasten, ausgeführt werden. Es 
stellt auch für einen geübten Fussballspieler nicht eine alltägliche Lebens-
verrichtung wie etwa das blosse Bewegen im Raum dar (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 8.4). Die vom 
Beschwerdeführer 1 erlittene Knieverletzung links ist demnach auf eine 
plötzliche sowie heftige körpereigene Bewegung (Ballschuss, ev. nur Ver-
such dazu) und somit auf ein objektiv feststellbares, sinnfälliges Ereignis 
anlässlich der Ausübung einer erhöht risikogeneigten Sportart zurückzu-
führen. Das gesteigerte Gefährdungspotenzial hat sich realisiert. Demnach 
ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen 
der Körperlage erfüllt, weshalb ein unfallähnliches Ereignis zu bejahen ist. 
Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, beim besagten Sprung 
habe weder ein Zweikampf noch eine Ballabgabe stattgefunden, womit 
nicht von einem sinnfälligen, unfallähnlichen Ereignis ausgegangen werden 
könne (Beschwerdeantwort S. 10), ist festzuhalten, dass im Rahmen der 
unfallähnlichen Körperschädigung die Ungewöhnlichkeit des äusseren Fak-
tors nicht vorausgesetzt wird (vgl. E. 2.2 hiervor). Der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer 1 beim (ev. nur versuchten) Ballschuss mit keinem an-
deren Spieler in Kontakt war, führt lediglich zum Ausschluss eines Unfalls 
im Rechtssinne. 

3.4 Schliesslich weist die Beschwerdegegnerin auf einen degenerativen 
Zustand des linken Knies hin (Beschwerdeantwort S. 10 f.). Zum medizini-
schen Sachverhalt lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende 
entnehmen:

3.4.1 Im Befundbericht vom 6. November 2015 (act. IIA B1) hielt Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Radiologie FMH, Röntgeninstitut E.________, 
fest, das Röntgen des linken Knies habe keine frische ossäre Verletzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 8

ergeben. Es bestehe ein Status nach VKB-Plastik (vorderes Kreuzband) 
mit liegendem Schraubenmaterial, eine beginnende mediale Gonarthrose 
und eine mediale Femoropatellararthrose.

3.4.2 Ein im Röntgeninstitut E.________ am 10. November 2015 (act. IIA 
B2) durchgeführtes MRI des linken Knies führte hauptsächlich zu folgender 
Beurteilung: Es bestünden degenerativ alterierte Menisci mit Nachweis 
eines horizontalen Einrisses im Hinterhorn sowie eines umschriebenen 
radiären Einrisses bei intaktem Vorderhorn. Weiter bestehe ein degenerativ 
alterierter, ansonsten intakter lateraler Meniskus, ein unregelmässig ver-
schmälerter Gelenksknorpel. Zudem liege eine mässige Femoropatellarar-
throse mit einzelnen kleinen oberflächlichen Knorpeldefekten der Patella-
rückfläche vor, es fänden sich ausgedehnte breiflächige Knorpeldefekte im 
Bereich der Trochlea. Festgestellt wurden zudem einzelne kleine Fremd-
körper im lateralen Gelenksrecessus, eine degenerativ alterierte, ansons-
ten intakte vordere Kreuzbandplastik sowie ein mässig begleitender Knie-
gelenkserguss.

3.4.3 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 10. November 
2015 (act. IIA B3) einen Status nach Distorsionstrauma links beim Fuss-
ballspielen bei dringendem Verdacht auf mediale Meniskusverletzung so-
wie Status nach VKB-Rekonstruktion 1997 links.

3.4.4 In einem weiteren Bericht vom 16. November 2015 (act. IIA B4) hielt 
Dr. med. C.________ fest, das MRI bestätige die Verdachtsdiagnose einer 
medialen Meniskusverletzung und zeige deutlich die strukturelle Läsion mit 
einer Radiärrisskomponente im Bereich des medialen Hinterhorns aufgrund 
des Traumas vor vier Wochen. Es werde dringend eine Kniegelenksarthro-
skopie und Teilmeniskektomie empfohlen. 

3.4.5 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt im Bericht vom 9. De-
zember 2015 (act. IIA B5) Nachstehendes fest: 

„Oui la lésion du ménisque interne s’est probablement aggravée lors de cet 
évènement. Mais ce dernier est probablement un giving-way sur une 
insuffisance de la plastie du ligament croisé antérieur. On peut l’affirmer vu 
les troubles dégénératifs postéro-externes chroniques prouvant une 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 9

instabilité rotatoire encore présente. A mon avis, ce cas est la suite de la 
plastie de 1997.“

3.4.6 Im Bericht vom 8. März 2016 (act. IIA B9) führte Dr. med. 
C.________ aus, drei Monate nach Kniearthroskopie (vgl. act. IIA B7) be-
stehe ein komplikationsloser, sehr erfreulicher Verlauf. Die Behandlung 
werde momentan als abgeschlossen beurteilt, es sei jedoch aufgrund der 
intraoperativen Befunde jederzeit ein Rückfall möglich.

3.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.6 Aus den vorhandenen medizinischen Unterlagen geht hervor, dass 
beim Beschwerdeführer 1 im Jahr 1997 eine VKB-Rekonstruktion durchge-
führt wurde, wobei die diesbezüglichen Akten nicht mehr vorhanden sind 
bzw. nicht mehr aufgefunden werden konnten (vgl. act. II A2 S. 3, 
A3 - A14). Die Angaben des Beschwerdeführers 1, dass er bisher keine 
Meniskusbeschwerden gehabt habe (act. II A2 S. 3) bzw. während mehre-

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ren Jahren zwei Mal pro Woche jeweils 50 Minuten völlig beschwerdefrei 
Fussball gespielt habe (Beschwerde UV/2016/639) decken sich denn auch 
mit dem Röntgen vom 6. November 2015 (act. IIA B1), wonach kein Nach-
weis periartikulärer Verkalkungen und lediglich eine leichte degenerativ 
bedingte Konturirregularität an der medialen Trochlea und der medialen 
Patellarückfläche vorhanden sei. Im MRI vom 10. November 2015 (act. IIA 
B2) wurde bei deutlicher mukoider Degeneration ein intakter lateraler Me-
niskus sowie eine degenerativ alterierte, jedoch ansonsten intakte vordere 
Kreuzbandplastik festgehalten. Dr. med. C.________ führte denn auch aus, 
ein eigentliches Giving-way (Wegknicken des Kniegelenks) oder Blockie-
rungserscheinungen hätten nicht stattgefunden (act. IIA B3). Unter Berück-
sichtigung des erfolgreichen Verlaufs nach dem operativen Eingriff vom 
10. Dezember 2015 (act. IIA B7, B9) vermag die Einschätzung von Dr. 
med. F.________ nicht zu überzeugen. Letzterer führte lediglich knapp 
aus, die Meniskusläsion habe sich wahrscheinlich aufgrund des Ereignis-
ses vom 12. Oktober 2015 verschlimmert und es habe wahrscheinlich ein 
Giving-way aufgrund einer Insuffizienz der VKB-Plastik stattgefunden. 

Demnach ist die erstellte unfallähnliche Körperschädigung (vgl. E. 3.3 hier-
vor) nicht mit dem hier erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit durch einen degenerativen Vorzustand auszuschliessen 
(vgl. E. 2.2 f. hiervor). Von weiteren medizinischen Abklärungen sind indes 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, womit in antizipierter Beweiswürdi-
gung darauf zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

4.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 
zu Unrecht verneint, womit die erhobenen Beschwerden gutzuheissen sind 
und der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juni 2016 (act. II A19) 
aufzuheben ist. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 1 die 
gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Ereignisses vom 12. Oktober 
2015 zu erbringen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 11

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Trotz seines Obsiegens hat der nicht vertretene Beschwerdeführer 
1 nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, 
da der Aufwand zur Wahrung seiner Interessen den Rahmen dessen nicht 
überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Be-
sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. 
BGE 127 V 205 E. 4b S. 207). 

Art. 61 lit. g ATSG schliesst die Zusprechung einer Prozessentschädigung 
an den Sozialversicherungsträger im kantonalen Verfahren grundsätzlich 
aus. Der Wendung "obsiegende Beschwerde führende Person" liegt die 
gesetzgeberische Absicht zu Grunde, den Sozialversicherern keinen An-
spruch auf Parteientschädigung einzuräumen (BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133). Es besteht demnach für die Beschwerdeführerin 2 ebenfalls kein 
Anspruch auf Parteientschädigung.

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. In Gutheissung der Beschwerden wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der HOTELA Versicherungen AG vom 15. Juni 2016 auf-
gehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die gesetzlichen 
Leistungen gemäss UVG für die Folgen des Ereignisses vom 12. Okto-
ber 2015 zu erbringen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteientschädigun-
gen zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, UV/16/639, Seite 12

3. Zu eröffnen (R):
-  A.________
-  Arcosana AG
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.