# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73e7d4ce-c113-5223-a7ac-d229c070488e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 26.06.2024 R 2022 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-46_2024-06-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 46

5. Kammer 

Vorsitzende Brun

RichterInnen Audétat, Pedretti, von Salis, Righetti

Aktuar Gross

URTEIL           

vom 26. Juni 2024 

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung des Kantons 

Graubünden, 

wiederum vertreten durch Departement für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden, 

Beschwerdegegner

und

Gemeinde B._____, 

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Ortsplanungsrevision/Rodungsbewilligung

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I. Sachverhalt:

1. Die Stimmberechtigten der Gemeinde B._____ beschlossen an der 

Urnenabstimmung vom 27. September 2020 eine projektbezogene 

Teilrevision der Ortsplanung mit Generellem Erschliessungsplan 1:5000 

Verkehr, B._____ – C._____ und Rodungsbewilligung. Gegenstand der 

Revisionsvorlage war die Schaffung der Voraussetzungen für die 

Erstellung einer kommunalen Verbindungsstrasse zwischen den 

Fraktionen D._____ sowie den beiden Fraktionen E._____ und C._____.    

2. Mit Beschluss vom 31. Mai 2022 (Protokoll-Nr. 505/2022) genehmigte die 

Regierung des Kantons Graubünden diese Nutzungsplanung im Sinne der 

Erwägungen und erteilte die nachgesuchte Rodungsbewilligung im 

Gesamtumfang von 11'411 m2, davon 2'554 m2 temporäre und 8'857 m2 

permanente Rodungsfläche, an die neu fusionierte Gemeinde B._____ 

(siehe Ziff. I. und Ziff. II. des Beschlussdispositivs auf S. 49 ff.).

3. Die drei dagegen eingereichten Planungsbeschwerden (PB 34/20 

Erbengemeinschaft F._____; PB 33/20 G._____ & Mitbeteiligte; PB 35/20 

H._____ und H.A._____) wurden in separaten Regierungsbeschlüssen 

(RB Protokoll-Nr. 502/2022, 503/2022, 504/2022) behandelt (siehe Ziff. IV. 

E.3 Beschlussdispositiv, S. 52).   

4. Bereits mit Beschluss vom 15. August 2017 (Protokoll-Nr. 703/2017) hatte 

die Regierung des Kantons Graubünden der Fusion der Gemeinden 

E._____, B._____ und C._____ zur Gemeinde B._____ (per                   

1. Januar 2018) zugestimmt. Im Fusionsvertrag (Ziff. 8) wurde vereinbart: 

"Zwischen den beiden Fraktionen C._____ und B._____ wird eine Gemeindestrasse 

realisiert. Dazu wird im Rahmen einer Melioration ein Bruttokredit in der Höhe von 5.1 

Millionen Franken gewährt. Die Strasse ist als kommunale Verbindungsstrasse zwischen 

den Fraktionen definiert und ist so zu bauen, dass sie den Durchgangsverkehr nicht 

fördert. Es wird ein Car- und Lastwagenfahrverbot erlassen. Der Vorstand der neuen 

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Gemeinde ist verpflichtet, weitere Massnahmen zur Verkehrsreduktion einzuführen, falls 

dieser deutlich ansteigt. Um dies zu beurteilen, werden Verkehrszählungen vor und nach 

der Realisierung der Strasse durchgeführt. Die Tempo 30-Zone in der Fraktion von 

C._____ kann nur aufgehoben werden, wenn zwei Drittel der Stimmberechtigten der 

Fraktion C._____ dies unterstützt." 

5. Im Genehmigungsbeschluss mit Rodungsbewilligung vom 31. Mai 2022 

(Protokoll-Nr. 505/2022) hielt die Regierung fest, dass sie folgende 

Unterlagen von der (neuen) Gemeinde B._____ zur Prüfung erhalten 

habe: Planungs- und Mitwirkungsbericht [PMB] vom 29. September 2020, 

Rodungsgesuch vom 11. September 2019 (mit Gesuchformular, 

Kartenausschnitt 1:25'000, Tabelle mit Rodungsflächen/Ersatzflächen, 

Rodungsplan Teil 1 und Teil 2, jeweils vom 3. Dezember 2019 samt 

Umweltbericht Verbindungsstrasse C._____-B._____ vom April 2019). 

Das Amt für Raumentwicklung (ARE) habe am 15. November 2019 einen 

Vorprüfungsbericht verfasst. Die öffentliche Bekanntgabe der 

Urnengemeindeabstimmung vom 27. September 2020 sei am 2. Oktober 

2020 erfolgt. Nebst der Dokumentation an Unterlagen (lit. A), dem 

Revisionszweck (lit. B) samt Vorgeschichte der neu geplanten 

Verbindungsstrasse (Ziff. 1 [Fusionsvereinbarung]; Ziff. 2 [Auflageprojekt 

nach Meliorationsrecht]) wurde in Ziff. 3 die Variantenprüfung der 

Strassenführung im Jahr 2010 (drei Varianten: I._____, J._____ und 

K._____; Fusion scheiterte damals) aufgezeigt und im Rahmen der 

neuerlichen Fusionsabklärungen im Jahr 2016 wurden (neu) vier 

Varianten (J._____ 1, J._____ 2, L._____ und Fusion) dargelegt. Es wurde 

resümiert: Nach eingehender Prüfung der vier vorgenannten Varianten 

habe sich die Gemeinde schliesslich für die Variante "Fusion" 

entschieden. Entsprechend dem PMB sei diese Verbindungsstrasse für 

das Funktionieren der fusionierten Gemeinde B._____ unabdingbar und 

habe folgenden Zwecken zu dienen: 
Verkehrsbindung zwischen den Fraktionen, um ein enges Zusammenleben innerhalb der 
neuen Gemeinde zu ermöglichen

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Ermöglichung der Nutzung von kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Angeboten
Sicherer Schülertransport auch im Winter
Nutzung der Verbindungsstrasse für landwirtschaftliche Zwecke (Bewirtschaftung, 
Milchtransporte) 

Unter Ziff. 4 S. 6 [Projekt zur geplanten 

Verbindungsstrasse/Rodungsgesuch] wurden die Eckwerte der 

geplanten, innerkommunalen, wintersicheren Verbindungsstrasse 

genannt: Fahrbahnbreite 3.50 m; bergseits Bankett/Wasserschale von 

0.80 m bzw. talseits Bankett 0.60 m; Ausweichstellen Sichtweite alle 150 

bis 220 m; Gesamtdistanz ca. 1'120 m; 70 m lange Stahlbrücke über 

M._____; Linienführung neue Strasse teils durch Landwirtschafts- und 

Waldgebiet; Waldrodung total 11'411 m2; Ersatz-/Pflegemassnahmen 

[Pflanzen von Traubeneichen/Winterlinden/Weisstannen]. Weiter werden 

unter Ziff. 5 S. 7 Angaben zur nutzungsplanerischen Umsetzung des 

genehmigten Strassenprojekts gemacht. Die Argumente zu dessen 

Übereinstimmung mit der Richtplanung sind in lit. C S. 8 enthalten. Unter 

lit. D (GEP 1:5000 Verkehr, B._____ - C._____) wird zur Beanspruchung 

von Waldareal (Waldrodung 11'411 m2; davon temporär 2'554 m2 bzw. 

permanent 8'857 m2; Ziff. 1.1) und zur Zuständigkeit für die Erteilung der 

Rodungsbewilligung (Ziff. 1.2) gesagt, dass das Departement für 

Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) hierzu einen Gesamtentscheid 

im Sinne von Art. 15 Abs. 3 KRVO zu fällen habe. Die öffentliche Auflage 

des Rodungsgesuchs sei am 2. Oktober 2020 im Kantonsamtsblatt 

publiziert worden (Ziff. 1.2.2). Im kantonsinternen Verfahren hätten das 

Amt für Landwirtschaft und Geoinformatik (ALG), das Amt für Natur und 

Umwelt (ANU), das Tiefbauamt (TBA) sowie das Amt für 

Raumentwicklung (ARE) teilgenommen (Ziff. 1.2.3). Rodungen seien 

grundsätzlich verboten (Ziff. 1.3), ausnahmsweise nach Waldgesetz aber 

zulässig, so aus wichtigen Gründen bzw. überwiegenden Interessen (Ziff. 

1.3.1) und bei Standortgebundenheit (Ziff. 1.3.2). Ebenfalls müssten die 

Voraussetzzungen der Raumplanung sachlich erfüllt sein (Ziff. 1.3.3), 

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nämlich keine erhebliche Umweltgefährdung (Ziff. 1.3.4), Beachtung des 

Natur- und Heimatschutzes (Ziff. 1.3.5) und die Zustimmung der 

Waldeigentümer/Innen (Ziff. 1.3.6). Das vorliegende Rodungsgesuch 

erfülle die Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung 

(Ziff. 1.3.7). Betreffend Auflagen zur Rodungsbewilligung (Ziff. 1.4) wird 

auf die zeitliche Befristung bis 31. Dezember 2030 (Ziff. 1.4.1) und den 

Rodungsersatz hingewiesen. Die vorliegende Rodungsfläche liege 

ausserhalb des Waldperimeters (betreffend 'zunehmende Waldflächen' 

nach RB Protokoll Nr. 834/2014), weshalb vorliegend als Realersatz 

gleichwertige Massnahmen zugunsten des Natur- und 

Landschaftsschutzes getroffen würden (Ziff. 1.4.2). Zur Sicherstellung des 

Rodungsersatzes sei eine Leistungsverpflichtung über CHF 101'340.--

(Anteil temporäre Rodung CHF 12'770.-- [à CHF 5.--/m2] zzgl. Anteil 

permanente Rodung CHF 88'570.-- [CHF 10.--/m2]) zu Lasten der 

Gemeinde erforderlich bzw. von dieser zu hinterlegen (Ziff. 1.4.3). Die 

Ausführung der Rodung dürfe nur aufgrund forstamtlicher Bezeichnung 

der Fläche und Anzeichnung der Bäume erfolgen (Ziff. 1.4.4). Die Kosten 

für das Genehmigungsverfahren beliefen sich auf insgesamt CHF 1'070.-

- (bestehend aus: Staatsgebühr CHF 800.--; Ausfertigungs-/Mitteilungs-

/Barauslagen CHF 270.--; Ziff. 1.4.5). Zum Wanderweg und zur 

Mountainbikeroute wird festgehalten (Ziff. 2 S. 17-18): Die projektierte 

Verbindungsstrasse verläuft fast vollständig auf Bergwanderwegen, 

regionalen Wanderrouten sowie einer regionalen Mountainbikeroute. Alle 

diese Verbindungen sind Teil des kantonalen Inventars der offiziell 

signalisierten Langsamverkehrswege. Mit dem Einbau eines 

Schwarzbelags auf einem offiziellen Wanderweg ergebe sich von 

Gesetzes wegen eine Ersatzpflicht für jenen Bereich, auf dem heute noch 

kein Schwarzbelag bestehe. Dementsprechend sei hier ein 

entsprechender Ersatz zu schaffen. Im Abschnitt lit. E, S. 18 ff. wird die 

Stellungnahme der beschwerdeberechtigten Umweltorganisationen 

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(USO) im Detail besprochen (Ziff. 1 Ausgangslage; Ziff. 2 Anträge N._____ 

O._____, P._____ Die USO brachten zur Begründung im Wesentlichen 

folgendes vor: Ziff. 2.1 – Fehlender Bedarf für projektierte 

Verbindungsstrasse; Ziff. 2.2 – Entgegenstehende überwiegende 

öffentliche Interessen; Ziff. 2.3 – Fehlende richtplanerische Abstimmung: 

Ziff. 2.4 – Fehlende umfassende Interessenabwägung; Ziff. 2.5 – Fehlende 

Variantenprüfung; Ziff. 2.6 – Fehlende Ersatzmassnahmen. Die 

betreffende Gemeinde habe die Abweisung der Anträge der UOS 

beantragt (Ziff. 3) und dies wie folgt begründet: Ziff. 3.1 – Bedarf für 

innerkommunale Strassenverbindung sei nachgewiesen durch 

Schülertransporte, landwirtschaftlichen Nutzen, 

Milchtransporte/Tiertransporte in Metzgerei; Ziff. 3.2 – Die öffentlichen 

Interessen an einer wintersicheren direkten Verbindung überwögen die 

privaten Interessen der USO an der unberührten Erhaltung der 

vorhandenen Natur- und Erholungsräume; Ziff. 3.3 – Es bestehe gar kein 

Grund für eine vorausgehende Richtplanfestlegung; Ziff. 3.4 – Eine 

umfassende Interessenabwägung sei bereits im PMB erfolgt; Ziff. 3.5 – 

Eine seriöse Variantenprüfung sei ebenfalls im PMB erfolgt. Für die 

Erreichung des Fusionsziels sei die Variante "Fusion" und nicht "I._____" 

die beste; Ziff. 3.6 – Als Ersatzmassnahmen für die Rodungsflächen seien 

Pflegemassnahmen zur Förderung und Erhaltung von verschiedenen 

Baumarten (Eichen, Linden, Tannen) vorgesehen. Laut Umweltbericht 

[vom April 2019] habe die geplante Strasse sowohl im Bereich der 

bestehenden Wege als auch des Brückenstandorts [über den M._____] 

keine relevanten Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Es bestehe somit 

keine Pflicht zur Leistung von Ersatzmassnahmen. Im Weiteren setzte sich 

die Vorinstanz mit der Replik der USO (Ziff. 4, S. 26-29), der Duplik der 

Gemeinde (Ziff. 5, S. 29 f.) und der Stellungnahme der A._____ zur 

Erhaltung der alpinen Fliessgewässer (Ziff. 6, S. 30 ff.) auseinander. Die 

Einwände der A._____ und die Antworten der Regierung bezogen sich 

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dabei auf die Verletzung von Mitwirkungspflichten (Ziff. 6.1), die Rüge der 

mangelhaften Variantenprüfung [A._____ favorisiere Variante "L._____"] 

(Ziff. 6.2), Verletzung des Landschafts- und Gewässerschutzes (Ziff. 6.3), 

Beeinträchtigung von Flachmooren (Ziff. 6.4), Luftschadstoff- und 

Lärmbelastung (Ziff. 6.5), Schultransporte (Ziff. 6.6), Ungleichbehandlung 

der Fraktionen (Ziff. 6.7), Vorschlag regionale Verkehrslösung (Ziff. 6.8) 

sowie weitere Vorbringen des A._____ (Ziff. 6.9). Die Entgegnung der 

Gemeinde (Ziff. 7, S. 33-37) bezog sich in dieser Reihenfolge darauf: Zur 

Verletzung von Mitwirkungsrechten (Ziff. 7.1), zur Variantenprüfung inkl. 

L._____ (Ziff. 7.2), Entgegnung zum Landschafts- und Gewässerschutz 

(Ziff. 7.3), zur Beeinträchtigung von Flachmooren (Ziff. 7.4), zur 

Luftschadstoff- und Lärmbelastung (Ziff. 7.5), zu den Schultransporten 

(Ziff. 7.6), zur Ungleichbehandlung von Fraktionen (Ziff. 7.7) sowie zum 

Vorschlag der regionalen Verkehrslösung (Ziff. 7.8). Weiter setzte sich die 

Vorinstanz mit der Replik der A._____ (Ziff. 8 S. 37-38) unter den Aspekten 

der Variantenprüfung/haushälterische Bodennutzung (Ziff. 8.1), Variante 

"L._____" (Ziff. 8.2) und zu den landwirtschaftlichen 

Interessen/Meliorationen (Ziff. 8.3) auseinander. Danach wurde die Duplik 

der Gemeinde (Ziff. 9, S. 38-39) mit den Entgegnungen zur 

Variantenprüfung/haushälterische Bodennutzung (Ziff. 9.1), zur Variante 

"L._____" (Ziff. 9.2) und zu den landwirtschaftlichen Interessen (Ziff. 9.3) 

wiedergegeben. Hierauf folgte die Beurteilung der Regierung (Ziff. 10, S. 

39-53). Sie äusserte sich noch separat zu folgenden Themen: Zur 

regionalen Abstimmung (Ziff. 10.1), zu den Mitwirkungsrechten (Ziff. 10.2), 

zum Bedarf der projektierten Verbindungsstrasse (Ziff. 10.3), zum Natur- 

und Heimatschutz (Ziff. 10.4), zum Planungsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 2 

RPG (Ziff. 10.5), kurz zur Walderhaltung (Ziff. 10.6), zum Mehrverkehr 

(Ziff. 10.7), zur Variantenprüfung (Ziff. 10.8), zu den Ersatzmassnahmen 

(Ziff. 10.9) sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien (Ziff. 10.10). Als 

Fazit (Ziff. 10.11) wurde erkannt: Zusammenfassend ergebe sich aufgrund 

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der vorstehenden Ausführungen, dass den Anträgen [N._____, O._____, 

P._____] in deren gemeinsamer Stellungnahme vom 18. Januar 2021 

sowie der Stellungnahme des A._____ vom 31. Dezember 2020 nicht 

gefolgt werden könne. Die Eingabe der vorgenannten USO führe nicht 

dazu, dass die vorliegend zur Debatte stehende Teilrevision der 

Ortsplanung nicht genehmigt werden könne. 

Die Regierung beschloss gestützt darauf im Einzelnen was folgt (S. 49 ff.):

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I. Genehmigung Nutzungsplanung
Der Generelle Erschliessungsplan 1:5000 Verkehr, B._____ – 

C._____ vom 27. September 2020 wird im Sinne der Erwägungen 

mit folgenden Anliegen (Empfehlungen) genehmigt:

- Die Gemeinde wird ersucht, die neuen Linienführungen der 

Wanderwege resp. die notwendigen Anpassungen des 

Wanderwegnetzes in Zusammenarbeit mit der Fachstelle 

Wanderwege Graubünden vorzunehmen und diese 

Anpassungen nach Art. 5a Abs. 1 der Strassenverordnung des 

Kantons Graubünden (StrV; BR 807.110) vorgängig der 

Fachstelle Langsamverkehr des Tiefbauamtes vorzulegen. Im 

Weiteren ist zu prüfen, ob die Mountainbikeroute gleichfalls 

verlegt werden soll.    

 

II. Rodungsbewilligung
Das Gesuch der Gemeinde B._____ zur Rodung im Gesamtumfang 

von 11'411 m2 im Hinblick auf die Realisierung der 

Verbindungsstrasse und der Verlegung der Langlaufloipen im 

öffentlichen Wald auf dem Territorium der Gemeinde B._____ wird 

unter folgenden Bedingungen und Auflagen entsprochen:

a) Die Waldrodungen dürfen nur aufgrund forstamtlicher 

Bezeichnung der Flächen und Anzeichnung der Bäume 

erfolgen.

b) Die detaillierte Linienführung der Verbindungsstrasse sowohl 

auch der Verlegung der Langlaufloipen ist vor Baubeginn mit 

dem zuständigen Regionalforstingenieur festzulegen.

c) Der Realersatz für die temporäre Rodungsfläche von 2'554 m2 

ist durch die Gesuchstellerin mit standortgerechten Baumarten 

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vorzunehmen und bis spätestens am 31. Dezember 2030 

abzuschliessen.

d) Der Ersatz für die permanente Rodungsfläche von 8'857 m2 ist 

durch die Gesuchstellerin bis spätestens am 31. Dezember 

2030 in Form von Massnahmen zur Förderung sowie Erhaltung 

der Traubeneichen und Winterlinden in den Gebieten Q._____ 

und R._____ und zur Förderung sowie Erhaltung der 

Weisstanne im Gebiet S._____ vorzunehmen. 

e) Die Rodungs-, Wiederherstellungs- und Ersatzleistungsarbeiten 

haben unter Aufsicht und gemäss den Weisungen des 

zuständigen Regionalforstingenieurs zu erfolgen.

f) Die Freigabe der Rodungsfläche erfolgt erst nach Erfüllung und 

dem Ausweis der finanziellen Verpflichtungen der 

Gesuchstellerin.

g) Die Rodungs- und Bauarbeiten haben unter grösstmöglicher 

Schonung des Waldes ausserhalb der Rodungsfläche zu 

erfolgen. Es ist untersagt, darin Baubaracken zu erstellen sowie 

Baumaschinen und Materialien aller Art zu deponieren.

h) Die Erdarbeiten müssen gemäss den Richtlinien und den 

Normen zum Schutz des Bodens durchgeführt werden: Normen 

des Schweizerischen Verbands der Strassen- und 

Verkehrsfachleute 640 581 Erdbau, Boden, Bodenschutz und 

Bauen (VSS 2017); Bodenschutz beim Bauen (BAFU 2001); 

Boden und Bauen, Stand der Technik (BAFU 2015).

i) Die Massnahmen für den Bodenschutz sind durch eine 

akkreditierte bodenkundliche Baubegleitung oder durch eine 

ausgewiesene Fachperson zu planen und zu realisieren.

j) Nach Abschluss der Bauarbeiten ist der zuständige 

Regionalforstingenieur zu einer Abnahme einzuladen.   

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k) Der Vollzug der Ersatzleistungen ist dem Amt für Wald und 

Naturgefahren zuhanden des Bundesamtes für Umwelt zu 

melden.

l) Zur Sicherstellung der gesetzlich verlangten 

Ersatzmassnahmen hat die Gesuchstellerin innert einer Frist 

von 30 Tagen die separat zugestellte Leistungsverpflichtung im 

Betrag von CHF 101'340.-- dem Amt für Wald und 

Naturgefahren unterzeichnet zukommen zu lassen. 

m) Folgende Pläne gelten als integrierende Bestandteile der 

Rodungsbewilligung:

- Rodungsplan 1:1'000, 1. Teil, Plan Nr. 757-6-61.17, vom 3. 

Dezember 2019

- Rodungsplan 1:1'000, 2. Teil, Plan Nr. 757-6-61.18, vom 3. 

Dezember 2019   

III. Weitere Anordnungen
1. Soweit für die Verwirklichung der Planung Bewilligungen 

irgendwelcher Art notwendig sind, bleibt der Bewilligungsentscheid 

der zuständigen Behörde oder Amtsstelle vorbehalten.

2. Die von der Gemeinde bestimmte Datenverwaltungsstelle führt die 

Nutzungsplandaten nach den Weisungen des Amtes für 

Raumentwicklung nach. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 

Nutzungsplanfestlegungen erst dann als definitiv rechtskräftig 

betrachtet werden können, wenn gegen den entsprechenden 

Genehmigungsbeschluss innert 30 Tagen ab dem 

Publikationsdatum keine Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

eingereicht werden bzw. wenn allfällige 

Verwaltungsgerichtsbeschwerden abgewiesen worden sind.   

IV. Kosten, Rechtsmittelbelehrung und Mitteilung

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1. Für das Nutzungsplangenehmigungsverfahren werden keine 

Kosten erhoben. 

2. Für die Durchführung des Rodungsbewilligungsverfahrens hat die 

Gemeinde B._____ gestützt auf Art. 3 ff. der Verordnung über die 

Kosten in Verwaltungsverfahren (VKV; BR 370.120) eine Gebühr 

im Gesamtbetrag von CHF 1'070.-- zu bezahlen.

Diese Gebühr setzt sich wie folgt zusammen:

Staatsgebühr CHF    800.--

Ausfertigungsgebühren und Barauslagen CHF    270.-- 

Total CHF 1'070.--

Die politische Gemeinde B._____ hat diesen Betrag von 

CHF 1'070.-- gemäss separat zugestellten Rechnung an die 

Finanzverwaltung Graubünden, Chur, zu überweisen, und zwar 

innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum (zugunsten von Konto 

421001). 

3. Die drei Planungsbeschwerden werden in separaten 

Regierungsbeschlüssen behandelt.  

4. Der Gemeindevorstand B._____ wird angewiesen, den 

wesentlichen Inhalt des Dispositivs des vorliegenden 

Genehmigungsbeschlusses öffentlich bekannt zu geben. Diese 

Bekanntgabe hat in den gleichen Publikationsorganen wie die 

Bekanntgabe der Urnenabstimmung vom 27. September 2020 zu 

erfolgen. Im Publikationstext ist darauf hinzuweisen,

- dass der Genehmigungsbeschluss bei der Gemeinde B._____ 

eingesehen werden kann und

- dass Berechtigte gegen den vorliegenden 

Ortsplanungsgenehmigungsbeschluss mit integrierter 

Rodungsbewilligung innert 30 Tagen ab dem Publikationsdatum 

nach Massgabe des Gesetzes über die 

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Verwaltungsrechtspflege beim Verwaltungsgericht Graubünden 

Beschwerde erheben können.    

5. Für direkte Adressaten des vorliegenden Beschlusses beginnt die 

30-tägige Beschwerdefrist an das Verwaltungsgericht bereits ab 

dem Zeitpunkt der Eröffnung des vorliegenden Beschlusses. 

6. [Mitteilung an:]                              

6. Gegen diesen Genehmigungsbeschluss der Regierung vom 31. Mai 2022 

samt integrierter Rodungsbewilligung (RB Protokoll-Nr. 505/2022) 

betreffend Teilrevision Ortsplanung Gemeinde B._____ vom 27. 

September 2020, im Amtsblatt T._____, veröffentlicht mit Planauflage vom 

2. Oktober 2020, erhob die A._____; nachfolgend Beschwerdeführerin) 

am 29. Juni 2022 (Poststempel 1. Juli 2022) Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag auf 

Aufhebung des angefochtenen Genehmigungsbeschlusses und 

Verweigerung der Genehmigung der entsprechenden Planungsmittel 

sowie des entsprechenden Rodungsgesuchs (Ziff.1); unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegner (Ziff. 2). Mit der 

Anmeldung zur Verfahrensbeteiligung vom 27. Oktober 2020 nach Art. 

104 Abs. 2 KRG, Akteneinsicht und Unterzeichnung des 

Teilnahmeformulars am 21. Dezember 2020 beim Amt für 

Raumentwicklung (ARE) in Chur sei die gesetzliche Beschwerdefrist 

respektiert worden. Mit heutiger Beschwerde (vom 29. Juni/1. Juli 2022) 

sei auch die 30-tägige Anfechtungsfrist für den Regierungsentscheid vom 

31. Mai 2022 gewahrt (A. Formelles: 1. Frist/Mitwirkung bei öffentlicher 

Auflage). Nach Art. 12 Abs. 1 lit. b, Art. 12 Abs. 3 NHG sowie Art. 55 Abs. 

1 USG i.V.m. den eigenen Statuten von 1986 (§ 2 Abs. 1/§ 3 Abs. 1) sei 

die A._____ legitimiert, als Beschwerdeführerin eine Verletzung des RPG- 

und EnG-Bundesrechts vor Verwaltungsgericht Graubünden geltend zu 

machen, da die Raumplanung (Art. 75 BV), die Gewässer (Art. 76 BV) und 

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die Energieversorgung (Art. 89 BV) zu den Bundesaufgaben gehörten (2. 

Legitimation). Wie in der Planungsbeschwerde/Stellungnahme vom 31. 

Dezember 2020 ausgeführt, habe sie von ihrem RPG-Mitwirkungsrecht 

fristgerecht Gebrauch gemacht. Die entsprechenden RPG- und EnG-

Einwendungen seien weder im Generellen Erschliessungsplan (GEP) vom 

27. September 2020 noch im Umweltbericht vom April 2019 berücksichtigt 

worden. Damit sei Bundesrecht mehrfach verletzt worden (3. 

Unberücksichtigt: Mitwirkungsrechte/neues Bundesrecht). Materiell sei 

das Raumplanungsgesetz nur teilweise beachtet worden (nachfolgend Lit. 

A/Ziff. 1-4 samt kommentierter Fotos S. 5-9); es seien die 

Gewässerschutzvorgaben im RPG und EnG nicht beachtet worden (Lit. 

B/Ziff. 5-8, kommentierte Fotos S. 12-14, Ziff. 10 [10.1/10.2]); und 

'Pumpspeicherkraftwerke und PEB für das Klimaabkommen' (Lit. C/Ziff. 

11-13 S. 16-17). Bei dieser Ortsplanungsrevision gehe es (vordergründig) 

um den geplanten Strassenausbau entlang dem Fluss M._____ mit 

erheblichen Eingriffen am M._____-Ufer bei der Fluss-Überquerung. Das 

sei ein massiver Eingriff in die unberührte Landschaft. Dazu sei es eine 

erhebliche Beeinträchtigung unverbaubarer Uferpartien des M._____. 

Weder aus dem GEP (September 2020) noch dem Umweltschutzbericht 

(April 2019) gehe konkret hervor, welche Auswirkungen der Bau auf die 

Gewässer bzw. den Fluss hätten (1. Raumwirksame Massnahmen nicht 

RPG/EnG-konform). Im strittigen Entscheid seien keine 

Alternativen/Varianten geprüft noch gegeneinander abgewogen worden. 

Dies betreffe auch die Gewässer, die gefährdete Biodiversität inkl. 

Energieversorgung. Damit sei das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) 

mehrfach verletzt worden. Die Vorinstanz sei leider auch nicht auf das 

vorgeschlagene Pumpspeicherkraftwerk [PSKW] U._____ eingetreten, 

obwohl dort ein hervorragender Standort dafür wäre. Es könnte so 

ungefähr 10 bis 15 Mal mehr CO2 freier Strom preisgünstiger erzeugt 

werden als heute. Dies würde zu einem bedeutend umweltverträglicheren 

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Vorgehen beitragen. Mit Unterlassung dieser PSKW-Prüfung sei hier auch 

die RPV verletzt worden (2. Weder Varianten geprüft noch gegeneinander 

abgewogen). Die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 

1C_356/2019, Erw. 3.2) und deren rechtliche Vorgaben seien von der 

Vorinstanz ignoriert worden. Damit sei Bundesrecht sowohl im RPG- wie 

auch im EnG-Bereich verletzt (3. Rechtsgrundlage für Wasserkraftnutzung 

und Gewässerstrecken). Der aktuelle Waldweg auf dem Gebiet der 

Gemeinden B._____ und C._____ müsse mit zwei-drei Zusatzkurven 

zwischen ihnen etwas besser verbunden werden – in einem Wald ohne 

Realersatzpflicht (vgl. RB 31. Mai 2022 S. 15 [1.4.2]; dazu drohe hier der 

Wald zu überwuchern). Auf der Höhe der Gemeinde C._____ vis à vis vom 

Parkplatz der Bergbahn seien zwei-drei Zusatzkurven hinunter zum 

M._____ notwendig, um diesen zu überqueren und zum 

Bergbahnparkplatz und zur Kantonsstrasse nach E._____ und C._____ zu 

gelangen. Würde die geplante Verbindungsstrasse weitergeführt bis nach 

der Einmündung des V._____, würde gar eine einzige bescheidene 

Brücke zum Bergbahnparkplatz reichen. Dies wäre mit Abstand die 

landschaftsschonendste und preisgünstigste Verbindungsvariante (4. 

Erholungsraum und dennoch 10 bis 15 Mal mehr CO2-freier Strom). Unter 

Lit. B) brachte die Beschwerdeführerin zum Gewässerschutz vor, dass die 

Vorinstanz die wichtigen RPG- und EnG-Vorgaben für die Energiewende 

nicht beachtet habe (so Art. 2 Abs. 1, Art. 10 Abs. 1, Art. 15 Abs. 2 lit. b 

RPV, Art. 8b RPG und Art. 10 Abs. 1 EnG; vgl. Ziff. 5 und 5.1, S. 10). In 

ihrer Planungsbeschwerde vom 31. Dezember 2020 seien praktisch zu 

allen Positionen Alternativen und Varianten für die Erhaltung naturnaher 

Landschaften und Erholungsräume sowie für die Erhaltung von 

Fruchtfolgeflächen aufgeführt. Die Vorschläge seien nur teilweise, nur 

selektiv oder gar nicht geprüft worden. Die Beschwerdegegner 

behaupteten, die L._____-Variante würde 42 Aren Wald beanspruchen. 

Wie die eingereichten Fotos 3, 4 und 5 zeigten, handle es sich dort nicht 

- 17 -

um Wald, sondern um eine befahrene Strasse, die weder gerodet werden 

müsse noch könne, weil keine Tannen auf der Strasse zu finden seien 

(Ziff. 5.2, S. 10). Die Varianten mit 70 bzw. 40 m langer Brücke 

entsprächen nicht den A._____-Vorschlägen mit einigen Zusatzkurven 

und einer kleinen Brücke am M._____ von ca. 10 bis 15 m Länge. Ebenso 

wenig sei eine M._____-Überquerung erst nach der Einmündung des 

V._____ in Betracht gezogen worden, um nur eine kleine Brücke über den 

M._____ zu erstellen (statt 2) bis zum Parkplatz. Willkürlich sei auch der 

Vergleich mit der L._____-Variante bezüglich Erholungsraum und 

Fruchtfolgefläche. Bei dieser Variante handle es sich nicht um Schutzwald, 

sondern um Wald, der zu überwuchern drohe. Würde dieser Wald 

zurückgedrängt, wäre es eine rechtmässige Massnahme. Im selben 

Waldperimeter würden auch ca. 4-5 Aren für die Zusatzkurven 

beansprucht. Bei der Abwägung ginge es somit um einen überwuchernden 

Waldperimeter gegen eine weitgehend unberührte Landschaft mit 

Fruchtfolgeflächen. Die L._____-Variante entspräche einer Überquerung 

des Flusses vor dem W._____, ca. 200 m weiter östlich nach Einmündung 

des W._____ in den M._____ beim Parkplatz mit bloss einer Überquerung 

und einer Brücke über den Fluss direkt zum Parkplatz (Ziff. 6 S. 11). Seit 

dem 1. Januar 2018 müssten Richtpläne Gebiete bezeichnen, die für die 

"Nutzung erneuerbarer Energien geeignet" und "Gewässerstrecken" 

seien. Auf die von ihr zahlreich vorgeschlagenen Varianten sei die 

Vorinstanz nicht eingetreten. Damit würden nicht nur die Abwägungen der 

verschiedenen Interessen verhindert, sondern sogar die Prüfung der 

vorgeschlagenen Massnahmen verunmöglicht. Das sei erstaunlich, da die 

Vorinstanz 2008 genau das Gegenteil in einem anderen Projekt 

entschieden habe (PSKW XWK.______). Laut Bundesrecht hätten die 

Kantone dafür zu sorgen, dass insbesondere die für die Nutzung der 

Wasser- und Windkraft geeigneten Gebiete und Gewässerstrecken im 

Richtplan festgelegt würden. Gemäss Präzisierung in Art. 10 Abs. 2 Satz 

- 18 -

2 EnG seien bereits genutzte Standorte mit einzuschliessen und könnten 

Gebiete und Gewässerstrecken bezeichnet werden, die grundsätzlich 

freizuhalten seien (BGE 1C_356/2019, Erw. 3.2). Der angefochtene 

Entscheid entspreche nicht den RPG-, RPV- und EnG-Bestimmungen und 

sei deshalb aufzuheben (Ziff. 7a und 7b, S. 11). Die Verantwortlichen des 

Kraftwerks X._____ (KWF) nutzten das Wasser immer noch mit einer 

längst aus der Zeit gefallenen Wasserkrafttechnologie von 1879 [ohne 

Beachtung angemessener Restwassermengen] (Ziff. 8a, 8b und 8c, je mit 

kommentierten Fotos, S. 12-14). Weiter wird zur gesetzlich stipulierten 

Planungspflicht und den Planungsgrundsätzen nach RPG (Art. 2 Abs. 1, 

Art. 3 und Art. 6 Abs. 2 und Abs. 3) und zur weltweiten Energiekrise, die 

auch die Schweiz betreffe, Stellung genommen (Ziff. 10 mit 10.1 und 10.2, 

S. 15). Unter Lit. C) wird schliesslich noch im Detail auf die 

Wasserkraftnutzung PSKW U._____ [140-jährige Technologie] und ein 

zukunftsweisendes und leistungsmässig stark modernisiertes PSKW-

B._____ mit mehr Strom als die KW Vorderrhein AG Bezug genommen 

(Ziff. 11, 12a-12c, 13a, 13b [CO2-freier Solarstrom/Werte 127-435 TWh, 

S. 16-17]).   

7. In ihrer Vernehmlassung vom 22. August 2022 beantragte die Gemeinde 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige und vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde. Zuerst wurden die bisherigen 

Verfahrensschritte (bis zur Fusion) und die gesamte Prozessgeschichte 

bis zum angefochtenen Genehmigungsbeschluss mitsamt 

Beschwerdeentscheiden der Regierung vom 31. Mai 2022 dargetan (Rzn. 

1-23, S. 3-11). Die Anwendbarkeit der von der Beschwerdeführerin 

zitierten Bestimmungen (Art. 2 Abs. 1 lit. b RPV; Art. 3 NHG) ändere nichts 

an der grundsätzlichen Zulässigkeit einer Interessenabwägung und 

schliesse ein überwiegendes Interesse am betreffenden Werk nicht aus, 

umso weniger, als es hier mit dem betroffenen Gebiet J._____ um ein 

- 19 -

"Objekt" gehe, das in keinem Inventar verzeichnet sei, und schon gar nicht 

in einem Inventar des Bundes figuriere (Rz. 28). Die geforderte 

Interessenabwägung sei von allem Anfang vorgenommen worden, wovon 

die detaillierten Ausführungen im PMB vom 5. Dezember 2019 zeugten 

(Rz. 29). Die Beschwerdeführerin bestreite das öffentliche Interesse an 

einer Strassenverbindung zwischen den Dorfteilen C._____ und E._____ 

einerseits und B._____ auf der anderen Seite nicht. Tatsächlich sei dieses 

Interesse ausgesprochen gross (Rz. 30). Bereits im bestehenden 

Generellen Erschliessungsplan (GEP) sei eine Sammelstrasse in diesem 

Bereich festgelegt. Sie entspreche über weite Strecken der Variante 

Fusion, sei jedoch insoweit nachteiliger, als deren Realisierung weit mehr 

Kulturland beanspruchen würde. Die im GEP vorgesehene 

Sammelstrasse würde rund 400 m weiter in Richtung Westen führen und 

erst dort zu dem von B._____ herkommenden Forstweg abzweigen. Die 

zur Diskussion stehende Lösung bedeute daher in jeder Hinsicht eine 

Verbesserung gegenüber der geltenden Regelung (Rz. 31). Die 

Beschwerdegegnerin hielt fest, dass die Strassenverbindung elementar 

zur Erreichung des Fusionsziels sei. Nur so lasse sich das soziale, 

kulturelle und wirtschaftliche Leben in ihrem weitverzweigten Gebiet 

sichern. Im Kanton gebe es denn auch kaum eine Gemeinde, die nicht 

über eine solch direkte interne Strassenverbindung verfüge. Die Fusion 

sei zudem von keiner Seite angefochten worden, weshalb die darin 

festgelegten Bedingungen und Auflagen grundsätzlich für alle 

Stimmbürger und übrigen Betroffenen gälten und zu respektieren seien, 

so auch von der Beschwerdeführerin (Rzn. 32-35). Die Bedeutung der 

Strassenverbindung für die Schule sei mit den rechtskräftigen Entscheiden 

des EKUD vom 20. Oktober 2021 und 14. Januar 2022 und der darin vom 

Kanton aufgeführten Schulorganisation der Gemeinde bestätigt worden; 

ebenso die damit verbundene Zuweisung der Kinder in die Schulen von 

B._____ bzw. Y._____ ab dem Schuljahr 2021/2022 (Rz. 36; mit 

- 20 -

detaillierter Zuweisung Rz. 37). Es sei evident, dass die projektierte 

Verbindungsstrasse den Schulweg für die schulpflichtigen Kinder und 

Kindergärtner zum Teil sogar recht massiv verkürze (Rz. 38). Insoweit der 

Schülertransport über die Talstrasse als nicht akzeptabel bezeichnet 

worden sei, gelte es festzuhalten, dass diese Art der Kindertransporte nur 

provisorischer Natur sei und mit dem Bau der Verbindungsstrasse ende 

(Rz. 39). Die Frage, ob die direkte Strassenverbindung über J._____ aus 

landwirtschaftlicher Sicht geradezu unerlässlich sei, brauche an dieser 

Stelle nicht abschliessend beantwortet zu werden. Jedenfalls fehle es 

derzeit an einer entsprechenden Verbindung. Abgesehen davon, dass 

eine solche Verbindung ganzjährig möglich sein müsse, bestehe gar kein 

öffentlich durchgehender Weg im erwähnten Gebiet. Die beiden 

öffentlichen Wege wiesen nämlich eine Lücke von 310 m auf 

(Privateigentum, keine Strasse). Es bestünden auch keine 

Durchgangsrechte. Der Vorteil der Verbindungsstrasse für die 

Landwirtschaft erscheine allein schon deshalb als gegeben (Rz. 40 mit 

'farbiger Wegplanskizze'). Sodann wurde konkret auf die Vorteile der 

Verbindungsstrasse für die Landwirtschaft (Rzn. 41-44) sowie für die 

gemeinsame Alpung samt Sennerei und Metzgerei Bezug genommen 

(Rzn. 45-47). Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass für die 

heutige stark mechanisierte und kapitalintensive Landwirtschaft diese 

Verbindungsstrasse einen grossen Mehrwert darstelle und in Zukunft noch 

viel wichtiger sein werde. Sie werde zu einem grossen Teil zugunsten der 

Landwirtschaft, zu deren Entwicklung und Erhaltung beitragen (Rz. 48). 

Es gebe zudem keine valablen Alternativen zur geplanten 

Verbindungsstrasse. Wie bereits dem PMB (S. 5) entnommen werden 

könne, stelle die jetzt zur Diskussion stehende Verbindungsstrasse 

(Variante 'Fusion') unter allen Aspekten die weitaus beste Lösung dar und 

sie schneide wesentlich besser ab als die von den Beschwerdeführenden 

propagierten "Schein"-Alternativen, was der Situationsplan 1:25'000 

- 21 -

deutlich mache (Rz. 49).  So sei der Weg über die Talstrasse nicht valabel 

(Rz. 50). Auch der Weg über I._____ sei nicht genügend (Rz. 51-52: Mit 

Aufzählung der Nachteile). Die Beschwerdeführerin mache der Vorinstanz 

vor allem zum Vorwurf, die Variante L._____ nicht vertieft geprüft zu 

haben. Laut Beschwerdeführerin käme man bei dieser Variante (anstatt 

den alten Varianten mit 70 m bzw. 40 m langer Brücke) "mit einigen 

Zusatzkurven und einer kleinen Brücke am M._____ von ca. 10-15 m 

Länge" aus (Rz. 53). Die Beschwerdegegnerin hielt dem entgegen, dass 

nicht nur die Hauptvariante L._____ wesentlich schlechter als die 

Fusionslösung abschneide, sondern auch alle Untervarianten, und zwar 

schon aus dem einfachen Grunde, weil in jedem Fall die Rodungsfläche 

um mindestens 42 Aren zunähme, also um das Mehrfache der Einsparung 

des landwirtschaftlichen Kulturlandverlusts. Bei ihrer Argumentation 

übersehe die Beschwerdeführerin, dass auch Waldwegflächen Wald 

darstellten und dementsprechend einer Rodungsbewilligung bedürften, 

was erst recht für solche Waldwege gelte, von denen sie selbst behaupte, 

sie würden "überwuchern" (Rz. 54). Auch zeuge es von einem 

eigenartigen Verständnis, wenn gerade die Beschwerdeführerin 

Jungpflanzen ihre Berechtigung abspreche. Die Waldgesetzgebung 

mache eben keinen Unterschied zwischen wertvollen und wertlosen 

Bäumen (Rz. 55). Es sei auch nicht so, dass bei der Interessenabwägung 

landwirtschaftliche Nutzflächen von vornherein stärker ins Gewicht fielen 

als Waldflächen (Rz. 56). Die Eingriffe in die Landschaft wären bei jeder 

der zur Diskussion stehenden Varianten auf dem ersten Teilabschnitt 

(Parkplatz Bergbahnen bis Anschluss an Waldweg) gross, und zwar weil 

es sich hier um ein steiles, topographisch schwieriges Gebiet handle, 

welches verschiedene Kunstbauten erfordern würde. Allein die 

Stützmauern würden zwischen ca. 2.5 bis 6 m aus dem Terrain ragen. 

Dem vermöchte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nichts 

Substanzielles entgegenzuhalten (Rz. 57). Im Übrigen erfordere die 

- 22 -

Interessenabwägung nur die Prüfung von solchen Varianten, die sich mit 

vernünftigem Aufwand noch als realisierbar erwiesen, nicht aber von 

Alternativen, die utopisch seien, wie das bei der von der 

Beschwerdeführerin ins Spiel gebrachten Variante der Fall sei. Die 

Variante L._____ sei im Vorfeld unter dem Namen 'J._____' abgeklärt 

worden, und zwar inkl. Kostenberechnung. Gerade das Vorprojekt habe 

gezeigt, dass die Vorstellungen der Beschwerdeführerin betreffend 

Brückenlängen und Kurven auf Wunschdenken beruhten und von einer 

fachlich befriedigenden Lösung weit entfernt seien (Rz. 58). Die 

Beschwerdeführerin habe weiter vorgebracht, seit dem 1. Januar 2018 

müssten Richtpläne Gebiete bezeichnen, welche für die "Nutzung 

erneuerbarer Energien geeignet" seien. Die Gemeinde entgegnet dem, 

dass diese Argumentation nicht nachvollziehbar sei, weil es bei der 

vorliegenden Teilrevision der Ortsplanung lediglich um die Anpassung 

eines GEP gehe, der eine Strassenverbindung zwischen den einzelnen 

Dorfteilen ermöglichen soll. Das Thema Nutzung erneuerbarer Energien 

werde davon in keiner Art und Weise berührt (Rz. 60). Dasselbe könne 

zum Einwand der fehlenden Überprüfung von Gewässerstrecken mit 

Verletzung von Bundesrecht (Art. 8 lit. b RPG; Art. 10 Abs. 1 EnG) 

festgehalten werden, weil durch die geplante Verbindungsstrasse keine 

Gewässerstrecke tangiert sei (Rz. 61). Insoweit die Beschwerdeführerin 

der Gemeinde planerisch ein 'selektives Rosinenpicken' vorwerfe (Rz. 62), 

sei dieser Einwand sehr weit hergeholt. Projektbezogene 

Nutzungsplanungen, wie hier eine vorliege, seien durchaus zulässig. Eine 

umfassende Revision sei nur erforderlich, wenn das zur Diskussion 

stehende Projekt alle Aspekte einer kommunalen Nutzungsplanung 

betreffen würde, was bei der Schaffung einer internen Verbindung im 

Rahmen einer Fusion sicherlich nicht der Fall sei (Rz. 63). Schlechthin 

unerfindlich sei, was das Thema "Pumpspeicherkraftwerke und PEB" für 

das Klimaabkommen mit der hier zur Diskussion stehenden 

- 23 -

Strassenverbindung zu tun haben soll (Rz. 64). Mit ihren Ausführungen 

zum Thema "NF-PEB sichern 100 % bis 180 % des Energieverbrauchs" 

argumentiere die Beschwerdeführerin vollends an der Sache vorbei (Rz. 

65, S. 22). 

8. In ihrer Vernehmlassung vom 25. August 2022 beantragte die Regierung 

des Kantons Graubünden (nachfolgend Beschwerdegegner), die 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen auf die Erwägungen im angefochtenen 

Genehmigungsbeschluss vom 31. Mai 2022 (Protokoll Nr. 505/2022) 

verwiesen. Nach Anhörung der zuständigen Fachbehörden zur 

Beschwerde drängten sich folgende ergänzenden Bemerkungen auf (Ziff. 

1). Zu den Ausführungen betreffend Wasserkraftnutzung und 

Restwassermengen sei bereits im angefochtenen 

Genehmigungsentscheid dargelegt worden, dass die geplante 

Verbindungsstrasse und die Brücke diesbezüglich keine Auswirkungen 

auf den M._____ hätten. Der Beschluss des Beschwerdegegners zur 

Restwassersanierung der Kraftwerke X._____ AG vom 21. August 2018 

(RB Protokoll Nr. 636/2018) sehe ferner Restwassermengen für den 

M._____ von 25 l/s über die Wintermonate respektive von 45 l/s in den 

Sommermonaten vor (Ziff. 2). Zu den Ausführungen betreffend 

hypothetisches Pumpspeicherwasserkraftwerk gelte es festzuhalten, dass 

Gegenstand der angefochtenen Ortsplanung die Schaffung der 

raumplanerischen Voraussetzung für die Realisierung einer kommunalen 

Verbindungsstrasse sei. Hierfür sei die geplante Linienführung der 

Verbindungsstrasse im GEP festgelegt worden. Die im Rahmen der 

vorliegenden Ortsplanung gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. b RPV zu prüfenden 

Alternativen und Varianten der Strassenlinienführung bezögen sich somit 

auf projektspezifische alternative Möglichkeiten zur sachlichen 

Zielerreichung im Bereich Verkehr. Entgegen der Meinung der 

- 24 -

Beschwerdeführerin könne ein hypothetisches 

Pumpspeicherwasserkraftwerk in der Region nicht zur Begründung für 

eine weitere zu prüfende Variante im Rahmen eines Strassenprojekts für 

die Verbindung der Siedlungsfraktionen einer fusionierten Gemeinde 

herangezogen werden (Ziff. 3). Zu den Vorbringen betreffend Kantonaler 

Richtplan (KRIP) sei zu sagen, dass sich der KRIP aktuell in den 

Bereichen Wasser- und Windkraft in Überarbeitung befinde. Im Zuge 

dessen werde das Kapitel zur Energie im KRIP nach den 

bundesrechtlichen Vorgaben aktualisiert und präzisiert. Ein Bezug zum 

vorliegenden Projekt sei aber nicht gegeben und diese Einwände deshalb 

unbehelflich (Ziff. 4). Zu den Vorbringen betreffend landschaftliche 

Auswirkungen sei nochmals hervorzuheben, dass durch die geplante 

Verbindungsstrasse und Brücke kein Landschaftsschutzobjekt aus dem 

kantonalen Inventar oder Bundesinventar betroffen sei. Der hinsichtlich 

Landschaftsschutz relevante Strassenabschnitt zwischen dem Werkhof 

"Z._____" und dem Gebiet "J._____" führe zu einem wesentlichen Teil 

über bereits bestehende Landwirtschaftswege durch den Wald resp. am 

Waldrand entlang. Erst ab der Lichtung "AA._____" bis nach "J._____" 

werde ein ca. 600 m langer Strassenabschnitt neu erstellt, wofür eine 

Rodung bis zum M._____ notwendig sei. Für die Überquerung des 

M._____ müsse eine ca. 70 m lange Brücke neu erstellt werden. Im Gebiet 

"J._____" führe die neue Strasse für ca. 190 m über Landwirtschaftsland, 

bevor sie in den bestehenden Landwirtschaftsweg münde (Ziff. 5, Teil 1). 

Da die geplante Strasse zu einem wesentlichen Teil schon bestehenden 

Landwirtschaftswegen folge, werde in erster Linie nur die neue Brücke 

über den M._____ sowie der neue Strassenabschnitt im Gebiet "J._____" 

landschaftlich in Erscheinung treten. Die Brücke über den M._____ werde 

aufgrund des kupierten und bewaldeten Geländes nur von "J._____" 

sowie von nördlichen, höher gelegenen Standorten aus einsehbar sein. 

Auch der im Gebiet "J._____" zu erstellende Strassenabschnitt mit ca. 190 

- 25 -

m Länge und 3.5 m Breite (4.9 m mit Rigole und Bankett) stelle aus 

landschaftsschützerischer Sicht eine geringe Beeinträchtigung dar. Im 

Übrigen würden die an die Verbindungsstrasse angrenzenden Flächen 

nach Abschluss der Bauarbeiten wieder rekultiviert und begrünt. Weiter 

sei das Gebiet "J._____" bereits von C._____ aus mit einer asphaltierten 

Strasse erschlossen (Via AB._____) und werde durch einen 

Landwirtschaftsweg durchschnitten. Die Hänge oberhalb von B._____ und 

C._____ wiesen zudem zahlreiche asphaltierte Alpstrassen auf. 

Demzufolge werde der neue ca. 190 m lange asphaltierte 

Strassenabschnitt lediglich unwesentlich zur zusätzlichen 

Beeinträchtigung des Landschaftsbilds beitragen. Insgesamt stellten die 

neue Strasse und die Brücke über den M._____ einen geringen Eingriff in 

die Landschaft dar. Das in Art. 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und 

Heimatschutz (NHG, SR 451) statuierte Schonungsgebot werde demnach 

eingehalten (Ziff. 5, Teil 2).  

9. In ihrer Replik vom 23. September 2022 hielt die Beschwerdeführerin 

unverändert an ihrem Antrag um kostenfällige Aufhebung des 

angefochtenen Genehmigungsentscheids (und somit Gutheissung der 

Beschwerde) fest. Zur Begründung äusserte sie sich (A. Formelles) 

zunächst zur eingehaltenen Beschwerdefrist und ihrer 

Beschwerdelegitimation (Ziff. 1); zur Rüge der Nichtberücksichtigung 

wichtiger RPG- und EnG-Bestimmungen (Ziff. 2) sowie ihrem Gesuch um 

Sperrfrist bis am 28. Oktober 2022 (Ziff. 3). In tatsächlicher Hinsicht (B. 

Sachverhalt) wurden folgende Einwände vertieft, vervollständigt und 

ergänzt: Raumwirksame Massnahmen seien ungeprüft geblieben (Ziff. 1); 

das RPG und die RPV seien weder beachtet noch die gegensätzlichen 

Interessen gegeneinander abgewogen worden (Ziff. 2); die 

Strassenführung sei infolge ungeprüfter Varianten aufzuheben (Ziff. 3); die 

Wasserkraftnutzung ohne angemessene Restwassermengen sei 

- 26 -

unbeantwortet geblieben (Ziff. 4); ebenso wie der Einwand der langen 

Transportwege mit Vorrang von Politkarrieren anstatt des Kindeswohls 

(Ziff. 5). In rechtlicher Beziehung (C. Rechtliches) rügt die 

Beschwerdeführerin das rechtswidrige Verfahren zur Ermittlung der 

Restwassermenge (Ziff. 6), die gesetzeswidrige Finanzierung 

landwirtschaftsschadender Varianten (Ziff. 7) und noch einmal die 

Nichtberücksichtigung neuer Bundesrechtsbestimmungen (Ziff. 8). Weiter 

wird die Doppelstrategie mit der Sanierung von Pumpspeicherwerken und 

Gewässerstrecken propagiert (Ziff. 9) und festgehalten, dass die 

einheimische Elektrizität 19 Mal mehr Strom und 54 Mal höhere 

institutionelle Leistungen erbringen könnte (Ziff. 10). Die energetische 

Notsituation müsse auch in Graubünden beachtet werden (Ziff. 11). Ferner 

wird die Frage aufgeworfen, ob kein Interesse für die Prüfung einer 

erheblich höheren Stromproduktion bestehe (Ziff. 12). Es sei immer bei 

der Raumplanung die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu 

respektieren (Ziff. 13). Im Wallis produzierten PSKW Strom – in 

Graubünden sollte [aber] kein PSKW geprüft werden (Ziff. 14). Es stelle 

sich die Frage, ob der Kanton Graubünden keine höhere einheimische 

Elektrizitätsproduktion wolle (Ziff. 15). Laut dem Ende 2017 ratifizierten 

Pariser Klimaabkommen müssten (bis 2040/2050) aktuell über 160 TWh 

fossil-nukleare Energien ersetzt bzw. rund 2 TWh bis 6 TWh pro Jahr 

substituiert werden (Ziff. 16). Es sei mit 80 % weniger Winterenergie (also 

83 Mal weniger als von Repower am 4. Juli 2022 bestätigt) zu rechnen 

bzw. eine 395 %-Winterstromversorgung (Okt.-März) möglich. Mit dem 

Solarstromüberschuss könnten 25 Elektrofahrzeuge jährlich je 10'000 km 

emissionsfrei fahren (Ziff. 16a, 16 b, S. 8). 

10. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2022 teilte der Beschwerdegegner dem 

Gericht seinen Verzicht auf die Einreichung einer Duplik mit.                    

- 27 -

11. Mit Duplik vom 14. Oktober 2022 hielt die Beschwerdegegnerin 

unverändert an ihrem Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde 

fest. Zum Einwand der ungeprüften Varianten gelte es noch Folgendes 

richtigzustellen: Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin sei 

nicht klar, welche Variante (L._____-Strasse) sie genau gemeint habe. 

Vermutlich sei es die Linie gemäss rotem Strich zum Parkplatz (Ziff. 1 mit 

"farbiger Planskizze"). Die Beschwerdegegnerin habe im Rahmen des 

Variantenstudiums die Verbindung L._____ im Westen des Parkplatzes 

durchaus untersucht und eine Projektvariante erarbeitet. Auch die 

favorisierte Linienführung der Beschwerdeführerin sei diskutiert, aber nicht 

aufskizziert worden. Bei diesem letzten Abschnitt handle es sich jedoch 

um ein Detail, das zu vernachlässigen sei. Diese Untervariante sei 

ohnehin irrelevant, und zwar weil die Variante L._____ schon aufgrund der 

übrigen Kriterien (Kosten, Stützmauern über 180 m, schattige Lage, 

grosse Rodungsfläche, Eingriff in Gewässerraum, Störung Wild und Vögel 

etc.) weit schlechter als die Fusionsvariante abschneide und die Erstellung 

einer zweiten Brücke unumgänglich wäre. Eine Verbindungsstrasse 

gemäss der L._____-Variante müsste ein heikles Rutschgebiet 

durchqueren und wäre dementsprechend in der Ausführung äusserst 

anspruchsvoll, zumal auch grosse Höhendifferenzen zu überwinden 

wären. Eigenartig mute es an, wenn für die Beschwerdeführerin die dafür 

erforderlichen Kunstbauten (Stützmauern und Brücken) plötzlich kein 

Problem mehr seien. Sonst werde von dieser Seite jeder noch so kleine 

Eingriff in die Natur beklagt und bekämpft (Ziff. 1, S. 4). Von der 

Beschwerdeführerin sei ferner immer wieder geltend gemacht worden, die 

Bauern von C._____ würden sich gegen die projektierte 

Verbindungsstrasse stellen. Diese Aussage entspräche nicht den 

Gegebenheiten. Tatsächlich unterstützte die grosse Mehrheit der 

Landwirte von C._____ das Projekt (Ziff. 2). Nach Ansicht der 

Beschwerdeführerin sollte dem Kindeswohl mit möglichst kurzen 

- 28 -

Transportwegen überall erste Priorität eingeräumt werden und nicht Polit-

Karrieren. Tatsache sei aber, dass es gerade die Beschwerdeführerin und 

die dahinterstehenden Personen seien, welche mit ihrer Obstruktion 

versuchten, die geplante kürzeste Verbindung zwischen den 

Teilgemeinden zu verhindern, was unweigerlich dazu führe, dass zur Zeit 

einige Schüler/innen für den Schulbesuch lange Wege zu bewältigen 

hätten (Ziff. 3). 

12. Mit (freiwilliger/unaufgefordert eingereichter) Triplik vom 20. Oktober 2022 

äusserte sich die Beschwerdeführerin unter dem Titel 'Replik-Präzisierung' 

erneut in dieser Angelegenheit.                 

13. Mit Nachtrag [1] vom 31. Oktober 2022 liess sich die Beschwerdeführerin 
abermals zur Ortsplanungsrevision samt Rodungsbewilligung vernehmen. 

14. Die Beschwerdegegnerin reagierte darauf mit Quadruplik vom 1. 

November 2022. 

15. Der Beschwerdegegner teilte gleichentags dem Gericht seinen Verzicht 

auf die Einreichung einer Quadruplik mit.  

16. Mit Nachtrag [2] vom 7. November 2022 meldete sich die 

Beschwerdeführerin erneut beim Verwaltungsgericht in dieser Streitsache. 

Ebenfalls am 7. November 2022 ging noch ein Schreiben der 

Beschwerdegegnerin bei Gericht ein.

17. Die schriftliche Reaktion der Beschwerdegegnerin – auf den im Nachtrag 

[2] der Beschwerdeführerin erwähnten Petitionstext [in rätoromanischer 

Sprache] – datiert vom 14. November 2022 zzgl. Ergänzung vom 21. 

November 2022. 

- 29 -

18. Der Nachtrag [3] vom 18. November 2022 der Beschwerdeführerin mit der 

Überschrift "Replik-Präzisierung mit Kurzverbindung AC._____ – 

Bergbahnparkplatz und Verzicht auf L._____-Variante" ging beim Gericht 

am 22. November 2022 ein. 

19. Der Nachtrag [4] vom 25. November 2022 der Beschwerdeführerin mit der 

Bezeichnung "Kompromiss-Variante zur Replik-Präzisierung mit 
Kurzverbindung AC._____ – Bergbahnparkplatz und Verzicht auf L._____-

Variante" ging bei Gericht am 30. November 2022 ein. 

20. Ein weiterer Nachtrag [5] vom 25. November 2022/27. Dezember 2022 der 

Beschwerdeführerin ging bei Gericht am 3. Januar 2023 ein.

21. Die als "Nachtrag" [6] vom 27. Dezember 2022 zur "Kompromiss-Variante 

…" bezeichnete Eingabe ging bei Gericht ebenfalls am 3. Januar 2023 ein. 

22. Ein letzter Nachtrag [7] vom 27. Dezember 2022/12. Januar 2023, 

umfassend 17-Seiten, ging bei Gericht schliesslich noch am 13. Januar 

2023 ein.   

23. Am 27. September 2023 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen 

Augenschein vor Ort durch, an welchem die Beschwerdeführer im 

(Parallel-)Verfahren R 22 45 durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter 

RA Reto Nigg, die Geschäftsleiterin O._____ Graubünden, den 

Geschäftsführer N._____ Graubünden, AD._____ und den Präsidenten 

der Alpgenossenschaft vertreten waren. Die Beschwerdeführerin im 

Verfahren R 22 46 war durch den Geschäftsleiter und einen 

wissenschaftlichen Mitarbeiter der A._____ und einen 

Projektingenieur/Geometer (Verfasser der Machbarkeitsstudie samt 

Technischen Bericht für A._____) vor Ort präsent. Der Beschwerdegegner 

(Kanton) war durch einen juristischen Mitarbeiter für Raumplanung 

- 30 -

vertreten. Die Beschwerdegegnerin (Gemeinde) war durch ihren 

Rechtsvertreter RA Dr. iur. Otmar Bänziger, den Gemeindepräsidenten, 

die Gemeindevorstände für Bau- und Strassenwesen, für Landwirtschaft, 

Forstwirtschaft, Abwasserbeseitigung/Wasserversorgung, für Schule und 

Gesundheitswesen, für Verkehr, Wirtschaft und Tourismus, eine 

Gemeindeplanerin, einen Umweltberater, den 

Unternehmensleiter/Produkteverantwortlichen für Melioration, 

Vermessungs- und Photogrammetrie sowie einen Landbesitzer und 

zugleich Mitglied der Geschäftsprüfungskommission vertreten. Allen 

Anwesenden wurde anlässlich der Ortsbegehung an fünf verschiedenen 

Standorten die Gelegenheit geboten, sich zu den aufgeworfenen Fragen 

– insbesondere der genauen Streckenführung der geplanten 

Verbindungsstrasse inkl. Brücke sowie den damit verbundenen 

Auswirkungen auf die Natur und Umwelt – zu äussern. Der sechste 

Standort (Strassenzug für Fussgänger/Velos/Autos innerhalb Gemeinde 

C._____) wurde, wie vorgängig allen Beteiligten mitgeteilt, vom Gericht 

allein besichtigt. Von Seiten des Gerichts wurden im Zuge dieser 

Begehung insgesamt 31 Fotos von den tatsächlichen Verhältnissen und 

der näheren Umgebung der Standorte erstellt sowie dem Protokoll 

beigefügt. Von der Beschwerdeführerin wurde am Ende des 

Augenscheins eine Kostenstudie eines Dipl. Bau-Ing. ETH/HTL zur 

Kompromiss-Variante (Bergbahnparkplatz/AC._____) zu den Akten 

gegeben.

24. Auf die Möglichkeit sich zum Protokoll des gerichtlichen Augenscheins zu 

äussern, machte die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren mit 

Stellungnahmen vom 16. Oktober 2023 sowie 16. November 2023 

Gebrauch. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2023 hatte der Beschwerdegegner 

zuvor bereits auf weitere Bemerkungen zum Augenscheinprotokoll 

verzichtet. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2023 hatte auch schon die 

- 31 -

Beschwerdegegnerin die Gelegenheit für Bemerkungen zum Protokoll 

wahrgenommen. Im Parallelverfahren R 22 45 hatten sich die 

Beschwerdeführer am 17. November 2023 ebenfalls dazu geäussert, 

wobei sie die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 16. Oktober 

2023 als unzutreffend taxierten. 

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt bildet vorliegend der Genehmigungsbeschluss des 

Beschwerdegegners vom 31. Mai 2022 samt integrierter 

Rodungsbewilligung (RB Protokoll-Nr. 505/2022). Nach Art. 102 Abs. 1 

des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 

801.100) in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das angerufene 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide (und Beschlüsse) der 

Regierung über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten, soweit diese nicht nach 

kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der gestützt auf 

die kommunale Urnenabstimmung vom 27. September 2020 ergangene 

Genehmigungsbeschluss vom 31. Mai 2022 des Beschwerdegegners (vgl. 

Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 11 und 20; Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg'in-act.] 1; Akten der Beschwerdeführerin [Bf'in-

act.] 1) ist weder laut KRG noch nach dem Bundesgesetz über die 

Raumplanung (RPG; SR 700) endgültig, weshalb er ein taugliches 

Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor Verwaltungsgericht darstellt und 

folglich dessen Zuständigkeit zur Streitbeurteilung gegeben ist. Die 

Beschwerdelegitimation zur Anfechtung des zur Diskussion gestellten 

Genehmigungsbeschusses ergibt sich für die Beschwerdeführerin 

rechtskonform aus Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über den 

Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), wonach die Organisation 

gesamtschweizerisch tätig sein und der Verfolgung rein ideeller Zwecke 

dienen muss, und dies seit bereits mindestens zehn Jahren (Abs. 2). Die 

- 32 -

Voraussetzungen erfüllt die Beschwerdeführerin unbestritten. Die 

Beschwerdeführerin ist nebst der Anfechtung der in Frage stehenden 

Ortsplanung auch zur Anfechtung der erteilten Rodungsbewilligung 

berechtigt, weil es dabei um die Erfüllung einer Bundesaufgabe im Sinne 

von Art. 78 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) geht, wonach die Kantone für den Natur- 

und Heimatschutz zuständig sind (Abs. 1) und bei Erfüllung von Aufgaben 

Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes, insbesondere 

durch die Schonung von Landschaften und Ortsbildern, nehmen (Abs. 2). 

Laut Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG fallen unter den Begriff "Erfüllung von 

Bundesaufgaben" besonders auch Bewilligungen zum Bau und Betrieb 

von Verkehrsanlagen sowie Bewilligungen zur Vornahme von (Wald-

)Rodungen. Für das Gericht ist damit hinreichend erstellt, dass die 

Beschwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert ist. Auf die frist- und 

formgerecht (vgl. Art. 52 Abs. 1 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 VRG) eingereichte 

Beschwerde vom 29. Juni 2022 ist – mit Ausnahme von E.1.2. nachfolgend 

– einzutreten.

1.2. Nichteingetreten werden kann auf die Beschwerde, soweit die 

Beschwerdeführerin auf die Wasserkraft- und Energiefragen Bezug nimmt 

und diese durch die Teilrevision der projektbezogenen Ortsplanung als 

verletzt rügt, da diese Fragen nicht Gegenstand des strittigen 

Genehmigungsbeschlusses (inkl. Rodungen) für eine interne 

Verbindungsstrasse gebildet haben. Im Sinne einer Schärfung des 

Streitgegenstands gilt es dazu klarzustellen, dass die daran 

vorbeizielenden Vorbringen der Beschwerdeführerin – namentlich zum 

Richtplan, zur Nutzung von erneuerbaren Energien, zur Wasserkraft und 

zu den Pumpspeicherkraftwerken – nicht zu hören sind.  

1.3. Das Verwaltungsgericht entscheidet gestützt auf Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG 

in Fünferbesetzung, weil ein Entscheid der Regierung zu beurteilen ist.

- 33 -

2. Nach Art. 33 Abs. 2 RPG hat das kantonale Recht wenigstens ein 

Rechtsmittel gegen Verfügungen und Nutzungspläne, welche sich auf das 

RPG und seine kantonalen und eidgenössischen 

Ausführungsbestimmungen stützen, vorzusehen. Zu gewährleisten ist die 

volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde (Art. 33 

Abs. 3 lit. b RPG). Der Beschwerdegegner amtete im vorinstanzlichen 

Verfahren als Genehmigungsbehörde, nicht aber als Rechtsmittelbehörde 

(Bg'in-act. 1, Bf'in-act. 1). Dementsprechend ist das vorliegende Verfahren 

das erste kantonale Rechtsmittelverfahren (vgl. Urteile des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 107 vom 12. Januar 

2023 E.2, R 19 28 vom 16. Juni 2020 E.2.2 sowie R 16 68 vom 8. Juni 

2017 E.2b). In Anbetracht dieser bundesrechtlichen Vorgaben verfügt das 

Verwaltungsgericht daher grundsätzlich über eine umfassende Kognition, 

die nicht auf die Rechts- und Sachverhaltskontrolle laut Art. 51 Abs. 1 VRG 

beschränkt ist. Im Rahmen dieser vollen Überprüfungsbefugnis auferlegt 

sich die Rechtsmittelinstanz aber regelmässig eine gewisse 

Zurückhaltung, welche sich aus ihrer Kontrollfunktion ergibt. Sie ist nicht 

Planungs-, sondern Rechtsmittelinstanz. Die Überprüfung hat aber so weit 

zu greifen, dass die von den Kantonen zu sichernden Interessen einen 

angemessenen Platz erhalten (vgl. AEMISEGGER/HAAG, in: 

Aemissegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Kommentar zum 

Raumplanungsgesetz, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 33 Rz. 77).

3. Nach Art. 3 Abs. 1 KRG ist die Ortsplanung Sache der Gemeinden, welche 

diese im Rahmen des übergeordneten Rechts autonom erfüllen (vgl. auch 

Art. 65 der Verfassung des Kantons Graubünden [KV; BR 110.100] sowie 

Art. 22 Abs. 1 und 3 KRG). Nach Art. 49 Abs. 1 KRG bedürfen das 

Baugesetz, die Pläne der Grundordnung sowie Reglemente, soweit diese 

Bestandteile der Grundordnung bilden, wie auch Änderungen dieser 

Erlasse der Genehmigung durch die Regierung (vgl. auch Art. 26 Abs. 1 

- 34 -

RPG). Die Genehmigung wird erteilt, wenn keine Vorschriften verletzt sind 

(Art. 49 Abs. 2 KRG). Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hat die 

Genehmigungsbehörde den Ermessensspielraum der nachgeordneten 

Behörde zu wahren (Art. 2 Abs. 3 RPG), die Genehmigungsbehörde darf 

also nicht anstelle der kommunalen Behörde eine eigene Planung 

durchführen (vgl. DUSSY, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], 

Fachbuch Öffentliches Baurecht, Zürich/Basel/Genf 2016, Rz. 7.77).

4. Streitig und materiell zu klären ist vorliegend, ob die Einwände und Rügen 

der Beschwerdeführerin zutreffend sind, wonach keine Notwendigkeit an 

der bewilligten Wegvariante bestehe (hiernach E.4.1.), das RPG und die 

RPV weder beachtet noch die gegensätzlichen Interessen gegeneinander 

abgewogen worden seien (E.4.2.), die gewählte Linienführung infolge 

besserer Alternativen (ursprüngliche Variante L._____ bzw. neu 

Kompromissvariante L._____/I._____) aufzuheben sei (E.4.3.), keine 

umfassende Interessenabwägung vorgenommen worden sei (E.4.4.), die 

benötigte Variantenprüfung zu wenig detailliert erfolgt sei (E.4.5.) und es 

an griffigen und raumwirksamen Ersatzmassnahmen fehle (E.4.6.). Im 

Weiteren ist über die integrierte Rodungsbewilligung (E.5.) zu befinden. 

Zu entscheiden ist die Rechtmässigkeit des angefochtenen 

Genehmigungsentscheids (inkl. Rodungsbewilligung) laut GEP mit 

neuerdings direkter interner Strassenverbindung zwischen den 

Fusionsgemeinden nach der Variante 'Fusion'. 

Nicht mehr Gegenstand dieses Verfahrens können dagegen die zusätzlich 

von der Beschwerdeführerin gestellten Fragen betreffend 

Wasserkraftnutzung ohne angemessene Restwassermengen sowie die 

Berücksichtigung einer Doppelstrategie mittels Sanierung von lokalen 

Pumpspeicherwerken und zu erfassenden Gewässerstrecken sein, da 

diese unbestritten wichtigen Energie-/Wasser-Ressourcenfragen nicht 

- 35 -

Regelungsgegenstand des Genehmigungsbeschlusses bezüglich neuer 

Wegverbindung sind (E.1.2, hiervor).      

4.1. Ausgangspunkt für die Beurteilung des sachlichen Bedarfs an der 

geplanten Verbindungsstrasse zwischen den drei im Jahre 2018 

fusionierten Gemeinden B._____ (im Westen) und der beiden ehemaligen 

Gemeinden (heute Fraktionen) C._____ und E._____ (im Osten) entlang 

der linken Talflanke des Bündner Oberlands (T._____), oberhalb des 

Vorderrheins westlich der (Hauptort-)Gemeinde AE._____ sowie im 

Verlaufsgebiet des Baches M._____ zwischen B._____ und C._____ sind 

die schon bestehenden Verkehrsachsen und bereits vorhandenen 

Verbindungs- und Zubringerstrassen in und zwischen den drei genannten 

Ortschaften zu einer Fusionsgemeinde. Wie dem Plan der AF._____ 

Ingenieure "Verkehrsführung mit Verbindungsstrasse Fusion 

Kantonsstrasse H19", Situation 1:25'000, vom 26. November 2020 

entnommen werden kann (vgl. Bg-act.15/Beilage 1), beträgt die Länge der 

Streckenführung bei der vom Beschwerdegegner und der 

Beschwerdegegnerin favorisierten Variante 'Fusion' 4.8 km [rote 

Markierung], während die Umfahrung auf den bestehenden 

Zufahrtsstrassen eine Linienführung von 16.6 km [orange Markierung] 

aufweist und somit offensichtlich mehrfach länger ist und deren 

Befahrbarkeit logischerweise deutlich mehr Zeit beansprucht als die 

"Abkürzungsvariante Fusion". Hinzu kommt, dass die Stimmberechtigten 

(Volkssouverän) der Gemeinde B._____ an der Urnenabstimmung vom 

27. September 2020 einer projektbezogenen Ortsplanung mit GEP 

Verkehr, B._____ – C._____ mitsamt Rodungsbewilligung zugestimmt 

haben und der Gegenstand der Revisionsvorlage unmissverständlich die 

Schaffung der Voraussetzungen für die Erstellung einer kommunalen 

Verbindungsstrasse zwischen den Fraktionen D._____ sowie den 

Fraktionen E._____ und C._____ war. Der Bedarf an dieser wesentlich 

- 36 -

kürzeren und deutlich schnelleren Verbindungsstrasse innerhalb des 

Territoriums der (neu) fusionierten Gemeinde B._____ ist damit 

hinreichend belegt, auch wenn die abschliessende und präzise 

Linienführung erst im Rahmen einer vertieften Prüfung der vier neu im 

Jahre 2016 zur Diskussion gestellten Varianten (J._____ 1, J._____ 2, 

L._____ und Fusion) erfolgen sollte (vgl. Bg-act. 15/6). 

4.2. Nach Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen der Bund und die Kantone bei der Erfüllung 

der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- und 

Ortsbild geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen 

überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Laut Art. 3 Abs. 2 erfüllen sie 

diese Pflicht, indem sie eigene Bauten und Anlagen entsprechend 

gestalten und unterhalten oder gänzlich auf ihre Errichtung verzichten (lit. 

a), Konzessionen und Bewilligungen nur unter Bedingungen und Auflagen 

erteilen oder aber verweigern (lit. b) und Beiträge nur bedingt gewähren 

oder ablehnen (lit. c). Die Beschwerdeführerin ist dazu vorliegend der 

Ansicht, dass überwiegende öffentliche Interessen der gemeindeintern 

projektierten Verbindungsstrasse entgegenstehen und die genehmigte 

Linienführung Variante Fusion weder umweltrechtlich (unzulässiger 

Eingriff in Flora und Fauna) noch bauästhetisch (ca. 70 m lange 

Stahlbrücke über M._____) wegen ihrer negativen landschaftlichen und 

ufervegetativen Auswirkungen bewilligungsfähig sein könne. Zunächst gilt 

es dazu festzuhalten, dass sich das Teilgebiet J._____ in keinem 

Bundesinventar befindet und durch die Verbindungsstrasse und die neue 

Brücke kein Landschaftsschutzobjekt aus dem kantonalen Inventar 

tangiert wird. Wie der Augenschein des Gerichts vom 27. September 2023 

gezeigt hat, führt die geplante Verbindungsstrasse ab der 

Strassenverzweigung bei Parzelle 7007 (vormals Maisfeld) zuerst zu 

einem wesentlichen Teil über bereits bestehende Landwirtschaftswege 

(vgl. Gerichtsfotos 5-7: Verschiebung Standort I zu II), bevor sie dann für 

- 37 -

ca. 190 m über kupiertes Landwirtschaftsland bis zum bewaldeten 

M._____ und dem dort geplanten Brückenkopf linksseitig des M._____ 

führt (vgl. Gerichtsfotos 8-14 am Standort II). Das oberhalb davon weiter 

nördlich gelegene Flachmoor wird von der neuen Streckenführung bei der 

Variante Fusion nicht betroffen und es wurde deshalb im Vorfeld auch 

keine eigenständige Pufferzone ausgeschieden. Im (undatierten) Bericht 

des Umweltberaters AG._____ (vgl. Sachverhalt Ziff. 9) wird in Bezug auf 

die inventarisierten Objekte im Gebiet J._____ noch ausdrücklich 

festgehalten, dass sie allesamt lediglich von lokaler Bedeutung seien. Es 

wurden dabei der Standort der Flachmoore (hellblau) und der 250 m 

entfernt gelegenen Trockenwiese (violett) eingezeichnet und resümiert, 

dass der projektierten Verbindungsstrasse umweltrechtlich keine 

relevanten Hindernisse entgegenstünden. Dasselbe wurde darin 

hinsichtlich der geschützten Tierarten (Brutvögel, Reptilien, Fledermäuse) 

dargetan, weil sich diese räumlich viel zu weit entfernt – oberhalb im 

Bereich und Einzugsgebiet des 'Lag da B._____' und damit einer anderen 

Geländekammer – aufhielten, um tatsächlich in ihrem Habitat und ihren 

angestammten Lebensräumen gestört zu werden (vgl. Bg'in-act. 10 [zu 

Ziff. 13] und [zu Ziff. 14-15] mit sechs weiteren Fotos zur Linienführung im 

Gelände mit Gesamtblick auf bestehende Hochspannungsmasten und 

Fern-/Aussensicht auf Brückenstandort [roter Pfeil]). In Würdigung dieser 

Fakten und Erkenntnisse sowie der eigenen Wahrnehmungen und 

Feststellungen am Augenschein vor Ort ist das Gericht zur Auffassung 

gelangt, dass die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten Gründe 

für eine Nichtgenehmigung der Ortsplanung sowohl umweltrechtlich als 

auch baugestalterisch nicht triftig genug sind, um das geplante Bauprojekt 

als rechtswidrig oder unverhältnismässig einzustufen (vgl. überdies: Bg-

act. 15/Beilagen 22, 28 und 33 sowie Bg'in-act. 8-10). 

- 38 -

Daran ändert auch das neue Strassenstück in einer Länge von 600 m auf 

der gegenüberliegenden, bewaldeten, rechten Tobelseite des M._____ 

(nach dereinstiger Überquerung der neuen Brücke) nichts, weil auch hier 

bereits bestehende Land- und Forstwirtschaftswege durch das Waldareal 

sowie entlang des Waldrands benutzt und danach ab der Waldlichtung 

"AA._____" bis zum Werkhof "AH._____" ebenfalls bereits bestehende 

Wege verwendet werden können (vgl. Gerichtsfotos 19 bis 25 am Standort 

V; mit Ortsbesichtigung in umgekehrter Fotoreihenfolge ab Werkhofareal). 

4.3. Die Beschwerdeführerin favorisierte zunächst die (ursprüngliche) Variante 

L._____ ab dem Bergbahnparkplatz in steilen Kurven und Kehren in 

südliche Richtung hinunter bis zum V._____ (Zubringer M._____) und von 

dort von der linken Talseite über den M._____ im Tobel auf die rechte 

Talseite; weiter auf der gegenüberliegenden Schattenseite wieder hinauf 

und anschliessend in westlicher Richtung durch stark bewaldetes Gebiet 

auf der rechten Talseite entlang bis zur Waldlichtung "AA._____" und von 

dort letztlich bis zum Lag da B._____ (vgl. Bg-act. 15/Beilage 6 [orange 

Markierung]). Bei dieser Variante L._____ hätten aber zwei Bäche mittels 

Brücken überquert werden müssen und es wären beidseits des M._____ 

künstliche Bauten wegen der steilen Hangkurven ab dem 

Bergbahnparkplatz als auch auf der schattigen Waldhangseite erforderlich 

gewesen. Das Ausmass der Waldrodungen bis zur Waldlichtung wäre 

dabei um ein Vielfaches höher gewesen (plus 40 ha Wald) als bei der 

Realisation der Variante Fusion auf der Sonnenseite der Talflanke. Die 

Distanz bis zur nächsten Waldlichtung im Westen hätte sich dabei auf 

mindestens 1.4 km belaufen, womit bereits gesagt ist, dass die Rodungen 

eine ganz andere Dimension erreicht hätten als bei der Variante Fusion. 

Allein schon dieser riesige Waldverlust bei der Variante L._____ hätte sich 

– angesichts der den Wald weit schonenderen Variante Fusion – durch 

nichts umwelt- und forstrechtlich rechtfertigen lassen. Es hätten zudem 

- 39 -

zwei Brücken erstellt werden müssen, während eine – wenn auch längere 

– Brücke bei der Variante Fusion ausreichend ist. Diese markanten und 

augenfälligen Vorteile der Variante Fusion gegenüber der (ursprünglichen) 

Variante L._____ veranlasste die Beschwerdeführerin aktenkundig selbst, 

auf ihre anfangs favorisierte Variante L._____ zu verzichten und 

stattdessen eine sogenannte "Kombinationsvariante" L._____/I._____, 

erhärtet durch eine Machbarkeitsstudie der AI._____ AG vom 18. 

November 2022 (Bf-act. 9), als bessere und günstigere Strassenvariante 

vorzuschlagen. Wie am Augenschein des Gerichts vom 27. September 

2023 ausführlich anhand der Geländebeschaffenheit ab dem 

Bergbahnparkplatz in südöstliche Richtung nach C._____ und der dazu 

geplanten Kurvenschlaufe im Gelände beim M._____ erläutert wurde, 

sollte bei dieser überarbeiteten Lösungsvariante weniger Kultur- bzw. 

Landwirtschaftsland verloren gehen als bei der Variante Fusion (vgl. 

Gerichtsfotos Nrn. 1-4 am Standort I; Fotos Nrn.15-18 am Standort III; Bf-

act. 9 S. 6-12 [Skizze Strassenkurvenverlauf] mit Anhang Optimierung 

Trassee AJ._____ [Variante I._____]). Im Gegensatz zur Variante Fusion 

erscheint es dem Gericht aber auch bei dieser angepassten Kompromiss-

Variante L._____/I._____ offensichtlich zu sein, dass bedeutend mehr 

Kunstbauten und Strassenkilometer zur Bewältigung der steilen Hänge 

beidseits des M._____ erstellt werden müssten und zudem noch die 

Gewässerabstände einzuhalten wären. Hinzu kommt, dass bei der 

vorgeschlagenen Kompromissvariante die Verkehrsanschlüsse in die 

schon bestehende Transitverbindung (Variante I._____) im Bereich der 

Wohngebiete (AC._____/AK._____/AL._____) westlich von C._____ noch 

nicht verbindlich festgelegt wurden und daher bis dato ungewiss sind. Was 

weiter die Anschlusslösung über die Variante I._____ betrifft, so konnte 

sich das Gericht anlässlich einer motorisierten Verschiebung von C._____ 

via I._____ nach B._____ selbst und somit aus eigener Wahrnehmung 

davon überzeugen, dass die bereits vorhandene Wegstrecke (Variante 

- 40 -

I._____) eines erheblichen Ausbaus bedürfte, um allwettertauglich 

ganzjährlich befahrbar zu sein. Angesichts von Schülertransporten 

erscheint diese Strecke – namentlich im Bereich der engen Serpentinen 

bzw. unübersichtlichen Kurvenschlaufen im Strassenabschnitt Trassee 

AJ._____ – als zu gefährlich, um diese Strassenvariante ohne massive 

Um- und Stützbauten sowie kostenintensive Ausbauten ganzjährlich 

zuverlässig und sicher benutzen zu können. Ein direkter Vergleich 

zwischen der Misch-/Kompromissvariante L._____/I._____ und der 

Variante Fusion fällt unter allen Aspekten zugunsten letzterer aus.

4.4. Zur weiteren Rüge der Beschwerdeführerin, es habe überhaupt keine 

umfassende Güterabwägung der gegenseitig auf dem Spiel stehenden 

Interessen stattgefunden, ist konkret auf Art. 3 Abs. 1 der 

Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) und die dazu gemachten 

Ausführungen im Planungs- und Mitwirkungsbericht [PMB] vom 29. 

September 2020 (Bg-act. 2) zu verweisen, worin zur Ermittlung der 

Interessen (S. 11) schon festgestellt wurde, es gelte die folgenden 

Entscheidungselemente zu beachten: Es bestehe ein grundsätzliches 

offensichtliches Interesse daran, die durch die Fusion entstandene 

Grossgemeinde auch verkehrsmässig optimal miteinander zu verbinden 

und zwar ganzjährig. Die bestehende Verbindung über I._____ (Bg-act. 

15/6) sei vor allem im Winter unmöglich, sodass die Bewohner von 

C._____ und E._____ nur über die Kantonsstrasse im Tal nach B._____ 

gelangen könnten. Es bestehe auch ein spezifisch landwirtschaftliches 

Interesse, die Verbindungsstrasse im ausgebauten Zustand optimal für die 

landwirtschaftlichen Belange nutzen zu können, v.a. für die 

Bewirtschaftung und Milchtransporte. Öffentliches Interesse bestehe an 

der Erhaltung des Waldes. Ebenfalls bestehe ein öffentliches und privates 

Interesse an einer möglichst immissionsarmen Abwicklung des Verkehrs 

in den Siedlungsgebieten v.a. in den relativ engen Verhältnissen von 

- 41 -

C._____. Zur Beurteilung der Interessen (S. 12) wurde erwogen: Gross sei 

auch das Interesse an der uneingeschränkten Erhaltung von Kulturland 

und Wald, ebenso an der Erhaltung des Naherholungsgebiets in J._____. 

Die Eingriffe beschränkten sich vorliegend jedoch auf das Nötigste und 

seien vergleichsweise gering, weil die projektierte Verbindungsstrasse mit 

der Linienführung gemäss Fusionsvertrag grösstenteils über bereits 

bestehende Fahrstrassen/-wege führe. Die von den Einsprechern im 

Meliorationsverfahren gehegten Befürchtungen seien unbegründet, 

wonach durch die vorgesehene Verbindungsstrasse zusätzlicher Verkehr 

generiert werde, zumal dem durch entsprechende Signalisation (Tempo 

30-Zone) begegnet werden könne. Es verhalte sich sogar so, dass bis zu 

einem gewissen Grade eine Entlastung des Dorfkerns C._____ erfolge, 

weil die Bewohner von E._____, wenn sie nach B._____ gelangen wollten, 

diesen heiklen Bereich nicht mehr befahren müssten. Auch darin liege 

übrigens ein Vorteil gegenüber der Variante I._____, deren Linienführung 

durch Siedlungsgebiet der Fraktion C._____ führen würde. Zur 

Optimierung der Interessen (S. 12 unten; gemäss Art. 3 Abs. 1 RPV 

[Konzept 'drei Gedankenschritte'] zur Interessenabwägung) wurde dazu 

erkannt: Das Interesse einer direkten strassenmässigen Verbindung 

zwischen den einzelnen Dorfteilen sei als überwiegend zu bewerten. Dies 

gelte zunächst einmal gegenüber der Verbindung über die Kantonsstrasse 

im Tal, die unter allen Aspekten sehr schlecht abschneide und schlechthin 

unzumutbar sei. Ähnliches gelte aber auch für die Verbindung über 

I._____, die vor allem im Winter keine valable Alternative bilde und auch 

im Sommer in hohem Masse problematisch wäre. Wie das 

Variantenstudium (Ziff. 3, S. 5, hiervor) gezeigt habe, habe sich aber auch 

hinsichtlich der direkten Verbindung über J._____ die dem Fusionsvertrag 

zugrundeliegende Variante als die beste herausgestellt. Bei den Varianten 

J._____ 1 und 2 und AM._____ müsste nämlich das dortige 

Naherholungsgebiet (Kulturlandschaft) auf eine wesentlich längere 

- 42 -

Distanz tangiert werden und bei der letztgenannten Variante wäre nicht 

nur eine problematische Rutschzone zu durchqueren, sondern auch die 

Staumauer in Anspruch zu nehmen, deren Tragfähigkeit nur eine 

beschränkte sei. Vorliegend sei entscheidend (S. 13), dass die Variante 

Richtung K._____ wegen der erwähnten Hindernisse von vornherein keine 

valable Lösung darstelle. Bei allen übrigen Varianten im Bereich J._____ 

müsste ebenfalls Wald gerodet werden, und zwar in etwa gleichem 

Ausmass. Der Eingriff in den Wald erscheine daher gerechtfertigt, 

insbesondere weil im konkreten Fall dadurch das Erholungsgebiet von 

J._____ weitestgehend verschont bliebe. Dieser Aspekt sei nicht zu 

vernachlässigen, habe doch gerade die Sorge um dieses 

Naherholungsgebiet mit dazu beigetragen, dass die erste 

Fusionsabstimmung [im Jahr 2010] negativ ausgefallen sei. Die übrigen 

Voraussetzungen für die Festlegung der Verbindungsstrasse im GEP 

seien ohnehin erfüllt, denn das projektierte Werk erfülle die 

Voraussetzungen der Raumplanung und führe gemäss eingeholtem 

Umweltbericht zu keiner erheblichen Gefährdung der Umwelt. Aus diesen 

Gründen rechtfertige sich auch der Eingriff in den Wald, der im Übrigen 

auch bei den Varianten J._____ 1 und 2 unumgänglich wäre und noch 

ausgeprägter bei der Variante L._____ (Anm. Gericht: Im 

Parallelverfahren R 22 45 wurde der Verzicht auf alle Varianten favorisiert, 

weil so die intakte Landschaft am besten/nachhaltigsten geschützt werde).

Im Lichte dieser Ausführungen, Vorgaben und Bewertungen der jeweiligen 

Interessen erachtet das streitberufene Gericht die massgebenden Fakten 

– nicht zuletzt auch aufgrund der anlässlich des Augenscheins nochmals 

im Detail vorgetragenen Standpunkte und geäusserten Interessen für und 

gegen den Bau der umstrittenen Verbindungsstrasse (Variante Fusion) – 

als ausreichend und schlüssig, um eine seriöse Güterabwägung der 

gegenläufigen Interessen vornehmen zu können. Das Gericht ist dabei 

- 43 -

selbst zur Überzeugung gelangt, dass die öffentlichen Interessen an einer 

wintersicheren, möglichst kurzen, schnellen und direkten Verbindung die 

umweltrechtlich gegenteiligen öffentlichen Interessen der 

Beschwerdeführerin an einer anderen Linienführung (sog. 

Kompromissvariante) überwiegen. Mit ihrer Rüge der fehlenden sowie 

inhaltlich unhaltbaren Interessenabwägung dringt die Beschwerdeführerin 

infolgedessen im Ergebnis nicht durch.

4.5. Soweit die Qualität der Variantenprüfung bestritten wird und die dazu 

getroffenen Abklärungen als unvollständig und unzutreffend taxiert 

werden, ist dem entgegenzuhalten, dass sich der Beschwerdegegner 

bereits in der Begründung zum angefochtenen Genehmigungsentscheid 

(vgl. Sachverhalt Ziff. 5) wie auch in der Vernehmlassung vom 25. August 

2022 (Ziff. 8) einlässlich dazu äusserte und im Besonderen auch die 

Beschwerdegegnerin im Zuge eines dreifachen Schriftenwechsels in ihren 

Rechtsschriften (vgl. Ziff. 7, Ziff. 11, Ziff. 14 und Ziff. 17) bereits ausführlich 

und detailliert darlegte, weshalb ein gänzlicher Verzicht auf die von den 

(kommunalen) Stimmbürgern gewünschte Verbindungsstrasse nicht in 

Frage komme und weshalb die von der Beschwerdeführerin alternativ 

vorgeschlagenen Varianten (vgl. Ziff. 6, Ziff. 9, Ziff. 12, Ziff. 13 [Nachtrag 

1], Ziff. 16 [Nachtrag 2], Ziff. 18-22 [Nachträge 3-7]) nicht so gut und 

günstig seien, wie die letztlich genehmigte Verbindungsstrasse Variante 

Fusion. Wie aus den Akten hervorgeht, befassten sich die 

Beschwerdegegnerin als Planverfasserin und der Beschwerdegegner 

(Genehmigungsbehörde) bereits eingehend mit den vier zur Diskussion 

stehenden Varianten J._____ 1 und J._____ 2, L._____ und Fusion (vgl. 

Bg-act. 15/1 und 15/6) und die Bewertung dieses Variantenstudiums 

anlässlich der neuerlichen Fusionsabklärungen wurde damals ausführlich 

besprochen und rangiert. Als Bestvariante wurde bereits dannzumal die 

Variante Fusion laut Fusionsvertrag bezeichnet (vgl. Bg-act. 15/7). Im 

- 44 -

Weiteren wurde zudem eine Studie mit dem Ausbau der schon 

bestehenden Wegverbindung (Variante I._____) vorgenommen (Bg-act. 

15/1 und 15/3) und ein Vorprojekt Variante 2 (J._____) verfasst, das 

planerisch augenfällig von der Linienführung her der bevorzugten Variante 

Fusion entspricht (Bg-act. 15/4). Die Eckwerte der Fusion selbst wurden 

in einer Informationsbroschüre zusammengefasst (Bg-act. 15/2) und das 

Profil der Gemeindefusion im Rahmen einer HTW-Studie Chur noch weiter 

geschärft (Bg-act. 15/9). Vergleiche und Beurteilungen der verschiedenen 

Variantenstudien liegen ebenfalls bei den Akten (Bg-act. 15/8). Die 

gegenteiligen Meinungen über das Strassenprojekt waren auch 

Gegenstand mehrerer Zeitungsartikel (Bg-act. 15/5). Im Verlaufe des 

jetzigen Gerichtsverfahrens wurde von der Beschwerdeführerin noch eine 

Machbarkeitsstudie Verbindungsstrasse C._____ [für die 

Kompromissvariante] bei Gericht eingereicht, auf welche die 

Beschwerdeführer im Parallelverfahren R 22 45 ebenfalls Bezug nahmen. 

Wie bereits vorne unter E.4.3 angeführt, handelt es sich dabei um die 

Studie der AI._____ AG, mit Erstellungsdatum vom 18. November 2022 

(Bf-act. 9). Diese Studie knüpft an die Variante L._____ an mit der 

Möglichkeit der Fortsetzung und finalen Einmündung in die bestehende 

Variante I._____, die dann noch entsprechend ausgebaut und verbessert 

werden sollte (vgl. zur Streckenführung mit Kurvenschlaufe (Bf-act. 9 S. 6-

7, mit Längsprofil S. 8-9 und Optimierung Trassee AJ._____ inkl. 

Längsprofil im Anhang). Im Zuge des gerichtlichen Augenscheins vom 27. 

September 2023 konnte diese Machbarkeitsstudie noch zusätzlich vor Ort 

von allen Anwesenden hinterfragt und diskutiert werden (vgl. Protokoll des 

Augenscheins und Gerichtsfotos 1-4 am Standort I [ab Bahnparkplatz, 

linksseitig des M._____/talabwärts Richtung C._____] und Fotos 15-18 am 

Standort IV [gegenüber, rechtseitig des M._____; AN._____, AC._____]). 

Die Qualität der dokumentierten Strassenvarianten ist folglich sehr gut, 

was es dem streitberufenen Gericht auch ermöglicht, einen Entscheid zu 

- 45 -

fällen. Aus Sicht des Gerichts stellen die Variante L._____ (Eckwerte: 

Ursprüngliche Variante mit zwei Brücken [ca. 15 m und ca. 45 m Länge; 

Kosten ca. 5.87 Mio.; Gesamtlänge ca. 2.6 Km [Bg-act.15/7]; diese 

Variante fällt wegen enormer Waldrodungen ausser Betracht) mit allfälliger 

Anknüpfung und Einbindung der Variante I._____ – im Gegensatz zur 

Variante Fusion – keine taugliche Lösungsvarianten dar. Präzisierend zu 

E.4.3. sei noch gesagt: Einerseits sind die Eingriffe ins steile Hanggelände 

bei der Kompromissvariante L._____/I._____ ab Bahnparkplatz wie auch 

der Verlust an Kulturland bei der planerisch skizzierten Kurvenschlaufe 

massiv. Die Überwindung des gegenüberliegenden Hanggeländes wäre 

aufgrund der dafür benötigten Kunstbauten ebenfalls mit erheblichen 

Eingriffen ins bestehende Orts- und Landschaftsbild verbunden und würde 

augenfällig zu einer beträchtlichen Veränderung der bisherigen, noch 

überwiegend intakten Landschaft westlich von C._____ führen. 

Angesichts der ansehnlichen Streckenlänge von 4.27 km (laut Geo-GIS-

Portal: Gemessen ab Bergbahnparkplatz – Variante L._____ – ab 

Kreuzung Via L._____/Via AL._____ – bis I._____ sut [mit Optimierung 

Trassee/Serpentinenabschnitt] bis AO._____ AJ._____ in B._____) durch 

bewaldetes, steiniges und felsiges Berggebiet dürfte diese Variante 

äusserst arbeits- und unterhaltsintensiv sein. Die Realisation der Variante 

Fusion mit einer deutlich kürzeren Streckenlänge von 2.91 km (laut Geo-

GIS-Portal: Gemessen ab Bergbahnparkplatz – Richtung J._____ – bis 

geplanter Brücke [ca. 70 m lang] – AA._____ – bis südlich Ende Lag 

B._____) ist im Vergleich viel direkter, einfacher und nachhaltiger. Auch 

ist das Kostendach mit budgetierten CHF 5.1 Mio. gemäss Fusionsvertrag 

(inkl. Brücke) schon fixiert. Die am Augenschein von der 

Beschwerdeführerin ins Recht gelegte Kostenstudie zur "Kompromiss-

Variante" ändert daran nichts. Die Befürchtung, wonach die Realisation 

der Variante Fusion zu einem unzumutbaren Mehr- und 

Durchgangsverkehr in C._____ führe, trifft objektiv nicht zu, weil die 

- 46 -

Verwirklichung dieser Wegverbindung sogar eine Entlastung des Verkehrs 

von E._____ nach B._____ zur Folge haben wird. Bei Benutzung der 

Variante Fusion wird es dereinst nämlich nicht mehr erforderlich sein, für 

den Besuch und die Teilnahme an der Gemeindeversammlung in B._____ 

durch C._____ zu fahren, um von dort entweder über die Kantonsstrasse 

H19 oder sonst über die im Winter und in der Nacht eher ungeeignete (da 

gefährliche) Wegverbindung Variante I._____ zum selben Ziel nach 

B._____ zu gelangen (siehe Bg-act. 17 mit Schnittprofil und Fotos 

AJ._____). Im Übrigen hat sich das Gericht gegen Ende des 

Augenscheins noch selbst ein Bild darüber gemacht, wie es mit den 

Strassenverhältnissen und Ausweichmöglichkeiten innerhalb von C._____ 

steht (vgl. Gerichtsfotos 26-31 am Standort VI). Das Gericht ist dabei zur 

Ansicht gelangt, dass zwar tatsächlich keine Trottoire entlang der 

historisch gewachsenen Strassenzüge existieren, es aber genügend 

Ausstellmöglichkeiten gibt, um vorgängig an den engsten Dorfstellen ein 

Kreuzen von Motorfahrzeugen zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass die 

Dorfstrasse schnurgerade verläuft und somit beinahe überall eine hohe 

Übersichtlichkeit entlang der Dorfstrasse besteht. Sollten sich dereinst 

jedoch wider Erwarten weitere Verkehrsmassnahmen aufdrängen, müsste 

eine Beruhigung und Entspannung während der verkehrsmässigen 

Spitzenzeiten in den Wintermonaten (Weihnachts-/Neujahrstage) über 

griffige Signalisationen (Verkehrsschilder; Tempo 30-Zone) herbeigeführt 

werden (vgl. Bg-act. 15/12 [Verkehrszählung vor Inbetriebnahme 

Wegvarianten]).

4.6. Zur Kritik der fehlenden Ersatzmassnahmen für die bewilligten 

Waldrodungen kann uneingeschränkt auf den Genehmigungsentscheid 

als Gesamtentscheid im Sinne von Art. 15 der Raumplanungsverordnung 

für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) verwiesen werden. Dort 

wurden unter Ziff. II. Rodungsbewilligung bereits umfassend und detailliert 

- 47 -

die Bedingungen und Auflagen genannt (Bg-act. 20, Bg'in-act. 1, Bf-act. 1 

S. 49-51; [Ziff. II lit. a-m]), unter welchen das Gesuch der 

Beschwerdegegnerin zur Rodung im Gesamtumfang von 11'411 m2 zur 

Realisierung der Verbindungsstrasse und der Verlegung der 

Langlaufloipen im öffentlichen Wald auf dem Territorium der 

Beschwerdegegnerin bewilligt werde und welche somit erfüllt sein 

müssen, um das Strassenprojekt zu realisieren. Diese Auflagen 

erscheinen dem Gericht zielführend und ausreichend, um als geeignete 

Massnahmen bei der erforderlichen Waldrodung akzeptiert zu werden. 

Soweit die Beschwerdeführerin noch weitreichende Ersatzvornahmen für 

die geplanten Eingriffe in die Landschaft und in die schutzwürdigen 

Lebensräume fordert, kann ihrem Antrag ebenfalls nicht gefolgt werden. 

Der Beschwerdegegner hat am 30. Januar 2018 dazu eine Richtlinie 

"NHG-Ersatzmassnahmen" erlassen, welche bezweckt, die gesetzliche 

Ersatzpflicht bei Eingriffen in Schutzobjekte nach NHG oder kantonalem 

Natur- und Heimatschutzgesetz [KNHG; BR 496.00] einheitlich nach 

gleichen Kriterien auf dem ganzen Kantonsgebiet zu regeln. Die 

Ersatzpflicht kann danach nur entstehen, wenn schutzwürdige Biotope 

nach Art. 18 Abs. 1bis NHG/Art. 14 Abs. 3 der Verordnung (NHV; SR 451.1) 

oder geschützte Landschaften nach Art. 6 NHG/Art. 6 Abs. 3 KNHG 

beeinträchtigt werden. Im konkreten Fall werden durch die Linienführung 

und Realisierung der Variante Fusion aber nachweislich gerade keine 

Schutzgebiete, Schutzzonen oder dergleichen tangiert. Selbst die im 

Rahmen des Umweltberichts vom April 2019 (Bg-act. 3) erstellte 

Vegetationskartierung hat keine schutzwürdigen Biotope aufgezeigt. 

Überdies kann festgehalten werden, dass auch das ANU in der 

Stellungnahme vom 10. August 2022 als kantonale Fachinstanz bezüglich 

Natur- und Heimatschutz keine Ersatzmassnahmen verlangt hat (Bg-act. 

24). Die Rüge betreffend fehlende oder erforderliche Ersatzmassnahmen 

erweist sich damit als unbegründet. 

- 48 -

5. Zu prüfen bleibt damit noch die Kritik an der erteilten "Rodungsbewilligung" 

an sich, weil die Waldarealfläche dadurch (projektbedingt) vermindert wird. 

Nach Art. 3 des Bundesgesetzes über den Wald (WaG; SR 921.0) ist die 

Waldfläche (im Grundsatz) zu erhalten. Nach Art. 5 WaG sind Rodungen 

verboten (Abs. 1). Eine Ausnahmebewilligung darf nur dann erteilt werden, 

wenn der Gesuchsteller nachweist, dass für die Rodung wichtige Gründe 

bestehen, die das Interesse an der Walderhaltung überwiegen und zudem 

die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: (lit. a) das Werk, für das 

gerodet werden soll, muss auf den vorgesehenen Standort angewiesen 

sein; (lit. b) das Werk muss die Voraussetzungen der Raumplanung 

sachlich erfüllen und (lit. c) die Rodung darf zu keiner erheblichen 

Gefährdung der Umwelt führen. Wie sowohl dem Rodungsgesuch als 

auch dem massgebenden Rodungsplan [2. Teil] (vgl. Bg-act. 4) zu 

entnehmen ist sowie aus der Stellungnahme des Amts für Wald und 

Naturgefahren (AWN) vom 12. November 2021 hervorgeht (Bg-act. 5), 

umfasst die Rodung die Erstellung der Verbindungstrasse und die 

Verlegung der Langlaufloipe. Für die Realisierung des Vorhabens seien 

2'554 m2 temporäre und 8'857 m2 permanente Rodungen in einem 

typischen Laubkraut Tannen-Fichtenwald erforderlich. Die Eingriffe im 

Wald seien begründet und vertretbar. Das entsprechende Rodungsgesuch 

könne daher befürwortet werden. Angesichts des Rodungszwecks 

erscheine eine Befristung bis am 31. Dezember 2030 angemessen. Die 

temporäre Rodungsfläche werde an Ort und Stelle wiederhergestellt. Für 

die permanente Rodung seien Pflegemassnahmen zur Förderung und 

Erhaltung der Traubeneichen und Winterlinden im Gebiet 

AP._____/R._____ und zur Förderung und Erhaltung der Weisstanne im 

Gebiet S._____ vorgesehen. Die im Antrag gestellten Vorgaben wurden 

sodann ausnahmslos als Auflagen in die Rodungsbewilligung (Ziff. 2 lit. a-

m) im angefochtenen Genehmigungsentscheid aufgeführt, womit für das 

Gericht nicht ersichtlich ist, worin eine Verletzung des Waldgesetzes 

- 49 -

bestehen könnte. Dem ist hier umso mehr zuzustimmen, als auch das 

konsultierte Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit Stellungnahme vom 13. 

Januar 2022 (Bg-act. 6 S. 5) zusammenfassend erklärte, dass es positiv 

zur Rodung und positiv zur Ersatzaufforstung stehe. Die 

Standortgebundenheit der vorgesehenen Stahlbrücke über den M._____ 

wurde damit (implizite) ebenfalls bejaht. Im Direktvergleich (Variante 

Fusion) zu den Varianten L._____/I._____ ist noch auf die Stellungnahme 

des AWN vom 7. Juni 2021 (Bg-act. 13, S. 2) hinzuweisen, worin zu 

Variante L._____ resümiert wird, die Umnutzung der forstlichen 

Erschliessung im vorgesehenen Ausmass entspreche einer 

Zweckentfremdung von Waldareal. Die Realisierung jener Variante würde 

eine zusätzliche definitive Rodungsfläche von mindestens 4'000 m2 

beanspruchen. Ein Teilstück der Strasse (Variante I._____) sei auf 

Territorium der ehemaligen Gemeinde C._____ als forstliche 

Erschliessung erstellt worden. Für diesen Streckenabschnitt unterstehe 

die Strasse daher dem Waldgesetz, womit auch in diesem Fall eine 

Rodungsbewilligung nötig wäre. Wie bereits erläutert, ist die 

Streckenlänge bei der (bewaldeten) Variante I._____ fast das 1½ -fache 

so lang wie bei der Variante Fusion. Ein Verstoss gegen die 

Rodungsvorschriften des Waldgesetzes liegt damit nicht vor.

6. Der Vollständigkeit halber wird überdies noch auf die Rüge der Verletzung 

des rechtlichen Gehörs (nachfolgend E. 6.1.) der Beschwerdeführerin, auf 

das Interesse am Gewässerschutz sowie am Schutz des Gewässerraums 

bei der Variante Fusion mit Realisierung einer neuen Brücke (E.6.2.) sowie 

auf die Frage der vorfrageweisen Überprüfung der teilrevidierten 

Ortsplanung (E.6.3) als zusätzliche Kritikpunkte am Neubauprojekt 

eingegangen.

6.1. Das rechtliche Gehör dient gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein 

- 50 -

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Entscheid dar, der in die 

Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das 

Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur 

Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die 

Akten zu nehmen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als 

Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, 

damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt zum Ausdruck bringen 

kann (vgl. statt vieler BGE 144 I 11 E. 5.3. m.w.H.; Urteil des 

Verwaltungsgerichts Graubünden U 23 13 vom 28. Mai 2024 E.3.2). Eine 

Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist allerdings nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts selbst bei einer schwerwiegenden 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör möglich, wenn die 

Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei 

an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 

(BGE 147 IV 340 E.4.11.3, 142 II 218 E.2.8, 137 I 195 E.2.3.2). Im 

konkreten Fall ist für das Gericht anhand der Akten hinreichend erstellt, 

dass selbst bei Annahme einer Verletzung des rechtlichen Gehörs im 

vorinstanzlichen Verfahren ein solcher (Begründungs-) Mangel als geheilt 

zu betrachten wäre, da sich die Beschwerdeführerin im hängigen 

Gerichtsverfahren im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels zur 

Sache äussern konnte. Weiter reichte die Beschwerdeführerin 

(freiwillig/unaufgefordert) eine Triplik ein (Ziff. 12 im Sachverhalt) und 

danach reichte sie beim Gericht noch insgesamt sieben Nachträge (Ziff. 

13 bis 22 im Sachverhalt) ein. Sodann äusserte sie sich zudem anlässlich 

des Augenscheins noch mündlich ausführlich und umfassend zum 

Strassenbauprojekt (Ziff. 23 im Sachverhalt; und insb. Protokoll 

Augenschein vom 27. September 2023, S. 4, S. 9, S. 12, S. 14, S. 19 sowie 

S. 23 [Akteneinlagen: ETH-Studie, AQ._____]). Die Beschwerdeführerin 

war somit über die fallrelevanten Fragen vollauf im Bilde und das 

- 51 -

Verwaltungsgericht ist mit voller Kognition zu dieser Rechtsfrage 

ausgestattet, weshalb hier ein Nachteil der Beschwerdeführerin durch das 

vorinstanzliche Verfahren ausgeschlossen werden kann. Eine allfällige 

Verletzung des Gehörsanspruchs ist als geheilt zu betrachten, zumal eine 

Rückweisung nur ein formaler Leerlauf sowie unnötiger Zeitverlust 

bedeuten würde (vgl. dazu HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 1175-1177). 

Diese Rüge ist daher unbegründet.

6.2. Die Beschwerdeführerin machte im Weiteren ihr Interesse am 

Gewässerschutz und der Einhaltung des Gewässerraums geltend, welche 

durch den Bau der neuen Brücke (ca. 70 m lang aus Stahl) über das 

M._____ missachtet würden und daher diese Brücke aus 

umweltschutzrechtlicher Sicht nicht bewilligt hätte werden dürfen. Diese 

Argumentation verkennt, dass die kantonalen Fachstellen auch unter 

diesem Aspekt bereits eine Prüfung vorgenommen und das Projekt für 

bewilligungsfähig eingestuft hatten (Ziff. 5 im Sachverhalt bzw. Ziff. 10.5 

S. 44 im RB Protokoll Nr. 505/2022). Die Regierung hält fest, im 

Zusammenhang mit der projektierten Brücke könne festgestellt werden, 

dass deren Fundamente ausserhalb des Gewässerraums liegen und 

entsprechend keinen negativen Einfluss auf das Fliessgewässer haben 

würden. Dem kann zugestimmt werden. Im Übrigen gilt betreffend 

Überquerung des Baches Art. 38 Abs. 2 lit. b des eidgenössischen 

Gewässerschutzes (GSchG; SR 814.20), welcher ausdrücklich eine 

Ausnahme für Verkehrsübergänge über Fliessgewässer vorsieht. Die 

geplante Brücke bezweckt als "Verkehrsträger" die möglichst schnelle und 

sichere Erschliessung im Interesse und zum Wohle der drei fusionierten 

Gemeinden bzw. im Besonderen deren Bewohner und Stimmbürger. Eine 

Verletzung des zu beachtenden Gewässerraums ist auch in der Vertikalen 

aufgrund der zitierten Ausnahmebestimmung zu verneinen. 

- 52 -

6.3. Zum Einwand der vorfrageweisen Überprüfung der teilrevidierten 

Ortsplanung gilt es festzuhalten, dass bereits im bestehenden Generellen 

Erschliessungsplan rechtskräftig eine Sammelstrasse im Gebiet J._____ 

oberhalb der Kantonsstrasse ausgeschieden und eingezeichnet war. Dass 

sich die Beschwerdeführerin damals dagegen zur Wehr gesetzt hätte, ist 

aus den Akten nicht ersichtlich und wurde von der Beschwerdeführerin 

auch nicht behauptet. Eine vorfrageweise Überprüfung der jetzigen 

Teilrevision wäre daher als verspätet zu bezeichnen. Wie den Akten weiter 

zu entnehmen ist, stellte sich die damalige Linienführung über das Gebiet 

J._____ aus den verschiedensten Gründen (Biodiversität; Schonung 

Flora/Fauna/Tierwelt; Wegnetzlücken, da teils im Privateigentum) als nicht 

optimal heraus, weshalb die Verantwortlichen der Beschwerdegegnerin 

entschieden, eine entsprechende Anpassung des Generellen 

Erschliessungsplans (GEP) vorzunehmen. Die geplante 

Verbindungsstrasse wurde dabei als projektierte und für die Enteignung 

vorgesehen Strasse i.S.v. Art. 97 KRG ausgeschieden und die Variante 

Fusion als die beste, kürzeste und umweltschonendste 

Strassenverbindung ermittelt. Am 27. September 2020 erfolgte dann die 

Urnenabstimmung über die Teilrevision der Ortsplanung mit Anpassung 

des GEP, wogegen sich die Beschwerdeführerin zur Wehr setzen konnte 

und wovon sie mittels ihrer Eingaben auch (rege) Gebrauch machte. Eine 

Verletzung von Überprüfungspflichten liegt somit nicht vor. 

7. Der angefochtene Genehmigungsentscheid inkl. Rodungsbewilligung vom 

31. Mai 2022 ist somit rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde 

vom 29. Juni 2022 führt, soweit darauf eingetreten werden kann (E.1.2). 

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Das Gericht erachtet dabei ermessensweise eine Staatsgebühr von 

gesamthaft CHF 6'000.-- (zzgl. Kanzleiauslagen) für gerechtfertigt, zumal 

- 53 -

ein dreifacher Schriftenwechsel (zzgl. der Nachträge 1-7) als auch ein 

Augenschein durch das Gesamtgericht stattgefunden haben.

8.2. Eine aussergerichtliche (Partei-)Entschädigung wird nicht zugesprochen, 

weil der Beschwerdegegner (Genehmigungsbehörde) und die 

Beschwerdegegnerin (Planverfasserin) im Rahmen ihres amtlichen 

Wirkungskreises gehandelt und vorliegend obsiegt haben (Art. 78 Abs. 2 

VRG).   

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 6'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 1'180.--

zusammen CHF 7'180.--

gehen zulasten der A._____.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]