# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8a616fd-7689-5328-8843-f591643f81be
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Weitere Kammern 21.09.2023 DG220193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_999_DG220193_2023-09-21.pdf

## Full Text

Bezirksgericht Zürich 
10. Abteilung    
 

 

Geschäfts-Nr.: DG220193-L / U 

 

Mitwirkend: Bezirksrichter lic. iur. M. Hauser als Vorsitzender, Vizepräsident 

lic. iur. Th. M. Meyer, Bezirksrichterin lic. iur. H. Aardoom sowie  

Gerichtsschreiberin MLaw C. Moers 

 

Urteil vom 21. September 2023 
(begründete Ausfertigung) 

 
in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
Anklägerin 

 

gegen 

 

A._____, 
Beschuldigte 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

 
betreffend Urkundenfälschung etc. 
 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 27. September 2022 

(act. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

An der Hauptverhandlung anwesende Parteien: 
(Prot. S. 8) 

Die Beschuldigte A._____ in Begleitung ihres amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt 

lic. iur. X1._____, der im Verfahren Nr. GG220271-L Beschuldigte B._____ in Be-

gleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____, die im Ver-

fahren Nr. GG220272-L Beschuldigte C._____ in Begleitung ihres Verteidigers 

Rechtsanwalt lic. iur. X3._____, der im Verfahren Nr. GG220273-L Beschuldigte 

D._____ in Begleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt Dr. iur. 

X4._____, der im Verfahren Nr. GG220275-L Beschuldigte E._____ in Begleitung 

seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt X5._____, die im Verfahren Nr. 

GG220277-L Beschuldigte F._____ in Begleitung ihres Verteidigers Rechtsanwalt 

MLaw X6._____, die im Verfahren Nr. GG220278-L Beschuldigte G._____ in Be-

gleitung ihres amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt MLaw LL.M. X7._____ sowie 

Staatsanwältin MLaw H._____. 

Anträge der Anklagebehörde: 
(act. 24 S. 8) 

"♦ Schuldigsprechung von A._____ im Sinne der Anklageschrift 
♦ Anrechnung der erstandenen Haft 
 Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten  
♦ Vollzug von 12 Monaten Freiheitsstrafe und Gewährung des be-

dingten Vollzuges der restlichen 18 Freiheitsstrafe, unter Anset-
zung einer Probezeit von 2 Jahren 

♦ Entscheid über die Rückgabe der einzig als Beweismittel be-
schlagnahmten Gegenstände 

♦ Entscheid über die Verwertung der beschlagnahmten Gegen-
stände zur Deckung der Verfahrenskosten  

♦ Kostenauflage (Kosten, inkl. Gebühr für das Vorverfahren von 
CHF 7'000.00)" 

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Anträge der Verteidigung der Beschuldigten A._____: 
(act. 40 S. 1) 

"1. Frau A._____ sei vom Vorwurf der mehrfachen Urkundenfäl-
schung i.S.v. Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen Anstif-
tung zur Urkundenfälschung i.S.v. Art. 251 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 
22 StGB freizusprechen. 

2. Es seien die mit Verfügung vom 27. September 2022 zu Beweis-
zwecken beschlagnahmten Gegenstände (Apple iPhone etc.) 
Frau A._____ herauszugeben.  

3. Es seien die mit Verfügung vom 27. September 2022 zur Sicher-
stellung von Verfahrenskosten beschlagnahmten Gegenstände 
mit den Asservat-Nr. A016'066'254, A016'066'312 und 
A016'066'345 Frau I._____, die übrigen Gegenstände Frau 
A._____ herauszugeben.  

4.  Es sei Frau A._____ für die zu Unrecht erstandene U-Haft mit 
Fr. 25'000.00 zzgl. Zins seit 12. April 2022 zu entschädigen. 

5.  Es sei Frau A._____ für den durch die U-Haft erlittenen Verdienst-
ausfall mit Fr. 26'000.00 zzgl. Zins seit 12. April 2022 zu entschä-
digen. 

6.  Kosten- und Entschädigungsfolgen ausgangsgemäss." 

 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland (nachfolgend 

Staatsanwaltschaft) vom 27. September 2022 ging am 30. September 2022 beim 

hiesigen Bezirksgericht ein (act. 24). Mit Verfügung vom 1. März 2023 wurde den 

Parteien angezeigt, dass das vorliegende Verfahren sowie die Verfahren gegen 

B._____ (GG220271-L), C._____ (GG220272-L), D._____ (GG220273-L), 

E._____ (GG220275-L), F._____ (GG220277-L) und G._____ (GG220278-L) ge-

meinsam durch das Kollegialgericht beurteilt werden (act. 27). Mit Verfügung vom 

27. März 2023 wurde zur Hauptverhandlung am 11. und 12. September 2023 sowie 

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zur Urteilseröffnung am 26. September 2023 vorgeladen und den Parteien gleich-

zeitig Frist zur Stellung von Beweisanträgen angesetzt (act. 29/1). 

1.2. Mit Eingabe vom 22. August 2023 beantragte die amtliche Verteidigung der 

Beschuldigten A._____, dass die Staatsanwaltschaft aufzufordern sei, 

a) das Verfahren bezüglich des Vorwurfs der mehrfachen Fälschung und 

des Verkaufs von Impf- und Genesenen-Zertifikate im Zeitraum vom 

6. September 2021 bis 7. Dezember 2021 einzustellen; 

b) die auf den einzustellenden Vorwurf gemäss lit. a) entfallenden Verfah-

renskosten von Fr. 5'900.– und Kosten der amtlichen Verteidigung von 

Fr. 12'924.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) auf die Staatskasse zu neh-

men; 

c) der Beschuldigten eine Genugtuung von Fr. 10'000.– zzgl. 5 % Zins 

seit 12. April 2022 zuzusprechen; 

d) der Beschuldigten Schadenersatz von Fr. 13'000.– zzgl. 5 % Zins seit 

12. April 2022 zu bezahlen. 

Eventualiter sei das Verfahren an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen und sub-

eventualiter sei hinsichtlich der auf den einzustellenden Vorwurf entfallenden Kos-

ten, Entschädigungen und Genugtuung im Endentscheid zu befinden (act. 33; 

act. 34/1-3). Am 23. August 2023 erfolgte eine weitere Eingabe der amtlichen Ver-

teidigung der Beschuldigten, in welcher sie beantragte, dass das Verfahren gegen 

J._____ gemeinsam mit demjenigen gegen die Beschuldigte A._____ zu beurteilen 

sei. Eventualiter seien die Akten des Verfahrens gegen J._____ beizuziehen 

(act. 35). Mit Verfügung des hiesigen Gerichts vom 29. August 2023 wurden die 

Eingaben der Staatsanwaltschaft zugestellt sowie dahingehend informiert, dass 

über die Anträge anlässlich der Urteilsberatung entschieden werde (act. 36). 

1.3. Zur Hauptverhandlung am 11. September 2023 erschien die Beschuldigte 

A._____ in Begleitung ihres amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

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der im Verfahren Nr. GG220271-L Beschuldigte B._____ in Begleitung seines amt-

lichen Verteidigers Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____, die im Verfahren Nr. 

GG220272-L Beschuldigte C._____ in Begleitung ihres Verteidigers Rechtsanwalt 

lic. iur. X3._____, der im Verfahren Nr. GG220273-L Beschuldigte D._____ in Be-

gleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt Dr. iur. X4._____, der im Ver-

fahren Nr. GG220275-L Beschuldigte E._____ in Begleitung seines amtlichen Ver-

teidigers Rechtsanwalt X5._____, die im Verfahren Nr. GG220277-L Beschuldigte 

F._____ in Begleitung ihres Verteidigers Rechtsanwalt MLaw X6._____, die im Ver-

fahren Nr. GG220278-L Beschuldigte G._____ in Begleitung ihres amtlichen Ver-

teidigers Rechtsanwalt MLaw LL.M. X7._____ sowie Staatsanwältin MLaw 

H._____ (Prot. S. 8). 

1.4. Anlässlich der Hauptverhandlung schlossen sich Rechtsanwalt Dr. iur. 

X2._____, Rechtsanwalt lic. iur. X3._____, Rechtsanwalt Dr. iur. X4._____, Rechts-

anwalt MLaw X6._____ sowie Rechtsanwalt MLaw, LL.M. X7._____ dem Antrag 

von Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ betreffend Beizug der Akten des Verfahrens 

gegen J._____ sowie des erstinstanzlichen begründeten Urteils an und ersuchten 

darum, dass darüber sofort und nicht erst anlässlich der Urteilsberatung zu ent-

scheiden sei (Prot. S. 52 f.). Das Gericht wies in der Folge die Anträge betreffend 

Aktenbeizug des Verfahrens gegen J._____ ab. Als Begründung führte das Gericht 

aus, dass jeder Fall separat zu prüfen sei und in jedem Verfahren einzeln geprüft 

werden müsse, ob der Sachverhalt gestützt auf die dem Gericht vorliegenden Be-

weise erstellt sei oder nicht. Aus dem Verfahren gegen J._____ würden sich somit 

keine weiteren Beweismittel ergeben, weshalb sich ein Aktenbeizug erübrige (Prot. 

S. 53). 

1.5. Nach durchgeführter Hauptverhandlung am 11. September 2023 wurde das 

Urteil anlässlich der Urteilseröffnung am 26. September 2023 mündlich eröffnet, 

begründet und den Parteien schriftlich im Dispositiv übergeben (act. 50; Prot. 

S. 89 f.). 

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2. Einstellung des Verfahrens betr. Impf- und Genesenenzertifikate 

2.1. Die Verteidigung der Beschuldigten macht geltend, dass der zu Beginn des 

Vorverfahrens im Raum stehende und zur Verhaftung führende Tatverdacht gegen 

die Beschuldigte dahingehend gelautet habe, dass sie Impf- und Genesenenzerti-

fikate unrechtmässig ausgestellt und verkauft habe. Dieser Vorwurf sei weder an-

geklagt noch eingestellt worden. Verglichen mit der vorliegenden Anklage würde 

diesem Vorwurf ein anderer Lebenssachverhalt zugrunde liegen, weshalb er mittels 

Einstellungsverfügung zu erledigen sei. Da für eine Verfahrenseinstellung die 

Staatsanwaltschaft zuständig sei, habe das Gericht die Staatsanwaltschaft entspre-

chend anzuweisen (act. 33 Rz. 1 ff.; Prot. S. 55 f.). 

2.2. Für die Einstellung von Verfahren ist grundsätzlich die Staatsanwaltschaft 

gemäss Art. 319 StPO zuständig und eine Anweisung des Gerichts an die Staats-

anwaltschaft zur Einstellung von Verfahren ist gesetzlich nicht vorgesehen. Vorlie-

gend ist der Verteidigung dahingehend zuzustimmen, dass sich der Vorwurf gegen 

die Beschuldigte zu Beginn auf die Ausstellung von Impf- und Genesenenzertifikate 

bezog – was auch die Staatsanwaltschaft bestätigte (vgl. Prot. S. 54) – und dass 

die Untersuchungsbehörde erst durch die Auswertung der elektronischen Daten-

träger auf den vorliegenden Vorwurf betreffend Fälschung von Testzertifikaten ge-

stossen ist. Das Verfahren erwies sich aufgrund diverser Abklärungen und Auswer-

tungen als umfangreich, was stellenweise auf die Beschuldigte selbst zurückzufüh-

ren ist, indem sie z.B. falsche Passwörter für die elektronischen Datenträger angab, 

was entsprechende zeitliche Verzögerungen nach sich zog. Die Vorwürfe sind je-

doch – entgegen der Ansicht der Verteidigung – als ein Sachverhalt anzusehen. 

Damit besteht Seitens des Gerichts kein Bedarf für die Einstellung des Verfahrens 

betreffend Impf- und Genesenenzertifikate. Es ist zudem davon auszugehen, dass 

bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland keine weiteren Verfahren gegen die Be-

schuldigte hängig sind, was diese so auch anlässlich der Hauptverhandlung vom 

11. September 2023 ausführte (vgl. Prot. S. 54, 76). Ob – wie es die Staatsanwalt-

schaft ausführte (Prot. S. 76) – gesamtschweizerisch noch weitere Verfahren ge-

gen die Beschuldigte oder das Unternehmen, für welches sie gearbeitet hat, in die-

sem Zusammenhang hängig sind, kann nicht beurteilt werden und ist vorliegend 

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auch nicht von Relevanz. Da das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen die Be-

schuldigte zur Anklage gebracht wurde, wenn auch nur in Bezug auf die Ausstel-

lung von Testzertifikaten, erscheint eine Einstellung der Vorwürfe betreffend die 

Ausstellung von Impf- und Genesenenzertifikaten nicht notwendig. 

 

II. Sachverhalt 

1. Vorwurf der Anklagebehörde 

1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft der Beschuldigten vor, sie habe mutmasslich an 

ihrem Arbeitsort an der K._____-strasse 1 in … Zürich auf entsprechende Anfragen 

per iMessage insgesamt mindestens 52 wahrheitswidrige SARS-CoV-2-

Testzertifikate für die in der Anklageschrift genannten Personen an den jeweils 

aufgeführten Zeitpunkten im Zeitraum vom 5. Oktober 2021 bis 2. Februar 2022 

ausgestellt, ohne dass sich diese Personen vorgängig an einer dafür zugelassenen 

Teststelle durch eine Fachperson hätten testen lassen. Die Beschuldigte habe 

dabei gewusst bzw. habe zumindest annehmen müssen, dass sich die Personen 

nicht haben testen lassen und habe gewusst, dass der negative Testbefund 

inhaltlich nicht der Wahrheit entsprechen würde. Weiter sei der Beschuldigten 

bewusst gewesen, dass die Testzertifikate geeignet gewesen seien, eine Tatsache 

von rechtlicher Bedeutung zu beweisen und sie habe diese ausgestellt, um den 

Empfängern den Gang zu einer Teststelle und die damit verbundenen Kosten zu 

ersparen sowie ihnen den Aufenthalt bzw. Zutritt in eine Lokalität oder an eine 

Veranstaltung zu verschaffen. Dies habe die Beschuldigte gewusst und gewollt 

bzw. billigend in Kauf genommen (act. 24 S. 2 ff.). 

1.2. Des Weiteren wird der Beschuldigten vorgeworfen, dass sie zu den in der 

Anklageschrift genannten Zeitpunkten im Zeitraum vom 16. Oktober 2021 bis 

21. November 2021 F._____, mutmasslich an ihrem Wohnort am L._____ 2 in 

M._____, darum ersuchte, für sich und andere Personen ein negatives 

Testzertifikat zu erstellen, obschon sie und die anderen Personen sich nicht an 

einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hätten testen lassen. 

F._____ habe in der Folge diese Testzertifikate ausgestellt. In subjektiver Hinsicht 

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kann auf die soeben erfolgten Ausführungen zum ersten Vorwurf verwiesen werden 

(act. 24 S. 4 f.). 

1.3. Der Beschuldigten wird zuletzt vorgeworfen, dass sie E._____ ca. anfangs 

April 2022, mutmasslich von ihrem Wohnort am L._____ 2 in M._____, darum 

ersucht habe, für sich selbst ein wahrheitswidriges negatives Testzertifikat zu 

erstellen, obschon sie sich nicht bei einer zugelassenen Teststelle durch eine 

Fachperson hätte testen lassen. In der Folge habe E._____ ein solches 

Testzertifikat ausgestellt. Für den subjektiven Tatbestand kann erneut auf die 

obigen Ausführungen zum ersten Vorwurf verwiesen werden. Das durch E._____ 

ausgestellte negative Testzertifikat habe die Beschuldigte sodann anfangs April 

2022 anlässlich ihrer Abreise vom Flughafen Zürich nach N._____ [Stadt in den 

Vereinigten Arabischen Emiraten] vorgewiesen. Dadurch habe sie die Reise 

antreten können, welche sie ohne Testzertifikat nicht hätte antreten können. Die 

Beschuldigte habe dabei gewusst bzw. hätte zumindest damit rechnen müssen, 

dass dieses Testzertifikat inhaltlich nicht der Wahrheit entspreche und habe sich 

billigend in Kauf nehmend darüber hinweggesetzt (act. 24 S. 5 f.). 

2. Allgemeines zur Sachverhaltserstellung 

2.1. Das Gericht legt seinem Urteil denjenigen Sachverhalt zugrunde, den es 

nach seiner freien, aus der Hauptverhandlung und den Untersuchungsakten ge-

schöpften Überzeugung als verwirklicht erachtet (Art. 10 Abs. 2 StPO). 

2.2. Eine strafrechtliche Verurteilung kann nur erfolgen, wenn die Schuld des Be-

schuldigten mit hinreichender Sicherheit erwiesen ist. Es darf namentlich kein ver-

nünftiger Zweifel darüber bestehen, dass sich der dem Beschuldigten in der Ankla-

geschrift vorgeworfene Tatbestand tatsächlich verwirklicht hat. Dies bedingt, dass 

das Gericht eine persönliche Gewissheit erhält. Nicht ausreichend ist, wenn die 

vorliegenden Beweise objektiv klar auf eine Schuld des Beschuldigten hindeuten, 

das Gericht aber persönlich nicht zu überzeugen vermögen. Allfällige abstrakte the-

oretische Zweifel sind nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und ab-

solute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss ausreichen, wenn vernünf-

tige Zweifel an der Schuld des Beschuldigten ausgeschlossen werden können. Die 

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blosse Wahrscheinlichkeit vermag einen Schuldspruch nicht zu begründen. Nur 

wenn sich das Gericht nach Erschöpfung aller Erkenntnisquellen weder von der 

Existenz noch von der Nichtexistenz der beweisbedürftigen Tatsachen zu überzeu-

gen vermag, kommt der den Beschuldigten begünstigende Grundsatz "in dubio pro 

reo" zur Anwendung. Hat das Gericht also erhebliche und nicht zu unterdrückende 

Zweifel (d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen), so muss 

es den Beschuldigten freisprechen (WOHLERS in: Donatsch/Lieber/Summers/Woh-

lers [Hrsg.], Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 10 

N 11 ff.). 

2.3. Stützt sich die Beweisführung im Wesentlichen auf die Aussagen von Betei-

ligten, so sind diese frei zu würdigen. Steht Aussage gegen Aussage, ist anhand 

sämtlicher Umstände, die sich aus den Akten ergeben, zu untersuchen, welche 

Sachdarstellung überzeugend ist, wobei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der 

Aussagen ankommt, verbunden mit der Art und Weise, wie die Angaben erfolgen. 

Es darf aber nicht einfach auf die Persönlichkeit oder die allgemeine Glaubwürdig-

keit des Aussagenden abgestellt werden, sondern auf die Glaubhaftigkeit der kon-

kreten, im Prozess relevanten Aussagen. Diese sind einer Analyse bzw. kritischen 

Würdigung zu unterziehen, wobei auf das Vorhandensein von sogenannten Reali-

tätskriterien grosses Gewicht zu legen ist (Bender, Die häufigsten Fehler bei der 

Beurteilung von Zeugenaussagen, SJZ 81, S. 53 ff.). 

3. Bestrittener bzw. unbestrittener Sachverhalt 

3.1. Zur Erstellung des Sachverhalts ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob der 

eingeklagte Sachverhalt bzw. Teile davon von der Beschuldigten bestritten werden. 

Der nicht bestrittene Sachverhalt gilt als erstellt, sofern er sich mit dem Ergebnis 

der vorhandenen Beweismittel deckt. Erst in einem allfälligen zweiten Schritt ist zu 

prüfen, ob der der Beschuldigten vorgeworfene, bestrittene Sachverhalt aufgrund 

der vorliegenden Beweismittel rechtsgenügend nachgewiesen werden kann. 

3.2. Die Beschuldigte ist dahingehend geständig, dass sie für enge Bekannte 

und Verwandte Testzertifikate ausgestellt habe. Diese hätten ihr jeweils die Infor-

mationen geschickt und die Beschuldigte habe die Testzertifikate ausgestellt, damit 

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es schneller gehe und die anderen Personen nicht über eine halbe Stunde auf ihr 

Testzertifikat hätten warten müssen. Die Beschuldigte habe jedoch gedacht, dass 

sich die anderen Personen im Vorfeld hätten testen lassen. Überprüft habe die Be-

schuldigte dies jedoch nicht (act. 3/3 F/A 143, 145, 184, 201, 259, 266; act. 3/4 

F/A 5 f.; act. 4/1; act. 4/4-5). Auf Vorhalt der iMessage Kommunikation zwischen 

der Beschuldigten und den weiteren Beschuldigten bestätigte die Beschuldigte je-

weils, dass sie denjenigen Personen Testzertifikate ausgestellt habe, wobei sie 

aber davon ausgegangen sei, dass sich diese Personen im Vorfeld hätten testen 

lassen (act. 3/3 F/A 138, 149, 160, 165 ff., 182 f., 198 ff., 207 ff.). 

In Bezug auf das Ersuchen der Testzertifikate bei F._____ führte die Beschuldigte 

aus, dass es möglich sei, das sie sich gegenseitig Testzertifikate ausgestellt hätten. 

Die Beschuldigte habe sich aber jeweils im Vorfeld testen lassen (act. 3/3 F/A 165 

ff.; act. 3/4 F/A 6). Betreffend den Vorwurf, dass E._____ der Beschuldigten auf 

deren Ersuchen hin ein Testzertifikat ausgestellt habe, mit welchem sie dann eine 

Reise nach N._____ angetreten habe, bestätigte die Beschuldigte, dass E._____ 

ihr das Testzertifikat ausgestellt habe. Sie hätte jedoch im Vorfeld einen Selbsttest 

gemacht. Betreffend die Reise nach N._____ gab sich die Beschuldigte geständig 

und führte hierzu aus, dass sie mit F._____ und einem weiteren Kollegen, dessen 

Namen sie nicht nennen wolle, für sechs Tage in der Woche vor ihrer Verhaftung 

in N._____ gewesen sei (act. 3/3 F/A 35 ff., 224 f.). 

3.3. Der Anklagesachverhalt ist somit dahingehend unbestritten, dass die Be-

schuldigte gewissen Personen diverse negative Testzertifikate ausstellte und so-

wohl F._____ als auch E._____ ersuchte, für sich selbst Testzertifikate auszustel-

len. Betreffend das Testzertifikat, welches von E._____ ausgestellt worden sei, ist 

zudem unbestritten, dass die Beschuldigte jenes für ihre Reise nach N._____ ver-

wendet hat. 

3.4. Der restliche Anklagesachverhalt wird von der Beschuldigten bestritten. 

Demzufolge ist nachstehend zu prüfen, ob dieser gestützt auf die vorliegenden Be-

weismittel erstellt werden kann. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Testzerti-

fikate auch tatsächlich an den jeweiligen in Daten aus der Anklageschrift für die dort 

genannten Personen ausgestellt wurden und ob sich die jeweiligen Personen und 

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die Beschuldigte selbst vor der Ausstellung der Testzertifikate nicht an einer zuge-

lassenen Teststelle durch eine Fachperson haben testen lassen. 

4. Beweismittelwürdigung 

4.1. Beweismittel 

Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage primär auf die Aussagen der Beschul-

digten, die Aussagen der weiteren Beschuldigten anlässlich deren Konfrontations-

einvernahmen, auf die Auszüge der iMessage Kommunikation zwischen der Be-

schuldigten und den weiteren Beschuldigten sowie den IRC-Reporten betreffend 

die Telefonnummern der weiteren Beschuldigten. 

4.2. Aussagen der Beschuldigten 

4.2.1. Aufgrund des Umfangs der Anklageschrift erfolgt die Sachverhaltserstellung 

nachstehend mit der separaten Prüfung jedes einzelnen Datums. Somit werden die 

Aussagen der Beschuldigten zu den Vorwürfen anlässlich der jeweiligen Sachver-

haltserstellung aufgegriffen. Betreffend die Aussagen der Beschuldigten ist jedoch 

im Vorfeld auf die nachfolgenden zwei Erwägungen hinzuweisen. 

4.2.2. Wie vorstehend unter Ziffer 3.2 aufgezeigt wurde, gab die Beschuldigte nach 

Vorhalt der entsprechenden iMessage Kommunikation mit den weiteren Beschul-

digten zu, dass sie für diese und weitere Personen Testzertifikate ausgestellt hat. 

Auf die Ergänzungsfrage ihres Verteidigers anlässlich der Schlusseinvernahme, ob 

sie wisse, ob sie für alle Personen aus der Anklageschrift ein Zertifikat ausgestellt 

habe, antwortete die Beschuldigte jedoch, dass sie sich nicht mehr erinnern könne, 

ob sie wirklich ein Testzertifikat ausgestellt habe (act. 3/4 F/A 15). In ihrer delegier-

ten polizeilichen Einvernahme sowie an all jenen Konfrontationseinvernahmen, an 

welchen die Beschuldigte Aussagen tätigte, gab sie jedoch konstant an, dass sie 

Testzertifikate für enge Bekannte und Verwandte ausgestellt habe. Auch wenn sie 

stellenweise ausführte, dass es möglich sei, dass sie ein Testzertifikat ausgestellt 

habe, bestritt sie dies grundsätzlich nie und gab auch zu Beginn der Schlussein-

vernahme an, dass sie solche ausgestellt habe (vgl. act. 3/4 F/A 6). Demzufolge 

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kann die einmalige Aussage, dass sie sich nicht mehr erinnere, ob sie die Testzer-

tifikate wirklich ausgestellt habe – indessen auf Nachfrage von ihrem Verteidiger – 

als Schutzbehauptung qualifiziert werden und erscheint als unglaubwürdig. Viel-

mehr ist auf die Aussagen in den vorherigen Einvernahmen abzustellen, dass die 

Beschuldigte die Testzertifikate tatsächlich ausgestellt hat. 

4.2.3. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. September 2023 machte die Be-

schuldigte betreffend Fragen zur Sache vollumfänglich von ihrem Aussageverwei-

gerungsrecht Gebrauch (Prot. S. 13 ff.). Daraus lassen sich somit keine Erkennt-

nisse für die nachfolgende Sachverhaltserstellung gewinnen. 

4.3. Aussagen der weiteren Beschuldigten 

Auch die Aussagen der weiteren Beschuldigten werden in der nachfolgenden Sach-

verhaltserstellung bei der Prüfung der jeweiligen Daten im Detail wiedergegeben 

und gewürdigt. Es kann jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, 

dass die weiteren Beschuldigten anlässlich ihre jeweiligen Konfrontationseinver-

nahmen mehrheitlich von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten. 

4.4. Weitere Beweismittel 

Als objektive Beweismittel liegen einerseits die iMessage-Chatnachrichten der Be-

schuldigten mit den weiteren Beschuldigten vor. Andererseits befinden sich die 

IRC-Reports betreffend die Telefonnummern der weiteren Beschuldigten in den Ak-

ten, anhand welcher identifiziert werden kann, mit wem die Beschuldigte die jewei-

ligen Nachrichten austauscht. Auch diese beiden Beweismittel werden in der nach-

folgenden Sachverhaltserstellung genauer geprüft und gewürdigt. 

4.5. Grundsätze der Beweiswürdigung 

4.5.1. Stützt sich die Beweisführung im Wesentlichen auf die Aussagen von Betei-

ligten, so sind diese frei zu würdigen. Steht Aussage gegen Aussage, ist anhand 

sämtlicher Umstände, die sich aus den Akten ergeben, zu untersuchen, welche 

Sachdarstellung überzeugend ist, wobei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der 

Aussagen ankommt, verbunden mit der Art und Weise, wie die Angaben erfolgen. 

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4.5.2. Beim Abwägen von Aussagen ist zwischen der Glaubwürdigkeit einer Person 

und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen zu unterscheiden. Während erstere Grund-

lage dafür liefert, ob einer Person getraut werden kann, ist letztere für die im Pro-

zess massgebende Entscheidung bedeutungsvoll, ob sich der Sachverhalt zur 

Hauptsache so zugetragen hat oder nicht (HAUSER, Der Zeugenbeweis im Strafpro-

zess, Zürich 1974, S. 312 ff.). Kriterien für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit einer 

Person sind nebst der prozessualen Stellung ihre wirtschaftlichen Interessen am 

Ausgang des Verfahrens sowie ihre persönlichen Beziehungen und Bindungen zu 

den übrigen Prozessbeteiligten. In erster Linie ist jedoch nicht die allgemeine 

Glaubwürdigkeit der Aussagenden auschlaggebend, sondern der materielle Gehalt 

ihrer Aussagen. Die im Prozess relevanten Aussagen sind einer kritischen Würdi-

gung zu unterziehen, wobei auf das Vorhandensein von sogenannten Realitätskri-

terien wie innere Geschlossenheit und Folgerichtigkeit, Konstanz der Aussage bei 

verschiedenen Befragungen sowie Detailreichtum grosses Gewicht zu legen ist 

(BENDER, Die häufigsten Fehler bei der Beurteilung von Zeugenaussagen, in 

SJZ 81 [1985] S. 53 ff.; BENDER/NACK/TREUER, Tatsachenfeststellungen vor Ge-

richt, Glaubwürdigkeits- und Beweislehre, Vernehmungslehre, 4. Auflage, Mün-

chen 2014, N 313 ff. und N 370 ff.). 

4.6. Glaubwürdigkeit der Beteiligten 

4.6.1. Zur allgemeinen Glaubwürdigkeit der Beschuldigten ist festzustellen, dass 

diese als unmittelbar vom Strafverfahren betroffene Person ein nachvollziehbares 

Interesse daran haben dürfte, den Sachverhalt in einem für sie günstigen Licht dar-

zustellen. Zudem war die Beschuldigte im vorliegenden Verfahren nicht zur wahr-

heitsgemässen Aussage gemäss Art. 307 StGB verpflichtet (Art. 113 Abs. 1 StPO). 

Dieser Umstand allein hat allerdings keinen Einfluss auf die allgemeine Glaubwür-

digkeit der Beschuldigten (vgl. OGer ZH SB200094 Urteil vom 31. August 2021 

E. II.5.). Vorliegend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die von vornherein gegen 

ihre Glaubwürdigkeit sprechen würden. 

4.6.2. Dasselbe gilt für die weiteren Beschuldigten B._____, C._____, D._____, 

E._____, F._____ und G._____, welche den soeben genannten Pflichten ebenfalls 

nicht unterliegen. Bei den weiteren Beschuldigten B._____, E._____ und F._____ 

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handelt es sich um Arbeitskollegen der Beschuldigten, welche mit ihr im Testzent-

rum gearbeitet haben (act. 3/3 F/A 110, 148,164). Als Arbeitskollegen der Beschul-

digten haben sie allenfalls ein Interesse, zugunsten der Beschuldigten auszusagen 

oder empfinden ihr gegenüber eine gewisse Loyalität. Zweifel an der grundsätzli-

chen Glaubwürdigkeit der Beschuldigten B._____, E._____ und F._____ bestehen 

jedoch keine. 

Zur Beziehung mit der Beschuldigten G._____ gibt die Beschuldigte an, dass es 

sich bei ihr um eine sehr gute Freundin handle (act. 3/3 F/A 197). Dies deutet auf 

eine tiefere freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden hin, wodurch von 

einer verstärkten Loyalität gegenüber der Beschuldigten ausgegangen werden 

kann. Ihre Aussagen sind demzufolge mit einer gewissen Zurückhaltung zu würdi-

gen. Bei den Beschuldigten D._____ (Bruder) und C._____ (Cousine) handelt es 

sich um Familienangehörige der Beschuldigten (act. 3/3 F/A 135, 178). Es ist daher 

davon auszugehen, dass diese Beziehung die Aussagen in Bezug auf die Beschul-

digte beeinflussen könnte, weshalb ihre Aussagen ebenfalls mit einer gewissen Zu-

rückhaltung zu würdigen sind. Grundsätzlich liegen jedoch keine Hinweise betref-

fend Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Beschuldigten G._____, D._____ und 

C._____ vor. 

5. Sachverhaltserstellung 

5.1. Vorbemerkung 

Die Anklageschrift unterteilt den Sachverhalt zum einen in drei verschiedene Ab-

schnitte (Urkundenfälschung durch die Beschuldigte, Anstiftung von F._____ und 

Anstiftung von E._____ mit anschliessender Urkundenfälschung) und zum anderen 

führt sie im Einzelnen auf, an welchen Daten die Beschuldigte wem ein Testzertifi-

kat ausgestellt haben soll. Diesem Aufbau ist in der nachfolgenden Sachverhalts-

erstellung zu folgen. Dabei ist für jeden Sachverhaltsabschnitt für jedes Datum ein-

zeln anhand der vorliegenden Beweismittel zu prüfen, ob die Beschuldigte an die-

sem Tag derjenigen Person ein Testzertifikat ausstellte bzw. jemanden darum er-

suchte, ohne dass sich diese Person bzw. die Beschuldigte selbst vorgängig an 

einer dafür zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson testen liess. 

- 15 - 

5.2. Urkundenfälschung durch die Beschuldigte 

5. Oktober 2021 für F._____ 

Die Beschuldigte selbst führte in der delegierten polizeilichen Einvernahme vom 

8. Juni 2022 aus, dass es möglich sei, dass sie F._____ Testzertifikate ausgestellt 

habe (act. 3/3 F/A 165 f.). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 16. Au-

gust 2022 machte F._____ mehrheitlich von ihrem Aussageverweigerungsrecht 

Gebrauch oder gab an, dass sie sich nicht mehr erinnern würde (act. 4/9 S. 2 ff.). 

Sie führte jedoch aus, dass sie sich jeweils in einem Testzentrum oder an einer 

sonstigen zugelassenen Teststelle korrekt hätte testen lassen, bevor sie die Be-

schuldigte aufgefordert habe, die Testzertifikate zu erstellen. Wo sie sich habe tes-

ten lassen, wisse sie jedoch nicht mehr (act. 4/9 S. 4). Anlässlich der Hauptver-

handlung vom 11. September 2023 machte F._____ vollumfänglich von ihrem Aus-

sageverweigerungsrecht Gebrauch (Prot. S. 45 ff.). 

Durch die Auswertung des Apple MacBook Pro der Beschuldigten konnte auf die 

iMessage Kommunikationen des Mobiltelefons der Beschuldigten zugegriffen wer-

den. Diese liegen als Beweismittel vor. Hin und wieder erscheint anstatt einer Nach-

richt ein kleiner Rahmen mit den Buchstaben "OBJ", wobei es sich dabei um ein 

Symbol handle, das anzeige, dass dort ein Anhang mitgeschickt worden sei. In den 

meisten Fällen handle es sich um ein Foto mit dem einmaligen Transfer-Code aus 

der Covid-Applikation (act. 1/3 S. 4). Durch den IRC-Report ist ersichtlich, dass die 

Telefonnummer "3" F._____ zuzuordnen ist (act. 7/12). F._____ gab zudem selbst 

diese Telefonnummer als ihre eigene an und führte aus, dass ausser ihr sonst nie-

mand diese Nummer benutzen würde (act. 4/9 S. 2 f.). Es kann somit davon aus-

gegangen werden, dass jegliche Kommunikation zwischen der Beschuldigten und 

dieser Telefonnummer mit F._____ erfolgte. 

Am 5. Oktober 2021 schrieben die Beschuldigte und F._____ über iMessage fol-

gende Nachrichten untereinander (act. 6/4 S. 1): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

- 16 - 

F._____ Beschuldigte 05.10.2021 

17:52:52 Uhr 

mavhsch mir es zerti 

F._____ Beschuldigte 05.10.2021 

17:52:59 Uhr 

"OBJ" 

F._____ Beschuldigte 05.10.2021 

17:53:15 Uhr 

für mich 

Aus den iMessage Nachrichten geht hervor, dass die Beschuldigte von F._____ 

angefragt wurde, ob sie ihr ein Testzertifikat ausstellen könne. Es ist jedoch nicht 

ersichtlich, ob sich F._____ im Vorfeld hat testen lassen und ob sie das Testzertifi-

kat von der Beschuldigten tatsächlich erhalten hat. Die Beschuldigte gab in ihrer 

delegierten polizeilichen Einvernahme jedoch selbst zu, dass es möglich sei, dass 

sie F._____ Testzertifikate ausgestellt habe. Würde man zudem annehmen, dass 

F._____ das Testzertifikat am 5. Oktober 2021 nicht erhalten hätte, kann davon 

ausgegangen werden, dass ihre darauffolgenden Nachrichten anders geschrieben 

worden wäre. Dann hätte sie in der Folge – wie nachstehend noch zu zeigen ist – 

nicht immer wieder erneut nach einem Testzertifikat gefragt, sondern vielmehr, ob 

sie nun ein Testzertifikat von der Beschuldigten bekommen würde. F._____ führte 

aus, dass sie sich jeweils bei einem Testzentrum habe testen lassen, bevor sie die 

Beschuldigte um ein Testzertifikat gebeten habe. Wo und wie sie sich habe testen 

lassen, wisse sie aber nicht mehr (act. 4/9 S. 4). Diese Aussagen vermögen nicht 

zu überzeugen. Wenn F._____ sich tatsächlich in einem Testzentrum hätte testen 

lassen, hätte sie von dort ein Testzertifikat erhalten und wäre nicht auf eines von 

der Beschuldigten angewiesen gewesen. Ihre Ausführungen erscheinen folglich 

unglaubhaft und sind vielmehr als Schutzbehauptung zu qualifizieren. Betrachtet 

man die Anfrage zudem im Kontext mit der weiteren Anfrage von F._____, so ist 

davon auszugehen, dass sich F._____ im Vorfeld nicht testen liess und sie das 

Testzertifikat von der Beschuldigten auch effektiv erhalten hat (vgl. nachstehende 

Ausführungen zum 2. November 2021). Folglich lässt sich der Sachverhalt dahin-

gehend erstellen, dass die Beschuldigte am 5. Oktober 2021 F._____ ein Testzer-

tifikat ausstellte, ohne dass sich diese im Vorfeld an einer zugelassenen Teststelle 

durch eine Fachperson hat testen lassen. 

- 17 - 

8. Oktober 2021 für O._____ 

Da die Anfrage für ein Testzertifikat für O._____ durch D._____ erfolgte, sind für 

die Erstellung dieses Anklagevorwurfs seine Aussagen heranzuziehen. D._____ 

machte während der gesamten Konfrontationseinvernahme jedoch von seinem 

Aussageverweigerungsrecht Gebrauch (vgl. act. 4/10). Auch anlässlich der Haupt-

verhandlung vom 11. September 2023 machte D._____ im Wesentlichen von sei-

nem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und führte lediglich aus, dass er nie 

Anfragen für Leute stellen würde, die nicht negativ getestet seien (Prot. S. 37 ff.). 

Die Beschuldigte führte in der delegierten polizeilichen Einvernahme diesbezüglich 

aus, dass sie bei der Ausstellung der Testzertifikate jeweils davon ausgegangen 

sei, dass sich diese Personen haben testen lassen. Überprüft habe sie es jedoch 

nicht (act. 3/3 F/A 182 ff.). Dies gab die Beschuldigte so auch anlässlich der Kon-

frontationseinvernahme mit D._____ wieder (act. 4/10 S. 4). 

Gemäss IRC-Report ist die Telefonnummer "4" D._____ zuzuordnen (act. 7/13), 

weshalb davon ausgegangen werden kann, dass sämtliche iMessage Nachrichten 

zwischen der Beschuldigten und dieser Telefonnummer mit D._____ geschrieben 

wurden. 

Am 8. Oktober 2021 sind zwischen der Beschuldigten und D._____ keine Nach-

richten auf den Auszügen der iMessage Kommunikation ersichtlich. Der Vorwurf in 

Bezug auf den 8. Oktober 2021 basiert auf Nachrichten, welche zwischen den bei-

den am 9. Oktober 2021 ausgetauscht wurden, weshalb diese genauer zu betrach-

ten sind. Am 9. Oktober 2021 schrieben die Beschuldigte und D._____ via iMes-

sage folgende Nachrichten (act. 6/2 S. 1 f.): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

18:52:34 Uhr 

P._____ tt.05.1999 

Beschuldigte D._____ 09.10.2021 

18:52:48 Uhr 

Das hani docj grster gmacvt 

- 18 - 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

18:52:55 Uhr 

"OBJ" 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

18:52:57 Uhr 

Yes 

Beschuldigte D._____ 09.10.2021 

18:53:05 Uhr 

Ebe 48 stind 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

18:54:01 Uhr 

Bei gester ish für de O._____ ksi 

Aus den Nachrichten geht hervor, dass D._____ um ein Testzertifikat für eine an-

dere Person ersuchte (siehe nachfolgend zum 9. Oktober 2021) und die Beschul-

digte davon ausging, dass sie für diese Person bereits am 8. Oktober 2021 eines 

ausgestellt habe. D._____ korrigierte sie jedoch dahingehend, dass dies für einen 

gewissen O._____ gewesen sei. Somit kann als erstellt erachtet werden, dass die 

Beschuldigte am 8. Oktober 2021 O._____ (gemeint O._____ gemäss Anklage-

schrift) ein Testzertifikat ausstellte. Aus den Nachrichten lässt sich allerdings nicht 

entnehmen, ob sich dieser im Vorfeld hat testen lassen. Wie nachstehend aufzu-

zeigen ist, hat die Beschuldigte für ihre Verwandten und Bekannten Testzertifikate 

ausgestellt, obwohl sich diese Personen zuvor nicht bei einer zugelassenen Test-

stelle durch eine Fachperson testen liessen, was die Beschuldigte auch wusste. So 

geht aus den weiteren Anfragen von D._____ an die Beschuldigte klar hervor, dass 

er oder seine Freunde sich jeweils nicht haben testen lassen, sondern einfach auf 

ein Testzertifikat der Beschuldigten warteten (vgl. nachstehende Ausführungen 

zum 9. Oktober 2021, 11. November 2021, 18. November 2021, 20. Dezember 

2021, 23. Dezember 2021 und 2. Februar 2022). Die Aussage von D._____, dass 

er nie Anfragen für Leute stellen würde, die nicht negativ getestet seien, ist mit Blick 

auf die vorliegenden iMessage Nachrichten als Schutzbehauptung zu qualifizieren, 

worauf nicht abgestellt werden kann. Es gilt somit als erstellt, dass sich O._____ 

vor der Ausstellung des Testzertifikats nicht an einer zugelassenen Teststelle durch 

eine Fachperson hat testen lassen. 

- 19 - 

9. Oktober 2021 für P._____ 

Da auch die Anfrage für P._____ durch D._____ erfolgte, kann in Bezug auf dessen 

Aussagen und jenen der Beschuldigten sowie dem entsprechenden IRC-Report auf 

die vorstehenden Ausführungen zum 8. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 9. Oktober 2021 fand folgende Kommunikation zwischen der Beschuldigten 

und D._____ via iMessage statt (vgl. act. 6/2 S. 1 f.): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

18:52:34 Uhr 

P._____ tt.05.1999 

Beschuldigte D._____ 09.10.2021 

19:36:21 Uhr 

Lueg schnell obs hange isch? 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

20:14:00 Uhr 

"OBJ" 

Beschuldigte D._____ 09.10.2021 

20:16:50 Uhr 

So ez isch guet 

D._____ Beschuldigte 09.10.2021 

21:52:30 Uhr 

Danke zemer (gemäss Übersetzung: 

"Herz" auf Albanisch) 

Die Nachrichten zeigen ohne Weiteres auf, dass D._____ die Beschuldigte um ein 

Testzertifikat für P._____ ersuchte und diese das Testzertifikat auch tatsächlich 

ausstellte. Für die Frage, ob sich P._____ im Vorfeld hat testen lassen, lassen sich 

daraus jedoch keine Hinweise entnehmen. Da D._____ der Beschuldigten um 

20.14 Uhr jedoch erneut den Transfercode von P._____ zuschickt und diese darauf 

antwortet, dass es nun geklappt habe, deutet darauf hin, dass es beim ersten Ver-

such der Zustellung nicht funktionierte. Da sie es daraufhin erneut versuchten und 

das Testzertifikat dann rund eineinhalb Stunden nach der Anfrage von D._____ 

ausgestellt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass sich P._____ vorgängig 

nicht hat testen lassen. Denn falls er sich bei einer zugelassenen Teststelle hätte 

- 20 - 

testen lassen, hätte er in dieser Zeitspanne von dieser Teststelle bereits ein Test-

zertifikat erhalten und wäre nicht mehr auf jenes der Beschuldigten angewiesen 

gewesen. Es lässt sich somit erstellen, dass die Beschuldigte am 9. Oktober 2021 

für P._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich dieser im Vorfeld an einer 

zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. 

24. Oktober 2021 für C._____ und Q._____ 

Die Beschuldigte gestand in Bezug auf die Ausstellung von Testzertifikaten an 

C._____ und ihre Freunde bzw. Verwandte, dass sie diesen Testzertifikate ausge-

stellt habe, wobei sich diese selber getestet hätten, was sie jedoch nicht weiter 

überprüft habe (act. 3/3 F/A 136 ff.). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme 

machte weder C._____ noch die Beschuldigte eine Aussage (vgl. act. 4/10). In der 

Hauptverhandlung vom 11. September 2023 führte C._____ indessen aus, dass 

sie die Beschuldigte für sich angefragt habe, ob sie ihr ein Testzertifikat ausstelle. 

Von anderen Personen wisse sie aber nichts und sie habe vor den Anfragen jeweils 

einen Selbsttest gemacht. Auf die Frage warum sie die Beschuldigte angefragt 

habe, antwortete C._____, dass es ihr angeboten worden sei und sie es probiert 

habe (Prot. S. 31 ff.). 

Gemäss IRC-Report ist die Telefonnummer "5" C._____ zuzuordnen (act. 7/9), 

weshalb davon ausgegangen werden kann, dass sämtliche iMessage Nachrichten 

zwischen der Beschuldigten und dieser Telefonnummer mit C._____ geschrieben 

wurden. 

Am 24. Oktober 2021 kommunizierten die Beschuldigte und C._____ via iMessage 

wie folgt (act. 6/6 S. 1): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

11:13:08 Uhr 

Chönnti irgendwo test gratis mache 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

12:39:38 Uhr 

Schick mer code bro 

- 21 - 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

12:50:05 Uhr 

Mir und Q._____ (um 14.25.01 Uhr 

konkretisiert zu Q._____) 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:21:46 Uhr 

Bro chasch mache münd ine hahaha-

haha sind ebe thermalbad 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:22:04 Uhr 

Wart 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:22:07 Uhr 

Vergesse hahahahhaha 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:26:23 Uhr 

Gmacht 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:26:25 Uhr 
Danke bro♥ 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:26:27 Uhr 

Lueg ob guet isch 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:26:32 Uhr 

Jaa 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:26:52 Uhr 

Chasch das öfters mache 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:26:57 Uhr 

Jaa kur dush (gemäss Übersetzung: 

"wann immer du willst" auf Albanisch) 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:27:05 Uhr 

Amo mos kallxo (Übersetzung: "rede 

nicht" auf Albanisch) überall haahaj 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:27:14 Uhr 

Neii 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:27:18 Uhr 

Q._____ het uere freud 

C._____ Beschuldigte 24.10.2021 

14:27:25 Uhr 

er het jedes weekend zahlt 

- 22 - 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:27:31 Uhr 

Neei!! 

Beschuldigte C._____ 24.10.2021 

14:27:38 Uhr 

Let tum shkrujn (gemäss Überset-

zung: "lass mich schreiben" auf Alba-

nisch) 

Aus den Nachrichten geht klar hervor, dass die Beschuldigte C._____ angeboten 

hat, für sie ein Testzertifikat zu erstellen und diese die Beschuldigte daraufhin an-

fragte, ob sie ihr sowie Q._____ eines ausstellen könnte. Da sich C._____ bei der 

Beschuldigten bedankte sowie bestätigte, dass das Testzertifikat gut sei, ist davon 

auszugehen, dass die Beschuldigte die Testzertifikate für die beiden auch tatsäch-

lich ausstellte. Zudem muss aufgrund der Nachrichten darauf geschlossen werden, 

dass sich weder C._____ noch Q._____ im Vorfeld an einer zugelassenen Test-

stelle haben testen lassen, da sie sich zum Zeitpunkt der Zertifikatsausstellung vor 

einem Thermalbad befanden. Des Weiteren wies C._____ darauf hin, dass 

Q._____ jedes Wochenende bezahlt habe, wobei davon auszugehen ist, dass sie 

damit meint, dass er jedes Wochenende für einen Test bzw. ein Zertifikat bezahlt 

habe. Nun hätte er jedoch viel Freude daran gehabt und dies wohl deshalb, weil er 

dieses Mal nicht für einen offiziellen Test hat zahlen müssen, sondern die Beschul-

digte ihm das Testzertifikat ausstellte. Die Aussage von C._____, dass sie vor der 

Anfrage einen Selbsttest gemacht habe, kann indessen als Schutzbehauptung qua-

lifiziert werden. Aus den Chatnachrichten ist nicht ersichtlich, dass sie der Beschul-

digten mitteilte, dass sie einen Selbsttest gemacht habe und negativ sei. Wie nach-

stehend unter Ziffer III.1.1.5. zudem aufgezeigt wird, wäre selbst die Durchführung 

eines Selbsttests für die Ausstellung eines Testzertifikats nicht ausreichend gewe-

sen. Somit kann als erstellt betrachtet werden, dass sich weder C._____ noch 

Q._____ im Vorfeld an einer Teststelle durch eine Fachperson haben testen lassen 

und sie von der Beschuldigten am 24. Oktober 2021 je ein Testzertifikat erhalten 

haben. 

Die Beschuldigte gibt gegenüber C._____ zudem an, dass sie ihr immer ein Test-

zertifikat ausstellen könne, sie aber nicht überall darüber reden solle. Diese Aussa-

gen deuten darauf hin, dass man der Beschuldigten einfach schreiben konnte, 

- 23 - 

wenn man ein Testzertifikat benötigte und diese ein solches jeweils ausstellte, auch 

wenn man sich im Vorfeld nicht testen liess. 

27. Oktober 2021 für B._____ 

B._____ wurde in dem gegen ihn geführten Verfahren Nr. GG220271-L vom Vor-

wurf der mehrfachen Anstiftung zur Urkundenfälschung vollumfänglich freigespro-

chen. Dementsprechend liegt keine rechtswidrige Anfrage von B._____ an die Be-

schuldigte in Bezug auf die Ausstellung eines Testzertifikats vor. Es lässt sich somit 

nicht erstellen, dass die Beschuldigte am 27. Oktober 2021 auf Anfrage von 

B._____ ein rechtswidriges Testzertifikat für ihn ausstellte. 

29. Oktober 2021 für C._____ und Q._____ 

Für die Ausführungen in Bezug auf die Aussagen von C._____ und der Beschul-

digten zum Vorwurf sowie dem entsprechenden IRC-Report von C._____ kann auf 

die vorstehenden Erwägungen zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Die iMessage Nachrichten zwischen C._____ und der Beschuldigten vom 29. Ok-

tober 2021 lauten wie folgt (vgl. act. 6/6 S. 1 f.): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

15:06:42 Uhr 

Bro chasch eus nomal maxhe für hüt  

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

15:07:28 Uhr 

Q._____ het neue 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

16:08:12 Uhr 

Bro schrib schnell ob mache chasch 

sust gämmer nöd hend ebe is kino 

welle am7 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:09:04 Uhr 

2 min 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:16:29 Uhr 

Falls jemals irgendöper sötti fröge 

- 24 - 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:16:35 Uhr 

Wo das ihr test gmacht händ 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:16:45 Uhr 

Den seget a de R._____-strass im 

büro vor orz 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

16:16:51 Uhr 

Oki 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

16:17:17 Uhr 
danke ♥♥♥ 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

16:18:03 Uhr 

Ja logk wenns kritisch od riskant wird 

seisch mer 

C._____ Beschuldigte 29.10.2021 

16:18:13 Uhr 

Musch da nöd gross riskiere 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:19:21 Uhr 

Neeei 

Beschuldigte C._____ 29.10.2021 

16:19:26 Uhr 

No problem 

Im Zusammenhang mit den Nachrichten vom 24. Oktober 2021 zwischen C._____ 

und der Beschuldigten wird klar, dass C._____ die Beschuldigte am 29. Oktober 

2021 erneut um ein Testzertifikat für sich und Q._____ bittet. Aus der Dankesnach-

richt von C._____ kann zudem geschlossen werden, dass die Beschuldigte die 

Testzertifikate auch wirklich ausgestellt hat. Da C._____ die Beschuldigte zudem 

darauf hinweist, dass sie ohne das Testzertifikat nicht ins Kino gehen würden, kann 

angenommen werden, dass sich weder C._____ noch Q._____ im Vorfeld bei einer 

Teststelle haben testen lassen, da sie ansonsten ein Testzertifikat erhalten hätten 

und auch ohne das Testzertifikat der Beschuldigten ins Kino hätten gehen können. 

Der Hinweis der Beschuldigten, was C._____ sagen solle, wenn sie gefragt werde, 

woher sie das Testzertifikat habe, und die Nachricht von C._____, dass die Be-

schuldigte es sagen solle, wenn es riskant werden würde, da sie nichts riskieren 

müsse, deuten ebenfalls klar darauf hin, dass die Ausstellung des Testzertifikats 

nicht rechtens war und sich die beiden im Vorfeld nicht haben testen lassen. Es gilt 

- 25 - 

demnach ohne Weiteres als erstellt, dass die Beschuldigte am 29. Oktober 2021 

C._____ und Q._____ je ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich die beiden im 

Vorfeld an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson haben testen las-

sen. 

2. November 2021 für F._____ und J._____ 

a) Betreffend F._____ 

In Bezug auf den Vorwurf betreffend F._____ kann auf die vorstehenden Erwägun-

gen zum 5. Oktober 2021, mithin zu den Aussagen von F._____ und der Beschul-

digten anlässlich ihrer Einvernahmen sowie dem IRC-Report in Bezug auf die Te-

lefonnummer von F._____, verwiesen werden. 

Am 2. November 2021 schrieben F._____ und die Beschuldigte die folgenden 

iMessage-Nachrichten (vgl. act. 6/4 S. 1): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

F._____ Beschuldigte 02.11.2021 

20:25:23 Uhr 

bro chasch mir es zerti mache 

Beschuldigte F._____ 02.11.2021 

20:29:53 Uhr 

Po (gemäss Übersetzung: "Ja" auf Al-

banisch) 

Beschuldigte F._____ 02.11.2021 

20:29:54 Uhr 

Scjick 

F._____ Beschuldigte 02.11.2021 

20:30:31 Uhr 

"OBJ" 

F._____ Beschuldigte 02.11.2021 

20:40:35 Uhr 
danke ♥ 

Aus den Nachrichten geht klar eine Anfrage von F._____ an die Beschuldigte in 

Bezug auf die Ausstellung eines Testzertifikats hervor. Da fünfzehn Minuten später 

eine Dankesnachricht von F._____ erfolgte, ist davon auszugehen, dass die Be-

schuldigte ihr das Testzertifikat auch tatsächlich ausgestellt hat. Ob sich  

- 26 - 

F._____ im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle hat testen lassen, lässt sich 

aus den Nachrichten zwar nicht entnehmen. Aufgrund des bisherigen Verhaltens 

der Beschuldigten, dass sie jeweils Personen ein Testzertifikat ausgestellt hat, die 

sich im Vorfeld nicht haben testen lassen, sowie der erneuten Anfrage von  

F._____ an die Beschuldigte, kann davon ausgegangen werden, dass sich F._____ 

vorgängig nicht testen liess. Ein anderer Schluss lässt auch die obgenannte kurze 

Konversation zwischen der Beschuldigten und F._____ über iMessage nicht zu. So 

ergibt sich daraus weder eine Dringlichkeit noch ein Hinweis darauf, dass bei den 

Testzentren die Übermittlung des Testzertifikats nicht oder nur verzögert habe er-

folgen können. Vielmehr muss aus der Anfrage von F._____ geschlossen werden, 

dass sie auf unkompliziertem und schnellem Weg versuchte, an ein Testzertifiakt 

zu gelangen, ohne sich vorgängig getestet zu haben. Es kann somit als erstellt 

erachtet werden, dass die Beschuldigte am 2. November 2021 F._____ ein Test-

zertifikat ausstellte, ohne dass sich F._____ vorgängig an einer zugelassenen Test-

stelle durch eine Fachperson hat testen lassen. 

b) Betreffend J._____ 

J._____ wurde in dem gegen sie geführten Verfahren Nr. GG220274-L vom Vor-

wurf der Anstiftung zur Urkundenfälschung freigesprochen. Gemäss Ausführungen 

der Staatsanwaltschaft anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. September 2023 

sei das Verfahren gegen J._____ bereits vor dem Obergericht des Kantons Zürich 

verhandelt und der Freispruch bestätigt worden. Aufgrund weniger detaillierten 

Chatnachrichten habe nicht nachgewiesen werden können, ob sich J._____ im Vor-

feld habe testen lassen oder nicht (Prot. S. 52). Dementsprechend muss für das 

vorliegende Verfahren gegen die Beschuldigte davon ausgegangen werden, dass 

sich J._____ vorgängig hat testen lassen und die Ausstellung eines Testzertifikats 

an sie rechtmässig war. Aufgrund des Freispruchs von J._____ kann der Sachver-

halt somit nicht dahingehend erstellt werden, dass die Beschuldigte am 2. Novem-

ber 2021 auf Anfrage von J._____ ihr ein rechtswidriges Testzertifikat ausstellte. 

- 27 - 

5. November 2021 für Q._____ und S._____ 

Da die Anfrage für die beiden obgenannten Personen durch C._____ erfolgte, ist 

hinsichtlich dieses Vorwurfs auf die vorstehenden Ausführungen zum 24. Oktober 

2021, mithin den Aussagen von C._____ und der Beschuldigten an ihren Einver-

nahmen sowie den IRC-Report betreffend der Telefonnummer von C._____, zu 

verweisen. 

Am 5. November 2021 ergingen folgende Nachrichten zwischen C._____ und der 

Beschuldigten via iMessage (act. 6/6 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

18:01:20 Uhr 

Bro chönntsh für Q._____ und sin bro 

en test mache 

Beschuldigte C._____ 05.11.2021 

18:29:13 Uhr 

Po schick mer alles 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

18:31:31 Uhr 

"OBJ" 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

18:31:34 Uhr 

Da mal Q._____ 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

18:33:10 Uhr 

"OBJ" 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

18:33:19 Uhr 

S._____ tt.02.2002 

Beschuldigte C._____ 05.11.2021 

18:36:33 Uhr 

5min 

Beschuldigte C._____ 05.11.2021 

18:44:37 Uhr 

Sind gmacht bro 

C._____ Beschuldigte 05.11.2021 

19:25:41 Uhr 
Danke viel mal bro♥ 

- 28 - 

Die Nachrichten zeigen deutlich auf, dass C._____ die Beschuldigte darum er-

suchte, für Q._____ und S._____ je ein Testzertifikat zu erstellen, was die Beschul-

digte auch tat. Ob sich Q._____ und S._____ im Vorfeld bei einer zugelassenen 

Teststelle haben testen lassen, geht aus den Nachrichten indessen nicht hervor. 

Aufgrund des Verhaltens von C._____, dass sie die Beschuldigte bereits in der 

Vergangenheit um Testzertifikate bat, ohne dass sie sich im Vorfeld testen liess, 

deutet aber eher darauf hin, dass sich Q._____ und S._____ ebenfalls nicht haben 

testen lassen. Des Weiteren schrieb C._____ der Beschuldigten am 24. Oktober 

2021, dass Q._____ Freude am Testzertifikat habe und vorher jedes Wochenende 

dafür bezahlt hätte. Der Umstand, dass er nun für sich und seinen Freund über 

C._____ bei der Beschuldigten erneut ein Testzertifikat ausstellen liess deutet da-

rauf hin, dass er auch dieses Mal für das Testzertifikat nicht bezahlen wollte und 

sie sich im Vorfeld nicht testen liessen. Demzufolge kann als erstellt gelten, dass 

die Beschuldigte am 5. November 2021 für Q._____ und S._____ je ein Testzerti-

fikat erstellte, ohne dass sich die beiden im Vorfeld bei einer zugelassenen Test-

stelle durch eine Fachperson testen liessen. 

6. November 2021 für C._____ und B._____ 

a) C._____ 

Betreffend den Aussagen von C._____ in ihren Einvernahmen sowie den IRC-Re-

port zu ihrer Telefonnummer kann auf die vorstehenden Ausführungen zum 24. Ok-

tober 2021 verwiesen werden. 

Am 6. November 2021 tauschten C._____ und die Beschuldigte folgende Nachrich-

ten via iMessage aus (vgl. act. 6/6 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 06.11.2021 

17:12:14 Uhr 

Bro chasch mer test mache schneöl 

schnell 

Beschuldigte C._____ 06.11.2021 

17:14:12 Uhr 

Poo (gemäss Übersetzer: "Ja" auf Al-

banisch) 

- 29 - 

C._____ Beschuldigte 06.11.2021 

17:16:36 Uhr 

"OBJ" 

Beschuldigte C._____ 06.11.2021 

17:23:44 Uhr 

Ish gmacht broo 

C._____ Beschuldigte 06.11.2021 

18:28:32 Uhr 
Danke ♥♥♥ 

Aus den Nachrichten geht ohne Weiteres hervor, dass C._____ die Beschuldigte 

um die Ausstellung eines Testzertifikats bat und die Beschuldigte – nach Zusen-

dung des Transfer Codes von C._____ – ein solches auch effektiv ausstellte. Ob 

sich C._____ im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle hat testen lassen, lässt 

sich aus den Nachrichten zwar nicht entnehmen. Aus den vorherigen Anfragen von 

C._____ und ihren Nachrichten geht jedoch klar hervor, dass sie sich im Vorfeld 

nie hat testen lassen. Sie ersuchte die Beschuldigte jeweils um ein Testzertifikat, 

wenn sie eine bestimmte Aktivität machen wollte (z.B. ein Besuch im Thermalbad 

oder im Kino). Da sie auch in der vorliegenden Anfrage die Beschuldigte "schnell 

schnell" um ein Testzertifikat ersuchte, ist davon auszugehen, dass sie es in die-

sem Moment benötigte und keine Zeit hatte, sich vorgängig noch testen zu lassen. 

Es kann demnach als erstellt gelten, dass die Beschuldigte C._____ am 6. Novem-

ber 2021 ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich diese im Vorfeld in einem zu-

gelassenen Testzentrum durch eine Fachperson hat testen lassen. 

b) Betreffend B._____  

B._____ wurde in dem gegen ihn geführten Verfahren Nr. GG220271-L vom Vor-

wurf der mehrfachen Anstiftung zur Urkundenfälschung vollumfänglich freigespro-

chen. Dementsprechend liegt keine rechtswidrige Anfrage von B._____ an die Be-

schuldigte in Bezug auf die Ausstellung eines Testzertifikats vor. Es lässt sich somit 

nicht erstellen, dass die Beschuldigte am 6. November 2021 auf Anfrage von 

B._____ ein rechtswidriges Testzertifikat für ihn ausstellte. 

- 30 - 

11. November 2021 für P._____ 

Da die Anfrage für P._____ durch D._____ erfolgte, kann in Bezug auf dessen Aus-

sagen und jenen der Beschuldigten zum Vorwurf sowie den IRC-Report für die Te-

lefonnummer von D._____ auf die vorstehenden Ausführungen zum 8. Oktober 

2021 verwiesen werden. 

Am 11. November 2021 fand folgende Kommunikation zwischen der Beschuldigten 

und D._____ via iMessage statt (vgl. act. 6/2 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 11.11.2021 

17:28:49 Uhr 

P._____ tt.05.1999 

D._____ Beschuldigte 11.11.2021 

17:28:59 Uhr 

"OBJ" 

Beschuldigte D._____ 11.11.2021 

18:00:43 Uhr 

gmacht 

Anhand der Anfrage von D._____ sowie der Rückmeldung der Beschuldigten kann 

klar gesagt werden, dass sie P._____ am 11. November 2021 ein Testzertifikat 

ausstellte. Zwar ergibt sich aus den Nachrichten nicht, ob sich dieser im Vorfeld hat 

testen lassen, aber aufgrund dessen, dass für den 9. Oktober 2021 erstellt werden 

konnte, dass sich P._____ nicht hat testen lassen, sowie den weiteren Anfragen 

von D._____ an die Beschuldigte kann davon ausgegangen werden, dass sich 

P._____ auch am vorliegend zu beurteilenden Tag nicht an einer zugelassenen 

Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. Der Anklagesachverhalt für 

den 11. November 2021 gilt somit als erstellt. 

12. November 2021 für C._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

- 31 - 

Am 12. November 2021 schrieben C._____ und die Beschuldigte die nachfolgen-

den Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 2 f.): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 12.11.2021 

07:39:03 Uhr 

Bro chöntsch mer schnell test mache 

C._____ Beschuldigte 12.11.2021 

07:39:19 Uhr 

Denn mueni ide schuel kei maske 

träge 

Beschuldigte C._____ 12.11.2021 

09:25:09 Uhr 

Has erst ez gseh 

C._____ Beschuldigte 12.11.2021 

10:45:28 Uhr 

Egal hahahaah 

C._____ Beschuldigte 12.11.2021 

10:45:28 Uhr 

Hetsch zit schnell mache 

C._____ Beschuldigte 12.11.2021 

10:45:33 Uhr 

Sust egal blibi mit maske 

Die Anfrage für die Ausstellung eines Testzertifikats von C._____ an die Beschul-

digte geht aus den Nachrichten ohne Weiteres hervor. Nicht ersichtlich ist daraus 

jedoch, ob die Beschuldigte ein solches Zertifikat auch tatsächlich ausstellte. Auf-

grund des Umstands, dass die Beschuldigte bis anhin jedem ein Testzertifikat aus-

stellte, der sie danach fragte, kann darauf geschlossen werden, dass sie auch in 

diesem Fall ein Testzertifikat an C._____ ausstellte. Zudem bestritt die Beschul-

digte in der delegierten polizeilichen Einvernahme nicht, dass sie C._____ mehr-

mals Testzertifikate ausgestellt habe (act. 3/3 F/A 136, 138). C._____ benötigte 

das Testzertifikat dafür, dass sie in der Schule keine Maske hätte tragen müssen. 

Das deutet darauf hin, dass C._____ einfach keine Lust hatte, eine Maske zu tragen 

bzw. extra dafür einen Test machen zu lassen. Auch die Tatsache, dass sie nach 

der Antwort der Beschuldigten diese rund drei Stunden nach ihrer ersten Anfrage 

erneut um die Ausstellung eines Testzertifikats ersuchte, lässt darauf schliessen, 

dass sie sich vorgängig nicht in einem Testzentrum hat testen lassen. Falls sie sich 

- 32 - 

hätte testen lassen, wäre C._____ bis dahin schon längstens ein Testzertifikat zu-

gesandt worden. Es ist demzufolge als erstellt zu erachten, dass die Beschuldigte 

am 12. November 2021 C._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass diese sich 

im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen las-

sen. 

13. November 2021 für C._____, Q._____ und S._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf die vorstehenden Ausführungen zum 24. Oktober 2021 ver-

wiesen werden. 

Am 13. November 2021 erfolgten zwischen C._____ und der Beschuldigten fol-

gende Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 3): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

11:05:14 Uhr 

Bro chönntsch eus tests mache 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

12:13:35 Uhr 

Po (gemäss Übersetzung: "Ja" auf Al-

banisch) loqk 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

12:13:44 Uhr 

Aber muesch schnell 20min warte 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

13:54:58 Uhr 

Min code osht obe 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

13:55:04 Uhr 

De am Q._____ 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

16:25:44 Uhr 

Ez chanis mache 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:26:05 Uhr 

Oki bro mach ez 

- 33 - 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:26:13 Uhr 

Ich schrib der immer gnueg früeh 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:26:17 Uhr 

Bruchs erst so am 6 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

16:29:48 Uhr 

Ok sinf gmacht 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:52:22 Uhr 

Bro chönntsch no a Q._____s bro 

mache sorry er wöt T._____ gah 

glaub 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

16:53:32 Uhr 

Po qoma 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:56:11 Uhr 

S._____ 

Beschuldigte C._____ 13.11.2021 

16:58:04 Uhr 

Gmacht 

C._____ Beschuldigte 13.11.2021 

16:58:09 Uhr 
Danke♥ 

Aus den Nachrichten geht klar hervor, dass die Beschuldigte für C._____, Q._____ 

und S._____ je ein Testzertifikat ausstellte. Aufgrund der Nachrichten von C._____, 

wonach sie die Testzertifikate für sich und Q._____ erst um 18.00 Uhr benötigte 

und S._____ ins "T._____" gehen wollte, sowie dass sie der Beschuldigten immer 

genug früh schreiben würde, lässt sich ohne Weiteres schliessen, dass sich diese 

drei Personen vorgängig nicht testen liessen. Die Anfrage an die Beschuldigte er-

folgte bereits um 11.05 Uhr und somit wäre es C._____, Q._____ und S._____ 

ohne weiteres möglich gewesen, sich den ganzen Tag über testen zu lassen. Da 

sie jedoch auf das Testzertifikat der Beschuldigten warteten, kann als erstellt gel-

ten, dass sie sich im Vorfeld nicht bei einer zugelassenen Teststelle durch eine 

Fachperson testen liessen und die Beschuldigte ihnen am 13. November 2021 

trotzdem je ein Testzertifikat ausstellte. 

- 34 - 

18. November 2021 für B._____ und U._____ 

a) Betreffend B._____ 

B._____ wurde in dem gegen ihn geführten Verfahren Nr. GG220271-L vom Vor-

wurf der mehrfachen Anstiftung zur Urkundenfälschung vollumfänglich freigespro-

chen. Dementsprechend liegt keine rechtswidrige Anfrage von B._____ an die Be-

schuldigte in Bezug auf die Ausstellung eines Testzertifikats vor. Es lässt sich somit 

nicht erstellen, dass die Beschuldigte am 18. November 2021 auf Anfrage von 

B._____ ein rechtswidriges Testzertifikat für ihn ausstellte. 

b) Betreffend U._____ 

Da die Anfrage für U._____ durch D._____ erfolgte, kann in Bezug auf dessen Aus-

sagen und jenen der Beschuldigten zu dem Vorwurf sowie dem entsprechenden 

IRC-Report zu der Telefonnummer von D._____ auf die vorstehenden Erwägungen 

vom 8. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 18. November 2021 fand folgende Kommunikation zwischen der Beschuldigten 

und D._____ via iMessage statt (vgl. act. 6/2 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 18.11.2021 

19:08:44 Uhr 

Chasch mer es zerti für de U._____ 

mache 

Beschuldigte D._____ 18.11.2021 

19:10:02 Uhr 

Ja scjick 

D._____ Beschuldigte 18.11.2021 

19:10:48 Uhr 

U._____ tt.11.1999 

D._____ Beschuldigte 18.11.2021 

19:10:52 Uhr 

"OBJ" 

Aus den Nachrichten geht zwar keine Dankesnachricht oder eine Bestätigung der 

Beschuldigten, dass sie es erledigt habe, hervor, aber durch die Zusage der Be-

- 35 - 

schuldigten zur Ausstellung des Testzertifikats sowie weiterer fehlender Nachrich-

ten von D._____, dass es nicht geklappt habe, kann davon ausgegangen werden, 

dass die Beschuldigte U._____ tatsächlich ein Testzertifikat ausstellte. Diese An-

nahme wird zudem von den Aussagen der Beschuldigten selbst gestützt, wonach 

sie die Ausstellung von Testzertifikaten an die Freunde ihres Bruders nicht bestritt 

(vgl. act. 3/3 F/A 182; act. 4/1 S. 4). Des Weiteren ist – trotz fehlender Hinweise in 

den Nachrichten – davon auszugehen, dass sich U._____ im Vorfeld nicht hat tes-

ten lassen. Dies deshalb, weil die Beschuldigte bisher allen Anfragen für ein Test-

zertifikat nachgekommen ist, bei welchen sich die Personen im Vorfeld nicht haben 

testen lassen, sowie aufgrund des Verhaltens von D._____, dass er die Beschul-

digte – mithin seine Schwester – immer wieder um Testzertifikate für Freunde er-

suchte und bisher erstellt werden konnte, dass sich niemand von ihnen hat testen 

lassen. Demzufolge kann auch vorliegend als erstellt erachtet gelten, dass die Be-

schuldigte am 18. November 2021 U._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass 

sich dieser im Vorfeld an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat 

testen lassen. 

20. November 2021 für C._____ und Q._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 20. November 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 3): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 20.11.2021 

13:26:10 Uhr 

Bro chönntsch eus tests mache 

Beschuldigte C._____ 20.11.2021 

13:27:25 Uhr 

po (gemäss Übersetzung: "Ja" auf Al-

banisch) 

- 36 - 

C._____ Beschuldigte 20.11.2021 

13:28:37 Uhr 

"OBJ" 

C._____ Beschuldigte 20.11.2021 

13:28:45 Uhr 

Ich 

C._____ Beschuldigte 20.11.2021 

13:29:01 Uhr 

"OBJ" 

C._____ Beschuldigte 20.11.2021 

13:29:04 Uhr 

Q._____ 

Beschuldigte C._____ 20.11.2021 

13:30:00 Uhr 

sind gmacht bro 

Anhand der Nachrichten kann erstellt werden, dass die Beschuldigte je ein Test-

zertifikat für C._____ und Q._____ ausstellte. Zwar geht nicht hervor, ob sich die 

beiden auch haben testen lassen, aber aufgrund des Verhaltens von C._____ in 

ihren vergangenen Anfragen, in welchen teilweise klar hervorging, dass sie sich im 

Vorfeld nicht offiziell hat testen lassen, kann davon ausgegangen werden, dass sie 

sich auch am vorliegend zu beurteilenden Tag vorgängig nicht testen liessen. Es 

gilt damit als erstellt, dass sie sich nicht in einem zugelassenen Testzentrum durch 

eine Fachperson testen liessen und die Beschuldigte C._____ und Q._____ am 

20. November 2021 trotzdem je ein Testzertifikat ausstellte. 

25. November 2021 für B._____ 

B._____ wurde in dem gegen ihn geführten Verfahren Nr. GG220271-L vom Vor-

wurf der mehrfachen Anstiftung zur Urkundenfälschung vollumfänglich freigespro-

chen. Dementsprechend liegt keine rechtswidrige Anfrage von B._____ an die Be-

schuldigte in Bezug auf die Ausstellung eines Testzertifikats vor. Es lässt sich somit 

nicht erstellen, dass die Beschuldigte am 25. November 2021 auf Anfrage von 

B._____ ein rechtswidriges Testzertifikat für ihn ausstellte. 

- 37 - 

26. November 2021 für C._____, Q._____ und V._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 26. November 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 4): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 26.11.2021 

16:52:59 Uhr 
Brooo bruche testsss ♥♥ 

C._____ Beschuldigte 26.11.2021 

16:53:50 Uhr 

Mich Q._____ und en kolleg wür das 

goh 

C._____ Beschuldigte 26.11.2021 

17:05:40 Uhr 

V._____ tt.02.2001 

Beschuldigte C._____ 26.11.2021 

17:32:35 Uhr 

sind gmacht bri 

Die Nachrichten zeigen ohne Weiteres auf, dass C._____ die Beschuldigte um die 

Ausstellung von Testzertifikaten für sich selbst, Q._____ und V._____ ersuchte, 

welche die Beschuldigte im Anschluss auch effektiv ausstellte. Auch hier ist nicht 

ersichtlich, ob sich die drei Personen vorgängig getestet haben, aber aufgrund der 

vergangenen Anfragen sowie anhand des Verhaltens von C._____, dass sie die 

Beschuldigte immer wieder um die Ausstellung von Testzertifikaten ohne vorgängi-

ges Testresultat ersuchte, kann davon ausgegangen werden, dass sie sich auch 

dieses Mal nicht haben testen lassen. Es gilt demnach als erstellt, dass die Be-

schuldigte für C._____, Q._____ und V._____ am 26. November 2021 Testzertifi-

kate ausstellte, ohne dass sich diese drei Personen im Vorfeld bei einer zugelas-

senen Teststelle durch eine Fachperson haben testen lassen. 

- 38 - 

30. November 2021 für C._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 30. November 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 4): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 30.11.2021 

11:39:04 Uhr 

Bro chönntsch mer schnell schnell 

mache für mittag 

Beschuldigte C._____ 30.11.2021 

11:40:45 Uhr 

Ish gmacht 

Auch aus diesen Nachrichten geht klar hervor, dass die Beschuldigte auf Anfrage 

von C._____ dieser ein Testzertifikat ausstellte. Da C._____ das Testzertifikat 

schnell für den Mittag benötigte, lässt darauf schliessen, dass sie wahrscheinlich in 

ein Restaurant habe gehen wollen, um etwas zu essen und kein Testzertifikat dafür 

hatte. In Verbindung mit ihren vorherigen Anfragen ist davon auszugehen, dass 

sich C._____ im Vorfeld nicht hat testen lassen, sondern spontan etwas unterneh-

men wollte, wofür sie ein Testzertifikat von der Beschuldigten benötigte. Es gilt so-

mit als erstellt, dass die Beschuldigte C._____ am 30. November 2021 ein Testzer-

tifikat ausstellte, ohne dass sich diese im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle 

durch eine Fachperson hat testen lassen. 

4. Dezember 2021 für C._____, Q._____ und S._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 4. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 4): 

- 39 - 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

16:44:19 Uhr 

Bro chönntsch eus eine mache 

Beschuldigte C._____ 04.12.2021 

17:05:21 Uhr 

Po schick loqk 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

17:07:04 Uhr 

Mis 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

17:07:48 Uhr 

"OBJ" S._____ tt.02.2002 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

17:07:25 Uhr 

Q._____ tt.07.1999 

Beschuldigte C._____ 04.12.2021 

18:34:31 Uhr 

Maches nacher gad 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

19:18:37 Uhr 

Bruchs eif vorem 9 kei stress 

C._____ Beschuldigte 04.12.2021 

20:46:30 Uhr 
Danke♥♥ 

Es ist zweifellos erstellt, dass C._____ die Beschuldigte um die Ausstellung von 

Testzertifikaten für sich, S._____ und Q._____ ersuchte. Aufgrund der zeitlich spä-

ter erfolgten Dankesnachricht ist zudem davon auszugehen, dass die Beschuldigte 

die Testzertifikate auch tatsächlich ausstellte. C._____ betonte, dass sie die Test-

zertifikate vor 21.00 Uhr benötige, woraus sich schliessen lässt, dass sie dann einer 

bestimmten Aktivität nachgehen oder eine bestimmte Veranstaltung habe besu-

chen wollen. Da die Anfrage an die Beschuldigte bereits um 16.44 Uhr erfolgte, 

hätten C._____ und die anderen genug Zeit gehabt, sich testen zu lassen und dann 

hätten sie Abends kein Testzertifikat mehr von der Beschuldigten benötigt. Da sie 

jedoch auf die Testzertifikate der Beschuldigten warteten, sowie in Verbindung mit 

den vergangenen Anfragen von C._____, ist anzunehmen, dass sich keiner der 

drei Personen hat testen lassen. Es gilt demnach als erstellt, dass die Beschuldigte 

- 40 - 

am 4. Dezember 2021 C._____, Q._____ und S._____ je ein Testzertifikat aus-

stellte, ohne dass sich die drei Personen im Vorfeld bei einer zugelassenen Test-

stelle durch eine Fachperson haben testen lassen. 

6. Dezember 2021 für C._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 6. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 4): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:01:16 Uhr 

Broo 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:01:19 Uhr 

Bisch frei 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:01:26 Uhr 

Zum schnell schbell für mittag mache 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:01:29 Uhr 

Wöt in W._____ 

Beschuldigte C._____ 06.12.2021 

12:02:38 Uhr 

Wen wärsch dete 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:02:46 Uhr 

Bin vorem W._____ hahahahaha 

Beschuldigte C._____ 06.12.2021 

12:02:54 Uhr 

Aöso schick schnrll 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:03:08 Uhr 

"OBJ" 

- 41 - 

Beschuldigte C._____ 06.12.2021 

12:05:22 Uhr 

Has gmacht 

C._____ Beschuldigte 06.12.2021 

12:05:52 Uhr 
Danke bro♥♥♥ 

Durch die Nachrichten ist klar ersichtlich, dass die Beschuldigte C._____ auf deren 

Anfrage hin ein Testzertifikat ausstellte. C._____ befand sich gemäss den Text-

nachrichten zu diesem Zeitpunkt vor einem W._____, kam allerdings ohne negati-

ves Testzertifikat nicht hinein. Deshalb schrieb sie der Beschuldigten, was darauf 

schliessen lässt, dass sie sich im Vorfeld nicht hat testen lassen, sondern ihr erst 

vor dem Restaurant auffiel, dass sie über kein negatives Testzertifikat verfügte. Es 

kann somit ohne Weiteres erstellt werden, dass die Beschuldigte am 6. Dezember 

2021 C._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich diese im Vorfeld bei einer 

zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. 

11. Dezember 2021 für C._____ und Q._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 11. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 5): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 11.12.2021 

13:15:13 Uhr 
Broo chasch eus eine mache♥ 

Beschuldigte C._____ 11.12.2021 

13:32:46 Uhr 

Ja schick 

C._____ Beschuldigte 11.12.2021 

13:33:15 Uhr 

Q._____ 

- 42 - 

C._____ Beschuldigte 11.12.2021 

13:33:34 Uhr 

Ich 

Beschuldigte C._____ 11.12.2021 

13:41:12 Uhr 

Lueg ob guet isch? 

C._____ Beschuldigte 11.12.2021 

13:42:20 Uhr 

Po (gemäss Übersetzung: "Ja" auf Al-

banisch) bro danke ♥♥ 

Durch die Nachrichten kann als erstellt gelten, dass die Beschuldigte C._____ und 

Q._____ am 11. Dezember 2021 je ein Testzertifikat ausstellte. Zwar geht aus den 

Nachrichten nicht hervor, ob sich die beiden zuvor in einem Testzentrum haben 

testen lassen, aber in Verbindung mit den vielen vergangenen Anfragen von 

C._____, wo klar erstellt werden konnte, dass sich sie und Q._____ vorgängig nicht 

haben testen lassen, kann auch in diesem Fall als erstellt erachtet werden, dass 

sich weder C._____ noch Q._____ im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle 

durch eine Fachperson haben testen lassen. Der Anklagesachverhalt ist somit für 

den 11. Dezember 2021 vollumfänglich erstellt. 

13. Dezember 2021 für C._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 13. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 5): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 13.12.2021 

07:25:41 Uhr 

Bro 

C._____ Beschuldigte 13.12.2021 

07:25:46 Uhr 

Chasch du vlt au positivi tests mache 

- 43 - 

C._____ Beschuldigte 13.12.2021 

07:25:53 Uhr 

Dasi nöd go schaffe muen? 

Die Nachrichten zeigen auf, dass C._____ die Beschuldigte das erste Mal um ein 

positives Testzertifikat ersuchte, damit sie nicht zur Arbeit hätte gehen müssen. In 

den Auszügen der iMessage Kommunikation sind für den 13. Dezember 2021 je-

doch keine weiteren Nachrichten ersichtlich. Auch wenn durch die Art und Weise 

der Anfrage von C._____ wohl davon ausgegangen werden kann, dass sie einfach 

keine Lust hatte zu arbeiten und sich im Vorfeld nicht hat testen lassen, ist nicht 

ersichtlich, dass die Beschuldigte ihr auch tatsächlich ein positives Testzertifikat 

ausgestellt hat. Aufgrund der Tätigkeit der Beschuldigten im Testzentrum wird es 

ihr wohl grundsätzlich möglich gewesen sein, auch positive Testzertifikate auszu-

stellen, jedoch bezogen sich die bisherigen Anfragen alle auf die Ausstellung von 

negativen Testzertifikaten. Es kann somit nicht einfach der Schluss gezogen wer-

den, dass die Beschuldigte auch ein positives Testzertifikat ausgestellt hätte, nur 

weil sie in der Vergangenheit immer negative Testzertifikate ausstellte. C._____ 

ersuchte die Beschuldigte nach dem 13. Dezember 2021 auch nie wieder um ein 

positives Testzertifikat, sondern lediglich wieder um negative Testzertifikate (vgl. 

act. 6/6), was ebenfalls darauf hindeutet, dass die Beschuldigte ihr kein positives 

Testzertifikat ausgestellt hat. Demzufolge lässt sich nicht erstellen, dass die Be-

schuldigte C._____ am 13. Dezember 2021 ein Testzertifikat ausstellte. 

16. Dezember 2021 für S._____ 

Da die Anfrage für die Ausstellung eines Testzertifikats für S._____ durch C._____ 

erfolgte, kann für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der 

Beschuldigten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Te-

lefonnummer von C._____ auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 16. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 5): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

- 44 - 

C._____ Beschuldigte 16.12.2021 

17:58:01 Uhr 

Chönntsch am S._____ en test ma-

che 

Beschuldigte C._____ 16.12.2021 

18:06:26 Uhr 

Po (gemäss Übersetzung: "Ja" auf Al-

banisch) schick 

C._____ Beschuldigte 16.12.2021 

18:12:31 Uhr 

"OBJ" 

Beschuldigte C._____ 16.12.2021 

18:15:33 Uhr 

isch gmacht bro+ 

Durch die Anfrage von C._____ und die Rückmeldung der Beschuldigten ist klar 

erstellt, dass die Beschuldigte für S._____ am 16. Dezember 2021 ein Testzertifikat 

ausstellte. Zwar geht aus den Nachrichten nicht hervor, ob sich S._____ im Vorfeld 

hat testen lassen, aber C._____ ersuchte die Beschuldigte bereits in der Vergan-

genheit mehrmals um die Ausstellung eines Testzertifikats für S._____ und dort 

konnte jeweils erstellt werden, dass er sich im Vorfeld nicht hat testen lassen (vgl. 

Ausführungen zum 5. November 2021, 13. November 2021 und 4. Dezember 

2021). Da die vorliegende Anfrage erneut über C._____ lief, kann auch im vorlie-

genden Fall als erstellt erachtet werden, dass sich S._____ vorgängig nicht an einer 

zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. Der Anklagesa-

chverhalt für den 16. Dezember 2021 ist somit vollumfänglich erstellt. 

17. Dezember 2021 für Q._____ und S._____ 

Da die Anfrage für die Ausstellung eines Testzertifikats für Q._____ und S._____ 

durch C._____ erfolgte, kann für die Ausführungen betreffend den Aussagen von 

C._____ und der Beschuldigten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den 

IRC-Report der Telefonnummer von C._____ auf jene zum 24. Oktober 2021 ver-

wiesen werden. 

Am 17. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 5): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

- 45 - 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:41:20 Uhr 
Chöntsch eine am Q._____ mache♥ 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:41:42 Uhr 

schick bro 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:41:50 Uhr 

hahahha hüt hani muetter gfickt 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:41:55 Uhr 

ganz familie 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:41:59 Uhr 

HAHAHAHA wiesoo 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:42:18 Uhr 

se di all welle teste hü 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:42:23 Uhr 

sicher 50 zertis gmacht 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:42:35 Uhr 

hahahahahaha hoffe die checekd nöd 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:42:49 Uhr 

Q._____ tt.07.1999 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:43:04 Uhr 

S._____ tt.02.2002 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:43:07 Uhr 

Beidi AA._____ nachname 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:45:05 Uhr 

u kry (gemäss Übersetzung: "Erle-

digt" auf Albanisch) 

C._____ Beschuldigte 17.12.2021 

18:46:22 Uhr 

Han immer sgfühl ich gah der ufd 

nerve hahahaha 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:46:26 Uhr 

nei chasch mer immere schicke 

- 46 - 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:46:31 Uhr 

sie müend sich nöd teste 

Beschuldigte C._____ 17.12.2021 

18:46:35 Uhr 

isch hesslich 

Anhand der Nachrichten lässt sich ohne Weiteres erstellen, dass die Beschuldigte 

am 17. Dezember 2021 für Q._____ und S._____ Testzertifikate ausstellte. Die Be-

schuldigte weist C._____ zudem ausdrücklich darauf hin, dass sie ihr wegen Test-

zertifikaten immer schreiben könne und sie sich nicht testen lassen müssten, da 

dies hässlich sei. Damit implizierte die Beschuldigte erneut, dass sie immer Test-

zertifikate ausstelle, auch wenn sich die Personen vorgängig nicht haben testen 

lassen. Auch die Nachrichten, dass die Beschuldigte bereits 50 Testzertifikate aus-

gestellt habe und C._____ hofft, dass dies niemand bemerke, deuten darauf hin, 

dass die Beschuldigte regelmässig Testzertifikate für andere Personen ausstellte 

und davon ausging, dass sich diese nicht vorgängig haben testen lassen. Somit 

kann aufgrund der Aussage der Beschuldigten, dass sie sich nicht testen lassen 

müssen in Verbindung mit der Art und Weise der vergangenen Anfragen von 

C._____ als erstellt erachtet gelten, dass sich Q._____ und S._____ im Vorfeld 

nicht an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson haben testen lassen. 

Der Anklagesachverhalt für den 17. Dezember 2021 ist somit vollumfänglich er-

stellt. 

18. Dezember 2021 für C._____, Q._____, S._____ und AB._____ 

a) Betreffend C._____, Q._____ und S._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von C._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von C._____ kann auf jene zum 24. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 18. Dezember 2021 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende 

Nachrichten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 6): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

- 47 - 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

17:33:37 Uhr 

Bra hesch zit für test 

Beschuldigte C._____ 18.12.2021 

17:35:17 Uhr 

Pöö (gemeint ist wohl Po was ge-

mäss Übersetzung "Ja" auf Albanisch 

bedeutet) 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

17:38:14 Uhr 

S._____ tt.02.2002 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

17:38:39 Uhr 

"OBJ" De isch mine 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

17:38:51 Uhr 

"OBJ" Q._____ tt.07.1999 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

18:00:45 Uhr 

Bruches eif vorem 8 will denn fangt 

film a bro 

Beschuldigte C._____ 18.12.2021 

18:00:57 Uhr 

Ha sie gmscht bro 

C._____ Beschuldigte 18.12.2021 

18:01:22 Uhr 
Danke broo♥♥♥ 

Aufgrund der Anfrage durch C._____ sowie ihrer Dankesnachricht gilt als erstellt, 

dass die Beschuldigte am 18. Dezember 2021 C._____, Q._____ und S._____ je 

ein Testzertifikat ausstellte. C._____ weist die Beschuldigte darauf hin, dass sie die 

Testzertifikate bis spätestens um 20.00 Uhr benötige, da dann der Film anfange, 

wodurch davon auszugehen ist, dass sie an diesem Abend ins Kino haben gehen 

wollen. Dass C._____ die Anfrage bereits um 17.33 Uhr an die Beschuldigte ver-

schickte, deutet darauf hin, dass sie sich im Vorfeld nicht haben testen lassen. An-

sonsten hätten sie bis 20.00 Uhr noch genügend Zeit gehabt, um in ein Testzent-

rum zu gehen und sich offiziell testen zu lassen. Dies taten die drei jedoch nicht, 

sondern warteten auf die Ausstellung der Testzertifikate durch die Beschuldigte. 

Diese schrieb C._____ zudem am Tag zuvor, dass sie sich nicht testen lassen 

müssten und sie ihr jederzeit schreiben könne (vgl. Ausführungen zum 17. Dezem-

ber 2021). Es ist somit nicht davon auszugehen, dass sich C._____, Q._____ und 

- 48 - 

S._____ vorgängig an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson haben 

testen lassen, sondern vielmehr kann als erstellt gelten, dass sie dies nicht getan 

haben. 

b) Betreffend AB._____ 

Da die Anfrage für AB._____ durch D._____ erfolgte, kann für Ausführungen in 

Bezug auf dessen Aussagen und jenen der Beschuldigten zu dem Vorwurf sowie 

den IRC-Report für die Telefonnummer von D._____ nach oben auf den 8. Oktober 

2021 verwiesen werden.  

Am 18. Dezember 2021 schrieb D._____ folgende Nachricht an die Beschuldigte 

(vgl. act. 6/2 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 18.12.2021 

19:15:58 Uhr 

tt.10.1997 AB._____ 

Mehr Nachrichten in Bezug auf AB._____ sind auf den Auszügen der iMessage 

Kommunikation nicht ersichtlich. Der Nachricht von D._____ lässt sich entnehmen, 

dass er die Beschuldigte darum ersuchte, für AB._____ ein Testzertifikat auszu-

stellen. Es fehlt jedoch eine Bestätigung durch die Beschuldigte, dass sie dies auch 

getan habe oder eine Dankesnachricht von D._____. Die Beschuldigte bestritt je-

doch nicht, dass sie für Freunde ihres Bruders Testzertifikate ausgestellt habe, sie 

sei lediglich davon ausgegangen, dass sich all diese Personen getestet hätten 

(act. 3/3 F/A 182; act. 4/1 S. 4). Die Ausstellung eines Testzertifikats an AB._____ 

kann somit aufgrund der Aussagen der Beschuldigten angenommen werden. Des 

Weiteren ist – trotz fehlender ausdrücklicher Hinweise in den Nachrichten – davon 

auszugehen, dass sich AB._____ im Vorfeld nicht hat testen lassen. Dies deshalb, 

weil die Beschuldigte bisher allen Anfragen für ein Testzertifikat nachgekommen 

ist, bei welchen sich die Personen im Vorfeld nicht haben testen lassen, sowie auf-

grund des Verhaltens von D._____, dass er die Beschuldigte – mithin seine 

Schwester – immer wieder um Testzertifikate für Freunde ersuchte und bisher im-

- 49 - 

mer erstellt werden konnte, dass sich niemand von ihnen hat testen lassen. Dem-

zufolge kann auch vorliegend als erstellt erachtet werden, dass die Beschuldigte 

am 18. Dezember 2021 für AB._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass er sich 

im Vorfeld an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen las-

sen. 

20. Dezember 2021 AC._____ und D._____ 

a) Betreffend AC._____ 

Da die Anfrage für AC._____ durch D._____ erfolgte, kann für Ausführungen in 

Bezug auf dessen Aussagen und jenen der Beschuldigten zu dem Vorwurf sowie 

den IRC-Report für die Telefonnummer von D._____ nach oben auf den 8. Oktober 

2021 verwiesen werden. 

Am 20. Dezember 2021 schrieben die Beschuldigte und D._____ via iMessage fol-

gende Nachrichten (act. 6/2 S. 2): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

15:38:30 Uhr 

AC._____ 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

15:38:41 Uhr 

tt.04.2002 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

15:38:58 Uhr 

Kannst du mir vielleicht ein zerti ma-

chen 

Beschuldigte D._____ 20.12.2021 

15:39:33 Uhr 

ja muesch schnell kurz warte 

Beschuldigte D._____ 20.12.2021 

15:39:38 Uhr 

isch sehr dringend? 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

15:39:50 Uhr 

Mer wennd wienachts märt 

- 50 - 

Beschuldigte D._____ 20.12.2021 

17:18:59 Uhr 

Isch cjo? 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

17:42:27 Uhr 

Yes 

D._____ Beschuldigte 20.12.2021 

17:42:31 Uhr 

Danke zemer (gemäss Übersetzung: 

"Herz" auf Albanisch) 

Aus den Nachrichten geht ohne Weiteres hervor, dass die Beschuldigte am 20. De-

zember 2021 für AC._____ ein Testzertifikat ausstellte. Die Beschuldigte selbst be-

stritt zudem nicht, dass sie für diverse Personen ihres Bruders Testzertifikate aus-

gestellt hat, wobei sie davon ausgegangen sei, dass sich diese getestet hätten 

(act. 3/3 F/A 182). Gemäss D._____ hätten er und AC._____ auf den Weihnachts-

markt gehen wollen, wofür ein solches Testzertifikat benötigt wurde. Da sie auf das 

Testzertifikat der Beschuldigten warteten, welches rund zwei Stunden nach seiner 

Anfrage ausgestellt wurde, ist davon auszugehen, dass sich AC._____ im Vorfeld 

nicht bei einer Teststelle hat testen lassen. Ansonsten hätte er bereits längstens 

ein Testzertifikat erhalten und wäre nicht mehr auf jenes der Beschuldigten ange-

wiesen gewesen. Es kann somit als erstellt erachtet werden, dass die Beschuldigte 

AC._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich dieser vorgängig an einer 

Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. 

b) Betreffend D._____ 

Gemäss Anklageschrift soll die Beschuldigte am 20. Dezember 2021 auch ihrem 

Bruder D._____ ein Testzertifikat ausgestellt haben. Es lässt sich aus der Nach-

richt, dass sie auf den Weihnachtsmarkt gehen wollten, zwar darauf schliessen, 

dass AC._____ und D._____ zusammen dorthin gehen wollten, wodurch auch 

D._____ über ein negatives Testzertifikat hätte verfügen müssen, aber aus dem 

iMessage Verlauf ist nicht ersichtlich, dass die Beschuldigte auch ihm ein Testzer-

tifikat ausstellte. D._____ gab der Beschuldigten lediglich den Transfercode von 

AC._____ durch und nicht auch denjenigen von sich selber (vgl. hierzu die nach-

stehenden Ausführungen zum 23. Dezember 2021, wonach er um Ausstellung ei-

- 51 - 

nes Testzertifikats für sich ersuchte und hierzu seinen Transfercode schickte). Zu-

dem deutet die Frage der Beschuldigten, ob "es" angekommen sei, eher auf ein 

einzelnes Testzertifikat hin, weil sie ansonsten wohl gefragt hätte, ob "sie" bzw. die 

Testzertifikate [Mehrzahl] angekommen seien. Es kann demzufolge nicht erstellt 

werden, dass die Beschuldigte am 20. Dezember 2021 für D._____ ein Testzertifi-

kat ausgestellt hat. 

23. Dezember 2021 für D._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von D._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von D._____ kann auf jene zum 8. Oktober 2021 verwiesen werden. 

Am 23. Dezember 2021 tauschten D._____ und die Beschuldigte folgende Nach-

richten via iMessage aus (vgl. act. 6/2 S. 3): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:46:38 Uhr 

"OBJ" 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:46:46 Uhr 

D._____ 

D._____ Beschuldigt 23.12.2021 

22:46:50 Uhr 

tt.02.2001 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:47:07 Uhr 

Ich bruch wider mal en Test 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:47:12 Uhr 

2g + 

Beschuldigte D._____ 23.12.2021 

22:47:34 Uhr 

2min 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:47:35 Uhr 

Was für es lebe ! 

- 52 - 

D._____ Beschuldigte 23.12.2021 

22:47:40 Uhr 

Danke shaz 

Da D._____ nach der letzten Nachricht nichts mehr dahingehend schrieb, dass die 

Ausstellung des Testzertifikats nicht geklappt habe, kann davon ausgegangen wer-

den, dass die Beschuldigte ihm an diesem Tag ein solches ausstellte. Die Beschul-

digte bestritt zudem nicht, dass sie für ihren Bruder Testzertifikate ausgestellt hat 

und führte aus, dass er zwar geimpft gewesen sei, als der 2G+ Status gekommen 

sei jedoch trotzdem noch ein Testzertifikat benötigt habe (act. 3/3 F/A 182, 185 f.; 

vgl. auch act. 4/1 S. 4). Es geht aus den Nachrichten zwar nicht ausdrücklich her-

vor, ob sich D._____ im Vorfeld hat testen lassen, jedoch schreibt er, dass er wieder 

einmal einen Test benötige. Es scheint demnach nicht das erste Mal gewesen zu 

sein, dass er sich bei der Beschuldigten ein Testzertifikat erstellen liess. Bei den 

bisherigen Anfragen von D._____ konnte indessen mehrheitlich erstellt werden, 

dass sich die Personen vorgängig nicht haben testen lassen, was den Schluss nahe 

legt, dass sich auch D._____ nicht hat testen lassen, zumal es sich bei der Be-

schuldigten um seine Schwester handelt. Seine Nachricht, was dies für ein Leben 

sei, kann sich entweder auf den 2G+ Status beziehen oder auch darauf, dass er 

jederzeit einfach ein Testzertifikat von der Beschuldigten erhält. Selbst wenn man 

die Nachricht jedoch auf den 2G+ Status bezieht, kann aufgrund der davorstehen-

den Ausführungen als erstellt erachtet werden, dass die Beschuldigte am 23. De-

zember 2021 D._____ ein Testzertifikat ausstellte, ohne dass sich dieser im Vorfeld 

an einer zugelassenen Teststelle durch eine Fachperson hat testen lassen. 

1. Januar 2022 für «AD._____» 

Da die Anfrage für die Ausstellung eines Testzertifikats für «AD._____» durch 

C._____ erfolgte, kann für die Ausführungen betreffend den Aussagen von 

C._____ und der Beschuldigten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den 

IRC-Report der Telefonnummer von C._____ auf jene zum 24. Oktober 2021 ver-

wiesen werden. 

Am 1 Januar 2022 schrieben sich C._____ und die Beschuldigte folgende Nach-

richten via iMessage (vgl. act. 6/6 S. 6): 

- 53 - 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

C._____ Beschuldigte 01.01.2022 

17:54:37 Uhr 

Bro chasch schbell de AD._____ en 

trst mache 

C._____ Beschuldigte 01.01.2022 

17:54:43 Uhr 

Sie gsht erste mal T._____ 

Beschuldigte C._____ 01.01.2022 

19:40:34 Uhr 

Unkry (gemäss Übersetzung: "nicht 

weinen" auf Albanisch) loqk 

Beschuldigte C._____ 01.01.2022 

20:15:36 Uhr 

hesch no öper 

Beschuldigte C._____ 01.01.2022 

20:15:38 Uhr 

se tani smuj mo (gemäss Überset-

zung: "mach dir jetzt keine Sorgen" 

auf Albanisch) 

Durch die Beschuldigte wird die Ausstellung von Testzertifikaten für C._____ und 

ihre Freunde – indessen auch für «AD._____» – nicht bestritten (act. 3/3 F/A 136, 

138). Da von C._____ zudem keine Nachricht erfolgte, dass mit der Ausstellung 

des Testzertifikats für «AD._____» etwas nicht geklappt habe, kann davon ausge-

gangen werden, dass die Beschuldigte ihr ein solches auch effektiv ausgestellt hat. 

Aus den Nachrichten geht weiter hervor, dass «AD._____» das Testzertifikat dafür 

benötigte, dass sie ins "T._____" gewollt habe, was wohl ein Restaurant oder ein 

Club/Bar sein dürfte, wo man nur mit einem entsprechendem negativen Testzertifi-

kat Zugang hatte. Da die Beschuldigte C._____ in der Vergangenheit zudem darauf 

hinwies, dass sich die Personen für die Ausstellung eines Testzertifikats durch sie 

nicht testen lassen müssten (vgl. vorstehende Ausführungen zum 17. Dezember 

2021) und C._____ erstellter massen bereits mehrmals für sich und andere um 

Testzertifikate bei der Beschuldigten ersuchte, ohne sich vorher testen zu lassen, 

ist davon auszugehen, dass sich auch «AD._____» vorgängig nicht hat testen las-

sen. Demzufolge lässt sich der Anklagesachverhalt dahingehend erstellen, dass 

die Beschuldigte am 1. Januar 2022 für «AD._____» ein Testzertifikat ausstellte, 

ohne dass sich diese im Vorfeld bei einer zugelassenen Teststelle durch eine Fach-

person hat testen lassen. 

- 54 - 

4. Januar 2022 für G._____ 

In Bezug auf G._____ gab die Beschuldigte in ihrer delegierten polizeilichen Ein-

vernahme an, dass es möglich sei, dass sie für G._____ Testzertifikate ausgestellt 

habe. Sie dachte, dass diese getestet sei, habe es jedoch nicht überprüft (act. 3/3 

F/A 198 ff.). Dies wiederholte die Beschuldigte auch anlässlich der Konfrontations-

einvernahme mit G._____ (act. 4/5 S. 3). G._____ selbst machte sowohl an der 

Konfrontationseinvernahme sowie an der Hauptverhandlung vom 11. September 

2023 von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und äusserte sich nicht zu 

den Vorwürfen (vgl. act. 4/5; Prot. S. 50 f.). 

G._____ gab an, dass ihre Telefonnummer "6" lauten würde (act. 4/5 S. 2). Ge-

mäss entsprechendem IRC-Report lässt sich genau diese Telefonnummer zu 

G._____ zuordnen (act. 7/7). Somit ist davon auszugehen, dass alle Nachrichten, 

die zwischen der Beschuldigten und dieser Telefonnummer erfolgten, mit G._____ 

kommuniziert wurden. 

Am 4. Januar 2022 tauschten die Beschuldigte und G._____ die nachfolgenden 

Nachrichten via iMessage aus (vgl. act. 6/3 S. 1): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

G._____ Beschuldigte 04.01.2022 

19:39:49 Uhr 

Ich würd gern am Samstig nach 

AE._____ [Stadt in Italien] gah Mini 

Quarantäne endet am Fritig aber es 

isch ja oft eso das de Tescht no posi-

tiv ahzeigt. Brüchti am Fritig abig en 

negative Schnelltescht also es Zertifi-

kat 

G._____ Beschuldigte 04.01.2022 

19:40:06 Uhr 

Meinsch du chöntsch mir helfe 

Beschuldigte G._____ 04.01.2022 

19:40:18 Uhr 

Sicherrrr 

- 55 - 

G._____ Beschuldigte 04.01.2022 

19:40:56 Uhr 

Also channi dir eifach am Fritig 

schribe fürs Zertifikat? 

Beschuldigte G._____ 04.01.2022 

19:41:06 Uhr 

Yees 

G._____ Beschuldigte 04.01.2022 

19:45:09 Uhr 
Danke♥ 

Aus den Nachrichten wird ersichtlich, dass G._____ die Beschuldigte um ein nega-

tives Testzertifikat für ihre damals bevorstehende Reise nach AE._____ ersuchte. 

Nachdem die Beschuldigte zugestimmt hatte, ihr ein solches Testzertifikat auszu-

stellen, vereinbarten die beiden am Dienstag 4. Januar 2022, dass sich G._____ 

am Freitag – mithin am 7. Januar 2022 – bei der Beschuldigten für die Ausstellung 

des Testzertifikats wieder melden würde. Am 4. Januar 2022 selbst wurde G._____ 

von der Beschuldigten jedoch kein Testzertifikat ausgestellt, zumal sie ein solches 

ja auch erst später in der Woche benötigte. Es lässt sich demzufolge nicht erstellen, 

dass die Beschuldigte am 4. Januar 2022 für G._____ ein Testzertifikat ausstellte. 

7. Januar 2022 für G._____ 

Für die Ausführungen betreffend den Aussagen von G._____ und der Beschuldig-

ten in ihren Einvernahmen sowie in Bezug auf den IRC-Report der Telefonnummer 

von G._____ kann nach oben auf den 4. Januar 2022 verwiesen werden. 

Am 7. Januar 2022 schrieben G._____ und die Beschuldigte folgende Nachrichten 

via iMessage (vgl. act. 6/3 S. 1): 

Absender Empfänger Datum / Zeit Nachricht 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

20:26:05 Uhr 

Brooo Zerti 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

20:50:45 Uhr 

Wenn bruchsch es 

- 56 - 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

20:50:56 Uhr 

Ja ez wär chillig 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

20:51:09 Uhr 

Frag isch eif 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

20:51:14 Uhr 

Ob meh sinn macht morn morge 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

20:51:34 Uhr 

Bruch en nur fürt grenze meh nöd 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

20:51:51 Uhr 

Vo dem her isch ez besser dennis 

hannis scho 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

21:05:58 Uhr 

Oke 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

21:06:02 Uhr 

Schicken sie 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

21:06:27 Uhr 

… [Transfercode] 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

22:19:01 Uhr 

Bro ich schwör ich cha nöd penne be-

vor nöd das zerti han 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

22:19:52 Uhr 

Ja ich machs ez grad 

Beschuldigte G._____ 07.01.2022 

22:33:09 Uhr 

ish gmacht brä 

G._____ Beschuldigte 07.01.2022 

22:34:11 Uhr 

Danke tuuuusig 

Anhand der Nachrichten lässt sich ohne Weiteres erstellen, dass G._____ am 

7. Januar 2022 bei der Beschuldigten um die Ausstellung eines Testzertifikats bat 

und die Beschuldigte ihr ein solches auch effektiv ausstellte. Indessen wird auch 

von der Beschuldigten nicht bestritten, dass sie für G._____ am 7. Januar 2022 ein 

Testzertifikat ausstellte (act. 3/3 F/A 198 f.). Für den Grund des Testzertifikats sind 

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die Nachrichten vom 4. Januar 2022 zwischen G._____ und der Beschuldigten her-

anzuziehen. G._____ wollte am Samstag 8. Januar 2022 nach AE._____ reisen 

und benötigte für den Grenzübergang ein negatives Testzertifikat. Da ihre Quaran-

täne erst am Freit