# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d841adcc-8358-5f8c-8ef9-2fbf1d3a17c9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.04.2020 725 20 13/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-13-85_2020-04-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 30. April 2020 (725 20 13 / 85) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Rückweisung zur Vornahme von weiteren medizini-

schen Abklärungen. Die Bemessung der Integritätsentschädigung ist korrekt erfolgt. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Daniela Buser 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advo-
kat, LEXPARTNERS, Kirchplatz 16, Postfach 916, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen 

 

 

 

A. Der 1959 geborene A.____ arbeitete als Umschlagmitarbeiter bei der B.____ AG und 

war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligato-

risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. Januar 2018 

während der Reparatur eines Bahnwagens vorwärts stehend von der Leiter fiel und sich dabei 

Verletzungen an den Füssen zuzog. Die Suva anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht und 

 
 
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erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Sie stellte diese jedoch per 31. August 2019 

ein, da keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet 

werden konnte. Mit Verfügung vom 28. Juni 2019 lehnte die Suva einen Anspruch auf eine Inva-

lidenrente gestützt auf einen IV-Grad von 8 % ab und sprach dem Versicherten gleichzeitig eine 

Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Eine hiergegen 

erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 27. November 2019 ab. 

 

B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advokat, am 14. Januar 2020 

Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht (Kantonsgericht). In Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragte er, ihm sei 

eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 30 % zuzusprechen. Zur 

Begründung führte er an, dass er durch das Unfallereignis schwere Verletzungen an den Füssen, 

Beinen, Schultern und am Kopf erlitten habe. Die Suva habe insbesondere die bestehenden 

Schulterschmerzen wie auch die im Zusammenhang mit dem Unfall resultierenden psychischen 

Beschwerden zu Unrecht nicht berücksichtigt. Auch sei der Befund anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 21. Juni 2019, wonach dem Versicherten eine Verweistätigkeit 

ganztägig zumutbar sei, nicht nachvollziehbar. Weiter habe die Suva das Invalideneinkommen 

nicht korrekt bemessen und den leidensbedingten Abzug nicht nach pflichtgemässem Ermessen 

festgesetzt. Darüber hinaus sei nicht hinreichend begründet, weshalb ihm lediglich eine Integri-

tätsentschädigung im Umfang von 10 % zugesprochen worden sei, da er bis heute erheblich in 

seiner Mobilität eingeschränkt sei. Ebenso leuchte nicht ein, weshalb bei der Festsetzung des 

Integritätsschadens beide Extremitäten im gleichen Umfang berücksichtigt worden seien, wo 

doch die Schmerzen im linken Bein deutlich dominieren würden. 

 

C. Die Suva schloss mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2020 auf Abweisung der Be-

schwerde. Sie begründete ihren Antrag im Wesentlichen damit, dass über die Unfallkausalität der 

Schulterbeschwerden bereits mit Verfügung vom 26. November 2018 rechtskräftig entschieden 

worden sei. Die psychischen Beschwerden seien ebenfalls nicht zu berücksichtigen, da es an der 

Adäquanz fehle. Betreffend die durch den Kreisarzt erhobene volle Arbeitsfähigkeit in einer Ver-

weistätigkeit seien den Akten keine divergierenden ärztlichen Einschätzungen zu entnehmen. 

Weiter würden sich der herangezogene Tabellenlohn wie auch die Ermessensausübung bei der 

Festsetzung des leidensbedingten Abzuges als rechtens erweisen und letztlich sei auch die Ein-

schätzung des Integritätsschadens nicht zu beanstanden, da Schmerzen im Rahmen der Schät-

zung eines Integritätsschadens grundsätzlich keine vorrangige Bedeutung zukomme bzw. diese 

als mit dem entsprechenden medizinischen Befund mitberücksichtigt zu gelten hätten. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-

scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

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erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 

in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 

befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-

Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-

waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-

cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-

entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-

handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 

erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 14. Januar 2020 ist demnach einzutreten.  

 

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-

cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-

fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-

lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 

gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-

keit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-

chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten 

Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit 

dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt 

der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu min-

destens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärzt-

lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-

son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-

rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeld-

leistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau-

ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird 

mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 

 

2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Voraus-

setzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Scha-

den (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adä-

quater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-

hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-

ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 

kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-

hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 

die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 

mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-

heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusam-

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menhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ist nach der Rechtspre-

chung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er-

scheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). 

 

3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-

lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das 

Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-

tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  

 

3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-

prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-

ren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-

tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-

statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-

zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-

sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-

dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 

den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-

nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 

 

3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-

menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 

BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 

Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 

Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berichten 

kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-

holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 

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soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-

rungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 

 

4. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen diverse medizinische Unterlagen 

vor, welche vom Gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden werden indessen lediglich 

diejenigen Berichte wiedergegeben, welche sich für den Entscheid als zentral erweisen.  

 

4.1 Dr. med. C.____, FMH Radiologie, imponierte in den Berichten vom 8. Januar 2018 

(act. 8) anlässlich der Röntgenuntersuchung eine Hyperextension an den Metatarsophalangeal-

gelenken ohne Nachweis einer Luxation oder einer knöchernen Avulsion nach einer traumati-

schen Hyperdorsalflexion an beiden Vorfüssen. Die Computertomographie (CT) des Fusses und 

des oberen Sprunggelenks (OSG) rechts habe zwei nicht dislozierte, fissursuspekte Läsionen am 

subkapitalen Talus sowie talusrollennah rechts mit fraglicher Verbindung zum OSG gezeigt und 

im Rahmen der Sonographie des linken Fusses sei eine oberflächliche Teilruptur der Achilles-

sehne mediodorsal erhoben worden, wobei kaum Einblutungen oder Sehnenschwellungen hätten 

festgestellt werden können. 

 

4.2 Im Austrittsbericht des Kantonsspitals H.____ vom 8. Januar 2018 (act. 15) erhob 

Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, ein Hyperdorsalflexionstrauma an beiden Füs-

sen aufgrund eines Arbeitsunfalls, bei welchem der Versicherte zusammen mit einer Leiter um-

gekippt sei und sich dabei die Füsse in den Sprossen derselben eingeklemmt habe. Es bestehe 

eine kaum dislozierte Talushals- bis Kopffraktur rechts. Am linken Fuss habe sich kein Hinweis 

auf eine frische ossäre Läsion gezeigt. Weiter bestehe eine Teilruptur der Achillessehne links, 

welche aber nicht akut sei. Der Patient leide an Schmerzen im Bereich der OSG beidseits. Eine 

Kopfkontusion bestehe nicht, ebenso wenig weitere Verletzungen. 

 

4.3 Im Operationsbericht vom 22. Januar 2018 (act. 16) diagnostizierte Dr. med. E.____, 

FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Chopart-Dis-

torsion mit Fraktur des Processus anterior calcanei links sowie eine Talushals- und Korpusfraktur 

rechts. Mit der Fraktur am Processus anterior calcanei links, welche um 2 mm disloziert sei, und 

der dadurch entstandenen intraartikulären Stufe im Kalkaneokuboidgelenk (CC-Gelenk), sei die 

Indikation zur Osteosynthese gegeben. Rechts bestehe eine lediglich gering dislozierte Talus-

fraktur, welche konservativ therapiert werde. Intraoperativ habe eine korrekte Reposition des 

Fragmentes sowie eine gute Lage des Osteosynthesematerials erreicht werden können. 

 

4.4 Im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 16. November 2018 (act. 110) erhob 

Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

eine nicht dislozierte Talushals- bis Kopffraktur rechts und eine Fraktur des Processus anterior 

calcanei links nach einem Berufsunfall am 8. Januar 2018 sowie einen Status nach einer Osteo-

synthese am linken Fuss vom 19. Januar 2018. Der Versicherte wirke schmerzgeplagt und sei 

nur an Unterarmgehstützen mobil. Sowohl im unteren Sprunggelenk (USG) als auch im OSG 

habe sich beidseits eine eingeschränkte Beweglichkeit gezeigt. Diese sei möglicherweise auch 

auf die Implantate zurückzuführen. Im Bereich des Talushalses am rechten Fuss sei keine Frak-

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turlinie abgrenzbar, weshalb der Verdacht auf eine noch unvollständige knöcherne Konsolidie-

rung bestehe. Ein medizinischer Endzustand sei daher noch nicht erreicht. Aktuell könne denoch 

bereits festgehalten werden, dass aufgrund der ausgeprägten Fussverletzungen die bisherige 

Tätigkeit als Umschlagsmitarbeiter nicht mehr zumutbar sei. Im weiteren Verlauf sei mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit mit einer Verbesserung der medizinischen Situation und der Zumut-

barkeit zu rechnen. 

 

Weiter führte Dr. F.____ aus, dass die Beschwerden im Bereich der linken Schulter nicht im Zu-

sammenhang mit dem Unfallereignis vom 8. Januar 2018 stünden. Schliesslich seien diese erst-

mals im September 2018 beschrieben worden. In der Röntgendiagnostik seien keine strukturellen 

objektivierbaren Läsionen, welche auf das erwähnte Ereignis zurückzuführen seien, erkennbar. 

Klinisch zeige sich eine Impingement-Problematik im Bereich der linken Schulter. Diese sei aber 

als unfallfremd zu qualifizieren. 

 

4.5 Dr. F.____ diagnostizierte anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 

21. Juni 2019 (act. 176) eine nicht dislozierte Talushals- bis Kopffraktur rechts, eine Fraktur des 

Processus anterior calcanei links sowie einen Status nach einer Osteosynthese am linken Fuss 

vom 19. Januar 2018. Der Versicherte habe vor allem über Belastungsschmerzen und Schwel-

lungen im Bereich der OSG geklagt. Die Mobilität sei nur an Unterarmgehstützen möglich. Die 

Beweglichkeit sowohl des USG wie auch des OSG sei beidseits eingeschränkt. Die Abrollfunktion 

der Füsse sei nicht vorhanden. Die Achillessehne sei beidseits durchgehend tastbar und intakt. 

Objektivierbare peripher sensomotorische Defizite der unteren Extremitäten hätten nicht festge-

stellt werden können. Auch bestünden keine Hinweise für eine Schwellungs- oder Ergussbildung 

im USG bzw. im OSG links wie auch rechts. Unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs sei 

von weiteren Behandlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung 

des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Im Bereich des OSG beidseits sei 

der medizinische Endzustand erreicht. Die Tätigkeit als Umschlagsmitarbeiter sei dem Versicher-

ten nicht mehr zumutbar. In einer leichten Verweistätigkeit bestehe hingegen eine ganztägige 

Arbeitsfähigkeit. Es handle sich dabei um eine vornehmlich sitzende Tätigkeit, welche nur von 

kurzen gehenden und stehenden Intervallen unterbrochen werden könne. Es dürfe sich dabei 

jedoch nicht um längere Gehstrecken handeln. Das Besteigen von Leitern und Gerüsten, Vibra-

tionsbelastungen oder das Laufen in unebenem Gelände seien dem Versicherten nicht zumutbar. 

Ebenso sollten keine absturzgefährdeten Positionen eingenommen und keine knienden oder kau-

ernden Tätigkeiten sowie kein Arbeiten in Zwangshaltungen ausgeführt werden. 

 

4.6 Gemäss den Ausführungen von Dr. F.____ in der medizinischen Beurteilung vom 

21. Juni 2019 (act. 175) bestehe ein Integritätsschaden von 10 %. Der Versicherte habe am 8. Ja-

nuar 2018 eine nicht dislozierte Talushals- bis Kopffraktur rechts sowie eine Fraktur des Proces-

sus anterior calcanei links erlitten. Am 19. Januar 2018 sei eine Osteosynthese am linken Fuss 

durchgeführt worden. Aktuell bestehe eine fehlende Belastbarkeit im Bereich der Füsse. Die Mo-

bilität sei nur an Unterarmgehstützen möglich und die Beweglichkeit des USG und des OSG sei 

beidseits eingeschränkt. Diese Beschwerden seien unfallbedingt und erheblich. Schätzungs-

grundlage des Integritätsschadens bilde die Tabelle 2.2, wonach für Funktionsbehinderungen in 

den unteren Sprunggelenken bzw. nach Calcaneusfraktur mit Arthrose des USG ein Wert von 5 

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bis 30 % gelte. Im Vergleich dazu resultiere bei einer operativ durchgeführten subtalaren Arthro-

dese ein Wert von 15 %. Die Röntgendiagnostik vom 28. Januar 2019 habe vorliegend keine 

wesentlichen arthrotischen Veränderungen im Bereich des USG und des OSG links wie auch 

rechts gezeigt. Es bestünden vor allem klinische Beweglichkeitseinschränkungen. Unter Berück-

sichtigung dieser Einschränkungen sei sowohl für die linke als auch für die rechte Seite jeweils 

ein Integritätsschaden von 5 % geschuldet. Insgesamt ergebe dies einen Integritätsschaden von 

10 %. 

 

4.7 Im Bericht vom 23. Juli 2019 (act. 203) erhob PD Dr. med. G.____, FMH Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine persistierende Schmerzsymptoma-

tik im Bereich des OSG bei einem Status nach einer Osteosynthese am Processus anterior cal-

canei links und konservativ behandelter Taluskopf- bzw. Talushalsfraktur nach einem Leitersturz 

im Januar 2018. Der Patient berichte über eine im Wesentlichen unveränderte Ausgangslage. 

Die Beschwerden bestünden weiterhin und die Mobilisation sei nur an Unterarmgehstützen mög-

lich. Aus orthopädischer Sicht seien die Therapieoptionen ausgeschöpft. Eine schmerztherapeu-

tische Behandlung sei geplant. Der Patient sei langfristig in wechselbelastender, mehrheitlich sit-

zender Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten, ohne Einnahme von Zwangshaltungen 

bezüglich der Füsse vollschichtig arbeitsfähig. Jedoch sei nach so langer Arbeitsunfähigkeit ein 

direkter Einstieg in einem Vollzeitpensum nicht umsetzbar. Sinnvoller sei, eine gestaffelte Arbeits-

wiederaufnahme bzw. die Durchführung eines Belastungstrainings. 

 

5. Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob die Suva den Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. 

 

5.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. November 2019 

betreffend die Rentenablehnung auf den Bericht von Dr. F.____ vom 21. Juni 2019. Sie ging des-

halb davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar sei. 

Demzufolge liege keine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vor, wel-

che zum Bezug einer Invalidenrente berechtigten würde. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 

werden.  

 

5.2 Vorab ist festzustellen, dass die Suva sowohl die Kopf- als auch die Schulterbeschwer-

den bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts zu Recht nicht mitberücksichtigt hat. Der 

Beschwerdeführer verkennt diesbezüglich, dass beide Beschwerdebilder unmittelbar nach dem 

Unfall in keinem der medizinischen Berichte erwähnt wurden. Im Austrittsbericht vom 8. Januar 

2018 verwies Dr. D.____ sogar ausdrücklich darauf, dass keine Kopfkontusion und keine weite-

ren Verletzungen bestehen würden. Darüber hinaus teilte die Suva dem Versicherten bereits mit 

Verfügung vom 26. November 2018 mit, dass sie für die Behandlung der Schulterbeschwerden 

mangels Unfallkausalität nicht leistungspflichtig sei. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. In-

sofern erweist sich dieser Einwand als unbegründet. 

 

5.3 Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-

rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall wie vorliegend ohne die Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

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und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellung, sind ergänzende Abklärun-

gen vorzunehmen. Derartige Zweifel liegen hier vor allem in Bezug auf die von der Suva im an-

gefochtenen Entscheid festgestellte Arbeitsfähigkeit vor. Unbestritten ist dabei, dass dem Versi-

cherten die angestammte Tätigkeit als Umschlagsmitarbeiter nicht mehr zugemutet werden kann. 

Die Suva anerkannte gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 21. Juni 2019 

durch Dr. F.____ eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit. Dem Versicher-

ten sei eine überwiegend sitzende Tätigkeit, welche nur von kurzen gehenden und stehenden 

Intervallen unterbrochen werde, zumutbar. Es dürfe sich dabei aber nicht um längere Gehstre-

cken handeln. Das Besteigen von Leitern und Gerüsten, Vibrationsbelastungen oder das Laufen 

in unebenem Gelände könnten dem Versicherten dagegen nicht mehr zugemutet werden. 

Ebenso sollten keine absturzgefährdeten Positionen eingenommen und keine knienden oder kau-

ernden Tätigkeiten sowie keine Arbeiten in Zwangshaltungen ausgeführt werden. Diese Beurtei-

lung vermag mit Blick auf die Ausführungen von Dr. G.____ in ihrem Bericht vom 23. Juli 2019 

nicht zu überzeugen. Zwar erhob sie langfristig ebenfalls eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in 

einer wechselbelastenden, mehrheitlich sitzenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten 

und ohne Einnahme von Zwangshaltungen der Füsse. Aus dem Bericht geht jedoch nicht hervor, 

ob diese ganztägige Arbeitsfähigkeit im Entscheidzeitpunkt bereits gegeben war oder wann diese 

auf lange Sicht erreicht werden könnte. Weiter äussert sich Dr. G.____ dahingehend, dass dem 

Versicherten ein direkter Arbeitseinstieg in einem Pensum von 100 % nicht zumutbar sei. Sinn-

voller sei dagegen eine gestaffelte Arbeitswiederaufnahme, allenfalls mit einem vorangehenden 

Belastungstraining. Insofern ist ungewiss, ob überhaupt von Beginn an von einer vollumfängli-

chen Arbeitsfähigkeit in der Verweistätigkeit ausgegangen werden kann. Damit bestehen wesent-

liche Vorbehalte an der durch Dr. F.____ festgestellten ganztägigen Arbeitsfähigkeit in einer an-

gepassten Tätigkeit, womit es an einer rechtsgenügenden Feststellung der dem Versicherten 

verbleibenden Arbeitsfähigkeit fehlt. 

 

5.4 Demnach ergibt sich, dass vorliegend Zweifel an der im Rahmen der kreisärztlichen me-

dizinischen Untersuchung durch Dr. F.____ vom 21. Juni 2019 erhobenen Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten bestehen, welche einer abschliessenden Beurteilung eines Rentenanspruchs ent-

gegenstehen. Bei dieser Sachlage kann nicht auf die versicherungsinterne Beurteilung abgestellt 

werden, denn die Beschwerdegegnerin hat es unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Un-

tersuchungspflicht ergänzende Abklärungen im Rahmen eines unabhängigen Gutachtens im 

Sinne von Art. 44 ATSG einzuholen, um die bestehenden Unklarheiten auszuräumen. Der ange-

fochtene Einspracheentscheid ist somit aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärun-

gen vorzunehmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-

rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückwei-

sen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzuneh-

men, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für 

gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheb-

lichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 139 V 100 E. 1.1, 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die 

Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt hat und es nicht die 

Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzu-

holen, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin auch unter Berücksichtigung der 

zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit 

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zur Einholung eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens nach Art. 44 ATSG an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde ist diesbezüglich gutzuheissen. Ange-

sichts einer fehlenden, rechtsgenügenden Feststellung der dem Versicherten verbleibenden Ar-

beitsfähigkeit erübrigen sich weitergehende Ausführungen zur Einkommensbemessung, insbe-

sondere aber auch zur Berechnung des IV-Grades. Ob die psychischen Beschwerden des Ver-

sicherten in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis stehen, ist nach Vornahme von 

rechtsgenügenden medizinischen Abklärungen zu entscheiden.  

 

6. Strittig und zu prüfen bleibt die Höhe der dem Versicherten zugesprochenen Integritäts-

entschädigung. 

 

6.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde und erhebliche Schädigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verord-

nung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als 

dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang 

besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab-

hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen meh-

rere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen 

zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt 

(Art. 36 Abs.  3 Satz 1 UVV). Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form 

einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge-

stuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen darf. Letzteres gilt auch, wenn eine Gesamtentschädigung für mehrere körper-

liche, geistige oder psychische Integritätsschäden zur Ausrichtung gelangt (Art. 36 Abs. 3 Satz 2 

UVV). Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 

dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten 

für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der 

Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 

E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 

Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual ge-

wichtet. 

 

6.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-

gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-

dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden 

wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. Das gilt auch für das Zusammen-

fallen mehrerer körperlicher, geistiger und psychischer Integritätsschäden (Ziff. 1 Abs. 2). In die-

sem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi-

nischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 

ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66 [nachfolgend: Suva-Tabellen]) sind, soweit sie le-

diglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet 

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werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit 

Hinweis).  

 

6.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-

delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte ebenfalls auf 

fachärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 

der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 

offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 

einem medizinischen Laien keine zuverlässige Zuordnung erwartet werden kann. Die Beurteilung 

der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bun-

desgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 

 

7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des Integritätsschadens auf 

die medizinische Beurteilung vom 21. Juni 2019 durch Dr. F.____ und sprach dem Versicherten 

im angefochtenen Entscheid vom 27. November 2019 für die verbliebene Beeinträchtigung aus 

dem erlittenen Unfallereignis eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätsein-

busse von insgesamt 10 % zu. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, die 

Suva habe nicht nachvollziehbar dargelegt, weshalb sie ihm, obwohl er bis heute in seiner Mobi-

lität massiv eingeschränkt sei, lediglich eine Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen 

habe. Die Beschwerdegegnerin habe dabei insbesondere die Einschränkung an beiden Extremi-

täten mit 5 % beziffert, was angesichts der Schmerzen, welche linksseitig stärker auftreten wür-

den, nicht einleuchte. 

 

7.2 Wie bereits in Erwägung 3.3 und 5.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiskraft von 

versicherungsinternen medizinischen Beurteilungen strenge Anforderungen zu stellen. Bei die-

sen Unterlagen sind bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend vermögen die Ausführungen des Beschwer-

deführers in Bezug auf die Einschätzung des Integritätsschadens keine derartigen Zweifel zu be-

gründen. Dr. F.____ führt in der medizinischen Beurteilung vom 21. Juni 2019 nachvollziehbar 

aus, dass aufgrund der am 8. Januar 2018 zugezogenen Traumata im Bereich der Füsse beid-

seits eine fehlende Belastbarkeit resultiert. Ebenso sei die Beweglichkeit des oberen und des 

unteren Sprunggelenks eingeschränkt. Seine Beurteilung stützt er dabei wesentlich auf seine 

medizinischen Befunde anlässlich der persönlichen kreisärztlichen Untersuchung vom 21. Juni 

2019. Als Schätzungsgrundlage zog er die Tabelle 2.2 heran, wonach für Funktionsbehinderun-

gen in den unteren Sprunggelenken bzw. nach einer Calcaneusfraktur mit Arthrose des unteren 

Sprunggelenks ein Wert von 5 bis 30 % gilt. Die Röntgendiagnostik habe jedoch keine wesentli-

chen arthrotischen Veränderungen im Bereich des oberen und unteren Sprunggelenks beidseits 

gezeigt. Es würden vor allem klinische Beweglichkeitseinschränkungen resultieren. In Anbetracht 

dieser Einschränkungen liege ein Integritätsschaden von 5 % für die linke als auch die rechte 

Seite, insgesamt also von 10 % vor. Seine medizinische Beurteilung setzt Dr. F.____ insbeson-

dere in Bezug zu einer subtalaren Arthrodese, für welche ein Wert von 15 % resultieren würde. 

Damit legt er nachvollziehbar dar, welche Suva-Tabelle zur Anwendung gelangt und wendet 

diese korrekt an. Ferner bewegt er sich in seiner Beurteilung im vorgegebenen Ermessensspiel-

raum und begründet seine Ermessensausübung nachvollziehbar. Nach dem Ausgeführten erfüllt 

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die kreisärztliche medizinische Beurteilung vom 21. Juni 2019 die beweisrechtlichen Anforderun-

gen an die versicherungsinternen medizinischen Unterlagen und es bestehen keine Zweifel an 

deren Zuverlässigkeit, weshalb im Zusammenhang mit der Beurteilung des Integritätsschadens 

darauf abgestellt werden kann. 

 

7.3.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die linksseitig verstärkt auftretenden 

Schmerzen seien bei der Beurteilung des Integritätsschadens nicht gebührend berücksichtigt 

worden, ist anzuführen, dass sich die Integritätsentschädigung nach dem medizinischen Befund 

bemisst. Subjektive Faktoren werden grundsätzlich ausser Acht gelassen, da die Bemessung der 

Integritätsentschädigung abstrakt und egalitär zu erfolgen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

11. Februar 2020, 8C_756/2019, E. 4.2; Urteile des Kantonsgerichts vom 5. September 2019, 

725 19 40/223, E. 6.2, vom 4. Juli 2013, 725 12 374/153, E. 6.2 sowie vom 28. September 2005, 

725 05 115/195, E. 8c). Nicht in den Suva-Tabellen aufgeführte Schmerzen ohne organisch be-

dingte (nachweisbare) Beeinträchtigungen müssen eine erhebliche und dauernde Schädigung im 

Sinne von Art. 24 UVG bzw. Art. 36 UVV darstellen, um überhaupt einen Anspruch auf Integri-

tätsentschädigung zu begründen. Treten die Schmerzen dagegen als Folge einer in den Tabellen 

aufgeführten Beeinträchtigung der versicherten Person auf, werden sie zusammen mit dem or-

ganischen Korrelat anhand der hierauf zutreffenden Tabelle mitberücksichtigt. Für eine zusätzli-

che Berücksichtigung der Schmerzproblematik besteht in diesen Fällen kein Raum. Dies würde 

denn auch dem Grundsatz der Gleichberechtigung sowie der egalitären und abstrakten Bemes-

sung zuwiderlaufen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 5. September 2019, 725 19 40/223, 

E. 6.5). 

  

7.3.2 Vorliegend wird aus den medizinischen Unterlagen deutlich, dass keine weiteren objek-

tiven Befunde bestehen, welche die Schmerzen im Bereich der Sprunggelenke auslösen könnten. 

Nach dem soeben Ausgeführten sind die auf die Bewegungseinschränkungen zurückzuführen-

den Schmerzen, die linksseitig verstärkt auftreten, bereits in der gemäss Suva-Tabelle 2.2 fest-

gelegten Integritätsentschädigung berücksichtigt. Eine zusätzliche Entschädigung der Schmer-

zen ist somit nicht angezeigt. 

 

7.4 Daraus resultiert, dass für die Bemessung der Integritätsentschädigung auf die medizi-

nische Beurteilung vom 21. Juni 2019 durch Dr. F.____ abgestellt werden kann. Demzufolge ist 

von einer Integritätsentschädigung im Umfang von 10 % auszugehen. Die Beschwerde ist in die-

sem Punkt abzuweisen. 

 

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die dem Beschwerdeführer verbleibende Ar-

beitsfähigkeit vorliegend durch die Suva nicht rechtsgenügend erhoben wurde und demzufolge 

mehr als nur geringe Zweifel an deren Beurteilung durch Dr. F.____ anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 21. Juni 2019 bestehen. Auf diesen Bericht kann nicht abgestellt 

werden. Nicht zu beanstanden ist hingegen die Bemessung der Integritätsentschädigung. Die 

Angelegenheit ist zur Vornahme von weiteren medizinischen Abklärungen entsprechend den vor-

stehenden Ausführungen an die Suva zurückzuweisen. Diese wird anschliessend neu zu verfü-

gen haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. 

 

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9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass 

das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es 

sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 

 

9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-

schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Abweisung der Beschwerde 

betreffend die Integritätsentschädigung ist vorliegend von lediglich untergeordneter Bedeutung, 

weshalb es sich rechtfertigt, eine ungekürzte Parteientschädigung zuzusprechen. Der Rechtsver-

treter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 3. März 2020 für das vorliegende 

Verfahren einen Zeitaufwand von 9 Stunden und 45 Minuten ausgewiesen, was sich in Anbe-

tracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemü-

hungen sind zu dem vom Rechtsvertreter geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 250.-- zu 

entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Ausla-

gen von Fr. 132.10. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe 

von Fr. 2'767.45 (9 Stunden und 45 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 132.10 zuzüglich 

7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 

 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Soweit sich die Beschwerde gegen die Ablehnung eines Invalidenren-

tenanspruchs richtet, wird sie in dem Sinne gutgeheissen, als der ange-

fochtene Einspracheentscheid vom 27. November 2019 aufgehoben 

und die Angelegenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen entspre-

chend den Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die 

Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Soweit sich die Beschwerde gegen die Bemessung der Integritätsent-

schädigung richtet, wird sie abgewiesen. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die Suva hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der 

Höhe von Fr. 2'767.45 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu 

bezahlen. 

 

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