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**Case Identifier:** 699b9fa1-81f9-5b8d-bfcb-bb7f9390c6e0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 22.02.2022 400 21 221 (400 2021 221)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-21-221_2022-02-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 
 
vom 22. Februar 2022 (400 21 221)  
____________________________________________________________________ 
 
 
Zivilgesetzbuch 
 
 
Originärer Eigentumserwerb gemäss Art. 933 ZGB bei anvertrauten beweglichen Sachen 
(E. 4.3.4 f.); Besitzübertragung gemäss Art. 922 ZGB durch tatsächliche Lieferung eines 
Fahrzeugs oder durch Übergabe des Schlüssels und der Fahrzeugpapiere (E. 4.3.5); Gut-
gläubigkeit der Erwerberin hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des Veräusserers 
beim Verkauf von Occasionfahrzeugen des Luxussegments (E. 4.4.4 f.) 
 
 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann,  

Richter Philippe Spitz (Ref.),  
Richterin Barbara Jermann Richterich;  
Gerichtsschreiber Rageth Clavadetscher 

  
 

Parteien  A. ____,  
vertreten durch Advokat Dr. Reto Vonzun, und Advokat Benjamin Suter, 
Walder Wyss AG, Aeschenvorstadt 48, Postfach 633, 4010 Basel,  
Kläger und Berufungskläger 

  gegen 

  B. _____ AG,  
vertreten durch Advokat Stephan Frey, und/oder Advokatin Sabrina 
Brand, NEOVIUS AG, Hirschgässlein 30, 4010 Basel,  
Beklagte und Berufungsbeklagte 

   

Gegenstand  Herausgabe, eventualiter Schadenersatz  
Berufung gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft 
West vom 21. Mai 2021 
 

A. Am 15. August 2018 wurde in den Räumlichkeiten der B. ____ AG ein schriftlicher, als 

Kaufvertrag betitelter Vertrag abgeschlossen. Vertragsgegenstand war ein Porsche 911 RS 3.0, 

Jahrgang 1974, Farbe weiss (nachstehend Porsche RSR), welcher A. ____ im Austausch gegen 

vier eigene Fahrzeuge erwerben sollte. Bei den vier Tauschfahrzeugen handelte es sich um einen 

Porsche 911 [964] Turbo 3.6, Jahrgang 1993, Farbe schwarz (nachstehend schwarzer Porsche), 

einen weiteren Porsche der Serie 911 [964] Carrera 2 RSR 3.8, Jahrgang 1991, Farbe grau 

 
 
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(nachstehend grauer Porsche), einen Chevrolet Corvette C2 sowie einen Ford Capri RS. Als Ver-

tragsparteien wurden im Vertragsformular A. ____ sowie die C. ____ GmbH und Co. KG (nach-

stehend C. ____) aufgeführt. Zum Zeitpunkt der Vertragsaufsetzung waren in den Geschäfts-

räumlichkeiten der B. ____ AG folgende Personen anwesend: A. ____, D. ____ und E. ____, 

letzterer Mitglied des Verwaltungsrates der B. ____ AG. Zusätzlich war zeitweise F. ____, Ge-

schäftsführer der C. ____, per Telefon zugeschaltet. Mit «Fahrzeugrechnungen» vom 16. August 

2018 (grauer Porsche, Verkaufspreis CHF 210’000.00) und vom 20. August 2018 (schwarzer 

Porsche, Verkaufspreis CHF 210’000.00) wurde der Weiterverkauf der beiden erstgenannten Ein-

tauschfahrzeuge (schwarzer und grauer Porsche) durch D. ____ an die B. ____ AG dokumentiert. 

Der Porsche RSR, welcher sich im Showroom der B. ____ AG befand, wurde durch D. ____ an 

A. ____ an dessen Wohnadresse in U. ____ ausgeliefert. Bei Ablieferung des Porsches RSR 

durch D. ____ an A. ____ übergab der erwähnte Erwerber den grauen Porsche, welcher sich in 

seiner Garage in U. ____ befand, an die B. ____ AG. Der schwarze Porsche war zu jenem Zeit-

punkt noch in der G. ___ Garage in V. ____ eingelagert und wurde auf Anweisung von A. ____ 

zur Lokalität der B. ____ AG nach W. ____ transportiert. Anfang Oktober 2018 holte D. ____ oder 

einer seiner Mitarbeitenden den Porsche RSR bei A. ____ ab und überführte diesen nach 

Deutschland. Seither hat A. ____ nach eigenen Angaben zum Standort des Porsches RSR keine 

Informationen mehr. Mit Schreiben vom 25. Oktober 2018 erklärte A. ____ gegenüber der C. 

____ den Rücktritt vom Kaufvertrag vom 15. August 2018 zufolge Nichterfüllung. Zudem leitete 

er am 1. November 2018 in Deutschland ein Zivilverfahren gegen die C. ____ ein und obsiegte. 

Dementsprechend wurde A. ____ mit Urteil des Landgerichts X. ____ vom 2. August 2019 Scha-

denersatz in der Höhe von Euro 670'000.00 zugesprochen. Mit Vereinbarung vom 5. September 

2019 trat die C. ____ allfällige Herausgabeansprüche betreffend den schwarzen und grauen Por-

sche an A. ____ ab. Die Staatsanwaltschaft Solothurn erliess am 10. September 2019 ein Ver-

äusserungsverbot an die B. ____AG betreffend den schwarzen und grauen Porsche, welche sich 

in deren Besitz befinden. 

B. Mit Eingabe vom 24. Dezember 2019 erhob A. ____ (Kläger), vertreten durch Advokat 

Dr. Reto Vonzun, beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West nach durchgeführtem, erfolglos 

verlaufenem Schlichtungsverfahren Klage gegen die B. ____ AG (Beklagte) und beantragte, es 

sei die Beklagte unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortlichen Organe, namentlich von 

Frau H. ____ und von E. ____, beide c/o Beklagte, nach Art. 292 StGB mit Busse im Widerhand-

lungsfall zu verpflichten, dem Kläger unmittelbar nach Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils den 

Porsche 911 (964) Turbo 3.6, Stamm-Nr. XXX.XXX.XXX, Fahrgestell-Nr. ____, schwarz, lnver-

kehrsetzung 1993, Kilometerstand ca. 62'900 km, sowie den Porsche 911 (964) Carrera 2 RSR 

3.8, Stamm-Nr. XXX.XXX.XXX, Fahrgestell-Nr. ____, grau, lnverkehrsetzung 1991, Kilometer-

stand ca. 15'800 km, frei von jedwelchen dinglichen oder vertraglichen Belastungen oder sonsti-

gen Rechten Dritter herauszugeben; eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 

CHF 480'000.00 (eventualiter EUR 425'192.67) zuzüglich 5% Zins seit 15. August 2018 zu be-

zahlen. Alles unter o/e-Kostenfolge (zuzüglich MWSt) zulasten der Beklagten. Die beklagte B. 

____ AG, vertreten durch Advokat Dr. Stephan Frey, beantragte in ihrer Klageantwort vom 23. 

 
 
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April 2020 die Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klä-

ger. Das Zivilkreisgerichtspräsidium West ordnete in der Folge einen zweiten Schriftenwechsel 

an, worauf der Kläger am 31. August 2020 seine Replik und die Beklagte am 7. Januar 2021 ihre 

Duplik erstatten liessen, wobei die Parteien an den bereits erwähnten Begehren vollumfänglich 

festhielten. Bereits am 31. Juli 2020 verkündete die Beklagte D. ____, welcher am Abschluss der 

der vorliegenden Streitigkeit unter anderem zugrundeliegenden Rechtsgeschäfte beteiligt war, 

den Streit und beantragte bei der Vorinstanz, es sei dem Streitberufenen die Streitverkündung 

gerichtlich zu notifizieren. Auf die richterliche Aufforderung hin zur Mitteilung, ob er sich am Ver-

fahren beteilige, orientierte D. ____ das Zivilkreisgericht mit Eingabe vom 7. Oktober 2020, dass 

er sich nicht am Verfahren beteilige.  

C. Nach durchgeführtem doppeltem Schriftenwechsel wurden die Parteien zur erstinstanzli-

chen Hauptverhandlung geladen. Diese fand am 21. Mai 2021 statt und führte zum Entscheid 

des Zivilkreisgerichts gleichen Datums, mit welchem die Klage vollumfänglich abgewiesen wurde 

(Dispositiv-Ziffer 1), dem Kläger die Gerichtskosten von CHF 40'000.00 (bei schriftlicher Ent-

scheidbegründung) auferlegt wurden und dieser verurteilt wurde, der Beklagten eine Parteient-

schädigung von CHF 48'737.20 (inkl. Auslagen, ohne MWST) zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 2). 

Der Entscheid wurde den Parteien zunächst im Dispositiv eröffnet. Die vom Kläger verlangte, 

nachträglich erstellte schriftliche Begründung des vorinstanzlichen Entscheids vom 21. Mai 2021 

erreichte die Parteien am 14. September 2021. Zusammenfassend erwog die Vorinstanz, dass 

der Tauschvertrag über den Porsche RSR zwischen dem Kläger und der C. ____ simuliert wor-

den sei und der dissimulierte Vertrag zwischen dem Kläger und D. ____ rechtsgültig abgeschlos-

sen worden sei. D. ____ habe derivativ das Eigentum an den Eintauschfahrzeugen erworben und 

der Kläger dringe als Nichteigentümer mit der Eigentumsklage gegenüber der beklagten B. ____ 

AG auf Herausgabe der streitgegenständlichen Fahrzeuge (schwarzer und grauer Porsche) nicht 

durch. Unabhängig vom Bestand einer Simulation sei zudem zu berücksichtigen, dass die beiden 

streitgegenständlichen Porsches D. ____ seitens der C. ____ zum Weiterverkauf in der Schweiz 

anvertraut worden seien. Die Beklagte habe gutgläubig davon ausgehen dürfen, dass D. ____ 

zur Veräusserung der beiden Porsches berechtigt gewesen sei und sei in ihrem gutgläubigen 

Erwerb zu schützen. Der Kläger habe unter keinem Titel einen Herausgabeanspruch gegen die 

Beklagte. Mangels nachgewiesener Widerrechtlichkeit im Verhalten der Organe der Beklagten 

und mangels Kausalität desselben zum behaupteten Schadenseintritt wies das Zivilkreisgericht 

auch den eventualiter vom Kläger klageweise geltend gemachten Schadenersatzanspruch ge-

genüber der Beklagten ab. 

D. Gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 21. Mai 2021 erhob A. ____ (nachstehend 

Berufungskläger), vertreten durch Advokat Dr. Reto Vonzun, mit Eingabe vom 14. Oktober 2021 

beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht (nachstehend Kantonsgericht), Beru-

fung und stellte dabei folgende Rechtsbegehren: 

« 1. Es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und  

 
 
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 a) die Beklagte unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortlichen Organe,  

namentlich von Frau H. ____ und von Herrn E. ____, beide  

c/o Beklagte, nach Art. 292 StGB mit Busse im Widerhandlungsfall zu verpflichten, dem 

Kläger unmittelbar nach Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils den Porsche 911 (964) 

Turbo 3.6, Stamm-Nr. XXX.XXX.XXX, Fahrgestell-Nr. ____, schwarz, lnverkehrsetzung 

1993, Kilometerstand ca. 62'900 km, sowie den Porsche 911 (964) Carrera 2 RSR 3.8, 

Stamm-Nr. XXX.XXX.XXX, Fahrgestell-Nr. ____, grau, lnverkehrsetzung 1991, Kilome-

terstand ca. 15'800 km, frei von jedwelchen dinglichen oder vertraglichen Belastungen 

oder sonstigen Rechten Dritter herauszugeben; 

 b) eventualiter die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 390'000.00 (eventualiter: EUR 

363'691.64) zuzüglich 5% Zins seit dem 15. August 2018 zu bezahlen. 

 2. Alles unter o/e-Kostenfolge (zuzüglich MWSt) zulasten der Beklagten.» 

Der Berufungskläger führt zur Begründung seiner Anträge zusammengefasst an, die C. ____ sei 

nie Eigentümerin der Tauschfahrzeuge geworden, weil bereits das Verpflichtungsgeschäft ungül-

tig sei und weil keine Übertragung des Besitzes an den beiden Porsches auf die C. ____ stattge-

funden habe. D. ____ sei nie Eigentümer des schwarzen und grauen Porsches geworden, weil 

für die Übertragung des Eigentums an denselben ein gültiger Rechtsgrund fehle. Folglich hätte 

die Beklagte nur originär, gestützt auf die Art. 933 ff. ZGB das Eigentum an den beiden Porsches 

erwerben können, was allerdings an deren fehlenden Gutgläubigkeit hinsichtlich der Verfügungs-

berechtigung von D. ____ scheitere. 

E. Nach der erfolgten Leistung des beim Berufungskläger mit Verfügung vom 19. Oktober 

2021 erhobenen Kostenvorschusses von CHF 20'000.00 wurde der B. ____ AG (nachstehend 

Berufungsbeklagten) mit Verfügung vom 27. Oktober 2021 Frist zur Einreichung der Berufungs-

antwort angesetzt. Die Berufungsbeklagte, vertreten durch Dr. Stephan Frey, erstattete ihre Be-

rufungsantwort mit Eingabe vom 29. November 2021 und beantragte darin die Abweisung der 

Berufung, soweit auf diese einzutreten sei und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids; 

alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Berufungsklägers. Zur Begründung liess sie im We-

sentlichen ausführen, aufgrund von Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB sei sie unangefoch-

ten Eigentümerin des schwarzen und des grauen Porsches geworden. Die Schlussfolgerungen 

des Berufungsklägers seien insoweit alle falsch, als dass sie sich auf dessen verkehrte Sicht des 

Sachverhalts abstützen würden. Der vom Berufungskläger vorgelegte Tauschvertrag zwischen 

ihm und der C. ____ betreffend den Porsche RSR sei simuliert worden. Das dissimulierte Tausch-

geschäft sei, wie vorinstanzlich zutreffend festgestellt, rechtswirksam zwischen dem Berufungs-

kläger und D. ____ abgeschlossen worden. Im Weiteren sei irrelevant, ob die C. ____ oder D. 

____ je Eigentümer der beiden Porsches geworden seien. Massgeblich für die Frage, ob der 

Berufungskläger von der Berufungsbeklagten die beiden Porsches zurückverlangen könne, sei 

einzig deren Rechtsposition; und weil die Beklagte den grauen und den schwarzen Porsche in 

gutem Glauben von D. ____ gekauft habe, kämen deshalb Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 

ZGB zur Anwendung. Die Berufungsbeklagte sei Eigentümerin der beiden Porsches geworden. 

 
 
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Im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens habe der Berufungskläger vergeblich versucht, die 

Anwendung der einschlägigen Bestimmungen (Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB) auszu-

hebeln, indem er die Berufungsbeklagte als bösgläubig dargestellt habe. Für eine angebliche 

Bösgläubigkeit der Berufungsbeklagten habe der Berufungskläger insbesondere angeführt, diese 

habe gewusst, dass D. ____ in einem anderen Fall schon Probleme bezüglich der Verfügungs-

berechtigung über ein Fahrzeug gehabt habe. Zudem hätte die Berufungsbeklagte bei pflichtge-

mässer Aufmerksamkeit erkennen müssen, dass D. ____ nicht Eigentümer der beiden Porsches 

gewesen sei. Das Verhalten von D. ____ in einem Rechtsgeschäft mit einer Drittpartei sei indes-

sen für die Beurteilung des vorliegenden Falles nicht relevant. Zudem würde der Berufungskläger 

mit seinem Versuch, der Berufungsbeklagten beim Erwerb der beiden Porsches fehlende Gut-

gläubigkeit hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. ____ über die beiden Fahrzeuge 

nachzuweisen, scheitern. Selbst wenn man der Auffassung des Berufungsklägers folgte, wonach 

der Tauschvertrag mit der C. ____ nicht simuliert gewesen sein soll, sei davon auszugehen, dass 

der graue und der schwarze Porsche D. ____ von der C. ____ zum Weiterverkauf in der Schweiz 

anvertraut worden seien. Vor diesem Hintergrund habe die Berufungsbeklagte in jedem Fall – 

unabhängig davon, ob eine Simulation bestanden habe oder nicht – gutgläubig davon ausgehen 

dürfen, dass D. ____ zur Veräusserung der beiden Porsches berechtigt gewesen sei. Entspre-

chend sei die Berufungsbeklagte im gutgläubigen Erwerb der beiden Fahrzeuge zu schützen. 

F. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 3. Dezember 2021 wurde dem Berufungskläger die 

Berufungsantwort der Berufungsbeklagten vom 29. November 2021 zur Kenntnisnahme zuge-

stellt und der Schriftenwechsel unter Hinweis auf das fakultative Replikrecht gemäss bundesge-

richtlicher Rechtsprechung geschlossen. Zugleich ordnete der instruierende Präsident der Abtei-

lung Zivilrecht am Kantonsgericht die Zirkulation der Verfahrensakten bei der Dreierkammer an 

und stellte den Parteien den Berufungsentscheid auf Grundlage der Akten in Aussicht. Überdies 

wies der Instruktionsrichter sämtliche (teilweise lediglich im Beweismittelverzeichnis aufgeführ-

ten) Beweisanträge der Parteien unter Vorbehalt eines allfälligen anderslautenden diesbezügli-

chen Entscheids der Dreierkammer ab. 

 

Erwägungen 

1.1 Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung 

erhoben werden, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung gemäss Art. 308 

Abs. 2 ZPO nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 

mindestens CHF 10'000.00 beträgt. Die Berufung ist schriftlich und begründet innert 30 Tagen 

seit Zustellung des begründeten Entscheides bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 311 

Abs. 1 ZPO). Vorliegend hat das Kantonsgericht die Berufung vom 14. Oktober 2021 gegen den 

Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 21. Mai 2021 zu beurteilen. Mit die-

sem erstinstanzlichen Endentscheid verneinte die Vorinstanz den Herausgabeanspruch des Be-

rufungsklägers gegenüber der Berufungsbeklagten hinsichtlich zweier Porsches und wies die 

 
 
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Klage diesbezüglich dementsprechend genauso ab, wie ein klägerischerseits eventualiter geltend 

gemachtes Schadenersatzklagebegehren. Der Streitwert im vorliegenden Prozess nach den zu-

letzt beim Zivilkreisgericht aufrechterhaltenen Rechtsbegehren liegt zweifellos um ein Vielfaches 

über der für eine Berufung erforderlichen Streitwertgrenze von CHF 10'000.00. Der begründete 

Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 21. Mai 2021 wurde dem Berufungskläger gemäss Rück-

schein der Schweizerischen Post am 14. September 2021 zugestellt. Der letzte Tag der 30-tägi-

gen Rechtsmittelfrist fällt auf den 14. Oktober 2021. Die gleichentags bei der Post zum Versand 

aufgegebene Berufung erfolgte somit fristgerecht (Art. 142 f. ZPO).  

1.2 Der Berufungskläger rügt mit seiner Berufung vom 14. Oktober 2021 namentlich die unrich-

tige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz und deren rechtsfehlerhafte Anwendung 

von Art. 641 Abs. 2 ZGB und Art. 936 Abs. 1 ZGB bzw. Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB 

sowie Art. 18 OR und Art. 41 ff. OR, mithin allesamt zulässige Berufungsgründe (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsbeklagte bestritt zwar, dass der Berufungskläger seiner Rügepflicht hinreichend 

nachgekommen sei (Berufungsantwort vom 29. November 2021 [nachstehend Berufungsantwort] 

Rz 11 ff.) und stellte die Frage in den Raum, ob bei dieser Ausgangslage überhaupt auf das 

Rechtsmittel einzutreten sei. Sie führte in diesem Zusammenhang aus, es sei unklar, was der 

Berufungskläger bei den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen beanstande. Zwar kritisiere 

er durchwegs die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz. Insoweit er dabei aber einwende, 

der Sachverhalt sei nicht "richtig" festgestellt worden, meine er selten den Sachverhalt, wie sich 

dieser der Vorinstanz tatsächlich präsentiert habe; vielmehr beziehe sich der Berufungskläger 

jeweils auf seine ureigene Darstellung der Geschehnisse. Kritisiere der Berufungskläger eine fal-

sche Anwendung des Rechts, berufe er sich regelmässig auf den eben nicht bis ins Detail korrekt 

dargestellten Sachverhalt. Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen in rechtlicher Hinsicht 

zu anderen Schlüssen komme, leuchte ein. Genau genommen gehe es dem Berufungskläger 

eigentlich immer nur darum, dass die Vorinstanz die vorgelegten Beweise nicht so gewürdigt 

habe, wie ihm das vorgeschwebt habe. Das Kantonsgericht erachtet diese Einwendungen der 

Berufungsbeklagten zur Rügepflicht indessen als nicht stichhaltig, zumal es an konkreten Hin-

weisen auf eine angeblich ungenügende Auseinandersetzung des Berufungsklägers in seiner 

Berufung mit dem angefochtenen Entscheid fehlt. Aus Sicht der Berufungsinstanz kann dem Be-

rufungskläger nach der Lektüre der Berufung zudem kein entsprechender Vorwurf gemacht wer-

den. Soweit die Berufungsbeklagte Ausführungen zur in der Berufung behaupteten falschen Be-

weiswürdigung durch die Vorinstanz macht, bleibt anzufügen, dass es sich hierbei ebenfalls um 

eine Rechtsverletzungsrüge handelt, welche im Berufungsverfahren zweifelsohne überprüft wer-

den kann.  

1.3 Da auch die weiteren Formalien und Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 59 ZPO), 

insbesondere auch die fristgerechte Bezahlung des Kostenvorschusses mit Valutadatum vom 25. 

Oktober 2021, ist auf die Berufung einzutreten. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreier-

kammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen 

Entscheide der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig.  

 
 
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2.1 Nach Art. 317 Abs. 1 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel im Rechtsmittelver-

fahren nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-

mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Neue rechtliche 

Begründungen sind von dieser Bestimmung nicht erfasst und können im kantonalen Berufungs-

verfahren sowie vor Bundesgericht unbeschränkt vorgebracht werden, was sich insbesondere 

aus dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ergibt (BGer 4A_519/2011 E. 2.1; 

BSK ZPO-SPÜHLER, 2017, Art. 317 ZPO N 12; REETZ/HILBER in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-

enberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 2016, Art. 317 ZPO N 31, 33; BK ZPO-STERCHI, 2012, Art. 317 

ZPO N 3). Zum Vorbringen sog. unechter Noven, von Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel 

zu einem Sachverhalt, welcher sich bereits vor Abschluss des vorinstanzlichen Verfahren ver-

wirklicht hat, ist zudem auf die strenge Praxis des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach der 

Rechtsmittelkläger die Gründe detailliert darzulegen habe, weshalb er die Tatsache oder das Be-

weismittel nicht schon vor erster Instanz habe vorbringen können (vgl. etwa BGE 143 III 43, E. 

4.1). 

2.2 Der Berufungskläger reichte mit seiner Berufung vom 14. Oktober 2021 als neue Beweis-

urkunde eine Beilage 35 ein. Dabei handelt es sich um den Beschluss des Landgerichts X. ____ 

im Verfahren XX XX XX/XX vom 1. Mai 2020, mit welchem gegen die C. ____ ein Insolvenzver-

fahren eröffnet wurde. Die Berufungsbeklagte monierte in diesem Zusammenhang, dass die be-

sagte Urkundenedition mit dem entsprechenden Hinweis auf den Konkurs der C. ____ in der 

Berufung verspätet erfolgt sei. Das Kantonsgericht teilt die Ansicht der Berufungsbeklagten, zu-

mal sich der Berufungskläger nicht dazu geäussert hat, weshalb er die bereits am 1. Mai 2020 

verfasste Urkunde erst im Berufungsverfahren eingereicht hat. Insbesondere behauptete er auch 

nicht, erst nach Abschluss des Erstinstanzverfahrens davon Kenntnis erhalten zu haben oder 

aber für eine Edition zu einem früheren Verfahrenszeitpunkt keinen Anlass gehabt zu haben. 

Daraus ergibt sich, dass der Umstand eines allfälligen Konkurses der C. ____ im vorliegenden 

Verfahren unberücksichtigt bleiben muss und der erwähnte Beschluss des Landgerichts (Beilage 

35) aus dem Recht zu weisen ist.  

2.3 Die Berufungsbeklagte behauptete, der Berufungskläger habe vor der oberen kantonalen 

Instanz erstmals vortragen lassen, dass der schwarze Porsche bereits am Morgen des Tages, 

an welchem der Tauschvertrag unterzeichnet werden sollte, an die Beklagten geliefert worden 

sei (Berufungsantwort Rz 247). Wie der Berufungskläger in seiner Berufung vom 14. Oktober 

2021 (nachstehend Berufung) in Rz 156 allerdings zutreffend erklärt hat, hatte er diese von der 

Beklagten bestrittene Behauptung bereits in seiner Klage an das Zivilkreisgericht vom 24. De-

zember 2019 aufgestellt (Rz 16). Entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten stellt sich in die-

sem Zusammenhang die Novenrechtsfrage somit nicht. 

2.4 Weitere (unzulässige) Noven in der Berufung seien gemäss Angaben der Berufungsbeklag-

ten (Berufungsantwort Rz 44 und Rz 345): 

- die Behauptung des Berufungsklägers, D. ____ habe ihm mitgeteilt, der Porsche RSR gehöre 

der C. ____ (Berufung Rz 10; Berufungsantwort Rz 44); 

 
 
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- die Behauptung des Berufungsklägers, D. ____ habe sich nicht an die Vereinbarung vom 

28. Juni 2017 mit I. ____ gehalten und sei den Kaufpreis schuldig geblieben. 

Auch die Berufungsbeklagte scheint in ihrer Berufungsantwort Tatsachenbehauptungen vorge-

tragen zu haben, welche sie im vorinstanzlichen Verfahren noch nicht in den Prozess eingebracht 

hatte. So lassen sich den vorinstanzlichen Akten, soweit ersichtlich, nirgends Ausführungen dar-

über zu entnehmen, dass die Eidgenössische Zollverwaltung EZV gegen die Ehegatten E. ____ 

ein Verfahren eröffnet haben soll; ebensowenig wurde bis zur Einreichung der Berufungsantwort 

als Beweisantrag die Einholung einer Erkundigung bei besagter Behörde "von Amtes wegen" 

gestellt (vgl. Berufungsantwort Rz 183). Auch neu ist die berufungsbeklagtische Behauptung im 

Zusammenhang mit dem Verkauf des ursprünglich im Eigentum von I. ____ gewesenen Por-

sches, welche die Beklagte über eine Drittfirma (J. ____ AG) erworben habe. Diese Händlerfirma 

habe ihrerseits das Fahrzeug von einer Gesellschaft von D. ____ erworben. Offenbar erstmals 

im Rechtsmittelverfahren wurde behauptet, dass sich die Berufungsbeklagte die saubere Her-

kunft des Autos durch K. ____, Inhaber der J. ____  AG, habe bestätigen lassen. 

Weil sämtliche in dieser Erwägung (Ziffer 2.4) erwähnten, gegebenenfalls im Berufungsverfahren 

erstmals vorgetragenen neuen Tatsachen und Beweismittel, wie sich nachstehend zeigen wird, 

für die Beurteilung der Streitsache nicht von Relevanz sind, kann die Frage an dieser Stelle of-

fenbleiben, ob es sich hierbei überhaupt um Noven handelt und ob diese gestützt auf Art. 317 

ZPO zuzulassen wären. 

3.1 Der Präsident der Abteilung Zivilrecht am Kantonsgericht wies mit instruktionsrichterlicher 

Verfügung vom 3. Dezember 2021 sämtliche Beweisanträge der Parteien unter Vorbehalt eines 

allfälligen anderslautenden diesbezüglichen Entscheids der Dreierkammer ab. Letztere sieht kei-

nen Anlass, auf diesen verfahrensleitenden Entscheid zurückzukommen. Mit besagter Verfügung 

wurden die neuen, zusätzlichen Beweisanträge im Rechtsmittelverfahren abgewiesen. Soweit 

sich die Parteien in ihren Rechtsmitteleingaben auf Beweismittel beziehen, die bereits im vo-

rinstanzlichen Verfahren im Recht gelegen haben (Beweisurkunden) bzw. dort erhoben wurden 

(Parteibefragung), werden diese Beweismittel selbstredend im Rechtsmittelverfahren uneinge-

schränkt zugelassen und für die Beurteilung der Berufung herangezogen.  

3.2 Die Beweisofferte zur seitens des Berufungsklägers gemäss Berufung beantragten Edition 

zweier E-Mails von F. ____ vom 15. Oktober 2018, 15:13 Uhr und 15:57 Uhr, findet sich, soweit 

ersichtlich, einzig im Beweismittelverzeichnis ohne Bezugnahme auf bestimmte Tatsachenbe-

hauptungen, was prozessrechtlich ungenügend ist. Ein Beweismittel ist nur dann als formgerecht 

angeboten zu betrachten, wenn sich die Beweisofferte eindeutig der damit zu beweisenden Tat-

sachenbehauptung zuordnen lässt und umgekehrt (exemplarisch: Urteil des Schweizerischen 

Bundesgerichts [BGer] 4A_391/2020 E. 2.3.1.).  

3.3 Die Prüfung der vorläufigen präsidialen Abweisung der Beweisanträge der Berufungsbe-

klagten im Berufungsverfahren auf Anordnung eines Gutachtens zum Zeitwert des grauen und 

 
 
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des schwarzen Porsches (Berufungsantwort Rz 442) sowie auf Einholung einer schriftlichen Aus-

kunft bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (Berufungsantwort Rz 183) durch die Dreierkam-

mer des Kantonsgerichts kann offengelassen werden, weil die entsprechenden Beweisergeb-

nisse für die Beurteilung des rechtlich relevanten Sachverhalts keine Bedeutung haben, was 

nachstehend aufgezeigt wird. 

4.1 Die Vorinstanz bejahte nicht nur einen derivativen Eigentumserwerb an den beiden streit-

gegenständlichen Fahrzeugen durch Vollzug des gültigen dissimulierten Tauschvertrags zwi-

schen dem Berufungskläger und D. ____ unter Annahme eines ungültigen simulierten Rechtsge-

schäfts des Erstgenannten mit der C. ____ und anschliessendem Weiterverkauf des schwarzen 

und grauen Porsches durch D. ____ an die Berufungsbeklagte. Vielmehr kam das Zivilkreisge-

richt im angefochtenen Entscheid vom 21. Mai 2021 zum Schluss, dass die Berufungsbeklagte 

auch originär Eigentum an den beiden Autos begründet habe. Sollte das Kantonsgericht zum 

selben Befund gelangen wie das Zivilkreisgericht, dass die Voraussetzungen für einen Eigen-

tumserwerb am schwarzen und grauen Porsche durch die Berufungsbeklagte gestützt auf Art. 

714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB gleichermassen erfüllt waren, würde die Frage des rechts-

geschäftlichen Eigentümerwechsels durch Erfüllung und Vollzug der betreffenden rechtsgültigen 

Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte (Art. 187 ff. OR und Art. 714 Abs. 1 ZGB) in den Hin-

tergrund treten.  

4.2 Das Zivilkreisgericht führte im angefochtenen Entscheid vom 21. Mai 2021 (E. 45 ff.) zur 

Frage des originären Eigentumserwerbs allgemein und auf den vorliegenden Fall bezogen im 

Besonderen aus, dass nach Art. 933 ZGB in seinem Erwerb geschützt werde, wer eine bewegli-

che Sache in gutem Glauben zu Eigentum oder zu einem beschränkten dinglichen Recht über-

tragen erhalte, auch wenn sie dem Veräusserer ohne jede Ermächtigung zur Übertragung anver-

traut worden sei. Unabhängig davon, ob D. ____ über die beiden Fahrzeuge verfügungsberech-

tigt gewesen sei oder nicht, seien ihm diese anvertraut worden. Der Berufungskläger selber sei 

davon ausgegangen, dass D. ____ über die Porsches habe verfügen dürfen. Auch wenn davon 

ausgegangen würde, dass ein Vertrag zwischen dem Berufungskläger und der C. ____ zustande 

gekommen wäre, sei von der Verfügungsberechtigung von D. ____ in Bezug auf die beiden Por-

sches auszugehen. F. ____ habe anlässlich seiner Befragung im Verfahren vor dem Landgericht 

X. ____ zu Protokoll gegeben, dass D. ____ dann das Fahrzeug [den Porsche RSR] an den A. 

____ verkaufe. Der Berufungskläger führe in der Replik (Rz 174) sodann ebenfalls aus, es könne 

davon ausgegangen werden, dass die beiden streitgegenständlichen Porsches D. ____ anver-

traut gewesen seien. In dieser Konstellation wäre die Rolle von D. ____ als Kommissionär im 

Sinne von Art. 425 ff. OR zu qualifizieren. D. ____ wäre auch in dieser Sachlage befugt gewesen, 

im Erstgeschäft zu verkaufen, weshalb das Verhältnis zwischen der C. ____ und D. ____ in casu 

keine Rolle spiele. Auch wenn ein Gebrauchsüberlassungsvertrag abgelaufen sei und der un-

selbständige Besitzer die Sache nicht zurückgebe, handle es sich immer noch um eine anver-

traute Sache. Auf die erstinstanzliche Begründung zur Frage der Gutgläubigkeit der Berufungs-

beklagten wird weiter hinten eingegangen. 

 
 
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4.3.1 Der Berufungskläger bestreitet den originären Eigentumserwerb durch die Berufungsbe-

klagte, weil weder die C. ____ noch D. ____ je Besitzer des schwarzen und grauen Porsches 

gewesen seien. Dementsprechend seien die streitgegenständlichen Fahrzeuge D. ____ auch 

nicht anvertraut worden, geschweige denn sei er über diese verfügungsberechtigt gewesen. 

Schliesslich sei die Berufungsbeklagte hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. ____ nicht 

gutgläubig gewesen. Deshalb wird zunächst auf die Argumente zur Behauptung des fehlenden 

Anvertrautseins, zum fehlenden Besitz und zur Frage der Verfügungsberechtigung eingegangen.  

4.3.2 Der Berufungskläger liess in seiner Berufung in diesem Zusammenhang ausführen, es liege 

– soweit die Vorinstanz annehme, die beiden Porsches seien D. ____ anvertraut – eine unrichtige 

Rechtsanwendung vor. Den (an seinem Wohnort befindlichen) grauen Porsche sowie die Fahr-

zeugpapiere und Fahrzeugschlüssel beider Porsches habe der Berufungskläger direkt an E. 

____, ein Organ der Berufungsbeklagten, übergeben. Der schwarze Porsche sei im Rahmen ei-

nes Hinterlegungsvertrags bei einer Garage (der Firma G. ____, in V. ____) eingelagert gewesen. 

Das Zivilkreisgericht scheine anzunehmen, der schwarze Porsche sei erst im Nachhinein geliefert 

worden und der Berufungskläger habe bis dahin gemäss Vereinbarung mit dem Erwerber weiter-

hin den Besitz ausgeübt. Das sei jedoch unrichtig: Der Berufungskläger habe den schwarzen 

Porsche vielmehr bereits am Morgen vor der Vertragsunterzeichnung (Erstgeschäft) zur Beru-

fungsbeklagten (wo die Unterzeichnung stattfinden sollte) liefern lassen; diese Tatsache sei un-

strittig. Die Vorinstanz führe sogar aus, der Berufungskläger und «D. ____ respektive die Beru-

fungsbeklagte» seien «übereingekommen, dass der Berufungskläger weiterhin den Besitz (...) 

ausübt». «Gleichzeitig» sei «der Dritte angewiesen» worden, das Fahrzeug an die Berufungsbe-

klagte zu liefern. Diese erstinstanzlichen Erwägungen seien jedoch eine freie Erfindung, die we-

der auf Tatsachenbehauptungen der Parteien noch auf irgendwelche Beweismittel gestützt wür-

den. Es erstaune daher auch nicht, dass sich das Zivilkreisgericht nicht einmal habe festlegen 

wollen, mit wem (D. ____ oder der Berufungsbeklagten) der Berufungskläger eine solche Über-

einkunft getroffen haben soll. Die entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen des Zivilkreisge-

richts seien somit unrichtig. Vielmehr stehe fest, dass die beiden Porsches, die Fahrzeugschlüs-

sel und auch die dazugehörigen Dokumente direkt vom Berufungskläger an E. ____ als Organ 

der Berufungsbeklagten übergeben worden seien. D. ____ sei nie Besitzer der beiden Porsches 

geworden.  

Die Begründung des Zivilkreisgerichts, wie und weshalb D. ____ in den Besitz der beiden Por-

sches gekommen sei, sei nicht klar. So habe die Vorinstanz erwogen, der «Porsche RSR» (ge-

meint gewesen sei wohl der graue Porsche) sei D. ____ «für eine logische Sekunde» übergeben 

worden. Beim schwarzen Porsche sei das Zivilkreisgericht offenbar von einer «Mischform» von 

Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger), antizipierendem Besitzeskonstitut (in Bezug auf D. 

____) und Besitzanweisung ausgegangen. Was das bedeuten soll, sei nicht verständlich. Beides 

sei jedenfalls nicht richtig.  

Der graue Porsche sei, wie dargelegt, nie an D. ____ übergeben worden, auch nicht für eine 

logische Sekunde. Und beim schwarzen Porsche gehe die Vorinstanz mit den erwähnten besit-

zesrechtlichen Überlegungen fehl. Die Anweisung an den Garagisten, den schwarzen Porsche 

 
 
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im Hinblick auf den bevorstehenden Vertragsschluss zur Berufungsbeklagten zu bringen, habe 

nichts mit einer Besitzanweisung im Sinne von Art. 924 ZGB zu tun. Bei der Besitzanweisung 

werde eine Sache, die sich in mittelbarem Besitz befinde, vom selbständigen Besitzer dadurch 

auf eine andere Person übertragen, dass er seinen unmittelbaren Besitzer anweise, in Zukunft 

dieser anderen Person den Besitz zu vermitteln. Die Besitzanweisung erfolge durch einen Vertrag 

zwischen dem Veräusserer und dem Erwerber. Ein solcher Besitzanweisungsvertrag sei jedoch 

von keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch sonst nicht aus den Akten. Ein Besit-

zeskonstitut mit dem Berufungskläger als Veräusserer, der unmittelbarer, jedoch unselbständiger 

Besitzer bleibe und den Besitz neu für den Erwerber ausübe (Art. 924 Abs. 1 ZGB), liege ebenfalls 

nicht vor. Der Berufungskläger sei Eigenbesitzer und habe also für sich besessen. Ohnehin 

müsste für ein solches Besitzeskonstitut ein besonderes Rechtsverhältnis (z.B. Leihe, Miete etc.) 

vorliegen, das den fortbestehenden Besitz des Veräusserers legitimiere. Auch ein solches 

Rechtsverhältnis sei von keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch nicht aus den 

Akten. Inwiefern ein antizipierendes Besitzeskonstitut in Bezug auf D. ____ vorliegen soll, bleibe 

gänzlich unklar. Beim antizipierenden Konstitut würden der Vertrag auf Eigentumsübertragung 

und derjenige auf Sachüberlassung abgeschlossen, bevor der Konstituent im Besitz der Sache 

sei. Aus der vorinstanzlichen Erwägung gehe nicht hervor, wer mit wem (und in welcher Rolle) 

ein antizipierendes Besitzeskonstitut vereinbart haben soll. Und auch dies sei wohlgemerkt von 

keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch nicht aus den Akten.  

In Anwendung der dargelegten Grundsätze sei vielmehr zu schliessen, dass D. ____ nie unmit-

telbarer oder mittelbarer Besitzer der beiden Porsches gewesen sei. Der unmittelbare Besitz sei 

durch Übergabe der Fahrzeuge, Fahrzeugschlüssel und Dokumente direkt vom Berufungskläger 

auf die Berufungsbeklagte übergegangen. Und mittelbaren Besitz an den beiden Porsches habe 

D. ____ nicht (auch nicht für eine logische Sekunde) haben können, da weder der Berufungsklä-

ger noch die Berufungsbeklagte als unmittelbare Besitzer für ihn den Besitz ausgeübt hätten. Der 

Berufungskläger sei Eigenbesitzer gewesen. Für ein Besitzeskonstitut habe es an einem legiti-

mierenden besonderen Rechtsverhältnis gefehlt. Auch die Berufungsbeklagte behaupte zu Recht 

nicht, dass sie für D. ____ den Besitz ausgeübt habe. Vielmehr gestehe sie zu, dass der Beru-

fungskläger ihr den Besitz verschafft habe, worauf sie unmittelbare, selbstständige Besitzerin der 

beiden Porsches geworden sei. Damit stehe fest, dass D. ____ nie unmittelbarer und auch nie 

mittelbarer Besitzer der beiden Porsches gewesen sei. Entsprechend seien diese ihm auch nie 

anvertraut worden.  

Die beiden Porsches seien D. ____, entgegen der Annahme der Vorinstanz, auch nicht von der 

C. ____ anvertraut worden. Das Zivilkreisgericht habe sich dabei zu Unrecht auf eine Aussage 

von F. ____ abgestützt. Im Verfahren vor dem Landgericht X. ____ habe F. ____ zu Protokoll 

gegeben: «Es ist dann von mir erklärt worden, dass wir das Fahrzeug zulassen können und den 

Kaufvertrag unterschreiben würden und dass dann der Herr D. ____ das Fahrzeug an den 

A. ____ verkauft.» Mit «das Fahrzeug» habe dieser aber offenkundig den Porsche RSR gemeint 

und nicht die beiden Porsches des Berfungsklägers. Die Aussage «dass dann der Herr D. ____ 

das Fahrzeug an den A. ____ verkauft», meine, dass D. ____ die Vertragsabwicklung, also die 

 
 
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physische Übergabe des Porsches RSR an den Berufungskläger, übernehmen sollte. Denn der 

entsprechende Kaufvertrag (das Erstgeschäft) sei bereits durch F. ____ für die C. ____ abge-

schlossen worden. Entsprechend lasse sich aus der Aussage von F. ____ nicht ableiten, dass D. 

____ befugt gewesen sei, über die beiden Porsches zu verfügen, oder dass diese D. ____ von 

der C. ____ anvertraut gewesen wären. Es gebe demnach keinerlei Anhaltspunkte, geschweige 

denn Belege, in den Akten für die Annahme, D. ____ habe als Kommissionär der C. ____ die 

beiden Porsches verkaufen dürfen. 

Im Weiteren verkenne die Vorinstanz, dass «anvertraut» im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB nicht 

dasselbe sei wie «anvertraut» nach Art. 933 ZGB. Seine Behauptung in der Replik bei der Erst-

instanz, die beiden Porsches seien diesem anvertraut geworden und auf welche sich die Vo-

rinstanz in ihrem Entscheid bezogen habe, sei im Zusammenhang mit Art. 138 Ziff. 1 StGB auf-

gestellt worden. Während im Strafrecht primär auf das fremde Interesse als Ansatzpunkt des 

Anvertrauens abgestellt werde, gehe es bei Art. 933 ZGB darum, ob der Berechtigte einem Drit-

ten den Besitz übergeben habe. In der Replik habe der Berufungskläger dargelegt, dass die bei-

den Porsches D. ____ strafrechtlich anvertraut gewesen seien, indem er erklärt habe, D. ____ 

sollte die Fahrzeuge entweder an die C. ____ abliefern oder für die C. ____ verkaufen. Darin 

liege offenkundig kein Zugeständnis von Tatsachen, die ein Anvertraut-Sein gemäss Art. 933 

ZGB begründen würden. Was das zivilrechtliche Anvertrauen angehe, sei vom Berufungskläger 

an anderer Stelle in seiner Replik substantiiert dargelegt worden, dass die beiden Porsches nicht 

anvertraut worden seien; weder die C. ____ noch D. ____ seien jemals in den Besitz der beiden 

Porsches gelangt. Damit beruhe die Erwägung des Zivilkreisgerichts, wonach die C. ____ D. 

____ die beiden Porsches anvertraut habe, auf unrichtiger Sachverhaltsfeststellung und unrichti-

ger Rechtsanwendung im Sinne von Art. 310 ZPO. 

4.3.3 Die Berufungsbeklagte erwiderte, der Berufungskläger zitiere die Vorinstanz falsch. In Er-

wägung 47 des angefochtenen Entscheids stehe nirgends, der Berufungskläger habe die beiden 

Porsches «diesem [gemäss Satzstellung des Klägers: D. ____] selbst bzw. via seinem Garagis-

ten übergeben». Stattdessen halte die Vorinstanz korrekt fest: «Den grauen Porsche hat der Klä-

ger selber übergeben und den schwarzen Porsche via dem Garagisten». Und weiter habe die 

Vorinstanz festgestellt: «Die Fahrzeuge wurden D. ____ anvertraut und sind nicht abhandenge-

kommen». Eine völlig andere Frage sei, ob der Berufungskläger den grauen und den schwarzen 

Porsche in Erfüllung des Tauschvertrags direkt an D. ____ oder gemäss Abmachung mit diesem 

direkt an die Berufungsbeklagte übergeben habe. Abhandengekommen seien ihm die beiden 

Fahrzeuge deswegen nicht. In welcher Funktion und Eigenschaft D. ____ den Austausch der 

Fahrzeuge vollzogen und begleitet habe, sei für die rechtliche Beurteilung der Stellung der Beru-

fungsbeklagten ohne Belang. Die Erwägung der Vorinstanz sei richtig. Tatsache sei, dass der 

Berufungskläger seinen Part des Tauschvertrags ordnungsgemäss erfüllt habe, indem er die vier 

Eintauschfahrzeuge in Absprache mit D. ____ und im Einverständnis mit der C. ____ (Klagbei-

lage 24, S. 8: «... zwei davon an die Firma B. ____») direkt an die Käufer aus dem Zweitgeschäft 

übergeben habe oder übergeben lassen habe. Für die Berufungsbeklagte sei klar gewesen, dass 

 
 
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dem Berufungskläger der graue und der schwarze Porsche unter diesen Umständen nicht ab-

handengekommen seien. Sie seien in rechtlichem Sinne D. ____ anvertraut gewesen, und dieser 

habe den Berufungskläger angewiesen beziehungsweise mit diesem vereinbart, dass der graue 

Porsche direkt und der schwarze Porsche indirekt, über den Garagisten, zur Berufungsbeklagten 

gelangen sollten. 

Insoweit der Berufungskläger behaupte, die beiden Porsches seien der Berufungsbeklagten 

durch ihn direkt übergeben worden, versuche dieser, wie bereits im Erstinstanzverfahren, Verwir-

rung zu stiften. Für die Anwendung von Art. 933 ZGB massgeblich sei jedoch ausschliesslich, ob 

die Sache dem ursprünglichen Besitzer abhandengekommen sei oder diese dem Veräusserer 

(D. ____) anvertraut gewesen sei. Eine dritte Variante gebe es nicht. Aus der bekannten und von 

keiner beteiligten Partei bestrittenen Tatsache, dass der graue und der schwarze Porsche dem 

Berufungskläger nicht abhandengekommen seien, habe die Vorinstanz folgerichtig den Schluss 

gezogen, sie seien anvertraut gewesen. Anvertraut in diesem Zusammenhang bedeute jedoch 

nicht unbedingt, der Berufungskläger hätte sie D. ____ persönlich übergeben. Wichtig sei ledig-

lich, dass die beiden Porsches nicht abhandengekommen seien.  

Der guten Ordnung halber sei an dieser Stelle noch festgehalten, dass der Berufungskläger mit 

Blick auf die Frage, wann der schwarze Porsche zur Berufungsbeklagten geliefert worden sei, 

aktenwidrig berichte. Wie diese in der Duplik klargestellt habe, sei das Fahrzeug nicht am Tag 

der Vertragsunterzeichnung, somit am 15. August 2018, sondern erst am Folgetag geliefert wor-

den. Das ergebe sich aus der Transportrechnung der G. ____. 

Die Feststellungen der Vorinstanz mit Blick auf den Weiterverkauf des grauen und des schwarzen 

Porsches seien grundsätzlich korrekt. Tatsächlich aber sei es eher so, dass sich die vom Gericht 

zitierte «logische Sekunde» in diesem Zusammenhang auf den grauen Porsche beziehe. Zwei-

fellos lasse sich sagen, der graue Porsche habe sich zumindest «für eine logische Sekunde» im 

mittelbaren Besitz von D. ____ befunden. Der Wagen habe sich, wie von der Vorinstanz geschil-

dert, am Wohnsitz des Klägers in U. ____ befunden. Dort seien am 15. August 2018 D. ____ 

zusammen mit E. ____ von der Berufungsbeklagten erschienen. D. ____ habe dem Berufungs-

kläger den Porsche RSR übergeben, womit dieses Fahrzeug in dessen Eigentum gewechselt 

habe. Gleichzeitig habe der Berufungskläger im Beisein und auf Anweisung von D. ____ den 

grauen Porsche an E. ____ ausgehändigt. Unter diesen Umständen anzunehmen, «der graue 

Porsche habe sich für eine logische Sekunde» im Besitz von D. ____ befunden, sei nicht falsch. 

Halte man sich im Weiteren vor Augen, dass die Aussage, der graue und der schwarze Porsche 

seien D. ____ anvertraut gewesen, lediglich als Gegenpart zur Alternative, die beiden Porsches 

seien dem Kläger abhandengekommen, stehe, seien die Ausführungen des Klägers zum schwar-

zen Porsche nicht mehr als heisse Luft. Statt zu akzeptieren, dass ihm die beiden Porsches nicht 

gestohlen oder sonst wie abhandengekommen seien, konzentriere sich der Berufungskläger da-

rauf, den Begriff des «Anvertrautseins» über mehrere Seiten hin bis zur Unkenntlichkeit zu zise-

lieren. Für die Rechtsposition der Berufungsbeklagten sei einzig ausschlaggebend, dass dem 

Berufungskläger der graue und der schwarze Porsche nicht abhandengekommen seien und D. 

 
 
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____ selbst nach dem klägerischen Zugeständnis anvertraut gewesen seien. Der Berufungsklä-

ger sei nunmehr der Idee verfallen, wenn er dieses «Anvertrautsein» seziere, müsste das ange-

rufene Gericht bei nur geringstem Zweifel den Umkehrschluss ziehen, der graue und der 

schwarze Porsche seien dem Kläger eben doch abhandengekommen. Dem sei indessen nicht 

so. Vielmehr habe der Berufungskläger mit D. ____ beziehungsweise der C. ____ vereinbart, 

dass er seinen Part des Tauschvertrags (mit Blick auf den grauen und den schwarzen Porsche) 

wie folgt zu erfüllen habe: Im Zeitpunkt der Übernahme des Porsches RSR ins Eigentum händige 

der Berufungskläger den grauen Porsche D. ____ beziehungsweise sinnbildlich eine Sekunde 

später der Berufungsbeklagten aus; gleichzeitig weise der Berufungskläger seinen Garagisten 

an, den sich dort befindlichen schwarzen Porsche an die Berufungsbeklagte auszuliefern. Dies 

habe die Vorinstanz zutreffend unter Erwägung 35 des angefochtenen Entscheids festgehalten. 

Ein «Abhandenkommen», wie das der Berufungskläger herbeizureden versuche, lasse sich dar-

aus nicht ableiten. Im Weiteren werde die Behauptung des Berufungsklägers, dass D. ____ kei-

nen Besitz an den Fahrzeugen gehabt habe, bestritten. Dieser sei mittelbarer Besitzer gewesen. 

Für die Beurteilung des vorliegenden Falles spiele dies allerdings keine Rolle. Aus den Besitz-

verhältnissen könne ohnehin nicht einfach auf das Anvertrautsein oder Abhandengekommensein 

einer Sache geschlossen werden. 

4.3.4 Nach Art. 714 Abs. 2 ZGB wird, wer in gutem Glauben eine bewegliche Sache zu Eigentum 

übertragen erhält, deren Eigentümer, sobald dieser nach den Besitzesregeln im Besitze der Sa-

che geschützt ist, auch wenn der Veräusserer zur Eigentumsübertragung nicht befugt war. Bei 

diesem Sonderfall des originären Eigentumserwerbs wird der Grundsatz, wonach niemand mehr 

Rechte übertragen kann, als er selber innehat, durchbrochen (BGer 5A_962/2017 E. 3.2.) Nach 

den Besitzesregeln ist geschützt, wer eine bewegliche Sache in gutem Glauben zu Eigentum 

oder zu einem beschränkten dinglichen Recht übertragen erhält, selbst wenn sie dem Veräusse-

rer ohne jede Ermächtigung zur Übertragung anvertraut worden war (Art. 933 ZGB). Art. 933 ZGB 

findet Anwendung, wenn der über eine bewegliche Sache Verfügungsberechtigte, vor allem der 

Eigentümer, die Sache einem Vertrauensmann anvertraut hat, ohne die Verfügungsberechtigung 

zu übertragen. Weiter wird vorausgesetzt, dass dieser Vertrauensmann trotz fehlender Verfü-

gungsmacht einem Dritten an dieser Sache ein dingliches Recht an derselben eingeräumt hat. 

Und schliesslich ist der Dritte als neuer Eigentümer nur geschützt, wenn dieser in Bezug auf die 

Verfügungsmacht desjenigen, der ihm die Sache übergeben hat, gutgläubig war (vgl. BK ZGB-

STARK/ LINDENMANN, Art. 933 ZGB N 1).  

An der rechtlichen Beschaffenheit des grauen und schwarzen Porsches als Fahrnis im Sinne von 

Art. 713 ZGB besteht kein Zweifel. Ebenso unstrittig ist unter den Parteien der frühere Besitz an 

diesen und die betreffende Eigentümerstellung des Berufungsklägers.  

Art. 933 ZGB findet nur Anwendung, wenn die Sache, die von einem Nichtberechtigten einem 

Dritten veräussert worden ist, vom Eigentümer dem betreffenden Nichtberechtigten anvertraut 

war und von diesem nicht zur Veräusserung berechtigten Vertrauensmann freiwillig weitergege-

ben wurde. Aufgrund des originären Eigentumserwerbs geht der Alteigentümer seines Rechtes 

verlustig (Art. 714 Abs. 2 ZGB). Hierzu braucht es das Zusammenfallen zweier verschiedener 

 
 
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Voraussetzungen: Auf der Seite des Alteigentümers die Veranlassung des falschen Rechts-

scheins der Berechtigung des Vertrauensmannes, auf der Seite des Erwerbs der Sache den gu-

ten Glauben in diese Berechtigung. Nur wenn der Alteigentümer den falschen Rechtsschein er-

möglicht hat, indem er die Sache aus der Hand gab, erscheint der Verlust des Eigentums durch 

den Alteigentümer und der Schutz des guten Glaubens des Erwerbers als rechte und billige Lö-

sung des Interessenkonflikts. Das ZGB schützt einerseits bei den anvertrauten Sachen mit Art. 

933 ZGB den gutgläubigen Erwerb des Dritten vom Nichtberechtigten und gewährt andererseits 

durch Art. 934 ZGB dem Eigentümer eine Erleichterung der Rechtsverfolgung abhandengekom-

mener Sachen. Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung kennt das hiesige Zivilgesetzbuch 

keine dritte Gruppe von Sachen, auf die weder die Fahrnisklage noch der gutgläubige Erwerb 

vom Nichtberechtigten Anwendung findet (STARK/LINDENMANN a.a.O. N 22, 23 und 23a mit Hin-

weisen). In diesem Sinne ist auch der Standpunkt der Berufungsbeklagten zu verstehen, welcher 

das Kantonsgericht für zutreffend erachtet. Der Berufungskläger als Alteigentümer der streitge-

genständlichen Porsches hat seinen Besitz entweder willentlich aufgegeben und damit einem 

Dritten anvertraut oder aber die Fahrzeuge sind ihm gegen seinen Willen abhandengekommen. 

Zumal letzteres auch vom Berufungskläger nie behauptet wurde, kommt nur das Anvertrautsein 

in Frage – «tertium non datur». Etwas Anderes ist rechtlich ausgeschlossen. Wer willentlich sei-

nen Besitz an einen anderen überträgt, riskiert unter den übrigen Voraussetzungen nach Art. 933 

ZGB sein Eigentum an der betreffenden Sache an einen Neuerwerber zu verlieren, auch wenn 

mit der ersten Besitzübertragung nie eine Verfügungsberechtigung des Veräusserers verbunden 

war. Der (obligatorische) Grund oder die Modalitäten der Besitzübertragung des Alteigentümers 

auf den Veräusserer spielen dabei keine Rolle. Insofern zielt die Rüge des Berufungsklägers ins 

Leere, die Vorinstanz habe sich nicht einmal festlegen wollen, ob dieser mit D. ____ oder der 

Berufungsbeklagten übereingekommen sei, dass der Berufungskläger weiterhin den Besitz aus-

übte unter gleichzeitiger Anweisung der Drittfirma, das Fahrzeug an die Berufungsbeklagte zu 

liefern. Ob der Berufungskläger den grauen und den schwarzen Porsche in Erfüllung des Tausch-

vertrags mit dem Porsche RSR (Erstgeschäft) zunächst an D. ____ oder gemäss Abmachung mit 

diesem direkt an die Berufungsbeklagte übergeben habe, tangiert die Frage, ob der Berufungs-

kläger die Fahrzeuge nach der Bedeutung von Art. 933 ZGB dem Veräusserer anvertraut habe, 

nicht. Dementsprechend geht auch die betreffende Rüge des Berufungsklägers im Rechtsmittel-

verfahren fehl, die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang Recht verletzt.  

4.3.5 Der Berufungskläger begründet seinen Standpunkt, die beiden Porsches seien D. ____ nie 

anvertraut gewesen mit dem Umstand, dass die Autos der Berufungsbeklagten direkt übergeben 

worden seien, D. ____ nie Besitzer dieser Fahrzeuge gewesen sei und diese ihm auch von der 

C. ____ nicht anvertraut worden seien. Zugunsten des Berufungsklägers wird seitens des Kan-

tonsgerichts davon ausgegangen, er rüge, die Anrufung von Art. 933 ZGB durch die Berufungs-

beklagte scheitere nicht nur am Anvertrautsein im unter 4.3.4 erwogenen Sinne, sondern auch 

daran, dass der Besitz an den Fahrzeugen unmittelbar von ihm an die Berufungsbeklagte über-

gegangen sei. Wäre dem tatsächlich so, wäre Art. 933 ZGB nicht einschlägig. Denn diese Be-

stimmung regelt nicht die Auseinandersetzung zwischen zwei unmittelbar aufeinander folgenden 

 
 
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Besitzern. Diese kann nur von einem gutgläubigen Besitzer angerufen werden, der die Sache 

nicht vom Vindikanten, sondern von einem Zwischenmann erworben hat. Im Weiteren wird der 

Erwerber nur geschützt, wenn ihm die Sache von einem Besitzer übertragen wurde 

(STARK/LINDENMANN a.a.O. N 3 und 6). Die Berufungsbeklagte liegt deshalb nach Ansicht des 

Kantonsgerichts mit ihrer Annahme falsch, es komme vorliegend nicht auf die Besitzesverhält-

nisse an, sondern nur darauf, ob die beiden Porsches anvertraut oder abhandengekommen 

seien.  

Der Berufungskläger bestreitet berufungsweise den (mittelbaren) Besitz von D. ____ an den bei-

den Porsches. Das Zivilkreisgericht erwog im Zusammenhang mit der Frage der Erfüllung des 

Zweitgeschäfts (Erwägung unter Ziffer 35 des angefochtenen Entscheids vom 21. Mai 2021), der 

Berufungskläger und D. ____ hätten im Hinblick auf die Übergabe der Eintauschfahrzeuge (u.a. 

schwarzer und grauer Porsche) im Erstgeschäft besondere Erfüllungsmodalitäten in Bezug auf 

die Leistungspflicht des Berufungsklägers vereinbart. Anlässlich der Übergabe des Porsches 

RSR an den Berufungskläger habe dieser den grauen Porsche, welcher sich in der Garage an 

seinem Wohnort in U. ____ befunden habe, im Auftrag und Beisein von D. ____ dem neuen 

Erwerber E. ____ übergeben. Mit diesem Vorgang seien zwei Obligationen erfüllt worden: Einer-

seits diejenige für die Übergabe des Porsches RSR (recte: des grauen Porsches) als Tauschge-

genstand an D. ____ für eine logische Sekunde und andererseits zugleich die Obligation für die 

Übergabe des grauen Porsches von D. ____ an die Berufungsbeklagte als Kaufgegenstand. Der 

schwarze Porsche sei gemäss Aussagen der Parteien in der G. ___ Garage in V. ____ eingela-

gert gewesen und auf Anweisung des Berufungsklägers (in Erfüllung seiner Leistungspflicht ge-

genüber D. ____ mit der besonderen Erfüllungsmodalität als Leistung an den neuen Erwerber) 

zur Lokalität der Beklagten in W. ____ transportiert worden. Der schwarze Porsche sei offenbar 

im Rahmen eines Hinterlegungsvertrages bei einer Garage (unmittelbarer und unselbständiger 

Besitzer) eingelagert gewesen und der Veräusserer (Berufungskläger) und Erwerber (D. ____ 

respektive die Berufungsbeklagte) seien übereingekommen, dass der Berufungskläger weiterhin 

den Besitz (mittelbarer und selbständiger Besitzer) ausübe. Gleichzeitig sei der Dritte angewiesen 

worden, das Fahrzeug an die Berufungsbeklagte zu liefern. Der Besitzanweisungsvertrag ermög-

liche insofern einen Besitzwechsel, ohne dass die tatsächliche Gewalt über die Sache geändert 

werde. Eine Anzeige an den unmittelbar besitzenden Dritten (Art. 924 Abs. 2 ZGB) bedürfe es 

zur Besitzübertragung nicht, denn bereits ab dem Moment des Besitzvertrags (dem Zeitpunkt, 

auf den hin die Parteien dies vereinbarten) sei der Erwerber mittelbarer Besitzer der Sache. Dog-

matisch sei das Verfügungsgeschäft betreffend den schwarzen Porsche wohl als Mischform von 

Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger und einem antizipierenden Konstitut in Bezug auf D. 

____) und Besitzesanweisung zu qualifizieren. In sachverhaltlicher Hinsicht, aus welcher sich 

diese rechtlichen Überlegungen im Zusammenhang mit der Veräusserung des grauen und 

schwarzen Porsches ergeben sollen, stützte sich die Vorinstanz auf den Umstand, dass der Be-

rufungskläger in seiner Einvernahme vom 23. Oktober 2018 zu Protokoll gegeben habe, er habe 

die Papiere inkl. Fahrzeugschlüssel der beiden Porsches im Auftrag von D. ____ direkt an E. 

____ übergeben. Bei der Vertragsabwicklung sei klar gewesen, dass letzterer die beiden Por-

 
 
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sches vom Berufungskläger übernehmen werde resp. der Käufer dieser Porsches sei. Diese Aus-

sage des Berufungsklägers, wonach 2 Eintauschfahrzeuge an die Berufungsbeklagte verkauft 

würden, werde auch von F. ____ in dessen Anhörung bestätigt. 

Wer die tatsächliche Gewalt über eine Sache hat, ist ihr Besitzer (Art. 919 ZGB). Die Besitzüber-

tragung ist Art. 922 ff. ZGB normiert. Unter Anwesenden wird der Besitz durch Übergabe der 

Sache selbst oder der Mittel, die dem Empfänger die Gewalt über die Sache verschaffen. Vollzo-

gen ist die Übergabe, sobald sich der Empfänger mit Willen des bisherigen Besitzers in der Lage 

befindet, die Gewalt über die Sache auszuüben (Art. 922 ZGB). Die Übergabe der Mittel zur Aus-

übung der tatsächlichen Sachherrschaft wird der Aushändigung der Sache nach dem Willen des 

Gesetzgebers gleichgestellt. Ein technisches Mittel zur Ausübung der Sachherrschaft ist insbe-

sondere auch der Schlüssel eines Fahrzeuges (BK ZGB-STARK/ LINDENMANN, Art. 922 ZGB N 30 

mit Hinweis auf BGE 43 II 15 und BGE 58 III 121 sowie zahlreiche Lehrmeinungen). Die Übertra-

gung der tatsächlichen Gewalt ist sodann kein Rechtsgeschäft. Vielmehr liegt nur eine Tathand-

lung vor. Dementsprechend ist die Besitzübertragung nach Art. 922 Abs. 1 ZGB auch unabhängig 

von der Gültigkeit des Kausalgeschäftes, das ihr zugrunde liegen mag. Mit der Änderung der 

Sachherrschaft wird der Erwerber Besitzer, wobei der Besitz nur (derivativ) übergeht, wenn der 

Veräusserer den Willen hat, seinen Besitz an der Sache auf den Erwerber zu übertragen. Der 

Wille auf Übertragung des Besitzes kann ausdrücklich oder stillschweigend geäussert werden 

(BSK ZGB-ERNST, Art. 922 ZGB N 8 und 10).  

Für den vorliegenden Fall relevant und unter den Parteien unstrittig ist zunächst, dass der Beru-

fungskläger die Verhandlungen zum Erstgeschäft mit D. ____ führte. Dieser willigte gegenüber 

dem Berufungskläger in das vom zweitgenannten vorgeschlagene Tauschgeschäft für den vom 

Berufungskläger beabsichtigten Erwerb des Porsches RSR ein. Dass es für den Berufungskläger 

von Bedeutung gewesen sein soll, wem er als Vertragspartner gegenübersteht, wurde nirgends 

behauptet. Wie der Berufungskläger selbst erklärt, sei er davon ausgegangen, D. ____ und 

F. ____ hätten die C. ____ gemeinsam gehalten (Berufung Rz 57). An anderer Stelle liess sich 

der Berufungskläger dahingehend vernehmen, dass die Vertragsabwicklung von F. ____ in die 

Hände von D. ____ gelegt worden sei (Berufung Rz 68). Ob das Verpflichtungsgeschäft letztlich 

mit der C. ____ zustande kam, wie vom Berufungskläger behauptet, oder mit D. ____, wie von 

der Berufungsbeklagten angenommen und von der Vorinstanz festgestellt wurde, ist für die Frage 

der rechtsgültigen Besitzübertragung, wie oben dargelegt, ohne Bedeutung. Die vorinstanzliche 

Sachverhaltsfeststellung, dass der graue Porsche und die Schlüssel samt Fahrzeugpapieren so-

wohl des grauen als auch des schwarzen Porsches durch den Berufungskläger im Auftrag von 

D. ____ an E. ____ im Zuge der Ablieferung des Porsches RSR am Wohnort des Berufungsklä-

gers in U. ____ übergeben wurde, hat der Berufungskläger in seiner Berufung zudem nicht be-

anstandet. Demnach hat auch das Kantonsgericht von diesem Ablauf der Geschehnisse auszu-

gehen. Wenn die Vorinstanz in diesem Vorgang, wie im angefochtenen Entscheid erwogen, die 

Erfüllung zweier Obligationen festgestellt haben will, ist dieser Befund für die besitzesrechtliche 

Beurteilung allerdings ungenau. Die Gültigkeit oder die gehörige Erfüllung des obligatorischen 

Grundgeschäfts spielt für die Rechtswirksamkeit der Besitzesübertragung keine Rolle. Soweit das 

 
 
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Zivilkreisgericht mit seiner Feststellung auch zum Ausdruck bringen wollte, dass der Besitz am 

grauen und schwarzen Porsche vom Berufungskläger für eine logische Sekunde an D. ____ und 

von diesem schliesslich an E. ____, stellvertretend als Organ der Berufungsbeklagten, überge-

gangen sei, verdient diese Beurteilung nach Ansicht des Kantonsgerichts Zustimmung. Der Wille 

des Berufungsklägers war zunächst mit Blick auf die Erfüllung des Erstgeschäfts (Tausch seiner 

vier Fahrzeuge gegen den Porsche RSR) auf die Übertragung des Besitzes am grauen und 

schwarzen Porsche an D. ____ gerichtet. Dieser war nicht nur beim Vertragsabschluss, sondern 

auch bei der Abwicklung des Tauschgeschäfts Kontaktperson des Berufungsklägers. Dement-

sprechend führte der Berufungskläger die Anweisung von D. ____ aus, dem Enderwerber der 

Fahrzeuge den Besitz zu verschaffen. Die eigentliche Besitzübertragung im Sinne von Art. 922 

ZGB vom Berufungskläger via D. ____ im Sinne einer logischen Sekunde an die Berufungsbe-

klagte erfolgte durch die Überlassung des grauen Porsches an E. ____ und die Übergabe des 

Schlüssels und der Fahrzeugpapiere des schwarzen Porsches an den Letztgenannten, beides 

am Wohnsitz des Berufungsklägers zum Zeitpunkt, als D. ____ dem Berufungskläger den Por-

sche RSR überbrachte. Der vorinstanzliche, implizite Befund der Anwendbarkeit von Art. 933 

ZGB, weil der Besitz nicht unmittelbar vom Berufungsbeklagten auf die Berufungsbeklagte über-

gegangen ist, ist damit im Ergebnis zu schützen und die Berufung auch in diesem Punkt als un-

begründet zurückzuweisen. Eine plausible Begründung, was der Anlass für die behauptete di-

rekte Übertragung des Besitzes am grauen und schwarzen Porsche durch den Berufungskläger 

an E. ____ bzw. an die Berufungsbeklagte gewesen sein könnte, liefert der Berufungskläger nicht. 

Der Berufungskläger wusste zwar nach eigenen Angaben in seiner Einvernahme als Auskunfts-

person bei der Polizei vom 23. August 2018 (Klagbeilage 7 bei den erstinstanzlichen Akten) um 

den sofortigen Weiterverkauf der beiden Fahrzeuge «an E. ____». Dass es ihm bei der Übergabe 

der Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte bei der oben umschriebenen Ausgangslage im Be-

wusstsein um die Rolle von D. ____ beim Erst- und Zweitgeschäft am Willen einer Besitzübertra-

gung an diesen im Sinne einer logischen Sekunde gefehlt haben könnte, ist damit jedenfalls nicht 

hinreichend nachgewiesen. Umgekehrt weisen die Umstände vielmehr darauf hin, dass der Be-

rufungskläger den Willen zur Besitzübertragung auch an D. ____ hatte.  

Weil auch der Besitz am schwarzen Porsche vom Berufungskläger via D. ____ an die Berufungs-

beklagte bereits durch die Schlüsselübergabe des Berufungsklägers an E. ____ im Sinne von 

Art. 922 Abs. 1 ZGB unter Anwesenden gewechselt hat, muss der Sachverhaltsfrage nach dem 

effektiven Zeitpunkt der Anlieferung dieses Fahrzeugs selber nicht nachgegangen werden. 

Ebenso ist eine Beurteilung der Rügen des Berufungsklägers zu den vorinstanzlichen rechtlichen 

Erwägungen, wonach das Verfügungsgeschäft betreffend den schwarzen Porsche wohl als 

Mischform von Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger und einem antizipierenden Konstitut in 

Bezug auf D. ____) und Besitzesanweisung zu qualifizieren sei, aufgrund des kantonsgerichtli-

chen Befunds über die Anwendbarkeit von Art. 922 Abs. 1 ZGB hinfällig. Der Vollständigkeit hal-

ber sei schliesslich angemerkt, dass es bei dieser rechtlichen Beurteilung des unmittelbaren Be-

sitzerwerbs, wenn auch nur für eine logische Sekunde, durch D. ____ auch nicht darauf ankom-

men kann, dass die Fahrzeuge diesem durch die C. ____ nicht anvertraut worden sein sollen. 

Ebenso wenig kommt es auf die Besitzerqualität der C. ____ an. Die entsprechenden Rügen des 

 
 
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Berufungsklägers ändern nichts an der grundsätzlichen Anwendbarkeit von Art. 933 ZGB im vor-

liegenden Fall, weil der Besitz von D. ____ als Veräusserer nachgewiesen wurde. Für den origi-

nären Eigentumserwerb an den beiden Porsches durch die Berufungsbeklagte ist demnach letzt-

lich ausschlaggebend, ob die Vorinstanz zurecht davon ausgegangen ist, dass die Berufungsbe-

klagte hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des Veräusserers gutgläubig gewesen ist. Hierauf 

ist sogleich einzugehen. 

4.4.1 Das Zivilkreisgericht erwog zum Vorliegen des guten Glaubens auf Seiten der Berufungs-

beklagten über die Verfügungsberechtigung des Veräusserers zusammengefasst, in gewissen 

Geschäftszweigen, zu welchen auch der Handel mit Occasionsfahrzeugen zu zählen sei, bestehe 

beim Erwerb grundsätzlich eine erhöhte Sorgfaltspflicht, welche im Luxussegment noch weiter-

gehe. Eine generelle Erkundungspflicht bestehe zwar nicht. Immerhin müsse in solchen Fällen 

aber eine Abklärungs- bzw. Erkundigungspflicht hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des 

Veräusserers nicht erst bei konkretem Verdacht des Rechtsmangels, sondern bereits dann an-

genommen werden, wenn aufgrund der Umstände Anlass zu Misstrauen bestehe. Entscheidend 

sei die Branchenvertrautheit des Erwerbers. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung dürfe aus 

der Unterlassung von Nachforschungen nur dann das Fehlen des guten Glaubens abgeleitet wer-

den, wenn die betreffenden Vorkehren voraussichtlich zur Entdeckung des mangelnden Verfü-

gungsrechts des Veräusserers geführt hätten. Vorliegend sei aufgrund der Aussagen der Par-

teien erstellt, dass die branchenkundige Berufungsbeklagte und D. ____ sich aufgrund früherer 

Geschäfte schon gekannt hätten. Es hätten seitens der Berufungsbeklagten auch Geschäftsbe-

ziehungen zur C. ____ und F. ____ bestanden, da sie Fahrzeuge für die C. ____ vertreibe. Es 

sei von einem Vertrauensverhältnis auszugehen. Daran ändere auch der «Fall I. ____» nichts, 

aufgrund welchem die Berufungsbeklagte nach Ansicht des Berufungsklägers hätte hellhörig wer-

den müssen. Im Zusammenhang mit einem anderen Autokauf, bei welchem D. ____ involviert 

gewesen sei, sei die Berufungsbeklagte von der Vorbesitzerin I. ____ mit einer Eigentumsklage 

konfrontiert worden, wenn auch dieselbe mit Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost 

vom 13. August 2019 abgewiesen worden sei. Das Fahrzeug sei von D. ____ damals an die J. 

____ AG (Gesellschaft von K. ____) verkauft worden; letztere habe das Fahrzeug an die Beru-

fungsbeklagte weiterverkauft, welche schon lange mit K. ____ geschäftlich zu tun gehabt habe. 

Mit Vereinbarung vom 28. Juni 2017 sei die Angelegenheit zwischen D. ____ und I. ____ per 

Saldo aller Ansprüche geregelt worden. Nach Auffassung des Zivilkreisgerichts könne der Beru-

fungsbeklagten trotz des «Falles I. ____» keine erhöhte Sorgfaltspflicht in Bezug auf die Herkunft 

der beiden streitgegenständlichen Porsches aufgrund der Involvierung von D. ____ abverlangt 

werden. Im Unterschied zum «Fall I. ____» habe E. ____ von der Berufungsbeklagten von Anfang 

an mitbekommen, dass die beiden streitgegenständlichen Porsches ursprünglich im Eigentum 

des Berufungsklägers gewesen seien und in der Folge mit Wissen des Berufungsklägers von D. 

____ verkauft worden seien. Selbst wenn der «Fall I. ____» allenfalls Anlass zu einem gewissen 

«Grundmisstrauen» gegenüber D. ____ hätte geben können, hätte aufgrund der konkreten Um-

stände eben gerade kein entsprechender Anlass bestanden. Die Berufungsbeklagte sei bei der 

 
 
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Abwicklung des Erstgeschäftes vor Ort gewesen und habe miterlebt, wie das Erstgeschäft voll-

zogen und die Autos im Einvernehmen von allen übergeben worden seien. Aufgrund der Zuschal-

tung von F. ____ anlässlich des Abschlusses des Erstgeschäftes und dem einstimmigen Zusam-

menwirken des Berufungsklägers, D. ____ und der C. ____ mit dem Wissen, dass am Ende der 

schwarze und der graue Porsche bei der Berufungsbeklagten sein sollten, habe die Berufungs-

beklagte davon ausgehen dürfen, dass D. ____ (für sich alleine oder für die C. ____) die Fahr-

zeuge habe verkaufen dürfen. Aus Sicht der Berufungsbeklagten seien die C. ____ oder D. ____ 

als Eigentümerin oder als Kommissionär als legitimierte Verkäufer der beiden Porsches in Frage 

gekommen. Eine andere Möglichkeit scheide aus. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass sich 

D. ____ und die C. ____ bezüglich der Verfügungsberechtigung uneinig gewesen seien. Vielmehr 

sei im Beisein des Berufungsklägers und der Berufungsbeklagten vorgebracht worden, dass «al-

les noch bereinigt» würde und die Berufungsbeklagte habe aufgrund des unmittelbar erfolgten, 

auch von ihr wahrgenommenen Kontaktes zwischen D. ____ und F. ____ keine Veranlassung 

gehabt, nachzufragen. Auch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erübrigten sich wei-

tere Nachforschungen, wenn zum Erwerb der Sache eine einleuchtende Darstellung abgegeben 

werde. Für die Berufungsbeklagte hätten keine Verdachtsmomente bestanden, die an der Verfü-

gungsberechtigung von D. ____ oder der C. ____ Misstrauen aufkommen lassen würden und 

eine Abklärung der näheren Umstände erfordert hätten. Auch sei nicht ersichtlich, bei wem sich 

die Berufungsbeklagte weiter hätte erkundigen sollen bzw. was solche Erkundigungen gebracht 

hätten. Alle involvierten Parteien seien von der Verfügungsberechtigung von D. ____ ausgegan-

gen. Die Verfügungsberechtigung über den Porsche RSR sei zudem für das Zweitgeschäft irre-

levant. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, woher die Eintauschfahrzeuge gestammt hätten. 

Es habe sich nicht um Ware zweifelhafter Herkunft gehandelt. Es habe weder ein abstrakter noch 

ein konkreter Verdacht eines Rechtsmangels bestanden. Der Berufungskläger habe nicht nach-

weisen können, dass die Berufungsbeklagte bösgläubig sei oder dass diese die durch die Um-

stände gebotene Aufmerksamkeit nicht habe walten lassen. Als gutgläubige Erwerberin sei die 

Berufungsbeklagte in ihrem Besitz des schwarzen und grauen Porsches dementsprechend zu 

schützen (Art. 933 und Art. 714 Abs. 1 ZGB). 

4.4.2 Der Berufungskläger monierte die Bejahung der Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten 

durch die Vorinstanz in seiner Berufung, weil die Erwerberin gewusst habe, dass nicht D. ____, 

sondern die C. ____ die beiden Porsches vom Berufungskläger übernommen habe. Im Weiteren 

habe sie um eine zum Zeitpunkt des Abschlusses des Zweitgeschäfts bereits hängig gewesene 

Strafuntersuchung gegen D. ____ wegen Verdachts auf Veruntreuung zweier anderer Porsches 

gewusst. Die Berufungsbeklagte habe deshalb nicht gutgläubig annehmen können, D. ____ sei 

berechtigt gewesen, ihr den grauen und den schwarzen Porsche zu verkaufen. Der Berufungs-

kläger zitiert, wie die Vorinstanz, die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Sorgfaltspflicht bei 

der Abklärung der Herkunft des Verkaufsgegenstandes, insbesondere bei Veräusserungsge-

schäften über Occasionsfahrzeuge im Luxussegment. Festzuhalten sei vorab, so der Berufungs-

kläger, dass die Berufungsbeklagte haargenau gewusst habe, dass das Erstgeschäft zwischen 

 
 
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dem Berufungskläger und der C. ____ zustande gekommen sei. E. ____ habe den Vertrag zwi-

schen dem Berufungskläger und der C. ____ aufgesetzt und per E-Mail an F. ____ zur Unter-

schrift gesendet. Ebenso habe die Berufungsbeklagte vom Umstand gewusst, dass D. ____ die 

beiden Porsches verkauft habe, um an Geld zu kommen. Weiter sei der Berufungsbeklagten be-

kannt gewesen, dass die in Aussicht gestellte, vom Zivilkreisgericht erwähnte Bereinigung zwi-

schen der C. ____ und D. ____ (im Sinne eines Weiterverkaufs bzw. der Erteilung eines Auftrags 

an D. ____) nicht stattgefunden habe, weil dafür insbesondere die zwischen dem Erst- und dem 

Zweitgeschäft liegende Zeit schlicht zu knapp gewesen sei. Zur Frage des von der Vorinstanz 

erwähnten Ausgleichs zwischen D. ____ und F. ____ habe E. ____ zu Protokoll gegeben, dass 

die Berufungsbeklagte sich einzig auf die Aussage von D. ____ verlassen habe, er und F. ____ 

«würden dies untereinander abgleichen, weil sie noch etwas ausgleichen» müssten. Die vo-

rinstanzliche Sachverhaltsfeststellung eines «regen und [von der Berufungsbeklagten] live miter-

lebten Kontaktes zwischen D. ____ und F. ____» erweise sich deshalb als aktenwidrig. So habe 

E. ____ an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestätigt, das Gespräch zwischen D. ____ 

und F. ____ nicht direkt mitbekommen zu haben. Im Weiteren habe sich weder das Zivilkreisge-

richt noch die Berufungsbeklagte damit befasst, was genau «alles» noch «bereinigt» werden 

sollte. Damit stehe fest, dass die Berufungsbeklagte keinerlei Abklärung getroffen habe. Zu kurz 

greife im Weiteren die vorinstanzliche Erwägung, es sei dem Berufungskläger, der C. ____ und 

D. ____ bewusst gewesen, dass am Schluss die Berufungsbeklagte die beiden Porsches haben 

würde. Den Berufungskläger habe dies nicht mehr betroffen, weil er am Zweitgeschäft nicht be-

teiligt gewesen sei. Laut F. ____ hätte die C. ____ die vier Eintauschfahrzeuge erhalten sollen. 

Wenn dieser also erklärt habe, dass zwei Fahrzeuge an die Beklagte verkauft werden sollten, 

dann sei gemeint gewesen: im Namen und auf Rechnung der C. ____. Damit stehe fest, dass 

weder der Berufungskläger noch die C. ____ davon ausgegangen seien, D. ____ würde die bei-

den Porsches im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an die Berufungsbeklagte (weiter-

)verkaufen. Ein Einverständnis zum eigenmächtigen Verkauf durch D. ____ habe deshalb gefehlt. 

Damit erweise sich auch die Erwägung des Zivilkreisgerichts als unrichtig, es lägen keine An-

haltspunkte vor, dass sich D. ____ und die C. ____ bezüglich der Verfügungsberechtigung unei-

nig gewesen seien. Der Fall I. ____ habe sodann die Berufungsbeklagte auf das rechtswidrige 

Geschäftsgebaren von und die strafrechtliche Untersuchung gegen D. ____ aufmerksam ge-

macht. In der Sachverhaltsfeststellung zum Fall I. ____ durch die Vorinstanz fehlten massgebli-

che Bestandteile zum Ablauf der Geschehnisse. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, als sie 

das Zweitgeschäft abgeschlossen habe, dass gegen D. ____ eine strafrechtliche Untersuchung 

gelaufen sei, weil ihm vorgeworfen worden sei, zwei Porsches, «welche ihm anvertraut wurden, 

veruntreut [zu] haben». Der Berufungsbeklagten sei ausserdem bekannt gewesen, als sie das 

Zweitgeschäft abgeschlossen habe, dass I. ____ und D. ____ erst nachträglich einen Vergleich 

über den Verkauf des betreffenden  

I. ____-Porsches «per Saldo aller Ansprüche» erzielt hätten, worin D. ____ die nachträgliche 

Zahlung eines Kaufpreises versprochen habe. Zudem sei ihr auch bewusst gewesen, dass 

I. ____ Monate später von der Berufungsbeklagten den betreffenden I. ____-Porsche klageweise 

 
 
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herausverlangt und Strafanzeige gegen D. ____ eingereicht habe. Daher habe die Berufungsbe-

klagte gerade keine Gewissheit gehabt, dass an den Vorwürfen gegen D. ____ betreffend den 

an sie verkauften I. ____-Porsche nichts dran gewesen sei. Zudem hätte die Berufungsbeklagte 

mit einem Anruf bei F. ____ herausfinden können, dass D. ____ nicht berechtigt gewesen sei, 

den grauen und den schwarzen Porsche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu ver-

kaufen. Dementsprechend gehe die Vorinstanz fehl bei der Feststellung, es sei nicht ersichtlich, 

bei wem sich die Berufungsbeklagte hätte informieren sollen bzw. was weitere Erkundigungen 

gebracht hätten. Entgegen der Vorinstanz habe die Berufungsbeklagte nicht davon ausgehen 

dürfen, dass D. ____ berechtigt gewesen sei, die beiden Porsches für sich allein oder für die C. 

____ zu verkaufen. Die Berufungsbeklagte habe um die Parteien des Erstgeschäfts (Berufungs-

kläger und die C. ____) gewusst. Erwerberin der zwei Porsches sei nach dem Wissen der Beru-

fungsbeklagten die C. ____ gewesen. Eine Bereinigung zwischen C. ____ und D. ____ habe 

nicht stattgefunden. Anhaltspunkte dafür, dass die C. ____ mit einem privaten Weiterverkauf 

durch D. ____ einverstanden gewesen sei, habe es keine gegeben. D. ____ habe die Fahrzeuge 

verkauft, weil er Geld benötigt habe. Aus der Kenntnis über den Fall I. ____ habe die Berufungs-

beklagte um die Geschäftsgebaren von D. ____ gewusst. Dementsprechend hätten genügend 

konkrete Verdachtsmomente vorgelegen, welche die (branchenkundige) Berufungsbeklagte hät-

ten misstrauisch machen und daher zu weiteren Abklärungen betreffend die Verfügungsberech-

tigung von D. ____ hätten veranlassen müssen. Die Berufungsbeklagte habe demnach nicht gut-

gläubig sein können. Für die Annahme, D. ____ habe die Porsches als Kommissionär verkaufen 

dürfen, gebe es entgegen der Begründung im vorinstanzlichen Entscheid keine sachverhaltliche 

Grundlage. Ebenso wenig hätten die Parteien je behauptet, es lägen die Voraussetzungen dafür 

vor, dass D. ____ und die C. ____ einen Kommissionsvertrag abgeschlossen hätten. Die Beru-

fungsbeklagte habe nicht gutgläubig von einer Verfügungsberechtigung von D. ____ ausgehen 

dürfen, sondern habe vielmehr unüberwindlichen Anlass zu Misstrauen gehabt. Dass die Be-

klagte tatsächlich genügend misstrauisch gewesen sei, sei erwiesen, indem sie beinahe die 

Hälfte des Kaufpreises für den schwarzen Porsche als Sicherheit zurückbehalten habe. Dies wie-

derum sei geradezu ein Beleg für ihren bösen Glauben – die Berufungsbeklagte habe nämlich 

gewusst, dass D. ____ nicht vertraut werden könne. Da die Berufungsbeklagte die geeignete und 

zumutbare Massnahme, einen Anruf bei F. ____ zu tätigen, um die Verfügungsberechtigung von 

D. ____ zu überprüfen, nicht ergriffen habe, könne sie sich nicht auf ihren (angeblichen) guten 

Glauben berufen. 

4.4.3 Die Berufungsbeklagte bestritt in ihrer Berufungsantwort, wie bereits im zivilkreisgerichtli-

chen Verfahren, hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. ____ über die beiden Porsches 

bösgläubig gewesen zu sein. Sie habe gewusst, dass die beiden Porsches von ihrer Herkunft her 

«sauber» gewesen seien. Die notwendigen Rückfragen aufgrund des kurzfristigen Parteiwech-

sels beim Erstgeschäft habe sie getätigt. Weitere Auskünfte bei den Beteiligten (beim Berufungs-

kläger, bei D. ____ oder bei F. ____) habe sie nicht einholen müssen, sie hätte auch keine ab-

weichenden Antworten erhalten. Andere Personen, die zum Vorgang hätten befragt werden kön-

nen, habe es nicht gegeben, wie die Vorinstanz richtig festgehalten habe. Es sei richtig, dass die 

 
 
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Berufungsbeklagte mitbekommen habe, dass in letzter Sekunde D. ____ gegen die C. ____ als 

Verkäufer des Porsches RSR ausgetauscht worden sei. Es sei im Weiteren belegt, dass die Be-

rufungsbeklagte die zwei Porsches nicht habe kaufen wollen, wenn sie zuerst an die C. ____ in 

Deutschland und von dort wieder an die Berufungsbeklagte verkauft worden wären. Im Weiteren 

seien die Ausführungen der Vorinstanz zutreffend, wonach die Berufungsbeklagte davon habe 

ausgehen dürfen, dass D. ____ ermächtigt gewesen sei, die Porsches (für sich alleine oder für 

die C. ____) zu verkaufen. Zutreffend sei die Anmerkung des Berufungsklägers, dass D. ____ 

liquide Mittel benötigt habe. Von den Parteien des Tauschvertrags (Berufungskläger und D. ____) 

habe die Berufungsbeklagte vom Umstand gewusst, dass D. ____ lieber Bargeld als vier Ein-

tauschfahrzeuge gehabt hätte, weil er eben Geld benötigt habe. Genau aus diesem Grund habe 

D. ____ nur in den Tausch eingewilligt, wenn er vor Abschluss des Vertrags habe sicher sein 

können, für die vier Eintauschfahrzeuge Käufer gefunden zu haben. Nachdem das Tauschge-

schäft zwischen dem Berufungskläger und D. ____ unter Dach und Fach gewesen sei, habe die 

Berufungsbeklagte erfahren, dass quasi in letzter Sekunde D. ____ als Verkäufer des Porsches 

RSR gegen die C. ____ ausgetauscht werden sollte und dass alle Beteiligten, der Berufungsklä-

ger, D. ____ und die C. ____, damit einverstanden gewesen seien. E. ____ habe daraufhin zu 

verstehen gegeben, dass die Berufungsbeklagte an einem Kauf der beiden Porsches nicht inte-

ressiert sei, falls die Fahrzeuge unter diesen Umständen zuerst nach Deutschland und von dort 

wieder zur Beklagten gelangen sollten. D. ____ habe in der Folge F. ____ kontaktiert. Am Tele-

fon, auf Lautsprecher geschaltet, habe dieser im Beisein sowohl des Berufungsklägers als auch 

der Berufungsbeklagten zu verstehen gegeben, dass an einem direkten Kauf der beiden Por-

sches von D. ____ nichts im Wege stehen würde. Die Situation «D. ____/C. ____» werde intern 

bereinigt. Bei dieser Sachlage spreche nichts dafür, dass die besagte «Bereinigung» zwischen 

dem Erst- und dem Zweitgeschäft hätte stattfinden sollen. Sie sollte vorgenommen werden, nach-

dem die Berufungsbeklagte den grauen und den schwarzen Porsche gekauft hätte. Zugegebe-

nermassen weiss die Berufungsbeklagte nicht, und das habe sie auch nicht interessieren müs-

sen, ob es da lediglich um eine finanzielle oder allenfalls auch um eine eigentumsrechtliche Be-

reinigung gegangen sei. Die Frage, ob diese Bereinigung je stattgefunden habe, sei für den Ent-

scheid der Vorinstanz ohne Relevanz. Es genüge, dass F. ____ für alle Beteiligten hörbar bestä-

tigt habe, dass die Berufungsbeklagte die beiden Porsches von D. ____ kaufen könnte und er – 

also die C. ____ – das anschliessend intern mit D. ____ regeln würde. Für die Frage, ob D. ____ 

die beiden Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte habe verkaufen dürfen, sei die Aussage von D. 

____ und der C. ____, wonach sie die [finanziellen und/oder eigentumsrechtlichen] Belange un-

tereinander abgleichen würden, ohnehin nicht von Belang. Wichtig und erstellt sei, dass sowohl 

der Berufungskläger als auch D. ____ und die C. ____, letztere vertreten durch F. ____, davon 

gewusst hätten und damit einverstanden gewesen seien, dass der graue und der schwarze Por-

sche im Rahmen des Vollzugs des Tauschgeschäfts unverzüglich an die Berufungsbeklagte wei-

tergegeben werden sollten. In welcher Eigenschaft D. ____ den Weiterverkauf getätigt habe und 

ob die verabredete Bereinigung zwischen diesem und der C. ____ tatsächlich erfolgt sei, habe 

die Berufungsbeklagte nicht kümmern müssen. Keineswegs habe sich die Berufungsbeklagte nur 

an D. ____ gehalten. In Anwesenheit des Berufungsklägers habe sich E. ____ selber anlässlich 

 
 
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des Telefons zwischen D. ____ und F. ____ von der Rechtmässigkeit des Vorgangs überzeugen 

können, wie die Parteibefragung mit E. ____ ergeben habe. Zutreffend habe die Vorinstanz im 

Weiteren auch erkannt, dass die Berufungsbeklagte allein aufgrund der Kenntnis vom «Fall I. 

____» mit Blick auf den Erwerb des grauen und schwarzen Porsches nicht als bösgläubig einge-

stuft werden könne. Die Vorinstanz sei zudem nicht gehalten, jeden Satz, den der Berufungsklä-

ger in seinen Rechtsschriften erwähnt habe, im Urteil wiederzugeben und zu kommentieren. Das 

Gericht könne sich auf das beschränken, was für den zu fällenden Entscheid erheblich sei. Beim 

Abschluss des Zweitgeschäfts, beim Erwerb des grauen und des schwarzen Porsches, sei für die 

Berufungsbeklagte wichtig gewesen zu wissen, wie bei jedem Occasionskauf, dass die Fahr-

zeuge, die sie erwerben sollte, von unzweifelhafter Herkunft seien. Das sei schon beim I. ____-

Porsche so gewesen, den die Berufungsbeklagte von dem ihr bekannten K. ____ beziehungs-

weise dessen J. ____ AG gekauft habe; beim grauen und beim schwarzen Porsche sei das nicht 

anders gewesen. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, dass die beiden Fahrzeuge vorher dem 

Berufungskläger gehört hätten; und bezüglich diesem habe es für die Berufungsbeklagte keine 

Anhaltpunkte gegeben, dass mit den beiden Porsches etwas nicht stimmen könnte. Des Weiteren 

sei für die Berufungsbeklagte, die dem Vollzug des Tauschgeschäfts in der Person von E. ____ 

persönlich beigewohnt habe, ohne Weiteres ersichtlich, dass dem Berufungskläger der Porsche 

RSR in Anwesenheit von D. ____ (zu Eigentum) übergeben worden sei. Somit habe nichts dage-

gengesprochen, das Zweitgeschäft mit D. ____ vollziehen zu dürfen. Und was dieses Zweitge-

schäft anbelange, habe sich die Berufungsbeklagte auf die Aussage von F. ____ verlassen dür-

fen, wonach das Geschäft im angedachten Sinne – Verkauf des grauen und schwarzen Porsches 

nach vollzogenem Tauschgeschäft durch D. ____ an die Berufungsbeklagte in der Schweiz – 

durchgeführt werden könnte. Wie die Vorinstanz richtig festgestellt habe, hätten sich D. ____, F. 

____ und E. ____ schon seit geraumer Zeit gekannt. Es habe ein grundsätzliches Vertrauensver-

hältnis bestanden. Der Einzelfall «I. ____» sei von seiner Konstellation nicht dergestalt gewesen, 

dass die Berufungsbeklagte ihre sämtlichen Geschäftsbeziehungen zu D. ____ deswegen hätte 

in Frage stellen müssen. Ganz abgesehen davon hätte sich das Misstrauen auf die beiden Fahr-

zeuge beziehen müssen, die die Berufungsbeklagte von D. ____ habe kaufen wollen. Diese hät-

ten vom Berufungskläger gestammt, der unverdächtig gewesen sei; der Berufungskläger habe 

den grauen Porsche nach Erhalt des Porsches RSR an die Berufungsbeklagte übergeben und 

habe zudem dafür gesorgt, dass der schwarze Porsche an die Berufungsbeklagte ausgehändigt 

worden sei. Da sei beim besten Willen nichts Verdächtiges daran. Der Hinweis der Vorinstanz 

auf die allfällige Kommissionssituation besage nichts anderes, als dass sich die Berufungsbe-

klagte aufgrund der Zusicherung von F. ____ am Telefon keine Gedanken darüber habe machen 

müssen, ob D. ____ nunmehr direkt oder als Kommissionär der C. ____ verkaufe. Wichtig sei 

gewesen, dass sie das Geschäft mit D. ____ so habe abschliessen können, wie das bei den 

ersten Kontakten, nachdem das Erstgeschäft konkretisiert worden sei, abgemacht gewesen sei. 

Entgegen dem Berufungskläger habe die Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren eine 

kommissarische Beauftragung von D. ____ behauptet und die Vorinstanz habe diese damit kor-

rekterweise geprüft. Mit der Berufungsbeklagten sei das Zivilkreisgericht zum Schluss gelangt, D. 

____ sei der Verkäufer, weil eine Parteisimulation vorliege; und selbst wenn eine solche nicht 

 
 
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gegeben sein sollte, und die Eintauschfahrzeuge tatsächlich an die C. ____ gegangen wären, 

folgere die Vorinstanz ebenso zutreffend, hätte man aufgrund der Zusage von F. ____ von einem 

Kommissionsgeschäft ausgehen können. 

4.4.4 Der Erwerber ist im Sinne von Art. 933 ZGB gutgläubig, wenn er die redliche Überzeugung 

hat, dass der Veräusserer berechtigt sei, ihm das infrage stehende dingliche Recht zu übertragen. 

Massgebend ist also nicht, ob der Veräusserer berechtigt sei, sondern ob der Erwerber glaube, 

er sei es. Inhaltlich lauten die zu prüfenden Fragen: Ist auf Grund der konkreten Umstände anzu-

nehmen, dass der Erwerber die fehlende Berechtigung des Veräusserers nicht kannte und auch 

nicht hätte kennen müssen? War sein Vertrauen in die Verfügungsbefugnis des Veräusserers 

begründet. War der Irrtum des Erwerbers entschuldbar? Ob sich der Erwerber über die fehlende 

Berechtigung des Veräusserers getäuscht hat, ist eine Sachfrage; ob aber unter den konkreten 

Umständen der Begriff des guten Glaubens erfüllt ist, ist eine Rechtsfrage (BK ZGB- 

STARK/LINDENMANN, Art. 933 ZGB N 44 – 46). Nach Art. 3 Abs. 1 ZGB wird das Vorhandensein 

des guten Glaubens vermutet. Wer allerdings bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umstän-

den von ihm verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte, ist nicht berechtigt, sich auf den 

guten Glauben zu berufen. Im Zusammenhang mit Art. 933 ZGB hat der frühere Besitzer und 

Eigentümer zu beweisen, dass der Erwerber bösgläubig ist (Tatfrage) oder er kann geltend ma-

chen, dass dieser nicht die durch die Umstände gebotene Aufmerksamkeit hat walten lassen 

(Rechtsfrage; vgl. BSK-ERNST, Art. 933 ZGB N 28 mit Hinweis auf BGE 131 III 418 E. 2.3.1). 

Meistens ist der Eigentümer verfügungsberechtigt. Wenn der Erwerber den Veräusserer aufgrund 

seines Besitzes für den Eigentümer hält, kann er sich täuschen, weil der Veräusserer nicht Ei-

gentümer und auch nicht aufgrund einer anderen Quelle – z. B. einer vertraglich eingeräumten 

Verfügungsbefugnis – verfügungsberechtigt ist. Dann hilft ihm sein guter Glaube in die – fehlende 

– Verfügungsbefugnis. Eine nähere Erkundigung ist aber in Zweifelsfällen meistens geboten 

(BSK-ERNST a.a.O. N 30). Es besteht jedoch keine allgemeine Erkundigungspflicht des Erwer-

bers. Es kommt darauf an, ob die dem Erwerber spätestens beim Erwerb bekannt gewordenen 

Umstände eine nähere Erkundigung nahelegen (BSK-ERNST a.a.O. N 36 mit Hinweis auf 

BGE  139 III 305 E. 3.2.2). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind höhere Anforderungen 

an jene Geschäftszweige zu stellen, die dem Angebot von Waren zweifelhafter Herkunft und folg-

lich mit Rechtsmängeln behafteter Sachen in besonderem Masse ausgesetzt sind, wie es beim 

Handel mit Gebrauchtwaren aller Art der Fall ist. Auch wenn damit keine generelle Erkundigungs-

pflicht statuiert werde, ergebe sich in diesen Fällen eine Abklärungs- bzw. Erkundigungspflicht 

hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des Veräusserers nicht erst bei konkretem Verdacht des 

Rechtsmangels, sondern bereits, wenn aufgrund der Umstände Anlass zu Misstrauen bestehe. 

Diese erhöhten Sorgfaltsanforderungen beschränkten sich nicht auf den Händler im kaufmänni-

schen Verkehr; entscheidend sei vielmehr die Branchenvertrautheit des Erwerbers. Zu den Ge-

schäftszweigen, für die erhöhte Sorgfaltspflichten gelten würden, gehöre der Handel mit Occasi-

onsfahrzeugen, wobei die Anforderungen, die an die Sorgfaltspflicht des Händlers von Occasi-

onsautomobilen der Luxusklasse gestellt würden, besonders hoch seien (BGer 5A_962/2017 E. 

5.1). Die graduelle Unterscheidung der auszuübenden Sorgfalt im Occasionauto-Handel je nach 

 
 
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Wert des Automobils bringt zwar Abgrenzungsschwierigkeiten mit sich, ab welcher Werthöhe ein 

Fahrzeug dem  

Luxussegment zuzurechnen ist. Im Ergebnis ist der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indes-

sen aufgrund der Interessenlage nach Art. 933 ZGB, mit welcher originärer Eigentumserwerb 

geschützt werden soll, beizupflichten. Im Weiteren darf nach der zitierten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung sodann aus der Unterlassung von Nachforschungen nur dann das Fehlen des 

guten Glaubens abgeleitet werden, wenn die betreffenden Vorkehren voraussichtlich zur Entde-

ckung des mangelnden Verfügungsrechts des Veräusserers geführt hätten. Dies sei dahingehend 

zu verstehen, dass die in Betracht fallende Nachforschungsmassnahme objektiv geeignet sein 

müsse, den Mangel in der Verfügungsbefugnis zu entdecken. Auf das hypothetische Ergebnis 

solcher Nachforschungen komme es hingegen nicht an. Es könne durchaus sein, dass objektiv 

geeignete Nachforschungen die Verdachtsmomente nicht erhärtet hätten. Mit anderen Worten 

könne sich derjenige, so das Bundesgericht zusammenfassend, der geeignet erscheinende und 

zumutbare Massnahmen nicht ergreife, nicht auf seinen guten Glauben berufen (BGer a.a.O. E. 

5.2). 

4.4.5 Im vorliegend zu beurteilenden Fall braucht auch im Zusammenhang mit der Frage der 

Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten nicht darüber befunden zu werden, wer die Parteien des 

Erstgeschäfts effektiv waren, zumal, wie oben unter Erwägung 4.4.4 einleitend angeführt wurde, 

rechtlich nicht relevant ist, ob der Veräusserer zur Eigentumsübertragung berechtigt war, sondern 

ob der Erwerber glaubte oder glauben durfte, er sei es. Im Weiteren umfasst die Verfügungsbe-

rechtigung des Veräusserers, von welcher der Erwerber ausging oder ausgehen durfte, entgegen 

der Annahme des Berufungsklägers in seiner Berufung nicht auch die Frage, ob D. ____ die 

streitgegenständlichen Porsches auf eigene Rechnung verkaufen durfte oder nicht. Beim originä-

ren Eigentumserwerb nach Art. 933 ZGB kann es nach Ansicht des Kantonsgerichts nicht darum 

gehen, den Gutglaubensschutz nur zu gewähren, wenn der Erwerber sowohl über die Verfü-

gungsberechtigung an sich, als auch über die obligatorischen Rechte und Pflichten des Ver-

äusserers irrte. Über Letzteres braucht der Erwerber keine Erkundigungen einzuholen. Nicht 

massgeblich ist deshalb, ob D. ____ als Kommissionär handelte oder handeln durfte. Die Beru-

fungsbeklagte musste sich deshalb auch nicht darüber erkundigen, ob die von den Parteien er-

wähnte, allfällige Bereinigung zwischen der C. ____ und D. ____ tatsächlich erfolgt sei oder nicht 

bzw. ob eine solche überhaupt verabredet worden war. Ebensowenig kommt es in diesem Zu-

sammenhang darauf an, dass sich die Berufungsbeklagte nur auf die Aussage von D. ____ ver-

lassen haben soll, obwohl diese bei F. ____ hätte abklären müssen und auch in Erfahrung bringen 

können, wie es um diese Bereinigung stehe. Und selbst wenn die Vorinstanz, wie berufungsweise 

geltend gemacht, in sachverhaltlicher Hinsicht aktenwidrig festgestellt haben sollte, dass E. ____ 

beim Telefongespräch zwischen D. ____ und F. ____ unmittelbar anwesend gewesen sei, und 

den Inhalt vollständig «live» mitbekommen haben sollte, änderte dies nichts daran, dass letzt-

endlich für die Berufungsbeklagte keine Pflicht zur Erkundigung über dieses Gespräch betreffend 

Absprache zwischen C. ____ und D. ____ über die Veräusserung der beiden Porsches bestan-

den hätte, solange alle Beteiligten sich darin einig gewesen sind, dass am Schluss die Fahrzeuge 

 
 
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im Eigentum der Berufungsbeklagten sein würden. Dass alle vom Erwerb durch die Berufungs-

beklagte ausgegangen sind und vor allem, dass die Berufungsbeklagte hiervon ausgehen durfte, 

hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten. Daran ändert auch eine 

allenfalls fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung über die Teilnahme am erwähnten Telefonat zwi-

schen D. ____ und F. ____ nichts. Der Berufungskläger verkennt bei den entsprechenden Rügen 

gemäss Berufung, dass für die Beurteilung der Gutgläubigkeit allein ausschlaggebend ist, ob die 

Berufungsbeklagte als Erwerberin des grauen und schwarzen Porsches davon ausgehen durfte, 

dass der Veräusserer, vorliegend D. ____, ermächtigt war, ihr die dingliche Berechtigung an den 

Kaufgegenständen, also den Besitz an denselben zur Eigentumsübertragung, zu verschaffen. 

Allein vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen der Vorinstanz auf ihre rechtliche Fundierung 

zu prüfen. Dabei gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass der vorinstanzliche Befund zur 

Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Massgeblich dafür 

ist einmal die zutreffende allgemeine Feststellung des Zivilkreisgerichts, E. ____ von der Beru-

fungsbeklagten habe von Anfang an mitbekommen, dass die beiden streitgegenständlichen Por-

sches ursprünglich im Eigentum des Berufungsklägers gewesen seien und in der Folge mit Wis-

sen des Berufungsklägers von D. ____ verkauft worden seien. Keineswegs zu kurz gegriffen ist 

sodann die vorinstanzliche Erwägung, es sei dem Berufungskläger, der C. ____ und D. ____ 

bewusst gewesen, dass am Schluss die Berufungsbeklagte die beiden Porsches haben würde. 

Allenfalls ist dem Berufungskläger beizupflichten, dass ihn dies als Unbeteiligten am Zweitge-

schäft gar nicht mehr betroffen habe. Ob die gegenteilige Darstellung eine Ungenauigkeit in der 

erstinstanzlichen Urteilsbegründung darstellt, kann indessen offengelassen werden, weil nicht 

dargelegt wurde, inwiefern dieses Argument des Berufungsklägers am Ergebnis des Entscheids 

etwas geändert hätte. Im Weiteren führte der Berufungskläger in seiner Berufung (Rz 208 lit. b) 

selber aus, laut F. ____ hätte die C. ____ (zunächst) die vier Eintauschfahrzeuge erhalten sollen 

und dass (dann) zwei Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte verkauft werden sollten. Ob damit 

ausschliesslich in deren Namen und auf Rechnung der C. ____ gemeint gewesen sei, spielt in-

dessen, wie bereits erwähnt, für die Ermächtigung zur Übertragung der dinglichen Berechtigung 

durch D. ____ an die Berufungsbeklagte keine Rolle. Wie die Berufungsbeklagte zurecht darge-

legt hatte, wusste sie, dass die Fahrzeuge «sauber» und nicht von zweifelhafter Herkunft gewe-

sen seien, so dass sich weitergehende Erkundigungen auch aus diesem Grund nicht ohne Wei-

teres aufgedrängt haben. Ob die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung über eine erhöhte 

Sorgfaltsflicht beim Occasion-Verkauf von Automobilen im Luxusbereich im vorliegenden Fall 

überhaupt einschlägig ist, kann grundsätzlich offenbleiben. Zurecht weist die Berufungsbeklagte 

auch darauf hin, dass im vom Bundesgericht zu beurteilenden Fall vor allem auch der Umstand, 

dass sämtliche Fahrzeugpapiere, der Ersatzschlüssel und die Servicemappe fehlten, auf die 

zweifelhafte Herkunft des Kaufgegenstandes hindeutete und deswegen Anlass zu weitergehen-

den Erkundigungen bestanden hatte. Demgegenüber waren vorliegend die Eigentumsverhält-

nisse und die beabsichtigte Übertragung des Eigentums auf die Berufungsbeklagte überhaupt nie 

zweifelhaft. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass betreffend die beiden Porsches weder ein 

abstrakter noch ein konkreter Verdacht eines Rechtsmangels bestanden hat. Der sogenannte 

«Fall I. ____» braucht nicht weiter untersucht oder kommentiert zu werden, zumal dieser auf die 

 
 
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Verfügungsberechtigung von D. ____ an den streitgegenständlichen Fahrzeugen keine Auswir-

kungen hatte. Wenn die Berufungsbeklagte auf ihrer Kaufpreiszahlung für den grauen und 

schwarzen Porsche einen Rückbehalt machte, tangiert dies ihre Gutgläubigkeit über die Ver-

äusserungsberechtigung dieser Automobile nicht, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, 

dass der Rückbehalt im Zusammenhang mit der zwischen D. ____ und der Berufungsbeklagten 

geplanten «Bereinigung» erfolgte. Die entgegengesetzte Argumentation des Berufungsklägers in 

seiner Berufung überzeugt nicht. Die zudem von diesem behaupteten zweifelhaften Geschäfts-

gebaren von D. ____ als solche begründeten bei der vorliegenden, klaren Ausgangslage zur Her-

kunft der streitgegenständlichen Fahrzeuge aus der Sicht der Berufungsbeklagten keine Sorg-

faltspflicht für weitergehende Abklärungen. Die Berufungsbeklagte bzw. E. ____ war sowohl beim 

Abschluss des Erstgeschäfts als auch beim Vollzug desselben und danach auch bei der Über-

gabe der Fahrzeuge bzw. der Fahrzeugpapiere und Schlüssel zugegen und konnte sich zur Her-

kunft des grauen und schwarzen Porsches und zur Verfügungsberechtigung an denselben durch 

D. ____ ein zuverlässiges und auch abschliessendes Bild machen. Weitere Erkundigungen bei 

F. ____ erübrigten sich auch, da nicht davon auszugehen war, dieser würde hinsichtlich der Ver-

fügungsberechtigung über den grauen und schwarzen Porsche andere Angaben machen. Dies 

ergibt sich aus der von der Vorinstanz zitierten Aussage von F. ____ im Verfahren vor dem Land-

gericht X. ____. Im Weiteren mussten die Berufungsbeklagte allfällige Vorbehalte oder Zweifel 

an der Verfügungsberechtigung von D. ____ über den Porsche RSR des Erstgeschäfts vor dem 

Hintergrund von Art. 933 ZGB betreffend die von ihr übernommenen Tauschfahrzeuge nicht küm-

mern. Auch diese Feststellung der Vorinstanz verdient Zustimmung. Was die Herkunft dieser 

Fahrzeuge und die Verfügungsberechtigung von D. ____ zum Verkauf, genauer zur Übertragung 

des Eigentums, anbelangt, mussten bei der Berufungsbeklagten aufgrund des von der Vorinstanz 

festgestellten einvernehmlichen Zusammenwirkens des Berufungsklägers, D. ____ und F. ____, 

keine begründeten Zweifel bestehen. Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass das 

zivilkreisgerichtliche Urteil über die Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten hinsichtlich der Ver-

fügungsberechtigung des Veräusserers der beiden Fahrzeuge zutrifft. Da vorliegend somit sämt-

liche Voraussetzungen nach Art. 933 ZGB erfüllt sind, kann sich die Berufungsbeklagte erfolg-

reich gegenüber dem Berufungskläger auf ihr besseres Recht am grauen und schwarzen Porsche 

berufen, so dass sie in ihrer Position als Erwerberin originären Eigentums an diesen Automobilen 

zu schützen ist. Die Berufung ist somit im Hauptpunkt abzuweisen. Wie bereits ausgeführt, kann 

demnach offenbleiben, ob die Erwägungen der Vorinstanz zum derivativen Eigentumserwerb