# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 428f3aba-407c-53ea-bc09-91c22f3887ba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.05.2016 IV 2014/201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-201_2016-05-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/201

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 11.05.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 11.05.2016
Art. 28 IVG. Art. 17 ATSG. Beweiswürdigung Gutachten. Das BEGAZ-
Gutachten ist beweistauglich. Es ergibt sich eine Verbesserung des 
Gesundheitszustandes aus psychiatrischer Sicht. Aus somatischer Sicht 
ergeben sich nur kleine Veränderungen. Das Fibromylagiesyndrom besteht 
weiterhin. Die Rente wird revisionsweise aufgehoben (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Mai 2016, IV 
2014/201).

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger

Geschäftsnr.

IV 2014/201

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ hatte sich am 11. Februar 2002 zum Bezug einer Rente der 

Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 2). Zur Abklärung des medizinischen 

Sachverhaltes war Dr. med. B.___, Facharzt für Rheumatologie, mit der Erstellung eines 

Gutachtens beauftragt worden. In seinem Gutachten vom 25. Oktober 2002 stellte er 

die Diagnosen:

„ - Fibromyalgie-Syndrom seit ca. 1992

- Chron. Panvertebralsyndrom seit ca. 1992 bei

  muskulären Dysbalancen

segmentalen Dysfunktionen

leichter Haltungsschwäche

Osteochondrose L5/S1

lumbosacraler Übergangsanomalie mit Teilsacralisation von L5 links (Nearthros des 

Processus transversus mit dem Sacrum)

- Chron. Sensibilitätstörungen beider Hände seit ca. 3 Jahren (regredient)

  wahrscheinlich im Rahmen eines muskulären Thoracic outlet -Syndroms

  evtl. kombiniert mit einem leichten Carpaltunnelsyndrom

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- Chron. Parästhesien beider Fusssohlen unklarer Ätiologie (seit ca. 2 Jahren)“ (IV-

act. 14-5).

Dr. B.___ erachtete die Versicherte für eine leichte Arbeit in Wechselbelastung und 

ohne stereotype Haltungen und Belastungen aus rheumatologischer Sicht als zu 50% 

arbeitsfähig. Er hielt darüber hinaus fest, die Versicherte habe seit 14. Mai 2001 nicht 

mehr voll gearbeitet. Er habe sie anlässlich seiner Untersuchung vom 16. August 2001 

als zu 100% arbeitsfähig beurteilt. Die Beschwerden und Beeinträchtigungen hätten 

aber in der Folge anscheinend zugenommen, so dass eine Wiederaufnahme der Arbeit 

nicht mehr möglich gewesen sei (IV-act. 14-7).

A.b Aufgrund der Empfehlung von Dr. B.___ (IV-act. 14-8) wurde die Versicherte durch 

Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch abgeklärt. 

Dr. C.___ hielt in ihrem Gutachten vom 21. März 2003 fest, die Versicherte leide an 

einer mittelgradig depressiven Episode bestehend seit mindestens 3 Jahren. Sie 

schätzte die Versicherte als in einem zeitlichen Rahmen von ca. 2 Stunden täglich, am 

Nachmittag, als arbeitsfähig ein (IV-act. 21-5 f.).

A.c  Die IV-Stelle sprach der Versicherten daraufhin mit Verfügung vom 11. August 

2003 (mit Wirkung ab 1. Mai 2002) eine ganze Rente zu (IV-act. 31).

B. 

B.a  Im Fragebogen zur Revision der Invalidenrente gab die Versicherte am 29. Mai 

2006 an, ihr Gesundheitszustand habe sich nicht verändert (IV-act. 32). Ihr Hausarzt, 

Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin, bestätigte am 19. Juni 2006, dass die 

Befunde unverändert und der Gesundheitszustand stationär sei. Mit einer 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht zu rechnen (IV-act. 36-1 ff.). Daraufhin 

wurde der Versicherten am 27. Juni 2006 mitgeteilt, sie habe unverändert Anspruch auf 

eine Rente (IV-act. 38).

B.b Im Rahmen der nächsten Rentenrevision gab die Versicherte am 10. August 2011 

an, ihr Gesundheitszustand habe sich seit Dezember 2010 verschlechtert. Als Grund 

gab sie „Füsse“ an (IV-act. 43). Dr. D.___ gab in seinem Bericht vom 29. September 

2011 an, der Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär. Sie leide an einem 

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chronischen, therapieresistenten Fibromyalgie-Syndrom, so dass nicht mit einer 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei (IV-act. 62-1 ff.)

B.c  Im August 2012 leitete die IV-Stelle zusätzlich eine Rentenüberprüfung im Rahmen 

der 6a-Revision des IVG ein (IV-act. 48). Am 6. September 2012 berichtete Dr. D.___, 

die Versicherte habe unverändert Tag für Tag Schmerzen. Aufgrund ihrer Schmerzen 

könne sie z.B. nicht Fensterputzen, Bügeln, Staubsaugen, Betten anziehen, keine 

grossen Einkäufe machen und keine Gartenarbeiten durchführen. Seines Erachtens sei 

die Versicherte nicht eingliederungsfähig (IV-act. 51).

B.d Der RAD hielt am 7. Februar 2013 fest, dass die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten 

nicht überwiegend durch ein Leiden gemäss den Schlussbestimmungen zur 6a-

Revision begründet sei (IV-act. 55-2).

B.e  Zur Klärung ihres Rentenanspruches wurde die Versicherte am 18. Juni sowie am 

1. und 8. Juli 2013 in der BEGAZ GmbH Begutachtungszentrum BL (nachfolgend 

BEGAZ) polydisziplinär (allgemein-internistisch, rheumatologisch, neurologisch und 

psychiatrisch) untersucht und begutachtet. Das Gutachten datiert vom 15. August 2013 

(IV-act. 59). Der psychiatrische Gutachter hielt fest, so wie sich die Versicherte aktuell 

präsentiere, könne keine relevante depressive Störung mehr festgestellt werden. Eine 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sollte ihr möglich sein; eine 

Einschränkung lasse sich aufgrund des psychischen Zustandes nicht mehr begründen 

(IV-act. 59-26 f.). Der neurologische Sachverständige hielt fest, aufgrund der unter 

Belastung bzw. im Stehen und Gehen zunehmenden brennenden Schmerzen im 

Bereich der Fusssohlen, verbunden mit Parästhesien, sollten Arbeiten, die eine 

dauerndes Stehen oder Gehen erfordern, vermieden werden. Einfache körperliche 

Tätigkeiten, vorwiegend im Sitzen, könnten der Versicherten jedoch ganztags 

zugemutet werden. Arbeiten über Kopf sollten aufgrund des 

Schultergürtelkompressionssyndroms vermieden werden. Aufgrund der chronischen 

Schmerzsymptomatik sei von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen. In einer 

entsprechend adaptierten Tätigkeit bestehe aus neurologischer Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit von 90% (IV-act. 59-32). Der Rheumatologe führte an, es könnten 

keine relevanten anderen Angaben gegenüber dem rheumatologischen Gutachten von 

Dr. B.___ gemacht werden. Die Greifkraft sei inzwischen wieder fast normal (die 

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Versicherte habe zu Hause mit zwei Bällen trainiert). Ansonsten fänden sich weiterhin 

die 18 positiven Fibromyalgie Tender points, welche die früher gemachte Diagnose im 

Zusammenhang mit den übrigen anamnestischen Angaben und dem 

zwischenzeitlichen Verlauf bestätigten. In den Alltagsbewegungen und bei der 

Anamneseerhebung sei kein eigentliches Schmerzerleben sichtbar gewesen. 

Insbesondere habe die Versicherte problemlos den Einbeinstand einnehmen, sich beim 

Aus- und Anziehen der Kleider zügig bücken, reklinieren und die Arme heben können. 

Aus diesem Grunde würden die beschriebenen Beschwerden im Rahmen des 

Fibromyalgie-Syndroms aus aktueller gutachterlicher Sicht nicht als die Arbeitsfähigkeit 

einschränkend beurteilt. Der rheumatologische Sachverständige wies darauf hin, dass 

diese Beurteilung nicht auf einer grundlegend veränderten Klinik oder neuen 

Erkenntnissen basiere, sondern es sich um eine andere Beurteilung des praktisch 

gleichen klinischen Bildes handle, wie es Dr. B.___ in seinem Gutachten beschrieben 

habe. Dabei sei darauf hinzuweisen, dass dieser die Versicherte in seinem 

Konsiliarbericht vom 18.08.2001 noch als vollständig arbeitsfähig für eine körperlich 

leichte Tätigkeit beurteilt habe. Seine geänderte Meinung auf eine Arbeitsfähigkeit von 

50% (in seinem Gutachten vom 25.10.2002) habe er dadurch begründet, dass die 

Beschwerden und Beeinträchtigungen der Versicherten zugenommen hätten. Damit 

habe er sich auf subjektive Angaben der Versicherten gestützt. Abschliessend hielt der 

Rheumatologe fest, aus rheumatologischer Sicht könne keine relevante Verbesserung 

des Gesundheitszustandes begründet werden, obwohl punktuell gewisse 

Verbesserungen vorhanden seien (dies allerdings auch unter dem Aspekt, dass die 

Versicherte keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehe) (IV-act. 59-36 ff.).

B.f Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, gesamtmedizinisch kämen sie zum 

Schluss, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten vorwiegend aus 

psychiatrischer Sicht in der Zwischenzeit gebessert habe. Aus somatischer Sicht könne 

keine wesentliche Verschlechterung oder Verbesserung festgestellt werden. Für 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten müsse ab Gutachtensdatum eine 

Arbeitsfähigkeit von 90% angenommen werden. Tätigkeiten mit dauerndem Stehen 

oder Gehen oder mit Arbeiten Überkopf sollten dabei vermieden werden.

B.g Der RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 19. September 2013 fest, das 

Gutachten sei umfassend, beruhe auf eigenen Untersuchungen der Gutachter, 

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berücksichtige die Aktenlage und die geltend gemachten Beschwerden der 

Versicherten hinreichend. Die bei der Rentenzusprache im Jahr 2006 massgebliche 

psychische Situation habe sich seitdem wesentlich und anhaltend verbessert. Aus 

rheumatologischer Sicht werde von einem im Wesentlichen unveränderten 

Gesundheitszustand ausgegangen. 2002/03 sei in einer körperlich leichten Tätigkeit 

noch eine 50%ige Einschränkung angenommen worden. Im aktuellen Gutachten seien 

die vorliegenden Beschwerden dahingehend eingeschätzt worden, dass in einer 

leichten bis mittelschweren Tätigkeit keine relevante Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit mehr vorliege (IV-act. 61).

B.h Mit Vorbescheid vom 22. November 2013 kündigte die IV-Stelle an, sie 

beabsichtige die Rente auf das Ende des der Verfügung folgenden Monates 

aufzuheben. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass sich der 

Gesundheitszustand der Versicherten relevant verbessert habe. Die gutachterlich 

festgestellten Diagnosen vermöchten in einer adaptierten Tätigkeit nur noch eine 

Einschränkung von 10% zu begründen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 90% und einem 

daraus resultierenden IV-Grad von 22% sei kein Anspruch auf Rentenleistungen der IV 

mehr ausgewiesen (IV-act. 67).

B.i Am 12. Februar 2014 liess die Versicherte durch ihre Rechtsvertreterin Einwand 

erheben und die Zusprache (weiterhin) mindestens einer Dreiviertelsrente basierend auf 

einem IV-Grad von 61% verlangen (IV-act. 71).

B.j Am 13. März 2014 verfügte die IV-Stelle die Einstellung der Invalidenrente (IV-

act. 73). Zu den Einwänden der Versicherten hielt sie fest, die Voraussetzungen für eine 

Revision der Rente im Rahmen der IVG-Revision 6a seien tatsächlich nicht gegeben. 

Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) habe aufgezeigt, dass bei der Rentenzusprache 

die psychische Einschränkung als der führende Gesundheitsschaden angesehen 

worden sei. Durch die erhebliche Verbesserung des psychischen Zustandsbildes sei 

ein klarer Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG ausgewiesen, der es erlaube, auch die 

übrigen medizinischen Einschränkungen (rheumatologisch/neurologisch) nach den 

heutigen Massstäben zu beurteilen. Mit der medizinischen Begutachtung habe die IV-

Stelle ihre Abklärungspflicht hinreichend erfüllt.

C. 

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C.a  Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 7. April 2014, worin die 

Versicherte durch ihren (neuen) Rechtsvertreter die Aufhebung der Verfügung und die 

Ausrichtung (weiterhin) einer ganzen Rente verlangt (act. G 1). Der Rechtsvertreter 

beantragt eventualiter die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu 

weiteren medizinischen Abklärungen. Er teile die Auffassung nicht, dass das veränderte 

psychische Zustandsbild es erlaube, auch die übrigen medizinischen Einschränkungen 

nach den heutigen Massstäben zu beurteilen. Insbesondere sei bezüglich der 

rheumatologischen Beschwerden keine Verbesserung des Gesundheitszustandes 

eingetreten und es seien neue Beschwerden hinzugekommen. Zeitliche Vergleichsbasis 

für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilde 

die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. August 2003, gemäss welcher der 

Beschwerdeführerin basierend auf einem IV-Grad von 73% eine ganze Rente 

zugesprochen worden sei. Dieser Verfügung hätten die Gutachten von Dr. B.___ und 

Dr. C.___ zugrunde gelegen. Dr. B.___ habe die Beschwerdeführerin aus 

rheumatologischer Sicht als zu 50% (halbtags) arbeitsfähig erklärt. Gemäss Dr. C.___ 

sei die Beschwerdeführerin aufgrund einer seit mindestens 3 Jahren bestehenden 

mittelgradigen depressiven Episode nur noch zu 2 Stunden pro Tag arbeitsfähig 

gewesen. Gemäss dem aktuellen Gutachten des BEGAZ sei der Beschwerdeführerin 

aus spezialärztlicher Sicht eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit möglich. 

Eine Einschränkung lasse sich aus psychiatrischer Sicht nicht mehr begründen. Mithin 

sei in Bezug auf die psychischen Leiden der Beschwerdeführerin tatsächlich von einer 

Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin könne indessen aus rheumatologischer Sicht nicht von einer 

Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden. Die BEGAZ-Gutachter 

hätten mehrfach festgehalten, dass im rheumatologischen Bereich keine Änderung des 

Gesundheitszustandes vorliege, sondern lediglich eine andere Beurteilung desselben 

Sachverhaltes erfolgt sei. Die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen 

eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die 

Arbeitsfähigkeit stelle aber keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 

dar. Damit sei bei der Beschwerdeführerin weiterhin von einer 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischen Gründen auszugehen. Sollten Zweifel 

darüber bestehen, ob aus rheumatologischer Sicht ein praktisch gleiches 

Krankheitsbild und insbesondere keine relevante Verbesserung bejaht werden könne, 

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müsse ein Obergutachten in Auftrag gegeben werden. Gemäss BEGAZ-Gutachten sei 

die Beschwerdeführerin neu auch aus neurologischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt. Aus den neurologischen Beschwerden resultiere eine Arbeitsunfähigkeit 

von 10%, die im Vergleich zum früheren Gesundheitszustand (Verfügung vom 

11.08.2003) neu hinzugekommen sei. Mit dieser Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes bestehe bei der Beschwerdeführerin eine 

Gesamtarbeitsunfähigkeit, die gegen die 60% gehe. Die neurologische 

Arbeitsunfähigkeit sei nämlich nicht in der rheumatologischen bereits enthalten, 

sondern es seien die Wechselwirkungen dieser Beschwerden zu berücksichtigen. 

Sowohl das Valideneinkommen- als auch das Invalideneinkommen seien unter 

Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände des Einzelfalles 

festzusetzen. In der angefochtenen Verfügung habe die Beschwerdegegnerin die 

konkrete Situation der Beschwerdeführerin nicht genügend berücksichtigt. Denn 

aufgrund der rheumatologischen Leiden und der neurologischen Beschwerden sei 

davon auszugehen, dass die Chancen der Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt 

grundsätzlich und auch ihre Chancen auf Erreichen eines Tabellenlohnes beträchtlich 

eingeschränkt seien. Da sie in jedem Fall Einbussen zu gewärtigen habe, sei ein Abzug 

auf dem Tabellenlohn vorzunehmen. Ferner sei ein Teilzeitabzug zu berücksichtigen. 

Gesamthaft sei ein Abzug von 25% mindestens aber 20% vorzunehmen, womit die 

Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Bei einem 

Abzug von 20% oder 15% ergebe sich ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. In 

Bezug auf eine allfällige Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügung gemäss Art. 53 

Abs. 2 ATSG sei festzuhalten, dass keine Rede davon sein könne, diese wäre von 

Anfang an unrichtig gewesen. Für die Beurteilung seien der damals herrschende 

Rechtszustand und die damalige Rechtspraxis zu berücksichtigen. Die BEGAZ-

Gutachter hätten denn auch festgehalten, dass es sich lediglich um eine andere 

Beurteilung des praktisch gleichen klinischen Bildes handle. Zudem seien in den 

Jahren 2002/03 regelmässig Renten bei der Diagnose eines Fibromyalgie-Syndroms 

gesprochen worden. Die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise Aufhebung 

der Rente seien dementsprechend ebenfalls zu verneinen.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Juni 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führt sie an, aus dem 

psychiatrischen Gutachten vom 21. März 2003 von Dr. C.___ habe sich eine 

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Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 2 Stunden pro Tag (nachmittags) ergeben. 

Gestützt darauf habe sie [die Beschwerdegegnerin] den Einkommensvergleich 

vorgenommen. Bezogen auf das Jahr 2003 habe ein Invalideneinkommen von 

Fr. 13‘732.00 resultiert. Für die Rentenzusprache sei es daher nicht massgeblich 

gewesen, dass Dr. B.___ der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% bescheinigt habe. Liege ein Revisionsgrund vor, habe eine 

umfassende Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen, mithin auch eine erneute 

ärztliche Beurteilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit. Aus der 

polydisziplinären Begutachtung des BEGAZ gehe eine massgebliche Verbesserung des 

psychischen Gesundheitszustandes hervor. Der rheumatologische Experte habe im 

Vergleich zum Gutachten von Dr. B.___ ein kaum verändertes Zustandsbild festgestellt. 

Im Unterschied zu Dr. B.___ sei er mit überzeugender Begründung zum Schluss 

gekommen, dass sich das Fibromyalgie-Syndrom nicht einschränkend auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirke. Den harmlosen objektivierbaren Befunden in Form von 

degenerativen oder statischen LWS-Veränderungen (Osteochondrose LWK5/S1, 

lumbo-sacrale Übergangsanomalie mit Teilsakralisation LW5 links, aktuell ohne 

klinisches Korrelat) habe er nachvollziehbar keine quantitative Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit beigemessen. Der neurologische Experte habe eine 

belastungsabhängige Schmerzsymptomatik in der Fusssohle, mit Ameisenlaufen, 

vereinbar mit einer neuropathischen Schmerzsymptomatik unklarer Ätiologie erkannt. 

Aufgrund der chronischen Schmerzsymptomatik sei von einem erhöhten Pausenbedarf 

auszugehen. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe aus neurologischer Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit von 90%. In rechtlicher Hinsicht stelle die neuropathische 

Schmerzsymptomatik unklarer Ätiologie ein pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage dar, dem 

keine invalidisierende Wirkung beizumessen sei. In diesem Punkt sei vom Gutachten 

abzuweichen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit 

auszugehen. Die für die Zusprechung einer ganzen Rente massgebliche 

Psychopathologie in Form einer mittelgradig depressiven Episode, die sich im Jahr 

2003 in einer rund 75%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgewirkt habe, sei im 

Revisionszeitpunkt nicht mehr vorhanden gewesen. Angesichts des Wegfalls dieses 

psychischen Leidens, welches den Anspruch auf eine ganze Rente begründet habe, sei 

das Vorliegen eines medizinisch begründeten Revisionsgrundes zu bejahen, auch wenn 

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sich somatisch-rheumatologisch keine Veränderung ergeben habe. Für die Bemessung 

des Valideneinkommens werde der zuletzt erzielte Lohn als Montagearbeiterin 

angepasst an die Nominallohnentwicklung herangezogen, wobei damit von einem 

Valideneinkommen von Fr. 63‘829.00 auszugehen sei. Das Invalideneinkommen sei 

aufgrund von LSE-Tabellenwerten zu bestimmen, woraus sich ein Wert von 

Fr. 53‘834.00 ergebe. In Bezug auf einen allfälligen Abzug vom Tabellenlohn sei 

festzuhalten, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin verglichen 

mit einer gesunden Person in vergleichbarer Lage zwar behinderungsbedingt 

eingeschränkt seien, ihr aber immer noch ein genügend grosses Arbeitsmarktsegment 

offen stehe. Allein aufgrund der im BEGAZ-Gutachten definierten Anforderungen an 

eine adaptierte Erwerbstätigkeit lasse sich kein Abzug vom Tabellenlohn begründen. 

Die Gegenüberstellung des Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen ergebe 

eine Erwerbseinbusse von Fr. 9‘995.00, entsprechend einem rentenausschliessenden 

Invaliditätsgrad von 15.6%.

C.c  Mit Replik vom 10. Juni 2014 führt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an, 

aufgrund der Akten ergäben sich zahlreiche Hinweise dafür, dass die von Dr. B.___ 

gestellte Diagnose und die von ihm festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 50% aus 

rheumatologischer Sicht ebenfalls massgebend für die Zusprache der Rente gemäss 

Verfügung vom 11. August 2003 gewesen sei. Aus der Verfügung vom 13. März 2014 

ergebe sich denn auch, dass die Beschwerdegegnerin selbst diese Auffassung 

vertreten habe. In der Verfügung sei nämlich ausgeführt worden, dass durch die 

erhebliche Verbesserung des psychischen Zustandsbildes „nach Art. 17 ATSG ein 

klarer medizinischer Revisionsgrund ausgewiesen sei, der es erlaube, auch die übrigen 

medizinischen Einschränkungen (rheumatologisch/neurologisch) nach den heutigen 

Massstäben zu beurteilen.“ Diese Formulierung lasse einzig den Schluss zu, dass eben 

auch seinerzeit bzw. im Jahr 2003 rheumatologische Einschränkungen vorhanden 

gewesen seien. Übrige medizinische Einschränkungen liessen sich nur dann nach 

heutigen Massstäben beurteilen, wenn sie bereits früher bestanden hätten und beurteilt 

worden seien. Ferner habe die Beschwerdegegnerin die Stellungnahme des RAD 

erwähnt, der ebenfalls ausgeführt habe, dass aus rheumatologischer Sicht im 

Wesentlichen von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werde. 

Damit bringe die Beschwerdegegnerin durch den RAD zum Ausdruck, dass im 

Zeitpunkt der Rentenzusprache aus rheumatologischer Sicht noch eine 50%ige 

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Einschränkung angenommen worden sei. Angesichts dieser Feststellungen des RAD-

Arztes sei es nur schwer verständlich, dass die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort behaupten könne, die aus rheumatologischer Sicht bescheinigte 

Arbeitsunfähigkeit von 50% sei für die Zusprache der ganzen Rente nicht massgebend 

gewesen. Dass die Beschwerdegegnerin selbst davon ausgehe, dass im Zeitpunkt der 

Rentenzusprache auch die rheumatologischen Diagnosen für den Rentenentscheid 

massgebend gewesen seien, ergebe sich auch aus dem Gutachtensauftrag an das 

BEGAZ, nach welchem auch ein rheumatologisches Gutachten erstellt werden sollte. 

Wäre die Beschwerdegegnerin tatsächlich davon ausgegangen, dass seinerzeit einzig 

das Gutachten von Dr. C.___ mit einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 2 Stunden pro Tag 

massgebend gewesen sei, hätte sie sich im Revisionsverfahren darauf beschränken 

können, abzuklären, ob das psychische Leiden eine Veränderung erfahren habe und 

hätte dann lediglich ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben müssen. In der 

Verfügung vom 11. August 2003 sei das Abklärungsergebnis lediglich auf 1½ Zeilen 

zusammenfassend festgehalten worden, so dass es nicht erstaune, wenn in diesen 

wenigen Worten die 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischen Gründen nicht 

ausdrücklich aufgeführt worden sei. Jede sachgerechte Würdigung der seinerzeitigen 

medizinischen Akten könne nur zum Ergebnis haben, dass für die Rentenzusprache 

wohl zwar die psychische Krankheit (mit lediglich noch einer Arbeitsfähigkeit von 

2 Stunden am Tag) im Vordergrund gestanden habe, dass aber die 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischen Gründen ebenfalls wesentlich gewesen sei 

und invalidisierend gewirkt habe. Davon seien denn auch die BEGAZ-Gutachter 

ausgegangen, denn sie hätten wiederholt auf das rheumatologische Gutachten von 

Dr. B.___ Bezug genommen. Damit bleibe es dabei, dass die bloss unterschiedliche 

Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von 

Art. 17 ATSG darstelle. Deshalb sei weiterhin von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus 

rheumatologischen Gründen auszugehen. Bei Berücksichtigung auch der 

neurologischen Leiden resultiere ein IV-Grad, welcher weiterhin Anspruch auf eine 

ganze Rente gebe.

C.d Die Beschwerdegegnerin hat am 17. Juni 2014 an ihren Ausführungen festgehalten 

und auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 9).

Erwägungen

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1.

Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die verfügte revisionsweise Renteneinstellung 

zu Recht erfolgt ist.

1.1  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2  Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG).

1.3  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird 

die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt 

jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 

somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern 

auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 

3.5). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 

bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des 

Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht; vorbehalten bleibt die 

Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 

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5.4). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im 

Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit 

für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar 

(Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 9C_562/08, E. 2.1).

1.4  Um beurteilen zu können, ob eine Rentenrevision begründet ist, sind Verwaltung 

und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist 

es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist 

(BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.

Vorliegend ist demnach zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin seit August 2003 derart verändert hat, dass eine Anpassung der 

Rentenleistung vorgenommen werden muss.

2.1  Die Verfügung vom 11. August 2003, mit welcher der Beschwerdeführerin ab 

1. Mai 2002 eine ganze Rente zugesprochen worden ist, beruht in medizinischer 

Hinsicht auf den gutachterlichen Einschätzungen von Dr. B.___ und Dr. C.___. Dr. B.___ 

beurteilte die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht, aufgrund eines 

Fibromyalgie-Syndroms und eines Panvertebralsyndroms, ab September 2001 als in 

einer leichten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig. Dr. C.___ hielt fest, die 

Beschwerdeführerin sei durch die anhaltenden Dauerschmerzen in ihrem Alltag 

erheblich beeinträchtigt und leide an einer mittelgradig depressiven Episode. Der 

somatische und der psychiatrische Problemkreis beeinflussten sich gegenseitig 

ungünstig. Abschliessend schätzte sie die Beschwerdeführerin in einem zeitlichen 

Rahmen von ca. 2 Stunden täglich (nachmittags) als arbeitsfähig ein.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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2.2  Die angefochtene Verfügung vom 13. März 2014 beruht auf dem BEGAZ-

Gutachten vom 15. August 2013. Die medizinische Beurteilung ist nachvollziehbar, das 

Gutachten beruht auf eigenständigen Abklärungen und Untersuchungen der Gutachter 

und ist für die streitigen Belange umfassend. Die medizinischen Vorakten wurden 

gewürdigt und die Gutachter haben klar aufgezeigt, woraus sich die Abweichungen in 

ihren Einschätzungen ergeben. Auf das BEGAZ-Gutachten kann damit grundsätzlich 

abgestellt werden. Eine zusätzliche Begutachtung erweist sich nicht als notwendig. 

Auch der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vermag keine Gründe aufzuzeigen, 

die eine solche als notwendig erscheinen liessen. Der medizinische Sachverhalt erweist 

sich dementsprechend als ausreichend abgeklärt. Die zu beantwortenden Fragen sind 

rechtlicher Art.

3.

3.1  Die Gutachter hielten fest, aus psychiatrischer Sicht lasse sich zum aktuellen 

Zeitpunkt keine Einschränkung mehr annehmen. Vorliegend ist unbestritten, dass 

bezüglich der psychischen Beschwerden von einer Verbesserung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Zu prüfen ist nun, 

welche Auswirkungen sich aus der Verbesserung des psychischen Zustands für den 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ergeben.

3.1.1  Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass durch die 

erhebliche Verbesserung des psychischen Zustandsbildes ein klarer medizinischer 

Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG ausgewiesen sei, der es erlaube auch die 

übrigen medizinischen Einschränkungen (rheumatologisch/neurologisch) nach den 

heutigen Massstäben zu beurteilen. Damit könne auf die aktuellste medizinische 

Begutachtung abgestellt werden.

3.1.2  Die Beschwerdeführerin hingegen vertritt die Ansicht, dass die Verbesserung des 

psychischen Gesundheitszustandes es nicht gestatte, die rheumatologische Situation 

neu zu beurteilen, da aus rheumatologischer Sicht keine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes eingetreten sei und die Gutachter festgehalten hätten, dass es 

sich bei ihrer Beurteilung lediglich um eine andere Einschätzung des gleichen 

medizinischen Sachverhaltes handle. Da bezüglich der rheumatologischen 

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Beschwerden keine Verbesserung eingetreten sei, müsse weiterhin von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischen Gründen ausgegangen werden.

3.2  Es steht zweifelsfrei fest, dass der Beschwerdeführerin im Jahr 2003 aufgrund ihrer 

psychischen Beschwerden eine ganze Rente zugesprochen wurde. Die BEGAZ-

Gutachter haben unbestrittenermassen nachvollziehbar dargestellt, dass die 

Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht mehr 

eingeschränkt ist. Durch diese Veränderung des medizinischen Sachverhalts ist ein 

Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG gegeben und die Verfügung vom 11. August 

2003 muss den veränderten Verhältnissen angepasst werden. Liegt ein Revisionsgrund 

vor, hat gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine umfassende Prüfung des 

Rentenanspruches zu erfolgen. Im vorliegenden Fall drängt sich eine solche 

umfassende Beurteilung insbesondere auf, da sich mit Verbesserung der 

psychiatrischen Beschwerden der gesamte Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin verändert haben könnte. Denn Dr. C.___ hatte in ihrer Beurteilung 

im Jahr 2003 festgehalten, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine gegenseitige 

ungünstige Beeinflussung der verschiedenen Problemkreise. Einerseits löse das 

Ausbleiben der körperlichen Leistungsfähigkeit die depressive Störung aus und diese 

wiederum erzeuge eine Verstärkung der körperlichen Beschwerden. Besteht eine solch 

enge Verknüpfung der verschiedenen Beschwerden, drängt sich bei einer 

Verbesserung eines Teils dieser Beschwerden eine neue ganzheitliche Untersuchung 

der einzelnen Beschwerden mitsamt einer Beurteilung des 

Gesamtgesundheitszustandes auf. Eine Beurteilung der einzelnen Beschwerdekreise 

für sich alleine, würde der Situation nicht gerecht. Die Beschwerdegegnerin hat 

dementsprechend zu Recht eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag gegeben.

4.

4.1  Fallen die Beschwerden aus psychiatrischer Sicht weg, verbleiben die 

rheumatologischen Beschwerden. Aus rheumatologischer Sicht wurde die 

Beschwerdeführerin durch Dr. B.___ am 16. August 2001 als 100% arbeitsfähig 

beurteilt. In seiner Beurteilung vom 25. Oktober 2002 änderte er die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung und beurteilte die Beschwerdeführerin als zu 50% 

arbeitsfähig in einer adaptierten Tätigkeit. Er begründete seine Einschätzung mit den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/21

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Angaben der Beschwerdeführerin, dass sie in der Zwischenzeit nicht mehr voll 

gearbeitet habe. Anscheinend hätten die Beschwerden und Beeinträchtigungen 

zugenommen, so dass eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht möglich gewesen sei. Bei 

der Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50% stützte sich Dr. B.___ also 

massgeblich auf die Angaben der Beschwerdeführerin. Auf diesen Umstand hatte denn 

auch der rheumatologische Gutachter hingewiesen.

4.2 

4.2.1  Bei der BEGAZ-Beurteilung im Juli 2013 hielt der rheumatologische Gutachter 

fest, die Beschwerdeführerin habe ausgeführt, sie habe seit der letzten Begutachtung 

im Jahr 2002 immer, Tag und Nacht, Schmerzen gehabt. Zusammenfassend gehe es 

ihr etwas besser als vor zehn Jahren, da sie nicht mehr arbeite. Bei nur geringsten 

Belastungen komme es aber zu einer verstärkten Schmerzsituation. Er berichtete, es 

fänden sich weiterhin die 18 positiven Fibromylagie Tender points, welche die früher 

gemachte Diagnose bestätigten. In der klinischen Untersuchung sei auffallend, dass 

die Greifkraft wieder fast normal sei. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, zu 

Hause regelmässig mit zwei Bällen trainiert zu haben. In den Alltagsbewegungen und 

bei der Anamneseerhebung sei kein eigentliches Schmerzerleben sichtbar gewesen. 

Insbesondere habe die Beschwerdeführerin auch problemlos den Einbeinstand 

einnehmen, sich beim Aus- und Anziehen der Kleider bücken, reklinieren und die Arme 

heben können. Aus diesem Grunde würden die beschriebenen Beschwerden im 

Rahmen des Fibromyalgie-Syndroms aus aktueller gutachterlicher Sicht nicht als die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigend beurteilt. Diese Beurteilung basiere nicht auf einer 

grundlegend veränderten Klinik oder neuen Erkenntnissen, sondern es handle sich um 

eine andere Beurteilung des praktisch gleichen klinischen Bildes. Diese Beurteilung 

differiere zur Einschätzung im rheumatologischen Gutachten aus dem Jahre 2002, 

stimme jedoch praktisch überein mit der Beurteilung von Dr. B.___ in seinem Konsilium 

im Jahre 2001. Punktuell seien gewisse Verbesserungen vorhanden, dies allerdings 

auch unter dem Aspekt, dass die Beschwerdeführerin keiner beruflichen Belastung 

mehr nachgehe, was früher zeitweise noch der Fall gewesen sei. Aus rein 

rheumatologischer Sicht könne keine relevante Verbesserung des 

Gesundheitszustandes begründet werden (vgl. IV-act. 59-71 ff.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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4.2.2  Der neurologische Experte führte aus, aufgrund der unter Belastung 

zunehmenden brennenden Schmerzen im Bereich der Fusssohlen, verbunden mit 

Parästhesien, sollten Arbeiten, die dauerndes Stehen oder Gehen erforderten, 

vermieden werden. Einfache Tätigkeiten vorwiegend im Sitzen, könnten der 

Beschwerdeführerin aber ganztags zugemutet werden. Arbeiten über Kopf sollten 

angesichts des Schultergürtelkompressionssyndroms vermieden werden. Aufgrund der 

chronischen Schmerzsymptomatik sei von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen. 

In einer entsprechenden Tätigkeit bestehe aus neurologischer Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit von 90%.

4.3  Zusammenfassend hielten die BEGAZ-Gutachter fest, ihre Beurteilung aus 

somatischer Sicht differiere zur früheren gutachterlichen Meinung aus dem Jahr 2002, 

wobei es sich um eine andere Beurteilung des praktisch gleichen Krankheitsbildes 

handle. Weiter zeigten sie auf, dass sich gewisse Verbesserungen im 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin – auch bezüglich des somatischen Teils 

der Beschwerden – ergeben haben.

4.4  Insgesamt folgt daraus, dass sich seit den Beurteilungen durch Dr. B.___ im 

Oktober 2002 und Dr. C.___ im März 2003 eine Veränderung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ergeben hat, die sich auf den 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Im Jahr 2003 wurde der 

Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 76% eine ganze Rente zugesprochen. Der 

errechnete Invaliditätsgrad ergab sich aus dem psychiatrischen Gutachten von 

Dr. C.___, wonach der Beschwerdeführerin eine Tätigkeit lediglich noch während 

2 Stunden pro Tag als zumutbar erachtet worden war. Die psychiatrischen 

Beschwerden überlagerten die bereits damals diagnostizierte Fibromyalgie. Einerseits 

hat sich die psychiatrische Situation der Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit 

soweit verbessert, dass sie aus psychiatrischen Gründen nicht mehr beeinträchtigt ist 

und ihr von daher keine Rente mehr zusteht. Andererseits leidet die 

Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht weiterhin an der bereits im Jahr 2001 

diagnostizierten Fibromyalgie, obwohl sich auch in diesem Bereich einzelne 

Verbesserungen ergeben haben. Die BEGAZ-Gutachter beurteilten die Fibromyalgie im 

Zeitpunkt der Begutachtung als die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigend. Dabei 

handelt es sich um eine aktuelle, die Situation im Zeitpunkt der Begutachtung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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wiederspiegelnde Beurteilung. Einzig aus neurologischer Sicht ergebe sich eine 

Verringerung der Arbeitsfähigkeit um 10%; bedingt durch den vermehrten 

Pausenbedarf. Wie bereits dargestellt ist die Einschätzung der Gutachter fundiert 

begründet und nachvollziehbar. Daher ist für die Festlegung des Invaliditätsgrades der 

Beschwerdeführerin auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 90% abzustellen.

4.5  Selbst wenn der Ansicht der Beschwerdeführerin, dass es sich allein um eine 

andere Beurteilung des medizinisch gleichen Sachverhaltes handle – was vorliegend 

nicht eindeutig ist, da sich doch einige Verbesserungen ergeben haben – gefolgt 

würde, sähe die Situation im Ergebnis nicht anders aus. Zwar könnte in somatischer 

Sicht nicht auf die aktuelle Beurteilung der BEGAZ-Gutachter abgestellt werden, aber 

da die ganze Rente mit Verfügung vom 11. August 2003 aus psychiatrischen Gründen 

gesprochen wurde, müsste diese aufgrund der aktuellen Begutachtung aufgehoben 

werden. Im somatischen Teil bestünde dann lediglich noch das Fibromyalgie-Syndrom. 

Wenn gestützt auf diese Beschwerden (im August 2003) eine (halbe) Rente gesprochen 

worden wäre, hätte diese im Rahmen der (im August 2012 eingeleiteten) 6a-Revison 

aufgehoben werden können. Die Beschwerdegegnerin hat die Rente bei der damaligen 

Revision nicht aufgehoben, da der somatische Teil durch den psychiatrischen Teil 

vollständig überlagert worden war.

4.6  Zum Zeitpunkt der BEGAZ-Begutachtung ergibt sich aber nun die neue Situation, 

dass die psychiatrischen Beschwerden weggefallen sind. Der verbesserte 

psychiatrische Gesundheitszustand hat sich auch auf die somatischen Beschwerden 

ausgewirkt, wodurch sich teilweise auch objektivierbare Verbesserungen des 

somatischen Gesundheitszustandes ergeben haben. Dementsprechend rechtfertigt es 

sich nicht, weiterhin auf die Beurteilung des Gesundheitszustandes durch Dr. B.___ im 

Jahr 2002 abzustellen.

4.7  Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

BEGAZ-Gutachter von 90% abzustellen ist.

5.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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5.1  Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad in der Regel aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen.

5.2  Die Beschwerdeführerin hat seit dem Jahr 2001 nicht mehr gearbeitet. 

Dementsprechend fehlen aussagekräftige Zahlen für einen Einkommensvergleich. In 

dieser Situation rechtfertigt sich die Vornahme eines Prozentvergleichs (vgl. BGE 114 V 

312 E. 3a). Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 

unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 

9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 90% würde 

selbst bei einem maximalen Tabellenlohnabzug von 25% kein rentenbegründender IV-

Grad von mindestens 40% resultieren. Die Frage, ob überhaupt und gegebenenfalls in 

welcher Höhe sich vorliegend ein Tabellenlohnabzug rechtfertigen würde, kann daher 

offen gelassen werden. Die Beschwerdeführerin hat demzufolge keinen Anspruch mehr 

auf eine Rente der Invalidenversicherung.

6.

6.1  Nachdem festgestellt wurde, dass sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin verbessert hat und sie aufgrund dessen keinen Rentenanspruch 

mehr hat, ist nachfolgend zu prüfen, auf welchen Zeitpunkt hin die Rente 

herabzusetzen ist.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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6.2  Für die Berentung massgebend war die von Dr. C.___ gestellte Diagnose einer 

mittelgradig depressiven Episode. Dr. C.___ hatte eine psychiatrische Behandlung 

empfohlen. Die Beschwerdeführerin hat sich allerdings nie in psychiatrische 

Behandlung begeben (dies hat die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung 

ausgeführt und auch den Akten lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen). Der 

psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin hat sich aber offenbar auch 

ohne Behandlung verbessert, denn bereits in seinem Verlaufsbericht vom 19. Juni 2006 

hielt der Hausarzt fest, die depressive Grundstimmung habe sich etwas verbessert, sei 

aber in Folge des ausgeprägten Fibromyalgie-Syndromes dauernd vorhanden (IV-

act. 36-1). Im Fragebogen zur Überprüfung des medizinischen Sachverhaltes führte der 

Hausarzt am 6. September 2012 dann nur noch die Diagnose einer leichten Depression 

„wegen Schmerzen“ auf (IV-act. 51-1). Der psychiatrische Gutachter beschreibt die 

Beschwerdeführerin als nicht eigentlich depressiv. So wie sie sich präsentiere, könne 

keine relevante depressive Störung mehr festgestellt werden. Aufgrund ihrer 

Beschreibung könne einzig angenommen werden, dass sie im Rahmen ihrer 

Beschwerden zeitweise unter Verstimmungszuständen leide. Seit wann dieser Zustand 

andauere, sei unklar, die Verbesserung müsse aber zumindest ab Datum seines 

Untersuchs gelten (IV-act. 59-25 ff.).

6.3  Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist gemäss Art. 88a der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, 

in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. 

Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung 

drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die 

Untersuchung durch den psychiatrischen Gutachter fand am 1. Juli 2013 statt. Unter 

Würdigung der Hausarztberichte (insbesondere vom 6.9.2012) ist davon auszugehen, 

dass die Verbesserung zum Zeitpunkt der Begutachtung schon mindestens drei 

Monate andauerte. Gemäss Art. 88  Abs. 2 lit. a IVV erfolgt die Herabsetzung oder 

Aufhebung der Rente indessen frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung 

der Verfügung folgenden Monats an. Wie in der angefochtenen Verfügung festgehalten, 

war damit die Rente per 1. Mai 2014 aufzuheben.

7.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Nach dem Gesagten ist die die Beschwerde abzuweisen und die Verfügung vom 

13. März 2014 zu bestätigen.

7.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.

Entscheid

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss wird daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.05.2016
	Art. 28 IVG. Art. 17 ATSG. Beweiswürdigung Gutachten. Das BEGAZ-Gutachten ist beweistauglich. Es ergibt sich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes aus psychiatrischer Sicht. Aus somatischer Sicht ergeben sich nur kleine Veränderungen. Das Fibromylagiesyndrom besteht weiterhin. Die Rente wird revisionsweise aufgehoben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Mai 2016, IV 2014/201).

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