# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca66acb6-0f1f-5ac5-b0dc-e5f2085e21b9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.09.2020 IV 2018/292
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-292_2020-09-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/292

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.04.2021

Entscheiddatum: 08.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 08.09.2020
Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären 
Gutachtens. Die Erhebung der Befunde und wohl auch die Diagnosestellung 
dürften unvollständig erfolgt sein. Damit vermag auch die 
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu überzeugen. Rückweisung zur 
ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020, IV 
2018/292)

Entscheid vom 8. September 2020

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull

Geschäftsnr.

IV 2018/292

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 5./7. Mai 2014 wegen Beschwerden am linken Fuss infolge 

eines Unfalls vom 4. November 2013 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 13). Er gab an, er habe im Ausland die 

Grundschule besucht und eine dreijährige Ausbildung als Zimmermann absolviert. 

Zuletzt sei er als Kaminmonteur tätig gewesen. Das Jahreseinkommen habe 

Fr. 5'400.-- x 13 brutto betragen. In einem Arbeitgeberbericht teilte ein Mitarbeiter der 

B.___ AG am 16. Mai 2014 mit (IV-act 18), der Versicherte sei seit dem 1. März 2012 als 

Monteur Kaminbau angestellt. 50% der Montage finde auf dem Dach statt. Die 

Tätigkeit umfasse auch das Heben und Tragen von Gegenständen mit mehr als 25 

Kilogramm Gewicht. Der AHV-beitragspflichtige Jahreslohn betrage bei einer 

Wochenarbeitszeit von 42.5 Stunden Fr. 70'200.--. Fachärzte der Rehaklinik C.___ 

berichteten am 22. Mai 2014 (IV-act. 27) über einen stationären Aufenthalt vom 

16. April 2014 bis 21. Mai 2014. Sie gaben an, der Versicherte habe am 4. November 

2013 bei einem Sturz von einer Leiter eine Trimalleolarfraktur links erlitten (vgl. auch die 

Unfallmeldung vom 13. November 2013, IV-act. 94-7). Nach Operationen am 

4. November 2013, 12. November 2013 und 27. Dezember 2013 (vgl. dazu die Berichte 

des Spitals D.___, IV-act. 35) habe eine radiologische Untersuchung vom 20. Februar 

2014 eine Konsolidierung aller Frakturanteile in guter Stellung gezeigt. Eine leichte 

Arthrose sei ersichtlich gewesen. Als psychiatrische Diagnosen nannten sie eine 

Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) und 

akzentuierte Persönlichkeitszüge (perfektionistisch, leistungsorientiert, ICD-10 Z 73.1). 

Sie attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Kaminmonteur 

A.a. 

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ab dem 21. Mai 2014. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einem 

ausnahmsweisen Hantieren von Lasten bis 15 Kilogramm, ohne Gehen in unebenem 

Gelände, ohne Vibrationsbelastung und Schläge, ohne häufige Zwangshaltungen (wie 

Knien, Arbeiten in Hockstellung, Pedalbedienung, Kriechen etc.) und ohne Arbeiten an 

sturzexponierten Stellen bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Dr. med. 

E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FHM, berichtete am 28. August 

2014 (IV-act. 94-134), sie habe beim Versicherten eine posttraumatische 

Belastungsstörung nach einem Arbeitsunfall am 4. November 2013, zurzeit langsam 

remittiert (ICD-10 F43.1), eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und 

akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.1) diagnostiziert. Am 11. September 

2014 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Arbeitsvermittlung zu (IV-act. 37).

Vom 1. September 2014 bis zum 26. September 2014 fand in der Rehaklinik C.___ 

eine berufliche Abklärung statt. Im Bericht vom 24. September 2014 (IV-act. 94-144) 

hielten die Fachpersonen fest, der Versicherte habe während der beruflichen Abklärung 

zusätzliche Pausen benötigt, um sich zu bewegen. Er habe angegeben, 

Einschlafstörungen am Bein zu haben. Seine Schmerzäusserungen hätten plausibel 

gewirkt. Die Aussichten auf eine angepasste Tätigkeit seien mit der jetzigen 

Leistungsfähigkeit sehr gering, wobei die beobachtete Arbeitsleistung nicht mit der 

medizinischen Zumutbarkeit übereingestimmt habe. Sie empfahlen, in einem ersten 

Schritt die medizinischen Möglichkeiten zur Verbesserung des Gesundheitszustands zu 

prüfen. In einem zweiten Schritt sollte eine vertiefte berufliche Abklärung durchgeführt 

und in einem dritten Schritt der Beizug einer privaten Stellenvermittlung geprüft 

werden. Die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle notierte am 19. November 

2014 (IV-act. 38), zurzeit könne keine Arbeitsvermittlung durchgeführt werden. Dr. med. 

F.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierte am 9. März 2015 nach einer 

Durchsicht der zwischenzeitlich eingegangenen Berichte des Spitals D.___ (IV-act. 46), 

am 30. Januar 2015 sei eine partielle Osteosynthesematerialentfernung durchgeführt 

worden. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In 

einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit vorwiegendem Sitzen und 

ohne eine Belastung des linken Fusses bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. 

Es bestehe ab sofort ein Eingliederungspotential. Da die Suva weitere medizinische 

Abklärungen tätigte, führte die IV-Stelle vorerst keine beruflichen 

A.b. 

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Eingliederungsmassnahmen durch (vgl. IV-act. 58). Am 6. November 2015 notierte die 

RAD-Ärztin Dr. F.___ nach einer Durchsicht eines Berichts des Spitals D.___ vom 

9. Juni 2015 und von Akten der Suva (IV-act. 63), dass weiterhin von einer 

uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auszugehen sei. Die 

Kreisärztin der Suva med. pract. G.___ hatte am 10. Juni 2015 festgehalten (IV-act. 

94-227), in einer adaptierten, überwiegend sitzenden Tätigkeit sei von einer mindestens 

halbtägigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Untersuchungen in der Klinik H.___ vom 

27. August 2015 und 8. September 2015 hatten ergeben (IV-act. 94-245), dass die vor 

allem belastungsabhängigen Restbeschwerden gut mit den Befunden eines Spect-CT 

übereinstimmten. Es bestünden operative Möglichkeiten. Eine Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit als Kaminmonteur sei aber nicht zu erwarten. Am 27. Oktober 2015 

hatte eine kreisärztliche Untersuchung ergeben (IV-act. 94-266), dass dem Versicherten 

die Tätigkeit als Kaminmonteur nicht mehr zumutbar sei. Die Zumutbarkeitsbeurteilung 

der Rehaklinik C.___ vom 24. September 2014 sei weiterhin zutreffend. Mit einer 

Mitteilung vom 10. November 2015 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 66). Dr. med. I.___, Spezialarzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, gab am 14. Dezember 2015 an (IV-act. 94-302), er rate von 

einem operativen Vorgehen ab und empfehle dem Versicherten das Tragen eines 

Stabilschuhs. Glaubhaft sei, dass beim Versicherten auch bei längerem Sitzen 

Beschwerden aufträten, welche einen Positionswechsel erforderten. Er unterstütze die 

kreisärztlich geäusserten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, nicht aber, dass eine 

adaptierte Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Nicht erwähnt worden sei, dass das 

mehrmals tägliche Treppengehen oder das Besteigen von Leitern vermieden werden 

sollten. Er empfehle einen Beginn in einer angepassten Arbeit halbtags, eine spätere 

Steigerung auf zwei mal drei Stunden täglich scheine ihm aber denkbar. Wenn die 

Arbeit eine weit vorwiegend sitzende wäre, müssten kurze Pausen möglich sein. Am 

5. Juni 2016 beantragte der Versicherte eine Umschulung (IV-act. 75). Der Hausarzt Dr. 

med. J.___ teilte am 4. November 2016 mit (IV-act. 82), der Versicherte befinde sich 

zurzeit im Einsatzprogramm K.___. Es mache den Anschein, dass er bei einem 60%-

Pensum den Leistungszenit erreicht habe, was angesichts der Diagnosen gut 

nachvollziehbar sei. An der Motivation des Versicherten sei nicht zu zweifeln. Er bitte 

darum, die Eingliederungsmassnahmen nochmals zu prüfen. Der Versicherte reichte 

am 31. Januar 2017 eine Niveaubestätigung des Staatssekretariates für Bildung, 

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Forschung und Innovation ein, laut der sein ausländischer Lehrabschluss als 

Zimmermann einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis entsprach (IV-act. 87). Mit 

einer Verfügung vom 17. Februar 2017 wies die IV-Stelle das Begehren um eine 

Umschulung ab (IV-act. 88). Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess 

eine dagegen eingereichte Beschwerde teilweise gut; es wies die Sache zur weiteren 

Abklärung des (insbesondere medizinischen) Sachverhalts an die IV-Stelle zurück 

(Urteil vom 26. Juli 2017, IV 2017/125; vgl. IV-act. 101).

Am 13. und 18. Dezember 2017 sowie am 12., 17. und 18. Januar 2018 wurde der 

Versicherte von der SMAB AG polydisziplinär (orthopädisch/traumatologisch, 

psychiatrisch und internistisch) abgeklärt und es wurde eine Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt. Im Gutachten vom 26. Februar 2018 

gaben die Gutachter als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

mässige posttraumatische Arthrose des linken oberen Sprunggelenkes nach einer 

operativ versorgten trimalleolären Luxationsfraktur links am 4. November 2013 und eine 

mässige Coxarthrose beidseits, rechtsbetont, an (IV-act. 119-14). Als Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine leichte depressive Episode 

(ICD-10 F32.0), einen Senk-Spreizfuss beidseits und einen Verdacht auf eine Gastritis. 

Die Gutachter führten aus (IV-act. 119-15), im Rahmen der orthopädisch-

traumatologischen Untersuchung habe das linke Sprunggelenk eine degenerativ 

bedingte Kontur-Verbreiterung sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit beim Heben 

und Senken des linken Fusses gezeigt. Im Weiteren sei eine lokale 

Druckschmerzangabe über der Fibula erfolgt. Passend dazu hätten sich in den 

Röntgenaufnahmen vom 13. Dezember 2017 entsprechende Veränderungen gefunden. 

Der Versicherte habe angegeben, dass nach etwa 45 Minuten Spazieren eine 

Schwellung des linken Sprunggelenkes vorhanden sei. Dies habe im Rahmen der 

Untersuchung nicht festgestellt werden können. Diskrepant zu dieser Angabe seien 

auch die angegebenen mehrfachen Spaziergänge pro Tag (zwei- bis dreimal pro Tag 

jeweils circa 45 Minuten). Aufgrund des klinischen und radiologischen 

Untersuchungsbefundes des linken Sprunggelenkes werde lediglich eine qualitative 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten für Tätigkeiten mit 

ausschliesslichem Stehen und Gehen sowie mit häufigem Hocken eingeschätzt. Beide 

Hüftgelenke hätten eine seitengleiche Beweglichkeit gezeigt. In den 

A.c. 

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Röntgenaufnahmen vom 13. Dezember 2017 hätten sich beidseitig mässige 

Coxarthrosen mit einem verschmälerten Gelenkspalt und mit einer vermehrten 

Sklerosierung, rechts mehr als links, dargestellt. Aufgrund der degenerativen 

Veränderungen beider Hüftgelenke bestünden qualitative Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit ausschliesslichem Stehen und Gehen sowie mit 

häufigem Hocken. Im Rahmen der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit sei 

eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden. Die beobachtete Belastbarkeit 

habe im Wesentlichen einer ganztägigen mittelschweren Tätigkeit (Hantieren von 

Lasten selten bis maximal 25 Kilogramm) entsprochen. Die beobachtete Belastbarkeit 

und die demonstrierte funktionelle Leistungsfähigkeit hätten teilweise unter den 

Belastungsanforderungen der bisherigen Tätigkeit gelegen. In der bisherigen, 

körperlich sehr schweren Tätigkeit als Kaminmonteur sei der Versicherte dauerhaft 

vollständig arbeitsunfähig. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe jedoch eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit. Die orthopädisch-traumatologische Sachverständige gab 

im Teilgutachten vom 13. Dezember 2017 ausserdem an (IV-act. 119-29, 119-37), der 

Versicherte habe geklagt, dass er nicht länger als 45 Minuten sitzen könne, sonst 

bekomme er ein Ameisenkribbeln und stechende Schmerzen in der linken unteren 

Unterschenkelhälfte. Er müsse dann aufstehen und 10-15 Minuten laufen. In einem 

Bericht über ein Einsatzprogramm des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, welches der 

Versicherte vom 1. September 2016 bis 30. Dezember 2016 absolviert habe (vgl. IV-

act. 119-72), sei beschrieben worden, dass der Versicherte viele zusätzliche Pausen 

benötigt habe, um die Blutzirkulation in den Beinen anzuregen. Von orthopädisch-

traumatologischer Seite bestehe kein Anhalt für eine gestörte Blutzirkulation beider 

Beine. Das angegebene Kältegefühl und das Kribbeln des linken Beines nach ca. 

45 Minuten sei nicht nachvollziehbar. Im Weiteren hielten die Gutachter fest (IV-

act. 119-15 f.), aus psychiatrischer Sicht sei es aufgrund eines anhaltenden 

Schmerzsyndroms im linken Bein zu einer anhaltenden Lebensunzufriedenheit mit der 

Entwicklung einer vermehrten Reizbarkeit und Dünnhäutigkeit und eines sozialen 

Rückzugs gekommen. Im psychopathologischen Befund habe sich ein subdepressiver, 

zuweilen auch traurig gestimmter, insgesamt emotional gut zugänglicher Mann gezeigt, 

der angesichts seiner unbefriedigenden Lebenskonstellation einen entsprechenden 

Leidensdruck vermittelt habe. Die Akzeptanz des veränderten Selbstbildes nach dem 

Wegfall der beruflichen Bestätigung habe sich für den Versicherten schwierig gestaltet. 

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Der Antrieb und das psychomotorische Tempo seien normal gewesen, die emotionale 

Auslenkbarkeit sei nur leicht eingeschränkt gewesen und eine Anhedonie im 

eigentlichen Sinne habe nicht vorgelegen. Unter Berücksichtigung der bisherigen 

Anamnese sei von einer länger andauernden reaktiven depressiven Entwicklung 

auszugehen, die angesichts der mehrjährigen Zeitdauer die Kriterien einer leichten 

depressiven Episode erfülle. Eine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lasse 

sich hieraus nicht ableiten. Merkmale einer Persönlichkeitsakzentuierung mit einer 

krankhaften Bedeutung hätten sich nicht bestätigen lassen. Ebenso wenig hätten sich 

Hinweise für die von Dr. E.___ am 28. August 2014 diagnostizierte posttraumatische 

Belastungsstörung ergeben. Im psychiatrischen Teilgutachten vom 12. Januar 2018 

hielt der Sachverständige in Bezug auf die Standardindikatoren fest (IV-act. 119-49), 

Anhaltspunkte für eine Aggravation hätten sich nicht ergeben; die Kategorie 

"funktioneller Schweregrad" beschreibe eine leichte Störung der Affektivität. Der 

Krankheitsverlauf sei eng assoziiert mit den somatischen Beschwerden, was den 

bislang fehlenden Therapieerfolg im Sinne einer anhaltenden emotionalen Entlastung 

erkläre. Eine Komorbidität zwischen dem Schmerzsyndrom im linken Bein und der 

depressiven Symptomatik liege im Sinne der beschriebenen Auslösefunktion vor. Der 

Komplex "Persönlichkeit" beschreibe einen ausreichend differenzierten Mann, der über 

eine angemessene Introspektions- und Reflexionsfähigkeit verfüge. Realitätsprüfung 

und Urteilsbildung seien erhalten, Beziehungsfähigkeit und Kontaktgestaltung seien 

ungestört. Im Rahmen einer begrenzten Selbstwertregulation bestünden 

Insuffizienzgefühle mit einer entsprechenden Veränderung des Selbstbildes. Auch 

wenn ein gewisser sozialer Rückzug erkennbar sei, verfüge der Versicherte über 

angemessene Ressourcen, jederzeit in den Arbeitsprozess zurückzukehren, wodurch in 

unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang eine rasche Besserung der leichten 

depressiven Symptomatik eintreten würde. Insofern sei die gegenwärtige Symptomatik 

als nicht die Arbeitsfähigkeit einschränkend zu bewerten. Schliesslich hielten die 

Gutachter fest (IV-act. 119-16), aus internistischer Sicht bestehe aufgrund der 

geklagten Beschwerden ein Verdacht auf eine Gastritis, die auch in Verbindung mit 

dem regelmässigen Schmerzmittelkonsum gesehen werden könne. Eine 

möglicherweise vorliegende Gastritis beeinflusse die Arbeitsfähigkeit nicht. In einer 

zusammenfassenden Beurteilung attestierten die Gutachter eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Kaminmonteur seit dem 4. November 2013. In 

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einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Retrospektiv sei 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vom 4. November 

2013 bis Ende Januar 2014, während der Dauer der stationären Aufenthalte und nach 

der Operation vom 30. Januar 2015 für maximal sechs Wochen nachvollziehbar. Als 

Adaptionskriterien nannten die Gutachter eine körperlich leichte bis mittelschwere, 

gelegentlich auch mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit einem vermehrten 

Sitzen und ohne häufiges Hocken. Tätigkeiten unter Nachtschichtbedingungen mit 

einem aussergewöhnlichen Zeitdruck (Akkordbedingungen) und mit einem besonderen 

Verantwortungsbereich bzw. einem ausserordentlich hohen Anspruch an die 

gedankliche Flexibilität sollten vermieden werden.

Die RAD-Ärztin Dr. med. L.___ notierte am 2. März 2018 (IV-act. 120), das 

Gutachten der SMAB AG sei sorgfältig erstellt und umfassend.

A.d. 

Mit einem Vorbescheid vom 25. April 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit 

(IV-act. 126), sie sehe vor, das Begehren um berufliche Massnahmen abzuweisen. Der 

Versicherte wandte am 29. Mai 2018 im Wesentlichen ein, die Gutachter der SMAB AG 

hätten sich nicht ausreichend mit dem Leitsymptom Schmerz auseinandergesetzt (IV-

act. 127). Die RAD-Ärztin Dr. L.___ notierte am 18. Juni 2018 (IV-act. 128), dass keine 

Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der SMAB AG bestünden. Die Gutachter 

hätten festgestellt, dass die Schmerzproblematik hauptsächlich bei einer Belastung der 

unteren Extremitäten auftrete und demzufolge in einer adaptierten Tätigkeit nicht 

dauernd ertragen werden müsse. Mit einer Verfügung vom 20. Juni 2018 wies die IV-

Stelle das Begehren um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 130). In Bezug auf den 

Rentenanspruch teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit einem Vorbescheid vom 

12. Juli 2018 mit (IV-act. 133), sie sehe vor, das Begehren abzuweisen. Zur 

Begründung führte sie an, der Versicherte sei in seiner angestammten Tätigkeit als 

Kaminmonteur seit dem 4. November 2013 vollständig arbeitsunfähig. In dieser 

Tätigkeit würde er ein Jahreseinkommen von Fr. 70'200.-- erzielen. In einer adaptierten 

Tätigkeit, also in einer körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, 

wechselbelastenden Tätigkeit mit einem vermehrten Sitzen und der Möglichkeit zu 

Positionswechsel und ohne häufiges Knien, Kauern, Leitern- oder Treppensteigen, 

ohne längere Gehstrecken und ohne Nachtschichten, Akkordarbeit oder 

Endverantwortung, sei er vollständig arbeitsfähig. Aufgrund dieser Adaptionskriterien 

A.e. 

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B.  

werde ein "Leidensabzug" von 10% angerechnet. Das Invalideneinkommen betrage 

Fr. 58'659.--. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 16%. 

Der Versicherte beantragte am 13. Juli 2018 die Zusprache einer halben Rente (IV-

act. 134). Zur Begründung machte er geltend, dass er unter einem chronic regional 

pain syndrom (CRPS) leide. Auch eine leichte Arbeit sei ihm nur für wenige Stunden 

möglich. Er bat um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung. Mit einer Verfügung vom 

17. Juli 2018 wies die IV-Stelle das Begehren um eine Invalidenrente ab (IV-act. 135). 

Zum Einwand des Versicherten hielt sie fest, es seien keine neuen Tatsachen geltend 

gemacht worden, die eine andere Beurteilung des Sachverhalts ermöglichen würden.

Der Versicherte erhob am 22. August 2018 eine Beschwerde gegen die Verfügung 

vom 20. Juni 2018 betreffend den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Er reichte 

einen Bericht des Zentrums M.___ vom 23. Juli 2018 betreffend eine Untersuchung 

vom 19. Juli 2018 ein (IV-act. 140). Die Fachärzte hatten berichtet, anamnestisch hätten 

sich posttraumatisch vorliegende belastungsabhängige Gelenksschmerzen sowie Hyp- 

und Dysästhesien des linken Fusses und Unterschenkels erurieren lassen. Klinisch-

neurologisch hätten sich aufgrund der Schmerzen keine höhergradige Parese, 

insbesondere der Fussheber und -senker, und keine Hinweise auf das Vorliegen einer 

CRPS bei fehlenden trophischen, vasomotorischen oder sudomotorischen Störungen 

gefunden. Ausserdem liege eher eine Hypästhesie als eine Allodynie vor. 

Elektrophysiologisch habe sich eine Schädigung des sensiblen Anteils des N. peroneus 

superficialis und angedeutet des N. tibialis plantaris medialis mit einer verlangsamten 

Nervenleitgeschwindigkeit sowie einem leichtgradigen axonalen Schaden des N. 

peroneus superficialis sensibel links gezeigt. Die motorischen Neurographien seien 

unauffällig gewesen. Therapeutisch sei eine Therapie mit Lyrica zu empfehlen. Als 

Diagnose notierten sie unter anderem einen elektrophysiologischen Nachweis einer 

primär demyelinisierenden Schädigung insbesondere des N. peroneus superficialis 

links mit einer sekundären axonalen Schädigung des N. peroneus superficialis links.

A.f. 

Am 12. September 2018 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

eine Beschwerde gegen die den Rentenanspruch abweisende Verfügung vom 17. Juli 

2018 (act. G 1). Er beantragte die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer 

B.a. 

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halben Rente, eventualiter einer Dreiviertels-Rente. Er machte im Wesentlichen geltend, 

das Gutachten der SMAB AG sei "ziemlich schlampig, unvollständig und kaum 

begründet". Die nichtmedizinischen Akten zur Eingliederung seien "gewürdigt" worden, 

indem sie einfach zitiert worden seien. Wenn die orthopädische Sachverständige den 

Bericht der K.___ (Einsatzprogramm des RAV) studiert hätte, hätte sie feststellen 

können, dass eine 100%ige Leistung aufgrund von Schmerzen nicht möglich gewesen 

sei; bei einer Präsenzzeit von 60% habe die Leistung nur etwa 40% betragen, obwohl 

ihm eine hohe Motivation attestiert worden sei. Die orthopädische Gutachterin habe die 

Ursache der Schmerzen nicht einmal diskutiert. Auch die EFL-Abklärung habe die 

Schmerzen total ignoriert. Die Gutachter hätten die Schmerzen nicht erklärt und die 

Leistungseinschränkung als Aggravation abgetan. Im Bericht des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 23. Juli 2018 sei eine Demyelinisierung beschrieben worden. Dies 

bedeute, dass der Nerv durch das Trauma teilweise "geschält" worden sei und blank 

daliege. Wenn das Myelin geschädigt sei, sei die Nervenfaser nicht mehr optimal 

geschützt und könne Schaden nehmen. Die nervale Weiterleitung und damit die 

Verarbeitung von Nervenreizen sei beeinträchtigt oder fehlerhaft. Der Nervenschaden 

erkläre die invalidisierenden Schmerzen. Die Begutachtung hätte eine neurologische 

Untersuchung beinhalten müssen.

Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 15. Oktober 2018 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung verwies sie auf die 

Ausführungen in der Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2018 im Parallelverfahren IV 

2018/266 betreffend den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Sie hatte dort im 

Wesentlichen geltend gemacht (IV-act. 143), die orthopädische Sachverständige habe 

die vom Beschwerdeführer beklagten Leiden am linken Fuss und Unterschenkel 

ausführlich klinisch untersucht, wobei sie sich auf ein aktuelles Röntgenbild habe 

abstützen können. Der RAD habe dazu am 18. Juni 2018 festgehalten, die Gutachter 

hätten festgestellt, dass die Schmerzproblematik hauptsächlich bei einer Belastung der 

unteren Extremitäten auftrete und demzufolge in einer adaptierten Tätigkeit nicht 

dauernd ertragen werden müsse. Daraus sei zu folgern, dass der Leidensdruck des 

Beschwerdeführers nicht so gross sei, wie dieser geltend mache. Aus dem Bericht 

hätten sich keine neuen Aspekte ergeben. Bezüglich der festgestellten Demyelisierung 

sei die Einnahme von Lyrica empfohlen worden. Dies sei dem Beschwerdeführer 

B.b. 

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gestützt auf seine Selbsteingliederungs- und Schadenminderungspflicht zumutbar. Es 

sei nicht erkennbar, inwiefern der neurologische Befund den Beschwerdeführer daran 

hindern sollte, in einer adaptierten Tätigkeit erwerbstätig zu sein. Auf das umfassende 

Gutachten sei abzustellen.

Der Beschwerdeführer hielt in der Replik vom 21. November 2018 an seinen 

Anträgen fest (act. G 6). Er verwies auf die Ausführungen in der Replik vom 

12. November 2018 im Verfahren IV 2018/266. Insbesondere solle der dort beantragte 

Beizug der Suva-Akten und das dort eingereichte Gutachten von Dr. med. N.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie, Fusschirurgie, vom 6. September 2018 berücksichtigt 

werden. Er machte im Wesentlichen geltend, eine Arbeitsfähigkeit von 60% in einer 

adaptierten Tätigkeit sei überwiegend wahrscheinlich, da diese leicht unterhalb der 

Mitte der von Dr. N.___ attestierten Arbeitsfähigkeit von 50-75% liege und da dies dem 

Pensum in der K.___ entspreche, bei der er während vier Monaten auf dem zweiten 

Arbeitsmarkt beschäftigt gewesen sei. Auch der Hausarzt Dr. J.___ sei im Bericht vom 

4. November 2016 von einem Leistungszenit von 60% ausgegangen. Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 70'200.-- und einem angepassten Invalideneinkommen von 

Fr. 35'195.40 (Fr. 58'659.-- x 0.6) resultiere ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 50%. 

Dabei sei noch ein leidensbedingter Abzug von mindestens 15% zu berücksichtigen, 

weshalb ein Invaliditätsgrad von über 50% resultiere. In der Replik vom 12. November 

2018 hatte er im Wesentlichen geltend gemacht, die orthopädische Sachverständige 

der SMAB AG habe behauptet, eine Schwellung (wohl: des Fusses) habe sich nicht 

feststellen lassen und es habe sich lediglich eine qualitative Einschränkung für 

Tätigkeiten mit ausschliesslichem Stehen und Gehen sowie häufigem Hocken ergeben. 

Dr. N.___ habe demgegenüber eine Schwellung des Rückfusses diagnostiziert. Er habe 

auch eine bildgebend objektivierbare verkürzte Belastungsdauer nach 45 bis 

60 Minuten Aktivität festgestellt. Daher bestünden quantitative 

Leistungseinschränkungen. Gelegentliche Spaziergänge mit maximal 45 Minuten Dauer 

stünden damit, entgegen der Behauptung der orthopädischen Gutachterin, nicht im 

Widerspruch. Die einseitige Unterstellung von mässigen Symptomausweitungen und 

deren unkritische Übernahme im Gutachten der SMAB AG widersprächen einer 

ergebnisoffenen Beurteilung. Wenn sich die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten 

der SMAB AG berufe, verletze sie daher die (neutrale) gesetzliche Abklärungspflicht 

B.c. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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(Art. 43 Abs. 1 ATSG) und den Anspruch auf das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). 

Die orthopädische Sachverständige sei auch für andere Gutachterstellen tätig und 

dürfte von diesen wirtschaftlich abhängig sein. Zudem sei nirgends festzustellen, dass 

sie eine zertifizierte Gutachterin sei. Diese Ausführungen würden den Beweiswert des 

Gutachtens der SMAB AG relativieren. Dr. N.___ hatte den Beschwerdeführer im 

Auftrag der Suva untersucht. Im Gutachten vom 6. September 2018 (act. G 9) hatte er 

unter anderem ausgeführt, am linken Fuss habe sich eine leichte Schwellung und ein 

Erguss im oberen Sprunggelenk gezeigt. Die Beweglichkeit sei deutlich eingeschränkt 

gewesen. Die Prüfung der Sensibilität habe sowohl für den N. saphenus als auch für 

den N. peroneus superficialis, weniger auch für den N. peroneus profundus, eine 

Sensibilitätsverminderung im Vergleich zur rechten Seite ergeben. Das 

Versorgungsgebiet des N. tibialis links sei ebenfalls etwas weniger 

berührungsempfindlich gewesen als auf der rechten Seite. Er hatte folgende Diagnosen 

erhoben: Posttraumatische Arthrose oberes Sprunggelenk links, neuropathische 

Schmerzen bei primär demyelinisierender Schädigung insbesondere des N. peroneus 

superficialis und sekundärer axonaler Schädigung des N. peroneus superficialis links, 

zunehmende degenerative Veränderungen subtalar und talonavicular links, mässige 

Coxarthrose beidseits, rechtsbetont (gemäss Fremdbeurteilung) und mittelgradige 

depressive Episode ohne somatisches Syndrom (gemäss Fremdbeurteilung). Dr. N.___ 

hatte festgehalten, die posttraumatische Arthrose erkläre die vom Beschwerdeführer 

beklagten morgendlichen Anlaufschmerzen, welche auch nach längerem Sitzen 

aufträten, genauso wie die Belastungssymptomatik und die vermehrte Schwellung im 

Rückfuss. Die neuropathischen Schmerzen, welche durch die klinische Untersuchung 

und durch elektrophysiologische Messungen erfassbar seien, träten typischerweise in 

Ruhe in den Vordergrund und würden gut zu den kribbelnden und nadelstichartigen 

Schmerzen, welche nach einer längeren bewegungsfreien Phase von ca. 45 Minuten 

ihre maximale Intensität erreichten, passen. Rückläufige Schmerzen durch Bewegung 

oder leichte Massage des schmerzhaften Areals erklärten den Drang, ca. alle 

45 Minuten eine kurze Gehstrecke zu absolvieren. Er gehe nicht davon aus, dass die 

vom Beschwerdeführer als Durchblutungsstörung bezeichnete Ruhesymptomatik auf 

eine tatsächlich verminderte Perfusion zurückzuführen sei, sondern dass diese den 

neuropathischen Schmerzen entspreche. Bezüglich der degenerativen Veränderungen 

mit Bewegungseinschränkungen des oberen Sprunggelenkes links sowie der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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eingeschränkten Motilität des Subtalargelenks und beginnenden degenerativen 

Veränderungen auch talonavicular wäre zu erwarten, dass der Beschwerdeführer mit 

adäquatem Schuhwerk in einer angepassten Tätigkeit, wie diese wiederholt von der 

Kreisärztin der Suva und anlässlich der Beurteilung in der Rehaklinik C.___ definiert 

worden sei und auch gemäss seiner Beurteilung einer leichten bis sehr selten 

mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Gehen in unebenem Gelände, 

ohne Vibrationsbelastungen, ohne Schläge, ohne repetitive Zwangshaltungen wie 

Knien, Hocken, Pedalbedienung, Kriechen usw. entspreche, eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit erreichen könne. Die neuropathischen Schmerzen erklärten glaubhaft, 

dass sitzende Tätigkeiten oder auch statische stehende Positionen schlecht ertragen 

würden und somit die Arbeitsfähigkeit auch in den grundsätzlich geeigneten, körperlich 

leichten Tätigkeiten limitiert sei. Anlässlich der Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit sei die im Vordergrund stehende Diagnose der neuropathischen 

Beschwerden nicht berücksichtigt und die Verhaltensbeobachtung im Umgang mit 

Schmerz, Leistungsbereitschaft und Konsistenz als mässige Symptomausweitung 

bewertet worden. Entsprechend scheine ihm die Schlussfolgerung des Untersuchers, 

dem Beschwerdeführer sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit zumutbar, nicht legitim. In der Gesamtschau sei von einer reduzierten 

Arbeitsfähigkeit auszugehen, welche eher der praktisch verifizierten Beurteilung 

entspreche. Die Zumutbarkeitsbeurteilung entspreche durchaus den Vorgaben von 

med. pract. G.___. Unter den genannten Bedingungen erscheine eine Arbeitsfähigkeit 

von 75% als gegeben. Aufgrund der Notwendigkeit, regelmässig kurze Pausen zur 

Bewegung des linken Beines einzulegen, werde sich die zeitliche Belastung 

wahrscheinlich weiter reduzieren, sodass eine tatsächlich zu realisierende 

Arbeitsfähigkeit von 50-75% plausibel sei.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. 

G 8).

B.d. 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die Beschwerde gegen die 

Verfügung vom 20. Juni 2018 betreffend den Anspruch auf berufliche Massnahmen mit 

einem Entscheid vom 22. Oktober 2019 ab (IV 2018/266). Das Bundesgericht hiess die 

dagegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit einem 

B.e. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2018 einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 16% verneint. Strittig 

ist in diesem Verfahren somit einzig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat.

2.  

3.  

Urteil vom 28. Februar 2020 teilweise gut und wies die Sache zur neuen Prüfung des 

Anspruchs auf eine Umschulung an die IV-Stelle zurück (8C_792/2019).

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.2. 

Um das zumutbare Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss der 

verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die Beschwerdegegnerin hat dazu die 

SMAB AG mit der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens (orthopädisch/

traumatologisch, psychiatrisch und internistisch) inklusive der Durchführung einer 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit beauftragt. Im Gutachten der SMAB AG 

26. Februar 2018 ist angegeben worden (IV-act. 119-16), in einer körperlich leichten bis 

mittelschweren, gelegentlich auch mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit 

einem vermehrten Sitzen und ohne häufiges Hocken bestehe eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit. Tätigkeiten unter Nachtschichtbedingungen mit einem 

aussergewöhnlichen Zeitdruck (Akkordbedingungen) und mit einem besonderen 

Verantwortungsbereich bzw. einem ausserordentlich hohen Anspruch an die 

gedankliche Flexibilität sollten vermieden werden. Retrospektiv sei eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vom 4. November 2013 bis Ende 

Januar 2014, während der Dauer der stationären Aufenthalte und nach der Operation 

vom 30. Januar 2015 für maximal sechs Wochen nachvollziehbar. In der 

angestammten Tätigkeit als Kaminmonteur sei der Versicherte seit dem 4. November 

2013 dauerhaft vollständig arbeitsunfähig. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob 

dem Gutachten voller Beweiswert zukommt, das heisst, ob es die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

belegt.

Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 

Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 

125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom 

Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und 

vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen 

Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, 

anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl. BGE 141 V 281; 143 

V 409 und 143 V 418).

3.2. 

Die Sachverständigen der SMAB AG haben den Beschwerdeführer persönlich 

untersucht und seine subjektiven Klagen aufgenommen. Sie haben die objektiven 

klinischen Befunde wiedergegeben, umfassende Kenntnis von den Vorakten gehabt 

und diese gewürdigt. Der internistische Sachverständige hat keine Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen können. Er hat einzig einen Verdacht auf 

eine Gastritis angegeben und festgehalten, dies stehe allenfalls in Verbindung mit dem 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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regelmässigen Schmerzmittelkonsum. Abgesehen davon, dass eine 

Verdachtsdiagnose keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen kann, ist die 

Beurteilung des internistischen Sachverständigen, dass eine möglicherweise 

vorliegende Gastritis die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht beeinträchtige, 

schlüssig und nachvollziehbar. Der psychiatrische Sachverständige hat ebenfalls keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erheben können. Er hat einzig eine 

leichte depressive Episode ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Er 

hat erklärt, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

infolge des Unfalls vom 4. November 2013 und der daraus resultierenden vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit als Kaminmonteur verschlechtert habe. Es sei zu einer anhaltenden 

Lebensunzufriedenheit mit der Entwicklung einer vermehrten Reizbarkeit und 

Dünnhäutigkeit sowie einem sozialen Rückzug gekommen. Als Befunde hat er 

angegeben, dass der Antrieb und das psychomotorische Tempo normal gewesen 

seien, die emotionale Auslenkbarkeit sei nur leicht eingeschränkt gewesen und eine 

Anhedonie im eigentlichen Sinne habe nicht vorgelegen. Merkmale einer 

Persönlichkeitsakzentuierung mit einer krankhaften Bedeutung hätten sich nicht 

bestätigen lassen. Ebenso wenig hätten sich Hinweise für die von Dr. E.___ am 

28. August 2014 diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung ergeben. Des 

Weiteren hat der psychiatrische Sachverständige die Standardindikatoren geprüft. 

Insbesondere hat er erklärt, dass sich die leichte depressive Symptomatik rasch 

bessern würde, wenn der Beschwerdeführer in den Arbeitsprozess zurückkehren 

würde. Der Beschwerdeführer verfüge über angemessene Ressourcen für eine 

Rückkehr in den Arbeitsprozess. Die leichte depressive Symptomatik sei deshalb nicht 

als die Arbeitsfähigkeit einschränkend zu bewerten. Auch diese Beurteilung ist 

schlüssig und nachvollziehbar. Die orthopädisch-traumatologische Sachverständige 

hat als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mässige 

posttraumatische Arthrose des linken oberen Sprunggelenks nach einer operativ 

versorgten trimalleolärer Luxationsfraktur links am 4. November 2013 und eine mässige 

Coxarthrose beidseits, rechtsbetont, erhoben. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit hat sie einen Senk-Spreizfuss beidseits genannt. Sie hat sich bei der 

Erhebung der Befunde und der Diagnosen sowohl in Bezug auf das linke obere 

Sprunggelenk als auch auf die Hüftgelenke nebst einer ausführlichen klinischen 

Untersuchung auf aktuelle Röntgenaufnahmen gestützt. Sie hat dargelegt, dass die 

daraus resultierenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit lediglich qualitativer Art 

seien, indem dem Beschwerdeführer nur noch eine körperlich leichte bis mittelschwere, 

gelegentlich auch mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit vermehrtem Sitzen 

und ohne häufiges Hocken zumutbar sei. Diese Befunderhebung und die gestützt 

darauf gestellten Diagnosen sind nachvollziehbar. Zu prüfen bleibt, ob die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Befunderhebung vollständig gewesen ist. Der Beschwerdeführer hat bei der Erhebung 

der Anamnese nämlich angegeben, dass er nicht nur Beschwerden bei längerem 

Gehen, sondern auch bei längerem Sitzen habe. Er könne nicht länger als 45 Minuten 

sitzen, sonst bekomme er ein Ameisenkribbeln und stechende Schmerzen in der linken 

unteren Unterschenkelhälfte. Dieselbe Beschwerdeschilderung enthalten bereits die 

Berichte der Rehaklinik C.___ vom 24. September 2014 betreffend die berufliche 

Abklärung (IV-act. 94-144) und des Spezialarztes für orthopädische Chirurgie Dr. I.___ 

vom 14. Dezember 2015 (IV-act. 94-302). Im Bericht der K.___ vom 16. Dezember 2016 

(Einsatzprogramm des RAV) ist ebenfalls festgehalten worden (IV-act. 119-75), der 

Beschwerdeführer könne nur im Sitzen arbeiten; er habe viele zusätzliche Pausen 

benötigt, um die Blutzirkulation in den Beinen anzuregen. Nach 45 Minuten habe sich 

sein Bein kalt angefühlt und es habe zu kribbeln begonnen. Die orthopädisch-

traumatologische Sachverständige hat dazu festgehalten, ein Anhalt für eine gestörte 

Blutzirkulation beider Beine bestehe nicht. Das angegebene Kältegefühl und Kribbeln 

im linken Bein nach 45 Minuten sei nicht nachvollziehbar. In der Konsensbeurteilung 

sind diese Beschwerdeangaben nicht mehr erwähnt worden, was darauf hinweist, dass 

die orthopädisch-traumatologische Sachverständige ihnen keine Bedeutung 

zugemessen hat. Eine elektrophysiologische Untersuchung im Zentrum M.___ vom 

19. Juli 2018 (IV-act. 140) hat demgegenüber eine Schädigung des sensiblen Anteils 

des N. peroneus superficialis und angedeutet des N. tibialis plantaris medialis mit einer 

verlangsamten Nervenleitgeschwindigkeit sowie einen leichtgradigen axonalen 

Schaden des N. peroneus superficialis sensibel links ergeben. Der orthopädische 

Sachverständige Dr. N.___, der am 6. September 2018 zuhanden der Suva ein 

Gutachten erstellt hat, hat am linken Fuss ebenfalls eine Sensibilitätsprüfung 

durchgeführt und angegeben, diese Prüfung habe für den N. saphenus und für den N. 

peroneus superficialis, weniger auch für den N. peroneus profundus eine 

Sensibilitätsverminderung im Vergleich zum rechten Fuss gezeigt. Das 

Versorgungsgebiet des N. tibialis links sei ebenfalls etwas weniger 

berührungsempfindlich gewesen als auf der rechten Seite. Er hat erklärt, dass die 

neuropathischen Schmerzen dem Beschwerdeführer wohl am meisten Probleme 

bereiteten. Diese träten typischerweise in Ruhe in den Vordergrund und passten gut zu 

den kribbelnden und nadelstichartigen Schmerzen, welche nach einer längeren 

bewegungsfreien Phase von ca. 45 Minuten ihre maximale Intensität erreichten. Er 

attestierte dem Beschwerdeführer aufgrund der degenerativen Veränderungen mit 

Bewegungseinschränkungen des oberen Sprunggelenks, der eingeschränkten Motilität 

des Subtalargelenks und der beginnenden degenerativen Veränderungen auch 

talavicular eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis sehr selten 

mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Gehen in unebenem Gelände, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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ohne Vibrationsbelastungen, ohne Schläge, ohne repetitive Zwangshaltungen wie 

Knien, Hocken, Pedalbedienung, Kriechen usw. Dieses Tätigkeitsprofil entspricht 

weitgehend jenem der orthopädisch-traumatologischen Sachverständigen der SMAB 

AG. Dr. N.___ hat aufgrund der neuropathischen Schmerzen jedoch eine quantitative 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestiert und die 

verbliebene Arbeitsfähigkeit auf 50-75% geschätzt. Zur Begründung hat er angegeben, 

dass regelmässig kurze Pausen zur Bewegung des linken Beines einzulegen seien. Das 

Gutachten von Dr. N.___ ist zwar nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 

17. Juli 2018 erstellt worden, ist aber dennoch beweistauglich, da der unfallbedingte 

Gesundheitsschaden im linken Fuss im Zeitpunkt der Untersuchung durch Dr. N.___ 

überwiegend wahrscheinlich jenem im Verfügungszeitpunkt entsprochen hat, da nur 

rund sieben Wochen dazwischen gelegen haben und da davon auszugehen ist, dass 

die degenerativen Veränderungen und die neuropathischen Schmerzen, über die der 

Beschwerdeführer schon im Jahr 2014 geklagt hatte, in diesem Zeitraum gleich 

geblieben sind. Dasselbe gilt in Bezug auf den Bericht vom 23. Juli 2018; die dortige 

Untersuchung hat sogar nur zwei Tage nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung 

stattgefunden. Das Gutachten von Dr. N.___ und auch der Bericht wecken Zweifel an 

der Beurteilung der orthopädisch-traumatologischen Gutachterin der SMAB AG. Sie 

zeigen auf, dass es für eine umfassende Untersuchung erforderlich gewesen wäre, die 

vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden im Sitzen vertieft abzuklären. Die 

Erhebung der Befunde und wohl auch die Diagnosestellung dürften also nicht 

vollständig erfolgt sein. Damit vermag die interdisziplinäre Arbeitsfähigkeitsschätzung 

im Gutachten der SMAB nicht zu überzeugen. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers vermögen aber auch die Schlussfolgerungen im Gutachten von 

Dr. N.___ nicht zu überzeugen. Die Fachärzte des M.___ haben aufgrund der 

elektrophysiologischen Befunde eine medikamentöse Therapie empfohlen. 

Möglicherweise kann also eine Verbesserung der Schmerzen im linken Fuss und 

Unterschenkel erreicht werden. Dr. N.___ hat diesen Aspekt nicht thematisiert. Des 

Weiteren hat Dr. N.___ angegeben, ihm scheine die Schlussfolgerung des Untersuchers 

in der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, dass dem Beschwerdeführer in 

einer adaptierten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei, nicht legitim; 

die neuropathischen Beschwerden seien nicht berücksichtigt und somit die 

Verhaltensbeobachtungen im Umgang mit Schmerz, Leistungsbereitschaft und 

Konsistenz als mässige Symptomausweitung bewertet worden. Dazu ist festzuhalten, 

dass der die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit durchführende Experte 

nicht nur beim Sitzen, sondern auch in anderen Bereichen eine Selbstlimitierung des 

Beschwerdeführers und Inkonsistenzen beobachtet hat (vgl. IV-act. 119-62). Die 

Beurteilung von Dr. N.___, dass beim Beschwerdeführer zu Unrecht eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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4.  

Symptomausweitung festgestellt worden sei, vermag deshalb nicht zu überzeugen. 

Ebenfalls nicht überzeugend ist seine Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es ist aus der Sicht 

eines medizinischen Laien nicht nachvollziehbar, dass in einer körperlich leichten bis 

sehr selten mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit, also einer Tätigkeit die 

abwechselnd im Sitzen/Stehen/Gehen ausgeübt wird, aufgrund eines erhöhten 

Pausenbedarfs zur Bewegung des linken Beines eine Arbeitsunfähigkeit von 25-50% 

resultieren soll. Insgesamt liegt also keine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung 

vor. Da die Untersuchung durch die Gutachter der SMAB AG nicht umfassend 

gewesen ist und somit eine Lücke aufweist, ist die Sache zur ergänzenden Abklärung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der Auffassung des Bundesgerichts 

ist die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin in diesem Fall zulässig (vgl. BGE 137 

V 264, E. 4.4.1.4, wonach eine Sache zurückgewiesen werden kann, wenn nur eine 

Ergänzung des Gutachtens nötig ist). Die Beschwerdegegnerin wird durch ihren RAD 

klären, ob eine Ergänzung durch eine neurologische Abklärung nötig ist. Abschliessend 

ist zum Vorbringen des Beschwerdeführers, die orthopädisch-traumatologische 

Sachverständige sei auch für andere Gutachterstellen tätig und dürfte von diesen 

wirtschaftlich abhängig sein, festzuhalten, dass der Beschwerdeführer daraus nichts zu 

seinen Gunsten abzuleiten vermag. Denn selbst wenn eine wirtschaftliche Abhängigkeit 

bestehen sollte, hätte dies nicht zur Folge, dass der Gutachtensauftrag nicht objektiv 

und unabhängig erfüllt worden wäre, zumal es vorliegend keine Anhaltspunkte für eine 

Voreingenommenheit der orthopädisch-traumatologischen Sachverständigen gibt. 

Würde aus einer wirtschaftlichen Abhängigkeit auf eine Voreingenommenheit eines 

Gutachters geschlossen, wäre nämlich praktisch allen als MEDAS anerkannten 

Abklärungsstellen eine Voreingenommenheit zulasten der versicherten Person zu 

unterstellen.

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 17. Juli 2018 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist zur Vornahme 

ergänzender medizinischer Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der Ergänzung des medizinischen 

Sachverhalts wird die Beschwerdegegnerin angesichts der offenbar noch laufenden 

beruflichen Eingliederung den Grundsatz der "Eingliederung vor Rente" zu beachten 

haben.

3.4. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erweist 

4.1. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 17. Juli 2018 

aufgehoben und die Sache wird zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

sich als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist diese Gebühr 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote 

eingereicht. In durchschnittlich aufwändigen Beschwerdeverfahren betreffend einen 

Rentenanspruch wird praxisgemäss eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- zugesprochen. Da dieses Beschwerdeverfahren als ein durchschnittlich 

aufwändiges zu qualifizieren ist, hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 

also mit Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.09.2020
	Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Die Erhebung der Befunde und wohl auch die Diagnosestellung dürften unvollständig erfolgt sein. Damit vermag auch die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu überzeugen. Rückweisung zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020, IV 2018/292)

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