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**Case Identifier:** 938230df-271d-51e8-9723-3b92b33faaeb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.05.2014 200 2014 177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-177_2014-05-02.pdf

## Full Text

200 14 177 UV
STC/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Mai 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Unfall AG
Recht, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Januar 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, UV/14/177, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war seit 2007 und 2013 bei der ... als ... angestellt und über diesen Arbeit-
geber bei der Helsana Unfall AG (Helsana bzw. Beschwerdegegnerin) obli-
gatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Be-
rufskrankheiten versichert (Antwortbeilage der Helsana, Korrespondenzak-
ten [act. IIA] K1).

Am 4. Juli 2013 glitt die Versicherte aus und stürzte auf das linke Handge-
lenk, wobei sie sich Verletzungen zuzog (act. IIA K1 Ziff. 6) und in der Fol-
ge zu 100 % arbeitsunfähig war (vgl. act. IIA K15). Die Helsana holte ver-
schiedene medizinische Unterlagen – unter anderem einen Befundbericht 
zum MRT vom 10. September 2013 (Antwortbeilage der Helsana, medizini-
sche Akten [act. II] M7) – ein und verneinte mit Verfügung vom 4. Oktober 
2013 die Unfallkausalität und verfügte die Einstellung ihrer Leistungen per 
11. August 2013 (act. IIA K25).

Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten vom 5. November 
2013 (act. IIA K31) wies die Helsana – nach Einholen einer weiteren medi-
zinischen Stellungnahme (act. II M11) – mit Entscheid vom 16. Januar 
2014 ab (act. IIA K37).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte – vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________ – am 19. Februar 2014 Beschwerde. Die Be-
schwerdeführerin beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheides und 
die Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, UV/14/177, Seite 3

Mit Replik vom 27. März 2014 sowie Duplik vom 10. April 2014 hielten die 
Parteien an ihren Rechtsbegehren fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 16. Januar 
2014 (act. IIA K37). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf (weitere) Leistungen der Unfallversicherung und dabei ins-
besondere, ob die über den 11. August 2013 weiterhin geklagten Be-
schwerden (dorsales Ganglion am linken Handgelenk) in einem natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 4. Juli 2013 ste-
hen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 

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darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.5 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2). 

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3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 4. Juli 2013 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 
vorstehend) und nach diesem Ereignis Beschwerden am linken Handge-
lenk aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn diesbezüglich 
auch die natürliche Kausalität anerkannt und entsprechende Versiche-
rungsleistungen erbracht. 

Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin – basierend auf dem 
besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 11. August 2013 (vgl. act. IIA K25) hinaus weiterhin 
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei 
ist zu prüfen, ob die anhaltend geklagten gesundheitlichen Einschränkun-
gen – und dabei insbesondere das dorsale Ganglion am linken Handgelenk 
– in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang mit dem Unfall vom 4. Juli 2013 stehen. Die massgeblichen 
medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Radiologie FMH, hielt in seinem 
Befundbericht vom 12. Juli 2013 (act. II M1) zum Röntgen vom selben Tag 
fest, dass altersentsprechend normale ossäre Strukturen und Gelenksver-
hältnisse im Handgelenk wie im Carpus und Metacarpus beständen und 
keine dislozierte Fraktur und keine wesentlichen degenerativen Gelenks-
veränderungen nachweisbar seien.

3.1.2 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 
24. August 2013 (act. II M3) eine Distorsion des linken Handgelenks mit 
posttraumatischem Ganglion (Ziff. 5) und schlug vor, dass ein MRT durch-
geführt werde, falls sich der Verlauf weiterhin schleppend zeige (Ziff. 7). Bis 
auf weiteres betrage die Arbeitsunfähigkeit 100 % (Ziff. 8).

3.1.3 Im Befundbericht zum MRT vom 10. September 2013 (act. II M7) 
hielt Dr. med. E.________, Facharzt für Radiologie FMH, den Befund eines 
dorsalen Weichteil-Ganglions ausgehend vom radio-scaphoidalen Gelenk-
spalt und einer diskreten degenerativen Unterflächenläsion des TFCC Pal-
mer Typ II B fest. Es sei keine Fraktur, keine Bandruptur abgrenzbar und 

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es bestehe eine regelrechte Darstellung der Sehnen und ein intakter Ge-
lenksknorpel. Im Bereiche des Processus styloideus ulnae bestehe ein 
zweites minimales Ganglion, daneben keine weiteren Weichteilganglien. 

3.1.4 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Prof. Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, hielt in seiner Beurteilung vom 30. September 
2013 (act. II M8) einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom 4. Juli 2014 und den erhobenen Diagnosen bloss für möglich 
(Aussagesicherheit 50 % oder weniger [Ziff. 1]). Die MRT-Untersuchung 
vom 10. September 2013 (vgl. act. II M7) spreche eindeutig für ein degene-
rativ entstandenes Ganglion am linken Handgelenk, weshalb eine Unfall-
kausalität nicht vorliege. Die Diagnose des Ganglion carpi dorsale hätte 
schon früher gestellt werden können, sei jedoch unterblieben. Lediglich bis 
zum Ende der attestierten Arbeitsunfähigkeit am 11. August 2013 könne 
(entgegenkommenderweise) eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit attes-
tiert werden (Ziff. 3 und Ziff. 4).

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH und Facharzt für Handchir-
urgie FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 30. Oktober 2013 
(act. II M10) ein posttraumatisches dorsales Handgelenksganglion links. 
Die Beschwerdeführerin habe einige Tage nach einer Handgelenksdistorsi-
on ein schmerzhaftes dorsales Handgelenksganglion gezeigt und sei vor 
dem Unfall absolut beschwerdefrei gewesen.

3.1.6 In seiner Stellungnahme vom 19. November 2013 (act. II M11) fass-
te Prof. Dr. med. F.________ die medizinische Vorgeschichte (S. 1 f.) und 
die medizinische Literatur zusammen (S. 3) und sah nach nochmaliger 
Evaluation des gesamten Falles keinen Grund, von der am 30. September 
2013 abgegebenen Beurteilung (act. II M8) abzuweichen (S. 4). Eine 
Traumakausalität könne nur möglicherweise postuliert werden, es sei hin-
gegen überwiegend wahrscheinlich, dass der Sturz nicht für die Entstehung 
des nach einigen Tagen erkennbaren Ganglions verantwortlich gemacht 
werden könne. Zudem werde im MRT vom 10. September 2013 (act. II M7) 
von einem zweiten kleineren Ganglion gesprochen, was nochmals eine 
degenerative Ätiologie dieser tumorähnlichen Gebilde belege.

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3.1.7 In seinem Bericht vom 13. Februar 2014 (act. II M13) führte der 
Handchirurg Dr. med. G.________ zuhanden des Vertreters der Be-
schwerdeführerin aus, dass eine Läsion des TFCC entweder degenerativ 
oder durch einen Unfall bedingt sein könne. In der Tat gebe es dorsale 
Handgelenksganglien, welche selbst bei sehr jungen Patienten ohne Trau-
ma entständen. Das Ganglion der Beschwerdeführerin könne aber durch-
aus auch eine posttraumatische Ätiologie haben.

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.2.2 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 

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vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in dem hier angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 16. Januar 2014 (act. IIA K37) hauptsächlich auf die 
Beurteilung ihres beratenden Arztes Prof. Dr. med. F.________ vom 
30. September 2013 (act. II M8) und vom 19. November 2013 (act. II M11) 
gestützt. Diese Aktenberichte des beratenden Arztes erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2.1 hiervor). Prof. 
Dr. med. F.________ hat gestützt auf die medizinischen Akten einleuch-
tend und nachvollziehbar begründet, weshalb das im MRT vom 10. Sep-
tember 2013 (act. II M7) festgestellte Ganglion mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit degenerativ sei und weshalb ein Zusammenhang mit dem 
Sturz vom 4. Juli 2013 lediglich möglich ist. Dass Prof. Dr. med. 
F.________ keine eigene Untersuchung durchgeführt hat, schadet nicht, da 
die Voraussetzungen für einen Aktenbericht erfüllt sind, insbesondere sind 
Anamnese und Verlauf wie auch die Befunde des MRT ausführlich in den 
Akten dokumentiert und der Experte konnte sich aufgrund der vorhandenen 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). 
Prof. Dr. med. F.________ führt überzeugend und nachvollziehbar aus, 
dass bei der Diagnose eines Ganglions eine Traumakausalität nur mögli-
cherweise postuliert werden kann und es überwiegend wahrscheinlich ist, 
dass der Sturz der Beschwerdeführerin nicht für die Entstehung des Gan-
glions verantwortlich gemacht werden kann (act. II M11). Bei der Be-
schwerdeführerin sei ausserdem ein zweites kleineres Ganglion im MRT-
Befund vom 10. September 2013 (act. II M7) festgestellt worden, was 
ebenfalls die degenerative Ätiologie des tumorähnlichen Gebildes belege. 
Darauf ist abzustellen und das Ganglion bzw. die daraus entstandenen 
Beschwerden sind als nicht unfallbedingt zu betrachten. 

Demgegenüber kann der Auffassung des Handchirurgen Dr. med. 
G.________ (act. II M10) wie auch derjenigen des behandelnden Hausarz-
tes Dr. med. D.________ (act. II M3) nicht gefolgt werden, wenn sie aus-
führen, dass das Ganglion unfallkausal sei, weil es erst einige Tage nach 
dem Unfall aufgetreten ist und die Beschwerdeführerin vorher absolut be-

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schwerdefrei gewesen sei: denn nach der höchstrichterlicher Rechtspre-
chung ist für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädi-
gung die Formel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach de-
ren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch 
einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Zwar führt 
der Handchirurg Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 13. Februar 
2014 (act. II M13) aus, dass ein Ganglion sowohl posttraumatischen wie 
auch degenerativen Ursprungs sein könne, doch wird diese Ausführung 
von Prof. Dr. med. F.________ nicht bestritten sondern im Gegenteil auch 
als mögliche Ursache diskutiert (vgl. act. II M11 S. 3). Aufgrund des zwei-
ten kleineren festgestellten Ganglions und nach Rücksprache mit Prof. 
Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie FMH und Facharzt für Hand-
chirurgie FMH, Klinik I.________, nach welchem das Auftreten eines Gan-
glions als degenerativer Ätiologie gilt und nur im Einzelfall als Folge eines 
Unfalls anerkannt wird (vgl. act. II M11 S. 3 unten), kam der beratende Arzt 
Prof. Dr. med. F.________ überzeugend zum Schluss, dass an der dege-
nerativen Ätiologie des Ganglions der Beschwerdeführerin festzuhalten sei 
(S. 4).

3.4 Nach dem hiervor Ausgeführten ist nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt, dass das festgestellte dorsale Ganglion am linken 
Handgelenk vom Unfallereignis am 4. Juli 2013 herrührt, weshalb der 
natürliche Kausalzusammenhang diesbezüglich zu verneinen und von ei-
nem „status quo sine vel ante“ auszugehen ist (vgl. E. 2.5 vorstehend).

3.5 Schliesslich sind von weiteren Beweismassnahmen und insbeson-
dere von der Erstellung eines weiteren (gerichtlichen) Gutachtens – wie es 
die Beschwerdeführerin beantragt (Beschwerde vom 19. Februar 2014, 
S. 4 f. Art. 3) – keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, da auch damit 
die Ätiologie des dorsalen Ganglions nicht bewiesen werden könnte (antizi-
pierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

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4.

Fehlt es wie vorliegend bei der Beschwerdeführerin an der natürlichen 
Kausalität zwischen den Beschwerden des dorsalen Ganglions am linken 
Handgelenk und dem zu beurteilenden Unfall vom 4. Juli 2013, ist jegliche 
diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ausgeschlossen. 
Nach dem Dargelegten ist die mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 
2014 (act. IIA K37) bestätigte Verneinung der Leistungspflicht vom 4. Okto-
ber 2013 (act. IIA K25) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist somit 
abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG in Verbindung mit Art.  61 lit. g ATSG kein Anspruch auf eine Partei-
entschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, UV/14/177, Seite 12

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Helsana Unfall AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.