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**Case Identifier:** 01ec7030-6c87-5e79-9521-e02409475ed1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.12.2022 S 2021 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-80_2022-12-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 19. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2021 80

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Urteil S 2021 80

A. Am 9. Januar 2019 wurde über die C.________ AG, die ihren Sitz in D.________, 
ZG, hatte und deshalb der Ausgleichskasse Zug angeschlossen war, der Konkurs eröffnet 
(AK-act. 55). Mit Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 10. April 2019 
wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt (AK-act. 60). Am 5. August 2019 
erliess die Ausgleichskasse gegenüber A.________ als ehemaliges Mitglied des 
Verwaltungsrates der C.________ AG eine Schadenersatzverfügung in der Höhe von 
Fr. 36'174.– (AK-act. 64). Die dagegen erhobene Einsprache (AK-act. 68) hiess die 
Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 3. Mai 2021 insofern teilweise gut, als die 
Schadenersatzforderung auf Fr. 20'566.45 reduziert wurde. Im Übrigen wurde die 
Einsprache abgewiesen (AK-act. 106).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 1. Juni 2021 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 3. Mai 2021 sei aufzuheben und sie sei von 
einer Schadenersatzpflicht nach Art. 52 Abs. 2 AHVG vollumfänglich zu befreien. 
Eventualiter sei die Schadenersatzforderung angemessen herabzusetzen; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 1).

C. Der mit Verfügung vom 2. Juni 2021 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 30. August 2021 beantragte die Ausgleichskasse Zug 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 6). 

E. Mit Eingabe vom 25. April 2022 teilte die Beschwerdeführerin dem Gericht mit, 
dass bei der Staatsanwaltschaft des Kantons E.________ ein Strafverfahren gegen Herrn 
F.________ wegen Verdachts auf unrechtmässige Aneignung, Veruntreuung, Betrug, 
ungetreue Geschäftsbesorgung etc. geführt werde. Zusätzlich reichte sie den zwischen ihr 
und Herrn F.________ abgeschlossenen Mandatsvertrag, das Einvernahmeprotokoll von 
Herrn F.________ als beschuldigte Person vom 8. Februar 2022 sowie den diesen 
betreffenden Strafregisterauszug ein (act. 8 und Bf-act. 19–21).

F. Hierzu nahm die Ausgleichskasse mit Schreiben vom 13. Mai 2022 Stellung 
(act. 10). 

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Urteil S 2021 80

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Einsprache erheben. Die Beschwerde 
gegen den Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 
AHVG und in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am 
Wohnsitz des Arbeitgebers, bei einer juristischen Person am Sitz, konkret am letzten Sitz 
der Gesellschaft, zu erheben. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als 
einzige kantonale Gerichtsinstanz Beschwerden und Klagen aus dem Gebiete der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für welche das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 und § 82 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 
[VRG; BGS 162.1]). Wie oben erwähnt, ist für die Beurteilung der Beschwerde betreffend 
Schadenersatz für entgangene bundesrechtliche Sozialversicherungsbeiträge wie für FAK-
Beiträge das kantonale Versicherungsgericht am letzten Sitz der Gesellschaft zuständig, 
ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des in Anspruch genommenen Organs (vgl. auch BGE 
109 V 97). Die C.________ AG hatte ihren Sitz in D.________, ZG. Somit ist das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug für die Beurteilung der Beschwerde örtlich und 
sachlich zuständig. Den Einspracheentscheid erliess die Ausgleichskasse am 3. Mai 2021. 
Folglich erweist sich die am 1. Juni 2021 verfasste und gleichentags der Post übergebene 
Beschwerde als im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG (30-tägige Beschwerdefrist) 
fristgerecht. Die Beschwerdeführerin ist als zur Haftung Verpflichtete durch den 
angefochtenen Einspracheentscheid eindeutig berührt und kann sich auf ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung berufen, weshalb ihre Legitimation als 
erstellt gilt. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den übrigen formellen Anforderung-
en, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 
29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Vorliegend ist Anfechtungs- und zugleich Streitgegenstand die subsidiäre Haftung 
der Beschwerdeführerin nach Art. 52 AHVG für geschuldete Sozialversicherungsbeiträge, 
welche die ehemalige C.________ AG nicht bezahlt hat.

3. Nach Art. 52 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder 
grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der 

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Urteil S 2021 80

Ausgleichskasse zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, so können 
subsidiär gegebenenfalls die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(Art. 52 Abs. 2 AHVG; BGer 9C_789/2018 vom 1. Mai 2019 E. 2).

3.1 Unbestrittenermassen ist die vom 5. August 2019 datierende 
Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse innert der Verjährungsfrist von Art. 52 
Abs. 3 AHVG (in der bis 31. Dezember 2019 gültig gewesenen und vorliegend 
anwendbaren Fassung) erfolgt, nachdem der Konkurs über die C.________ AG am 
9. Januar 2019 eröffnet und das Konkursverfahren mangels Aktiven am 10. April 2019 
eingestellt wurde. 

3.2 Erstellt ist auch, dass die Beschwerdeführerin vom 22. August 2016 bis 13. Juli 
2018 als Verwaltungsrätin der C.________ AG mit Einzelzeichnungsberechtigung im 
Handelsregister eingetragen war (vgl. AK-act. 107). Damit kam ihr formelle Organstellung 
zu, was die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede stellt. Wie es um die faktische 
Organschaft bestellt war, braucht hier nicht geklärt zu werden. In diesem Zusammenhang 
ist nämlich auf die höchstrichterliche Praxis zu verweisen, wonach die Ausdehnung der 
Haftung auf faktische Organe nicht dazu führt, die formellen Organe aus ihrer Haftbarkeit 
zu entlassen. Welche Funktionen ein formelles Organ ausübt, inwieweit es die 
Willensbildung der Gesellschaft beeinflusst bzw. beeinflussen kann, welche 
Zeichnungsbefugnis vorliegt und aus welchen Gründen das "Gesellschaftsmandat" 
überhaupt je übernommen wurde bzw. ob ein fiduziarisches Verhältnis (ein 
Strohmannverhältnis) vorlag, ist für die Frage der Haftbarkeit formeller Organe folglich 
völlig ohne Belang (vgl. zur Haftbarkeit der formellen Organe: EVG H 296/03 vom 11. Mai 
2004 E. 4.3; H 331/01 vom 5. September 2002 E. 4.5.2; H 107/01 vom 23. Juli 2002 
E. 3.2; H 238/01 vom 4. Juli 2002 E. 5b; H 310/97 vom 28. März 2001 E. 9a und H 37/00 
vom 21. November 2000 E. 3b).

Die Beschwerdeführerin haftet als verantwortliches Organ anstelle der beitragspflichtigen 
C.________ AG persönlich und subsidiär für den Schaden aus entgangenen 
Sozialversicherungsbeiträgen, welche bei der ehemaligen Gesellschaft nicht mehr 
eingefordert werden können. Dabei umfasst die Haftung nicht nur die während seiner Zeit 
als Organ der Gesellschaft fällig gewordenen Beiträge, sondern auch alle früheren. Etwas 
anderes würde nur gelten, wenn die Gesellschaft bei ihrem Antritt des Mandats als Organ 
bereits zahlungsunfähig und der Schaden somit bereits eingetreten gewesen wäre (BGE 
119 V 401 E. 4b und c; BGer 9C_647/2009 vom 15. April 2010 E. 4.2.2; Marco Reichmuth, 

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Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 275). So 
verhält es sich indessen vorliegend nicht. Dergleichen macht die Beschwerdeführerin auch 
nicht geltend.

Ausweislich der Akten hat die Beschwerdeführerin das Mandat als Verwaltungsrätin der 
C.________ AG per 13. Juli 2018 wieder niedergelegt. Deshalb ist im Lichte von Art. 34 
Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; 
SR 831.101) – wonach die für eine Zahlungsperiode geschuldeten Beiträge innert zehn 
Tagen nach deren Ablauf zu bezahlen sind – festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 
nur – aber immerhin – die Abrechnung bzw. die Begleichung der Beiträge für die bis Ende 
Juni 2018 ausgerichteten Löhne hätte veranlassen können. In Beachtung der 
einschlägigen Lehre und Praxis, wonach die Haftung des Organs mit dem Ende der 
Organstellung mangels weitergehender Verfügungsbefugnis erlischt, kann sie somit für die 
Beiträge ab Juli 2018, mithin auch für die Beiträge des Jahres 2019, nicht mehr haftbar 
gemacht werden, was auch die Beschwerdegegnerin im Rahmen des 
Einspracheentscheids zutreffend anerkannt hat (vgl. E. 5.6 des angefochtenen 
Entscheids). 

4.
4.1 Ein Schaden im Sinn von Art. 52 AHVG liegt immer dann vor, wenn der 
Ausgleichskasse als Organ der AHV ein ihr zustehender Betrag entgeht. Dabei entspricht 
die Höhe des Schadens dem Betrag, dessen die Ausgleichskasse verlustig geht. Der 
Schaden, den die Ausgleichskasse geltend zu machen berechtigt ist, umfasst die 
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die AHV, die Invalidenversicherung, die 
Erwerbsersatzordnung, die Arbeitslosenversicherung (vgl. SVR 2001 AHV Nr. 6 E. 2b), die 
bundesrechtlichen Beiträge nach FamZG ab 2009 und zudem die 
Verwaltungskostenbeiträge, die Mahn- und Betreibungskosten sowie die Verzugszinsen 
(BGE 121 III 382 E. 3bb). 

Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge 
aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erhoben werden können. Bei 
Zahlungsunfähigkeit gilt der Schaden als eingetreten, sobald die Beiträge nicht mehr im 
ordentlichen Verfahren erhoben werden können, also wenn der Konkurs eröffnet oder ein 
definitiver Verlustschein ausgestellt wurde (BGE 136 V 268 E. 2.6; 129 V 193 E. 2.2; 123 
V 12 E. 5b).

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4.2
4.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Rahmen ihrer Schadenersatzforderung 
für das Jahr 2016 auf den Lohnnachtrag vom 18. April 2018 (AK-act. 26). Daraus ergibt 
sich, dass die C.________ AG im Jahr 2016 eine Lohnsumme von Fr. 93'000.– 
ausgerichtet hat.

Die Beiträge für das Jahr 2017 wurden in der Schadenersatzverfügung gestützt auf die 
Lohndeklaration vom 16. März 2018 (AK-act. 23) berechnet, wonach im Jahr 2017 ein 
Lohn von Fr. 45'000.– an G.________ ausbezahlt worden ist. Aus den der 
Steuererklärung 2017 beigelegten Lohnausweisen ergibt sich jedoch, dass die 
C.________ AG G.________ und F.________ im Jahr 2017 einen Lohn von insgesamt 
Fr. 110'000.– ausbezahlt hat (vgl. AK-act. 104 S. 14 f.). Dementsprechend ging die 
Beschwerdegegnerin für das Jahr 2017 von einer Lohnsumme von Fr. 110'000.– aus. 

Was das Jahr 2018 anbelangt, ergibt sich aus den Akten, dass diesbezüglich keine 
Lohnbescheinigung eingereicht worden war (vgl. AK-act. 48 ff., 54, 56 f. und 59), weshalb 
die Beschwerdegegnerin die geschuldeten Beiträge durch eine Veranlagungsverfügung 
festzusetzen hatte. Dabei war die Ausgleichskasse berechtigt, zunächst von der 
voraussichtlichen Lohnsumme auszugehen und diese erst nach Jahresende zu bereinigen 
(vgl. Art. 38 AHVV). Nachdem sich aus den Steuerunterlagen gezeigt hatte, dass den 
bisherigen Lohnbezüger im Jahr 2018 keine Löhne mehr durch die C.________ AG 
ausbezahlt worden sind, hat die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2018 zu Recht von 
einer Beitragsforderung abgesehen.

4.2.2 Die Lohnmeldungen eines Arbeitgebers werden in Erfüllung seiner gesetzlichen 
Abrechnungspflicht nach AHVG und AHVV erstellt und beruhen auf Aufzeichnungen, die 
der handelsrechtlichen Buchführungspflicht nach Art. 957 ff. OR entspringen. Folglich 
erbringen sie grundsätzlich den Beweis für die erfolgten Lohnzahlungen. Dies trifft umso 
mehr zu, wenn die Lohndeklaration durch einen offiziellen Vertreter der Gesellschaft 
unterschriftlich genehmigt wurde. Dabei kann es sich auch lediglich um einen 
Buchhaltungsmitarbeiter oder um den Treuhänder handeln. Eine im Handelsregister 
ausgewiesene Zeichnungsberechtigung ist mithin nicht vorausgesetzt (vgl. Reichmuth, 
a.a.O., Rz. 446). Zwar steht dem Arbeitgeber der Nachweis offen, dass effektiv tiefere 
Löhne zur Auszahlung gelangten. Allerdings ist dies nicht leichthin anzunehmen (EVG 
H 331/01 vom 5. September 2002 E. 4.4). Schliesslich ist ergänzend festzustellen, dass 
auch den Kontrollergebnissen der Revisionsstelle der Ausgleichskassen in der Regel ein 

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höherer Beweiswert zukommt, und dass deren Bestreitung nicht gehört werden kann, 
wenn sie nicht ausreichend substantiiert wurde.

4.2.3 Vorliegend besteht mangels anderweitiger Belege keine Veranlassung, an den 
festgestellten Lohnsummen für die Jahre 2016 bis 2018 zu zweifeln und davon 
abzuweichen, zumal auch von der Beschwerdeführerin kein Grund dargetan wird, 
inwiefern die dem angefochtenen Einspracheentscheid zu Grunde gelegten 
massgebenden Lohnsummen nicht der Wahrheit entsprechen sollen. Es ist somit von 
einer massgebenden Lohnsumme von insgesamt Fr. 203'000.– auszugehen. 

4.2.4 Ebenfalls nicht bestritten wird die Schadenersatzforderung in ihrer Höhe. Eine 
summarische Überprüfung der Forderung ergibt denn auch keinerlei Anhaltspunkte für 
Unstimmigkeiten, sei es bei der Beitragsberechnung oder bei der Bestimmung der 
übrigen, praxisgemäss zulässigen Forderungsbestandteile. Folglich erweist sich die von 
der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Forderung in der Höhe von Fr. 20'566.45 als 
nach dem hier geltenden Beweisgrad korrekt. 

5.
5.1 Artikel 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. AHVV schreiben vor, dass der 
Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und 
zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die 
Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von 
ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden 
paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und 
Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-
rechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe bedeutet eine 
Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle 
Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).

5.2 Wie bereits ausgeführt, richtete die C.________ AG in der für die 
Beschwerdeführerin massgebenden Abrechnungsperiode vom 1. Mai 2016 bis 30. Juni 
2018 Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 203'000.– aus. Aus den Akten ist auch ersichtlich, 
dass die Gesellschaft gleichzeitig der ihr als Arbeitgeberin obliegenden Beitragszahlung 
nur unvollständig nachkam. Letztlich musste die Beschwerdegegnerin einen 
Gesamtschaden von Fr. 20'566.45 verbuchen. Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, 

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dass die C.________ AG Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG verletzt hat, 
weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu decken ist.

6. Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung öffentlichrechtlicher 
Arbeitgeberpflichten auf grobfahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten der 
Beschwerdeführerin zurückzuführen ist.

6.1 Der Umstand, dass der Ausgleichskasse als Folge der Missachtung von 
Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG ein Schaden entstanden ist, erlaubt nicht 
ohne Weiteres den Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden (Absicht oder grobe 
Fahrlässigkeit) des Arbeitgebers oder seiner Organe (BGE 121 V 243 E. 5). Die Haftung 
nach Art. 52 AHVG ist keine Kausalhaftung, sondern setzt nach klarem Wortlaut und Sinn 
des Gesetzes ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten voraus (BGE 136 V 268 E. 3). 
Vorausgesetzt ist ein Normverstoss von gewisser Schwere. Dabei gilt ein objektiver 
Verschuldensmassstab. Es ist danach zu fragen, inwiefern die Beschwerdeführerin als 
verantwortliches Organ ihren Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung der 
Beitragszahlungspflicht nachgekommen ist. Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt 
jedoch die Vermutung eines absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des 
Arbeitgebers resp. seiner Organe (BGE 108 V 183 E. 1b; BGer 9C_228/2008 vom 
5. Februar 2009 E. 4.2.1). Die Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch 
Missachtung von Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf davon ausgehen, 
dass der Arbeitgeber oder dessen Organ die Vorschriften absichtlich oder mindestens 
grobfahrlässig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte für die Rechtmässigkeit des 
Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen. Es obliegt grundsätzlich 
dem Arbeitgeber oder seinen Organen, Gründe zu behaupten, diesbezügliche Beweise zu 
liefern oder zu beantragen, welche eine Widerrechtlichkeit resp. ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen. Werden solche entlastende Umstände 
nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substanziiert, sind solche nicht ohne 
weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die 
ins Recht gefasste Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Art. 8 ZGB; BGer 
9C_861/2018 vom 12. März 2019 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen; Reichmuth, a.a.O., Rz. 
741 ff.). Diese Regelung gilt auch in Bezug auf allfällige Rechtfertigungs- oder 
Exkulpationsgründe.

6.2 Zu ihrer Entlastung bemerkte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, es sei ihr 
von Herrn H.________ zugesichert worden, dass es sich bei der C.________ AG faktisch 

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um eine mehr oder weniger "stillgelegte" bzw. "intakte" Gesellschaft ohne relevante 
Geschäftstätigkeit sowie ohne Angestellte handle. Sowohl Herr F.________ als auch Herr 
H.________ hätten ihr mündlich zugesichert, dass über die C.________ AG vorerst nur 
ein Steuerruling ausgehandelt werden solle. Der Name F.________ dürfe in diesem 
Steuerruling aber nicht erscheinen. Auf die kumulativen Zusicherungen von Herrn 
H.________ als ausgewiesener Fachmann (dipl. Wirtschaftsprüfer, Treuhänder mit eidg. 
Fachausweis, Revisionsexperte, etc.) sowie von Herrn F.________ habe sie damals 
vertraut und sich als Verwaltungsrätin der C.________ AG zur Verfügung gestellt. Da an 
der Domiziladresse der C.________ AG ebenfalls die Beratungsfirma I.________ von 
Herrn H.________ domiziliert sei, sei sie davon ausgegangen, dass die laufende Post der 
C.________ AG durch Herrn H.________ verarbeitet werde. Herr H.________ habe ihr 
ausdrücklich versichert, dass er ihr "wichtige" Post umgehend weiterleiten und sie laufend 
über sämtliche Geschäftsvorfälle der C.________ AG informieren werde. Daran habe er 
sich aber nicht gehalten; selbst Mahnungen und Einschreiben seien nicht weitergeleitet 
worden. Unter diesen Umständen sei bereits sehr verdächtig, dass sich Herr H.________ 
damals nicht selbst als Verwaltungsrat der C.________ AG zur Verfügung gestellt, 
sondern offenbar bewusst sie, die Beschwerdeführerin, "vorgeschoben" habe. An anderer 
Stelle führte die Beschwerdeführerin aus, sie sei über die angeblichen Lohnzahlungen 
wider besseren Wissens nie informiert worden, weder von Herrn F.________ noch von 
Herrn H.________ oder dessen Mitarbeitern. Sie habe lediglich Kenntnis von zwei 
(Geschäfts-) Konten der C.________ AG gehabt. Über beide Konten seien jedoch 
während ihrer Verwaltungsratstätigkeit keinerlei Lohnzahlungen erfolgt. Auf das eine 
Konto sei per 30. Dezember 2016 eine Gutschrift in der Höhe von Fr. 300'000.– 
eingegangen, weshalb sie habe davon ausgehen dürfen, dass genügend Liquidität 
vorhanden sei, um allfällige Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu bezahlen. Kurz bevor 
die erste Betreibung der Ausgleichskasse eingegangen sei, sei der Betrag von 
Fr. 300'000.– am 14. Februar 2018 vollumfänglich an Herrn F.________ ausbezahlt 
worden. Dadurch sei bewusst verhindert worden, dass sie mit der vorhandenen Liquidität 
der C.________ AG die in Betreibung gesetzte Forderung der Ausgleichskasse habe 
bezahlen können. Als sie nach Erhalt der Betreibung bei der Bank angerufen habe, sei die 
Liquidität bereits weggewesen. Ihr sei lediglich vorgegaukelt geworden, dass die 
Gesellschaft über genügend Liquidität verfüge. Als sie Herrn F.________ mit den 
Beitragsausständen konfrontiert habe, sei ihr schriftlich versichert worden, dass er alles im 
Griff habe und sie nichts machen müsse. Es sei erstellt, dass sie sowohl von Herrn 
F.________ als auch von Herrn H.________ von Anfang an bewusst getäuscht und 
hintergangen worden sei. Sie sei nicht einfach "passiv" geblieben, sondern habe 

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umgehend reagiert, sobald sie von ausstehenden Beitragsforderungen Kenntnis gehabt 
habe. Jedoch sei sie mit weiteren Täuschungen hingehalten worden. Ausserdem sei ihr 
mit der Räumung des Firmenkontos die Möglichkeit genommen worden, die ausstehenden 
Beitragsforderungen rechtzeitig begleichen zu können. Der Vollständigkeit halber sei 
erwähnt, dass sie am 17. September 2019 gegen Herrn F.________ Strafanzeige erstattet 
habe. Sie, die Beschwerdeführerin, habe sich somit keinerlei Verschulden vorzuwerfen. 

6.3 Vorab ist grundsätzlich festzustellen, dass die Gründe, wieso es zum Konkurs der 
Gesellschaft kam, für die Klärung des Verschuldens eines verantwortlichen 
Gesellschaftsorgans nach Art. 52 AHVG unbedeutend sind. Die Frage schliesslich, ob die 
Illiquidität sich schon länger abgezeichnet hatte oder aber ob sich dies eher kurzfristig 
ergeben hat, ist höchstens im Zusammenhang mit der Frage des kurzfristigen 
Beitragsausstands von Belang, ansonsten aber wenig erheblich. Zu betonen ist im 
Weiteren aber, dass ein Arbeitgeber, der sich in einem Liquiditätsengpass befindet, nach 
der konstanten Praxis des Bundesgerichts prinzipiell ohnehin nur so viel massgebenden 
Lohn zur Auszahlung bringen darf, als die darauf unmittelbar ex lege entstandenen 
Beitragsforderungen gedeckt sind (SVR 1995 AHV Nr. 70 E. 5). Die Beitragsschuld 
entsteht im Übrigen jeweils im Zeitpunkt der Lohnrealisierung, unabhängig von einer 
Festsetzungsverfügung oder von der Rechnungsstellung (vgl. dazu: Art. 14 AHVG; 
Hanspeter Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl. 
1996, S. 258; BGE 110 V 225; SVR 2001 AHV Nr. 15 E. 4).

Weiter ist zu beachten, dass formellen Organen einer AG gestützt auf Art. 716a Abs. 1 OR 
unübertragbare und unentziehbare Aufgaben wie die Überwachung des Geschäftsgangs 
im Sinne der Oberaufsicht und die Pflicht zur Ausgestaltung des Rechnungswesens, der 
Finanzkontrolle und der Finanzplanung obliegen. Ist jemand formelles Organ, so hat 
dieser sich auch um die Einhaltung der Gesetze und Weisungen – darunter fallen auch die 
Bestimmungen von Art. 14 AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV – zu kümmern und im 
Bedarfsfalle selbst einzugreifen. Dies gilt rechtsprechungsgemäss ganz besonders für 
Organe eher kleiner Gesellschaften mit einfacher und leicht überschaubarer 
Verwaltungsstruktur (EVG H 39/01 vom 24. Mai 2002 E. 4a und H 64/05 vom 
12. September 2005 E. 5.1). Mit anderen Worten kann sich ein formelles Organ den im 
Gesetz, in Art. 716a Abs. 1 OR, ausdrücklich als unübertragbar und unentziehbar 
bezeichneten Pflichten auch durch Delegation an eine andere Person nicht entziehen. 
Jedenfalls muss sich eine Ausgleichskasse gesellschaftsinterne 
Verantwortlichkeitsregelungen nicht entgegenhalten lassen und ein im Rahmen der 

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Bestimmungen über die Solidarhaftung ins Recht gefasstes Organ ist hinsichtlich seiner 
Regressansprüche nach der nachgerade unverrückbaren Praxis im Bereich der Haftung 
nach Art. 52 AHVG auf den Zivilweg verwiesen. Macht ein Organ, insbesondere ein 
formelles Organ geltend, es sei gegen seinen Willen von der Geschäftsführung 
ausgeschlossen bzw. an der Pflichterfüllung im Sinne der obgenannten Bestimmungen 
gehindert worden, entbindet es dies nicht von seiner Verantwortlichkeit und Haftung. Die 
Rechtsprechung verlangt auch von den faktisch ausgeschlossenen Organen, dass sie sich 
ernsthaft um die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten bemühen. Will ein Organ in einer 
solchen Situation der Gefahr einer Haftung entgehen, so muss es umgehend 
demissionieren (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 563 mit Hinweisen).

6.4 Zum Einwand der Beschwerdeführerin, F.________ sei mit der Geschäftsführung 
betraut gewesen, ist ihr unter Verweis auf die obigen Ausführungen zu den 
unentziehbaren und unübertragbaren Pflichten eines formellen Organs nach Art. 716a OR 
entgegenzuhalten, dass sie sich ihrer Pflicht zur Überwachung der Geschäftsführung, des 
Geschäftsgang, des Finanz- und damit des Beitragswesens weder durch faktische 
Delegation noch durch einen Mandatsvertrag entziehen konnte. Der Verwaltungsrat einer 
Aktiengesellschaft hat die mit der Geschäftsführung betrauten Personen zu überwachen 
und sich regelmässig über den Geschäftsgang unterrichten zu lassen. Daran ändert auch 
der zwischen der Beschwerdeführerin und F.________ abgeschlossene Mandatsvertrag 
(Bf-act. 19), wonach sich die Beschwerdeführerin nur mit der strategischen Ausrichtung 
der Gesellschaft, nicht jedoch mit der operativen Geschäftsführung zu befassen habe, 
nichts. Wie die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zutreffend angemerkt hat, können 
solche Vereinbarungen nur im Innenverhältnis zwischen den Genannten von Bedeutung 
sein, während sie für das vorliegende Schadenersatzverfahren unerheblich sind (vgl. 
Reichmuth, a.a.O., Rz. 305). Es wäre mithin an der Beschwerdeführerin – als einzige 
Verwaltungsrätin – gelegen, für eine geordnete Abrechnung und Begleichung der 
Sozialversicherungsbeiträge zu sorgen. Selbst wenn sich erweisen sollte, dass 
F.________ überragenden Einfluss auf die Betriebsführung und den Geschäftsgang hatte, 
mindert dies die der Beschwerdeführerin als formelles Organ der Aktiengesellschaft 
obliegenden strengen Sorgfaltspflichten nicht. Die Rechtsprechung verlangt nämlich 
gerade auch von den faktisch von der Geschäftsführung ausgeschlossenen Organen, 
dass sie sich ernsthaft um die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten bemühen, wozu das 
Beitragswesen als eines der Geschäfte gehört, mit denen sich ein Organ ihrer Bedeutung 
wegen befassen muss (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 563). Folglich ist auch fehlender 
Einfluss auf die mit der Geschäftsführung betrauten Personen nicht entlastend. 

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Urteil S 2021 80

Sollte die Beschwerdeführerin bei Mandatsübernahme – wie sie geltend macht – 
tatsächlich der Ansicht gewesen sein, es würden keine Löhne ausbezahlt, ist ihre 
Untätigkeit nicht nachvollziehbar. Als einzige Verwaltungsrätin war sie – wie soeben 
aufgezeigt – für die Begleichung der Beiträge verantwortlich. Als umsichtige 
Verwaltungsrätin hätte sie sich daher im Juli 2017 umgehend bei der Beschwerdegegnerin 
melden und sich erkundigen müssen, weshalb der C.________ AG eine 
Lohnbescheinigung zur Ergänzung zugestellt werde (vgl. AK-act. 11 f.), wenn doch gar 
keine Löhne ausbezahlt worden seien. Spätestens dann hätte sie von der Lohndeklaration 
Kenntnis nehmen und sich um die Bezahlung der Beiträge bemühen können. Sie tat 
jedoch nichts dergleichen. Insbesondere blieben auch Reaktionen ihrerseits auf zahlreiche 
von der Ausgleichskasse zugestellte Abrechnungen aus. Ihr Einwand, sie habe von den 
Schreiben der Ausgleichskasse keine Kenntnis gehabt, erweist sich als nicht stichhaltig. 
Wie die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang zutreffend festgestellt hat, wurde 
sämtliche Korrespondenz ihrerseits an die im Handelsregister eingetragene 
Domiziladresse der C.________ AG zugestellt. Ebenfalls ist der Beschwerdegegnerin 
Recht zu geben, dass diese Schreiben damit auch von der Beschwerdeführerin als 
Verwaltungsrätin der C.________ AG zur Kenntnis genommen gelten, unabhängig davon, 
ob ihr diese tatsächlich weitergeleitet wurden und sie diese gelesen hat. Diesbezüglich 
konnte sich die Beschwerdeführerin sodann nicht mit dem Versprechen zufriedengeben, 
dass ihr wichtige Post umgehend weitergeleitet und sie über sämtliche Geschäftsvorfälle 
informiert werde. Vielmehr verdeutlicht dies, dass sie sich offensichtlich um die Belange 
der Gesellschaft nicht wirklich gekümmert hat. 

Sie konnte sich auch nicht mit den Zusicherungen zufrieden geben, dass es sich um eine 
stillgelegte Gesellschaft – keine relevante Geschäftstätigkeit, keine Angestellte – handle, 
ohne sich die Mühe zu machen, deren Richtigkeit zu überprüfen, mithin zu kontrollieren, 
ob das Gesagte auch der Realität entspricht oder nicht vielmehr nur Gerede ist. 
Diesbezüglich wäre die einzige Verwaltungsrätin gehalten gewesen, sich selbst ein Bild 
vom Geschäftsgang (einschliesslich des Beitragswesens) zu machen. Im Falle der 
Verweigerung des Einblicks in die Geschäftsbücher hätte die Beschwerdeführerin 
unverzüglich von ihrem Amt als Verwaltungsrätin zurücktreten müssen. Die Akten 
enthalten diesbezüglich jedoch nicht die geringsten Hinweise auf schriftliche Anfragen 
hinsichtlich des Zahlungswesens oder auf ein Ersuchen um Einblick in die Bücher. 
Entsprechende Bemühungen werden seitens der Beschwerdeführerin denn auch gar nicht 
geltend gemacht. Vielmehr führt sie selber aus, dass sie sich nicht um das Ganze 

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Urteil S 2021 80

gekümmert habe. Sie habe auf die Worte von Herrn F.________ vertraut und sei davon 
ausgegangen, dass die Gesellschaft stillgelegt sei (vgl. dazu auch ihre Ausführungen in 
der Einsprache [AK-act. 68]). Während der ganzen Zeit als Verwaltungsrätin habe sie 
weder eine Buchhaltung gesehen noch einen Jahresabschluss unterzeichnet, da ihr 
zugesichert worden sei, Herr F.________ würde sich um alles kümmern (vgl. E-Mail der 
Beschwerdeführerin vom 9. Februar 2019 [AK-act. 68]). Begnügte sich die 
Beschwerdeführerin mit dem Hinweis, es handle sich um eine stillgelegte Gesellschaft, 
ohne Einblick in die Geschäftsunterlagen zu verlangen, ist ihr vorzuhalten, ihre 
Kontrollpflichten respektive die Oberaufsicht über die Geschäftsführung nicht 
wahrgenommen zu haben. 

Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich aus dem Strafverfahren gegen F.________ 
etwas zu ihren Gunsten ableiten möchte, ist ihr entgegenzuhalten, dass Drittverschulden 
grundsätzlich unberücksichtigt bleibt, zumal sich ein in grober Fahrlässigkeit schuldhaft 
handelndes Organ aus dem Verschulden eines weiteren Organs nichts zu seinen Gunsten 
ableiten kann. Von diesem Grundsatz ist nur dann abzuweichen, wenn das 
Drittverschulden besonders schwer wiegt, was unter anderem dann der Fall ist, wenn ein 
Organ ein anderes Organ mit kriminellen Machenschaften schwer täuscht und damit an 
der Erfüllung seiner Organpflichten hindert (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 792 f. zum 
Kausalzusammenhang). Dass die Herren F.________ und H.________ betrügerische 
Machenschaften betrieben, wird vorliegend zwar geltend gemacht – die 
Beschwerdeführerin hat u.a. auch Strafanzeige gegen Herrn F.________ erstattet (vgl. Bf-
act. 18) –; inwiefern sie durch diese Machenschaften an der Wahrnehmung ihrer Pflichten 
als formelles Organ gehindert worden wäre, ist indes nicht belegt; insbesondere geht 
solches auch nicht aus dem eingereichten Einvernahmeprotokoll vom 8. Februar 2022 (Bf-
act. 20) hervor, noch wurde es substantiiert von der Beschwerdeführerin behauptet. 
Vielmehr erwähnt sie selber, sich nicht um das Ganze gekümmert zu haben. Ging die 
Beschwerdeführerin davon aus, dass sie gar keine Kompetenzen habe, und kümmerte sie 
sich dementsprechend nicht um die Belange der Gesellschaft, so kann sie nicht 
behaupten, durch strafbares Verhalten Dritter an der Erfüllung ihrer entsprechenden 
Pflichten gehindert worden zu sein. Dass gegen F.________ ein Strafverfahren läuft, 
vermag somit nicht zu ihrer Entlastung dienen. Insbesondere ist dadurch nicht belegt, dass 
bzw. wie dieser die Beschwerdeführerin von ihren Pflichten als einzige Verwaltungsrätin 
abhalten konnte. Es sei der Beschwerdeführerin an dieser Stelle aber immerhin versichert, 
dass ihr die Möglichkeit der Revision zustünde, sollte das Strafverfahren gegen 

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F.________ wider Erwarten ein Verhalten belegen, das die Beschwerdeführerin im Sinne 
der obigen Ausführungen zu entlasten vermöchte. 

Im Übrigen ist auch nicht von Belang, auf wessen Wunsch die Beschwerdeführerin das 
Mandat der einzigen Verwaltungsrätin der C.________ AG übernommen hat und welche 
Beweggründe seitens H.________ und F.________ hierfür ausschlaggebend waren. 

Insgesamt ist das immer wieder betonte Vertrauen der Beschwerdeführerin in die 
Geschäftsführung, ihr Beharren, für die Belange des Finanzwesens nicht zuständig 
gewesen zu sein, mithin ihre klar zum Ausdruck gebrachte Passivität völlig unverständlich 
und verdeutlicht nur, dass der Vorwurf, sie habe ihre Pflichten als Verwaltungsrat 
vernachlässigt und jedenfalls dem Beitragswesen der Gesellschaft nicht die gebotene 
Beachtung geschenkt, nicht zu Unrecht erfolgt. 

Zum Vorhalt schliesslich, wenn schon müsste sich die Kasse an die Herren H.________ 
und F.________ halten, nicht aber an sie, ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, 
dass es sich bei der Haftung nach Art. 52 AHVG um eine solidarische Haftung handelt, bei 
welcher der Grad des eigenen Verschuldens sowie individuelle Herabsetzungsgründe im 
Aussenverhältnis nicht zu berücksichtigen sind. Entsprechend kommt die differenzierte 
Solidarität nach Art. 759 Abs. 1 OR in diesem Zusammenhang nicht, auch nicht analog zur 
Anwendung. Demnach liegt es in der Kompetenz des Solidargläubigers zu entscheiden, 
gegen welchen von mehreren Solidarschuldnern er vorgehen möchte (BGE 109 V 86 
E. 10) und weder die Verwaltung noch das Versicherungsgericht haben sich um das 
Innenverhältnis zwischen den verschiedenen Solidarschuldnern bzw. um allfällige 
Regressfragen zu kümmern (vgl. E. 4.1 des angefochtenen Entscheids; s. zum Ganzen 
auch BGE 108 V 189 E. 2e). 

Erweisen sich die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Exkulpationsgründe als 
unbeachtlich, so ist ihr gestützt auf die höchstrichterliche Praxis und im Rahmen einer 
Gesamtwürdigung vorzuhalten, dass sie sich in keiner Weise darum kümmerte, ob ihre 
Gesellschaft Löhne auszahle und die darauf ex lege anfallenden paritätischen 
Sozialversicherungsbeiträge an die Ausgleichskasse abführe oder zumindest für diese 
sicherstelle. Welche Streitigkeit zwischen den Beteiligten diesem passiven Verhalten 
zugrunde lag, ist für die hier vorzunehmende Beurteilung der Haftungsfrage nicht von 
Interesse. Vielmehr ist zu bedenken, dass besonders dieses Handeln bzw. Unterlassen, 
konkret diese Art von demonstrativer Untätigkeit nach der ohnehin strengen 

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höchstrichterlichen Praxis den Tatbestand der grobfahrlässigen Schädigung des 
Sozialversicherers gemäss Art. 52 AHVG erfüllt, weshalb die Beschwerdeführerin 
prinzipiell für den entstandenen Schaden miteinzustehen hat. Es ist ihr vorzuhalten, dass 
sie nicht alles beachtete, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter 
gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Ihr Verschulden gilt somit 
als nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt.

7. Zwischen dem eingetretenen Schaden und dem pflichtwidrigen Verhalten der 
verantwortlichen Person muss zudem ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. 
Nach ständiger Praxis gilt ein Ereignis als adäquate Ursache eines Erfolgs, wenn es nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen. Den hypothetischen 
Einwand, der Schaden hätte auch bei pflichtgemässem Verhalten nicht abgewendet 
werden können, lässt die neuere Bundesgerichtspraxis nicht gelten und verlangt, es 
müsse mit Gewissheit oder jedenfalls hoher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, 
dass ein Schaden ohnehin eingetreten wäre (vgl. EVG H 94/05 vom 19. Januar 2006  
E. 5.2). In casu ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin den Schaden der 
Beschwerdegegnerin mit rechtsprechungsgemäss ausreichender Wahrscheinlichkeit hätte 
verhindern können, hätte sie sich vorliegend ab Mandatsübernahme überhaupt um die 
Gesellschaft, in welcher sie immerhin einzige Verwaltungsrätin war, gekümmert und in 
diesem Zusammenhang auch das Lohn- und Beitragswesen beaufsichtigt. Ihre völlige 
Passivität, weshalb auch immer, lässt nicht nur auf ein relevantes Verschulden, sondern 
auch auf einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem eingetretenen Schaden 
und ihrem Unterlassen schliessen. Entsprechend hat sie für den fraglichen Schaden 
einzustehen. Nach dem unter Erwägung 6.4 bereits Ausgeführten, ändert daran auch ein 
allfälliges strafbares Verhalten von F.________ nichts. Wie die Beschwerdegegnerin 
zutreffend darauf hingewiesen hat, hätte die Beschwerdeführerin – unabhängig von den 
geltend gemachten Machenschaften – bereits ab Juli 2017, wenn sie denn die eingehende 
Post der Ausgleichskasse überprüft hätte, genügend Anlass gehabt, entsprechende 
Abklärungen zu treffen und von ihren Auskunfts- und Einsichtsrechten gemäss Art. 715a 
OR Gebrauch zu machen. Dadurch hätte sie Kenntnis von den ausgerichteten 
Lohnzahlungen und denn unterbliebenen Beitragszahlungen erhalten und entsprechend 
reagieren können. 

8. Dem Vorhalt des Mitverschuldens der Kasse ist entgegenzuhalten, dass ein 
Mitverschulden die Verpflichtungen des Arbeitgebers, für die Beitragsabrechnung und -

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zahlung besorgt zu sein, nicht beeinflusst. Ein allfälliges Mitverschulden der Verwaltung 
vermag daher den Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten des 
Arbeitgebers und dem eingetretenen Schaden nicht zu unterbrechen. In sinngemässer 
Anwendung von Art. 44 Abs. 1 OR kann die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers jedoch 
herabgesetzt werden, wenn und soweit eine grobe Pflichtverletzung der Ausgleichskasse 
für die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens adäquat kausal gewesen ist. 
Dies ist namentlich dann der Fall, wenn sie elementare Vorschriften der 
Beitragsveranlagung und des Beitragsbezuges missachtet hat, etwa durch lange 
Untätigkeit beim Beitragsinkasso (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 748 ff.). Davon kann aber 
vorliegend nicht die Rede sein. Es entspricht nämlich der bundesgerichtlichen Praxis, dass 
grundsätzlich erst bei einer Untätigkeit von längerer Dauer, d.h. bei Ausbleiben jeglicher 
Bezugshandlungen über eine entsprechende Zeitspanne hinweg von einem 
haftungsreduzierenden Selbstverschulden gesprochen wird (EVG H 186/05 vom 24. Juli 
2006, wo eine Untätigkeit von drei Jahren und mehr zu beurteilen war; BGer 9C_228/2008 
vom 5. Februar 2009, wo zum Zeitpunkt des Ausscheidens des Betroffenen erst die vor 
zwei Jahren fällig gewordenen Beiträge in Mahnung, nicht aber in Betreibung gesetzt 
worden waren). Wie die Beschwerdegegnerin vernehmlassend korrekt darauf hingewiesen 
hat, stellte sie die geschuldeten Beiträge bereits ab dem 12. September 2017 (AK-act. 15) 
kontinuierlich in Rechnung. Zudem liess sie der C.________ AG zahlreiche Mahnungen 
zukommen und schliesslich forderte sie die Beiträge mit betreibungsrechtlichen Mitteln ein. 
Im Lichte der einschlägigen Praxis steht folglich eine Haftungsreduktion zufolge 
Mitverschuldens der Ausgleichskasse ausser Diskussion.

9. Abschliessend ist noch einmal festzustellen, dass die Rechtswidrigkeit des Tuns 
resp. Unterlassens der Beschwerdeführerin sowie die Kausalität dessen für den 
entstandenen Schaden als erstellt gelten und dass beachtbare Rechtfertigungs- und 
Exkulpationsgründe, die sie zu entlasten vermöchten, nicht ersichtlich sind. Die 
Vernachlässigung der beitragsrechtlichen Vorschriften muss im Lichte der einschlägigen 
Praxis mindestens als grobfahrlässig beurteilt werden. Was den Schaden anbelangt, so ist 
für die Beitragsperiode vom 1. Mai 2016 bis 30. Juni 2018 ein solcher von Fr. 20'566.45 
zweifelsohne ausgewiesen. Hierfür ist die Beschwerdeführerin haftbar. Die Beschwerde 
erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

10. Das es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von 
Versicherungsleistungen geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts über die 
Verfahrenskosten anwendbar (vgl. Art. 61 Ingress i.V.m. lit. fbis ATSG). Gemäss § 23 Abs. 

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1 Ziff. 3 VRG trägt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die unterliegende Partei die 
Kosten. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten daher der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von Fr. 1'500.– angemessen 
erscheint. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'500.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
Ausgleichskasse Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, sowie 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 19. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am