# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d12ece06-883f-5082-8b58-14ae9b7b529a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 27.08.2025 SV2 2024 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-68_2025-08-27.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 27. August 2025
mitgeteilt am 29. August 2025

Referenz SV2 24 68

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Zanolari Hasse, Aktuarin

Parteien B._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just

gegen

A._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid

Gegenstand Versicherungsleistungen nach UVG

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Sachverhalt

A. B._____, Jahrgang 1970, war aufgrund seines Anstellungsverhältnisses bei 
der A._____ (nachfolgend: A._____) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 
versichert, als er gemäss Schadenmeldung UVG vom 13. April 2023 einen Skiunfall 
erlitt. Aus dem Fragebogen zum Ereignis vom 17. April 2023 ergibt sich, dass 
B._____ am 10. April 2023 auf der C._____ bei der letzten Zufahrtskurve zur 
Mittelstation bei der Einfahrt mit dem rechten Ski im matschigen Schnee hängen 
blieb, infolgedessen die Kontrolle verlor und durch das Fangnetz in die Säule des 
Ticketautomaten fiel.

B. Unmittelbar nach dem Ereignis trat B._____ am 10. April 2023 aufgrund von 
Schmerzen im rechten Handgelenk sowie im linken Knie notfallmässig in das 
D._____ ein und gleichentags wurde namentlich die diagnostizierte distale, 
intraartikuläre, dorsal dislozierte und mehrfragmentäre Radiusfraktur des rechten 
Handgelenks osteosynthetisch versorgt. Für die Folgen des Ereignisses vom 
10. April 2023 erbrachte die A._____ die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und 
Heilkosten).

C. Mit Schreiben vom 27. Juli 2023 teilte die A._____ B._____ mit, dass es nicht 
möglich sei, ab dem 10. September 2023 weitere Taggeldleistungen aus der 
obligatorischen Unfallversicherung zu erbringen. B._____ sei zwölf Wochen 
postoperativ, per 10. Juli 2023, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt uneingeschränkt 
vermittlungsfähig. Er werde zudem aufgefordert, innert einer Anpassungszeit von 
zwei Monaten eine angepasste Tätigkeit aufzunehmen. Dabei stützte sich die 
A._____ im Wesentlichen auf die Beurteilung vom 6. Juni 2023 des beratenden 
Arztes Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparats, Vertrauensarzt SGV, ab.

D. Mit Verfügung vom 23. Januar 2024 hielt die A._____ gestützt auf die 
Einschätzungen des beratenden Arztes Dr. med. E._____ vom 6. September 2023, 
29. November 2023 und 3. Januar 2024 an der formlosen Leistungseinstellung vom 
27. Juli 2023 fest.

E. Dagegen erhob B._____ am 21. Februar 2024 vorsorglich Einsprache, unter 
gleichzeitiger Mitteilung, sich derzeit in Untersuchungshaft zu befinden. Am 
26. März 2024 liess er sodann die schriftliche Begründung der Einsprache 
nachreichen. Zusammenfassend hielt er fest, die Situation hätte sich seit dem Unfall 
nicht verbessert, sondern im Gegenteil, noch weiter verschlechtert und er sei nach 
Auffassung der behandelnden Ärzte seit dem 11. April 2023 für jegliche 
Arbeitstätigkeit arbeitsunfähig. Dementsprechend sei er nicht vermittlungsfähig und 

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könne seiner Schadenminderungspflicht nicht nachkommen. Als gelernter 
Metallschlosser sei mit der jetzigen gesundheitlichen Lage auch diese Tätigkeit 
ausgeschlossen, da eine generelle Arbeitsunfähigkeit vorliege. Welche Tätigkeit für 
ihn objektiv und subjektiv zumutbar wäre, werde denn auch nicht konkret 
angegeben, wie dies gemäss Lehre und Rechtsprechung gemacht werden müsse.

F. Die A._____ hiess die Einsprache von B._____ mit Einspracheentscheid vom 
12. Juni 2024 teilweise gut und bestätigte ihre Leistungspflicht über den 
10. September 2023 hinaus bis zum 31. Januar 2024. Gleichzeitig stellte sie ihre 
Leistungen ab dem 1. Februar 2024 ein. Die A._____ erwog, dass B._____ seit dem 
Unfallereignis vom 10. April 2023 arbeitsunfähig sei. Aufgrund der Aktenlage sei 
unklar, ob er zum Zeitpunkt des Erlasses des Entscheids weiterhin arbeitsunfähig 
sei. Nach Angaben von B._____ bestünde die Arbeitsunfähigkeit zum Zeitpunkt der 
Einsprache am 26. März 2024 fort. Es sei davon auszugehen, dass eine 
Arbeitsunfähigkeit nur für den Beruf im Service sowie den gelernten Beruf als 
Metallschlosser vorliege. Der Auffassung von B._____, dass er in jeglicher Tätigkeit 
arbeitsunfähig sei, könne nicht gefolgt werden. Unter Bezugnahme auf die 
Einschätzung von Dr. med. E._____ vom 3. Januar 2024 bestehe für jedwede 
angepasste leichte körperliche Tätigkeit ohne repetitive Belastung der rechten Hand 
mit Kraftaufwand oder häufiger grobmotorischer Beanspruchung der rechten Hand 
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit; dies auch rückblickend seit dem 10. Juli 
2023. In Präzisierung der Beurteilung durch Dr. med. E._____, in welcher keine 
konkrete Bezeichnung der zumutbaren Berufsbilder zu finden sei, könnten Berufe 
wie Büroangestellter, Rezeptionist/Empfangsmitarbeiter, Telefonist, 
Verwaltungsassistent oder Berufe in der privaten Sicherheitsbranche geeignete 
Optionen darstellen. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern Beschwerden am rechten 
Handgelenk B._____ an der Ausübung der genannten Tätigkeiten hindern könnten. 
Im Ergebnis könne ihm in casu ein Berufswechsel zugemutet werden, um seiner 
Schadenminderungspflicht angemessen nachzukommen. Da sich die ihm 
eingeräumte Übergangsfrist von zwei Monaten unter Berücksichtigung des 
fortgeschrittenen Alters als zu kurz erwiesen habe, erscheine mit Blick auf die am 
1. November 2023 bereits seit über sechs Monaten bestehende Arbeitslosigkeit 
eine Übergangsfrist von drei Monaten als angemessen. Der Taggeldanspruch 
bestehe folglich bis zum 1. Februar 2024. Für die Zeit der allfälligen 
Untersuchungshaft seien die Taggeldleistungen zu sistieren. 

G. Am 20. Juni 2024 erfolgte am F._____ eine Arthroskopie des rechten 
Handgelenks, eine offene Resektion Ulna-Styloid, eine TFCC-Refixation sowie die 
Entfernung des Osteosynthesematerials bei Diagnose ulnokarpaler 

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Handgelenksschmerzen rechts bei Pseudoarthrose Processus styloideus ulnae 
rechts und fovealer TFCC-Läsion, bei Zustand nach palmarer Plattenosteosynthese 
der distalen intraartikulären Radiusfraktur rechts vom 10. April 2023 sowie bei 
Status nach Tenosynovitis und longitudinalem Einriss der ECU-Sehne. 

H. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 erhob B._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 19. August 2024 Beschwerde beim 
damaligen Verwaltungsgericht bzw. heutigen Obergericht des Kantons 
Graubünden. Er beantragte die kosten- und entschädigungsfällige Aufhebung des 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 12. Juni 2024 sowie die rückwirkende 
Ausrichtung von Taggeldern ab dem 11. April 2024. Eventualiter sei die Sache zur 
neuen Beurteilung an die zuständige Unfallversicherung zurückzuweisen. Im 
Wesentlichen führte er begründend an, aus den Akten gehe hervor, dass sowohl 
der Hausarzt als auch das D._____ und das F._____ in ihren 
Arbeitsunfähigkeitszeugnissen und Berichten eine nach wie vor bestehende 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit bestätigen würden. Am 20. Juni 2024 sei zudem aufgrund der 
Verschlechterung des Gesundheitszustands ein erneuter, unumgänglicher 
operativer Eingriff durchgeführt worden. Die medizinischen Akten würden deutlich 
hervorheben, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht nur auf die Tätigkeit als Kellner oder 
Servicekraft beschränkt sei, sondern für sämtliche Tätigkeiten bestehe. Es liege 
eine allgemeine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vor. Angesichts der 
bisherigen Komplikationen und des negativen Heilungsverlaufs könne keine 
Arbeitsfähigkeit festgestellt werden. Die von der Beschwerdegegnerin angeführten 
angepassten Tätigkeiten würden den Gebrauch der rechten Hand voraussetzen. Er 
sei aufgrund der generellen Arbeitsunfähigkeit nicht vermittlungsfähig, weshalb er 
aufgrund des nicht stabilen Gesundheitszustandes seiner Plicht zur 
Schadenminderung im jetzigen Zeitpunkt nicht nachkommen könne. Ein 
Berufswechsel sei sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht nicht 
zumutbar. Für die Beurteilung einer Sistierung des Taggeldanspruchs aufgrund der 
vom 1. Februar 2024 bis 10. April 2024 dauernden Untersuchungshaft sowie des 
per 11. April 2024 angetretenen vorzeitigen Strafvollzugs sei einzig massgebend, 
ob der konkrete Vollzug eine Erwerbstätigkeit zulasse oder nicht. Gleichentags 
reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege ein.

I. In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Oktober 2024 schloss die A._____ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde, unter 
gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung legte sie eine 
Stellungnahme von Dr. med. E._____ vom 28. September 2024 ins Recht, wonach 

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bestätigt werde, dass der Operation vom 20. Juni 2024 unfallbedingte Beschwerden 
zugrunde gelegen hätten und der Eingriff zu einer Arbeitsunfähigkeit in einer 
Verweistätigkeit bis 1. September 2023 [recte: 2024] führen würde bzw. dass für 
handschonende Tätigkeiten (Rezeption, Administration, Auskunftstresen, etc.) per 
1. September 2024 eine adaptierte Arbeitsfähigkeit bestehe. Sämtliche Zeugnisse 
der behandelnden Ärzte würden allein die Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als 
Serviceangestellter bescheinigen und seien nicht geeignet, eine Arbeitsunfähigkeit 
auch in einer Verweistätigkeit bzw. eine generelle Erwerbsunfähigkeit zu belegen. 
Jede Tätigkeit, bei welcher keine Belastung der rechten Hand erfolge, sei indes 
zumutbar, was vom beratenden Arzt Dr. med. E._____ wiederholt bestätigt worden 
sei. Leichte körperliche Tätigkeiten ohne repetitive Belastung der rechten Hand mit 
Kraftaufwand oder häufiger grobmotorischer Beanspruchung der rechten Hand 
seien uneingeschränkt möglich. Da der Beschwerdeführer jedoch in keinem 
Arbeitsverhältnis mehr stehe und die Tätigkeit als Servicekraft auch nicht seinem 
erlernten Beruf entsprechen würde, dürfe die Zumutbarkeit der Aufnahme einer 
Verweistätigkeit jedenfalls per 10. Oktober 2023 bejaht werden. Nicht massgeblich 
sei, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund von Untersuchungshaft und 
vorzeitigem Strafantritt nicht auf dem freien Stellenmarkt bewegen könne. Aus 
diesem Grund seien auch die Leistungen für die operationsbedingte vollständige 
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vom 20. Juni 2024 bis 1. September 
2024 abzulehnen.

J. Der Beschwerdeführer hielt in seiner Replik vom 5. November 2024 an 
seinen gestellten Anträgen fest und vertiefte seinen Standpunkt. Insbesondere wies 
er darauf hin, dass der die Beschwerdegegnerin beratende Dr. med. E._____ in 
seiner Stellungnahme vom 28. September 2024 von der falschen Hand 
ausgegangen sei und dieser zudem darin eine vollständige und generelle 
Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2024 bestätigt habe. Gleichzeitig reichte er ein 
Einvernahmeprotokoll der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 19. März 2024 ein. 

K. In ihrer Duplik vom 18. November 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an 
ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest und vertiefte ihren Standpunkt.

L. In einer weiteren Stellungnahme vom 2. Dezember 2024 unterstrich der 
Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt falsch 
gewürdigt. Wie der beratende Arzt in seinem Bericht selbst bestätige, stehe die 
Operation vom 20. Juni 2024 in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 
Unfallereignis vom 10. April 2023. Die Behauptung, dass ab dem 1. Februar 2024 
eine volle Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit bestanden hätte, sei somit 
schlichtweg unzutreffend. 

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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 sowie die übrigen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 12. Juni 2024 (act. B.B1 [= UV-act. 172; in der Folge nicht 
mehr zitiert]). Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 
ATSG (SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit 
seiner Eröffnung Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons 
erhoben werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer ist im Kanton 
Graubünden wohnhaft, womit die örtliche Zuständigkeit des heutigen Obergerichts 
des Kantons Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 
173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG), gegeben ist. 
Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids, mit dem die Beschwerdegegnerin die 
Einsprache des Beschwerdeführers abwies, ist der Beschwerdeführer von diesem 
berührt, und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher 
Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine Beschwerdelegitimation ist daher zu 
bejahen, und auf die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1, 
3 und 4 lit. b sowie Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin in 
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. April 2023 zu Recht ihre 
Leistungen (Taggeld) per 1. Februar 2024 eingestellt hat, oder ob sie verpflichtet 
gewesen wäre, diese Leistungen darüber resp. über den 1. April 2024 hinaus zu 
erbringen. Die bis zum 31. Januar 2024 erbrachten Leistungen sind unbestritten. 
Ebenfalls unbestritten ist, dass zwischen dem 1. Februar 2024 und dem 10. April 
2024 der Sistierungsgrund der Untersuchungshaft vorliegt.

3.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten 
Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 
(Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf 

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ein Taggeld. Dieser Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag (Satz 1) und erlischt mit der Wiedererlangung der vollen 
Arbeitsfähigkeit, mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im 
bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16 Abs. 1 
und 2 UVG in Verbindung mit Art. 6 ATSG; BGE 137 V 199 E. 2.1; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_609/2017 vom 27. März 2018 E. 3.1, 8C_132/2016 vom 9. Mai 
2016 E. 2, 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3), mit dem Beginn einer Rente 
oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Es ist vorliegend 
unbestritten, dass das Ereignis vom 10. April 2023 (Skiunfall) als Unfall i.S.v. Art. 6 
UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Mit anderen Worten wird der Unfall 
selbst nicht bestritten, auch nicht dessen kausaler Zusammenhang zu den 
persistierenden Beschwerden des rechten Handgelenks. Unbestritten ist auch, dass 
dem Beschwerdeführer nicht zugemutet werden kann, Arbeit im bisherigen 
beruflichen Umfeld als Serviceangestellter oder in seiner erlernten Tätigkeit als 
Metallschlosser zu verrichten. Mithin liegt eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von 
Art. 6 ATSG im angestammten Beruf vor. Strittig ist hingegen der Zeitpunkt der 
vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, in einem angepassten Beruf zumutbare 
Arbeit zu leisten. 

3.2. Arbeitsunfähigkeit ist nach Art. 6 Satz 1 ATSG die durch eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 Satz 2 ATSG; BGE 135 V 287 E. 3.1). Gemäss den Materialien ist i.d.R. bei 
einer Dauer von über sechs Monaten von einer langen Dauer i.S.v. Art. 6 Satz 2 
ATSG auszugehen (vgl. SCHMID, in: Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG – Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 2018, Art. 16 N. 8; MEIER, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], 
Kommentar ATSG, 5. Aufl. 2025, Art. 6 N. 78 mit Hinweis auf BBl 1991 II 185 ff., 
249; HÜRZELER, in; Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Unfallversicherungsgesetz, 2019, Art. 16 N. 11). Massgebend ist die aufgrund 
ärztlicher Feststellungen ermittelte tatsächliche Unfähigkeit, am angestammten 
Arbeitsplatz nutzbringend tätig zu sein und nicht die medizinisch-theoretische 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 114 V 281 E. 1c m.w.H.; RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 
f.; AHI-Praxis 2000 157 E. 3b; HÜRZELER, a.a.O., Art. 16 N. 13). Das Gericht ist zwar 
an die ärztliche Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht gebunden, soll aber nicht 
ohne hinreichenden Grund davon abweichen (NABOLD, in: Stauffer/Cardinaux 
[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

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Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 5. Aufl. 2024, S. 124; RKUV 1987 Nr. K 
720 S. 106 E. 2; RSKV 1983 Nr. 558 S. 266 E. 2).

3.3. Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der 
Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der 
Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die 
veränderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene 
Übergangsfrist einzuräumen, während welcher das bisherige Taggeld geschuldet 
bleibt (Urteil des Bundesgerichts 8C_173/2008 vom 20. August 2008 E. 2.3 mit 
Hinweis auf RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122 E. 3a [K 14/99] m.w.H.). Diese 
Übergangsfrist bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles und 
ist in der Regel auf drei bis fünf Monate festzulegen (BGE 141 V 625 E. 4.1 m.w.H.). 
Nach deren Ablauf entspricht der für die Bemessung des Taggeldes massgebende 
Arbeitsunfähigkeitsgrad der Differenz zwischen dem Einkommen, das ohne Unfall 
im bisherigen Beruf verdient werden könnte, und dem Einkommen, das im neuen 
Beruf zumutbarerweise zu erzielen wäre (vgl. BGE 114 V 281 E. 3c). Diese 
Grundsätze gelten (unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Koordination mit 
den Taggeldern der Arbeitslosenversicherung) auch für arbeitslose Versicherte 
(siehe zum Ganzen: Urteile des Bundesgerichts 8C_489/2021 vom 8. Februar 2022 
E. 5 mit Hinweis auf RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92, U 104/99 E. 4; 8C_889/2014 vom 
23. Februar 2015 E. 3.2 m.w.H.).

3.4. Die durch die Pflicht zur Schadenminderung gebotene Verwertung der 
Restarbeitsfähigkeit in einem anderen als dem angestammten Tätigkeitsbereich 
bildet die Ausnahme vom Grundsatz, wonach für die Bemessung der 
Arbeitsunfähigkeit auf die tatsächliche Einschränkung im zuletzt ausgeübten Beruf 
abzustellen ist (BGE 141 V 625 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2018 vom 
5. März 2019 E. 4.4.2). Sie setzt eine voraussichtlich dauernde Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten Berufstätigkeit (BGE 114 V 281 E. 1d) 
einerseits und einen stabilen Gesundheitszustand andererseits voraus; ein labiles 
gesundheitliches Geschehen von zeitlich beschränkter Dauer genügt nicht (vgl. zum 
Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_489/2021 vom 8. Februar 2022 E. 7.1 mit 
Hinweis auf RKUV 2004 Nr. U 501 S. 179; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts U 301/02 vom 1. Oktober 2003 E. 1.3; HÜRZELER, a.a.O., 
Art. 16 N. 14; SCHMID, a.a.O., Art. 16 N. 9). Solange der Gesundheitszustand nicht 
stabil ist, kann noch keine definitive Umstellung verlangt werden (vgl. ebenda 
E. 7.5.2. mit Hinweis auf RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts U 104/99 vom 4. November E. 4 m.w.H.).

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4.1. Die Beschwerdegegnerin bejahte im angefochtenen Entscheid das Kriterium 
der langen Dauer (vgl. act. B.B1, Erw. 2.4.1.) und erwog schlussfolgernd, es sei 
dem (arbeitslosen) Beschwerdeführer zumutbar, einen Berufswechsel 
vorzunehmen, um seiner Schadenminderungspflicht nachzukommen (vgl. ebenda 
Erw. 2.4.3.). Zur Begründung ihrer Ansicht, der Beschwerdeführer sei ab dem 
10. Juli 2023 uneingeschränkt vermittlungsfähig, stützte sie sich auf die 
aktengestützten Einschätzungen des beratenden Arztes Dr. med. E._____ vom 
6. September 2023, 29. November 2023 und 3. Januar 2024 ab. 

4.1.1. Diesen Einschätzungen ging die aktenbasierte Einschätzung vom 6. Juni 
2023 des beratenden Arztes Dr. med. E._____ zur Begründung der formlosen 
Verfügung vom 27. Juli 2023 bezüglich Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 
10. September 2023 voraus (UV-act. 46). Darin schliesst der beratende Arzt, dass 
der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Serviceangestellter zwölf 
Wochen nach dem Trauma bis ca. 10. Juli 2023 vollständig arbeitsunfähig sei. In 
einer anderen, den Unfallfolgen ideal angepassten Tätigkeit betrage die 
Arbeitsunfähigkeit 0 % ab der dritten postoperativen Woche per 25. April 2023. 
Folglich sei er für ideal angepasste Tätigkeiten ohne bihändische Greif-
/Arbeitsbelastung ab der dritten postoperativen Woche (per 25. April 2023) 
vermittlungsfähig. Die uneingeschränkte Vermittlungsfähigkeit sei per 10. Juli 2023 
gegeben (UV-act. 33). 

4.1.2. Nachdem die gesundheitlichen Beschwerden des Beschwerdeführers 
darüber hinaus andauerten, schloss der beratende Arzt Dr. med. E._____ in seiner 
Einschätzung vom 6. September 2023 gestützt auf die Akten, dass der Verlauf und 
die Prognose der posttraumatischen Störungen ungewiss seien und er die 
Einholung von Nachuntersuchungsbefunden empfehle (UV-act. 55). 

4.1.3. In seiner Einschätzung vom 29. November 2023 schlussfolgerte der 
beratende Arzt Dr. med. E._____, dass die reklamierten Beschwerden/Schmerzen 
am rechten Handgelenk ulnarseitig gemäss der letzten hausärztlichen Konsultation 
vom 13. November 2023 nahezu unverändert vorlägen. Er schlage eine Vorstellung 
im F._____ vor. Aus beratungsärztlicher Sicht sei ohne eigens erfolgte körperliche 
Untersuchung vollumfänglich auf den Hausarztbericht abzustellen und es bleibe 
eine Einholung einer handchirurgischen Expertise abzuwarten. Die 
Arbeitsunfähigkeit sei weiterhin (nahezu) vollumfänglich im Beruf als 
Kellner/Servicekraft als begründet anzusehen; er schlage eine zeitnahe 
Befundeinholung zur Reevaluierung vor (UV-act. 73). 

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4.1.4. In seinem Nachtrag vom 3. Januar 2024 schloss der beratende Arzt Dr. med. 
E._____, der Beschwerdeführer sei aktuell und für jedwede angepasste leichte 
körperliche Tätigkeit ohne repetitive Belastung der rechten Hand mit Kraftaufwand 
oder häufiger grobmotorischer Beanspruchung der rechten Hand uneingeschränkt 
zu 100 % arbeitsfähig, dies auch rückblickend seit dem 10. Juli 2023 (UV-act. 77).

4.1.5. Im gegenständlichen Beschwerdeverfahren reichte die Beschwerdegegnerin 
sodann eine weitere Stellungnahem des beratenden Arztes, Dr. med. E._____, 
datierend vom 28. September 2024 ein, wonach zwischen dem Ereignis vom 
10. April 2023 und den aktuellen Restbeschwerden "linkes Handgelenk nach 
Trauma 10.04.2023 und operativen Eingriffen" resp. der am 20. Juni 2024 
durchgeführten Operation ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe; die 
Tendovaginitis stenosans des rechten Daumens (Schnappdaumen) sei nicht als 
Unfallfolge zu erachten. Bezüglich die Vermittlungsfähigkeit schloss der beratende 
Arzt wie folgt: "Der Versicherte ist gemäss aktuellem klinischen Bericht per 
01.10.2024 als arbeitsfähig bewertet. Für handschonende Tätigkeiten (Rezeption, 
Administration, Auskunftstresen, etc.) besteht etwa 8 Wochen nach dem letzten 
Eingriff, also mithin per 01.09.2024 eine adaptierte Arbeitsfähigkeit" (act. C.2).

4.2.1. Bereits an dieser Stelle ist festzuhalten, dass vor dem Hintergrund der 
eingeholten Einschätzungen des beratenden Arztes den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort nicht gefolgt werden kann, wonach 
ihr beratender Arzt bestätige, die Operation (vom 20. Juni 2024 und nicht – wie 
unzutreffenderweise von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 
Einspracheentscheid angenommen [vgl. act. B.B1, Erw. 2.4.2. in fine] – vom 
21. März 2024) hätte zu einer Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit bis 
1. September 2023 geführt (act. A.2, Ziff. B.23). Wie der Beschwerdeführer zu 
Recht in seiner Replik hinweist, hat der beratende Arzt in seiner Stellungnahme vom 
28. September 2024 ausgeführt, dass für handschonende Tätigkeiten etwa acht 
Wochen nach dem letzten Eingriff, also frühestens per 1. September 2024, eine 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bestünde (act. A.3, Ziff. III.5 S. 5). Der 
Standpunkt der Beschwerdegegnerin, wonach der Eingriff zu einer 
Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit bis zum 1. September 2023 führen 
würde (vgl. act. A.2, Ziff. B.23) bzw. die Zumutbarkeit der Aufnahme einer 
Verweistätigkeit per 10. Oktober 2023 bejaht werden könne (vgl. act. A.2, Ziff. C.28 
S. 10), ist weder durch ihre eigene, im angefochtenen Entscheid eingenommene 
Haltung noch durch den beratenden Arzt Dr. med. E._____ abgestützt noch wurde 
dem Beschwerdeführer zur letzten Stellungnahme von Dr. med. E._____ vom 
28. September 2024 das rechtliche Gehör gewährt. Mithin geht die in der Duplik der 

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Beschwerdegegnerin gemachte Feststellung, der Beschwerdeführer hätte unter 
Gewährung einer Übergangsfrist ab dem 1. Februar 2024 eine Verweistätigkeit 
aufnehmen können, ins Leere (vgl. act. A.4, Ziff. B.2). Ebenso kann der 
Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, dass die gemäss der Einschätzung des 
beratenden Arztes aus der unfallkausalen Operation resultierende erneute 
Arbeitsunfähigkeit vom 20. Juni 2024 bis zum 1. Oktober 2024 für die Zumutbarkeit 
der Aufnahme einer Verweistätigkeit ab dem 10. Juli 2023 nicht von Relevanz sei 
(vgl. act. A.4, Ziff. B.3), nicht gefolgt werden. 

4.2.2. Nicht überzeugend erweist sich sodann auch die Argumentation der 
Beschwerdegegnerin, die Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. E._____ 
vom 28. September 2024 äussere sich allein zur Unfallkausalität der Operation vom 
20. Juni 2024, deren Auswirkung sich auf die Arbeitsfähigkeit und damit zu einem 
Sachverhalt beziehen würde, welcher sich nach dem Einspracheentscheid ereignet 
habe (vgl. act. A.4, Ziff. B.3). Der Hintergrund, dass der beratende Arzt in jener 
Stellungnahme zwischen dem Ereignis vom 10. April 2023 und der am 20. Juni 
2024 erfolgten Operation einen natürlichen Kausalzusammenhang bejahte (act. 
C.2, Frage 7), indes keine weiteren Angaben zur vor der Operation bestehenden 
Arbeitsfähigkeit machte, lässt den berechtigten Schluss eines verfrühten Entscheids 
über die Einstellungen der Taggeldleistungen zu. Obwohl sich der gerichtliche 
Überprüfungszeitraum grundsätzlich auf den Sachverhalt beschränkt, wie er bis 
zum Erlass der angefochtenen Verfügung bzw. des Einspracheentscheids vorlag, 
hat das Versicherungsgericht auch später eingereichte Berichte und Unterlagen zu 
berücksichtigen, soweit sie Rückschlüsse auf die zum Zeitpunkt des Abschlusses 
des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation zulassen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.1. m.w.H.). Vorliegend 
beschränkt sich somit die gerichtliche Überprüfung des zu Rechtsfolgen führenden 
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nicht nur auf den Sachverhalt, wie er 
sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 12. Juni 2024 
verwirklicht hat; vielmehr berücksichtigt das Gericht auch die Einschätzung des 
beratenden Arztes vom 28. September 2024, weil diese Rückschlüsse auf die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 
und darüber hinaus erlaubt. Demnach war der Beschwerdeführer frühestens ab 
dem 1. September 2024 für handschonende Tätigkeiten adaptiert arbeitsfähig (act. 
C.2, Fragen 7 und 9). 

5. Es bleibt somit zu prüfen, ob die Einschätzungen des beratenden Arztes, 
Dr. med. E._____, geeignet sind, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ab dem 10. Juli 2023 zu begründen, 

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respektive ob daraus auf einen Zeitpunkt geschlossen werden kann, ab welchem 
dem Beschwerdeführer die Aufnahme einer Verweistätigkeit zugemutet werden 
kann.

5.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.2, 132 V 
93 E. 4 und 125 V 256 E. 4, je m.w.H.).

5.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – G._____, d.h. ohne Bindung 
an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

13 / 27

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 4.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 122 V 157 E. 1c). 

5.3. Den Berichten (und Gutachten) versicherungsinterner Ärzte kommt nach der 
Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee; statt vieler: 
Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2024 vom 8. Oktober 2024 E. 3.3). Die Tatsache 
allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 
Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters 
allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 
E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c). Beratende Ärztinnen und Ärzte eines 
Versicherungsträgers sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, 
versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_434/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3 m.w.H. und 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 
E. 2.4). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 
Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger 
(Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2024 vom 8. Oktober 2024 E. 3.3). Soll ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, 
so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2; vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_242/2024 vom 14. Oktober 2024 E. 4.2, 
8C_727/2022 vom 16. März 2023 E. 3.2.1, 8C_355/2021 vom 25. November 2021 
E. 3.2).

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5.4. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärztinnen 
und -ärzte, ist zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur 
versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster Linie auf die Behandlung 
zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den 
abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden 
objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die 
materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351. Aus diesen 
Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärztinnen und 
Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im 
Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteile des Bundesgerichts 
8C_819/2019 vom 26. Februar 2020 E. 6.3.3, 8C_900/2017 vom 30. Mai 2018 
E. 4.2.2), wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die 
Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen (BGE 
135 V 465 E. 4.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 7. Januar 2022 
E. 7.2). Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner 
Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten 
Person aufgelegten Berichte zu mitberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu 
prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte zu wecken vermögen 
(BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2020 vom 14. Januar 
2021 E. 7, 8C_499/2020 vom 19. November 2020 E. 4.2, 8C_397/2019 vom 
6. August 2019 E. 4.2).

5.5. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung beweiskräftig, 
wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen 
Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss 
lückenlos vorliegen, damit der Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der 
vorhandenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_397/2019 vom 6. August 2019 E. 4.3 m.w.H.). Dabei geht es im 
Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_439/2023 vom 10. Juni 2024 E. 3, 8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.2, 
8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 3.2, 8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E. 3, 
8C_780/2016 vom 24. März 2017 E. 6.1, je m.w.H.).

6. Dem Gericht liegen zur Prüfung der Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit 
der Einschätzungen des beratenden Arztes, Dr. med. E._____, die folgenden 
medizinischen Akten vor:

15 / 27

6.1. Dem Austrittsbericht vom 13. April 2023 des behandelnden Arztes Dr. med. 
G._____, Chefarzt Chirurgie/Orthopädie am D._____, ist zu entnehmen, dass 
infolge notfallmässiger Zuweisung vom 10. April 2023 eine Hospitalisation bis zum 
11. April 2023 erfolgte (UV-act. 11). Die behandelnden Ärzte stellten folgende 
Diagnose: 

"1. Distale, intraartikuläre, um 60° nach dorsal dislozierte, mehrfragmentäre 
Radiusfraktur rechts vom 10.04.2023 (AO 2.RC3.1t)
2. Kniekontusion links mit undislozierter, kleinfragmentärer knöcherner 
Avulsion der lateralen Patellafacette vom 10.04.2023"

Die Diagnose stützte sich unter anderem auf den radiologischen Bericht zum CT 
Befund des rechten Handgelenks vom 10. April 2023 der Radiologen am D._____, 
Dres. med. H._____ und I._____, wonach bildgebend eine "multifragmentäre 
intraartikuläre nach dorsal gekippte distale Radiusfraktur mit Abriss des Processus 
styloideus ulnae sowie konsekutivem Ulnavorschub" beurteilt wurde (UV-act. 9). Die 
distale, intraartikuläre Radiusfraktur am rechten Handgelenk wurde gemäss 
Operationsbericht von Dr. med. G._____ vom 11. April 2023 am 10. April 2023 mit 
einer offenen Reposition (ORIF) sowie Fixierung mittels Platten und Schrauben 
versorgt (UV-act. 12). Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % bis 
zum 25. April 2023 attestiert (UV-act. 7 und UV-act. 11, S. 3).

6.2. Mit ärztlichem Zeugnis vom 24. April 2023 attestierte der Hausarzt Dr. med. 
J._____, K._____, eine wegen des Unfalls bestehende volle Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 23. Mai 2023 (UV-act. 21).

6.3. Mit Verlaufsbericht vom 23. Mai 2023 stellte der behandelnde Orthopäde 
Dr. med. G._____ anamnestisch weitgehende Beschwerdefreiheit fest. Gemäss 
seiner Beurteilung sei in den folgenden vier Wochen eine Belastung bis ca. 5 kg 
möglich. Als Kellner bestehe noch Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 30). Der behandelnde 
Orthopäde stützte sich dabei auf den radiologischen Bericht des Radiologen am 
D._____, Dr. med. L._____, vom 23. Mai 2023, womit eine regelrechte Stellung 
sowie Implantatlage und eine fortgeschrittene Frakturkonsolidation befundet 
wurden (UV-act. 31). 

6.4. Mit ärztlichem Zeugnis vom 26. Mai 2023 attestierte der Hausarzt Dr. med. 
J._____ eine wegen des Unfalls bestehende volle Arbeitsunfähigkeit bis zum 
20. Juni 2023 (UV-act. 32).

6.5. Mit Verlaufsbericht vom 20. Juni 2023 stellte der behandelnde Orthopäde 
Dr. med. G._____ unter der Diagnose "Status nach ORIF distaler Radius rechts am 
10.04.2023 bei distaler, intraartikulärer, um 60° nach dorsal dislozierter, 

16 / 27

mehrfragmentärer Radiusfraktur vom 10.04.2023 rechts" anamnestisch 
weitgehende Beschwerdefreiheit und bei Supination gelegentliche Schmerzen im 
Bereich des Ulnastyloides fest. Die Bewegungsumfänge hätten sich gesteigert. Eine 
Arbeitsunfähigkeit werde nicht attestiert (UV-act. 36). Gestützt auf den 
radiologischen Bericht des Radiologen am D._____, Dr. med M._____, vom 
20. Juni 2023 (UV-act. 35) wurden konsolidierte Frakturen in regelrechter Stellung 
sowie eine regelrechte Implantatlage befundet. 

6.6. Der Hausarzt Dr. med. J._____ bescheinigte mit den ärztlichen Zeugnissen 
vom 21. Juni 2023 resp. 26. Juni 2023 eine weiterhin bestehende volle 
Arbeitsunfähigkeit infolge Unfalls bis zum 25. Juni 2023 resp. 2. Juli 2023 (UV-act. 
37).

6.7. Mit Verlaufsbericht vom 4. Juli 2023 berichtete der behandelnde Orthopäde 
Dr. med. G._____ anamnestisch bei gleichbleibender Diagnose über einen 
gescheiterten Arbeitsversuch als Kellner wegen der beschriebenen Schmerzen im 
Bereich des Ulnarstyloids und des distalen, ulnaren Unterarms. Im unveränderten 
Befund zeigten sich auch keine Entzündungszeichen oder Schwellung; ebenso 
zeige sich radiologisch ein unveränderter Befund. Der behandelnde Orthopäde 
ordnete eine Ergotherapie zum Krafttraining und zur Desensibilisierung an und 
bescheinigte eine volle Arbeitsunfähigkeit bis zum 18. Juli 2023 (UV-act. 40).

6.8. Mit ärztlichen Zeugnissen vom 9. Juli 2023 resp. 20. Juli 2023 attestierten 
der behandelnde Orthopäde Dr. med. G._____ resp. der Hausarzt Dr. med. J._____ 
eine seit dem Ereignis vom 10. April 2023 bestehende volle Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 18. Juli 2023 resp. bis zum 8. August 2023 (UV-act. 43 und 44).

6.9. In ihrem Kurzbericht vom 17. August 2023 berichten die behandelnden 
Orthopädinnen und Orthopäden am D._____, Dr. med. G._____, Dr. med. N._____ 
und O._____, bei gleichbleibender Diagnose anamnestisch von wiederkehrenden 
Schmerzen im rechten ulnaren Handgelenk, die nach distal in die dorsale Hand und 
nach proximal in den latero-posterioren Unterarm ausstrahlen würden. Die 
Schmerzen seien plötzlich, einschiessend und durch Bewegung im Handgelenk 
provozierbar. Gestützt auf den radiologischen Bericht des Radiologen Dr. med 
L._____ vom 17. August 2023 (UV-act. 48) wurden eine knöchern konsolidierte 
Fraktur, ein unverändertes PSU-Ossikel sowie unverändert einliegendes, intaktes 
Fremdmaterial ohne Lockerungszeichen befundet. Es wurde eine 
Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % vom 17. August 2023 bis zum 24. August 
2023 attestiert (UV-act. 47; vgl. auch UV-act. 52). 

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6.10. Mit Verlaufsbericht vom 22. August 2023 befundete der behandelnde 
Orthopäde Dr. med. G._____ klinisch eine leichte Schwellung im Bereich des 
dorsalen, ulnaren Handgelenks, eine deutliche Druckdolenz im Bereich des 
Processus styloideus ulnae und dem distalen, ulnaren Unterarm, keine Druckdolenz 
über dem distalen Radius, einen Bewegungsumfang im Handgelenk von 75/0/70° 
bei Extension/Flexion, 90/0/90° bei Pronation/Supination sowie 45/0/25° bei 
Ulnarduktion/Radialduktion, freie Beweglichkeit der Finger und des Daumens und 
keine neurovaskulären Ausfälle. Gestützt auf den MRI-Bericht vom 17. August 2023 
der Radiologen am D._____, Dres. med. P._____ und Q._____, zu den 
Traumafolgen des rechten Handgelenks (UV-act. 50) zeigte sich die bekannte 
Pseudoarthrose des PSU [Anm. Gericht: Processus styloideus ulnae] mit lokalem 
Reizzustand sowie deutlicher Tendovaginitis mit longitudinalem Einriss der ECU-
Sehne [Anm. Gericht: Extensor carpi ulnaris] auf Höhe der Pseudoarthrose; der 
TFCC [Anm. Gericht: Triangulärer Fibrocartilaginärer Komplex im Handgelenk] 
zeige keine Verletzung. Der behandelnde Arzt diagnostizierte "Tendovaginitis sowie 
longitudinaler Einriss der ECU-Sehne rechts bei Status nach ORIF distaler Radius 
rechts am 10.04.2023 bei distaler, intraartikulärer, um 60° nach dorsal dislozierter, 
mehrfragmentärer Radiusfraktur rechts vom gleichen Tag mit Avulsion des PSU 
sowie eine PSU-Pseudoarthrose rechts". Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit vom 
10. April 2023 bis zum 30. September 2023 attestiert (UV-act. 49, 52). 

6.11. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit wurde nachfolgend durch den Hausarzt 
Dr. med. J._____ fortlaufend bis zum 10. Dezember 2023 verlängert (UV-act. 53, 
67, 70, 72; act. B.11, Zeugnis vom 4. Dezember 2023).

6.12. Gemäss der Beurteilung des radiologischen Berichts des D._____ zum MRI 
des rechten Handgelenks vom 6. Oktober 2023 zeigte sich eine im Verlauf etwas 
regrediente Tendinose der ECU-Sehne sowie auch ein gering regredienter 
Reizzustand der Sehnenscheide bei deutlichem Restbefund; die Pseudoarthrose 
des PSU mit begleitendem Knochenmarködem war im Verlauf unverändert (UV-act. 
71).

6.13. In seinem radiologischen Bericht vom 27. Oktober 2023 über das am rechten 
Handgelenk erfolgte CT befundete PD Dr. med. R._____, Leitender Arzt Radiologie 
D._____, deutliche Konsolidationszeichen im Zustand nach palmarer 
Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur, keine Degenerationszeichen, 
eine Pseudoarthrose des PSU, unauffällige Handwurzelknochen sowie palmar 
keine Schraubenüberstände (UV-act. 75). Gemäss dem radiologischen Bericht zum 
MRI des rechten Handgelenks vom 27. Oktober 2023 befundete der Radiologe eine 
Pseudoarthrose des Processus styloideus ulnae Fragments mit deutlich 

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ausgeprägtem Knochenmarködem in der distalen Ulna sowie eine Tendinopathie 
der ECU-Sehne sowie einen ausgeprägten Reizzustand an der dorsalen Kapsel auf 
Höhe der distalen Handwurzelreihe (UV-act. 76).

6.14. In seinem Konsultationsbericht vom 11. Dezember 2023 beurteilte Dr. med. 
S._____, Chefarzt Handchirurgie am F._____, T._____, nach einer am 
8. Dezember 2023 erfolgten klinischen Untersuchung sowie Sichtung des 
radiologischen Bildmaterials des Spitals Davos, beim Beschwerdeführer würden 
Restbeschwerden nach Versorgung einer vor acht Monaten erfolgten distalen 
Radiusfraktur rechts bestehen. Einerseits bestehe eine Pseudoarthrose des 
Processus styloideus ulnae bei lediglich relativ kleinem ossärem Fragment mit 
basisnaher Fraktur. Klinisch könne ein Teil der Beschwerden im Bereich des PSU 
ausgelöst werden, weiter bestehe eine Druckdolenz und Schmerzen bei der aktiven 
Überprüfung der ECU-Sehne, so dass wahrscheinlich auch hier ein Teil der 
Beschwerden herrühre. Bezüglich der Restbeschwerden sei am 12. Dezember 
2023 eine Infiltration vorgesehen und es werde eine Plattenentfernung in 
Kombination mit einer Revision ulnarseits empfohlen (UV-act. 74). Es wurde eine 
volle Arbeitsunfähigkeit vom 11. Dezember 2023 bis zum 15. Januar 2024 
bescheinigt (act. B.11, Zeugnis vom 12. Dezember 2023).

6.15. Anlässlich der Nachkontrolle vom 15. Januar 2024 stellte der behandelnde 
Orthopäde Dr. med S._____ in seinem Verlaufsbericht vom 18. Januar 2024 die 
Diagnosen einer Pseudoarthrose des Processus styloideus ulnae rechts bei 
Zustand nach palmarer Plattenosteosynthese einer distalen, intraartikulären 
Radiusfraktur vom 10. April 2023 und störender Platte bei radialem Überstand sowie 
einer Tenosynovitis und longitudinalem Einriss der ECU-Sehne rechts. In seiner 
Beurteilung stellte er fest, die ulnokarpalen Schmerzen hätten auf die Infiltration 
angesprochen; es sei jedoch nie zu einer Schmerzfreiheit gekommen und die 
Beschwerden nähmen langsam wieder zu, seien deutlich störend und 
einschränkend. Die seit einer Woche verstärkten Schmerzen würden eher den 
Bereich der radialen Platte betreffen, welche deutlich vom Knochen abstehe. Es 
werde auf den 21. März 2024 eine operative Plattenentfernung geplant sowie eine 
Handgelenksarthroskopie zur Beurteilung des TFCC und eine Resektion des 
Styloidfragmentes (UV-act. 80). Sodann wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit bis zum 
15. Februar 2024 bescheinigt (act. B.11, Zeugnis vom 15. Januar 2024).

6.16. Der Hausarzt Dr. med. J._____ attestierte nachfolgend fortlaufend eine volle 
Arbeitsunfähigkeit bis zum 16. Juni 2024 (act. B.11, Zeugnisse vom 14. Februar 
2024, 15. März 2024, 5. April 2024 und 21. Mai 2024).

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7. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts bestehen bezüglich der reinen 
Aktenbeurteilung des beratenden Arztes Dr. med. E._____ vom 3. Januar 2024 
(UV-act. 77) aufgrund der hiervor dargelegten medizinischen Akten Zweifel. 

7.1. Der beratende Arzt Dr. med. E._____ begnügte sich einerseits mit der bereits 
in seiner ersten Einschätzung vom 6. Juni 2023 (UV-act. 33) gemachten 
Beurteilung, dass eine uneingeschränkte Vermittlungsfähigkeit ab dem 10. Juli 
2023 bestehe, und führte aus, dass der Beschwerdeführer für jedwede angepasste 
körperliche Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Ohne persönliche Untersuchung 
und ohne vertiefte Auseinandersetzung mit den echtzeitlichen medizinischen 
Aufzeichnungen der behandelnden Ärzte ist diese kurze Einschätzung aber nicht 
überzeugend. Diese Zweifel vermag auch seine Einschätzung vom 28. September 
2024 nicht zu beseitigen (act. C.2). Schliesslich lässt sich die in dieser letzten 
Einschätzung gemachte Feststellung, dass eine "Tendovaginitis stenosans 
Daumen rechts (Schnappdaumen)" vorliege, weder aus seinen früheren 
Einschätzungen noch aus anderen medizinischen Akten erheben. Indes nimmt 
Dr. med. E._____ klar Bezug auf den Unfall vom 10. April 2023 und bejaht einen 
natürlicheren Kausalzusammenhang zwischen diesem und der am 20. Juni 2024 
erfolgten Operation (vgl. act. C.2, Frage 7). Den echtzeitlichen medizinischen Akten 
lässt sich zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers entnehmen, dass 
bereits im August 2023 klinisch schmerzhafte Bewegungen des rechten 
Handgelenks durch die behandelnden Ärzte am D._____ befundet wurden, gefolgt 
von auftretenden Schwellungen im Bereich des dorsalen, ulnaren Handgelenks bei 
freier Beweglichkeit der Finger und des Daumens, was schliesslich zur am 
22. August 2023 erstmalig gestellten Diagnose einer PSU Pseudoarthrose rechts 
und einer Tendovaginitis sowie eines longitudinalen Einrisses der ECU-Sehnen 
rechts bei Status nach notfallmässiger osteosynthetischer Versorgung der 
Radiusfraktur führte (vgl. UV-act. 47 und 49). Mit diesem Gesundheitszustand 
setzte sich Dr. med. E._____ in seiner Einschätzung vom 3. Januar 2024 zur 
Herleitung des funktionellen Anforderungsprofils in einer Verweistätigkeit nicht 
schlüssig auseinander, obwohl er in seinen nicht abschliessenden Einschätzungen 
vom 6. September 2023 resp. vom 29. November 2023 noch davon ausging, dass 
aus traumatologischer und beratungsärztlicher Sicht ein direkter Zusammenhang 
mit dem Trauma vom 10. April 2023 bei nachgewiesener Pseudoarthrose mit 
Aktivierung im Bereich der distalen Elle/PSU als überwiegend wahrscheinlich zu 
erachten und Ende November 2023 aufgrund nahezu unverändert reklamierter 
Beschwerden/Schmerzen eine Vorstellung im F._____ mit handchirurgischer 
Expertise abzuwarten sei (vgl. UV-act. 55, Frage 1, und UV-act 73, S. 3). Die 
behandelnden Ärzte am F._____ befundeten im Dezember 2023 Beschwerden, die 

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klinisch ausgelöst werden können, namentlich eine schmerzhafte Supination, 
Flexion und Rotation im Bereich des PSU, und von einer radial überstehenden 
Platte sowie der Protusion durch Schraubenüberlängen herrührende Beschwerden 
(vgl. UV-act. 74, S. 2). Auch die im Dezember 2023 vorgenommene Infiltration 
führte gemäss den behandelnden Ärzten im Januar 2024 nicht zur gewünschten 
Beschwerdefreiheit. Die Restbeschwerden würden im Bereich der radialen Platte 
bestehen (vgl. UV-act. 80). Deren Entfernung erfolgte jedoch erst am 20. Juni 2024 
(vgl. provisorischer Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 21. Juni 
2024 [act. B.13]). Die echtzeitlichen Aufzeichnungen der behandelnden Ärzte 
zeigen auf, dass im fraglichen Zeitraum bildgebende Befunde sowie diagnostische 
Beurteilungen aus (fach-)ärztlicher Sicht vorliegen, ohne deren Einbezug die 
Einschätzung des beratenden Arztes unvollständig bleibt. Damit bestehen 
zumindest geringe Zweifel an der Einschätzung von Dr. med. E._____ vom 
3. Januar 2024, wonach in einer Verweistätigkeit rückwirkend per 10. Juli 2023 eine 
volle Arbeitsfähigkeit gegeben sein soll. 

7.2. Auch ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 
unbestrittenermassen die per 1. Juni 2023 vorgesehene Arbeitsstelle in einem 
Restaurant aufgrund der auch seitens Dr. med. E._____ festgestellten 100%-igen 
Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit im Service nicht aufnehmen konnte (vgl. UV-act. 
39) und seither keiner Arbeit nachgeht. Die im gesamten Zeitraum seit dem 
Unfallereignis bis zum 5. August 2024 von den behandelnden Arztpersonen 
attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. UV-act. 7, 11, 21 f., 32, 37, 40, 43 f., 
47, 49, 52 f., 67, 70, 72, 80 und act. B.11) enthält indes keine medizinischen 
Einschätzungen bezüglich der Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit 
sowie der funktionellen Leistungsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. Dass Dr. med. 
S._____ anamnestisch am 15. Januar 2024 eine volle Arbeitsunfähigkeit 
beschränkt auf den Bereich Service attestiert hätte (vgl. dazu UV-act. 80, S. 1), lässt 
sich entgegen der unzutreffenden Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Entscheid (vgl. B.B1, Erw. 2.4.3. S. 7 dritter Abschnitt) nicht aus den 
übrigen medizinischen Akten feststellen. Es ist im Übrigen nicht Sache der 
behandelnden Ärzte und Spitäler, in umstrittenen Fällen verbindliche 
Stellungnahmen zur Arbeitsunfähigkeit abzugeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_281/2015 vom 2. September 2015 E. 2). Ihre Arbeitsunfähigkeitszeugnisse sind 
wiederum ungeeignet, eine Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit bzw. der 
funktionellen Leistungsfähigkeit in angepasster Tätigkeit stellen zu können. Die 
Arbeitsunfähigkeit ergibt sich aus den vorhandenen – objektivierten oder 
plausibilisierten – Funktionseinschränkungen (vgl. BGE 140 V 290 E. 3.3.1). Nach 
Ansicht des Gerichts fehlt vorliegend eine adäquate Beurteilung des beratenden 

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Arztes zu Funktionseinschränkungen, welche sich auf den in den medizinischen 
Akten beurteilten Verlauf der Gesundheitseinschränkungen, auf die angestellten 
Prognosen sowie die therapeutischen Möglichkeiten abstützen müsste, um daraus 
unzweifelhaft und schlüssig auf eine uneingeschränkte Vermittlungsfähigkeit ab 
dem 10. Juli 2023 schliessen zu können. Konkret fehlt insbesondere eine 
versicherungsmedizinisch schlüssige Einschätzung zu den Auswirkungen der 
gesundheitlichen Einschränkungen aus der diagnostizierten PSU-Pseudoarthrose, 
der störenden Platte bei radialem Überstand sowie aus der Tenosynovitis und dem 
longitudinalen Einriss der ECU-Sehne auf das funktionelle Anforderungsprofil des 
Beschwerdeführers.

7.3. Zusammenfassend kann auf die Einschätzungen des beratenden Arztes 
Dr. med. E._____ vom 6. Juni 2023, 6. September 2023, 29. November 2023 und 
3. Januar 2024 inkl. ergänzender Stellungnahme vom 28. September 2024 nicht 
abgestellt werden. In der angestammten Tätigkeit als Serviceangestellter ist nach 
derzeitiger Aktenlage erstellt, dass der Beschwerdeführer bis mindestens 
31. August 2024 arbeitsunfähig war (act. C.2; vgl. auch act. B.11, letzte Seite, und 
act. B.13). Die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Januar 2024 ist somit 
verfrüht und zu Unrecht erfolgt. Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. E._____ 
enthalten nach Einschätzung dieses Gerichts keine medizinisch schlüssige und 
abschliessende Bewertung der Arbeitsfähigkeit in angestammter resp. adaptierter 
Tätigkeit des Beschwerdeführers, weshalb sich der rechtserhebliche Sachverhalt 
für die sich aus dem Gesundheitszustand ergebenden Rechtsfolgen nicht 
zuverlässig und umfassend einschätzen lässt. Ein reformatorischer Entscheid im 
Sinne einer Zusprechung der Unfallversicherungsleistungen erweist sich somit als 
verfrüht. Es bedarf zunächst genügender Entscheidungsgrundlagen, welche mittels 
zusätzlicher medizinischer Abklärungen gutachterlich einzuholen sind. Da es in 
erster Linie die Aufgabe des Unfallversicherers ist, von Amtes wegen die 
notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt 
vollständig festzustellen (Art. 43 Abs. 1 ATSG), ist die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese gemäss Art. 44 ATSG ein 
medizinisches Gutachten einholt und anschliessend über den Leistungsanspruch 
des Beschwerdeführers neu verfügt (vgl. BGE 132 V 368 E. 5; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_523/2022 vom 23. Februar 2023 E. 5.4).

8. Der Beschwerdeführer befand sich vom 1. Februar 2024 bis zum 10. April 
2024 in Untersuchungshaft. Seit dem 11. April 2024 befindet er sich im vorzeitigen 
Strafvollzug in der JVA V._____. Strittig ist somit auch die korrekte Anwendung von 
Art. 21 ATSG. 

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8.1.1. Der Beschwerdeführer ist in seiner Beschwerde der Ansicht, im vorzeitigen 
Strafvollzug sei eine Erwerbstätigkeit zulässig. Da er aber nach wie vor 
arbeitsunfähig sei, habe er Anspruch auf Ausrichtung der Taggelder ab dem 
11. April 2024 (act. A.1, Ziff. IV.4). In seiner Replik wies der Beschwerdeführer 
darauf hin, dass er gegenüber seiner Tochter unterhaltspflichtig sei (act. A.3, Ziff. 
III.6). Gegenüber der Staatsanwaltschaft Graubünden habe er in seiner 
Einvernahme vom 19. März 2024 bestätigt, einen monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von EUR 325.00 zu leisten (vgl. act. B.15). Selbst wenn die Taggelder trotz 
bestehender genereller Arbeitsunfähigkeit während der Haft zu sistieren seien, 
müssten diese im Umfang von 50 % weiterhin bezahlt werden, damit er seiner 
Unterhaltspflicht nachkommen könne (act. A.3, Ziff. III.6).

8.1.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, es habe ab dem 
1. Februar 2024 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Der vorzeitige Strafantritt sei 
mit Verweis auf Ziff. 2.3 der ad-hoc Empfehlung 1/2004 "Straf- oder 
Massnahmevollzug infolge Straf- und Massnahmevollzug/Einstellungen der 
Geldleistungen" ein gesetzlicher Einstellungsgrund; aus diesem Grund sei auch die 
Leistung für die operationsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 20. Juni 
2024 bis 1. September 2024 abzulehnen (act. A.2, Ziff. C.28). Gleichwohl bringt die 
Beschwerdegegnerin vor, dass, sollte ein Taggeldanspruch bestehen, dieser 
mindestens zur Hälfte gekürzt würde, d.h. bei einer Unterhaltspflicht in der Höhe 
von EUR 325.00/Monat auf den genannten Betrag (vgl. act. A.2, Ziff. C.28 S. 10, 
und act. A.4, Ziff. B.9). 

8.2. Gemäss Art. 21 Abs. 5 ATSG kann die Auszahlung von Geldleistungen mit 
Erwerbsersatzcharakter solange ganz oder teilweise eingestellt werden, als sich die 
versicherte Person im Straf- oder Massnahmenvollzug befindet; ausgenommen 
sind die Geldleistungen für Angehörige im Sinne von Art. 21 Abs. 3 ATSG. Diese 
Bestimmung gilt aufgrund des Verweises in Art. 1 UVG auch im Rahmen der 
obligatorischen Unfallversicherung. Sinn und Zweck von Art. 21 Abs. 5 ATSG ist 
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Gleichbehandlung der 
invaliden mit der validen inhaftierten Person, welche durch einen Freiheitsentzug ihr 
Einkommen verliert. Entscheidrelevant ist im unfallversicherungsrechtlichen Sinne 
die Tatsache, dass während des Strafvollzugs der Staat für den Unterhalt der in Haft 
befindlichen Personen aufkommt; die Ausrichtung eines zusätzlichen Taggeldes 
während des Aufenthalts in der Strafanstalt würde zu einem ungerechtfertigten 
wirtschaftlichen Vorteil führen (vgl. BGE 141 V 466 E. 5.2). Der als Kann-Vorschrift 
formulierte Art. 21 Abs. 5 ATSG erlaubt es, den besonderen Umständen Rechnung 
zu tragen, wenn eine gesunde Person trotz Straf- oder Massnahmenvollzug einer 

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Erwerbstätigkeit nachgehen könnte, wie dies im Rahmen der Halbgefangenschaft 
oder Halbfreiheit (neurechtlich: Arbeitsexternat) möglich ist (BGE 141 V 466 E. 4.3, 
138 V 140 E. 2.2 und 3.3, 137 V 154 E. 3.3, 133 V 1 E. 4.2.4.1, 107 V 219 E. 4, 
jeweils m.w.H.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_457/2022, 8C_492/2022 
vom 7. Februar 2023 E. 6.2.1 mit Hinweis auf BGE 137 V 154 E. 6). Indes steht der 
Entscheid über einen Verzicht auf eine Leistungssistierung bzw. ein Unterlassen 
der Festsetzung der Rente nicht im freien Ermessen des Versicherers bzw. des 
Gerichts. Vielmehr darf gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aufgrund der 
Gleichbehandlung der invaliden mit der validen inhaftierten Person, welche durch 
einen Freiheitsentzug ihr Einkommen verliert, keine Besserstellung erfolgen (BGE 
141 V 466 E. 4.3, 138 V 140 E. 5.3.6; vgl. auch BRUNNER/VOLLENWEIDER, in: 
Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des 
Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 21 ATSG N. 108). 

8.3. Vorliegend befindet sich der Beschwerdeführer auf Antrag vom 4. April 2024 
hin (vgl. act. B.14) seit dem 11. April 2024 im vorzeitigen Strafvollzug nach Art. 236 
StPO in der Justizvollzugsanstalt (JVA) V._____. Mit dem Eintritt in die 
Vollzugsanstalt tritt der Beschuldigte seine Strafe an und untersteht von diesem 
Zeitpunkt an dem Vollzugsregime (Art. 236 Abs. 4 StPO). Die JVA V._____ ist eine 
geschlossene Strafanstalt i.S.v. Art. 76 StGB i.V.m. Art. 13a des Gesetzes über den 
Justizvollzug im Kanton Graubünden (Justizvollzugsgesetz, JVG [BR 350.500]) und 
Art. 7 des Konkordats der ostschweizerischen Kantone über den Vollzug von 
Strafen und Massnahmen vom 29. Oktober 2004 (BR 350.400). Der 
Beschwerdeführer befindet sich mithin in derselben Situation wie eine Person, die 
sich noch als beschuldigte Person in Untersuchungshaft befindet oder als verurteilte 
Person bereits eine Freiheitsstrafe verbüsst. Diesbezüglich macht der 
Beschwerdeführer geltend, dass auch im vorzeitigen Strafvollzug eine 
Erwerbstätigkeit zugelassen sei. Dem kann nicht unbesehen gefolgt werden. In der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommen als Ausnahmetatbestand die 
Halbgefangenschaft nach Art. 77b StGB oder die (altrechtliche) Halbfreiheit im 
Sinne eines (neurechtlichen) Arbeitsexternats nach Art. 77a StGB in Frage. Damit 
ist also nicht jede während des Strafvollzugs ausgeübte Arbeitstätigkeit gemeint, da 
gemäss Art. 81 StGB jeder Gefangene zu Arbeit verpflichtet ist. Es muss vielmehr 
im Rahmen der Halbgefangenschaft oder des Arbeitsexternats ein den 
Lebensunterhalt deckendes Erwerbseinkommen erzielt werden oder erzielt werden 
können. Die Frage, ob seit dem Inkrafttreten vom 1. Januar 2018 auch 
Erwerbtätigkeiten im Rahmen einer elektronischen Überwachung nach Art. 79b 
StGB als Ausnahmetatbestand gelten, kann vorliegend offen gelassen werden. 
Obwohl auch im Rahmen des vorzeitigen Strafvollzugs unter gewissen Umständen 

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ein Arbeitsexternat möglich ist (vgl. Richtlinien der Ostschweizer 
Strafvollzugskommission über die Gewährung des Arbeitsexternats und des 
Wohnexternats, die elektronische Überwachung anstelle des Arbeits- oder 
Wohnexternats [EM-Backdoor] sowie über die Beschäftigung von eingewiesenen 
Personen bei einem privaten Arbeitgeber vom 7. April 2006, Ziff. 4.4, abrufbar unter 
https://www.osk-web.ch, Rechtserlasse), wird vorliegend weder geltend gemacht 
noch ist aus den Akten ersichtlich, dass der Beschwerdeführer während des 
vorzeitigen Strafvollzugs als beschuldigte Person in einer geschlossenen 
Justizvollzugsanstalt die Möglichkeit hat, gleich wie eine gesunde Person in 
Halbgefangenschaft oder im Arbeitsexternat für den eigenen Lebensunterhalt 
aufzukommen. Damit ist der per 11. April 2024 von der Beschwerdegegnerin 
angenommene Sistierungsgrund grundsätzlich zu bejahen. Je nach Ausgang der 
gemäss Erwägung 7.3. hiervor noch vorzunehmenden Abklärungen und Einholung 
eines Gutachtens, hat die Beschwerdegegnerin indes ergänzend abzuklären, ob 
während der Dauer der Arbeitsunfähigkeit bis mindestens 31. August 2024 (vgl. 
Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. med. E._____, datierend vom 
28. September 2024 [act. C.2]; vgl. auch Arztzeugnis und provisorischer 
Austrittsbericht F._____ von Dr. med. U._____ vom 21. Juni 2024 über eine volle 
Arbeitsunfähigkeit vom 20. Juni 2024 bis 5. August 2024 [act. B.11, letzte Seite; act. 
B.13]) im Strafvollzug eine Änderung im Sinne eines Ausnahmetatbestands 
eingetreten ist resp. eine (theoretische) Erwerbsmöglichkeit im Rahmen einer 
Halbgefangenschaft oder eines Arbeitsexternats besteht. Dannzumal ist einzig zu 
fragen, ob eine gesunde inhaftierte Person in der konkreten Situation des 
Strafvollzugs in der Lage wäre, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, denn gemäss 
Bundesgericht ist keine Unterscheidung zwischen Invaliden, die ihre 
Resterwerbsfähigkeit verwerten, und solchen, die keine Resterwerbsfähigkeit 
besitzen oder diese nicht ausschöpfen, vorzunehmen (vgl. hierzu Urteil des 
Bundesgerichts 8C_457/2022, 8C_492/2022 vom 7. Februar 2023 E. 6.2.4).

8.4. Für den Fall, dass der vorliegende Sistierungsgrund per 11. April 2024 
andauert, hat die Beschwerdegegnerin den in Art. 21 Abs. 3 ATSG statuierten 
Vorbehalt des Angehörigenprivilegs zu beachten, welches rechtsprechungsgemäss 
auch bei Taggeldleistungen der Unfallversicherungen zur Anwendung gelangt (BGE 
141 V 466 E. 4.4 und 4.9). Demnach ist die Beschwerdegegnerin verpflichtet, das 
Taggeld mit Rücksicht auf die Unterhaltspflicht des Beschwerdeführers gegenüber 
seiner – seinen Angaben zufolge – am 28. Januar 2001 geborenen, in W._____ 
wohnhaften, studierenden Tochter (vgl. act. B.15) im Umfang von mindestens 50 % 
weiter auszurichten. 

https://www.osk-web.ch

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9. Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Juni 
2024 gestützt auf einen unzureichend abgeklärten Sachverhalt ergangen. Somit ist 
dieser in Gutheissung des Eventualbegehrens aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
ein externes medizinisches (zumindest orthopädisches) Gutachten einhole, um 
anschliessend unter Berücksichtigung der vervollständigten medizinischen Akten 
über den Taggeldanspruch des Beschwerdeführers über den 1. Februar 2024 resp. 
11. April 2024 hinaus unter Berücksichtigung einer allfälligen Leistungskürzung 
i.S.v. Art. 21 Abs. 3 und Abs. 5 ATSG neu zu verfügen (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7 
m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 8C_17/2024 vom 9. Juli 2024 E. 5.3, 
8C_62/2023 vom 16. August 2023 E. 6.2 und 8C_523/2022 vom 23. Februar 2023 
E. 5.4 m.w.H.).

10.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies 
im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die Sonderbestimmungen zur 
Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine generelle Kostenpflicht vor. 
Damit sind unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 
der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in casu nicht 
vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind daher 
keine Kosten zu erheben.

10.2. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der 
beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1, 132 V 
215 E. 6.2). Gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG hat der Beschwerdeführer bei diesem 
Ausgang des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 
des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand der Rechtsvertretung regelmässig 
durch die Schwierigkeit des Prozesses mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die 
Bemessung des Parteikostenersatzes gemäss Art. 61 Ingress ATSG nach dem 
kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_714/2018 vom 
18. Dezember 2018 E. 9.2, 9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 6.1, 
9C_688/2009 vom 19. November 2009 E. 3.1.1 f.). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. 
Art. 2 der Honorarverordnung (HV; BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach 
Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der 
Honorarnote geltend gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand 
sowie (üblichen) Stundenansatz ausgeht. Der Rechtsvertreter des 

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Beschwerdeführers reichte dem Gericht eine ergänzte Honorarnote, datierend vom 
2. Dezember 2024 (act. J.2), über CHF 5'923.45 (19 Stunden à CHF 280.00, 
entsprechend CHF 1'925.00, zzgl. CHF 159.60 Auslagen, und 8.1 % MWST) ein. 
Nach Art. 52 Abs. 3 ATSG werden im Einspracheverfahren in der Regel keine 
Parteientschädigungen ausgerichtet, wovon vorliegend nicht abzuweichen ist. Der 
geltend gemachte Aufwand enthält Positionen, die sich auf die Zeit vor Erhalt des 
angefochtenen Einspracheentscheids beziehen, und zwar vom 5. März 2024 bis 
zum 5. Juni 2024 entsprechend 5.75 Stunden, sowie das Verfassen eines 
Wiedererwägungsgesuchs betreffen, entsprechend 0.8 Stunden, sodass der 
Aufwand angemessen auf 12.45 Stunden zu kürzen ist. Der gemäss der 
Honorarvereinbarung (act. B.V1) veranschlagte Stundenansatz von CHF 280.00 ist 
praxisgemäss auf CHF 270.00 zu reduzieren. Unter Berücksichtigung einer 
praxisgemässen Spesenpauschale von 3 % hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer einen Parteikostenersatz von CHF 3'742.80 (12.45 Stunden à 
CHF 270.00, entsprechend CHF 3'361.50, zuzüglich 3 % Spesen, entsprechend 
CHF 100.85, sowie 8.1 % MWST von CHF 3'462.35, entsprechend CHF 280.45) zu 
bezahlen. 

10.3. Ausgangsgemäss ist das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege hinfällig.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 12. Juni 2024 wird aufgehoben und die Angelegenheit wird zu weiteren 
medizinischen Abklärungen sowie zur Einholung eines externen (zumindest) 
orthopädischen Gutachtens und neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen 
an die A._____ zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die A._____ leistet B._____ einen Parteikostenersatz von CHF 3'742.80 
(inkl. Spesen und MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]