# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 178c743e-b23c-59f2-9cfd-f9bb33ad9768
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.07.2008 D-2344/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2344-2008_2008-07-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2344/2008/cvv

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiber Martin Scheyli

M._______ H._______, Marokko, I._______ S._______, 
Bosnien und Herzegowina, sowie deren Kinder 
M._______, A._______, M._______ und Z._______, alle 
Bosnien und Herzegowina,

vertreten durch Afra Weidmann, Hardturmstrasse 338, 
8005 Zürich, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz

Asyl (Wiedererwägung); Verfügung des BFM vom 
11. März 2008 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2344/2008

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführer stellten am 3. April 1998 am Flughafen Zürich 
Kloten ein Asylgesuch. Mit Verfügung vom 14. April 1998 verweigerte 
das  damalige  Bundesamt für  Flüchtlinge (BFF; nunmehr  Bundesamt 
für  Migration [BFM])  dem Ehemann die Einreise in  die Schweiz und 
ordnete den sofortigen vorsorglichen Wegweisungsvollzug nach Bosni-
en und Herzegowina an. Das Asylgesuch der Ehefrau und des Kindes 
M._______ wies  das  Bundesamt mit  Verfügung gleichen Datums ab 
und  ordnete  die  Wegweisung  sowie  den  sofortigen  Wegwei-
sungsvollzug nach Bosnien und Herzegowina an. Diese Verfügungen 
fochten die Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 15. April 1998 bei 
der  damaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) an. Im 
Rahmen der Vernehmlassung hob das Bundesamt die beiden genann-
ten  Verfügungen  wieder  auf  und  genehmigte  die  Einreise  der  Be-
schwerdeführer in die Schweiz. Entsprechend schrieb die ARK die be-
treffenden Beschwerden mit Beschluss vom 21. April 1998 als gegen-
standslos ab. 

B.
Mit jeweiligen Verfügungen vom 21. Oktober 1999 lehnte das Bundes-
amt  die  Asylgesuche  des  Ehemannes  sowie  der  Ehefrau  und  ihres 
Kindes M._______ ab. Gleichzeitig ordnete es jeweils die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Die gegen diese beiden Verfü-
gungen erhobenen Beschwerden wies die ARK mit Urteil vom 28. Ok-
tober 2005 ab. 

C.
Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 6. Februar 2006 beantragten 
die Beschwerdeführer die Revision des Urteils der ARK vom 28. Okto-
ber  2005.  Dieses  Revisionsgesuch  wurde  durch  die  ARK  mit  Urteil 
vom 18. Mai 2006 abgewiesen. Zugleich erläuterte die ARK das Dispo-
sitiv ihres Urteils vom 28. Oktober 2005. 

D.
Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 1. Juni 2007 an das BFM er-
suchten die Beschwerdeführer im Wesentlichen um Wiedererwägung 
der beiden Verfügungen vom 21. Oktober 1999, ihre vorläufige Aufnah-
me in der Schweiz sowie die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft  des 
Ehemannes in Bezug auf dessen Heimatland Marokko.

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D-2344/2008

E.
Mit  Verfügung  vom 11. März  2008  hiess  das  BFM das  Wiedererwä-
gungsgesuch  in  Bezug  auf  den  Wegweisungsvollzug  angesichts  der 
Unmöglichkeit  des  Vollzugs  nach  Bosnien  und  Herzegowina  (betref-
fend den Ehemann) bzw. der Unzumutbarkeit des Vollzugs (betreffend 
die Ehefrau und die Kinder) gut und ordnete die vorläufige Aufnahme 
der Beschwerdeführer an. Hinsichtlich des Antrags auf materielle Prü-
fung der  Flüchtlingseigenschaft  des Ehemannes lehnte das Bundes-
amt das Wiedererwägungsgesuch hingegen ab. 

F.
Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 10. April 2008 fochten die Be-
schwerdeführer die Verfügung des BFM vom 11. März 2008 beim Bun-
desverwaltungsgericht an. Dabei beantragten die Beschwerdeführer im 
Wesentlichen  die  Aufhebung  der  Verfügung  des  BFM  vom 11. März 
2008,  die  Gutheissung  ihres  Wiedererwägungsgesuchs  vom  1. Juni 
2007, den Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung nach Bosnien und 
Herzegowina und die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft in Bezug auf 
das  Heimatland  des  Ehemannes  Marokko.  In  prozessualer  Hinsicht 
beantragten die Beschwerdeführer die Gewährung der Einsicht in die 
Verfahrensakten  des  BFM  und  einer  Frist  zur  Ergänzung  der  Be-
schwerde sowie - sinngemäss - die unentgeltliche Rechtspflege nach 
Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Auf  die Begründung der 
Beschwerde und den Inhalt der diversen mit der Eingabe eingereich-
ten Beweismittel wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Er-
wägungen eingegangen. 

G.
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  23. April  2008 
wurde  das  Gesuch  um unentgeltliche  Prozessführung  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen. Ferner wurde den Beschwerdefüh-
rern  mitgeteilt,  auf  ihr  Begehren um Einsicht  in  die  vorinstanzlichen 
Verfahrensakten und Setzung einer Frist zur Ergänzung der Beschwer-
de werde zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Über Verfügungen, 
die gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
durch das BFM erlassen worden sind, entscheidet das Bundesverwal-
tungsgericht endgültig (Art. 105 AsylG).

1.2 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich  Missbrauch  und  Über-
schreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts  und die Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.3 Die Beschwerdeführer sind legitimiert; auf ihre frist-  und formge-
recht  eingereichte  Beschwerde  ist  einzutreten  (Art. 6  AsylG  i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG).

2.

2.1 Über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  wird  in  einzelrich-
terlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachfol-
gend aufgezeigt  wird,  handelt  es  sich  im vorliegenden Fall  um eine 
solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begrün-
den ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wird auf einen Schriftenwech-
sel verzichtet.

3.
Zunächst ist festzustellen, dass sich die vorliegende Beschwerde nicht 
gegen  die  in  teilweiser  Gutheissung  des  Wiedererwägungsgesuchs 
vom  1. Juni  2007  getroffene  Anordnung  des  BFM  richtet,  die  Be-
schwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Das Beschwer-
deverfahren beschränkt sich somit auf die Frage, ob das Bundesamt 
mit der angefochtenen Verfügung zu Recht den Antrag der Beschwer-
deführer  auf  materielle  Prüfung  der  Flüchtlingseigenschaft  des  Ehe-
mannes abgelehnt hat. 

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4.

4.1 Im  Rahmen  der  betreffenden  Verfügung  vom  21.  Oktober  1999 
hatte  das  BFF das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf 
den damaligen Art. 52 Abs. 1  Bst. a  AsylG (gemäss Änderung vom 
16. Dezember 2005 des AsylG aufgehoben mit Wirkung zum 1. Januar 
2008; vgl. AS 2006 4752, 2007 5573) abgewiesen. In ihrem Urteil vom 
28. Oktober  2005  führte  die  ARK  diesbezüglich  unter  Hinweis  auf 
EMARK 2001 Nr. 4 weiter aus, die Frage der Flüchtlingseigenschaft in 
Bezug auf den Heimatstaat des Ehemannes könne in Anwendung von 
Art. 52 Abs. 1 Bst. a  AsylG offen gelassen werden,  da Bosnien und 
Herzegowina dem Genannten dauernden und sicheren Aufenthalt bie-
te. In ihrem Urteil vom 18. Mai 2006 ergänzte die ARK diese Ausfüh-
rungen  ausserdem  dahingehend,  dass  –  nachdem  das  Asylgesuch 
des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 52 Abs. 1 Bst. a AsylG abzu-
lehnen gewesen sei – der  Wegweisungsvollzug auch in diesen Dritt-
staat (also Bosnien und Herzegowina) zu erfolgen habe, bei dem zuvor 
befunden wurde, dieser biete dem Beschwerdeführer dauernden und 
sicheren Aufenthalt. 

4.2 Mit der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2008 lehnte das 
BFM  das  mit  dem  Wiedererwägungsgesuch  gestellte  Begehren  der 
Beschwerdeführer  um  materielle  Prüfung  der  Flüchtlingseigenschaft 
des Ehemannes mit folgender Begründung ab: Das Wiedererwägungs-
gesuch werde mit  einer  nachträglich  eingetretenen Veränderung der 
Sachlage begründet,  nämlich mit  der technischen Unmöglichkeit  des 
Wegweisungsvollzugs nach Bosnien und Herzegowina. Es tangiere so-
mit  die  Rechtsbeständigkeit  der  Verfügung  vom  7. November  2003 
(recte: 21. Oktober 1999) hinsichtlich des Verzichts auf die Prüfung der 
Flüchtlingseigenschaft nicht.

4.3 Dieser Einschätzung des Bundesamts kann nicht gefolgt werden. 
Gemäss dem ehemaligen Art. 52 Abs. 1 Bst. a AsylG wurde einer Per-
son, die sich in der Schweiz befand, in der Regel kein Asyl gewährt, 
wenn sie sich vor ihrer Einreise einige Zeit in einem Drittstaat aufge-
halten hatte, in den sie zurückkehren konnte. Beim betreffenden Dritt-
staat,  in  Bezug auf  welchen das Bundesamt mit  der Verfügung vom 
21. Oktober 1999 (und ebenfalls die ARK mit dem Urteil vom 28. Okto-
ber 2005) davon ausgegangen war, dieser biete dem Ehemann dau-
ernden und sicheren Aufenthalt, handelt es sich um Bosnien und Her-
zegowina. Mit der nunmehr durch die angefochtene Verfügung festge-

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stellten  Unmöglichkeit  des  Vollzugs  nach  Bosnien  und  Herzegowina 
betreffend den Ehemann sind offensichtlich die Grundlage für die An-
wendung des ehemaligen Art. 52  Abs. 1  Bst. a  AsylG –  nämlich  die 
mögliche Rückkehr in diesen Staat – und mithin die Voraussetzung für 
das Offenlassen der Flüchtlingseigenschaft in Bezug auf den Heimat-
staat des Ehemannes (Marokko) weggefallen. Mit anderen Worten er-
gibt sich aus der Feststellung der Unmöglichkeit des Wegweisungsvoll-
zugs  zugleich,  dass  nunmehr  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  des 
Ehemannes in Bezug auf Marokko sowie – darüber hinaus – die Frage 
zu prüfen sind, ob diesem in der Schweiz Asyl zu gewähren sei.

4.4 Zusammenfassend erweist sich, dass die angefochtene Verfügung 
vom 11. März 2008 eine wesentliche Rechtsfrage – deren Prüfung im 
Übrigen  durch  die  Beschwerdeführer  ausdrücklich  begehrt  wurde  – 
nicht  beantwortet.  Die  Beschwerde  ist  daher  insofern  gutzuheissen, 
als damit die Aufhebung der angefochtenen Verfügung in den betref-
fenden Punkten beantragt wird. Aus dem Gesagten folgt ausserdem, 
dass den Beschwerdeführern durch das Bundesamt zu Unrecht  Ver-
fahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wegen teilweiser Ablehnung 
des Wiedererwägungsgesuchs auferlegt wurden. Aufzuheben sind so-
mit die Dispositivziffern 1 und 9 der Verfügung des BFM vom 11. März 
2008. Zugleich ist  die  Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen. Ferner sind die den Beschwerdeführern zu Un-
recht auferlegten Verfahrenskosten - sollten diese von den Beschwer-
deführern bereits  bezahlt  worden sein -  durch das BFM zurückzuer-
statten. 

5.

5.1 Ergänzend ist ausserdem auf Folgendes hinzuweisen: Mit der Be-
schwerdeschrift machten die Beschwerdeführer durch ihre Rechtsver-
treterin geltend, sie hätten am 17. März 2008 beim BFM ein Gesuch 
um Einsicht in die vorinstanzlichen Akten bezüglich des Wiedererwä-
gungsverfahrens  gestellt.  Indessen  sei  ihrer  Rechtsvertreterin  durch 
das  Bundesamt  am  3. April  2008  telefonisch  mitgeteilt  worden,  das 
betreffende Aktendossier sei nicht auffindbar. Entsprechend ersuchten 
die Beschwerdeführer auch im Rahmen ihrer Beschwerdeeingabe um 
Einsicht  in  die  betreffenden Verfahrensakten des  BFM. Es ist  ferner 
festzustellen, dass die vorinstanzlichen Akten des Wiedererwägungs-
verfahrens durch das BFM auch dem Bundesverwaltungsgericht  erst 

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mit  beträchtlicher  Verspätung,  nämlich  am  23. Juli  2008,  übermittelt 
worden sind. 

5.2 Das Recht auf Einsicht in die Verfahrensakten bildet einen wichti-
gen Teilaspekt des verfassungsmässigen Anspruchs auf das rechtliche 
Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR 101];  vgl.  ausserdem 
Art. 29-33 VwVG). 

5.3 Nachdem die Beschwerdeführer seitens des BFM keine Einsicht in 
die  ihr  Wiedererwägungsgesuch betreffenden Verfahrensakten  erhal-
ten  haben,  wäre  auch  insofern  –  indem  dies  einer  Verletzung  des 
rechtlichen  Gehörs  gleichkommt  –  ein  eigenständiger  Grund  für  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung gegeben. Nachdem die Ver-
fügung des BFM vom 11. März 2008 aus den in E. 4 zuvor genannten 
anderweitigen  Gründen  teilweise  aufgehoben  wird,  erübrigt  es  sich 
freilich, auf diesen Gesichtspunkt näher einzugehen. Indessen ist das 
Bundesamt anzuweisen, den Beschwerdeführern vollumfängliche Ein-
sicht  in  die  Verfahrensakten betreffend das Wiedererwägungsgesuch 
zu erteilen. 

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 
(Art. 63 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). 

6.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG kann der obsie-
genden Partei  von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädi-
gung für  die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig ho-
hen Kosten zugesprochen werden (vgl. für die Grundsätze der Bemes-
sung  der  Parteientschädigung  ausserdem  Art. 7  ff.  des  Reglements 
vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Gestützt  auf 
die  in  Betracht  zu  ziehenden  Bemessungsfaktoren (Art. 9-13  VGKE) 
und den mit der Beschwerdeschrift geltend gemachten, als angemes-
sen erscheinenden zeitlichen Aufwand der Rechtsvertretung sind den 
Beschwerdeführern  Fr. 300.--  (inkl.  Auslagen  und  MwSt)  zuzuspre-
chen. Dieser Betrag ist den Beschwerdeführern durch das BFM zu ent-
richten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Dispositivziffern 1 und 9 
der Verfügung des BFM vom 11. März 2008 werden aufgehoben.

2.
Die Akten werden dem BFM zur erneuten Beurteilung der Sache im 
Sinne der Erwägungen überwiesen.

3.
Das BFM wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführern  vollumfängliche 
Einsicht in die Akten des Wiedererwägungsverfahrens zu erteilen. 

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.
Den Beschwerdeführern wird eine Parteientschädigung von Fr. 300.-- 
zugesprochen, die ihnen durch das BFM zu entrichten ist.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (eingeschrieben; Beila-
ge: Verfügung des BFM vom 11. März 2008 im Original) 

- das BFM, mit den Akten, Ref.-Nr. N _______ (in Kopie)
- das Amt für Migration des Kantons X._______, Ref.-Nr. _______ (in 

Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Martin Scheyli

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