# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 163aa577-84f9-56df-9d23-c6acc48d8b96
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.06.2017 F-3208/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3208-2017_2017-06-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3208/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u n i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

alias B._______, geboren am (…), 

Türkei, 

vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, 

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 29. Mai 2017 / N (…). 

 

 

 

F-3208/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 

20. April 2017 verliess und am 30. April 2017 via C._______, D._______ 

und E._______ illegal in die Schweiz einreiste, wo er am 1. Mai 2017 im 

Empfangs- und Verfahrenszentrum F._______ um Asyl nachsuchte, 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer am 3. Mai 2017 zur Person be-

fragte, 

dass er dabei unter anderem geltend machte, er sei von 2011 bis 2012 in 

Italien gewesen, wo er ein Asylgesuch eingereicht habe, 

dass er nach der Ablehnung des Asylgesuchs in die Türkei zurückgekehrt 

sei, 

dass er sich im Jahr 2016 wiederum circa einen Monat in Italien aufgehal-

ten habe, bevor er in die Türkei zurückgereist sei, 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung zur 

Person gestützt auf seine Aussagen und den Eurodac-Treffer das rechtli-

che Gehör zur Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens beziehungsweise zur Wegweisung dorthin und 

zum Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 

142.31) gewährte, 

dass er diesbezüglich erklärte, er habe in Italien einen negativen Entscheid 

bekommen und könne dort kein weiteres Asylgesuch einreichen, 

dass die Vorinstanz die italienischen Behörden am 10. Mai 2017 um Über-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags 

auf internationalen Schutz zuständig ist (Neufassung), ABl. L 180/31 vom 

29.6.2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte, 

dass die italienischen Behörden dem Übernahmeersuchen der Vorinstanz 

am 24. Mai 2017 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO zustimm-

ten, 

F-3208/2017 

Seite 3 

dass das SEM mit Verfügung vom 29. Mai 2017 – eröffnet am 1. Juni 2017 

– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers vom 1. Mai 2017 nicht eintrat, die Wegweisung nach 

Italien verfügte, den Beschwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmit-

teln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kanton G._______ mit dem Vollzug 

der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die editionspflichti-

gen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte und feststellte, eine all-

fällige Beschwerde gegen die Verfügung habe keine aufschiebende Wir-

kung, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Juni 2017 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und be-

antragen liess, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzu-

treten, 

dass eventualiter von der Wegweisung abzusehen sei, 

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Telefax vom 9. Juni 2017 ge-

stützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen 

aussetzte, 

 

dass die vorinstanzlichen Akten am 9. Juni 2017 beim Bundesverwaltungs-

gericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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Seite 4 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 6 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8‒15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zen-

traleinheit Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 25. Januar 

2012 und am 11. Januar 2016 in Italien um Asyl nachgesucht hat, 

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Seite 5 

dass die italienischen Behörden am 24. Mai 2017 das Übernahmeersu-

chen des SEM vom 10. Mai 2017 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO guthiessen, 

dass es dem Beschwerdeführer – in Übereinstimmung mit dem SEM – 

nicht gelungen ist, die geltend gemachte Rückkehr in die Türkei im Jahr 

2016 und die darauffolgende Wiedereinreise in das Hoheitsgebiet der Dub-

lin-Staaten im April 2017 mit stichhaltigen Argumenten plausibel zu ma-

chen (vgl. Befragungsprotokoll vom 3. Mai 2017, A7 S. 7), 

dass in diesem Zusammenhang auch auf Beschwerdeebene lediglich gel-

tend gemacht wird, der Beschwerdeführer sei in die Türkei zurückgereist 

und danach von dort aus in die Schweiz gelangt, ohne dass die Aussage 

mit irgendwelchen Beweismitteln untermauert würde, 

dass bei dieser Sachlage nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdefüh-

rer habe sich ab Februar 2016 bis im April 2017 ausserhalb der Dublin-

Staaten aufgehalten, was unter Umständen das Erlöschen der Zuständig-

keit Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 

zur Folge gehabt hätte (vgl. Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass im Übrigen seitens der italienischen Behörden dem Übernahmeersu-

chen des SEM nicht zugestimmt worden wäre, hätten sie über Indizien da-

für verfügt, dass der Beschwerdeführer den Dublin-Raum für mindestens 

drei Monate verlassen haben könnte, 

dass somit ein Erlöschen der Zuständigkeit der italienischen Behörden ge-

mäss Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO auszuschliessen und die grundsätzliche 

Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsver-

fahrens gegeben ist, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

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dass in der Rechtsmitteleingabe insbesondere geltend gemacht wird, ge-

mäss dem Befragungsprotokoll vom 3. Mai 2017, Frage 3.02, lebe ein we-

sentlicher Teil der Familie des Beschwerdeführers in der Schweiz, nament-

lich der Vater und drei Onkel, 

dass es aufgrund der familiären Verbindungen Sinn mache, das Asylver-

fahren in der Schweiz durchzuführen, 

dass die Dublin-III-VO ein besonderes Augenmerk auf die Einheit der Fa-

milie lege und Art. 16 Dublin-III-VO die Schweiz sogar verpflichte, das Asyl-

verfahren hier durchzuführen, 

dass der Beschwerdeführer zu den Gesuchsgründen kaum befragt worden 

sei, obwohl im Ausland kein Asylverfahren pendent sei und ein wesentli-

cher Teil seiner Familie in der Schweiz lebe, 

dass darum ersucht werde, die Sache zur ordentlichen Prüfung des Ge-

suchs an das SEM zurückzuweisen, 

dass der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit, einen Antrag auf Gewäh-

rung der aufschiebenden Wirkung zu stellen, in der angefochtenen Verfü-

gung nicht hingewiesen worden sei, 

dass darin pauschal festgestellt werde, die Beschwerde habe keine auf-

schiebende Wirkung, was als Verletzung von Art. 29 BV zu erachten sei, 

dass die Ausreise nach Italien für den Beschwerdeführer sehr umständlich 

wäre, 

dass die Zustände in den Flüchtlingslagern furchtbar seien, 

dass handkehrum der Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz für 

das Land keine negativen Folgen hätte, zumal er sich stets legal verhalten 

und hier auch gleich nach der Einreise das Asylgesuch gestellt habe, 

dass daher um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde be-

ziehungsweise um Gestattung des Aufenthalts in der Schweiz bis zum Ent-

scheid ersucht werde, 

dass vorab zur formellen Rüge Stellung zu nehmen ist, das SEM habe 

Art. 29 BV verletzt, indem es in der angefochtenen Verfügung pauschal 

festgestellt habe, die Beschwerde habe keine aufschiebende Wirkung, 

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ohne den Beschwerdeführer auf die Möglichkeit hinzuweisen, einen ent-

sprechenden Antrag zu stellen, 

dass dieser Vorwurf ins Leere läuft, zumal dem Beschwerdeführer zusam-

men mit der Verfügung ein Auszug aus dem Asylgesetz ausgehändigt 

wurde, der unter anderem Art. 107a AsylG enthält, dessen Abs. 2 explizit 

darauf hinweist, dass die asylsuchende Person innerhalb der Beschwerde-

frist die Gewährung der aufschiebenden Wirkung beantragen kann, 

dass mit der Beschwerde denn auch ein entsprechender Antrag gestellt 

wurde, weshalb nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer dies-

bezüglich ein Nachteil erwachsen sein sollte, 

dass weder der bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs geäusserte 

Einwand noch die auf Beschwerdeebene geltend gemachten Vorbringen 

an der Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens etwas ändern können und auch keinen Anlass zur Aus-

übung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-

III-VO, Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) begründen, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-

temische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-

III-VO aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigen-

den Behandlung im Sinne des Art. 4 der Charta der Grundrechte der Euro-

päischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000) mit sich bringen, 

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

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Seite 8 

dass diese Ansicht durch den Europäischen Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) bestätigt wird, indem dieser in seiner bisherigen Rechtspre-

chung festhält, dass in Italien kein systematischer Mangel an Unterstüt-

zung und Einrichtungen für Asylsuchende bestehe, obwohl die allgemeine 

Situation und insbesondere die Lebensumstände von Asylsuchenden, an-

erkannten Flüchtlingen und Personen mit einem subsidiären Schutzstatus 

in Italien gewisse Mängel aufweisen würden (vgl. EGMR: Entscheidung 

Mohammed Hussein und andere vs. Niederlande und Italien [Beschwerde 

Nr. 27725/10] vom 2. April 2013, § 78), 

dass der Beschwerdeführer angesichts dessen aus seinem Einwand, die 

Zustände in den italienischen Flüchtlingslagern seien furchtbar, nichts für 

sich abzuleiten vermag, 

dass er kein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, die italieni-

schen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen und seinen Antrag 

auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der Verfahrens-

richtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missach-

ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben 

oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist 

oder in dem er Gefahr laufen würden, zur Ausreise in ein solches Land 

gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die ihn bei einer 

Rückführung erwartenden Bedingungen in Italien seien derart schlecht, 

dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könn-

ten, 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Italien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingun-

gen vorenthalten, 

dass es ihm bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung offen-

steht, sich an die zuständigen italienischen Behörden zu wenden und die 

ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einzufor-

dern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unter-

bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und 

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sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsorgani-

sationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Rückkehr nach Italien wegen der dortigen 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass er die Möglichkeit hat, sich bei allfälligen Schwierigkeiten an die dafür 

zuständigen Behörden beziehungsweise karitativen Organisationen zu 

wenden, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person seinen 

Vater und drei Onkel als Bezugspersonen in der Schweiz angab (vgl. A7 

S. 5 Ziff. 3.02), 

dass er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, zumal diese Per-

sonen nicht als Familienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-

VO gelten, 

dass vorliegend auch kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne 

von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO (wegen Schwangerschaft, eines neugebo-

renen Kindes, schwerer Krankheit, ernsthafter Behinderung oder hohen Al-

ters) belegt ist, 

dass damit – entgegen anderslautender Auffassung – eine Anwendung die-

ser Bestimmung ausser Betracht fällt, 

dass im Übrigen davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer hätte die 

genannten Personen bereits im Rahmen des rechtlichen Gehörs erwähnt, 

hätte er deren Anwesenheit in der Schweiz als Hindernis für seine Weg-

weisung nach Italien erachtet, 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

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aus seinem Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz nichts für sich 

abzuleiten vermag, 

dass das in der Beschwerde erwähnte legale Verhalten des Beschwerde-

führers zu keiner anderen Einschätzung führen kann, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder 

Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Über-

stellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 

142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvoll-

zugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides 

gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.), 

dass angesichts der Umstände eine Rückweisung der Sache an das SEM 

zwecks Prüfung des Asylgesuchs ausser Betracht fällt, 

dass es dem Beschwerdeführer offensteht, seine Asylvorbringen bei den 

für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständigen 

italienischen Behörden geltend zu machen, 

dass die angefochtene Verfügung aufgrund der vorstehenden Erwägungen 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache 

abgeschlossen ist, weshalb das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung beziehungsweise um Gestattung des Aufenthalts in der Schweiz 

bis zum Entscheid gegenstandslos geworden ist, 

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Seite 11 

dass der am 9. Juni 2017 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vorliegen-

den Urteil dahinfällt, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

Versand: