# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62d676d9-ed6f-5a7e-9cb4-d495082cdfb3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.10.2025 VR2 2025 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR2-2025-11_2025-10-14.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 14. Oktober 2025
mitgeteilt am 23. Oktober 2025

Referenz VR2 25 11

Instanz Zweite verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Righetti, Vorsitz
Helbling, Aktuar ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Tourismusförderungsabgabe

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Sachverhalt

A. Die A.________ ist eine Gesellschaft mit Geschäftssitz an der C.________ 
in der B.________. Die Gesellschaft ist im Bereich der Fotografie und der 
Bildarchivierung tätig.

B. Am 20. September 2024 stellte die A.________ ein Gesuch um Befreiung 
von der Tourismusförderungsabgabe (TFA) an den Gemeindevorstand 
D.________. Sie begründete ihr Gesuch damit, dass sie keine Produkte verkaufe 
oder mit diesen handle. Weiter betreibe die Gesellschaft weder einen 
Verkaufsstandort noch ein Atelier am Geschäftssitz in E.________. Der Umsatz 
würde praktisch ausschliesslich mit «B2B-Kunden» (Geschäftskunden) ausserhalb 
des Kantons erzielt werden. Im Zusammenhang mit der touristischen Abhängigkeit 
betrage der Umsatz die Gesellschaft in den vergangenen Jahren exakt CHF 0.00.

C. Mit Entscheid vom 15. Oktober 2024 lehnte der Gemeindevorstand das 
Gesuch ab. Im Wesentlichen führte er hierzu aus, dass der TFA jede 
unternehmerische bzw. freiberufliche Tätigkeit in der Gemeinde unterliege, 
unabhängig davon, wo der Umsatz erzielt werde. Alle juristischen und selbständig 
erwerbenden natürlichen Personen mit steuerrechtlichem Wohnsitz in der 
B.________ seien von Gesetzes wegen verpflichtet, TFA zu bezahlen. Im Sinne der 
Rechtsgleichheit müsse daher von einer Befreiung abgesehen werden.

D. Dagegen erhob die A.________ am 12. November 2024 Beschwerde beim 
damaligen Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (heute: Obergericht des 
Kantons Graubünden), mit dem Begehren, der angefochtene Entscheid vom 15. 
Oktober 2024 sei aufzuheben und die A.________ von der TFA zu befreien.

E. Mit Urteil vom 29. November 2024 stellte das damalige Verwaltungsgericht 
die Nichtigkeit des angefochtenen Entscheids vom 15. Oktober 2024 aufgrund der 
fehlenden sachlichen und funktionellen Zuständigkeit fest. Das Verfahren wurde in 
der Folge an die B.________ zurückgewiesen, damit die zuständige Behörde über 
die Einsprache der A.________ entscheiden könne.

F. Die B.________ (F.________) erliess am 3. Februar 2025 den neuen 
Einspracheentscheid. Darin lehnte sie das Gesuch auf Befreiung der TFA der 
A.________ ab. Sinngemäss brachte die F.________ vor, die Ausnahmeregelung 
der TFA setze unter anderem voraus, dass der Betrieb in abstrakter Weise vom 
touristischen Angebot der Gemeinde profitiere. Allgemeine und pauschale Hinweise 
und Rügen auf ein fehlendes Angebot von touristischen Dienstleistungen bzw. ein 
fehlender Umsatz genügten nicht, um eine Befreiung von der Abgabepflicht zu 

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begründen. Es entspräche dem Sinn des Gesetzes, die betreffenden 
Aufwendungen denjenigen Personen anzulasten, welche daraus einen, auch nur 
abstrakten, Nutzen ziehen. Zusammenfassend unterläge die Gesuchstellerin 
sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht der TFA.

G. Dagegen erhob die A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 28. 
Februar 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden mit den 
Begehren, kostenanfällige Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 
Befreiung von der erhobenen TFA. Im Wesentlichen führte die Beschwerdeführerin 
aus, die B.________ verstosse gegen übergeordnetes Recht und gebe falsche 
Tatsachenbehauptungen in ihrem Entscheid vom 3. Februar 2025 an. Formell 
macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr rechtliches Gehör sei verletzt worden, 
da ihr nach dem Urteil vom 29. November 2024 keine erneute Anhörung zum 
Gesuch um Befreiung von der TFA gewährt worden sei bzw. die Gemeinde nicht 
auf die Gesprächsangebote eingegangen sei. Die Beschwerdeführerin rügt ferner, 
die Gemeinde anerkenne in ihrem Entscheid nicht an, dass ihre touristische 
Abhängigkeit nicht mehr gegeben sei. Die Gesellschaft sei seit ihrer Gründung nie 
mit einem Auftrag "von einem Unternehmen mit direktem touristischen Nutzen auf 
dem Gemeindegebiet beauftragt" gewesen. Die Firma generiere seit 2019 keinen 
Umsatz mehr auf dem Gemeindegebiet und profitiere so nicht mehr vom Tourismus. 
Ausserdem sei die Rechtsprechung, welche die Gemeinde in ihrer Argumentation 
aufführt, nicht zulässig, da sich diese auf Kur- und Gästetaxen in Bezug auf 
Immobilien beziehe. Da die Gesellschaft mit Dienstleistungen handle, sei die 
Begründung der Steuerpflicht, welche auf den abstrakten Nutzen verweise, in 
diesem Fall nicht angebracht. Zudem könne man nicht gleichzeitig die Gesellschaft 
und deren Eigentümer, welche beide ihren Wohnsitz in der B.________ hätten, 
doppelt besteuern. Weiter verweist die Beschwerdeführerin auf die Beweislast, 
welche die Gemeinde bei der Erhebung einer Kostenanlastungssteuer tragen 
würde. Eine allfällige Abgrenzung müsse nach haltbaren Kriterien erfolgen. Die 
Gemeinde müsse darlegen, welche Kosten anfallen würden, die wiederum den 
Verursachern tatsächlich angelastet werden könnten. Insgesamt verstosse die 
Gemeinde gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Es seien der Beschwerdeführerin 
keine Aufwendungen seitens der Gemeinde bekannt, welche ihr oder einem 
anderen Berufsfotografen zufallen würden. Danach erläutert die 
Beschwerdeführerin noch verschiedene Beispiele, in der die Gemeinde falsche 
Tatsachenbehauptungen in Bezug auf das Online-Bildarchiv tätige. 

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H. Die B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 
Vernehmlassung vom 8. Mai 2025 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
eingetreten werden könne. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 
der Beschwerdeführerin. In formeller Hinsicht wird bestritten, das rechtliche Gehör 
der Beschwerdeführerin nicht gewährt zu haben. Dies, weil diese im Rahmen ihres 
ursprünglichen Gesuches um Befreiung der TFA vom 20. September 2024 bereits 
die Möglichkeit gehabt hätte, ihr Gesuch zu begründen. Auch in der 
Beschwerdeschrift vom 12. November 2024 hätte sie wiederrum Gelegenheit 
gehabt, auf die Begründung der Beschwerdegegnerin einzugehen. Es sei klar 
erstellt, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Online-Bildarchiv "in nicht 
unerheblichem Masse mit Fotografien vom Gemeindegebiet" handle. Angesichts 
der subjektiven Steuerpflicht der TFA handle es sich hierbei um eine 
Kostenanlastungssteuer, welche bedingen würde, dass die betreffenden 
Aufwendungen dem abgabepflichtigen Personenkreis eher anzulasten sind als der 
Allgemeinheit. Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nur 
Dienstleistungen erbringe, ändere nichts an der Erhebung und der Ausgestaltung 
der TFA als Kostenanlastungssteuer. Entscheidend sei letztlich einzig die 
Möglichkeit des abstrakten Profits vom Tourismus in der Gemeinde. Die 
Beschwerdeführerin würde dahingehend vom touristischem Angebot zumindest 
theoretisch profitieren. Bezüglich dem Rechtsgleichheitsgebot läge es in der Natur 
der Sache, dass die Gemeinde nur Personen mit Sitz oder Betriebssitz im 
Gemeindegebiet besteuern kann. Auch die Rüge zur Wirtschaftsfreiheit wird 
verneint, da nicht ersichtlich sei, inwiefern diese verletzt sei. Zudem sei auch der 
Vorwurf der "doppelten Besteuerung" nicht verständlich, da das 
Doppelbesteuerungsverbot auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar sei. 
Schliesslich weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die gesetzliche 
Zweckbindung der TFA durch die Gemeinde gewährt wurde.

I. In ihrer Replik vom 28. Juli 2025 hält die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen fest. Im Wesentlichen vertieft sie ihre Standpunkte weiter.

J. Die Beschwerdeführerin reichte am 12. September 2025 eine Ergänzung 
ihrer Replik ein.

K. Am 16. September 2025 duplizierte die Beschwerdegegnerin bei 
unveränderten Rechtsbegehren.

L. Am 22. September 2025 reichte die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden 
Replik vom 12. September 2025 eine weitere Eingabe ein und verzichtete ihrerseits 
auf eine Stellungnahme.

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M. Am 26. September 2025 machte die Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Triplik darauf aufmerksam, dass es sich bei der "touristischen Gesamtrechnung" nur 
um einen Budget Plan handle, welcher keine detaillierte Offenlegung der 
Mittelverwendung durch die Gemeinde aufzeige. Es werden zusätzlich noch 
bisherige Standpunkte vertieft.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und den 
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
eingegangen.

Erwägungen

1.1. Für die Beurteilung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 
3. Februar 2025 der Beschwerdegegnerin ist das Obergericht des Kantons 
Graubünden örtlich und sachlich zuständig (vgl. Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG [BR 
370.100] und Art. 29 Abs. 2 GKStG [BR 720.200]). Beim angefochtenen 
Einspracheentscheid handelt es sich um ein taugliches Anfechtungsobjekt im Sinne 
der oben genannten Normen. Als materielle und formelle Adressatin des 
angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin berührt und weist ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 50 VRG). 
Zudem ist die Beschwerde form- und fristgerecht erfolgt (vgl. Art. 38 und Art. 52 
VRG), weshalb das streitberufene Gericht darauf eintritt.

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert von CHF 10'000.00 nicht 
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der Streitwert 
unstreitig unter dem erwähnten Betrag liegt und die Angelegenheit auch nicht in 
Fünferbesetzung zu entscheiden ist, ist die Zuständigkeit des Einzelrichters 
vorliegend gegeben.

1.3. Die Beschwerdeführerin beantragt erst mit der Replik vom 28. Juli 2025 
sinngemäss die Feststellung des Umstandes, dass für die Erhebung der 
Tourismusförderungsabgabe allein eine wirtschaftliche Tätigkeit auf dem 
Gemeindegebiet, namentlich der Umsatz eines Betriebs, massgebend sei. Zudem 
macht sie geltend, ihre Gesellschaft profitiere nicht vom örtlichen Tourismus. Es ist 
darauf hinzuweisen, dass sich diese Feststellungsbegehren – selbst wenn diese 
neuen Rechtsbegehren nicht als verspätet zu erachten wären – im Verhältnis zu 
Leistungs- oder Gestaltungsbegehren als subsidiär erweisen würde, weshalb auf 
diese nicht eingetreten werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_4/2022 

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vom 4. Mai 2022 E. 1.3.2, 9C_383/2020 vom 22. März 2021 E. 1 und 9C_235/2018 
vom 2. Juli 2018 E. 1). 

2.1. Zunächst ist auf die Rüge formeller Natur betreffend die Verletzung des 
rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV einzugehen. Der durch Art. 29 Abs. 2 
BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der 
Sachaufklärung und garantiert andererseits ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren, soweit dies Einfluss auf ihre 
Rechtsstellung haben kann. Die Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig 
geschütztes Individualrecht und hat den Charakter eines selbständigen 
Grundrechtes (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., 
Zürich 2020, Rz. 1003). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, 
mithin führt eine Verletzung des Gehörsanspruchs, ungeachtet der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, grundsätzlich zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Zu diesem Anspruch gehört zwar das 
Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheides zur Sache zu äussern sowie das Recht auf Abnahme der rechtzeitig 
und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel (BGE 127 I 54 E. 2b). 
Indessen räumt Art. 29 Abs. 2 BV keinen Anspruch auf eine mündliche Anhörung 
ein, sodass die schriftliche Stellungnahme grundsätzlich dem Anspruch auf 
rechtliches Gehör genügt (BGE 130 II 425 E. 2.1). 

2.2. Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich nach dem Gesagten als 
unbegründet. Zwar garantiert Art. 29 Abs. 2 BV das Recht der Parteien, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern 
sowie die Abnahme rechtzeitig und formrichtig angebotener, rechtserheblicher 
Beweismittel zu verlangen. Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin jedoch sowohl 
im Rahmen ihres ursprünglichen Gesuchs bei der Gemeinde als auch im ersten 
Verfahren vor Verwaltungsgericht bereits Gelegenheit, ihre Argumente und 
Begründungen ausführlich vorzubringen. Auch im laufenden Beschwerdeverfahren 
konnte sie ihre Rügen erneut darlegen. Ein Anspruch auf eine zusätzliche 
mündliche Anhörung besteht demgegenüber nicht, da eine schriftliche 
Stellungnahme genügt, um den Anspruch auf rechtliches Gehör zu wahren. Selbst 
wenn man von einer Verletzung des Anspruchs auf das rechtlichen Gehörs 
ausgehen würde, wäre eine solche im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens als geheilt zu betrachten (sh. dazu BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 
Urteil des Bundesgerichts 2C_1033/2020 vom 9. Dezember 2021 E. 3.4).

3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die 
Einsprache der Beschwerdeführerin betreffend die Befreiung der 

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Tourismusförderungsabgabe (TFA) zu Recht abgewiesen hat. Dabei ist strittig, ob 
die TFA bei der Beschwerdeführerin zu Recht erhoben wurde und ob die 
Bestimmung von Art. 20 Abs. 2 des Gesetzes über die Beherbergungs- und 
Tourismusförderungsabgabe der B.________ (Tourismusgesetz, TG) greift. Die 
meisten Argumente der Beschwerdeführerin zielen allerdings auf die materielle 
Prüfung der Rechtmässigkeit hinsichtlich der Erhebung der TFA und nicht auf deren 
Befreiung hin. Obschon diese Rügen im Rahmen des ordentlichen 
Veranlagungsverfahrens und nicht im Verfahren betreffend die Befreiung der TFA 
hätten vorgebracht werden müssen, geht man aus prozessökonomischen Gründen 
nachfolgend auf diese ein.

3.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bedürfen öffentliche 
Abgaben, abgesehen von Kanzleigebühren, einer Grundlage in einem formellen 
Gesetz. Gemäss Art. 23 Abs. 1 GKStG kann eine Gemeinde TFA erheben. Die TFA 
wird von natürlichen und juristischen Personen erhoben, die auf dem 
Gemeindegebiet tätig sind und vom Tourismus profitieren (Art. 23 Abs. 2 GKStG). 
Mit Art. 23 GKStG besteht ein formelles Gesetz, welches die Grundzüge der TFA 
festhält. Die konkrete Ausgestaltung der TFA überlässt das kantonale Recht den 
Gemeinden (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat zum Erlass eines 
kantonalen Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern, Heft Nr. 3/2006-
2007, S. 230). Dabei kommt den Gemeinden bei der Festlegung der 
Tourismusförderungsabgabe grundsätzlich ein weiter Ermessensspielraum zu, da 
sie die Gegensätze bzw. die richtige Balance zwischen einer nachhaltigen 
Wirtschaftsförderung einerseits sowie der Vermeidung abschreckend wirkender 
Steuerlasten anderseits für das ortsansässige Gewerbe bzw. für die vom Tourismus 
ganz besonders profitierenden Transport-, Beherbergungs- und 
Dienstleistungsbetriebe insgesamt selbst am besten kennen und die Gemeinden für 
das Gelingen ihrer Massnahmen letztlich auch die volle Verantwortung gegenüber 
den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern und Steuerzahlenden tragen (vgl. Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden A 01 102 vom 22. Januar 2002 
E. 2a). 

3.2. TFA sind Zwangsabgaben, die lediglich einer bestimmten Gruppe von 
Pflichtigen auferlegt werden, weil diese Personen zu bestimmten, im 
Zusammenhang mit dem Tourismus stehenden Aufwendungen des 
Gemeinwesens, eine nähere Beziehung aufweisen als die Gesamtheit der 
Steuerpflichtigen (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden A 16 2 
vom 16. Februar 2016 E. 3). Die TFA wird zwecks Förderung des Tourismus 
eingezogen und ist gegenstandslos geschuldet. Sie wird als 

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Kostenanlastungssteuer eingestuft (vgl. BGE 124 I 289 E. 3b; Urteil des 
Bundesgerichts 2P.14/2006 vom 26. Mai 2006 E. 2.2; PVG 2003 Nr. 32 E. 5a; 
MARANTELLI, Grundprobleme des schweizerischen Tourismusabgaberechts, Bern 
1991, S. 25). Unter diesen Begriff fallen Sondersteuern, die darum einer bestimmten 
Gruppe von Pflichtigen auferlegt werden, weil diese Personen zu bestimmten 
Aufwendungen des Gemeinwesens eine nähere Beziehung haben als die 
Gesamtheit der Steuerpflichtigen. Voraussetzung für die Zulässigkeit einer 
derartigen Sondersteuer ist, dass sachlich haltbare Gründe bestehen, die 
betreffenden staatlichen Aufwendungen der erfassten Personengruppe anzulasten 
(BGE 124 I 289 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 2P.14/2006 vom 26. Mai 2006 
E. 2.2). Andernfalls verletzt die Abgabe das in Art. 8 Abs. 1 BV enthaltene 
Gleichheitsgebot (vgl. BGE 128 I 155 E. 2.2). Die Kostenanlastungssteuer stellt, da 
sie voraussetzungslos, d.h. unabhängig vom konkreten Nutzen oder vom konkreten 
Verursacheranteil des Pflichtigen erhoben wird, eine Steuer dar. Sie steht nach dem 
Gesagten aber in einem Spannungsverhältnis zum Grundsatz der Allgemeinheit der 
Besteuerung (BGE 124 I 289 E. 3b; vgl. Art. 127 Abs. 2 BV und Art. 95 Abs. 1 KV 
GR). Entscheidend ist nicht die tatsächliche Inanspruchnahme des Angebots, 
sondern die theoretische Möglichkeit dazu. In Frage steht dabei nicht ein konkreter 
Leistungsaustausch; massgebend ist vielmehr der Umstand, dass die betreffenden 
Steuerpflichtigen von den fraglichen Aufwendungen des Gemeinwesens generell 
stärker profitieren als andere ("abstrakte Nutzennähe") bzw. dass sie als 
hauptsächliche Verursacher derselben erscheinen ("abstrakte Kostennähe"; vgl. 
zum Beispiel Urteil des Bundesgerichts 2C_1049/2017 vom 15. April 2019 E. 4.1 
m.w.H.). 

3.3. Von einer Kostenanlastungssteuer kann nur gesprochen werden, soweit die 
Tourismusförderungsabgabe nicht als (allgemeine) Aufenthaltssteuer ausgestaltet 
ist. Um dies auszuschliessen, verlangt die bundesgerichtliche Praxis, dass die auf 
einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage beruhende TFA ausschliesslich dem 
Zweck des Betriebes dient (Kriterium der Zwecksetzung der Abgabe) und es sich 
zudem bei ihr um eine Steuer von geringer Höhe handelt, die mithin nicht in der 
Grössenordnung derjenigen Steuern liegt, welche die steuerpflichtige Person bei 
Wohnsitz am betreffenden Ort von ihrem Erwerbseinkommen und vom beweglichen 
Vermögen zu bezahlen hätte (Urteil des Bundesgerichts 2C_794/2015 vom 
22. Februar 2016 E. 3.3.3). Die Erträge müssen dabei gemäss Art. 23 Abs. 1 TG im 
Interesse der steuerpflichtigen Personen verwendet werden. Übersteigen die 
Einnahmen aus der Kostenanlastungssteuer den Aufwand für die touristische 
Infrastruktur, ist die Erhebung der TFA im Umfang des ausgewiesenen 
Überschusses verfassungswidrig (Kostenanlastungszweck). Hingegen finden das 

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Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip keine Anwendung (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_951/2010 vom 5. Juli 2011 E. 2.1). Zu einer (allgemeinen) 
Aufenthaltssteuer wird die TFA erst dann, wenn ihr Ertrag zur Finanzierung 
allgemeiner Gemeindeaufgaben verwendet wird, deren Kosten üblicherweise aus 
dem Ertrag der ordentlichen Steuern bestritten werden (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 4.2.5; BGE 90 I 86 E. 4; so 
schon BGE 67 I 200 E. 3). Aus der verfassungsrechtlichen vorgeschriebenen 
Zweckbindung ergibt sich für das abgabeerhebende Gemeinwesen die Pflicht, über 
die Verwendung der Erträge der erhobenen Abgabe Rechenschaft abzulegen (BGE 
122 I 305 E. 6c/aa). Die Form der Rechenschaftsablage ist verfassungsrechtlich 
nicht vorgeschrieben. Nach den allgemeinen Anforderungen an eine 
ordnungsgemässe Rechnungslegung ist jedoch darauf zu achten, dass die 
relevanten Informationen klar und verständlich dargelegt werden (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_1051/2017, 2C_1052/2017 vom 15. April 2019 E. 5.3).

3.4. Als Schranke der kantonalen Steuerhoheit wirkt insbesondere das – als 
verfassungsmässiges Recht ausgestaltete – Doppelbesteuerungsverbot (vgl. Art. 
127 Abs. 3 BV). Ein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen 
Doppelbesteuerung im Sinne von Art. 127 Abs. 3 BV und Art. 95 Abs. 1 KV GR liegt 
vor, wenn ein Steuersubjekt von zwei oder mehreren Kantonen (Steuerhoheiten) für 
das gleiche Steuerobjekt und dieselbe Steuerperiode zur Besteuerung 
herangezogen wird (aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn ein Kanton in 
Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuerhoheit überschreitet und 
eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle 
Doppelbesteuerung) (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden VR2 
24 33 vom 25. August 2025 E. 4.1). 

4.1. Die von der Beschwerdegegnerin erhobene TFA ist nach dem vorstehend 
Gesagten in Übereinstimmung mit der Lehre und Rechtsprechung als 
Kostenanlastungssteuer zu qualifizieren. Die gesetzliche Grundlage findet sich im 
Gesetz über die Beherbergungs- und Tourismusförderungsabgabe der B.________ 
(Tourismusgesetz [TG]), welches von der Gemeindeversammlung am _____ 
angenommen wurde und per _____ in Kraft getreten ist. Die formell-gesetzlichen 
Vorgaben nach Art. 23 GKStG sind damit erfüllt. Gemäss Art. 19 Abs. 1 TG 
unterliegt der TFA jede unternehmerische bzw. freiberufliche Tätigkeit in der 
B.________. Subjekte der TFA sind nach Art. 18 TG alle in der Gemeinde 
ansässigen Betriebe, ungeachtet ihrer Rechtsform. Dazu gehören gemäss Art. 18 
lit. c TG u.a. Produktions-, Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe aller 
Art. Diesbezüglich werden laut Art. 17 Abs. 2 der Ausführungsbestimmungen zum 

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Gesetz über die Beherbergungs- und Tourismusförderungsabgabe der B.________ 
(Ausführungsbestimmungen Tourismusgesetz [ABTG]) auch Fotografen erfasst. 
Insofern ist die Beschwerdeführerin als juristische Person, welche Dienstleistungen 
im Bereich der Fotografie anbietet, grundsätzlich als abgabepflichtige Person der 
TFA zu betrachten. 

4.2. Im vorliegenden Fall ergibt sich ausserdem aus Art. 23 Abs. 3 GKStG sowie 
Art. 23 Abs. 1 TG, dass die Einnahmen aus der TFA ausschliesslich für die 
Tourismusförderung und touristische Veranstaltungen bestimmt sind. Aus der 
Erfolgsrechnung aus dem Jahr 2024 der B.________ geht hervor (vgl. act. C.3, 
Jahresrechnung der B.________, 2024, unter https://www.G.________.pdf 
[besucht am 7. Oktober 2025]), dass die TFA-Einnahmen in Höhe von CHF 
123'724.55 (Nr. Z.________) im Jahr 2024 den Ausgaben für Tourismus 
Gemeindebetrieb (Nr. Z._____) gegenüberstehen. Es werden demnach keine 
ordentlichen Gemeindeaufgaben damit finanziert. Die Form der 
Rechenschaftsablage ist sodann sachgerecht dargelegt, wobei die Einhaltung von 
Art. 23 Abs. 5 GKStG vorliegend gewährleistet ist. Hinsichtlich der Abgabehöhe ist 
festzuhalten, dass gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin die 
Gesamtabgabe im Zeitraum 2019 – 2025 ca. CHF 880.00 betragen habe (vgl. act. 
A.3). Die TFA setzt sich aus einer Grundtaxe und einer variablen Komponente 
zusammen. Gemäss Art. 21 Abs 1 TG beträgt die Grundtaxe zwischen CHF 200.00 
und CHF 400.00 pro Jahr (für Fotografen i.S.v. Art. 21 Abs. 2 lit. c TG i.V.m. Art. 17 
Abs. 1 ABTG CHF 200.00). Dieser Betrag ist immer nur einmal geschuldet. Dazu 
kommt noch der variable Teil gemäss Art. 17 Abs. 2 und 3 ABTG (Für Fotografen 
Branchensumme 3 = 1.2 Promille der AHV-Lohnsumme). Damit bleibt die Abgabe 
in einem klar untergeordneten Verhältnis zu ordentlichen Steuern, wie der 
Einkommens- oder Gewinnbesteuerung. Es liegt damit eine Steuer von geringer 
Höhe im Sinne der bundesgerichtlichen Vorgaben vor (vgl. dazu Urteil des 
Bundesgerichts 2C_1033/2020 vom 9. Dezember 2021 E. 5.2). Eine verfassungs- 
bzw. rechtswidrige Zweckbindung liegt in casu folglich nicht vor. Die vorliegende 
TFA ist somit nicht zu beanstanden. 

4.3. Die Beschwerdeführerin führt an, gemäss den einschlägigen Bestimmungen 
– u.a. Art. 23 Abs. 2 GKStG – werde nicht verlangt, dass ein Subjekt der 
Tourismusförderungsabgabe in "abstrakter Weise vom touristischen Angebot der 
Gemeinde profitieren müsse" (vgl. act. A.1). Die Beschwerdeführerin argumentiert 
hauptsächlich damit, dass sie seit 2019 keinen Umsatz mehr auf dem 
Gemeindegebiet erwirtschafte. Daher bestehe auch keine touristische 
Abhängigkeit. Sie biete ausserdem nur Dienstleistungen an und besitze keine 

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Immobilien bzw. handle nicht mit solchen. Die Beschwerdeführerin macht mehrmals 
geltend, die zitierte Rechtsprechung der Vorinstanz beziehe sich auf Kur- und 
Gästetaxen und sei somit nicht auf den vorliegenden Sachverhalt und der daraus 
resultierenden Argumentation anwendbar, da im konkreten Fall eine TFA 
Gegenstand des streitigen Verfahrens sei. Diese Argumente vermögen nicht zu 
überzeugen, so sind doch nach Art. 18 lit. c TG auch Dienstleistungsbetriebe 
ausdrücklich als Abgabesubjekte vorgesehen. Ausserdem werden – wie in E. 4.1 
erläutert – Fotografen nach Art. 17 Abs. 2 ABTG explizit genannt. Da die TFA – wie 
auch die Kur- und Gästetaxe als Kostenanlastungssteuer qualifiziert wird, findet 
insofern auch die dazugehörige bundesgerichtliche Rechtsprechung darauf 
Anwendung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 
E. 3.2.2, 2C_951/2010 vom 5. Juli 2011 E. 2.1). Dahingehend ist die Vorinstanz zu 
schützen, wenn sie diese Rechtsprechung heranzieht. In diesem Zusammenhang 
ist ein Umsatz auf Gemeindegebiet nach der gesetzlichen Konzeption und der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht Voraussetzung für die Abgabepflicht. 
Für die Unterstellung unter die TFA ist demnach nicht entscheidend, ob tatsächlich 
ein konkreter wirtschaftlicher Nutzen oder Umsatz erzielt wird, sondern ob die 
betreffende Tätigkeit ihrer Art nach typischerweise dem Tourismus zuzurechnen ist 
oder potenziell von diesem profitieren kann (Urteil des Bundesgerichts 
2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.2.2 f.). Dass die Beschwerdeführerin die 
touristische Infrastruktur des Gemeindegebiets angeblich nicht nutzen oder keine 
Fotografien oder ähnliche Handelsprodukte vertreiben würde, ist hierbei 
unbehilflich. Es genügt, dass die Beschwerdeführerin diese Infrastruktur benutzen 
könnte (vgl. BGE 101 la 437 E. 3a). Es genügt somit die abstrakte Möglichkeit, dass 
die Leistungen der Beschwerdeführerin auf touristischem Kapital aufbauen. Selbst 
wenn die Gesellschaft in den letzten Jahren keine direkten Aufträge mit 
touristischem Bezug generiert hätte, bliebe nach wie vor zumindest die abstrakte 
Möglichkeit bestehen, dass ihre Tätigkeit – namentlich das Fotografieren von 
Landschaften und örtlichen Gegebenheiten – vom touristischen Charakter der 
Region profitiert. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es würden seitens 
der Gemeinde keine Aufwendungen erbracht, die für Berufsfotografen auf dem 
Gemeindegebiet bestimmt seien, ist ihr entgegenzuhalten, dass die als TFA 
konzipierte Kostenanalastungssteuer unabhängig von einem individualisierten 
Leistungsaustausch (Sondervorteil) erhoben wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.2.1). 

4.4. Die Beschwerdeführerin rügt ferner eine Verletzung des Gebots der 
rechtsgleichen Behandlung. Sie macht geltend, die Gemeinde verletze das 
Gleichheitsgebot, da die TFA nur von ortsansässigen Fotografen erhoben werde, 

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nicht aber von auswärtigen Berufskollegen, die ebenfalls Bilder des 
Gemeindegebiets erstellen und verwerten würden. Dieser Grundsatz ist verletzt, 
wenn ein Erlass hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche 
Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden 
Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn er Unterscheidungen unterlässt, die 
sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. Die Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn 
Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach 
Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird (BGE 134 I 23 E. 9.1). Die 
TFA ist gemäss Art. 18 TG auf alle in der B.________ ansässigen Betriebe 
anwendbar, unabhängig von ihrer konkreten wirtschaftlichen Tätigkeit. Für 
auswärtige Fotografen besteht keine Abgabepflicht, weil diese keinen Geschäftssitz 
bzw. keine unternehmerische Tätigkeit in der Gemeinde entfalten. Die 
unterschiedliche Behandlung ortsansässiger und auswärtiger Betriebe knüpft damit 
an einen sachlichen Grund an und zwar an die territoriale Steuerhoheit der 
Gemeinde. Sie darf Abgaben nur bei jenen erheben, die sich in ihrem Gebiet 
unternehmerisch niederlassen. Dass auswärtige Berufsfotografen allenfalls auch 
Bilder des Gemeindegebiets vertreiben, führt nicht zur Rechtsungleichheit, weil 
diese nicht in den Geltungsbereich des kommunalen Tourismusgesetzes fallen bzw. 
fallen müssen.

4.5. Die Beschwerdeführerin bringt ferner vor, sie werde auf unzulässige Weise 
doppelt steuerlich belastet, weil sie einerseits als Privatperson (Wohnsitz in 
D.________) und andererseits als juristische Person (Firma mit Geschäftssitz in 
D.________) zur Leistung der TFA verpflichtet werde. Vorliegend werden die 
Steueridentitäten indessen nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin wird als 
Privatperson mit einer Vermögens- und Einkommenssteuer belastet, während die 
strittige TFA, welche unabhängig von einem individualisierten Leistungsaustausch 
(Sondervorteil) erhoben wird, an ihre Stellung als juristische Person mit 
unternehmerischer Tätigkeit anknüpft und die Tourismuskosten decken soll. Es 
mangelt offensichtlich bereits hier an den Steueridentitäten. Das Bundesgericht hat 
vergleichbare Abgaben – etwa Kurtaxen – wiederholt als mit Art. 8 Abs. 1 BV 
(Rechtsgleichheit) und Art. 127 Abs. 3 BV (Doppelbesteuerungsverbot) vereinbar 
eingestuft, sofern sie auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen, 
zweckgebunden sind und nur in geringer Höhe erhoben werden (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.3.3). Diese 
Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Die Belastung des Geschäftsführers der 
Beschwerdeführerin als Privatperson einerseits und als juristische Person 
andererseits betrifft unterschiedliche Steuersubjekte und -objekte und ist sachlich 
gerechtfertigt. Auch diese Rüge erweist sich als unbegründet.

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4.6. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Erhebung der TFA stelle einen 
Eingriff sie in die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) dar, insbesondere da sie von der 
Beschwerdegegnerin als vom Tourismus profitierend betrachtet werde, ohne dass 
konkrete Nutzen für Berufsfotografen nachweisbar seien. Die Bemessung der 
Kostenanlastungssteuer muss sich nicht nach konkret nachgewiesenen Vorteilen 
richten, sondern kann in abstrakter Weise aufgrund schematisch festgelegter 
Kriterien erfolgen. Solange der Kreis der Pflichtigen und die Aufgabenwahrnehmung 
an sich haltbar erscheinen – wie vorliegend der Fall ist – stellt die Festsetzung der 
Höhe der Steuer in erster Linie einen politischen Entscheid dar, der in der 
Verantwortung der örtlichen politischen Organe steht. In deren beträchtlichen 
Gestaltungsspielraum ist lediglich mit Zurückhaltung einzugreifen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.8). Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Erhebung einer Steuer – auch einer 
Kostenanlastungssteuer – mit der Wirtschaftsfreiheit vereinbar, solange sie sich 
nicht prohibitiv auswirkt (Urteil des Bundesgerichts 2C_523/2015 vom 21. 
Dezember 2016 E. 7.1 m.w.H.). Angesichts der geringen Höhe der TFA (sh. dazu 
Erwägung 4.2) kann der prohibitive Charakter der Steuer von vornherein 
ausgeschlossen werden. Sodann bestehen keine Hinweise, dass die pauschale 
Abrechnung nicht in enger Anlehnung an den tatsächlichen Verhältnisse stehen 
würde (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_947/2019 vom 13. Februar 2020 
E. 4.4). Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss eine ungleiche Behandlung im 
Vergleich zu ausserhalb der Gemeinde tätigen Berufsfotografen rügt, ist darauf 
hinzuweisen, dass der Grundsatz der Gleichbehandlung der Gewerbegenossen 
(Art. 27 BV i.V.m. Art. 8 BV) nur bei einer direkten Konkurrenzsituation greift. Direkte 
Konkurrenten sind Angehörige derselben Branche, die sich mit demselben Angebot 
an dasselbe Publikum wenden (BGE 125 I 431 E. 4b; vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 2P_322/2004 vom 24. Juni 2005 E. 4). Fotografen mit Sitz 
ausserhalb der Gemeinde fallen nicht in den Kreis der Abgabepflichtigen nach Art. 
18 TG und richten sich nicht notwendig mit identischem Angebot an dasselbe 
Publikum. Eine Wettbewerbsverzerrung liegt nicht vor. Soweit die 
Beschwerdegegnerin argumentiert, der Betrieb der Beschwerdeführerin könne über 
das Bildarchiv indirekt vom Tourismus profitieren, berührt dies die 
unternehmerische Entscheidungsfreiheit der Beschwerdeführerin nicht in einer 
Weise, die als Eingriff in Art. 27 BV zu qualifizieren wäre. Vielmehr handelt es sich 
um eine abstrakte Begründung der Nutzer- und Kostennähe, welche nach ständiger 
Rechtsprechung die Grundlage für Kostenanlastungssteuern bildet und keine 
Verletzung der Wirtschaftsfreiheit darstellt. Im Ergebnis sind die Rügen bezüglich 
Verletzung der Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführerin unbegründet.

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4.7. Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei von der 
Ausnahmeregelung gemäss Art. 20 Abs. 2 TG erfasst. Diese Bestimmung normiert 
eine ausnahmsweise Befreiung von der TFA. Eine Ausnahme wird in besonderen 
Fällen in eigener Kompetenz oder auf begründetes Gesuch hin – ganz oder 
teilweise – verfügt. Massgebend für die Gewährung einer Ausnahme ist die dem 
Tourismus zuzurechnende Tätigkeit bzw. Abhängigkeit der betreffenden Person 
oder des betreffenden Betriebs. Dabei geht es einerseits um unbestimmte 
Rechtsbegriffe und andererseits handelt es sich hierbei um eine Kann-Bestimmung. 
Bei der Beurteilung solcher Bestimmungen, wobei es sich naturgemäss um 
Ermessensentscheide handelt, steht der Veranlagungsbehörde ein gewisser 
Ermessensspielraum zu, bei deren Überprüfung sich das Obergericht 
Zurückhaltung auferlegen muss. Das Gericht darf sein Ermessen nicht ohne triftige 
Gründe an die Stelle desjenigen der Veranlagungsbehörde setzen, sondern muss 
sich bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine 
abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. 
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden A 23 50 vom 16. April 
2024 E. 4.3 [bestätigt im Urteil des Bundesgerichts 9C_271/2024 vom 6. Juni 2024], 
A 20 64 vom 5. März 2021 E. 4.6 und A 19 33 vom 19. September 2019 E. 4.5). Im 
konkreten Fall bringt die Beschwerdegegnerin vor, dass diese Ausnahmeregelung 
erst dann zur Anwendung gelangt, wenn Betriebe nicht vom Tourismus in der 
Gemeinde profitieren. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, steht die 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin – trotz angeblich fehlenden Umsatzes auf dem 
Gemeindegebiet –, zumindest teilweise, mit dem Tourismus im unmittelbaren 
Zusammenhang, da diese durch ihre fotografischen Dienstleistungen vom 
touristischen Angebot profitiert bzw. zumindest profitieren kann. In diesem 
Zusammenhang ist festzuhalten, dass auf dem Bildarchiv der Beschwerdeführerin 
u.a. Bilder des Gemeindegebietes H.________/E.________ zu finden sind 
(https://I.________= [besucht zuletzt am 14. Oktober 2025]). Aus dem behaupteten 
Umstand, dass die Landschaft und das Gemeindegebiet zur freien Verfügung der 
Bevölkerung stehen würden und somit keine diesbezügliche Einschränkung 
vorliegen dürfe, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Diese Beschwerdevorbringen zielen in jeder Hinsicht an der Sache vorbei. 
Massgebend ist lediglich, dass die Beschwerdeführerin das touristische Angebot 
beansprucht bzw. beanspruchen kann. Es dürfte zwar zutreffen, dass sie aus dem 
Tourismus in der Gemeinde nicht die gleichen Nutzen, wie z.B. Hotelbetriebe und 
Restaurants, ziehen kann; sie profitiert allerdings bereits vom Tourismus, indem ihre 
Tätigkeit (z.B. Bilder der Landschaft H.________/E.________) durch Touristen 
wahrgenommen wird und von diesen in Anspruch genommen werden kann. Das 
dies nicht der Fall wäre, wird weder von ihr substantiiert dargelegt noch ist 

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ersichtlich. Anders dürfte es sich dann verhalten, wobei eine Befreiung von der TFA 
in Fragen kommen könnte, wenn eine juristische Person i.S.v. Art. 18 TG 
Dienstleistungen erbringen bzw. Produkte herstellen würde, welche in keinem bzw. 
einem belanglosen Zusammenhang mit dem Tourismus stehen würden (z.B. 
Maschinenbauingenieur, Betrieben im Bereich von Dienstleistungen im Tunnel- und 
Anlagenbau usw.). Die Abweisung des Gesuchs um Befreiung der TFA i.S.v. Art. 20 
Abs. 2 TG ist somit im pflichtgemässen Ermessen der Beschwerdegegnerin erfolgt. 
Auch in diesem Punkt ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 
beanstanden.

5. Die Beschwerdeführerin rügt zuletzt verschiedene unrichtige und 
unvollständige Feststellungen des Sachverhalts. Das Gericht prüft gemäss Art. 51 
Abs. 1 lit. b VRG auf Antrag hin die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts. Zusammengefasst weist die Beschwerdeführerin 
darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin verschiedentlich falsche Aussagen 
betreffend das Online-Bildarchiv tätige (vgl. act. A.1, S. 5 f., act. A.3, S. 9 f.). Nach 
dem vorstehend Gesagten lässt sich aber erkennen, dass die vorstehenden 
Sachverhaltsrügen nicht rechtserheblich sind. Massgebend ist vorliegend einzig, 
dass die Beschwerdeführerin Fotografien von örtlichen Gegebenheiten anbietet 
bzw. anbieten kann, unabhängig davon, ob diese tatsächlich veräussert werden (sh. 
Handelsregisterauszug und Zweck der Beschwerdeführerin: «Die Gesellschaft 
bietet Dienstleistungen in der Fotografie und der Videografie an […]» unter 
https://J.________ [besucht zuletzt am 14. Oktober 2025]). Demnach muss auf 
diese Rüge nicht näher eingegangen werden. Gleich verhält es sich mit der Kritik 
der Beschwerdeführerin, wonach die mit Schreiben vom 22. September 2025 durch 
die Beschwerdegegnerin eingereichten Beilagen nicht berücksichtigt werden 
dürften, zumal diese Unterlagen am Verfahrensausgang nichts zu ändern 
vermögen.

6. Es ist insgesamt nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin der TFA unterstellt hat. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 3. Februar 2025 erweist sich somit als rechtens, weshalb 
die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.

7.1. Weist das Obergericht eine Beschwerde ab (bzw. tritt es nicht darauf ein), 
auferlegt es der beschwerdeführenden Partei als unterliegende Partei in der Regel 
die Gerichtskosten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten 
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG demnach von der unterliegenden Partei zu tragen. 
Die Staatsgebühr wird auf CHF 1’500.00 festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). 

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Diese ist zusammen mit den Kanzleiauslagen der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen. 

7.2. Eine Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin nicht zu (Art. 78 Abs. 1 
VRG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1’500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 356.00

Total CHF 1’856.00

gehen zulasten der A.________. Die Gerichtskosten werden mit dem bereits 
geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1'500.00 verrechnet, 
womit noch ein Restbetrag von CHF 356.00 zu zahlen ist. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]