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**Case Identifier:** 876aed8b-e1ec-5a65-9fb7-eb31c8a5918b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2021 200 2020 687
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-687_2021-04-07.pdf

## Full Text

200 20 687 IV
FUE/BRO/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2021

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Juli 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1975 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte ... mit ..., meldete sich im Oktober 2001 unter Hinweis auf eine 
Depression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 1, 100 S. 17 und S. 19). Nach erwerblichen und medi-
zinischen Abklärungen und Gewährung beruflicher Massnahmen (AB 9, 22, 
30) sprach die IVB der Versicherten mit Verfügung vom 4. Februar 2004 
(AB 42 S. 2 f., 247) bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente 
mit Wirkung ab 1. März 2002 zu. Mit Verfügungen respektive Mitteilung 
vom 31. Mai 2005 (AB 46), 18. April 2008 (AB 57), 18. März 2011 (AB 84) 
und 9. April 2014 (AB 92) bestätigte sie den Anspruch auf die bisherige 
Rente.

Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision machte 
die Versicherte im März 2017 eine Gesundheitsverschlechterung geltend 
(AB 122 S. 1 Ziff. 1.1 f.). Die IVB nahm weitere medizinische Abklärungen 
vor, insbesondere veranlasste sie eine polydisziplinäre (internistische, neu-
rologische, psychiatrische) Begutachtung durch die Fachärzte der 
C.________ (MEDAS; AB 165, 174.1 ff.). Gestützt darauf stellte sie mit 
Vorbescheid vom 26. Februar 2019 (AB 187) die Ablehnung einer Renten-
erhöhung in Aussicht. Auf dagegen erhobenen Einwand (AB 194) hin holte 
die IVB eine Stellungnahme der MEDAS ein (AB 211, 217). Mit neuem 
Vorbescheid vom 6. März 2020 (AB 219) sah die IVB erneut die Ablehnung 
einer Rentenerhöhung vor. Nach Prüfung des abermals erhobenen Ein-
wands (AB 223) und Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; AB 231) verfügte die IVB am 28. Juli 2020 (AB 234) 
entsprechend dem Vorbescheid (AB 219). 

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 10. September 2020 Beschwerde mit folgenden Rechts-
begehren: 

1. Die Verfügung vom 28.07.2020 sei aufzuheben. 

2. Der Beschwerdeführerin sei eine volle (richtig wohl: ganze) Invaliden-
rente zuzusprechen. 

3. Eventualiter: Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, das Ausmass 
des invalidisierenden Gesundheitsschadens ihrer Versicherten rechts-
genüglich zu erheben und auf dieser Basis deren Rentenanspruch er-
neut zu prüfen. 

– Unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. Juli 2020 (AB 234). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente und dabei insbesondere, ob Anspruch auf eine ganze statt 
einer halben Rente besteht. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

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wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 

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haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.3 Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisions-
rechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene 
Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränder-
ten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12; 
SVR 2020 IV Nr. 25 S. 84 E. 3).

Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger 
Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Sachverhaltes (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Der Anspruch auf die mit Verfügung vom 4. Februar 2004 (AB 42 
S. 2 f., 247) zugesprochene halbe Invalidenrente wurde mit Verfügungen 
respektive Mitteilung vom 31. Mai 2005 (AB 46), 18. April 2008 (AB 57), 
18. März 2011 (AB 84) und 9. April 2014 (AB 92) bestätigt. Da diese ledig-
lich auf Verlaufsberichten und Revisionsfragebogen beruhten (AB 43 ff., 52, 
54, 56, 60, 80, 82 f., 88 f., 91) und ihnen damit keine hinreichende materiel-
le Prüfung der anspruchserheblichen Tatsachen zu Grunde lag, sind sie 
revisionsrechtlich unbeachtlich (vgl. E. 2.4.4 hiervor). Somit ist der Sach-
verhalt im Zeitpunkt der Verfügung vom 4. Februar 2004 (AB 42 S. 2 f., 
247) mit jenem der angefochtenen Verfügung vom 28. Juli 2020 (AB 234) 
zu vergleichen und zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine 
erhebliche Veränderung eintrat, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und 
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 4. Februar 2004 (AB 42 S. 2 f., 247) stützte sich 
im Wesentlichen auf den Abklärungsbericht der Abklärungsstelle 
D.________ vom 8. Oktober 2002 (AB 34 S. 2 ff.), wonach bei einem Pen-
sum zwischen 70 % und 80 % eine effektive Leistung von 50 % bis 60 % 
bestehe (AB 34 S. 4 Ziff. 5) sowie den Bericht von Dr. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Psychiatrie und Psychothe-
rapie, vom 10. September 2003 samt Beiblatt vom 11. September 2003 
(AB 33), wonach bei der Beschwerdeführerin eine Anpassungsstörung mit 
depressiven und somatisierenden Anteilen (ICD-10 F43.28) auf dem Hin-
tergrund einer mehrdimensionalen Persönlichkeitsstörung mit anankasti-
schen, emotional instabilen und selbstunsicher-abhängigen Zügen (ICD-10 
F61.0) bestehe (AB 33 S. 1 lit. a) und ein Pensum von 70 % zumutbar sei 
mit einer Gesamtleistung von ca. 40 % (AB 33 S. 3 lit. a Ziff. 2 f.). 

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3.3 Seit der Verfügung vom 4. Februar 2004 (AB 42 S. 2 f., 247) prä-
sentiert sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

3.3.1 Die Beschwerdeführerin war vom 22. September bis 15. Oktober 
2015 im Spital F.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 17. De-
zember 2015 (AB 126 S. 2 ff.) führten med. pract. G.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und Assistenzärztin Dr. med. 
H.________ aus, die Patientin sei aufgrund einer Überforderungssituation 
im häuslichen Bereich und im Arbeitsumfeld bei Dekompensation einer 
rezidivierenden depressiven Störung zugewiesen worden (AB 126 S. 2).

3.3.2 Im Verlaufsbericht vom 26. März 2017 (AB 124 S. 2 ff.) führte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, der 
Gesundheitszustand der Patientin habe sich seit dem 9. April 2014 
verschlechtert (AB 124 S. 2 Ziff. 1). Sie mache eine turbulente 
Lebensphase durch. So habe sie ihre langjährige …stelle in ihrer ... 
aufgegeben und sich auch enttäuscht von der ... distanziert. Bei der 
darauffolgenden Stelle sei sie überfordert gewesen. Zudem habe sie die 
Wohnung sowie den Psychiater gewechselt und sei erstmals seit vielen 
Jahren wieder eine Liebesbeziehung eingegangen. Die Beziehung sei –
 wie alle ihre Beziehungen – konflikthaft (AB 124 S. 2 Ziff. 4). 

3.3.3 Die Beschwerdeführerin war vom 1. Mai bis 28. Juni 2017 in der 
Klinik J.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 3. Juli 2017 (AB 
138 S. 1 ff.) stellten die Ärzte folgende Diagnosen (AB 138 S. 1): 

1. Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige depressive 
Episode bei psychosozialer Belastungssituation (ICD-10 F33.1)

2. Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vorwiegend anankastischen, 
selbstunsicheren Anteilen (ICD-10 F61.0)

3. V.a. Autismus-Spektrum-Störung (Asperger-Syndrom; ICD-10 F84)
4. Sub. Hypothyreose (ICD-10 E03.9)
5. Arterielle Hypertonie Grad 1 (ICD-10 I10.90)
6. Eisenmangel (ICD-10 E61.1)

Die Patientin habe berichtet, in einer Lebenskrise zu sein. Sie führe eine 
herausfordernde Beziehung mit ihrem Partner, sei in dieser an ihr Limit 
gekommen und fühle sich erschöpft. Zudem belaste sie auch die 
Arbeitslosigkeit sehr und gesundheitlich gehe es ihr schlecht. Sie habe in 
der letzten Zeit den Hausarzt und Psychiater gewechselt, was zu weiterer 

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Verunsicherung geführt habe (AB 138 S. 1). Die Ärzte hielten fest, der 
klinische Eindruck habe sich mit der Diagnose der kombinierten 
Persönlichkeitsstörung mit vorwiegend anankastischen und 
selbstunsicheren Anteilen gedeckt. Differentialdiagnostisch habe aufgrund 
der starken Orientierung auf Routinen und Genauigkeit, verbunden mit der 
reduzierten Anpassungsfähigkeit und Unsicherheit im sozialen Kontakt der 
Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung bestanden (AB 138 S. 2).

Vom 15. September bis 1. November 2017 war die Beschwerdeführerin 
abermals in der Klinik J.________ hospitalisiert (AB 143 S. 1). 

3.3.4 Im Bericht des Spitals F.________ vom 23. November 2017 (AB 
146 S. 2 ff.) hielten Dr. med. K.________, Praktischer Arzt sowie Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Psychologin M. Sc. L.________ 
fest, die Abklärungen betreffend eine Autismus-Spektrum-Störung hätten 
gezeigt, dass die Kriterien für ein Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5) erfüllt 
seien (AB 146 S. 3). 

3.3.5 Weitere Hospitalisationen in der Klinik J.________ erfolgten vom 
13. Dezember 2017 bis 12. Januar 2018 (AB 147 S. 2) sowie vom 
14. September bis 24. Oktober 2018 (AB 171 S. 1). Im Austrittsbericht vom 
31. Oktober 2018 (AB 171) wurden folgende Diagnosen aufgeführt:

1. Rezidivierende depressive [Störung] gegenwärtig mittelgradige 
Ausprägung (ICD-10 F33.1)

2. Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang (Fluchgedanken; 
ICD-10 F42.0)

3. Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5)
4. Benigne essentielle Hypertonie: Ohne Angaben einer hypertensiven 

Krise (ICD-10 I10.0)
5. Sonstige Hypothyreose (ICD-10 E03.8)

Die Zwangsgedanken (Fluchwörter) seien als eigene Gedanken erkannt 
worden, wiederholten sich dauernd und seien als unangenehm, unsinnig 
erlebt worden mit dem Versuch, Widerstand zu leisten. Sie bestünden seit 
über einem Jahr. Die Kriterien für eine Zwangsstörung, vorwiegend 
Zwangsgedanken und Grübelzwang, seien erfüllt (AB 171 S. 3).

3.3.6 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 14. Dezember 
2018 (AB 174.2 ff.) stellten die Fachärzte der MEDAS als Diagnose mit 

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Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Autismus-Spektrum-Störung 
(Asperger-Syndrom [ICD-10 F84.5; AB 174.2 S. 4 Ziff. 4.2]). Zudem führten 
sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf 
(AB 174.2 S. 4 f. Ziff. 4.2): 

• Substituierte Hypothyreose 
• Grenzwertige arterielle Hypertonie, DD anspannungsbedingt 
• Aktenanamnestisch Hypercholesterinämie, aktuell regelrechter Lipids-

tatus
• Positiver Blutalkoholspiegel, ohne sonstigen Laborhinweis auf einen 

schädlichen Alkoholkonsum
• Rezidivierende depressive Störung, remittiert (ICD-10 F33.4)
• Möglicher Fehlgebrauch von Benzodiazepinen-Analoga (ICD-10 F10.1)

Insgesamt bestehe in der bisherigen (angepassten) Tätigkeit eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit (AB 174.2 S. 6 Ziff. 4.7 f.). 

Im psychiatrischen Teilgutachten (AB 174.5) führte Dr. med. M.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, in diagnos-
tischer Hinsicht aus, angesichts der aktenkundigen Vorbefunde, der Unter-
suchungsbefunde sowie der Anamnese sei eine Erkrankung aus dem Au-
tismus-Spektrum anzunehmen. Dabei sei von einem hochfunktionalen Au-
tismus bzw. Asperger-Syndrom auszugehen. Das Vorliegen einer rezidivie-
renden depressiven Störung sei möglich, eine namhafte depressive Sym-
ptomatik habe während der Untersuchung jedoch nicht mehr festgestellt 
werden können. Depressive Episoden seien auch bei autistisch veranlag-
ten Menschen nicht selten, insbesondere wenn es zu sozialen Konflikten in 
Folge der autistischen Störung komme. Eine anderweitige psychiatrische 
Erkrankung sei nicht zu diagnostizieren (AB 174.5 S. 37 f. Ziff. 6). Im ak-
tenkundigen Verlauf sei die Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung 
erst nach 2015 gestellt worden, sodass es anhand der Verlaufsbeobach-
tung der Voruntersucher zu einer Revision der Einschätzung gekommen 
sei, die jedoch nachvollziehbar erscheine. Es sei davon auszugehen, dass 
die Einschränkung bereits zeitlebens bestanden habe. Die Explorandin 
habe bereits in der Kindheit autistische Verhaltensauffälligkeiten aufgewie-
sen. Im weiteren Verlauf sei es immer wieder zu Überforderungssituationen 
mit Aufgabe bzw. Kündigung des Arbeitsverhältnisses gekommen 
(AB 174.5 S. 42 Ziff. 7.4). In einer leidensangepassten Tätigkeit (verständ-
nisvolle Vorgesetzte und Kollegen, geregelte Arbeitsabläufe und über-

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schaubare Sozialkontakte, keine hohen Anforderungen an Teamfähigkeit 
sowie an Umstellungsfähigkeit, Anpassungsvermögen und soziale Kompe-
tenz, kein Publikumsverkehr, keine Personalverantwortung) – wie der bis-
herigen – sei die Explorandin 50 % arbeitsfähig (AB 174.5 S. 44 f. Ziff. 8.2). 
Eine Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 9. April 2014 sei 
retrospektiv nicht anzunehmen, jedoch liege eine andere Bewertung vor 
(AB 174.5 S. 46 Ziff. 8.4). Im internistischen Teilgutachten (AB 174.3) legte 
Dr. med. N.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, dar, aus 
internistischer Sicht bestehe keine signifikante Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit (AB 174.3 S. 37 Ziff. 8.1). In den Akten würden erstmals im Jahr 
2015 eine substituierte Hyperthyreose sowie eine Hypercholesterinämie 
erwähnt. Aktuell imponierten laborchemisch sowohl die Lipide als auch die 
Schilddrüsen-Parameter normwertig. Bezüglich der dokumentierten grenz-
wertigen hypertensiven Blutdruckwerte werde aktuell im stationären Rah-
men eine entsprechende Medikation etabliert. Zusammengefasst ergäben 
sich seit dem 9. April 2014 von internistischer Seite keine signifikanten Än-
derungen (AB 174.3 S. 39 Ziff. 8.4). Im neurologischen Teilgutachten 
(AB 174.4) rapportierte Dr. med. O.________, Facharzt für Neurologie so-
wie Psychiatrie und Psychotherapie, aus neurologischer Sicht bestehe kei-
ne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (AB 174.4 S. 39 f. Ziff. 8.1 f.). Der 
Gesundheitszustand habe sich aus neurologischer Sicht nicht verändert 
(AB 174.4 S. 41 Ziff. 8.4). 

3.3.7 Die Hausärztin Dr. med. P.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, nannte im Bericht vom 3. April 2019 (AB 196 S. 3 f.) als 
Diagnose ein Asperger-Syndrom, eine psychosomatische Belastungssitua-
tion - rezidivierende Depression (AB 196 S. 3), einen invalidisierenden Tin-
nitus und Lärmüberempfindlichkeit, eine hartnäckige Schlafstörung sowie 
ein Eisenmangel (AB 196 S. 4) und führte aus, infolge einer psychiatri-
schen Mehrfachproblematik sei die Patientin zur Zeit nicht in der Lage, ei-
ner 50%igen Tätigkeit nachzugehen (AB 196 S. 3).

3.3.8 Im Bericht vom 15. Mai 2019 (AB 208 S. 7 ff.) diagnostizierten die 
Ärzte der psychiatrischen Dienste Q.________ eine psychophysiologische 
Insomnie (ICD-10 F51.0) mit/bei einem Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5) 
und einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episo-

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de (ICD-10 F33.0; AB 208 S. 7). Seit ihrer Kindheit reagiere die Patientin – 
eigener Angabe zufolge – auf Belastungssituationen mit Schlafstörungen. 
In den letzten Jahren sei es zu einer Akzentuierung der Problematik ge-
kommen. Eine hohe innere Anspannung und Unruhe mit Gedankenkreisen 
seien der Grund, dass sie ohne Medikamente nicht einschlafen könne. Hin-
zu komme eine rezidivierende depressive Störung respektive differential-
diagnostisch eine Anpassungsstörung mit fünf Klinikaufenthalten seit 2015 
mit Überforderung in der Lebensbewältigung teils ausgelöst durch Bezie-
hungskonflikte, Arbeitsstellenverluste und Zukunftsängste, sowie einer 
ausgeprägten Hypersensibilität am ehesten im Rahmen des Asperger-
Syndroms (AB 208 S. 7). Es sei von einer psychophysiologischen Insomnie 
am ehesten ausgelöst und mitbedingt durch die ausgeprägte Unruhe, Hy-
persensibilität und psychosozialen Belastungsfaktoren im Rahmen des 
Asperger-Syndroms auszugehen (AB 208 S. 8). 

3.3.9 Nachdem die Beschwerdeführerin vom 29. Mai bis 12. Juni 2019 in 
der Klinik R.________ hospitalisiert war (AB 227 S. 30), erfolgte vom 
16. September bis 21. Oktober 2019 eine Hospitalisation in der Klinik 
J.________ (AB 215 S. 1) und vom 17. Dezember 2019 bis 18. Februar 
2020 sowie vom 20. bis 27. Februar 2020 im Spital F.________ (AB 218 
S. 1, 220 S. 1).

3.3.10 In der Stellungnahme der MEDAS vom 25. Februar 2020 (AB 217) 
legten die Gutachter dar, eine leichtgradige depressive Störung könne die 
Arbeitsfähigkeit nach üblicher versicherungsmedizinischer Bewertungspra-
xis nicht namhaft limitieren. Zudem ergäben sich für eine Verschlechterung 
des Asperger-Syndroms keine schlüssigen Anhaltspunkte und die fortge-
setzte bivalente Suchtmittelmedikation lasse sich mittels einer Entgiftung 
und Entwöhnung beenden. Dabei sei dann auch ein positiver Effekt auf das 
depressive Syndrom sowie das Asperger-Syndrom und zuletzt auch auf die 
berichtete Schlafstörung zu erwarten, da depressive Störungen und 
Schlafstörungen zum bekannten unerwünschten Wirkungsspektrum von 
Benzodiazepinen/Z-Substanzen gehörten. An der gutachterlichen Empfeh-
lung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit ergebe sich keine Änderung. Die The-
rapie sei nicht ausgeschöpft und eine leichte depressive Störung zudem 
nicht ausreichend limitierend. Sowohl die Schlafstörung als auch die De-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 13

pression seien durch eine leitliniengerechte Therapieführung besserbar. 
Dem Asperger-Syndrom sei mit der empfohlenen Arbeitsfähigkeit von 50 % 
in geeigneten Tätigkeiten abgewogen Rechnung getragen, da eine Arbeits-
fähigkeit durchaus auch therapeutisch wünschenswert erscheine (Stabili-
sierung von Tagesstruktur, Selbstwerterleben und sozialer Integration; AB 
217 S. 2). 

3.3.11 In der Stellungnahme vom 21. Juli 2020 (AB 231 S. 3) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. S.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie sowie Neurologie, fest, aus den im erneuten Anhörungsverfahren 
vorgelegten Berichten ergäben sich keine neuen medizinischen Gesichts-
punkte zur Stellungnahme der MEDAS vom 25. Februar 2020 (vgl. 
AB 217). Diese sei sogar sehr wohlwollend ausgefallen (AB 231 S. 3). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision 
erstellten Gutachtens hängt wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 14

auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – be-
zieht (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1). 

3.4.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.5 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung vom 28. Juli 2020 (AB 234) im Wesentlichen 
auf das Gutachten der MEDAS vom 14. Dezember 2018 (AB 174.2 ff.) 
samt Stellungnahme vom 25. Februar 2020 (AB 217). Dieses genügt so-
wohl hinsichtlich der erheblichen Sachverhaltsveränderung als auch der 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit den Anforderungen an die Beweiskraft 
(E. 3.4.1 hiervor), weshalb sich die beantragten weiteren Abklärungen (Be-
schwerde S. 2 Ziff. I Rechtsbegehren 3 und S. 9 Ziff. III Art. 4) erübrigen 
(antizipierte Beweiswürdigung [BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4]). Die 
Gutachter setzten sich in Kenntnis der Aktenlage (AB 174.6) – insbesonde-
re auch den bis dahin fünf stationären Klinikaufenthalten – mit den von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinander und legten 
nachvollziehbar und schlüssig dar, dass sich der Gesundheitszustand seit 
der letzten Beurteilung nicht wesentlich verändert hat (AB 174.3 S. 39 
Ziff. 8.4, 174.4 S. 41 Ziff. 8.4, 174.5 S. 46 Ziff. 8.4). Insbesondere über-
zeugt, dass trotz der (anstelle einer Persönlichkeitsstörung) neu gestellten 
Diagnose einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung im Sinne einer Autis-
mus-Spektrum-Störung keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
anzunehmen ist, da die Beschwerdeführerin bereits in der Kindheit autisti-
sche Verhaltensauffälligkeiten aufwies und die Einschränkungen somit zeit-
lebens bestanden (AB 174.5 S. 42 Ziff. 7.4 und S. 46 Ziff. 8.4). Dies steht 
im Einklang mit der übrigen Aktenlage, äusserten sich doch namentlich 
auch die Ärzte der Klinik J.________ dahingehend, dass die (zuvor gestell-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 15

te) Diagnose der kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht mehr als zutref-
fend erachtet werde, weil die entsprechende Symptomatik besser durch 
das Asperger-Syndrom erklärt werden könne (AB 147 S. 3 unten). 

Dass die Gutachter aufgrund der Angaben der Beschwerdegegnerin 
(AB 160 S. 2) von einem unzutreffenden Vergleichszeitpunkt (9. April 2014) 
ausgingen (AB 174.3 S. 39 Ziff. 8.4, 174.4 S. 41 Ziff. 8.4, 174.5 S. 46 
Ziff. 8.4), schmälert den Beweiswert ihrer Schlussfolgerungen – entgegen 
der Annahme der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 6 Ziff. III Art. 2) – 
nicht, denn der psychiatrische Experte gelangte, wie bereits erwähnt, über-
zeugend zum Schluss, die psychiatrisch bedingte Einschränkung bestehe 
zeitlebens (AB 174.5 S. 45 Ziff. 8.2). Im Übrigen gab die Beschwerdeführe-
rin anlässlich der von Amtes wegen eingeleiteten Revision im März 2017 
an, die angebliche Gesundheitsverschlechterung sei in den letzten zwei 
Jahren (d.h. 2015 bis 2016) eingetreten (AB 122 S. 1 Ziff. 1.1 f.), welche 
Zeitspanne von den Gutachtern denn auch beurteilt wurde. Was den Zeit-
raum vor dem den Gutachtern angegebenen Referenzzeitpunkt betrifft (vgl. 
Beschwerde S. 6), gaben sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr da-
maliger Psychiater jeweils an, der Gesundheitszustand sei unverändert 
respektive habe sich gar verbessert (AB 43 S. 1 Ziff. 1.1, 52 S. 1 Ziff. 1.1, 
60 S. 1 Ziff. 3, 80 S. 1 Ziff. 1.1, 83 S. 1 Ziff. 3, 88 S. 2 Ziff. 1.1, 91 S. 3 
Ziff. 10). Dafür, dass sich der Gesundheitszustand entgegen diesen Anga-
ben wesentlich verändert bzw. verschlechtert hätte, finden sich keinerlei 
Anhaltspunkte. 

Soweit Dr. med. I.________ im März 2017 eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes postulierte (AB 124 S. 2 Ziff. 1), ist festzustellen, 
dass er diese mit psychosozialen Belastungsfaktoren begründete. Insbe-
sondere wies er auf die Aufgabe ihrer langjährigen …stelle in der ... sowie 
ihrer Distanzierung von dieser ... hin und auf die Überforderung in der dar-
auffolgenden Stelle sowie auf die eingegangene konflikthafte Liebesbezie-
hung (AB 124 S. 2 Ziff. 4). Indes bestanden bereits im zeitlichen Umfeld 
des Rentenbeginns im März 2002 erhebliche psychosoziale Belastungsfak-
toren, namentlich Probleme mit der Arbeit (Stellenlosigkeit mit vielen Teil-
zeitanstellungen und unzähligen Bewerbungen), der Familie (ambivalentes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 16

Verhältnis zur Mutter) sowie der Gemeinde (AB 6 S. 4), sodass auch von 
Seiten der Belastungsfaktoren keine wesentliche Änderung erstellt ist. 

Dem Bericht der Hausärztin Dr. med. P.________ vom 3. April 2019 
(AB 196 S. 3 f.) sowie ihrem Schreiben an die ehemalige Rechtsvertretung 
der Beschwerdeführerin vom 20. April 2020 (AB 227 S. 40) lassen sich 
keine neuen und/oder wichtigen – und nicht rein subjektiver ärztlicher Inter-
pretation entspringenden – Aspekte entnehmen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, sodass sich ein 
Abweichen von der vorliegenden umfassenden versicherungsmedizini-
schen Beurteilung nicht rechtfertigt (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 
2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Insbesondere äusserte sich Dr. med. 
P.________ nicht zur hier im Vordergrund stehenden Frage nach einer 
Veränderung des Gesundheitszustandes. Soweit sie auf die Schlafstörung 
verwies (AB 227 S. 40) sei angemerkt, dass die Diagnose der psychophy-
siologischen Insomnie (ICD-10 F51.0) zwar erst nach der Begutachtung 
gestellt wurde (AB 174.2 ff., 208 S. 7 ff.), dem psychiatrischen Gutachter 
die Schlafprobleme jedoch bereits bekannt waren (AB 174.5 S. 3, S. 7, S. 
11, S. 13 und S. 25) und die Beschwerdeführerin anamnestisch bereits seit 
der Kindheit unter Schlafstörung bei Belastungssituationen litt (AB 209 S. 
7), womit auch insofern keine Änderung erstellt ist. Schliesslich konnte die 
in der Klinik J.________ im Oktober 2017 gestellte zusätzliche Diagnose 
einer Zwangsstörung mit Zwangsgedanken und Grübelzwang (AB 171 
S. 1) anlässlich der psychiatrischen Begutachtung nicht bestätigt werden 
(AB 174.5 S. 35 Ziff. 4.3 und S. 38 Ziff. 6). 

3.6 Mit Blick auf das Dargelegte ist erstellt, dass sich der somatische 
Gesundheitszustand nicht in revisionsrechtlich relevanter Weise verändert 
hat. In Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand ist evident, dass 
die neu gestellte Diagnose eines Asperger-Syndroms (ICD-10 F84.5: 
AB 146 S. 3) – weil zeitlebens bestanden (AB 174.5 S. 45 Ziff. 8.2) – keine 
Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 4. Februar 2004 dar-
stellt, sondern lediglich eine im Revisionskontext unbeachtliche andere 
Beurteilung desselben Sachverhaltes (vgl. E. 2.4.3 hiervor; Rz. 5005.3 des 
Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Ferner ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 17

nicht erstellt, dass sich die Auswirkungen dieser psychischen Störung im 
hier massgebenden Zeitraum wesentlich und dauerhaft verändert haben. 
Insbesondere stellen die mehrfachen stationären Aufenthalte bzw. Krisen-
interventionen (AB 126 S. 2, 138 S. 1, 143 S. 1, 147 S. 2, 171 S. 1, 215 
S. 1, 218 S. 1, 220 S. 1, 227 S. 30) keinen Revisionsgrund dar, weil sie 
jeweils weniger als drei Monate dauerten und damit keine längerdauernde 
Gesundheitsverschlechterung i.S.v. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) darstel-
len (SVR 2017 IV Nr. 71 S. 220 E. 2.3.1). Dass sich der psychiatrische Zu-
stand seit der Begutachtung anderweitig massgebend und dauerhaft 
(Art. 88a Abs. 2 IVV) verschlechtert hat, ist ebenfalls nicht erstellt. Soweit 
seither weitere psychosoziale Belastungsfaktoren aufgetreten sind, insbe-
sondere ein Konflikt mit der Schwägerin und in der Folge die Kündigung 
der Stelle beim … (AB 215 S. 1, 218 S. 1), haben diese zu bloss vorüber-
gehenden Verschlechterungen des psychischen Zustands mit weiteren 
konsekutiven stationären psychiatrischen Hospitalisationen geführt (AB 215 
S. 1, 218 S. 1, 220 S. 1, 227 S. 30). Auch die neu gestellte Diagnose der 
psychophysiologischen Insomnie (ICD-10 F51.0; AB 208 S. 7) stellt keinen 
neu hinzugetretenen Gesundheitsschaden dar, litt die Beschwerdeführerin 
doch anamnestisch seit der Kindheit unter Schlafstörungen (AB 209 S. 7) 
und besteht diesbezüglich doch auch noch Therapiepotenzial (vgl. E. 
3.3.10 hiervor).

3.7 Sodann ist auch in erwerblicher Hinsicht kein Revisionsgrund aus-
gewiesen. Dass die Beschwerdeführerin mehrere Stellenwechsel vornahm 
und zeitweise arbeitslos war (AB 138 S. 1, 143 S. 1, 147 S. 2, 218 S. 1, 
226 S. 2), ist im revisionsrechtlichen Kontext deshalb nicht von Bedeutung, 
weil die Beschwerdegegnerin in der rentenzusprechenden Verfügung vom 
4. Februar 2004 sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen 
auf die Salärempfehlungen des T.________ abstellte (AB 247 S. 1), mithin 
nicht auf ein effektiv erzieltes und nunmehr weggefallenes Invalidenein-
kommen. 

3.8 Zusammenfassend liegt weder in medizinischer noch in erwerbli-
cher Hinsicht eine revisionsrelevante Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen vor. Mangels eines Revisionsgrundes erübrigt sich die Durch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 18

führung einer Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 281 bzw. verbietet sich 
eine neue Bemessung des Invaliditätsgrades (vgl. Beschwerde S. 7 f.), 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

3.9 Doch selbst wenn entgegen dem Dargelegten ein Revisionsgrund 
erstellt wäre mit der Folge, dass der Rentenanspruch in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht allseitig neu zu prüfen wäre (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5), änderte 
dies, wie nachfolgend zu zeigen ist, nichts am Ergebnis. 

In diesem Fall gälte in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit Folgendes: Anders als 
die Beschwerdeführerin annimmt (Beschwerde S. 7 f. Ziff. III Art. 3), haben 
die Gutachter nicht postuliert, die Beschwerdeführerin könne ihre Arbeits-
fähigkeit von 50 % nur im geschützten Rahmen verwerten. Das durch den 
psychiatrischen Gutachter formulierte Zumutbarkeitsprofil entspricht viel-
mehr einem Nischenarbeitsplatz, bei welchem behinderte Personen mit 
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen 
können und wie sie der massgebende ausgeglichene Arbeitsmarkt beinhal-
tet (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2). Dem-
nach ist die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit 
(verständnisvolle Vorgesetzte und Kollegen, geregelte Arbeitsabläufe und 
überschaubare Sozialkontakte, keine hohen Anforderungen an Teamfähig-
keit sowie an Umstellungsfähigkeit, Anpassungsmöglichkeiten und soziale 
Kompetenz, kein Publikumsverkehr, keine Personalverantwortung) gestützt 
auf das Gutachten (mindestens) 50 % arbeitsfähig (AB 174.2 S. 6 Ziff. 4.8, 
174.5 S. 44 f. Ziff. 8.2). Denn aus der hier entbehrlichen Indikatorenprüfung 
kann keine grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte re-
sultieren (Entscheid des Bundesgerichts vom 25. September 2018, 
8C_241/2018, E. 7.5.2).

Der Einkommensvergleich wäre im Folgenden dergestalt vorzunehmen, 
dass sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf der Grund-
lage desselben Tabellenlohnes zu bestimmen wären. Dies unter Berück-
sichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einerseits mit Blick 
auf ihre Erwerbsbiographie (sie besuchte nach Abschluss der obligatori-
schen Schulzeit zunächst eine ..., schloss 1995 erfolgreich eine …lehre ab 
und war danach mit Unterbrüchen für verschiedene Arbeitgeber in diesem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 19

Beruf tätig [AB 1 S. 4 Ziff. 6.1 f. und S. 9]) mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auch als Gesunde im …bereich arbeiten würde und sie andererseits 
ihre in diesem Bereich zumutbare medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit 
nicht verwertet. Da bei dieser Ausgangslage der Invaliditätsgrad dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit entspricht, kann eine detaillierte Berechnung unter-
bleiben (SVR 2018 UV Nr. 29 S. 103 E. 5.2). Selbst bei Gewährung eines 
hier maximal in Betracht kommenden Abzuges vom Tabellenlohn von 15 % 
würde ein Invaliditätsgrad von aufgerundet (zur Rundungspraxis: BGE 130 
V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) 58 % (100 
./. [50 x 0.85]) resultieren. Damit bestünde selbst bei Annahme eines Revi-
sionsgrundes und gestützt auf die gutachterliche Arbeitsunfähigkeit ledig-
lich ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (vgl. E. 2.3 hiervor). 

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 28. Juli 2020 
(AB 234) nicht zu beanstanden, womit die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen ist.

5.

5.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Ver-
fahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher 
Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/20/687, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.