# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43ad4226-9235-52fb-9492-1ecb891e8de9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2025 C-7126/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7126-2023_2025-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-7126/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 
 CSS Kranken-Versicherung AG,  

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,   

vertreten durch MLaw Andreas Miescher, Rechtsanwalt, 

Aarejura Rechtsanwälte Solothurn AG,  

Bielstrasse 9, Postfach 130, 4502 Solothurn,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Ärztegesellschaft Thurgau,  

Zeughausstrasse 16, 8500 Frauenfeld,   

vertreten durch Konferenz der Ostschweizer  

Ärztegesellschaften (K-OCH),  

c/o Dr. med. Jürg Lymann, Spitalstrasse 5, 8880 Walenstadt,  

diese wiederum vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, 

Rechtsanwalt, und Dr. iur. Katja Gfeller, Rechtsanwältin, 

Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte,  

Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Regierungsrat des Kantons Thurgau,  

Regierungsgebäude, 8510 Frauenfeld,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 KVG, Festsetzung des zwischen den freipraktizierenden  

Ärztinnen und Ärzten und der CSS Kranken-Versicherung AG 

geltenden TARMED-Taxpunktwertes ab 1. Januar 2019  

(Beschluss des Regierungsrats des Kantons Thurgau  

Nr. 652 vom 21. November 2023). 

 

 

 

C-7126/2023 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Regierungsrat des Kantons Thurgau (nachfolgend: Vorinstanz) 

mit Beschluss vom 21. November 2023 den TARMED-Taxpunktwert zwi-

schen den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten im Kanton Thurgau 

und der CSS Kranken-Versicherung AG ab dem 1. Januar 2019 bis 31. De-

zember 2020 auf Fr. 0.83 (Dispositiv Ziff. 1) und für die Zeit ab 1. Januar 

2021 auf Fr. 0.86 (Dispositiv Ziff. 2) hoheitlich festgesetzt (Beschluss 

Nr. 652 vom 21. November 2023) und gleichzeitig angeordnet hat, dass 

der der mit Entscheid des Departements für Finanzen und Soziales des 

Kantons Thurgau vom 15. Januar 2019 angeordnete provisorische Tax-

punktwert von Fr. 0.83 bis zur Rechtskraft des vorliegenden Regierungs-

ratsbeschlusses bzw. des definitiven Tarifs in Kraft bleibt (Dispositiv Ziff. 5), 

dass die CSS Kranken-Versicherung AG (nachfolgende Beschwerdeführe-

rin) gegen diesen Beschluss vom 21. November 2023 mit Eingabe vom 

21. Dezember 2023 Beschwerde einzig insofern erhoben hat, als ab 1. Ja-

nuar 2021 der TARMED-Taxpunktwert auf Fr. 0.86 festgesetzt worden ist 

(Dispositiv Ziff. 2),  

dass der von den Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 9. Ja-

nuar 2024 einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– am 31. Januar 

2024 bei der Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer-act. 3 und 8), 

dass das Sistierungsgesuch der Thurgauer Ärztegesellschaft (nachfol-

gend: Beschwerdegegnerin) vom 26. Januar 2024 mit Zwischenverfügung 

vom 23. Februar 2024 mangels Verhandlungs- und Vergleichsbereitschaft 

seitens der Beschwerdeführerin abgewiesen und infolgedessen der Schrif-

tenwechsel fortgesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 6, 11, 13), 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. März 2024 die Abwei-

sung der Beschwerde beantragt hat (BVGer-act. 17), 

dass die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2024 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt hat und in prozessua-

ler Hinsicht um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, 

eventualiter um Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer 

des Verfahrens ersucht hat (BVGer-act. 18), 

dass die prozessualen Anträge der Beschwerdegegnerin betreffend Ent-

zug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter Festset-

zung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens mit Zwi-

schenverfügung vom 23. Mai 2024 abgewiesen wurden (BVGer-act. 26), 

C-7126/2023 

Seite 4 

dass den Verfahrensbeteiligten in der Folge nach Vorliegen der Stellung-

nahme der Preisüberwachung vom 28. Juni 2024 sowie der Stellung-

nahme des BAG vom 8. August 2024 mit Verfügung vom 16. August 2024 

Frist zur Einreichung von Schlussbemerkungen innert 30 Tagen ab Erhalt 

der Verfügung gesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 29, 31, 32), 

dass innert dieser angesetzten Frist alle Verfahrensbeteiligte mit Eingaben 

vom 2. September 2024, 4. September 2024, 5. September 2024 sowie 

6. September 2024 übereinstimmend beantragten, das vorliegende Be-

schwerdeverfahren sei zu sistieren, weil zwischen der Beschwerdeführerin 

und der Beschwerdegegnerin im Rahmen von aussergerichtlichen Tarifge-

sprächen eine aussergerichtliche Einigung über den Gegenstand des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens kurz bevorsteht resp. erzielt worden ist, 

der Tarifvertragsnachtrag indessen noch ausgearbeitet und durch die Kan-

tonsregierung genehmigt werden muss (vgl. BVGer-act. 35, 37, 40, 41), 

dass der Instruktionsrichter mit verfahrensleitender Verfügung vom 

10. September 2024 das vorliegende Beschwerdeverfahren antragsge-

mäss vorläufig bis am 4. November 2024 sistiert hat (BVGer-act. 42), 

dass der Instruktionsrichter die Sistierung auf entsprechende übereinstim-

mende Gesuche der Beschwerdeführerin vom 29. Oktober 2024 respek-

tive vom 19. Dezember 2024 und der Beschwerdegegnerin vom 5. Novem-

ber 2024 respektive vom 23. Dezember 2024 hin zuletzt am 27. Dezember 

2024 bis zum 31. Januar 2025 verlängert hat (BVGer-act. 43-45, 47-49), 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 18. Dezember 2024 (Datum Postauf-

gabe) eine Kopie des Genehmigungsentscheids vom 17. Dezember 2024 

vorlegte (Beschluss Nr. 831), die Beschwerdeführerin daraufhin mit Ein-

gabe vom 13. Januar 2025 die Abschreibung des Verfahrens zufolge re-

gierungsrätlich genehmigten Vertragsnachtrags zum Tarifvertrag beantragt 

hat und sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 5. Februar 2025 

mit der Verfahrensabschreibung einverstanden erklärt hat (BVGer-act. 46, 

50, 53), 

dass im System der Tarifgestaltung des Bundesgesetzes über die obliga-

torische Krankenpflegeversicherung Tarifverträge die Regel und die hoheit-

liche Tariffestsetzungen die Ausnahme bilden sollen, was bereits aus dem 

Wortlaut von Art. 43 Abs. 4, Art. 47 Abs. 1 und Art. 49 KVG (vgl. auch 

BVGE 2013/8 E. 2.4.6) erhellt (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), 

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Seite 5 

dass das Primat des Tarifvertrages bereits in der Botschaft des Bundesrats 

vom 6. November 1991 über die Revision der Krankenversicherung 

(BBl 1992 I 93 ff.; nachfolgend: Botschaft KVG 1991) hervorgehoben 

wurde (vgl. S. 172 und 178) und mit dem KVG die Vertragsfreiheit zwischen 

Versicherungsträgern und Leistungserbringern gestärkt werden sollte (Bot-

schaft KVG 1991, S. 118 und 179) (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), 

dass der Bundesrat in seiner Rechtsprechung festhielt, dass dieses der 

vertraglichen Vereinbarung von Tarifen den klaren Vorrang einräumende 

System den Tarifpartnern gestattet, während eines vertragslosen Zustan-

des jederzeit Tarife zu vereinbaren; dass es den Parteien daher nicht ver-

wehrt sei, auch während eines hängigen Beschwerdeverfahrens Vertrags-

verhandlungen zu führen und einen Vertrag abzuschliessen (RKUV 3/2002 

E. II 2 S. 214),  

dass der Bundesrat weiter erwog, dass wenn die Kantonsregierung einen 

solchen Vertrag genehmigt, das normalerweise zur Folge habe, dass die 

Beschwerde gegenstandslos werde, falls der zeitliche Geltungsbereich der 

festgesetzten Tarife sich mit jenem der vertraglichen Vereinbarung deckt 

(RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), 

dass der hoheitlich festgesetzte Tarif rechtsprechungsgemäss gegen-

standlos wird, sobald ein neuer Tarif vereinbart und genehmigt wird (Urteil 

des Bundesverwaltungsgericht C-1918/2018 vom 9. Juli 2019 E. 5.9 mit 

Hinweis auf BVGE 2011/61 E. 6.10.4 m.w.H.),  

dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 831 vom 17. Dezember 2024 den 

zwischen der CSS Kranken-Versicherung AG und den Ärztegesellschaften 

der Kantone Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerhoden, Ap-

penzell Ausserrhoden, Schaffhausen und Glarus am 30. Oktober 2024 

bzw. 14./19./21. November 2024 pendente lite abgeschlossenen neuen 

Vertragsnachtrag zum Tarifvertrag antragsgemäss und rückwirkend (so-

weit dieser den Kanton Thurgau betrifft) ab 1. Januar 2019 genehmigt hat, 

womit für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2024 rückwirkend ein 

vereinbarter und genehmigter TARMED-Taxpunktwert von Fr. 0.83 gilt und 

ab 1. Juli 2024 ein solcher von Fr. 0.86, 

dass angesichts der erfolgten Genehmigung des von den Parteien ge-

schlossenen neuen Vertragsnachtrags zum Tarifvertrag durch den Regie-

rungsrat des Kantons Thurgau vom 17. Dezember 2024 der Grund für die 

weitere Sistierung des vorliegenden Verfahrens dahingefallen ist, 

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Seite 6 

dass gemäss dargestellter Rechtslage das vorliegende Beschwerdever-

fahren im einzelrichterlichen Verfahren als gegenstandslos geworden ab-

zuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG),  

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]), wobei Vorinstanzen keine 

Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass die Verfahrenskosten gemäss Art. 6 lit. a VGKE ganz oder teilweise 

erlassen werden können, wenn das Rechtsmittel ohne erheblichen Auf-

wand für das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird,  

dass die Verfahrenskosten mit Blick auf das durchgeführte Instruktionsver-

fahren mit der Behandlung mehrerer Sistierungsgesuche und deren Ver-

längerung sowie prozessualer Anträge (Antrag auf einen Arbeitstarif für die 

Dauer des Verfahrens, Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung), 

dem Einholen von Fachberichten (Preisüberwacher, BAG) und dem fast 

vollständig durchgeführten Schriftenwechsel nur teilweise erlassen werden 

können, weil nicht mehr von einem unerheblichen Aufwand ausgegangen 

werden kann, 

dass die reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'000.– festzusetzen sind, 

dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens Folge der zwi-

schen den Tarifparteien erzielten Einigung ist und damit sowohl von der 

Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegnerin als Tarifparteien 

bewirkt worden ist, weshalb ihnen die Verfahrenskosten je zur Hälfte auf-

zuerlegen sind, 

dass der von den Beschwerdeführerin zu tragende Anteil an den Verfah-

renskosten von Fr. 1'000.– dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.– zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 4'000.– zurückzuer-

statten ist, 

dass bei diesem Verfahrensausgang die Parteikosten antragsgemäss wett-

geschlagen werden, wobei der Vorinstanz keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE), 

dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das 

Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversiche-

rung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in 

C-7126/2023 

Seite 7 

Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r BGG 

unzulässig und das vorliegende Urteil somit endgültig ist (vgl. auch 

BGE 141 V 361). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Es wird festgestellt, dass der Grund für die Sistierung des vorliegenden 

Verfahrens dahingefallen ist. 

2.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden  

abgeschrieben. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden je zur Hälfte der Beschwer-

deführerin und der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

Der von der Beschwerdeführerin zu tragende Anteil an den Verfahrenskos-

ten von Fr. 1'000.– wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– 

entnommen. Der Restbetrag von Fr. 4'000.– wird zurückerstattet. 

Die Beschwerdegegnerin hat für den von ihr zu tragenden Anteil an den 

Verfahrenskosten innert 30 Tagen ab Erhalt des vorliegenden Urteils den 

Betrag von Fr. 1'000.– zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 

und die Vorinstanz. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

C-7126/2023 

Seite 8 

Christoph Rohrer Milan Lazic 

 

 

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