# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9be2311f-65ed-5536-9a17-3cfa81cb1f5c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 09.01.2024 R 2023 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-5_2024-01-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 5

5. Kammer 

Vorsitz Audétat

Richterinnen Brun und Pedretti

Aktuar Gross

URTEIL

vom 9. Januar 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

B._____,

C._____,

D._____,

E._____,

F._____,

G._____,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Holenstein, 

Anwaltskanzlei Holenstein,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde H._____,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Flavio Decurtins, Caviezel Partner,

- 2 -

Beschwerdegegnerin 1

und

I._____, c/o J._____,

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baueinsprache

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Am 30. Juli 2019 reichte die I._____ bei der Gemeinde K._____ ein 

Baugesuch für ein Ferienresort auf einem Teilstück der Parzelle Nr. 

L._____ ein (Baugesuch Nr. M._____). Das Projekt sieht den Neubau des 

Ferienresorts N._____ vor, bestehend aus dem Hauptgebäude mit 

Rezeption, Lobby, Bar, Kids' Club, Mehrzweckraum, Betriebsräume, 

Hallenbad mit SPA und fünf Mehrfamilienhäusern mit total 80 

bewirtschafteten Wohnungen (total 448 Betten); weiter ist ein Turm mit 

einer Liftverbindung zum Badesee auf der Parzelle Nr. O._____ und den 

Bergbahnen vorgesehen. Das Gesuch wurde am 8. August 2019 publiziert 

und im Zeitraum vom 9.  – 28. August 2019 öffentlich aufgelegt. 

2. Dagegen richteten sich mehrere Einsprachen. Zwischenzeitlich 

beantragte die Gemeinde H._____ mit Baugesuch vom 19. September 

2019 (Baugesuch Nr. P._____) die Erteilung einer Baubewilligung für die 

Erschliessung N._____, Parkplätze mit Carports und Zufahrt für die 

Überbauungen Neubau Ferienresort N._____ und Neubau Hotelanlage 

N._____. Am 26. September 2019 legten A._____ Einsprache ein gegen 

das Baugesuch für die Parkplätze mit Carports.

3. Mit Bauentscheid vom 31. Oktober 2019 entschied der 

Gemeindevorstand, die beiden Baugesuche in einem Entscheid zu 

behandeln und bewilligte beide jeweils mit diversen Auflagen. 

Gleichentags wies er in separaten Entscheiden die Einsprachen ab. 

4. Am 9. Dezember 2019 erhoben A._____ dagegen Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren R 19 100). Darin 

beantragten sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die 

Verweigerung der nachgesuchten Bewilligungen für die Baugesuche Nr. 

M._____ und P._____ – Ferienresort N._____ und 

- 4 -

Parkplatzanlagen/Zufahrt auf den Grundstücken Nrn. L._____ und 

O._____.

5. Mit Urteil vom 24. November 2021 hiess das Verwaltungsgericht die 

Beschwerde teilweise gut, hob den angefochtenen Bauentscheid vom 31. 

Oktober 2019 auf und wies die Sache an die Gemeinde H._____ zur 

vertieften und vollständigen Abklärung betreffend Mehrverkehr und 

Lärmbelastung im Sinne der Erwägungen zurück.

6. Diesen Anweisungen des Verwaltungsgerichts ist die Gemeinde H._____ 

nachgekommen, indem es das Büro Q._____ mit der Erstellung eines 

Verkehrsgutachtens beauftragte. Das Gutachten vom 18. Mai 2022 und 

die Ergänzungen und Erläuterungen vom 9. September 2022 stellte die 

Gemeinde zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs zur Stellungnahme 

zu. Hierzu liess sich das Ehepaar A._____ vernehmen.

7. Mit Bauentscheid vom 2. Dezember 2022 erteilte der Gemeindevorstand 

die ersuchten Bewilligungen unter Bedingungen und Auflagen. Tags zuvor 

wies er in einem separaten Entscheid die Einsprache A._____ ab.

8. Dagegen erhoben A._____ sowie Mitbeteiligte (Beschwerdeführer) am 23. 

Januar 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden (Verfahren R 23 5). Darin beantragten sie die Aufhebung der 

Baubewilligung sowie des Einspracheentscheids und die Verweigerung 

der nachgesuchten Baubewilligungen. Weiter beantragten die 

Beschwerdeführer die aufschiebende Wirkung und die Sistierung des 

Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen eines Baubescheids betreffend 

das im Baugesuch Nr. P._____ angesprochenen Bauprojekts. Ihren 

Sistierungsantrag begründen die Beschwerdeführer damit, dass es 

koordinationsrechtlich nicht angehe, über die immissionsrechtliche 

Zulässigkeit eines Hotelprojekts einen verbindlichen Entscheid zu fällen, 

- 5 -

ohne dass gleichzeitig auch das Hotelprojekt selber baurechtlich beurteilt 

werde. In materieller Hinsicht rügten die Beschwerdeführer eine 

mangelhafte Umsetzung der Vorgaben des Verwaltungsgerichts im neuen 

Verkehrsgutachten; so habe die Gutachterin ihren Berechnungen eine 

konkrete Verkehrszählung bei einem vergleichbaren Resort zu Grunde 

gelegt. Die beiden Resorts seien aber nicht vergleichbar und es fehlten 

jegliche Belege für die herangezogenen Daten. Die angenommenen 

Zahlen zum PW-Verkehr, zum Mehrverkehr durch die Mitarbeitenden des 

Betriebs sowie der Anlieferer seien grob pauschalisiert und unrealistisch 

tief. Das Gutachten sei somit nicht fundiert und nachvollziehbar, sondern 

im Gegenteil unfundiert, unvollständig, unsorgfältig und damit 

unglaubwürdig, weshalb die sich darauf stützende Baubewilligung 

aufgehoben werden müsse. Auch in Bezug auf den täglichen 

Durchschnittsverkehr und die Sanierungsbedürftigkeit der R._____ gehe 

die Gutachterin fehl. Im Ergebnis liege auf jeden Fall eine wahrnehmbare 

Mehrimmission vor. 

9. Mit Schreiben vom 26. Januar 2023 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer eine Vollmacht nach und erklärte gleichzeitig 

gegenüber dem Gericht unter Berufung auf ein redaktionelles Versehen, 

dass sich diverse Personen, welche in der Rechtsschrift als 

Beschwerdeführer aufgeführt sind, am Verfahren nicht beteiligen würden.

10. Nachdem der Instruktionsrichter das Verfahren einstweilen auf die Frage 

der Sistierung beschränkte, beantragte die Gemeinde, dem 

Sistierungsantrag nicht stattzugeben. Sie begründete diesen Antrag im 

Wesentlichen damit, dass es vorliegend um die Bewilligung für ein 

eigenständiges Ferienresort sowie einer Parkierungsanlage gehe und 

nicht auch um ein Hotelprojekt. Die bau- und immissionsrechtliche 

Zulässigkeit eines solchen Projekts wären dereinst im entsprechenden 

Baubewilligungsverfahren zu prüfen. Derzeit sei ungewiss, ob überhaupt 

- 6 -

je ein Hotelprojekt zur Bewilligung eingereicht werde. Weil es sich beim 

Ferienresort und beim Hotel um zwei eigenständige Projekte handle, 

bestehe auch aus koordinationsrechtlicher Optik keine Notwendigkeit für 

eine Verfahrenssistierung. Schliesslich seien im Rahmen des Lärm- und 

Verkehrsgutachtens die zu erwartenden Emissionen beider Projekte 

berücksichtigt worden, obschon angesichts des Projektstands hierfür gar 

keine Notwendigkeit bestanden hätte. Eine Verfahrenssistierung wäre 

sachlich nicht gerechtfertigt und unverhältnismässig. In beweisrechtlicher 

Hinsicht beantragen die Beschwerdeführer die Vornahme eines 

Augenscheins beim Vergleichs-Resort. 

11. Mit Verfügung vom 24. Februar 2023 wies der Instruktionsrichter das 

Sistierungsgesuch ab und setzte den Schriftenwechsel fort. 

12. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2023 beantragte die Gemeinde die 

Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Beschwerdeführer. Sie ist der Ansicht, dass das 

Verwaltungsgericht in seinem früheren Entscheid zu Unrecht von der 

Sanierungsbedürftigkeit der R._____ ausgegangen ist. Richtig seien 

hingegen die Feststellungen im neuen Verkehrsgutachten. Gemäss dem 

Gutachten lägen die durch das Resort und das Hotel zu erwartenden 

Lärmbelastungen unter dem IGW der einschlägigen Empfindlichkeitsstufe 

II, ausgehend von 138 Fahrten pro Tag, wobei selbst eine Verdoppelung 

dieser Fahrten am Ergebnis nichts ändern würde. Die Beschwerdeführer 

vermischten die Berechnungsgrundlagen mit den Berechnungsresultaten. 

Insgesamt sei die Gemeinde dem Rückweisungsauftrag des Gerichts 

sorgfältig nachgekommen, denn das neue Gutachten basiere auf 

fundierten Abklärungen, eigenen Erhebungen und Berechnungen, wobei 

von viel höheren Fahrtenzahlen ausgegangen worden sei als noch das 

frühere Gutachten. Gestützt auf die fundierten und nachvollziehbaren 

Erkenntnisse im neuen Gutachten habe die Gemeinde richtigerweise die 

- 7 -

Einsprachen abgewiesen und die Baubewilligung für das Resort und die 

Parkierungsanlage erteilt. Die Gemeinde beantragt, im Zweifelsfalle die 

Einholung eines Amtsberichts des ANU betreffend die Frage, ob es sich 

bei der R._____ gemäss aktuellen Daten um eine sanierungsbedürftige 

Anlage handle sowie die Einvernahme von S._____ (ANU) als 

Auskunftsperson.

13. In ihrer Replik vom 30. Mai 2023 vertieften die Beschwerdeführer ihre 

Argumentation. 

14. Mit Schreiben vom 14. Juni 2023 verzichtete die Gemeinde 

(Beschwerdegegnerin 1) auf eine Duplik. 

15. Die I._____ (Beschwerdegegnerin 2; Bauherrschaft) liess sich zum 

vorliegenden Verfahren R 23 5 nicht vernehmen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Bauentscheid 

vom 2. Dezember 2022 wie auch der tags zuvor separat ergangene 

Einspracheentscheid, worin die Gemeinde (Beschwerdegegnerin 1) die 

nachgesuchten Bewilligungen für die Baugesuche Nr. M._____ und 

P._____ (Ferienresort N._____ und Parkplatzanlagen/Zufahrt auf den 

Grundstücken Nrn. L._____ und O._____) unter Bedingungen und 

Auflagen erteilte und dabei fast zeitgleich die Einsprache von A._____ 

abwies, sind weder endgültig noch können sie bei einer anderen Instanz 

angefochten werden. Sie stellen daher ein taugliches Anfechtungsobjekt 

- 8 -

für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

dar. Die Beschwerdeführer – alle unbestritten Miteigentümer oder 

Alleineigentümer von (Ferien-)Wohnungen in den benachbarten 

Mehrfamilienhäusern auf Parzelle Nr. T._____ [Haus N._____]/Nr. 

U._____ [Haus V._____] im Nordwesten von Parzelle L._____ – sind als 

Adressaten des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids von den 

neuen Bauprojekten auf dem Nachbargrundstück im Südosten direkt 

betroffen und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Überprüfung, 

weshalb sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert sind (Art. 50 VRG). 

Daran ändert nichts, dass die Anzahl der Beschwerdeführer mit 

anwaltlichem Schreiben vom 26. Januar 2023 unter Berufung auf ein 

redaktionelles Versehen von zwölf [12] auf sieben [7] herabgesetzt wurde. 

Eine solche Reduktion während laufendem Verfahren ist möglich und 

zulässig, jedoch allenfalls bei der Kostenverteilung zu beachten respektive 

gebührend zu berücksichtigen. Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (Art. 38 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VRG) vom 23. 

Januar 2023 ist somit einzutreten. Zur Erschliessung und der damit 

einhergehenden Lärmproblematik am südöstlichsten Punkt der 

Bauparzelle L._____ – mit einer doch erheblichen Distanz (ca. 200 m) zur 

Parzelle U._____ – kann auf das bereits im früheren Urteil R 19 100 E.1 

vom 24. November 2021 in derselben Streitsache Gesagte verwiesen 

werden, worin die Beschwerdelegitimation für A._____ ausdrücklich schon 

einmal in Übereinstimmung mit BGE 137 II 30 E.2.2.2 bejaht und auf deren 

damalige Beschwerde eingetreten wurde. Die Beschwerdelegitimation der 

übrigen Beschwerdeführer (betreffend Teilrevision 

Ortsplanung/Baugesetzänderung für "Hotelprojekt N._____") bejahte das 

Verwaltungsgerichts ausserdem bereits mit Urteil R 22 14 vom 16. Mai 

2023 E.1, welches vor Bundesgericht (Proz.-Nr. 1C_355/2023) hängig ist.    

- 9 -

2. In materieller Hinsicht gilt es zunächst auf die vorhandenen und bekannten 

Dokumente und Auswertungen bis zum Urteil R 19 100 (mit Erstgutachten) 

sowie die seither neu gewonnenen Erkenntnisse für das jetzige Urteil R 23 

5 (mit Zweitgutachten) Bezug zu nehmen (nachfolgend E.3.1.ff.). Weiter 

sind die Sanierungspflicht der R._____ (E.4.1.ff.), die Verkehrs- und 

Lärmerzeugung wegen der Resortanlage (E.4.2.ff.), die Anzahl Fahrten 

verursacht durch das Resort (E.4.3.ff.), die Verkehrszählung (E.4.4.ff.), der 

Unterschied zwischen dem Sommer- und Winterbetrieb (E.4.5.ff.), die 

Anzahl Fahrten verursacht durch den Hotelbetrieb (E.4.6.ff.) und der 

Anlieferverkehr (E.4.7.ff.) auf ihre Rechts- und Gesetzeskonformität zu 

prüfen. In einem Fazit wird das Ergebnis zusammengefasst und gewürdigt 

(E.5).   

3.1. Nachdem das streitberufene Verwaltungsgericht mit Urteil R 19 100 das 

angefochtene Bauvorhaben (Ferienresort und Parkierungsanlage) zur 

vertieften Prüfung in Bezug auf die Lärm- und Verkehrssituation 

(Erstgutachten von W._____) und zu neuem Entscheid an die 

Beschwerdegegnerin 1 zurückgewiesen hat, gab diese ein neues 

Verkehrs- und Lärmgutachten in Auftrag (Zweitgutachten der Firma 

Q._____ vom 18. Mai 2022; vgl. Akten der Beschwerdegegnerin 1 [act.-

Bg'in] Nr. 1 [Ziff. 1 Ausgangslage mit Abbildung Lage des Resorts 

N._____; Ziff. 2 Analyse mit Darstellung Lärmbelastungen im 

Ausgangszustand am 3D-Berechnungsmodell; Mehrverkehr mit 

Referenzwerte des Vergleichsobjekts Resort X._____ in Y._____; Ziff. 3 

Schlussfolgerungen; zzgl. Anhang 1: Emissionstabelle: Beurteilung 

Strassenverkehrslärm tagsüber sowie nachts; Anhang 2: 

Parkierungslärm]). Dieses Zweitgutachten wurde nach den Vorbringen der 

Beschwerdeführer im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens (act.-Bg'in 

Nr. 2) mit einem zusätzlichen Dokument 'Ergänzungen und 

Erläuterungen', mit Datum vom 19. August 2022 noch erläutert und 

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vervollständigt (siehe act.-Bg'in Nr. 3; Ziff. 1. Plausibilisierung der 

Verkehrserzeugung; Ziff. 1.1 Neubeurteilung im Gutachten vom 18. Mai 

2022; Ziff. 1.2 Nachträgliche Sensitivitätsanalyse; Ziff. 2. Klärung der 

Situation bezüglich Strassenlärmsanierungsbedarf mit Fazit sowie Ziff. 2.1 

Darlegung/Begründung, warum man für die N._____ gar keinen DTV 

[Durchschnittlichen Tagesverkehr] ermittelt hat). Weiter reichte die 

Beschwerdegegnerin 1 die Winter- und Sommerauslastung in Zahlen für 

das Vergleichsresort im Z._____ [Zeitspanne Juni 2021 bis Mai 2022] inkl. 

Logiernächte-Entwicklung [2013-2021] bei Gericht als Beweismittel ein 

(act.-Bg'in Nr. 4).

3.2. Mit Beschwerdeschrift vom 23. Januar 2023 hielten die Beschwerdeführer 

materiell betreffs 'Rückweisungsauftrag des Verwaltungsgerichts' und 

somit unter Bezugnahme auf R 19 100 E.13.3, E. 13.5 und E. 15.6 fest: 

Die Gemeinde habe den Auftrag erhalten, den von Hotel und Resort 

verursachten Mehrverkehr im Sinne eines zu erwartenden 

durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommens genauer abzuklären 

(vgl. Beschwerde Rz. 9.1). Da auf der R._____ die Immissionsgrenzwerte 

(IGW) überschritten seien und sie daher sanierungsbedürftig im Sinne von 

Art. 16 bis 18 USG bzw. Art. 9 Abs. 1 lit. b LSV sei, dürfe der vom 

Bauprojekt ausgehende prognostizierte Mehrverkehr nicht zu 

wahrnehmbar stärkeren Immissionen führen (Rz. 9.2). Die 

Mehrverkehrsprognose im ersten Rechtsdurchgang durch den Gutachter 

W._____ sei offenkundig willkürlich ausgefallen (Rz. 10.1). Im neuen 

Gutachten würden die Zahlen aus dem alten Gutachten mehr oder 

weniger bestätigt. Etwas verklausuliert zwar, indem ausgehend von einer 

hypothetischen Vollauslastung während 315 Tagen eine tägliche 

Fahrtenfrequenz von 138 angenommen worden sei, was aber eben 

umgerechnet auf die lediglich 50%ige Auslastung während 10 Monaten in 

etwa mit den Grössen im alten Gutachten korreliere (Rz. 11.1). Es fehlten 

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jedwelche Datenblätter, jedwelche Angaben zur Zählung, es fehlten 

planliche Darstellungen oder auch nur schon Erklärungen zur Örtlichkeit 

und zur Position der Besucherparkplätze und wie das Parkierverhalten 

dort sei, sogar die Behauptung, dass es dort 79 Besucherparklätze gebe, 

sei unbelegt. Noch schlimmer seien die Nachlässigkeiten beim an sich zu 

erhebenden Mehrverkehr des Hotelbetriebs: Hier seien noch nicht einmal 

Vergleichsobjekte untersucht worden. Das neue Gutachten beschränke 

sich darauf, einen Mitarbeiterzuschlag von 25% zu veranschlagen, wobei 

aber effektiv gar kein Zuschlag, sondern ein Abzug erfolgt sei (Rz. 11.2). 

Zusammengefasst sei die um den Faktor 1.6 erhöhte Prognose im neuen 

Gutachten immer noch viel zu tief. Darüber bestehe nach dem Gesagten 

Gewissheit, unbesehen der fehlenden Überprüfbarkeit der ermittelten 

Zahlen und unbesehen der Ungewissheit betreffend Vergleichbarkeit (Rz. 

11.3). Für den Hotelbetrieb sei lapidar ein Mitarbeiterzuschlag von 25% 

veranschlagt worden. Der effektive Besucherverkehr sei vollständig 

unerhoben geblieben (Rz. 11.4). Gänzlich vernachlässigt sei auch eine 

Untersuchung des Anlieferverkehrs geblieben. Im Gutachten seien allein 

4 LW-Fahrten für das Resort veranschlagt, die LW-Fahrten für das Hotel 

seien einfach vergessen gegangen (Rz. 11.5). Selbst die Annahme, das 

Ergebnis der Verkehrszählung in Y._____ repräsentiere eine 

Jahresspitze, sei verfehlt; es verhalte sich umgekehrt, in der 

Nichtwintersaison seien die Fahrtenzahlen pro Tag höher. Es wäre 

gesamthaft von 23'247 Fahrten p.a. auszugehen gewesen, was 69 

Fahrten pro Tag ergeben hätte (Rz. 11.6). Der Mehrverkehr für Hotel und 

Resort werde zusammen allermindestens 350 Fahrten pro Tag betragen 

(Rz. 11.7). Weiter seien betreffend DTV auf der R._____ falsche 

Annahmen getroffen worden. Das Erstgutachten sei von einem DTV von 

2'085 Fahrten ausgegangen, das Zweitgutachten aber nur von 1'257 (Rz. 

12.1) [1'252 Fahrten (Rz.12.2-12.4)]. Bei 350 zusätzlichen Fahrten liege 

auf jeden Fall eine wahrnehmbare Mehrimmission vor, ausgehend vom 

- 12 -

DTV 2015 betrüge der Mehrverkehr 28% und ausgehend von den 

Annahmen im DTV 2010 (2'085 Fahrten) immer noch 16%. Die Schwelle 

der Wahrnehmbarkeit gelte ab 10%, wobei es sich bei den 350 

Zusatzfahrten um eine Mindestgrösse handle (Rz. 12.5-12.6).

3.3. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2023 hielt die Beschwerdegegnerin 1 

dem entgegen, dass das Verwaltungsgericht im Urteil R 19 100 bereits die 

zahlreichen Rügen der Beschwerdeführer behandelt und abgewiesen 

habe. Lediglich in Bezug auf die Lärm- und Verkehrssituation habe es die 

Angelegenheit zur vertieften Überprüfung und zum erneuten Entscheid an 

sie zurückgewiesen (Vernehmlassung Rz. 4). Die R._____ sei keine 

sanierungspflichtige Anlage [mehr], da in der Zwischenzeit (Sommer 2022) 

der Lärmbelastungskataster – auf den das Gericht damals in E.13.3 

explizit abgestellt habe – im Geoportal des Kantons Graubünden 

entsprechend korrigiert worden sei. Auf dem "Lärmbelastungskataster 

Strassen" lasse sich nun die Belastung mit DTV 2015 (LBK 2019) und mit 

DTV 2010 (LBK 2015) anwählen. Dabei werde offensichtlich, dass beim 

neuen LBK 2019 (mit DTV 2015) entlang der R._____ keine Gebäude 

mehr auszumachen seien, bei welchen die Immissionsgrenzwerte 

überschritten seien (sprich mit einem gelben Punkt versehen seien; Rz.8-

10 mit Planskizze). Im neuen Gutachten seien anhand eines 3D-Modells 

eigene Berechnungen angestellt worden und gestützt darauf sei man zum 

Schluss gekommen, dass eine Beurteilung nach Anhang 3 LSV 

(Strassenverkehrslärm) ergebe, dass die massgebenden 

Immissionsgrenzwerte im heutigen Zustand (Ausgangszustand) an allen 

Liegenschaften eingehalten werden könnten. Bei der R._____ handle es 

sich folglich nicht um eine sanierungsbedürftige Anlage gemäss Art. 13 

des LSV (Rz. 11). Gemäss dem neuen Gutachten lägen die durch das 

Resort und das Hotel zu erwartenden Lärmbelastungen unter dem IGW 

der einschlägigen Empfindlichkeitsstufe II. Dies ausgehend von 

- 13 -

zusätzlichen 138 Fahrten pro Tag. Selbst bei einer Verdoppelung des 

Verkehrsaufkommens durch das Resort wären die IGW weiterhin 

eingehalten (Rz. 14). Fazit: Bei der N._____ handle es sich laut 

zutreffenden aktuellen Werten (DTV 2015) gar nicht um eine 

sanierungsbedürftige Strasse. Damit sei hier nicht die Wahrnehmbarkeit 

der zusätzlichen Lärmbelastung, sondern die Einhaltung der IGW von 

Relevanz. Diese seien gemäss neuem Gutachten aber eingehalten (Rz. 

15). Zur Argumentation der Beschwerdeführer wurde detailliert (Ziff. C; 

Rz.16-21) Stellung genommen. Weiter äusserte sich die 

Beschwerdegegnerin 1 im Besonderen noch (Ziff. 1; Rz. 22-23) zur 

spezifischen Verkehrserzeugung von Resort-Wohnungen; (Ziff. 2; Rz. 24-

26) zur Anzahl Fahrten verursacht durch das Resort (Vergleich Erst-

/Zweitgutachten), wobei betont wurde, dass die Beschwerdeführer die 

Berechnungsgrundlagen (Fahrtenerzeugung pro Tag und Parkplatz, 

Auslastung) mit dem Berechnungsresultat (durchschnittliche Anzahl an 

Fahrten pro Tag für das untersuchte Bauvorhaben) vermischt hätten, da 

sie nicht erkannt hätten, dass für die Lärmbeurteilung die durchschnittliche 

Anzahl an Fahrten pro Tag (d.h. für jeden der 365 Tage im Jahr) 

entscheidend sei. Im Zweitgutachten sei nachvollziehbar eine 

durchschnittliche Anzahl von Fahrten pro Tag von 138 berechnet worden. 

Weiter befasste sich die Beschwerdegegnerin 1 mit der Verkehrszählung 

(Ziff. 3; Rz. 27-29), mit dem Unterschied Sommer-/Winterbetrieb (Ziff. 4; 

Rz. 30-32), mit der Anzahl Fahrten verursacht durch das Hotel (Ziff. 5; Rz. 

33-40), wobei hier betont wurde, dass das Zweitgutachten beim Hotel von 

durchschnittlich 65 Fahrten pro Tag ausgehe, während das Erstgutachten 

von lediglich 39 Fahrten pro Tag ausgegangen sei. Es treffe daher 

offenkundig nicht zu, dass diese Annahme im Vergleich zum 

Erstgutachten effektiv sogar gesenkt worden sei. Auch zum 

Anlieferverkehr (Ziff. 6; Rz. 41-44) äusserte sich die Beschwerdegegnerin 

1 ziffernmässig noch folgendermassen: Das Gericht habe 4 Fahrten pro 

- 14 -

Tag für die Anlieferung als zu gering erachtet. Das neue Gutachten gehe 

nun von 38 Fahrten (davon 34 Fahrten mit Lieferwagen) pro Tag für die 

Ver- und Entsorgung aus. (Zzgl. Gesamtfazit: Ziff. D, Rz. 45-47). 

3.4. Nach Ansicht des streitberufenen Gerichts verhält es sich hierzu wie folgt: 

Im Zweitgutachten vom 18. Mai 2022 (vgl. E.3.2 und act.-Bg'in Nrn. 1-4) 

wurde die Verkehrserzeugung neu beurteilt und plausibilisiert. Die Zahlen 

wurden gestützt auf eine konkrete Verkehrszählung beim X._____ Resort 

in Y._____ mit 83 Wohnungen und einem Haupthaus mit Rezeption, Bade- 

und Saunawelt ermittelt. Bei einer Hochrechnung auf das Hotelprojekt bei 

Annahme von 315 Betriebstagen mit konstanter Vollauslastung (100% der 

Parkplätze genutzt) wurden so 138 Fahrten pro Tag errechnet. Unter 

Einbezug des Schwerverkehrsanteils kamen die Gutachter zum Schluss, 

dass die Zunahme der Lärmimmissionen auf der R._____ bei unter 1 

dB(A) liege und deshalb nicht von einer wahrnehmbaren Zunahme der 

Lärmimmissionen auszugehen sei und die Immissionsgrenzwerte (IWG) 

an den umliegenden Liegenschaften trotz des projektbezogenen 

Mehrverkehrs eingehalten werden könnten. Gestützt darauf habe die 

Beschwerdegegnerin 1 am 2. Dezember 2022 einen erneuten 

Baubescheid erlassen unter Abweisung der Einsprachen (vgl. Akten der 

Beschwerdeführer [act.-Bf] 1 [Angefochtener Baubescheid einschliesslich 

Einspracheentscheid]). An diesen Feststellungen besteht für das Gericht 

kein Grund zu zweifeln. 

4.1. Betreffend Sanierungspflicht der R._____ kritisiert die 

Beschwerdegegnerin 1, dass das Gericht diese Strassenzufahrt im 

Verfahren R 19 100 zu Unrecht als lärmsanierungsbedürftige Strasse 

qualifiziert habe.

4.1.1. Tatsächlich verhält es sich so, dass seit dem Urteil im Verfahren R 19 100 

vom 24. November 2021 neue Daten verfügbar sind. Dem 

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Lärmbelastungskataster 2013 liegen Daten betreffend den DTV aus dem 

Jahr 2010 zu Grunde, auf welche sich das Gericht in besagtem Urteil 

abgestützt hat. Dort wurden insgesamt täglich 1'252 Fahrten gezählt. Der 

Stundendurchschnitt von 6-22 Uhr (tagsüber) betrug 74.6 Fahrten, 

derjenige von 22-6 Uhr (nachts) 7.25 Fahrten. Diese Datenlage führte 

dazu, dass entlang der R._____ bei einem (einzigen) Gebäude die 

Immissionsgrenzwerte überschritten waren  (vgl. nachfolgende Planskizze 

1 mit gelbem Punkt).

Planskizze 1: Lärmbelastungskataster 2013 (mit Daten DTV 2010)

4.1.2. Dem Lärmbelastungskataster 2019 liegen hingegen Daten betreffend den 

DTV aus dem Jahre 2015 zu Grunde. Dort wurden insgesamt täglich nur 

noch 928 Fahrten gezählt. Der Stundendurchschnitt von 6-22 Uhr 

(tagsüber) beträgt neu 55.25 Fahrten, derjenige von 22-6 (nachts) 5.5 

Fahrten. Diese neue Datenlage führt dazu, dass entlang der R._____ die 

IGW nirgends mehr überschritten werden (vgl. hiernach Planskizze 2).         

       Planskizze 2: Lärmbelastungskataster 2019 (mit Daten DTV 2015)

4.1.3. Insofern ist bei der Beurteilung dieses Verfahrens die neue Datenlage 

massgeblich und es kann mit der Beschwerdegegnerin 1 festgestellt 

werden, dass es sich bei der R._____ nicht mehr um eine 

sanierungsbedürftige Strasse handelt. Damit entfällt der Beweisantrag der 

Beschwerdegegnerin 1, diesbezüglich einen Amtsbericht des ANU 

einzuholen bzw. die namentlich genannte Fachkraft des ANU zu befragen. 

Daraus folgt, dass nicht die Wahrnehmbarkeit der zusätzlichen 

Lärmbelastung von Relevanz ist, sondern die Einhaltung der 

Immissionsgrenzwerte.

- 16 -

4.1.4. Zurückzuweisen ist aber der Vorhalt im Zweitgutachten, das Gericht habe 

es verpasst, das ANU bezüglich der Lärmbelastung der R._____ 

anzuhören. Gemäss den Angaben der Beschwerdegegnerin 1 sind die 

Geodaten betreffend die Lärmbelastungskataster im Sommer 2022 

aufgeschaltet worden. Dementsprechend kann dem Gericht nicht 

vorgeworfen werden, seinen Entscheid vom November 2021 auf veraltete 

Daten abgestützt zu haben, zumal die neuen Daten damals noch gar nicht 

zugänglich gewesen sind. Im Weiteren hat damals die 

Beschwerdegegnerin 1 selber mit den Daten DTV 2010 argumentiert. Sie 

bestätigte gar selbst, dass es für das Verwaltungsgericht nicht ersichtlich 

war, dass der von ihm im Dezember 2021 abgerufene 

Lärmbelastungskataster veraltet gewesen sei.  

4.2. Die Parteien sind sich betreffend Verkehrserzeugung vom Resort uneins.

4.2.1. Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, dass die Fahrten im neuen 

Gutachten willkürlich festgelegt worden seien. Der Wert für die Fahrten pro 

Resortwohnung müssten höher sein als bei Zweitwohnungen, mindestens 

aber gleich, wobei dort täglich mindestens 2.5 Fahrten einzusetzen seien. 

Damit müsse die Zahl der zusätzlichen Fahrten massiv höher sein (E.3.2).       

4.2.2. Die Beschwerdegegnerin 1 hielt dem entgegen, dass die Ausgangslage 

im Erstgutachten falsch wiedergegeben sei, weil dort für Erstwohnungen 

von 2.5 Fahrten pro Tag sowie für Zweitwohnungen von 1 Fahrt/Tag und 

Parkplatz ausgegangen worden sei. Im neuen Gutachten sei von der 

bestmöglichen Auslastung von 100% über 315 Betriebstage und einer 

spezifischen Verkehrserzeugung von 1 Fahrt/Tag und Parkplatz 

ausgegangen worden, mithin von 26'775 Fahrten pro Jahr bei 80 

Resortwohnungen, d.h. von 335 Fahrten pro Wohnung und Jahr (vgl. 

ebenfalls E.3.3 hiervor).

- 17 -

4.2.3. Nach Auffassung des Gerichts kann der Argumentation der 

Beschwerdegegnerin 1 bzw. den Annahmen und Berechnungen im neuen 

Gutachten gefolgt werden, da sie sachlich nachvollziehbar und plausibel 

sind. Das Zweitgutachten geht von rund 3.7mal mehr Fahrten aus als das 

Erstgutachten. Die Rüge eines unzulässigen Mehrverkehrs ist somit 

abzuweisen.

4.3.  Strittig sind die Anzahl Fahrten verursacht durch das Resort geblieben.

4.3.1. Die Beschwerdeführer rügten hier ebenfalls zu tief angenommene Fahrten 

im Vergleich zum Erstgutachten (vgl. E.3.2, hiervor).

4.3.2. Die Beschwerdegegnerin 1 zeigte auf, dass die Beschwerdeführer in ihrer 

Argumentation die Berechnungsgrundlagen mit den 

Berechnungsresultaten vermischten und daher falsche Schlüsse zogen 

(vgl. E.3.3, hiervor).

4.3.3. Nach der Überzeugung des Gerichts trifft die Darstellung und Sichtweise 

der Beschwerdegegnerin 1 zu. So zeigte diese nachvollziehbar und 

transparent auf, dass bei einem korrekten Vergleich das (alte) 

Erstgutachten von durchschnittlich 60 Fahrten pro Tag ausgeht, wogegen 

das (neue) Zweitgutachten 138 Fahrten pro Tag errechnet hat. Auch diese 

Rüge erweist sich somit als materiell unbegründet und ist folgerichtig 

abzuweisen.

4.4. Weiter ist die Verkehrszählung angezweifelt und zur Diskussion gestellt. 

4.4.1. Mit dieser Rüge stellen die Beschwerdeführer die ermittelten Zahlen der 

Verkehrszählung sowie die Vergleichbarkeit der beiden Resorts in Frage.

- 18 -

4.4.2. Gleich wie die Beschwerdegegnerin 1 ist das streitberufene Gericht 

diesbezüglich der Auffassung, dass zwar die gezählten Fahrten nicht 

überprüft werden können, es aber auch keinerlei Anzeichen auf eine 

Manipulation gibt. Zudem sind die beiden Resorts mit praktisch gleich 

vielen Wohnungen und fast identischem Betriebskonzept gut miteinander 

vergleichbar. Die Verkehrszählungen beim Vergleichsobjekt (Resort 

X._____ Y._____) sind durchaus repräsentativ, da nicht nur die Resort-

Grösse (Häuser/Betten/Infrastrukturanlagen), sondern eben auch die 

Ortslage und Benutzung (Parkplätze in Bergbahnnähe) sehr ähnlich sind. 

Im Gegensatz zum alten Erstgutachten sind im neuen Zweitgutachten 

deutlich höhere und realistischere Annahmen getroffen worden, 

weswegen darauf abzustellen ist.

4.5. Zum Unterschied zwischen Sommer- und Winterbetrieb sei festgehalten:

4.5.1. Die Beschwerdeführer bemängelten dazu, dass die Zählwoche im Februar 

nicht wie im Zweitgutachten dargestellt die Jahresspitze repräsentiere.

4.5.2. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin 1 ist dazu festzustellen, 

dass mit einer Zählwoche vom 26. Februar bis 3. März 2022 eine Periode 

der Winterhochsaison gewählt wurde. Die Beschwerdegegnerin 1 legt 

überdies dar, dass die Auslastung des Resorts im Februar mit 99.83% die 

höchste im ganzen Jahr sei. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die 

Auslastung und damit die Fahrten im Sommer höher sind als die 

Winterhochsaison. Damit sind die Zahlen sicherlich auch aussagekräftig 

sowie in der Sache repräsentativ. Die Vorbringen und Gegenargumente 

der Beschwerdeführer, wonach etwa die Besucher des X._____ Resorts 

auch ausserhalb der Anlage parkieren würden, was die Zahl der Fahrten 

verfälsche, halten einer genaueren Überprüfung nicht stand und sind nicht 

zu hören. Auch diese Rüge ist somit unbegründet und demnach 

abzuweisen. 

- 19 -

4.6. Zu klären sind auch die Anzahl Fahrten verursacht durch den Hotelbetrieb.

4.6.1. Die Beschwerdeführer vermischen auch unter diesem Gesichtspunkt die 

Berechnungsgrundlagen mit den Berechnungsresultaten. Die gesamte 

Rechnerei der Beschwerdeführer ergibt deshalb wenig Sinn.

4.6.2. Im Gegensatz dazu vermag die Beschwerdegegnerin 1 nach Ansicht des 

Gerichts plausibel aufzuzeigen, dass im neuen Gutachten alleine für das 

Hotel 23'725 Fahrten berechnet werden, was 65 Fahrten pro Tag 

gegenüber 39 Fahrten pro Tag im Erstgutachten entspricht. Dies 

entspricht einer Zunahme von 26 Fahrten pro Tag und nicht etwa einer 

Abnahme wie von den Beschwerdeführern behauptet. Die Zahlen im 

neuen Gutachten sind im Übrigen plausibel und sachlich nachvollziehbar. 

Dies führt im Ergebnis dazu, dass auch diese Rüge entsprechend 

abzuweisen ist.

4.7. Ein weiterer Streitpunkt bildet der Anlieferverkehr und dessen Wirkungen. 

4.7.1. Die Beschwerdeführer rügen dazu, dass im Gutachten der Anlieferverkehr 

gänzlich vernachlässigt worden sei. Es sei ausserdem nicht überzeugend, 

wenn im Zweitgutachten zu den entsprechenden Einwänden und 

Vorbringen im Einspracheverfahren lediglich nachgeschoben werde, dass 

diese Fahrten in den bereits angenommenen Fahrtenzahlen enthalten 

seien.

4.7.2. Die Beschwerdegegnerin 1 argumentiert, dass das Verwaltungsgericht im 

Verfahren R 19 100 vier [4] Fahrten pro Tag für die Anlieferung als zu 

gering angesehen habe. Das neue Gutachten gehe von 38 Fahrten für die 

Ver- und Entsorgung aus, davon 4 Lastwagen und 34 Lieferwagen.

- 20 -

4.7.3. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist der Sichtweise der 

Beschwerdegegnerin 1 und deren Auswertung der Datenlage 

zuzustimmen. Die Fahrten für die Ver- und Entsorgung wurden bei der 

Referenzzählung im X._____ Resort Y._____ nicht vom übrigen Verkehr 

unterschieden. Dafür wurden jedoch bei der Verkehrszählung PW, Liefer- 

und Lastwagen nach Fahrzeugtypen separat erfasst, woraus sich ein 

Mittelwert von täglich vier [4] Lastwagen- und 20 Lieferwagenfahrten 

errechnen liess, was plausibel ist. Im neuen Gutachten wurde zudem 

korrekterweise darauf hingewiesen, dass die im X._____ Resort Y._____ 

gezählten PW- und Lieferwagenfahrten nicht voneinander unterschieden 

worden seien, weil eine solche Differenzierung für die Lärmbetrachtung 

irrelevant sei (vgl. E.3.3., konkret Rz. 43). 

5. In Würdigung sämtlicher Dokumente zur Auswertung der 

Lärmproblematik, insbesondere der Datenlage laut neuem Zweitgutachten 

(E.3.2, vorne) ist das Gericht in einer Gesamtschau zur Überzeugung 

gelangt, dass die Beschwerdeführer mit ihren Rügen und Einwänden nicht 

durchdringen. Das neue Gutachten kommt in nachvollziehbarer Art und 

Weise – gestützt auf eigene Erhebungen und Berechnungen – zum 

Schluss, dass die R._____ keine sanierungspflichtige Anlage ist und die 

Grenzwerte nach Art. 3 i.V.m. Anhang 3 der massgebenden 

Lärmschutzverordnung [LSV; SR 814.41] für die hier anwendbare 

Empfindlichkeitsstufe [ES] II eingehalten sind; weiter ist nachgewiesen, 

dass die projektbezogene Zunahme der Lärmbelastung unter 1dB(A) liegt 

und damit als nicht wahrnehmbar zu beurteilen ist; zudem führen die 

erhöhten Lärmimmissionen aufgrund des umstrittenen Bauvorhabens 

nicht zu einer Überschreitung von Immissionsgrenzwerten [IGW] und 

schliesslich zeigt das neue Zweitgutachten vom 18. Mai 2022 korrekt auf, 

dass die Planungswerte nach Anhang 6 LSV für die geplante 

Parkierungsanlage eingehalten sind. Diese Feststellungen und 

- 21 -

Erkenntnisse haben zur Konsequenz, dass die Beschwerdegegnerin 1 

gestützt auf das neuerstellte Zweitgutachten die nachgesuchten 

Baubewilligungen erteilen und die dagegen erhobene Einsprache 

abweisen durfte. Ihre Entscheide sind deshalb rechtens und zu schützen. 

6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG anteilsmässig zu gleichen Teilen den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen. Das Gericht erachtet dabei 

ermessensweise eine Staatsgebühr von gesamthaft CHF 3'500.-- (zzgl. 

Kanzleiauslagen) für gerechtfertigt, zumal sowohl ein doppelter 

Schriftenwechsel als auch ein Sistierungsverfahren durchgeführt wurden, 

wobei in jenem Zwischenverfahren die Kostenregelung ausdrücklich dem 

Entscheid in der Hauptsache vorbehalten wurde (vgl. R 23 5a vom 24. 

Februar 2023, Ziff. 2 Dispositiv). Der Kostenanteil beträgt jeweils 1/7 für 

die im Rubrum aufgeführten Beschwerdeführer (d.h. die drei 

Einzelpersonen sowie die vier Ehepaare).  

6.2. Eine aussergerichtliche (Partei-)Entschädigung wird nicht zugesprochen, 

weil die Beschwerdegegnerin 1 (Gemeinde) lediglich im Rahmen ihres 

amtlichen Wirkungskreises obsiegt hat (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

6.3. Die Beschwerdegegnerin 2 (I._____/Bauherrschaft) hat sich am Verfahren 

nicht beteiligt, weshalb eine aussergerichtliche Entschädigung von 

vorneherein entfällt (vgl. Art. 78 Abs. 1 VRG).       

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'500.--

- 22 -

- und den Kanzleiauslagen von CHF 694.--

zusammen CHF 4'194.--

gehen anteilsmässig zu gleichen Teilen zulasten von A._____ (1/7), 

B._____ (1/7), C._____ (1/7), D._____ (1/7), E._____ (1/7), F._____ (1/7) 

sowie G._____ (1/7).

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]