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**Case Identifier:** 6cdb6b76-c961-5c8a-8df5-781049ed1276
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.12.2018 IV 2016/191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-191_2018-12-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/191

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 05.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2018
Art. 16 ATSG. Art 28. IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. 
Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Dezember 2018, IV 
2016/191).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Geschäftsnr.  

IV 2016/191

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer, 

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

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Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich erstmals im April 2008 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 3). Von 

September bis November 2007 war der Versicherte in der Klinik B.___ in stationärer 

psychiatrischer Behandlung gewesen. Die behandelnden Ärzte hatten eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), 

andere belastende Lebensumstände durch eine psychische Erkrankung der Ehefrau 

(Z63.7), einen Verdacht auf ADHS im Erwachsenenalter, eine Persönlichkeit mit 

abhängigen, ängstlich vermeidenden und emotional instabilen Zügen sowie psychische 

und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (F10.1), diagnostiziert. 

Der Versicherte leide an einer eingeschränkten Konzentrations- und 

Aufmerksamkeitsleistung kombiniert mit einer hohen Lärmempfindlichkeit (IV-act. 23).

A.b  Der behandelnde Psychiater des Versicherten, C.___, berichtete der IV-Stelle im 

Mai 2008, dass der Versicherte an einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), einer Störung durch Alkohol, 

schädlicher Gebrauch (F10.1), belastenden Lebensumständen (Eheproblemen, Z63.7) 

sowie akzentuierten Persönlichkeitszügen mit narzisstischen Anteilen (Z73.1) leide. Seit 

Mai 2007 finde eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung statt. 

Der Versicherte sei angestammt und adaptiert zu mindestens 50% arbeitsfähig (IV-act. 

15). Im August 2008 berichtete med. pract. C.___, dass sich der Gesundheitszustand 

des Versicherten verschlechtert habe. Gegenwärtig bestehe u.a. eine schwere 

depressive Episode (F33.2). Der Versicherte sei derzeit weder in der bisherigen noch in 

einer adaptierten Tätigkeit arbeitsfähig (IV-act. 29). 

A.c  Am 11. September 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass aufgrund 

seines Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

möglich seien (IV-act. 32).

A.d  Im Juli 2009 berichtete med. pract. C.___, dass eine deutliche 

Verschlechterungstendenz in der Symptomatik eingetreten sei und dass eine berufliche 

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Wiedereingliederung mittel- bis langfristig als ausgeschlossen erscheine (IV-act. 42). 

Auf Anfrage der IV-Stelle teilte der behandelnde Arzt C.___ im Oktober 2009 unter 

Verweis auf die entsprechenden Laborbefunde mit, dass aktuell beim Versicherten 

keine Alkoholabhängigkeit vorliege; der Versicherte leide an einer schweren Depression 

mit einer ausgeprägten Selbstwertproblematik und mit Minderwertigkeitsgefühlen (IV-

act. 45).

A.e  In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten psychiatrisch begutachten (vgl. IV-

act. 49). Die Sachverständigen der Psychiatrischen Dienste D.___ hielten im Gutachten 

vom 27. September 2010 fest, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischem Syndrom (F33.11), und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

bestünden psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch 

(F10.1). In der bisherigen Tätigkeit liege aufgrund eines verminderten Arbeitstempos 

und einer verminderten Stresstoleranz gesamthaft gesehen eine Arbeitsfähigkeit von 

ca. 50% vor. Allerdings könne durch eine Intensivierung und Optimierung der 

Behandlung eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden. In einer 

adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von ca. 60%, wobei zu 

berücksichtigen sei, dass das Zustandsbild des Versicherten derzeit durch deutliche 

Schwankungen gekennzeichnet sei (IV-act. 59).

A.f  Am 15. Oktober 2010 notierte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD), dass auf das 

Gutachten voll abgestellt werden könne. Es werde dringend zu einer Intensivierung der 

derzeitigen Therapie in Form einer stationären respektive teilstationären psychiatrisch-

psychotherapeutischen Behandlung geraten. Von einer solchen Therapie könne auch 

eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden. Dies schliesse eine 

Alkoholabstinenz mit ein (IV-act. 62).

A.g  Daraufhin teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 25. Oktober 2010 mit, dass zur 

Klärung des medizinisch relevanten Sachverhaltes weitere Abklärungen angezeigt 

seien. Diese könnten jedoch erst nach einer sechsmonatigen Alkoholabstinenz 

durchgeführt werden. Zusätzlich sei noch eine mindestens teilstationäre psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung notwendig mit anschliessender Fortsetzung der 

ambulanten Psychotherapie. Dem Versicherten sei es zumutbar, im Rahmen der 

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Schadenminderungspflicht eine dauerhafte Alkoholabstinenz einzuhalten und die 

notwendigen Nachweise während mindestens sechs Monaten einzureichen sowie sich 

in eine mindestens teilstationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zu 

begeben. Die IV-Stelle forderte den Versicherten unter Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 und 

Art. 43 Abs. 3 ATSG dazu auf, die geforderten Auflagen bis spätestens am 12. 

November 2010 zu erfüllen (IV-act. 66). Am 6. Dezember 2010 forderte die IV-Stelle den 

Versicherten letztmals auf, bis spätestens am 3. Januar 2011 die ihm auferlegten 

Auflagen zu erfüllen. Sie wies ihn darauf hin, dass sie die Erhebungen einstellen und ein 

Nichteintreten verfügen werde, sollte er der Anordnung erneut nicht nachkommen (IV-

act. 69). Am 21. Januar 2011 verfügte die IV-Stelle das Nichteintreten auf das 

Leistungsbegehren des Versicherten (IV-act. 74).

A.h  Im April 2011 berichtete med. pract. C.___ der IV-Stelle, dass der Versicherte 

wegen der schweren depressiven Störung die Post nicht mehr geöffnet habe. Deshalb 

hätten die durchgeführten Blutuntersuchungen nicht mehr rechtzeitig eingereicht 

werden können. Med. pract. C.___ reichte der IV-Stelle die Labornachweise nach und 

bat um die Wiederaufnahme des IV-Verfahrens (IV-act. 77). Auf entsprechende 

Nachfrage der IV-Stelle berichtete er am 8. Juni 2011, dass der minderjährige Sohn 

überwiegend beim Versicherten lebe und dass aufgrund dieser Fürsorgepflicht keine 

stationäre Behandlung der Depression durchgeführt worden sei. Der Eintritt in die 

Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums (PZ) E.___ sei für die Sommerferien geplant. 

Med. pract. C.___ reichte zudem die Laborwerte vom August 2009, Dezember 2010, 

Januar 2011 und April 2011 ein (IV-act. 81).

A.i Der RAD notierte am 15. Juni 2011, dass die Laborwerte im Normbereich seien, so 

dass diese Auflage nun als erfüllt angesehen werden könne (IV-act. 82). Im September 

2011 teilte das PZ E.___ der IV-Stelle mit, dass der Versicherte nie in Behandlung 

gewesen sei. Das PZ F.___ gab an, dass der Versicherte letztmals im Jahr 2008 in 

Behandlung gewesen sei (IV-act. 85 f.). Daraufhin verfügte die IV-Stelle am 27. Oktober 

2011 erneut das Nichteintreten auf das Leistungsbegehren des Versicherten (IV-act. 

89).

B. 

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B.a  Im Juli 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine seit März 2008 

bestehende Depression erneut zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 92). Daraufhin 

teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie das neue Gesuch nur prüfen könne, 

wenn er glaubhaft machen könne, dass sich die medizinische, die berufliche oder die 

wirtschaftliche Situation in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert habe. 

Sie ersuchte den Versicherten um Einreichung entsprechender Dokumente bis am 8. 

August 2014 und teilte ihm mit, dass sie andernfalls auf das Gesuch nicht eintreten 

könne (IV-act. 93).

B.b  Daraufhin reichte der Versicherte verschiedene Arztberichte ein, so u.a. von med. 

pract. C.___, welcher am 30. Juli 2014 berichtet hatte, dass die Depressionen des 

Versicherten seit Februar 2009 immer schlimmer geworden seien (IV-act. 95-5). Der 

Hausarzt des Versicherten, Dr. med. G.___, hatte in seinem Bericht vom 31. Juli 2014 

festgehalten, dass der Versicherte an rezidivierenden schweren depressiven Episoden, 

einem chronischen therapiefraktären Cervikalsyndrom und an chronischen 

migrainiformen Kopfschmerzen leide und dass auf längere Sicht eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100% bestehe (IV-act. 95-1).

B.c  Vom 22. Juni bis 11. September 2015 war der Versicherte im Psychiatrischen 

Zentrum H.___ in stationärer Behandlung. Die Ärzte hielten im Austrittsbericht vom 19. 

Oktober 2015 fest, dass der Versicherte auf freiwilliger Basis aufgrund einer 

depressiven Symptomatik eingetreten sei. Es bestehe eine bekannte rezidivierende 

depressive Störung bei chronifizierter psychosozialer Überforderungssituation und 

Partnerproblematik. Der Versicherte verlasse das Zentrum in einem stabilisierten 

Zustand (IV-act. 139-61 ff.)

B.d  In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung des 

Versicherten durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Bern (vgl. IV-act. 119, 

127). Im entsprechenden Gutachten vom 19. Februar 2016 (IV-act. 139) hielten die 

Sachverständigen fest, der Versicherte leide unter Schulterschmerzen rechts bei/mit 

einer AC-Gelenksarthrose mit partieller Supraspinatussehnenruptur. Ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. ein Status nach rezidivierenden depressiven 

Episoden seit 2008 (F33.9), psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, ein 

Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (F10.20), Dysthymia (F34.1), chronisch 

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rezidivierende Lumboischialgien rechts mit diskreter L5-Symptomatik rechts bei 

Diskushernie L4/5, ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre 

Zeichen sowie ein Spannungskopfschmerz (IV-act. 139-20). In orthopädischer Hinsicht 

stünden das zervikospondylogene Syndrom, ein lumbospondylogenes Syndrom bei 

Status nach Rückenoperation im Jahr 2000 sowie neu Schulterbeschwerden rechts bei 

radiologisch verifizierter AC-Gelenksarthrose und partieller Supraspinatussehnenruptur 

im Vordergrund. Die Beschwerden des Versicherten könnten sowohl im Bereich der 

HWS als auch im Bereich der LWS und der rechten Schulter gut nachvollzogen 

werden. Zusammengefasst könne sicherlich eine verminderte Rückenbelastbarkeit für 

schwere körperliche Arbeiten attestiert werden, für leichtere Arbeiten bestehe keine 

Einschränkung. Befundinkonsistenzen fänden sich nicht, jedoch stünden gesamthaft 

die psychiatrischen Probleme im Vordergrund (IV-act. 139-16 f.). In neurologischer 

Hinsicht sei der aktuell erhobene Untersuchungsbefund relativ blande gewesen. Im 

Dossier seien keine relevanten neurologischen Vorbefunde vorhanden gewesen. Der 

Versicherte habe selbst eine deutliche Beschwerdeverbesserung nach der 

Gewichtsreduktion angegeben. Durch die geschilderten körperlichen Beschwerden 

würden die Tagesaktivitäten nicht relevant eingeschränkt. Befundinkonsistenzen oder 

Widersprüche fänden sich nicht. Seitens der aktuell erhobenen Symptomatik sei von 

einem chronisch rezidivierenden LWS-Syndrom mit geringfügiger L5-Symptomatik 

rechts auszugehen. Weitere Auffälligkeiten auf dem neurologischen Fachgebiet hätten 

sich nicht gefunden. Die auf neurologischem Fachgebiet festgestellten 

Einschränkungen gingen nicht über diejenigen auf dem orthopädischen Fachgebiet 

hinaus (IV-act. 139-17 f.). Aus internistischer und kardiologischer Sicht sei der 

Versicherte normal arbeitsfähig ohne Einschränkungen der Leistungsfähigkeit. Die 

Laborwerte bestätigten, dass kein schädlicher Alkoholkonsum mehr vorliege. Aus 

psychiatrischer Sicht habe sich bei der Untersuchung und Exploration ein Versicherter 

mit nahezu unauffälligem psychopathologischem Befund vorgestellt, bei dem keine 

depressive Symptomatik spürbar, nachweisbar, explorierbar oder darstellbar gewesen 

sei. Zwar möge es im Leben des Versicherten psychokulturelle und psychosoziale 

ungünstige, kränkende Situationen gegeben haben, diese erschienen jedoch aus 

psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht als überwindbar und sollten einer weiteren 

psychotherapeutischen Behandlung zugänglich sein. Auch scheine die medikamentöse 

Therapie noch nicht ausgeschöpft zu sein. Der Laborwert des nach Angaben des 

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Versicherten eingenommenen Antidepressivums liege im nicht messbaren Bereich, 

weshalb sich die Frage nach der Medikamentencompliance des Versicherten stelle. Die 

weiteren Laborwerte stützten die Angaben des Versicherten, dass er den 

Alkoholkonsum stark eingeschränkt habe. Gegenwärtig schienen die Einschränkungen 

des Versicherten vorwiegend aus seinem Erleben zu resultieren; sie seien geprägt von 

einer persönlichen Krankheitsüberzeugung und von Lebensentwürfen und 

Zielsetzungen, die durch die psychosozialen und soziokulturellen Überlegungen 

zumindest vorbewusst bis bewusst geprägt seien. Zusammenfassend fänden sich 

beim Versicherten gegenwärtig keine Hinweise auf eine relevante depressive Störung, 

auf eine psychotische Erkrankung oder auf eine relevante Persönlichkeitsstörung. Auch 

bestehe kein kognitives Defizit. Ob das Sistieren der depressiven Symptomatik vor 

dem Hintergrund der gerade stattgehabten stationären Behandlung bestehe, müsse 

offenbleiben. Der völlig unauffällige psychische Befund, der Tagesablauf, die 

Alltagskompetenz, die Freizeitgestaltung und die erhobenen Laborparameter sprächen 

gegen ein Vorliegen einer akuten schwerwiegenden psychischen Erkrankung und 

stünden im Widerspruch zu einer Arbeitsunfähigkeit. Dass keine Depression mehr 

festgestellt werden könne, schliesse jedoch Depressionen in der Vergangenheit nicht 

aus (IV-act. 139-18 ff.). Die Gutachter hielten zusammenfassend fest, dass der 

Versicherte vor dem Hintergrund der rezidivierenden depressiven Störung, wohl auch 

mit schwereren Einbrüchen, keine Arbeiten unter Zeitdruck durchführen könne. 

Arbeiten, die von Maschinen vorgegeben würden, seien ebenso wie Schichtarbeit, 

unregelmässige Arbeitszeiten oder ein überwiegender Publikumsverkehr zu vermeiden. 

Günstig wäre es, wenn der Versicherte die Arbeitszeit selbst einteilen und die Arbeit in 

einem harmonisierenden Team ausgeführt werden könnte. Arbeiten mit Heben und 

Tragen von schweren Lasten über 10kg, Arbeiten mit ständiger Zwangshaltung des 

Oberkörpers und des Kopfes, Arbeiten in gebückter Haltung, rein stehende und rein 

sitzende Arbeiten, Arbeiten mit schlagenden, vibrierenden und stossenden Maschinen 

rechts sowie Überkopfarbeiten rechts seien nicht mehr zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit als Maschinenführer und Verpacker von Rohren betrage 

0%. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Vor dem 

Hintergrund der Aktenlage und in der Annahme, dass die behandelnden Einrichtungen 

und die Behandler eine treffende psychiatrische Diagnose gestellt hätten, sei durchaus 

nachvollziehbar, dass während den Erkrankungsphasen und der stationären 

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Behandlung sowie der Hospitalisation eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. 

Schwierig werde die Beurteilung ausserhalb der bestehenden Phasen, da prinzipiell 

anzunehmen sei, dass es sich bei der Depression um eine phasenhafte Erkrankung mit 

auch freien Intervallen handle, die prinzipiell eine gute Prognose habe, folgenlos 

ausheile und insbesondere medikamentös und psychotherapeutisch gut zu behandeln 

und angehbar sei. Retrospektive lasse sich nur schwer nachvollziehen, dass der 

Versicherte seit acht Jahren überhaupt nicht mehr berufstätig sei und dass eine 

durchgehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben solle. Zudem bleibe 

anzumerken, dass auch bei einer leichten bis mittelgradigen depressiven Symptomatik 

eine Arbeitsfähigkeit für leichte, einfache Arbeiten bestehe (IV-act. 139-20 ff.).

B.e  Der RAD notierte am 2. März 2016, dass auf das Gutachten abgestellt werden 

könne. Bei der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei die orthopädische 

Beurteilung massgebend. Tätigkeiten als Zimmermann und Maschinenführer/

Rohrverpacker schieden aus, Autohändler käme, falls dies als angestammte Tätigkeit 

gelte, in Betracht, wenn die orthopädischen Adaptionskriterien in dieser Tätigkeit erfüllt 

seien, was wohl angenommen werden könne. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe 

unter Beachtung der Adaptionskriterien eine 100%ige Arbeitsfähigkeit; die 

Arbeitsfähigkeit sei demnach nur qualitativ eingeschränkt. Dies gelte ab dem Datum 

der orthopädischen Untersuchung, also ab dem 8. September 2015. Empfohlen werde 

weiterhin eine psychiatrisch-psychotherapeutische Betreuung sowie eine 

orthopädische Mitbehandlung, ev. Reha- und Berufsfindungsmassnahmen (IV-act. 

140).

B.f  Mit einem Vorbescheid vom 2. März 2016 stellte die IV-Stelle die Abweisung des 

Leistungsbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 0% in Aussicht. Zur Begründung 

führte sie an, dass gemäss der gutachterlichen Abklärung in einer leidensangepassten 

Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Dabei könne der Versicherte gemäss 

dem Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmer in der Schweiz in einfachen und 

repetitiven Arbeiten ein zumutbares Erwerbseinkommen von Fr. 65'172.00 erzielen (IV-

act. 143).

B.g  Dagegen wandte der Versicherte am 27. April 2016 ein, dass er sich immer mehr 

depressiv und hoffnungslos fühle. Seine Depression sei sehr viel schlimmer geworden. 

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Ausserdem leide er unter Rücken- und Schulterschmerzen sowie starken, fast täglich 

wiederkehrenden Kopfschmerzen (IV-act. 149).

B.h  Am 11. Mai 2016 verfügte die IV-Stelle gemäss ihrem Vorbescheid. Zu den 

Einwänden des Versicherten führte sie an, dass gestützt auf die eingereichten 

Unterlagen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem zwischenzeitlich 

relevant veränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden könne. In einer 

angepassten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 150).

C.

C.a Dagegen erhob der Versicherte am 9. Juni 2016 Beschwerde (act. G 1). Mit einer 

Beschwerdeergänzung vom 15. Juli 2016 beantragte er, die Verfügung vom 11. Mai 

2016 sei aufzuheben und sein Gesundheitszustand sei vollständig abzuklären. 

Ausserdem seien berufliche Massnahmen zu gewähren und der Grad der 

Restarbeitsfähigkeit sei praktisch zu erproben. Weiter sei eine Invalidenrente 

zuzusprechen und ein „Leidensabzug“ zu gewähren. In prozessualer Hinsicht 

beantragte er die unentgeltliche Prozessführung. Er machte geltend, dass das 

Gutachten zu wenig auf seine lange Vorgeschichte eingehe. Sein Gesundheitszustand 

habe sich längst chronifiziert. Die Psychotherapie habe vor allem erhaltenden 

Charakter. Seit der Begutachtung habe sich die Depression massgeblich verschlechtert 

und er sei erneut in stationärer Behandlung gewesen. Im Arbeitsprozess sei er auf eine 

engmaschige Betreuung und eine lange Einarbeitungszeit angewiesen. Aufgrund der 

psychischen Problematik sei er zudem bei der Stellensuche eingeschränkt (act. G 7). 

Der Beschwerdeführer legte der Beschwerde Schreiben von Dr. G.___ vom 16. März 

2016 und von med. pract. C.___ vom 23. März 2016 sowie einen Austrittsbericht des 

Psychiatrischen Zentrums H.___ vom 26. April 2016 über den stationären Aufenthalt 

vom 11. Januar bis 11. März 2016 bei. Zudem reichte der Beschwerdeführer eine 

Bestätigung von med. pract. C.___ vom 15. Juli 2016 ein, laut der es ihm aufgrund 

seiner schwergradigen depressiven Symptomatik nicht möglich gewesen sei, auf die 

gerichtliche Aufforderung vom 22. Juni 2016 zu reagieren (act. G 7.2 ff.).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 27. September 2016 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Sie führte an, dass auf das MEDAS-Gutachten und die 

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darin attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten abgestellt werden 

könne. Die abweichenden Berichte der behandelnden Ärzte seien den Gutachtern 

bekannt gewesen. In Bezug auf die Behandler sei festzuhalten, dass diese in erster 

Linie als Therapeuten agierten und dass ihre Stellungnahmen dadurch geprägt seien. 

Der Beschwerdeführer habe zudem keinen Anspruch auf Arbeitsvermittlung, da er in 

einer leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und keine zusätzliche, gesundheitlich 

bedingte spezifische Einschränkung in der Stellensuche vorliege. Damit sei der 

Invaliditätsbegriff im Sinne von Art. 18 IVG nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung nicht erfüllt (act. G 13). Mit der Beschwerdeantwort reichte die 

Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. I.___ vom 21. 

September 2016 ein. Darin hatte dieser zu den eingereichten Berichten Stellung 

genommen und u.a. ausgeführt, dass auf die von Dr. G.___ attestierte 

Arbeitsunfähigkeit nicht abgestellt werden könne. Im orthopädischen Teilgutachten der 

MEDAS seien die somatischen Beschwerden eingehend und zutreffend gewürdigt 

worden. Der Diagnose von med. pract. C.___ könne nicht gefolgt werden. Bei einer 

Chronifizierung und Schwergradigkeit wäre jeweils nach den letzten beiden stationären 

Behandlungsaufenthalten im H.___ zum Entlassungszeitpunkt im September 2015 und 

März 2016 keine Remission eingetreten. Eine anhaltende, nicht besserungsfähige 

Verschlechterung des somatischen und des psychischen Gesundheitszustandes seit 

der MEDAS-Begutachtung sei nicht eingetreten und durch die vorgelegten Berichte der 

behandelnden Ärzte nicht belegt. Dr. I.___ kam zum Schluss, dass weiterhin auf das 

MEDAS-Gutachten abgestellt werden könne (act. G 13.1).

C.c Am 3. Oktober 2016 bewilligte das Gericht die unentgeltliche Rechtspflege 

(Befreiung von Gerichtskosten) für das Verfahren (act. G 14).

C.d Der Beschwerdeführer reichte innert Frist keine Replik ein (vgl. act. G 15 f.).

C.e Am 7. Mai 2018 reichte med. pract. C.___ einen Austrittsbericht des 

Psychiatrischen Zentrums H.___ vom 11. Januar 2018 über den stationären Aufenthalt 

des Beschwerdeführers vom 13. November bis 15. Dezember 2017 ein (act. G 18). Das 

Gericht gab den Parteien Gelegenheit zur Einsicht- und allfälliger Stellungnahme, 

worauf diese jedoch verzichteten (vgl. act. G 18 f.).

Erwägungen

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1. 

1.1  Der Beschwerdeführer hatte im April 2008 erstmals bei der Beschwerdegegnerin 

um IV-Leistungen ersucht. Nachdem die IV-Stelle am 27. Oktober 2011 ein 

Nichteintreten auf sein Leistungsgesuch erlassen hatte, hat er sich im Juli 2014 erneut 

zum Leistungsbezug angemeldet. Diese Neu- bzw. Wiederanmeldung unterscheidet 

sich von einer erstmaligen Anmeldung lediglich dadurch, dass eine erhebliche 

Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft gemacht werden muss, damit auf 

die Neuanmeldung eingetreten werden kann (Art. 87 Abs. 3 IVV). Der RAD hat aufgrund 

der Berichte des behandelnden Psychiaters und des Hausarztes, welche u.a. darauf 

hingewiesen hatten, dass die Depressionen des Beschwerdeführers seit Februar 2009 

immer schlimmer geworden seien und dass ein chronisches therapiefraktäres 

Cervikalsyndrom sowie chronische migrainiforme Kopfschmerzen bestünden, eine 

anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes als glaubhaft erachtet 

(vgl. IV-act. 99-1 f., 106-2). Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf die 

Neuanmeldung vom Juli 2014 eingetreten.

1.2  Die Beschwerdegegnerin hat die Abweisung des Leistungsbegehrens damit 

begründet, dass kein Gesundheitsschaden vorliege, der die Arbeitsfähigkeit 

einschränke. Damit hat sie den Rentenanspruch des Beschwerdeführers umfassend 

geprüft und ist der vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen als ständige 

Praxis angewendeten Rechtsaufassung gefolgt, gemäss welcher der 

Versicherungsträger, tritt er auf die Neuanmeldung ein, das neue Gesuch materiell wie 

eine erstmalige Anmeldung umfassend zu prüfen hat. Mit einer Neu- bzw. 

Wiederanmeldung wird nämlich nicht eine Anpassung einer laufenden, formell 

rechtskräftig zugesprochenen Dauerleistung - und somit eine Revision im Sinne des 

Art. 17 Abs. 1 ATSG – angestrebt. Vielmehr zielt die erneute Anmeldung auf eine 

(erstmalige) Zusprache von Versicherungsleistungen ab. Art. 29 Abs. 1 ATSG 

unterscheidet weder nach seinem Wortlaut noch nach seinem Sinn und Zweck 

zwischen erstmaligen Anmeldungen und Neuanmeldungen. Diese Bestimmung muss 

notwendigerweise weit interpretiert werden, denn es ist generell die Aufgabe des 

Verwaltungsverfahrensrechts, möglichst allen Personen die Leistungen zu verschaffen, 

auf die sie materiell-rechtlich einen Anspruch haben. Dies geht der formellen 

Rechtskraft einer früheren Abweisung eines Leistungsbegehrens vor und zwingt den 

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Sozialversicherungsträger, auch eine Neuanmeldung materiell zu prüfen. Mit dieser 

Interpretation des Art. 29 Abs. 1 ATSG deckt sich der Umstand, dass mit einer formell 

rechtskräftigen Leistungszusprache ein schutzwürdiges Interesse des Bezügers an der 

Verbindlichkeit dieser Zusprache begründet wird, während mit der rechtskräftigen 

Abweisung eines Leistungsgesuches naturgemäss kein schutzwürdiges Interesse am 

Bestand dieser Entscheidung entsteht. Deshalb ist die uneingeschränkte Anwendung 

des Art. 29 Abs. 1 ATSG auch auf Neuanmeldungen aus vertrauensschutzrechtlicher 

Sicht völlig unproblematisch. Ein öffentliches Interesse an der Bindung an eine frühere 

rechtskräftige Abweisung eines Leistungsgesuches und damit an einem Ausschluss 

der Neuanmeldungen von der Anwendbarkeit des Art. 29 Abs. 1 ATSG ist nicht 

erkennbar, zumal dies dem Ziel der Ausrichtung von Sozialversicherungsleistungen an 

alle Berechtigten und damit dem Gleichbehandlungs- und dem 

Gesetzmässigkeitsgrundsatz zuwiderlaufen würde. Warum Personen, deren 

Leistungsgesuch früher formell rechtskräftig abgewiesen worden ist, so lange vom 

Leistungsbezug ausgeschlossen sein sollten, bis sich die der Abweisung 

zugrundeliegende Sachverhaltsprognose im Gefolge einer nachträglichen 

Sachverhaltsveränderung ex nunc als unrichtig erweise, ist nicht einzusehen. Die 

analoge Anwendung des Art. 17 ATSG auf Neuanmeldungen ist gesetzwidrig, weil 

weder diese Bestimmung noch der Art. 29 Abs. 1 ATSG eine entsprechende 

ausfüllungsbedürftige Gesetzeslücke aufweisen. Der Art. 87 Abs. 3 IVV widerspricht 

diesem Interpretationsergebnis nicht, denn er dient ausschliesslich dem Zweck, die 

Erledigung repetitiver Neuanmeldungen gestützt auf Art. 29 Abs. 1 ATSG zu 

vereinfachen.

2. 

2.1  Mit Verfügung vom 11. Mai 2016 hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 0% verneint. 

Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerdeschrift vom 9. bzw. 15. Juni 2016 

geltend gemacht, dass ihm berufliche Massnahmen zu gewähren seien, da er bei der 

Stellensuche eingeschränkt sei und hierbei Hilfe durch die IV-Stelle benötige (act. G 7). 

Entscheidinhalt der angefochtenen Verfügung ist ausschliesslich der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Die vom Beschwerdeführer beantragte 

Arbeitsvermittlung setzt als spezielle berufliche Eingliederungsmassnahme nicht 

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Invalidität, sondern Arbeitslosigkeit voraus. Sie ist nicht Streitgegenstand im 

vorliegenden Verfahren, weshalb auf den entsprechenden Beschwerdeantrag nicht 

eingetreten werden kann. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit einzig 

die Frage, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.2  Einen Rentenanspruch haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid 

sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss 

Art. 28a Abs. 1 des IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.3  Um das Invalideneinkommen zu bestimmen und damit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, muss die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Tätigkeit im Verfügungszeitpunkt feststehen.

3. 

3.1  Zur Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit hat die 

Beschwerdegegnerin bei der Begutachtungsstelle MEDAS Bern ein polydisziplinäres 

Gutachten eingeholt (IV-act. 139). Dieses beruht auf fachärztlichen internistischen, 

kardiologischen, neurologischen, psychiatrischen und orthopädischen 

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Untersuchungen. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers ist das Gutachten 

in Kenntnis der umfangreichen medizinischen Aktenlage (vgl. S. 3-7 des Gutachtens) 

erstellt worden und die Gutachter haben sich umfassend mit der Vorgeschichte des 

Beschwerdeführers befasst (vgl. IV-act. 139-31 ff. sowie 139-38). Die Gutachter haben 

sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt und 

detaillierte objektive Befunde erhoben. Sie haben ihre Diagnosen in ihren jeweiligen 

Fachgebieten schlüssig begründet und interdisziplinär eine überzeugende und 

nachvollziehbare Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Insbesondere haben die 

Gutachter plausibel dargelegt, dass dem Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht 

zwar in der angestammten Tätigkeit als Maschinenführer und Verpacker aufgrund der 

verminderten Rückenbelastbarkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden 

müsse, dass er jedoch für leichtere Arbeiten uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Dabei 

gingen die auf neurologischem Fachgebiet festgestellten Einschränkungen nicht über 

diejenigen auf dem orthopädischen Fachgebiet hinaus. Auch in internistischer und 

kardiologischer Hinsicht haben die Gutachter den Beschwerdeführer als zu 100% 

arbeitsfähig ohne Einschränkungen der Leistungsfähigkeit erachtet (vgl. IV-act. 139-14, 

139-30, 139-45, 139-48). Die Gutachter haben sodann mit Blick auf die vorliegende 

Aktenlage nachvollziehbar dargelegt, dass beim Beschwerdeführer eine psychiatrische 

Problematik im Vordergrund stehe.

3.2  Der psychiatrische Gutachter hat seinerseits plausibel dargelegt, weshalb beim 

Beschwerdeführer keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychiatrische Diagnose 

vorliegt. Er hat insbesondere festgehalten, dass bei der Untersuchung keine depressive 

Symptomatik spürbar, nachweisbar oder darstellbar gewesen sei. Der völlig 

unauffällige psychische Befund, die Alltags- und Freizeitgestaltung und der 

Tagesablauf des Beschwerdeführers sowie die erhobenen Laborparameter mit 

fraglicher Medikamenten-compliance sprächen gegen das Vorliegen einer akuten 

schwerwiegenden psychischen Erkrankung und damit auch gegen eine 

Arbeitsunfähigkeit. Der Gutachter hat weiter darauf hingewiesen, dass das Auftreten 

von Depressionen in der Vergangenheit zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen sei, 

dass die gegenwärtigen Einschränkungen des Beschwerdeführers aber vorwiegend 

aus seinem Erleben zu resultieren schienen. Sie seien geprägt von einer persönlichen 

Krankheitsüberzeugung und von Lebensentwürfen, die durch psychosoziale und 

soziokulturelle Überlegungen zumindest vorbewusst bis bewusst geprägt seien. 

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Dementsprechend ist der psychiatrische Gutachter zum überzeugenden Schluss 

gekommen, dass anlässlich der aktuellen Untersuchung keine Hinweise auf eine 

relevante depressive Störung, auf eine psychotische Erkrankung, auf ein kognitives 

Defizit oder auf eine relevante Persönlichkeitsstörung vorgelegen hätten.

3.3  Zusammenfassend haben die Gutachter lediglich die anlässlich der 

orthopädischen Begutachtung erhobene Schulterproblematik als die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers einschränkend erachtet. Sie haben insbesondere den 

psychiatrischen Diagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Vor 

diesem Hintergrund überzeugt die gutachterliche Schlussfolgerung, dass der 

Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit aufgrund der Schulterproblematik 

nicht mehr arbeitsfähig sei und in einer angepassten Tätigkeit mit dem entsprechenden 

Belastungsprofil (keine Schichtarbeit, keine unregelmässige Arbeitszeiten, kein 

überwiegender Publikumsverkehr, kein Heben und Tragen von schweren Lasten über 

10kg, keine ständige Zwangshaltung des Oberkörpers und des Kopfes, keine gebückte 

Haltung, keine schlagende, vibrierende und stossende Maschinen sowie keine 

Überkopfarbeiten rechts) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe.

3.4  Die abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte vermögen diese 

gutachterlichen Schlussfolgerungen nicht in Frage zu stellen. Dabei gilt es 

insbesondere zu beachten, dass der behandelnde und der begutachtende Psychiater 

aufgrund der unterschiedlichen Natur von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag 

geradezu zu abweichenden Beurteilungen der psychischen Beeinträchtigungen und 

den sich daraus ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gelangen müssen. 

Tatsächlich entsteht vorliegend der Eindruck, dass sich der behandelnde Psychiater 

bei seiner Diagnosestellung und bei seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung im Wesentlichen 

auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers gestützt und diese nicht kritisch 

hinterfragt oder objektiviert hat. So haben die MEDAS-Gutachter festgehalten, es lasse 

sich retrospektiv nur schwer nachvollziehen, dass durchgehend eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden haben solle und dass der Beschwerdeführer seit acht 

Jahren in keiner Weise mehr berufstätig gewesen sei, zumal auch bei einer leichten bis 

mittelgradigen depressiven Symptomatik zumindest für leichte, einfache Arbeiten eine 

Arbeitsfähigkeit bestünde (vgl. IV-act. 139-20). Anzumerken bleibt schliesslich, dass 

der RAD das Gutachten ebenfalls als schlüssig qualifiziert hat (vgl. IV-act. 140).

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3.5  Zusammenfassend ist gestützt auf das MEDAS-Gutachten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab dem Zeitpunkt 

der Begutachtung, d.h. ab September 2016, in seiner angestammten Tätigkeit nicht 

mehr arbeitsfähig ist. In einer angepassten Tätigkeit besteht bei Einhaltung des 

entsprechenden Belastungsprofils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

3.6  Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Beginn des möglichen 

Rentenanspruchs im Januar 2015 (Art. 29 Abs. 1 IVG) bis zum Zeitpunkt der 

Begutachtung im September 2016 ist festzuhalten, dass auch in dieser Zeit die 

psychischen Probleme des Beschwerdeführers im Vordergrund gestanden haben und 

in somatischer und insbesondere orthopädischer und neurologischer Hinsicht keine 

Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist (vgl. auch IV-act. 139-21). In psychiatrischer 

Hinsicht ist der Beschwerdeführer im massgebenden Zeitraum bei seinem Psychiater in 

Behandlung gewesen. Ausserdem hat er sich vom 22. Juni bis 11. September 2015 auf 

freiwilliger Basis auf Einweisung seines Psychiaters im PZ H.___ aufgehalten. Aus den 

entsprechenden Berichten ergibt sich, dass die behandelnden Ärzte im Wesentlichen 

dieselben Befunde erhoben haben wie die MEDAS-Gutachter. Sie haben diese jedoch 

aus der Behandlerperspektive heraus anders gewürdigt und sich dabei hauptsächlich 

an den subjektiven Angaben und insbesondere am persönlichen Empfinden des 

Beschwerdeführers orientiert. Die MEDAS-Gutachter haben ihrerseits aufgrund der 

Angaben des Beschwerdeführers und den erhobenen Befunden keine depressive 

Erkrankung diagnostiziert, sondern sind zum überzeugenden Schluss gekommen, dass 

die Angaben des Beschwerdeführers zumindest vorbewusst, wenn nicht bewusst von 

einer subjektiven Krankheitsüberzeugung geprägt seien (vgl. E. 3.2). Dabei dürfte 

davon auszugehen sein, dass sich diese Überzeugung im Laufe der langen 

psychiatrischen Behandlungsdauer immer weiter verstärkt hat. Mit Blick auf die 

vorliegenden Akten ist davon auszugehen, dass diese persönliche 

Krankheitsüberzeugung, welche sich den MEDAS-Gutachtern präsentierte, nicht erst 

im Zeitpunkt der Begutachtung vorgelegen hat, sondern lange vorbestehend gewesen 

ist. Die nachvollziehbare gutachterliche Einschätzung bezüglich des psychischen 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers hat damit nicht nur im Zeitpunkt der 

Begutachtung ihre Gültigkeit, sondern ist auch für den massgebenden Zeitraum vor der 

Begutachtung heranzuziehen. Damit ist ab dem Zeitpunkt des möglichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Rentenbeginns im Januar 2015 auch in psychiatrischer Hinsicht keine 

Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen.

3.7  Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass sich sein psychischer Zustand 

nach der Begutachtung massgeblich verschlechtert habe, so dass die behandelnden 

Ärzte von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen seien, ist festzuhalten, dass 

sich aus dem Austrittsbericht des PZ H.___ vom 26. April 2016 (act. G 7.4.1) keine 

neuen medizinischen Diagnosen oder Befunde, welche den Gutachtern nicht bekannt 

gewesen wären, entnehmen lassen. Dass die behandelnden Ärzte dem 

Beschwerdeführer eine 30%ige Arbeitsfähigkeit attestiert haben, ist zwar vor dem 

Hintergrund der Eigenheiten des Behandlungsauftrages mit den daraus in sehr vielen 

Fällen resultierenden abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen grundsätzlich 

nachvollziehbar. Die Überzeugungskraft des Gutachtens wird dadurch aber nicht 

erschüttert.

4. 

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten bleiben die 

erwerblichen Auswirkungen der (qualitativen) Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Der 

Beschwerdeführer hat eine Lehre als Zimmermann absolviert, hat jedoch nur etwa drei 

Jahre auf seinem erlernten Beruf gearbeitet. Seitdem ist er in den verschiedensten 

Berufen und schliesslich seit 1998 bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2008 

als Maschinenoperateur und Verpacker von Rohren tätig gewesen (vgl. IV-act. 13, 

17-2, 139-8, 139-40). Damit hat die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers 

derjenigen eines Hilfsarbeiters entsprochen. Eine Rückkehr in den erlernten Beruf des 

Zimmermanns käme aufgrund der langen Berufsabsenz nicht mehr in Frage. Daher ist 

davon auszugehen, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin eine 

Hilfsarbeitertätigkeit ausführen würde. Da somit sowohl hinsichtlich des 

(hypothetischen) Valideneinkommens als auch bezüglich des Invalideneinkommens 

derselbe Tätigkeitsbereich zugrunde zu legen ist, kann ein so genannter 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem 

Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom 

Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Ein Tabellenlohnabzug ist entgegen des Antrags des 

Beschwerdeführers (act. G 7) vorliegend nicht zu berücksichtigen. Anhaltspunkte dafür, 

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dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Hilfsarbeitertätigkeit 

betriebswirtschaftlich-ökonomisch gesehen nur noch eine unterdurchschnittliche 

Arbeitsleistung erbringen könnte, sind nämlich nicht ersichtlich. Im Übrigen würde 

selbst bei der Gewährung des 25%igen Maximalabzugs kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultieren. Damit sind die Voraussetzungen für die Zusprache einer 

Rente der Invalidenversicherung nicht erfüllt, weshalb sich die angefochtene Verfügung 

als rechtmässig erweist.

5. 

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist diese dem unterliegenden Beschwerdeführer 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege (act. G 14) ist der 

Beschwerdeführer von der Bezahlung zu befreien. Eine Partei, der die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet, 

sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten werden kann, abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer wird zufolge unentgeltlicher Rechtspflege von der Bezahlung 

der Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2018
	Art. 16 ATSG. Art 28. IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Dezember 2018, IV 2016/191).

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