# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1eaca91-8aaf-58f6-9459-540f14caa585
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.06.2024 810 2023 286 (810 23 286)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-286_2024-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Juni 2024 (810 23 286) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / Ehedauer 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Hans 

Furer, Stefan Schulthess, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts-
schreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dieter von Blarer, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz 

(RRB Nr. 1499 vom 7. November 2023) 
 
 
 
 
A. Der serbische Staatsangehörige A.____, geboren 1981, reiste am 1. August 2016 mit 
seiner Tochter B.____, geboren 2006, und seinem Sohn C.____, geboren 2008, in die Schweiz 
ein. Am 26. September 2016 heiratete A.____ die in der Schweiz niederlassungsberechtigte 
slowenische Staatsangehörige D.____, geboren 1973. Daraufhin erteilte das Amt für Migration 
und Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft (AFMB) A.____ eine Aufenthaltsbewilligung 
EU/EFTA im Rahmen des Familiennachzugs. 

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B. Per 1. August 2016 meldete A.____ sich und seine beiden Kinder unter der Adresse von 
D.____ und deren Kinder in E.____ an. Ab 1. Januar 2019 wohnte A.____ mit seinen beiden 
Kindern in F.____ und D.____ zog zusammen mit ihren Kindern in eine neue Wohnung in 
E.____. 
 
C. Mit Schreiben vom 28. und 29. Januar 2019 sowie mit Schreiben vom 5. Mai 2020 be-
fragte das AFMB A.____ und D.____ zum ehelichen Zusammenleben. A.____ und D.____ 
nahmen dazu jeweils mit Schreiben vom 4. und 5. Januar (recte Februar) 2019 bzw. vom 8. und 
14. Mai 2020 Stellung. 
 
D. Mit Schreiben vom 15. September 2021 befragte das AFMB A.____ und D.____ erneut 
zu ihrer Beziehung. D.____ nahm mit Schreiben vom 17. September 2021 und A.____ mit 
Schreiben vom 12. Oktober 2021 Stellung. Mit Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft 
West vom 29. September 2021 wurde die Ehe von A.____ und D.____ geschieden. 
 
E. Mit Entscheid vom 24. Januar 2018 errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde G.____ (KESB) für B.____ und C.____ eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB. Die KESB erweiterte die Beistandschaft mit Entscheid vom 29. September 
2021. Zur Begründung wurde angeführt, dass die fehlende Erreichbarkeit und mangelnde Mit-
wirkung von A.____ immer wieder dazu geführt hätten, dass wichtige administrative, finanzielle 
und medizinische Belange der Kinder nicht oder zeitlich verzögert erledigt worden seien. Nach-
dem es im Mai 2020 zu einem Gewaltvorfall gekommen war, bei welchem C.____ körperlich 
verletzt wurde, bestätigte die KESB mit Entscheid vom 9. Juni 2020 den superprovisorisch ver-
fügten Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie die superprovisorisch verfügte 
Fremdplatzierung von B.____ und C.____. 
 
F. Mit Schreiben vom 26. April 2022 und vom 28. April 2022 gewährte das AFMB A.____ 
sowie den beiden Kindern das rechtliche Gehör zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung und Wegweisung von A.____. B.____ und C.____ nahmen mit Schreiben vom 11. Mai 
2022 vertreten durch ihren Beistand Stellung. A.____, vertreten durch die Anlaufstelle Basel-
land, reichte mit Schreiben vom 3. Juni 2022 seine Stellungnahme ein. 
 
G. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2022 widerrief das AFMB die Aufenthaltsbewilligung von 
A.____ und forderte diesen auf, die Schweiz bis spätestens 30. November 2022 zu verlassen. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ seine Aufenthaltsbewilligung 
von seiner slowenischen Ex-Frau ableite. Die Ehe sei am 29. September 2021 geschieden wor-
den. Die Ehegemeinschaft habe nicht drei Jahre gedauert und ein nachehelicher Härtefall liege 
ebenfalls nicht vor. Somit habe A.____ nach Art. 50 AIG keinen Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Einen Aufenthaltsanspruch gestützt auf die EMRK 
sowie eine ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verneinte das AFMB 
ebenfalls. Weiter sei A.____ in der Schweiz nicht derart verwurzelt, dass ihm die Reintegration 
in Serbien nicht mehr zuzumuten wäre. Der Beschwerdeführer habe dort ein intaktes soziales 
und familiäres Umfeld und die soziale Wiedereingliederung erscheine nicht gefährdet. Die bei-
den Kinder von A.____ seien fremdplatziert und das Besuchsrecht könne auch aus dem Aus-

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land oder ins Ausland wahrgenommen werden. Die Wegweisung von A.____ aus der Schweiz 
sei verhältnismässig. 
 
H. Gegen den Entscheid des AFMB erhob A.____, nachfolgend vertreten durch Dieter von 
Blarer, Rechtsanwalt, mit Eingabe vom 8. November 2022 beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu belassen. Alles unter o/e-Kostenfolge, 
wobei A.____ die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren sei.  
 
I. Mit Schreiben vom 13. Januar 2023 beantragte A.____ die Sistierung des Beschwerde-
verfahrens mit der Begründung, dass er am 27. Januar 2023 H.____, geboren 1983, heiraten 
werde. H.____ sei serbische Staatsangehörige und im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung. Es 
sei geplant, dass H.____ mit den Kindern vom Kanton Jura zu A.____ in den Kanton Basel-
Landschaft ziehe. Am 27. Januar 2023 heirateten H.____ und A.____. 
 
J. Mit Verfügung vom 27. Januar 2023 sistierte der instruierende Rechtsdienst von Regie-
rungsrat und Landrat das Beschwerdeverfahren und hob die Sistierung am 3. Mai 2023 wieder 
auf. Mit Schreiben vom 15. Juni 2023 reichte A.____ die Beschwerdebegründung ein und 
machte geltend, dass es zwischen ihm und seiner Ehefrau zum Zerwürfnis gekommen sei. 
 
K. Mit Entscheid vom 7. November 2023 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab und 
hielt fest, dass A.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft des 
vorliegenden Entscheids zu verlassen habe. Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung 
und Verbeiständung wurde nicht entsprochen, da es A.____ mit Ratenzahlungen möglich sei, 
für die Verfahrens- und Anwaltskosten aufzukommen. 
 
L. Mit Eingabe vom 16. November 2023 erhob der Beschwerdeführer gegen den Entscheid 
des Regierungsrates Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der angefochtene Entscheid vom 
7. November 2023 sei aufzuheben und das AFMB sei anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung 
des Beschwerdeführers zu verlängern. Eventualiter sei die Angelegenheit zur vollständigen 
Feststellung des Sachverhalts und zur neuerlichen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Der Beschwerde komme von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu, sodass das 
AFMB die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers für die Dauer des Verfahrens zu ver-
längern habe. Das AFMB sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme entsprechend anzuwei-
sen. Unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu 
bewilligen sei. In seiner Beschwerdebegründung vom 19. Januar 2024 beantragte der Be-
schwerdeführer zusätzlich, dass die Angelegenheit allenfalls an das AFMB zurückzuweisen sei, 
mit der Weisung, mit dem Beschwerdeführer eine Integrationsvereinbarung abzuschliessen. 
 
M. Die Vorinstanz liess sich mit Eingabe vom 16. Februar 2024 vernehmen und schloss auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 

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N. Mit Verfügung vom 13. März 2024 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
O. Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 22. Mai 2024 den Bericht der neuen 
Beiständin von C.____ vom 7. Mai 2024 ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Demnach ist 
das Kantonsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zustän-
dig. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdi-
ges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, 
sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO 
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Er-
messens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob der Widerruf der Aufenthaltsbewilligun-
gen des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und Art. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration [AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Be-
hörde entscheidet in den Fällen nach Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen 
Vorschriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu 
einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das 
AIG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER 
UEBERSAX/STEFAN SCHLEGEL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser/Vetterli [Hrsg.], Ausländer-
recht, 3. Auflage, Basel 2022, N 9.162 ff.). 
 
4.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der Republik Serbien keine 
staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf 
Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
4.3 Nach Art. 7 lit. d des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten 

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andererseits über die Freizügigkeit (FZA) i.V.m. Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA hat ein 
Ehepartner einer Person, die Staatsangehörige einer Vertragspartei ist und ein Aufenthaltsrecht 
hat, ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht in der Schweiz, welches grundsätzlich nicht vom Zusam-
menleben des Paars abhängig gemacht werden darf, sondern allein an den formellen Bestand 
der Ehe anknüpft (vgl. BGE 130 II 113 E. 8; Urteile des Bundesgerichts 2C_345/2019 vom 
8. Juli 2019 E. 2.1; 2C_68/2017 vom 29. November 2017 E. 3.1 und 2C_347/2013 vom 1. Mai 
2013 E. 3.2.1). Dieses Recht steht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (BGE 139 II 
393 E. 2.1). Fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich 
dazu, die ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, fällt der Anspruch dahin. 
Das vom originär anwesenheitsberechtigten EU-Bürger abgeleitete Aufenthaltsrecht des Dritt-
staatsangehörigen kann infolge Wegfalls der Voraussetzungen für das Aufenthaltsrecht gestützt 
auf Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und 
Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten, zwischen der Schweiz und dem Vereinigten 
Königreicht sowie unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation (VFP) 
vom 22. Mai 2002 widerrufen oder nicht (mehr) verlängert werden, da das Freizügigkeitsab-
kommen diesbezüglich keine eigenen abweichenden Bestimmungen enthält (vgl. Art. 2 Abs. 2 
AIG, vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV] vom 11. November 2020 [810 20 117] E. 5.3; KGE VV vom 23. Juli 2014 [810 14 36]). 
 
4.4 Die Ehegatten sind seit dem 29. September 2021 geschieden, womit der Beschwerde-
führer im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids nicht mehr über ein auf Art. 3 Abs. 1 Anhang 
I FZA gestütztes und vom Aufenthaltsrecht seiner Ex-Frau abgeleitetes Aufenthaltsrecht verfüg-
te. Demzufolge ist dieser Anspruch spätestens mit der Scheidung am 29. September 2021 erlo-
schen und der Beschwerdeführer kann sich im heutigen Zeitpunkt nicht mehr auf sein abgeleite-
tes Aufenthaltsrecht berufen. Der nacheheliche Aufenthaltsanspruch ist im Freizügigkeitsab-
kommen nicht geregelt, weshalb ein solcher sich aufgrund des Diskriminierungsverbots von 
Art. 2 FZA und im Sinne einer günstigeren ausländerrechtlichen Regelung gemäss Art. 2 Abs. 2 
AIG grundsätzlich nach den Bestimmungen richtet, die für Familienangehörige von Schweize-
rinnen und Schweizern gelten. Zu prüfen ist deshalb, ob der Beschwerdeführer landesrechtlich 
einen nachehelichen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. 
 
5.1 Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des 
Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht 
auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die 
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vor-
liegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen 
weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, nachehelicher 
Härtefall). Dieser Artikel kommt im Verhältnis zu Art. 49 AIG zur Anwendung, wenn mindestens 
faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diesfalls gilt 
die Ehegemeinschaft als definitiv gescheitert, dergestalt, dass "die Ehegatten ihr Leben unab-
hängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander gelöst haben und ein wirt-
schaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist" (BGE 136 II 113 E. 2). Gemäss Bundesge-
richt ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft – vorbehältlich eines Getrenntlebens 
gestützt auf Art. 49 AIG – im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzu-

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setzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft 
nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Fami-
liengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA 
auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die 
Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was 
gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG namentlich zum Erlöschen des Verlängerungsanspruchs ge-
mäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG führt (MARC SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck 
[Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, N 1 zu Art. 58a AIG). Im Folgen-
den ist zu prüfen, ob die Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers mit seiner Ex-Frau drei Jah-
re gedauert hat oder ob sie vor Ablauf dieser Frist aufgelöst wurde. 
 
5.2 Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist gestützt auf 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzu-
stellen (BGE 140 II 345 E. 4.1; BGE 136 II 113 E. 3.3). Massgeblicher Zeitpunkt für die retro-
spektive Berechnung der Dauer der ehelichen Gemeinschaft ist gemäss der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung in der Regel die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft (BGE 136 II 113 
E. 3.2). Vorliegend kann die Dauer der Ehe jedoch nicht an der Dauer der Haushaltsgemein-
schaft gemessen werden, weil Letztere gar nicht Bedingung des Aufenthaltsanspruchs war. In 
diesen Fällen kann erst eine Auflösung der Ehegemeinschaft angenommen werden, wenn der 
gegenseitige Ehewille erloschen ist. Dieser Tatbestand ist von der Behörde nachzuweisen, wo-
bei der Nachweis als erbracht gelten kann, wenn die Ehe – im massgeblichen Zeitpunkt, d.h. 
vor Ablauf einer dreijährigen formellen Ehedauer – aufgrund der äusseren Umstände als "in-
haltsleer" erscheint oder bloss noch formell bestand (vgl. SPESCHA, a.a.O., N 6 zu Art. 50 AIG). 
Eine relevante Ehegemeinschaft liegt somit vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich 
gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 138 II 229 E. 2, Urteil des Bundesge-
richts 2C_281/2017 vom 26. März 2018 E. 2.2). Die Frist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG gilt abso-
lut; bereits das Fehlen weniger Wochen oder Tage schliesst den Anspruch auf Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_377/2020 vom 15. Juli 2020 
E. 5.2).  
 
5.3.1 Die Vorinstanz führt aus, dass der Beschwerdeführer und seine Ex-Frau sich am 
1. November 2018 getrennt hätten und der Beschwerdeführer mit seinen beiden Kindern in eine 
eigene Wohnung gezogen sei. Die eheliche Wohngemeinschaft habe somit zwei Jahre und 42 
Tage gedauert. Der Beschwerdeführer mache zwar für das Getrenntleben die familiäre Situati-
on verantwortlich, da das Zusammenleben der Stieffamilie bestehend aus sechs Personen mit 
diversem kulturellem Hintergrund in einer 4½-Zimmer-Wohnung nicht möglich gewesen sei. Mit 
dem Bezug einer grösseren, bedarfsgerechten Wohnung hätte jedoch auf die familiären Prob-
leme Einfluss genommen werden und die Ex-Frau hätte den Beschwerdeführer im Alltag und 
bei der Erziehung der Kinder unterstützen können. Somit sei davon auszugehen, dass für ge-
trennte Wohnorte kein wichtiger Grund bestanden und die Ehegemeinschaft somit keine drei 
Jahre gedauert habe. 
 
5.3.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, dass die besondere familiäre Situation 
eine räumliche Trennung notwendig gemacht habe und für das Wohl der Kinder angezeigt ge-

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wesen sei. Es sei für den Beschwerdeführer und seine Ex-Frau, welche beide keine hohen Ein-
kommen gehabt hätten, schwierig gewesen, eine Wohnung zu finden, bei welcher sich die Dy-
namik von vier heranwachsenden Kindern beruhigt hätte. Noch im Mai 2020 seien die Bedin-
gungen des Familiennachzuges auch bei getrennten Haushalten offenbar erfüllt gewesen, an-
dernfalls hätte das AFMB damals Massnahmen einleiten müssen. Die Aufenthaltsbewilligungen 
des Beschwerdeführers und seiner Kinder seien sodann im Juni 2020 bis am 17. Juni 2025 ver-
längert worden. Der Beschwerdeführer erfülle somit in Bezug auf die Dauer der Ehe die Vo-
raussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG. 
 
5.3.3 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer und D.____ am 26. September 2016 gehei-
ratet und bis im November 2018 mit ihren Kindern zusammen in einer Wohnung gewohnt ha-
ben. Anschliessend wohnten der Beschwerdeführer mit seinen beiden Kindern und D.____ mit 
ihren beiden Kindern in zwei getrennten Wohnungen. Zu dieser Situation befragt, gaben der 
Beschwerdeführer und D.____ im Januar 2019 übereinstimmend an, dass sie wegen der Kinder 
getrennt leben würden, die Wiederaufnahme des Zusammenlebens in Frage komme und sie 
jedes Wochenende als Familie zusammen verbringen würden. Unter der Woche würden sich 
der Beschwerdeführer und D.____ ein bis zwei Mal sehen und täglich telefonieren (vgl. Schrei-
ben des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2019 und Schreiben von D.____ vom 4. Januar 
[recte: Februar] 2019). Die Entscheidung der Ehegatten, aufgrund der Probleme mit vier heran-
wachsenden Kindern aus zwei Familien mit unterschiedlichem kulturellem und familiärem Hin-
tergrund, sich auf zwei Wohnungen aufzuteilen, ist durchaus nachvollziehbar. Nach Angaben 
des Beschwerdeführers und von D.____ verbrachten die Familie und die Ehepartner trotz der 
räumlichen Trennung viel Zeit zusammen und hatten regelmässigen Kontakt. Gestützt auf diese 
nachvollziehbaren und übereinstimmenden Angaben bestanden zum damaligen Zeitpunkt keine 
Anzeichen dafür, dass die Ehe des Beschwerdeführers nur noch formell bestehen würde. Das 
AFMB ging damals ebenfalls davon aus und verzichtete gemäss den vorliegenden Akten auf 
weitere Massnahmen. Mit Schreiben vom 8. Mai bzw. vom 14. Mai 2020 nahmen der Be-
schwerdeführer und D.____ erneut Stellung zu den Fragen im Schreiben des AFMB vom 5. Mai 
2020. D.____ hielt fest, dass momentan keine Scheidung geplant sei und sie sich vorstellen 
könne, die Ehegemeinschaft wiederaufzunehmen, wenn die Kinder älter seien. Weiter führte sie 
aus, dass sie für die Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft alles unternommen habe, auch für 
die Kinder des Beschwerdeführers, dieser würde sie jedoch nicht unterstützen. In seiner Stel-
lungnahme machte der Beschwerdeführer geltend, dass er mit D.____ eine gemeinsame Zu-
kunft plane. Aufgrund der Probleme mit den Kindern seien getrennte Wohnungen jedoch die 
einzige Lösung. Obschon D.____ in ihrem Schreiben die fehlende Unterstützung des Be-
schwerdeführers erwähnte, hielten beide Ehegatten fest, dass sie das Zusammenleben wieder-
aufnehmen würden, sobald die Kinder älter seien. Anzeichen dafür, dass die Ehe zu diesem 
Zeitpunkt inhaltsleer geworden wäre und lediglich formell bestanden hätte, lagen nicht vor, ins-
besondere da der Beschwerdeführer ausführte, dass sich die Ehegatten drei bis vier Mal in der 
Woche sehen würden. Das AFMB ging ebenfalls nicht von einem Erlöschen des Ehewillens 
aus, verzichtete vorläufig erneut auf Massnahmen und verlängerte die Aufenthaltsbewilligung 
des Beschwerdeführers und seiner Kinder. Zu diesem Zeitpunkt, d.h. im Mai 2020 waren die 
Ehegatten bereits mehr als 3 Jahre verheiratet und es sind den Akten keine Anzeichen – insbe-
sondere in Form von ausserehelichen Beziehungen – dafür zu entnehmen, dass der Ehewille 

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bei den Ehegatten nicht mehr vorhanden war. Daran vermag auch die Stellungnahme von 
D.____ vom 17. September 2021, worin sie den Beschwerdeführer bezichtigte, sie nur ausge-
nutzt zu haben, um mit seinen Kindern in der Schweiz bleiben zu können, nichts zu ändern. 
Diese Stellungnahme erfolgte ein Jahr nach der definitiven Trennung des Ehepaars und nach 
Einreichung der Scheidung. Dass der Ehewille bei beiden im September bzw. Oktober 2020 
nicht mehr bestanden hat, geht aus den diesbezüglich übereinstimmenden Aussagen des Be-
schwerdeführers und D.____ hervor, wonach die Scheidung eingereicht und das Ehepaar seit 
einem Jahr bzw. seit Oktober 2020 getrennt sei (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 
12. Oktober 2021 und von D.____ vom 17. September 2021). Vor dem Hintergrund, dass das 
Zusammenwohnen im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA 
keine Bewilligungsvoraussetzung (vgl. E. 5.1 hiervor) darstellt und erst eine Auflösung der Ehe-
gemeinschaft angenommen werden kann, wenn der Ehewille erloschen ist, ist gestützt auf die 
vorstehenden Ausführungen festzuhalten, dass das AFMB nicht nachgewiesen hat, dass die 
Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und D.____ vor dem Mai 2020 nicht mehr im geforderten 
Sinne bestanden hat. Der Beschwerdeführer hat sich somit nicht rechtsmissbräuchlich auf den 
Bestand seiner Ehe berufen. Damit ist die Voraussetzung einer mindestens dreijährigen Ehe-
dauer in der Schweiz gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG erfüllt.  
 
5.4.1 Neben der mindestens dreijährigen Dauer der Ehegemeinschaft verlangt Art. 50 Abs. 1 
lit. a AIG zudem, dass die Integrationskriterien nach Art. 58a erfüllt sind. Als Integrationskrite-
rien gelten die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG), 
die Respektierung der Werte der Bundesverfassung (Art. 58a Abs. 1 lit. b AIG), die Sprachkom-
petenz (Art. 58a Abs. 1 lit. c AIG) sowie die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb 
von Bildung (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG). Die Art. 77a ff. der Verordnung über Zulassung, Aufent-
halt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 konkretisieren die Integrationskriterien 
und -vorgaben (BGE 148 II 1 E. 2.2). 
 
5.4.2 Eine Nichtbeachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 58a 
Abs. 1 lit. a AIG liegt laut Art. 77a Abs. 1 lit. a und lit. b VZAE insbesondere vor, wenn die be-
troffene Person gesetzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet oder öffent-
lich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt. Nach der Rechtspre-
chung unter dem alten Recht, welche auch für die Auslegung des neuen Rechts seine Gültigkeit 
behält, schliessen geringfügige Strafen eine Integration nicht aus (Urteil des Bundesgerichts 
2C_145/2022 vom 6. April 2022 E. 6.3 mit Hinweisen). 
 
5.4.3 Nach Art. 77e VZAE nimmt eine Person am Wirtschaftsleben teil, wenn sie die Lebens-
haltungskosten und Unterhaltsverpflichtungen deckt durch Einkommen, Vermögen oder Leis-
tungen Dritter, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Rechtsprechungsgemäss setzt eine erfolg-
reiche Integration indessen nicht voraus, dass die ausländische Person eine gradlinige Karriere 
in einer besonders qualifizierten Tätigkeit absolviert hat oder ein hohes Einkommen erzielt. Ent-
scheidend ist, dass die ausländische Person für sich sorgen kann, keine (nennenswerten) Sozi-
alhilfeleistungen bezieht und sich nicht (in nennenswerter Weise) verschuldet. Bei einer Ver-
schuldung kommt es namentlich auf die Höhe der Verschuldung, ihre Ursache(n) sowie die 
Bemühungen der Person an, ihre Schulden abzubauen (Urteile des Bundesgerichts 

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2C_145/2022 vom 6. April 2022 E. 6.3; 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 3.3, je mit Hin-
weisen). 
 
5.4.4 Gemäss Art. 77d Abs. 1 VZAE gilt der Nachweis für Sprachkompetenzen in einer Lan-
dessprache unter anderem dann als erbracht, wenn die Ausländerin oder der Ausländer über 
einen Sprachnachweis verfügt, der die entsprechenden Sprachkompetenzen in dieser Landes-
sprache bescheinigt und der sich auf ein Sprachnachweisverfahren abstützt, das den allgemein 
anerkannten Qualitätsstandards für Sprachtests entspricht. Kann sich der Betroffene auf einfa-
che Weise in typischen alltäglichen Situationen verständigen und kurze Gespräche führen, hat 
er in sprachlicher Hinsicht als hinreichend integriert zu gelten (Urteil des Bundesgerichts 
2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 2.3 mit Hinweisen). 
 
5.4.5 Nach der Rechtsprechung ist zur Beurteilung der Integration eines Ausländers eine Ge-
samtbeurteilung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_145/2022 vom 6. April 2022 E. 6.3). Bei einer ausländischen Person, die in der Schweiz 
beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, die finanziell unabhängig ist, sich korrekt 
verhält und die örtliche Sprache beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umstände, um 
eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteil des Bundesgerichts 2C_541/2019 vom 
22. Januar 2020 E. 3.4.1). 
 
6.1 Die Vorinstanz führt aus, dass der Beschwerdeführer keine gelungene Integration vor-
weisen könne. Er sei mit Strafbefehl wegen häuslicher Gewalt/Tätlichkeit zum Nachteil seines 
Sohnes strafrechtlich verurteilt worden, seine Deutschkenntnisse seien gemessen am Aufent-
halt von sieben Jahren bescheiden, er sei im Betreibungsregister mit 54 Betreibungen in der 
Höhe von Fr. 69'194.-- und 37 Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 50'700.-- registriert und die 
Schulden würden laufend zunehmen. Die Fremdbetreuung der beiden Kinder habe Kosten in 
der Höhe von Fr. 1'195'602.-- verursacht. Der Unterhaltspflicht für seine Kinder sei der Be-
schwerdeführer bis Ende November 2022 nie nachgekommen und danach bloss unregelmässig 
oder gar nicht, obschon sein Einkommen es ihm ermöglicht hätte. Gemäss dem Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege erziele der Beschwerdeführer einen monatlichen Überschuss von 
Fr. 1'224.90 und wäre in der Lage, weitere Schulden zu verhindern beziehungsweise Schulden 
zu begleichen. In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz zudem an, dass gemäss dem Stu-
fenmodell des SEM für die Aufenthaltsbewilligung von Ehegatten von Personen mit Niederlas-
sungsbewilligungen oder Aufenthaltsbewilligungen nach Auflösung der Familiengemeinschaft 
mindestens das Niveau A 1 mündlich eines anerkannten Sprachzertifikates verlangt werde. 
Dies könne der Beschwerdeführer nicht nachweisen. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer führt dagegen aus, dass er seit nunmehr bald sechs Jahren als 
Hilfsschlosser in der Firma J.____ in F.____ arbeite. Er habe somit die notwendigen Sprach-
kenntnisse erworben, um im beruflichen Umfeld zu bestehen. Es sei richtig, dass er Schulden 
habe und mit seinen Finanzangelegenheiten überfordert gewesen sei. Der Schuldenbetrag von 
Fr. 120'000.-- werde allerdings bestritten und der Beschwerdeführer habe seine finanziellen 
Verpflichtungen mittlerweile so geregelt, dass er diesen regelmässig nachkommen könne. Die 
Tätlichkeit gegenüber seinem Sohn liege bald vier Jahre zurück und in der Zwischenzeit habe 

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es keine ähnlichen Vorkommnisse mehr gegeben. Der Beschwerdeführer sei jedes Wochenen-
de und auch unter der Woche für seine Kinder da. Seine Wohnung sei nach wie vor das Zuhau-
se der Kinder. Die KESB habe in ihrem Bericht vom 29. November 2021 festgehalten, dass eine 
erneute Veränderung im Alltag der Kinder auf deren Entwicklung sehr negative Folgen haben 
könne und zur Stabilität im Lebensalltag der Kinder zweifelsfrei auch der regelmässige Kontakt 
und das Verbringen der Wochenenden mit ihrem Vater gehöre. Für C.____ sei die Verbindung 
zum Vater derzeit zentral für eine stabile Entwicklung. Es sei vorgesehen, dass er in der Region 
Basel eine Schnupperlehre absolviere und beim Vater wohne. Der Beschwerdeführer habe sich 
mittlerweile soweit integriert, dass sein Verhalten, sowohl den Kindern gegenüber als auch ge-
genüber den Behörden, als tadellos bezeichnet werden könne. 
 
6.3 In wirtschaftlicher Hinsicht geht der Beschwerdeführer seit Oktober 2017 einer Erwerbs-
tätigkeit nach und ist seit dem 1. März 2018 in einem 100%-Pensum unbefristet als Hilfsschlos-
ser bei der Firma J.____ angestellt. Der Beschwerdeführer wird nicht von der Sozialhilfe unter-
stützt und nimmt am Wirtschaftsleben teil. Die bisher angelaufenen Kosten der Kindesschutz-
massnahmen, welche mit Blick auf die familiäre Situation, die Überforderung des Beschwerde-
führers sowie die IV-relevante Problematik von C.____ notwendig waren, können dem Be-
schwerdeführer im Rahmen der Beurteilung seines Willens zur Teilnahme am Wirtschaftsleben 
nicht vorgehalten werden. Dieses Integrationskriterium kann nicht so ausgelegt werden, dass 
sich im Ergebnis Menschen in Krisensituationen, von denen insbesondere Kinder betroffen 
sind, nicht mehr an die KESB wenden oder Massnahmen verhindern, aus Angst, die finanziel-
len Folgen allfälliger Kindesschutzmassnahmen könnten sich negativ auf ihren ausländerrecht-
lichen Status auswirken (vgl. Bernische Verwaltungsrechtsprechung [BVR], 2023, S. 139). Be-
treffend die Verschuldung wendet der Beschwerdeführer ein, dass diese nicht mutwillig im Sin-
ne eines Verstosses gegen die öffentliche Ordnung erfolgt sei und er sich um den Abbau seiner 
Schulden bemühe. Die Vorinstanz ging in ihrem Entscheid von Schulden des Beschwerdefüh-
rers in der Höhe von rund Fr. 120'000.-- aus. Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 
31. Mai 2024 einen Auszug aus dem Betreibungsregister ein, welcher vom 17. April 2024 datiert 
und nicht getilgte Verlustscheine zulasten des Beschwerdeführers in der Höhe von 
Fr. 57'189.31 aufweist. Dazu führt der Beschwerdeführer aus, dass die Schulden bei der Helsa-
na Krankenkasse nicht wie im Betreibungsregisterauszug aufgeführt Fr. 8'914.40, sondern ge-
mäss der von ihm bei der Helsana eingeholten Auflistung Fr. 1'119.95 betragen würden. Zu-
sammen mit den Schulden aus Betreibungen in der Höhe von Fr. 20'121.87 würden sich seine 
Schulden gesamthaft auf rund Fr. 70'000.-- belaufen. Demzufolge habe er seine Schulden in 
erheblichem Umfang reduziert. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass es sich auch bei einem 
vom Beschwerdeführer angenommenen Betrag von Fr. 70'000.-- nicht mehr um eine geringe 
Verschuldung handelt. Hingegen konnte der Beschwerdeführer mit Blick auf den Betreibungs-
registerauszug vom 17. April 2024 Rückzahlungen seiner Schulden vornehmen und untersteht 
mittlerweile der Lohnpfändung. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass der Beschwerdeführer 
anfangs grosse Mühe hatte, seinen finanziellen Unterhaltspflichten gegenüber seinen Kindern 
nachzukommen. Seit April 2022 wird der Kindesunterhalt inkl. Kinderzulagen (Fr. 450.-- pro 
Kind) jedoch direkt vom Lohn abgezogen, gleich wie die monatlichen Mietzinse des Beschwer-
deführers. Der Beschwerdeführer ist somit darum bemüht, seine Schulden abzubauen und sei-
nen Unterhaltspflichten nachzukommen, weshalb Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG als erfüllt gelten 

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kann. Mit Strafbefehl vom 12. Oktober 2020 wurde der Beschwerdeführer der Tätlichkeit gegen 
seinen Sohn schuldig erklärt. Dabei handelt es sich – wie der Beschwerdeführer zu Recht ein-
gesteht – nicht um eine Bagatelle. Da der Beschwerdeführer lediglich zu einer Busse von 
Fr. 200.-- verurteilt wurde, es seither zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen ist und sich 
gemäss den Akten die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen beiden Kindern 
verbessert hat, kann die Voraussetzung von Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG zum jetzigen Zeitpunkt als 
erfüllt gelten. Das Kriterium der Respektierung der Werte der Bundesverfassung nach Art. 58a 
Abs. 1 lit. b AIG bezieht sich insbesondere auf die rechtstaatlichen Prinzipien sowie die freiheit-
lich-demokratische Grundordnung der Schweiz. Art. 77c lit. b VZAE nennt dahingehend aus-
drücklich die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Recht auf persönliche Freiheit, die 
Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Meinungsfreiheit. Das Integrationskriterium der Res-
pektierung der Werte der Bundesverfassung gibt zu keinen weiteren Ausführungen Anlass und 
der Beschwerdeführer erfüllt dieses Kriterium. Zum Nachweis seiner Sprachkompetenz reichte 
der Beschwerdeführer eine Kursbestätigung des Ausländerdienstes Baselland vom 14. Dezem-
ber 2017 für den Deutsch-Basiskurs Niveau A1.1 ein. Danach verfügt der Beschwerdeführer 
über Grundkenntnisse, welche ausreichen, sich in einfachen Situationen zurechtzufinden. Die 
Akten hinterlassen kein eindeutiges Bild über die Sprachkompetenzen des Beschwerdeführers. 
Es ist jedoch festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer ein gutes Arbeitszeugnis ausgestellt 
wurde, in welchem ihm gute und termingerechte Leistungen bestätigt werden und aufgrund 
dessen davon ausgegangen werden kann, dass er im Berufsalltag zurechtkommt und seine 
Sprachkenntnisse seinem sozioprofessionellen Umfeld genügen, weshalb ihm der Grad der 
Sprachbeherrschung vorliegend nicht entgegengehalten werden kann (Urteile des Bundesge-
richts 2C_834/2022 vom 1. Juni 2023 E. 4.2.4, 2C_595/2017 vom 13. April 2018 E. 5.7.2). An-
gesichts dessen kann beim Beschwerdeführer kein hinreichendes sprachliches Integrationsde-
fizit im Sinne von Art. 58a Abs. 1 lit. c AIG angenommen werden. Unter Berücksichtigung, dass 
der Beschwerdeführer bis zur Fremdplatzierung neben seiner Erwerbstätigkeit die Betreuung 
seiner heranwachsenden Kinder mit Scheidungs- und Migrationshintergrund alleine wahrge-
nommen hat (vgl. Art. 58a Abs. 2 AIG i.V.m Art. 77f lit. c Ziff. 3 VZAE), liegt zum jetzigen Zeit-
punkt gesamthaft eine gerade ausreichende Integration des Beschwerdeführers vor. 
 
6.4 Zusammengefasst ergibt sich, dass der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. 
a AIG einen Anspruch auf einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz ableiten kann. 
 
7. Im Übrigen wäre es fraglich, ob mit Blick auf das Kindswohl bei einer Verneinung eines 
Aufenthaltsanspruchs eine Wegweisung des Beschwerdeführers im jetzigen Zeitpunkt verhält-
nismässig wäre. Die beiden Kinder des Beschwerdeführers sind noch minderjährig und ihr Auf-
enthalt würde ungewiss, müsste ihr sorgeberechtigter Vater die Schweiz verlassen (vgl. BGE 
139 II 393 E. 4.2.3). Eine Wegweisung der Kinder nach Serbien wäre diesen grundsätzlich je-
doch nicht zumutbar, zumal beide nicht mehr in einem anpassungsfähigen Alter sind. Die bei-
den Kinder sind zwar zurzeit fremdplatziert, es ist jedoch gestützt auf die Berichte in den Akten 
aktuell von einer gelebten engen affektiven Beziehung zu ihrem Vater auszugehen und dieser 
ist als einziger leiblicher Elternteil in der Schweiz anzusehen, auf den die elterliche Obhut rück-
übertragen werden könnte. 
 

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8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und das 
AFMB anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. Das Ge-
such des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechtspflege wird bei diesem Ausgang des 
Verfahrens gegenstandslos. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auf die weiteren Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers, insbesondere auf die Rüge der Rechtsverweigerung, nicht weiter 
einzugehen. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die 
Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 2'000.-- der unterliegenden Vorinstanz aufer-
legt. 
 
9.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist ausgangsgemäss 
eine Parteientschädigung zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in 
seiner Honorarnote vom 4. April 2024 einen Aufwand von 19.92 Stunden zu einem Stundenan-
satz in der Höhe von Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 103.60 geltend, was ange-
messen erscheint. Dazu kommt ein Aufwand für die Eingaben vom 22. und 31. Mai 2024. Dem-
gemäss ist dem Beschwerdeführer eine pauschale Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 5'600.-- (inkl. Auslagen und 8.1% MWST) zuzusprechen, die der unterliegenden Vorinstanz 
aufzuerlegen ist. Bezüglich der Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist 
die Angelegenheit an den Regierungsrat zurückzuweisen. 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss vom 

7. November 2023 aufgehoben und das Amt für Migration und Bürger-
recht des Kantons Basel-Landschaft angewiesen, A.____ die Aufent-
haltsbewilligung zu verlängern. 

   
 2. Bezüglich der Kosten für das vorinstanzliche Verfahren wird die Angele-

genheit zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kanton-Basel-Landschaft auferlegt. 
   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'600.-- (inkl. Ausla-
gen und 8.1 % MWST) auszurichten. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin