# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6396f9e8-1108-548b-a11c-9c7e32b58671
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.10.2025 LZ250020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ250020_2025-10-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LZ250020-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. B. Schärer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. K. Vogel und Oberrichterin lic. iur. R. Hürlimann 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro

Beschluss und Urteil vom 7. Oktober 2025

in Sachen

A._____, 
Klägerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____, 

gegen

B._____,
Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

sowie

C._____, 
Verfahrensbeteiligte

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung  
Einzelgericht, vom 19. März 2025 (FK190022-L)

- 2 -

Rechtsbegehren:

A. der Klägerin (modifiziert, Urk. 228 S. 1 f.):

" 1. Die gemeinsame Tochter C._____, geboren tt.mm.2018, sei unter der Obhut der 
Klägerin zu belassen.

2. Dem Beklagten sei ein angemessenes Betreuungsrecht jedes zweite Wochen-
ende von Freitag Schulschluss bis Montagmorgen Schulbeginn sowie an einem 
Wochentag nach Schulschluss bis am nächsten Morgen Schulbeginn einzuräu-
men.

2a Das Reiseverbot sei aufzuheben.

3. Die bestehende Beistandschaft sei weiterzuführen.

4. Es sei festzustellen, dass sich der Wohnsitz des Kindes (für schulische, steuer-
liche und sozialversicherungsrechtliche Belange) bei der Klägerin befindet.

5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin ab 1. Dezember 2018 für C._____ 
monatlich im Voraus angemessene Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (Bar- und 
Betreuungsunterhalt) bis zur Volljährigkeit resp. bis zum Abschluss der Erstaus-
bildung, zuzüglich allfälliger Kinderzulagen.

6. Die Unterhaltsbeiträge seien gerichtsüblich zu indexieren.

7. Weiter sei der Beklagte zu verpflichten, sich mindestens zur Hälfte an unvorher-
gesehen ausserordentlichen Kosten des Kindes (medizinische und schulische 
Massnahmen, Zahnkorrekturen, Ferienkurse und Hobbies über Fr. 500/Jahr) zu 
beteiligen.

8. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die für C._____ ausbezahlten IV-
Kinderrenten weiterzuleiten.

9. Die AHV-Erziehungsgutschriften seien ab 1. Dezember 2018 vollumfänglich der 
Klägerin zuzuteilen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt.) zu Lasten des Beklag-
ten."

B. des Beklagten (Urk. 38 S. 2 und Urk. 265 S. 28, sinngemäss):

1. Es sei die alternierende Obhut anzuordnen.

2. Der Beklagte sei rückwirkend für keine weiteren Unterhaltsbeiträge zu ver-
pflichten. Er sei zu verpflichten ab 1. Oktober 2019 Unterhaltsbeiträge von 
höchstens CHF 700.– (Barunterhalt) bis am 30. mm. 2030 zu bezahlen. Ab 
1. mm. 2030 seien keine Unterhaltsbeiträge mehr geschuldet.

3. Es sei eine Besuchsbeistandschaft für die Tochter C._____ anzuordnen,

4. Es sei festzustellen, dass die mit Zahlungsbefehl Nr. 1 vom 18. November 
2020 in Betreibung gesetzte und im Verlustschein Nr. 2 vom 21. März 2021 
festgehaltene Forderung nicht besteht.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich MwSt.-Zuschlag, zu Lasten 
der Klägerin.

- 3 -

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung - Einzelgericht, 
vom 19. März 2025:

(Urk. 293 S. 115 ff. = Urk. 298 S. 115 ff.)

1. Die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2018, wird unter der gemeinsamen elterli-

chen Sorge der Parteien belassen.

2. Die Obhut für C._____ wird beiden Parteien mit wechselnder Betreuung übertragen. 

Der Wohnsitz von C._____ befindet sich am Wohnort der Klägerin.

3. Die Parteien übernehmen die Betreuung von C._____ je zur Hälfte, wobei C._____ 

abwechselnd eine Woche von der Klägerin und eine Woche vom Beklagten betreut 

wird. 

Können sich die Parteien über die Aufteilung der Betreuungswochen nicht einigen, 

wird C._____ in den geraden Kalenderwochen von der Klägerin und in den ungera-

den Kalenderwochen vom Beklagten betreut. Der Wechsel von einer Partei zur an-

deren findet jeweils am Montag vor der Schule statt. Über die übrigen Modalitäten 

der hälftigen Betreuung sowie die Ferien- und Feiertagsplanung sprechen sich die 

Parteien jeweils frühzeitig ab. Die Details dazu halten sie bei Bedarf schriftlich fest.

Können sich die Parteien über die Ferien- und/oder Feiertagsplanung nicht einigen, 

so kommt dem Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht 

bezüglich der Aufteilung der Ferien und Feiertage zu; in Jahren mit ungerader Jah-

reszahl der Klägerin.

4. Die mit Verfügung vom 8. September 2021 errichtete und gemäss Verfügung vom 

6. Juli 2023 hinsichtlich des Aufgabengebiets modifizierte Beistandschaft im Sinne 

von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird unter Beibehaltung der geltenden Aufgaben 

weitergeführt.

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend eine Ausgleichszahlung von 

CHF 17'569.– (Kindesunterhalt) zu bezahlen.

6. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt von C._____ jeweils 

monatlich (zzgl. allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Familienzulagen) im 

Voraus folgende Beträge zu überweisen:

Phase 4 (ab Rechtskraft des Urteils - Juli 2030): CHF 163.–

- 4 -

Phase 5 (ab August 2030 - Juli 2032): CHF 026.–

Phase 6 (August 2032 - Abschluss einer 

angemessenen Berufsausbildung von C._____): CHF 060.–

7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 basieren auf dem Landesindex der Konsu-

mentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar 2025 von 107,4 

Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar 

eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2026, dem Stand des Indexes per 

Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender 

Formel:

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index
Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Index

Fällt der Index unter den Stand von Ende November 2025, berechtigt dies nicht zu 

einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

8. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 basiert auf folgenden aktu-

ellen Grundlagen (nach Massgabe der Erwägungen modifiziert für Phasen 5 und 6):

Erwerbseinkommen Beklagter
(60 %, inkl. 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen): CHF 4'926.–

Erwerbseinkommen (teilw. hyp.) Klägerin
(60 %, ohne 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen): CHF 4'534.–

Einkommen C._____
(Kinder- und Familienzulagen) CHF 0'268.–

Einkommen D._____ (Mutter von E._____)
(60%; inkl. 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen) CHF 4'354.–

Einkommen E._____
(Kinder- und Familienzulagen) CHF 0'215.–

9. Die Parteien werden verpflichtet, die ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. Zahna-

rztkosten, medizinische Therapien, Sehhilfen, Kosten für schulische Förderungs-

massnahmen, etc.; ab CHF 200.– pro Ereignis) je zur Hälfte zu tragen, sofern ihnen 

von der jeweils anderen Partei die entsprechenden Rechnungen oder Zahlungsbe-

lege vorgelegt werden, respektive soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, 

für diese Kosten aufkommen.

- 5 -

10. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung vom 6. Juli 2023 wird die Arbeit-

geberin des Beklagten, die Stadt Zürich, angewiesen, ab sofort vom Lohn des Be-

klagten (inkl. allfälliger Lohnnebenleistungen) monatlich CHF 168.– zuzüglich allfälli-

ger von ihm bezogener Kinder- und Familienzulagen direkt zuhanden der Klägerin 

auf das Konto CH 3 bei der St. Galler Kantonalbank zu überweisen, unter Androhung 

der Doppelzahlungspflicht im Widerhandlungsfalle. Die Anweisung gilt bis und mit 

die Lohnzahlung für Juli 2030.

11. Das Feststellungsbegehren des Beklagten betreffend die Forderung gemäss Zah-

lungsbefehl Nr. 1 vom 18. November 2020 (act. 266/67) und Verlustschein Nr. 2 vom 

17. März 2021 (act. 266/68) wird abgewiesen.

12. Die der Klägerin mit Dispositiv-Ziffern 2 und 3 der Verfügung vom 26. August 2021 

erteilte Weisung betreffend Reiseverbot (Verbot, mit C._____ die Schweiz zu verlas-

sen oder C._____ ausser Landes zu bringen bzw. bringen zu lassen; unter Aus-

nahme von Ferienreisen bis zu zwei Wochen) wird aufgehoben.

13. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-Renten werden vom 

1. Dezember 2018 bis zur Rechtskraft des vorliegenden Entscheids der Klägerin an-

gerechnet. Ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids werden die Erziehungsgut-

schriften den Parteien je zur Hälfte angerechnet.

14. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

CHF 12'000.– ; die Barauslagen betragen:

CHF 4'325.–   Mediation

CHF 16'325.–   Total

Die Auferlegung weiterer Kosten bleibt vorbehalten.

15. Die Gerichtskosten werden der Klägerin und dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt. 

Die Kosten werden zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen 

auf die Staatskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht 

gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.

16. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

17. (Schriftliche Mitteilung)

18. (Rechtsmittelbelehrung)

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Berufungsanträge:

der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 297 S. 2 ff.):

"1. Es sei die gemeinsame Tochter der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2018, in Auf-
hebung der Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgericht Zürich vom 19. März 2025 
unter der alleinigen Obhut der Berufungsklägerin zu belassen. Der Wohnsitz sei 
weiterhin bei der Mutter festzusetzen.

2. Es sei der Berufungsbeklagte in Aufhebung der Ziffer 2 und 3 des Urteils des 
Bezirksgericht Zürich vom 19. März 2025 für berechtigt zu erklären, die Tochter 
C._____, geb. tt.mm.2018, wie folgt zu betreuen:

- jeweils jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr bzw. Schul-
schluss, bis Montagmorgen, 08.00 Uhr bzw. Schulanfang sowie an einem 
Wochentag (Donnerstag) ab 18.00 Uhr bzw. Schulschluss, bis am nächs-
ten Morgen, 08.00 Uhr bzw. Schulanfang, 

- während 6 Wochen Ferien pro Jahr während der Schulferienzeit. Die Par-
teien verpflichten sich, die Ausübung des Ferienbetreuungsrecht mindes-
tens drei Monate im Voraus abzusprechen. Bei Nichteinigung sei der Be-
rufungsklägerin in geraden Jahren und dem Berufungsbeklagten in unge-
raden Jahren der Stichentscheid zu gewähren.

- in ungeraden Jahren jeweils an Weihnachten (24. und 25. Dezember) und 
Ostern (Karfreitag bis Ostermontag), in geraden Jahren jeweils an Neujahr 
(31. Dezember und 1. Januar) und Pfingsten.

- Es sei für die Übergaben festzulegen, dass die Tochter C._____ jeweils 
von der betreuenden Person zum anderen Elternteil gebracht wird, sofern 
die Tochter nicht direkt von der Schule geholt bzw. dorthin gebracht wer-
den kann.

3. Es sei der Berufungsbeklagte in Abänderung von Ziffer 6 des Urteils des Be-
zirksgericht Zürich vom 19. März 2025 zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 
die gemeinsame Tochter C._____ bis zum Abschluss einer ordentlichen 
Erstausbildung nachfolgend aufgeführte Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen, 
zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Monatsersten, 

- ab April 2025 bis zum März 2028: CHF 1'602.50 (zzgl. allfälliger durch
den Berufungsbeklagten bezogener Kinderzulagen) 

- ab April 2028 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung: CHF 1'736.50 (zzgl. allfälliger durch den Berufungsbe-
klagten bezogener Kinderzulagen)

4. Es seien die Einkommen gemäss Ziffer 8 des Urteils Bezirksgericht Zürich vom 
19. März 2025 zu berichtigen.

5. Es sei die Arbeitgeberin des Berufungsbeklagten, die Stadt Zürich, in Abände-
rung von Ziffer 10 des Urteils des Bezirksgericht Zürich vom 19. März 2025, an-
zuweisen, ab sofort vom Lohn des Berufungsbeklagten monatlich CHF 1'602.50 
bzw. ab April 2028 auf CHF 1'736.50 zuzüglich allfälliger von ihm bezogener 
Kinder- und Familienzulagen direkt zuhanden der Berufungsklägerin auf das 
Konto CHF 3 bei der St. Galler Kantonalbank zu überweisen, unter Androhung 
der Doppelzahlungspflicht im Widerhandlungsfalle.

6. Es seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-Renten 
in Abänderung von Ziffer 13 des Urteils des Bezirksgericht Zürich vom 19. März 
2025 ab 1. Dezember 2018 vollumfänglich der Berufungsklägerin anzurechnen.

7. Es sei Ziffer 15 des angefochtenen Urteils insofern abzuändern, als dass die 
Gerichtskosten dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen sind.

- 7 -

8. Es sei Ziffer 16 des angefochtenen Entscheids insofern abzuändern, als dass 
der Berufungsbeklagte zu verpflichten ist, der Berufungsklägerin eine angemes-
sene Parteientschädigung zu bezahlen.

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) sowohl des erstinstanz-
lichen Verfahrens wie auch des Berufungsverfahrens zu Lasten des Berufungs-
beklagten."

Prozessuale Anträge:

"10. Es sei ein aktueller Bericht der aktuellen Beiständin (F._____, Stadt Zürich, So-
zialzentrum G._____, Quartierteam H._____, I._____-strasse 4/5, … Zürich) be-
treffend C._____ einzuholen. Zudem sei auch ein Bericht der Klassenlehrerin 
(J._____, Primarschule K._____, K._____ 6, … Zürich) einzuholen.

11. Es sei der Berufungsklägerin die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 
und es sei ihr in der Person von RAin MLaw X._____ eine unentgeltliche Rechts-
beiständin zu bestellen."

Erwägungen:

I.

1. Die Klägerin und Berufungsklägerin (fortan Klägerin) sowie der Beklagte und 

Berufungsbeklagte (fortan Beklagter) sind die Eltern von C._____, geboren am 

tt.mm.2018. Sie sind nicht miteinander verheiratet. Der Beklagte anerkannte die 

Vaterschaft am 5. März 2018 (Urk. 3/3). Seit dem 4. April 2019 stehen sich die Par-

teien in einem Verfahren betreffend Kinderbelange (Obhut/Betreuung/Kinderunter-

halt) gegenüber (Urk. 1). Am 7. Dezember 2020 wurde der Beklagte Vater eines 

weiteren Kindes namens E._____, dessen Mutter D._____ ist (Urk. 84/6). Am 

20. November 2024 zeigte die Vorinstanz den Parteien die Spruchreife bzw. den 

Übergang des Verfahrens in die Phase der Urteilsberatung an (Urk. 283). Im Übri-

gen kann betreffend den vorinstanzlichen Prozessverlauf auf die entsprechenden 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (siehe Urk. 298 E. I. 

S. 5 ff.). Am 19. März 2025 fällte die Vorinstanz das eingangs zitierte Urteil 

(Urk. 293 = Urk. 298).

2. Hiergegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 9. Mai 2025 innert Frist 

(Urk. 294; Art. 311 Abs. 1 ZPO) Berufung (Urk. 297, Anträge vorstehend wiederge-

geben). Die vorinstanzlichen Akten (Urk. 1-296) wurden beigezogen. Die Klägerin 

beantragt überdies den Beizug der Akten der Kindes- und Erwachsenenschutzbe-

hörde Stadt Zürich betreffend C._____ (Urk. 297 Rz. 3). Diesem Begehren ist je-

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doch keine Folge zu leisten, zumal weder ersichtlich ist noch von der Klägerin dar-

gelegt wird, welche Akten konkret beigezogen werden sollen und was die Klägerin 

letztlich daraus ableiten will. 

3. Da sich die Berufung – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – als offensichtlich 

unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Berufungsantwort verzichtet 

werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Auf die Vorbringen der Klägerin ist nachfolgend nur 

insoweit einzugehen, als dies zur Entscheidfindung notwendig erscheint. 

4. Am vorliegenden Verfahren wirkt Oberrichterin lic. iur. B. Schärer stellvertre-

tend für den abwesenden Präsidenten mit. 

II.

1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache und 

folglich über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einsch-

liesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_1049/2019 vom 25. August 2021 E. 3). 

2. In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinrei-

chend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den ange-

fochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist, respektive an einem der ge-

nannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; 138 III 374 E. 4.3.1). Das setzt (im 
Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass 

die Berufung erhebende Partei die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die 

sie anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend 

präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-

gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden, beziehungsweise 

aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. 

Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung 

genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 

E. 2.1). Das obere kantonale Gericht hat sich – abgesehen von offensichtlichen 

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Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, 

die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben werden (BGE 142 

III 413 E. 2.2.4). Dabei ist die Rechtsmittelinstanz weder an die Argumente der Par-

teien noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; sie wendet das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der un-

eingeschränkten Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_800/ 

2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1 nicht publ. in BGE 147 III 301).

3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorlie-

gend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- 

und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von 

Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. Auch 

im Bereich der Untersuchungsmaxime obliegt es jedoch den Parteien, den Sach-

verhalt substantiiert vorzubringen (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 296 N 10). In Ver-

fahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die 

Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbe-

schränkt vorbringen (Art. 317 Abs. 1bis ZPO).

III.

A. Obhut/Betreuungsanteile/Erziehungsgutschriften

1. Die Klägerin beantragte vor Vorinstanz, die gemeinsame Tochter C._____ sei 

unter ihre alleinige Obhut zu stellen (Urk. 228 S. 1 f.), der Beklagte verlangte hin-

gegen die alternierende Obhut (Urk. 38 S. 2 und Urk. 265 S. 28). In ihrem Ent-

scheid stellte die Vorinstanz C._____ unter die gemeinsame Obhut der Parteien 

mit wochenweise wechselnder Betreuung (Urk. 298 E. IV. S. 15 ff. sowie 

Disp. Ziff. 2 und 3). Die Klägerin beanstandet in ihrer Berufungsschrift die Anord-

nung der alternierenden Obhut und beantragt die alleinige elterliche Obhut über 

C._____ an sich, unter Einräumung eines Besuchsrechts (inkl. Ferien- und Feier-

tagsbesuchsrechts) für den Beklagten (Urk. 297, Ziff. 1 und 2 der Anträge). 

2. Die Klägerin rügt zunächst, die Parteien seien zu keiner Zeit angefragt wor-

den, ob ein Modell eines wochenweisen Wechsels, welches noch nie gelebt worden 

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sei, infrage käme (Urk. 297 Rz. 10). Soweit die Klägerin damit im Ergebnis eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend machen will, geht sie fehl. Der Beklagte 

beantragte im vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich die Anordnung einer alter-

nierenden Obhut, wobei er sich für einen wochenweisen Wechsel aussprach (vgl. 

Prot. I S. 9), und auch die Beiständin befürwortete ein solches Modell (siehe 

Urk. 227 S. 3 f.). Hierzu konnte sich die Klägerin im vorinstanzlichen Verfahren äus-

sern, was sie – wenn auch nur am Rande – getan hat (vgl. Prot. I S. 29). Ob letztlich 

ein solches Modell infrage kommt bzw. anzuordnen ist, stellt eine Rechtsfrage dar 

und muss als solche den Parteien nicht unterbreitet werden. Und schliesslich geht 

auch der weitere (vorab) erhobene Vorwurf, die Vorinstanz habe zu Unrecht keine 

aktuellen Berichte der KESB eingeholt und damit den Sachverhalt unvollständig 

festgestellt (vgl. Urk. 297 Rz. 10), ins Leere, zumal die Klägerin weder darlegt noch 

ersichtlich ist, in Bezug auf welche Tatsachen sich die Einholung von (offenbar 

mehreren) Berichten konkret aufgedrängt hätte.

3.

3.1. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge muss das Gericht prüfen, ob eine alternie-

rende Obhut möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist, wenn ein Eltern-

teil oder das Kind dies verlangt (Art. 298b Abs. 2 und Abs. 3ter ZGB; BSK ZGB I-

Schwenzer/Cottier, Art. 298b N 7 und Art. 298 N 6). Wie die Vorinstanz zutreffend 

festhielt (Urk. 298 E. IV./1. S. 15 ff.), bildet bei der Zuteilung der Obhut das Kindes-

wohl die Leitlinie, neben dem die Interessen und Wünsche der Eltern in den Hinter-

grund zu treten haben. Ausser der grundsätzlichen Erziehungsfähigkeit beider El-

tern setzt die alternierende Obhut voraus, dass die Eltern bereit sind, in Kinderbe-

langen laufend miteinander zu kommunizieren und im Hinblick auf die notwendigen 

organisatorischen Vorkehrungen, die namentlich mit dem Eintritt in die Schule zu-

nehmen, zu kooperieren. Allein aus dem Umstand, dass ein Elternteil sich einer 

alternierenden Betreuungsregelung widersetzt, kann nicht ohne Weiteres auf eine 

fehlende Kooperationsfähigkeit der Eltern geschlossen werden, die einer alternie-

renden Obhut im Wege steht. Sind die Eltern jedoch heftig zerstritten, ist von der 

Errichtung einer alternierenden Obhut eher abzusehen. Um die Verweigerung der 

alternierenden Obhut zu rechtfertigen, muss der Elternkonflikt einen gewissen 

Schweregrad erreichen, so dass die Eltern aufgrund der zwischen ihnen bestehen-

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den Feindseligkeiten auch hinsichtlich anderer Kinderbelange nicht zusammenar-

beiten können, mit der Folge, dass sie ihr Kind im Szenario einer alternierenden 

Obhut dem gravierenden Elternkonflikt in einer Weise aussetzen würden, die sei-

nen Interessen offensichtlich zuwiderläuft. Zu berücksichtigen ist ferner die geogra-

phische Situation, namentlich die Distanz zwischen den Wohnungen der beiden 

Eltern, und die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen Regelung für das 

Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem Sinne kommt die alternierende Ob-

hut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwech-

selnd betreuten. Weitere Kriterien sind das Alter des Kindes, seine Beziehungen 

zu (Halb- oder Stief-)Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales 

Umfeld. Die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, spielt haupt-

sächlich dann eine Rolle, wenn spezifische Bedürfnisse des Kindes eine persönli-

che Betreuung erfordern oder wenn ein Elternteil selbst in den Randzeiten (mor-

gens, abends und an den Wochenenden) nicht bzw. kaum zur Verfügung stünde. 

Beachtung verdient auch der Wunsch des Kindes, selbst wenn es bezüglich der 

Betreuungsregelung (noch) nicht urteilsfähig ist. Die Erziehungsfähigkeit beider El-

tern ist in jedem Fall notwendige Voraussetzung einer alternierenden Obhut. Die 

weiteren Beurteilungskriterien hängen oft voneinander ab. So spielt das Kriterium 

der Stabilität bei Säuglingen und Kleinkindern eine wichtige Rolle. Geht es hinge-

gen um Jugendliche, kommt der Zugehörigkeit zu einem sozialen Umfeld grosse 

Bedeutung zu. Die Kooperationsfähigkeit der Eltern wiederum verdient besondere 

Beachtung, wenn das Kind schulpflichtig ist oder die Entfernung zwischen den 

Wohnorten der Eltern ein Mehr an Organisation erfordert (BSK ZGB I-Schwen-

zer/Cottier, Art. 298 N 6 ff.; FamKomm Scheidung/Büchler/Clausen, Art. 298 ZGB 

N 6 ff.; BGer 5A_195/2024 vom 9. Oktober 2024 E. 3.2.1.; 5A_430/2023 vom 16. 

Februar 2024 E. 4.1; BGE 142 III 612 E. 4.2 f.).

3.2. Die Vorinstanz erachtete beide Parteien als erziehungsfähig (Urk. 298 

E. IV./3.1. S. 25 und E. 3.6. S. 33). Die Klägerin verweist in ihrer Berufungsschrift 

unter dem Titel "Erziehungsfähigkeit" explizit auf die "Beurteilung" der Vorinstanz, 

womit sie sich dieser offensichtlich anschliessen will (vgl. Urk. 297 Rz. 14). Dessen 

ungeachtet führt die Klägerin unter dem Titel "persönliche Betreuung" Folgendes 

aus: Sämtliche Freizeitaktivitäten der Tochter würden von ihr organisiert und wei-

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testgehend finanziert. Aufgrund seiner Belastungsstörung priorisiere der Beklagte 

seine eigenen Bedürfnisse und es falle ihm schwer, sich an C._____s Bedürfnisse 

anzupassen und darauf einzugehen. So hole er C._____ nach ihrem Zahnarztter-

min nicht ab, stelle sie vor der Tür ab, sabotiere Arzttermine und achte nicht darauf, 

dass sie ihre Schulaufgaben erledige. Er zeige keinerlei Fehlereinsicht und sei we-

der bereit, sich selbst zu reflektieren noch konstruktive Lösungen zu suchen. Zu-

dem sei der Beklagte nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. So gebe 

er vor, ein "super" Wochenende mit C._____ verbracht zu haben, ohne jedoch ihre 

Verletzungen im Gesicht zu erwähnen. Auf entsprechende Nachfrage habe er sich 

lediglich abweisend geäussert und die Sache ohne jegliches Verantwortungsgefühl 

für das Geschehene heruntergespielt. Ausserdem habe er im Jahr 2024 den be-

sorgniserregenden Velounfall verursacht, ohne je mit der Klägerin dessen Um-

stände geklärt zu haben. Trotz der berechtigten Ängste der Klägerin transportiere 

der Beklagte C._____ bis heute – vielfach sogar zusammen mit E._____ – mit dem 

Velo durch die Stadt (Urk. 297 Rz. 17 ff.). 

Die Vorinstanz hat sich hinsichtlich des Velounfalls 2024 bereits ausführlich 

geäussert (siehe Urk. 298 E. IV./3.4.3. S. 29 f.) und die Klägerin setzt diesen 

schlüssigen und nachvollziehbaren Erwägungen nichts Substanzielles entgegen. 

Die von der Klägerin thematisierten Verletzungen im Gesicht von C._____ nach 

einem Besuchswochenende beim Beklagten erscheinen nicht gravierend und auch 

von der Klägerin wird nichts Derartiges geltend gemacht (siehe auch Urk. 301/4 

S. 2, wonach C._____ gemäss dem Beklagten die beim Spielen entstandene 

"Schramme" gekratzt habe und sich die Verletzung dadurch verschlimmert habe). 

Abgesehen davon dürfte notorisch sein, dass bei Kindern im Alter von C._____ hin 

und wieder geringfügige (oberflächliche) Verletzungen beim Spielen und Toben 

entstehen. Der Umstand, dass bislang nur die Klägerin die Freizeitaktivitäten orga-

nisiert und finanziert hat, vermag die Erziehungsfähigkeit des Beklagtes von vorn-

herein nicht in Frage zu stellen. Ausserdem dürfte dies im Wesentlichen darauf 

zurückzuführen sein, dass C._____ bisher den überwiegenden Teil der Woche bei 

der Klägerin verbracht hat. Nachdem auch sonst keine Anhaltspunkte dafür vorlie-

gen, dass der Beklagte grundsätzlich nicht fähig oder willens ist, die kindlichen Si-

- 13 -

gnale und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln, ist mit der Vor-

instanz von der Erziehungsfähigkeit beider Parteien auszugehen. 

3.3. In Bezug auf das Kriterium der Stabilität bzw. Kontinuität der Verhältnisse er-

wog die Vorinstanz, diese seien auf Seiten der Klägerin ohne Weiteres gegeben. 

Der Beklagte weise – anders als noch zu Beginn des Verfahrens – stabile Lebens- 

und Arbeitsverhältnisse auf. Er arbeite aktuell mit einem Pensum von 60 % bei der 

Stadt Zürich als Sozialarbeiter/Berufsbeistand und wohne an der L._____-strasse 7 

im Kreis …. Seit 2020 sei er in einer Partnerschaft mit D._____, mit welcher er 

einen gemeinsamen Sohn E._____ habe. Seine Partnerin lebe an der M._____-

strasse 8 in Zürich und arbeite in einem 60 %-Pensum in der Gastronomie. E._____ 

werde vom Beklagten und seiner Partnerin seit Geburt im Verhältnis von ungefähr 

50/50 (genauer 46 % zu 54 %) betreut. C._____ sei vom Beklagten gemäss Bericht 

der Beiständin vom 8. Mai 2023 jedes zweite Wochenende von Freitag bis Montag-

vormittag sowie jeweils am Mittwoch (ab Hort) bis Donnerstagmorgen (Kindergar-

ten) betreut worden. Diese Regelung sei mithilfe der Beiständin vereinbart worden 

und werde beidseits anerkannt. An den Arbeitstagen der Klägerin (Montag bis Mitt-

woch) sei C._____ jeweils im Hort betreut worden. Im Ergebnis sei festzuhalten, 

dass beide Parteien die notwendige Stabilität und Kontinuität bieten würden, die 

C._____ für ihre weitere Entwicklung brauche. Das Vorbringen der Klägerin, das 

soziale Umfeld des Beklagten sei nicht klar und sie wisse jeweils nicht, wo C._____ 

übernachte (beim Beklagten oder seiner Lebenspartnerin; in Zürich oder im Wallis), 

vermöge diese Einschätzung nicht zu erschüttern. Die Klägerin verkenne, dass es 

in Patchwork-Situationen – wie der vorliegenden – in der Natur der Sache liege, 

dass eine "Kontrolle" des Familienlebens des anderen Elternteils illusorisch sei 

bzw. wäre. Daraus könne – insbesondere angesichts des Alters und Entwicklungs-

stands von C._____ – aber keine das Kindeswohl gefährdende Instabilität herge-

leitet werden. Die Klägerin müsse akzeptieren, dass der Beklagte und D._____ ein 

eigenes, von ihr unabhängiges Lebens führten (Urk. 298 E. IV./3.2. S. 26 f.; s.a. 

E. IV./3.6. S. 33).

Die Klägerin bringt vor, die Vorinstanz übersehe, dass die Weiterführung der 

bisherigen Regelung – d.h. die alleinige Obhut der Klägerin – die am "meisten dem 

- 14 -

Kindswohl entsprechende Kontinuität und Stabilität für die Tochter" bringe bzw. 

dies werde durch die Vorinstanz in unzulässiger Weise relativiert. Die angeordnete 

alternierende Obhut würde für C._____ einen abrupten und grossen Wechsel be-

deuten. Seit Sommer 2023 werde C._____ vom Beklagten "in der einen Woche am 

Donnerstag bis am nächsten Morgen und in der anderen Woche von Donnerstag 

Schulschluss (derzeit am Mittag) bis Montagmorgen" betreut. C._____ gehe am 

Wohnort der Klägerin zur Schule und sei sich gewohnt, von Montag bis Donnerstag 

in Begleitung der Klägerin zur Schule zu laufen, nach der Schule mit den Nachbars-

kindern oder Kindern aus der Schule zu spielen, am Mittwochnachmittag zusam-

men mit einer Klassenfreundin einen Akrobatikkurs zu besuchen und erst am Don-

nerstagmittag in die Betreuung beim Beklagten zu wechseln. Mit dieser Betreu-

ungsregelung gehe es C._____ – trotz der nicht funktionierenden Kommunikation 

und Kooperation – gut. Hingegen sei nicht davon auszugehen, dass C._____ bei 

der von der Vorinstanz vorgesehenen Betreuungsregelung während der Betreu-

ungszeit des Beklagten ihre Freundinnen treffen oder den Freizeitkurs werde be-

suchen können, da der Beklagte aufgrund seiner Erwerbstätigkeit sowie der Be-

treuung von E._____ bereits stark überfordert sei. Er könne an den Betreuungsta-

gen von E._____ C._____ weder beim Zahnarzt noch bei ihren Freundinnen abho-

len oder dorthin bringen. Auch sei er weder an C._____s Freizeitaktivitäten inter-

essiert noch je beteiligt gewesen. Grundlegende Veränderungen seien für die Ent-

wicklung eines Kindes ungünstig. Die Klägerin sei eindeutig als Hauptperson aus-

zumachen und der Lebensmittelpunkt von C._____ (Wohnort, Freunde, Schule, 

Hobbys) befinde sich bei ihr. Ein plötzlicher Wechsel zu einem Modell mit einer 

einwöchigen Betreuung entspreche nicht dem Kindswohl, ein solches Modell sei 

nie gelebt worden und würde für C._____ einen massiven Stabilitätseinbruch dar-

stellen. Es wäre ein fragliches Experiment (Urk. 297 Rz. 22-28). 

Die Parteien haben sich offenbar noch vor der Geburt oder zumindest kurz 

danach getrennt (vgl. insbesondere Urk. 65). Zwar betreut der Beklagte C._____ 

seit 2023 lediglich im von der Klägerin behaupteten Umfang. Dies ist jedoch nicht 

allein ausschlaggebend. So geht aus den Akten hervor, dass der Beklagte in der 

Vergangenheit einen grösseren Anteil an der Betreuung von C._____ als derzeit 

wahrgenommen und von der Klägerin zusätzlich angebotene Betreuungszeit ange-

- 15 -

nommen hat (Prot. I S. 9 und S. 61, worin die Klägerin eine intensivere Betreuung 

einräumt; Urk. 17 S. 1 unten; Urk. 38; Urk. 46). Er pflegt – wie auch von der Kläge-

rin eingeräumt wird – seit jeher eine innige Beziehung zu C._____ (vgl. Urk. 25 S. 4; 

Urk. 42 S. 2). Des Weiteren ist nicht einsichtig, weshalb C._____ während der Be-

treuungszeit des Beklagten nicht ihren derzeitigen Freizeitaktivitäten nachgehen 

sowie ihre Schulfreundinnen treffen können sollte oder vom Beklagten in die Schule 

begleitet werden könnte, zumal die Wohnorte der Parteien relativ nah beieinander 

liegen, der Beklagte offensichtlich an den gleichen Tagen wie die Klägerin arbeitet 

(Montag bis Mittwoch, siehe Urk. 228 S. 2 und Prot. I S. 108) und er gemäss den 

unbeanstandet gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz über flexible Arbeitszei-

ten verfügt (siehe Urk. 298 E. IV./3.3. S. 27). Abgesehen davon dürfte C._____ mit 

Blick auf ihr Alter in absehbarer Zeit den Schulweg vom Wohnort des Beklagten 

alleine mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (rund 25 Minuten vom Wohnort des 

Beklagten zur Schule; vgl. www.googlemaps.ch) zurücklegen. Dass der Beklagte 

bereits mit der Betreuung von E._____ stark überfordert sei, stellt eine unbelegt 

gebliebene Behauptung dar und es finden sich hierfür auch keine (genügenden) 

Anhaltspunkte in den Akten. Vor diesem Hintergrund ist das Kriterium der Stabilität 

neutral zu werten. 

3.4. Hinsichtlich des Kriteriums der persönlichen Betreuung hielt die Vorinstanz im 

Wesentlichen fest, dass auf beiden Seiten die adäquate Betreuung (seitens der 

Klägerin als Mutter / seitens des Beklagten im Familienverbund mit D._____ und 

E._____) von C._____ sichergestellt sei (Urk. 298 E. IV./3.6. S. 33). 

Die Klägerin macht berufungsweise geltend, der Beklagte sei lediglich einge-

schränkt arbeitsfähig und seine arbeitsfreie Zeit sei mit Psychotherapieterminen so-

wie Betreuungsaufgaben für E._____ gefüllt (mit Verweis auf Urk. 271 S. 8 f.), wo-

hingegen die Klägerin C._____ auch "ausserhalb ihres Arbeitspensums" selbst be-

treuen könne. Zudem sei der Beklagte seit ca. einem Jahr nicht mehr in einer Be-

ziehung mit der Mutter von E._____, lebe mithin nicht mehr in dem von der Vorin-

stanz beschriebenen gefestigten "Familienverbund". Es sei unklar, wie der Be-

klagte eine (persönliche) Betreuung beider Kinder gewährleisten und aufeinander 

- 16 -

abstimmen könne. Die Klägerin sei hingegen in der Lage, C._____ auch ausserhalb 

ihres Arbeitspensums selbst zu betreuen (Urk. 297 Rz. 15 f.). 

Der Beklagte hat offenbar nie mit der Mutter von E._____ zusammengewohnt 

(siehe Urk. 19/7; Prot. I S. 11, S. 51 und S. 76 f.; Urk. 39/3; Urk. 47/6; Urk. 206/1; 

Urk. 147/3; Urk. 266/63, wonach der Beklagte zunächst Untermieter der gesamten 

Wohnung von D._____ war und danach offensichtlich stets über eine andere 

Adresse als D._____ verfügte). Insofern ist nicht ersichtlich, inwiefern die Trennung 

des Beklagten von der Mutter von E._____ im Zusammenhang mit der persönlichen 

Betreuung eine Änderung mit sich bringen soll. Dass eine persönliche Betreuung 

deshalb nicht möglich sein soll, da der Beklagte lediglich eingeschränkt arbeitsfähig 

sei sowie in seiner Freizeit Psychotherapietermine wahrnehmen und überdies 

E._____ betreuen müsse, stellt zum einen eine Mutmassung dar. Zum anderen 

wiederholt die Klägerin damit lediglich ihren bereits vor Vorinstanz eingenommenen 

Standpunkt (vgl. Urk. 271 Rz. 34). Entsprechend ist nicht weiter darauf einzugehen. 

Die weiteren Vorbringen unter dem Titel "persönliche Betreuung" tangieren die Er-

ziehungsfähigkeit des Beklagten (siehe Urk. 297 Rz. 17 ff.; vorstehend Erw. 3.2.). 

Nach dem Ausgeführten sowie unter Berücksichtigung, dass der Beklagte im bei-

nahe gleichen Pensum sowie an den gleichen Tagen wie die Klägerin arbeitet, ist 

davon auszugehen, dass der Beklagte C._____ im gleichen Umfang wie die Kläge-

rin persönlich betreuen kann. Damit ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass 

das Kriterium der persönlichen Betreuung nicht gegen die Anordnung einer alter-

nierenden Obhut spricht. Dieses Kriterium spielt angesichts des Alters von C._____ 

aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. 

3.5. Hinsichtlich des Kriteriums der örtlichen Gegebenheiten erwog die Vorinstanz, 

sowohl die Klägerin als auch der Beklagte würden in der Stadt Zürich wohnen. Die 

Klägerin sei kürzlich nach N._____ umgezogen. Damit sei eine optimale Distanz 

zwischen den Wohnorten der Parteien zwar nicht gegeben. Indes werde C._____ 

den Weg in naher Zukunft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus …; gemäss 

Google Maps neun Minuten mit dem Bus und elf Minuten zu Fuss) selbst bewälti-

gen können. Für Kinder im Primarschulalter sei es zumutbar, eine Distanz von 

sechs Busstationen zurückzulegen. Ausserdem sei aufgrund der flexiblen Arbeits-

- 17 -

zeiten des Beklagten anfangs auch eine Begleitung denkbar. Ein selbstständiges 

Pendeln hätte denn auch positive Auswirkungen auf die Selbstständigkeit von 

C._____. Die Klägerin lasse ausführen, dass mit zunehmendem Alter von C._____ 

ihr Bedürfnis grösser werde, ihre schulfreien Nachmittage mit den befreundeten 

Schul- und Nachbarskinder zu verbringen. Die Einschätzung der Klägerin, dass 

dies während der Betreuung durch den Beklagten kaum möglich sein werde, dürfte 

mit Blick auf die zunehmende Selbstständigkeit von C._____ nicht zutreffen. 

C._____ werde sich ihr Umfeld selbst aussuchen, sodass nicht voraussehbar sei, 

wo und vor allem mit wem sie sich treffen werde. Derartiges sei bei Kindern im 

Schulalter denn auch stetigen Wechseln (nach den jeweiligen Präferenzen) unter-

worfen. Dass der Beklagte C._____ den nötigen Freiraum für diese Entwicklung 

nicht gewähren würde, sei bestritten und im Übrigen nicht weiter belegt worden. 

Der Beklagte habe ausführen lassen, er sei durchaus zur Ermöglichung solcher 

Kontakte bereit und habe bereits diverse Treffen organisiert. Soweit die Klägerin 

vorbringe, C._____ werde (ohnehin) ihr Interesse am Kontakt mit dem kleinen Halb-

bruder E._____ verlieren, sei auch dies rein spekulativ, zumal der Altersunterschied 

rund zweieinhalb Jahre betrage und es sich (auch) bei E._____ nicht mehr um ein 

Kleinkind handle. Die Wohnsituation bzw. die Distanz zwischen den Wohnungen 

innerhalb der Stadt Zürich stelle objektiv kein Hindernis für die Anordnung einer 

alternierenden Obhut dar (Urk. 298 E. IV./3.3. S. 27 f. und E. IV./3.6. S. 33).

Die Klägerin bringt diesbezüglich in ihrer Berufungsschrift einzig vor, es möge 

zutreffend sein, dass bei Vorliegen der weiteren Kriterien die "nicht optimale Di-

stanz" kein Hindernisgrund wäre. Vorliegend sei jedoch die Tatsache, dass keine 

optimale Distanz vorliege, bei der Gesamtwürdigung zu berücksichtigen (Urk. 297 

Rz. 30). Damit setzt sich die Klägerin indes nicht mit den nachvollziehbaren Erwä-

gungen der Vorinstanz, den im Übrigen vollumfänglich gefolgt werden kann, aus-

einander, womit sie den eingangs dargelegten Begründungsanforderungen nicht 

genügt. Entsprechend bleibt es dabei, dass dieses Kriterium nicht gegen die An-

ordnung einer alternierenden Obhut spricht. 

3.6.

3.6.1. Schliesslich führte die Vorinstanz aus, Kernpunkt der Auseinandersetzung 

- 18 -

sei die Kommunikationsfähigkeit der Parteien. Dass diesbezüglich – insbesondere 

nach dem vorliegenden, bereits langdauernden Verfahren – keine optimale Vor-

aussetzungen vorlägen, sei augenscheinlich und werde von keiner Partei in Frage 

gestellt. Allerdings sei ebenso offensichtlich, dass die Kommunikationsfähigkeit an 

ihre Grenzen stosse, wenn es konkret um die Frage von Betreuungsanteilen gehe 

oder zwischen den in bescheidenen finanziellen Verhältnissen lebenden Parteien 

Geldfragen strittig seien. Aus der direkten Kommunikation der Parteien (WhatsApp; 

teilweise E-Mails) ergebe sich, dass die Parteien durchaus in der Lage seien, sich 

auszutauschen und alltägliche organisatorische Belange, namentlich kurzfristige 

Wechsel der Betreuungszeiten, zu regeln (mit Verweis auf diverse Aktenstellen). 

Wenn die Klägerin einzelne dieser Beispiele kritisch würdige, bedeute dies noch 

nicht, dass die Absprachen und Mitteilungen nicht stattgefunden hätten oder die 

Kommunikation als gänzlich unmöglich zu gelten habe. Im Gegenteil könne im Ver-

gleich zu früher, auch dank der (teilweisen) Weiterleitung an die Beiständin, eine 

klare Verbesserung der Kommunikation in Frequenz und Tonalität festgestellt wer-

den. Indes solle nicht verschwiegen werden, dass es dabei auch zu (in ihrer 

Schwere geringfügigen) "Ausrutschern" gekommen sei. Die Kommunikation im Zu-

sammenhang mit dem Velounfall vom 28. März 2024 sei ebenfalls nicht völlig pro-

blemlos verlaufen, wobei diesbezüglich keine einseitigen Vorwürfe gemacht wer-

den könnten. Den Parteien sei es jedoch gelungen, die Behandlung von C._____s 

Fuss gemeinsam anhand zu nehmen. Über den Gesundheitszustand bzw. den Hei-

lungsprozess hätten die Parteien zudem verschiedentlich auf WhatsApp kommuni-

ziert. Die weiteren von den Parteien angeführten "Kommunikationsschwierigkeiten" 

hätten den Charakter von Alltagsereignissen, die in jeder (auch funktionierenden) 

Kommunikation zwischen Eltern auftreten würden, sodass sie für die vorliegende 

Beurteilung kaum relevant sein könnten (mit Verweis auf konkrete Beispiele). Ent-

sprechend seien sie nicht geeignet, ein zuverlässiges Bild über das Funktionieren 

bzw. Nichtfunktionieren der Kommunikation zu vermitteln. 

Festzuhalten bleibe, dass sich die Kommunikation zwischen den Parteien 

(bspw. betreffend Ferienhort, Sommercamp, Zahnarztkosten, etc.) nicht zuletzt 

deshalb schwierig gestaltet habe, da beide Parteien in finanziell beengten Verhält-

nissen lebten, weshalb ausserordentliche Ausgaben – wie sich im vorliegenden 

- 19 -

Verfahren früh gezeigt habe – für sie schnell zur Belastung würden. Diese Konflikte 

könnten wohl nur dann ganz vermieden werden, wenn die Parteien (je) einer Ar-

beitstätigkeit in einem erhöhten Pensum nachgehen würden. Eine Kommunikati-

onsunfähigkeit der Parteien "mit Blick auf das Wohl von C._____" könne aus den 

rein finanziellen Verhältnissen bzw. dem (Unterhalts-)Konflikt indes nicht gefolgert 

werden. Ein klares Indiz für die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sei, 

dass sich die Parteien mit Bezug auf die Schulzuteilung von C._____ selbstständig 

auf die Erhebung eines Rekurses beim Bezirksrat hätten verständigen können. 

Auch bereite es den Parteien heute keine Probleme mehr, hinsichtlich Ferien- bzw. 

Auslandsreisen die nötigen Formalitäten anhand zu nehmen und der Abtausch- 

bzw. die Absprache von Betreuungszeiten und -verantwortung im Alltag (soweit 

nicht die generelle Betreuungsregelung infrage stehe) funktioniere grösstenteils. 

Eine Begleitung durch die Beiständin werde weiterhin erforderlich sein. Die Kom-

munikation der Parteien mit Bezug auf die durchgeführte Mediation habe im vorlie-

genden Verfahren sodann unbeachtlich zu bleiben (Urk. 298 E. IV./3.4. S. 28-34 

und E. IV./3.6. S. 33). 

3.6.2. Die Klägerin bringt vor, gemäss der Vorinstanz seien die Reaktionen des 

Beklagten im Rahmen der Korrespondenz zwar nicht angemessen und einer guten 

Zusammenarbeit bzw. Kooperation abträglich, jedoch hätten diese Kommunikati-

onsschwierigkeiten den Charakter von Alltagsereignissen. Dabei stütze sich die 

Vorinstanz insbesondere auf den Bericht der Beiständin vom 8. Mai 2023. Wie aus 

den umfangreichen Akten hervorgehe, habe die Kommunikation und Kooperation 

indes schon vor November 2024 nicht angemessen und gut funktioniert. Die Vorin-

stanz verweise denn auch auf verschiedene Beispiele unangemessener und un-

sachlicher Kommunikation des Beklagten. Die erwähnte Kooperationsbereitschaft 

beider Seiten bei Abtausch von Betreuungszeiten habe jedoch nur funktioniert, so-

lange die Vorschläge der Klägerin ohnehin in den Zeitplan des Beklagten gepasst 

hätten und die Klägerin ihrerseits den Wünschen des Beklagten nach Abtausch 

oder Übernahme von Betreuungstagen nachgekommen sei. Habe sie dies nicht 

getan, habe die Kooperationsbereitschaft des Beklagten aufgehört und er habe 

eine direkte Kommunikation verweigert. Die von der Vorinstanz in ihrem Entscheid 

als normale Alltagsereignisse beurteilten Kommunikationsschwierigkeiten seien in 

- 20 -

ihrer Summe gravierend und belastend, unabhängig davon, ob sie nun den – un-

verändert – beengten wirtschaftlichen Verhältnissen geschuldet seien oder andere 

Gründe hätten. Ohne eine funktionierende Kommunikations- und Kooperationsbe-

reitschaft sei eine alternierende Obhut derart belastend, dass sie für die Eltern nicht 

tragbar und dem Kindswohl abträglich sei. Kommunikationsabbruch und Koopera-

tionsverweigerung seien diesfalls vorprogrammiert und dazu sei es in den vergan-

genen Monaten gekommen. Selbst ohne Berücksichtigung der Entwicklung der 

letzten Monate lasse sich die alternierende Obhut nicht auf den (überholten) Bericht 

der Beiständin vom 8. Mai 2023 abstützen, zumal nie über eine längere Zeit eine 

sachliche und angemessene Kommunikation sowie beidseitige Kooperationsbereit-

schaft gegeben gewesen sei. 

In den letzten Monaten sei es vom Beklagten ausgehend zum vollständigen 

Kommunikationsabbruch zwischen den Parteien gekommen und es fehle mindes-

tens auf einer Seite auch an der minimalsten Kooperationsbereitschaft. Es fände, 

wenn überhaupt, nur noch eine Kommunikation per E-Mail statt. Hinsichtlich des 

Verlaufs seit Mai 2023, insbesondere seit November 2024, sei festzuhalten, dass 

der Beklagte seit rund einem Jahr nicht mehr mit der Mutter von E._____ zusam-

men sei, sodass es ihm möglicherweise schwer falle, die Betreuungszeiten beider 

Kinder aufeinander abzustimmen, was zu einer Überforderung des Beklagten ge-

führt habe. Ausserdem sei es zu mehreren Vorfällen gekommen, welche die feh-

lende Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit des Beklagten belegen würden 

(zur konkreten chronologischen Auflistung siehe Urk. 297 Rz. 36-55). So habe 

keine Einigung über die Aufteilung der Wochenenden und Ferien für das laufende 

Jahr [2025] gefunden werden können bzw. seien die erstellten Pläne vom Beklag-

ten Monate später widerrufen worden. Zudem habe der Beklagte bei der KESB 

einen Antrag auf Wechsel der Beistandsperson eingereicht und dort sein von der 

Beiständin bereits abgelehntes Begehren auf Beurteilung des psychischen Ge-

sundheitszustands der Klägerin und Prüfung von Kindesschutzmassnahmen er-

neut deponiert, nachdem die Beiständin seinen Forderungen nicht nachgekommen 

sei. Komme die Klägerin den Forderungen des Beklagten nicht nach, zeige er sie 

bei der Polizei an und werde in Gesprächen laut und drohend, bis die Klägerin zu-

sammenbreche. Des Weiteren habe der Beklagte nachweislich unwahre Angaben 

- 21 -

sowohl gegenüber der Beiständin und der KESB als auch gegenüber der Klägerin 

und der Lehrerin von C._____ gemacht, im offensichtlichen Bestreben, seine Wün-

sche und Ansichten durchzusetzen. Ausserdem sabotiere der Beklagte – wie be-

reits im April 2024 – den Austausch der Klägerin mit dem Arzt und unterlaufe Be-

strebungen, welche die Klägerin im Interesse von C._____ unternehme. Er weigere 

sich, C._____ an seinen Betreuungstagen nach dringenden Arztbesuchen abzuho-

len, und sage dringende, von der Klägerin vereinbarte Arzttermine ohne Rückspra-

che ab. Dies zeige, dass der Informationsfluss vom Beklagten zur Klägerin nicht 

funktioniere. Auch informiere der Beklagte die Klägerin nicht über wesentliche Vor-

kommnisse, "wie beispielsweise Arztinformationen". Es sei ihm egal, ob die Kläge-

rin (über den Gesundheitszustand etc.) informiert werde. Die Beiständin habe in 

ihrem E-Mail vom 15. April 2024 festgehalten, es sei ihr bewusst, dass es derzeit 

erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten gebe und eine geteilte Obhut ohne eine 

minimale Kommunikation kaum umsetzbar sei. Die derzeitige Situation, in der fast 

keine Kommunikation stattfinde, erschwere dies zusätzlich und führe zu weiteren 

Konflikten (mit Verweis auf Urk. 301/19). Damit sei offensichtlich auch die Beistän-

din der Ansicht, dass die Voraussetzungen für eine alternierende Obhut nicht ge-

geben seien. 

Nach dem Ausgeführten sei von einem schwerwiegenden Dauerkonflikt und 

von anhaltenden Kommunikationsschwierigkeiten auszugehen. Eine Verbesserung 

sei nicht absehbar. Bei solchen Voraussetzungen sei es nicht möglich, als Eltern 

im Rahmen einer alternierenden Obhut gemeinsam die Interessen des Kindes zu 

wahren. Das feindliche Klima und die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Be-

klagten würden für die Klägerin eine immense Belastung darstellen und C._____ 

leide unter diesen Vorgängen inzwischen in einem Mass, dass es auch in der 

Schule auffalle (mit Verweis auf Urk. 301/14). Der Beklagte kooperiere für die Re-

gelung der Belange von C._____ nicht mit der Klägerin und mittlerweile auch nicht 

mehr mit der Beiständin, sodass nicht nur notwendige Absprachen und Regelungen 

nicht getroffen werden könnten und C._____ dadurch stetig einem heftigen Eltern-

konflikt ausgesetzt werde, sondern darüber hinaus durch einseitige Absage drin-

gender medizinischer Behandlungen auch ihre gesundheitliche Versorgung gefähr-

det sei (Urk. 297 Rz. 31-61).

- 22 -

3.6.3. Wie gesehen hat sich die Vorinstanz ausführlich mit den Vorbringen der Par-

teien sowie den umfangreichen Akten auseinandergesetzt und eingehend darge-

legt, weshalb aus ihrer Sicht vom nötigen Mindestmass an Kommunikation und Ko-

operation auszugehen ist, wobei sie sich bei ihren Erwägungen auch nicht allein 

auf den Bericht der Beiständin vom 8. Mai 2023 stützte. Soweit die Klägerin im Be-

rufungsverfahren unter pauschalem Verweis auf die "Akten" behauptet, das nötige 

Mindestmass an Kommunikation und Kooperation sei bereits vor November 2024 

nicht gegeben gewesen, genügt sie den eingangs dargelegten Begründungsanfor-

derungen nicht. Entsprechend ist nicht weiter darauf einzugehen. Hinsichtlich der 

(neuen) Vorbringen der Klägerin betreffend die Zeit ab November 2024 bzw. "die 

letzten Monate" ist Folgendes festzuhalten: Die Klägerin behauptet zwar, es fände 

– wenn überhaupt – nur noch eine Kommunikation per E-Mail statt. Den von ihr 

eingereichten Unterlagen lässt sich indes durchaus eine Kommunikation per E-Mail 

sowie per WhatsApp entnehmen (vgl. Urk. 301/3-4; Urk. 301/9; Urk. 301/12-13 so-

wie über die Beiständin: Urk. 301/5). Von einem (gänzlichen) "Kommunikationsab-

bruch" kann daher keine Rede sein. Des Weiteren handelt es sich bei den von der 

Klägerin in ihrer Berufungsschrift im einzelnen aufgelisteten, sich seit November 

2024 ereigneten Vorfällen mehrheitlich um Streitigkeiten betreffend die Betreu-

ungszeit von C._____ (konkret: strittige Planung der Betreuung an den Wochenen-

den sowie die vom Beklagten verlangte Absetzung der Beiständin, da sich diese 

nicht an die noch geltende Betreuungsregelung gehalten habe; Beantragung von 

Kindesschutzmassnahmen und der Überprüfung des psychischen Gesundheitszu-

stands der Klägerin; siehe Urk. 297 Rz. 37 ff.). Hierbei darf jedoch nicht ausser Acht 

gelassen werden, dass im November 2024 das fünfeinhalb Jahre dauernde erstin-

stanzliche Verfahren in die Beratungsphase übergegangen ist (vgl. Urk. 283) und 

folglich mit einem baldigen Endentscheid – insbesondere auch bezüglich der Obhut 

sowie der damit zusammenhängenden Betreuungsanteile – zu rechnen war, was 

ohne Zweifel zu einer angespannten Situation beitrug. Zudem hat die Beiständin in 

ihrer Stellungnahme vom 10. März 2025 festgehalten, dass in der Vergangenheit 

dank intensiver Zusammenarbeit mit ihr eine minimale Kommunikation zwischen 

den Eltern habe aufgebaut werden können (Urk. 301/10), und es ist den Parteien – 

wie die Vorinstanz festgestellt hat – wiederholt gelungen, sich hinsichtlich der Be-

- 23 -

treuung von C._____ zu einigen. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, 

dass das Vorliegen einer rechtskräftigen Regelung der Betreuungszeit wieder zu 

einer Entspannung der Situation führt. Der weitere Vorwurf der Klägerin, der Be-

klagte habe gegenüber verschiedenen Personen mehrmals die Unwahrheit gesagt, 

ist ebenfalls in diesem Kontext zu sehen. Was den Vorhalt der fehlenden Kommu-

nikations- und Kooperationsfähigkeit betreffend die gesundheitliche Versorgung 

von C._____ betrifft, so bleibt weitgehend offen, aufgrund welcher konkreten Vor-

kommnisse die Klägerin zu diesem Schluss kommt. In Bezug auf den Velounfall 

vom 28. März 2024 hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Klägerin der Unfallher-

gang bekannt gewesen sei und die Parteien über den Gesundheitszustand bzw. 

den Heilungsprozess verschiedentlich über WhatsApp kommuniziert hätten 

(Urk. 298 E. IV./3.4.3. S. 30). Diesen Erwägungen setzt die Klägerin nichts Sub-

stanzielles entgegen. Im Zusammenhang mit dem zahnärztlichen Notfall vom 

26. März 2025 erfolgte in der Tat keine optimale Kommunikation. Diesbezüglich 

ergibt sich aus den Akten, dass der Beklagte am 26. März 2025 zunächst signali-

sierte, C._____ zu dem von der Klägerin vereinbarten Zahnarzttermin zu begleiten, 

indes nur soweit nicht die Klägerin C._____ begleite. Eine Zusage, C._____ danach 

abzuholen, erteilte er nicht. Im Gegenteil erklärte er umgehend, dass sie (die Klä-

gerin) C._____ nach dem Termin zu ihm bringen solle und die Klägerin beliess es 

dabei (siehe Urk. 301/12 und Urk. 301/13). Am nächsten Tag beharrten beide Par-

teien auf ihrem Standpunkt, was letztlich dazu führte, dass die Klägerin – entgegen 

der geltenden Betreuungsvereinbarung und des Willens des Beklagten – C._____ 

über das Wochenende mitnahm und der Beklagte die Beiständin und die KESB 

informierte sowie eine Anzeige bei der Polizei erstattete. Dass dieses Verhalten 

beiderseits nicht im Wohle von C._____ liegt, ist offensichtlich. Der Klägerin muss 

überdies vorgehalten werden, C._____ ohne Umschweife mitgeteilt zu haben, der 

Beklagte werde sie nicht wie gewohnt abholen, er sei zu Hause und hätte etwas im 

Ofen, auch wenn dies in der Tat die Worte des Beklagten waren (siehe Urk. 301/17 

S. 2, wonach C._____ danach zu weinen begonnen habe). Dem Beklagten ist hin-

gegen vorzuwerfen, den von der Klägerin vereinbarten Nachfolgetermin vom 

3. April 2025 eigenmächtig verschoben zu haben, angeblich um das Wochenende 

im Wallis verbringen zu können (Urk. 297 Rz. 53 und Urk. 301/19). Da es sich hier-

- 24 -

bei jedoch um eine offenbar einmalige Eskalation solchen Ausmasses handelte und 

diese nicht zuletzt auch dem in jenem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossenen Ge-

richtsverfahren geschuldet sein dürfte, kann dieser Vorfall für sich allein noch nicht 

als Grundlage für die Verneinung der Kooperationsfähigkeit in Kinderbelangen die-

nen. Welche für die Klägerin wesentlichen Informationen der Beklagte C._____ be-

treffend zurückhalten soll, ist sodann weder evident noch wird dies von der Klägerin 

näher ausgeführt. Sofern die Klägerin mit diesen Vorbringen auf die Verletzungen 

im Gesicht nach einem Besuchswochenende beim Beklagten oder aber auf den 

Velounfall im Jahr 2024 Bezug nehmen will, ist sie (erneut) darauf hinzuweisen, 

dass die Verletzungen im Gesicht offensichtlich nicht gravierend waren (vgl. vor-

stehend Ziff. 2.2.) und der Hergang des Velounfalls 2024 der Klägerin gemäss un-

beanstandet gebliebener Feststellung der Vorinstanz bekannt gewesen ist. Dass 

der Beklagte am 4. April 2025 bei der Schule einen "Jokertag" eingegeben habe, 

C._____ aber nicht vom Hort abgemeldet und den Standpunkt vertreten habe, die 

Klägerin müsse dies erledigen (Urk. 297 Rz. 54), stellt einen untergeordneten Streit 

hinsichtlich einer Alltagssituation dar. Auch ist festzuhalten, dass die (aktuell noch) 

bestehenden Defizite offenbar keine negativen Auswirkungen auf C._____ zeitigen. 

Im Gegenteil hält die Beiständin in ihrer Stellungnahme vom 26. Februar 2025 aus-

drücklich fest, dass es C._____ gut gehe (Urk. 301/10 S. 2), und auch die Lehrerin 

von C._____ führt aus, es bleibe ihr (der Lehrerin) verborgen, welche Belastungen 

C._____ mittrage und solche seien am "SSG" im Januar [wohl: 2025] nicht erwähnt 

worden (siehe Urk. 301/14 S. 2). Was das Vorbringen betrifft, die Beiständin sei 

(ebenfalls) der Ansicht, eine alternierende Obhut sei infolge fehlender Kommunika-

tions- und Kooperationsfähigkeit (seitens des Beklagten) nicht angezeigt, so ist 

festzuhalten, dass diese im angeführten E-Mail vom 15. April 2025 zwar festhält, 

eine alternierende Obhut sei ohne eine minimale Kommunikation kaum umsetzbar 

und die derzeitige Situation, in der fast keine Kommunikation stattfinde, erschwere 

dies zusätzlich und führe zu weiteren Konflikten, die von beiden Elternteilen forciert 

würden (Urk. 301/19). Indes ist dies – wenn man aus dieser Passage tatsächlich 

herauslesen wollte, für eine geteilte Obhut fehle es nach Ansicht der Beiständin an 

einer minimalen Kommunikation – vor dem Hintergrund der aktuell angespannten 

Situation und der gereizten Stimmung zu sehen. Insgesamt ist somit (weiterhin) 

- 25 -

davon auszugehen, dass – mithilfe der Beiständin – ein Mindestmass an Kommu-

nikation und Kooperation erreicht wird bzw. werden kann. 

3.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beide Elternteile erziehungsfähig 

sind. Zudem liegen die Wohnorte der Parteien relativ nah beieinander bzw. können 

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innert kurzer Zeit erreicht werden, sodass 

C._____ ihre bestehenden sozialen Kontakte weiterhin pflegen kann. In Bezug auf 

die persönliche Betreuung bieten beide Parteien die gleichen Voraussetzungen, 

wobei dieses Kriterium – wie im Übrigen auch das Kriterium der Stabilität – ange-

sichts des Alters von C._____ von untergeordneter Bedeutung ist. Im Zusammen-

hang mit der Kommunikation und Kooperation ist davon auszugehen, dass mithilfe 

der Beiständin das notwendige Mindestmass für eine alternierende Obhut erreicht 

wird bzw. werden kann. Festzuhalten ist denn auch, dass es C._____ – trotz der 

diesbezüglich (noch) bestehenden Defizite – gut geht (vgl. Urk. 297 Rz. 25; 

Urk. 301/10 S. 2). Einen Wunsch hat die siebenjährige C._____ bis anhin nicht ge-

äussert. Angesichts des noch sehr jungen Alters von C._____ sowie des Umstands, 

dass weder die Parteien noch C._____ eine Kinderanhörung beantragt haben, 

kann indes auf die Durchführung einer Anhörung verzichtet werden (vgl. auch 

Urk. 297 Rz. 64, worin die Klägerin ausdrücklich auf einen diesbezüglichen Antrag 

verzichtet). Abgesehen davon würde bei der vorliegenden Ausgangslage bzw. Be-

rücksichtigung der übrigen Kriterien ein allfällig geäusserter Wunsch von C._____ 

ohnehin nichts am Ergebnis ändern. Insgesamt erscheint daher auch unter Berück-

sichtigung der Entwicklungen der letzten Monate die Anordnung der alternierenden 

Obhut als im Kindswohl gelegen. Der Wohnsitz von C._____ ist – wie von der Vor-

instanz festgestellt (Urk. 298 E. IV./3.6. S. 34) – am Wohnort der Klägerin festzule-

gen. 

Die Klägerin beantragt die Einholung eines aktuellen Berichts der Beiständin 

(vgl. Urk. 297 Ziff. 10 der Anträge und Rz. 113 ff.). Davon kann indes abgesehen 

werden, zumal weder ersichtlich ist noch von der Klägerin näher dargetan wird, 

welche weiteren Erkenntnisse sich daraus ergeben könnten. Denn auch unter der 

Prämisse, dass die von der Klägerin erhobenen Behauptungen wahr sind, erweist 

sich nach dem zuvor Ausgeführten die alternierende Obhut als im Kindswohl gele-

- 26 -

gen. Ob die Beiständin letztlich eine alternierende Obhut befürwortet oder nicht, ist 

zudem nicht ausschlaggebend. Diesen Entscheid hat das Gericht unter Berücksich-

tigung der eingangs dargelegten Kriterien zu fällen. Das Gesagte gilt auch, soweit 

die Klägerin die Einholung eines Berichts der Lehrerin von C._____ verlangt 

(Urk. 297 Ziff. 10 der Anträge und Rz. 113 ff.). 

4. In Bezug auf die konkrete Ausgestaltung der alternierenden Obhut bzw. die 

Betreuungsanteile der Parteien hielt die Vorinstanz fest, dass gemäss den überein-

stimmenden Sachvorträgen die Übergaben von C._____ aktuell im Wesentlichen 

über die Schule (bzw. den Hort) erfolgen würden. Entsprechend erscheine die Wahl 

eines Modells mit wenigen Übergaben angezeigt, mithin die Teilung der Obhut zu 

50/50, wobei C._____ eine komplette Woche bei der Klägerin und die nächste Wo-

che beim Beklagten verbringe. Die Übergaben seien – wie praktisch anhin – über 

die Schule am Montagmorgen zu vollziehen. Konflikte betreffend den Stundenplan 

ergäben sich damit von vornherein keine (Urk. 298 E. IV./4. S. 34). In Bezug auf 

die Ferien hätten die Parteien mit Abänderungsvereinbarung vom 13. Juni 2023 die 

hälftige Betreuung von C._____ während ihrer Schulferien vereinbart. Dies sei so 

beizubehalten. Könnten sie sich über die Ferien- und/oder Feiertagsplanung nicht 

einigen, so komme dem Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entschei-

dungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien und Feiertage zu und in den Jahren 

mit ungerader Jahreszahl der Klägerin (Urk. 298 E. IV./5. S. 35). 

Die Klägerin führt diesbezüglich (einzig) aus, die Vorinstanz sei bei der Aus-

gestaltung einer zwei Jahre zurückliegenden, überholten Empfehlung der Beistän-

din gefolgt, welche nie gelebt worden sei (Urk. 297 Rz. 13). Mit diesem Vorbringen 

setzt sich die Klägerin indes nicht mit den konkreten Erwägungen der Vorinstanz 

auseinander, womit sie den eingangs angeführten Begründungsanforderungen 

nicht genügt. Nachdem sich die von der Vorinstanz vorgesehene Ausgestaltung der 

alternierenden Obhut auch in Berücksichtigung des zuvor Ausgeführten (insbeson-

dere: nah beieinander liegender Wohnort, ungefähr gleiches Arbeitspensum der 

Parteien an den gleichen Wochentagen) zudem nicht als unangemessen erweist, 

bleibt es somit beim vorinstanzlichen Entscheid. 

- 27 -

5. Damit ist die Berufung gegen die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des angefochtenen 

Urteils abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid insoweit zu bestätigen. Nach-

dem es bei der von der Vorinstanz vorgesehenen alternierenden Obhut und den 

Betreuungsanteilen bleibt, erweist sich der Folgeantrag der Klägerin betreffend das 

dem Beklagten für den Fall der Alleinobhut der Klägerin einzuräumende Besuchs-

recht als obsolet. Folglich braucht auf die diesbezüglichen Ausführungen (vgl. 

Urk. 297 Rz. 74) nicht weiter eingegangen zu werden. 

Ebenso ist die gegen die Dispositiv-Ziffer 13 (Anrechnung der Erziehungsgut-

schriften) erhobene Berufung abzuweisen, zumal die Klägerin diese einzig damit 

begründet, dass sie C._____ im Falle der Gutheissung der Berufung [gegen die 

Dispositiv-Ziffern 1 und 2] auch in Zukunft zum überwiegenden Teil betreuen werde 

und die Erziehungsgutschriften daher ihr anzurechnen seien (Urk. 297 Rz. 86-90). 

B. Unterhalt

Die Vorinstanz verpflichtete den Beklagten zur Bezahlung von Kindesunter-

halt, wobei sie von verschiedenen Phasen ausging (Urk. 298 E. V. S. 35 ff. und 

Disp. Ziff. 6 des angefochtenen Urteils). Die Klägerin verlangt berufungsweise eine 

Neuberechnung des Unterhalts für die Zeit ab April 2025, dies jedoch "ausgehend 

von der alleinigen Obhut" (siehe Urk. 297 Rz. 92). Für den nun eingetretenen Fall, 

dass es bei der alternierenden Obhut bleibt, trägt die Klägerin hingegen keine Be-

anstandungen vor. Nachdem die Erwägungen der Vorinstanz auch zu keinen Be-

merkungen Anlass geben, bleibt es folglich beim vorinstanzlichen Entscheid. Dem-

gemäss besteht auch kein Anlass für eine Anpassung von Dispositiv-Ziffer 8 (Ein-

künfte der Parteien und C._____) und Dispositiv-Ziffer 10 (Anweisung an die Ar-

beitgeberin, siehe hierzu Urk. 297 Rz. 106 f.), zumal die Klägerin auch diesbezüg-

lich keine Beanstandungen für den Fall erhebt, dass es bei der alternierenden Ob-

hut bleibt. 

C. Fazit

Zusammenfassend ist die Berufung vollumfänglich abzuweisen und der vorinstanz-

liche Entscheid insoweit zu bestätigen. 

- 28 -

IV.

1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 12 

Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 4'000.– festzusetzen. Die Kosten 

sind ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das 

Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, der Klägerin 

zufolge ihres Unterliegens, dem Beklagten mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 

Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO).

2.

2.1. Die Klägerin ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das 

Berufungsverfahren (vgl. Urk. 297 S. 4 und Rz. 119 ff.). 

2.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechts-

begehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Darüber hinaus besteht ein Anspruch 

auf unentgeltliche Verbeiständung (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO), wenn dies zur Wah-

rung ihrer Rechte notwendig ist, insbesondere wenn die Gegenpartei anwaltlich 

vertreten ist. Eine Person gilt als bedürftig, wenn sie die Kosten eines Prozesses 

nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des 

eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich 

sind. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftli-

chen Situation der gesuchstellenden Person im Zeitpunkt der Einreichung des Ge-

suchs (BGE 141 III 369 E. 4.1; 135 I 221 E. 5.1). Zur Glaubhaftmachung ihrer Be-

dürftigkeit hat die ansprechendende Person ihre Einkommens- und Vermögensver-

hältnisse umfassend darzustellen und soweit möglich auch zu belegen (vgl. BGE 

120 Ia 179 E. 3.a). Legt eine Partei ihre finanzielle Situation nicht von sich aus 

schlüssig dar, obwohl sie um diese Obliegenheit weiss oder wissen muss, kann ihr 

Gesuch ohne vorgängige Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht wegen Verlet-

zung der Mitwirkungspflicht abgewiesen werden. Das gilt insbesondere bei anwalt-

lich vertretenen Parteien, denen das Wissen ihres Rechtsvertreters anzurechnen 

ist und die deshalb nicht als prozessual unbeholfen gelten können (vgl. BGer 

4D_69/2016 vom 28. November 2016 E. 5.4.3 m.w.Hinw.; 5A_62/2016 vom 17. Ok-

tober 2016 E. 5.3).

- 29 -

2.3. Gestützt auf die Ausführungen und eingereichten Unterlagen erscheint selbst 

unter Korrektur mehrerer Bedarfspositionen glaubhaft, dass die Klägerin über keine 

genügenden finanziellen Mittel verfügt, um selbst für die im vorliegenden Rechts-

mittelverfahren anfallenden Prozesskosten aufzukommen (vgl. Urk. 297 Rz. 119 ff.; 

Urk. 298 S. 72 ff.; Urk. 301/20; Urk. 301/22-30). Die Mittellosigkeit ist somit zu be-

jahen. Des Weiteren erwies sich die Berufung zwar nach dem zuvor Ausgeführten 

in objektiver Hinsicht als offensichtlich unbegründet. Indes kann angesichts der 

konkreten Umstände nicht gesagt werden, dass eine Partei, die über die nötigen 

Mittel verfügt, sich in guten Treuen nicht zur Ergreifung eines Rechtsmittels ent-

schieden hätte. Zudem erscheint eine anwaltliche Verbeiständung zufolge Rechts-

unkundigkeit zur Wahrung ihrer Rechte notwendig (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Ent-

sprechend ist der Klägerin in der Person von Rechtsanwältin MLaw X._____ eine 

unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. Die Nachzahlungspflicht gemäss 

Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

Es wird beschlossen:

1.  Der Klägerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege 

gewährt und in der Person von Rechtsanwältin MLaw X._____ eine unentgelt-

liche Rechtsbeiständin bestellt. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

Es wird erkannt:

1. Ziffer 10 der Berufungsanträge wird abgewiesen.

2. Die Berufung wird abgewiesen und die Dispositiv-Ziffern 2, 3, 6, 8, 10 und 13 

des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung Einzelgericht, vom 

19. März 2025 werden bestätigt.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt.

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4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 

auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. Ein Nachforderungsrecht im Sinne 

von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage der 

Doppel von Urk. 297, 300 und 301/2-30, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 7. Oktober 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

lic. iur. B. Schärer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. C. Faoro

versandt am:

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