# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f509e274-2658-5450-9622-9221ce2a21d5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.02.2023 PP230003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP230003_2023-02-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP230003-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. S. Janssen und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli 

Beschluss vom 14. Februar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Beklagte und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Forderung (Verschiebung Verhandlung) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  
Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 24. Januar 2023 (FV220029-F) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1. Mit Eingabe vom 11. November 2022 (Urk. 4/2) erhob die Klägerin und Be-

schwerdegegnerin (fortan: Klägerin) unter Beilage der Klagebewilligung des Frie-

densrichteramtes C._____ vom 16. August 2022 (Urk. 4/1) bei der Vorinstanz ei-

ne Forderungsklage gegen die Beklagte und Beschwerdeführerin (fortan: Beklag-

te). Am 21. Dezember 2022 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung am 27. 

Januar 2023 vorgeladen (Urk. 4/7). Mit Schreiben vom 22. Januar 2023 (Datum 

Poststempel: 23. Januar 2023) ersuchte die Beklagte um Abnahme der Verhand-

lung sowie Sistierung des Verfahrens, da ihr Geschäftsführer krank sei (Urk. 11 

und 12). Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wies die Vorinstanz das Verschie-

bungsgesuch der Beklagten ab (Urk. 2 S. 3 = Urk. 4/13 S. 3). 

1.2. Hiergegen erhob die Beklagte mit Eingabe vom 26. Januar 2023 sinnge-

mäss Beschwerde ("Einsprache") mit dem Antrag, "dass die Verhandlung neu ge-

legt wird" (Urk. 1 S. 1). 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 4/1-18). Da sich die 

Beschwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unzulässig erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). 

2. Die Vorinstanz erwog, das Verschiebungsgesuch der Beklagten sei abzu-

weisen, da es sich bei ihr um eine juristische Person handle, die naturgemäss 

nicht krankheitsbedingt verhindert sein könne und welche sich nicht nur durch ein 

Organ, sondern auch durch eine mit einer kaufmännischen Handlungsvollmacht 

ausgestattete und zur Prozessführung befugte Person vertreten lassen könne. 

Abgesehen davon gehe aus dem eingereichten Arztzeugnis nicht hervor, aus 

welchen konkreten gesundheitlichen Gründen es dem Geschäftsführer der Be-

klagten nicht möglich sei, an der Hauptverhandlung zu erscheinen, zumal ihm da-

rin lediglich Arbeits-, nicht aber Verhandlungsunfähigkeit attestiert werde (Urk. 2 

S. 2). 

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3. Die Beklagte rügt, grundsätzlich sei auf Antrag hin ein Gerichtstermin zu 

verschieben, wenn ein Arztzeugnis vorgelegt werde. Ausserdem werde deutlich, 

dass mit allen Mitteln versucht werde, im Kanton Zürich ansässige Unternehmen 

zu begünstigen. Mit ihrem Vorgehen verletze die Vorinstanz ihren Anspruch auf 

rechtliches Gehör, da sie sich nicht zur Klage äussern könne. So sei ihr Ge-

schäftsführer zu 100% krank und sie verfüge nicht über einen Mitarbeiter, der sie 

vertreten könne (Urk. 1 S. 1). 

4.1. Bei der Abweisung des Verschiebungsgesuchs handelt es sich um einen 

prozessleitenden Entscheid. Gegen einen solchen ist die Beschwerde – von den 

hier nicht einschlägigen, im Gesetz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b 

Ziff. 1 ZPO) abgesehen – nur zulässig, wenn durch ihn der beschwerdeführenden 

Partei ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 

ZPO). Ein solcher Nachteil ist ohne Weiteres anzunehmen, wenn er auch durch 

einen für den Ansprecher günstigen Endentscheid nicht mehr beseitigt werden 

kann. Indes ist bei der Annahme eines drohenden, nicht leicht wiedergutzuma-

chenden Nachteils grundsätzlich Zurückhaltung angebracht. Der Gesetzgeber hat 

die selbstständige Anfechtung gewöhnlicher Inzidenzentscheide absichtlich er-

schwert, denn der Gang des Prozesses sollte nicht unnötig verzögert werden 

(Botschaft ZPO, BBl 2006, 7221 ff., 7377). In der Literatur wird unter Verweis auf 

die Botschaft die Auffassung vertreten, dass bei Vorladungen (Art. 133/134 ZPO), 

Terminverschiebungen (Art. 135 ZPO), Fristansetzungen und -erstreckungen 

(Art. 144 ZPO) oder Beweisanordnungen (Art. 231 ZPO) ein nicht leicht wieder-

gutzumachender Nachteil kaum je in Betracht fallen könne (BK ZPO-Sterchi, 

Art. 319 N 14; Blickenstorfer, DIKE-Komm-ZPO, Art. 319 N 42). Die entsprechen-

den prozessleitenden Verfügungen können somit erst im Rahmen des Haupt-

rechtsmittels gegen den Endentscheid beanstandet werden. Die betroffene Partei 

muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist be-

weispflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-

Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht 

leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutre-

ten. 

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4.2. Die Beklagte legt in ihrer Beschwerde mit keinem Wort dar, inwiefern ihr 

durch die Abweisung ihres Verschiebungsgesuchs ein nicht leicht wiedergutzu-

machender Nachteil droht (vgl. Urk. 1). Ein solcher ist denn auch nicht offensicht-

lich, zumal die Beklagte die Rüge, die Vorinstanz habe die Hauptverhandlung zu 

Unrecht nicht verschoben (und in der Folge ihren Anspruch auf rechtliches Gehör 

verletzt), ohne Weiteres im Rahmen eines Rechtsmittels gegen den Endentscheid 

der Vorinstanz wird vortragen können (BGer 5A_307/2011 vom 13. Juli 2011, 

E. 2; BGE 133 III 629 E. 2.3.1) und die mit einer allfälligen Rückweisung der Sa-

che an die Vorinstanz zur Gewährung des rechtlichen Gehörs naturgemäss ver-

bundenen Nachteile (Zeitverlust, unnötige Kosten) keinen nicht leicht wiedergut-

zumachenden Nachteil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO zu begründen ver-

mögen (OGer ZH RB200006 vom 6. März 2020, E. 2.3; OGer ZH PF190024 vom 

21. Juni 2019, E. III/4). Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde mangels ei-

nes nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils nicht einzutreten. 

5.1. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von 

§ 12 Abs. 1 in Verbindung mit § 9 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 500.– festzusetzen und 

ausgangsgemäss der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

5.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, der Beklagten zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), der Kläge-

rin mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beklagten aufer-

legt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

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5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert der Hauptsache beträgt 
Fr. 13'106.65. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wir-
kung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 14. Februar 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
ya 

	Beschluss vom 14. Februar 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beklagten auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...