# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f1e5dff-0c50-59d0-9c3d-2b63daace20a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2014 D-3309/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3309-2014_2014-09-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3309/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richter Yanick Felley;   

Gerichtsschreiberin Christa Grünig. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Sri Lanka,  

c/o Schweizerische Vertretung in Colombo,   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  

Verfügung des BFM vom 8. April 2014 / N (…). 

 

 

D-3309/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit englischsprachiger Eingabe vom 27. November 2010 (Eingang 1. De-

zember 2010) an die schweizerische Vertretung in Colombo und unter 

Beilage von Beweismitteln ersuchte der Beschwerdeführer sinngemäss 

um Gewährung der Einreise in die Schweiz zwecks Durchführung eines 

Asylverfahrens und um Asylgewährung.  

B.  

B.a Mit Schreiben vom 8. Dezember 2010 ersuchte die schweizerische 

Vertretung den Beschwerdeführer zur Vervollständigung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts unter Einreichung allfälliger Beweismittel und Identi-

tätspapiere um Beantwortung konkreter Fragen in Bezug auf Ereignisse, 

die ihn zur Ausreise nötigen würden, die individuelle Betroffenheit sowie 

allfällig getroffene Schutzmassnahmen. Mit Eingabe vom 29. Dezember 

2010 liess sich der Beschwerdeführer vernehmen. 

B.b Mit Schreiben vom 3. März 2011 lud die schweizerische Vertretung 

den Beschwerdeführer zu einer persönlichen Befragung auf den 18. März 

2011 ein. Der Beschwerdeführer erschien nicht zum Termin, reichte je-

doch ein weiteres Schreiben vom 17. März 2011 ein, worauf die schwei-

zerische Vertretung ihn mit Schreiben vom 8. April 2011 erneut für eine 

persönliche Befragung einlud, welche am 19. Mai 2011 stattfinden konnte. 

Mit Schreiben vom 25. August 2011, 24. November 2011, 27. Februar 

2013, 5. Oktober 2013, 26. November 2013 sowie vom 6. Februar 2014 

brachte der Beschwerdeführer weitere Vorbringen an und legte weitere 

Beweismittel ins Recht. 

B.c Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer 

im Wesentlichen geltend, aus B._______ zu stammen und (…) von den 

Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) zwangsrekrutiert worden zu sein. 

Nach (…) physischen Trainings sei er in C._______ stationiert gewesen, 

wo er bis (…) administrative Arbeiten erledigt habe. Hernach sei er nach 

D._______ transferiert worden, wo er bis (…) dieselbe Funktion ausgeübt 

habe. Nach der Auftrennung der LTTE in zwei Gruppierungen sei er nach 

Hause gegangen, worauf er jedoch von beiden Seiten gesucht worden 

und (…) erneut von den LTTE zwangsrekrutiert worden sei, die ihn als 

(Angabe Tätigkeit) eingesetzt hätten. Im (…) sei er bei einem Bombenan-

schlag verletzt, von den LTTE ins (…) gebracht und im Spital gepflegt 

worden, worauf er seine Tätigkeit im (…) bis (…) wieder aufgenommen 

habe. Er habe sich nach Einstellung (…) in E._______ versteckt, bis er 

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am (…) in F._______ von der Armee verhaftet worden sei. Daraufhin sei 

er in F._______ und G._______ im Rehabilitationscamp in Haft gewesen 

und am (…) entlassen worden, worauf er zu seiner Mutter nach 

H._______ zurückgekehrt sei. Am (…) sei bereits die Polizei bei ihm auf-

getaucht, er habe danach jeden Sonntag auf dem Posten seine Unter-

schrift anbringen müssen. Auch sei der Armeegeheimdienst zu ihm nach 

Hause gekommen und habe die Registration im Camp verlangt. Dem sei 

er nachgekommen. Im selben Monat seien auch Armeemitglieder, Ange-

hörige des Terrorist Investigation Department (TID) und des Criminal In-

vestigation Department (CID) zu ihm nach Hause zum Verhör gekommen, 

auch habe er Anrufe und einen Brief der Tamil Makkal Vidusthalai Pulikal 

(TMVP) bekommen, sich in deren Büro zu melden. Letzteren Vorfall habe 

er der Nonviolent Peace Force gemeldet, welche aber lediglich Protokolle 

ausfülle. Er befürchte, von der TMPV nächstens getötet zu werden. Des 

Weiteren habe er anonyme Drohanrufe erhalten. Am (…) seien nachts 

Unbekannte auf Motorrädern vorbeigekommen und hätten sich nach ihm 

erkundigt. Diesen Vorfall habe er sowohl der Polizei, der Human Rights 

Commission (HCR), einem tamilischen Parlamentarier sowie einem Pfar-

rer gemeldet, welche ihm alle Empfehlungsschreiben ausgestellt hätten. 

Am (…) habe er eine telefonische Morddrohung erhalten, worauf er sein 

Mobiltelefon ausgeschaltet und sich zu einem Verwandten nach 

I._______ begeben habe. Nachdem dieser ihn nicht mehr habe beher-

bergen wollen, sei er zu seiner Mutter zurückgekehrt, habe jedoch jeweils 

bei Nachbarn übernachtet. Am (…) seien Angehörige des CID bei ihm 

zuhause aufgetaucht und hätten der Mutter ausgerichtet, er solle sein 

Mobiltelefon anstellen, worauf er kurze Zeit später einen Drohanruf von 

einem Angehörigen des TID erhalten habe. Der Anrufer habe ihm gesagt, 

er werde am nächsten Tag vorbeikommen. Seit seiner Entlassung aus der 

Rehabilitationshaft könne er keiner regelmässigen Arbeit mehr nachge-

hen und werde finanziell von seinem Bruder, welcher sich in K._______ 

aufhalte, unterstützt. Am (…) sei er von zwei Personen zu Hause aufge-

sucht und tätlich angegriffen worden, im Weiteren würden Angehörige der 

Armee und der Polizei Kontrollbesuche bei ihm zu Hause durchführen 

und ihn foltern. Zwei unbekannte Personen hätten ihn nach dem zweiten 

Tag, nachdem er als (…) in L._______ versucht habe zu arbeiten, auf 

dem Rückweg verfolgt, er habe jedoch entkommen können. Am (…) sei 

ihm auf der Strasse ein weisser Van gefolgt, er habe sich aber verstecken 

können. Aufgrund der Furcht vor weiteren Behelligungen habe er seinen 

Aufenthaltsort in den M._______ Distrikt verlegt. 

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Seite 4 

Für weitere Einzelheiten des geltend gemachten Sachverhalts wird auf 

die Akten verwiesen. 

Der Beschwerdeführer reichte diverse Dokumente als Beweismittel zu 

den Akten. Auf deren Inhalt wird – soweit entscheidwesentlich – in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

C.  

Mit Verfügung vom 8. April 2014 verweigerte das BFM dem Beschwerde-

führer die Einreise in die Schweiz und lehnte sein Asylgesuch ab. Diese 

Verfügung wurde am 24. April 2014 von der Botschaft an den Beschwer-

deführer weitergeleitet. 

D.  

Mit Eingabe vom 10. Mai 2014 an die schweizerische Vertretung (Post-

eingang: 27. Mai 2014) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen 

die vorinstanzliche Verfügung. Dabei beantragte er sinngemäss, die Ver-

fügung des BFM sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, ihm die 

Einreise in die Schweiz zu bewilligen und es sei ihm Asyl zu gewähren. 

Auf die Beschwerdebegründung und die eingereichten Dokumente wird – 

soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 

den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen ei-

nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerde-

führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig 

entscheidet. 

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1.2 Die Voraussetzungen für das Eintreten auf die Beschwerde sind vor-

liegend erfüllt. Zwar fehlen konkrete Anträge in der in englischer Sprache 

gehaltenen Rechtsmitteleingabe, aber es ergibt sich aus dem Kontext, 

dass um eine Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides ersucht 

wird, weshalb praxisgemäss auf eine Beschwerdeverbesserung verzich-

tet werden kann. Der Eröffnungszeitpunkt der angefochtenen Verfügung 

ist nicht bekannt. Zu Gunsten des Beschwerdeführers wird davon ausge-

gangen, die Beschwerde sei rechtzeitig erhoben worden. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher 

zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 

AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG).  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Mit der Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 – von der 

Bundesversammlung als dringlich erklärt und am 29. September 2012 in 

Kraft getreten – ist die Möglichkeit der Einreichung eines Asylgesuches 

aus dem Ausland weggefallen (vgl. BBl 2012 5359). Das vorliegende Ur-

teil, welches ein Asylgesuch aus dem Ausland nach altem Recht zum 

Gegenstand hat, ergeht demzufolge gestützt auf die Übergangsbestim-

mung zur Änderung vom 28. September 2012, wonach für Asylgesuche, 

die im Ausland vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. Septem-

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ber 2012 gestellt worden sind, die Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 in 

der bisherigen Fassung des Gesetzes gelten. 

5.  

5.1 Ein Asylgesuch kann gemäss aArt. 19 Abs. 1 AsylG im Ausland bei 

einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Be-

richt an das Bundesamt überweist (aArt. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich 

des Verfahrens bei der Schweizerischen Vertretung im Ausland sieht 

aArt. 10 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfra-

gen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person 

in der Regel eine Befragung durchführt. Davon kann nur abgewichen 

werden, wenn eine Befragung faktisch oder aus organisatorischen oder 

kapazitätsmässigen Gründen unmöglich ist, oder wenn der Sachverhalt 

bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als entscheidreif erstellt 

erscheint (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.8 S. 367 f.). Ist eine Befragung im Aus-

land nicht möglich, ist die asylsuchende Person aufzufordern, ihre Asyl-

gründe schriftlich festzuhalten (aArt. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das BFM hat den 

Verzicht auf eine Befragung im Ausland in der Verfügung zu begründen 

(vgl. BVGE 2007/30 E. 5.8 S. 368).  

5.2 Vorliegend wurde der Beschwerdeführer von der Schweizer Vertre-

tung in Colombo am 19. Mai 2011 entsprechend der zu beachtenden Be-

stimmungen zu seinen Asylgründen befragt und die Akten wurden am 

20. Mai 2011 dem BFM übermittelt. 

5.3 Gemäss aArt. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchen-

den die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zu-

gemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder 

in ein anderes Land auszureisen. Nach Abs. 3 der Bestimmung kann das 

Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische 

Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die 

glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben 

oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 

5.4 Beim Entscheid für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten re-

striktive Voraussetzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessens-

spielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von 

Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Mög-

lichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Bezie-

hungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive 

Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen 

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Eingliederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen 

(BVGE 2011/10 E. 3.3). 

6.  

6.1 Das BFM führte in seiner angefochtenen Verfügung vom 8. April 2014 

aus, dass der Beschwerdeführer im (…) offiziell aus der Rehabilitations-

haft entlassen worden sei, und keine Anhaltspunkte bestünden, wonach 

er aufgrund seines Aufenthaltes in den verschiedenen Rehabilitations-

camps in absehbarer Zukunft erneut staatlichen Verfolgungsmassnahmen 

ausgesetzt sein könnte. Lediglich aus dem Umstand des Aufenthaltes in 

einem Rehabilitationscamp könne nicht abgeleitet werden, dass er zum 

heutigen Zeitpunkt von asylrelevanter Verfolgung bedroht sei. Zwar sei 

nicht auszuschliessen, dass er auch nach seiner Freilassung weiterhin 

unter Beobachtung der sri-lankischen Behörden gestanden habe und 

aufgefordert worden sei, sich registrieren zu lassen. Derartigen Mass-

nahmen, die im Zusammenhang mit der allgemeinen Bekämpfung des 

Terrorismus der LTTE durch die sri-lankischen Behörden zu sehen seien, 

komme indessen aufgrund mangelnder Intensität kein Verfolgungscharak-

ter zu. Wären die sri-lankischen Behörden nach wie vor überzeugt gewe-

sen, dass er in irgendeiner Weise eine Gefahr für die Sicherheit des sri-

lankischen Staates darstellen würde, wäre er zweifellos auch nach seiner 

Freilassung erneut inhaftiert worden, was jedoch nicht der Fall gewesen 

sei. Vielmehr hätten ihm die sri-lankischen Behörden im (…) einen neuen 

Pass ausgestellt. In Bezug auf die geltend gemachten Behelligungen und 

Verfolgungen, über welche er mit Eingabe vom 26. November 2013 be-

ziehungsweise 13. Februar 2014 informiert habe, sei zu erwähnen, dass 

es sich hierbei nicht um Übergriffe ernsthaften Ausmasses handle und 

diese indessen nicht für die Annahme einer einreiserelevanten Verfol-

gungsgefahr im Sinne des Asylgesetzes genügten. Eine Einreisebewilli-

gung könne nur erteilt werden, wenn mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit von einer akuten Gefährdung der gesuchstellenden Person bei einem 

weiteren Verbleib in Sri Lanka ausgegangen werden müsse. Dies treffe 

aber in seinem Fall nicht zu. 

6.2 Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, er sei 

nach wie vor in Gefahr und könne vor allem nachts nicht zu Hause blei-

ben. Er wechsle daher täglich seinen Aufenthaltsort, was auch die einge-

reichten Briefe bestätigen würden. "Government Forces" würden Grund-

rechte der rehabilitierten LTTE-Kader verletzen und Polizeistationen dazu 

auffordern, keine diesbezüglichen Reklamationen zu tolerieren. Alle seien 

zu eingeschüchtert, um dagegen zu protestieren, da sie um ihr Leben 

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fürchten würden. "Sri Lankan Government" habe die Mehrheit im Parla-

ment, so sei es schwierig, sich gegen das Parlament aufzulehnen, auch 

würden Medien diese unterstützen, die Opposition sei dagegen machtlos. 

Es geschähen viele Tötungen im Vanni-Gebiet, um zu verhindern, dass 

sich die LTTE-Bewegung neu formieren könne. Sri-lankische Behörden 

würden in geheimer Weise Grundrechte verletzen, weshalb es schwierig 

sei, diesbezügliche Dokumente einzureichen. Er sei in N._______ bis 

zum Ende des Krieges gewesen, weshalb sie ihn verdächtigen würden, 

Geheimnisse der LTTE zu wissen. Mithilfe eines Priesters habe er einen 

neuen Pass erhalten. Dies bedeute jedoch nicht, dass man sich danach 

frei und unbehelligt bewegen könne. Es bestehe keine Online-Verbindung 

zwischen dem Passbüro und den "Government Forces", weshalb eine 

Passausstellung nicht verhindert werden könne. In den Nachbarländern 

habe er nicht um Asyl nachgesucht, da er nicht wisse, wie dort das Asyl-

system funktioniere. 

7.  

7.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in 

Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, dass der Beschwerdefüh-

rer nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen ist.  

7.2 Der Aufenthalt im Rehabilitationscamp liegt fast (…) Jahre zurück. 

Wie bereits das BFM zu Recht festgestellt hat, lässt sich allein aus der 

Inhaftierung in der Vergangenheit keine aktuelle asylrelevante Verfolgung 

zum heutigen Zeitpunkt ableiten. Insofern ist die Internierung des Be-

schwerdeführers in den Rehabilitationscamps asylrechtlich unbeachtlich. 

Mit dem BFM ist sodann weiter festzustellen, dass sich keine konkreten 

Verdachtsmomente gegen den Beschwerdeführer ergeben haben kön-

nen, andernfalls er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht freigelas-

sen, sondern verhaftet und strafrechtlich verfolgt worden wäre. 

7.3 Im Weiteren ist mit dem BFM übereinzustimmen, dass der Beschwer-

deführer seit seiner Entlassung im (…) keinen behördlichen Behelligun-

gen asylrelevanter Intensität mehr ausgesetzt war, was auf ein fehlendes 

Verfolgungsinteresse des sri-lankischen Staates schliessen lässt; eine 

Einschätzung, die durch die Tatsache bestätigt wird, dass die sri-

lankischen Behörden am (…) – also mithin wenige Monate nach der Ent-

lassung aus dem Rehabilitationscamp – dem Beschwerdeführer einen 

neuen Reisepass, gültig bis (…) ausstellten. Die Ausführungen in der Be-

schwerdeeingabe, wonach er sich trotz Passes nicht frei und unbehelligt 

bewegen könne und keine Online-Verbindung zwischen dem Passbüro 

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und den "Government Forces" bestehe, sind unbehelflich, weil – auch 

wenn keine Online-Verbindung zwischen diesen Behörden bestehen soll-

te – davon auszugehen ist, dass vor einer Passausstellung der Leumund 

eines Antragstellers geprüft wird. 

Die geltend gemachten Bedrohungen sowie die angebliche Verfolgung 

durch einen weissen Van vom (…) wurden nicht substantiiert dargelegt, 

sind stereotyp und lassen jegliche Realkennzeichen vermissen. Die Ant-

worten anlässlich der Befragung auf der schweizerischen Vertretung er-

folgten denn auch vielfach ausweichend und sind teilweise nicht nach-

vollziehbar. Wieso er von all den geltend gemachten Behörden und Ver-

einigungen gesucht und bedroht sein soll, wusste der Beschwerdeführer 

nicht aufzuzeigen. Seine Erklärung hierzu, wonach "derzeit viele Dinge 

passierten", vermag nicht zu überzeugen, ebenso wenig enthalten die 

diesbezüglich eingereichten Dokumente konkrete Aufschlüsse. Im Übri-

gen weisen die geltend gemachten Vorbringen nicht die Intensität einer 

asylrelevanten Verfolgung auf, sofern sie überhaupt geglaubt werden 

können. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese Behelligungen den 

Beschwerdeführer in eine vom Asylgesetz geforderte Zwangslage ver-

setzt haben, welche ihm ein menschenwürdiges Leben in Sri Lanka ver-

unmöglichen oder in unzumutbarem Ausmass erschweren würden. 

7.4 Schliesslich ist auf die veränderte allgemeine Situation in Sri Lanka 

hinzuweisen. Nach Beendigung des Krieges und der endgültigen Nieder-

lage der LTTE ist die Gefahr für den Beschwerdeführer, erneut der Zuge-

hörigkeit zu den LTTE verdächtigt zu werden, tendenziell geringer gewor-

den. Indessen haben die sri-lankischen Behörden – namentlich im Gross-

raum Colombo – die Sicherheitsmassnahmen nicht gelockert. Daher be-

steht die Möglichkeit, überall und jederzeit von sri-lankischem Sicher-

heitspersonal einer minuziösen Personenkontrolle unterzogen und für 

eingehendere Abklärungen auf den Posten mitgenommen oder in ein Ar-

meecamp beordert zu werden. Diese so genannten „Anti-Terrormassnah-

men“ werden im Raum Colombo – unbesehen der Rügen des Supreme 

Courts – als repressives Instrument gegen befürchtete Infiltrationen tami-

lischer Separatisten angewandt. Diesen Massnahmen, denen ein Gross-

teil der tamilischen Bevölkerung im ganzen Land ausgesetzt ist, kommt 

indes aufgrund mangelnder Intensität kein Verfolgungscharakter im Sinne 

von Art. 3 AsylG zu. Bei dieser Sachlage ist nicht weiter auf die vom Be-

schwerdeführer eingereichten Beweismittel einzugehen. 

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Seite 10 

8.  

Somit ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine aktuelle Gefähr-

dung im Sinne von Art. 3 AsylG aufzuzeigen, welche die Bewilligung der 

Einreise in die Schweiz rechtfertigen würde. Die Schutzbedürftigkeit des 

Beschwerdeführers im Sinne von aArt. 20 i.V.m. Art. 3 AsylG ist nicht ge-

geben. Das BFM hat dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die 

Schweiz verweigert und sein Asylgesuch abgelehnt. 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

das Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt 

richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde 

ist daher abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus verwal-

tungsökonomischen Gründen ist indessen in Anwendung von Art. 6 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhe-

bung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, an die schweizerische Ver-

tretung in Colombo und an das BFM. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Wespi Christa Grünig 

 

 

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