# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bca022c-8f37-53b4-8b4b-22a7f1233c6d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 12.08.2020 UV 2019/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-12_2020-08-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2020

Entscheiddatum: 12.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 12.08.2020
Art. 16 ATSG. Einkommensvergleich. Festsetzung des Invalideneinkommens. 
Es resultiert weder durch die verwendeten DAP-Profile noch bei Anwendung 
der LSE-Tabellenlöhne ein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung 
der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 12. August 2020; UV 2019/12).

Entscheid vom 12. August 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/12

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch B.___,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 13. Dezember 2016 als 

Montageelektriker bei der C.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert (Suva-act. 3).

A.a. 

Am 11. Januar 2017 stürzte der Versicherte bei der Arbeit von einer Leiter und 

begab sich gleichentags notfallmässig ins Spital Z.___. Die Ärzte diagnostizierten nach 

einer CT-Untersuchung der rechten Schulter eine Glenoidfraktur sowie eine Fraktur des 

Processus coracoideus Schulter rechts. Weiter zog sich der Versicherte eine 

Metacarpale V Schaftfraktur links, eine Ellenbogenkontusion rechts sowie eine 

Thoraxkontusion rechts zu (Suva-act. 3, 8, 13). Die Verletzungen wurden konservativ 

behandelt und dem Versicherten wurde Physiotherapie verordnet (Suva-act. 11, 13). 

Die Suva anerkannte mit Schreiben vom 26. Januar 2017 ihre Leistungspflicht, kam für 

die erforderlichen Behandlungsmassnahmen auf und entrichtete Taggelder (Suva-act. 

4).

A.b. 

Per 28. Februar 2017 wurde dem Versicherten von der C.___ AG gekündigt (Suva-

act. 17-2).

A.c. 

Dr. med. D.___, Leitender Arzt Orthopädie, Spital Z.___, attestierte dem 

Versicherten mit Sprechstundenbericht vom 16. März 2017 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 16. April 2017, danach im Sinne eines Arbeitsversuchs eine 

50%-ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 16).

A.d. 

Anlässlich einer Besprechung vom 24. März 2017 mit einem 

Aussendienstmitarbeiter der Suva gab der Versicherte an, dass die rechte Schulter nur 

A.e. 

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sehr langsam heile. Bei jeder Bewegung habe er Schmerzen. In Ruhe gehe es leicht 

besser und die Schmerzen seien dann geringer. Das Hauptproblem sei, dass er den 

rechten Arm schlecht nach oben, nicht mal auf die Horizontale, bewegen könne. Dieser 

blockiere sofort. Auch nach hinten sei die Beweglichkeit enorm eingeschränkt. Er 

komme mit dem Arm knapp an die Hosentasche. In der Nacht habe er grosse Mühe 

und erwache mehrmals. Dem rechten Ellbogen gehe es viel besser. Er könne diesen 

bei leichten Schmerzen wieder normal strecken und beugen. Mit der linken Hand sei 

wieder eine normale Faust möglich. Auch diesbezüglich sei der Zustand wieder 

ziemlich gut (Suva-act. 15).

Am 4. Mai 2017 wurde an der Radiologie Nordost eine MRT-Untersuchung des 

rechten Schultergelenks des Versicherten durchgeführt (Suva-act. 30). Gemäss 

Untersuchungsbericht von Dr. D.___ vom 9. Mai 2017 zeigte die Rotatorenmanschette 

keine Komplettrupturen, allerdings sei die lange Bizepssehne luxiert. Es werde eine 

Arthroskopie mit Tenotomie der Sehne empfohlen, welche der Versicherte aber nicht 

wünsche. Weiterhin bestehe eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit, vorläufig bis zum 3. Juni 

2017 (Suva-act. 31, 33). Mit Bericht vom 12. Juni 2017 wurde dem Versicherten bis 25. 

Juni 2017 weiterhin eine 50%-ige, danach eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

(Suva-act. 36 f.).

A.f. 

Mit Beurteilung vom 4. Juli 2017 erachtete der Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates den 

Versicherten ab dem 12. Juni 2017 für 100% arbeitsfähig in leidensadaptierten 

Tätigkeiten (Suva-act. 39).

A.g. 

Mit Verfügung vom 7. Juli 2017 stellte die Suva die Taggeldleistungen per 17. Juli 

2017 ein (Suva-act. 40). Diese Verfügung blieb unangefochten.

A.h. 

Bei anhaltenden Beschwerden der rechten Schulter (Suva-act. 52) übernahm die 

Suva für zwei weitere Serien die Kosten der Physiotherapie (Suva-act. 53 f.). Mit 

Arztbericht vom 24. April 2018 teilte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. F.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Suva mit, dass nach längerer Zeit der 

Physiotherapie eine ordentliche Verbesserung habe erzielt werden können. Die 

Situation sei im Vergleich zum Dezember 2017 in etwa unverändert, jedoch hätten sich 

A.i. 

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B.

Am 7. Januar 2019 wies die Suva die Einsprache ab. Es könne auf das anhand von 

DAP-Zahlen ermittelte hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 59'301.-- abgestellt 

werden, womit bei einem Valideneinkommen von Fr. 65'130.-- ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 8.95% resultiere. Auch die kreisärztliche 

die Ruheschmerzen vollständig gebessert. Leichte Arbeiten in der Horizontalen könne 

der Versicherte relativ mühelos durchführen. Überkopfarbeiten seien nicht mehr 

möglich. Die Physiotherapie habe zu keinen Verbesserungen geführt, weshalb sie 

beendet werde. Im Moment seien keine Therapien indiziert oder erfolgsversprechend 

und der Versicherte habe sich mit der Situation abgefunden. Es bestehe dennoch ein 

relevanter Gesundheitsschaden (Suva-act. 56).

Am 2. Mai 2018 schätzte Dr. E.___ den Integritätsschaden in Bezug auf das rechte 

Schultergelenk auf 15% (Suva-act. 58). Mit Beurteilung vom 7. Juni 2018 führte er aus, 

dass der Versicherte beim Unfall vom 11. Januar 2017 eine schwere knöcherne 

Verletzung des Schultergelenks erlitten habe, die letztendlich zu einer mittelgradig 

schmerzhaften Funktionsbeeinträchtigung mit Bewegungslimitierung ab 90 Grad 

Abduktion und Elevation sowie zu einer Einschränkung der Rotationsbewegungen 

geführt habe. Aufgrund der Unfallfolgen seien dem Versicherten nur noch 

leidensadaptierte Tätigkeiten zuzumuten (Suva-act. 61).

A.j. 

Mit Verfügung vom 3. Juli 2018 lehnte die Suva bei einem Invaliditätsgrad von 

8.95% einen Rentenanspruch ab und sprach dem Versicherten bei einer 

Integritätseinbusse von 15% eine Integritätsentschädigung von Fr. 22'230.-- zu (Suva-

act. 66).

A.k. 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte, vertreten durch B.___, mit Eingabe 

vom 24. Juli 2018 Einsprache erheben. Er beantragte darin die Aufhebung der 

Verfügung und die Zusprache einer Rente sowie einer höheren 

Integritätsentschädigung. Insbesondere bemängelte er bezüglich Rentenanspruch die 

Berechnung des Invalideneinkommens bzw. ein Überschreiten des Ermessens der 

Suva in Bezug auf dessen Berechnung gestützt auf die Dokumentation von 

Arbeitsplätzen (DAP). Bezüglich Integritätsschaden sei die Luxation der Bizepssehne 

nicht berücksichtigt worden (Suva-act. 70).

A.l. 

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Schätzung des Integritätsschadens sei in allen Punkten nachvollziehbar, zumal sich die 

in der Tabelle aufgeführten Luxationsvarianten auf die gesamte Schulter (Ausrenkung 

des Schultergelenks) und nicht auf die Bizepssehne beziehen würden (Suva-act. 91).

C.  

Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 7. Januar 2019 (Suva-act. 91), welchem die Verfügung vom 3. Juli 2018 (Suva-act. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch B.___ (act. G 3), am 2. Februar 2019 

Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid vom 7. Januar 2019 und die Verfügung 

vom 3. Juli 2018 seien bezüglich Invalidenrente aufzuheben und der Anspruch auf 

Basis des Durchschnitts der Minimallöhne der fünf in der Verfügung ausgewählten DAP 

zu berechnen. Eventualiter seien der Einspracheentscheid und die Verfügung 

aufzuheben und der Rentenanspruch gestützt auf die Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung (LSE) festzustellen. Subeventualiter sei der Rentenanspruch neu 

durch Auswahl von zwei anderen als der DAP Nr. 637143 und Nr. 7468 aus der Liste 

"Gesamtes Suchresultat" mit einer geringeren Lohnspannbreite und auf Basis der sich 

ergebenden Durchschnittslöhne zu überprüfen (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.b. 

Mit Replik vom 26. März 2019 hielt der Beschwerdeführer unverändert an seinen 

Anträgen fest (act. G 6).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und reichte am 

14. Mai 2019 eine kurze Stellungnahme ein. Am Antrag auf Beschwerdeabweisung hielt 

sie unverändert fest (act. G 8).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

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66) zugrunde liegt. Mit Einsprache vom 24. Juli 2018 beantragte der Beschwerdeführer 

die Ausrichtung einer Invalidenrente sowie eine Erhöhung der Integritätsentschädigung. 

Mit Beschwerde ans Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 2. Februar 2019 

beantragte der Beschwerdeführer keine höhere Integritätsentschädigung mehr, weder 

explizit in den Anträgen (act. G 1 S. 2) noch im Rahmen der Begründung. Damit ist der 

Einspracheentscheid, soweit er den verfügten Integritätsschaden von 15% bestätigte, 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen und bildet nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist 

damit einzig ein Anspruch auf eine Rente.

2.  

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

2.2. 

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3.

In medizinischer Hinsicht ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer beim 

Unfallereignis vom 11. Januar 2017 eine schwere knöcherne Verletzung des rechten 

Schultergelenks (Glenoidfraktur und Fraktur des Prozessus coracoideus) erlitten hat. 

Als Unfallrestfolgen verblieben unbestrittenermassen Funktionsbeeinträchtigungen mit 

Bewegungslimitierung ab 90 Grad Abduktion und Elevation sowie eine Einschränkung 

der Rotationsbewegungen (Suva-act. 58, 61). Die weiteren erlittenen Verletzungen (an 

der Hand links, am Ellbogen rechts, am Thorax rechts; vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.b 

und A.e) führten zu keinen andauernden Beeinträchtigungen. Nicht in Frage gestellt 

wird im Weiteren, dass der kreisärztlichen Beurteilung vom 7. Juni 2018 zu folgen ist, 

wonach dem Beschwerdeführer vollzeitig nur noch leichte körperliche, das rechte 

Schultergelenk entlastende leidensadaptierte Arbeiten mit einer Gewichtsbelastung bis 

zur Horizontalen zuzumuten sind, wobei die körperferne Gewichtsbelastung des 

rechten Schultergelenks über Hüfthöhe nur noch gelegentlich bis fünf Kilogramm 

betragen darf. Gewichtsbelastungen auf Hüfthöhe dürfen zehn Kilogramm nicht 

überschreiten. Nicht mehr zumutbar ist im Weiteren das Steigen und Arbeiten auf 

Leitern und Gerüsten aufgrund der eingeschränkten Haltesicherungsfunktion des 

rechten Arms, das Arbeiten an vibrierenden Maschinen und Tätigkeiten mit 

Stossbelastungen des rechten Schultergelenks (Suva-act. 61). Die kreisärztliche 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil leuchten beim 

vorliegenden Beschwerdebild des Beschwerdeführers ein und es sind den Akten keine 

Anhaltspunkte zu entnehmen, aufgrund derer sie in Zweifel zu ziehen wären.

4.

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. 

vorstehende E. 2.1). Diesbezüglich ist einzig die Höhe des Invalideneinkommens 

umstritten. Unbestritten ist das Valideneinkommen, welches für den relevanten 

Zeitpunkt im Jahr 2018 (allfälliger Rentenbeginn) Fr. 65'130.-- beträgt (13 x Fr. 5'010.--; 

Suva-act. 62).

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder 

der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

4.1. 

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versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva erhobenen 

sogenannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer erzielte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der 

C.___ AG per 28. Februar 2017 (Suva-act. 17-2) – soweit ersichtlich – kein 

Erwerbseinkommen mehr. Es ist damit grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Invalidenlohns DAP-Daten beigezogen hat.

4.2. 

Die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf 

mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens 

ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem 

verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, 

Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige 

Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer 

Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva 

die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit 

den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit 

hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 

des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind 

grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im 

Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im 

Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf 

den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im 

Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im 

Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität 

der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den 

Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen 

Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 595 f. E. 6.3; vgl. 

ferner BGE 129 V 472).

4.3. 

Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf die 

geforderten fünf Arbeitsplätze (Nrn. 380783, 4786, 637143, 7468 und 462585; Suva-

act. 63-1) auf Fr. 59'301.-- (durchschnittlicher Lohn dieser fünf DAP-Profile) fest. Die 

4.4. 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2017&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-472%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page472

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Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden 

dokumentierten Arbeitsplätze beträgt 48 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 57'002.-- 

(Suva-act. 63-1). Der nach Rechtsprechung geforderten Repräsentativität mit 48 DAP-

Profilen ist somit Genüge getan (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG] vom 19. Juni 2006, U 405/05, E. 4.2).

Der Beschwerdeführer wendet ein, dass die verwendeten DAP-Profile Nrn. 637143 

und 7468 nicht dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen würden. Bei Nr. 637143 (Suva-

act. 63-12 ff.) werde das Heben und Tragen bis fünf Kilogramm mit "oft" angegeben 

und unter "Besonderen Anforderungen" vermerkt "Hände und Arme werden viel 

beansprucht". Die starke Beanspruchung der Arme sei keine "das rechte 

Schultergelenk entlastende Arbeit" im Sinne des kreisärztlichen Profils. Das Gleiche 

gelte für Nr. 7468 (Suva-act. 63-16 ff.). Hier werde das Heben und Tragen bis fünf 

Kilogramm mit "sehr oft" angegeben, wobei nicht das Gewicht an sich, sondern die 

Intensität und Art der Tätigkeit bedenklich seien. Eine ganztägige, hauptsächlich die 

Arme beanspruchende Tätigkeit sei jedenfalls keine das "rechte Schultergelenk 

entlastende Arbeit". Entgegen diesen Vorbringen erscheinen jedoch auch die 

Arbeitsplätze Nrn. 637143 und 7468 als leidensadaptiert. Sie überschreiten die von Dr. 

E.___ aufgeführten Gewichtslimiten (Gewichtsbelastung nur bis zur Horizontalen, 

körperferne Gewichtsbelastung des rechten Schultergelenks über Hüfthöhe nur noch 

gelegentlich bis fünf Kilogramm, Gewichtsbelastungen auf Hüfthöhe nicht über zehn 

Kilogramm) nicht. Bei beidhändiger Tätigkeit kann im Weiteren zumindest zeitweise die 

rechte obere Extremität durch die linke Seite entlastet werden, nachdem nicht davon 

auszugehen ist, dass über den gesamten Tag Beidhändigkeit gefordert ist. Auch wird 

bei gleichzeitigem beidhändigem Heben/Tragen der tiefen zur Diskussion stehenden 

Gewichte die rechte Seite zusätzlich entlastet (vgl. dazu die plausiblen Ausführungen in 

der Beschwerdeantwort vom 7. März 2019, Ziff. 4.5 [act. G 4 S. 5]). Entsprechend 

handelt es sich auch bei diesen DAP-Profilen nicht um das rechte Schultergelenk zu 

stark belastende Tätigkeiten. Damit sind alle fünf von der Beschwerdegegnerin 

ausgewählten DAP-Profile dem Beschwerdeführer zumutbar.

4.5. 

 4.6. 

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin mit der Auswahl gerade dieser fünf 

DAP-Profile ihr Ermessen überschritten hat, so dass nicht darauf abgestellt werden 

könnte. Es ist unbestritten, dass der Lohndurchschnitt der ausgewählten DAP-Profile 

(Fr. 59'301.--) rund 4% über dem Durchschnitt der Durchschnittslöhne (Fr. 57'002.--) 

liegt (Suva-act. 63-1).

4.6.1. 

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Grundsätzlich erscheint dieses Überschreiten von rund 4% bzw. rund 6% (bei 

Wegfall der Lohnausreisser nach oben [DAP-Nrn. 519009 und 7372 mit 

Durchschnittslöhnen von Fr. 80'600.-- und Fr. 81'250.--; Suva-act. 63-3]) als noch 

vertretbar bzw. noch im Ermessen der Beschwerdegegnerin liegend (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. März 2007, U 486/06, E. 4.2). Die vier über dem Durchschnitt 

liegenden DAP-Profile überschreiten Fr. 57'002.-- denn auch nur wenig und die 

Durchschnittslöhne der ausgewählten DAP liegen nahe beieinander (tiefster 

Durchschnittslohn bei Nr. 380783: Fr. 56'225.--, höchster Durchschnittslohn bei Nr. 

462585: Fr. 61'530.--), so dass sämtliche DAP-Profile bzw. die damit erzielbaren 

Durchschnittslöhne, wenn auch leicht über dem Durchschnitt der Durchschnittslöhne 

liegend, für den Beschwerdeführer realistisch und zumutbar erscheinen, selbst wenn 

die Begründung für die Überschreitung des Durchschnittslohns (vgl. act. G 4 S. 3) nicht 

vollends zu überzeugen vermag. Keinesfalls handelt es sich bei den ausgewählten 

DAP-Profilen bzw. den damit erzielbaren Einkommen, wie es der Beschwerdeführer 

geltend macht (act. G 1 S. 9), um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht realisierbare 

(Lohn-)Ausreisser nach oben. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer auch als 

ungelernter Montageelektriker in der angestammten Tätigkeit ein zumindest 

durchschnittliches Einkommen erzielen konnte und davon auch in adaptierter Tätigkeit 

auszugehen ist. Er hätte bei der C.___ AG im Jahr 2018 ein Einkommen von monatlich 

brutto Fr. 5'010.-- erzielt, was in Beachtung des Gesamtarbeitsvertrags des 

Schweizerischen Elektro- und Telekommunikations-Installationsgewerbes als 

Ungelernter bei langjähriger Tätigkeit als nicht unterdurchschnittlich zu qualifizieren ist. 

So beträgt der Minimallohn für fünf Jahre Berufserfahrung ohne Berufsabschluss in der 

Branche Fr. 4'520.-(https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/

Personenfreizugigkeit_Arbeitsbeziehungen/

Gesamtarbeitsvertraege_Normalarbeitsvertraege/Gesamtarbeitsver traege_Bund/

Allgemeinverbindlich_erklaerte_Gesamtarbeitsvertraege/

Elektro_Telekommunikations_Installationsgewerbes.html; eingesehen am 5. August 

2020). Es sind gestützt auf das Gesagte letztlich keine triftigen Gründe ersichtlich, um 

in den Ermessenspielraum der Beschwerdegegnerin einzugreifen. Damit ist aber auch 

gesagt, dass sich im konkreten Fall ein Abstellen auf die Minimallöhne der 

ausgewählten DAP-Profile (vgl. dazu den Antrag des Beschwerdeführers in act. G 1 S. 

2) nicht rechtfertigt.

4.6.2. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass eine rechtsfehlerhafte 

Ermessensausübung seitens der Beschwerdegegnerin mit den leicht über dem 

Durchschnitt der Durchschnittslöhne liegenden verwendeten DAP-Profilen nicht 

4.6.3. 

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5.  

erkennbar ist. Es kann auf das Invalideneinkommen von Fr. 59'301.-- abgestellt 

werden. Abzüge, wie sie bei der Bemessung des Invalideneinkommens mit LSE-

Löhnen zur Anwendung kommen, sind bei der Bemessung anhand von DAP-Löhnen 

nicht statthaft (BGE 129 V 472).

Aus dem Einkommensvergleich, d.h. der Gegenüberstellung des 

Invalideneinkommens von Fr. 59'301.-- mit dem Valideneinkommen von Fr. 65'130.--, 

ergibt sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 8.95% (Art. 18 Abs. 1 

UVG).

4.7. 

Selbst bei der Annahme, dass die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen 

rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte bzw. ihre Begründung, weshalb sie gerade diese fünf 

DAP-Profile ausgewählt hat, als mangelhaft qualifiziert würde mit der Folge, dass nicht 

auf sie abgestellt werden könnte, resultierte in Anwendung der LSE kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad.

5.1. 

Die Bemessung anhand der statistischen Löhne der LSE führt nämlich zu einem 

vergleichbaren, tendenziell eher höheren Invalideneinkommen. Der LSE-

Hilfsarbeiterlohn (Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art]) hat im Jahr 2016 Fr. 67'022.-- betragen (vgl. Anhang 2 der IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2018). Nominallohnindexiert 

bis 2018 (Nominallohnindex 2016-2019, Männer, 2016: 100.7, 2018: 101.6, Basis 2015 

= 100) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 67'621.-- (Fr. 67'022.-- / 100.7 x 101.6). 

Verglichen mit dem Valideneinkommen von 2018 von Fr. 65'130.-- liegt eine 

Unterdurchschnittlichkeit von aufgerundet 4% vor, weshalb keine Parallelisierung 

vorzunehmen ist (zum Erheblichkeitsgrenzwert von 5% vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2).

5.2. 

Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3). Wie in E. 3 ausgeführt, hat der Beschwerdeführer gewisse qualitative 

Einschränkungen. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/12

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St.Galler Gerichte

6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 

(vgl. zum Ganzen Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam 

Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Für einen 

weitergehenden Abzug – wie vom Beschwerdeführer beantragt (act. G 6 S. 4) – besteht 

keine Grundlage, zumal er weiterhin in einem Vollzeitpensum tätig sein kann und bei 

einer Hilfsarbeitertätigkeit eine fehlende Ausbildung nicht von Relevanz ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Januar 2017, 8C_771/2016, E. 5.2.2). Auch das Alter wirkt 

sich bei Hilfsarbeitertätigkeiten im Kompetenzniveau 1 nicht lohnsenkend aus (Urteil 

des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 8.4). Insgesamt erweist sich ein 

Abzug von 10% als angemessen. Entsprechend resultiert ein Invalideneinkommen von 

Fr. 60'858.90 (90% von Fr. 67'621.--) bzw. ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 

von 6.56%.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).6.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.08.2020
	Art. 16 ATSG. Einkommensvergleich. Festsetzung des Invalideneinkommens. Es resultiert weder durch die verwendeten DAP-Profile noch bei Anwendung der LSE-Tabellenlöhne ein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. August 2020; UV 2019/12).

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