# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2955ac44-5a65-579a-80dc-2b64c6b1a8db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2010 C-3172/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3172-2008_2010-10-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3172/2008/mes/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Vito Valenti, 
Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Gojko Reljic, Rechtsberatung für 
Ausländer, Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Anspruch auf IV-Leistungen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3172/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1950  geborene,  aus  Bosnien  und  Herzegowina  stammende 
X._______ (im Folgenden: Versicherter  oder Beschwerdeführer)  hielt 
sich  von 1978 bis  1991 mit  Unterbruch in  der  Schweiz auf  und war 
während  dieser  Zeit  bei  verschiedenen  Bauunternehmungen  als 
Hilfsarbeiter  tätig.  Während  seiner  Erwerbstätigkeit  in  der  Schweiz 
entrichtete  er  Beiträge an die obligatorische Alters-,  Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  (AHV/IV).  Nachdem  der  ausländische 
Versicherungsträger am 26. September 2006 die Versicherungszeiten 
im  Ausland  bestätigt  hatte,  ging  am  21.  Februar  2007  bei  der 
Schweizerischen  Ausgleichskasse  (SAK)  das  Gesuch  des  Ver-
sicherten  um Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
(IV) ein (Vorakten [im Folgenden: act.] 3, 5, 6, 7, 40 und 45).

B.
Der Vorinstanz lagen verschiedene für die Beurteilung des Leistungs-
anspruchs massgebliche Unterlagen in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht  vor (act. 10  bis  40). In  der  Folge gab Dr. med. A._______, 
Facharzt für Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der IV 
(RAD)  am  15.  Februar  2008  eine  Stellungnahme  ab  (act.  41),  in 
welcher er zum Schluss kam, dass der Versicherte nicht arbeitsunfähig 
sei. Gestützt auf diese Beurteilung erliess die IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland (IVSTA;  im Folgenden auch: Vorinstanz)  am 21. Februar 
2008  einen  Vorbescheid,  mit  welchem  sie  ihm  die  Abweisung  des 
Rentenanspruchs  in  Aussicht  stellte  (act.  42).  Nachdem  der 
Versicherte, vertreten durch lic. iur. Reljic, hiergegen am 3. März und 
3.  April  2008  hatte  opponieren  und  weitere  Unterlagen  einreichen 
lassen (act. 43 bis 47), erliess die IVSTA am 14. April 2008 eine dem 
Vorbescheid im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 48).

C.
Hiergegen  liess  der  Versicherte  durch  seinen  Rechtsvertreter  beim 
Bundesverwaltungsgericht am 13. Mai 2008 Beschwerde erheben und 
beantragen, die Verfügung vom 14. April 2008 sei aufzuheben und es 
sei ihm ab dem 1. Mai 2004 eine ganze IV-Rente zuzusprechen – oder 
die Sache sei erneut abzuklären (Akten im Beschwerdeverfahren [im 
Folgenden: B-act.] 1).

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Zur Begründung wurde auf die Einwendungen vom 3. April 2008 ver-
wiesen  und  im  Wesentlichen  ausgeführt,  die  Vorinstanz  habe  es 
unterlassen, vom ausländischen Versicherungsträger die vollständigen 
medizinischen Akten anzufordern. Zudem sei in der Schweiz nur die 
Beurteilung  eines  einzelnen  Arztes  und  einer  ärztlichen  Fachgruppe 
eingeholt worden, obwohl der Beschwerdeführer unter verschiedenen 
physischen und psychischen Beschwerden leide. Es werde nochmals 
vorgeschlagen, den Beschwerdeführer in der Schweiz multidisziplinär 
untersuchen  zu  lassen,  nachdem die  Vorinstanz  sämtliche  medizini-
schen  Unterlagen  beim  Versicherungsträger  in  Bosnien  eingeholt 
habe.

D.
Mit Eingabe vom 10. Juli 2008 wies die Vorinstanz darauf hin, es habe 
sich nach Durchsicht der Akten herausgestellt, dass der medizinische 
Untersuchungsbericht  des  bosnischen  Versicherungsträgers  nicht  in 
Übersetzung vorliege resp. dem RAD vorenthalten worden sei (B-act. 
3).

E.
Nach Einholen einer weiteren Stellungnahme beim RAD-Arzt Dr. med. 
A._______ vom 28. August 2008 (act. 50) beantragte die Vorinstanz in 
ihrer  Vernehmlassung  vom  9.  September  2009  die  Abweisung  der 
Beschwerde (B-act. 5).

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, man habe sowohl im 
Rahmen  des  Abklärungsverfahrens  als  auch  aufgrund  neuer  medi-
zinischer  Unterlagen  den  medizinischen  Sachverhalt  dem  RAD  zur 
Stellungnahme unterbreitet,  so  dass sich  der  beurteilende RAD-Arzt 
ein  zuverlässiges  Bild  über  die  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen 
des Beschwerdeführers habe machen können. Es lägen keine Sach-
verhaltselemente vor, welche den Beschwerdeführer in seiner Arbeits-
fähigkeit  zu  hindern  vermöchten.  Von  weiteren  (multidisziplinären) 
Abklärungen in medizinischer Hinsicht sei daher abzusehen.

F.
Mit  Zwischenverfügung  vom  15.  September  2008  forderte  der 
Instruktionsrichter  den  Beschwerdeführer  unter  Hinweis  auf  die 
Säumnisfolgen auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.- zu leisten (B-
act. 6); dieser Aufforderung kam er nach (B-act. 9).

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G.
Mit Replik vom 16. September 2008 liess der Beschwerdeführer seine 
Beschwerde aufrecht erhalten. Zur Begründung wurden die bisherigen 
Ausführungen  im  Wesentlichen  bestätigt  und  teilweise  ergänzt  (B-
act. 8).

H.
In der Duplik vom 7. Oktober 2008 hielt  die Vorinstanz an ihrer Ver-
nehmlassung  fest  und  beantragte  weiterhin  die  Abweisung  der  Be-
schwerde (B-act. 11). 

I.
Nachdem der  Instruktionsrichter  mit  prozessleitender  Verfügung vom 
14. Oktober 2008 den Schriftenwechsel geschlossen hatte (B-act. 12), 
liess  der  Beschwerdeführer  am 21. Oktober  2008 eine weitere  Stel-
lungnahme einreichen (B-act. 13).

J.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz 
vom  17.  Juni  2005  (VGG,  SR  173.32) nichts  anderes  bestimmt 
(vgl. Art. 37  VGG).  Gemäss  Art.  3  Bst.  dbis VwVG bleiben  in  sozial-
versicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen 
des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts  vom  6.  Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1)  vorbehalten. 
Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 
bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-
versicherung (IVG, SR 831.20) sind die Bestimmungen des ATSG auf 
die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das 
IVG nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom ATSG vorsieht.  Dabei 
finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  in 

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formell-rechtlicher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbe-
stimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Verfahrensregeln  Anwendung, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG. Zu  den  anfecht-
baren Verfügungen gehören jene der IVSTA, die eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts  darstellt  (Art.  33  Bst.  d  VGG;  vgl.  auch 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht  worden 
(vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG sowie Art. 52 VwVG). Als Adressat ist 
der Beschwerdeführer durch die angefochtenen Verfügung berührt und 
hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse 
(vgl. Art. 59 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht 
geleistet worden ist, kann auf die Beschwerde eingetreten werden.

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

1.4 Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom  14. 
April 2008, mit welcher der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
IV-Rente  abgewiesen  wurde.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  der  Renten-
anspruch  und  in  diesem Zusammenhang  insbesondere,  ob  die  Vor-
instanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat.

2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  von  Bosnien  und 
Herzegowina und hat dort seinen Wohnsitz. Da die Schweiz mit diver-
sen  Nachfolgestaaten  des  ehemaligen  Jugoslawiens,  nicht  aber  mit 
Bosnien und Herzegowina,  neue Abkommen über  soziale  Sicherheit 
abgeschlossen hat,   findet  vorliegend weiterhin das Abkommen vom 
8. Juni  1962  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und 
der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung 
(SR  0.831.109.818.1;  im  Folgenden: Abkommen)  Anwendung  (vgl. 

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BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1, BGE 119 V 98 E. 3). Nach 
Art.  2  des  Abkommens  stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertrags-
staaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 des Abkom-
mens  genannten  Rechtsbereichen,  zu  welchen  auch  die  schweize-
rische  Bundesgesetzgebung  über  die  IV  gehört,  einander  gleich, 
soweit  nichts anderes bestimmt ist. Hinsichtlich der Voraussetzungen 
des Anspruchs auf eine schweizerische IV-Rente sowie der anwend-
baren  Verfahrensvorschriften  sieht  das  Abkommen  über  Sozialver-
sicherung keine im vorliegenden Verfahren relevanten Abweichungen 
vom Grundsatz der Gleichstellung vor. Die Frage, ob und gegebenen-
falls ab wann Anspruch auf Leistungen der IV besteht, bestimmt sich 
daher  vorliegend  alleine  aufgrund  der  schweizerischen  Rechtsvor-
schriften. Für  die  Beurteilung  eines Rentenanspruchs sind  die  Fest-
stellungen  ausländischer  Versicherungsträger,  Krankenkassen,  Be-
hörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für 
die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der  Schweiz  nicht  verbindlich 
(BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179).

2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV-Revision Änderun-
gen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil 
in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher 
Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, 
die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 Erw. 3.1.1, 
BGE 131 V 11 Erw. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 
31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 
nach  den  neuen  Normen zu  prüfen  (pro  rata  temporis; BGE 130  V 
445).

Die  5. IV-Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine  sub-
stanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum 31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung 
ergangene Rechtsprechung weiterhin zu beachten ist  (vgl. Urteil  des 
Bundesgerichts  [im  Folgenden: BGer]  8C_373/2008  vom 28. August 
2008  Erw. 2.1).  Neu  normiert  wurde  dagegen  der  Zeitpunkt  des 
Rentenbeginns,  der  –  sofern  die  entsprechenden  Anspruchsvoraus-
setzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung 
der  5.  IV-Revision)  frühestens  sechs  Monate  nach  Geltendmachung 
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Trat der 
Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein und wurde die 
Anmeldung bis spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt 

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das alte Recht (so auch das Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes 
für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007 [5. IV-Revision und 
Intertemporalrecht]). Danach entsteht der Rentenanspruch frühestens 
ein Jahr nach Eintritt des Versicherungsfalls, wobei die Renten nur für  
die  Zeit  ab  12  Monaten  vor  der  Anmeldung  geleitet  werden  –  ab-
gesehen von einer Ausnahme, die vorliegend ohne Belang ist. (Art. 29 
Abs. 1 Bst. b und Art. 48 Abs. 2 IVG in der Fassung der 4. IV-Revision).

Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene  Vor-
schriften  Anwendung,  die  bei  Eintritt  des  Versicherungsfalles, 
spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 14. April 2008 in Kraft 
standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 
bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines 
allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das 
IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 
2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung 
vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den 
entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 
und  2007  5155]).  Da  sich  der  Beschwerdeführer  vor  dem  31. De-
zember  2008  angemeldet  hatte,  gilt  hinsichtlich  des  Zeitpunkt  des 
Rentenbeginns  unter  der  Voraussetzung,  dass  der  Versicherungsfall 
vor dem 1. Januar 2008 eingetreten ist, das alte Recht.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  oder  Ein-
gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 
Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 
Sinn (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung der  Erwerbs-
fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-

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beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen  auch  psychische  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  bewirken 
(Art. 8 in Verbindung mit Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychi-
schen  Gesundheitsschadens  und  damit  invalidenversicherungsrecht-
lich  nicht  als  relevant  gelten  Einschränkungen  der  Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die 
verbleibende Leistungsfähigkeit  zu verwerten,  abwenden könnte; das 
Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 
131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 
S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten 
Person  trotz  ihres  Leidens  sozialpraktisch  zumutbar  ist,  die  Rest-
arbeitsfähigkeit  auf  dem ihr  nach  ihren  Fähigkeiten offen  stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft  tragbar  ist.  Dies  ist  nach  einem  weitgehend  objektivierten 
Massstab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c in fine, 102 V 165; AHI 2001 
S. 228 E. 2b).

Grundlage für  die Bemessung der Invalidität  bildet  die trotz gesund-
heitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit  im ver-
sicherten Tätigkeitsbereich. Die Annahme eines psychischen Gesund-
heitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und 
Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege artis auf die  
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy-
chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine solche Dia-
gnose  ist  eine  rechtlich  notwendige,  aber  nicht  hinreichende  Be-
dingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 
65 E. 3.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherte Person willensmässig 
erwartet werden kann, trotz des Leidens zu arbeiten (BGE 127 V 294 
E.  5a).  Diese  Frage  beurteilt  sich  nach  einem  weitgehend  objekti-
vierten Massstab (BGE 127 V 294 E. 4b/cc; vgl. auch Art. 7  Abs. 2 
ATSG in der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung).

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2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine  Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253 E. 2.3 und 3.1). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  (EVG;  seit  dem  1.  Januar  2007:  BGer)  stellt  
diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine 
besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

2.6 Nach  aArt.  48  IVG  (mit  Wirkung  ab  dem  1.  Januar  2008  auf-
gehoben  [5.  IV-Revision;  AS  2007  5129])  erlischt  der  Anspruch  auf 
Nachzahlung mit dem Ablauf von fünf Jahren seit Ende des Monats, 
für welchen die Leistung geschuldet war (Abs. 1). Meldet sich jedoch 
ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs 
zum Leistungsbezug, so werden die Leistungen lediglich für die zwölf 
der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet – abgesehen von 
einer Ausnahme, die vorliegend ohne Belang ist.

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

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Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen  beruht,  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Be-
urteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
somit grundsätzlich weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a).

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit  bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den 
Fall, dass ihnen materiell  Gutachtensqualität zukommen soll,  nur ab-
gestellt  werden,  wenn  sie  den  allgemeinen  beweisrechtlichen  An-
forderungen  an  einen  ärztlichen  Bericht  genügen  (Urteil  des  EVG 
I 694/05  vom  15.  Dezember  2006  E.  2).  Die  RAD-Ärzte  müssen 
sodann über  die  im Einzelfall  gefragten persönlichen und fachlichen 
Qualifikationen verfügen (Urteile des BGer I 142/07 vom 20. November 
2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1), spielt doch die 
fachliche  Qualifikation  des  Experten  für  die  richterliche  Würdigung 
einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle.  Bezüglich  der  medizinischen 
Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte 
auf  die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb  ist 
für  die  Eignung  eines  Arztes  als  Gutachter  in  einer  bestimmten 
medizinischen Disziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des 
berichtenden  oder  zumindest  des  den  Bericht  visierenden  Arztes 
vorausgesetzt (Urteil des EVG I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a).

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 
wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt  der RAD für  die Beurteilung der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Be-

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darf"  selber  ärztliche  Untersuchungen  durch.  In  den  übrigen  Fällen 
stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen 
ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich 
ein  Grund,  um einen RAD-Bericht  in  Frage zu stellen. Dies  gilt  ins-
besondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest -
stehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche 
Befassung  mit  der  versicherten  Person  in  den  Hintergrund  rückt 
(vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 sowie 
I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, beide mit Hinweisen).

3.
Die IVSTA stützte  sich  im Rahmen des Erlasses der  angefochtenen 
Verfügung vom 14. April  2008 insbesondere auf  die beiden Berichte 
des RAD-Arztes Dr. med. A._______, Facharzt für Innere Medizin, vom 
15. Februar und 28. August 2008 (act. 41 und 50). Diese sind in einem 
ersten  Schritt  zu  würdigen  und  es  ist  zu  prüfen,  ob  sich  aufgrund 
dieser  Beweismittels  der  Sachverhalt  in  medizinischer  Hinsicht  als 
rechtsgenüglich abgeklärt erweist.

3.1 Wie bereits  dargelegt  wurde (vgl. E. 2.7 hiervor),  kann auf  Ste l-
lungnahmen  des  RAD  nur  unter  der  Bedingung  abgestellt  werden, 
dass sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen 
ärztlichen Bericht genügen, und in der Regel auch nur dann, wenn die 
beigezogenen RAD-Ärzte über die im Einzelfall gefragten persönlichen 
und  fachlichen  Qualifikationen  verfügen.  Dagegen  ist  nach  höchst-
richterlicher Rechtsprechung grundsätzlich nicht erforderlich, dass die 
RAD-Ärzte die Versicherten persönlich untersuchen. 

3.2 Nach Würdigung diverser medizinischer Akten aus der Heimat des 
Beschwerdeführers (act. 14 bis  39)  diagnostizierte  der  RAD-Arzt  Dr. 
med. A._______ in seinem Bericht vom 15. Februar 2008 eine Angina 
pectoris (sonstige Formen; ICD-10: I20.8). Weiter führte er – gestützt 
auf  den  Bericht  des  Anästhesisten  Dr.  med.  B._______  und  des 
Neuropsychiaters Dr. med. C._______ vom 29. Mai 2006 (act. 19 und 
20) – aus, beim Beschwerdeführer liege keine Arbeitsunfähigkeit  vor 
(act. 41).

3.2.1 Die Dres. med. B._______ und C._______ erwähnten in  ihrem 
Bericht vom 29. Mai 2006 den undatierten Austrittsbericht des Spitals 
D._______  sowie  die  Stellungnahme  des  Internisten  Dr.  med. 
E._______ vom 22. März 2006. Diese Berichte sind aktenkundig (act. 
15  bis  18)  und  der  Würdigung  durch  das  Bundesverwaltungsgericht 

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zugänglich.  Nicht  aktenkundig  ist  jedoch  der  ebenfalls  aufgelistete 
internistisch-kardiologische Bericht  vom 28. April  2006. Dies ist  zwar 
insofern  von  untergeordneter  Bedeutung,  als  dass  der  Internist  und 
Kardiologe  Dr.  med.  F._______  in  seinem  Verlaufsbericht  vom  22. 
Oktober 2007 (act. 36 und 37) im Wesentlichen dieselben Diagnosen 
gestellt hatte, welche von den Dres. med. B._______ und C._______ – 
gestützt  auf  den  nicht  aktenkundigen  Bericht  vom 28.  April  2006  – 
wiedergegeben wurden. Dennoch kann im Rahmen der erforderlichen 
lückenlosen  medizinischen  Dokumentation  nicht  auf  das  Einholen 
dieses  Berichts  verzichtet  werden,  da  durchaus  die  Möglichkeit 
besteht,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers 
und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor 
dem 22. Oktober 2007 (Datum des Verlaufsberichts) anders präsentiert 
hatten. 

3.2.2 Dem Bericht der Dres. med. B._______ und C._______ vom 29. 
Mai 2006 – und damit einhergehend der Stellungnahme von Dr. med. 
A._______ vom 15. Februar 2008 – kann auch deshalb keine volle Be-
weiskraft  zukommen,  da  sich  darin  bloss  ein  rudimentäres,  nicht 
rechtsgenügliches  Zumutbarkeits-  resp.  Leistungsprofil  findet  und 
keine  detaillierten  Ausführungen  im  Zusammenhang  mit  den  noch 
möglichen Tätigkeiten (Art und Beschaffenheit, Sitz-, Steh- und Geh-
dauer, Belastungen, etc.) gemacht werden. Hinzu kommt, dass – so-
weit  ersichtlich  –  weitere  aktenkundige  Arztberichte  aus  den  Fach-
bereichen Urologie, Radiologie und Neurologie (act. 28 und 32/33) von 
den  Dres.  med.  B._______  und  C._______  nicht  rechtsgenüglich 
gewürdigt wurden – was von besonderer Bedeutung ist, fallen doch die  
entsprechenden Beurteilungen in den Kompetenzbereich von Ärzten, 
welche  über  die  nötige  Fachkompetenz  in  diesen  medizinischen 
Disziplinen  verfügen.  Mit  dem  Bericht  von  Dr.  med.  G._______, 
Facharzt für Innere Medizin, vom 14. April 2005 (act. 21 und 22), der 
dem Beschwerdeführer  eine vollständige Arbeitsunfähigkeit  attestiert 
hatte, setzten sich die Dres. med. B._______ und C._______ zudem 
nicht auseinander. Ob der Grund dafür im Umstand liegt, dass diese 
Ärzte keine Kenntnis vom Bericht von Dr. med. G._______ hatten, lässt 
sich  aufgrund  der  Akten  nicht  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit 
beurteilen  und ist  letztlich  ohne Bedeutung: Entscheidend ist  einzig, 
dass der Bericht nicht gewürdigt wurde.

In diesem Zusammenhang ist auch nicht ausschlaggebend, dass der 
Bericht von Dr. med. F._______ nicht über alle Zweifel erhaben ist. Die 

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Beurteilung  der  Arbeits-  und  Leistungsunfähigkeit  wird  darin  nicht 
widerspruchsfrei, schlüssig und somit rechtsgenüglich begründet und 
es  findet  sich  kein  verlässliches,  den  Anforderungen  der  Recht-
sprechung genügendes Zumutbarkeitsprofil. Dem Bericht kommt daher 
nur  geringe  Beweiskraft  zu.  Aus  denselben  Gründen,  insbesondere 
mangels  einer  rechtsgenüglichen  Beurteilung  der  Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit, können auch der Bericht von Dr. med. G._______ 
vom 14. April  2005 (act. 21 und 22) sowie weitere Berichte aus der 
Heimat  des  Beschwerdeführers  keine  ausreichende  Entscheid-
grundlage darstellen (act. 15 bis 18, 23 bis 26, 28 bis 35, 38 und 39).

3.2.3 Die Ärzte  des Spitals  D._______ diagnostizierten in  ihrem un-
datierten  Austrittsbericht  (act.  15  und  16)  ein  depressives  Syndrom, 
was  von  Dr.  med.  C._______  nicht  bestätigt  wurde.  Als  Neuro-
psychiater  verfügt  dieser  Arzt  zwar  über  die  von  der 
höchstrichterlichen  Rechtsprechung  geforderte  Fachkompetenz  und 
seine  Feststellung,  der  Beschwerdeführer  leide  an  keiner 
nennenswerten  psychisch-psychiatrischen  Erkrankung,  ist  an  sich 
nachvollziehbar  und  schlüssig.  Dennoch  erweist  sich  der 
Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  diesbezüglich  als  nicht 
rechtsgenüglich  abgeklärt.  Mit  Blick  auf  die  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers  vom  3. April  2008  (act.  45)  ist  nicht 
auszuschliessen,  dass  noch  weitere,  nicht  aktenkundige  (neuro-) 
psychiatrische Berichte existieren, welche nicht einverlangt oder doch 
nicht einer fachärztlichen Prüfung unterzogen worden sind. Derartige 
Berichte wären insbesondere zur Beantwortung der Frage, ob sich der 
gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers in  psychischer  Hin-
sicht  seit  dem  29. Mai  2006  (Datum  des  Berichts  der  Dres.  med. 
B._______  und  C._______)  bis  zum  massgeblichen  Verfügungs-
zeitpunkt  (14.  April  2008)  verschlechtert  hat,  beizuziehen  gewesen. 
Dies wurde jedoch versäumt und die medizinische Beurteilung durch 
den  RAD  erfolgte  aufgrund  einer  unvollständigen  medizinischen 
Dokumentation, so dass sie den Anforderungen an ein Gutachten mit 
vollem Beweiswert nicht erfüllt.

3.2.4 Die  medizinische  Aktenlage,  wie  sie  sich  dem  Bundesverwal-
tungsgericht präsentiert  und wie sie auch Grundlage für die Beurtei-
lung  durch  die  Vorinstanz  und  die  Abklärungen  von  Dr.  med. 
A._______  gewesen  ist,  erweist  sich  in  mehrfacher  Hinsicht  als  un-
vollständig.  Im  Bericht  des  bosnischen  Versicherungsträgers  vom 
27. September 2005 (act. 46) werden offenbar zahlreiche medizinische 

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Akten erwähnt, die sich nur zum Teil in den Akten finden (act. 21/22, 
26,  30/31,  34/35  und  38/39).  Mehrere  medizinische  Berichte  und 
Untersuchungsresultate  (etwa  EEG  und  CT),  insbesondere  vom 
6. Februar 2001, 21. Februar 2002, 15. April 2005 und 25. Juli 2005, 
liegen dagegen nicht vor. Weiter  ist  auf das bereits erwähnte Fehlen 
des  internistisch-kardiologischen  Berichts  vom 28. April  2006  hinzu-
weisen  (vgl.  E.  3.2.1  hiervor).  Im  Interesse  einer  lückenlosen  medi -
zinischen  Dokumentation  wäre  es  Sache  der  Vorinstanz  gewesen, 
diese Unterlagen beim bosnischen Versicherungsträger einzufordern.

Zu  beachten  ist  weiter,  dass  verschiedene  Aktenstücke  nur  in  bos-
nischer Sprache und teilweise in kyrillischer Schrift vorliegen (vgl. insb. 
act. 23 bis 29). Dies ist insoweit ohne grosse Bedeutung, als es sich 
dabei um schlecht bzw. nicht leserliche Kurzberichte handelt,  welche 
– offenbar – grösstenteils nur ärztliche Medikamentenverschreibungen 
enthalten, die hinsichtlich der Beurteilung der Leiden der Beschwerde-
führers und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähig-
keit von untergeordneter Bedeutung sind (vgl. auch E. 3.2.2 hiervor). 
Keine Übersetzung findet sich allerdings auch vom (ohnehin nicht voll-
ständig kopierten bzw. gescannten) Bericht des bosnischen Versiche-
rungsträgers vom 27. September 2005 und von dessen Entscheid vom 
31.  Oktober  2005,  die  beide  mit  dem  Vermerk  "pas  du  traduction 
trouvée"  versehen  sind.  Die  Vorinstanz  hat  im  Rahmen  des  Be-
schwerdeverfahrens  das  Fehlen  der  Übersetzung  des  Berichts  vom 
27. September 2005 eingeräumt und festgehalten, dieser sei dem RAD 
im Abklärungsverfahren nicht zur Verfügung gestanden. Diesen Fehler 
scheint  die  Vorinstanz  korrigiert  zu  haben  (act.  49),  und  es  kann 
angenommen werden,  dass  dem RAD für  die  Berichterstattung vom 
28. August  2008  eine  Übersetzung  vorlag. Diese  befindet  sich  aber 
nach wie vor nicht in den Akten. Für das Bundesverwaltungsgericht ist 
es  unter  diesen  Umständen  nicht  möglich,  die  Berichte  des  bosni-
schen  Versicherungsträgers  vom 27. September  2005  und  des  RAD 
vom  28. August  2008  rechtsgenüglich  zu  würdigen  resp.  die  Be-
urteilung von Dr. med. A._______ nachzuvollziehen. 

4.
Damit steht fest, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten 
nicht  beurteilt  werden kann,  ob und allenfalls  seit  wann ein Renten-
anspruch  des  Beschwerdeführers  besteht.  Die  angefochtene  Verfü-
gung  vom  14.  April  2008  beruht  damit  auf  einem  unvollständig  er-
mittelten Sachverhalt (Art. 49 Bst. b VwVG und Art. 49 ATSG), weshalb 

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die Beschwerde vom 13. Mai 2008 in dem Sinne gutzuheissen ist, als 
dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache mit der 
Anweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, die offenbar vorhan-
denen,  jedoch  nicht  aktenkundigen  ausländischen  Arztberichte  und 
Untersuchungsergebnisse  einzuholen  und  Übersetzungen  der  Doku-
mente des bosnischen Versicherungsträgers vom 27. September und 
31. Oktober 2005 zu den Akten zu nehmen. Nach Vorliegen der ent -
sprechenden  Unterlagen  hat  die  Vorinstanz  ergänzende  spezialärzt-
liche  Begutachtungen  in  somatischer  und  psychisch-psychiatrischer 
Hinsicht durchführen zu lassen. Sollte es sich aufgrund dieser Unter-
suchungen  ergeben,  dass  die  Arbeits-  bzw.  Leistungsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers eingeschränkt ist,  so werden im weiteren die zur 
Bestimmung der Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie 
Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG [in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG [in der seit dem 
1. Januar  2008  gültigen  Fassung])  sowie  allenfalls  des  Anmelde-
datums erforderlichen weiteren Abklärungen durchzuführen sein.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art.  63  Abs.  1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Der  unterliegenden  Vorinstanz  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Dem obsiegenden Beschwerdeführer 
ist  der  bereits  geleistete  Kostenvorschuss in  der  Höhe von Fr. 300.- 
zurückzuerstatten.

5.2 Der Beschwerdeführer  hat  gemäss Art. 64  Abs. 1 VwVG in Ver-
bindung  mit  Art.  7  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE,  SR  173.320.2)  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  zu 
Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die 
Entschädigung auf Grund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 
2  VGKE).  Angesichts  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands 
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 700.- als angemessen.

Seite 15

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 14. April 2008 aufgehoben und die Sache mit 
der Anweisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, im Sinne von 
Erwägung  4  vorzugehen  und  anschliessend  in  der  Sache  neu  zu 
verfügen.

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  300.-  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 700.- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ______________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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