# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1df9770-5854-5dad-aef6-7e3eff43a2fa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2011 D-2188/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2188-2011_2011-09-14.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­2188/2011

U r t e i l   v om   1 4 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz),
Richterin Nina Spälti Giannakitsas,
Richterin Claudia Cotting­Schalch;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

Parteien A._______, geboren (…),
alias A._______, geboren (…),
China (Volksrepublik),
vertreten durch Laura Rossi, Fürsprecherin,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Familienzusammenführung; Asylgesuch aus dem Ausland 
und Einreisebewilligung (Rechtsverweigerung) / N .

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  2. Dezember  2009  in  der  Schweiz  ein 
Asylgesuch stellte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  8. Dezember  2010  das  Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  abwies,  seine  Wegweisung  anordnete  und  ihn 
gleichzeitig in der Schweiz als Flüchtling vorläufig aufnahm,

dass die Verfügung vom 8. Dezember 2010 unangefochten in Rechtskraft 
erwuchs,

dass der Beschwerdeführer am 2. Februar 2011 beim BFM ein Gesuch 
um  Familienzusammenführung  für  seine  Ehefrau  und  die  beiden 
gemeinsamen Kinder stellen liess,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  10. Februar 
2011  unter  anderem  darauf  hinwies,  dass  das  Gesuch  um 
Familienzusammenführung  bei  der  kantonalen  Migrationsbehörde 
einzureichen sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  17. März  2011  das  BFM 
bat, ihm die "Mitteilung im Schreiben vom 10. Februar 2011 in Form einer 
anfechtbaren Verfügung zuzustellen",

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. März 2011 
mitteilte, im Schreiben vom 10. Februar 2011 sei er nur darüber informiert 
worden,  bei  welcher  Stelle  vorläufig  aufgenommene  Flüchtlinge  ein 
Gesuch um Familiennachzug einzureichen hätten und welches der grobe 
Verfahrensablauf sei,

dass  des  Weiteren  das  BFM  in  der  Sache  nichts  entschieden  habe, 
weshalb  dem Wunsch  des Beschwerdeführers  nach  einer  anfechtbaren 
Verfügung nicht entsprochen werden könne,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  13. April  2011  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  gelangte  und  beantragte,  das  BFM  sei 
anzuweisen, in der vorliegenden Streitsache eine anfechtbare Verfügung 
zu erlassen,

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dass  eventualiter  das  BFM  anzuweisen  sei,  der  Ehefrau  des 
Beschwerdeführers  und  den  gemeinsamen  Töchtern  die  Einreise  in  die 
Schweiz zwecks Feststellung der Flüchtlingseigenschaft zu bewilligen,

dass  subeventualiter  das  BFM  anzuweisen  sei,  das  Gesuch  um 
Familienzusammenführung  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu  prüfen 
und  unter  diesem Titel  der  Ehefrau  und  den  gemeinsamen Kindern  die 
Einreise in die Schweiz zu bewilligen,

dass  dem  Beschwerdeführer  die  unentgeltliche  Rechtspflege  unter 
Beigabe  einer  amtlichen  Rechtsvertreterin  zu  gewähren  und  von  der 
Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen sei,

dass  der  Beschwerdeeingabe  unter  anderem  eine 
Fürsorgeabhängigkeitserklärung  vom  30.  März  2011  der  Caritas 
M._______ beigelegt wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer am 15. April 
2011 den Eingang der Beschwerde bestätigte,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Zwischenverfügung vom 21. April 2011 das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  guthiess  und  dasjenige  im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  2  VwVG  abwies,  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses verzichtete und die Vorinstanz zur Einreichung einer 
Vernehmlassung einlud,

dass  das  BFM  mit  Vernehmlassung  vom  27.  Mai  2011  festhielt,  die 
Beschwerdeschrift  enthalte  keine  neuen  erheblichen  Tatsachen  oder 
Beweismittel,  welche  eine  Änderung  des  vorinstanzlichen  Standpunkts 
bewirken  könnten,  weshalb  das  BFM  die  Abweisung  der  Beschwerde 
beantrage,

dass das BFM zur Begründung  im Wesentlichen geltend machte,  in den 
Schreiben vom 10. Februar und 25. März 2011 habe sich die Vorinstanz 
über das Familienzusammenführungsgesuch nicht materiell ausgelassen, 
sondern unter Verweis auf Art. 74 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 
über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201) 
ausgeführt,  das  BFM  sei  für  die  Entgegennahme  von 
Familienzusammenführungsgesuchen  von  vorläufig  aufgenommenen 

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Flüchtlingen nicht zuständig, und namentlich sei kein Entscheid gemäss 
Art.  85  Abs.  7  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) ergangen,

dass  der  Verweis  auf  BVGE  2007/19  fehlschlage,  zumal  gemäss 
Regeste 1  ein  Gesuch  um  Familiennachzug  eines  vorläufig 
aufgenommenen  Flüchtlings  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu 
verstehen  sei,  sofern  darin  eine  persönliche  Gefährdung  der  sich  im 
Ausland  befindenden,  nachzuziehenden  Familienangehörigen  geltend 
gemacht werde,

dass  es  sich  beim  vorliegenden  Gesuch  indessen  um  ein  Gesuch  um 
Familienzusammenführung  handle,  zumal  keine  Gefährdung  im  Sinne 
von  Art.  3  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31) 
geltend gemacht worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Replik  vom  1.  Juni  2011  geltend 
machen  liess,  der  Beschwerdeschrift  vom  13.  April  2011  sei  zu 
entnehmen,  dass  die  Ehefrau  und  die  Töchter  des  Beschwerdeführers 
seit  dessen  Flucht  von  den  chinesischen  Behörden  behelligt  würden, 
weshalb  das  vorliegende  Verfahren  entgegen  der  Auffassung  der 
Vorinstanz als Asylgesuch aus dem Ausland behandelt werden müsse,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwerde geltend 
macht,  das  Bundesverwaltungsgericht  habe  im  Grundsatzentscheid 
BVGE  2007/19  festgehalten,  Familienzusammenführungsgesuche  von 
vorläufig  aufgenommen  Flüchtlingen  seien  als  Asylgesuche  aus  dem 
Ausland zu verstehen,

dass  bei  Angehörigen  von  Flüchtlingen  stets  die  originäre 
Flüchtlingseigenschaft  zu  prüfen  sei,  bevor  allenfalls  das 
Nachzugsverfahren zur Anwendung gelangen könne,

dass  für  die Prüfung  der  Asylgründe  der  Angehörigen  von  anerkannten 
Flüchtlingen das BFM zuständig sei,

dass  das  BFM  das  Familienzusammenführungsgesuch  des 
Beschwerdeführers nach Treu und Glauben als eigene Asylgesuche der 

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Ehefrau und ihrer Kinder, die sich  im Ausland aufhielten, hätte auslegen 
müssen,

dass sich das BFM mit der  Information, wonach für die Behandlung des 
Gesuchs  um  Familienzusammenführung  die  kantonale 
Migrationsbehörde  zuständig  sei,  in  unerlaubter  Weise  über  die 
Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  hinwegsetze  und 
zudem Bundesrecht verletze,

dass  die  Vorinstanz  deshalb  anzuweisen  sei,  das  Gesuch  um 
Familienzusammenführung als Asylgesuch aus dem Ausland zu prüfen,

dass  gegen  das  unrechtmässige  Verweigern  oder  Verzögern  einer 
Verfügung  bei  der  Beschwerdeinstanz,  die  zuständig  wäre,  wenn  die 
Verfügung  ordnungsgemäss  ergangen  wäre,  jederzeit  (Art. 50  Abs. 2 
VwVG)  Beschwerde  geführt  werden  kann  (Art.  46a  VwVG;  BVGE 
2008/15  E. 3.1.1  S.  193,  mit  einem  Hinweis  auf  die  Botschaft  zur 
Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4408), vorausgesetzt, es 
besteht  Anspruch  auf  Erlass  einer  Verfügung,  es  wurde  ein 
entsprechendes  Erlassbegehren  gestellt  und  die  anbegehrte  Verfügung 
wurde nicht bereits erlassen,

dass  diesfalls  die  Prüfungsbefugnis  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf 
die  Frage  beschränkt  ist,  ob  das  Gebot  des  Rechtsschutzes  in 
angemessener  Zeit  im  konkreten  Fall  verletzt  worden  ist  oder  nicht, 
wogegen  sich  das  Gericht  einer  Stellungnahme  dazu,  wie  ein 
unrechtmässig  verweigerter  oder  verzögerter  Entscheid  inhaltlich  hätte 
ausfallen  sollen,  zu  enthalten  hat,  denn  das  Gericht  darf 
– Spezialkonstellationen  vorbehalten –  nicht  anstelle  der  untätig 
gebliebenen Behörde entscheiden, ansonsten der  Instanzenzug verkürzt 
und  allenfalls  weitere  Rechte  der  am  Verfahren  Beteiligten  verletzt 
würden (BVGE 2008/15 E. 3.1.2 S. 193, mit weiteren Hinweisen),

dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  das  BFM  habe  – trotz 
entsprechender  Aufforderung –  keine  beschwerdefähige  Verfügung 
erlassen, womit eine Rechtsverweigerung vorliege,

dass diese Frage als erstes zu prüfen ist,

dass  eine  Behörde,  welche  der  Auffassung  ist,  sie  sei  in  einer 
angerufenen  Sache  nicht  zuständig,  diese  Auffassung  grundsätzlich  in 
einer  förmlichen  Nichteintretensverfügung  mitzuteilen  hat  (vgl.  FELIX 

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UHLMANN  /  SIMONE  WÄLLE­BÄR,  in:  BERNHARD  WALDMANN  /  PHILIPPE 
WEISSENBERGER  [Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG,  Zürich/Basel/Genf 
2009,  Art. 46a,  N 7,  sowie  zum  Ganzen  auch  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­5544/2010 vom 13. August 2010 S. 4 ff.),

dass  kein  Fall  von  Art.  46a  VwVG  gegeben  ist,  wenn  dem 
Rechtsuchenden  von  der  Behörde  in  einer  förmlichen  Verfügung 
mitgeteilt  wird,  sie  sei  nicht  bereit,  eine  Verfügung  zu  treffen 
beziehungsweise auf das Gesuch einzutreten (vgl. ebd.),

dass  die  Frage,  ob  eine  solche  Verfügung  ergangen  ist  oder  eine 
Rechtsverweigerung vorliegt, danach zu beurteilen  ist, ob der  fraglichen 
behördlichen  Mitteilung  Verfügungscharakter  zukommt  oder  nicht  (vgl. 
ebd., N 9),

dass  für das Vorliegen einer Verfügung nicht massgeblich  ist, ob sie als 
solche  gekennzeichnet  ist  oder  den  gesetzlichen  Formvorschriften  für 
eine Verfügung entspricht,

dass vielmehr entscheidend ist, ob die Strukturmerkmale einer Verfügung 
vorhanden sind  (vgl. PIERRE TSCHANNEN  / ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 253 f.),

dass  eine  Verfügung  demnach  vorliegt,  wenn  es  sich  bei  einer 
Verwaltungshandlung  um  eine  hoheitliche,  individuell­konkrete,  auf 
Rechtswirkungen  ausgerichtete  und  verbindliche  Anordnung  einer 
Behörde handelt, welche  sich  auf  öffentliches Recht  des Bundes  stützt, 
oder  um  eine  autoritative  und  individuell­konkrete  Feststellung 
bestehender  Rechte  oder  Pflichten  (Art. 5  Abs. 1  VwVG;  vgl.  ULRICH 
HÄFELIN  /  GEORG  MÜLLER  / 
FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 854 ff.;  TSCHANNEN  /  ZIMMERLI,  a.a.O., 
S. 229),

dass  eine  anfechtbare  Verfügung  auch  dann  vorliegt,  wenn  die 
Vorinstanz es wegen Fehlens von Prozessvoraussetzungen ausdrücklich 
ablehnt, auf ein Gesuch einzutreten (vgl. ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, S. 255),

dass das Schreiben des BFM vom 25. März 2011 die erwähnten Kriterien 
einer  Verfügung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  VwVG  erfüllt,  indem  unter 

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Hinweis  auf  die  Erwägungen  im  Schreiben  vom  10.  Februar  2011  die 
Feststellung  getroffen  wird,  dem Wunsch  des  Beschwerdeführers  nach 
einer anfechtbaren Verfügung könne nicht entsprochen werden,

dass dem Schreiben vom 10. Februar 2011 insbesondere zu entnehmen 
ist, das BFM sei gemäss Gesetz und Verordnung für die Beurteilung des 
Familiennachzugsgesuchs  nicht,  beziehungsweise  noch  nicht  und  erst 
dann  zuständig,  nachdem  dieses  bei  der  zuständigen  kantonalen 
Ausländerbehörde  eingereicht  und  von dieser mit  einer  entsprechenden 
Einschätzung an das BFM weitergeleitet worden sei,

dass  dem  Beschwerdeführer  durch  den  Erlass  der  Verfügung  in  der 
falschen Form kein Nachteil erwachsen ist,

dass  der  im  Schreiben  vom  25. März  2011  durch  das  Bundesamt 
sinngemäss  geäusserte  Standpunkt,  es  könne  wegen  (noch)  nicht 
bestehender  Zuständigkeit  keine  beschwerdefähige  Verfügung 
ausstellen, nichts am tatsächlichen Verfügungscharakter des Schreibens 
zu ändern vermag,

dass  das  BFM  insofern  mit  dem  Schreiben  vom  25. März  2011 
sinngemäss  auf  das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Gesuch  um 
Familiennachzug vom 2. Februar 2011 mangels Zuständigkeit, respektive 
Fehlens einer Entscheidvoraussetzung, nicht eintrat,

dass  nach  dem Gesagten  die  Beschwerde  insofern  abzuweisen  ist,  als 
mit  ihr  sinngemäss  beantragt  wird,  es  sei  das  Vorliegen  einer 
Rechtsverweigerung  in  Bezug  auf  die  Behandlung  des  Gesuchs  um 
Familiennachzug vom 2. Februar 2011 durch das BFM festzustellen,

dass  indessen  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  vom  13. April  2011 
als sinngemässe Beschwerde gegen das als Nichteintretensverfügung zu 
betrachtende  Schreiben  des  BFM  vom  25. März  2011 
entgegenzunehmen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31  ­  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  hat, womit  er  zur Einreichung  der Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass vorliegend zu beurteilen ist, ob das BFM zu Recht auf das Gesuch 
um Familiennachzug vom 2. Februar 2011 nicht eingetreten ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen vorläufig aufgenommenen 
Flüchtling  handelt,  welcher  ein  Gesuch  um  Familienzusammenführung 
eingereicht hat,

dass  das  BFM  in  seinem  Schreiben  vom  10.  Februar  2011  den 
Beschwerdeführer zutreffend auf die für dieses Verfahren anzuwendende 
Zuständigkeitsbestimmung  respektive  die  Regelung  des 
Verfahrensablaufs in Art. 74 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201) 
hingewiesen  hat,  was  denn  vom  Beschwerdeführer  auch  nicht 
substanziiert bestritten wird,

dass  das  BFM  deshalb  ohne  Vorliegen  der  kantonalen  Stellungnahme 
gemäss Art. 74 Abs. 2 VZAE das Familienvereinigungsgesuch zu Recht 
nicht materiell behandelt hat,

dass  die  Beschwerde  auch  unter  diesem  Gesichtspunkt  offensichtlich 
unbegründet  ist  und  auf  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zur 
Völkerrechts­  und  Verfassungskonformität  von  Art. 85  Abs. 7  AuG  im 
vorliegenden Verfahren nicht einzugehen ist,

dass sich der Beschwerdeführer in der Beschwerde schliesslich auch auf 
den  Standpunkt  stellt,  dass  das  eingereichte  Gesuch  um 

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Familiennachzug vom 2. Februar 2011 gestützt auf die Rechtsprechung 
des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  BFM  als  Asylgesuch  aus  dem 
Ausland hätte entgegengenommen und geprüft werden müssen,

dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers respektive seiner 
Rechtsvertreterin  gemäss  konstanter  und  publizierter  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichts  keineswegs  jedes  Familiennachzugsgesuch 
automatisch auch als Asylgesuch aus dem Ausland zu behandeln ist,

dass als Asylgesuch gemäss Art. 18 AsylG  jede Äusserung gilt, mit der 
eine  Person  zu  erkennen  gibt,  dass  sie  die  Schweiz  um  Schutz  vor 
Verfolgung ersucht, mithin eine Gefährdung oder ihre Schutzbedürftigkeit 
geltend macht,

dass  gemäss  dem  vom  Beschwerdeführer  zitierten  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts ein Familiennachzugsgesuch, mit dem  unter 
anderem eine persönliche Gefährdung der sich im Ausland befindenden, 
nachzuziehenden Familienangehörigen geltend gemacht wird, nach Treu 
und Glauben gegebenenfalls  auch als Asylgesuch aus dem Ausland  im 
Sinne  von  Art. 20  Abs. 2  und  3  AsylG  zu  verstehen  ist  (vgl.  BVGE 
2007/19 E. 3.3, Hervorhebung nicht im publizierten Text),

dass der Beschwerdeführer auf dem von ihm eingereichten Formular mit 
dem Titel "Gesuch um Familienzusammenführung" vom 2. Februar 2011 
keine  –  vorbestehende  –  Gefährdung  seiner  Ehefrau  und  der  beiden 
Töchter  geltend  gemacht  hatte,  sondern  lediglich  eine  virtuelle,  künftige 
Gefährdung  der  Familie  für  den  Fall  der  Beschaffung  von  Dokumenten 
durch den Beschwerdeführer,

dass  dem  Gesuch  um  Familienzusammenführung  nach  Treu  und 
Glauben  kein  Asylgesuch  der  Ehefrau  und  der  beiden  Töchter  zu 
entnehmen ist,

dass  das  BFM  somit  die  Eingabe  vom  2.  Februar  2011  unter  den 
gegebenen Umständen zu Recht nicht als Asylgesuch aus dem Ausland 
entgegengenommen und geprüft hat,

dass der Beschwerdeführer zwar  in der ausführlichen Beschwerdeschrift 
geltend  macht,  seine  Angehörigen  würden  von  den  chinesischen 
Behörden nach ihm befragt,

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dass eine mögliche Gefährdung aber auch hier nicht weiter substanziiert 
wird beziehungsweise ein aktuelles Bedürfnis nach Schutz vor Verfolgung 
nicht zu erkennen ist,

dass  bei  dieser  Sachlage  kein  Anlass  besteht,  die  Vorinstanz 
anzuweisen, das Gesuch um Familienzusammenführung als Asylgesuch 
aus dem Ausland zu prüfen, und der diesbezügliche Antrag abzuweisen 
ist,

dass  das  Gesuch,  den  Angehörigen  des  Beschwerdeführers  sei  im 
Rahmen  des  Asylgesuchs  aus  dem Ausland  vorsorglich  die  Einreise  in 
die  Schweiz  zu  bewilligen,  mit  dem  vorliegenden  Entscheid 
gegenstandslos wird,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 600.­­ 
festzusetzen  wären  (Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1  ­  3  des 
Reglements  vom  11.  Dezember  2006  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]),

dass  indessen  der  zuständige  Instruktionsrichter  des 
Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwischenverfügung  vom  21.  April  2011 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs.  1 VwVG guthiess und der Beschwerdeführer  nach wie 
vor  fürsorgeabhängig  ist,  weshalb  in  casu  keine  Verfahrenskosten  zu 
sprechen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten gesprochen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

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