# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b454bf1-b407-5cc5-aa15-ce729cb0b49a
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 21.11.2025 502 2025 336
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2025-336_2025-11-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2025 336

Urteil vom 21. November 2025

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Alessia Chocomeli
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Nadine Durot

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Valentin Aebischer

gegen

B.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt 
Elmar Wohlhauser

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Aussageverweigerungsrecht

Beschwerde vom 25. September 2025 gegen die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 18. September 2025

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Sachverhalt

A. Die Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren (LHA D 23 119) in deutscher Sprache gegen 
B.________ wegen Geldwäscherei und ein separates Verfahren (FGS F 23 7200) auf Französisch 
gegen A.________ wegen gewerbsmässigen Betrugs und gewerbsmässigen Wuchers, eventuell 
Geldwäscherei.

B. Im Rahmen des gegen B.________ geführten Strafverfahrens (LHA D 23 119) lud die 
Staatsanwaltschaft A.________ als Zeugin zu einer für den 17. September 2025 anberaumten 
Einvernahme vor. Am Vormittag des 17. Septembers 2025 liess Rechtsanwalt Valentin Aebischer 
(Verteidiger von A.________ im Verfahren FGS F 23 7200) der Staatsanwaltschaft ein Schreiben 
überbringen, worin er darlegte, dass seine Mandantin nicht als Zeugin angehört werden dürfe. Sie 
müsse als Auskunftsperson im Sinne von Art. 178 Bst. f StPO einvernommen werden, da ihr im 
gleichzeitig gegen sie geführten separaten Strafverfahren (FGS F 23 7200) namentlich gewerbs-
mässiger Betrug, eventuell Geldwäscherei (schwerer Fall) vorgeworfen werde, angeblich begangen 
in der Zeit zwischen Juni 2020 und Juli 2023. Es sei offensichtlich, dass zwischen den beiden Straf-
verfahren ein Zusammenhang bestehe. A.________ gedenke, bei der Befragung von ihrem Recht 
Gebrauch zu machen, gestützt auf Art. 180 StPO die Aussage zu verweigern. Die anberaumte 
Einvernahme müsse deswegen abgesagt werden.

C. Am 17. September 2025 erschien A.________ in Begleitung ihres Verteidigers bei der 
Staatsanwaltschaft zur Konfrontationseinvernahme mit B.________ im Verfahren LHA D 23 119. 
Die Staatsanwältin belehrte A.________ über deren Rechte und Pflichten als Zeugin. Diese weigerte 
sich, Fragen zu beantworten und berief sich auf Art. 169 StPO. Die Staatsanwältin hielt ihr den 
Wortlaut des Art. 292 StGB vor und stellte ihr die Eröffnung eines (recte: die Ausdehnung des gegen 
sie bereits geführten) Strafverfahrens wegen Verstosses gegen ebendiese Bestimmung in Aussicht. 
A.________ beharrte auf ihren Standpunkt. Daraufhin wurde die Einvernahme abgebrochen 
(Verfahren LHA D 23 119, Ordner I, act. 3035ff).  

D. Mit Verfügung vom 18. September 2025, welche die mündliche Verfügung vom Vortag 
bestätigte, entschied die Staatsanwaltschaft, dass A.________ im Verfahren gegen B.________ als 
Zeugin einvernommen wird und dass sie in dieser Eigenschaft über kein Aussagever-
weigerungsrecht verfügt. 

E. Gegen die genannte Verfügung der Staatsanwaltschaft erhob A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 25. September 2025 eine auf Französisch verfasste Beschwerde und 
beantragte, es sei ihr die Eigenschaft als Auskunftsperson mit dem damit verbundenem Recht, die 
Aussage zu verweigern, zuzugestehen und ihr eine Parteientschädigung von CHF 600.- (inkl. 
Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

F. Zur Stellungnahme aufgefordert, schloss die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 8. Oktober 
2025 auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen

1.

Die Beschwerdeführerin hat ihre Beschwerdeschrift auf Französisch verfasst. 

Das Rechtsmittelverfahren wird in der Sprache des angefochtenen Entscheids, d.h. vorliegend auf 
Deutsch, durchgeführt (Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1]). Die 
Parteien können sich allerdings unabhängig von der Verfahrenssprache mündlich und schriftlich in 
der Amtssprache ihrer Wahl an Behörden wenden, deren Gerichtsbarkeit sich auf das ganze 
Kantonsgebiet erstreckt (Art. 115 Abs. 5 JG). 

2.

2.1. Die Beschwerde gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft ist grundsätzlich zulässig (Art. 
393 Abs. 1 Bst. a StPO und Art. 85 Abs. 1 JG). 

2.2. Beschwerdelegitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 379 StPO). Im vorliegenden 
Fall hat die angefochtene Verfügung für die Beschwerdeführerin zur Folge, dass sie im Verfahren 
gegen B.________ als Zeugin die Fragen der Staatsanwaltschaft wahrheitsgemäss beantworten 
müsste und bei Falschaussagen eine Bestrafung gemäss Art. 307 StGB zu gewärtigen hätte. Auch 
birgt die Pflicht zur wahrheitsgetreuen Aussage für die Beschwerdeführerin das Risiko, sich selbst 
zu belasten (Art. 113 Abs. 1 und 158 al. 1 Bst. b StPO). Diese Gefahr könnte abgewendet werden, 
wenn ihr die Eigenschaft als Auskunftsperson gemäss Art. 178 Bst. f StPO zuerkannt würde. Da im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren zu untersuchen ist, ob die Beschwerdeführerin sich auf die 
besagte Bestimmung berufen darf, ist festzustellen, dass sie ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung der angefochtenen Verfügung hat und damit beschwerdelegitimiert ist (Urteil BGer 
1B_531/2018 vom 13. März 2019, E. 1.2.).

2.3. Die Beschwerde ist innerhalb der Beschwerdefrist von 10 Tagen (Art. 396 Abs. 1 StPO) 
erfolgt.

2.4. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO).

2.5. Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behandelt (Art. 397 Abs. 1 StPO). Die 
Strafkammer verfügt dabei grundsätzlich über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1, Art. 393 Abs. 2 StPO). 

3.

3.1. Die Staatsanwaltschaft legt in der angefochtenen Verfügung dar, dass sich B.________ nie 
drohend oder gewalttätig gegenüber der Beschwerdeführerin verhalten habe. Diese habe ihn gar 
als Freund, als eine Person, die ihr immer geholfen habe, bezeichnet. Daher sei nicht davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Aussagen eine erhebliche Gefahr für Leib und 
Leben oder einen anderen schweren Nachteil hervorrufen werde. Weiter führte die 
Staatsanwaltschaft aus, dass das gegen die Beschwerdeführerin geführte Verfahren FGS F 23 7200 
Betrugsfälle zum Nachteil von C.________ und D.________, angeblich begangen in der Zeit von 
Anfang 2020 bis Juli 2020, zum Gegenstand hat. Im Verfahren LHA D 23 119 werden B.________ 
hingegen Geldwäschereihandlungen vorgeworfen, angeblich begangen ab Dezember 2021. Das 

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gewaschene Geld stamme von Betrugsfällen zum Nachteil von E.________. Ein Zusammenhang 
mit den Betrugsfällen zum Nachteil von C.________ und D.________ sei nicht ersichtlich und 
ausgeschlossen, weil diese zeitlich auseinanderfallen würden. Aus dem Dargelegten folgerte die 
Staatsanwaltschaft, dass sich die Beschwerdeführerin weder auf Art. 169 Abs. 3 noch auf Art. 178 
Bst. f StPO berufen könne und deswegen als Zeugin einvernommen werden könne.

3.2. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass sie – in einem ersten Verfahren – am 
15. November 2024 durch das Kantonsgericht wegen gewerbsmässigen Betrugs und Wuchers zu 
einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren mit Landesverweisung verurteilt wurde und dass die 
Staatsanwaltschaft im Jahr 2023 ein neues Verfahren (FGS F 23 7200) gegen sie eröffnet hat, und 
zwar erneut wegen Vermögensdelikten gleicher Art, angeblich begangen zum Nachteil 
von C.________ und F.________. Nachdem dieses Verfahren zuerst mit Verfügung vom 4. Oktober 
2023 in Anwendung von Art. 314 Abs. 1 Bst. b StPO sistiert wurde, habe die Staatsanwaltschaft im 
Sommer 2025 entschieden, die Untersuchung wieder aufzunehmen. Parallel dazu sei die Beschwer-
deführerin von der Staatsanwaltschaft im gegen B.________ wegen Geldwäscherei geführten 
Strafverfahren (LHA D 23 119) als Zeugin vorgeladen worden. Dabei habe die Staatsanwaltschaft 
den Sachverhalt in der angefochtenen Verfügung falsch festgestellt. Aus der Sistierungsverfügung 
vom 4. Oktober 2023 gehe klar hervor, dass sich der ihr vorgeworfene Sachverhalt zum Nachteil 
von C.________ und F.________ zwischen 2020 und 2021 zugetragen habe, zumal die 
Sistierungsverfügung ausdrücklich einen letzten Kontakt zwischen C.________ und ihr vom Mai 
2021 erwähnt. Anders als von der Staatsanwaltschaft behauptet, sei es mit Blick auf die Chronologie 
der vorgeworfenen Handlungen möglich, dass ein Teil des zum Nachteil von C.________ und 
F.________ erbeuteten Geldes über bzw. von B.________ in den Wirtschaftskreislauf gespiesen 
wurde.

3.3. Nach Art. 178 Bst. f StPO ist als Auskunftsperson einzuvernehmen, wer in einem anderen 
Verfahren wegen einer Tat, die mit der abzuklärenden Straftat in Zusammenhang steht, beschuldigt 
ist. Die Bestimmung erfasst einerseits Mittäterinnen, Mittäter, Teilnehmerinnen oder Teilnehmer der 
abzuklärenden Tat, welche jedoch in einem anderen Verfahren beurteilt werden, und andererseits 
Personen, die in einem anderen Verfahren einer mit der abzuklärenden Tat in Zusammenhang 
stehenden Straftat beschuldigt sind. Das Gleiche gilt auch, wenn in den beiden Verfahren zwar nicht 
die gleiche, aber konnexe Straftaten verfolgt werden. Gemäss Botschaft zur Strafprozessordnung 
ist das etwa der Fall bei Hehlerei oder Geldwäscherei (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur 
Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1085, 1209).

Gemäss Art. 162 StPO ist Zeugin oder Zeuge eine an der Begehung einer Straftat nicht beteiligte 
Person, die der Aufklärung dienende Aussagen machen kann und nicht Auskunftsperson ist. 
Entscheidendes Kriterium für die Zeugenstellung ist somit, dass die betreffende Person an der 
Begehung der (abzuklärenden) Straftat nicht beteiligt ist. 

Sinn und Zweck von Art. 178 Bst. f StPO besteht darin, die befragte Person zu schützen. Ihre 
Stellung im eigenen Strafverfahren soll nicht dadurch erschwert werden, dass sie im fremden 
Verfahren gegen eine mitbeschuldigte Person einer Wahrheits- und Aussagepflicht unterstellt wird 
und dadurch in den Gewissenskonflikt gerät, entweder sich selbst zu belasten oder erneuter 
Straffälligkeit auszusetzen, indem sie die Aussage zu Unrecht verweigert oder falsche Aussagen 
macht. Im Gegensatz zur Zeugin unterliegt die Auskunftsperson der Wahrheits- und Aussagepflicht 
nicht. Das Aussageverweigerungsrecht der Auskunftsperson dient allein dem Schutz vor Selbstbe-
lastung (Urteil BGer 1B_531/2018 vom 13. März 2019 E. 2.1. m. H.). 

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3.4. Aus den Akten geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft gegen B.________ faktisch seit dem 
6. Dezember 2022 ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei führt. Im Rahmen des Strafverfahrens 
gegen die Beschwerdeführerin wegen Betrugs, bei dem es um eine Deliktsumme von über 
CHF 5'000'000.- ging, sagte diese am 23. Mai 2023 anlässlich der sie betreffenden 
Hauptverhandlung vor dem Wirtschaftsstrafgericht aus, dass sie rund 70% des deliktisch 
erworbenen Geldes, dessen Verbleib ungeklärt geblieben ist, B.________ übergeben habe. Dieser 
habe die Vermögenswerte sodann in Kryptowährungen auf drei Plattformen investiert. Auch soll 
B.________ solche Gelder, die er von der Beschwerdeführerin erhalten habe, über seine Firmen 
G.________ GmbH, H.________ AG und I.________ GmbH gewaschen haben 
(Verfahren LHA D 23 119, Ordner I, act. 2035, act. 2347 ff. sowie act. 3021 ff.; Ordner VI, act. 6002 
ff.; Ordner «Finanzbrigade, Anhang zum Anzeigerapport vom 02.07.2024», act. 20000 ff., 
insbesondere 20063; Urteil der Strafkammer vom 9. August 2024, 502 2024 93, E. 2.2.2.).

Im Anzeigerapport der Finanzbrigade vom 2. Juli 2024 sind sechs geschädigte Personen aufgelistet, 
zu denen E.________, C.________ und D.________ zählen (act. 20011 ff.). Gemäss dieser Liste 
hat E.________ bereits ab dem 24. November 2020 und bis zum 14. Oktober 2022 der 
Beschwerdeführerin Gelder übergeben, wobei er in einem Fall (betreffend einen Betrag von 
CHF  99'999.-, übergeben am 8. Dezember 2021) eine Schuldanerkennung erhalten hat (act. 
20011). In einem weiteren Anzeigerapport vom 29. Juli 2024 (Verfahren LHA D 23 119, Ordner I, 
act. 2347 ff., insbesondere act. 2348, 2. bis 4. Absatz) konnte die Finanzbrigade die Verwendung 
dieses von E.________ der Beschwerdeführerin am 8. Dezember 2021 übergebenen Betrags von 
CHF 99'999.- rekonstruieren. Ein Teil dieses Geldes wurde von B.________ gleichentags zum Kauf 
von Flugtickets von Genf nach Pristina verwendet. In den zwei folgenden Tagen wurden 
anschliessend rund EUR 60'000.- auf das Bankkonto von J.________ (ein Verwandter von 
B.________) in Kosovo einbezahlt. Am 10. Dezember 2021 hat J.________ eine Zahlung von 
EUR 61'400.- an B.________ getätigt, mit der Mitteilung «Advance payment for house buying». 
Dieses Geld ist in der Folge am 27. Dezember 2021 auf das UBS-Konto von B.________ 
eingegangen.

Gemäss der genannten Liste aus dem Anzeigerapport der Finanzbrigade vom 2. Juli 2024 überliess 
C.________ der Beschwerdeführerin in der Zeit zwischen dem 10. Juli 2020 und Januar 2021 einen 
Gesamtbetrag von CHF 75'000.-, wobei sie ihm ebenfalls eine Schuldanerkennung ausstellte. 
D.________ übergab A.________ am 2. August 2020 einen Betrag von CHF 28'000.-, dies gegen 
Aushändigung einer Schuldanerkennung (Verfahren LHA D 23 119, Ordner «Finanzbrigade, Anhang 
zum Anzeigerapport vom 02.07.2024», act. 20013).

Es ist festzustellen, dass die Polizei zu Recht alle geschädigten Personen unter der gleichen 
Ereignisnummer (23-3247) in mehreren Rapporten behandelt hat, was aufzeigt¸ dass Gelder der 
Geschädigten von der Beschwerdeführerin über Jahre gleichermassen B.________ übergeben 
wurden zwecks Einspeisung in den Wirtschaftskreislauf. Betreffend den Vorwurf der Geldwäscherei 
ergibt sich daraus, dass die beiden Verfahren – anders als von der Staatsanwaltschaft in der 
angefochtenen Verfügung geltend gemacht – nicht unabhängig voneinander gewürdigt werden 
können. 

Auch ist grundsätzlich zu bedenken, dass nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung der 
Vortäter sein eigener Geldwäscher sein kann (BGE 124 IV 274 E. 3). Damit ist jede Verfügung über 
eine Verbrechensbeute in Vereitelungsabsicht (Vorsatz) und mit Vereitelungseignung tatbestands-
mässig; die Beutesicherung wird bestraft und damit der Genuss der verbotenen Früchte unterbun-
den. B.________ sieht sich in Verfahren (LHA D 23 119) mit dem Vorwurf der Geldwäscherei 

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konfrontiert, weil er u.a. in Vereitelungsabsicht Gelder von der Beschwerdeführerin entgegengenom-
men hat. Der Letztgenannten wird hingegen in ihrem Verfahren (FGS F 23 7200) Geldwäscherei in 
ihrer Eigenschaft als Vortäterin vorgeworfen, weil sie B.________ Gelder zwecks Beutesicherung 
übergeben haben soll.  

Aus dem Dargelegten folgt, dass die Beschwerdeführerin im Verfahren gegen B.________ 
(LHA D 23 119) als Auskunftsperson im Sinne von Art. 178 Bst. f StPO zu belehren und 
einzuvernehmen ist. Die Beschwerde ist gutzuheissen.

4.

4.1. Nach Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Im vorliegenden Fall wird die Beschwerde gutgeheis-
sen. Die Verfahrenskosten von CHF 500.- (Gebühr: CHF 400.-, Auslagen: CHF 100.-) werden dem 
Staat Freiburg auferlegt (Art. 428 Abs. 4 StPO). 

4.2. Für jede Verfahrensstufe ist die Entschädigungsfrage getrennt zu prüfen (BGE 142 IV 163 
E. 3.2.2 m. H.). Nach Art. 436 Abs. 2 StPO hat die beschuldigte Person bei einem Obsiegen im 
Rechtsmittelverfahren Anspruch auf eine angemessene Entschädigung. Hat die beschuldigte 
Person eine Wahlverteidigung mit ihrer Verteidigung betraut, so steht der Anspruch auf Ent-
schädigung ausschliesslich der Verteidigung zu unter Vorbehalt der Abrechnung mit ihrer Klient-
schaft (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 3 StPO). 

Im vorliegenden Fall beantragt die Beschwerdeführerin eine Entschädigung von CHF 600.- (inkl. 
MwSt). Dieser Antrag erscheint angemessen. Entsprechend wird eine Entschädigung von pauschal 
CHF 600.-, inkl. 8.1% MwSt., zugesprochen, welche dem Staat Freiburg aufzuerlegen ist.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Die Staatsanwaltschaft wird angewiesen, A.________ im Verfahren gegen B.________ 
(LHA D 23 119) als Auskunftsperson im Sinne von Art. 178 Bst. f StPO zu belehren und 
einzuvernehmen.

II. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 500.- (Gebühr: CHF 400.-, Auslagen: CHF 100.-) 
festgesetzt und dem Staat Freiburg auferlegt.

III. RA Valentin Aebischer wird für das Beschwerdeverfahren eine Entschädigung in der Höhe von 
CHF 600.-, inkl. 8.1% MwSt., zugesprochen, welche dem Staat Freiburg auferlegt wird.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 21. November 2025/ach

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin