# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c88901c7-41e4-5dce-b386-1be2ad682480
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.09.2020 UE200041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE200041_2020-09-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE200041-O/U/HON 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. K. Ei-

chenberger und Ersatzoberrichter Dr. iur. T. Graf sowie Gerichts-

schreiberin Dr. iur. E. Welte 

 

 

Verfügung und Beschluss vom 8. September 2020 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Win-
terthur/Unterland vom 7. Februar 2020, B-1/2020/10002050 
 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Stadtpolizei Winterthur rapportierte am 29. Oktober 2019 und 17. Januar 

2020 gegen B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) wegen mehrfacher 

Mitfahrt in einem entwendeten Motorfahrzeug – unter anderem im Mercedes der 

Beschwerdeführerin (Urk. 10/D1/1; Urk. 10/D1/4). Mit Verfügung vom 7. Februar 

2020 stellte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland – nach entsprechender 

Ankündigung (Urk. 10/D1/20-23) – die Strafuntersuchung betreffend die erwähn-

ten Delikte ein (Urk. 4). Gegen diese Einstellungsverfügung erhob A._____ (nach-

folgend Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 16. Januar 2020 [recte: 

16. Februar 2020] Beschwerde. Damit beantragt sie sinngemäss, die angefochte-

ne Verfügung sei aufzuheben und es sei das Strafverfahren gegen die Beschwer-

degegnerin 1 weiter zu führen (Urk. 2).  

2. Mit Verfügung vom 20. Februar 2020 wurde der Beschwerdeführerin Frist 

zur Leistung einer Prozesskaution angesetzt (Urk. 5). Mit Schreiben vom 20. März 

2020 (Urk. 7) teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdekammer noch innert 

laufender Frist mit, aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse nicht zur Leistung der 

verlangten Prozesskaution in der Lage zu sein. Unterlagen zur Dokumentation ih-

rer finanziellen Verhältnisse legte die Beschwerdeführerin ihrer Eingabe nicht bei.  

3. Die Akten der Staatsanwaltschaft (Urk. 10) wurden beigezogen. Die Be-

schwerde ist offensichtlich unbegründet. Stellungnahmen wurden aus diesem 

Grund nicht eingeholt (Art. 390 Abs. 2 StPO). 

4. Zufolge Abwesenheit einer Richterin ergeht dieser Beschluss teilweise nicht 

in der den Parteien angekündigten Besetzung (vgl. Urk. 5). 

II. 

1. Angefochten ist eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Dage-

gen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und 

§ 49 GOG). 

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2. Soweit sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin auf den der Mitbeschul-

digten C._____ vorgeworfenen Benzindiebstahl zum Nachteil der D._____-

Tankstelle beziehen, ist darauf nicht weiter einzugehen, wurde der Beschwerde-

gegnerin 1 doch gar keine Beteiligung am betreffenden Vorfall zur Last gelegt. 

Nicht legitimiert ist die Beschwerdeführerin hinsichtlich des Sachverhaltes betref-

fend des Mitfahrens der Beschwerdegegnerin 1 in einem entwendeten BMW, wel-

cher im Eigentum der E._____ AG stand. Auf diesen Sachverhalt ist indessen in-

sofern einzugehen, als er betreffend die Frage des Wissens der Beschwerdegeg-

nerin 1, dass der Mercedes der Beschwerdeführerin, in dem sie mitfuhr, entwen-

det worden war, von Bedeutung sein kann. 

3. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen An-

lass, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 

III. 

1. Parteistandpunkte 

1.1 Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland stellte die Strafuntersuchung 

gegen die Beschwerdegegnerin 1 gestützt auf Art. 319 Abs. 1 StPO ein mit der 

Begründung, es lasse sich nicht widerlegen, dass diese keine Kenntnis davon 

gehabt habe, dass die Personenwagen entwendet worden seien. Die 

Beschwerdegegnerin 1 habe anlässlich ihrer Einvernahme angegeben, sie habe 

nicht nachgefragt, woher ihr Kollege F._____ die Autos gehabt habe. Jedenfalls 

habe sie nicht gewusst, dass diese entwendet worden seien. Zudem habe auch 

F._____ selber, welcher die Personenwagen gelenkt habe, zu Protokoll gegeben, 

dass die Beschwerdegegnerin 1 keine Kenntnis von deren Entwendung gehabt 

habe. Für diese sei sodann auch optisch nicht erkennbar gewesen, dass es sich 

um entwendete Fahrzeuge gehandelt habe, seien doch weder Aufbruchsspuren 

noch ein Kurzschliessen der Zündung vorhanden gewesen. F._____ habe 

nämlich jeweils auch die Fahrzeugschlüssel an sich bringen können. Damit lasse 

sich nicht rechtsgenügend nachweisen, dass die Beschwerdegegnerin 1 bereits 

bei Antritt der Fahrt von der vorangegangenen Entwendung der Fahrzeuge 

Kenntnis gehabt habe (Urk. 4 S. 2). 

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1.2 Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, sie könne sich nicht vorstellen, 

dass die Beschwerdegegnerin 1 (wie auch die ebenfalls Beschuldigte C._____) 

trotz wiederholter Ereignisse (Diebstähle) nichts mitbekommen habe (Urk. 2). In 

ihrer Eingabe vom 20. März 2020 ergänzte die Beschwerdeführerin, gemäss Ein-

stellungsverfügung der Staatsanwaltschaft habe der Täter (gemeint: F._____) den 

beiden Frauen mitgeteilt, dass er die Autos für eine Probefahrt erhalten habe. Sie 

– die Beschwerdeführerin – habe in ihrem Auto indes verschiedene Gegenstände 

entdeckt wie eine Damensonnenbrille, einen Auto-Duft, ein Akkuladegerät fürs 

Handy, Rauchspuren etc. Demnach sei das Auto nicht wie ein ausgeliehenes, 

sondern wie ein eigenes Fahrzeug bedient worden (Urk. 7).  

2. Rechtliches 

2.1 Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, 

den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass 

das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere 

hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentli-

ches beizutragen vermögen. Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens 

entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu 

erheben oder das Verfahren einzustellen sei (Art. 318 StPO). Eine vollständige 

oder teilweise Einstellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 StPO unter anderem, wenn 

sich ein Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten lässt, das eine Anklage recht-

fertigt (lit. a). Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend 

Anhaltspunkte vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, 

und die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe bzw. Massnahme 

im Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. Keine Anklage ist zu 

erheben, wenn mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Frei-

spruch zu rechnen ist. Sinn und Zweck des Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte 

Person vor Anklagen zu schützen, die mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen füh-

ren müssten (BGE 138 IV 186 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_184/2012 

vom 27. August 2012 E. 3.3). 

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2.2 Bei zweifelhafter Beweis- bzw. Rechtslage hat jedoch nicht die Untersu-

chungsbehörde über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entschei-

den, sondern das für die materielle Beurteilung zuständige Gericht. Der Grund-

satz "in dubio pro reo" nach Art. 10 Abs. 3 StPO spielt hier nicht. Vielmehr gilt 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Grundsatz "in dubio pro durio-

re" (BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 114; BGE 137 IV 219 E. 7). Eine 

zu restriktive Rechtsanwendung würde allerdings dazu führen, dass selbst bei ge-

ringer Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ein Anklagezwang bestünde. Der 

Grundsatz "in dubio pro duriore" verlangt lediglich, dass bei Zweifeln (über die 

Straflosigkeit bzw. betreffend Prozesshindernisse) eine gerichtliche Beurteilung 

erfolgt. Als praktischer Richtwert kann daher gelten, dass Anklage erhoben wer-

den muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch 

(BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 114; BGE 137 IV 219 E. 7; Urteile 

des Bundesgerichts 1B_534/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.1, 1B_184/2012 vom 

27. August 2012 E. 3.3 und 1B_528/2011 vom 23. März 2012 E. 2.3 f.; vgl. zum 

Ganzen auch: LANDSHUT/BOSSHARD, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], ZK 

Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014,, N 1 ff. zu Art. 308 und N 15 ff. zu Art. 319 StPO; 

SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2018, N 5 zu 

Art. 319 StPO).  

2.3 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind die Beweise nicht umfassend zu 

würdigen und auch die Glaubwürdigkeit der einzelnen Beteiligten sowie die 

Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen nicht abschliessend zu prüfen, sondern nur inso-

fern, als es für die Frage, ob die Untersuchung zu Recht eingestellt wurde oder 

nicht, von Bedeutung ist. 

3. Würdigung 

3.1 Die Beschwerdegegnerin 1 führte anlässlich der polizeilichen Einvernahme 

vom 16. Januar 2020 (Urk. 10/D1/5) aus, F._____ sei ein Kollege von ihr. Sie 

kenne ihn aus dem Stadtpark und zwar schon seit längerem, so richtig aber seit 

2017. Zu ihm und zu C._____ habe sie eine kollegiale Beziehung. Letztere sei 

einmal ihre beste Kollegin gewesen; dies sei nun aber nicht mehr so, da diese viel 

mit F._____ unterwegs sei. G._____ sei ein ehemaliger Kollege von ihr, ein Ex-

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Freund vom Heim (Urk. 10/D1/5 S. 2 ff.). C._____ und F._____ kämen sie häufig 

nach der Arbeit abholen. Als letzterer mit einem BMW vorgefahren sei, habe sie 

sich gefragt, ob dies sein Auto sei und woher er dieses habe. Danach gefragt ha-

be sie ihn aber nicht, weil es sie nicht interessiert habe. Sie sei nicht so der "Au-

tomensch". C._____ habe sie ebenfalls nicht gefragt; diese habe es vermutlich 

genauso wenig gewusst wie sie selber. Als sie am 15. Oktober 2019 im BMW von 

F._____ mitgefahren sei, habe sie nicht gewusst, dass es sich um ein gestohle-

nes Fahrzeug gehandelt habe. Sie sei beim Diebstahl nicht dabei gewesen (Urk. 

10/D1/5 S. 5 f.). Wie F._____ in den Besitz des Fahrzeuges gekommen sei, wisse 

sie nicht. Er sei noch mit einem bis zwei anderen Fahrzeugen erschienen, aber 

die Marken oder wie die Autos ausgesehen hätten, wisse sie nicht mehr. Die 

Fahrzeuge hätten neu ausgesehen; es seien mittelgrosse, eher sportliche Fahr-

zeuge gewesen. Sie habe sich jeweils gefragt, ob dies seine Autos seien, es sei 

schon ein wenig komisch gewesen. Darauf angesprochen habe sie ihn aber nicht, 

da sie im Allgemeinen nicht so gesprächig sei. Bei C._____ habe sie sich nie 

nach der Herkunft der Autos erkundigt, weil diese es auch nicht wisse. F._____ 

rede sehr wenig und sage praktisch auch nichts über solche Sachen. Dies sei ihr 

nicht verdächtig vorgekommen. Sie sei einfach nicht der Mensch, der sich für das 

interessiere und vergesse auch viel (Urk. 10/D1/5 S. 8 f.). Mit C._____ habe sie 

nie über die Sache mit F._____ gesprochen, da es nie dazu gekommen sei und 

sie allgemein nicht über Menschen redeten (Urk. 10/D1/5 S. 10).  

3.2 Die Frage nach dem Wissen der Beschwerdegegnerin 1 um die nicht legale 

Herkunft der von F._____ gefahrenen Personenwagen betrifft eine innere Tatsa-

che. Mangels objektiver Beweismittel ist anhand ihrer Aussagen sowie derjenigen 

von F._____ und der weiteren Beteiligten zu beurteilen, ob sich der Tatverdacht in 

einem Mass erhärten lässt, das eine Anklage rechtfertigt. 

3.3 Gemäss den übereinstimmenden Schilderungen von F._____ und der Be-

schwerdegegnerin 1 sind sie Bekannte bzw. stehen sie in einem kollegialen Ver-

hältnis. Letztere erklärte, sie kenne F._____ schon länger und C._____ sei einmal 

ihre beste Kollegin gewesen, nun aber nicht mehr, da diese viel mit F._____ un-

terwegs sei (Urk. 10/D1/5 S. 2 f.; Urk. 10/D1/6 S. 3). C._____ und F._____ erklär-

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ten übereinstimmend, seit rund drei Monaten eine Beziehung zu führen (Urk. 

10/D1/8 S. 2; Urk. 10/D1/6 S. 2). Aufgrund dieser persönlichen Verbundenheit der 

Beteiligten ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie ein legitimes Interesse da-

ran haben könnten, sich gegenseitig möglichst nicht zu belasten. Der weitere Be-

schuldigte G._____ kennt nach eigener Aussage zumindest die Beschwerdegeg-

nerin 1 bereits seit längerem (Urk. 10/D1/9 S. 3). Die Aussagen der Beteiligten 

sind daher mit der gebotenen Zurückhaltung zu würdigen.  

3.4 Die Beschwerdegegnerin 1 räumte ein, sich jeweils gefragt zu haben, ob die 

von F._____ gelenkten Fahrzeuge ihm gehörten. Mangels Interesse und da sie 

nicht so der "Automensch" sei, habe sie ihn aber nicht danach gefragt. F._____ 

rede allgemein sehr wenig und sage praktisch nichts über solche Dinge. Auch 

C._____ habe sie nicht gefragt, da diese es auch nicht wisse. Bei lebensnaher 

Betrachtung erscheint bemerkenswert, dass die Beschwerdegegnerin 1 sich nie 

bei F._____ nach der Herkunft der von ihm gelenkten Personenwagen erkundigt 

haben will, ist sie doch von diesem mehrfach in verschiedenen Fahrzeugen chauf-

fiert worden. Zudem kennt sie ihn nach eigenen Angaben schon seit 2017 "so 

richtig", also seit immerhin rund 3 Jahren, wenngleich naheliegt, dass durch die 

Beziehung von C._____ und F._____ das Verhältnis der Beschwerdegegnerin 1 

nicht nur zu ersterer sondern auch zu letzterem etwas weniger eng geworden sein 

dürfte.  

Allein aufgrund des Umstandes, dass Erkundigungen nach der Herkunft der di-

versen Personenwagen anlässlich der gemeinsamen Fahrten nahegelegen hät-

ten, kann indes nicht auf das Wissen der Beschwerdegegnerin 1 um die delikti-

sche Herkunft der Fahrzeuge geschlossen werden. Ihre Erklärung, wonach sie 

sich ganz allgemein nicht für Autos interessiere und daher bei F._____, der sich 

generell sehr wortkarg gezeigt habe, nicht nachgefragt habe, woher er die Fahr-

zeuge habe, wirkt glaubhaft. Auch wenn sie sich Gedanken darüber gemacht ha-

be, ob sie ihm gehörten und woher er sie habe, tut es der Glaubhaftigkeit ihrer 

Ausführungen keinen Abbruch, dass sie offenbar keinen Anlass für nähere Er-

kundigungen sah. Dies gilt umso mehr, als es an objektiv erkennbaren Anzeichen 

für eine vorangegangene Entwendung der Fahrzeuge (wie etwa Aufbruchsspuren 

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oder einem Kurzschliessen der Zündung) fehlte, da F._____ jeweils über die 

Fahrzeugschlüssel verfügte. Ebenso erscheint plausibel, dass sie sich mit 

C._____ nicht über diese Thematik unterhielt, da sie davon ausgegangen war, 

diese wisse es auch nicht. Im Übrigen ist die Beschwerdegegnerin 1 in ihren Aus-

sagen konstant und ihre Darstellung ist in sich schlüssig. Widersprüche oder Un-

gereimtheiten sind in ihren Schilderungen nicht zu erkennen. Ihre Aussagen wei-

sen damit diverse Indizien auf, die für die Wahrheit ihrer Darstellung sprechen. 

F._____ führte anlässlich seiner Einvernahme aus, er habe gegenüber C._____ 

bezüglich eines von ihm entwendeten BMW 840 angegeben, er sei am Probefah-

ren mit dem Ziel, das Fahrzeug zu kaufen. Anscheinend habe sie das geglaubt, 

sie habe auch nie nachgefragt (Urk. 10/D1/6 S. 5). Bezüglich der weiteren von 

ihm entwendeten Fahrzeuge gab er zu Protokoll, sämtliche Mitfahrer (darunter 

auch die Beschwerdegegnerin 1) hätten nicht gewusst, dass es sich um ein ent-

wendetes Fahrzeug gehandelt habe (Urk. 10/D1/6 S. 5, 7, 12). Den Entschluss 

zur Entwendung der Fahrzeuge habe er jeweils alleine getroffen (Urk. 10/D1/6 

S. 4, 6, 13). Somit stützen F._____s Ausführungen die Schilderung der Be-

schwerdegegnerin 1, wonach sie (wie auch C._____) keine Kenntnis von der 

Entwendung der Fahrzeuge gehabt habe. 

C._____ machte geltend, keine Kenntnis von der finanziellen Situation von 

F._____ gehabt zu haben und davon ausgegangen zu sein, er sei selbständig er-

werbstätig und könne sich die Personenwagen leisten. Er habe ihr gesagt, dass 

er einen BMW 840 zur Probefahrt erhalten habe, er wolle sich das Auto kaufen 

(Urk. 10/D1/8 S. 4). Dies habe sie ihm geglaubt. Er habe ihr gesagt, er lebe in 

Bern und sei selbständig, was sie ihm geglaubt habe. Sie habe nicht gewusst, 

dass die Fahrzeuge gestohlen worden seien. Sie sei gutgläubig und habe nicht 

damit gerechnet, dass er diese gestohlen habe. Mit F._____ spreche sie viel über 

ihre Beziehung, Kinder usw., aber nicht über Autos und frage auch nicht nach, 

woher er diese habe (Urk. 10/D1/8 S. 4 f.). Die Frage, ob sie gewusst oder geahnt 

habe, dass der PW gestohlen war, als die Polizei gekommen war, verneinte sie. 

Sie habe gedacht, es sei wegen dem SOS-Knopf im Fahrzeuginnern, an dem sich 

F._____ gestossen habe. Erst im Anschluss an die gemeinsame Fahrt am 13. 

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Dezember 2019, als er vor der Polizei geflüchtet sei, habe er ihnen (ihr und der 

Beschwerdegegnerin 1) gesagt, dass er nicht ganz legal zum Personenwagen 

gekommen sei, und im Nachhinein, dass dieser gestohlen worden sei (Urk. 

10/D1/8 S. 6). In Anbetracht der erst sehr kurzen Dauer der Beziehung von 

C._____ mit F._____ erscheint es plausibel, dass diese nicht im Detail über des-

sen finanzielle Verhältnisse im Bild war. Dass sie davon absah, ihn mit kritischen 

Fragen zur Herkunft seiner Fahrzeuge zu konfrontieren, erscheint insofern nach-

vollziehbar, als F._____ offenbar überzeugend auftrat und ihr seine Erklärung, er 

habe die Fahrzeuge für eine Probefahrt erhalten, einleuchtend erschien. Zudem 

ist C._____s Schilderung, wonach sie gedacht habe, die Polizei sei aufgrund des 

SOS-Knopfes gekommen, an welchem sich F._____ gestossen habe, authen-

tisch. Schliesslich deutet auch ihre Aussage, wonach dieser sie und die Be-

schwerdegegnerin 1 erst nach der gemeinsamen Autofahrt am 13. Dezember 

2019, als er vor der Polizei geflüchtet sei, über die Entwendung des Personenwa-

gens aufgeklärt habe, darauf hin, dass sie bis dahin nichts davon gewusst hatte. 

Ihre Schilderung, wonach nicht einmal sie – als Partnerin von F._____ – von der 

Entwendung der Fahrzeuge gewusst habe, stützt die Darstellung der Beschwer-

degegnerin 1, welche davon ebenfalls keine Kenntnis gehabt haben will. 

Ähnlich wie C._____ schilderte der ebenfalls Beschuldigte G._____, F._____ ha-

be ihm gegenüber angegeben, er habe eine eigene Firma als Lüftungsmonteur 

und verfüge noch über ein weiteres Fahrzeug der Marke BMW. Er habe keine 

Zweifel betreffend die Herkunft des Fahrzeuges gehabt, zumal F._____ sehr seri-

ös gewirkt habe (Urk. 10/D1/8 S. 5). Auch G._____ sah demnach keinen Anlass 

dafür, F._____ mit kritischen Fragen zur Herkunft seiner Fahrzeuge zu konfrontie-

ren. Seine Aussagen, wonach F._____s Auftreten und dessen Schilderungen ihm 

überzeugend erschienen seien, stützen die Darstellung der Beschwerdegegnerin 

1, welche erklärte, ihr sei nicht verdächtig vorgekommen, dass F._____ sich wort-

karg gegeben habe betreffend die von ihm gefahrenen Fahrzeuge und ganz all-

gemein.  

3.5. Augenscheinlich hat demnach F._____ gegenüber C._____ und G._____ 

den Eindruck erweckt, er sei selbständig erwerbstätig und sie mit einer plausibel 

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wirkenden Erklärung glauben lassen, er sei berechtigt, die von ihm gefahrenen 

Fahrzeuge zu benutzen. Unter diesen Umständen und mangels entgegenstehen-

der objektiver Beweismittel lässt sich letztlich nicht ausschliessen, dass es ihm 

tatsächlich gelungen ist, die beiden mit seinen Schilderungen zu überzeugen und 

keine Zweifel an seiner Berechtigung zur Benutzung der Fahrzeuge aufkommen 

zu lassen. Auch die Beschwerdegegnerin 1 sah sich – nach eigenen Angaben 

mangels Interesse – offenbar ebenfalls nicht zu Fragen zur Herkunft der Fahrzeu-

ge veranlasst. Wenngleich bei der Würdigung der Aussagen der Beteiligten auf-

grund ihrer freundschaftlichen Verbindung untereinander eine gewisse Zurückhal-

tung geboten ist, so haben doch sowohl C._____ als auch G._____ übereinstim-

mend erklärt, von der deliktischen Herkunft der von F._____ gefahrenen Fahr-

zeuge keine Kenntnis gehabt zu haben, was sich mit den Aussagen von F._____ 

deckt und die Darstellung der Beschwerdegegnerin 1 stützt, wonach F._____ die-

sen Umstand offenbar nicht offenlegte. Anhand der Aussagen der Beteiligten lässt 

sich somit der Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten, das eine Anklage recht-

fertigt. 

3.6. Die Beschwerdeführerin verweist auf diverse (im Polizeirapport nicht er-

wähnte) Gegenstände, welche sie in ihrem Fahrzeug gefunden habe und welche 

darauf hindeuteten, dass dieses nicht wie ein geliehenes, sondern wie ein eige-

nes benutzt worden sei (Damensonnenbrille, Auto-Duft, Akkuladegerät fürs Han-

dy, Rauchspuren etc.). Bei diesen Gegenständen handelt es sich demnach nicht 

um persönliche Effekten der Beschwerdeführerin, sondern um von den Mitfahrern 

im Fahrzeug zurückgelassene Gegenstände.  

Wie dem Polizeirapport (Urk. 10/D2/1) zu entnehmen ist, gelang es der Be-

schwerdeführerin mittels App, ihr Fahrzeug zu orten, woraufhin die Polizei dieses 

abzufangen versuchte. Zwar gelang es den Insassen offenbar, sich zunächst 

durch Flucht einer Polizeikontrolle auf der Autobahn zu entziehen. Aufgrund der 

laufenden Ortung mittels App war der aktuelle Standort des Personenwagens für 

die Polizei indes stets ersichtlich, was den Druck auf die Fahrzeuginsassen er-

höhte, diesen möglichst rasch abzustellen und sich zu entfernen. F._____ gab 

denn auch zu Protokoll, er habe die Beschwerdegegnerin 1 und C._____ ausstei-

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gen lassen und ihnen gesagt, wo sie sich verstecken sollten. Dann habe er das 

Auto deponiert (Urk. 10/D1/6 S. 18). Auch C._____ gab an, F._____ habe sie und 

die Beschwerdegegnerin 1 irgendwo im Quartier aussteigen lassen (Urk. 10/D1/5 

S. 5 f.).  

Angesichts dieser Umstände bzw. des überstürzten Verlassens des Fahrzeugs 

durch die Insassen erstaunt es wenig, dass diesen offenbar nicht mehr die Zeit 

blieb, all ihre persönlichen Effekten mitzunehmen und die Rauchspuren zu besei-

tigen. Somit dürfte das Zurücklassen der Effekten klar auf die Flucht vor der Poli-

zei bzw. den damit einhergehenden Zeitdruck zurückzuführen sein. Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin kann aus dem Zurücklassen dieser Gegenstände 

im Fahrzeug nicht der Schluss gezogen werden, dass die Beteiligten dieses von 

Beginn weg (im Bewusstsein um dessen Entwendung) wie ein eigenes benutzten 

und sich deshalb auch nicht die Mühe machten, ihre persönlichen Effekten wieder 

mitzunehmen. Aufgrund des Gesagten kann das Zurücklassen der persönlichen 

Effekten nicht als Beleg dafür gewertet werden, dass die Beifahrer bereits bei An-

tritt der Fahrt von der Entwendung des Fahrzeuges Kenntnis gehabt hätten. Die 

Argumentation der Beschwerdeführerin vermag die Darstellung der Beschwerde-

gegnerin 1 somit nicht massgeblich zu erschüttern bzw. reicht auch insoweit nicht 

aus, um den Tatverdacht in einem Mass zu erhärten, welches eine Anklage recht-

fertigt. 

3.7. Im Ergebnis deuten sämtliche Beweismittel darauf hin, dass die Beschwer-

degegnerin 1 nicht wusste, dass die Fahrzeuge gestohlen waren, zumal es – wie 

die Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung zu Recht festhält – an (un-

trüglichen) objektiv erkennbaren Hinweisen auf die vorangegangene Entwendung 

des Fahrzeuges fehlte. Als solche wären etwa Aufbruchsspuren oder ein Kurz-

schliessen der Zündung zu werten. Darüber hinaus scheint die persönliche Be-

ziehung der Beschwerdegegnerin 1 zu F._____ nicht (mehr) derart eng zu sein, 

dass ohne Weiteres davon auszugehen wäre, sie wisse über dessen finanzielle 

Verhältnisse im Einzelnen Bescheid. Schliesslich verstärkte dieser nicht zuletzt 

dadurch, dass er jeweils über die Fahrzeugschlüssel verfügte, den Anschein, zur 

Benutzung der Fahrzeuge berechtigt zu sein.  

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3.8. Somit liegen keine objektiven Beweismittel vor, welche den Tatverdacht in 

einem Mass erhärten, dass Anklage zu erheben wäre. Zudem ist auch nicht er-

sichtlich, dass weitere Untersuchungshandlungen durch die Staatsanwaltschaft 

Hinweise zu Tage fördern könnten, welche das Wissen der Beschwerdegegnerin 

1 um die deliktische Herkunft der Fahrzeuge rechtsgenügend zu belegen ver-

möchten. 

3.9. Unter diesen Umständen lässt sich der angezeigte Sachverhalt nicht rechts-

genügend erstellen und mangels objektiver Beweismittel erscheint ein Freispruch 

in Bezug auf die der Beschwerdegegnerin 1 vorgeworfene Mitfahrt in einem ent-

wendeten Motorfahrzeug wahrscheinlicher als eine Verurteilung.  

3.10. Die Staatsanwaltschaft stellte die Strafuntersuchung somit zu Recht ein, 

weshalb sich die Beschwerde als unbegründet erweist und diese abzuweisen ist. 

IV. 

1. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens grundsätz-

lich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Umständehal-

ber rechtfertigt es sich vorliegend, ausnahmsweise auf eine Kostenauflage an die 

Beschwerdeführerin zu verzichten. 

2. Die Beschwerdeführerin hat mit ihren Ausführungen, sie sei aus finanziellen 

Gründen nicht in der Lage, die Prozesskaution zu bezahlen (Urk. 7), sinngemäss 

ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gestellt. Da ihr 

keine Kosten auferlegt werden, erweist sich das Gesuch als gegenstandslos. Da 

die Beschwerdeführerin unterliegt, ist sie für das Beschwerdeverfahren nicht zu 

entschädigen. 

3. Der Beschwerdegegnerin 1 ist mangels entschädigungsfähiger Umtriebe 

keine Entschädigung zuzusprechen. 

 

- 13 - 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter 

- 14 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
Zürich, 8. September 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Dr. iur. E. Welte 
 
 

	Verfügung und Beschluss vom 8. September 2020
	Erwägungen:
	I.

	1. Die Stadtpolizei Winterthur rapportierte am 29. Oktober 2019 und 17. Januar 2020 gegen B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) wegen mehrfacher Mitfahrt in einem entwendeten Motorfahrzeug – unter anderem im Mercedes der Beschwerdeführerin (Urk. ...
	2. Mit Verfügung vom 20. Februar 2020 wurde der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung einer Prozesskaution angesetzt (Urk. 5). Mit Schreiben vom 20. März 2020 (Urk. 7) teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdekammer noch innert laufender Frist mit,...
	3. Die Akten der Staatsanwaltschaft (Urk. 10) wurden beigezogen. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet. Stellungnahmen wurden aus diesem Grund nicht eingeholt (Art. 390 Abs. 2 StPO).
	4. Zufolge Abwesenheit einer Richterin ergeht dieser Beschluss teilweise nicht in der den Parteien angekündigten Besetzung (vgl. Urk. 5).
	II.

	1. Angefochten ist eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und § 49 GOG).
	2. Soweit sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin auf den der Mitbeschuldigten C._____ vorgeworfenen Benzindiebstahl zum Nachteil der D._____-Tankstelle beziehen, ist darauf nicht weiter einzugehen, wurde der Beschwerdegegnerin 1 doch gar keine Bet...
	3. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.
	III.

	1. Parteistandpunkte
	1.1 Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland stellte die Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegnerin 1 gestützt auf Art. 319 Abs. 1 StPO ein mit der Begründung, es lasse sich nicht widerlegen, dass diese keine Kenntnis davon gehabt habe, dass di...
	1.2 Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, sie könne sich nicht vorstellen, dass die Beschwerdegegnerin 1 (wie auch die ebenfalls Beschuldigte C._____) trotz wiederholter Ereignisse (Diebstähle) nichts mitbekommen habe (Urk. 2). In ihrer Eingabe vo...

	2. Rechtliches
	2.1 Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsa...
	2.2 Bei zweifelhafter Beweis- bzw. Rechtslage hat jedoch nicht die Untersuchungsbehörde über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das für die materielle Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz "in dubio pro r...
	2.3 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind die Beweise nicht umfassend zu würdigen und auch die Glaubwürdigkeit der einzelnen Beteiligten sowie die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen nicht abschliessend zu prüfen, sondern nur insofern, als es für die Fr...
	3. Würdigung
	3.1 Die Beschwerdegegnerin 1 führte anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 16. Januar 2020 (Urk. 10/D1/5) aus, F._____ sei ein Kollege von ihr. Sie kenne ihn aus dem Stadtpark und zwar schon seit längerem, so richtig aber seit 2017. Zu ihm und z...
	3.2 Die Frage nach dem Wissen der Beschwerdegegnerin 1 um die nicht legale Herkunft der von F._____ gefahrenen Personenwagen betrifft eine innere Tatsache. Mangels objektiver Beweismittel ist anhand ihrer Aussagen sowie derjenigen von F._____ und der ...
	3.3 Gemäss den übereinstimmenden Schilderungen von F._____ und der Beschwerdegegnerin 1 sind sie Bekannte bzw. stehen sie in einem kollegialen Verhältnis. Letztere erklärte, sie kenne F._____ schon länger und C._____ sei einmal ihre beste Kollegin gew...
	3.4 Die Beschwerdegegnerin 1 räumte ein, sich jeweils gefragt zu haben, ob die von F._____ gelenkten Fahrzeuge ihm gehörten. Mangels Interesse und da sie nicht so der "Automensch" sei, habe sie ihn aber nicht danach gefragt. F._____ rede allgemein seh...
	Allein aufgrund des Umstandes, dass Erkundigungen nach der Herkunft der diversen Personenwagen anlässlich der gemeinsamen Fahrten nahegelegen hätten, kann indes nicht auf das Wissen der Beschwerdegegnerin 1 um die deliktische Herkunft der Fahrzeuge ge...
	F._____ führte anlässlich seiner Einvernahme aus, er habe gegenüber C._____ bezüglich eines von ihm entwendeten BMW 840 angegeben, er sei am Probefahren mit dem Ziel, das Fahrzeug zu kaufen. Anscheinend habe sie das geglaubt, sie habe auch nie nachgef...
	C._____ machte geltend, keine Kenntnis von der finanziellen Situation von F._____ gehabt zu haben und davon ausgegangen zu sein, er sei selbständig erwerbstätig und könne sich die Personenwagen leisten. Er habe ihr gesagt, dass er einen BMW 840 zur Pr...
	Ähnlich wie C._____ schilderte der ebenfalls Beschuldigte G._____, F._____ habe ihm gegenüber angegeben, er habe eine eigene Firma als Lüftungsmonteur und verfüge noch über ein weiteres Fahrzeug der Marke BMW. Er habe keine Zweifel betreffend die Herk...
	3.5. Augenscheinlich hat demnach F._____ gegenüber C._____ und G._____ den Eindruck erweckt, er sei selbständig erwerbstätig und sie mit einer plausibel wirkenden Erklärung glauben lassen, er sei berechtigt, die von ihm gefahrenen Fahrzeuge zu benutze...
	3.6. Die Beschwerdeführerin verweist auf diverse (im Polizeirapport nicht erwähnte) Gegenstände, welche sie in ihrem Fahrzeug gefunden habe und welche darauf hindeuteten, dass dieses nicht wie ein geliehenes, sondern wie ein eigenes benutzt worden sei...
	Wie dem Polizeirapport (Urk. 10/D2/1) zu entnehmen ist, gelang es der Beschwerdeführerin mittels App, ihr Fahrzeug zu orten, woraufhin die Polizei dieses abzufangen versuchte. Zwar gelang es den Insassen offenbar, sich zunächst durch Flucht einer Poli...
	Angesichts dieser Umstände bzw. des überstürzten Verlassens des Fahrzeugs durch die Insassen erstaunt es wenig, dass diesen offenbar nicht mehr die Zeit blieb, all ihre persönlichen Effekten mitzunehmen und die Rauchspuren zu beseitigen. Somit dürfte ...
	3.7. Im Ergebnis deuten sämtliche Beweismittel darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin 1 nicht wusste, dass die Fahrzeuge gestohlen waren, zumal es – wie die Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung zu Recht festhält – an (untrüglichen) objekti...
	3.9. Unter diesen Umständen lässt sich der angezeigte Sachverhalt nicht rechtsgenügend erstellen und mangels objektiver Beweismittel erscheint ein Freispruch in Bezug auf die der Beschwerdegegnerin 1 vorgeworfene Mitfahrt in einem entwendeten Motorfah...
	IV.

	1. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens grundsätzlich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Umständehalber rechtfertigt es sich vorliegend, ausnahmsweise auf eine Kostenauflage an die Beschwerdeführerin zu ...
	2. Die Beschwerdeführerin hat mit ihren Ausführungen, sie sei aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, die Prozesskaution zu bezahlen (Urk. 7), sinngemäss ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gestellt. Da ihr keine Kosten aufe...
	3. Der Beschwerdegegnerin 1 ist mangels entschädigungsfähiger Umtriebe keine Entschädigung zuzusprechen.
	Es wird verfügt:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Beschluss.
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2020/10002050 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2020/10002050, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 10; gegen Empfangsbestätigung)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...