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**Case Identifier:** 42f760ba-96be-53bd-87f3-ace29f328ad4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2018 720 17 131 / 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-131---12_2018-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Januar 2018 (720 17 131 / 12) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung der medizinischen Unterlagen 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Saif Al-Rubai, Advokat, 
Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Der 1972 geborene A.____ arbeitete in der Zeit von Juli 2009 bis Juli 2010 als Sys-
temmanagementspezialist bei der B.____. Am 6. Oktober 2010 meldete er sich unter Hinweis 
auf eine Prostatitis und ein Burnout erstmals bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an. Nachdem diese den erwerblichen und den gesundheitlichen Sachverhalt 
abgeklärt hatte, lehnte sie das Leistungsgesuch von A.____ am 24. Februar 2011 ab. Der Ver-
sicherte bezog in der Folge Arbeitslosentaggelder und war ab 1. Juni 2012 als Selbständiger-
werbender tätig. 
 

 
 
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A.2 Am 24. Juni 2014 meldete sich A.____ unter Hinweis auf ein Burnout und Angstzu-
stände erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an. Diese bewilligte dem Versicherten am 
26. November 2014 ein Arbeitstraining bei der Firma C.____ für die Zeit vom 24. November 
2014 bis 31. Mai 2015 bzw. bis zum 31. Dezember 2015. Nachdem die berufliche Massnahme 
erfolglos abgeschlossen worden war, wurde die Rentenfrage geprüft. Dabei holte die IV-Stelle 
bei Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten ein, welches am 
28. Juni 2016 erstattet wurde. Gestützt auf dessen Untersuchungsergebnisse lehnte die IV-
Stelle - nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens - einen Rentenanspruch des Versicher-
ten mit Verfügung vom 20. März 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 24 % ab.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dieter Gysin, substituiert durch Advo-
kat Saif Al-Rubai, am 27. April 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien 
ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 
Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles un-
ter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die un-
entgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Al-Rubai als 
Rechtsvertreter. Zur Begründung liess er im Wesentlichen verlauten, die Abklärungsergebnisse 
der Beschwerdegegnerin seien unzureichend. Es könne insbesondere nicht auf den Bericht von 
Dr. D.____, welcher eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiere, abgestellt werden. Weiter monierte 
er in Bezug auf die Berechnung des Invaliditätsgrads, es sei vom Invalideneinkommen ein lei-
densbedingter Abzug von 25 % zu gewähren.  
 
C. Mit Verfügung vom 8. Mai 2017 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung 
mit Advokat Al-Rubai bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Der Beschwerdeführer liess durch seinen Rechtsvertreter am 10. August 2017 einen 
Bericht der Klinik E.____ vom 7. August 2017 einreichen, demgemäss bei ihm ein Asperger-
Syndrom vorläge.  
 
F. Am 12. September 2017 nahm die IV-Stelle dazu Stellung und hielt an ihrem Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde fest. Unter Berücksichtigung der Ausführungen von Dr. med. 
F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), 
vom 25. August 2017 führte sie im Wesentlichen aus, dass es sich beim Bericht der Klinik 
E.____ vom 7. August 2017 nicht um eine medizinische, sondern um eine testpsychologische 
Beurteilung handle, auf welche nicht abgestellt werden könne. 
 
G. In seiner Eingabe vom 13. Oktober 2017 widersprach der Beschwerdeführer den Aus-
führungen von Dr. F.____. Am 24. Oktober 2017 reichte er einen weiteren Bericht der Klinik 

 
 
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E.____ vom 13. Oktober 2017 ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 
24. Oktober 2017 auf weitere Stellungnahmen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 27. April 2017 ist einzutreten. 
 
2. Vorliegend ist strittig und zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine Rente zu Recht verneinte.  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 Bundesgesetzes über die Invali-
denversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Die Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf 
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000, Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.  
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 
%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen 
Methode (BGE 128 V 29). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall 
das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-

 
 
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heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen 
ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weite-
ren Hinweisen). 
 
5.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] 
vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten 

 
 
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stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in de-
nen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und 
nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rah-
men der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers liegen zahlreiche 
medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sol-
len indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich 
für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer befand sich vom 3. April 2014 bis 28. Mai 2014 stationär in der 
Klinik G.____. In deren Bericht vom 11. Juni 2014 wurde als Hauptdiagnose eine somatoforme 
autonome Funktionsstörung des Urogenitalsystems (ICD-10 F45.34) genannt. Weiter bestün-
den eine Panikstörung, eine Belastung durch Arbeitslosigkeit, ein Beratungsersuchen in Bezug 
auf das Sexualleben, ein Status nach extrakorporaler Stosswellenlithotripsie (ESWL) wegen 
einer Urolithiasis (Harnsteine) im Dezember 2012 und ein intermittierendes Lumbovertebralsyn-
drom. Der Beschwerdeführer sei bis 2 Wochen nach Beendigung des Klinikaufenthaltes zu 
100 % arbeitsunfähig.  
 
6.3 Der behandelnde Psychiater Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte am 26. August 2014 eine somatoforme autonome Funktionsstörung des Uroge-
nitalsystems (ICD-10 F45.34), eine Panikstörung (episodische paroxysmale Angst; ICD-10 
F41.0), eine Belastung durch Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56.0), ein Beratungsersuchen in Bezug 
auf das Sexualleben (ICD-10 Z70) und ein intermittierendes Lumbovertebralsyndrom. Der Ver-
sicherte sei weiterhin stark verunsichert und werde von Ängsten geplagt. Er leide phasenweise 
unter Panik und multiplen Schmerzen am ganzen Körper, besonders im Urogenitalbereich. Zu-
dem sei der Antrieb vermindert und es bestünden oft depressive Einbrüche mit Niedergeschla-
genheit, Traurigkeit und Verzweiflung. Die Prognose sei jedoch günstig und es sollte eine Chro-
nifizierung des Leidens vermieden werden. Deshalb sei eine Unterstützung zur beruflichen 
Wiedereingliederung wichtig. Der Versicherte sei weiterhin 100 % arbeitsunfähig.  
 
6.4 Der Beschwerdeführer befand sich vom 24. November 2014 bis 31. Dezember 2015 in 
einem Arbeitstraining bei der C.____. Im Abschlussbericht vom 12. Januar 2016 wurde festge-
stellt, dass er bei Anwesenheit die Zielvorgaben immer zu 100 % erreicht habe. Über die ge-
samte Eingliederungszeit habe die durchschnittliche Präsenzzeit knapp 40 % betragen, obwohl 
er alles versucht habe, um sich gesundheitlich zu stabilisieren. Er habe deshalb aus behinde-
rungsbedingten Gründen das Ziel mit dem Stundenaufbau oder der Stabilisierung nicht errei-
chen können. Mit dem ungenügenden Resultat und mit der aktuell 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
könne sich der Versicherte nicht bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug anmel-
den. 
 
6.5 Dr. H.____ berichtete am 18. Februar 2016, dass der Beschwerdeführer an einer re-
zidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1), einer Panikstö-

 
 
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rung (episodische paroxysmale Angst, ICD-10 F41.0), einer autonomen Funktionsstörung des 
Urogenitalsystems (ICD-10 F45.34) und einem intermittierenden Lumbovertebralsyndrom leide. 
Der Gesundheitszustand habe sich seit der erstmaligen Berichterstattung im August 2014 ver-
schlechtert und die Depression sowie die Angstzustände hätten an Intensität zugenommen. Der 
Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht in einer IT-Tätigkeit zu 80 % in der Arbeitsfä-
higkeit eingeschränkt.  
 
6.6 Die IV-Stelle holte bei Dr. D.____ ein Gutachten ein, welches am 28. Juni 2016 erstat-
tet wurde. Der Gutachter diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine episodisch 
paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0). Zudem leide der Beschwerdeführer an einer somatoformen 
und funktionellen Störung mit Druck auf die Harnblase und mit Durchfällen; dieses Leiden habe 
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es könne aber von einer Wechselwirkung zwischen der 
somatoformen und funktionellen Systematik einerseits und einem erhöhten Angstpegel, akzen-
tuiert in Panikattacken, ausgegangen werden. Die Störung führe dazu, dass sich der Versicher-
te meist zuhause aufhalte. Sie beeinflusse die berufliche Tätigkeit, aber auch die Spontanaktivi-
täten des Beschwerdeführers sowie seine Rolle als Ehemann und Vater. Entgegen den Ausfüh-
rungen von Dr. H.____ vom 18. Februar 2016 könne keine rezidivierende depressive Störung 
bestätigt werden. Es läge aber keine bewusste Aggravation der Symptomatik vor. Allerdings 
werde die subjektive Befindlichkeit, wie sie sich im Beck Depressions-Inventar (BDI) zeige, er-
heblich stärker wahrgenommen, als sie objektiv beobachtbar sei. Dr. D.____ empfahl keine 
Eingliederungsmassnahmen, nachdem ein entsprechender Versuch gescheitert sei. Betreffend 
die Arbeitsfähigkeit des Versicherten als IT-Spezialist führte er aus, dass unter mindestens 6-
monatiger Serum-kontrollierter hochdosierter Behandlung mit einem modernen potenten Anti-
depressivum/Anxiolytikum eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 % erwartet werden könne. 
In einer angepassten Tätigkeit, welche die intellektuellen Möglichkeiten des Beschwerdeführers 
ausser Acht lasse, wäre mit einer Demotivierung und einer geringeren Arbeitsfähigkeit zu rech-
nen. Hingegen könnte mit einer Home-Office-Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von circa 80 % als 
IT-Spezialist erreicht werden.  
 
6.7 Am 3. August 2016 führte Dr. F.____ zum Gutachten von Dr. D.____ zusammenfas-
send aus, dass dieses auf einem umfassenden Aktenstudium und einer persönlichen fachärztli-
chen Untersuchung beruhe. Die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeit würden plausibel begründet 
und es sei ebenfalls zu den Einschätzungen der anderen Ärzte Stellung genommen worden. Er 
empfehle, den Entscheid auf das Gutachten von Dr. D.____ abzustellen.  
 
6.8 Dr. H.____ teilte am 23. Oktober 2016 mit, dass sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers nach Beendigung des Arbeitsversuches Ende Dezember 2015 eher ver-
schlechtert habe und er nicht mehr arbeitsfähig sei. Die ambulante Behandlung scheine nicht 
mehr auszureichen. Beim Versicherten liege eine multifaktorielle Erkrankung vor. Die Medikati-
on sei nur eine Ebene der Behandlung. Der Versicherte benötige nebst Psychotherapie andere 
therapeutische Ansätze, welche derzeit nur ein Klinikaufenthalt oder eine Tagesklinik bieten 
könne, weshalb ein erneuter Aufenthalt in der Klinik G.____ geplant sei.  
 
6.9 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens teilte die Klinik I.____ in ihrem Bericht vom 
19. Juli 2017 mit, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 14. Februar 2017 während fünf Ta-

 
 
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gen pro Woche in ihrer tagesklinischen Behandlung befinde. Diese bestehe aus ineinandergrei-
fenden Therapiemodulen, die vorwiegend in der Form von verschiedenen Gruppentherapien 
angeboten und durch Einzelgespräche ergänzt würden. Zu Beginn der Behandlung sei - auf-
grund der Vorbefunde - von einem neurotischen Geschehen ausgegangen worden. Dies sei im 
weiteren Verlauf hinterfragt und es sei nunmehr eine spezialisierte psychodiagnostische Asper-
ger-Abklärung in der Spezialsprechstunde der Klinik E.____ eingeleitet worden.  
 
6.10 Am 10. August 2017 reichte der Beschwerdeführer den Bericht der Klinik E.____ vom 
7. August 2017 ein. Der Psychologe Dr. phil. J.____ führte aus, dass die Untersuchungsergeb-
nisse im Hinblick auf die Fragestellung eines Asperger-Syndroms als konsistent in diese Rich-
tung weisend zu interpretieren seien. Dies betreffe sowohl die anamnestisch erhobenen Daten 
als auch die psychometrischen Testbefunde. Der Versicherte habe bei der Testung des Empa-
thie-Quotienten 18 Punkte erreicht, wobei bei Werten unter 30 Punkten die Bedingungen für 
eine Autismus-Spektrum-Störung erfüllt seien. Bei der Prüfung des Autismus-Spektrum-
Quotienten sei mit einem Wert von 39 Punkten die Bedingung für das Asperger-Syndrom erzielt 
worden. Im Rahmen des Asperger-Syndrom Diagnostik-Interviews seien die Bereiche der 
wechselseitigen sozialen Interaktion, der spezifischen Interessensmuster, der Routinen und 
Rituale, der Sprech- und Sprachauffälligkeiten, der nonverbalen Kommunikationsprobleme und 
der motorischen Ungeschicklichkeit auffällig gewesen. Schliesslich habe der Versicherte auch 
beim strukturierten klinischen Interview die Kriterien einer zwanghaften Persönlichkeit realisiert. 
Die Symptomatik lasse sich retrospektiv insbesondere anhand von anamnestischen und 
Selbstbeurteilungsangaben bis in die Kindheit zurück feststellen. Die Angaben des Vaters wür-
den allerdings kaum eine Symptomatik widerspiegeln. Bei der Auswertung der Selbstbeurtei-
lungsskala zur Erfassung der Empathie im Erwachsenenalter würden die Bedingungen für eine 
Autismus-Spektrum-Störung erfüllt. Ebenso sei im Selbstbeurteilungsbogen zur Erfassung au-
tistischer Züge der kritische Wert überschritten. Insgesamt könne anhand der erhobenen Infor-
mationen und Daten sowie des klinischen Bildes die Diagnose eines Asperger-Syndroms nach 
ICD-10 F84.5 gestellt werden.  
 
6.11 Zum Bericht der Klinik E.____ äusserte sich RAD-Arzt Dr. F.____ am 25. August 2017 
dahingehend, dass der Befundbericht Asperger durch einen Psychologen erstellt worden sei. 
Es fehle somit eine ärztliche Stellungnahme zur Frage des Krankheitswerts. Der Bericht beruhe 
zudem auf einer Vielzahl von Selbstbeurteilungsangaben, welchen im Rahmen eines medizini-
schen Abklärungsprozesses eine geringere Bedeutung zukomme als objektiv beobachtbaren 
Befunden, welche auf eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung, weisen würden. Selbstbeurtei-
lungsbögen könnten deshalb im IV-Abklärungsverfahren nicht als massgeblich für die Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit gelten. Beim Asperger-Syndrom liege zudem eine seit Kindheit vor-
handene schwere autistische Störung vor, was aber im Bericht nicht plausibel dargelegt werde. 
Bei tatsächlichem Vorliegen eines Asperger-Syndroms hätte die Anamnese nicht ohne weiteres 
erhoben werden können, da schwere Autisten bereits nach kurzer Zeit das Interesse an ihrem 
Gesprächspartner verlieren würden. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer über Jahre 
hinweg ein gutes Einkommen habe erzielen können, spreche gegen eine Erkrankung der sozia-
len Interaktionsfähigkeit mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Diese Diagnose sei daher nicht 
überzeugend.  
 

 
 
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7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. März 
2017 bei der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverhalts auf das Gutachten 
von Dr. D.____ vom 28. Juni 2016 und die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. F.____ vom 
3. August 2016 und 25. August 2017. Sie ging deshalb davon aus, dass der Versicherte an ei-
ner episodisch paroxysmalen Angst (ICD-10 F41.0) leide und in einer angepassten Home-
Office-Tätigkeit circa 80 % als IT-Spezialist arbeitsfähig sei.  
 
7.2.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier vor. Zunächst ergeben sich Zweifel an der 
Schlüssigkeit der Ausführungen von Dr. D.____ mit Blick darauf, dass dieser weder von der 
Therapie in der Tagesklinik noch von der Asperger-Abklärung Kenntnis hatte. Seine medizini-
sche Beurteilung war deshalb im Zeitpunkt der Verfügungserlasses nicht mehr auf dem neues-
ten Stand. Dabei ist zwar festzuhalten, dass es keine allgemeingültige Regel gibt, wann eine 
Expertise nicht mehr aktuell ist, da es sich gemäss Bundesgericht angesichts der Besonderhei-
ten jedes einzelnen Falles nicht generell sagen lässt, welche konkreten Abklärungsmassnah-
men in gesundheitlicher Hinsicht für eine rechtsgenügliche Sachverhaltsermittlung geboten sind 
(Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2009, 9C_575/2009, E. 3.1 und 3.2.2.2). Klar er-
scheint jedoch, dass bei Hinweisen auf eine Veränderung des Gesundheitszustands nicht un-
besehen auf eine ansonsten beweistaugliche Grundlage abgestellt werden kann. In einem sol-
chen Fall ist von der Verwaltung vor Erlass der Verfügung genau abzuklären, ob sich eine me-
dizinische Sachverhaltsveränderung eingestellt hat, die zu einem Verlaufsgutachten oder aber 
zumindest zu einer Rückfrage verpflichtet. Dass Anhaltspunkte für einen verschlechterten Ge-
sundheitszustand vorlagen, ergibt sich vorliegend aus den Akten. So teilte der behandelnde 
Psychiater Dr. H.____ bereits am 23. Oktober 2016 mit, dass sich der Gesundheitszustand des 
Versicherten seit Abschluss der Eingliederungsmassnahmen verschlechtert habe und eine sta-
tionäre Behandlung geplant sei. Gemäss Angaben der Klinik I.____ vom 19. Juli 2017 befand 
sich der Beschwerdeführer denn auch bereits ab dem 14. Februar 2017 in der tagesklinischen 
Behandlung, während welcher die Asperger-Abklärung in die Wege geleitet wurde. Bereits vor 
Erlass der angefochtenen Verfügung am 20. März 2017 bestanden somit sowohl Hinweise auf 
einen verschlechterten Gesundheitszustandes als auch auf eine Asperger-Symptomatik, welche 
zu einer Rückfrage beim Gutachter verpflichtet hätten. Nachdem dies unterblieben ist, ist das 
Gutachten von Dr. D.____ vom 28. Juni 2016 unvollständig und kann schon deshalb keine ge-
nügende Beurteilungsgrundlage darstellen. Weiter überzeugt auch die Zumutbarkeitsbeurtei-
lung von Dr. D.____ nicht. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine 80%ige Restarbeitsfähig-
keit in einer Home-Office Tätigkeit. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Bezug auf die Frage 
der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit selbst bei einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im 
Sinne von Art. 16 Abs. 1 ATSG unrealistische Einsatzmöglichkeiten ausser Acht gelassen wer-
den müssen (SVR 2011 2011 IV Nr. 6, 9C_1035/2009, E. 4.2.3). Im Zusammenhang mit der 
von Dr. D.____ angeführten Home-Office Tätigkeit des Beschwerdeführers ist davon auszuge-
hen, dass diese Form der Arbeitsleistung in der Schweiz (noch) praktisch nicht angeboten wird, 
weshalb sie den gesetzlichen Vorgaben von Art. 16 Abs. 1 ATSG nicht entspricht. Unter diesen 

 
 
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Umständen kann die der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte 80%ige Arbeitsfähigkeit 
nicht berücksichtigt werden. Das Gutachten von Dr. D.____ erweist sich demnach auch diesbe-
züglich als ungenügend, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.  
 
7.2.2 Auch den Ausführungen von Dr. F.____ vom 3. August 2016 und vom 25. August 2017 
kann nicht gefolgt werden. Zwar ist mit ihm zunächst einig zu gehen, dass die tagesklinische 
Therapie noch kein Indiz für eine vollständige Arbeitsunfähigkeit darstellt. Hingegen vermag 
seine Ansicht zur Asperger-Diagnose nicht zu überzeugen. Soweit er den Bericht von 
Dr. J.____ vom 7. August 2017 sinngemäss als nicht beweistauglich bezeichnet, weil dieser 
nicht Spezialarzt der Psychiatrie sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Es trifft zu, dass Dr. J.____ 
den Beschwerdeführer als Psychologe untersucht hat. Es ist aber nicht aussergewöhnlich, dass 
Psychologen oder Psychologinnen im Rahmen einer medizinischen Abklärung Untersuchungen 
durchführen und Berichte erstellen. Dr. J.____ untersuchte den Beschwerdeführer im Auftrag 
der Klinik I.____, welche sich Klarheit über das Vorhandensein einer autistischen Störung ver-
schaffen wollte und welche anscheinend selbst nicht über eine entsprechende Möglichkeit zur 
Abklärung eines allfälligen Asperger-Syndroms verfügt. Dr. F.____ wendet hauptsächlich ein, 
dass die Ergebnisse von Dr. J.____ in erster Linie auf Selbstbeurteilungsangaben des Be-
schwerdeführers beruhen würden und deshalb nicht aussagekräftig seien. Dass Dr. J.____ die 
Asperger-Abklärung nicht arte legis vorgenommen hätte, wird auch von Dr. F.____ vom 
25. August 2017 zu Recht nicht geltend gemacht. Es ist demnach davon auszugehen, dass die 
durchgeführten Tests der gängigen Abklärungsmethode bei einer Asperger-Befunderhebung 
entsprechen, weshalb den resultierenden Ergebnissen nicht telquel die Beweiskraft abgespro-
chen werden kann. Entgegen der Auffassung von Dr. F.____ hat Dr. J.____ als Psychologe zu 
Recht zur Auswirkung der Asperger-Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit keine Stellungnahme 
abgegeben, obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden 
ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache doch einem Arzt oder einer Ärz-
tin (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Dr. F.____ lässt 
weiter ausser Acht, dass in zahlreichen psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärun-
gen Testverfahren durchgeführt und die daraus gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt wer-
den. Auch der Einwand von Dr. F.____, wonach die berufliche Laufbahn des Versicherten ge-
gen die Annahme einer Asperger-Diagnose spreche, überzeugt nicht, da gerade der Asperger-
Autismus in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten kann. Unter diesen Umständen beste-
hen Zweifel an der Beurteilung von Dr. F.____. Diese werden zudem dadurch verstärkt, dass 
der RAD-Arzt selbst als Differentialdiagnose nunmehr gewisse zwanghaft oder gar schizoide 
Persönlichkeitszüge nennt, ohne sich dazu nachvollziehbar zu äussern. Da bereits bei geringen 
Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E.5.3 hiervor und die dortigen Hinwei-
se auf die Rechtsprechung), ist die angefochtene Verfügung vom 20. März 2017 aufzuheben 
und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 
 
7.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte 
nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die Be-
schwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn 
sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutacht-
lich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen 

 
 
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Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin vor-
liegend den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt und es nicht die Aufgabe des 
kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht 
einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin auch unter Berücksichtigung der zitierten 
Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird den Gesundheits-
zustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch eine versicherungsexterne psychiatri-
sche Begutachtung, welche auch eine umfassende Abklärung eines möglichen Asperger-
Syndroms miteinschliesst, abzuklären haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergän-
zungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu 
zu befinden haben. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägun-
gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hin-
sicht die beschwerdeführende Partei als obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu be-
achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht inte-
ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, 
dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 30. November 2017 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 16.58 Stunden ausgewiesen und ein Honorar von insgesamt Fr. 3'685.20 (inkl. 
Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) geltend gemacht, was nicht zu beanstanden ist. Dem Be-
schwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'685.20 (inkl. Ausla-
gen zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 
1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifüh-

 
 
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ren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisver-
fahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Ak-
tenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
9.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 20. März 2017 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen 
wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'685.20 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.