# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d81c2d7b-5a2b-5d4d-bfe9-37dcbcd05e44
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** ; Rückweisung.Ungenügende Abklärungen des medizinischen Sachverhaltes
**Docket/Reference:** IV.2023.00537
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2023.00537.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2023.00537
V. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Philipp, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Curiger
Sozialversicherungsrichter Kübler
Gerichtsschreiberin Schilling
Urteil
vom
5. Februar 2025
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kaspar Gehring
KSPartner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1965 geborene
X.___
meldete sich am
5. Oktober 2018
(Eingangsda
tum) unter Hinweis auf
körperliche und psychische gesundheitliche Beeinträchti
gungen
erstmals bei der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7
/
4
).
Nach Durchführung von be
ruflich-erwerbli
che
n
sowie medizi
nische
n
Abklärungen
, der Auferlegung einer Schadenminde
rungspflicht am 1
5
.
Mai 202
0
(
stationäre Behandlung [
Urk.
7/59
]
),
der Einholung eines psychiatrischen Gutachtens
(Gutachten von
PD
Dr. med.
Y.___
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
17
. Dezember 20
20
[
Urk.
7
/
73
]
)
sowie der
neuerlichen
Auferlegung einer Schadenminderungspflicht (8. November 2021,
Urk.
7/77)
,
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 12. Januar 2022 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/80). Nachdem die Versicherte hiegegen am 31. Januar 2022 Einwand erhoben
hatte
(
Urk.
7/
81, mit ergänzender Begründung vom 1. März 2022 [
Urk.
7/85]
)
,
erliess die IV-Stelle
am 3. Mai 2022
einen neuen Vorbescheid
(
Urk.
7/90)
,
mit welchem sie ankündigte, dass die Versicherte ab April 2019 Anspruch auf eine
unbefristete
Viertelsrente habe.
Gleichzeitig
auferlegte
sie
wiederum
eine
Schadenminde
rungspflicht (stationäre Behandlung
[
Urk.
7/88
]
).
Nach einem neuerlichen Einwand vom
1. Juni 2022
, mit welchem unter anderem Eingliederungsmassnah
men beantragt wurden (
Urk.
7/98),
erliess die IV-Stelle
nach Durchführung von Eingliederungsgesprächen
und weiteren Abklärungen
am 13. Februar 2023
einen neuen Vorbescheid
(Urk. 7/138)
, mit welchem sie
die Zusprache
eine
r
befristete
n
Viertelsrente von April 2019 bis Januar 2023
in Aussicht stellte
. Auch hiergegen erhob die Versicherte am 15. März 2023 Einwand (
Urk.
7/141, 7/142). Mit Verfü
gung vom 21. September 2023 entschied die IV-Stelle
im angekündigten Sinn
(
Urk.
2 =
Urk.
7/152,
7/
157
)
.
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
17. Oktober
2023 Beschwerde beim
hiesigen
Sozialversicherungsgericht und beantragte, die
angefochtene
Verfügung sei
insoweit
aufzuheben
, als ihr eine nur befristete Rente von lediglich 44 % zugesprochen worden sei, und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, nach rechtkonformen Abklärungen eine höhere, unbefristete Rente zuzusprechen. Zudem sei die
Beschwerde
gegnerin zu verpflichten,
Eingliederungsmassnahmen durchzuführen
(
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwer
deantwort vom
9. Januar 2024 stellte
die Beschwerdegegnerin
im Sinne einer reformatio in peius den Antrag, dass fest
zustellen sei, dass nie ein Rentenanspruch entstanden sei
(
Urk.
6
)
.
Mit Verfügung vom 11. Januar 2024 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Urk. 8).
Am 26. April 2024 reichte die
Beschwerdeführerin
ihre Replik ein (
Urk.
12) und
am 11. Juni 2024 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf eine Duplik verzichte (
Urk.
14), was der
Beschwerdeführerin
am 18. Juni 2024 angezeigt wurde (
Urk.
15).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz. 1008
des Kreisschreibens
zu den Übergangs
be
stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems
, K
S ÜB WE IV
, gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
1.4.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit
ist jedoch nicht ohne W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere
sistenz auszuschliessen sei (E.
5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö
gen
einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).
Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen
zen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vor
liegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). D
ie Anerkennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach
weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis
losigkeit zu trage
n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE
144 V 50 E. 4.3).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht
[
GSVGer
]).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ
expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen mög
lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge
klärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterli
chen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210
E. 4.4.1.4 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog, dass
die
Beschwerdeführerin
gemäss dem Gut
achten von PD Dr.
Y.___
nach
Ablauf der gesetzlichen Wartefrist im April 2019
zu
44 %
arbeitsunfähig gewesen sei
.
Im Bericht von
med. pract.
Z.___
vom
5. Oktober 2022
würden
die beschriebenen Befunde eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
zeigen
. Die im Bericht aufgeführte Arbeitsunfähigkeit könne
allerdings
nicht nachvollzogen werden. Laut
dem Regionalen Ärztlichen Dienst (
RAD
)
sei
vielmehr
eine
Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 %
anzuneh
men
. Per Februar 2023 sei deshalb nicht mehr von einem rentenrelevanten IV-Grad auszugehen. Da bei der
Beschwerdeführerin
seit jeher eine 60%ige Restar
beitsfähigkeit bestanden habe, sei ihr aus medizinischer
Sicht auch eine selbstän
dige Stellensuche zumutbar. Die IV sei unter diesen Voraussetzungen nicht von Gesetzes wegen verpflichtet, Eingliederungsmassnahmen zu prüfen
(
Urk.
2).
2.2
Die
Beschwerdeführerin
brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass
auf die Beurteilungen des RAD nicht abgestellt werden könne, da diese nicht nachvoll
ziehbar seien und
im Widerspruch zum
Gutachten sowie den Berichten der behandelnden Ärzte
stehen würden
. Zudem seien die Voraussetzungen für eine Schadenminderungspflicht im Sinne von Art.
43 Abs.
3 ATSG nie erfüllt gewe
sen.
Die
Beschwerdeführerin
habe
sodann
Anspruch auf Eingliederungsmassnah
men
.
Und s
chliesslich habe es die Beschwerdegegnerin unterlassen, einen
Ein
kommensvergleich
vorzunehmen
(
Urk.
1).
3.
3.1
PD
Dr.
Y.___
stellte in seinem Gutachten vom
17. Dezember 2020
(Urk. 7/
73
)
fol
gende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/
73
/26):
-
Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradig ohne soma
tische
s
Syndrom (ICD-10 F33.10)
Er führte aus,
dass sich in der gutachterlichen
Untersuchung eine dauerhafte leicht- bis mittelgradig abgesenkte Stimmung, eine leichte Reduktion der Interes
sen und eine leicht- bis mittelgradige Reduktion der Freude an vorher positiven Aktivitäten
hätten
feststellen l
a
ssen. Darüber hinaus habe sich ein mittelgradig ausgeprägter Antriebsverlust gezeigt. Die Ermüdbarkeit sei in der gutachterlichen Untersuchung über die Untersuchungszeit hinweg nicht wesentlich erhöht gewe
sen. Sie sei jedoch von der
Beschwerdeführerin
als zumindest leichtgradig erhöht für den Alltag berichtet worden. Auffälligkeiten in den genannten Bereichen hät
ten sich bereits seit mehreren Jahren finden lassen. Hinweise für manisch
e
oder hypomane Episoden in der Vergangenheit
hätten
sich nicht aufzeigen
lassen
. Auch fänden sich keine Hinweise in den Akten, in der gutachterlichen Untersu
chung und in der durchgeführten Drogenurinuntersuchung, dass die Zustände eventuell substanzinduziert sein könnten. Somit seien die Eingangskriterien des ICD-10 für eine depressive Episode zum Begutachtungszeitpunkt als erfüllt zu betrachten. Zusätzlich zu den Eingangskriterien zeigten sich ein reduziertes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, wiederkehrende passive Todesgedanken und ausgeprägte Schlafstörungen. Auch seien Schuldgefühle feststellbar. Denk- oder Konzentrationseinschränkungen
hätten
sich dagegen in der gutachterlichen Untersuchung nicht objektivieren
lassen
. Mit der gutachterlichen Beobachtung einer nicht wesentlich eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit übereinstim
mend habe die
Beschwerdeführerin
berichtet, gut Romane lesen zu können. Auch seien in der Untersuchung keine psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung feststellbar gewesen. Ein Appetitverlust sei für jetzt sowie für die Vergangenheit verneint worden. Unter Einbezug dieser feststellbaren depressiven Symptome im Sinne der Forschungskriterien des ICD-10 und ihrem jeweiligen Ausprägungsgrad könne in Übereinstimmung
m
it dem Ergebnis des durchgeführten MADRS-Tests knapp eine mittelgradige depressive Episode an der Grenze zur leichten Episode objektiviert werden. Ein zusätzliches somatisches Syndrom könne aus gutachter
licher Sicht nicht festgestellt werden, da kein erheblicher Interessensverlust, keine
Unfähigkeit, emotional auf Ereignisse und Aktivitäten zu reagieren, kein Mor
gentief, keine psychomotorische
H
emmung oder Agitiertheit, kein Appetitverlust und kein Gewichtsverlust vorliegen würden.
Der behandelnde Psychiater habe in seinen vorliegenden Berichten aus den Jahren 2019 und 2020 jeweils eine rezidivierende depressive Störung gegenwär
tig schwerer Ausprägung diagnostiziert. Es fehl
e
jedoch eine entsprechende Symptombeschreibung in den Berichten. Zum Begutachtungszeitpunkt lasse sich eine schwere Ausprägung eindeutig nicht objektivieren. Bereits aufgrund des von der
Beschwerdeführerin
als aktuell beschriebenen Aktivitätsniveaus (weitgehend selbständige Führung des Haushalts, regelmässige Bewältigung des weiten Weges zwischen Wohnort und Psychiater, weitgehend erhaltene soziale Kontakte) sei eine schwere depressive Episode äusserst unwahrscheinlich. Zudem habe die
Beschwerdeführerin
berichtet, dass sie in der Woche vor der Begutachtung eigentlich selbständig nach Bulgarien zur Zahnbehandlung habe fahren wollen, dann aber wegen grippalen Symptomen nicht habe gehen können. Auch eine solche Reise wäre mit einer schweren depressiven Episode kaum zu bewältigen. Ebenfalls spreche gegen eine aktuell schwere Ausprägung der Depression die Schilderung der
Beschwerdeführerin
, dass sie sich sehr wohl konzentrieren könne, um Romane zu lesen, und dass sie Freude am Zusammensein mit ihrer Katze sowie an sozialen Kontakten mit den Nachbarn oder ihrem Enkelkind habe. Für eine schwere Episode wären auch hier erhebliche Einschränkungen zu erwarten.
Weiter stellte PD
Dr.
Y.___
fest, dass sich bei der
Beschwerdeführerin
über die Lebensspanne betrachte
t
aus psychiatrischer Sicht
auch
keine Hinweise für eine klinisch relevante Persönlichkeitsstörung
oder Persönlichkeitsakzentuierung
im Sinne des ICD-10
hätten
finden l
a
ssen.
Ebenso wenig fänden sich in den Akten und der gutachterlichen Untersuchung sichere Hinweise für eine eigenständige somatoforme Schmerzstörung oder eine somatoforme autonome Funktionsstö
rung im Sinne des ICD-10 unabhängig von der bestehenden Depression und den bestehenden somatischen Problemen.
In Bezug auf die vom behandelnden Arzt
zusätzlich
genannte Diagnose einer Angst und depressiven Störung gemischt führte PD
Dr.
Y.___
aus, dass nach der Definition des ICD-10 diese Diagnose nur dann Verwendung finden solle, wenn das Ausmass der Störung weder für eine Angststörung noch für eine depressive Episode ausreichen würde. Bei Erfüllung der Kriterien für eine depressive Episode entfalle die Diagnose Angst und depres
sive Störung gemischt, selbst wenn es sich nur um eine leichte depressive Episode handeln würde. Ferner führte er aus, dass der behandelnde Arzt die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung gestellt habe, ohne spezifische Symp
to
me hierzu zu schildern.
Auch in der Untersuchung
hätten
trotz intensiver
Exploration auf eine traumaspezifische Symptomatik keine Hinweise hierfür auf
gezeigt werden
können
.
Damit könne gutachterlich die Diagnose einer posttrau
matischen Belastungsstörung nicht bestätigt werden.
Aktuell zum Begutachtungszeitpunkt sei die
Beschwerdeführerin
psychopharma
kologisch länger nicht behandelt
worden
. Trotzdem zeige sich nur eine mittelgra
dige Symptomatik an der Grenze zur leichten Symptomatik.
Die Therapiesitzun
gen fänden im zwei- oder vierwöchigen Rhythmus statt.
Aus gutachterlicher Sicht bestünden pharmakol
o
gisch, psychotherapeutisch sowie hinsichtlich teilstationärer oder stationärer B
e
handlung noch diverse nicht ausgeschöpfte Behandlungsoptionen, so dass aktuell noch nicht von einer Thera
pieresistenz ausgegangen werden könne. Zwar seien nach Aktenlage bereits diverse Antidepressiv
a
versucht worden. Insbesondere die Kombination von Ser
tralin und Trimipramin habe eine deutliche Besserung erreicht und lange Zeit keine wesentlichen Nebenwirkungen gezeigt. Medizintheoretisch gebe es noch diverse weitere medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten, welche bei eher schwieriger Verträglichkeit von
M
edikamenten unter Blutspiegelkontrolle und in sehr kleinen
Dosierungsschritten langsam aufdosiert werden könnten. Gleich
e
s gel
t
e für eine wohnortnahe hochfrequente Psychotherapie sowie Behandlungsop
tionen mit teilstationärer und stationärer Behandlung. H
eilungschancen oder zumindest eine deutliche weitere Minderung der krankheitsbedingten Funktions
einschränkungen durch Ausschöpfung aller Behandlungsmöglichkeiten könnten somit aktuell nicht ausgeschlossen werden.
Bei der
Beschwerdeführerin
bestünden erhebliche psychosoziale Belastungen, welche sich negativ auf den Verlauf der depressiven Erkrankung und die The
r
a
pierbarkeit der depressiven Episode auswirkten.
Aufbauend auf den rein psychiatrisch objektivierbaren krankheitsbedingten Funktionseinschränkungen könne von ein
e
r zeitlichen Belastbarkeit pro Arbeits
tag von insgesamt fünf Stunden mit einer mindestens einstündigen Pause in der Mitte dieser Zeit ausgegangen werden. Dies stütze sich auf das von der
Beschwer
deführerin
selbst berichtete aktuelle Aktivitätsniveau und die unwesentliche Erschöpfung durch die dreistündige Begutachtung. Bei
einer
theoretischen Wochenarbeitszeit von 42 Stunden bei einem Pensum von 100 % ergebe sich so eine zeitliche Belastbarkeit von knapp 60 %. Zusätzlich zur Einschränkung der zeitli
c
hen
Be
lastbarkeit sei auch mit Einschränkunge
n
der Leistungsfähigkeit
ent
sprechend den beschriebenen Funktionseinschränkungen
zu rechnen. Bei einer täglichen Arbeitszeit von fünf Stunden sei aus gutachterliche
r
Sicht
zusätzlich
mit einer 10%igen Leistungseinschränkung gegenüber einer gesunden Ver
gleichsperson zu rechnen.
Damit ergebe sich eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 54 %
für angestammte Tätigkeiten. In angepassten Tätigkeit
en
würde
je nach Toleranz des Arbeitgebers
allenfalls
eine leicht höher
e
Arbeitsfähigkeit resultie
ren.
3.2
Med. pract.
Z.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie,
führte
in seinem Bericht vom 2.
Oktober 2022 (
Urk.
7/110
/
1-5
)
aus
, dass er die
Beschwerdeführerin
seit April 2022 in drei- bis vierwöchent
li
chen Abständen behandle
und auch eine antidepressive
Medikation
ein
ge
setz
t habe
.
Er diagnostizierte eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F31.0), aktuell remittierend, eine Migräne ohne Aura sowie chronische HWS-Schmerzen
und
stellte fest, dass die bisherige Tätigkeit aktuell nicht
mehr
zumutbar sei. In Bezug auf eine angepasste Tätigkeit sollte vorerst eine Belastungserprobung auf dem zweiten oder erste
n
Arbeitsmarkt mit einem Pensum von 2 x 3 Stunden pro Woche erfolgen, wobei er von einer guten bis sehr guten Prognose für eine berufliche Wieder
ein
gliederung ausgehe. Unter der aktuellen Therapie habe sich eine pikante Besserung der psychischen Beschwerden im Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung gezeigt.
4.
4.1
Die IV-Stelle stützte sich
primär
auf das Gutachten von
PD
Dr.
Y.___
(vgl. vorste
hend E. 3
.1
) sowie die Stellungnahme ihre
s
RAD-
Arztes Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 12. Januar 2022 (
Urk.
7/79/7 f.)
und
übernahm die von diesen attestierte Arbeitsunfähigkeit
von 44
%
als Grundlage zur Berechnung eines IV-Grades in ebendieser Höhe
. Gestützt auf den Bericht von
med. pract.
Z.___
ging
sie
zudem
von
eine
r
inzwischen eingetretenen
Verbesserung des
Gesundheitszustandes
und
– entgegen dessen Einschätzung – von
eine
r
Erhöhung der
Arbeitsfähigkeit
auf 80 % aus
, weshalb sie den Rentenanspruch bis Ende Januar 2023 befristete
.
Mit Beschwerdeantwort vom
9. Januar 2024
beantragte
die
IV-Stelle
jedoch
eine reformatio in peius
im Sinne
der
Feststellung, dass nie ein Rentenanspruch entstanden sei
(
Urk.
6
).
4.2
PD
Dr.
Y.___
begründete
–
nach umfassender Untersuchung der
Beschwerdefüh
rerin
, unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und in Kennt
nis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten sowie unter Zugrundelegung der festgestellten Symptomatik
–
nachvollziehbar,
dass die
Beschwerdeführerin
an einer
rezidivierenden
depressiven
Störung, gegenwärtig mittelgradig ohne soma
tisches Syndrom (ICD-10 F33.10)
,
leide
, wobei die mittelgradige Ausprägung nur knapp vorliege
n würde
und an der Grenze zu einer leichten Ausprägung einzu
ordnen sei (
Urk.
7/73/21 ff.)
. Die
se
Diagnosestellung
erscheint unter Berücksich
tigung der dargelegten Untersuchungsbefunde einleuchtend und
stimmt
grund
sätzlich
auch mit dem Bericht des
behandelnden Psychiaters med. pract.
Z.___
überein, welcher eine mittelgr
adige depressive
Episode
feststellte
,
welche sich inzwischen in Remission befinde und entsprechend auch eine gerin
gere Symptomatik aufweis
e
.
Nicht
nachvollziehbar
erscheint allerdings die Schlussfolgerung
von
PD
Dr.
Y.___
,
wonach
die
Beschwerdeführerin
lediglich im Umfang von 56 % arbeitsfähig sein soll
, zumal sich
leicht- bis mittelgradige depressive Störungen ohne nennens
werte Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten gemäss der bundesge
richtlichen Rechtsprechung im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krank
heit definieren lassen.
Insbesondere wenn
dazu
– wie vorliegend –
noch ein bedeutendes therapeutisches Potential
besteht
, ist auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vor
liegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis
, vgl.
zudem
E. 1.4.3
).
Derartige Gründe wurden allerdings weder von
PD
Dr.
Y.___
noch vom RAD aufgezeigt.
Zudem wies PD Dr.
Y.___
darauf hin
, dass psychosoziale Faktoren das Beschwerdebild
vorlie
gend
stark
mitprägen würden (Urk. 7/73 S. 31)
, ohne
dass aber von Seiten des Gutachters oder des RAD dargelegt worden wäre
,
ob und inwiefern diese mittelbar zur
Invalidität bei
ge
tragen
haben sollen
(
vgl. insbesondere
Urteile des Bundesge
richts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen).
Vor dem Hintergrund dessen, dass sich im Gutachten keine nachvollziehbare Erklärung dafür findet, weshalb trotz der gering ausgeprägten Befunde sowie der nicht ausgeschöpften Therapiemöglichkeiten eine so hohe Arbeitsunfähigkeit vorliegen sollte und zudem fraglich erscheint, ob die psychosozialen Belastungs
faktoren bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert wurden, wäre die IV-Stelle gehalten gewesen, dem Gutachter entsprechende Rückfragen zu stel
len. Damit, dass sie dies unterliess, hat sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Weiter gilt es zu berücksichtigen, dass der Bericht des behandelnden Psychiaters vom
2.
Oktober 2022 eine starke Verbesserung der Symptomatik im Vergleich zum Begutachtungszeitpunkt dokumentiert (
Urk.
7/110/1-5), was auf eine höhere Arbeitsfähigkeit schliessen lässt. Zwar wurde der Bericht von
Dr.
A.___
gewürdigt (
Urk.
7/137/4). Indes sind die Ausführungen so kurz gehalten, dass nicht ohne Weiteres nachvollziehbar erscheint, weshalb er gerade von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausging.
In somatischer Hinsicht vermag die Einschätzung von RAD-Arzt
Dr.
med.
B.___,
Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie vom 2
6.
Januar 2023 demgegenüber zu überzeugen (
Urk.
7/137/6), hat er doch alle vorhandenen Berichte gewürdigt und nachvollziehbar dargelegt, weshalb in einer leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt.
4.3
Nach dem Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt in psychiatrischer Hinsicht als ergänzungsbedürftig. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese dem psychiatrischen Gutachter die nötigen Rückfragen stelle. Zudem ist ihm der Bericht des behan
delnden Psychiaters zur Stellungnahme zuzustellen, wobei sich der Gutachter auch dazu zu äussern haben wird, ob er eine Verlaufsuntersuchung als notwendig erachtet.
In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständi
ges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Parteientschädi
gung hat.
Beim praxi
s
gemässen Stundenansatz von Fr. 280.
--
(zz
gl. MWST) ist die Prozessentschädigung ermessensweise auf Fr. 2'750.-- (inkl. Barauslagen und MWST) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
1.
September 2023 aufgehoben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä
digung von Fr. 2'750.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Kaspar Gehring
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift
der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun
den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
PhilippSchilling