# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76b9d71f-6620-5936-babb-01590f853a65
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.01.2015 100 2014 341
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-341_2015-01-20.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 24.03.2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_92/2015)

100.2014.341U
KEP/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. Januar 2015

Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Sieber

A.________
Beschwerdeführer 

gegen

Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern
Münsterplatz 3a, 3011 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend definitive Beschlagnahme von 40 Katzen und Katzenhalteverbot; 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Zwischenverfügung der 
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern vom 25. November 2014; L2014-026N2)

Sachverhalt:

A.

Aufgrund einer Tierschutzmeldung der Einwohnergemeinde (EG) B.________ nahm 
der Veterinärdienst (VeD) des Amts für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern am 
25. September 2014 vor Ort eine Kontrolle der Katzenhaltung von A.________ vor. Die 
40 behändigten Katzen wurden am 1. Oktober 2014 einer tierärztlichen Untersuchung 
unterzogen. Am 3. Oktober 2014 ordnete der VeD deren vorsorgliche 
Beschlagnahmung und Unterbringung an und erliess gegenüber A.________ ein 
provisorisches Katzenhalteverbot, mit Ausnahme der bei ihm verbliebenen 5-6 Katzen. 

Mit Verfügung vom 3. November 2014 stellte der VeD fest, dass A.________ seine 
Katzen hochgradig vernachlässigt habe und ordnete ihm gegenüber die folgenden 
definitiven Massnahmen an:

«II.
a. Die 40 Katzen von A.________ werden definitiv beschlagnahmt und zur 

Neuplatzierung freigegeben.

b. Für A.________ wird ein unbefristetes Katzenhalteverbot auferlegt.

c. Die Katzen, welche sich noch am Wohnort und in der Obhut von 
A.________ befinden, müssen bis Eintritt der Rechtskraft dieser 
Verfügung neu platziert werden. Dem VeD sind die Angaben zu den 
neuen Besitzern der Katzen (Name, Adresse und Telefonnummer) innert 
derselben Frist mitzuteilen.»

Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Anordnungen entzog der VeD die 

aufschiebende Wirkung.

B.

Gegen diese Verfügung des VeD hat A.________ am 10. November 2014 Beschwerde 
bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern (VOL) erhoben und u.a. beantragt, 
es sei die entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen.

Mit Zwischenentscheid vom 25. November 2014 hat die VOL u.a. Folgendes 
entschieden:

«3. Von der Telefonnotiz der Rechtsabteilung der Volkswirtschaftsdirektion 
des Kantons Bern vom 24. November 2014 wird Kenntnis gegeben.

4. Der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der 
Beschwerde vom 10. November 2014 wird teilweise gutgeheissen. Die 
Beschwerde vom 10. November 2014 hat bezüglich der in der 
angefochtenen Verfügung vom 3. November 2014 vorgesehenen 
Neuplatzierung (Ziff. II, Bst. a 2. Halbsatz „und zur Neuplatzierung freige-
geben“) aufschiebende Wirkung. Soweit weitergehend wird die 
Beschwerde hinsichtlich der Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung abgewiesen.

5. Die Kosten dieser Verfügung, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von 
Fr. 400.--, werden dem Beschwerdeführer zur Hälfte, ausmachend 
Fr. 200.--, auferlegt. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Eintritt der 
Rechtskraft dieser Verfügung.»

C.

Dagegen hat A.________ am 1. Dezember 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Er beantragt die Aufhebung der Ziff. 3-5 des Zwischenentscheids, die 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seiner Beschwerde, die Verurteilung 
der verantwortlichen Körperschaft zum Ersatz des durch die Neuplatzierung seiner 
Katzen erwachsenen Schadens und die Liquidation der vorinstanzlichen Kosten 
zusammen mit der Hauptsache.

Am 2. Dezember 2014 (Datum des Poststempels) hat A.________ eine Seite seiner 
Beschwerde in korrigierter Form nochmals eingereicht. Ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege hat er am 3. Dezember 2014 nachgereicht.

Die VOL schliesst mit Vernehmlassung vom 17. Dezember 2014 auf Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde gegen den 
angefochtenen Zwischenentscheid als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 
und Art. 75 Bst. a (Umkehrschluss) i.V.m. Art.  76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig.

1.2 Zwischenentscheide betreffend die aufschiebende Wirkung sind nach Art. 74 
Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 Bst. g und Abs. 3 VRPG unter anderem dann selbständig 
anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. 

1.2.1 Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil liegt vor, wenn die be-
schwerdeführende Person ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Aufhebung 
oder Änderung der Zwischenverfügung hat. Dabei ist nicht ein irreparabler Schaden 
gemeint. Ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse ist bereits gegeben, wenn ein 
günstiger Endentscheid für die betroffene Person nicht jeden Nachteil zu beseitigen 
vermag. Ausreichend ist auch ein tatsächliches, etwa bloss wirtschaftliches Interesse, 

soweit es der beschwerdeführenden Person nicht nur darum geht, eine Verteuerung 
oder eine aus wirtschaftlicher Sicht ungünstige Verlängerung des Verfahrens zu 
verhindern. Der nicht wieder gutzumachende Nachteil muss stets dargetan sein, wobei 
das Glaubhaftmachen genügt (vgl. zum Ganzen BVR 2011 S. 508 E. 1.3, 2009 S. 189 
E. 1.2.1).

1.2.2 Die Beschwerde richtet sich gemäss Anträgen und Begründung in erster Linie 
gegen die Abweisung der Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bezüglich 
der definitiven Beschlagnahmung von 40 Katzen durch die VOL. Der 
Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass die Tiere aufgrund der 
Aufrechterhaltung des Entzugs der aufschiebenden Wirkung durch die Vorinstanz 
unnötig lange im Tierheim verharren müssten, wodurch täglich Pensionskosten in der 
Höhe von Fr. 680.-- entstehen würden. Gemäss einer von der VOL beim VeD am 
24. November 2014 telefonisch eingeholten Auskunft (Vorakten VOL, act. 61) 
befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zehn Katzen im Tierheim, im Zeitpunkt der 
Aufforderung des VeD an das Tierheim, die Neuplatzierung der verbleibenden Katzen 
aufgrund der Zwischenverfügung vom 25. November 2014 der VOL zu sistieren, betraf 
dies noch fünf Katzen (E-Mail des VeD vom 27.11.2014, Vorakten VOL, act. 68). Zwar 
dürften deshalb inzwischen Pensionskosten in wesentlich geringerer Höhe anfallen als 
vom Beschwerdeführer angegeben. Immerhin verbleibt für die Zeit bis zum Entscheid 
in der Hauptsache für den Beschwerdeführer ein Nachteil, der nicht wieder gutzu-
machen ist. Auf die Beschwerde ist deshalb insoweit einzutreten.

1.2.3 Die Beschwerde richtet sich weiter gegen die Abweisung der Wiederherstellung 
der aufschiebenden Wirkung bezüglich des unbefristeten Katzenhalteverbots 
gegenüber dem Beschwerdeführer. Dieser macht in diesem Zusammenhang geltend, 
er benötige die Tiere im Rahmen seines Gesundheitsprojekts. Auch diesbezüglich 
verbleibt für die Zeit bis zum Entscheid in der Hauptsache für den Beschwerdeführer 
ein Nachteil, der nicht wieder gutzumachen ist. Auf die Beschwerde ist deshalb 
insoweit ebenfalls einzutreten.

1.2.4 Soweit sich die Beschwerde gegen die Abweisung der Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung bezüglich der Meldung und der Neuplatzierung derjenigen 
Katzen richtet, die sich noch am Wohnort und in der Obhut des Beschwerdeführers 
befinden, ist das Vorliegen eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils hingegen zu 
verneinen. Die entsprechende Verpflichtung muss nämlich nicht vor Eintritt der 
Rechtskraft des Entscheids in der Hauptsache erfüllt werden. Auf die Beschwerde ist 
deshalb insoweit nicht einzutreten.

1.3 Nach Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter anderem einen Antrag 
und eine Begründung enthalten. An die Begründung werden praxisgemäss keine 
hohen Anforderungen gestellt. Es reicht aus, wenn aus einem Rechtsmittel ersichtlich 

ist, inwiefern (in welchen Punkten) und weshalb der angefochtene Entscheid 
beanstandet wird. Die Begründung braucht nicht zuzutreffen, sie muss aber 
sachbezogen sein. Es genügt nicht, bloss zu behaupten, der angefochtene Entscheid 
sei falsch. Die Begründung muss sich wenigstens in minimaler Form mit dem 
angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen 
lassen, inwiefern dieser unrichtig sein soll (BVR 2006 S. 470 E. 2.4). Werden mehrere 
Rechtsbegehren gestellt, muss jedes Begehren begründet werden. Auf Begehren ohne 
Begründung ist nicht einzutreten (Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15; zum Ganzen VGE 2013/92 vom 12.2.2014, 
E. 1.3). – Mangels Vorliegen einer rechtsgenüglichen Begründung kann auf die 
weiteren Anträge (Aufhebung von Ziff. 3 des Zwischenentscheids betr. Kenntnisgabe 
der Telefonnotiz vom 24.11.2014; Aufhebung von Ziff. 5 des Zwischenentscheids betr. 
Verfahrenskosten und Liquidation der vorinstanzlichen Kosten zusammen mit der 
Hauptsache) nicht eingetreten werden. 

1.4 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist grundsätzlich auf den 
Streitgegenstand beschränkt. Dieser wird durch die angefochtene Verfügung bzw. den 
angefochtenen Entscheid, das sog. Anfechtungsobjekt, einerseits und die Vorbringen 
der beschwerdeführenden Person andererseits bestimmt (BVR 2011 S. 391 E. 2.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 25 N. 14 und Art. 72 N. 6 f.). – Gegenstand 
des vorliegenden Verfahrens ist einzig der Zwischenentscheid der VOL vom 
25. November 2014. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit mit ihr die 
Verurteilung der verantwortlichen Körperschaft zum Ersatz des Schadens verlangt 
wird, der dem Beschwerdeführer durch die Neuplatzierung seiner Katzen erwächst.

1.5 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit unter Vorbehalt der E. 1.2.4, 1.3 
und 1.4 hievor einzutreten.

1.6  Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

1.7 Der Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. b 
des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).  

2.

Materiell zu prüfen bleibt, ob die VOL den Antrag des Beschwerdeführers auf 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bezüglich der definitiven 
Beschlagnahmung von 40 Katzen und bezüglich des unbefristeten Katzenhalteverbots 
gegenüber dem Beschwerdeführer zu Recht abgewiesen hat.

2.1 Gemäss Art. 68 Abs. 4 VRPG kann die instruierende Behörde während der 
Rechtshängigkeit eines Beschwerdeverfahrens von Amtes wegen oder auf Antrag die 
aufschiebende Wirkung aus wichtigen Gründen entziehen oder wiederherstellen. Als 
wichtiger Grund für den Entzug der aufschiebenden Wirkung gilt insbesondere ein 
öffentliches Interesse, das den sofortigen Vollzug einer belastenden Verfügung 
erfordert (Art. 68 Abs. 5 Bst. a VRPG). Der Entscheid über die aufschiebende Wirkung 
bedingt eine einzelfallbezogene Interessenabwägung (Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 185). Über einstweiligen Rechtsschutz muss 
in der Regel ohne weitere Beweiserhebungen, aufgrund der Akten, entschieden 
werden. Es genügt, wenn eine Gefährdung aufgrund summarischer Prüfung als 
wahrscheinlich erscheint, auch wenn die Möglichkeit einer Fehlannahme nicht 
ausgeschlossen werden kann (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 27 N. 3 und Art. 
68 N. 17).

2.2 Für die VOL besteht gemäss dem angefochtenen Entscheid aufgrund der 
Feststellungen des VeD, dessen Fachwissen und Erfahrung sowie der Beobachtungen 
der Kantonspolizei der dringende Verdacht, dass im Haus des Beschwerdeführers 
Katzen in schwer tierschutzwidriger Art und Weise gehalten worden sind. Dieselbe 
Gefahr sei bei der Rückgabe oder im Fall einer Neuanschaffung von Katzen gegeben. 
Es bestehe deshalb ein erhebliches öffentliches Interesse daran, die Katzen des Be-
schwerdeführers ab sofort seiner Obhut zu entziehen und ihm gegenüber ein 
Katzenhalteverbot auszusprechen.

2.3 Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, mit der 
Aufrechterhaltung des Entzugs der aufschiebenden Wirkung seiner Beschwerde 
würden für die Haltung der Katzen im Tierheim täglich Pensionskosten in der Höhe von 
Fr. 680.--  entstehen und ihm selbst würde die Durchführung seines 
tiefenpsychologisch fundierten Gesundheitsprojekts zur Katzenpsychologie 
verunmöglicht, für das er auf seine Tiere angewiesen sei. Ausserdem habe er 
inzwischen die von ihm eingeräumten Mängel mit entsprechenden Massnahmen 
behoben (Grundreinigung der Böden, Schamponieren der Teppiche, Auswechslung 
der Wolldecken, tägliche Lüftung der Räume, Klimaregulierung durch Ventilatoren und 
Elektroheizung, Entsorgung von verwendetem Katzenstreu und markierten Bana-
nenschachteln, tägliches Bereitstellen von genügend Futter und Wasser ab 6 Uhr 
morgens, Gewährleistung des Auslaufs der Katzen, etc.).

2.4 Art. 24 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (TSchG; 
SR 455) verpflichtet die zuständige Behörde zum unverzüglichen Einschreiten, wenn 
festgestellt wird, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten 
Bedingungen gehalten werden. Die Behörde kann die Tiere vorsorglich 
beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin oder des Halters an einem geeigneten 
Ort unterbringen; wenn nötig lässt sie die Tiere verkaufen oder töten. Sie kann dafür 
Polizeihilfe in Anspruch nehmen. Dabei ist behördliches Einschreiten nicht erst im 
Zeitpunkt gesicherten Feststehens von Missständen am Platz, zumal Tiere sich gegen 
schlechte Haltungsbedingungen nicht selber zur Wehr setzen können und auf 
menschliche Mitwirkung angewiesen sind. Die Behörde ist deshalb gehalten, bereits 
beim Vorliegen begründeter Verdachtsmomente tätig zu werden (BVR 1993 S. 122 
E. 2a, mit Hinweisen). An der Beschlagnahmung stark vernachlässigter Tiere besteht 
somit ein öffentliches Interesse, das im Sinn von Art. 68 Abs. 5 Bst. a VRPG den 
sofortigen Vollzug erfordert (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 68 N. 30). 
Gleiches gilt für ein aufgrund von Art. 23 Abs. 1 und 2 TSchG ausgesprochenes 
Tierhalteverbot.

2.5 Gemäss Kontrollprotoll hat der VeD am 25. September 2014 (Vorakten VeD, 
act. A1-4) vor Ort zur Katzenhaltung des Beschwerdeführers Folgendes festgestellt:

«– Hochgradige Verunreinigung mit Urin und Kot. Im unteren Stock ist der 
Gestank nach Ammoniak so stark, dass die Augen brennen und das 
Atmen nur schwer möglich ist.

– Im oberen Stock befinden sich 5 Plastikkisten, welche hochgradig mit Kot 
und Urin verunreinigt sind.

– Es befinden sich ca. 10 Jungtiere und ca. 20 adulte Tiere im Haus. Die 
Tiere können nicht raus.

– Einige Jungtiere weisen einen pathologischen Gang auf und teilweise 
wässrige Augen. Einige sind mager bzw. haben einen aufgeblähten 
Bauch.»

Im Anzeigerapport der Kantonspolizei vom 18. Oktober 2014 (Vorakten VeD, act. A1-
16) ist im Zusammenhang mit der Kontrolle vor Ort vom 25. September 2014 u.a. 
Folgendes zu lesen:

«[…] Um das ganze Haus wurde ein sehr starker Ammoniakgeruch 
festgestellt. Herr A.________ machte auf uns ebenfalls einen sehr 
ungepflegten Eindruck und roch sehr stark nach Ammoniak. Als wir 
anschliessend die Räumlichkeiten betraten, war es uns nicht möglich 
längere Zeit im Raum zu bleiben. Der Ammoniakgeruch war so stark, dass 
das Atmen sehr schwer fiel und wir uns bereits nach einer halben Minute 
wieder an die frische Luft begeben mussten. Die Räumlichkeiten waren sehr 
stark durch Katzenkot und Katzenurin verunreinigt. […]»

Dem Bericht der tierärztlichen Untersuchung der behändigten 40 Katzen vom 
1. Oktober 2014 im Tierheim … (Vorakten VeD, act. A1-8) ist u.a. Folgendes zu 
entnehmen:

«– Von insgesamt 40 Katzen konnten lediglich deren 24 untersucht werden. 
In einem Raum befanden sich 11 Kätzinnen, 10 Welpen und drei 
unkastrierte Kater. Im zweiten Raum befanden sich 16 Tiere 
unbestimmten Geschlechts (wahrsch. mehrheitlich Kater!). Diese Tiere 

konnten nicht untersucht werden. Die Tiere sind nicht sozialisiert und kön-
nen nicht ohne spezielle Zwangsmassnahmen angefasst werden.

– Die Welpen sind alle in einem guten Allgemein- und Ernährungszustand. 
Cardio-pulmonal keine Auffälligkeiten. Sie sind frei von Ohrmilben und 
Flöhen, und abgesehen von Entwurmung wurden keine weiteren 
Behandlungen gemacht. Alle Welpen sind gut handelbar und können 
sicherlich einfach platziert werden.

– Die Kätzinnen sind allesamt mager, ansonsten aber in rechtem 
Allgemeinzustand. Keine Ohrmilben, keine Flöhe, wurden nach 
Möglichkeit entwurmt (Mildbemax M Tl, bez. Dectomax/Drontal sc.). Die 
meisten sind sehr wehrhaft, zum Teil wild und nicht untersuchbar.»

Aufgrund dieser Berichte erscheint wahrscheinlich, dass die Tiere vernachlässigt und 
unter ungeeigneten Bedingungen gehalten wurden (vgl. BVR 1993 S. 122 E. 3a und 4). 
Weitere Abklärungen sind nach dem in E. 2.1 Gesagten im vorliegenden Verfahren 
nicht vorzunehmen, zumal durch dieses das Ergebnis in der Hauptsache nicht 
vorweggenommen wird (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 27 N. 3). 
Unberücksichtigt bleiben müssen deshalb auch die gemäss den Behauptungen des 
Beschwerdeführers inzwischen erfolgten Verbesserungsmassnahmen, da sie noch von 
keiner Fachperson überprüft worden sind.

2.6 Als private Interessen des Beschwerdeführers sind die Einsparung der 
Pensionskosten für die gemäss Stand der Akten noch fünf Katzen im Tierheim und die 
Weiterführung seines Gesundheitsprojekts in Betracht zu ziehen. Für die wenigen noch 
im Tierheim versorgten Tiere entstehen für die verbleibende Zeit bis zum Entscheid in 
der Hauptsache nicht allzu hohe Pensionskosten, denen zudem Einsparungen des 
Beschwerdeführers gegenüberstehen. An der umgehenden Weiterführung seines 
Gesundheitsprojekts besteht nur ein beschränktes Interesse, da der Beschwerdeführer 
pensioniert ist und aus seinem Projekt kein Erwerbseinkommen erzielt (vgl. Unterlagen 
zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 3.12.2014, act. 3, mit Verweis auf 
act. 3 und 3A der Akten des Verfahrens 100.2014.313).

2.7 Insgesamt ergibt sich, dass die wenig bedeutenden privaten Interessen hinter 
den gewichtigen öffentlichen Interessen des Tierschutzes deutlich zurückzutreten 
haben. Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand. Aufgrund 
des Erwogenen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden 
kann.

3.

3.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Er hat indessen für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Parteikosten sind keine entstanden 
(vgl. Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).

3.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren 
nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, 
ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich 
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als 
aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen 
würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 
führen würde, nicht deshalb austragen, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 
E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2). 

3.3 Auf die Beschwerde kann zum Teil nicht eingetreten werden; soweit sie 
materiell zur Beurteilung steht, ist sie abzuweisen, da die gewichtigen öffentlichen 
Interessen des Tierschutzes die wenig bedeutenden Interessen des 
Beschwerdeführers deutlich überwiegen. Das Verfahren erweist sich unter diesen 
Umständen als zum vornherein aussichtslos und das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ist abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut noch zu prüfen wäre. 

3.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rahmen des 
Sachentscheids befunden wird und der Beschwerdeführer keine Gelegenheit hatte, die 
Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit Kosten zu 
sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen Abschreibungsgebühr 
zu erheben.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer 
- der Beschwerdegegnerin
- dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.