# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e63da185-fd58-5ad3-9c83-6ec0e7bfd29d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2025 F-7955/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7955-2025_2025-10-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7955/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Sebastian Kempe, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig; 

Gerichtsschreiberin Aisha Luisoni. 

   

Parteien 

 
A._______, 

geboren am (...), Afghanistan, 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 13. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

F-7955/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Bei der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz am 7. Juni 2025 

wurde dieser durch das Bundesamt für Zoll- und Grenzsicherheit (BAZG) 

angehalten. Anlässlich der Kontrolle nannte er als Geburtsdatum den (…) 

2007. 

B.  

Am 9. Juni 2025 ersuchte der Beschwerdeführer in der Schweiz um Asyl 

und gab an, am (…) 2008 geboren und damit minderjährig zu sein. Ein 

Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-Da-

tenbank (Zentraleinheit EURODAC) ergab, dass er am 14. April 2025 und 

30. April 2025 in Bulgarien sowie am 28. Mai 2025 in Österreich ein Asyl-

gesuch gestellt hat. 

C.  

Die Vorinstanz ersuchte die bulgarischen sowie die österreichischen Be-

hörden am 12. Juni 2025 gestützt auf Art. 34 der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) um Informationen 

zu den dort jeweils registrierten Personalien des Beschwerdeführers, all-

fälligen diesbezüglich von ihm eingereichten Dokumenten sowie zu allfälli-

gen Verwandten in den Mitgliedstaaten. 

D.  

Gleichentags antworteten die österreichischen Behörden der Vorinstanz, 

der Beschwerdeführer sei dort mit dem Geburtsdatum (…) 2008 registriert 

worden. Da die geltend gemachte Minderjährigkeit ausschliesslich auf sei-

nen Angaben beruht habe, sei eine Altersfeststellung vorgesehen gewe-

sen, welche jedoch aufgrund seines Untertauchens nicht habe durchge-

führt werden können. 

E.  

Mit Schreiben vom 16. Juni 2025 teilten die bulgarischen Behörden der 

Vorinstanz mit, der Beschwerdeführer sei dort basierend auf seinen eige-

nen Angaben mit dem Geburtsdatum (…) 2004 registriert worden, er habe 

keine Dokumente vorgelegt und eine Altersfeststellung sei nicht durchge-

führt worden. 

F-7955/2025 

Seite 3 

F.  

Die Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchender (EB UMA) 

führte die Vorinstanz am 25. Juni 2025 durch. Während der Befragung 

übermittelte die zugewiesene Rechtsvertretung der Vorinstanz eine Kopie 

der Tazkira des Beschwerdeführers in einer digitalen, nicht lesbaren Bild-

datei. Der Beschwerdeführer gab im Wesentlichen an, am (…) des afgha-

nischen Kalenders (entspricht dem […] 2008) geboren zu sein. Er kenne 

sein Geburtsdatum seit seiner Einschulung im Jahr 1394 (entspricht dem 

Jahr 2015/2016) mit 7 Jahren. Angesprochen auf das in Bulgarien erfasste 

Geburtsdatum (…) 2004 gab er an, die Polizei habe ihn und die anderen 

Minderjährigen, mit welchen er gereist sei, als 20- bis 23-Jährige registriert. 

Er habe seine Original-Tazkira dabeigehabt, die Polizei habe diese aber 

nicht akzeptiert. Er sei einmal an der Grenze und einmal in Sofia registriert 

worden, jeweils mit dem gleichen Geburtsdatum. Er habe sich deswegen 

beide Male beschwert. Angesprochen auf das in Österreich registrierte Ge-

burtsdatum (…) 2008 gab er an, dieses selber angegeben zu haben. Die 

Behörden hätten es aufgeschrieben, keine Zweifel an seinem Alter geäus-

sert und ein Altersgutachten sei nicht geplant gewesen. Die Vertauschung 

des Monats und Tages des in Österreich ([…] 2008) und des in der Schweiz 

([…] 2008) angegebenen Geburtsdatums wurde von der Dolmetscherin auf 

die abweichende Schreibreihenfolge in Afghanistan (von hinten nach 

vorne) zurückgeführt. 

Im Rahmen der Erstbefragung gewährte die Vorinstanz dem Beschwerde-

führer das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Österreichs für die Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum Nichteintretensent-

scheid, zur Wegweisung dorthin und zu seinem Gesundheitszustand und 

stellte ihm die Durchführung einer Altersabklärung mittels forensischem Al-

tersgutachten in Aussicht. 

G.  

Das am 2. Juli 2025 von der Vorinstanz in Auftrag gegebene Altersgutach-

ten vom 8. Juli 2025 ergab ein Mindestalter von 19 Jahren. 

H.  

Nachdem die Vorinstanz dem Dossier des Beschwerdeführers irrtümlicher-

weise ein eine andere Person betreffendes Altersgutachten zugeordnet 

hatte, beendete sie (in der Annahme seiner Minderjährigkeit) am 14. Juli 

2025 das Dublin-Verfahren, eröffnete das nationale Verfahren und führte 

am 6. August 2025 eine Anhörung durch. 

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Seite 4 

Anlässlich der Anhörung vom 6. August 2025 gab der Beschwerdeführer 

im Wesentlichen erneut an, am (…) 2008 geboren zu sein, wobei er sich in 

der Folge auf den (…) 2008 korrigierte. Das Original seiner Tazkira habe 

er auf der Flucht verloren. 

I.  

Nach Aufdeckung der irrtümlichen Ablage des eine andere Person betref-

fenden Altersgutachtens im Dossier des Beschwerdeführers informierte die 

Vorinstanz diesen am 11. August 2025 über den Irrtum und nahm das Dub-

lin-Verfahren wieder auf. 

J.  

Am 11. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die österreichischen Behör-

den um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. b Dublin-III-VO. Diese hiessen das Ersuchen am 13. August 2025 ge-

stützt auf die vorgenannte Bestimmung gut. 

K.  

Am 14. August 2025 erfolgte die freiwillige Hospitalisation des Beschwer-

deführers in den Universitären Psychiatrischen Kliniken B._______ ([…]) 

mit Anordnung einer Fürsorgerischen Unterbringung (FU) durch den Amts-

arzt. Am nächsten Tag erfolgte die Aufhebung der FU und auf Wunsch des 

Beschwerdeführers der Austritt aus der stationären Behandlung der (…). 

L.  

Mit Schreiben vom 21. August 2025 gewährte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zur Volljährigkeit und zur Anpassung 

seiner Personendaten im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS) auf den (...) 2006 als Geburtsdatum. Nachdem der Beschwerde-

führer dazu am 4. September 2025 Stellung genommen hatte, änderte die 

Vorinstanz am 5. September 2025 sein Geburtsdatum auf den (...) 2006 

und brachte einen Bestreitungsvermerk an. 

M.  

Mit Verfügung vom 13. Oktober 2025 – eröffnet am 14. Oktober 2025 – trat 

die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete seine Wegweisung nach 

Österreich an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der 

Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig hielt sie fest, dass das im 

ZEMIS eingetragene Geburtsdatum auf den (...) 2006 (mit Bestreitungsver-

merk) laute, wies auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende 

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Seite 5 

aufschiebende Wirkung hin und beauftragte den Kanton Solothurn mit dem 

Vollzug der Wegweisung. 

N.  

Mit Schreiben vom 14. Oktober 2025 zeigte die damalige Rechtsvertreterin 

der Vorinstanz die Mandatsniederlegung an. 

O.  

Mit Beschwerde vom 16. Oktober 2025 gelangte der Beschwerdeführer ge-

gen die Verfügung vom 13. Oktober 2025 an das Bundesverwaltungsge-

richt und beantragte sinngemäss die Prüfung seines Asylgesuchs durch die 

Vorinstanz und das Absehen von einer Rücküberstellung nach Österreich 

sowie die Überprüfung seiner psychischen und medizinischen Situation 

durch Fachärzte. 

P.  

Am 17. Oktober 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31 VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf 

die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet über diese endgültig 

(vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.3. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG) zu behandeln ist. 

2.  

2.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

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Seite 6 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

2.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

2.3. Der nach der Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat ist verpflichtet, 

eine antragstellende Person, welche während der Prüfung ihres Antrags in 

einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder sich im Hoheits-

gebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach 

Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen 

(Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO). 

2.4. Im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet 

grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III statt. 

(vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.). 

2.5. Im Falle eines unbegleiteten Minderjährigen ohne familiäre Anknüp-

fungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem er seinen Antrag gestellt hat. 

Diese Bestimmung begründet bei gegebener Minderjährigkeit eine vorran-

gige Zuständigkeit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), da unbeglei-

tete Minderjährige vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen sind 

(vgl. z.B. Urteil des BVGer F-3995/2025, F-4000/2025 vom 20. Juni 2025 

E. 4.3.1 m.w.H.). 

2.6. Die Minderjährigkeit ist vom Betroffenen – der allgemeinen asylrecht-

lichen Beweisregel folgend – zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Art. 7 

AsylG, BVGE 2023 VI/4 E. 6.3; vgl. bereits Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 31 E. 5, 6.2 und 7.3; 

2004 Nr. 30 E. 5-6; 2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8b). Seitens der 

Asylbehörden ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung 

sämtlicher Anhaltspunkte vorzunehmen, die für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangaben sprechen. Wesentlich sind dabei für echt 

befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person 

(vgl. Urteil des BVGer E-4931/2014 vom 21. Januar 2015 E. 5.1.1 m.H.a. 

EMARK 2004 Nr. 30). 

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Seite 7 

2.7. Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als 

zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-

rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um fest-

zustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden 

kann. Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund 

der Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten 

Mitgliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so 

wird der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitglied-

staat (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

2.8. Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(BVGE 2015/9 E. 8.2.1). 

2.9. Gemäss Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) kann zudem das SEM das Asylgesuch «aus huma-

nitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO 

ein anderer Staat zuständig wäre. Bei dieser Entscheidung kommt dem 

SEM Ermessen zu; das Bundesverwaltungsgericht darf sein eigenes Er-

messen nicht an dessen Stelle setzen (BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1 in 

fine). 

3.  

3.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass der Beschwerdeführer vier 

unterschiedliche, sich widersprechende Angaben zu seinem Geburtsda-

tum gemacht hat (Bulgarien: […] 2004; Österreich: […] 2008; Schweiz: […] 

2007 und […] 2008) und er seine unterschriftlich bestätigten Angaben ge-

gen sich gelten lassen muss. Unter Berücksichtigung des durchgeführten 

Altersgutachtens vom 8. Juli 2025 und unter Verweis auf die Rechtspre-

chung des Bundesverwaltungsgerichts hat die Vorinstanz ausführlich dar-

gelegt, weshalb sie zum Schluss kommt, dass er in der Gesamtbeurteilung 

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Seite 8 

seine Minderjährigkeit nicht im Sinne von Art. 7 AsylG glaubhaft gemacht 

oder belegt hat. Der Beschwerdeführer hat keine rechtsgenüglichen Iden-

titätspapiere eingereicht, welche seine Minderjährigkeit belegen würden. 

Die von der Rechtsvertretung digital übermittelte Kopie seiner Tazkira war 

nicht lesbar. Die Angaben zu seinem Alter und Geburtsdatum während der 

EB UMA wirken konstruiert und legen die Vermutung nahe, dass er beab-

sichtigte, die Vorinstanz über sein wahres Geburtsdatum und Alter zu täu-

schen. Auch sind seine Angaben, die österreichischen Behörden hätten 

keine Zweifel an seinem Alter gehabt und es sei kein Altersgutachten ge-

plant gewesen, aktenwidrig. In Österreich war eine Altersfeststellung vor-

gesehen, der Beschwerdeführer hat sich dieser jedoch durch sein Unter-

tauchen entzogen (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 17/2). Zusammenfas-

send kann mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass die Aussagen des 

Beschwerdeführers kein Indiz für seine Minderjährigkeit darzustellen ver-

mögen, da es ihnen an der erforderlichen Detailliertheit und Widerspruchs-

freiheit fehlt. Mit seiner Registrierung als Volljähriger in Bulgarien ([…] 

2004) sowie seinem anlässlich der Kontrolle bei der Einreise in die Schweiz 

angegebenen Geburtsdatum ([…] 2007) und dem Altersgutachten vom 

8. Juli 2025, das ein Mindestalter von 19 Jahren ergab, liegen starke Indi-

zien für seine Volljährigkeit vor. Die Vorinstanz ging folglich zu Recht von 

der Volljährigkeit des Beschwerdeführers aus. 

Zudem hat die Vorinstanz korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 

Bst. b Dublin-III-VO grundsätzlich Österreich für die Behandlung des Asyl-

gesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das österreichische 

Asylsystem keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer die Zu-

ständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, 

und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ersicht-

lich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 

Dublin-III-VO verpflichten würden. Mit der Vorinstanz ist davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer bei einer Überstellung keinen gravieren-

den Menschenrechtsverletzungen im Sinne von Art. 3 EMRK ausgesetzt 

oder unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots zur Ausreise gezwun-

gen würde, und dass keine konkreten Hinweise dafür vorliegen, dass er bei 

einer Rückkehr nach Österreich in eine existenzielle Notlage geraten 

würde. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung 

des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zu-

kommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz 

abgesehen. Sie hat den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, ins-

besondere seine psychische Verfassung, hinreichend abgeklärt, in den 

Überstellungsmodalitäten aufgeführt und korrekt dahingehend gewürdigt, 

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Seite 9 

dass ihm in Österreich der Zugang zur allenfalls benötigten medizinischen 

Behandlung offensteht. 

Die Vorinstanz ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Öster-

reich angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die korrekten vor-

instanzlichen Erwägungen verwiesen. 

3.2. Wenn der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde das Resultat des 

Altersgutachtens unter Verweis auf in jungen Jahren verrichtete harte kör-

perliche Arbeit zu entkräften versucht, überzeugt dies nicht und vermag die 

vorinstanzliche Volljährigkeitsannahme nicht in Zweifel zu ziehen. 

Dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene sodann unsubstantiiert 

vorbringt, in Österreich Opfer von rassistischer Diskriminierung, Misshand-

lungen und unmenschlichen Lebensbedingungen geworden zu sein, ver-

mag an der Richtigkeit der vorinstanzlichen Verfügung nichts zu ändern. 

Ebenso wenig vermögen dies seine ebenfalls unsubstantiierten Vorbrin-

gen, in den österreichischen Flüchtlingsunterkünften habe es nicht ausrei-

chend Nahrung gegeben und er sei respektlos behandelt worden. Mangels 

systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO kann davon 

ausgegangen werden, dass Österreich seinen völker- und gemeinschafts-

rechtlichen Verpflichtungen gegenüber Personen in der Situation des Be-

schwerdeführers nachkommt und insbesondere auch die Rechte respek-

tiert und schützt, die sich aus der sogenannten Verfahrens- und Aufnahme-

richtlinie ergeben (Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 

2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuer-

kennung und Aberkennung des internationalen Schutzes [Verfahrensricht-

linie] und 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für 

die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen [Auf-

nahmerichtlinie] sowie 2008/115/EG vom 16. Dezember 2008 über ge-

meinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung 

illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger [Rückführungsrichtlinie]; Urteile 

des BVGer F-6649/2025 vom 15. September 2025 S. 4; F-4708/2025 vom 

7. Juli 2025 E. 5.2). Entsprechend kann sich der Beschwerdeführer bei all-

fälligen vorübergehenden Einschränkungen dieser Rechte an die österrei-

chischen Behörden wenden und seine Rechte auf dem Rechtsweg einfor-

dern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). 

Weiter bringt er in seiner Beschwerde vor, nach Erhalt des negativen Ent-

scheids seien seine Suizidgedanken und Ängste zurückgekehrt, was 

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Seite 10 

jedoch nicht zur Annahme führt, eine Überstellung nach Österreich 

verstosse gegen Art. 3 EMRK (vgl. anstatt vieler Urteil des BVGer 

F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das Urteil des Eu-

ropäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen 

Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, §§ 180–193; 

letzteres bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dänemark vom 

7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.; betreffend Sui-

zidalität im Besonderen vgl. Urteile des BGer 2C_221/2020 vom 19. Juni 

2020 E. 2; 2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015 E. 3.2.1; Urteil des BVGer 

F-2897/2024 vom 15. Mai 2024 E. 6.8). Der erneuten Äusserung von Sui-

zidgedanken ist durch die Vorinstanz Rechnung zu tragen, indem sie die 

Überstellungsmodalitäten entsprechend aktualisiert. 

Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus ohne nähere Substantiierung 

zum Ausdruck bringt, dass er sich in psychischer Hinsicht als behandlungs-

bedürftig betrachtet, ist festzuhalten, dass Österreich über eine ausrei-

chende, für Dublin-Überstellte hinreichend zugängliche medizinische Infra-

struktur verfügt (Urteile des BVGer F-1124/2025 vom 5. März 2025 E. 2.2; 

F-74/2025 vom 17. Februar 2025 E. 3.2.2) und die Mitgliedstaaten ver-

pflichtet sind, Antragstellern die erforderliche medizinische Versorgung, die 

zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung 

von Krankheiten und psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu ma-

chen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie). Es liegen keine konkreten Hin-

weise vor, wonach Österreich ihm diese verweigern würde. 

Aufgrund des Gesagten ist eine zusätzliche fachärztliche Überprüfung der 

Gesundheitssituation des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht ange-

zeigt, weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist. 

4.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 

Verfügung vom 13. Oktober 2025 nicht zu beanstanden ist und die Be-

schwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 

5.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 17. Oktober 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

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Seite 11 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

F-7955/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Vorinstanz wird angewiesen, im Rahmen der Überstellungsmodalitäten 

dafür zu sorgen, dass die österreichischen Behörden vor der Überstellung 

des Beschwerdeführers über den aktuellen Stand hinsichtlich der von die-

sem geäusserten Suizidalität informiert werden. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Aisha Luisoni 

 

 

Versand: