# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5b3303c-35c9-5237-a26c-6224d4eeffe5
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2010 und 1.1. - 31.12.2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2010 und 1.1. - 31.2.2011
**Docket/Reference:** DB.2014.222
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2014_222_dl.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.222 
1 ST.2014.279 

Entscheid 

29. Mai 2015 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter Michael 
Ochsner und Gerichtsschreiberin Christina Hefti 

In Sachen 

A   A G  
( v o r m a l s   B   A G ) ,    

vertreten durch Ernst & Young AG,  
Belpstrasse 23, Postfach, 3001 Bern,  

gegen 

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2010 und 1.1. - 31.12.2011 sowie 
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2010 und 1.1. - 31.2.2011 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die A AG (zuvor bis 25. Juni 2010 C AG, anschliessend bis 14. März 2014 

B AG, nachfolgend die Pflichtige) mit Sitz in der Gemeinde D bezweckt die Herstellung, 

Weiterverarbeitung und den Handel mit Werkzeugen, Maschinen, Geräten und Produk-

ten sowie die technische Beratung auf dem Gebiet der Verbindungs- und Befestigungs-

technik. Sie ist Muttergesellschaft einer Reihe von weiteren Gesellschaften. 2008 wur-

de  sie  von  der  E  AG  mit  Sitz  in  Zürich  übernommen,  welche  Gesellschaft  von 

Investoren  zum  Zweck  des  Erwerbs  der  Pflichtigen  gegründet  worden  war.  Mit  Fusi-

onsvertrag  4.  November  2008  und  Bilanz  per  30.  September  2008  übernahm  die 

Pflichtige  die  Aktiven  und  Passiven  der  E  AG  durch  einen  so  genannten  Reverse-

Merger.  

Zu den Tochtergesellschaften der Pflichtigen gehörten die F GmbH sowie die 

G  GmbH,  beide  mit  Sitz  in  Deutschland.  Am  15.  Januar  2009  übertrug  die  Pflichtige 

ihren Anteil an der F GmbH an die G GmbH. Es war vereinbart, vom Kaufpreis von Fr. 

.-einen  Anteil  von  Fr.  .-  als  Darlehen  stehen  zu  lassen.  Mit  Vertrag  vom  selben  Tag 

räumte die Pflichtige der Käuferin ein Darlehen von EUR .- ein.  

In  ihren  Steuererklärungen  für  die  Steuerperioden  1.1.  -  31.12.2010  sowie  

1.1. - 31.12.2011 nahm die Pflichtige auf dem Darlehen an die G GmbH aufwandwirk-

sam folgende Wertberichtigungen für Währungsverluste vor. 

Das kantonale Steueramt  nahm für  die  Steuerperioden 2008  bis  2011  Buch-

prüfungen vor. Dabei einigten sich das Steueramt und die Pflichtige u.a. darauf, dass 

alle  aus  der  Fusion  mit  der  E  AG  und  dem  Verkauf  der  F GmbH  entstandenen  Zins-

aufwendungen und -erträge einen steuerlich unzulässigen "Debt Push-Down" darstell-

ten und auf der Stufe der Pflichtigen zu neutralisieren seien. Streitig blieb indessen die 

Frage der Wertberichtigungen  auf  dem  Darlehen gegenüber  der G GmbH.  Im  Revisi-

onsbericht  vom  24.  April  2014  für  die  Steuerperioden  1.1.  -  31.12.2010  sowie  1.1.  - 

31.12.2011 kam der steueramtliche Revisor zum Schluss, dass die Währungsverluste 

nicht  durch  die  Pflichtige  zu  tragen  und  als  geschäftsmässig  nicht  begründet  aufzu-

rechnen seien. Ein unabhängiger Dritter hätte den Verkauf der Beteiligung in CHF ab-

gewickelt, was auf Stufe der Pflichtigen zu keinem Währungsverlust geführt hätte. Der 

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Steuerkommissär  übernahm  diese  Aufrechnung  samt  Begründung  und  schätzte  die 

Pflichtige am 21. Mai 2014 folgendermassen ein: 

Direkte Bundessteuer   Staats- und Gemeindesteuern  

Reingewinn  

Reingewinn  

Eigenkapital 

Fr.  

Fr.  

Fr.  

B.  Hiergegen  liess  die  Pflichtige  am  10.  Juni  2014  Einsprache  erheben  und 

beantragen, sie folgendermassen einzuschätzen:  

Direkte Bundessteuer   Staats- und Gemeindesteuern  

Reingewinn  

Reingewinn  

Eigenkapital 

Fr.  

Fr.  

Fr.  

Zur Begründung liess sie ausführen, es sei Praxis in der  Unternehmensgrup-

pe, dass das Stammhaus die Währungsrisiken aus den Transaktionen mit ihren Toch-

tergesellschaften  tragen  müsse.  Aus  dem  Umstand,  dass  im  Kaufvertrag  der  Preis  in 

CHF verurkundet worden sei, könne nicht auf die Verteilung des Währungsrisikos ge-

schlossen  werden.  Es  entspreche  der  allgemeinen  Praxis  bei  Unternehmenskäufen, 

dass die Finanzierungskosten in dem Umfang an die Zielgesellschaft bzw. deren Toch-

tergesellschaft  belastet  werden,  als  diese  der  Gesellschaft  einen  Nutzen  brächten. 

Aufgrund der  Unvorhersehbarkeit  der  Kursentwicklung sei  eine  Steuerplanung zudem 

unmöglich gewesen, weshalb von vornherein nicht von einer Steuerumgehung ausge-

gangen werden könne.  

Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 13. Oktober 2014 ab.  

C. Am 11. November 2014 erhob die Pflichtige Beschwerde bzw. Rekurs, un-

ter  Wiederholung  des  Einspracheantrags  sowie  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen. 

Die  Begründung  entsprach  im  Wesentlichen  den  Ausführungen  gemäss  Einsprache. 

Weiter wies sie darauf hin, dass das kantonale Steueramt den Verkauf zum Verkehrs-

wert  als  atypische  Vermögensübertragung  betrachte,  hingegen  offen  lasse,  welche 

Folgerungen es daraus ziehe. Die Finanzierung eines Kaufs durch Fremd- und Eigen-

kapital sei nicht unüblich. Das kantonale Steueramt vermenge zudem das Währungsri-

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siko auf dem Verkaufspreis mit dem Risiko auf dem Darlehen. Es handle sich um zwei 

separate  Geschäfte.  Die  Verrechnungspreisgrundsätze  der  OECD  seien  eingehalten. 

Der  Übernahme  des  Währungsrisikos  sei  durch  eine  im  Vergleich  mit  den  Vorgaben 

der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) höhere Verzinsung Rechnung getragen 

worden.  

Das kantonale Steueramt schloss am 17. Dezember 2014 auf Abweisung der 

Rechtsmittel; eventualiter seien die nicht besteuerten Zinserträge von Fr..- (2010) und 

Fr..- (2011) aufzurechnen. Mit Bezug auf die Vorjahre sei ein Konsens über die Frage 

der  Qualifikation  des  Beteiligungsverkaufs  erzielt  worden;  dabei  sei  die  Transaktion 

nicht  als  Verkauf  behandelt  worden,  sondern als  steuerneutrale Übertragung  im  Kon-

zern. Nur deshalb sei der vereinnahmte Darlehenszins zugunsten der Pflichtigen nicht 

berücksichtigt  worden.  Da  diesbezüglich  Konsens  herrsche,  sei  daraus  abzuleiten, 

dass auch die Darlehenshingabe und der damit zusammenhängende Währungsverlust 

nicht  zu  beachten  seien.  Werde  dennoch  von  einem  Verkauf  ausgegangen,  so  halte 

dieser dem Drittvergleich nicht stand, da ein unabhängiger Dritter nie eingewilligt hätte, 

einen  Teil  des  Verkaufspreises  als  EUR-Darlehen  stehen  zu  lassen,  da  er  diesfalls 

neben  dem  Bonitäts-  auch  das  Währungsrisiko  getragen  hätte. Würde  aber  dennoch 

angenommen,  es habe  tatsächlich  ein  Verkauf  stattgefunden,  und werde die Wertbe-

richtigung als geschäftsmässig begründet betrachtet, so seien die steuerlich nicht be-

achteten Zinserträge aufzurechnen.  

Mit Replik vom 23. Januar 2015 wiederholte die Pflichtige die bereits gestell-

ten  Anträge;  eventualiter  sei  im  Einschätzungsentscheid  aufgerechneter  Zinsaufwand 

von Fr..- (2010) und Fr..- (2011) zum Abzug zuzulassen. Zwischen den Parteien habe 

Einigkeit bestanden, dass es sich um einen Verkauf zum Verkehrswert gehandelt ha-

be. Die Pflichtige habe sich nie mit einer steuerneutralen Vermögensübertragung ein-

verstanden  erklärt.  Die  Argumentation  des  Steueramts  sei  widersprüchlich.  Dessen 

Eventualantrag  sei  abzuweisen.  Sollte  aber  die  Streichung  der  Zinseinkünfte  wieder 

rückgängig gemacht werden, müsse dies auch in Bezug auf die ebenfalls korrigierten 

Zinsaufwendungen gelten und seien diese entsprechend dem eigenen Eventualantrag 

zum Abzug zuzulassen. Mit Ergänzung vom 29. Januar 2015 beantragte die Pflichtige 

weiter die Berücksichtigung einer Steuerrückstellung für den Fall der Abweisung ihrer 

Rechtsmittel.  

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Das  kantonale  Steueramt  hielt  mit  Duplik  vom  5.  März  2015  am  Antrag  auf 

Abweisung  fest.  Darin  betonte  es  insbesondere  den  Zusammenhang  des  Währungs-

verlusts mit der gesamten Umstrukturierung. Weiter räumte es ein, dass es nach län-

geren Verhandlungen den Beteiligungsverkauf zum Verkehrswert akzeptiert habe; die-

se  Beurteilung  hänge  indessen  davon  ab,  dass  die  Pflichtige  nicht  entreichert  werde. 

Es folge indessen der Argumentation, dass der Darlehenszinsertrag spiegelbildlich zu 

betrachten sei. Vor diesem Hintergrund werde der Eventualantrag in der Beschwerde-

/Rekursantwort  hinfällig. An  der  Nichtabziehbarkeit  des Währungsverlusts  halte es in-

dessen fest.  

Die ESTV liess sich nicht vernehmen.  

Mit Verfügung vom 30. März 2015 forderte das Steuerrekursgericht die Pflich-

tige auf, den Darlehensvertrag vom 28. November 2008 einzureichen. Diese kam dem 

am 15. April 2015 nach. Das kantonale Steueramt verzichtete auf Vernehmlassung.  

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Streitig  ist  im  vorliegenden  Fall  lediglich  die  Frage  der  aufwandwirksamen 

Verbuchung des Währungsverlusts auf dem Darlehen an die G GmbH. Die im Rahmen 

des  Schriftenwechsels  eventualiter  aufgeworfene  Frage  der  steuerlichen  Behandlung 

der vereinnahmten Darlehenszinsen sowie der geleisteten Schuldzinsen ist nicht mehr 

streitig (vgl. Duplik S. 3). Davon ist im Folgenden auszugehen. 

2.  a)  Fremdwährungspositionen  in  der  Bilanz  lassen  sich nach einer  Vielzahl 

von  Methoden  bewerten  (Martin  Kocher,  Fremdwährungsaspekte  im  schweizerischen 

Steuerrecht, ASA 457, 466 f.). In der handelsrechtlichen Praxis anzutreffen ist ein Me-

thodenmix, indem Aktiven und Verbindlichkeiten mit dem Tageskurs am Bilanzstichtag 

(Jahresendkurs)  und  die  Positionen  der  Erfolgsrechnung  mit  dem  Durchschnittskurs 

des Jahres (Jahresmittelkurs) umgerechnet werden. Im Fall von Wechselkursdifferen-

zen  wird  bei  flüssigen  Mitteln  und  kurzfristigen  Bankschulden  zum  Teil  die  laufende 

Berücksichtigung  von  Verlusten  und  Gewinnen  vertreten.  Im  Übrigen  wird  Wechsel-

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kursverlusten  durch  Wertberichtigungen  oder  Rückstellungen  Rechnung  getragen  

(Art.  63  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14.  Dezem-

ber 1990,  DBG;  vgl.  Art.  669  OR,  Reich/Züger,  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen 

Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 29 N 4 DBG).  

b) Es ist nicht streitig, dass auf dem Aktivdarlehen gegenüber der G GmbH in 

EUR  ein  Wechselkursverlust  von  Fr..-  (2010)  und  Fr. .-  (2011)  eingetreten  ist.  Damit 

wären  an  sich  die  Voraussetzungen  für  die  aufwandwirksame  Bildung  der  entspre-

chenden  Wertberichtigungen  erfüllt.  Die  Vorinstanz  verweigert  diese  indessen  und 

verweist hierzu darauf, dass die Übernahme des Währungsrisikos durch die Pflichtige 

dem Drittvergleich nicht entsprochen habe.  

3.  a)  Die  gegenseitigen  Beziehungen  zwischen  verbundenen  Gesellschaften 

können  sich  auf  einer  vertrags-  bzw.  schuldrechtlichen  Ebene  oder  auf  einer  gesell-

schaftsrechtlichen  Ebene  abspielen.  Ist  ein  Leistungsaustausch  vertragsrechtlich  be-

gründet, stehen sich die Gesellschaften wie gewöhnliche  Marktteilnehmer gegenüber, 

der Leistungsaustausch hat dem so genannten Drittvergleich zu entsprechen. Dagegen 

sind im Beteiligungsverhältnis begründete Transaktionen dem Drittvergleich entzogen; 

auf  gesellschaftsrechtlicher  Ebene  können  solche  einseitige,  nicht  adäquate  Leistun-

gen zu Kapitalentnahmen oder zu Kapitaleinlagen führen.  

b)  Zur  Qualifikation  der  Transaktion  als  solche  unter  gewöhnlichen  Marktteil-

nehmer  sind  die  in  Art.  58  Abs.  1  DBG  bzw.  §  64  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  

8. Juni 1997 (StG) enthaltenen Voraussetzungen einzuhalten. Demgemäss berechnet 

sich der steuerbare Reingewinn einer Aktiengesellschaft aufgrund des Saldos der Er-

folgsrechnung (lit.  a bzw.  Ziff.  1),  erhöht  um  die der  Rechnung  belasteten, geschäfts-

mässig  nicht  begründeten  Aufwendungen,  wie  beispielsweise  verdeckte  Gewinnaus-

schüttungen  oder  geschäftsmässig  nicht  begründete  Abschreibungen  und 

Rückstellungen  (lit.  b  bzw.  Ziff.  2  lit.  b).  Grundlage  für  die  Gewinnermittlung  bilden 

demnach  die  nach  den  handelsrechtlichen  Vorschriften  ordnungsgemäss  geführten 

Bücher  (so  genannte  Massgeblichkeit  der  Handelsbilanz;  Karl  Käfer,  in:  Berner  Kom-

mentar, 1976, Grundlagen N 5.53; Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen 

Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 18 N 22 DBG; Markus Reich, in: Kommentar 

zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. A., 2002, Art. 8 N 23 ff. StHG). Diese 

bleibt  für  die  Steuerbehörden  massgebend,  solange  sie  nicht  gegen  zwingende  Be-

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stimmungen  des  Handels-  oder  Steuerrechts  verstösst  (BGE  119  Ib  111  E.  2c;  BGr, 

21. Juni 2004, 2P.184/2003, E. 2.2, www.bger.ch; Peter Locher, Kommentar zum DBG, 

II. Teil, 2004, Art. 57 N 82 und Art. 58 N 11 ff.).  

Geschäftsmässig  begründet  und damit gestützt  auf  Art.  58  Abs.  1  DBG  bzw. 

§ 64  Abs. 1  Ziff. 2  StG  vom  erzielten  Gewinn  absetzbar  sind  Aufwendungen  dann, 

wenn sie auf Massnahmen beruhen, welche die Unternehmensleitung in guten Treuen 

in  Erfüllung  des  Gesellschaftszwecks  getroffen  hat.  Zu  diesen  zählen  namentlich  alle 

Aufwendungen,  Wertverminderungen  und  Verluste,  deren  Vermeidung  der  Unterneh-

mung  im  Hinblick  auf  die  Erfüllung  ihres  Gesellschaftszwecks  nach  den  Umständen 

des Einzelfalls nicht zumutbar ist. Indessen ist es für die geschäftsmässige Begründet-

heit  einer  Aufwendung  nicht  erforderlich,  dass  sie  für  den  Betrieb  notwendig  oder  im 

Sinn einer rationellen und gewinnorientierten Betriebsführung zweckmässig ist. Unge-

schickte  Dispositionen  sind  ebenso  hinzunehmen  wie  mangelnde  Rentabilität  einer 

Investition  (Kuhn/Brülisauer 

in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  

Band I/1, 2. A., 2002, Art. 24 N 56 ff. StHG).  

Das schweizerische Recht betrachtet jede Gesellschaft als rechtlich selbstän-

diges  Gebilde;  es  besteht  kein  Konzernsteuerrecht  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar  zum  DBG,  2.  A.,  2009,  Art.  49  N  2  f.  DBG  sowie  Kommentar  zum 

Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 54 N 3a StG). Der steuerbare Reingewinn ist für 

jede  Gesellschaft  separat  zu  ermitteln.  Dabei  sind  Rechtsgeschäfte  zwischen  Kon-

zerngesellschaften  zu  den  gleichen  Bedingungen  abzuwickeln,  wie  sie  auch  mit  aus-

senstehenden Dritten vereinbart würden (Prinzip des dealing at arm's length; RB 1985 

Nr. 42 = StE 1985 B 72.13.22 Nr. 4, mit Hinweisen). Bei diesem Drittvergleich sind alle 

konkreten  Umstände  des  zwischen  der  Gesellschaft  und  der  nahestehenden  Gegen-

partei abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen, und es muss davon ausgehend 

bestimmt  werden,  ob  das  Geschäft  in  gleicher  Weise  auch  mit  einem  unabhängigen 

Dritten  abgeschlossen  worden  wäre.  Bloss  ungeschickte  Dispositionen  können  zwar 

für  die  Unternehmung  nachteilig  sein,  ja eine  Entreicherung  derselben  darstellen.  Sie 

sind  indessen steuerlich  nicht  zu  erfassen,  denn  die Gesellschaft  darf  nur für  wirklich 

erzielte Gewinne und nicht für geschäftliche Ungeschicktheiten ihrer Leitung besteuert 

werden. Die Gegenleistung muss der Leistung der Gesellschaft in einem solchen Aus-

mass nicht entsprechen, dass die Gesellschaft von unbeteiligten Dritten in jedem Fall 

eine  höhere  Gegenleistung  verlangen  würde  und  dies  nach  den  Marktverhältnissen 

auch tun könnte (Brülisauer/Poltera, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

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Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 58 N 99 DBG mit Hinweis auf BGr, 26. November 1981 = 

ASA 51, 538 = StR 1983, 285).  

c) Wird der Grundsatz des Drittvergleichs verletzt, ist davon auszugehen, dass 

die Transaktion im Beteiligungsverhältnis begründet war.  

Vorteilszuwendungen  der  Muttergesellschaft  an  die  Tochtergesellschaft  stel-

len  aus  Sicht  der  empfangenden Tochtergesellschaft  Kapitalzuschüsse  dar  (Brülisau-

er/Poltera,  Art.  58  N  208  f.  DBG).  Oberflächlich  betrachtet  erscheint  die  verdeckte  

Kapitaleinlage  als  Gegenstück  zur  verdeckten  Gewinnausschüttung,  denn  die  Mutter-

gesellschaft  wendet  ihrer  Tochtergesellschaft  mit  Rücksicht  auf  das  Beteiligungsver-

hältnis  einen  Vorteil  zu,  den  sie  einer  Drittperson  nicht  zuwenden  würde  (Brülisau-

er/Poltera,  Art.  58  N  218  DBG,  mit  Verweis  auf  Markus  Reich,  Verdeckte 

Vorteilszuwendungen  zwischen  verbundenen  Unternehmen,  ASA  54,  625).  Im  Unter-

schied zur verdeckten Gewinnausschüttung tritt indessen keine Entreicherung der leis-

tenden  Gesellschaft  ein,  da  sie  die  Eigenkapitalbasis  der  Tochtergesellschaft  stärkt 

und  dadurch  ein  angemessenes  Entgelt  erhält,  indem  sich  der  Wert  der  Beteiligung 

erhöht.  

Buchführungsrechtlich  bestehen  wesentliche  Unterschiede  zwischen  der  ver-

deckten  Kapitaleinlage durch  überhöhten  Aufwand  zugunsten  der Tochtergesellschaft 

einerseits  und  durch  Gewinnverzicht  zu  deren  Gunsten  andererseits  (Reich,  S.  626; 

Brülisauer/Poltera,  Art.  58  N  220  f.  DBG;  vgl.  auch  Ernst  Giger,  Die Behandlung  ver-

deckter  Nutzungseinlagen  in  eine  Aktiengesellschaft  bei  den  direkten  Steuern  –  ein 

Diskussionsbeitrag, ASA 76, 265, 269 f.).  

Tätigt das Mutterunternehmen Aufwand im Interesse der Tochtergesellschaft, 

indem es dieser unentgeltlich Projekt- oder Marktstudien, Fahrzeuge, Maschinen usw. 

zum Gebrauch überlässt, so sind die als Aufwand verbuchten Kosten aus buchhalteri-

scher Sicht Ausgaben, welche den Wert der Beteiligung über den Bilanzstichtag hinaus 

verbessern.  Es  handelt  sich  um  aktivierungspflichtige  Anschaffungskosten.  Werden 

diese  statt  dem  Beteiligungskonto  direkt  der  Erfolgsrechnung  belastet,  so  präsentiert 

sich der entsprechende Aufwand bei konsequenter Betrachtungsweise als (verdeckte) 

Abschreibung auf der Beteiligung. Dies gilt auch bei überpreislichem Erwerb von Akti-

ven  von  den  Tochtergesellschaften  mit  nachfolgendem  Abschreibungsbedarf  (Brüli-

sauer/Poltera,  Art.  58  N  221  DBG,  auch  zum  Folgenden).  Dieser  Betrachtungsweise 

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folgt  auch  das  Steuerrecht.  Bei  im  Interesse  der  Tochtergesellschaft  übernommenen 

Kosten sind diese demnach gedanklich zunächst auf dem Beteiligungskonto zu aktivie-

ren und hernach ist zu prüfen, ob die Abschreibung in der Höhe der belasteten Kosten 

geschäftsmässig  begründet  ist.  Liegt  kein  Abschreibungsdarf  vor,  sind  die  getätigten 

Kosten  dem  Saldo  der  Erfolgsrechnung  hinzuzurechnen  und  in  der  Steuerbilanz  als 

besteuerte Abschreibung auf der Beteiligung nachzuführen (Reich, S. 628).  

Verzichtet  das  Mutterunternehmen  hingegen  auf  ein  marktmässiges  Entgelt 

für  erbrachte  Leistungen,  so  kann  dagegen  aus  buchhalterischer  Sicht  nichts  einge-

wendet werden. Steuerrechtlich ist die Frage indessen umstritten (Reich, S. 628; Brüli-

sauer/Poltera, Art. 58 N 225 ff DBG).  

4.  a)  aa)  Gemäss  notariell  beurkundetem  Vertrag  vom  15.  Januar  2009  

verkaufte die Pflichtige der G GmbH die Beteiligung an der C GmbH. Einleitend wurde 

dabei in Lit. C ausgeführt:  

On  November  28,  2008,  the  Seller  and  the  Purchaser  entered  into  an  inter-

group loan agreement (the "Loan Agreement") pursuant to which the Seller has 

agreed to lend to the Purchaser, and the Purchaser has agreed to borrow from 

the Seller, an amount of CHF .- (the "Loan") in order to partly finance the pur-

chase price for the Share under this agreement.  

Lit. D hält sodann fest:  

Pursuant to the Loan Agreement, the Seller has agreed to make available to the 

Purchaser the Loan at the date of completion of this Agreement. 

Gestützt  auf  diese  Feststellungen  kamen  die  Parteien  in  Ziff.  1  des  Vertrags 

überein,  die  Anteile  an  der  Gesellschaft  zu  verkaufen.  Mit  Bezug  auf  den  Kaufpreis 

führen Ziff. 2 und 3 des Vertrags aus:  

2.  The  purchase  price  for  the  Share  shall  amount  to  CHF.-  (the  "Purchase 

Price") whereas CHF.- of the Purchase Price shall be paid by the Purchaser to 

the Seller in accordance with Section 3 below and CHF.- shall be and hereby is 

contributed  by  the  Seller  to  the  Purchaser  and  be  allocated  to  the  capital  re-

serves of the Purchaser.  

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3. CHF .- shall not be paid in cash by the Purchaser to the Seller, instead, the 

Parties agreed to enter into the Loan Agreement, pursuant to which the Seller 

grants  the  Purchaser,  and  the  Purchaser  acknowledges  to  have  received,  the 

Loan.  

bb)  Auf  Auflage  des  Steuerrekursgerichts  reichte  die  Pflichtige  das  erwähnte 

Loan Agreement vom 28. November 2008 ein. Gemäss diesem vereinbarten die Pflich-

tige (als "Lender") und die  G GmbH (als "Borrower"), dass die Pflichtige der letzteren 

ein gruppeninternes Darlehen von Fr. .- gewährt. Aus dem Wortlaut sind folgende Pas-

sagen herauszugreifen:  

It is understood und mutually agreed between the Lender and Borrower that the 

Loan  shall  be  granted  by  the  Lender  as  a  "pass  through  loan"  and  that  the 

terms  and  conditions  set  forth  in  the  Senior  Credit  Facility  Agreement  (the 

"CFA") entered into between E AG and Zürcher Kantonalbank (…) on Septem-

ber 1, 2008, pursuant to which ZKB has granted the Lender a Loan in the ag-

gregate  amount  of  CHF .-,  and to which the  Lender  acceded  after  to  consum-

mation of the acquisition of the Lender by E AG, shall be applied in accordance 

with the effective version of the CFA at any one time.  

Weiter  wurde  festgehalten,  dass  der  Kredit  nicht  ausbezahlt  würde,  sondern 

dass  dieser  bei  Vollzug  des  "Sale  and  Purchase  Agreements"  an  die  Stelle  des  ge-

schuldeten Kaufpreises von Fr. .- treten solle. "By way of crediting the Loan against the 

Purchase Price the Loan is granted to the Borrower by the Lender." 

cc) Zusätzlich besteht ein nicht notariell beurkundeter Darlehensvertrag eben-

falls  vom  15.  Januar  2009  zwischen  der  G  GmbH  als  Kreditnehmerin  und  der  C  AG, 

Gemeinde  D,  als  Kreditgeberin.  Darin  wurde  ein  Darlehensbetrag  von  EUR.-  verein-

bart.  Die  Rückzahlung  erfolgt  "jederzeit  nach  Absprache  unter  den  Parteien".  Weiter 

enthält  der  Vertrag  Bestimmungen  über  Zinssatz,  Zinstermine,  anwendbares  Recht 

und Gerichtsstand.  

dd)  Das  Darlehen  wurde  bei  der  Pflichtigen  in  der  Bilanz  per  31.  Dezem-

ber 2009 mit Fr. .- Mio. eingesetzt (Revisionsbericht 2008/09, S. 5). Gemäss Feststel-

lung des Revisors wurden die Fremdwährungsdarlehen, darunter auch das vorliegend 

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streitige, jeweils zu den historischen Kursen in CHF stehen gelassen, per Jahresende 

jedoch  entsprechend  der Währungsentwicklung  eine  Korrektur  über  das Wertberichti-

gungskonto vorgenommen.  

b)  aa)  In  einem  ersten  Schritt  ist  festzustellen,  dass  die  Pflichtige  mit  Ab-

schluss des notariell beurkundeten Vertrags vom 15. Januar 2009 eine feste Kaufpreis-

forderung gegen die G GmbH in CHF erhalten hat. Diese wurde im Umfang von "CHF 

.-" als Darlehen stehen gelassen, und zwar unmittelbar gestützt auf den bereits beste-

henden  Vorvertrag  vom  28.  November  2008.  Die  Forderung  entstand  unmittelbar  mit 

Vertragsabschluss  (vgl.  Lit.  D  des  Kaufvertrags).  Die  weitern  Modalitäten  der  Darle-

hensgewährung, wie etwa Zinssatz, Zinsdatum, anwendbares Recht ergeben sich ge-

mäss  der  Vereinbarung  vom  28.  November  2009  unmittelbar  aus  den  Bedingungen 

des Darlehens der ZKB an die E AG (the terms and conditions set forth in the Senior 

Credit  Facility  Agreement  entered  into  between  E  AG  and  Zürcher  Kantonalbank  … 

shall  be  applied  …  at  any  one  time).  Wie  bereits  erwähnt,  ging  es  im  Wesentlichen 

darum,  dieses  Darlehen  auf  die  untergeordneten  Gesellschaften  des  Kaufobjekts  zu 

verteilen ("debt push down"), weshalb eine Gewährung zu denselben Bedingungen auf 

der Hand liegt. Mithin bedurfte es mit Unterzeichnung des Vertrags an sich keiner wei-

teren Vereinbarungen über die Darlehensgewährung mehr, sondern hatte die Pflichtige 

damit unmittelbar eine Forderung in CHF erhalten. 

Damit  stellt  sich  die  Frage  nach  dem  Zweck  der  zweiten  Vereinbarung  vom 

15. Januar 2009, in welcher der Darlehensbetrag in EUR aufgeführt ist. Darin wird auf 

den am gleichen Tag  abgeschlossenen  Kaufvertrag  und  insbesondere  auf  die bereits 

bestehende Darlehensforderung von Fr. Mio. mit keinem Wort Bezug genommen. Auch 

wird  der  Erhalt  des  Darlehens  nirgends  quittiert.  Zudem  ist  der  Name  der  Pflichtigen 

nicht  korrekt  aufgeführt  ("H  AG"  statt  "C  AG").  In  Anbetracht  des  hohen  Geldbetrags 

erweckt schon die nachlässige Redaktion dieses Vertrags Zweifel, ob er den gleichen 

Stellenwert  aufweist  wie  der  notariell  verurkundete Kaufvertrag  vom  selben  Tag.  Dar-

über  hinaus  verwundert,  weshalb  denn  nicht  bereits  im  notariell  beurkundeten  Ver-

kaufsvertrag der durch das Darlehen finanzierte Anteil des Verkaufspreis in EUR fest-

gesetzt  wurde,  bzw.  darin  nur  der  Vorvertrag  vom  28.  November  2008,  nicht  aber 

dieser  Darlehensvertrag  erwähnt  wird.  Dies  lässt  zumindest  darauf  schliessen,  dass 

die zweite Vereinbarung erst nach dem Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Stellt man 

auf die Sachdarstellung der Pflichtigen ab, wonach sich der zweite Vertrag tatsächlich 

auf  das  Darlehen  aus  dem  Kaufvertrag  bezog,  ist  demnach  eine  bereits  bestehende 

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Forderung  in  CHF  durch  eine  solche  in  EUR  ersetzt  worden.  Zivilrechtlich  ist  dieser 

Vorgang  als  eine  Novation  zu  beurteilen,  indem  eine  bestehende  Schuld  durch  Be-

gründung einer neuen getilgt wurde (vgl. Art. 116 Abs. 1 OR).  

bb)  Indessen  wäre  ein  unabhängiger  Dritter  unter  den  damaligen  Verhältnis-

sen  nicht  zu  dieser  Novation  bereit  gewesen.  Mit  dem  Vorgehen  hat  die  Pflichtigen 

nämlich  zugunsten  ihrer  Tochtergesellschaft  ein  erhöhtes  Währungsrisiko  übernom-

men, ohne dass hierzu eine rechtliche Verpflichtung bestand. Zudem führte bereits die 

Darlehensgewährung anfangs 2009 zu einem massiven Klumpenrisiko. Gemäss Bilanz 

per 31. Dezember 2009 betrugen die Aktiven (ohne Fusionsverlust) rund Fr. Mio. und 

belief sich damit die kreditierte Kaufpreissumme von Fr. Mio. auf rund 55% der realen 

Aktiven.  Das  Total  des  Fremdkapitals  betrug  rund  Fr.  Mio.,  die  Pflichtige  war  mithin 

massiv  überschuldet.  Vor  diesem  Hintergrund  ist  die  unnötige  Übernahme  des  Wäh-

rungsrisikos aus der Sicht eines unabhängigen Dritten nicht nachvollziehbar.  

Dieser Schluss wird weiter untermauert, wenn die weiteren Hintergründe in die 

Beurteilung  einbezogen  werden.  Die  Darlehensverhältnisse  stehen  in  engem  Zusam-

menhang mit der Übernahme der Pflichtigen selbst durch die E AG bzw. durch die da-

hinterstehenden Investoren. Die hierzu verwendete Akquisitionsstruktur bestand darin, 

dass die Zielgesellschaft (die Pflichtige) über eine Erwerbsgesellschaft (die  E AG) er-

worben und anschliessend fusioniert wurde, mit daraus folgendem so genannten "Debt 

Push-Down".  Dabei  wird  das  notwendige  Fremdkapital  von  der  Erwerbsgesellschaft 

aufgenommen,  die  Mittel  für  die  Tilgung  und  Zinsleistung  werden  indessen  von  der 

Zielgesellschaft erwirtschaftet. Zu diesem Zweck werden die Erwerbs- und die Zielge-

sellschaft  nach  der  Akquisition  fusioniert,  sodass  der  operative  Cashflow  der  Zielge-

sellschaft  direkt  zur  Leistung  der  Zinsen  und  Tilgung  der  Schuld  verwendet  werden 

kann. Nach der steuerlichen Praxis können bei diesem Vorgehen die Fremdkapitalzin-

sen  nach  erfolgter  Fusion  nicht  steuerwirksam  abgezogen  werden,  was  vorliegend 

denn auch gar nicht mehr streitig ist. Bei dieser Sachlage war für die Pflichtige die zu-

verlässige Absicherung des von der ZKB erhaltenen Darlehens für ihre eigene Existenz 

unerlässlich.  Da  dieses  in  CHF  gewährt  worden war,  lag  es  auf  der  Hand,  dass  eine 

Verteilung  der  Schuld  auf  die  Untergesellschaften  spiegelbildlich  erfolgen  sollte.  Das 

freiwillige Übernehmen von zusätzlichen Risiken auf dem weitergereichten Darlehens-

anteil  hingegen  ist  geradezu  existenzbedrohend,  zumal  das  streitige  Währungsrisiko 

nicht  einmal  abgesichert  wurde.  Die  Tragung  eines  Teils  des  Finanzierungskredits 

durch  die  Tochtergesellschaft  entsprach  zudem  den  ursprünglichen  Absichten  (vgl. 

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Ausführungen  zur  Kaufpreisallokation  im  Schreiben  vom  13.  Dezember 2013).  Am 

grundlegenden Missverhältnis ändert nichts, dass die Kreditgewährung an die Tochter-

gesellschaft  mit  Bezug  auf  die  sonstigen  Konditionen  (Zins)  vom  Steueramt  nicht  be-

anstandet wird. Aus all diesen Umstände ist der Schluss zu ziehen, dass das Vorgehen 

der  Pflichtigen  nicht  der  eigentlichen  Geschäftstätigkeit  entsprang,  sondern  allein  im 

Beteiligungsverhältnis begründet war.  

Hinzu  kommt,  dass  entgegen  der  Auffassung  der  Pflichtigen  auch  der  Leis-

tungsaustausch  im  Kaufvertrag  vom  15.  Januar  2009  dem  Drittvergleich  nicht  ent-

sprach. Gemäss diesem wurde vom Kaufpreis von Fr..- ein Anteil von Fr. .- als Kapital-

einlage der  Pflichtigen  in die  G  GmbH  vereinbart,  d.h.  die Käuferin musste  in diesem 

Umfang keine Gegenleistung erbringen. Ein Verkauf zu diesen Bedingungen wäre un-

ter  unabhängigen  Dritten  schlechterdings  unmöglich,  da  er  ein  Beteiligungsverhältnis 

voraussetzt.  Dies  verdeutlicht  umso  mehr,  dass  die  gesamte  Transaktion  im  Beteili-

gungsverhältnis begründet war.  

In  die  gleiche  Richtung  weist  sogar  das  Argument  der  Pflichtigen,  dass  ge-

mäss  einer  langjährigen  Praxis  der  Gruppe  bei  konzerninternen  Transaktionen  das 

Stammhaus das Währungsrisiko zu tragen habe, und gemäss dieser Praxis gruppenin-

terne Darlehen in der Lokalwährung der jeweiligen Tochtergesellschaft vergeben wür-

den.  Dabei  handelt  es  sich  um  eine  konzerninterne  Praxis,  welche  für  den  Vergleich 

über  das  Vorgehen  unter  unabhängigen  Dritten  nichts  hergibt.  Überdies  räumt  die 

Pflichtige  selber  ein,  dass  bei  Verkäufen  an  unabhängige  Dritte  soweit  möglich  das 

Währungsrisiko  auf  den  Käufer  überwälzt  wird,  was  je  nach  Marktmacht  zu  tieferen 

Preisen  führen  kann.  Nachdem  im  vorliegenden  Fall  mit  Abschluss  des  Kaufvertrags 

bereits eine Kaufpreisforderung in CHF bestand, kann die Marktmacht der Käuferin von 

vornherein keine nachfolgende Übernahme des Währungsrisiko durch die Pflichtige als 

Verkäuferin rechtfertigen.  

c)  Die  Begründung  und  die  Umwandlung  der  Schuld  von  CHF  in  EUR  ent-

spricht somit nicht dem Drittvergleich. Dies bedeutet indessen noch nicht, dass damit 

auch  die  –  isoliert  betrachtet  unstreitig  gerechtfertigte  –  Wertberichtigung  als  ge-

schäftsmässig  nicht  begründet  aufzurechnen  wäre.  Vielmehr  ist  einzig  zu  schliessen, 

dass diese Transaktion aus Sicht des Beteiligungsverhältnisses zwischen der Pflichti-

gen und ihrer Tochtergesellschaft zu beurteilen ist.  

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Durch  Übernahme  des  Währungsrisikos  für  die  Dauer  des  Bestandes  des 

Darlehens  hat  die  Pflichtige  gegenüber  ihrer  Tochtergesellschaft  eine  Leistung  er-

bracht,  welche  im  Beteiligungsverhältnis  begründet  war.  Dies  hat  zur  Folge,  dass  sie 

allfällige  Währungsverluste  tragen  musste,  während  die  Tochtergesellschaft  im  Ver-

gleich zur ursprünglichen Schuld in CHF einen Währungsgewinn erzielte. Im Ergebnis 

liegt  es  deshalb  nahe,  den  Fall  gleich  zu  behandeln  wie  den  Fall  eines  überhöhten 

Aufwands zugunsten der Tochtergesellschaft (vgl. E. 3.c). Alternativ lässt sich die Situ-

ation  auch  vergleichen  mit  einem  teilweisen  Forderungsverzicht  durch  die  Mutterge-

sellschaft,  indem  sie durch Umwandlung  der  ursprünglichen  Schuld  von  CHF in  EUR 

die  Schuldverpflichtung  herabsetzte.  Mithin  ist  der  Währungsverlust  auf  dem  Beteili-

gungskonto zu aktivieren und ist zu prüfen, ob dort die Abschreibung in der Höhe der 

belasteten Kosten geschäftsmässig begründet ist. Liegt kein Abschreibungsdarf vor, ist 

der  getätigte  Aufwand  dem  Saldo  der  Erfolgsrechnung  hinzuzurechnen  und  in  der 

Steuerbilanz  als  besteuerte  Abschreibung  auf  der  Beteiligung  nachzuführen.  Vorlie-

gend ist kein Abschreibungsbedarf  auf  dem  Beteiligungskonto ersichtlich,  weshalb es 

mit  der  Aufrechnung  sein  Bewenden  hat.  Damit  ist  der  vorinstanzliche  Entscheid  in 

diesem Punkt zu bestätigen.  

5. Für den damit eingetretenen Fall beantragt die Pflichtige, es sei für die zu-

sätzlichen Steuern aufwandmindernd eine Steuerrückstellung zuzulassen.  

a) Zum geschäftsmässig begründeten Aufwand juristischer Personen gehören 

gemäss Art. 59 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 65 Abs. 1 lit. a StG auch Steuern. Abzugsbe-

rechtigt sind die bezahlten und/oder geschuldeten Steuern von Bund und Kanton sowie 

des  Auslands (Steuerbussen  ausgenommen).  Nach  dem  Imparitätsprinzip  dürfen  Ge-

winne erst  im  Zeitpunkt der  Realisation  erfasst werden,  während  Vermögensabgänge 

ohne Gegenleistung bereits im Zeitpunkt, in dem sie erkennbar sind, bzw. spätestens 

bei der folgenden Bilanzerstellung berücksichtigt werden müssen. Für im Zeitpunkt der 

Bilanzerstellung  noch  nicht  veranlagte,  aber  gleichwohl  geschuldete  Steuern  sind  da-

her Rückstellungen zu bilden.  

Nach einem neuen Entscheid des Bundesgerichts haben die Steuerbehörden 

bei Aufrechnungen von Amts wegen die Steuerrückstellung zu erhöhen (19. Dezember 

2014,  2C_1218/2013  bzw.  2C_1219/2013  E.  5.5).  Damit  ist  die  abweichende  frühere 

Praxis  im  Kanton  Zürich  überholt  (RB  1999  Nr.  141  =  ZStP  2000,  31;  Rich-

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ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  §  65  N 6  StG).  Gestützt  auf  diese  neue  höchstrichterliche 

Rechtsprechung ist die beantragte Steuerrückstellung zu gewähren.  

b) aa) Gemäss dem Berechnungstool auf der Webseite des kantonalen Steu-

eramts (www.steueramt.zh.ch) ergibt sich für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2010 eine 

Steuerrückstellung  von  Fr.  .-.  Ein  Beteiligungsabzug  ist  für  diese  Steuerperiode  nicht 

zu berücksichtigen. Dies ergibt folgende neuen Faktoren:  

bb)  Bei  der  Steuerperiode  1.1.2011  -  31.12.2011  müssen  aufgrund  des  ma-

thematischen  Abhängigkeit  von  Steuerrückstellung  und  Beteiligungsabzug  diese  bei-

den  Faktoren  iterativ  berechnet  werden.  Der  Beteiligungsabzug  beträgt  demnach 

37,149%.  

cc)  Das  Eigenkapital  ist  trotz  der  streitigen  Aufrechnungen  weiterhin  negativ, 

weshalb sich Ausführungen zu dessen Berechnung erübrigen und für die Staats- und 

Gemeindesteuern auf das einbezahlte Aktienkapital abzustellen ist (§ 79 Abs. 2 StG).  

6. Gestützt auf diese Erwägungen sind die Beschwerde bzw. der Rekurs teil-

weise  gutzuheissen.  Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  den  Parteien 

anteilsmässig  aufzuerlegen  (Art.  144  Abs.  1  DBG  und  §  151  Abs.  1  StG).  Aufgrund 

ihres  überwiegenden Unterliegens  ist  der  Pflichtigen keine  Parteientschädigung  zuzu-

sprechen  (Art.  144  Abs.  4  DBG  i.V.m.  Art.  64  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  das 

Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  bzw.  §  152  StG  i.  V.  m.  § 17  Abs. 2 

des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin wird für die 

direkte Bundessteuer wie folgt veranlagt: 

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2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrentin  wird  für  die  Staats-  und 

Gemeindesteuern wie folgt eingeschätzt: 

[…] 

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