# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1cfd59b-a4cd-5848-8528-d8abd78f9df2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.02.2015 200 2013 1085
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1085_2015-02-25.pdf

## Full Text

200 13 1085 IV
SCP/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Februar 2015

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) meldete sich am 18. Mai 2007 bei der Sozialversicherungsanstalt des 
Kantons J.________ (SVA J.________, IV-Stelle) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort-
beilage [AB] 8.1/58-64). Diese wies das Leistungsbegehren mit unange-
fochten gebliebener Verfügung vom 27. Oktober 2008 (AB 8.1/1 f.) ab.

Am 20. September 2010 stellte die Versicherte unter Hinweis auf psychi-
sche Probleme, Depressionen, Migränen und «Verfolgungswahn» bei der 
IVB ein neues Leistungsgesuch (AB 2). Die IVB liess sie psychiatrisch be-
gutachten (AB 29.1) und gewährte Integrationsmassnahmen (AB 55, 63, 
66, 71). In der Folge stellte sie der Versicherten gestützt auf eine psychia-
trische Verlaufsbegutachtung (AB 78) mangels eines invalidisierenden Ge-
sundheitsschadens mit Vorbescheid vom 27. September 2013 (AB 79) die 
Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand 
(AB 84) verneinte die IVB mit Verfügung vom 7. November 2013 (AB 86) 
entsprechend dem Vorbescheid einen Anspruch auf Leistungen der Invali-
denversicherung.

B.

Mit Eingabe vom 5. Dezember 2013 erhob die Versicherte Beschwerde. 
Sie beantragt sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und ihr seien Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen; gleich-
zeitig ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Dezember 2013 schloss die Be-
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 17. Februar 2015 hiess der Instruktionsrichter das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege, im Sinne einer vorläufigen Befreiung 
von der Kosten- und Vorschusspflicht, gut.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. November 2013 
(AB 86). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invali-
denversicherung, insbesondere auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 
tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 

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der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung. Hinsichtlich des Anspruchs auf eine In-
validenrente oder andere Dauerleistungen gilt es somit zunächst zu prüfen, 

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ob im Vergleich zur Sachlage, wie sie der Leistungsablehnung im Jahr 
2008 (AB 8.1/1 f.) zugrunde lag, im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 7. November 2013 (AB 86) in den tatsächlichen Verhältnis-
sen eine erhebliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hievor). Gegebenenfalls ist ansch-
liessend der Leistungsanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht 
allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsbe-
rechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bin-
dung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.2 Die SVA J.________ (AB 8.1/58-64) wies das Leistungsgesuch mit 
Verfügung vom 27. Oktober 2008 (AB 8.1/1 f.) nach durchgeführtem Mahn- 
und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf 
die Akten ab. Einzig die behandelnde Dr. med. B.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, hatte eine Arbeitsunfähigkeit attestiert, 
wobei sie aufgrund einer letzten Konsultation vom 20. Februar 2007 als 
Diagnose eine seit zirka Oktober 2006 bestehende Depression mit teilwei-
se psychotischer Realitätsverkennung stellte (AB 8.1/27-31). Eine Empfeh-
lung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), die medizinische Aktenla-
ge zu aktualisieren (AB 8.1/4 f.), scheiterte an der Mitwirkung der Be-
schwerdeführerin.

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 7. November 2013 (AB 86) ba-
siert in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten von Dr. 
med.  C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
18. März 2011 (AB 29.1) bzw. seiner Verlaufsexpertise vom 22. August 
2013 (AB 78). Bezüglich des somatischen Gesundheitszustandes stützt 
sich die Beschwerdegegnerin offenbar auf die Aktenbeurteilung des RAD-
Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
vom 20. Juli 2011 (AB 35).

3.3.1 Gestützt auf die erste psychiatrische Exploration vom Februar 2011 
(AB 29.1) diagnostizierte Dr. med. C.________ eine depressive Störung, 
derzeit leichten Grades, als Reaktion auf Trennung und eine schwierige 
Lebenssituation (ICD-10: F32.0). Er erklärte, vorwiegend seien psychoso-
ziale Faktoren (Trennung, Entwurzelung, Arbeitslosigkeit, finanzielle 

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Schwierigkeiten, Abhängigkeit vom Sozialdienst) dafür verantwortlich, dass 
die Beschwerdeführerin niedergedrückt und leicht depressiv sei. Er attes-
tierte sowohl für die angestammte als auch eine Verweisungstätigkeit eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei eine leicht verminderte Leistungsfähigkeit 
(unter 20 %) bestehe.

Im Verlaufsgutachten vom 22. August 2013 (AB 78) vermerkte Dr. med. 
C.________ als Diagnosen wiederum eine derzeit leichtgradige rezidivie-
rende depressive Störung (ICD-10: F33.0), sowie eine Entwurzelungspro-
blematik und unzulängliche soziale Fertigkeiten (ICD-10: Z73.4). Er gab 
unter anderem an, im Vergleich zur Vorbegutachtung habe sich keine signi-
fikante Verschlechterung des Gesundheitszustandes ergeben, die damals 
festgestellten psychosozialen Faktoren seien immer noch aktiv. Im Sommer 
bzw. Herbst 2011 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden 
(Hospitalisation im Zentrum K.________ der Psychiatrischen Dienste 
L.________), auch die behandelnden Ärzte hätten eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit bzw. eine 80%ige Arbeitsfähigkeit im geschützten Rahmen attes-
tiert, die psychosozialen Faktoren seien jedoch nicht als solche bewertet 
worden. Mit Ausnahme der Zeit der teilstationären und stationären Behand-
lung sei die Arbeitsfähigkeit seit der ersten Begutachtung gleich geblieben. 
Sowohl in der bisherigen als auch in einer Verweisungstätigkeit sei die Be-
schwerdeführerin – mit einer leichten Leistungsminderung (unter 20 %) – 
uneingeschränkt arbeitsfähig.

3.3.2 In somatischer Hinsicht diagnostizierte Dr. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH sowie Hämatologie FMH, eine 
chronische Vitamin B12- bzw. Eisenmangelanämie sowie Heuschnupfen 
und Asthma. Zur Begründung einer verminderten Arbeitsfähigkeit verwies 
er auf die depressionsbedingte Antriebsstörung (AB 17). Dr. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH sowie 
Gastroenterologie FMH, subsumierte eine festgestellte Autoimmungastritis 
mit Vitamin B12-Mangel unter die Diagnosen ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit (AB 19/7). Der RAD-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, erachtete unter Berücksichtigung der 
Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ in seiner 
Stellungnahme vom 20. Juli 2011 (AB 35) eine körperlich leichte und 

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wechselbelastende Tätigkeit in staubfreier Umgebung während zweimal 
vier Stunden täglich für zumutbar.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.4.2 Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). Sache des 
(begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 
beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu 
erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte 
nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 9

Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 
193 E. 3.2 S. 195).

3.5

3.5.1 Was den somatischen Gesundheitszustand anbelangt, ergeben sich 
anhand der medizinischen Aktenlage keine Anhaltspunkte für eine 
relevante Einschränkung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit, 
was auch die Beschwerdeführerin anzuerkennen scheint. Diesbezüglich ist 
in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass unter Beachtung des von Dr. med. 
D.________ formulierten Zumutbarkeitsprofils (AB 35/1) eine 100%ige 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit besteht.

3.5.2 Betreffend den psychischen Gesundheitszustand erfüllen die 
gutachterlichen Beurteilungen von Dr. med. C.________ (AB 29.1, 78) die 
vorerwähnten (vgl. E. 3.4 hievor) höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
und erbringen damit vollen Beweis. Die nachvollziehbaren und 
überzeugenden Schlussfolgerungen des Gutachters berücksichtigen die 
vollständige Anamnese und basieren auf den Erkenntnissen aus den 
insgesamt vier klinischen Explorationsgesprächen (AB 29.1/2, 78/2). Die 
seitens der Beschwerdeführerin sinngemäss vorgebrachte Kritik, die Dauer 
der Untersuchungen sei zu kurz ausgefallen (vgl. Beschwerde S. 1), 
verfängt nicht. Die Untersuchungsdauer wurde mit 135 Minuten (am 16. 
und 24. Februar 2011; AB 29.1/2) bzw. 90 Minuten (am 4. und 12. Juni 
2013; AB 78/2) dokumentiert und war der Fragestellung und der zu beurtei-
lenden Psychopathologie angemessen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). 

Die von Dr. med. C.________ erhobenen Befunde korrelieren weitgehend 
mit den Feststellungen der behandelnden Ärzte und divergierende 
Einschätzungen, die geeignet wären, den Beweiswert der 
monodisziplinären Administrativgutachten zu erschüttern, bestehen keine. 

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So konnten die Dres. med. G.________ und H.________, beide Fachärzte 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, keine Angaben über den 
aktuellen Gesundheitszustand machen, sie wiesen aber auf bereits früher 
bestehende psychosoziale Belastungsfaktoren (Ehekonflikt) hin (AB 12/1, 
14/1, 21/4). Der Gutachter setzte sich kritisch mit den abweichenden 
diagnostischen Beurteilungen weiterer behandelnder Ärzte auseinander. 
Dabei stellte er die seitens der Psychiatrischen Dienste L.________ im 
Austrittsbericht 8. Februar 2012 (AB 51) diagnostizierte paranoide 
Schizophrenie (ICD-10: F20.0) sowie die im Bericht der Psychiatrischen 
Dienste L.________ vom 5. März 2012 (AB 59) vermerkte und auch von 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
postulierte (AB 70/2 Ziff. 1.1) schizoaffektive Störung (ICD-10: F25.1) in 
Frage (AB 78/14 f. lit. G). Dies vermag insoweit nicht restlos zu 
überzeugen, als Dr. med. I.________ hierzu mit Blick auf die 
diagnostischen Leitlinien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Interna-
tionale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch 
diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 152) an sich nachvollziehbar 
erläuterte, dass bei solchen Störungen zwar sowohl affektive als auch 
schizophrene Symptome aufträten, diese aber weder die Kriterien für 
Schizophrenie noch für eine depressive oder manische Episode erfüllten 
(AB 70/5 Ziff. 1.7). Wie es sich damit letztlich verhält, braucht nicht 
abschliessend geklärt zu werden, denn für die vorliegend streitigen 
Belange kommt es auf die aus fachärztlicher Sicht aufgrund der 
vorhandenen Psychopathologie ableitbare Beeinträchtigung des 
funktionellen Leistungsvermögens und nicht auf deren diagnostische 
Einordnung an. In dieser Hinsicht ist zu konstatieren, dass die 
Einschätzungen der Dres. med. C.________ und I.________ im 
Wesentlichen kongruieren und somit von einer um höchstens 20 % 
verminderten Leistungsfähigkeit auszugehen ist. Im Übrigen wäre eine 
allenfalls bestehende schizoaffektive Erkrankung im Rahmen einer 
psychopharmakologischen und kognitiv-verhaltenstherapeutischen 
Behandlung therapierbar (AB 70/5 Ziff. 1.7; BENKERT/HIPPIUS, Kompendium 
der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 10. Aufl. 2015, S. 288 ff. Ziff. 
3.4.3). Aus der rein diagnostischen Kontroverse zwischen dem amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten einerseits und dem therapeutisch 
tätigen Dr. med. I.________ andererseits vermag die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 11

damit nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (vgl. Beschwerde S. 1; vgl. auch 
SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

Soweit die Beschwerdeführerin als Argument gegen das Bestehen einer 
leichten depressiven Episode schliesslich vorbringt, sie sei mehrmals 
(teil-)stationär behandelt worden (vgl. Beschwerde S. 1; AB 84/2), wurde 
dieser anamnestische Aspekt von Dr. med. C.________ berücksichtigt. Er 
ging von einem Status nach rezidivierender depressiver Störung schwere-
ren Grades, mit fraglichen psychotischen Elementen, aus (AB 78/16 lit. H 
Ziff. 1) und anerkannte betreffend die Hospitalisation im Psychiatrischen 
Dienst L.________ im Sommer bzw. Herbst 2011 das Bestehen einer Ar-
beitsunfähigkeit (AB 78/17 lit. H Ziff. 6).

3.6 Nach dem vorstehend Dargelegten ist in tatsächlicher Hinsicht nach 
dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass die Beschwerdeführerin bis 
zum hier relevanten Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (vgl. BGE 130 
V 138 E. 2.1 S. 140) hauptsächlich an einer leichtgradigen depressiven 
Episode einer rezidivierenden depressiven Störung litt (ICD-10: F32.0). 
Dies als Reaktion auf die Trennung von ihrem Ehegatten sowie einer 
schwierigen Lebenssituation bzw. vor dem Hintergrund einer Entwurze-
lungsproblematik und unzulänglichen sozialen Fähigkeiten (ICD-10: Z73.4). 
Aus medizinischer Sicht bestand eine leichte Leistungsminderung (unter 
20 %) bei uneingeschränkter Präsenzzeit. Im Rahmen der (teil-)stationären 
Behandlungen im Sommer bzw. Herbst 2011 lagen schwerergradige de-
pressive Episoden vor, welche eine Arbeitsunfähigkeit begründeten. Zwar 
steht nach den Ausführungen von Dr. med. C.________ fest, dass zwi-
schen den beiden Administrativbegutachtungen keine signifikante Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes eintrat (AB 78/15 lit. G), wie sich 
der medizinische Verlauf ab der ursprünglichen Verfügung vom 27. Oktober 
2008 (AB 8.1/1 f.) entwickelte, lässt sich jedoch nur schwerlich beurteilen, 
da die erstmalige Anspruchsprüfung aufgrund der verletzten Mitwirkungs-
pflicht nicht auf einer umfassenden tatsächlichen Entscheidgrundlage ba-
sierte. Die Feststellung eines Revisionsgrundes im Rahmen der Neuan-
meldung (vgl. E. 2.4 hievor) ist bei dieser Ausgangslage nicht erforderlich, 
zumal sich anhand der freien Prüfung – wie aufzuzeigen sein wird – ohne-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 12

hin kein Gesundheitsschaden ergibt, der Anspruch auf Leistungen der Inva-
lidenversicherung begründet.

Bezüglich der vom psychiatrischen Gutachter bescheinigten Leistungsein-
schränkung gilt es zu berücksichtigen, dass es – auch bei Depressionen – 
keineswegs allein Sache des Arztes ist, abschliessend und verbindlich zu 
entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer im Sozialver-
sicherungsrecht anerkannten andauernden Arbeitsunfähigkeit führt, zumal 
zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit keine Korrela-
tion besteht und die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine 
hohe Variabilität aufweist sowie unausweichlich Ermessenzüge trägt (vgl. 
E. 3.4.2 hievor; BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195; SVR 2014 Nr. 34 S. 124 
E. 3.1). Es ist deshalb nachfolgend im Rahmen einer rechtlichen Würdi-
gung zu beurteilen, ob unter sozialversicherungsrechtlichen Gesichtspunk-
ten ein relevanter Gesundheitsschaden vorliegt bzw. welche Arbeitsleistun-
gen der Beschwerdeführerin noch zugemutet werden können.

4.

4.1 Im Rahmen der juristischen Beurteilung der noch zumutbaren Ar-
beitsleistung ist zu beachten, dass es zur Annahme einer Invalidität in je-
dem Fall ein medizinisches Substrat braucht, das (fach)ärztlicherseits 
schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Psychosoziale und soziokultu-
relle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom medizinisch objektivierbaren 
Leiden trennen. Trotzdem können solche äusseren Umstände nicht als 
gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des Gesetzes verstanden 
werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber klar zwischen der 
versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) Gesundheitsscha-
dens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-
stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-
recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 13

tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 
soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

4.2 Die Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewäl-
tigung – hier in Form von einer Entwurzelungsproblematik und unzulängli-
cher sozialen Fertigkeiten (ICD-10: Z73.4; AB 78/13 lit. F) – stellen als 
Z-codierte Diagnose keine rechtserhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung 
dar (vgl. Entscheid des BGer vom 6. November 2012, 9C_437/2012, 
E. 3.3) und sind im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext von vornher-
ein unbeachtlich.

Was die Depression anbelangt, werden nach der Rechtsprechung selbst 
mittelgradig ausgeprägte Episoden regelmässig nicht als von depressiven 
Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im 
Sinne eines verselbstständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es 
der betroffenen Person verunmöglichte, die Folgen der bestehenden 
Schmerzproblematik zu überwinden. Daran ändert nichts, wenn die 
depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven 
Störung (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 176 ff.) diagnostiziert 
worden ist (vgl. Entscheid des BGer vom 26. Juni 2014, 8C_104/2014, 
E. 3.3.4). 

4.3 Vorliegend basiert die gutachterliche Einschätzung der 
Leistungseinschränkung in Übereinstimmung mit der Aktenlage auf den 
Feststellungen, dass die Beschwerdeführerin an depressiven 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 14

Verstimmungen leidet, welche durch die Ehetrennung ausgelöst wurden 
und durch die Probleme im Zusammenhang mit der beruflichen sowie 
sozialen Integration im Sinne eines Entwurzelungs- und Heimwehsyndroms 
bestimmt bzw. unterhalten werden. Diesbezüglich ist exemplarisch auf die 
Ausführungen im Verlaufsgutachten vom 22. August 2013 hinzuweisen, 
wonach es der Explorandin deutlich besser ginge, wenn sie ihren Ehemann 
wieder hätte, mehr Geld zur Verfügung stünde, sie in ihre Heimat reisen 
und in den hiesigen Verhältnissen besser integriert wäre (AB 78/16 lit. G). 
In dieselbe Richtung zielte bereits die in der Expertise vom 18. März 2011 
festgehaltene fremdanamnestische Einschätzung der Beiständin 
(AB 29.1/10 lit. E). Wenngleich Dr. med. C.________ diese im Vordergrund 
stehenden soziokulturellen und psychosozialen Belastungsfaktoren bei der 
Beurteilung der Leistungseinschränkung ausklammerte, kann daraus nicht 
ohne weiteres geschlossen werden, es liege ein invalidisierender 
Gesundheitsschaden vor, denn es wurden keine klinischen Befunde 
erhoben, die nicht mit der belastenden Lebenssituation zu erklären wären. 
Damit kann unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
(vgl. E. 4.1 f. hievor) aus rechtlicher Sicht nicht unbesehen der 
aktenkundigen invaliditätsfremden Belastungsfaktoren auf die gutachterlich 
bescheinigte (höchstens) 20%ige Leistungseinschränkung abgestellt 
werden, obwohl diese aus rein medizinsicher Sicht durchaus zutreffend 
sein mag (so oder anders würde aus der geringen Einschränkung im 
erwerblichen Bereich aber kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 
resultieren [vgl. E. 2.3 hievor]). Während den verschiedenen (teil-
)stationären Behandlungen (AB 84/2) bestand teilweise eine höhergradige 
depressive Episode. Selbst wenn diese Episoden jeweils eine 
schwergradige Ausprägung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit erreicht 
hätten (was nicht erstellt ist), hätte die Beschwerdeführerin damit das 
Wartejahr bezüglich eines Rentenanspruchs im Sinne von Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG nicht bestanden. Auch der Eintritt eines anderweitigen leistungs-
spezifischen Invaliditätsfalles (vgl. Art. 4 Abs. 2 IVG; BGE 137 V 417 
E. 2.2.3 S. 422, 126 V 461 E. 1 S. 461) ist nicht ausgewiesen.

Die Beschwerdegegnerin verneinte demnach mit Verfügung vom 7. No-
vember 2013 (AB 86) zu Recht einen Anspruch auf Invalidenversicherungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 15

leistungen, womit sich die hiergegen erhobene Beschwerde vom 5. De-
zember 2013 als unbegründet erweist und abzuweisen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 16

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und grundsätzlich der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Da mit Verfügung vom 17. Februar 2015 das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen wurde, wird die Beschwerdefüh-
rerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald sie innert zehn Jahren nach Ab-
schluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der Lage ist – von der Zah-
lungspflicht betreffend die Verfahrenskosten befreit.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2015, IV/13/1085, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.