# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 422de3a7-3518-5e27-9d16-20eaf3158fa5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2012 D-4070/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4070-2011_2012-01-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­4070/2011

U r t e i l   v om   2 7 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

Parteien A._______, geboren (…),
Sri Lanka,
c/o schweizerische Vertretung in Colombo, Sri Lanka,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 25. Mai 2011 / N .

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer,  ein  aus  M._______  (Central  Province) 
stammender  srilankischer  Staatsangehöriger  singhalesischer  Ethnie, 
ersuchte erstmals mit Schreiben vom 5. April 2010 an die Schweizerische 
Botschaft in Colombo um Asyl in der Schweiz.

B. 

B.a. Am 17. Juni 2010 hörte die Schweizerische Vertretung  in Colombo 
den  Beschwerdeführer  zu  seinen  Asylgründen  an  und  überwies 
anschliessend  die  Akten  dem  BFM,  welches  zuständigkeitshalber  über 
die Einreisebewilligung  in die Schweiz gemäss Art. 20 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) entscheidet.

B.b. Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer 
zahlreiche Beweismittel und Eingaben zu den Akten.

C. 
Der  Beschwerdeführer  machte  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend,  er  sei  immer noch  in M._______ wohnhaft,  habe 
zeitweise aber auch in Colombo gelebt. Von 1979 bis 2000 sei er Mitglied 
der Partei  "Janatha Vimukthi Peramuna"  (JVP) gewesen. Ab 1991 habe 
er  für  die  Organisation  "March  for  Conversation"  gearbeitet.  In  den 
1990er Jahren habe er Todesdrohungen erhalten. Daraufhin habe er von 
1992  bis  1994  in  Südkorea  und  von  1994  bis  1997  in Malaysia  gelebt. 
Seit  dem  Jahre  1998  sei  er  für  SETIK  –  Caritas  N._______  als 
Menschenrechtsprogramm­Koordinator  tätig  gewesen.  Er  habe 
Öffentlichkeitsarbeit  geleistet,  aber  auch  in  Straffällen  die  Opfer  von 
staatlichen  und  parastaatlichen  Übergriffen  unterstützt.  Auch  arbeite  er 
für  die  "Asian  Human  Rights  Commission"  (AHRC).  Er  sei  Mitglied 
verschiedener  NGOs  wie  "Rules  of  Law"  oder  "People  against  torture" 
gewesen.  In  seiner  Funktion  bei  SETIK  habe  er  engen  Kontakt  mit 
nationalen  und  internationalen  Menschenrechtsorganisationen  gehabt 
und unter anderem "Human Rights Watch" sowie Organe der UNO über 
Menschenrechtsverletzungen  in  Sri  Lanka  informiert.  Aufgrund  seiner 
Funktion werde er  seit  Jahren von Unbekannten und den sri­lankischen 
Behörden  eingeschüchtert  und  bedroht.  Im  Jahre  2005  habe  er  seine 
Frau  sowie  die  Tochter  nach  Colombo  geschickt,  weil  er  sich  um  ihre 
Sicherheit  Sorgen  gemacht  habe.  Im  Juli  2009  seien  einige 
Sicherheitsmänner  vom  ehemaligen  Verteidigungsminister 

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freigesprochen  worden.  Diese  seien  im  Vorfeld  der  Wahlen  im  Jahre 
2001  in  die  Ermordung  von  10  Mitgliedern  der  Opposition  verwickelt 
gewesen.  Der  Beschwerdeführer  und  sein  Team  hätten  diese  Vorfälle 
dokumentiert, wobei  sie  in Fernsehausschnitten  gesehen worden  seien. 
Fünf  Tage  nach  deren  Freilassung  sei  er  durch  einen  Bekannten 
dahingehend  gewarnt  worden,  diese  Männer  würden  es  nicht  mehr 
zulassen, dass er erneut als Wahlbeobachter arbeiten würde. Auch sei er 
durch  eine  dieser Personen  im November  2009  verfolgt worden.  Am 4. 
Januar 2010 habe ihm einer der Freigelassenen in N._______ mitgeteilt, 
dass  sie  während  den  Präsidentschaftswahlen  vom  26.  Januar  2010 
seinen Tod arrangieren würden. Zudem sei er im Laufe seiner Arbeit als 
Menschenrechtsaktivist verschiedentlich belästigt und telefonisch mit dem 
Tod  bedroht  worden.  Auch  die  sri­lankische  Polizei  habe  ihn 
verschiedentlich  bedroht,  da  er  sich  für  die  Opfer  von  polizeilichem 
Missbrauch eingesetzt habe. Aus diesem Grund habe er sich jeweils nicht 
an  die  Polizei  wenden  können.  Nach  der  Wiederwahl  von  Mahinda 
Rajapakse hätten die Belästigungen und Bedrohungen zugenommen. So 
seien  am  7.  April  2010  unbekannte  Personen  zu  seinem  Haus  in 
M._______ gekommen und hätten  seiner Mutter mitgeteilt,  er  solle  sein 
Land lieben und sich nicht wie ein Verräter aufführen. Am 18. April 2010 
hätten  erneut  Unbekannte  seine  Mutter  nach  seinem  Aufenthaltsort 
gefragt. Am 18. Mai 2010 sei er von einem Unbekannten vor seinem Büro 
fotografiert worden. Das  "Criminal  Investigation Department"  (CID) habe 
sich am 12.  Juni  2010 anlässlich einer Veranstaltung bei  zweien  seiner 
tamilischen  Mitarbeiter  nach  ihm  erkundigt.  Seither  habe  er  sein 
Engagement  heruntergefahren  und  auch  während  einer  Woche  in 
O._______ gelebt. Trotzdem sei er nach Aufklärungsveranstaltungen und 
Gerichtsverhandlungen  regelmässig  von  Vertretern  der  sri­lankischen 
Behörden  befragt  und  bedroht  worden.  So  hätten  sie  ihm  am  2. 
November 2010 damit gedroht, sein Haus in Brand zu setzen, weil er eine 
durch Sicherheitskräfte  vergewaltigte  Frau  vertreten  habe.  Am 13. März 
2011 seien Angehörige der sri­lankischen Armee sowie der Polizei zu ihm 
nach Hause gekommen und hätten ihm gedroht, ihn zu bestrafen, falls er 
den  Fall  eines  in  Polizeigewahrsam  verstorbenen Mannes  weiterziehen 
sollte. Seither  lebe er nicht mehr zu Hause, weil er befürchte, durch die 
sri­lankischen Sicherheitskräfte verfolgt zu werden.

D. 
Mit  Verfügung  vom  25.  Mai  2011  wies  das  BFM  das  Einreise­  und 
Asylgesuch ab. Zur Begründung machte die Vorinstanz im Wesentlichen 
geltend,  es  treffe  zwar  zu,  dass Menschenrechtsaktivisten  in  Sri  Lanka 

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wiederholt  durch  staatliche  oder  paramilitärische  Kräfte  eingeschüchtert 
oder  sogar  verfolgt  würden.  Einer  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
müssten  aber  gemäss  Praxis  der  Schweizer  Asylbehörden  konkrete 
Verfolgungsmassnahmen  vorangehen  oder  es  müssten  konkrete 
Anhaltspunkte  bestehen,  dass  eine  gesuchstellende  Person  in 
absehbarer Zeit und mit grosser Wahrscheinlichkeit verfolgt werde.

Das  BFM  gelange  –  bei  allem  Verständnis  für  die  Ängste  des 
Beschwerdeführers  –  zum  Schluss,  dass  er  –  bei  einer  objektivierten 
Betrachtungsweise – zum jetzigen Zeitpunkt nicht akut gefährdet sei. Es 
bestehe  auch  kaum  Anlass  zur  Annahme,  er  werde  inskünftig  stark 
gefährdet  sein.  Es  handle  sich  nämlich,  sehe  man  einmal  von  den 
Einschüchterungsversuchen  durch  die Sicherheitskräfte  des  ehemaligen 
Verteidigungsministers  ab,  bei  den  dargelegten  Ereignissen  um  zeitlich 
befristete  Behelligungen,  welche  in  Bezug  zum  jeweiligen  Gerichtsfall 
oder  zu  einer  durch  den  Beschwerdeführer  organisierten 
Aufklärungsveranstaltung  gestanden  hätten.  Für  die  Zeit  nach  deren 
Abschluss habe er keine weiteren Behelligungen geltend gemacht. Es sei 
davon  auszugehen,  dies  werde  auch  bei  den  aktuellen 
Einschüchterungsversuchen  der  Fall  sein,  weil  sie  zu  keinem  Zeitpunkt 
die bisher erlebten Behelligungen  in einem Ausmass übertroffen hätten, 
dass  von  asylrelevanter  Verfolgung  zu  sprechen  wäre.

Bezüglich der Behelligungen durch die Sicherheitsleute des ehemaligen 
Verteidigungsministers sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer kurz 
vor  den  Präsidentschaftswahlen  vom  26.  Januar  2010  das  letzte  Mal 
konkret  bedroht worden  sei.  Er  habe  zwar  in  seinem Schreiben  vom 2. 
November  2010  geltend  gemacht,  diese  hätten  ihn  überfahren  wollen. 
Genauere  Umstände,  wie  er  zu  dieser  Feststellung  gekommen  sei, 
liessen sich seinen Unterlagen jedoch nicht entnehmen. Zudem sei davon 
auszugehen, er wäre bereits nach der Freilassung der Sicherheitsleute im 
Juli  2009  ernsthaften  Übergriffen  ausgesetzt  gewesen,  wenn  die 
Sicherheitsleute  tatsächlich ein  ernsthaftes Verfolgungsinteresse an  ihm 
gehabt  hätten.  Indessen  mache  er  ausser  einzelnen  Drohungen  und 
Einschüchterungsversuchen  keine  konkreten  Übergriffe  durch  diese 
geltend.  Die  Behelligungen  durch  die  Sicherheitskräfte  des  ehemaligen 
Verteidigungsministers  seien  daher  nicht  geeignet,  die  Furcht  vor 
asylrelevanter Verfolgung zu begründen.

Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Behelligungen hätten zu 
keinem  Zeitpunkt  ein  Ausmass  angenommen,  welches  die  Furcht  vor 

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zukünftiger  asylrelevanter  Verfolgung  begründen  könnte. 
Einschüchterungsversuche  dieser  Art  allein  könnten  nicht  zur  Erteilung 
einer  Einreisebewilligung  in  die  Schweiz  führen.  Aufgrund  der  vom 
Beschwerdeführer geschilderten Begleitumstände sei davon auszugehen, 
dass sich die Belästigungen nicht generell gegen seine Person gerichtet 
hätten,  sondern  gegen  die  Funktion,  die  er  in  den  jeweiligen  Fällen 
beziehungsweise Veranstaltungen innegehabt habe. So mache er ausser 
den  Einschüchterungsversuchen  durch  die  Sicherheitskräfte  des 
ehemaligen  Verteidigungsministers  keine  länger  anhaltenden 
Verfolgungsmassnahmen geltend, zumal er weder jemals festgenommen 
noch  tätlich  angegriffen  worden  sei.  Ferner  sei  festzuhalten,  dass  er 
weder  den  Schutz  einer  internationalen  noch  nationalen  Organisation 
gesucht  habe,  obwohl  er  beste Beziehungen  zu  diesen  habe.  Auch  sei 
davon auszugehen, dass er bei ernsthafter Verfolgung  in einen anderen 
Landesteil  geflohen  oder  in  ein  anderes  Land  ausgereist  wäre.  Aus 
diesem Grunde gehe das Bundesamt nicht davon aus, dass er bei einem 
Verbleib  im  Heimatstaat  akut  gefährdet  sei.  Seine  Vorbringen 
rechtfertigten  deshalb  eine  Bewilligung  der  Einreise  im  Hinblick  auf  ein 
Asylverfahren in der Schweiz nicht.

An  diesen  Erwägungen  vermöchten  auch  die  vom  Beschwerdeführer 
eingereichten  Dokumente  nichts  zu  ändern,  stützten  sie  doch  lediglich 
seine Vorbringen, deren Glaubhaftigkeit vorliegend nicht in Frage gestellt 
werde.

Des  Weiteren  mache  der  Beschwerdeführer  keine  besonders  nahen 
Beziehungen  zur Schweiz  geltend. Unter  diesen Umständen  sei  es  ihm 
zuzumuten,  in  einem  anderen  Land  um  Asylgewährung  nachzusuchen, 
beispielsweise  in Malaysia  oder Südkorea, wo  er  bereits  in  den  1990er 
Jahren  mehrere  Jahre  gelebt  habe  und  weiterhin  über  soziale 
Beziehungen  verfüge.  Aus  seinen  Eingaben  ergäben  sich  auch  keine 
konkreten  Anhaltspunkte,  die  darauf  schliessen  liessen,  es  sei  ihm 
praktisch  unmöglich  oder  objektiv  unzumutbar,  sich  in  einen  der  oben 
genannten  Staaten  zu  begeben,  zumal  es  sich  bei  ihm  um  keine 
landesweit  bekannte  Persönlichkeit  handle,  welche  aufgrund  ihrer 
besonders exponierten Stellung auch bei einer Flucht  ins nahe Ausland 
allenfalls befürchten müsse, weiterhin verfolgt zu werden. Angesichts der 
offensichtlich  fehlenden Schutzbedürftigkeit sei darauf zu verzichten, auf 
allfällig vorhandene Unglaubhaftigkeitselemente in seinen Asylvorbringen 
einzugehen. Zusammenfassend sei festzustellen, dass er weder im Sinne 
des AsylG schutzbedürftig sei noch die Anforderungen an eine Aufnahme 

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in  die  Schweiz  erfülle.  Daher  sei  das  Asylgesuch  abzulehnen  und  die 
Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen.

E. 
In  seiner  Beschwerde  vom  17.  Juli  2011  (Eingangsstempel 
Bundesverwaltungsgericht  vom  20.  Juli  2011)  beantragt  der 
Beschwerdeführer  sinngemäss  die  Aufhebung  der  Verfügung  vom  25. 
Mai 2011, mit anderen Worten die Bewilligung der Einreise in die Schweiz 
sowie  die  Gutheissung  seines  Asylgesuchs.  Auf  die  Begründung  der 
Beschwerde wird, soweit wesentlich,  in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme  liegt  in  casu 
nicht vor.

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 

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(Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden 
(Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich 
vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 

4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken.

4.2.  Das  Bundesamt  kann  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch 
ablehnen,  wenn  die  asylsuchende  Person  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen  oder  ihr  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet  werden 
kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 
AsylG  bewilligt  das  Bundesamt  einem  Asylsuchenden  die  Einreise  zur 
Abklärung des Sachverhalts, wenn ihm nicht zugemutet werden kann, im 
Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben  oder  in  ein  anderes  Land 
auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische 
Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische  Vertretungen 
ermächtigen,  Asylsuchenden  die  Einreise  zu  bewilligen,  die  glaubhaft 
machen, dass eine unmittelbare Gefahr  für Leib und Leben oder  für die 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. Hinsichtlich 

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des Verfahrens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht Art. 
10  der  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person  in 
der  Regel  eine  Befragung  durchführt  (Art.  10  Abs.  1  AsylV  1).  Ist  dies 
nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  aufgefordert,  ihre 
Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art.  10  Abs.  2  AsylV  1;  vgl.  hierzu 
auch  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2007/30). Vorliegend führte die Schweizer Botschaft  in Colombo 
am  17.  Juni  2010  eine  persönliche  Befragung  des  Beschwerdeführers 
gemäss Art. 10 Abs. 1 AsylV 1 durch.

4.3.  Für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  gelten  restriktive 
Voraussetzungen,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum 
zukommt.  Neben  der  erforderlichen  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit 
der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe 
zu  anderen  Staaten,  die  praktische  und  objektive  Zumutbarkeit  zur 
anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­ 
und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.­g. S. 131 ff., welcher 
angesichts bloss  redaktioneller Änderungen bei der  letzten Totalrevision 
des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat).

5. 

5.1.  In  seiner  Beschwerdebegründung  macht  der  Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  geltend,  einige  Leute,  die  mit  ihm  in  Sri  Lanka  sehr  eng 
zusammengearbeitet  hätten,  seien  in  die Schweiz geflüchtet  und hätten 
hier Asyl erhalten. Auch er suche einen Platz, an dem er  friedlich  leben 
und  weiterhin  für  das  Wohl  der  Menschen  und  des  Klimas  arbeiten 
könne, 
ohne  um  sein  Leben  fürchten  zu  müssen.  Nun  habe  er  sogar  Angst 
davor, seinen Heimatstaat auf dem Luftweg zu verlassen oder  innerhalb 
des  Heimatstaats  umzuziehen.  Ausserdem  erfahre  er  seitens  seines 
Arbeitgebers zunehmend weniger Unterstützung. Trotzdem habe er sich 
dazu  entschlossen,  vorerst  die  Arbeit  mit  SETIK  fortzusetzen,  bis  eine 
permanentere  und  sicherere  Alternative  gefunden  sei.  Obwohl  die 
Unterdrückungen, denen er ausgesetzt  sei,  sich bisher nur  in Form von 
Bedrohungen  und  Einschüchterungen  manifestiert  hätten,  befürchte  er, 
ernstere Formen der Unterdrückung könnten zum Zuge kommen, falls er 

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noch länger in Sri Lanka bleibe, ohne Zuflucht zu irgendeinem effektiven 
Sicherheitsmechanismus zu haben.

5.2. Diese Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe vom 17. Juli 2011 sind 
indessen  nicht  geeignet,  eine Änderung  der  vorinstanzlichen Verfügung 
zu  bewirken.  Der  Argumentation  des  BFM  werden  keine  stichhaltigen, 
überzeugenden  und  substanziierten  Gründe  entgegengesetzt;  vielmehr 
beschränkt  sich  der  Beschwerdeführer  darauf,  in  seiner  Eingabe  den 
Sachverhalt  zu wiederholen  und  durch weitere Tatsachenbehauptungen 
zu  ergänzen.  Die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  vermögen 
dementsprechend  die  substanziierten  und  nachvollziehbaren 
Erwägungen  des  BFM  nicht  umzustossen,  dies  umso  weniger,  als  die 
geltend  gemachte  Furcht  des  Beschwerdeführers  um  sein  Leben 
mangels objektiver Anhaltspunkte nicht nachvollziehbar erscheint und die 
geltend gemachte Bedrohung überzeichnet wirkt.  Insbesondere  ist  nicht 
davon  auszugehen,  der  Beschwerdeführer  wäre  seinen  Aktivitäten  zum 
Wohle der Menschen und des Klimas  in der geschilderten Weise weiter 
nachgegangen,  wenn  er  von  einer  akuten  Bedrohung  seines  Lebens 
ausgegangen wäre. Des Weiteren sah der Beschwerdeführer davon ab, 
zur  Abwehr  der  von  ihm  geltend  gemachten  Gefahren  von  seinen 
ausgezeichneten  Beziehungen  zu  nationalen  wie  auch  internationalen 
Organisationen  Gebrauch  zu  machen,  weshalb  sich  der  Eindruck 
aufdrängt, er selbst schätze die  ihm drohenden Gefahren anders ein als 
er  sie  im  Beschwerdeverfahren  darstellt.  Für  das 
Bundesverwaltungsgericht  besteht  somit  nach  Überprüfung  der  Akten 
keine Veranlassung, die Erwägungen des Bundesamtes zu beanstanden. 
Um  Wiederholungen  zu  vermeiden,  kann  daher  auf  die  zutreffenden 
Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden.

5.3.  Angesichts  dieser  Sachlage  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren 
Vorbringen in der Beschwerde einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu 
ändern  vermögen.  Es  ist  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen,  eine 
Verfolgung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  nachzuweisen  oder  zumindest 
glaubhaft zu machen. Die Schutzbedürftigkeit des Beschwerdeführers im 
Sinne  von  Art.  20  i.V.m  Art.  3  AsylG  ist  mithin  als  nicht  gegeben  zu 
qualifizieren, und es  liegen auch keine anderen Gründe vor, welche die 
Erteilung einer Einreisebewilligung indizieren würden.

6. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 

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vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

7. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich 
dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1).  Aus 
verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art.  63 
Abs. 1  in fine VwVG sowie Art. 2 und 6 Bst. b des Reglements vom 21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  ist  vorliegend  jedoch 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten gesprochen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  die  Schweizerische 
Vertretung in Colombo und das BFM.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

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