# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09c23482-be47-513d-a880-171efad9b113
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2011 E-4369/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4369-2011_2011-08-12.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­4369/2011

U r t e i l   v om   1 2 .   Augus t   2 0 1 1  

Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher,
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;  
Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic.

Parteien A._______, geboren am (…),
Syrien, 
zurzeit im Transitbereich des Flughafens Zürich­Kloten,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung nach 
Spanien (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 3. 
August 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  sein  Heimatland 
am  (…)  Juli  2011  verliess  und  am  14.  Juli  2011  per  Flugzeug  –  von 
Spanien  herkommend  –  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  am 
darauffolgenden  Tag  bei  der  Grenzpolizeibehörde  im  Flughafen  Zürich­
Kloten um Asyl nachsuchte, 

dass  ihm  das  BFM  mit  Verfügung  vom  15.  Juli  2011  –  gleichentags 
eröffnet  –  die Einreise  in  die Schweiz  vorläufig  verweigerte  und  ihm  für 
maximal  60  Tage  den  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich­Kloten  als 
Aufenthaltsort zuwies,

dass  durch  die  Flughafenpolizei  Zürich  folgende  Dokumente 
abgenommen  wurden:  ein  gültiger  syrischer  Reisepass  ([…];  inkl.  für 
Spanien  gültiges  Visum),  zwei  syrische  Studentenausweise  sowie  ein 
Diplomausweis ([…]), zahlreiche SIM­ sowie Visitenkarten, ein USB­Stick, 
ein  Schlüssel  sowie  zahlreiche  Papiere  betreffend  Studiengesuch, 
Verschiebung Militärdienst zu Studienzwecken, Führerscheinkurs und ein 
Zettel ein Hotel in [Spanien] betreffend, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  19.  Juli  2011  im  Flughafen  Zürich 
summarisch zu seinen Asyl­ und Ausreisegründen befragt wurde und ihm 
das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid sowie 
einer  etwaigen  Wegweisung  nach  Spanien  –  aufgrund  der  möglichen 
Zuständigkeit  Spaniens  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und 
Wegweisungsverfahrens – gewährt wurde,

dass er hierbei zu Protokoll gab, er sei sunnitischer Araber und stamme 
aus B._______, wo er an der Universität studiert habe, 

dass er und sein Bruder von den syrischen Behörden gesucht würden – 
die  Polizei  sei  bereits  bei  ihm  zu  Hause  gewesen  –,  weil  sie  an  den 
letzten  gegen  den  syrischen  Präsidenten  gerichteten  Demonstrationen 
teilgenommen hätten und dabei fotografiert worden seien, 

dass er des Weiteren seinen Reisepass, welcher ein von der spanischen 
Botschaft  in  Damaskus  erteiltes  Visum  vom  (…)  2011  (gültig  vom  […]) 
enthält, mit Hilfe eines Agenten bekommen habe, 

dass es  ihm darum gegangen sei, ein Visum für  irgendein europäisches 
Land zu erhalten, 

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dass er aber nicht nach Spanien zurückkehren wolle, da die Situation für 
Asylbewerber  dort  sehr  schlecht  sei  und  er  deshalb  in  diesem 
Mitgliedstaat kein Asylgesuch gestellt habe, 

dass  er  keine  weiteren  Gründe  gegen  die  Zuständigkeit  Spaniens  zur 
Behandlung  des  Asylgesuchs  oder  gegen  die  Rückkehr  in  diesen 
Drittstaat vortrug,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  3.  August  2011  –   gleichentags 
eröffnet – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  seine  Wegweisung  nach  Spanien 
anordnete  und  ihn  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach 
Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass  es  sodann  festhielt,  einer  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid 
komme gemäss Art. 107a AsylG keine aufschiebende Wirkung zu und die 
editionspflichtigen  Verfahrensakten  würden  dem  Beschwerdeführer 
ausgehändigt,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  seiner  Verfügung  ausführte, 
gestützt  auf  die  einschlägigen  staatsvertraglichen  Bestimmungen  (unter 
anderem:  Abkommen  vom  26.  Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin­Assoziierungsabkommen, SR 
0.142.392.68]; Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 
2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  [Dublin­II­VO];  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der 
Kommission  vom  2.  September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen 
zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]) sei Spanien 
für die Durchführung des vorliegenden Asylverfahrens zuständig,

dass es – gestützt auf das am (…) 2011 von der spanischen Botschaft in 
Damaskus erteilte Visum – am 25. Juli 2011 an Spanien ein Ersuchen um 
Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Dublin­II­
VO gestellt habe,

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dass Spanien mit Schreiben vom 2. August 2011 das Ersuchen gemäss 
Art. 9 Abs. 2 Dublin­II­VO gutgeheissen habe,

dass  die  Rückführung  nach  Spanien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung der Überstellungsfrist – bis spätestens 
am 1. Februar 2012 zu erfolgen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  seiner  Befragung  vom  19.  Juli 
2011 ausgeführt habe, am (…) Juli 2011 von Syrien herkommen legal in 
Spanien  eingereist  und  am  14. Juli  2011  von  Madrid  nach  Zürich 
weitergereist zu sein, 

dass er das Visum durch einen Agenten auf der spanischen Botschaft in 
Damaskus erhalten habe, 

dass  wegen  des  Fehlens  eines  für  die  Schweiz  gültigen  Visums  dem 
Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz verweigert worden sei und 
er,  als  ihn die Flughafenpolizei  nach Madrid habe zurückweisen wollen, 
am Flughafen ein Asylgesuch gestellt habe, 

dass dieser Sachverhalt mit  der Vorlage des Reisepasses, welcher das 
spanische Visum enthalte, belegt sei, 

dass  dem Beschwerdeführer  am  19.  Juli  2011  das  rechtliche Gehör  im 
Hinblick auf einen allfälligen Nichteintretensentscheid sowie eine etwaige 
Wegweisung nach Spanien gewährt worden sei und er dabei zu Protokoll 
gegeben  habe,  nicht  nach  Spanien  zurückkehren  zu  wollen,  weil  die 
Situation für Asylbewerber dort sehr schlecht sei, 

dass  nach  Ansicht  der  Vorinstanz  keine  Hinweise  vorliegen  würden, 
welche  die  Zuständigkeit  Spaniens  zur  Durchführung  des  vorliegenden 
Asyl­ und Wegweisungsverfahrens zu widerlegen vermöchten, 

dass der Beschwerdeführer vielmehr  in einen Drittstaat  reisen könne,  in 
welchem er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
finde, weshalb das Non­Refoulement­Gebot bezüglich des Heimat­ oder 
Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei,

dass  im  Übrigen  keine  Hinweise  auf  eine  Verletzung  von  Art.  3  der 
Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  im  Falle  einer  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers nach Spanien bestehen würden,

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dass  der  Beschwerdeführer  somit  grundsätzlich  keine  Einwände 
vorgebracht habe, die Hindernisse für den Vollzug der Wegweisung nach 
Spanien darzustellen vermöchten,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Spanien  daher  zulässig, 
zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung durch Vermittlung der 
Flughafenpolizei  mit  einer  englischsprachigen  Formularbeschwerde, 
welche  durch  eine  in  englischer  Sprache  handschriftlich  verfasste 
Eingabe  ergänzt  wurde,  am  8.  August  2011  (Datum  Telefaxeingang 
sowie  Beschwerde)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob 
und  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  er  sei  als 
Flüchtling anzuerkennen, es sei ihm Asyl zu gewähren und festzustellen, 
dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  unzulässig,  unzumutbar  sowie 
unmöglich sei und folglich sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  und  Rechtsverbeiständung  sowie  um  Verzicht  auf 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  eventualiter  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde 
wiederherzustellen sei,

dass  die  zuständige  Behörde  zudem  vorsorglich  anzuweisen  sei,  die 
Kontaktnahme  mit  den  heimatlichen  Behörden  sowie  jegliche 
Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen,  wobei  der 
Beschwerdeführer  –  bei  allfällig  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  –  in 
einer separaten Verfügung darüber zu orientieren sei,

dass  der  Beschwerdeführer  im  handschriftlichen  Teil  seiner 
Beschwerdeeingabe  ausführte,  er  und  sein  Bruder  würden  in  Syrien 
gesucht, deshalb habe man bereits vier Mal  ihr Haus durchsucht, einige 
Freunde und Verwandte verhaftet und andere gar umgebracht,  

dass man ihn im Falle einer Rückkehr nach Syrien am Flughafen abfange 
und niemand wisse, was danach mit ihm geschehe,

dass ausserdem Spanien nicht einmal die Probleme des eigenen Volkes 
bewältigen  könne  und  deshalb  erst  recht  nicht  im  Stande  sei,  die 
Anliegen der Flüchtlinge zu wahren, 

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dass er sehr viel über die schlechte Lage in Spanien erfahren habe und 
nun Angst habe, die spanischen Behörden würden ihn in sein Heimatland 
überstellen, 

dass des Weiteren sein Visum nur für Spanien Gültigkeit habe und nicht 
für die Europäische Union, 

dass  er  schliesslich  die  Schweiz  um  Asyl  nachgesucht  habe  und  nicht 
Spanien, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Telefax  vom  9. August  2011 
(08.23  h)  gestützt  auf  Art.  56  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das Verwaltungsverfahren  (VwVG, SR  172.021)  den Vollzug 
der  angefochtenen  Verfügung  mittels  vorsorglicher  Massnahme 
provisorisch  aussetzte,  nachdem  die  vorinstanzlichen  Akten  noch  nicht 
vollständig vorgelegen waren,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  9.  August  2011 
(nachmittags, 16.33 h) beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 
Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 
6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  auf  die  frist­  und  formgerechte  Beschwerde  –  mit  nachfolgender 
Einschränkung  –  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  52 
VwVG), 

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32  –  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  nicht  eingetreten  ist  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1),  dass 
demgegenüber  die  Fragen  der  Flüchtlingseigenschaft  und  der 
Asylgewährung  nicht  Gegenstand  des  Verfahrens  bilden  und  auf  die 
entsprechenden  Rechtsbegehren  des  Beschwerdeführers  nicht 
einzutreten ist,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von 
Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des 
Nichteintretensentscheides stellen,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

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dass  der  syrische  Reisepass  des  Beschwerdeführers  ein  von  der 
spanischen Botschaft  in Damaskus erteiltes Visum vom (…) 2011 (gültig 
vom  (…)  2011)  enthält  (in  der  dem  Gericht  vorliegenden  Fax­Kopie 
schlecht  leserlich; der Originalpass befindet sich bei der Vorinstanz und 
liegt dem Gericht nicht vor; vgl. aber Protokoll vom 19. Juli 2011 S. 5),

dass das BFM am 25.  Juli  2011 gestützt  auf Art.  9 Abs.  2 Dublin­II­VO 
das  Ersuchen  um Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  an  Spanien 
richtete,

dass die spanischen Behörden dem Ersuchen des BFM um Übernahme 
des Beschwerdeführers am 2. August 2011 zugestimmt haben,

dass gemäss Art. 9 Abs. 2 Dublin­II­VO für die Prüfung des Asylantrags 
derjenige Mitgliedstaat zuständig  ist, welcher der asylsuchenden Person 
ein Visum erteilt hat, 

dass (…) der Zeitpunkt der erstmaligen Asylgesuchseinreichung gemäss 
Art.  5  Abs.  2  Dublin­II­VO  die  massgebliche  Situation  definiert,  der 
zufolge die Zuständigkeitskriterien der Dublin­II­VO – und damit auch der 
vorliegend  anwendbare Art. 9 Abs.  2 Dublin­II­VO –  zu  bestimmen  sind 
(sog. Versteinerungsprinzip;  vgl. CHRISTIAN  FILZWIESER,  ANDREA  SPRUNG, 
Dublin  II­Verordnung,  Das  Europäische  Asylzuständigkeitssystem,  3. 
Aufl., Wien­Graz 2010, K4 zu Art. 5, S. 86 f.),

dass  im Übrigen  selbst  nach Ablaufen  des  spanischen Visums  gemäss 
Art. 9  Abs.  4 Dublin­II­VO  die  Zuständigkeit  Spaniens weiter  bestanden 
hätte, zumal der Beschwerdeführer das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten 
nicht verlassen hat, 

dass nach dem Gesagten  vorliegend Spanien  für  die Durchführung des 
Asyl­ und Wegweisungsverfahrens zuständig ist, 

dass Spanien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  des 
Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  oder  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) sowie der EMRK ist und keine konkreten Hinweise dafür 
bestehen,  Spanien  missachte  das  Rückschiebungsverbot  oder  die 
einschlägigen Normen der EMRK,

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dass  namentlich  kein  konkreter  Grund  zur  Annahme  besteht,  die 
spanischen  Behörden  würden  den  Beschwerdeführer  ohne  korrekte 
Prüfung  seiner  Gesuchsgründe  in  die  Heimat  zurückführen,  zumal  er 
bisher in Spanien gar kein Asylgesuch eingereicht hat, 

dass  bei  dieser  Sachlage  für  die  schweizerischen  Asylbehörden 
insgesamt  keine  Veranlassung  besteht,  in  Abweichung  von  der 
festgestellten  Zuständigkeitsordnung  vom  Selbsteintritt  gemäss  Art.  3 
Abs. 2 Dublin­II­VO Gebrauch zu machen, das BFM die Überstellung des 
Beschwerdeführers  nach  Spanien  in  diesem  Sinne  zu  Recht  und  mit 
zutreffender Begründung als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat 
und  die  vom  Bundesamt  verfügte  Wegweisung  samt  ihrem  Vollzug  zu 
bestätigen ist, 

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
richtigerweise  nicht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zu Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG) und vorliegend keine 
Ausnahme  von  diesem  Grundsatz  ersichtlich  ist  (vgl.  BVGE  2008/34 
E. 9.2; EMARK 2001 Nr. 21), 

dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  der 
Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheides  ist  (vgl.  BVGE  2010/45,  E.  10.2),  weshalb 
allfällige  Vollzugshindernisse  bereits  im  Rahmen  der  eventuellen 
Anwendung der sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­
II­VO) geprüft wurden,  

dass  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  darzutun,  inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist 
(Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit  dem negativen Entscheid  in  der Hauptsache die  prozessualen 
Anträge  (Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses, 
vorsorgliche  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die 
Kontaktaufnahme mit  den Behörden des Heimat­  oder Herkunftsstaates 
sowie jegliche Datenweitergabe an diese zu unterlassen) gegenstandslos 
werden, 

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dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  dass  dem  Heimatstaat  des 
Beschwerdeführers  Daten  weitergegeben  worden  wären,  weshalb  auch 
der  entsprechende  Eventualantrag,  eine  derartige  erfolgte 
Datenweitergabe  sei  dem  Beschwerdeführer  in  einer  separaten 
Verfügung bekanntzugeben, gegenstandslos ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  darstellte,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM,  die 
Flughafenpolizei und die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Natasa Stankovic

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