# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09e59316-5a0d-51b5-8567-b70ffb91aa8e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.03.2007 D-1557/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1557-2007_2007-03-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1557/2007
{T 0/2}

Urteil vom 9. März 2007

Mitwirkung: Richter Zoller, Richterin Spälti Giannakitsas, Richter Schürch
und Gerichtsschreiberin Leisinger

X._______, geboren_______, Sri Lanka, 
zurzeit_______

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 21. Februar 2007 i.S. Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten) / 

N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, srilankischer Staatsangehöriger, tamilischer Ethnie, am 21. 
Januar 2007 im Flughafen Zürich-Kloten bei dem Versuch,  mit einem auf den Namen 
Y._______  lautenden  kanadischen  Reisepass  nach  Toronto/Kanada  auszureisen, 
festgenommen wurde,

dass  die  Staatsanwaltschaft  Winterthur  /  Unterland  den  Beschwerdeführer  am  22. 
Januar 2007 wegen Wiederhandlungen gegen Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) zu einer Geld-
strafe von 40 Tagessätzen à Fr. 30.-- verurteilte,

dass das Migrationsamt Zürich am 23. Januar 2007 die sofortige Wegweisung des Be-
schwerdeführers und gleichzeitig dessen Ausschaffungshaft anordnete, 

dass das Bezirksgericht Zürich die Anordnung der Ausschaffungshaft bis zum 21. April 
2007 mit Verfügung vom 23. Januar 2007 bestätigte, 

dass der Beschwerdeführer am 26. Januar 2007 schriftlich ein Asylgesuch stellte, und 
zur  Begründung  des  Gesuches  anlässlich  der  im  Flughafengefängnis  Zürich-Kloten 
durchgeführten  Anhörung  durch  die  zuständige  kantonale  Behörde  vom  12.  Februar 
2007 im Wesentlichen geltend machte, in seinem Heimatstaat wegen Unterstützungslei-
stungen der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) während des Zeitraums 1995-1998 
im Februar 1998 verhaftet und für zwei Tage inhaftiert worden zu sein, 

dass  seine  Familie  ebenfalls  die  LTTE  unterstützt  habe  und  er  nach  der  Festnahme 
einer  seiner  Brüder  eine  eigene  weitere  Festnahme befürchtet  habe,  weshalb  er  den 
Entschluss zur Ausreise gefasst habe, 

dass er sich im Dezember 1998 zunächst nach Colombo begeben habe, wohin er mit 
einem falschen Passagierschein gelangt sei und wo er sich in der Folge mit einem eben-
falls gefälschten Anmeldeformular aufgehalten habe,

dass er sich im April 1999 nach Indien begeben habe, ihm jedoch die von dort geplante 
Weiterreise  nach Frankreich  nicht  gelungen sei,  weshalb  er  nach Colombo zurückge-
kehrt sei und sich dort bis November 2001 aufgehalten habe, 

dass er schliesslich über Thailand - wo er sich 20 Monate aufgehalten habe - und Italien 
im November 2003 nach Frankreich gereist sei, wo er ein Asylgesuch gestellt habe,

dass  seine  im  Heimatstaat  verbliebenen  Familienmitglieder  nach  der  Unterzeichnung 
des Waffenstillstandsabkommens im Jahr  2002 wieder  in ihre Dörfer,  die  sie  im Jahr 
1994 verlassen hätten, zurückgekehrt seien,

dass aber aufgrund der Veränderung der politischen Lage seit Mai 2006 in den nörd-
lichen  Regionen  wieder  vermehrt  Kontrollen  durch  Armeeangehörige  durchgeführt 
würden, 

dass sich ein Bruder, der ebenfalls die LTTE unterstützt habe, deshalb versteckt halte 
und das Land ebenfalls verlassen wolle, dies jedoch aufgrund der strengen Kontrollen 
zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich sei, 

dass ihm seine Familie mitgeteilt  habe, die Armee habe ihn im Mai 2006 gesucht und 
ihm nahegelegt, er solle nicht in den Heimatstaat zurückkehren, 

dass  sich  seine  Familie  nunmehr  auch versteckt  halte,  da  sie  nach  neuen schweren 
Kämpfen im August 2006 verdächtigt werde, in diese Kämpfe verwickelt zu sein, 

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dass der Beschwerdeführer zu seinem Aufenthalt in Europa angab, nach seiner Ankunft 
in Frankreich ein Asylgesuch gestellt zu haben, wo einer seiner Brüder seit 2002 als an-
erkannter Flüchtling in Paris lebe, 

dass besagter Bruder bei der Begründung seines Asylsgesuches in Frankreich jedoch 
teilweise  gelogen  habe,  weshalb  auch  sein  -  des  Beschwerdeführers  -  Asylantrag  in 
Frankreich zum Teil auf Lügen basiert habe, 

dass  er  deshalb  nach  endgültiger  Ablehnung  seines  Asylgesuches  in  Frankreich  in 
Europa kein weiteres Asylgesuch habe stellen wollen sondern sein Ziel Kanada gewe-
sen sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Februar 2007 �  eröffnet am 26. Februar 2007 � 
gestützt auf Art. 33 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers sowie den Wegweisungsvollzug einen Tag nach Rechtskraft der 
Verfügung anordnete, 

dass zur Begründung im Wesentlichen geltend gemacht wurde, der Gesuchsteller habe 
nach eigenen Angaben nicht beabsichtigt, in der Schweiz ein Asylgesuch zu stellen son-
dern ein solches erst gestellt, nachdem die Ausschaffungshaft angeordnet worden sei, 

dass der Beschwerdeführer  mit  seinen Ausführungen auch die Vermutung nicht  habe 
wiederlegen können, wonach sein Gesuch in engem zeitlichen Zusammenhang mit sei-
ner Festnahme stünde,  und ihm eine frühere Einreichung des Gesuches möglich und 
zumutbar gewesen sei, 

dass sich aus den Angaben anlässlich der Anhörung vom 12. Februar 2007 auch keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  entnehmen liessen,  da die  persönliche  Glaubwürdigkeit  des 
Beschwerdeführers zu verneinen sei, seine Schilderungen vage und allgemein ausgefal-
len  seien  und sich  vorwiegend  auf  Vermutungen  und die  Aussage  von Drittpersonen 
stützen würden, 

dass für die weiteren Ausführungen auf die Akten verwiesen wird, 

dass beim BFM am 23.  Februar 2006 - eingegangen am 26.  Februar 2006 - ein Zei-
tungsausschnitt  aus dem Jahre  2006 zur  Situation  in  Sri  Lanka,  ein  Internetausdruck 
vom November 2006, ebenfalls Bezug nehmend auf die Lage in Sri Lanka,  sowie ein 
den Vater  des Beschwerdeführers betreffendes ärztliches Zeugnis  vom 15. Juni 2006 
und ein vom Vater des Beschwerdeführer vom 18. Februar 2007 datierendes Schreiben 
zum aktuellen Aufenthalt der Familie zu den Akten gereicht wurden, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung am 28. Februar 2007 beim Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, es seien die Dispositivziffern 4 
und 5 des vorinstanzlichen Entscheides aufzuheben, die Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzuges festzustellen und in der Folge die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtpflege im Sinne von Art.  65 
Abs. 1 VwVG ersucht wurde,

dass mit  der  Beschwerdeschrift  und mit  zusätzlicher  Eingabe vom 2.  März  2007 ver-
schiedene Beweismittel zu den Akten gereicht wurden, namentlich eine "familiy notifica-
tion"  des  Internationalen  Roten  Kreuzes  (IKRK)  auf  den  Namen  des  Vaters  des 
Beschwerdeführers vom 7. Januar 1999 (im Original) und Zeitungsausgaben zweier hei-
matlicher Journale vom Mai 2006, 

dass die vollständigen Akten beim Bundesverwaltungsgericht am 5. März 2007 eintra-
fen, 

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dass die vom Beschwerdeführer verfasste beziehungsweise unterschriebene Beschwer-
deschrift mit Schreiben des Schweizerischen Roten Kreuzes vom 6. März 2007 "im Auf-
trag des Klienten" ein weiteres Mal beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht wurde, 
ohne  dass  eine  entsprechende  Bevollmächtigung  angezeigt  wurde,  und  mit  dieser 
Beschwerdeschrift die bereits genannten Beweismittel in Kopie eingereicht wurden, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asylrechts endgültig über Be-
schwerden gegen Verfügungen des Bundesamtes im Sinne von Art. 5  des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG,  SR 
172.021)  entscheidet (Art. 105 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31] i.V.m. Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwal-
tungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]; Art. 47 Abs. 1 Bst. b VwVG; 
Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.119]),

dass mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundes-
recht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
und die Unangemessenheit  gerügt  werden können (Art.  106 Abs. 1  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

dass der Beschwerdeführer als Adressat des angefochtenen Entscheides ein schutzwür-
diges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  respektive  Änderung  hat  und  daher  zur  Be-
schwerde berechtigt ist, weshalb auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 51 und 
52 VwVG), 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde zwar ausdrücklich das Rechtsbegehren 
stellt, es seien die Dispositivziffern 4 und 5 des angefochtenen Entscheides aufzuheben, 

dass er  hingegen,  wie den weiteren Beschwerdeausführungen zu entnehmen ist,  den 
von der Vorinstanz angeordneten Wegweisungsvollzug an sich anfechten will, weshalb 
von einem Schreibfehler in der vorliegenden Laienbeschwerde auszugehen ist und sich 
eine Fristansetzung zur Beschwerdeverbesserung im Sinne von Art. 52 Abs. 2 VwVG er-
übrigt, 

dass sich die Eingabe des Beschwerdeführers somit gegen den vom BFM angeordenten 
Vollzug der Wegweisung richtet, 

dass daher lediglich die Ziffern 1 und 2 der vorinstanzlichen Verfügung, wonach auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten und die Wegweisung des Beschwerdeführers angeordnet 
wurde,  in  Rechtskraft  erwachsen  ist  und  Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  die 
materiell zu prüfende Frage bildet, ob die Vorinstanz zu Recht den Vollzug der Wegwei-
sung für zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  über offensichtlich unbegründete Beschwerden in 
einem vereinfachten Verfahren entscheidet, die vorliegende Beschwerde �  wie nachfol-
gend aufgezeigt  �  offensichtlich  unbegründet  ist,  weshalb auf  einen Schriftenwechsel 
verzichtet  wird  und  der  Beschwerdeentscheid  lediglich  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG),  

dass zu prüfen ist, ob Gründe vorliegen, die dem Vollzug der Wegweisung entgegenste-
hen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das 

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Anwesenheitsverhältnis  nach  den  Bestimmungen  des  ANAG  über  die  vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass das BFM hierzu im Wesentlichen ausführte, der Vollzug der Wegweisung erweise 
sich  auch  unter  Berücksichtigung  der  aktuell  verschlechterten  Lage  als  zulässig, 
zumutbar und möglich, 

dass die im Norden und Osten Sri Lankas aufgeflammten schweren Gefechte zwischen 
Kämpfern der LTTE und den Regierungstruppen zu erneuten Fluchtbewegungen und ei-
ner Vielzahl von Opfern auch unter der Zivilbevölkerung geführt hätten,

das vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Rückkehr des Beschwerdeführers in 
die genannten Gebiete stark erschwert sei,

dass  sich  auch  im  Süden  und  Westen  des  Landes  die  humanitäre  und  politische 
Situation  aufgrund  der  Tsunami-Vertriebenen,  der  jüngsten  militärischen  Eskalationen 
und der Polarisierung der Politik verschärft habe,

dass  von  einer  generellen  Unzumutbarkeit  einer  Wohnsitznahme  in  diesem  Gebiet 
jedoch nicht gesprochen werden könne, 

dass sich der Beschwerdeführer gestützt auf die mit seiner Staatsangehörigkeit  verbun-
dene Niederlassungsfreiheit  somit  in  einem anderen Teil  seines  Heimatlandes  -  bei-
spielsweise im Grossraum Colombo - ansiedeln könne,

dass gewisse Anfangsschwierigkeiten nicht in Abrede zu stellen seien, jedoch nicht da-
von auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in seinen Hei-
matstaat in eine existenzgefährdende Notlage gerate, da es dem jungen und soweit aus 
den Akten ersichtlich gesunden Beschwerdeführer, der während acht Jahren die Schule 
besucht habe, zugemutet werden könne, aus eigener Kraft eine wirtschaftliche Existenz 
aufzubauen, zumal der Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat zahlreiche Familienan-
gehörige  habe,  deren Aufenthaltsort  er  ermitteln  könne,  um diese gegebenenfalls  um 
Unterstützung zu bitten, 

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ausführte, es sei ihm - entgegen 
der von der Vorinstanz vertretenen Ansicht - nicht möglich, sich im Grossraum Colombo 
anzusiedeln, 

dass die Vorinstanz die prekäre Sicherheitslage in Sri Lanka und insbesondere auch im 
Grossraum Colombo in der Entscheidfindung nicht berücksichtigt habe, 

dass sich aus der in der Beschwerde zitierten Lageanalyse der Schweizerischen Flücht-
lingshilfe  (SFH)  vom November  2006  entnehmen  liesse,  dass  auch  in  Colombo  poli-
tische Morde nicht aussergewöhnlich seien, 

dass sich gemäss dem ebenfalls in der Beschwerde zitierten Bericht der Neuen Zürcher 
Zeitung (NZZ) vom 14. Dezember 2006 das Leben in Colombo für ethnische Tamilen, 
welche aus dem Norden geflüchtet seien, sehr schwierig darstelle, 

dass man in Colombo jederzeit ohne Verdachtsmomente festgenommen werden könne 
und  auch  Menschenrechtsorganisationen  die  Zunahme von  willkürlichen  Festnahmen 
bestätigen würden, 

dass weder das Recht auf Niederlassungsfreiheit, noch die Schulausbildung oder die im 
Heimatstaat  verbliebenen  Familienangehörigen  einen  Schutz  im  Heimatstaat  bieten 
könnten,

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umstände und seine Vorbringen im 
vorinstanzlichen  Verfahren  nach  Auffassung  des  Bundesverwaltungsgerichs  hingegen 

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nicht geeignet sind, zu einer anderen als von der Vorinstanz vorgenommenen Beurtei-
lung zu führen, 

dass sich im Rahmen des vorliegenden Asylverfahrens - wie von der Vorinstanz festge-
stellt und unangefochten in Rechtskraft erwachsen - keine Hinweise auf Ereignisse er-
geben,  die  geeignet  wären,  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  zu 
begründen,

dass sich der Vollzug der Wegweisung daher unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG bezie-
hungsweise Art. 33 Ziff. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 
der Flüchtlinge (FK SR 0.142.30) als rechtmässig erweist,

dass sich sodann weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen 
Verfahren noch aus der  Rechtsmitteleingabe Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  dass dem 
Beschwerdeführer  für  den  Fall  einer  Ausschaffung  in  seinen  Heimatstaat  dort  mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine nach Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behand-
lung oder andere Menschenrechtsverletzung droht,

dass der Beschwerdeführer  gemäss Praxis  des Europäischen Gerichtshofes  für  Men-
schenrechte sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses eine derartige konkrete Gefahr 
im Sinne eines "real risks" nachweisen müsste, welche mit den Vorbringen und den in 
diesem Zusammenhang eingereichten Zeitungsausschnitten und Internetausdrucken zur 
aktuell herrschenden politischen und sozialen Lage in Sri Lanka nicht dargetan ist,

dass auch die vom Beschwerdeführer  geltend gemachten,  seine Person betreffenden 
Befürchtungen,  in  Colombo willkürlich  verhaftet  zu  werden,  keine  konkrete  Gefahr  im 
Sinne eines "real risk" zu begründen vermögen, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung daher auch unter diesem Aspekt als zulässig im 
Sinne von Art. 14a Abs. 3 ANAG erweist,

dass der Vollzug der Wegweisung sodann auch als zumutbar zu erachten ist, wobei sich 
die  Ausführungen  der  Vorinstanz,  auf  welche  vorab  zur  Vermeidung  von  Wiederho-
lungen zu verweisen ist, bestätigen lassen, 

dass nach der immer noch Gültigkeit entfaltenden Praxis der ARK eine Rückschaffung 
abgewiesener  Asylsuchender  in  den  Norden  Sri  Lankas  (Bezirke  Jaffna,  Mannar, 
Vuvuniya, Mullaitivu und Kilinochchi) sowie in gewisse östliche Landesteile als unzumut-
bar (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 123; EMARK 1999 Nr. 24 S. 157), hingegen eine Rück-
kehr in die südlicheren Provinzen generell als zumutbar erachtet wird (EMARK 1998 Nr. 
23 S. 196 ff.; 1999 Nr. 24 S. 157; 2001 Nr. 16 S. 123),

dass diese Beurteilung auch zum heutigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der ak-
tuellen innenpolitischen Lage Gültigkeit entfaltet, da der aktuellen instabilen Sicherheits-
lage im Norden und Nordosten Sri Lankas weiterhin dadurch Rechnung getragen wird, 
dass ein Vollzug der Wegweisung in diese Region als unzumutbar erachtet  wird (vgl. 
EMARK 2006 Nr. 6 S. 53 ff.),

dass dem aus der Nordprovinz stammenden Beschwerdeführer unter Berücksichtigung 
der Sicherheitslage und auch den Folgen der Naturkatastrophe vom 26. Dezember 2004 
grundsätzlich eine Aufenthaltsalternative in anderen Landesteilen Sri Lankas - insbeson-
dere dem Grossraum Colombo - offen steht, da der Grossraum Colombo von der durch 
ein Seebeben ausgelösten Flutkatastrophe, welche vor allem an der Ost- und Südküste 
zu  erheblichen  Verwüstungen  geführt  hat,  nur  geringfügig  betroffen  war,  und  auch 
aktuell nicht Konfliktherd der vor allem im Norden und Nordwesten zwischen der LTTE 
und der srilankischen Armee aufgeflackerten Kampfhandlungen ist,

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dass dem Verweis auf eine Aufenthaltsalternative in Colombo auch - entgegen der vom 
Beschwerdeführer  vertretenen  Ansicht  -  keine  individuellen  Unzumutbarkeitsaspekte 
entgegenstehen, 

dass der Beschwerdeführer offensichtlich alleinstehend ist und mithin nach seiner Rück-
kehr lediglich den Unterhalt für sich selbst zu sichern hat, was ihm - wenn auch mit An-
fangsschwierigkeiten �  insbesondere vor dem Hintergrund gelingen dürfte, als der junge 
und aktenkundig gesunde Beschwerdeführer sich bereits vor seiner Ausreise für längere 
Zeit in Colombo aufgehalten und dort für seinen Unterhalt gesorgt hat, 

dass der Aufenthalt der übrigen Familienangehörigen des Beschwerdeführers im Norden 
Sri Lankas durch das eingereichte Schreiben des Vaters des Beschwerdeführers, datie-
rend  vom  18.  Februar  2007,  untermauert  werden  soll,  überdies  aber  auch  nicht  in 
Abrede gestellt ist, 

dass die im Norden Sri Lankas lebenden Familienangehörigen angesichts der aktuellen 
Lage  den  Beschwerdeführer  in  der  Tat  kaum  bei  der  Reintegration  im  Heimatstaat 
werden unterstützen können, 

dass jedoch davon auszugehen ist, dass der in Frankreich mit einem gefestigten Aufent-
haltsrecht  lebende Bruder des Beschwerdeführers, der diesen bereits während seines 
Aufenthaltes in  Frankreich  sowie in seinen Ausreisebemühungen nach Kanada unter-
stützt hat, vor allem in der Anfangsphase finanziell Hilfe leisten und ihm so die Reinte-
gration erleichtern wird,

dass dem Beschwerdeführer sodann auch seine soziale Reintegration gelingen dürfte, 
da die Angehörigen der tamilischen Ethnie im Grossraum Colombo einen Bevölkerungs-
anteil von mindestens 30 Prozent ausmachen, und die Vorinstanz in diesem Zusammen-
hang zutreffend auf die sozialen Strukturen innerhab der tamilischen Gemeinschaft und 
deren Solidarität untereinander verwiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  die  Möglichkeit  hat,  für  die  Anfangsphase  nach 
seiner  Rückkehr  die sich aus der Rückführungsvereinbarung zwischen Sri  Lanka und 
der Schweiz ergebenden Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen, weshalb sich ein Voll-
zug der Wegweisung des Beschwerdeführers unter individuellen Gesichtspunkten eben-
falls als zumutbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 ANAG erweist,

dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der zuständigen Vertretung 
seines Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaf-
fen (Art.  8 Abs.  4 AsylG),  weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 
bezeichnen ist (Art. 14a Abs. 2 ANAG),

dass die durch die Vorinstanz  verfügte  Wegweisung zu bestätigen ist,  die  Vorinstanz 
den Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat und daher eine 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  fällt  (Art.  14a  Abs.  1  bis  4bis 
ANAG), 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-
gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass mit vorliegendem Entscheid das Gesuch um Erlass der Kostenvorschusspflicht ob-
solet wird,

dass dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, nachdem sich die Beschwerde zum Zeitpunkt ihrer 

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Einreichung als zum Vornherein aussichtslos erwiesen hat, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.--  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Gerichtskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer aufer-
legt. 

4. Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer, zu eröffnen durch die Vollzugsbehörde (vorab per Tele-
fax;  Beilage:  _______  im  Original  eingereichte  Zeitungsausschnitte;  Einza-
hlungsschein) 

- BFM, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung mit  den Akten N _______ 
(vorab per Telefax) 

- _______ (per Telefax) 

Der Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Constance Leisinger