# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f467cb8-6266-5aef-9b9c-2c34806b4808
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-23
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 23.07.2018 106 2018 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2018-46_2018-07-23.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2018 46

Urteil vom 23. Juli 2018

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Marc Sugnaux
Ersatzrichterin: Catherine Faller 
Gerichtsschreiberin: Jessica Koller

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer

gegen

FRIEDENSGERICHT DES SEEBEZIRKS

Gegenstand Rechtsverzögerung bzw. -verweigerung

Beschwerde vom 17. bzw. 24. Juni 2018

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ und B.________ sind die Eltern von C.________, geboren im Jahr 2001. 

Am 18. April 2018 informierte der Bereitschaftsdienst des Jugendamts in Freiburg (nachfolgend: 
das JA) das Friedensgericht des Seebezirks (nachfolgend: das Friedensgericht) telefonisch 
darüber, dass C.________ seit einiger Zeit mit dem JA in Kontakt stehe, nachdem sie sich einer 
Lehrperson anvertraut habe (sie berichte, dass sie sich lange selber geritzt habe, die Eltern gegen-
einander und auch ihr gegenüber Gewalt anwenden würden), und sich nun die Lehrperson 
gemeldet und mitgeteilt habe, die Jugendliche weise Verletzungen am Arm (Hämatom) und am 
Rücken (Kratzspuren) auf und sie sage, von ihren Eltern geschlagen worden zu sein. Aus Sicht der 
Lehrperson gehe es C.________ nicht gut, suizidale Gedanken seien nicht auszuschliessen (act. 
1).

Mit Entscheid vom 19. April 2018 wies die Friedensrichterin das JA an, C.________ ins 
Kantonsspital zu bringen und einen ärztlichen Befund über die Verletzungen zu veranlassen 
(act. 4). Dem ärztlichen Bericht vom 19. April 2018 lässt sich entnehmen, dass bei der Jugend-
lichen ein Hämatom von 10 x 5 cm am rechten Oberarm sowie zwei Kratzverletzungen mit Haut-
abschürfungen von 5 x 2 cm, 2 x 1 cm, 1 x 1 cm auf dem Rücken festgestellt wurden. Ihr psychi-
scher Zustand wird darin als traurig („tristesse“) und ängstlich („angoisses“) umschrieben. Weiter 
wurde festgestellt, dass sich C.________ in der Vergangenheit selber verletzt hat, wovon Narben 
am linken Vorderarm und am rechten Bein zeugen. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass 
C.________ die festgestellten Verletzungen am rechten Oberarm und am Rücken gemäss ihren 
Angaben sowie den Aussagen der Fachperson für Kindesschutz des JA durch die Eltern zugefügt 
worden seien (act. 6). 

Mit superprovisorischem Entscheid vom 19. April 2018 wurde A.________ und B.________ das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Tochter entzogen, die Unterbringung der Jugendlichen in 
einer geeigneten Institution angeordnet, den Eltern die Kontaktaufnahme zu C.________ verboten 
und D.________ zu deren Vertretungsbeistand ernannt. Gleichzeitig wurden A.________ und 
B.________ zur Anhörung am 2. Mai 2018 vorgeladen (act. 11). Der Entscheid wurde der Mutter 
noch am selben Tag telefonisch eröffnet (act. 13). Mit Schreiben vom 19. April 2018 informierte 
das Friedensgericht die Staatsanwaltschaft über die Vorkommnisse (act. 14). 

Mit Schreiben vom 22. April 2018 erhoben A.________ und B.________ beim Kantonsgericht 
„Beschwerde und Einsprache gegen alle vom Friedensgericht in Murten und vom Jugendamt in 
Freiburg verhängten Massnahmen und Entscheide“, welche gegen C.________ und sie als Eltern 
verhängt worden sind. Daraufhin informierte der Kindes- und Erwachsenenschutzhof A.________ 
und B.________ mit Schreiben vom 23. April 2018 darüber, dass Entscheide über superproviso-
rische Massnahmen, wie der Entscheid des Friedensgerichts vom 19. April 2018, nicht der 
Beschwerde unterliegen und auf die Beschwerde betreffend „Massnahmen und Entscheide“ des 
JA im Übrigen mangels Zuständigkeit nicht eingetreten werden könne (vgl. 106 2018 34). 

Am 26. April 2018 informierte das JA das Friedensgericht über die Platzierung von C.________, 
namentlich über die gewählte Einrichtung (E.________) (act. 66 ff.). 

Am 2. Mai 2018 wurden A.________ und B.________ vom Friedensgericht angehört (act. 85 ff.). 

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B. Mit Entscheid vom 2. Mai 2018 bestätigte das Friedensgericht den superprovisorischen 
Entscheid vom 19. April 2018 dahingehend, dass A.________ und B.________ das Aufenthalts-
bestimmungsrecht über ihre Tochter entzogen und diese im E.________ platziert bleibt. 
D.________ wurde als Vertretungsbeistand bestätigt, mit dem Auftrag, C.________ in allen zivil- 
und strafrechtlichen Verfahren zu vertreten. Zusätzlich ernannte das Friedengericht F.________ 
als Beiständin mit dem Auftrag, die Jugendliche und ihre Eltern mit Rat und Tat zu unterstützen, 
die Situation zu begleiten und die nötigen Abklärungen im Auftrag des Friedensgerichts 
vorzunehmen. Das mit Entscheid vom 19. April 2018 angeordnete Kontaktverbot von A.________ 
und B.________ wurde aufgehoben, wobei die Eltern angewiesen wurden, ihrer Tochter die nötige 
Zeit für die Wiederaufnahme des Kontaktes einzuräumen und einen allfälligen Wunsch auf 
weiteren Kontaktunterbruch zu respektieren (act. 92 ff.). 

Am 9. Mai 2018 wurde C.________ von der Friedensrichterin angehört (act. 98 ff.). 

C. Mit Eingabe vom 10. Mai 2018 erhoben A.________ und B.________ Beschwerde gegen 
den Entscheid des Friedensgerichts vom 2. Mai 2018 und beantragten u.a. die Aufhebung des 
Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts, der Fremdplatzierung sowie der beiden Beistand-
schaften. Gleichzeitig beantragten sie die Umsetzung der Aufhebung des Kontaktverbots. Am 
24. Mai 2018 informierte der Kindes- und Erwachsenenschutzhof die Parteien unter Bezugnahme 
auf ein Schreiben des Friedensgerichts vom 23. Mai 2018 darüber, dass die Aufhebung des 
Kontaktverbotes nicht Gegenstand des eingeleiteten Beschwerdeverfahrens bilde. Mit Urteil vom 
25. Mai 2018 wies der Kindes- und Erwachsenenschutzhof die Beschwerde vom 10. Mai 2018 
schliesslich ab, soweit darauf eingetreten wurde (106 2018 38).

Mit Eingabe vom 25. Mai 2018 (Posteingang am 28. Mai 2018) äusserten sich A.________ und 
B.________ unaufgefordert zum Schreiben des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs vom 24. Mai 
2018. Sie legten ihrem Schreiben zwei vermeintliche SMS-Nachrichten von C.________ bei, aus 
welchen hervorgeht, dass letztere gewillt ist, sie zu sehen, bzw. sie ihre Aussagen bei der Polizei 
zurückziehen werde und umgehend nach G.________ zurückkehren wolle. Der Hof leitete das 
Schreiben samt Beilagen am selben Tag zur Weiterbearbeitung an das Friedensgericht weiter, mit 
Kopie an A.________ und B.________ (act. 141 ff.).

D. Am 17. Juni 2018 gelangten A.________ und B.________ erneut mit einem als „Antrag auf 
sofortige Aufhebung der Fremdplatzierung“ betitelten Schreiben an den Kindes- und Erwachsenen-
schutzhof. Darin beschweren sie sich u.a. darüber, dass sie bis dato keine Antwort auf ihre 
Eingabe vom 25. Mai 2018 erhalten hätten. In der Folge informierte der Hof A.________ und 
B.________ über die Zuständigkeiten betreffend Antrag auf Aufhebung der Fremdplatzierung. 
Gleichzeitig wies er A.________ und B.________ auf die Möglichkeit der Beschwerde wegen 
Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung hin und forderte sie auf, innert Frist mitzuteilen, ob das 
Schreiben vom 17. Juni 2018 als solche Beschwerde entgegen zu nehmen sei. 

Mit Eingabe vom 24. Juni 2018 teilten A.________ und B.________ dem Kindes- und 
Erwachsenenschutzhof mit, dass ihr Schreiben vom 17. Juni 2018 als Beschwerde wegen 
Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung zu verstehen sei. Am 8. bzw. 9. Juli 2018 reichten 
A.________ und B.________ weitere Ergänzungen dazu ein. 

In seiner Stellungnahme vom 9. Juli 2018 schloss das Friedensgericht auf Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann. 

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Am 19. Juli 2018 äusserten sich A.________ und B.________ spontan zur Stellungnahme des 
Friedensgerichts.

Erwägungen

1.

1.1. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in Kindes-
schutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Da das freiburgische Recht nichts 
anderes bestimmt, sind im Übrigen die Bestimmungen der Zivilprozessordnung heranzuziehen 
(Art. 450f ZGB).

1.2. Wegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung kann beim Kantonsgericht (Kindes- 
und Erwachsenenschutzhof) jederzeit Beschwerde erhoben werden (Art. 450a Abs. 2, 450b 
Abs. 3 ZGB, Art. 14 Abs. 1 Bst. c des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 
betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). 

1.3. A.________ und B.________ sind zur Beschwerde legitimiert (Art. 450 Abs. 2 ZGB).

1.4. Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe vom 17. Juni sowie 9. Juli 2018 die Anträge 
stellen, die Fremdplatzierung von C.________ sei sofort aufzuheben und es sei ihnen die 
Möglichkeit zu geben, C.________ ohne JA besuchen zu können, handelt es sich dabei um 
Rechtsbegehren, die nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens betreffend Rechtsverzöge-
rung und Rechtsverweigerung bilden, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Wie das Friedens-
gericht zu Recht ausführt, hätte das Begehren um sofortige Aufhebung der Fremdplatzierung im 
Rahmen einer Beschwerde gegen den Entscheid des hiesigen Kindes- und Erwachsenenschutz-
hofs vom 25. Mai 2018 geltend gemacht bzw. es hätten beide Begehren entsprechend der 
Zuständigkeit des Friedensgerichts erneut dort eingereicht werden müssen. 

In den übrigen Punkten ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.

2.1. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf 
Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 BV; BGE 137 I 305 E. 2.4, 130 I 174 E. 2.2). 
Eine Rechtsverweigerung ist gegeben, wenn eine Behörde es ausdrücklich ablehnt, eine 
Entscheidung zu treffen, obwohl sie dazu verpflichtet ist (BGE 124 V 130 E. 4 mit Hinweisen; 
107 Ib 160 E. 3b). Um eine Rechtsverzögerung handelt es sich dagegen, wenn sich die zuständige 
Behörde zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fällt, 
welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als 
angemessen erscheint. Keine Rolle spielt, auf welche Gründe – beispielsweise auf ein 
Fehlverhalten der Behörde oder auf andere Umstände – die Rechtsverzögerung zurückzuführen 
ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde nicht fristgerecht handelt (Urteil 
BGer 2C_152/2014 vom 5. September 2014 E. 2.1). 

Welche Verfahrensdauer angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in ihrer 
Gesamtheit zu würdigen sind. Im Vordergrund stehen die Schwierigkeit und Dringlichkeit der 
Sache sowie das Verhalten von Behörden und Parteien (BGE 135 I 265 E. 4.4, 130 IV 54 E. 3.3.1, 

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je mit Hinweisen). Von den Behörden und Gerichten kann freilich nicht verlangt werden, dass sie 
sich ständig einem einzigen Fall widmen (Urteil BGer 2C_152/2014 vom 5. September 2014 
E. 2.1). Die Garantie von Art. 29 Abs. 1 BV ist dann auch nur verletzt, wenn eine Sache über 
Gebühr verschleppt wird und die Gesamtheit des Verfahrens nicht mehr angemessen ist (Urteil 
BGer 1B_394/2012 vom 20. Juli 2012 E. 4.1 mit Hinweisen, vgl. zum Ganzen auch Urteil KG FR 
106 2017 3 vom 26. Januar 2017). Die Beschwerdeinstanz prüft das Vorliegen von Rechts-
verzögerung mit freier Kognition. Da den erstinstanzlichen Gerichten ein gewisser Gestaltungs-
spielraum zukommt, sollte eine Pflichtverletzung nur in klaren Fällen angenommen werden 
(FREIBURGHAUS / AFHELDT, in SUTTER-SOMM / HASENBÖHLER / LEUENBERGER, ZPO-Kommentar, 
3. Aufl. 2016, Art. 320 N. 7 mit Hinweisen). 

2.2. In ihren Eingaben vom 17. und 24. Juni sowie 8. und 9. Juli 2018 bringen die Beschwerde-
führer zusammengefasst vor, ihre Tochter C.________ sei nun seit fast drei Monaten zu Unrecht 
fremdplatziert und diese Fremdplatzierung hätte zu einer starken Verschlechterung ihres 
Zustandes geführt. Bei einem solch massiven Eingriff sei es ihr Recht, Antworten und 
Informationen zu erhalten. Auf Nachfrage beim JA, was die nächsten Schritte seien, hätten sie bis 
auf den Rat, selbst eine Psychotherapie zu besuchen, keine Antwort erhalten. Auf die Frage, was 
mit C.________ im E.________ geschehen soll, habe man ihnen gesagt, dass sie in einer 
Pflegefamilie schnuppern werde, was von den Beschwerdeführern ebenfalls beanstandet wird. 

Im Weiteren führen sie aus, weder auf ihr Schreiben vom 25. Mai 2018 (act. 142) noch auf den am 
24. Juni 2018 beim Friedensgericht eingereichten Antrag auf sofortige Aufhebung der Fremd-
platzierung von C.________ (act. 163) eine Antwort erhalten zu haben (weder Eingangs-
bestätigung, noch Informationen über Zeitspanne, in der das Gesuch behandelt werde). Seit dem 
19. Juni 2018 hätten sie zudem keine Informationen vom JA mehr erhalten, was inakzeptabel sei. 
Erst am 9. Juli 2018 seien sie vom JA darüber informiert worden, dass C.________ in H.________ 
in stationärer Behandlung sei und seit dem 20. Juni 2018 nicht mehr zur Schule gehe. 

Insgesamt werfen sie dem JA und dem Friedensgericht vor, als Eltern ignoriert zu werden. Die 
Rechtslage werde massiv zu ihren sowie C.________ Ungunsten ausgenutzt. Im Übrigen führen 
sie aus, bei provisorisch angeordneten Massnahmen müsse sehr schnell, namentlich innerhalb 
von ein bis zwei Wochen und nicht innerhalb von mehreren Monaten, reagiert werden. Das 
Friedensgericht nehme seine Aufsichtspflicht nicht wahr. In ihren Eingaben verlangen die 
Beschwerdeführer schliesslich einerseits die sofortige Aufhebung der Fremdplatzierung von 
C.________ und die Rückkehr zu ihnen als Eltern (Eingabe vom 17. Juni 2018) sowie andererseits 
die Möglichkeit, C.________ ohne JA sofort besuchen zu können (Eingabe vom 9. Juli 2018).

2.3. Das Friedensgericht hält dem mit Stellungnahme vom 9. Juli 2018 entgegen, dass die 
Platzierung von C.________ am 19. April 2018 erfolgt sei und deren Eltern seither unter den 
verschiedensten Titeln und den immer gleichen Vorbringen das Verfahren des Friedensgerichts 
kritisieren und die sofortige Aufhebung der Fremdplatzierung ihrer Tochter verlangen würden. 
Weder die Anhörung der Eltern vom 2. Mai 2018 noch die Erwägungen des Friedensgerichts im 
Entscheid vom 2. Mai 2018 oder zuletzt das bestätigende Urteil des hiesigen Hofes vom 
28. [recte 25.] Mai 2018 hätten am materiellen Gehalt der Äusserungen der Kindeseltern etwas 
geändert, eingeschlossen die vorliegende Beschwerde. Es stelle sich die Frage, ob das Vorgehen 
der Beschwerdeführer nicht als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren sei. Offensichtlich seien die 
Beschwerdeführer in Anbetracht ihrer unveränderten Aussagen mit dem Urteil des hiesigen Hofes 
vom 25. Mai 2018 nicht einverstanden, hätten es jedoch unterlassen bzw. darauf verzichtet, beim 
Bundesgericht Beschwerde gegen diesen Entscheid zu erheben. 

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Das Friedensgericht führt weiter aus, aufgrund der Komplexität der Situation, des hängigen 
Strafverfahrens sowie der offensichtlichen Schutzbedürftigkeit von C.________ könne bei einer 
Platzierungsdauer von knapp drei Monaten keine Rechtsverzögerung geltend gemacht werden. 
Ebenso wenig läge eine Rechtsverweigerung vor, zumal den Eltern am 2. Mai 2018 das rechtliche 
Gehör gewährt wurde und sich die Umstände seitdem nicht geändert hätten. Es hält zudem fest, 
die Kindseltern würden jederzeit die Möglichkeit haben, sich mit Fragen betreffend Wohlbefinden 
ihrer Tochter an die Beiständin zu wenden, insbesondere auch, weil ihre Tochter gegenwärtig den 
direkten Kontakt mit ihnen nicht wolle. Ferner sei festzuhalten, dass es sich beim Schreiben vom 
25. Mai 2018 um eine Stellungnahme der Kindseltern handle, von welcher das Friedensgericht 
Kenntnis genommen und korrekt zu den Akten gelegt habe. Schliesslich rechtfertige es sich nicht, 
Beschwerde wegen Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung zu erheben, einzig weil sie 
keine Eingangsbestätigung auf eine Stellungnahme erhalten hätten. 

Abschliessend hält das Friedensgericht fest, spätestens in den Schulherbstferien 2018 über die 
Berichte der Beistände und hoffentlich über ein Urteil im Strafverfahren verfügen zu können, 
sodass die vorsorglichen Massnahmen – unter Wahrung des rechtlichen Gehörs von C.________ 
und deren Eltern – entweder aufgehoben oder definitiv bestätigen werden könnten. 

2.4. Den Akten ist mit Blick auf die Frage der Rechtsverzögerung respektive Rechts-
verweigerung das Folgende zu entnehmen: Kurz nach der vorsorglichen Anordnung der Kindes-
schutzmassnahmen durch das Friedensgericht (Entscheid vom 2. Mai 2018) wurde C.________ 
am 9. Mai 2018 in Anwesenheit ihrer Beiständin F.________ von der Friedensrichterin befragt. Am 
22. Mai 2018 erhielt das Friedensgericht von Psychotherapeutin I.________ ein psychologisches 
Attest, worin bestätigt wird, dass C.________ nicht in der Lage sei, an Gesprächen mit ihren Eltern 
teilzunehmen bzw. selbst Verantwortung für die Entscheidung zu übernehmen, ob sie ihre Eltern 
sehen könne oder nicht (act. 130). Am 23. Mai 2018 fand ein Telefonat zwischen der zuständigen 
Friedensrichterin und dem E.________ statt. Aus der entsprechenden Notiz (act. 149) geht u.a. 
hervor, dass C.________ ihre Eltern nicht sehen wolle, sie Angst habe und verletzlich sei und in 
ihrem Zustand nicht fähig wäre, den Kontakt zu den Eltern oder die Rückkehr nach Hause 
abzulehnen. Zudem soll sich ihr Gesundheitszustand verschlechtern, sie würde sich Vorwürfe 
machen, was typisch sei für Opfer, die den Missbrauch anzeigen. Mit Schreiben vom 28. Mai 2018 
liess der Kindes- und Erwachsenenschutzhof dem Friedensgericht die Stellungnahme der 
Beschwerdeführer vom 25. Mai 2018 betreffend das Kontaktverbot mitsamt Beilagen zur 
Weiterbearbeitung zukommen (act. 141 ff). Am 24. Juni 2018 reichten die Beschwerdeführer beim 
Friedensgericht einen Antrag auf sofortige Aufhebung der Fremdplatzierung von C.________ ein 
(act. 163). Mit E-Mail vom 21. sowie 26. Juni 2018 informierte die Beiständin von C.________ das 
Friedensgericht über die aktuelle Situation (act. 160 f.; 169 ff.). Aus dem eingereichten E-
Mailverkehr zwischen der Beiständin und den Beschwerdeführern geht hervor, dass am 12. Juni 
2018 ein Treffen zwischen C.________ und ihren Eltern stattfand. Im Nachgang dazu teilte die 
Beiständin den Beschwerdeführern (mit E-Mail vom 19. Juni 2018) mit, dass sich der 
Gesundheitszustand von C.________ bereits etwas verbessert habe, sie aber deutlich geäussert 
habe, dass sie weiterhin Zeit und Abstand brauche. Zudem informierte die Beiständin die 
Beschwerdeführer darüber, dass C.________ in einer professionellen Pflegefamilie am 
Schnuppern gewesen sei und sie sich einen Aufenthalt dort angeblich gut vorstellen könne. Aus 
der E-Mailkorrespondenz zwischen der Beiständin und den Beschwerdeführern geht schliesslich 
hervor, dass letztere mit einem Aufenthalt in einer Pflegefamilie nicht einverstanden sind. Mit E-
Mail vom 29. Juni 2018 informierte die Beiständin das Friedensgericht dahingehend, dass für den 

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22. Juli 2018 ein Umzug in die Grossfamilie „J.________“ geplant sei und dies ein grosser 
Aufsteller für C.________ sei. 

2.5. Den obigen Ausführungen lässt sich entnehmen, dass das Friedensgericht seit der 
vorsorglichen Anordnung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie der Platzierung 
im E.________ nicht untätig blieb, sondern dass es laufend über den Zustand von C.________ 
informiert wurde und dass in Zusammenarbeit mit der eingesetzten Beiständin F.________ nach 
einem geeigneterem Ort für die Platzierung von C.________ (anstelle des E.________) gesucht 
wurde. Der sich in den Akten befindliche E-Mailverkehr zeigt ausserdem auf, dass die 
Beschwerdeführer in Kontakt zur Beiständin standen, sodass – wie das Friedensgericht zu Recht 
feststellte – die Beschwerdeführer die Möglichkeit hatten, sich bei Fragen an jemanden zu 
wenden. Es deutet nichts darauf hin, dass diese Fragen durch die Beiständin nicht beantwortet 
worden wären. Dass gewisse Informationen den Beschwerdeführern nicht sofort kommuniziert 
wurden, kann weder dem Friedensgericht noch dem JA vorgeworfen werden, solange dies zur 
Wahrung der Interessen von C.________ notwendig war, was vorliegend a priori der Fall ist. Im 
Übrigen hat ein Treffen zwischen den Beschwerdeführern und C.________ stattgefunden bzw. 
wurde den Beschwerdeführern von der Beiständin erklärt, weshalb es bisher nicht zu einem 
weiteren Treffen kam (C.________ brauche gemäss ihren eigenen Angaben weiterhin etwas Zeit 
und Abstand). Aus den genannten Gründen kann den Beschwerdeführern somit nicht gefolgt 
werden, wenn sie vorbringen, von Seiten des Friedensgerichts bzw. des JA ignoriert oder nicht 
einbezogen worden zu sein. Das bisherige Verhalten der beiden Behörden ist in dieser Hinsicht 
grundsätzlich nicht zu beanstanden. Aufgrund der schwierigen Situation im vorliegenden Einzelfall 
und der Tatsache, dass zumindest die Eingabe vom 24. Juni 2018 an das Friedensgericht explizit 
einen Antrag auf Aufhebung der Fremdplatzierung beinhaltet, wäre es allerdings durchaus 
angebracht und sinnvoll gewesen, den Beschwerdeführern wenigstens den Empfang ihrer 
Schreiben zu bestätigen und ihnen im Hinblick auf ihre Anträge das weitere Vorgehen mitzuteilen. 
Dies umso mehr als das Friedensgericht den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen hat 
(Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 446 Abs.1 ZGB) und eine provisorisch angeordnete Massnahme 
jederzeit auf deren Eignung überprüft und bei Bedarf abgeändert werden kann, bzw. muss, 
insbesondere wenn neue Tatsachen vorliegen. Entgegen der Auffassung des Friedensgerichts 
handelt es sich sodann zumindest bei der Information über vermeintliche Nachrichten von 
C.________ (vgl. act. 146, 167: „Wir können uns nächste woche treffen, wenn ihr wollt. Das muss 
aber übers Jugendamt laufen. (…) Ich werde morgen meine aussage von der polizei 
zurücknehmen. Ich will umgehend nach G.________ zurückkehren“) um neue Vorbringen der 
Beschwerdeführer, weshalb der hiesige Kindes- und Erwachsenenschutzhof die Eingabe vom 25. 
Mai 2018 umgehend und ausdrücklich „zur Weiterbearbeitung“ weitergeleitet hat (act. 141 ff.).

Gleichwohl kann im vorliegenden Fall noch nicht von einer Rechtsverzögerung bzw. Rechts-
verweigerung durch das Friedensgericht die Rede sein. Wie erwähnt, ist die Angemessenheit der 
Verfahrensdauer anhand der konkreten Umstände zu beurteilen, sodass entgegen den 
Ausführungen der Beschwerdeführer nicht grundsätzlich davon ausgegangen werden kann, dass 
bei provisorisch angeordneten Massnahmen innerhalb von ein bis zwei Wochen und nicht 
innerhalb von mehreren Monaten, reagiert werden muss. Der vorliegende Fall ist aufgrund der 
Umstände (u.a. paralleles Strafverfahren, [psychischer] Zustand von C.________) als komplex zu 
beurteilen, weshalb eine Verfahrensdauer von bisher drei Monaten durchaus noch als 
angemessen erscheint. Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die 
Massnahmen infolge Dringlichkeit schnell und ohne umfangreiche Prüfung der Sachlage 
angeordnet werden mussten, was erklärt, weshalb die detaillierten Abklärungen erst danach 

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vorgenommen werden konnten und – wie oben dargelegt – zum jetzigen Zeitpunkt noch immer im 
Gange sind (vgl. dazu insbesondere Information der Beiständin, act. 174). Im Übrigen ist darauf 
hinzuweisen, dass zwischen der Weiterleitung des Schreibens der Beschwerdeführer vom 
25. Mai 2018 (act. 141 ff.) und dem Einreichen der Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. 
Rechtsverweigerung nur rund 3 Wochen liegen und sich den Akten an keiner Stelle entnehmen 
lässt, dass sich die Beschwerdeführer vor Einreichen der Beschwerde wegen Rechtsverzögerung 
bzw. Rechtsverweigerung am 17. Juni 2018 (bzw. 24. Juni 2018) an das Friedensgericht gewandt 
haben, um sich dort nach dem Verfahrensstand bzw. dem weiteren Vorgehen zu erkundigen. Eine 
Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung kommt schon aus diesem Grund nicht in Betracht. 

3. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist die Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. 
-verweigerung abzuweisen. 

4. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten der betroffenen Person; Artikel 108 ZPO bleibt 
vorbehalten (Art. 6 Abs. 1 KESG). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der 
unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend sind die Beschwerdeführer mit ihren Begehren nicht 
durchgedrungen, sodass es sich rechtfertigt, ihnen die Prozesskosten aufzuerlegen (Art. 95, 104 
Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten werden pauschal auf einen Betrag von CHF 300.- festgesetzt 
(Art. 19 JR) und den Beschwerdeführern solidarisch auferlegt. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung wird abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten ist.

II. Die Gerichtskosten, bestimmt auf einen Betrag von CHF 300.-, werden A.________ und 
B.________ solidarisch auferlegt.

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 23. Juli 2018/jko

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: