# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2dc6a72-c810-5792-8c5c-a45079aa97c2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2010 D-5971/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5971-2010_2010-08-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5971/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Irak,
vertreten durch lic. iur. Christoph Allemann, 
Rechtsanwalt, (...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5971/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 20. Dezember 2005 in der Schweiz ein 
erstes Asylgesuch einreichte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  18. Januar  2006  feststellte,  der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asyl -
gesuch ablehnte und die Wegweisung anordnete,

dass  es  mit  demselben  Entscheid  anstelle  des  als  unzumutbar 
erachteten  Vollzugs  der  Wegweisung  die  vorläufige  Aufnahme  des 
Beschwerdeführers in der Schweiz anordnete,

dass die Verfügung vom 18. Januar 2006 am 20. Februar 2006 unan-
gefochten in Rechtskraft erwuchs,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. Januar 2008 die vorläufige Auf-
nahme  aufhob  und  den  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerde-
führers anordnete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  gegen  diese  Verfügung 
erhobene Beschwerde mit Urteil vom 3. Februar 2009 abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  7. April  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht ein Revisionsgesuch einreichen liess,

dass das Gericht auf dieses Gesuch mit Urteil vom 20. April 2009 nicht 
eintrat,

dass  der  Beschwerdeführer  am  23. März 2010  in  der  Schweiz  ein 
zweites Asylgesuch einreichte,

dass  er  am  30. März  2010  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) B._______ summarisch zu seiner Person und den Asylgründen 
befragt und am 5. August 2010 vom Bundesamt direkt angehört wurde,

dass  er  angab,  er  mache  die  selben  Asylgründe  geltend  wie  beim 
ersten Asylverfahren,

dass er jedoch im Frühjahr in die Türkei gereist sei und versucht habe, 
von dort aus seine Probleme im Irak zu lösen,

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dass  dies  jedoch  nicht  möglich  gewesen  sei,  weshalb  er  sich  von 
einem  Schlepper  nach  C._______  habe  bringen  lassen,  wo  er  ein 
Asylgesuch eingereicht habe,

dass er von den C._______ Behörden nach D._______ ausgeschafft 
worden sei, weil er sich bereits vor seinem ersten Asylgesuch in der 
Schweiz in D._______ aufgehalten habe,

dass  er  zwar  in  D._______  eine  Duldung  bekommen  habe,  er  sich 
jedoch nur innerhalb von 30 Kilometern habe bewegen dürfen, er nur 
vierzig Euro im Monat bekommen und zudem Angst gehabt habe, weil  
man dort "unsicher" sei,

dass er aus diesen Gründen in die Schweiz zurückgekehrt sei,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  13. August  2010  – eröffnet  am 
16. August 2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
Beschwerdeführer mache Asylgründe geltend, die bereits im Rahmen 
des ersten Asylverfahrens geprüft worden seien,

dass  das  Bundesamt  diese  Gründe  als  nicht  asylrelevant  und  das 
Bundesverwaltungsgericht als nicht glaubhaft qualifiziert hätten,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zudem im  Zeitpunkt  der  angeblich 
verfolgungsauslösenden  Geschehnisse  nachweislich  in  D._______ 
aufgehalten  habe,  weshalb  auch  die  im  zweiten  Verfahren  geltend 
gemachten Probleme der Familie nicht glaubhaft seien,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  überdies  widersprüchlich 
und unsubstanziiert ausgefallen seien,

dass das am 20. Dezember 2005 eingeleitete Asylverfahren seit dem 
3. Februar 2009 rechtskräftig abgeschlossen sei und sich zudem aus 
den Akten keine Hinweise ergäben, nach dem Abschluss dieses Ver-

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fahrens seien Ereignisse eingetreten, die geeignet wären, die Flücht-
lingseigenschaft  zu begründen, oder die für  die Gewährung vorüber-
gehenden Schutzes relevant seien,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 23. August 2010 (Post-
stempel)  durch seinen Rechtsvertreter gegen diesen Entscheid beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und dabei beantragen 
liess,  die  angefochtene  Verfügung sei  aufzuheben,  der  Beschwerde-
führer sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm der Aufenthalt in 
der Schweiz zu bewilligen, eventuell sei ihm die vorläufige Aufnahme 
zu bewilligen und anzuordnen,

dass  der  Beschwerdeführer  zusammen  mit  der  Beschwerde  ein 
Arbeitszeugnis sowie zwei ärztliche Zeugnisse einreichte,

dass auf  die Begründung der  Beschwerdebegehren und die Beweis-
mittel,  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen wird, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 25. August  2010  beim  Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs. 2  AsylG,  Art. 105  AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin 
die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Gewährung  von 
Asyl beantragt wird,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 

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oder  während  des  hängigen  Asylverfahrens  in  den  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise  auf  zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse  gibt,  die 
geeignet  sind,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen, oder  die für 
die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32 
Abs. 2 Bst. e AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  in  der  Schweiz 
bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat  und  seit  der 
Einreichung seines ersten Asylgesuchs nicht mehr in sein Heimatland 
zurückgekehrt ist,

dass  er  im  zweiten  Asylverfahren  keine  neuen  Ereignisse  bezüglich 
seines Heimatlandes geltend machte, sondern auf die im ersten Asyl -
verfahren vorgetragenen Asylgründe verwies,

dass  aber  auf  den  im  ersten  Asylverfahren  rechtskräftig  beurteilten 
Sachverhalt vorliegend nicht mehr zurückgekommen werden kann,

dass  sowohl  die  angeblichen  Verfolgungshandlungen  gegenüber  der 
Familie  im Irak als  auch die  behauptete  Rückkehr  des Beschwerde-
führers in die Türkei von ihm nur vage beschrieben werden und nicht 
geeignet  sind,  eine  andere  Einschätzung  der  Asylvorbringen  vorzu-
nehmen,

dass zudem, entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auf-
fassung,  unglaubhafte  Angaben  nicht  dadurch  glaubhafter  werden, 
indem sie mehrmals wiederholt werden,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel, Rz. 11.148, 

dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  in  seinem  Urteil  vom 
3. Februar  2009  (D-868/2008)  ausführlich  zum  Wegweisungsvollzug 
geäussert hat, 

dass hinsichtlich der Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs 
– um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die einlässlichen 
Erwägungen (Erw. 6.1.1 und 6.1.2) im erwähnten Entscheid verwiesen 
werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  auch  im 
heutigen Zeitpunkt zulässig ist,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass auch bezüglich der Zumutbarkeit zunächst auf die Ausführungen 
im Urteil vom 3. Februar 2009 (Erw. 6.2.1 und 6.2.2) zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene vortragen lässt, er 
leide  an  massiven  psychischen  Problemen,  welche  sich  durch  die 
drohende  Ausweisung  noch  verschlimmert  hätten  und  es  müsse 
befürchtet werden, er verkrafte eine Ausweisung zumindest im Moment 
nicht,

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dass Gründe ausschliesslich medizinischer Natur den Wegweisungs-
vollzug im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen lassen, es sei 
denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im Heimatland 
nicht erhältlich,

dass der Umstand, dass die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunfts-
land nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen, 
für sich allein noch nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs bewirkt,

dass der Beschwerdeführer zu seiner gesundheitlichen Situation einen 
ärztlichen Bericht des Psychiatrie-Teams E._______ vom 9. März 2009 
sowie einen solchen von Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeine 
Medizin FMH, vom 20. August 2010 einreichen liess,

dass  der  ärztliche  Bericht  des  Psychiatrie-Teams E._______  bereits 
aufgrund seines Ausstellungsdatums im Frühling 2009 nicht geeignet 
ist, für die Frage des Wegweisungsvollzuges relevante gesundheitliche 
Beeinträchtigungen zu belegen,

dass das aktuelle ärztliche Zeugnis des Allgemeinmediziners Dr. med. 
F._______  erhebliche  psychische  Probleme  (starke  depressive 
Grundstimmung,  massive Angstzustände, starke Schlafstörungen mit 
Alpträumen, neurovegetative Symptome) bestätigt,

dass es sich jedoch um ein allgemein gehaltenes Zeugnis handelt und 
nicht  dargetan  wird,  aufgrund  welcher  Untersuchungen  der  Arzt  zu 
seinen Erkenntnissen gelangte,

dass  gewisse  psychische  Probleme  aufgrund  der  schwierigen  und 
unsicheren  Situation  des  Beschwerdeführers  ohne  weiteres  nach-
vollziehbar sind,

dass  diese  jedoch  nicht  eine  Intensität  aufweisen,  welche  den 
Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen,

dass zudem für den Fall, dass sich bei einem allfälligen zwangsweisen 
Vollzug  der  Wegweisung  die  psychischen  Probleme  akzentuieren 
sollten, diesem Umstand mit geeigneten medikamentösen oder allen-
falls  auch  psychotherapeutischen  Massnahmen  entgegengewirkt 
werden kann, so dass eine konkrete Gefahr ernster gesundheitlicher 
Schäden vermieden wird,

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dass der Beschwerdeführer unter Berufung auf ein Arbeitszeugnis als 
weiteres Argument für die Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs 
eine gelungene (auch berufliche)  Integration  in  der  Schweiz geltend 
macht,

dass die Voraussetzungen der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs  gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  nicht  nach  den  persönlichen 
Verhältnissen  des  Ausländers  in  der  Schweiz  zu  beurteilen  sind, 
sondern ausschlaggebend dabei vielmehr ist, welche Situation sich für 
ihn im Falle des Vollzugs im Heimatland in  Bezug auf  den primären 
Aspekt der Lebenssicherheit und Existenzsicherung ergeben würde,

die die vormals für die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme wegen 
schwerwiegender  persönlicher  Notlage  –  und  damit  unter  anderem 
auch  für  die  Gewichtung  der  Integration  in  der  Schweiz  – 
massgebenden  Bestimmungen  von  Art. 44  Abs. 3-5  aAsylG  und 
Art. 14a Abs. 4bis aANAG auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden 
sind  (vgl.  Ziff. I,  II  [Anhang  Ziff. 1]  und  VI  ["Ergebnis  der  Volks-
abstimmung  und  Inkraftsetzung"  Abs. 2  Bst. a  und  c]  des  Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Änderung des AsylG [AS 
2006 4745, 4751, 4767 und 4772, AS 2007 5573]),

dass  es  somit  an  einer  gesetzlichen  Grundlage  fehlt,  welche  es 
ermöglichen  würde,  der  fortgeschrittenen  Integration  einer  asyl-
suchenden  Person  durch  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  im 
Sinne von Art. 83 Abs. 1 AuG Rechnung zu tragen,

dass im vorliegenden Fall eine aussergewöhnlich starke Assimilierung 
in der Schweiz, die mit einer eigentlichen auch in die Zumutbarkeits-
frage  hineinwirkenden  Entwurzelung  im  Heimatstaat  einhergehen 
würde  (vgl.  EMAKR  2005  Nr. 6  E. 6.2  S. 58),  offensichtlich  nicht 
gegeben  ist,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  grössten  Teil  seines 
Lebens im Irak verbracht  hat  und mithin nicht  in  einen ihm fremden 
Kulturkreis zurückkehren würde,

dass nach dem Gesagten weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. 
Herkunftsstaat  des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 

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bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- das (...), ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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