# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58798977-3d80-5fe1-87d1-3745de06e70f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-04
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 04.09.2025 BEK 2025 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-87_2025-09-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 4. September 2025
BEK 2025 87

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Pius Kistler,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Beschwerdeführer,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________, 

betreffend Beschlagnahme
(Beschwerde gegen den Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft vom 
13. Juni 2025, SU 2024 3598);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. a) Die Staatsanwaltschaft führt gegen A.________ (Beschuldigter) ein 
Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Sportförderungsgesetz 
(Art. 22 SpoFöG), das Heilmittelgesetz (Art. 26 und Art. 86 HMG), das 
Gesundheitsgesetz des Kantons Schwyz (§ 19 GesG) und Urkundenfälschung 
(Art. 251 Ziff. 1 StGB). Im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens SU A2 2024 
wies der Einzelrichter am Zwangsmassnahmengericht mit Verfügung vom 
16. Mai 2025 das Entsiegelungsgesuch betreffend die sichergestellten 
Gegenstände Mobiltelefon Apple iPhone silber (Pos. 1) und Desktop PC 
Eigenbau schwarz (Pos. 15) ab und ordnete an, dass diese dem 
Beschuldigten (unter Löschung und Vernichtung der bereits erstellten 
Mobiltelefondatensicherung) herauszugeben sind. Im Weiteren wurde das 
Verfahren hinsichtlich des sichergestellten Arztkoffers (Pos. 18) als durch 
Gegenstandslosigkeit erledigt abgeschrieben und verfügt, dass der 
Gegenstand der Gesuchstellerin bzw. der Staatsanwaltschaft herausgegeben 
wird (vgl. KG-act. 1/3, Dispositiv-Ziff. 1 und 2). Mit Befehl vom 13. Juni 2025 
beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft u.a. das Mobiltelefon Apple iPhone, 
silber (Pos. 1), den Desktop PC, Eigenbau, schwarz (Pos. 15), und den 
Arztkoffer mit div. Inhalt (Pos. 18; angefocht. Verfügung Dispositiv-Ziffer 1).

b) Dagegen erhob der Beschuldigte am 26. Juni 2025 Beschwerde beim 
Kantonsgericht mit folgenden Anträgen (KG-act. 1): 

1. Es sei Dispositiv-Ziff. 1 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des 
Kantons Schwyz vom 13.06.2025, SU A2 2024 3598, in Bezug auf 
die nachfolgenden Artefakte aufzuheben und es seien diese drei 
dem Beschwerdeführer herauszugeben:
- 1. Mobiltelefon Apple iPhone, silber;
- 15. Desktop PC, Eigenbau, schwarz,
- 18. Arztkoffer mit div. Inhalt;

2. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST 
zulasten des Staates.

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Am 30. Juni 2025 liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in 
Nachachtung der Verfügung vom 27. Juni 2025 eine vom 25. Juni 2025 
datierende Vollmacht und ein von ihm unterzeichnetes 
Beschwerdeschriftexemplar dem Kantonsgericht zukommen (KG-act. 2 und 
3). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2025 beantragte die 
Staatsanwaltschaft die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde (KG-
act. 6). Am 30. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme 
zur Beschwerdeantwort ein (KG-act. 8), die der Staatsanwaltschaft zur 
Kenntnisnahme und zu den Akten zugestellt wurde (KG-act. 9). Weitere 
Eingaben gingen nicht ein.

2. Die Staatsanwaltschaft führte unter Bezugnahme auf den Entscheid des 
Einzelrichters am Zwangsmassnahmegericht vom 16. Mai 2025 aus, das 
Begehren des Beschwerdeführers auf Herausgabe des Mobiltelefons Apple 
iPhone, silber, und des Desktops PC, Eigenbau, schwarz, sei obsolet, weil 
das Zwangsmassnahmengericht diese Gegenstände bereits herausgegeben 
habe (KG-act. 6 S. 2). Der Beschwerdeführer bestätigte, dass das erwähnte 
iPhone und der Desktop PC ihm zwischenzeitlich herausgegeben worden 
seien (KG-act. 8 S. 1). Somit erweist sich das Beschwerdeverfahren 
hinsichtlich der Beschlagnahmepositionen 1 und 15 als gegenstandslos; zu 
prüfen bleibt nachfolgend einzig die Beschlagnahme von Pos. 18 (Arztkoffer 
mit div. Inhalt).

3. a) Die Staatsanwaltschaft begründete die Beschlagnahme im Wesentli-
chen dahingehend, der Beschuldigte sei aufgrund einer Anzeige von Swiss 
Sport Integrity verdächtigt, als im Schweizer Medizinalberufsregister erfasster 
Arzt ohne kantonale Zulassung, D.________ in den Tagen oder Wochen vor 
dem 20. Februar 2024 ein ärztliches Rezept für das weltweit verbotene Do-
ping-Mittel TB-500 - BPC-157, Beta-4 Thymosin 5mg ausgestellt zu haben, 

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wobei der Verdacht bestehe, dass er dieses auf den 1. November 2023 
zurückdatiert habe. D.________ habe sich am 13. November 2023 einer Ope-
ration wegen eines Aussenmeniskuskorbhenkelrisses unterzogen. In einem 
Attest solle der Beschuldigte im Rahmen eines von Swiss Sport Integrity ge-
führten Verwaltungsverfahrens bestätigt haben, dass aufgrund dieser Diagno-
se die Peptide (TB-500 – BPC-157) den Heilungsverlauf beschleunigen wür-
den. Nachdem Swiss Sport Integrity D.________ mitgeteilt habe, dass die 
Freigabe der Substanzen ohne Rezept nicht möglich sei, habe dieser am 
20. Februar 2024 ein vom Beschuldigten angeblich am 1. November 2023 
ausgestelltes und damit vor der Operation datierendes Rezept eingereicht. 
Weiter werde dem Beschuldigten gestützt auf eine Anzeige des Amts für Ge-
sundheit und Soziales des Kantons Schwyz vom 15. Oktober 2024 vorgewor-
fen, für eine Person namens E.________ am 17. Juni 2024 ein ärztliches Re-
zept für „20 P Testosteron Depot Inj Lsg 250 mg/ml“ ausgestellt zu haben. Je 
nach Ausgang des Verfahrens seien die beschlagnahmten Gegenstände al-
lenfalls einzuziehen (angefocht. Beschlagnahmebefehl E. 2 und 4). 

b) Der Beschwerdeführer macht geltend, laut der Verfügung des Einzelrich-
ters am Zwangsmassnahmengericht vom 16. Mai 2025 dürfe der Arztkoffer 
(Pos. 18) mangels einer Siegelung lege artis nicht durchsucht werden bzw. sei 
dieser dem Beschwerdeführer herauszugeben. Somit sei auch die Beschlag-
nahme in Bezug auf Pos. 18 unzulässig. Denn wegen des rechtwidrigen Vor-
gehens der Staatsanwaltschaft bei der Siegelung sei die Verwertung von 
Pos. 18 als Beweismittel ausgeschlossen. Der Einzelrichter am Zwangsmass-
nahmengericht habe zudem weiter festgehalten, eine Versiegelung des Kof-
fers mache aber keinen Sinn mehr, nachdem dieser bereits durchsucht wor-
den sei. Eine Beweismittelbeschlagnahme nach Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO 
scheide damit aus. Ebenso falle die Beschlagnahme unter einem anderen 
Titel ausser Betracht (KG-act. 1/4 S. 4 ff.).

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c) In der Beschwerdeantwort führte die Staatsanwaltschaft hinsichtlich des 
Arztkoffers aus, die Polizei habe diesen bereits anlässlich der Hausdurchsu-
chung durchsucht, weshalb das Zwangsmassnahmengericht zutreffend zum 
Schluss gekommen sei, dass ein aktuelles Versiegelungsinteresse fehle. Je-
doch sei festzuhalten, dass der Beschuldigte in der Schweiz über keine Be-
rufsausübungsbewilligung verfüge. Im Arztkoffer würden sich u.a. diverse re-
zeptpflichtige Medikamente (Sirdalud, Prednisolon Streuli, „Xyf ocain“, „Co-
Amoixi-Mepha“) sowie kosmetische Produkte (Aqualyx [„Fettwegspritze“], 
„Juv6derm Volbella with Lidocain“ [Hyaluronsäuregel]) befinden. Vorliegend 
bestehe der Verdacht, der Beschuldigte stelle trotz fehlender Bewilligung an-
deren Personen Rezepte aus und gebe Medikamente ab. Die Gegenstände 
seien nach Art. 69 StGB ungeachtet einer Strafbarkeit einzuziehen, weil sie 
die Sicherheit von Menschen gefährden könnten. Ein Eigenkonsum werde 
nicht geltend gemacht und erscheine ohnehin unglaubhaft (KG-act. 6). Dazu 
hielt der Beschwerdeführer fest, der Arztkoffer sei im Rahmen seiner Tätigkeit 
in Deutschland (Juni 2022 bis Juni 2024) im Einsatz und stelle gleichzeitig 
auch seine Hausapotheke dar. Darin würden sich gängige zugelassene und 
auch verschreibungspflichtige Medikamente befinden, die teils für seine 
hausärztliche Tätigkeit (inkl. Hausbesuche Deutschland), die ästhetische Me-
dizin in der Praxis (Deutschland) und für den Eigenbedarf gedacht gewesen 
seien. Das Breitbandantibiotikum Co-Amoxillicin benötige der Beschwerdefüh-
rer für sich selbst (als „Backup“ im Zusammenhang mit einer Knieprothese 
nach Knochenkrebs). Ebenso liege bei Prednisolon (bestehende Pollinose) 
und Sirdalud (muskuläre Nackenverspannungen) Eigenbedarf vor. Aqualyx, 
„Juvederm Volbella“ und Lidocain verwende er bei der Tätigkeit in der Praxis 
in Deutschland. Der Beschwerdeführer verfüge über eine deutsche Approbati-
on und sei ermächtigt, in Deutschland privatärztlich tätig zu sein und in diesem 
Rahmen Privatrezepte auszustellen, die auch in der EU Gültigkeit hätten. So-
dann sei er im Rahmen seiner Tätigkeit in Deutschland in der Praxis seines 
Vaters im Angestelltenverhältnis kassenärztlich tätig. Auch verfüge er über 

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eine MEBEKO Anerkennung in der Schweiz. Der Erwerb und Besitz der Medi-
kamente sei somit legal (KG-act. 8).

4. a) Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder 
einer Drittperson können namentlich beschlagnahmt werden, wenn die 
Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich als Beweismittel 
gebraucht werden oder einzuziehen sind (Art. 263 Abs. 1 lit. a und d StPO). 
Die Beweismittelbeschlagnahme hat dem Verhältnismässigkeitsprinzip und 
damit insbesondere der Voraussetzung der Erforderlichkeit zu genügen 
(Bommer/Goldschmid, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 263 StPO N 23). So-
dann verfügt bei der Einziehungsbeschlagnahme das Gericht nach Art. 69 
Abs. 1 StGB ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten Person die 
Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient haben 
oder bestimmt waren oder die durch eine Straftat hervorgebracht worden sind, 
wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder 
die öffentliche Ordnung gefährden. Die Sicherungseinziehung erfolgt unter der 
Voraussetzung, dass eine Straftat begangen worden oder eine solche zumin-
dest ernsthaft vorbereitet wurde, wobei nicht relevant ist, ob es tatsächlich zu 
einem Strafurteil kommt. Die einzuziehenden Gegenstände müssen aber ei-
nen Bezug zur Straftat (Anlasstat) aufweisen. Die bloss allgemeine Eignung 
zur Deliktsbegehung ohne solchen Deliktskonnex genügt – vorbehältlich ver-
botenen Besitzes (z. B. Art. 197 Ziff. 3 betr. Pornographie) – somit nicht zur 
Einziehung (Baumann, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 69 StGB N 6 und 9).

b) Betreffend den Inhalt des Koffers befanden sich darin laut dem Polizei-
rapport (Nachtrag) vom 19. Februar 2025 diverse rezeptpflichtige Medikamen-
te, so eine angebrauchte Packung Co-Amoxi-Mepha 1000 mg (15 Tabletten), 
eine angebrauchte Tube Xylocain Gel 2% 30g, eine angebrauchte Packung 

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Prednisolon Streuli 20 mg (11 Tabletten) sowie ein angebrauchter Blister Sir-
dalud Tabl 4 mg (8 Tabletten). Weiter fanden sich 3 Ampullen Lidocain, 1 Am-
pulle Testosteron Depot 250 mg, 1 Packung mit 10 Ampullen 8 ml Aqualyx 
(„Fettwegspritze“) und eine Packung Juvéderm Volbella with Lidocain 2 x 1.0 
ml. Sodann enthielt bzw. enthält der Koffer gemäss dem Rapport „grosse 
Menge an Spritzen und Nadeln“, wobei von den aufgefundenen Produkten 
einzig Lidocain, Testosteron, Aqualyx und Hyaluronsäuregel injiziert würden. 
Der Bericht hält weiter fest, es würden sich „noch weitere fallrelevante Medi-
kamente und andere Produkte“ darin befinden (U-act. 8.0.015 S. 4). Aus der 
Fotodokumentation ist denn auch ersichtlich, dass sich anscheinend zusätzli-
che, im Rapport nicht einzeln aufgelistete Medikamente im Koffer befinden (U-
act. 8.0.016 S. 4). Schliesslich ergibt sich aus einer Liste über sichergestellte 
Gegenstände, dass diverse Medikamente und Substanzen aus dem Koffer 
entnommen und separat eingelagert wurden (U-act. 5.1.044).

c) Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer vor, D.________ 
und E.________ ärztliche Rezepte für TB-500 – BPC-157, Beta-Thymosin 5 
mg bzw. 20 P Testosteron Depot Inj Lsg 250 mg/ml ausgestellt zu haben. Ob 
es sich beim an E.________ rezeptierten Testosteron um dasselbe Medika-
ment, welches im Koffer gefunden wurde, handelt, lässt sich aufgrund der Ak-
ten nicht eruieren. Weil im Rapport nicht sämtliche im Koffer enthaltenen Me-
dikamente, Substanzen und Gegenstände einzeln aufgeführt sind und aus-
serdem noch darauf hingewiesen wird, es würden sich weitere fallrelevante 
Medikamente und Substanzen darin befinden, ohne dass diese näher be-
zeichnet werden, lässt sich vorliegend der genaue Inhalt des Arztkoffers nicht 
nachvollziehen. Es ist denn auch nicht Sache der Beschwerdeinstanz, die 
darin enthaltenen Substanzen und Gegenstände und deren Menge im Einzel-
nen anhand der Akten zu eruieren, soweit dies überhaupt möglich ist. Steht 
aber der Inhalt des Koffers nicht eindeutig fest, lässt sich auch nicht beurtei-
len, ob der Koffer und/oder dessen Inhalt zu Beweiszwecken weiterhin erfor-

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derlich ist. Ebenso kann nicht geprüft werden, ob der Beschwerdeführer die 
Medikamente und kosmetischen Produkte, insbesondere soweit es sich um 
rezeptpflichtige Substanzen handelt, in der Schweiz überhaupt besitzen darf, 
zumal er, soweit ersichtlich, über keine kantonale Zulassung als Arzt und auch 
über keine kantonale Abgabebewilligung nach Art. 30 Abs. 1 HMG verfügt. 
Der in diesem Zusammenhang behauptete Eigenbedarf wurde erst im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren eingebracht und ist bis dato nicht ansatzweise 
belegt. Ähnliches gilt für die angebliche Verwendung einiger Substanzen 
(Aqualyx, „Juvederm Volbella“ und Lidocain) im Rahmen einer Tätigkeit in 
Deutschland. Es liegt denn auch nicht auf der Hand, aus welchem Grund der 
in der Schweiz wohnhafte Beschwerdeführer, obwohl er die genannten Medi-
kamente ausschliesslich in Deutschland verwenden will, diese in der Schweiz 
lagern soll. Nach dem Gesagten drängt sich eine Rückweisung der Sache zur 
Klärung des genauen Inhalts des Koffers und zur anschliessenden Neubeur-
teilung an die Staatsanwaltschaft auf.

d) Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Unverwertbarkeit 
betrifft, ist die Beurteilung dieser Frage grundsätzlich dem Sachrichter vorbe-
halten. Ausnahmen bestehen insofern, soweit aufgrund des Gesetzes oder 
der Umstände die Unverwertbarkeit ohne Weiteres feststeht. Derartige Um-
stände können allerdings nur angenommen werden, wenn der Betroffene ein 
besonders gewichtiges rechtlich geschütztes Interesse an der unverzüglichen 
Feststellung der Unverwertbarkeit des Beweises geltend macht 
(BGer 6B_600/2020 vom 7. September 2020 E. 4.9.2 mit Hinweis auf BGE 
143 IV 387 E. 4.4). Ein solches Interesse ist vorliegend nicht unmittelbar er-
sichtlich noch machte der Beschwerdeführer hierzu Ausführungen, so dass 
auf die Verwertbarkeit im jetzigen Verfahrensstadium nicht weiter einzugehen 
ist.

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5. a) Zusammenfassend ist der Beschlagnahmebefehl betreffend Pos. 18 
aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, im Übrigen ist 
die Beschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben. 

b) Soweit der vorliegende Entscheid aufzuheben und zurückzuweisen ist, 
gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten des Staates (Art. 428 
Abs. 4 StPO). Ebenso hat der Beschwerdeführer in diesem Rahmen einen 
Anspruch auf Entschädigung nach Art. 436 Abs. 3 StPO, welche Bestimmung 
auch im Beschwerdeverfahren gilt (Wehrenberg/Frank, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 3. A. 2023, Art. 436 StPO N 14). Was den gegenstandlos geworde-
nen Verfahrensteil anbelangt, ist hinsichtlich der Kostverlegung zu berücksich-
tigen, dass die Staatsanwaltschaft während der noch laufenden Rechtsmittel-
frist gegen den Entscheid des Einzelrichters am Zwangsmassnahmengericht 
vom 16. Mai 2025 und entgegen der dortigen Weisung zur Herausgabe be-
züglich der Pos. 1 und 15 am 13. Juni 2025 eine Beschlagnahme anordnete. 
Dem Beschwerdeführer ist in dieser Situation zuzugestehen, dass er seine 
Beschwerde in guten Treuen auch bezogen auf die Positionen 1 und 15 erhob 
(zur Kostenverteilung bei Gegenstandslosigkeit im Rechtsmittelverfahren 
vgl. Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 428 StPO N 14). Somit 
sind die gesamten Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Staat aufzuerle-
gen. Die angemessene Entschädigung ist in Anwendung von §§ 2, 6 und 13 
lit. d GebTRA festzusetzen und dem erbetenen Verteidiger des Beschwerde-
führers direkt auszurichten (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 3 StPO);-

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beschlossen:

1. Der angefochtene Beschlagnahmebefehl wird betreffend Pos. 18 („Arzt-
koffer mit div. Inhalt“) aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwä-
gungen an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Im Übrigen wird die 
Beschwerde als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’000.00 gehen zulasten 
des Staates.

3. Der erbetene Verteidiger des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt 
B.________, wird für das Beschwerdeverfahren aus der Kantonsge-
richtskasse mit Fr. 1’200.00 entschädigt (inkl. Auslagen und MWST).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/R, mit den Akten an die 2. Abteilung und 1/R an die 
Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die 
2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/A) und die Kantonsgerichtskasse 
(1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 5. September 2025  amu