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**Case Identifier:** a6378547-f72f-53e3-b6cc-3b71e8a6e89a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.10.2018 200 2018 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-148_2018-10-19.pdf

## Full Text

200 18 148 IV
KOJ/COC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. Januar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1987 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 8. Oktober 2015 unter Hinweis auf eine Migräne mit Aura, 
psychische Probleme und posttraumatische Beeinträchtigungen/Defizite bei 
der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Ant-
wortbeilage [AB] 1). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Da-
bei gewährte sie vom 2. August bis 1. November 2016 ein Belastbarkeits-
training (AB 56), welches per 28. September 2016 mit der Begründung ab-
gebrochen wurde, der Versicherte habe sich nicht in der Lage gefühlt, die-
ses weiterzuführen und die Präsenz weiter zu erhöhen (AB 68, 77). Im wei-
teren Verlauf liess die IVB den Versicherten in der Begutachtungsstelle 
C.________ interdisziplinär (neurologisch, neuropsychologisch und psych-
iatrisch) begutachten (Expertise vom 19. Februar 2017; AB 87.2). Gestützt 
auf die getätigten Erhebungen stellte sie mit Vorbescheid vom 5. April 2017 
(AB 91) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 30% die Ab-
weisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Damit zeigte sich der Versi-
cherte nicht einverstanden (AB 97). Nach Rücksprache mit dem Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD; AB 113) und nach Einholung einer Stellung-
nahme der Fachärzte der Begutachtungsstelle C.________ (AB 118) stellte 
die IVB mit Vorbescheid vom 27. November 2017 (AB 120) bei einem er-
mittelten IV-Grad von 30% wiederum die Abweisung des Rentenbegehrens 
in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwand (AB 124). Am 29. Ja-
nuar 2018 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und wies das 
Rentenbegehren ab (AB 130).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 20. Februar 2018 Beschwerde mit folgenden Rechtsbe-
gehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 3

1. Die Verfügung vom 29. Januar 2018 sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, das verbleibende Leis-

tungsvermögen des Beschwerdeführers unter Anwendung des 
strukturierten Beweisverfahrens rechtsgenüglich abzuklären und 
auf dieser Basis über seinen Rentenanspruch erneut zu entschei-
den.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 22. März 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Replik vom 8. Mai 2018 und Duplik vom 5. Juni 2018 hielten die Partei-
en an ihren Ausführungen und Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. Januar 2018 
(AB 130). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 

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anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen 
(BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad von 
mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben: 

3.1.1 Im Bericht der Neuropsychologie der Klinik D.________ vom 
23. Oktober 2015 (AB 21) wurden eine Migräne mit Aura, ein Status nach 
Schädel-Hirn-Trauma in der Kindheit sowie inzidentelle Aneurysmen der 
Arteria carotis interna (ICA) links und der Arteria cerebri anterior (ACA) 
links diagnostiziert (S. 2). Das in der neuropsychologischen Untersuchung 
objektivierte kognitive Leistungsprofil könne insgesamt als altersentspre-
chend gewertet werden. Es hätten sich einzig grenzwertige bis leicht ver-
minderte Leistungen in den exekutiven Teilfunktionen gezeigt. Die subjektiv 
berichteten kognitiven Defizite (reduzierte Konzentrationsfähigkeit) habe 
sich testpsychologisch nicht nachweisen lassen. Auf der kognitiven Ebene 
seien keine relevanten Beeinträchtigungen bei der beruflichen Tätigkeit zu 
erwarten. Es bestünden aber Hinweise auf eine leichte bis mittelschwere 
Depressionssymptomatik (S. 4). 

3.1.2 Auf Veranlassung des Krankentaggeldversicherers des Beschwer-
deführers fand eine neurologische Begutachtung in der E.________ 
(MEDAS) statt. In der Expertise vom 16. Dezember 2015 (AB 46 S. 3 ff.) 
wurden eine Migräne mit Aura, vasomotorische Kopfschmerzen, Aneurys-
mata der ICA links und ACA links und ein Status nach Schädel-Hirn-
Trauma in der Kindheit diagnostiziert (S. 7). Der Beschwerdeführer leide 
gemäss eigenen Angaben an mindestens zehn Migränekopfwehtagen im 
Monat. Dazu kämen noch zehn Tage mit sehr unangenehmen Spannungs-
kopfschmerzen (S. 5). Die durchgeführten Untersuchungen hätten einen 
vollständig normalen neurologischen und einen fast vollkommen unauffälli-
gen neuropsychologischen Befund ergeben. Allerdings habe eine depressi-
ve Stimmungslage bestanden. Die (im Zusammenhang mit den bestehen-
den Kopfschmerzen) durchgeführte Symptombehandlung sei nicht ideal. Es 
sei noch nie über längere Zeit eine prophylaktische Behandlung durchge-
führt worden. Deshalb werde eine solche mit Topamax und zusätzlich ein 
Versuch mit einer anderen Anfallsbehandlung (Antimigränikum) empfohlen. 
Ein nicht-steroidales Antirheumatikum könne zusätzlich verordnet werden. 
Auf diese Weise sollte in wenigen Wochen eine Besserung erzielt werden. 

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Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei enorm schwierig. Es habe bis jetzt 
nie eine längerdauernde Festanstellung zu 100% bestanden. Zusammen-
fassend werde vorgeschlagen, dass die Arbeitsfähigkeit aktuell 50% betra-
ge und die prophylaktische Behandlung sofort begonnen werde. Nach dem 
chirurgischen Eingriff (Clipping der bestehenden Aneurysmata) könnte die 
Arbeitsfähigkeit 100% betragen. Falls keine Besserung zu erreichen wäre, 
käme eine Neubeurteilung in Frage (S. 8). 

3.1.3 Im Bericht des Spitals F.________ vom 11. März 2016 (AB 29) wur-
de mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein inzidentelles Aneurysma 
der ICA links mit Kraniotomie und Clipping am 15. Februar 2016 und Re-
Kraniotomie und Liquorfistel-Verschluss am 18. Februar 2016 diagnosti-
ziert. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine Migräne mit 
Aura aufgeführt (S. 1). Ferner wurde vom 14. Februar bis 6. April 2016 eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Nach der sechswöchigen postopera-
tiven Genesung seien keine Einschränkungen zu erwarten (S. 3).

3.1.4 Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Bericht vom 13. April 2016 (AB 34) im Wesentlichen 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.10), eine Migräne mit Aura (ICD-10 G43.1), chronische Span-
nungskopfschmerzen, einen Zustand nach operativer Versorgung eines 
Aneurysmas sowie einen Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Auf-
merksamkeitsstörung (S. 2). Der Beschwerdeführer klage über chronisch 
starke Kopfschmerzen, häufige Migräneattacken, Nackenverspannungen 
und dadurch über eine starke Erschöpfung. Die chronischen Schmerzen 
und die Depressionen führten zu starken Antriebs- und Konzentrationsdefi-
ziten. Zudem sei er kaum noch in der Lage gewesen, alltägliche Tätigkeiten 
zu verrichten. Die Erwerbstätigkeit sei aufgrund der depressiven Sympto-
matik nicht zumutbar gewesen. Aktuell könne er nicht mehr als 40% arbei-
ten, was mehrere Versuche in der Vergangenheit gezeigt hätten (S. 4).

3.1.5 Der RAD-Psychiater Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, führte im Bericht vom 3. Mai 2016 (AB 36) aus, die 
von der behandelnden Psychiaterin geschilderte depressive Verstimmung 
erreiche den zu fordernden Verlauf und Schweregrad einer depressiven 
Störung nach ICD-10 nicht. Es werde kein nachvollziehbarer rezidivier-

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ender Krankheitsverlauf mit eingrenzbaren Phasen beschrieben und im 
ärztlichen Befund würden keine eindeutigen objektiven Befunde, sondern 
eine Vielzahl von subjektiven Einschätzungen des Beschwerdeführers auf-
gezählt. Zudem seien in der neuropsychologischen Untersuchung in der 
Klinik D.________ keine beruflich relevanten Einschränkungen nachweis-
bar gewesen (S. 1). Es sei vielmehr von depressiven Verstimmungen mit 
resignativer Haltung bei einer zugrundeliegenden schmerzhaften organi-
schen Erkrankung in Form einer langjährigen Migräneerkrankung auszuge-
hen. Aus psychiatrischer Sicht sei die letztmalige Tätigkeit als … zumutbar 
(S. 2).

3.1.6 Im weiteren Verlauf wurde der Beschwerdeführer durch die 
Fachärzte der Begutachtungsstelle C.________ interdisziplinär begutach-
tet. In der Expertise vom 19. Februar 2017 (AB 87.2) wurden eine Migräne 
mit und ohne Aura, häufige episodische Kopfschmerzen vom Spannungs-
typ, eine unspezifische neuropsychologische Funktionsstörung mit Ver-
dacht auf Verdeutlichungstendenz sowie ein Status nach Clipping eines 
Aneurysmas im Bereich der ICA links und nach Schädel-Hirn-Trauma in 
der Kindheit diagnostiziert (S. 31 Ziff. 6). Aus somatisch-neurologischer 
Sicht hätten die durchgeführten klinischen Untersuchungen keinerlei Auffäl-
ligkeiten gezeigt. Auch im Psychostatus fänden sich keine psychopatholo-
gischen Störungen, insbesondere keine Hinweise für eine relevante De-
pression, was sich mit den anamnestischen Angaben und der positiven 
Zukunftsorientierung des Beschwerdeführers decke (S. 26). Aus neuropsy-
chologischer Sicht weise das Befundmuster der Evaluation auf eine leichte 
kognitive Funktionsstörung hin, welche sich insbesondere in den Bereichen 
der Aufmerksamkeitsfunktionen sowie auf der Verhaltensebene manifestie-
re (S. 27). Anhand der Aktenlage, der Anamnese sowie der erhobenen 
klinischen Befunde ergäben sich (jedoch) einige Diskrepanzen im Hinblick 
auf die geschilderten Beschwerden und die damit verbundenen geschilder-
ten Einschränkungen im Berufsleben einerseits und die seit der Kindheit 
und Jugend verfolgte intensive sportliche Aktivität sowie die insgesamt un-
auffälligen klinischen Befunde andererseits. Insbesondere bestehe anhand 
der Anamnese eine Inkongruenz zu den angegebenen Einschränkungen im 
Alltags- und Berufsleben und der intensiven und regelmässigen sportlichen 
Aktivität des Beschwerdeführers. Zum anderen fänden sich Diskrepanzen 

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zwischen der anamnestisch angegebenen Konzentrationsstörung und der 
vierstündigen problemlos absolvierten neuropsychologischen Untersu-
chung, bei der keine wesentlichen Konzentrationsstörungen hätten festge-
stellt werden können. Die deutlich auffälligen Symptomvalidierungstests 
legten eine eindeutige Tendenz zur Verdeutlichung/Aggravation nahe 
(S. 28). Die Diskrepanzen seien wahrscheinlich vor dem Hintergrund einer 
psychischen Störung (möglicherweise in Zusammenhang mit bewusst-
seinsfernen Verdeutlichungstendenzen) zu verstehen (S. 27). Unter 
Berücksichtigung der Verdeutlichung der Beschwerden dürfte in etwa eine 
minimale neuropsychologische Störung vorliegen (S. 28 oben). Im Zusam-
menhang mit den bestehenden Kopfschmerzen legten die Gutachter dar, 
gemäss Klassifikation der internationalen Kopfwehgesellschaft handle es 
sich um eine Migräne mit und ohne Aura und um einen häufigen episodi-
schen Kopfschmerz vom Spannungstyp (S. 28). Gemäss Angaben des 
Beschwerdeführers lägen insgesamt ca. 20 Kopfwehtage pro Monat vor. 
Aufgrund der Anamnese mit vegetativer Begleitsymptomatik an bis zu sie-
ben Kopfwehtagen sei von ca. sieben Migräneattacken pro Monat auszu-
gehen (S. 25 f.). Es sei möglich, dass soziale und wirtschaftliche Faktoren 
in Zusammenhang mit der immer wieder attestierten Arbeitsunfähigkeit 
stünden. Angesichts der offenbar weiterhin mit recht grossem Einsatz ver-
folgten Freizeitaktivitäten (…), die in deutlicher Diskrepanz zur seit Februar 
2015 bescheinigten Arbeitsunfähigkeit stünden, könnten auch Aspekte der 
Motivation in Bezug auf die Arbeitstätigkeit relevant sein (S. 28). Die Be-
messung der Arbeitsfähigkeit bei einer Migräne sei komplex. Sie erfolge 
arbiträr basierend auf objektiven und aus Erfahrung mit Migräne-Patienten 
abgeleiteten Kriterien. In Anwendung dieser Kriterien belaufe sich die Be-
einträchtigung, d.h. die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der 
angestammten Tätigkeit, auf ca. 30% (100%-iges Arbeitspensum mit ca. 
30%-iger Einschränkung der Leistungsfähigkeit; S. 30 und S. 33 Ziff. 7). 
Das sei insofern eine idealtypische Beurteilung, als sich diese nicht an den 
spezifischen Anforderungen eines Berufes orientiere (z.B. Arbeitstempo, 
Genauigkeit etc.) und auch nicht eine frei einteilbare Tätigkeit (wie eine 
selbständige Tätigkeit) berücksichtige, bei welchen eine höhere Leistungs-
fähigkeit bzw. eine tiefere Beeinträchtigung erwartet werden könnte. Hin-
weise für eine relevante und dauerhafte Einschränkung der körperlichen 
und geistigen Integrität bestünden dagegen nicht (S. 30). 

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3.1.7 Der RAD-Psychiater Dr. med. H.________ wiederholte im Bericht 
vom 30. März 2017 (AB 90) die im interdisziplinären Gutachten der Begut-
achtungsstelle C.________ vom 19. Februar 2017 erhobenen Diagnosen 
(S. 14). Bezüglich des Zumutbarkeitsprofils könne auf das Gutachten der 
Begutachtungsstelle C.________ abgestellt werden. Somit sei die bisherige 
wie auch jede angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar mit einer Leistungs-
einschränkung von 30% (S. 15). 

3.1.8 Im Bericht des Spitals F.________ vom 15. Mai 2017 (AB 97 S. 10 
ff.) wurde im Wesentlichen eine chronische Migräne auf dem Boden einer 
Migräne mit typischer Aura diagnostiziert. Während der Migräneattacke 
bestünden zum Teil ein massiver Kopfschmerz, eine Lärm- und Lichtemp-
findlichkeit, eine Übelkeit und meist Konzentrationsschwierigkeiten sowie 
Müdigkeit. Dies schränke die Arbeitsfähigkeit deutlich ein. Manche Men-
schen seien daher in der Migräneattacke zu 100% arbeitsunfähig. Der Be-
schwerdeführer leide nach eigenen Angaben an 21 Tagen pro Monat unter 
starken Migräneattacken, was zu einer entsprechenden Arbeitseinschrän-
kung von 60% bis 80% führe (S. 10 f.).

3.1.9 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens und auf Empfehlung des 
RAD (AB 113 und 114) nahmen die Fachärzte der Begutachtungsstelle 
C.________ am 14. November 2017 insbesondere zur Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers nochmals Stellung (AB 118). Die Angaben bezüglich 
Zahl der Kopfwehtage im Bericht des Spitals F.________ vom 15. Mai 
2017 (21 Tage) und im Gutachten der MEDAS vom 16. Dezember 2015 
(mind. zehn Migränekopfwehtage und zehn Tage mit Spannungskopfweh) 
stimmten mit den aktuellen Angaben des Beschwerdeführers weitgehend 
überein, wobei – gemessen am für Migräne charakteristischen Vorliegen 
einer vegetativen Begleitsymptomatik – aktuell eher von sieben Migräneta-
gen pro Monat auszugehen sei. Die Spannungskopfschmerzen spielten für 
die Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit keine Rolle, da diese im Nor-
malfall keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingten. In zahlreichen 
epidemiologischen Studien zum Thema Kopfschmerz werde die erhaltene 
Arbeitsfähigkeit vielmehr als definierend für den Spannungskopfschmerz 
verwendet; dies in Abgrenzung zur Migräne. Für die Bemessung der Ar-
beitsunfähigkeit würden im Wesentlichen die Zahl der Migränetage und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 11

nicht die der Spannungskopfschmerztage herbeigezogen (S. 2). In Annah-
me von zehn Migränetagen pro Monat (den aktuellen anamnestischen An-
gaben mit Vorliegen vegetativer Begleitsymptome folgend eher ca. sieben 
Migränetage pro Monat) und unter Berücksichtigung des Umstandes, dass 
Episoden mit Spannungskopfschmerzen nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit 
führten, sei von maximal ca. sieben Migräneepisoden pro Monat auszuge-
hen, die auf Arbeitstage fallen würden. Wenn man eine Regelarbeitszeit 
von 21.5 Arbeitstagen pro Monat zu Grunde lege, sei davon auszugehen, 
dass in ca. 30% der Arbeitstage eine Migräneattacke vorliege. Selbst wenn 
jede einzelne Migräneepisode zu einer Arbeitsunfähigkeit führen würde 
(was im Normalfall bei Migränepatienten nicht der Fall sei), sei die Arbeits-
unfähigkeit daraus folgend nicht höher als 30% anzusiedeln (S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Gutachter der Begutachtungsstelle C.________ haben sich in 
ihren ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten 

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sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdefüh-
rers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere ge-
stützt auf ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar 
begründet. Somit erfüllt das polydisziplinäre Gutachten vom 19. Februar 
2017 (AB 87.2) samt Stellungnahme vom 14. November 2017 (AB 118) die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), wes-
halb ihm volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Darauf ist – wie nachfolgend dargelegt wird – 
abzustellen.

3.3.1 Die Gutachter haben einlässlich begründet, dass der Beschwerde-
führer an einer Migräne mit und ohne Aura, häufigen episodischen Span-
nungskopfschmerzen, einer unspezifischen neuropsychologischen Funkti-
onsstörung mit Verdacht auf Verdeutlichungstendenz sowie einem Status 
nach Clipping eines Aneurysmas im Bereich der ICA links und nach Schä-
del-Hirn-Trauma in der Kindheit leidet und dass die angestammte sowie 
jede andere Tätigkeit (aus medizinisch-theoretischer Sicht) zu 100% zu-
mutbar ist mit einer Leistungsminderung von 30% aufgrund der bestehen-
den Migräne (AB 87.2 S. 30, S. 31 Ziff. 6, S. 33 Ziff. 7; vgl. auch AB 118 
S. 2 f.). Diese Beurteilung ist nicht nur in sich nachvollziehbar und über-
zeugend, sondern sie wurde im weiteren Verlauf durch den RAD-
Psychiater Dr. med. H.________ bestätigt (Bericht vom 30. März 2017; 
AB 90 S. 15). Dass weder aus somatisch-neurologischer noch aus psychia-
trischer Sicht (ausser der Migräne; vgl. aber E. 3.3.2 in fine) ein relevanter, 
die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden besteht 
(AB 87.2 S. 26, S. 30), steht zudem im Einklang mit den vorliegenden Ak-
ten. So stellten die Fachärzte der MEDAS ebenfalls einen normalen neuro-
logischen Befund fest (AB 46 S. 8). Ferner attestierten die behandelnden 
Ärzte des Spitals F.________ im Bericht vom 11. März 2016 (AB 29) im 
Zusammenhang mit der operativen Sanierung des Aneurysmas der ICA 
links keine längerdauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 3). So-
weit die behandelnde Psychiaterin im Bericht vom 13. April 2016 (mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) eine rezidivierende depressive Störung, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 13

gegenwärtig mittelgradige Episode, diagnostiziert hat (AB 34 S. 2), hat der 
RAD-Psychiater Dr. med. H.________ im Bericht vom 3. Mai 2016 einläss-
lich dargelegt, warum die geschilderte depressive Verstimmung den zu 
fordernden Verlauf und Schweregrad einer depressiven Störung nicht erfüllt 
und dass (aus psychiatrischer Sicht) keine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit besteht (AB 36 S. 1 f.). Gegenteiliges wird denn auch nicht geltend 
gemacht.

An der schlüssigen Beurteilung der Gutachter der Begutachtungsstelle 
C.________ ändert nichts, dass die behandelnden Ärzte des Spitals 
F.________ im Bericht vom 15. Mai 2017 aufgrund der diagnostizierten 
chronischen Migräne eine Arbeitsunfähigkeit von 60% bis 80% attestiert 
haben (AB 97 S. 10 f.). Denn eine nachvollziehbare Begründung der attes-
tierten Arbeitsunfähigkeit fehlt darin. Zum einen haben die behandelnden 
Ärzte die Arbeitsfähigkeit auf der Basis der Angabe, dass „manche Men-
schen“ bei einer Migräneattacke zu 100% arbeitsunfähig seien, und damit 
nach einem allgemein-pauschalen Erfahrungswert beurteilt (AB 97 S. 10), 
was bezogen auf den hier zu prüfenden konkreten Einzelfall nicht zu über-
zeugen vermag. Zum anderen haben sie ihre Schlussfolgerungen gestützt 
auf die Aussage des Beschwerdeführers, dass er aufgrund der bestehen-
den Migräne unter Konzentrationsstörungen resp. -schwierigkeiten leide, 
getroffen (AB 97 S. 11). Solche Konzentrationsstörungen konnten jedoch 
weder in der neuropsychologischen Untersuchung in der Begutachtungs-
stelle C.________ (AB 87.2 S. 23, S. 28) noch in derjenigen in der Klinik 
D.________ nachgewiesen werden (AB 21 S. 4). Auch die Untersuchung in 
der MEDAS ergab einen fast vollkommen unauffälligen neuropsychologi-
schen Befund (AB 46 S. 8). Darüber hinaus haben sich die Gutachter der 
Begutachtungsstelle C.________ in ihrer Stellungnahme vom 14. Novem-
ber 2017 (AB 118) insbesondere mit dem Bericht des Spitals F.________ 
vom 15. Mai 2017 (AB 97 S. 10 ff.) auseinandergesetzt und nachvollzieh-
bar aufgezeigt, dass nicht alle vom Beschwerdeführer geschilderten und 
von den behandelnden Ärzten berücksichtigten 21 Kopfwehtage Migräneat-
tacken darstellten, sondern dass daneben auch Spannungskopfschmerzen 
bestehen, welche jedoch definitionsgemäss keine Arbeitsunfähigkeit be-
gründen. Weiter haben die Gutachter einlässlich und schlüssig dargelegt, 
dass (gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers) von sieben auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 14

Arbeitstage fallende Migräneattacken pro Monat auszugehen ist, was unter 
Berücksichtigung einer Regelarbeitszeit von 21.5 Tagen eine Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30% ergibt (AB 118 S. 2 f.). 
Damit erweist sich die attestierte Arbeitsfähigkeit auch – entgegen der Auf-
fassung in der Beschwerde (S. 5 oben) – als hinreichend individuell (auf 
den Beschwerdeführer bezogen) hergeleitet. Bezüglich der von den Gut-
achtern attestierten Arbeits- und Leistungsunfähigkeit von 30% ist ferner 
darauf hinzuweisen, dass diese Einschätzung insoweit durchaus zu Guns-
ten des Beschwerdeführers ausfällt, als eine Migräneattacke nicht zwin-
gend zu einer ganztägigen Arbeits- und Leistungsunfähigkeit führen muss 
(AB 118 S. 3).

Die schlüssige Beurteilung der Gutachter der Begutachtungsstelle 
C.________ vermag auch der Umstand, dass im Gutachten der MEDAS 
vom 16. Dezember 2015 insbesondere aufgrund der bestehenden Migräne-
Symptomatik eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert worden ist (AB 46 
S. 8 f.), nicht in Zweifel zu ziehen. Eine Begründung der attestierten Ar-
beitsfähigkeit fehlt in diesem Gutachten vollständig. Zudem wurde im be-
sagten Gutachten keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
vorgenommen, sondern es wurde lediglich ein „Vorschlag“ abgegeben 
(AB 46 S. 8), weshalb bereits deshalb nicht darauf abgestellt werden kann.

3.3.2 Zu klären bleibt die Relevanz der bestehenden Migränekopfschmer-
zen und dabei insbesondere die Massgeblichkeit der gutachterlich attestier-
ten Einschränkung. Insoweit ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen (Be-
schwerde S. 5 ff. Art. 3), dass vorliegend eine Indikatorenprüfung im Rah-
men eines strukturierten Beweisverfahrens (vgl. E. 2.1 hiervor) zu erfolgen 
hat (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Oktober 2017, 
9C_366/2017, E. 3.1), wobei das Gutachten der Begutachtungsstelle 
C.________ – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Be-
schwerde S. 7 und Replik S. 2 Ziff. 2) – hinreichend Aufschluss für die zu-
verlässige Beurteilung der massgeblichen Indikatoren bietet. Eine entspre-
chende Prüfung wurde von der Beschwerdegegnerin anlässlich der Be-
schwerdeantwort denn auch vorgenommen und der Beschwerdeführer er-
hielt im Rahmen der Replik Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 15

Bezüglich der funktionellen Auswirkungen der Migränekopfschmerzen ist 
vorab festzuhalten, dass die durch den neuropsychologischen Gutachter 
der Begutachtungsstelle C.________ durchgeführten Symptomvalidie-
rungstests eine Tendenz zur Verdeutlichung/Aggravation nahelegten. So 
wurde im Gutachten insbesondere auf die Diskrepanzen zwischen den 
anamnestisch angegeben Konzentrationsstörungen und der vierstündigen 
problemlos absolvierten neuropsychologischen Untersuchung hingewiesen 
(AB 87.2 S. 28). Damit liegt zwar noch kein Ausschlussgrund in Sinne der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung vor (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f. 
unter Hinweis auf BGE 131 V 49), jedoch ist der Beschwerdegegnerin zu-
zustimmen (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 6), dass dies auf eine geringere 
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde hinweist, als sie vom Be-
schwerdeführer geltend gemacht worden sind. 

Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu beur-
teilen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): Zum Indikator Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde und Symptome ist (zudem) festzuhalten, dass 
gemäss Gutachter eine mittelgradige Verlaufsform der Migräne vorliegt 
(AB 87.2 S. 30), was ausgehend vom Umstand, dass bis zu zehn (resp. 
sieben auf Arbeitstage fallende) Migräneattacken im Monat auftreten 
(AB 118 S. 2 f.), überzeugt. Betreffend den Indikator „Behandlungs- und 
Eingliederungserfolg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) 
ist zu bemerken, dass die bislang durchgeführten Therapiemassnahmen 
gemäss Gutachten nicht mit letzter Konsequenz verfolgt worden sind 
(AB 87.2 S. 30). Zudem wurde die Eingliederungsmassnahme namentlich 
aufgrund der häufigen Absenzen des Beschwerdeführers (14 Absenzen 
zwischen dem 2. August und 28. September 2016; AB 77 S. 1 f.) abgebro-
chen. Damit liegen weder eine Behandlungs- noch eine Eingliederungsre-
sistenz vor. Eine massgebende Komorbidität (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 
S. 300 ff.) besteht nicht. Die diagnostizierten Spannungskopfschmerzen 
wurden von den Gutachtern der Begutachtungsstelle C.________ – wie 
bereits dargelegt worden ist – als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit beurteilt (AB 118 S. 2 f.), womit auch keine Wechselwirkungen zu 
berücksichtigen sind. Anhaltspunkte dafür, dass die Persönlichkeit des Be-
schwerdeführers ein Leistungsvermögen ausschlösse, sind nicht ersichtlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 16

(BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302). Der Komplex sozialer Kontext (BGE 141 
V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass der Beschwerdeführer über mobilisierba-
re Ressourcen verfügt. Er lebt in einer Partnerschaft und hat viele kollegiale 
Beziehungen vor allem vom … her (AB 87.2 S. 16, S. 19).

Des Weiteren sind in der Kategorie „Konsistenz“ in Bezug auf die Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) Ungleichmässigkeiten ersichtlich. Diesbezüg-
lich wiesen die Gutachter eindrücklich auf die bestehende Inkongruenz 
zwischen den angegeben Einschränkungen im Berufsleben und der inten-
siven und regelmässigen sportlichen Aktivität des Beschwerdeführers hin 
(AB 87.2 S. 28; er trainiere gemäss eigenen Angaben zwei bis drei Mal pro 
Woche … und nehme regelmässig an Matches teil; AB 87.2 S. 13). Der 
ebenfalls zur Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) 
gehörende Indikator „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-
gewiesener Leidensdruck“ ist als erfüllt zu betrachten, nachdem der Be-
schwerdeführer seit Jahren therapeutische Optionen in Anspruch nimmt.

Nach dem Dargelegten ist es im Rahmen einer umfassenden Betrachtung 
der massgebenden Indikatoren fraglich, ob den bestehenden Migränekopf-
schmerzen eine invalidisierende Wirkung zukommt. Diese Frage braucht 
jedoch nicht abschliessend beurteilt zu werden, da selbst bei der Annahme 
einer 70%-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit kein Anspruch auf eine IV-
Rente besteht (vgl. E. 4.3 hiernach).

3.4 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die angestamm-
te Tätigkeit als … zu 100% zumutbar ist mit einer Leistungsminderung von 
(maximal) 30%. Der Sachverhalt ist somit hinreichend erstellt, weshalb – 
entgegen dem Antrag in der Beschwerde (S. 2 Ziff. I 2) – auf weitere Be-
weiserhebungen zu verzichten ist.

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleichs zu ermitteln.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 17

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 18

Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300; 129 V 222). Da der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit 
als … weiterhin zu 100% mit einer Leistungsminderung von maximal 30% 
zumutbar ist (vgl. E. 3.4 hiervor), war er nicht im Sinne von Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40% ar-
beitsunfähig. Weil die Beschwerde aber – wie nachfolgend dargelegt – 
selbst unter der Annahme eines erfüllten Wartejahres abzuweisen ist, kann 
der Einkommensvergleich vorliegend – ausgehend von der Anmeldung 
zum Leistungsbezug im Oktober 2015 (AB 1) und in Berücksichtigung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG – auf das Jahr 2016 hin festgelegt 
werden.

4.3 Es ist unbestritten und aufgrund der Akten anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer bei guter Gesundheit weiterhin als … tätig wäre. Da er 
seine letzte Arbeitsstelle jedoch nur knapp ein Jahr inne hatte und er diese 
zudem aus invaliditätsfremden Gründen verlor („unterschiedliche Auffas-
sung der Aufgaben im …“; AB 15 S. 1), ist nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöh-
ne (LSE 2014, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 2, Ziff. 69-71 [freiberufliche 
und technische Dienstleistungen]) ermittelt hat (AB 130 S. 2). Ferner hat 
der Beschwerdeführer, der in seiner angestammten Tätigkeit zu (mindes-
tens) 70% arbeits- und leistungsfähig ist (vgl. E. 3.3.2 und 3.4 hiervor), kei-
ne Verweisungstätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen, weshalb 
das hypothetische Invalideneinkommen anhand des gleichen Tabellenloh-
nes zu bestimmen ist (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

Da somit sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf der 
gleichen Basis zu ermitteln ist, erübrigt sich die Durchführung eines zah-
lenmässigen Einkommensvergleichs. Der IV-Grad entspricht dem Umfang 
der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 
Tabellenlohn (Entscheid des BGer vom 4. August 2017, 8C_358/2017, 
E. 2.2; ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invali-
denversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 323). Ein solcher Abzug ist vorlie-
gend nicht gerechtfertigt. Die behinderungsbedingten Einschränkungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 19

sind bereits im Rahmen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit berück-
sichtigt und allfällige invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität, Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) wären bei beiden Einkom-
men zu berücksichtigen (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Damit resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad 
von (maximal) 30% (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung (jedenfalls 
im Ergebnis) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/18/148, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.