# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5659ef72-6002-5083-876a-87030734186f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.04.2010 D-2098/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2098-2010_2010-04-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2098/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch lic. iur. Dominique Wetli,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 23. März 2010 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2098/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  türkischer  Staatsangehöriger 
kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in Istanbul,  eigenen Angaben 
zufolge am 29. Mai 2009 auf dem Seeweg aus dem Heimatstaat aus-
reiste,

dass  er  auf  einer  Yacht  zusammen  mit  weiteren  Personen  zur 
italienischen Küste gelangt  und am 2. Juni 2009 an Land gegangen 
sei, 

dass er am folgenden Tag von den Behörden aufgegriffen und in ein 
Asylzentrum gebracht worden sei, wo er den Behörden mitgeteilt habe, 
er wolle kein Asylgesuch stellen,

dass  er  sich  alsbald  aus  dem  Staub  gemacht  und  sich  vor  das 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ habe chauffieren 
lassen, wo er am 15. Juni 2009 ein Asylgesuch stellte,

dass er gemäss Datenbank EURODAC am 3. Juni 2009 in N._______ 
(Italien) daktyloskopisch erfasst wurde,

dass das BFM am 18. Juni 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(EVZ)  M._______  anlässlich  der  Befragung  zur  Person  (BzP)  die 
Personalien des Beschwerdeführers  erhob und ihn summarisch zum 
Reiseweg sowie  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  seines  Heimat -
staates befragte,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der BzP im Hinblick auf eine 
allfällige  Zuständigkeit  Italiens  für  die  Durchführung  des  Asyl-  und 
Wegweisungsverfahrens das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer hierzu geltend machte, er habe bereits bei 
der  Schweizerischen  Botschaft  in  Ankara  ein  Asylgesuch  aus  dem 
Ausland gestellt und von Anfang an die Schweiz im Visier gehabt, weil 
hier seine ganze Familie wohne,

dass  das  BFM am 13.  August  2009  die  italienischen  Behörden  um 
Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23. März 2010  –  eröffnet  am 
folgenden  Tag –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asyl-

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gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und den Beschwerdeführer nach Italien wegwies, ihn auf-
forderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Be-
schwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  Bern  mit  dem  Vollzug  der 
Wegweisung beauftragte und festhielt, eine Beschwerde gegen diese 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, der 
Beschwerdeführer sei am 3. Juni 2009 in N._______ daktyloskopiert 
worden,

dass bei dieser Sachlage Italien  gestützt auf die einschlägigen staats-
vertraglichen  Bestimmungen  (Dublin-Assoziierungsabkommen  vom 
26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und der Europäischen Gemeinschaft  über die Kriterien und Verfahren 
zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in 
einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags, 
[SR 0.142.392.68,  DAA],  Dublin-II-VO  und Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/2003  der  Kommission  vom  2. September  2003  mit  Durch-
führungsbestimmungen zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des Rates 
[DVO Dublin]) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, 

dass die italienischen Behörden das Wiederaufnahmeersuchen bis zum 
22. Oktober 2009 nicht beantwortet hätten, weshalb davon auszugehen 
sei, sie hätten dem Ersuchen zugestimmt,

dass die  Rückführung -  vorbehältlich  einer  allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  -  bis  spätestens  am  21. April  2010  zu  erfolgen 
habe,

dass  dem Beschwerdeführer  dazu  am 18.  Juni  2009  das  rechtliche 
Gehör gewährt worden sei und er bei dieser Gelegenheit lediglich er-
klärt habe, er habe ja bereits auf der Schweizerischen Botschaft in der 
Türkei  Asyl  beantragt  und  von  Anfang  an  in  die  Schweiz  kommen 
wollen, weil praktisch seine ganze Familie hier lebe,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  31.  März 2010  (Post-
stempel)  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  Rück-
weisung an die Vorinstanz zu neuem Entscheid beantragen liess, des 
Weiteren  festzustellen  sei,  die  angefochtene  Verfügung  sei  rechts-
widrig  und der  Wegweisungsvollzug nach Italien  unzulässig  und un-

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zumutbar,  und  schliesslich  der  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung zu erteilen sei,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65  Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  sowie den Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvor-
schusses beantragte,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit superprovisorischer Verfügung 
vom 1.  April  2010  (per  Telefax)  das  Amt  für  Migration  des  Kantons 
Bern anwies, bis zum definitiven Entscheid über das weitere Vorgehen, 
von Vollzugshandlungen abzusehen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
6. April 2010 die superprovisorische Verfügung vom 1. April 2010 auf-
hob,  das Gesuch um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme im 
Sinne der Erteilung der aufschiebenden Wirkung abwies und den Be-
schwerdeführer anwies, den Ausgang des Verfahrens im Ausland ab-
zuwarten, 

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts zudem auf 
die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  verzichtete,  verbunden  mit 
dem  Hinweis,  über  die  weiteren  Anträge  werde  zu  einem  späteren 
Zeitpunkt entschieden,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 6.  April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eingingen,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]); Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 
Missbrauch und Überschreitung des Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35 AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbstständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwer-
deentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a  Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

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dass sich aufgrund der Akten ergibt,  dass der Beschwerdeführer am 
3. Juni 2009 in N._______ (Italien) daktyloskopisch erfasst wurde,

dass  somit  Italien  für  die  Prüfung  seines  am 15.  Juni  2009  in  der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist (vgl. vorstehend S. 3, 
Dublin-Assoziierungsabkommen sowie  Dublin-II-VO und  DVO Dublin, 
insbesondere Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-VO),

dass zu prüfen bleibt, ob Gründe vorliegen, die das BFM hätten ver -
anlassen müssen, sein - ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin-II-VO 
auch bei Zuständigkeit  eines anderen Signatarstaates zustehendes - 
Selbsteintrittsrecht auszuüben,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  zusammenfassend 
geltend  macht,  die  Vorinstanz  habe  in  casu  die  Dublin-II-VO falsch 
angewendet  und  somit  rechtswidrig  verfügt,  darüber  hinaus  die 
Grundsätze der Dublin-II-VO im Zusammenhang mit dem Schutz der 
Einheit der Familie missachtet,

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift indessen nicht zu einer 
veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen,

dass das BFM bereits mit  Verfügung vom 19. Juni 2008 ein Gesuch 
vom 3. April 2007 um Familiennachzug für den Beschwerdeführer ab-
gewiesen hat,

dass die Volljährigkeit des Beschwerdeführers, die bereits damals dem 
Familiennachzug  des  Beschwerdeführers  entgegenstand,  am 
1. Dezember  2003  eingetreten  ist,  weshalb  das  Selbsteintrittsrecht 
nicht  mit  der  Begründung  ausgeübt  werden  könnte,  die  meisten 
Familienangehörigen  des  Beschwerdeführers  lebten  in  der  Schweiz 
(vgl. Art. 2 Bst. i i.V.m. Art. 7 Dublin-II-VO),

dass  die  Vorinstanz  das  vom Beschwerdeführer  gestellte  Auslands-
gesuch vom 23. Oktober 2008 zu Recht mit Beschluss vom 19. März 
2010  abgeschrieben  hat,  nachdem  der  Beschwerdeführer  aus  dem 
Heimatstaat  aus-  und in  die  Europäische Union beziehungsweise in 
die Schweiz einreiste,

dass  ein  im  Ausland  gestelltes  Gesuch  um  Einreisebewilligung  und 
Asyl  die Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz nach Art. 3 
Abs. 2 Dublin-II-VO nicht präjudiziert, zumal dieser Regelung lediglich 

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Gesuche  an  der  Grenze  oder  im  Hoheitsgebiet  eines  Mitgliedstaats 
unterliegen (Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-VO),

dass der Beschwerdeführer illegal in Italien einreiste und in N._______ 
(Italien)  daktyloskopisch  erfasst  wurde,  weshalb  nun  Italien  gemäss 
Art.  10  Abs.  1  Dublin-II-VO für  die  Prüfung  seines  Asylantrags  zu-
ständig ist, und dies unabhängig davon, ob er in Italien ein Asylgesuch 
stellte oder nicht,

dass im Übrigen aufgrund der von ihm geltend gemachten Aufnahme 
in  einem  Asylzentrum  in  O._______  (B1/11  S.  7)  nicht  davon 
auszugehen ist, er habe kein Asylgesuch gestellt,

dass Italien sowohl Signatarstaat  des Abkommens vom 28. Juli  1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als auch der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist,

dass keine Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich Italien generell oder 
im konkreten Fall nicht an die daraus resultierenden völkerrechtlichen 
Verpflichtungen  -  insbesondere  an  das  Refoulementverbot  oder  die 
einschlägigen Normen der EMRK - halten würde,

dass  zudem  davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  habe  in 
Italien ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren zu erwarten,

dass eine Überstellung nach Italien diesen Erwägungen gemäss zu-
lässig  ist  und  es  sich  bei  dieser  Sachlage  erübrigt,  auf  die  Aus-
führungen  in  der  Beschwerde  noch  näher  einzugehen,  zumal  diese 
nicht geeignet sind, eine andere Beurteilung herbeizuführen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 
Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zu-
lässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichtein-
tretensentscheides ist, weshalb sie hier nicht mehr zu prüfen ist,

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dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  oder  gegebenenfalls  -  wenn sich 
Familienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin-Mitgliedstaaten  befinden 
und  zusammengeführt  werden  sollen  -  bei  der  Ausübung  der  Hu-
manitären Klausel (Art. 15 Dublin II-Verordnung),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  sich  die  Beschwerdebegehren  aufgrund  vorstehender  Erwä-
gungen als  aussichtslos erweisen,  weshalb das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 VwVG 
abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– (Art. 1 - 3 
des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr. N   (per 
Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand: 

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