# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45d7f323-42b6-50a2-a253-aba7145624a8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-01-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 04.01.2011 S 2010 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2010-113_2011-01-04.pdf

## Full Text

S 10 113

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 4. Januar 2011

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren am 30. August 1977, arbeitete als Beraterin bei der … in … und 

war durch diese Arbeitgeberin bei der … AG gegen Berufs- und 

Nichtberufsunfälle versichert. Sie glitt am 6. Januar 2008 auf einer 

schneebedeckten Eisfläche aus und fiel auf ihr Gesäss. Die Erstbehandlung 

erfolgte im Spital … in …, wo am 11. Januar 2008 eine wenig dislozierte 

Sakrumquerfraktur auf der Höhe S5 diagnostiziert wurde. Es wurde eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 11. Januar 2008 bis 18. Januar 2008 

attestiert, wobei die Versicherte auch während diesem Zeitraum ihr 

Arbeitspensum regulär wahrnahm. Heilbehandlungen erfolgten in Form von 

medizinischen Massagen, Craniosakraltherapie und Akupunktur.

2. Wegen andauernder lumbaler Beschwerden wurde am 26. Januar 2009 im 

Röntgeninstitut … ein MRI der Lendenwirbelsäule und des Sakrums 

durchgeführt. Es zeigte keine frische traumatische ossäre Läsion. Hingegen 

war eine deutliche monosegmentale Degeneration L5/S1 in Form einer 

Osteochondrose mit zudem parazentraler Diskusprotrusion 

(Bandscheibenvorwölbung) rechts und Reizung der absteigenden 

Nervenwurzel im Recessus lateralis ohne Kompression derselben erkennbar. 

Anlässlich dieser Befunde kam Dr. med. …, Facharzt FMH für Orthopädische 

Chirurgie, am 12. Februar 2009 zum Schluss, dass die von der Versicherten 

angegebenen Rückenbeschwerden primär auf die Segmentdegeneration 

L5/S1 mit Endplattenveränderungen zurückzuführen seien. Die 

Diskusdegeneration habe bereits vor dem Unfallereignis bestanden und es 

sei mit längerfristigen, lumbalen Schmerzen zu rechnen. Weiter stellte er fest, 

dass die Fraktur vollständig ausgeheilt sei.

3. Dr. …, behandelnder Chiropraktiker der Versicherten, wies in seinem 

Schreiben vom 9. Oktober 2009 darauf hin, dass die im MRI-Bericht vom 26. 

Januar 2009 erwähnte Reizung der absteigenden Nervenwurzel eindeutig in 

einem Kausalzusammenhang zum Sturz vom 6. Januar 2008 stehe. Der 

Heilungsprozess verlaufe zwar positiv, die Behandlungen könnten jedoch 

kaum per Ende Jahr abgeschlossen werden, da der Zustand noch nicht 

stabilisiert sei.

4. Am 11. Januar 2010 besprach die … AG den Fall erneut mit Dr. med. ... Dieser 

bemerkte, dass zwei Jahre nach dem Unfall, der Vorzustand der unteren 

Lendenwirbelsäule als ursächlich für die behandlungsbedürftige Symptomatik 

zu betrachten sei. Ein Hineinspielen aufgrund von unfallkausalen 

Beschwerden sei angesichts der nachweislich verheilten Sakrumfraktur eher 

unwahrscheinlich.

5. Gestützt auf diese Beurteilung von Dr. med. … stellte die … AG die 

Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung ab dem 7. Januar 2010 

ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 18. Juni 

2010 ab.

6. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 19. August 

2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie 

beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die 

Weiterausrichtung der Leistungen aus dem Unfall vom 6. Januar 2008. 

Eventualiter sei eine abschliessende neurologische/neurochirurgische 

Begutachtung durch die Beschwerdegegnerin zu veranlassen. Umstritten sei 

der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den heutigen 

Gesundheitsbeschwerden. Der Bericht von Dr. … vom 9. Oktober 2009 

beschreibe eine eindeutig seit dem Sturz erlittene Reizung der absteigenden 

Nervenwurzel mit den entsprechenden massiven Kreuzschmerzen. Er sei 

nicht dafür gewesen, die Behandlungen bereits per Ende 2009 

abzuschliessen, da der Zustand noch nicht stabilisiert sei. Im Rahmen der 

Besprechung vom 11. Januar 2010 mit der Beschwerdegegnerin habe Dr. 

med. … keine Begründung angegeben, weshalb ausschliesslich der 

Vorzustand der unteren Lendenwirbelsäule als ursächlich für die 

behandlungsbedürftige Symptomatik zu betrachten sei. Er habe lediglich 

bemerkt, ein Hineinspielen von unfallkausalen Beschwerden sei 

unwahrscheinlich. In diesem Zusammenhang weist die Beschwerdeführerin 

darauf hin, dass Dr. med. … die Frage der Beschwerdegegnerin vom 16. April 

2009, ob der Unfall eine richtunggebende Veränderung des Vorzustandes 

bewirkt habe, mit Schreiben vom 5. Juni 2009 nicht eindeutig beantwortet 

habe. Er schliesse nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus, dass 

neben dem degenerativen Vorzustand auch der Unfall im Sinne einer 

richtunggebenden Verschlimmerung für die heutigen Beschwerden ursächlich 

sein könnte. Die Beschwerdegegnerin habe nicht beweisen können, dass 

keine Unfallfolgen mehr vorliegen würden und dass der natürliche 

Kausalzusammenhang ab dem 7. Januar 2010 dahingefallen sei.

7. In ihrer Vernehmlassung vom 17. September 2010 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie 

aus, dass eindeutig feststehe, dass bei der Beschwerdeführerin ein 

beträchtlicher degenerativer Vorzustand vorgelegen habe. Dies sei im MRI 

vom 26. Januar 2009 bildgebend nachgewiesen worden und ergebe sich auch 

aus dem Bericht von Dr. med. … vom 12. Februar 2009. Bereits zum Zeitpunkt 

des MRI vom 26. Januar 2009 sei die Sakrumfraktur vollständig ausgeheilt 

gewesen und Dr. med. … habe die angegebenen Beschwerden primär auf die 

Segmentdegeneration L5/S1 zurückgeführt. Dennoch seien die 

Heilungskosten kulanterweise für ein weiteres Jahr übernommen worden, 

bevor der Fall am 11. Januar 2010 erneut beurteilt wurde. Ausserdem könne 

nach derzeitigem medizinischem Wissensstand das Erreichen des status quo 

sine bei traumatischen Verschlimmerungen eines klinisch stummen 

degenerativen Vorzustandes spätestens nach einem Jahr erwartet werden. 

Es sei kein Grund ersichtlich, weshalb dies vorliegend nicht der Fall sein sollte, 

sei doch die Sakrumfraktur nachweislich bereits ein Jahr nach dem 

Unfallereignis vollständig ausgeheilt gewesen.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 

Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 18. Juni 2010. Es ist 

unbestritten, dass die Beschwerdeführerin an lumbalen Beschwerden leidet. 

Streitig und zu prüfen ist, ob diese Gesundheitsbeschwerden seit dem 

7. Januar 2010 nur noch ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen 

und die Einstellung der Versicherungsleistungen deshalb zu Recht erfolgt ist.

2. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach dem Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie dem 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten Gesundheitsschaden ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne 

des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als verwirklicht gedacht werden 

kann. Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 

noch nicht. Vielmehr hat das Gericht jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigt (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen, 126 V 353 E. 5b S. 360; 

PVG 1994 Nr. 65 E. 1b S. 164 f.).

b) Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, so entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer 

nur noch ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 

zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (sog. status quo ante) oder aber 

derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 

hätte (sog. status quo sine) (RKUV 1994 Nr. U 206 E. 3b S. 328). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss der 

Wegfall des ursächlichen Charakters des Unfalls im Hinblick auf den 

Gesundheitsschaden der versicherten Person mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Die blosse 

Möglichkeit, dass der Unfall keinen kausalen Effekt mehr hat, genügt nicht 

(RKUV 2000 Nr. U 363 E. 2 S. 46). Da es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt aber die entsprechende 

Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht die versicherte Person, 

sondern der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 E. 3b S. 328 f. mit 

Hinweis).

c) Es ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 

der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Somit ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder 

Gutachten ausschlaggebend für den Beweiswert (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 

232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) und durch 

UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 

welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 

Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, kommt in der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht konkrete Indizien gegen 

die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 104 V 209 E. c S. 211 f.). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten hat das Gericht der Erfahrungstatsache 

Rechnung zu tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer 

Patienten aussagen. Was Parteigutachten betrifft, rechtfertigt der Umstand 

allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt wird, nicht 

Zweifel an ihrem Beweiswert (vgl. zu den Richtlinien für die Beweiswürdigung 

von medizinischen Berichten und Gutachten BGE 125 V 351 E. 3b S. 352 ff.).

3. a) Im vorliegenden Fall liegen uneinheitliche ärztliche Beurteilungen vor, was die 

Frage betrifft, ob zwischen dem Unfallereignis vom 6. Januar 2008 und den 

aktuell geltend gemachten lumbalen Beschwerden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Dr. … bejaht die Kausalität in seinem Bericht 

vom 9. Oktober 2009. Auf der anderen Seite vertritt Dr. med. … in der 

Besprechung vom 11. Januar 2010 mit der Beschwerdegegnerin die Ansicht, 

dass ein Hineinspielen von unfallkausalen Beschwerden angesichts der 

nachweislich verheilten Sakrumfraktur „unwahrscheinlich“ sei.

b) Aufgrund der medizinischen Aktenlage steht eindeutig fest, dass bei der 

Beschwerdeführerin ein degenerativer Vorzustand der unteren 

Lendenwirbelsäule im Zeitpunkt des Unfallereignisses vorlag (MRI vom 26. 

Januar 2009; Arztbericht von Dr. … vom 12. Februar 2009). Nicht beantwortet 

ist hingegen die Frage, ob der Sturz vom 6. Januar 2008 nebst der erlittenen 

Steissbeinfraktur eine richtunggebende Veränderung des Vorzustandes 

bewirkt hat oder ob die lumbalen Schmerzen nur vorübergehend dem Trauma 

zuzuordnen sind und der status quo sine erreicht ist. Dr. med. … machte zur 

entsprechenden Frage der Beschwerdegegnerin (Schreiben vom 16. April 

2009) in seinem ergänzenden Bericht vom 5. Juni 2009 keine Ausführungen. 

Er stellte lediglich fest, dass noch etwas Restbeschwerden nach der 

durchgemachten Sakrumfraktur vorliegen würden. Der Grossteil der 

Beschwerden stamme jedoch von Seiten der degenerativen Veränderungen 

der Wirbelsäule. Auch anlässlich der Fallbesprechung vom 11. Januar 2010 

mit der Beschwerdegegnerin nahm Dr. med. … zu dieser Thematik nicht 

Stellung. Seine dortige Aussage, dass zwei Jahre nach dem Unfall der 

Vorzustand in der unteren Lendenwirbelsäule als ursächlich für die 

behandlungsbedürftige Symptomatik zu betrachten sei und ein Hineinspielen 

von unfallkausalen Beschwerden angesichts der nachweislich verheilten 

Sakrumfraktur „unwahrscheinlich“ sei, vermag nicht zu überzeugen. Dr. med. 

… schloss damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus, dass der 

Sturz im Sinne einer richtunggebenden Verschlimmerung für die lumbalen 

Beschwerden ursächlich sein könnte. Er begründete auch nicht, weshalb nur 

noch ausschliesslich der Vorzustand der unteren Lendenwirbelsäule für die 

behandlungsbedürftige Symptomatik verantwortlich sei. Hinzu kommt, dass 

er nicht Stellung nahm zum Bericht des behandelnden Chiropraktikers Dr. … 

vom 9. Oktober 2009, in welchem dieser einen Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und der Reizung der absteigenden Nervenwurzel 

bejahte. Ausserdem wies Dr. … damals darauf hin, dass er nicht von einem 

Behandlungsabschluss per Ende 2009 ausgehe, weil der Zustand noch nicht 

stabilisiert sei. Die Frage nach einer richtunggebenden oder nur 

vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes durch den Sturz muss 

deshalb noch eindeutig geklärt werden.

c) Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen 

degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis 

neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, als abgeschlossen zu 

betrachten sei (vgl. BG-Urteil 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008, E. 3.3). 

Gemäss diesem Urteil müsste eine allfällige richtunggebende 

Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der 

altersüblichen Progression abheben. Es geht hier um eine richterliche 

Vermutung, welche sich auf die medizinische Literatur stützt und den 

konkreten medizinischen Beleg des natürlichen Verlaufs ersetzt (BG-Urteil 

8C_412/2008 vom 3. November 2008, E. 5.2). Im vorliegenden Fall wird diese 

Vermutung durch die Beurteilung von Dr. … in Zweifel gezogen, in welcher er 

die röntgenologisch ausgewiesene Reizung der absteigenden Nervenwurzel 

im Recessus lateralis (vgl. MRI vom 26. Januar 2009) auf den Sturz 

zurückführt. Der Beschwerdegegnerin gelingt es nach der Ansicht des 

Gerichts nicht, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen, dass der 

natürliche Kausalzusammenhang im Zeitpunkt der Einstellung der 

Versicherungsleistungen weggefallen und somit der status quo sine 

eingetreten ist. Deshalb sind noch weitere Klarstellungen erforderlich, was 

den Zeitpunkt des Eintritts des status quo sine anbelangt.

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass weitere medizinische Abklärungen 

betreffend die Unfallkausalität der lumbalen Beschwerden notwendig sind. Die 

Fragen nach einer richtunggebenden oder nur vorübergehenden 

Verschlimmerung des Vorzustandes durch den Sturz und dem Zeitpunkt des 

Eintritts des status quo sine müssen noch eindeutig geklärt werden. In diesem 

Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 18. Juni 2010 ist aufzuheben und die Streitsache 

zur weiteren Abklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

4. Gerichtskosten werden keine erhoben, weil das kantonale 

Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit. a ATSG – von hier nicht zutreffenden 

Ausnahmen abgesehen – grundsätzlich kostenlos ist. Die 

Beschwerdegegnerin hat jedoch die anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin gemäss Art. 61 lit. g ATSG aussergerichtlich für das 

Verfahren vor Versicherungsgericht zu entschädigen. Nach Art. 2 der 

kantonalen Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 

310.250) setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der 

obsiegenden Partei nach Ermessen fest. Dabei geht sie vom Betrag aus, 

welcher der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung 

in Rechnung gestellt wird, soweit unter anderem der vereinbarte 

Stundenansatz üblich und der geltend gemachte Aufwand angemessen und 

für die Prozessführung erforderlich ist. Als üblich gilt gemäss Art. 3 HV ein 

Stundenansatz zwischen Fr. 210.-- und Fr. 270.--. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin hat mit Schreiben vom 21. September 2010 eine 

Honorarnote im Umfang von Fr. 2'419.90 eingereicht. Dieser Betrag setzt sich 

zusammen aus einem Honorar von Fr. 2’212.-- für 7.9 Arbeitsstunden à Fr. 

280.-- zuzüglich Spesen und Mehrwertsteuer. Die 7.9 Arbeitsstunden 

erscheinen dem Gericht als angemessen. Hingegen kann nicht von einem 

Stundenansatz von Fr. 280.-- ausgegangen werden, da dieser Ansatz 

ausserhalb des Rahmens gemäss Art. 3 HV liegt. Wird auf den maximal 

zulässigen Ansatz von Fr. 270.-- abgestellt, ergibt sich eine aussergerichtliche 

Entschädigung von Fr. 2'334.90 (Honorar Fr. 2’133.--, Auslagen Fr. 37.--, 

7.6% MWST Fr. 164.90).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung 

sowie zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die … AG 

zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die … AG hat … aussergerichtlich mit Fr. 2'334.90 (inkl. MWST) zu 

entschädigen.