# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd239afa-96c7-5e8c-9ca0-951c7653457a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2015 E-1401/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1401-2015_2015-03-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1401/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), 

Richter Bendicht Tellenbach,   

Richter David R. Wenger, 

Gerichtsschreiberin Jeannine Scherrer-Bänziger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), 

Eritrea, 

(…), 

 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) betreffend  

B._______, geboren (…), Eritrea, 

Verfügung des SEM vom 4. Februar 2015 / N (…). 

 

 

 

E-1401/2015 

Seite 2 

Sachverhalt:  

A.  

Mit Verfügung vom 4. März 2013 anerkannte das BFM die Beschwerdefüh-

rerin als Flüchtling im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (SR 142.31) und 

deren am (…) geborene Tochter als Flüchtling im Sinne von Art. 51 Abs. 3 

AylG und gewährte beiden in der Schweiz Asyl. 

B.  

Mit als "Gesuch um Familienasyl gemäss Art. 51 AsylG" betitelter Eingabe 

vom 14. Januar 2015 ersuchte die Beschwerdeführerin um Familienzu-

sammenführung mit B._______. Sie beantragte, es sei ihm die Einreise in 

die Schweiz zu bewilligen, es sei festzustellen, dass er die Flüchtlingsei-

genschaft selbstständig erfülle, und eventualiter sei er in ihre Flüchtlings-

eigenschaft einzubeziehen. Zusammenfassend wurde zur Begründung 

ausgeführt, sie habe mit ihrem nach Scharia (religiöses Gesetz des Islam; 

Anmerkung BVGer) angetrauten Ehemann in Eritrea zusammengelebt und 

sei von ihm durch Flucht getrennt worden. Zurzeit lebe ihr Ehemann in Ita-

lien. 

C.  

Das SEM verweigerte  B._______ mit am 5. Februar 2015 eröffneter Ver-

fügung vom 4. Februar 2015 die Einreise in die Schweiz und lehnte das 

Gesuch um Familienzusammenführung ab.  

D.  

Mit Eingabe vom 3. März 2015 an das Bundesverwaltungsgericht bean-

tragte die Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und ihrem Ehemann sei die Einreise in die 

Schweiz zu bewilligen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung und Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses.  

Der Beschwerde wurden das Original des "Heiratsscheins von Eritrea", ein 

Hochzeitsfoto und eine Fürsorgebestätigung der C._______ vom 3. März 

2015 beigelegt. 

E.  

Am 10. März 2015 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde. 

 

E-1401/2015 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Aufgrund der Aktenlage ist auf die Durchführung eines Schriftenwechsels 

zu verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

4.  

4.1 Nach Art. 51 Abs. 1 AsylG werden – unter dem Titel Familienasyl – na-

mentlich die Ehegatten und die minderjährigen Kinder von Flüchtlingen ih-

rerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn 

keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Diese Bestimmung zielt 

auf die Mitglieder der Kernfamilie ab, welche mit einem Flüchtling in die 

Schweiz eingereist sind, ihrerseits aber keine eigenen Asylgründe (im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG) geltend machen können, sondern sich auf 

der Basis ihrer Familienbande ebenfalls auf die Gesuchsgründe des 

Flüchtlings abstützen. Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flücht-

lingseigenschaft ist dabei, dass bereits vor der Flucht eine Familiengemein-

schaft bestanden hat (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.1 S. 598 sowie die Botschaft 

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zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgeset-

zes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 

1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68): 

"Der Leitgedanke des Familienasyls besteht darin, den Rechtsstatus der 

zum Zeitpunkt der Flucht bestehenden Kernfamilie eines Flüchtlings ein-

heitlich zu regeln, sofern sie dieselbe Nationalität wie der Flüchtling besitzt. 

Diese einheitliche Regelung rechtfertigt sich, da davon ausgegangen wird, 

dass die engsten Familienangehörigen unter der Verfolgung des Ehegatten 

beziehungsweise der Ehegattin respektive eines Elternteils im Heimatstaat 

mitgelitten haben oder selbst der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt waren. 

Dabei ist es unerheblich, ob einzelne Familienmitglieder tatsächlich ver-

folgt wurden. Eine „conditio sine qua non" der Konzeption des Familien-

asyls ist daher die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine Familien-

gemeinschaft bestanden haben muss." 

4.2 In diesem Sinne bestimmt Art. 51 Abs. 4 AsylG, dass jenen Personen, 

welche aufgrund ihrer persönlichen Beziehung (im Sinne von Art. 51 Abs. 1 

AsylG) einen Anspruch auf Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und die 

Gewährung von Asyl haben, auf Gesuch hin die Einreise in die Schweiz zu 

bewilligen ist, wenn sie sich noch im Ausland befinden und sie durch die 

Flucht getrennt wurden.  

Diese Bestimmung zielt auf Mitglieder der Kernfamilie ab, welche aufgrund 

der Umstände der Flucht von der in der Schweiz als Flüchtling anerkannten 

Person getrennt wurden. Darunter fallen namentlich die Ehegatten und die 

noch minderjährigen Kinder von Flüchtlingen, welche sich noch im Heimat-

staat befinden oder erst einen Drittstaat erreicht haben. Diesen ist – im 

Sinne eines asylrechtlichen Familiennachzuges respektive der Familienzu-

sammenführung – die Einreise in die Schweiz zu bewilligen, jedoch eben-

falls nur dann, wenn eine Trennung durch die Fluchtumstände stattgefun-

den hat. Auch in diesem Fall ist demnach eine „conditio sine qua non" die 

Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine Familiengemeinschaft be-

standen haben muss. Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist 

somit alleine die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemein-

schaften. 

5.  

5.1 Das SEM führt in der angefochtenen Verfügung aus, den von der Be-

schwerdeführerin im Laufe ihres Asylverfahrens gemachten Aussagen 

könne nicht entnommen werden, dass sie vor ihrer Flucht aus Eritrea mit 

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ihrem Lebenspartner in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt habe. So 

habe sie anlässlich der Bundesanhörung vom 19. Februar 2013 angege-

ben, sie hätte alleine an ihrem letzten Wohnsitz in D._______ gelebt. Ihr 

Lebenspartner habe Militärdienst geleistet und sei lediglich während des 

Urlaubs nach Hause gekommen. Ausserdem erstaune es, dass die Be-

schwerdeführerin erst rund zwei Jahre nach Gewährung des Asylstatus in 

der Schweiz um Familiennachzug für ihren angeblichen Lebenspartner er-

sucht habe.  

5.2 Die Beschwerdeführerin entgegnet in der Rechtsmittelschrift unter Hin-

weis auf das beigelegte Foto, sie und B._______ hätten im (…) in Eritrea 

geheiratet. Nach der Hochzeit hätten sie neben ihren Schwiegereltern in 

einem Haus gelebt. Ihr Ehemann sei im Militärdienst gewesen und habe 

jeweils nur einen Monat Ferien gehabt, die er bei ihr zu Hause verbracht 

habe. Dies habe sie bereits in der Bundesanhörung angegeben wie auch 

den Namen ihres Mannes. Sie hätten somit die Jahre 2004 bis etwa 2007 

eindeutig bereits in Eritrea als Ehepaar zusammengelebt. Sie werde Fotos 

aus dieser Zeit zu den Akten nachreichen. Etwa im Jahr (…) sei ihr Mann 

direkt vom Militärdienst aus dem Land geflüchtet. Sie hätten sich – als sie 

später ebenfalls geflüchtet sei – in E._______ wieder getroffen und dort 

zusammengelebt. Anfangs 2012 habe sie durch die Hilfe von Verwandten 

und das Verkaufen von Gold die Möglichkeit zur Flucht in die Schweiz er-

halten. Ihr Ehemann habe das Geld für die Flucht nicht aufbringen können. 

Deshalb habe sie entschieden, alleine zu flüchten, und gehofft, dass ihr 

Ehemann bald nachkommen könne. Als sie in der Schweiz gewesen sei, 

habe sie festgestellt, dass sie von ihrem Ehemann schwanger sei. Sie habe 

die Telefonnummer in der Schweiz wechseln müssen und deshalb für ei-

nige Zeit keinen Kontakt zu ihrem Ehemann herstellen können. Erst im 

Sommer 2014 habe sie durch dessen Bruder die aktuelle Telefonnummer 

ihres Mannes erhalten und ihn umgehend in Italien besucht. Bei diesem 

Besuch sei sie wieder schwanger geworden, die Geburt des zweiten Kin-

des sei voraussichtlich im (…). Ihr Ehemann sei bereit, seine Vaterschaft 

in DNA-Analysen zu bestätigen.  

6.  

6.1 Das SEM kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, dass die 

Voraussetzungen für eine Familienzusammenführung nicht gegeben 

seien. Nach Prüfung der Akten erachtet das Bundesverwaltungsgericht 

diese Einschätzung als rechtmässig. Die Ausführungen in der Beschwer-

deeingabe vermögen zu keiner anderen Beurteilung zu führen. 

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6.2 Den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge beschränkt sich ihr Kon-

takt mit B._______ bis zu dessen Desertion und anschliessender Ausreise 

aus Eritrea im Jahr (…) (vgl. Beschwerdeschrift, abweichend davon Anhö-

rung Akten SEM A14/17 F44: im Jahr […]) auf drei bis vier gemeinsam ver-

brachte Militärurlaube von jeweils einem Monat Dauer. Entsprechend gab 

die Beschwerdeführerin bei der Anhörung auch zu Protokoll, sie habe in 

D._______ alleine gelebt (vgl. A14/17 F16). Auch wenn einzuräumen ist, 

dass – wie in der Beschwerde geltend gemacht – das fehlende Zusam-

menleben auf die Militärdienstpflicht und damit auf äussere Umstände zu-

rückzuführen ist, so spricht diese Tatsache doch gegen die vorgebrachte 

enge Beziehung respektive Familiengemeinschaft. Den Akten ist sodann 

zu entnehmen, dass die Flucht von B._______ nicht in Absprache mit der 

Beschwerdeführerin stattgefunden hatte und diese auch im Nachhinein 

von ihrem Ehemann nicht darüber benachrichtigt worden war; sie erfuhr 

erst rund drei Monate später durch die eritreischen Behörden von der De-

sertion B._______ (vgl. A14/17 F49, 61). Die Beschwerdeführerin macht 

weder geltend noch geht aus den Akten hervor, dass sie mit B._______ 

nach dessen Flucht noch in Kontakt gestanden hätte, sei es via Telefon, 

Briefe oder über Drittpersonen. Bezeichnenderweise gründete ihr Ent-

schluss, Eritrea im (…) ebenfalls zu verlassen, nicht auf dem Wunsch, 

B._______ nachzureisen, sondern auf eigenen (wenn auch im Zusammen-

hang mit dessen Desertion stehenden) asylrelevanten Problemen (vgl. 

A14/17 F131). Erst als sie sich nach ihrer Flucht in F._______ bei ihrer 

Grossmutter aufhielt, kontaktierte B._______ sie telefonisch – offensicht-

lich erstmals nach dessen Flucht vor mehr als drei Jahren. Damit besteht 

für das Gericht kein Anlass zur Annahme, dass vor dem Zeitpunkt der 

Flucht des erstausreisenden B._______ eine tatsächlich gelebte dauer-

hafte persönliche Verbindung zwischen ihm und der Beschwerdeführerin 

bestanden hätte. Zum gleichen Schluss führt der Umstand, dass es wiede-

rum mehr als zwei Jahre dauerte, bis die Beschwerdeführerin nach deren 

Einreise in die Schweiz mit B._______ Kontakt aufnahm. Ihre Begründung, 

sie hätten beide ihre Telefonnummer wechseln müssen und den Kontakt 

zueinander verloren, erscheint als blosse Schutzbehauptung. Es wäre vor 

dem behaupteten Hintergrund einer eheähnlichen Gemeinschaft zu erwar-

ten gewesen, dass sie zumindest über Drittpersonen – wie die Grossmutter 

der Beschwerdeführerin, deren Eltern, den Bruder oder die Eltern von 

B._______ – in ständigem Kontakt zueinander gestanden hätten. 

6.3 Dass die Beschwerdeführerin mit B._______ vor ihrer Weiterreise in 

die Schweiz während einiger Monate in E._______ zusammengelebt, in 

dieser Zeit mit ihm die Tochter G._______ gezeugt und nach einem Besuch 

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im Sommer 2014 des zwischenzeitlich nach Italien weitergereisten 

B._______ von ihm erneut schwanger ist, ist vor dem angeführten Hinter-

grund nicht von Bedeutung. Es bleibt mit Blick auf die vorstehenden Erwä-

gungen festzuhalten, dass die Bestimmungen zum Familienasyl nach Art. 

51 Abs. 1 und 4 AsylG weder zur Aufnahme von neuen respektive von zu-

vor noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen noch zur Wiederauf-

nahme von bereits abgebrochenen familiären Beziehungen herangezogen 

werden können (vgl. Urteil des BVGer D-168/2015 E. 3.2 vom 23. Januar 

2015). Das Institut des Familienasyls zielt nach der Konzeption des Geset-

zes und ständiger Praxis alleine auf die Bewahrung bestehender Familien-

gemeinschaften ab, respektive auf deren Wiederherstellung, sollte es auf-

grund der Fluchtumstände zu einer erzwungenen Trennung der Familie ge-

kommen sein. Die entsprechenden Anforderungen erfüllt die Beschwerde-

führerin in Bezug auf B._______ nicht. 

6.4 Die Asylgesetzgebung bietet der Beschwerdeführerin keine weitere 

respektive andere Handhabe, um B._______ in die Schweiz nachzuzie-

hen. Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 

Abs. 1 und 2 AsylG nicht erfüllt, kann insbesondere Art. 8 EMRK nicht er-

gänzend angewendet werden. Sollte sie am Vorhaben des Nachzuges 

festhalten wollen, so ist sie an die für sie zuständige kantonale Behörde zu 

verweisen, welche für die Beurteilung des Familiennachzuges nach den 

ausländerrechtlichen Bestimmungen zuständig ist (vgl. dazu EMARK 2006 

Nr. 8 E. 3.2 [S. 95, zweitletzter Absatz]). 

6.5 Dem Gesagten zufolge sind die von der Beschwerdeführerin in Aus-

sicht gestellten Fotos aus den Jahren (…) nicht abzuwarten, da solche an 

den obigen Erwägungen nichts zu ändern vermögen würden.  

7.  

Nach dem Gesagten ergibt sich, dass das SEM zu Recht das Gesuch um 

Familienzusammenführung respektive um Bewilligung der Einreise in die 

Schweiz und Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 

und 4 AsylG abgelehnt hat. Die angefochtene Verfügung ist daher zu be-

stätigen und die Beschwerde abzuweisen. 

8.  

Mit dem vorliegenden Entscheid wird das Gesuch um Befreiung von der 

Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegenstandslos. 

Nach der Abweisung der Beschwerde wären der Beschwerdeführerin 

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grundsätzlich Kosten aufzuerlegen (vgl. dazu Art. 63 Abs. 1 VwVG). In Gut-

heissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) wird jedoch auf das Erheben von Ver-

fahrenskosten verzichtet, zumal das Verfahren nicht als von vornherein 

aussichtslos zu bezeichnen war und die Beschwerdeführerin gemäss der 

vorgelegten Fürsorgebestätigung als bedürftig gilt. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden keine Kosten auferlegt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Jeannine Scherrer-Bänziger 

 

 

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