# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ec5317f-53a5-57d6-987b-869bed8ec168
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.05.2015 810 2014 351 (810 14 351)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-351_2015-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Mai 2015 (810 14 351) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiber i.V. Simon Keller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Philippe Häner, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1699 vom 11. November 2014) 
 
 
 

A. Der kosovarische Staatsangehörige A.____, geboren 1974, reiste am 31. März 1990 
im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und verfügt seither über die Niederlas-
sungsbewilligung. Er ist seit dem 21. April 1995 mit B.____, geboren 1974, verheiratet, welche 
am 3. August 1996 in die Schweiz einreiste. Das Ehepaar hat zwei Söhne namens C.____, ge-
boren 1999, und D.____, geboren 2002.  
 

 

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B. Am 16. November 2009 stellte B.____ für sich und ihre beiden Söhne das Gesuch um 
Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung. Das Gesuch wurde am 10. Dezember 2009 
vom Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM) bezüglich B.____ gutgeheissen. 
Bezüglich der beiden Söhne wurde das Gesuch mit der Begründung abgewiesen, dass beide 
schon seit längerer Zeit im Kosovo leben und dort zur Schule gehen würden. 
 
C. A.____ ist in der Vergangenheit mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten: Am 
15. Januar 1996 wurde er vom Obergericht des Kantons Aargau wegen qualifizierter Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu drei Jahren Zuchthaus und einer bedingt voll-
ziehbaren 10-jährigen Landesverweisung, bei einer Probezeit von fünf Jahren, verurteilt. Mit 
Urteil vom 26. Januar 1996 wurde er vom Strafgericht Basel-Landschaft der groben Verletzung 
der Verkehrsregeln schuldig gesprochen, was eine Haft von fünf Tagen sowie eine Busse in der 
Höhe von Fr. 300.-- nach sich zog.  
 
D. Mit Verfügung vom 25. August 1997 wurde A.____ gestützt auf die genannten Verurtei-
lungen durch die damalige Justiz-, Polizei- und Militärdirektion des Kantons Basel-Landschaft 
die Ausweisung angedroht.  
 
E. Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, vom 
9. September 2008 wurde A.____ wegen Angriffs zu sechs Monaten bedingter Freiheitsstrafe, 
bei einer Probezeit von drei Jahren, verurteilt. Sodann wurde er mit Urteil des Strafgerichts Ba-
sel-Stadt vom 15. Mai 2012 der Freiheitsberaubung, der mehrfachen Drohung sowie der Verlet-
zung der Verkehrsregeln für schuldig befunden und zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Ta-
gessätzen zu Fr. 100.-- verurteilt, unter Auferlegung einer Probezeit von vier Jahren. Gegen 
dieses Urteil meldete A.____ Berufung an.  
 
F. Mit Schreiben vom 9. August 2012 wurde A.____ aufgrund der strafrechtlichen Verur-
teilungen vom 9. September 2008 und 15. Mai 2012 vom AfM ermahnt. Er wurde darauf auf-
merksam gemacht, dass fremdenpolizeiliche Massnahmen geprüft würden, sollte er erneut ge-
richtlich verurteilt werden oder sich nicht an die geltende Ordnung halten. 
 
G. Am 4. April 2013 widerrief das AfM die Ermahnung vom 9. August 2012. Angesichts 
der Androhung vom 25. August 1997 sei eine weitere Ermahnung obsolet, zumal diese nach 
wie vor gelte. Überdies sei das Strafgerichtsurteil vom 15. Mai 2012 noch nicht rechtskräftig, 
weshalb man A.____ dieses noch nicht entgegenhalten könne. Man behalte sich aber vor, nach 
dessen Rechtskraft ausländerrechtliche Massnahmen zu prüfen. 
 
H. Mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 4. Dezember 2013 wurde das Ur-
teil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. Mai 2012 weitgehend bestätigt und A.____ wurde 
wegen Freiheitsberaubung und mehrfacher Drohung für schuldig befunden und zu einer beding-
ten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 100.-- verurteilt, unter Auferlegung einer Probezeit 
von vier Jahren. Hingegen wurde er vom Vorwurf der Verletzung der Verkehrsregeln freige-
sprochen. 
 

 

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I. Am 20. Juni 2014 verfügte das AfM nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen Ge-
hörs den Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.____ und dessen Wegweisung aus der 
Schweiz, wobei die Ausreise spätestens bis zum 20. Juli 2014 zu erfolgen habe. Es stellte zu-
dem fest, dass die Niederlassungsbewilligungen von B.____ und den beiden Kindern erloschen 
seien, da deren Lebensmittelpunkt im Kosovo sei. 
 
J. Die von A.____, vertreten durch Philippe Häner, Advokat in Basel, gegen diese Verfü-
gung erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) vom 11. November 2014 abgewiesen. Es wurde verfügt, dass 
A.____ die Schweiz innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids zu verlassen habe. 
 
K. Mit Eingabe vom 19. November 2014 erhob A.____, nach wie vor durch Philippe Häner 
anwaltlich vertreten, gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 11. November 2014 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). 
Er stellt das Begehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei ihm demzu-
folge die Niederlassungsbewilligung zu verlängern; unter o/e Kostenfolge zulasten des Be-
schwerdegegners. In seiner Beschwerdebegründung vom 19. Dezember 2014 hält der Be-
schwerdeführer vollumfänglich an den gestellten Begehren fest.  
 
L. Am 21. November 2014 stellte der Beschwerdeführer beim AfM ein Familiennachzugs-
gesuch für seine Ehefrau und seine beiden Kinder.  
 
M. Mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2015 stellt der Regierungsrat das Begehren, es 
sei die Beschwerde unter o/e-Kostenfolge abzuweisen.  
 
N. Mit Präsidialverfügung vom 13. März 2015 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
O. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Rechtsbegeh-
ren und wesentlichen Begründungen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 
 

 

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2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
3. Strittig ist, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene 
Wegweisung des Beschwerdeführers zu Recht erfolgten.  
 
4.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Aus-
länder (AuG) vom 16. Dezember 2005 i.V.m. Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungs-
bewilligung widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristi-
gen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Länger-
fristigkeit der Strafe in diesem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe 
von mehr als einem Jahr bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht 
kumuliert werden dürfen (BGE 137 II 297 E. 2.3.6; 135 II 377 E. 4.2). Keine Rolle spielt, ob die 
Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 
2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Der Widerrufsgrund gilt auch für Niederlassungs-
bewilligungen ausländischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und 
ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten (Art. 63 Abs. 2 AuG). 
 
4.2 Mit der Verurteilung vom 15. Januar 1996 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren 
Zuchthaus durch das Obergericht des Kantons Aargau ist vorliegend eine längerfristige Frei-
heitsstrafe ausgesprochen worden und der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. 
Art. 62 lit. b AuG ist damit erfüllt. Ob das Verhalten des Beschwerdeführers zugleich als 
schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 
Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, wie es die Vorinstanz angenommen hat, bedarf keiner näheren 
Betrachtung, da dieser Widerrufsgrund nur subsidiär zur Anwendung gelangt, wenn es an den 
Voraussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Frei-
heitsstrafe fehlt (BGE 135 II 377 E. 4.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_888/2012 vom 13. März 
2013 E. 3, 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 E. 3.1).  
 
5.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes ist Grundvoraussetzung für den Widerruf der 
Bewilligung. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist jedoch nur gerechtfertigt, wenn er 
sich gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als verhältnismässig 
erweist (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad 
der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und sei-
ner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1, 2C_50/2012 vom 28. September 2012 E. 5; BGE 
135 II 377 E. 4.3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], a.a.O., N 8.31). Die Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit 
langer Zeit hier aufhält, soll nur mit Zurückhaltung widerrufen werden. Bei wiederholter bzw. 
schwerer Straffälligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn der Ausländer 

 

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hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Strafta-
ten und bei Rückfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffent-
liches Interesse, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden, der dermassen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_486/2013 vom 
4. November 2013 E. 3.2). 
 
5.2 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung nach Art. 96 Abs. 2 
AuG ist eine eigenständige ausländerrechtliche Massnahme, welche das Verfahren mit einer 
weniger einschneidenden Folge als dem Widerruf oder der Nichtverlängerung der Bewilligung 
abschliesst und einen Endentscheid bildet (Art. 90 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 BV) verhindern, dass es überhaupt zu einer aufent-
haltsbeendenden Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten 
zu einem Zeitpunkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme 
gerade noch nicht rechtfertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 
E. 1.1, 2A.737/2004 vom 30. März 2005 E. 2, in: Pra 2006 Nr. 26 S. 184). 
 
6.1 Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, der Regierungsrat lasse im angefochte-
nen Entscheid unerwähnt, dass er mit Schreiben des AfM vom 9. August 2012 unter expliziter 
Bezugnahme auf die Verurteilung durch das Strafgericht Basel-Stadt vom 15. Mai 2012 ver-
warnt worden sei. Mit anderen Worten sei ihm die Niederlassungsbewilligung in Kenntnis dieser 
letzten Verurteilung belassen worden, sofern keine erneute gerichtliche Verurteilung folge. Da 
er sich seither unbestrittenermassen nichts mehr habe zuschulden kommen lassen, setze sich 
das AfM mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Widerspruch zu seinem eigenen 
Verhalten.  
 
6.2 Der Regierungsrat hält dem in seiner Vernehmlassung entgegen, dass die Ermahnung 
des AfM vom 9. August 2012 versehentlich erfolgt sei. Mit der Rücknahme der Ermahnung vom 
4. April 2013 habe das AfM den Fehler eingestanden. Der Beschwerdeführer könne sich heute 
nicht mehr auf dieses Versehen berufen und gleichsam unter Anrufung des Vertrauensgrund-
satzes für sich einen Vorteil daraus ableiten.  
 
6.3 Dazu ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben des AfM vom  
9. August 2012 unter Verweis auf seine beiden Verurteilungen in den Jahren 2008 und 2012 
sowie die altrechtlichen Bestimmungen über die Ausweisung (Art. 10 Abs. lit. a und b ANAG) 
darauf aufmerksam gemacht wurde, dass fremdenpolizeiliche Massnahmen gegen ihn geprüft 
würden, sollte er erneut gerichtlich verurteilt werden oder sich nicht an die geltende Ordnung 
halten. Das als "Ermahnung" bezeichnete Schreiben vom 9. August 2012 enthält keine 
Rechtsmittelbelehrung. Es wurde dem Beschwerdeführer weder mit eingeschriebener Post zu-
gestellt noch wurde dafür eine Gebühr erhoben. Ob dem Schreiben der Charakter einer Verfü-
gung bzw. Verwarnung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG zukommt, erscheint vor diesem Hin-
tergrund zweifelhaft. Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen gelassen werden. Der Wider-

 

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ruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich gemäss den nachfolgenden Erwägungen unab-
hängig davon unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit als unzulässig.  
 
7.1 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwerdeführer 
seit 20 Jahren wiederholt delinquiert habe und sich von Sanktionen nicht habe beeindrucken 
lassen. So sei er unter anderem 1996 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. 
Überdies habe die Androhung der Ausweisung vom 25. August 1997 keinerlei Wirkung gezeigt. 
Aufgrund der langjährigen Freiheitsstrafen, der Summierung der einzelnen Verstösse, der noto-
rischen Uneinsichtigkeit und der schlechten Legalprognose sei das Interesse an der Wegwei-
sung des Beschwerdeführers als hoch einzustufen. Des Weiteren hält der Regierungsrat fest, 
dass der Beschwerdeführer seit 1990 in der Schweiz lebe. Es sei somit von einer langen Auf-
enthaltsdauer auszugehen, was zwangsläufig auch zu persönlichen Beziehungen geführt habe. 
Eine Rückkehr in sein Heimatland sei dem Beschwerdeführer jedoch gleichwohl zumutbar, da 
er mit den Gepflogenheiten und der Kultur im Kosovo bestens vertraut sei. Die unter dem 
Blickwinkel der Verhältnismässigkeit vorgenommene Gesamtwürdigung der Vorinstanz, wonach 
das als hoch einzustufende sicherheitspolizeiliche Interesse an der Wegweisung des Be-
schwerdeführers dessen privaten Interessen vorgehe, sei nicht zu beanstanden. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er während der 24 Jahre, in denen er mitt-
lerweile in der Schweiz lebe, lediglich vier Mal straffällig geworden sei. Diese Delikte würden 
teilweise etliche Jahre zurückliegen und die Straftaten seien im Laufe der Zeit immer weniger 
schwerwiegend geworden, weshalb man nicht von einer schlechten Legalprognose sprechen 
könne. Das schwerste Delikt, welches vom 15. Januar 1996 datiere und mit drei Jahren Zucht-
haus geahndet worden sei, habe er vor über 20 Jahren begangen. Zudem sei er nach der Er-
mahnung vom 9. August 2012 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Seine persönli-
chen Beziehungen in der Schweiz seien sehr eng, während er im Kosovo bis auf seine Familie, 
welche in absehbarer Zeit in die Schweiz zurückkehre, nicht so viele enge Beziehungen pflege. 
Er sei in der Schweiz sowohl in beruflicher als auch in sozialer und sprachlicher Hinsicht inte-
griert. Überdies habe er keinerlei Schulden. Seine Wegweisung erweise sich demnach als un-
verhältnismässig.  
 
7.3 Den Akten zufolge wurde der Beschwerdeführer, seit er 1990 in die Schweiz einreiste, 
mehrfach straffällig, wobei gegen ihn vier rechtskräftige Verurteilungen vorliegen. Er wurde zu 
(teilweise bedingten) Freiheitsstrafen von gesamthaft drei Jahren, sechs Monaten und fünf Ta-
gen sowie einer Geldstrafe in der Höhe von 120 Tagessätzen zu Fr. 100.-- und einer Busse in 
der Höhe von Fr. 300.-- verurteilt. Bezüglich der Delinquenz des Beschwerdeführers ist festzu-
stellen, dass namentlich seine Verurteilung wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz aus dem Jahr 1996 angesichts der ausgesprochenen Freiheitsstrafe von drei Jah-
ren ein erhebliches Verschulden begründet. Allerdings ist in diesem Zusammenhang zu berück-
sichtigen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Tatbegehung im relativ jungen Alter von 
18 Jahren selber drogenabhängig war und unter dem Einfluss einer älteren damaligen Vertrau-
ensperson aus dem Drogenmilieu stand. Mithin hat der Beschwerdeführer zumindest teilweise 
auch zur Finanzierung seiner eigenen Sucht mit Drogen gehandelt. Demgegenüber hat er im 
heutigen Zeitpunkt keinerlei Drogenprobleme mehr. Zu beachten gilt überdies, dass das fragli-

 

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che Delikt nunmehr über zwei Jahrzehnte zurückliegt, weshalb es auch aus diesem Grund im 
heutigen Zeitpunkt im Rahmen der Interessenabwägung nicht mehr entscheidend ins Gewicht 
fallen kann. Nach dem genannten Urteil folgten drei weitere Verurteilungen gegen den Be-
schwerdeführer wegen grober Verkehrsregelverletzung, Angriffs sowie Freiheitsberaubung und 
Drohung. Zwar fallen namentlich die beiden Verurteilungen aus den Jahren 2008 und 2012 
nicht unerheblich ins Gewicht. Ohne die fraglichen Delikte zu bagatellisieren, kann diesbezüg-
lich angesichts der bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 6 Monaten bzw. der bedingten 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen gleichwohl nicht von einem schwerwiegenden Verschulden 
gesprochen werden.  
 
7.4 Den genannten öffentlichen Interessen sind die privaten Interessen des Beschwerde-
führers am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Dem Beschwerdeführer ist darin bei-
zupflichten, dass seine Niederlassungsbewilligung aufgrund der langen Aufenthaltsdauer nur 
mit Zurückhaltung widerrufen werden kann. Auch wenn es sich bei ihm nicht um einen Auslän-
der der zweiten Generation handelt, gilt zu berücksichtigen, dass er sich seit nunmehr 25 Jah-
ren in der Schweiz aufhält, wobei er die prägenden Jugendjahre teilweise hier verbracht hat. 
Ungeachtet der Tatsache, dass seine Frau und seine beiden Kinder aktuell im Kosovo leben, ist 
aufgrund der langen Aufenthaltsdauer von einem gewichtigen privaten Interesse des Be-
schwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen. Der Beschwerdeführer be-
herrscht die deutsche Sprache und verfügt in der Schweiz aktenkundig über ein grösseres sozi-
ales Beziehungsnetz, welches gemäss seinen Ausführungen anlässlich der heutigen Parteiver-
handlung namentlich auch von seiner sportlichen Tätigkeit herrührt. Auch das Verhältnis zu sei-
nen in der Schweiz lebenden Geschwistern ist den Akten zufolge gut. Zu seinen Gunsten 
spricht sodann, dass er keine Schulden hat. Des Weiteren kann der Beschwerdeführer mittler-
weile als beruflich gut integriert angesehen werden. Zwar bezog er mit seiner Familie vorüber-
gehend Sozialhilfe (von 2005 bis 2008), wobei in diesem Zusammenhang erwähnt sei, dass 
gegen ihn Anzeigen wegen Sozialhilfemissbrauch und Schwarzarbeit vorlagen, welche jedoch 
nicht zu Verurteilungen führten. Der Beschwerdeführer hatte indes diverse Anstellungen bei 
verschiedenen Betrieben, bei denen ihm einhellig ein guter Leumund ausgestellt wurde. Seit 
dem 15. Januar 2012 geht er im Rahmen einer Anstellung als Taxifahrer einer vollberuflichen 
Erwerbstätigkeit nach. Auch in diesem Unternehmen bewerten die Verantwortlichen sowohl 
seine Person als auch seine Arbeit als vorbildlich.   
 
7.5 Nach dem Gesagten lässt sich angesichts der wiederholten Straffälligkeit des Be-
schwerdeführers zwar ein ordnungs- und sicherheitspolizeiliches Interesse an dessen Fernhal-
tung aus der Schweiz nicht von der Hand weisen. Entgegen der Auffassung des Regierungsra-
tes kann im Fall des Beschwerdeführers jedoch keinesfalls von einem uneinsichtigen Gewohn-
heitsdelinquenten gesprochen werden. Gesamthaft betrachtet vermögen die öffentlichen Si-
cherheitsinteressen an der Wegweisung des Beschwerdeführers dessen private Interessen, 
welche insbesondere mit Blick auf die lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz hoch zu ge-
wichten sind, nicht zu überwiegen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erweisen sich demnach unter dem Ge-
sichtspunkt der Verhältnismässigkeit als unzulässig. Eine andere Beurteilung würde sich aller-

 

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dings aufdrängen, wenn der Beschwerdeführer erneut straffällig würde. Die Beschwerde ist 
demnach gutzuheissen. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantons-
gericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Be-
weiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt  
(§ 20 Abs. 3 und 4 VPO). Dementsprechend sind im vorliegenden Verfahren keine Verfahrens-
kosten zu erheben.  
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts eine 
angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden. Gestützt darauf hat der Regierungs-
rat dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor Kantonsgericht eine Parteientschädigung aus-
zurichten, welche ausgehend von der Honorarnote des Beschwerdeführers vom 22. April 2015 
auf Fr. 2'750.-- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.  
 
8.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, so ist die Angelegenheit 
zu deren Neuverlegung an den Regierungsrat zurückzuweisen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 
   
 2. Zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens wird die 

Angelegenheit an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 2‘100.-- wird dem Beschwerdeführer zurück-
erstattet. 

   
 4. Der Regierungsrat hat dem Beschwerdeführer für das vorliegende Ver-

fahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘750.-- (inkl. Aus-
lagen und 8 % MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.