# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6039bcae-5e53-5c84-b4b1-d1a7b1ac23c1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.04.2010 BVGE 2010/34
**Docket/Reference:** BVGE-2010-34
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2010-34_2010-04-06

## Full Text

Emoluments | 
Grundsatz der Gesetzmässigkeit
im öffentlichen Abgaberecht. Trag­weite des Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzips. Grundsatzur­teil.
Art.&#160;12c
Abs.&#160;1, Art.&#160;40 Abs.&#160;1 und 3 FMG. Art.&#160;42 Abs.&#160;1, Art.&#160;44, Art.&#160;49
Abs.&#160;3 erster Satz und Abs.&#160;4 FDV. 

Die Gebühr
der Schlichtungsstelle Telekommunikation (ombuds­com), welche dem Anbieter von Fernmeldediensten
für die Er­arbei­tung eines Schlichtungsvorschlags auferlegt wird, ist eine Verwaltungsgebühr
(E.&#160;4).
Die ombudscom,
die zwischen Anbietern von Fernmeldediensten und deren Kunden vermittelt, ist auch für die Festsetzung
der Preise ihrer Dienstleistungen zuständig (E.&#160;5).
Das Bundesverwaltungsgericht
kann die Rechtmässigkeit der von ombudscom verabschiedeten Reglementsbestimmungen prüfen (E.&#160;6.2).
Die Art
der Berechnung der strittigen Gebühr beruht auf keiner ausreichenden gesetzlichen Grundlage (E.&#160;6.5.3).
Die strittige
Gebühr hat das Kostendeckungs- und das Äquiva­lenzprinzip einzuhalten (E.&#160;7 und 8).
Das Kostendeckungsprinzip
ist im vorliegenden Fall gewahrt (E.&#160;9.1). 
Eine Gebühr
von 1&#39;700&#160;Franken für ein einfaches Schlich­tungs­ver­fahren mit einem Streitwert
von 560&#160;Franken steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den tatsächlich erbrachten
Leis­tun­gen von ombudscom. Verletzung des Äquivalenzprinzips (E.&#160;9.2-9.3).
Die Veröffentlichung
des Maximalbetrags einer Verwaltungsge­bühr ausschliesslich im Internet entspricht nicht den
Anfor­de­run­gen des Legalitätsprinzips (E.&#160;10).

2012-03-05T15:51:08Z