# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aed1b93d-24c2-5097-8eb8-6813a544e832
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2008 C-2113/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2113-2008_2008-08-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2113/2008/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

A._______
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 21. Februar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2113/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland (IVSTA) mit  Verfügung 
vom  21. Februar 2008  ein  Begehren  von  A._______ (Be-
schwerdeführerin)  um  Leistungen  der  Invalidenversicherung  (IV)  ab-
wies,

dass die Beschwerdeführerin  diese Verfügung am 2. April 2008 beim 
Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht gemäss  Art.  31  VGG  zur 
Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen 
gemäss  Art.  33  und  34  VGG zuständig  ist,  sofern  keine  Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat,  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR 831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass die Vorinstanz am 10. Juli  2008 ihre Vernehmlassung vorgelegt 
hat  und  beantragt,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  ange-
fochtene Verfügung sei  aufzuheben und die  Sache sei  im Sinne der 
Stellungnahme  ihres  ärztlichen  Dienstes  vom  7.  Juli  2008  an  die 
Verwaltung zurückzuweisen,

dass  der  ärztliche  Dienst  der  IVSTA  (Dr.  Z._______)  in  seiner 
Stellungnahme vom 7. Juli  2008 (act. 32) festhält,  aus medizinischer 
Sicht sei die Sache unklar und nicht genügend begutachtet, um klare 
Aussagen zur Leistungsfähigkeit in den einzelnen Haushaltstätigkeiten 
zu machen,

dass  der  ärztliche  Dienst  daher  empfiehlt,  in  der  Schweiz  eine 
neurologische Begutachtung durchführen zu lassen,

dass die Beschwerdeführerin mit  Eingabe vom 4. August 2008 – die 
der Vorinstanz noch zuzustellen ist  – dem Antrag der Vorinstanz zu-
stimmt  und  damit  sinngemäss  ihr  ursprüngliches  Rechtsbegehren 
modifiziert,  mit  welchem  sie  die  Feststellung  einer  Invalidität  von 

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mindestens 50% und die Ausrichtung einer halben IV-Rente beantragt 
hatte,

dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher 
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass 
die angefochtene Verfügung vom  21. Februar 2008 auf einer mangel-
haft ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  ausdrücklich  als 
Beschwerdegrund nennt,

dass die Beschwerde demnach – angesichts des modifizierten Rechts-
begehren  vollumfänglich  –  gutzuheissen  und  die  Sache  zur  Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG) mit der Anweisung, in der Schweiz die erforderliche zusätzliche 
neurologische  Begutachtung durchführen  zu  lassen  und  neu  in  der 
Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass  der  obsiegenden  Beschwerdeführerin,  die  sich  anwaltlich  ver-
treten  liess,  eine  von  der  Vorinstanz  zu  entrichtende  Parteient-
schädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG), 

dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) mangels Kostennote 
aufgrund der Akten zu bestimmen ist,

dass  das  einer  Partei  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  sich  nach 
dem  notwendigen  Zeitaufwand  des  Vertreters  bestimmt,  wobei  ein 
anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- geltend gemacht 
werden kann (Art. 10 VGKE),

dass im vorliegenden Verfahren, in welchem nur ein Schriftenwechsel 
durchgeführt  wurde,  aufgrund  der  Akten  ein  Anwaltsaufwand  von 
knapp  5  Std.  angemessen  und  notwendig  erscheint,  der  zu  einem 
Stundenansatz von Fr. 230.- zu entschädigen ist,

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dass  das  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  (einschliesslich  Aus-
lagen) daher pauschal auf Fr. 1'200.- festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in 
Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE),

dass unter diesen Umständen das Gesuch der Beschwerdeführerin um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung eines 
Anwaltes als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Eine Kopie der  Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. August 2008 
geht zur Kenntnisnahme an die Vorinstanz.

2.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

3.
Die angefochtene Verfügung vom 3. Juli 2007 wird aufgehoben und die 
Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, in der 
Schweiz die  erforderliche  zusätzliche  neurologische  Begutachtung 
durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.
Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Par-
teientschädigung  in  der  Höhe von  Fr. 1'200.- zugesprochen,  die  von 
der Vorinstanz zu leisten ist. 

6.
Das Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um Gewährung  der  unentgelt-
lichen Rechtspflege unter Beiordnung eines Anwaltes wird als gegen-
standslos geworden abgeschrieben.

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7.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die  Vorinstanz  (Ref-Nr. _______; Beilage:  Kopie  der  Eingabe  der 

Beschwerdeführerin vom 4. August 2008)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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