# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b548ec9-4ce6-599f-ab15-ff6ed418587f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.03.2016 A-6659/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6659-2014_2016-03-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-6659/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Michael Beusch (Vorsitz), 

Richter Daniel Riedo, Richterin Marie-Chantal May Canellas,    

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH, (…), 

(…), 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 

Rechtsdienst, Weststrasse 50, 

Postfach, 8036 Zürich, 

vertreten durch lic. iur. Simone Emmel, Advokatin, 

(…),  

Vorinstanz, 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zwangsanschluss an Stiftung Auffangeinrichtung BVG. 

 

 

 

A-6659/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Schreiben vom 13. Juli 2013 forderte die AHV-Ausgleichskasse 

des Kantons (…) (nachfolgend: AHV-Ausgleichskasse) die A._______ 

GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) unter Hinweis auf ihre BVG-pflichtigen 

Arbeitnehmenden auf, bis am 2. August 2013 die Angaben auf ihrer Anmel-

dung vom 9. Juli 2013 hinsichtlich der Frage, ob sie einer Einrichtung der 

beruflichen Vorsorge angeschlossen sei, zu ergänzen und eine Kopie der 

Anschlussvereinbarung einzureichen. Nachdem die Arbeitgeberin dieser 

Aufforderung nicht nachgekommen war, wurde sie von der AHV-Aus-

gleichskasse mit Schreiben vom 6. August 2013 aufgefordert, sich inner-

halb von 60 Tagen einer Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen und den An-

schluss gegenüber der AHV-Ausgleichskasse zu belegen. Zudem erfolgte 

der Hinweis, dass die Arbeitgeberin nach ungenutztem Ablauf dieser Frist 

der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung 

BVG) zum rückwirkenden Zwangsanschluss gemeldet würde. Nachdem 

die Arbeitgeberin dieser Aufforderung wiederum keine Folge geleistet 

hatte, meldete die AHV-Ausgleichskasse den Fall mit Schreiben vom 3. Juli 

2014 ankündigungsgemäss der Auffangeinrichtung BVG. 

Zwischenzeitlich hatte die Arbeitgeberin am 19. August 2013 die mit 

Schreiben vom 13. Juli 2013 angeforderten, ergänzenden Angaben einge-

reicht und geltend gemacht, keiner Vorsorgeeinrichtung anzugehören, da 

die Löhne unter dem Koordinationsbetrag liegen würden. Erneut bestätigte 

sie jedoch mit Schreiben vom 16. Februar 2014 an die AHV-Ausgleichs-

kasse, dass für die beiden Angestellten vom Mai 2013 bis Dezember 2013 

insgesamt eine Bruttolohnsumme von Fr. 32'702.-- bezahlt worden sei. 

A.b Mit Schreiben vom 6. August 2014 forderte die Auffangeinrichtung 

BVG die Arbeitgeberin auf, sich innerhalb von zwei Monaten einer Vorsor-

geeinrichtung anzuschliessen und der Auffangeinrichtung BVG als Beleg 

die Anschlussvereinbarung per 1. Mai 2013 zukommen zu lassen. Gleich-

zeitig wurde ein zwangsweiser Anschluss gemäss Art. 60 des Bundesge-

setzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bei der Auffangeinrichtung BVG an-

gekündigt, sollten die angeforderten Unterlagen nicht bis zum 5. Oktober 

2014 vorliegen. Dabei wurde auch auf die in diesem Fall anfallenden – von 

der Arbeitgeberin zu tragenden – Verfahrenskosten von mindestens 

Fr. 825.-- hingewiesen. Die Arbeitgeberin reichte keine Unterlagen ein. 

A-6659/2014 

Seite 3 

A.c Mit Verfügung vom 23. Oktober 2014 ordnete die Auffangeinrichtung 

BVG den rückwirkenden zwangsweisen Anschluss der Arbeitgeberin per 

1. Mai 2013 an (Ziff. 1) und auferlegte ihr (androhungsgemäss) die Verfü-

gungskosten in Höhe von Fr. 450.-- und Gebühren für die Durchführung 

des Zwangsanschlusses von Fr. 375.-- (Ziff. 2). 

B.  

Mit Eingabe vom 11. November 2014 erhob die Arbeitgeberin (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) gegen die Verfügung der Auffangeinrichtung 

BVG vom 23. Oktober 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

und beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung. Sie habe fälsch-

licherweise bei der Bestimmung der Lohnsumme der AHV-Abrechnung 

2013 "Mai anstatt Januar" als Beginn angegeben; es handle sich somit bei 

den Beträgen um die Jahreslohnsumme, nicht um eine für acht Monate. 

Sie sei demnach nicht pensionskassenpflichtig. 

C.  

Mit Verfügung vom 28. Mai 2015 hob die Auffangeinrichtung BVG die Ver-

fügung vom 23. Oktober 2014 rückwirkend per 1. Mai 2013 auf (Ziff. 1), be-

stätigte die der Beschwerdeführerin in Dispositivziffer 2 der Anschlussver-

fügung vom 23. Oktober 2014 auferlegten Kosten für den Zwangsan-

schluss in Höhe von Fr. 825.-- und erhob Kosten für den Erlass der Wie-

dererwägungsverfügung in Höhe von Fr. 450.-- (Ziff. 2). Zur Begründung 

machte die Auffangeinrichtung BVG geltend, die Beschwerdeführerin habe 

erst nach Erlass der Verfügung vom 23. Oktober 2014 den Nachweis er-

bracht, dass sie über kein BVG-pflichtiges Personal verfüge. 

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom 2. Juni 2015 beantragt die Auffangeinrich-

tung BVG (nachfolgend: Vorinstanz), das Verfahren sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin als gegenstands-

los abzuschreiben. Die Beschwerdeführerin habe es trotz mehrmaliger Auf-

forderung der Vorinstanz versäumt, dieser Belege wie bspw. die Jahresab-

rechnung der Ausgleichskasse vom 7. Oktober 2014 zur Klärung ihrer feh-

lerhaften Angabe hinsichtlich des Beginns der Tätigkeit zuzustellen. Damit 

habe sie ihre Mitwirkungspflichten verletzt und das vorliegende Verfahren 

veranlasst. 

E.  

In ihrer Eingabe vom 18. Juni 2014 [recte: 18. Juni 2015] beantragt die Be-

schwerdeführerin sinngemäss die Aufhebung der Dispositivziffer 2 der 

A-6659/2014 

Seite 4 

Wiedererwägungsverfügung vom 28. Mai 2015. Die Vorinstanz hält mit 

Stellungnahme vom 21. Juli 2015 dafür, die Beschwerde gegen die Wie-

dererwägungsverfügung sei unter o/e Kostenfolge sowohl für das vo-

rinstanzliche, als auch für das vorliegende Verfahren abzuweisen. Die Par-

teien halten mit Eingaben vom 14. September 2015 bzw. 22. September 

2015 an ihren Anträgen fest. 

F.  

Infolge interner Reorganisation des Bundesverwaltungsgerichts ging das 

vorliegende Verfahren per 1. Januar 2016 von der Abteilung III auf die Ab-

teilung I über. 

G.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt im vorliegenden Fall nicht 

vor und die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG, zumal 

sie öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt (Art. 33 Bst. h VGG 

i.V.m. Art. 60 Abs. 2bis BVG). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge-

richts zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben 

(vgl. auch Urteil des BVGer C-3706/2015 vom 29. Januar 2016 E. 1.1). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Die 

Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde be-

rechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist dem-

nach einzutreten. 

1.3 Gemäss Art. 58 VwVG kann die Vorinstanz ihren ursprünglichen Ent-

scheid in Wiedererwägung ziehen, wobei die Beschwerdeinstanz die Be-

handlung der Beschwerde fortzusetzen hat, soweit diese durch die neue 

Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 

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Seite 5 

Abs. 3 VwVG). Vorliegend entspricht der erlassene Wiedererwägungsent-

scheid vom 28. Mai 2015 nicht vollständig den Anträgen der Beschwerde-

führerin. Das Verfahren ist mithin weiterzuführen, wobei als Anfechtungs-

objekt die Verfügung vom 28. Mai 2015 gilt. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid 

(vorliegend die Verfügung vom 28. Mai 2015) in vollem Umfang überprü-

fen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht 

(Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die 

Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG; vgl. Urteil des BVGer 

C-3706/2015 vom 29. Januar 2016 E. 1.3; ANDRÉ MOSER et al., Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.149 ff.; ULRICH 

HÄFELIN et al., Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 1146 ff.). 

1.5 Im Beschwerdeverfahren gilt sodann der Grundsatz der Rechtsanwen-

dung von Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf 

den unter Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten festgestellten Sachverhalt 

jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und 

ihm jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist (BGE 119 V 347 

E. 1a; Urteil des BVGer A-5081/2014 vom 16. Februar 2016 E. 1.5; MOSER 

et al., a.a.O., Rz. 1.54). 

2.  

2.1  

2.1.1 Berufliche Vorsorge umfasst alle Massnahmen auf kollektiver Basis, 

die den älteren Menschen, den Hinterbliebenen und Invaliden beim Eintre-

ten eines Versicherungsfalles (Alter, Tod oder Invalidität) zusammen mit 

den Leistungen der eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (AHV/IV) die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung 

in angemessener Weise erlauben (Art. 113 Abs. 2 Bst. a BV und Art. 1 

Abs. 1 BVG). 

2.1.2 Grundsätzlich der obligatorischen Versicherung des BVG unterstellt 

sind die bei der AHV versicherten Arbeitnehmer (Art. 5 Abs. 1 BVG), die 

das 17. Altersjahr überschritten haben und bei einem Arbeitgeber mehr als 

den gesetzlichen Jahresmindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG i.V.m. 

Art. 5 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hin-

terlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2; SR 831.441.1) erzielen. Die-

ser Mindestlohn wurde bisher verschiedene Male der Entwicklung in der 

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Seite 6 

AHV angepasst (vgl. Art. 9 BVG) und betrug im vorliegend zu beurteilen-

den Jahr 2013 Fr. 21'060.-- (vgl. den zu jenem Zeitpunkt gültigen Art. 5 

BVV 2 [AS 2012 6347]; statt vieler: Urteile des BVGer A-5081/2014 vom 

16. Februar 2016 E. 2.1.2 und C-3706/2015 vom 29. Januar 2016 E. 2.1). 

2.2  

2.2.1 Beschäftigt ein Arbeitgeber Arbeitnehmer, die obligatorisch zu versi-

chern sind, muss er eine in das Register für die berufliche Vorsorge einge-

tragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschlies-

sen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Verfügt der Arbeitgeber nicht bereits über eine 

Vorsorgeeinrichtung, hat er eine solche im Einverständnis mit seinem Per-

sonal oder der allfälligen Arbeitnehmervertretung zu wählen (Art. 11 Abs. 2 

BVG). Der Anschluss erfolgt jeweils rückwirkend auf das Datum des Stel-

lenantrittes der zu versichernden Person (Art. 11 Abs. 3 BVG i.V.m. Art. 10 

Abs. 1 BVG; Urteil des BVGer A-5081/2014 vom 16. Februar 2016 

E. 2.2.1). 

2.2.2 Gemäss Art. 11 Abs. 4 BVG überprüft die AHV-Ausgleichskasse, ob 

die von ihr erfassten Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung 

angeschlossen sind. Sie fordert Arbeitgeber, die ihrer Pflicht gemäss 

Art. 11 Abs. 1 BVG nicht nachkommen, auf, sich innerhalb von zwei Mona-

ten einer registrierten Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen (Art. 11 Abs. 5 

BVG). Kommt der Arbeitgeber der Aufforderung der AHV-Ausgleichskasse 

nicht fristgemäss nach, so meldet diese ihn der Auffangeinrichtung BVG 

rückwirkend zum Anschluss (Art. 11 Abs. 6 BVG). 

Die Auffangeinrichtung BVG ist eine Vorsorgeeinrichtung und ist verpflich-

tet, Arbeitgeber, die ihrer Pflicht zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrich-

tung nicht nachkommen, anzuschliessen (Art. 60 Abs. 1 und 2 Bst. a BVG). 

Der Anschluss erfolgt – wie erwähnt – rückwirkend (vgl. Art. 11 Abs. 3 und 

6 BVG). Gemäss Art. 60 Abs. 2bis BVG kann die Auffangeinrichtung BVG 

zur Erfüllung ihrer Aufgaben gemäss Art. 60 Abs. 2 Bst. a und b BVG Ver-

fügungen erlassen (zum Ganzen: Urteile des BVGer A-5081/2014 vom 

16. Februar 2016 E. 2.2.2 f. und C-3539/2012 vom 7. März 2014 E. 3.2). 

2.2.3 Gemäss Art. 11 Abs. 7 BVG stellen die Auffangeinrichtung BVG und 

die AHV-Ausgleichskasse dem säumigen Arbeitgeber den von ihm verur-

sachten Verwaltungsaufwand in Rechnung. Dies wird auch in Art. 3 Abs. 4 

der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangein-

richtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434) erwähnt, wonach der Ar-

beitgeber der Auffangeinrichtung BVG alle Aufwendungen zu ersetzen hat, 

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Seite 7 

die dieser in Zusammenhang mit seinem Anschluss entstehen. Detailliert 

geregelt sind die entsprechenden Kosten sodann im Kostenreglement der 

Auffangeinrichtung BVG (gültig ab dem 1. Januar 2014). Dieses Regle-

ment bildet (auch im vorliegenden Fall) integrierenden Bestandteil der An-

schlussverfügung (Urteile des BVGer A-5081/2014 vom 16. Februar 2016 

E. 2.2.2 und C-3539/2012 vom 7. März 2014 E. 4.2.). 

3.  

Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Verfü-

gung vom 23. Oktober 2014 zwangsweise rückwirkend per 1. Mai 2013 an-

geschlossen, da diese seit dem 1. Mai 2013 der obligatorischen Vorsorge 

unterstellte Personen beschäftige und innert der gesetzten Frist keinen 

Nachweis erbracht habe, der einen Anschluss an die Auffangeinrichtung 

BVG als nicht notwendig habe erscheinen lassen (vgl. Sachverhalt 

Bst. A.c). Mit Wiedererwägungsverfügung vom 28. Mai 2015 hat die Vo-

rinstanz den Zwangsanschluss aufgehoben, nachdem die Beschwerdefüh-

rerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 11. November 2014 nachträglich auf-

gezeigt hatte, dass sie über kein BVG-pflichtiges Personal verfügt. Gemäss 

der eingereichten Jahresabrechnung der Ausgleichskasse vom 7. Oktober 

2014 handelt es sich beim Betrag von Fr. 32'702.40 tatsächlich um die Jah-

reslohnsumme für beide Arbeitnehmer, und nicht um eine Bruttolohn-

summe für lediglich acht Monate. Beide Arbeitnehmer erreichen somit je-

weils die Grenzbeträge von je Fr. 21'060.-- (E. 2.1.2) nicht und sind nicht 

der obligatorischen Versicherung des BVG zu unterstellen. Diese Jahres-

abrechnung gelangte jedoch erst am 11. November 2014 im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens und somit nach erfolgtem Zwangsanschluss zur 

Kenntnis. Ein solcher hat sich demnach erübrigt, weshalb die von der Vo-

rinstanz verfügte Aufhebung vom 28. Mai 2015 nicht zu beanstanden ist, 

was von den Parteien überdies auch nicht bestritten wird. 

3.1 Im Streit und zu prüfen bleibt nunmehr die Frage, ob die Vorinstanz der 

Beschwerdeführerin die Kosten für den Zwangsanschluss in Höhe von 

Fr. 825.-- und die Kosten für den Erlass der Wiedererwägungsverfügung in 

Höhe von Fr. 450.-- zu Recht auferlegt hat. 

3.2 Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich vor, nicht ausschliesslich 

mangelnde Mitwirkung ihrerseits habe das "Gerichtsverfahren" veranlasst. 

Sie habe nämlich – bevor sie am 23. November 2014 die Verfügung vom 

23. Oktober 2014 erhalten habe – die Angelegenheit mit einem Mitarbeiter 

der Vorinstanz besprochen. Dieser habe sie angewiesen, die Jahresrech-

nung bei der AHV-Ausgleichskasse anzupassen – was sie am 7. Oktober 

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2014 auch gemacht habe (bzw. bereits mit E-Mail vom 29. September 

2014). Die Vorinstanz habe gleichzeitig versichert, sie werde mit weiteren 

Schritten zuwarten, bis ihr die Unterlagen der AHV-Ausgleichskasse zuge-

gangen seien. Sie habe sich nicht zu weiteren Handlungen veranlasst ge-

sehen und das Verfahren weder verursacht noch verzögert. 

Die Vorinstanz wendet ein, die Beschwerdeführerin habe es trotz mehrma-

liger Aufforderung versäumt, der Vorinstanz Belege wie bspw. die Jahres-

abrechnung der Ausgleichskasse vom 7. Oktober 2014 zur Klärung ihrer 

fehlerhaften Angabe hinsichtlich des Beginns der Tätigkeit zuzustellen. Die 

Beschwerdeführerin könne keine Belege vorweisen, welche ihre Ausfüh-

rung über eine allfällige mündliche Zusicherung seitens der Vorinstanz be-

legen würden. Es gäbe bei der Vorinstanz keine direkten Kundenbeziehun-

gen und mündliche Zugeständnisse würden nicht gemacht. Es sei somit 

unglaubhaft, dass ein Mitarbeiter telefonisch einen unbefristeten Aufschub 

für die Einreichung der angepassten Jahresrechnung eingeräumt haben 

solle. Die Beschwerdeführerin habe überhaupt nicht reagiert, so ihre Mit-

wirkungspflichten verletzt und sowohl das vorinstanzliche als auch das vor-

liegende Verfahren verursacht. Sodann hätte die Beschwerdeführerin 

schriftlich an die Vorinstanz gelangen sollen und über ihre Bemühungen 

gegenüber der AHV-Ausgleichskasse informieren müssen. Die Vorinstanz 

müsse sich die E-Mail der Beschwerdeführerin nicht als Wissen anrechnen 

lassen. 

3.3 Im Rahmen der gesetzlichen Überprüfungsbefugnis der AHV-Aus-

gleichskasse gemäss Art. 11 Abs. 4 BVG, ob die von ihr erfassten Arbeit-

geber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind 

(E. 2.2.2), müssen Letztere der Ausgleichskasse laut Art. 9 Abs. 1 BVV 2 

alle für die Überprüfung ihrer Anschlüsse notwendigen Auskünfte erteilen. 

Insbesondere sind die Arbeitgeber verpflichtet, der Ausgleichskasse eine 

Bescheinigung ihrer Vorsorgeeinrichtung zuzustellen, aus der hervorgeht, 

dass ein Anschluss nach Vorschriften des BVG erfolgt ist (Art. 9 Abs. 2 

BVV 2; vgl. Urteile des BVGer C-3706/2015 vom 29. Januar 2016 E. 2.2 

und C-3539/2012 vom 7. März 2014 E. 4.1). Somit liegt es beispielsweise 

weder an der Ausgleichskasse noch an der Vorinstanz, Nachforschungen 

zu veranlassen, ob und gegebenenfalls mit welcher Vorsorgeeinrichtung 

bereits ein Anschlussvertrag bestehen könnte (Urteil des BVGer 

C-3539/2012 vom 7. März 2014 E. 4.1). 

Wie jedoch in E. 2.2.2 dargelegt, meldet die AHV-Ausgleichskasse der Auf-

fangeinrichtung BVG Arbeitgeber, die ihre Anschlusspflicht nicht erfüllen 

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Seite 9 

(Art. 11 Abs. 6 BVG) und überweist dieser die Unterlagen (Art. 9 Abs. 3 

BVV 2; vgl. Urteil des BVGer C-2776/2013 vom 7. Mai 2014 E. 4.1.1). Über 

die Art, wie dies zu geschehen hat, geben die Weisungen des Bundesamts 

für Sozialversicherungen (BSV) Auskunft, welche namentlich das Vorge-

hen und den Zeitpunkt der Kontrolle sowie die zu liefernden Dokumente 

beschlagen (Art. 9 Abs. 4 BVV 2). Laut den Weisungen über die Kontrolle 

des Anschlusses der Arbeitgeber an eine Einrichtung der beruflichen Vor-

sorge gemäss Artikel 11 BVG (AKBV, gültig ab 1. Januar 2005, Stand 1. Ja-

nuar 2008) hat die AHV-Ausgleichskasse der Auffangeinrichtung BVG die 

zur Durchführung der beruflichen Vorsorge notwendigen und verlangten 

Auskünfte und Unterlagen, soweit sie ihren Akten entnommen werden kön-

nen, zu erteilen bzw. auszuhändigen (Rz. 6020). Der Meldung an die Auf-

fangeinrichtung BVG sind alle für die Abklärung der Anschlusspflicht des 

Arbeitgebers sachdienlichen Unterlagen beizulegen und gegebenenfalls 

auf fehlende Dokumente hinzuweisen. Als sachdienliche Unterlagen gelten 

namentlich der Anschlussfragebogen, die Bestätigung, dass der Arbeitge-

ber zur Auskunftserteilung aufgefordert wurde, die Aufforderung zum An-

schluss, eine Liste mit den AHV-pflichtigen Löhnen für die betreffenden 

Jahre, Lohnbescheinigungen, Korrespondenz und der Bericht der Arbeit-

geberkontrolle (Rz. 3010). Sodann darf sich die Auffangeinrichtung BVG 

auf die Angaben und Unterlagen der AHV-Ausgleichskasse stützen 

(Rz. 4011; siehe auch Urteil des BVGer C-5662/2008 vom 5. Januar 2011 

E. 5.2). 

3.4 Vorliegend hat zunächst die AHV-Ausgleichskasse die BVG-An-

schlusskontrolle gemäss Art. 11 Abs. 4 BVG durchgeführt. Hierzu forderte 

sie die Arbeitgeberin auf, ihre Anmeldung zu ergänzen und eine Kopie der 

Anschlussvereinbarung einzureichen. Da eine Reaktion der Beschwerde-

führerin ausblieb, forderte die AHV-Ausgleichskasse diese auf, sich einer 

Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen und den Anschluss zu belegen. Nach-

dem die Arbeitgeberin dieser Aufforderung wiederum keine Folge geleistet 

hatte, meldete die AHV-Ausgleichskasse den Fall ankündigungsgemäss 

der Auffangeinrichtung BVG (Sachverhalt Bst. A.a). Sodann forderte die 

Auffangeinrichtung BVG die Arbeitgeberin auf, sich innerhalb von zwei Mo-

naten einer Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen und der Auffangeinrich-

tung BVG als Beleg die Anschlussvereinbarung zukommen zu lassen; dies 

unter Androhung eines zwangsweisen Anschlusses, sollten die angefor-

derten Unterlagen nicht bis zum 5. Oktober 2014 vorliegen. Die Arbeitge-

berin reichte der Auffangeinrichtung BVG keine (schriftlichen) Unterlagen 

ein (Sachverhalt Bst. A.b). 

A-6659/2014 

Seite 10 

Indessen konnte die Beschwerdeführerin belegen, dass sie mit E-Mail vom 

29. September 2014 an die AHV-Ausgleichskasse gelangt ist und um Ab-

änderung der Jahreslohnsumme gebeten und somit vorliegend ihrer Pflicht 

zur Auskunftserteilung genüge getan hat. Der Aufforderung der Beschwer-

deführerin kam die AHV-Ausgleichskasse nämlich am 7. Oktober 2014 – 

und somit noch vor dem verfügten Zwangsanschluss – nach. Es ist zwar 

unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den Zwangsanschluss hätte 

vermeiden können, indem sie auch der Vorinstanz die relevanten Unterla-

gen vom 7. Oktober 2014 selber hätte zukommen lassen. Da aber – wie in 

E. 3.3 aufgezeigt – die AHV-Ausgleichskasse gemäss Art. 9 Abs. 3 BVV 2 

gesetzlich verpflichtet ist, der Auffangeinrichtung BVG die zur Durchfüh-

rung der beruflichen Vorsorge notwendigen und verlangten Auskünfte und 

Unterlagen, soweit sie ihren Akten entnommen werden können, zu über-

weisen und hierzu unter anderem auch die Liste mit den AHV-pflichtigen 

Löhnen für die betreffenden Jahre zählt, hätte die AHV-Ausgleichskasse 

die angepasste Jahresabrechnung für Lohnbeiträge vom 7. Oktober 2014 

nicht nur der Beschwerdeführerin, sondern auch der Vorinstanz zukommen 

lassen müssen. Der Zwangsanschluss wäre dadurch vermeidbar gewesen 

und ist somit nicht mehr der Beschwerdeführerin zuzurechnen; dies unge-

achtet dessen, dass sich die Beschwerdeführerin zuvor nicht gerade ko-

operativ mit Vorbildcharakter verhalten hat. 

Nicht mehr relevant ist folglich, ob tatsächlich – wie von der Beschwerde-

führerin behauptet – ein Mitarbeiter der Vorinstanz der Beschwerdeführerin 

telefonisch einen unbefristeten Aufschub für die Einreichung der angepass-

ten Jahresrechnung eingeräumt hat. Die Beschwerdeführerin war im vor-

liegenden Fall nicht verpflichtet, schriftlich an die Vorinstanz zu gelangen 

und über ihre Bemühungen gegenüber der AHV-Ausgleichskasse zu infor-

mieren; derlei wäre – wie gerade gezeigt – Sache der AHV-Ausgleichs-

kasse gewesen. 

3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der verfügte Zwangsan-

schluss unbestrittenerweise erübrigt hat und die von der Vorinstanz ver-

fügte Aufhebung vom 28. Mai 2015 nicht zu beanstanden ist. Da der Be-

schwerdeführerin dieser aber letztlich nicht mehr zuzurechnen ist, war die 

Vorinstanz nicht berechtigt, ihr die Kosten für den (an sich unnötigen) 

Zwangsanschluss aufzuerlegen. Hieraus folgt, dass die Beschwerdeführe-

rin auch die zusätzlichen Kosten für die Wiedererwägungsverfügung nicht 

zu tragen hat. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die Dispositiv-

ziffer 2 der Wiedererwägungsverfügung vom 28. Mai 2015 ist aufzuheben. 

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Seite 11 

3.6 Ob und gegebenenfalls wie die der Vorinstanz angefallenen Kosten für 

andere Säumnisse der Beschwerdeführerin anderweitig überwälzt werden 

können (vgl. Art. 11 Abs. 7 BVG), ist nicht im vorliegenden Verfahren zu 

entscheiden. 

4.  

4.1 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin als obsie-

gende Partei keine Verfahrenskosten zu tragen. Der Vorinstanz sind eben-

falls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

Der einbezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'000.-- wird der Be-

schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-

rückerstattet. 

4.2 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind keine ver-

hältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr keine Parteientschä-

digung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Auch der unterlie-

genden Vorinstanz ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Dispositivziffer 2 der Wieder-

erwägungsverfügung vom 28. Mai 2015 wird aufgehoben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der einbezahlte Kostenvor-

schuss in Höhe von Fr. 1'000.--  wird der Beschwerdeführerin nach Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.  

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

A-6659/2014 

Seite 12 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Beusch Anna Strässle 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die Beschwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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