# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6ec8e82-44e8-51a1-aeef-d91b55ba857d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-26
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 26.07.2023 602 2022 254
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2022-254_2023-07-26.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2022 254

Urteil vom 26. Juli 2023

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richter: Dominique Gross 

Vanessa Thalmann 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechts-
anwalt Joachim Lerf

gegen

OBERAMT DES SENSEBEZIRKS, Vorinstanz,

DIREKTION FÜR RAUMENTWICKLUNG, INFRASTRUKTUR, MOBILITÄT 
UND UMWELT, Vorinstanz,

GEMEINDE C.________, Vorinstanz,

GEMEINDE D.________, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen

Baubewilligung und Sonderbewilligung betreffend Pferdegehöft

Beschwerde vom 30. November 2022 gegen die Entscheide vom 28. Okto-
ber 2022, vom 4. März 2022 und vom 7. Februar 2022 

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Sachverhalt

A. Die Gemeinde D.________ (Beschwerdegegnerin) ist Eigentümerin der Parzelle Art. eee des 
Grundbuches der Gemeinde C.________, die gemäss den Angaben im Grundbuch wie folgt bebaut 
ist: Wohn- und Ökonomiegebäude, Unterstand, Pavillon, Platz (befestigt), Weg, Fussweg, Platz, 
Wiese, Gemüsegarten, Wald (76'039 m2). Auf dieser Parzelle führen F.________ und G.________ 
ein Pferdegehöft. Die Parzelle liegt gemäss dem geltenden Zonennutzungsplan, welcher am 6. Juni 
2018 von der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (seit dem 1. Februar 2022: Direktion für 
Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt; nachfolgend: RIMU) genehmigt worden ist, 
ausserhalb der Bauzone.

B. Die Beschwerdegegnerin reichte 2015 ein Baugesuch ein, welches folgendes vorsah: Neubau 
Pferdeställe mit Auslauf und Mistgrube, Rodung und Wiederaufforstung Obstbäume. Das Projekt 
wurde am hhh öffentlich aufgelegt. Am iii wurde ferner ein Ausnahmegesuch von Schutzbestimmun-
gen für Gehölze sowie zur Unterschreitung des Strassenachsabstands öffentlich aufgelegt. 
A.________ und B.________ (Beschwerdeführer), Eigentümer der Nachbarsparzelle Art. jjj, haben 
dagegen Einsprache erhoben. In der Folge wurde das Baugesuch zurückgezogen.

C. Nach einem Hinweis durch die Beschwerdeführer fand am 18. Juli 2017 eine Ortsbesichtigung 
statt, anlässlich der das Oberamt des Sensebezirks feststellte, dass auf der erwähnten Parzelle 
diverse Bauten ohne Baubewilligung erstellt worden waren. Der Beschwerdegegnerin wurde eine 
Frist bis zum 16. Oktober 2017 für die Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs gesetzt. Diese 
Frist wurde bis am 31. Dezember 2017 verlängert. Am 24. Januar 2018 überwies das Oberamt das 
Dossier zur Durchführung des Verfahrens zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes an 
die RIMU.

D. Am 26. Januar 2018 reichte die Beschwerdegegnerin bei der Gemeinde ein Baugesuch im 
ordentlichen Verfahren für die Umnutzung eines Kuhstalls in einen Pferdestall und eines Schopfs in 
einen Pferdeunterstand, den Neubau eines Mistplatzes, eines Vorplatzes, einer Kanalisation und 
von Parkplätzen, die Erweiterung der Pferdeausläufe mit Umzäunungen, das Aufstellen von drei 
Zelt- und neun Futterunterständen, die Demontage eines Containers und die Rodung und Wieder-
aufforstung von Obstbäumen ein. Zudem stellte sie Gesuche betreffend Abweichung der mobilen 
Unterstände vom anwendbaren Waldabstand, betreffend Abweichung des bestehenden Gebäudes 
und der Einfriedung vom anwendbaren Strassenabstand sowie betreffend eine Ausnahme von 
Schutzbestimmungen für Gehölze ausserhalb des Waldareals. Das Baugesuch wurde am kkk 
öffentlich aufgelegt, woraufhin die Beschwerdeführer sowie eine weitere Partei Einsprachen erho-
ben.

E. Die Gemeinde stellte dem Bauvorhaben am 25. Juni 2018 ein ungünstiges Gutachten aus 
und leitete das Dossier am 2. Juli 2018 an das Bau- und Raumplanungsamt (BRPA) weiter. Dieses 
unterbreitete das Baugesuch den zuständigen Fachbehörden zur Stellungnahme. Das Amt für 
Kulturgüter, das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, das Amt für den Arbeitsmarkt 
sowie die kantonale Gebäudeversicherung (KGV) erteilten ein positives Gutachten mit Bedingun-
gen. Das Amt für Umwelt (AfU), das Amt für Mobilität (MobA), das Amt für Natur und Landschaft, 
das Amt für Wald, Wild und Fischerei (die beiden letztgenannten bilden seit 1. April 2019 zusammen 
das Amt für Wald und Natur [nachfolgend: WNA]), sowie das Amt für Landwirtschaft (seit dem 
1. Januar 2022: Sektion für Landwirtschaft von Grangeneuve; nachfolgend: Sektion Landwirtschaft) 
erstatteten negative Gutachten.

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F. Das BRPA stellte der Beschwerdegegnerin am 31. Mai 2019 einen negativen Entscheid in 
Aussicht. Diese liess sich am 27. Juni 2019 vernehmen und kündigte diverse Änderungen am Bau-
vorhaben an. Innert verlängerter Frist übermittelte sie am 27. September 2019 der Gemeinde die 
angekündigten Projektänderungen, welche das Erstellen der Kanalisation und der Trinkwasser-
leitung und die Anpassung der Umzäunung enthielten. Die Projektänderungen wurden am lll öffent-
lich aufgelegt. Die Beschwerdeführer erhoben erneut Einsprache.

Trotz der Änderungen begutachtete das WNA das Vorhaben am 17. März 2020 erneut negativ. Die 
übrigen konsultierten Ämter erstatten positive Gutachten, zumeist mit Bedingungen.

G. Das BRPA gab der Beschwerdegegnerin erneut die Möglichkeit zur Stellungnahme und zur 
Anpassung der Pläne. Am 14. Juli 2020 reichte die Beschwerdegegnerin geänderte Planungsunter-
lagen ein. In der Folge erteilten die KGV, das AfU, das WNA und das MobA positive Gutachten mit 
Bedingungen.

H. Mit Entscheid vom 7. Februar 2022 bewilligte die Gemeinde das Ausnahmegesuch zur 
Unterschreitung des Strassenabstandes.

I. Mit Entscheid vom 4. März 2022 erteilte die RIMU die Sonderbewilligung für das Bauvorha-
ben mit Bedingungen. Am 15. März 2022 erstattete das BRPA ein günstiges Gutachten und leitete 
die Akten an das Oberamt weiter.

Am 21. März 2022 wurde das Gutachten des BRPA sowie die Sonderbewilligung der RIMU den 
Einsprechern zur Stellungnahme zugestellt. Die Beschwerdeführer liessen sich innerhalb der Frist 
nicht vernehmen. Die weitere Einsprecherpartei hat ihre Einsprache zurückgezogen.

J. Das Oberamt informierte am 20. Juni 2022 die Beschwerdeführer, es erwäge, dem Gesuch 
für einen vorzeitigen Baubeginn für den Bau der Trinkwasserleitung zuzustimmen. Die Beschwer-
deführer widersetzten sich am 28. Juni 2022 einem vorzeitigen Baubeginn und die Beschwerde-
gegnerin zog das Gesuch zurück.

K. Mit Entscheiden vom 28. Oktober 2022, welche koordiniert mit der Sonderbewilligung der 
RIMU vom 4. März 2022 und dem Entscheid der Gemeinde vom 7. Februar 2022 eröffnet wurden, 
erteilte das Oberamt die Baubewilligung für das streitige Bauvorhaben mit Bedingungen und wies 
die Einsprache der Beschwerdeführer ab.

L. Die Beschwerdeführer haben hierauf am 30. November 2022 Beschwerde an das Kantonsge-
richt erhoben. Sie beantragen namentlich die Aufhebung der angefochtenen Entscheide. Ihre Ein-
sprache sei gutzuheissen und die Baubewilligung sei zu verweigern. Das Baubewilligungsgesuch 
sei in seiner Gesamtheit zur Verbesserung und Vervollständigung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. Zur Begründung machen die Beschwerdeführer namentlich eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend und legen dar, das Bauvorhaben sei nicht zonenkonform.

M. Mit Schreiben vom 17. Februar 2023 verzichtet das Oberamt auf eine Stellungnahme.

Die RIMU beantragt am 30. März 2023 die Abweisung der Beschwerde und reicht eine Stellung-
nahme der Sektion Landwirtschaft vom 22. März 2023 ein.

Die Gemeinde und die Beschwerdegegnerin liessen sich nicht vernehmen.

N. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 141 Abs. 1 des 
kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 [RPBG; SGF 710.1] in Ver-
bindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a und c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Die Beschwerdeführer als Nachbarn auf der Parzelle Art. jjj 
des Grundbuchs der Gemeinde C.________, die zudem im Eigentum von B.________ steht, sind 
zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten 
(Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die 
Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann im 
hier zu beurteilenden Verfahren – soweit sich überhaupt entsprechende Ermessensfragen stellen – 
nur im Rahmen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raum-
planung (RPG; SR 700) in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 lit. c VRG gerügt werden.

3.

In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.

3.1. Sie kritisieren, sie hätten bereits in ihrer Einsprache vom 24. Januar 2020 dargelegt, wieso 
das Baugesuch nicht zonenkonform sei. Auf diese Argumente seien die Vorinstanzen, namentlich 
die RIMU in ihrer Sonderbewilligung vom 4. März 2022, in keiner Weise eingegangen. Diese ver-
weise z. B. hinsichtlich des Arguments, dass die ausreichende Futtergrundlage und die ausreichend 
vorhandenen Weideflächen und das Kriterium der längerfristigen Existenzfähigkeit nicht gegeben 
seien, einzig auf das Gutachten der Sektion Landwirtschat vom 27. April 2020, welches sich aber 
nicht mit ihren Vorbringen auseinandersetze. So hätten sie explizit beantragt, eine Ortsbesichtigung 
durchzuführen, um die Frage der landwirtschaftlichen Nutzfläche konkret zu klären. Die Amtsstellen 
würden sich einzig auf die Betriebsgrösse abstützen. Ebenso wenig habe die Vorinstanz ihre Rüge 
geprüft, wonach der Betrieb der Beschwerdegegner in der genau gleichen Art und Weise weiter-
geführt werde, wie dies illegalerweise seit vielen Jahren der Fall gewesen sei. Überdies werde nicht 
weiter begründet, warum die diversen Ausnahmebewilligungen erteilt worden seien. Es sei über-
haupt nicht ersichtlich, weshalb die Gemeinde eine Bewilligung zur Unterschreitung der Mindestab-
stände durch die Zäune bewilligt habe. Sie machen damit eine Verletzung der Begründungspflicht 
geltend. 

3.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliesst unter anderem das 
Recht der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde ihre 
Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist 
die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid zu begründen. Dabei muss sie sich nicht mit allen Partei-
standpunkten einlässlich auseinandersetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte 
beschränken. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die Tragwei-

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te des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4).

3.3. Den angefochtenen Entscheiden kann ohne Weiteres entnommen werden, weshalb die Vor-
instanzen die Voraussetzungen für die Erteilung der Sonderbewilligung sowie der Baubewilligung 
als gegeben erachteten. Die RIMU listete die in der Einsprache erhobenen Argumente kurz auf und 
legte anschliessend unter Einbezug der diversen Fachgutachten dar, aus welchen Gründen die Son-
derbewilligung erteilt werden konnte. So bejahte die RIMU die Zonenkonformität und wies unter 
anderem darauf hin, auf bestehenden Landwirtschaftsbetrieben, die nicht als Landwirtschaftsgewer-
be anerkannt seien, könnten gemäss Art. 34b Abs. 2 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 
2000 (RPV; SR 700.1) bauliche Massnahmen für die Haltung von Pferden in bestehenden Bauten 
und Anlagen sowie die für die tiergerechte Haltung notwendigen Aussenanlagen als zonenkonform 
bewilligt werden. Weiter ist der Sonderbewilligung zu entnehmen, aus welchen Gründen die 
Ausnahmebewilligungen gewährt worden sind. Den Beschwerdeführern war es denn auch möglich, 
die Entscheide der Vorinstanzen sachgerecht anzufechten, wovon die 13-seitige Beschwerdeschrift 
zeugt. Soweit die Beschwerdeführer rügen, dass ihnen einzelne Unterlagen nicht zugestellt worden 
seien, darauf aber nicht weiter eingehen, ist darauf hinzuweisen, dass ein allfälliger Verfahrens-
mangel gegebenenfalls als geheilt betrachtet werden kann, da das Kantonsgericht im Bereich der 
Baubewilligungen über die gleiche Kognition wie die Vorinstanz verfügt (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit 
Hinweisen; vgl. auch Urteil KG FR 602 2020 70 E. 2.2). Insgesamt ist deshalb die Rüge der Gehörs-
verletzung abzuweisen.

4.

Die Beschwerdeführer kritisieren in der Sache, es gehe nicht um ein "ordentliches" Baubewilligungs-
verfahren, sondern um den Versuch der Beschwerdegegnerin, widerrechtlich erstellte Arbeiten im 
Sinne von Art. 167 Abs. 2 RPBG zu legalisieren. Trotz Rückzug des Gesuchs im Jahr 2015 seien 
die damals beantragten Bauten erstellt worden. Die Tierklinik und die damit zusammenhängende 
Infrastruktur würden seit vielen Jahren unrechtmässig genutzt, ohne dass es die Vorinstanzen als 
notwendig erachtet hätten, dagegen einzuschreiten. Dies sei umso stossender, als sie mehrfach 
interveniert hätten. Auch sei das Projekt während des laufenden Verfahrens mehrfach geändert wor-
den, die Beschwerdegegnerin habe Fristen nicht eingehalten und Unterlagen nachgereicht, ohne 
dass dies ihnen mitgeteilt worden wäre. Das streitige Baubewilligungsverfahren sei deshalb mit den 
in Art. 8 VRG verankerten rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar.

4.1. Gemäss Art. 22 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet 
oder geändert werden (Abs. 1). Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen 
dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Abs. 2). Die übrigen Vor-
aussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Abs. 3).

Falls Bauten und Anlagen widerrechtlich erstellt wurden, sieht Art. 167 RPBG ein Verfahren zur 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes vor. Führt die Eigentümerschaft ohne Bewilligung 
oder in Verletzung der Pläne, der Bewilligungsbedingungen oder einer Schutzmassnahme Arbeiten 
aus, so ordnet die Oberamtsperson von Amtes wegen oder auf Gesuch hin deren vollständige oder 
teilweise Einstellung an (Abs. 1). Bei den Fällen nach Abs. 1 oder wenn widerrechtliche Bauten oder 
Anlagen bereits erstellt worden sind und eine nachträgliche Bewilligung nicht von vornherein ausge-
schlossen erscheint, gewährt die Oberamtsperson der Eigentümerschaft eine angemessene Frist, 
damit diese ein Baubewilligungsgesuch einreicht, um die ausgeführten Arbeiten der Rechtmässig-
keit zuzuführen (Abs. 2). Befolgt die Eigentümerschaft die Anordnung nicht oder können die Arbeiten 

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nicht bewilligt werden, so kann die Oberamtsperson nach Anhören der betroffenen Personen und 
Organe verfügen, dass Änderungen und Anpassungen vorgenommen werden, die Bauwerke ganz 
oder teilweise abgebrochen und das Gelände wiederhergestellt wird. Wenn die Umstände es erfor-
dern, kann die Oberamtsperson ein Bezugs- oder Nutzungsverbot aussprechen. Die Strafmassnah-
men bleiben vorbehalten (Abs. 3). Wurden Arbeiten ausserhalb der Bauzone ohne Bewilligung oder 
in Verletzung der in diesem Bereich anwendbaren Bestimmungen erstellt, so ist die Direktion zustän-
dig, die Massnahmen nach Abs. 3 zu treffen (Abs. 4).

Diese Regelung beruht auf dem Grundsatz, dass Bauten, die ohne Bewilligung errichtet wurden, 
grundsätzlich zu beseitigen sind. Der Abbruch hat jedoch zu unterbleiben, wenn die Baute materiell 
nicht baurechtswidrig ist und nachträglich bewilligt werden kann; denn es widerspräche dem Grund-
satz der Verhältnismässigkeit, die Beseitigung zu verlangen, wenn der rechtmässige Zustand auf 
dem Wege einer nachträglichen Bewilligung der eigenmächtig vorgenommenen baulichen Mass-
nahmen wiederhergestellt werden kann (Urteile BGer 1P.672/2000 vom 22. Februar 2002 E. 3a mit 
Hinweisen; 1C_355/2021 vom 17. März 2022 E. 5.1).

4.2. Im Beschlussprotokoll zur Ortsbesichtigung vom 18. Juli 2017 wurde der Beschwerdegeg-
nerin eine Frist bis zum 16. Oktober 2017 eingeräumt, um ein nachträgliches Baugesuch einzurei-
chen. Nachdem sie am 25. Oktober 2017 ein Gesuch um Fristverlängerung gestellt hatte, wurde die 
Frist bis zum 31. Dezember 2017 verlängert. Am 24. Januar 2018 überwies das Oberamt das 
Dossier zuständigkeitshalber im Sinne von Art. 167 Abs. 4 RPBG zur weiteren Bearbeitung an die 
RIMU. Am 1. März 2018 informierte diese die Beschwerdeführer, bei der Gemeinde sei am 26. Janu-
ar 2018 ein Baugesuch eingegangen. Soweit es sich nach Ausgang des Baubewilligungsverfahrens 
als nötig erweise, werde die RIMU nach Art. 167 Abs. 4 RPBG ein entsprechendes Verfahren einlei-
ten. Dies bestätigte sie am 5. April 2018 und wies die Beschwerdeführer darauf hin, nach bundesge-
richtlicher Praxis habe der Abbruch von Bauten trotz fehlender Baubewilligung grundsätzlich zu 
unterbleiben, wenn die Baute materiell nicht baurechtswidrig sei und nachträglich bewilligt werden 
könne, weshalb es erforderlich sei, den Ausgang des laufenden Baubewilligungsverfahren abzuwar-
ten.

4.3. Wie erwähnt, können gemäss Art. 167 Abs. 2 RPBG ohne Bewilligung ausgeführte Bauten 
nachträglich bewilligt werden. Die Vorinstanzen haben deshalb zu Recht nach Erhalt des (verspäte-
ten) nachträglichen Baugesuchs dieses an die Hand genommen. Wie dargestellt (E. 4.1) widersprä-
che es dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit, die Beseitigung zu verlangen, wenn der recht-
mässige Zustand auf dem Wege einer nachträglichen Bewilligung der eigenmächtig vorgenomme-
nen baulichen Massnahmen wiederhergestellt werden kann.

Die Dauer des Baubewilligungsverfahrens erweist sich zwar in der Tat als sehr lang, da von der 
Feststellung der illegal erstellten Bauten anlässlich der Ortsbesichtigung vom Juli 2017 bis zum 
Erlass der hier streitigen Sonderbewilligung vom 4. März 2022 beinahe fünf Jahre ergangen sind. 
Immerhin ist zu berücksichtigen, dass sich zahlreiche Ämter zum Bauvorhaben zu äussern hatten 
und dass das Projekt aufgrund der Gutachten zweimal angepasst werden musste, woraufhin die 
Ämter erneut Stellung nehmen mussten. Zudem wurden zwei Einsprachen – namentlich auch von 
den Beschwerdeführern – gegen das Gesuch erhoben. Inwiefern die Vorinstanzen vorliegend die 
Verfahrensrechte von Art. 8 Abs. 2 VRG, wonach die Behörden bei ihren Amtshandlungen die 
Grundsätze der Gesetzmässigkeit, der Gleichbehandlung, der Verhältnismässigkeit, von Treu und 
Glauben und das Willkürverbot beachten, verletzt hätten, ist denn auch nicht ersichtlich. So ist es 
auch nicht als aussergewöhnlich zu bezeichnen, dass ein Projekt wegen negativer Stellungnahmen 
der zuständigen Ämter angepasst wird, um die angestrebte Bewilligung zu erhalten. Überdies sieht 

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Art. 97 des kantonalen Ausführungsreglements vom 1. Dezember 2009 zum Raumplanungs- und 
Baugesetz (RPBR; SGF 710.11) vor, dass ein Projekt während des laufenden Verfahrens geändert 
werden kann, wobei dies grundsätzlich ein neues Auflageverfahren zur Folge hat, ausser die vorge-
nommenen Änderungen berühren die Rechte Dritter nicht.

Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, weshalb aus den gerügten Gründen die Baubewilligung verwei-
gert werden könnte. Die von den Beschwerdeführern genannten Gründen erweisen sich somit als 
unbehelflich.

5.

Die Beschwerdeführer sind weiter der Ansicht, der Betrieb sei nicht zonenkonform. Bereits im Gut-
achten der Sektion Landwirtschaft vom 16. September 2018 sei festgehalten worden, die Dienstleis-
tungen und Angebote für kranke Pferde könne nicht als zonenkonform qualifiziert werden. Das 
bisherige Verhalten der Beschwerdegegnerin lasse darauf schliessen, dass eine nähere Prüfung 
ihrer genauen Tätigkeit zur Prüfung der Zonenkonformität notwendig gewesen wäre. Es werde 
deshalb ausdrücklich beantragt, die Beschwerdegegnerin aufzufordern, ihre Buchhaltungsunterla-
gen der letzten fünf Jahre zu den Akten zu reichen. Zudem habe sie ihre Verträge betreffend die 
Haltung von Pensionspferden bzw. den Eigentumsnachweis der gehaltenen Pferde einzureichen. 
Überdies seien die Kriterien der ausreichenden Futtergrundlage und der ausreichend vorhandenen 
Weideflächen nicht erfüllt. So sei eine Fläche von 50 bis 100 Aren mit Ziegelgranulat eingedeckt und 
zu Pferdeausläufen umgenützt worden und ein Grossteil der Weideflächen sei an Drittparteien 
(M.________ und N.________) verpachtet oder diesen zumindest zur Verfügung gestellt worden, 
weshalb diese Flächen nicht zur Berechnung herangezogen werden dürfe. Ferner habe die Sektion 
Landwirtschaft den Pferdeauslauf negativ beurteilt, da die Mindestfläche gemäss Tierschutzverord-
nung mit dem alten Pferdeauslauf bereits gedeckt gewesen sei. Schliesslich fehle es am Kriterium 
der längerfristigen Existenzfähigkeit. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Pächter, welche den 
Betrieb führten, in absehbarer Zeit das Pensionsalter erreichen würden.

5.1. In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind in erster Linie Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 Satz 1 RPG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 1 RPV). Bauten und Anlagen, die zur Haltung von 
Pferden auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe nötig sind, werden nach Art. 16abis 
RPG als zonenkonform anerkannt, wenn das Gewerbe über eine überwiegend betriebseigene 
Futtergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung verfügt (Abs. 1). Für die Nutzung der auf dem 
Betrieb gehaltenen Pferde können Plätze mit befestigtem Boden (Abs. 2) sowie mit der Pferdenut-
zung unmittelbar zusammenhängende Einrichtungen wie Sattelkammern oder Umkleideräume 
bewilligt werden (Abs. 3). Der Bundesrat regelt die Einzelheiten (Abs. 4; vgl. Art. 34b RPV und 
sogleich).

Art. 16abis RPG trifft für Bauten und Anlagen, die der Haltung und Nutzung von Pferden dienen, eine 
Sonderregelung zu deren Zonenkonformität in der Landwirtschaftszone. Diese Sonderregelung 
knüpft an die Grundordnung von Art. 16a Abs. 1 RPG an. Danach sind in der Landwirtschaftszone 
Bauten und Anlagen zonenkonform, wenn sie einer Produktion dienen, die einerseits bodenabhän-
gig und anderseits landwirtschaftlicher Natur bzw. dem produzierenden Gartenbau zuzurechnen ist. 
Die Tierhaltung erfolgt bodenabhängig, wenn die Tiere vorwiegend auf der Grundlage der auf dem 
Betrieb produzierten Futtermittel ernährt werden. In Übereinstimmung damit setzt Art. 16abis Abs. 1 
RPG voraus, dass für die Pferdehaltung eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und aus-
reichende Weiden bestehen. Hinsichtlich der zweiten Anforderung – der landwirtschaftlichen Art der 

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Produktion bzw. der Zugehörigkeit zum produzierenden Gartenbau – erweitert Art. 16abis RPG die 
Grundordnung. So wird nach dieser Bestimmung die Haltung von Pferden durch Landwirte nunmehr 
unabhängig vom Zweck der Haltung und vom Eigentum an den Tieren der landwirtschaftlichen Pro-
duktion gleichgestellt. Voraussetzung für die Bejahung der Zonenkonformität in der Landwirtschafts-
zone ist einzig, dass die Haltung auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe gemäss dem 
Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) erfolgt 
und eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage sowie ausreichende Weiden für die Pferde-
haltung vorhanden sind. Als landwirtschaftliche Gewerbe gelten laut Art. 34b Abs. 1 RPV Gewerbe 
im Sinne von Art. 5 oder 7 BGBB. Gemäss Art. 34b Abs. 2 RPV können auf bestehenden Landwirt-
schaftsbetrieben, welche die Voraussetzungen nach Art. 5 oder 7 BGBB hinsichtlich der Standard-
arbeitskräfte nicht erfüllen, bauliche Massnahmen für die Haltung von Pferden in bestehenden Bau-
ten und Anlagen sowie die für eine tiergerechte Haltung notwendigen Aussenanlagen bewilligt 
werden, wenn eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung 
vorhanden sind (Urteil BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).

Wie erwähnt, hat der Bundesrat die Anforderungen an zonenkonforme Bauten und Anlagen für die 
Pferdehaltung und -nutzung in Art. 34b Abs. 1–5 RPV präzisiert. Art. 34b Abs. 6 RPV verweist über-
dies auf die allgemeinen Voraussetzungen gemäss Art. 34 RPV. Zu beachten ist insbesondere 
Art. 34 Abs. 4 RPV, wonach die Bewilligung nur erteilt werden darf, wenn die Baute oder Anlage für 
die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen 
Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich 
längerfristig bestehen kann (lit. c; hierzu Urteil BGer 1C_238/2021 vom 27. April 2022 E. 2.2 mit 
zahlreichen Hinweisen). Die erforderliche Interessenabwägung hat sich an den Zielen und Grund-
sätzen der Raumplanung zu orientieren (Art. 1 und 3 RPG). Dabei ist auf die rationelle Bewirtschaf-
tung des Bodens, insbesondere die Einfügung in die bestehende Betriebsstruktur, die vorhandene 
Erschliessung, den raumplanerisch gebotenen Schutz des Orts- und Landschaftsbilds, die Erhaltung 
genügender Fruchtfolgeflächen, die Belange des Natur- und Heimatschutzes sowie allenfalls den 
Immissionsschutz Rücksicht zu nehmen (Urteil BGer 1C_165/2016 vom 27. März 2017 E. 3.2 mit 
Hinweisen).

Im Sinne von Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV sollte die Möglichkeit, neue Gebäude zu errichten, rentablen 
Betrieben vorbehalten sein, deren langfristiges Überleben gesichert erscheint. Raumplanungsrecht-
lich soll mit dieser Vorschrift sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone – die von Über-
bauungen weitestgehend freigehalten werden sollte (vgl. Art. 16 Abs. 1 RPG) – nicht unnötig neue 
Bauten und Anlagen bewilligt werden, die infolge Betriebsaufgabe schon nach kurzer Zeit wieder 
leer stehen (BGE 133 II 370 E. 5d; WALDMANN/HÄNNI, Kommentar RPG, 2006, Art. 16a N. 28).

5.2. Die RIMU verwies in ihren Bemerkungen bezüglich der Zonenkonformität auf die Stellung-
nahme der Sektion Landwirtschaft vom 22. März 2023 sowie auf die streitige Sonderbewilligung. 
Aus den Gesuchsunterlagen und den von Amtes wegen ersichtlichen Elementen ergebe sich, dass 
es sich um einen zonenkonformen Pachtbetrieb handle, der eine überwiegend betriebseigene Fut-
tergrundlage auszuweisen vermöge und über Weiden für die Pferdehaltung verfüge. Die bewilligten 
Elemente des Projekts seien für das infrage stehende Betriebskonzept notwendig. Auch würden 
dem Projekt keine überwiegenden Interessen entgegenstehen und der längerfristige Betrieb stehe 
unter Zugrundelegung der Investitionen nicht in Frage. Gestützt auf Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV seien 
die Aussenflächen bewilligt worden. Was die von den Beschwerdeführern in ihrer Beschwerde 
genannten nicht bewilligungsfähigen Aktivitäten (Tierklink bzw. Dienstleistungen und Angebote für 
kranke Pferde) betreffe und die Beibehaltung von Anlagen, die gemäss den Plänen abzuändern 
seien, bleibe die Eröffnung eines Verfahrens nach Art. 167 RPBG vorbehalten.

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Die Sektion Landwirtschaft erklärte in ihrer vorgenannten Stellungnahme, die Agrardaten des 
Betriebs (Pachtbetrieb der Familie F.________ und G.________) seien in den letzten Jahren stabil 
geblieben. Die Fläche betrage 10.1 ha, davon seien 1.8 ha Weiden und 5.7 ha Wiesen, 2.0 ha Wald 
und 0.5 ha unproduktiv. Der Durchschnitt der letzten drei Jahre zeige eine durchschnittliche 
Nutztierbelastung von 12.4 GVE (Pferde). Die Standardarbeitskraft betrage durchschnittlich 
0.5 SAK. Der Betrieb (10.1 ha, 0.5 SAK) erfülle die Ziele und Bestimmungen von Art. 34 Abs. 4 RPV.

5.3. Gemäss der Feststellungsverfügung vom 29. Mai 2018 der Behörde für den Grundstückver-
kehr handelt es sich beim vorliegenden Betrieb nicht um ein landwirtschaftliches Gewerbe. Wie 
dargestellt (E. 5.1), können damit gemäss Art. 34b Abs. 2 RPV nur bauliche Massnahmen für die 
Haltung von Pferden in bestehenden Bauten und Anlagen sowie die für eine tiergerechte Haltung 
notwendigen Aussenanlagen bewilligt werden, soweit eine überwiegend betriebseigene Futter-
grundlage und Weiden für die Pferdehaltung vorhanden sind.

Weiter stellen die Einschätzungen der kantonalen Ämter, hier namentlich der Sektion Landwirtschaft 
sowie des WNA, Fachgutachten dar, welche als Beweismittel der freien richterlichen Prüfung unter-
liegen. In Fachfragen darf der Richter nicht ohne triftige Gründe von Gutachten abweichen und muss 
allfällige Abweichungen begründen. Ein Abweichen ist zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gut-
achtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist. Nur wenn Zweifel an der Richtigkeit eines 
Gutachtens bestehen, kann sich die Nichtvornahme ergänzender Abklärungen als rechtswidrig 
erweisen (BGE 132 II 257 E. 4.4). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, vermögen vorliegend die 
Ausführungen der Beschwerdeführer keine relevanten Zweifel an der überzeugenden, nachvollzieh-
baren und schlüssigen Einschätzung der kantonalen Ämter zu begründen, weshalb ihnen gefolgt 
werden kann.

5.3.1. Hinsichtlich der auf dem Betrieb verfolgten Aktivitäten hatte die Sektion Landwirtschaft in 
ihrem Gutachten vom 16. September 2018 erklärt, als Haupttätigkeit seien Dienstleistungen und 
Angebote für kranke Pferde aufgeführt, was nicht landwirtschaftskonform sei und in die Bauzone 
oder in eine Spezialzone gehöre. Diese Einschätzung erfolgte gestützt auf die Angaben in der 
ursprünglichen Baueingabe. Auf dem spezifischen Formular E wurde bei der Projektbegründung die 
Pflege und Therapie hufkranker Pferde angegeben und in der Projektbeschreibung vom 23. Januar 
2018, dass auf dem Pferdegehöft Pferde mit Hufkrankheiten behandelt würden, insbesondere akute 
Hufrehe. Die Pferde würden dauernd im Freien gehalten. Die Pferdeboxen im vorhandenen Ökono-
mieteil seien für akut erkrankte Tiere vorgesehen. Beim Betriebskonzept wurde als Gesuchsteller 
G.________ und F.________, das O.________, vermerkt. Das Veterinäramt des Kantons Freiburg 
habe drei Bewilligungen zur gewerbsmässigen Ausübung der Hufpflege erteilt.

Dieses Gutachten wurde ersetzt durch das Gutachten vom 27. April 2020, gemäss dem es sich beim 
Betrieb in erster Linie um eine Pferdepension handle, was als zonenkonform beurteilt werden könne. 
Ob es sich um Pferde am Ende ihres Lebenszyklus oder mit verschiedenen Pathologien handle, sei 
nicht entscheidend. Diese Einschätzung basierte auf den Unterlagen zur geänderten Baueingabe 
vom 27. September 2019, wobei die Beschwerdegegnerin in der Stellungnahme zum Gutachten 
vom 16. September 2018 festhielt, die Dienstleistungen und Angebote für kranke Pferde seien ein-
gestellt worden. Auf dem Betrieb seien 30 eigene Pferde und Pensionspferde (vier Pferde und 
26 Kleinpferde/Ponys), die ihren Lebensabend auf dem Hof verbringen dürften. Die Pferde würden 
mehrheitlich an einer Stoffwechselerkrankung (Cushing oder metabolisches Syndrom) leiden und 
dürften deshalb nicht auf die Weide (keine Grasaufnahme). Entsprechend sei der Betrieb für eine 
artgerechte Haltung auf einen möglichst grossen Allwetterauslauf angewiesen. Dieser werde nur zur 
freien Bewegung der Pferde genutzt, weshalb auch kein nennenswerter Verkehr durch die Pensio-

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näre verursacht werde. Die Besitzer würden lediglich von Zeit zu Zeit auf einen Besuch vorbeikom-
men. Im spezifischen Formular E wurde bei der Rubrik Projektbegründung "Pferdepension/Alters-
residenz mit Spezialisierung auf Pferde mit Stoffwechselerkrankung" angegeben und beim Betriebs-
konzept, dass der Bereich Huforthopädie auswärts weitergeführt werde.

Auf der Internetseite des Betriebs unter (P.________, letztmals besucht am 17. Juli 2023), finden 
sich weiterhin viele Informationen zur Hufrehe. Jedoch wird auf der Startseite darauf hingewiesen, 
aufgrund bewilligungstechnischer Probleme (Zonenkonformität in der Landwirtschaft) habe 2019 die 
Station für hufkranke Pferde nach 10-jährigem Betrieb eingestellt werden müssen. F.________ 
mache wegen frei gewordener Kapazitäten wieder vermehrt auswärtige Barhufpflege und betreibe 
zusammen mit ihrer Schwester Q.________ in C.________ eine Altersweide für aktuell 30 Pferde. 
Ferner wird die Barhufpflege mit aktuellen Tarifen angepreist. Die Seite wurde gemäss den Angaben 
auf der Website zuletzt am 28. April 2023 aktualisiert. Weiter wird auf der Website R.________ 
(besucht am 17. Juli 2023), die gemäss den Angaben auf dieser Website letztmals 2017 aktualisiert 
wurde, angegeben, die Betreiber hätten sich auf die Rehabilitation von Pferden mit akuter oder chro-
nischer Hufrehe spezialisiert. Als Adresse wird der hier streitige Betrieb angegeben mit einem Link 
zur vorerwähnten O.________-Website.

Im Einklang mit der Einschätzung der Sektion Landwirtschaft ist die ausgeübte Tätigkeit (Pferdepen-
sion bzw. Altersweide) als zonenkonform zu erachten. Der Umstand, dass die Pferde gemäss den 
Angaben der Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 27. September 2019 mehrheitlich an 
einer Stoffwechselerkrankung bzw. an Cushing leiden, ändert daran nichts. So handelt es sich beim 
Cushing um eine altersbedingte Krankheit. Mindesten 20% der Pferde über 15 Jahre sind davon 
betroffen, wobei davon ausgegangen wird, dass dieser Wert mit dem Alter ansteigt (vgl. 
https://www.cavallo.de/medizin/was-tun-bei-cushing, besucht am 17. Juli 2023), weshalb dies bei 
einer Pferdepension, welche auf ältere Pferde ausgerichtet ist, als normal zu betrachten ist. An 
Cushing leidende Pferde bedürfen darüber hinaus keiner intensiven Therapie, sondern allenfalls 
einer medikamentösen Behandlung (vgl. z. B. https://www.tierarzt-stehle.de/equines_cushing_syn-
drom.html, besucht am 17. Juli 2023). Ferner spricht der Umstand, dass der Allwetterauslauf nun-
mehr mit Ziegelsand bedeckt ist, gegen einen Therapiehof für Pferde, die an Hufrehe leiden, da 
diese auf weichen Boden angewiesen sind (vgl. z. B. https://pferdepraxis-roedig.de/sehnenerkran-
kungen-hufrehe, besucht am 17. Juli 2023). Diesem Link ist auch zu entnehmen, dass die Behand-
lung der Hufrehe einer zeitintensiven Therapie bedarf, wie es beim Cushing, wie gesehen, eben 
gerade nicht der Fall ist. Eine Altersweide bzw. Alterspension für Pferde ist deshalb nicht vergleich-
bar mit einem Therapiehof für Rehepferde. Weiter sind die Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, 
dass seit dem Inkrafttreten von Art. 34b RPV nicht mehr unterschieden wird zwischen eigenen und 
Drittpferden, wie von der Sektion Landwirtschaft in ihrer Stellungnahme vom 22. März 2023 vermerkt 
(vgl. auch MUGGLI, in Praxiskommentar zum RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16abis 
N. 4). Deshalb ist der Antrag, die Beschwerdegegnerin habe ihre Verträge betreffend Pensions-
pferde bzw. den Eigentumsnachweis der gehaltenen Pferde zu den Akten zu reichen, abzuweisen, 
da dies nicht relevant ist. Jedoch ist die Beschwerdegegnerin auf ihre Angaben in ihrer Stellung-
nahme vom 27. September 2019 zur Aktivität auf dem Betrieb zu behaften, wonach sie die (Thera-
pie-)Dienstleistungen und Angebote für kranke Pferde eingestellt habe und sie wird daran erinnert, 
dass solche Dienstleistungen und Angebote nicht zonenkonform sind. Sollte sich in der Zukunft 
herausstellen, dass dagegen verstossen wird, ist gegebenenfalls ein Verfahren gemäss Art. 167 
RPBG einzuleiten.

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5.3.2. Bezüglich der Kriterien der ausreichenden Futtergrundlage und der ausreichend vorhande-
nen Weideflächen setzt Art. 34b Abs. 2 RPV, wie gesehen, voraus, dass für die Pferdehaltung eine 
überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und ausreichende Weiden bestehen.

Das Erfordernis der überwiegend betriebseigenen Futtergrundlage ist erfüllt, wenn das Raufutter 
zum überwiegenden Teil auf dem Betrieb produziert wird (BBl 2012, 6595). Zum Raufutter gehört 
auch das den Pferden auf der Weide zur Verfügung stehende Futter. Die betriebseigene Raufutter-
produktion muss mindestens 70% des Raufutterbedarfs der Pferde decken. Um den Bedarf eines 
normalen erwachsenen Pferdes zu decken, werden in der Talzone rund 0,35 ha Raufutterfläche 
benötigt. 70% von 0,35 ha ergeben 0,245 ha, womit z. B. ein Talbetrieb mit zehn Pferden über min-
destens 2,45 ha betriebseigene Raufutterfläche verfügen muss (vgl. Bundesamt für Raumentwick-
lung ARE; Wegleitung Pferd und Raumplanung, aktualisierte Version 2015 [nachfolgend: Weglei-
tung] Kap. A 1.2.1 lit. b). Hinsichtlich der Grösse der Weiden enthalten das RPG und die RPV keine 
explizite Regelung. Hingegen kennt die Verordnung vom 23. Oktober 2013 (Direktzahlungsverord-
nung, DZV; SR 910.13) entsprechende Vorgaben bei den Tierwohlprogrammen. Danach muss die 
Weidefläche für Pferde mindestens acht Aren (800 m2) pro Tier umfassen, wobei eine Reduktion um 
20% möglich ist, wenn mehr als fünf Tiere gemeinsam geweidet werden (vgl. Anhang 6 lit. E Ziff. 7.4 
DZV). Bei Pferdehaltern, die nicht am Tierwohlprogramm teilnehmen, muss die für den Vollzug des 
Raumplanungsrechts zuständige Behörde nötigenfalls die erforderliche Fläche festlegen. Dabei 
kann die erwähnte Mindestweidefläche als Richtwert dienen (vgl. Wegleitung Kap. A 1.2.1 lit. c).

Die Sektion Landwirtschaft verlangte in ihrem Gutachten vom 16. September 2018, dass die Grund-
futterproduktion auf Basis der Suisse-Bilanz zu berechnen sei und war der Ansicht, der Betrieb ver-
füge über ausreichende Weiden. Im Gutachten vom 27. April 2020 hielt sie fest, gemäss der Berech-
nung der Grundfutterproduktion (Suisse-Bilanz) betrage die Fläche des Betriebs 6.59 ha intensive 
Wiesen und Weiden und 1.04 ha extensive Wiesen, womit der Betrieb über eine ausreichende Fut-
tergrundlage und genügend Weidefläche verfüge. Gemäss den Angaben in der Wegleitung würde 
die Raufutterfläche bei 30 erwachsenen Pferden 7.35 ha (30 x 0.245) betragen. Auf dem Betrieb 
befinden sich jedoch 4 Pferde und 26 Ponys/Kleinpferde. In den "Erläuterungen zur RPV und 
Empfehlungen für den Vollzug" des ARE von 2000/2001, Teil IV. "Deckungsbeitrags- und Trocken-
substanzkriterium nach Art. 36 RPV", findet sich am Schluss eine Übersicht über den Bedarf an 
Trockensubstanz (TS), ausgedrückt in Dezitonnen (dt). Ein normales erwachsenes Pferd hat dem-
nach einen TS-Bedarf von 29.2 dt/Jahr. Demgegenüber haben Ponys und Kleinpferde jeden Alters 
einen TS-Bedarf von 14.6 dt/Jahr. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Raufutterfläche 
für ein Pony die Hälfte der Raufutterfläche für ein normales Pferd (0.245 ha) und somit 0.1225 ha 
beträgt. Für die 4 Pferde und die 26 Ponys/Kleinpferde auf dem Betrieb ergibt sich damit eine Rau-
futterfläche von 4.165 ha [(4x0.245) + (26x0.1225)]. Selbst wenn die Beschwerdegegner, gemäss 
den Angaben der Beschwerdeführer, eine Fläche von 50 bis 100 Aren mit Ziegelgranulat eingedeckt 
und zu Pferdeausläufen umgenützt haben, ist die Raufutterfläche genügend im Sinne der Zonen-
konformität.

5.3.3. In Bezug auf den Allwetterauslauf werden gemäss Art. 34b Abs. 2 RPV die für eine tierge-
rechte Haltung notwendigen Aussenanlagen bewilligt, wenn eine überwiegend betriebseigene Fut-
tergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung, wie es hier der Fall ist, vorhanden sind. Im Gutach-
ten vom 16. September 2018 beurteilte die Sektion Landwirtschaft die Erweiterung des Pferdeaus-
laufs negativ, da die Mindestfläche gemäss der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; 
SR 455.1) von 12 m2 bis 36 m2 pro Tier mit dem alten Pferdeauslauf bereits gedeckt sei. Im Gutach-
ten vom 27. April 2020 hingegen erklärte sie, die geplante Fläche der Erweiterung der Pferdeaus-
läufe sei relativ gross. Gemäss Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV könne jedoch die Mindestfläche der Aus-

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läufe gemäss TSchV überschritten werden, sofern die Bodenbefestigung ohne grossen Aufwand 
wieder entfernt werden könne. Vor Ort habe festgestellt werden können, dass die bestehende 
Bodenbefestigung oberflächlich sei und kein übergeordnetes landwirtschaftliches Interesse dem 
Projekt widersprechen würde, weshalb die Allwetterausläufe positiv beurteilt würden. Dies bestätigte 
sie in ihrer Stellungnahme vom 23. März 2023 und wies ferner darauf hin, auch Fütterungseinrich-
tungen könnten im Aussenbereich als unerlässliche Einrichtung für eine tiergerechte Haltung zuläs-
sig sein (siehe Wegleitung Kap. A 2.2.2).

Die empfohlene Fläche pro Tier, welche nicht überschritten werden darf (vgl. Art. 34b Abs. 3 lit. b 
RPV), beträgt gemäss Tabelle 7 der TSchV 150 m2. Bei 30 Tieren ergibt sich eine Gesamtfläche 
von 4500 m2. Die Beschwerdegegnerin erklärte in ihrer Stellungnahme vom 27. September 2019, 
die Allwetterausläufe seien alle bestehend und würden aktuell die Gesamtfläche von 4500 m2 über-
schreiten. Ein Teil im Norden werde deshalb zurückgebaut, um die Limite nicht mehr zu überschrei-
ten. Somit entspricht der Allwetterauslauf unter Berücksichtigung dieses Rückbaus der maximal 
möglichen Fläche. Die Beschwerdeführer stützen sich für ihre Sichtweise einzig auf das alte Gut-
achten von 2018, welches aber durch jenes von 2020 ersetzt wurde, weshalb sich weitere Äusse-
rungen zu diesen Punkt erübrigen.

5.4. Die Beschwerdeführer bringen schliesslich hinsichtlich der allgemeinen Anforderungen an 
die Zonenkonformität einzig vor, das Kriterium der längerfristigen Existenzfähigkeit nach Art. 34 
Abs. 3 lit. c RPV sei nicht erfüllt, weil die Pächter, die den Betrieb führten, in absehbarer Zeit das 
Pensionsalter erreichen würden. Dies mag für G.________ (geb. 1956) zutreffen, nicht aber für 
F.________ (geb. 1978). Ferner erklärte die Sektion Landwirtschaft in ihrer Stellungnahme vom 
23. März 2023 zu Recht, es bestehe kein objektiver Grund, die Lebensfähigkeit des Betriebs in Frage 
zu stellen, da dieser nicht kurz vor einem Generationswechsel stehe und die mit dem Projekt verbun-
denen Neuinvestitionen zum Teil bereits für die Legalisierung der Objekte getätigt worden seien und 
der geringe Kostensaldo ebenso nicht geeignet sei, die finanzielle Situation des Betriebs zu gefähr-
den.

Somit sind neben den spezifischen ebenfalls die allgemeinen Voraussetzungen an die Zonenkon-
formität erfüllt und der Betrieb ist insgesamt als zonenkonform zu betrachten.

6.

Überdies monieren die Beschwerdeführer, die Voraussetzungen der gewährten Ausnahmebewilli-
gungen seien nicht gegeben, so z. B. bezüglich der Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des 
Strassenachsabstandes durch die Zäune. Das Nachbargrundstück werde durch den Pächter der 
Beschwerdeführer bewirtschaftet und seine Tätigkeit sei durch die Zäune, ohne dass es dafür einen 
sachlichen Grund gebe, massgeblich eingeschränkt.

Zusätzlich seien für gewisse Bauten Ausnahmen für den Mindestabstand zum Wald gewährt 
worden. Gemäss der Sonderbewilligung seien die Teile der Anlage, welchen den Mindestabstand 
zum Wald nicht respektieren würden, im Rahmen der eingereichten Planänderungen angepasst 
worden. In der Realität würden diese immer noch am bisherigen Ort stehen. Auch sei nicht ersicht-
lich, weshalb überhaupt ein Abstand von 5 m zum Wald gefordert werde, da doch Art. 26 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über den Wald und den Schutz vor Naturereignissen vom 2. März 1999 (WSG; 
SGF 921.1) einen Mindestabstand von 20 m zum Wald vorsehe und in den Auflageakten kein Aus-
nahmegesuch für die Unterschreitung des Mindestabstandes zum Waldrand ersichtlich sei.

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6.1. Was den Strassenabstand betrifft, hatte die Beschwerdegegnerin am 23. Januar 2018 ein 
entsprechendes Gesuch um eine Ausnahmebewilligung gestellt. Sie führt darin aus, die Einfriedung 
könne nicht als solche im Sinne von Art. 93a des kantonalen Strassengesetzes vom 15. Dezember 
1967 (StrG; SGF 741.1) angesehen werden. Aktuell habe sie einen Abstand zwischen 56 cm und 
77 cm zum Strassenrand. Die Gemeinde stellte sich dem Ausnahmegesuch in ihrem Gutachten vom 
25. Juni 2018 entgegen und das MobA notierte in seinem negativen Gutachten vom 17. August 
2018, gemäss Art. 93a StrG dürften Mauern und Zäune nur in einem Abstand von mindestens 
1.65 m vom Fahrbahnrand der öffentlichen Strassen erstellt, wiederhergestellt oder erhöht werden. 
Das Projekt sei in diesem Sinne anzupassen. In ihrer vorerwähnten Stellungnahme vom 27. Sep-
tember 2019 erklärte die Beschwerdegegnerin, die Zäune entlang der Gemeindestrasse würden auf 
1.65 m ab Fahrbahnrand zurückversetzt; der Plan sei entsprechend angepasst worden. Die Projekt-
änderung wurde am lll öffentlich aufgelegt und die Beschwerdeführer erhoben dagegen am 
24. Januar 2020 Einsprache. Die Gemeinde bewilligte in ihrem Gutachten vom 27. Januar 2020 die 
Unterschreitung des Strassenachsabstands. Die Zäune dürften den gesetzlichen Mindestabstand 
von 1.65 m nicht unterschreiten. Das MobA äusserte sich in seinem Gutachten vom 6. April 2020, 
welches das vorherige ersetzte, nicht mehr zu diesem Punkt. Mit Entscheid vom 7. Februar 2022 
bestätigte die Gemeinde das positive Gutachten vom 27. Januar 2020.

Das StrG wurde per 1. Januar 2023 aufgehoben und durch das kantonale Mobilitätsgesetz vom 
5. November 2021 (MobG; SG 780.1) ersetzt, welches am 1. Januar 2023 in Kraft trat. Die Über-
gangsbestimmungen des MobG äussern sich nicht speziell zu unter dem StrG erlassenen Auflagen. 
Insofern Art. 208 MobG als zeitliches Kriterium das Datum der öffentlichen Auflage des Bauprojekts 
festlegt, kann jedoch angenommen werden, dass ein Bauprojekt, das vor dem Inkrafttreten des 
MobG öffentlich aufgelegt wurde, weiterhin den alten Regeln unterliegt und damit hier das StrG zur 
Anwendung kommt (vgl. Urteile KG FR 602 2022 223, 602 2021 180, 602 2021 183).

Die Distanz der Zäune zum Strassenrand entspricht damit dem Mindestabstand gemäss der Rege-
lung im StrG, weshalb es nicht zu kritisieren ist, dass die Bewilligung gewährt wurde. Auch diesbe-
züglich ist die Beschwerdegegnerin auf ihre Angaben zu behaften und die Zäune müssen gemäss 
den bewilligten Plänen einen Mindestabstand von 1.65 m zum Fahrbahnrand aufweisen. Damit kann 
nicht mehr von einer Einschränkung der Tätigkeit des Pächters der Beschwerdeführer ausgegangen 
werden.

6.2. Was die Sonderbewilligung für den Mindestabstand zum Wald betrifft, sieht Art. 26 WSG vor, 
dass die Errichtung von nichtforstlichen Bauten und Anlagen sowie ständige oder vorübergehende 
Ablagerungen im Abstand von weniger als 20 m vom Waldrand verboten sind (Abs. 1). Die für die 
Baubewilligung zuständige Behörde kann Ausnahmen bewilligen. Das Gesuch um Abweichung ist 
dem Baubewilligungsgesuch zusammen mit der vorgängigen Stellungnahme der betroffenen Wald-
eigentümer beizulegen (Abs. 2). Die Behörde berücksichtigt die allfälligen Nachteile für die Nutzung 
des Waldes, die Sicherheit und Hygiene der Bauten und Anlagen und die Schutz- und Wohlfahrts-
funktion des Waldes (Abs. 3).

Am 23. Januar 2018 stellte die Beschwerdegegnerin ein Ausnahmegesuch für den Abstand der 
mobilen Unterstände zum Wald. Das WNA gab in seinem negativen Gutachten vom 1. Oktober 2018 
an, für den betroffenen Bereich seien keine rechtlich verbindlichen Waldgrenzen festgehalten 
worden, weshalb der gesetzlich vorgeschriebene minimale Waldabstand für Bauten und Anlagen 
gemäss Art. 26 Abs. 1 WSG gelte. Sofern keine Nachteilte für die Nutzung oder die Funktionen des 
Waldes resultieren würden oder die Sicherheit und Hygiene der Bauten und Anlagen beeinträchtigt 
werde, könne die zuständige Behörde Ausnahmen vom Mindestabstand vorsehen. Für geringfügige 

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Bauten (z. B. Futterunterstände, Zelt, über 1.2 m hohe Zäune) könne unter Umständen von dieser 
Regelung abgewichen werden, wobei ein Mindestabstand von 5 m einzuhalten sei. Diverse gering-
fügige Bauten würden diesen Mindestabstand nicht einhalten. In ihrer Stellungnahme vom 27. Sep-
tember 2019 erklärte die Beschwerdegegnerin, die Zäune entlang des Waldrands würden auf eine 
Höhe von max. 1.20 m gesetzt, die Futterunterstände gemäss den eingereichten Baugesuchplänen 
platziert und alle würden den geforderten Mindestabstand einhalten. Der nördlichste Unterstand, der 
momentan zu nahe am Waldrand stehe, werde entfernt. Dennoch erteilte das WNA am 17. März 
2020 erneut ein negatives Gutachten. Die dauerhaft platzierten Baumstämme entlang des Zaunes 
im Waldbereich seien im ursprünglichen Dossier nicht vorgesehen gewesen. Da sie durchgehend 
und dauerhaft platziert würden, würden sie als Bauten gelten und müssten einen Mindestabstand 
von 5 m zum Wald einhalten. In ihrer Stellungnahme vom 14. Juli 2020 gab die Beschwerdegegnerin 
an, die Baumstämme seien in das Projekt eingeflossen, weil das AfU Massnahmen gefordert habe, 
damit kein Ziegelsand in den Wald ausgeschwemmt werden könne. Der Einlaufschacht der Strasse 
sei bei Starkregen überlastet, weshalb im nördlichen Bereich des Allwetterplatzes ab dem Einlauf-
schacht das Oberflächenwasser auf den Allwetterplatz fliesse. Um dies in Zukunft zu verhindern, sei 
vorgesehen, einen kleinen Damm (ca. 30 cm Höhe) entlang der Strasse aufzuschütten (bestehende 
Böschung anheben), damit das Oberflächenwasser, welches der bestehende Schacht bei Starkre-
gen nicht fassen könne, auf die Weide östlich und nicht auf den Allwetterauslauf geleitet werde. Die 
Baumstämme seien in Ergänzung des Damms gedacht und könnten entsprechend der Forderung 
des WNA in einem Abstand von 5 m zum Wald gesetzt werden. Aufgrund des Gefälles werde es 
nicht nötig sein, die Baumstämme auf der ganzen Länge des Platzes zu setzen. Diese würden nur 
wo nötig und unter Einhaltung des Mindestabstandes von 5 m zum Wald gesetzt. Daraufhin erteilte 
das WNA am 21. September 2020 ein positives Gutachten mit Bedingungen.

Die RIMU gab in ihren Bemerkungen an, gemäss Art. 26 Abs. 2 WSG könne eine Ausnahme vom 
Verbot der Errichtung von nichtforstlichen Bauten und Anlagen im Abstand von weniger als 20 m 
vom Waldrand bewilligt werden. Ein entsprechendes Abweichungsgesuch sei am 23. Januar 2018 
eingereicht worden. Die relevanten Aspekte seien durch das WNA in seinem Gutachten vom 
21. September 2020 eingehend geprüft worden. In der Sonderbewilligung sei auf die Überlegungen 
des Amtes Bezug genommen worden. Eine eigene Überprüfung der Sachlage hätte zu keiner 
abweichenden Rechtsstellung geführt.

Auch bezüglich dieser Ausnahmebewilligung überzeugen die Ausführungen des zuständigen Amtes, 
welches sich auf die Angaben der Beschwerdegegnerin stützte, die ihre Pläne infolge der negativen 
Gutachten des WNA anpasste. Es ist deshalb nicht zu kritisieren, dass diese Ausnahmebewilligung 
erteilt wurde.

7.

Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen und die angefochtenen Entscheide vom 7. Feb-
ruar, 4. März und 28. Oktober 2022 sind zu bestätigen. Die Beschwerdegegnerin ist insbesondere 
bezüglich der auf dem Betrieb verfolgten Aktivitäten auf ihre Angaben im Baubewilligungsverfahren 
zu behaften, wonach sie die (Therapie-)Dienstleistungen und Angebote für kranke Pferde eingestellt 
haben. Wie erwähnt, sind solche Dienstleistungen und Angebote nicht zonenkonform. Sollte sich in 
der Zukunft herausstellen, dass die Beschwerdegegner dagegen verstossen, ist gegebenenfalls ein 
Verfahren gemäss Art. 167 RPBG einzuleiten. Gemäss Art. 165 Abs. 1 RPBG ist es an der Gemein-
de, die Kontrolle der Arbeiten vorzunehmen und namentlich zu prüfen, ob alle Arbeiten gemäss den 
Plänen ausgeführt wurden. Ferner ist die Beschwerdegegnerin daran zu erinnern, dass alle Bedin-

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gungen der konsultierten Amtsstellen und Organe Bestandteil der vorgenannten Entscheide sind 
und erfüllt werden müssen.

8.

Die Gerichtskosten sind auf CHF 3'000.- festzulegen. Sie sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend den Beschwerdeführern solidarisch aufzuerlegen und mit dem Kostenvorschuss zu verrech-
nen (Art. 131 VRG).

Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 137 und 139 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 3'000.- werden den Beschwerdeführern solidarisch auferlegt und 
mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung gewährt.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 26. Juli 2023/bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter