# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f595913-8e2c-5b8d-aadc-aeee7724aaaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2014 A-514/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-514-2013_2014-12-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-514/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  D e z e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richterin Kathrin Dietrich,  

Richter André Moser, 

Richterin Marie-Chantal May Canellas,  

Gerichtsschreiberin Nina Dajcar. 
 

 
 

Parteien 

 
Flughafen Zürich AG, 8058 Zürich,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roland Gfeller,  

Gfeller Budliger Rechtsanwälte, 8032 Zürich, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10,  

p.A. Rechtsanwalt Dr. Franz Kessler Coendet,  

Vorinstanz 

 

und 

 

A._______,  

Beigeladene 

 

Gegenstand 

 
Personalkostenrechnung für ehemalige Präsidentin  

der Eidgenössischen Schätzungskommission 10. 

 

 

A-514/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Bei der Eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 (nachfolgend: 

ESchK) sind zahlreiche Entschädigungsforderungen zur Abgeltung über-

mässiger Einwirkungen aus dem Betrieb des Flughafens Zürichs rechts-

hängig. In diesen Verfahren tritt die Flughafen Zürich AG als Enteignerin 

auf, welche den Kanton Zürich in dieser Funktion abgelöst hat. 

B.  

Mit Beschluss vom 11. März 2010 wies das Bundesverwaltungsgericht in 

seiner Eigenschaft als Aufsichtsbehörde über die Eidgenössischen 

Schätzungskommissionen den damaligen Präsidenten der ESchK, 

B._______, an, umgehend die zur beförderlichen Erledigung der Flugha-

fenfälle benötigten Hilfskräfte einzustellen, so rasch als möglich geeigne-

te Büroräumlichkeiten zu mieten sowie für die zeitgerechte Anschaffung 

der zweckmässigen Büroeinrichtung und für die Einrichtung der erforder-

lichen Arbeitsplätze besorgt zu sein. Die zu rekrutierenden Hilfskräfte und 

die zu errichtende Infrastruktur seien nur für die Bearbeitung der Flugha-

fenfälle einzusetzen. 

C.  

In Umsetzung dieses Beschlusses mietete der damalige Präsident der 

ESchK per 1. September 2010 neue Büroräumlichkeiten an der Minerva-

strasse 99, 8032 Zürich. Zugleich erwarb er Büromöbel und die für eine 

zweckmässige Geschäftsverwaltung erforderliche Hard- und Software. 

Die langjährige Aktuarin der ESchK, A._______, gab per 31. Januar 2011 

ihre Anwaltstätigkeit auf, um ab dem 1. Februar 2011 ausschliesslich für 

die ESchK tätig zu sein. Vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Dezember 

2012 amtete sie in der Folge als Präsidentin der ESchK. Daneben ging 

sie keiner weiteren Erwerbstätigkeit nach. 

D.  

Mit Verfügung vom 11. November 2010 verlangte der damalige Präsident 

der ESchK von der Flughafen Zürich AG einen Kostenvorschuss im Be-

trag von Fr. 200'000.--, der am 10. Dezember 2010 bezahlt wurde. Mit 

Verfügung vom 19. April 2011 hielt die damalige Präsidentin der ESchK 

fest, vom fraglichen Kostenvorschuss seien bis zum 31. März 2011 

Fr. 150'652.85 für Personalkosten verwendet worden. Der verbleibende 

Saldo von Fr. 49'437.15 werde vorgetragen. Die dagegen erhobene Be-

schwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-3043/2011 

vom 15. März 2012 teilweise gut, hob die angefochtene Verfügung auf 

A-514/2013 

Seite 3 

und ordnete an, der Flughafen Zürich AG seien als Folge der nebenrich-

terlichen Tätigkeit von C._______, D._______, E._______, F._______ 

sowie G._______ für den Zeitraum von Dezember 2010 bis zum 31. März 

2011 Fr. 14'153.60 zu belasten. Im Übrigen wurde die Angelegenheit zur 

Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz zurückgewiesen. Dieses Urteil erwuchs unangefochten 

in Rechtskraft. 

E.  

Mit Verfügung vom 15. April 2011 forderte die damalige Präsidentin der 

ESchK die Flughafen Zürich AG auf, einen Kostenvorschuss von 

Fr. 400'000.00 zu bezahlen, am 7. Februar 2012 einen solchen von 

Fr. 500'000.00. Die Flughafen Zürich AG bezahlte diese Kostenvorschüs-

se jeweils fristgerecht.  

F.  

Mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 erkannte die EschK was folgt: 

"1. Die Flughafen Zürich AG wird verpflichtet, Fr. 169'083.90 zuzüglich 
Sozialleistungen und Staatsgebühren gemäss den Rechnungen 
Nrn. 052/2010, 065/2010, 002/2011/, 003/2011, 004/2011, 
005/2011, 009/2011, 016/2011, 020/2011, 022/2011, 026/2011, 
029/2011, 038/2011, 010/2012, 012/2012, 033/2012, 039/2012, 
053/2012, 062/2012, 064/2012, 082/2012, 084/2012, 085/2012 und 
086/2012 als Verfahrenskosten für den Aufwand von A._______ 
als Präsidentin und Aktuarin in Flughafenfällen im Zeitraum No-
vember/Dezember 2010 bis Dezember 2012 zu bezahlen. 

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Betrag gemäss 
Dispositiv Ziff. 1 bereits dem Kostenvorschuss auf dem Konto PC 
60-624604-8 der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 
10 beim Bundesverwaltungsgericht belastet worden ist. Die erfolg-
ten Gutschriften verbleiben den Berechtigten mit Eintritt der 
Rechtskraft definitiv. 

 (Verfahrenskosten und Mitteilungen)"  

G.  

Dagegen hat die Flughafen Zürich AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

mit Eingabe vom 31. Januar 2013 beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhoben mit folgenden Anträgen: 

"1. Ziff. 1 des angefochtenen Beschlusses der Vorinstanz vom 
20. Dezember 2012 sei aufzuheben und es seien die der Be-
schwerdeführerin auferlegten Verfahrenskosten für den Aufwand 
von A._______ als Präsidentin und Aktuarin in Flughafenfällen im 
Zeitraum November/Dezember 2010 bis und mit Februar 2012 von 

A-514/2013 

Seite 4 

Fr. 126'550.– zuzgl. Sozialleistungen und Staatsgebühren zu redu-
zieren auf höchstens Fr. 34'059.90 zuzgl. Sozialleistungen und 
Staatsgebühren. Zudem sei die Rechnung 039/2012 vom 7. Juni 
2012 für die Aufwendungen des Ehegatten von A._______ der Be-
schwerdeführerin zur Hälfte, d.h. mit einem Betrag von 
Fr. 3'045.60 zu belasten. 

2. Dementsprechend sei A._______ zu verpflichten, im Umfang des 
zu viel abgerechneten Aktuar-/Präsidenten- bzw. Ehegatten-
Honorars eine Rückzahlung auf das Kostenvorschusskonto PC 60-
624604-8 innert 30 Tagen seit der Rechtskraft des Urteils zu ver-
anlassen. 

3. Ziff. 2 des angefochtenen Beschlusses sei insoweit aufzuheben, 
als der Betrag von Fr. 169'083.90 zuzgl. Sozialleistungen und 
Staatsgebühren bereits dem Kostenvorschusskonto PC-60-
624604-8 der Eidgenössischen Schätzungskommission beim Bun-
desverwaltungsgericht belastet worden ist. Die bereits erfolgten 
Gutschriften seien dementsprechend im Umfang des verkürzten 
Honorars von A._______ zu erhöhen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Staatskasse, 
ev. zu Lasten von A._______." 

H.  

Mit Schreiben vom 18. März 2013 stellt die ESchK (nachfolgend: Vorin-

stanz) beim Bundesverwaltungsgericht die Akten zu und teilt mit, auf eine 

Vernehmlassung zu verzichten. Gleichzeitig ersucht sie, die vormalige 

Präsidentin der ESchK, A._______, aufgrund ihrer persönlichen Betrof-

fenheit dem Verfahren beizuladen. 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 27. März 2013 heisst der zuständige Instruk-

tionsrichter diesen Antrag gut, lädt A._______ (nachfolgend: Beigeladene) 

zum Beschwerdeverfahren bei, stellt ihr die eingereichte Beschwerde-

schrift, die Vernehmlassung der Vorinstanz sowie die bisher ergangenen 

Verfügungen in Kopie zu und gewährt ihr die Möglichkeit, bis zum 2. Mai 

2013 eine Stellungnahme zur Beschwerde einzureichen. 

J.  

Mit Eingabe vom 30. April 2013 reicht die Beigeladene ihre Stellungnah-

me sowie verschiedene Beweismittel ein. Die Beschwerdeführerin repli-

ziert hierzu mit Eingabe vom 27. Juni 2013. Mit Eingabe vom 23. Juli 

2013 teilt die Beigeladene ihren Verzicht auf Einreichung einer Duplik mit. 

K.  

Nach erfolgloser Anfrage des Instruktionsrichters betreffend Durchführung 

A-514/2013 

Seite 5 

einer Vergleichsverhandlung wird die Vorinstanz mit Verfügung vom 

27. September bzw. 15. November 2013 ersucht, verschiedene Unterla-

gen einzureichen. Die Vorinstanz kommt dieser Aufforderung mit Eingabe 

vom 29. November 2013 nach und beantragt, der Beschwerdeführerin die 

Einsicht in die von ihr eingereichten WinJur-Auszüge (Beilagen 3 und 4) 

sowie in die Rechnung der Vorinstanz an die Schweizerischen Bundes-

bahnen AG (Beilage 7) zu verweigern. Die Beschwerdeführerin verzichtet 

in ihrer Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 darauf, die vorinstanzli-

che Rechnung an die Schweizerischen Bundesbahnen AG einzusehen, 

verlangt jedoch Einblick in die übrigen Akten, insbesondere in die WinJur-

Auszüge, falls das Bundesverwaltungsgericht bei seinem Entscheid auf 

diese Unterlagen zum Nachteil der Beschwerdeführerin abstellen sollte. 

Die Beigeladene begehrt in ihrer Eingabe vom 18. Dezember 2013, den 

Anträgen der Vorinstanz Folge zu leisten und beantragt ausserdem, der 

Beschwerdeführerin die Einsicht in die von ihr selber bereits mit Stellung-

nahme vom 30. April 2013 eingereichten Beilagen Nr. 7–11 zu verwei-

gern.  

L.  

Mit Zwischenverfügung vom 7. Januar 2014 gibt der zuständige Instrukti-

onsrichter dem Gesuch der Beschwerdeführerin um Akteneinsicht teilwei-

se statt und gewährt ihr Einsicht in die von der Vorinstanz am 

2. Dezember 2013 eingereichten Beilagen 1, 2, 5 und 6 sowie in die Bei-

lagen 3 und 4 in geschwärzter Form. Das weitergehende Gesuch um Ak-

teneinsicht weist er ab. Auf das Gesuch der Beigeladenen, der Be-

schwerdeführerin die Einsicht in die mit Stellungnahme vom 30. April 

2013 eingereichten Beilagen Nr. 7–11 zu verweigern, tritt er nicht ein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist wird der Beschwerdefüh-

rerin im verfügten Umfang Akteneinsicht gewährt. 

M.  

Die Beschwerdeführerin reicht nach ihrem diesbezüglichen Ersuchen mit 

Eingabe vom 18. März 2014 eine Stellungnahme zu den zugestellten Ak-

ten ein. Die Vorinstanz und die Beigeladene verzichten auf eine an-

schliessende Stellungnahme. Mit Verfügung vom 30. April 2014 wird die 

Angelegenheit als spruchreif betrachtet. 

N.  

Mit Verfügung vom 20. August 2014 wird den Verfahrensbeteiligten die 

Erweiterung des Spruchkörpers auf 5 Richterinnen bzw. Richter mitgeteilt. 

A-514/2013 

Seite 6 

O.  

Auf die übrigen Ausführungen der Parteien sowie die sich bei den Akten 

befindlichen Beweisstücke wird, soweit rechtserheblich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG) beurteilt das 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen im Sinne 

von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG), sofern eine Vor-

instanz des Bundesverwaltungsgerichts entschieden hat (Art. 33 VGG) 

und keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt. Diese Regelung 

wird für den Bereich des Enteignungsrechts in Art. 77 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes über die Enteignung (EntG; SR 711) dahingehend konkreti-

siert, als danach Entscheide der eidgenössischen Schätzungskommissi-

onen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht unterliegen. 

Wenn weder das Verwaltungsgerichtsgesetz noch das Enteignungsge-

setz eine Verfahrensfrage regelt, beurteilt sich diese nach dem Verwal-

tungsverfahrensgesetz (Art. 37 VGG).  

1.1 Anfechtbar vor Bundesverwaltungsgericht sind danach auf dem Bun-

desverwaltungsrecht fussende Endentscheide, die ein Verfahren zumin-

dest für einen Teil der Streitgenossen abschliessen oder in denen über 

unabhängig voneinander zu beurteilende Begehren entschieden wird 

(BGE 133 V 477 E. 4.1; HEINZ HESS/HEINRICH WEIBEL, Das Enteignungs-

recht des Bundes, Kommentar, Band I, 1986, Art. 77 Rz. 2). Gegen selb-

ständig eröffnete Zwischenentscheide im Sinne von Art. 5 VwVG, die 

nicht den Ausstand oder die Zuständigkeit betreffen (Art. 45 VwVG), kann 

dagegen nur Beschwerde geführt werden, wenn sie entweder einen nicht 

wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können oder die Gutheissung 

der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen würde, wodurch 

sich ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 

Beweisverfahren ersparen lässt (Art. 46 Abs. 1 VwVG, vgl. ausserdem: 

HESS/WEIBEL, a.a.O., Art. 77 Rz. 4). Was unter einem nicht wieder gut-

zumachenden Nachteil im Sinne von Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG zu ver-

stehen ist, wird im Verwaltungsverfahrensgesetz nicht näher umschrie-

ben. Nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts kann der entspre-

chende Nachteil rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein. Er muss nicht 

geradezu irreparabel, jedoch von einigem Gewicht sein. Ein Nachteil, der 

A-514/2013 

Seite 7 

nur vorübergehend besteht und durch einen günstigen Entscheid voll-

ständig behoben werden kann, gilt als wieder gutmachbar, weshalb eine 

solche Zwischenverfügung nicht angefochten werden kann (vgl. Urteile 

des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-3930/2013 vom 13. November 

2013 E. 1.1, A-1335/2012 vom 15. August 2013 E. 3.1, A-3121/2011 vom 

25. Oktober 2012 E. 1.2.3). Die Beweislast für das Vorliegen eines ent-

sprechenden Nachteils trägt die beschwerdeführenden Partei (Urteile des 

BVGer A-5432/2013 vom 23. April 2014 E. 3.4, A-3930/2013 vom 

13. November 2013 E. 1.1; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, MARTIN BERT-

SCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 

2012, Rz. 909, ANDRÉ MOSER/LORENZ KNEUBÜHLER/MICHAEL BEUSCH, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.45 

ff.). 

1.2 In der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz der Beschwerde-

führerin Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 169'083.90 zuzüglich So-

zialversicherungsbeiträgen und Staatsgebühren auferlegt (Dispo-Ziff. 1), 

diese mit den von der Beschwerdeführerin erbrachten Kostenvorschüs-

sen verrechnet und festgestellt, die erfolgten Gutschriften würden den Be-

rechtigten nach Eintritt der Rechtskraft vollständig verbleiben (Dispo-

Ziff. 2). Ob ein solcher Entscheid, der in Anwendung der massgeblichen 

Regelungen des Bundesverwaltungsrechts ergangen ist, einen Endent-

scheid darstellt, obgleich darin losgelöst von konkreten Einigungs- und 

Schätzungsverfahren über Verfahrenskosten entschieden wird, erscheint 

durchaus fraglich. Diese Frage kann jedoch offengelassen werden, hat 

doch das Bundesgericht im Urteil 1C_224/2012 vom 6. September 2012 

E. 1.3 entschieden, alle Beteiligten, insbesondere auch die Mitglieder der 

Vorinstanz, hätten ein berechtigtes, tatsächliches Interesse, umgehend 

Klarheit darüber zu gewinnen, wer die Kosten der Grundinfrastruktur der 

Vorinstanz zu tragen habe, die für das Funktionieren der Vorinstanz uner-

lässlich seien. Dauere die Rechtsunsicherheit an, werde die Funktionsfä-

higkeit der Vorinstanz ernsthaft in Frage gestellt und drohe eine mit 

Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) unvereinbare Rechtsverzöge-

rung oder -verweigerung bei der Behandlung der rechtshängigen Ent-

schädigungsverfahren. Diese Überlegungen gelten gleichermassen für 

die angefochtene Verfügung. Freilich bezieht sich diese nicht auf Verfah-

renskosten, die aus der Finanzierung der Grundinfrastruktur der Vorin-

stanz resultieren, sondern auf solche, die sich aus der Tätigkeit von Be-

hördenmitgliedern und den von diesen beigezogenen Hilfspersonen er-

geben. An der Beantwortung der sich in diesem Zusammenhang stellen-

den Fragen haben die Beteiligten indes ein ebenso grosses Interesse wie 

A-514/2013 

Seite 8 

an der Klärung der vom Bundesgericht im Urteil 1C_224/2012 vom 

6. September 2012 beurteilten Fragen. Die angefochtene Verfügung stellt 

damit ein taugliches Anfechtungsobjekt dar, und zwar selbst dann, wenn 

es sich hierbei um eine Zwischenverfügung handeln sollte. Sie stammt 

sodann mit der eidgenössischen Schätzungskommission von einer Vorin-

stanz im Sinne von Art. 33 Bst. f VGG, deren Entscheide der Beschwerde 

ans Bundesverwaltungsgericht unterliegen (Art. 77 Abs. 1 EntG und 

Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.2.1 Die Beschwerdelegitimation richtet sich nach Art. 78 Abs. 1 EntG. 

Danach sind neben den Hauptparteien auch die Grundpfandgläubiger, 

Grundlastberechtigten und Nutzniesser als Nebenparteien zur Beschwer-

deführung berechtigt, soweit sie infolge des Entscheids der Schätzungs-

kommission zu Verlust gekommen sind. Im Übrigen gelten die allgemei-

nen Voraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 VwVG. Diesen zufolge ist zur 

Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom-

men hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch 

die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat 

(Bst. c). Die beiden letztgenannten Voraussetzungen der sog. materiellen 

Beschwer dienen in erster Linie dazu, die Popularbeschwerde auszu-

schliessen (VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, in: Praxiskommentar 

zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [nachfolgend: Praxis-

kommentar], Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2009, Art. 48 Rz. 11). Be-

schwerdebefugt ist danach in erster Linie der materielle Adressat einer 

Verfügung, dessen Stellung durch die Verfügung direkt beeinträchtigt 

wird, indem ihm in rechtsverbindlicher und erzwingbarer Weise Rechte 

und Pflichten auferlegt werden (ISABELLE HÄNER, in: Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [nachfolgend: VwVG-

Kommentar], Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 2008, Art. 48 Rz. 11, MARAN-

TELLI-SONANINI/HUBER, Praxiskommentar, Art. 48 Rz. 24). Als Partei im 

Vorverfahren und Adressat der beschwerdefähigen Verfügung steht die-

ses Rechtssubjekt a priori in einer besonderen Beziehung zur Streitsa-

che, welche ein Anfechtungsinteresse jedenfalls dann rechtfertigt, wenn 

dieses aktuell und praktisch ist. Darüber hinaus können Dritte zur Be-

schwerdeführung berechtigt sein, wenn sie ein eigenes schutzwürdiges 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung 

haben und in einer besonders, beachtenswert nahen Beziehung zur 

Streitsache stehen (MARANTELLI-SONANINI/HUBER, Praxiskommentar, 

Art. 48 Rz. 26, HÄNER, VwVG-Kommentar, Art. 48 Rz. 12). Dafür genügt 

A-514/2013 

Seite 9 

indes nicht, dass jemand sich für eine Frage aus ideellen Gründen be-

sonders interessiert oder sich aus persönlicher Überzeugung für oder ge-

gen eine Sache engagiert. Vielmehr muss die beschwerdeführende Partei 

vom angefochtenen Entscheid in hinreichendem Masse betroffen sein; ihr 

Rechtsschutzinteresse muss intensiv genug sein, um als unmittelbares 

und persönliches Interesse anerkannt zu werden (BVGE 2007/20 

E. 2.4.1; HÄNER, VwVG-Kommentar, Art. 48 Rz. 12). Fehlt einer Partei die 

Beschwerdelegitimation, so tritt das Bundesverwaltungsgericht auf deren 

Beschwerde nicht ein (MARANTELLI-SONANINI/HUBER, Praxiskommentar, 

Art. 48 Rz. 7). Die Beweislast für den Nachweis der Legitimation liegt bei 

der beschwerdeführenden Partei (BGE 137 II 313 E. 3.5; KÖLZ/HÄ-

NER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 943).  

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-

nommen und die Vorinstanz ersucht, die in Aussicht gestellten Verfah-

renskosten substantiell zu reduzieren (vgl. Beilage 8 der Beschwerdefüh-

rerin). Soweit die Vorinstanz diesem Begehren in der angefochtenen Ver-

fügung nicht Folge geleistet hat, ist die Beschwerdeführerin durch die an-

gefochtene Verfügung formell beschwert. Die angefochtene Verfügung 

greift überdies insoweit in die Rechtsstellung der Beschwerdeführerin ein, 

als diese darin verpflichtet wird, Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 169'083.90 zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsgebüh-

ren zu tragen (Dispo-Ziff. 1) und dieser Betrag mit den von der Be-

schwerdeführerin geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet wird (Dispo-

Ziff. 2 Satz 1). Freilich ist die sich auf die Verrechnung beziehende An-

ordnung im Falle der Gutheissung der vorliegenden Beschwerde nicht 

aufzuheben. Jedoch verändert sich in diesem Fall deren materieller Ge-

halt, weil sich die zugelassene Verrechnung auf den von der Beschwer-

deführerin verlangten Betrag reduziert. Deshalb erscheint es angemes-

sen, die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin auch insoweit 

zu bejahen. Fraglich ist hingegen, wie es sich bezüglich der in Dispo-

Ziff. 2 Satz 2 der angefochtenen Verfügung getroffenen Feststellung ver-

hält, wonach die erfolgten Gutschriften den Berechtigten mit Eintritt der 

Rechtskraft definitiv verbleiben. 

Diese Anordnung bezieht sich auf das Verhältnis der Vorinstanz zu den 

Behördenmitgliedern, für deren Tätigkeit der Beschwerdeführerin in der 

angefochtenen Verfügung Verfahrenskosten auferlegt wurden und die 

hierfür bereits über das von der Beschwerdeführerin alimentierte Kosten-

vorschusskonto entschädigt wurden. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die-

se Anordnung die Rechtstellung der Beschwerdeführerin beeinträchtigen 

A-514/2013 

Seite 10 

könnte. Die eidgenössischen Schätzungskommissionen sind zwar gehal-

ten, kostendeckende Verfahrenskosten zu erheben, weshalb die Höhe 

der Verfahrenskosten namentlich von der Entschädigung abhängt, welche 

sie an die Behördenmitglieder (vgl. Art. 6 und 7 Kostenverordnung [1968] 

i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung [1968]) sowie beigezogenen Hilfs-

personen ausrichten (Art. 6 Abs. 2
bis

,
 
Art. 9 und 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 

Kostenverordnung [1968]). Die kostenpflichtigen Parteien haben aber 

nicht die Behördenmitglieder zu entschädigen, sondern schulden der von 

ihnen in Anspruch genommenen eidgenössischen Schätzungskommissi-

on die Verfahrenskosten, die ihnen in einer in Rechtskraft erwachsenen 

Verfügung auferlegt werden. Nur in diesem Umfang werden sie zah-

lungspflichtig, und zwar selbst dann, wenn die in Frage stehende eidge-

nössische Schätzungskommission Behördenmitglieder in darüber hi-

nausgehendem Umfang für ihre nebenrichterliche Tätigkeit entschädigt 

haben sollte. Aus der Gutheissung einer gegen die Dispo-Ziff. 2 Satz 2 

der angefochtenen Verfügung gerichteten Beschwerde erwächst der Be-

schwerdeführerin demnach kein Vorteil, weshalb sie kein schutzwürdiges 

Interesse an der Überprüfung der fraglichen Anordnung hat. Mangels Be-

schwerdelegitimation kann auf ihre Beschwerde daher insoweit nicht ein-

getreten werden. Dasselbe gilt für den in diesem Zusammenhang gestell-

ten Antrag, die Beigeladene zu verpflichten, im Umfang des zu viel abge-

rechneten Aktuar-/Präsidenten bzw. Ehegatten-Honorars eine Rückzah-

lung auf das Kostenvorschusskonto PC 60-624604-8 innert 30 Tagen seit 

der Rechtskraft des Urteils zu veranlassen (Rechtsbegehren der Be-

schwerdeführerin Ziff. 2, vgl. Sachverhalt G.). 

1.4 Mit dieser Einschränkung ist auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

(Art. 52 und 50 VwVG) eingereichte Beschwerde einzutreten. 

2.  

Die Beigeladene hat in ihrer Eingabe vom 18. Dezember 2013 beantragt, 

der Bund habe sie für allfällige Honorarrückzahlungen zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin zu entschädigen.  

2.1 Gemäss Art. 78 Abs. 2 EntG steht der Gegenpartei eines Beschwer-

deverfahrens nach Ablauf der ordentlichen Beschwerdefrist das Recht zu, 

adhäsionsweise Beschwerde zu führen. Diese der zivilprozessualen An-

schlussberufung nachgebildete Anschlussbeschwerde ermöglicht die Be-

schwerdeführung derjenigen Partei, die eine Abänderung des erstinstanz-

lichen Entscheids zu ihren Gunsten zwar für angebracht hält, von sich 

aus jedoch kein Rechtsmittel erhoben hätte. Sie kann sich mittels der An-

A-514/2013 

Seite 11 

schlussbeschwerde nicht nur passiv den Anträgen des Hauptbeschwer-

deführers widersetzen, sondern eigene Rechtsbegehren stellen 

(HESS/WEIBEL, a.a.O., Art. 78 Rz. 6). Der Bestand der Anschlussbe-

schwerde ist allerdings von der Hauptbeschwerde abhängig. Wird diese 

zurückgezogen oder darauf nicht eingetreten, so fällt die Anschlussbe-

schwerde dahin (HESS/WEIBEL, a.a.O., Art. 78 Rz. 11). Die Anschlussbe-

schwerde ist innert zehn Tagen nach Empfang der Mitteilung über die 

Hauptbeschwerde einzureichen (Art. 78 Abs. 2 EntG).  

2.2 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor Bundesverwaltungsge-

richt kann nur sein, worüber die Vorinstanz entschieden hat oder worüber 

sie nach richtiger Gesetzesauslegung hätte entscheiden müssen. Im Be-

schwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht sind folglich nur 

Rechtsverhältnisse zu beurteilen und zu entscheiden, zu denen die Vor-

instanz vorgängig in verbindlicher Form Stellung genommen hat. Über 

andere Fragen darf das Bundesverwaltungsgericht nicht befinden, an-

sonsten es in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreift 

(BGE 131 V 164 E. 2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.7, 

FELIX UHLMANN, Praxiskommentar, Art. 5 Rz. 4). Die Vorinstanz hat in der 

Verfügung vom 20. Dezember 2012 weder entschieden noch entscheiden 

müssen oder dürfen, ob der Bund die Beigeladene zu entschädigen hat, 

falls diese ihr einen Teil des vom Kostenvorschusskonto bezogenen Gel-

des zurückerstatteten muss. Zudem wäre die am 18. Dezember 2013 

eingereichte Anschlussbeschwerde verspätet. Folglich kann auf das Be-

gehren der Beigeladenen nicht eingetreten werden. 

3.  

Soweit auf die Anträge der Beschwerdeführerin einzutreten ist, begehrt 

diese, die ihr für die Tätigkeit der Beigeladenen von November/Dezember 

2010 bis Februar 2012 auferlegten Verfahrenskosten von Fr. 126'550.– 

zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsgebühren auf höchs-

tens Fr. 34'059.90 zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsge-

bühr zu reduzieren, die Auslagen für die Beauftragung der Fierz Steuer-

beratung GmbH auf Fr. 3'045.60 zu halbieren und die Dispo-Ziff. 2 der 

angefochtenen Verfügung insoweit aufzuheben, als der Betrag von 

Fr. 169'083.90 zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsgebüh-

ren dem von der Beschwerdeführerin geäufneten Kostenvorschusskonto 

bereits belastet worden sei (vgl. im Einzelnen Sachverhalt G, Rechtsbe-

gehren Ziff. 1 und 3).  

A-514/2013 

Seite 12 

3.1 Zum Inhalt und zur Tragweite dieser Rechtsbegehren hat die Be-

schwerdeführerin in der Beschwerdeschrift vom 31. Januar 2013 fest-

gehalten, die in der angefochtenen Verfügung für Arbeiten von Mitarbei-

tern der Vorinstanz (Honorar und Hilfsarbeit) belasteten Verfahrenskosten 

im Betrag von Fr. 7'890.90 würden nicht in Frage gestellt (S. 20). Eben-

falls nicht zu beanstanden seien die Verfahrenskosten, welche die Vorin-

stanz der Beschwerdeführerin für die Tätigkeit der Beigeladenen in der 

Zeitspanne vom 1. März bis zum 31. Dezember 2012 auferlegt habe. In 

den diesbezüglichen Rechnungen würden sich keine Anhaltspunkte fin-

den, die auf eine Unkorrektheit hindeuten würden. Der Betrag von 

Fr. 28'552.-- werde deshalb akzeptiert (S. 19). Ihre Beschwerde richtet 

sich ausschliesslich gegen die ihr im Weiteren auferlegten Verfahrenskos-

ten in Höhe von Fr. 126'549.80 bzw. entsprechend ihrem Rechtsbegehren 

gerundet Fr. 126'550.--, die sich auf die Tätigkeit der Beigeladenen als 

Aktuarin sowie vormaliger Präsidentin der Vorinstanz im Zeitraum von 

Februar 2011 bis Februar 2012 und die Rechnung 039/2012 vom 7. Juni 

2012 für die Aufwendungen des Ehegatten der Beigeladenen von 

Fr. 6'091.20 beziehen. Die Beschwerdeführerin beantragt eine Reduktion 

der Verfahrenskosten auf Fr. 34'059.90 (Präsidentin: Fr. 29'635.20 und 

Aktuarin: Fr. 4'424.70) zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und 

Staatsgebühren sowie auf die Hälfte des ihr für die Tätigkeit der Fierz 

Steuerberatung GmbH belasteten Betrags auf Fr. 3'045.60. Sollte die Be-

schwerdeführerin in ihrer Replik vom 27. Juni 2013 darauf zurückgekom-

men sein (vgl. die Ausführungen auf S. 8) und verlangen, alle ihr in der 

angefochtenen Verfügung auferlegten Verfahrenskosten, die nicht in un-

mittelbarem Zusammenhang zu fluglärmgebedingten Einigungs- und 

Schätzungsverfahren stehen, gerichtlich zu überprüfen, so ginge ein sol-

ches Begehren über den ursprünglichen Antrag der Beschwerdeführerin 

hinaus, womit er ausserhalb des Streitgegenstandes liegen würde. Dar-

auf könnte daher nicht eingetreten werden (vgl. BVGE 2010/12 E. 1.2.1, 

MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8).  

3.2 Ob die Beschwerdeführerin die strittigen Verfahrenskosten zu tragen 

hat, untersucht das Bundesverwaltungsgericht mit voller Kognition. Ge-

rügt werden kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a 

VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sach-

verhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit (Art. 49 Bst. c 

VwVG). Bei der Angemessenheitsprüfung auferlegt sich das Bundesver-

waltungsgericht allerdings eine gewisse Zurückhaltung und greift nicht in 

den Beurteilungsspielraum der rechtsanwendenden Behörde ein, wenn 

diese den örtlichen, technischen und persönlichen Verhältnissen näher 

A-514/2013 

Seite 13 

steht als die Beschwerdeinstanz. Es hat eine unangemessene Entschei-

dung zu korrigieren, muss aber der Vorinstanz die Wahl zwischen mehre-

ren sachgerechten Lösungen überlassen. Wenn es um die Beurteilung 

ausgesprochener Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über be-

sonderes Fachwissen verfügt, weicht das Bundesverwaltungsgericht nicht 

ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab. Dies gilt jedenfalls für 

den Fall, dass die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen getroffen hat 

(vgl. Urteile des BVGer A-330/2013 vom 26. Juli 2013 E. 4, A-1157/2012 

vom 14. Mai 2013 E. 7.5.1, A-1112/2012 vom 27. März 2013 E. 2; MO-

SER/BESUCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 f.). Die massgeblichen 

Rechtsnormen hat das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen fest-

zustellen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Insofern ist es gehalten, auf den festge-

stellten Sachverhalt die gesetzlichen Bestimmungen zur Anwendung zu 

bringen, die es als zutreffend erachtet, und ihnen die Auslegung zu ge-

ben, von der es überzeugt ist. Das Bundesverwaltungsgericht kann daher 

eine Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder den angefochtene Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (sog. Motiv-

substitution, THOMAS HÄBERLI, Praxiskommentar, Art. 62 Rz. 40, MADE-

LEINE CAMPRUBI, VwVG-Kommentar, Art. 62 Rz. 15). 

4.  

Am 1. April 2013 sind nach einer Revision die Verordnung vom 

13. Februar 2013 über die Gebühren und Entschädigungen im Enteig-

nungsverfahren (Kostenverordnung, SR 711.3) sowie die Verordnung 

vom 13. Februar 2013 über das Verfahren vor den eidgenössischen 

Schätzungskommissionen (Verordnung über das Verfahren vor den eid-

genössischen Schätzungskommissionen, SR 711.1) in Kraft getreten. 

Während Letztere keine besondere intertemporalrechtliche Regelung 

enthält, sieht die geltende Kostenverordnung vor, dass nach dem Inkraft-

treten des neuen Rechts alle Gebühren und Entschädigungen nach der 

neuen Kostenverordnung zu bestimmen sind, soweit dafür nicht bereits 

Rechnung gestellt wurde (Art. 25 Abs. 2 Kostenverordnung). Liegt bereits 

eine Rechnung vor, so richten sich die erhobenen Verfahrenskosten nach 

der vormals geltenden Verordnung vom 10. Juli 1968 über die Gebühren 

und Entschädigungen im Enteignungsverfahren (nachfolgend: Kosten-

verordnung 1968, AS 1968 925, 1969 760, 1985 701, 1990 1971, 1993 

1330, vgl. Urteil des BVGer A-1157/2012 vom 14. Mai 2013 E. 4). Für den 

vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die strittigen Verfahrenskosten, die 

bereits vor Inkrafttreten des neuen Rechts in Rechnung gestellt und der 

A-514/2013 

Seite 14 

Beschwerdeführerin in Form der angefochtenen Verfügung auferlegt wur-

den, nach Massgabe der Kostenverordnung 1968 zu bemessen sind. 

Soweit indes die Verordnung über das Verfahren vor den eidgenössi-

schen Schätzungskommissionen zur Anwendung gelangt, ist diese in der 

geltenden Fassung anzuwenden, da keine anderslautende Übergangs-

bestimmung existiert und die in Frage stehenden Verfahrensbestimmun-

gen keine grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen haben (vgl. 

BGE 137 II 409 E. 7.4.5; 130 V 90 E. 3.2, 129 V 113 E. 2.2). 

5.  

Die Vorinstanz hatte über die strittigen Verfahrenskosten bereits in Form 

von Präsidialverfügungen entschieden. Nachdem das Bundesverwal-

tungsgericht mit Urteil A-6471/2010 vom 20. September 2012 festgestellt 

hatte, dass der Präsident der Schätzungskommission sachlich nicht zu-

ständig sei, allein über die Verfahrenskosten zu verfügen, ist die Vorin-

stanz auf Ersuchen der Beschwerdeführerin auf die fraglichen Anordnun-

gen zurückgekommen und hat die der Beschwerdeführerin zu belasten-

den Verfahrenskosten in einer Gesamtkommissionsbesetzung in der an-

gefochtenen Verfügung abermals festgelegt.  

6.  

Gemäss Art. 114 Abs. 1 EntG hat der Enteigner die aus der Geltendma-

chung des Enteignungsrechts entstehenden Kosten zu tragen. Nur bei of-

fensichtlich missbräuchlichen Begehren oder bei offensichtlich übersetz-

ten Forderungen können die Kosten ganz oder teilweise dem Enteigneten 

auferlegt werden (Art. 114 Abs. 2 EntG). In Verwirklichung und Konkreti-

sierung dieser Regelung hat der Verordnungsgeber vorgesehen, den in 

Enteignungsverfahren kostenpflichtigen Parteien Verfahrenskosten in 

Form von Taggeldern (Art. 6 und 7 i.V.m. Art. 18 Kostenverordnung 1968) 

zuzüglich Sozialversicherungsbeiträge (Art. 54 Verordnung über das Ver-

fahren vor den eidgenössischen Schätzungskommissionen), Auslagen 

(Art. 6 Abs. 2
bis

, Art. 9 und Art. 9a i.V.m. Art. 18 Kostenverordnung 1968) 

und Gebühren (Art. 1–4 i.V.m. Art. 18 Kostenverordnung 1968) aufzuer-

legen. Nur für Kosten, die nicht mit Einigungs- oder Schätzungsverfahren 

zusammenhängen, ist der Kasse des Bundesgerichts, seit dem 1. Januar 

2007 jener des Bundesverwaltungsgerichts, Rechnung zu stellen (Art. 10 

Kostenverordnung 1968, vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_224/2012 

vom 6. September 2012 E. 6, Urteile des BVGer A-4919/2012 vom 

7. März 2013 E. 3, A-1157/2012 vom 14. Mai 2013 E. 5 und E. 7). 

A-514/2013 

Seite 15 

6.1 Bei den auf dieser Grundlage erhobenen Verfahrenskosten handelt es 

sich um Kausalabgaben, genauer um Verwaltungsgebühren (vgl. dazu: 

Urteil des BVGer A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 3.1). Solche Abga-

ben dürfen nach Art. 164 Abs. 1 Bst. d BV nur auf der Grundlage eines 

Bundesgesetzes erhoben werden, in dem der Kreis der Abgabepflichti-

gen, der Gegenstand der Abgabe, die Höhe der Abgabe und mindestens 

deren Bemessungsgrundlagen sowie allfällige Ausnahmen von der Abga-

bepflicht umschrieben werden (BGE 134 I 179 E. 6.1, PIERRE TSCHAN-

NEN, in: Die schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, Art. 94–197, 

2. Aufl., Ehrenzeller/Mastronardi/Schweizer/Vallender [Hrsg.], 2008, 

Art. 164 Rz. 23). Delegiert der Gesetzgeber die Kompetenz zur Festle-

gung von Abgaben an eine nachgeordnete Behörde, so muss er zumin-

dest den Kreis der Abgabepflichtigen, den Gegenstand sowie die Bemes-

sungsgrundlagen der Abgabe selber festlegen. Diese Anforderungen hat 

die Rechtsprechung in Bezug auf Kausalabgaben – wie die vorliegend in 

Frage stehenden Verfahrenskosten – gelockert, bei denen die Höhe der 

Abgabe durch verfassungsmässige Prinzipien wie das Kostendeckungs- 

und Äquivalenzprinzip begrenzt wird (BGE 134 I 179 E. 6.1, 132 II 374 

E. 2.1; Urteil des BVGer A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 5.1.2). In 

diesem Fall darf sich der Bundesgesetzgeber darauf beschränken, das 

Subjekt und Objekt der Abgabe zu umschreiben, während er die Rege-

lung des Umfangs der Abgabe delegieren darf.  

6.2 Dass die im Enteignungsrecht diesbezüglich getroffenen Regelungen 

diesen Anforderungen genügen, hat das Bundesverwaltungsgericht be-

reits mehrfach entschieden (vgl. dazu eingehend: Urteil des BVGer A-

3043/2011 vom 15. März 2012 E. 5.1–5.3). Es hat allerdings die Kosten-

verordnung 1968 insoweit als verfassungswidrig eingestuft, als Art. 7 Kos-

tenverordnung 1968 auf eine durchgängige Privilegierung von Mitgliedern 

der eidgenössischen Schätzungskommission, die (hauptberuflich) einer 

selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen, verzichtet. Die sich daraus 

ergebende Lücke hat es in analoger Anwendung von Art. 7 Satz 3 Kos-

tenverordnung 1968 geschlossen (vgl. Urteil des BVGer A-3043/2011 

vom 15. März 2012 E. 5.3 und E. 6.4). Im Übrigen hat es festgehalten, 

dass es die in der Kostenverordnung 1968 vorgesehene Vergütung von 

Arbeiten in Form eines halben oder ganzen Taggeldes nicht erlaubt, Ar-

beiten, welche Behördenmitglieder an verschiedenen Tagen während ei-

niger Stunden zur Vorbereitung von Verhandlungen tätigen, angemessen 

zu entschädigen. Neue Kostenverordnungen sähen zu diesem Zweck ex-

plizit Stundenpauschalen vor. Eine solche Regelung fehle in der Kosten-

verordnung 1968, wobei weder aus den Materialen noch aus dem Wort-

A-514/2013 

Seite 16 

laut der Kostenverordnung 1968 hervorgehe, dass sich der Verordnungs-

geber im Sinne eines qualifizierten Schweigens gegen eine solche Rege-

lung ausgesprochen habe. Diesbezüglich erweise sich die Kostenverord-

nung 1968 daher als lückenhaft (Urteil des BVGer A-3043/2011 vom 

15. März 2012 E. 8.4.1). Diese Lücke sei vor dem Hintergrund der beste-

henden Vergütungsordnung dahingehend zu schliessen, dass Arbeiten 

von Behördenmitgliedern, die nicht an einem Verhandlungstag erbracht 

würden, mit einer Stundenpauschale entschädigt würden, die sich aus 

der Division des massgeblichen Taggeldansatzes durch die übliche Ta-

gessollarbeitszeit von 8.5 Stunden ergeben würde (Urteil des BVGer A-

3043/2011 vom 15. März 2012 E. 8.4.2). Diese Rechtsprechung hat das 

Bundesverwaltungsgericht in der Folge mehrfach bestätigt (vgl. Urteile 

des BVGer A-6465/2010 vom 5. November 2012 E. 8.4.3 und A-

6471/2010 vom 20. September 2012 E. 7.2.2).  

6.3 Die Beigeladene erachtet es als unzulässig, die strittigen Verfahrens-

kosten nach diesen vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil A-3043/2011 

vom 15. März 2012 erstmals festgelegten und in nachherigen Urteilen 

präzisierten Vorgaben zu bemessen. Tatsächlich sei aufgrund der Kos-

tenverordnung 1968 nicht klar, wann ein Taggeld "verdient" sei. Deshalb 

habe die Vorinstanz zu dieser Frage, wie im übrigen jede andere eidge-

nössische Schätzungskommission, eine Praxis entwickelt. Dieser zufolge 

habe die Vorinstanz den Enteignern die Arbeitszeit der Behördenmitglie-

der, wie ein Rechtsanwalt seinem Mandanten, als verrechenbare Stunden 

belastet. Dabei sei unter der Leitung der Beigeladenen von vier verre-

chenbaren Arbeitsstunden pro Tag ausgegangen worden, was zu Stun-

denansätzen von Fr. 200.-- (Taggeld: Fr. 800.--), Fr. 125.-- (Taggeld: 

Fr. 500.--) sowie Fr. 100.-- (Taggeld: Fr. 400.--) geführt habe. Im Vergleich 

dazu habe die Aufsichtsbehörde über die eidgenössischen Schätzungs-

kommissionen in ihrer Weisung vom Oktober 2011 für allgemeine Arbei-

ten Stundenansätze von Fr. 160.-- (Taggeld: Fr. 800.--), Fr. 100.-- (Tag-

geld: Fr. 500.--) und Fr. 70.-- (Taggeld: Fr. 400.--) als zulässig erachtet, 

wobei sie darauf hingewiesen habe, dass es sich hierbei um tiefe Ansätze 

handle. Diese Einschätzung habe die Beigeladene darin bestärkt, den 

kostenpflichtigen Parteien mit vier verrechenbaren Stunden pro Tag keine 

exzessiven Stundenansätze zu belasten. Diese Praxis sei über Jahrzehn-

te in allen Enteignungsverfahren angewandt worden und habe mit einer 

Ausnahme nie zu Beanstandungen Anlass gegeben. Ohne sachlichen 

Grund habe das Bundesverwaltungsgericht diese im Urteil A-3043/2011 

vom 15. März 2012 in einer Lückenfüllung ausgehebelt, was umso weni-

ger angebracht gewesen sei, als das Bundesgericht das Vorgehen der 

A-514/2013 

Seite 17 

Vorinstanz im Jahr 2004 überprüft und ausdrücklich gebilligt habe. Mit 

dem Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 habe das Bundesverwal-

tungsgericht ein Vergütungsmodell eingeführt, das im Widerspruch zur 

langjährigen Praxis der Vorinstanz stehe und zu deutlich tieferen Stun-

denansätzen führe, wenn die festgelegten Stundenansätze, wovon aus-

zugehen sei, auf verrechenbare Stunden zur Anwendung gebracht wür-

den. Dieser Entscheid, den das Bundesverwaltungsgericht in seiner Ei-

genschaft als Gesetzgeber gefällt habe, dürfe sich nicht rückwirkend auf 

Sachverhalte auswirken, die vor dem Entscheid bereits abgeschlossen 

gewesen seien und zu Rückzahlungspflichten der betroffenen Behörden-

mitglieder führten. Davon sei umso mehr auszugehen, als es das Bun-

desverwaltungsgericht versäumt habe, die davon betroffenen Behörden-

mitglieder in das Verfahren einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit zur 

Stellungnahme einzuräumen.  

6.4 Dieser Argumentation hält die Beschwerdeführerin entgegen, die Vor-

instanz habe die Entschädigungen für die Behördenmitglieder offenbar 

bereits in der Vergangenheit nach Zeitaufwand auf der Basis von Stun-

denansätzen von Fr. 200.– (Taggeld: Fr. 800.–), Fr. 125.– (Taggeld: 

Fr. 500.–) sowie Fr. 100.– (Taggeld: Fr. 400.–) ermittelt, diesen Betrag 

alsdann in Taggelder umgerechnet und der Beschwerdeführerin zuzüglich 

Sozialversicherungsbeiträgen sowie Staatsgebühren in Rechnung ge-

stellt. Diese Praxis sei, wie das Bundesverwaltungsgericht mittlerweile 

mehrfach entschieden habe, klar rechtswidrig gewesen und vermöge 

deshalb keine Entschädigungen zu rechtfertigen, die im Widerspruch zu 

den massgeblichen Verordnungsbestimmungen stünden. Das habe der 

derzeitige Präsident der Vorinstanz erkannt, der einen Teil seines zu viel 

bezogenen Honorars zurückerstattet habe. Es könne nicht angehen, dass 

die Beigeladene aus einer rechtswidrigen Anwendung der Kostenverord-

nung Rechte für sich ableite. Im Übrigen habe das Bundesverwaltungsge-

richt im Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 kein neues Vergütungs-

modell eingeführt, sondern die Kostenverordnung 1968 lediglich rechts-

konform ausgelegt. Deshalb stelle sich die Frage der Rückwirkung neu 

eingeführter Gesetzesbestimmungen überhaupt nicht. 

6.5 Die vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil A-3043/2011 vom 

15. März 2012 in freier Rechtsfortbildung geschaffene Regelung zur Er-

mittlung der für Behördenmitglieder geltenden Stundenansätze steht nicht 

im Widerspruch mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. 

BGE 118 Ib 349, Urteil des Bundesgerichts 1E.3/2004 vom 31. März 

2004) und jener des Bundesverwaltungsgerichts. Indes stellt sich die 

A-514/2013 

Seite 18 

Frage, ob die Anwendung der neuen bundesverwaltungsgerichtlichen 

Praxis auf Fälle, die sich vor dem Urteilsdatum (15. März 2012) ab-

schliessend ereignet haben, aus Gründen des Vertrauensschutzes unter-

bleiben soll.  

Die Rechtsprechung hat eine Praxis zum zeitlichen Geltungsbereich des 

Verwaltungsrechts, namentlich zur Rückwirkung, entwickelt. Demnach 

sollen niemandem Verpflichtungen auferlegt werden, die sich aus Normen 

ergeben, die ihm zum Zeitpunkt, als sich der Sachverhalt verwirklichte, 

nicht bekannt waren (BVGE 2009/3 E. 3.2 m.w.H.). Das Bundesgericht 

geht von einer echten Rückwirkung aus, wenn eine Norm auf Sachverhal-

te angewendet wird, die sich vor Inkrafttreten des neuen Rechts verwirk-

licht haben; dies kann auch auf den vergangen Teil eines zur Zeit des In-

krafttretens des neuen Rechts offenen Dauersachverhalts, der keine 

Sacheinheit bildet, zutreffen (statt vieler BGE 126 V 134 E. 4a). Ausnah-

men vom Verbot der echten Rückwirkung sind nur unter strengen Vor-

aussetzungen zulässig (vgl. BGE 125 I 182 E. 2b/cc m.H.). Dieses Rück-

wirkungsverbot gilt grundsätzlich auch bei Praxisänderungen (eingehend 

BVGE 2007/14 E. 2.4 m.w.H.). Diese dürfen zumindest nicht zu Unguns-

ten von Privaten rückwirkend angewandt werden (BGE 112 Ia 193 E. 2b; 

BVGE 2007/14 E. 2.4). Nachfolgend ist zu prüfen, was diese Rechtspre-

chung für den vorliegenden Fall bedeutet.   

Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil vom 15. März 2012 eine 

neue Praxis bezüglich der Stundenansätze begründet. Die betroffenen 

Behördenmitglieder waren damals nicht in das Verfahren einbezogen und 

ihnen war keine Gelegenheit gegeben worden, zur neuen Praxis Stellung 

zu nehmen. Der Arbeitsaufwand, der den vorliegend strittigen Abrech-

nungen zugrunde liegt, ist vor dem Urteil vom 15. März 2012 angefallen. 

Damit hat sich der Sachverhalt bereits vor der Praxisänderung verwirk-

licht. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Beigeladene wohl andere 

Dispositionen getroffen hätte, wenn sie von der Vergütung gemäss Urteil 

vom 15. März 2012 hätte ausgehen müssen. Da die Beigeladene ihre 

Anwaltstätigkeit zu Gunsten der Tätigkeit bei der ESchK aufgegeben hat-

te und ihren Lebensunterhalt von diesen Einkünften bestritt, ist fraglich, 

ob sie diesen Entscheid auch getroffen hätte, wenn sie damals bereits 

von der Höhe des Stundenansatzes gemäss Urteil vom 15. März 2012 

gewusst hätte. Folglich liegt vorliegend eine spezielle Situation vor, die es 

rechtfertigt, die mit dem Urteil vom 15. März 2012 begründete Praxis nicht 

rückwirkend auf Sachverhalte anzuwenden, die vor diesem Entscheid be-

reits abgeschlossen waren. Der Vertrauensschutz gebietet es deshalb, im 

A-514/2013 

Seite 19 

vorliegenden Fall auf die Anwendung der genannten Praxis zu verzichten. 

Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob auf die bisherige Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts aufgrund der erstmals im vorliegenden Ver-

fahren offengelegten, anderslautenden Praxis der Vorinstanz in besserer 

Erkenntnis der ratio legis der Kostenverordnung 1968 zurückzukommen 

und die bisherige Praxis des Bundesverwaltungsgerichts abzuändern ist 

(vgl. zu den allgemeinen Voraussetzungen einer Praxisänderung: 

BGE 139 IV 62 E. 1.5.2, 137 IV 314 E. 2.2, 136 III 6 E. 3; Urteil des 

BVGer A-2434/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 11.1; TSCHANNEN/ZIMMER-

LI/MÜLLER, a.a.O., § 23 Rz. 16).  

6.6 Gesondert zu prüfen bleibt, ob die aufgrund der fraglichen Regelun-

gen von den kostenpflichtigen Parteien zu tragenden Verfahrenskosten 

dem Äquivalenzprinzip entsprechen. In Konkretisierung des Verhältnis-

mässigkeitsprinzips verlangt dieser verfassungsmässige Grundsatz, dass 

eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven 

Wert der bezogenen Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Gren-

zen bewegen muss. Diese Prüfung kann sich bezüglich der Auslagen 

(Art. 6 Abs. 2
bis

,
 
Art. 9 und 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung 

1968) darauf beschränken, die Angemessenheit der Gesamtsumme im 

Verhältnis zur erbrachten Leistung zu überprüfen. Dasselbe dürfte für die 

Gebühren im Sinne von Art. 1–3 Kostenverordnung 1968 gelten, deren 

Rechtsnatur freilich umstritten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1E.3/2004 vom 31. März 2004 E. 3). Eine solche Prüfung genügt hinge-

gen nicht bei nach Zeitaufwand erhobenen Verfahrenskosten wie der für 

die Arbeit der Behördenmitglieder geschuldeten Entschädigung. In die-

sem Fall ist zusätzlich zu untersuchen, ob den kostenpflichtigen Parteien 

angemessen viele Taggelder bzw. Stunden verrechnet wurden (Urteil des 

BVGer A-6465/2010 vom 5. November 2012 E. 8.8.3.2). 

6.7 Im Sinne dieser Ausführungen ist anschliessend zunächst zu prüfen, 

ob die Vorinstanz die Verfahrenskosten, welche sie von der Beschwerde-

führerin für die Tätigkeit der Beigeladenen als Aktuarin sowie als deren 

vormalige Präsidentin im Zeitraum von Februar 2011 bis zum Februar 

2012 in Höhe von Fr. 126'550.-- zzgl. Sozialversicherungsbeiträgen und 

Staatsgebühren erhoben hat, unter Zugrundelegung der massgeblichen 

Regelungen korrekt berechnet hat. Nachfolgend wird unter dem Blickwin-

kel des Äquivalenzprinzips zu untersuchen sein, ob sich die entsprechen-

den Aufwände als angemessen erweisen. Schliesslich wird denselben 

Fragen in Bezug auf die strittigen Auslagen in Höhe von Fr. 6'091.20 

(Rechnung 039/2012 vom 7. Juni 2012) nachzugehen sein. 

A-514/2013 

Seite 20 

7.  

Gemäss Art. 6 Abs. 1 Kostenverordnung 1968 bezieht der Präsident der 

Schätzungskommission für die ihm durch das Enteignungsgesetz über-

tragenen Obliegenheiten ein Taggeld von Fr. 500.--. Ist der Präsident oder 

sein Stellvertreter ein freierwerbender Anwalt, so steht ihm ein Taggeld 

von Fr. 800.-- zu. Die Mitglieder der Schätzungskommission und der Ak-

tuar beziehen für ihre Mitwirkung bei den Verhandlungen, für die Vorbe-

reitung dazu und für besondere Arbeiten ein Taggeld von Fr. 400.-- (Art. 7 

Satz 1 Kostenverordnung 1968). Ist der Aktuar ein freierwerbender An-

walt, so kann er ein Taggeld von Fr. 500.-- beanspruchen (Art. 7 Satz 3 

Kostenverordnung 1968).  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht ging in seiner bisherigen Praxis davon 

aus, dass das Taggeld, das einem Behördenmitglied für seine Tätigkeit 

als Mitglied einer eidgenössischen Schätzungskommission zusteht, ei-

nerseits von der ausgeübten Funktion abhängt, andererseits vom Er-

werbsstatus des Behördenmitglieds. Es ging davon aus, Letzterer richte 

sich nach dem im Sozialversicherungsrecht entwickelten Begriff der (un-

)selbständigen Erwerbstätigkeit (Urteil des BVGer A-3043/2011 vom 

15. März 2012 E. 8.1.2). Diese Rechtsprechung ist zu präzisieren: Die 

Frage, ob ein Behördenmitglied freierwerbend ist oder nicht, hängt nicht 

in erster Linie von der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung ab. 

Vielmehr geht es bei der Unterscheidung zwischen freierwerbenden und 

nicht freierwerbenden Behördenmitgliedern im Sinne des Enteignungs-

rechts darum, ob die Büroinfrastruktur vom Behördenmitglied zur Verfü-

gung gestellt wird oder ob diese ohnehin zur Verfügung steht und ander-

weitig finanziert wird. Damit ist für die Beurteilung der Frage, welches 

Taggeld zu entrichten ist, zu prüfen, ob ein Behördenmitglied die Infra-

strukturkosten selber trägt oder nicht. In der Regel dürfte das Ergebnis 

mit der sozialversicherungsrechtlichen Einordnung zusammenfallen.  

7.2 Kann aufgrund dieser Kriterien und der von der in Frage stehenden 

Person ausgeübten Funktion der massgebliche Taggeldansatz für ein Be-

hördenmitglied bestimmt werden, so ist die Höhe der geschuldeten Ent-

schädigung nach Zeitaufwand zu bestimmen. Dabei können die Behör-

denmitglieder für einen angefangenen oder einen halben Verhandlungs-

tag ein halbes Taggeld beanspruchen (Art. 8 Abs. 1 Kostenverordnung 

1968), wobei bei der Entschädigung durch Taggeld auch die Zeit der Rei-

se zur Verhandlung und zurück in Anschlag zu bringen ist (Kostenverord-

nung 1968). Die nach Massgabe dieser Grundsätze zu berechnenden 

Entschädigungen zuzüglich der darauf zu entrichtenden Sozialversiche-

A-514/2013 

Seite 21 

rungsbeiträgen (Art. 54 der Verordnung über das Verfahren vor den eid-

genössischen Schätzungskommissionen) sowie der Staatsgebühr im Um-

fang von 10% der Taggelder (Art. 5 Kostenverordnung 1968) sind von der 

Beschwerdeführerin als Folge der Tätigkeit der Behördenmitglieder zu 

entrichten. 

7.3 Die fraglichen Kosten haben die kostenpflichtigen Parteien gemäss 

Art. 18 Kostenverordnung 1968 aber nur insofern zu tragen, als sie im 

Zusammenhang mit den sie betreffenden Einigungs- bzw. Schätzungsver-

fahren stehen. Eine solche Zuweisung bereitet keine Schwierigkeiten, 

wenn es sich um Arbeiten handelt, die einem konkreten Einigungs- bzw. 

Schätzungsverfahren zugeordnet werden können, wie z.B. die Beantwor-

tung von Telefonaten sowie das Verfassen von (prozessleitenden) Verfü-

gungen. Diesbezüglich ist jedoch zu beachten, dass vor den eidgenössi-

schen Schätzungskommissionen bisweilen mehrere, miteinander zu-

sammenhängende oder die gleichen Sach- oder Rechtsfragen betreffen-

de Verfahren rechtshängig sind. Für ein solches Verfahren getätigte 

Rechtsabklärungen oder ausgearbeitete Verfügungsentwürfe können im 

Allgemeinen in sämtlichen Verfahren verwendet werden, weshalb es an-

gemessen erscheint, die hiermit verbundenen Aufwände zunächst ge-

samthaft zu erfassen und anschliessend auf sämtliche gleichgelagerte 

Einzelverfahren zu verteilen. Schliesslich existieren Arbeitstätigkeiten, 

denen ein solcher Bezug zu rechtshängigen Einzelverfahren fehlt, die in-

des für das Funktionieren einer eidgenössischen Schätzungskommission 

unerlässlich sind. Derartige Tätigkeiten, wie etwa der Aufbau einer zentra-

len Infrastruktur, die Optimierung der dortigen Arbeitsabläufe sowie die 

Auswahl, Führung und Instruktion beigezogener Hilfspersonen, sind zu-

nächst gesamthaft zu erfassen und danach entsprechend dem Verursa-

cherprinzip den kostenpflichtigen Parteien zu belasten (vgl. zum analogen 

Vorgehen bei Infrastrukturkosten: Urteil des BVGer A-4910/2012 vom 

7. März 2013 E. 3.1, 3.2, 4.5.1 und E. 4.5.3.4). Nur für Arbeiten, die – wie 

die in Art. 10 Kostenverordnung 1968 beispielhaft aufgeführte Rechen-

schaftsablage und Konferenzen – ausserhalb der eigentlichen "Ge-

schäftstätigkeit" der eidgenössischen Schätzungskommissionen liegen 

und in Anlehnung an die in der Betriebswirtschaftslehre üblichen Termino-

logie als betriebsfremd umschrieben werden können, haben die kosten-

pflichtigen Parteien nicht aufzukommen (vgl. Urteil des BVGer A-

4910/2012 vom 7. März 2013 E. 4.4.2 f.). 

7.4 Bei der aufgrund dieser Kriterien vorzunehmenden Kostenzuweisung 

dürfen auf Wahrscheinlichkeit und Durchschnittserfahrung beruhende 

A-514/2013 

Seite 22 

Massstäbe angewandt werden. Es ist nicht notwendig, dass die für ein 

Einigungs- bzw. Schätzungsverfahren erhobenen Verfahrenskosten in je-

dem Fall genau dem hiermit verbunden Verwaltungsaufwand entspre-

chen. Vielmehr sind in beschränktem Ausmass Pauschalisierungen zu-

lässig, die auch einen gewissen Ausgleich zwischen Verfahren mit gerin-

gem und grossem Aufwand ermöglichen, solange die gewählten Kriterien 

vertretbar sind und Unterscheidungen treffen, die sich unter den gegebe-

nen Umständen rechtfertigen lassen (vgl. Urteil des BVGer A-4910/2012 

vom 7. März 2013 E. 4.5.1). 

8.  

Damit ist unter Zugrundelegung der früheren – d.h. der vor dem 15. März 

2012 bestehenden Praxis – anschliessend zu untersuchen, in welchem 

Umfang die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen hat, wel-

che die Vorinstanz ihr als Folge der Tätigkeit der Beigeladenen in der Ei-

genschaft als Aktuarin im Zeitraum von November 2010 bis Januar 2011 

auferlegt hat.  

8.1 Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich vor, gemäss der Zu-

sammenstellung in den Rechnungen 052/2010 sowie 065/2010 habe die 

Vorinstanz ihr für die Tätigkeit der Beigeladenen als Aktuarin 90.25 Stun-

den à Fr. 150.– belastet. Unter Anwendung des korrekten Stundenansat-

zes von Fr. 58.80 ergebe sich daraus ein vorläufiger Betrag von 

Fr. 5'306.70 zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsgebühren. 

Dieser Aufwand sei jedoch unangemessen und werde deshalb bestritten. 

So sei nicht einzusehen, weshalb die Beschwerdeführerin die Kosten für 

die Sitzung vom 8. November 2010 übernehmen müsse, an der aus-

schliesslich Vertreter des Kantons Zürich teilgenommen hätten und für 

welche die Beigeladene 3.5 Stunden aufgewendet habe. Ebenso wenig 

sei es gerechtfertigt, der Beschwerdeführerin die Kosten für das Warten 

auf Möbel, das Einrichten der Büros und das Auspacken von Kisten voll-

ständig zu überbinden. Der ihr auferlegte Stundenaufwand sei aus den 

genannten Gründen angemessen, d.h. mindestens um 15 Stunden, zu 

kürzen, woraus Verfahrenskosten von Fr. 4'424.70 zuzüglich Sozialversi-

cherungsleistungen und Staatsgebühren resultieren würden. Dieser Ar-

gumentation hält die Beigeladene entgegen, das Bundesverwaltungsge-

richt habe die in den Rechnungen 052/2010 und 065/2010 aufgeführten 

Arbeiten bereits im Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 überprüft und 

den fraglichen Aufwand als angemessen erachtet. Die Beschwerdeführe-

rin habe darauf verzichtet, dagegen Beschwerde zu führen, weshalb ihre 

diesbezüglichen Einwendungen im vorliegenden Verfahren nicht zu hören 

A-514/2013 

Seite 23 

seien. Die entsprechenden Verfahrenskosten seien somit ohne Weiteres 

ausgewiesen. 

8.2 Die Beigeladene war von November 2010 bis Januar 2011 einerseits 

als Aktuarin der Vorinstanz, andererseits als selbständige Rechtsanwältin 

tätig. Für die von ihr im fraglichen Zeitraum getätigten Arbeiten steht ihr 

demnach gestützt auf Art. 7 Satz 3 Kostenverordnung 1968 ein Taggeld 

von Fr. 500.-- zu.  

8.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil A-3043/2011 vom 

15. März 2012 hinsichtlich der interessierenden Arbeiten festgehalten, 

diese seien von der Beigeladenen in Erfüllung der ihr übertragenen Auf-

gaben vorgenommen worden und würden sich grundsätzlich als ange-

messen erweisen (Urteil A-3043/2011 des BVGer vom 15. März 2012 

E. 11). Ob und inwieweit das Bundesverwaltungsgericht an diese Ein-

schätzung gebunden ist, hängt unter anderem davon ab, ob es sich bei 

der damals angefochtenen Verfügung um eine Zwischenverfügung oder 

einen Endentscheid handelt (vgl. E. 1.2 hiervor). Selbst wenn jedoch 

Letzteres angenommen wird, wurden die vorliegend zu beurteilenden 

Fragen darin nicht rechtsverbindlich entschieden, weil jenem Verfahren 

insofern ein anderer Sachverhalt zugrunde lag, als dem Bundesverwal-

tungsgericht damals die Details zu den Rechnungen 052/2010 und 

065/2010 nicht vorlagen, weshalb es die fraglichen Arbeitsstunden auf-

grund der Division der in Rechnung gestellten Taggelder ermittelt hat (vgl. 

Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 11.3.1) und damit von einem 

deutlich höheren Arbeitsaufwand ausgegangen ist als dem im vorliegen-

den Verfahren ausgewiesenen.  

8.2.2 Laut den Rechnungen 052/2010 sowie 065/2010 und den sich dar-

auf beziehenden Details war die Beigeladene von November 2010 bis 

Januar 2011 insgesamt 90.25 Stunden (65.92 h + 24.33 h) als Aktuarin 

tätig, was von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten wird. Die 

fraglichen Arbeiten gelten damit als ausgewiesen. 

8.2.2.1 Von diesen Arbeiten stehen einerseits die Besprechung vom 

8. November 2010 mit einem Arbeitsaufwand von 3.5 Stunden, anderer-

seits die Bereinigung der Statistik Ostanflug II sowie die Besprechung der 

diesbezüglichen Pendenzen mit dem zuständigen Sekretär im Umfang 

von 1 Stunde (vgl. 27. Januar 2011) in unmittelbarem Zusammenhang zu 

fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren. 

A-514/2013 

Seite 24 

8.2.2.2 Die übrigen Arbeiten hat die Beigeladene losgelöst von einzelnen 

Einigungs- und Schätzungsverfahren erbracht. Sie haben dem Aufbau 

sowie der Organisation der Büroinfrastruktur der Vorinstanz gedient und 

wurden insofern in Umsetzung des Beschlusses der Aufsichtsbehörde 

über die eidgenössischen Schätzungskommissionen vom 11. November 

2010 vorgenommen. Die fraglichen Tätigkeiten zählen demnach zur ei-

gentlichen "Geschäftstätigkeit" der Vorinstanz, weshalb sie nicht unter 

Art. 10 Kostenverordnung 1968 fallen. Da davon jedoch nicht nur die Be-

schwerdeführerin profitiert hat, sondern sämtliche Behörden, deren Ange-

legenheiten unter Inanspruchnahme der dadurch errichteten Büroinfra-

struktur der Vorinstanz bearbeitet wurden, ist es nicht zulässig, die fragli-

chen Arbeitsstunden allein den die Beschwerdeführerin betreffenden Ei-

nigungs- und Schätzungsverfahren zuzuweisen. Sie sind vielmehr nach 

dem Verursacherprinzip in Anknüpfung an die massgeblichen Hand-

lungsbeiträge auf alle diese Geschäfte zu verteilen (vgl. dazu: Urteil des 

Bundesgerichts 1C_224/2012 vom 6. September 2012 E. 6 [zur analogen 

Ausgangslage bei den Infrastrukturkosten]). Davon ausgehend bietet es 

sich an, die fraglichen Arbeiten den in Frage kommenden Kostenträgern 

im Umfang der nachherigen Inanspruchnahme der dadurch aufgebauten 

Büroinfrastruktur zu belasten. Dabei ist eine mathematisch exakte 

Gleichbehandlung aus praktischen Gründen nicht erreichbar. Gewisse 

Schematisierungen sind unausweichlich und solange zulässig, als eine 

kostenpflichtige Partei hierdurch im Vergleich zu anderen Kostenträgern 

nicht ohne sachlichen Grund systematisch benachteiligt wird. Insofern er-

scheint es vorliegend gerechtfertigt, ausschliesslich das Jahr 2011 als 

massgeblichen Zeitraum heranzuziehen, zumal eine davon wesentlich 

abweichende Inanspruchnahme der Vorinstanz durch die Beschwerde-

führerin für das Jahr 2012 ausgeschlossen werden kann (vgl. Urteil des 

BVGer A-4910/2012 vom 7. März 2013 E. 4.5 [zur analogen Ausgangsla-

ge bei den Infrastrukturkosten], Urteil A-1157/2012 vom 14. Mai 2013 

E. 13 [zur analogen Ausgangslage bei den Infrastrukturkosten]). Für die 

Beschwerdeführerin bedeutet dies, dass die 85.75 Arbeitsstunden (90.25 

h – 3.5 h – 1.00 h) den sie betreffenden Einigungs- und Schätzungsver-

fahren insoweit zugewiesen werden dürfen, als die Büroinfrastruktur der 

Vorinstanz durch die Bearbeitung dieser Fälle im Jahr 2011 beansprucht 

wurde. 

8.2.2.3 Um diese Inanspruchnahme zu ermitteln, müsste die Vorinstanz 

zahlreiche Sammelrechnungen, die zum Teil Leistungen über mehrere 

Monate, bisweilen sogar Jahre enthalten würden, analysieren, die Stun-

den für den massgeblichen Zeitraum eruieren und zusammenzählen. Das 

A-514/2013 

Seite 25 

wäre mit einem ausserordentlich hohen administrativen Aufwand verbun-

den. Stattdessen kann die Inanspruchnahme der Büroinfrastruktur der 

Vorinstanz durch die Bearbeitung der fluglärmbedingten Einigungs- und 

Schätzungsverfahren im Jahr 2011 aufgrund der von WinJur generierten 

Leistungszusammenstellung für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 

31. Dezember 2011 abgeschätzt werden, in welcher sämtliche von der 

Vorinstanz in dieser Zeitspanne getätigten Arbeiten, gegliedert in die Rub-

riken "A-Bund", "B-Bahn", "S-Strasse" und "F-Fluglärm", aufgeführt sind. 

Freilich widerspiegelt diese Zusammenstellung die Inanspruchnahme der 

Vorinstanz als Gesamtbehörde. Es kann jedoch davon ausgegangen 

werden, dass diese mit jener der errichteten Büroinfrastruktur der Vorin-

stanz vergleichbar ist. Ebenso wenig besteht Grund zur Annahme, dass 

die im Jahr 2011 bestehende Inanspruchnahme im Wesentlichem von je-

ner im erfassten Zeitraum abweicht (vgl. dazu ausführlich: Urteil des 

BVGer A-1157/2012 vom 14. Mai 2013 E. 4.3 m.H.). Unter Bereinigung 

einzelner Positionen ergibt sich daraus ein auf die fluglärmbedingten Ei-

nigungs- und Schätzungsverfahren entfallender Anteil von 86.80% am 

gesamten Arbeitsvolumen der Vorinstanz im Jahr 2011 (vgl. E. 4). Von 

den strittigen 85.75 Arbeitsstunden sind demnach 74.43 Arbeitsstunden 

(86.80% x 85.75 h) den fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungs-

verfahren zuzuweisen.  

8.2.2.4 Insgesamt entfallen auf die fraglichen Verfahren folglich 78.93 

Stunden (74.43 + 3.5 + 1.00 h). 

8.2.3 Soweit die Beschwerdeführerin eine weitergehende Reduktion des 

den sie betreffenden Einigungs- und Schätzungsverfahren anzulastenden 

Arbeitsaufwandes verlangt, ist festzuhalten, dass sich in den Akten keine 

Hinweise finden, welche den Schluss nahe legen, die Beigeladene hätte 

übermässig viel Zeit für die Rekrutierung von Hilfskräften, die Anschaf-

fung zweckmässiger Software sowie geeigneter Büromöbel, die Daten-

migration, die Überwachung des Umzugs in die von der Vorinstanz ge-

mieteten Büroräumlichkeiten sowie deren Einrichtung aufgewendet. Sol-

che Arbeiten sind erfahrungsgemäss ausgesprochen zeitaufwändig. Eine 

abschliessende Überprüfung dieses Arbeitsaufwandes ist im vorliegenden 

Verfahren allerdings nicht möglich, da die Vorinstanz auf eine fallspezifi-

sche Zuweisung der fraglichen Verfahrenskosten verzichtet hat. Dieses 

Vorgehen ist insofern folgerichtig, als die Beschwerdeführerin die abge-

rechneten Kostenvorschüsse ebenfalls losgelöst von einzelnen Eini-

gungs- und Schätzungsverfahren zur Deckung sämtlicher von ihr in den 

fraglichen Verfahren mutmasslich zu tragenden Verfahrenskosten geleis-

A-514/2013 

Seite 26 

tet hat. Solchermassen festgelegte Verfahrenskosten können infolgedes-

sen nur beschränkt nach dem Äquivalenzprinzip überprüft werden, weil 

nicht bekannt ist, welche Leistungen den erhobenen Verfahrenskosten 

gegenüberstehen. Deshalb kann im vorliegenden Verfahren auch nicht 

untersucht werden, ob die Sitzung vom 8. November 2010 für die Bear-

beitung eines oder mehrerer die Beschwerdeführerin betreffenden Eini-

gungs- und Schätzungsverfahren erforderlich gewesen ist und die hierfür 

von der Beigeladenen aufgewendeten 3.5 Arbeitsstunden angemessen 

gewesen sind. Daraus erwächst der Beschwerdeführerin aber kein Nach-

teil, da diese Frage untersucht werden kann, wenn die Vorinstanz endgül-

tig über die für ein konkretes Einigungs- bzw. Schätzungsverfahren zu 

erhebenden Verfahrenskosten entscheidet und diese zwischen den Par-

teien des fraglichen Verfahrens in einer Weise verteilt, die eine Überprü-

fung nach dem Äquivalenzprinzip erlaubt (vgl. Urteil des BVGer A-

4910/2012 vom 7. März 2013 E. 3.3). 

8.2.4 Nach dem vorangehend Ausgeführten sind den fluglärmbedingten 

Einigungs- und Schätzungsverfahren demzufolge für die von der Beigela-

denen von November 2010 bis Januar 2011 als Aktuarin erbrachten Ar-

beiten total Fr. 9'866.25 (78.93 x Fr. 125.--) zuzüglich Sozialversiche-

rungsbeiträgen und Staatsgebühren zuzuordnen. Da den an diesen Ver-

fahren beteiligten Enteigneten nur bei offensichtlich missbräuchlichen Be-

gehren oder bei offensichtlich übersetzten Forderungen Verfahrenskosten 

aufzuerlegen sind (Art. 114 Abs. 2 EntG, vgl. E. 6), hat die Vorinstanz die 

fraglichen Verfahrenskosten zu Recht (zumindest vorläufig) der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Insoweit die Beschwerdeführerin eine weiter-

gehende Reduktion der ihr auferlegten Verfahrenskosten verlangt, erweist 

sich ihre Beschwerde als unbegründet. 

9.  

Es bleibt die Höhe der Verfahrenskosten zu bestimmen, welche die Be-

schwerdeführerin als Folge der Tätigkeit der Beigeladenen in der Eigen-

schaft als Präsidentin im Zeitraum von Februar 2011 bis Februar 2012 zu 

tragen hat. 

9.1 Es ist erstellt, dass die Beigeladene in der interessierenden Zeitspan-

ne nicht als Rechtsanwältin tätig war, sondern ausschliesslich für die Vor-

instanz gearbeitet und die erforderliche Infrastruktur nicht selber finanziert 

hat. Bei dieser Ausgangslage ist die Beigeladene nicht als freierwerbende 

Anwältin im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Satz 2 Kostenverordnung 1968 ein-

zustufen, womit sie für ihre Tätigkeit als Präsidentin der Vorinstanz ein 

A-514/2013 

Seite 27 

Taggeld von Fr. 500.-- beanspruchen kann. Weshalb dieses Ergebnis 

nicht durch die Kostenverordnung 1968 gedeckt sein sollte, vermag das 

Bundesverwaltungsgericht nicht zu erkennen. Freilich liegt dieser die An-

nahme zugrunde, das Präsidium der eidgenössischen Schätzungskom-

mission werde nebenamtlich ausgeübt, womit sie auf die Situation eines 

hauptamtlichen Präsidiums nicht zugeschnitten ist (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1C_244/2012 vom 6. September 2012 E. 5). Die sich in die-

sem Zusammenhang stellende Frage, ob ein in der interessierenden 

Zeitspanne ganz oder teilweise im Nebenerwerb selbständig erwerbender 

Rechtsanwalt gleichwohl ein Taggeld von Fr. 800.– beanspruchen kann, 

muss im vorliegenden Fall allerdings nicht entschieden werden, weil die 

Beigeladene in der strittigen Zeitspanne keinem Nebenwerb nachgegan-

gen ist. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, auf welcher Grundlage 

der Beigeladenen das für freierwerbende Anwälte vorgesehene Taggeld 

von Fr. 800.-- zuerkannt werden könnte. Als in der strittigen Zeitspanne 

ausschliesslich für die Vorinstanz tätige Präsidentin steht ihr vielmehr ge-

stützt auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 Kostenverordnung 1968 das übliche Tag-

geld von Fr. 500.-- zu.  

9.1.1 Gegen dieses Ergebnis wendet die Beigeladene ein, die Beschwer-

deführerin nach ihrem Amtsantritt über die Fakturierung der Arbeiten der 

Behördenmitglieder nach verrechenbaren Stunden sowie die Höhe der 

zur Anwendung gebrachten Taggeldansätze informiert zu haben. Die Be-

schwerdeführerin habe der Beigeladenen seinerzeit versichert, die Stun-

denansätze nicht als übermässig zu betrachten und auf deren Anfechtung 

zu verzichten. Wenn die Beschwerdeführerin nunmehr fordere, die Vorin-

stanz müsse die Tätigkeit der Beigeladenen als deren Präsidentin zu ei-

nem Taggeld von Fr. 500.– abrechnen, setze sie sich in Widerspruch zu 

ihrer vormaligen Zusage, einen Stundenansatz von Fr. 200.– zu akzeptie-

ren. Ein solches Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz. Dies müsse 

umso mehr gelten, als die Beigeladene im Hinblick auf die allseits ge-

wünschte Professionalisierung der Vorinstanz ihre Tätigkeit als selbstän-

dige Rechtsanwältin aufgegeben habe. Die Aufsichtsbehörde über die 

eidgenössischen Schätzungskommissionen habe ihr im Übrigen versi-

chert, gleichwohl ein Taggeld von Fr. 800.-- beanspruchen zu können. 

Dieser Argumentation hält die Beschwerdeführerin entgegen, für die strit-

tigen Verfahrenskosten sei nicht massgebend, womit die Beigeladene bei 

ihrem Amtsantritt gerechnet und was diese mit der Aufsichtsbehörde über 

die eidgenössischen Schätzungskommissionen besprochen habe bzw. zu 

welchem Stundenansatz diese die Beigeladene für allgemeine Arbeiten 

entschädige. Ebenso sei belanglos, welche "interne Praxis" die Vorin-

A-514/2013 

Seite 28 

stanz für die Festlegung der Honorare in der Vergangenheit gepflegt ha-

be, zumal die Beschwerdeführerin davon anfänglich nichts gewusst habe 

und sich dafür auch nicht habe interessieren müssen. Solange die Vorin-

stanz in den Rechnungen durch die Umrechnung der verrechneten Stun-

den in ganze oder halbe Taggelder den Anschein einer Abrechnungswei-

se nach Taggeldern von Fr. 800.-- (bzw. Fr. 500.--) erweckt habe, sei es 

jedenfalls verfehlt, gegen die Beschwerdeführerin den Grundsatz von 

Treu und Glauben anzurufen. 

9.1.2 Das Verbot des Rechtsmissbrauchs ist Teil des in Art. 5 Abs. 3 und 

Art. 9 BV verankerten Grundsatzes von Treu und Glauben, der als allge-

meine Verhaltensregel, die sowohl Private als auch Behörden bindet, die 

gesamte Rechtsordnung durchdringt. Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung liegt ein Rechtsmissbrauch namentlich dann vor, wenn 

ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwen-

det wird, die dieses nicht schützen will, oder wenn das Interesse an der 

Rechtausübung entweder fehlt oder nur von geringer Schutzwürdigkeit 

ist, weshalb dessen Ausübung als Schikane erscheint (BGE 134 I 65 E. 5; 

131 I 185 E. 3.2.4, 131 I 166 E. 6,1; Urteil des BVGer A-2434/2013 vom 

9. Dezember 2013 E. 7.3; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 22 

Rz. 26; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 716 f.; vgl.: GÄCHTER, 

a.a.O., S. 183 ff.; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in 

der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 27). Wird ein Rechtsmissbrauch als aus-

gewiesen erachtet, so besteht die Rechtsfolge im Regelfall darin, dem 

missbräuchlich geltend gemachten Recht die Durchsetzung zu versagen 

(HAUSHEER/AEBI-MÜLLER, a.a.O., Art. 2 Rz. 204). Bleibt ein in diesem Zu-

sammenhang behauptetes Sachverhaltselement unbewiesen, so trägt 

diejenige Partei die Folgen dieser Beweislosigkeit, welche aus dem Vor-

handensein einer Tatsache Rechte ableiten will (vgl. Urteil des BVGer A-

2662/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 6.3 m.w.H.). 

9.1.3 Soweit sich die Beigeladene vorliegend auf Weisungen der Auf-

sichtsbehörde über die eidgenössischen Schätzungskommissionen und 

von dieser angeblich erhaltene Zusicherungen beruft, sind solche von 

vornherein nicht geeignet, die Beschwerdeführerin zu binden. Wie zu ent-

scheiden wäre, wenn die Vorinstanz die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 

über die von ihr praktizierte Abrechnungsweise informiert und diese die 

zur Anwendung gebrachten Taggeld- und Stundenansätze damals aus-

drücklich akzeptiert sowie auf deren Anfechtung verzichtet hätte, kann 

dahingestellt bleiben, da dieser Sachverhalt nicht erstellt ist. Als mögli-

ches Verhalten, welches geeignet gewesen sein könnte, schutzwürdiges 

A-514/2013 

Seite 29 

Vertrauen zu begründen, bleibt damit nur mehr die Tatsache, dass die 

Beschwerdeführerin die von der Vorinstanz offenbar bereits über Jahr-

zehnte geübte Abrechnungsweise in der Vergangenheit nicht in Frage 

gestellt und die ihr zugestellten Rechnungen bereitwillig beglichen hat, 

wobei offen bleiben muss, ob die Beschwerdeführerin Kenntnis von die-

ser Praxis hatte. Daraus durfte die Vorinstanz nicht den Schluss ziehen, 

die Beschwerdeführerin verzichte zukünftig auf die Anfechtung von Ver-

fahrenskosten, die auf denselben Grundsätzen basieren. Das Verhalten 

der Beschwerdeführerin war somit nicht geeignet, ein für die Vorinstanz 

schützenswertes Vertrauen in die Richtigkeit der von ihr praktizierten Ab-

rechnungspraxis zu begründen. Wenn die Beschwerdeführerin im vorlie-

genden Verfahren von der Vorinstanz fordert, die von der Beigeladenen in 

ihrer Funktion als deren vormalige Präsidentin getätigten Arbeiten zum 

massgeblichen Taggeld- bzw. Stundenansatz abzurechnen, verhält sie 

sich demzufolge nicht rechtsmissbräuchlich. Die fraglichen Arbeiten sind 

daher nach dem gesetzlich vorgesehenen Taggeld zu entschädigen. 

9.2 Strittig ist im Weiteren, wie viel Zeit die Beigeladene im Zeitraum von 

Februar 2011 bis Februar 2012 für fluglärmbedingte Einigungs- und 

Schätzungsverfahren aufgewendet hat und ob dieser Zeitaufwand ange-

messen war. 

9.2.1 Die Beschwerdeführerin führt diesbezüglich aus, die Beigeladene 

habe rund 95 Arbeitsstunden in den Aufbau der Büroinfrastruktur der Vor-

instanz, 100 Arbeitsstunden in das Abrechnungswesen und weitere 28 

Stunden in das Personalwesen investiert. Dieser Aufwand, soweit er denn 

ausgewiesen sei, erscheine unangemessen hoch. Ausserdem sei nicht 

einzusehen, weshalb die Beschwerdeführerin die daraus resultierenden 

Verfahrenskosten allein zu tragen habe, obgleich die Beigeladene selbst 

ausführe, von diesen administrativen Arbeiten hätten nicht nur die Be-

schwerdeführerin, sondern ebenfalls andere Enteigner sowie die Auf-

sichtsbehörde über die eidgenössischen Schätzungskommissionen profi-

tiert. Sei dem so, hätte die Vorinstanz die Kosten für diese Arbeiten zwi-

schen diesen Personen anteilsmässig verteilen müssen. Sodann habe 

die Vorinstanz der Beschwerdeführerin für Arbeiten in fluglärmbedingten 

Einigungs- und Schätzungsverfahren teilweise sehr hohe Einzelbeträge 

verrechnet, ohne diese ausreichend und nachvollziehbar zu substantiie-

ren. Die fraglichen Einzelbeträge von Fr. 5'967.-- (Oktober 2011, Beilage 

20), Fr. 6'516.-- (November 2011, Beilage 22), Fr. 2'250.-- (Januar 2012), 

Fr. 4'880.-- (Januar 2012. Beilage 23), Fr. 2'100.-- (Februar 2012) und 

Fr. 2'150.-- (Februar 2012, Beilage 24) würden deshalb ausdrücklich 

A-514/2013 

Seite 30 

bestritten. Schliesslich wolle die Beigeladene an einem einzigen Tag, 

nämlich am 26. Juli 2011 (vgl. Beilage 17), insgesamt 21 Arbeitsstunden 

gearbeitet haben. Dieser Aufwand sei augenscheinlich nicht ausgewie-

sen. Die monierten Einzelpositionen seien angemessen, d.h. um mindes-

tens 60 Stunden, zu kürzen, woraus Verfahrenskosten von Fr. 29'635.20 

zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen und Staatsgebühren resultieren 

würden.  

9.2.2 Dieser Argumentation hält die Beigeladene entgegen, die Umset-

zung der von der Aufsichtsdelegation angeordneten Massnahmen – d.h. 

die Suche nach geeigneten Räumen sowie Personal, der Aufbau einer 

Datenbank, die Einarbeitung des rekrutierten Personals, das Abrech-

nungswesen für 15 Personen (drei Präsidiumsmitglieder, ein Aktuar, ein 

oder zwei Hilfskräfte, zehn Fachmitglieder mit und ohne AHV-

Abrechnung), die Modernisierung der Arbeitsplätze mit neuen Computern 

und einer zeitgemässen Software, die Aktenübernahme vom ehemaligen 

Präsidenten und des vormaligen Vizepräsidenten sowie deren Strukturie-

rung – hätten die Beigeladene in der strittigen Zeitspanne mit einem Pen-

sum von 70% beansprucht. Die Beigeladene habe beim Amtseintritt eine 

in ihren Strukturen veraltete Kommission übernommen und die zentrale 

Kanzlei an der Minervastrasse von Grund auf neu aufgebaut. Dies sei 

keine Routinearbeit gewesen und habe einen hohen Einsatz erfordert. Es 

gehe nicht an, die von diesen administrativen Arbeiten entlasteten Vize-

präsidenten für seine Arbeit vollständig zu entschädigen, während der 

Beigeladenen vorgehalten werde, sie habe gemessen am Gesamthono-

rar zu hohe Administrativkosten in Rechnung gestellt. Nicht zu hören sei 

die Beschwerdeführerin sodann mit ihrem gegen die Rechnung 002/2011 

erhobenen Einwand. Das Bundesverwaltungsgericht habe die entspre-

chenden Arbeiten im Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 überprüft und 

als angemessen erachtet. Die Beschwerdeführerin habe dieses Urteil 

nicht angefochten, weshalb sie an die darin getroffene Einschätzung ge-

bunden sei. Schliesslich seien in den Details zur Rechnung 016/2011 für 

den 26. Juli 2011 irrtümlicherweise 21 Arbeitsstunden ausgewiesen wor-

den. Wie dem eingereichten WinJur-Auszug entnommen werden könne, 

seien die fraglichen Arbeiten tatsächlich vom 22. bis zum 29. Juli 2011 er-

bracht worden, womit der fragliche Arbeitsaufwand ausgewiesen sei. 

Demnach erwiesen sich die in der angefochtenen Verfügung für die Tä-

tigkeit der Beigeladenen als vormalige Präsidentin der Vorinstanz der Be-

schwerdeführerin auferlegten Verfahrenskosten als zulässig. 

A-514/2013 

Seite 31 

9.2.3 Die Beigeladene hat die Arbeitsstunden, welche sie als Präsidentin 

für die Vorinstanz in der interessierenden Zeitspanne erbracht hat, im 

WinJur erfasst. Laut den eingereichten WinJur-Auszügen war sie in der 

Zeitspanne von Februar 2011 bis Februar 2012 insgesamt 670.35 Stun-

den für die Vorinstanz tätig (Beilage 3, S. 51). In den Akten deutet nichts 

darauf hin, dass sie übermässig viele Arbeitsstunden im WinJur erfasst 

hätte. Im Gegenteil weist sie regelmässig Arbeitstage mit zwei bis sechs 

Arbeitsstunden aus, obgleich die derzeitige Vizepräsidentin der Vorin-

stanz im Schreiben vom 29. November 2013 festhält, die Beigelade habe 

an den Werktagen in der Regel von 8.00–16.00 Uhr für die Vorinstanz 

gearbeitet und sei für die Behördenmitglieder selbst während der Ferien 

erreichbar gewesen. Wenngleich die Vizepräsidentin der Vorinstanz nur 

die Anwesenheit der Beigeladenen in den Büroräumlichkeiten der Vorins-

tanz bezeugen kann, nicht deren effektive Arbeitstätigkeit, erscheint es 

dem Bundesverwaltungsgericht unter diesen Umständen durchaus plau-

sibel, dass die Beigeladene in der interessierenden Zeitspanne mehr als 

die im WinJur ausgewiesenen 670.35 Stunden für die Vorinstanz tätig 

gewesen ist. Die Beigeladene legt indes nicht dar, welche Arbeiten sie 

nicht oder nur teilweise erfasst hat. Die von der Beschwerdeführerin auf-

grund der Vorbringen der Beigeladenen gezogene Schlussfolgerung, die-

se habe nur die Hälfte der effektiven Arbeitszeit im WinJur erfasst, hat 

diese in der Stellungnahme vom 18. Dezember 2013 ausdrücklich zu-

rückgewiesen und abermals betont, über ihre Tätigkeit als Präsidentin der 

Vorinstanz wie eine Rechtsanwältin abgerechnet zu haben. Bei dieser 

Ausgangslage würde es sich anbieten, die tatsächliche Arbeitszeit der 

Beigeladenen aufgrund der im Auftrag des Schweizerischen Anwaltsver-

bands durchgeführten Studie des Schweizerischen Instituts für Klein- und 

Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen (KMU-SG) zu ermitteln, 

welche von einem Anteil fakturierbarer Stunden eines Rechtsanwalts an 

dessen gesamter Arbeitszeit von durchschnittlich 75% ausgeht (vgl. BRU-

NO PELLEGRINI, Umfrage bei den Schweizer Anwältinnen und Anwälten zu 

den Praxiskosten, in: Anwaltsrevue 2005, S. 313 f.). Ein solches Vorge-

hen ist vorliegend allerdings abzulehnen, weil die Beigeladene im Unter-

schied zu einem selbständig erwerbenden Rechtsanwalt die Arbeiten im 

Zusammenhang mit dem Aufbau der Büroinfrastruktur der Vorinstanz und 

der Optimierung der dortigen Arbeitsabläufe sowie der Rekrutierung und 

Einarbeitung von Hilfskräften im WinJur erfasst hat (vgl. dazu: E. 7.8 hier-

vor), weshalb sich deren Anteil nicht "verrechneter" Arbeitsstunden an der 

gesamten Arbeitszeit deutlich unter dem in dieser Studie ermittelten 

Durchschnittswert bewegen dürfte. Lassen sich die von der Beigeladenen 

A-514/2013 

Seite 32 

tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden nicht (mehr) ermitteln, so muss es 

bei den im WinJur erfassten sein Bewenden haben. 

9.2.4 Von den fraglichen 670.35 Stunden hat die Vorinstanz 559.81 Stun-

den der sich auf die Beschwerdeführererin beziehenden Rubrik "F-

Fluglärm zugeordnet (670.35 h – 0.17 h [Seite 1] – 1.00 h [Seite 2] – 0.50 

h [Seite 2] – 2.00 h [Seite 2] – 0.17 h [S. 5] – 0.17 h [S. 6] – 1.00 h [S. 6] – 

0.83 h [S. 6] – 0.33 h [S. 7] – 0.17 h [S. 9] – 0.25 h [S. 11] – 0.50 h [S. 11] 

– 0.25 h [S. 11] – 1.00 h [S. 12] – 1.25 h [S. 14] – 0.50 h [S. 14] – 0.75 h 

[S. 14] – 0.50 h [S. 14] – 3.00 h [S. 15] – 0.33 h [S. 15] – 3.00 [S. 15] – 

1.0 h [S. 15] – 2.00 [S. 15] – 1.08 h [S. 16] – 2.00 h [S. 16] – 0.25 h 

[S. 16] – 0.17 h [S. 16] – 0.33 h [S. 16] – 4.00 h [S. 16] – 2.50 h [S. 17] – 

0.25 h [S. 17]– 0.50 h [S. 18] – 2.50 h [S. 18] – 0.17 h [S. 18] – 3.00 h 

[S. 19] – 0.17 h [S. 19] – 0.25 h [S. 19] – 1.00 h [S. 19] – 2.00 h [S. 20] – 

1.00 h [S. 20] – 0.17 h [S. 21] – 0.50 h [S. 21] – 0.83 h [S. 21] – 1.50 h 

[S. 22] – 0.84 h [S. 22] – 1.50 h [S. 22] – 0.17 h [S. 24] – 1.25 h [S. 25] – 

1.00 [S. 25 f.] – 0.33 h [S. 26] – 4.00 h [S. 28] – 2.00 h [S. 28] – 1.75 h 

[S. 28] – 0.50 h [S. 28] – 3.00 h [S. 29] – 2.00 h [S. 29] – 0.17 [S. 29] – 

2.00 h [S. 30] – 0.33 h [S. 30] – 3.00 h [S. 30] – 0.50 h [S. 30] – 0.50 h 

[S. 30] – 0.50 h [S. 30] – 0.33 h [S. 30] – 0.50 [S. 30] – 0.50 h [S. 31] – 

0.17 [S. 31] – 0.25 h [S. 32] – 0.67 h [S. 32] – 0.17 h [S. 33] – 1.25 h 

[S. 33] – 0.17 h [S. 33] – 0.25 h [S. 35] – 0.17 h [S. 36] – 0.17 h [S. 36] – 

0.33 h [S. 36] – 0.50 h [S. 36] – 0.25 h [S. 37] – 0.67 h [S. 37] – 0.25 h 

[S. 38] – 0.75 h [S. 38] – 0.25 h [S. 38] – 1.75 h [S. 38] – 1.50 h [S. 39] – 

0.25 h [S. 40] – 0.17 h [S. 40] – 0.50 h [S. 40] – 0.33 h [S. 41] – 0.17 h 

[S. 41] – 0.83 h [S. 41] – 0.67 h [S. 42] – 0.25 h [S. 42] – 4.00 h [S. 43] – 

4.00 h [S. 43] – 0.25 h [S. 43] – 1.50 h [S. 44] – 1.00 h [S. 44] – 0.17 h 

[S. 44] – 1.00 h [S. 45] – 5.00 h [S. 45] – 1.83 h [S. 46] – 0.33 h [S. 46] – 

0.17 h [S. 46] – 0.25 h [S. 46] – 1.75 h [S. 47] – 0.17 [S. 47] – 0.25 h 

[S. 48] – 0.25 h [S. 48] – 0.33 h [S. 48] – 0.50 h [S. 49] – 0.17 h [S. 49] – 

0.17 h [S. 49] – 3.00 h [S. 49] – 0.25 h [S. 50]).  

9.2.4.1 Davon weisen die unter den Bezeichnungen "F-Fluglärm Osten / 

Überwiesen 2002 bis 2010", "F-Fluglärm TG und SG", "F-Fluglärm 

4. Welle / F-Fluglärm Welle: Nord- und Westgemeinden", "F-Fluglärm 

4. Welle / F-Fluglärm 4. Welle: Pilotfälle 1999-137P/019 (…)", "F-Fluglärm 

4. Welle / F-Fluglärm 4. Welle: Opfikon/Glattbrugg (…)" sowie "F-Fluglärm 

Süden (…)" erfassten 269.32 Arbeitsstunden einen unmittelbaren Zu-

sammenhang zu fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren 

auf und können infolgedessen ohne Weiteres den fraglichen Verfahren 

zugewiesen werden (0.67 h [S. 1] + 1.00 h [S. 2] + 1.00 h [S. 3] + 0.50 h 

A-514/2013 

Seite 33 

[S. 3] + 0.75 h [S. 4] + 3.0 h [S. 4] + 0.50 h [S. 5] + 0.50 h [S. 5] + 0.25 h 

[S. 5] 0.75 h [S. 5] + 0.50 [S. 6] + 0.50 [S. 6] + 0.25 h [S. 6] + 0.17 h [S. 6] 

+ 0.25 h [S. 6 f.] + 1.75 h [S. 7] + 3.00 h [S. 7] + 1.00 [S. 7] + 1.00 h [S. 7] 

+ 2.50 h [S. 7] + 1.25 h [S. 8] + 2.50 h [S. 8] + 0.42 h [S. 8] + 1.00 h [S. 8] 

+ 1.00 h [S. 8] + 1.50 h [S. 9] + 3.33 h [S. 10] + 0.33 h [S. 11] + 1.00 h 

[S. 12] + 1.00 h [S. 12] + 0.50 h [S. 12] + 1.50 h [S. 12] + 0.50 h [S. 12] + 

0.25 h [S. 13] + 1.00 h [S. 13] + 0.50 h [S. 13] + 2.00 h [S. 13] + 1.00 h 

[S. 13] + 2.00 h [S. 13] + 0.75 h [S. 14] + 0.25 h [S. 14] + 2.50 h [S. 14] + 

2.50 h [S. 15] + 0.33 h [S. 15] + 0.50 h [S. 15] + 0.75 h [S. 16] + 0.17 h 

[S. 16] + 1.00 h [S. 17] + 0.25 h [S. 17] + 2.25 h [S. 17] + 2.00 h [S. 17] + 

2.00 h [S. 17] + 0.33 h [S. 17] + 2.00 h [S. 17] + 0.25 h [S. 17] + 0.17 h 

[S. 18] + 0.58 h [S. 18] + 3.00 h [S. 19] + 0.17 h [S. 19] + 0.17 h [S. 19] + 

0.17 h [S. 19] + 0.17 h [S. 19] + 0.17 h [S. 19] + 0.25 h [S. 20] + 0.25 h 

[S. 20] + 0.25 h [S. 20]+ 2.00 [S. 20] + 0.25 h [S. 21] + 0.50 h [S. 21] + 

0.17 h [S. 21] + 1.00 h [S. 21] + 0.33 h [S. 22] + 1.00 [S. 22] + 0.25 h 

[S. 23] + 0.50 h [S. 23] + 4.00 h [S. 23] + 0.25 h [S. 23] + 0.17 h [S. 23] + 

0.50 h [S. 23] + 0.50 h [S. 23] + 1.00 h [S. 23] + 0.33 h [S. 23] + 4.00 h 

[S. 23] + 0.25 h [S. 24] + 0.75 h [S. 24] + 4.00 h [S. 24] + 0.17 h [S. 24] + 

0.50 h [S. 24] + 1.00 h [S. 24] + 0.67 h [S. 24] + 1.00 h [S. 24] + 0.17 h 

[S. 25] + 0.17 h [S. 25] + 2.00 h [S. 25] + 0.25 h [S. 26] + 1.17 h [S. 26] + 

1.00 h [S. 26] + 1.00 h [S. 26] + 2.00 h [S. 27] + 1.00 h [S. 27] + 0.58 h 

[S. 27] + 1.25 h [S. 27] + 0.50 h [S. 27] + 0.50 h [S. 27] + 1.17 h [S. 27] + 

2.00 h [S. 27] + 0.33 h [S. 27] + 0.17 h [S. 27] + 0.25 h [S. 28] + 0.17 h 

[S. 28] + 3.00 h [S. 28] + 0.25 h [S. 28] + 0.33 h [S. 29] + 0.50 h [S. 29] + 

0.33 h [S. 29] + 0.75 h [S. 29] + 0.50 h [S. 29] + 0.50 h [S. 29] + 0.50 h 

[S. 29] + 0.17 h [S. 30] + 0.58 h [S. 30] + 1.25 h [S. 30] + 1.83 h [S. 30] + 

2.92 h [S. 31] + 0.17 h [S. 31] + 1.50 h [S. 31] + 2.00 h [S. 31] + 0.75 h 

[S. 31] + 0.75 h [S. 32] + 0.25 h [S. 32] + 0.75 h [S. 32] + 2.59 h [S. 32] + 

2.59 h [S. 32] + 1.50 h [S. 32] + 0.50 h [S. 32] + 3.92 h [S. 33] + 0.50 h 

[S. 33] + 0.67 h [S. 33] + 0.08 h [S. 33] + 2.58 h [S. 33] + 0.08 h [S. 33] + 

1.75 h [S. 33] + 3.00 h [S. 33] + 0.50 h [S. 33] + 0.67 h [S. 33] + 5.25 h 

[S. 34] + 5.17 h [S. 34] + 6.25 h [S. 34] + 3.50 h [S. 34] + 4.58 h [S. 34] + 

0.75 h [S. 34 f.] + 0.17 h [S. 35] + 3.00 h [S. 35] + 0.17 h [S. 35] + 3.00 h 

[S. 35] + 5.58 h [S. 35] + 4.00 [S. 35] + 3.00 h [S. 35] + 6.00 h [S. 36] + 

0.17 h [S. 36] + 5.00 h [S. 36] + 1.25 h [S. 36] + 2.00 h [S. 37] + 0.75 h 

[S. 37] + 0.25 h [S. 38] + 0.25 h [S. 38] + 0.33 h [S. 39] + 0.50 h [S. 39] + 

0.67 h [S. 39] + 0.83 h [S. 39] + 0.33 h [S. 39] + 0.50 h [S. 39] + 0.50 h 

[S. 40] + 0.17 h [S. 40] + 0.17 h [S. 40] + 0.17 h [S. 40] + 0.58 h [S. 41] + 

0.50 h [S. 41] + 0.17 h [S. 42] + 0.17 h [S. 42] + 0.17 h [S. 42] + 0.42 h 

[S. 42] + 0.17 h [S. 42] 0.92 h [S. 42] + 0.33 h [S. 42] + 1.50 h [S. 43] + 

0.25 h [S. 43] + 0.50 h [S. 44] + 0.50 h [S. 44] + 0.33 h [S. 44] + 0.50 h 

A-514/2013 

Seite 34 

[S. 44] + 0.17 h [S. 44] + 0.17 h [S. 44] + 1.00 h [S. 44] + 1.00 h [S. 44] + 

4.67 h [S. 45] + 4.00 h [S. 45] + 1.00 h [S. 45] + 4.00 h [S. 45] + 4.00 h 

[S. 45] + 4.50 h [S. 45] + 1.00 h [S. 45] + 4.50 [S. 46] + 0.33 h [S. 46] + 

0.33 h [S. 46] + 0.50 h [S. 47] + 0.50 h [S. 47] + 0.75 h [S. 47] + 0.50 h 

[S. 48] + 0.50 h [S. 48] + 0.50 h [S. 49] + 2.50 h [S. 49] + 4.00 h [S. 49] + 

1.50 h [S. 50] + 0.75 h [S. 50] + 2.00 [S. 50] + 2.50 h [S. 50] + 3.00 h 

[S. 50] + 1.00 h [S. 50]; vgl. Beilage Nr. 3). Ferner stehen, wie der stich-

wortartigen Umschreibung der erfassten Arbeiten entnommen werden 

kann, gewisse, unter der Bezeichnung "F-Fluglärm – *Korrespondenz", 

"F-Fluglärm – *Abrechnungswesen" und "F-Fluglärm – *Sitzungen" er-

fassten Arbeiten im Umfang von 40.53 Stunden in unmittelbarem Zu-

sammenhang zu fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren, 

weshalb diese Arbeiten ebenfalls den die Beschwerdeführerin betreffen-

den Verfahren zuzuweisen sind (vgl. 0.17 h [S. 6, Mail an R. Gfeller] + 0.5 

h [S. 8, Vorbereitung der Sitzung vom 7.04.2011] + 0.67 h [S. 9, Sitzung 

betreffend die Abrechnung der Verfahrenskosten gegenüber der Be-

schwerdeführerin] + 0.75 h [S. 9, Sitzung betreffend die Abrechnung ge-

genüber der Beschwerdeführerin] + 0.50 h [S. 9, Sitzung betreffend die 

Abrechnung gegenüber der Beschwerdeführerin] + 4.25 h [S. 10, Vor-

schusskonto der Beschwerdeführerin] + 0.75 h [S. 10, Vorschusskonto 

der Beschwerdeführerin] + 0.50 h [S. 10, Vorschusskonto der Beschwer-

deführerin] + 0.17 h [S. 10, Vorschusskonto der Beschwerdeführerin] + 

2.50 h [S. 11, Kostenverfügung für die Beschwerdeführerin] + 1.50 [S. 11, 

Kostenverfügung für die Beschwerdeführerin] + 1.25 h [S. 11, Kostenver-

fügung für die Beschwerdeführerin] + 2.25 h [S. 12, Aufbereitung der Leis-

tungserfassung für die Kostenverfügung zuhanden der Beschwerdeführe-

rin] + 2.50 h [S. 12, Aufbereitung der Leistungserfassung für die Kosten-

verfügung zuhanden der Beschwerdeführerin] + 1.50 h [S. 13, Sitzung 

betreffend die Zwischenabrechnung] + 1.00 h [S. 18, Beschwerde der 

Beschwerdeführerin gegen die Zwischenabrechnung] + 1.50 h [S. 18, Be-

schwerde der Beschwerdeführerin gegen die Zwischenabrechnung] + 

1.50 h [S. 19, Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die Zwischen-

abrechnung] + 2.25 h [S. 22, Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen 

die Zwischenabrechnung] + 1.00 h [S. 22, Beschwerde der Beschwerde-

führerin gegen die Zwischenabrechnung] + 1.00 h [S. 22, Beschwerde der 

Beschwerdeführerin gegen die Zwischenabrechnung] + 2.25 h [S. 27, Sit-

zung betreffend Überflugentschädigung] + 0.67 h [S. 27, Nachbearbei-

tung der Sitzung betreffend Überflugentschädigung] + 0.50 h [S. 28, Be-

sprechung mit CS betreffend diverser Fluglärmfälle] + 0.50 h [S. 31, Be-

schwerde der Beschwerdeführerin gegen die Zwischenverfügung] + 0.50 

h [S. 31, Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die Zwischenverfü-

A-514/2013 

Seite 35 

gung] + 0.25 h [S. 43, Telefonat mit dem Rechtsvertreter der Beschwerde-

führerin] + 7.25 h [S. 46, Zwischenabrechnung betreffend die Beschwer-

deführerin] + 0.60 h [S. 47, Mail an den Rechtsvertreter der Beschwerde-

führerin]).  

9.2.4.2 Die restlichen 249.96 Arbeitsstunden (559.81 h – 269.32 h – 

40.53 h), welche die Vorinstanz der Beschwerdeführerin belastet hat, 

betreffen hingegen Arbeiten, welche die Beigeladene im erfassten Zeit-

raum losgelöst von einzelnen Einigungs- und Schätzungsverfahren er-

bracht hat. Die fraglichen Tätigkeiten, die unter den Rubriken "F-Fluglärm 

–*Geschäftsplanung / Geschäftsplanung 2012", "F-Fluglärm – Personal 

bis 31.12.2012 (…)", "F-Fluglärm – *Sitzungen / Teamsitzungen", "F-

Fluglärm – *Abrechnungswesen bis 31.12.2012 (…)", "F-Fluglärm – "Inf-

rastruktur, Büroorganisation bis 31.12.2012/(…)", "F-Fluglärm – * Abrech-

nungswesen bis 31.12.2012 / (…)" sowie "F-Fluglärm – *Korrespondenz, 

Telefone, Kommunikation / (…)" figurieren, stehen jedoch insofern im Zu-

sammenhang mit den während des erfassten Zeitraums bearbeiteten 

fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren, als sie dem Auf-

bau der Büroinfrastruktur der Vorinstanz, der Optimierung der dortigen 

Arbeitsabläufe, dem Abrechnungswesen sowie der Auswahl, Instruktion 

und Führung der für die Vorinstanz tätigen Hilfskräfte gedient und damit 

zu einer beförderlichen Erledigung der im erfassten Zeitraum bearbeite-

ten Einigungs- und Schätzungsverfahren beigetragen haben. Die fragli-

chen Tätigkeiten liegen demnach nicht ausserhalb der eigentlichen "Ge-

schäftstätigkeit" der Vorinstanz. Sie sind allerdings nicht nur der Be-

schwerdeführerin, sondern sämtlichen Personen, deren Angelegenheiten 

in der fraglichen Zeitspanne von der Vorinstanz bearbeitet wurden, zu 

Gute gekommen, weshalb sie nur insoweit den fluglärmbedingten Eini-

gungs- und Schätzungsverfahren zugewiesen werden dürfen, als die Vor-

instanz in der interessierenden Zeitspanne durch die Bearbeitung der 

fraglichen Verfahren beansprucht wurde (vgl. dazu: E. 8.2.2.2 hiervor).  

9.2.4.3 Im Jahr 2011 hat sich die Vorinstanz, wie bereits festgehalten (vgl. 

E. 8.2.2.3 hiervor), zu 86.80% mit fluglärmbedingten Einigungs- und 

Schätzungsverfahren beschäftigt.  

Wie hoch der entsprechende Anteil im Zeitraum von Januar bis Februar 

2012 gewesen ist, kann aufgrund der durch WinJur generierten Zusam-

menstellung ermittelt werden, in welcher die von der Vorinstanz im Zeit-

raum vom 1. Januar 2012 bis zum 29. Februar 2012 getätigten Arbeiten, 

gegliedert in die Rubriken "A-Bund", "B-Bahn" sowie "F-Fluglärm" ausge-

A-514/2013 

Seite 36 

wiesen werden (Beilage 2). Danach haben die für die Vorinstanz tätigen 

Personen im erfassten Zeitraum insgesamt 692.15 Stunden für die Vorin-

stanz gearbeitet (Beilage 2, S. 5). Davon entfallen 613.99 Arbeitsstunden 

auf die sich auf die Beschwerdeführerin beziehende Rubrik "F-Fluglärm", 

wovon der weitaus überwiegende Anteil direkt im Zusammenhang mit 

fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren steht. Dass diese 

Arbeiten den fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren zu-

zuweisen sind, liegt auf der Hand und ist denn auch unbestritten geblie-

ben. Hingegen verlangt die Beschwerdeführerin zu Recht, es sei nur ein 

Teil der mittelbar mit den Einigungs- und Schätzungsverfahren zusam-

menhängenden Arbeiten den sie betreffenden Einigungs- und Schät-

zungsverfahren zuzuweisen. Dies trifft für die zu beurteilenden Arbeiten 

der Beigeladenen von Januar bis Februar 2012 im Umfang von 36.16 

Stunden zu (0.67 h [S. 42] + 0.42 h [S. 42] + 0.33 h [S. 43] + 0.33 h 

[S. 43] + 0.17 h [S. 43] + 0.25 h [S. 43] + 0.17 h [S. 43] + 1.17 h [S. 43] + 

1.08 h [S. 43] + 1.00 h [S. 43] + 1.00 h [S. 44] + 3.00 h [S. 44] + 0.33 h 

[S. 44] + 0.50 h [S. 45] + 1.25 h [S. 46] + 0.83 h [S. 46] + 0.67 h [S. 46] + 

1.50 h [S. 46] + 2.00 h [S. 46] + 1.00 h [S. 47] + 1.25 h [S. 47] + 0.25 h 

[S. 47] + 0.25 h [S. 47] + 0.17 h [S. 47] + 0.25 h [S. 47] + 0.17 h [S. 47] + 

0.25 h [S. 47] + 0.17 h [S. 47] + 0.80 h [S. 47] + 0.80 h [S. 47] + 0.20 h 

[S. 47] + 0.50 h [S. 48] + 1.00 [S. 48] + 0.17 h [S. 48] + 1.00 h [S. 48] + 

0.50 h [S. 48] + 0.25 h [S. 48] + 1.50 h [S. 48] + 0.50 h [S. 48] – 1.50 h 

[S. 48] – 0.50 h [S. 49] – 0.50 h [S. 49] – 1.50 h [S. 49] + 0.17 h [S. 49] + 

0.17 h [S. 49] + 1.50 h [S. 49] + 0.17 h [S. 49] + 0.50 h [S. 50] + 0.75 h 

[S. 50] + 0.50 h [S. 50] + 0.50 h [S. 50] + 0.25 h [S. 50]; vgl. Beilage 3). 

Um die diesbezügliche Zuordnung zu korrigieren, sind die fraglichen 

Stunden sowohl vom Total der Arbeitsstunden der Vorinstanz (655.99 

[692.15 h – 36.16 h]) als auch den unter der Position "F-Fluglärm" 

(577.83 h [613.99 h – 36.16 h]) insgesamt erfassten in Abzug zu bringen 

und auf dieser Grundlage der auf die Beschwerdeführerin entfallende An-

teil am gesamten Arbeitsvolumen der Vorinstanz neu zu berechnen (vgl. 

Urteil des BVGer A-4910/2012 vom 7. März 2013 E. 4.5.3.4). Daraus re-

sultiert ein auf die Beschwerdeführerin entfallender Anteil von 88.08 % 

(577.83 h: 655.99 h x 100) am gesamten Arbeitsvolumen der Vorinstanz.  

Demzufolge entfallen von den 249.96 Stunden auf das Jahr 2011 185.58 

h (86.80% x 213.80 h [249.96 h – 36.16 h]), auf das Jahr 2012 31.85 

Stunden (88.08% x 36.16 h), total 217.43 Stunden auf fluglärmbedingte 

Einigungs- und Schätzungsverfahren. 

A-514/2013 

Seite 37 

9.2.4.4 Insgesamt sind von den strittigen Arbeiten folglich 527.28 Stunden 

fluglärmbedingten Einigungs- und Schätzungsverfahren zuzuordnen 

(217.43 h + 40.53 + 269.32 h).  

9.2.5 Was die Verfahrensbeteiligten dagegen vorbringen, vermag nicht zu 

überzeugen. Der Einwand der Beigeladenen, die Beschwerdeführerin 

könne die in der Rechnung 002/2011 enthaltenen und vom Bundesver-

waltungsgericht bereits im Urteil A-3043/2011 vom 15. März 2012 beur-

teilten Arbeiten nicht mehr anfechten, erweist sich – wie bereits ausge-

führt – als unbegründet, weil sich die massgebliche Sach- und Rechtsla-

ge seither verändert hat, weshalb das Bundesverwaltungsgericht an die 

in diesem Urteil getroffene Einschätzung nicht (mehr) gebunden ist (vgl. 

E. 8.2.1 hiervor). Hinsichtlich der Angemessenheit des strittigen Arbeits-

aufwandes der Beigeladenen ist sodann festzuhalten, dass dieser auf-

grund der Akten zu keinen Beanstandungen Anlass gibt. Es liegt in der 

Natur der Sache, dass die Neustrukturierung einer Gerichtsbehörde nicht 

immer geradlinig verlaufen und dauernden Veränderungen unterworfen 

sein kann, welche die Verantwortlichen zu Anpassungen der implemen-

tierten Arbeitsabläufe zwingen. Vor diesem Hintergrund erweisen sich die 

von der Beigeladenen hierfür aufgewendeten rund 250 Arbeitsstunden 

durchaus als angemessen. Jedenfalls bei isolierter Betrachtung gilt das-

selbe für die verfahrensbezogenen Arbeiten der Beigeladenen (Organisa-

tion und Durchführung von Augenscheinen in Pilotfällen, Besprechung 

von Pilotfällen und Bestimmung des weiteren Vorgehens). Soweit die Be-

schwerdeführerin diesbezüglich vorbringt, die Beigeladene habe am 

26. Juli 2011 21 Arbeitsstunden verrechnet, hat die Beigeladene mittels 

des entsprechenden WinJur-Auszugs nachgewiesen, dass sie diese Ar-

beiten tatsächlich in der Zeitspanne vom 22. bis zum 29. Juli 2011 er-

bracht hat (vgl. Beilage 8 der Beigeladenen). Das Bundesverwaltungsge-

richt sieht daher keine Veranlassung, an deren Angemessenheit zu zwei-

feln. Ob die fraglichen Arbeiten jedoch in Bezug auf das konkret in Frage 

stehende Einzelverfahren erforderlich und der konkreten Verfahrenshand-

lung angemessen gewesen sind, kann das Bundesverwaltungsgericht im 

vorliegenden Verfahren nicht beurteilen, weil die Vorinstanz von einer 

fallspezifischen Zuweisung der fraglichen Arbeiten abgesehen hat. Die-

ses Vorgehen ist – wie dargelegt – zwar zulässig, hat jedoch zur Folge, 

dass diese Arbeiten nicht abschliessend auf ihre Angemessenheit hin 

überprüft werden können, weil nicht bekannt ist, welche Leistungen den 

erhobenen Verfahrenskosten gegenüberstehen. Daraus erwächst der 

kostenpflichtigen Partei jedoch kein Nachteil, da diese Frage untersucht 

werden kann, wenn endgültig über die für ein konkretes Einigungs- bzw. 

A-514/2013 

Seite 38 

Schätzungsverfahren zu erhebenden Verfahrenskosten entschieden wird 

und diese zwischen den Parteien des fraglichen Verfahrens in einer Wei-

se verteilt werden, die eine Überprüfung nach dem Äquivalenzprinzip er-

lauben (vgl. E. 8.3.2 hiervor).  

9.2.6 Nach dem vorangehend Ausgeführten entfallen von den strittigen 

Arbeiten insgesamt 527.28 Stunden auf fluglärmbedingte Einigungs- und 

Schätzungsverfahren, womit den fraglichen Verfahren die daraus resultie-

renden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 65'910.-- (527.28 x 125.--) 

zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen zuzuweisen sind. Dass die Vorin-

stanz der Beschwerdeführerin die fraglichen Verfahrenskosten (vorläufig) 

auferlegt hat, ist nicht zu beanstanden, da sie in den fraglichen Verfahren 

als Enteignerin auftritt und damit die in den fraglichen Verfahren geschul-

deten Verfahrenskosten höchstwahrscheinlich zu tragen haben wird (vgl. 

Art. 114 Abs. 1 EntG). Insoweit die Beschwerdeführerin eine weiterge-

hende Reduktion der ihr in der angefochtenen Verfügung auferlegten Ver-

fahrenskosten verlangt, ist ihr Antrag demzufolge als unbegründet abzu-

weisen.  

10.  

Schliesslich erachtet es die Beschwerdeführerin als unzulässig, ihr die 

Auslagen der Beigeladenen infolge des Beizugs der Fierz Steuerberatung 

GmbH im Betrag von Fr. 6'091.20 aufzuerlegen. 

10.1 Zur Begründung dieses Standpunktes führt sie aus, bei den der 

Fierz Steuerberatung übertragenen Arbeiten habe es sich um solche ge-

handelt, welche vom Sekretariat, dem Aktuariat oder einer hierfür beige-

zogenen Hilfskraft hätten erledigt werden können. Diese Personen hätten 

zu einem Stundenansatz gearbeitet, der