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**Case Identifier:** a6761499-9726-5318-add5-e7b5274f4e6e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.07.2008 B-4205/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4205-2007_2008-07-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4205/2007
flr/hia

{T 1/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Ronald Flury (Vorsitz), 
Richter Francesco Brentani, 
Richter Stephan Breitenmoser; 
Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.

BGG Bürgschaftsgenossenschaft für das Gewerbe, 
Eichwaldstrasse 19, Postfach 3069, 6002 Luzern,
Beschwerdeführerin,

gegen

BG Mitte Bürgschaftsgenossenschaft für KMU, 
Bahnhofstrasse 59D, Postfach 1104, 3401 Burgdorf,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD), 
Generalsekretariat, Recht, Sicherheit, Bundeshaus Ost, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung als gewerbeorientierte 
Bürgschaftsorganisation.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4205/2007

Sachverhalt:

A.
Gestützt  auf  den Bundesbeschluss  über  die  Förderung der  gewerb-
lichen  Bürgschaftsgenossenschaften  vom  22. Juni  1949  (AS 1949  II 
1657)  richtete  der  Bund  bis  anhin  Beiträge  an  die  Verluste  der  ge-
werblichen  Bürgschaftsorganisationen  sowie  der  Bürgschaftsgenos-
senschaft der Frauen (SAFFA) im Umfang von 50 - 60% aus. Im Zuge 
der  Reorganisation  des  gewerblichen  Bürgschaftswesens  orientierte 
das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mit Schreiben 
vom 19. Dezember 2006 die gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisa-
tionen  über  das  bevorstehende  Anerkennungsverfahren.  Grundlage 
dafür bilde das Bundesgesetz über die Finanzhilfen an gewerbeorien-
tierte  Bürschaftsorganisationen vom 6. Oktober 2006 (SR 951.25,  im 
Folgenden: Bundesgesetz)  und die Verordnung über die Finanzhilfen 
an  gewerbeorientierte  Bürgschaftsorganisationen  vom  28. Februar 
2007  (SR 951.251,  im  Folgenden:  Verordnung),  welche  zu  diesem 
Zeitpunkt  lediglich  in  Entwurfform  vorlag.  Ein  Anerkennungsgesuch 
könne jederzeit gestellt werden. Die Gesuchsteller hätten ein Konzept 
auszuarbeiten,  welches  insbesondere  sicherstelle,  dass  das  Bürg-
schaftswesen  weiterhin  den  KMU aller  Regionen  der  Schweiz  offen 
stehe  und  dass  das  Bürgschaftsvolumen innert  vier  Jahren  verdrei-
facht werde. Der Gesetzgeber habe zwar die Anzahl der anerkannten 
Organisationen im Bundesgesetz nicht  fixiert,  jedoch gehe aus dem 
Bericht der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates 
(WAK-N) zum Bundesgesetz klar hervor, dass eine drastische Reduk-
tion der Anzahl Bürgschaftsgenossenschaften erwünscht sei. In seiner 
Antwort auf die Interpellation von Frau Ständerätin Fetz vom 24. März 
2006  (Geschäftsnummer  06.3173)  habe  der  Bundesrat  bereits  er-
wähnt, dass er die Zahl der regionalen Bürgschaftsgenossenschaften 
auf deren drei reduzieren möchte. Alle Organisationen, welche die Be-
dingungen  von  Bundesgesetz  und  Verordnung  erfüllen,  könnten  ein 
Anerkennungsgesuch  stellen.  Aufgrund  der  Intention  des  Gesetzge-
bers werde jedoch erwartet, dass die Anzahl der Organisationen redu-
ziert werde und dass nur regionale Organisationen mit zukünftig gros-
sem Bürgschaftsvolumen und mit  der  Möglichkeit  zur  intensiven Zu-
sammenarbeit  mit  den Hauptbanken der  bearbeiteten Regionen,  ein 
Gesuch stellen werden.

B.
Die  Bürgschaftsgenossenschaft  für  das  Gewerbe  BGG,  Luzern  (Be-

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schwerdeführerin), reichte am 15. März 2007 ein Gesuch um Anerken-
nung als Bürgschaftsorganisation im Sinne von Art. 3 und 4 des Bun-
desgesetzes bei der Vorinstanz ein.

C.
Mit Schreiben vom 26. März 2007 bat die Vorinstanz um Ergänzungen. 
Es sei nachzuweisen, dass sämtliche Banken bereit seien, auf ihr An-
teilscheinkapital  zu  verzichten.  Es  sei  zu  präzisieren,  wie  die  Be-
schwerdeführerin ihren Bürgschaftsbestand von knapp 4 Mio. Franken 
auf über 27 Mio. Franken (2010) steigern werde. Des Weiteren sei zu 
präzisieren,  mit  welchen  Massnahmen  die  Beschwerdeführerin  die 
Entwicklung anderer Geschäfte kontrollieren werde und wie sie sicher-
stelle, dass solche Geschäfte die Gewährung von Bürgschaften nicht 
beeinträchtigen.  Mit  Schreiben  vom  30.  März  2007  nahm  die  Be-
schwerdeführerin zu den Fragen der Vorinstanz bezüglich anderen Ge-
schäften Stellung. Mit E-mail vom 23. April 2007 setzte die Beschwer-
deführerin  die  Vorinstanz  davon  in  Kenntnis,  dass  von  drei  Banken 
noch Stellungnahmen bezüglich Anteilscheinkapital fehlten. Zur Frage 
der Steigerung des Bürgschaftsbestandes führte die Beschwerdefüh-
rerin aus, dass künftig Bürgschaften bis Fr. 500'000.- gewährt werden 
könnten und dass der Bürgschaftsbestand durch eine Ausweitung des 
Tätigkeitsgebiets  (Aargau,  Uri,  Schwyz,  Zug)  zusätzlich  gesteigert 
werden  könne. Man  rechne  mit  einer  erneuten  Zusammenarbeit  mit 
den bereits  beteiligten Banken,  den Grossbanken sowie Bankinstitu-
ten, welche im Tätigkeitsgebiet bisher auf die Gewährung von verbürg-
ten Darlehen verzichtet hätten. Man werde gezielte Marketinaktivitäten 
einsetzen. Am 27. April 2007 ergänzte die Beschwerdeführerin sämtli-
che Angaben bezüglich der beteiligten Banken. 

D.
Mit Verfügung vom 22. Mai 2007 lehnte die Vorinstanz das Gesuch der 
Beschwerdeführerin  ab. Sie könne gestützt  auf  Art. 3 und Art. 4 des 
Bundesgesetzes nicht als gewerbeorientierte Bürgschaftsorganisation 
anerkannt werden. Gemäss Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes könne 
der Bundesrat die Anzahl der anerkannten Organisationen beschrän-
ken. Nach Art. 2 Abs. 2 der Verordnung anerkenne das Departement 
nur so viele Organisationen, wie für  eine zweckmässige und kosten-
günstige Förderung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens nötig 
seien. Die Erläuterungen zur Verordnung präzisieren, dass dieses Ziel 
dann erreicht werde, wenn die Zahl der Organisationen auf die im Be-
richt der WAK-N vom 15. November 2005 (BBl 2006 2975 ff.) genann-

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ten  Zielvorstellungen von drei  regionalen Organisationen (Ost/Mittel-
land/West) sowie einer gesamtschweizerisch tätigen Organisation für 
gewerbetreibende Frauen reduziert werde.

Die Beschwerdeführerin sei im Vergleich mit den grossen Bürgschafts-
genossenschaften kleinräumig orientiert. Gegenwärtig gehöre sie mit 
einem Marktanteil von 2,2% gemessen am verwalteten Bürgschaftsvo-
lumen  zu  den  kleinen  Bürgschaftsorganisationen;  die  drei  grossen 
Bürgschaftsorganisationen würden künftig zusammengerechnet 97,8% 
des  gesamtschweizerischen  Bürgschaftsvolumens  vereinen.  Die  Be-
schwerdeführerin erfülle aufgrund ihrer kleinräumigen Orientierung so-
wie ihrer geringen Grösse im Vergleich mit den grossen Bürgschaftsor-
ganisationen die Kriterien nicht, um zu den drei Bürgschaftsorganisati-
onen zu zählen, welche eine zweckmässige und kostengünstige För-
derung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens ermöglichen wür-
den.

E.
Gegen diesen  Entscheid  erhob  die  Beschwerdeführerin  am 20. Juni 
2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte, die 
Verfügung der Vorinstanz vom 22. Mai 2007 sei aufzuheben und die 
Beschwerdeführerin  als  Organisation im Sinne von Art. 3  und 4 des 
Bundesgesetzes  anzuerkennen.  Eventualiter  sei  die  Sache  mit  ver-
bindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bei der Be-
urteilung der Grösse ihrer Organisation sei nur auf die Zahlen des Jah-
res 2006 abgestellt  worden. Die Vorinstanz hätte weder die Entwick-
lung in der Vergangenheit noch die angestrebte Entwicklung in der Zu-
kunft berücksichtigt. Weiter habe es die Vornstanz unterlassen zu prü-
fen, ob die Beschwerdeführerin zweckmässig und kostengünstig han-
deln könne. Die Beschwerdeführerin erfülle mit der Ausdehnung ihres 
Tätigkeitsgebiets die Voraussetzung der überkantonalen Tätigkeit. Die 
Ostschweizerische  Bürgschaftsgenossenschaft  OBTG,  St.  Gallen, 
habe in den vorgenannten Gebieten kaum Bürgschaften abgewickelt. 
Die Einschränkung auf nur drei Standorte berücksichtige die regiona-
len Bedürfnisse nicht. Die Feststellung, dass die Beschwerdeführerin 
zu kleinräumig orientiert sei, sei falsch. Auch die SAFFA könne zweck-
mässig und kostengünstig tätig sein, obwohl diese nur einen geringen 
Bürgschaftsbestand ausweise. Die Vorinstanz habe die materiellen Vo-
raussetzungen nicht  geprüft  und sich einzig auf  die angestrebte An-
zahl  Organisationen  gestützt,  obwohl  diese,  trotz  gesetzlich  einge-
räumter Möglichkeit,  vom Bundesrat explizit  nicht beschränkt worden 

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sei. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen überschritten. Der Sachverhalt 
sei unrichtig und nur unvollständig festgestellt worden. Selbst wenn die 
angefochtene Verfügung im Ermessen der Vorinstanz liege, sei sie zu-
mindest unangemessen.

F.
Mit  Schreiben  vom 5. Juli  2007  meldete  die  BG Mitte,  Bürgschafts-
genossenschaft für KMU (vormals Bürgschaftsgenossenschaft für das 
Gewerbe BG), Burgdorf (Beschwerdegegnerin), im Verfahren vor Bun-
desverwaltungsgericht Parteirechte an.

G.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 13. August 2007, 
die Beschwerde sei  abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu 
bestätigen.  Die  Vorinstanz  habe  bei  der  Prüfung  des  Gesuchs  und 
beim Entscheid  als  objektive  Kriterien,  wie  bei  allen  Gesuchen,  die 
Marktanteile bzw. das verwaltete Bürgschaftsvolumen sowie die räum-
liche Orientierung der Gesuchsteller beigezogen. Die Vorinstanz wies 
des  Weiteren auf  ein  Schreiben der  WAK-N vom 13. April  2004 hin, 
worin der Auftrag formuliert sei, eine Vorlage zu unterbreiten, um die 
zehn bestehenden Bürgschaftsgenossenschaften zu konsolidieren und 
auf  deren  zwei  bis  vier  zusammenzufassen.  Die  Grundlage  für  die 
neue gesetzliche Regelung bilde gemäss Bericht der WAK-N ein Kon-
zept  zur  Neuausrichtung  des  Bürgschaftswesens,  welches  Vertreter 
von Banken und Bürgschaftsgenossenschaften erarbeitet haben. Man 
sei sich einig, dass die Nutzung regionaler Kontakte und die Berück-
sichtigung der Bedürfnisse der Landesregionen wichtig seien. Das In-
strument  der  gewerbeorientierten  Bürgschaften  werde  jedoch  tra-
ditionell in den Kantonen unterschiedlich stark genutzt. Der Bundesrat 
habe in den Erläuterungen zu Art. 2 der Verordnung festgehalten, dass 
die Möglichkeit bestehe, Aussenstellen einzurichten. Zudem habe die 
Vorinstanz im Dispositiv der Verfügungen betreffend die OBTG und die 
Beschwerdegegnerin die Auflage gemacht, dass die zur Marktbearbei-
tung  betriebswirtschaftlich  notwendigen  Aussenstellen  einzurichten 
seien. Zum Vergleich  mit  der  SAFFA bemerkte  die  Vorinstanz,  dass 
Art. 2  Bst. c  des  Bundesgesetzes  als  Förderungsgrundsatz  vorsehe, 
dass insbesondere den Anliegen von gewerbetreibenden Frauen sowie 
Personen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit  anstreben, entspro-
chen werde. Der Gesetzgeber habe gewollt, dass die SAFFA als Spe-
zialfall (Mikrokredite für Frauen) im neuen Bürgschaftssystem erhalten 
bleibe. Es treffe nicht zu, dass die Beschwerdeführerin sämtliche Vor-

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aussetzungen gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes erfülle. Nebst den in 
Art. 3 und Art. 4 Abs. 1 genannten Voraussetzungen sei  als  weitere, 
kumulative  Anerkennungsvoraussetzung  vorgesehen,  dass  der  Bun-
desrat  die Zahl  der anerkannten Organisationen beschränken könne 
(Art. 4  Abs. 2  des  Bundesgesetzes).  Der  Bundesrat  habe  diese  in 
Art. 2  Abs. 2  der  Verordnung  auf  so  viele  beschränkt,  wie  für  eine 
zweckmässige und kostengünstige Förderung des gewerbeorientierten 
Bürgschaftswesens nötig seien. In den Erläuterungen zur Verordnung 
werde präzisiert, wie der Bundesrat diese Bestimmung verstehe. Dass 
die Vorinstanz bei ihrem Entscheid als objektive Kriterien Marktanteile 
bzw. das verwaltete Bürgschaftsvolumen sowie die räumliche Orientie-
rung der jeweiligen Gesuchsteller beigezogen habe, sei weder willkür-
lich noch unangemessen, sondern sachgerecht.

H.
Mit  Verfügung vom 22. August  2007 wurde die  Beschwerdegegnerin 
zur  Stellungnahme eingeladen,  da davon ausgegangen wurde,  dass 
ihr  Parteistellung  zukomme.  Es  wurden  ihr  die  angefochtene  Verfü-
gung, die Beschwerde sowie die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 
13. August 2007 zur Kenntnis zugestellt. Mit Schreiben vom 14. Sep-
tember 2007 ersuchte die Beschwerdegegnerin um vollständige Akten-
einsicht.

Mit Zwischenverfügung vom 16. Oktober 2007 entschied das Bundes-
verwaltungsgericht,  dass  der  Businessplan  und  die  Kompetenzord-
nung sowie die Unternehmensstrategie vom 18. Mai 1998 und die Er-
gänzung zum Auftrag vom 6. Januar 1994 nicht an die Beschwerde-
gegnerin herauszugeben sei. Die restlichen von der Beschwerdeführe-
rin  und  der  Vorinstanz  eingereichten  Unterlagen  wurden  der  Be-
schwerdegegnerin zur Akteneinsicht zugestellt.

I.
In  ihrer  Stellungnahme  vom  2. November  2007  beantragte  die  Be-
schwerdegegnerin  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  die  Bestäti-
gung der angefochtenen Verfügung. Die Haltung des Bundesrates be-
züglich der Anzahl anerkannter Bürgschaftsgenossenschaften sei der 
Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 14. Februar 2007 von der De-
partementsvorsteherin EVD zur Kenntnis gebracht worden. Sie komme 
auch in der Antwort auf die Interpellation Fetz zum Ausdruck. Es sei 
klar, dass die Vorinstanz die Vorgaben der WAK-N, des Parlamentes 
und des Bundesrates in die Erwägungen einbeziehen musste. Der Ent-

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scheid  der  Vorinstanz  bedeute  somit  keine  Überschreitung  des  Er-
messens und sei deshalb nicht unangemessen.

Des Weiteren sei nicht erwiesen, dass nur mit jeweils lokal ausgerüs-
teten  Organisationen  bessere,  sachgerechtere  und  kostengünstigere 
Entscheide  möglich  seien.  Durch  eine  zentral  geführte  Organisation 
könne effizienter und professioneller gearbeitet werden. Die Beschwer-
degegnerin belege dies durch die seit fast zehn Jahren im Kanton be-
triebene Aussenstelle: In kostengünstiger Mandatsform sei in der Ver-
gangenheit durch eine in der Region verankerte Persönlichkeit rund 30 
- 40% des Bürgschaftsvolumens zu kostengünstigen Bedingungen ge-
neriert worden. Mitte 2007 sei in Luzern eine regionale Aussenstelle in 
Mandatsform eingesetzt worden. Jede geographische Region verfüge 
über  einen  Sitz  in  der  Verwaltung.  Die  Beschwerdeführerin  verfüge 
nicht über eine bessere Organisationstruktur als die Beschwerdegeg-
nerin, weshalb der Entscheid der Vorinstanz nicht willkürlich sei.

Die Effizienz einer gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisation hänge 
nebst der Organisationsstruktur primär von der Bürgschaftsmenge ab. 
Die  Fixkosten  der  Organisation  sowie  die  konkreten  Kosten  eines 
Bürgschaftsdossiers  würden  bei  steigendem  Volumen  geringer.  Die 
Beschwerdeführerin  habe  im  Vergleich  zur  Beschwerdegegnerin  be-
reits in der Vergangenheit eine marginale Rolle im Bürgschaftswesen 
gespielt.  Der  Entscheid  der  Vorinstanz  sei  auch  in  dieser  Hinsicht 
nachvollziehbar, angemessen und nicht willkürlich.

Die "Kann-Bestimmung" von Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes sei auf-
grund der Entstehungsgeschichte als "Muss-Bestimmung" zu interpre-
tieren.  Ausserdem  verkenne  die  Beschwerdeführerin,  dass  die  ent-
scheidkompetente Behörde über einen Ermessensspielraum verfüge. 
Das Wirken der Bürgschaftsorganisationen sei allein unter dem Blick-
winkel der optimalen Hilfestellung an die KMU zu betrachten. Da die 
Beschwerdegegnerin nun, aufgrund der rechtskräftigen Verfügung, die 
Region Zentralschweiz mit  Bürgschaften versorge, würde die Einset-
zung  einer  weiteren  Organisation  keinen  Sinn  machen. Ein  Zusam-
mengehen mit  der örtlich zuständigen Organisation, nämlich der Be-
schwedegegnerin oder der OBGT, würde der Sache dienen.

Ein Vergleich mit der SAFFA sei untauglich, weil dieser Spezialsach-
verhalt eine politische Vorgabe des Parlamentes gewesen sei und ent-
sprechend in Art. 2 Bst. c des Bundesgesetzes Niederschlag gefunden 
habe.

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Die bisherige Haupteignerin der Beschwerdeführerin habe ihr Kapital 
gekündigt und wolle dies nun bei der Beschwerdegegnerin einbringen. 

J.
Mit  fakultativer Stellungnahme vom 20. November 2007 hielt  die Be-
schwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Der Bundesrat und das Par-
lament hätten sich dagegen ausgesprochen, die Zahl der anerkannten 
Bürgschaftsgenossenschaften  festzuschreiben.  Vielmehr  habe  man 
der Vorinstanz ein Ermessen eingeräumt. Die Aussagen betreffend Er-
folgsaussichten  der  Beschwerdegegnerin  in  der  Region  Zentral-
schweiz  seien  nur  Spekulationen,  eine  solche  Beurteilung  sei  nach 
wenigen  Monaten  Geschäftstätigkeit  kaum  möglich.  Es  sei  richtig, 
dass die Luzerner Kantonalbank ihr Kapital gekündigt habe. Dies sei 
jedoch im Hinblick darauf  erfolgt,  dass die Beschwerdeführerin  nicht 
anerkannt würde. Dass diese ihr Kapital bei der Beschwerdegegnerin 
einbringen wolle, sei jedoch falsch. Es sei klar, dass die Beschwerde-
führerin nicht überleben würde, wenn sie nicht anerkannt würde. 

Mit  Schreiben  vom  2.  April  2008  wurde  diese  Stellungnahme  der 
Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht.

Auf die vorstehenden und weiteren Vorbringen der Parteien wird, so-
weit  diese  rechtserheblich  sind,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der  Entscheid  des  eidgenössischen  Volkswirtschaftsdepartementes 
vom 22. Mai 2007 ist eine Verfügung im Sinne vom Art. 5 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember 
1968 (VwVG, SR 172.021).

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 
Streitsache zuständig (Art. 10 des Bundesgesetzes i.V.m. Art. 31,  32 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  [VGG, 
SR 173.32]).

Die  Beschwerdeführerin  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), ist durch die angefochtene Ver-

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fügung  besonders  berührt  (Art. 48  Abs. 1  Bst. b  VwVG)  und hat  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 
Abs. 1 Bst. c VwVG).

Die Anforderungen an die Beschwerdefrist (Art. 50 Abs. 1 VwVG) so-
wie Form und Inhalt der Beschwerdeschrift (Art. 52 VwVG) sind erfüllt. 
Der  Kostenvorschuss  wurde  fristgemäss  bezahlt  (Art.  63  Abs.  4 
VwVG).  Auch  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  vor 
(Art. 44 ff. VwVG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.
Es stellt  sich die Frage, ob der BG Mitte in diesem Verfahren Partei-
stellung zukommt.

2.1 Massgebend für die Parteistellung sind die Vorschriften über die 
Beschwerdelegitimation  (BGE 124  V  393  E. 2a).  Als  Parteien  gelten 
gemäss Art. 6 VwVG Personen, deren Rechte oder Pflichten die Ver-
fügung berühren soll  und andere Personen, Organisationen oder Be-
hörden, denen ein Rechtsmittel gegen die Verfügung zusteht, d.h. Per-
sonen,  die  am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen haben oder 
keine Möglichkeit  zu Teilnahme hatten (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind  (Art. 48 
Abs. 1 Bst. b VwVG) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung  oder  Änderung  haben  (Art. 48  Abs. 1  Bst. c  VwVG). Hierbei 
kann es sich auch um Dritte handeln, soweit diese in einer hinreichend 
engen,  berücksichtigungswürdigen  Beziehung  zum  Streitgegenstand 
stehen (BGE 131 II 587 E. 3, BGE 127 II 323 E. 3b). 

2.2 Die  BG Mitte  hatte  im vorinstanzlichen  Verfahren bereits  Partei-
rechte  angemeldet. Sie  macht  geltend,  dass sie gemäss ihrer  Aner-
kennungsverfügung vom 22. Mai 2007 auch in den  Kantonen Luzern, 
Nidwalden  und  Obwalden  tätig  sein  werde;  dadurch,  dass  die  Be-
schwerdeführerin ebenfalls dort  tätig sein wolle, sei  sie direkt betrof-
fen. 

2.3 Die BG Mitte hat ein schutzwürdiges Interesse, sich am vorliegen-
den Verfahren zu beteiligen. Nach Art. 4 Abs. 2 Satz 2 des Bundesge-
setzes sind die anerkannten Organisationen in der Bestimmung ihrer 
Organisation frei. In den Erläuterungen zur Verordnung wird ausdrück-
lich  auf  die  Möglichkeit  hingewiesen,  regionale  Aussenstellen  zu  er-

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richten, welche es ermöglichen,  den regionalen Bedürfnissen besser 
Rechnung zu tragen und den Kundenkontakt zu erleichtern (S. 1, ab-
rufbar  unter  www.seco.admin.ch  >  Themen  >  Standortförderung  > 
KMU-Politik > Gewerbliches Bürgschaftswesen). Die BG Mitte verfügt 
seit  Mitte  2007  über  eine  regionale  Aussenstelle  in  Luzern. Die  BG 
Mitte und die Beschwerdeführerin würden, im Falle einer Anerkennung 
der  Beschwerdeführerin  als  gewerbliche  Bürgschaftsorganisation  im 
Sinne des Bundesgesetzes, im gleichen Gebiet tätig sein. Dies würde 
Sinn und Zweck der Reorganisation des gewerblichen Bürgschaftswe-
sens,  nämlich  dessen  Ausbau  unter  Verbesserung der  Effizienz  des 
Systems und der damit einhergehenden Reduktion der Anzahl Bürg-
schaftsgenossenschaften, widersprechen. Das Tätigkeitsgebiet der BG 
Mitte würde im Falle einer Anerkennung der Beschwerdeführerin ein-
geschränkt. Daraus ergibt sich, dass die BG Mitte in einer besonders 
beachtenswerten Beziehungsnähe zum Streitgegenstand steht und in-
sofern im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG durch die angefochte-
ne Verfügung berührt  ist.  Somit kommt der BG Mitte im vorliegenden 
Verfahren Parteistellung zu.

3.

3.1 Das  Bundesgesetz  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte 
Bürgschaftsorganisationen ist am 15. März 2007 bzw. 15. Juli 2007 in 
Kraft  getreten  (Verordnung  über  die  vollständige  Inkraftsetzung  des 
Bundesgesetzes  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte  Bürg-
schaftsorganisationen  und  der  Verordnung  über  die  Finanzhilfen  an 
gewerbeorientierte  Bürgschaftsorganisationen  vom  27.  Juni  2007 
[AS 2007 3363]). Bisher richtete der Bund gestützt auf den Bundesbe-
schluss vom 22. Juni 1949 über die Förderung der gewerblichen Bürg-
schaftsgenossenschaften  Beiträge  an  die  gewerblichen  Bürgschafts-
genossenschaften aus. Durch die Immobilienkrise Anfang der neunzi-
ger Jahre gerieten zahlreiche Bürgschaftsgenossenschaften in finanzi-
elle Schwierigkeiten und mussten saniert werden. Eine anschliessend 
vorgenommene  gesamtschweizerische  Reorganisation  konnte  aller-
dings  nicht  verhindern,  dass  das  gewerbliche  Bürgschaftswesen  zu-
nehmend an Bedeutung einbüsste. 1999 verlangte die Kommission für 
Wirtschaft  und  Abgaben  der  Nationalrates  (WAK-N)  mittels  Postulat 
vom  Bundesrat  eine  Überprüfung  des  gewerblichen  Bürgschaftswe-
sens. Der Bundesrat legte 2003 einen Bericht mit verschiedenen Vari-
anten  vor.  Daraufhin  beschloss  die  WAK-N,  mit  einer  parlamentari-
schen Initiative der Kommission eine neue gesetzliche Grundlage für 

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die  Unterstützung  des  gewerblichen  Bürgschaftswesens  vorzuschla-
gen. Dieser Vorschlag basierte auf einem Konzept für die Neuausrich-
tung des Bürgschaftswesens, welches Vertreter von Banken und Bürg-
schaftsgenossenschaften erarbeitet hatten.

Das  gewerbliche  Bürgschaftswesen  war  bisher  dezentral  organisiert 
und umfasste zehn unabhängige Bürgschaftsgenossenschaften,  eine 
Zentralstelle für das gewerbliche Bürgschaftswesen (GBZ) sowie eine 
Bürgschaftsgenossenschaft für die Frauen (SAFFA).

3.2 Zweck  des  Bundesgesetzes  ist  gemäss  Art. 1  die  Erleichterung 
der Aufnahme von Bankdarlehen für leistungs- und entwicklungsfähige 
Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Der Bund kann dazu an Organisatio-
nen  des  privaten  Rechts,  die  Bürgschaften  gewähren,  Finanzhilfen 
ausrichten (Satz 2 von Art. 1 des Bundesgesetzes). Finanzhilfen bean-
tragen  können  gemäss  Art. 3  des  Bundesgesetzes  anerkannte  Or-
ganisationen,  welche den KMU bei  der Aufnahme von Darlehen von 
Banken  nach  dem  Bankengesetz  Sicherheiten  in  Form von  Solidar-
bürgschaften bereitstellen. Art. 4 des Bundesgesetzes regelt die Aner-
kennungsvoraussetzungen.  Nach  Art. 9  des  Bundesgesetzes  aner-
kennt das EVD auf Gesuch hin Organisationen, welche die Vorausset-
zungen nach Art. 3 und 4 erfüllen. Die Anerkennung kann mit Auflagen 
verbunden werden.

3.3 Gestützt auf Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes erliess der Bun-
desrat  die  Verordnung  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte 
Bürgschaftsorganisationen vom 28. Februar 2007 (SR 951.251, im Fol-
genden: Verordnung). Das Anerkennungsverfahren ist  im 1.Abschnitt 
der  Verordnung geregelt. Gemäss Art. 2  Abs. 1  der  Verordnung  ent-
scheidet das Departement über die Anerkennung einer Organisation. 
Nach Abs. 2 dieser Bestimmung anerkennt  das Departement nur so 
viele Organisationen, wie für eine zweckmässige und kostengünstige 
Förderung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens nötig sind.

4.
Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin 
zu Recht abgelehnt hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht  geltend, die Vorinstanz hätte den 
Sachverhalt unrichtig und nur unvollständig festgestellt. Die Vorinstanz 
habe  das  Gesuch  des  Beschwerdeführerin  abgelehnt,  obwohl  diese 
sämtliche Anerkennungsvoraussetzungen erfülle. Die Vorinstanz bringt 

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dagegen vor, die Beschwerdeführerin erfülle nicht alle Anerkennungs-
voraussetzungen. Die Beschwerdegegnerin äussert sich nicht zur Er-
füllung der Anerkennungsvoraussetzungen.

4.1.1 Art. 3 des Bundesgesetzes legt den Kreis der begünstigten Or-
ganisationen fest. Massgeblich sind der Tätigkeitsbereich und die amt-
liche Anerkennung. Ersteres ist bei der Beschwerdeführerin erfüllt (vgl. 
Art. 2  Abs. 1-3  der  Statuten). Die  amtliche Anerkennung ist  Gegen-
stand der vorliegenden Beschwerde.

4.1.2 Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes lautet:

"Anerkannt werden Organisationen, die:
a. nicht gewinnorientiert betrieben werden;
b. Unternehmen aller Branchen offen stehen;
c. rechtlich und wirtschaftlich unabhängig vom Darlehensgeber sind;
d. professionell und effizient geführt werden; und
e. überkantonal tätig sind."

Bst. a  und  b  sind  bei  der  Beschwerdeführerin  erfüllt  (vgl. Art.  2  der 
Statuten der Beschwerdeführerin). Die rechtliche Unabhängigkeit kann 
ohne weiteres als gegeben erachtet werden. Bezüglich wirtschaftlicher 
Unabhängigkeit verlangte die Vorinstanz mit Schreiben vom 26. März 
2007 den Nachweis, dass sämtliche Banken bereit seien, auf ihr An-
teilscheinkapital zu verzichten. Die Beschwerdeführerin bestätigte am 
27. April  2007, dass ausser der Valiant Bank und der Sparkasse En-
gelberg,  welche  ein  Anteilscheinkapital  von  Fr. 912'000.-  resp. 
Fr. 30'000.- halten, alle Banken auf ihr Anteilscheinkapital verzichten. 
Die  Luzerner  Kantonalbank  hat  ihr  Anteilscheinkapital  von 
Fr. 1'711'250.- per 31. Dezember 2007 gekündigt (Bst. c). Die Voraus-
setzung in Bst. d hat wohl deshalb Eingang in das Gesetz gefunden, 
weil bei der Feststellung der Defizite des heutigen Systems unter an-
derem von den Banken moniert wurde, dass zwischen den einzelnen 
Bürgschaftsorganisationen bei der Bearbeitung der Bürgschaftsgesu-
che diesbezüglich Unterschiede bestehen (vgl. Parlamentarische Initi-
ative,  Überprüfung  und  Stärkung  des  gewerblichen  Bürgschaftswe-
sens, Bericht der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Natio-
nalrates vom 15. November 2005, BBl 2006 2975 ff., 2979, im Folgen-
den: Bericht WAK-N). Bei der Beurteilung der Professionalität und der 
Effizienz kommt der Vorinstanz zweifelsohne ein Ermessen zu. Gewis-
se objektive Kriterien, wie eine funktionierende Organisationsstruktur, 
eine  funktionierende  Geschäftsführung,  die  Erledigung  der  Gesuche 
innert angemessener Frist usw., sind vorhanden. Ob jedoch mit der Or-

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ganisationsstruktur der Beschwerdegegnerin, wie diese behauptet, die 
Effizienz besser gewährleitet werden kann, kann offenbleiben, da die 
Vorinstanz  diese  Voraussetzung  bei  der  Beschwerdeführerin  offen-
sichtlich als erfüllt betrachtet. Die Voraussetzung der Überkantonalität 
(Bst. e) ist ebenfalls erfüllt (vgl. Geschäftsberichte 2003 - 2005). 

4.1.3 Als Zwischenergebis kann festgehalten werden, dass die Aner-
kennungsvoraussetzungen nach Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes so-
weit ersichtlich erfüllt sind. Wie aus der Stellungnahme der Vorinstanz 
vom  13.  August  2007  hervorgeht,  hat  diese  sich  mit  den  Anerken-
nungsvoraussetzungen  auseinander  gesetzt  (S.  3),  auch  wenn  dies 
aus der Verfügung so nicht ersichtlich ist. 

4.2 Die  Vorinstanz  stellt  sich  auf  den  Standpunkt,  eine  weitere,  zu-
sätzliche  Anerkennungsvoraussetzung  bestehe  darin,  dass  der  Bun-
desrat von Gesetzes wegen die Anzahl der anerkannten Organisatio-
nen beschränken könne. 

4.2.1 Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes lautet:

"Der Bundesrat kann die Zahl der anerkannten Organisationen beschränken. 
[...]"

Diese  Bestimmung  findet  sich  unter  der  Sachüberschrift  "Anerken-
nungsvoraussetzungen". In Art. 2 Abs. 2 der Verordnung wird konkreti-
siert:

"Es [das Departement]  anerkennt  nur  so viele  Organisationen, wie für  eine 
zweckmässige und kostengünstige Förderung des gewerbeorientierten Bürg-
schaftswesens nötig sind."

Diese Regelung findet  sich im 1. Abschnitt  der  Verordnung,  welcher 
mit  dem Titel  "Anerkennungsverfahren"  überschrieben ist. Die  Sach-
überschrift  lautet  "Entscheid des Departements". Die Möglichkeit  zur 
Beschränkung der anerkannten Bürgschaftsgenossenschaften ist  so-
mit auf zwei Regelungsstufen normiert und im Zusammenhang zu le-
sen. Aus den Materialien ergibt sich eindeutig, dass das Parlament die 
Möglichkeit einer Reduktion der anerkannten Organisationen im Bun-
desgesetz  festschreiben  wollte,  es  jedoch  dem  Verordnungsgeber 
überlassen wollte, die genaue Anzahl oder eine Umschreibung der Be-
schränkungsmodalitäten zu regeln (Bericht WAK-N, S. 2987; Amtliches 
Bulletin  der  Bundesversammlung  [AB] 2006  N  684 f.;  Erläuterungen 
zur Verordnung, S. 1).

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4.2.2 Die  Vorinstanz  führt  weiter  aus,  die  Voraussetzung  von  Art. 4 
Abs. 2 des Bundesgesetzes i.V.m. Art. 2 Abs. 2 der Verordnung sei ku-
mulativ  zu  den  übrigen  Anerkennungsvoraussetzungen  in  Art. 4  des 
Bundesgesetzes zu verstehen. Dazu ist zu bemerken, dass wenn die-
se Voraussetzung nicht kumulativ zu den in Abs. 1 von Art. 4 ebenfalls 
kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen verstanden würde, die Re-
organisation des gewerblichen Bürgschaftswesens mit der angestreb-
ten  Reduktion  der  Anzahl  Bürgschaftsorganisationen  wohl  nicht  wie 
beabsichtigt durchgeführt werden könnte.

4.2.3 Die Regelung von Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes kann ins-
besondere aus der Entstehungsgeschichte heraus verstanden werden 
(vgl. E. 3). Die  Reduktion  der  Anzahl  Bürgschaftsorganisationen  war 
ein zentrales Anliegen der Vorlage (Bericht WAK-N, S. 2976). Wie aus 
dem Bericht der WAK-N hervorgeht, unterschied sich die Aktivität der 
bisherigen zehn Genossenschaften aufgrund verschiedener Faktoren 
erheblich. Der Förderungseffekt für die KMU fiel deshalb regional sehr 
unterschiedlich  aus  und  war  insgesamt  bescheiden.  Einzelne  Bürg-
schaftsorganisationen befanden sich infolge hoher Verluste in einer fi-
nanziell schwierigen Situation. Man erhoffte sich von einer Reduktion 
der Anzahl Bürgschaftsgenossenschaften eine Erhöhung der Effizienz 
des  Systems  und  Kosteneinsparungen  (vgl.  dazu  Bericht  WAK-N, 
S. 2979 ff.). 

Aus dem Bericht der WAK-N ergibt sich ebenfalls, dass die vorgängig 
eingesetzte Arbeitsgruppe offenliess, ob die vorgesehende Reorgani-
sation durch Gründung dreier neuen Organisationen oder durch Fusi-
on der bestehenden Genossenschaften erfolgen soll (Bericht WAK-N, 
S. 2980). Zielsetzung  war,  die  Kapitalbasis  der  bisherigen  zehn  Ge-
nossenschaften zu erhalten oder diese für den Ausbau der drei weiter-
bestehenden Bürgschaftsorganisationen zu verwenden (Bericht WAK-
N, S. 2982). In den parlamentarischen Beratungen wurde darauf hin-
gewiesen, dass das bestehende Kapital der Genossenschaften erhal-
ten bleiben soll, was den Zusammenschluss der bisherigen Genossen-
schaften oder die Einrichtung einer Zentrale mitsamt Einbringung ihrer 
freiwerdenden  Mittel  erfordere  (AB 2006 N 679).  Vor  diesem  Hinter-
grund ist Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes zu lesen.

4.2.4 Gemäss Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes kann der Bundesrat 
die  Anzahl  anerkannter  Organisationen  beschränken.  In  den  parla-
mentarischen Beratungen war diese Bestimmung umstritten. Eine Min-

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derheit der vorberatenden Kommission wollte die Anzahl künftig aner-
kannter Organisationen im Bundesgesetz festschreiben und zwar auf 
deren drei, exklusiv GBZ und SAFFA (AB 2006 N 684). Der Bundesrat 
vertrat  die  Auffassung,  dass  es  darum  gehe,  die  Anzahl  der  Bürg-
schaftsorganisationen  auf  drei  zu  beschränken,  beantragte  jedoch, 
dem Antrag der Kommissionsmehrheit auf Delegation der Bestimmung 
an den Verordnungsgeber zu folgen. Wenn man die Zahl drei im Ge-
setz verankere, dann würden Zweifel  bestehen,  ob der Dachverband 
oder die SAFFA mitgemeint seien. Man solle dem Bundesrat hier eine 
Marge offen halten (AB 2006 N 684). Zusammenfassend ist festzustel-
len, dass Einigkeit bezüglich der Zahl drei herrschte, man jedoch diese 
Zahl nicht im Gesetz verankern wollte.

4.2.5 In der Folge hat es der Bundesrat unterlassen, die genaue An-
zahl  in  der  Verordnung zu regeln. Gemäss Art. 2  Abs. 2 der  Verord-
nung  werden  nur  so  viele  Organisationen  anerkannt,  wie  für  eine 
zweckmässige und kostengünstige Förderung des gewerbeorientierten 
Bürgschaftswesens nötig  sind. Schon gemäss Art. 7 Bst. a des Sub-
ventionsgesetzes vom 5. Oktober 1990 (SuG, SR 616.1) muss die Auf-
gabe, welche mit Finanzhilfen unterstützt wird, zweckmässig, kosten-
günstig und mit einem minimalen administrativen Aufwand erfüllt wer-
den  können.  Aus  den  Erläuterungen  zur  Verordnung  (S. 1)  erhellt, 
dass der Bundesrat bewusst auf die Fixierung der Anzahl Bürgschafts-
organisationen verzichtet hatte:

"Seiner  Meinung  nach  gilt  es  nicht,  Anzahl  oder  Namen  der  Finanzhilfe-
empfänger gesetzlich zu verankern,  wohl aber den finanzpolitischen Grund-
satz,  dass  die  geförderten Tätigkeiten durch die  Organisation zweckmässig 
und kostengünstig zu erbringen sind. Der Bundesrat hält jedoch grundsätzlich 
an der im Bericht der Kommission genannten Zielvorstellung von drei regio-
nalen Organisationen (Ost/Mittelland/West) sowie einer gesamtschweizerisch 
tätigen Organisation für gewerbetreibende Frauen fest."

Somit  ist  festzuhalten,  dass  der  Gesetzgeber  eindeutig  die  Anzahl 
anerkannter  Organisationen auf  drei  plus die GBZ sowie die SAFFA 
reduzieren wollte.

4.2.6 Bei der Formulierung "zweckmässige und kostengünstige Förde-
rung" handelt  es sich um unbestimmte Rechtsbegriffe. Gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung bildet deren Auslegung und Anwen-
dung eine Rechtsfrage, die grundsätzlich ohne Beschränkung der rich-
terlichen Kognition zu überprüfen ist. Nach konstanter Praxis ist dabei 
jedoch Zurückhaltung zu üben und den Verwaltungsbehörden ein ge-
wisser Beurteilungsspielraum zuzuerkennen, wenn der Entscheid be-

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sondere Kenntnisse oder Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnis-
sen voraussetzt und die Behörde die für den Entscheid wesentlichen 
Gesichtspunkte geprüft  und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig 
und  umfassend  durchgeführt  hat  (zum  Ganzen  BGE 131  II  680 
E. 2.3.2,  BGE 127  II  184  E.  5a;  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 
2006, Rz. 446c f.), was vorliegend bejaht werden kann. Die Vorinstanz 
hat nachweislich alle zum Entscheid notwendigen Unterlagen ein- und 
nachgefordert  (diesbezüglich sei  auf  den Sachverhalt  verwiesen) so-
wie in der angefochtenen Verfügung ausgewiesen, dass sie die Zweck-
mässigkeit  und Kostengünstigkeit  aufgrund der  geringen Grösse der 
Beschwerdeführerin  und  deren  kleinräumigen  Orientierung  verneint. 
Somit geht die Rüge der Beschwerdeführerin fehl, dass die Vorinstanz 
es unterlassen habe, die Voraussetzungen der Zweckmässigkeit  und 
Kostengünstigkeit zu prüfen.

4.3 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz hätte bei ihrem Ent-
scheid  einzig  auf  die  Zahlen aus  dem Jahr  2006 abgestellt  und sei 
nicht  auf  die  Entwicklung  in  der  Vergangenheit  und  die  angestrebte 
Entwicklung in der Zukunft eingegangen. 

In der angefochtenen Verfügung wird in Ziff. 3 der Erwägungen auf die 
Zahlen  Ende  2006  Bezug  genommen. Dies  alleine  bedeutet  jedoch 
noch nicht, dass weder die vergangene noch die mutmassliche zukünf-
tige Entwicklung mitberücksichtigt wurden. Dem Anerkennungsgesuch 
sind gemäss Art. 1 Abs. 2 Bst. b der Verordnung die Jahresrechnung 
der vergangenen drei Jahre beizulegen. Nach Art. 1 Abs. 2 Bst. c der 
Verordnung muss das Gesuch des Weiteren einen Geschäftsplan mit 
dem Budget des laufenden Jahres und Finanzpläne für die folgenden 
drei  Jahre enthalten. Diese Unterlagen wurden von der Beschwerde-
führerin  eingereicht.  Die  Vorinstanz  hat  mit  Schreiben vom 26. März 
2007 Präzisierungen verlangt, welche sich auf die vorgenannten Doku-
mente beziehen. Die Vorinstanz hat somit sämtliche eingereichten Do-
kumente geprüft und die Entwicklung in ihre Erwägungen miteinbezo-
gen.

4.4 Die Beschwerdeführerin rügt, es sei falsch, wenn aufgrund des ak-
tuellen  Anteils  ihrerseits  am  gesamtschweizerischen  Bürgschafts-
wesen  ohne  nähere  Prüfung  der  eingereichten  Akten  geschlossen 
werde, dass die Organisation zu kleinräumig orientiert sei. Gerade die 

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regionale  Nähe  zu  den  Bürgschaftsnehmern  ermögliche  erst  eine 
zweckmässige und kostengünstige Abwicklung der Bürgschaftsfälle. 

4.4.1 Der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 13. August 2007 ist zu 
entnehmen,  dass  die  Marktanteile  bzw. das  verwaltete  Bürgschafts-
volumen und die räumliche Orientierung der Gesuchsteller als objekti-
ve Kriterien zum Entscheid herangezogen wurden. Dies ist in den Er-
wägungen  der  angefochtenen  Verfügungen  auch  so  ausgewiesen 
(Ziff. 3 und 4). Dabei handelt es sich um Hilfskriterien, welche die Be-
urteilung der zweckmässigen und kostengünstigen Förderung des ge-
werblichen Bürgschaftswesens im Sinne von Art. 2 Abs. 2 der Verord-
nung  erleichtern.  Marktanteile,  verwaltetes  Bürgschaftsvolumen  und 
räumliche Orientierung sind keine sachfremden Parameter, sondern im 
Kontext  der Reorganisation des gewerblichen Bürgschaftswesen und 
deren Zielsetzungen (Professionalisierung und Effizienzsteigerung des 
gewerblichen Bürgschaftswesens, Verdreifachung Bürgschaftsvolumen 
mittelfristig,  rechtliche  und  wirtschaftliche  Unabhängigkeit  der  Bürg-
schaftsorganisationen  vom  Darlehensgeber,  Reduktion  der  Anzahl 
Bürgschaftsgenossenschaften,  Straffung  und  Vereinheitlichung  der 
Prozesse) durchaus nachvollziehbare Messgrössen.

4.4.2 Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.3) hat die Vorinstanz sämtliche 
eingereichten Dokumente geprüft und ist dabei zum Schluss gelangt, 
dass  die  Beschwerdeführerin  im  Vergleich  mit  den  grossen  Bürg-
schaftsorganisationen kleinräumig orientiert ist. Die Hilfskriterien, wel-
che  dafür  beigezogen  wurden,  sind  nicht  zu  beanstanden  (vgl. 
E. 4.4.1). Zur Frage der regionalen Nähe zu den Bürgschaftsnehmern 
ist zu bemerken, dass dieses Problem während des Gesetzgebungs-
prozesses  erkannt  wurde. Im  Vernehmlassungsverfahren  wurde  ver-
schiedentlich darauf hingewiesen, dass die Nähe zum Kunden ein zen-
traler Erfolgsfaktor des gewerblichen Bürgschaftswesens sei (vgl. Be-
richt WAK-N, S. 2984). Gemäss Art. 4 Abs. 2 Satz 2 des Bundesgeset-
zes  sind  die  anerkannten  Bürgschaftsorganisationen  in  der  Bestim-
mung ihrer Organisationen frei. Um den regionalen Bedürfnissen bes-
ser  Rechnung tragen zu können und den Kundenkontakt  zu erleich-
tern, besteht beispielsweise die Möglichkeit, Aussenstellen einzurich-
ten (vgl. die Erläuterungen zur Verordnung, S. 1). Aus dem Umstand 
alleine,  dass  die  Beschwerdeführerin  über  regionale  Nähe  zu  den 
Bürgschaftsnehmern  verfügt,  kann  die  zweckmässige  und  kosten-
günstige Förderung des gewerblichen Bürgschaftswesens aber  noch 
nicht als erfüllt betrachtet werden.

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4.5 Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass die SAFFA eben-
falls zweckmässig  und kostengünstig  tätig  sein könne,  obwohl  diese 
nur einen Bürgschaftsbestand von Fr. 834'300.- bei 35 Positionen be-
treue (Stand 2006). Damit  weist die Beschwerdeführerin sinngemäss 
darauf  hin,  dass  auch  kleine  Bürgschaftsgenossenschaften  kosten-
günstig arbeiten können. Es ist jedoch nicht zu thematisieren, ob die 
Beschwerdeführerin oder die SAFFA kostengünstig sind. Vielmehr ist 
alleine massgebend, ob eine zweckmässige und kostengünstige För-
derung  des  gewerblichen  Bürgschaftswesens  danach  verlangt,  dass 
künftig nur noch drei Bürgschaftsgenossenschaften im Hinblick auf die 
Subventionierung anerkannt werden.

Ein Vergleich mit  der SAFFA ist  auch deshalb untauglich, weil  diese 
unter einem speziellen Titel anerkannt wurde. Der Gesetzgeber hat im 
Wissen um die  speziellen  Umstände bei  der  SAFFA diese trotzdem 
ausdrücklich anerkennen wollen. In Art. 2 Bst. c des Bundesgesetzes 
wird als Förderungsgrundsatz statuiert, dass insbesondere den Anlie-
gen von gewerbetreibenden Frauen entsprochen werden soll. Im Be-
richt WAK-N heisst es: "Gestützt auf diese Bestimmung ist insbeson-
dere eine Anerkennung der Bürgschaftsgenossenschaft der Schweizer 
Frauen (SAFFA) möglich" (Bericht WAK-N, S. 2986). In der Detailbera-
tung  zum  Bundesgesetz  beantragte  eine  Minderheit,  diesen  Förde-
rungsgrundsatzes zu streichen, da keine Personengruppen bevorzugt 
behandelt werden sollen. Jedoch obsiegte eine Mehrheit, die durch die 
Verankerung dieses Förderungsgrundsatzes explizit  die Anerkennung 
der SAFFA sicherstellen wollte (AB 2006 N 681 ff., insbesondere 684, 
Votum Messmer). Der Wille des Geseztgebers ist somit eindeutig.

5.
Zusammengefasst ergibt sich, dass das Anerkennungsgesuch der Be-
schwerdeführerin zu Recht abgewiesen worden ist, obwohl sie, soweit 
dies beurteilt  werden kann,  die  Anerkennungsvoraussetzungen nach 
Art. 3 und 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes erfüllt. Der Entscheid über die 
Anerkennung lag im Ermessen der Vorinstanz. Dieses hat die Vorins-
tanz pflichtgemäss ausgeübt.

Man könnte sich in  diesem Zusammenhang fragen,  ob Art. 4 Abs. 2 
des Bundesgesetzes den Anforderungen an die genügende Bestimmt-
heit  als Ausfluss des Legalitätsprinzips (Art. 5 BV) standhält. Wegen 
fehlender  Verfassungsgerichtsbarkeit  kann  diese  Frage  jedoch  nicht 

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überprüft werden. Denn gemäss Art. 190 BV sind Bundesgesetze für 
die Gerichte verbindlich.

6.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Regle-
ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  vom 11. Dezember  2006  [VGKE,  SR 173.320.3]).  Diese 
werden auf Fr. 2'500.- festgesetzt und mit dem am 29. Juni 2007 ge-
leisteten  Kostenvorschuss  gleicher  Höhe  verrechnet.  Eine  Parteient-
schädigung  wird  nicht  gesprochen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7 
VGKE).

7.
Bezüglich allfälliger Rechtsmittel gegen diesen Entscheid muss geklärt 
werden, um welche Art von Subventionen es sich vorliegend handelt. 
Art. 83 Bst. k des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, 
SR 173.110) bestimmt, dass lediglich Entscheide über Subventionen, 
auf  die  ein  Rechtsanspruch  besteht,  mit  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten werden 
können. Besteht kein Anspruch auf die Subvention, urteilt das Bundes-
verwaltungsgericht abschliessend.

7.1 Bei den vorliegenden Bundesbeiträgen handelt  es sich um Sub-
ventionen in Form von Finanzhilfen. Die Anerkennung als gewerbliche 
Bürgschaftsorganisation im Sinne des Bundesgesetzes berechtigt zur 
Beantragung  der  Finanzhilfen  (vgl.  Art. 3  des  Bundesgesetzes  und 
Art. 10  Abs. 1  der  Verordnung). Finanzhilfen  sind  geldwerte  Vorteile, 
die  Empfängern  ausserhalb  der  Bundesverwaltung  gewährt  werden, 
um die Erfüllung einer vom Empfänger gewählten Aufgabe zu fördern 
oder zu erhalten (Art. 3 Abs. 1 SuG; GIOVANNI BIAGGINI/GEORG MÜLLER/PAUL 
RICHLI/ULRICH ZIMMERLI,  Wirtschaftsverwaltungsrecht  des  Bundes, 
4. Aufl.,  Basel/Genf/München  2005,  S. 17).  Die  Anerkennung  erfolgt 
mittels Verfügung (Bericht WAK-N, S. 2989). Die Anerkennung bewirkt 
eine  Änderung in  der  Rechtsstellung  des  Gesuchstellers,  indem der 
Gesuchsteller  durch  sie  zum möglichen Finanzhilfenempfänger  wird. 
Wird  eine Organisation  nicht  anerkannt,  ist  sie  vom Empfängerkreis 
ausgeschlossen.  Es  wird  aber  nicht  grundsätzlich  eine  Tätigkeit 
bewilligt, d.h. der Gesuchsteller kann weiterhin Bürgschaften für KMU 
leisten,  auch  wenn  er  keine  Finanzhilfen  vom  Bund  erhält.  Somit 
handelt  es  sich  vorliegend  nicht  um  ein  Bewilligungsverhältnis.  Es 

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handelt  sich  um  eine  Vorstufe  zu  einem  möglichen  Subventionsver-
hältnis.  Faktisch  wird  also  mit  der  Anerkennung  auch  grundsätzlich 
über die Gewährung der im Bundesgesetz vorgesehenen Finanzhilfen 
entschieden. Somit kommt der Anerkennungsakt einem Entscheid über 
die Subvention gleich. Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes lautet:

"Zu diesem Zweck kann der Bund Organisationen des privaten Rechts,  die 
Bürgschaften gewähren, Finanzhilfen ausrichten."

7.2 Ein Rechtsanspruch auf eine Subvention ist zu bejahen, wenn das 
Bundesrecht selber die Bedingungen umschreibt, unter welchen Leis-
tungen  zu  gewähren  sind,  ohne  dass  es  im  Ermessen  der  rechts-
answendenden Behörde liegt, ob sie einen Beitrag gewähren will oder 
nicht. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sich der Anspruch aus Ge-
setz oder Verordnung ergibt, oder ob sich der Anspruch aus mehreren 
Erlassen  ableitet,  wobei  auch  bei  normenhierarchischer  Durch-
mischung  ein  Anspruch  vorliegen  kann  (zum Ganzen  FABIAN MÖLLER, 
Rechtsschutz  bei  Subventionen,  Diss.,  Basel  2006,  S. 43).  Eine  Er-
messensubvention  liegt  demnach  vor,  wenn  kein  Anspruch  auf  eine 
Subvention besteht, insbesondere dann, wenn es der zuständigen Be-
hörde  anheimgestellt  wird,  die  Subvention  zu  vergeben.  Es  handelt 
sich  dabei  um  ein  Entschliessungsermessen.  Nach  der  Praxis  liegt 
dann eine Ermessenssubvention vor,  wenn die Voraussetzungen zur 
Gewährung der Subvention nicht abschliessend geregelt sind (MÖLLER, 
a.a.O., S. 45, mit Hinweisen). Die Formulierung von Art. 1 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes lässt auf den ersten Blick zwar eine Ermessenssub-
vention vermuten. Gleichwohl  kann es sich auch bei  einer Kann-Be-
stimmung  um  eine  Anspruchssubvention  handeln  (BGE 118  V  16 
E. 3a). Das Bundesgesetz umschreibt vorliegend die Bedingungen, un-
ter welchen die Finanzhilfen gewährt werden, nämlich bei Erfüllung der 
Anerkennungsvoraussetzungen von Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes. 
Des Weiteren müssen die anerkannten Organisationen die Regeln der 
Verbürgung  nach  dem  2. Abschnitt  der  Verordnung  einhalten  und 
Art. 17 der  Verordnung über  die Kontrolle  beachten. Gemäss Art. 10 
Abs. 1 der Verordnung schliesst das Departement nach der Anerken-
nung  mit  den  Bürgschaftsorganisationen  einen  öffentlich-rechtlichen 
Vertrag über  die Finanzhilfen ab. Insofern  kann davon ausgegangen 
werden,  dass  mit  denjenigen  Organisationen,  welche  als  Bürg-
schaftsorganisation im Sinne des Bundesgesetzes anerkannt worden 
sind,  auch ein  Subventionsvertrag abgeschlossen  wird  (vgl.  Erläute-
rungen zur Verordnung, S. 3). Ein Blick auf das Dispositiv der Anerken-
nungsverfügung  der  Beschwerdegegnerin  führt  zum  gleichen  Er-

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gebnis. In  Ziff. 2  alinea 1  ist  als  Auflage  festgehalten,  dass  die  Be-
schwerdegegnerin  mit  der  Vorinstanz  einen  Vertrag  im  Sinne  von 
Art. 10  der  Verordnung  abschliesst.  Diese  Überlegungen  lassen  die 
Subvention  eher  als  Anspruchssubvention  erscheinen. Dass bei  ein-
zelnen Beitragsvoraussetzungen ein gewisser Spielraum besteht, bei-
spielsweise bei Art. 4 Abs. 1 Bst. d des Bundesgesetzes, spricht nicht 
per  se  gegen  eine  Qualifikation  als  Anspruchssubvention  (MÖLLER, 
a.a.O., S. 43). Die Beschränkungsmöglichkeit in Art. 2 Abs. 2 der Ver-
ordnung auf  so viele Bürgschaftsorganisationen,  wie für  eine zweck-
mässige  und  kostengünstige  Förderung  des  gewerblichen  Bürg-
schaftswesens nötig sind, räumt dem Departement jedoch einen Beur-
teilungsspielraum  ein,  was  wiederum  für  eine  Ermessenssubvention 
sprechen würde. Die Frage, ob es sich vorliegend um eine Anspruchs- 
oder eine Ermessenssubvention handelt, kann im vorliegenden Fall je-
doch offen gelassen werden. Denn der Entscheid, ob die Beschwerde 
an das Bundesgericht möglich ist, liegt letztlich nicht im Kompetenzbe-
reich  des  Bundesverwaltungsgerichts. Es  obliegt  vielmehr  dem Bun-
desgericht,  im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen, die Zulässig-
keit  einer  Beschwerde  zu  prüfen.  Diese  Überlegungen  führen  zur 
Rechtsmittelbelehrung, wie sie im Nachgang zum Entscheiddispositiv 
formuliert ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden nach Eintritt der Rechtskraft mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 2'500.- verrechnet. 

3.
Es wir keine Parteientschädigung gesprochen.

Seite 21

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde);
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde);
- die Vorinstanz (Ref-Nr. --; Gerichtsurkunde);
- Bürgschaftsgenossenschaft SAFFA, Liestal (B-Post);
- Bürgschaftsgenossenschaft beider Basel BTG, Basel (B-Post);
- Bürgschaftsgenossenschaft  für  das solothurnische Gewerbe BSG, 

Solothurn (B-Post);
- Coopérative de cautionnement des arts et métiers fribourgeois, Fri-

bourg (B-Post);
- Coopérative Vaudoise de Cautionnement CVC, Pully (B-Post);
- GBZ  Zentralstelle  für  das  gewerbliche  Bürgschaftswesen  der 

Schweiz, St. Gallen (B-Post);
- Office  genevois  de  cautionnement  mutuel  pour  commerçants  et 

artisans OGCM, Carouge GE (B-Post);
- Office neuchâtelois de cautionnement mutuel pour artisans et com-

merçants ONCM, Fontaines NE (B-Post);
- Ostschweizerische  Bürgschaftsgenossenschaft  OBTG,  St. Gallen 

(B-Post);
- Office valaisan de cautionnement mutuel pour artisans et commer-

çants OVAC, Sion (B-Post).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Ronald Flury Astrid Hirzel

Seite 22

B-4205/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  es  sich  um Beiträge 
handelt,  auf  die  ein  Anspruch  besteht  (Art. 83  Bst. k  des  Bundes-
gerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110])  und  die 
übrigen Voraussetzungen gemäss den Bestimmungen von Art. 82 ff., 
90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweissmittel  und die Unterschrift  zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 21. Juli 2008

Seite 23