# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 080c7d87-f5c2-5549-aede-c2c5d911aa9c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.11.2018 SB180258
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180258_2018-11-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180258-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer 

Urteil vom 23. November 2018 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. H. Wieser,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Fürsprecher Dr. iur. X._____ 

 

betreffend versuchte sexuelle Handlungen mit Kindern etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 9. März 2018 (GG170262) 
 

 

- 2 - 

Anklage:  
 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 4. Dezem-

ber 2017 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 10). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 21 S. 31 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- der versuchten sexuellen Handlung mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in Ver-

bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

- der mehrfachen Pornographie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB, 

- des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 

SVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 

2 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festge-

setzt.  

4. Der Antrag auf Anordnung eines Tätigkeitsverbots im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB 

wird abgewiesen. 

5. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei Zürich si-

chergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden 

Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

- Notebook Asus K72F (Position 4 der Sicherstellungsliste) 

- Notebook Acer Aspire (Position 25 der Sicherstellungsliste) 

- Harddisk Hitachi Deskstar 320 GB (Position 23 der Sicherstellungsliste)  

- 5 g brutto Marihuana (Position 3 der Sicherstellungsliste). 

 

- 3 - 

6. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei Zürich si-

chergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden 

Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 2 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des 

Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und ansonsten nach dieser Frist der Lager-

behörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- Laptop HP Elite Book 8560p (Position 1 der Sicherstellungsliste) 

- USB-Stick np/orange (Position 2 der Sicherstellungsliste) 

- Ladekabel zu Laptop Asus (Position 4.1 der Sicherstellungsliste) 

- externe HD Seagate (Position 5 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick Kingsten (Position 8 der Sicherstellungsliste) 

- Sony USB Stick 32 GB (Position 9 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 10 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 11 der Sicherstellungsliste) 

- Sony Memory Stick Card 2 GB (Position 12 der Sicherstellungsliste) 

- Tablet Lenco (Position 13 der Sicherstellungsliste) 

- Tablet Archos (Position 14 der Sicherstellungsliste) 

- Samsung Mobiltelefon schwarz, aufschiebbar (Position 15 der Sicherstellungsliste) 

- Mobiltelefon Dublin (Position 16 der Sicherstellungsliste) 

- Mobiltelefon Samsung, weiss (defekt) gross (Position 17 der Sicherstellungsliste) 

- Nokia, Mikro SD Karte (Position 18 der Sicherstellungsliste) 

- Sandisk 16 GB SD Karte (Position 19 der Sicherstellungsliste) 

- Micro SD Karte Samsung (Position 20 der Sicherstellungsliste) 

- Mobiltelefon Samsung, weiss klein (defekt) (Position 21 der Sicherstellungsliste) 

- externe HD Samsung, HD200HJ (Position 22 der Sicherstellungsliste) 

- externe HD Samsung, HD321KJ (Position 23 der Sicherstellungsliste) 

- SD Karte, Mikro 8 GB (Position 26 der Sicherstellungsliste) 

- Mikro Karte, OV, 8 GB (Position 27 der Sicherstellungsliste) 

- Mikro Karte, Samsung 32 EVO (Position 28 der Sicherstellungsliste). 

 

 

- 4 - 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 1'800.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'090.–   Gebühr für das Vorverfahren; 

Fr. 2'135.70   amtliche Verteidigung. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 8) 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

 (Urk. 23 S. 2) 

1. Dispo. Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die gegen den 

Beschuldigten ausgefällte Freiheitsstrafe von 11 Monaten sei für vollziehbar 

zu erklären.  

2. Dispo. Ziff. 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und gegen den   

Beschuldigten sei ein Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB 

anzuordnen.  

b) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 37 S. 2) 

1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien aus der Staatskasse zu be-

zahlen. 

- 5 - 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Hinsichtlich des Verfahrensganges bis zum Abschluss des erstinstanzlichen 

Verfahrens kann vollumfänglich auf die vollständigen und zutreffenden Erwägun-

gen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 21 S. 4).  

2. Mit eingangs im Dispositiv zitierten Entscheid des Bezirksgerichtes Zürich, 

10. Abteilung - Einzelgericht, vom 9. März 2018 (fortan Vorinstanz) wurde der Be-

schuldigte der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern, der mehrfachen 

Pornographie sowie des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand schuldig 

gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten, wovon zwei Tage 

durch Haft erstanden waren, bestraft. Der Vollzug dieser Freiheitsstrafe wurde  

unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren aufgeschoben. Der Antrag auf   

Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB wurde 

abgewiesen (Urk. 21 S. 31 ff.).  

3. Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft fristgerecht (Zustellung 

des Urteilsdispositivs am 14. März 2018; Urk. 15) am 20. März 2018 Berufung an 

(Urk. 16). Die Berufungserklärung vom 7. Juni 2018 ging, nachdem der Staats-

anwaltschaft das schriftlich begründete Urteil am 5. Juni 2018 zugestellt worden 

war (Urk. 20/1), ebenfalls innert Frist am 11. Juni 2018 hierorts ein (Urk. 23). Mit 

Präsidialverfügung vom 26. Juni 2018 wurde dem Beschuldigten die Berufungs-

erklärung der Staatsanwaltschaft zugestellt und ihm Frist angesetzt, um An-

schlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-

gen. Da die Staatsanwaltschaft mit der Berufungserklärung zudem – zumindest 

sinngemäss – die Durchführung des schriftlichen Verfahrens beantragt hatte 

(Urk. 23 S. 6), wurde dem Beschuldigten überdies Frist angesetzt, zu diesem   

Antrag Stellung zu nehmen (Urk. 25). Mit Zuschrift vom 19. Juli 2018 liess der  

Beschuldigte mitteilen, auf Anschlussberufung zu verzichten, kein Nichteintreten 

auf die Berufung zu beantragen und mit der Durchführung des schriftlichen Ver-

fahrens einverstanden zu sein (Urk. 27). Nachdem mit Präsidialverfügung vom 

- 6 - 

23. Juli 2018 die Durchführung des schriftlichen Verfahrens angeordnet und der 

Staatsanwaltschaft Frist angesetzt worden war, die Berufungsanträge zu stellen 

und zu begründen (Urk. 29), teilte diese mit Schreiben vom 27. Juli 2018 mit, ihre 

Ausführungen in ihrer Eingabe vom 7. Juni 2018 – der Berufungserklärung –   

seien als Berufungsbegründung anzusehen (Urk. 31). Mit Präsidialverfügung vom 

31. Juli 2018 wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, die Berufungsantwort 

einzureichen (Urk. 32), welcher Aufforderung dieser innert erstreckter (Urk. 35) 

Frist mit Zuschrift vom 4. September 2018 nachkam (Urk. 37). Die Vorinstanz  

verzichtete auf Vernehmlassung (Urk. 34). Nachdem der Staatsanwaltschaft mit 

Präsidialverfügung vom 5. September 2018 Frist angesetzt worden war, zur Beru-

fungsantwort des Beschuldigten Stellung zu nehmen (Urk. 41), erklärte diese mit 

Eingabe vom 7. September 2018, auf eine Replik zu verzichten (Urk. 43). Dem 

Beschuldigten wurde ein Doppel dieses Schreibens zugestellt (vgl. Vermerk auf 

Urk. 43). Mit Beschluss vom 25. September 2018 wurden die Akten des Ver-

fahrens ST.2018.807/UBRU der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beigezogen 

(Urk. 44; Urk. 46/1-43) und es wurde ein aktueller Strafregisterauszug eingeholt 

(Urk. 47). Mit Präsidialverfügung vom 18. Oktober 2018 wurde den Parteien Ge-

legenheit gegeben, hierzu Stellung zu nehmen (Urk. 48). Seitens der Verteidigung 

wurde mit Schreiben vom 29. Oktober 2018 auf eine Vernehmlassung verzichtet 

(Urk. 50). Die Staatsanwaltschaft äusserte sich innert Frist nicht (vgl. Urk. 49). 

Demzufolge erweist sich das vorliegende Verfahren als spruchreif. 

II. Umfang der Berufung 

In ihrer Berufungserklärung führte die Staatsanwaltschaft aus, die Berufung auf 

den Vollzug bzw. den bedingten Vollzug der Strafe sowie die Anordnung einer 

Massnahme zu beschränken (Urk. 23 S. 2). Der Beschuldigte liess – wie aus-

geführt – keine Anschlussberufung erheben. Somit ist vorab mittels Beschlusses 

festzustellen, dass die Dispositiv-Ziffern 1-2 (Schuldpunkt [Dispositiv-Ziffer 1], 

Strafzumessung [Dispositiv-Ziffer 2]) und 5-9 (Einziehungen [Dispositiv-Ziffer 5], 

Herausgabe sichergestellter Gegenstände an den Beschuldigten [Dispositiv-

Ziffer 6], Kostendispositiv [Dispositiv-Ziffern 7-9]) nicht angefochten und in 

- 7 - 

Rechtskraft erwachsen sind (Art. 404 Abs. 1 StPO). Im Übrigen ist das vorinstanz-

liche Urteil zu überprüfen.  

III. Vollzug 

1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB (Fassung ab 1. Januar 2018) schiebt das Ge-

richt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs 

Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte 

Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Ver-

brechen oder Vergehen abzuhalten. Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf 

Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr 

als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders 

günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). 

2. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, vorliegend seien in objektiver Hinsicht 

die Voraussetzungen zur Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt, da der 

Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werde, die sich innerhalb des ge-

setzlich zulässigen Rahmens befinde. Des Weiteren sei der Beschuldigte noch 

nie zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden (Urk. 21 S. 25). Dies trifft als solches 

zu. Demzufolge ist der Strafvollzug aufzuschieben, wenn eine unbedingte Strafe 

nicht notwendig erscheint, den Beschuldigten von der Begehung weiterer Ver-

brechen oder Vergehen abzuhalten.  

3. Das Bundesgericht erwog dazu in seinem erst kürzlich ergangenen Ent-

scheid 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.2.2 das Folgende:  

"Im Rahmen von Art. 42 Abs. 1 StGB genügt für den bedingten Vollzug das Feh-

len einer ungünstigen Prognose. Der bedingte Strafaufschub setzt mit anderen 

Worten nicht die positive Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, son-

dern es genügt die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der 

Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger 

Prognose abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit 

den Vorrang (BGE 135 IV 180 E. 2.1 S. 185 f.; 134 IV 97 E. 7.3 S. 117; Urteil 

6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2.2; je mit Hinweisen). Das Gericht hat eine 

- 8 - 

Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung 

miteinzubeziehen sind neben den Tatumständen auch das Vorleben und der 

Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter 

des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Ein relevantes Prog-

nosekriterium ist insbesondere die strafrechtliche Vorbelastung (BGE 134 IV 1 

E. 4.2.1 S. 5). Einschlägige Vorstrafen sind bei der Prognosestellung zwar als er-

heblich ungünstiges Element zu gewichten, sie schliessen den bedingten Vollzug 

allerdings nicht notwendigerweise aus (Urteile 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 

E. 3.2.2; 6B_358/2014 vom 26. Juni 2014 E. 2.3; je mit Hinweisen)." 

Diese Grundsätze sind auf den vorliegenden Fall anzuwenden.  

4. Zurecht hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Beschuldigte über mehrere 

Vorstrafen verfügt, welche auf eine gewisse Unbelehrbarkeit hindeuten (Urk. 21 

S. 26). Auch die Staatsanwaltschaft verweist in ihrer Berufungsbegründung ins-

besondere auf die Vorstrafen des Beschuldigten und folgert, dass dem Beschul-

digten durch die Strafbehörden seit 2009 keine günstige Prognose mehr habe  

gestellt werden können (Urk. 23 S. 3). Der Beschuldigte weist bereits sieben Ein-

träge im Strafregister auf (Urk. 47):  

− 29. Juli 2007: Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten, Verurteilung 

wegen mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis, mehrfachen Fahrens   

ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder, mehrfacher missbräuchlicher 

Verwendung von Ausweisen und/oder Kontrollschildern, widerrechtlicher 

Aneignung von Kontrollschildern und/oder Fahrradkennzeichnen und Bestra-

fung mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.– sowie einer Busse 

von Fr. 1'200.–. 

− 15. September 2009: Urteil/Strafbefehl des Amtsstatthalteramtes Hochdorf, 

Verurteilung wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, Fahrens 

ohne Führerausweis, Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder, 

Fahrens ohne Haftpflichtversicherung und Bestrafung mit einer Geldstrafe 

von 60 Tagessätzen zu Fr. 60.– sowie einer Busse von Fr. 800.– als Zusatz-

- 9 - 

strafe zum Urteil/Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten vom 

29. Juli 2007. 

− 17. Dezember 2012: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen, 

Verurteilung wegen Vergehens und Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes und Bestrafung mit einer bedingten Geldstrafe von 5 Tagessätzen 

zu Fr. 90.– sowie einer Busse von Fr. 400.–. 

− 3. Juli 2013: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen, Ver-

urteilung wegen Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Schildern mit einer 

Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 90.–. 

− 18. Februar 2014: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Innerschwyz Kanton 

Schwyz, Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung und Bestrafung 

mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.–. 

− 24. Juni 2014: Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-

Mittelland, Verurteilung wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Über-

tretung des Betäubungsmittelgesetzes und Bestrafung mit einer Geldstrafe 

von 12 Tagessätzen zu Fr. 60.– sowie einer Busse von Fr. 100.–. 

− 20. September 2018: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, 

Verurteilung wegen Verletzung der Verkehrsregeln sowie Führens eines  

Motorfahrzeuges trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Aus-

weises und Bestrafung mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 

Fr. 70.– sowie einer Busse von Fr. 100.–. 

Der Beschuldigte weist somit sechs – zumindest bezüglich Delikte gegen das 

Strassenverkehrsgesetz – grösstenteils einschlägige Vorstrafen auf. Bezüglich 

der SVG-Delikte ist damit von einer eigentlichen Unbelehrbarkeit auszugehen. 

Zudem delinquierte der Beschuldigte während laufender Strafuntersuchung. Die 

Schlusseinvernahme im vorliegenden Strafverfahren erfolgte am 3. Oktober 2017 

und lediglich etwas mehr als zwei Monate später – am 16. Dezember 2017 –  

wurde er wieder straffällig. Zwar musste bislang noch nie eine schwerere Strafe 

als eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen ausgefällt werden. Allerdings konnte   

- 10 - 

offensichtlich auch die Vollzugserfahrung der früheren unbedingt ausgefällten 

Geldstrafen ihn nicht vom erneuten Delinquieren abhalten, was sich legal-

prognostisch äusserst ungünstig auswirkt.  

5. Der Beschuldigte hat in diesem Sommer die Lehre als Zimmermann EFZ  

erfolgreich abgeschlossen (Urk. 39/1-2), was zwar als positive Veränderung seit 

der Tat einzustufen ist. Entgegen den Ausführungen des Beschuldigten vor Vor-

instanz (vgl. Prot. I S. 8) ist dem Lehrzeugnis indes zu entnehmen, dass er seinen 

Lehrbetrieb per 30. Juni 2018 verlassen wird bzw. verlassen hat. Ob er zurzeit ei-

ne Arbeitsstelle hat, ist nicht bekannt. Auch die Verteidigung äusserte sich hierzu 

nicht (vgl. Urk. 37). Der Beschuldigte ist Vater eines achtjährigen Sohnes, wel-

chen er regelmässig sieht. Zur Zeit der Hauptverhandlung lebte der Beschuldigte 

allein in einer Zweizimmerwohnung in B._____ [Gemeinde im Kanton Aargau] 

(Prot. I S. 7 f.). Mittlerweile ist er nach C._____ [Gemeinde im Kanton Aargau] ge-

zogen, wo er offenbar Unterstützung einer befreundeten Familie erhält (Prot. I 

S. 9 f.). Die berufliche und persönliche Situation des Beschuldigten wirkt weder 

besonders de- noch besonders stabilisierend und hat damit keinen direkten Ein-

fluss auf die Legalprognose. Zurecht erwog die Vorinstanz   indes, dass sich die 

ursprünglich schwierigen (persönlichen) Verhältnisse des Beschuldigten stabili-

siert haben. Allerdings ist der Beschuldigte mittlerweile über 30 Jahre alt, weshalb 

dies bis zu einem gewissen Grad vorausgesetzt werden darf.  

6. Bei einer Gesamtwürdigung wird die strafrechtliche Vorbelastung des Be-

schuldigten durch die übrigen Umstände nicht kompensiert.  Es kann daher nicht 

mehr vom Fehlen einer ungünstigen Prognose ausgegangen werden. Demzufolge 

ist der Vollzug der von der Vorinstanz ausgefällten Freiheitsstrafe von 11 Monaten 

nicht aufzuschieben und die Strafe zu vollziehen.  

IV. Massnahme / Tätigkeitsverbot 

1. Die Vorinstanz sah von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes ab. Sie   

erwog zusammengefasst, da beim vorliegenden untauglichen Versuch kein Ver-

gehen oder Verbrechen an einer schutzbedürftigen Person begangen worden sei, 

- 11 - 

sei anzunehmen, dass die geforderte Tatbestandsmässigkeit zur Auslösung des 

Automatismus' eines Tätigkeitsverbotes nicht erfüllt sei. Das beantragte Verbot 

erweise sich unter den konkreten Umständen als schwerwiegende Behinderung 

im beruflichen Fortkommen des Beschuldigten, weshalb ein zwingendes  

Tätigkeitsverbot aufgrund der gesamten konkreten Umstände (Versuch, unklare 

sexuelle Vorlieben des Beschuldigten, unklares Gefahrenpotential für Kinder im 

Schutzalter, Beginn der Erwerbstätigkeit, Erschwernis des beruflichen Fort-

kommens) sich als unverhältnismässig erweise (Urk. 21 S. 27 ff.). 

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, gerade weil das Berufsverbot an den 

schlechten Leumund anknüpfe, erweise sich die Anordnung eines Berufsverbotes 

gegen den Beschuldigten im vorliegenden Fall als angemessen. Die Anknüpfung 

eines Berufsverbotes an die tatsächliche Schädigung eines minderjährigen Opfers 

durch die Vorinstanz widerspreche nicht nur dem Wortlaut, sondern auch dem 

Sinn des Gesetzes (Urk. 23 S. 5).  

2. Gemäss Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB verbietet das Gericht jemandem für 

10 Jahre jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die  

einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, wenn jemand wegen 

sexuellen Handlungen mit Kindern (Art. 187) oder sexuellen Handlungen mit Ab-

hängigen (Art. 188) zu einer Freiheitsstrafe von über sechs Monaten oder einer 

Massnahme nach den Artikeln 59-61 oder 64 verurteilt wird.  

Diese Bestimmung sieht somit Katalogtaten des Sexualstrafrechts vor, welche 

zwingend zu einem Tätigkeitsverbot von zehn Jahren führen, wenn sie gegenüber 

Minderjährigen begangen werden. Voraussetzung ist eine Mindeststrafe von über 

sechs Monaten Freiheitsstrafe. Sind die entsprechenden Voraussetzungen gege-

ben (Katalogtat gegenüber einem minderjährigen Opfer und Mindestsanktion), so 

ist das Gericht, unabhängig von der Frage der Zweckmässigkeit und Angemes-

senheit der Massnahme, zur Anordnung eines Tätigkeitsverbotes verpflichtet und 

zwar zwingend für die Dauer von zehn Jahren (JOSITSCH/EGE/SCHWARZENEGGER, 

Strafrecht II - Strafen und Massnahmen, 9. Aufl. 2018, S. 223 f. und Fn 284; 

BERTOSSA, in: Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, N 12 zu Art. 67). Soweit die 

Tat vom Deliktskatalog umfasst ist, muss ein Tätigkeitsverbot zwingend ausge-

- 12 - 

sprochen werden (HEIMGARTNER, in: OF-Kommentar StGB/JStG, 20. Aufl. 2018, 

N 9 zu Art. 67 mit Verweis auf Botschaft, BBl 2012 8851). Es ist nicht die Zu-

kunftsprognose relevant, sondern der schlechte Leumund. Wer in der Ver-

gangenheit ein bestimmtes Verhalten an den Tag gelegt hat, ist für bestimmte  

Berufe und Tätigkeiten nicht geeignet (Botschaft, BBl 2012 8850 f.).  

3. Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz für den Tatbestand der versuch-

ten sexuellen Handlungen mit Kindern mit einem Strafanteil von 9 Monaten be-

straft (vgl. Art. 67 Abs. 5 StGB; Urk. 21 S. 22 und S. 31). Die Voraussetzungen für 

die Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB 

sind damit erfüllt. Das Tätigkeitsverbot ist – wie oben dargelegt – zwingend aus-

zufällen; ob es zweckmässig und angemessen ist, ist nicht zu prüfen. Wenn die 

Vorinstanz das zwingende Tätigkeitsverbot als unverhältnismässig einstuft, ist das 

nicht von Bedeutung. Zurecht verweist die Staatsanwaltschaft diesbezüglich näm-

lich auf die Botschaft, welche zwar einräumt, dem Verhältnismässigkeitsprinzip 

komme besonderes Gewicht zu, diesem sei aber mit der Festsetzung von Min-

deststrafen Rechnung getragen worden (Botschaft BBl 2012 8851; Urk. 23 S. 5). 

In diesem Zusammenhang ist dennoch darauf hinzuweisen, dass der Beschuldig-

te soeben eine Lehre als Zimmermann abgeschlossen hat, welcher Beruf kaum 

mit einem regelmässigen Kontakt mit Minderjährigen einhergeht. Das Tätigkeits-

verbot dürfte den Beschuldigten also nicht stark einschränken. 

Dass eine bloss versuchte Tatbegehung nicht zur zwingenden Anordnung des Tä-

tigkeitsverbotes führt, ist weder der Botschaft noch der einschlägigen Literatur zu 

entnehmen. Schliesslich hat das Bundesgericht im mittlerweile publizierten Ent-

scheid BGE 144 IV 168 tatsächlich entschieden, dass der Versuch einer Katalog-

tat nach Art. 66a Abs. 1 StGB als Anlass für eine obligatorische Landesverwei-

sung ausreicht (E. 1.4.1). Sowohl Art. 66a Abs. 1 StGB als auch Art. 67 Abs. 3 

StGB sind analog formuliert. Dies legt somit ebenfalls den Schluss nahe, dass 

auch der Versuch einer Katalogtat gemäss Art. 67 Abs. 3 StGB für ein Tätigkeits-

verbot ausreicht (vgl. Urk. 23 S. 6).  

4. Nach dem Willen des Gesetzgebers führt eine Ausgangslage wie die vor-

liegende demnach zwingend zu einem Tätigkeitsverbot von 10 Jahren, ohne dass 

- 13 - 

die konkreten Umstände des Einzelfalles zu prüfen wären. Der Beschuldigte ist 

daher in Anwendung von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB mit einem Tätigkeitsverbot zu 

belegen. Ihm ist jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, 

die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, für die Dauer von 

10 Jahren verboten.  

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Ob eine Partei im Rechtsmittelverfahren 

als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in welchem Ausmass ihre 

vor Beschwerdeinstanz bzw. Berufungsgericht gestellten Anträge gutgeheissen 

wurden (DOMEISEN, in: BSK StPO, a.a.O., N 6 zu Art. 428). Im vorliegenden Ver-

fahren obsiegt die appellierende Staatsanwaltschaft vollumfänglich. Die Kosten 

des vorliegenden Berufungsverfahrens mit einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.– 

sind somit dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung sind einstweilen – unter dem Rückforderungsvorbehalt von Art. 135 Abs. 4 

StPO – auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

2. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten reichte für das Berufungs-

verfahren eine Honorarnote für Aufwendungen von 4.5 Stunden und Auslagen 

von Fr. 50.– ein (Urk. 52). Noch nicht berücksichtigt sind der Aufwand für das 

Studium des Berufungsurteils und die Abschlussarbeiten – insbesondere eine 

Nachbesprechung mit dem Beschuldigten. Hierfür sind weitere zwei Stunden   

einzusetzen. Zu entschädigen sind damit ein Aufwand von insgesamt 6.5 Stunden 

und Auslagen von Fr. 50.–. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten ist somit 

mit Fr. 1'593.95 inkl. MwSt. zu entschädigen. 

 

- 14 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abtei-

lung - Einzelgericht, vom 9. März 2018 wie folgt in Rechtskraft erwachsen 

ist:  

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- der versuchten sexuellen Handlung mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

- der mehrfachen Pornographie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB, 

- des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 

Abs. 2 SVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit  

heute 2 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. (…) 

4. (…) 

5. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei  

Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexual-

delikte, lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Ver-

nichtung überlassen: 

- Notebook Asus K72F (Position 4 der Sicherstellungsliste) 

- Notebook Acer Aspire (Position 25 der Sicherstellungsliste) 

- Harddisk Hitachi Deskstar 320 GB (Position 23 der Sicherstellungsliste)  

- 5 g brutto Marihuana (Position 3 der Sicherstellungsliste). 

6. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei  

Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexual-

delikte, lagernden Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 2 Monaten nach 

Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und ansons-

ten nach dieser Frist der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- Laptop HP Elite Book 8560p (Position 1 der Sicherstellungsliste) 

- 15 - 

- USB-Stick np/orange (Position 2 der Sicherstellungsliste) 

- Ladekabel zu Laptop Asus (Position 4.1 der Sicherstellungsliste) 

- externe HD Seagate (Position 5 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick Kingsten (Position 8 der Sicherstellungsliste) 

- Sony USB Stick 32 GB (Position 9 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 10 der Sicherstellungsliste) 

- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 11 der Sicherstellungsliste) 

- Sony Memory Stick Card 2 GB (Position 12 der Sicherstellungsliste) 

- Tablet Lenco (Position 13 der Sicherstellungsliste) 

- Tablet Archos (Position 14 der Sicherstellungsliste) 

- Samsung Mobiltelefon schwarz, aufschiebbar (Position 15 der Sicherstellungs-

liste) 

- Mobiltelefon Dublin (Position 16 der Sicherstellungsliste) 

- Mobiltelefon Samsung, weiss (defekt) gross (Position 17 der Sicherstellungs-

liste) 

- Nokia, Mikro SD Karte (Position 18 der Sicherstellungsliste) 

- Sandisk 16 GB SD Karte (Position 19 der Sicherstellungsliste) 

- Micro SD Karte Samsung (Position 20 der Sicherstellungsliste) 

- Mobiltelefon Samsung, weiss klein (defekt) (Position 21 der Sicherstellungs-

liste) 

- externe HD Samsung, HD200HJ (Position 22 der Sicherstellungsliste) 

- externe HD Samsung, HD321KJ (Position 23 der Sicherstellungsliste) 

- SD Karte, Mikro 8 GB (Position 26 der Sicherstellungsliste) 

- Mikro Karte, OV, 8 GB (Position 27 der Sicherstellungsliste) 

- Mikro Karte, Samsung 32 EVO (Position 28 der Sicherstellungsliste). 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

- 16 - 

Fr. 1'800.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'090.–   Gebühr für das Vorverfahren; 

Fr. 2'135.70   amtliche Verteidigung. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen die-

jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

2. Es wird ein Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 StGB angeordnet. 

Dem Beschuldigten wird jede berufliche und jede organisierte ausserberuf-

liche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, 

für die Dauer von 10 Jahren verboten. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'593.95   amtliche Verteidigung. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

5. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  
− das Bundesamt für Polizei  

- 17 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-

nichtung des ED-Materials" 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.  

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 23. November 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 

	Urteil vom 23. November 2018
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 21 S. 31 ff.)
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- der versuchten sexuellen Handlung mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	- der mehrfachen Pornographie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB,
	- des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Der Antrag auf Anordnung eines Tätigkeitsverbots im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB wird abgewiesen.
	5. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung übe...
	- Notebook Asus K72F (Position 4 der Sicherstellungsliste)
	- Notebook Acer Aspire (Position 25 der Sicherstellungsliste)
	- Harddisk Hitachi Deskstar 320 GB (Position 23 der Sicherstellungsliste)
	- 5 g brutto Marihuana (Position 3 der Sicherstellungsliste).

	6. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 2 Monaten nach Eintritt de...
	- Laptop HP Elite Book 8560p (Position 1 der Sicherstellungsliste)
	- USB-Stick np/orange (Position 2 der Sicherstellungsliste)
	- Ladekabel zu Laptop Asus (Position 4.1 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Seagate (Position 5 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick Kingsten (Position 8 der Sicherstellungsliste)
	- Sony USB Stick 32 GB (Position 9 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 10 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 11 der Sicherstellungsliste)
	- Sony Memory Stick Card 2 GB (Position 12 der Sicherstellungsliste)
	- Tablet Lenco (Position 13 der Sicherstellungsliste)
	- Tablet Archos (Position 14 der Sicherstellungsliste)
	- Samsung Mobiltelefon schwarz, aufschiebbar (Position 15 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Dublin (Position 16 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Samsung, weiss (defekt) gross (Position 17 der Sicherstellungsliste)
	- Nokia, Mikro SD Karte (Position 18 der Sicherstellungsliste)
	- Sandisk 16 GB SD Karte (Position 19 der Sicherstellungsliste)
	- Micro SD Karte Samsung (Position 20 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Samsung, weiss klein (defekt) (Position 21 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Samsung, HD200HJ (Position 22 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Samsung, HD321KJ (Position 23 der Sicherstellungsliste)
	- SD Karte, Mikro 8 GB (Position 26 der Sicherstellungsliste)
	- Mikro Karte, OV, 8 GB (Position 27 der Sicherstellungsliste)
	- Mikro Karte, Samsung 32 EVO (Position 28 der Sicherstellungsliste).

	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 8)
	1. Dispo. Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die gegen den Beschuldigten ausgefällte Freiheitsstrafe von 11 Monaten sei für vollziehbar zu erklären.
	2. Dispo. Ziff. 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und gegen den   Beschuldigten sei ein Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB anzuordnen.
	1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen.
	2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
	3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien aus der Staatskasse zu bezahlen.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang
	II.  Umfang der Berufung
	III.  Vollzug
	 29. Juli 2007: Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten, Verurteilung wegen mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis, mehrfachen Fahrens   ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder, mehrfacher missbräuchlicher Verwendung von Ausweisen und/oder Ko...
	 15. September 2009: Urteil/Strafbefehl des Amtsstatthalteramtes Hochdorf, Verurteilung wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, Fahrens ohne Führerausweis, Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder, Fahrens ohne Haftpflichtversicheru...
	 17. Dezember 2012: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen, Verurteilung wegen Vergehens und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und Bestrafung mit einer bedingten Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 90.– sowie einer Busse von Fr....
	 3. Juli 2013: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen, Verurteilung wegen Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Schildern mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 90.–.
	 18. Februar 2014: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Innerschwyz Kanton Schwyz, Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung und Bestrafung mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	 24. Juni 2014: Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Verurteilung wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und Bestrafung mit einer Geldstrafe von 12 Tagessätzen zu Fr. 60.– sowie e...
	 20. September 2018: Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, Verurteilung wegen Verletzung der Verkehrsregeln sowie Führens eines  Motorfahrzeuges trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises und Bestrafung mit einer Geldstraf...

	IV.  Massnahme / Tätigkeitsverbot
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 9. März 2018 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- der versuchten sexuellen Handlung mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	- der mehrfachen Pornographie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB,
	- des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit  heute 2 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. (…)
	4. (…)
	5. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei  Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung ü...
	- Notebook Asus K72F (Position 4 der Sicherstellungsliste)
	- Notebook Acer Aspire (Position 25 der Sicherstellungsliste)
	- Harddisk Hitachi Deskstar 320 GB (Position 23 der Sicherstellungsliste)
	- 5 g brutto Marihuana (Position 3 der Sicherstellungsliste).

	6. Die folgenden, gemäss Sicherungsliste vom 9. September 2016 der Stadtpolizei  Zürich sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu-/Sexualdelikte, lagernden Gegenstände werden dem Beschuldigten innert 2 Monaten nach Eintritt ...
	- Laptop HP Elite Book 8560p (Position 1 der Sicherstellungsliste)
	- USB-Stick np/orange (Position 2 der Sicherstellungsliste)
	- Ladekabel zu Laptop Asus (Position 4.1 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Seagate (Position 5 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick Kingsten (Position 8 der Sicherstellungsliste)
	- Sony USB Stick 32 GB (Position 9 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 10 der Sicherstellungsliste)
	- USB Stick disk2go.com 4 GB (Position 11 der Sicherstellungsliste)
	- Sony Memory Stick Card 2 GB (Position 12 der Sicherstellungsliste)
	- Tablet Lenco (Position 13 der Sicherstellungsliste)
	- Tablet Archos (Position 14 der Sicherstellungsliste)
	- Samsung Mobiltelefon schwarz, aufschiebbar (Position 15 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Dublin (Position 16 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Samsung, weiss (defekt) gross (Position 17 der Sicherstellungsliste)
	- Nokia, Mikro SD Karte (Position 18 der Sicherstellungsliste)
	- Sandisk 16 GB SD Karte (Position 19 der Sicherstellungsliste)
	- Micro SD Karte Samsung (Position 20 der Sicherstellungsliste)
	- Mobiltelefon Samsung, weiss klein (defekt) (Position 21 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Samsung, HD200HJ (Position 22 der Sicherstellungsliste)
	- externe HD Samsung, HD321KJ (Position 23 der Sicherstellungsliste)
	- SD Karte, Mikro 8 GB (Position 26 der Sicherstellungsliste)
	- Mikro Karte, OV, 8 GB (Position 27 der Sicherstellungsliste)
	- Mikro Karte, Samsung 32 EVO (Position 28 der Sicherstellungsliste).

	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	2. Es wird ein Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 StGB angeordnet. Dem Beschuldigten wird jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, für die Dauer von 10 Jahr...
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	5. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.