# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 978acb63-01a3-5bde-8cd3-bae223e7abdf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 16.08.2021 ZK1 2020 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK1-2020-4_2021-08-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 16. August 2021

Referenz ZK1 20 4

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchstellerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Ladina Sturzenegger
Via Giarsun 52, 7504 Pontresina 

gegen

C._____
Gesuchsgegner
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Josi Battaglia
Via Crasta 6, 7503 Samedan 

Gegenstand Vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren

Mitteilung 17. September 2021

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1984, B._____ Staatsangehörige, und 
C._____, geboren am _____ 1977, B._____ und seit 2012 auch schweizerischer 
Staatsangehöriger, haben am 9. Juni 2013 in D._____ (B._____) geheiratet. Sie 
sind Eltern von E._____, geboren am _____ 2016. C._____ hat zudem aus erster 
Ehe eine Tochter, geboren am _____ 1999, für welche er bis zur Beendigung ihrer 
Erstausbildung unterhaltspflichtig war. 

Nach der Heirat lebten die Parteien in F._____, wo C._____ seit 2002 beim 
G._____ als Mitarbeiter im Hausdienst angestellt ist. A._____ war in B._____ 
mehrere Jahre als Englischlehrerin tätig. In der Schweiz arbeitete sie – auch nach 
der Geburt des Sohnes – als Badeaufsicht im H._____ in F._____ (bis im 
November 2017 mit einem Pensum von ca. 65%, danach noch 45%) sowie als 
Reinigungskraft im Stundenlohn bei der Gemeinde F._____ (November 2017 bis 
Februar 2018). Seit Ende April 2019 ist sie bei der I._____ AG mit einem Pensum 
von 60% als Mitarbeiterin in der Restauration angestellt. 

B. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2017 ersuchte A._____ beim 
Regionalgericht Maloja um Anordnung von Eheschutzmassnahmen. In der Folge 
unterzeichneten die Parteien an der Eheschutzverhandlung vom 13. Februar 2018 
ein gemeinsames Scheidungsbegehren mit gleichzeitiger Einigung über einen Teil 
der Nebenfolgen (Zuweisung der ehelichen Wohnung an den Ehemann, 
gemeinsame elterliche Sorge, Anordnung einer Besuchsrechtsbeistandschaft, 
Anordnung der Gütertrennung, Vorsorgeausgleich, Verzicht auf nachehelichen 
Unterhalt). Über die strittig gebliebenen Belange des Getrenntlebens erliess der 
Einzelrichter am Regionalgericht Maloja am 16. April 2018 einen Entscheid 
betreffend vorsorgliche Massnahmen (Proz. Nr. 135-2017-390). Darin wurde die 
Obhut über E._____ der Mutter zugewiesen, dem Vater ein Besuchsrecht an 
jedem Samstag (oder bei arbeitsbedingter Verhinderung am Sonntag) von jeweils 
9.00 Uhr bis 17.00 Uhr eingeräumt, eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB 
errichtet und der vom Vater während der Dauer des Verfahrens zu bezahlende 
Kindesunterhaltsbeitrag auf monatlich CHF 580.00, zuzüglich Kinder- oder 
Ausbildungszulagen, festgesetzt. 

C. Im Scheidungsverfahren der Parteien (Proz. Nr. 115-2018-57) fand am 30. 
April 2019 die Hauptverhandlung statt, worauf das Regionalgericht Maloja mit 
Entscheid vom 30. April / 27. August 2019, schriftlich begründet mitgeteilt am 11. 
Oktober 2019, die Scheidung der Ehe aussprach (Dispositiv-Ziffer 1), die Teil-
Ehescheidungskonvention gerichtlich genehmigte (Dispositiv-Ziffer 2) und den 

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Vorsorgeausgleich im Sinne der Vereinbarung regelte (Dispositiv-Ziffer 9). Ferner 
wurde der Ehemann verpflichtet, der Ehefrau eine güterrechtliche 
Ausgleichszahlung von CHF 17'765.00 zu leisten (Dispositiv-Ziffer 8). Hinsichtlich 
der Kinderbelange wurde die Obhut über E._____ definitiv der Mutter zugeteilt 
(Dispositiv-Ziffer 3) und das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters geregelt 
(Dispositiv-Ziffer 5). Beide Parteien wurden zudem angewiesen, Pass und ID von 
E._____ bei der Berufsbeistandschaft zu hinterlegen (Dispositiv-Ziffer 4). Der 
Vater wurde schliesslich verpflichtet, an den Unterhalt von E._____ monatliche, 
jeweils im Voraus zahlbare Beiträge von CHF 1'670.00 (CHF 1'006.00 
Barunterhalt, CHF 664.00 Betreuungsunterhalt), zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, zu entrichten (Dispositiv-
Ziffer 6).

D. Gegen diesen Entscheid liessen sowohl C._____ als auch A._____ mit 
Eingaben vom 13. November 2019 bzw. 18. November 2019 fristgerecht Berufung 
erheben. Während sich die Berufung von A._____ (ZK1 19 196) ausschliesslich 
gegen die Regelung des persönlichen Verkehrs, die Verpflichtung zur 
Hinterlegung der Reisepapiere und die güterrechtliche Auseinandersetzung richtet 
(wobei letztere auch Gegenstand einer Anschlussberufung von C._____ bildet), 
beantragt C._____ mit seiner Berufung (ZK1 19 194), die an den Unterhalt von 
E._____ zu bezahlenden monatlichen Beiträge in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 
6 des erstinstanzlichen Entscheides auf CHF 580.00, zuzüglich allfälliger 
gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, 
festzusetzen.

E. Mit Berufungsantwort vom 6. Januar 2020 liess A._____ (nachfolgend 
Gesuchstellerin oder Mutter) folgende Anträge stellen:  

1. Die Berufung des Berufungsklägers (Ehemann) im Verfahren ZK1 19 
194 sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Im Sinne von vorsorglichen Massnahmen sei der Berufungskläger 
zu verpflichten, der Berufungsbeklagten ab 1. Januar 2020 monatlich 
im Voraus mind. Fr. 1'670.00 (exkl. Kinderzulagen an den Unterhalt 
des gemeinsamen Sohnes E._____ (geb. _____2016) zu bezahlen.

3. Alles unter gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

F. Zur Behandlung des in die Berufungsantwort integrierten Gesuches um 
Erlass vorsorglicher Massnahmen wurde mit Verfügung vom 9. Januar 2020 ein 
separates Verfahren eröffnet und C._____ (nachfolgend Gesuchsgegner oder 
Vater) Gelegenheit zur Einreichung einer Stellungnahme eingeräumt. Innert 
erstreckter Frist liess dieser mit Eingabe vom 10. Februar 2020 die 

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vollumfängliche Abweisung des Gesuches um vorsorgliche Massnahmen, soweit 
darauf einzutreten sei, unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchstellerin, beantragen. 

G. Mit Verfügung vom 27. April 2020 wurden die Parteien zu einer mündlichen 
Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen vorgeladen, in deren Rahmen 
auch über eine mögliche Einigung in den Berufungsverfahren ZK1 19 194 und 
ZK1 19 196 verhandelt werden sollte. Zudem wurde die Edition verschiedener 
Urkunden zu den aktuellen finanziellen Verhältnissen angeordnet, welche beide 
Parteien mit fristgerechten Eingaben vom 18. Mai 2020 einreichten. 

 H. Am 3. Juni 2020 fand die mündliche Verhandlung im Verfahren ZK1 20 4 
statt. Dabei blieben die Rechtsbegehren der Parteien zu den vorsorglichen 
Massnahmen unverändert. Bezüglich des Ablaufs und des Inhalts der 
Verhandlung wird im Übrigen auf das separat erstellte Protokoll verwiesen.

I. Im Nachgang zur mündlichen Verhandlung wurde den Parteien ein 
umfassender Vergleichsentwurf über die strittigen Punkte in den beiden 
Berufungsverfahren zur Prüfung und allfälligen Bereinigung zugestellt. In der 
Folge unterzeichneten die Parteien am 22./23. September 2020 einen 
Teilvergleich mit gemeinsamen Anträgen zur Frage der Hinterlegung der 
Reisepapiere des Kindes, zur Regelung des Besuchs- und Ferienrechts des 
Vaters und zur damit zusammenhängenden Erweiterung der Aufgaben der 
Beiständin. Bezüglich der übrigen Streitpunkte (einschliesslich der Frage des 
vorsorglichen Unterhalts) waren die Einigungsbemühungen erfolglos geblieben, 
weshalb die Parteien mit Schreiben vom 11. September 2020 – nach Eingang der 
entsprechenden Stellungnahmen vom 5. August 2020 (Gesuchstellerin) bzw. 10. 
September 2020 (Gesuchsgegner) – über das weitere Vorgehen in den beiden 
Berufungsverfahren sowie im Massnahmeverfahren informiert wurden. 
Insbesondere wurden sie darauf hingewiesen, dass die nach der mündlichen 
Verhandlung eingegangenen Parteieingaben im Verfahren ZK1 20 4 berücksichtigt 
werden, soweit sie für den vorsorglichen Unterhalt relevante Vorbringen und 
Beweismittel enthalten. 

J. Mit Eingabe vom 25. September 2020 liess sich die Gesuchstellerin zur 
gegnerischen Stellungnahme vom 10. September 2020 vernehmen. 

K. Am 8. Oktober 2020 reichte der Gesuchsgegner seinerseits eine 
zusätzliche Stellungnahme zur Frage der Kinderalimente ein. Darin machte er eine 
neu entdeckte Erwerbstätigkeit der Gesuchstellerin geltend und beantragte eine 

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entsprechende Beweisabnahme. Mit Stellungnahme vom 20. Oktober 2020 
äusserte sich die Gesuchstellerin zu ihrem Nebenerwerb und gab eine Aufstellung 
der von Januar bis September 2020 geleisteten Arbeitseinsätze zu den Akten. Am 
6. November 2020 reichte der Gesuchsgegner eine replizierende Stellungnahme 
ein, welche der Gesuchstellerin am 9. November 2020 zur Kenntnis gebracht 
wurde. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Verfahren unter Vorbehalt einer 
unverzüglichen Wahrnehmung des Replikrechts spruchreif sind und sich fortan in 
der Phase der Urteilsberatung befinden.

L. Am 10. November 2020 ging beim Kantonsgericht eine Noveneingabe der 
Gesuchstellerin ein, mit welcher sie über negative Vorkommnisse bei der 
Ausübung des Besuchsrechts berichtete und ihr Einverständnis zu der im 
Teilvergleich vorgesehenen Ausweitung des Besuchsrechts ab November 2020 
zurückzog. Im Hauptverfahren ZK1 19 194/196 wurde daher mit Verfügung vom 2. 
Dezember 2020 eine Beweisabnahme zum Verlauf der Besuchskontakte 
(Einholung eines Berichts der Beiständin) angeordnet. Gleichentags reichte die 
Gesuchstellerin dem Kantonsgericht den von der Beiständin zuhanden des 
Regionalgerichts Maloja verfassten Bericht vom 1. Dezember 2020 zur aktuellen 
Besuchsumsetzung ein und beantragte, die Teilvereinbarung betreffend 
persönlichen Verkehr nicht zu genehmigen, sondern eine sozialpädagogische 
Familienbegleitung zwecks kindsgerechter Begleitung der Tagesstruktur beim 
Vater anzuordnen. 

M. Die weitere Bearbeitung der Berufungen und des Massnahmegesuchs hat 
sich wegen der personellen Situation am Kantonsgericht und der dadurch 
entstandenen Pendenzen verzögert. In der Folge hat die Gesuchstellerin am 27. 
August 2021 eine weitere Noveneingabe eingereicht. Diese muss im vorliegenden 
Verfahren unberücksichtigt bleiben, da im Zeitpunkt ihres Einganges der 
Entscheid über das Massnahmegesuch bereits gefällt war und damit der 
Aktenschluss eingetreten ist, auch wenn die Entscheidredaktion noch im Gange 
war (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Dasselbe gilt für die Eingabe des Gesuchsgegners 
vom 14. September 2021, soweit er sich darin zum Verfahren betreffend 
vorsorgliche Massnahmen äussert. 

Erwägungen

1. Der Erlass vorsorglicher Massnahmen während eines beim Kantonsgericht 
hängigen Berufungsverfahrens fällt gemäss Art. 9 Abs. 1 GOG in Verbindung mit 
Art. 11 Abs. 1 und Art. 15 lit. b der Verordnung über die Organisation des 
Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100) in die Kompetenz der Vorsitzenden der für 

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die Hauptsache zuständigen Kammer. Vorliegend betreffen die Berufungen der 
Parteien die Nebenfolgen der Ehescheidung, also ein Rechtsgebiet des 
Zivilgesetzbuches, was gemäss Art. 6 lit. a KGV zur Zuständigkeit der I. 
Zivilkammer führt.

2.1. Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob der Kindesunterhaltsbeitrag, den 
der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja mit Entscheid vom 16. April 2018 im 
Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
festgesetzt hat, mit Wirkung ab 1. Januar 2020 auf (mindestens) denjenigen 
Betrag zu erhöhen ist, den das Regionalgericht Maloja in seinem (vom 
Gesuchsgegner angefochtenen) Scheidungsurteil errechnet hat. Eine derartige 
Erhöhung käme im Ergebnis der Bewilligung einer vorzeitigen Vollstreckbarkeit 
des noch nicht rechtskräftigen Entscheides gleich, wie sie die Rechtsmittelinstanz 
gestützt auf Art. 315 Abs. 2 ZPO (als vorsorgliche Massnahme sui generis) unter 
bestimmten Voraussetzungen anordnen kann. Die Gesuchstellerin stützt ihr 
Begehren allerdings nicht (oder zumindest nicht explizit) auf die besagte 
Bestimmung, sondern macht hauptsächlich geltend, dass sich die Verhältnisse 
des Gesuchsgegners dauerhaft und erheblich verändert hätten, da seine 
Unterhaltspflicht für die Tochter aus erster Ehe seit August 2019 weggefallen sei 
(act. A.1, III.1.3). Damit beruft sie sich auf das Vorliegen eines 
Abänderungsgrundes im Sinne von Art. 179 ZGB, der – sollte sich ihr Vorbringen 
als zutreffend erweisen – zu einer Änderung der bestehenden vorsorglichen 
Massnahme führen kann. Dass sie sich zu den rechtlichen Grundlagen ihres 
Gesuchs – abgesehen von einem Hinweis auf Art. 276 ff. ZGB als materielle 
Grundlage des Unterhaltsanspruches des Kindes – nirgends näher äussert, kann 
ihr nicht schaden, zumal das Gericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 
57 ZPO). Im summarischen Verfahren, das beim Erlass vorsorglicher 
Massnahmen zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 248 lit. d ZPO sowie speziell für 
das Scheidungsverfahren auch Art. 276 Abs. 1 i.V.m. Art. 271 ZPO), besteht im 
Übrigen keine Pflicht, im Gesuch Ausführungen zum Rechtlichen zu machen 
(Rafael Klingler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 37 zu 
Art. 252 ZPO, mit dem zutreffenden Hinweis, dass gemäss Art. 221 Abs. 3 ZPO 
eine rechtliche Begründung sogar bei der Klage im ordentlichen Verfahren 
fakultativ ist). Nachdem sich die beantragte vorsorgliche Massnahme auf den 
Kindesunterhalt bezieht, gilt überdies Art. 296 ZPO, wonach das Gericht den 
Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und ohne Bindung an die 
Parteianträge zu entscheiden hat (sog. Untersuchungs- und Offizialmaxime). 

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2.2. Der Erlass vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren richtet sich 
nach Art. 276 ZPO. Demzufolge trifft das Gericht die nötigen vorsorglichen 
Massnahmen, wobei die Bestimmungen über die Massnahmen zum Schutz der 
ehelichen Gemeinschaft sinngemäss anwendbar sind (Abs. 1). Massnahmen, die 
das Eheschutzgericht angeordnet hat, dauern weiter. Für die Aufhebung oder die 
Änderung ist das Scheidungsgericht zuständig (Abs. 2). Das Gericht kann 
vorsorgliche Massnahmen auch dann anordnen, wenn die Ehe aufgelöst ist, das 
Verfahren über die Scheidungsfolgen aber andauert (Abs. 3). Dem Verweis auf die 
Bestimmungen des Eheschutzes kommt eine doppelte Bedeutung zu: In formeller 
Hinsicht hat er zunächst zur Folge, dass nebst den Bestimmungen über das 
summarische Verfahren (Art. 252 ff. ZPO), welche beim Erlass vorsorglicher 
Massnahmen generell gelten, die besonderen Bestimmungen des eherechtlichen 
Summarverfahrens (Art. 272 und 273 ZPO) zur Anwendung gelangen (vgl. 
Thomas Sutter-Somm/Flora Stanischewski, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 41 zu Art. 276 ZPO). In 
materieller Hinsicht wird dadurch sodann klargestellt, dass sich die 
Voraussetzungen für den Erlass vorsorglicher Massnahmen und deren Inhalt nicht 
nach Art. 261 ff. ZPO richten, sondern dafür in erster Linie die Bestimmungen über 
die Eheschutzmassnahmen (Art. 176 ff. ZGB) massgeblich sind. Insbesondere 
trifft das Gericht gemäss Art. 176 Abs. 3 ZGB – sofern die Ehegatten 
minderjährige Kinder haben – die nötigen Massnahmen nach den Bestimmungen 
über die Wirkungen des Kindesverhältnisses. Der für die Dauer des 
Scheidungsverfahrens zu bezahlende Kindesunterhalt bestimmt sich damit – 
gleich wie im Hauptverfahren (Art. 133 Abs. 1 ZGB) – nach Art. 276 ff. ZGB, wobei 
aufgrund der summarischen Natur des Massnahmeverfahrens in tatsächlicher 
Hinsicht allerdings ein reduziertes Beweismass (Glaubhaftmachen) gilt. Bei 
veränderten Verhältnissen kommt ferner die Bestimmung von Art. 179 ZGB (in 
Verbindung mit Art. 286 ZGB) zum Tragen. Demnach ist der vorsorglich 
festgesetzte Kindesunterhalt anzupassen, wenn von der antragstellenden Partei 
glaubhaft gemacht wird, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Anordnung 
der Massnahme wesentlich und dauerhaft verändert haben bzw. die tatsächlichen 
Umstände, die dem Massnahmenentscheid zu Grunde lagen, sich nachträglich als 
unrichtig erwiesen haben (BGE 141 III 376 E. 3.3.1). Entsprechend aber ist das 
Kriterium der Dringlichkeit für eine Abänderung der vom Scheidungsgericht 
angeordneten vorsorglichen Massnahmen keine Voraussetzung (vgl. OGer ZH 
LY140014 v. 10.6.2014 E. 3.2.2). Ebenso wenig bedarf es der Glaubhaftmachung 
eines Verfügungsgrundes im Sinne von Art. 261 ZPO, d.h. der drohenden 
Verletzung eines Anspruchs und eines daraus entstehenden nicht leicht 

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wiedergutzumachenden Nachteils. Vielmehr muss eine vorsorgliche Massnahme 
"nötig" sein, was nebst der Verhältnismässigkeit auch ein Rechtsschutzinteresse 
voraussetzt (vgl. Annette Spycher, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 
400–406 ZPO, Bern 2012, N 13 zu Art. 276 ZPO; Ivo Schwander, in: Gehri/Jent-
Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 12 zu Art. 
276 ZPO; zum Ganzen auch PKG 2014 Nr. 5 E. 3b). 

2.3. Die Notwendigkeit einer Massnahme kann im Rechtsmittelverfahren 
entfallen, soweit der laufende (Grund-)bedarf eines Ehegatten durch eine 
bestehende (und bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Nebenfolgen 
weitergeltende) Regelung gedeckt ist und dem Berufungsgericht gestützt auf Art. 
126 ZGB die Möglichkeit offensteht, den Beginn einer höheren (nachehelichen) 
Unterhaltspflicht auf den Zeitpunkt der Teilrechtskraft des Scheidungspunktes 
festzusetzen (vgl. dazu KGer GR ERZ 11 415 v. 28.10.2011 E. 3b und ERZ 09 
112 v. 5.10.2009 E. 4b, jeweils m.w.H.). Diese für den Bereich des 
Ehegattenunterhalts entwickelte Praxis muss grundsätzlich auch für den 
Kindesunterhalt gelten, zumal Art. 126 ZGB hinsichtlich des Beginns der im 
Scheidungsurteil festgesetzten Kindesunterhaltsbeiträge ebenfalls Anwendung 
findet (BGE 142 III 193). Unter dem Aspekt des Kindeswohls muss jedoch dem 
Interesse des Kindes an einer zeitgerechten Deckung seines den finanziellen 
Verhältnissen der Eltern entsprechenden Bedarfs verstärkte Bedeutung 
zukommen. Es ist einem Kind nicht zuzumuten, sich während längerer Zeit mit 
einem erheblich tieferen Lebensstandard begnügen zu müssen. Lassen 
veränderte Umstände den bisherigen Unterhaltsbeitrag als nicht mehr 
angemessen erscheinen, ist er folglich auf dem Wege einer vorsorglichen 
Massnahme bereits für die Dauer des Rechtsmittelverfahrens anzupassen. Dies 
muss umso mehr gelten, wenn der bisherige Unterhaltsbeitrag nicht einmal 
ausreicht, um den Grundbedarf des Kindes zu decken (vgl. KGer GR ERZ 12 316 
v. 2.10.2012). 

3.1. Vorliegend bestreitet der Gesuchsgegner die Zulässigkeit einer 
vorsorglichen Änderung des Kindesunterhaltsbeitrages. Soweit er dabei 
Ausführungen zu den Voraussetzungen von Art. 261 ZPO macht und der 
Gesuchstellerin vorwirft, diese in ihrem Gesuch nicht (oder nicht ausreichend) 
dargelegt zu haben (vgl. act. A.2, III.3), stösst seine Argumentation im Lichte des 
zuvor Gesagten ins Leere. Darauf ist nicht weiter einzugehen. 

3.2. Zusätzlich macht der Gesuchsgegner geltend, dass das Gesuch um 
vorsorgliche Massnahme der Beurteilung der mit seiner Berufung aufgeworfenen 

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Streitpunkte im Hauptverfahren vorgreifen würde, was gemäss der 
Rechtsprechung nicht zulässig sei (vgl. act. A.2, III.2). Dabei stützt er sich auf 
einen Entscheid des Obergerichts Zürich (LE110061 v. 2.2.2012). Wie die 
Gesuchstellerin an der mündlichen Verhandlung zutreffend festgehalten hat, 
betrifft der genannte Entscheid jedoch den Erlass vorsorglicher Massnahmen im 
Rahmen eines Berufungsverfahrens gegen einen Eheschutzentscheid. Daraus 
kann für das vorliegend zu beurteilende Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen für die Dauer des (vor zweiter Instanz hängigen) 
Scheidungsverfahrens nichts abgeleitet werden. Während nämlich im 
Eheschutzverfahren der Erlass vorsorglicher Massnahmen gesetzlich nicht 
geregelt ist und nur nach Massgabe von Art. 261 ff. ZPO in Frage kommt (vgl. 
PKG 2019 Nr. 1 E. 1.5), sieht Art. 276 ZPO die Möglichkeit vorsorglicher 
Massnahmen im Scheidungsverfahren – und speziell auch für den Fall der 
Teilrechtskraft der Scheidung und des noch andauernden Verfahrens über die 
Nebenfolgen (Abs. 3) – explizit vor. Dass beim Erlass vorsorglicher Massnahmen 
für die Dauer eines Rechtsmittelverfahrens auf die Erkenntnisse im 
erstinstanzlichen Scheidungsurteil Bezug genommen wird, liegt dabei in der Natur 
der Sache. Zielt die beantragte Massnahme auf eine Anpassung der vorsorglichen 
Unterhaltsbeiträge an den im Hauptverfahren festgesetzten Unterhalt, kommt der 
Massnahmerichter nicht umhin, im Sinne einer Hauptsachenprognose zu 
beurteilen, ob der angefochtene Entscheid voraussichtlich Bestand haben wird. 
Diese Prognose ist aufgrund eines Vergleichs des eingelegten Rechtsmittels mit 
dem erstinstanzlichen Urteil zu fällen. Eine gewisse Vorwegnahme des Entscheids 
in der Hauptsache ist mithin unumgänglich und gehört eben gerade zu den 
Aufgaben des Massnahmerichters (vgl. KGer GR ERZ 13 340 v. 9./18.12.2013 E. 
3d m.w.H.). 

3.3. Keine Rolle spielen kann schliesslich, ob der geltend gemachte 
Abänderungsgrund bereits vor Erlass des erstinstanzlichen Scheidungsurteils 
bekannt war und somit noch vor erster Instanz Gelegenheit für ein 
Abänderungsgesuch bestanden hätte (vgl. act. A.2, III.2 in fine sowie III.3.4). Ein 
Zuwarten mit einem Abänderungsbegehren – sei dies, weil mit einem baldigen 
Ende des Scheidungsverfahrens gerechnet wird, oder aus anderen Gründen – 
kann nicht dazu führen, dass der Anspruch auf eine Anpassung des vorsorglichen 
Unterhalts an die veränderten Verhältnisse verwirkt wäre. Mit der Anfechtung des 
erstinstanzlichen Scheidungsurteils tritt vielmehr ein Umstand hinzu, der das 
Interesse an der Änderung des vorsorglichen Unterhalts akzentuiert. Die 
verzögerte Geltendmachung des Abänderungsgrundes wirkt sich einzig insofern 
aus, als der Abänderungsentscheid grundsätzlich frühestens auf den Zeitpunkt der 

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Einreichung des entsprechenden Gesuches Wirkung entfalten kann (vgl. BGer 
5A_263/2020 E. 3.3.3 m.w.H.).

4.1. In seinem Entscheid vom 16. April 2018, dessen Abänderung vorliegend 
zur Diskussion steht, ist der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja beim 
Gesuchgegner von einem Einkommen von CHF 4'630.00 (inklusive 
Kinderzulagen) und einem Bedarf von CHF 3'818.00 (Grundbetrag CHF 1'200.00, 
Miete CHF 1'410.00, Krankenkasse CHF 321.00, Unterhalt Tochter CHF 650.00, 
Steuern CHF 237.00) ausgegangen, woraus sich ein Freibetrag von CHF 812.00 
ergab. Für die Gesuchstellerin stellte er ein Einkommen von anfänglich CHF 
2'006.00 und mit reduziertem Pensum noch CHF 1'800.00 fest, während ihr 
Bedarf nach eigener Darstellung CHF 2'910.00 und nach derjenigen des 
Gesuchsgegners CHF 2'620.00 betrage; demnach sei sie so oder so nicht in der 
Lage, ihren Unterhaltsbedarf zu decken. Den Barbedarf des Sohnes bezifferte der 
Einzelrichter auf CHF 1'490.00 (Grundbetrag CHF 400.00, Anteil Wohnkosten 
CHF 195.00, Krankenkasse CHF 100.00, Kinderbetreuung CHF 795.00). Mit der 
Erwägung, dass dem Gesuchsgegner das Existenzminimum zu belassen sei, 
setzte er den monatlichen Kindesunterhaltsbeitrag sodann auf gerundet CHF 
580.00 zuzüglich Kinderzulagen von CHF 220.00 fest (Proz. Nr. 135-2017-390, 
act. IV.3 E. 9).

4.2. Wie bereits erwähnt, begründet die Gesuchstellerin ihr Begehren um 
Änderung des vorsorglichen Unterhalts in erster Linie damit, dass die 
Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners für dessen Tochter aus erster Ehe seit 
August 2019 weggefallen sei (act. A.1, III.1.3). Der Gesuchsgegner bestreitet 
nicht, dass seine Tochter ihre Ausbildung zwischenzeitlich beendet hat und er für 
sie keine Unterhaltsbeiträge mehr bezahlen muss. Er macht einzig geltend, dass 
die Gesuchstellerin schon bei ihrem Massnahmegesuch vor dem erstinstanzlichen 
Gericht gewusst habe, dass seine Unterhaltspflicht für die Tochter im August 2019 
enden würde, und sie trotzdem keine Abstufung der Beiträge für E._____ verlangt 
habe (act. A.2, III.3.4). Ob der Zeitpunkt des Wegfalls der Unterhaltspflicht für die 
Tochter im früheren Verfahren tatsächlich schon bekannt war und im Sinne einer 
vorweggenommenen Änderung (Art. 286 Abs. 1 ZGB) schon damals hätte geltend 
gemacht werden können, kann vorliegend dahingestellt bleiben. Entscheidend ist 
nämlich nicht, ob eine künftige Veränderung im Zeitpunkt der erstmaligen 
Festsetzung der Unterhalsbeiträge bereits absehbar war, sondern ob dieser 
Veränderung bei der Festsetzung effektiv Rechnung getragen wurde. Dass eine 
Regelung im Voraus trotz Absehbarkeit unterblieb, schliesst eine spätere 
Anpassung – nach Eintritt der Veränderung (Art. 286 Abs. 2 ZGB) – somit nicht 

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aus (vgl. Christiana Fountoulakis/Peter Breitschmid, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 11 zu Art. 
286 ZGB m.w.H.). Mit dem Wegfall der Unterhaltspflicht für die Tochter hat sich 
der im Massnahmeentscheid berücksichtigte Bedarf des Gesuchsgegners um 
CHF 650.00 reduziert, was eine erhebliche Verbesserung seiner 
Leistungsfähigkeit zur Folge hat. Der geltend gemachte Abänderungsgrund ist 
damit gegeben. 

4.3. Sind die Voraussetzungen für eine Abänderung des Unterhaltsbeitrags 
erfüllt, so setzt das Gericht den Unterhaltsbeitrag in pflichtgemässer Ausübung 
seines Ermessens neu fest. Hierzu sind auch die übrigen Berechnungselemente, 
die dem abzuändernden Entscheid zugrunde lagen, auf den neuesten Stand zu 
bringen. Diese Aktualisierung setzt nicht voraus, dass die Anpassungen, die das 
Gericht in den anderen Positionen vornimmt, ebenfalls den Tatbestand der 
(erheblichen) Veränderung der Verhältnisse erfüllen. Die beschriebene Regel, die 
das Bundesgericht in seiner Praxis betreffend die Abänderung des nachehelichen 
Unterhalts entwickelt hat (BGE 138 III 289 E. 11.1.1 mit Hinweisen), gilt auch für 
die Abänderung von vorsorglichen Massnahmen (BGer 5A_1005/2017 v. 
23.8.2018 E. 3.2) und des Kindesunterhalts (BGer 5A_874/2019 v. 22.6.2020 E. 
3.2 m.w.H.). Berechnungselemente, die sich nicht geändert haben, sind 
demgegenüber zu übernehmen, denn das Abänderungsverfahren bezweckt nicht, 
das erste Urteil zu korrigieren, sondern es an veränderte Umstände anzupassen 
(BGer 5A_1018/2015 v. 8.7.2016 E. 4). In diesem Sinne ist das Gericht im 
Abänderungsverfahren an die Wertungen des früheren Entscheides gebunden. 
Was die Festsetzung des Kindesunterhalts anbelangt, kann im Übrigen bereits an 
dieser Stelle auf den zur amtlichen Publikation bestimmten Leitentscheid 
5A_311/2019 verwiesen werden, in dem das Bundesgericht die Grundsätze des 
Kindesunterhalts und die Methodik seiner Berechnung umfassend dargelegt hat.

5.1. Das Einkommen des Gesuchsgegners aus seiner Anstellung beim G._____ 
beläuft sich seit Januar 2020 auf netto CHF 4'174.60 (act. C.7). Unter Einschluss 
des Anteils am 13. Monatslohnes resultiert demnach ein massgebliches 
Erwerbseinkommen von CHF 4'522.00. Ein zusätzliches Einkommen aus der 
Vermietung der Liegenschaft in B._____ ist ihm entgegen der Auffassung der 
Gesuchstellerin nicht anzurechnen. Zwar trifft es zu, dass in der 
Steuerveranlagung 2018 (act. C.9) für besagte Liegenschaft ein Nettoertrag von 
CHF 1'600.00 ausgewiesen wird. Ob es sich dabei um effektive 
Mietzinseinnahmen handelt oder – wie der Gesuchsgegner einwendet (act. A.4 S. 
3) – die zuständige Veranlagungsbehörde nach Bekanntwerden des 

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Eigentumserwerbs von Amtes wegen einen anhand des Kaufpreises errechneten 
Eigenmietwert eingesetzt hat, geht aus der Steuerveranlagung nicht hervor. 
Jedenfalls läge das steuerlich berücksichtigte Einkommen weit unter dem Betrag 
von monatlich CHF 700.00, den die Gesuchstellerin unter diesem Titel 
ursprünglich geltend machte (vgl. act. H.1 S. 2 und act. B.9). Selbst wenn es 
sodann zutreffen würde, dass die Liegenschaft in B._____ tatsächlich vermietet ist 
und der Gesuchsgegner seine Schwester mit dem Einzug der Mietzinsen betraut 
hat, wie die Gesuchstellerin unter Verweis auf ein lediglich in französischer 
Übersetzung vorliegendes Protokoll über eine polizeiliche Einvernahme der 
Schwester vom 19. Oktober 2019 (act. B.13) geltend macht (vgl. act. A.3 S. 2), 
fehlt es zum einen an einem Nachweis für die behauptete Höhe der 
Mieteinnahmen. Zu Recht wendet der Gesuchsgegner nämlich ein, dass in einem 
Vernehmungsprotokoll vom 8. Mai 2019, welches die Gesuchstellerin im 
erstinstanzlichen Hauptverfahren eingereicht hatte (vgl. Proz. Nr. 115-2018-57, 
act. II/30), noch von einem monatlichen Mietertrag von J._____ 500.00 (ca. CHF 
170.00) die Rede war. Ein höherer Mietzins von mindestens CHF 400.00 pro 
Monat (vgl. act. A.5 S. 2) ist zum vornherein nicht belegt. Zum anderen wäre dem 
Gesuchsgegner zuzugestehen, dass er die fraglichen Mieteinnahmen für die 
Begleichung der Schulden verwendet, welche er (zumindest teilweise) für den 
Erwerb der Liegenschaft eingehen musste. Zwar bestreitet die Gesuchstellerin, 
dass der Gesuchsgegner vor seiner Schwester ein Darlehen von J._____ 
130'000.00 für den Kauf der Liegenschaft erhalten habe, zumal damals nur noch 
der Restkaufpreis von J._____ 78'000.00 offen gewesen sei (vgl. act. B.12) und 
keine Beweise für irgendeine Überweisung bzw. Übergabe vorlägen. Die 
Gewährung des Darlehens wie auch dessen Zweck hat die Schwester bei der 
polizeilichen Einvernahme, aus welcher die Gesuchstellerin die Mieteinnahmen 
des Gesuchsgegners abzuleiten versucht, indessen ausdrücklich bestätigt. 
Zugleich hat sie angegeben, dass der Bruder ihr erlaubt habe, die Mietzinsen zu 
behalten, um damit einen Teil des Darlehens zurückzubezahlen. Bei dieser 
Sachlage muss als erstellt gelten, dass allfällige Einnahmen aus der Vermietung 
der Liegenschaft in B._____ bis auf weiteres vollumfänglich in den Schuldendienst 
fliessen und der Gesuchsgegner daraus noch keine Gewinne erzielt. 

5.2. Beim Grundbedarf des Gesuchsgegners sind wie bisher der Grundbetrag 
von CHF 1'200.00, die Wohnkosten von CHF 1'410.00 (worin gemäss Angaben 
seines Rechtsvertreters ein Betrag von CHF 120.00 für Nebenkosten enthalten ist; 
vgl. act. H.4 S. 3), die (verbilligten) Krankenkassenprämien (KVG und VVG) von 
aktuell CHF 250.00 (act. C.8) und die Steuern von CHF 372.00 (act. C.9) zu 
berücksichtigen. Der Gesuchsgegner wohnt immer noch in der vormals ehelichen 

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Wohnung, welche ihm mit der im Massnahmeverfahren unterzeichneten 
Vereinbarung zur alleinigen Benützung zugewiesen wurde. Dass er dort in einer 
dauernden Wohngemeinschaft mit einer anderen Person leben würde, ist nicht 
glaubhaft gemacht. Eine Halbierung des Grundbetrags und der Wohnkosten, wie 
sie die Gesuchstellerin in ihrer Berechnung verlangt (act. A.1, III.1.6), ist daher 
nicht angezeigt. Ob ihm ein Umzug in eine günstigere Wohnung zuzumuten ist, 
wie dies das Regionalgericht Maloja im Scheidungsurteil angenommen ist, wird 
(als Rechtsfrage) sodann im Hauptverfahren zu beurteilen sein. Für den 
vorsorglichen Unterhalt muss es in diesem Punkt bei den bisherigen Kosten 
bleiben, zumal sich in tatsächlicher Hinsicht nichts verändert hat und im 
Abänderungsverfahren keine vollständige Neubeurteilung zu erfolgen hat. Nicht 
belegt hat der Gesuchsgegner, dass er für Nebenkosten aufkommen müsste, 
welche den im Mietzins enthaltenen Betrag übersteigen. Soweit er in diesem 
Zusammenhang unter anderem auf seine Zahlungen für Stromkosten verweist 
(act. C.1), ist ihm entgegenzuhalten, dass die Auslagen für Beleuchtung und 
Kochstrom bereits im Grundbetrag enthalten sind und daher nicht zusätzlich in 
Rechnung gestellt werden können. Als zusätzliche Bedarfsposition aufgenommen 
werden kann hingegen eine Kommunikations- und Versicherungspauschale, 
welche – gleich wie die Steuern und die über die obligatorische 
Grundversicherung hinausgehenden Krankenkassenprämien – zum sog. 
familienrechtlichen Existenzminimum gehört, das bei ausreichenden finanziellen 
Verhältnisse der Unterhaltsberechnung zugrunde zu legen ist (vgl. BGer 
5A_311/2019 v. 11.11.2019 E. 7.2). Mit Blick auf die geltend gemachten Kosten 
für die Radio- und Fernsehgebühren und eine Hausrat- und 
Haftpflichtversicherung kann dem Gesuchsgegner unter diesem Titel ein Betrag 
von CHF 70.00 angerechnet werden. Der erweiterte Grundbedarf des 
Gesuchsgegners beläuft sich damit auf total CHF 3'302.00. Vorläufig 
unberücksichtigt bleiben muss demgegenüber – wie dies auch im 
vorangegangenen Massnahmeverfahren der Fall war – die monatliche Rate von 
CHF 460.00 für die Rückzahlung des im Juli 2017 aufgenommen Kleinkredits (vgl. 
Proz. Nr. 115-2018-57, RG act. III/27). Zwar hat das Bundesgericht in seiner 
neuesten Rechtsprechung klargestellt, dass eine angemessene Schuldentilgung 
gegebenenfalls im Bedarf des Unterhaltsschuldners – und nicht erst im Rahmen 
der Überschussverteilung – berücksichtigt werden kann, sofern die finanziellen 
Mittel im konkreten Fall eine Erweiterung des betreibungsrechtlichen auf das 
familienrechtliche Existenzminimum zulassen (vgl. BGer 5A_581/2020 v. 1.4.2021 
E. 4.2.1). Ob und in welchem Umfang eine derartige Erweiterung des 
Grundbedarfs vorliegend in Frage kommt, kann indessen erst beurteilt werden, 
wenn die finanziellen Verhältnisse des Kindes und der Gesuchstellerin bekannt 

14 / 21

sind. Die Berücksichtigung einer Schuldentilgung setzt nämlich jedenfalls voraus, 
dass das betreibungsrechtliche Existenzminimum aller Familienmitglieder gedeckt 
ist, ansonsten auch beim Unterhaltsschuldner allein auf das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum abzustellen wäre.

5.3. Der (erweiterte) Grundbedarf der Gesuchstellerin setzt sich zusammen aus 
dem Grundbetrag (CHF 1'350.00), ihrem Anteil (CHF 570.00) an den Wohnkosten 
für die seit August 2018 gemietete 2-Zimmer-Wohnung in K._____ (act. B.3; Miete 
inkl. Nebenkosten CHF 850.00), den Krankenkassenprämien (KVG und VVG) von 
CHF 383.00 (act. B.4b) und – gleich wie beim Gesuchsgegner – einer 
Kommunikations- und Versicherungspauschale von CHF 70.00. Steuern fallen bei 
der Gesuchstellerin aktuell nicht an, zumal sie als Inhaberin der Obhut von der 
Anwendung des Verheiratetentarifs profitiert und ihr steuerbares Einkommen unter 
dem (steuerfreien) Betrag von CHF 30'000.00 liegt (vgl. dazu die provisorische 
Steuerberechnung in act. B.5 sowie die auf der Webseite der kantonalen 
Steuerverwaltung abrufbaren Tariftabellen für die Einkommensteuern im Anhang 
der Wegleitung zur Steuererklärung 2020). Ebenso entfallen seit dem Antritt ihrer 
Stelle bei der I._____ AG in K._____ die geltend gemachten Kosten für den 
Arbeitsweg. Ihr erweiterter Grundbedarf beläuft sich demnach auf total CHF 
2'373.00. Anzumerken bleibt, dass der Gesuchstellerin im Jahre 2019 eine 
Prämienverbilligung von CHF 2'699.40 (monatlich CHF 224.95) ausbezahlt wurde 
(act. B.4a). Unter der Voraussetzung, dass sie auch künftig von einer 
Prämienverbilligung in ähnlicher Grössenordnung profitieren kann, reduziert sich 
ihr Grundbedarf somit auf rund CHF 2'150.00.

5.4. Dem Grundbedarf der Gesuchstellerin steht ein monatliches Einkommen 
von netto rund CHF 2'400.00 gegenüber, nämlich CHF 2'311.00 aus ihrer 
Anstellung bei der I._____ AG (vgl. act. B.2; Nettolohn nach Abzug der 
Kinderzulagen und des Beitrags an die Kinderbetreuung, aber inklusive 
Sozialzulage und Anteil 13. Monatslohn) sowie durchschnittlich CHF 116.00 für 
ihre (unregelmässigen) Arbeitseinsätze für die L._____ (act. B.15). Ein ähnlich 
hohes Einkommen erzielte die Gesuchstellerin bereits vor der Trennung (vgl. dazu 
die Steuerveranlagung 2017 [Proz. Nr. 115-2018-57, act. III/40], wonach das 
Erwerbseinkommen der Ehefrau CHF 27'976.00 betrug). Sie war und ist 
demzufolge in der Lage, die für einen allfälligen Betreuungsunterhalt 
massgeblichen Lebenshaltungskosten (vgl. zu diesem Begriff BGE 144 III 377 E. 
7.1.4) mit ihren eigenen Einkünften zu decken. Dies gilt jedenfalls, solange sie mit 
dem gemeinsamen Kind in der jetzigen Wohnung verbleibt und ihr 
dementsprechend (namentlich im Vergleich zum Gesuchsgegner) tiefe 

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Wohnkosten anfallen. Für die Bemessung des vorsorglichen Unterhalts muss es 
damit allerdings sein Bewenden haben, zumal bei der Unterhaltsberechnung 
lediglich die effektiven Auslagen, nicht aber rein hypothetische Kosten, von denen 
noch ungewiss ist, ob und in welcher Höhe sie je anfallen werden, berücksichtigt 
werden können (vgl. BGer 5A_405/2019 v. 24.2.2020 E. 5.2 m.w.H.). Ein 
Anspruch auf Betreuungsunterhalt besteht derzeit folglich nicht. Soweit der 
Gesuchstellerin nach Deckung ihrer Lebenshaltungskosten ein Überschuss 
verbleibt, steht ihr dieser im Übrigen für ihre eigenen Bedürfnisse zur Verfügung. 
Da das Kind unter ihrer alleinigen Obhut steht und sie ihren Unterhaltsbeitrag 
bereits vollständig in natura leistet, indem sie dem Kind Pflege und Erziehung 
erweist, hat für den geldwerten Unterhalt des Kindes grundsätzlich vollständig der 
Gesuchsgegner aufzukommen (vgl. wiederum BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 
E. 5.5 und 8.1). Der rechnerische Überschuss der Gesuchstellerin muss für die 
Bemessung der Barunterhaltspflicht des Gesuchsgegners daher ausser Betracht 
bleiben.

Mit Blick auf die neusten Noveneingaben der Parteien, die im vorstehenden 
Verfahren aus prozessualen Gründen keine Berücksichtigung mehr finden 
können, sei ergänzt, dass diese am vorstehend Gesagten kaum etwas zu ändern 
vermöchten. Den neu eingereichten Urkunden zufolge hat die Gesuchstellerin per 
1. August 2021 zwar eine neue (auf ein Jahr befristete) Stelle als Fachlehrperson 
Oberstufe (mit einem Pensum von 20-40%) bei der Gemeinde F._____ angetreten 
(act. B.16), wo sie bei einem effektiven Beschäftigungsgrad von 24% monatlich 
netto CHF 1'540.10 ausbezahlt erhält (act. B.17). Da sie sowohl vor als auch nach 
der Trennung stets in einem höheren Pensum erwerbstätig war, darf von der 
Gesuchstellerin allerdings weiterhin erwartet werden, dass sie neben der neuen 
Anstellung einer anderen Erwerbstätigkeit nachgeht, um mindestens das bisherige 
Einkommen zu erzielen. Dies gilt umso mehr, als der gemeinsame Sohn 
mittlerweile das Alter für den Besuch des (in Graubünden zwar freiwilligen, von 
den Gemeinden aber zwingend zu führenden) Kindergartens erreicht hat und der 
Gesuchstellerin auch unter diesem Aspekt eine mindestens 50-%ige 
Erwerbstätigkeit zumutbar ist (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7). Dass sie sich nach 
Abschluss des neuen Arbeitsvertrages bzw. der Festlegung des effektiven 
Arbeitspensums erfolglos um eine entsprechende (zusätzliche) Teilzeitstelle 
bemüht hätte, hat die Gesuchstellerin indessen nicht einmal behauptet, weshalb 
ihr bei der gegebenen Aktenlage weiterhin das bisherige Einkommen angerechnet 
werden müsste. 

16 / 21

5.5. Zu ermitteln ist somit noch der Grundbedarf des Kindes. Dieser besteht aus 
dem Grundbetrag (CHF 400.00), seinem Anteil an den Wohnkosten (CHF 280.00; 
vgl. vorstehend E. 5.3) und den Krankenkassenprämien (KVG und VVG) von CHF 
115.00 (act. B.4b) bzw. CHF 61.00, falls sie im bisherigen Umfang (act. B.4a) 
verbilligt würden. Hinzu kommen die Kosten für die Kinderbetreuung, welche sich 
– nach Abzug des Beitrags der Arbeitgeberin (Tarifkorrektur) – auf monatlich CHF 
432.00 belaufen (act. B.6). Nicht zu berücksichtigen ist demgegenüber der geltend 
gemachte Betrag von CHF 200.00 für Sport und Freizeit. Ein derartiger Bedarf 
wäre bei ausreichenden finanziellen Mitteln aus dem auf das Kind entfallenden 
Überschussanteil zu finanzieren (BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 7.2). 
Ebenso entfällt die Ausscheidung eines Steueranteils für das Kind, nachdem das 
steuerbare Einkommen der Gesuchstellerin auch unter Berücksichtigung der 
(höheren) Unterhaltsbeiträge die massgeblichen Grenzwerte nicht übersteigen 
wird. Der (erweiterte) Grundbedarf von E._____ beläuft sich damit auf monatlich 
CHF 1'227.00 (bzw. CHF 1'173.00 mit allfälliger Prämienverbilligung). Davon wird 
ein Betrag von CHF 220.00 durch die (von der Gesuchstellerin bezogenen) 
Kinderzulagen gedeckt, so dass – unter Vorbehalt der möglichen 
Prämienverbilligung – ein für die Unterhaltsbemessung massgeblicher Bedarf von 
CHF 1'007.00 verbleibt.

5.6. Stellt man dem ungedeckten Grundbedarf von E._____ die für den 
Lebensunterhalt verfügbaren Mitteln des Gesuchsgegners gegenüber, zeigt sich, 
dass letzterer in der Lage ist, das Manko des Kindes vollständig zu decken, und 
ihm noch ein Überschuss von CHF 213.00 verbleibt (= CHF 4'522.00 – CHF 
3'302.00 – CHF 1'007.00). Bislang unberücksichtigt blieb indessen die 
Verpflichtung des Gesuchsgegners zur Rückzahlung des während des ehelichen 
Zusammenlebens aufgenommenen Kleinkredits. Der Überschuss ist dem 
Gesuchsgegner daher zur (teilweisen) Erfüllung seiner Schuldverpflichtung zu 
belassen. Bei vertragsgemässer Erfüllung hätte seine Ratenzahlungspflicht zwar 
nach Ablauf der Vertragsdauer von 48 Monaten im Juli 2021 geendet (vgl. Proz. 
Nr. 115-2018-57, act. III/27), so dass ab diesem Zeitpunkt eine Beteiligung des 
Kindes am Überschuss in Betracht zu ziehen wäre. Wie aus den Akten des 
Hauptverfahrens hervorgeht, hatte der Gesuchsgegner in der Vergangenheit 
jedoch Lohnpfändungen zu verzeichnen (Proz. Nr. 115-2018-57, act. III/29 und 
III/35), bei denen die Abzahlungspflicht für den Kleinkredit zum Teil 
unberücksichtigt geblieben ist. Zudem war er bei Beginn des vorliegenden 
Verfahrens – abgesehen von den Steuerschulden, die teilweise noch die Zeit des 
ehelichen Zusammenlebens betreffen (ZK1 20 194, act. B.5) – mit etlichen 
weiteren Forderungen konfrontiert (vgl. act. C.5 und C.11; ZK1 20 194, act. B.2 

17 / 21

und B.3). Insgesamt ist daher weiterhin von einer prekären finanziellen Situation 
des Gesuchsgegners auszugehen, welche einer Beteiligung des Kindes am 
Überschuss entgegensteht. Auf der anderen Seite ist absehbar, dass sich die 
Kinderbetreuungskosten mit dem Eintritt von E._____ in den Kindergarten 
erheblich reduzieren werden. Die Gesuchstellerin selber rechnet – allerdings erst 
ab dem Ende des ersten Kindergartenjahres – noch mit monatlichen Kosten von 
CHF 200.00 (vgl. act. B.9). Damit werden künftig Mittel frei, die auch dem Kind die 
Befriedigung weiterer Bedürfnisse erlauben. Bei einer Gesamtbetrachtung 
erscheint es daher als angemessen, den vom Gesuchsgegner zu bezahlenden 
vorsorglichen Unterhaltsbeitrag für E._____ mit Wirkung ab dem 6. Januar 2020 
(Zeitpunkt des Abänderungsgesuches) auf monatlich CHF 1'000.00 festzusetzen. 
Hinzu käme die Verpflichtung zur Weiterleitung der Kinderzulagen (Art. 285a Abs. 
1 ZGB), falls diese in Zukunft vom Gesuchsgegner bezogen würden.

6.1. Nach dem Gesagten ist das Gesuch um Abänderung des vorsorglichen 
Kindesunterhalts teilweise gutzuheissen. Ausgangsgemäss sind die 
Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens, die gestützt auf den 
Gebührenrahmen für Entscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 13a der 
Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ, BR 320.210]) auf 
CHF 3'000.00 festgesetzt werden den Parteien daher je zur Hälfte aufzuerlegen, 
während die Parteikosten wettzuschlagen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

6.2. Mit Verfügungen vom 8. Januar 2020 (ZK1 19 195 und ZK1 19 197) wurde 
beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege samt Rechtsvertretung sowohl für 
die Berufungsverfahren ZK1 19 194 und ZK1 19 196 als auch für das 
Massnahmeverfahren ZK1 20 4 bewilligt. Damit gehen die ihnen auferlegten 
Gerichtskosten und die Kosten ihrer Rechtsvertretung vorläufig zu Lasten des 
Kantons Graubünden (Art. 122 Abs. 1 lit. a und b ZPO).

6.3. Rechtsanwalt Battaglia macht mit seiner an der mündlichen Verhandlung 
eingereichten Honorarnote vom 3. Juni 2020 (act. G.1) eine Entschädigung von 
total CHF 10'737.70 geltend, welche nebst dem für das Massnahmeverfahren 
getätigten Aufwand auch jenen für die Berufungsverfahren beinhaltet. Eindeutig 
dem Massnahmeverfahren zuordnen lässt sich einzig ein Zeitaufwand von 4 h für 
das Verfassen der Stellungnahme vom 10. Februar 2020. Hinzu kommt der nicht 
separat ausgewiesene Zeitaufwand für die Einreichung der gerichtlich 
angeordneten Editionen und für die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung 
vom 3. Juni 2020 (inklusive Reisezeit). Letztere diente allerdings auch einer 
möglichen Einigung im Hauptverfahren, weshalb der entsprechende Aufwand nur 
zur Hälfte berücksichtigt werden kann. Ebenfalls erst im Hauptverfahren zu 

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entschädigen sein wird der Aufwand in Zusammenhang mit der Prüfung des 
gerichtlichen Vergleichsvorschlages. Im vorliegenden Verfahren zu 
berücksichtigen ist einzig noch der Aufwand für die Eingaben vom 10. September 
2020, 8. Oktober 2020 und 6. November 2020, welche die (potentiell auch für den 
vorsorglichen Unterhalt relevanten) Nebeneinkünfte der Parteien betrafen. Da für 
die genannten Positionen keine Honorarnote vorliegt, ist die Entschädigung von 
Rechtsanwalt Battaglia gesamthaft nach Ermessen festzusetzen. In Anbetracht 
der ausgefertigten Rechtsschriften und der sich stellenden tatsächlichen und 
rechtlichen Fragen sowie des massgeblichen Stundenansatzes von CHF 200.00 
erscheint eine Entschädigung von pauschal CHF 2'500.00 (inklusive Barauslagen 
und MwSt.) als angemessen. Diese wird dem Rechtsvertreter aus der 
Gerichtskasse des Kantonsgerichts ausbezahlt, wobei die Rückforderung durch 
den Kostenträger nach Massgabe von Art. 123 ZPO vorbehalten bleibt.

6.4. Rechtsanwältin Sturzenegger reichte ihre Honorarnote für das 
Massnahmeverfahren (act. G.2) am 5. August 2020 – zusammen mit ihrer 
Stellungnahme zum gerichtlichen Vergleichsvorschlag – ein. Darin macht sie eine 
Entschädigung von total CHF 6'904.60 geltend, bestehend aus dem Honorar nach 
Zeitaufwand von CHF 6'080.00 (30.4 h à CHF 200.00), einer 
Kleinspesenpauschale (3%) von CHF 182.40, Reisespesen von CHF 160.00 
sowie der MwSt. von CHF 482.20. Unterzieht man diese Honorarnote einer 
näheren Prüfung und vergleicht diese mit der für das Hauptverfahren 
eingereichten Honorarnote vom 25. September 2020 (ZK1 19 194, act. G.4), fällt 
auf, dass derselbe Aufwand zum Teil doppelt verrechnet wurde (vgl. etwa 
Positionen vom 05.01.2020 und 30.01.2020) und die Honorarnote für das 
Massnahmeverfahren auch Positionen erhält, die entweder ausschliesslich oder 
zumindest teilweise auch das Hauptverfahren betreffen (Positionen vom 
06.01.2020, 16.01.2020, 03.02.2020, 27./28./29.05.2020, 03.06.2020). Zudem 
sind sämtliche Bemühungen in Zusammenhang mit der Prüfung des gerichtlichen 
Vergleichsvorschlages (Positionen ab 02.07.2020) in der Honorarnote für das 
Massnahmeverfahren enthalten. Über deren Abgeltung wird indessen erst im 
Hauptverfahren zu befinden sein. Soweit sich der geltend gemachte Aufwand dem 
Massnahmeverfahren zuordnen lässt, wie namentlich der Aufwand für die 
Vorbereitung und Redaktion des in die Berufungsantwort integrierten Gesuches, 
erweist er sich mit Blick auf die getätigten Ausführungen (act. A.1, S. 3 – 5) als 
übersetzt. Aus den dargelegten Gründen ist der im vorliegenden Verfahren zu 
entschädigende Zeitaufwand – auch unter Berücksichtigung des in der 
Honorarnote noch nicht enthaltenen Aufwandes für die Eingaben vom 25. 
September 2020 und 20. Oktober 2020 – auf maximal 13 Stunden festzusetzen. 

19 / 21

Unter Zugrundelegung eines Stundenansatzes von CHF 200.00 sowie 
Hinzurechnung einer Spesenpauschale von 3%, der Hälfte der geltend gemachten 
Reisekosten und der gesetzlichen MwSt. resultiert damit eine unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO aus der Gerichtskasse zu bezahlende 
Entschädigung von gerundet CHF 2'900.00.

20 / 21

Demnach wird erkannt:

1.1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und C._____ wird in Abänderung 
von Dispositivziffer 5 des Entscheides des Einzelrichters am 
Regionalgericht Maloja vom 16. April 2018 (Proz.Nr. 135-2017-390) 
verpflichtet, A._____ an den Unterhalt des Sohnes E._____ mit Wirkung ab 
dem 6. Januar 2020 und bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen 
Entscheides über den Kindesunterhalt im Verfahren betreffend 
Nebenfolgen der Ehescheidung (ZK1 19 194) einen monatlich zum Voraus 
zahlbaren Beitrag von CHF 1'000.00 zu bezahlen.

1.2. C._____ ist berechtigt, die seit Januar 2020 gestützt auf den Entscheid vom 
16. April 2018 nachweislich geleisteten Zahlungen an vorstehende 
Unterhaltsverpflichtung anzurechnen.

1.3. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

2.1. Die Gerichtskosten von CHF 1'500.00 gehen je zur Hälfte, somit zu jeweils 
CHF 750.00, zu Lasten von A._____ und C._____.

2.2. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

2.3. Die A._____ auferlegten Gerichtskosten in Höhe von CHF 750.00 und die 
Kosten ihrer Rechtsvertretung von CHF 2'900.00 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO 
gestützt auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer vom 8. Januar 2020 (ZK1 19 197) zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

2.4. Die C._____ auferlegten Gerichtskosten in Höhe von CHF 750.00 und die 
Kosten seiner Rechtsvertretung von CHF 2'500.00 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO 
gestützt auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer vom 8. Januar 2020 (ZK1 19 195) zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14,
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 

21 / 21

der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: