# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6798e5d-8ae3-59bc-9904-c5e84afff70e
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Strafabteilung 27.06.2023 S 2022 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_002_S-2022-41_2023-06-27.pdf

## Full Text

20230209_103243_ANOM.docx

Strafabteilung S 2022 41

Oberrichter A. Sidler, Abteilungspräsident
Oberrichter St. Dalcher
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber F. Eller

Urteil vom 27. Juni 2023

in Sachen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwalt A.________, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte,

und

B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt C.________,
Privatkläger im Strafpunkt und Berufungsbeklagter,

gegen

D.________, geb. tt.mm.1970 in E.________, italienischer Staatsangehöriger,
wohnhaft in E.________,  
Beschuldigter und Berufungskläger,

betreffend

versuchte einfache Körperverletzung, üble Nachrede und Beschimpfung

(Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug, Einzelgericht, 
vom 6. Juli 2022; SE 2021 3)

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Sachverhalt und Überblick über das Verfahren

1. Die Staatsanwaltschaft wirft D.________ (nachfolgend: Beschuldigter) zusammengefasst 
vor, am 18. Juli 2019 um ca. 09.20 Uhr seinen Vorgesetzten B.________ (nachfolgend: Pri-
vatkläger) in dessen Büro bei der F.________ GmbH an der G.________strasse in 
H.________ zu Boden gebracht und Schläge gegen den oberen Körperbereich verpasst zu 
haben, nachdem ihm der Privatkläger gekündigt und das Geschäftsmobiltelefon sowie den 
Geschäftslaptop aus dem Büro des Beschuldigten hatte entfernen lassen. Zudem habe der 
Beschuldigte den Privatkläger als "bastard" bezeichnet und u.a. in Anwesenheit eines Ar-
beitskollegen "you're cheating on me" geschrien (SE GD 1 S. 4). 

2. Die Hauptverhandlung vor dem Strafgericht des Kantons Zug, Einzelgericht (nachfolgend: 
Vorinstanz), fand am 13. Januar 2022 statt, an welcher der Beschuldigte und der Rechtsver-
treter des Privatklägers teilnahmen (SE GD 8/1). Der Beschuldigte wurde dabei zur Person 
und zur Sache befragt (SE GD 8/1/1). Nach Abschluss des Beweisverfahrens und den Par-
teivorträgen und des Schlusswortes des Beschuldigten teilte die Vorinstanz mit, dass das Ur-
teil aufgrund des Einverständnisses der Parteien schriftlich eröffnet werde (SE GD 8/1). 

3. Die Vorinstanz versandte ihr Urteil am 7. Juli 2022 im Dispositiv. Dieses wurde dem Be-
schuldigten am 20. Juli 2022 zugestellt (SE GD 14/1/1). Zudem wurde es am 11. Juli 2022 
dem Beschuldigten persönlich ausgehändigt (SE GD 17). Mit Schreiben vom 19. Juli 2022 
(Postaufgabe [in der Schweiz]: 20. Juli 2022) meldete der Beschuldigte bei der Vorinstanz 
Berufung an (SE GD 18). Am 6. September 2022 versandte die Vorinstanz sodann ihr schrift-
lich begründetes Urteil, welches dem Beschuldigten am 21. September 2022 zugestellt wur-
de (SE GD 22/1). Der Urteilsspruch lautete wie folgt:

"1. Der Beschuldigte D.________ wird schuldig gesprochen
1.1 der versuchten einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB; 
1.2 der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB;
1.3 der Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB. 

2. Er wird dafür bestraft mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 100.00, unter Ge-
währung des bedingten Vollzuges für eine Probezeit von zwei Jahren.

3. Auf den Antrag des Beschuldigten, die F.________ GmbH sei zu verpflichten, ihm Schadener-
satz in Höhe von CHF 70'000.00 zu bezahlen, wird nicht eingetreten. 

4. Auf die Zivilklage des Privatklägers (Genugtuungsforderung) wird nicht eingetreten. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine reduzierte Prozessumtriebsentschädi-
gung in Höhe von CHF 7'500.00 zu bezahlen. 

6. Die Verfahrenskosten betragen 

CHF 1'400.00Untersuchungskosten
CHF 365.10 Dolmetscherkosten (griechisch)
CHF 3'000.00Entscheidgebühr 
CHF 195.00 Auslagen
CHF 4'960.10Total

und werden dem Beschuldigten auferlegt.

7. [Rechtsmittel]"

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4. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2022 (Postaufgabe [in der Schweiz]: 6. Oktober 2022) reichte 
der Beschuldigte bei der Strafabteilung des Obergerichts des Kantons Zug (nachfolgend: Ge-
richt) seine Berufungserklärung in italienischer Sprache ein (OG GD 2). Der Beschuldigte 
wurde daraufhin mit Schreiben vom 18. Oktober 2022 aufgefordert, innert 20 Tagen eine 
überarbeitete Version seiner Berufungserklärung in deutscher Sprache einzureichen 
(OG GD 3). Diese Sendung wurde dem Gericht am 3. November 2022 mit dem Vermerk 
"Sconosciuto/Inconnu" retourniert (OG GD 5). Der Beschuldigte wurde in der Folge per 
E-Mail aufgefordert, seine aktuelle Wohnadresse anzugeben (OG GD 7-8).

5. Am 14. November 2022 wurde das Schreiben vom 18. Oktober 2022 nochmals an den Be-
schuldigten versendet (OG GD 9). Da der Ausdruck der Sendungsverfolgung der Post keine 
Angabe der Zustellung enthielt (OG GD 11) und keine Rückmeldung des Beschuldigten ein-
gegangen war, kontaktierte der damals zuständige Gerichtsschreiber den Beschuldigten am 
3. Januar 2023 erneut per E-Mail (OG GD 12). Der Beschuldigte erklärte in seiner Antwort, 
das Schreiben am 19. Dezember 2022 erhalten zu haben. Am 3. Januar 2023 habe er die 
überarbeitete Berufungserklärung in Italienisch und Deutsch in München abgeschickt 
(OG GD 13). Am 6. Januar 2023 gingen die überarbeiteten Berufungserklärungen in Italie-
nisch und Deutsch beim Gericht ein (OG GD 14).

6. Mit Präsidialverfügung vom 9. Januar 2023 stellte die Verfahrensleitung die Berufungser-
klärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft und dem Privatkläger zu und setzte diesen 
Frist, um Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten zu beantragen. Gleichzeitig 
wurde den Parteien Frist gesetzt, um Beweisanträge zu stellen sowie zu erklären, ob sie mit 
der Durchführung eines schriftlichen Berufungsverfahrens einverstanden sind. Sie wurden 
darauf hingewiesen, dass Stillschweigen als Zustimmung gewertet würde (OG GD 15).

7. Die Staatsanwaltschaft erklärte mit Schreiben vom 10. Januar 2023, sie sei der Ansicht, dass 
auf die Berufung des Beschuldigten eingetreten werden könne. Sie erhebe keine Anschluss-
berufung und stelle keine Beweisanträge. Mit dem schriftlichen Berufungsverfahren sei sie 
einverstanden (OG GD 16).

8. Der Rechtsvertreter des Privatklägers beantragte am 22. Januar 2023 Akteneinsicht (OG GD 
17), woraufhin ihm die Akten am 23. Januar 2023 zur Einsicht zugestellt wurden (OG GD 18). 
Mit Eingabe vom 30. Januar 2023 beantragte der Privatkläger, auf die Berufung des Be-
schuldigten sei nicht einzutreten. Weiter erklärte er, auf eine Anschlussberufung und das 
Stellen von Beweisanträgen zu verzichten und dem schriftlichen Berufungsverfahren zuzu-
stimmen (OG GD 19).

9. Am 6. Februar 2023 ging die mit 29. Januar 2023 datierte Stellungnahme des Beschuldigten 
beim Gericht ein (Postaufgabe [in Italien]: 30. Januar 2023; OG GD 21). Er äusserte sich 
nicht zum schriftlichen Verfahren und stellte keine Beweisanträge.

10. Das Gericht beschloss am 13. Februar 2023, auf die Berufung des Beschuldigten einzutre-
ten. Gleichzeitig ordnete die Verfahrensleitung das schriftliche Berufungsverfahren an. Sie 
entschied, die bisherigen umfangreichen Stellungnahmen des Beschuldigten als Berufungs-
begründung entgegenzunehmen und setzte dem Beschuldigten Frist zur Einreichung einer 
freigestellten, zusätzlichen Stellungnahme (OG GD 24).

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11. Am 29. März 2023 ging beim Gericht die zusätzliche Stellungnahme des Beschuldigten vom 
24. März 2023 ein (OG GD 25). Bereits am 26. März 2023 übermittelte der Beschuldigte dem 
Gericht diese Stellungnahme per (ungesicherter) E-Mail. Mit weiteren E-Mails vom gleichen 
Tag sandte er als Anhang zahlreiche Dokumente (OG GD 26).

12. Mit Präsidialverfügung vom 30. März 2023 stellte die Verfahrensleitung der Staatsanwalt-
schaft und dem Privatkläger die zusätzliche Stellungnahme sowie die E-Mails (inkl. Anhänge) 
zu und setzte ihnen Frist, um eine Berufungsantwort einzureichen (OG GD 27).

13. Die Staatsanwaltschaft reichte am 11. April 2023 eine kurze Stellungnahme ein. Sie stellte 
keine materiellen Anträge, führte jedoch aus, die E-Mail vom 26. März 2023 inkl. Anhänge sei 
aus dem Recht zu weisen, da die Formvorschriften gemäss Art. 110 Abs. 2 StPO nicht ein-
gehalten worden seien (OG GD 28).

14. Am 11. Mai 2023 reichte der Privatkläger – innert erstreckter Frist (OG GD 29) – seine Beru-
fungsantwort ein. Er beantragte die Abweisung der Berufung des Beschuldigten und die voll-
umfängliche Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen (inkl. MWST) zulasten des Beschuldigten. Auf eine Begründung verzichtete er und ver-
wies stattdessen auf das Urteil der Vorinstanz (OG GD 30).

15. Die Verfahrensleitung stellte am 12. Mai 2023 die beiden Eingaben den Parteien zu, infor-
mierte sie über den Abschluss des Schriftenwechsels und gab die Zusammensetzung des 
Gerichts bekannt (OG GD 31).

Erwägungen und Begründung des Urteils

I. Formelles und Prozessuales

1. Das Gericht ist mit Beschluss vom 13. Februar 2023 auf die Berufung des Beschuldigten 
eingetreten (OG GD 24).

2.1 Im Berufungsverfahren gilt die Dispositionsmaxime. Der Berufungskläger muss in seiner Be-
rufungserklärung angeben, ob er das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (Art. 399 
Abs. 3 lit. a StPO). Ficht er nur Teile des Urteils an, hat er in der Berufungserklärung verbind-
lich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, allenfalls bezogen auf einzelne Handlungen, 
Bemessung der Strafe etc.) sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Das Beru-
fungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 
Abs. 1 StPO). Es kann zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte 
überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheidungen zu verhindern (Art. 404 Abs. 2 
StPO). Soweit die Einschränkung der Berufung auf einzelne Punkte eindeutig und der 
Grundsatz der Untrennbarkeit oder inneren Einheit nicht verletzt ist, muss die Einschränkung 
durch das Berufungsgericht respektiert werden. Die nicht angefochtenen Urteilspunkte wer-
den – unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO – rechtskräftig. Eine spätere Ausdeh-
nung der Berufung ist ausgeschlossen, nicht aber eine weitere Beschränkung (vgl. dazu um-
fassend Urteil des Bundesgerichts 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 1.3 m.H.).

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2.2 Der Beschuldigte verlangt einen vollumfänglichen Freispruch unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten des Staates (OG GD 2 S. 16; OG GD 14 S. 12 [dt.] bzw. S. 11 [ital.]). 
Damit hat er die Dispositivziffern 1, 2, 5 und 6 des vorinstanzlichen Urteils angefochten. Das 
Nichteintreten auf die Zivilklage des Privatklägers (Disp.-Ziff. 4) fiel zugunsten des Beschul-
digten aus und wurde von ihm folglich nicht angefochten. 

Ob der Beschuldigte das Nichteintreten auf seinen Antrag, die F.________ GmbH sei zu ver-
pflichten, ihm Schadenersatz in Höhe von CHF 70'000.00 zu bezahlen (Disp.-Ziff. 3), ange-
fochten hat, ist näher zu prüfen. In seiner Berufungserklärung vom 4. Oktober 2022 schrieb 
er auf der Seite mit den Anträgen diesbezüglich (OG GD 2 S. 16): "D.________ intende usa-
re la setenza di assoluzione per richiedere il pagamento delle sue spettanze ad F.________: 
ca. CHF 70.000" (freie Übersetzung durch das Gericht: D.________ beabsichtigt einen Frei-
spruch zu nutzen, um von F.________ die Bezahlung von ca. CHF 70'000.00 zu fordern). 
Aus dem Wortlaut sowie der Darstellung ist zu schliessen, dass er im vorliegenden Verfahren 
keine solche Forderung stellt und die entsprechende Dispositivziffer nicht anficht. Denn eine 
Absicht bezieht sich für gewöhnlich auf die Zukunft. Der fragliche Satz ist zudem nicht unter 
der Überschrift "D.________ chiede" mit einem Spiegelstrich aufgeführt wie seine klar als 
Anträge erkennbaren Begehren. Unter dem Titel "Fatti panoramica dell'incidente" führte der 
Beschuldigte aus, dass er von der F.________ GmbH keinen Schadenersatz verlangt habe, 
sondern was ihm seit der Kündigung zustehe (OG GD 2 S. 1). Dies spricht hingegen eher 
dafür, dass er das Nichteintreten angefochten hat. In seiner überarbeiteten Berufungser-
klärung vom 31. Dezember 2022 stellte der Beschuldigte einerseits klar, dass er noch nie 
Anspruch auf Schadenersatz von F.________ gestellt habe, wie es vom Gericht [der Vorin-
stanz] behauptet worden sei. Andererseits forderte er gleich anschliessend von F.________ 
[GmbH] die Erstattung aller Kosten, die ihm seit der Kündigung zustünden (Lohn für vier Mo-
nate Kündigungsfrist, nicht bezahlte Ferien, Erstattung der Kosten für den Austausch der 
Bürotür und für das Sicherheitspersonal). Diese Ausführungen standen unter dem Titel 
"D.________ fordert" bzw. "D.________ richiede" und wurden wie seine klar als Anträge er-
kennbaren Begehren mit einem Spiegelstrich aufgezählt (OG GD 14 S. 12 [dt.]) bzw. S. 11 
[ital.]). Es ist daher davon auszugehen, dass er das Nichteintreten angefochten hat, auch 
wenn er sich in seinen Stellungnahmen nirgends mit diesen Forderungen auseinandersetzte. 

Folglich ist einzig Dispositivziffer 4 des vorinstanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen, 
was im Urteilsspruch festzustellen ist.

3. Nachdem nur der Beschuldigte Berufung erklärt hat und die Staatsanwaltschaft sowie der 
Privatkläger keine Anschlussberufungen erhoben haben, darf das vorinstanzliche Urteil nicht 
zum Nachteil des Beschuldigten abgeändert werden (Art. 391 Abs. 2 erster Satz StPO; nach-
folgend: Verschlechterungsverbot).

4.1 Das Rechtsmittelverfahren beruht gemäss Art. 389 Abs. 1 StPO auf den Beweisen, die im 
Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind. Von Amtes we-
gen oder auf Antrag einer Partei kann die Rechtsmittelinstanz die erforderlichen zusätzlichen 
Beweise erheben (Art. 389 Abs. 3 StPO). Notwendig ist dies aber nur dann, wenn die zusätz-
lich erhobenen Beweise den Ausgang des Verfahrens beeinflussen können (vgl. auch Urteil 
des Bundesgerichts 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 1.3.1 m.H.). Eine unmittelbare 
Beweisabnahme im Rechtsmittelverfahren hat gemäss Art. 343 Abs. 3 i.V.m. Art. 405 Abs. 1 
StPO auch zu erfolgen, wenn eine solche im erstinstanzlichen Verfahren unterblieb oder un-

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vollständig war und die unmittelbare Kenntnis des Beweismittels für die Urteilsfällung not-
wendig erscheint. Weiter kann eine unmittelbare Beweisabnahme durch das Berufungsge-
richt in den Fällen von Art. 343 Abs. 3 StPO erforderlich sein, wenn es von den erstinstanzli-
chen Sachverhaltsfeststellungen abweichen will (BGE 140 IV 196 E. 4.4.1).

4.2 Die Parteien stellten im Berufungsverfahren keine Beweisanträge. Das Gericht sieht auch 
keine Veranlassung, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhobenen 
Beweise von Amtes wegen zu ergänzen. Diese bilden somit, zusammen mit den Eingaben 
der Parteien im Berufungsverfahren, die Entscheidungsgrundlagen des Gerichts. Bezüglich 
der E-Mails vom 26. März 2023 inkl. Anhänge ist festzuhalten, dass die Formvorschriften von 
Art. 110 Abs. 2 StPO, wie die Staatsanwaltschaft zu Recht vorbrachte, nicht eingehalten 
wurden. Die E-Mails bzw. die Anhänge enthalten ohnehin nichts, was vorliegend von Rele-
vanz ist.

5.1 Das Berufungsverfahren ist grundsätzlich mündlich (Art. 405 Abs. 1 StPO). Art. 406 StPO 
regelt abschliessend, wann Ausnahmen zulässig sind. Mit dem Einverständnis der Parteien 
kann die Verfahrensleitung das schriftliche Verfahren anordnen, wenn die Anwesenheit der 
beschuldigten Person nicht erforderlich ist und wenn Urteile eines Einzelgerichts Gegenstand 
der Berufung sind (Art. 406 Abs. 2 lit. a und lit. b StPO). Das Berufungsgericht kann auch 
ohne Einverständnis der Parteien die Berufung in einem schriftlichen Verfahren behandeln, 
wenn namentlich der Zivilpunkt oder die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen 
angefochten sind (Art. 406 Abs. 1 StPO). Dennoch ist im Einzelfall zu prüfen, ob der Verzicht 
auf die öffentliche Verhandlung auch mit Art. 6 Ziff. 1 EMRK (Anspruch auf eine öffentliche 
Gerichtsverhandlung und Urteilsverkündung als Teilgehalt der umfassenden Garantie auf ein 
faires Verfahren) zu vereinbaren ist. Im Berufungsverfahren ist folglich in Beachtung des Ver-
fahrens als Ganzes und der Umstände des Einzelfalles zu beurteilen, ob eine mündliche 
Verhandlung durchzuführen ist. Von einer Verhandlung kann etwa abgesehen werden, so-
weit die erste Instanz tatsächlich öffentlich verhandelt hat, wenn allein die Zulassung eines 
Rechtsmittels, nur Rechtsfragen oder aber Tatfragen zur Diskussion stehen, die sich leicht 
nach den Akten beurteilen lassen, ferner wenn eine reformatio in peius ausgeschlossen oder 
die Sache von geringer Tragweite ist und sich etwa keine Fragen zur Person und deren Cha-
rakter stellen. Für die Durchführung einer mündlichen Verhandlung kann aber der Umstand 
sprechen, dass die vorgetragenen Rügen die eigentliche Substanz des streitigen Verfahrens 
betreffen. Gesamthaft kommt es entscheidend darauf an, ob die Angelegenheit unter Beach-
tung all dieser Gesichtspunkte sachgerecht und angemessen beurteilt werden kann 
(BGE 143 IV 483 E. 2.1).

5.2 Im vorliegenden Fall findet das schriftliche Verfahren im ausdrücklichen bzw. konkludenten 
Einverständnis der Parteien statt. Die gesetzlichen Voraussetzungen hierzu sind erfüllt. Die 
Sache wurde bereits durch die Vorinstanz öffentlich verhandelt und der Beschuldigte dabei 
umfassend zur Person und zur Sache befragt. Überdies ist eine reformatio in peius ausge-
schlossen, da nur der Beschuldigte Berufung erklärt und keine Partei Anschlussberufung er-
hoben hat. Der Beschuldigte hat in seinen Eingaben seinen Standpunkt ausführlich darge-
legt. Die Anwesenheit des Beschuldigten sowie die Durchführung einer mündlichen Beru-
fungsverhandlung ist daher nicht erforderlich. Die angefochtenen Punkte können in tatsächli-
cher wie auch rechtlicher Hinsicht aus den Akten beurteilt werden. Es kann folglich über die 
Berufung des Beschuldigten auch im Rahmen des schriftlichen Verfahrens zeit- und sachge-

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recht sowie angemessen entschieden werden. Ein Wechsel ins mündliche Verfahren bzw. 
die Anordnung einer Verhandlung (Art. 390 Abs. 5 StPO) ist daher nicht notwendig.

6. Gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO kann das Gericht für die tatsächliche und die rechtliche Würdi-
gung des "angeklagten Sachverhalts" aus Gründen der Prozessökonomie auf die Begrün-
dung der Vorinstanz verweisen, wenn es dieser beipflichtet. Ein Verweis erscheint bei nicht 
streitigen Sachverhalten und abstrakten Rechtsausführungen sinnvoll, kommt hingegen bei 
strittigen Sachverhalten und Beweiswürdigungen sowie der rechtlichen Subsumtion des kon-
kreten Falls nur dann in Frage, wenn den vorinstanzlichen Erwägungen (vollumfänglich) bei-
gepflichtet wird (BGE 141 IV 244 E. 1.2.3). Der schlichte Verweis auf die Begründung der 
Vorinstanz gemäss dieser Bestimmung ist indes unzulässig, wenn gerade diese Begründung 
als unzutreffend gerügt wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_183/2018 vom 31. Oktober 2018 
E 1.). Falls das Gericht nachfolgend in diesem Sinne von der Verweisungsmöglichkeit Ge-
brauch macht, wird Art. 82 Abs. 4 StPO jeweils nicht mehr separat aufgeführt.

II. Beweisverwertung/Teilnahmerecht

Der Beschuldigte brachte vor, er sei von seinem damaligen Verteidiger nicht über die Einver-
nahme von I.________ am 22. November 2019 und von J.________ am 11. Dezember 2019 
informiert worden (OG GD 2 S. 5, OG GD 14 S. 3; vgl. SE GD 6 S. 4). Er macht damit sinn-
gemäss eine Verletzung seines Teilnahmerechts geltend. Bei den erwähnten Befragungen 
handelte es sich um polizeiliche Einvernahmen von Auskunftspersonen im selbständigen po-
lizeilichen Ermittlungsverfahren (act. 2/4/1; act. 2/5/1). Dabei haben die Parteien keine Teil-
nahmerechte (vgl. Art. 147 Abs. 1 StPO), weshalb auch keine Verletzung bestehen kann. Ei-
ne allfällige Verletzung wäre ohnehin geheilt worden. Denn I.________ und J.________ wur-
den später von der Staatsanwaltschaft noch als Zeugen einvernommen (act. 2/6/1; act. 
2/7/1). Der erbetene Verteidiger wurde über den Termin dieser Einvernahmen informiert (act. 
12/2, act. 12/8). Somit bestand die Möglichkeit, den Zeugen Ergänzungsfragen zu stellen. 
Weder der Beschuldigte noch sein damaliger erbetene Verteidiger haben jedoch an diesen 
Einvernahmen teilgenommen. Der Beschuldigte macht nicht geltend, über diese Einvernah-
men nicht informiert worden zu sein. Somit liegt ein gültiger Verzicht auf das Teilnahmerecht 
vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_172/2023 vom 24. Mai 2023 E. 2.3 f.). Sämtliche Ein-
vernahmen sind daher uneingeschränkt verwertbar. 

III. Sachverhaltsfeststellung

1. Beweislage und Standpunkt der Parteien

1.1 Die Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen des Beschuldigten, des Privatklägers und der 
Zeugen/Auskunftspersonen sowie die Befunde betreffend die Verletzungen des Privatklägers 
zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (OG GD 1 E. II.1-2).

1.2 Der Beschuldigte bestreitet den ihm vorgeworfenen Sachverhalt. Auf die konkreten Aus-
führungen der Parteien im Berufungsverfahren wird im Rahmen der Beweiswürdigung soweit 
erforderlich eingegangen. 

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2. Vorbemerkungen

2.1 Der Beschuldigte brachte im Berufungsverfahren erneut vor, die Aussagen der Zeu-
gen/Auskunftspersonen seien nicht glaubwürdig, da diese vom Privatkläger als ihr Vorge-
setzter abhängig seien und J.________ und der Privatkläger zudem eine zwanzigjährige 
Freundschaft verbinden würde (OG GD 2 S. 1; 14 S. 1). Wie die Vorinstanz zu Recht aus-
führte, ist die Glaubwürdigkeit bei sämtlichen befragten Personen (Beschuldigter, Privatklä-
ger, Zeugen/Auskunftspersonen) – wenn auch in unterschiedlichem Ausmass – einge-
schränkt. Es kann dazu auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (OG GD 1 
E. II.3.1). Mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass nicht primär die Glaubwürdigkeit 
der einvernommenen Person massgebend ist, sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit der kon-
kreten Aussagen (OG GD 1 E. I.5.3 und II.3.1). In diesem Zusammenhang macht der Be-
schuldigte geltend, die Aussagen der Zeugen/Auskunftspersonen und des Privatklägers sei-
en widersprüchlich, während seine kongruent seien (OG GD 2 S. 2; OG GD 14 S. 1). Auf die 
allfälligen Widersprüche in den Aussagen ist an anderer Stelle detailliert einzugehen. 

2.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz kann hier festgehalten werden, dass das dem Be-
schuldigten vorgeworfene Tatgeschehen, an welchem verschiedene Personen mit einer ge-
wissen emotionalen Spannung beteiligt waren, sich unvermittelt und innert einer kurzen Zeit-
spanne ereignete, sodass nicht davon ausgegangen werden kann, dass die einzelnen Betei-
ligten sowie die als Auskunftspersonen/Zeugen einvernommenen Personen den genauen 
Geschehensablauf bis ins letzte Detail wahrnehmen konnten. Vielmehr erfolgte die Wahr-
nehmung des Vorganges bruchstückhaft, punktuell und selektiv, insbesondere da sich nicht 
alle Personen immer im gleichen Raum aufhielten. Daher ist es nachvollziehbar, dass in der 
Wiedergabe der Wahrnehmungen kleinere Ungereimtheiten auftreten und andere Schwer-
punkte gesetzt werden können, oder der chronologische Ablauf des Geschehens unter-
schiedlich dargestellt werden kann. 

2.3 Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass die Einvernahmen des Beschuldigten und der 
Auskunftsperson bzw. des Zeugen I.________ mittels Dolmetscherin stattgefunden haben. 
Daher ist nicht auszuschliessen, dass im Rahmen der Übersetzung Worte leicht verändert 
wiedergegeben werden bzw. (unwillentlich) verändert werden können. 

3. Beweiswürdigung

3.1 Wie erwähnt bestreitet der Beschuldigte den ihm vorgeworfenen Sachverhalt. Gegen den 
Vorwurf, er sei nach Erhalt der Kündigung und Bemerken der Wegnahme des Laptops und 
Mobiltelefons "ausgerastet" und habe den Privatkläger tätlich angegangen sowie ehrverlet-
zende Äusserungen gemacht, bringt er zunächst zusammengefasst vor, er sei über die Kün-
digung nicht wütend gewesen. Entsprechend sei er nicht "ausgerastet" bzw. es sei nicht 
plausibel, dass er "ausgerastet" sei. Er habe keinen Grund gehabt, wütend zu sein. Denn ihm 
sei bewusst gewesen, dass er in der Schweiz (anders als in Italien) gekündigt werden könne. 
Als Arbeitsloser würde er trotzdem mehr als CHF 7'000.00 netto pro Monat erhalten, was im 
Vergleich zu Italien ein sehr hohes Einkommen sei. Weiter führte er aus, er habe trotz Anra-
ten seiner Anwältin keine Klage wegen "ungerechtfertigter" Kündigung eingereicht, da er nie 
der Meinung gewesen sei, die Kündigung sei ungerecht (OG GD 14 S. 2). Diese Argumenta-
tion ist unglaubhaft und widersprüchlich. Der Beschuldigte führt selbst aus, der Privatkläger 
habe keine triftigen Gründe für die Kündigung nennen können und ihm die Kontaktaufnahme 

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zum Vorstand verweigert. Er sei davon ausgegangen, dass das Verhalten des Privatklägers 
nicht korrekt sei (OG GD 14 S. 2). In seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2023 führte der 
Beschuldigte sodann diverse angebliche "Mobbing"-Vorfälle an (OG GD S. 3). In seinem 
E-Mail, welches er am späteren Nachmittag des 18. Juli 2019, dem Tag seiner Kündigung, 
an den Privatkläger sandte, schrieb er, er sei über die ohne Vorwarnung erfolgte Kündigung 
schockiert (act. 1/5/3 Rückseite). Es ist nicht plausibel, dass der Beschuldigte unter diesen 
Umständen einfach ruhig geblieben ist. Vielmehr sprechen diese Umstände gerade für eine 
emotionale Ausnahmesituation und machen ein "Ausrasten" des Beschuldigten plausibel, da 
die Kündigung den "Höhepunkt" des angeblichen Mobbings darstellte.

3.2 Der Beschuldigte macht sodann geltend, bei den Vorwürfen handle es sich um falsche An-
schuldigungen (vgl. OG GD 2 S. 3-4). Die Inszenierung sei zwischen dem Privatkläger und 
den Zeugen/Auskunftspersonen abgesprochen gewesen. So habe der Privatkläger nach 
J.________ gerufen, indem er "J.________, J.________", aber nicht nach Hilfe gerufen ha-
be. Dies scheine ein Signal gewesen zu sein, denn J.________ habe plötzlich das Büro des 
Privatklägers betreten und habe nicht einmal die Situation überblickt, sondern ihn [den Be-
schuldigten] sofort attackiert, indem er ihn von hinten an den Schultern gepackt habe (act. 
1/5/1 Rückseite). Der Privatkläger habe ihn [den Beschuldigten] wegen der schlechten Be-
ziehung nicht mehr bezahlen wollen. Zudem habe sich für das Jahr 2019 ein Verlust abge-
zeichnet (OG GD 14 S. 3). Sinngemäss bringt der Beschuldigte damit vor, der Privatkläger 
habe durch eine fristlose Kündigung Geld einsparen wollen. Gegen diese Theorie spricht in-
dessen, dass dem Beschuldigten ursprünglich eine Freistellung mit mehreren Monatslöhnen 
Entschädigung angeboten wurde (vgl. act. 1/5/11 ff.). Die vom Beschuldigten behauptete In-
szenierung wäre folglich nur möglich, wenn der Privatkläger die ordentliche Kündigung mit 
sofortiger Freistellung in der Hoffnung eröffnet hätte, dass der Beschuldigte diese nicht ak-
zeptieren und Klärung verlangen würde. Und er [der Privatkläger] zusammen mit den Zeu-
gen/Auskunftspersonen in der Folge einen tätlichen Angriff inszenieren könnte, um eine frist-
lose Kündigung aussprechen zu können. Dies erscheint nicht plausibel. Wenn wirklich ein 
Grund für eine fristlose Kündigung hätte inszeniert werden sollen, hätte es andere, einfache-
re Möglichkeiten gegeben. Vorliegend wäre es überdies unsicher gewesen, ob der tätliche 
Angriff überhaupt inszeniert hätte werden können, da der Beschuldigte die ordentliche Kün-
digung hätte akzeptieren können. 

3.3 Dass kein "Angriff" erfolgt sei, zeige gemäss der Auffassung des Beschuldigten sodann die 
E-Mail des Privatklägers an alle Mitarbeiter vom Tag des Vorfalls, worin ihm dieser das Beste 
für die Zukunft wünsche (OG GD 14 S. 7-8). Dieses Argument geht fehl. Der Privatkläger hat 
zwar eine entsprechende E-Mail versandt (act. 1/5/8 f.). Bei den verwendeten Worten handelt 
es sich allerdings um eine Standard-Formulierung in Mitteilungen, wenn Mitarbeiter aus-
scheiden. Die E-Mail spricht somit keineswegs gegen einen "Angriff" des Beschuldigten auf 
den Privatkläger. Gleiches gilt für den Umstand, dass der Nachfolger des Beschuldigten be-
reits bestimmt war. Denn der Beschuldigte wurde mit der ordentlichen Kündigung freigestellt, 
und diese war offenbar schon länger geplant.

3.4 Weiter machte der Beschuldigte geltend, aufgrund seiner angeborenen Stenose habe er kei-
nen Militärdienst leisten können und Sport mit erheblichen und länger andauernden Anstren-
gungen sei nicht möglich. Er sei damit körperlich gar nicht in der Lage, einen solchen "An-
griff" auf den Privatkläger durchzuführen (OG GD 14 S. 6). Auch diese Argumentation geht 

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fehl. Vor Vorinstanz gab der Beschuldigte zu Protokoll, dass er Fussball spielen könne und 
auch ins Fitness gehe. Aber er könne keinen Sport auf professionellem Niveau ausüben 
(SE GD 8/1/1 S. 2). Wenn der Beschuldigte im üblichen Rahmen Sport treiben kann, ist er 
körperlich auch zweifellos in der Lage, einen kurzen, tätlichen Angriff auf ein mehrheitlich 
passives Opfer auszuführen. 

3.5 Gemäss dem Beschuldigten spreche sodann generell gegen die Version des Privatklägers, 
dass dieser anlässlich der Anzeigeerstattung am 18. Juli 2019 den Angriff nicht habe detail-
liert beschreiben können. Erst bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 19. No-
vember 2020 habe er den Vorfall ausführlich(er) beschrieben (OG GD 14 S. 5). Es trifft zu, 
dass die Aussagen des Privatklägers bei der Polizei wenig detailliert waren. Bei der Staats-
anwaltschaft gab der Privatkläger zu Protokoll, er sei bei der polizeilichen Befragung ziemlich 
durcheinander gewesen (act. 2/8/3 Ziff. 7). Dies ist nachvollziehbar. Zu berücksichtigen ist 
auch, dass der Privatkläger bei detaillierterem Nachfragen des Polizisten möglicherweise ge-
nauere Angaben gemacht hätte. In der Gesamtbetrachtung lässt dieser Umstand die Aussa-
gen des Privatklägers nicht unglaubhaft erscheinen, da die Kernaussagen aus beiden Ein-
vernahmen übereinstimmen.

Ähnlich argumentiert der Beschuldigte auch betreffend die vorgeworfenen Ehrverletzungen. 
Der Privatkläger habe die Ehrverletzungen erstmals am 15. Oktober 2019 durch seinen 
Rechtsbeistand vorgebracht. Davor seien sie nie erwähnt worden (OG GD 14 S. 9). Mit der 
Vorinstanz ist es nachvollziehbar, dass der Privatkläger am 18. Juli 2019 die entsprechenden 
Äusserungen gegenüber der Polizei nicht erwähnte, da der körperliche Übergriff im Zentrum 
stand (OG GD 1 E. II.4.2.2.1). Entsprechend spricht auch dieser Umstand nicht gegen die 
Glaubhaftigkeit.

3.6 Auch die festgestellten Verletzungen des Privatklägers würden nach Auffassung des Be-
schuldigten gegen die Schilderung des Privatklägers und der Zeugen/Auskunftspersonen 
sprechen. Der Privatkläger habe kein blaues Auge, keine gebrochene Nase gehabt und es 
sei ihm kein Blut aus dem Mund gelaufen. Ein "Angriff" dieser Schwere, wie es ihm vorge-
worfen werde, könne jedoch Verstauchungen, Zerrungen und Brüche hervorrufen. Der Pri-
vatkläger habe aber nichts Derartiges aufgewiesen. Die festgestellten Verletzungen seien 
vielmehr der Parkinson-Erkrankung des Privatklägers zuzuschreiben. Personen mit dieser 
Krankheit würden zittern und könnten sich beim leichten Anstossen an Gegenständen 
Blutergüsse zuziehen. Zudem würden sie leicht das Gleichgewicht verlieren, wodurch sie 
sich Prellungen oder Brüche zuziehen könnten (OG GD 14 S. 8). 

Gemäss dem prov. ambulanten Bericht des Notfalls des Zuger Kantonsspitals vom 18. Juli 
2019 wurden beim Privatkläger anlässlich des gleichentags erfolgten Untersuchs u.a. ein 
Verdacht auf eine Rippenprellung links, mehrere Exkoriationen (= tiefgehende Hautabschür-
fungen) an der rechten Schläfe, am linken Ellbogen und am linken Schlüsselbein, Verlet-
zungsdatum jeweils am 18. Juli 2019, diagnostiziert. Weiter wird im Bericht festgehalten, 
dass der Patient ausführlich über die Zeichen eines postcommotionellen Syndroms (= Ver-
änderungen, die nach einer Gehirnerschütterung auftreten können) und die Möglichkeiten 
des verspäteten Auftretens aufgeklärt und ihm das Schädel-Hirn-Trauma-Merkblatt aus-
gehändigt worden sei. Zudem wurde körperliche Schonung für einige Tage angeordnet 
(act. 3/1/1 ff.). Entgegen der Auffassung des Beschuldigten sind die festgestellten Verletzun-

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gen klar mit dem ihm vorgeworfenen "Angriff" auf den Privatkläger vereinbar. Insbesondere 
der Verdacht auf eine Rippenprellung passt zu mehreren Schlägen auf den Oberkörper. Je-
doch ist hier festzuhalten, dass die Schläge auf den Oberkörper angesichts der eher leich-
teren Verletzungen wohl nicht mit der Faust und voller Wucht erfolgten, sondern es sich um 
leichtere Schläge mit der Hand resp. dem Arm handelte. 

Aus dem erwähnten Bericht ergibt sich, dass der Privatkläger an Parkinson leidet. Parkinson 
kann vor allem in späteren Krankheitsstadien zu Gleichgewichtsstörungen führen (<htt-
ps://www.parkinson.ch/parkinsonkrankheit/was-ist-parkinson>; zuletzt besucht am: 27. Juni 
2023). Theoretisch wäre es daher möglich, dass der Privatkläger ohne Einwirkung des Be-
schuldigten bzw. nur aufgrund des vom Beschuldigten behaupteten leichten Stosses stürzte 
und sich dabei Verletzungen zuzog. Jedoch bestehen aufgrund der glaubhaften Aussagen 
des Privatklägers und der Zeugen/Auskunftspersonen (dazu nachfolgend) keine Zweifel, 
dass die Verletzungen in casu durch den "Angriff" verursacht wurden.

3.7 Nachfolgend ist auf die (angeblichen) Widersprüche in den Aussagen des Privatklägers und 
der Zeugen einzugehen. 

3.7.1 Der Beschuldigte brachte vor, der Privatkläger und die Zeugen hätten widersprüchliche Aus-
sagen zum Ort des angeblichen "Angriffs" gemacht. Der Privatkläger habe behauptet, der 
Vorfall habe im Flur begonnen und sei in der Ecke A (gemäss der Zeichnung des Beschuldig-
ten; siehe OG GD 14 S. 4) seines Büros fortgesetzt worden. I.________ habe hingegen an-
gegeben, der Vorfall habe in der Ecke A des Büros des Privatklägers stattgefunden und nicht 
im Flur. Gemäss J.________ habe sich der Vorfall im Büro des Privatklägers unter dem 
Fenster hinter dem Konferenztisch abgespielt, also weder im Flur, noch in der Ecke A (OG 
GD 14 S. 3). 

Der Privatkläger sagte in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme aus, er und I.________ 
seien auf der Höhe des Eingangs seines Büros gestanden, als ihn der Beschuldigte "ange-
gumpt" habe. Er sei dann zwischen Tisch und Wand zu Boden gefallen (act. 2/8/3). Aus die-
ser Aussage ergibt sich entgegen der Auffassung des Beschuldigten nicht, dass der "Angriff" 
im Flur begonnen habe. Sie ist vielmehr so zu verstehen, dass der Privatkläger und 
I.________ innerhalb des Büros auf Höhe der Türe gestanden sind, so dass der Privatkläger 
auch zwischen Tisch und Wand zu Boden, mithin in Richtung der Ecke A, fallen konnte. Dies 
ergibt sich auch aus der weiteren Aussage des Privatklägers, wonach er unter der Türe ge-
standen habe (act. 2/8/5). Folglich besteht auch kein Widerspruch darin, dass J.________ 
den "Angriff" im Flur nicht sah, obwohl er direkt vor seinem Büro stattgefunden haben müsste 
(OG GD 14 S. 4), da gar kein "Angriff" im Flur erfolgte. I.________ sagte sodann konstant 
aus, der "Angriff" habe in der Ecke des Büros des Privatklägers stattgefunden (act. 2/4/3; act. 
2/6/3). Gemäss der Zeichnung des Zeugen handelt es sich um die Ecke A (act. 2/6/8). Ent-
gegen der Ansicht des Beschuldigten ergibt sich auch kein Widerspruch aus der Aussage 
von J.________. Dieser sagte bei der polizeilichen Einvernahme aus, der Beschuldigte sei 
an der Fensterfront auf dem Privatkläger gekniet (act. 2/5/3). Er sagte nicht aus, dass die 
Auseinandersetzung "unter dem Fenster" stattfand, wie es der Beschuldigte behauptet. Die 
Aussage von J.________ ist vielmehr so zu verstehen, dass sich die Auseinandersetzung an 
der Wand mit den Fenstern ereignete, was sich auch aus dessen Skizze ergibt (act. 2/7/7). 

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Rechts neben der Ecke A hat es Fenster. Somit ist seine Aussage mit jenen der anderen 
Personen vereinbar.

Zusammengefasst bestehen entgegen der Auffassung des Beschuldigten keine widersprüch-
lichen Aussagen zum Ort des "Angriffs". Der "Angriff" erfolgte im Büro des Privatklägers und 
nicht im Flur. Somit sind die weiteren Ausführungen des Beschuldigten zum nicht bewiese-
nen "Angriff" im Flur (OG GD 14 S. 5) irrelevant. 

3.7.3 Eine weitere Unstimmigkeit bestehe in den Aussagen von I.________ zum Punkt, ob er oder 
J.________ ihn [den Beschuldigten] vom Privatkläger weggezogen habe. In der polizeilichen 
Einvernahme habe I.________ angegeben, er habe den Beschuldigten gepackt und in die 
andere Seite des Büros gestossen. J.________ sei später dazu gekommen. J.________ ha-
be aber gerade das Gegenteil ausgesagt. Er sei es gewesen, der den Beschuldigten gepackt 
habe. Bei der Staatsanwaltschaft habe I.________ sodann erklärt, er habe den Beschuldig-
ten weggezogen und dann J.________ überlassen. I.________ habe also seine Aussage 
geändert, um sich jener von J.________ anzunähern (OG GD 14 S. 5-6).

Bei der Polizei gab I.________ zu Protokoll, er habe versucht dazwischen zu gehen, aber 
obwohl der Beschuldigte nicht so gross und schwer sei, habe dieser sehr viel Kraft gehabt. 
Er habe J.________ mit den Worten "J.________, J.________" zu Hilfe gerufen. Dieser sei 
dann dazugekommen. In der Zwischenzeit habe er [I.________] den Beschuldigten bereits in 
die andere Ecke auf der anderen Seite des Tisches drängen können. J.________ sei dann 
dazugekommen und habe sich auch dazwischen gestellt (act. 2/4/3 Ziff. 8). In der staatsan-
waltschaftlichen Einvernahme erklärte I.________, er habe den Beschuldigten wegziehen 
wollen. Aber es sei so gewesen, wie wenn er versuche, einen riesigen Stein zu bewegen, 
obwohl der Beschuldigte von der Physiologie, Körperstatur kleiner als er gewesen sei. Er ha-
be dann J.________ gerufen. Bis dieser gekommen sei, habe er es geschafft, den Beschul-
digten ein bisschen wegzuziehen. Als J.________ reingekommen sei, habe dieser den Be-
schuldigten mit seiner Brust weggeschoben (act. 2/6/3 Ziff. 5).

J.________ sagte in der polizeilichen Einvernahme aus, I.________ habe versucht den Be-
schuldigten vom Privatkläger "runter zu nehmen". Er [J.________] habe dann den Beschul-
digten von hinten an den Schultern gepackt und ihn nach hinten gerissen. Der Beschuldigte 
sei dann "aufgetorkelt" und er habe ihn zur Seite geschoben (act. 2/5/3 Ziff. 7). Bei der 
Staatsanwaltschaft gab J.________ zusammengefasst an, I.________ habe erfolglos ver-
sucht, den Beschuldigten vom Privatkläger herunterzureissen. Er [J.________] habe den Be-
schuldigten mit beiden Händen an den Schultern genommen und weggerissen (act. 2/7/3 
Ziff. 5).

J.________ hat übereinstimmend ausgesagt. Bei den Aussagen von I.________ ist jedoch – 
zumindest auf den ersten Blick – eine Unstimmigkeit zu erkennen. Aus den Aussagen bei der 
Polizei ergibt sich nicht mit absoluter Klarheit, wann J.________ dazugekommen ist. Im Kern 
stimmen die Aussagen allerdings überein. Wie bereits oben erwähnt, ist vorliegend auch dem 
Umstand Rechnung zu tragen, dass die Einvernahme mittels Dolmetscherin stattgefunden 
hat und im Rahmen der Übersetzung Worte leicht verändert wiedergegeben werden bzw. 
(unwillentlich) verändert werden können (vgl. E. III.2.3). Insgesamt ergeben sich daraus al-
lein keine ernsthaften Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen von I.________. 

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3.7.4 Einen nächsten Widerspruch sieht der Beschuldigte in den Angaben betreffend Schläge ins 
Gesicht. Der Privatkläger habe ausgesagt, er sei in seinem Büro nicht ins Gesicht geschla-
gen worden. I.________ und J.________ wollten aber gesehen haben, wie der Privatkläger 
ins Gesicht geschlagen worden sei (OG GD 14 S. 7). Der Privatkläger schilderte, dass er ei-
nen Schlag am Kopf, oberhalb des rechten Auges bzw. der rechten Augenbraue, erhalten 
habe, woraufhin er umgefallen sei. Danach habe er weitere Schläge gespürt, nicht auf den 
Kopf aber auf den Körper (act. 2/8/3 f. Ziff. 6, 7, 12). I.________ sagte demgegenüber aus, 
der Beschuldigte habe mehrmals mit den Fäusten gegen den Kopf und den Körper des Pri-
vatklägers geschlagen bzw. ins Gesicht geschlagen (act. 2/4/3 Ziff. 11; act. 2/6/3 Ziff. 5). 
J.________ konnte nicht sagen, wohin der Beschuldigte geschlagen habe. Er habe das nicht 
sehen können (act. 2/5/3 Ziff. 8; act. 2/7/3 Mitte). In diesem Punkt widersprechen lediglich die 
Aussagen von I.________ leicht jenen des Privatklägers. Im vorliegend entscheidenden 
Punkt, dass der Beschuldigte auf den Körper des Privatklägers geschlagen habe, sind die 
Aussagen übereinstimmend. Zu berücksichtigen ist auch, dass I.________ erstmals rund vier 
Monate nach dem Vorfall einvernommen wurde. Auch ist zu beachten, dass sich I.________ 
beim Vorfall primär darauf konzentriert hatte, den Beschuldigten vom Privatkläger wegzube-
kommen, und nicht darauf, wohin die Schläge zielten. Ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit 
der Aussagen ergeben sich daher nicht. 

3.7.5 Gemäss dem Beschuldigten sei es sodann unmöglich, dass er dem Privatkläger einen 
Schlag oberhalb dessen Augenbraue verpasst habe, wie es ihm vorgeworfen werde. Denn 
der Privatkläger habe ausgesagt, er sei in sein Büro gegangen. Damit hätte er [der Beschul-
digte] den Privatkläger von hinten getroffen (OG GD 14 S. 5). Der Privatkläger sagte aus, 
dass er zusammen mit I.________ auf der Höhe des Eingangs seines Büros [des Privatklä-
gers] gestanden sei, als der Beschuldigte aus seinem Büro gestürmt sei und ihn "ange-
gumpt" habe. Er habe einen Schlag am Kopf, oberhalb des rechten Auges gespürt. Der 
Schlag sei wahrscheinlich mit der Faust ausgeführt worden. Von der Wucht dieses Angriffs 
sei er umgefallen, zwischen Tisch und Wand (act. 2/8/3). Der Privatkläger wandte dem Be-
schuldigten also nicht den Rücken zu, sondern dürfte sich vielmehr in Richtung des herbeiei-
lenden Beschuldigten gedreht haben. Damit geht auch dieses Argument des Beschuldigten 
fehl.

3.7.6 J.________ habe sodann widersprüchliche Angaben zur Hand, mit welcher er [der Beschul-
digte] den Privatkläger geschlagen habe, gemacht. Bei der Polizei habe J.________ ausge-
sagt, es sei die linke Hand gewesen. Dem Staatsanwalt habe J.________ aber erklärt, es sei 
die rechte Hand gewesen, also die gleiche Hand, mit welcher er [der Beschuldigte] gleichzei-
tig I.________ abgewehrt haben soll (OG GD 14 S. 6). Auch sei es unmöglich, dass er [der 
Beschuldigte] auf dem Privatkläger gekniet und gleichzeitig mit der einen Hand auf den Pri-
vatkläger eingeschlagen und mit der anderen Hand I.________ abgewehrt habe. Er hätte 
sich in dieser Position nicht halten können (OG GD 14 S. 6). Er begründete dies mit der kör-
perlichen Überlegenheit von I.________ (OG GD 21 S. 2 mit Verweis auf OG GD 13). 

In der polizeilichen Einvernahme sagte J.________ aus, der Beschuldigte habe mit einer 
Hand versucht, I.________ abzuwehren, und mit der anderen Hand habe er den Privatkläger 
geschlagen (act. 2/5/3 Ziff. 3). Ob es die linke Hand gewesen sei, mit welcher der Beschul-
digte zuschlug, sagte J.________ nicht direkt aus. Wenn jedoch I.________ rechts daneben 

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gekniet hatte, wie es J.________ in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme aussagte, 
muss es sich aber um die linke Hand gehandelt haben. Bei der Staatsanwaltschaft gab 
J.________ zu Protokoll, dass der Beschuldigte mit der rechten Hand zugeschlagen und – 
wie erwähnt – I.________ rechts neben ihnen gekniet habe (act. 2/7/3 Mitte). Er erklärte aber 
nicht, dass der Beschuldigte gleichzeitig zugeschlagen und I.________ abgewehrt habe. 

Es erscheint – zumindest für eine kurze Zeit – nicht unmöglich, dass der Beschuldigte gleich-
zeitig zuschlagen und I.________ abwehren konnte. Der Widerspruch in den Aussagen von 
J.________ begründet sodann keine ernsthaften Zweifel. Denn es gilt zu beachten, dass die 
staatsanwaltschaftliche Einvernahme über ein Jahr nach dem Vorfall und ca. ein Jahr nach 
der polizeilichen Einvernahme stattfand und J.________ den Beschuldigten von hinten sah 
(act. 2/5/3 Ziff. 8). Mit welcher Hand der Beschuldigte zuschlug, ist sodann nicht von ent-
scheidender Bedeutung. 

3.7.7 In den Aussagen des Privatklägers und der Zeugen/Auskunftspersonen findet sich jedoch ein 
vom Beschuldigten nicht vorgebrachter Widerspruch bezüglich des Standorts von I.________ 
bei Beginn des "Angriffs". Während I.________ gemäss dem Privatkläger neben bzw. bei ihm 
stand (act. 2/8/3), sagte I.________ aus, er sei dem Beschuldigten nachgegangen, als er ge-
sehen habe, dass dieser ins Büro des Privatklägers renne. Der Beschuldigte habe den Pri-
vatkläger angegriffen gehabt, bevor er habe intervenieren können (act. 2/4/3; act. 2/6/3). 
J.________ gab an, der Privatkläger und I.________ seien im Büro von ersterem gewesen, 
als der Beschuldigte ins Büro des Privatklägers gestürmt sei (act. 2/5/2; act. 2/7/3). Die An-
gaben von I.________ sind damit nicht mit jenen von J.________ und des Privatklägers ver-
einbar. Dieser Widerspruch führt aber nicht dazu, dass die Aussagen gesamthaft unglaubhaft 
werden. Denn er betrifft nicht einen Umstand des Kerngeschehens, weshalb mehrere Monate 
nach dem Vorfall erfolgte unstimmige Aussagen nachvollziehbar sind. 

3.7.8 Der Beschuldigte brachte sodann vor, die Aussagen des Privatklägers und der Zeugen zur 
Ehrverletzung seien widersprüchlich. Der Rechtsbeistand des Privatklägers habe im erweiter-
ten Strafantrag vom 15. Oktober 2019 ausgeführt, der Beschuldigte habe "you are cheating 
the company" gesagt, was aber von I.________ und J.________ nicht gestützt worden sei. 
Bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe der Privatkläger sodann ausgesagt, er 
erinnere sich nicht, ob der Beschuldigte "you cheated the company" gesagt habe. I.________ 
habe sodann bei der Polizei angegeben, der Beschuldigte habe nur einmal "Bastards, Bas-
tards" gesagt, als er [der Beschuldigte] alleine in seinem Büro gewesen sei. Er habe es somit 
nicht zum Privatkläger gesagt. Im Büro des Privatklägers habe I.________ nichts anderes 
gehört. Bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe I.________ aber bestätigt, dass 
der Beschuldigte einige Male "you bastards, you took my laptop" gesagt habe. Damit habe er 
sich den Aussagen von J.________ angeglichen. J.________ habe sodann bei der polizeili-
chen Einvernahme bestätigt, dass der Beschuldigte mindestens 20 Mal "you bastards, you're 
cheating on me" geschrien habe. Der Beschuldigte soll wie ein Verrückter im Büro geschrien 
haben. Dies sei nicht glaubhaft, da der Privatkläger und I.________ diese Schreie nicht 
gehört hätten. Bei der Staatsanwaltschaft habe J.________ schliesslich erklärt, er erinnere 
sich nicht mehr, ob der Beschuldigte "Bastards" geschrien habe (OG GD 14 S. 10). 

Im Strafantrag wurde tatsächlich ausgeführt, der Beschuldigte habe "you are cheating the 
company" gesagt (act. 8/4), was der Privatkläger in der Einvernahme jedoch nicht bestätigen 

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konnte; er wusste es nicht mehr. Der Beschuldigte habe aber sicher "you are cheating" ge-
sagt (act. 2/8/6 Ziff. 21; vgl. auch act. 2/8/7 Ziff. 28). Der Beschuldigte habe zudem mehrmals 
"where is my PC you bastard" gesagt, während er auf ihn eingeschlagen habe (act. 2/8/3 
Ziff. 7). Von I.________ bestehen keine Aussagen, ob der Beschuldigte "you are cheating 
the company" gesagt habe. Er erklärte aber, dass der Beschuldigte mehrmals "you bastards, 
you bastards" bzw. "you bastards, you took my laptop" gesagt habe, in seinem Büro und als 
er aus seinem Büro zu jenem des Privatklägers gerannt sei. Daran, ob der Beschuldigte 
während den Schlägen etwas sagte, erinnerte sich I.________ nicht (act. 2/4/3 Ziff. 8; 
act. 2/4/4 Ziff. 12; act. 2/6/3 Ziff. 5; act. 2/6/4 Ziff. 6-9; act. 2/6/5 Ziff. 18). J.________ sagte 
aus, der Beschuldigte habe in seinem Büro "you bastards, you bastards, you're cheating on 
me, where is my PC" geschrien, dann sei er ins Büro des Privatklägers gestürmt. Er 
[J.________] habe immer wieder "you bastard, you're cheating on me" gehört (act. 2/5/2 
Ziff. 7; act. 2/5/3 Ziff. 10; act. 2/7/3 Mitte). Auch als der Beschuldigte auf dem Privatkläger 
gekniet habe, habe er "you are cheating on me" gesagt (act. 2/7/4 Ziff. 7).

Ob der Beschuldigte "you are cheating the company" gesagt hat oder nicht, ist nicht relevant, 
da ihm dies in der Anklage nicht vorgeworfen wird. Es steht aber aufgrund der übereinstim-
menden Aussagen fest, dass der Beschuldigte "you are cheating on me" bzw. "you are chea-
ting" gesagt hat. Der Beschuldigte hat denn auch selber erklärt, er habe "you are cheating" 
gesagt. Er habe dem Privatkläger gesagt, dass er betrüge (act. 2/1/8 Ziff. 14). Das Argument, 
dass J.________s Aussage unglaubhaft sei, da niemand die Schreie des Beschuldigten aus 
seinem Büro gehört habe, geht fehl. I.________ bestätigte, dass er den Beschuldigten im 
Büro schreien gehört habe. Auch der Umstand, dass J.________ bei der Staatsanwaltschaft 
erklärte, er erinnere sich nicht mehr, ob der Beschuldigte "Bastards" geschrien habe, führt 
nicht dazu, dass seine Aussage unglaubhaft wird. Denn J.________ erklärte, der Beschuldig-
te habe "Bastards" immer wieder Mal gebraucht (act. 2/7/5 Ziff. 12). Es ist deshalb nachvoll-
ziehbar, dass er über ein Jahr nach dem Vorfall nicht mehr mit Sicherheit sagen konnte, ob 
der Beschuldigte auch an diesem Tag den Ausdruck verwendet hatte. Da der Beschuldigte 
den Ausdruck "Bastards" regelmässig verwendete, plausibilisiert dies die eingangs genann-
ten Aussagen, wonach der Beschuldigte den Privatkläger an diesem Tag so bezeichnete. So 
war er doch über die Kündigung und die umgehende Einbehaltung der elektronischen Geräte 
verärgert.

3.8 Zusammengefasst erweisen sich sämtliche Vorbringen des Beschuldigten als unbegründet. 
Etwaige Unstimmigkeiten in den Aussagen des Privatklägers und der Zeugen/Auskunfts-
personen wecken weder einzeln noch gesamthaft ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des in 
der Anklageschrift beschriebenen Sachverhalts. Die vom Beschuldigten geltend gemachte 
Sachverhaltsalternative, wonach sich die Zeugen und der Privatkläger planmässig verschwo-
ren hätten, um ihn systematisch falsch anzuschuldigen, geht über Spekulationen nicht hinaus 
und ist wie aufgezeigt in vielfacher Hinsicht widersprüchlich und unplausibel. Insbesondere 
bezüglich der ehrverletzenden Äusserungen ist nachvollziehbar, dass nicht alle Personen 
den exakten Wortlaut der Äusserungen des Beschuldigten wiedergeben konnten. Die Un-
stimmigkeiten lassen sich durch die bruchstückhafte, punktuelle und selektive Wahrnehmung 
des Vorfalls durch diese Personen, den unterschiedlichen Fokus ihrer Wahrnehmung, den 
zeitlichen Abstand zwischen Vorfall und Einvernahme sowie allfällige kleinere Veränderun-
gen bei der Wiedergabe im Rahmen der Übersetzung erklären. Entscheidend ist, dass die 
Aussagen des Privatklägers, von I.________ und von J.________ betreffend den Kernsach-

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verhalt übereinstimmen, insbesondere auch über die wesentlichen Äusserungen des Be-
schuldigten ("bastard", "you're cheating"). Der Anklagesachverhalt ist mithin rechtsgenüglich 
erstellt. Im Übrigen kann vollumfänglich auf die überzeugende Würdigung der Vorinstanz 
verwiesen werden (OG GD 1 E. II.4).

III. Rechtliche Würdigung

1. Rechtliche Grundlagen

Die Vorinstanz legt die gesetzlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zu den ein-
schlägigen Tatbeständen umfassend und korrekt dar. Darauf kann verwiesen werden 
(OG GD 1 E. III.1-3). Ergänzende Ausführungen erfolgen sofern erforderlich in der Subsum-
tion.

2. Subsumtion

2.1 Versuchte einfache Körperverletzung

2.1.1 Durch die Schläge des Beschuldigten in den oberen Körperbereich bzw. den Sturz infolge 
des Schlages erlitt der Privatkläger multiple Exkoriationen (Hautabschürfungen) an der 
rechten Schläfe, am linken Ellbogen und am linken Schlüsselbein. Zudem bestand der 
Verdacht einer Rippenprellung links. Die erlittenen physischen Beeinträchtigungen stellen in 
objektiver Hinsicht – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – keine einfache 
Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB, sondern blosse Tätlichkeiten i.S.v. 
Art. 126 StGB dar. Die Schürfungen sind als so harmlos zu qualifizieren, dass sie in 
kürzester Zeit ausheilen.

2.1.2 Der eine Schlag an die rechte Schläfe war jedoch geeignet, eine nicht unerhebliche Verlet-
zung und insbesondere zusammen mit dem dadurch verursachten Sturz eine Gehirnerschüt-
terung zu verursachen. Der Privatkläger wurde denn auch durch die Ärztin im Zuger Kan-
tonsspital über die Zeichen eines postcommotionellen Syndroms und die Möglichkeit des 
verspäteten Auftretens aufgeklärt (act. 3/1/3). Mehrere Schläge auf den oberen Körperbe-
reich, insbesondere Brustbereich, sind sodann geeignet, eine Rippenprellung zu verursa-
chen. Beim Privatkläger bestand entsprechend auch der Verdacht einer Rippenprellung. Eine 
Rippenprellung kann sehr schmerzhaft sein und die Heilung dauert je nach Schweregrad 
mehrere Wochen (vgl. <https://www.netdoktor.ch/krankheiten/prellung/rippenprellung/>, zu-
letzt besucht am: 27. Juni 2023). Der Schlag gegen die Schläfe, der damit in Kauf genom-
mene Sturz sowie die mehreren Schläge auf den Oberkörper waren somit klar geeignet, eine 
über harmlose, vorübergehende Beeinträchtigungen hinausgehende Verletzung zu verursa-
chen. Vor diesem Hintergrund muss dem Beschuldigten in subjektiver Hinsicht deutlich be-
wusst gewesen sein, dass der Privatkläger mehr als nur harmlose Beeinträchtigungen der 
physischen Integrität erleiden kann. Indem er in seiner Wut über die Kündigung auf den Pri-
vatkläger einschlug und diesen zu Fall brachte, nahm er entsprechende Verletzungen zu-
mindest in Kauf. Er konnte seine Schläge gegen sein 62-jähriges Opfer nicht derart steuern, 
dass lediglich harmlose Beeinträchtigung der physischen Integrität resultieren. Die Handlun-

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gen des Beschuldigten waren mithin eventualvorsätzlich im Sinne von Art. 12 Abs. 2 Satz 2 
StGB auf die Zufügung einer Körperverletzung ausgerichtet.   

2.1.3 Da in objektiver Hinsicht keine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB 
vorliegt, ist der Beschuldigte der versuchten einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 
Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. Die Tätlichkeit wird vom Schuld-
spruch wegen versuchter einfacher Körperverletzung konsumiert.

2.2 Üble Nachrede

Massgeblich ist der nach objektiven Kriterien zu ermittelnde Sinn einer Äusserung, den ihr 
ein unbefangener Hörer oder Leser nach dem Umständen beilegen musste (BGE 148 IV 409 
E. 2.3.2; 145 IV 462 E. 4.2.3; Trechsel/Lehmkuhl, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. A. 2021, vor Art. 173 StGB N 11). Cheating kann mit 
betrügen, mogeln, schummeln oder täuschen übersetzt werden. Aufgrund des Kontexts und 
der weiteren Aussagen, insbesondere "where is my PC you bastard", ist die Aussage "you're 
cheating on me" so zu interpretieren, dass sich der Beschuldigte darüber beklagte, ausge-
trickst worden zu sein. Denn während des Gesprächs mit dem Privatkläger und I.________ 
entfernte J.________ den Laptop sowie das Mobiltelefon aus dem Büro des Beschuldigten. 
Dieses Vorgehen kann als Austricksen bzw. Überlisten bezeichnet werden. Der Beschuldigte 
hat mit der Aussage "you're cheating on me" seine Empörung über dieses Vorgehen ausge-
drückt. Einen Betrug im strafrechtlichen Sinn hat er dem Privatkläger nicht vorgeworfen. Der 
Beschuldigte sagte denn auch aus, er habe dem Privatkläger nicht vorgeworfen, die Firma zu 
betrügen. Sondern der Privatkläger betrüge, da er ihm [dem Beschuldigten] vorgeworfen ha-
be, ihn [den Privatkläger] angegriffen zu haben, obwohl der Privatkläger ihn zuerst angegrif-
fen habe (act. 2/1/8 Ziff. 14). Er habe dies zum Privatkläger gesagt, als er [der Beschuldigte] 
hinaus gegangen sei (act. 2/2/4/-5 Ziff. 6). Der Beschuldigte bezog sich dabei auf seine Ver-
sion des "Angriffs", wonach ihn der Privatkläger zuerst gestossen und er den Privatkläger le-
diglich zurückgestossen habe (act. 2/2/4-5 Ziff. 6). Da sich der "Angriff", wie oben ausgeführt, 
anders abgespielte und der Beschuldigte "you're cheating" nicht erst beim Rausgehen sagte, 
ist auf diesen Punkt nicht weiter einzugehen. Zugunsten des Beschuldigten ist davon auszu-
gehen, dass sich seine Aussage "cheating" auf das beschriebene Austricksen bzw. Überlis-
ten bezog. Jemanden in diesem Kontext des Austricksens bzw. Überlistens zu bezichtigen, 
ist nicht als ehrenrührig zu beurteilen. Anders wäre es allenfalls beim Tricksen an einer Prü-
fung oder zur Erlangung einer Geldleistung, was vorliegend aber nicht gegeben ist. Nach 
dem Gesagten ist der Tatbestand der üblen Nachrede nicht erfüllt und der Beschuldigte ist 
entsprechend freizusprechen.

2.3 Beschimpfung

2.3.1 Der Ausdruck "bastard" (etwa: Mistkerl, Dreckskerl) stellt eine Formalinjurie dar. Mit der 
mehrmaligen Äusserung von "Where is my PC you bastard" hat der Beschuldigte die Ehre 
u.a. des Privatklägers verletzt. Er hat damit seine Missachtung ausgedrückt. Dem Beschul-
digten war auch klar bewusst, dass diese Äusserung ehrenrührig ist. Damit ist sowohl der ob-
jektive als auch der subjektive Tatbestand der Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB 
erfüllt.

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2.3.2 Wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, stellen die mehrfachen Äusserungen desselben eh-
renrührigen Ausdrucks hier aufgrund des engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs 
eine Tateinheit dar. Folglich ist der Beschuldigte der (einfachen) Beschimpfung schuldig zu 
sprechen.

IV. Sanktion

1. Betreffend die rechtlichen Bestimmungen der Sanktionsfestsetzung wird auf die Ausführun-
gen der Vorinstanz verwiesen (OG GD 1 E. V.1). Ergänzende Ausführungen erfolgen sofern 
erforderlich direkt im Rahmen der Strafzumessung.

2. Der Beschuldigte wurde der versuchten einfachen Körperverletzung und der Beschimpfung 
schuldig gesprochen. Der Tatbestand der einfachen Körperverletzung sieht als Sanktion 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor (Art. 123 Ziff. 1 StGB). Beschimpfung 
gemäss Art. 177 StGB ist mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen bedroht. 

3. Versuchte einfache Körperverletzung

3.1 Betreffend die objektive Tatschwere ist einleitend festzuhalten, dass ein Versuch einer einfa-
chen Körperverletzung vorliegt, d.h. der objektive Tatbestand einer einfachen Körperverlet-
zung nicht erstellt wurde. Es ist damit in methodischer Hinsicht vorerst die hypothetische ver-
schuldensangemessene Strafe zu ermitteln, welche bei einer vollendeten Tatbegehung aus-
gefällt worden wäre. Das Gericht muss anschliessend anhand der konkreten Annäherung 
des Versuchs an das vollendete Delikt die Strafe herabsetzen (vgl. Mathys, Leitfaden der 
Strafzumessung, 2. A. 2019, N 299 f.). Bei der objektiven Tatschwere ist zu würdigen, dass 
der "Angriff" einseitig vom Beschuldigten ausging. Er schlug den Privatkläger unvermittelt an 
den Kopf. Nachdem der Privatkläger am Boden lag, schlug er mehrmals auf den Oberkörper 
des Privatklägers ein, der sich primär passiv verhielt und keinen grossen Widerstand leistete. 
Obwohl die Schläge nicht kraftvoll und mit der Faust ausgeführt worden sind, zeugt dies 
dennoch von nicht unerheblicher krimineller Energie. Das objektive Verschulden wird in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz etwas relativiert, da die weiteren Schläge nicht mehr 
gegen den Kopf erfolgten. Zudem dauerte der Übergriff nur relativ kurz, wobei – mit der Vor-
instanz – zu Ungunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen ist, dass dies nur der Interven-
tion von I.________ und J.________ geschuldet ist. Wie bereits erwähnt, drohten konkret in 
erster Linie Rippenprellungen, die sehr schmerzhaft sein und mehrere Wochen für die Hei-
lung benötigen können. Zudem drohte auch eine Gehirnerschütterung insbesondere mit 
Kopfschmerzen und einer notwendigen körperlichen Schonung während mehrerer Tage. 
Diese Verletzungen sind noch im leichteren Bereich anzusiedeln. Insgesamt kann aufgrund 
dieser hypothetischen Gedanken vorliegend die objektive Tatschwere – für das vollendete 
Delikt – als nicht mehr leicht bezeichnet werden. 

3.2 In subjektiver Hinsicht liegen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz Umstände vor, die das 
Verschulden in einem leicht günstigeren Licht erscheinen lassen. Der Beschuldigte hat die 
Verletzungsfolgen einer einfachen Körperverletzung zwar billigend in Kauf genommen. Er be-
fand sich jedoch in einer nachvollziehbaren emotionalen Ausnahmesituation, wurde ihm doch 
unerwartet unter sofortiger Freistellung gekündigt, obwohl er davon ausging, stets sehr gute 

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Arbeitsleistungen erbracht zu haben. Dies entschuldigt die Tat in keiner Weise, erschwerte 
dem Beschuldigten aber ein regelkonformes Verhalten. Insgesamt reduziert sich das Tatver-
schulden aufgrund der subjektiven Tatkomponente auf leicht.

3.3 Das leichte Gesamttatverschulden rechtfertigt die Ansetzung der Strafe im untersten Bereich 
des ordentlichen Strafrahmens. Das Gericht erachtet eine hypothetische Einzelstrafe von 90 
Strafeinheiten unter der Hypothese eines vollendeten Delikts als tat- und schuldangemessen. 
Die hypothetische Strafe ist wegen des Versuchs angemessen herabzusetzen. Der Privat-
kläger erlitt im Wesentlichen Schürfungen. Solche sind nicht (besonders) schmerzhaft und 
erfordern auch keine wesentliche Behandlung. Die Verletzungsfolgen sind gering. Dies ist 
aber primär auf die Intervention von I.________ und J.________ zurückzuführen, denn bei 
länger andauerndem Einschlagen hätten schwerere Verletzungsfolgen resultiert. Mit der Vor-
instanz kann die hypothetische Strafe wegen des Versuchs um einen Drittel herabgesetzt 
werden. Dies ergibt eine tat- und schuldangemessene Strafe für das versuchte Delikt von 60 
Strafeinheiten. 

3.4 Eine Freiheitsstrafe ist – wie die Vorinstanz zutreffend ausführte – für die versuchte einfache 
Körperverletzung in präventiver Hinsicht nicht erforderlich. Damit ergibt sich als Sanktion 
eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen. Da für die Beschimpfung die Geldstrafe die einzige 
Sanktionsart ist, ist vorliegend aufgrund der Gleichartigkeit der Strafen somit eine Gesamts-
trafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB zu bilden. Die versuchte einfache Körperverletzung 
stellt dabei die schwerste Straftat dar, weshalb die Geldstrafe von 60 Tagessätzen die 
Einsatzstrafe bildet und diese alsdann für die Beschimpfung angemessen zu erhöhen ist.

4. Beschimpfung

Bei der Beschimpfung ist in objektiver Hinsicht zu berücksichtigen, dass keine schwere Be-
schimpfung erfolgte. Der Ausdruck "bastard" wird wie "Arschloch" häufig reflexartig geäus-
sert. Die Tat hatte keine tatsächlichen Auswirkungen für den Privatkläger. Der Privatkläger 
wurde sodann von den Ausfälligkeiten des Beschuldigten nicht als einziger und auch nicht 
schwerer betroffen als andere, hat doch der Beschuldigte "bastards" (Mehrzahl) gesagt, und 
somit auch die weiteren Anwesenden miteinbezogen. Die objektive Tatschwere ist daher als 
sehr leicht zu beurteilen. Bei der subjektiven Tatschwere ist hier die emotionale Ausnahmesi-
tuation bezüglich der unerwarteten Kündigung mit Freistellung zu berücksichtigen. Gesamt-
haft bleibt es damit bei einer sehr leichten Tatschwere. Isoliert betrachtet wäre für diese Tat 
mit der Vorinstanz die tat- und schuldangemessene Strafe bei 5 Tagessätzen festzusetzen. 
Auch wenn ein anderes Rechtsgut als bei der versuchten einfachen Körperverletzung verletzt 
wurde, war dieselbe Person Trägerin des Rechtsguts. Es besteht sodann ein enger sachli-
cher als auch zeitlicher Zusammenhang zwischen der Beschimpfung und der versuchten ein-
fachen Körperverletzung. Es rechtfertigt sich daher, im Rahmen der Asperation eine Er-
höhung um 2.5 Tagessätze vorzunehmen. 

5. Dies ergibt eine Gesamtstrafe von 62,5 Tagessätzen Geldstrafe. Diese ist nun aufgrund der 
Täterkomponente anzupassen.

6. Die Täterkomponente ist neutral zu werten. Es kann dazu auf die zutreffenden Ausführungen 
der Vorinstanz verwiesen werden (OG GD 1 E. V.3). Denn im Berufungsverfahren ergeben 

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sich keine neuen Aspekte. Ebenso weist der Beschuldigte weiterhin keine Vorstrafe auf 
(OG GD 32). 

7. Die Höhe des Tagessatzes berechnet sich aufgrund der Angaben des Beschuldigten gemäss 
dem vorinstanzlichen Urteil (der Beschuldigte hat im Berufungsverfahren nichts Neues vor-
gebracht) wie folgt:

Einkommen netto CHF 4'500.00
abzgl. Pauschalabzug (30 %; aufgrund Steuerlast in DE) CHF 1'350.00
Zwischenresultat CHF 3'150.00
davon 1/30 CHF 105.00 
ergibt abgerundet CHF 100.00

8. Tat- und schuldangemessen ist somit eine Geldstrafe von 62,5 Tagessätzen zu CHF 100.00. 
Die Vorinstanz hat eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 100.00 ausgesprochen. Auf-
grund des Verschlechterungsverbots nach Art. 391 Abs. 2 StPO bleibt es daher bei einer 
Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 100.00.

9. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft. Es sind keine Umstände ersichtlich, wonach er sich 
nicht bewähren könnte. Ihm ist daher der bedingte Strafvollzug zu gewähren. Die Probezeit 
ist auf zwei Jahre festzusetzen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Verbindungsbusse. Auf-
grund des Verschlechterungsverbots könnte eine solche im Berufungsverfahren nicht ausge-
sprochen werden, weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen. 

10. Der Beschuldigte wird hiermit auf Art. 46 StGB hingewiesen. Begeht er während der Probe-
zeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten 
verüben wird, so widerruft das Gericht die bedingte Strafe (Art. 46 Abs. 1 StGB). Ist nicht zu 
erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf 
einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die 
Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern (Art. 46 Abs. 2 StGB).

V. Forderung des Beschuldigten

1. Die Vorinstanz trat auf den Antrag des Beschuldigten, die F.________ GmbH sei zu ver-
pflichten, ihm Schadenersatz in Höhe von CHF 70'000.00 zu bezahlen, nicht ein, da die 
F.________ GmbH nicht Partei im vorliegenden Verfahren ist (OG GD 1 E. VII). In seinen 
Eingaben im Berufungsverfahren führte der Beschuldigte aus, dass er entgegen der Auffas-
sung der Vorinstanz von der F.________ GmbH keinen Schadenersatz verlangt habe, son-
dern was ihm seit der Kündigung zustehe. So fordert er von der F.________ GmbH die Er-
stattung aller Kosten, die ihm seit der Kündigung zustünden (Lohn für vier Monate Kündi-
gungsfrist, nicht bezahlte Ferien, Erstattung der Kosten für den Austausch der Bürotüre und 
für das Sicherheitspersonal; OG GD 2 S. 1, OG GD 14 S. 12).

2. Die F.________ GmbH ist nicht Partei in diesem Verfahren. Die Forderung steht überdies 
nicht im Zusammenhang mit dem Strafverfahren. Auf den Antrag des Beschuldigten kann 
nicht eingetreten werden.

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VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.
1.1 Die Verlegung der Kosten im Strafprozess richtet sich nach dem Grundsatz, wonach Kosten 

zu tragen hat, wer sie verursacht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO trägt die beschuldigte 
Person die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Wird das Verfahren eingestellt oder 
die beschuldigte Person freigesprochen, können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilwei-
se auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens be-
wirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Zudem dürfen ihr auch 
bei einem Teilfreispruch die gesamten Kosten auferlegt werden, wenn die entsprechenden 
Handlungen in engem und direktem Zusammenhang stehen und alle Untersuchungshandlun-
gen hinsichtlich jedes Anklagepunkts notwendig waren (Domeisen, Basler Kommentar, 2. A. 
2014, Art. 426 StPO N 6 m.w.H.).

1.2 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien grundsätzlich nach Massgabe ih-
res Obsiegens oder Unterliegens. Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen 
für sie günstigeren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten trotzdem auferlegt wer-
den, wenn die Voraussetzungen für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen 
worden sind oder der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird (Art. 428 
Abs. 1 und 2 StPO). Ob eine Partei als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in 
welchem Ausmass ihre vor Berufungsgericht gestellten Anträge gutgeheissen wurden. Er-
wirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so 
können ihr die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn der angefochtene Entscheid nur 
unwesentlich abgeändert wird (Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz sel-
ber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene 
Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).

1.3 Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch auf angemessene 
Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn sie obsiegt oder die be-
schuldigte Person nach Art. 426 Abs. 2 kostenpflichtig ist (Art. 433 Abs. 1 StPO). Gemäss 
Abs. 2 dieser Bestimmung hat die Privatklägerschaft ihre Entschädigungsforderung bei der 
Strafbehörde zu beantragen, zu beziffern und zu belegen. Kommt sie dieser Pflicht nicht 
nach, so tritt die Strafbehörde auf den Antrag nicht ein. Die Aufwendungen im Sinne von 
Art. 433 Abs. 1 StPO betreffen in erster Linie die Anwaltskosten, soweit diese durch die Be-
teiligung am Strafverfahren selbst verursacht wurden und für die Wahrung der Interessen der 
Privatklägerschaft notwendig waren. Die Aufwendungen sind notwendig, wenn die Privatklä-
gerschaft wesentlich zur Abklärung einer Strafsache und Verurteilung des Täters beigetragen 
hat, sowie bei komplexen, nicht leicht überschaubaren Straffällen, an deren gründlicher Un-
tersuchung und gerichtlicher Beurteilung der Kläger ein erhebliches Interesse hatte oder 
wenn der Beizug eines Anwalts im Hinblick auf die sich stellenden, nicht einfachen rechtli-
chen Fragen gerechtfertigt erschien. Beim Entscheid darüber, ob der Privatklägerschaft eine 
angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen zusteht, verfügt der Richter 
über ein weites Ermessen. So liegt auch die Abwägung, ob ein komplexer Fall vorliege, im 
richterlichen Ermessen (Urteil des Bundesgerichts 6B_226/2017 vom 10. Juli 2017 E. 4.1, 
4.3.1 und 4.3.3 m.H.).

Seite 22/24

2. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Hauptverfahrens betragen 
CHF 4'960.10. Auch wenn der Beschuldigte vom Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen 
wird, sind ihm die Verfahrenskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Der Aufwand im Vorverfah-
ren wäre auch ohne den Vorwurf der üblen Nachrede im gleichen Umfang entstanden. Be-
treffend die üble Nachrede waren keine zusätzlichen Untersuchungshandlungen notwendig, 
als für die anderen Vorwürfe erforderlich waren. Wesentliche Kosten, die ausgeschieden 
werden können, sind daher nicht ersichtlich. Entsprechend hat der Beschuldigte auch keinen 
Anspruch auf Entschädigung (namentlich Anwaltskosten). 

3. Der Beschuldigte ist in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteilsspruchs zu verpflichten, den 
Privatkläger für dessen Anwaltskosten mit CHF 7'500.00 zu entschädigen. Für die Begrün-
dung kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (OG GD 1 
E. VI.2.3).

4. Die Entscheidgebühr im Berufungsverfahren ist auf CHF 4'000.00 festzusetzen. Auch wenn 
ein schriftliches Berufungsverfahren durchgeführt wurde, bestand dennoch ein vergleichs-
weiser höherer Aufwand. Zudem musste aufgrund des Nichteintretensantrags des Privatklä-
gers in einem Zwischenentscheid über das Eintreten auf die Berufung entschieden werden. 
Zur Entscheidgebühr hinzu kommen die Auslagen. Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Be-
rufung grösstenteils. Der Privatkläger unterlag mit seinem Nichteintretensantrag. Für diesen 
Antrag bestand jedoch ein begründeter Anlass. Nichteintretensgründe sind überdies von Am-
tes wegen zu beachten. Entsprechend kann dem Privatkläger diesbezüglich nicht ein Teil der 
Verfahrenskosten auferlegt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 
28. Januar 2019 E. 3.4). Im Rahmen des Obsiegens des Beschuldigten in der Hauptsache 
unterliegt der Privatkläger, da er die Abweisung der Berufung beantragte. Die Verfahrenskos-
ten sind daher zu neun Zehntel dem Beschuldigten und zu einem Zehntel dem Privatkläger 
aufzuerlegen.

5. Der Privatkläger beantragte eine Entschädigung für das Berufungsverfahren zulasten des 
Beschuldigten. Er hat seine Entschädigungsforderung jedoch weder beziffert noch belegt. 
Auf seinen Entschädigungsantrag ist daher nicht einzutreten (Art. 433 Abs. 2 StPO). 

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Urteilsspruch

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug, Einzelgericht, vom 
6. Juli 2022 hinsichtlich Dispositivziffer 4 (Nichteintreten auf die Zivilklage des Privatklägers) 
in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Die Berufung des Beschuldigten wird teilweise gutgeheissen.

3. Der Beschuldigte D.________ wird vom Vorwurf der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 
StGB freigesprochen.

4. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen
4.1 der versuchten einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB; 
4.2 der Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB. 

5. Er wird dafür bestraft mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 100.00, 
unter Gewährung des bedingten Vollzuges für eine Probezeit von zwei Jahren.

6. Auf den Antrag des Beschuldigten, die F.________ GmbH sei zu verpflichten, ihm 
CHF 70'000.00 zu bezahlen, wird nicht eingetreten.

7. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Hauptverfahrens betragen 
CHF 4'960.10 und werden in Bestätigung des vorinstanzlichen Kostenspruchs dem Beschul-
digten auferlegt.

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatkläger für seine Aufwendungen im Vorverfahren 
und erstinstanzlichen Hauptverfahren mit CHF 7'500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu ent-
schädigen.

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens betragen

CHF 4'000.00Entscheidgebühr
CHF 110.00 Auslagen
CHF 4'110.00Total

und werden zu neun Zehnteln (CHF 3'699.00) dem Beschuldigten und zu einem Zehntel 
(CHF 411.00) dem Privatkläger auferlegt.

10. Auf den Antrag des Privatklägers, den Beschuldigten zu einer Entschädigung für das Beru-
fungsverfahren zu verpflichten, wird nicht eingetreten.

11. Dem Beschuldigten wird keine Entschädigung zugesprochen.

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerdegründe und die Beschwerdelegitimation richten sich nach den massge-
blichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes (BGG).

Seite 24/24

          Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, begründeten Ausferti-
gung an gerechnet, schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage 
des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

13. Mitteilung an:
- Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, Staatsanwalt A.________
- Beschuldigter D.________ (ein Exemplar in deutscher Sprache und eine auszugsweise 

Übersetzung in italienischer Sprache)
- Rechtsvertreter des Privatklägers, Rechtsanwalt C.________
- Gerichtskasse (im Dispositiv)
- Amt für Migration des Kantons Zug (gemäss Art. 82 Abs. 1 VZAE und § 7 

Abs. 1 EG AuG)

sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel 
an:
- Zuger Polizei (zur Kenntnis gemäss § 123 GOG)

Obergericht des Kantons Zug 
Strafabteilung

A. Sidler F. Eller
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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versandt am: