# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db24fb46-3ca4-5937-af8d-d4a644225328
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 25.05.2021 470 21 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-21-49_2021-05-25.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

25. Mai 2021 (470 21 49) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richter Daniel Häring (Ref.), 

Richter Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Florian Jenal 

 

Parteien A.____, 

vertreten durch Advokat Georg Ranert, 

Schulstrasse 23, 4132 Muttenz,  

Beschwerdeführerin 

  

 

gegen 

 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Allgemeine Hauptabteilung, 

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

 

B.____,  

Beschuldigter 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft vom 8. Februar 2021 

 

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A. Mit Verfügung vom 8. Februar 2021 stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Allgemeine Hauptabteilung, das gegen B.____ (nachfolgend: Beschuldigter) wegen Drohung, 

einfacher Körperverletzung, eventualiter Tätlichkeiten sowie Beschimpfung geführte Strafver-

fahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a und d der Schweizerischen Strafprozessordnung 

vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) ein (Ziffer 1), verwies die Zivilkla-

ge von A.____ auf den Zivilweg (Ziffer 2), nahm die durch das Verfahren angefallenen Kosten 

auf die Staatskasse (Ziffer 3) und sprach dem Beschuldigten gestützt auf Art. 430 Abs. 1 lit. c 

StPO keine Entschädigung und keine Genugtuung zu (Ziff. 4). 

 

Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen. 

 

B. Gegen die obgenannte Einstellungsverfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat 

Georg Ranert (nachfolgend: Beschwerdeführerin), mit Eingabe vom 22. Februar 2021 Be-

schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, und beantragte, (1.) es 

sei die Verfügung vom 8. Februar 2021 betreffend die Einstellung des Strafverfahrens MU1 

2020 558 aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz in dem Sinne zurückzuweisen, 

als diese gerichtlich angewiesen werden solle, Anklage gegen den Beschuldigten am Strafge-

richt des Kantons Basel-Landschaft zu erheben, (2.) unter o/e-Kostenfolge. 

 

C. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), begehrte mit Stellungnahme vom 4. März 2021 die Abweisung der Be-

schwerde unter Auferlegung der Verfahrenskosten an die Beschwerdeführerin. 

 

D. Mit Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfol-

gend: Kantonsgericht), vom 11. März 2021 wurde festgestellt, dass der Beschuldigte keine Stel-

lungnahme zur Beschwerde der Beschwerdeführerin eingereicht hat. Der Schriftenwechsel 

wurde geschlossen. 

 

E. Mit Replik vom 22. März 2021 liess die Beschwerdeführerin die Honorarnote von Ad-

vokat Georg Ranert für das vorliegende Beschwerdeverfahren zu den Akten reichen und hielt 

im Übrigen an ihren Rechtsbegehren vollumfänglich fest.  

 

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Erwägungen 

1.1 Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen nach deren 

Eröffnung bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, 

schriftlich und begründet mit Beschwerde angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 

Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessord-

nung vom 12. März 2009 [EG StPO; SGS 250]). Verlangt das Gesetz – wie vorliegend – die 

Begründung des Rechtsmittels, so hat gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO die Person oder die Be-

hörde, welche das Rechtsmittel ergreift, genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie 

anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweis-

mittel sie anruft (lit. c). Laut Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. 

Parteien sind gemäss Art. 104 Abs. 1 StPO die beschuldigte Person (lit. a), die Privatkläger-

schaft (lit. b) sowie die Staatsanwaltschaft (lit. c). 

 

1.2 Fraglich ist vorliegend, ob sich die Beschwerdeführerin als Privatklägerin konstituiert 

hat. In den Akten findet sich das von der Beschwerdeführerin unterzeichnete, vom 

16. Dezember 2019 datierende Formular "Strafantrag/Privatklage" der Polizei Basel-Landschaft 

(act. 79 f.). Auf dem fraglichen Formular hat die Beschwerdeführerin das Feld "Ich stelle Straf-

antrag wegen aller in Frage kommenden Delikte" angekreuzt. Leergelassen hat die Beschwer-

deführerin hingegen die Felder unter dem Titel "Beteiligung am Strafverfahren". Darüber hinaus 

hat die Beschwerdeführerin durch Ankreuzen eines entsprechenden Feldes erklärt, ihr sei das 

Recht erklärt worden, sich am Strafverfahren beteiligen zu können, sie aber erst zu einem spä-

teren Zeitpunkt einen Entscheid über die Beteiligung am Strafverfahren treffen möchte. Die Be-

schwerdeführerin hat insofern im Formular "Strafantrag/Privatklage" der Polizei Basel-

Landschaft nicht unwiderruflich gemäss Art. 120 Abs. 1 StPO auf die Beteiligung am Strafver-

fahren verzichtet. 

 

Mit Eingabe vom 20. Mai 2020 hat die Beschwerdeführerin sodann diverse Beweisanträge ge-

stellt (vgl. act. 84.1). Namentlich beantragte die Beschwerdeführerin mit Rechtsbegehren 2.b, 

"es sei eine Einvernahme der beschuldigten Person durch die Staatsanwaltschaft durchzufüh-

ren, an welcher A.____ als Privatklägerin teilnehmen können soll." Des Weiteren hat die Be-

schwerdeführerin anlässlich ihrer Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin am 

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16. September 2020 ausdrücklich erklärt, sich als Privatklägerin zu konstituieren (vgl. Einver-

nahme durch die Beschwerdegegnerin vom 16. September 2020, Rz. 458 f., act. 78.23). 

 

Aus dem Dargelegten erhellt, dass die Beschwerdeführerin nach der Bedenkzeit, welche sie 

sich mit dem Formular "Strafantrag/Privatklage" der Polizei Basel-Landschaft, datierend vom 

16. Dezember 2019 (act. 79 f.), ausbedungen hatte, mit Eingabe vom 20. Mai 2020 in Rechts-

begehren 2.b sowie anlässlich der Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin vom 

16. September 2020 ausdrücklich erklärt hat, sich als Privatklägerin am vorliegenden Strafver-

fahren zu beteiligen. Es liegt somit eine gültige Konstituierung im Sinne von Art. 118 Abs. 1 

StPO vor, womit die Beschwerdeführerin als Privatklägerschaft zu qualifizieren ist, was von der 

Beschwerdegegnerin nicht bestritten wird. 

 

1.3 Ferner ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin durch die beanzeigten Delikte der 

Drohung, der einfachen Körperverletzung, der Tätlichkeiten sowie der Beschimpfung unmittel-

bar in ihren Interessen betroffen ist, was sie zur Beschwerde legitimiert. Aus den Akten geht 

sodann hervor, dass die Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021 der Beschwerdegegnerin 

der Beschwerdeführerin am 11. Februar 2021 zugestellt worden ist. Das Ende der zehntägigen 

Beschwerdefrist gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO fiel demgemäss auf den 21. Februar 2021. Da es 

sich dabei um einen Sonntag handelte, ist die Frist dementsprechend gemäss Art. 90 Abs. 2 

StPO mit der Aufgabe der Beschwerdeschrift am folgenden Werktag, dem 22. Februar 2021, 

eingehalten. Auch die Form der Beschwerdeschrift vom 22. Februar 2021 entspricht den Anfor-

derungen gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO. Schliesslich ist die Zuständigkeit der Dreierkammer 

des Kantonsgerichts als Beschwerdeinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ge-

mäss Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 EG StPO gegeben. Demnach ist auf die Be-

schwerde einzutreten. 

 

 

2. Materielles 

2.1 Die Beschwerdegegnerin verweist zur Begründung ihrer angefochtenen Einstellungs-

verfügung vom 8. Februar 2021 auf die gegenüber der Polizei Basel-Landschaft gemachten 

Aussagen der Beschwerdeführerin vom 11. Dezember 2019 sowie vom 13. Januar 2020, die 

bei der Beschwerdegegnerin erfolgten Depositionen der Beschwerdeführerin vom 

16. September 2020, die Arztberichte des Spitals C.____ vom 30. Dezember 2019 und vom 

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31. Dezember 2019 sowie die gegenüber der Polizei Basel-Landschaft geäusserten Darlegun-

gen des Beschuldigten vom 31. Januar 2020 und dessen Depositionen bei der Beschwerde-

gegnerin vom 18. November 2020. Gestützt auf diese Beweismittel schliesst die Beschwerde-

gegnerin, die Aussagen der Beschwerdeführerin seien insgesamt vage, lückenhaft und wider-

sprüchlich. Ebenfalls zu beachten sei, dass die Beschwerdeführerin die Ereignisse gegenüber 

den Ärzten und anlässlich ihrer Einvernahmen viel umfangreicher und dramatischer als in ihren 

ursprünglichen Depositionen gegenüber der ausgerückten Polizeipatrouille am Abend des Vor-

falles geschildert habe. Des Weiteren hätten weder anlässlich der polizeilichen Intervention vom 

11. Dezember 2019 noch anlässlich der ärztlichen Explorationen im Spital C.____ objektiv fest-

stellbare Verletzungen dokumentiert werden können, welche die Schilderungen der Beschwer-

deführerin stützen würden. Im Rahmen der Untersuchung im Spital C.____ habe einzig eine 

Rötung am rechten Jochbein festgestellt werden können. Im anlässlich der polizeilichen Inter-

vention vom 11. Dezember 2019 angefertigten Rapport sei indes keine solche Verletzung fest-

gestellt worden, und die Beschwerdeführerin habe sich erst 24 Stunden später in ärztliche Be-

handlung begeben, weshalb nicht mit Sicherheit geschlossen werden könne, die fragliche Ver-

letzung stamme vom von der Beschwerdeführerin geschilderten Angriff durch den Beschuldig-

ten (vgl. Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021, S. 5 f.). Ferner stünden den Aussagen der 

Beschwerdeführerin jene des Beschuldigten gegenüber, welcher sämtliche Vorwürfe bestreite. 

Dessen Depositionen seien in sich konsistent und glaubhaft. Da Aussage gegen Aussage stehe 

und keine genügend objektiven Beweise oder Zeugen vorhanden seien, sei ein Freispruch vor 

Strafgericht mit Sicherheit zu erwarten, weshalb das Verfahren gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a 

StPO einzustellen sei (vgl. Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021, S. 6). 

 

In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin beanzeigten Ereignisse, welche sich im Zeitraum 

zwischen März 2019 und August 2019 ereignet hätten, kämen einzig Antragsdelikte in Frage, 

weshalb das Verfahren zufolge Ablaufs der dreimonatigen Strafantragsfrist gemäss Art. 31 des 

Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) wegen Fehlens 

einer Prozessvoraussetzung in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO einzustellen sei. Hin-

sichtlich des Strafverfahrens MU1 2020 2416, welches eine Strafanzeige vom 16. Juli 2020 

durch D.____ (bzw. Dd.____; vgl. Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021, S. 7; Einver-

nahme der Beschwerdeführerin durch die Beschwerdegegnerin vom 16. September 2020, 

Rz. 433, act. 78.21; act. 84.19) gegen den Beschuldigten wegen Drohung betroffen habe, stellte 

die Beschwerdegegnerin fest, dass der Anzeige- und Strafantragsteller D.____ am 7. Oktober 

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2020 seinen Strafantrag zurückgezogen habe, weshalb das Verfahren MU1 2020 2416 eben-

falls gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO einzustellen sei (vgl. Einstellungsverfügung vom 

8. Februar 2021, S. 7). 

 

2.2 Die Beschwerdeführerin rügt mit ihrer Beschwerde vom 22. Februar 2021, die ange-

fochtene Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021 verletze den Grundsatz "in dubio pro duri-

ore" (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2021, Rz. 7). Der Beschuldigte habe sich anlässlich 

seiner Einvernahme vom 18. November 2020 bei der Beschwerdegegnerin gemäss eigenen 

Angaben nicht aus dem Gedächtnis an die Ereignisse vom 11. Dezember 2019 erinnern kön-

nen und stattdessen eine zeitnah nach dem Vorfall erstellte Zusammenfassung vorgelesen und 

diese zuhanden des Protokolls abgegeben. Als er sodann zu Einzelheiten befragt worden sei, 

habe er sich indes erinnern können und die ihm gemachten Vorhalte als frei erfunden oder ge-

logen bestritten. Des Weiteren habe der Beschuldigte angegeben, zuletzt mit einem Brief im 

Dezember 2019 den Kontakt zur Beschwerdeführerin gesucht zu haben, obschon er ihr nach-

weislich am 9. Januar 2020 eine ausführliche E-Mail und am 18. April 2020 eine Textnachricht 

gesendet habe (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2021, Rz. 9). Weiter habe der Beschuldigte 

angegeben, für den Streit vom 11. Dezember 2019 sei der Kontakt via "Tinder" sowie ein an-

schliessendes Treffen seitens der Beschwerdeführerin mit einem Mann namens "Ee.____" ur-

sächlich gewesen. Bei "Ee.____" handle es sich jedoch um einen langjährigen Bekannten und 

niemanden, den sie über eine "Datingapp" kennengelernt habe. Dies sei im Übrigen auch die 

Person, welche ihr am Abend des 11. Dezember 2019 zu Hilfe geeilt sei (vgl. Beschwerde vom 

22. Februar 2021, Rz. 10). Insgesamt könnten die Depositionen des Beschuldigten daher kei-

neswegs als ein in sich konsistentes und insgesamt glaubhaftes Aussageverhalten eingestuft 

werden (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2021, Rz. 13). Nicht nachvollziehbar sei des Weite-

ren die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, es seien keine objektiven Verletzungen nach-

gewiesen. Dem Austrittsbericht des Spitals C.____ vom 30. Dezember 2019 sei vielmehr unter 

Punkt 1 zu entnehmen, dass eine Schädelkontusion, eine HWS-Kontusion und -distorsion so-

wie eine Thoraxkontusion bei Status nach Gewalt gegen Kopf und Oberkörper diagnostiziert 

worden sei (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2021, Rz. 16). 

 

2.3 In ihrer Stellungnahme vom 4. März 2021 führt die Beschwerdegegnerin aus, der Be-

schuldigte habe anlässlich seiner Einvernahme vom 18. November 2020 aus dem Gedächtnis 

weitgehend dieselben Antworten wie anlässlich seiner Ersteinvernahme gegeben (Stellung-

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nahme vom 4. März, "Zu Ziff. 9"). Des Weiteren habe der Beschuldigte zwar zunächst angege-

ben, letztmals am 30. Dezember 2019 mit der Beschwerdeführerin in Kontakt getreten zu sein. 

Auf Nachfrage hin habe er aber sogleich bestätigt, später weitere Kontaktversuche getätigt zu 

haben und dies begründet (vgl. Stellungnahme vom 4. März 2021, "Zu Ziff. 9"). Ferner spreche 

der Beschuldigte lediglich von einer Person namens "Ee.____", nicht jedoch konkret von 

E.____. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Drittperson mit demselben 

Vornamen handle, welche die Beschwerdeführerin über "Tinder" kennengelernt haben könnte 

(vgl. Stellungnahme vom 4. März 2021, "Zu Ziff. 10 und 11"). Zudem seien dem Arztbericht des 

Spitals C.____ vom 30. Dezember 2019 keinerlei objektiv feststellbare Verletzungen zu ent-

nehmen. Soweit im fraglichen Bericht Diagnosen gestellt würden, basierten sie einzig auf sub-

jektiv geschilderten Druck- und Klopfdolenzen (vgl. Stellungnahme vom 4. März 2021, "Zu 

Ziff. 16"). Es komme hinzu, dass Indizien bestünden, welche für die Geschichte des Beschuldig-

ten sprächen. Hierzu sei die von der Polizei fotografisch festgehaltene Verletzung auf der linken 

Gesichtshälfte des Beschuldigten zu zählen, welche zur von diesem geschilderten Ohrfeige 

passe, sowie die Scherben im Abfalleimer, welche ebenfalls durch die Polizei fotografisch fest-

gehalten worden seien (vgl. Stellungnahme vom 4. März 2021, "Fazit", S. 4). 

 

2.4 Mit Replik vom 22. März 2021 bekräftigt die Beschwerdeführerin insbesondere ihren 

Standpunkt, wonach es widersprüchlich sei, wenn der Beschuldigte zunächst angegeben habe, 

sich nicht erinnern zu können, er in der Folge aber trotzdem konkrete Angaben gemacht habe 

(vgl. Replik der Beschwerdeführerin vom 22. März 2021, Rz. 4). Ebenso macht die Beschwer-

deführerin erneut geltend, dass es unstimmig sei, wenn der Beschuldigte zunächst dargelegt 

habe, er habe letztmals am 30. Dezember 2020 (recte: 30. Dezember 2019) mit der Beschwer-

deführerin Kontakt gehabt, obwohl er sie nachweislich auch in den darauffolgenden Monaten zu 

kontaktieren versucht habe (vgl. Replik der Beschwerdeführerin vom 22. März 2021, Rz. 5). 

 

3.1 Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die Einstellung des Ver-

fahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), wenn kein 

Straftatbestand erfüllt ist (lit. b), wenn Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwend-

bar machen (lit. c), wenn Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können oder 

Prozesshindernisse aufgetreten sind (lit. d) oder wenn nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafver-

folgung oder Bestrafung verzichtet werden kann (lit. e). 

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3.1.1 Bei Antragsdelikten besteht die Prozessvoraussetzung gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. d 

StPO im Strafantrag, der gemäss Art. 31 StGB innert drei Monaten seit Kenntnisnahme des 

Täters durch die antragsberechtigte Person zu erfolgen hat (vgl. ROLF GRÄDEL/MATTHIAS 

HEINIGER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N 13 ff.). 

 

3.1.2 Die Beschwerdeführerin räumt in ihrer Beschwerde ausdrücklich ein, dass die Strafan-

tragsstellung im Dezember 2019 für Antragsdelikte, welche sich im Zeitraum zwischen 

März 2019 und August 2019 ereignet haben sollen, verspätet erfolgt wäre, weshalb sich die 

Beschwerde einzig gegen die Verfahrenseinstellung gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO hin-

sichtlich des Ereignisses vom 11. Dezember 2019 richte (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 

2021, Rz. 5 f.). Die Beschwerdeführerin habe indessen ohnehin nie Strafantrag wegen der Er-

eignisse zwischen März 2019 und August 2019 gestellt (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 

2021, Rz. 5). Ebenso wenig angefochten ist im Übrigen die Einstellung des Strafverfahrens 

MU1 2020 2416 zufolge Rückzugs des Strafantrags durch den Strafantragsteller D.____ (vgl. 

Beschwerde vom 22. Februar 2021, Rz. 4). 

 

3.1.3 Da sich die Beschwerde weder gegen die Einstellung desjenigen Teils des Verfahrens 

MU1 2020 558 richtet, welcher wegen fehlenden Strafantrags hinsichtlich allfälliger Delikte zwi-

schen März 2019 und August 2019 gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO eingestellt worden 

ist, noch gegen die Einstellung des Verfahrens MU1 2020 2416, welches wegen Rückzugs des 

Strafantrags durch den Antragsteller D.____ ebenfalls gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO 

eingestellt worden ist, ist die Einstellung bezüglich dieser Sachverhalte in Rechtskraft erwach-

sen (Art. 437 Abs. 1 lit. a respektive b StPO sowie Art. 437 Abs. 2 StPO). 

 

3.2.1 Sodann verfügt die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die vollständige 

oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 

rechtfertigt (lit. a). Kein die Anklage rechtfertigender Tatverdacht im Sinne von Art. 319 Abs. 1 

lit. a StPO besteht dann, wenn im Vorverfahren der ursprünglich vorhandene Anfangsverdacht 

nicht in einem Masse erhärtet werden konnte, welches eine Anklage rechtfertigt. Allerdings hat 

die Staatsanwaltschaft bei der Frage, ob ein solcher Tatverdacht besteht, Zurückhaltung zu 

üben. Widersprechen sich Beweise, so ist es nicht Sache der Staatsanwaltschaft, eine Beweis-

würdigung vorzunehmen (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 

21. Dezember 2005, BBl 2006 1085, 1273). Im Zweifelsfalle ist die Angelegenheit in Anwen-

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dung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" an das Sachgericht zu überweisen. Der Grundsatz 

"in dubio pro reo" greift demgegenüber bei der Frage der Überweisung an das urteilende Ge-

richt nicht. Einzig das Sachgericht ist dazu legitimiert, darüber zu befinden, ob sich jemand im 

strafrechtlichen Sinne schuldig gemacht hat oder nicht. Die Staatsanwaltschaft hat nur dann 

einzustellen, wenn eine Hauptverhandlung als eigentliche Ressourcenverschwendung bzw. 

aufgrund des absehbaren Freispruchs als Zumutung für den Beschuldigten erschiene. Von ei-

ner Überweisung ist mithin dann abzusehen, wenn nach der gesamten Aktenlage ein Frei-

spruch zu erwarten ist (vgl. GRÄDEL/HEINIGER, a.a.O., Art. 319 N 8). Erforderlich ist, dass bei 

erfolgter Anklage nicht mit einem verurteilenden Erkenntnis des Gerichts gerechnet werden 

könnte, also mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen 

wäre (NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Praxiskommentar StPO [Praxiskommentar], 3. Aufl. 

2018, Art. 319 N 5; DIES., Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts [Handbuch], 

3. Aufl. 2017, Rz. 1251). 

 

Da die Staatsanwaltschaft als Untersuchungs- und Anklagebehörde nicht dazu berufen ist, über 

Recht oder Unrecht zu richten, darf sie jedoch nicht allzu rasch und gestützt auf eigene Beden-

ken (die irrtümlich sein können) zu einer Einstellung schreiten. In Zweifelsfällen in sachverhalts- 

und beweismässiger Hinsicht sowie vor allem in rechtlichen Belangen ist Anklage zu erheben 

(SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Praxiskommentar, Art. 319 N 5; DIES., a.a.O., Handbuch, Rz. 1251, 

mit Hinweisen). Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit eines Schuldspruchs bzw. der Prozess-

aussichten ist dem pflichtgemässen Ermessen der Staatsanwaltschaft anheimgestellt. In Zwei-

felsfällen tatsächlicher oder rechtlicher Natur darf das Verfahren indessen nicht eingestellt wer-

den, da in diesen Fällen das Urteil dem Gericht überlassen bleiben soll. Stehen sich unter-

schiedliche Zeugenaussagen gegenüber und kann die Untersuchung die Zuverlässigkeit der 

einzelnen Zeugen nicht erschüttern, darf keine Einstellung ergehen. Der Ermessensentscheid, 

wem unter solchen Verhältnissen zu glauben ist, liegt beim Gericht. Keine Einstellung, sondern 

die Erhebung einer Anklage ist grundsätzlich immer dann angezeigt, wenn der Ausgang des 

Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdigung abhängt (NATHAN LANDSHUT/THOMAS 

BOSSHARD, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 319 N 16 ff., mit Hinweisen). 

 

3.2.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in Fällen, in denen sich gegensätzli-

che Aussagen gegenüberstehen (Aussage gegen Aussage-Situation) und es nicht möglich ist, 

die einzelnen Depositionen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, nach dem 

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Grundsatz "in dubio pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Auf eine Anklageerhebung 

ist jedoch zu verzichten, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches Aussageverhalten offen-

bart und seine Aussagen daher wenig glaubhaft sind, oder wenn eine Verurteilung unter Einbe-

zug der gesamten Umstände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich er-

scheint (vgl. BGE 143 IV 241 E. 2.2.2, mit Verweisen; BGer 6B_258/2017 vom 1. Dezember 

2017 E. 2.2). Zur letztgenannten Konstellation sind gemäss der Rechtsprechung auch Fälle zu 

zählen, in denen Aussage gegen Aussage steht, keine der Depositionen als glaubhafter oder 

weniger glaubhaft bewertet werden kann und dabei weder objektive Beweismittel vorhanden 

noch weitere Beweisergebnisse zu erwarten sind (vgl. BGer 6B_856/2013 vom 3. April 2014 

E. 2.2; BGer 1B_535/2012 vom 28. November 2012 E. 5.2). Von einem für die Anklageerhe-

bung hinreichenden Tatverdacht kann insbesondere dann nicht gesprochen werden, wenn dem 

bestreitenden Beschuldigten nur die Aussage eines an dessen Verurteilung unmittelbar interes-

sierten Geschädigten gegenübersteht und dessen Anschuldigungen nicht eine objektive Bestä-

tigung im Untersuchungsergebnis finden (LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., Art. 319 N 17). 

 

3.2.3 Im vorliegenden Fall liegen insbesondere die nachfolgenden Beweismittel vor: 

 

Ein Rapport der Polizei Basel-Landschaft vom 6. Februar 2020 (act. 5 ff.), gemäss welchem die 

Beschwerdeführerin am 11. Dezember 2019 gegenüber der ausgerückten Polizeipatrouille ge-

äussert hat, der Beschuldigte habe ihr gleichentags zwischen 21:20 Uhr und 22:56 Uhr in des-

sen Wohnung an der X.____strasse 36 in Y.____ im Rahmen einer Auseinandersetzung eine 

Plastiktüte ins Gesicht gedrückt. In der Folge habe er sie am Kopf gepackt und diesen geschüt-

telt, worauf sie zu Boden gefallen sei. Bei dieser Auseinandersetzung habe sich die Beschwer-

deführerin gewehrt und den Beschuldigten mit der Hand im Gesicht getroffen. Anschliessend 

habe sie sich ins Bett begeben, wo der Beschuldigte ihr sodann ein Kissen ins Gesicht gedrückt 

habe. Die Beschwerdeführerin habe sich hiergegen mit Händen und Füssen zu wehren ver-

sucht, woraufhin der Beschuldigte erneut ihren Kopf geschüttelt habe. 

 

Ein Protokoll einer Einvernahme der Beschwerdeführerin durch die Polizei Basel-Landschaft 

vom 13. Januar 2020 (act. 49 ff.), anlässlich welcher sie den Vorfall vom 11. Dezember 2019 

dahingehend geschildert hat, dass der Beschuldigte ihr einen Plastiksack ins Gesicht geschla-

gen habe. In der Folge habe er sie am Hals respektive am Kopf gepackt und ihren Hinterkopf 

gegen die Wand geschlagen, wobei ihr Hals geknackst habe. Daraufhin sei sie zu Boden ge-

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stürzt. Als sie mit dem Rücken auf dem Boden gelegen sei, habe der Beschuldigte sie am 

Oberkörper, Hals und eventuell auch an den Haaren gehalten und ihren Kopf gegen den Boden 

gehämmert, bis sie regungslos gewesen sei. Danach habe er ihr Wasser ins Gesicht geschüt-

tet. Nachdem sie nach einigen Minuten aufgestanden sei und angekündigt habe, die Polizei zu 

rufen, habe der Beschuldigte sie auf das Bett geworfen, sei auf ihren Oberkörper gesprungen 

und habe ihren Kopf gegen das Bett geschüttelt. Dagegen habe sie sich gewehrt und mit der 

Hand die Wange des Beschuldigten getroffen. Sodann habe dieser ein Kissen genommen und 

dieses mit beiden Händen auf das Gesicht der Beschwerdeführerin gedrückt, bis diese keine 

Luft mehr bekommen und sich nicht mehr bewegt habe. Später habe sie die Polizei gerufen 

sowie telefonisch E.____ kontaktiert, damit dieser sie abhole. Am Folgetag sei ihr beim Abend-

essen mit einem Kollegen schlecht geworden, woraufhin sie sich ins Spital C.____ begeben 

habe. 

 

Ein Protokoll einer Einvernahme der Beschwerdeführerin durch die Beschwerdegegnerin vom 

16. September 2020 (act. 78.1 ff.), wonach die Beschwerdeführerin hinsichtlich des von ihr be-

anzeigten Geschehens dargelegt hat, dass der Beschuldigte ihr im Reduit von dessen Küche 

einen oder mehrere Plastiksäcke frontal ins Gesicht geschlagen bzw. "geklatscht" habe, was 

weniger fest als eine Ohrfeige gewesen sei. Daraufhin habe der Beschuldigte sie mit beiden 

Händen am Oberkörper, am Hals respektive an den Haaren gepackt und ihren Hinterkopf meh-

rere Male gegen die Wand zur Toilettentüre geschlagen, wobei es geknackst habe. Zudem ha-

be der Beschuldigte sie nach unten gedrückt und geschubst, wodurch sie gestürzt sei. Als sie 

rücklings auf dem Boden gelegen sei, habe er ihren Kopf dreissig oder vierzig Mal auf den Bo-

den geschlagen. Nachdem die Beschwerdeführerin den Beschuldigten mit der Hand im Gesicht 

getroffen habe, habe dieser ihr Wasser ins Gesicht geleert. Als sie in der Folge ihr Telefon von 

der Wohnzimmerkommode geholt habe, um die Polizei zu rufen, habe er sie rücklings auf das 

Bett geschubst und sich mit gespreizten Beinen auf ihren Oberkörper gesetzt und ihren Kopf 

geschüttelt, wobei sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Brustoperation nicht wehren ha-

be können. Sodann habe der Beschuldigte das Kopfkissen vom Bett genommen und der Be-

schwerdeführerin auf das Gesicht gedrückt, bis sich diese nach 15 Sekunden regungslos ge-

stellt habe, woraufhin der Beschuldigte von ihr abgelassen habe. Später habe die Beschwerde-

führerin die Polizei gerufen. Ferner habe sie telefonisch ihren Kollegen kontaktiert, um diesen 

zu bitten, ihr mit dem Transport ihrer Sachen aus der Wohnung des Beschuldigten zu helfen. In 

der Folge sei die Beschwerdeführerin mit ihrem eigenen Auto nach Hause gefahren, während 

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E.____ ihr mit dessen Auto gefolgt sei. Tags darauf habe sie sich mit ihrem besten Freund zum 

Abendessen getroffen. Dabei sei ihr schwindlig geworden, weshalb sie sich ins Spital begeben 

habe. 

 

Ein Protokoll einer Einvernahme des Beschuldigten durch die Polizei Basel-Landschaft vom 

31. Januar 2020 (act. 65 ff.), gemäss welchem der Beschuldigte ausgesagt hat, es sei am 

Abend des 11. Dezembers 2019 zwischen ihm und der Beschwerdeführerin zu einer verbalen 

Auseinandersetzung gekommen. Diese sei ausgelöst worden durch die Anmeldung der Be-

schwerdeführerin bei "Tinder" und eines damit verbundenen Treffens mit einer Person namens 

"Ee.____". Dies habe den Beschuldigten dazu bewogen, sich von der Beschwerdeführerin zu 

trennen und sie aufzufordern, ihre Sachen zu packen. Als die Beschwerdeführerin dieser Auf-

forderung nicht nachgekommen sei, habe der Beschuldigte eine Tragetasche im Reduit geholt 

und diese der Beschwerdeführerin ins Gesicht gehalten. Die Beschwerdeführerin, welche hier-

durch erbost worden sei, habe den Beschuldigten sodann mit der rechten Hand seitlich in des-

sen linke Gesichtshälfte geschlagen, was bei ihm eine Rötung erzeugt habe. In der Folge habe 

der Beschuldigte die Habseligkeiten der Beschwerdeführerin selbst zusammengepackt und zum 

Hauptausgang seiner Wohnung gebracht. Anschliessend habe er sich ins Badezimmer bege-

ben, um dort im Spiegel seine Verletzung zu begutachten. Daraufhin habe er plötzlich einen 

Knall gehört. Als er sich in der Folge in die Küche begeben habe, habe er festgestellt, dass die 

Beschwerdeführerin einen gläsernen Kerzenhalter zu Boden geworfen und dadurch zerbrochen 

habe. Die Beschwerdeführerin habe den Beschuldigten alsdann informiert, die Person namens 

"Ee.____", welche sie tags zuvor über "Tinder" kennengelernt habe, werde ihr beim Wegbrin-

gen ihrer Habe behilflich sein. Als die Person namens "Ee.____" um 23:00 Uhr noch immer 

nicht eingetroffen gewesen sei, habe sich der Beschuldigte entschlossen, bei der Polizei anzu-

rufen und den Sachverhalt zu schildern, da er sich keinen anderen Rat gewusst habe, um die 

Beschwerdeführerin aus seiner Wohnung zu befördern. In Anwesenheit der Polizei habe der 

Beschuldigte sodann der Beschwerdeführerin den Rest ihres Hab und Guts ausgehändigt. Die-

se habe sodann gemeinsam mit der Polizei und der Person namens "Ee.____" die Wohnung 

des Beschuldigten verlassen und sei mit ihrem Auto nach Hause gefahren. 

 

Ein Protokoll einer Einvernahme des Beschuldigten durch die Beschwerdegegnerin vom 

18. November 2020 (act. 78.27), gemäss welchem dieser gegenüber der Beschwerdegegnerin 

auf seine bereits anlässlich der polizeilichen Befragung vom 31. Januar 2020 gemachten Depo-

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sitionen sowie auf einen von ihm verfassten schriftlichen Bericht, welchen er anlässlich der frag-

lichen Einvernahme zu den Akten gereicht hat (act. 78.67 f.), verwiesen hat. Auf Frage der Be-

schwerdegegnerin hat der Beschuldigte zunächst dargelegt, er habe die Beschwerdeführerin 

zuletzt mittels Einschreiben am 30. Dezember 2019 kontaktiert. Auf Vorlage einer Textnachricht 

vom 18. April 2020 an die Beschwerdeführerin hat der Beschuldigte sodann seine Aussage kor-

rigiert und zugegeben, es habe weitere Kontaktversuche seinerseits gegeben, was auf sein 

Harmoniebedürfnis zurückzuführen sei (act. 78.35 f.). 

 

Eine E-Mail des Beschuldigten an die Beschwerdeführerin vom 9. Januar 2020 (act. 23), in wel-

cher sich der Beschuldigte dafür bedankt, dass die Übergabe seiner Habseligkeiten gut funktio-

niert habe und in welcher er von einem "unrühmlichen Abgang" spricht, an dem "wir beide" ei-

nen Anteil an Schuld gehabt hätten. 

 

Eine Textnachricht des Beschuldigten an die Beschwerdeführerin vom 18. April 2020 

(act. 78.65), in welcher er sich über den aktuellen Stand des Studiums der Beschwerdeführerin 

erkundigt. 

 

Ein vom 30. Dezember 2019 datierender definitiver Austrittsbericht des Spitals C.____ zur Hos-

pitalisierung der Beschwerdeführerin vom 12. Dezember 2019 bis zum 17. Dezember 2019 

(act. 78.45 ff.), gemäss welchem die Beschwerdeführerin bei ihrer Einlieferung am 

12. Dezember 2019 über eine ausgeprägte Schmerzsymptomatik sowie unspezifischen 

Schwindel geklagt hat, was der Bericht bei einer Hypotonie als am ehesten orthostatisch inter-

pretiert. Ferner wird eine leichte Rötung über dem rechten Jochbein zum Eintrittszeitpunkt fest-

gestellt. 

 

Ein vom 31. Dezember 2019 datierender Notfallbericht des Spitals C.____ (act. 78.53 ff.), wo-

nach die Beschwerdeführerin am 24. Dezember 2019 erneut vorstellig geworden ist und über 

Kopf- und Nackenschmerzen sowie Doppelbilder geklagt hat. Der Notfallbericht interpretiert die 

Kopf- und Nackenschmerzen am ehesten als muskuloskelettal im Rahmen der Kontusion und 

Distorsion von Schädel und Halswirbelsäule bei häuslicher Gewalt. Die Doppelbilder interpre-

tiert der Bericht demgegenüber als Folge psychischen Stresses. 

 

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3.2.4 Zunächst kann festgehalten werden, dass sich die Aussagen der Beschwerdeführerin 

und des Beschuldigten betreffend den genauen Tathergang massgeblich widersprechen und 

dies von den Parteien anerkannt wird (vgl. E. 2.1 ff. sowie 3.2.3 hiervor). Gemäss den Ausfüh-

rungen der Beschwerdeführerin habe der Beschuldigte dieser zusammengefasst am 

11. Dezember 2019 in dessen Wohnung einen Plastiksack ins Gesicht "geklatscht", sie mit bei-

den Händen am Oberkörper respektive an ihrem Hals bzw. an ihren Haaren gepackt und ihren 

Hinterkopf mehrere Male gegen die Wand zur Toilettentüre geschlagen, ferner ihren Kopf, 

nachdem sie hingefallen sei, mehrere Male gegen den Boden gehämmert sowie sie schliesslich 

auf das Bett geschleudert, dort ihren Kopf geschüttelt und ihr ein Kissen ins Gesicht gedrückt. 

In der Folge habe sie ihren Bekannten, E.____, welchen sie seit ein bis zwei Jahren kenne, 

sowie die Polizei gerufen. Der Beschuldigte bestreitet diese Vorwürfe und gibt an, die Be-

schwerdeführerin habe ihm eröffnet, auf "Tinder" einen Mann namens "Ee.____" kennengelernt 

zu haben, woraufhin der Beschuldigte die Beziehung mit ihr beendet und sie aufgefordert habe, 

ihre Sachen zusammenzupacken. Daraufhin habe die Beschwerdeführerin ihn geohrfeigt, wo-

rauf der Beschuldigte die Habseligkeiten der Beschwerdeführerin selbst zusammengepackt und 

zum Hauptausgang seiner Wohnung gebracht habe. Im Anschluss habe er sich ins Bad bege-

ben, während die Beschwerdeführerin in der Küche einen gläsernen Kerzenständer zertrüm-

mert habe. Später an diesem Abend seien die Person namens "Ee.____" sowie die Polizei ein-

getroffen. 

 

3.2.5 Angesichts der vorliegenden Aktenlage kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt 

werden, wenn diese den Schluss zieht, es liege eine reine Aussage-gegen-Aussage Konstella-

tion vor, bei welcher bei einer Anklageerhebung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich-

keit ein Freispruch zu erwarten wäre. 

 

Der Beschuldigte gab anlässlich der Einvernahme durch die Polizei Basel-Landschaft vom 

31. Januar 2020 zu Protokoll, die Beschwerdeführerin hätte ihm am Abend des Vorfalls vom 

11. Dezember 2019 mitgeteilt, dass sie auf "Tinder" einen Mann namens "Ee.____" kennenge-

lernt und diesen tags zuvor getroffen habe (vgl. Einvernahme durch die Polizei Basel-

Landschaft vom 31. Januar 2020, Rz. 12 ff., act. 67). Ferner legte der Beschuldigte dar, die Be-

schwerdeführerin hätte ausdrücklich gesagt, derjenige "Ee.____", welchen sie über "Tinder" 

kennengelernt habe, würde ihr für den Abtransport ihrer Habseligkeiten zu Hilfe eilen (vgl. Ein-

vernahme durch die Polizei Basel-Landschaft vom 31. Januar 2020, Rz. 31 f., act. 69) Der Be-

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schuldigte hat diese Ausführungen mit seiner anlässlich der Einvernahme durch die Beschwer-

degegnerin vom 18. November 2020 eingereichten schriftlichen Stellungnahme bekräftigt (vgl. 

act. 78.67). Die Beschwerdeführerin hat demgegenüber ausgesagt, bei der Person namens 

"Ee.____", welche sie beim Wegbringen ihres Hab und Guts unterstützt habe, handle es sich 

um E.____, welchen sie seit ein oder zwei Jahren kenne (vgl. Einvernahme durch die Be-

schwerdegegnerin vom 16. September 2020, Rz. 295 ff, act. 78.15). Die Aussage des Beschul-

digten, wonach sie E.____ über "Tinder" kennengelernt und tags zuvor erstmals getroffen habe, 

bestritt sie ausdrücklich (vgl. Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin vom 16. September 

2020, Rz. 446 f., act. 78.23). Dementsprechend kann der Schlussfolgerung der Beschwerde-

gegnerin, wonach der Widerspruch zwischen den Aussagen des Beschuldigten und der Be-

schwerdeführerin damit erklärt werden könne, dass jene Person, welche Letztere über "Tinder" 

kennengelernt habe, möglicherweise eine Drittperson sei, die zufälligerweise denselben Vor-

namen trage, nicht gefolgt werden (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 4. März 

2021, "Zu Ziff. 10 und 11"). Der Beschwerdeführerin ist insofern zuzustimmen, dass die Deposi-

tionen des Beschuldigten nicht von vornherein als glaubhafter erscheinen als jene der Be-

schwerdeführerin, zumal E.____ bisher nie befragt worden ist. 

 

Dies ist insbesondere deshalb relevant, weil der Beschuldigte angegeben hat, der Streit vom 

11. Dezember 2019 sei deshalb entbrannt, weil die Beschwerdeführerin ihm ihre Aktivitäten auf 

"Tinder" eröffnet habe, worauf der Beschuldigte die Beziehung mit ihr beendet habe (vgl. Ein-

vernahme des Beschuldigten durch die Polizei Basel-Landschaft vom 31. Januar 2020, 

Rz. 12 ff, act. 67; anlässlich der Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin vom 

18. November 2020 vom Beschuldigten eingereichte schriftliche Stellungnahme, act. 78.67). 

 

Ebenfalls nicht gänzlich von der Hand zu weisen sind die Ausführungen der Beschwerdeführe-

rin, wonach auch bezüglich der Aussagen des Beschuldigten gewisse Widersprüche auszu-

machen sind. So gibt der Beschuldigte zunächst in der Einvernahme vom 18. November 2020 

durch die Beschwerdegegnerin an (vgl. Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin vom 

18. November 2020, Rz. 170 f., act. 78.35), letztmals mittels eingeschriebenem Brief am 

30. Dezember 2019 Kontakt zur Beschwerdeführerin gesucht zu haben. In den Akten finden 

sich aber eine immerhin etwas mehr als eine halbe A4-Seite umfassende E-Mail vom 9. Januar 

2020 (vgl. act. 23) sowie eine Textnachricht vom 18. April 2020 (vgl. act. 78.65). Konfrontiert mit 

der Textnachricht vom 18. April 2020 gibt der Beschuldigte zu, dass der letzte Kontaktversuch 

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seinerseits nicht im Dezember 2019 erfolgt ist. Zur Begründung gibt er zwar an, dies hänge mit 

seiner Harmoniebedürftigkeit zusammen (vgl. Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin 

vom 18. November 2020, Rz. 179 ff., act. 78.37). Er erklärt aber nicht, weshalb er zunächst 

ausgesagt hat, Ende 2019 zuletzt Kontakt zur Beschwerdeführerin gesucht zu haben. Ferner 

erklärt er, sich neben der Textnachricht vom 18. April 2020 an keine weiteren Kontaktversuche 

erinnern zu können (vgl. vgl. Einvernahme durch die Beschwerdegegnerin vom 18. November 

2020, Rz. 182, act. 78.37), was angesichts der relativ ausführlichen E-Mail vom 9. Januar 2020 

etwas verwundert, zumal er in dieser allem Anschein nach den Vorfall vom 11. Dezember 2019 

als "unrühmlichen Abgang" bezeichnet, an welchem "wir beide unseren Anteil an Schuld hatten" 

(vgl. act. 23). 

 

Schliesslich liegt mit dem definitiven Austrittsbericht des Spitals C.____ vom 30. Dezember 

2019 (vgl. act. 27 ff.) zumindest ein Indiz vor, wonach die Beschwerdeführerin am 

12. Dezember 2019 an gesundheitlichen Beschwerden gelitten hat. Zwar trifft die Ausführung 

der Beschwerdegegnerin zu, wonach der fragliche Bericht keine objektiv feststellbaren Verlet-

zungen bescheinigt, sondern seine Diagnosen auf die von der Beschwerdeführerin geschilder-

ten Beschwerden stützt. Ohne jeden Zweifel belegt der fragliche Arztbericht aber, dass sich die 

Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2019 in ärztliche Behandlung begeben hat und sodann 

während fünf Tagen hospitalisiert gewesen ist. 

 

3.2.6 In casu kann angesichts des hiervor Dargelegten nicht gesagt werden, es liege ein Fall 

vor, bei welchem sich einzig gleich glaubhafte Aussagen gegenüberstehen bzw. bei welchem 

die Darlegungen der Beschwerdeführerin von vornherein als weniger glaubhaft als jene des 

Beschuldigten einzustufen sind (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Insbesondere bestehen im Lichte der 

vorstehenden Ausführungen neben den Depositionen der Beschwerdeführerin und jenen des 

Beschuldigten gewisse Indizien, von denen sich einige im Sinne der Schilderungen der Be-

schwerdeführerin interpretieren liessen (vgl. E. 4.2.2 hiervor). 

 

Aus den vorstehenden Ausführungen erhellt jedenfalls, dass mit der Konstellation in casu so 

oder anders ein Fall vorliegt, bei welchem eine Beurteilung der Depositionen der involvierten 

Personen nicht durch die Beschwerdegegnerin vorgenommen werden darf, sondern eine 

Wahrnehmung und Bewertung durch das Sachgericht unerlässlich ist, welchem allein eine fun-

dierte und detaillierte Aussagebewertung obliegt. 

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Nach alledem folgt, dass die Beschwerdegegnerin den Grundsatz "in dubio pro duriore" und 

Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verletzt hat, indem sie das Strafverfahren gegen den Beschuldigten 

hinsichtlich des beanzeigten Sachverhalts vom 11. Dezember 2019 eingestellt hat. Zurzeit er-

scheint ein Freispruch nicht wahrscheinlicher als eine Verurteilung. Demzufolge ist die Be-

schwerde gutzuheissen und die Einstellungsverfügung vom 8. Februar 2021 im angefochtenen 

Umfang aufzuheben. In Anwendung von Art. 397 Abs. 3 StPO wird die Beschwerdegegnerin 

angewiesen, die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten im Sinne der Erwägungen fortzu-

führen. 

 

 

4. Kosten 

Abschliessend ist über die Verteilung der Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO 

tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens 

oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens gehen die Verfah-

renskosten des Kantonsgerichts in der Höhe von CHF 1'050.-- (bestehend aus einer Gebühr 

von CHF 1'000.-- sowie Auslagen von CHF 50.--) in Anwendung von § 13 Abs. 1 der Verord-

nung über die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010 (Gebührentarif, GebT; SGS 

170.31) zu Lasten des Staates. 

 

Die Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittelverfahren richten sich ferner 

gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO nach den Art. 429 bis 434 StPO. Diesen Bestimmungen ist zwar 

keine Regelung im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO zu entnehmen, dessen ungeachtet hat sich 

jedoch auch der Anspruch auf Entschädigung im Rechtsmittelverfahren nach Massgabe des 

Obsiegens oder Unterliegens zu richten (vgl. PATRICK GUIDON, Die Beschwerde gemäss 

Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, Rz. 578; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Praxiskom-

mentar, Art. 436 N 1; STEFAN WEHRENBERG/FRIEDRICH FRANK, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 

2014, Art. 436 N 4 ff.). Entsprechend dem vorliegenden Verfahrensausgang ist dem Rechtsver-

treter der Beschwerdeführerin, Advokat Georg Ranert, für seine Bemühungen im Beschwerde-

verfahren ein Honorar aus der Staatskasse zu entrichten. Für die Beschwerde wird ein Aufwand 

von 11 Stunden und 30 Minuten bei einem nicht zu beanstandenden Stundensatz von 

CHF 230.-- geltend gemacht (vgl. § 2 Abs. 1 sowie § 3 Abs. 1 der kantonalen Tarifordnung für 

die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 [TO, SGS 178.112]), was einem Honorar 

von CHF 2'645.-- entspricht, zuzüglich Auslagen in der Höhe von CHF 71.30. Eine Mehrwert-

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steuer macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Advokat Georg Ranert, ausdrücklich 

nicht geltend. Dementsprechend ergibt sich ein Honorar von insgesamt CHF 2'716.30 (inklusive 

Auslagen), welches das Kantonsgericht als angemessen erachtet. Dieses wird entsprechend 

als Parteientschädigung dem Vertreter der Beschwerdeführerin, Advokat Georg Ranert, aus der 

Staatskasse ausgerichtet.  

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Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

 

 2. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

vom 8. Februar 2021 wird hinsichtlich des Sachverhalts vom 

11. Dezember 2019 (Verfahren MU1 2020 558) aufgehoben und die 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft angewiesen, das Verfahren im 

Sinne der Erwägungen fortzuführen. 

 

 3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'050.--, 

beinhaltend eine Gebühr von CHF 1'000.-- sowie Auslagen von 

CHF 50.--, werden auf die Staatskasse genommen. 

 

 4. Dem Vertreter der Beschwerdeführerin, Advokat Georg Ranert, wird 

für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe 

von CHF 2'716.30 (inkl. Auslagen) zu Lasten des Staates ausgerich-

tet. 

 

 5. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

 

 

Vizepräsident 
 
 
 
 
Stephan Gass 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Florian Jenal 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

 

 

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