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**Case Identifier:** 2adc4719-1dfa-5c8c-91ca-eb2fd3f6bc3d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2014 200 2013 782
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-782_2014-03-24.pdf

## Full Text

200 13 782 IV
SCJ/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Juli 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 4. August 2008 unter Hinweis auf eine Depression zur 
Früherfassung und am 23. September 2008 zum Rentenbezug bei der In-
validenversicherung an (Antwortbeilagen der Invalidenversicherung [AB] 1 
und 7). Die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) führte daraufhin 
medizinische und berufliche Erhebungen durch. Insbesondere veranlasste 
sie eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Gutachten vom 12. 
Mai 2011 samt Ergänzung vom 5. Juli 2011; AB 52.1 und 54), und ordnete 
eine Abklärung der Verhältnisse im Haushalt an (Bericht vom 22. Novem-
ber 2011; AB 56). Mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2011 (AB 57) stellte 
sie der Versicherten eine ganze Invalidenrente ab dem 1. September 2008, 
eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Februar 2009, wiederum eine ganze 
Invalidenrente ab dem 1. Juli 2009 und eine halbe Invalidenrente vom 
1. Dezember 2009 bis 31. August 2011 in Aussicht. Auf Einwände der Ver-
sicherten hin (AB 59) unterbreitete die IVB der Gutachterin Zusatzfragen 
(Stellungnahme vom 4. Mai 2012; AB 76) und stellte - nach Rücksprache 
mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 85) sowie dem Ab-
klärungsdienst (AB 86) - mit (den Vorbescheid vom 6. Dezember 2011 er-
setzenden) Vorbescheid vom 13. November 2012 (AB 87) eine ganze Inva-
lidenrente ab dem 1. September 2008, eine halbe Invalidenrente ab dem 
1. Februar 2009, wiederum eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Juli 2009, 
erneut eine halbe Invalidenrente vom 1. Dezember 2009 bis 31. August 
2011 und wiederum eine ganze Invalidenrente vom 1. April 2012 bis 
31. August 2012 in Aussicht; hierbei wandte sie die gemischte Invaliditäts-
bemessungsmethode an (Erwerb: 80 %; Haushalt: 20 %). Daran hielt sie 
nach erhobenem Einwand vom 17. Dezember 2012 (AB 89) fest und er-
liess am 26. Juli 2013 - nach Einholung der Stellungnahmen des RAD vom 
15. April 2013 (AB 93) und des Abklärungsdienstes vom 17. April 2013 (AB 
94) - eine entsprechende Verfügung (AB 97). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 3

B.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch lic. iur. C.________, 
B.________, am 11. September 2013 beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfü-
gung sei insofern aufzuheben, als die Arbeitsfähigkeit näher abzuklären 
sowie das Valideneinkommen korrekt zu ermitteln sei. Sodann sei der Be-
schwerdeführerin unbefristet eine Rente auszurichten. Im Weiteren liess sie 
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2013 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Vom Instruktionsrichter am 25. Oktober 2013 zur Ergänzung der Be-
schwerdeantwort aufgefordert, stellte die Beschwerdegegnerin am 8. No-
vember 2013 folgende Anträge: 

1. Es sei der Beschwerdeführerin unter Androhung einer reformatio in 
peius (Art. 61 lit. d ATSG) die Gelegenheit zu geben, ihre Beschwerde 
zurückzuziehen.

2. Falls die Beschwerdeführerin an ihrer Beschwerde festhält, sei in teil-
weiser Aufhebung der Verfügung vom 26. Juli 2013 der Rentenbeginn 
auf den 1. März 2009 festzusetzen. Soweit weitergehend, sei die Be-
schwerde abzuweisen. Gleichzeitig sei die Sache an die Verwaltung 
zurückzuweisen, damit diese die ab dem 1. September 2008 geleiste-
ten Rentenzahlungen von der Beschwerdeführerin zurückfordere 
(Art. 25 Abs. 1 ATSG).

3. Falls die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde zurückzieht, sei das 
Verfahren als gegenstandslos vom Protokoll abzuschreiben. 

Mit Eingabe vom 18. Dezember 2013 hielt die Beschwerdeführerin an ihrer 
Beschwerde und den darin gestellten Anträgen fest. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 26. Juli 2013 (AB 97), mit wel-
cher die Beschwerdegegnerin rückwirkend abgestufte und befristete Ren-
ten zugesprochen hat. Streitig ist die unbefristete Ausrichtung einer Invali-
denrente. Rechtsprechungsgemäss ist die richterliche Überprüfungsbefug-
nis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Be-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413 E. 2d S. 418). Zu prüfen ist somit der Anspruch der Beschwerdefüh-
rerin auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von 
mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-

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glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad in 
beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 
E. 2a S. 150).

Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Be-
messung des IV-Grades. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der 
Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne 
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.5.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 

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Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 
S. 132). 

2.5.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 
oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

Wurde die Rente nach Verminderung des IV-Grades aufgehoben, erreicht 
dieser jedoch in den drei folgenden Jahren wegen einer auf dasselbe Lei-
den zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes 
Ausmass, so werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 
IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet (Art. 29bis IVV).

2.5.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente 
zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und 
anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV 
festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die 
massgebenden Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 16. Juni 2009, 8C_87/2009, E. 2.2 mit Hinweisen).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F831.20%2F28&SP=73|bleesy
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F831.20%2F28&SP=73|bleesy
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F831.201&SP=73|bleesy

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3.1.1 Dem Bericht der Klinik E.________ vom 17. Oktober 2008 (AB 16 
S. 5 ff.) sind als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 
rezidivierende depressive Dekompensation nach sexuellem Übergriff von 
Mai 2008 (ICD-10 F33.2) sowie eine Epilepsie, derzeit medikamentös ein-
gestellt und ohne Anfälle, zu entnehmen. Vom 30. Juni bis 18. Oktober 
2008 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (AB 16 S. 5). 
Hinsichtlich der bisherigen …tätigkeit sei die Beschwerdeführerin insbe-
sondere mit der Arbeit am … überfordert. Diese Arbeit verstärke ihre Ängs-
te, Fehler zu machen. Sie setze sich dadurch stark unter Druck, was zu 
inneren Spannungen und zu einer Tendenz von Selbstverletzungen führe. 
Eine praktischere Tätigkeit sei, vorderhand wie bisher, zu 30 % zumutbar 
(AB 16 S. 6). 

3.1.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 20. November 2008 (AB 22) mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Persönlichkeit mit emotional instabi-
len und abhängigen Zügen sowie eine länger dauernde depressive Ent-
wicklung mit Exazerbation nach sexuellem Übergriff im Mai 2008. Ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Epilepsie, medikamentös einge-
stellt und zurzeit anfallsfrei (AB 22 S. 1). Vom 12. September bis 15. Okto-
ber 2007 sowie vom 24. Januar bis 12. Februar 2008 habe sich die Be-
schwerdeführerin in der Klinik G.________ zur stationären Behandlung 
aufgehalten (AB 22 S. 4). Momentan sei keine Arbeit zumutbar, da die Be-
schwerdeführerin rasch überfordert sei, was sich negativ auf die Konzentra-
tion und das Tempo auswirke (AB 22 S. 2). Am 4. November 2008 habe die 
Beschwerdeführerin mit einer psychiatrischen Therapie in der Klinik 
H.________ (vier Halbtage pro Woche) begonnen (AB 22 S. 4). 

3.1.3 Im Bericht vom 6. Januar 2009 (AB 25) hielt Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Dekompen-
sation (eskaliert seit sexuellem Übergriff von Mai 2008, autoaggressives 
Verhalten seit Mai 2008) sowie eine Epilepsie (seit Jahren anfallsfrei, medi-
kamentös eingestellt) fest. Vom 30. Juni bis 18. Oktober 2008 habe eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (AB 25 S. 1). Es liege eine ver-
minderte Konzentration vor, welche zu einem verlangsamten Arbeitstempo 

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und einer reduzierten Belastbarkeit führe. Hierbei habe die … mit einem 
Pensum von 30 % jedoch gut bewältigt werden können (AB 25 S. 2). Zur 
Erhaltung eines möglichst stabilen psychischen Zustands werde derzeit 
eine regelmässige psychiatrische Unterstützung mit angepasster Therapie 
durchgeführt (AB 25 S. 4). 

3.1.4 Vom 7. April bis 12. Mai 2009 (AB 34 S. 2) und vom 19. Mai bis 
2. Juni 2009 (AB 34 S. 7) hielt sich die Beschwerdeführerin zur stationären 
Behandlung in der Klinik E.________ auf. Im Bericht vom 10. Juni 2009 
(AB 34 S. 7 f.) wurden als Diagnosen eine posttraumatische Belastungs-
störung nach sexuellem Übergriff im Mai 2008 (ICD-10 F43.1), eine emoti-
onal instabile Persönlichkeitsstörung mit selbstschädigenden Handlungen 
(ICD-10 F43.1) sowie eine Epilepsie (medikamentös eingestellt, ohne An-
fälle) genannt (AB 34 S. 7). 

3.1.5 Dem Bericht der Klinik H.________ vom 24. Juli 2009 (teilstationäre 
Behandlung vom 4. November 2008 bis 6. April 2009; AB 76 S. 9 ff.) sind 
als Diagnosen eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Border-
line-Typ (ICD-10 F60.31), eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig leichte Episode (ICD-10 F33.10), Angst- und Panikattacken nach 
sexuellem Übergriff von Mai 2008 (ICD-10 F41.0) sowie eine Epilepsie 
(medikamentös eingestellt, ohne Anfälle) zu entnehmen. Die Beschwerde-
führerin leide noch unter Angstzuständen, welche vor allem unter Leuten 
entstünden und in der Dunkelheit auftreten könnten. Diese seien nach ei-
nem Missbrauchserlebnis im Mai 2008 entstanden. Ein weiteres Thema 
seien Selbstverletzungen mit Schneiden und Brennen mit Zigaretten an 
den Unterarmen im Rahmen ihrer seit dem Klinikaufenthalt (Klinik 
E.________) neu aufgetretenen emotional instabilen Persönlichkeitss-
törung vom Borderline-Typ (AB 76 S. 9). In den Gesprächen mit der Be-
zugsperson seien Themen wie die Abgrenzung zur Mutter und die Ver-
lustängste gegenüber dem behinderten Sohn im Vordergrund gestanden 
(AB 76 S. 10). 

3.1.6 Vom 3. Juni bis 28. August 2009 weilte die Beschwerdeführerin zur 
stationären Behandlung in der Klinik J.________. Im Bericht vom 28. Au-
gust 2009 (AB 35) wurden als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline-Typ; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 10

ICD-10 60.31) sowie eine Benzodiazepinabhängigkeit (gegenwärtig absti-
nent; ICD-10 F13.20) festgehalten (AB 35 S. 2). Seit dem 3. Juni 2009 be-
stehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit sei aus 
medizinischer Sicht derzeit nicht zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei 
aufgrund der ausgeprägten Spannungszustände mit einer erhöhten Selbst-
verletzungstendenz sowie agoraphobischen Ängsten deutlich einge-
schränkt. Zudem bestünden deutliche Konzentrationsschwierigkeiten (AB 
35 S. 4). Die Einschränkungen liessen sich eventuell durch eine Optimie-
rung der medikamentösen Therapie sowie eine längerfristige ambulante 
Psychotherapie vermindern (AB 35 S. 4 f.). 

3.1.7 Dr. med. F.________ attestierte im Bericht vom 22. März 2010 (AB 
41) eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % vom 12. September 2007 bis 23. Juni 
2008 und eine solche von 100 % vom 24. Juni 2008 bis auf weiteres (AB 
41 S. 1). Psychisch lägen eine emotionale Instabilität, eine eingeschränkte 
Konzentrationsfähigkeit sowie eine Ängstlichkeit unter Menschen vor; letz-
tere führe zu Unkonzentriertheit und sozialem Rückzug. Die bisherige 
Tätigkeit als … sei nicht mehr zumutbar, da die Beschwerdeführerin dem 
Druck nicht mehr gewachsen sei. Eine Arbeit im geschützten Rahmen, wie 
aktuell in der … der Klinik H.________ (3 x 2 Stunden pro Woche), sei hin-
gegen möglich (AB 41 S. 3). Diese Ausführungen bekräftigte der Arzt mit 
Bericht vom 27. Januar 2011 (AB 49). 

3.1.8 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 12. Mai 
2011 (AB 52.1) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine dependente 
Persönlichkeitsstörung (DSM-IV-TR 301.6) sowie eine Epilepsie mit Grand 
Mal Anfällen, aktuell stabil eingestellt (AB 52.1 S. 16). Aus psychiatrischer 
Sicht seien die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung 
(PTBS) nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin sei nie einer aussergewöhnli-
chen Bedrohung ausgesetzt gewesen und habe nie um ihr Leben gefürch-
tet. Sie mache sich Vorwürfe, dass sie dem Bekannten in die Wohnung 
gefolgt sei (betreffend den sexuellen Übergriff von Mai 2008). Seither stehe 
sie in regelmässiger, mehrmals auch stationärer psychiatrischer Behand-
lung. Gleichzeitig sei sie durch eine angespannte Arbeitssituation belastet 
gewesen, bei der sie den Eindruck gehabt habe, den Forderungen ihrer 
neuen Vorgesetzten nie genügen zu können und dem Druck der Erziehung 

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sowie Betreuung ihres autistischen Sohnes nicht gewachsen zu sein. Von 
ärztlicher Seite seien verschiedene psychiatrische Diagnosen gestellt wor-
den. Was die rezidivierende depressive Episode angehe, so sei einerseits 
die Symptomatik nicht anhaltend, zu wenig ausgeprägt gewesen und ande-
rerseits seien die Passivität sowie das geringe Selbstvertrauen der Be-
schwerdeführerin überschneidend mit den Persönlichkeitseigenschaften, 
die seit der Adoleszenz bekannt seien. Gegen die Diagnose einer depres-
siven Episode spreche der Umstand, dass die Beschwerdeführerin von 
einem schwankenden Gefühlserleben zwischen übertriebenem Lachen und 
Weinen berichtet habe und gut habe schlafen können (dies zusätzlich 
tagsüber; AB 52.1 S. 18). Anlässlich der aktuellen Untersuchung habe die 
Beschwerdeführerin diese Angaben bestätigen können. Aufgrund des 
Längsschnitts des Lebenslaufes der Beschwerdeführerin müsse aus psych-
iatrischer Sicht von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden. 
Diese bestehe seit der Adoleszenz und äussere sich in einem geringen 
Selbstvertrauen verbunden mit Ängsten in Stresssituationen sowie einer 
Unterordnung gegenüber dominanten Personen mit der Hoffnung auf eine 
gute Unterstützung. Für Menschen mit einer dependenten Persönlichkeitss-
törung sei es relevant, dass derartige Personen zur Verfügung stünden, um 
sie in den Lebensaktivitäten und Alltagsentscheidungen zu unterstützen. 
Selbstschädigendes Handeln und depressive Verstimmungszustände 
könnten je nach psychosozialer Situation bei derartigen Persönlichkeitss-
törungen auch beobachtet werden. Die Klinik J.________ habe die Diagno-
se einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ 
verbunden mit einem Medikamenten- und Alkoholmissbrauch gestellt. Die 
diagnostischen Kriterien der beiden Typen von Persönlichkeitsstörungen 
würden sich teilweise überschneiden. Definitionsgemäss gehe es bei Per-
sönlichkeitsstörungen um tief verwurzelte, anhaltende und weitgehend sta-
bile Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche 
persönliche und soziale Lebenslagen zeigten. Sie würden sich in der Regel 
in der Zeit der Adoleszenz bilden. Das selbstverletzende Verhalten der Be-
schwerdeführerin sei erst Mitte 2008 nach längerer Anspannung durch ver-
schiedene psychosoziale Probleme in der Klinik E.________ aufgetaucht. 
Nach Lösung der Drucksituationen (Arbeitsplatz, Betreuung des autisti-
schen Sohnes, Beistand, verlässlicher Partner) habe sich diese Symptoma-
tik zurückgebildet (AB 52.1 S. 19). Aus psychiatrischer Sicht bestehe in 

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einer einfach strukturierten, überschaubaren, repetitiven Tätigkeit unter der 
Führung eines verständnisvollen Chefs eine uneingeschränkte Arbeits-
fähigkeit; nach einer Eingewöhnung dürfte bei einer praktisch orientierten 
Tätigkeit keine relevante Einschränkung der Leistungsfähigkeit bestehen 
(AB 52.1 S. 21 f.). Aufgrund der Epilepsie seien Tätigkeiten mit Selbstver-
letzungsgefahr sowie der Möglichkeit einer Fremdgefährdung und Tätigkei-
ten in Nachschicht nicht zumutbar (AB 52.1 S. 20). Bisher hätten psycho-
soziale Gründe dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin nach der Ge-
burt ihres Sohnes nie mehr ein Arbeitspensum von 100 % verrichtet habe. 
Sie sei seit Jahren einer ausserhäuslichen Vollzeittätigkeit entwöhnt. 
Krankheitsfremde Faktoren würden die Aufnahme einer vollzeitigen Tätig-
keit verhindern (AB 52.1 S. 22). Der behandelnde Psychiater habe eine 
70 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 12. September 2007 bis 24. Juni 2008 
bestätigt. Während den Hospitalisationen und der tagesklinischen Behand-
lung bestehe aus formalen Gründen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
(AB 52.1 S. 21). Ergänzend dazu hielt die Gutachterin am 5. Juli 2011 fest, 
das Zumutbarkeitsprofil gelte ab dem Datum der Begutachtung. Das letzte 
Arbeitsverhältnis habe keine Vollzeittätigkeit beinhaltet und sei den Aufga-
ben der Beschwerdeführerin als Mutter angepasst gewesen. Auch die der-
zeitige Beschäftigung richte sich nach den privaten Bedürfnissen (Freitag 
bis Montag: Aufenthalt beim Partner). Die Beschwerdeführerin sei nicht 
motiviert, an der aktuellen Situation etwas zu ändern und fühle sich invali-
disiert. Die Erfolgsaussichten eines Arbeitstrainings seien aufgrund dieser 
Situation ausserordentlich gering. Aus therapeutischer Sicht könnte die 
Beschwerdeführerin von einem Arbeitstraining profitieren (AB 54). 

3.1.9 Hierzu nahm die RAD-Ärztin, med. pract. K.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, am 7. November 2011 Stellung und 
kam zum Schluss, dass das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
12. Mai 2011 (AB 52.1) schlüssig und nachvollziehbar sei. Es bestehe in 
einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Allerdings sei die 
Beschwerdeführerin dekonditioniert, weshalb ein Arbeitstraining sinnvoll sei 
(AB 55 S. 4).

3.1.10 Im Bericht des Spitals L.________ vom 8. Dezember 2011 (statio-
närer Aufenthalt vom 30. November bis 5. Dezember 2011; AB 64) wurden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 13

als Diagnosen u.a. zweimalige epileptische Anfälle bei bekannter Epilepsie 
mit generalisierten Anfällen seit 1993 sowie eine Borderline-Störung ge-
nannt. In Anbetracht der mehreren möglichen Auslöser (Schlafmangel, ver-
gessene Medikamenteneinnahme, psychosoziale Belastungssituation, er-
höhter Alkoholkonsum) sei auf eine erweiterte Diagnostik verzichtet worden 
(AB 64 S. 1). Die Beschwerdeführerin habe nach mehrtägiger Überwa-
chung in gutem Allgemeinzustand entlassen werden können (AB 64 S. 2). 

3.1.11 Stellung nehmend zum Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
12. Mai 2011 (AB 52.1) legte Dr. med. F.________ am 25. Januar 2012 
(AB 61) dar, dass die Gutachterin bei der Arbeitsfähigkeitseinschätzung die 
Krankengeschichte der Beschwerdeführerin übergangen habe, welche seit 
2007 durch viele Hospitalisationen gekennzeichnet sei. Weiter sei zu kriti-
sieren, dass die Gutachterin an den Diagnosen der Kliniken, insbesondere 
an derjenigen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom 
Borderline-Typ zweifle (AB 61 S. 1). Weiter sei die Epilepsie - entgegen der 
Auffassung der Gutachterin - nicht stabil, habe die Beschwerdeführerin 
doch vom 30. November bis 5. Dezember 2011 wegen zweimaligen gene-
ralisierten Krampfanfällen hospitalisiert werden müssen. Auch die Diagno-
sen einer PTBS und Borderline-Störung seien nicht von der Hand zu wei-
sen. Sodann sei die Möglichkeit nicht diskutiert worden, ob die dependente 
Persönlichkeitsstörung durch ein Symptom der Epilepsie, nämlich das 
„Klebrige“, verschlimmert werden könne. Des Weiteren habe die Be-
schwerdeführerin über mehrere Jahre hinweg keine Leistung erbringen 
können, wie sie in der freien Wirtschaft gefordert werde (AB 61 S. 2). 
Aktuell sei Beschwerdeführerin wieder in der Klinik H.________ hospitali-
siert (AB 61 S. 3).

3.1.12 Zu den von Dr. med. F.________ vorgebrachten Kritikpunkten nahm 
die RAD-Psychiaterin am 24. Februar 2012 Stellung und hielt fest, dass die 
Gutachterin der Beschwerdeführerin aufgrund der Persönlichkeitsstörung 
eine Leistungseinschränkung zugestanden habe, welche jedoch nach einer 
gewissen Eingewöhnung nicht mehr relevant sein sollte. Die Gutachterin 
könnte allenfalls konkret Auskunft darüber geben, wie gross das Ausmass 
dieser Einschränkung sei und nach welcher Zeit diese nicht mehr vorhan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 14

den sein sollte; die Berichte des Spitals L.________ und der Klinik 
H.________ seien beizulegen (AB 66 S. 3). 

3.1.13 Vom 18. Januar bis 12. Februar 2012 hielt sich die Beschwerdefüh-
rerin zur stationären Behandlung in der Klinik H.________ auf. Im Bericht 
vom 1. März 2012 (AB 70) wurde als Diagnose eine emotional instabile 
Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31) genannt. Die 
Beschwerdeführerin leide unter dem Druck des anstehenden Prozesses 
bezüglich des Sohnes, der ca. vor einem Jahr im Internat M.________ se-
xuell missbraucht worden sei. Zudem bestehe ein Konflikt mit einem nahe-
stehenden Freund (AB 70 S. 1). Die Beschwerdeführerin sei auf ihren 
Wunsch hin in der Klinik J.________ für eine längere stationäre Therapie 
angemeldet worden (AB 70 S. 3). 

3.1.14 Hierzu nahm Dr. med. D.________ am 4. Mai 2012 Stellung und 
legte dar, weshalb die diagnostischen Kriterien einer PTBS bzw. einer Per-
sönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ nicht erfüllt seien (AB 76 S. 3 ff.). 
Hinsichtlich der Epilepsie, die seit Jahren einen guten Verlauf zeige, beste-
he keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Gemäss Aktenlage und An-
gaben der Beschwerdeführerin sei es zu Anfallsereignissen nur gekom-
men, weil die Beschwerdeführerin die Medikamente nicht eingenommen 
habe (AB 76 S. 5 f.). Weiter bestünden keine Hinweise für hirnorganische 
Veränderungen bzw. hirnorganisch bedingte Einschränkungen (AB 76 S. 
6). Die Arbeitsfähigkeit werde einzig durch die dependente Persönlich-
keitsstörung eingeschränkt. Diese habe sich bereits während der Ausbil-
dung und der Tätigkeit bei N.________ gezeigt. Damals habe die Be-
schwerdeführerin in einem Vollzeitpensum gearbeitet und habe den Anfor-
derungen der Arbeitsstelle genügen können. Nach der Geburt des Sohnes 
sei sie zu Hause geblieben und habe sich mit aller Kraft für die Entwicklung 
ihres autistischen Sohnes eingesetzt. Die damalige Tätigkeit als … zu ei-
nem Pensum von 30 % habe sich mit der Kindesbetreuung gut vereinbaren 
lassen. Die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin habe sich nach dem 
Verlust der vertrauten Vorgesetzten verändert. Ab diesem Zeitpunkt sei es 
zu verschiedensten Hospitalisationen gekommen, die bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Es sei darauf hinzuwei-
sen, dass diese Interventionen keinen psychotherapeutisch wirksamen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 15

Effekt hätten. Sie würden nur die regressiven Tendenzen fördern und zu 
einem deutlichen sekundären Krankheitsgewinn führen. Das gutachterliche 
Zumutbarkeitsprofil habe weiterhin Gültigkeit. Je einfacher die Tätigkeit 
strukturiert sei und je klarer die Arbeitsanforderungen seien, desto schnel-
ler könne sich die Beschwerdeführerin in eine Arbeit eingewöhnen. Die 
Eingewöhnungszeit falle gegenüber der mangelnden Arbeitsmotivation der 
Beschwerdeführerin nicht ins Gewicht. Eine Arbeitstätigkeit sei nur möglich, 
wenn eine Motivation dazu vorhanden sei. Zum Zeitpunkt der Untersu-
chung habe die Beschwerdeführerin grosses Gewicht darauf gelegt, die 
Verhältnisse so zu belassen, wie sie seien (AB 76 S. 7). 

3.1.15 Vom 29. Februar bis 10. Mai 2012 weilte die Beschwerdeführerin 
zur stationären Behandlung in der Klinik J.________. Im Bericht vom 
29. Mai 2012 (AB 82 S. 3 ff.) wurden als Diagnosen eine emotional instabi-
le Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (ICD-10 60.31) sowie eine 
Grand-Mal-Epilepsie festgehalten (AB 82 S. 3). Bei Eintritt habe die Be-
schwerdeführerin ein mittelschweres depressives Zustandsbild gezeigt, 
begleitet von Ängsten und teils Panikattacken. Durch eine Optimierung/
Umstellung der Medikation und eine intensive Teilnahme an den interdiszi-
plinären Therapien habe eine Verbesserung des psychischen Zustandsbil-
des erreicht werden können (AB 82 S. 6). Vom 29. Februar bis 27. Mai 
2012 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (AB 82 S. 7).

3.1.16 Dr. med. F.________ hielt im Bericht vom 11. Juli 2012 (AB 82 S. 1 
f.) einen verschlechterten Gesundheitszustand fest. Es sei erneut zu psy-
chischen Dekompensationen mit Hospitalisationen (vom 18. Januar bis 
12. Februar 2012 und vom 29. Februar bis 10. Mai 2012) gekommen (AB 
82 S. 1). 

3.1.17 Stellung nehmend dazu hielt die RAD-Psychiaterin im Bericht vom 
30. Oktober 2012 (AB 85) fest, dass während den Hospitalisationen formal 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, auch in der Zeit dazwischen. 
Im Verlauf der Behandlung sei jedoch eine deutliche Besserung eingetre-
ten. Die Beschwerdeführerin habe intensiv an den Therapien teilgenom-
men. Bei angepassten Verhältnissen sei sie, wie gutachterlich beurteilt, 
grundsätzlich leistungsfähig. Nach dem Klinikaufenthalt im Mai 2012 könne 
der Beschwerdeführerin wiederum eine vollständige Arbeitsfähigkeit in ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 16

ner angepassten Tätigkeit (gemäss Zumutbarkeitsprofil) zugemutet werden 
(AB 85 S. 2). Nach der langen Entwöhnung werde sie möglicherweise mehr 
Zeit benötigen, um das volle Pensum wieder zu erreichen. Dies sollte 
wahrscheinlich innerhalb von ein bis drei Monaten möglich sein (AB 85 
S. 3). 

3.1.18 Im Bericht vom 7. Januar 2013 (AB 91) legte Dr. med. F.________ 
dar, weshalb die diagnostischen Kriterien einer PTBS bzw. einer Borderli-
ne-Störung erfüllt seien (AB 91 S. 2 f.). 

3.1.19 Hierzu nahm die RAD-Psychiaterin am 15. April 2013 Stellung und 
kam zum Schluss, dass Dr. med. F.________ keine neuen Tatsachen gel-
tend mache. Dr. med. D.________ habe schlüssig begründet, weshalb die 
Diagnose einer PTBS nicht gestellt werden könne. Sie habe auch zur 
Diagnose Borderline-Störung bereits ausführlich Stellung bezogen (AB 93 
S.2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 17

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 26. Juli 2013 (AB 97) massgeblich auf das Gutachten von Dr. 
med. D.________ vom 12. Mai 2011 (AB 52.1) samt Ergänzungen vom 
5. Juli 2011 und 4. Mai 2012 (AB 54 und 76) gestützt. Dieses erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
diesem volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen 
und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der ge-
klagten Beschwerden getroffen worden. Wie sich nachfolgend ergibt, sind 
die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet, so dass 
darauf abzustellen ist. Gemäss dem überzeugenden Gutachten besteht 
hinsichtlich der gut eingestellten Epilepsie - abgesehen vom Vermeiden 
von Nachtschichtarbeiten bzw. Tätigkeiten mit Selbstverletzungsgefahr 
oder Fremdgefährdung (AB 52.1 S. 20) - keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit (AB 76 S. 5 f.). Zu den im Jahr 2011 aufgetretenen epileptischen 
Anfällen ist es nur gekommen, weil die Beschwerdeführerin die Medika-
menteneinnahme vergessen hat (AB 64 S. 1 und AB 76 S. 5). Gemäss 
gutachterlicher Beurteilung wird die Arbeitsfähigkeit einzig durch die de-
pendente Persönlichkeitsstörung eingeschränkt (AB 52.1 S. 16 und AB 76 
S. 7). Diese Einschätzung lässt sich ohne weiteres in das von Dr. med. 
F.________, der Klinik E.________, der Klinik H.________ und der Klinik 
J.________ gezeichnete Gesamtbild einfügen, wonach die Beschwerdefüh-
rerin durch eine psychische Störung auf der Ebene der Persönlichkeit (AB 
76 S. 4) beeinträchtigt ist (u.a. AB 22. S. 1, AB 34 S. 7, AB 35 S. 2 und AB 
76 S. 9). Dass diese Ärzte eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung 
vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31) diagnostiziert haben, spielt insofern 
keine Rolle, als nach ständiger Rechtsprechung letztlich nicht die Diagnose 
als solche für die Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Ansprüche 
entscheidend ist, sondern die zu Grunde liegenden psychiatrischen Befun-
de und die sich daraus ergebende Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit (Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 18

scheide des BGer vom 22. Oktober 2013, 8C_782/2012, E. 4.3.3 mit Hin-
weis, und vom 15. Juli 2008, 9C_501/2008, E. 2.2.1). Eine Klärung der ge-
nauen Diagnose kann zudem auch deshalb unterbleiben, weil die Be-
schwerdegegnerin mit Blick auf die befristete Zusprechung einer Invaliden-
rente einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden grundsätz-
lich anerkannt hat (vgl. E. 4.3.2 ff. hiernach). Die Gutachterin hat weiter 
einleuchtend und nachvollziehbar begründet, weshalb die diagnostischen 
Kriterien einer PTBS nicht erfüllt seien (AB 52.1 S. 18 und AB 76 S. 3). Sie 
vermochte keine auf eine PTBS hinweisenden Merkmale im Sinne von 
Flashback-Erinnerungen sowie Vermeidungsverhalten in Bezug auf Situati-
onen, welche an die Belastung erinnern, zu erkennen (zur PTBS gemäss 
den ICD-Leitlinien: vgl. Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 8. Aufl. 2011, S. 207 f.). So hatte die Beschwerde-
führerin zum Zeitpunkt der Untersuchung einen neuen Freund und das Se-
xualleben war nicht gestört (AB 76 S. 3). Sodann legte die Gutachterin 
schlüssig dar, weshalb keine rezidivierende depressive Störung vorliege 
(AB 52.1 S. 18 f.). Nichts anderes lässt sich diesbezüglich auch den Berich-
ten des Spitals L.________ vom 8. Dezember 2011 (AB 64 S. 1), von Dr. 
med. F.________ vom 25. Januar 2012 und 7. Januar 2013 (AB 61 S. 1 f. 
und AB 91 S. 2 f.), der Klinik H.________ vom 1. März 2012 (AB 70 S. 1) 
und der Klinik J.________ vom 29. Mai 2012 (AB 82 S. 3) entnehmen. 
Gemäss der nachvollziehbaren gutachterlichen Beurteilung besteht in einer 
angepassten Tätigkeit (einfach strukturiert, überschaubar, repetitiv) ab dem 
Begutachtungszeitpunkt (4. Mai 2011) eine uneingeschränkte Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit (AB 52.1 S. 21 f.). 

Hieran vermögen die Berichte des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
F.________ vom 20. November 2008, 22. März 2010, 27. Januar 2011, 
25. Januar 2012, 11. Juli 2012 und 7. Januar 2013 (AB 22, 41, 49, 61, 82 
und 91) nichts zu ändern. Sie enthalten - wie die RAD-Psychiaterin med. 
pract. K.________ zutreffend ausgeführt hat (AB 93 S. 2) - keine Befunde 
resp. wichtigen Aspekte, welche im Rahmen der Begutachtung durch Dr. 
med. D.________ unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Hinsicht-
lich der divergierenden Diagnosen wurde hiervor bereits ausgeführt, wes-
halb die entsprechenden Berichte keinen Anlass geben, die Angaben im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 19

Gutachten von Dr. med. D.________ ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Eben-
so wenig vermag die vom behandelnden Psychiater abweichende Arbeits-
fähigkeitseinschätzung (betreffend die Zeit ab der Begutachtung) den Be-
weiswert des Gutachtens zu schmälern oder Anlass zu weiteren Abklärun-
gen zu geben. Abgesehen davon, dass das Gericht der Erfahrungstatsache 
Rechnung tragen darf und soll, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hin-
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353), 
lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein medizi-
nisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen, 
wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen; Gründe, welche dies ausnahmsweise aufdrängen, liegen hier nicht vor 
(vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Zudem hat die Gutachterin in den 
ergänzenden Stellungnahmen vom 5. Juli 2011 (AB 54) und 4. Mai 2012 
(AB 76) ausführlich sowie schlüssig dargelegt, dass die Persönlichkeitss-
törung bereits seit längerer Zeit bestehe und die Beschwerdeführerin nicht 
daran gehindert habe, eine Ausbildung zu absolvieren und anschliessend 
vollzeitlich bei N.________ zu arbeiten. Die Gutachterin hat zudem auf die 
mangelnde Motivation der Beschwerdeführerin zur Aufnahme einer vollzeit-
lichen Tätigkeit bzw. auf die invaliditätsfremden psychosozialen Faktoren 
(Betreuung des autistischen Sohnes, Aufenthalt beim Partner) hingewiesen 
(AB 54 und AB 76 S. 7).

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin bzw. die erneuten Klinikaufenthalte 
im Frühjahr 2012 (Klinik H.________: vom 18. Januar bis 12. Februar 2012 
[AB 70 S. 1]; Klinik J.________: vom 29. Februar bis 10. Mai 2012 [AB 82 
S. 3]) vermögen an diesem Ergebnis ebenfalls nichts zu ändern. Die Gut-
achterin hat einlässlich und nachvollziehbar begründet, dass das gutachter-
liche Zumutbarkeitsprofil auch nach dem stationären Aufenthalt in der Klinik 
H.________ Gültigkeit habe bzw. während der Hospitalisation eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (AB 76 S. 7). Diese Beur-
teilung hat die RAD-Psychiaterin im Bericht vom 30. Oktober 2012 (AB 85) 
bestätigt resp. dahingehend schlüssig ergänzt, dass während und zwischen 
den beiden Hospitalisationen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 20

den habe und nach dem Klinikaufenthalt im Mai 2012 - nach einer Einge-
wöhnungszeit von ein bis drei Monaten - wiederum eine vollständige Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestehe (AB 85 
S. 3). 

3.4 Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für die Zeit vor der 
Begutachtung sind folgende stationäre Klinikaufenthalte zu berücksichti-
gen: 

• 12. 09. 2007 bis 15. 10. 2007 (Klinik G.________; AB 22 S. 4);
• 24. 01. 2008 bis 12. 02. 2008 (Klinik G.________; AB 22 S. 4);
• 30. 06. 2008 bis 18. 10. 2008 (Klinik E.________; AB 16 S. 5);
• 07. 04. 2009 bis 12. 05. 2009 (Klinik E.________; AB 34 S. 2);
• 19. 05. 2009 bis 02. 06. 2009 (Klinik E.________; AB 34 S. 7);
• 03. 06. 2009 bis 28. 08. 2009 (Klinik J.________; AB 35 S. 2).

Gestützt darauf ist die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass die einjäh-
rige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) mit der 
erstmaligen Hospitalisation in der Klinik G.________ ab dem 12. Septem-
ber 2007 (AB 22 S. 4) eröffnet worden ist und die vollständige Arbeitsun-
fähigkeit in der Folge ununterbrochen angehalten hat (vgl. AB 56 S. 5 
Ziff. 3.8), nicht zu beanstanden. Hieran ändert nichts, dass gemäss Be-
scheinigung des ehemaligen Arbeitgebers der Beschwerdeführerin vom 
27. November 2008 (AB 23) in der Zeit vom 17. März bis 24. Juni 2008 
keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist (AB 23 S. 2). Aufgrund des Be-
richts von Dr. med. F.________ vom 20. November 2008 (AB 22) kann 
ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin 
zumindest nach dem Austritt aus der Klinik G.________ am 12. Februar 
2008 (AB 22 S. 4) bis zum Eintritt in die Klinik E.________ am 30. Juni 
2008 (AB 16 S. 5) den Anforderungen am Arbeitsplatz aus gesundheitli-
chen Gründen nicht mehr zu genügen vermochte (AB 22 S. 2). 

Weiter überzeugt, dass die Beschwerdeführerin nach dem Austritt aus der 
Klinik J.________ am 18. Oktober 2008 (AB 16 S. 5) bis zum Wiedereintritt 
am 7. April 2009 (AB 34 S. 2) maximal zu 30 % arbeitsfähig war (vgl. AB 56 
S. 6 Ziff. 3.9). Diese Einschätzung findet im Bericht von Dr. med. 
I.________ vom 6. Januar 2009 (AB 25 S. 2) ihren Rückhalt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 21

Sodann lässt sich nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die 
Zeit nach dem Austritt aus der Klinik J.________ am 28. August 2009 bis 
zur Untersuchung durch Dr. med. D.________ vom 4. Mai 2011 (AB 52.1 
S. 1) wiederum von einer Arbeitsunfähigkeit von 70 % ausgegangen ist 
(vgl. AB 56 S. 6 Ziff. 3.9). Diese Annahme lässt sich ohne weiteres in das 
von der Klinik J.________ im Bericht vom 28. August 2009 (AB 35) ge-
zeichnete Gesamtbild einfügen, wonach sich die Einschränkungen (ausge-
prägte Spannungszustände, deutliche Konzentrationsschwierigkeiten) 
durch eine Optimierung der medikamentösen Therapie sowie eine länger-
fristige ambulante Psychotherapie vermindern liessen (AB 35 S. 4 f.). 

Schliesslich lässt sich zumindest vertreten, dass die Beschwerdegegnerin 
für die Zeit der stationären Klinikaufenthalte jeweils eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit angenommen hat (vgl. AB 52.1 S. 21, AB 56 S. 4 Ziff. 3.3 
und AB 86 S. 3). 

3.5 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass bei der Be-
schwerdeführerin eine Persönlichkeitsstörung mit wechselndem Verlauf 
vorliegt. Dies hat zur Folge, dass im Normalfall eine grundsätzlich uneinge-
schränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowohl im Erwerbs- als auch im 
Haushaltbereich besteht, indessen wiederholt Verschlechterungen mit kon-
sekutiven längeren Hospitalisationen aufgetreten sind, während welchen 
Phasen die Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen erheblich ein-
geschränkt ist. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch zu Recht ein Wie-
deraufleben der Invalidität nach Aufhebung der Rente (vgl. E. 4.4 hiernach) 
gemäss Art. 29bis IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) im Zusammenhang mit dem 
erneuten Aufenthalt in der Klinik H.________ ab dem 18. Januar 2012 und 
der Hospitalisation in der Klinik J.________ bis 10. Mai 2012 anerkannt 
(vgl. AB 87 S. 3). 

Auszugehen ist demnach von folgenden Arbeitsunfähigkeiten (vgl. AB 56 
S. 5 f. Ziff. 3.8 f. und AB 86 S. 3): 

• 100 %: ab 12. 09. 2008 (bei Ablauf des Wartejahres); 
•   70 %: ab 19. 10. 2008 bis 06. 04. 2009; 
• 100 %: ab 07. 04. 2009 bis 28. 08. 2009;
•   70 %: ab 29. 08. 2009 bis 03. 05. 2011;
• 100 %: ab 18. 01. 2012 bis 10. 05. 2012.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 22

4.

4.1 Es steht zu Recht ausser Frage, dass die Beschwerdeführerin als 
Teilzeiterwerbstätige (Erwerbsbereich: 80 %; Haushaltbereich: 20 %) zu 
qualifizieren ist und damit die gemischte Invaliditätsbemessungsmethode 
zur Anwendung gelangt. Aufgrund der Akten besteht kein Anlass zu einer 
abweichenden Einschätzung. Dies wird im Übrigen von der Beschwerde-
führerin auch nicht bestritten. Unbestritten und aufgrund der Akten nicht zu 
beanstanden ist weiter der Abklärungsbericht Haushalt vom 22. November 
2011 (AB 56). Dieser erfüllt die von der Rechtsprechung gestellten Anfor-
derungen (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63), so dass auf diesen abgestellt wer-
den kann. Er basiert auf einer Erhebung vor Ort (30. Juni 2011) und hält in 
angemessener Ausführlichkeit die Aussagen der Beschwerdeführerin zu 
ihrer Tätigkeit im Haushalt, mit Einschluss der behinderungsbedingten Ein-
schränkungen, fest. Die daraus gezogene Schlussfolgerung, es liege im 
Aufgabenbereich als Hausfrau - bis zur Untersuchung durch Dr. med. 
D.________ im Mai 2011 und während der Hospitalisationen im Frühjahr 
2012 (AB 70 S. 1 und AB 82 S. 3) - eine Invalidität von 15 % bzw. gewich-
tet von 3 % vor (AB 56 S. 9), ist nicht zu beanstanden. 

4.2 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dabei ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hin-
reichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte 
gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Inva-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 23

liditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im 
Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, 
E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3 Gestützt auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom September 
2008 (AB 7) und i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenan-
spruchs frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendma-
chung) liegt der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im März 
2009 (zum frühesten Rentenbeginn bei Anmeldung im Jahre 2008: BGE 
138 V 475). Das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 24

- ausgehend von der ab September 2007 attestierten 100 %igen Arbeitsun-
fähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor) - im September 2008 erfüllt. Ein erster Ein-
kommensvergleich ist deshalb auf das Jahr 2009 hin vorzunehmen (BGE 
129 V 222). 

Da nachfolgend Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen sind, erübrigt sich eine Indexierung auf das 
jeweils massgebende Jahr. 

4.3.1 Für das Valideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin die LSE 
2008, Tabelle TA1, Total Frauen, Anforderungsniveau 4, herangezogen 
(vgl. AB 56 S. 5 f. Ziff. 3.8 f.). Die Beschwerdeführerin moniert diesbezüg-
lich einzig, dass das Valideneinkommen auf der Basis eines Einkommens 
als … festzusetzen sei (vgl. Beschwerde, S. 7). 

Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin nach Ab-
schluss der zweijährigen … im Jahr 1992 nie auf diesem Beruf gearbeitet 
hat (vgl. AB 7 S. 4 Ziff. 6.2, AB 13 S. 3, AB 56 S. 3 Ziff. 3.2). Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin bestehen keine Anhaltspunkte dafür, 
dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gung keine Stelle als … gefunden hat (vgl. Beschwerde, S. 7). So hielt die 
Gutachterin diesbezüglich fest, dass die Beschwerdeführerin „wegen ihrer 
schlechten Noten keine Stelle im Beruf“ gefunden habe (AB 52.1 S. 17). 
Daran ändert nichts, dass die Persönlichkeitsstörung seit der Adoleszenz 
besteht, hat diese doch die Beschwerdeführerin nicht daran gehindert, eine 
… zu absolvieren. 

In Anbetracht des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin nach Ab-
schluss ihrer Ausbildung Tätigkeiten ohne Berufskenntnisse ausgeübt hat 
(darunter auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der …; vgl. AB 23 S. 1 und 
Ab 56 S. 4 Ziff. 3.4), ist mit Blick auf das gutachterlich attestierte Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.3 hiervor) und darauf, dass sie keine Verweistätigkeit 
im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, beim Validen- wie auch beim 
Invalideneinkommen vom selben Tabellenlohn bzw. vom selben durch-
schnittlichen monatlichen Bruttolohn für Frauen bei einfachen und repetiti-
ven Tätigkeiten (privater Sektor, Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) 
auszugehen. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom sel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 25

ben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; 
diesfalls entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des BGer 
vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 7 mit Hinweis).

Da gemäss dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.3 hiervor) 
- nach einer Eingewöhnungszeit von ein bis drei Monaten - keine Leis-
tungsminderung besteht und keine weiteren Gründe, die zu einer Einkom-
menseinbusse führen könnten, ersichtlich sind (vgl. E. 4.2.2 hiervor), recht-
fertigt sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn. Ein 
Abzug rechtfertigt sich zudem bereits deshalb nicht, weil hier sowohl 
Validen- als auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE festzusetzen sind 
und invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen zu 
berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). 

4.3.2 Für die Zeit vom 19. Oktober 2008 bis 6. April 2009 und vom 
29. August 2009 bis 3. Mai 2011 besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % 
(vgl. E. 3.5 hiervor). Demnach könnte die Beschwerdeführerin bei einer 
zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 30 % noch 30 % des LSE-Tabellenlohnes 
erzielen, woraus sich bei einem Erwerbsanteil von 80 % im Validitätsfall 
(vgl. E. 4.1 hiervor) ein gewichteter IV-Grad von 50 % ergibt (80 % - 30 %).

Bei einer gewichteten Einschränkung von 50 % im Erwerbsbereich und 
einer solchen von 3 % im Haushaltsbereich (vgl. E. 4.1 hiervor) resultiert 
ein IV-Grad von insgesamt 53 %. 

4.3.3 Für die Zeit vom 7. April 2009 bis 28. August 2009 und vom 18. Ja-
nuar 2012 bis 10. Mai 2012 besteht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
(vgl. E. 3.5 hiervor) bzw. gewichtet 80 %. 

Bei einer gewichteten Einschränkung von 80 % im Erwerbsbereich und 
einer solchen von 3 % im Haushaltsbereich (vgl. E. 4.1 hiervor) resultiert 
ein IV-Grad von insgesamt 83 %. 

4.4 Ab dem 1. März 2009 (vgl. E. 4.3 hiervor) besteht Anspruch auf eine 
halbe Invalidenrente (vgl. E. 4.3.2 hiervor). Unter Beachtung von Art. 88a 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 26

Abs. 2 IVV führt die - als Revisionsgrund zu erachtende - Verschlechterung 
der Erwerbsfähigkeit (ab dem 7. April 2009; vgl. 4.3.3 hiervor) nach Ablauf 
von drei Monaten zur Erhöhung der Invalidenrente resp. zum Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Juli 2009. Unter Berücksichtigung von 
Art. 88a Abs. 1 IVV führt die - als Revisionsgrund zu erachtende - Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit (ab dem 29. August 2009; vgl. 4.3.2 hiervor) 
nach Ablauf von drei Monaten zur Herabsetzung der Invalidenrente resp. 
zum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2009, 
welche in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV bis 31. August 2011 befristet 
wird (als Revisionsgrund zu erachtende Verbesserung ab dem 3. Mai 2011; 
vgl. E. 3.3 hiervor). Unter Beachtung von Art. 88a Abs. 2 IVV führt die - als 
Revisionsgrund zu erachtende - Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (ab 
dem 18. Januar 2012; vgl. 4.3.3 hiervor) nach Ablauf von drei Monaten zum 
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab dem 1. April 2012, welche in 
Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV bis 31. August 2012 befristet wird (als 
Revisionsgrund zu erachtende Verbesserung ab dem 11. Mai 2012).

5.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. Die angefochtene 
Verfügung vom 26. Juli 2013 (AB 97) ist dahingehend abzuändern, als der 
Rentenbeginn auf den 1. März 2009 festzulegen ist resp. die Beschwerde-
führerin ab dem 1. März 2009 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. 

Mit Blick darauf, dass der Anspruch auf eine Rente frühestens im März 
2009 (statt wie verfügt im September 2008) entstehen konnte, sind die 
Voraussetzungen zur Vornahme einer Reformatio in peius nach Art. 61 lit. 
d ATSG erfüllt. Das angerufene Gericht hat die Beschwerdeführerin mit 
prozessleitender Verfügung vom 11. November 2013 auf die drohende 
Schlechterstellung und auf die Möglichkeit eines Beschwerderückzugs 
aufmerksam gemacht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 27

6.

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

Die Prozessarmut ist aufgrund der Akten ausgewiesen (Beschwerdebeila-
gen [BB] 2). Auch kann das Verfahren nicht als von vornherein aussichtslos 
bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit 
gutzuheissen.

6.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festgesetzt 
und der unterliegenden Beschwerdeführerin auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin 
- unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) - vor-
läufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 28

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 26. Juli 2013 wird dahingehend abgeändert, als der 
Rentenbeginn auf den 1. März 2009 festgelegt wird bzw. die Be-
schwerdeführerin ab dem 1. März 2009 Anspruch auf eine halbe Inva-
lidenrente hat. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO - jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2014, IV/13/782, Seite 29

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.