# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e11523ae-2686-5ea5-afa5-e671e52cc5c9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.09.2010 E-6786/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6786-2010_2010-09-27.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6786/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo,
Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic.

A_______, geboren [...],
unbekanntes Land,
[...], [...],
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. September 2010 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6786/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 1. Juli 2010 
B_______, Sudan, verliess, mit dem Auto  zirka am 10. Juli  2010 die 
Grenze  zu  Libyen  überquerte,  per  Boot  ungefähr  am  24.  Juli  2010 
Italien erreichte, wo er mit  dem Zug nach Mailand gelangte, und mit 
dem Auto am 25. Juli 2010 in die Schweiz einreiste, 

dass er am 26. Juli 2010 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
Kreuzlingen  um  Asyl  nachsuchte  und,  da  er  bei  der  Meldung  des 
Asylgesuchs  keine Ausweispapiere abgab, aufgefordert  wurde, innert 
48  Stunden  Ausweispapiere  nachzureichen,  verbunden  mit  der  An-
drohung,  im  Unterlassungsfall  werde  auf  das  Asylgesuch  nicht  ein-
getreten (vgl. A3/1; irrtümlich datiert auf den 26. August 2010),

dass der Beschwerdeführer im EVZ Kreuzlingen am 19. August 2010 
zur  Person  befragt  und  am  3. September 2010  in  Anwendung  von 
Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
durch das Bundesamt zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er sei eritreischer Staatsangehöriger aus C_______ und habe sich im 
Alter von fünf Jahren, nachdem sein Vater – als der Beschwerdeführer 
zwei Jahre alt gewesen sei – im Krieg getötet worden war, mit seiner 
Mutter in den Sudan begeben,

dass seine Mutter ihr Heimatland verlassen habe, weil sein Vater Mit-
glied der Opposition oder der Regierung gewesen sei, 

dass seine Mutter ihm – ohne einen Grund anzugeben – gesagt habe, 
falls er nach Eritrea zurückkehre, würde man ihn dort umbringen,

dass man ihm bei einer allfälligen Rückkehr nach Eritrea sicher vor-
werfen würde, er übe die selben Tätigkeiten wie sein Vater aus, 

dass in  jüngster  Zeit  alle  Eritreer,  welche keine Papiere  hätten,  von 
den sudanesischen Behörden nach Eritrea deportiert werden würden, 

dass er zwar nie irgendwelche Papiere besessen habe und wiederholt 
von den Behörden kontrolliert  worden sei,  er  sie  jedoch stets  durch 
Geldzahlungen korrumpiert habe, 

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dass aber  nicht  alle  Beamten  bestechlich  seien und  er  deshalb  be-
fürchte, nach Eritrea verbannt zu werden, 

dass  er  ferner  nicht  sein  Leben  lang  sein  gespartes  Geld  den  Be-
hörden geben wolle, 

dass  seine  Mutter  im  [...]  2010  nach  Eritrea  deportiert  worden  sei,  
worauf er aus Angst, auch nach Eritrea ausgeschafft zu werden, den 
Sudan verlassen habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 13. September 2010 – gleichentags 
eröffnet – gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung und den 
Vollzug  anordnete,  wobei  er  die  Schweiz  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass er behauptet habe, nie irgendwelche Ausweispapiere besessen 
zu haben und ohne Reisedokumente und ohne Kontrollen vom Sudan 
bis in die Schweiz gelangt zu sein,

dass diese Darlegung der Umstände realitätsfremd sei und somit nicht 
zu  überzeugen  vermöge,  zumal  der  Beschwerdeführer  auf  seiner 
Reise vom Sudan in die Schweiz mehrere Länder durchquert habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  darüber  hinaus seinen Reiseweg durch-
wegs ohne Substanz dargelegt habe und seine Unkenntnis in keiner 
Weise plausibel erscheine, 

dass  er  namentlich  weder  in  der  Lage  gewesen  sei,  Ortschaften 
seines Reisewegs im Sudan zu nennen, noch anzugeben, wo er die 
Grenze nach Libyen überquert habe, 

dass auch seine geltend gemachte eritreische Herkunft nicht glaubhaft  
erscheine und somit bereits aufgrund dieses Umstandes zwingend zu 
schliessen sei,  dass er nicht fähig sein werde, seine behauptete eri -
treische Staatsangehörigkeit mit tauglichen Ausweisen zu belegen, 

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dass er zwar geltend mache, er sei eritreischer Staatsangehöriger vom 
Stamm der  D_______, jedoch keinerlei  Kenntnisse bezüglich Eritrea 
habe  und  auch  nichts  über  seine  geltend  gemachte  Ethnie  zu  be-
richten wisse, 

dass er, obwohl er in C_______ geboren sei und fünf Jahre dort gelebt 
haben will, weder wisse, ob er in der Stadt oder in der Umgebung von 
C_______ gewohnt habe, noch zu welcher Provinz die Stadt gehöre, 

dass  der  Beschwerdeführer  auch  nichts  über  die  Laufbahn  seines 
Vaters in Eritrea berichten könne, 

dass er über die Beweggründe seiner Mutter, weshalb sie dazumal mit  
ihm Eritrea verlassen habe, weder konkrete noch konsistente Angaben 
habe machen können, 

dass  diese  Unkenntnis  über  wichtige  biographische  Gegebenheiten 
und Lebensbereiche in keiner Weise plausibel erscheine und die Er-
klärung, seine Mutter habe nicht mit ihm darüber sprechen wollen, als 
reine Schutzbehauptung zu werten sei,  

dass  seine  eritreische  Herkunft  nicht  glaubhaft  sei  und  somit  auch 
seine Vorbringen im Zusammenhang mit seiner allfälligen Deportation 
vom Sudan nach Eritrea jeglicher Grundlage entbehren würden, 

dass  bezeichnenderweise  seine  Ausführungen  hierzu  auch  aus-
nahmslos vage und zudem widersprüchlich seien, 

dass er  im EVZ ausgeführt  habe, seine Mutter  habe ihm gesagt,  er 
würde bei einer allfälligen Rückkehr nach Eritrea getötet werden, 

dass er aber den Grund hierfür nicht wisse, da ihm seine Mutter keine 
weiteren Informationen gegeben habe,

dass er anlässlich der Anhörung vor dem BFM ausgesagt habe, seine 
Mutter  habe  dazumal  Eritrea  verlassen,  weil  sein  Vater  Mitglied  der 
Opposition oder der Regierung gewesen sei, 

dass er an späterer Stelle in der Anhörung wiederum behauptet habe, 
sei  Vater sei  ein angesehenes Mitglied der Opposition in Eritrea ge-
wesen und man würde ihm bei einer allfälligen Rückkehr nach Eritrea 

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sicher  vorwerfen,  dass  er  die  gleichen  Aktivitäten  wie  sein  Vater 
ausübe, 

dass  das  BFM  zum Schluss  kam,  die  eritreische  Herkunft  des  Be-
schwerdeführers und seine Vorbringen seien als Konstrukt zu werten, 

dass  deshalb  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug sodann zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. September 2010 (Da-
tum des Poststempels: 20. September 2010) gegen diesen Entscheid 
beim  Bundesverwaltungsgericht Beschwerde  erhob  und  dabei  be-
antragte,  es  sei  der  angefochtene  Entscheid  vollumfänglich  aufzu-
heben und die Sache zur Prüfung des Asylgesuches (Eintreten) an die 
Vorinstanz zurückzuweisen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt -
lichen  Prozessführung  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses ersuchte,

dass auf  die Beschwerdebegründung,  soweit  entscheidwesentlich,  in 
den Erwägungen Bezug genommen wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten am  21. September 2010 vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf  die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht eingetreten ist, 

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft – sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of -
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-

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weisen  –  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugs-
hindernissen zu beurteilen sind (vgl. Entscheide des Schweizerischen 
Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2007/8, E. 2.1), 

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. BVGE 2007/8, E. 2.1),

dass  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt  (Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer in beiden Anhörungen  jeweils ausgesagt 
hat, er habe in seinem Leben weder einen Reisepass noch eine Identi-
tätskarte besessen,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung  der  Akten  als  zutreffend  zu  erachten  sind  und  zwecks 
Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe lediglich aus-
führt,  er  habe keine Papiere,  weil  er  bereits  als  Kind  Flüchtling  ge-
wesen sei und auch die Mutter keine gehabt habe, 

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dass er sodann lediglich seine frühere Aussage wiederholt, durch eine 
grosse Wüste gereist zu sein, weshalb genauere Angaben nicht mög-
lich seien, 

dass ergänzend festgehalten werden kann, dass der Beschwerdefüh-
rer auch keine genauen Reisekosten hat angeben können,

dass  sein  Aussageverhalten  vermuten  lässt,  dass  er  nicht  nur  be-
absichtigt,  die  wahren  Umstände  zu  seinem  Reiseweg  zu  verheim-
lichen,  sondern  auch  nicht  offenlegen  wollte,  mit  welchen  Reise-
papieren er in Wirklichkeit in die Schweiz eingereist sei, 

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass  – wie bereits erwähnt  – bei der Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft  und das 
offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  be-
urteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die Asylrelevanz 
beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8, E. 5.6.6),

dass als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, wenn sie 
in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen 
ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten 
sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen  ernst-
haften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen 
Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 

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sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Überprüfung  der  Akten  in  diesem Kontext  ergibt,  dass  die 
Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht als offen-
sichtlich  unglaubhaft  qualifizierte,  wobei  wiederum  auf  die  ent-
sprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass das Gericht die Einschätzung des BFM teilt, wonach die angeb-
liche eritreische Herkunft  des Beschwerdeführers nicht  glaubhaft  ge-
macht wurde, 

dass  namentlich  die  gänzliche  Unkenntnis  des  Beschwerdeführers 
über  biographische  Gegebenheiten  nicht  erklärbar  ist,  da  die  Dar-
stellung,  die Mutter  habe mit  ihrem Kind nie  über  all  diese Belange 
gesprochen, nicht überzeugt, 

dass sich aus den Ausführungen in der  Beschwerdeschrift  keine Er-
kenntnisse  ergeben,  die  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden 
Beurteilung führen könnten,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  darauf  beschränkt,  erneut  auszu-
führen, er wäre seines Vaters wegen in Eritrea gefährdet, 

dass unter diesen Umständen und angesichts der nachfolgenden Aus-
führungen zur Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs von zusätzlichen 
Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  3  Bst.  c  AsylG  abgesehen 
werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht  und mit  zutreffender  Begründung 
gestützt  auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerde-
führer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch 
auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR 142.311]; 
vgl. EMARK 2001, Nr. 21),

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dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis  nach 
den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 
Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  als  zu-
lässig erscheint, da es – wie vorgängig festgestellt – dem Beschwerde-
führer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art.  5 AsylG 
verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im 
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet  und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich 
sind, die ihm im Heimatland drohen könnte,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend festhielt, die 
behauptete eritreische Herkunft werde nicht glaubhaft gemacht, 

dass das BFM zu Recht auch davon ausging, die Untersuchungspflicht 
der Behörden zur Abklärung von Wegweisungshindernissen finde ihre 
Grenze bei der Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers, und es ob-
liege  nicht  den  Asylbehörden,  bei  fehlenden  substanziellen  glaub-
haften Hinweisen des Beschwerdeführers auf seine tatsächliche Her-
kunft nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, 

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dass  der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im Sudan ge-
lebt habe, wobei seine Angabe, als Eritreer dort eine Gefährdung be-
fürchten zu müssen, nicht glaubhaft wurde, 

dass bezüglich Sudan keine Hinweise auf eine drohende menschen-
rechtswidrige Behandlung dargetan sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in B_______ – wo der Beschwerde-
führer  wohnhaft  gewesen  sei  –  noch  individuelle  Gründe  auf  eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  religiös  getraut  sei  und  im  [Geschäft] 
seines Schwiegervaters gearbeitet habe, 

dass deshalb anzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer im Sudan 
noch immer über ein intaktes Beziehungsnetz verfügt,

dass  der  Beschwerdeführer,  soweit  aktenkundig,  an  keinen  schwer-
wiegenden gesundheitlichen Problemen leidet und der Wegweisungs-
vollzug auch in dieser Hinsicht zumutbar ist, 

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation  ge-
raten, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 

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rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  der  Antrag  auf  Verzicht auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses durch das vorliegende Urteil  gegenstandslos wird, weshalb 
darüber nicht mehr zu befinden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet einer allfälligen 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers,  abzuweisen  ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren  nach  dem  Gesagten  als  aussichtslos  zu  be-
zeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Natasa Stankovic

Versand: 

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