# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18622bf1-35bc-582c-8a5c-c4a4bb8c87c7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.01.2024 III 2023 143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-143_2024-01-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 143

Entscheid vom 25. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (vorsorglicher Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 26. Juli 2023 hat das kantonale Verkehrsamt gegenü-
ber A.________ (geb. ________) einen vorsorglichen Sicherungsentzug ange-
ordnet mit der Begründung, A.________ habe am 3. Juli 2023 auf der 
C.________ (Strasse) in D.________ einen Personenwagen unter dem Einfluss 
von Drogen (Cocain) und nach dem Konsum von Cannabis gelenkt. Dabei sei es 
gemäss Polizei zu einer Streifkollision gekommen. Die Wiedererteilung des Füh-
rerausweises wurde vom Ergebnis einer verkehrsmedizinischen Untersuchung 
bei einem Verkehrsmediziner SGRM (gemäss einer abgegebenen Liste) abhän-
gig gemacht. Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung wurde die auf-
schiebende Wirkung entzogen (Vi-act. 4). 

B. Gegen diesen vorsorglichen Sicherungsentzug lässt A.________ rechtzei-
tig am 23. August 2023 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den 
folgenden Rechtsbegehren:

In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung des Verkehrsamtes aufzuheben 
und es sei der Beschwerdeführerin der Führerausweis umgehend wieder aus-
zuhändigen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten des Staates.

Zudem lässt A.________ beantragen, es sei superprovisorisch, ev. vorsorglich 
für die Dauer des Beschwerdeverfahrens der Führerausweis der Beschwerdefüh-
rerin provisorisch zurückzugeben.

C. Mit Vernehmlassung vom 30. August 2023 beantragt das Verkehrsamt die 
Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese eingetreten werde, unter Kosten-
folgen zulasten der Beschwerdeführerin. 

D. Mit gerichtlicher Verfügung vom 6. September 2023 wird das Gesuch um 
Wiederherstellung der entzogenen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab-
gewiesen. Zudem wird die Vorinstanz aufgefordert, beim E.________ eine Stel-
lungnahme einzuholen.

Das E.________ erstattet am 14. September 2023 ein pharmakologisch-toxi-
kologisches Ergänzungsgutachten (Eingang beim Gericht am 18.9.2023). 

Am 2. Oktober 2023 lässt sich die Beschwerdeführerin vernehmen. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfü-
gen (Art. 14 Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] vom 19.12.1958). 
Über Fahreignung verfügt, wer nach Art. 14 Abs. 2 SVG: 

a. das Mindestalter erreicht hat; 
b. die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren 

Führen von Motorfahrzeugen hat; 
c. frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträch-

tigt; und 
d. nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die 

Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. 

Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die soge-
nannte Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissen-
schaftlichen Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) 
die körperlichen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug 
im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss grundsätz-
lich dauernd vorliegen (vgl. Urteil BGer 1C_79/2007 vom 6.9.2007 E. 3.1 mit 
Verweis auf die bundesrätliche Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung des 
Strassenverkehrsgesetzes, in deren Rahmen Art. 16d SVG erlassen wurde; BBl 
1999 S. 4462 ff., 4483 f.). 

1.2 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, 
dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr be-
stehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Dies ist unter anderem der Fall, wenn eine Person 
an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b 
SVG). Drogensucht wird nach der Rechtsprechung bejaht, wenn die Abhängig-
keit von der Droge derart ist, dass der Betroffene mehr als jede andere Person 
der Gefahr ausgesetzt ist, sich ans Steuer eines Fahrzeugs in einem - dauernden 
oder zeitweiligen - Zustand zu setzen, der das sichere Führen nicht mehr ge-
währleistet (vgl. Urteil BGer 1C_285/2018 vom 12.10.2018 E. 3.1 mit Verweis auf 
BGE 124 II 559 E. 2b mit Hinweisen). Im Interesse der Verkehrssicherheit setzt 
die Rechtsprechung den regelmässigen Konsum von Drogen der Drogenabhän-
gigkeit gleich, sofern dieser seiner Häufigkeit und Menge nach geeignet ist, die 
Fahreignung zu beeinträchtigen. Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen 
werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Drogenkonsum und 
Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr 
besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr 
teilnimmt (BGE 127 II 122 E. 3c).

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1.3 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung erlaubt an sich nicht jeder 
regelmässige Konsum von Drogen schon den Schluss auf eine fehlende Fahr-
eignung (vgl. zit. Urteil BGer 1C_285/2018 vom 12.10.2018 E. 3.1 mit Verweis 
auf BGE 128 II 335 Erw. 4b). Regelmässiger Drogenkonsum erweckt dann be-
rechtigte Zweifel an der Fahreignung, wenn zusätzliche Anzeichen bestehen, der 
Betroffene könnte nicht in der Lage sein, zuverlässig zwischen Drogenkonsum 
und Strassenverkehr zu trennen. Entsprechende Anhaltspunkte ergeben sich et-
wa aus dem Konsumverhalten der Betroffenen, ihrer Vorgeschichte - namentlich 
hinsichtlich einschlägigen Drogenmissbrauchs im Strassenverkehr - sowie ihrer 
Persönlichkeit (vgl. Urteil BGer 1C_384/2017 vom 7.3.2018 E. 2.1 mit Hinwei-
sen).

1.4.1 Wecken konkrete Anhaltspunkte ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des 
Betroffenen, ist eine verkehrsmedizinische Abklärung anzuordnen (Art. 15d Abs. 
1 SVG, Art. 28a Abs. 1 Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahr-
zeugen zum Strassenverkehr [Verkehrszulassungsverordnung, VZV, SR 741.51] 
vom 27.10.1976). 

1.4.2 Ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen namentlich 
bei Vorliegen einer der in der nicht abschliessenden Aufzählung von Beispielen 
in Art. 15d Abs. 1 lit. a-e SVG genannten Fälle, wozu namentlich das Fahren 
unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fällt (vgl. Art. 15d Abs. 1 lit. b 1. 
Satzteil SVG). Diesfalls ist grundsätzlich zwingend und ohne weitere 
Einzelfallprüfung eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen, selbst wenn die 
Zweifel im konkreten Fall noch nicht erhärtet oder nur abstrakter Natur sind (vgl. 
zit. Urteil BGer 1C_285/2018 vom 12.10.2018 E. 3.3 mit Verweis auf Jürg Bickel, 
in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N 15 zu Art. 15d SVG). 
Diese Tatbestände begründen mithin einen Anfangsverdacht fehlender 
Fahreignung, welcher zur Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung führt 
(Botschaft vom 20. Oktober 2010 zu Via sicura, Handlungsprogramm des 
Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr, BBI 2010 8447, Ziff. 1.3.2.6, 
8470).

1.4.3 Nach der Rechtsprechung hat die zuständige Behörde die erforderlichen 
Abklärungen im Hinblick auf einen allfälligen Sicherungsentzug des Führeraus-
weises ungeachtet der Beispiele in Art. 15d Abs. 1 lit. a bis e SVG zu treffen, 
wenn begründete Anzeichen vorliegen, dass bei einer Person die Fahreignung 
fehlen könnte. Insoweit sind stets hinreichend konkrete Anhaltspunkte erforder-
lich, die ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Betroffenen aufkommen las-
sen (Urteil BGer 1C_446/2012 vom 26.4.2013 E. 3.2). Der Anlass für die Ab-

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klärung der Fahreignung kann deshalb nach wie vor sehr vielfältig sein. Je grös-
ser die Zweifel objektiv sind bzw. sein müssten, desto kleiner ist der Ermessens-
spielraum der kantonalen Behörde. Es ist zudem weder erforderlich, dass einer 
der Abklärungsgründe nach Art. 15d Abs. 1 lit. a bis e SVG vorliegt noch braucht 
der Beweis eines Ausschlussgrundes vorzuliegen, ansonsten die Norm überflüs-
sig wäre und gegebenenfalls immer direkt gestützt auf Art. 16d SVG ein Siche-
rungsentzug angeordnet werden müsste (vgl. Philippe Weissenberger, Kommen-
tar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl., Zürich/St. Gal-
len 2015, N 6 zu Art. 15d SVG). 

1.5 Wird eine verkehrsmedizinische Abklärung angeordnet, ist der 
Führerausweis gemäss Art. 30 VZV im Prinzip vorsorglich zu entziehen (BGE 
127 II 122 E. 5; BGE 125 II 396 E. 3; Urteil BGer 1C_405/2022 vom 5.12.2022 E. 
5.2 m.w.H.). Von dieser Regel kann in begründeten Ausnahmefällen abgewichen 
werden (vgl. Urteil BGer 1C_405/2022 vom 5.12.2022 E. 5.2 m.w.H.). Aufgrund 
des grossen Gefährdungspotenzials, welches dem Führen eines Motorfahrzeugs 
eigen ist, genügen bereits Anhaltspunkte, welche die Fahrzeugführer und 
Fahrzeugführerinnen als besonderes Risiko für die anderen 
Verkehrsteilnehmenden erscheinen lassen und ernsthafte Zweifel an ihrer 
Fahreignung erwecken, für den vorsorglichen Entzug des Führerausweises. Der 
strikte Beweis für die Fahreignung ausschliessende Umstände ist dazu nicht 
erforderlich (BGE 125 II 492 E. 2b; Urteil BGer 1C_536/2018 vom 30.1.2019 E. 3 
m.H.). 

1.6 Während es beim Warnungsentzug um die Stichhaltigkeit einer strafrechtli-
chen Anklage geht, bezweckt der Sicherungsentzug die Fernhaltung eines Fahr-
zeugführers vom Strassenverkehr aus Gründen der Verkehrssicherheit, und dies 
unabhängig vom Verschulden. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung (Art. 32 
Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK) findet in Verfahren betreffend den Sicherungsent-
zug daher keine Anwendung (vgl. Urteile BGer 1C_308/2012 vom 3.10.2012 E. 
2.4 mit Verweis auf BGE 122 II 359 Erw. 2c; 1C_384/2011 vom 7.2.2012 E. 
2.3.2).

2. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet zum einen die 
Fragestellung, ob die Vorinstanz zu Recht eine verkehrsmedizinische Untersu-
chung bei einem Verkehrsmediziner SGRM zur Abklärung der Fahreignung an-
geordnet hat. Zum anderen ist zu prüfen, ob die Vorinstanz der Beschwerdefüh-
rerin zu Recht den Führerausweis für die Dauer der Abklärung vorsorglich entzo-
gen hat. 

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2.1 Die Vorinstanz begründete den vorsorglichen Sicherungsentzug des Füh-
rerausweises und die Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung im 
Wesentlichen damit, dass die Beschwerdeführerin am 3. Juli 2023 unter dem 
Einfluss von Cocain und nach dem Konsum von Cannabis einen Personenwagen 
gelenkt habe, wobei es zu einer Streifkollision gekommen sei.

2.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, es treffe nicht 
zu, dass sie unter Drogeneinfluss ihren Personenwagen gelenkt habe. Ein stras-
senverkehrstechnisch relevanter Konsum von Cannabis könne nicht nachgewie-
sen werden. Schon gar nicht lasse sich aus dem pharmakologisch-
toxikologischen Gutachten (Vi-act. 3) auf einen Konsum "vor dem Lenken des 
Personenwagens" schliessen. Hinweise auf eine Sucht liessen sich weder dem 
Gutachten noch dem Bericht zur Blutalkoholanalyse des E.________ vom 15. Ju-
li 2023 entnehmen. Auch gestützt auf das Ergänzungsgutachten vom 14. Sep-
tember 2023 (act. 11) lasse sich ein Konsum von Betäubungsmitteln (und von 
Alkohol) vor Antritt der Fahrt nicht feststellen. Von einer medizinischen Abklärung 
der Fahreignung sei deshalb abzusehen.

3.1 Nach der Aktenlage ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 3. Ju-
li 2023, ca. um 17:45 Uhr, in ihren Personenwagen einstieg, der auf einem Park-
feld an der C.________ (Strasse) in D.________ parkiert war. Als die Beschwer-
deführerin ihren Personenwagen rückwärts aus dem Parkfeld manövrierte, tou-
chierte sie mit dem Heck einen auf einem anderen Parkfeld abgestellten Perso-
nenwagen. An beiden Personenwagen entstand Sachschaden. In der Folge ver-
liess die Beschwerdeführerin mit ihrem Personenwagen die Unfallstelle und fuhr 
an ihren Wohnort in F.________, ohne sich um den entstandenen Schaden zu 
kümmern (vgl. Vi-act. 15). Unbestritten ist weiter, dass die Beschwerdeführerin 
von den zuständigen Polizeibeamten um 21:00 Uhr an ihrem Wohnort angetrof-
fen wurde und auf die Polizeibeamten einen offensichtlich fahrunfähigen Ein-
druck hinterliess (Vi-act. 2 S. 2). 

3.2 Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der polizeilichen Befragung vom 
3. Juli 2023 (Beginn um 21:00 Uhr) zur gleichentags um ca. 17:45 Uhr erfolgten 
Kollision lediglich angegeben, nach der Rückkehr nach Hause 1.5 Liter Bier ge-
trunken zu haben. Im Übrigen verweigerte sie sämtliche Aussagen, namentlich 
zur Einnahme von Alkohol oder Betäubungs- und Arzneimitteln und zur verur-
sachten Kollision (Vi-act. 2 S. 3 ff.). 

3.3 Gemäss dem eingeholten pharmakologisch-toxikologischen Gutachten des 
E.________ vom 24. Juli 2023 wurden für den Zeitpunkt der Blutentnahme um 
22:02 Uhr im peripheren Blut folgende Betäubungsmittel nachgewiesen: Cocain 

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mit einer Konzentration von 130 (91 - 169) µg/L sowie u.a. der Cocain-Metabolit 
Benzoylecgonin mit einer Konzentration von 750 µg/L; Tetrahydrocannabinol 
(THC) mit einer Konzentration von 2.0 (1.4 - 2.6) µg/L bzw. THC-Carbonsäure 
mit einer Konzentration von 22 µg/L. Zudem wurde gemäss Bericht des 
E.________ zur Blutalkoholanalyse vom 15. Juli 2023 eine Blutalkoholkonzentra-
tion von 1.00 Gewichtspromille (Mittelwert; Vertrauensbereich 0.95 - 1.05) nach-
gewiesen. Die Nachtrunkangaben der Beschwerdeführerin erwiesen sich gemäss 
Gutachten als geeignet, die festgestellte Alkoholisierung plausibel alleine zu er-
klären (vgl. Vi-act. 3).

3.4 Erst nach Vorliegen des pharmakologisch-toxikologischen Gutachtens vom 
24. Juli 2023, mit welchem die Einnahme von Cocain bewiesen wurde, gab die 
Beschwerdeführerin im Rahmen des rechtlichen Gehörs am 21. August 2023 den 
Cocainkonsum zu. Sie machte aber geltend, dieser Konsum sei erst nach dem 
Ereignis erfolgt (Vi-act. 7). 

3.5 Gemäss dem pharmakologisch-toxikologischen Ergänzungsgutachten des 
E.________ vom 14. September 2023 konnte ein genauer Zeitpunkt des letztma-
ligen Konsums von Cocain, namentlich ein Konsum vor Antritt der Fahrt, nicht 
angegeben werden. Ebenfalls konnte anhand der ermittelten Analyseergebnisse 
nicht beurteilt werden, ob ein einziger oder ein wiederholter Konsum von Cocain 
vorlag. Die Werte sprächen eher für einen intra-nasalen Konsum einer gassenüb-
lichen Dosis (grob abgeschätzt ca. 100 bis 200 mg), welche auch in Form mehre-
rer kleinerer Teil-Dosen konsumiert werden könne (act. 11 S. 2). Hinsichtlich des 
Cannabis-Konsums wurde erläutert, dass der genaue Zeitpunkt des Konsums 
nicht angegeben werden könne. Der eher niedrige Gehalt an THC und seiner 
Metaboliten spreche dafür, dass aktuell nur ein einmaliger, nicht ein wiederholter, 
Konsum stattgefunden habe. Der nachgewiesene Gehalt an THC und seiner Me-
taboliten spreche dafür, dass Cannabis geraucht (nicht oral konsumiert) und eher 
eine geringe Dosis von grob abgeschätzt ca. 10 bis 20 mg THC konsumiert wor-
den sei (act. 11 S. 2 f.). 

3.6 Hinsichtlich der Begleitumstände der Fahrt vom 3. Juli 2023 ist dem Polizei-
rapport vom 13. September 2023 zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 
gemäss den gesicherten Videodaten zur Kollision in ihren Personenwagen ein-
gestiegen sei und den Scheibenwischer betätigt habe, obwohl es keinen Nieder-
schlag gegeben habe. Danach sei die Beschwerdeführerin rückwärts gefahren 
und mit dem anderen Personenwagen kollidiert, wodurch die Beschwerdeführerin 
sichtbar erschüttert worden sei. Im Anschluss sei die Beschwerdeführerin einige 
Meter vorwärts gefahren, habe angehalten und nochmals zum anderen Perso-

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nenwagen zurückgeschaut und sei dann zügig davon gefahren. Schliesslich ha-
be die Beschwerdeführerin den Personenwagen auf ihrem Grundstück rund 1.5 
Meter in das Wiesland hineingestellt und somit nicht korrekt in der Einfahrt abge-
stellt (vgl. Vi-act. 15 S. 5). 

4.1 Gestützt auf die Ergebnisse der vom E.________ erstatteten Gutachten 
vom 24. Juli 2023 bzw. vom 14. September 2023 ist ein Konsum von Alkohol 
oder von Betäubungsmitteln vor Antritt der Fahrt vom 3. Juli 2023, ca. 17:45 Uhr, 
nicht nachgewiesen. Daran vermögen die vorinstanzlichen Ausführungen in der 
Vernehmlassung vom 30. August 2023 nichts zu ändern. Unbehelflich ist na-
mentlich die sinngemässe Argumentation, wonach in der Wohnung der Be-
schwerdeführerin keine Spuren von Cocain- oder Cannabiskonsum polizeilich 
festgestellt worden seien, weshalb der Konsum vor Antritt der Fahrt stattgefun-
den haben müsse. Dem Polizeirapport vom 13. September 2023 sowie dem Ein-
vernahmeprotokoll vom 3. Juli 2023 lässt sich entnehmen, dass die Beschwerde-
führerin vor ihrem Wohnhaus angetroffen wurde, sowie dass sie den Polizeibe-
amten drei Bierdosen aus der Altglassammlung vorzeigte (Vi-act. 15). Es liegen 
keine Hinweise vor, dass die Polizeibeamten den Wohnbereich der Beschwerde-
führerin betreten bzw. die Wohnung durchsucht hätten. Hierzu bestand auch kein 
Anlass, nachdem die Polizeibeamten bei der Beschwerdeführerin keinen Canna-
bisgeruch feststellten und deren Beeinträchtigungen mit dem eingestandenen Al-
koholkonsum in Verbindung brachten. Ferner lässt die Aussageverweigerung der 
Beschwerdeführerin anlässlich der polizeilichen Befragung vom 3. Juli 2023 ent-
gegen der vorinstanzlichen Auffassung nicht auf einen Betäubungsmittelkonsum 
vor Antritt der Fahrt schliessen. Indem die Beschwerdeführerin im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs einen Cocainkonsum zwischen dem Ende der Fahrt und dem 
Eintreffen der Polizei knapp drei Stunden später geltend machte, hat sie eine hin-
reichend plausible Erklärung für die festgestellte Konzentration von Cocain im 
Blut abgegeben, die nicht im Widerspruch zu ihrem ursprünglichen Aussagever-
halten steht. Ferner lassen sich auch die polizeilichen Beobachtungen zum Ver-
halten der Beschwerdeführerin (u.a. aufgeregte, unangemessen fröhliche Stim-
mung, gleichbleibendes Verhalten während der rund eine Stunde dauernden 
Amtshandlung; Vi-act. 2 S. 2) zwanglos mit einem Konsum erst nach dem Ende 
der Fahrt vereinbaren. Schliesslich ist den Ausführungen in der Stellungnahme 
der Beschwerdeführerin vom 2. Oktober 2023 insoweit im Ergebnis beizupflich-
ten, als auch die Feststellungen zu den Begleitumständen der Kollision noch 
nicht hinreichend klar für eine Fahrt in fahrunfähigem Zustand sprechen. Zwar ist 
der Beschwerdeführerin offenkundig ein Fehlverhalten vorzuwerfen, indem sie 
nach der Kollision nicht ausgestiegen ist, um sich zu vergewissern, dass kein 
Schaden entstanden ist. Dies allein genügt für die Annahme einer Fahrt in 

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fahrunfähigem Zustand indes noch nicht. Namentlich sind dem Polizeirapport 
keine Hinweise auf eine auffällige Fahrweise zu entnehmen. Die Betätigung des 
Scheibenwischers beim Anfahren (bei trockenem Wetter) mag als auffällig zu 
qualifizieren sein, stellt aber klarerweise noch kein Indiz für eine Beeinträchtigung 
der Fahrfähigkeit dar. Soweit der Beschwerdeführerin schliesslich vorgeworfen 
wird, ihr Fahrzeug nicht korrekt auf ihrem Grundstück abgestellt zu haben, er-
weist sich der Einwand, wonach auch das Wiesland zum Parkplatz dazugezählt 
werde (vgl. Stellungnahme vom 2.10.2023 S. 9) als nicht geradezu abwegig, zu-
mal dem Polizeirapport keine Ausführungen zur Beschaffenheit des Wieslandes, 
namentlich zu allfälligen Flurschäden, zu entnehmen sind.

4.2 Die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung setzt nicht 
zwingend voraus, dass die betroffene Person unter dem Einfluss von Betäu-
bungsmitteln gefahren ist oder solche im Fahrzeug mitgeführt hat. Es genügt 
dafür, dass hinreichende Anhaltspunkte die Fahreignung in Frage stellen. Ob 
dies zutrifft, hat die zuständige Behörde unter Berücksichtigung der Umstände 
des Einzelfalls nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden (vgl. Urteil BGer 
1C_458/2019 vom 25.3.2020 E. 2.1 m.H.). Da der Konsum von Cocain rasch zu 
einer ausgeprägten psychischen Abhängigkeit führt, kann eine gerichtsmedizini-
sche Begutachtung der Fahreignung bereits bei vereinzeltem bzw. gelegentli-
chem Cocainkonsum angezeigt sein, auch wenn daraus nicht zwingend auf eine 
Abhängigkeit geschlossen werden kann (BGE 120 Ib 305 E. 4c und d). Demge-
genüber stellt ein einmaliger nachgewiesener Cocain-Konsum ohne Zusammen-
hang mit dem Führen eines Motorfahrzeuges für sich allein noch keinen Hinweis 
auf das Vorliegen einer verkehrsrelevanten Drogensucht dar (Urteil BGer 
6A.72/2006 vom 7.2.2007 E. 3.2). 

4.3 Der einmalige Cocain-Konsum ist vorliegend unbestritten. Die Konzentrati-
on von Cocain im Blut lässt gemäss dem Ergänzungsgutachten des E.________ 
vom 14. September 2023 keinen Rückschluss auf einen wiederholten Cocain-
Konsum zu. Die Analysewerte sprechen für die Einnahme einer "gassenüblichen" 
Dosis, wobei diese in Form mehrerer kleinerer (Teil-)Dosen konsumiert worden 
sein könnte (vgl. act. 11). Die eher niedrige, im Blut gemessene Konzentration 
von THC und seinen Metaboliten (namentlich THC-Carbonsäure in Höhe von 22 
µg/L) spricht ebenfalls für einen nur einmaligen Konsum (vgl. act. 11). Gemäss 
dem Leitfaden Fahreignung der Expertengruppe Verkehrssicherheit (genehmigt 
durch die Mitgliederversammlung der Vereinigung der Strassenverkehrsämter 
[asa] am 27.11.2020) deutet ein THC-Carbonsäure-Gehalt (THC-COOH) im Voll-
blut von mindestens 40 µg/L auf einen mehr als gelegentlichen Konsum hin, wel-
cher Zweifel an der Fahreignung aufkommen lässt und somit eine Indikation für 

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eine verkehrsmedizinische Abklärung darstellen kann. Dieser Wert wurde vorlie-
gend klar nicht erreicht. Die Richtlinien des Leitfadens sind für die Verwaltungs- 
und Gerichtsbehörden nicht verbindlich. Sie geben aber Hinweise auf auffällige 
Verhaltensweisen im Verkehr, die im Hinblick auf die Fahreignungsprüfung dien-
lich sein können (Urteil BGer 6A.57/2001 vom 16.8.2001 E. 4a).

4.4 Ein weiteres Indiz für eine verkehrsmedizinische Abklärung stellt gemäss 
Leitfaden ein Mischkonsum von Cannabis mit anderen psychotropen Substan-
zen, z.B. Cocain, dar. Ein solcher Mischkonsum, verstanden als zeitnahe Kombi-
nation zweier psychotroper Substanzen zur Steigerung der Rauschwirkung, ist 
vorliegend im Einklang mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht be-
legt, nachdem eine hinreichend genaue Bestimmung des Zeitpunktes des Can-
nabiskonsums nicht möglich ist (vgl. act. 11). Hinzukommt, dass vorliegend der 
aktive THC-Metabolit Hydroxy-THC im Zeitpunkt der Blutentnahme unterhalb der 
Bestimmungsgrenze lag. Die fortbestehende Wirkung des THC im Zeitpunkt des 
Cocainkonsums ist somit nicht hinreichend belegt. Diesbezüglich ist anzufügen, 
dass der THC-Gehalt im Blut deutlich länger nachweisbar ist als eine die Leis-
tungsfähigkeit beeinträchtigende Wirkung von THC andauert (vgl. Schaffhauser / 
Liniger, Das Dogma der Drogen-Nulltoleranz, in: Schaffhauser [Hrsg.], Jahrbuch 
zum Strassenverkehrsrecht 2015, S. 220). 

4.5 Zusammenfassend ist vorliegend weder eine Fahrt unter Betäubungsmitte-
leinfluss noch ein wiederholter Konsum von Cannabis oder von Cocain noch ein 
wirkungsrelevanter Mischkonsum dieser Substanzen belegt. Auch die Feststel-
lungen der Polizeibeamten anlässlich der Sachverhaltsermittlung zur Kollision 
vom 3. Juli 2023 ergaben keine Hinweise auf eine Unfähigkeit der Beschwerde-
führerin, Drogenkonsum und die Teilnahme am Strassenverkehr zu trennen. An-
zumerken ist, dass der einzige Massnahmeregistereintrag der Beschwerdeführe-
rin vom 23. Januar 2019 keinen Bezug zum Konsum von Alkohol oder Betäu-
bungsmitteln aufweist. Der automobilistische Leumund bietet folglich ebenfalls 
keinen Anhaltspunkt für eine Fahreignungsabklärung.

4.6 Die Beschwerde erweist sich somit als begründet, weshalb die vorinstanzli-
che Verfügung ersatzlos aufzuheben ist. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, 
wie es sich mit der gerügten Verletzung der Begründungspflicht verhält (vgl. Be-
schwerde Ziff. 23). 

5.1 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Verfahrenskosten 
zulasten des Staates. Anzumerken ist, dass die nach Eingang des E.________-
Gutachtens vom 24. Juli 2023 getätigten Ausführungen der Beschwerdeführerin 
zu ihrem Cocainkonsum eine Rückfrage beim Gutachtensinstitut erforderlich 

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machten. Diese Abklärungen wären grundsätzlich durch die Vorinstanz vorzu-
nehmen gewesen, weshalb die angefallenen Kosten für die Erstattung des Er-
gänzungsgutachtens durch die Vorinstanz zu tragen sind.

5.2 Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung zu Lasten des Kan-
tons zugesprochen. Die Entschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher in § 2 die Bemessungskriteri-
en (Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang und die Art der 
Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand) vorsieht sowie in § 14 die 
Honorarbandbreite für die Vertretung vor Verwaltungsgericht mit Fr. 300.-- bis Fr. 
8‘400.-- umschreibt (§ 14 GebTRA). Im Lichte dieser Grundsätze wird die Partei-
entschädigung ermessensweise auf Fr. 1'800.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Die ange-
fochtene Verfügung vom 26. Juli 2023 wird ersatzlos aufgehoben. Die Vor-
instanz hat der Beschwerdeführerin den Führerausweis umgehend wieder 
auszuhändigen.

2. Die Verfahrenskosten gehen zulasten des Staates. Der von der Beschwer-
deführerin bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 900.-- wird ihrer Rechtsvertre-
terin aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten des Kantons Schwyz eine Partei-
entschädigung von Fr. 1'800.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen, ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 25. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Januar 2024