# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 340aa084-5cc0-5d1f-8ce2-3d23df5c5406
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.09.2009 D-5380/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5380-2009_2009-09-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5380/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5380/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  eigenen Angaben zufolge Nigeria  am 3. 
März 2009 verliess, über Niger nach Libyen reiste, von dort aus in ei-
ner  zirka  zweiwöchigen  Bootsfahrt  nach  Sizilien  gelangte,  die 
Weiterreise  über  einen  ihm  unbekannten  sizilianischen  Bahnhof  per 
Zug  antrat  und schliesslich  am 25. März 2009 illegal  in  die  Schweiz 
einreiste,  wo  er  gleichentags  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) B._______ um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ B._______ vom 3. April 
2009 sowie der direkten Bundesanhörung vom 18. Juni 2009 im EVZ 
C._______  zur  Begründung  des Asylgesuches im  Wesentlichen gel-
tend machte, er sei in D._______ [...] geboren und dort aufgewachsen,

dass seine Mutter im Jahr 1999 verstorben sei und er mit seinem Vater 
und seiner um zwei Jahre älteren Schwester anschliessend nach wie 
vor in D._______weitergelebt habe,

dass der Beschwerdeführer nach Beendigung seiner Schulzeit auf sei-
ner eigenen Palmenplantage im Heimatdorf  gearbeitet  habe und zu-
dem seit  dem Jahr 2005 nebenberuflich als Schneider in E._______ 
tätig gewesen sei,

dass weil der Beschwerdeführer mehr Land für seine Plantage gefor-
dert  habe, er anlässlich der traditionellen Familienzusammenkunft an 
Weihnachten 2008 im F._______ mit  seinem Onkel väterlicherseits – 
der diese Forderung zurückgewiesen habe – in Streit geraten sei,

dass die Tochter dieses Onkels in der ersten Augustwoche 2008 von 
Räubern erschossen worden sei,

dass der Onkel nun den Beschwerdeführer dieses Mordes bezichtigt 
habe, weil er ihm in der Wut gedroht habe, ihn umzubringen,

dass  eine  zweite  Familienzusammenkunft  nicht  die  angestrebte  Ver-
söhnung gebracht  habe  und der  Beschwerdeführer  nach  E._______ 
zurückgekehrt sei,

dass  er  dort  im Februar  2009  eine  Vorladung  vom Gericht  erhalten 
habe, da ihn sein Onkel angezeigt habe,

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dass  der  Beschwerdeführer  einen  Anwalt  aufgesucht  habe,  der  ihm 
geraten habe, sich mit dem Onkel auszusöhnen,

dass der Dorfvorsteher geltend gemacht habe, er stehe nicht in einem 
guten Verhältnis zu diesem Onkel und wolle mit diesem nichts zu tun 
haben,  er  dabei  auf  den  Einfluss  des  Onkels  bei  der  Regierung  in 
G._______ verwiesen habe, wo dieser einen bedeutenden Posten bei 
der Regierung bekleide,

dass die Frau des Onkels als Sekretärin im Finanz- oder Arbeitsminis-
terium arbeite,

dass der Onkel auch Einfluss bei den im Solde der Regierung stehen-
den H._______ (der Geheimpolizei in Nigeria) habe, mit deren Hilfe er 
den Beschwerdeführer liquidieren lassen könne,

dass der Beschwerdeführer sich deshalb entschlossen habe, das Land 
zu verlassen und am 3. März 2009 ausgereist sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  20.  August  2009  –  eröffnet  am 
24. August  2009 –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  angegeben habe,  in  seinem Heimatland 
keine Papiere besessen zu haben,

dass wenn er sich habe ausweisen müssen, die Behörden sich mit der 
Angabe des Namens und der Adresse begnügt hätten,

dass diese Angabe angesichts der Empfehlung der nigerianischen Be-
hörden – eine grundsätzliche Verpflichtung bestehe nicht – sich kos-
tenlos für eine Identitätskarte zu registrieren, zumindest in Zweifel zu 
ziehen sei,

dass indessen die Aussage des Beschwerdeführers – auf der Reise in 
die Schweiz nirgends kontrolliert worden zu sein – nicht glaubhaft sei,

dass in Berücksichtigung der Tatsache, dass alle Schengen-Vertrags-
staaten gemäss dem europäischen Schengener-Abkommen verpflich-
tet  seien,  den  strengen  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit  Visa- 

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und  Passkontrollen  Nachachtung  zu  verschaffen,  die  Ausführungen 
des Beschwerdeführers zu den Kontrollen auf seiner Reise nach Euro-
pa realitätsfremd seien,

dass  bezeichnenderweise  auch  die  Schilderung  der  Reise  in  die 
Schweiz in wesentlichen Punkten detailarm und nicht glaubhaft ausfal-
le,

dass den Beschwerdeführer gemäss Angabe die Motorprobleme des 
Bootes nicht interessiert  hätten, weil  ihm kalt gewesen sei (vgl. A17, 
S. 3),

dass er zudem vom Bahnhof eines Ortes namens Sizilien seine Reise 
per Zug fortgesetzt haben wolle (vgl. A17, S. 3 f.),

dass nebst dem Umstand, dass er in der Lage hätte sein müssen, die-
sen Bahnhof zu benennen, die geltend gemachte Bahnfahrt auch des-
wegen zu bezweifeln sei,  weil  Bahnreisen auf  Sizilien  bekannterma-
ssen nicht nur erheblich zeitaufwendiger, sondern auch teurer als Rei-
sen mit dem Bus seien,

dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer müsse zumindest 
zum Teil anders als  in  der geschilderten Art  und mit  einem gültigen 
Reisepapier ausgestattet nach Europa gelangt sein,

dass er das Reisepapier den Asylbehörden absichtlich vorenthalte, um 
seine Identität  nicht offen legen zu müssen und eine Rückführung in 
den Heimatstaat zu verhindern oder mindestens zu erschweren,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-
schwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  Reise-  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer die einflussreiche Stellung seines Onkels 
erst  anlässlich  der  direkten  Bundesanhörung  zur  Sprache  gebracht 
habe,  ohne dazu jedoch  Substanzielles  sagen  zu können (vgl. A17, 
S. 6),

dass der Onkel den Beschwerdeführer angeblich mit einer Anzeige zu 
einem Mord belastet habe, zu dem behördlicherseits die Ermittlungen 
bereits abgeschlossen gewesen seien,  mit  dem Resultat,  die Tötung 

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der Tochter des Onkels sei von Räubern ausgeführt worden (vgl. A17, 
S. 7),

dass der Beschwerdeführer nicht plausibel erklären könne, weshalb er 
trotz dieses Ergebnisses eine Vorladung erhalten und weshalb er die 
Sachlage nicht beim Gericht geklärt habe,

dass die Widersprüche in den Vorbringen des Beschwerdeführers die 
Erkenntnis erhärtet hätten, es handle sich dabei um ein Konstrukt,

dass er anfänglich vorgegeben habe, nicht zu wissen, in welchem Mi-
nisterium seine Tante tätig gewesen sei, auf Vorhalt dann jedoch ange-
geben habe, er denke, sie arbeite für den Finanz- oder für den Arbeits-
minister (vgl. A1, S. 5 f.),

dass aufgrund des Streits mit seinem Onkel wegen der Landforderung 
ihn dieser beschuldigt habe, seine Tochter umgebracht zu haben (vgl. 
A1, S. 5),

dass der Beschwerdeführer andererseits dargelegt habe, er habe aus 
Wut über das ihm verweigerte Land seinem Onkel gedroht, ihn umzu-
bringen (vgl. A17, S. 5),

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass somit  gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asylgesuch 
nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 26. August 2009 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei  beantragte,  die  Verfügung des BFM vom 
20. August 2009 sei aufzuheben und es sei ihm in der Folge Asyl zu 
gewähren, eventualiter sei die Verfügung des BFM aufzuheben und es 
sei  die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 
subeventualiter sei festzustellen, dass die Wegweisung unzulässig und 
unzumutbar sei und es sei ihm in der Folge die vorläufige Aufnahme 
zu gewähren,

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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragte, es sei die 
unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses sei zu verzichten,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – mit Ausnahme des Antrags auf Gewährung von Asyl (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) – einzutreten ist (Art. 
108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-

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stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen innert  48  Stunden 
und im Übrigen bis zum heutigen Zeitpunkt keine Identitätsdokumente 
eingereicht hat,

dass das BFM angesichts der ausweichenden und nicht überzeugen-
den Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem Reiseweg und zur 
Möglichkeit der Papierbeschaffung sowie der Unglaubhaftigkeit seiner 
Asylvorbringen zu Recht erwogen hat, es lägen keine entschuldbaren 
Gründe für die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätsdokumenten vor,

dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht,

dass das Bundesamt überdies zutreffend begründet,  weshalb an der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers zu zweifeln ist,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

dass die unsubstanziierten Beschwerdevorbringen insgesamt nicht ge-
eignet sind, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungs-
weise zu führen, zumal nicht rechtsgenüglich dargetan wird, inwiefern 
die vorinstanzlichen Erwägungen unzutreffend sein sollen,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung sowie den Akten zufolge gesund ist, 
in Nigeria eine eigene Palmenplantage betrieb und als Schneider ar-
beitete,  somit  auf  ein  familiäres  und  soziales  Beziehungsnetz  in 
Nigeria zurückgreifen kann und deshalb nicht davon auszugehen ist, er 
würde  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Notlage 
geraten,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie auch das sinngemässe Ersuchen um 
eine Rechtsverbeiständung nach Art. 65 Abs. 2 VwVG abzulehnen ist, 
da sich die Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen,  soweit  auf  diese eingetreten wird 
und sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier, in Kopie)
- (die zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Daniel Stadelmann

Versand:

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