# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5222d5f7-95e2-50e9-a7dd-64c9c95b1eff
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.11.2021 S 2021 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-9_2021-11-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 16. November 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2021 9

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Urteil S 2021 9

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1986, meldete sich am 5. März 2020 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Zug (im Folgenden: RAV) an (AWA-act. 21). Mit 
Verfügung vom 15. Dezember 2020 stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons 
Zug (im Folgenden: AWA) den Versicherten für sieben Tage in der 
Anspruchsberechtigung ein, da er für den Monat Oktober 2020 innerhalb der Frist keine 
Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe (AWA-act. 8). Gegen diese Verfügung erhob der 
Versicherte am 17. Dezember 2020 – unter Beilage des Nachweises der persönlichen 
Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode Oktober 2020 – Einsprache (AWA-act. 7a). 
Diese wurde vom AWA mit Einspracheentscheid vom 19. Januar 2021 insofern teilweise 
gutgeheissen, als dass die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf fünf Tage 
reduziert wurde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, dass der Versicherte 
nicht überprüft habe, ob die rechtzeitige Übermittlung der Arbeitsbemühungen 
gewährleistet gewesen sei (AWA-act. 2).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. Januar 2021 beantragte A.________ 
(im Folgenden: Beschwerdeführer) sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids 
vom 19. Januar 2021 und die Aufhebung der Einstellung in der Anspruchsberechtigung. 
Zur Begründung machte er geltend, es handle sich bei der verspäteten Einreichung des 
Nachweises der persönlichen Arbeitsbemühungen um ein Versehen.

C. Mit Vernehmlassung vom 17. Februar 2021 beantragte das AWA (im Folgenden 
auch: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. Auf weitere Ausführungen 
wurde verzichtet und auf die Ausführungen im Einspracheentscheid verwiesen (act. 3).

D. In der Eingabe vom 15. Februar 2021 hält der Beschwerdeführer an seinem 
Antrag fest und führt insbesondere eine Kombination an Faktoren auf, die zum 
Missverständnis der verspäteten Einreichung des Nachweises geführt hätten (act. 5).

E. Mit Schreiben vom 18. Februar 2021 stellte das Verwaltungsgericht dem 
Beschwerdegegner die Eingabe zur Kenntnisnahme zu (act. 6). In der Folge haben die 
Parteien keine weiteren Stellungnahmen eingereicht.

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Urteil S 2021 9

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen 
Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig, an dem die versicherte Person die 
Kontrollpflicht erfüllt (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 
Abs. 2 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Das 
Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet 
der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Der Beschwerdeführer erfüllte seine Kontrollpflicht im Kanton Zug. Demnach 
ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
19. Januar 2021 wurde tags darauf der Post übergeben und gilt somit im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 ATSG – 30-tägige Frist – als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist 
durch die Einstellung in der Anspruchsberechtigung direkt betroffen und somit zur 
Beschwerde legitimiert. Letztere entspricht schliesslich den wenigen an eine 
Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht ab 1. November 2020 
für die Dauer von fünf Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.

3.
3.1 Artikel 8 Abs. 1 lit. g AVIG statuiert als eine der Anspruchsvoraussetzungen für 
den Bezug von Arbeitslosenentschädigung, dass die versicherte Person die 
Kontrollvorschriften gemäss Art. 17 AVIG erfüllt.

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3.2 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss mit 
Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Sie muss ihre Bemühungen, eine neue 
Stelle zu finden, nachweisen können und trägt die Beweislast dafür, dass sie alles ihr 
Zumutbare unternommen hat (vgl. Art. 17 Abs. 1 AVIG). Diese Bestimmung hält den im 
Sozialversicherungsrecht verankerten Grundsatz der Schadenminderungspflicht fest, nach 
welchem eine versicherte Person alles ihr Zumutbare vorzukehren hat, um den Eintritt des 
Versicherungsfalles zu verhüten bzw. den Schaden zu mindern (vgl. Gerhard Gerhards, 
Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bd. I [Art. 1–58], 1987, Art. 17 
N 6 ff. mit zahlreichen Hinweisen).

3.3 Verletzt die versicherte Person ihre Schadenminderungspflicht, so ist dies im 
Regelfalle mit einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 Abs. 1 AVIG zu 
ahnden. Mit der Einstellungsregelung soll eine missbräuchliche Inanspruchnahme der 
Arbeitslosenversicherung verhindert werden. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung hat nicht den Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, 
sondern denjenigen einer verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, der Gefahr 
missbräuchlicher Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu begegnen. Ein 
weiterer Zweck der Einstellung ist die angemessene Mitbeteiligung der versicherten 
Person am Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der 
Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. Barbara Kupfer 
Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
Insolvenzentschädigung, 4. Aufl. 2013, Art. 30 S. 159 f. mit Hinweisen).

3.4 Nach Art. 26 Abs. 1 AVIV muss sich eine versicherte Person gezielt um Arbeit 
bemühen, in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung. Sie muss den Nachweis 
der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tage des folgen-
den Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen. Mittels Abgabe 
des Formulars "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" wird die versicherte 
Person darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeitsbemühungen nicht berücksichtigt 
werden können, wenn sie die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund 
geltend macht (Art. 26 Abs. 2 AVIV). Von der Setzung einer Nachfrist wird – ausser bei 
objektiver Verhinderung – abgesehen (AVIG-Praxis ALE B324a). In diesem 
Zusammenhang gilt es zu beachten, dass Versicherte, die ihrer Pflicht zum Beleg der 
Arbeitsbemühungen per E-Mail nachleben wollen, einer erhöhten Sorgfaltspflicht 

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unterliegen. Wollen Versicherte ihrer Pflicht zum Nachweis der Arbeitsbemühungen per E-
Mail nachkommen, haben diese zu überprüfen, ob der Adressat ihre E-Mail erhalten hat. 
Dies kann dadurch erfolgen, dass die versicherte Person eine Empfangs- resp. 
Lesebestätigung für versandte E-Mails einrichtet oder aber ausdrücklich um eine 
Rückbestätigung ersucht (vgl. VGer ZG S 2020 53 vom 27. August 2020 E. 3.5; VGer ZG 
S 2012 128 vom 25. Oktober 2012 E. 4.2.3).

4. Vorliegend steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner den 
Nachweis für die Arbeitsbemühungen im Oktober 2020 erst am 17. Dezember 2020 mit 
der Einsprache gegen die Verfügung vom 15. Dezember 2020 erhielt (vgl. AWA-act. 7a–
c). Die Arbeitsbemühungen für den Oktober 2020 wurden somit verspätet eingereicht, 
hätte der Beschwerdeführer diese doch bis Donnerstag, 5. November 2020, bei der 
zuständigen Amtsstelle einreichen müssen. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer seinen 
Kontrollpflichten stets nachgekommen.

4.1 Der Beschwerdeführer erklärt das Missverständnis folgendermassen: Der 
Beschwerdegegner hätte ihn anlässlich des Telefongesprächs am 26. Oktober 2020 
gebeten, ihm zusätzlich zu den Arbeitsbemühungen für den Oktober 2020 noch zwei 
weitere Anhänge betreffend Arbeitsbemühungen für August und September 2020 
zuzuschicken (vgl. Bf-act. 1). Er habe die Arbeitsbemühungen sodann fristgerecht am 
2. November 2020 dem Beschwerdegegner zustellen wollen. In der Folge habe er die 
Nachricht archiviert und die weiteren Nachrichten des Beschwerdegegners seien sodann 
automatisch ebenfalls in diesen Archivierungsordner eingegangen. Mitinbegriffen sei die 
Anzeige der Systemmeldung gewesen, gemäss derer die relevante E-Mail vom 
2. November 2020 wegen einer zu grossen Datenmenge nicht angekommen sei. Deshalb 
habe er sie nicht gesehen (act. 1 und 5). Zudem weist der Beschwerdeführer wiederholt 
auf seine mangelhaften Deutschkenntnisse hin und dass ihm die Kommunikation in 
Deutsch schwerfalle. Des Weiteren macht er geltend, dass B.________, Mitarbeiterin bei 
der C.________ AG, die ihm im administrativen Bereich behilflich sei, die Nachricht vom 
2. November 2020 erhalten habe (vgl. Bf-act. 9).

Demgegenüber macht der Beschwerdegegner geltend, dass es nicht genüge, zu 
Beweiszwecken die Versandbestätigung des E-Mail-Kontos einzureichen. Wenn schon 
bedürfe es einer entsprechenden Bestätigung des Providers. Der Beschwerdeführer habe 
im Speziellen anlässlich des Beratungsgesprächs vom 23. Dezember 2020 gegenüber 
seiner RAV-Beraterin selbst zugegeben, eine Systemmeldung erhalten zu haben, gemäss 

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welcher die relevante E-Mail vom 2. November 2020 wegen einer zu grossen Datenmenge 
nicht angekommen sei. Auch wenn er ab dem 4. November 2020 bis 1. Dezember 2020 
den 10-tägigen Online-Kurs "Strategy Seminar for your future career management" 
absolviert habe, wäre er direkt nach Erhalt der Systemmeldung gehalten gewesen, die 
Arbeitsbemühungen für den Monat Oktober 2020 noch einmal einzureichen. So hätte ihm 
klar bewusst sein müssen, dass der Nachweis beim RAV nicht angekommen sei und er 
bei einer unterlassenen nochmaligen Einreichung eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung riskiere. Das zusammen mit der Einsprache vom 17. Dezember 
2020 nachgereichte Nachweisblatt der Arbeitsbemühungen für Oktober 2020 könne nicht 
berücksichtigt werden, da dieses weit nach dem 5. November 2020 eingereicht worden 
sei. Zudem sei der rechtzeitige Nachweis nicht eine Nebensächlichkeit, weshalb nicht – 
gewissermassen für ein einziges Mal – von der Pflicht des rechtzeitigen Nachweises der 
Arbeitsbemühungen abgesehen werden könne, auch dann nicht, wenn er bisher die 
Nachweise rechtzeitig und tadellos beigebracht habe. Inwiefern er aus dem telefonischen 
Beratungsgespräch vom 26. Oktober 2020, zumal dieses vor der möglichen Einreichung 
der Arbeitsbemühungen für den Monat Oktober 2020 erfolgt sei, etwas zu seinen Gunsten 
herleiten wolle, sei nicht ersichtlich. Entschuldbare Gründe für die verspätete Einreichung 
lägen damit keine vor (AWA-act. 2 E. 4c).

4.2 Wie in Erwägung 3.4 ausgeführt, unterliegt der Beschwerdeführer bezüglich des 
Versands des Nachweises der Arbeitsbemühungen einer erhöhten Sorgfaltspflicht. Wie 
das AWA zu Recht darauf hinweist, liegt es am Beschwerdeführer, sicherzustellen, dass 
der Nachweis innert Frist dem RAV zugestellt wird.

4.3 Des Weiteren gilt der im Sozialversicherungsrecht herrschende Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Der Beschwerdeführer trägt die Beweislast für das 
Bestehen entschuldbarer Gründe für die Verspätung des Nachweises der 
Arbeitsbemühungen, will er doch daraus Rechte im Sinne eines Absehens von 
Einstellungstagen ableiten. In casu macht der Beschwerdeführer geltend, dass er die 
Arbeitsbemühungen für Oktober 2020 am 2. November 2020 verschickt hat. Diesbezüglich 
verweist er auf die Nachricht von B.________ vom 22. Dezember 2020. Diese ist so zu 
verstehen, dass B.________ die E-Mail des Beschwerdeführers mit den 
Arbeitsbemühungen für Oktober 2020 am 2. November 2020 als Kopie erhielt (Bf-act. 9). 
Es ist somit festzustellen, dass es überwiegend wahrscheinlich ist, dass der 
Beschwerdeführer seine Arbeitsbemühungen am 2. November 2020 beim RAV 
einzureichen versuchte. Hingegen liegen keine Belege für entschuldbare Gründe vor, die 

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den Beschwerdeführer daran gehindert hätten, seine erhöhte Sorgfaltspflicht 
wahrzunehmen, insbesondere zu überprüfen, ob der Adressat seine E-Mail erhalten hat.

Dabei kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn er geltend 
macht, dass die Systemmeldung einer zu grossen Datenmenge direkt in den 
Archivierungsordner eingegangen sei. Es wäre ihm oblegen, diesen Ordner – spätestens 
als er keine Empfangsbestätigungs-E-Mail erhielt – zu prüfen. Entsprechend ist das 
Vorliegen eines entschuldbaren Grundes zu verneinen.

4.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer den Nachweis seiner 
im Oktober 2020 getätigten Arbeitsbemühungen ohne entschuldbaren Grund nicht innert 
der Frist gemäss Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht hat. Das AWA hat den Beschwerdeführer 
somit zu Recht gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchsberechtigung 
eingestellt.

5. Zu prüfen bleibt noch, ob die im Einspracheentscheid vom 19. Januar 2021 
festgelegten Einstelltage angemessen sind.

5.1 Nach Art. 45 Abs. 3 AVIV i.V.m. Art. 30 Abs. 3 AVIG dauert die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung bei leichtem Verschulden 1 bis 15 Tage, bei mittelschwerem 
Verschulden 16 bis 30 Tage und bei schwerem Verschulden 31 bis 60 Tage. Wird der 
Versicherte innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug wiederholt in seiner 
Anspruchsberechtigung eingestellt, ist die Einstellungsdauer angemessen zu erhöhen 
(Art. 45 Abs. 5 AVIV). Die Bemessung der Einstellungsdauer richtet sich somit nach dem 
Verschulden unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der versicherten 
Person, wobei alle Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen sind. 
Verschuldensmindernde Umstände können unter anderem das Alter, familiäre Probleme, 
missliche finanzielle Verhältnisse, aber auch die begründete Hoffnung auf eine 
Neuanstellung sein (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 
1998, S. 167).

5.2
5.2.1 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das 
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 

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nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende 
Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der 
Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu 
gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1 und 133 V 257 E. 3.2 mit 
Hinweisen). Ein Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das Ermessen der 
Verwaltung rechtfertigt sich mithin nur dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben ist, 
d.h. wenn sich die Verwaltung von unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat 
leiten lassen oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot 
rechtsungleicher Behandlung, aber auch das Gebot von Treu und Glauben oder den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit weiteren 
Hinweisen; vgl. auch: EVG C 127/06 vom 14. September 2006 E. 4.2).

5.2.2 Für sämtliche Einstelltatbestände gilt, dass eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung bei jedem Verschulden, d.h. auch bei leichter Fahrlässigkeit 
(leichtes Verschulden), zu erfolgen hat (AVIG-Praxis ALE D2). Mit Bezug auf zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen findet ein Einstellraster zur Festsetzung der Anzahl der 
zu verfügenden Einstelltage Anwendung (Einstellraster für KAST/RAV, AVIG-Praxis ALE 
D33a und D79). Gemäss Ziffer 1.E des Einstellrasters werden erstmals zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen mit 5 bis 9 Einstelltagen und zweitmals zu spät 
eingereichte Bemühungen mit 10 bis 19 Einstelltagen sanktioniert. Mithin wird das 
Verschulden als im Sinne von Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV leicht bzw. leicht bis mittelschwer 
qualifiziert. Dieser Einstellraster entbindet die verfügende Stelle jedoch nicht per se von 
der Pflicht, das Verhalten der versicherten Person unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven 
Gegebenheiten, zu würdigen und eine dem Verschulden angemessene Sanktion 
festzusetzen (BGer 8C_285/2011 vom 22. August 2011 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

5.2.3 Das Bundesgericht hat in diesem Zusammenhang entschieden, dass eine 
erstmalige nur knapp (dort fünf Tage) verspätete Einreichung der Arbeitsbemühungen 
einer bis anhin sich tadellos verhaltenden Versicherten ein Abweichen vom Einstellraster 
rechtfertigt. Es wurde eine Reduktion von fünf auf einen Einstelltag vorgenommen (BGer 
8C_2/2012 vom 14. Juni 2012; vgl. dazu auch AVIG-Praxis ALE D33a). Auch das 
Verwaltungsgericht Zug nahm bei einer erstmaligen und nur minimen Verspätung (dort 
von 8 Stunden und 33 Minuten) des eingereichten Nachweises der Arbeitsbemühungen 
eine Reduktion der Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf nur einen Einstelltag vor 
(vgl. VGer ZG S 2016 100 vom 24. November 2016 E. 3.3).

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5.3
5.3.1 Im Lichte von Art. 45 Abs. 3 AVIV ist festzustellen, dass das AWA das 
Verschulden des Beschwerdeführers zu Recht als grundsätzlich leicht qualifiziert hat. Mit 
einer Einstellungsdauer von fünf Tagen wurde die Sanktion sodann im untersten 
möglichen Bereich des Einstellrasters gemäss AVIG-Praxis ALE angesetzt, sieht der 
genannte Raster für erstmals zu spät eingereichte Arbeitsbemühungen doch einen 
Rahmen von fünf bis neun Tagen vor (vgl. E. 5.2.2). Wie die nachfolgenden Ausführungen 
zeigen, hat das AWA dabei aber den konkreten Umständen des Einzelfalls zu wenig 
Rechnung getragen und das Verschulden des Beschwerdeführers nicht angemessen 
berücksichtigt.

5.3.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit seiner Anmeldung am 
5. März 2020 die erforderlichen Arbeitsbemühungen stets tadellos erbracht hatte und ihm 
nie ein Fehlverhalten vorgeworfen werden konnte. Sodann werden die zwölf aufgeführten 
Arbeitsbemühungen für den Monat Oktober 2020 als qualitativ und quantitativ genügend 
qualifiziert (AWA-act. 2 E. 5). Schliesslich ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Frist zur Einreichung des Nachweises nicht 
absichtlich versäumt hat, sondern alleinig, weil er nicht sichergestellt hat, dass die 
Zustellung des Nachweises seiner Arbeitsbemühungen beim RAV erfolgreich war. Nach 
Erhalt der Verfügung vom 15. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer mit der 
Einsprache sogleich alle Belege für die Arbeitsbemühungen für den Oktober 2020 ein (vgl. 
AWA-act. 7a–7c). Zu erwähnen bleibt, dass die Datenmenge der E-Mail des 
Beschwerdeführers vom 2. November 2020 wohl deshalb zu gross für eine Zustellung war, 
weil das RAV verlangte, dass mit den Arbeitsbemühungen vom Oktober 2020 ebenfalls 
jene von August und September einzureichen seien (AWA-act. 14). Unter diesen 
Umständen muss das Verschulden des Beschwerdeführers als sehr gering bezeichnet 
werden.

5.3.3 Der Zweck verwaltungsrechtlicher Sanktionen ist es, die Versicherten an den 
Folgen der Vernachlässigung der sozialversicherungsrechtlich gebotenen 
Schadenminderungspflicht zu beteiligen (E. 3.3 vorstehend). Vorliegend ist zu beachten, 
dass Einstellungen wegen Nichtbefolgens von Kontrollvorschriften oder Weisungen vor 
allem dort angezeigt sind, wo die Nichtbefolgung Konsequenzen bezüglich der Dauer der 
Arbeitslosigkeit des Versicherten hat, besonders wenn durch die Nichtbefolgung die 
Vermittlung des Versicherten erschwert oder vereitelt wird (Gerhards, a.a.O., Art. 30 N 2 

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und N 29). Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer durch die 
versuchte rechtzeitige, jedoch nicht erfolgte Zustellung seiner Arbeitsbemühungen seine 
Vermittlung erschwert oder vereitelt hätte.

5.3.4 Abgesehen davon sieht Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV für leichtes Verschulden eine 
Einstellung von 1–15 Tage vor. Die AVIG-Praxis des seco schöpft den vom Gesetz 
vorgesehenen Rahmen jedoch nicht vollständig aus und kennt nur mindestens drei 
Einstelltage, im Falle erstmalig zu spät eingereichter Arbeitsbemühungen gar nur 
mindestens fünf Einstelltage (vgl. E. 5.2.2 vorstehend). Die Situation, dass erstmals 
Arbeitsbemühungen zu spät eingereicht werden, wird im Hinblick auf die 
verwaltungsrechtliche Sanktion mit derjenigen Situation gleichgestellt, dass erstmals gar 
keine Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode erfolgen, was jedoch bezogen auf 
das Mass der Verletzung der Schadensminderungspflicht zumindest als fragwürdig 
erscheint (BGer 8C_257/2014 vom 10. Juni 2014 E. 4.3). Mit Bezug auf den Zweck der 
verwaltungsrechtlichen Sanktion entspricht die Einstellung der Anspruchsberechtigung des 
Beschwerdeführers von fünf Tagen somit nicht dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit. 
Es ist angebracht, von der AVIG-Praxis des seco abzuweichen und die 
Anspruchseinstellung auf zwei Tage herabzusetzen.

6. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der 
Beschwerdeführer für zwei Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen. Der 
Einspracheentscheid vom 19. Januar 2021 ist in diesem Sinne abzuändern.

7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g 
ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Praxisgemäss ist dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer aber 
keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom 
19. Januar 2021 wird dahingehend abgeändert, dass die Dauer der Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung auf zwei Tage herabgesetzt wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern.

Zug, 16. November 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am