# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd49d38c-45ce-5675-9ef2-833df8c15348
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2021 C-5667/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5667-2020_2021-10-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5667/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiberin Marion Schuler. 
 

 
 

Parteien 
 A.________, 

vertreten durch B.________,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung, Rente, 

Einspracheentscheid der SAK vom 13. Oktober 2020. 

 

 

 

C-5667/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder  

Vorinstanz) mit Verfügung vom 15. April 2020 das Rentengesuch von 

A.________ (nachfolgend: Versicherte) abgewiesen hat (BVGer-act. 2, 

Beilage), 

dass B.________ (nachfolgend: Vertreter) mit Eingabe vom 11. Mai 2020 

die SAK bat, ihm eine Frist bis zum 15. November 2020 zu gewähren, um 

der Vorinstanz eine Begründung nachzuliefern und um Rechtsbegehren zu 

stellen (BVGer-act. 2, Beilage), 

dass die Vorinstanz mit eingeschriebenem Brief vom 26. Mai 2020, der 

dem Vertreter am 29. Mai 2020 zugestellt wurde, diesem eine Frist von 

40 Tagen ab Erhalt dieses Briefes gewährte, um der SAK eine begründete 

Einsprache zukommen zu lassen (BVGer-act. 2, Beilage),  

dass weder die Versicherte noch ihr Vertreter der SAK die verlangten An-

gaben innert Frist zustellten oder sonst eine Eingabe machten, 

dass die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2020 auf die 

Eingabe vom 11. Mai 2020 nicht eintrat (BVGer-act. 2, Beilage),  

dass der Vertreter die SAK mit Eingabe vom 15. Oktober 2020 bat, ihm 

eine weitere Frist von sechs Monaten zu gewähren (BVGer-act. 1), 

dass die Vorinstanz die Eingabe des Vertreters vom 15. Oktober 2020 dem 

Bundesverwaltungsgericht (nachfolgend: BVGer) mit Schreiben vom 

11. November 2020 zuständigkeitshalber weiterleitete (BVGer-act. 2), 

dass das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung von Beschwerden 

gegen Verfügungen der SAK im Bereich von Altersrentenansprüchen zu-

ständig ist (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes über das Bun-

desverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 85bis 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-

rung vom 20. Dezember 1946 [AHVG, SR 831.10]), weshalb zu prüfen ist, 

ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind,  

dass eine Eingabe nur dann als Beschwerde betrachtet werden kann, 

wenn darin zumindest erkenntlich der Wille zur Beschwerdeführung zum 

Ausdruck gebracht wird (vgl. SEETHALER/PORTMANN, in: Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 83 zu Art. 52 VwVG),  

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Seite 3 

dass sich die Beschwerdeinstanz im Zweifelsfalle damit behilft, dass sie 

den Verfasser der ungenügenden Eingabe anfragt, ob sein Schreiben als 

Beschwerde zu verstehen ist und erläutert, dass bejahendenfalls diese in-

nert kurzer Nachfrist verbessert werden müsse und diese Aufforderung mit 

dem Hinweis verbunden ist, dass andernfalls auf die Eingabe nicht einge-

treten werden kann (BGE 102 Ib 365 Erw. 6; SEETHALER/PORTMANN, op. 

cit., N 85 zu Art. 52 VwVG), 

dass die Beschwerdeschrift sodann die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder 

seines Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]),  

dass sich schliesslich eine Partei auf jeder Stufe des Verfahrens, wenn sie 

nicht persönlich zu handeln hat, vertreten oder, soweit die Dringlichkeit ei-

ner amtlichen Untersuchung es nicht ausschliesst, verbeiständen lassen 

kann (Art. 11 Abs. 1 VwVG), 

dass die Behörde den Vertreter auffordern kann, sich durch schriftliche 

Vollmacht auszuweisen (Art. 11 Abs. 2 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist 

zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder 

Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach 

ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art.  52 

Abs. 2 und 3 VwVG),  

dass aus der Formulierung der Eingabe vom 15. Oktober 2020 nicht klar 

wird, ob die Versicherte eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid 

der SAK vom 13. Oktober 2020 erheben will,  

dass die Eingabe vom 15. Oktober 2020 zudem weder Rechtsbegehren, 

noch eine Begründung enthält und damit den gesetzlichen Erfordernissen 

an die Form einer Beschwerde nicht entspricht,  

dass es im Übrigen auch an einer Vollmacht für B.________ fehlt, 

dass das BVGer die Versicherte mit Zwischenverfügung vom 17. Novem-

ber 2020 (BVGer-act. 3) aufforderte, innert zehn Tagen ab Erhalt der Zwi-

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Seite 4 

schenverfügung zu erklären, ob sie vor Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde gegen den Einspracheentscheid der SAK vom 13. Oktober 2020 

erheben wolle, andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, 

dass die Versicherte für den Fall, dass sie Beschwerde erheben wolle, zu-

dem aufgefordert wurde, innert zehn Tagen ab Erhalt der Zwischenverfü-

gung vom 17. November 2020 Rechtsbegehren zu stellen, die Beschwerde 

zu begründen und eine Vollmacht für B.________ einzureichen, andern-

falls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, 

dass diese Zwischenverfügung vom 17. November 2020 dem Vertreter ge-

mäss elektronischer Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 

18. November 2020 zugestellt wurde (BVGer-act. 4), 

dass die Frist am darauffolgenden Tag, am 19. November 2020, zu laufen 

begonnen und am Montag, 30. November 2020, geendet hat (Art. 20 

Abs. 1 und 3 VwVG), 

dass die Beschwerdeverbesserung erst am 1. Dezember 2020 (Datum des 

Poststempels) bei der Schweizerischen Post aufgegeben wurde (BVGer-

act. 5, Beilage), dass somit die Versicherte innert der gesetzten Frist weder 

ihren Beschwerdewillen, die Rechtsbegehren oder eine Begründung mit-

geteilt, noch eine Vollmacht für B.________ eingereicht hat,  

dass die Versicherte auch nicht um Fristverlängerung oder um Wiederher-

stellung der versäumten Frist ersucht hat,  

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),  

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-

nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-

zichten ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Marion Schuler 

 

  

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Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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