# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5aa96a4d-d431-5aae-8195-0c755e3bb81c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.09.2020 II 2019 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2019-44_2020-09-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2019 44

Entscheid vom 16. September 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Gesuchsteller/Angeklagter und Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt … 

gegen

Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die 
direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Steuerstrafe (Hinterziehungsverfahren 2005 - 2009: Beschwerde 
betr. direkte Bundessteuer; Gesuch um gerichtliche Beurteilung 
betr. kantonale Busse)

2

Sachverhalt:

A.a. Im September 1999 meldete sich A.________ bei den Einwohnerdiensten 
der Stadt V.________/ZH infolge Wegzugs per 10. Oktober 1999 nach Hongkong 
ab (Bf-act. 5). Per 1. Januar 2012 meldete A.________ beim Einwohneramt der 
Gemeinde U.________/SZ wieder seinen Wohnsitz in der Schweiz an (Bf-
act. 19). 

A.b. Mit Schreiben vom 11. September 2015 leitete die Kantonale Steuerverwal-
tung bzw. Verwaltung für die direkte Bundessteuer des Kantons Schwyz 
(KStV/VdBST) gegen A.________ für die Steuerperioden 2005 bis 2009 ein 
Nachsteuer- und Hinterziehungsverfahren ein, nachdem sich aufgrund einer De-
nunziation von Dritten zugestellten Unterlagen der Verdacht ergeben hatte, dass 
A.________ auch nach seiner Abmeldung nach Hongkong weiterhin seinen Le-
bensmittelpunkt in der Schweiz gehabt haben und in den Steuerperioden 2005 
bis 2009 im Kanton Schwyz primär steuerpflichtig gewesen sein könnte (vgl. 
Steuerstrafakten, blaues Dossier, act. 160 ff.).  

A.c. Zusätzlich erstattete die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz mit Schrei-
ben vom 5. April 2016 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz Strafan-
zeige (u.a.) gegen A.________ wegen Verdachts des vollendeten Steuerbetrugs 
und der Urkundenfälschung betreffend die Steuerperioden 2010 bis 2014. Hin-
tergrund dieses Verfahrens war der Vorwurf an A.________, als Verwaltungsrat 
der X.________ AG mit statutarischem Sitz in U.________/SZ (Eingetragen im 
Handelsregister am xx.xx.2010; Gelöscht am xx.xx.2015), Provisionsgebühren 
nicht in den Büchern verbucht und in den Jahresrechnungen ausgewiesen, son-
dern privat vereinnahmt zu haben (vgl. Steuerstrafakten, blaues Dossier, 
act. 189 ff., 219 ff.).

B. Am 7. Juli 2016 / 9. August 2016 sistierte die KStV/VdBSt das Nachsteuer-
verfahren und erliess am 22. Dezember 2016 die folgende Steuerstrafverfügung 
(Hinterziehungsverfahren 2005 bis 2009; U-Nr. 2015/321; Einkommen und Ver-
mögen):

1. A.________ hat sich in den Steuerperioden 2005 bis 2009 der vollendeten 
Steuerhinterziehung im Sinne von § 202 Abs. 1 StG sowie Art. 175 Abs. 1 DBG 
schuldig gemacht, indem er als steuerpflichtige Person vorsätzlich bewirkte, 
dass die Veranlagungen 2005 bis 2009 zu Unrecht unterblieben sind.

2. A.________ hat folgende Bussen zu entrichten:
2.1. Kantonale Steuern
Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF 69 300.--    1

3

2006 CHF 79 300.--    2
2007 CHF 73 900.--    3
2008 CHF 77 000.--    4
2009 (priv. Besteuerung) CHF 20 350.--    5
Total CHF 319 850.--

2.2. Direkte Bundessteuer
Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF 70 650.--    6
2006 CHF 84 500.--    7
2007 CHF 84 500.--    8
2008 CHF 100 350.--    9
2009 (priv. Besteuerung) CHF 49 650.--    10
Total CHF 389 650.--

3. Die Kosten des kantonalen Verfahrens in der Höhe von CHF 15'000.-- werden 
A.________ auferlegt.

4. Das Gemeindekassieramt U.________ hat die kantonalen Bussen (Anhänge 1 
bis 5) im Betrag von CHF 319 850.-- sowie die Verfahrenskosten im Betrag von 
CHF 15 000.-- nach Versand dieser Verfügung in Rechnung zu stellen. Diese 
Rechnungsbeträge sind von A.________ innert 60 Tagen seit 
Rechnungsstellung zu bezahlen.
Das Gemeindekassieramt U.________ hat die eingegangenen kantonalen 
Bussen an die beteiligten Gemeinwesen zu verteilen und die eingegangen 
Verfahrenskosten an den Kanton abzuliefern.

5. A.________ hat die Bussen für die direkte Bundessteuer (Anhänge 6 bis 10) im 
Betrag von CHF 389 650.-- innert 30 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung 
mit beiliegendem Einzahlungsschein an das kantonale Amt für Finanzen 
(Inkassostelle PC 60-8927-8) zu bezahlen.

(6./7. Rechtsmittelbelehrung/Schriftliche Mitteilung/Meldung an das Strafregister)

C. Gegen die Steuerstrafverfügung der KStV/VdBST vom 22. Dezember 2016 
liess A.________ mit Eingaben vom 20. Januar 2017 Einsprache bei der Kanto-
nalen Steuerkommission bzw. Verwaltung für die direkte Bundessteuer des Kan-
tons Schwyz (KStK/VdBSt) einreichen (jeweils in Bezug auf die Bussen wegen 
Hinterziehung der Kantons- und Gemeindesteuern sowie der direkten Bundes-
teuer getrennt).

D. Zwischenzeitlich wurde A.________ mit Urteil des Strafgerichts Schwyz 
vom 18. Oktober 2018 (Prozess-Nr.: SGO 2018 2 [SUB 2016 198 MFA]) des 
mehrfachen Steuerbetrugs im Sinne von § 226 Abs. 1 StG/SZ bzw. Art. 186 
Abs. 1 DBG, begangen im Zeitraum vom 2010 bis 2014 schuldig gesprochen und 
zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten sowie einer Zusatzstrafe von 4 Monaten 

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Freiheitsstrafe mit Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafen bei einer Probezeit 
von 2 Jahren verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

E. Mit Einspracheentscheid (Entscheid Nr. 26/2017) vom 7. Mai 2019 ent-
schied die KStK/VdBSt über die von A.________ erhobene Einsprache gegen 
die Steuerstrafverfügung der KStV/VdBST vom 22. Dezember 2016 wie folgt:

1. Die Einsprache gegen die Steuerstrafverfügung vom 22. Dezember 2016 wird 
teilweise gutgeheissen. A.________, geb. xx.xx.19xx, hat sich der vollendeten 
Steuerhinterziehung betreffend die Steuerperioden 2005 bis 2009 (Kanton und 
Bund) schuldig gemacht und wird mit folgenden Bussen bestraft:

1.1 Kantonale Steuern
Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF 60 300.00    1
2006 CHF 62 450.00    2
2007 CHF 76 150.00    3
2008 CHF 66 200.00    4
2009 (priv. Besteuerung) CHF 17 750.00    5
Total CHF 282 850.00

1.2 Direkte Bundessteuer
Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF 63 900.00    6
2006 CHF 66 950.00    7
2007 CHF 94 300.00    8
2008 CHF 89 100.00    9
2009 (priv. Besteuerung) CHF 48 650.00    10
Total CHF 362 900.00

2. Die Kosten des kantonalen Verfahrens (Spruchgebühr inkl. Kanzleikosten) von 
CHF 3700.-- werden dem Einsprecher zu neun Zehnteln auferlegt; der Betrag 
von CHF 3330.-- ist innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an das 
Amt für Finanzen, Schwyz, zu überweisen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
(4./5. Rechtsmittelbelehrung/Schriftliche Mitteilung/Meldung an das Strafregister)

F. Gegen den Einspracheentscheid der KStK/VdBSt vom 7. Mai 2019 (Ver-
sand: 09.05.2019) lässt A.________ rechtzeitig am 29. Mai 2019 (Postaufgabe) 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (mit einer einzigen Beschwerde-
eingabe) gerichtliche Beurteilung (Kantonale Steuern) verlangen (vgl. § 216 
Abs. 1 StG/SZ), bzw. Beschwerde gegen den Einspracheentscheid (Direkte 
Bundessteuer) erheben (vgl. Art. 182 Abs. 3 DBG in Verb. mit Art. 140 Abs. 1 
DBG), mit folgenden Anträgen:

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A) FORMELLRECHTLICHE ANTRÄGE:
„1. Es seien das Beschwerdeverfahren betreffend die bundesrechtlichen 
Hinterziehungsbussen sowie das gerichtliche Beurteilungsverfahren betreffend die 
Bussen wegen Hinterziehung von Kantons- und Gemeindesteuern zwecks 
gemeinsamer Erledigung zu vereinigen;
2. Es seien sämtliche dem Kantonalen Steueramt von Dritten auf dem 
Denunziationsweg zugespielten oder rechtswidrig beschafften Unterlagen in 
Anwendung von § 141 Abs. 5 der Strafprozessordnung (StPO) aus den 
vorinstanzlichen Akten des Untersuchungsverfahrens U- 2015/321 bzw. den Akten 
des Verwaltungsgerichts zu entfernen, bis zum rechtskräftigen 
Verfahrensabschluss unter separatem Verschluss zu halten und anschliessend zu 
vernichten. Gleichermassen sei mit den steuerbehördlich erlangten Folgebeweisen 
zu verfahren.
3. Allfällige Beschwerde- bzw. Gesuchsantworten seien dem Angeklagten 
rechtzeitig zur Stellungnahme, jedenfalls aber zur Kenntnisnahme zuzuleiten;
4. Die vereinigten Verfahren seien insoweit, als nicht dem Antrag auf Einstellung 
des Hinterziehungsbussenverfahrens betreffend das Steuerjahr 2005 wegen 
Verjährung (Rechtsbegehren ad B 1. hiernach) stattzugehen sei, zur Durchführung 
einer gesetzesentsprechenden Anhörung des Angeklagten durch die persönlich 
und in vollständiger Besetzung anwesenden Mitglieder der Steuerkommission IV 
zurückzuweisen, welche auf Basis des Ergebnisses dieser Befragung neu zu 
entscheiden habe;
5. Eventuell, d.h. im Nicht-Rückweisungsfall, sei der Angeklagte alsbald zu einer 
gerichtlichen Anhörung vorzuladen, unter terminlicher Rücksichtnahme auf dessen 
häufige und längerfristige Auslandabwesenheiten;
B) MATERIELLRECHTLICHE ANTRÄGE:
1. Es seien die angefochtene Verfügung hinsichtlich des Steuerjahrs 2005 wegen 
Verfolgungsverjährung aufzuheben, und es sei das Hinterziehungsverfahren 
dementsprechend insoweit einzustellen;
2.2. Mit Bezug auf die Steuerjahre 2006 – 2009 sei die angefochtene Verfügung 
ebenfalls aufzuheben;
2.2.1. Eventuell sei von der Ausfällung einer Hinterziehungsbusse Umgang zu 
nehmen;
2.2.3. Subeventuell seien jedenfalls unter dem Schwellenwert gemäss Art. 3 Abs. 1 
BSt. c der VOSTRA-Verordnung liegende Bussen von insgesamt höchstens 
CHF 5‘000 auszusprechen;
2.2.4. Subsubeventuell sei die verfügte Hinterziehungsbusse von 240 % der nicht 
erhobenen Kantons- und direkten Bundessteuern 2006 – 2009 auf 33 1/3 % 
(Minimalstrafe) zu ermässigen, und zwar auf verminderter Bemessungsbasis im 
Sinn der nachfolgenden Begründung;
Alles unter gesetzesentsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen sowohl 
des verwaltungsgerichtlichen als auch des einspracheinstanzlichen Verfahrens“.

G. Das Verwaltungsgericht hat die Parteien über den Eingang des Begehrens 
um gerichtliche Beurteilung informiert, beziehungsweise die Beschwerde der   
Vorinstanz (VdBSt) zur Antwort zugestellt. Mit Vernehmlassung vom 30. Juli 
2019 beantragt die VdBSt (Rechtsabteilung), die Beschwerde sei abzuweisen, 
unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Mit Eingabe vom gleichen 

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Tag teilt die kantonale Steuerverwaltung (KStV) als Vertreterin der Anklage zum 
Begehren um gerichtliche Beurteilung mit, dass sie an der Anklage festhalte 
(§ 59 Abs. 1 VVStG/SZ), dass der Einspracheentscheid als Anklageschrift gelte 
(§ 217 Abs. 1 StG/SZ) und die eingereichten Akten als Beweismittel gelten wür-
den, und dass sie aufgrund des eingereichten Begehrens um gerichtliche Beur-
teilung keine Notwendigkeit zur Ergänzung der Untersuchung sehe (§ 218 Abs. 3 
StG/SZ). Man gehe davon aus, dass das Gericht eine mündliche Hauptverhand-
lung durchführen werde (§ 219 StG/SZ), wo die Anklägerin dem Gericht Antrag 
und Begründung unterbreiten werde.

H. Am 9. Januar 2020 hat das Verwaltungsgericht die mündliche und 
öffentliche Verhandlung mit der Befragung des Angeklagten/Beschwerdeführers 
und den Parteivorträgen durchgeführt. 

I. Die KStV/VdBSt erhielt Gelegenheit zu den vom 
Angeklagten/Beschwerdeführer an der Hauptverhandlung sowie im Nachgang 
dazu am 23. Januar 2020 dem Verwaltungsgericht eingereichten Unterlagen am 
29. Januar 2020 schriftlich Stellung zu nehmen. Der 
Angeklagte/Beschwerdeführer konnte daraufhin seinerseits nochmals eine 
schriftliche Stellungnahme einreichen. Zu den Stellungnahmen des Angeklagten/ 
Beschwerdeführers vom 19. / 26. Februar 2020 mit weiteren ergänzenden Unter-
lagen nahm die KStV/VdBSt am 5. März 2020 nochmals Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1.Der Angeklagte/Beschwerdeführer beantragt die Vereinigung des gerichtli-
chen Beurteilungsverfahrens betreffend die Bussen wegen Hinterziehung von 
Kantons- und Gemeindesteuern mit dem Beschwerdeverfahren betreffend die 
bundesrechtlichen Hinterziehungsbussen (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Antrag zu Bst. A Ziff. 1 sowie Ziff. I./1. Rz. 3 S. 7).

1.1.2.Da beide Steuerarten auf demselben Sachverhalt beruhen und sich diesel-
ben Rechtsfragen stellen, rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen 
und in einem einzigen Urteil zu behandeln. 

1.1.3.Dass bezüglich der bundesrechtlichen Hinterziehungsbussen das gewöhn-
liche Einsprache- und Beschwerdeverfahren zu durchlaufen ist (vgl. Art. 182 
Abs. 3 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
vom 14.12.1990), während betreffend die Hinterziehung der kantonalen Steuern 
beim Verwaltungsgericht gerichtliche Beurteilung der Steuerstrafverfügung oder 
des Einspracheentscheids verlangt werden kann (vgl. §§ 216 ff. des Steuerge-

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setzes des Kantons Schwyz [StG/SZ; SRSZ 172.200] vom 9.2.2000), wobei eine 
mündliche und öffentliche Verhandlung mit Anhörung der Parteien mit persönli-
cher Erscheinungspflicht der angeklagten Person durchzuführen ist, macht dies-
bezüglich keinen Unterschied. 

1.2.1.Der Kanton Schwyz kennt in Bezug auf das Nachsteuerverfahren (vgl. 
§ 175 ff. StG/SZ) und das Steuerstrafverfahren (vgl. §§ 210 ff. StG/SZ) ein dualis-
tisches Verfahrenskonzept (vgl. VGer SZ VGE II 2015 72 vom 17.6.2016 
Erw. 1.2, publiziert in: Steuerpraxis des Kantons Schwyz [StPS] 2017, S. 4 ff.). 
Das Bundesgericht erachtet eine Aufteilung des Nachsteuer- und Steuerstrafver-
fahrens als gesetzlich zulässig und durch die Unterschiede der beiden Verfahren 
gerechtfertigt (vgl. Urteil 2C_51/2010 vom 23.8.2010 Erw. 2.2 mit Hinweisen; vgl. 
ferner Urteil 2C_304/2013, 2C_305/2013 vom 22.10.2013 Erw. 3.1).

1.2.2.Wenn sich die kantonale Steuerverwaltung im vorliegenden Fall dafür ent-
schieden hat, die beiden Verfahren zu trennen und das Steuerstrafverfahren vor 
dem Nachsteuerverfahren durchzuführen, ist dies nicht zu beanstanden (Ein-
spracheentscheid, Erw. 5.1 u. 5.2; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurtei-
lung, Ziff. III./3. Rz. 16 S. 12 f.). Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, wenn 
das Steuerhinterziehungsverfahren zeitlich vorgezogen und das Nachsteuerver-
fahren bis zum Abschluss des Steuerhinterziehungsverfahrens sistiert wird (vgl. 
Urteil BGer 2C_449/2017 vom 26.2.2019 Erw. 1.4.). 

1.2.3.Die Auffassung des Angeklagten/Beschwerdeführers, wonach in Fällen, wo 
die beschuldigte Person vorab schon ihre Steuerpflicht (und nicht blosse eine 
Steuerverkürzung) bestreitet, ein die Einleitung eines Steuerhinterziehungsver-
fahrens erst rechtfertigender konkreter Anfangsverdacht gar nie gegeben sein 
könne (Einsprache, Ziff. I./5.5. S. 14 f. u. Ziff. III./1. S. 32), kann ebenfalls nicht 
geteilt werden. Entscheidend kann nur sein, ob genügend Anhaltspunkte vorlie-
gen, die auf eine mögliche Straftat hinweisen.

1.2.4.Dem steht auch der verfahrensrechtliche Anspruch auf Erlass einer Fest-
stellungsverfügung über das (Nicht-)Bestehen der subjektiven Steuerpflicht nicht 
entgegen. Dieser Anspruch rechtfertigt sich dadurch, dass es einer als steuer-
pflichtig betrachteten Person nicht zuzumuten ist, sich auf das Veranlagungsver-
fahren einzulassen und ihre Verfahrenspflichtigen zu erfüllen, bevor ihre Steuer-
pflicht rechtskräftig feststeht (s. Zweifel/Hunziker, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 
Kommentar zum DBG, 3. Aufl. 2017, Art. 132 DBG N 15). Im Hinterziehungsver-
fahren hat die angeschuldigte Person dagegen ohnehin das Recht, die Aussage 
und ihre Mitwirkung zu verweigern (vgl. Art. 183 Abs. 1 DBG; § 211 Abs. 1 Satz 3 
StG/SZ).

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1.2.5.Eine andere Frage ist, ob sich in jenen Fällen die zeitlich vorgezogene 
Durchführung des Steuerhinterziehungsverfahrens als sachgerechte Lösung er-
weist (Einspracheentscheid, Erw. 5.1). Fraglich ist auch, ob die Auffassung zu-
treffend ist, dass vorliegend selbst im Nachsteuerverfahren kein Anspruch auf ei-
nen separaten Steuerhoheitsentscheid bestehen werde (Einspracheentscheid, 
Erw. 5.2 a.E.). Bei ungewissem oder streitigem Veranlagungsort haben jedenfalls 
neben den Steuerbehörden und den Steuerpflichtigen auch Rechtsmittelinstan-
zen das Recht und die Pflicht, diesen zunächst feststellen zu lassen (vgl. Locher, 
Kommentar DBG, 2015, III. Teil, Art. 108 DBG N 4 u. 14; Jud, in: Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum DBG, Art. 108 DBG N 10 f.; s.a. Sieber/Malla, in: Zwei-
fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum DBG, Art. 182 DBG N 9).

1.3.1.Vom Angeklagten/Beschwerdeführer ist sodann auch die Rückweisung der 
vereinigten Verfahren zur Durchführung einer "gesetzeskonformen" mündlichen 
Anhörung durch die persönlich und vollständig anwesenden Mitglieder der kan-
tonalen Steuerkommission (KStK) sowie Neuentscheidung auf der Basis des Er-
gebnisses dieser Befragung beantragt worden (Beschwerde/Gesuch um gericht-
liche Beurteilung, Antrag zu Bst. A Ziff. 4). Die Strafzumessung im Hinterzie-
hungsverfahren mache eine persönliche Befragung schon im Administrativver-
fahren unabdingbar, und nicht erst im Verfahren der gerichtlichen Überprüfung 
(Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./8. Rz. 48 ff. S. 28 f.).

1.3.2.Gemäss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung besteht kein gesetzli-
cher Anspruch auf mündliche Anhörung vor der kantonalen Steuerkommission 
(vgl. VGer SZ VGE II 2011 129 vom 16.4.2012 Erw. 2.1.2). Das Schwyzer Steu-
ergesetz (§ 153 StG/SZ) sieht vielmehr ein zweistufiges Einspracheverfahren vor 
(zunächst Überprüfung durch die verfügende Abteilung; Überweisung an die 
Steuerkommission nur, wenn sich die Einsprache als unbegründet erweist oder 
keine Einigung erzielt werden kann). Ein gesetzlicher Anspruch auf mündliche 
Anhörung besteht lediglich im Vorverfahren (bei der Überprüfung der angefoch-
tenen Verfügung durch die verfügende Abteilung). Für das Steuerstrafverfahren 
gelten im Einspracheverfahren die §§ 151 ff. StG/SZ sinngemäss (§ 215 Abs. 2 
StG/SZ). Entsprechend steht dem Angeklagten/Beschwerdeführer auch im Steu-
erstrafverfahren gestützt auf das Schwyzer Steuergesetz ein selbständiges und 
unbedingtes Recht auf mündliche Anhörung im Einspracheverfahren vor der kan-
tonalen Steuerkommission (KStK) nicht zu.

1.3.3.Der verfassungsmässige (Mindest-) Anspruch auf rechtliches Gehör 
(Art. 29 Abs. 2 BV) gibt einer betroffenen Person zwar das Recht, sich vor Erlass 
des belastenden Entscheides zu äussern, schliesst aber keinen Anspruch auf 

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mündliche Anhörung ein. Ebenso wenig ergibt sich aus dem Recht auf Be-
weisabnahme (Art. 115 DBG bzw. Art. 41 Abs. 2 StHG) ein Anspruch auf mündli-
che Anhörung im Veranlagungs- oder im Rechtsmittelverfahren (vgl. Urteil BGer 
2C_104/2013 vom 27.9.2013 Erw. 2.2 u. 2.3). Ein Anspruch auf mündliche An-
hörung durch die kantonale Steuerkommission (KStK) im Einspracheverfahren 
lässt sich sodann auch nicht aus dem (ausschliesslich für das gerichtliche Ver-
fahren geltenden) Anspruch auf ein faires Verfahren im Sinne von Art. 6 Abs. 1 
EMRK ableiten. Da die Steuerstrafverfügung oder der Einspracheentscheid nicht 
justizieller Natur sind, müssen sie auch nicht den an ein Strafurteil gestellten Er-
fordernissen genügen. Will die angeschuldigte Person nicht auf die in Gesetz, 
Verfassung und EMRK festgeschriebenen prozessualen Mindestrechte und -
garantien verzichten, muss sie beim Verwaltungsgericht gerichtliche Beurteilung 
(§§ 216 ff. StG/SZ) verlangen. Damit hat die angeschuldigte Person auch min-
destens einmal die Gelegenheit, persönlich angehört zu werden (vgl. BGE 119 
Ib 311 Erw. 7b S. 332). Mit der bei gerichtlicher Beurteilung durch das Verwal-
tungsgericht vorgesehenen und dem üblichen Verfahrensablauf entsprechenden 
mündlichen und öffentlichen Verhandlung werden die in Gesetz, Verfassung und 
EMRK festgeschriebenen prozessualen Mindestrechte und -garantien erfüllt. 
Damit wird auch dem Anspruch auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 
EMRK entsprochen.

1.3.4.Entgegen der Auffassung des Angeklagten/Beschwerdeführers hat dies für 
den Angeklagten/Beschwerdeführer auch keinen Instanzenverlust zur Folge 
(Plädoyer, Ziff. I. Rz. 13 S. 8). Er kann den gesamten vom Gesetz, Verfassung 
und EMRK garantierten Instanzenzug ausschöpfen. Art. 6 EMRK gewährt kein 
Recht auf einen Instanzenzug oder – wo ein solcher besteht – auf Gerichtsbar-
keit in allen Instanzen (vgl. BGE 119 Ib 311 Erw. 7c S. 333). Dass der Kanton 
Schwyz für Steuerentscheide nur ein einstufiges Rechtsmittelverfahren vor einer 
unabhängigen gerichtlichen Instanz kennt, ist sodann ebenfalls nicht zu bean-
standen (vgl. Urteil BGer 2C_1075/2017 vom 30.7.2018 Erw. 2.1.2. publiziert in: 
StPS 2018, S. 24 ff.). 

1.3.5.Im Übrigen hat es sich der Angeklagte/Beschwerdeführer weitgehend 
selbst zuzuschreiben, dass er im Verlauf des Administrativverfahrens gleich 
mehrfach unter Berufung auf die fehlende Mitwirkungspflicht im Veranlagungs- 
und Nachsteuerverfahren (bis zum Vorliegen eines separaten vorgängigen Steu-
erhoheitsentscheids) eine persönliche Befragung ablehnte (Schreiben vom 
19.2.2016 = Steuerstrafakten, blaues Dossier, act. 183 ff.; E-Mail vom 20.4.2016 
= Steuerstrafakten, blaues Dossier, act. 218; Schreiben vom 29. April 2016 = 
Steuerstrafakten act. 231 ff., 234 ff.), und im Steuerstrafverfahren unter Berufung 

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auf sein Recht auf Aussageverweigerung sich für eine mündliche Befragung 
ebenfalls nicht zur Verfügung stellen wollte (Schreiben vom 21.7.2016 = Steuer-
strafakten, blaues Dossier, act. 339; s.a. Plädoyer, Ziff. II. Rz. 14 S. 9). 

1.3.6.Ein Anspruch auf mündliche Anhörung durch die kantonale Steuerkommis-
sion im Einspracheverfahren ergibt sich weder aus den Verfahrensvorschriften 
des Schwyzer Steuergesetzes (§ 153 StG/SZ) und/oder den bundesrechtlichen 
Bestimmungen des StHG/DBG, noch sonst (insbesondere in dem als Strafbe-
fehlsverfahren konzipierten Steuerstrafverfahren) aus strafprozessualen bzw. 
verfassungs- und konventionsrechtlichen Verfahrensgarantien. Dem Antrag des 
Angeklagten/Beschwerdeführers auf Rückweisung zur mündlichen Anhörung 
durch die persönlich und vollständig anwesenden Mitglieder der kantonalen 
Steuerkommission ist daher nicht stattzugegeben. 

1.4.1.Soweit der Angeklagte/Beschwerdeführer meint, dass sich das Steuerstraf-
verfahren (vgl. §§ 210 ff. StG/SZ) nach der Schweizerischen Strafprozessord-
nung (StPO; SR 312.0) vom 5. Oktober 2007 zu richten (gehabt) hätte, kann ihm 
ebenfalls nicht gefolgt werden (Plädoyer, Ziff. I. Rz. 5 ff. S. 4 ff.; Beschwer-
de/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./1. Rz. 10 ff. S. 8 ff.). Damit wird 
verkannt, dass die Untersuchung im Strafverfahren durch die kantonale Steuer-
verwaltung im Schwyzer Steuergesetz eigenständig geregelt ist (insb. § 212 
StG/SZ) und "im Übrigen" (d.h. soweit dies nicht der Fall ist) die "im ordentlichen 
Veranlagungsverfahren anwendbaren Bestimmungen über die Verfahrensrechte 
der Steuerpflichtigen und die Mitwirkungspflichten von Drittpersonen und Amts-
stellen sinngemäss" gelten (vgl. § 212 Abs. 2 Satz 2 StG/SZ), genauso wie für 
das entsprechende Einspracheverfahren "die §§ 151 ff. […] sinngemäss" gelten, 
mithin "die gleichen Grundsätze wie für das Veranlagungsverfahren" (vgl. § 152 
Abs. 1 StG/SZ). Schweizerischer Rechtstradition entsprechend ist das Steuerü-
bertretungsverfahren im Schwyzer Steuergesetz somit grundsätzlich als Adminis-
trativverfahren ausgestaltet. Lediglich bei der gerichtlichen Beurteilung durch das 
Verwaltungsgericht (vgl. §§ 216 ff. StG/SZ) "hinsichtlich Vorbereitung und Durch-
führung der Hauptverhandlung" gelten die Bestimmungen der Schweizerischen 
Strafprozessordnung "sinngemäss", wie aus § 222 StG/SZ unmissverständlich 
hervorgeht (s.a. VGer SZ VGE II 2015 72 vom 17.6.2016 Erw. 1.3, publiziert in: 
StPS 2017, S. 4 ff.). 

1.4.2.Diese Rechtslage entspricht derjenigen im Recht der direkten Bundessteu-
er, wo die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO) bei direktsteuerlichen 
Übertretungen ebenfalls nicht anwendbar ist (entgegen Plädoyer, Ziff. I. Rz. 7 
S. 5 f.; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung; Ziff. III./1. Rz. 11 S. 9). 

11

Auch hier ist der Wortlaut von Art. 182 Abs. 3 DBG eindeutig und unmissver-
ständlich: "Die Vorschriften über die Verfahrensgrundsätze, das Veranlagungs- 
und das Beschwerdeverfahren gelten sinngemäss." Wie das Bundesgericht dazu 
bereits mehrfach bestätigt hat, bedeutet der Umstand, dass es sich beim direkt-
steuerlichen Hinterziehungsverfahren um eine strafrechtliche Anklage handelt, 
nicht, dass das Verfahren sich nach der Schweizerischen Strafprozessordnung 
zu richten hätte (BGE 140 II 384 Erw. 3.3.1 S. 389 f.). Vielmehr sieht Art. 182 
Abs. 3 DBG folgende Triage vor: Während direktsteuerliche Übertretungen nach 
den Regeln über die Veranlagung verfolgt werden, sind Steuervergehen, für die 
ohnehin die Strafbehörden zuständig sind, nach Massgabe der StPO zu behan-
deln (vgl. Urteil BGer 2C_257/2018, 2C_308/2018 vom 11.11.2019 Erw. 2.2.1). 
Dies ist für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden im 
Sinne eines Anwendungsgebots verbindlich (Massgeblichkeit des Bundesgeset-
zes; Art. 190 BV; vgl. Urteil BGer 2C_181/2019, 2C_182/2019 und 2C_183/2019 
vom 11.3.2019 Erw. 2.3.2). Das schliesst gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nicht aus, dass strafprozessuale Grundsätze im Verfahren An-
wendung finden, besonders wenn diese Grundsätze bereits kraft höherrangigem 
Recht gelten (vgl. Urteil BGer 2C_581/2019 vom 12.7.2019 Erw. 3.2.1.). Davon 
abgesehen finden aber ausschliesslich die direktsteuerlichen Verfahrensvor-
schriften Anwendung und, ergänzend, soweit diese keine Regelung enthalten, 
das kantonale Verwaltungsverfahrensrecht (vgl. Urteile BGer 2C_257/2018, 
2C_308/2018 vom 11.11.2019 Erw. 2.2.1; 2C_581/2019 vom 12.7.2019 
Erw. 3.2.1). 

1.4.3.Eine "Komplementarität" der Normen des steuergesetzlichen Steuerverfah-
rensrechts von Bund und Kantonen einerseits und derjenigen der Strafprozess-
ordnung, wie sie vom Angeklagten/Beschwerdeführer postuliert wird (Plädoyer, 
Ziff. I. Rz. 8 S. 6; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./1. 
Rz. 11 S. 9;), besteht in diesem Sinne nicht. Auch eine Einheit des Strafprozess-
rechts gibt es entgegen der Meinung des Angeklagten/Beschwerdeführers nicht 
(Plädoyer, Ziff. I. Rz. 10 S. 7), schliesslich hat der Gesetzgeber auf eine Verein-
heitlichung aller Prozessordnungen gerade verzichtet. Gemäss Art. 1 Abs. 2 
StPO bleiben die Verfahrensvorschriften anderer Bundesgesetze vorbehalten. 
Dass im Steuerstrafverfahren (auch) die strafprozessualen Garantien der EMRK 
sowie der BV zu beachten sind (vgl. Locher, Kommentar DBG, III. Teil, Art. 182 
DBG N 2), und dass das einzelne Steuerstrafverfahren als Ganzes den Anforde-
rungen des Fairnessprinzips genügen muss (s. Sieber/Malla, in: Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Art. 182 DBG N 6 f.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 
zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 182 DBG N 4), ist unstrittig (Plädoyer, Ziff. I. Rz. 1 
S. 2 f.). Entgegen der Meinung des Angeklagten/Beschwerdeführers bedeutet 

12

dies aber nicht, dass die Vorschriften der StPO im Steuerstrafverfahren sozusa-
gen allgemein unabhängig davon Geltung hätten, ob das Bundessteuerrecht 
(oder das kantonale Steuerrecht) sie ausdrücklich vorbehält oder nicht (Be-
schwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./1. Rz. 11 a.E. S. 9). So-
dann ist auch nicht einfach vom Vorliegen einer (echten) Lücke auszugehen, die 
durch die rechtsanwendenden Behörden durch Heranziehung von Normen der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO) zu füllen wäre (Plädoyer, Ziff. I. 
Rz. 6. S. 5 u. Rz. 10 S. 7; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. 
III./1. Rz. 11 S. 9). Dass die unmittelbar anwendbaren strafprozessualen 
Grundsätze aus EMRK sowie Verfassung nur punktuell in das DBG übertragen 
wurden, ist vom Gesetzgeber bewusst so entschieden worden. Steuerstrafpro-
zessualen Besonderheiten kann deshalb in Rechtsanwendung und -fortbildung 
nur in sehr beschränktem Masse Rechnung getragen werden, weil die aus Sicht 
der Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit dazu erforderliche gesetzliche Grund-
lage fehlt (vgl. Sieber/Malla, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Vor Art. 182-183 DBG N 
4; s.a. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, 
Art. 182 DBG N 3).

1.5.1.Der Angeklagte/Beschwerdeführer beantragt, es seien "sämtliche dem 
Kantonalen Steueramt von Dritten auf dem Denunziationsweg zugespielten und 
rechtswidrig beschafften Unterlagen in Anwendung von Art. 141 Abs. 5 der Straf-
prozessordnung (StPO) aus den vorinstanzlichen Akten des Untersuchungsver-
fahrens U-2015/321 bzw. den Akten des Verwaltungsgerichts zu entfernen, bis 
zum rechtskräftigen Verfahrensabschluss unter separatem Verschluss zu halten 
und anschliessend zu vernichten. Gleichermassen sei mit den steuerbehördlich 
erlangten Folgebeweisen zu verfahren" (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Antrag zu Bst. A Ziff. 2). Zur Begründung wird vom Angeklag-
ten/Beschwerdeführer unter Verweis auf die ("weitgespannten") Ausführungen in 
der Einspracheschrift (Ziff. I./4.1.-4.10. S. 7-13) geltend gemacht, dass die von 
Dritten durch Denunziation der Steuerverwaltung zugeleiteten Unterlagen von 
diesen Personen unrechtmässig beschafft worden seien und deshalb von der 
Steuerverwaltung nicht hätten verwendet werden dürfen, und dass die von der 
Steuerverwaltung auf Basis dieser Unterlagen sowie der telefonischen Auskünfte 
erhobenen mannigfachen Folgebeweise ebenfalls dem Beweisverbot unterliegen 
würden (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./2. Rz. 15 
S. 11 f.; Plädoyer, Ziff. II. Rz. 17 S. 10 f.).

1.5.2.Dass die Strafprozessordnung (StPO) nicht anwendbar ist, wurde bereits 
ausgeführt. Davon abgesehen regelt Art. 141 StPO die Verwertbarkeit von 
Beweisen, die durch die Strafbehörden erhoben wurden. Zur Verwertbarkeit von 

13

privat gesammelten Beweisen enthält die StPO keine Bestimmung. Greifen die 
Vorschriften der StPO nicht für diese Beweisbeschaffung, so bestehen auch 
daraus resultierende Beweisverwertungsverbote regelmässig nicht (s.a. 
Einsprache, Ziff. I./4.3 u. 4.4 S. 8 f.). Dennoch stellt sich die Frage, ob von 
Privatpersonen rechtswidrig beschaffte Beweise genutzt werden dürfen. Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (der strafrechtlichen Abteilung) sind 
von Privaten rechtswidrig erlangte Beweismittel nur verwertbar, wenn sie von den 
Strafverfolgungsbehörden rechtmässig hätten erlangt werden können und 
überdies eine Interessenabwägung für ihre Verwertung spricht (vgl. Urteil BGer 
1B_22/2012 vom 11.5.2012 Erw. 2.4.4 mit Hinweisen; vgl. auch BGer Urteil 
6B_983/2013, 6B_995/2013 vom 24.2.2014 Erw. 3.2).

Über die Frage der Verwertbarkeit der Beweismittel hatte bereits die 
Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz im abgeschlossenen 
Steuerbetrugsverfahren zu entscheiden (vgl. Verfügung der Staatsanwaltschaft 
betreffend Beweismittelverwertbarkeit vom 12.10.2017 = Einspracheakten act. 
513 ff.). Dabei hat sich ergeben, dass für die Unterlagen neueren Datums schon 
aus zeitlichen/chronologischen Gründen ausgeschlossen werden kann, dass 
diese aufgrund der vom Angeklagten/Beschwerdeführer behaupteten (zeitlich 
früheren) Sachverhaltskomplexe illegal beschafft worden waren (Rz. 10). Im 
Übrigen fehlten (hinreichende) Anhaltspunkte für eine tatsächliche illegale 
Beschaffung (Rz. 11), oder wäre eine rechtmässige Beschaffung durch die 
Strafverfolgungsbehörden selbst möglich gewesen und die (behauptete) 
Verletzung der privaten Interessen des Angeklagten/Beschwerdeführers so oder 
so nicht als derart gravierend anzusehen, dass diese gegenüber den Interessen 
an der Wahrheitsfindung Vorrang geniesst (Rz. 12). Entsprechend sind auch 
sämtliche Folgebeweise, welche durch die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz erhoben worden sind, von der Staatsanwaltschaft als verwertbar 
erachtet worden (Rz. 14). Weshalb im Steuerübertretungsverfahren nunmehr 
etwas anderes gelten sollte und die von Dritten durch Denunziation der 
kantonalen Steuerverwaltung zugeleiteten Unterlagen (Primärbeweise) sowie 
sämtliche durch die kantonale Steuerverwaltung erhobenen Folgebeweise (bzw. 
Sekundärbeweise) als unverwertbar zu betrachten sein sollen, ist nicht ersichtlich 
(Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./2. Rz. 13 ff.). Die 
Beweismittel sind selbst im Falle einer rechtswidrigen Beschaffung verwertbar, 
da die entsprechenden Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Darüber hinaus wird 
selbst vom Angeklagten/Beschwerdeführer nicht bestritten, dass die infolge der 
Strafanzeige der kantonalen Steuerverwaltung von der Staatsanwaltschaft im 
abgeschlossenen Steuerbetrugsverfahren erhobenen und der Steuerverwaltung 
mittels Amtshilfe übermittelten Beweise (§ 132 StG/SZ bzw. Art. 112 DBG 

14

[Amtshilfe anderer Behörden]) verwertet werden dürfen (Beschwerde/Gesuch um 
gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./2. Rz. 15 S. 11 f.).

Im Weiteren entspricht es wohl herrschender Auffassung, dass die rechtswidrig 
durch Privatpersonen beschafften Beweise zumindest von den Steuerbehörden 
zum Ausgangspunkt eigener Ermittlungen gemacht werden dürfen, solange 
jedenfalls die Steuerbehörden nicht durch Anstiftung etc. an deren 
ursprünglichen Beschaffung beteiligt waren (vgl. Niklaus Schmid, Handbuch des 
schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, § 58 N 802 Fn 71). 
Dementsprechend war die kantonale Steuerverwaltung aufgrund der von Dritten 
durch Denunziation der Steuerverwaltung zugeleiteten Unterlagen jedenfalls 
befugt bzw. aufgrund eines konkreten Anfangsverdachts für eine verfolgbare 
Straftat gesetzlich verpflichtet, ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung 
einzuleiten und den Sachverhalt genauer zu untersuchen. Unbegründet ist dabei 
schliesslich auch der Vorwurf des Angeklagten/Beschwerdeführers, die Art und 
Weise der Erhebung von Folgebeweisen verstosse mehrfach gegen Vorschriften 
u.a. des Steuerrechts. Die kantonale Steuerverwaltung war befugt, die nötigen 
Untersuchungen vorzunehmen, wie z.B. Auskunftspersonen zu befragen (§ 212 
StG/SZ) oder Bescheinigungen von Drittpersonen einzufordern (§ 145 StG/SZ), 
zumal wenn der Angeklagte/Beschwerdeführer trotz Aufforderung keine 
entsprechenden schriftlichen Unterlagen einreichte, bzw. sich darauf berief, dass 
ihn keine Mitwirkungspflichten träfen, bzw. er von seinem Recht Gebrauch 
machte, sich nicht selbst belasten zu müssen.  

1.5.3.Nach dem Gesagten geht auch die Rüge des Angeklag-
ten/Beschwerdeführers fehl, dass die formlose telefonische Einvernahme von 
Auskunftspersonen gegen Art. 76 StPO der auch im Hinterziehungsverfahren 
anwendbaren Strafprozessordnung verstosse, wonach sämtliche Verfahrens-
handlungen vollständig und richtig zu protokollieren seien, weshalb die fragliche 
Aktennotiz unverwertbar sei und auch nicht hätte für die Erhebung von Folgebe-
weisen herangezogen werden dürfen (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beur-
teilung, Vorbemerkungen Ziff. 4. S. 4; ; Plädoyer, Ziff. I. Rz. 8 S. 6 f.). Nachdem 
sich das Verfahren wie bereits erwähnt nicht nach der Strafprozessordnung 
(StPO) richtet, kann dementsprechend auch keine Verletzung der entsprechen-
den Bestimmungen der Strafprozessordnung (Art. 76, 78 Abs. 1 u. 3 [Einver-
nahmeprotokolle] und 181 StPO [Auskunftsperson/Einvernahme]) vorliegen. In 
Frage kommt allenfalls die Anwendung strafprozessualer Grundsätze kraft höher-
rangigem Rechts (EMRK, BV). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt die Akteneinsicht durch den 
Betroffenen eine Aktenführungspflicht der Behörden voraus, und haben die 

15

Behörden alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört und entscheid-
wesentlich sein kann (BGE 124 V 372 Erw. 3b). Dieser ursprünglich für das 
Strafverfahren entwickelte Grundsatz muss als Gehalt von Art. 29 Abs. 2 BV für 
alle Verfahrensarten gelten (BGE 130 II 473 Erw. 4.1S. 477). Dementsprechend 
ist davon auszugehen, dass Auskünfte von Drittpersonen grundsätzlich schriftlich 
zu erfolgen haben. Eine formlos eingeholte und in einer Aktennotiz festgehaltene 
mündliche bzw. telefonische Auskunft stellt nur insoweit ein zulässiges und taug-
liches Beweismittel dar, als damit bloss Nebenpunkte, namentlich Indizien oder 
Hilfstatsachen festgestellt werden. Sind hingegen von Drittpersonen Auskünfte 
zu wesentlichen Punkten des rechtserheblichen Sachverhaltes einzuholen, fällt 
grundsätzlich nur die Form der schriftlichen Anfrage und Auskunft in Betracht. 
Werden Auskunftspersonen zu wichtigen tatbeständlichen Fragen dennoch 
mündlich befragt, ist eine Einvernahme durchzuführen und darüber ein Protokoll 
aufzunehmen (BGE 117 V 282 Erw. 4c S. 285). Ob für das Verwaltungsverfahren 
eine Protokollierungspflicht besteht, lässt sich nicht allgemein beantworten, son-
dern hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab (BGE 124 V 389 
Erw. 3a S. 390).

Entgegen der Auffassung des Angeklagten/Beschwerdeführers verhält es sich 
deshalb nicht so, dass die von der kantonalen Steuerverwaltung formlos einge-
holten und lediglich in einer Aktennotiz festgehaltenen bzw. telefonischen Aus-
künfte (Aktennotiz betreffend Telefonate vom 26.8.-28.8.2015; act. 8. 1.033/1 
blauer Ordner 2 bzw. act. 17. 1.005/1, blauer Ordner 6 der Staatsanwaltschaft) 
von vorneherein als unverwertbar zu betrachten wären. Zumindest soweit damit 
von der kantonalen Steuerverwaltung blosse Nebenpunkte, namentlich Indizien 
oder Hilfstatsachen festgestellt wurden, stellen diese ein zulässiges und taugli-
ches Beweismittel dar. Gegenstand der Befragung der Auskunftspersonen durch 
die kantonale Steuerverwaltung war denn mitunter auch die Herkunft der Unter-
lagen (vgl. Amtlicher Bericht gemäss Art. 195 Abs. 1 StPO der kantonalen Steu-
erverwaltung vom 30.5.2017 in der Strafsache betreffend Steuerbe-
trug/Urkundenfälschung, S. 2 f. = Einspracheakten act. 517 ff.). Im Weiteren ist 
die umstrittene Aktennotiz dem Angeklagten/Beschwerdeführer letztlich auch zur 
Einsicht offengelegt worden, so dass sich dieser dazu äussern konnte 
(Einspracheentscheid, Erw. 6.4.2.1 S. 16). Nachdem die Aktennotiz in den Akten 
ihren Niederschlag gefunden hat, ist sie auch verwertbar. Sie unterliegt der freien 
richterlichen Beweiswürdigung. Dabei versteht sich, dass ihr nicht der gleiche 
Beweiswert beigemessen werden kann wie einer formellen Befragung als 
Auskunftsperson oder Einvernahme als Zeugen (§ 212 Abs. 1 StG/SZ). 
Unverwertbar ist die Aktennotiz deshalb aber nicht. Noch weniger kann gesagt 
werden, dass ohne die Aktennotiz es an jeglichem Spuransatz gefehlt hätte, 

16

weshalb nicht nur die Aktennotiz, sondern zugleich sämtliche von der kantonalen 
Steuerverwaltung erhobenen Folgebeweise einem Beweisverwertungsverbot 
unterliegen würden (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, 
Vorbemerkungen Ziff. 4 S. 4; Plädoyer, Rz. 18 S. 11). Ausgangspunkt der 
Untersuchung im Steuerstrafverfahren waren die von Dritten auf dem Denunzia-
tionsweg der kantonalen Steuerverwaltung zugespielten Unterlagen.

1.6.1.Der Angeklagte/Beschwerdeführer macht zudem geltend, die angefochtene 
Verfügung sei hinsichtlich des Steuerjahrs 2005 wegen Verfolgungsverjährung 
aufzuheben, und es sei das Hinterziehungsverfahren dementsprechend insoweit 
einzustellen (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Antrag zu Bst. B 
Ziff. 1.). Das neuere Recht erweise sich als "lex mitior", und das Verfahren betref-
fend die Steuerperiode 2005 sei somit antragsgemäss einzustellen (vgl. Be-
schwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./6. Rz. 43 ff. S. 23 ff.; Plä-
doyer, Ziff. II. Rz. 23 S. 11 f.). 

1.6.2.Anklägerin/Vorinstanz haben bislang die Ansicht vertreten, die Steuerhin-
terziehung des Jahres 2005 sei mit dem Erlass der Steuerstrafverfügung am 
22. Dezember 2016 aufgrund des erstinstanzlichen Urteils (i.S.v. Art. 333 Abs. 6 
Bst. d StGB) definitiv unverjährbar geworden (vgl. Einspracheentscheid, Erw. 8 
S. 23). Vernehmlassend wurde darauf hingewiesen, dass die Frage nach der 
Anwendbarkeit der nachträglich in Kraft getretenen kürzeren Verjährungsfristen 
(10 Jahre) vor dem Bundesgericht hängig sei (vgl. Vernehmlassung, S. 14). Nach 
den in der Zwischenzeit ergangenen höchstrichterlichen Entscheiden des Bun-
desgerichts (vgl. Urteil BGer 2C_257/2018, 2C_308/2018 vom 11.11.2019 
Erw. 3; ebenfalls Urteil BGer 2C_32/2018, 2C_35/2018 vom 11.11.2019 
Erw. 3.4) wurde die Anklage an der Hauptverhandlung bezüglich dem Jahr 2005 
fallen gelassen.

1.6.3.Gemäss dem neuen, am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Recht verjährt 
die Strafverfolgung bei vollendeter Steuerhinterziehung (bereits) zehn Jahre nach 
Ablauf der Steuerperiode, für welche die steuerpflichtige Person nicht oder un-
vollständig veranlagt wurde. Die Verjährung tritt nicht mehr ein, wenn die zustän-
dige kantonale Behörde vor Ablauf der Verjährungsfrist eine Verfügung erlassen 
hat. Nach früherem Recht verjährte die Strafverfolgung für eine vollendete Hin-
terziehung nach 15 Jahren, wobei die gesetzliche, ebenfalls zehnjährige Ver-
jährungsfrist durch jede Strafverfolgungshandlung gegenüber der pflichtigen Per-
son unterbrochen wurde.

1.6.4.Aus dem in Art. 205f DBG festgehaltenen Grundsatz der "lex mitior" ergibt 
sich, dass das neue Verjährungsrecht selbst auf die vor seinem Inkrafttreten be-

17

gangenen Straftaten anwendbar ist, wenn es milder ist als das in jenen Steuerpe-
rioden geltende Recht (vgl. Urteil BGer 2C_844/2017 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen). 
Das Recht von 2014 gilt als mildestes Recht (Art. 205f DBG), weshalb es das 
Recht von 2002/2007 (insbesondere Art. 333 Abs. 6 Bst. d StGB 2007) zurück-
drängt (vgl. Urteil BGer 2C_257/2018, 2C_308/2018 vom 11.11.2019 Erw. 3.4; 
ebenfalls Urteil BGer 2C_32/2018, 2C_35/2018 vom 11.11.2019 Erw. 3.4).

1.6.5.Hier erging die Steuerstrafverfügung für alle massgeblichen Jahre 2005 bis 
2009 am 22. Dezember 2016. Gemäss der heute geltenden – und in concreto 
milderen – Regelung sind somit die für 2005 erlassenen Bussen verjährt. Auf-
grund dessen ist die Verfolgungsverjährung bezüglich des Jahres 2005 eingetre-
ten. Mit der Verfügung vom 22. Dezember 2016 konnte der Fristenlauf hinsicht-
lich dieses Jahres nicht mehr unterbrochen werden.

2.1.1.Dem Angeklagten/Beschwerdeführer wird vorgeworfen, sich in den 
Steuerperioden 2005 bis 2009 der vollendeten Steuerhinterziehung im Sinne von 
§ 202 Abs. 1 StG/SZ sowie Art. 175 Abs. 1 DBG schuldig gemacht zu haben, 
indem er als steuerpflichtige Person vorsätzlich bewirkte, dass die 
Veranlagungen 2005 bis 2009 zu Unrecht unterlieben seien (vgl. 
Steuerstrafverfügung, Disp.-Ziff. 1; Einspracheentscheid Disp.-Ziff. 1).

2.1.2.Anklägerin/Vorinstanz gehen davon aus, dass der 
Angeklagte/Beschwerdeführer in den Steuerperioden 2005 bis 2009 im Kanton 
Schwyz, Gemeinde U.________/SZ, steuerpflichtig gewesen sei und sich durch 
die Nichtanmeldung dauerhaft der Besteuerung entzogen und somit kausal 
bewirkt habe, dass die Steuerveranlagungen in den entsprechenden 
Steuerperioden unterblieben seien und dadurch ein erheblicher Steuerausfall 
resultierte (Einspracheentscheid, Erw. 6.2.3). Es würden sich keine vernünftigen 
Zweifel daran ergeben, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer wissentlich und 
willentlich eine Täuschung der Steuerbehörden beabsichtigt habe, um keine 
Steuern zahlen zu müssen (Einspracheentscheid, Erw. 6.3).

2.1.3.Der Angeklagte/Beschwerdeführer bestreitet einen steuerrechtlichen 
Wohnsitz oder steuerrechtlichen Aufenthalt in der Schweiz für den fraglichen 
Zeitraum, und kommt seinerseits zum Schluss, dass aus diesem materiellrechtli-
chen Grund (Fehlen einer Steuerverkürzung) die Steuerhinterziehungsbusse jeg-
licher rechtlichen Grundlage entbehre und aufzuheben sei (Beschwerde/Gesuch 
um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 39 S. 21; Einsprache, Ziff. II./2.5. 
S. 23).

18

2.2.1.Natürliche Personen sind in der Schweiz bzw. im Kanton aufgrund 
persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen 
Wohnsitz oder Aufenthalt hier haben (Art. 3 Abs. 1 DBG; Art. 3 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 
Gemeinden [StHG; SR 642.14] vom 14.12.1990). Einen solchen Wohnsitz hat 
eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält 
oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz 
zuweist (Art. 3 Abs. 2 DBG). Einen steuerrechtlichen Aufenthalt in der Schweiz 
hat eine Person, wenn sie ungeachtet vorübergehender Unterbrechung während 
mindestens 30 Tagen in der Schweiz verweilt und eine Erwerbstätigkeit ausübt, 
oder ohne Erwerbstätigkeit während mindestens 90 Tagen hier verweilt (Art. 3 
Abs. 3 DBG; Art. 3 Abs. 1 StHG). Gemäss Art. 8 Abs. 2 DBG endet die 
Steuerpflicht in der Schweiz unter anderem mit dem Wegzug des 
Steuerpflichtigen aus der Schweiz. In gleicher Weise ist die Steuerpflicht auf-
grund persönlicher Zugehörigkeit im kantonalen Recht geregelt (vgl. u.a. § 4 Abs. 
1, 2 und 3 sowie § 12 Abs. 1 und 2 StG/SZ). Die Anwendung dieser Vorschriften 
muss somit grundsätzlich zum gleichen Ergebnis führen.

2.2.2.Der steuerrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich dort, wo faktisch 
der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen liegt ("le lieu où se situe le centre de ses 
intérêts"; BGE 132 I 29 Erw. 4.1 S. 36; 125 I 54 Erw. 2 S. 56; 123 I 289 Erw. 2a 
S. 293 f.). Dabei ist von objektiven, äusseren Umständen auf innere Tatsachen 
zu schliessen. Darüber kann gemeinhin kein klarer Beweis geführt werden, 
sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen. Hierzu ist 
eine sorgfältige Berücksichtigung und Gewichtung sämtlicher Berufs-, Familien- 
und Lebensumstände notwendig (BGE 143 II 233 Erw. 2.5.2 S. 238). Auch ein 
von vornherein bloss vorübergehender Aufenthalt vermag einen 
steuerrechtlichen Wohnsitz zu begründen, sofern er auf eine bestimmte Dauer 
angelegt ist und der Lebensmittelpunkt tatsächlich dorthin verlegt wird. Als 
Mindestdauer wird üblicherweise ein Jahr vorausgesetzt (BGE 143 II 233 Erw. 
2.5.1 S. 237).

Auf die bloss geäusserten Wünsche der steuerpflichtigen Person oder die 
gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes kommt es nicht an. Der 
steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (BGE 138 II 300 Erw. 3.2 
S. 305 f.). Gleichermassen spielt das polizeiliche Domizil, an welchem die Schrif-
ten hinterlegt werden, keine entscheidende Rolle. Als äussere Merkmale können 
sie ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden, falls auch das übrige Ver-
halten der Person dafür spricht (BGE 132 I 29 Erw. 4.1 S. 35 f.). Pflegt eine Per-
son Kontakte zu mehreren Orten, ist für die Bestimmung des steuerrechtlichen 

19

Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen 
unterhält. Dabei ist diese Frage jeweils aufgrund der Gesamtheit der Umstände 
des Einzelfalles zu beurteilen (BGE 132 I 29 Erw. 4.2 S. 36 f., mit Hinweisen).

2.2.3.Für eine Wohnsitzverlegung ins Ausland (vgl. Art. 8 Abs. 2 DBG) genügt es 
nicht, die Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz zu lösen. Massgeblich ist viel-
mehr, dass nach den gesamten Umständen ein neuer Wohnsitz begründet wor-
den ist. Niemand kann an mehreren Orten zugleich Wohnsitz haben. Der einmal 
begründete Wohnsitz bleibt grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen bestehen 
(sog. "rémanence du domicile"). Nicht entscheidend ist deshalb in der Regel, 
wann der Steuerpflichtige sich am bisherigen Wohnort abgemeldet oder diesen 
verlassen hat. Begibt er sich ins Ausland, bleibt er in der Schweiz steuerpflichtig, 
bis er nachweisbar im Ausland einen neuen Wohnsitz begründet (vgl. BGer Urteil 
2C_114/2018 vom 18.7.2019 Erw. 3.1.2.). Eine andere Sichtweise würde eine zu 
grosse Missbrauchsgefahr nach sich ziehen (BGE 138 II 300 Erw. 3.3 S. 306).

2.3.1.Zunächst ist mit Blick auf die Vorgeschichte (Zeit vom 10.10.1999 bis ca. 
Ende September 2003) festzustellen (Steuerstrafverfügung, Ziff. 1.2. ff. S. 5 ff.), 
dass es in der Tat als fraglich erscheint, ob der Angeklagte/Beschwerdeführer 
tatsächlich seinen Wohnsitz in der Schweiz mit der Abmeldung im Oktober 1999 
von V.________/ZH nach Hongkong aufgegeben bzw. ins Ausland (Wegzug 
nach Hongkong) verlegt hatte. Die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle am 
bisherigen Wohnort und der Wegzug ins Ausland sind jedenfalls kein Beweis für 
eine Wohnsitzbegründung im Ausland (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 25 S. 16). Dasselbe gilt für die förmliche Anmeldung 
seines Hongkonger Wohnsitzes beim Schweizerischen Generalkonsulat 
und/oder die blosse Tatsache, dass sich der Angeklagte/Beschwerdeführer bei 
dieser Auslandvertretung eine neue Identitätskarte sowie einen neuen Reisepass 
(später auch einen maschinenlesbaren USA-tauglichen Schweizerpass) 
ausstellen liess (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III.4. Rz. 
26 S. 16). 

Die verschiedenen c/o-Adressen (Steuerstrafverfügung, Ziff. 1.2.1 S. 6 f.), die 
vom Angeklagten/Beschwerdeführer in Hongkong angeblich aufgrund seiner 
häufigen Abwesenheit als Postadressen verwendet wurden, damit Gewähr für 
die dauernde Entgegennahme und Weiterleitung von für diesen bestimmter Post 
bestanden habe (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./4. 
Rz. 18 S. 14 u. Rz. 29 S. 17; Einsprache, Ziff. II./1.9 S. 20), sprechen ebenfalls 
nicht für eine (tatsächliche) Wohnsitzverlegung. Ein steuerrechtlicher Wohnsitz in 

20

Hongkong lässt sich daraus jedenfalls nicht ableiten. Daraus kann der 
Angeklagte/Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.

2.3.2.Der Angeklagte/Beschwerdeführer muss sich ferner auch entgegenhalten 
lassen (Einspracheentscheid, Erw. 6.2.2. S. 10), dass ein Nachweis dafür nicht 
erbracht wurde, dass er im Ausland Steuern bezahlt hat oder von der Steuer-
pflicht befreit worden ist. Dagegen lässt sich nämlich genau genommen nicht ein-
fach einwenden, dass er in Hongkong gar keine Steuern zu bezahlen hatte, we-
gen Nichterreichens des hierfür notwendigen Mindestaufenthaltsdauer 180 Ta-
gen innerhalb eines Veranlagungsjahres oder von mehr als 300 Tagen in zwei 
aufeinanderfolgenden Veranlagungsjahren (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 20 f. S. 14 f.). Mit dem Hinweis auf Art. 4 Abs. 1 Bst. a 
des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung 
der Besonderen Verwaltungsregion Honkong der Volksrepublik China zur 
Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 
Einkommen vom 4. Oktober 2011 (SR 0.672.941.61; AS 2012 5761; 
Bundesbeschluss Genehmigung: 15. Juni 2012 [AS 2012 5759]), welches 
gemäss dem Angeklagten/Beschwerdeführer "mit Bezug auf den Begriff der An-
sässigkeit auf dem früheren Rechtszustand" basiere, verkennt der Angeklag-
te/Beschwerdeführer offenbar, dass es sich bei den dort erwähnten persönlichen 
Zugehörigkeitsmerkmalen nur um Ersatztatbestände handelt, damit eine Person 
in Hongkong dennoch für die Zwecke des Abkommens in Hongkong ansässig 
gelten kann. Denn bedingt durch das territoriale Steuersystem von Hongkong 
begründen solche persönlichen Zugehörigkeitsmerkmale alleine keine Steuer-
pflicht in Hongkong (vgl. Botschaft zur Genehmigung eines 
Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Schweiz und Hongkong vom 23. 
November 2011; BBl 2012 1 ff., 9). Da Hongkong zu den Staaten gehört, die dem 
"Quellenprinzip" (bzw. "Territorial[itäts]prinzip" im Gegensatz zum "Wohnsitzprin-
zip") folgen, ist vielmehr die Frage entscheidend, wann Einkünfte im Inland ent-
stehen oder bezogen werden (arise, are derived by) (für Hongkong s. Privy 
Council, Commissioner of Inland Revenue [CIR] v. Hang Seng Bank Ltd., 1990 
STC 733, sowie CIR v. HK-TVB International Ltd., 1992 STC 723; s. Vogel, in: 
Vogel/Lehner [Hrsg.], Doppelbesteuerungsabkommen der Bundesrepublik 
Deutschland auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Vermögen: 
Kommentar auf der Grundlage der Musterabkommen, 5. Aufl., München 2008, 
Einl. N 11 f.). Insofern täuscht sich der Angeklagte/Beschwerdeführer, jedenfalls 
wenn er zu glauben scheint, dass er wegen Nichterreichens einer bestimmten 
Mindestaufenthaltsdauer in Hongkong für seine (behaupteten) "in Hongkong bzw. 
von dort aus betriebenen geschäftlichen Aktivitäten" (Beschwerde/Gesuch um 

21

gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 22 S. 15) ohne weiteres von der Steuer-
pflicht in Hongkong (z.B. Salaries Tax, Profits Tax) befreit (gewesen) sei. 

2.3.3.Nun behaupten Anklägerin/Vorinstanz für die Begründung der Steuerpflicht 
des Angeklagten/Beschwerdeführers am 1.1.2005 im Kanton Schwyz, Gemeinde 
U.________/SZ, aber gar nicht, dass der bisherige Wohnsitz in der Schweiz als 
fiktiver fortbestanden habe (Steuerstrafverfügung, Ziff. 1.3. S. 11 ff.; unklar 
Einspracheentscheid, Erw. 6.2.2. S. 10 f.). Anklägerin/Vorinstanz erachten es 
vielmehr als naheliegend, dass sich der Mittel- oder Schwerpunkt der 
Lebensinteressen des Angeklagten/Beschwerdeführers bei der damaligen 
Lebenspartnerin und "grossen Liebe" B.________ sel. befunden habe, mit 
welcher er spätestens im Herbst 2003 zusammengekommen sei, und die ihren 
steuerrechtlichen Wohnsitz immer in U.________/SZ gehabt habe. Der 
Mittelpunkt der Lebensinteressen des Angeklagten/Beschwerdeführers ergebe 
sich hernach aus der Berücksichtigung und Würdigung sämtlicher Berufs-, 
Familien- und Lebensumstände in den Steuerperioden 2005 bis 2009: Die 
regelmässigen Aufenthalte in der Schweiz, die gelebte Partnerschaft mit 
B.________ sel., gemeinsame Reisen mit ihr und das Betreiben seines Hobbys 
(selber Helikopter fliegen) in Q.________ und R.________, die Grund- und 
Zusatzversicherung bei der Krankenkasse SANITAS, die in der Schweiz 
belassenen und eingelösten Fahrzeuge, die Tochterbesuche, seine 
gemeinsamen Firmen mit der Lebenspartnerin, seine Funktion als Schweizer 
Vertreter für die Gruppe Z.________, die Fax-Mitteilungen dieser Firma an die 
Privatadresse seiner Lebenspartnerin, die verschiedenen Treffen mit Vertretern 
der Firmen K.________ und L.________, die in seiner Heimat in Anspruch 
genommenen Dienstleistungen (Kreditkarte, Bank, Telefon) sowie die 
widersprüchlichen Angaben zu den Wohnadressen in Hongkong stellten 
gewichtige Indizien für einen Wohnsitz in der Schweiz dar. Insbesondere müsse 
sich der Angeklagte/Beschwerdeführer das von der kantonalen Steuerverwaltung 
erstellte "Bewegungsraster" entgegenhalten lassen (Einspracheentscheid, 
Erw. 6.2.2 S. 11 f.).

2.3.4.Vom Angeklagten/Beschwerdeführer wird dagegen, was den fraglichen 
Zeitraum in den Jahren 2005 bis 2009 anbetrifft, gar nicht in Abrede gestellt, 
dass er regelmässig in der Schweiz weilte und in diesem Zusammenhang auch 
monatlich von der Schweiz aus telefonierte, sei es zum Zweck der Wahrnehmung 
seines Besuchsrechts der bei der Mutter in W.________/ZH lebenden Tochter, 
sei es zwecks Entspannung in den Glarnerischen Weissenberge ob 
S.________/GL oder in T.________/TI, wo die damalige Lebenspartnerin eine 
Wohnung besessen habe, oder sei es zwecks deren Begleitung zur Teilnahme 

22

an den zahlreichen Erbenversammlungen im Nachlass von C.________ und 
D.________, womit aber kein Wohnsitz in der Gemeinde U.________/SZ 
dargetan sei, auch wenn anlässlich der Aufenthalte in der Schweiz bisweilen – 
aber keineswegs ständig – im Haus der Lebenspartnerin in Q.________ 
übernachtet worden sei (Einsprache, Ziff. II./1.11. S. 20 f.). Den Angaben des 
Angeklagten/Beschwerdeführers zufolge verbrachte dieser im fraglichen 
Zeitraum jeweils 150-170 Tage in Spanien, und 60-80 Tage p.a. in der Schweiz, 
wovon höchsten 8-10 Tage pro Jahr auf geschäftliche Aktivitäten entfallen seien 
(Einsprache, Ziff. II./1.12. S. 21). Durch die unter Verwendung insbesondere von 
Auskünften der SWISSCOM (Rechnungen für Mobile-Telefonie), von 
Bescheinigungen der UBS AG betreffend Barbezüge und -einzahlungen und der 
Firma E.________ (betreffend Helikopter-Schulungsflüge) erstellten 
"Bewegungsraster" seien nur "zahlreiche und regelmässige Aufenthalte zu 
vorwiegend privaten touristischen Zwecken in der Schweiz" belegt, woraus sich 
jedoch nicht im Entferntesten ableiten lasse, er habe den Mittelpunkt seiner 
Lebensinteressen in Q.________ gehabt (Einsprache, Ziff. II./1.15 S. 21).

2.3.5.Entgegen der Meinung von Anklägerin/Vorinstanz ist der vorliegende Fall 
nicht mit dem VGer SZ VGE II 2018 59 vom 21. März 2019 i.S. Ehegatten F. und 
G. zugrundeliegenden Sachverhalt (publiziert in: StPS 2019, S. 40 ff.) vergleich-
bar. In diesem Fall war vom Grundsatz auszugehen, dass die Ehegatten ein ge-
meinsames Steuerdomizil am Familienort haben, und getrennte Wohnsitze der 
Ehegatten grundsätzlich nur mit Vorsicht und Zurückhaltung anzunehmen sind. 
Aus Sicht des Gerichts vermag der Angeklagte/Beschwerdeführer im 
vorliegenden Fall durchaus glaubhaft darzulegen und mit Dokumenten und 
Bildmaterial zu untermauern, dass er einen wesentlichen Teil der Beziehung mit 
seiner Lebenspartnerin ebenso in Hongkong sowie sonst im Ausland und auf 
Reisen gelebt hat. Vorliegend spricht Einiges für getrennte steuerrechtliche 
Wohnsitze trotz Lebenspartnerschaft. Insbesondere darf nicht unbeachtlich blei-
ben, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer sich (nach Beendigung der Bezie-
hung mit der früheren Lebenspartnerin im Spätsommer 2003 und dem Verkauf 
seines ½ Miteigentums in P.________/SH an diese am 7. Oktober 2003) häufig 
und auch für längere Zeit zu geschäftlichen aber auch privaten Zwecken in 
Hongkong aufhielt und dort auch engere soziale Beziehungen knüpfte. Es lässt 
sich insofern nicht einfach von einem bloss vorübergehenden (Ausland-) Aufent-
halt sprechen (vgl. dazu Urteil BGer 2C_678/2013, 2C_680/2013 vom 28.4.2014 
Erw. 2.2). Ein Beleg dafür ist, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer von 2003-
2006 eine Wohnung auf der ca. 1 Fährstunde südöstlich der Stadt Hongkong ge-
legenen Insel Cheung Chau hatte, wo sich in jener Zeitspanne auch sein Wohn-
sitz befunden habe und er eine zweijährige Ausbildung zum Nei Gong-Lehrer ab-

23

solvierte (Einsprache, Ziff. II./1.6 S.19; "Two Year Teacher Course in Tian Yan 
Nei Gong"). Ebenfalls legt der Angeklagte/Beschwerdeführer einen schriftlichen 
Mietvertrag vom 25. Februar 2005 ins Recht, wonach er eine weitere Wohnung in 
Cheung Chau/Hongkong angemietet hatte (Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 27 S. 16 f. u. Rz. 36 S. 20; Bf-act. 9-11). Zusätzlich 
gibt der Angeklagte/Beschwerdeführer an, ab Ende Sommer 2006 bis im Früh-
jahr 2010 eine Suite von ca. 70 m2 im Hotel "Warwick" im Hotel Cheung Chau 
angemietet zu haben, welche ebenfalls jeweils anderweitig untervermietet wor-
den sei, wenn er längere Zeit nicht in Hongkong geweilt habe (Einsprache, 
Ziff. II/1.8). 

Eine Steuerpflicht des Angeklagten/Beschwerdeführers im Kanton Schwyz, 
Gemeinde U.________/SZ, erscheint zudem auch nicht aufgrund der Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit und/oder einer Geschäftsniederlassung in der Schweiz 
(bzw. im Kanton) ausgewiesen. Zwar geht aus dem vom 
Angeklagten/Beschwerdeführer im Steuerbetrugsverfahren der 
Staatsanwaltschaft eingereichten "Handelsvertretervertrag" vom 22./25. Juni 
2004 (act. 15. 1.002/01-08 blauer Ordner 3 der Staatsanwaltschaft) und auch der 
Faxmittelung "Neue Rechnungsadresse/Postanschrift X.________ AG" vom 23. 
März 2010 (act. 15. 1.003/01 blauer Ordner 3 der Staatsanwaltschaft) eindeutig 
hervor, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer schon vor der Gründung der 
X.________ AG (Eingetragen im Handelsregister des Kantons Schwyz am 
xx.xx.2010) geschäftlich in der Schweiz als Handelsvertreter tätig war und dabei 
"die Verrechnung (…) über Y.________ Ltd." erfolgte (vgl. Ziff. 19 [Sonstige 
Bestimmungen] des Handelsvertretervertrags vom 22./25. Juni 2004), bzw. "der 
Handelsvertretervertrag vom 22. Juni 2004 von der Sitzverlegung (England in die 
Schweiz) nicht tangiert" werde und die "X.________ AG (…) ebenso zu 100% 
mir" (Angeklagter/Beschwerdeführer) gehöre. Die gegenteiligen Behauptungen 
des Angeklagten/Beschwerdeführers, wonach er mit der irisch/britischen 
Y.________ Ltd., an welche die Zahlungen gingen, weder als Gründer, 
Beteiligungsrechtsinhaber oder Organ irgendetwas zu schaffen gehabt habe 
(Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Beurteilung, Ziff. III./5. Rz. 41 S. 22 f.), 
bzw. er in keinerlei Hinsicht an der "englischen/irischen" Y.________ Ltd. beteiligt 
gewesen sei, weder rechtlich als "Aktionär" oder sonstwie gesellschaftsrechtlich 
Beteiligter noch wirtschaftlich noch als "nahestehende Person" (Einsprache, Ziff. 
II./3.2. S. 24), sind insofern unbehelflich. Das ändert jedoch nichts daran, dass 
dem Angeklagten/Beschwerdeführer nicht nachgewiesen werden konnte, dass er 
nach seiner Abmeldung und seinem Wegzug ins Ausland mindestens durch 
seine Erwerbstätigkeit und seinen Aufenthalt in der Schweiz (bzw. im Kanton) 
von mehr als 30 Tagen ungeachtet vorübergehender Unterbrechung in der 

24

Schweiz (bzw. im Kanton) steuerpflichtig geblieben ist (Steuerstrafverfügung, Ziff. 
1.2.4 S. 10 f. u. 1.3.2 S. 12 ff.). Anklägerin/Vorinstanz behaupten jedenfalls nicht 
mehr, dass die in der Schweiz ausgeübte Erwerbstätigkeit als Handelsvertreter 
für sich genommen eine unbeschränkte Steuerpflicht aufgrund eines 
(qualifizierten) steuerrechtlichen Aufenthalts zu begründen vermochte 
(Einsprache, Ziff. II./2.1.-2.4. S. 22 f.; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche 
Beurteilung, Ziff. III./4. Rz. 35 S. 20). Die Tätigkeit führt auch nicht zu einer 
Geschäftsniederlassung in der Schweiz, solange sich diese nicht in ständigen 
körperlichen Anlagen und Einrichtungen entfaltet. Da die Tätigkeit als 
Handelsvertreter ihrer Natur nach nicht überwiegend von an sich vorhandenen 
ständigen Anlagen und Einrichtungen aus erbracht wird, sondern dezentral bei 
diversen Kunden bzw. Abnehmern, kann es nicht darauf ankommen, wo diese 
Kunden bzw. Abnehmer wohnhaft sind. Wickelt sich die Erwerbstätigkeit nicht in 
ständigen Anlagen und Einrichtungen ab, sind Einkommen und Vermögen am 
Hauptsteuerdomizil steuerbar, selbst wenn sich hier keine spezifischen 
Einrichtungen befinden (vgl. BGer Urteil 2C_461/2015 und 2C_462/2015 vom 
12.4.2016 Erw. 3.2 mit weiteren Hinweisen, publiziert auch in: StPS 2016, 
S. 4 ff.).

Letztlich können in Bezug auf den steuerrechtlichen Wohnsitz und/oder 
steuerrechtlichen Aufenthalt des Angeklagten/Beschwerdeführers auch keine 
eindeutigen Schlüsse gezogen werden aus dem von der kantonalen 
Steuerverwaltung (aufgrund von Bescheinigungen und Auskünften von 
Drittpersonen zu Telefonverbindungen, Helikopter-Flügen, ärztlichen 
Behandlungen, Einzahlungen/Auszahlungen/Bankomatbezügen, Flugreisen) 
erstellten "Bewegungsraster" (Steuerstrafverfügung, Ziff. 1.3.3. Bst. f; Einspra-
cheentscheid Erw. 6.2.2. S. 11 f.). Gemäss "Bewegungsraster" ergeben sich 
vielmehr zahlreiche Aufenthalte an diversen verschiedenen Orten in der Schweiz. 
Insbesondere kann daraus kein bestimmter steuerrechtlicher Wohnsitz des 
Angeklagten/Beschwerdeführers innerhalb der Schweiz (bzw. im Kanton) 
abgeleitet werden (Einsprache, Ziff. II./1.7 S. 20 [Hongkonger Mobile-
Telefonnummer] u. Ziff. II./1.15 S. 21 [zahlreiche und regelmässige Aufenthalte]). 
Dasselbe gilt unter den gegebenen Umständen auch für die Tatsache, dass der 
Angeklagte/Beschwerdeführer diverse Motorfahrzeuge in der Schweiz stationiert 
behielt (Einsprache, Ziff. II./1.13. S. 21; Beschwerde/Gesuch um gerichtliche Be-
urteilung, Ziff. III./4. Rz. 19 S. 14) und seine schweizerische 
Krankenversicherung fortbestehen liess (Einsprache, Ziff. II./1.14. S. 21).

Immerhin lässt sich festhalten, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer sich des 
"Problems" einer allfälligen Steuerpflicht in der Schweiz offenbar nicht gänzlich 
unbewusst gewesen zu sein scheint (Einsprache, Ziff. II./ 4.11. S. 30 f.; Plädoyer, 

25

Rz. 26 S. 13 f.), war er doch jedenfalls darum bemüht, die tatsächlichen Verhält-
nisse gegenüber den Steuerbehörden nicht vollständig und wahrheitsgemäss of-
fenzulegen bzw. ein Steuerdomizil mit Arbeitsort im Ausland (in Hongkong) vor-
zugeben. Nur so lässt sich erklären (Einsprache, Ziff. II./1.1. S. 17), weshalb der 
Angeklagte/Beschwerdeführer (aufgrund seiner sekundären Steuerpflicht wegen 
des Erwerbs einer Immobilie in S.________/GL "Weissenberge" [Erworben am 
xx.xx.2001]) in den Steuererklärungen gegenüber der kantonalen Steuerverwal-
tung Glarus neben Hongkong als seinen steuerrechtlichen Wohnsitz jeweils un-
wahre Angaben zu seinem Beruf ("Pilot") und seiner Tätigkeit ("unselbständige 
Tätigkeit") machte, und dazu auch ein frei erfundenes "Lohneinkommen" sowie 
auch nur ein unvollständiges Vermögen deklarierte (vgl. Steuerstrafverfügung, 
Ziff. 1.2. S. 5 f. u. Ziff. 1.3.4 S. 24), und diese Angaben selbst auf Auflage der 
kantonalen Steuerverwaltung Glarus für die Überprüfung der Steuererklärung 
2009 durch seinen damaligen Steuervertreter/Treuhänder bestätigen liess (vgl. 
Steuerakten, blaues Dossier, act. 58: "Gemäss Angaben von Herr A.________ 
existiert kein Lohnausweis im Fernost. Das deklarierte Lohneinkommen von 
SFr. 45'000.00 entspricht der Wirklichkeit."). Der Beruf als "Kaufmann" wurde 
entgegen der Behauptung des Angeklagten/Beschwerdeführers in den betreffen-
den Steuererklärungen nie erwähnt. Ebenso wenig wurde auf irgendwelche Ein-
künfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit oder sonstiges entsprechendes Lohn-
einkommen im Zusammenhang mit den vorliegend behaupteten "in Hongkong 
bzw. von dort aus betriebenen geschäftlichen Aktivitäten" hingewiesen.

2.3.6.Für das Steuerhinterziehungsverfahren als Strafverfahren gilt die Un-
schuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Als Beweislastregel 
bedeutet die Unschuldsvermutung, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die 
Schuld des Angeklagten zu beweisen und nicht dieser seine Unschuld nachwei-
sen muss. Im Zweifelsfall ist zu Gunsten des Angeklagten zu entscheiden (vgl. 
Urteil BGer 2C_1157/2016, 2C_1158/2016 vom 2.11.2017 Erw. 4.2.1.). 

Aus der Unschuldsvermutung und dem darin enthaltenen Grundsatz "in dubio pro 
reo" ergibt sich im Sinne einer Beweiswürdigungsregel, dass den Steuerstrafen 
keine Sachverhaltselemente zugrunde gelegt werden dürfen, über deren Verwirk-
lichung bei objektiver Würdigung der gesamten Beweislage Zweifel bestehen 
oder die nur als wahrscheinlich gelten (vgl. Urteil BGer 2C_362/2018 vom 
19.6.2019 Erw. 3.5). Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht ver-
langt werden kann. Der Grundsatz ist jedoch verletzt, wenn das Gericht an der 
Schuld hätte zweifeln müssen (vgl. Urteil BGer 6B_2012/2019 vom 15.5.2019 
Erw. 1.3.2.).

26

Im vorliegenden Fall kommt das Gericht zum Schluss, dass bei objektiver 
Würdigung der gesamten Beweislage Zweifel an der Steuerpflicht des 
Angeklagten/Beschwerdeführers aufgrund eines steuerrechtlichen Wohnsitzes 
und/oder eines qualifizierten Aufenthalts in der Schweiz (bzw. im Kanton) 
bestehen. Insbesondere scheint ein steuerrechtlicher Wohnsitz oder qualifizierter 
Aufenthalt des Angeklagten/Beschwerdeführers im Kanton Schwyz, Gemeinde 
U.________/SZ, nicht mit dem erforderlichen Beweismass des Vollbeweises 
bzw. der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Das 
bedeutet, dass der Angeklagte/Beschwerdeführer in Anwendung des 
Grundsatzes "in dubio pro reo" vom Vorwurf der Steuerhinterziehung 
freizusprechen ist.

3.1. Art. 30 Abs. 3 BV (gilt für alle gerichtlichen Verfahren) verankert das auch 
von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 UNO-Pakt II (SR 0.103.2) vorgesehene Prin-
zip der Justizöffentlichkeit. Diese erlaubt Einblick in die Rechtspflege und sorgt 
für Transparenz der gerichtlichen Verfahren. Damit dient sie einerseits dem 
Schutz der direkt an gerichtlichen Verfahren beteiligten Parteien im Hinblick auf 
deren korrekte Behandlung und gesetzmässige Beurteilung. Andererseits ermög-
licht die Justizöffentlichkeit auch nicht verfahrensbeteiligten Dritten nachzuvoll-
ziehen, wie gerichtliche Verfahren geführt werden, das Recht verwaltet und die 
Rechtspflege ausgeübt wird. Die Justizöffentlichkeit bedeutet eine Absage an 
jegliche Form der Kabinettsjustiz, will für Transparenz der Rechtsprechung sor-
gen und die Grundlage für das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit schaffen. Der 
Grundsatz ist von zentraler rechtsstaatlicher und demokratischer Bedeutung. Die 
demokratische Kontrolle durch die Rechtsgemeinschaft soll Spekulationen be-
gegnen, die Justiz benachteilige oder privilegiere einzelne Prozessparteien un-
gebührlich oder Ermittlungen würden einseitig und rechtsstaatlich fragwürdig ge-
führt. Im Ausmass der garantierten Justizöffentlichkeit bilden Gerichtsverhand-
lung und Urteilsverkündung öffentlich zugängliche Quellen im Sinne der Informa-
tionsfreiheit gemäss Art. 16 Abs. 3 BV (zum Ganzen: BGE 143 I 194 Erw. 3.1 
S. 197 f.; BGE 139 I 129 Erw. 3.3 S. 133 f.; je mit Hinweisen).

3.2. Öffentliche Urteilsverkündung bedeutet primär, dass am Schluss eines ge-
richtlichen Verfahrens das Urteil in Anwesenheit der Parteien sowie von Publi-
kum und Medienvertretern verkündet wird. Darüber hinaus dienen weitere For-
men der Bekanntmachung dem Verkündungsgebot, wie etwa öffentliche Auflage, 
Publikation in amtlichen Sammlungen oder Bekanntgabe über das Internet. Sie 
sind im Einzelnen anhand von Sinn und Zweck des Verkündungsgebots darauf-
hin zu beurteilen, ob sie die verfassungsrechtlich gebotene Kenntnisnahme ge-
richtlicher Urteile erlauben (BGE 139 I 129 Erw. 3.3 S. 134 mit Hinweisen; Urteil 

27

BGer 1C_497/2018 vom 22.1.2020 Erw. 2.2). Das Prinzip der Justizöffentlichkeit 
setzt kein besonderes schutzwürdiges Informationsinteresse voraus. Der verfas-
sungsrechtliche Anspruch auf Kenntnisnahme von Urteilen gilt jedoch nicht abso-
lut. Er wird begrenzt durch den ebenfalls verfassungsrechtlich verankerten 
Schutz von persönlichen und öffentlichen Interessen. Sein Umfang ist im Einzel-
fall unter Abwägung der entgegenstehenden Interessen zu bestimmen. Zu wah-
ren ist insbesondere der Persönlichkeitsschutz der Prozessparteien. Daraus 
folgt, dass die Kenntnisnahme von Urteilen unter dem Vorbehalt der Anonymisie-
rung steht (vgl. zum Ganzen BGE 139 I 129 Erw. 3.6 S. 136 f.; Urteil BGer 
1C_497/2018 vom 22.1.2020 Erw. 2.2 mit Hinweisen). Im Übrigen ist es jedoch 
Bund und Kantonen unbenommen, eine Kommunikationspolitik einzuführen, die 
über die genannten verfassungsrechtlichen Verpflichtungen hinausgeht (vgl. Ur-
teil BGer 1C_290/2015 vom 15.10.2015 Erw. 3.4.2). Die Praxis der Behörden der 
verschiedenen Kantone hinsichtlich des Zugangs zur Rechtsprechung ist daher 
sehr unterschiedlich (vgl. Urteil BGer 1C_394/2018 vom 7.6.2019 Erw. 4.3).

3.3. Das Verwaltungsgericht pflegt seine Entscheide/Urteile durch Bekanntgabe 
über das Internet in anonymisierter Form öffentlich zugänglich zu machen. Das 
vorliegende Urteil fällt in den Anwendungsbereich von Art. 30 Abs. 3 BV. Es ist 
daher von einem grundsätzlichen Verkündungsgebot auszugehen. Die verfas-
sungsrechtlich gebotene Kenntnisnahme erstreckt sich grundsätzlich auf das 
ganze Urteil mit Sachverhalt, rechtlichen Erwägungen und Dispositiv. Einge-
schlossen ist auch der Spruchkörper (BGE 139 I 129  Erw. 3.6 S. 136). Einem 
berechtigten Interesse des Angeklagten/Beschwerdeführers am Persönlichkeits- 
und Datenschutz kann mit der Anonymisierung des Urteils hinreichend Rechnung 
getragen werden (BGE 133 I 106 Erw. 8.3 S. 109). Dafür, dass im vorliegenden 
Fall von dieser Praxis abzukehren wäre, indem lediglich das Urteilsdispositiv auf 
der Gerichtskanzlei zur Einsicht der Öffentlichkeit aufgelegt wird (vgl. Antrag zu 
Ziff. 2 des Schreibens des Rechtsvertreters vom 11.12.2019), besteht für das 
Verwaltungsgericht kein Grund.

4.1. Nach dem Gesagten sind die geführten Steuerstrafverfahren betreffend die 
direkte Bundessteuer und die Kantons- und Gemeindesteuern für die Steuerperi-
ode 2005 infolge Verjährung einzustellen. Der Angeklagte/Beschwerdeführer ist 
vom Vorwurf der Steuerhinterziehung der direkten Bundessteuer und der Kan-
tons- und Gemeindesteuern für die Steuerperioden 2006-2009 freizusprechen. 
Die entsprechenden Bussen – wie der angefochtene Einspracheentscheid dies-
bezüglich – werden aufgehoben.

28

4.2.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten für das verwal-
tungsgerichtliche Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) in 
der Höhe von Fr. 4'000.-- den Einspracheinstanzen bzw. dem Kanton Schwyz 
auferlegt (§ 128 StG/SZ [§ 222 StG/SZ] in Verb. mit § 72 Abs. 2 Satz 1 des Ver-
waltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974; Art. 144 
Abs. 1 DBG [Art. 182 Abs. 3 DBG]). 

4.2.2 Zudem haben die Einspracheinstanzen bzw. der Kanton Schwyz dem an-
waltschaftlich vertretenen Angeklagten/Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung auszurichten (§ 74 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG in Verb. mit Art. 64 
Abs. 1-3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
[Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021] vom 20.12.1968). 

Die Vergütung an die Rechtsanwälte für die Parteivertretung vor den Gerichts-, 
Untersuchungs- und Anklagebehörden sowie den Verwaltungsbehörden in 
Rechtsmittelverfahren des Kantons Schwyz richtet sich nach dem Gebührentarif 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. Im Rahmen 
der in diesem Tarif festgesetzten Mindest- und Höchstansätze ist die Vergütung 
nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 
Abs. 1 GebTRA). Wird die Vergütung pauschal zugesprochen, gilt die Mehrwert-
steuer als in diesem Betrag enthalten (§ 2 Abs. 2 Satz 1 GebTRA). Für das Ho-
norar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht sieht § 14 GebTRA einen Rah-
men von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. 

Eine Partei kann eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Ausla-
gen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung 
zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Er-
messen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Gestützt auf diese Bestimmung sowie 
gemäss ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts besteht keine Verpflichtung 
der urteilenden Behörde, von einer beanwalteten Partei eine Honorarnote einzu-
holen. Diese Praxis ist auch vom Bundesgericht in seiner Rechtsprechung 
bestätigt worden (vgl. Urteile 9C_580/2010 vom 16.11.2010, Erw. 4.2.1 mit Ver-
weis auf Urteil 2P.83/1998 vom 05.01.1999, publ. in SVR-Rechtsprechung 
6/2011, IV Nr. 38; 8C_789/2010 vom 22.2.2011 i.Sa. B. vs. VerwGer SZ, 
Erw. 5.1; VGE III 2017 41 vom 28.6.2017, Erw. 8.4.1; VGE III 2011 10 und 11 
vom 20.7.2011, Erw. 3.3). Das Verwaltungsgericht lädt deshalb praxisgemäss die 
Parteien weder zur Einreichung einer Kostennote ein noch fordert es sie hierzu 
auf.

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In Anwendung der vorgenannten Bemessungskriterien sowie in Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens wird die Parteientschädigung vorliegend auf insge-
samt Fr. 4'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 

4.3.1 Die Kosten des kantonalen Verfahrens in der Höhe von Fr. 15'000.-- (vgl. 
Disp.-Ziff. 3 der Verfügung in der Strafuntersuchung U-Nr. 2015/321 vom 
22.12.2016) und die zusätzliche Auferlegung der Kosten des kantonalen Ein-
spracheverfahrens in der Höhe von Fr. 3'700.-- (davon dem Einsprecher zu neun 
Zehnteln [Fr. 3'300.--] auferlegt; vgl. Einspracheentscheid Disp.-Ziff. 2) sind 
ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend neu zu verlegen und gehen 
vollumfänglich zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz.

4.3.2 Für das Einspracheverfahren betreffend die Kantons- und 
Gemeindesteuern ist dem anwaltschaftlich vertretenen 
Angeklagten/Beschwerdeführer zu Lasten der Einspracheinstanz ebenfalls eine 
Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) zu entrichten (vgl. § 215 Abs. 
2 StG/SZ in Verb. mit § 154 Abs. 1 StG/SZ bzw. § 55 der Vollzugsverordnung 
zum Steuergesetz [VVStG; SRSZ 172.211] vom 22.5.2001 und § 74 Abs. 1 
VRP), welche in Beachtung der erwähnten Bemessungsgrundlagen und des 
Honorarrahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- für die Vertretung in 
Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden (§ 15 GebTRA) auf Fr. 2'000.-- 
(inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1.1. Die geführten Steuerstrafverfahren betreffend die direkte Bundessteuer und 
die Kantons- und Gemeindesteuern für die Steuerperiode 2005 werden in-
folge Verjährung eingestellt.

1.2. Der Angeklagte wird betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern für die 
Steuerperioden 2006-2009 vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freige-
sprochen; die entsprechenden Bussen werden – wie der angefochtene Ein-
spracheentscheid diesbezüglich – aufgehoben.

1.3. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer für die Steuerperi-
oden 2006-2009 wird gutgeheissen; die entsprechenden Bussen werden – 
wie der angefochtene Einspracheentscheid diesbezüglich – aufgehoben.

2.1. Dem anwaltschaftlich vertretenen Angeklagten/Beschwerdeführer wird für 
das Einspracheverfahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern zu 
Lasten der Einspracheinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen.

2.2. Die Kosten des kantonalen Einspracheverfahrens (Spruchgebühr inkl. 
Kanzleikosten) von Fr. 3'700.-- (davon dem Einsprecher zu neun Zehnteln 
auferlegt) werden neu vollumfänglich der Einspracheinstanz bzw. dem Kan-
ton Schwyz auferlegt.

2.3. Die Kosten des kantonalen Verfahrens in der Höhe von Fr. 15'000.-- (vgl. 
Disp.-Ziff. 3 der Verfügung in der Strafuntersuchung U-Nr. 2015/321 vom 
22.12.2016) trägt der Kanton Schwyz.

3. Die Gerichtskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
insgesamt Fr. 4'000.-- werden den Einspracheinstanzen bzw. dem Kanton 
Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

Der Angeklagte/Beschwerdeführer hat am 4. Juni 2019 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 4'000.-- bezahlt, der ihm aus der Gerichtskasse zurückzuer-
statten ist. 

4. Dem anwaltschaftlich vertretenen Angeklagten/Beschwerdeführer wird für 
die gerichtliche Beurteilung durch das Verwaltungsgericht bzw. für das Be-
schwerdeverfahren zu Lasten der Einspracheinstanzen bzw. des Kantons 

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Schwyz eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 4'000.-- (inkl. Baraus-
lagen und MwSt) zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

6. Zustellung an:
- den Vertreter des Angeklagten/Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanzen (2/EB)
- das Gemeindekassieramt U.________ (A)
- und die Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung DVS, Bern (A).

Schwyz, 16. September 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. September 2020