# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be6d0a0c-4a0c-5002-a45a-e003ff38b8a3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2009 E-5162/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5162-2009_2009-08-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5162/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Iran,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. André Seydoux, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5162/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am  25.  August  2008  verliess  und  auf  dem  Landweg  über  die 
Türkei und ihm unbekannte Länder am 3. Oktober 2008 illegal in die 
Schweiz gelangte, wo er noch am gleichen Tag im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum B._______ um Asyl nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  dort  am  20.  Oktober  2008  summarisch 
befragt  wurde  und  am  1.  April  2009  die  direkte  Bundesanhörung 
gemäss Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) stattfand,

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er sei ethnischer Kur-
de mit letztem Wohnsitz in C._______, Iran,

dass  er  seit  2005  zusammen  mit  seinem  Bruder  als  Schmuggler 
zwischen  dem  Iran  und  dem  Irak  gearbeitet  und  so  seinen 
Lebensunterhalt verdient habe,

dass sie im Mai 2005 mit Hilfe eines Chauffeurs Autoersatzteile in den 
Iran hätten schmuggeln wollen, als die Grenzpolizei in D._______ die 
Ladung kontrolliert  und dabei eine Tasche mit  Flugblättern der KDPI 
gefunden habe,

dass der Chauffeur den Behörden ihre Namen verraten habe, worauf 
sie zunächst nach E._______ geflüchtet seien und er schliesslich bei 
einem  Onkel  mütterlicherseits  in  F._______  Unterschlupf  gefunden 
habe,

dass die Behörden zu Hause nach ihnen gesucht, diese in der Folge 
seine  Eltern  verhaftet  und  während  zehn  Tagen  auf  dem Posten  in 
D._______ festgehalten hätten,

dass sein Onkel ihm in der Folge mitgeteilt  habe, er müsse den Iran 
sofort verlassen, da er beschuldigt werde, ein Peshmerga zu sein,

dass er sich zusammen mit seinem Bruder nach G._______ begeben 
habe, wo sie zwei Pferde gekauft und weiterhin als Schmuggler gear-
beitet hätten,

dass  jemand  sie  verraten  habe,  sein  Bruder  in  der  Folge  am  20. 

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August  2008  in  G._______  von  der  Grenzpolizei  und  der  Eetelaat 
verhaftet und ins Gefängnis in H._______ gebracht worden sei,

dass er zu seinem Onkel nach F._______ geflüchtet sei und sich dort 
während  fünf  Tagen  versteckt  habe,  bis  er  Kontakt  zu  einem 
vertrauenswürdigen Schlepper habe herstellen können,

dass er zusammen mit dem Schlepper in einem Sammeltaxi an die ira-
nisch-türkische  Grenze  gefahren  sei,  diese  anschliessend  zu  Fuss 
überquert  und  den  Weg  nach  Istanbul  schliesslich  in  einem  Bus 
zurückgelegt habe,

dass  er  die  Türkei  nach  etwas  mehr  als  einem  Monat  in  einem 
Lastwagen  verlassen  habe  und  in  einem  ihm  unbekannten  Land  in 
einen anderen Lastwagen umgestiegen sei, welcher ihn in die Schweiz 
gebracht habe,

dass  er  im  Heimatstaat  seit  Geburt  eine  Identitätskarte 
(Shenasnameh) besessen, diese jedoch zu Hause gelassen habe, um 
im Falle einer Entdeckung nicht in den Iran ausgeschafft zu werden,

dass das BFM mit Verfügung vom 7. August 2009 – eröffnet am 10. 
August 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe innert  der  angesetzten Frist  keine Reise-  oder 
Identitätspapiere abgegeben,

dass  seine  Schilderungen  zu  den  Umständen  seiner  Ausreise  un-
glaubhaft seien, da ausgeschlossen sei,  dass er ohne Ausweise und 
unter Umgehung sämtlicher Kontrollen vom Iran in die Schweiz gereist 
sei  und sich  dabei  mehr  als  einen Monat  in  der  Türkei  aufgehalten 
habe,

dass nicht nachvollzogen werden könne, weshalb er es – trotz diesbe-
züglicher Versprechen anlässlich der Anhörungen –  unterlassen habe, 
seinen angeblich zu Hause befindlichen Identitätsausweis innert  Frist 
einzureichen,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 

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dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer sich bezüglich der Aussagen, wie die Ta-
sche mit  den Flugblättern  der  KDPI  im Mai  2005 in  die  Ladung mit 
Schmuggelware gelangt sei  beziehungsweise wie und wo er von der 
Verhaftung seines Bruders erfahren habe,  in  Widersprüche verstrickt 
habe,

dass  zudem  erfahrungswidrig  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  nach 
dem Vorfall im Mai 2005 weiterhin als Schmuggler und Kurier der KDPI 
tätig  gewesen  sein  wolle,  zumal  der  iranische  Geheimdienst  seinen 
Aussagen zufolge landesweit tätig sei und er keine Möglichkeit gehabt 
habe, sich im Iran zu verstecken,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere Gründe gegen die Zumutbarkeit einer Rückkehr sprechen wür-
den und der  Vollzug der  Wegweisung zudem technisch möglich  und 
praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 14. August 2009 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhe-
ben liess und dabei in materieller Hinsicht beantragt, es sei der ange-
fochtene Entscheid des BFM vom 7. August 2009 aufzuheben und es 
sei ihm Asyl zu gewähren,

dass er in der Beschwerdebeilage das Original seiner iranischen Iden-
titätskarte (Shenasnameh) zu den Akten reichen liess,

dass auf die Begründung, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen wird

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-

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ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung  vom  10. 
Oktober 2008 der  Inhalt  des ihm am 3. Oktober 2008 abgegebenen 

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Informationsblattes  betreffend  Papierbeschaffung  erklärt  wurde  (vgl. 
A1/8 S. 3) und er spätestens ab diesem Zeitpunkt um die Bedeutung 
der  Beibringung  von  Identitätspapieren  und  der  damit  verbundenen 
Säumnisfolgen wusste,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom  14. 
August 2009 bezüglich des Nichteinreichens von Reise- beziehungs-
weise Identitätspapieren vorbringt, er habe dem BFM vor Entscheidfäl-
lung eine Kopie seines Identitätsbüchleins (Shenasnameh) zukommen 
lassen und reiche in der Beilage das entsprechende Original  zu den 
Akten, womit seine Identität geklärt sei,

dass  aus  den  Akten  ersichtlich  ist,  dass  die  besagte  Kopie  des 
Shenasnameh dem BFM mit  Schreiben vom 11. Februar  2009 (Ein-
gang BFM 12. Februar 2009) zugestellt wurde,

dass jedoch die Zustellung der Kopie des Shenasnameh mit Schreiben 
vom 11. Februar 2009 nicht fristgerecht erfolgte,

dass es dem Beschwerdeführer aber offenbar problemlos möglich war, 
sich  eine  Kopie  des  Shenasnameh  von  seinem  Vater  per  Fax 
zukommen zu lassen (vgl. A9/16 S. 3),

dass jedoch eine Faxkopie eines Shenasnameh den Anforderungen an 
ein Reise-  oder Identitätspapier  im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Best  a 
AsylG  nicht  zu  genügen  vermag,  zumal  damit  weder  die  Identität 
einwandfrei feststellbar ist, noch ein Wegweisungsvollzug möglich ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht – in Übereinstimmung mit der Vor-
instanz  –  von  der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des  Beschwer-
deführers, er habe die Reise in die Schweiz, ohne jegliche Reise- und 
Identitätspapiere  und  ohne  jemals  kontrolliert  worden  zu  sein, 
zurückgelegt, ausgeht, 

dass  keine  entschuldbaren  Gründe  ersichtlich  sind,  die  es  dem 
Beschwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  fristgerecht  Reise-  oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass an dieser Sachlage auch das auf Beschwerdeebene eingereichte 
angebliche Original des Shenasnameh des Beschwerdeführers nichts 
zu ändern vermag,

dass  eine  gerichtsinterne  Dokumentenprüfung  aufgrund  eines  Ver-

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gleichs  mit  vorhandenen  Originaldokumenten  zudem  ergeben  hat, 
dass  es  sich  bei  dem  eingereichten  Shenasnameh  um  eine 
Totalfälschung handelt  und dieser  gestützt  auf  Art. 10 Abs. 4  AsylG 
einzuziehen ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-
glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass Eingriffe in  Leib, Leben oder Freiheit  eine bestimmte Intensität 
aufweisen müssen, um als asylrelevant angesehen zu werden, wobei 
lediglich geringe Beeinträchtigungen nicht genügen, zumal das Asyl-
recht  nicht  Opfer  jeglichen  Unrechts  schützen  will  (vgl.  ALBERTO 
ACHERMANN/ CHRISTINA HAUSAMMANN, Handbuch des Asylrechts, 2. vollstän-
dig überarbeitete Auflage, Verlag Paul Haupt, Bern/Stuttgart  1991, S. 
77),

dass  Eingriffe  in  andere  menschenrechtlich  geschützte  Rechtsgüter 
als Leib, Leben oder Freiheit, unter Umständen auch wiederholte, zu 
wenig intensive Eingriffe in Leib Leben oder Freiheit nach Art. 3 Abs. 2 
AsylG dann als Verfolgung gelten, wenn daraus ein unerträglicher psy-
chischer Druck entsteht, der den weiteren Verbleib im Heimatstaat für 
die betroffene Person als  objektiv  unzumutbar  erscheinen lässt  (vgl. 
a.a.O., S. 79),

dass Ausgangspunkt immer ein konkreter Eingriff sein muss, der statt-
gefunden  hat  oder  mit  solcher  Wahrscheinlichkeit  droht,  dass  die 
Furcht vor ihm als begründet erscheint (vgl. a.a.O.),

dass er lediglich vorbringt, sein Onkel habe ihm mitgeteilt, dass er auf-
grund des Vorfalls vom Mai 2005 wegen des Verdachts der Zugehörig-
keit zu den Peshmerga von den Behörden gesucht werde (vgl. A9/16 
S. 10),

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dass der Beschwerdeführer somit keinen Eingriff in menschenrechtlich 
geschützte Rechtsgüter geltend macht, der bereits stattgefunden hat,

dass  vorliegend  zu  prüfen  ist,  ob  ein  konkreter  Eingriff  mit  solcher 
Wahrscheinlichkeit  droht,  dass  die  Furcht  vor  ihm als  begründet  er-
scheint,

dass diesbezüglich festzustellen ist,  dass sich der Beschwerdeführer 
zwischen Mai 2005 und seiner Ausreise aus dem Heimatstaat am 25. 
August 2008 unbehelligt im Heimatstaat bewegen und seiner Tätigkeit 
als Schmuggler nachgehen konnte,

dass er sich eigenen Aussagen zufolge der schriftlichen Aufforderung 
zum Militärdienst widersetzt und sich während mehreren Jahren einer 
Zwangsrekrutierung erfolgreich entziehen konnte (vgl. A9/16 S. 8),

dass sowohl der Chauffeur als auch seine Eltern nach deren Verhaf-
tung im Zusammenhang mit dem Vorfall vom Mai 2005 nach wenigen 
Tagen ohne Intervention Dritter wieder auf freien Fuss gesetzt wurden 
und bis dato kein Verfahren gegen sie eröffnet wurde (vgl. A9/16 S. 11 
f.),

dass er bezüglich der Verhaftung seines Bruders am 20. August 2008 
lediglich auszusagen vermochte, dass dieser in G._______ verhaftet 
und anschliessend nach H._______ gebracht worden sei (vgl. A9/16 S. 
13),

dass  der  Beschwerdeführer  hingegen  bezüglich  der  genauen 
Umstände und Motive der Verhaftung seines Bruders keine Kenntnis 
hat,  diese  Verhaftung  möglicherweise  im  Zusammenhang  mit  der 
illegalen Schmugglertätigkeit steht und ihr aufgrund der bestehenden 
Akten  zu  schliessen,  nicht  ein  asylrelevantes  Verfolgungsmotiv  zu 
Grunde liegt,

dass  angesichts  dieser  Umstände nicht  davon auszugehen  ist,  dem 
Beschwerdeführer drohe ein Eingriff in menschenrechtlich geschützte 
Rechtsgüter  mit  solcher Wahrscheinlichkeit,  dass die Furcht  vor die-
sem als objektiv begründet erscheint,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers darüber hinaus in zentra-
len Punkten verschiedene Ungereimtheiten und Widersprüche enthal-
ten,

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dass diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im 
angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann, ohne diese im Ein-
zelnen zu wiederholen (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers nach dem Gesagten we-
der  den Anforderungen an die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 
AsylG noch den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 
AsylG genügen und auch die Argumentation in der Beschwerdeschrift 
nichts  enthält,  was  als  Indiz  für  die  Erfüllung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen im Sinne von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG betrachtet werden könnte,

dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, auf die übrigen Vorbrin-
gen  in  der  Beschwerde  näher  einzugehen,  zumal  sie  am  Ergebnis 
nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 

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Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen in seinem Hei-
matstaat über familiäres Beziehungsnetz verfügt (Eltern, Bruder, Onkel 
mütterlicherseits) und in Kontakt zu seinem Vater steht (vgl. A9/16 S. 
4), weshalb er bei seiner Rückkehr in den Iran nicht auf sich allein ge-
stellt sein wird,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Die  als  Fälschung  erkannte  Identitätskarte  (Shenasnameh)  des  Be-
schwerdeführers wird eingezogen (Art. 10 Abs. 4 AsylG).

4.
Das Urteil  geht  an den Rechtsvertreter  des Beschwerdeführers,  das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Marco Abbühl

Versand: 

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