# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30ccdc49-b033-5b8f-86e6-7d6dffce44f4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.06.2020 720 19 398/128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-398-128_2020-06-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Juni 2020 (720 19 398 / 128) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Neuanmeldung zum Leistungsbezug. Voller Beweiswert eines bidisziplinären externen 

Verwaltungsgutachtens. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich 

zur letzten umfassenden materiellen Rentenprüfung ist nicht ausgewiesen. Es besteht 

kein Rentenanspruch. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Daniela 
Buser 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advo-
kat, Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.a Die 1970 geborene A.____ meldete sich erstmals im Mai 2000 unter Hinweis auf 
Schmerzen und Muskelverhärtungen am ganzen Körper, ein Schwächegefühl, Müdigkeit, Schlaf-
störungen, Kopfschmerzen und eine Depression zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) an. Nach Vornahme der medizinischen Abklärungen sprach die IV-

 
 
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Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 5. Januar 2001 A.____ eine ganze Invali-
denrente gestützt auf einen IV-Grad von 100 % zu, welche im Nachgang zu zwei Revisionsver-
fahren in den Jahren 2005 und 2009 jeweils bestätigt wurde. 
 
A.b Im April 2012 wurde ein weiteres Revisionsverfahren eingeleitet. Im Rahmen der medi-
zinischen Abklärungen wurde durch die IV-Stelle das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten 
vom 8. Februar 2013 bzw. vom 25. März 2013 bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, und Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, eingeholt, gemäss 
welchem A.____ eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. Die IV-Stelle hob darauf-
hin mit Verfügung vom 16. April 2014 die Invalidenrente auf. Dagegen führte A.____ Beschwerde 
ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), wel-
ches mit Beschluss vom 11. September 2014 den Fall ausstellte und ein psychiatrisches Ge-
richtsgutachten bei Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag gab. 
Dr. D.____ erhob in ihrem Gutachten vom 11. Dezember 2014 keine Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte sie eine leicht-
gradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom. Gestützt auf diese medizinische Beur-
teilung wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 19. November 2015 die gegen die verfügte Ren-
tenaufhebung erhobene Beschwerde ab (720 14 158). Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft. 
 
A.c. Eine Neuanmeldung zum Leistungsbezug erfolgte schliesslich im Mai 2016 unter Hin-
weis auf eine Depression. Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes reichte A.____ ein Schreiben von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 24. Mai 2016 ein, welchem diverse medizinische Berichte beigelegt wurden. Dr. E.____ 
machte geltend, dass sich der Gesundheitszustand von A.____ seit Herbst 2015 erheblich ver-
schlechtert und sich dieser auch nach einem stationären Aufenthalt in der Klinik F.____ nicht 
wesentlich verändert habe. Mit Verfügung vom 28. April 2017 trat die IV-Stelle nicht auf das Leis-
tungsbegehren ein, zumal eine gesundheitliche Verschlechterung nicht ausgewiesen sei. 
 
A.d Gegen diesen Nichteintretensentscheid führte A.____ Beschwerde ans Kantonsgericht 
(720 17 171), welches die Beschwerde mit Urteil vom 19. Oktober 2017 guthiess. Die Beschwer-
deführerin habe eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes in glaubhafter Weise darge-
legt, was ein Eintreten auf das Leistungsbegehren erforderlich mache. Demzufolge wurde die 
Angelegenheit an die Vorinstanz zur Vornahme einer materiellen Leistungsprüfung zurückgewie-
sen. Im Rahmen der medizinischen Abklärungen wurde daraufhin ein rheumatologisch-psychiat-
risches Gutachten bei Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie, und Dr. med. H.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, vom 15. bzw. 27. November 2018 eingeholt. Dr. G.____ diagnosti-
zierte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 10 % seit September 2017 in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hausfrau aufgrund von periarthopathischen Schulterbeschwer-
den beidseits. In einer körperlich leichten bis mittelschweren Verweistätigkeit mit Arbeiten unter-
halb der Schulterhorizontalen sei jedoch weder retrospektiv noch aktuell eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit gegeben. Dr. H.____ kam im psychiatrischen Gutachten zum Schluss, dass 
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden konnten. Gestützt auf 
diese Abklärung wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach durchgeführtem Vorbescheid-

 
 
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verfahren mit Verfügung vom 11. November 2019 ab. Begründet wurde die Ablehnung des Ren-
tenanspruchs mit der Nichteröffnung bzw. dem Nichterreichen der gesetzlichen Wartezeit von 
einem Jahr, während dem die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit mindestens 40 % hätte betra-
gen müssen. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Daniel Riner, am 
16. Dezember 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht. Sie beantragte, in Aufhebung der Verfü-
gung vom 11. November 2019 und unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien ihr die gesetz-
lichen Leistungen aus der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medi-
zinische Abklärungen durchzuführen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, dass die 
Prüfung der Standardindikatoren im psychiatrischen Gutachten durch Dr. H.____ nur ungenü-
gend erfolgt sei. Auch sei keine rechtsgenügende Auseinandersetzung mit anderslautenden Di-
agnosen und festgestellten Arbeitsunfähigkeitsgraden der behandelnden Ärzte erfolgt. Weiter wi-
derspreche die zu erwartende Stabilisierung des Gesundheitszustandes durch eine regelmässige 
Einnahme der Psychopharmaka der durch Dr. H.____ erhobenen vollständigen Arbeitsfähigkeit. 
Dr. G.____ habe sich im rheumatologischen Gutachten nicht ausreichend mit der Diagnose einer 
Psoriasis Arthritis auseinandergesetzt. Der medizinische Zustand sei noch nicht vollständig er-
fasst und bedürfe weiterer Abklärungen, was indes auch durch Dr. G.____ bestätigt werde. Der 
Hinweis von Dr. G.____ auf eine bestehende Schmerzfehlverarbeitung mache zudem deutlich, 
dass ein strukturiertes Beweisverfahren hätte durchgeführt werden müssen. Der Beschwerde 
wurde der Bericht von Dr. E.____ vom 13. Dezember 2019 beigelegt. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. Sie begründete ihren Antrag im Wesentlichen damit, dass sich das rheumatologisch-
psychiatrische Gutachten als beweiskräftig erweise und ein Rentenanspruch demzufolge zu 
Recht abgelehnt worden sei.  
 
D. Mit Eingabe vom 20. Februar 2020 machte die Beschwerdeführerin geltend, ihre Le-
bensumstände hätten sich dramatisch verschlechtert, wodurch nun auch die rezidivierende de-
pressive Störung sehr ausgeprägt auftrete. Ihre ohnehin spärlichen Ressourcen seien vollends 
aufgebraucht. Diese als echte Noven zu berücksichtigenden Umstände würden die Notwendigkeit 
von weiteren medizinischen Abklärungen unterstreichen.  
 
E. Die IV-Stelle verzichtete in der Folge auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme. 
 
F. Das Kantonsgericht zog die Verfahrensakten 720 14 158 und 720 17 171 bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

 
 
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Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der 
Versicherten vom 16. Dezember 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die IV-Stelle den Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin mit Verfügung vom 11. November 2019 zu Recht abgelehnt hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset-
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise 
ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 
Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditäts-
grades bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-
weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; 
vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3).  
 
3.2 Bei der am 3. Mai 2016 eingegangenen Anmeldung zum Leistungsbezug (act. 123) han-
delt es sich zwar nicht um eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern um eine Neuanmel-
dung, nachdem die IV-Stelle den Rentenanspruch der Versicherten mit Verfügung vom 16. April 
2014 rechtskräftig aufgehoben hatte (act. 76). Gleichwohl zielt auch die Neuanmeldung auf eine 
erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund veränderter Verhältnisse ab (Art. 87 Abs. 4 
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 in Verbindung mit Art. 
87 Abs. 3 IVV; zur Prüfung der Eintretensfrage vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a; BGE 109 V 114 
E. 2b, BGE 109 V 264 f. E. 3; für die materiellen Voraussetzungen: BGE 130 V 64). Die Gemein-
samkeiten sowohl bei einer Rentenrevision als auch bei einer Neuanmeldung legen es deshalb 
nahe, die entscheidende Frage nach einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgra-
des nach denselben Grundsätzen zu prüfen (BGE 133 V 108 E. 5.2). Die versicherte Person 
muss sich somit das Ergebnis der letztmaligen materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs 
auch im Rahmen eines erneuten Leistungsgesuchs entgegenhalten lassen. 
 
3.3 Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts erfolgte letztmals im Rahmen der im Dezember 2012 eingelei-
teten Revision der Invalidenrente, in deren Verlauf die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten 
bei Dr.  B.____ vom 8. Februar 2013 (act. 45) und ein rheumatologisches Gutachten bei Dr. 
C.____ vom 25. März 2013 (act. 46) eingeholt hatte. Gestützt auf deren Ergebnisse eröffnete die 
IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 16. April 2014 (act. 76), dass die bisherige Rente 
aufgehoben werde, weil keine rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr ge-
geben sei. Im anschliessenden Beschwerdeverfahren am Kantonsgericht wurde festgestellt, dass 
dem psychiatrischen Gutachten von Dr. B.____ keine ausschlaggebende Beweiskraft zukommt. 
Daraufhin wurde durch das Kantonsgericht eine erneute psychiatrische Begutachtung bei Dr. 

 
 
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D.____ angeordnet. Gestützt auf dieses psychiatrische Gutachten vom 11. Dezember 2014 er-
folgte mit Urteil vom 19. November 2015 die Bestätigung der Rentenaufhebung aufgrund einer 
Abweisung der Beschwerde. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum 
Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2019 eine erhebliche Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die in Analogie zu Art. 17 ATSG eine Leis-
tungszusprache rechtfertigen würde, bildet demnach die Situation, wie sie im Zeitpunkt des rheu-
matologischen Gutachtens von Dr. C.____ vom 25. März 2013 und des psychiatrischen Gutach-
tens von Dr. D.____ vom 11. Dezember 2014 bzw. im Zeitpunkt des Urteils des Kantonsgerichts 
vom 19. November 2015 bestanden hatte.  
 
4.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 
122 V 157 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/ 

 
 
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DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fel-
lay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglich-
keit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6, 126 V 353 
E. 5b). Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind. 
 
6.1 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage steht das rheumatologisch-psychiatrische Gut-
achten der Dres. G.____ und H.____ vom 15. bzw. 27. November 2018. Im rheumatologischen 
Teilutachten vom 15. November 2018 (act. 184) erhob Dr. G.____ mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit die Diagnose von periarthopathischen Schulterbeschwerden beidseits im Sinne ei-
ner Supraspinatustendinose mit Impingement. Die Röntgenbilder der Schultern vom 13. Septem-
ber 2017 hätten keinen relevanten pathologischen Befund gezeigt. Ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er deutliche Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung mit ubiquitä-
rem Schmerzsyndrom, welches keinem rheumatologischen Krankheitsbild entspreche, Spreiz-
füsse sowie gemäss Aktenlage Polyarthralgien bei Psoriasis. Im Rahmen der rheumatologischen 
Begutachtung habe die Versicherte über Schmerzen im ganzen Körper geklagt, welche in den 
letzten Jahren insgesamt zugenommen hätten. Die Schulterschmerzen hätten links begonnen 
und bestünden seit über einem Jahr nun auch auf der rechten Seite. Die Beine würden ebenfalls 
schmerzen. Dr. G.____ erhob zudem Berührungsschmerzen auf der Haut sowie eine ubiquitäre 
Druckdolenz am ganzen Körper, die nicht betont im Bereich der Muskulatur oder Gelenke auftre-
ten würde. Auch habe die Versicherte eine Einschränkung der Beweglichkeit geschildert. Insbe-
sondere bei der passiven Beweglichkeitsprüfung der Brust- und Lendenwirbelsäule seien starke 
Gegeninnervationen und eine Schmerzangabe festgestellt worden. Ein segmentaler Befund im 
Bereich der Wirbelsäule bestehe nicht. Ferner klage sie über eine juckende Kopfhaut, was eben-
falls schmerzhaft sei. Dr. med. I.____, FMH Rheumatologie, habe in diesem Zusammenhang die 
Diagnose einer Psoriasis der Kopfhaut und geringgradiger auch am Stamm erhoben. Erosionen 
oder Entzündungszeichen hätten im Blut jedoch nicht nachgewiesen werden können. Anlässlich 
der rheumatologischen Begutachtung hätten sich an der Haut keine typischen Zeichen einer Pso-
riasis gezeigt. Auch bestehe kein Zusammenhang der namentlich an den Gelenken bestehenden 
ubiquitären Schmerzen mit dieser dermatologischen Hauterkrankung. Zur Behandlung ihrer 
Schmerzen nehme die Versicherte Medikamente und besuche die Physiotherapie. Letztere habe 
jedoch zu keiner Besserung geführt. Aufgrund der schmerzhaften Einschränkung der Beweglich-
keit der Schultergelenke würden seit September 2017 Funktionsstörungen für Tätigkeiten auf o-
der über der Schulterhorizontalen bestehen. Folglich sei eine körperlich schwere Arbeit nicht 
mehr zumutbar, wobei die Versicherte nie eine derartige Arbeitstätigkeit ausgeführt habe. In der 
seit Jahren ausgeübten Tätigkeit als Hausfrau bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
im Umfang von 10 %. In einer Verweistätigkeit mit körperlich leichten bis mittelschweren Arbeiten 
unterhalb der Schulterhorizontalen sei die Arbeitsfähigkeit dagegen nicht eingeschränkt. 
 

 
 
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Dr. H.____ erhob im psychiatrischen Teilgutachten vom 27. November 2018 (act. 183) keine Di-
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diag-
nostizierte er eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode 
ohne somatisches Syndrom. Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung habe die Versicherte 
geschildert, an Schmerzen im ganzen Körper zu leiden. Die Schmerzintensität habe sie konstant 
mit 8-10 von 10 in der Visuellen Analogskala (VAS) beziffert. Sie führe diese Schmerzen auf ihre 
psychischen Probleme zurück, respektive den Stress, der sich aufgrund der Lebensumstände 
ergebe. Während der 110 Minuten dauernden Untersuchung habe die Versicherte ruhig im Stuhl 
sitzen können und Mimik und Gestik hätten nur punktuell und lediglich am Ende der Exploration 
kurzdauernd Schmerzerleben angedeutet. Insgesamt hinterlasse die Versicherte nicht den Ein-
druck, unter andauernden schweren und quälenden Schmerzen zu leiden, weshalb die Diagnose 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht gestellt werden könne. Die Kriterien für 
eine Somatisierungsstörung seien ebenfalls nicht erfüllt, da sich die Versicherte aktuell nicht über 
wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome, sondern lediglich über un-
differenzierte Schmerzen beklage. Sie leide insbesondere nicht mehr unter Bauchbeschwerden, 
einer Diarrhoe oder Verstopfungen. Anamnestisch würden sich die Symptome zur Diagnose einer 
depressiven Episode in Form von Gereiztheit, einer traurigen Stimmung, Energielosigkeit, Müdig-
keit und Erschöpfung, einer allgemeinen Ängstlichkeit, einer absoluten Freudlosigkeit, Vergess-
lichkeit, einer schlechten Konzentrationsfähigkeit, geringem Selbstvertrauen, dem Gefühl einer 
allgemeinen Sinnlosigkeit und häufigen Suizidgedanken eruieren lassen. Als Ursache für die De-
pression seien insbesondere die andauernden Schmerzen, aber auch die konflikthafte Beziehung 
zum Ehemann zu nennen. Der Gedankengang der Versicherten sei auf die geklagten Beschwer-
den eingeengt, wobei die Beschwerdeschilderung zum Teil logisch und kohärent, oftmals aber 
auch vage und wenig fassbar gewesen sei. Es lasse sich eine Dramatisierungstendenz feststellen 
und die Angaben seien nicht immer konsistent. Aus diesem Grund habe bei der Beurteilung des 
Schweregrades der Depression vor allem auf die während der Begutachtung erhobenen Befunde 
abgestellt werden müssen. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung sei die Stimmung 
leicht gedrückt gewesen. Die affektive Modulationsfähigkeit sei insgesamt als leichtgradig einge-
schränkt zu beurteilen, nicht jedoch die Vitalität. Hinweise für eine Müdigkeit oder verminderte 
Energie hätten sich im Verlaufe des Gesprächs nicht mehr feststellen lassen. Auch hätten die 
subjektiv geklagten Konzentrationsstörungen nicht bestätigt werden können. Die Versicherte 
habe zudem geschildert, unter ständiger Angst zu leiden. Sie reagiere schnell mit panikartigen 
Ängsten, respektive mit Herzklopfen. Dabei würde ihr alles Angst machen. Sie habe zudem Alb-
träume. Klinisch habe sich jedoch zu keinem Zeitpunkt eine ängstliche Stimmung erkennen las-
sen. Gestützt auf eine Blutkonzentrationsbestimmung habe festgestellte werden können, dass 
die Versicherte die ihr verordneten Psychopharmaka nur zum Teil regelmässig einnehme, was 
auf einen nicht sehr hohen Leidensdruck hindeute. Bei regelmässiger Einnahme der Psychophar-
maka sei mit einer Verbesserung zu rechnen. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte voll-
umfänglich arbeitsfähig. 
 
6.2 Der strittigen Angelegenheit liegen sodann diverse medizinische Unterlagen zu Grunde. 
Im Folgenden werden indessen lediglich diejenigen Berichte wiedergegeben, welche sich für den 
Entscheid als relevant erweisen. 
 

 
 
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6.2.1 Dr. C.____ erhob im rheumatologischen Gutachten vom 25. März 2013 (act. 46) keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten. Ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit imponierte ein myotendinotisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne Hin-
weis auf eine segmentale Dysfunktion der Wirbelsäule. Eine muskuläre Dysbalance stehe dabei 
im Vordergrund. Weiter diagnostizierte Dr. C.____ diffuse Schmerzen der oberen und der unteren 
Extremitäten ohne organisches Korrelat am Bewegungsapparat, wobei ein dringender Verdacht 
auf eine Schmerzverarbeitungsstörung bei psychosozialer Belastungssituation bestehe, Senk- 
und Spreizfüsse beidseits sowie ein Verdacht auf eine beginnende leichtgradige retropatelläre 
Arthrose beidseits. Die Versicherte leide an Schmerzen im ganzen Körper. Rechtsbetont bestün-
den Nacken- und Kopfschmerzen mit einer diffusen Schmerzausstrahlung in den rechten Arm 
sowie eine muskuläre Verspannung, welche bei psychischen Belastungen exazerbiere. Im Be-
reich der Füsse komme es zu Verkrampfungen. Auch seien die Kniegelenke diffus schmerzhaft. 
Die Schmerzintensität liege konstant bei 7-8 von 10 in der VAS. Klinische Hinweise für eine or-
ganisch bedingte segmentale Dysfunktion der Wirbelsäule würden nicht vorliegen. Die Untersu-
chung der Schulter- und Ellenbogengelenke habe eine normal erhaltene, schmerzfreie Beweg-
lichkeit gezeigt. An den Hüftgelenken bestünden keine Hinweise für relevante degenerative Ver-
änderungen, für eine Instabilität des Bandapparates oder meniskale Läsionen beidseits. Es lasse 
sich eine leichtgradige Krepitation der Patella mit positivem Zohlentest beidseits auslösen. Das 
Ausmass dieser Veränderung sei jedoch als leichtgradig einzustufen. Im Rahmen der klinischen 
Untersuchung der Füsse und Zehen seien Senk- und Spreizfüsse mit Druckdolenz der Metatar-
salia erhoben worden. Diese würden zu einer Fehlbelastung der Beingelenke und der Beinmus-
kulatur beidseits führen, was mittels Fusseinlagen korrigiert werden könne. Die Senk- und Spreiz-
füsse könnten zudem eine Schmerzexazerbation der Beinmuskulatur und der gewichttragenden 
Gelenke hervorrufen und unterhalten. Hinweise auf eine Fibromyalgie würden nicht vorliegen. 
Auch seien weder klinisch noch labormässige Anzeichen einer entzündlichen Erkrankung des 
rheumatologischen Formenkreises vorhanden. Im Vordergrund stehe eine Somatisierungsstö-
rung, welche sich mit muskulären Verspannungen im Bewegungsapparat ausdrücke. Diese sei 
allerdings auf psychogene Ursachen zurückzuführen. Aus rheumatologischer Sicht bestünden 
keine relevanten Einschränkungen der Funktionen am Bewegungsapparat, welche eine massge-
bliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten. 
 
6.2.2 Im gerichtlich angeordneten, psychiatrischen Fachgutachten vom 11. Dezember 2014 
(act. 97) erhob Dr. D.____ keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte sie eine leichtgradige depressive Episode ohne 
somatisches Syndrom. Während der Untersuchung habe eine leichte depressive Niedergeschla-
genheit, eine Minderung der Interessen und der Freude, ein leichtgradig verminderter bzw. wech-
selnder Antrieb, subjektive Konzentrationsstörungen, eine subjektiv gesteigerte Ermüdbarkeit 
und eine Appetitminderung imponiert, womit die diagnostischen Kriterien einer leichtgradigen de-
pressiven Episode erfüllt seien. Die Lebenssituation der Versicherten sei geprägt durch eine 
Mehrfachbelastung aufgrund der Berufstätigkeit und der Versorgung der Familie, einem chroni-
schen Konflikt mit dem Ehemann im Zusammenhang mit dessen Alkoholkonsum und den daraus 
resultierenden finanziellen Schwierigkeiten. Dabei handle es sich jedoch um krankheitsfremde 
Faktoren. Inhaltlich sei der Gedankengang der Versicherten auf das subjektive Nichtkönnen und 

 
 
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die Krankheitsüberzeugung eingeengt. Die Beschwerdeschilderung habe als jammernd und kla-
gend imponiert. Ein Leidensdruck bezüglich der psychischen und psychosomatischen Beschwer-
den sei dagegen nicht spürbar gewesen. Vielmehr beziehe sich dieser auf die eheliche Situation 
und die negative Lebensbilanz. Im Rahmen der Untersuchung hätten sich zudem Inkonsistenzen 
und Widersprüche ergeben. So habe die Versicherte namentlich eine subjektiv schwere Depres-
sion bzw. invalidisierende Schmerzen am ganzen Körper beschrieben, dennoch nehme sie die 
verordneten Psychopharmaka und Schmerzmittel nicht regelmässig ein. Auch habe sie über 
starke Rückenschmerzen geklagt, weshalb sie nicht lange sitzen könne. Im Gegensatz dazu habe 
sie während der dreieinhalbstündigen Exploration ruhig in ihrem Stuhl gesessen und kaum die 
Sitzposition gewechselt. Die Versicherte sehe sich selbst als vollständig arbeitsunfähig. Dennoch 
habe sie bis vor kurzem die finanziellen Angelegenheiten der Familie besorgt, was erhebliche 
Anforderungen an die Strukturiertheit und die Eigeninitiative, den Antrieb und die kognitiven Fä-
higkeiten stelle, was mit einer schweren Depression nicht vereinbar sei. Eine somatische Krank-
heitsvorstellung bestehe nicht, denn die Versicherte halte ihre Schmerzen für psychisch bedingt. 
Die psychosomatisch bedingten Schmerzen würden ohnehin keine eigenständige psychische 
Störung darstellen, sondern seien vielmehr ein Begleitsymptom der depressiven Störung. Der 
Verlauf der depressiven Störung sei fluktuierend. Retrospektiv sei das Vorliegen einer vorüber-
gehend mittelgradigen depressiven Episode angesichts der Berichte mehrerer behandelnder 
Ärzte sehr wahrscheinlich, was auch eine Minderung der Arbeitsfähigkeit zur Folge gehabt habe. 
Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sei zu diesem Zeitpunkt jedoch sehr unwahrscheinlich. Ge-
genwärtig liege nur noch eine leichtgradig depressive Symptomatik vor. Von einer lediglich leicht-
gradig ausgeprägten Depression sei ab spätestens Mitte 2009 auszugehen. Folglich bestehe 
spätestens ab Mitte 2009 eine vollständige Arbeitsfähigkeit der Versicherten. 
 
6.2.3 Die Versicherte befand sich vom 7. Januar 2016 bis 26. Februar 2016 in stationärer Be-
handlung in der Klinik F.____. Anlässlich der Beendigung der stationären Behandlung in der Klinik 
erhob Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, im Austrittsbericht vom 30. Mai 
2016 (act. 136, S. 15 ff.) die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwär-
tig mittelgradiger Episode, eine Somatisierungsstörung, eine nichtorganische Störung des Schlaf-
Wach-Rhythmus, eine gastroösophageale Refluxkrankheit ohne Ösophagitis sowie ein 
Reizdarmsyndrom ohne Diarrhoe. Die Versicherte habe berichtet, dass sich ihre Symptomatik in 
den vergangenen Monaten verstärkt habe. Sie leide unter vielen körperlichen Beschwerden wie 
Verkrampfungen am ganzen Körper, nächtlichem Zähneknirschen, Magenbrennen, Reflux, wie-
derholt auftretenden Schwindelgefühlen, ständiger Angespanntheit und Herzklopfen. Sie fühle 
sich erschöpft und müde, teilweise auch aggressiv. Auch bestünden familiäre Probleme. Im Ein-
trittsgespräch habe die Versicherte müde und abgeschlagen gewirkt. Es habe ein starker Lei-
densdruck bestanden. Sie sei bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Beim Berichten 
habe die Versicherte verlangsamt und nachdenklich gewirkt, habe öfter geweint und sei in ihren 
Ausführungen sehr ausschweifend gewesen. Der Antrieb sei insgesamt vermindert. Im Affekt 
wirke sie deprimiert, kaum schwingungsfähig sowie hoffnungs- und freudlos. Während ihres Auf-
enthaltes habe sich die Versicherte nur langsam in das multimodale, psychiatrisch-psychothera-
peutische Behandlungssetting integriert. Sie habe jedoch aktiv den Kontakt zu Mitpatienten auf-
genommen und sich an die Tagesstruktur halten können. Oft habe sie sich jedoch zurückgezogen 
und die therapiefreie Zeit im Bett verbracht. Zu Beginn der Behandlung habe sie mit deutlicher 

 
 
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Anspannung, innerer Unruhe und starker Übelkeit reagiert, was sie auch an der regelmässigen 
Therapieteilnahme gehindert habe. Unter Aufdosierung der entsprechenden psychopharmakolo-
gischen Medikation habe sich die Unruhe der Versicherten zurückgebildet und die Schlafqualität 
verbessert. Auf die Konfrontation mit der bestehenden Belastungssituation durch familiäre Kon-
flikte, aber auch im Zusammenhang mit der Austrittssituation, habe die Versicherte mit Ein- und 
Durchschlafstörungen reagiert. Trotz einer beobachtbaren Verbesserung des Psychostatus wäh-
rend des Klinikaufenthalts habe sie über Schmerzen und Müdigkeit geklagt. Im Angehörigenge-
spräch mit den Kindern der Versicherten sei die stützende Rolle der Familie deutlich geworden. 
Ein Vorstellungsgespräch in der Tagesklinik K.____ sei bereits erfolgt und der Eintritt erfolge vo-
raussichtlich in drei Wochen. Zum Zeitpunkt des Austritts sei die Versicherte vollumfänglich ar-
beitsunfähig. 
 
6.2.4 Die Versicherte war vom 12. September 2016 bis 1. Oktober 2016 in der Klinik für 
Schmerztherapie hospitalisiert. Sie hat an einer mehrwöchigen multimodalen Schmerztherapie 
teilgenommen, die Physio-, medizinische Trainings-, Ergo-, Atem-, Entspannungs- sowie kreative 
Therapie und psychiatrisch-psychologische Gruppen- und Einzelgespräche umfasst hat. 
Dr. med. L.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
erhob im Austrittsbericht vom 1. Dezember 2016 (act. 165, S. 14 ff.) die Diagnose einer chroni-
schen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren bei chronisch rezidivierenden 
Zervikocephalien rechtsbetont, mit rezidivierender Schwindelsymptomatik und Lumboischialgien 
rechtsbetont, bei einer Blockierung des Iliosakralgelenks (ISG) rechts sowie bei einem Ganzkör-
perschmerzsyndrom. Weiter diagnostizierte er eine rezidivierende depressive Störung mit aktuell 
schwergradiger Episode unter Medikation, eine Hypothyreose und eine gastroösophageale Re-
fluxkrankheit bei Hiatushernie und mit säurebedingten Zahnerosionen. Die Versicherte sei mit 
chronischen Schmerzen und daraus resultierenden Bewegungseinschränkungen im Bereich der 
Halswirbelsäule (HWS), der Lendenwirbelsäule (LWS) und des Kopfes in die Schmerztherapie 
eingetreten. Sie habe während des Therapieaufenthaltes stark profitieren können, insbesondere 
hätten sich die bestehenden Blockierungen im Beckenbereich sowie thorakal gelöst, was zu einer 
deutlichen Verbesserung der Schmerzsymptomatik geführt habe. Jedoch sei es im Verlauf des 
stationären Aufenthalts immer wieder zu Blockierungen des ISG gekommen. Bei der Schmerz-
problematik handle es sich um ein myofasziales Schmerzsyndrom mit deutlich erhöhtem Muskel-
tonus im Schulter-Hals-Bereich und einer Lumboischialgie bei muskulärer Dysbalance im Bereich 
des Beckens. Hinzu komme eine Refluxkrankheit mit abdominothorakaler Symptomatik, chroni-
scher Heiserkeit und Zahnerosionen. Vor dem Hintergrund einer chronisch-rezidivierenden de-
pressiven Störung bei komplexen familiären Belastungen bestehe zudem eine generalisierte 
Schmerzverarbeitungsstörung. Die Versicherte habe erste Schritte zur Adaption aktiver Bewälti-
gungsstrategien unternommen. Die Fortsetzung der  
Physio- und Psychotherapie werde empfohlen. 
 
6.2.5 Vom 20. März 2017 bis 25. März 2017 war die Versicherte in der Klinik für Schmerzthe-
rapie hospitalisiert. Die Versicherte hat an einer einwöchigen multimodalen Schmerztherapie teil-
genommen, welche Physio-, medizinische Trainings-, Ergo- und Entspannungstherapie sowie 
psychiatrisch-psychologische Gruppen- und Einzelgespräche umfasst hat. Dr. med. M.____, 

 
 
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FMH Anästhesiologie, erhob im Austrittsbericht vom 23. März 2017 (act. 165, S. 10 ff.) die Diag-
nose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren mit chro-
nisch rezidivierenden Zervikocephalgien und rezidivierenden Lumboischialgien jeweils rechtsbe-
tont bei Blockierung des Iliosakralgelenks (ISG) rechts. Weiter diagnostizierte er eine rezidivie-
rende depressive Störung mit aktuell leichter bis mittelgradiger Episode, den Verdacht auf eine 
Persönlichkeitsakzentuierung, differentialdiagnostisch einer ängstlich-vermeidenden Persönlich-
keitsstörung entsprechend, sowie Probleme mit Bezug auf die Schwierigkeiten bei der Lebens-
bewältigung. Bei Eintritt hätten sich keine Hinweise auf Störungen der Aufmerksamkeit, der Kon-
zentration oder des Gedächtnisses gezeigt. Inhaltlich sei das Denken der Versicherten auf ihre 
Probleme eingeengt gewesen. Sie habe mehrfach spontan angegeben, unter Angst zu leiden. Im 
Affekt sei sie sehr klagsam bis anklagend, demonstrativ wirkend, wenig spürbar, niedergestimmt 
und deprimiert gewesen. Es sei ein reduzierter Antrieb festgestellt worden. Im Verlauf der Thera-
pie habe die Versicherte neben den regelmässig stark einschiessenden Schmerzen mit wech-
selnden Lokalisationen über permanente Schmerzen im Kopf-/Nackenbereich geklagt. Die Be-
schwerden seien durch die Versicherte zunächst sehr diffus und ausufernd geschildert worden. 
Die Versicherte habe ihre Stimmungslage als sehr schlecht beschrieben. Sie sei ängstlich und 
angespannt, schlafe schlecht und sei rasch überfordert und erschöpft. Sie mache sich viele Sor-
gen, weine viel und nehme eine grosse Leere sowie eine Unruhe war. Auch leide sie an den 
belastenden Lebensereignissen. Durch Strukturierung von aussen sei es der Versicherten im 
Rahmen der Therapie gelungen, einen Zusammenhang zwischen ihrer Wahrnehmung und dem 
daraus resultierenden Leiden zu erkennen. So könne sie etwas Distanz gewinnen und sich auf 
eine Betrachtung der von ihr rasch hergestellten Durchmischung von Gefühlen wie Angst oder 
Einsamkeit und Körperempfindungen wie Spannung oder Schmerz einlassen. Die von der Versi-
cherten beschriebenen Beschwerden und die erhobenen Befunde würden für ein fasziales 
Schmerzgeschehen mit rezidivierenden segmentalen Blockierungen insbesondere der HWS 
sprechen. Es habe sich eine deutliche Dekonditionierung der Muskulatur gezeigt. Die psychi-
schen Faktoren hätten weiterhin Einfluss auf den Schweregrad, die Aufrechterhaltung und die 
rezidivierende Exazerbation der empfundenen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die 
Fortführung der Physio- und der Psychotherapie werde empfohlen. 
 
6.2.6 Dr. E.____ erhob in ihrem Bericht vom 21. Januar 2018 (act. 165) die Diagnosen einer 
rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode, einer Somatisie-
rungsstörung, einer nicht organischen Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie eines Ver-
dachts auf eine generalisierte Angststörung, welche differentialdiagnostisch einer ängstlich-ver-
meidenden Persönlichkeit entspreche. Innerfamiliär bestünden Belastungen insbesondere im Zu-
sammenhang mit dem Alkoholkonsum des Ehemannes und dem Tod der Eltern. Die Versicherte 
leide unter Ängsten, Antriebsstörungen, chronischen Schmerzen, einer inneren Unruhe und einer 
raschen Ermüdbarkeit. Der Gedankengang sei auf ihre Probleme eingeengt, die Ausführungen 
seien weitschweifig und sie grüble und weine oft. Affektiv wirke sie deprimiert und hoffnungslos. 
Es bestehe eine Anhedonie, eine Störung der Vitalgefühle sowie eine latente Suizidalität. Der 
Antrieb sei gehemmt und die Versicherte sei ständig angespannt, innerlich und motorisch unruhig 
und verspüre Schuldgefühle gegenüber ihren Kindern und den verstorbenen Eltern. Sie mache 
sich ständig Sorgen, ihren Angehörigen könne etwas Schlimmes zustossen. Sie sei unfähig, sich 
zu entspannen, leide unter Muskelverspannungen, akuten und chronischen Schmerzen sowie 

 
 
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Herzklopfen und erwache zuweilen mit Panikattacken. Zeitweise bestehe eine Dyspnoe auch in 
Ruhe. Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen würden keine vorliegen. Es bestünden jedoch 
Konzentrationsstörungen und eine Schreckhaftigkeit. So werde sie starr vor Schreck, wenn je-
mand schreie. Sie habe Mühe, einzuschlafen und erwache nachts häufig. Den Haushalt könne 
sie nur mit Hilfe ihrer Familie bewältigen. Sie lebe sozial sehr zurückgezogen und pflege mit Aus-
nahme einer Nachbarin, welche eine Verwandte des Ehemannes sei, lediglich innerfamiliäre Kon-
takte. Sie verlasse das Haus praktisch nur für Arztbesuche oder Therapien; spazieren gehe sie 
nur noch selten.  
 
6.2.7 Mit Bericht vom 27. Juni 2019 informierte Dr. I.____ über die unlängst erhobene  
Diagnose einer Psoriasis mit Polyarthralgien der peripheren Gelenke und des Achsenskeletts, 
wobei bisher keine radiologisch fassbaren, entzündlichen Veränderungen der Gelenke hätten 
festgestellt werden können. Befallen sei primär die Kopfhaut; eine geringgradigere Ausprägung 
finde sich am Stamm. Die Behandlung erfolge mit Otezla. Die Versicherte habe bereits seit vielen 
Jahren über Polyarthralgien mit wechselnder Lokalisation sowie Schmerzen am Achsenskelett 
geklagt, ohne dass bisher ein somatisches Korrelat habe gefunden werden können. Bei dieser 
Schmerzsensation handle es sich um Polyarthralgien bei inzwischen manifester Psoriasis. 
 
6.2.8 Die behandelnde Ärztin Dr. E.____ hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. Dezember 2019 
(act. 199, S. 14 ff.) zum psychiatrischen Gutachten von Dr. H.____ vom 27. November 2018 fest, 
dass die Krankheitssymptome der Versicherten zu vielen Krankheitsbildern passen würden, wes-
halb es auch so schwierig sei, diese einzuordnen. Tatsache sei, dass seit Herbst 2015 verschie-
dene Ärzte eine depressive Episode von leichter bis mittelschwerer Ausprägung respektive eine 
rezidivierende depressive Störung diagnostiziert hätten. Diese Ärzte würden sich wohl kaum ir-
ren, auch wenn die Gutachter – mit Ausnahme von Dr. D.____ – keine depressive Störung erho-
ben hätten. Der Umstand, dass sich die Versicherte mehrmals in stationäre Behandlung begeben 
habe, zeige eine Verschlechterung ihres psychischen Gesundheitszustands seit 2014. Ihrer An-
sicht nach leide die Versicherte an einer rezidivierenden depressiven Störung. Die Kriterien nach 
ICD 10 seien erfüllt, auch wenn Dr. H.____ während seiner Untersuchung keine Depression habe 
feststellen können. Der Umstand, dass sich die Versicherte nach eigenen Angaben nicht mehr 
freuen könne, sich aber dennoch freue, wenn die Kinder zu Besuch kämen, würde keinen Wider-
spruch darstellen. Schliesslich erfordere die Diagnose einer leichten Depression nach ICD 10 
eine anhaltend depressive Stimmung während der meisten Zeit eines Tages, an fast jedem Tag, 
im Wesentlichen unbeeinflusst von den Umständen und während mindestens zwei Wochen. Die 
Freude beim Besuch der eigenen Kinder schliesse eine Depression demzufolge nicht aus. Hinzu 
kämen weitere Symptome wie namentlich verminderter Antrieb, gesteigerte Ermüdbarkeit, feh-
lendes Selbstvertrauen, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle vor allem den Kindern gegenüber, 
wiederkehrende Gedanken an Tod und Suizid, Klagen über verminderte Denk- oder Konzentra-
tionsfähigkeit, psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit oder Schlafstörungen. Ebenfalls 
würden die Kriterien für die Diagnose einer generalisierten Angststörung vorliegen: Die Versi-
cherte leide an Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse. 
So habe sie ständig Angst, ihren Kindern könne etwas Schlimmes zustossen. Sie reagiere jeweils 
mit Herzklopfen. Auch leide sie an erhöhter Herz- und Atemfrequenz, einer Verkrampfung im 

 
 
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Hals, einem Schwächegefühl und manchmal auch Schwindel, Muskelverspannungen und chro-
nischen Schmerzen, einer erhöhten Schreckhaftigkeit sowie Konzentrations- und Schlafstörun-
gen. Die Ansicht von Dr. H.____, wonach sich bei der Versicherten eine Dramatisierungstendenz 
zeige, könne nicht nachvollzogen werden. Sie habe vielmehr den Eindruck, dass sich die Versi-
cherte nicht anmerken lassen wolle, wie es ihr physisch und psychisch wirklich gehe. Auch wür-
den die Lebensumstände der Versicherten ihren Psychostatus belasten. Die Empfehlung von 
Dr. H.____ zur Verbesserung der regelmässigen Medikamenteneinnahme sei sicherlich nicht 
falsch. Ihres Erachtens spielten belastende Lebensereignisse bei der Beschwerdeführerin eine 
grössere Rolle als die medikamentöse Therapie.  
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der 
Frage eines allfälligen Rentenanspruchs auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. G.____ und 
H.____ vom 15. November 2018 bzw. 27. November 2018. In Würdigung der medizinischen Ak-
tenlage ergibt sich, dass diesem Gutachten voller Beweiswert zukommt. Es erfüllt sowohl in for-
meller Hinsicht als auch inhaltlich die bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweistaugliches 
Gutachten. Daran vermögen auch die Rügen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, wie sich 
aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt. 
 
7.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, Dr. H.____ habe sich in seinem Gutachten nur 
ungenügend und oberflächlich mit anderslautenden Diagnosen und festgestellten Arbeitsunfähig-
keitsgraden der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 
werden. Dr. H.____ erhob im psychiatrischen Gutachten vom 27. November 2018 eine rezidivie-
rende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom, 
welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auswirke. Anamnestisch hätten die zur 
Diagnose einer depressiven Störung notwendigen Symptome in Form einer Gereiztheit, einer 
traurigen Stimmung, einer Müdigkeit, einer Vergesslichkeit und einer sehr schlechten Konzentra-
tionsfähigkeit, eines geringen Selbstvertrauens, eines allgemeinen Gefühls der Sinnlosigkeit und 
in Form von häufigen Suizidgedanken zwar vorgelegen. Aufgrund diverser Inkonsistenzen und 
einer Dramatisierungstendenz der Versicherten musste bei der Beurteilung des Schweregrades 
der Depression aber auf die Befunde anlässlich der psychiatrischen Begutachtung abgestellt wer-
den. Im Rahmen dieser Untersuchung imponierte Dr. H.____ eine leicht gedrückte Stimmung. 
Die affektive Modulationsfähigkeit sei leichtgradig eingeschränkt gewesen, nicht jedoch die Vita-
lität. Die Müdigkeit, welche zu Beginn der Untersuchung habe festgestellt werden können, habe 
sich im Verlauf des Gesprächs gelegt. Am Ende der Exploration habe die Versicherte einen sehr 
vitalen Eindruck hinterlassen. Auch konnte die subjektiv geklagte, verminderte Konzentrationsfä-
higkeit nicht bestätigt werden. Vielmehr sei die Versicherte stets sehr konzentriert gewesen und 
habe einen bestimmten Eindruck hinterlassen. Auch konnten bereits im Rahmen der Schmerzthe-
rapie im März 2017 keine Hinweise für eine Störung der Aufmerksamkeit oder der Konzentration 
festgestellt werden. Eine gereizt-aggressive Stimmung oder eine Ängstlichkeit konnten durch 
Dr. H.____ ebenfalls nicht erhoben werden. Darüber hinaus ist gestützt auf die Blutkonzentrati-
onsbestimmung der verordneten Psychopharmaka davon auszugehen, dass die Versicherte 
diese Medikamente nur zum Teil regelmässig einnahm, was auf einen nicht sehr hohen Leidens-
druck schliessen lässt. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes unter regelmässiger Me-
dikamenteneinnahme ist folglich zu erwarten. In diesem Zusammenhang fällt zudem auf, dass 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eine Malcompliance bereits durch Dr. D.____ im psychiatrischen Gutachten vom 11. Dezember 
2014 erhoben wurde. Auch hatte sich die Versicherte in der Tagesklinik K.____ vorgestellt, trat 
jedoch daraufhin nie in das Therapieprogramm ein. In Anbetracht dieser Ausführungen schloss 
Dr. H.____ in nachvollziehbarer Weise auf einen leichtgradigen Schweregrad der depressiven 
Störung. Daran vermögen auch die Entgegnungen von Dr. E.____ in ihrer Stellungnahme vom 
13. Dezember 2019 nichts zu ändern. Schliesslich vermerkte auch sie, dass die Krankheitssymp-
tome der Versicherten zu verschiedenen Krankheitsbildern passen würden und es deshalb 
schwierig sei, diese einzuordnen. Betreffend die Einnahme der verordneten Psychopharmaka 
führte Dr. E.____ aus, dass die Empfehlung von Dr. H.____ zu einer verbesserten Compliance 
sicher nicht falsch sei. Soweit sie sich jedoch darauf beruft, Dr. H.____ habe bemängelt, dass 
sich die Versicherte jeweils trotz geklagter absoluter Freudlosigkeit über den Besuch ihrer Kinder 
freue, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es handelt sich dabei um eine festgestellte 
Inkonsistenz im Rahmen der Anamneseerhebung. Diese erweist sich vorliegend jedoch ohnehin 
als nicht massgebend. Denn letztlich erhob Dr. H.____ weitere Diskrepanzen, indem die Versi-
cherte etwa über eine konstante und erhebliche Schmerzintensität geklagt habe, während Mimik 
und Gestik kaum einmal Schmerzen angedeutet hätten. Auch seien die Aussagen der Versicher-
ten lediglich vage und wenig fassbar gewesen, weshalb sich namentlich ein genauer Tagesablauf 
nicht habe eruieren lassen. Aufgrund dieser unpräzisen und inkonsistenten Angaben der Versi-
cherten habe sich eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen Lebensbe-
reichen nicht beurteilen lassen. Betreffend die in diversen Arztberichten erhobene depressive 
Störung mit mittelgradiger Episode führte Dr. H.____ aus, dass – im Gegensatz zu den psychiat-
rischen Gutachten – in keinem dieser Berichte eine Symptomvalidierung vorgenommen worden 
sei, was die unterschiedliche Einschätzung des Schweregrades der Depression erkläre. Darüber 
hinaus lässt sich dem Austrittsbericht von Dr. L.____ vom 1. Dezember 2016 keine Begründung 
für die diagnostizierte schwergradige, rezidivierende depressive Störung entnehmen. Soweit 
Dr. E.____ belastende Lebensereignisse anführt, welche den Gesundheitszustand der Versicher-
ten beeinflussen würden, ist anzumerken, dass belastenden psychosozialen Faktoren und sozi-
okulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung sind solche invaliditätsfremden Gesichtspunkte bei einer Rentenprüfung grundsätzlich 
nicht zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2020, 9C_171_2020, E. 3). Folg-
lich sind auch bei depressiven Leiden soziale Belastungen, die direkte negative funktionelle Fol-
gen zeitigen, auszuklammern, was eine nachvollziehbare Diagnosestellung nach einem wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraussetzt (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 130 V 396 
E. 5.3 und E. 6 jeweils mit Hinweisen). In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen ist die 
durch Dr. H.____ erhobene Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig 
leichtgradiger Episode schlüssig erstellt und folglich nicht weiter zu beanstanden. 
 
7.2.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Versicherte bereits seit geraumer Zeit unter an-
dauernden Schmerzen am ganzen Körper litt. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung durch 
Dr. H.____ wurden wiederum erheblichste Schmerzen mit einer Intensität von 8-10 von 10 in der 
VAS eruiert. Demgegenüber haben Mimik und Gestik der Versicherten nur punktuell und lediglich 
am Ende der Exploration beim sich Erheben vom Stuhl kurzdauernd Schmerzen angedeutet. 
Insgesamt hat die Versicherte nicht den Eindruck hinterlassen, unter andauernden schweren und 
quälenden Schmerzen zu leiden, weshalb die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

 
 
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Schmerzstörung durch Dr. H.____ nicht erhoben werden konnte. Dieser Schluss erscheint mit 
Blick auf die vorstehenden Ausführungen nachvollziehbar. Die durch Dr. E.____ im Bericht vom 
21. Januar 2018 erhobene Somatisierungsstörung konnte im Rahmen der psychiatrischen Be-
gutachtung durch Dr. H.____ ebenfalls nicht bestätigt werden. Dr. H.____ begründet dies damit, 
dass sich die Beschwerdeführerin während der Untersuchung nicht über wiederholt auftretende 
und häufig wechselnde körperliche Symptome beklagt habe, sondern lediglich über unspezifische 
Schmerzen im ganzen Körper, welche seit Jahren bestünden. Insbesondere habe sie nicht mehr 
über Bauchbeschwerden, über eine Diarrhoe oder Verstopfungen geklagt, wie dies noch vor der 
Aufhebung der Invalidenrente im psychiatrischen Gutachten von Dr. B.____ vom 8. Februar 2013 
der Fall gewesen sei. In Anbetracht dieser vagen und unspezifischen Beschwerdeschilderung, 
einer konstant auffallend hohen Schmerzintensität sowie der erhobenen Dramatisierungstendenz 
vermag auch diese Beurteilung von Dr. H.____ zu überzeugen. Betreffend die Dramatisierungs-
tendenz ist zudem darauf hinzuweisen, dass bereits Dr. D.____ im psychiatrischen Gerichtsgut-
achten vom 11. Dezember 2014 eine klagende Beschwerdeschilderung imponierte. Auch 
Dr. M.____ hielt im Bericht vom 23. März 2017 fest, die Versicherte sei sehr klagsam und wenig 
spürbar gewesen und habe demonstrativ gewirkt. Auch sei die Beschwerdeschilderung zunächst 
diffus und ausufernd erfolgt, was von Dr. H.____ anlässlich der psychiatrischen Begutachtung 
bestätigt werden konnte. Er beschrieb die Aussagen der Versicherten als oftmals vage und wenig 
fassbar. Die Versicherte schien zudem gewissen Fragen auszuweichen. Zu Beginn der Untersu-
chung starrte sie zeitweise kurzdauernd auf den Boden und beantwortete in diesem Moment 
keine Fragen mehr. Dieses Verhalten beurteilte er als aufgesetzt und demonstrativ. Mit Blick auf 
die vorstehenden Ausführungen hat Dr. H.____ ein somatisches Syndrom nachvollziehbar aus-
geschlossen. 
 
7.2.3 Mit Bericht vom 21. Januar 2018 erhob Dr. E.____ den Verdacht auf eine generalisierte 
Angststörung, wohingegen Dr. H.____ diese Diagnose hingegen nicht bestätigen konnte. Zwar 
schilderte die Beschwerdeführerin im Rahmen der Anamneseerhebung, stetig unter Ängsten zu 
leiden. Dabei würde ihr alles Angst bereiten. Sie reagiere generell schnell mit panikartigen Ängs-
ten, respektive mit Herzklopfen. So habe sie Angst, dass ihre Schwester sterben oder den Kin-
dern etwas Schlimmes zustossen könnte. Dr. H.____ konnte jedoch anlässlich der Exploration 
keine Ängstlichkeit feststellen. Die Kriterien für eine Diagnosestellung seien nicht erfüllt. Mit Blick 
auf die erhobene Dramatisierungstendenz, diverse Inkonsistenzen und den oft vagen und wenig 
fassbaren Aussagen der Beschwerdeführerin, erweist sich diese Beurteilung als nachvollziehbar. 
Soweit Dr. E.____ nun in ihrer Stellungnahme vom 13. Dezember 2019 ausführt, die Kriterien für 
das Vorliegen einer generalisierten Angststörung seien erfüllt, kann ihr somit nicht gefolgt werden.  
 
7.2.4 Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wurde zuletzt weder von der behan-
delnden Ärztin Dr. E.____ noch von Dr. H.____ erhoben. Dr. H.____ führt im psychiatrischen 
Teilgutachten vom 27. November 2018 diesbezüglich aus, dass sich im Rahmen der Untersu-
chung keine typischen Intrusionen hätten nachweisen lassen. Die Versicherte habe zudem ohne 
äusserlich sichtbare psychovegetative Mitbeteiligung über belastende Erlebnisse berichten kön-
nen. Eine Schreckhaftigkeit, eine Hypervigilanz oder Dissoziationen hätten nicht festgestellt wer-
den können. Darüber hinaus habe sich auch kein Vermeidungsverhalten gezeigt, denn die Ver-

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sicherte lebe nach wie vor mit ihrem Ehemann zusammen, obwohl sie sich über dessen Gewalt-
bereitschaft beklagt habe. In der Lebensgeschichte der Versicherten liessen sich ausserdem 
keine Situationen aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses nach-
weisen. Demnach seien die Eingangskriterien für die Diagnose einer PTBS nicht gegeben. In 
Anbetracht dessen ist schlüssig erstellt, dass eine PTBS bei der Versicherten nicht bzw. nicht 
mehr besteht. Darüber hinaus haben sich während der psychiatrischen Begutachtung durch 
Dr. H.____ keine schwerwiegenden Psychopathologien in der Persönlichkeitsstruktur und keine 
Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung feststellen lassen. Relevante Verände-
rungen der Persönlichkeit liegen somit keine vor. Etwas Anderes wird durch die Beschwerdefüh-
rerin im Übrigen auch nicht geltend gemacht. 
 
7.2.5 Den vorstehenden Ausführungen zufolge ist festzuhalten, dass sich Dr. H.____ im psy-
chiatrischen Gutachten vom 27. November 2018 rechtsgenügend mit den anderslautenden Diag-
nosen auseinandergesetzt hat. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass eine durch den be-
handelnden Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit allein keinen Schluss auf die dauernde Unzumut-
barkeit einer Arbeitstätigkeit zulässt. 
 
7.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass Dr. H.____ als Gutachter über keine 
hinreichende Qualifikation verfüge, zumal er nicht auf Traumafolgen spezialisiert sei, übersieht 
sie, dass Dr. H.____ einen Facharzttitel im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie vorwei-
sen kann, womit er die Anforderungen an die Qualifikation von Sachverständigen vollends erfüllt. 
 
7.4 Dr. H.____ schloss anlässlich der psychiatrischen Begutachtung auf eine mögliche Sta-
bilisierung und Verbesserung der psychischen Gesundheit der Versicherten, welche durch eine 
regelmässige Einnahme der verordneten Psychopharmaka erreicht werden könne. Entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführerin steht diese Aussage nicht im Widerspruch zur vollständigen Ar-
beitsfähigkeit, welche Dr. H.____ anlässlich der psychiatrischen Begutachtung erhob. Schliess-
lich kann trotz vollumfänglicher Arbeitsfähigkeit eine Gesundheitsbeeinträchtigung bestehen, wel-
che sich nicht auf die Arbeitstätigkeit auswirkt oder welche sich nicht als erheblich genug erweist, 
damit eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit begründet werden könnte. Von einer möglichen 
Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes allein kann folglich nicht auf eine beste-
hende Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. 
 
7.5 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, dass in zahlreichen Arztberichten eine Soma-
tisierungsstörung diagnostiziert worden sei. Folglich hätte ein strukturiertes Beweisverfahren 
durchgeführt werden müssen, was im vorliegenden Fall ungenügend erfolgt sei. Dr. H.____ habe 
die Standardindikatoren im psychiatrischen Teilgutachten nur sehr oberflächlich geprüft. Wie die 
Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, hat sich das Bundesgericht im BGE 141 V 281 für ein 
strukturiertes Beweisverfahren ausgesprochen und die zu prüfenden Standardindikatoren darge-
legt. Dieses Beweisverfahren findet grundsätzlich bei anhaltenden somatoformen Schmerzstö-
rungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden, aber auch bei depressiven Störungen 
Anwendung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2019, 9C_808/2018, E. 3.1). Die Be-
schwerdeführerin verkennt jedoch, dass aus Gründen der Verhältnismässigkeit dort von einem 
strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden kann, wo es nicht nötig oder auch gar nicht 

 
 
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geeignet ist. Folglich bleibt dieses entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher 
Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälli-
gen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Grün-
den kein Beweiswert beigemessen werden kann. Es handelt sich dabei namentlich um Fälle, bei 
denen nach bestehender Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen 
depressiven Störung auszugehen ist, die ihrerseits nicht schon als chronifiziert gelten kann und 
auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht (BGE 143 V 409 E. 4.5.3). Ein derartiger Fall ist vorlie-
gend gegeben, wie sich aus den vorstehenden Ausführungen und dem psychiatrischen Teilgut-
achten von Dr. H.____ vom 27. November 2018 ergibt. Daher war Dr. H.____ nicht zur Vornahme 
einer Standardindikatorenprüfung angehalten. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die im 
rheumatologische Teilgutachten von Dr. G.____ vom 15. November 2018 ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit genannte Diagnose einer Schmerzfehlverarbeitung mit ubiquitärem 
Schmerzsyndrom beruft, ist darauf hinzuweisen, dass die medizinische Beurteilung des Psycho-
status jeweils im psychiatrischen Fachgutachten erfolgt. Aus den im rheumatologischen Teilgut-
achten erhobenen Diagnosen aus dem psychiatrischen Fachbereich kann sie demzufolge nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. 
 
7.6 Betreffend das rheumatologische Teilgutachten vom 15. November 2018 bringt die Be-
schwerdeführerin vor, Dr. G.____ habe den Bericht des behandelnden Arztes Dr. I.____ vom 
27. Juni 2019 nicht gebührend berücksichtigt. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Im rheu-
matologischen Teilgutachten führte Dr. G.____ aus, dass er den Akten – mit Ausnahme der Be-
richte von Dr. I.____ – keine Hinweise für das Bestehen einer entzündlichen-rheumatologischen 
Erkrankung habe entnehmen können. Auch habe die Versicherte selbst nie Gelenkschwellungen 
beschrieben und in den Laboruntersuchungen hätten keine systemischen Entzündungsaktivitä-
ten nachgewiesen werden können, wie dies bei Arthritiden der peripheren Gelenke häufig der 
Fall sei. Dies sei im Übrigen auch durch Dr. I.____ anlässlich des Telefonats vom 23. Oktober 
2018 bestätigt worden. Die wiederholt durchgeführten bildgebenden Abklärungen der Wirbel-
säule, der Sakroiliakalgelenke und der peripheren Gelenke hätten ebenfalls keine Anzeichen ei-
nes entzündlichen Krankheitsgeschehens gezeigt, was bei einer derart langen Beschwerdedauer 
zu erwarten wäre. Im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung hätten ebenfalls keine Ar-
thritiden festgestellt werden können, wobei die Versicherte jedoch unverändert über starke 
Schmerzen am ganzen Körper geklagt habe. Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen ist es 
nachvollziehbar, dass Dr. G.____ aus rheumatologischer Sicht keinen Verdacht auf eine Pso-
riasis Arthritis erheben konnte und einen Zusammenhang zwischen den insbesondere an den 
Gelenken bestehenden ubiquitären Schmerzen und einer Hauterkrankung als nicht ausgewiesen 
erachtete. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, Dr. G.____ sei aus rheumatologischer Sicht 
zum Schluss gelangt, dass der medizinische Zustand noch nicht vollständig erfasst worden sei 
und folglich weitere Abklärungen durchzuführen seien, geht sie fehl. Indem Dr. G.____ auf den 
weiteren klinischen Verlauf verwies, in welchem sich möglicherweise neue Aspekte ergeben wür-
den, spricht er namentlich den noch offenen Therapieverlauf mit dem Medikament Otezla an. 
Schliesslich äusserte sich Dr. I.____ im Rahmen der telefonischen Besprechung vom 23. Oktober 
2018 dahingehend, dass der weitere Verlauf zeigen werde, ob die Versicherte auf die Therapie 
mit Otezla ansprechen werde. Die Schuppen im Bereich der Kopfhaut hätten sich unter dieser 
Therapie bereits zurückgebildet. Abschliessend ist festzuhalten, dass der Bericht von Dr. I.____ 

 
 
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vom 27. Juni 2019 im Vergleich zu den Dr. G.____ bekannten früheren Berichten vom 14. Mai 
2018 (act. 172, S. 2 ff.) und 20. September 2018 (act. 180) sowie der telefonischen Besprechung 
vom 23. Oktober 2018 (act. 184, S. 16) keine neuen, entscheidrelevanten medizinischen Er-
kenntnisse enthält, weshalb auch eine Rückfrage bei Dr. G.____ entbehrlich war.  
 
7.7 Abschliessend ist auf die Eingabe vom 20. Februar 2020 einzugehen: Die Beschwerde-
führerin macht darin geltend, ihre Lebensumstände hätten sich dramatisch verschlechtert, 
wodurch nun auch die rezidivierende depressive Störung sehr ausgeprägt auftrete. Ihre ohnehin 
spärlichen Ressourcen seien nun vollends aufgebraucht. Diese Umstände seien als echtes No-
vum zu berücksichtigen und würden die Notwendigkeit von weiteren medizinischen Abklärungen 
unterstreichen. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Beurteilung der 
strittigen Angelegenheit grundsätzlich jener medizinische Sachverhalt massgebend, wie er im 
Zeitpunkt des Erlasses der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 11. November 2019 vorge-
legen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Zumal die geltend gemachte 
Verschlechterung offensichtlich nach Verfügungserlass eingetreten ist, können die Umstände 
vorliegend nicht mehr berücksichtigt werden. Umstände, welche nach Verfügungserlass einge-
treten sind und eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu Folge haben, sind grund-
sätzlich im Verwaltungsverfahren vorzubringen. Diesbezüglich ist jedoch darauf hinzuweisen, 
dass psychosozialen Faktoren und soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt 
(vgl. auch Erwägung 7.2.1 hiervor). 
 
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass dem rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten 
der Dres. G.____ und H.____ vom 15. bzw. 27. November 2018 voller Beweiswert zukommt, 
weshalb sich weitere medizinische Abklärungen, wie sie die Beschwerdeführerin verlangt, nicht 
aufdrängen. Aus dem bidisziplinären Gutachten der Dres. G.____ und H.____ vom 15. bzw. 
27. November 2018 ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. September 2017 in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hausfrau zu 10 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. In 
einer Verweistätigkeit mit leichten bis mittelschweren Arbeiten unterhalb der Schulterhorizontalen 
besteht dagegen keine Einschränkung. Gestützt auf die medizinische Aktenlage ist eine mass-
gebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zu den Befunden im rheu-
matologischen Fachgutachten von Dr. C.____ vom 25. März 2013 sowie im psychiatrischen Gut-
achten von Dr. D.____ vom 11. Dezember 2014 nicht ausgewiesen. Somit hat die IV-Stelle den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung vom 11. November 
2019 zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde ist in diesem Sinne abzuweisen. 
 
9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Dem 

 
 
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Prozessausgang zufolge hat deshalb die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Ver-
fahrenskosten von Fr. 800.-- zu tragen. Dieser Betrag ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen. 
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.