# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc7b6036-7cf8-5421-9b27-53e822d336be
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.02.2015 UV 2014/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-16_2015-02-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.02.2015

Entscheiddatum: 24.02.2015

tscheid Versicherungsgericht, 24.02.2015
Art. 6 UVG: Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 24. Februar 2015, UV 
2014/16).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), 
VersicherungsrichterJoachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin 
Beatrix ZahnerEntscheid vom 24. Februar 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz, 
Affolternstrasse 42, Postfach 6944, 8050 Zürich,gegenSchweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) und als Büroangestellte und 

Reinigungsmitarbeiterin bei der B.___ GmbH, bei der Suva gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, liess am 25. Oktober 2012 einen Unfall melden, der sich am 6. 

Oktober 2012 ereignet habe. Der Unfall wurde wie folgt beschrieben: "ausgerutscht, 

Bürotisch angeschlagen". Als betroffener bzw. verletzter Körperteil wurde der Thorax 

links (Rippen, Brustkorb) und als Art der Schädigung eine Quetschung vermerkt. Die 

Versicherte habe die Arbeit ab 6. Oktober 2012 aussetzen müssen (Suva-act. 1). Mit 

Schreiben vom 26. Oktober 2012 teilte die Suva der Arbeitgeberin der Versicherten mit, 

dass für die Folgen des Berufsunfalls vom 6. Oktober 2012 Versicherungsleistungen 

ausgerichtet würden (Suva-act. 3).

A.b  Am 7. Oktober 2012 hatte die Versicherte wegen starker Schmerzen im Bereich 

der linken Thoraxwand/Flanke notfallmässig das Spital C.___ konsultiert. Dessen Ärzte 

hatten eine Intercostalneuralgie links, am ehesten muskuloskelettaler Genese bei 

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Myogelose, diagnostiziert (Suva-act. 33). Ab 12. Oktober 2012 war die 

Nachbehandlung durch den Hausarzt Dr. med. D.___, erfolgt (vgl. dazu insbesondere 

Suva-act. 1, 9, 16, 47). Dieser bestätigte mit ärztlichem Zeugnis vom 11. Dezember 

2012, dass die Versicherte einen Unfall erlitten habe (Suva-act. 15). In einem ärztlichen 

Zwischenbericht vom 12. Dezember 2012 bestätigte Dr. D.___ die Diagnose der 

Intercostalneuralgie links (Suva-act. 11). Am 17. Dezember 2012 beschrieb die 

Versicherte der Suva telefonisch, sie sei im Büro rückwärts gestürzt und mit der linken 

Schulter auf einer Tischkante aufgeprallt. Wie es genau passiert sei, wisse sie nicht 

mehr. Sie sei auf jeden Fall gestürzt und habe hierauf Schmerzen in der Schulter und 

im Unterarm links verspürt. Sie sei dann ins Spital gegangen und habe gesagt, sie sei 

gestürzt, doch man habe ihr gesagt, sie habe wohl eine Grippe. Vor dem Unfall habe 

sie nie Probleme mit der Schulter oder dem Arm gehabt (Suva-act. 14). In den 

Physiotherapie-Verordnungen vom 30. November 2012 und 29. Januar 2013 vermerkte 

Dr. D.___ die Diagnosen "Status nach Schulter- und Rippenquetschung links" (Suva-

act. 23) bzw. "Rippenkontusion" (Suv-act. 23). Auch in den ärztlichen 

Zwischenberichten vom 17. und 18. Februar 2013 stellte Dr. D.___ die Diagnose einer 

Rippenkontusion links und schrieb auf, die Versicherte habe weiterhin starke 

Schmerzen, so dass die Malerarbeit kaum möglich sei. Mehrere Arbeitsversuche seien 

gescheitert (Suva-act. 27, 29). Laut Unfallschein UVG war die Versicherte bis 21. 

Dezember 2012 zu 100% arbeitsunfähig und vom 22. Dezember 2012 bis 6. Januar 

2013 zu 100% arbeitsfähig. Für die Zeit ab 7. Januar 2013 attestierte Dr. D.___ der 

Versicherten wiederum Arbeitsunfähigkeiten mit verschiedenen Prozentsätzen. 

Letztmals vermerkte er am 22. Februar 2013 eine solche von 66 1/3 % (Suva-act. 30).

A.c  Derweilen legte die Suva am 18. Februar 2013 den Schadenfall zur Prüfung der 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten und ob überhaupt Unfallfolgen vorliegen würden 

ihrem Kreisarzt Dr. med. E.___ vor (Suva-act. 26). Nachdem dieser in seiner Beurteilung 

vom 20. März 2013 mit Blick auf den Inhalt des Berichts des Spitals C.___ vom 12. 

März 2013 betreffend die ambulante Notfallkonsultation vom 7. Oktober 2012 das 

überwiegend wahrscheinliche Vorliegen unfallkausaler Gesundheitsschädigungen 

verneint hatte (Suva-act. 32), eröffnete die Suva der Versicherten mit Verfügung vom 

21. März 2013, dass aufgrund der medizinischen Unterlagen kein sicherer oder 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. Oktober 2012 

und den heute bestehenden Rippen- und Rückenbeschwerden bestehe, womit die 

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Suva nicht leistungspflichtig sei. Die bis zum 20. Dezember 2012 erbrachten 

Versicherungsleistungen in Form von Taggeld und Heilkosten würden 

entgegenkommenderweise nicht zurück gefordert (Suva-act. 34).

A.d  Nachdem die Versicherte am 5. April 2013 das Spital C.___ ersucht hatte, den 

Sachverhalt in seinem Bericht betreffend die Konsultation vom 7. Oktober 2012 

hinsichtlich der Tatsache zu korrigieren, dass darin keine Rede von einem 

Unfallereignis sei, teilte dieses der Suva mit Schreiben vom 11. April 2013 mit, dass der 

Versicherten mehrfach erklärt worden sei, dass im Nachhinein keinerlei Dokumente 

abgeändert würden und bezüglich der konkreten Angelegenheit auch weiterhin neutral 

geblieben werde (Suva-act. 36/3 f.).

A.e  Mit Eingabe vom 26. April 2013 erhob Rechtsanwalt lic. iur. St. Pöcze, AXA-ARAG 

Rechtsschutz, Zürich, für die Versicherte gegen die Verfügung vom 21. März 2013 

vorsorglich Einsprache (Suva-act. 37). Am 26. April 2013 reichte er die 

Einsprachebegründung und im Mai 2013 Antworten von Dr. D.___ zu verschiedenen, 

diesem vom Rechtsvertreter gestellten Fragen ein (Suva-act. 40/4 f.). Am 24. Juli 2013 

schilderte die Versicherte gegenüber der Suva insbesondere nochmals das Ereignis 

vom 6. Oktober 2012, den Heilverlauf sowie ihre Krankengeschichte (Suva-act. 41, 42). 

Auf Anfrage der Suva vom 2. August 2013 an Dr. D.___, ob dieser die von der 

Versicherten ihm gegenüber gemachten Erstaussagen bezüglich des Vorfalls vom 6. 

Oktober 2012 bekannt geben würde, teilte Dr. D.___ mit, er habe sich am 12. Oktober 

2012 folgendes wortwörtlich notiert: "Am Samstag beim Boden putzen gefallen. Seither 

Schmerzen Thorax links lateral und beide Achseln." (Suva-act. 47). Aufgrund eines 

Hinweises der Versicherten anlässlich der Befragung durch die Suva vom 24. Juli 2013 

auf ärztlich behandelte Schmerzen im Brustbereich im Jahr 2011 im KSSG und im 

Dezember 2012 durch Dr. med. F.___, Pneumologie und Innere Medizin FMH, Notarzt 

SGNOR (Suva-act. 41), ersuchte diese das KSSG sowie Dr. F.___ um Zustellung 

entsprechender Berichte (Suva-act. 45, 48 f., 51, 54).

A.f   Gestützt auf eine kreisärztliche Beurteilung der Unfallkausalität der objektiven 

Befunde (vorübergehende/dauernde/richtungsgebende Verschlimmerung) von Dr. med. 

G.___ vom 5. November 2013 (Suva-act. 55 f.) eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter 

der Versicherten mit Verfügung vom 7. November 2013), dass ab dem 6. Januar 2013 

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eine Abheilung der Kontusionsfolgen des Unfallereignisses vom 6. Oktober 2012 

anzunehmen sei. Die weiterhin bestehenden Beschwerden seien nicht mehr 

unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur, womit der Anspruch auf 

weitere Versicherungsleistungen abgelehnt werde. Die bisherigen 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) würden per 6. Januar 2013 

eingestellt. Gemäss dem von Dr. D.___ ausgefüllten Unfallschein vom 20. Dezember 

2012 habe per 21. Dezember 2012 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Das Taggeld 

sei bis und mit 20. Dezember 2012 ausbezahlt worden. Eine erneute Arbeitsunfähigkeit 

resultiere erst ab dem 7. Januar 2013 (Suva-act. 57).

B.    

Die am 10. Dezember 2013 von Rechtsanwalt Pöcze gegen diese Verfügung 

zusammen mit einem weiteren Bericht von Dr. D.___ vom 2. Dezember 2013 (Suva-act. 

59) eingereichte Einsprache (Suva-act. 59) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 

28. Januar 2014 ab (Suva-act. 62).

C.      

C.a  Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Pöcze für die Versicherte am 28. 

Februar 2014 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 7. November 2013 

sowie der Einspracheentscheid vom 28. Januar 2013 (richtig: 2014) seien aufzuheben 

und es seien der Beschwerdeführerin über den 22. Dezember 2012 hinaus die 

gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung auszurichten. Eventualiter seien 

weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids (act. G 3).

C.c  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik (act. G 4 f.).

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C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. 

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens 

sind von der leistungsansprechenden Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall 

obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des 

Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von 

Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch 

die Parteien heranziehen. Dabei schliesst der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast 

im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen somit in 

der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 

zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b, 115 V 142 E. 8a; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

326, RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen Entscheid, sofern 

das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit 

Hinweisen).

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1.2   Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer sodann bei Vorliegen 

eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als 

dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten 

Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 55; Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 5.2). Während es Aufgabe des Arztes ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 

3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 

28. Oktober 2009, je mit Hinweisen).

1.3   Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche oder adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 

E. 3b mit Hinweisen). Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt 

jemals gegeben ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für 

einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine 

bzw. ante die Unfallversicherung (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 54).

1.4   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

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des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).

2.     

Im konkreten Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 6. Oktober 2012 in 

ihrem Büro rückwärts ausgerutscht bzw. gestürzt und in der Folge mit der linken 

Körperhälfte auf einer Tischkante aufgeprallt ist. Dieser Geschehensablauf erfüllt 

unbestrittenermassen das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors (vgl. Art. 4 ATSG). Das Unfallereignis vom 6. Oktober 2012 wurde in den Akten, 

insbesondere auch von der Beschwerdeführerin, wiederholt einheitlich beschrieben 

(vgl. Suva-act. 1, 14, 41, 42), weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht von diesem 

ausgegangen ist. Der Umstand allein, dass Ereignisse wie ein Sturz, ein Ausrutschen 

oder ein Aufprall mit dem Körper auf einem Gegenstand, potentiell geeignet wären, 

körperlich gravierende Verletzungen oder gar den Tod einer Person herbeizuführen, 

bedeutet jedoch weder, dass dadurch ausnahmslos eine schädigende Einwirkung auf 

den menschlichen Körper erfolgt (vgl. Art. 4 ATSG), noch dass zwingend für alle 

Beschwerden im Bereich eines vom konkreten Unfall betroffenen Körperteils dieser 

Unfall verantwortlich sein muss und damit auch natürlich kausale Unfallfolgen vorliegen 

(vgl. Art. 6 UVG und Erwägung 1.2). Die Beschwerdeführerin klagt über linksseitige 

Thorax- bzw. Rippenschmerzen sowie über Schulterschmerzen (vgl. Suva-act. 59). 

Nachdem die Beschwerdegegnerin - wenn auch ohne bereits erbrachte Leistungen 

zurückzuverlangen (vgl. dazu Suva-act. 3) - zunächst mit Verfügung vom 21. März 2013 

(Suva-act. 34) mangels Vorliegens unfallkausaler Verletzungsfolgen im Bereich des 

Thorax und der linken Schulter von Beginn weg eine Leistungspflicht ablehnte, erliess 

sie am 7. November 2013 eine Einstellungsverfügung (Suva-act. 57). Diese liegt dem 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens, d.h. dem Einspracheentscheid 

vom 28. Januar 2014 (Suva-act. 63), zu Grunde. Es ist davon auszugehen, dass die 

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Beschwerdegegnerin ihre infolge Einspracheerhebung nicht in Rechtskraft erwachsene 

Verfügung vom 21. März 2013 konkludent widerrief und die dagegen erhobene 

Einsprache vom 26. April 2013 (Suva-act. 37, 40) gegenstandslos geworden ist. Die 

Beschwerdegegnerin hat damit in Bezug auf das Geschehen vom 6. Oktober 2012 

sowohl ein Unfallereignis, aber auch das anfängliche Vorliegen von durch dieses 

Geschehen verursachte Gesundheitsschäden anerkannt. Per 6. Januar 2013 geht sie 

jedoch von einem Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

der weiterhin geklagten Schmerzen im Bereich des Thorax und der linken Schulter aus. 

In der Beschwerdeantwort vom 23. April 2014 (act. G 3) macht nun die 

Beschwerdegegnerin wiederum geltend, dass ihre Leistungspflicht insgesamt zum 

vornherein entfalle, weil der Unfall vom 6. Oktober 2012 weder auf die linke Schulter 

noch auf den linken Thoraxbereich schädigend eingewirkt habe (vgl. Art. 4 ATSG). 

Angesichts dessen, dass die Schilderungen des Ereignisses vom 6. Oktober 2012 

grundsätzlich einen Kontusionsvorgang (Anschlagen an der Tischkante) beschreiben, 

als betroffener Körperteil die linke Schulter (Suva-act. 14), aber auch allgemein die linke 

Körperhälfte bzw. der Schulterbereich (Suva-act. 42) genannt werden, von Dr. D.___ 

eine Rippenkontusion links diagnostiziert wurde (Suva-act. 27, 29), bei der 

Beschwerdeführerin anlässlich der notfallmässigen Konsultation im KSSG am 7. 

Oktober 2012 Druckschmerzen über der linken Thoraxwand und der linken Schulter 

erhoben worden sind (Suva-act. 33) und sich Dr. D.___ am 12. Oktober 2012 in der 

Krankengeschichte die Angaben der Versicherten notiert hat, sie leide seit dem Vorfall 

unter Schmerzen im Bereich des Thorax links lateral und beider Achseln (Suva-act. 47), 

erscheint jedoch die anfängliche Anerkennung eines Leistungsanspruchs der 

Beschwerdeführerin als regelrecht. Die Schultermuskulatur liegt in unmittelbarer Nähe 

des Thorax mit seinen Rippen. Es ist somit durchaus denkbar, dass vom fraglichen 

Sturz sowohl der Thorax linkslateral als auch die linke Schulter betroffen waren. 

Überdies ist die Lokalisation von Schmerzen für den Betroffenen nicht immer einfach 

und ihre Fähigkeit zur Ausstrahlung - von der Schulter in den Rippenbereich und 

umgekehrt - ist ein bekanntes Phänomen. Nachdem jedoch die Beschwerdegegnerin 

keinerlei Rückforderungsansprüche geltend macht, gilt es im vorliegenden Verfahren 

ohnehin einzig die Frage zu prüfen, ob sie für die ab 6. Januar 2013 geklagten Thorax- 

und Schulterbeschwerden leistungspflichtig ist.

3.       

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3.1   Die Einstellung der Versicherungsleistungen mit Wirkung per 6. Januar 2013 

bezüglich der Thorax- bzw. Rippen- sowie Schulterschmerzen mangels (natürlichem) 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 6. Oktober 2012 und den über das 

Leistungseinstellungsdatum hinaus fortbestehenden Symptomen ist insbesondere 

gestützt auf die Beurteilung des Kreisarztes der Beschwerdegegnerin, Dr. G.___, vom 

5. November 2013 (Suva-act. 56) erfolgt. Dieser hält fest, dass bei fehlenden, zeit­

nahen, pathologischen, unfallbedingten, körperlichen und radiologischen Befunden 

sowie fehlender traumatisch bedingter Diagnose eine Unfallkausalität aus 

versicherungsmedizinischer Sicht nicht mit der notwendigen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu erkennen sei. Die von der Beschwerdeführerin beklagten 

Beschwerden seien laut der vorliegenden Arztberichte und 

Patientinnenbeschreibungen bezüglich weiterbestehender Beschwerdesymptomatik 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als krankheitsbedingt zu klassifizieren. Bei nicht 

beschriebenen funktionellen Einschränkungen und unter der Voraussetzung, dass sich 

das Unfallereignis gemäss Patientinnenbeschreibung ereignet habe, könne bei 

fehlenden strukturellen Schäden eine richtungsgebende Verschlimmerung eines 

vorbestehenden Krankheitszustands ausgeschlossen werden. Spätestens drei Monate 

nach Unfallereignis sei eine Abheilung der Kontusionsfolgen anzunehmen.

3.2   Der Umstand, dass Dr. G.___ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und die Beschwerdeführerin nicht selbst untersucht hat, steht deren 

Beweiswert nicht entgegen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 

9C_196/2014, E. 5.1.1; PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Der 

Kreisarzt legte die Anamnese ("aktenmässiger Verlauf") bzw. die Ergebnisse der im 

konkreten Fall durchgeführten persönlichen ärztlichen Untersuchungen lückenlos dar. 

Im Weiteren beziehen sich seine Ausführungen auf die im Rahmen der Beurteilung des 

Dahinfallens einer Unfallkausalität trotz fortdauernder Beschwerden 

richtungsweisenden Beurteilungskriterien, nämlich die zeitnah gestellten 

Unfalldiagnosen als massgebender Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden, 

welche ihrerseits auf den ursprünglich erhobenen Befunden basieren, die nachfolgend 

erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen, die Ergebnisse radiologischer 

Untersuchungen betreffend Vorliegen unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn 

struktureller Veränderungen sowie das Vorliegen von Vorzuständen.

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3.3   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Im 

Unfallversicherungsrecht gibt es allerdings auch Fälle, bei denen die Unfallfolgen bzw. 

deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen 

Verlaufs nie wirklich sichtbar gemacht werden können. Dennoch wird bei einem 

geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden 

Wirkung dieses Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, die in der Folge 

aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten Zeitraum - trotz 

ihres möglichen Fortdauerns - aber nicht mehr dem Unfall zugerechnet. Die 

untersuchenden Ärzte des Spitals C.___ erhoben bei der Beschwerdeführerin nach 

dem Unfall, d.h. am 7. Oktober 2012, einen lokalen Druckschmerz über der linken 

Thoraxwand und linken Schulter. Im Bereich der linken lateralen Thoraxwand war eine 

Myogelose tastbar, wo sich das Schmerzmaximum befand. Die Diagnose lautete 

"Intercostalneuralgie links, am ehesten muskuloskelettaler Genese bei 

Myogelose" (Suva-act. 33) und lässt vorderhand nicht von einer traumatisch bedingten, 

strukturellen Veränderung im Bereich des Thorax oder der Schulter ausgehen. 

Neuralgie heisst übersetzt Nervenschmerz, d.h. es wird damit lediglich eine 

Symptomatik umschrieben, ohne deren Ursache zu benennen (vgl. dazu Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1453; Roche Lexikon Medizin, 5. 

Aufl. München 2003, S. 1316 f.). Grundsätzlich können sich Nervenschmerzen nach 

traumatischen Nervenverletzungen (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 1442; Roche 

Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1308) entwickeln. Im konkreten Fall wurde jedoch von den 

untersuchenden Ärzten des Spitals C.___ offensichtlich keine konkrete traumatische 

Ursache in Erwägung gezogen. Myofasciale Beschwerden und eine Funktionsstörung 

allein sind nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolge zu betrachten. 

Myogelosen werden in der medizinischen Literatur vielmehr als krankheits- oder 

degenerativ bedingt beschrieben (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 

8C_124/2008, mit vielen Hinweisen, sowie vom 7. Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 und 

3.3.; Pschyrembel, a.a.O., S. 1405; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1275; Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 578, 782, 860). 

Dies ist eine Myogelose insbesondere dann, wenn sie - wie im konkreten Fall - als 

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Ursache für die Neuralgie vermutet ("am ehesten") wurde und damit in der 

Gesamtbetrachtung eine unfallfremde Konstellation nicht ausgeschlossen werden 

kann, dafür aber eine unfallkausale strukturelle Körperverletzung ausser Betracht fällt. 

Laut Bericht von Dr. F.___ vom 25. Oktober 2013 über die röntgenologische 

Untersuchung vom 19. Dezember 2012 zeigte sich bei der Beschwerdeführerin ein 

alters- und Habitus entsprechender Thorax. Unfallbedingte pathologische Befunde 

werden keine genannt (Suva-act. 54/1). Die Thoraxröntgenaufnahme vom 19. 

Dezember 2012 wurde auch von Dr. G.___ begutachtet, der das Fehlen eines 

Hinweises auf eine unfallbedingte Gesundheitsschädigung bestätigte (Suva-act. 56). Im 

vorliegenden Fall ist sodann in den medizinischen Akten ein Vorzustand ausgewiesen, 

der mit der im Spital C.___ am 7. Oktober 2012 gestellten Diagnose bzw. den 

erhobenen Befunden übereinstimmt und mithin einen fortdauernden 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 6. Oktober 2012 und den über das 

Datum der Leistungseinstellung hinaus geklagten Beschwerden nochmals 

unwahrscheinlicher erscheinen lässt. So konsultierte die Beschwerdeführerin das Spital 

Rorschach rund ein Jahr vor dem Unfall, d.h. am 4. Dezember 2011, mit gleichartigen 

Beschwerden; starken thorakalen Schmerzen, ausstrahlend in die linke Halsseite sowie 

in den linken Arm. Auch damals wurde laut Bericht vom 4. Dezember 2011 die 

Diagnose "Thoraxschmerzen muskuloskelettaler Genese" gestellt (Suva-act. 48). Die 

Beschwerdeführerin hatte angegeben, dass sie die Schmerzen kenne. Das letzte Mal 

habe sie gestern (am 3. Dezember 2011) eine dreistündige Episode gehabt. So stark 

wie heute (am 4. Dezember 2011) seien die Schmerzen aber noch nie gewesen. 

Während der Vorzustand eine konkrete ursächliche Zuordnung der Beschwerden 

möglich macht, ist eine solche bezüglich einem ausgewiesenen unfallbedingten 

organischen, strukturellen Substrat nicht möglich. Die im Spital C.___ klinisch 

erhobenen Druckdolenzen sollen zwar nicht in Abrede gestellt werden, doch handelt es 

sich allgemein bei klinisch erhobenen Untersuchungsergebnissen - im Vergleich zu 

einer radiologischen Untersuchung - nicht um eine uneingeschränkt exakte bzw. 

objektive Untersuchungsmethode. Die Ursächlichkeit von Beschwerden liegt überdies 

mit dem klinischen Untersuchungsergebnis nicht in jedem Fall eindeutig vor, sondern 

bedarf einer ärztlichen Interpretation.

3.4   Den Berichten von Dr. D.___ ist sodann die eine unfallkausale Verletzung 

beschreibende Diagnose einer Rippenkontusion zu entnehmen (Suva-act. 27, 29). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

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Angesichts des von der Beschwerdeführerin beschriebenen Unfallmechanismus sowie 

der im Spital C.___ erhobenen und anlässlich der Konsultation von Dr. D.___ am 12. 

Oktober 2012 von der Beschwerdeführerin beschriebenen (Druck-)Schmerzen im 

Bereich des Thorax und der linken Schulter bzw. der Achseln (Suva-act. 33, 47) ist die 

fragliche Diagnose nachvollziehbar. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die 

Rippenkontusion spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine 

Verletzungsfolgen mehr zeitigte. Es ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass 

harmlose Traumen mit fehlenden strukturellen Schädigungen der Gelenke, Muskeln, 

Sehnen, Bänder und Knochen, wie beispielsweise Prellungen, Verstauchungen oder 

Zerrungen, normalerweise innert kurzer Zeit folgenlos abheilen und sich die damit 

verbundenen Schmerzen gänzlich zurückbilden. Die Beschwerdegegnerin stellte ihre 

Leistungen gestützt auf die Beurteilung von Dr. G.___ drei Monate nach dem fraglichen 

Unfall ein. Aus den Akten ergeben sich keinerlei Hinweise, welche gegen eine Heilung 

innerhalb dieses Zeitraums sprechen würden. Wie in Erwägung 3.3 dargelegt, sind im 

konkreten Fall keine organischen Unfallrestfolgen nachgewiesen. Bezüglich der linken 

Schulter wurde zwar nie eine radiologische Untersuchung durchgeführt. Angesichts 

dessen, dass jedoch die linke Schulter anlässlich der Untersuchung im Spital C.___ 

vom 7. Oktober 2012 abgesehen von der Druckdolenz gar kein Thema war, in den 

ärztlichen Zwischenberichten von Dr. D.___ (nur) im Zusammenhang mit der Diagnose 

einer Rippenkontusion weiterhin starke Schmerzen vermerkt sind und keine auf die 

linke Schulter bezogene Diagnose gestellt worden ist, von der Beschwerdeführerin - 

wie von Dr. G.___ festgehalten - nie, solche bei einer Schulterverletzung regelmässig 

vorkommende, funktionelle Einschränkungen beklagt worden sind, und die Ärzte eine 

radiologische Untersuchung offensichtlich nicht als erforderlich angesehen haben, lässt 

sich auch bezüglich der linken Schulter nicht von einer strukturellen Verletzung 

ausgehen. Massgebende, auf eine schwerere Thoraxkontusion hinweisende Befunde, 

wie Atemnot, Herzrhytmusstörungen, Hämatom (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 325 

"Brustkorbprellung"; http://de.wikipedia.org/wiki/Prellung, Abfrage vom 19. Dezember 

2014) sind in den Akten ebenfalls keine vermerkt (vgl. insbesondere Bericht des Spitals 

C.___ vom 12. März 2013 [Suva-act. 33]). Der einzigen subjektiven Angabe "weiterhin 

starke Schmerzen" (Suva-act. 27, 29) kann kein Beweiswert entsprechend einem 

ärztlich objektivierten Befund und grundsätzlich auch keine aussagekräftige Bedeutung 

hinsichtlich des tatsächlichen Schweregrades der Schmerzen zukommen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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3.5   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rippenkontusion und eine Kontu­

sionierung der linken Schulter - wie von Dr. G.___ unter Berücksichtigung der in 

Erwägung 3.2 angeführten Beurteilungskriterien angenommen und schlüssig begründet 

- drei Monate nach dem Unfall vom 6. Oktober 2012, d.h. am 6. Januar 2013, abgeheilt 

waren und zu keinen bleibenden Unfallrestfolgen geführt haben. Damit hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung 

zu Recht ab 6. Januar 2013 verneint. Gestützt wird die Beurteilung von Dr. G.___ durch 

diejenige von Dr. E.___ vom 20. März 2013 (Suva-act. 32). Dieser ging mit Blick auf 

gleiche Anhaltspunkte - wie frühere Myogelosen sowie das Fehlen von 

Kontusionszeichen und sonstigen Verletzungszeichen - sogar vom anfänglichen Fehlen 

der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 6. Oktober 2012 und den 

geklagten Beschwerden aus.

3.6   Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin eignet 

sich der Bericht von Dr. D.___ vom 2. Dezember 2013 (Suva-act. 59/7), aber auch 

derjenige vom 7. Mai 2013 (Suva-act. 40/4 f.) nicht, die Beurteilung von Dr. G.___ 

hinsichtlich des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

der über den 1. Januar 2013 hinaus geklagten Beschwerden zu widerlegen. Dr. D.___ 

argumentiert höchstens mit der Formel "post hoc ergo propter hoc", wenn er eine 

fortdauernde Unfallkausalität mit der Anamnese bzw. der ungenügenden 

Berücksichtigung der persistierenden Schmerzen begründet. Der Aspekt, dass nach 

einem Unfall Beschwerden fortdauern und davor keine entsprechenden Beschwerden 

geklagt worden sind, vermag für sich nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis 

keinen Beweis für eine anhaltende Unfallkausalität zu erbringen, da der zeitliche Aspekt 

allein keine wissenschaftlich genügende Erklärung liefert. Andernfalls würde man sich 

mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen 

und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann fortdauernd 

durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (A. Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn 1205; BGE 

119 V 340 ff., E. 2b/bb; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55). Die Aussage von Dr. D.___, 

bei der Beschwerdeführerin liege kein Vorzustand vor, entspricht sodann nicht der 

medizinischen Aktenlage (vgl. Erwägung 3.3). Vielmehr ist ein Vorzustand dokumentiert, 

der mit der posttraumatischen Situation übereinstimmt und sich als eigenständiger 

Sachverhalt darstellt, der die Beschwerden nach dem Unfall grundsätzlich auch ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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zusätzliche Kontusionierung der linken Schulter und des linken Thorax zu begründen 

vermöchte. Selbst Dr. D.___ räumt schliesslich ein, dass die Prognose im konkreten 

Fall gut sei, Quetschungen eigentlich immer heilen würden und die Heilung selten so 

lange dauern würde. Einen Grund, der für einen andern Verlauf sprechen würde, nennt 

er nicht. Insbesondere führt er keine konkrete Verletzungsdiagnose an, die das 

Fortdauern einer Unfallkausalität zu begründen vermöchte. Sein Zusatz im früheren 

ärztlichen Zwischenbericht vom 12. Dezember 2012 (Suva-act. 11) "Chronifizierung" 

deutete im Übrigen das Gesagte bereits an. Eine Chronifizierung spricht nicht für ein 

unfallkausales organisches Substrat. Im Verlauf einer Chronifizierung wird das 

ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das Ausmass der erlebten Behinderung 

immer bedeutungsloser und die medizinische Literatur geht davon aus, dass die 

Chronifizierung nicht auf eine ungenügende Heilung der Verletzung zurückzuführen sei, 

sondern dass der Schmerz durch unfallfremde Faktoren unterhalten werde (vgl. E. Bär/

B. Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.).

3.7   Die Darlegungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, diese sei vom 21. 

Dezember 2012 bis 6. Januar 2013 nicht voll arbeitsfähig, sondern lediglich 

"ferienfähig" gewesen, und Dr. D.___ habe aufgrund der Betriebsferien, und nicht weil 

tatsächlich keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestanden habe, kein 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis mehr ausgestellt, sind bezüglich der Frage des Zeitpunktes 

des Dahinfallens der Unfallkausalität unerheblich. Die Frage der Unfallkausalität steht 

grundsätzlich nicht im Zusammenhang mit der Frage der Arbeitsfähigkeit. Letztere 

kann fortdauernd gegeben sein, jedoch eben auf verschiedenen Ursachen - unfall- 

oder krankheitsbedingten - beruhen. Der Unfallversicherer hat für eine 

Arbeitsunfähigkeit lediglich dann aufzukommen, wenn sie durch einen Unfall verursacht 

worden ist.

3.8   Die Überlegungen der Beschwerdegegnerin zur Adäquanz erübrigen sich. Bei 

physischen Unfallfolgen hat die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 127 V 103 E. 5b/

bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Nachdem in 

den medizinischen Akten keinerlei Hinweise auf eine psychische Beeinträchtigung der 

Beschwerdeführerin enthalten sind, erübrigt sich sodann auch eine Adäquanzprüfung 

zwischen dem Unfall vom 6. Oktober 2012 und einer anschliessend einsetzenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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psychischen Fehlentwicklung (BGE 115 V 133; vgl. dazu auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3.4.2; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67).

4.     

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 28. Januar 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	tscheid Versicherungsgericht, 24.02.2015
	Art. 6 UVG: Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Februar 2015, UV 2014/16).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), VersicherungsrichterJoachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Beatrix ZahnerEntscheid vom 24. Februar 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz, Affolternstrasse 42, Postfach 6944, 8050 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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