# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bde76192-5f80-57da-bdbb-248b9eaaf1b0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240286-O3
**Docket/Reference:** UE240286-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240286-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240286-O/U/BEE

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, lic. iur. B. Stiefel und 

Oberrichterin lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschreiber 

MLaw J. Ahmadi

Beschluss vom 12. Mai 2025

1.

2.

A._____, 

B._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

C._____,

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Lim-

mattal/Albis vom 15. August 2024

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Am  27.  Juni  2023  rapportierte  die  Kantonspolizei  Zürich  sowohl  gegen 

C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) als auch gegen A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer 1) unter anderem wegen einfacher Körperverletzung. Bei einer 

tätlichen Auseinandersetzung am 5. Juni 2023 um circa 23:15 Uhr an der D._____-

strasse 1 in E.______/ZH, am Wohnort von F.______, der Ehefrau des Beschwer-

degegners, seien sowohl der Beschwerdegegner als auch der Beschwerdeführer 1 

verletzt  worden,  und  es  sei  zu  Sachbeschädigungen  gekommen  (Urk. 9/2/1; 

Urk. 9/2/2 und Urk. 9/2/4 [Strafanträge]; Dossier 2).

2.

Mit  Verfügung  vom  25. März  2024  nahm  die  Staatsanwaltschaft  Limmat-

tal/Albis (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eine Strafuntersuchung gegen den Be-

schwerdegegner wegen Sachbeschädigung zum Nachteil des Beschwerdeführers 

1 anlässlich des Vorfalls vom 5. Juni 2023 (Vorwurf der Beschädigung der Brille, 

des Aschenbechers und des Blumentopfs) sowie wegen weiterer Vorwürfe (Dro-

hung  und  Beschimpfung)  betreffend  andere  Daten  nicht  anhand  (Urk. 9/1/13). 

Diese Verfügung blieb, soweit ersichtlich, unangefochten. 

3.

Demgegenüber wurde der Beschwerdegegner mit Strafbefehl vom 25. März 

2024 u. a. aufgrund des Vorfalls vom 5. Juni 2023 wegen einfacher Körperverlet-

zung zum Nachteil des Beschwerdeführers 1 verurteilt (Urk. 9/1/12). Hiergegen er-

hob  der  Beschwerdegegner  am  5. April  2024  Einsprache  bei  der  Staatsanwalt-

schaft (Urk. 9/1/22), woraufhin er am 4. Juli 2024 befragt wurde (Urk. 9/1/26 F/A. 

16 ff.). Anlässlich dieser Einvernahme reichte der Beschwerdegegner mehrere Ur-

kunden ein (ebd. S. 10 ff.). Mit Verfügung vom 15. August 2024 stellte die Staats-

anwaltschaft  das  Verfahren  gegen  den  Beschwerdegegner  betreffend  einfache 

Körperverletzung ein (Urk. 5 = Urk. 9/1/37).

4.

Gegen  die  Einstellungsverfügung  vom  15.  August  2024  erhoben  der  Be-

schwerdeführer 1 sowie B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 2) mit Schrei-

ben vom 25. August 2024 (Urk. 2), hierorts eingegangen am 30. August 2024, samt 

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Beilagen (Urk. 3/1–6), fristgerecht Beschwerde (vgl. Urk. 9/1/41; Urk. 4). Sie bean-

tragen sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Fortset-

zung des Strafverfahrens gegen den Beschwerdegegner (Urk. 2). 

5.

Am 15. August 2024 reichte die Staatsanwaltschaft ihre Akten in elektroni-

scher Form ein (vgl. Urk. 9). Mit Verfügung vom 17. September 2024 wurden die 

Beschwerdeführer 1 und 2 zur Leistung einer Sicherheit im Sinne von Art. 383 StPO 

von  insgesamt  Fr. 1'800.–  aufgefordert  (Urk. 11).  Innert  Frist  leisteten  sie  je 

Fr. 1'786.– und damit mehr als verlangt (Urk. 15–18; vgl. Urk. 19). Mit Verfügung 

vom 31. Oktober 2024 wurde die Beschwerdeschrift dem Beschwerdegegner sowie 

der Staatsanwaltschaft zur freigestellten Stellungnahme übermittelt. Zudem wurde 

den Parteien mitgeteilt, dass über den von den Beschwerdeführern 1 und 2 zu viel 

einbezahlten Betrag zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde (Urk. 19). Die 

Staatsanwaltschaft  verzichtete  auf  die  Erstattung  einer  Stellungnahme  (vgl. 

Urk. 22). Der Beschwerdegegner 1 liess sich innert Frist nicht vernehmen. Die Be-

schwerdeführer 1 und 2 reichten in der Folge weitere (unaufgeforderte) Eingaben 

ein (Urk. 24–26). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

II.

1.

Angefochten  ist  eine  Einstellungsverfügung  der  Staatsanwaltschaft.  Dage-

gen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und 

§ 49 GOG). 

2.

Legitimation der Beschwerdeführer 1 und 2

2.1. Zur Beschwerde legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Inter-

esse  an  der  Aufhebung  oder  Änderung  eines  Entscheides  hat  (Art. 382  Abs. 1 

StPO). Parteien sind namentlich die beschuldigte Person und die Privatklägerschaft 

(Art. 104 Abs. 1 lit. a und b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Per-

son,  die  ausdrücklich  erklärt,  sich  am  Strafverfahren  im  Straf-  oder  Zivilpunkt  zu 

beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in seinen 

Rechten  unmittelbar  verletzt  worden  ist  (Art. 115  Abs. 1  StPO).  Anderen  Verfah-

rensbeteiligten,  namentlich  den  durch  Verfahrenshandlungen  beschwerten  Dritt-

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personen, stehen die zur Wahrung ihrer Interessen erforderlichen Verfahrensrechte 

einer  Partei  zu,  wenn  sie  in  ihren  Rechten  unmittelbar  betroffen  sind  (Art. 105 

Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StPO).

2.2. Der  Beschwerdeführer  1  ist  aufgrund  seiner  Stellung  als  Privatkläger  (vgl. 

Urk. 9/2/2; Urk. 9/2/10/2) zur Beschwerde legitimiert.

2.3.

In Bezug auf die Beschwerdeführerin 2 ergibt sich weder aus der angefoch-

tenen Verfügung noch aus den weiteren Akten, insbesondere aus dem Polizeirap-

port  vom  27.  Juni  2023  (Urk. 9/2/1)  sowie  den  polizeilichen  Einvernahmen 

(Urk. 9/2/6 f.), dass sie in den Vorfall vom 5. Juni 2023 (über ihre blosse Anwesen-

heit hinaus) involviert gewesen wäre. Namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern ihr 

aufgrund des Vorfalls eine Stellung als Geschädigte zukommen sollte. In der von 

den Beschwerdeführern 1 und 2 unterzeichneten Beschwerdeschrift (wie auch in 

den  weiteren  Eingaben,  Urk. 24–26)  wird  zur  Beschwerdelegitimation  der  Be-

schwerdeführerin 2 nichts ausgeführt. Es oblag jedoch ihr, darzulegen, weshalb sie 

trotz fehlender Stellung als Geschädigte ausnahmsweise dennoch beschwerdele-

gitimiert sei, etwa weil sie als Drittperson durch Verfahrenshandlungen beschwert 

sei.  Die  Begründungspflicht  der  Beschwerde  erstreckt  sich  nämlich  auch  auf  die 

Darlegung der Eintretensvoraussetzungen, soweit diese nicht offensichtlich gege-

ben  sind  (BGE  141  IV  284  E. 2.3;  Urteil  des  Bundesgerichts  1B_404/2021  vom 

19. Oktober 2021 E. 1.3 in fine).

2.4. Der Beschwerdeführerin 2 kommt somit mangels Geschädigteneigenschaft 

keine Stellung als Privatklägerin (Art. 118 Abs. 1 StPO) zu. Schliesslich ist sie auch 

nicht im Sinne von Art. 105 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StPO unmittelbar betroffen (bei-

spielsweise aufgrund der Auferlegung von Verfahrenskosten). Damit fehlt der Be-

schwerdeführerin 2 die Beschwerdelegitimation. Soweit die Beschwerde in ihrem 

Namen erhoben wurde, ist darauf folglich nicht einzutreten.

2.5. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen An-

lass. Auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 ist einzutreten.

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3.

3.1. Die  Staatsanwaltschaft  verfügt  die  Einstellung  des  Verfahrens  (Art. 319 

Abs. 1 StPO) unter anderem, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 

rechtfertigt (lit. a), oder wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b).

3.2. Der  Entscheid  über  die  Einstellung  eines  Verfahrens  hat  sich  nach  dem 

Grundsatz "in dubio pro duriore" zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die 

Staatsanwaltschaft  grundsätzlich  nur  bei  klarer  Straflosigkeit  oder  offensichtlich 

fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden (BGE 146 IV 68 E. 2.1 mit 

Hinweisen). Hingegen ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage 

kommt, Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als 

ein  Freispruch.  Ist  ein  Freispruch  genauso  wahrscheinlich  wie  eine  Verurteilung, 

drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhe-

bung  auf.  Bei  zweifelhafter  Beweis-  oder  Rechtslage  hat  nicht  die  Staatsanwalt-

schaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, son-

dern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1). 

Jedoch müssen Sachverhaltsfeststellungen in Berücksichtigung des Grundsatzes 

"in dubio pro duriore" auch bei Einstellungen zulässig sein, soweit gewisse Tatsa-

chen  "klar"  beziehungsweise  "zweifelsfrei"  feststehen,  sodass  im  Falle  einer  An-

klage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine abweichende Würdigung zu erwarten 

ist. Den Staatsanwaltschaften ist es mithin nur bei unklarer Beweislage untersagt, 

der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen. Im Rahmen von Art. 319 Abs. 1 

lit. b und c StPO sind Sachverhaltsfeststellungen der Staatsanwaltschaft in der Re-

gel gar notwendig. Auch insoweit gilt jedoch, dass der rechtlichen Würdigung der 

Sachverhalt  "in  dubio  pro  duriore",  das  heisst  der  klar  erstellte  Sachverhalt,  zu-

grunde  gelegt  werden  muss  (BGE  143  IV  241  E. 2.3.2;  zum  Ganzen:  Urteil  des 

Bundesgerichts  7B_163/2022  vom  30. August  2023  E. 2.2  mit  Hinweisen).  Auch 

bei einer "Aussage gegen Aussage"-Situation kann auf eine weitere Untersuchung 

verzichtet werden, wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände 

von vornherein unwahrscheinlich erscheint (143 IV 241 E. 2.2.2; Urteile des Bun-

desgerichts 6B_957/2021 vom 24. März 2022 E. 2.3; 6B_1164/2020 vom 10. Juni 

2021 E. 2.2).

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4.

4.1. Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung, der Tatver-

dacht gegen den Beschwerdegegner stütze sich hauptsächlich auf die Aussagen 

des Beschwerdeführers 1 (Urk. 5 E. 1). Sie führte weiter aus, der Beschwerdegeg-

ner  habe  in  seiner  staatsanwaltschaftlichen  Einvernahme  vom  4.  Juli  2024 

(Urk. 9/1/26  F/A  16  ff.  [Intern:  im  Dossier  1  abgelegt!])  ausgesagt,  er  habe  beim 

fraglichen  Ereignis  mit  seiner  Ehefrau  sprechen  wollen.  Dazu  habe  er  am  Be-

schwerdeführer 1, dem Stiefvater seiner Ehefrau, vorbeigehen wollen, wobei dieser 

ihn gepackt und geschlagen habe. Auch seine Begleitung sei geschlagen worden. 

Irgendwann sei er auf dem Rasen vor der Wohnung gelegen und habe sich vom 

Beschwerdeführer  1  befreien  wollen.  Die  ebenfalls  anwesende  Tochter  des  Be-

schwerdegegners habe schliesslich "höret uf" geschrien (Urk. 5 E. 2). Die Staats-

anwaltschaft erwog weiter, ein Abstellen allein auf belastende Aussagen setze vor-

aus, dass die belastende Person bzw. deren Aussagen glaubwürdiger (resp. glaub-

hafter) seien als die belastete Person bzw. deren Aussagen, was vorliegend nicht 

der Fall sei. Aus den Akten ergebe sich, dass das Ehepaar C.______F._____ (der 

Beschwerdegegner und F.______) zerstritten sei. Bei der körperlichen Auseinan-

dersetzung hätten sowohl der Beschwerdegegner als auch der Beschwerdeführer 

1 eine aktive Rolle gespielt. Dies zeige sich an der "Gegenanzeige", die nicht an-

handgenommen worden sei, und an den ärztlich dokumentierten Verletzungen bei-

der Beteiligten, die nicht über Prellungen und Schürfungen hinausgehen würden. 

Das einzige belastende Beweismittel sei die Aussage des Beschwerdeführers 1. 

Dies rechtfertige aber eine Anklageerhebung nicht, zumal beim Beschwerdegegner 

auf der "subjektiven Seite des Handelns […] durchaus Rechtfertigungsgründe" vor-

gelegen hätten (Urk. 5 E. 3).

4.2. Der Beschwerdeführer 1 macht in der Beschwerde geltend, er und die Be-

schwerdeführerin 2 seien nie zu einer Aussage aufgefordert worden (Urk. 2 Ziff. 1). 

Es  treffe  auch  nicht  zu,  dass  er  den  Beschwerdegegner  beschimpft  habe  (ebd. 

Ziff. 2). Der Beschwerdegegner habe ausgesagt, er habe mit seiner Ehefrau spre-

chen  wollen.  Dies  sei  zutreffend,  so  der  Beschwerdeführer  1.  Er  habe  dem  Be-

schwerdegegner gesagt, dass "er gar nicht hier sein" dürfe. Alles andere sei "gelo-

gen"  (ebd.  Ziff. 3).  Unzutreffend  sei  auch  die  Aussage  des  Beschwerdegegners, 

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wonach  er  die  Begleitperson  des  Beschwerdegegners  geschlagen  habe  (ebd. 

Ziff. 4). Auch die Aussage des Beschwerdegegners, er sei auf der Wiese gelandet, 

könne (sinngemäss) nicht zutreffen (ebd. Ziff. 5). Nach dem Vorfall habe der Be-

schwerdegegner  seine  Ehefrau  (F.______)  schriftlich  beschimpft  (ebd.  Ziff. 6  mit 

Hinweis  auf  Urk. 3/1–6).  Schliesslich  sei  fraglich,  ob  die  Behauptung  des  Be-

schwerdegegners, er sei seit dem Vorfall krankgeschrieben, wahrheitsgemäss sei 

(ebd. Ziff. 7).

5.

5.1. Der Beschwerdeführer hat, nachdem ihm der Abschluss der Untersuchung 

angekündigt worden war (vgl. Urk. 9/1/30), keine Beweisanträge betreffend Einver-

nahmen gestellt (vgl. immerhin Urk. 9/1/33). Abgesehen davon liegt es im Ermes-

sen  der  Staatsanwaltschaft,  welche  Beweise  sie  im  Falle  einer  Einspracheerhe-

bung erhebt (vgl. Art. 355 Abs. 1 StPO). Dass sie die Beschwerdeführer 1 und 2 

nicht befragt hat (Urk. 2 Ziff. 1), ist angesichts dessen, dass der Beschwerdefüh-

rer 1 anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 8. Juni 2023 (Urk. 9/2/7) seinen 

Standpunkt detailliert darlegen konnte, nicht zu beanstanden. 

5.2. Sofern sich der Beschwerdeführer in seinen Ausführungen überhaupt kon-

kret auf die streitgegenständliche tätliche Auseinandersetzung bezieht – dies ist bei 

den Ausführungen in Urk. 2 Ziff. 4, 6 und 7 nicht der Fall –, setzt er sich mit den in 

der Einstellungsverfügung erwähnten Beweismitteln nur beschränkt auseinander. 

Die Einschätzung der Vorinstanz, wonach etwa das Schreiben der Begleitperson 

des  Beschwerdegegners  (Urk. 9/1/22  S.  2)  und  das  Schreiben  von  G.______ 

(Urk. 9/1/26 S. 11) – der jüngeren Tochter des Beschwerdegegners, die bei ihrer 

Mutter lebt (Urk. 9/2/12 E. 8) – sinngemäss als entlastende Beweismittel zu würdi-

gen seien, wird vom Beschwerdeführer 1 nicht konkret beanstandet. Auch die ärzt-

liche Diagnose einer Gehirnerschütterung des Beschwerdegegners (Urk. 9/2/8/2) 

zieht der Beschwerdeführer 1 nicht in Zweifel, sondern macht in diesem Zusam-

menhang lediglich geltend, es sei (sinngemäss) fraglich, ob der Beschwerdegegner 

krankgeschrieben  sei  (Urk. 2  Ziff. 7).  Wenn  der  Beschwerdeführer  1  ausführt,  er 

habe den Beschwerdegegner, anders als dieser behaupte, nicht beschimpft (vgl. 

Urk. 2 Ziff. 2), kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal die Staats-

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anwaltschaft die Verfahrenseinstellung nicht mit der Aussage des Beschwerdegeg-

ners begründet, wonach der Beschwerdeführer 1 ihn beschimpft habe. 

5.3. Der  Beschwerdegegner  bestätigte,  dass  eine  "Schlägerei"  stattgefunden 

habe (Urk. 9/2/6 F/A 9 f.). Er habe sich mit den Fäusten gewehrt und den Beschwer-

deführer  1  mit  dem  rechten  Fuss  von  sich  weggestossen.  Dies  habe  möglicher-

weise die Verletzung des Beschwerdeführers 1 verursacht (ebd.). Der Beschwer-

deführer 1 macht pauschal geltend, die Aussagen des Beschwerdegegners – mit 

Ausnahme der Aussage, er habe mit seiner Ehefrau sprechen wollen – seien "ge-

logen". Auf konkrete Aussagen des Beschwerdegegners geht er jedoch nicht ein. 

Der Beschwerdegegner wendet sich zudem auch nicht gegen die (Eventual-)Be-

gründung der Staatsanwaltschaft, wonach sich der Beschwerdegegner auf Recht-

fertigungsgründe – in Betracht kommt namentlich Notwehr – berufen könnte. Die 

vom Beschwerdeführer 1 eingereichten Urkunden (Urk. 3/1–6 = Urk. 7/4) enthalten 

Textnachrichten  des  Beschwerdegegners  an  F.______.  Sie  zeugen  von  einem 

Konflikt zwischen den (getrenntlebenden) Eheleuten. Inhaltlich weisen sie aber, so-

weit  ersichtlich,  keinen  Bezug  auf  zur  streitgegenständlichen  tätlichen  Auseinan-

dersetzung zwischen dem Beschwerdeführer 1 und dem Beschwerdegegner. Sie 

vermögen  mit  anderen  Worten  einen  Tatverdacht  auf  einfache  Körperverletzung 

nicht zu begründen. Unter Einbezug der gesamten Umstände erscheint eine Ver-

urteilung des Beschwerdegegners wegen einfacher Körperverletzung als von vorn-

herein unwahrscheinlich. Daran ändern auch die (unaufgeforderten) Eingaben des 

Beschwerdeführers  1  (Urk. 24–26)  betreffend  eine  mögliche  bzw.  gescheiterte 

"Aussergerichtliche Vereinbarung" nichts. 

6.

Im  Ergebnis  hat  die  Staatsanwaltschaft  das  Strafverfahren  gegen  den  Be-

schwerdegegner zu Recht eingestellt. Die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 

ist folglich abzuweisen.

III.

1.

Der  Beschwerdeführer  1  unterliegt  in  der  Sache.  Auf  die  Beschwerde  der 

Beschwerdeführerin 2 ist nicht einzutreten. Ausgangsgemäss werden die unterlie-

genden  Beschwerdeführer  1  und  2  für  das  Beschwerdeverfahren  kostenpflichtig 

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(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist unter Berücksichtigung von Bedeu-

tung,  Aufwand  und  Schwierigkeit  des  Falles  auf  Fr. 1'200.–  festzusetzen  (§ 17 

Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG). Die Beschwerdeführer 1 und 2 haben 

die Gerichtsgebühr je zur Hälfte und unter solidarischer Haftung zu tragen.

2.

Aufgrund ihres Unterliegens ist den Beschwerdeführern 1 und 2 für das Be-

schwerdeverfahren  keine  Entschädigung  zuzusprechen  (Art. 436  Abs. 1  i. V. m. 

Art. 433 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdegegner hat zur Beschwerde nicht Stellung 

genommen. Folglich wird er persönlich nicht entschädigungsberechtigt (vgl. BGE 

138  IV  248  E. 5.3;  Urteil  des  Bundesgerichts  6B_265/2016  vom  1. Juni  2016 

E. 2.3).

3.

Die Beschwerdeführer haben für das Beschwerdeverfahren je Fr. 1'786.– zu-

gunsten  der  Obergerichtskasse  überwiesen  (Urk. 18;  Urk. 19;  Art. 383  Abs. 1 

StPO), womit sie über die verlangte Sicherheitsleistung von gesamthaft Fr. 1'800.– 

(Urk. 11) hinaus je einen Betrag von Fr. 886.– (bzw. gesamthaft Fr. 1'772.–) gelei-

stet haben. Die ihnen auferlegten Kosten sind von der Sicherheitsleistung zu be-

ziehen. Der Restbetrag sowie der zu viel überwiesene Betrag (je Fr. 1'186.– bzw. 

insgesamt Fr. 2'372.–) ist ihnen – unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprü-

che des Staates – nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittelverfahren gegen den vorliegenden Entscheid zurückzuerstatten.

Es wird beschlossen:

1.

Auf die Beschwerde wird betreffend die Beschwerdeführerin 2 nicht eingetre-

ten. Betreffend den Beschwerdeführer 1 wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'200.– festge-

setzt und den Beschwerdeführern 1 und 2 je zur Hälfte und unter solidarischer 

Haftung auferlegt. Sie wird von der geleisteten Prozesskaution bezogen.

3.

Im Mehrbetrag werden die Prozesskaution sowie der darüber hinaus überwie-

sene Betrag den Beschwerdeführern 1 und 2 nach Ablauf der Rechtsmittelfrist 

bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren gegen den vorliegen-

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den Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrechnungsrechts zurücker-

stattet (je Fr. 1'186.–).

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen ausgerichtet. 

Schriftliche Mitteilung an:

4.

5.









den Beschwerdeführer 1 (gegen Rückschein)

die Beschwerdeführerin 2 (gegen Rückschein)

den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad … (gegen Empfangsbestäti-
gung)

sowie  nach  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  bzw.  nach  Erledigung  allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad … (gegen Empfangsbestäti-
gung) 

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

gemäss Art. 35 und Art. 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

- 11 -

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 12. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. D. Oehninger

MLaw J. Ahmadi