# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 334b05ca-e85d-50e4-87f1-2ce2f7909aaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.03.2010 C-4628/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4628-2007_2010-03-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4628/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter David Aschmann (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, Richter Frank Seethaler;
Gerichtsschreiber Philipp J. Dannacher.

X._______, c/o Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Verfügung vom 6. Juni 2007; Einstellung der IV-Rente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4628/2007

Sachverhalt:

A.
Der  am  17.  März  1959  geborene,  verheiratete  Beschwerdeführer 
serbischer Nationalität kam 1986 erstmals in die Schweiz. Er arbeitete 
bis Dezember 1999 als Bauarbeiter in einer Baufirma. Nach deren Be-
triebsschliessung  nahm  er  im  Januar  2000  für  eineinhalb  Monate 
Arbeit  bei  einer  anderen Baufirma an,  es  stellten  sich  bei  ihm aber 
zunehmend gesundheitliche Probleme ein. Ab dem 13. Mai 2000 war 
er nach eigenen Angaben zu 100 % arbeitsunfähig (act. 73, S. 4). Am 
1. Mai  2001 (Eingangsdatum) stellte  er bei  der IV-Stelle  Schwyz ein 
Gesuch  für  den  Bezug  von  Leistungen  der  Schweizerischen  In-
validenversicherung (act. 4).

B.
Mit  Verfügung vom 12. Dezember  2002 sprach die IV-Stelle  Schwyz 
dem Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab dem 
1. Mai 2001 zu. Der Invaliditätsgrad wurde auf 58 % festgesetzt (act. 
30). Dem Rentenbeschluss vorangegangen war eine von der IV-Stelle 
Schwyz  veranlasste  polydisziplinäre  Untersuchung  durch  die 
Medizinische  Abklärungsstelle  (MEDAS)  Zentralschweiz,  deren  Er-
gebnis im Gutachten vom 8. Oktober 2002 (act. 73) dokumentiert ist. 
Das  Gutachten  stellte  fest,  bei  einer  ausgeprägten  endokrinen 
Ophthalmopathie  bei  Morbus  Basedow  (krankhafte  Trockenheit  der 
Augen  als  Symptom  der  Schilddrüsenerkrankung  Morbus  Basedow) 
sei  dem  Beschwerdeführer  seine  angestammte  Tätigkeit  vor  allem 
wegen der Staubexposition nicht mehr zumutbar, die Arbeitsfähigkeit 
sei  hier 0 %. Eine alternative berufliche Tätigkeit an einem sauberen 
und  somit  staubfreien  Arbeitsplatz  sei  ihm  hingegen  noch  zu  50 % 
zumutbar.  Einschränkend  wirkten  vor  allem  auch  die  psychopatho-
logischen Befunde, eine mittelgradige depressive Episode. Hinsichtlich 
dieser psychopathologischen Befunde stütze sich das Gutachten der 
MEDAS wesentlich auf den Bericht von Dr. med. Otto Brun, Spezialarzt 
für Psychiatrie, vom 23. April 2002 (act. 69), den die MEDAS mit der 
Untersuchung  des  Beschwerdeführers  beauftragt  hatte. 
Zusammenfassend  erwiesen  sich  die  ophthalmologischen  und 
psychopathologischen  Befunde  als  limitierender  Faktor.  Durch 
medizinische Massnahmen könne die Arbeitsfähigkeit nicht verbessert 
werden. Betreffend beruflicher Massnahmen sei der Beschwerdeführer 
bei  der  Stellensuche  wohl  auf  Unterstützung durch die  IV-Stelle  an-
gewiesen. Im Wesentlichen sei ein stationärer weiterer Verlauf zu er-

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warten.  Die  IV-Stelle  Schwyz  befand  in  ihrer  Verfügung  vom 
12. Dezember  2002,  ab  Mai  2000  habe  eine  Arbeitsunfähigkeit  vor-
gelegen. Eine Rentenrevision wurde per Mai 2006 in Aussicht gestellt.

C.
Am  23.  Januar  2003  reichte  der  Beschwerdeführer  ein  Gesuch  um 
Erhöhung  seiner  Invalidenrente  ein  und  beantragte  eine  Neu-
beurteilung  seines  Falls  aufgrund  einer  Verschlechterung  seines 
Gesundheitszustands (act. 33).

D.
Der  Verlaufsbericht  von  Dr.  med.  Zeno  Scheider  zuhanden  der  IV-
Stelle  Schwyz  vom  9.  Februar  2003  (act.  77)  konstatierte  einen 
stationären  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers,  verneinte 
gleichzeitig aber eine Verbesserung desselben. Es lägen schwankende 
periphere Schilddrüsenwerte vor, welche Dosisanpassungen erforder-
lich  machten.  Der  Exophthalmus  mit  entsprechenden  Augen-
beschwerden bestehe weiterhin.

E.
Die IV-Stelle Schwyz wies das Erhöhungsgesuch mit  Verfügung vom 
13. März 2003 ab (act. 37). Zur Begründung gab sie an, gemäss den 
medizinischen  Unterlagen  sei  keine  wesentliche  Veränderung  im 
Gesundheitszustand  oder  im  Befinden  des  Beschwerdeführers  ein-
getreten. 

F.
Per 30. Oktober 2003 verlegte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz 
von  der  Schweiz  nach  Serbien-Montenegro  (act.  47). 
Zuständigkeitshalber überwies darum die IV-Stelle Schwyz die Akten 
an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, act. 50).

G.
Im Rahmen des Revisionsverfahrens forderte  die  Vorinstanz  bei  der 
zuständigen serbischen Behörde am 22. Oktober 2004 medizinische 
Unterlagen  betreffend  den  Versicherten  an  (act.  54).  In  der  Folge 
wurden folgende Arztberichte eingereicht: 

- ein medizinisches Dokument eines medizinischen Instituts für Stoff-
wechselkrankheiten in Zlatibor vom 10. Dezember 2004 (act. 76)

- ein Bericht über eine medizinische Untersuchung vom 20. Dezember 
2004 (act. 78)

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- ein serbischer Arztbericht ohne Datum, (Name des Autors in kyril-
lischer Schrift, act. 79)

- ein Arztbericht von Dr. med. Dragan Prelo, Augenarzt, vom 
3. November 2004 (act. 88, übersetzt in act. 89)

- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Katarina Vegavac vom 
4. November 2004 (act. 90, übersetzt in act. 91)

- ein medizinischer Bericht von Dr. Slobodan Pastar, Pneumologe 
vom 20. Dezember 2004, (act. 92, übersetzt in „Übersetzung 1“)

- ein medizinischer Bericht vom 22. Dezember 2004, bei dem der 
Name des Verfassers nicht lesbar ist (act. 93)

- ein medizinischer Bericht vom 22. Dezember 2004 von Dr. med. 
Milan S. Dragojlovic, Neurologe (act. 94, übersetzt in „Übersetzung 
2“)

H.
Die  genannten  Dokumente  wurden  auf  Antrag  der  Vorinstanz  am 
8. August 2005 von Dr. med. Michel Ribordy vom ärztlichen Dienst der 
IVSTA gewürdigt (act. 96). Dieser hielt fest, gemäss „Arztbericht vom 
3. November 2004“ (act. 88 f.)  sei  der Beschwerdeführer nicht  fähig, 
unter  ungünstigen  microklimatischen  Bedingungen  zu  arbeiten.  Der 
Bericht  erwähne  nicht,  dass  überhaupt  keine  Berufsausübung  mehr 
möglich sei. Schon im Jahre 2002 habe sich die medizinische Situation 
stabilisiert,  und  aktuell  gebe  es  keine  Anzeichen  mehr  für  das  Vor-
liegen der basedowschen Krankheit. Der Patient leide immer noch an 
Glotzaugen  und  entsprechend  an  einer  Bindehautentzündung,  aber 
nach den massgeblichen Kriterien sei eine Verweisungstätigkeit wieder 
zu  80 %  ausübbar.  Die  Situation  sei  stabil,  es  läge  keine  Kontra-
indikation  gegen  eine  80%ige  Tätigkeit  unter  angemessenen  Be-
dingungen vor. Das Gutachten der MEDAS aus dem Jahre 2002 habe 
auf  eine  50%ige  Arbeitsfähigkeit  bei  Verweisungstätigkeiten  ge-
schlossen,  dafür  aber  auch  ein  psychopathologisches  Problem  an-
gegeben, das wahrscheinlich einen Rentenanspruch begründe. Aktuell 
sei aber keine Rede mehr von diesem Problem, was die 80%ige Aus-
übbarkeit einer Verweisungstätigkeit zur Folge habe. Gemäss der Er-
gänzung  zu  dieser  Würdigung  von  Dr.  med.  Michel  Ribordy  vom 
21. August  2005  (act. 57)  schlug jener  der  IVSTA vor,  bei  der  Fest-
setzung  der  Rechtsfolgen  aufgrund  der  Veränderung  des  Gesund-
heitszustandes des Beschwerdeführers sei vom 3. November 2004 als 
Stichdatum auszugehen. Dies entspreche dem Datum und dem Inhalt 
der medizinischen Berichte, die zur Verfügung stünden und keinerlei 
psychische  Erkrankung  mehr  erwähnten.  Diese  sei  ursprünglich  ein 

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wichtiger  Grund  für  die  Unterstellung  des  Patienten  unter  die  In-
validenversicherung gewesen. Sicherlich habe die Rückkehr in  seine 
Heimat  den  Gesamtzustand  des  Beschwerdeführers  verbessert, 
namentlich auch dessen psychische Verfassung. Mangels Beweisbar-
keit  sei  aber  nicht  bereits  auf  das  Datum  der  Rückkehr  des  Be-
schwerdeführers in seine Heimat, sondern zu dessen Gunsten auf das 
genannte Stichdatum abzustellen.

I.
Gestützt  auf  diese  Angaben  wurde  am  12.  Oktober  2005  der  Ein-
kommensvergleich durchgeführt,  der bei einem leidensbedingten Ab-
zug von 10 % eine Erwerbseinbusse von 34 % ergab (act. 97).

J.
Mit Datum vom 3. November 2005 teilte die Vorinstanz Dr. med. Michel 
Ribordy mit, sie habe aufgrund seines Berichts die Arbeitsunfähigkeit 
neu auf 35 % festgesetzt, was für die Ausrichtung einer Rente an eine 
im Ausland lebende Person nicht genüge. Aus diesem Grund sei die 
Rentenzahlung an den Beschwerdeführer einzustellen. Es stelle sich 
nun die Frage, ob es weiterer Unterlagen bedürfe, da die bisher vor-
liegenden medizinischen Unterlagen nur Aufschluss über die Augen-
probleme gäben, während Dr. med. Michel Ribordy in seinem Bericht 
auch  ein  psychopathologisches  Problem  erwähne.  Dr.  med.  Michel 
Ribordy antwortete am 11. November 2005, es brauche „ein M6“, also 
ein entsprechendes Formular zu diesen Fragen (act. 98).

K.
Mit  Schreiben vom 30. November  2005 verlangte  die  Vorinstanz  bei 
der  zuständigen,  serbischen  Behörde  eine  Untersuchung  des  Be-
schwerdeführers,  aufgrund welcher  ihr  die  folgenden Unterlagen zu-
zustellen seien (act. 99): Ein psychiatrischer Untersuchungsbericht (in 
Maschinenschrift),  Anamnese,  Krankheitsverlauf,  aktueller  Gesund-
heitszustand,  Diagnose,  Prognose,  Therapiedauer,  Frequenz  der 
Konsultationen, Therapie, Medikation (chemische Bezeichnung, Dosis) 
und die Angabe der Arbeitsunfähigkeit in Prozenten. Am 12. Juni 2006 
gelangte die Vorinstanz mit denselben Anliegen nochmals an die Be-
hörde,  da  sie  bis  anhin  keine Antwort  erhalten  hatte  (act. 100).  Sie 
stellte eine Aufhebung der Rente des Beschwerdeführers in Aussicht, 
falls die einverlangten Unterlagen bis zum 12. September 2006 noch 
immer nicht eingegangen sein sollten.

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L.
Am 26. Juni 2006 rief die Schwester des Beschwerdeführers bei der 
Vorinstanz  an  und  teilte  mit,  der  Beschwerdeführer  sei  von  der  an-
gefragten  Behörde  in  Belgrad  zur  Untersuchung  immer  noch  nicht 
vorgeladen  worden.  Er  könne  dort  auch  telefonisch  niemanden  er-
reichen. Er werde der Vorinstanz aber seine neuesten medizinischen 
Unterlagen einreichen (act. 101).

M.
Vermutlich im August 2006 (vgl. act. 105, das exakte Datum geht aus 
den Akten nicht  hervor)  stellte  der  Beschwerdeführer der  Vorinstanz 
die folgenden medizinischen Unterlagen zu:

- ein Diagramm eines medizinischen Tests vom 19. Dezember 2005 
unbekannter Autorschaft (act. 107)

- zwei medizinische Laborberichte vom 23. Dezember 2005, bei denen 
der Name des Verfassers nicht lesbar ist (act. 108 f.)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. M. Dragojlovic vom 
20. März 2006 (act. 110, schwer lesbar, übersetzt in „Übersetzung 
3“)

- den Laborbericht, vermutlich einer Urinuntersuchung, vom 14. Juni 
2006 (Name des Verfassers schwer lesbar) (act. 111)

- einen Arztbericht vom 29. Juni 2006, der Diabetes mellitus 
diagnostiziert, Autorschaft unbekannt (act. 112)

- zwei Arztberichte von Dr. med. Dragan Prelo, Augenarzt, vom 
29. Dezember 2004 (act. 114) respektive vom 1. August 2006 (act. 
113) 

- einen weiteren Arztbericht unklaren Datums von Dr. Sladana 
Todoric, Arbeitsmedizinerin, (act. 115, übersetzt in „Übersetzung 4“)

- einen medizinischen Bericht von Ass. mr. méd. Milan Patakov vom 
14. Juli 2006 (act. 116, übersetzt in act. 117)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. Dusica Spagovic, 
Psychiaterin, vom 26. Dezember 2005 (act. 118, übersetzt in act. 
119)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. Milan [...] (Name nicht 
eruierbar) vom 19. Dezember 2005 (act. 120, übersetzt in act. 121)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. Milan S. Dragojlo, Neuro-
loge, vom 22. Dezember 2005 (act. 122, amtliche Übersetzung in act. 
123)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. Sladjana Todoric, 
Arbeitsmedizinerin, vermutlich vom 10. Januar 2005 (act. 125, erste 

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Seite fehlt, übersetzt in act. 124, Übersetzung der ersten Seite vor
handen)

- einen radiologischen Arztbericht von Prof. Dr. med. P. Bosnjakovic, 
Radiologe, vom 20. Juli 2006 (act. 126, übersetzt in act. 127)

N.
Dr.  med.  M.  Ribordy  äusserte  sich  im  Auftrag  der  Vorinstanz  am 
20. Januar 2007 zu diesen medizinischen Dokumenten wie folgt (act. 
103):  Der  Beschwerdeführer  habe  in  der  Schweiz  an  der 
basedowschen  Krankheit  gelitten.  Gemäss  der  „gesamten  vor-
handenen  medizinischen  Dokumentation,  insbesondere  dem  Arzt-
bericht vom 19. September 2006“ (gemeint sein kann einzig act. 125, 
dieser Bericht stammt allerdings vom 10. Januar 2005), weise der Be-
schwerdeführer  unter  Substitutionstherapie  eine  völlig  normale 
Schilddrüsenfunktion  auf.  Dieses  Leiden  sei  demnach  geheilt,  auch 
wenn  der  Beschwerdeführer  sich  immer  noch  behandeln  lassen 
müsse.  So  oder  so  seien  es  die  Symptome,  die  jemanden  invalid 
machten  und  nicht  die  Diagnose.  Aktuell  fänden  in  den  Berichten 
Symptome  im  Zusammenhang  mit  der  transitorischen  ischämischen 
Attacke (Gehirnschlag) keine Erwähnung mehr. Diese Attacke, welche 
keinerlei  Folgen gehabt habe, sei daher eine alte Diagnose und ver-
ursache  keine  Arbeitsunfähigkeit  mehr.  Ebensowenig  bewirke  die 
Diabeteserkrankung  aktuell  eine  Arbeitsunfähigkeit.  Die  Gesamtheit 
organischer Beeinträchtigungen sei  daher vom medizinischen Stand-
punkt mit einer beruflichen Aktivität zu vereinbaren. Zum psychischen 
Problem  hält  Dr.  med.  M.  Ribordy  fest,  dieses  sei  in  der  Schweiz 
gravierender  gewesen  als  im  aktuellen  Zeitpunkt.  Denn  bei  Schild-
drüsenüberfunktionen  würden  viele  psychische  Probleme  verstärkt 
auftreten.  Zwar  bestätige  der  „psychiatrische  Bericht  vom 
19. September  2006“  (gemeint  sein  kann  nur  act.  118,  der  Bericht 
stammt  allerdings  vom 26. Dezember  2005)  ein  Nervositätssyndrom 
und eine ganz und gar  leichte,  mit  der  vorgeschlagenen beruflichen 
Aktivität  im  Umfang  von 80 % zu  vereinbarende  Depression. Im  Er-
gebnis  seien  die  Beschwerden  des  Beschwerdeführers  geheilt,  nur 
müsse er fortfahren, sich zu pflegen und kontrollieren zu lassen. Was 
die  psychische  Verfassung  anbelange,  so  sei  die  Beeinträchtigung 
mässig und mit einer angepassten Tätigkeit zu vereinbaren.

O.
Mit Vorbescheid vom 23. Januar 2007 (act. 104) teilte die Vorinstanz 
dem Beschwerdeführer mit,  aufgrund der neu erhaltenen Unterlagen 

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habe  sie  festgestellt,  dass  ihm  ab  dem  3.  November  2004  eine 
leichtere,  dem  Gesundheitszustand  angepasste  Tätigkeit  zugemutet 
werden  könnte.  Dabei  könnten  mehr  als  60 %  des  Erwerbsein-
kommens  erzielt  werden,  das  erreicht  würde,  wenn  keine  Invalidität 
vorläge. Es bestehe daher kein Anspruch mehr auf eine Rente.

P.
Mit Schreiben vom 12. Februar 2007 (Eingangsdatum, act. 105) teilte 
der  Beschwerdeführer  der  Vorinstanz  mit,  sein  Gesundheitszustand 
habe  sich  verschlechtert,  namentlich  sein  Sehvermögen  ver-
schlechtere  sich  von  Tag  zu  Tag.  Er  werde  sich  demnächst  zwei 
Operationen unterziehen müssen, einer an der Wirbelsäule und einer 
an  der  Leber.  Seine  Leber  sei  als  Folge  der  Einnahme  von  radio-
aktivem Jod zerstört. Ihm sei die Arbeit  im geschlossenen Raum, im 
Staub, unter  grellem Licht,  in  der Höhe und unter  schlechten micro-
klimatischen Bedingungen verboten. Er werde der Vorinstanz weitere 
medizinische Unterlagen zukommen lassen. Er  weise  die  Vorinstanz 
darauf hin, dass er weder eine Schulbildung genossen habe, noch der 
deutschen  Sprache  mächtig  sei.  Dem  Schreiben  legte  er  folgende 
medizinischen Unterlagen bei:

- einen medizinischen Bericht von Prim. Dr. Dragoljub Stanisavljevic, 
Radiologe, vom 25. Oktober 2006 (act. 128, entspricht act. 132; 
übersetzt in act. 129)

- einen medizinischen Bericht von Dres. Slavika Cvetcovic, M. Dokic 
und Kostic über die Behandlung vom 14. November 2006 bis zum 
5. Dezember 2006 (act. 130, Übersetzung in act. 131)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. Dragan Prelo, Augenarzt,  
vom 2. Februar 2007 (act. 134, übersetzt in act. 136).

Q.
Dr. med. M. Ribordy äusserte sich im Auftrag der Vorinstanz am 4. Mai 
2007 (act. 137), der Beschwerdeführer habe zusätzlich lediglich noch 
eine  augenheilkundliche  Dokumentation  eingereicht,  welche  nicht 
mehr  als  eine  Augenentzündung  belege  und  aussage,  der  Be-
schwerdeführer könne nicht in einer staubigen, rauchigen Atmosphäre 
oder unter schlechten microklimatischen Bedingungen arbeiten. Nach 
Kenntnis  von  Dr.  med.  M.  Ribordy  existierten  zahlreiche  berufliche 
Aktivitäten,  die  diese  Bedingungen  erfüllten,  sodass  sich  an  der 
Stellungnahme des ärztlichen Dienstes  der  IVSTA angesichts  dieser 
Dokumentation nichts ändere.

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R.
Mit  Verfügung 6. Juni  2007 sprach die  Vorinstanz dem Beschwerde-
führer den Anspruch auf eine Invalidenrente mit  der Begründung ab, 
aufgrund der neu erhaltenen Unterlagen stehe fest, dass der Invalidi-
tätsgrad  des  Beschwerdeführers  unter  40 % liege. Die  Rente  wurde 
mit Wirkung per 1. August 2007 aufgehoben (act. 140).

S.
Am 2. Juli  2007 erhob der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sinngemäss  beantragt 
er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und dass ihm weiter-
hin die Invalidenrente ausbezahlt werde. Vorgängig sei eine Belgrader 
Fachbehörde  („Rep.  Fond  Penzijsko  Invalidskog  Osiguranja 
Zaposlenih,  Dr.  Aleksandra  Kostica  9,  CS-11000  Belgrad“)  mit  der 
Abklärung  seines  Gesundheitszustandes  zu  betrauen.  Eventualiter, 
falls  eine  Gesundheitsabklärung  durch  die  genannte  Behörde  nicht 
möglich  sei,  beantrage  er  eine  Abklärung  durch  „die  ärztliche 
Kommission in der Schweiz“. Zur Begründung führte er an, es sei aus 
den  eingereichten  Unterlagen  nicht  erkennbar,  wie  es  um  seinen 
Gesundheitszustand tatsächlich bestellt  sei. Dieser habe sich in den 
vorangegangenen  Monaten  zusätzlich  verschlechtert.  Es  dürfe  ihm 
nicht zum Nachteil gereichen, dass die zuständige Behörde bisher un-
tätig geblieben sei. Angesichts der angefochtenen Verfügung würden 
er  das  Recht  auf  Krankenpflege  und  seine  Kinder  die  Ausbildungs-
möglichkeit verlieren. Seiner Beschwerde legte der Beschwerdeführer 
gemäss  eigenen  Angaben  neue  Befunde  von  Ärzten  diverser  Fach-
richtungen  (Internist,  Augenarzt,  Ohrenarzt,  Psychiater,  Neurologe) 
sowie abermals bereits früher eingereichte Berichte bei  (act. 81,  84, 
act. 94, 116, 118, act. 120, act. 122 f., act. 126, act. 130, act. 134 – 
136). Bei den neu eingereichten Dokumenten handelt es sich um:

- ein medizinisches Dokument vom 23. Juni 2007 von Dr. Mirko 
Roganovic (Beschwerdebeilage Nr. 41, übersetzt in „Übersetzung 5“)

- einen medizinischen Bericht vom 25. Juni 2007 von Dr. Plavsic (Be-
schwerdebeilage: Nr. 39, übersetzt in „Übersetzung 6“)

- ein Dokument mit medizinischen Diagrammen von „ALFA Kraljevo/ 
Poslovna jedinica Kraljevo“ vom 25. Juni 2007, vermutlich ein Audio-
gramm, das zum soeben erwähnten Bericht von Dr. med. Plavsic 
vom 25. Juni 2007 gehört (Beschwerdebeilage: Nr. 40).

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T.
Am 27. Juli 2007 erstellte die oben in Erwägung S. erwähnte Belgrader 
Fachbehörde ein Gutachten mit  der  Nummer 667 zum Gesundheits-
zustand  des  Beschwerdeführers.  Das  Gutachten,  unterzeichnet  von 
Dr. Snjezana Labus-Randjelovic,  Neuropsychiaterin,  wurde  am 
7. August 2007 freigegeben und befindet sich unter den Akten, die die 
Vorinstanz  im  Laufe  des  Beschwerdeverfahrens  eingereicht  hat 
(act. 86, übersetzt in act. 87).

U.
Dr. med. Ch. Hug vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz äusserte sich 
im Auftrag der Vorinstanz am 29. Dezember  2007 (act. 142),  die im 
Rahmen der Beschwerde eingereichte Dokumentation enthalte  keine 
substanziellen neuen Informationen, insbesondere keine Hinweise auf 
eine aktuell  noch bestehende Schilddrüsenüber-  oder  -unterfunktion, 
keine Hinweise auf eine wesentlich verschlechterte ophthalmologische 
Situation und keine Hinweise auf ein neurologisches Defizit im Bereich 
der  rechten  Körperhälfte.  Damit  sei  an  den  bisherigen  ärztlichen 
Stellungnahmen festzuhalten.

V.
In ihrer Vernehmlassung vom 16. Januar 2008 beantragte die IV-Stelle 
mangels neuer Sachverhaltselemente die Abweisung der Beschwerde 
und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Da der IV-ärztliche 
Dienst die vorliegenden medizinischen Unterlagen im Rahmen seiner 
sorgfältigen  Beurteilung  als  für  eine  zuverlässige  Beurteilung  ge-
nügend  erachtet  habe,  sei  von  der  in  der  Beschwerde  beantragten 
zusätzlichen Begutachtung abzusehen. Die  Stellungnahme des ärzt-
lichen Dienstes der IVSTA vom 29. Dezember 2007 halte fest, die im 
Rahmen  des  Rekurses  eingereichte  Dokumentation  enthalte  keine 
substanziellen neuen Informationen.

W.
Mit  Verfügung  vom 25. Januar  2008  setzte  das  Bundesverwaltungs-
gericht  dem  Beschwerdeführer  Frist  für  die  Einreichung  einer  all-
fälligen  Replik  an. Diese  liess  der  Beschwerdeführer  ungenutzt  ver-
streichen.

X.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird  soweit  erforderlich  in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung 
von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968 
(Verwaltungsverfahrensgesetz,  VwVG; SR 172.021),  sofern kein Aus-
nahmetatbestand  erfüllt  ist  (Art. 31,  32  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]).  Das  ist  vorliegend 
nicht der Fall, und der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im 
Sinn von Art. 5 VwVG. Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen 
von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch 
Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenver-
sicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

1.2 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges  Interesse  (Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG, SR 830.1]; vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Damit ist er zur 
Beschwerde legitimiert.

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 
Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG, Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  [ATSG,  SR  830.1]), 
weshalb auf sie einzutreten ist.

1.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Vorliegend  ist  der  Vorsitz  im  Beschwerdeverfahren  auf  die 
Abteilung  II  übergegangen.  Der  Spruchkörper  setzt  sich  zusammen 
aus  Richter  David  Aschmann  und  Richter  Frank  Seethaler  der  Ab-
teilung II und Richterin Franziska Schneider der Abteilung III.

Seite 11

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2.

2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), 
beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  oder  sei  unangemessen  (Art.  49 
VwVG).

2.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich die-
jenigen  Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 
E. 2.3).

3.

3.1 Am  1.  Januar  2003  sind  das  ATSG sowie  die  Verordnung  vom 
11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Vorliegend sind 
demnach die vor dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. Juni 
2007 in Kraft  getretenen Bestimmungen des ATSG und der ATSV in 
Verbindung  mit  den Bestimmungen des IVG in  seiner  Fassung vom 
31. März 2003 (4. IV-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2004) anwendbar.

3.2 Gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG sind die 
Bestimmungen des ATSG zur  Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Erwerbsun-
fähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8), Bestimmung des Invaliditätsgrades 
(Art. 16)  sowie  zur  Revision  der  Invalidenrente  und  anderer  Dauer-
leistungen  (Art. 17)  auch  auf  die  Invalidenversicherung  anwendbar. 
Das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht) hat erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG 
enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche 
Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  ent-
sprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 

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BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 
ATSG führt nicht zu einer Anpassung der bisherigen Judikatur zur In-
validitätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin 
nach  der  allgemeinen  Methode  des  Einkommensvergleichs  vorzu-
nehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 
in Kraft  gestandenen Fassung; vgl. BGE 128 V 29 E. 1,  BGE 104 V 
135 E. 2a und b).

4.

4.1 Im  Verwaltungsverfahren  gilt  grundsätzlich  das  Untersuchungs-
prinzip, wonach die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen ab-
zuklären haben (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 61 Bst. c ATSG; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2.1). Sie sind 
für die Beschaffung der Entscheidungsgrundlagen verantwortlich. Die 
Parteien tragen weder eine Behauptungs- noch eine Beweisführungs-
last. Das Untersuchungsprinzip  wird  jedoch relativiert  durch die  Mit-
wirkungspflicht  der  Parteien.  Diese  ergibt  sich  im  vorliegenden  Fall 
insbesondere aus Art. 28 ATSG und aus Art. 61 Bst. c  ATSG (letzt-
genannter Art. in Analogie). Eine Mitwirkungspflicht besteht namentlich 
für  die  Beschaffung von Unterlagen,  welche nur  die  Parteien  liefern 
können,  und  für  die  Abklärung  von  Tatsachen,  welche  eine  Partei 
besser kennt als die Behörden (BGE 130 II 449 E. 6.6.1; BGE 128 II 
139  E.  2b;  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 1623 ff.;  UELI 
KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, Art. 28, Rz. 10 f.). 

4.2 Der  Sachverhalt  muss im Sozialversicherungsrecht  mit  dem Be-
weisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  erstellt  werden. 
Dieser  Grad  übersteigt  einerseits  die  Annahme  einer  blossen 
Möglichkeit  beziehungsweise einer  Hypothese und liegt  andererseits 
unter demjenigen der strikten Annahme der zu beweisenden Tatsache. 
Die  Wahrscheinlichkeit  ist  insoweit  überwiegend,  wenn  der  be-
gründeten Überzeugung keine konkreten  Einwände  entgegenstehen. 
Gilt  es, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, 
ist  diejenige  überwiegend  wahrscheinlich,  welche  sich  am  ehesten 
zugetragen  hat  (zum Ganzen:  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  Zürich 
2003, Art. 43, Rz. 23, mit Hinweisen). 

4.3 Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweis-
mittel  zu  würdigen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Be-
schwerdeverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. 

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Danach  haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte 
die Beweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Bezüglich  des  Beweiswertes  eines 
Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob  der  Bericht  für  die  streitigen  Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Beurteilung  der 
medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der 
medizinischen  Situation  einleuchtet,  und  ob  die  Schlussfolgerungen 
der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  des  Beweismittels  noch  die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil  des EVG 
vom 26. Januar  2006,  I 268/2005  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352  E. 3.a).  Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung 
als mit  dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar, Richt-
linien  für  die  Beweiswürdigung  in  Bezug  auf  bestimmte  Formen 
medizinischer  Berichte  und  Gutachten  aufzustellen  (vgl.  hierzu 
BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001  S. 114  E. 3b;  Urteil  des EVG  vom 
24. Januar  2000,  I 128/98,  E. 3b).  So  ist  den  im  Rahmen  des  Ver-
waltungsverfahrens  eingeholten  Gutachten  externer  Spezialärzte, 
welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und  Untersuchungen 
sowie  nach  Einsicht  in  die  Akten  Bericht  erstatten  und  bei  der  Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der 
Beweiswürdigung  volle  Beweiskraft  zuzuerkennen,  solange  nicht 
konkrete  Indizien  gegen  die  Zuverlässigkeit  der  Expertise  sprechen 
(BGE 125 V 353  E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen).  Berichte  der  be-
handelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher 
Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu  würdigen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden 
Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des EVG 
vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hinweisen). Schliesslich gilt es 
anzumerken,  dass  die  schweizerischen  Behörden  nach  konstanter 
Rechtsprechung  an  die  Beurteilung  ausländischer  Versicherungs-
träger,  Krankenkassen,  anderer Behörden und Ärzte nicht  gebunden 
sind (ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus-
land  stammende  Beweismittel  der  freien  Beweiswürdigung  des 
Richters (Urteil des EVG vom 11. Dezember 1981 i.S.D.).

4.4 Wie aufgezeigt entfällt  im Sozialversicherungsrecht aufgrund des 
Untersuchungsgrundsatzes  – soweit  er  nicht  durch  die  Mitwirkungs-

Seite 14

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pflicht  der Parteien relativiert  wird  – die Beweisführungslast. Sowohl 
im  Anwendungsbereich  des  Untersuchungsgrundsatzes  als  auch  in 
jenen  Bereichen,  in  denen  dieser  durch  die  Mitwirkungspflicht 
relativiert wird, tragen die Parteien jedoch eine dahingehende Beweis-
last,  dass  im Falle  der  Beweislosigkeit  der  Entscheid  zu  Ungunsten 
jener Partei  ausfällt,  die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachver-
halt Rechte ableiten wollte (BGE 121 V 204 E. 6a). Soweit sich also die 
Beweislosigkeit im Leistungsrecht ergibt, führt dies in der Regel dazu, 
dass die leistungsbeanspruchende Partei ihr Begehren nicht durchzu-
setzen  vermag (UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  Zürich  2003,  Art. 43, 
Rz. 31 mit Hinweisen).

4.5 Um  den  Invaliditätsgrad  bemessen  zu  können,  ist  erkennende 
Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes 
im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeits-
unfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind  somit eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Ver-
sicherten  konkret  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125 V 256 
E. 4,  115 V 134  E. 2; AHI-Praxis  2002,  S. 62,  E. 4b/cc). Ein  Akten-
bericht  ist  zulässig,  sofern  die  Akten  ein  vollständiges  Bild  über 
Anamnese,  Verlauf  und  gegenwärtigen  Status  ergeben  und  diese 
Daten  unbestritten  sind;  der  Untersuchungsbefund  muss  lückenlos 
vorliegen,  damit  der  Experte  imstande  ist,  sich  aufgrund  der  vor-
handenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.1).

5.

5.1 Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist 
vorliegend, ob die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. Juni 2007 zu Recht 
die am 12. Dezember 2002 zugesprochene halbe Invalidenrente auf-
gehoben hat.

5.2 Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (ATSG/IVG) ist und 
beim  Eintritt  der  Invalidität  schon  während  mindestens  eines  vollen 
Jahres  Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenver-
sicherung  (AHV/IV)  geleistet  hat  (Art. 36  Abs. 1  IVG).  Diese  Be-
dingungen müssen beide gleichzeitig erfüllt sein; ist die eine nicht er-

Seite 15

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füllt,  so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt 
ist.

5.3 Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr 
als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  geleistet,  so  dass  die  Voraussetzung  der 
Mindestbeitragsdauer  für  den  Anspruch  auf  eine  ordentliche  In-
validenrente erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG).

5.4 Nach dem ATSG in  Verbindung mit  dem IVG ist  der  Begriff  "In-
validität"  nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach 
der Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 
4a,  BGE 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu be-
tätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im 
angestammten  Beruf  beziehungsweise  in  der  bisherigen  Tätigkeit, 
sondern auch in  zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Nach 
Art.  8  ATSG  ist  die  Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder 
längere Zeit dauernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 
IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die In-
validität  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Begründung des  An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht  hat.  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende,  ganze  oder  teil-
weise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht 
kommenden,  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art.  7  ATSG). Arbeitsun-
fähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen  und 
geistigen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

5.5 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in seiner bis zum 31. Dezember 2006 in 
Kraft  stehenden  Fassung  hat  ein  Versicherter  Anspruch  auf  eine 
Viertelsrente  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  40 %,  auf  eine  halbe 
Rente  bei  einem  solchen  von  50 %,  auf  eine  Dreiviertelsrente  bei 
einem Grad  der  Invalidität  von 60 % und  auf  eine  ganze  Rente  bei 
einem  solchen  von  70 %.  Gemäss  Abs.  1ter dieser  Norm  werden 
Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, 
nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen 

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Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von 
diesem Prinzip gilt  seit  dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürgerinnen 
und Bürger  sowie Angehörige  von Mitgliedstaaten der  Europäischen 
Union, welche Anspruch auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem 
Mitgliedstaat  der  Europäischen  Union  Wohnsitz  haben.  Nach  der 
Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bundesgerichts  stellt  Art.  28 
Abs.  1ter  IVG  keine  blosse  Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine  be-
sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

5.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen,  Art.  16  ATSG).  Der  Begriff  des  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkts  ist  ein  theoretischer  und  abstrakter  Begriff,  welcher 
dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem 
der  Arbeitslosenversicherung  abzugrenzen.  Der  Begriff  umschliesst 
einerseits  ein bestimmtes Gleichgewicht  zwischen dem Angebot  von 
und  der  Nachfrage  nach  Stellen;  anderseits  bezeichnet  er  einen 
Arbeitsmarkt,  der von seiner Struktur  her einen Fächer verschieden-
artiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich 
im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 
Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes 
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 
1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung 
nicht  darauf  abzustellen  ist,  ob  eine  invalide  Person  unter  den 
konkreten Arbeitsmarktverhältnissen in ihrem Umfeld vermittelt werden 
kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  verbliebene  Arbeitskraft 
noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze 
dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 
E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann 
aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit 
nur in so eingeschränkter Form möglich ist,  dass sie der allgemeine 
Arbeitsmarkt  praktisch  nicht  kennt  oder  sie  nur  unter  nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre  (SVR 1996 IV Nr. 70  S. 204 E. 3c,  ZAK 1989 S. 322 
E. 4).

Seite 17

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5.7 Der Einkommensvergleich bei Erwerbstätigen hat in der Regel so 
zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenüber-
gestellt  werden,  worauf  sich  aus  der  Einkommensdifferenz  der  In-
validitätsgrad  bestimmen  lässt.  Soweit  die  fraglichen  Erwerbsein-
kommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie 
nach Massgabe der  im Einzelfall  bekannten Umstände zu schätzen, 
und  es  sind  die  so  gewonnenen  Annäherungswerte  miteinander  zu 
vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs).

Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht  zu-
verlässig ermitteln oder  schätzen,  so  ist  in  Anlehnung an die  spezi-
fische Methode für  Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV)  ein Betätigungs-
vergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der er-
werblichen Auswirkungen  der  verminderten  Leistungsfähigkeit  in  der 
konkreten wirtschaftlichen Situation zu bestimmen (BGE 128 V 30 E. 
1).

5.8 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen  Situation  auszugehen,  in  welcher  die  ver-
sicherte  Person  konkret  steht.  Ist  kein  solches  tatsächlich  erzieltes 
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil  die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit  aufgenommen hat,  so sind 
nach  der  Rechtsprechung  in  der  Regel  die  gesamtschweizerischen 
Tabellenlöhne  gemäss  den  vom  Bundesamt  für  Statistik  periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. 
das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006), allen-
falls die Zahlen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 
129 V 472 E. 4.2.1, BGE 126 V 75 E. 3.b).

5.9 Der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG setzt voraus, dass 
bei  der  Ermittlung  der  beiden  Vergleichseinkommen  gleich  vor-
gegangen  wird,  dass  also  eine  gleichartige  Vergleichsbasis  vorliegt 
(Gleichartigkeit  der  Vergleichseinkommen,  vgl.  UELI KIESER,  ATSG, 
Art. 16 Rz. 7). In zeitlicher Hinsicht sind die Verhältnisse bei Entstehen 
des  (hypothetischen)  Rentenanspruchs  massgebend,  wobei  Validen- 
und  Invalideneinkommen  auf  zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben 
und  allfällige  rentenwirksame Änderungen  der  Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu 
berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1). Vorliegend ist daher für 

Seite 18

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den  Einkommensvergleich  die  Situation  des  Beschwerdeführers  im 
Zeitpunkt  der  Verfügung  vom 6. Juni  2007 massgeblich. Die  Gleich-
artigkeit  der  Vergleichseinkommen setzt  aber  auch voraus,  dass  die 
auf  einem  vergleichbaren  örtlichen  Arbeitsmarkt  hypothetisch  erziel-
baren  Einkommen  verglichen  werden.  So  ist  dann,  wenn  sich  das 
hypothetische  Valideneinkommen  aufgrund  eines  tatsächlichen  Ein-
kommens bestimmt, das der Versicherte vor dem Eintritt der Invalidität 
über längere Zeit im Ausland erzielt hat, nicht etwa das in der Schweiz 
erzielbare  hypothetische  Invalideneinkommen  beizuziehen,  sondern 
ein  Invalideneinkommen  zu  ermitteln  und  dem  Valideneinkommen 
gegenüber  zu  stellen,  das  der  Versicherte  auf  dem  örtlichen  aus-
ländischen  Arbeitsmarkt  erzielen  könnte.  Eine  Bestimmung  des  In-
valideneinkommens  aufgrund  der  schweizerischen  Tabellenlöhne 
kommt nur dann in Betracht, wenn auch auf ein Valideneinkommen in 
der Schweiz abgestellt wird.

5.10 Es bleibt zu bemerken, dass aufgrund des im gesamten Sozial-
versicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, 
soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 
V 239 E. 2a). Deshalb ist es Sache des behandelnden Arztes bzw. des 
Vertrauensarztes einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass 
ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer 
Tätigkeit  und  zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen  Arbeits-
markt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich 
der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Ver-
weisungstätigkeit;  ZAK 1986 S. 204 f.),  wobei unerheblich  ist,  ob er 
seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

6.

6.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Invalidenrente von Amtes 
wegen  oder  auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht, 
herabgesetzt  oder  aufgehoben,  wenn  sich  der  Invaliditätsgrad  eines 
Rentenbezügers erheblich ändert.

Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
im Falle einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit  von dem Zeitpunkt 
an  zu  berücksichtigen,  in  dem angenommen werden kann,  dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist  in jedem Fall zu be-

Seite 19

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rücksichtigen,  nachdem  sie  ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei 
Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In 
derartigen  Konstellationen  ist  Art. 29  Abs.  1  IVG  nicht  anwendbar 
(BGE 109  V  125  E.  4a;  vgl.  auch  BGE  133  V  108).  Führt  die  Ver-
besserung der Erwerbsfähigkeit zu einer derartigen Verminderung des 
Invaliditätsgrades,  dass  die  Rente  herabgesetzt  werden  muss,  so 
erfolgt die Anpassung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV 
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Revisions-
verfügung folgenden Monats an.

6.2 Nach  der  ständigen  Rechtsprechung  des  Schweizerischen 
Bundesgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die 
tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einzel-
aktes massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen). Da es sich 
vorliegend um eine Rentenrevision handelt, wird der rechtserhebliche 
Sachverhalt  in  zeitlicher  Hinsicht  durch  die  Verfügung  vom 
12. Dezember  2002  als  Referenzpunkt  für  die  Prüfung  einer  an-
spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades einerseits und die 
Verfügung vom 6. Juni 2007 andererseits bestimmt.

6.3 Im  Folgenden  ist  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  in  der  an-
gefochtenen  Verfügung  vom  6.  Juni  2007  aufgrund  ihrer  Sachver-
haltsabklärungen  zu  Recht  den  Schluss  gezogen  hat,  die  Voraus-
setzungen  für  eine  Revision  der  Rente  seien  erfüllt.  Die  im  Be-
schwerdeverfahren  eingereichten  Arztberichte  und  medizinischen 
Unterlagen werden berücksichtigt,  soweit  sie  über  den Gesundheits-
zustand  des  Beschwerdeführers  vor  dem Erlass  des  angefochtenen 
Entscheids Aufschluss geben.

6.3.1 Grundlage für den Vergleich des Gesundheitszustands des Be-
schwerdeführers bildeten im Rahmen des Revisionsverfahrens:

- ein medizinisches Dokument eines medizinischen Instituts für Stoff-
wechselkrankheiten in Zlatibor vom 10. Dezember 2004 (act. 76)

- ein Bericht über eine medizinische (Lungen-)Untersuchung vom 
20. Dezember 2004 unbekannter Autorschaft (act. 78),

- ein in serbisch verfasster Arztbericht ohne Datum (Name des Autors 
in kyrillischer Schrift, act. 79)

- Arztberichte von Dr. med. Dragan Prelo, Augenarzt, vom 3. Nov-
ember 2004 (act. 88, übersetzt in act. 89), vom 29. Dezember 2004 
(act. 114), vom 1. August 2006 (act. 113) und vom 2. Februar 2007 

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(act. 134, übersetzt in act. 136)
- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Katarina Vegavac vom 4. Nov-

ember 2004 (act. 90, übersetzt in act. 91)
- ein medizinischer Bericht von Dr. Slobodan Pastar, Pneumologe vom 

20. Dezember 2004, (act. 92, übersetzt in „Beschwerdeakte 1“, ge-
hört wahrscheinlich zu act. 78 da vom selben Datum, vgl. oben)

- ein medizinischer endokrinologischer Bericht vom 22. Dezember 
2004 bei dem der Name des Verfassers nicht lesbar ist (act. 93)

- ein medizinischer Bericht vom 22. Dezember 2004 von Dr. med. 
Milan S. Dragojlovic, Neurologe (act. 94, übersetzt in „Übersetzung 
2“)

- die Stellungnahmen von Dr. med. Michel Ribordy vom ärztlichen 
Dienst der Vorinstanz vom 8. August 2005 (act. 96), 20. Januar 2007 
(act. 103) und 4. Mai 2007 (act. 137)

- ein Ausdruck eines Elektrokardiogramms (EKG), datiert vom 
19. Dezember 2005 unbekannter Autorschaft (act. 107)

- zwei medizinische Laboranalysen vom 23. Dezember 2005, bei 
denen der Name des Verfassers nicht lesbar ist (act. 108 f.)

- einen medizinischen Bericht von Dr. med. M. Dragojlovic vom
20. März 2006 (act. 110, schwer lesbar, übersetzt in „Übersetzung 
3“)

- der Laborbericht vermutlich einer Urinuntersuchung vom 14. Juni 
2006, Name des Verfassers schwer lesbar (act. 111)

- ein Arztbericht vom 29. Juni 2006, Autorschaft unbekannt (act. 112)
- einen weiteren Arztbericht unklaren Datums von Dr. Sladana Todoric, 

Arbeitsmedizinerin, (act. 115, übersetzt in „Übersetzung 4“)
- ein medizinischer Bericht von Ass. mr. méd. Milan Patakov vom 

14. Juli 2006 (act. 116, übersetzt in act. 117)
- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Dusica Spagovic, 

Psychiaterin, vom 26. Dezember 2005 (act. 118, übersetzt in act. 
119)

- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Milan [...] (Name nicht eruier-
bar) vom 19. Dezember 2005 (act. 120, übersetzt in act. 121)

- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Milan S. Dragojlo, Neurologe, 
vom 22. Dezember 2005 (act. 122, amtliche Übersetzung in act. 123)

- ein medizinischer Bericht von Dr. med. Sladjana Todoric, Arbeits-
medizinerin, vermutlich vom 10. Januar 2005 (act. 125, erste Seite 
fehlt, übersetzt in act. 124, Übersetzung der ersten Seite vorhanden)

- ein radiologischer Arztbericht von Prof. Dr. med P. Bosnjakovic, 
Radiologe, vom 20. Juli 2006 (act. 126, übersetzt in act. 127)

- ein medizinischer Bericht von Prim. Dr. Dragoljub Stanisavljevic, 

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Radiologe) vom 25. Oktober 2006 (act. 128, übersetzt in act. 129)
- ein medizinischer Bericht von Dres. Slavika Cvetcovic, M. Dokic und 

Kostic über die Behandlung vom 14. November 2006 bis zum 
5. Dezember 2006 (act. 130, Übersetzung in act. 131).

6.3.2 Mit  zu  berücksichtigen  sind  die  drei  zusammen  mit  der  Be-
schwerde erstmals  eingereichten  Belege (vgl. Erwägung  S. hiervor). 
Diese sind zwar jüngeren Datums als der hier massgebliche Zeitpunkt 
der  Revisionsverfügung  der  Vorinstanz,  sie  erlauben  aber  Rück-
schlüsse  auf  den  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  vor 
dem Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung.  Das  Audiogramm (Be-
schwerdebeilage Nr. 40) und der Bericht des Ohrenarztes vom 25. Juni 
2007 (Beschwerdebeilage Nr. 39) attestieren eine Schwerhörigkeit des 
Beschwerdeführers.  Diese  wird  sehr  wahrscheinlich  auch  schon 
wenige Wochen früher, im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen 
Verfügung vorgelegen haben. Auch die Beschwerdebeilage Nr. 41 vom 
23. Juni 2007 diagnostiziert  unter anderem medizinische Leiden, die 
sich  ebenfalls  kaum  innerhalb  weniger  Wochen  eingestellt  haben. 
Mitzuberücksichtigen  sind  auch  das  Gutachten  von  Dr.  Snjezana 
Labus-Randjelovic,  Neuropsychiaterin,  vom  27.  Juli  2007  (act.  86, 
übersetzt in act. 87) sowie die ärztliche Stellungnahme von Dr. med. 
Ch. Hug vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz vom 29. Dezember 2007. 
Das  Gutachten  von  Dr.  Snjezana  Labus-Randjelovic,  Neuro-
psychiaterin,  vom 27. Juli  2007  ist  allerdings  nur  soweit  zu  berück-
sichtigen, als es Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers zum Zeitpunkt vor dem Ergehen der angefochtenen 
Verfügung erlaubt.

6.3.3 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, aus den 
eingereichten  Unterlagen  sei  nicht  erkennbar,  wie  es  um  seinen 
Gesundheitszustand  im  massgeblichen  Zeitpunkt  tatsächlich  bestellt 
gewesen sei. Dieser habe sich in den vorangegangenen Monaten zu-
sätzlich  verschlechtert.  Es  dürfe  ihm  nicht  zum  Nachteil  gereichen, 
dass die zuständige Behörde bisher  untätig  geblieben sei. Er  werde 
sich demnächst  zwei Operationen unterziehen müssen,  einer an der 
Wirbelsäule und einer an der Leber. Seine Leber sei in Folge der Ein-
nahme  von  radioaktivem  Jod  zerstört.  Ihm  sei  die  Arbeit  im  ge-
schlossenen  Raum,  im Staub,  unter  grellem Licht,  in  der  Höhe und 
unter  schlechten  microklimatischen  Bedingungen  verboten. 
Sinngemäss  macht  der  Beschwerdeführer  damit  geltend,  die 
ophthalmologischen  und  psychopathologischen  Befunde  bestünden 

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nach  wie  vor  als  limitierende  Faktoren  der  Arbeitsfähigkeit,  und  es 
kämen neue limitierende Faktoren hinzu.

7.
Zur  Beantwortung der Frage,  ob die Vorinstanz im vorliegenden Fall 
die IV-Rente des Beschwerdeführers rechtmässig revidiert hat, ist als 
Erstes zu prüfen, ob sich deren rechtliche Beurteilung auf einen ge-
nügend abgeklärten Sachverhalt gestützt hat und wie dieser relevante 
Sachverhalt  im  Einzelnen  lautet.  Sollte  sich  nämlich  herausstellen, 
dass der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt worden ist, kann 
der Fall materiell nicht beurteilt werden. Bei dieser Prüfung gilt es zu 
berücksichtigen, dass die Behörden auf medizinische Unterlagen an-
gewiesen  sind  und  den  Beschwerdeführer  auch  eine  Mitwirkungs-
pflicht  trifft  (vgl. E. 4.1  und E. 4.5 hiervor). Der  Sachverhalt  war mit 
Bezug auf folgende zum Teil bisher bloss behauptete Leiden des Be-
schwerdeführers  abzuklären:  Die  Schilddrüsenprobleme  des  Be-
schwerdeführers  (Morbus  Basedow)  und  die  damit  zusammen-
hängenden  Augenbeschwerden,  die  psychischen  Probleme  des  Be-
schwerdeführers, allfällige Auswirkungen der wahrscheinlich erfolgten, 
transitorischen  ischämischen  Attacke  (neurologische  Ausfall-
erscheinungen  aufgrund  eines  Gehirnschlags),  mit  Bezug  auf  eine 
Gruppe  diverser  Erkrankungen  wie  Angina  pectoris,  erhöhter  Blut-
druck,  diverse  Stoffwechselprobleme  wie  unter  anderem  Diabetes 
mellitus, Rückenprobleme, Gallenblasensteine und kleine Nierensteine 
in  der  rechten  Niere  und  Fetteinlagerungen  in  der  Leber  des  Be-
schwerdeführers,  sowie  die  Verschlechterung  seines  Sehvermögens 
und seine Schwerhörigkeit bzw. das Vorliegen eines Tinnitus.

7.1 Was  die  Schilddrüsenerkrankung  beim  Beschwerdeführer  an-
belangt, so hält ein Institut für Stoffwechselkrankheiten in Zlatibor mit 
Datum  vom  10.  Dezember  2004  in  act.  76  den  Status  nach  einer 
Schilddrüsenunterfunktion, die verordnete künftige Therapie sowie die 
Pflicht  zu  regelmässigen  Kontrollen  im Abstand  von sechs  Monaten 
fest. Im in serbischer Sprache verfassten Arztbericht ohne Datum (act. 
79) wird hingegen von einer Schilddrüsenüberfunktion ausgegangen. 
So  auch der  medizinische Bericht  vom 23. Juni  2007 von Dr. Mirko 
Roganovic, (Beschwerdebeilage Nr. 41, übersetzt in „Übersetzung 5“). 
Der medizinische Bericht von Ass. mr. méd. Milan Patakov vom 14. Juli 
2006 (act. 116 f.) erhellt, dass eine Schilddrüsenunterfunktion aus der 
Therapie  gegen  eine  Schilddrüsenüberfunktion  resultieren  kann. 
Bereits der Verlaufsbericht von Dr. med. Zeno Schneider zuhanden der 

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IV-Stelle Schwyz vom 23. Januar 2003 (act. 77) konstatierte, es lägen 
schwankende  periphere  Schilddrüsenwerte  vor,  welche  Dosis-
anpassungen erforderlich machten. Act. 120  – ein medizinischer Be-
richt von Dr. med. Milan [...] (Name nicht eruierbar) vom 19. Dezember 
2005 (übersetzt  in  act. 121) enthält  bezüglich der Schilddrüsenüber- 
beziehungsweise  -unterfunktion  im  Wesentlichen  dieselben  Angaben 
wie act. 116 f. In act. 79 wird beim Beschwerdeführer Morbus Basedow 
diagnostiziert. Auch das zusammenfassende Gutachten vom 27. Juli 
2007 von Dr. Snjezana Labus-Randjelovic, Neuropsychiaterin (act. 86 
f.) hält fest, der Beschwerdeführer leide an Morbus Basedow („Status 
nach einer Therapie mit RAI 131“) sowie an einer Schilddrüsenunter-
funktion.  Mit  Bezug  auf  die  Augenbeschwerden,  die  mit  der  Schild-
drüsenerkrankung  beim Beschwerdeführer  in  einem Zusammenhang 
stehen (vgl. E. B. hiervor), halten die Arztberichte von Dr. med. Dragan 
Prelo, Augenarzt, vom 3. November 2004 (act. 88, übersetzt in act. 89), 
vom 29. Dezember 2004 (act. 114), vom 1. August 2006 (act. 113) und 
vom 2. Februar  2007  (act.  134,  übersetzt  in  act.  136)  fest,  der  Be-
schwerdeführer  leide  an  Glotzaugen  und  Bindehautentzündung  und 
sei unfähig, unter Staubeinfluss, im Rauch, in der Höhe und unter un-
günstigen microklimatischen Bedingungen zu arbeiten (act. 88 f., act. 
114,  act.  134 - 136).  Auch  der  medizinische  Bericht  von  Dr.  med. 
Katarina  Vegavac  vom  4.  November  2004  (act.  90  f.)  erwähnt  das 
krankhafte Hervortreten der Augen beim Beschwerdeführer.

In  der  Stellungnahme  von  Dr.  med.  Michel  Ribordy  vom  ärztlichen 
Dienst  der  Vorinstanz  zum  Gesundheitszustand  des  Beschwerde-
führers  vom  8.  August  2005  (act.  96)  wurde  festgehalten,  gemäss 
„Arztbericht vom 3. November 2004“ (act. 88 f.) sei der Beschwerde-
führer  bloss  dazu  nicht  fähig,  unter  ungünstigen  microklimatischen 
Bedingungen  zu  arbeiten.  Schon  im  Jahre  2002  habe  sich  die 
medizinische  Situation  stabilisiert  und  aktuell  gebe  es  für  das  Vor-
liegen  der  basedowschen  Krankheit  beim  Beschwerdeführer  keine 
Anzeichen  mehr. Der  Patient  leide  zwar  immer  noch an  Glotzaugen 
und als  Folge davon an einer  Bindehautentzündung,  aber  nach den 
ärztlichen Kriterien sei eine Verweisungstätigkeit unter angemessenen 
Bedingungen aktuell  dennoch im Umfang von 80 % ausübbar. In der 
Stellungnahme vom 20. Januar 2007 (act. 103) äusserte sich Dr. med. 
M. Ribordy dahingehend, der Beschwerdeführer habe in der Schweiz 
an der basedowschen Krankheit gelitten. Gemäss der „gesamten vor-
handenen  medizinischen  Dokumentation  insbesondere  dem  Arzt-
bericht vom 19. September 2006“ (gemeint sein kann einzig act. 125, 

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dieser Bericht stammt allerdings vom 10. Januar 2005) weise der Be-
schwerdeführer unter Substitutionstherapie aktuell eine völlig normale 
Schilddrüsenfunktion  auf.  Dieses  Leiden  sei  demnach  geheilt,  auch 
wenn  der  Beschwerdeführer  sich  immer  noch  behandeln  lassen 
müsse.  So  oder  so  seien  es  die  Symptome,  die  jemanden  invalid 
machten und nicht  die  Diagnose. Im Ergebnis  seien die gesundheit-
lichen Beschwerden des Beschwerdeführers aber geheilt,  nur müsse 
er fortfahren, sich zu pflegen und kontrollieren zu lassen. An diesem 
Standpunkt änderte sich auch in der Stellungnahme von Dr. med. M. 
Ribordy vom 4. Mai 2007 (act. 137) nichts: Der Beschwerdeführer habe 
neu  lediglich  eine  augenheilkundliche  Dokumentation  eingereicht, 
welche nicht mehr als eine vorhandene Augenentzündung belege und 
aussage,  der  Beschwerdeführer  könne  nicht  in  einer  staubigen, 
rauchigen  Atmosphäre  oder  unter  schlechten  microklimatischen  Be-
dingungen arbeiten.

Auch  wenn  beim  Beschwerdeführer  gemäss  einigen  von  ihm  ein-
gereichten Unterlagen nach wie vor die Diagnose „Morbus Basedow“ 
vorliegen  mag,  lassen  auch  die  von  ihm  selbst  eingereichten 
medizinischen Dokumente darauf schliessen, dass sich die Symptome 
der  Schilddrüsenkrankheit  bis  zum  massgeblichen  Zeitpunkt  zu-
mindest  wesentlich  verbessert  haben.  Auf  eine  diesbezügliche 
Besserung  lässt  auch  der  zusammenfassende  medizinische  Bericht 
von  Dr.  med.  Sladjana  Todoric,  Arbeitsmedizinerin,  vermutlich  vom 
10. Januar  2005  (act.  124  f.)  schliessen,  der  lediglich  noch  davon 
spricht, nach einer Therapie müsse der Beschwerdeführer immer noch 
regelmässig seine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Diese Werte 
lägen  aber  in  der  Regel  im  Normalbereich.  Hingegen  litt  der  Be-
schwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt nach wie vor an Augen-
beschwerden  (krankhaft  hervortretende  Augäpfel,  Bindehautent-
zündung).  Dies  belegen  die  eingereichten  augenärztlichen  Berichte 
und  Unterlagen.  Der  Sachverhalt  erscheint  somit  in  Bezug  auf  die 
Schilddrüsenprobleme  und  die  Augenbeschwerden  genügend  ab-
geklärt. Unklar bleibt der Sachverhalt hinsichtlich der Behauptung des 
Beschwerdeführers, sein Sehvermögen verschlechtere sich von Tag zu 
Tag. In den eingereichten medizinischen Unterlagen finden sich kaum 
Hinweise,  die  diese  Behauptung  stützen  würden.  Einzig  der 
medizinische  Bericht  vom  23.  Juni  2007  von  Dr.  Mirko  Roganovic, 
(Beschwerdebeilage Nr. 41, übersetzt in „Übersetzung 5“) spricht von 
einer  „Störung  des  Sehvermögens“.  Der  Sachverhalt  bleibt  insofern 
unklar.

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7.2 Was  die  psychischen  Probleme  des  Beschwerdeführers  an-
belangt, so ist im medizinischen Bericht von Dr. med. Dusica Spagovic, 
Psychiaterin,  vom 26. Dezember 2005 (act. 118 f.)  festgehalten,  der 
Patient  sei  angespannt,  nervös,  willenlos,  schlechtgelaunt  und  leide 
häufig  unter  Schlaflosigkeit.  Objektiv  betrachtet  sei  der  Patient  de-
pressiv  mit  kurzfristigen  Schüben  von  Dynamik,  Willenskraft  und 
Instinkt.  Die  Arbeitsfähigkeit  sei  wesentlich  eingeschränkt.  Als 
Diagnose  wird  „F  33.1  Sy  depressivum“  gestellt  und  als  Therapie 
„Bromazepam“ à 3 mg und „Zoloft“ à 50 verordnet. Im medizinischen 
Bericht von Dr. med. Sladjana Todoric, Arbeitsmedizinerin, vermutlich 
vom  10.  Januar  2005  (act.  124  f.)  wird  ein  ängstlich-depressives 
Syndrom diagnostiziert.

Gemäss  der  Stellungnahme von  Dr. med. Michel  Ribordy  vom ärzt-
lichen  Dienst  der  Vorinstanz  vom 8.  August  2005  (act.  96)  hat  das 
Gutachten der  MEDAS aus dem Jahre  2002  auf  eine  bloss  50%ige 
Arbeitsfähigkeit  bei  Verweisungstätigkeiten  geschlossen,  dafür  aber 
auch ein psychopathologisches Problem angegeben, das wahrschein-
lich einen Rentenanspruch begründe. Aktuell sei in den eingereichten 
medizinischen Unterlagen keine Rede mehr  von einem psychischen 
Problem. In der ergänzenden Stellungnahme zu dieser Würdigung von 
Dr.  med.  Michel  Ribordy  vom  21.  August  2005  (act.  57)  steht,  die 
Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seine  Heimat  müsse  sich 
namentlich auch auf dessen psychische Verfassung positiv ausgewirkt 
haben. Auch in seiner Stellungnahme vom 20. Januar 2007 (act. 103) 
hält Dr. med. M. Ribordy in Bezug auf die psychischen Probleme fest, 
diese seien in der Schweiz beim Beschwerdeführer gravierender ge-
wesen  als  zum  aktuellen  Zeitpunkt.  Denn  bei  Schilddrüsenüber-
funktionen würden viele psychische Probleme verstärkt auftreten. Zwar 
bestätige der „psychiatrische Bericht  vom 19. September 2006“ (act. 
118) ein Nervositätssyndrom und eine ganz und gar leichte,  mit  der 
vorgeschlagenen beruflichen Aktivität im Umfang von 80 % zu verein-
barende  Depression. Was die  psychische  Verfassung  anbelange,  so 
sei  diese  Beeinträchtigung dennoch bloss  mässig  und mit  einer  an-
gepassten Tätigkeit zu vereinbaren.

Hinweise auf  eine noch bestehende psychische Erkrankung des Be-
schwerdeführers  finden  sich  auch  im  medizinischen  Bericht  von 
Dr. med. Dusica Spagovic, Psychiaterin, vom 26. Dezember 2005 (act. 
118 f.),  wonach der  Patient  angespannt,  nervös,  willenlos,  schlecht-
gelaunt  sei  und  häufig  unter  Schlaflosigkeit  leide,  bzw.  im 

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medizinischen  Bericht  von  Dr.  med.  Sladjana  Todoric,  Arbeits-
medizinerin, vermutlich vom 10. Januar 2005 (act. 124 f.), in dem von 
einem  ängstlich-depressiven  Syndrom  ausgegangen  wird.  Hinzu 
kommt  das  Gutachten  vom  27.  Juli  2007  von  Dr.  Snjezana  Labus-
Randjelovic,  Neuropsychiaterin  (act.  86  f.).  Die  medizinische  Fach-
abkürzung  „F. 33.1“  als  die  im  medizinischen  Bericht  von  Dr.  med. 
Dusica  Spagovic,  Psychiaterin,  (act.  118  f.)  gestellte  Diagnose  be-
deutet  eine  „rezidivierende  depressive  Störung,  gegenwärtig  mittel-
gradige  Episode“  (vgl.  http://www.med-serv.de/medizin-icd-F3.html). 
Die Angabe im selben Bericht, die Arbeitsfähigkeit sei wesentlich ein-
geschränkt,  erscheint  demgegenüber  vage  (fehlende  Angabe  der 
Arbeitsunfähigkeit in Prozenten). Auch fehlt es in dem Bericht an einer 
eigentlichen  Anamnese  und  an  einer  Prognose  mit  Bezug  auf  die 
psychische Erkrankung. Ebenso vage bleibt  insoweit  der Bericht  von 
Dr.  med.  Sladjana  Todoric,  Arbeitsmedizinerin,  vermutlich  vom 
10. Januar  2005  (act.  124  f.),  der  von  einem  „ängstlich-depressiven 
Syndrom“  ausgeht,  dabei  aber  ebenfalls  eine  Anamnese  vermissen 
lässt  und  sich  im  Einzelnen  nicht  zum  Einfluss  der  psychischen 
Probleme  auf  den  Grad  der  Arbeitsunfähigkeit  äussert.  Dies  alles 
relativiert den Beweiswert der eingereichten medizinischen Unterlagen 
zur  psychischen  Verfassung  des  Beschwerdeführers. Auch  das  Gut-
achten  vom  27.  Juli  2007  von  Dr.  Snjezana  Labus-Randjelovic, 
Neuropsychiaterin,  (act.  86  f.)  sagt  lediglich  aus,  der  Beschwerde-
führer befinde sich in ambulanter  psychiatrischer Behandlung wegen 
Kopfschmerzen,  Schwindel,  Nervosität  und  Angespanntheit.  Als 
Diagnose hält dieser Bericht fest, der Beschwerdeführer leide an einer 
anxiös-depressiven Störung. Zwar ist  dem ärztlichen Dienst  der Vor-
instanz zu widersprechen, soweit er davon ausgeht, dass der Bericht 
von Dr. med. Dusica Spagovic, Psychiaterin, vom 26. Dezember 2005 
(act.  118  f.)  bloss  eine  „ganz  und  gar  leichte  Depression“ 
diagnostiziere. Andererseits  ist  der  Beweiswert  dieses  Berichts  aber 
aus besagten Gründen mit einigen Zweifeln behaftet. Hinzu kommt der 
medizinische  Hinweis  genereller  Natur  des  ärztlichen  Dienstes  der 
Vorinstanz,  dass  bei  Schilddrüsenüberfunktionen  viele  psychische 
Probleme  verstärkt  auftreten.  Die  psychische  Verfassung  des  Be-
schwerdeführers ist damit nur lückenhaft abgeklärt. Das Fehlen einer 
gründlichen  medizinischen  Dokumentation  seines  psychischen 
Gesundheitszustands darf dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil 
gereichen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist er seiner Mitwirkungs-
pflicht  nachgekommen und  die  Untätigkeit  der  serbischen  Behörden 
darf ihm nicht angelastet werden. Mit dem Gutachten von Dr. Snjezana 

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Labus-Randjelovic,  Neuropsychiaterin,  vom  27.  Juli  2007  (act.  86, 
übersetzt in act. 87) liegt zwar zusätzlich auch eine medizinische Be-
urteilung durch die ausländische Fachbehörde vor. Auch diese enthält 
aber  lediglich  die  beschriebenen  vagen  Angaben  zur  psychischen 
Gesundheit  des Beschwerdeführers. Als Zwischenergebnis ist festzu-
halten,  dass  die  psychische Gesundheit  des  Beschwerdeführers  un-
klar ist. 

7.3 Im Zusammenhang mit  der transitorischen ischämischen Attacke 
hält der Neurologe Dr. med. Milan S. Dragojlo im medizinischen Bericht 
vom 22. Dezember 2005 (act. 122 f.) fest, der Beschwerdeführer zeige 
bei einer neurologischen Untersuchung Schwäche in den Extremitäten 
der rechten Körperseite. Der Fusssohlenreflex rechts sei atypisch. Der 
Beschwerdeführer  könne  selbständig  gehen,  seine  Hände  zitterten 
aber beidseitig. Dies sei der Status nach einem Gehirnschlag mit einer 
rechtsseitigen  Körperlähmung.  Dem  Beschwerdeführer  wurde 
„Acetisal  100  1x1“  verordnet.  Der  medizinische  Bericht  von  Dres. 
Slavika  Cvetcovic,  M.  Dokic  und  Kostic  über  die  Behandlung  vom 
14. November 2006 bis zum 5. Dezember 2006 (act. 130 f. bzw. act. 
133) erwähnt eine verminderte Kraft in den rechtsseitigen Extremitäten 
des  Beschwerdeführers,  ein  Zustand,  der  sich  mit  Physiotherapie 
immerhin für das rechte Bein verbessern lasse. Mit der Physiotherapie 
sei  daher  fortzufahren.  Der  Arztbericht  unklaren  Datums  von 
Dr. Sladana Todoric, Arbeitsmedizinerin, (act. 115, übersetzt in „Über-
setzung 4“) sagt einerseits aus, eine Schwäche des rechten Arms und 
Beins,  die  einige  Tage  anhielt,  sei  vor  5  Jahren  aufgetreten. 
Andererseits  hält  der  Bericht  fest,  eine  Schwäche  in  den  rechten 
Extremitäten  liege  aktuell  vor.  Ähnlich  wie  der  Bericht  in  act.  115 
äussert  sich auch der medizinische Bericht vom 22. Dezember 2004 
von  Dr. med. Milan  S.  Dragojlovic,  Neurologe  (act.  94,  übersetzt  in 
„Übersetzung 2“).

Dazu  meint  Dr.  med.  M.  Ribordy  in  seiner  Stellungnahme  vom 
20. Januar  2007  (act.  103),  in  den  medizinischen  Berichten  fänden 
keine  Symptome  im  Zusammenhang  mit  der  transitorischen 
ischämischen Attacke mehr Erwähnung. Diese Attacke, welche keiner-
lei  Folgen gehabt habe, sei  daher eine überholte Diagnose und ver-
ursache aktuell keine Arbeitsunfähigkeit mehr.

Dies  zeigt,  dass  die  noch  bestehenden  gesundheitlichen  Aus-
wirkungen des zerebrovaskulären Insults,  von dem der Beschwerde-

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führer vermutlich im März 2001 betroffen war (vgl. MEDAS-Gutachten 
vom 8. Oktober 2002, act. 73, S. 9), in den Stellungnahmen des ärzt-
lichen  Dienstes  und  in  den  vom  Beschwerdeführer  eingereichten 
medizinischen  Unterlagen  unterschiedlich  beurteilt  werden.  Der 
Neurologe Dr. med. Milan  S. Dragojlo  hält  im medizinischen  Bericht 
vom 22. Dezember 2005 (act. 122 f.) fest, der Beschwerdeführer zeige 
bei einer neurologischen Untersuchung Schwäche in den Extremitäten 
der rechten Körperseite. Der Fusssohlenreflex rechts sei atypisch. Die 
Hände des Beschwerdeführers zitterten beidseitig. Dies sei der Status 
nach  einem  Gehirnschlag  mit  einer  rechtsseitigen  Körperlähmung. 
Auch der medizinische Bericht von Dres. Slavika Cvetcovic, M. Dokic 
und  Kostic  über  die  Behandlung  vom  14.  November  2006  bis  zum 
5. Dezember 2006 (act. 130 f.) erwähnt eine geschwächte Kraft in den 
rechtsseitigen  Extremitäten  beim  Beschwerdeführer.  Das  Gutachten 
vom  27.  Juli  2007  von  Dr.  Snjezana  Labus-Randjelovic,  Neuro-
psychiaterin, (act. 86 f.) hält dagegen bloss fest, der Beschwerdeführer 
habe einen Gehirnschlag mit einer rechtsseitigen Körperlähmung er-
litten. Dr. med. M. Ribordy hält in seiner Stellungnahme vom 20. Januar 
2007 (act. 103) fest, diese Attacke habe keinerlei Folgen gehabt. Sie 
verursache demnach keine Arbeitsunfähigkeit. Diese Einschätzung ist 
umso  mehr  zu  teilen,  als  bereits  das  MEDAS  Gutachten  vom 
8. Oktober  2002 (act. 73,  S. 9)  die Diagnose zwar anerkannte,  aber 
bereits damals nicht davon ausging, die Attacke habe einschränkende 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gehabt. Das MEDAS Gutachten 
stütze  sich  in  diesem  Punkt  wesentlich  auf  das  neurologische 
Konsilium vom 10. Juni 2002 von Dr. med. Ph. Maire, Neurologe (act. 
71) ab. Dieses kam zum Schluss, die Folgen des vermuteten zerebro-
vaskulären Insults im März 2001 seien beim Beschwerdeführer weit-
gehend geheilt. Als objektiver Restbefund bleibe einzig eine stumme 
rechte  Fusssohle  zurück.  Die  vom  Patienten  geklagte  Sensibilitäts-
störung  sei  naturgemäss  nicht  objektivierbar,  und  die  Schmerz-
symptomatik in der rechten Körperseite des Beschwerdeführers könne 
nicht  ohne  weiteres  mit  dem  Ereignis  in  Zusammenhang  gebracht 
werden. Aus somatisch-neurologischer  Sicht  könne eine wesentliche 
Arbeitsunfähigkeit  nicht  begründet  werden,  so  das  Konsilium.  Die 
Symptome,  die  in  den  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  Unter-
lagen zum Teil geschildert sind, decken sich weitgehend mit den schon 
im Jahre  2002 festgestellten  Symptomen. Diesbezüglich  wurde  aber 
bereits  früher  festgestellt,  dass  sie  keinen einschränkenden Einfluss 
auf  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  haben. Es  erscheint 
kaum nachvollziehbar, dass die Auswirkungen des zerebrovaskulären 

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Insults  im  Jahre  2001  nach  deren  Rückbildung  zwischen  2001  und 
2002 in der Zeit bis 2006 wieder Folgen hatten, die die Arbeitsfähigkeit 
des  Beschwerdeführers  beeinträchtigen.  Selbst  wenn  man  davon 
ausgeht,  dass  keine  weitere  Besserung  zwischen  den  Jahren  2002 
und 2007 eingetreten ist, ist  die Beeinträchtigung nach wie vor nicht 
als  eine  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  einzustufen.  Der 
medizinische Sachverhalt  erscheint somit in diesem Punkt genügend 
abgeklärt,  sofern  nicht  festgestellt  werden  muss,  dass  es  in  der 
Zwischenzeit  zu  neuen  ähnlichen  Vorfällen  beim  Beschwerdeführer 
gekommen ist.

7.4 In den relevanten medizinischen Unterlagen finden sich Hinweise 
auf  diverse  weitere  beim  Beschwerdeführer  gestellte  Diagnosen: 
Angina  pectoris  (act.  79;  Beschwerdebeilage  Nr.  41),  Atemnot  (Be-
schwerdebeilage Nr. 41) erhöhter arterieller Blutdruck (act. 90 f., act. 
93, act. 115, act. 123 f.) eine erhöhte Konzentration von Triglyceriden 
im  Serum  (act.  90  f.,  act.  93),  „Diabetes  mellitus“  (act.  112)  bzw. 
„Diabetes  mellitus  typ  II“  (act.  90  f.)  bzw. „Diabetes  mellitus  latens“ 
(act. 93). Ferner sei der Stoffwechsel des Beschwerdeführers in Bezug 
auf Fette und Kohlenhydrate aus dem Gleichgewicht und die Zucker- 
und  Cholesterinwerte  seien  dauernd  erhöht  (act.  115,  act.  123). 
Ebenfalls  liege  eine  Bandscheibenprotrusion  des  dorso-lateralen 
Diskus L4-L5 mit  einer Verengung des Spinalkanals und eine dorso-
mediane Bandscheibenprotrusion im Segment L5-S1 (act. 126 f.) vor. 
Der medizinische Bericht  von Dres. Slavika Cvetcovic,  M. Dokic und 
Kostic  über  die  Behandlung  vom  14.  November  2006  bis  zum 
5. Dezember  2006  (act.  130  f.)  hält  im  Zusammenhang  mit  den 
Schmerzen  des  Beschwerdeführers  im  Bereich  der  Nieren  und  der 
unteren Extremitäten fest, ein Neurochirurg schlage einen operativen 
Eingriff  an  der  Wirbelsäule  vor. Der  Bericht  von Prim. Dr. Dragoljub 
Stanisavljevic vom 25. Oktober 2006 (act. 128 f.) diagnostiziert  beim 
Beschwerdeführer ferner Gallenblasensteine sowie kleine Nierensteine 
in der rechten Niere (wobei der Nierenbefund ansonsten normal sei). 
Ferner zeige eine Untersuchung Fetteinlagerungen in  der Leber des 
Beschwerdeführers,  Milz  und  Bauchspeicheldrüse  seien  hingegen 
normal. Hinzu kommen eine nicht  näher  umschriebene  Störung  des 
Sehvermögens,  Kopfschmerzen  gemäss  dem  medizinischen 
Dokument vom 23. Juni 2007 von Dr. Mirko Roganovic, (Beschwerde-
beilage  Nr.  41,  übersetzt  in  „Übersetzung  5“)  und  ein  beidseitiger 
Hörverlust  „nach  Fowler  Sabine  von  44,9 %“  (medizinischer  Bericht 

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vom  25.  Juni  2007  von  Dr.  Plavsic,  Hals-Nasen-Ohren-Arzt  [Be-
schwerdebeilage: Nr. 39, übersetzt in „Übersetzung 6“]).

Die  Äusserungen  zu  diesen  weiteren  Erkrankungen  beim  Be-
schwerdeführer  seitens der  Vorinstanz  sind  indessen nicht  sehr  um-
fangreich.  Dr.  med.  M.  Ribordy  meint  in  seiner  Stellungnahme  vom 
20. Januar  2007  (act.  103),  die  Diabeteserkrankung  beim  Be-
schwerdeführer  bewirke  keine  Arbeitsunfähigkeit.  Dr.  med.  Ch.  Hug 
vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz äusserte sich im Auftrag der Vor-
instanz  am 29. Dezember  2007  (act.  142),  die  im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens  eingereichte  Dokumentation  enthalte  keine 
substanziellen neuen Informationen, insbesondere keine Hinweise auf 
eine aktuell  noch bestehende Schilddrüsenüber-  oder  -unterfunktion, 
keine Hinweise auf eine wesentlich verschlechterte ophthalmologische 
Situation und keine Hinweise auf ein neurologisches Defizit im Bereich 
der  rechten  Körperhälfte.  Damit  sei  an  den  bisherigen  ärztlichen 
Stellungnahmen festzuhalten.

Im  Zusammenhang  mit  den  Rückenleiden,  von  denen  in  den  ein-
gereichten  medizinischen  Unterlagen  des  Beschwerdeführers  die 
Rede  ist,  ist  festzuhalten,  dass  schon  im  MEDAS  Gutachten  vom 
8. Oktober 2002 eine mässiggradige Segmentdegeneration L4-L5 und 
L5-S1  erwähnt,  aber  nur  als  unwesentliche  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit beurteilt worden ist. Es ist folgerichtig, wenn Dr. med. 
Ch. Hug vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz in seiner Stellungnahme 
vom 29. Dezember 2007 auch die diagnostizierte Diskusprotrusion L4-
L5  links  mit  Spinalkanalverengung  und  die  Diskusprotrusion  L5-S1 
(vgl. act. 126 f.) nicht als Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einstuft. 
Auch der  Bluthochdruck  beim Beschwerdeführer  (act.  90  f.,  act. 93, 
act.  123  f.)  ist  im  MEDAS  Gutachten  bereits  berücksichtigt  worden 
(„essentielle  Hypertonie“),  welches  auch  vom  Übergewicht  des  Be-
schwerdeführers  berichtet  („180,5  cm,  94,3  kg,  BMI  29.2“). 
Ungenügend abgeklärt erscheint der Sachverhalt allerdings bezüglich 
der Angina pectoris (act. 79, Beschwerdebeilage Nr. 41), der erhöhten 
Konzentration  von  Triglyceriden  im  Serum  (act.  90  f.,  act.  93),  dem 
„Diabetes mellitus“ (act. 112, act. 90 f. und act. 93), der Stoffwechsel-
probleme beim Beschwerdeführer, die Gallenblasen- und Nierensteine 
in  der  rechten  Niere  sowie  die  Fetteinlagerungen  in  der  Leber  des 
Beschwerdeführers (act. 128 f. bzw. act. 132). Diese Aussage erfasst 
auch  die  Beurteilung  der  Funktionstüchtigkeit  der  Lungen  des  Be-
schwerdeführers (vgl. act. 78 und act. 92,  übersetzt  in „Übersetzung 

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1“). Der  medizinische  Bericht  von Dr. Slobodan Pastar,  Pneumologe 
vom 20. Dezember 2004, (act. 92, übersetzt in „Übersetzung 1“) stellt 
zwar  das  Vorliegen  einer  „Ventilationsstörung  gemischten,  über-
wiegend  obstruktiven  Typs  schwereren  Grades  (51,  46,  93  %)  fest. 
Eine  Arbeitsunfähigkeit  des  Beschwerdeführers  aufgrund  eines 
Lungenleidens wird aber nicht behauptet. Falls der Beschwerdeführer 
tatsächlich schwerhörig ist (vgl. Beschwerdebeilage Nr. 39 f.), könnte 
auch dies einen Einfluss auf Arbeitsfähigkeit haben. 

7.5 Das  zusammenfassende  Gutachten  vom  27.  Juli  2007  von 
Dr. Snjezana  Labus-Randjelovic,  Neuropsychiaterin,  (act.  86  f.)  hält 
nebst  den  bereits  erwähnten  Diagnosen  fest,  der  Beschwerdeführer 
habe  alltägliche  Schmerzen  in  der  Lendenwirbelsäule,  leide  unter 
eingeschränkter  Beweglichkeit  und  übermässigem  Schwitzen,  Herz-
rhythmusstörungen  und  Gewichtsverlust  (10 kg  in  eineinhalb 
Monaten). Der medizinische Fachbericht von Dr. med. Mirko Roganovic 
vom  23.  Juni  2007  (Beschwerdebeilage  Nr.  41)  erwähnt  Kopf-
schmerzen,  eine  beschleunigte  und  unregelmässige  Herztätigkeit, 
Atemnot,  Ermüdung  und  ebenfalls  Gewichtsverlust.  Act.  110 
diagnostiziert eine Lumboischialgie, das heisst ins Bein ausstrahlende 
Rückenschmerzen, rechtsseitig. Zwar werden nicht all  diese gesund-
heitlichen Probleme einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben und 
überlagern  sich  zum  Teil  mit  den  oben  dargelegten  Gesundheits-
beschwerden. In dem Gutachten vom 27. Juli  2007 steht ferner, auf-
grund  der  erfolgten  Untersuchung  und  nach  Einsicht  in  die 
medizinische  Dokumentation  sei  auch  „weiterhin  von  einem  vollen 
Verlust  der  Arbeitsfähigkeit“  auszugehen.  Es  sei  keine  Besserung, 
sondern  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustands  des  Be-
schwerdeführers eingetreten. Der Invaliditätsgrad betrage 100 %. Der 
Gehalt  dieser  medizinischen  Aussagen  erscheint  zweifelhaft,  setzen 
sie doch den Invaliditätsgrad pauschal und ohne Bestimmung des An-
teils  der  einzelnen diagnostizierten Leiden auf  100 % fest. Das Gut-
achten setzt  sich in  diesem Zusammenhang auch nicht  mit  der  Tat-
sache auseinander, dass der Invaliditätsgrad beim Beschwerdeführer 
von  den  Schweizer  Behörden  zu  keinem  Zeitpunkt  auf  100 %  fest-
gesetzt  worden war. Der  Sachverhalt  erscheint  auch insoweit  unvoll-
ständig beziehungsweise unklar zu sein.

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8.
Insgesamt lässt sich die Veränderung des Gesundheitsschadens und 
damit verbunden die Veränderung im Grad der Arbeitsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers  nicht  rechtsgenüglich  beurteilen. 
Zusammenfassend  ist  die  Beschwerde  dahingehend  gutzuheissen, 
dass die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen ist, damit diese eine 
medizinische  Begutachtung  des  Versicherten  in  der  Schweiz  –  vor-
zugsweise  in  der  hierfür  spezialisierten  Abklärungsstelle  der  In-
validenversicherung (MEDAS) – anordne. In  erwerblicher Hinsicht  ist 
das vorinstanzlich ermittelte Valideneinkommen (act. 97) unbestritten. 
Über  das  zu  veranschlagende  Invalideneinkommen  kann  erst  nach 
rechtsgenüglicher  Ermittlung  des  Ausmasses  der  Arbeitsunfähigkeit 
des  Versicherten  befunden  werden  (Urteil  des  Bundesgerichts 
8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 6). 

9.

9.1 Die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zu neuem Entscheid 
mit noch offenem Ausgang gilt für die Frage der Auferlegung der Ge-
richtskosten als volles Obsiegen des Beschwerdeführers. Es sind vor-
liegend keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der 
geleistete  Kostenvorschuss  ist  dem  Beschwerdeführer  zurückzu-
erstatten.

9.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für ihr erwachsene, notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64 
Abs. 1 VwVG). Dem unvertretenen Beschwerdeführer ist keine Partei-
entschädigung  zuzusprechen,  zumal  die  hierfür  notwendigen  be-
sonderen Voraussetzungen vorliegend nicht gegeben sind. (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 8).

Seite 33

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom  6.  Juni  2007  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete 
Kostenvorschuss  von  Fr. 300.– wird  dem  Beschwerdeführer  nach 
Eintritt der Rechtskraft diese Urteils zurückerstattet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Rückerstat-
tungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. 182.59.179.153)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

David Aschmann Philipp J. Dannacher

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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