# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7fbc1deb-fd62-5712-8395-24c555df5456
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.02.2021 D-2246/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2246-2019_2021-02-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2246/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  F e b r u a r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 

Richterin Déborah D'Aveni, Richterin Daniela Brüschweiler,    

Gerichtsschreiber Daniel Widmer. 

   

Parteien 

 
A._______, 

Bangladesch,   

vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 8. April 2019 / N (...). 

 

 

 

D-2246/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 7. Oktober 2015 in der Schweiz um Asyl 

nach. Am 27. Oktober 2015 fand die Befragung zur Person (BzP) statt. Am 

6. Juni 2017 wurde er vertieft zu seinen Asylgründen angehört. 

Dabei machte er geltend, er sei bangladeschischer Staatsangehöriger is-

lamischen Glaubens aus dem Dorf B._______ (Distrikt C._______) und 

habe dort – mit Ausnahme der Examenszeit – bis zu seiner Ausreise ge-

wohnt. Er habe sein Studium in (...) an der Universität in C._______ im (...) 

Studienjahr im (...) 2011 beziehungsweise (...) 2011 abgebrochen. Neben 

dem Studium habe er bis zirka Ende Mai 2010 in einem (...)-Center (...) 

gegeben und bis zirka Ende Februar 2011 auf (...) seiner Eltern gearbeitet. 

Sein Vater sei verstorben. Seine Mutter lebe gemeinsam mit seinem Bruder 

D._______ und dessen Familie noch im Heimatdorf. Dieser sei ein politi-

scher Führer der Awami-League (AL) und (...) für diese Partei in der 

E._______-Union. Zwei seiner Brüder und alle vier Schwestern seien in 

Bangladesch wohnhaft, während sich ein weiterer Bruder in F._______ in 

G._______ aufhalte. Seit dem Jahr 2008 sei er Mitglied der Studentenbe-

wegung des Vereins H._______ gewesen. Dieser sei islamistisch geprägt 

und mit der I._______ affiliiert. Die Vereinsmitglieder hätten sich monatlich 

in der Moschee des Nachbardorfs J._______ getroffen und einmal im Jahr 

habe eine Distriktversammlung im K._______ in C._______ stattgefunden. 

Vor seiner Mitgliedschaft bei diesem Verein sei er Mitglied im Studenten-

flügel der AL gewesen. Aufgrund dieses Wechsels habe er Probleme mit 

den Anhängern der AL bekommen. Seit dem Jahr 2008 habe er zusammen 

mit drei Kollegen illegal ein (...)-Center betrieben, da sie keine Bewilligung 

dafür erhalten hätten beziehungsweise diese nicht verlängert worden sei. 

Studenten der AL hätten neben seinem (...)-Center ein offizielles (...)-Cen-

ter betrieben. Zirka im Mai 2010 habe er eine tätliche Auseinandersetzung 

mit Studenten der AL gehabt. Als er am Tag danach zu seinem (...)-Center 

gegangen sei, habe er festgestellt, dass es zerstört worden sei. Daraufhin 

habe er sich an den Vorsitzenden seiner Union gewandt, jedoch keine Ge-

nehmigung mehr erhalten. Im September 2010 sei er auf dem Weg ins 

Nachbardorf von Anhängern der Studentenbewegung der AL überfallen 

und schwer verletzt worden. Er habe sich deshalb während (...) Tagen in 

Spitalpflege befunden. Während seines Spitalaufenthalts seien Studenten 

der AL zu ihm nach Hause gegangen und hätten seine Mutter und seinen 

älteren Bruder bedroht. Sie hätten seinen Austritt aus dem (...)-Verein ver-

D-2246/2019 

Seite 3 

langt, andernfalls seine Familie Probleme bekommen würde. Der Be-

schwerdeführer habe diesen Vorfall nicht bei der Polizei gemeldet, da sein 

älterer Bruder dagegen gewesen sei. Am (...) 2011 habe er Bangladesch 

legal mit einem Arbeitsvisum für F._______ verlassen. Nach (...) Monaten 

und (...) Tagen sei er von dort in K._______ weitergereist, wo er sich wäh-

rend (...) Jahre illegal aufgehalten und (...) gearbeitet habe. Am 7. Oktober 

2015 sei er über die L._______, M._______ und (...) in die Schweiz ge-

langt.  

Der Beschwerdeführer reichte zum Beleg seiner Vorbringen einen Reise-

pass, einen Spitalbericht, ein undatiertes Schreiben der Organisation (...), 

ein undatiertes Schreiben der Organisation (...), ein Schreiben des (...) und 

ein undatiertes Schreiben der (...), alles in Kopie, sowie die Übersetzung 

eines Schreibens des (...) zu den Akten.  

B.  

Mit Verfügung vom 8. April 2019 – eröffnet am 10. April 2019 – stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Wegweisungsvollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 10. Mai 2019 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen 

Entscheid durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Er beantragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung 

und die Rückweisung der Sache zur vollständigen und richtigen Abklärung 

und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurtei-

lung an das SEM. Eventualiter sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuhe-

ben, festzustellen, dass er die Flüchtlingseigenschaft erfülle, und ihm Asyl 

zu gewähren; eventualiter sei er als Flüchtling vorläufig aufzunehmen; 

eventualiter sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen 

und die vorläufige Aufnahme anzuordnen; eventualiter sei die Unzumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme 

anzuordnen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der vollum-

fänglichen Einsicht in die vorinstanzlichen Akten A24/7, A29/1, A26/6, 

A25/2 und A4/14, eventualiter um Gewährung des rechtlichen Gehörs zu 

den genannten Akten und danach um Ansetzung einer Frist zur Beschwer-

deergänzung. 

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Seite 4 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 20. Mai 2019 teilte die damals zuständige In-

struktionsrichterin dem Beschwerdeführer mit, dass er den Ausgang des 

Verfahrens in der Schweiz abwarten dürfe. Zugleich wurde er zur Leistung 

eines Kostenvorschusses von Fr. 750.– mit Frist bis zum 4. Juni 2019 auf-

gefordert, unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall. 

E.  

Am 31. Mai 2019 wurde beim Bundesverwaltungsgericht ein Kosten-

vorschuss von Fr. 750.– eingezahlt. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 24. Juni 2019 wies die Instruktionsrichterin 

das Gesuch um Gewährung der Akteneinsicht ab. Zur Begründung wurde 

ausgeführt, dass es sich bei Akte A4 unabhängig von der Klassifizierung 

um eine für den Ausgang des Asylverfahrens unwesentliche Akte handle, 

auf die sich das SEM bei der Entscheidfindung nicht zulasten des Be-

schwerdeführers abgestützt habe, womit keine Gehörsverletzung vorliege, 

während der Aktenkomplex A24 ("interne Konsultation", paginiert als "in-

terne Akte"), A25 ("verwaltungsinterne Information", paginiert als "interne 

Akte"), A26 ("internes Abklärungsergebnis", paginiert als "der Geheimhal-

tung unterliegende Akte") und A29 ("interne Aktennotiz: interne Konsulta-

tion", paginiert als "interne Akte") zu Recht als nicht dem Akteneinsichts-

recht unterliegende interne Akten im Sinne von BGE 115 V 303 respektive 

der Geheimhaltung gemäss Art. 27 VwVG unterliegende Akten paginiert 

worden sei und das SEM sich im Übrigen bei der Entscheidfindung nicht 

zulasten des Beschwerdeführers auf diese abgestützt habe, womit eben-

falls keine Gehörsverletzung vorliege. Schliesslich wurde das SEM zur 

Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen. 

G.  

Das SEM hielt in seiner Vernehmlassung vom 2. Juli 2019 vollumfänglich 

an seiner Verfügung fest und schloss sinngemäss auf Abweisung der Be-

schwerde. 

H.  

Am 8. Juli 2019 stellte die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer die 

Vernehmlassung des SEM zu und räumte ihm Gelegenheit zur Replik bis 

zum 23. Juli 2019 ein.  

D-2246/2019 

Seite 5 

I.  

In seiner Replik vom 23. Juli 2019 äusserte sich der Beschwerdeführer ins-

besondere zum Verhältnis zwischen der AL und der N._______, verwies 

diesbezüglich auf ein Video auf www.youtube.com und reichte (...) Interne-

tartikel betreffend Politik, Wahlen und verschiedene Ereignisse in Bangla-

desch im Zeitraum von 2013 bis zum 16. Juli 2019 zu den Akten. 

J.  

Am 16. Oktober 2019 führte der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf 

einen gleichzeitig eingereichten Internetartikel auf (...) vom (...) 2019 aus, 

dass im Zusammenhang mit dem ermordet aufgefundenen Studenten 

O._______ zahlreiche Mitglieder des Studentenflügels der regierenden AL 

festgenommen worden seien und dieser Mord schwerwiegende Unruhen 

ausgelöst habe. 

K.  

Mit Schreiben vom 10. Juni 2020 verwies der Beschwerdeführer auf die 

sich täglich verschlimmernde Situation in Bangladesch, auch im Zusam-

menhang mit der Covid-19-Pandemie. Im Fall der Rückkehr nach Bangla-

desch würde er in eine ihm an Leib und Leben gefährdende Situation ge-

raten. Zudem seien die bangladeschischen Behörden weder schutzwillig 

noch schutzfähig. So wie höchste politische Exponenten der Verfolgung 

ausgeliefert seien (bspw. Khaleda Zia und ihre Familie), wäre der Be-

schwerdeführer als einfacher Bürger erst recht schutzlos ausgeliefert. 

L.  

Mit Schreiben vom 4. Dezember 2020 wies der Beschwerdeführer darauf 

hin, dass er sich seit über fünf Jahren legal in der Schweiz aufhalte, hier 

hervorragend integriert und finanziell unabhängig sei, wobei er auf ver-

schiedene gleichzeitig eingereichte Unterlagen verwies, weshalb eine 

Rückkehr nach Bangladesch für ihn eine grosse Härte bedeuten würde. 

M.  

Aus organisatorischen Gründen innerhalb der Abteilung IV wurde das Ver-

fahren am 1. Februar 2021 auf Richterin Nina Spälti Giannakitsas übertra-

gen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

http://www.youtube.com/
http://www.bbc.com/

D-2246/2019 

Seite 6 

1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des AsylG 

(SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das bis-

herige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des 

AsylG vom 25. September 2015). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG).  

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht ein-

gereichte Beschwerde (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) 

ist nach der fristgerechten Leistung des Kostenvorschusses einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E.5). 

3.  

3.1 In der Beschwerdeschrift werden verschiedene formelle Rügen erho-

ben. Diese sind vorab zu prüfen, da sie angesichts der formellen Natur des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör allenfalls geeignet sein könnten, eine 

Kassation der angefochtenen Verfügung zu bewirken. 

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die verfügende Behörde 

die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft 

prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entsprechend in 

der Begründung des Entscheids niederschlagen muss (vgl. BVGE 2015/10 

E. 5.2 f.). 

Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes we-

gen fest und bedient sich nötigenfalls der unter Buchstaben a–e aufgelis-

teten Beweismittel. Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersu-

chungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). 

Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher 

und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch 

gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent-

scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. 

D-2246/2019 

Seite 7 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). 

Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör resultiert der verfahrensrechtli-

che Anspruch auf Akteneinsicht (Art. 26 VwVG). In jedem Verfahren kön-

nen sich die Betroffenen nur dann wirksam zur Sache äussern und geeig-

net Beweise führen beziehungsweise Beweismittel bezeichnen, wenn 

ihnen die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf wel-

che sich die Behörde stützt. Vom Akteneinsichtsrecht ausgeschlossen sind 

verwaltungsinterne Unterlagen (vgl. BVGE 2013/23 E. 6.4 m.w.H.). Das 

Recht auf Akteneinsicht kann eingeschränkt werden, wenn ein überwie-

gendes Interesse an deren Geheimhaltung vorhanden ist. Dies muss indes 

aufgrund einer konkreten, sorgfältigen und umfassenden Abwägung der 

entgegenstehenden Interessen beurteilt werden, wobei der Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit zu beachten ist. Je stärker das Verfahrensergebnis 

von der Stellungnahme der Betroffenen zum konkreten Dokument abhängt 

und je stärker auf ein Dokument bei der Entscheidfindung (zum Nachteil 

der Betroffenen) abgestellt wird, desto intensiver ist dem Akteneinsichts-

recht Rechnung zu tragen (vgl. Art. 27 f. VwVG). 

Der Anspruch auf Akteneinsicht setzt sodann eine geordnete, übersichtli-

che und vollständige Aktenführung (Ablage, Paginierung und Registrierung 

der vollständigen Akten im Aktenverzeichnis) voraus (vgl. BVGE 2012/24 

E. 3.2, 2011/37 E. 5.4.1 je m.H.). 

3.2 Zur Rüge der Verletzung des Akteneinsichtsrechts und der Pflicht zur 

vollständigen und richtigen Paginierung führte der Beschwerdeführer an, 

die Vorinstanz habe in den vier Akten A24/7 ("interne Konsultation"), A25/2 

("verwaltungsinterne Information"), A26/6 ("internes Abklärungsergebnis" 

und A29/1 ("interne Notiz: interne Konsultation") fallspezifische Abklärun-

gen getroffen und diese in der angefochtenen Verfügung weder erwähnt 

noch gewürdigt. Betreffend die erwähnten Akten sei zudem die Paginierung 

nicht nachvollziehbar. So sei nicht ersichtlich, weshalb die Akte A26/6 mit 

"A" statt mit "B" paginiert werden solle. Bezüglich der Akte A29/1 stünden 

die Bezeichnung im Widerspruch zueinander. Die Akte A4/14 ("GWK-Rap-

port" sei zu Unrecht mit "C" paginiert worden, zumal solche dem SEM ge-

schickte Akten "anderer Behörden" gemäss Rechtsprechung des Bundes-

verwaltungsgerichts zu Akten des SEM würden und dieses somit zur Ge-

währung der Einsicht zuständig werde. Schliesslich stünden die Bezeich-

nungen der Akte A29/1 in Widerspruch zueinander.  

http://links.weblaw.ch/BVGE-2012/24

D-2246/2019 

Seite 8 

Über die Rügen betreffend die Verweigerung der Akteneinsicht und der 

Verletzung der Aktenführungspflicht wurde bereits mit Zwischenverfügung 

vom 24. Juni 2019 (vgl. Bst. F. oben) befunden. Darauf ist zu verweisen. 

Mithin ist der Antrag auf Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung wegen 

Verletzung des Akteneinsichtsrecht abzuweisen. 

3.3 Soweit der Beschwerdeführer moniert, dass sein Anspruch auf rechtli-

ches Gehör verletzt worden sei, weil bei der Frage der Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs mit keinem Wort darauf Bezug genommen worden 

sei, dass er Bangladesch am (...) 2011 verlassen habe, und die 

Vorinstanz damit zu würdigen unterlassen habe, dass er sich letztmals vor 

rund acht Jahren in Bangladesch aufgehalten habe, erweist sich dieser 

Vorwurf als unbegründet. So wurde in der angefochtenen Verfügung im 

Sachverhalt sehr wohl festgehalten, dass der Beschwerdeführer seinen 

Heimatstaat am erwähnten Datum verlassen habe. Somit ist nicht davon 

auszugehen, dass diesem Umstand bei der Prüfung des Vollzugs der Weg-

weisung durch die Vorinstanz nicht Rechnung getragen wurde, selbst 

wenn er in den Erwägungen zum Wegweisungsvollzugspunkt nicht explizit 

erwähnt wurde. Dies ist ebenso wenig als Verletzung des rechtlichen Ge-

hörs zu werten, wie die Tatsache, dass die Vorinstanz nach einer gesamt-

heitlichen Würdigung der aktenkundigen Parteivorbringen und Beweismit-

tel zu einem anderen Schluss als der Beschwerdeführer gelangt ist.  

3.4 Auch der Vorwurf, das SEM habe den Anspruch des Beschwerdefüh-

rers auf rechtliches Gehör dadurch verletzt, dass es zu würdigen unterlas-

sen habe, dass er von den Anhängern der Chatro-League verfolgt worden 

sei und die Vorinstanz insbesondere nicht erwähnt habe, dass seine Prob-

leme angefangen hätten, nachdem er selber die Chatro-League verlassen 

habe, geht fehl. So geht aus dem Anhörungsprotokoll hervor, dass der Be-

schwerdeführer für die Studentenbewegung der AL den Begriff Chatro-Lea-

gue und für jene des H._______ die Bezeichnung Chatro-(...) (auch 

Chatro-[…]) verwendete (vgl. act. A21/24 F65, F67, F97–101). Die Vo-

rinstanz führte dazu in ihrer Vernehmlassung zutreffend aus, dass es sich 

bei der Chatro-League um den Studentenflügel der AL handle. In ihrem 

Entscheid seien statt des Begriffs Chatro-League die Bezeichnungen "Stu-

dent der Awami-League" und "Studentenflügel der Awami-League" ver-

wendet worden. Die im Zusammenhang mit Anhängern der Chatro-League 

geltend gemachten Probleme seien sowohl im Sachverhalt erwähnt als 

auch in den Erwägungen abgehandelt worden. Die Behauptung, das SEM 

habe insbesondere nicht erwähnt, dass die Probleme des Beschwerdefüh-

rers begonnen hätten, nachdem dieser die Chatro-League verlassen habe, 

D-2246/2019 

Seite 9 

entbehrten jeglicher Grundlage. So werde im Asylentscheid klar festgehal-

ten, dass der Beschwerdeführer geltend gemacht habe, er habe aufgrund 

des Wechsels vom Studentenflügel der AL zum Studentenflügel der 

I._______ Probleme erhalten. Dass das SEM – wie in der Replik erwidert 

wurde – damit eine Argumentation nachgeschoben habe, wonach es für 

ein und dieselbe Gruppierung unterschiedliche Bezeichnungen verwendet 

habe, findet nach dem Gesagten in den Akten keine Stütze. 

3.5 Der Beschwerdeführer wirft dem SEM unter Hinweis auf eine Protokoll-

stelle weiter vor, es habe sein Vorbringen nicht gewürdigt, dass auch an-

dere Mitglieder des H._______ verfolgt worden seien und eines sogar ge-

tötet worden sei. 

In diesem Zusammenhang gab er zu Protokoll, dass alle Vereinsmitglieder 

Probleme gehabt hätten. Viele hätten den Verein nach dem Studium auf 

Geheiss ihrer Familien verlassen müssen. Das Mitglied P._______ sei ge-

tötet worden, es sei im Spital an einem Hirnschlag gestorben. Dies habe er 

in der Schweiz erfahren. Ein weiteres Mitglied sei mit ihm in F._______ 

gewesen, aber später nach Bangladesch zurückgekehrt. Je ein Mitglied sei 

nach Q._______ beziehungsweise R._______ gegangen. Von den andern 

wisse er nicht, wo sie sich aufhielten (vgl. act. A18/24 F153–158). Dazu ist 

festzuhalten, dass die wesentlichen Elemente der geltend gemachten Asyl-

gründe der angefochtenen Verfügung zu entnehmen sind. Diesbezüglich 

ist der Umfang ihrer Berücksichtigung bei der Begründung des Asylent-

scheids vorliegend nicht zu bemängeln. Der Umstand, dass die Vorinstanz 

nicht jedes einzelne Detail der Asylvorbringen in der Verfügung festgehal-

ten oder in der Begründung berücksichtigt hat, ist ebenso wenig als Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs zu werten, wie die in E. 3.3 oben bereits er-

wähnte Tatsache, dass sie nach einer gesamtheitlichen Würdigung der ak-

tenkundigen Parteivorbringen und Beweismittel zu einem anderen Schluss 

als der Beschwerdeführer gelangt ist. 

3.6 Dem SEM wird weiter vorgeworfen, es habe das Asylverfahren jahre-

lang verschleppt und dadurch zusätzlich zu seiner Abklärungspflicht den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör schwerwiegend 

verletzt. So habe es die Anhörung erst am 6. Juni 2017, eineinhalb Jahre 

nach der Einreichung des Asylgesuchs, durchgeführt und seither beinahe 

weitere zwei Jahre ungenutzt verstreichen lassen. Dies sei deshalb gravie-

rend, weil eines der zentralen Argumente des SEM dahingehend laute, 

dass sich die Situation in Bangladesch im Sommer 2017 fundamental ver-

ändert habe, wobei es sich auf Internetartikel ab dem 29. Juli 2017 stütze, 

D-2246/2019 

Seite 10 

mithin auf Ereignisse, welche sich in Bangladesch nach der Anhörung des 

Beschwerdeführers zugetragen hätten. Es wiege schwer, dass die 

Vorinstanz diese Ereignisse zwei Jahre später als Hauptargument verwen-

det habe, ohne dem Beschwerdeführer dazu das rechtliche Gehör gewährt 

und ihm dabei Gelegenheit gegeben zu haben, das Dossier zu aktualisie-

ren. Zudem habe es das SEM unterlassen, eine ergänzende Anhörung 

durchzuführen, obwohl sich eine solche zwingend aufgedrängt habe. 

Der Vorwurf, das SEM habe das Asylverfahren jahrelang verschleppt und 

dadurch seine Abklärungspflicht verletzt, geht fehl. Zwar fand die Anhörung 

erst zirka 18 Monate nach der Einreichung des Asylgesuchs statt. Jedoch 

stellt diese gerügte grosse zeitliche Distanz keine Verletzung des rechtli-

chen Gehörs dar. So besteht keine zwingende, mit Rechtsfolgen verse-

hene gesetzliche Verpflichtung des SEM, die Anhörung innerhalb eines ge-

wissen Zeitraums nach der BzP durchzuführen. Auch ist nicht ersichtlich, 

inwiefern dem Beschwerdeführer aus der Verfahrensdauer Nachteile ent-

standen sind. Diesbezüglich hielt das SEM in seiner Vernehmlassung zu 

Recht fest, dass der Beschwerdeführer in der Anhörung darauf hingewie-

sen worden sei, dass es ihm obliege, das SEM über neu eintretende Er-

eignisse, welche bei der Prüfung des Gesuchs zu berücksichtigen seien, 

zu informieren (vgl. act. A21/24 S. 21). Praxisgemäss habe sich das SEM 

im Rahmen der Entscheidfindung auf die aktuelle Lage im Heimatstaat ei-

nes Gesuchstellers abgestützt. In der Vernehmlassung wurde weiter zu-

treffend ausgeführt, dass für den angefochtenen Entscheid öffentlich zu-

gängliche Quellen genutzt und Quellenangaben gemacht würden, weshalb 

nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen sei und 

dem Beschwerdeführer die aktuelle politische Lage in seinem Heimatland 

bekannt sein sollte, insbesondere in Bezug auf den Verein, bei welchem er 

Mitglied gewesen sein wolle und insbesondere auch, wenn er tatsächlich 

so politisch interessiert sein sollte, wie er geltend gemacht habe. Dem ist 

ergänzend anzufügen, dass Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flücht-

lingseigenschaft die Frage nach der zum Zeitpunkt der Ausreise vorhande-

nen Verfolgung oder begründeten Furcht vor einer solchen ist. Die Situa-

tion zum Zeitpunkt des Asylentscheids ist jedoch im Rahmen der Prüfung 

nach der Aktualität der Verfolgungsfurcht ebenfalls wesentlich. Verände-

rungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und 

Asylentscheid sind deshalb zugunsten und zulasten der das Asylgesuch 

stellenden Person zu berücksichtigen (vgl. zum Ganzen BVGE 2011/51 

E. 6 S. 1016 f., 2011/50 E. 3.1.1 und 3.1.2 S. 996 ff., 2010/57 E. 2, 

2008/34 E. 7.1 S. 507 f., 2008/12 E. 5.2 S. 154 f. und 2008/4 E. 5.2 S. 37, 

jeweils m.w.H.; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax / Rudin / Hugi Yar / 

D-2246/2019 

Seite 11 

Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., 2009, Rz. 11.17 und 11.18). Die 

Gewährung des rechtlichen Gehörs zu allgemein bekannten Sachver- 

haltselementen ist dabei nicht notwendig. Eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs und der Abklärungspflicht ist nach dem Gesagten zu verneinen.  

3.7 Der Beschwerdeführer bringt vor, das SEM habe die Abklärungspflicht 

verletzt, weil die Anhörung des Beschwerdeführers viel zu lang gedauert 

habe, nämlich von 9 Uhr bis 17:35 Uhr. Somit stehe fest, dass die Anhörung 

mehr als doppelt so lang gedauert habe wie vom Bundesverwaltungsge-

richt als Maximaldauer vorgesehen. Zudem sei es zu Schwierigkeiten bei 

der Übersetzung gekommen, weil die Dolmetscherin aus Indien stamme. 

Er habe festgestellt, dass sie ihn nicht gut verstanden und insbesondere 

auch Fehler gemacht habe. Das SEM bestätigte in seiner Vernehmlassung 

die Anhörungsdauer, merkte aber an, dass regelmässig Pausen eingelegt 

worden seien und die Mittagspause beinahe zwei Stunden gedauert habe. 

Dass eine Anhörung länger gedauert habe, als in der internen Weisung des 

SEM vorgesehen sei, stelle für sich genommen keine Verletzung von 

Art. 29 Abs. 1 BV dar, zumal es sich bei der erwähnten Weisung um eine 

Verwaltungsverordnung ohne Aussenwirkung handle und eine asylsu-

chende Person daraus keine Rechte und Pflichten ableiten könne, wobei 

das SEM auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-7360/16 vom 

9. Februar 2017 E. 4.1 hinwies. Ausserdem habe der Beschwerdeführer an 

keiner Stelle der Befragung den Anschein erweckt, auf eine unzumutbare 

Weise belastet zu sein. Auch die Hilfswerkvertretung habe keine diesbe-

züglichen Anmerkungen gemacht. Weder während der Anhörung hätten 

sich Übersetzungsprobleme ergeben noch seien solche aus dem Anhö-

rungsprotokoll ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der 

Rückübersetzung auch keine Beanstandungen angebracht und die Rich-

tigkeit des Protokolls mit seiner Unterschrift bestätigt. Darauf wurde in der 

Replik erwidert, es sei offensichtlich, dass die erwähnte Weisung sehr wohl 

Aussenwirkung entfalte und entfalten müsse, zumal sich die Rechtspre-

chung des Bundesverwaltungsgerichts diesbezüglich klar äussere. Sie 

diene eben gerade dazu, eingehalten zu werden, und nicht lediglich dazu, 

"unzumutbare" Belastungen zu vermeiden. Sie schaffe die Grundvermu-

tung, dass die Dauer von über vier Stunden zu lang und deshalb zu ver-

meiden sei. Mit seiner Argumentation wäre dem SEM Tür und Tor geöffnet, 

nach Belieben sehr lange Anhörungen durchzuführen und jeweils lediglich 

zu prüfen, ob damit eine "unzumutbare Belastung" geschaffen worden sei, 

was willkürlich wäre. Ausserdem sei dem SEM offensichtlich bekannt ge-

wesen, dass die Anhörung mitten im Ramadan stattfinde, zumal es in 

D-2246/2019 

Seite 12 

Frage 93 ausdrücklich festgehalten habe, "Sie fasten ja und es ist Rama-

dan." Vor diesem Hintergrund sei die Anhörung als viel zu lang zu qualifi-

zieren und offensichtlich, dass der fastende Beschwerdeführer nicht in der 

Lage gewesen sei, während der gesamten Anhörungsdauer die erforderli-

che Konzentration aufzubringen. 

Die Dauer der Anhörung mag mit sechs Stunden zwar relativ lang erschei-

nen, jedoch besteht seitens des Beschwerdeführers kein dahingehender 

Rechtsanspruch, dass die Anhörung, wie in einer internen Weisung des 

SEM vorgesehen (vgl. Urteil des BVGer E-882/2018 vom 15. August 2018 

E. 3.4.8) nicht länger als vier Stunden dauern sollte und abgebrochen wer-

den müsse, wenn sich abzeichne, dass ein höherer Zeitbedarf bestehe. In 

erster Linie massgebend ist, ob die angehörte Person in der Lage ist, der 

Anhörung zu folgen, was nicht vordringlich anhand von starren zeitlichen 

Kriterien, sondern im Rahmen einer individuellen Beurteilung ihrer Befind-

lichkeit zu beurteilen ist (vgl. Urteil des BVGer D-4217/2018 vom 6. August 

2019 E. 3.4.3). Vorliegend sind dem Anhörungsprotokoll keine Hinweise 

darauf zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gegen Ende der Anhö-

rung nicht mehr in der Lage gewesen wäre, dieser problemlos zu folgen. 

So wurde die Anhörung durch die vier Pausen von insgesamt zwei Stunden 

und 35 Minuten unterbrochen. Die Befragerin hielt vor der Mittagspause 

(ab 11:50 Uhr) fest, dass der Beschwerdeführer faste und Ramadan sei. 

Gleichzeitig fragte sie ihn nach seinen Gebetszeiten und machte ihn darauf 

aufmerksam, dass ihm ein Gebetsraum zur Verfügung stehe (vgl. act. 

A21/24 F93). Der Beschwerdeführer erklärte daraufhin, dass er zwischen 

13:30 Uhr und 15 Uhr beten könne, woraufhin ihm die Befragerin mitteilte, 

dass sie zu gegebener Zeit eine Pause einlegen werde (vgl. a.a.O., 

F94–96), welche in der Folge auch abgehalten wurde (vgl. a.a.O., S. 16). 

So wurden seine Antworten auch im letzten Teil der Anhörung, welcher 

nach einer Pause um 14:25 Uhr begann und bis zur letzten Pause um 

15:55 Uhr dauerte, bevor ab 16:05 die Rückübersetzung erfolgte, nicht we-

niger ausführlich. Er gab zudem nie an, mit den gestellten Fragen Mühe zu 

haben. Das Anhörungsprotokoll vermittelt an keiner Stelle den Eindruck, 

dass er nicht in der Lage gewesen wäre, die erforderliche Konzentration 

aufzubringen. Auch sind keine Übersetzungsprobleme festzustellen und 

erklärte er zu Beginn der Anhörung ausdrücklich, dass er die Dolmetsche-

rin gut verstehe (vgl. a.a.O., F1). Im Anschluss an die Rückübersetzung 

bestätigte er sodann mit seiner Unterschrift die Korrektheit und Vollstän-

digkeit des Protokolls. Das SEM durfte somit auf die protokollierten Aussa-

gen abstellen. Nach dem Gesagten ist die Anhörung nicht zu beanstanden. 

Eine Verletzung der Abklärungspflicht liegt auch in diesem Punkt nicht vor. 

D-2246/2019 

Seite 13 

3.8 Die formellen Rügen erweisen sich angesichts dieser Sachlage als un-

begründet, weshalb keine Veranlassung besteht, die Sache aus formellen 

Gründen aufzuheben und zur vollständigen und richtigen Abklärung und 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. Das diesbezügliche Rechtsbegehren ist demnach abzuweisen. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die 

Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in verschiedenen 

Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier 

verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, BVGE 2012/5 E. 2.2). 

4.3 Subjektive Nachfluchtgründe sind anzunehmen, wenn eine asylsu-

chende Person erst durch die Flucht aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat 

oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne 

von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Wesentlich ist, ob die heimatlichen Be-

hörden das Verhalten des Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und 

dieser deswegen bei einer Rückkehr eine Verfolgung befürchten muss. 

Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen erhalten zwar kein Asyl, wer-

den jedoch als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen (Art. 54 AsylG; vgl. 

BVGE 2009/28 E. 7.1). 

5.  

5.1 Das SEM begründete den ablehnenden Asylentscheid damit, dass auf-

grund der Aussagen des Beschwerdeführers davon auszugehen sei, dass 

es sich bei der mit dem H._______ affilierten (...)-Partei um die ähnlich ge-

schriebene und abgekürzte Partei (...) (I._______) handle, welche seit dem 

Jahr 2013 von den Parlamentswahlen ausgeschlossen sei. Diese Partei 

sei trotz des Ausschlusses nicht verboten und nehme nach wie vor an 

D-2246/2019 

Seite 14 

Wahlen der Landkreise teil. Es sei nicht davon auszugehen, dass Mitglie-

der der AL ein Verfolgungsinteresse an einfachen I._______-Mitgliedern 

hätten, ebenso wenig, dass sie ein besonderes Verfolgungsinteresse an 

einfachen Mitgliedern des mit der I._______ affilierten, legalen und in ganz 

Bangladesch verbreiteten H._______ hätten beziehungsweise gehabt hät-

ten. Somit sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf-

grund seiner Mitgliedschaft bei diesen Organisationen zum Zeitpunkt sei-

ner Ausreise eine asylrelevante Verfolgung zu befürchten gehabt habe. 

Diese Einschätzung werde durch den Umstand gestützt, dass er legal und 

mit einem Arbeitsvisum für F._______ aus Bangladesch ausgereist sei. 

Weiter sei festzuhalten, dass der H._______ gemäss verschiedenen Be-

richten im Sommer 2017 gemeinsam mit weiteren Organisationen eine Al-

lianz mit der AL eingegangen sei. Somit sei ein zum Zeitpunkt des SEM-

Entscheids weiterhin bestehendes Verfolgungsinteresse an der Person 

des Beschwerdeführers durch Anhänger der AL nicht plausibel. Ausser-

dem hätten gemäss seinen Aussagen sowohl sein Bruder D._______ als 

auch ein Cousin väterlicherseits höhere Funktionen auf lokaler Ebene in 

der AL inne. Da sich den Akten keine Hinweise entnehmen liessen, dass 

diese Personen ein Interesse an seiner Verfolgung hätten, sei davon aus-

zugehen, dass diese Familienangehörigen ihm bei Problemen ebenfalls 

zur Seite stehen könnten. Des Weiteren habe er nach der Schliessung des 

(...)-Centers keine weiteren Nachteile erlitten, welche in ihrer Art und Inten-

sität ein menschenunwürdiges Leben in Bangladesch verunmöglicht hät-

ten. Aufgrund seiner Aussagen sei zudem nicht davon auszugehen, dass 

es sich um rein politische Meinungsverschiedenheiten gehandelt habe, 

welche zur Schliessung seines Zentrums geführt hätten. So habe gemäss 

seinen Aussagen die AL nebenan ein eigenes (...)-Center betrieben, wes-

halb anzunehmen sei, dass sie primär aus wirtschaftlichem Konkurrenz-

denken an der Schliessung seines Zentrums interessiert gewesen sei. 

Überdies ergäben sich aus seinen Schilderungen keine konkreten Hin-

weise darauf, dass die AL an der Schliessung seines Zentrums überhaupt 

aktiv beteiligt gewesen sei. Schliesslich sei zum Zeitpunkt des SEM-Ent-

scheids nicht ersichtlich, weshalb er bei einer Rückkehr nach Bangladesch 

rund neun Jahre nach der Schliessung des (...)-Centers diesbezüglich 

noch Probleme zu befürchten hätte. Bei dem geltend gemachten tätlichen 

Angriff habe es sich um einen solchen durch Dritte gehandelt. Es gäbe 

keine Hinweise auf eine staatliche Verfolgung. Dem Beschwerdeführer sei 

es möglich und zumutbar, sich an die zuständigen Strafverfolgungsbehör-

den zu wenden, um mit rechtlichen Mitteln und gegebenenfalls mit Hilfe 

eines Anwalts gegen die geltend gemachten Übergriffe vorzugehen. An 

dieser Einschätzung vermöchten auch die eingereichten Beweismittel 

D-2246/2019 

Seite 15 

nichts zu ändern. Diese hätten grundsätzlich einen geringen Beweiswert, 

da es sich dabei lediglich um Kopien handle, deren Authentizität nicht über-

prüft werden könne. Ausserdem könnten Dokumente in Bangladesch leicht 

käuflich erworben werden. Letztlich handle es sich bei drei beziehungs-

weise vier eingereichten Beweismitteln, wenn die Übersetzung des nicht 

vorhandenen vierten Dokuments dazugezählt werde, lediglich um Gefällig-

keitsschreiben und somit um Parteibehauptungen. 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. Bei offensichtlich 

fehlender Asylrelevanz könne darauf verzichtet werden, auf allfällige Un-

glaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen einzugehen. Diesbezüglich 

brachte das SEM einen ausdrücklichen Vorbehalt an, da durchaus Zweifel 

am Wahrheitsgehalt der Vorbringen bestünden. 

5.2 Der Beschwerdeführer entgegnete in der Rechtsmitteleingabe im We-

sentlichen, das SEM ignoriere, dass es sich bei ihm nicht lediglich um ein 

normales Mitglied der I._______ gehandelt habe, zumal er glaubhaft ge-

schildert habe, dass er sehr aktiv gewesen sei und sich missionarisch be-

tätigt habe. Weiter habe es das SEM unterlassen, den Gesamtzusammen-

hang zu würdigen, stelle es doch ein besonderes Profil dar, dass er ein (...)-

Center betrieben und damit die AL gegen sich aufgebracht habe. Zudem 

sei offensichtlich, dass sich aus der nationalen politischen Situation in 

Bangladesch nichts zu Ungunsten des Beschwerdeführers ableiten lasse, 

zumal er konkret und glaubhaft geschildert habe, dass er von der AL auf 

lokaler Ebene gezielt verfolgt worden sei; der auf höherer politischer Ebene 

abgeschlossene "Kuhhandel" habe an der regionalen Situation nichts ge-

ändert. Weiter habe es das SEM unterlassen, die aktuelle Situation zu wür-

digen: Seit der Wahl vom 30. Dezember 2018, welche die AL erdrutschartig 

gewonnen habe, sei diese nicht mehr daran interessiert, eine Allianz mit 

der I._______ einzugehen, und habe dies aufgrund ihrer Macht auch nicht 

nötig. Insbesondere habe der Beschwerdeführer geschildert, dass die 

Funktionsausübung in der AL durch einen seiner Brüder für ihn erst Recht 

eine Gefährdung bedeute. Sodann habe das SEM ignoriert, dass er selber 

in der erwähnten Chatro-League aktiv gewesen sei und die Probleme be-

gonnen hätten, als er diese Organisation verlassen habe. Somit sei die Be-

hauptung der Vorinstanz, wonach es sich bei der Verfolgung durch die 

Chatro-League um eine Verfolgung durch Dritte gehandelt habe, aktenwid-

rig. Da der Beschwerdeführer beschuldigt worden sei, ein Terrorist zu sein, 

sei offensichtlich, dass er als hochprofiliger Staatsfeind erfasst worden sei 

und auch wegen dieser falschen Anschuldigung im Moment der Rückreise 

D-2246/2019 

Seite 16 

nach Bangladesch umgehend asylrelevant verfolgt würde, zumal allfällige 

politische Allianzen nichts daran änderten, dass die AL und die Behörden 

äusserst hart gegen mutmassliche Terroristen vorgingen. Das SEM habe 

die politisch-religiöse Sprengkraft des Betreibens des (...)-Centers durch 

den Beschwerdeführer nicht verstanden und nicht gewürdigt, stelle doch 

dessen Schliessung sehr wohl eine gezielte asylrelevante Verfolgung dar. 

Schliesslich habe das SEM den eingereichten Beweismitteln in willkürlicher 

Weise die Beweiskraft abgesprochen und damit Art. 7 AsylG sowie Art. 9 

BV schwerwiegend verletzt. Insbesondere habe es den Grundsatz des Vor-

rangs der Beweise missachtet: Es sei offensichtlich, dass Beweise bei der 

Prüfung gemäss Art. 7 AsylG Vorrang hätten und somit zwingend umfas-

send zu würdigen seien. 

5.3 Das SEM führte in seiner Vernehmlassung aus, soweit der Beschwer-

deführer geltend gemacht habe, er sei ein sehr aktives und missionarisch 

tätiges Mitglied des Vereins H._______ gewesen, ergäben sich aus seinen 

Aussagen keine Hinweise darauf, dass er über ein exponiertes Profil ver-

füge, welches über eine einfache Mitgliedschaft hinausgehe. So habe er 

lediglich an Versammlungen teilgenommen, eine Vereinszeitschrift ver-

kauft und Einladungen zu Versammlungen verteilt. Aus seinen Aussagen 

im Zusammenhang mit dem (...)-Center ergäbe sich, dass dieses den 

Zweck gehabt habe, (...) zu geben und sie (...) zu unterstützen. Solche 

Center seien in Bangladesch weit verbreitet und der Beschwerdeführer 

habe an keiner Stelle erwähnt, dass er durch dieses bezwecke, sein religi-

öses und politisches Gedankengut zu verbreiten. Auch der Argumentation, 

der als Terrorist bezeichnete Beschwerdeführer sei als hochprofiliger 

Staatsfeind erfasst worden, könne nicht gefolgt werden. Er habe in keiner 

Hinsicht geltend gemacht, von den Behörden als Staatsfeind erfasst bezie-

hungsweise von diesen im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten 

gesucht worden zu sein. Allein die Tatsache, dass eine Person von Privat-

personen als Terrorist beschimpft werde, habe keine staatlichen Verfol-

gungsmassnahmen im Zusammenhang mit Terrorismus zur Folge. Ausser-

dem sei der Verein H._______ gemäss den Aussagen des Beschwerde-

führers in Bangladesch registriert und somit legal, weshalb auch nicht da-

von auszugehen sei, dass dessen Mitglieder unter einem generellen Ter-

rorismusverdacht stünden. Was den Vorwurf anbelange, das SEM habe 

die aktuelle Lage nicht gewürdigt, habe der Rechtsvertreter seine Einschät-

zung bezüglich fehlendes Interesses der AL an einer Allianz mit dem 

H._______ nicht belegt.  

D-2246/2019 

Seite 17 

5.4 In der Replik wurde eingewandt, die Behauptung des SEM, dass es 

sich bei der Bezeichnung des Beschwerdeführers als Terrorist um eine 

simple "Beschimpfung" gehandelt habe, sei aktenwidrig, Dieser habe klar 

ausgesagt, die "Chatro-League Anhänger" hätten gesagt, dass er ein Ter-

rorist sei. Es sei offensichtlich, dass sie ihn bei den Behörden denunziert 

haben müssen. Somit stehe fest, dass er eine individuelle Bedrohung 

glaubhaft gemacht habe. 

6.  

Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum 

Schluss, dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu 

Recht abgewiesen hat. Die Entgegnungen in den Eingaben auf Beschwer-

deebene und die darin angerufenen Beweismittel vermögen zu keiner an-

deren Betrachtungsweise zu führen. Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann vorab auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Asyl-

entscheid verwiesen werden. Zu den vorgebrachten Einwänden ist Folgen-

des festzuhalten: 

6.1 Entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe hat das SEM 

den Gesamtzusammenhang gewürdigt. So hat sich die Vorinstanz mit den 

wesentlichen Äusserungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt 

und die eingereichten Beweismittel gewürdigt. Insbesondere präzisierte sie 

in ihrer Vernehmlassung gestützt auf die Aussagen des Beschwerdefüh-

rers, weshalb es sich bei diesem um einen einfachen Anhänger des 

H._______ handle (vgl. act. A21/24 F86–89; E. 5.3 oben). Sie trug auch 

dem Vorbringen Rechnung, dass die Probleme des Beschwerdeführers 

nach seinem Wechsel von der Chatro-League zum H._______ bezie-

hungsweise dessen Studentenbewegung begonnen hätten (vgl. a.a.O., 

F86). Ebenso begründete das SEM gestützt auf die Aussagen des Be-

schwerdeführers schlüssig, weshalb die AL primär aus wirtschaftlichem 

Konkurrenzdenken an der Schliessung beziehungsweise Zerstörung des 

(...)-Centers interessiert gewesen sei, keine konkreten Hinweise vorlägen, 

dass die AL daran überhaupt aktiv beteiligt gewesen sei und der Beschwer-

deführer an keiner Stelle vorgebracht habe, dass das (...)-Center die Ver-

breitung von religiösem und politischem Gedankengut bezweckt habe (vgl. 

act. A5/12 S. 7, A21/24 F46, F49). 

6.2 Auch vermag der Beschwerdeführer weder aus seinem Wechsel von 

der Chatro-League zur Studentenbewegung des H._______ noch aus dem 

Umstand, dass deshalb von Anhängern der AL Druck auf seinen Bruder 

D._______, einen lokalen AL-Funktionär, und die Familie ausgeübt worden 

D-2246/2019 

Seite 18 

sei, und er zusammen mit Kollegen ein (...)-Center betrieb, ein exponiertes 

Profil abzuleiten, das über eine einfache Vereinsmitgliedschaft hinausgeht. 

Sodann hielt die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Beschwerdeführer al-

lein aus dem Umstand, von Anhängern der AL als Terrorist beschimpft wor-

den zu sein, keine staatlichen Verfolgungsmassnahmen im Zusammen-

hang mit Terrorismus abzuleiten vermöge. Dazu ist vorweg auf E. 5.3 oben 

zu verweisen. Auch der Umstand, dass er ohne Probleme auf dem Luftweg 

unter Verwendung seines Reisepasses legal aus seinem Heimatstaat aus-

reisen konnte (vgl. act. A5/12 S. 5), lässt darauf schliessen, dass er entge-

gen den Ausführungen in der Beschwerde nicht als hochprofiliger Staats-

feind erfasst worden ist. 

6.3 Die Vorinstanz hielt weiter zutreffend fest, dass es sich beim geltend 

gemachten Überfall auf den Beschwerdeführer im September 2010 durch 

Anhänger der Chatro-League um einen solchen durch Dritte gehandelt 

habe und keine Hinweise auf eine staatliche Verfolgung vorlägen. In der 

Beschwerde wird nicht hinreichend konkretisiert, inwiefern diese Ausfüh-

rungen der Vorinstanz aktenwidrig seien. Soweit der Beschwerdeführer in 

seiner Eingabe vom 10. Juni 2020 pauschal vorbrachte, die bangladeschi-

schen Behörden seien weder schutzwillig noch schutzfähig, ist Folgendes 

festzuhalten: Eine Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure kann grund-

sätzlich flüchtlingsrechtlich relevant sein, wenn es der betroffenen Person 

nicht möglich ist, davor im Heimatstaat adäquaten Schutz zu finden. Die 

Flüchtlingseigenschaft setzt jedoch auch dann voraus, dass der geltend 

gemachten Verfolgung oder der staatlichen Schutzverweigerung ein flücht-

lingsrechtlich relevantes Motiv gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG (Rasse, Reli-

gion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe, po-

litische Anschauungen) zugrunde liegt. Nach der sogenannten Schutzthe-

orie ist nichtstaatliche Verfolgung nur dann asylrelevant, wenn der Staat 

unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor besagter Verfolgung zu bieten. Es 

ist dabei nicht eine faktische Garantie für langfristigen individuellen Schutz 

der von nichtstaatlicher Verfolgung bedrohten Person zu verlangen, weil 

es keinem Staat gelingen kann, die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger jederzeit und überall zu garantieren. Erforderlich ist aber, dass 

eine funktionierende und effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfügung steht, 

wobei in erster Linie an polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe so-

wie an ein Rechts- und Justizsystem zu denken ist, welches eine effektive 

Strafverfolgung ermöglicht. Die Inanspruchnahme dieses Schutzsystems 

muss der betroffenen Person zudem objektiv zugänglich und individuell zu-

mutbar sein, was jeweils im Rahmen einer Einzelfallprüfung unter Berück-

sichtigung des länderspezifischen Kontexts zu beurteilen ist. 

D-2246/2019 

Seite 19 

Der Beschwerdeführer hat nichts unternommen, um den Überfall und die 

dabei erlittenen Verletzungen durch Angehörige der Chatro-League bei 

den zuständigen Sicherheitsbehörden zur Anzeige zu bringen. Nach kon-

stanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts erfüllt der Staat 

Bangladesch die Voraussetzungen, wonach dieser fähig und willens ist, 

Schutz vor Verfolgung Dritter zu bieten und eine funktionierende und effizi-

ente Schutzinfrastruktur zur Verfügung zu stellen (vgl. etwa Urteile des 

BVGer E-5266/2010 vom 9. Januar 2013; E-5561/2017 vom 12. Januar 

2018). Betreffend die Schutzfähigkeit und den Schutzwillen des heimatli-

chen Staates muss sich der Beschwerdeführer deshalb anlasten lassen, 

dass er es unterlassen hat, die Behörden über den Vorfall zu informieren, 

womit er ein angemessenes Handeln des Staates verunmöglichte. Die In-

anspruchnahme der örtlichen Polizei wäre ihm zugänglich und zumutbar 

gewesen. Daran vermag nichts zu ändern, dass der Bruder D._______ des 

Beschwerdeführers gegen eine Anzeige gewesen sei, da ihm Anhänger 

der Chatro-League mit dem Verlust seiner Position in der AL gedroht hät-

ten, falls er seinem Bruder nicht verbiete, bei seiner Partei zu bleiben (vgl. 

act. A21/24 F65). 

6.4 Sodann ist auch die Würdigung der vom Beschwerdeführer eingereich-

ten Beweismittel durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden (vgl. Bst. A., 

und E. 5.1 oben). Aus dem in der Rechtsmitteleingabe nicht weiter sub-

stanziierten Vorwurf, das SEM habe diesen in willkürlicher Weise die Be-

weiskraft abgesprochen, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten. 

6.5 Dem Beschwerdeführer ist es folglich nicht gelungen, eine zum Zeit-

punkt seiner Ausreise aus Bangladesch bestehende oder unmittelbar dro-

hende asylrechtlich relevante Verfolgung nachzuweisen oder zumindest 

glaubhaft zu machen. 

6.6 Nach dem Gesagten ist an dieser Stelle lediglich der Vollständigkeit 

halber zu prüfen, ob hinreichend konkrete Anhaltspunkte für eine für die 

Flüchtlingseigenschaft relevante Verfolgung vorliegen, welche dem Be-

schwerdeführer heute bei einer Rückkehr nach Bangladesch mit beachtli-

cher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft drohen würde. 

Den vom Beschwerdeführer zusammen mit seiner Replik eingereichten 

Unterlagen (vgl. Bst. I. oben) ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass die 

AL die Parlamentswahlen vom 31. Dezember 2018 mit überragender 

Mehrheit gewann  und Hasina Wajed beziehungsweise Scheich Hasina 

D-2246/2019 

Seite 20 

von der AL zum dritten Mal in Folge als Premierministerin gewählt wurde, 

wobei es im Vorfeld der Wahlen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen 

kam und die Premierministerin des Autoritarismus und der Schikanierung 

der Medien und von führenden Personen der Opposition bezichtigt wird. 

Da der Beschwerdeführer über kein herausragendes politisches Profil ver-

fügt, kann dahingestellt werden, ob die AL zum jetzigen Zeitpunkt nicht 

mehr an einer Allianz mit dem H._______ interessiert sei. Dem Beschwer-

deführer gelingt es nach dem Gesagten nicht, einen individuellen Bezug 

seiner Vorbringen zu den politischen Ereignissen für den Zeitraum nach 

seiner Ausreise aus Bangladesch aufzuzeigen. Mithin ist nicht davon aus-

zugehen, dass ihm heute bei einer Rückkehr eine für die Flüchtlingseigen-

schaft relevante Verfolgung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in ab-

sehbarer Zukunft drohen würde. 

6.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer nicht 

gelungen ist, eine zum Zeitpunkt seiner Ausreise bestehende oder unmit-

telbar drohende asylrechtlich relevante Verfolgung nachzuweisen oder zu-

mindest glaubhaft zu machen. Nachdem er keine Vorverfolgung hat glaub-

haft machen können, liegen keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte für 

eine für die Flüchtlingseigenschaft relevante Verfolgung vor, welche ihm 

heute bei einer Rückkehr nach Bangladesch mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit und in absehbarer Zukunft drohen würde. Die Vorinstanz hat die 

Flüchtlingseigenschaft mangels Relevanz der Asylvorbringen zu Recht 

verneint. Er ist nicht schutzbedürftig im Sinne von Art. 3 AsylG, weshalb 

das SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat. Somit erübrigen sich 

Ausführungen zur Frage der Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG. 

7.  

Mit dem Eventualrechtsbegehren 2 forderte der Beschwerdeführer, er sei 

als Flüchtling vorläufig aufzunehmen. Da er dieses Begehren in seinen Ein-

gaben mit keinem Wort substanziiert hat, ist darauf nicht einzugehen. Der 

Beschwerdeführer erfüllt damit die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

AsylG auch unter dem Aspekt der subjektiven Nachfluchtgründe (Art. 54 

AsylG) nicht. 

 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

 

D-2246/2019 

Seite 21 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

9.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

D-2246/2019 

Seite 22 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

9.4 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung nach Bangladesch dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Zwar ist die allgemeine Menschenrechtslage in Bang-

ladesch in verschiedener Hinsicht als problematisch zu bezeichnen 

(vgl. dazu die Ausführungen im Referenzurteil des Bundesverwaltungsge-

richts D-3778/2013 vom 16. Juli 2015 E. 7.2.2, die auch heute noch zutref-

fen). Betreffend den Beschwerdeführer ergeben sich aber keine gewichti-

gen Indizien, dass er den heimatlichen Behörden beziehungsweise der Re-

gierung oder der Polizei in spezifischer Weise als verdächtig erscheinen 

und/oder aufgrund von Anfeindungen durch Anhänger der AL für ihn im 

Falle der Rückkehr eine Gefährdung in einem flüchtlings- oder menschen-

rechtlich relevanten Ausmass bestehen könnte.  

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 

asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.5  

9.5.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.5.2 Nach aktueller Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

herrscht in Bangladesch keine Situation allgemeiner Gewalt (vgl. Referenz-

urteil des BVGer D-3778/2013 vom 16. Juli 2015 E. 8.4 sowie zuletzt Ur-

teile des BVGer E-7267/2018 vom 9. Januar 2019 E. 8.4.1 und 

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Seite 23 

D-1145/2017 vom 19. Oktober 2018 E. 7.5.2). Allein aufgrund der allgemei-

nen Situation in Bangladesch ist demnach nicht von einer konkreten Ge-

fährdung auszugehen.  

9.5.3 Auch aufgrund der persönlichen Situation des Beschwerdeführers 

sind keine Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs sprechen. Der offenbar gesunde Beschwerdeführer verfügt 

– soweit den Akten zu entnehmen ist – über ein nicht abgeschlossenes 

Hochschulstudium sowie Arbeitserfahrungen. Vor seiner Ausreise wohnte 

er gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder D._______ im Heimat-

dorf. Zwei seiner Brüder und seine vier verheirateten Schwestern wohnen 

in Bangladesch. Einer der beiden Brüder habe ein eigenes (...) und besitze 

auch einige (...); dieser besitze etwa (...), die er wie (...) vermiete. Ein wei-

terer Bruder sei im Jahr 2012 nach F._______ gegangen und Ende 2016 

nach Bangladesch zurückgekehrt (vgl. act. A5/12 S. 5, A21/24 F22–29). 

Der Beschwerdeführer stehe nach wie vor mit seiner Familie in Kontakt 

(vgl. act. 21/24 F18). Sodann verbrachte er den überwiegenden Teil seines 

Lebens in Bangladesch und ist daher mit den dortigen Lebensumständen 

bestens vertraut. Zwar wurde in der Beschwerde eingewandt, dass es nach 

einer Auslandsaufenthaltsdauer von rund acht Jahren sehr schwierig sei, 

im Heimatland wieder eine Existenz aufzubauen; zudem habe der Be-

schwerdeführer keinen Kontakt mit seinen Schwestern, die sich durch die 

Heirat weitgehend von der Familie abgelöst hätten, und ihn nicht unterstüt-

zen könnten; auch mit seinen Brüdern habe er keinen Kontakt mehr, er 

wisse nur, dass einer von ihnen offenbar nach R._______ ausgereist sei, 

während er mit seinem Bruder D._______ und seiner Mutter Probleme ge-

habt habe (vgl. act. a.a.O., F104, 113 und 143). Selbst wenn das familiäre 

Beziehungsnetz des Beschwerdeführers zwischenzeitlich tatsächlich we-

niger umfangreich geworden sein sollte, ist davon auszugehen, dass ihm 

der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz möglich sein wird. Blosse sozi-

ale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölke-

rung im Allgemeinen betroffen ist, genügen nicht, um eine konkrete Gefähr-

dung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 

E. 11.2.2). 

9.5.4 Soweit der Beschwerdeführer darauf hinwies, dass zusätzlich die 

Härtefallkriterien zu würdigen seien (vgl. Bst. L. oben), ist festzuhalten, 

dass der Grad der Integration in der Schweiz grundsätzlich kein Kriterium 

für die Beurteilung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne 

von Art. 83 Abs. 4 AIG darstellt (vgl. BVGE 2009/52 E. 10.3; Entscheidun-

gen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

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[EMARK] 2006 Nr. 13 E. 3.5). Die Beurteilung einer Härtefallsituation in-

folge fortgeschrittener Integration im Sinne von Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG 

fällt in die Zuständigkeit der kantonalen Migrationsbehörden (vgl. BVGE 

2009/52 E. 10.3). Auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Integ-

rationsbemühungen und die hierzu eingereichten Beweismittel ist deshalb 

nicht näher einzugehen.  

9.5.5 Schliesslich steht auch die Corona-Pandemie dem Wegweisungs-

vollzug nicht entgegen. Die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme setzt 

voraus, dass ein Vollzugshindernis nicht nur vorübergehender Natur ist, 

sondern voraussichtlich eine gewisse Dauer – in der Regel mindestens 

zwölf Monate – bestehen bleibt. Ist dies nicht der Fall, so ist dem temporä-

ren Hindernis bei den Vollzugsmodalitäten Rechnung zu tragen (vgl. 

EMARK 1995 Nr. 14 E. 8d und e). 

Bei der Corona-Pandemie handelt es sich – wenn überhaupt – um ein bloss 

temporäres Vollzugshindernis, welchem somit im Rahmen der Vollzugsmo-

dalitäten durch die kantonalen Behörden Rechnung zu tragen ist, indem 

etwa der Zeitpunkt des Vollzugs der Situation im Heimatland angepasst 

wird. 

9.5.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

9.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

 

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11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Die Kosten sind auf 

Fr. 750.– festzusetzen (vgl. Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG). Dabei ist 

zur Begleichung der Verfahrenskosten der in selber Höhe geleistete Kos-

tenvorschuss zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Zur Begleichung wird der in selber Höhe geleistete Kostenvorschuss 

verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Daniel Widmer 

 

 

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