# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 397a66fc-dfd8-51d7-9a25-aa9ad4f0dd4e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.05.2020 810 20 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-79_2020-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Mai 2020 (810 20 79) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen / Errichtung einer Beistandschaft 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Claude Jeanneret, Kantonsrichterin Helena Hess, 
Gerichtsschreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen / Errichtung einer Bei-

standschaft  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
4. Februar 2020) 

 
 
 

 
A. Mit Schreiben vom 18. Juni 2017 reichte C.____ bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde B.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend seine Nichte, A.____, ge-
boren am 8. Oktober 1995, ein. Er begründete diese damit, dass seine Nichte von ihrem Gross-

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vater ein Vermögen von über Fr. 400‘000.-- geerbt habe und mit der Verwaltung dieser Erb-
schaft überfordert sei. Mit Entscheid vom 22. Juni 2017 bzw. mit Rektifikat vom 23. Juni 2017 
entzog die KESB A.____ superprovisorisch den Zugriff auf alle Konten und Vermögenswerte 
bei der D.____ AG. Mit Entscheid der KESB vom 11. Juli 2017 wurde dieser superprovisorische 
Entscheid im Sinne einer (ordentlichen) vorsorglichen Massnahme vollumfänglich bestätigt. 
 
B. Am 19. September 2017 wurde A.____, vertreten durch Dr. Jean-Louis von Planta, 
Advokat, von der KESB angehört. Im Anschluss an dieses Gespräch wurde mit Entscheid vom 
22. September 2017 der vorsorglich verfügte Entzug des Zugriffs auf alle Konten und Vermö-
genswerte bei der D.____ AG aufgehoben. Für A.____ wurde vorsorglich eine Begleitbeiständin 
im Sinne von Art. 393 ZGB eingesetzt. Die Beiständin erhielt insbesondere die Aufgabe, A.____ 
bei der Erledigung der finanziellen Angelegenheiten zu begleiten und zu unterstützen.  
 
C. Die Beiständin stellte mit Schreiben vom 11. Januar 2018 bei der KESB einen Antrag 
auf Erweiterung der bestehenden Massnahme. Ihren Antrag begründete sie dahingehend, dass 
sie für A.____ Zahlungsbefehle und Pfändungsurkunden habe entgegennehmen müssen und 
A.____ offensichtlich Schwierigkeiten habe, mit ihrem Geld umzugehen und ihre administrativen 
Angelegenheiten zu erledigen. 
 
D. Mit Entscheid vom 20. April 2018 hob die KESB die für A.____ vorsorglich angeordnete 
Beistandschaft im Sinne von Art. 393 ZGB auf (Ziffer 1) und errichtete eine Vertretungsbei-
standschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB 
(Ziffer 2). Die Beiständin erhielt insbesondere die Aufgabe, A.____ beim Erledigen der administ-
rativen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten (Ziffer 2a). Weiter habe die Beiständin sowohl 
das Einkommen als auch das Vermögen von A.____ sorgfältig zu verwalten (Ziffer 2b) und 
A.____ bei der Suche nach einer geeigneten Arbeits-/Lehrstelle sowie bei Gesprächen mit den 
Sozialversicherungen zu vertreten (Ziffer 2c). Die Beiständin wurde ermächtigt, gestützt auf 
Art. 9 VBVV die umfassende Verwaltung aller Bankkonten und solche der E.____ ohne jegliche 
Mitwirkung von A.____ vorzunehmen (Ziffer 3). A.____ wurde der Zugriff auf alle Kontobezie-
hungen und Vermögenswerte bei der D.____ AG gestützt auf Art. 395 Abs. 3 ZGB entzogen 
(Ziffer 4). Die auf dem Konto X.____ lastenden Daueraufträge (Fr. 1‘650.-- für Miete, Übertrag 
von Fr. 1‘000.-- auf ein Konto von A.____ bei der E.____) seien trotz Kontosperre weiterzufüh-
ren (Ziffer 5). Der Beiständin wurde gemäss Art. 391 Abs. 3 ZGB die Befugnis erteilt, die Post 
von A.____ zu öffnen (Ziffer 6). Weiter wurde einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung entzogen (Ziffer 9) und A.____ wurden die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 670.-
- auferlegt (Ziffer 10).  
 
E. Gegen den Entscheid der KESB vom 20. April 2018 erhob A.____, nachfolgend vertre-
ten durch Dr. Yves Waldmann, Advokat, mit Eingabe vom 24. Mai 2018 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). 
Sie beantragt, es sei der Entscheid der KESB aufzuheben; unter o/e-Kostenfolge.  
F. Nachdem der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29. Mai 2018 die Akteneinsicht 
gewährt worden war, reichte diese mit Eingabe vom 18. Juni 2018 eine ergänzende Beschwer-
debegründung ein.  

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G. Mit Eingabe vom 11. Juli 2018 liess sich die KESB vernehmen und schloss auf Abwei-
sung der Beschwerde. Die KESB beantragte, dass der Antrag der Beiständin vom 2. Juli 2018 
zu prüfen sei und vorsorgliche Massnahmen zu treffen seien, um das Vermögen von A.____ zu 
schützen und flüssige Mittel zur Bezahlung der laufenden Rechnungen sicherzustellen. In der 
Hauptsache wurde vollumfänglich auf den angefochtenen Entscheid verwiesen. 
 
H. Mit Entscheid vom 29. August 2018 wies das Kantonsgericht die Beschwerde von 
A.____ ab. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ wiederum Beschwerde an das Bundesge-
richt. Mit Urteil vom 14. August 2019 wurde diese Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das Ur-
teil des Kantonsgerichts vom 29. August 2018 wurde aufgehoben und die Angelegenheit an die 
KESB zurückgewiesen, um A.____ persönlich anzuhören und in der Sache neu zu entscheiden. 
 
I. Am 11. Oktober 2019 wurde A.____ im Beisein ihres Anwalts von der KESB persönlich 
angehört. 
 
J. Mit Entscheid vom 4. Februar 2020 errichtete die KESB für A.____ eine Vertretungs-
beistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 
ZGB (Ziffer 1). Die Beiständin erhielt insbesondere die Aufgabe, A.____ beim Erledigen der 
administrativen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten (Ziffer 1a). Weiter habe die Beistän-
din sowohl das Einkommen als auch das Vermögen von A.____ sorgfältig zu verwalten (Ziffer 
1b) und A.____ bei der Suche nach einer geeigneten Arbeits-/Lehrstelle sowie bei Gesprächen 
mit den Sozialversicherungen, insbesondere der Invalidenversicherung, zu vertreten (Ziffer 1c). 
Die Beiständin wurde ermächtigt, gestützt auf Art. 9 VBVV die umfassende Verwaltung aller 
Bankkonten und solche der E.____ ohne jegliche Mitwirkung von A.____ vorzunehmen (Ziffer 
2). A.____ wurde der Zugriff auf alle Kontobeziehungen und Vermögenswerte bei der D.____ 
AG gestützt auf Art. 395 Abs. 3 ZGB entzogen (Ziffer 3). Der Beiständin wurde gemäss Art. 391 
Abs. 3 ZGB die Befugnis erteilt, die Post von A.____ umzuleiten und zu öffnen (Ziffer 4). Als 
Beiständin wurde F.____ ernannt (Ziffer 5). Weiter wurde die Beiständin angewiesen, Behörden 
und Institutionen sowie Privatpersonen soweit nötig über die Beistandschaft zu orientieren (Zif-
fer 6a), einen Rechenschaftsbericht einzureichen (Ziffer 6b) und nötigenfalls Antrag auf Anpas-
sung der behördlichen Massnahme an veränderte Verhältnisse zu stellen (Ziffer 6c). A.____ 
wurden die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'091.-- auferlegt (Ziffer 10). 
 
K. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____, nach wie vor vertreten durch Dr. Yves 
Waldmann, Advokat, mit Eingabe vom 9. März 2020 erneut Beschwerde beim Kantonsgericht. 
Sie beantragt, es sei der Entscheid der KESB aufzuheben; unter o/e-Kostenfolge. 
 
L. Mit Eingabe vom 27. März 2020 liess sich die KESB vernehmen und schliesst auf Ab-
weisung der Beschwerde; unter o/e-Kostenfolge. 
 
M. Mit Verfügung vom 14. April 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen und festgehalten, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde. Zudem wurden die Akten des 
Verfahrens 810 18 131 beigezogen. 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 
450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts an-
wendbar (vgl. § 66 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs 
[EG ZGB] vom 16. November 2006). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin als Adressatin des angefochtenen Ent-
scheids ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen 
erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz zu Recht für die Beschwerdeführerin eine Vertretungsbei-
standschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB 
errichtet hat. 
 
4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die materiellen Voraussetzungen für eine 
Vertretungsbeistandschaft und für den Entzug des Zugriffs auf die Vermögenswerte nicht erfüllt 
seien, namentlich, weil bei der Beschwerdeführerin kein Schwächezustand vorliege. Der von 
der Vorinstanz behauptete Schwächezustand stütze sich zudem nicht auf genügende Abklä-
rungen. Es bedürfe der Feststellung eines Schwächezustands, der einer geistigen Behinderung 
oder einer psychischen Störung ähnlich sei, wofür es eine Einschätzung einer Fachperson be-
nötige. Die KESB hätte diese erforderlichen Abklärungen tätigen und die nötigen Beweise erhe-
ben müssen, um von einem Schwächezustand ausgehen zu können. 
 
5.1 Mit behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes werden das Wohl und der 
Schutz hilfsbedürftiger Personen sichergestellt. Eine Beistandschaft ist dann anzuordnen, wenn 
eine hilfsbedürftige Person infolge eines in ihrer Person liegenden Schwächezustandes ihre 
Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Er-
fasst sind auch ausgeprägte Fälle von Unerfahrenheit, Abhängigkeit, Verschwendung oder 
Misswirtschaft (YVO BIDERBOST/HELMUT HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018, N 13 zu Art. 390 ZGB). Dies ermöglicht bei-

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ständliche Hilfe auch in Fällen, in welchen der Schwächezustand nicht eindeutig unter die Be-
griffe "geistige Behinderung" oder "psychische Störung" subsumierbar ist, die betroffene Person 
aber gleichwohl daran gehindert ist, ihre Angelegenheiten hinreichend besorgen zu können 
(BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 14 zu Art. 390 ZGB; PHILIPPE MEIER, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 17 zu 
Art. 390 ZGB). Der Schwächezustand alleine genügt nicht, um eine Beistandschaft errichten zu 
können. Vorausgesetzt ist weiter, dass der Schwächezustand kausal dafür ist, dass die be-
troffene Person ihre Angelegenheiten nur noch teilweise oder gar nicht besorgen kann. Mit an-
deren Worten muss ein Schwächezustand dazu führen, dass der Betroffene der persönlichen 
Fürsorge bedarf und/oder seine vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht interessengerecht 
selbst erledigen und damit nicht hinreichend besorgen kann (vgl. CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: 
Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zü-
rich/Basel/Genf 2016, N 4 zu Art. 390 ZGB). 
 
5.2 Es ist primär Sache der Behörde, über ungeklärte oder umstrittene Tatsachen Beweis 
zu führen (LUCA MARANTA/CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018, N 9 zu Art. 446 ZGB). Sie zieht 
die erforderlichen Erkundigungen ein und erhebt die notwendigen Beweise. Sie kann eine ge-
eignete Person oder Stelle mit Abklärungen beauftragen. Nötigenfalls ordnet sie das Gutachten 
einer sachverständigen Person an (Art. 446 Abs. 2 ZGB). Eine Begutachtung ist grundsätzlich 
anzuordnen, wenn die Aufhebung oder Einschränkung der Handlungsfähigkeit aufgrund einer 
psychischen Störung oder geistigen Behinderung in Betracht gezogen werden muss und der 
Spruchkörper nicht über die notwendigen medizinischen Kenntnisse verfügt (BGE 140 III 97 
E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_617/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.3). Falls ein Mit-
glied der Behörde, das beim Entscheid mitwirkt, über das erforderliche Fach- und Sachwissen 
verfügt, muss nicht zwingend ein externer Experte oder eine externe Expertin beigezogen wer-
den (HERMANN SCHMID, Erwachsenenschutz, Zürich/St.Gallen 2010, N 6 zu Art. 446 ZGB). Die 
Begriffe "geistige Behinderung" und "psychische Störung" sind Rechtsbegriffe, die von der Be-
hörde grundsätzlich frei ausgelegt werden (MEIER, a.a.O., N 13 zu Art. 390 ZGB; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_550/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 3.1). 
 
6.1 Im Urteil des Kantonsgerichts vom 29. August 2018 wird festgehalten, dass die Be-
schwerdeführerin nicht nachvollziehbar habe erklären können, weshalb sich ihr Vermögen in-
nerhalb von 10 Monaten um Fr. 170‘000.-- verringert habe. Zudem habe die Beschwerdeführe-
rin darauf verzichtet, aufzuzeigen, inwiefern ihr der monatliche Betrag von Fr. 1‘000.-- für ihre 
laufenden Ausgaben (exkl. Miete) nicht ausreiche. Aus dem Auszug des Betreibungsregisters 
Basel-Landschaft vom 8. Januar 2018 sei hervorgegangen, dass die Beschwerdeführerin ihre 
Krankenkassenprämien grossmehrheitlich bereits vor der verfügten Kontosperre nicht bezahlt 
habe. Gestützt auf die damaligen Akten hat das Kantonsgericht darauf geschlossen, dass die 
Beschwerdeführerin in der alltäglichen Verwaltung ihres monatlichen Budgets überfordert und 
erst Recht nicht in der Lage sei, ihr grosses Bankvermögen alleine zu verwalten. Ferner habe 
die Beschwerdeführerin kein Einkommen generiert und bei den Bemühungen, eine Lehre oder 
ein Praktikum zu finden bzw. zu absolvieren, erhebliche Probleme aufgewiesen. Es sei davon 
auszugehen, dass sie in absehbarer Zeit nicht von einem Einkommen leben könne und bis auf 

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weiteres auf ihr Vermögen angewiesen sein werde. Im Fall der Beschwerdeführerin müsse von 
einer grossen Unerfahrenheit und aufgrund fehlender Unterstützung durch Dritte mit einer damit 
einhergehenden Hilfsbedürftigkeit ausgegangen werden. Eine mildere Massnahme in Form ei-
ner Begleitbeistandschaft habe nicht ausgereicht, um den Schwächezustand der Beschwerde-
führerin aufzufangen und den Schutz ihres Vermögens genügend zu gewährleisten. Das Kan-
tonsgericht ist gestützt auf die damaligen Akten zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdefüh-
rerin einen Schwächezustand und eine damit einhergehende Hilfsbedürftigkeit im Sinne von 
Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB aufweise und ohne Errichtung einer Beistandschaft ihre Angelegen-
heiten nicht bzw. nur teilweise besorgen könne. 
 
6.2 Die KESB stellt in ihrem aktuell angefochtenen Entscheid auf dieselben Begebenheiten 
ab, welche bereits im Urteil des Kantonsgerichts als Beurteilungsgrundlagen für den Schwä-
chezustand der Beschwerdeführerin herangezogen wurden, mit Ausnahme der persönlichen 
Anhörung. Die Vorinstanz führt aus, die Situation der Beschwerdeführerin habe sich seit dem 
letzten KESB-Entscheid vom 20. April 2018 nicht verändert. Die Beschwerdeführerin gehe kei-
ner Erwerbstätigkeit nach und lebe von ihrem Vermögen, welches stetig schrumpfe. Es gebe 
keine Anhaltspunkte, dass sie besser mit Geld umgehen könne. Die Beschwerdeführerin sei 
nach wie vor nicht in der Lage, mit ihrem Vermögen umzugehen und dieses zu verwalten. Sie 
könne keine Angaben machen, wieviel Geld ihr monatlich zur Verfügung stehe und wie hoch ihr 
Kontostand sei. Ihr fehle der Überblick sowie das nötige Fachwissen. Unterstützung von der 
Familie oder von Dritten erhalte die Beschwerdeführerin nicht. Aufgrund von Hinweisen für eine 
Minderintelligenz sei für die Beschwerdeführerin eine IV-Anmeldung gemacht worden. Aufgrund 
ihrer Unerfahrenheit sei die Beschwerdeführerin auf Hilfe und Vertretung im Bereich Administra-
tion, Vermögensverwaltung und bei der Suche einer Arbeits- oder Lehrstelle sowie im Verkehr 
mit den Sozialversicherungen angewiesen. 
 
7.1 Obschon die Feststellungen im angefochtenen Entscheid zutreffend sein mögen, sind 
den Akten keine aktuellen Belege oder Beweise zu entnehmen, welche Rückschlüsse auf das 
Unvermögen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Verwaltung ihrer Finanzen 
zulassen. Seit dem letzten Entscheid sind mittlerweile zwei Jahre vergangen, in welchen sich 
trotz bestehender Beistandschaft Situationen zugetragen haben müssen, welche Hinweise auf 
einen Schwächezustand der Beschwerdeführerin geben können, wie beispielsweise Such-
bemühungen für eine Praktikums- oder Lehrstelle, Anfragen an die Beiständin für ausserordent-
liche Ausgaben, Verschuldungen der Beschwerdeführerin oder Betreibungsbegehren, ein Be-
richt der Sozialhilfebehörde. Den Akten lassen sich jedoch keine solche zeitnahen Belege ent-
nehmen. Insbesondere liegt kein aktueller Bericht der zuständigen Beiständin vor, welcher Auf-
schluss über die Zusammenarbeit zwischen ihr und der Beschwerdeführerin gibt. 
 
7.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist bei der Annahme eines Schwäche-
zustands aufgrund von Unerfahrenheit oder Misswirtschaft Zurückhaltung geboten (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_773/2013 vom 5. März 2014 E. 4.1, Botschaft zur Änderung des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 
2006, BBl 2006 7043). Vor diesem Hintergrund lässt es sich nicht rechtfertigen, bei der Bestäti-
gung dieses Schwächezustands auf länger zurückliegende Belege oder Begebenheiten abzu-

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stellen. Die KESB hat den Schwächezustand der Beschwerdeführerin durch aktuelle, objekti-
vierbare Unterlagen, aus welchen ihr Unvermögen zur Vermögensverwaltung hervorgeht, und 
eine ergänzende psychologische/psychiatrische Fachbeurteilung festzustellen. Dabei kann ins-
besondere die laufende IV-Abklärung weitere Anhaltspunkte bieten, zumal Minderintelligenz 
einen Schwächezustand begründen könnte (vgl. MEIER, a.a.O., N 8 zu Art. 390 ZGB). Im Rah-
men einer Neubeurteilung ist ebenfalls abschliessend zu beurteilen und zu begründen, weshalb 
der Lebenspartner der Beschwerdeführerin nicht als ihr Vertretungsbeistand mit Einkommens- 
und Vermögensverwaltung in Frage kommt. Zu diesem Zweck ist die vorliegende Angelegen-
heit an die KESB zurückzuweisen. 
 
7.3 Der in Art. 446 ZGB verankerte Untersuchungsgrundsatz der Behörde wird durch die 
Mitwirkungspflicht der am Verfahren beteiligten Personen relativiert (vgl. Art. 448 Abs. 1 ZGB). 
Die Mitwirkungspflicht besteht auch, wenn sie sich zum Nachteil des zur Mitwirkung Verpflichte-
ten auswirkt (BGE 132 II 113 E. 3.2; MARANTA/AUER/MARTI, a.a.O., N 7 zu Art. 448 ZGB). Die 
Beschwerdeführerin kritisiert in ihrer Beschwerde, dass sie nicht begutachtet worden sei, 
obschon eine solche Begutachtung für die Annahme eines Schwächezustands erforderlich sei. 
Damit zeigt sie ihren Willen, bei der Beurteilung ihres Gesundheitszustandes zielführend mitzu-
wirken und sich zur Verfügung zu halten. 
 
8. Zusammenfassend ist erstellt, dass sich die KESB in ihrem Entscheid über die Errich-
tung der Vertretungsbeistandschaft nicht auf aktuelle, dokumentierte Begebenheiten gestützt 
hat, obschon dies vorliegend notwendig gewesen wäre. Die KESB hat dies nachzuholen und 
anschliessend neu zu entscheiden. Demzufolge wird die Angelegenheit in Gutheissung der Be-
schwerde zur Neubeurteilung im Sinne der vorstehenden Erwägungen an die KESB zurückge-
wiesen. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die 
Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- sind ausgangs-
gemäss der Vorinstanz aufzuerlegen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- ist ihr zurückzuerstatten. 
 
9.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in sei-
ner Honorarnote vom 5. Mai 2020 einen Aufwand für das kantonsgerichtliche Verfahren von 8 
Stunden geltend, wobei ein Stundenansatz von Fr. 250.-- in Anschlag gebracht wird. Dazu 
kommen Auslagen in der Höhe von Fr. 118.90. Diese Honorarforderung ist nicht zu beanstan-
den. Dementsprechend ist der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'282.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu Lasten der Vorinstanz zuzu-
sprechen. 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 4. Februar 2020 aufgehoben. 
Die Angelegenheit wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an 
die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ auferlegt. Der geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird der Beschwerdeführerin 
zurückerstattet. 

   
 3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ hat der Beschwer-

deführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von  
Fr. 2'282.10 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin