# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b06a5bb-56a9-50f3-8b5f-9767295574f8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 12.06.2018 S 2016 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-127_2018-06-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 127

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
Richter von Salis und Audétat

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 12. Juni 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Inclusion Handicap, Rechtsdienst,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ erhielt von der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: 

IV-Stelle) im Zeitraum vom 1. Februar 2003 bis zum 6. Januar 2008 Kos-

tengutsprachen für Legasthenie-Behandlungen.

2. In der Zeit vom 11. August 2014 bis zum 10. August 2015 bezog er IV-

Taggelder und absolvierte eine erstmalige berufliche Ausbildung zum 

Büropraktiker (Praktische Ausbildung PrA) im Bürozentrum B._____, wo 

er anschliessend im geschützten Rahmen angestellt blieb. Am 14. Juli 

2016 erteilte die IV-Stelle eine weitere Kostengutsprache für die berufli-

che Abklärung beim Werk- und Technologiezentrum Linthgebiet Jona 

(nachfolgend: WTL) für die Zeit vom 15. August bis 14. November 2016.

3. Nach Vorbescheid vom 25. April 2016 und dagegen erhobenem Einwand 

von A._____ vom 13. Juni 2016 lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 

14. September 2016 die Gewährung einer IV-Rente ab. Sie stützte ihren 

Entscheid auf das eingeholte psychiatrische Gutachten von med. pract. 

C._____ vom 25. Februar 2016, wonach A._____ als Büropraktiker zu 

70 %, in leidensangepassten Tätigkeiten seit Schulabgang hingegen zu 

100 % arbeitsfähig sei.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. Okto-

ber 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit den Anträgen auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 

Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle, damit sie nach durchge-

führten beruflichen Eingliederungsmassnahmen erneut über den Renten-

anspruch entscheide. Zudem stellte er Antrag um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege. Begründend führte er aus, die IV-Stelle verhalte 

sich widersprüchlich, da sie einerseits ihm einen Rentenanspruch bei ei-

nem Invaliditätsgrad von 0 % abspreche, anderseits aber am 14. Juli 

2016 Kostengutsprache für die berufliche Abklärung im WTL hinsichtlich 

der tatsächlichen Leistungsfähigkeit in der Logistik, auf schulischem Ni-

veau und hinsichtlich kaufmännischer Tätigkeiten gewähre. Daraus sei zu 

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schliessen, dass sie selber den Beweiswert des Gutachtens von med. 

pract. C._____ in Frage stelle. Da gemäss Rechtsprechung des Bundes-

gerichtes einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht 

jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abge-

sprochen werden könne und von seinem Ausbildungsbetrieb B._____ ihm 

auf dem ersten Arbeitsmarkt jegliche Arbeitsfähigkeit abgesprochen wor-

den sei, mache es mit Blick auf eine vollständige medizinische und beruf-

liche Sachverhaltsabklärung vor Erlass des Rentenentscheides Sinn, die 

Ergebnisse der erneuten beruflichen Abklärung und allenfalls auch erneut 

zu gewährenden beruflichen Massnahmen abzuwarten. Das Vorgehen 

der IV-Stelle verletze auch den Grundsatz der Gleichbehandlung gegenü-

ber Versicherten, bei denen erst nach abgeschlossenen beruflichen 

Massnahmen über einen Rentenanspruch entschieden werde, da er bei 

neuen Ergebnissen bezüglich beruflicher Massnahmen ohne Anfechtung 

des Rentenentscheides nur bei Vorliegen der erhöhten Wiedererwä-

gungsvoraussetzungen nach Art. 53 Abs. 3 ATSG eine IV-Rente über-

haupt verlangen könne. Schliesslich sei bereits vor seiner Ausbildung 

zum Büropraktiker eigentlich klar gewesen, dass diese auf Grund der vor-

handenen Beeinträchtigungen nicht eingliederungswirksam sein werde, 

was auch die Gutachterin med. pract. C._____ bestätige, wenn sie in die-

sem Bereich bloss eine Arbeitsfähigkeit von 70 % annehme. Daraus fol-

ge, dass die ihm gewährten beruflichen Massnahmen nicht geeignet ge-

wesen seien, um ihm eine verwertbare Erstausbildung zukommen zu las-

sen, worauf er gemäss Art. 16 IVG aber Anspruch habe.

5. In ihrer Vernehmlassung vom 1. November 2016 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie 

trug vor, dass vorliegend einzig der Rentenanspruch des Beschwerdefüh-

rers Gegenstand der angefochtenen Verfügung bilde, während berufliche 

Massnahmen nicht zur Diskussion stünden. Die Priorität von Eingliede-

rungsmassnahmen vor Rentenleistung verlange nur dann die vorgängige 

Prüfung beruflicher Massnahmen, wenn die versicherte Person eingliede-

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rungsfähig sei und ohne allfällige berufliche Massnahmen eine rentenbe-

gründende Invalidität bestehe. Da hier auch ohne berufliche Eingliede-

rungsmassnahmen kein Rentenanspruch bestehe, sei ihr Vorgehen nicht 

zu beanstanden. Vorliegend sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers im fachärztlich-psychiatrischen Gutachten von med. pract. C._____ 

schlüssig und nachvollziehbar festgestellt, was auch durch die Ab-

schlussbeurteilung von Dr. med. D._____ des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) bestätigt werde. Die von der IV geleistete Kostengutspra-

che für eine berufliche Abklärung sei im Hinblick auf weitere berufliche 

Massnahmen zugesprochen worden. Eine Überprüfung der (medizinisch-

theoretischen) Arbeitsfähigkeit werde bei dieser beruflichen Abklärung 

nicht stattfinden.

6. In seiner Replik vom 13. Dezember 2016 stellte der Beschwerdeführer 

ergänzend noch den Eventualantrag, die Angelegenheit sei in Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zur Durch-

führung weiterer medizinischen Abklärungen und zu erneutem Renten-

entscheid zurückzuweisen. Er führte aus, auf das Gutachten von med. 

pract. C._____ könne nicht abgestellt werden, da die beim Beschwerde-

führer infolge der kombinierten Störungen schulischer Fertigkeiten bei ei-

nem Intelligenzquotienten von 81 eingestellten psychischen Beeinträchti-

gungen gravierender seien als sie annehme. So gehe sie fälschlicherwei-

se davon aus, dass sich die aus der Persönlichkeitsstörung ergebenden 

Defizite wie Stressintoleranz, emotionale Belastbarkeit und soziale Kom-

petenzen nur leichtgradig ausgeprägt seien, während sämtliche ihn unter-

suchenden und behandelnden Ärzte sowie die von ihm besuchten Ein-

gliederungsinstitutionen zum gegenteiligen Schluss kämen. Aus allen Be-

richten der beruflichen Ausbildungs- und Abklärungsstätten ergebe sich, 

dass der Beschwerdeführer nicht fähig sei, selbständig zu arbeiten, für ihn 

eine Betreuung 1:1 erforderlich sei, er unter grossen Prüfungs- und Ver-

sagensängsten leide und immer den gleichen Rahmen sowie die gleichen 

Bezugspersonen benötige. Eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeits-

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markt sei nicht gegeben. Dagegen halte die Gutachterin med. pract. 

C._____ die sich aus seiner Persönlichkeitsstörung ergebenden Ein-

schränkungen für leichtgradig eingeschränkt und tue dar, dass von den 

verschiedenen Institutionen darauf verzichtet werde, vom Beschwerdefüh-

rer eine gewisse soziale Anpassung und eine gewisse, seinen Fähigkei-

ten und seiner Entwicklung angepasste Leistung zu fordern. In den ge-

nannten Berichten sei aber kein einziger Hinweis vorhanden, wonach sein 

Potential grösser sei als das tatsächlich Geleistete. Die Einschätzung der 

Gutachterin, wonach er auf dem ersten Arbeitsmarkt in einer leidensan-

gepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, stehe im klaren Widerspruch zu 

den Beurteilungen der beruflichen Ausbildungs- und Abklärungsstätten. 

Da auch die Berufsberaterin der Beschwerdegegnerin der Meinung sei, 

dass der Beschwerdeführer auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeits-

fähig sei, hätte ihm also entweder eine ganze IV-Rente zugesprochen 

werden müssen oder zumindest mit dem Rentenentscheid bis zum Ab-

schluss der beruflichen Massnahmen zugewartet werden müssen. Wie 

das Verlaufsprotokoll zudem zeige, habe die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer eine weitere Kostengutsprache für den Verbleib im 

WTL bis 31. Januar 2017 gewährt. Ferner sei dem Eintrag zu entnehmen, 

dass die Berufsberatung die weiteren Eingliederungsmöglichkeiten ab-

klären und das weitere Vorgehen vorschlagen werde. Daraus sei zu 

schliessen, dass auch die Beschwerdegegnerin selbst den Beschwerde-

führer nicht für eingliederungs- und somit auch nicht für arbeitsfähig halte. 

Wenn das Gericht dem nicht folgen sollte, mache der Beschwerdeführer 

geltend, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt sei. 

Die Beschwerdegegnerin wäre nämlich veranlasst gewesen, die neu ge-

wonnenen Erkenntnisse aus der beruflichen Abklärung im WTL der Gut-

achterin zur Stellungnahme vorzulegen. Die Angelegenheit sei daher im 

Sinne des Eventualantrags in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die genannte Stel-

lungnahme einhole und hernach über den Rentenanspruch erneut ent-

scheide.

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7. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2016 verzichtete die Beschwerdegeg-

nerin auf die Einreichung einer Duplik. 

8. Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin vom 14. Dezember 2017 nahm 

med. pract. C._____ am 19. Januar 2018 Stellung zu den Ausführungen 

im Schlussbericht des WTL vom 17. November 2016 sowie zum Bericht 

der Stiftung Balm vom 9. November 2016. Dazu äusserten sich die Par-

teien mit Schreiben vom 31. Januar 2018 bzw. 16. Februar 2018. Die Be-

schwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf die Einreichung einer wei-

teren Stellungnahme, während der Beschwerdeführer am 27. Februar 

2018 nochmals Stellung nahm. 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. An-

fechtungsobjekt bildet hier die Verfügung der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden vom 14. September 2016, sodass die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden zu bejahen ist. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der angefoch-

tenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 

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ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten. 

2. Beschwerdeobjekt bildet hier nur die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer zu Recht einen Rentenanspruch verweigert hat 

oder sie nach durchgeführten beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

bzw. Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen über den Rentenan-

spruch erneut zu befinden hat. Die beruflichen Massnahmen an sich ste-

hen hier mangels entsprechenden Anfechtungsobjekts hingegen nicht zur 

Diskussion. 

3. Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die-

se wird gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG verstanden als der durch die Beein-

trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver-

ursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verblei-

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Die Invalidität kann 

nach Art. 4 Abs. 1 IVG Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-

fall sein. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine ver-

sicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, 

während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG).

4.1. Zunächst zu klären ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin überhaupt 

berechtigt war, vor Abschluss der Eingliederungsmassnahmen über den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden. 

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Die Priorität von Eingliederungsmassnahmen vor Rentenleistungen (vgl. 

Art. 16 ATSG und BGE 126 V 243 E.5, 113 V 28 E.4a, 108 V 212 E.1d) 

verlangt nur dann zwingend die vorgängige Prüfung der Umschulungsfra-

ge, wenn die versicherte Person eingliederungsfähig ist und ohne allfälli-

ge berufliche Massnahmen eine rentenbegründende Invalidität besteht 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 151/05 vom 9. 

August 2005 E.1.1 m.H.a. BGE 121 V 191 E.4a e contrario). Kann ein 

Rentenanspruch durch allenfalls noch vorzunehmende berufliche Einglie-

derungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden, etwa weil ein ren-

tenbegründender Invaliditätsgrad bereits jetzt nicht gegeben ist, kann der 

Rentenentscheid unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen 

gefällt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 

E.3.2.1 m.H.).

4.2. Entgegen dem Vorwurf des Beschwerdeführers ist kein Widerspruch darin 

zu sehen, dass die Beschwerdegegnerin einerseits den Rentenanspruch 

verneint und andererseits weiterhin berufliche Massnahmen gewährt, zu-

mal die Voraussetzungen für die Gewährung von Massnahmen berufli-

cher Art und die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Rente von-

einander verschieden sind. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist 

somit dann korrekt, wenn sich zeigen sollte, dass der Beschwerdeführer 

bereits ohne Durchführung (erneuter) Eingliederungsmassnahmen nicht 

zu 40 % invalid ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_575/2007 vom 3. 

Juni 2008 E.4.1). Dies ist nachfolgend zu prüfen. 

5.1. Die angefochtene Verfügung beruht auf dem psychiatrischen Gutachten 

von med. pract. C._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, vom 25. Februar 2016 

(Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 106 S. 1 bis 37). Diese stellte 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Störung schuli-

scher Fertigkeiten (ICD-10: F81.3), zudem eine kombinierte Persönlich-

keitsstörung mit infantilen (histrionischen) und ängstlichen (vermeiden-

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den) Zügen (ICD-10: F61.0) und differentialdiagnostisch akzentuierte Per-

sönlichkeitszüge mit infantilen und ängstlichen (vermeidenden) Anteilen 

(ICD-10: Z73.1) fest (vgl. Bg-act. 106 S. 24). Bei den kombinierten 

Störungen schulischer Fertigkeiten bestünden beim Beschwerdeführer 

gemäss med. pract. C._____ Einschränkungen hinsichtlich kognitiver 

Fähigkeiten und Fertigkeiten (Informationsaufnahme, komplexe exekutive 

Funktionen). Bei den persönlichkeitsstrukturellen Besonderheiten seien 

die Stresstoleranz, die emotionale Belastbarkeit und die sozialen Kompe-

tenzen leichtgradig eingeschränkt (vgl. Bg-act. 106 S. 32). Bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit führte die Gutachterin aus (Bg-act. 106 S. 34 f.):

"Bei der aktuellen Tätigkeit, die aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht nicht dem 

Störungsbild des Exploranden angepasst ist, besteht derzeit eine verminderte Leistungs-

fähigkeit von ca. 30% aufgrund einer reduzierten Leistungsfähigkeit bezogen auf eine 

Vollzeittätigkeit. Es besteht ein etwas erhöhter Pausenbedarf, eine leicht vermehrte Er-

müdbarkeit, eine erhöhte Fehlerquote und ein vermindertes Arbeitstempo. Ein zumutba-

res adäquates Arbeitsverhalten muss noch erlernt werden.

Tätigkeiten mit Anforderungen an gute kognitive Funktionen (Informationsverarbeitung) 

sowie auch Tätigkeiten mit Anforderungen an selbständiges Arbeiten (Planung, Selbst-

steuerung und -kontrolle) sowie auch Tätigkeiten, die gute allgemeine schulische Fertig-

keiten (Rechtschreibung, rechnerische Kompetenzen) voraussetzen, sind aus gutachter-

lich-psychiatrischer Sicht nicht optimal angepasst. Tätigkeiten mit erhöhten Anforderun-

gen an Stresstoleranz, emotionale Belastbarkeit und soziale Kompetenzen sind eben-

falls nicht angepasst. Einfache, angelernte, repetitive Tätigkeiten, z.B. am Fliessband 

oder ähnliche einfache Tätigkeiten sind aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht ganztags 

zumutbar." 

5.2. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (BGE 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-

richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-

send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-

schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgege-

ben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit 

Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 

E.1a mit Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund einge-

hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-

gen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der Er-

fahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 

125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutach-

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ten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache al-

lein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche-

rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 

Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, wel-

che das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als be-

gründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 

welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an 

die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab an-

zulegen (BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch nur ge-

ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-

internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen (BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des Bundesgerichtes 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

5.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Einschätzung der Gutachterin 

med. pract. C._____, wonach er auf dem ersten Arbeitsmarkt in einer lei-

densangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, stehe im klaren Wider-

spruch zu den Beurteilungen der beruflichen Ausbildungs- und Ab-

klärungsstätten.

5.3.1. Zum Beweiswert von Abklärungsberichten ist festzuhalten, dass die ab-

schliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden erge-

benden funktionellen Leistungsfähigkeit (z.B. nur sitzende oder stehende 

Arbeiten, nur beschränktes Heben/Tragen von Lasten etc.) in der Haupt-

sache wohl dem Arzt und nicht den Fachleuten der Berufsbera-

tung/beruflichen Eingliederung obliegt. Mit Blick auf die rechtsprechungs-

gemäss enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit zwischen 

der Ärzteschaft und der Berufsberatung ist jedoch einer konkret leis-

tungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die 

Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen (Urteil des Bundesge-

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richts 9C_833/2007 E.3.3.2 m.H.a. BGE 107 V 17 E.2b; vgl. auch MEY-

ER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 28a 

Rz. 237). 

5.3.2. Bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 14. September 2016 

sind als Abklärungsberichte der bei der BEFAS Appisberg nach einer 

einmonatigen Abklärung am 10. Oktober 2013 erstellte Abschlussbericht 

(Bg-act. 58) sowie der Abschlussbericht des Bürozentrums B._____ vom 

21. Mai 2015 (Bg-act. 84) aktenkundig. Die BEFAS Appisberg schätzte 

den Beschwerdeführer als im Rahmen seines Störungsbildes eingliede-

rungsfähig, empfahl aber die Vornahme weiterer Abklärungen, um die 

Ausbildungsfähigkeit zu bestimmen (vgl. Bg-act. 58 S. 6 f.). Massgebend 

ist somit insbesondere der Abschlussbericht des Bürozentrums B._____ 

vom 21. Mai 2015. Darin wird insbesondere ausgeführt, dass der Be-

schwerdeführer nach Abschluss der einjährigen berufspraktischen Ausbil-

dung zum Büropraktiker fähig sei, im geschützten Rahmen einfache, re-

petitive kaufmännische Tätigkeiten auszuführen. Auch bei einer Tätigkeit 

im geschützten Rahmen sei es wichtig, dass der Beschwerdeführer bei 

der Arbeit unterstützt werde und dass auf seine besonderen Bedürfnisse 

nach klaren Strukturen, gleichbleibenden Rahmenbedingungen und kon-

stanten Bezugspersonen Rücksicht genommen werde. Der Beschwerde-

führer müsse bei der Arbeit angeleitet, unterstützt und kontrolliert werden. 

Grosszügig bemessene Zeitvorgaben ermöglichten ihm auch Gedanken 

und Bewegungspausen. Wiederkehrende Arbeitsaufträge würden ihm hel-

fen, sich zu orientieren und entsprächen seinem Bedürfnis nach Kon-

stanz. Der Beschwerdeführer könne ein Pensum von 75 % im geschütz-

ten Rahmen bewältigen. Pro Halbtag benötige er mindestens eine halbe 

Stunde Pause. Seine Leistung sei wahrscheinlich nicht verwertbar und 

liege im Vergleich zu einem Kaufmann EFZ unter 10 % (wegen Ein-

schränkungen in der sozialen Kommunikation und Interaktion, Ängste, 

Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten) (Bg-act. 84 S. 3).

- 13 -

5.4. Die Gutachterin med. pract. C._____ setzte sich in ihrem psychiatrischen 

Gutachten vom 25. Februar 2016 mit dem Abschlussbericht des Bürozen-

trums B._____ auseinander und legte in überzeugender Weise dar, war-

um sie den dortigen Ausführungen nicht zustimmen könne. Dabei führte 

sie insbesondere Folgendes aus (vgl. Bg-act. 106 S. 33):
"Der Abschlussbericht des Bürozentrums B._____ vom 22.05.2015 über die erbrachte 

Leistung des Exploranden beziffert mit "10% im Vergleich zu einem Kaufmann" lässt sich 

aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehen. Eine nachvollziehbare Dar-

stellung von ggf. konkreten Einschränkungen während der Tätigkeit im Bürozentrum 

B._____, welche anhand konkreter Beobachtungen diese sehr tiefe Leistung begründen, 

wurden von den Betreuern des Bürozentrum B._____ nicht abgegeben. Vor allem 

scheint die Motivation problematisch zu sein, zudem wirkt die gegenseitige Interaktion im 

familiären Rahmen nicht förderlich. Betreuungspersonen scheinen sich schnell genötigt 

zu fühlen, den dysfunktionalen Wünschen des Exploranden nachzugeben. 

Der psychiatrische Gutachter ist nach lV-rechtlichen Kriterien gehalten, nach objektiven 

Befunden und Kriterien zu beurteilen und zudem psychosoziale Belastungsfaktoren als 

IV-fremd zu markieren, da diese nicht in der Beurteilung der AUF berücksichtigt werden 

können. 

Bei A._____ konnten zahlreiche psychosoziale Belastungsfaktoren, welche bei ihm den 

Störungsverlauf mit entscheidend beeinflusst haben, eruiert werden: 

Subjektives Krankheitskonzept mit einem inadäquaten Krankheits-‚ Vermeidungs- und 

einem ausgeprägten Schonverhalten, hoher sekundärer Krankheitsgewinn bei umfang-

reicher Unterstützung durch Familie (insbesondere Mutter) und Institutionen, geringer 

beruflicher Ehrgeiz in Bezug auf realistische berufliche Ziele, Fokussierung auf private 

Freizeitaktivitäten und Hobbies, Wünsche nach finanzieller Absicherung, anzunehmen-

der Rentenwunsch." 

5.5. Das psychiatrische Gutachten vom 25. Februar 2016 (Bg-act. 106 S. 1 bis 

37) ist nach der persönlichen Untersuchung vom 21. Dezember 2015 und 

in Kenntnis aller bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Akten erstellt wor-

den. Insbesondere hat med. pract. C._____ in ihrer Beurteilung den nach 

der einmonatigen Abklärung bei der BEFAS Appisberg am 10. Oktober 

2013 erstellten Abschlussbericht (Bg-act. 58) sowie den nach Durch-

führung der erstmaligen beruflichen Ausbildung erfolgten Abschlussbe-

richt des Bürozentrums B._____ vom 21. Mai 2015 (Bg-act. 84) mit-

- 14 -

berücksichtigt. Das erwähnte psychiatrische Gutachten ist sehr detailliert, 

nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Im Übrigen war auch die 

behandelnde Psychiaterin des Beschwerdeführers, Dr. med. E._____, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der Auffassung, dass 

eine repetitive Arbeit grundsätzlich möglich sei. So äusserte sie sich in 

den Zusatzfragen zu ihrem Bericht vom 7. Juli 2015 (Bg-act. 85 S. 8) zwar 

nicht zur quantitativen Belastbarkeit des Beschwerdeführers, sie führte 

aber aus, dass grundsätzlich eine Arbeit, die hauptsächlich das Ausüben 

von sich wiederholenden Prozessen beinhaltet, denkbar sei. Nach ihrer 

Einschätzung könne der Beschwerdeführer in einem Produktionsbetrieb 

oder am Fliessband arbeiten. Wichtig sei, dass keine enge Teamarbeit 

nötig sei (vgl. Telefonnotiz des RAD-Arztes vom 7. April 2016 [Bg-act. 

110]). Schliesslich stimmte auch der RAD-Arzt Dr. med. D._____ mit Ab-

schlussbeurteilung vom 7. April 2016 (Bg-act. C2 S. 9) insgesamt den 

Schlussfolgerungen von med. pract. C._____ zu. Die Beschwerdegegne-

rin konnte das psychiatrische Gutachten von med. pract. C._____ vom 

25. Februar 2016 somit als Grundlage für den Erlass der angefochtenen 

Verfügung verwenden.

6.1. Im vorliegenden Fall haben sich nach Erlass der angefochtenen Verfü-

gung vom 14. September 2016 weitere Tatsachen verwirklicht, die nicht 

einfach ausser Acht gelassen werden können. Bevor auf diese neuen 

Tatsachen eingegangen wird, wird zur Übersicht anhand der Aktenlage 

kurz noch der Sachverhalt wiedergegeben: 

Die RAD-Ärzte Dr. med. D._____ und Dr. med. F._____ hatten im August 

2012 angesichts der schulischen Defizite des Beschwerdeführers auf die 

wenigen Erfolgsaussichten einer kaufmännischen Ausbildung bzw. Han-

delsausbildung hingewiesen (vgl. Verlaufs- und Gesprächsprotokoll [Bg-

act. 46 S. 3 ff.]). Die Beschwerdegegnerin entschied sich aber – offenbar 

auch gestützt auf die Empfehlung der BEFAS Appisberg, wo vom 12. Au-

gust 2013 bis 13. September 2013 eine berufliche Abklärung erfolgte (vgl. 

- 15 -

Abschlussbericht vom 10. Oktober 2013 [Bg-act. 58 S. 5]) – dennoch für 

die Übernahme der Mehrkosten für die erstmalige berufliche Ausbildung 

als Büropraktiker im Bürozentrum B._____ vom 11. August 2014 bis zum 

10. August 2015 (vgl. Bg-act. 78), wo der Beschwerdeführer anschlies-

send nach (aus Sicht der Beschwerdegegnerin) erfolgreichem Abschluss 

der Ausbildung im geschützten Rahmen angestellt blieb (vgl. Mitteilung 

vom 17. August 2015 [Bg-act. 89]). In der Folge wurde am 9. September 

2015 zur Prüfung des Leistungsanspruchs eine umfassende monodiszi-

plinäre medizinische Begutachtung bei med. pract. C._____ in Auftrag 

gegeben. Diese kam in ihrem psychiatrischen Gutachten vom 25. Februar 

2016 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit zu 

100 % arbeitsfähig sei (vgl. Bg-act. 106 S. 35). Sodann teilte die Be-

schwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 14. Juli 2016 mit, die Kos-

ten für eine neue Abklärung der Eingliederungsmöglichkeiten zur Prüfung 

weiterer beruflicher Massnahmen zu übernehmen (vgl. Bg-act. 138). So 

fand vom 19. August bis 14. November 2016 im WTL eine weitere berufli-

che Abklärung des Beschwerdeführers in der Montage und Logistik statt. 

Nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. September 2016 sind 

somit noch der Schlussbericht des WTL vom 17. November 2016 (Akten 

des Beschwerdeführers [Bf-act.] 3)  sowie der Kurzbericht der Stiftung 

Balm vom 9. November 2016 – wo der Beschwerdeführer eine Schnup-

perzeit vom 7. bis zum 9. November 2016 absolvierte – (Bf-act. 4) und der 

Bericht der Berufsberaterin der Beschwerdegegnerin vom 21. November 

2016 (Bf-act. 5) ergangen. Dies sind neue, nach der angefochtenen Ver-

fügung vom 14. September 2016 eingetretene Erkenntnisse. Ebenso stellt 

eine neue Erkenntnis dar, dass die Beschwerdegegnerin – wie vom Be-

schwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 27. Februar 2018 erwähnt 

und von der Beschwerdegegnerin unwidersprochen geblieben – mit (nicht 

aktenkundigem) Vorbescheid vom 4. Januar 2018 die Mehrkosten eines 

Vorpraktikums im G._____ vom 13. Mai 2017 bis 31. Juli 2017 und die 

Mehrkosten der (erneuten) erstmaIigen beruflichen Ausbildung des Be-

- 16 -

schwerdeführers zum Logistiker EBA und der Berufsschule für Hörge-

schädigte vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2019 übernommen hat. 

6.2. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht 

die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach 

dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Tat-

sachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normal-

fall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein. Ausnahmsweise 

kann das Gericht aus prozessökonomischen Gründen auch die Verhält-

nisse nach Erlass der Verfügung in die richterliche Beurteilung miteinbe-

ziehen und zu deren Rechtswirkungen über den Verfügungszeitpunkt hin-

aus verbindlich Stellung beziehen, mithin den das Prozessthema bilden-

den Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Eine solche Aus-

dehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums ist indessen – analog zu 

den Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf 

eine ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnis-

ses liegende spruchreife Frage – nur zulässig, wenn der nach Erlass der 

Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der 

Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend genau 

abgeklärt ist und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren 

Anspruch auf rechtliches Gehör, respektiert worden sind (BGE 130 V 138 

E.2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2015 vom 15. Oktober 2015 

E.3.1 je m.H.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_692/2011 vom 7. 

Februar 2012 E.3.2). Spätere Arztberichte sind in die Beurteilung mitein-

zubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlus-

ses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E.8.3 m.H.). 

6.3. Im Rahmen der Prüfung, ob die Beschwerdegegnerin über einen Renten-

anspruch vor Abschluss der Eingliederungsmassnahmen entscheiden 

durfte, können die oberwähnten neuen Erkenntnisse (vgl. vorne E.6.1) im 

vorliegenden Fall nicht unberücksichtigt bleiben, zumal der Sachverhalt, 

- 17 -

der der angefochtenen Verfügung vom 14. September 2016 zugrunde lag, 

bezüglich des hier zentralen Punktes (Rentenverneinung vor Abschluss 

der Eingliederungsmassnahmen) als fliessend zu betrachten ist und diese 

neuen Tatsachen geeignet sind, die Beurteilung des Rentenanspruchs zu 

beeinflussen.

7.1. Im Schlussbericht des WTL vom 17. November 2016 (Bf-act. 3) wird aus-

geführt, dass der Beschwerdeführer – entgegen den Ausführungen der 

Gutachterin – Motivation zeige, die Leistung und Belastbarkeit aber nicht 

bringe. Ferner ergibt sich daraus, dass er für serielle Tätigkeiten in einer 

Arbeits- oder Logistikkette nicht eingesetzt werden könne. Das fremdbe-

stimmte Tempo durch Mensch oder Maschine führe bei ihm zu Stress-

symptomen, welche bis zum Erbrechen reichten (vgl. Bf-act. S. 7). Aus-

serdem geht aus dem Kurzbericht der Stiftung Balm vom 9. November 

2016 hervor, dass für den Beschwerdeführer Abwechslung und Flexibi-

lität, wie sie im ersten Arbeitsmarkt erforderlich seien, ganz schwierig sei-

en (vgl. Bf-act. 4 S. 2). Wie zudem der Eintrag im Verlaufsprotokoll der 

Berufsberatung der Beschwerdegegnerin vom 21. November 2016 zeigt, 

hätten gemäss der Berufsberaterin klar Defizite vorgelegen, die eine be-

rufliche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ohne besondere Rah-

menbedingungen verunmöglichten. Die Leistungsfähigkeit sei deutlich 

eingeschränkt. Auch mit weiteren beruflichen Massnahmen werde im bes-

ten Fall eine Integration in einen Nischenarbeitsplatz mit reduziertem Ver-

dienst möglich sein. Die Ausbildung könne nur im geschützten Rahmen 

erfolgen. Dies widerspreche den medizinisch-theoretischen Einschätzun-

gen der Rentenprüfung (vgl. Bf-act. 5 S. 10).

7.2. Angesichts der soeben dargelegten Ergebnisse aus der (erneut) durchge-

führten beruflichen Abklärung, die erheblich von der Einschätzung von 

med. pract. C._____ gemäss ihrem Gutachten vom 25. Februar 2016 ab-

weichen, erachtete es das Gericht als notwendig, der Gutachterin med. 

pract. C._____ die vorgenannten Berichte (den Schlussbericht des WTL 

- 18 -

vom 17. November 2016 sowie den Kurzbericht der Stiftung Balm vom 9. 

November 2016) zur Stellungnahme vorzulegen (vgl. Schreiben der In-

struktionsrichterin vom 14. Dezember 2017 mit der Aufforderung an die 

Gutachterin zur Stellungnahme).

8.1. In ihrer Stellungnahme vom 19. Januar 2018 zu Handen des Gerichts kri-

tisierte med. pract. C._____ den Schlussbericht des WTL vom 17. No-

vember 2016 sowie den Kurzbericht der Stiftung Balm vom 9. November 

2016 in verschiedener Hinsicht. Die Gutachterin bemängelte zunächst die 

fehlende berufliche bzw. fachliche Bezeichnung der Abklärungsperson 

bzw. des Berichtsverfassers. In formeller Hinsicht äusserte die Gutachte-

rin insbesondere Kritik am Schlussbericht des WTL. So sei unklar, warum 

der Einsatz des Beschwerdeführers im WTL lediglich im Rahmen einer 4 

Tage-Woche und nur in einem täglichen Pensum von 6.5 Stunden erfolgt 

sei. Anwesenheitsangaben (Absenzen, Verspätungen etc.) zum Nachweis 

der Motivation des Beschwerdeführers seien nicht gemacht worden. Be-

züglich der im Verlauf erwähnten Medikamenteneinnahme sei nicht be-

schrieben, um welche konkreten Medikamente es sich handle. Ebenfalls 

unklar sei, ob sich der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum in einer am-

bulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung befunden ha-

be, wie von ihr im Gutachten empfohlen worden sei. Med. pract. C._____ 

bemängelt ferner die Darstellung des "Verlaufs" hinsichtlich der Häufigkeit 

der Einträge. Im September 2016 seien lediglich 3 Einträge erfolgt. Der 

letzte Eintrag sei am 5. Oktober 2016, d.h. anderthalb Monate vor dem 

Ende der beruflichen Abklärung am 17. November 2016 verfasst worden. 

Da somit Angaben zum Rahmen, Setting, Teilnahme und Behandlung 

fehlten, erfülle der Schlussbericht des WTL die Voraussetzungen nicht 

und habe aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht daher keine Relevanz. 

8.2. Mit dem Beschwerdeführer (vgl. seine Stellungnahme vom 16. Februar 

2018) ist zu diesen formellen Einwänden von med. pract. C._____ aber 

festzuhalten, dass die Berichte des WTL und der Stiftung Balm nicht den 

- 19 -

formalen Anforderungen eines Gutachtens genügen müssen. Der Bericht 

des WTL enthält – entgegen der Meinung der Gutachterin – im Übrigen 

den Hinweis, dass der Beschwerdeführer täglich anwesend und stets 

pünktlich gewesen sei (Bf-act. S. 4). Entscheidend für den vorliegenden 

Fall ist indessen, wie med. pract. C._____ die in den genannten Berichten 

erwähnten Auffälligkeiten würdigt, worauf in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen wird.

8.3. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nimmt die Gutachterin 

zu den in den genannten Berichten geäusserten Symptomen Stellung. So 

führt sie bezüglich des Schlussberichts des WTL aus, bei den angegebe-

nen Angst- und Panikzuständen liesse sich nicht erkennen, ob es dabei 

um psychische Symptome von Krankheitswert oder lediglich um leichte 

Beschwerden und/oder Befindlichkeitsstörungen gegangen sei. Falls 

tatsächlich krankheitsrelevante Ängste vorgelegen hätten, dann hätten die 

Verantwortlichen des WTL dem Beschwerdeführer zumindest eine ent-

sprechende Behandlung empfehlen müssen. Angststörungen liessen sich 

in der Regel gut und erfolgreich behandeln. Gemäss Aktenlage hätten 

beim Beschwerdeführer zuvor keine Ängste von Krankheitswert vorgele-

gen. Auch anlässlich der Untersuchung vom 21. Dezember 2015 habe sie 

derartige Symptome nicht identifizieren können. Unter Berücksichtigung 

der Aktenlage sei dem Beschwerdeführer einmalig und zwar im Juli 2015 

von der damals behandelnden Psychiaterin Dr. med. E._____ eine 

"Angststörung, gemischt mit Depression (F41.2)" diagnostiziert worden. 

Gemäss der lCD-10 handle es sich bei (F41.2) um eine sehr leichte Angst 

und sehr leichte depressive Symptome, welche jeweils die Kriterien einer 

leichten depressiven Episode und auch einer phobischen Störung oder 

einer Panikstörung nach der ICD-10 nicht erfüllten. Diese sehr leichten 

Symptome hätten – aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht – (wie in ihrem 

Gutachten dargestellt) keine relevanten psychischen Einschränkungen 

zur Folge und auch keine psychischen Auswirkungen auf die Arbeits-

fähigkeit. Laut Gutachterin sei ausserdem nicht nachvollziehbar, wie die 

- 20 -

Verantwortlichen des WTL zu einer 50%igen Leistungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers während einer Präsenzzeit von 26 Stunden pro Woche 

gekommen seien. Die Beurteilung der persönlichen und sozialen Kompe-

tenzen sei ferner aufgrund von Unklarheiten, Inkonsistenzen und Wider-

sprüchen nicht nachvollziehbar. So sei die Lern- und Leistungsbereit-

schaft des Beschwerdeführers mit der Note 3, während seine Arbeitsmo-

tivation höher, mit einer Note 4.5 benotet worden sei, obschon das eigent-

liche Problem eine mangelnde Arbeitsmotivation sei. Weshalb die Kon-

zentrationsfähigkeit sehr schlecht benotet worden sei (Note 2), lasse sich 

nicht nachvollziehen, zumal dem Beschwerdeführer eine "gute Sorgfalt" 

und eine "stets konstant hohe Qualität seiner Arbeiten" bescheinigt wor-

den seien. Gemäss Bericht habe der Beschwerdeführer im Bereich der 

Logistik und Montage "konzentriert und fehlerfrei" gearbeitet. Weshalb die 

Kommunikationsfähigkeit des Beschwerdeführers, der, wie im Verlauf zi-

tiert, stets seine subjektiven Beschwerden und seine subjektive Meinung 

gegenüber den zuständigen Personen gut mündlich und auch schriftlich 

habe mitteilen und diese auch mit Nachdruck habe vertreten können, mit 

einer 3 benotet werde, lasse sich ebenfalls nicht nachvollziehen. Weshalb 

schliesslich eine persönliche Begleitung und Betreuung mit von 1 zu 1 bis 

1 zu 4 notwendig gewesen sein sollte, lasse sich anhand der Ausführun-

gen im Schlussbericht nicht nachvollziehen. Insgesamt erscheine die ta-

bellarisch dargestellte Bewertung von persönlichen und sozialen Kompe-

tenzen aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht in weiten Teilen anhand 

der diagnostischen Erkenntnisse der Begutachtung nicht schlüssig. Auf-

grund nicht näher präzisierter "gesundheitlicher Einschränkungen", 

"krankheitsbedingter Handicaps" und "massiver Ängste", die aber alle-

samt psychiatrisch zu verifizieren wären, sei der Leistungsgrad des Be-

schwerdeführers während seiner reduzierten Präsenzzeiten mit 50 % be-

ziffert worden, was sich nicht nachvollziehen und nicht plausibilisieren 

lasse. Die Lektüre des Schlussberichtes spiegle aus gutachterlich-

psychiatrischer Sicht vor allem das sehr eigenwillige subjektive Krank-

heitskonzept des Beschwerdeführers und sein daraus resultierendes un-

- 21 -

angepasstes Krankheits-, Schon- und Vermeidungsverhalten wider, wel-

ches er gegenüber den zuständigen Personen habe durchzusetzen wis-

sen, bzw. welches auch von den zuständigen Personen des WTL unkri-

tisch übernommen worden sei. Bereits im Rahmen ihrer psychiatrischen 

Begutachtung sei dem Beschwerdeführer eine ambulante psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung empfohlen worden, mit dem Ziel einer 

adäquaten Auseinandersetzung mit seinem eigenwilligen subjektiven 

Krankheitskonzept, bzw. dem weiteren Ziel einer Veränderung des bishe-

rigen Krankheits-, Schon- und Vermeidungsverhaltes. Ebenfalls sei eine 

sorgfältige Prüfung der Motivation des Beschwerdeführers für berufliche 

Eingliederungsmassnahmen empfohlen worden. Diese Empfehlungen 

seien, wie es anhand des Schlussberichtes anzunehmen sei, nicht umge-

setzt worden.

8.4. Ferner äussert die Gutachterin ihre Kritik auch am Kurzbericht der Stif-

tung Balm vom 9. November 2016. Während der dreitätigen Abklärung in 

der Stiftung Balm sei das Arbeitsverhalten, das berufliche Können, das 

Lernverhalten und auch der kognitive Bereich von der zuständigen Per-

son der Stiftung jeweils als "gut" eingeschätzt worden. Die Ergebnisse 

dieser Abklärung seien diskrepant zu den Ergebnissen des WTL, wo das 

Lernverhalten und der kognitive Bereich als schlecht beurteilt worden sei-

en. Auffälligkeiten im emotionalen Bereich (z.B. Angst, Panik) seien in der 

Stiftung Balm nicht beschrieben worden, was ebenfalls diskrepant zu den 

Angaben im Bericht des WTL sei. Lediglich das Sozialverhalten (Warten, 

bis er an die Reihe komme, Beteiligung in der Gruppe, Toleranz und An-

passungsfähigkeit) sei von der zuständigen Person der Stiftung Balm als 

"genügend" eingeschätzt worden. Die Kontaktfähigkeit sei als "noch zu 

entwickeln" eingeschätzt worden, wobei angemerkt worden sei, dass der 

Beschwerdeführer "Einzelgänger" sei und "auf andere Leute nicht zu-

geht". Diese Ausführungen zum Sozialverhalten liessen sich aus gutach-

terlich-psychiatrischer Sicht nur zum Teil nachvollziehen. Eine Einschrän-

kung der Kontaktfähigkeit lasse sich beim Beschwerdeführer aus psychia-

- 22 -

trischer Sicht nicht erkennen. Vielmehr sei er in seinem Kontaktverhalten 

sehr zielgerichtet und sehr durchsetzungsfähig erschienen. Die zumutba-

re Fähigkeit zur Anpassung sollte nicht mit einer fehlenden Anpassungs-

bereitschaft verwechselt werden. Die Schlussfolgerung der Abklärungs-

person: (Zitat) "Er hat eher im Sozialbereich Mühe. Dies ist auch klar, da 

es bei ihm um eine Aspergerdiagnose geht" könne aus gutachterlich-

psychiatrischer Sicht nicht nachvollzogen und anhand eigener Untersu-

chungsergebnisse nicht bestätigt werden. Aus gutachterlich-psychia-

trischer Sicht handle es sich hierbei um eine subjektive Meinung eines 

psychiatrischen Laien. Eine diagnostische Einschätzung von psychiatri-

schen Diagnosen könnten ausschliesslich Fachärzte für Psychiatrie und 

Psychotherapie vornehmen.

8.5. Mit der Gutachterin med. pract. C._____ ist gestützt auf ihre Ausführun-

gen in ihrer Stellungnahme vom 19. Januar 2018 davon auszugehen, 

dass sich aus dem Schlussbericht des WTL vom 17. November 2016 und 

dem Kurzbericht der Stiftung Balm vom 9. November 2016 weder neue 

Aspekte noch neue medizinische Erkenntnisse ergeben, die eine Ände-

rung der psychiatrischen Einschätzung im Gutachten vom 25. Februar 

2016 zur Folge hätten. Die genannte Stellungnahme der Gutachterin vom 

19. Januar 2018 ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nach-

vollziehbar. Als lückenhaft oder nicht aktuell kann diese Stellungnahme 

nicht bezeichnet werden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-

rers hat die Gutachterin nicht etwa ein neues psychiatrisches Gutachten 

hinsichtlich der im Schlussbericht des WTL erwähnten Angststörungen als 

notwendig erachtet. Die Gutachterin hat betont, dass sie bereits anläss-

lich der Untersuchung vom 21. Dezember 2015 derartige Symptome nicht 

identifizieren konnte. Gemäss Gutachterin spiegelt die Lektüre des 

Schlussberichts des WTL vor allem das sehr eigenwillige subjektive 

Krankheitskonzept des Beschwerdeführers und sein daraus resultieren-

des unangepasstes Krankheits-, Schon- und Vermeidungsverhalten wi-

der. Wie bereits im Rahmen ihrer psychiatrischen Begutachtung, hat sie 

- 23 -

schliesslich eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behand-

lung empfohlen, mit dem Ziel einer adäquaten Auseinandersetzung mit 

dem eigenwilligen subjektiven Krankheitskonzept des Beschwerdeführers, 

bzw. dem weiteren Ziel einer Veränderung des bisherigen Krankheits-, 

Schon- und Vermeidungsverhaltes. Von einer Ausserachtlassung krank-

heitsrelevanter Symptome kann somit nicht die Rede sein. Zudem hat die 

Gutachterin auf die in der Tat diskrepanten Ergebnisse der Abklärungen 

des WTL und der Stiftung Balm hingewiesen; namentlich sind im Kurzbe-

richt der Stiftung Balm vom 9. November 2016 keine Angaben über 

Angst, Panik oder weitere emotionale Auffälligkeiten ersichtlich (vgl. Bf-

act. 4). Dass im genannten Kurzbericht der Stiftung Balm ein Asperger-

syndrom "diagnostiziert" wird, kann im Übrigen gestützt auf die korrekten 

Ausführungen von pract. med. C._____, wonach es sich dabei lediglich 

um die subjektive Meinung eines psychiatrischen Laien handle, unbeach-

tet bleiben. 

8.6. Der Beschwerdeführer stellt noch die Unvoreingenommenheit der Gut-

achterin med. pract. C._____ in Frage. Dass sie erwähnt habe, das ei-

gentliche Problem des Beschwerdeführers sei dessen mangelnde Ar-

beitsmotivation, lasse ihre letzte Stellungnahme 19. Januar 2018 als nicht 

mehr neutral erscheinen. Schon anlässlich der gutachterlichen Untersu-

chung vom 21. Dezember 2015 habe sich abzuzeichnen begonnen, dass 

die Gutachterin Mühe bekunde, objektiv zu bleiben. Dieser Einwand ist 

unbegründet. Med. pract. C._____ wies in ihrem Gutachten darauf hin, 

dass der Beschwerdeführer vor dem Begutachtungstermin verschiedene 

E-Mails an sie geschrieben und zur Untersuchung einen nach seinen An-

gaben selbst erstellten, schriftlich verfassten Lebenslauf mitgebracht ha-

be. Anders als in seinen vielen fehlerfrei geschriebenen E-Mails, habe der 

Lebenslauf gemäss med. pract. C._____ zahlreiche Fehler enthalten. 

Hierbei habe sich der Eindruck einer auffallenden Diskrepanz, bzw. In-

konsistenz ergeben (vgl. Bg-act. 106 S. 21 f.). Gegen diese Schlussfolge-

rung der Gutachterin bringt der Beschwerdeführer keine fundierten Argu-

- 24 -

mente vor. Soweit seine Rechtsvertreterin einwendet, es sei ungeklärt, ob 

der Beschwerdeführer die erwähnten E-Mails an die Gutachterin selbst 

oder mit externer Unterstützung verfasst habe, und sie zudem vorwirft, 

weder zitiere die Gutachterin aus diesen Dokumenten, noch lägen sie 

dem Gutachten bei, so kann sie nicht gehört werden. Aufgrund der den 

Beschwerdeführer treffenden Mitwirkungspflicht zur Abklärung des Sach-

verhalts obliegt es ihm, als Absender der genannten E-Mails, die behaup-

tete Unklarheit zu beseitigen. Mangels anderslautender Angaben seiner-

seits kann an der betreffenden Schilderung der Gutachterin nicht gezwei-

felt werden. Dass die Gutachterin in ihrem Gutachten gewisse Eindrücke 

aus Sicht des Beschwerdeführers als negativ bewertet hat, kann vom Ge-

richt nicht beanstandet werden, zumal es sich dabei um Erkenntnisse und 

Schlussfolgerungen von einer Fachärztin handelt. Entgegen der Darstel-

lung des Beschwerdeführers bestätigt die Gutachterin durch ihre Stel-

lungnahme vom 19. Januar 2018 ihre in ihrem Gutachten vom 25. Mai 

2016 gemachten Ausführungen. Die Objektivität der Gutachterin wird 

durch die Einwände des Beschwerdeführers nicht erschüttert. Auf die 

schlüssige und nachvollziehbare Stellungnahme von med. pract. C._____ 

vom 19. Januar 2018 kann nach dem Gesagten abgestellt werden.

9.1. Schliesslich ist noch die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin nach 

unbestrittenen Angaben des Beschwerdeführers im Vorbescheid vom 4. 

Januar 2018 die Übernahme der Mehrkosten für die (erneute) erstmaIige 

berufliche Ausbildung des Beschwerdeführers zum Logistiker EBA an-

gekündigt hat, zu werten. In diesem Zusammenhang rügt der Beschwer-

deführer, es sei unverständlich, warum die Beschwerdegegnerin auf die 

Einschätzung von med. pract. C._____ abstelle und einen Rentenan-

spruch verneine, wenn sie zuerst am 14. Juli 2016 bereits eine weitere 

Kostengutsprache für die berufliche Abklärung beim WTL für die Zeit vom 

15. August bis 14. November 2016 erteilt habe und sie nun für die Mehr-

kosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung des Beschwerdeführers 

als Logistiker EBA aufkomme. Diese Ausbildung finde im geschützten 

- 25 -

Rahmen statt. Aus allen Berichten der beruflichen Abklärungs- und Aus-

bildungsstätten ergebe sich, dass der Beschwerdeführer sogar im ge-

schützten Rahmen andauernde Betreuung und Begleitung benötige, auf 

einen gleichbleibenden Rahmen und gleichbleibende Bezugspersonen 

angewiesen sei, in seiner Flexibilität sehr eingeschränkt und nicht belast-

bar sei und zudem unter grossen Prüfungs- und Versagensängsten leide. 

Daraus könne nur geschlossen werden, dass auch die Beschwerdegeg-

nerin der Ansicht sei, dass der Beschwerdeführer auf dem ersten Ar-

beitsmarkt nicht arbeitsfähig sei (vgl. Stellungnahme des Beschwerdefüh-

rers vom 27. Februar 2018).

9.2. Der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Bei 

der vorliegenden Übernahme der Mehrkosten für die Ausbildung zum Lo-

gistiker wird eine bestimmte Mindesteinbusse in der Erwerbstätigkeit  

nicht verlangt. Bezugspunkt der Prüfung bildet hier nicht die Erwerbstätig-

keit, sondern der beabsichtigte Ausbildungsgang mit seinen spezifischen 

Anforderungen (vgl. Urteil des ehemaligen eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts I 159/05 vom 16. März 2006 E.3.2.2 m.H.). Selbst wenn al-

so für die Übernahme der Mehrkosten der Ausbildung im geschützten 

Rahmen zwar eine wesentliche "Invalidität" gegeben sein muss, so be-

zieht sich diese "Invalidität" auf die Einschränkung im beabsichtigten 

Ausbildungsgang und entspricht nicht der Erwerbseinbusse bzw. dem In-

validitätsgrad. Im vorliegenden Fall ist gemäss den sich als zuverlässig  

erwiesenen Ausführungen der Gutachterin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

in adaptierter Tätigkeit gegeben, wozu laut Gutachterin einfache, ange-

lernte, repetitive Tätigkeiten, z.B. am Fliessband oder ähnliche einfache 

Tätigkeiten, zählen (Bg-act. 106 S. 35; vgl. vorne E.5.1). Dies führt zu 

keiner Erwerbseinbusse (IV-Grad unter 40 % [vgl. Bg-act. C2 S. 11]), was  

für die Verneinung eines Rentenanspruchs entscheidend ist. 

10. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bereits 

vor Abschluss der Eingliederungsmassnahmen über die Rentenfrage ent-

- 26 -

scheiden durfte, da gestützt auf das Gutachten vom 25. Februar 2016 und 

die dieses bestätigende Stellungnahme vom 19. Januar 2018 von med. 

pract. C._____ davon auszugehen ist, dass beim Beschwerdeführer kein 

rentenbegründender IV-Grad besteht (vgl. vorne E.4.2). In Bestätigung 

der angefochtenen Verfügung ist die dagegen erhobene Beschwerde so-

mit abzuweisen. 

11.1. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abwei-

chung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-

richt kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- fest-

zulegen. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.-- angemes-

sen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind diese Kosten dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.

11.2. Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer die beantragte unentgeltliche 

Rechtspflege (Prozessführung und Rechtsverbeiständung) zu gewähren 

ist. 

Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgelt-

liche Rechtspflege explizit. Laut diesen Bestimmungen sind die Voraus-

setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, 

wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und 

die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin geboten er-

scheint (vgl. auch BGE 134 I 166 E.3 m.H.). Bedürftig im Sinne von 

Art. 61 lit. f ATSG ist eine Partei, die zur Leistung der Parteikosten die 

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Mittel zur Deckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie angreifen 

müsste. Dabei liegt die Grenze der Bedürftigkeit höher als diejenige des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums (SVR 2007 AHV Nr. 7 S. 20). 

Aussichtslos ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich gerin-

ger sind als die Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet werden 

können. Hingegen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, 

wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage hal-

ten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine 

Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überle-

gung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Pro-

zess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht 

allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 

E.2.2.4, 129 I 129 E.2.3.1, 122 I 267 E.2b; KIESER, a.a.O., Art. 61 

N.173 ff.). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beur-

teilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der Pro-

zessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des 

Gesuchs massgebend sind (BGE 138 III 217 E.2.2.4).

11.3. Vorliegend erscheint der Rechtsstreit weder offensichtlich mutwillig noch 

von vornherein aussichtslos. Auch ist die Vertretung durch eine Anwältin 

notwendig oder doch zumindest geboten, zumal es sich beim Beschwer-

deführer um einen Laien handelt.

11.4. Fraglich ist, ob der Beschwerdeführer bedürftig ist. Die prozessuale Be-

dürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation des 

Rechtsuchenden. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen Ver-

pflichtungen, anderseits die Einkommens- und Vermögensverhältnisse. 

Ein allfälliger Überschuss zwischen dem zur Verfügung stehenden Ein-

kommen und dem Zwangsbedarf der Gesuch stellenden Partei ist mit den 

für den konkreten Fall zu erwartenden Gerichts- und Anwaltskosten in 

Beziehung zu setzen, dabei sollte es der monatliche Überschuss ihr er-

möglichen, die Prozesskosten bei weniger aufwendigen Prozessen innert 

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einiger Monate bis rund eines Jahres, bei anderen aufwendigeren Pro-

zessen innert zweier Jahre zu tilgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_234/2008 vom 4. August 2008 E.4; MEICHSSNER, Das Grundrecht auf 

unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 75 f., je 

mit Hinweisen).

11.5. Für die Berechnung des prozessualen Zwangsbedarfs wird der betrei-

bungsrechtliche Grundbetrag durch effektive Bedarfsposten wie Woh-

nungsmiete, Sozialbeiträge, Berufsauslagen, Arztkosten, laufende Steu-

ern usw. erweitert. Zudem ist der betreibungsrechtliche Grundbetrag pra-

xisgemäss um einen pauschalen Zuschlag von 20 % zu erhöhen (vgl. 

MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 

Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 74-95; Kreisschreiben des Kantonsgerichts 

betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen 

Existenzminimums [Notbedarf] nach Art. 93 SchKG vom 18. August 

2009). 

11.6. Im vorliegenden Fall verfügt der Beschwerdeführer über keine Vermö-

genswerte. Seine monatlichen Einnahmen und Ausgaben lassen sich wie 

folgt darstellen:

Ausgaben
Grundbedarf (inkl. Zuschlag von 20 %) Fr. 1'440.-- (Fr. 1'200.-- + Fr. 240.--)

Mietzins Fr. 1'402.--

Krankenkasse (abzgl. IPV) Fr. 196.10 (Fr. 269.30 - Fr. 73.20 IPV)

Hausrat-/Privathaftpflichtversicherung Fr. 14.90 (Fr. 178.60 : 12)

Berufsauslagen Fr. 250.-- (praxisgemäss, da die behaup-

teten Fr. 1'000.-- nicht belegt sind)

Total Ausgaben Fr. 3'303.-- 

Einnahmen (Ersatzeinkommen) Fr. 3'435.--
Gegenüberstellung Fr. 3'435.-- ./. Fr. 3'303.--

Überschuss Fr. 132.--

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Die Gegenüberstellung des Einkommens mit dem Aufwand für den not-

wendigen Lebensunterhalt (prozessualen Zwangsbedarf) ergibt einen 

monatlichen Überschuss von Fr. 132.--. Die Gerichtskosten betragen 

Fr. 700.-- und die durch das vorliegende Beschwerdeverfahren verursach-

ten Anwaltskosten belaufen sich gemäss korrigierter Honorarnote vom 4. 

Januar 2017 bzw. 11. April 2018 auf Fr. 1'980.-- (12 h à Fr. 160.-- statt der 

geltend gemachten Fr. 250.-- [vgl. zum Stundenansatz für Hilfsorganisa-

tionen PVG 2010 Nr. 31] zzgl. Spesen von Fr. 60.--). Der auf ein Jahr 

aufgerechnete Überschuss (Fr. 1'584.--) reicht somit nicht aus, um die 

entstandenen Prozesskosten zu decken. 

Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, für die Ge-

richtskosten von Fr. 700.-- sowie die durch das vorliegende Beschwerde-

verfahren verursachten Anwaltskosten aufzukommen. Dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist 

demnach stattzugeben und Rechtsanwältin lic. iur. Anna Willi bzw. lic. iur. 

Susanne von Aesch Kamer, Rechtsdienst Inclusion Handicap, als unent-

geltliche Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers einzusetzen. Die Ge-

richtskosten von Fr. 700.-- und die Kosten der Rechtsvertretung von 

Fr. 1'980.-- werden demzufolge von  der  Gerichtskasse übernommen. 

11.7. Hinzuweisen ist noch auf den Vorbehalt in Art. 77 VRG, wonach die er-

lassenen Gerichtskosten und die Kosten für die Rechtsvertretung zu er-

statten sind, wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse 

des Beschwerdeführers dereinst verbessern sollten.

12. Die Kosten des Ergänzungsgutachtens von med. pract. C._____ vom 19. 

Januar 2018 in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden von der Gerichtskasse 

übernommen, zumal der Beschwerdegegnerin im hier vorliegenden Fall 

nicht vorgeworfen werden kann, dass sie im Zeitpunkt des Verfügungser-

lasses notwendige, weitere Abklärungen nicht vorgenommen hätte (vgl. 

Art. 45 Abs. 1 ATSG).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.1. In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Gerichts-

kosten von Fr. 700.-- zulasten von A._____ von der Gerichtskasse über-

nommen.

2.2. A._____ wird in der Person von RA lic. iur. Anna Willi bzw. RA lic. iur. Su-

sanne von Aesch Kamer, Rechtsdienst Inclusion Handicap, eine Rechts-

vertreterin auf Kosten des Staates bestellt. Diese wird durch die Gerichts-

kasse mit Fr. 1'980.-- entschädigt.

2.3. Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und die 

Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten.

3. Die Kosten für das gerichtliche Ergänzungsgutachten von med. pract. 

C._____ vom 19. Januar 2018 in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden von 

der Gerichtskasse übernommen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Dagegen Weiterzug an Bundesgericht noch hängig.