# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24d9c136-deff-5c55-9bff-2857ef728f0a
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 10.05.2022 106 2022 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2022-52_2022-05-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

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www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2022 52 - 59 - 60

Urteil vom 10. Mai 2022

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschwerdeführer    

gegen

B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Patrik Gruber

betreffend 

C.________ und D.________, geboren 2011 und 2013

Gegenstand Wirkungen des Kindesverhältnisses

Beschwerde vom 14. April 2022 gegen die Entscheide der Friedens-
richterin bzw. des Friedensgerichts des Sensebezirks vom 1. April 
2022

Gesuch vom 14. April 2022 um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung

Gesuch vom 14. April 2022 um Erteilung der unentgeltlichen Rechts-
pflege 

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In Anbetracht dessen,

dass A.________ und B.________ die nicht miteinander verheirateten Eltern der Kinder 
C.________, geb. 2011, und D.________, geb. 2013, sind;

dass mit Entscheid des Friedensgerichts des Sensebezirks (nachfolgend das Friedensgericht) vom 
16. Dezember 2015 namentlich die gemeinsame elterliche Sorge bestätigt und die alternierende 
Obhut angeordnet wurde;

dass in der Folge zahlreiche Entscheide ergingen, wobei die Kinder unter der alternierenden Obhut 
blieben (vgl. Akten Vorinstanz 300 2015 129/130, 8 Aktenhefte); 

dass das Friedensgericht namentlich mit Entscheid vom 12. Juni 2018 ein Erziehungsfähigkeits-
gutachten bei Prof. Dr. phil. E.________, Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychiatrie, an-
ordnete und dieses am 31. Dezember 2018 dem Friedensgericht zugestellt wurde;

dass die Friedensrichterin des Sensebezirks (nachfolgend die Friedensrichterin) mit Entscheid vom 
15. Dezember 2021 gestützt auf Art. 69 ZPO Rechtsanwalt Krishna Müller als Rechtsbeistand von 
A.________ bestellte. Am 10. Februar 2022 erhob A.________ dagegen Beschwerde und ersuchte 
um Wiederherstellung der Beschwerdefrist. Mit Urteil des hiesigen Hofs vom 2. März 2022 wurde 
das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist abgewiesen und nicht auf die Beschwerde 
eingetreten (106 2022 28-29). Mit Urteil vom 26. April 2022 wies das Bundesgericht die dagegen 
erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (5A_266/2022);

dass die Kinder am 17. Januar 2022 von der Friedensrichterin angehört wurden;

dass für eine ausführliche Zusammenfassung des Sachverhalts und der seit dem Gutachten von 
Prof. Dr. phil. E.________ eingetretenen Ereignisse namentlich auf den vorsorglichen Entscheid der 
Friedensrichterin vom 28. Januar 2022 verwiesen werden kann;

dass die Friedensrichterin mit vorsorglichem Entscheid vom 28. Januar 2022 namentlich die Sicher-
stellung einer engmaschigen psychologischen bzw. psychiatrischen Betreuung für die beiden Kinder 
anordnete und ankündigte, dass sie beabsichtige, eine externe Gutachterstelle mit einem Gutachten 
betreffend die Erziehungsfähigkeit von A.________ sowie der Regelung der elterlichen Sorge, der 
Obhut und des Besuchsrechts zu beauftragen;

dass die Friedensrichterin mit superprovisorischem Entscheid vom 16. Februar 2022 die alter-
nierende Obhut bzw. das Besuchsrecht von A.________ bis auf Weiteres sistierte;

dass die Friedensrichterin mit vorsorglichem Entscheid vom 16. März 2022 die Obhut über die 
beiden Kinder der Kindsmutter übertrug und dem Kindsvater ab dem 21. März 2022 ein Telefon-
kontakt pro Woche mit den beiden Kindern und ab dem 2. April 2022 und bis auf Weiteres ein 
Besuchsrecht alle ungeraden Wochen einen Tag – entweder Samstag oder Sonntag – von 10.00 
Uhr bis 19.00 Uhr, einräumte;

dass gemäss dem Schreiben vom 18. März 2022 von Dr. med. F.________ und G.________ des 
H.________, der aktuelle psychische Zustand der Kinder es nicht erlaube, die mit Entscheid vom 
16. März 2022 festgelegten Kontakte zu bewerkstelligen. Es sei davon auszugehen, dass durch die 
durchgeführte Psychotherapie in einem Zeitraum von sechs Monaten, eine Reduktion der 

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Symptomatik erreicht werden könne. Erst zu diesem Zeitpunkt (August 2022) sollte evaluiert werden, 
ob und wie ein Kontakt zum Vater wieder möglich sei;

dass die Friedensrichterin mit superprovisorischem Entscheid vom 21. März 2022 das mit Entscheid 
vom 16. März 2022 angeordnete Kontaktrecht bis auf Weiteres sistierte;

dass Dr. med. F.________ und G.________ mit Schreiben vom 25. März 2022 mitteilten, dass die 
am 17. Februar 2022 beobachteten affektiven Symptome, wie «deprimiert, ängstlich, mutistisch», 
nicht mehr beobachtet werden konnten; beide Kinder schienen am 23. März 2022 wie 
«ausgewechselt»; sie würden sich gut fühlen «weil wir nicht mehr zum Vater müssen, weil wir nicht 
mehr angebrüllt und nicht mehr geschlagen werden»; der Entscheid des Friedensgerichts gemäss 
Psychologin G.________ eine grosse Entlastung für die Kinder gewesen sei und weiterhin für beide 
Kinder gleichermassen gelten sollte;  

dass die Kindseltern am 25. bzw. 28. März 2022 Stellung nahmen;

dass die Friedensrichterin den Parteien zudem am 16. März 2022 betreffend das am 28. Januar 
2022 in Aussicht gestellte Erziehungsfähigkeitsgutachten das rechtliche Gehör zur Person des 
Gutachters sowie zu den zu stellenden Fragen gewährte;

dass die Kindseltern hierzu jeweils am 30. März 2022 Stellung nahmen;

dass die Friedensrichterin am 1. April 2022 den superprovisorischen Entscheid vom 21. März 2022 
bestätigte und den Entscheid vom 16. März 2022 wie folgt änderte:

a. Das Besuchsrecht des Kindsvaters wird bis zur Erstellung des in Auftrag gegebenen 
Erziehungsfähigkeitsgutachtens sistiert.

b. Der Beistand wird beauftragt, regelmässig und nach Rücksprache mit der behandelnden 
Psychologin zu prüfen, inwieweit und in welcher Form (z.B. brieflich, telefonisch) ein Kontakt 
zwischen den Kindern und dem Vater möglich ist und die Kinder bei der Aufgleisung eines 
solchen Kontaktes zu unterstützen und zu begleiten.

c. Die angesetzte Anhörung vom 16. Mai 2022 wird annulliert. 

dass sie weiter den Antrag auf eine zeitnahe Anhörung der Eltern mit einem Mediationsversuch bzw. 
der Erarbeitung eines Konsenses bezüglich Obhut/Kontaktrecht abwies und einer allfälligen Be-
schwerde gegen diesen Entscheid die aufschiebende Wirkung entzog;

dass das Friedensgericht zudem mit Entscheid vom 1. April 2022 lic. phil. I.________, 
Fachpsychologin, und Dr. phil. J.________, dipl. Erziehungsberaterin-Schulpsychologin, 
K.________, mit der Erstellung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens beauftragte; 

dass A.________ am 14. April 2022 eine Beschwerde einreichte und beantragte, dass die Mass-
nahmen unverzüglich aufzuheben und die alternierende Obhut (wie bis am 13. Februar 2022) 
unverzüglich wieder zu genehmigen sei. Ausserdem sei die aufschiebende Wirkung unverzüglich 
wiederherzustellen. Es seien ihm alle ihm entstandenen und noch weiter entstehenden Kosten und 
eine Entschädigungszahlung wegen der massiven psychischen Belastungen und Diskriminierung 
an ihn zu zahlen. Es sei ihm die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt Roger Lerf;

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dass das Friedensgericht am 21. April 2022 mitteilte, auf eine ausführliche Stellungnahme zu ver-
zichten, auf die Begründung des angefochtenen Entscheides verwies und auf Abweisung der 
Beschwerde schloss;

dass A.________ am 27. April 2022 eine spontane Replik einreichte und seine Beschwerde mit 
folgenden Anträgen ergänzte:

- «Das Friedensgericht ist aufzufordern alle Akten einzureichen
- Die Akten der Schulbehörden sind einzufordern
- Die Entscheide sind per sofort aufzuheben resp. an das Friedensgericht zurück zu geben
- Es ist ein unverzüglicher Kontakt mit meinen Kindern herzustellen
- Die alternierende Obhut sei bis nach einer Sitzung wieder wie bisher unverzüglich weiter zu führen 

(es gibt keine Gründe die dies nicht ermöglichen sollten und auch keine Gesetzesgrundlage dazu.

- Die Kindsmutter ist unverzüglich aufzufordern eine Kommunikation unter den Eltern (recte) zu 
ermöglichen

- ES IST UNVERZÜGLICH (innert der nächsten Woche) VOM FRIEDENSGERICHT EINE SITZUNG 
EINZUBERUFEN.

- Der Ausstand der Friedensrichterin sei zu prüfen, die Anzeichen ergeben sich aus den falsch 
Anschuldigungen in den Entscheiden

- Eine unabhängige Befragung der Kinder (die Friedensrichterin ist keine geschulte Person) ist 
unverzüglich anzuordnen. Dabei werden die Kinder aber von beiden Elternteilen begleitet und nicht 
wie bisher zur Psychologin von der Grossmutter mütterlicherseits, die davor den Kindern eintrichtert 
was sie zu sagen haben und ihnen das blaue vom Himmelverspricht. Zudem sie sich noch strafbar 
macht, dass sie ihre psychologische Ausbildung offensichtlich missbraucht um die Grosskinder zu 
beeinflussen und manipulieren.

- Kontakt meiner Kinder zu meinen Eltern (Grosseltern) insbesondere meiner schwer kranken Mutter 
ist unverzüglich zu ermöglichen (Whatsapp-Video-Call und wenn möglich Spitalbesuche.»;

dass er zudem in der Replik den Beizug der Akten 10 2019 206, 239 des Bezirksgerichts des 
Sensebezirks beantragte;

dass das Friedensgericht sämtliche vorinstanzlichen Akten einreichte (8 Aktenhefte; Eingang am 
22. April und 3. Mai 2022); 

dass der Beschwerdeführer in seiner Replik die Frage aufwirft, ob die Präsidentin des hiesigen Hofs 
befangen ist, ohne jedoch ein Ausstandsgesuch zu stellen;

dass der Hof in seiner ursprünglichen Besetzung darüber entscheiden kann, da – sollte die 
aufgeworfene Frage ein Ausstandsgesuch darstellen – dieses offensichtlich unzulässig ist (BGE 145 
III 469 E. 3.2; Urteile BGer 4D_80/2017 vom 21. März 2018; 5A_605/2013 vom 11. November 2013 
E. 3.5; je m.H.);

dass einerseits ein Ausstandsgesuch unverzüglich zu stellen ist (Art. 49 Abs. 1 ZPO). Wer schon 
bei Einreichen eines Rechtsmittels damit rechnen muss, dass ein unter Umständen von ihm als 
befangen erachteter Richter am Entscheid teilnehmen könnte, hat dies bereits zusammen mit dem 
Rechtsmittel geltend zu machen, andernfalls das Gesuch verspätet ist (BGE 139 III 120 E. 3.2.1; 
Urteil BGer 1P.339/2004 vom 22. Oktober 2004 E. 2 m.H.);

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dass der Beschwerdeführer vorliegend bereits bei Einreichen des Rechtsmittels damit rechnen 
musste, dass die Präsidentin am Entscheid teilnimmt, handelt es sich doch dabei um die ordentliche 
Besetzung und hat diese bereits an zahlreichen Urteilen betreffend den Beschwerdeführer mitge-
wirkt, zuletzt am 2. März 2022 (106 2022 28-29);

dass andererseits ein allfälliges Ausstandsgesuch auch offensichtlich unbegründet wäre, da kein 
Grund von Art. 47 ZPO vorliegt. Namentlich fällt der Umstand, dass es sich beim ehemaligen Anwalt 
des Beschwerdeführers um den Cousin der Präsidentin handelt, nicht unter Art. 47 Abs. 1 lit. e ZPO, 
und hat die Präsidentin auch nicht am Urteil des Hofes vom 5. Mai 2021 betreffend die Entlassung 
des ehemaligen Anwalts aus dem Mandat als unentgeltlicher Rechtsvertreter mitgewirkt;

dass der Beschwerdeführer sich sodann nicht klar dazu äussert, welchen Entscheid er anficht, 
jedoch aufgrund der Begründung der Beschwerde davon auszugehen ist, dass er sowohl den 
Entscheid der Friedensrichterin vom 1. April 2022 betreffend die Anordnung vorsorglicher Mass-
nahmen als auch denjenigen des Friedensgerichts vom 1. April 2022 betreffend die Anordnung eines 
Gutachtens anficht (vgl. BGE 137 III 617 E. 6.2 m.H.);

dass gegen Entscheide der Schutzbehörde oder deren Präsidentin/Präsident beim Kantonsgericht 
Beschwerde erhoben werden kann (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB; Art. 8 KESG; Art. 52 
JG; Art. 14 Abs. 1 Bst. c des Reglements des Kantonsgerichts vom 22. November 2012 betreffend 
seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]);

dass die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde in Kindesschutz-
verfahren sinngemäss anwendbar sind (Art. 314 Abs. 1 ZGB);

dass die Beschwerdefrist 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids beträgt (Art. 450b Abs. 1 ZGB); 
gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen beträgt sie 10 Tage (Art. 445 Abs. 3 ZGB);

dass die Entscheide vom 1. April 2022 dem Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsbeistand am 
4. April 2022 zugestellt wurden, womit die am 14. April 2022 erfolgte Beschwerde fristgerecht erfolgt 
ist;

dass A.________ zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 450 Abs. 2 ZGB);

dass ihm allerdings mit Entscheid der Friedensrichterin vom 15. Dezember 2021 gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 ZPO Rechtsanwalt Krishna Müller als Rechtsbeistand bestellt wurde;

dass der Beschwerdeführer nicht substantiiert darlegt, dass er in der Zwischenzeit seine Postu-
lationsfähigkeit wiedererlangt hat; 

dass namentlich Urteils- und Handlungsfähigkeit nicht mit der Postulationsfähigkeit gleichzusetzen 
ist (vgl. Urteile BGer 5A_469/2019 vom 17. November 2020 E. 5.4.1; 5A_1002/2017 vom 12. März 
2019 E. 4.2.2), womit das Arztzeugnis von Dr. med. L.________ vom 1. Februar 2022, welches die 
Urteils- und Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers festhält, ohne namentlich auf das Arzt-
zeugnis vom 30. November 2021 Bezug zu nehmen, nichts an der Postulationsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers zu ändern vermag;

dass sich die Postulationsunfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss dem Entscheid vom 15. De-
zember 2021 neben einer akuten psychosozialen Belastungssituation zudem namentlich aus den 
zahlreichen mangelhaften Eingaben des Beschwerdeführers ergibt und dies auch weiterhin zutrifft;

dass sich ausserdem das vorliegende Verfahren nicht einfacher gestaltet als das erstinstanzliche;

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dass daher bereits aus diesem Grund nicht auf die persönlich eingereichte Beschwerde einzutreten 
ist (BGE 147 III 351 E. 6.2.1 m.H.; Urteile BGer 5A_469/2019 vom 17. November 2020 E. 5 m.H.; 
4A_410/2017 vom 24. August 2017);

dass auf die Beschwerde jedoch auch nicht einzutreten wäre, wenn der Beschwerdeführer 
postulationsfähig wäre;

dass auf die Eingaben des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist, soweit diese Anträge und 
Ausführungen beinhaltetet, die nicht unter die Zuständigkeit des hiesigen Hofs fallen oder die nicht 
Gegenstand der angefochtenen Entscheide waren, was namentlich auf die Frage der Therapie der 
Kinder, einer Entschädigungszahlung bzw. Genugtuung an den Beschwerdeführer, des ursprüng-
lichen Entscheids betreffend die Postulationsfähigkeit (vgl. Entscheid der Friedensrichterin vom 15. 
Dezember 2021 und Urteil des hiesigen Hofs vom 2. März 2022), des persönlichen Verkehrs mit der 
Grossmutter (vgl. Entscheid des Friedensgerichts vom 11. April 2022) und der angeblichen Straf-
taten zutrifft;

dass die Beschwerde beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen ist (Art. 450 Abs. 3 ZGB), 
d.h. es gilt aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dieser 
Anforderung genügt der Beschwerdeführer nicht, wenn er lediglich auf die vor erster Instanz 
vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufrieden 
gibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Die Begründung muss 
hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Rechtsmittelinstanz mühelos verstanden werden 
zu können. Dies setzt voraus, dass der Beschwerdeführer im Einzelnen die vorinstanzlichen 
Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht 
(BGE 138 III 374 E. 4.3.1);

dass soweit der Beschwerdeführer auf einen Link verweist, unter welchem Unterlagen herunter-
zuladen seien, dies weder dem Erfordernis der Schriftlichkeit noch der Begründung genügt;

dass es ebenfalls nicht genügt, wenn der Beschwerdeführer auf seine Eingaben ans Friedensgericht 
verweist;

dass sich der Beschwerdeführer nicht substantiiert mit den Erwägungen der beiden Entscheide 
auseinandersetzt. Vielmehr legt er pauschal seine Sicht der Dinge dar, kritisiert in allgemeiner Weise 
die Rechtsordnung, Behörden, Fachpersonen und die Gegenpartei und schiebt die Schuld für die 
heutige Situation namentlich der Kindsmutter, dem Gericht und dem Beistand zu. Weiter beruft er 
sich auf das Gutachten vom 31. Dezember 2018, ohne auf die Begründung im angefochtenen 
Entscheid einzugehen und sich mit den seither ergangenen Berichten auseinanderzusetzen;

dass der Beschwerdeführer namentlich auch die Anträge, dass die Kindsmutter unverzüglich zur 
Kommunikation zwischen den Eltern aufzufordern sei, vom Friedensgericht sei unverzüglich eine 
Sitzung einzuberufen und der Kontakt zu den Grosseltern väterlicherseits sei zu ermöglichen, nicht 
begründet;

dass der Beschwerdeführer nicht begründet, was die Telefongespräche mit Dr. med. L.________ 
und M.________ sowie das angebliche Schreiben an das Inselspital an den angefochtenen 
Entscheiden ändern sollen;

dass der Beschwerdeführer beantragt, es sei der Ausstand der Friedensrichterin zu prüfen, ohne ein 
begründetes Ausstandsgesuch zu stellen;

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dass ein Ausstandsgesuch ohnehin offensichtlich verspätet ist, soweit der Beschwerdeführer 
geltend macht, dass sich die Anzeichen aus den Falschanschuldigungen in den Entscheiden 
ergeben (Art. 49 Abs. 1 ZPO);

dass der Beschwerdeführer zudem nicht substantiiert begründet, inwiefern ein Ausstandsgrund von 
Art. 47 ZPO gegeben sein soll und ein solcher auch nicht ersichtlich ist. Namentlich stellt der 
Umstand, dass die Friedensrichterin am 21. April 2022 mitteilte, auf eine ausführliche Stellungnahme 
zu verzichten, auf die Begründung des angefochtenen Entscheides verwies und auf Abweisung der 
Beschwerde schloss, kein Ausstandsgrund dar. Vielmehr ist dieses Vorgehen der Friedensrichterin 
üblich und lässt keineswegs auf Befangenheit oder Überforderung schliessen. Ausserdem genügen 
richterliche Verfahrens- oder Einschätzungsfehler in der Regel nicht, um Voreingenommenheit zu 
begründen (Urteil BGer 4A_140/2012 vom 25. April 2012 E. 3.2.2 m.H.);

dass zwar auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, aber dennoch das Folgende festzuhalten ist:

dass die Friedensrichterin die Abweisung des Antrags auf eine zeitnahe Anhörung der Eltern mit 
einem Mediationsversuch bzw. der Erarbeitung eines Konsenses bezüglich Obhut/Kontaktrecht 
begründete, womit keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt. Der Beschwerdeführer setzt 
sich nicht mit der Begründung der Friedensrichterin auseinander;

dass sich aus der Beschwerde nicht ergibt, auf was sich die Rüge, wonach die gestellten Fragen, 
die Antworten bereits vorgeben würden, bezieht, wurden doch mehrere Berichte eingeholt und ein 
Erziehungsfähigkeitsgutachten in Auftrag gegeben;

dass jedoch ohnehin nicht ersichtlich ist, inwiefern die Friedensrichterin Suggestivfragen gestellt 
haben soll;

dass soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Schuld für die heutige Situation liege bei der 
Kindsmutter und dem Gericht und es hätte eine Mediation angeordnet werden müssen, als noch 
keine Entfremdung eingetreten ist, er darauf hinzuweisen ist, dass die Schuldfrage unerheblich ist 
und massgebend einzig die Verhältnisse im Zeitpunkt des Entscheides sind (Urteil BGer 
5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.2 m.H.);

dass der Beschwerdeführer verkennt, dass sich die aktuellen Entscheide massgeblich auf die 
Berichte von Dr. med. F.________ und G.________ abstützen und nicht nur auf die Berichte der 
Schule oder der Tagesmutter;

dass nicht ersichtlich ist, was das Verfahren betreffend den Entscheid der Schule N.________ an 
den angefochtenen Entscheiden ändern soll, weshalb auf den Beizug der entsprechenden Akten 
verzichtet werden kann; 

dass aus diesen Gründen auch auf den Beizug der Akten 10 2019 206, 239 des Bezirksgerichts des 
Sensebezirks verzichtet werden kann;

dass an der Glaubhaftigkeit der Berichte von Dr. med. F.________ und G.________ nichts ändert, 
dass einerseits der leitende Arzt die Kinder angeblich nie gesehen hat, zumal der Beschwerdeführer 
nicht behauptet, dass dies auch auf die behandelnde Psychologin G.________ zutrifft, und dass 
andererseits letztere das Schreiben vom 28. März 2022 nicht persönlich unterzeichnet hat, zumal 
der Beschwerdeführer den Inhalt des Schreibens nicht substantiiert bestreitet, namentlich dass er 
von G.________ über dieses Schreiben informiert wurde, und somit davon ausgegangen werden 
kann, dass der Inhalt dieses Schreibens ihrer fachlichen Meinung entspricht; 

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dass ausserdem nicht ersichtlich ist, warum Dr. med. F.________ und G.________ nicht objektiv 
sein sollen;

dass betreffend das weitere Vorgehen ein Erziehungsfähigkeitsgutachten angeordnet wurde und 
danach erneut entschieden wird;

dass der Beschwerdeführer rügt, dass auch ein brieflicher Kontakt nicht möglich sei, da davon 
auszugehen sei, dass die Kindsmutter jegliche Schreiben entgegennehme und die Wahrschein-
lichkeit gross sei, dass die Kinder nie etwas zu sehen bekommen;

dass der Beistand namentlich damit beauftragt wurde, regelmässig und nach Rücksprache mit der 
behandelnden Psychologin zu prüfen, inwieweit und in welcher Form (z.B. brieflich, telefonisch) ein 
Kontakt zwischen den Kindern und dem Vater möglich ist und die Kinder bei der Aufgleisung eines 
solchen Kontaktes zu unterstützen und begleiten;

dass der Beistand demnach für eine Regelung zu sorgen hat, dass die Briefe auch tatsächlich bei 
den Kindern ankommen, sollte ein solcher Kontakt als angemessen und im Kindeswohl liegend 
betrachtet werden;

dass entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die beiden Entscheide klar das weitere 
Vorgehen regeln; 

dass nicht ersichtlich ist, warum die Erstellung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens ohne 
alternierende Obhut nicht möglich sein soll;

dass der Beschwerdeführer sich widersprüchlich verhält, wenn er in seiner Beschwerde rügt, dass 
Kinder nicht iterativ befragt werden sollten, und in seiner Replik eine Befragung der Kinder beantragt;

dass nicht zu beanstanden ist, dass die Friedensrichterin die Kinder am 17. Januar 2022 persönlich 
angehört hat (BGE 133 III 553 E. 4), und sich die angefochtenen Entscheide zudem auf die 
Fachberichte von Dr. med. F.________ und G.________ stützen;

dass Kinder erneut anzuhören sind, wenn sich die Verhältnisse wesentlich verändert haben (BGE 
146 III 203 E. 3.3.2 m.H.);

dass die Kinder zu den entscheidrelevanten Punkten befragt worden sind und vom Beschwerde-
führer weder begründet wird noch ersichtlich ist, inwiefern sich die Verhältnisse seit dem ange-
fochtenen Entscheid verändert haben sollen, womit die Kinder im Beschwerdeverfahren nicht erneut 
anzuhören sind, sollte der Antrag des Beschwerdeführers dahingehend zu verstehen sein;

dass es sich aufgrund der veränderten Verhältnisse (psychischer Zustand der Kinder) seit dem 
Gutachten von E.________ aus dem Jahr 2018 rechtfertigt, ein neues Gutachten zu erstellen, und 
davon auszugehen ist, dass die Kinder in diesem Rahmen angehört werden;

dass es zunächst den Gutachtern obliegen wird, die Kinder kindsgerecht anzuhören und darüber zu 
entscheiden, ob sie hierbei begleitet werden;

dass der Beschwerdeführer sodann ihm Rahmen einer allfälligen Beschwerde gegen den gestützt 
auf das Erziehungsfähigkeitsgutachten gefällten Entscheid die Art der Anhörung der Kinder wird 
rügen können;

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dass die angefochtenen Entscheide nicht zu beanstanden sind, wobei auf deren Begründung ver-
wiesen werden kann;

dass der Beschwerdeführer um Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege, unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt Roger Lerf als amtlicher Rechtsbeistand, ersucht;

dass eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat, wenn sie nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO);

dass die Beschwerde offensichtlich aussichtlos und das Gesuch bereits aus diesem Grund 
abzuweisen ist;

dass es im Übrigen dem Gesuchsteller obliegt, seine aktuellen Einkommens- und Vermögens-
verhältnisse umfassend darzustellen und soweit möglich zu belegen. Diesbezüglich trifft ihn eine 
umfassende Mitwirkungsobliegenheit. An die klare und gründliche Darstellung der finanziellen 
Situation durch die gesuchstellende Person selbst dürfen umso höhere Anforderungen gestellt 
werden, je komplexer die finanziellen Verhältnisse sind (BGE 125 IV 161 E. 4a m.H.). Ein einfacher 
Hinweis auf den Entscheid betreffend unentgeltlicher Rechtspflege im erstinstanzlichen Verfahren 
genügt nicht. Das Gericht hat den Sachverhalt immerhin dort weiter abzuklären, wo Unsicherheiten 
und Unklarheiten bestehen, und es hat allenfalls unbeholfene Rechtsuchende auf die Angaben 
hinzuweisen, die es zur Beurteilung des Gesuchs benötigt (Urteile BGer 4A_667/2015 vom 
22. Januar 2016 E. 3.2; 5A_502/2017 vom 15. August 2017 E. 3.2; je m.H.); 

dass der Beschwerdeführer seine finanzielle Situation in keiner Weise darlegt;

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege demnach abzuweisen ist;

dass die Verfahrenskosten zu Lasten der betroffenen Person gehen. Art. 108 ZPO, wonach unnö-
tige Prozesskosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat, bleibt vorbehalten. Parteikosten können 
zugesprochen werden, soweit das Verfahren einen Konflikt privater Interessen betrifft (Art. 450f ZGB 
i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und 3 KESG). Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO);

dass vorliegend der Beschwerdeführer unterliegt, womit er die Prozesskosten zu bezahlen hat;

dass die Gerichtskosten auf CHF 400.- festzusetzen (pauschale Gerichtsgebühr, Art. 95 Abs. 2 Bst. 
b ZPO; Art. 19 Abs. 1 JR) und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind;

dass der unterliegende Beschwerdeführer kein Anspruch auf eine Parteientschädigung hat und die 
Gegenpartei nicht zur Stellungnahme aufgefordert wurde;

dass somit keine Parteientschädigung zu sprechen ist;

dass mit dem vorliegenden Entscheid auch das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung als gegenstandslos abzuschreiben ist, wobei darauf hinzuweisen ist, dass die Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung ohnehin nur dazu geführt hätte, dass wieder der super-
provisorische Entscheid vom 21. März 2022 gegolten hätte;

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Der Hof erkennt:

I. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

III. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird als gegenstandslos abgeschrieben.

IV. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 400.- festgesetzt und A.________ auferlegt.

V. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

VI. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 10. Mai 2022/sig

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: