# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8d68f80-59f8-5c2f-b6c6-c695b5901e62
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 20.06.2018 I 2018 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-28_2018-06-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 28

Entscheid vom 20. Juni 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1959) war bei der C.________ GmbH angestellt und da-
durch bei der B.________ AG (B.________) obligatorisch unfallversichert, als er 
sich am 15. Dezember 2010 beim Skifahren an der rechten Hand verletzte. 
Gemäss Notfallbericht des Spitals D.________ vom 16. Dezember 2010 zog er 
sich ein Distorsionstrauma des rechten Zeigefingers zu. Es wurde eine Zeigefin-
gerschiene angelegt mit der Anweisung, diese für eine Woche zu tragen (Vi-act. 
1 und 2). Aufgrund anhaltender Schmerzen suchte A.________ das Spital 
D.________ am 31. Dezember 2010 erneut auf. Im Röntgen Dig. II rechts ap/lat 
zeigte sich, dass der im Unfallbild nur als Schuppe erkennbare knöcherne 
Strecksehnenausriss um mindestens 4 mm disloziert ist (Vi-act. 3). Am 7. Januar 
2011 erfolgte eine operative Versorgung (Vi-act. 10). 

B. Nach anhaltenden Beschwerden mit dem Zeig- und neu auch dem Mittel-
finger erfolgte am 7. Oktober 2011 eine spezialärztliche Untersuchung bei 
Dr.med. E.________ (Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie). Er bestätigte, dass 
sämtliche beklagten Beschwerden objektiviert werden können (Vi-act. 38). Nach 
weiteren Beschwerden wurde A.________ an Dr.med. F.________ (Chirurgie 
FMH, spez. Handchirurgie) überwiesen, der ihn am 14. Oktober 2013 untersuch-
te (Vi-act. 68). Da eine Steroidinfiltration in die Beugesehnenscheide des Mittel-
fingers nur vorübergehende Besserung brachte, erfolgte am 12. November 2013 
durch Dr.med. F.________ eine Revision der Beugesehnenscheide mit Synovia-
lektomie sowie Gelenkstoilette des arthrotisch zerstörten PIP-Gelenkes von pal-
mar (Vi-act. 73 und 77). Die Behandlung wurde am 5. März 2014 abgeschlossen 
(Vi-act. 96). Mit Verfügung vom 3. April 2014 hat B.________ die Taggeldleistun-
gen per 12. Dezember 2013 eingestellt, die Heilungskosten per 14. März 2014. 
A.________ wurde eine Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.-- für einen Inte-
gritätsschaden von total 5% für die Finger II und III rechts geleistet. Ausdrücklich 
vorbehalten wurde das Rückfallsrecht von A.________ (Vi-act. 105).

C. Am 3. März 2017 suchte A.________ erneut Dr.med. F.________ auf, da 
er am verletzten Mittelfinger der rechten Hand wieder eine Zunahme der Schwel-
lung entlang der Beugesehnenscheide sowie vermehrt Schmerzen im zerstörten 
PIP Gelenk verspürte (Vi-act. 110). Zur Klärung ihrer Leistungspflicht holte 
B.________ beim beratenden Expertenarzt Dr.med. G.________ (FMH für All-
gemein- und Unfallchirurgie; zertifizierter medizinischer Gutachter SIM) eine Ak-
tenbeurteilung ein (Vi-act. 114). Dieser gelangte im Bericht vom 22. März 2017 
zum Schluss, der Unfall vom 15. Dezember 2010 sei bezüglich der jetzigen Sym-
ptomatik am Mittelfinger der rechten Hand nicht die Ursache und der Unfall habe 

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auch keine Mitursache (Vi-act. 115). Gestützt darauf beabsichtigte B.________ 
die Ablehnung von Leistungen und sie gewährte A.________ das rechtliche 
Gehör (Vi-act. 116). Da er in seiner Stellungnahme an der Leistungspflicht der 
B.________ festhielt (Vi-act. 122), holte die Versicherung beim beratenden Ex-
pertenarzt Dr.med. I.________ (FMH für Chirurgie und Handchirurgie) eine Ak-
tenbeurteilung im Sinne einer Zweitmeinung ein (Vi-act. 125). Nachdem Dr.med. 
I.________ die Beurteilung von Dr.med. G.________ teilte (Vi-act. 133), lehnte 
es B.________ mit Verfügung vom 15. August 2017 ab, Leistungen aus der Un-
fallversicherung für die aktuelle Gesundheitsschädigung zu erbringen (Vi-act. 
134). Dagegen erhob A.________ am 11. September 2017 Einsprache (Vi-act. 
139), welche die B.________ mit Einspracheentscheid vom 23. Februar 2018 
abwies (Vi-act. 147).

D. Am 20. März 2018 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 23. Februar 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz mit den Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der B.________ AG vom 23.02.2018 sei aufzuhe-
ben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die 
weiteren gesetzlichen Leistungen auszurichten.

2. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
sie weitere Abklärungen vornehme und hernach über den Anspruch des Be-
schwerdeführers neu befinde.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 23. April 2018 beantragt B.________, die Beschwerde 
sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer 
am 15. Dezember 2010 beim Skifahren an der rechten Hand verletzte. Die Vor-
instanz kam in der Folge für Taggelder und Heilkosten auf, bis die Behandlung 
im März 2014 abgeschlossen werden konnte und sie leistete eine Integritätsent-
schädigung bei einem Integritätsschaden von total 5% für Dig. II und III (Ingress 
Bst. A und B). Im März 2017 meldete der Beschwerdeführer einen Rückfall be-
treffend den Mittelfinger rechts an. Da dieser Gesundheitsschaden gemäss Vor-
instanz durch den anerkannten Unfall vom 15. Dezember 2010 auch nicht min-
destens mitverursacht wurde, lehnte sie eine Leistungspflicht ab. Mithin ist vor-
liegend strittig, ob eine Leistungspflicht aus UVG besteht für die im März 2017 
geklagten Beschwerden im rechten Mittelfinger.

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1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

1.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_588/2013 vom 16.1.2014 Erw. 4.3.4; 
RKUV 200 Nr. 8 395 S. 317 Erw. 3; BGE 119 V 337 Erw. 1; BGE 117 V 360 Erw. 
4a je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 
126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

1.2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 
sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Un-
fallversicherers spielt bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen prak-
tisch keine Rolle, da sich hier die adäquate und natürliche Kausalität weitgehend 
decken (BGE 134 V 109 Erw. 2). 

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1.3 Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 11 der Verordnung über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder-
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe länge-
rer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können. 

Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfal-
lereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Un-
fallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be-
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheits-
schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
118 V 293 Erw. 2c S. 296 f. mit Hinweisen). Dabei kann nicht zwingend von der 
natürlichen Kausalität zwischen Unfall und Grundfall auf die natürliche Kausalität 
zwischen Unfall und Rückfall geschlossen werden, denn die unfallkausalen Fak-
toren können durch Zeitablauf wegfallen. Vielmehr obliegt es dem Versicherten, 
das Vorliegen eines leistungsbegründenden natürlichen Kausalzusammenhangs 
zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Ab-
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis 
des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Eine allfällige Beweislosigkeit 
wirkt sich zu Lasten der versicherten Person aus, welche einen Rückfall oder ei-
ne Spätfolge geltend macht und daraus einen Leistungsanspruch ableiten will 
(vgl. BGE 117 V 264 Erw. 3b; Urteil des EVG U 69/03 vom 7.4.2004 Erw. 2.3, je 
mit Hinweis; Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum So-
zialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 78 f.). Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Un-
fallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere 
Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gege-
ben sind (Urteil BGer 8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 2.2.2 mit Hinweis auf 
8C_521/2008 vom 5.12.2011 Erw. 2.2.2 mit Hinweisen). 

1.4 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

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dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
Urteil BGer 8C_331/2015 Erw. 2.1.1; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 Erw. 3.2 mit Hin-
weisen [8C_901/2009]; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). 

Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus ärztlicher Sicht 
fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht 
werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer richtunggebenden Ver-
schlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54; Bundesgerichtsurteil 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1 m.H.). Bei einer bloss vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes entfällt die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers bei Eintritt des Status quo sine vel ante (vgl. Urteile BGer 
8C_331/2015 Erw. 2.1.1; 8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 
vom 5.9.2013 Erw. 3.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den nega-
tiven Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 
die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung ver-
loren haben, also dahingefallen sind (Urteile BGer 8C_847/2008 vom 29.1.2009 
Erw. 2; 8C_126/2008 vom 11.11.2008 Erw. 2.3 und U 143/02 vom 25.10.2002 
Erw. 3.2).

Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und 
Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend. Diese Recht-
sprechung beschlägt dabei einzig die rechtlichen Folgen der Abklärung, insofern 
als dem Unfallversicherer die Beweislast zugewiesen wird für den Fall, dass un-
geklärt bleibt, ob dem Unfall (noch) eine kausale Bedeutung für den andauern-
den Gesundheitsschaden zukommt. Bevor sich aber überhaupt die Frage der 

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Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
richtig und vollständig zu klären (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 Erw. 2.2 
[8C_354/2007] mit Hinweisen).

1.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an-
nehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungs-
recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 
353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 
2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspru-
ches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachver-
halt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene 
Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen 
antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör 

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nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf 
BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

1.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.6.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 Erw. 1c mit Hinweisen). 

1.6.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch 
UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, wel-
che auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). 
Zu beachten ist, dass die Suva bei der Einholung von solchen Gutachten nach 
Art. 44 ATSG sowie sinngemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilpro-
zesses zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. BZP genannten Mitwir-
kungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 
96 Erw. 5b; BGE 137 V 210 Erw. 3.4; Marco Weiss, Die Mitwirkungsrechte der 
Bundeszivilprozessordnung im Sozialversicherungsrecht, AJP 9/2016, S. 1212), 
was sinngemäss auch für die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversi-
cherer gilt (BGE 120 V 357 Erw. 1c).

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1.6.3 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 
V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

1.6.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen). 

1.6.5 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 

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gemacht werden (Urteil BGer 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen).

2. Betreffend Unfall vom 15. Dezember 2010 sowie Unfallfolgen resp. Ge-
sundheitszustand und -verlauf des Beschwerdeführers ergibt sich aus den Akten:

2.1 Gemäss Bagatell-Unfall-Meldung UVG vom 17. Dezember 2010 blieb der 
Beschwerdeführer am 15. Dezember 2010 beim Skifahren an einer Torstange 
hängen und hat sich dabei eine Verletzung am rechten Zeigefinger zugezogen 
(Vi-act. 1). Der Notfallbericht des Regionalspitals D.________ vom 16. Dezember 
2010 nennt als Diagnose eine Zeigefinger-Distorsion rechts mit DIP-Distorsion 
(Vi-act. 2). Das Röntgen Finger rechts ap/lat zeigte eine kleine dorsale Schuppe 
als Ausdruck einer Impression bei Status nach Hyperextensionstrauma. Der Zei-
gefinger war mässiggradig geschwollen; es bestanden Druckschmerzen vor al-
lem im Bereich des DIP, die Streckfähigkeit war vollständig erhalten, die Beuge-
fähigkeit zeigte keine wesentliche Einschränkung; eine Instabilität war nicht 
nachweisbar, keine erhebliche Fehlstellung. Die periphere Sensomotorik und 
Durchblutung war in Ordnung. Dem Beschwerdeführer wurde eine Zeigefinger-
schiene angebracht mit der Anweisung, sie mindestens für eine Woche zu tra-
gen.

2.2 Wegen Schmerzen und Schwellung im Zeigefinger suchte der Beschwer-
deführer am 31. Dezember 2010 erneut das Regionalspital D.________ auf, wo 
er durch Dr.med. L.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) behandelt wurde 
(Vi-act. 3). Dabei erklärte der Beschwerdeführer, aufgrund seiner beruflichen Si-
tuation habe er die Stack-Schiene nicht konsequent getragen. Das Röntgen zeig-
te, dass der im Unfallbild als Schuppe erkennbare knöcherne Strecksehnenaus-
riss um mindestens 4 mm disloziert ist. Als Befund zeigte sich eine deutliche 
Schwellung über dem DIP-Zeigefinger rechts sowie ein Extensionsdefizit ca. 10-
15°. Aktiv konnte der Finger nicht weiter extendiert werden, passiv bestand eine 
Hemmung beim Versuch, voll zu extendieren. Dr.med. L.________ empfahl eine 
operative Versorgung, für welche sich der Beschwerdeführer am 4. Januar 2011 
entschied (Vi-act. 6).

2.3 Am 7. Januar 2011 erfolgte am Regionalspital D.________ bei Diagnose "3 
Wochen alter ossärer Strecksehnenausriss Dig. II rechts mit persistierendem Ex-
tensionsdefizit" durch Dr.med. M.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) eine 
offene Revision, Anfrischen des Fragmentes, Refixation mit Längemanndraht 
sowie temporäre Kirschnerdrahtfixation des Gelenkes. Die Ruhigstellung erfolgte 
durch eine Vierfinger-VA-Gipsschiene, wobei Zeigefinger und Mittelfinger interdi-
gital fixiert wurden (Vi-act. 10). Am 15. März 2011 erfolgte die Spickdraht- und 

11

Längemanndraht-Entfernung. Zur weiteren Ruhigstellung wurde eine Stack-
Schiene verpasst (Vi-act. 23).

Am 20. April 2011 berichtete der Operateur Dr.med. M.________ der Vorinstanz, 
es gehe dem Beschwerdeführer subjektiv gut; objektiv bestehe eine volle Exten-
sion; die Flexion sei noch deutlich eingeschränkt. Die Schiene könne nun tagsü-
ber weggelassen werden; nachts solle sie zur Verhinderung einer erneuten 
Traumatisierung noch für ca. 2 Monate getragen werden. Ab 4. April 2011 beste-
he wieder volle Arbeitsfähigkeit. Womöglich sei noch etwas Ergotherapie not-
wendig (Vi-act. 28).

2.4 Am 31. August 2011 teilt der Beschwerdeführer der Vorinstanz mit, der 
Zeigefinger schmerze noch immer, die Operation habe nicht geholfen. Da nach 
der OP der verletzte Finger mit dem Mittelfinger zusammengebunden worden sei, 
habe sich nun eine Entzündung im Mittelfinger gebildet. Er habe diesen als Kind 
mal gebrochen gehabt, aber nicht ärztlich versorgen lassen (Vi-act. 31).

2.5 Mit Schreiben vom 1. September 2011 bat die Vorinstanz Dr.med. 
E.________ (Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie) als beratenden Expertenarzt, 
den Beschwerdeführer für eine Beurteilung aufzubieten (Vi-act. 33). Die persönli-
che Untersuchung fand am 7. Oktober 2011 statt (Vi-act. 38). In seinem Bericht 
vom 14. Oktober 2011 wiederholt Dr.med. E.________ in der Anamnese das Un-
fallgeschehen, die Erstbehandlung mittels Stack-Schiene, welche der Beschwer-
deführer indes inkonstant trug, die Indikation zur Refixation des dislozierten Kno-
chenfragmentes, der operative Eingriff vom 7. Januar 2011 sowie die anschlies-
sende interdigitale Fixation des Zeigefingers an den Mittelfinger über längere Zeit 
und die Drahtentfernung vom 15. März 2011. Danach seien Dig. II und III einge-
steift gewesen und in der Folge sei es immer wieder zu einer belastungsabhän-
gigen Schwellung beider Finger gekommen. Auch hätten sich Schmerzen im 
PIP-Gelenk des Mittelfingers eingestellt, das aufgrund eines alten Unfalls schon 
vorgeschädigt gewesen sei. Das Röntgen Dig. II und III rechts ap./seitl. zeigte ei-
ne erhebliche Destruktion des DIP-Gelenkes des Zeigfingers, eine Subluxation 
der Endphalanx nach palmar. Das PIP-Gelenk des Ringfingers [recte: Mittelfin-
gers] wies eine arthrotische Veränderung mit Osteophytenbildung sowie starker 
Verschmälerung der ulnarseitigen Gelenksspalte auf. Dr.med. E.________ do-
kumentierte als Diagnose:

- Funktionsdefizit der Finger II und III rechts bei Status nach Refixation eines 
ossären Strecksehnenausrisses der Endphalanx II mit temporärer Kirschner-
Draht-Fixation des DIP-Gelenkes

- postoperative Destruktion des DIP-Gelenkes

- aktivierte Arthrose im PIP-Gelenk Dig.III

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Als Befund des Mittelfingers hält Dr.med. E.________ eine spindelförmige 
Schwellung im PIP-Gelenk fest. Die Mittelphalanx weiche um 5-10° nach ulnar 
ab. Die Sensibilität des Fingers sei normal. Die Beweglichkeit des PIP-Gelenkes 
betrage für Flexion/Extension 85-0-0°, das DIP-Gelenk bewege für Flexi-
on/Extension 60-0-0°. Die Rekapillarisierungszeit sei (wie bei Dig.II) verzögert.

Die weiteren Fragen der Vorinstanz beantwortete Dr.med. E.________ wie folgt:

4. Können die subjektiv beklagten Beschwerden objektiviert werden?

Sämtliche subjektiv beklagten Beschwerden können objektiviert werden.

5. Behandlungsverlauf und Prognosen

Nach einer operativen Refixation eines ossären Strecksehnenausrisses in der 
Endphalanx Dig. II rechts ist es zu einer Destruktion im DIP-Gelenk gekommen. 
Gleichzeitig besteht eine Funktionsbeeinträchtigung des Zeigfingers mit chroni-
scher Schwellung und Bewegungseinschränkung bei zusätzlicher Sensibilitätss-
törung im Bereiche der Zeigfingerkuppe. Durch die lange Ruhigstellung (interdigita-
le Schienung) ist es auch zu einer Reaktivierung einer vorbestehenden Arthrose im 
PIP-Gelenk Dig. III gekommen, was zusätzlich beeinträchtigend wirkt. Prognos-
tisch sollte sich die Situation unter sanfter Mobilisationsbehandlung noch etwas 
verbessern.

6. Kann noch mit einer namhaften Besserung der Gesundheitsschädi-
gung gerechnet werden?

Bezüglich der Beweglichkeit vor allem des Zeigfingers und bezüglich der chroni-
schen Schwellung sollte sich die Situation in den nächsten Monaten noch etwas 
verbessern. Ich würde aber dringend von einem weiteren operativen Eingriff (vor-
geschlagene Arthrodesierung des DIP-Gelenkes Dig. II rechts) abraten, da 
A.________ ein weitgehend schmerzfreies DIP-Gelenk besitzt. Eine erneute Ope-
ration würde die schon vorhandene Kälteintoleranz sowie die chronische Schwel-
lungstendenz nur noch verstärken.

7. Ursächlicher Zusammenhang:

Bezüglich des Zeigfingers ist der Unfall die einzige Ursache für die gesundheitliche 
Störung. Im Mittelfinger findet sich schon eine vorbestehende Arthrose im PIP-
Gelenk, welche durch die verlängerte Ruhigstellung nun etwas aktiviert wurde. Die 
Hauptproblematik besteht aber im Zeigfinger, wo es sich um reine Unfallfolgen 
handelt. 

8. Beurteilung des rein unfallbedingen Integritätsschadens

Der Zeigfinger weist einen ca. 50%igen Funktionsverlust auf, was einem Inte-
gritätsschaden von 3% entsprechen würde. Der Mittelfinger ist auf Grund der vor-
bestehenden Arthrose schon etwas vorgeschädigt, hier könnte maximal von einem 
unfallbedingten Integritätsschaden von 2% ausgegangen werden. In diesem Sinne 
kann von einem unfallbedingten Integritätsschaden von 5% ausgegangen werden.

2.6 Am 6. März 2012 berichtet Dr.med. M.________ der Vorinstanz, die letzte 
Kontrolle habe am 12. Januar 2012 stattgefunden. Subjektiv gehe es recht; es 
bestünden noch Schmerzen im Bereich des 3. Strahles (PIP-Gelenk), bezüglich 

13

des 2. Strahls gehe es ordentlich (Vi-act. 51). Nach der Konsultation vom 27. 
September 2012 berichtete er, subjektiv gehe es recht. Klinisch bestünden reiz-
lose Narbenverhältnisse. Der Finger sei etwas dicker (Umfang) als die Nachbar-
finger. Es bestehe ein Extensionsdefizit von knapp 10°. Daneben habe sich im 
Bereich der Hohlhand ein Morbus Dupuytren-Strahl entwickelt (Vi-act. 56).

2.7 Mit Bericht vom 25. Mai 2013 führte Dr.med. L.________ aus (Vi-act. 58), 
der Beschwerdeführer habe persistierende starke Schmerzen, vor allem auf 
Höhe des III. Strahles PIP rechts. Es bestehe eine fortgeschrittene Arthrose PIP-
Gelenk III. Strahl rechts bei Zustand nach disloziertem Strecksehnenausriss Dig. 
II rechts und Ruhigstellung II. und III. Finger. Der Mittelfinger weise eine schwere 
Arthrose im PIP-Gelenk auf, was einem Integritätsschaden von 5% entspreche. 
Zusätzlich bestehe eine Einschränkung im Bereiche des Zeigefingers von ca. 
50%, was einem Integritätsschaden von 3% entsprechen würde. Den gesamten 
unfallbedingten Integritätsschaden schätzte Dr.med. L.________ auf ca. 8%.

2.8 Da der Beschwerdeführer in der Konsultation vom 5. August 2013 noch 
immer eine Schwellung hatte, die Beweglichkeit eingeschränkt war und sich zu-
dem eine Morbus Dupuytren-Bildung des III. Strahles bemerkbar machte, über-
wies ihn Dr.med. L.________ an Dr.med. F.________ (Vi-act. 63).

Nach dem Untersuch vom 14. Oktober 2013 stellte Dr.med. F.________ im Be-
richt vom 15. Oktober 2013 die Diagnose (Vi-act. 68):

1. Status nach ossärem Strecksehnenabriss am Zeigefinger rechts am 15.12.2010
2. Posttraumatische Zerstörung mit Einsteifung und Streckdefizit am DIP des rech-

ten Zeigefingers
3. Iatrogene, leichte Sensibilitätsstörung an der Zeigefingerkuppe
4. Konsekutive Entwicklung einer Tendovaginitis stenosans am benachbarten Mit-

telfinger
5. Destruierende Arthrose am PIP des Mittelfingers
6. M. Raynaud

Der Befund des Röntgen Hand re ap und Dig. II und III seitl. lautet:

Ulna-Neutral-Variante mit unauffälligem DRUJ, radiocarpal und midcarpal sind die 
Gelenksverhältnisse von guter Qualität, pantrapezial ist keine wesentliche Arthrose 
zu erkennen. Die CMC-Gelenke und die Grundgelenke sind von guter Qualität, im 
Bereiche des PIP III ist eine schwere Arthrose zu erkennen, mit Subluxationsstel-
lung und Abkippen des P2 nach ulnar. Das PIP des Zeigefingers ist von guter Qua-
lität, das Endgelenk wurde zerstört, mit Subluxation des P3 nach palmar, unter 
Umständen beginnt sich dort nun sogar eine ossäre Brücke zu bilden, eine gesi-
cherte ossäre Verbindung ist allerdings nicht feststellbar.

Dies führte Dr.med. F.________ zur Beurteilung:

14

Die gesamte Situation an der rechten Hand beim rechtshändigen, 54-jährigen Ve-
lomonteur und Mitarbeiter in einem Gastronomiebetrieb ist komplex, da sich hier 
Unfallfolgen und Krankheit überlagern.

Die Zerstörung und praktische Einsteifung des Zeigefingerendgliedes muss ein-
deutig als Unfallfolge betrachtet werden. Hier sind bei schmerzfreiem Pinchgriff im 
Moment keine weiteren Massnahmen sinnvoll, da sie die Funktionalität des Fingers 
nicht verbessern könnten. Würde der Zustand Schmerzen bereiten, wäre die The-
rapie der Wahl die definitive Versteifung.

Die minimen Sensibilitätsstörungen am Zeigefingerendglied dürften durch das ope-
rative Vorgehen mit einem Ausziehdraht bedingt sein. Auch hier kann man operativ 
keine Verbesserung erreichen.

Durch die lange Ruhigstellung ist konsekutiv eine Beugesehnenscheidenentzün-
dung am benachbarten Mittelfinger entstanden, die man als Folge des Unfalles be-
trachten muss, da der Patient praktisch ohne schmerzfreies Intervall in diesem Be-
reiche immer Beschwerden hatte. Hier kann man durch eine Steroidinfiltration ver-
suchen, die Entzündung zurückzubinden und die Beschwerden zu beseitigen. Ge-
lingt dies nicht, steht uns die operative Variante der Dekompression der Beuge-
sehnenscheide immer noch offen. Die Verdickung palmar am Fingerstrahl III inter-
pretiere ich nicht als M. Dupuytren, sondern als eine Folge der chronischen Ten-
dovaginitis.

Die Arthrose am PIP des Mittelfingers ist wohl nicht als Unfallfolge zu betrachten. 
Interessanterweise ist diese Arthrose allerdings praktisch nicht schmerzhaft, der 
Pinchgriff mit dem Mittelfinger kann kräftig und gut durchgeführt werden. Auch die 
Beweglichkeit ist eigentlich trotz des schlechten Röntgenbildes noch ausgezeich-
net. Hier sollte man deshalb vorläufig sicher keinen Eingriff in Erwägung ziehen. 
Würde das Gelenk schmerzhaft, kann man über das Einsetzen eines Kunstgelen-
kes diskutieren, in der Regel verliert man allerdings dadurch im Vergleich zum jet-
zigen Zustand deutlich an Beweglichkeit.

Die weissen Finger bei Kälte entsprechen einem Raynaud-Phänomen, die Be-
handlung dieser Erkrankung ist schwierig bis unmöglich. Der Patient darf seine 
Hände möglichst wenig der Kälte aussetzen und muss bei entsprechenden Sym-
ptomen durch Aufwärmen der Hände die Durchblutung der Finger wieder möglichst 
schnell gewährleisten.

Im Übrigen teile ich bei der Beurteilung des vorliegenden Falles die Ansicht von Dr. 
E.________, der die Anamnese und die Klinik und die daraus sich ergebenden 
Konsequenzen sehr gut zusammengefasst hat.

Dr.med. F.________ nahm gleichentags eine Steroidinfiltration in die Beugeseh-
nenscheide des Mittelfingers vor und es wurde eine Kontrolle in zwei Wochen 
vereinbart.

Die von der Vorinstanz gestellten Fragen betreffend Kausalzusammenhang der 
Beschwerden beantwortete Dr.med. F.________ dahingehend, dass der Unfall 
vom 15. Dezember 2010 nicht die einzige Ursache der gesundheitlichen Störung 
sei, aber der Unfall sei für die Diagnosen 1 bis 4 eine überwiegend wahrscheinli-
che Mitursache. Betreffend Integritätsschaden erscheine ihm die Beurteilung 
durch Dr.med. E.________ gerechtfertigt und plausibel (Vi-act. 69). 

15

2.9 Am 31. Oktober 2013 berichtete Dr.med. F.________, durch die Steroidin-
filtration seien die Beschwerden wenige Tage deutlich geringer geworden, nun 
aber in etwa wieder gleich. Die klinische Untersuchung zeige eine Schwellung 
des gesamten Mittelfingers, die Beugesehne weise auf Höhe der Hohlhand ein 
gewisses Bow-Stringing auf, die A1-Region sei verhärtet. Man plane eine Revisi-
on der Beugesehnenscheide. Dies bei Diagnose einer durch ein Unfallereignis 
ausgelösten, konsekutiven Entwicklung einer Tendovaginitis stenosans am Mit-
telfinger rechts sowie Verdacht auf posttraumatische Insuffizienz des A1-
Ringbandes (Vi-act. 73). 

Gleichentags erkundigte sich der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz nach der 
Kostenübernahme für die geplante Revision. Gemäss Dr.med. F.________ be-
stehe ein überwiegender Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Der Beschwer-
deführer bestreite zwar nicht, dass er vorher schon ein Problem am Mittelfinger 
gehabt habe. Aber erst seitdem Dig. II und III zusammen fixiert worden seien, sei 
dieser steif geworden (Vi-act. 72). 

2.10 Im Operationsbericht vom 12. November 2013 hält Dr.med. F.________ als 
Diagnose fest (Vi-act. 77):

Insuffizienz der palmaren Platte am PIP III rechts, bei Status nach Ruptur der pal-
maren Platte am 15.12.2010
Posttraumatische Arthrose des PIP mit dorsaler Subluxation
Nicht geklärte, schwerste Synovialitis des offenen PIP und der Beugesehnen-
scheide vom DIP bis auf Höhe des Cul de Sac am Mittelfinger rechts (Traumafol-
ge? Krankheit?)

Präoperativ sei eine starke Zunahme der Schwellung am Finger und der Beuge-
sehnenscheide in der Hohlhand festzustellen, die bis zum Cul de Sac verdickt 
und aufgeblasen scheine. Weiter führt er im Operationsbericht aus:

Wir beginnen mit der Revision in der Hohlhand und stossen auf eine schwere Beu-
gesehnenscheidensynovialitis, das A1-Ringband wird durchtrennt, auf dieser Höhe 
ist auch die FDP-Sehne schon aufgescheuert und oberflächlich aufgeraut. Die ent-
zündliche Synovialis wird entfernt, es entleert sich viel gelbliche, klare Synovia. Der 
Schnitt wird nach Bruner bis auf Höhe des DIP erweitert. Hier erfolgt ebenfalls die 
Resektion der sackartig aufgetriebenen Synovialis distal des A2-Ringbandes, wel-
ches noch einigermassen erhalten Ist. Gewisse Faserzüge des A3 -Ringbandes 
haben ebenfalls noch eine ordentliche Qualität und werden belassen.

Am Boden des Beugesehnenfaches erkennen wir, dass die palmare Platte des 
PIP-Gelenkes wohl durch das Trauma 2010 abgerissen sein musste und nicht 
mehr suffizient ist. Wir haben direkten Einblick in das arthrotisch veränderte Ge-
lenk. Auch hier werden die Synovialismassen mit dem kleinen Luer möglichst 
vollständig entfernt. (…).

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2.11 Nach der Kontrolle vom 5. März 2014 schloss Dr.med. F.________ die Be-
handlung ab (Vi-act. 96). Der Verlauf zeige sich in Bezug auf die Schmerzen er-
freulich; der Beschwerdeführer könne praktisch schmerzfrei zupacken; manchmal 
habe er einschiessende, plötzliche, stechende Schmerzen im zerstörten PIP. Die 
Trophik des Mittelfingers habe sich praktisch normalisiert, wirke allerdings dicker 
als die benachbarten Finger und zeige eine gewisse Achsenabweichung nach 
ulnar ab Höhe des PIP. Das Strecken der Langfinger sei bis auf ein Streckdefizit 
am PIP des 3. Fingers von 15° vollständig, beim Faustschluss bestehe eine 
Faustschlusssperre am Mittelfinger von 0.5 cm und ein Einkralldefizit am Zeige-
finger. Es sei nun abzuwarten. Würde die Achsenabweichung am Mittelfinger zu-
nehmen oder erneut eine Beugesehnenschwellung auftreten oder das PIP stark 
schmerzhaft werden, könne das Einsetzen einer Silastikprothese angeboten 
werden. Zudem bestätigt Dr.med. F.________ einen Integritätsschaden von total 
5% durch traumatische Zerstörung des Endgelenkes am Zeigefinger und die 
posttraumatisch entstandene Instabilität/Arthrose am Mittelgelenk des Mittelfin-
gers.

2.12 Mit Verfügung vom 3. April 2014 wurden die Taggeldleistungen per 12. De-
zember 2013 eingestellt, die Heilungskosten per 14. März 2014 sowie eine Inte-
gritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von zusammen 5% für Dig. II 
und III rechts von Fr. 6'300.-- festgesetzt (Vi-act. 105).

2.13 Am 3. März 2017 suchte der Beschwerdeführer Dr.med. F.________ er-
neut auf. Dieser stellt die Diagnose: "Schmerzen nach Trauma vor sieben Jahren 
am PIP des 3. Fingers rechts mit Ausbildung eines Beugesehnenscheidenhy-
gromes" (Vi-act. 110). Die Schwellung entlang der Beugesehnenscheide nehme 
wieder zu und das zerstörte PIP-Gelenk schmerze wieder vermehrt. Der Mittel-
finger der rechten Hand sei massiv verdickt und geschwollen mit einer etwas 
verminderten Sensibilität an der Fingerkuppe. Die Schwellung reiche bis auf 
Höhe des Cul de Sac in der Mittelhand. Weiter führte Dr.med. F.________ aus:

Röntgen (3.3.2017)
Hand re ap und DIG. III seitl: Ulna-Neutral-Variante mit unauffälligem DRUJ radio-
carpal und midcarpal sind die Gelenksverhältnisse von guter Qualität, pantrapezial 
ist keine Veränderung zu erkennen. Die Grundgelenke sind alle noch von relativ 
guter Qualität. Die nicht befallenen lnterphalangealgelenke sind ebenfalls noch von 
guter Qualität. Das PIP am Mittelfinger rechts ist durch eine posttraumatische Ar-
throse vollständig zerstört mit ausgedehnten osteophytären Ausziehungen dorsal 
am P1-Köpfchen. Es besteht eine gewisse Achsenabweichung nach ulnar von ca. 
15 Grad mit einer Verschiebung um ein Drittel der Schaftbreite nach ulnar.

Beurteilung (3.3.2017)
Wegen seiner posttraumatischen PIP Arthrose entwickelt der Patient wieder ein 
groteskes Beugesehnenscheidenhygrom. Wir haben im Jahre 2013 bei noch or-

17

dentlich guter PIP Beweglichkeit und eigentlich schmerzfreiem, zerstörtem Gelenk 
auf einen grösseren Gelenkseingriff verzichtet.
Nun dürfte der Zeitpunkt gekommen sein, neben dem Ausräumen des Beugeseh-
nenscheidenhygromes auch am Gelenk aktiv zu werden. Das Ziel ist primär ist das 
Einsetzen einer Swansons Silastik Prothese, würde dies auf Grund der schwersten 
Veränderungen sich nicht als ideal erweisen, muss das Gelenk versteift werden. 
Eine zweite Option wäre die direkte Amputation des Fingers auf Höhe des zerstör-
ten PIP, da er allerdings keine wesentlichen Schmerzen am Finger hat und durch 
ein frühes Trauma schon am Zeigefinger der dominanten Hand geschädigt ist, 
scheint das Erhalten der Fingerlänge am Mittelfinger trotz anschliessend einge-
schränkter Beweglichkeit im PIP die bessere Variante.

2.14 Zur Klärung ihrer Leistungspflicht holte die Vorinstanz bei Dr.med. 
G.________ ein Aktengutachten ein (Vi-act. 115). Nach Zusammenfassung der 
medizinischen Akten beantwortete er am 22. März 2017 die ihm gestellten Fra-
gen wie folgt:

2. Diagnosen?

- Ossärer Strecksehnenausriss am 2. Finger rechts im Rahmen eines Skiunfalls 
am 15.12.2010 mit sekundärer Dislokation des Fragmentes

- St. n. Refixation des ossären Fragmentes mit Ausziehdraht am 07.01.2011
- St. n. Entfernung des Ausziehdrahtes am 15.03.2011
- Posttraumatische Zerstörung mit Einsteifung und Streckdefizit am DIP Gelenk 

des rechten Zeigefingers
- Arthrose im PIP-Gelenk des 3. Fingers mit Insuffizienz der palmaren Platte
- St. n. Revision der Beugesehnenscheide mit Synovektomie und Gelenktoilette 

des arthrotischen zerstörten PIP Gelenkes von palmar bei fortgeschrittener 
Arthrose mit dorsaler Subluxation und Insuffizienz der palmaren Platte, sowie 
schwerste Synovialitis des PIP-Gelenkes und der Beugesehnenscheide des 3. 
Fingers.

- Beugesehnenscheidenhygrom am 3. Finger rechts

3. Können die laut A.________ subjektiv beklagten Beschwerden anhand der Un-
terlagen (medizinische Berichte, MRI, etc.) objektiviert werden?

Die vom Patienten subjektiv beklagten Beschwerden können anhand der Unterla-
gen objektiviert werden, sie sind aktuell auf eine schwere Arthrose im Mittelglied 
des rechten Mittelfingers mit Entzündung und Flüssigkeit in der Beugesehnen-
scheide zurückzuführen.

4. Behandlungsverlauf und Prognosen?

Bezüglich Behandlungsverlauf darf ich auf die Aktenzusammenfassung hinweisen. 
Die Prognose ist ungünstig, das Mittelgelenk des Mittelfingers rechts ist zerstört, 
bei anhaltender Symptomatik kommt nur noch eine Arthrodese oder Implantation 
einer Prothese infrage. Eine Amputation halte ich persönlich für nicht opportun.

5. Kann noch mit einer namhaften Besserung der Gesundheitsschädigung gerech-
net werden? Wenn ja, welche Massnahmen schlagen Sie vor?

Mit einer Operation wie oben erwähnt kann aller Voraussicht nach mit einer nam-
haften Besserung der Gesundheitsschädigung gerechnet werden, wobei die Indi-

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kation für diesen Eingriff vom Ausmass der Beschwerden des Patienten abhängig 
ist.
6. Ursächlicher Zusammenhang:
6.1 Ist der Unfall (Ereignis) vom 15.12.2010 die einzige Ursache der festgestellten 
gesundheitlichen Störung?
Der Unfall vom 15.12.2010 ist bezüglich der jetzigen Symptomatik am Mittelfinger 
der rechten Hand nicht die Ursache. Eine Verletzung des Mittelfingers ist im Rah-
men des Unfalls vom 15.12.2010 nie dokumentiert worden. Bei diesem Unfall kam 
es lediglich zu einer Verletzung des Zeigefingers mit ossärem Strecksehnenaus-
riss. Vorbestehend lag eine Arthrose im Mittelgelenk des Mittelfingers rechts vor, 
welche durch diesen Unfall höchstens vorübergehend etwas aktiviert wurde. Auch 
die später aufgetretene Synovialitis am Mittelfinger, welche schliesslich zu einem 
operativen Eingriff führte, kann nicht mit der Ruhigstellung erklärt werden, ist als 
nicht unfallkausal anzusehen. Sie ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge 
dieser Arthrose im Mittelgelenk. Die anlässlich der Operation vom 12.11.2013 fest-
gestellte Insuffizienz der palmaren Platte am PIP Gelenk des 3. Fingers kann nicht 
auf eine Ruptur im Rahmen des Unfalls vom 15.11.2010 zurückgeführt werden, da 
wie oben erwähnt der 3. Finger rechts gar nicht verletzt wurde.
Falls die Frage 6.1 verneint wird:
6.2 Ist der Unfall (Ereignis) vom 15.12.2010 eine Mitursache der festgestellten ge-
sundheitlichen Störung?
Der Unfall vom 15.05.2010 ist bezüglich der aktuellen Symptomatik am Mittelfinger 
der rechten Hand auch keine Mitursache.
(…)
6.4 Ist die durch den Unfall (Ereignis) vom 15.12.2010 verursachte Verschlimme-
rung einer vorbestehenden Gesundheitsschädigung abgeheilt? Wenn ja, per wann 
ist der Status quo ante erreicht?
Die vorbestehende Arthrose im Mittelgelenk des Mittelfingers rechts ist im Rahmen 
dieses Unfalls vom 15.12.2010 höchstens vorübergehend geringgradig aktiviert 
worden.
6.5 Wären die durch den Unfall vom 15.12.2010 mindestens überwiegend wahr-
scheinlich mitverursachten Gesundheitsstörungen früher oder später auch ohne 
diesen Unfall im heutigen Ausmass aufgetreten? Wenn ja, wann ist der Status quo 
sine erreicht, bzw. wann wird er voraussichtlich erreicht sein?
Auch ohne den Unfall vom 15.12.2010 wäre die Symptomatik am rechten Mittelfin-
ger aufgrund der schweren Arthrose im Mittelgelenk früher oder später in heutigem 
Ausmass aufgetreten.

2.15 Gegenüber der Vorinstanz bestätigte Dr.med. L.________ am 6. April 
2017, dass der Beschwerdeführer nach erlittenem Unfall vom 15. Dezember 
2010 wegen einem Strecksehnenausriss Dig. II rechts in Behandlung war. Im 
Rahmen der Nachbehandlung sei es zur Ausbildung einer schweren Arthrose im 
PIP Dig. III gekommen, die durch Dr.med. F.________ operativ behandelt wor-
den sei. Auch bestätigte er, der Beschwerdeführer habe vor dem Unfall vom 15. 
Dezember 2010 weder am II. noch am III. Finger Beschwerden gehabt und er 
habe die rechte Hand uneingeschränkt einsetzen können (Vi-act. 120).

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2.16 Am 19. April 2017 führte Dr.med. F.________ gegenüber dem Beschwer-
deführer aus (Vi-act. 119), man habe bereits 2014 über die Frage der Kausalität 
gestritten und er habe ausführlich Stellung bezogen. Die Situation habe sich zwi-
schenzeitlich nicht geändert. Der Beschwerdeführer habe wiederum eine Beuge-
sehnenscheidensynovialitis am Mittelfingerstrahl entwickelt, wohl ausgehend von 
der schweren Gelenksarthrose am PIP. Damals habe B.________ die Heilungs-
kosten beglichen und damit stillschweigend einen Zusammenhang zwischen der 
Arthrose und Beugesehnenscheidenproblematik akzeptiert. Er bleibe bei seinen 
Aussagen im Bericht vom 15. Oktober 2013 (Erw. 2.8). 

2.17 Nachdem sich der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs 
gegen die angekündigte Leistungsverweigerung zur Wehr setzte, holte die Vor-
instanz bei Dr.med. I.________ eine Aktenbeurteilung im Sinne einer Zweitmei-
nung ein (Vi-act. 133). Am 30. Juli 2017 teilte dieser der Vorinstanz mit, er teile 
die Beurteilung von Dr.med. G.________. Insbesondere unterstütze er die Beur-
teilung, dass zwischen dem Unfallereignis vom 15. Dezember 2010 und dem Ge-
lenksschaden im PIP-Gelenk des Mittelfingers kein ursächlicher Zusammenhang 
bestehe. Der Beschwerdeführer beschreibe in seiner Stellungnahme vom 7. Mai 
2017 (Vi-act. 122) das Unfallereignis, das für den jetzt sich manifestierenden 
Schaden am PIP-Gelenk des Mittelfingers ursächlich sei. So erinnere er sich, im 
Alter von 14 Jahren beim Fussballspielen ein schmerzhaftes Ereignis in diesem 
Finger gehabt zu haben, als durch einen Ball das Mittelgelenk des Mittelfingers 
überstreckt worden sei. Dabei ist gemäss Dr.med. I.________ mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit zumindest die palmare Platte des PIP-Gelenkes 
verletzt worden, was in der Folge zu einer chronischen Instabilität und damit zur 
Arthrose dieses Gelenkes geführt habe. Inwieweit die sinnfreie Gelenktoilette 
vom 12. November 2013 zur Zerstörung dieses Gelenkes beigetragen habe, 
könne er nicht beurteilen, da ihm die entsprechenden früheren Röntgenaufnah-
men nicht vorliegen würden.

2.18 Mit Verfügung vom 15. August 2017 lehnte die Vorinstanz gestützt auf die 
Beurteilungen Dres.med. G.________ und I.________ eine Leistungspflicht ab, 
da die aktuellen Beschwerden am Mittelfinger nicht unfallkausal seien, weshalb 
kein Rückfall vorliege (Vi-act. 134). Nach erhobener Einsprache wurde die ab-
lehnende Haltung im Einspracheentscheid vom 23. Februar 2018 bestätigt (Vi-
act. 147).

3.1 Sowohl ihre Verfügung vom 15. August 2017 als auch ihren Einspra-
cheentscheid vom 23. Februar 2018 begründet die Vorinstanz basierend auf den 
Aktenbeurteilungen der Dres.med. G.________ und I.________. Entgegen der 
Darstellung in ihrer Vernehmlassung handelt es sich bei den Aktenbeurteilungen 

20

jedoch nicht um Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG. Vielmehr wurden beide 
durch die Vorinstanz als beratende Expertenärzte mit einem Aktengutachten be-
auftragt. Ihren Beurteilungen kommt der Beweiswert versicherungsinterner ärztli-
cher Feststellungen zu. Es ist deshalb zu prüfen, ob mindestens geringe Zweifel 
an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 Erw. 5.2; 
Urteil BGer 8C_801/2017 vom 24.4.2018 Erw. 4). Jeder Widerspruch zwischen 
den vom Gutachter dargelegten sowie den von ihm angeführten Grundlagen und 
den gezogenen Schlussfolgerungen stellt deren Schlüssigkeit in Frage und weckt 
Zweifel an ihrer Richtigkeit. Auf ein nicht schlüssiges Gutachten darf das Gericht 
in seiner Beweiswürdigung indes nicht abstellen (Urteil EVGer U 135/05 vom 
7.7.2005 Erw. 4.2). 

3.2 Soweit der Beschwerdeführer ausführt, er habe den Mittelfinger rechts als 
14jähriger beim Fussballspielen zwar in Mitleidenschaft gezogen, es sei aber 
keine ärztliche Versorgung erfolgt und der Finger habe ihn in keiner seiner beruf-
lichen Tätigkeiten je gehindert und nie Schmerzen verursacht bis nach der Be-
handlung aufgrund des Unfalles vom 15. Dezember 2010 und soweit dies auch 
durch Dr.med. L.________ bestätigt wird, handelt es sich gemäss ständiger 
Rechtsprechung um einen beweisrechtlich nicht zulässigen "Post-hoc-ergo-
propter-hoc"-Schluss" (im Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls"; 
vgl. BGE 142 V 325 Erw. 2.3.2.2; Urteil BGer 8C_8/2018 vom 23.4.2018 Erw. 
3.2).

Wesentlich ist aber immerhin, dass der Mittelfinger rechts unbestrittenermassen 
bereits früher verletzt wurde, wobei der Beschwerdeführer den Unfall wie folgt 
beschreibt: Er sei beim Fussballspielen im Tor gestanden und beim Abwehren 
eines Balles habe sich das Mittelgelenk des Mittelfingers rechts "überlitzt" (wohl 
überstreckt), was anfänglich mit starken Schmerzen verbunden gewesen sei. Da 
sich die Schmerzen nach einigen Tagen verzogen hätten, habe er keinen Arzt 
aufgesucht (Vi-act. 122 S. 2).

3.3.1 Nicht von Belang ist, ob die Vorinstanz 2013 eine Kausalität zwischen dem 
Unfallereignis vom 15. Dezember 2010 und einzelner Beschwerden im Mittelfin-
ger rechts bejaht hat. Die damalige Leistungsübernahme durch die Vorinstanz 
verpflichtet diese nicht, einen Rückfall anzuerkennen. Vielmehr muss das Vorlie-
gen eines leistungsbegründenden natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Erw. 1.3). 

3.3.2 Diesbezüglich gilt es festzuhalten, dass Dr.med. F.________ mit seinem 
Schreiben vom 24. April 2017 ausschliesslich auf seine früheren Berichte von 

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2013 verweist und ausführt, es habe sich seither nichts verändert und die Versi-
cherung habe den Kausalzusammenhang bereits damals stillschweigend bejaht 
(Erw. 2.16). Mithin geht er nicht weiter auf das neue Beschwerdebild ein. Selbst 
wenn - wie er ausführt - das Beschwerdebild jenem von 2013 entsprechen wür-
de, ist damit über die Ursache nichts ausgesagt. Er begründet den behaupteten 
Rückfall nicht weiter; weder führt er nachvollziehbar aus, warum die neuen Be-
schwerden erneut durch den Unfall vom 15. Dezember 2010 (resp. dessen Be-
handlung) mindestens mitverursacht wurden, noch geht er auf die unbestritte-
nermassen bestehende Vorerkrankung ein oder zeigt er auf, dass diese nicht ur-
sächlich ist. Bemerkenswert ist dabei, dass ihm zu diesem Zeitpunkt die Haltung 
der Versicherung und des Berichts von Dr.med. G.________ bekannt war und er 
sich dennoch nicht mit dessen Beurteilung resp. die Kausalität verneinenden Hal-
tung auseinandersetzt. 

3.3.3 Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht von Dr.med. F.________ vom 
3. März 2017, als er vom Beschwerdeführer aufgrund der erneut aufgetretenen 
Beschwerden im Mittelfinger rechts aufgesucht wurde (Vi-act. 110). Er hielt fest, 
die Schwellung entlang der Beugesehnenscheide nehme erneut zu und ebenso 
die Schmerzen im zerstörten PIP-Gelenk des Mittelfingers. Die Zerstörung des 
PIP-Gelenkes führte er auf eine posttraumatische Arthrose zurück und diese sei 
ebenso ursächlich für die erneute Entwicklung eines grotesken Beugesehnen-
scheidenhygroms. Er führt hingegen nicht aus, was ihn zur Beurteilung führt, die 
Arthrose sei posttraumatisch und dies im Sinne einer Ursächlichkeit (und nicht 
bloss zeitlich). Immerhin hatte er in seinen Berichten vom 15. Oktober 2013 noch 
ausdrücklich ausgeführt, der Beschwerdeführer leide unter einer destruierenden 
Arthrose am PIP des Mittelfingers und diese sei wohl nicht unfallkausal (Vi-act. 
68 und 69). Als unfallkausal betrachtete er damals (neben den Beschwerden am 
Zeigefinger) bloss die konsekutive Entwicklung einer Tendovaginitis stenosans 
am Mittelfinger aufgrund der längeren Ruhigstellung mit dem Zeigefinger. Zur 
Behandlung dieser unfallkausalen Beschwerde wurde eine Steroidinfiltration vor-
genommen und später die operative Revision der Beugesehnenscheide mit Syn-
ovialektomie (Vi-act. 77). Die wohl nicht unfallkausale Arthrose des PIP-Gelenkes 
sollte unbehandelt belassen und bei späterer Schmerzhaftigkeit das Einsetzen 
eines Kunstgelenkes diskutiert werden (Vi-act. 68). Mithin findet sich in den Be-
richten vom 15. Oktober 2013 (auf welche Dr.med. F.________ im Schreiben 
vom 24. April 2017 verweist) keine Grundlage für eine Unfallkausalität der Ar-
throse im PIP-Gelenk des Mittelfingers. Entsprechend ist die Bezeichnung der Ar-
throse als "posttraumatisch" im Bericht vom 3. März 2017 nicht schlüssig, insbe-
sondere nicht eindeutig im Sinne einer Kausalität bezogen auf das Unfallereignis 
vom 15. Dezember 2010.

22

3.4 Anders als im Bericht vom 15. Oktober 2013 bezeichnete Dr.med. 
F.________ im Operationsbericht vom 12. November 2013 die Arthrose als 
"posttraumatisch" und er stellte die Diagnose einer Insuffizienz der palmaren 
Platte am PIP III rechts, bei Status nach Ruptur der palmaren Platte am 15. De-
zember 2010; die palmare Platte des PIP-Gelenkes müsse wohl durch das 
Trauma abgerissen worden sein. Zusätzlich notierte er die Diagnose "Nicht ge-
klärte, schwerste Synovialitis des offenen PIP und der Beugesehnenscheide vom 
DIP bis auf Höhe des Cul de Sac am Mittelfinger rechts (Traumafolge? Krank-
heit?)" (Vi-act. 77). 

Hiegegen wendet Dr.med. G.________ zu Recht ein, gemäss sämtlichen zeitna-
hen Dokumenten sei vom Unfall am 15. Dezember 2010 nur der Zeigefinger be-
troffen gewesen, eine Verletzung des Mittelfingers sei im Rahmen dieses Unfal-
les nie dokumentiert worden (Vi-act. 115 S. 4). Der Beschwerdeführer bringt als 
Antwort auf die Aussage von Dr.med. G.________ im Rahmen des rechtlichen 
Gehörs vom 7. Mai 2017 erstmals vor, vom Unfall am 15. Dezember 2010 sei 
auch der Mittelfinger betroffen gewesen, nur habe er nicht wie der Zeigefinger 
geschmerzt, so dass es ärztlich nicht dokumentiert worden sei (Vi-act. 122). An 
dieser Ausführung hielt er auch in der Einsprache vom 11. September 2017 (Vi-
act. 139) fest, indem er ausführte, es sei nicht auszuschliessen, dass er beim 
Schlag auf die Torstange neben dem Zeigefinger auch den benachbarten Mittel-
finger rechts in Mitleidenschaft gezogen habe. Ob und wie stark der Mittelfinger 
beim Unfallereignis in Mitleidenschaft gezogen worden sei, bleibe offen. In der 
Beschwerde vor Verwaltungsgericht bringt der Beschwerdeführer diese Darstel-
lung nicht mehr vor. Sie liesse sich denn auch durch nichts nachweisen und wi-
derspricht seiner Aussage der ersten Stunde (wonach den Angaben der versi-
cherten Person, die sie kurz nach dem Unfallereignis gemacht hat, meist grösse-
res Gewicht zukommt als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 
Versicherers; BGE 121 V 45 Erw. 2a; Urteil BGer 8C_622/2017 vom 16.4.2018 
Erw. 2.1). Mithin ist der Mittelfinger vom Unfallereignis am 15. Dezember 2010 
überwiegend wahrscheinlich nicht unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen wor-
den. Hingegen hält Dr.med. I.________ fest, der vom Beschwerdeführer be-
schriebene Unfall im Jugendalter habe mit an Sicherheit grenzender Wahrschein-
lichkeit zumindest die palmare Platte des PIP-Gelenkes des Mittelfingers verletzt, 
was zu einer chronischen Instabilität und damit zur Arthrose geführt habe (Vi-act. 
133).

3.5 Der Beschwerdeführer zitiert Dr.med. I.________, wonach die aufgetretene 
Arthrose Dig. II zum überwiegenden Teil auf den Spickdraht, mithin die Unfallbe-
handlung, zurückzuführen sei (Beschwerdeschrift S. 3 oben). Er verkennt dabei, 

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dass sich Dr.med. I.________ hiermit zur Situation des Zeigefingers äusserte 
und der Mittelfinger davon gar nicht betroffen ist. Beim Mittelfinger wurde nie ein 
Spickdraht eingebracht und entsprechend kein Knorpelschaden verursacht, wel-
cher erwartungsgemäss häufig zu einer Arthrose des Gelenkes führt (vgl. Vi-act. 
133). Mithin kann der Beschwerdeführer aus der am 7. Januar 2011 beim Zeige-
finger angewandten - durch Dr.med. I.________ in Frage gestellten - Operations-
technik nichts bezüglich Unfallkausalität der im März 2017 geklagten Beschwer-
den am Mittelfinger ableiten.

3.6 Die Vorschädigung des Mittelfingers rechts ist unbestritten. Gemäss eige-
ner Darstellung des Beschwerdeführers überstreckte das PIP-Gelenk beim Ver-
such, als 14jähriger Torwart einen Ball abzuwehren. In diesem Vorfall ist die Ur-
sache der arthrotischen Veränderung des PIP-Gelenkes des Mittelfingers rechts 
zu sehen (für Dr.med. I.________ trifft dies mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit zu, Vi-act. 133). Da die Schmerzen abheilten, erfolgte damals kei-
ne medizinische Behandlung. Gemäss eigener Aussage behinderte die Verlet-
zung und eingetretene Arthrose den Beschwerdeführer bis zum Unfall 2010 nie. 
Daher kann der Beschwerdeführer entgegen seiner Darstellung nichts aus der 
Tatsache ableiten, dass seine übrigen acht Finger beschwerdefrei seien. Es ist 
nicht so, dass die Vorinstanz geltend macht, der Zeigefinger sei unfallbedingt und 
der Mittelfinger krankheitsbedingt geschädigt. Vielmehr ist die Schädigung des 
Mittelfingers vorbestehend auf einen andern Unfall zurück zu führen, was erklärt, 
dass die weiteren Finger beschwerdefrei sind.

3.7 Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Entscheid auf die Aktenbeurteilungen 
der Dres.med. G.________ und I.________. Da sich Dr.med. I.________ der 
Beurteilung von Dr.med. G.________ ohne Weiterungen anschliesst, ist dessen 
Bericht von Bedeutung (Vi-act. 115).

3.7.1 Dr.med. G.________ bestätigt, die Beschwerden seien objektivierbar und 
auf eine schwere Arthrose im Mittelglied des rechten Mittelfingers mit Entzün-
dung und Flüssigkeit in der Beugesehnenscheide zurückzuführen. Im Unfall vom 
15. Dezember 2010 sieht er weder die alleinige Ursache für diese Beschwerden, 
noch eine Mitursache. Einerseits sei eine Verletzung des Mittelfingers durch den 
Unfall nicht dokumentiert und anderseits könne die Ruhigstellung (interdigitale 
Schienung mit Zeigefinger) die später aufgetretene Synovialitis nicht verursacht 
haben, sie sei überwiegend wahrscheinlich durch die Arthrose verursacht. Be-
kannt sei diese vorbestandene Arthrose, die durch den Unfall vom 15. Dezember 
2010 höchstens vorübergehend geringfügig aktiviert worden sei. Da er selbst ei-
ne Mitursache des Unfalles für die bestehenden Beschwerden ausschloss, be-

24

antwortete er folgerichtig die Frage nach der möglichen oder überwiegend wahr-
scheinlichen Mitursache gar nicht (vgl. Erw. 2.14).

3.7.2 Schliesslich befragte die Vorinstanz die beiden beratenden Expertenärzte 
nach dem Erreichen des status quo ante und status quo sine. Diesbezüglich ist 
festzuhalten, dass mit dem status quo sine der Gesundheitszustand bezeichnet 
wird, der sich bei einem schicksalsmässig verlaufenden, krankhaften Vorzustand 
ergibt, wenn nach einer vorübergehenden, unfallbedingten Verschlimmerung die 
auf einen Unfall zurückzuführende Gesundheitsschädigung vollständig abheilt 
und der Unfall keine natürliche Ursache des beim Versicherten vorhandenen Ge-
sundheitsschadens mehr darstellt. Demgegenüber wird unter dem status quo an-
te ein unmittelbar vor dem Unfall bestehender und stabiler Vorzustand verstan-
den, der wieder erreicht wird, wenn die unfallbedingte Gesundheitsschädigung 
vollständig abgeheilt ist. Liegt ein schicksalsmässig verlaufender krankhafter 
Vorzustand im Sinne des status quo sine vor, schliesst dieser das Erreichen des 
status quo ante aus; umgekehrt kann ein status quo sine gar nie eintreten, wenn 
ein stabiler krankhafter Vorzustand durch einen unfallbedingten Gesundheits-
schaden nur temporär verschlimmert und der status quo ante wieder erreicht wird 
(Urteil EVGer U 135/05 vom 7.7.2005 Erw. 3.2).

3.7.3 Dies vorausgeschickt erscheinen die Antworten von Dr.med. G.________ 
(welchen sich Dr.med. I.________ ausdrücklich und ohne Weiterungen ansch-
liesst) widersprüchlich, unvollständig und nicht schlüssig. So hat der Unfall vom 
15. Dezember 2010 gemäss seiner Beurteilung ohnehin höchstens eine gering-
fügige vorübergehende Aktivierung der vorbestehenden Arthrose verursacht. Ei-
ne Begründung für diese Beurteilung liefert er nicht (Dr.med. E.________ sprach 
von einer vorbestehenden Arthrose, die durch die Ruhigstellung "etwas aktiviert" 
wurde und schätzte einen Integritätsschaden von 2%, was eine dauerhafte, un-
fallkausale Schädigung voraussetzt; Art. 24 Abs. 1 UVG. Auch die Dres.med. 
F.________ und L.________ schätzten die unfallkausale Schädigung als dauer-
haft ein). Auch setzt sich Dr.med. G.________ nicht mit der vorbestehenden Ar-
throse auseinander und macht keine Aussage dazu, ob es sich um einen stabilen 
Vorzustand handelt (was nach Abklingen der Aktivierung zu einem status quo an-
te führen würde) oder sich die vorbestehende Arthrose schicksalsmässig ver-
schlimmert (so dass der status quo sine erreicht werden konnte). Damit ist nicht 
nachvollziehbar, was Dr.med. G.________ mit Beantwortung beider Fragen aus-
sagen wollte. Schliesslich belässt er es in Beantwortung der Frage nach dem sta-
tus quo sine bei der Aussage, die bestehende Symptomatik am rechten Mittelfin-
ger wäre auch ohne Unfall am 15. Dezember 2010 früher oder später im heuti-
gen Ausmass aufgetreten. Unbeantwortet lässt er damit die (ausdrücklich gestell-

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te) Frage, ob dieser Zustand ohne Unfall auch heute schon eingetreten wäre 
oder wann dies der Fall wäre. Dies ist indes von Bedeutung für die Frage, ob 
noch ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem aktuellen 
Zustand besteht. Denn wenn die heutige Symptomatik zwar ohnehin auch ohne 
Unfall eintreten würde, aber erst später, dann ist das heutige Beschwerdebild 
dennoch verursacht durch den Unfall vom 15. Dezember 2010. Und offengeblie-
ben ist schliesslich auch die von Dr.med. I.________ aufgeworfene Frage, ob al-
lenfalls die - seines Erachtens sinnfreie - Gelenkstoilette vom 12. November 
2013 allenfalls zur Zerstörung des PIP-Gelenkes beigetragen hat. 

Damit aber können die Beurteilungen Dres.med. G.________ und I.________, 
auf welche sich die Vorinstanz abgestützt hat, weder als abschliessend noch als 
schlüssig betrachtet werden. 

3.8 Die Sache ist noch nicht spruchreif. Fest steht, dass der Mittelfinger rechts 
vorgeschädigt war. Gemäss Dr.med. F.________ sind die 2017 aufgetretenen 
Beschwerden mindestens teilweise wieder auf den Unfall vom 15. Dezember 
2010 zurück zu führen. Nach Beurteilung Dres.med. G.________ und I.________ 
hingegen würde die Symptomatik aufgrund der Vorschädigung so oder so früher 
oder später im heutigen Ausmass auftreten. Selbst wenn dieser Beurteilung ge-
folgt wird (und nicht gemäss Dr.med. F.________ die natürliche Kausalität ohne-
hin zu bejahen wäre) stellt sich jedoch die Frage, ob der status quo sine (vel an-
te, was ebenfalls noch offen ist) bereits eingetreten ist (womit die Unfallkausalität 
entfiele) oder nicht (womit die Vorinstanz weiterhin leistungspflichtig wäre). Zu 
berücksichtigen ist dabei auch die von Dr.med. I.________ aufgeworfene Frage 
der Schädigung durch die Gelenkstoilette vom 12. November 2013. Damit aber 
wurde der Sachverhalt durch die Vorinstanz noch nicht abschliessend geklärt, 
weshalb die Sache an die Vorinstanz zurück zu weisen ist. 

4.1 Damit erweist sich die Beschwerde als begründet; der Einspracheentscheid 
vom 23. Februar 2018 ist aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Sachver-
haltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 
Vorinstanz zurück zu weisen.

4.2 Kosten werden keine erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3 Der nicht anwaltschaftlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen An-
spruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid vom 23. 
Februar 2018 sowie die Verfügung vom 15. August 2017 aufgehoben und 
die Sache im Sinne der Erwägungen zur weiteren Sachverhaltsabklärung 
und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. Juni 2018

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I