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**Case Identifier:** 78503db0-3dcc-551a-94be-da622b03db37
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.03.2025 725 2024 144 (725 24 144)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2024-144_2025-03-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. März 2025 (725 24 144) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Holger Hügel, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1981 geborene A.____ war seit dem 1. September 2022 bei der B.____AG in 
X.____ als Montage-Elektriker angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufs-
krankheiten versichert. Am 5. April 2023 stürzte er auf einer Treppe und zog sich dabei eine 
Verletzung an der linken Schulter zu. Die Suva anerkannte für dieses Ereignis ihre Leistungs-
pflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung). Mit Verfügung 

 

 
 
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vom 24. Juli 2023 stellte sie die Leistungen mit der Begründung ein, dass der Gesundheitszu-
stand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe, spätestens am 7. Juli 2023 wieder 
erreicht worden sei. Die hiergegen erhobene Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 
16. April 2024). 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Holger 
Hügel, am 21. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 16. April 2024 sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen UVG-Leistungen über 
den 7. Juli 2023 hinaus zu gewähren. Eventualiter sei zur Klärung der medizinischen Sachlage 
ein Gerichtsgutachten einzuholen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur rechtsgenüglichen 
Abklärung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter 
o/e-Kostenfolge.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 3. Juli 2024 auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
D. Anlässlich des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 4. September 2024 [inkl. Stel-
lungnahme von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparats, vom 12. August 2024]; Duplik vom 30. September 2024 [inkl. Bericht von 
Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, 
vom 23. September 2024]) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobe-
ne Beschwerde vom 21. Mai 2024 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen betreffend den Un-
fall vom 5. April 2023 zu Recht per 7. Juli 2023 einstellte. 
 

 

 
 
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3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 
Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des 
versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt 
(Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach 
dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Be-
ginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 
eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 
vom 13. April 2023, 8C_305/2022, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und ei-
ner gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 
129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (Status quo ante), oder aber derjenige, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 
eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund-
heitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine an-
spruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast anders als bei der 

 

 
 
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Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten so-
wohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten 
massgebend (Urteile des Bundesgerichts vom 3. März 2022, 8C_600/2021, E. 3.2 und vom 
25. März 2020, 8C_669/2019, E. 2.2, je mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine 
vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch 
dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 
Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar 2018, 
8C_589/2017, E. 3.2.3 mit Hinweisen). 
 
4.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht 
alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische The-
se abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob die-
ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So kommt beispielsweise Be-
richten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu 
stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-
men (BGE 145 V 97 E. 8.5 mit Hinweis, 135 V 465 E. 4.4 und 4.5, 125 V 351 E. 3b mit zahlrei-
chen Hinweisen). 
 
4.3 Nach der Rechtsprechung gilt es bei der Beurteilung der Unfallkausalität einer Rotato-
renmanschettenläsion, die einzelnen Kriterien, die für oder gegen eine traumatische Genese 
der Verletzung sprechen, aus medizinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sach-
verhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entspre-
chen. Dabei sind etwa die bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, der Unfallhergang, der 

 

 
 
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Primärbefund und der Verlauf zu berücksichtigen. Dabei kommt dem Unfallmechanismus keine 
übergeordnete Bedeutung zu (vgl. SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154 E. 4.1.3; Urteil des Bundesge-
richts vom 16. Dezember 2021, 8C_167/2021, E. 4.1). Im Übrigen liegt es nicht an den Gerich-
ten, den Expertenstreit hinsichtlich des Nachweises der Unfallkausalität von Rotatorenman-
schettenrupturen zu entscheiden, sondern es ist stets der Einzelfall zu beurteilen (Urteil des 
Bundesgerichts vom 16. August 2023, 8C_62/2023, E. 5.2.2). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
6.2 Im Bericht des Ortho-Notfalls der Klinik E.____ vom 10. April 2023 wurde eine linksseiti-
ge (dominante) Schulterkontusion am 5. April 2023 diagnostiziert, wobei keine frischen ossären 
Läsionen festgestellt worden seien. Es wurde festgehalten, dass das Integument intakt sei, kei-
ne Hämatome oder Deformationen vorlägen, die Clavicula druckschmerzfrei sei und kein Hoch-
stand des AC-Gelenks nachweisbar wäre. Auch der Sulcus bicipitalis erweise sich als druck-
schmerzfrei. Die Abduktion und Elevation der Schulter seien bis 160° möglich, wobei ab 90° ein 
Painful Arc zu beobachten sei. Die rotatorenmanschettenspezifischen Tests seien negativ und 
das periphere Durchblutungs-, Motorik- und Sensibilitätsprofil (pDMS) zeige keine Auffälligkei-
ten. 
 
6.3 Gemäss Bericht der Radiologie der Klinik E.____ vom 24. April 2023 zeige die am sel-
ben Tag durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) der linken Schulter eine kleine Par-
tialläsion der Supraspinatussehne am Footprint anterior bursaseitig, eine mässige Tendinopa-
thie der langen Bizepssehne mit Beteiligung des Bizepssehnenankers, eine mässige AC-
Arthrose mit Zeichen einer Aktivierung sowie eine minimal vermehrte Flüssigkeitsansammlung 
in der Bursa subacromialis/subdeltoidea, was als Hinweis auf eine leichte Bursitis zu werten sei. 
 
6.4 Am 20. Juni 2023 hielt der behandelnde Arzt Dr. C.____ fest, dass beim Versicherten 
eine posttraumatische Ruptur der Supraspinatussehne mit Instabilität des Bizepssehnenankers 
sowie eine Bursitis subacromialis vorliege. Das linke Schultergelenk sei passiv frei beweglich, 
die aktive Flexion erreiche 140° und die Abduktion 90°, während die Aussenrotation bis 60° und 
die Innenrotation bis auf Höhe L5 möglich seien. Die Kraftentwicklung bei der Abduktion sei 

 

 
 
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schmerzhaft vermindert. Sowohl der Jobe- als auch der O'Brien-Test seien positiv und es zeige 
sich ein positives Impingement-Zeichen nach Neer. Ein Druckschmerz über dem ACG bestünde 
nicht und das pDMS sei intakt. Rechtsseitig zeige sich eine freie Beweglichkeit des Schulterge-
lenks mit adäquater Kraftentwicklung in Abduktion, Aussenrotation und Innenrotation. Es be-
stünde kein Druckschmerz über dem ACG, das Impingement-Zeichen nach Neer sei diskret 
positiv, und das pDMS sei ebenfalls intakt. Da trotz begonnener Physiotherapie anhaltende 
Schmerzen und eine relative Kraftlosigkeit des linken Arms vorliege, sei die Indikation für eine 
Schulterarthroskopie mit Refixation der Rotatorenmanschette, Tenodese der langen Bi-
zepssehne, Bursektomie und Akromioplastik gegeben. 
 
6.5 Im Bericht vom 11. Juli 2023 hielt der Versicherungsmediziner Dr. D.____ fest, dass der 
Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine zusätzlichen objektivierbaren strukturellen 
Läsionen verursacht habe. In der MRI vom 24. Juli 2023 würden sich altersentsprechende de-
generative Veränderungen, jedoch keine frische traumatische Läsion zeigen. Die kleine Läsion 
der Supraspinatussehne sei altersgemäss und im Zusammenhang mit der körperlichen Arbeit 
sowie den weiteren degenerativen Veränderungen der Schulter zu sehen. Die Ursache hierfür 
sei aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht das Sturzereignis vom 5. April 
2023. Beim Unfall habe der Versicherte eine Prellung erlitten, die innerhalb weniger Tage, spä-
testens aber nach sechs Wochen, abheile. 
 
6.6 Am 6. Oktober 2023 führte Dr. C.____ eine Schulterarthroskopie links mit zweireihiger 
Refixierung der Supraspinatussehne, subpektoraler Tenodese der langen Bizepssehne, 
Bursektomie und sparsamer Akromioplastik durch. Gleichentags hielt er fest, es bestünde ein 
Status nach Schultertrauma links im April 2023. Ein konservativer Therapieansatz sei ohne Er-
folg geblieben, weshalb die Durchführung einer Operation angezeigt gewesen sei. Er stellte 
fest, dass die glenohumeralen Knorpelbeläge unauffällig und das ventrale Labrum intakt seien. 
Es bestünde eine SLAP-Läsion vom Typ II, während die Subscapularis- und die Infraspinatus-
sehne intakt seien. Die Supraspinatussehne sei hingegen rupturiert. Subacromial zeige sich 
eine Bursitis subacromialis mit einem diskreten Acromionsporn. Die Ruptur der Supraspinatus-
sehne sei U-förmig konfiguriert und lasse sich spannungsfrei über dem Footprint reponieren. 
Die Sehnentextur sei insgesamt gut erhalten. 
 
6.7 Im Bericht vom 16. Oktober 2023 führte Dr. med. Johann F.____, Facharzt für Chirurgie 
sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, aus, dass der 
Versicherte nach dem Sturz am 5. April 2023 Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglich-
keit der linken Schulter gehabt habe. Unter Berücksichtigung der vorliegenden ärztlichen Be-
richte, der Bildgebung und der intraoperativ angefertigten arthroskopischen Aufnahmen sei die 
beim Versicherten diagnostizierte Verletzung des linken Schultergelenks mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit unfallkausal. Der Unfall vom 5. April 2023 habe zu einer richtunggebenden 
Verschlimmerung der bereits am 20. April 2023 vorhandenen leichten degenerativen Verände-
rungen (MRT-Untersuchung vom 24. April 2023) des linken Schultergelenks geführt. Die Beur-
teilung von Dr. D.____ vom 11. Juli 2023 sowie die darauf beruhende Leistungseinstellung per 
7. Juli 2023 seien aus seiner Sicht nicht haltbar. 
 

 

 
 
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6.8 Dr. D.____ stellte in seiner Aktenbeurteilung vom 10. April 2024 fest, dass bei der Kon-
sultation am 10. April 2023 im Ortho-Notfall der Klinik E.____ kein auffälliger Befund erhoben 
worden sei. Es hätten sich weder Prellmarken noch Hämatome gezeigt noch seien für eine fri-
sche, traumatische Rotatorenmanschettenverletzung typische Bewegungseinschränkungen mit 
ausgeprägten Schmerzen vorhanden gewesen. Zudem sei der Jobe-Test (zur Überprüfung der 
Supraspinatussehne) nicht positiv ausgefallen, was bei einer frischen Verletzung zu erwarten 
gewesen wäre. Es sei lediglich ein Painful-arc ab 90° angegeben, jedoch keine weitere ortho-
pädische Kontrolle empfohlen worden. Es sei nur eine leichte Prellung angenommen und eine 
Arbeitsunfähigkeit für zwei Tage attestiert worden. Hätte der Behandler eine traumatische Rota-
torenmanschettenruptur vermutet, hätte sofort eine MRI-Abklärung veranlasst werden müssen. 
Gegen eine traumatische Supraspinatussehnenruptur spreche zudem, dass der Versicherte 
nach dem Unfall noch fünf Tage habe arbeiten können – bei einer frischen Ruptur wären erheb-
liche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu erwarten gewesen, die die Ausübung des 
Berufs als Elektriker unmöglich gemacht hätten. Auch der Unfallmechanismus sei nicht typisch 
für eine solche Verletzung, da nach aktuellem medizinischem Wissensstand eine erhebliche 
Krafteinwirkung erforderlich sei, um bei jüngeren Versicherten eine traumatische Rotatoren-
manschettenruptur zu verursachen. Die Inzidenz akuter traumatischer Manschettenrisse liege 
bei 8 %. Es werde angenommen, dass traumatische Risse auf Mechanismen mit höherer Ener-
gie zurückzuführen seien und Risse in der gesamten Sehnendicke verursachen, wohingegen 
der natürliche Verlauf von Abnutzungsrissen darin bestehe, dass sie als Risse in der Teildicke 
entstünden und sich möglicherweise zu Rissen in der gesamten Dicke entwickeln. Letzteres sei 
in der MRI vom 24. April 2023 erkennbar, das keine Hinweise auf eine frische traumatische 
Supraspinatussehnenruptur zeige. Die MRI-Befunde seien vielmehr mit einer Schulterimpinge-
mentsymptomatik vereinbar. Zu den Berichten von Dr. C.____ sei festzustellen, dass sich in der 
Bilddokumentation kein Nachweis für eine traumatische Ablösung der Supraspinatussehne oder 
eine SLAP-II-Läsion finde. Die im Operationsbericht erwähnte Ruptur sei nicht nachvollziehbar. 
Entgegen den Ausführungen von Dr. F.____ hätten sich bei der Erstuntersuchung weder 
Schmerzen noch eine eingeschränkte Beweglichkeit gezeigt. Auch die von Dr. F.____ behaup-
tete gesicherte SLAP-II-Läsion sei laut Radiologin nur ein Verdacht und nicht objektiv nachge-
wiesen. Die Schlussfolgerung von Dr. F.____, die diagnostizierte Verletzung sei überwiegend 
wahrscheinlich unfallkausal, werde nicht geteilt. Bei der initialen ärztlichen Vorstellung in der 
Klinik E.____ hätten sich keine Hinweise für eine frisch erlittene strukturelle Läsion ergeben. 
Dr. C.____ nenne in seinen Berichten keine medizinischen Fakten, die belegen, dass es sich 
bei einer möglicherweise vorliegenden SLAP-Läsion und der in der MRI nachgewiesenen klei-
nen Partialläsion der Supraspinatussehne um frische, strukturelle Läsionen handle. Die wesent-
lichen Aspekte – nämlich dass beim Versicherten eine anatomische Besonderheit vorliege, er 
wiederholt Überkopfarbeiten ausführe und eindeutige radiologische Hinweise auf eine frische 
Rotatorenmanschettenruptur fehlten – würden nicht thematisiert. Darüber hinaus lasse sich an-
hand der vorliegenden arthroskopischen Aufnahmen weder eine SLAP-Läsion noch eine Ruptur 
der Supraspinatussehne nachweisen. Daher könne den Ausführungen im Parteigutachten von 
Dr. F.____ nicht gefolgt werden; neue medizinische Erkenntnisse lägen nicht vor. 
 
6.9 Dr. C.____ hielt am 12. August 2024, fest, dass für die Unterscheidung zwischen einer 
traumatischen und einer degenerativen Rotatorenmanschettenläsion insbesondere die Vorge-

 

 
 
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schichte des Patienten, das Unfallereignis, das klinische Verletzungsbild sowie die radiologi-
schen und intraoperativen Befunde entscheidend seien. Im vorliegenden Fall sei die Anamnese 
des Patienten unauffällig, und es lägen keine dokumentierten Schulterbeschwerden vor dem 
Unfall vor. Zudem hätten Studien gezeigt, dass auch bei jungen und sportlich aktiven Personen 
ein direkter Sturz auf die Schulter zu einer Ruptur führen könne, was auf den Sturz vom 5. April 
2023 zutreffe. Auch eine erhöhte Kraftanstrengung könne bereits eine Rotatorenmanschetten-
läsion verursachen. Der Versicherte habe unmittelbar nach dem Trauma einschiessende, im-
mobilisierende Schulterschmerzen angegeben, und die Schulter sei seither nicht mehr ausrei-
chend beweglich gewesen. Das Fehlen von Prellmarken, Hämatomen oder Schwellungen spre-
che nicht gegen eine traumatische Ursache, da solche Zeichen nur in etwa 20 % der Fälle auf-
treten. Eine klinisch manifeste Muskelatrophie, wie sie typisch für eine degenerative Genese 
wäre, habe präoperativ nicht bestanden. Radiologisch könne ein verminderter akromiohumera-
ler Abstand (AHA) als Zeichen der Chronifizierung bei Rotatorenmanschettenläsionen gewertet 
werden, wobei bei traumatischen Rupturen kein AHA unter 5 mm gefunden worden sei. Wie 
rasch sich der AHA nach einer Ruptur verändere, sei nicht bekannt. Beim Versicherten habe 
sich postoperativ ein AHA von 10 mm gezeigt, was gegen eine degenerative Läsion spreche. In 
der MRI sei ein Knochenmarksödem (Bone bruise) über dem Tuberculum majus sichtbar gewe-
sen, das mit einer unfallbedingten Ruptur assoziiert werden könne, wenngleich ein solches 
Ödem nicht immer bei traumatischen Rupturen nachweisbar sei. Die intraoperative Partialläsion 
der Rotatorenmanschette sei in der MRI vom 24. April 2023 deutlich erkennbar gewesen und 
könne auch ohne frisches Bone bruise mit dem Unfall in Zusammenhang gebracht werden. Ins-
gesamt sei aufgrund der vorliegenden Anamnese, des Unfallmechanismus, des klinischen Ver-
laufs sowie der radiologischen Befunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer trau-
matischen Genese der Schulterpathologie auszugehen. 
 
6.10 Am 20. September 2024 nahm Dr. D.____ zum Bericht von Dr. C.____ vom 12. August 
2024 Stellung. Er führte aus, dass Dr. C.____ von einer frischen Pathologie ausgehe, weil keine 
Schulterbeschwerden vorgelegen hätten. Diese Behauptung lasse sich jedoch aus Daten-
schutzgründen nicht objektivieren. Selbst wenn diese Aussage zutreffe, ergebe sich daraus aus 
medizinischer Sicht nicht automatisch eine überwiegend wahrscheinliche traumatische Genese. 
Zudem sei zu beachten, dass bereits 2021 auf der Gegenseite (rechte Schulter) nahezu identi-
sche Befunde vorgelegen hätten. Damals sei aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen 
von der Suva nach einem Bagatellereignis und erfolgter Operation eine Listendiagnose aner-
kannt worden. Auch dort habe sich eine Impingementkonstellation gezeigt. Die erhobenen Be-
funde hätten sich auch im vorliegenden Fall deutlich plausibler durch die individuelle Anatomie 
des Versicherten in Verbindung mit der häufigen Überkopfarbeit als Elektriker erklären lassen. 
Zudem liefere die von Dr. C.____ zitierte Literatur Argumente, die die von der Versicherungs-
medizin vertretene Genese der Beschwerden stützen würden. Die erste von ihm genannte Pub-
likation weise darauf hin, dass Patienten mit einer Rotatorenmanschettenruptur ein deutlich er-
höhtes Risiko für einen Riss auf der Gegenseite hätten und ihre Schulterfunktion auch bei 
asymptomatischem Riss im Alltag deutlich eingeschränkt sein könne. Die zweite zitierte Arbeit 
komme zum Ergebnis, dass eine langfristige berufliche Überkopfbelastung mit einem erhöhten 
Risiko für Rotatorenmanschettenläsionen assoziiert sei. Soweit Dr. C.____ weiter ausführe, 
klinische und radiologische Studien hätten gezeigt, dass auch ein direkter Sturz auf die Schulter 

 

 
 
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zu Rupturen der Rotatorenmanschette führen könnten, zitiere er die entsprechende Studie nicht 
korrekt. In der betreffenden Untersuchung habe bei diesem Unfallmechanismus keine einzige 
Rotatorenmanschettenruptur nachgewiesen werden können. Vielmehr seien bei einem direkten 
Sturz auf die Schulter vor allem Schulterluxationen, Verletzungen der Gelenklippe und Fraktu-
ren des Schulterblatts beschrieben worden. Mit der von Dr. C.____ zitierten Literatur widerlege 
er somit seine eigenen Argumente. Als dritten Punkt habe Dr. C.____ ausgeführt, dass bei der 
klinischen Beurteilung des Sachverhalts der Erstbefund und der Symptomverlauf für die Begut-
achtung von zentraler Bedeutung seien, was grundsätzlich zutreffend sei. Soweit er jedoch da-
von ausgehe, dass es nach dem Schultertrauma unmittelbar zu einschiessenden, immobilisie-
renden Schmerzen gekommen sei und die Schulter seither nicht mehr ausreichend beweglich 
gewesen sei, stehe diese Darstellung im Widerspruch zur zeitnahen Dokumentation. Laut den 
vorliegenden Unterlagen habe der Versicherte nach dem behaupteten Ereignis weitergearbeitet 
und die erste ärztliche Konsultation habe erst am 10. April 2023 – also fünf Tage nach dem Un-
fall – stattgefunden. Bei dieser ersten Untersuchung sei ein unauffälliger Schulterbefund festge-
halten worden. Am 10. April 2023 sei zudem lediglich eine Arbeitsunfähigkeit für zwei Tage at-
testiert worden; am 18. April 2023 habe der Hausarzt eine Arbeitsunfähigkeit rückwirkend ab 
dem 17. April 2023 bescheinigt. Dieser klinische Verlauf sowie die dokumentierten Untersu-
chungsbefunde würden klar gegen das Vorliegen einer frischen Rotatorenmanschettenruptur 
sprechen. Typische Zeichen einer akuten Ruptur wie starke Schmerzen, deutliche Funktions-
einschränkung, Pseudoparalyse, Drop-arm-Zeichen oder positive rotatorenmanschettenspezifi-
sche Tests würden fehlen. Dies widerspreche eindeutig der nun behaupteten Darstellung und 
lasse sich anhand der dokumentierten Befunde konkret belegen. Als vierten Punkt führe 
Dr. C.____ aus, dass radiologische pathomorphologische Befunde eine essentielle Säule bei 
der Beurteilung der Genese einer Rotatorenmanschettenpathologie seien, was grundsätzlich 
zutreffend sei. Dr. C.____ argumentiere im Folgenden mit der acromiohumeralen Distanz; diese 
Ausführungen seien zwar korrekt, würden jedoch im vorliegenden Fall bei einer Impingement-
symptomatik mit nachgewiesener AC-Arthrose und einem kritischen Schulterwinkel von über 
40° keine entscheidende Rolle spielen. Ebenso wenig sei das von ihm erwähnte Knochenmark-
ödem im aktuellen Zusammenhang von Relevanz. Bereits in der versicherungsmedizinischen 
Beurteilung vom 11. April 2024 sei darauf hingewiesen worden, dass die erhobenen Befunde 
dem Krankheitsbild eines Schulterimpingements entsprechen würden. Die kleine Sehnenruptur 
sowie das Knochenmarködem seien typische Befunde bei diesem Krankheitsbild und deshalb 
diesem zuzuordnen. Eine Veränderung der acromiohumeralen Distanz liege nicht vor, was beim 
hier überwiegend wahrscheinlich bestehenden Impingement im Stadium und Alter des Versi-
cherten auch nicht zu erwarten wäre. Den Hinweisen zur acromiohumeralen Distanz und zum 
Knochenmarködem könne man grundsätzlich zustimmen. Im vorliegenden Fall seien sie jedoch 
nicht ausschlaggebend, da die Diagnose eines Schulterimpingements vorliege, die die Be-
schwerden besser erkläre als das behauptete Sturzereignis. 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
16. April 2024 bei der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Un-
fallereignis und dem Gesundheitsschaden vollumfänglich auf die versicherungsmedizinischen 
Einschätzungen von Dr. D.____ vom 11. Juli 2023 und 10. April 2024. Sie ging demzufolge da-
von aus, dass die Rotatorenmanschettenläsion mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

 

 
 
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nicht auf das Unfallereignis vom 5. April 2023 zurückzuführen sei und die erlittene Prellung spä-
testens nach sechs Wochen ausgeheilt gewesen sei. Aus diesem Grund sei ab dem 7. Juli 
2023 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Status quo ante eingetreten, sodass das Un-
fallereignis vom 5. April 2023 ab diesem Zeitpunkt keine kausale Bedeutung für die Beschwer-
den des Versicherten mehr gehabt habe. 
 
7.2 Wie in Erwägung 4.2 dargelegt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen, wenn – wie im vorliegenden Fall – ohne Einholung eines externen Gutachtens ent-
schieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, müssen ergänzende Abklärungen vor-
genommen werden. Solche Zweifel an der Schlüssigkeit und Beweiskraft der versicherungsin-
ternen Beurteilung von Dr. D.____ ergeben sich bereits aus den divergierenden Einschätzun-
gen der beteiligten medizinischen Experten hinsichtlich der Frage, ob die in der medizinischen 
Literatur festgelegten Kriterien für eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion erfüllt sind. 
Während der Versicherungsmediziner von einer degenerativen Schädigung der Supraspinatus-
sehne ausgeht, vertreten die behandelnden Fachärzte Dres. med. C.____ und F.____ die Auf-
fassung, diese sei auf das Unfallereignis vom 5. April 2023 zurückzuführen. Dabei wurden ins-
besondere auch die intraoperativ angefertigten arthroskopischen Aufnahmen unterschiedlich 
interpretiert. Angesichts dieser widersprüchlichen medizinischen Sachlage erscheint die Ein-
schätzung von Dr. D.____, wonach die Supraspinatussehnenläsion mit an Sicherheit grenzen-
der Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 5. April 2023 zurückzuführen sei, nicht 
hinreichend gesichert. Vor diesem Hintergrund hätte die Beschwerdegegnerin spätestens nach 
Vorliegen des widersprechenden Berichts von Dr. F.____ vom 16. Oktober 2023 (vgl. E. 6.7), 
der – unter Berücksichtigung der Berichte der Klinik E.____ vom 10. April 2023 und 24. April 
2023 (vgl. E. 6.2 und E. 6.3) sowie des Berichts von Dr. C.____ vom 20. Juni 2023 (vgl. E. 6.4) 
– eine unfallbedingte Schädigung des linken Schultergelenks bejahte und die Beurteilung des 
Versicherungsmediziners Dr. D.____ vom 11. Juli 2023 als nicht haltbar einstufte, ein neutrales 
externes Gutachten nach Art. 44 ATSG einholen müssen. Da sie dies unterlassen und stattdes-
sen lediglich eine weitere Stellungnahme des Versicherungsmediziners Dr. D.____ eingeholt 
hatte, kam sie ihrer Abklärungspflicht nicht rechtsgenügend nach. Dies gilt umso mehr, als sich 
Dr. D.____ in seinen Stellungnahmen vom 11. Juli 2023 und 10. April 2024 nicht explizit zur 
Feststellung von Dr. F.____ äusserte, dass der Unfall vom 5. April 2023 zu einer richtungswei-
senden Verschlimmerung der bereits am 20. April 2023 vorhandenen leichten degenerativen 
Veränderungen geführt habe. Der Verweis von Dr. D.____ auf eine angeblich ähnliche Patholo-
gie des rechten Schultergelenks im Jahr 2021, die als Impingement-Konstellation klassifiziert 
worden sein soll, ist mangels Dokumentation nicht nachvollziehbar. Ebenso bleibt unklar, wel-
che Bedeutung dieser Hinweis für die Beurteilung der linken Schulter haben soll.  
 
7.3 Da sich die Diskussion um die streitige Unfallkausalität des verletzten linken Schulterge-
lenks im weiteren Verlauf des Verfahrens zu einem regelrechten Expertenstreit entwickelte, den 
das Gericht nicht abschliessend zugunsten der einen oder anderen Seite entscheiden kann, 
und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Ab-
klärungen nachzuholen, ist eine Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin ange-
zeigt. Diese wird zunächst ein externes Gutachten bei einer unabhängigen und zur Beurteilung 

 

 
 
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der relevanten Fragestellungen qualifizierten Fachperson einholen müssen. Diese Fachperson 
wird insbesondere dazu Stellung nehmen müssen, ob das Unfallereignis vom 5. April 2023 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest eine Teilursache für die über das Datum der Leis-
tungseinstellung per 7. Juli 2023 hinaus geklagten linksseitigen Schulterbeschwerden darstellt 
bzw. ob der Unfall vom 5. April 2023 zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung der bereits 
am 20. April 2023 vorhandenen leichten degenerativen Veränderungen geführt hat. Dabei hat 
sich die sachverständige Person auch zur Eignung des geschilderten Schadensmechanismus 
für die vorliegende Schulterverletzung aus medizinischer Sicht zu äussern, wobei zu beachten 
ist, dass dies lediglich einen Aspekt der Kausalitätsbeurteilung unter mehreren darstellt. Die 
medizinische Fachperson muss die einzelnen für oder gegen eine traumatische Genese spre-
chenden Aspekte umfassend diskutieren und würdigen. Hernach wird die Beschwerdegegnerin 
erneut über ihre Leistungspflicht zu verfügen haben. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzu-
heissen. 
 
8.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzli-
che Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdefüh-
rer deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 15. Oktober 2024 für 
das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 17 Stunden und 45 Minuten gel-
tend gemacht, was umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen sowie des zweiten Schriftenwechsels nicht zu beanstanden ist. Die zeitlichen Bemühun-
gen sind zu dem seit dem 1. Januar 2004 in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche 
Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu 
beanstanden ist die in der Honorarnote geltend gemachte Auslagenpauschale von 3 % auf den 
ausgewiesenen Aufwand. Somit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdever-
fahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'940.85 (17,75 Stunden à Fr. 250.-- sowie 
Auslagen von Fr. 133.15 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind –  mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 

 

 
 
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einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt vom 16. April 2024 aufgehoben und die Angelegenheit zur weite-
ren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt zurück-
gewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'940.85 (inkl. 
Auslagen und 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen