# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d691dcee-3952-57df-af23-3b3ac2a6e4e4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.06.2021 III 2020 182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-182_2021-06-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 182

Entscheid vom 28. Juni 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,

gegen

1. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
C.________,
Vorinstanz,

2. D.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. E.________,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Regelung des persönlichen 
Verkehrs)

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Sachverhalt:

A. D.________ (geb. am ____19__, nachfolgend Kindsmutter genannt) und 
A.________ (geb. am ____19__, nachfolgend Kindsvater genannt) sind die El-
tern der gemeinsamen Tochter F.________ (geb. am ____20__). Die Eltern 
trennten sich nach der Aktenlage im Jahre 2019 aufgrund gewalttätiger Ausein-
andersetzungen (vgl. die Verfügung der Kantonspolizei vom 7.1.2019 mit Rayon- 
und Kontaktaufnahmeverbot = Vi-act. 3.3).

D.________ (damals noch mit dem Nachnamen "G.________") ist zudem Mutter 
von H.________ (geb. am ____20__, Vater von H.________ ist 
I.________) und von J.________ (geb. am ____20__, Vater von J.________ ist 
K.________) sowie von L.________ (geb. am 
____ 20__, Vater von L.________ ist K.________).

Am 22. März 2019 unterzeichneten die Eltern von F.________ eine Vereinba-
rung, wonach (vgl .Vi-act. 2.1.1/ Anhang 1):

- die beim Zivilstandsamt C.________ im Sinne von Art. 298a Abs. 1 ZGB abge-
gebene Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge (für F.________) beibe-
halten werde;

- der Kindsvater das Kind jede zweite Woche jeweils von Samstag, 8.00 Uhr, bis 
Mittwoch, 18.00 Uhr betreue;

- der Kindsvater in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Kind von Karfreitag, 8.00 
Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr, von Fronleichnam, 8.00 Uhr, bis zum ansch-
liessenden Sonntag, 18.00 Uhr, am 24. Dezember, 8.00 Uhr, bis 25. Dezember, 
8.00 Uhr, am 31. Dezember, 8.00 Uhr, bis Neujahr (1.1.), 18.00 Uhr, betreue;

- der Kindsvater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Kind von Auffahrt, 8.00 Uhr 
bis zum anschliessenden Sonntag, 18.00 Uhr, von Pfingstsamstag, 8.00 Uhr, bis 
Pfingstmontag, 18.00 Uhr, am 25. Dezember, 8.00 Uhr, bis 26. Dezember, 18.00 
Uhr, betreue,

- und dem Kindsvater jährlich 5 Ferienwochen mit dem Kind zustünden (wobei sich 
die Eltern über die Aufteilung der Ferien jeweils drei Monate im Voraus abspre-
chen würde; falls sie sich nicht einigen könnten, komme in Jahren mit gerader 
Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien dem Va-
ter zu, und in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter;

- sowie in der übrigen Zeit das Kind von der Mutter betreut werde und der zivil-
rechtliche Wohnsitz des Kindes bei der Kindsmutter sei.

Diese Vereinbarung wurde von der KESB C.________ am 23. Mai 2019 geneh-
migt. 

B. In der Folge kam es bei der Übergabe des Kindes zu Konflikten (vgl. u.a. 
Vi-act. 3.22; 3.23). Mit Beschluss vom 29. Mai 2019 hat die KESB C.________ 
für F.________ eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet 
und M.________ als Beistand eingesetzt mit einem detaillierten Aufgabenkata-

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log, welcher u.a. auch die Unterstützung der Eltern bei der Umsetzung des Be-
suchsrechts beinhaltet (Vi-act. 3.30).

In einem weiteren Beschluss vom 17. Juli 2019 hat die KESB C.________ für 
F.________ sowie deren gesamtes Familiensystem ab dem 14. August 2019 ei-
ne sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) für rund sechs Monate (mit ei-
nem Kostendach von Fr. 12'980.--) angeordnet (Vi-act. 3.45). 

C. Am 10. November 2019 formulierte die zuständige Mitarbeiterin der Einrich-
tung N.________, welche für die sozialpädagogische Familienbegleitung einge-
setzt worden war, ihre an die KESB C.________ gerichteten Empfehlungen (Vi-
act. 4.14). Am 22. November 2019 folgte ein Zwischenbericht der erwähnten so-
zialpädagogischen Einrichtung (Vi-act. 4.23). Daraufhin teilte die KESB 
C.________ den Eltern mit, es sei beabsichtigt, ein Erziehungsfähigkeitsgutach-
ten einzuholen (inkl. die Fragestellung zur Aufteilung der Betreuungsanteile), wo-
bei die Eltern Gelegenheit erhielten, zum Fragenkatalog Stellung zu nehmen (Vi-
act. 4.24.1f.). Der Kindsvater äusserte sich mit Eingabe vom 29. November 2019 
(Vi-act. 4.25) und stellte eine Ergänzungsfrage zum Umfeld des Kindes (Vi-act. 
4.28).

Am 23. Januar 2020 liess der Kindsvater bei der Staatsanwaltschaft O.________ 
eine Strafanzeige gegen die Kindsmutter einreichen (wegen des Tatverdachts 
der mehrfachen Tätlichkeit zum Nachteil der Tochter, vgl. Vi-act. 4.37).

Am 28. Februar 2020 fand unter Mitwirkung der KESB C.________ sowie des 
eingesetzten Beistands M.________ eine gemeinsame Besprechung mit den El-
tern sowie deren Rechtsvertretern statt, bei welcher es um die Ferienregelung für 
das erste Halbjahr 2020 ging (Vi-act. 4.51).

Am 11. April 2020 erstattete die Fachpsychologin für Rechtspsychologie FSP 
(Gutachterin SGRP) P.________ ihr 82 Seiten umfassendes Gutachten zu Fra-
gen der Erziehungsfähigkeit und Betreuungsanteilen (Vi-act. 4.57).

Zu den Ausführungen im Gutachten nahm der damalige Rechtsvertreter der 
Kindsmutter am 28. Mai 2020 auf zwei Seiten Stellung (= Vi-act. 4.60), während 
die Rechtsvertreterin des Kindsvaters am 21. Juli 2020 eine 20 Seiten umfas-
sende Stellungnahme einreichte (inkl. einer Auflistung von zusätzlichen Ergän-
zungsfragen und dem Eventualantrag, ein zweites Gutachten einzuholen, vgl. Vi-
act. 4.68).

E. Am 3. August 2020 unterbreitete die KESB C.________ den Rechtsvertre-
terinnen der Eltern die beabsichtigten Massnahmen (Vi-act. 4.71). Dazu äusser-

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ten sich die Kindsmutter in einer Eingabe vom 14. August 2020 (Vi-act. 4.72) und 
der Kindsvater in einer Eingabe vom 28. August 2020 (Vi-act. 4.75).

F. Mit Beschluss Nr. IIA/003/39/2020 vom 16. September 2020 hat die KESB 
C.________ im Dispositiv was folgt festgehalten:

1. Der persönliche Verkehr zwischen F.________ und dem Kindesvater wird 
nach Art. 273 Abs. 3 ZGB wie folgt geregelt:
a. Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr;
b. 5 Wochen Ferien im Jahr, verteilt auf das Jahr. Solange die Differen-

zen zwischen den Kindeseltern anhalten, sollen die Ferien jeweils auf 
eine Woche begrenzt werden. Bisher nicht bezogene Ferien werden 
nicht dazu angerechnet. Die Ferienwünsche sind dem anderen Eltern-
teil jeweils mind. drei Monate im Voraus mitzuteilen. In Bezug auf die 
Ausdehnung der Ferien auf zwei Wochen am Stück liegt die Ent-
scheidkompetenz beim Beistand.

2. Die am 17. Juli 2019 angeordnete sozialpädagogische Familienbegleitung 
gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB wird aufgehoben. 

3. Im Rahmen der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erhält Bei-
stand M.________ neu folgende Aufträge:
a. die Kindeseltern in der Sorge um F.________ mit Rat und Tat zu un-

terstützen;
b. mit F.________ einen der Situation angemessenen Kontakt zu pfle-

gen;
c. F.________ in der persönlichen Entwicklung zu begleiten und zu un-

terstützen;
d. für F.________, sofern angezeigt und notwendig, eine medizinisch-

therapeutische Begleitung sowie allfällige weitere Begleitmassnahmen 
sicherzustellen und zu überwachen;

e. Ansprechpersonen für die involvierten Fachstellen und Fachpersonen 
zu sein;

f. mit dem Grossvater mütterlicherseits und der Kindesmutter zusam-
men das Thema der religiösen Erziehung zu thematisieren und den 
Rahmen dazu abzustecken;

g. die Kindeseltern bei der Umsetzung des Besuchsrechts zu unterstüt-
zen und bezüglich Ausgestaltung der Ferien zu beraten und betref-
fend die Ausdehnung der Ferienzeiten am Stück zu entscheiden;

h. in Zusammenarbeit mit den Kindeseltern die Modalitäten des Be-
suchsrechts festzulegen und aus Sicht des Kindeswohls zu überprü-
fen;

i. der KESB C.________ Antrag zu stellen, wenn sich aus Sicht des 
Kindeswohls eine Änderung oder weitergehende Kindesschutzmass-
nahmen aufdrängen;

j. ordentlicherweise erstmals per 30. April 2021 für die Periode vom 29. 
Mai 2019 bis 30. April 2021 Bericht zu erstatten und diesen der KESB 
C.________ bis spätestens am 30. Juni 2021 einzureichen.

4. Gebühren: Es werden keine Gebühren erhoben.

5. Rechtsmittelbelehrung: (…/ Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschie-
bende Wirkung gestützt auf Art. 450c ZGB entzogen.)

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G. Gegen diesen am 21. September 2020 eingegangenen Beschluss liess der 
Kindsvater rechtzeitig am 21. Oktober 2020 beim Verwaltungsgericht Beschwer-
de einreichen mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei Dispositiv-Ziff. 1 des Beschlusses Nr. IIA/03/39/2020 der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde C.________ vom 16.09.2020 aufzuheben und 
es sei der Beschwerdeführer für berechtigt zu erklären, Tochter F.________, 
geb. 13.05.2017, wie folgt zu betreuen:

1.1 jede zweite Woche jeweils von Samstag, 8.00 Uhr, bis Mittwoch, 
18.00 Uhr;

1.2 in Jahren mit ungerader Jahreszahl:
- von Karfreitag, 8.00 Uhr, bis Ostermontag 18.00 Uhr;
- von Fronleichnam, 8.00 Uhr, bis zum anschliessenden Sonntag, 

18.00 Uhr;
- Heiligabend (24.12.), 8.00 Uhr, bis Weihnachten (25.12.), 8.00 Uhr;
- Silvester (31.12.), 8.00 Uhr, bis Neujahr (1.1.), 18.00 Uhr;

1.3 in Jahren mit gerader Jahreszahl:
- von Auffahrt, 8.00 Uhr, bis zum anschliessenden Sonntag, 18.00 

Uhr;
- von Pfingstsamstag, 8.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr;
- Weihnachten (25.12.), 8.00 Uhr, bis Stephanstag (26.12.), 18.00 

Uhr;

1.4 während fünf Wochen Ferien pro Jahr, wovon jeweils längstens zwei 
Wochen am Stück.

Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien jeweils drei Monate 
im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt in Jahren mit gera-
der Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien 
dem Vater zu, in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter.

2. Es sei Dispositiv-Ziff. 3 lit. g des Beschlusses Nr. IIA/03/39/2020 der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde C.________ vom 16.09.2020 in Bezug auf 
die Kompetenz von Beistand M.________, über die Ausdehnung der Ferien-
zeit am Stück zu entscheiden, ersatzlos aufzuheben.

3. Eventualiter seien Dispositiv-Ziff. 1 des Beschlusses Nr. IIA/03/39/2020 der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.________ vom 16.09.2020 und 
Dispositiv-Ziff. 3 lit. g des Beschlusses Nr. IIA/03/39/2020 der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde C.________ vom 16.09.2020 in Bezug auf die 
Kompetenz von Beistand M.________, über die Ausdehnung der Ferienzeit 
am Stück zu entscheiden, aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % MwSt.) für beide 
Instanzen zulasten der Beschwerdegegnerin, eventualiter zulasten des 
Staates.

II. Prozessualer Antrag

Es sei Dispositiv-Ziff. 5 Abs. 2 des Beschlusses Nr. IIA/03/39/2020 der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde C.________ vom 16.09.2020 aufzuheben und es sei 
der Beschwerde unverzüglich wieder die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

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H. Mit gerichtlicher Verfügung vom 23. Oktober 2020 wurde die Behandlung 
des Begehrens um Wiederherstellung der entzogenen aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde aufgeschoben bis zum Eingang der vorinstanzlichen Akten.

Mit Vernehmlassung vom 17. November 2020 beantragte die KESB C.________, 
die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers. In dieser Vernehmlassung be-
gründete die Vorinstanz ausdrücklich, weshalb sie sich veranlasst gesehen hatte, 
einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

In einer Eingabe vom 24. November 2020 (an die KESB C.________) äusserte 
sich (unaufgefordert) ein gewisser Q.________ zur Angelegenheit.

Mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2020 beantragte die Kindsmutter, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen und der prozessuale Antrag zur auf-
schiebenden Wirkung sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zulasten des Beschwerdeführers.

Nach Durchsicht der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin wurde mit ver-
fahrensleitender Verfügung vom 24. Dezember 2021 die Durchführung eines 
zweiten Schriftenwechsels angeordnet. Gleichzeitig wurde nach einer ersten Prü-
fung der Aktenlage das prozessuale Begehren um Wiederherstellung der entzo-
genen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen mit dem Hinweis, 
dass diesbezüglich bis zum 8. Januar 2021 ein kostenpflichtiger (anfechtbarer) 
Zwischenbescheid angefordert werden könne. Innert angesetzter Frist wurde 
kein Zwischenbescheid beantragt.

Innert zweimal erstreckter Frist wiederholte der Beschwerdeführer mit Replik vom 
1. März 2021 seine Rechtsbegehren. 

Die Duplik der Beschwerdegegnerin folgte am 26. April 2021, worauf sich der 
Beschwerdeführer nochmals in einer Eingabe vom 10. Mai 2021 sowie die Be-
schwerdegegnerin in einer Eingabe vom 20. Mai 2021 äusserten.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 273 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB;        
SR 210) haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und 
das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen 
Verkehr. Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges Pflichtrecht, das in erster 
Linie den Interessen des Kindes dient (BGE 127 III 295 Erw. 4a; 122 III 404 Erw. 
3a). Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs ist 
das Kindeswohl (BGE 131 III 209 Erw. 5; vgl. auch BGE 141 III 328 Erw. 5.4). 

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Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das angerufene Gericht in Be-
achtung aller konkreter Umstände nach der für das Kind bestmöglichen Lösung 
zu suchen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_111/2019 vom 9.7.2019, Erw. 2.3 
mit Verweis auf BGE 117 II 353 Erw. 3; BGE 115 II 206 Erw. 4a; Urteil des Bun-
desgerichts 5A_745/2015 vom 15.6.2016 Erw. 3.2.2.2). 

Die Interessen der Eltern haben hinter dem vorrangig massgebenden Kindes-
wohl zurückzustehen (BGE 130 III 585 Erw. 2.1; BGE 123 III 445 Erw. 3b). Wird 
das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, kann den Eltern 
das Recht auf diesen verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). 
Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt vor, wenn die ungestörte körperliche, 
seelische oder sittliche Entfaltung des Kindes durch ein auch nur begrenztes Zu-
sammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_875/2017 vom 6.11.2018 Erw. 3.3). Bei der Beschränkung 
des persönlichen Verkehrs ist stets das Gebot der Verhältnismässigkeit zu be-
achten. So darf dieser in der Regel nicht allein wegen elterlicher Konflikte dauer-
haft eingeschränkt werden, jedenfalls soweit das Verhältnis zwischen dem nicht 
hauptbetreuenden Elternteil und dem Kind gut ist (BGE 130 III 585 Erw. 2.2.1; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_111/2019 vom 9.7.2019 Erw. 2.3 mit Verweis auf 
das Urteil 5A_514/2018 vom 20.2.2019 Erw. 4.3.2). 

Der persönliche Verkehr hat zum Zweck, die positive Entwicklung des Kindes zu 
gewährleisten und zu fördern. In der Entwicklung des Kindes sind seine Bezie-
hungen zu beiden Elternteilen wichtig, da sie bei seiner Identitätsfindung eine 
entscheidende Rolle spielen können (Urteil des Bundesgerichts 5A_373/2018 
vom 8.4.2019 Erw. 3.1 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 131 III 209 Erw. 5 S. 212f.).

1.2 Das Gericht ist gemäss ständiger Rechtsprechung an die Auffassung von 
Sachverständigen gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und keine triftigen 
Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_164/2020 vom 20.8.2020 Erw. 4.4 mit Verweis auf BGE 145 
II 70 Erw. 5.5 S. 78; vgl. auch Urteil 1C_147/2018 vom 5.10.2018 Erw. 5.1, BGE 
132 II 257 Erw. 4.4.1; Urteil 1C_5/2014 vom 22.5.2014 Erw. 3.3). Hinsichtlich des 
Beweiswerts eines Fachberichts einer sachverständigen Person ist namentlich 
von Bedeutung, ob dieser Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, in voller Kenntnis der Aktenlage abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der Zusammenhänge und der Situation einleuchtet 
sowie ob die Schlussfolgerungen der sachverständigen Person begründet sind 
(vgl. zit. Urteil 1C_164/2020 vom 20.8.2020 Erw. 4.4 in Anlehnung an den 
Beweiswert von Arztberichten im Sozialversicherungsrecht, namentlich BGE 125 
V 352 Erw. 3a).

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1.3 Im Übrigen kommt der Vorinstanz in kindes- und erwachsenenschutzrecht-
lichen Angelegenheiten als Fachbehörde ein nicht unerheblicher Beurteilungs-
spielraum zu, in welchen das angerufene Gericht rechtsprechungsgemäss nur 
zurückhaltend eingreift (vgl. u.a. VGE III 2020 208 vom 11.3.2021, Erw. 6.1; VGE 
2020 55 vom 10.6.2020, Erw. 3.1; VGE III 2019 140 vom 25.9.2019 Erw. 4), zu-
mal die Vorinstanz die involvierten Parteien bzw. hier die Eltern nicht selten über 
einen längeren Zeitraum kennenlernt und insofern mit den konkreten Verhältnis-
sen i.d.R. besser vertraut ist. 

2.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es um die Regelung des 
persönlichen Verkehrs des Kindsvaters (= Beschwerdeführer) zu seiner 
zwischenzeitlich _-jährigen Tochter. Zur Klärung der Differenzen der Eltern 
hinsichtlich der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs (inkl. Betreuungsanteil 
des Vaters) liess die Vorinstanz ein familienpsychologisches Gutachten zur 
Erziehungsfähigkeit (und Betreuungsanteilen) durch eine Fachperson für 
Rechtspsychologie FSP erstellen. Der angefochtene Beschluss beruht 
massgeblich auf der Einschätzung und den Empfehlungen dieser Gutachterin. 
Darauf ist nachfolgend näher einzugehen.

2.2 In der Beschwerdeschrift macht der Kindsvater unter anderem namentlich 
(sinngemäss) geltend:

- dass der rechtserhebliche Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig festgestellt 
worden sei und das Recht unrichtig angewendet werde (S. 6);

- dass seit dem 22. März 2019 eine klare, von den Eltern einvernehmlich 
getroffene Besuchsregelung bestanden habe, welche dem Kindswohl entspreche 
(S. 9);

- dass der von der KESB abrupt angeordnete Wechsel der gewachsenen 
Strukturen für die geistige und seelische Entwicklung der Tochter nachteilige 
Auswirkungen habe, was sich an den Wochenenden vom 4. und 18. Oktober 
2020 gezeigt habe (S. 10);

- dass die KESB-Erwägung, wonach die Tochter nach Besuchen beim Kindsvater 
sich sehr anhänglich bei der Kindsmutter verhalte, unzutreffend sei (S. 11);

- dass die KESB-Erwägung, wonach sich die Tochter bei einer Übergabe 
geweigert habe, zum Vater zu gehen, falsch sei, ebenso der Vorhalt, dass er die 
Kindsmutter "eine verlogene Sau" genannt habe (S. 12);

- dass es vielmehr so sei, dass die Kindsmutter die Tochter bei den Übergaben der 
Tochter an den Vater nicht loslassen könne und ihr sage, "sie sei jetzt traurig, 
wenn … solange nicht 'bei Mami' sei", mithin die Kindsmutter mit solchen 
Aussagen die Tochter "in einen Loyalitätskonflikt" dränge und es nicht weiter 
verwunderlich sei, dass das Kind Mühe habe, sich von der Mutter zu lösen 
(S.12);

- falsch sei auch, dass die Kindsmutter als bindungstolerant einzuschätzen sei und 
es keine Anhaltspunkte gäbe, dass sie die Beziehung des Kindes zum Vater 
störe (S. 12);

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- dass die Gutachterin und damit die KESB dem Kindsvater keinerlei 
Erziehungsdefizite attestieren, sondern einzig festhalte, er habe eine 
eingeschränkte Bindungstoleranz (was nicht zutreffe);

- dass die Tochter bei ihm nicht von der Schaukel gefallen sei, sondern über einen 
Besen gestolpert sei, und im Übrigen die Tochter "ab und zu Verletzungen" 
aufgewiesen habe, wenn er sie von der Mutter übernommen habe (S. 13);

- dass dem Übergabeheft keine Verletzungen zu entnehmen seien, welche die 
Tochter unter seiner Aufsicht erlitten habe (S. 14);

- dass sowohl die Gutachterin wie auch die KESB ignorieren würden, dass der 
Kindsvater die Kindsmutter am 23. Januar 2020 wegen Tätlichkeiten zum 
Nachteil der Tochter angezeigt habe (S. 14);

- dass die Darstellung falsch sei, wonach er die Familienbegleiterin (R.________) 
nicht mehr bei sich zuhause habe treffen wollen; falsch sei auch die Aussage, er 
habe für die Familienbegleiterin keine Zeit, mithin sei er zu Unrecht in ein 
falsches Licht gerückt worden (S. 15);

- falsch sei auch die Darstellung, dass er gegenüber der Tochter "die Stimme 
erhebe" (S. 16);

- falsch sei auch die Behauptung, wonach er gesagt habe, er plane im Jahr 2020 
einen längeren Aufenthalt mit der Tochter in Australien; er habe lediglich den 
Wunsch geäussert, mit der Tochter vor deren Einschulung "einen längeren 
Aufenthalt erleben zu dürfen" (S. 16);

- falsch sei auch die Darstellung, wonach er während der Ferien mit der Tochter 
letztere zur Arbeit genommen habe; richtig sei vielmehr, dass er während diesen 
Ferien "nur sporadisch einen Besuch im Büro oder im Lager gemacht" habe, was 
für die Tochter spannend gewesen sei (S. 16);

- falsch sei auch, dass sich die Tochter nur an ihre Mutter anklammere, vielmehr 
würden Anklammerungen des Kindes an den Vater "ebenso zur Tagesordnung" 
gehören (S. 18);

- dass seit dem KESB-Beschluss der Grossvater mütterlicherseits die Betreuung 
der Tochter an jenen Tagen übernommen habe, an welchen zuvor der Kindsvater 
die Tochter betreute, wobei vor allem bedenklich und dem Kindswohl kaum 
zuträglich sei, dass dieser Grossvater mit seinen evangelikalen Überzeugungen 
die religiöse Erziehung präge, was bereits die Gutachterin festgestellt habe (S. 
19);

- dass der Kindsvater vor der Tochter nie schlecht über die Kindsmutter spreche, 
d.h. die Eltern-Ebene und die Eltern-Kind-Ebene klar trennen könne (S. 19);

- dass es primär Sache der Eltern sei, gemeinsam eine einvernehmliche 
Besuchsrechtsregelung zu erarbeiten, und dass eine von beiden Eltern 
mitgetragene Regelung grundsätzlich dem Kindswohl am besten entspreche (S. 
20);

- dass sich in der Praxis in den letzten Jahren eine deutliche Tendenz zur 
Erweiterung des Besuchsrechts gezeigt habe (S. 21);

- dass bei der Regelung des persönlichen Verkehrs stets auch das 
Verhältnismässigkeitsprinzip zu berücksichtigen sei und schliesslich eine 
Einschränkung des Besuchsrechts als ultima ratio zu berücksichtigen sei (S. 21);

- dass die Kindseltern am 22. März 2019 eine Vereinbarung über sämtliche 
Kinderbelange abgeschlossen hätten (S. 21);

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- dass der Beistand die in dieser Vereinbarung festgehaltene Regelung "als 
funktionierend und somit im Kindswohl liegend" beurteile (S. 22);

- dass die Tochter keine Mühe damit bekundet habe, "während 10 bzw. 12 Tagen 
am Stück von ihrem Vater betreut zu werden" (S. 23);

- dass es somit falsch sei, dass die Gutachterin (und in der Folge die KESB) den 
(nicht weiter begründeten) Schluss ziehe, es müsse bei der Festlegung der 
Besuchszeiten dem Sicherheitsgefühl des Kindes Rechnung getragen werden (S. 
23);

- dass die Gutachterin auch ihren eigenen Feststellungen widerspreche, wonach 
die Tochter einen altersgerechten, guten Entwicklungsstandard zeige, ja teilweise 
sogar weiterentwickelt sei als ihre Altersgenossen (S. 24);

- dass nach herrschender Lehre und Rechtsprechung die bisherigen 
Lebensumstände eines Kindes nicht ohne Not von Grund auf verändert werden 
sollten, mithin dem Kriterium der grösstmöglichen Stabilität der Verhältnisse ein 
bedeutendes Gewicht zukomme (S. 24);

- dass die KESB die falschen Feststellungen der Gutachterin ohne eine Würdigung 
übernehmen würde (S. 24);

- dass Auslöser für das Gutachten nicht das von den Eltern vereinbarte 
Betreuungsmodell gewesen sei, sondern dass der Kindsvater im Herbst 2019 (in 
Absprache mit der Kindsmutter und dem Beistand) sein Ferienbesuchsrecht im 
Umfange von drei Wochen am Stück habe ausüben wollen, was zur Folge 
gehabt habe, dass gemäss Beistand es der Kindsmutter (nicht aber dem Kind) 
schwer gefallen sei, die Tochter während drei Wochen nicht zu sehen, worauf der 
Kindsvater unpräjudiziell bereit gewesen sei, in der Mitte der Ferien die Tochter 
wieder der Kindsmutter zu bringen (S. 24f.);

- dass weder die Gutachterin noch die KESB begründen würden, weshalb eine 
Abänderung des vereinbarten, bewährten Betreuungsmodells nötig sei, womit 
das Gutachten nicht nachvollziehbar sei (S. 26);

- dass das Gutachten zusammenfassend folgende Mängel aufweise:

o die Gutachterin habe aktenwidrig angenommen, der Kindsvater habe der 
Kindsmutter anfangs Januar 2019 die Nase gebrochen, wodurch sie den 
Eindruck vermittle, er sei ein "brutaler Schläger", was nicht zutreffe (S. 
26f.);

o dass die Polizistin S.________ der KESB am 16. Januar 2020 berichtet 
habe, gemäss einer Kollegin falle die Kindsmutter mit Gewalt gegenüber 
den Kindern auf; zudem habe sie eine Videoaufnahme des Kindsvaters 
erwähnt, wonach die Tochter erzähle, die blauen Flecken würden von 
der Kindsmutter stammen (S. 27);

o dass die KESB die Gutachterin nicht mit der Strafanzeige des 
Kindsvaters gegen die Kindsmutter vom 23. Januar 2020 bedient habe 
(S. 27);

o dass die Gutachterin mit beiden Eltern je zwei Gespräche von etwa 
gleicher Zeitdauer geführt habe, indessen der Hausbesuch mit 
Interaktionsbeobachtung bei der Kindsmutter rund 180 Minuten gedauert 
habe (mit anschliessender telefonischer Besprechung), derweil der 
Hausbesuch beim Kindsvater lediglich 90 Minuten gedauert habe (S. 27);

o dass das Gutachten hinsichtlich der Umschreibung der Parteien einseitig 
zugunsten der Kindsmutter formuliert worden sei (S. 27);

11

o dass die Gutachterin die Glaubwürdigkeit der Angaben des Vaters der 
Kindsmutter (Grossvater mütterlicherseits der Tochter) nicht geprüft habe 
(S. 28);

o dass die Gutachterin die Erziehungsfähigkeit des Kindsvaters zu Unrecht 
(und ohne hinreichende Begründung) als eingeschränkt beurteile, weil er 
eine (nicht zutreffende) eingeschränkte Bindungstoleranz aufweise; 
vielmehr leiste er eine qualitativ gute Betreuung und sein Umgang mit 
der Tochter sei geduldig und liebevoll, was auch die Gutachterin 
anerkenne (S. 28);

o dass die Gutachterin in ihrem Fazit, dass die Tochter ungeachtet der 
strittigen Trennung der Kindseltern und der aktuell nicht stattfindenden 
Kommunikation zwischen den Kindseltern einen altersgerechten, guten 
Entwicklungsstand aufweise (ohne Auffälligkeiten, S. 28);

o dass die Einschätzung der Gutachterin der Feststellung der 
sozialpädagogischen Familienbegleiterin widerspreche, wonach gemäss 
Zwischenbericht vom 22. November 2019 der Kindsvater über gute 
Erziehungskompetenzen verfüge (S. 29);

o dass ein verwertbares Gutachten zu kindesschutzrechtlichen Aspekten 
mehrere Hypothesen verarbeiten müsste, weil Interaktionsprozesse 
komplex und Beobachtungssituationen fehleranfällig seien; diesen 
Standard erfülle das Gutachten nicht (S. 29);

o dass zusammengefasst das Gutachten (nicht nur) in den relevanten 
Punkten nicht nachvollziehbar und mangelhaft sei sowie deswegen 
unverwertbar sei (S. 29);

- dass die KESB das rechtliche Gehör verletzt habe, weil sie sich mit den gerügten 
Mängeln des Gutachtens nicht auseinandergesetzt habe (S. 29);

- dass keine veränderten Verhältnisse vorliegen würde, welche die KESB zur 
Abänderung des von den Kindseltern vereinbarten Betreuungsmodells 
berechtigen würden (S. 30);

- dass die KESB entgegen des tatsächlichen Sachverhalts, wonach die Tochter 
sich prächtig entwickle und das bisherige Betreuungsmodell sich bewährt habe, 
was der Beistand bestätige, zu Unrecht angenommen habe, das Kindswohl sei 
im Falle der Beibehaltung des bisherigen Betreuungsmodells gefährdet, was eine 
falsche Sachverhaltsfeststellung darstelle (S. 30);

- dass die Vorinstanz mit ihrem Beschluss Bundesrecht verletze, denn oberste 
Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs sei das Kindswohl, 
welchem eine einvernehmliche Betreuungsregelung der Eltern am besten 
gerecht werde (S., 31);

- dass die KESB sich darauf hätte beschränken sollen, über das umstrittene 
Ferienbesuchsrecht zu urteilen (S. 31);

- dass die KESB zu Unrecht nicht begründet habe, weshalb dem Kindsvater kein 
Feiertagsbesuchsrecht mehr zustehen solle (S. 31);

- und dass die KESB zu Unrecht dem Beistand die Kompetenz zur Entscheidung 
über die Ausdehnung der Ferienzeit am Stück zugewiesen habe (S. 32).

2.3 In der Vernehmlassung vom 17. November 2020 hat die Vorinstanz 
anerkannt, dass das Kind einen guten Kontakt zum Kindsvater aufweist. 
Allerdings hat sie u.a. eingewendet, die Haltung des Kindsvaters deute darauf 

12

hin, dass er die Bedürfnisse eines Kleinkindes nicht einzuschätzen vermögen, 
vielmehr seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stelle. Seine 
Interventionen seien oft darauf ausgerichtet, gleiche Rechte zwischen Mutter und 
Vater zu fordern. Dabei vergesse er, dass seine Tochter bei der Kindsmutter in 
einem System mit Geschwistern eingebettet sei, was es ebenfalls zu 
berücksichtigen gelte. Hinsichtlich der Strafanzeige des Kindsvaters verhalte es 
sich so, dass allfällige Tätlichkeiten im Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft 
untersucht werde. Die KESB habe bei ihren Abklärungen keine Anhaltspunkte für 
Tätlichkeiten der Kindsmutter gegenüber dem Kind erhalten, weshalb im 
zivilrechtlichen Verfahren die Strafanzeige nicht berücksichtigt worden sei. Da 
das Besuchsrecht für Feiertage bis anhin nie ein Problem dargestellt habe, sei 
auf eine Neuregelung durch die KESB verzichtet worden. Diesbezüglich könne 
die Vereinbarung der Kindseltern vom 22. März 2019 übernommen und bei 
Bedarf durch das Gericht "verschriftlicht werden". 

2.4 In der Vernehmlassung vom 23. Dezember 2020 machte die Kindsmutter 
u.a. (sinngemäss) geltend, dass zu den beiden Vätern ihrer drei jüngsten Kinder 
kein gutes Verhältnis bestehe und beide Väter zusammen "unter einer Decke 
stecken" und "zusammen gegen die Beschwerdegegnerin spannen" würden, um 
sie zu schwächen und zu schädigen (S. 3). Ausserdem seien bei der Tochter seit 
der Neuregelung des Besuchsrechts gemäss dem angefochtenen Beschluss 
positive Veränderungen feststellbar, indem sich der Ablösungsprozess vor den 
betreffenden Wochenenden einfacher gestalte und die Tochter ruhiger geworden 
sei. Bei der Übergabe am 8. November 2020 (für eine Ferienwoche beim Vater) 
sei es zu einer "wüsten Szene" gekommen, als sich die Tochter weigerte, zu 
ihrem Vater ins Auto einzusteigen und sie sich an die Kindsmutter krallte. 

Der Kindsvater nutze kleine, harmlose Schürfwunden und Kratzer (etc.), welche 
für ein aufgewecktes, impulsives 3 ½-jähriges Kind typisch seien, "als Steilpass 
für weitere Anfeindungen"; auffallend sei, dass der Kindsvater diesbezüglich nie 
eine ärztliche Untersuchung nötig erachtet habe, woraus zu entnehmen sei, dass 
es ihm gar nicht um das Kindswohl gehe (S. 5). 

Des Weiteren betonte die Kindsmutter, sie habe wiederholt darauf hingewiesen, 
dass die vereinbarte Besuchsregelung nicht dem Kindswohl entspreche, weshalb 
letztere abzuändern sei (S. 6). Dementsprechend liege keine einvernehmliche 
unstrittige Betreuungsregelung der Eltern vor (S. 7). Zudem habe der Kindsvater 
die Tochter während seinen Besuchszeiten bislang teilweise extern betreuen 
lassen, weshalb nicht von einem abrupten Eingriff mit nachteiligen Auswirkungen 
auf die Tochter gesprochen werden könne (S. 7).

13

Es stimme auch nicht, dass an jenen Tagen, an welchen bislang die Tochter 
beim Kindsvater war, sie überwiegend vom Grossvater mütterlicherseits betreut 
werde, vielmehr handle es sich um die Schwimmlektionen der Kindsmutter 
(zweimal von 8.30 Uhr bis 10.45 Uhr während den Schulwochen, nicht aber in 
den Schulferienzeiten), wobei auch die Grossmutter mütterlicherseits ihr 
Arbeitspensum reduziert habe und deswegen sehr oft anwesend sei (S. 8). 

Dass sich die Tochter so gut entwickelt habe, hänge massgeblich auch mit dem 
funktionierenden Zusammenleben mit den drei (Halb)Geschwistern (und der 
Kindsmutter) zusammen; dieser Familiensituation komme eine zentrale Rolle zu 
und sei zu schützen (namentlich auch gegen die Anfeindungen durch den 
Kindsvater), wozu auch die Beschränkung und Vereinfachung des 
Besuchsrechts des Vaters diene (S. 9). 

Des Weiteren schrecke der Kindsvater nicht vor Gewaltanwendung gegen die 
Kindsmutter zurück, was aktenkundig sei (S. 9). Der Verweis auf eine Polizistin, 
welche "vom Hören sagen und ohne Nennung der Namen" irgendwelche An-
schuldigungen gegen die Kindsmutter mache", zeige erneut, wie gegen die 
Kindsmutter vorgegangen werde (S. 10). 

Dem Einwand des Kindsvaters, wonach keine veränderten Verhältnisse vorliegen 
würden, hält die Kindsmutter entgegen, dass es sich um einen schleichenden 
Prozess handle, unter welchem sie und die Tochter leiden würden; diesen Pro-
zess gelte es zu stoppen. Auch habe die KESB die Verhältnismässigkeit ge-
wahrt, indem der Kindsvater die Tochter weiterhin alle zwei Wochenenden sowie 
während den Ferien sehen könne (S. 10). Schliesslich könne das Feiertagsbe-
suchsrecht weiterhin gemäss der Vereinbarung vom 22. März 2019 stattfinden 
(S. 11).

2.5 In der Replik machte der Kindsvater u.a. geltend, es treffe nicht zu, dass er 
am 17. April 2019 gegenüber der Kindsmutter gewalttätig geworden sei (S. 4). 
Falsch sei auch, dass die Übergaben des Kindes "immer konfliktgeladen seien". 
Seit dem 17. April 2019 habe seitens der Behörden kein Anlass für Interventio-
nen bestanden, "mithin die Übergaben ohne Streitigkeiten zwischen den Parteien 
abliefen" (S. 5). Die Pläne für eine längere Reise, beispielsweise nach Australien, 
hätten bereits vor der Trennung bestanden. Dem Kindsvater sei aber bewusst, 
dass angesichts des Alters der Tochter und der veränderten Situation (Trennung 
der Eltern) eine solche Australienreise nicht mehr realisierbar sei (S. 5f.). Sodann 
habe die Gutachterin keinen Loyalitätskonflikt der Tochter, welcher von beste-
henden Konflikten zwischen den Eltern herrühren würde, feststellen können. Seit 
der Verkürzung seines Betreuungsrechts würden sich die Übergaben der Tochter 
sichtlich schwieriger gestalten. Die Tochter möchte nach nur 2 Tagen beim Vater 

14

noch nicht zur Mutter zurück. Die Kindsmutter erschwere es der Tochter, sich von 
ihr zu lösen und sich auf den Vater einzulassen (S. 6). Das bisherige Betreu-
ungsrecht (jede 2. Wochen: Samstag, 8.00 Uhr, bis Mittwoch, 18.00 Uhr) führe 
nicht zu weniger Berührungspunkten zwischen den Eltern als die Regelung 
gemäss dem angefochtenen Beschluss; bei beiden Modellen würden die Eltern 
sich alle 2 Wochen bei jeweils 2 Übergaben treffen. Dies zeige, dass sich die 
KESB nicht von objektiven Gründen habe leiten lassen (S. 7). Des Weiteren ha-
be der Kindsvater die Strafanzeige gegen die Kindsmutter aus berechtigten 
Gründen eingereicht, allerdings könne er keine Auskunft über den Stand des 
Strafverfahrens geben, weil er dort nicht Partei sei; diesbezüglich seien die Straf-
akten der Staatsanwaltschaft beizuziehen (S. 7). Was die Feiertagsregelung an-
belange, werde gerne zur Kenntnis genommen, dass die Regelung der Feiertage 
bislang kein Problem dargestellt habe; mithin seien die betreffenden Rechtsbe-
gehren (Ziff. 1.2 und 1.3) gemäss der Beschwerde gutzuheissen. Unzutreffend 
sei, dass die Kindsmutter nur in einem kleinen Pensum arbeite, vielmehr sei sie 
im Umfange von rund 80% erwerbstätig (S. 9). Falsch sei auch die Behauptung 
der Opferhilfe, dass die Kindsväter "Stalking betreiben" würden (S. 10). Falsch 
sei auch, dass der Beschwerdeführer mit dem Kindsvater der beiden mittleren 
Kinder der Beschwerdegegnerin "unter einer Decke stecken" würde. Die beiden 
Väter hätten nur sporadisch deshalb Kontakt, weil sie beide Kind(er) mit der Be-
schwerdegegnerin hätten und sich daraus gewisse Berührungspunkte ergeben 
würden (S. 11). Bestritten werde, dass sich die Tochter seit der Neuregelung des 
Betreuungsrechts positiv verändert habe (S. 11). Die Tochter fühle sich mit dem 
"Zweitagesmodell" nicht wohl (S. 12). Während der Sommermonate 2020 habe 
der Kindsvater deutlich weniger Verletzungen bei der Tochter festgestellt, seit 
Hebst 2020 hätten sie zugenommen. Mit dem Beistand sei die Führung eines 
Übergabeheftes abgesprochen; seit längerer Zeit trage die Kindsmutter keine 
Verletzungen mehr ein, weshalb sie vom Beistand ermahnt worden sei. Der 
Kindsvater trage hingegen die Verletzungen jeweils pflichtbewusst ins Heft ein, 
weshalb es auch schon vorgekommen sei, dass die Kindsmutter aufgrund eines 
Eintrags den Kinderarzt aufgesucht habe (S. 13f.). Es bestehe kein schleichen-
der Prozess; die Eltern seien nun seit Januar 2019 getrennt und von Ende März 
2019 bis September 2020 sei die am 22. März 2019 vereinbarte Betreuungsrege-
lung praktiziert worden. Wenn die Kindsmutter destabilisiert sei, hänge dies nicht 
direkt mit dem persönlichen Verkehr zwischen Kindsvater und Tochter zusam-
men, sondern höchstens damit, dass die Kindsmutter sich nicht von der Tochter 
lösen und letztere nicht dem Kindsvater übergeben könne (S. 15). Es gehe der 
Kindsmutter nicht darum, dass sie bei einer Betreuung der Tochter durch den 
Kindsvater an fünf Tagen alle 2 Wochen eine Kindswohlgefährdung befürchte, 

15

sondern sie könne sich nicht so lange von der Tochter lösen (S. 15). Unzutref-
fend sei, dass die Kindsmutter sich an die vereinbarte Betreuungsregelung ge-
halten habe, vielmehr habe sich der Kindsvater wegen nicht eingehaltener 
Übergabezeiten an den Beistand wenden müssen (S. 16). Es treffe nicht zu, 
dass der Kindsvater die Tochter während seinen Betreuungszeiten fremdbetreu-
en lasse, vielmehr besuche er in diesen Zeiten die Grosseltern väterlicherseits 
sowie seine Geschwister, damit die Tochter auch mit diesen Personen (und den 
Cousins) Kontakt pflegen könne (S. 17). Das Wohl der Tochter sei zu keinem 
Zeitpunkt gefährdet; die Betreuungsregelung habe nicht der (psychischen) Stabi-
lisierung der Kindsmutter oder der Halbgeschwister der Tochter zu dienen (S. 
17). Ausserdem erlebe die Tochter eine religiöse Prägung und Beeinflussung 
durch den stark religiösen Grossvater mütterlicherseits (S. 19). Der Kindsvater 
rede in Anwesenheit der Tochter nicht schlecht über die Kindsmutter, das Ge-
genteil sei der Fall (S. 19). Die Bedürfnisse der Tochter würden klar für das Wie-
deraufleben des fünftägigen Betreuungsrechts des Kindsvaters sprechen (S. 20). 
Zur guten Entwicklung trage nicht allein das Aufwachsen der Tochter in der 
Patchwork-Familie der Kindsmutter allein bei, vielmehr fördere der Kindsvater 
seine Tochter mit sozialen Kontakten mit seinen Familienangehörigen (inkl. Cou-
sins der Tochter und Grosseltern). Er habe nun seit rund einem Jahr eine neue 
Partnerin, mit der sich seine Tochter gut verstehe. Diese Partnerin habe aufgrund 
ihrer Berufserfahrung (seit 8 Jahren bei den T.________) viel Erfahrung im Um-
gang mit Kindern (S. 21). Es treffe nicht zu, dass der Kindsvater alles zurückwei-
se, was von der Kindsmutter komme; die Kindseltern könnten sich schriftlich über 
die Kinderbelange austauschen; über wichtige Eckpunkte der Lebensführung 
seien sie sich einig, so beispielsweise darin, der Tochter einen abwechslungsrei-
chen Alltag mit möglichst vielen Unternehmungen in der freien Natur zu bieten 
(S. 22). Ausserdem nehme der Kindsvater mit Freuden zu Kenntnis, dass die 
Kindsmutter (wie auch die KESB) keine Einwände gegen die Feiertagsregelung 
habe, womit die Kindsmutter anerkenne, dass die Tochter vier Tage am Stück 
beim Kindsvater verbringe könne (von Karfreitag bis Ostermontag in Jahren mit 
ungerader Jahreszahl, S. 25). 

2.6 In der Duplik entgegnete die Kindsmutter unter anderem sinngemäss, dass 
die Tochter in ihrem Alter schon viele Situationen habe miterleben müssen, wel-
che sich auf ihre Entwicklung und ihr Sicherheitsgefühl traumatisierend auswir-
ken würden (Miterleben von häuslicher Gewalt, als die Eltern noch zusammen-
lebten, Auseinandersetzungen bei Übergaben, S. 3). Falsch sei, dass seit dem 
17. April 2019 die Übergaben konfliktfrei erfolgt seien; bei jeder Übergabe müsse 
die Kindsmutter bangen, ob es Zwischenfälle gebe bzw. der Kindsvater ausfällig 
werde (S. 4). Es treffe zu, dass die Kindsmutter bei den Übergaben Fotos ma-

16

che, um sich gegen den Vorwurf abzusichern, sie sei unpünktlich; dass solche 
Beweisfotos nötig seien zeige auf, welch starken Einfluss der Kindsvater auf die 
Kindsmutter und damit auf das ganze Familiensystem habe (S. 6). Falsch sei 
auch die Behauptung des Kindsvaters, die Gutachterin habe keinen Loyalitäts-
konflikt feststellen können, da sie auf Seite 78 (Ziff. 4.5) u.a. ausführe, negativ 
wirke sich auf die Tochter aus, dass der Kindsvater die Kindsmutter für seine 
Probleme verantwortlich mache, ihr gegenüber starke Wutgefühle erlebe, sich im 
Recht sehe, hohe Ansprüche zu stellen, sowie überzeugt sei, von der Kindsmut-
ter benachteiligt zu werden. Daraus würden dauernd neue Forderungen und An-
feindungen erwachsen, welche die Zusammenarbeit mit ihm erschweren würden. 
Diese Ausführungen im Gutachten seien höchst zutreffend und weiterhin hochak-
tuell (S. 7). Die Einschränkung des Besuchsrechts des Kindsvaters sei nicht nur 
begründet, sondern als zwingend zu erachten. Ein Abbau von Spannungen kön-
nen von keiner Behörde und keinem Gericht angeordnet werden, sondern könne 
nur durch die Parteien, namentlich durch den Kindsvater, erfolgen (S. 8). Im Üb-
rigen habe die Prozessbeiständin des Kindes im entsprechenden Strafverfahren 
erklärt, es bestehe kein Interesse an einer Bestrafung der beschuldigten Mutter 
(S. 8). Die Kindsmutter habe - um die Eskalation nicht weiter voranzutreiben - 
davon abgesehen, hinsichtlich der von ihr festgestellten Verletzungen des Kindes 
nach Besuchen beim Kindsvater Anzeige zu erstatten oder Schritte gegen den 
Kindsvater einzuleiten (S. 9). Falsch sei die Darstellung des Kindsvaters, dass 
die Kindsmutter in einem Pensum von 80% arbeite; sie sei beim U.________ mit 
einem 20%-Pensum angestellt; die Kurse in ihrer V.________ teile sie sich mit 
einer Angestellten, was ein Pensum von ca. 10% ergebe; nach Aufhebung der 
Corona-Massnahmen kämen noch 2-3 Lektionen hinzu, was ein Pensum von 
30% bis höchstens 35% ergebe, zumal die administrativen Arbeiten in jenen Zei-
ten erledigt würden, in welchen keine Kinder zu betreuen seien (S. 10). Das unter 
KB 21 eingereichte Video (Teil 1) stamme aus jener Zeit, als die Kindsmutter 
noch mit dem Vater der mittleren Kinder zusammenlebte; es sei im Haus an der 
W.________ durch den Vater von L.________ gefilmt worden, womit der Beweis 
erbracht sei, dass die beiden Väter gegen die Kindsmutter zusammenspannen 
würden (andernfalls nicht nachvollziehbar wäre, wie der Beschwerdeführer in den 
Besitz dieses Videos gelangte, S. 12). Die ständige Blessur-Verletzungsthematik 
des Kindsvaters mit entsprechenden Anschuldigungen sei eine reine Stim-
mungsmache gegen die Kindsmutter (S. 14). Der Vorwurf des Kindsvaters, wo-
nach die Kindsmutter mit ihrem Verhalten der Tochter keinen unbeschwerten 
Kontakt zu ihrem Vater ermögliche, sei nachweislich falsch und werde zurückge-
wiesen (S. 15). Soweit die Elternsituation weiterhin unversöhnlich, sehr schwie-
rig, konfliktträchtig und mit offener Ablehnung der Kindsmutter durch den Kinds-

17

vater andauere, könne die ursprüngliche Betreuungsregelung nicht mit dem 
Kindswohl der Tochter vereinbart werden (S. 15). Das ins Recht gelegte Video 
(Teil 1), welches im Jahr 2014 aufgenommen wurde und weder 
einen zeitlichen noch einen sachlichen Zusammenhang mit dem vorliegenden 
Verfahren aufweise, sei aus dem Recht zu weisen; damals sei die Beschwerde-
gegnerin unter starkem Druck im Zusammenhang mit der kurz darauf erfolgten 
Trennung vom Vater der mittleren Kinder gestanden (S. 17). Zutreffend sei so-
dann, dass der Austausch der Eltern via E-Mail bezüglich rein organisatorischer 
Angelegenheiten mehr oder weniger klappe (S. 18). 

2.7 Mit Triplik vom 10. Mai 2021 wiederholte der Kindsvater etliche Vorwürfe 
und bestritt diverse Argumente der Kindsmutter. Dem Einwand des Kindsvaters, 
wonach es der Kindsmutter schwerfalle, das Kind während drei Wochen nicht zu 
sehen (S. 6), wird in der Eingabe vom 20. Mai 2021 von der Beschwerdegegne-
rin entgegenhalten, dass gemäss den vorinstanzlichen Akten (4.13) die Fachper-
son der Einrichtung N.________ festgestellt habe, dass eine dreiwöchige Tren-
nung des Kindes von der Mutter nicht mit dem Kindswohl vereinbar sei.

3. Eine gerichtliche Würdigung der Aktenlage sowie der unterschiedlichen, 
oben zusammengefassten Argumente der Kindseltern zeitigt die nachfolgend 
dargelegten Ergebnisse.

3.1 Die von den Eltern am 22. März 2019 vereinbarte Feiertagsregelung, wel-
che nach der Aktenlage irrtümlich (weil nicht umstritten) im angefochtenen Be-
schluss nicht aufgenommen wurde, wird vor Gericht nicht in Frage gestellt. Alle 
Beteiligten sind sich mithin einig, dass die im Ingress (lit. A) aufgeführte Feier-
tagsregelung für Jahre mit gerader und ungerader Jahreszahl weitergelten soll. 
An dieser Stelle ist positiv zu vermerken, dass die Eltern offenbar in der Lage 
sind, bestimmte Bereiche konstruktiv zu regeln (siehe auch Duplik, Ziffer 31), was 
erfreulich ist und sich letztlich zu Gunsten des gemeinsamen Kindes auswirkt. 
Dieses Teilergebnis wird der Klarheit halber im Dispositiv dieses Entscheids 
wiederholt.

3.2 Streitig ist insbesondere der Umfang der Zeitspanne, welche die Tochter 
(einmal abgesehen von der Ferien- und Feiertagsregelung) regelmässig alle zwei 
Wochen beim Kindsvater verbringen darf. Während im angefochtenen Beschluss 
gestützt auf das eingeholte Gutachten eine Zeitdauer von Freitagabend (18.00 
Uhr) bis Sonntagabend (18.00 Uhr), mithin von 48 Stunden (alle 2 Wochen) fest-
gelegt wurde, fordert der Kindsvater alle zwei Wochen eine Zeitspanne von 
Samstagmorgen (8.00 Uhr) bis Mittwochabend (18.00 Uhr), was 106 Stunden 
umfasst. Mit anderen Worten streiten die Eltern faktisch um 58 Stunden zusätzli-

18

che Besuchs-/Betreuungszeiten für den Kindsvater alle zwei Wochen. Darauf ist 
nachfolgend zurückzukommen (siehe Erwägungen 4ff.).

3.3.1  Nicht streitig sind fünf Wochen Ferien pro Jahr, welche der Kindsvater mit 
seiner Tochter verbringen darf. Diesbezüglich ist im Wesentlichen streitig, wer bei 
der Festlegung dieser fünf Wochen und namentlich bei der Fragestellung, ab 
wann ein Ferienbezug von zwei Wochen am Stück möglich ist, das letzte Wort 
hat, wenn sich die Eltern nicht einig werden. Diese Entscheidungskompetenz ist 
im angefochtenen Beschluss (im Streitfall) dem Beistand zugewiesen worden, 
derweil der Kindsvater vor Gericht eine alternierende Regelung beantragt, wo-
nach in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht dem Vater und in 
den Jahren mit ungerader Jahreszahl der Kindsmutter zustehen soll.

3.3.2  Es versteht sich von selbst, dass einer jeweils einvernehmlichen Regelung 
zwischen den Eltern der Vorrang gebührt. Es steht mithin den Eltern frei, jährlich 
den Ferienbezug nach den jeweiligen Gegebenheiten abzusprechen und ge-
meinsam festzulegen. 

Gegen die alternierende Lösung des Beschwerdeführers (mit Vorrang des einen 
Elternteils alle zwei Jahre) spricht, dass der Kindsvater bei der Ferienabsprache 
nur ein einziges Kind zu berücksichtigen hat, derweil die Kindsmutter Ferienpläne 
mit drei weiteren Kindern zu koordinieren hat, wobei nach der Aktenlage auch 
der Ferienbezug des Kindsvaters der beiden mittleren Kinder einzubeziehen ist. 
Bei dieser Sachlage vermag die vom Beschwerdeführer gewünschte, alternie-
rende Regelung nicht zu überzeugen. Vielmehr drängt es sich auf, dass - soweit 
sich die Eltern nicht einigen können - die Entscheidungskompetenz dem Bei-
stand zuzuweisen ist, um zu vermeiden, dass im Streitfall für die Ferienfestle-
gung die KESB angerufen werden müsste. Mit anderen Worten wird es im Streit 
um die Festlegung bestimmter Ferien Sache der Eltern sein, dem Beistand die 
entsprechenden Gründe vorzutragen, weshalb der streitige Ferienbezug so oder 
anders festgelegt werden soll. Alsdann wird der Beistand diese Gründe würdigen 
und nach Massgabe der Überzeugungskraft die Ferien definitiv festlegen können. 
In diesem Sinne sind die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers Ziffer 1.1.4, 
Ziffer 2 und Ziffer 3 vollumfänglich abzuweisen. 

4.1 Die Vorinstanz hat im vorliegenden Hauptstreit zu Recht ein Gutachten 
einer sachverständigen Person eingeholt und dabei den Parteien Gelegenheit 
gegeben, sich zur Person und zum Fragenkatalog Stellung nehmen. Diesbezüg-
lich ist das rechtliche Gehör hinreichend gewahrt worden (vgl. Vi-act. 4.24.1ff.).

19

4.2.1  Das vorliegende Gutachten umfasst in einem ersten Teil die Ausgangslage 
(Anlass der Begutachtung), eine Zusammenfassung der aus fachpsychologischer 
Sicht relevanten Angaben in den Akten (S. 4 bis S. 14), den Verlauf der Begut-
achtungsschritte (S. 14f.) und eine Auflistung der Datengrundlagen (S. 16).

Im zweiten Teil folgen die Befunderhebungen, zunächst auf Seiten der Kindsmut-
ter (S. 16ff.), gegliedert in klinische Beobachtungen (Ziff. 2.2.1), Angaben der 
Kindsmutter (Ziff. 2.2.2, S. 17ff.), Anamnese (S. 20ff.), zweites Gespräch 
(S. 23f.), Interview zum Erziehungsverhalten (nach dem Interviewleitfaden zur 
Diagnostik von elterlichem Erziehungsverhalten nach Jacob und Schiel, 2002; S. 
24ff.), Testpsychologie (Minnesota Multiphasic Personality Inventory-2 = MMPI-2, 
als Breitbandtest zur Beschreibung wichtiger Persönlichkeitseigenschaften und 
psychischer Störungen), ein Selbstbeurteilungsinstrument (Persönlichkeits-Stil- 
und Störungs-Inventar, PSSI, S. 30), die Angaben von Dr.med. X.________ 
(Y.________, S. 30f.) sowie die Angaben der Leiterin der kantonalen Opferhilfe 
(S. 32).

Im nächsten Teil werden die Befunderhebungen hinsichtlich des Kindsvaters zu-
sammengefasst, umfassend die klinischen Beobachtungen (S. 33), die Angaben 
des Kindsvaters (S. 33ff.), das Erziehungsinterview (S. 41ff.), die Testpsycholo-
gie (MMPI-2, S. 46, PSSI, S. 47), die Angaben des Hausarztes Dr.med. 
Z.________ (S. 47f.), die Angaben des einmal vom Kindsvater konsultierten Psy-
chotherapeuten (S. 48) sowie die Angaben einer von Februar bis Juli 2019 re-
gelmässig vom Kindsvater konsultierten Psychotherapeutin (zur Verarbeitung 
des Schockes einer Untersuchungshaft, S. 48f.).

Zudem hat die Gutachterin mit den beiden Grossvätern väterlicherseits und müt-
terlicherseits (als am stärksten in die Betreuung der Tochter involvierte Perso-
nen) Interviews geführt (S. 49 - 52). 

Im folgenden Abschnitt, welcher das Kind betrifft, wurde zunächst der Kinderarzt 
Dr.med. AA.________ befragt (S. 53). Es folgen die Interaktionsbeobachtungen 
im Haushalt der Kindsmutter (S. 53 - 56) und dann diejenigen im Haushalt des 
Kindsvaters (S. 56 - 59). 

Die Gutachterin holte auch noch Angaben des Paarberaters (S. 59) und der so-
zialpädagogischen Familienbegleiterin (S. 59 - 62) ein; letztere hatte die Kinds-
mutter ca. 6 Monate bis Ende Februar 2020 wöchentlich sowie den Kindsvater 
monatlich besucht. Auch der Beistand wurde im Einzelnen befragt (S. 63f.). 

Unter Ziffer 3 fasste die Gutachterin ihre Beurteilung zur Beziehungsgeschichte, 
zur aktuellen Elternsituation (S. 64f.) und zur Erziehungsfähigkeit der Kindsmut-
ter (S. 66ff., inkl. zur Bindungstoleranz, S. 68) sowie zur Erziehungsfähigkeit des 

20

Kindsvaters (S. 69ff., inkl. zur Bindungstoleranz (S. 71f.) zusammen. Das Befin-
den des Kindes wurde unter Ziffer 3.4 (S. 72f.) im Einzelnen dargelegt. Auch das 
weitere Betreuungsumfeld des Kindes wurde von der Gutachterin in ihrer Beurtei-
lung gewürdigt (S. 74f.). Am Schluss folgt eine ausführliche Beantwortung der im 
Rahmen des Begutachtungsauftrages gestellten Fragen (S. 75ff.).

4.2.2  Zur hier im Vordergrund stehenden Aufteilung der Betreuungsanteile hat 
die Gutachterin unter Ziffer 4.8 des Gutachtens u.a. was folgt festgehalten (S. 
80f.):

Der Vater wünscht eine hälftige Aufteilung der Betreuung im Sinne einer geteilten 
Obhut. Dieses Modell hat sich in den letzten Jahren in vielen Familien als sinnvolle 
Lösung erwiesen, jedoch muss immer geprüft werden, ob es, und das ist das 
Hauptkriterium, auch im Sinne des Kindes ist.
Im vorliegenden Fall ist eine geteilte Obhut nicht möglich. Die Elternebene zeigt 
sich bisher als hochkonflikthaft, was die notwendige, konstruktive Zusammenarbeit 
zwischen den Eltern verhindert. Es ist aufgrund der negativen Haltung des Vaters 
gegenüber der Mutter auch nicht davon auszugehen, dass die Situation rasch be-
ruhigen könnte. Ungelöste anhaltende Konflikte, mit denen das Kind andauernd 
konfrontiert ist, sind stark belastend, insbesondere wenn der Konfliktanlass das 
Kind selber ist. Sie lösen beim Kind Wut- und Angstgefühle aus. Zwar ist in weni-
gen Einzelfällen eine geteilte Obhut trotz Schwierigkeiten auf der Elternebene als 
Ausnahme möglich, zum Beispiel, wenn die schon älteren Kinder mit den Eltern-
schwierigkeiten bewusst umgehen können (…). Aber auch dann ist eine minimale 
Bereitschaft beider Eltern nötig, die Situation und den anderen Elternteil zumindest 
zu tolerieren.
Die bisherigen Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit der Eltern, aber auch in der 
Zusammenarbeit des Vaters mit weiteren Fachpersonen sprechen für eine sehr 
klare, einfache Regelung, damit möglichst wenig Reibungspunkte entstehen. Die 
Elternschaft ist als paralleles Elternmodell auszugestalten, wo nur wenig Kommu-
nikation nötig ist (mit Unterstützung des Beistands: nur wichtige Angelegenheiten; 
die Eltern beraten sich nicht in Bezug auf Entscheidungen des Alltags).
Die Beziehungs-, Betreuungs- und Erziehungsqualität bei der Mutter wurde im 
Gutachten als positiv beurteilt. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte, weshalb die 
Konstanz der Betreuung durch die Mutter aufgegeben werden sollte. Der Lebens-
mittelpunkt von F.________ soll weiterhin bei der Mutter sein.
Zum Besuchsrecht: F.________ soll wie bis anhin die Beziehung zum Vater pfle-
gen können. Da die Bindungstoleranz des Vaters eingeschränkt ist und, aufgrund 
seiner Herabsetzung der Qualitäten der Mutter, fortgesetzte Schwierigkeiten auf 
der Elternebene zu erwarten sind sowie zur Eindämmung der Folgen des Loya-
litätskonflikts ist eine einfache Lösung zu wählen, die nicht zu viele Übergaben im-
pliziert. Ausserdem ist die Dauer der Besuchszeit beim Vater so zu wählen, dass 
dem Sicherheitsgefühl des Kindes Rechnung getragen werden kann. Die Gutach-
terin empfiehlt Besuche beim Vater jeweils an Wochenenden von Freitag- bis 
Sonntagabend alle zwei Wochen. (Dabei handelt es sich zwar um eine Reduktion 
der Betreuungszeit beim Vater. Da jedoch F.________ bis anhin jeweils an zwei 
Tagen von den Grosseltern väterlicherseits betreut wurde, fällt diese nicht sehr 
stark ins Gewicht.)
Ferien beim Vater sind möglich, sind jedoch bezüglich der Dauer zu begrenzen. 
Eine Woche Ferien bedeutet für ein so kleines Kind bereits eine lange Trennung 
von der Hauptbezugsperson, welche als primäre Sicherheitsbasis dient. Die aktuell 

21

jährlich 5 Ferienwochen mit dem Vater könnten bestehen bleiben, müssten jedoch 
jeweils auf eine Woche begrenzt und über das Jahr verteilt werden (…). Sollte sich 
der Vater an die neuen Regelungen anpassen können und sich in der Folge die Si-
tuation etwas entspannen, könnte er von den 5 Wochen auch 2 Wochen am Stück 
mit F.________ verbringen.
Lange Flugreisen würden ein so kleines Kind unnötig belasten (…). 

4.3 Die Fragestellung, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt 
sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen be-
antworten lassen oder nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2019 vom 
14.10.2019, Erw. 4.1.2 mit Verweis auf BGE 143 V 124 Erw. 2.2.4 S. 128). Eine 
gerichtliche Würdigung des vorliegenden Gutachtens ergibt, dass es lege artis 
erstellt wurde und grundsätzlich auch die von Rechtsprechung entwickelten Krite-
rien (vgl. oben, Erw. 1.2) erfüllt. Auch lassen sich die rechtsrelevanten Fragen 
hinreichend beantworten, ohne dass ein weiteres Gutachten nötig wäre. Die ge-
richtliche Prüfung ergibt, dass der Beweiswert dieses Gutachtens zu bejahen ist, 
auch wenn es einzelne Schwachstellen aufweist (worauf noch nachfolgend ein-
gegangen ist). Die Kritik des Beschwerdeführers an diesem Gutachten ist hinge-
gen weitgehend nicht zu hören (siehe auch nachfolgend). 

4.3.1  Unbehelflich ist namentlich der Einwand in der Beschwerde (S. 27 und 
Replik, S. 24 oben), dass sinngemäss der Hausbesuch beim Kindsvater deutlich 
weniger lang gedauert habe als bei der Kindsmutter. Der Beschwerdeführer 
übersieht in diesem Kontext, dass nicht die Zeitdauer ausschlaggebend ist bzw. 
war, sondern dass die Sachverständige beim immerhin 90 Minuten dauernden 
Hausbesuch beim Beschwerdeführer entsprechende Erkenntnisse gewinnen 
konnte. Sie beobachtete, dass der Kindsvater gegenüber der Tochter wenig 
Führung übernahm, die gestellten Aufgaben (Heidelberger Marschak-
Interaktionsmethode, 2019) recht frei interpretierte und dabei der Tochter viel 
Raum liess. Er führte die Aufgaben wenig erklärend aus und es gelang ihm nicht 
besonders gut, die Tochter für etwas zu motivieren oder zu begeistern. Dadurch 
wirkte das Zusammenspiel zwischen Vater und Tochter etwas verhalten. Das 
Verhalten des Vaters war sehr bemüht, aber auch etwas hölzern. Das Zusam-
mensein vermittelte der Gutachterin den Eindruck einer Besuchssituation, in der 
alles auf das Kind ausgerichtet wird, und weniger einer Alltagssituation (vgl. Gut-
achten, S. 58f.).

Demgegenüber beobachtete die Sachverständige im Haushalt der Kindsmutter, 
dass die Mutter die Tochter gut durch die gestellten Aufgaben führte und sowohl 
die einzelnen Aufgaben wie auch den ganzen Ablauf gut strukturierte, die 
Führung behielt, aber auch wo nötig nachgeben konnte (vgl. zit. Gutachten, S. 
54). Die Stimmung war humorvoll und entspannt. Bei Trotzanfällen der Tochter 

22

blieb die Mutter ruhig, reagierte flexibel, ging auf die Wünsche der Tochter ein, 
schaffte es aber auch, sich wo nötig durchzusetzen. Die Reaktionen auf Wün-
sche oder Missbefinden der Tochter erfolgten durch die Mutter prompt und 
adäquat. Sie liess die Tochter vieles selbständig machen, förderte ihre Autono-
miebestrebungen und lobt sie, wenn etwas gelang. Auch zeigte die Mutter orga-
nisatorisches Geschick, indem sie während des Kochens gleichzeitig zuhörte und 
erzog. Es gelang ihr gut, einerseits auf die Bedürfnisse der anderen Tochter ein-
zugehen, sie aber auch zu begrenzen und gleichzeitig die jüngste Tochter sowie 
das Essen im Auge zu behalten (zit. Gutachten, S. 56).

Zudem ist bei der Zeitdauer der Hausbesuche mit zu berücksichtigen, dass im 
Haushalt des Kindsvaters (abgesehen von der Gutachterin) nur zwei Personen 
anwesend waren, derweil der Haushalt der Kindsmutter mehrere Personen um-
fasst und im Verlauf des Hausbesuches auch die andere Tochter L.________ 
dazukam, weshalb die Gutachterin (zu Recht) auch diesbezüglich noch Beobach-
tungen vornehmen wollte, was die Dauer des Hausbesuchs verlängerte.

4.3.2  Soweit in der Beschwerde (S. 27f.) der Gutachterin (sinngemäss) vorge-
worfen wird, sie habe die Umschreibungen, welche die Eltern betreffen, einseitig 
zu Gunsten der Kindsmutter formuliert, übersieht der Beschwerdeführer, dass es 
einer sachverständigen Person grundsätzlich möglich sein muss, für einen Explo-
randen weniger vorteilhafte Ergebnisse oder Erkenntnisse klar anzusprechen 
und ihre Sicht der Dinge darzulegen, ohne dass deshalb ohne weiteres auf Vor-
eingenommenheit oder Einseitigkeit oder dergleichen geschlossen werden darf 
(vgl. VGE I 2020 16 vom 28.4.2020, Erw. 3.4 und I 2016 31 vom 14.6.2017 Erw. 
2.2 per analogiam). 

Massgeblich ins Gewicht fällt in diesem Zusammenhang, dass das Gutachten 
nicht allein auf Beobachtungen der Gutachterin basiert, sondern im Gutachten 
auch die vorinstanzlichen Akten sowie die Angaben und Befragungsergebnisse 
verschiedener involvierter Personen aufgeführt und berücksichtigt wurden (vgl. 
dazu die Zusammenfassung auf S. 16 des Gutachtens). 

4.3.3  Der Beschwerdeführer macht (sinngemäss) geltend, es treffe nicht zu, 
dass er "eine negative Haltung gegenüber der Beschwerdegegnerin habe" und 
dass er "nie schlecht über die Beschwerdegegnerin vor der gemeinsamen Toch-
ter" spreche (vgl. Beschwerde, S. 19). Im Widerspruch dazu steht, dass er dem 
Gericht Videosequenzen eingereicht hat, in welcher die Beschwerdegegnerin of-
fenkundig diskreditiert wird. 

Einerseits betreffen die Aufnahmen in Bf-act. 21 (Teil 1 genannt) einen Vorfall, 
welcher gemäss den unwidersprochen gebliebenen Ausführungen in der Duplik 

23

(S. 17) sich im Jahre 2014 und mithin rund 3 Jahre vor der Geburt der Tochter 
F.________ ereignete, und zwar im Kontext damit, dass die Trennung vom da-
maligen Ehemann bevorstand und die Beziehung zum Ehemann glaubhaft 
höchst angespannt war, zumal auch häusliche Gewalt involviert war. Aus dem 
Umstand, wonach die Kindsmutter damals im Umgang mit der Tochter 
L.________ (Jahrgang 20__) überfordert reagierte und das Kind angeschrien 
hat, was der damalige Ehemann und Vater der Tochter L.________ aufgezeich-
net hat, kann der Beschwerdeführer hier - acht Jahre später - grundsätzlich 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, 
dass der Beschwerdeführer in den Besitz dieser Aufnahme gekommen ist, was 
sich nur mit einem "Zusammenspannen der beiden Väter" (gegen die Beschwer-
degegnerin) erklären lässt. Damit ist die Argumentation des Beschwerdeführers, 
wonach er nicht mit dem Ex-Mann der Beschwerdegegnerin (= Vater der beiden 
mittleren Kinder der Beschwerdegegnerin) zusammenspanne, klar widerlegt. 
Soweit der Beschwerdeführer diese Aufnahmen dem Gericht eingereicht hat mit 
der Begründung, wonach er sich grosse Sorgen um seine Tochter mache, bleibt 
er die Antwort schuldig, weshalb er mit dieser Aufnahme lediglich mehr Betreu-
ungstage (alle zwei Wochen von Montag bis Mittwochabend) für sich erreichen 
möchte, indessen die Hauptbetreuung des Kindes durch die Mutter nicht in Frage 
stellt.

Andererseits beinhalten die Filmaufnahmen in Bf-act. 21 (Teil 3 genannt) eine 
Szene, wie der Kindsvater seine Tochter wickelt. Es ist nicht normal, dass ein 
Kindsvater vor dem Wickeln die Aufnahmetaste drückt. Der Beschwerdeführer 
hat vor Gericht nicht plausibel erklärt, weshalb er seine Bildaufnahmen vor dem 
Wickelvorgang begonnen hat. Ging es ihm darum, dass er hoffte, etwas Auffälli-
ges zu finden (um damit der Kindsmutter Vorwürfe machen zu können)? Oder 
hat der Kindsvater nach der Kindsübergabe regelmässig das Kind beim Wickeln 
gefilmt, um Beweismaterial zu sammeln? Oder hatte der Kindsvater bereits vor 
dem betreffenden Wickelvorgang etwas Auffälliges entdeckt und wiederholte 
deshalb das Ganze mit entsprechenden Bildaufnahmen, um dann im Verlauf des 
Wickelvorgangs "den Überraschten vorzuspielen", welcher das Kind nach dem 
Grund für die Hautveränderung frage und das Kind spontan darauf antworte? So 
oder anders wirkt diese Filmsequenz als gestellt und bleibt unklar, inwiefern der 
Kindsvater dabei manipulativ mitgewirkt hat, um die Kindsmutter zu diskreditie-
ren.

In Anbetracht dieser Filmsequenzen erweist sich die Argumentation des Kindsva-
ters, dass er (sinngemäss) die Kindsmutter "nicht schlecht darstellen wolle", als 
offensichtlich unglaubwürdig.

24

4.3.4  Zentrale und im Gutachten überzeugend festgestellte Aspekte sind darin 
zu erblicken, dass eine Belastung des Kindes durch die anhaltend schwierige, 
unversöhnliche Elternsituation besteht, wobei das Kind früher im Zusammenle-
ben und später anlässlich von Übergaben mit Konflikten konfrontiert war (und 
ist), die es durchaus wahrnimmt. Probleme bei Übergaben, offene aber auch 
verdeckte Ablehnung des jeweils anderen Elternteils beeinträchtigen die unbe-
schwerte Beziehungsgestaltung zu beiden Eltern und führen zu Konflikten und 
Störungen des Sicherheitsgefühls (vgl. zit. Gutachten, S. 75). Illustrativ ist in die-
sem Zusammenhang, dass der Kindsvater die Übergaben des Kindes seit dem 
Vorfall vom 17. April 2019 als grundsätzlich konfliktfrei schildert (vgl. Replik, S. 5: 
"die Übergaben ohne Streitigkeiten zwischen den Parteien abliefen"), während 
die Kindsmutter (glaubhaft) vorgebracht hat, dass sie weiterhin bei jeder Überg-
abe bange, ob es Zwischenfälle gebe bzw. der Kindsvater Vorwürfe mache oder 
ausfällig werde (Duplik, S. 4). Diese unterschiedliche Schilderung des Übergabe-
prozederes spricht für ein mangelhaftes Wahrnehmungs- und Einfühlungsvermö-
gen des Kindsvaters, was mit der Erkenntnis im Gutachten korrespondiert, dass 
er (sinngemäss) das Verhalten des Kindes "nicht so gut lesen kann" und Mühe 
hat, kindesgerechte Bedürfnisse (namentlich auch im Hinblick auf die Abschät-
zung von Gefahren) ausreichend zu erkennen (vgl. zit. Gutachten, S. 71 oben). 
Im Einklang damit steht auch die Erkenntnis der Gutachterin, dass der Kindsvater 
kaum auf Kritik und Anregung eintreten könne und abblocke, was eine Schwie-
rigkeit darstelle, weil nicht ersichtlich werde, ob er Hinweise überhaupt höre, auf-
nehme und sein Verhalten wenn nötig anpasse (vgl. zit. Gutachten, S. 71 Mitte). 
Auch die Einschätzung der Gutachterin, wonach der Kindsvater der Kindsmutter 
Vorgaben machen wolle und ihr Anweisungen gebe, sowie dass er wisse, was 
richtig sei und es ihm dabei oft um gleiche Rechte gehe, hingegen die Fragestel-
lung, was für das Kind das Beste wäre, aus seinem Blickfeld gerate (vgl. zit. Gut-
achten, S. 71 unten), erweist sich nach der Aktenlage als nachvollziehbar und 
einleuchtend, zumal der Kindsvater gegenüber der Gutachterin hauptsächlich nur 
Negatives über die Kindsmutter berichtete (vgl. zit. Gutachten, S. 71 unten).

4.3.5  Wenn man einmal dem Rechtsbegehren des Kindsvaters folgen würde, 
wonach er seine Tochter alle 2 Wochen vom Samstagmorgen (8.00 Uhr) bis 
Mittwochabend (18.00 Uhr) bei sich haben und betreuen könnte, würde die Toch-
ter faktisch jede zweite Woche während über 60% der Wochenzeit als Einzelkind 
aufwachsen, auch wenn der Kindsvater den Kontakt mit den Cousins der Tochter 
pflegen würde. Denn die erwähnte Zeitspanne von Samstagmorgen bis Mitt-
wochabend umfasst 106 Stunden, was verglichen mit 168 Wochenstunden ei-
nem Anteil von 63% entspricht (106 : 168 x 100 = 63.09). Hingegen bei der 
Kindsmutter wächst diese Tochter im Verbund mit ihren (Halb)Geschwistern auf, 

25

was im Hinblick auf das Kindswohl dieser Tochter nicht unterschätzt werden darf. 
Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 2, Ziff. 6) überzeugend darauf 
hingewiesen hat, übersieht der Kindsvater beim Beharren auf seine Betreuungs-
rechte, dass seine Tochter bei der Kindsmutter in einem System mit Geschwis-
tern eingebettet ist. Diese Einbettung ist schliesslich für das im Gutachten thema-
tisierte Sicherheitsgefühl des Kindes von Relevanz, was gerichtsnotorisch ist.

4.3.6  Nicht zu übersehen ist aber auch, dass es Gründe gibt, dem Kindsvater 
eine längere Betreuungszeit zuzugestehen. Dazu gehört:

- dass der Kindsvater vor dem Erlass des angefochtenen Beschlusses die Tochter 
regelmässig nach Massgabe der Vereinbarung vom 22. März 2019 länger be-
treuen konnte;

- dass dadurch seine Tochter einen regen Kontakt mit den Grosseltern väterlicher-
seits und ihren Cousins väterlicherseits haben kann;

- dass der Kindsvater nach der Aktenlage sich beruflich so organisieren kann, dass 
er grundsätzlich viel Zeit für die Tochter aufbringen kann;

- und dass mehr Betreuungszeit durch den Kindsvater umgekehrt eine Entlastung 
der (ohnehin stärker mit Betreuungsaufgaben belasteten) Kindsmutter bedeuten 
kann, zumal sie teilerwerbstätig ist.

Sodann könnte mit einer Ausdehnung der Betreuungszeit auch dem Einwand 
des Kindsvaters Rechnung getragen werden, dass sich die Tochter in den zwei 
Tagen, welche sie alle zwei Wochen beim Vater verbringe, keine Möglichkeit ha-
be, "emotional beim Vater anzukommen" (vgl. Replik, S. 11 und S. 18, Ziff. 10.3).

4.3.7  Zu den Schwachstellen des Gutachtens gehört zum einen die Argumenta-
tion, wonach "zur Eindämmung der Folgen des Loyalitätskonflikts eine einfache 
Lösung zu wählen sei, die nicht zu viele Übergaben impliziere" (siehe Gutachten, 
S. 81, Kursivdruck nicht im Original). Wie in der Replik (S. 7, Ziff. 6.2) nachvoll-
ziehbar eingewendet wird, verändert sich beim Wechsel des bisherigen Betreu-
ungsmodelles zum im Gutachten empfohlenen sowie im angefochtenen Be-
schluss übernommenen Modell die Anzahl der Übergaben überhaupt nicht.
Hingegen tangiert die Dauer der Besuchszeit beim Vater das Sicherheitsgefühl 
des Kindes, wobei diesbezüglich im Gutachten (S. 81) überzeugend festgehalten 
wird, die Dauer der Besuchszeit beim Vater sei so zu wählen, dass dem Sicher-
heitsgefühl des Kindes Rechnung getragen werden kann.

Als weitere Schwachstelle ist die Argumentation der Gutachterin zu bezeichnen, 
wonach sinngemäss die Reduktion der Betreuungszeit des Kindsvaters deshalb 
nicht sehr stark ins Gewicht falle, weil die Tochter "bis anhin jeweils an zwei Ta-
gen von den Grosseltern väterlicherseits betreut wurde" (vgl. zit. Gutachten, S. 
81 Mitte). Dazu hat der Beschwerdeführer vor Gericht glaubhaft eingewendet, 

26

dass er bei den Kontakten seiner Tochter mit den Grosseltern väterlicherseits oft 
auch anwesend sei (bzw. anwesend gewesen sei, siehe auch Replik, S. 17), mit-
hin die beim Beschwerdeführer eingetretene Reduktion der Betreuungszeit nicht 
allein mit "weniger Betreuung durch den Grossvater väterlicherseits" relativiert 
werden kann.

4.4.1  Bei dieser konkreten Sachlage sprechen die gewichtigeren Argumente 
dafür, weder den Maximalforderungen des Kindsvaters, noch denjenigen der 
Kindsmutter vollumfänglich stattzugeben, sondern stattdessen in Anlehnung an 
das weitgehend überzeugende Gutachten die Betreuungsdauer durch den Kin-
desvater grundsätzlich zu reduzieren, wenn auch nicht ganz im Ausmass, wie die 
Gutachterin empfohlen und die Vorinstanz im angefochtenen Beschluss über-
nommen hat. Vielmehr rechtfertigt es sich unter Einbezug aller konkreten Um-
stände, die Dispositiv-Ziffer 1 lit. a des angefochtenen Beschlusses wie folgt ab-
zuändern:

Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Montag, 18.00 Uhr. 

4.4.2  Dieser gerichtliche Entscheid enthält offenkundig Züge einer Vergleichs-
lösung mit der klaren Aufforderung an beide Eltern, sich bei Differenzen zurück-
zuhalten und namentlich bei den regelmässig stattfindenden Übergaben offene 
und versteckte Vorwürfe (etc.) strikte zu vermeiden, sondern sich dabei ständig 
um ein konstruktives Klima zu bemühen. Wenn und soweit dies den Eltern ge-
lingt, kann die gemeinsame Tochter offenkundig davon profitieren, während um-
gekehrt die Tochter darunter (weiterhin) zu leiden hätte, wenn die aktenkundigen 
Spannungen fortdauern. Sollte die vorliegend angeordnete Ausdehnung der Be-
treuung durch den Kindsvater um 24 Stunden (alle 2 Wochen bis Montagabend) 
nicht zu einer Entspannung der Situation führen bzw. sich negativ auf das 
Kindswohl auswirken - was vom eingesetzten Beistand grundsätzlich periodisch 
zu überprüfen sein wird - wäre es gegebenenfalls Sache dieses Mandatsträgers, 
der Vorinstanz nötigenfalls entsprechenden Massnahmen zu beantragen.

4.5 Am dargelegten Ergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen der 
Parteien grundsätzlich nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich auch der 
Einwand des Beschwerdeführers betreffend religiöse Prägung durch den Gross-
vater mütterlicherseits (vgl. Replik, S. 19, Ziff. 12). In dieser Fragestellung hat die 
Vorinstanz bereits im angefochtenen Beschluss mit einem entsprechenden Auf-
trag an den Beistand reagiert (vgl. Dispositiv-Ziffer 3 lit. f des angefochtenen Be-
schlusses). Soweit der Beistand bislang - namentlich mit Blick auf das hängige 
Beschwerdeverfahren - diesen Auftrag noch nicht umgesetzt hat, wird er dies 
noch nachzuholen haben.

27

5.1 Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde insoweit teilweise begründet 
und gutzuheissen, als Dispositiv-Ziffer 1 lit. a um 24 Stunden verlängert wird (bis 
Montagabend, 18.00 Uhr) sowie die unbestrittene Feiertagsregelung im Disposi-
tiv ergänzt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

5.2 Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten dem Kinds-
vater zu 2/3 und der Kindsmutter zu 1/3 auferlegt. Analog wird nach Massgabe 
des Obsiegens bzw. Unterliegens der Beschwerdegegnerin zulasten des Be-
schwerdeführers eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. 

Die Entschädigung richtet sich grundsätzlich nach dem Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411). § 2 des Gebührentarifs sieht als Be-
messungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Um-
fang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. 
Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 
8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor 
Fällen des Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem 
Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Das Verwaltungsgericht befolgt bei 
der Entschädigungsbemessung eine zurückhaltende Praxis. Dies entspricht § 74 
Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemessenen Entschädigung spricht (vgl. 
dazu Art. 105 f. ZPO). Des Weiteren ist zu beachten, dass der aktuell vom Ver-
waltungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt be-
trägt (VGE IV 2020 10 vom 3.6.2020 Erw. 6 mit Hinweis).

Die Rechtsvertreterin der zu rund 2/3 obsiegenden Beschwerdegegnerin hat eine 
Honorarrechnung eingereicht, welche einen Zeitaufwand von 27.33 h und Ausla-
gen von Fr. 105.20 aufweist, was in Anbetracht der umfangreichen Rechtsschrif-
ten des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden ist. Dementsprechend ist die 
ihr zustehende, reduzierte Parteientschädigung gesamthaft auf Fr. 4'200.-- fest-
zulegen.

5.3.1  Abschliessend ist mit den Worten des Kinderarztes Dr.med. AA.________ 
(gemäss Seite 53 des Gutachtens) an die Adresse der Eltern sinngemäss fest-
zuhalten, dass in der Situation des Misstrauens (zwischen den Eltern) kleinen 
Dingen eine Bedeutung beigemessen wird, die zu den eigenen Befürchtungen 
passen. "Alles wird aufgebauscht zu Ungunsten des anderen". Nicht jedes Detail 
sollte aufgebracht und als Vorwurf benutzt werden. Ziel wäre eine Haltung (der 
Eltern), dass jeder sein Bestes gibt und keine weiteren Vorwürfe geäussert wer-
den. Sind die Konflikte bei Übergaben spürbar, hat das Kind immer ein schlech-
tes Gefühl, wenn es wechselt (…). 

28

5.3.2  Es ist sehr zu hoffen, dass mit und nach diesem Gerichtsentscheid die 
Eltern versuchen, "das Kriegsbeil zu begraben" und sich (nebst der Erziehungs-
aufgaben) darauf konzentrieren, der gemeinsamen Tochter - ungeachtet der 
Trennung und der Differenzen der Eltern - eine möglichst unbeschwerte Kindheit 
zu ermöglichen. Dazu können auch die Rechtsvertreterinnen beitragen, indem 
sie bei ihren Klienten das Verständnis für die Sichtweise der Gegenseite fördern.

29

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 
Die Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Beschlusses der KESB 
C.________ Nr. IIA/003/39/2020 vom 16. September 2020 wird wie folgt 
geändert und ergänzt:

1. Der persönliche Verkehr zwischen F.________ und dem Kindesvater wird 
nach Art. 273 Abs. 3 ZGB wie folgt geregelt:

a. Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr bis Montag, 18.00 Uhr;

b. 5 Wochen Ferien im Jahr, verteilt auf das Jahr. Solange die Differen-
zen zwischen den Kindeseltern anhalten, sollen die Ferien jeweils auf 
eine Woche begrenzt werden. Bisher nicht bezogene Ferien werden 
nicht dazu angerechnet. Die Ferienwünsche sind dem anderen Eltern-
teil jeweils mind. drei Monate im Voraus mitzuteilen. In Bezug auf die 
Ausdehnung der Ferien auf zwei Wochen am Stück liegt die Ent-
scheidkompetenz beim Beistand.

c. in Jahren mit ungerader Jahreszahl:
- von Karfreitag, 8.00 Uhr, bis Ostermontag 18.00 Uhr;
- von Fronleichnam, 8.00 Uhr, bis zum anschliessenden Sonntag, 

18.00 Uhr;
- Heiligabend (24.12.), 8.00 Uhr, bis Weihnachten (25.12.), 8.00 Uhr;
- Silvester (31.12.), 8.00 Uhr, bis Neujahr (1.1.), 18.00 Uhr;

d. in Jahren mit gerader Jahreszahl:
- von Auffahrt, 8.00 Uhr, bis zum anschliessenden Sonntag, 18.00 

Uhr;
- von Pfingstsamstag, 8.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr;
- Weihnachten (25.12.), 8.00 Uhr, bis Stephanstag (26.12.), 18.00 

Uhr.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer zu 2/3         
(Fr. 600.--) und der Beschwerdegegnerin zu 1/3 (Fr. 300.--) auferlegt. Der 
Beschwerdeführer hat einen Kostenvorschuss von Fr. 400.-- bezahlt, so 
dass er innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids noch Fr. 200.-- zu 
bezahlen hat. Die Beschwerdegegnerin hat ihren Anteil ebenfalls innert 30 
Tagen zu bezahlen. 

3. Der beanwalteten Beschwerdegegnerin wird zulasten des Beschwerdefüh-
rers eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'200.-- zugesprochen.

30

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; 
SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vertreterin des Beschwerdegegners (2/R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und den eingesetzten Beistand)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 28. Juni 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 30. Juni 2021