# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8532559-94a5-5579-ba63-36e4cbb19ec8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.04.2010 E-1885/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1885-2010_2010-04-12.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1885/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._____, Irak,
vertreten durch lic. iur. Oliver Weber, Fürsprecher, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Februar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1885/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 10. August 
2008  den  Irak  verliess  und  über  die  Türkei  und  andere,  ihm  un-
bekannte Länder am 25. August 2008 in die Schweiz gelangte, wo er 
am     26. August 2008 um Asyl nachsuchte,

dass er im B._____ am 8. September 2008 summarisch befragt und 
am  16.  Oktober  2009  vom  BFM  zu  seinen  Asylgründen  angehört 
wurde,

dass  er  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  geltend  machte,  die 
allgemein  unsichere  Lage  habe  ihn  im  Jahre  2002  veranlasst,  von 
Mosul nach D._____ (Provinz Dohuk) zu seiner Schwester zu ziehen,

dass sein Vater ursprünglich aus C._____ (Dorf in der Provinz Dohuk) 
stamme und dort mit Leuten verfeindet sei,

dass  es  zwar  gelungen  sei,  sich  mit  diesen  zu  versöhnen,  seinem 
Vater  aber  gesagt  worden  sei,  man  wolle  seine  Familie  nicht  mehr 
sehen,

dass die Feinde seines Vaters mitbekommen hätten, dass sich der Be-
schwerdeführer in D._____ aufhalte,

dass sein Vater ihm daher empfohlen habe, D._____ zu verlassen, und 
er  nicht  nach  Mosul  zurückkehren  könne,  da  die  Lage  dort  sehr 
schlecht sei,

dass das Bundesamt das Asylgesuch mit Verfügung vom 23. Februar 
2010 - öffnet am 25. Februar 2010 - ablehnte und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides anführte, die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  würden  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht standhalten, so dass ihre Asylrelevanz nicht 
geprüft werden müsse,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  schwierigen 
Lebensumstände  und  die  unsichere  Sicherheitslage  auf  die  all-

Seite 2

E-1885/2010

gemeinen  politischen,  wirtschaftlichen  oder  sozialen  Lebens-
bedingungen im Irak zurückzuführen seien,

dass  jedoch  den  Nachteilen,  die  sich  aus  dieser  Lage  ergeben 
könnten, die für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 AsylG erforderlichen Voraussetzungen fehlen würden,

dass in den Provinzen Dohuk, Erbil und Suleimaniya aufgrund der all -
gemeinen  Sicherheits-  und  Menschenrechtslage  keine  Situation  all-
gemeiner Gewalt herrsche, womit der Wegweisungsvollzug grundsätz-
lich zumutbar sei,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom  24.  März  2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob und in materieller  Hin-
sicht beantragte, dem Beschwerdeführer sei das Asylrecht zu erteilen, 
eventualiter  sei  er  in  der  Schweiz  vorläufig  aufzunehmen, 
subeventualiter  sei  der  angefochtene  Entscheid  aufzuheben und  die 
Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  samt  anwaltlicher  Rechtsverbeiständung  sowie  darum 
ersuchte, allfällige Wegweisungs- und Vollzugsmassnahmen im Sinne 
einer  vorsorglichen  Massnahme  sofort  zu  sistieren  und  dem  Be-
schwerdeführer während der Rechtshängigkeit des vorliegenden Ver-
fahrens den Aufenthalt in der Schweiz zu gestatten,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 29. März 2010 
feststellte, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in 
der Schweiz abwarten,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

Seite 3

E-1885/2010

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG, Art. 50 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass es im Gegensatz zum strikten Beweis genügt, wenn der Richter 
das  Vorhandensein der  zu  beweisenden Tatsache für  wahrscheinlich 
hält,  selbst  wenn er noch mit  der Möglichkeit  rechnet,  dass sie sich 
nicht verwirklicht haben könnte,

Seite 4

E-1885/2010

dass  die  wahrheitsgemässe  Schilderung  einer  tatsächlichen  Verfol-
gung durch Korrektheit, Originalität, hinreichende Präzision und innere 
Übereinstimmung  gekennzeichnet  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 
Nr. 28 S. 270), 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers,  wie  das  BFM  in  seiner 
Verfügung richtig festhält, unsubstanziiert ausgefallen sind,

dass  somit  bereits  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  gezweifelt 
werden muss,

dass zudem in Bezug auf die vom Beschwerdeführer geltend gemach-
ten Vorbringen darauf hinzuweisen ist, dass eine nichtstaatliche Verfol-
gung nur dann asylrelevant  sein kann, wenn der Heimatstaat  seiner 
Verpflichtung,  den  Asylsuchenden  zu  schützen,  nicht  nachkommen 
kann oder will,

dass die nordirakischen Behörden grundsätzlich in der Lage und wil-
lens sind, Hinweisen auf Übergriffe nachzugehen und nötigenfalls eine 
Strafverfolgung einzuleiten (vgl. Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts 
vom 22. Januar 2008 in BVGE 2008/4 E. 6.5),

dass ausserdem aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers auch 
keinerlei  konkreten  Hinweise  ersichtlich  sind,  wonach  die  Feinde 
seines  Vaters  ihm  (dem  Beschwerdeführer)  tatsächlich  nach  dem 
Leben trachten würden und es bezüglich dieses Vorbringens auch an 
überzeugender Plausibilität fehlt,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der 
Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 

Seite 5

E-1885/2010

weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter  und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR  0.101)  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass die Vorinstanz in ihrer angefochtenen Verfügung vom 23. Februar 
2010  zutreffend  darauf  hingewiesen  hat,  dass  der  Grundsatz  der 
Nichtrückschiebung  nur  Personen  schützt,  die  die  Flüchtlingseigen-
schaft erfüllen,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 

Seite 6

E-1885/2010

dass das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden 
kann und somit eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig ist, 

dass sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus 
den  Akten  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlich-
keit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 
Behandlung ausgesetzt wäre,

dass gemäss Praxis  des Europäischen Gerichtshofes für  Menschen-
rechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  der  Be-
schwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder 
glaubhaft  machen  müsste,  dass  ihm  im  Fall  einer  Rückschiebung 
Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  EGMR 
[Grosse Kammer],  Saadi gegen Italien, Urteil  vom 28. Februar 2008, 
Beschwerde Nr. 37201/06,  §§ 124 bis  127,  mit  weiteren Hinweisen), 
was ihm nicht gelungen ist,

dass  die  allgemeine  Menschenrechtslage  im  Nordirak  den  Wegwei-
sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen 
lässt (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.2 ff. und 6.6 S. 46 ff.), 

dass  nach  dem  Gesagten  der  Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im 
Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, 

dass gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein kann, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind,

dass unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG die vorläufige Aufnahme 
zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerin-
nen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818) ist, wenn eine 
konkrete Gefährdung festgestellt wird,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht im Urteil  BVGE 2008/5 vom 
14. März 2008 (S. 57 ff.) ausführlich mit  der Frage der Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs in den kurdischen Nordirak befasst hat,

Seite 7

E-1885/2010

dass das Gericht  im besagten Urteil  zusammenfassend festhielt,  die 
Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  sei  in  der  Regel  für  alleinste-
hende,  gesunde  und  junge  kurdische  Männer,  die  ursprünglich  aus 
den drei kurdisch kontrollierten Provinzen (Dohuk, Erbil, Suleimaniya) 
stammen und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibe-
ziehungen verfügen, zumutbar,

dass dagegen für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern 
sowie für  Kranke und Betagte bei  der  Feststellung der  Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs grosse Zurückhaltung angebracht ist,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seit dem Jahre 
2002 in D._____ bei seiner Schwester gewohnt hat,

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  gemäss  den  Akten  um einen 
jungen und gesunden Mann handelt,

dass somit  weder  die  allgemeine Lage im Heimat-  beziehungsweise 
Herkunftsstaat  des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich angesichts der vom Bundesverwaltungsgericht im vorer-
wähnten  Urteil  festgelegten  Praxis  erübrigt,  auf  die  weiteren  Aus-
führungen in der Beschwerde einzugehen, da sie am Ergebnis nichts 
zu ändern vermögen, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Irak 
schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

Seite 8

E-1885/2010

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  samt  anwaltlicher  Rechtsverbei-
ständung  abzuweisen  ist,  da  es  sich,  wie  aus  den  Erwägungen 
hervorgeht, um eine offensichtlich unbegründete Beschwerde handelt, 
und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-1885/2010

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  samt 
anwaltlicher Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, an 
das BFM und an die zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand: 

Seite 10