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**Case Identifier:** 7e7d26bd-ef0d-5801-ad05-00f4d7e53338
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.07.2020 S 2019 167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-167_2020-07-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 30. Juli 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Vermittlungsfähigkeit)

S 2019 167

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Urteil S 2019 167

A. Die 1985 geborene A.________ meldete sich am 4. Januar 2018 beim Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AVAM 1-act. 1) und erhob 
am 19. Dezember 2017 (Eingang bei der Arbeitslosenversicherung am 19. Januar 2018) 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Januar 2018 (ASAL 1-act. 1). 
Verfügungsweise wurde sie drei Mal zufolge ungenügender bzw. nicht nachgewiesener 
Arbeitsbemühungen in den Monaten Januar resp. März und Juli 2018 sanktioniert (AVAM 
1-act. 4, 6 und 12). Per 27. August 2018 wurde A.________ von der Arbeitsvermittlung 
abgemeldet (AVAM 1-act. 16), da am x 2018 ihre Tochter B.________ geboren wurde 
(AVAM 1-act. 13).

Am 21. November 2018 meldete sich A.________ erneut beim RAV zur Arbeitsvermittlung 
an (AVAM 2-act. 1) und erhob am 7. Januar 2019 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung 
(ASAL 2-act. 1). Das RAV wies ihr sodann mit Verfügung vom 13. Dezember 2018 ein 
Programm zur vorübergehenden Beschäftigung (PvB) im Textilatelier der Halle 44 vom 
7. Januar bis 12. April 2019 zu (AVAM 2-act. 7). Gestützt auf das ärztliche Attest von Dr. 
med. C.________, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom 2. Januar 2019, wonach 
die intensive Betreuung ihrer Tochter jegliche Arbeitstätigkeit im Zeitraum vom 2. Januar 
bis 28. Februar 2019 verhindere (AVAM 2-act. 8), trat sie die Arbeitsmarktliche 
Massnahme (AMM) nicht an, welche sanktionslos abgebrochen wurde (AVAM 2-act. 9). 
Alsdann wurde A.________ verfügungsweise am 17. Januar 2019 infolge ungenügender 
Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2018 in ihrer Anspruchsberechtigung 
eingestellt (AVAM 2-act. 11). Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) verneinte nach 
erfolgter Überweisung durch das RAV mit Verfügung vom 21. Januar 2019 die 
Vermittlungsfähigkeit der Versicherten vom 2. Januar bis 28. Februar 2019 (Dauer gemäss 
ärztlichem Attest; AVAM 2-act. 12). Diese erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

Das RAV wies A.________ am 23. Januar 2019 erneut einem PvB vom 4. März bis 7. Juni 
2019 zu (AVAM 2-act. 14). Auch diese AMM trat sie nicht an, weil sie per 1. März 2019 im 
Restaurant D.________ in E.________ einen Arbeitsvertrag mit unregelmässigem Einsatz 
während ca. zwei Stunden pro Tag (jeweils eine Stunde am Morgen und am Nachmittag) 
erhalten hat (AVAM 2-act. 19–21). Da sich die Versicherte für eine 100 %-Stelle 
angemeldet hat, ergaben sich Fragen hinsichtlich der Kinderbetreuung, weshalb sie eine 
entsprechende Bescheinigung Kinderbetreuung (Obhutsnachweis) ausfüllen sollte (AVAM 
2-act. 24). Nachdem anlässlich des Beratungsgesprächs vom 28. März 2019 das Thema 
Kinderbetreuung erneut angesprochen wurde und der Obhutsnachweis nicht einging, 
überwies das RAV die Angelegenheit abermals dem AWA zum Entscheid (AVAM 2-

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Urteil S 2019 167

act. 25). Mit Verfügung vom 11. April 2019 sprach das AWA A.________ ab 1. März 2019 
die Vermittlungsfähigkeit weiterhin ab (ASAL 2-act. 4). Hiergegen erhob sie Einsprache 
und reichte den verlangten Obhutsnachweis ein (ASAL 2-act. 5a und 5b). In der Folge 
tätigte der Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse (ALK) weitere Abklärungen (ASAL 2-
act. 10 und 11). Weil eine Antwort seitens der Versicherten bezüglich Betreuung der 
zweiten Tochter ausblieb sowie die Arbeitsstelle im Restaurant D.________ per Ende Juni 
gekündigt wurde, meldete das RAV A.________ für ein weiteres PvB vom 8. Juli bis 
11. Oktober 2019 an (AVAM 2-act. 35). Aufgrund ungenügender Arbeitsbemühungen für 
den Monat Mai 2019 sanktionierte sie das AWA am 27. Juni 2019 (AVAM 2-act. 36). Am 
23. September 2019 reichte die Versicherte zwei Bestätigungen für die Kinderbetreuung 
ein (ASAL 2-act. 20a und 20b). Schliesslich wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 
27. November 2019 die am 17. Mai 2019 erhobene Einsprache ab und verneinte die 
Vermittlungsfähigkeit ab 1. März 2019 (ASAL 2-act. 28). 

B. Beschwerdeweise beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheides und die Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung (act. 1).

C. Vernehmlassend schloss das AWA auf Abweisung der Beschwerde (act. 4). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden. Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide 
einer kantonalen Amtsstelle ist das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig 
(Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; 
SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden 
aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine 
kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug hat den angefochtenen 

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Einspracheentscheid gefällt, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Der 
Einspracheentscheid erging am 27. November 2019 und dagegen setzte sich die 
Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 9. Dezember 2019 – gleichentags der Post 
übergeben – zur Wehr. In Berücksichtigung von Art. 60 Abs. 1 ATSG gilt die Beschwerde 
als fristgerecht eingereicht. Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen 
Entscheid direkt betroffen und zum Einreichen einer Beschwerde legitimiert. Diese erfüllt 
schliesslich die wenigen formellen Anforderungen an eine Laienbeschwerde, weshalb sie 
zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG). Gemäss 
Art. 15 Abs. 1 AVIG ist eine arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der 
Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach 
nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, 
die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen 
Arbeitszeit einzusetzen (BGE 136 V 95 E. 5.1; Urteil BGer 8C_674/2014 vom 5. Mai 2015 
E. 2.1). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst 
graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungsfähig, 
insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit (im Umfang von mindestens 20 % eines 
Normalarbeitspensums; vgl. Art. 5 AVIV und BGE 120 V 385 E. 4c/aa) anzunehmen, oder 
nicht (BGE 136 V 95 E. 5.1).

2.2 Für die Frage der Vermittlungsfähigkeit sind die konkreten Aussichten auf eine 
Anstellung auf dem für die versicherte Person in Betracht fallenden allgemeinen 
Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung der zeitlichen Verfügbarkeit, aber auch der 
herrschenden konjunkturellen Verhältnisse sowie aller andern Umstände, entscheidend. 
Nach der Rechtsprechung begründet der Umstand, dass Versicherte sich im Hinblick auf 
anderweitige, namentlich familiäre Verpflichtungen, oder besondere persönliche Umstände 
lediglich während gewisser Tages- oder Wochenstunden erwerblich betätigen wollen oder 
Eltern betreuungspflichtiger Kinder eine Arbeit in Gegenschicht zum erwerbstätigen 
Ehegatten wünschen, allein noch keine Vermittlungsunfähigkeit. Diese Rechtsfolge tritt 
indes dann ein, wenn der versicherten Person bei der Auswahl des Arbeitsplatzes aus 

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familiären oder persönlichen Gründen nachweislich derart enge Grenzen gesetzt sind, 
dass das Finden einer passenden, eventuell zu jener des Ehegatten komplementären, 
Stelle sehr ungewiss ist (Urteil BGer 8C_367/2008 vom 26. November 2008 E. 2.2).

Die Vermittlungsfähigkeit darf nicht leichthin unter Verweis auf familiäre 
Betreuungsaufgaben verneint werden. Dies gilt namentlich dann, wenn eine Person vor 
Eintritt der Arbeitslosigkeit bereits den Tatbeweis erbracht hat, dass sie trotz 
Betreuungsaufgaben eine Beschäftigung auszuüben bereit und in der Lage war, und die 
bisherige Stelle aus nicht selbst zu verantwortenden Gründen aufgegeben werden musste. 
Fehlt es mit Blick auf eine erneut angestrebte Vollzeitstelle am Nachweis einer durchwegs 
gewährleisteten Kinderbetreuung, ist zu prüfen, ob die versicherte Person allenfalls bereit 
und in der Lage ist, im Umfang von mindestens 20 % einer Vollzeitbeschäftigung 
erwerbstätig zu sein. Bejahendenfalls begründet dies den Anspruch auf ALE in 
reduziertem Umfang (Urteil BGer 8C_553/2007 vom 3. Januar 2008 E. 2.2; vgl. auch 
AVIG-Praxis ALE, Stand Juli 2020, Rz. B225b).

2.3 Wie die versicherte Person (Mann oder Frau) die Betreuung ihrer Kinder regelt, ist 
ihr überlassen. Die Arbeitslosenversicherung hat, ausser bei offensichtlichem Missbrauch, 
nicht schon zum Zeitpunkt des Einreichens des Entschädigungsgesuches das 
Vorhandensein eines Kinderhüteplatzes zu prüfen. Erscheint hingegen im Verlaufe der 
Bezugsdauer der Wille oder die Möglichkeit, die Kinderbetreuung einer Drittperson 
anzuvertrauen, aufgrund von Äusserungen oder des Verhaltens der Versicherten wie 
ungenügende Arbeitsbemühungen, spezielle Anforderungen für die Annahme einer Stelle 
oder Ablehnung zumutbarer Arbeit zweifelhaft, ist die Vermittlungsfähigkeit im Hinblick auf 
die konkrete Möglichkeit einer Kinderbetreuung zu prüfen (Urteil BGer 8C_367/2008 vom 
26. November 2008 E. 4.2). Indizien für die Zweifelhaftigkeit sind namentlich ungenügende 
Arbeitsbemühungen, Aufgabe der vorangehenden Stelle wegen Betreuungspflichten, 
unhaltbare Anforderungen für die Annahme einer Stelle, Ablehnung zumutbarer Arbeit 
oder nicht erfüllbare Ansprüche an die Arbeitszeiten (AVIG-Praxis ALE Rz. B225a).

Eine rückwirkende Ablehnung der Vermittlungsfähigkeit wegen fehlendem Nachweis der 
gewährleisteten Kinderbetreuung kann maximal bis zu dem Zeitpunkt zurück erfolgen, bei 
dem erstmals ein einstellungsrelevantes Verhalten wegen mangelnder Kinderbetreuung 
vorlag (verunmöglichte Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen, Ablehnung 
zumutbarer Arbeit, ungenügende Arbeitsbemühungen usw.; AVIG-Praxis ALE Rz. B225c).

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3. Das AWA verneinte im angefochtenen Entscheid die Vermittlungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin ab 1. März 2019. Die Verwaltung erwog, die Versicherte habe sich 
per 21. November 2018 erneut zur Arbeitsvermittlung für eine Arbeitsstelle im Umfang von 
100 % angemeldet, nachdem ihr zweites Kind B.________ geboren worden sei. Es habe 
bereits für den Zeitraum ab 2. Januar bis 28. Februar 2019 die Vermittlungsfähigkeit 
verneint werden müssen, da die Teilnahme an einem PvB zufolge der intensiven 
Betreuung ihrer jüngeren Tochter nicht möglich gewesen sei (ASAL 2-act. 28 E. 6a). 
Strittig sei nun auch, ob die Versicherte ab dem 1. März 2019 vermittlungsfähig sei. 
Mangels einer für das AWA nachvollziehbaren und gesicherten Obhutsbetreuung beider 
Kinder, insbesondere von B.________, und trotz des Arbeitsvertrages vom 26. Februar 
2019 sei die Vermittlungsfähigkeit zu verneinen. Sie – die Beschwerdeführerin – habe 
erstmals am 17. Mai 2019 zusammen mit ihrer Einsprache einen unvollständigen und 
aufgrund ihrer persönlichen Situation nicht nachvollziehbaren Obhutsnachweis für die 
ältere Tochter F.________ mittels seco-Formular Nr. 716.113 beim AWA eingereicht. Die 
Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit im Rahmen von 100 % hätten damit nicht beseitigt 
werden können, da auf dem Formular der Obhutsnachweis der jüngeren Tochter 
B.________ gefehlt habe. Erst am 25. September 2019 sei diesbezüglich eine Bestätigung 
für deren Betreuung beim AWA eingegangen, nämlich dass auch B.________ in der Zeit 
vom 1. März bis 30. Juni 2019 wie ihre Schwester von G.________, wohnhaft in 
H.________, in Obhut genommen worden sei. Dieses Schreiben sei einige Zeit nach dem 
Gespräch zwischen dem Rechtsdienst des AWA und der Fachstelle Migration vom 
2. September 2019 erfolgt und widerspreche der Aussage dieser Behörde. Gemäss dieser 
gebe es für beide Kinder bis anhin keine fixe Betreuung. Die Kinder würden alternierend 
bei Freunden, Nachbarn und Bekannten untergebracht. Ebenfalls sei zu bemerken, dass 
die Versicherte ab dem 1. Juni 2019 keinen Einsatz mehr im Restaurant D.________ in 
E.________ gehabt habe. Eine Kinderbetreuung in der Stadt H.________ im Monat Juni 
2019 wäre auch unter diesem Aspekt weder nachvollziehbar noch aufgrund der damaligen 
Situation notwendig gewesen. Weiter sei nicht nachvollziehbar, dass ein 12-jähriges Kind, 
welches in I.________ täglich morgens und nachmittags zur Schule gehe, während des 
Tages in der Stadt H.________ betreut werden sollte. Zum einen hätte das Kind täglich 
mehrfach einen Pendelweg zwischen I.________ und H.________ gehabt und zum 
anderen habe sich das Kind in der entsprechenden Zeit von 8 Uhr bis 17 Uhr mutmasslich 
jeweils im Schulunterricht befunden. Weiter habe die Fachstelle Migration am 
2. September 2019 im Gespräch gegenüber dem AWA bestätigt, dass eine konkrete, fixe 
Kinderbetreuung für beide Kinder bis anhin nicht vorliegen würde, was den Schreiben und 
Obhutsbestätigungen inhaltlich widersprechen würde. Vielmehr sei aufgrund der 

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persönlichen Situation wahrscheinlich, dass es sich bei den vorgewiesenen, zeitlich sehr 
unkonkreten Bestätigungen um Schutzbehauptungen handle, um im Rahmen von 100 % 
als vermittlungsfähig zu gelten und Arbeitslosenentschädigung zu beziehen (ASAL 2-
act. 28 E. 11a). Hinsichtlich des Arbeitsverhältnisses ab 1. März 2019 im Restaurant 
D.________ sei festzustellen, dass der Arbeitgeber die Zweifel am bestehenden 
Arbeitsverhältnis aufgrund der vorgewiesenen Unterlagen und Erklärungen nicht habe 
auszuräumen vermocht. Vielmehr sei aufgrund von Unklarheiten (Fahrweg, 
Pausensituation zwischen 11.00 und 13.30 Uhr) und nicht nachvollziehbaren Punkten 
(Nachweis Bargeldauszahlung für die Monate März und Mai 2019, Differenzen 
Stundenrapporte und Zwischenverdienstformulare) auch hier zu vermuten, dass es sich 
um ein Scheinarbeitsverhältnis und seitens des Arbeitgebers um eine Gefälligkeit 
gehandelt habe, um die Möglichkeit zu bieten, der Zuweisung des RAV in das Programm 
der Halle 44 im Rahmen von 100 % zu entgehen. Anders liessen sich die bis heute 
vorliegenden Unklarheiten nicht erklären. Dass die Versicherte nach einer Möglichkeit 
gesucht habe, um ab dem 1. März 2019 an einem Programm im Rahmen von 100 % nicht 
teilnehmen zu müssen, deute wiederum darauf hin, dass die Kinderbetreuung nicht 
geregelt gewesen sei. Aufgrund der für das AWA ungesicherten Kinderbetreuung ab 
1. März 2019 und den Widersprüchen in den vorliegenden Unterlagen erscheine die in der 
angefochtenen Verfügung vom 11. April 2019 vorgenommene Einschätzung, nämlich die 
Ablehnung der Vermittlungsfähigkeit ab 1. März 2019, als rechtens (ASAL 2-act. 28 
E. 11b).

4. Der Einspracheentscheid ist ausführlich und sorgfältig begründet. Darauf wird 
verwiesen. Im Folgenden ist deshalb lediglich zu prüfen, ob die von der 
Beschwerdeführerin erhobenen Einwände zu einer vom AWA abweichenden Beurteilung 
führen. Soweit die Beschwerdeführerin keine Ausführungen zu einzelnen Punkten im 
Einspracheentscheid vorbringt und die diesbezüglichen Erwägungen des AWA mit den 
Akten vereinbar sind, hat es dabei sein Bewenden.

4.1
4.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, sie habe in der Bescheinigung über 
die Kinderbetreuung irrtümlicherweise ihre ältere Tochter F.________ eingetragen. Es 
betreffe jedoch B.________. B.________ sei bei ihrer Verwandten, G.________, während 
der Zeit, in welcher sie im Restaurant D.________ gearbeitet habe, betreut worden, was 
diese am 19. September 2019 bestätigt habe. Es sei für sie selbstverständlich gewesen, 
dass ihre schulpflichtige Tochter F.________ nicht in H.________ betreut worden sei. Sie 

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werde bei J.________ zu Mittag essen und bleibe dort, bis sie – die Beschwerdeführerin – 
von der Arbeit zurückkomme. Gemäss Bestätigung von J.________ vom 23. September 
2019 betreue diese ihre Tochter während der Arbeitszeit in der Halle 44 und auch 
weiterhin. Sie könne dies leisten, bis sie – die Versicherte – eine Kinderkrippe gefunden 
habe (act. 1 Ziff. 1 und 2).

4.1.2 Obschon die Beschwerdeführerin zwei Bestätigungen, namentlich jene von 
J.________ vom 23. September 2019 (Bf-act. 1) und von G.________ vom 19. September 
2019 (Bf-act. 2), einreichte, vermag sie damit die Zweifel an einer geregelten 
Kinderbetreuung nicht zu beseitigen.

Erstmals ging am 10. April 2019 ein Formular "Bescheinigung Kinderbetreuung" beim RAV 
ein (AVAM 2-act. 24). Darauf war allerdings nur der Name der jüngeren Tochter, 
B.________, aufgelistet, indessen keine Angaben zur Betreuung. Im später mit der 
Einsprache eingereichten Formular "Bescheinigung Kinderbetreuung" vom 17. Mai 2019 
(ASAL 2-act. 5b) ist ebenfalls nur ein Kind und insbesondere nur die ältere Tochter 
F.________ aufgeführt. Danach solle die Schwester der Beschwerdeführerin, 
G.________, die (ältere) Tochter von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr betreuen. Dies ist insofern 
unglaubwürdig, weil widersprüchlich, als die Beschwerdeführerin gemäss den 
Stundenabrechnungen (vgl. ASAL 2-act. 24c–24e) jeweils lediglich von 10.00 bis 11.00 
Uhr sowie von 14.30 bis 15.30 Uhr arbeitete. Weshalb die Betreuung bereits ab 8.00 Uhr 
begonnen, dann durchgehend bis um 17.00 Uhr gedauert haben soll, ist nicht 
nachvollziehbar. Daran vermag auch die im September 2019 eingereichte Bestätigung der 
Schwester vom 19. September 2019 nichts zu ändern (ASAL 2-act. 20b). Wie das AWA 
zutreffend bemerkt, sind die Angaben darin sehr vage. Es fällt auch auf, dass laut 
Erklärung eine Betreuung bis zum 30. Juni 2019 stattgefunden habe, obschon die 
Versicherte im Juni 2019 keinerlei Einsätze mehr hatte. Jedenfalls wurden vom 
ehemaligen Arbeitgeber weder eine Lohnabrechnung noch eine Stundenabrechnung für 
den Monat Juni 2019 eingereicht. Zudem bleibt unklar, wie das AWA zu Recht moniert, 
wie die ältere Tochter F.________ in dieser Zeit betreut wurde. Offensichtlich jedenfalls 
nicht durch die Schwester der Beschwerdeführerin. 

Ebenfalls lässt die Bestätigung von J.________ vom 23. September 2019 (ASAL 2-
act. 20a) Fragen offen. Darin wird bestätigt, dass als Freundschaftsdienst die Kinder 
B.________ und F.________ während der Arbeitszeit der Beschwerdeführerin in der 
Halle 44 ab 8. Juli 2019 bis auf weiteres betreut würden. Allerdings bezeugt sie nicht, auf 

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die ältere Tochter auch vor dem 8. Juli 2019 geschaut zu haben. Es bleibt somit nach wie 
vor unklar, wie F.________ während der Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Restaurant 
D.________ betreut wurde. Wie die Verwaltung sodann weiter korrekt anmerkt, ist die 
Betreuung der beiden Kinder auch nach dem PvB in der Halle 44 wichtig, da die 
Beschwerdeführerin sich zur Vermittlung für 100 %-Stellen angemeldet hat. 
Diesbezügliche Bestätigungen fehlen gänzlich. Diese Widersprüche und Lücken vermag 
die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar aufzulösen bzw. zu erklären. 

Auch der Umstand, dass die beiden Bestätigungen erst im September 2019 unterzeichnet 
eingeschickt wurden, obschon die Versicherte erstmals im April 2019 dazu aufgefordert 
wurde, mithin also erst deutlich im Nachhinein eine Bescheinigung vorliegt, spricht nicht 
für deren Authentizität. Es ist diesbezüglich weder ersichtlich noch überhaupt dargetan, 
weshalb dieser Nachweis nicht schon echtzeitlich hat beigebracht werden können. Hinzu 
kommt – und dies ist entscheidend –, dass die Angaben zur Betreuung, welche zudem 
von Personen aus dem familiären Umkreis stammen, in deutlichem Widerspruch zu den 
Auskünften des Amtes für Migration stehen. Laut letzteren würden beide Kinder 
alternierend bei Freunden, Nachbarn und Bekannten untergebracht werden, je nachdem, 
wer die Kinder gerade aufnehmen könne. Eine fixe Obhut gebe es zurzeit tatsächlich nicht 
(Telefonnotiz vom 2. September 2019 [ASAL 2-act. 17]). Es sind keine Gründe erkennbar, 
an den Angaben dieser Behörde zu zweifeln. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie die 
tatsächlichen Verhältnisse widerspiegeln und eine geregelte Obhutsbetreuung beider 
Kinder nach wie vor nicht gewährleistet ist, was der Vermittlungsfähigkeit abträglich ist. Es 
ist somit nicht zu beanstanden, wenn das AWA gestützt auf die Auskunft des Amtes für 
Migration nach wie vor die Vermittlungsfähigkeit verneint, da unauflösliche Zweifel an der 
Betreuung der beiden Kinder bestehen.

4.2
4.2.1 Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe die 
Arbeitsbemühungen gemacht und sie habe die verordneten Arbeitsbeschäftigungen zu 
100 % geleistet (act. 1 Ziff. 3). 

4.2.2 Diesbezüglich weist das AWA zutreffend darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 
seit ihrer Anmeldung im November 2018 mehrfach aufgrund ungenügender 
Arbeitsbemühungen hat sanktioniert werden müssen (vgl. AVAM 2-act. 11, 36, 66 und 76). 
Von einem einwandfreien Verhalten kann angesichts dessen nicht mehr gesprochen 
werden. Jedenfalls kann die Versicherte hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten.

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4.2.3 Es mag zudem zwar zutreffen, dass die Beschwerdeführerin am PvB in der 
Halle 44 vom 8. Juli bis 11. Oktober 2019 teilgenommen hat. Doch war auch ihr dortiges 
Verhalten alles andere als tadellos. Den Bemerkungen zu den Absenzen im Monat Juli 
2019 (AVAM 2-act. 53a) ist zu entnehmen, dass die ältere Tochter die Beschwerdeführerin 
am 16. Juli 2019 unter Hinweis auf Kopfschmerzen abgemeldet hat. Tags darauf ist sie, 
ohne sich zu melden, nicht erschienen. Am 30. Juli 2019 teilte der Ehemann mit, die 
Versicherte sei beim Arzt. Weitere in Aussicht gestellte Informationen unterblieben. Am 
Folgetag ist sie nicht im Atelier erschienen. Auch im August gab es Anlass für 
Bemerkungen (AVAM 2-act. 53b). Am 5. August 2019 erklärte sie, sie habe einen 
Arzttermin, da die Tochter krank sei. Aufgrund der Betreuung des Kindes fehlte sie drei 
Tage. Am 8. August 2019 hat die Versicherte angerufen und mitgeteilt, die Tochter sei 
immer noch krank. Tags darauf erschien sie mit fünfminütiger Verspätung. Mit Datum vom 
12. August 2019 wurde vermerkt, dass sie fünf Minuten zu spät eingetroffen und am Tisch 
eingeschlafen ist. Auch am nächsten Tag erschien sie mit einer Verspätung von fünf 
Minuten und am 13. August 2019 gar mit zehn Minuten, weshalb eine mündliche 
Verwarnung ausgesprochen wurde. Am 27. August 2019 meldete sie sich krank ab. Die 
nächsten beiden Tage erschien sie nicht. Erst am 30. August 2019 kam sie nach einem 
Termin im Kantonsspital in die Halle 44. Im September 2019 zeigte sich ein ähnliches Bild 
(AVAM 2-act. 53c). Der Ehemann meldete am 3. September 2019 die Beschwerdeführerin 
ab, weil die Kinder krank seien und nicht gut geschlafen hätten. Sowohl am 5. wie auch 
am 6. September 2019 kam die Versicherte nicht ins PvB. Vom 10. bis 12. September 
2019 besuchte sie lediglich den Deutschkurs, ins Atelier kam sie nicht, weil ein Kind krank 
war. Am 16. September 2019 erschien sie wiederum verspätet erst um 8.25 Uhr. 

Aus dem Zwischengespräch vom 27. September 2019 erhellt überdies, dass sobald die 
Leitung nicht mehr vor Ort gewesen sei, die Versicherte an ihrem Mobiltelefon gewesen 
sei und mit ihren Landsleuten geredet habe. Sie habe sich auch nicht durchwegs an die 
Regeln und Abläufe gehalten. Arbeiten habe sie nur auf Geheiss erledigt. Sie sei zudem 
unpünktlich gewesen. Kritik und die Konfrontation mit ihrem Fehlverhalten habe sie nicht 
akzeptieren können. Sie habe schnell angefangen zu weinen und in ihrer Muttersprache 
zu schimpfen. Sie sei auch wütend geworden. Im Rahmen des Austrittsgesprächs hielt der 
Arbeitsagoge fest, die Zusammenarbeit sei anspruchsvoll gewesen, da die 
Beschwerdeführerin in ihrer Befindlichkeit sensibel reagiert und Kritik oder ein Gespräch 
kaum ertragen habe, ohne am Ende zu weinen. Sie habe sich unselbständig und hilflos 
gezeigt. Sie habe auch Mühe gehabt, pünktlich zu erscheinen. Sie sei oft mit privaten 

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Dingen beschäftigt gewesen und habe sich kaum richtig auf das Programm und dessen 
Unterstützung einlassen können. Es seien viele Absenzen aufgetreten. Momentan sei es 
schwierig für sie 100 % zu arbeiten, da sie öfters wegen Kinderbetreuung oder Krankheit 
nicht präsent gewesen sei. Es sei kaum vorstellbar, unter diesen Umständen eine Stelle 
zu finden bzw. zu halten (AVAM 2-act. 60b). 

4.2.4 Das gezeigte Verhalten während des PvB in der Halle 44 wie auch die zahlreichen 
Sanktionen zufolge ungenügender Arbeitsbemühungen bestärken die Zweifel an der 
Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin. 

4.3 Unbehelflich ist sodann der Einwand, es habe aufgrund ihrer mangelnden 
Sprachkenntnisse gewisse Missverständnisse gegeben. Hieraus kann sie nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Sollte sie die an sie adressierten Schreiben und Formulare nicht 
verstanden haben, hätte es ihr oblegen, entsprechende Hilfe – etwa bei sozialen 
Einrichtungen etc. – zu suchen. 

4.4 Nach dem Gesagten hat das AWA die Vermittlungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin zu Recht auch ab dem 1. März 2019 verneint. Dies ist nicht zu 
beanstanden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demnach als unbegründet 
und ist abzuweisen.

5. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos und eine Parteientschädigung 
ist bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

12

Urteil S 2019 167

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern.

Zug, 30. Juli 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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