# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 373ff252-8dbd-5382-a802-7b81fee80377
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2014 100 2012 454
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-454_2014-08-07.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 14.03.2015  abgewiesen 
(2C_818/2014). 

100.2012.454U
BUR/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. August 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterinnen Herzog und Steinmann 
Gerichtsschreiberin Kummler

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
13. November 2012; BD 189/11)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der kosovarische Staatsangehörige A.________ wurde am … 1981 während eines 
Ferienaufenthalts seiner in der Schweiz wohnhaften Eltern in Kosovo geboren und 
wuchs anschliessend im Kanton Luzern auf. Nach verschiedenen Aufenthalten in 
Jugendheimen infolge Straffälligkeit und einer anderthalbjährigen Freiheitsstrafe wurde 
ihm die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert; im Jahr 1997 begab er sich 
zusammen mit seinem Vater nach Albanien bzw. Kosovo. Am 18. August 1998 reiste 
er illegal wieder in die Schweiz ein, ersuchte hier erfolglos um Asyl und wurde 
schliesslich nach Belgrad ausgeschafft. Am 19. Juli 2001 heiratete er in Kosovo die 
Schweizer Bürgerin B.________. Hierauf reiste er am 9. Mai 2003 erneut in die 
Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung. Am 
6. November 2006 wurde der gemeinsame Haushalt aufgelöst und die kinderlos 
gebliebene Ehe am 28. Mai 2009 geschieden. Nachdem A.________ bereits früher 
mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten war, wurde er am 17. Februar 2009 
wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, gewerbs- und banden-
mässigen Diebstahls, Sachbeschädigung sowie Strassenverkehrsdelikten zu einer 
Freiheitsstrafe von 23 Monaten und einer dem Strafvollzug vorausgehenden 
stationären Behandlung für Drogenabhängige verurteilt. Kurz vor der vorzeitigen 
Entlassung aus dem Massnahmenvollzug (15.6.2011) verweigerte das Amt für 
Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), am 
31. Mai 2011 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und ordnete die 
Wegweisung von A.________ auf den Zeitpunkt der Beendigung der «strafrechtlichen 
Massnahme» an. 

B.

Hiergegen erhob A.________ am 30. Juni 2011 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Nachdem er wegen Diebstahls am 
30. Oktober 2012 erneut in Untersuchungshaft versetzt worden war, wies die POM das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 13. November 2012 ab und setzte eine Ausreisefrist 
auf den 28. Dezember 2012 an. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 3

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 13. Dezember 2012 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den Rechtsbegehren, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und ihm sei die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. 
Gleichzeitig hat er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt gestellt. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Januar 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie keinen Antrag 
gestellt. 

D. 

Am 27. Juni 2013, 12. Juli 2013 und 24. Juli 2013 reichte der MIDI weitere Unterlagen 
zu den Akten. Daraus ist ersichtlich, dass gegen A.________, der im Februar 2013 aus 
der Untersuchungshaft entlassen worden war, am 5. bzw. 19. Juli 2013 Strafanzeige 
wegen Konsums von Betäubungsmitteln, Einbruchdiebstahls und Sachbeschädigung 
erhoben worden ist. Am 29. Juli 2013 teilte A.________ mit, dass er sich im Unter-
suchungsgefängnis … befinde.  

Der Instruktionsrichter hat verschiedene Unterlagen aus dem Dossier der Abteilung 
Straf- und Massnahmenvollzug (ASMV) des Amtes für Freiheitsentzug und Betreuung 
des Kantons Bern zu den Akten erkannt. Am 5. bzw. 6. September 2013 haben die 
Verfahrensbeteiligten Stellung genommen. 

Am 25. Juni 2013 hiess die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern das Gesuch von 
A.________ um (erneuten) vorzeitigen Massnahmenvollzug gut, worauf dieser am 
23. Oktober 2013 eine stationäre Suchtbehandlung bei der Stiftung C.________, 
Familienplätze, begann. Auf Ersuchen des Instruktionsrichters hat die ASMV am 
6. Februar 2014 einen Bericht über den Verlauf der Massnahme erstattet. 

Am 10. Februar 2014 hat der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege bewilligt und A.________ für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
seinen Rechtsvertreter als amtlichen Anwalt beigeordnet. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 4

Gemäss Mitteilung vom 17. März 2014 wurde die Therapie im Rahmen der 
Familienplätze abgebrochen. Am 23. Juni 2014 hat A.________ informiert, er könne 
die stationäre Suchttherapie in der Institution D.________ der Stiftung C.________ 
fortsetzen.

Erwägungen:

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

Im Streit liegt die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers. Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

2.1 Der Beschwerdeführer, kosovarischer Staatsbürger, wurde am … 1981 
während eines Ferienaufenthalts seiner in der Schweiz wohnhaft gewesenen Eltern in 
Kosovo geboren. Er wuchs im Kanton Luzern auf, wo er während sechs Jahren die 
Primar- und während zweier Jahre die Realschule besuchte; in der achten Klasse 
wurde er wegen gewalttätigen Verhaltens gegenüber Mitschülern von der Schule 
gewiesen (vgl. Vorakten MIP, pag. 183 f., 294, 590 und 608, auch zum Folgenden). In 
der Folge hielt er sich in verschiedenen Jugendheimen auf, aus denen er wiederholt 
ausbrach und schliesslich ausgeschlossen wurde. Sodann verbüsste er eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 5

anderthalbjährige Freiheitsstrafe. Nachdem ihm die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr 
verlängert worden war (vgl. Vorakten MIP, pag. 17), reiste er im Jahr 1997 zusammen 
mit seinem Vater nach Albanien aus (Vorakten MIP, pag. 183, 589 f., 607 f., auch zum 
Folgenden; vgl. auch pag. 52). Wegen des Bürgerkriegs flüchtete er nach Kosovo. Am 
18. August 1998 reiste er illegal wieder in die Schweiz ein, stellte hier erfolglos ein 
Asylgesuch (Vorakten MIP, pag. 1) und wurde schliesslich nach Belgrad ausgeschafft 
(vgl. auch Vorakten MIP, pag. 4 ff.). Nach eigener Darstellung ist er später erneut in die 
Schweiz zurückgekehrt und hat hier eine 5-monatige Aufenthaltsbewilligung erhalten; 
nachdem es die Lage in Kosovo erlaubt habe, sei er im Jahr 1999 freiwillig in sein 
Heimatland zurückgegangen und habe dort als Übersetzer gearbeitet (Vorakten MIP, 
pag. 606 und 623). Am 19. Juli 2001 heiratete er in Kosovo die Schweizer Bürgerin 
B.________ (Vorakten MIP, pag. 583). Hierauf reiste er am 9. Mai 2003 wieder in die 
Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung (Vorakten 
MIP, pag. 93). Am 6. November 2006 wurde der gemeinsame Haushalt der Eheleute 
aufgehoben. Die kinderlose Ehe wurde am 28. Mai 2009 geschieden (Vorakten MIP, 
pag. 338, 582 ff.). Heute ist der Beschwerdeführer mit E.________ verlobt, mit welcher 
er seit Sommer 2009 eine Beziehung führt (Beschwerdebeilage [BB] 12; Vorakten MIP, 
pag. 581). Seine Aufenthaltsbewilligung wurde letztmals bis Mai 2009 verlängert (vgl. 
Vorakten MIP, pag. 245). 

2.2 Der Beschwerdeführer war nach seiner Rückkehr in die Schweiz im Jahr 2003 
zunächst als ... tätig (vgl. Vorakten MIP, pag. 606). Ab 2005 war er für längere Zeit 
arbeitslos und bezog von der Einwohnergemeinde (EG) … Sozialhilfe (Vorakten MIP, 
pag. 183, 338); per Februar 2009 beliefen sich die Leistungen auf insgesamt 
Fr. 90'260.-- (vgl. Vorakten MIP, pag. 252). Im Jahr 2008 absolvierte er im … Bern 
(Stiftung C.________) ein 2-monatiges Praktikum als ... (vgl. Vorakten MIP, pag. 298); 
ab Mai 2011 hatte er mit Unterbrüchen verschiedene Temporäranstellungen (vgl. 
Vorakten MIP, pag. 539, 620; auch zum Folgenden: Vorakten POM, pag. 64). Seit Mai 
2012 ist er wiederum arbeitslos (vgl. Vorakten POM, pag. 60 f.; vgl. auch 
Abschlussbericht Abteilung Bewährungshilfe und alternativer Strafvollzug [ABaS] vom 
4.7.2013 [act. 18A5], S. 2, auch zum Folgenden); nachdem er zunächst von seiner 
Freundin finanziell unterstützt worden war, bezieht er seit Oktober 2012 wirtschaftliche 
Hilfe der Stadt Bern (vgl. auch act. 6A; Vorakten POM, pag. 74). Am 11. Dezember 
2012 war der Beschwerdeführer im Betreibungsregister mit Betreibungen in der Höhe 
von rund Fr. 26'000.-- und Verlustscheinen für Fr. 13'000.-- verzeichnet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 6

2.3 Der Beschwerdeführer beging schon als Jugendlicher schwere Straftaten; 
aktenkundig sind Körperverletzungen und Tätlichkeiten, Sachbeschädigungen, 
Diebstähle, Bombendrohungen, eine versuchte Nötigung, Hausfriedensbrüche, 
Strassenverkehrsdelikte und der Konsum von Betäubungsmitteln (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 16 ff.; vgl. auch E. 2.1 hiervor). Auch als Erwachsener ist er in der Schweiz 
wiederholt straffällig geworden: Gemäss Strafregisterauszug vom 1. Dezember 2009 
(Vorakten MIP, pag. 247 ff.) erging am 5. Juli 2003 eine Verurteilung wegen einfacher 
Körperverletzung und Raufhandel, begangen während seines vorübergehenden Auf-
enthalts in der Schweiz im Jahr 1999, zu einer bedingten 20-tägigen Freiheitsstrafe. In 
den Jahren 2004 bis 2007 folgten vier Verurteilungen zu Gefängnisstrafen von 30 und 
5 Tagen, gemeinnütziger Arbeit von 480 Stunden – ein Teil dieser Sanktion wurde 
später in 91 Tage Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt (vgl. Vorakten MIP, pag. 580) – 
sowie Bussen von Fr. 400.-- und Fr. 600.-- (vgl. die Urteile vom 9.7.2004, 17.8.2005, 
10.8.2006 und 7.9.2007). Die Verurteilungen betrafen insgesamt 13 Delikte aus den 
Jahren 2003, 2005 und 2006 (Verabreichen gesundheitsgefährdender Stoffe an 
Kinder, Verstösse gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die 
Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe [Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 
812.121], Fälschung von Ausweisen, Strassenverkehrsdelikte, Sachbeschädigung, 
Diebstahl und Hausfriedensbruch). Am 17. Februar 2009 verurteilte ihn das Kreis-
gericht IV des damaligen Gerichtskreises Aarwangen-Wangen wegen Wider-
handlungen gegen das BetmG, mehrfach und teilweise mengenmässig qualifiziert 
begangen durch Erwerb zum Eigenkonsum sowie durch Erwerb, Verkauf und Abgabe 
von Heroin (begangen zwischen Januar und März 2007 bzw. Januar 2007 und 
20.1.2009), gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls (begangen am 13./22.8.2007 
und 9./17./19./29.9.2007), geringfügigen Diebstahls (begangen am 20./21.9.2007), 
Sachbeschädigung (begangen am 13./22.8.2007 und 9./19./29.9.2007), Führens eines 
Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand und der einfachen 
Verkehrsregelverletzung (begangen am 13.12.2008) sowie des untauglichen Versuchs 
der Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (begangen am 13.12.2008) zu 
einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten und einer Busse von Fr. 500.--. Gleichzeitig 
wurde eine dem Vollzug der Strafe vorausgehende stationäre Behandlung für 
Drogenabhängige gemäss Art. 60 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 
311.0) angeordnet (Vorakten MIP, pag. 229 ff.). Noch im gleichen Jahr folgten zwei 
weitere Verurteilungen wegen Strassenverkehrsdelikten, Übertretung des BetmG, 
mehrfachen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs (begangen im 
Dezember 2008/Januar 2009) zu einer Freiheitsstrafe von 115 Tagen sowie einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 7

Geldstrafe von acht Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 800.--, welche 
später in insgesamt 16 Tage Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt wurden (vgl. Urteile 
vom 25.3.2009 und 10.9.2009; Vorakten MIP, pag. 579). Am 29. Dezember 2010 
wurde der Beschwerdeführer wegen Widerhandlungen gegen das BetmG zu einer 20-
tägigen Freiheitsstrafe, am 13. September 2011 wegen Pornographie und 
Gewaltdarstellungen (begangen im Juli 2010) zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen 
zu Fr. 30.-- (diese wurde später in eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen 
umgewandelt) und am 2. Dezember 2011 wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, 
Fahrens ohne Führerausweis und Übertretung des BetmG (begangen von September 
bis November 2011) zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu Fr. 100.-- verurteilt 
(vgl. Austritt Stammblatt vom 8.1.2014 [act. 25A]; Zwischenbericht ABaS vom 2.8.2012 
[BB 15]; vgl. auch Vorakten MIP, pag. 629 f.). Aktenkundig sind zudem neue Strafver-
fahren, insbesondere wegen erneuten Konsums von Heroin und Kokain, mehrfachen 
(Einbruch-)Diebstahls und Sachbeschädigung (vgl. Anzeigerapporte der Polizei vom 
5.7. und 19.7.2013 [act. 11 und 14A]; Ermittlungsrapport vom 12.4.2013 [act. 18A4]; 
vgl. auch vorne Bst. D). 

2.4 Der Beschwerdeführer hat nach eigener Darstellung während des Krieges in 
seiner Heimat Folter und die Tötung naher Familienangehöriger miterlebt; ausserdem 
hat er offenbar auch selber getötet (vgl. etwa Beschwerde, S. 3 f., und 7; BB 7). Er 
unterzog sich im November 2006 am Ambulatorium für Kriegsopfer des 
Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Bern einer psychotherapeutischen 
Behandlung, welche bis 2011 weitergeführt wurde (vgl. Vorakten MIP, pag. 590, 
Bericht ... vom 12.12.2013 [bei act. 33A], S. 3). Nach seinen Angaben wurde er in den 
letzten sechs Monaten vor seiner Verhaftung im Oktober 2007 (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 571) heroinabhängig (vgl. Vorakten MIP, pag. 606). Mit psychiatrischem 
Gutachten von Dr. phil. ..., dipl. klin. Psychologe, vom 9. Januar 2008 (Vorakten MIP, 
pag. 591 ff.; nachfolgend Gutachten 9.1.2008) wurde ihm ein «Abhängigkeitssyndrom, 
Typ Heroin und (gelegentlich, seltener) Kokain, gegenwärtig abstinent, aber (weil) in 
beschützender Umgebung (UH [Untersuchungshaft])», sowie eine «posttraumatische 
Belastungsstörung nach Jugendheimaufenthalten, mehreren Ausweisungen, 
Gefängnisaufenthalten, Folter, Kriegswirren, akuter Lebensgefahr, Flucht usw.» 
attestiert (S. 8). Gestützt auf diese Einschätzung wurde er per 16. April 2008 in die 
Gemeinschaft … der Stiftung C.________ in ... zum vorzeitigen Vollzug der am 
17. Februar 2009 angeordneten stationären Massnahme für Drogenabhängige 
eingewiesen (vgl. Vorakten MIP, pag. 312 ff.; E. 2.3 hiervor). Aufgrund mehrerer Rück-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 8

fälle bzw. massiver Regelverstösse wurde die Massnahme nach Erteilen eines 
Ultimatums im Dezember 2008 abgebrochen und am 13. März 2009 im 
Massnahmenzentrum … in … wiederaufgenommen (vgl. Vorakten MIP, pag. 295 ff., 
315, 317 ff., 579 auch zum Folgenden). Infolge erneuten Konsums von 
Betäubungsmitteln sowie wegen Verdachts auf Handel mit weichen und harten Drogen 
innerhalb der Institution wurde die Massnahme im Sommer 2009 auch in dieser 
Einrichtung vorzeitig beendet (vgl. Vorakten MIP, pag. 301 ff.); am 26. Oktober 2009 
wurde sie in der ... in ... fortgesetzt (vgl. Vorakten MIP, pag. 327 ff.). Gestützt auf eine 
insgesamt positiv beurteilte Entwicklung im letzten Jahr wurde der Beschwerdeführer 
am 15. Juni 2011 bei einer Probezeit von zwei Jahren unter Anordnung einer 
Bewährungshilfe bedingt aus dem Massnahmenvollzug entlassen (vgl. Verfügung 
ASMV vom 3.6.2011 [Vorakten MIP, pag. 576 ff.]). Während laufender Probefrist kon-
sumierte er spätestens im Herbst 2012 erneut Drogen (vgl. Abschlussbericht ABaS 
vom 4.7.2013 [act. 18A5], S. 2; psychiatrisches Gutachten des Forensisch-
Psychiatrischen Dienstes [FPD] der Universität Bern vom 31.5.2013 [act. 18A1; 
nachfolgend Gutachten 31.5.2013], S. 4 und 30; Bericht ... vom 12.12.2013 [bei act. 
33A], S. 3; Austritt Stammblatt vom 8.1.2014 [act. 25A]) und es wurden gegen ihn neue 
Strafverfahren eröffnet (vgl. E. 2.3 hiervor). Das von der Staatsanwaltschaft eingeholte 
Gutachten vom 31.5.2013 bestätigt eine Heroinabhängigkeit ICD-10 F11.25, Kokain-
abhängigkeit ICD-10 F14.25, dissoziale Persönlichkeit ICD-10 F60.2 und leichte 
posttraumatische Persönlichkeitsveränderung ICD-10 F62.0 (S. 37). Am 23. Oktober 
2013 wurde der Beschwerdeführer hierauf zum vorzeitigen Vollzug einer weiteren 
stationären Massnahme für Drogenabhängige in die Stiftung C.________, 
Familienplätze, in ... eingewiesen (vgl. act. 22A). Er unterzog sich in diesem Rahmen 
einem Substitutionsprogramm mit Subutex und nahm in der Suchtfachklinik ... eine 
ambulante psychotherapeutische Behandlung auf (vgl. Zeugnis von Dr. med. ..., 
Allgemeinmedizin FMH, vom 13.2.2014; Bestätigung Suchtfachklinik ... vom 26.2.2014 
[je bei act. 33A]). Anlässlich dieser jüngsten Massnahme wurde im Januar 2014 
aufgrund massiver Verfehlungen, erneuten Konsums von Heroin sowie auffälligen 
Verhaltens des Beschwerdeführers ein dreiwöchiges Time-Out von der Gastfamilie im 
Regionalgefängnis Bern durchgeführt (vgl. Bericht ASMV vom 6.2.2014 [act. 28]. 
Zwischenberichte C.________ vom 7.1.2014 und 28.1.2014 [bei act. 28A]). Daraufhin 
wurde die Therapie abgebrochen (act. 33). Seit dem 24. Juni 2014 wird die Therapie 
laut Angaben des Beschwerdeführers in der Institution D.________ der Stiftung 
C.________ fortgesetzt (act. 35). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 9

3.

3.1 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz im Jahr 2003 
gestützt auf die Ehe mit einer Schweizerin gestattet. Der gemeinsame Haushalt der 
Eheleute wurde im November 2006 aufgelöst und die Ehe im Mai 2009 geschieden. Mit 
seiner heutigen Freundin E.________ ist der Beschwerdeführer nicht verheiratet (vorne 
E. 2.1). Ein Anspruch gestützt auf Art. 42 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG; SR 142.20) 
scheidet demnach aus. Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht der Anspruch auf Erteilung 
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach gescheiterter Ehe indessen 
verselbständigt weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat 
und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Bst. a) oder wichtige persönliche Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Bst. b). Der Beschwer-
deführer macht mit Bezug auf seine Gesundheit (insb. seine Drogenabhängigkeit) 
wichtige persönliche Gründe im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG geltend; ausserdem 
beruft er sich aufgrund der Beziehung zu seiner Freundin auf Art. 8 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. den deckungsgleichen Art. 13 
Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101). 

3.2 Die POM verneinte einen Anspruch gestützt auf Art. 50 AuG, da die Ehe des 
Beschwerdeführers bereits im Jahr 2006 definitiv gescheitert und ein allfälliger 
nachehelicher Anspruch vor Inkrafttreten des AuG untergegangen sei (angefochtener 
Entscheid, E. 3b). Der Beschwerdeführer bestreitet dies nicht. – Das AuG ist am 
1. Januar 2008 in Kraft getreten. Das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über 
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; BS 1 121, in Kraft bis 31.12.2007) 
kannte keinen nachehelichen Anspruch auf Verbleib in der Schweiz im Sinn von Art. 50 
AuG. Gemäss Art. 7 ANAG bestand unter Vorbehalt rechtsmissbräuchlicher Berufung 
auf eine inhaltsleere, nur noch formell bestehende Ehe ein Anspruch des 
ausländischen Ehegatten oder der ausländischen Ehegattin auf Verlängerung der 
Bewilligung gestützt auf die Ehe, unabhängig davon, ob die Ehegatten (noch) 
zusammenlebten oder getrennt waren (vgl. BGE 119 Ib 417 E. 2d, 121 II 97 E. 4). Dem 
Beschwerdeführer wurde die Aufenthaltsbewilligung ursprünglich zwecks Verbleibs bei 
der Ehefrau erteilt. Im Jahr 2007, also vor Inkrafttreten des AuG, wurde ihm die Bewilli-
gung verlängert, wobei fraglich ist, ob diese Verlängerung gestützt auf Art. 7 ANAG 
erfolgte, der Beschwerdeführer also am 1. Januar 2008 über eine auf der Ehe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 10

beruhenden Bewilligung verfügte (vgl. BGer 2C_613/2013 vom 1.2.2014, E. 1.1). Aus 
den Akten geht auch nicht hervor, ob die Bewilligung im Jahr 2008 (vgl. vorne E. 2.1; 
Vorakten MIP, pag. 191, 189) aufgrund der noch formell bestehenden Ehe (die 
Scheidung erfolgte erst Ende Mai 2009) verlängert wurde oder ob die 
Ausländerbehörde einen nachehelichen Anspruch im Sinn von Art. 50 AuG bejahte. Ob 
dem Beschwerdeführer tatsächlich kein Anspruch nach Art. 50 AuG (mehr) zukommt, 
erscheint bei dieser Sachlage unklar. Wie es sich damit verhält, kann mit Blick auf die 
nachfolgenden Ausführungen offenbleiben. 

3.3 Die POM hat erwogen, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund der 
Beziehung zu seiner Freundin und angesichts der Tatsache, dass er seine gesamte 
Kindheit in der Schweiz verbracht hat, allenfalls auf die konventions- und 
verfassungsmässigen Garantien auf Achtung des Privatlebens berufen kann. Ob die 
einzelnen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung erfüllt 
wären, hat sie jedoch offengelassen, da die Entfernungsmassnahme im Licht von Art. 8 
Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt sei (angefochtener Entscheid, E. 3c-d). Der 
Beschwerdeführer setzt sich mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen nur 
am Rand auseinander (vgl. Beschwerde, S. 12). Auch für das Verwaltungsgericht ist 
fraglich, ob der Beschwerdeführer die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt (vgl. 
hinten E. 6.4.7). Mit Blick auf die folgenden Erwägungen kann auch diese Frage 
offenbleiben. 

3.4 Ein allfälliger Anspruch nach Art. 50 AuG erlöscht unter anderem dann, wenn 
Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (vgl. Art. 51 Abs. 2 Bst. b AuG). Auch ein 
Eingriff in das verfassungs- und konventionsrechtlich geschützte Privat- und 
Familienleben durch Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
aus der Schweiz ist statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen und in einer 
demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, 
für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Ver-
hütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz 
der Rechte und Freiheiten anderer. Ein ausländerrechtlicher Widerrufsgrund und damit 
ein – unter Vorbehalt der Prüfung der Verhältnismässigkeit (vgl. E. 4 ff. hiernach) – 
gerechtfertigter Eingriff in den Anspruch nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV liegt 
insbesondere dann vor, wenn eine ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe (vgl. Art. 62 Bst. b AuG), d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, 
verurteilt worden ist, wobei mehrere Strafen nicht kumuliert werden dürfen und keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 11

Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 
139 I 31 E. 2.1, 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). – Der Beschwerdeführer wurde am 
17. Februar 2009 zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt (vgl. vorne E. 2.3). 
Damit hat er den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe gesetzt. Ob er mit 
seinen vielen Straftaten auch den Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. c AuG erfüllt, 
kann damit offenbleiben. 

4.

Er rügt allerdings die Unverhältnismässigkeit der Entfernungsmassnahme. Ergibt sich, 
dass der angefochtene Entscheid insoweit der Rechtskontrolle standhält, ist die 
Beschwerde abzuweisen, ohne dass geprüft werden müsste, ob einer der behaupteten 
Anspruchstatbestände (Art. 50 AuG, Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) erfüllt ist, da 
entsprechende Ansprüche diesfalls ohnehin erlöschen würden.

Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegweisung ist auch bei 
Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn sie aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen 
Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung gegen die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren 
Verbleib in der Schweiz abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, 
das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die 
Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. der Grad der Integration 
sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen Angehörigen 
drohenden Nachteile (BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 
S. 289 E. 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer 
Beziehungen bzw. das Privatleben im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 
BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK 
und Art. 36 BV (vgl. etwa BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 31 E. 2.3.3, 16 E. 2.2.2, je mit 
Hinweisen auf die EGMR-Praxis, 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1; BVR 2013 S. 543 
E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 5.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 12

5.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Folgendes festzuhalten: 

5.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 24 
Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus 
fremdenpolizeilicher Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr 
als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die 
schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4 
zur vorliegend wegen der nicht mehr kurzen Aufenthaltsdauer zwar nicht anwendbaren 
«Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens sind die Erwägungen 
dennoch massgeblich).

5.2 Die Vorinstanz ist gestützt auf das Strafmass von 23 Monaten, die 
entsprechenden Tatumstände sowie aufgrund des übrigen deliktischen Verhaltens des 
Beschwerdeführers von einem schweren Verschulden ausgegangen (angefochtener 
Entscheid, E. 4a). 

5.2.1 Der Beschwerdeführer hat während seiner Aufenthalte in der Schweiz 
wiederholt gegen die Rechtsordnung verstossen. Am 17. Februar 2009 wurde er unter 
anderem wegen mehrfach und teilweise qualifiziert begangener Widerhandlungen 
gegen das BetmG, gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls sowie 
Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt (vorne E. 2.3). 
Wie die POM zutreffend erwogen hat, hat der Beschwerdeführer bereits hiermit ein 
schweres Verschulden auf sich geladen. Das verhängte Strafmass liegt nur knapp 
unter der Grenze von 24 Monaten, ab welcher nach der Reneja-Praxis von einem sehr 
schwerwiegenden Verstoss gegen die Rechtsordnung auszugehen ist, und spricht 
damit bereits für sich allein für eine schwere Schuld. Nichts anderes ergibt sich mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 13

Blick auf die Tatumstände: Der Beschwerdeführer hat unter anderem zwischen Januar 
und März 2007 ca. 150 Gramm Heroingemisch erworben und anschliessend 
verkauft/abgegeben; die von ihm in Verkehr gesetzte Menge reinen Heroins von 
insgesamt rund 20 Gramm überschritt dabei den Grenzwert eines mengenmässig 
schweren Falls (12 Gramm; vgl. BGE 120 IV 334 E. 2a, 109 IV 143 E. 3) um mehr als 
das Anderthalbfache (vgl. Urteilsbegründung des Strafgerichts [BB 13; nachfolgend 
Urteilsbegründung], S. 13 und 17). Weiter ist er innerhalb von nur anderthalb Monaten 
insgesamt sechsmal in Sonnenstudios eingebrochen, hat dort jeweils nach 
Ausschalten der Überwachungskameras mit einem Farbspray den 
Geldwechselautomaten aufgebrochen und das vorhandene Bargeld entwendet; in 
einem weiteren Fall versuchte er einen Zigarettenautomaten aufzubrechen (vgl. 
Urteilsbegründung, S. 12 und 17). Nach Ansicht des Strafgerichts legte er bei 
Begehung der Betäubungsmitteldelikte eine beachtliche kriminelle Energie an den Tag 
und hinsichtlich der Einbruchdiebstahlserie qualifizierte das Gericht das Verhalten als 
unverfroren (Urteilsbegründung, S. 17). Dass der Beschwerdeführer drogenabhängig 
und seine Fähigkeit der Handlungssteuerung bei intakter Einsicht nach psychiatrischer 
Einschätzung leicht vermindert war (vgl. Gutachten 9.1.2008, S. 13 f.), hat das 
Strafgericht bei der Strafzumessung berücksichtigt; ohne Strafminderung wäre eine 
Freiheitsstrafe von 30 Monaten ausgesprochen worden (Urteilsbegründung, S. 18 f.). 
Der Umstand, dass der Beschwerdeführer vor allem zur Finanzierung seiner 
Drogensucht delinquierte, ist ebenfalls in die Strafzumessung eingeflossen (vgl. 
Urteilsbegründung, S. 17 ff.). Der Einwand des Beschwerdeführers, seine Straftaten 
dürften nicht mit der Kriminalität eines nicht süchtigen Drogenhändlers verglichen 
werden (vgl. Beschwerde, S. 6), zielt damit ins Leere. 

5.2.2 Die Vorinstanz hat auch das übrige deliktische Verhalten in die Beurteilung des 
Verschuldens miteinbezogen: Der Beschwerdeführer war bereits als Jugendlicher 
wiederholt straffällig. Als Erwachsener setzte er seine Delinquenz während seines 
Aufenthalts in der Schweiz (1999 und ab 2003) fort. Seit 1999 wurde er (soweit 
aktenkundig) elfmal wegen insgesamt 36 teilweise auch mehrfach begangener 
Straftaten verurteilt; zurzeit laufen weitere Strafverfahren (vgl. vorne E. 2.3). Im 
Ganzen resultieren aus den bisherigen Verurteilungen – wie die POM zu Recht 
festgehalten hat – Freiheitsstrafen von über 33 Monaten. Anzulasten ist dem 
Beschwerdeführer insbesondere, dass er jeweils nach der Rückkehr in die Schweiz 
seine Delinquenz fortsetzte (vgl. Verurteilung vom 5.7.2003 betreffend die 1999 
begangenen Delikte und Verurteilung vom 9.7.2004 betreffend Straftaten vom Mai-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 14

September 2003 [Vorakten MIP, pag. 249 f.]) und nie über eine längere Zeit straffrei 
gelebt hat. Auch wenn die weiteren Verurteilungen je für sich nicht den Widerrufsgrund 
der längerfristigen Freiheitsstrafe setzen (vgl. vorne E. 3.4), dürfen sie in der 
Interessenabwägung ohne weiteres berücksichtigt werden. Entgegen der Meinung des 
Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 6 und 13) kann ein schweres Verschulden auch 
bei Vermögensdelikten vorliegen, wenn sie, wie hier, wiederholt begangen wurden und 
von erheblichem Gewicht sind (vgl. etwa VGE 2011/241 vom 8.9.2011, E. 4.3.1 
[bestätigt durch BGer 2C_839/2011 vom 28.2.2012], 2010/123 vom 28.7.2010, E. 5.1 
mit Hinweis [bestätigt durch BGer 2C_680/2010 vom 18.1.2011]; vgl. auch 
BGer 2C_41/2011 vom 30.6.2011, E. 3.3). 

5.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die 
mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer 
Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der 
Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in 
besonderer Weise, dass sich die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat 
beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich 
an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 3.3; BVR 2013 S. 543 
E. 4.3 mit Hinweisen). – Der Beschwerdeführer war schon als Jugendlicher in der 
Schweiz mehrfach straffällig geworden und deshalb von der Schule ausgeschlossen 
sowie mehrmals in Jugendheime eingewiesen worden; zudem verbüsste er schon 
damals eine anderthalbjährige Freiheitsstrafe (vorne E. 2.1). Wie ausgeführt (vorne 
E. 5.2), hat er auch als Erwachsener über Jahre hinweg gewohnheitsmässig gegen die 
schweizerische Rechtsordnung verstossen. Der Beschwerdeführer hat damit eine 
inakzeptable Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung demonstriert (vgl. 
BGer 2C_41/2011 vom 30.6.2011, E. 3.3). Weder die zahlreichen Verurteilungen noch 
der Straf- und Massnahmenvollzug vermochten ihn zu beeindrucken (vgl. vorne 
E. 2.3 f.). Sie zeugen von seiner Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit. Hieran vermag 
seine Drogensucht nichts zu ändern, vor deren Hintergrund nach Meinung des 
Beschwerdeführers seine Straffälligkeit zu verstehen sei (vgl. BGer 2C_714/2011 vom 
4.4.2012, E. 3.1; vorne E. 5.2.1). Die Drogenabhängigkeit führte bei ihm einzig zu einer 
zunächst leichten (vgl. vorne E. 5.2.1) und später mittelgradigen Verminderung der 
Steuerungsfähigkeit (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 38 f.) und war für sein kriminelles 
Verhalten keineswegs die einzige Ursache; er hat auch unter Drogeneinwirkung stets 
gewusst, was er tat, und mit den Konsequenzen seines Handels gerechnet (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 15

Gutachten 9.1.2008, S. 13; Gutachten 31.5.2013, S. 38). Im Übrigen hat der 
Beschwerdeführer schon vor seiner Drogenabhängigkeit delinquiert (vgl. vorne 
E. 2.3 f.). Wie die POM zutreffend festgehalten hat, verleiht das Verhalten des 
Beschwerdeführers gegenüber der öffentlichen Ordnung dem sicherheitspolizeiliches 
Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zusätzliches Gewicht 
(angefochtener Entscheid, E. 4b). 

5.4 Mit Blick auf die Zukunft ist des Weiteren die Rückfallgefahr zu beurteilen: 

5.4.1 Bei schweren Straftaten, insbesondere Gewalt-, Sexual- und erheblichen 
Betäubungsmitteldelikten, muss angesichts der von diesen Delikten ausgehenden 
potentiellen Gefahr für die Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes 
Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2, 16 E. 2.2.1, 137 II 
233 E. 5.2.2). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und somit der 
Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im 
Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rech-
nung zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 
E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2). Vielmehr dürfen 
generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. zum Ganzen BVR 
2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen). 

5.4.2 Der Beschwerdeführer hat sich in den Jahren 2007 bis 2009 insbesondere 
schwerer Betäubungsmittel- sowie Vermögensdelikte schuldig gemacht (vgl. vorne 
E. 2.3). Zudem ist er über etliche Jahre hinweg wiederholt straffällig geworden und hat 
sich weder durch die zahlreichen Verurteilungen noch den Straf- und 
Massnahmenvollzug beeindrucken lassen und selbst während laufenden Probezeiten 
neue Straftaten begangen (vorne E. 5.3). Das Strafgericht ging denn auch in seinem 
Urteil vom 17. Februar 2009 von einer schlechten Legalprognose aus (Urteilsbegrün-
dung, S. 23); der Beschwerdeführer hat seither mehrere Therapien abgebrochen und 
zahlreiche weitere Delikte begangen (vorne E. 2.3 f.). Nach der neuesten Expertise ist 
weiterhin davon auszugehen, dass er wieder straffällig wird, zumal das Begehen 
weiterer Delikte in engem Zusammenhang mit seiner fortbestehenden 
Suchtmittelabhängigkeit stehe und die Wahrscheinlichkeit für Straftaten im Sinn der 
Beschaffungskriminalität sehr hoch einzustufen sei (Gutachten 31.5.2013, S. 39 und 
36 f.). Beim Beschwerdeführer besteht somit eine konkrete und aktuelle Rückfallgefahr. 
Dies bestreitet er zu Recht nicht. Er macht jedoch geltend, es müsse die bisherige 
Entwicklung berücksichtigt werden. Er sei im Juni 2011 zu früh aus dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 16

Massnahmenvollzug entlassen worden und habe sich daher nicht beruflich und sozial 
integrieren können. Er habe aber den Willen, sich weiterhin therapieren zu lassen. Es 
habe sich bei der gescheiterten Massnahme um seine erste Suchtbehandlung 
gehandelt; dass sie nicht auf Anhieb erfolgreich gewesen sei, sei aber nicht 
aussergewöhnlich (Beschwerde, S. 8 f.; vgl. auch Eingaben vom 6.9.2013 und 
17.3.2014 [act. 20 und 33]).

5.4.3  Nach psychiatrischer Einschätzung ist die Suchtmittelabhängigkeit des 
Beschwerdeführers mit einer längerfristigen stationären Therapie grundsätzlich 
behandelbar und wäre die Gefahr neuer Straftaten bei Erreichen einer 
Drogenabstinenz erheblich geringer als bei fortbestehendem Suchtmittelkonsum (vgl. 
Gutachten 31.5.2013, S. 39; vgl. auch Zeugnis von Dr. med. ... vom 13.2.2014 [bei act. 
33A]). Der Beschwerdeführer zeigte sich bereits im Jahr 2008 motiviert, eine 
entsprechende Therapie zu absolvieren (vgl. Gutachten 9.1.2008, S. 16); auch heute 
gilt er als therapiewillig und ist er bereit, den eingeschlagenen Weg mit einer weiteren 
stationären Massnahme fortzusetzen (vgl. Zeugnis von Dr. med. ... vom 13.2.2014 [bei 
act. 33A]; Gutachten 31.5.2013, S. 40). Aus der grundsätzlichen Behandelbarkeit 
seiner Suchterkrankung kann der Beschwerdeführer aber nichts Wesentliches zu 
seinen Gunsten ableiten: Er hat bereits zahlreiche stationäre Therapieversuche hinter 
sich, welche allesamt gescheitert sind (vgl. vorne E. 2.4, auch zum Folgenden); bis 
zum heutigen Tag hat er immer wieder neue Straftaten begangen. Nachdem die Sucht-
behandlung zunächst in jeder Institution wegen Rückfalls, erneuter Delinquenz und 
schwierigen Verhaltens hatte vorzeitig abgebrochen werden müssen, verlief der im 
Oktober 2009 in der ... angetretene stationäre Massnahmenvollzug zwar insgesamt 
positiv und konnte der Beschwerdeführer im Juni 2011 vorzeitig entlassen werden. Er 
wurde aber während laufender Probezeit rückfällig und delinquierte erneut mehrfach 
(vgl. vorne E. 2.3). Trotz intensiver therapeutischer Bemühungen konnten keine 
längeren Abstinenzzeiten erreicht werden; seit der psychiatrischen Begutachtung im 
Jahr 2008 haben sich die Drogenabhängigkeit und die sich daraus ergebenen 
dissozialen Verhaltensmuster verfestigt (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 36 und 38; vgl. 
auch Bericht ... 12.12.2013 [bei act. 33A], S. 3, wonach sich der Beschwerdeführer im 
Jahr 2013 erstmals Heroin intravenös gespritzt habe). Wie sich auch aus der jüngsten 
psychiatrischen Beurteilung ergibt, wonach die Prognose – anders als noch im 
Jahr 2008 – trotz grundsätzlicher Therapierbarkeit der Suchterkrankung insgesamt als 
unsicher bezeichnet werden muss (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 40; Gutachten 
9.1.2008, S. 15), ist damit nicht absehbar, dass der Beschwerdeführer mit Hilfe einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 17

weiteren stationären Therapie in der Lage sein wird, sich von seiner Sucht zu befreien. 
Dieser Schluss wird mit Blick auf die neusten Entwicklungen im vorzeitigen 
Massnahmenvollzug erhärtet: Der Beschwerdeführer konsumierte auch im Rahmen 
der jüngst in der C.________ angetretenen Massnahme nach kurzer Zeit erneut 
Heroin; mittlerweile musste die Therapie aufgrund des Verhaltens des Beschwer-
deführers wiederum vorzeitig abgebrochen werden (vgl. vorne E. 2.4). Im Übrigen kann 
nach Einschätzung des Sachverständigen selbst bei Erreichen einer völligen 
Drogenabstinenz die Gefahr weiterer Delikte zwar deutlich reduziert, nicht aber 
gänzlich ausgeschlossen werden (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 39). Es ist somit 
gerade auch unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung davon auszugehen, 
dass beim Beschwerdeführer eine aktuelle und konkrete Gefahr weiterer Straftaten 
besteht (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4c.cc). Dieses Risiko ist angesichts der 
erheblichen Straffälligkeit nicht hinzunehmen. Zwar unterscheidet sich der Beschwer-
deführer von jenen Straftätern, die aus rein finanziellen Beweggründen handeln. 
Trotzdem ist ein gewichtiges Interesse an der Beendigung seiner Anwesenheit 
gegeben, da sich sein deliktisches Verhalten nicht im Eigenkonsum von 
Betäubungsmitteln erschöpft, sondern er auch Rechtsgüter unbeteiligter Dritter 
schädigt und eine Besserung nicht ersichtlich ist (vgl. BGer 2A.28/2004 vom 31.7.2013, 
E. 3.5). 

5.5 Der Auffassung der Vorinstanz, es bestehe insgesamt ein sehr gewichtiges 
öffentliches Interesse an der strittigen Fernhaltemassnahme (angefochtener Entscheid 
E. 4d), ist somit beizupflichten. 

6.

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am 
Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer der Anwesenheit und die 
Integration in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seiner Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen sind. 

6.1 An die Gründe für die Wegweisung aus der Schweiz sind umso strengere 
Anforderungen zu stellen, je länger eine Ausländerin oder ein Ausländer hier gelebt 
hat. Selbst bei Ausländerinnen und Ausländern der «zweiten Generation» ist die 
Wegweisung jedoch nicht ausgeschlossen, wenn besonders schwere Straftaten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 18

vorliegen bzw. sogar wiederholt delinquiert wurde (vgl. betreffend Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1, 135 II 110 E. 2.1). Die 
Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, als die Jahre, welche die ausländische 
Person in Illegalität, im Strafvollzug oder aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht 
hat, für die Interessenabwägung nicht ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 
E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]). Eine Fernhaltemassnahme ist auch nach 
längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die ausländische Person in 
der Schweiz nicht integriert ist (vgl. betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001, E. 2b; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1; 
VGE 2009/315 vom 13.10.2010, E. 5.1 [bestätigt durch BGer 2C_893/2010 vom 
24.3.2011]). 

6.2 Der heute 33-jährige Beschwerdeführer ist nach der Geburt in Kosovo bei 
seinen Eltern in der Schweiz aufgewachsen, bis er im Alter von 16 Jahren nach Verlust 
der Aufenthaltsberechtigung infolge Straffälligkeit zusammen mit seinem Vater nach 
Albanien bzw. Kosovo ausreiste (vorne E. 2.1). Er hat anschliessend in seiner Heimat 
gelebt und ist – nachdem er sich vorübergehend hier (illegal) aufgehalten hatte – erst 
im Jahr 2003 im Alter von 22 Jahren in die Schweiz zurückgekehrt, als ihm gestützt auf 
die Ehe mit einer Schweizer Bürgerin der Aufenthalt bewilligt wurde. Entgegen seiner 
Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 7 f. und 13) kann somit von einem Ausländer der 
zweiten Generation nicht die Rede sein; die Aufenthaltsdauer wurde durch die Zeit in 
Kosovo während mehrerer Jahre massgeblich unterbrochen. Im Übrigen ist die 
Aufenthaltsdauer auch mit Blick auf die Zeit zu relativieren, welche der 
Beschwerdeführer im Straf- und Massnahmenvollzug verbracht hat und welche er kraft 
aufschiebender Wirkung der gegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt. 

6.3 Die Integration in die hiesigen Verhältnisse ist misslungen: Der in der Schweiz 
aufgewachsene Beschwerdeführer verfügt über keinen Schulabschluss (vorne E. 2.1, 
auch zum Folgenden); über eine Berufsbildung ist, auch wenn er sich selber als ... 
bzw. ... bezeichnet (vgl. etwa Vorakten MIP, pag. 216, 220), nichts Näheres bekannt 
(vgl. auch Vorakten MIP, pag. 183). Er hat in der Schweiz vereinzelt als ... bzw. Tem-
porärangestellter gearbeitet und im Rahmen des Massnahmenvollzugs ein Praktikum 
als ... absolviert. Ansonsten war er über längere Zeit immer wieder arbeitslos und 
bezog in hohem Mass Sozialhilfe; überdies ist er verschuldet und es bestehen 
Verlustscheine (vgl. vorne E. 2.2). Wie die POM zutreffend ausgeführt hat, kann von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 19

einer beruflichen und wirtschaftlichen Integration keine Rede sein (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 5b, auch zum Folgenden). Der Beschwerdeführer hat abgesehen von der 
Beziehung zu seiner Freundin in der Schweiz keine vertieften sozialen Kontakte. Er 
räumt ein, ausserhalb der Drogenszene keinen Freundeskreis zu haben; gemäss 
psychiatrischer Einschätzung gilt er als «sozial abgeglitten» (vgl. Gutachten vom 
31.5.2013, S. 28 und 38). Die POM hat zu Recht auch in sozialer Hinsicht eine 
erfolgreiche Eingliederung verneint. Angesichts der fortdauernden Delinquenz des 
Beschwerdeführers weist sie zutreffend darauf hin, dass die Respektierung der 
rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration ist (vgl. Art. 4 
Bst. a der Verordnung vom 24.10.2007 über die Integration von Ausländerinnen und 
Ausländern [VIntA; SR 142.205]). 

6.4 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen 
bzw. seiner Freundin durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile: 

6.4.1 Was die Rückkehr nach Kosovo betrifft, wendet der Beschwerdeführer ein, die 
Vorinstanz überschätze seine Integrationsmöglichkeiten im Heimatland. – Der 
Beschwerdeführer kann sich unbestrittenermassen in einer der Landessprachen von 
Kosovo verständigen (Beschwerde, S. 10). Von 1997 bis 2003 hat er – offenbar mit 
zwei kurzen Unterbrüchen – in der Heimat gelebt (vorne E. 2.1). Es ist davon 
auszugehen, dass er mit den kulturellen und sozialen Gepflogenheiten seines 
Heimatlands vertraut ist. Der Beschwerdeführer wendet ein, sein Aufenthalt in Kosovo 
sei für eine Integration nicht geeignet gewesen, sondern habe sich infolge der schlim-
men Kriegserlebnisse traumatisierend ausgewirkt. Es ist ihm entgegenzuhalten, dass 
er in der Nachkriegszeit freiwillig nach Kosovo zurückgekehrt ist und dort als 
Übersetzer gearbeitet hat, bis er aufgrund der Ehe mit B.________ im Jahr 2003 
wieder in die Schweiz eingereist ist (vgl. vorne E. 2.1). Damit hat er gezeigt, dass ein 
Leben in Kosovo für ihn möglich ist und ihm die dortigen Verhältnisse nicht fremd sein 
können. Es leben dort der Vater und eine Schwester (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 20, 
auch zum Folgenden). Selbst wenn er zu diesen Angehörigen derzeit keine Kontakte 
haben sollte – der Ehemann der Schwester gehöre einer mit der Familie verfeindeten 
Sippschaft an, die Beziehung zum Vater sollen schlechte Kindheitserlebnisse belasten 
(vgl. Beschwerde vom 30.6.2011, S. 4) –, bestehen dennoch familiäre Verbindungen, 
die bei der Wiedereingliederung im Heimatland helfen können. Dass er in Kosovo 
ansonsten über kein soziales Netz verfügt, mag zutreffen. Allerdings hat er auch in der 
Schweiz ausserhalb der Drogenszene keine Beziehungen (vgl. vorne E. 6.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 20

6.4.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, eine Rückkehr nach Kosovo sei 
ihm aufgrund seiner Drogensucht und seines psychischen Gesundheitszustands 
unzumutbar. Er sei auf Betreuung angewiesen, welche in Kosovo nicht ausreichend 
vorhanden sei. – Hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme kann nur dann auf eine 
Unzumutbarkeit der Rückkehr geschlossen werden, wenn eine notwendige 
medizinische Behandlung im Heimatland fehlt und aus diesem Grund mit einer raschen 
und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen 
Person gerechnet werden müsste. Als wesentlich wird dabei die allgemeine und 
dringende medizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer 
menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls 
dann noch nicht vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem 
schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. 
BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3, BGer 2D_3/2012 vom 2.8.2012, E. 3.5; BVGE 
2009/2 E. 9.3.2; VGE 2012/414 vom 11.7.2013, E. 5.2.3 [bestätigt durch BGer 
2C_815/2013 vom 26.5.2014]). Bei der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
gestützt auf einen Widerrufsgrund ist der Gesundheitszustand einer Person nur ein 
Element von mehreren und kann deshalb die Interessenabwägung nur beschränkt 
beeinflussen; für sich allein können gesundheitliche Gründe grundsätzlich kein 
Anwesenheitsrecht begründen (vgl. BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 8.4.6, 
2C_187/2009 vom 15.5.2008, E. 2.3). 

6.4.3 Im Vordergrund steht die Heroin- und Kokainabhängigkeit des Be-
schwerdeführers (vgl. vorne E. 2.4). Aus fachärztlicher Sicht bedarf es für eine 
erfolgreiche Behandlung einer stationären, abstinenzausgerichteten oder 
substitutionsgestützten Behandlung; eine ambulante Massnahme genüge nicht (vgl. 
Gutachten 31.5.2013, S. 39). Es ist wohl davon auszugehen, dass eine 
Suchtbehandlung in Kosovo höchstens ambulant möglich sein würde (vgl. International 
Organisation for Migration [IOM], Country Fact Sheet Kosovo, Juni 2013, einsehbar 
unter <www.bamf.de>, Rubriken 
«Rueckkehrfoerderung/Laenderinformation/Informationsblaetter/Kosovo» [nachfolgend 
Country Fact Sheet], S. 36; vgl. auch Update vom September 2010 zur Lage der 
medizinischen Versorgung in Kosovo der Schweizerischen Flüchtlingshilfe [BB 17; 
nachfolgend Update], S. 13). Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass die 
dem Beschwerdeführer in der Schweiz mehrfach und über Jahre hinweg angebotenen 
Therapien keinen dauerhaften Erfolg brachten und wiederholt am Verhalten des 
Beschwerdeführers scheiterten (vgl. vorne E. 2.4 und 5.4.3). Aufgrund der Vorge-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 21

schichte kann es daher nicht entscheidend darauf ankommen, welche The-
rapiemöglichkeiten im Herkunftsland bestehen (vgl. BGer 2C_41/2011 vom 30.6.2011, 
E. 3.4, 2A.71/2007 vom 7.5.2007, E. 3.3 f., 2A.28/2004 vom 7.5.2004, E. 3.6). Dass im 
Zusammenhang mit der Suchterkrankung des Beschwerdeführers bei einer Rückkehr 
nach Kosovo eine rasche und lebensgefährliche Beeinträchtigung des 
Gesundheitszustands eintreten würde, ist angesichts der dort bestehenden minimalen 
Behandlungsmöglichkeiten nicht anzunehmen (vgl. auch hinten E. 6.4.5). Im Übrigen 
muss sich der Beschwerdeführer entgegenhalten lassen, dass er mit seiner Kriminalität 
den Verlust der hiesigen Behandlungsmöglichkeiten in Kauf genommen hat (vgl. BGer 
2C_416/2011 vom 28.12.2011, E. 3.3; VGE 2012/414 vom 11.7.2013, E. 5.2.6 
[bestätigt durch BGer 2C_815/2013 vom 26.5.2014]). Seine Drogensucht stellt damit 
für sich genommen kein Hindernis für eine Entfernungsmassnahme dar (vgl. BGer 
2A.28/2004 vom 7.5.2004, E. 3.6). 

6.4.4 Der Beschwerdeführer leidet an einer leichten posttraumatischen 
Belastungsstörung sowie einer dissozialen Persönlichkeitsstörung (vgl. vorne E. 2.4; 
vgl. auch die Diagnosen des für den Beschwerdeführer am Ambulatorium für 
Kriegsopfer zuständig gewesenen Psychotherapeuten … vom 10.12.2010 und 
28.6.2011 [BB 9 und 10]). Hieraus lässt sich aber, wie die POM zutreffend erwogen hat 
(angefochtener Entscheid, E. 5c, auch zum Folgenden), ebenfalls nicht auf 
Unzumutbarkeit der Rückkehr nach Kosovo schliessen: Der Beschwerdeführer war 
wegen seiner psychischen Probleme während rund sechs Jahren am Ambulatorium für 
Kriegsopfer des SRK in psychotherapeutischer Behandlung; er hat diese im Jahr 2011 
abgebrochen (vgl. vorne E. 2.4; Bericht ... vom 12.12.2013 [bei act. 33A]). Dabei ist er 
weitgehend ohne medikamentöse Behandlung ausgekommen (vgl. Gutachten 
31.5.2013, S. 28; Vorakten MIP, pag. 546, 588). Die ambulant durchgeführte Therapie 
fand in der Regel alle zwei Wochen statt (vgl. Vorakten MIP; pag. 575 und auch 601); 
infolge Drogenkonsums bzw. Delinquenz des Beschwerdeführers kam es auch zu 
Therapieunterbrüchen (vgl. Vorakten MIP, pag. 589). Der psychische 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich in letzter Zeit gebessert: Gemäss 
Gutachten vom 31. Mai 2013 liegt die posttraumatische Belastungsstörung heute nur 
noch in schwächerer Form vor (S. 35 f.) und nach dem Zeugnis von Dr. med. ... vom 
13. Februar 2014 (bei act. 33A) erscheint der psychische Leidensdruck des 
Beschwerdeführers dank einer alternativen Bewältigungsstrategie deutlich gemindert; 
der Beschwerdeführer selber gibt zu erkennen, dass ihm die seit 2006 absolvierte 
Therapie geholfen hat (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 28). Er hat zwar – nach längerem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 22

Unterbruch – per 19. Februar 2013 wieder eine ambulante psychotherapeutische 
Behandlung aufgenommen (vgl. vorne E. 2.4; auch zum Folgenden: Bestätigung 
Suchtfachklinik ... vom 26.2.2014 [bei act. 33A]). Es haben aber bis Februar 2014 nur 
zwei Sitzungen stattgefunden. Selbst wenn das Ambulatorium ... dem 
Beschwerdeführer zu einer psychotherapeutischen Behandlung geraten hat (vgl. 
Bericht vom 12.12.2013 [bei act. 33A]), erscheint unter den vorliegenden Umständen 
nicht ganz klar, ob diese medizinisch indiziert bzw. der Beschwerdeführer dazu 
motiviert ist. Wohl ist nicht von der Hand zu weisen, dass ihn eine Rückkehr nach 
Kosovo psychisch belasten würde; von einer drohenden raschen und 
lebensbedrohlichen Beeinträchtigung des Gesundheitszustands kann aber bei diesen 
Gegebenheiten nicht gesprochen werden. Nichts anderes ergibt sich im Übrigen mit 
Blick auf den vom Beschwerdeführer erwähnten Bericht des für ihn am Ambulatorium 
für Kriegsopfer des SRK zuständig gewesenen Psychotherapeuten vom Dezember 
2010 bzw. Juni 2011, wonach bei einer Wegweisung in das Heimatland mit «impulsi-
ven suizidalen, parasuizidalen sowie fremdgefährdenden Verhaltensweisen» gerechnet 
werden müsse (BB 9 und 10); diese Einschätzung erscheint angesichts der seitherigen 
Entwicklung (vgl. insb. Gutachten 31.5.2013) nicht mehr aktuell.  

6.4.5 Im Übrigen sind, wie die POM ausgeführt hat (vgl. angefochtener Entscheid, E. 
5c), in Kosovo medizinische Institutionen vorhanden, in denen die Behandlung von 
psychischen Erkrankungen möglich ist, für Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger 
soweit die medizinische Grundversorgung betreffend grundsätzlich sogar kostenlos 
(vgl. Country Fact Sheet, S. 36 und 34; vgl. auch Update, S. 13 ff.). Zwar ist die 
Gesundheitsversorgung in Kosovo bei psychischen Erkrankungen nach wie vor mit 
Schwierigkeiten konfrontiert, da das medizinische Personal und die adäquaten Ein-
richtungen für entsprechende Behandlungen bei hohen Versorgungsansprüchen der 
teilweise traumatisierten Bevölkerung insbesondere in ländlichen Gebieten nicht 
ausreichend vorhanden sind; entsprechend ist das dortige Therapieangebot nicht mit 
dem schweizerischen Standard vergleichbar (Country Fact Sheet Kosovo, S. 35 und 
33; Update, S. 13 f.). Es besteht aber in vielen Einrichtungen immerhin die Möglichkeit 
einer medikamentösen Behandlung (vgl. Country Fact Sheet, S. 35; Update, S. 12 ff.). 
Schliesslich hat die POM auch zu Recht darauf hingewiesen, dass sich das 
Gesundheitsnetz Kosovos weiterhin im Aufbau befindet; die Wiederherstellung der 
psychischen Gesundheitsversorgung zählt zu den Prioritäten des 
Gesundheitsministeriums (Country Fact Sheet, S. 35). Es ist somit davon auszugehen, 
dass sich die Behandlungsmöglichkeiten noch verbessern werden. Im Übrigen dürfte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 23

ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung in Kosovo vom Krieg traumatisiert sein; im 
Vergleich zu diesen Personen ist der Beschwerdeführer nicht schlechter gestellt. 

6.4.6 Was seine beruflichen und wirtschaftlichen Perspektiven im Heimatland betrifft, 
ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass es für ihn insbesondere aufgrund seiner 
gesundheitlichen Situation nicht einfach sein dürfte, dort Fuss zu fassen. Allerdings hat 
sich der Beschwerdeführer auch in der Schweiz nie wirtschaftlich integrieren können 
(vgl. vorne E. 6.3). Im Übrigen ist, wie die POM zutreffend festgehalten hat (vgl. an-
gefochtener Entscheid, E. 5c), durchaus denkbar, dass ihm insbesondere die in der 
Schweiz gewonnenen Sprachkenntnisse dabei helfen können, im Heimatland beruflich 
tätig zu werden, hat er doch dort bereits früher als Übersetzer gearbeitet (vgl. vorne 
E. 2.1). Dass die dortigen Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation allgemein 
schwieriger sind als in der Schweiz, trifft zu. Darin liegen freilich keine spezifischen 
persönlichen Umstände, welche eine Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen, 
zumal hiervon nicht allein der Beschwerdeführer, sondern vielmehr die gesamte dort 
lebende Bevölkerung betroffen ist (BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6; VGE 
2013/309 vom 19.12.2012, E. 4.3.1). 

6.4.7 In familiärer Hinsicht steht einzig die Beziehung des Beschwerdeführers zu 
seiner Freundin E.________ zur Diskussion (vgl. Beschwerde, S. 4 und 12). Zu seinen 
in der Schweiz lebenden Familienangehörigen (Mutter, Geschwister) ist das Verhältnis 
schwierig und hatte der Beschwerdeführer zeitweise keinen Kontakt (vgl. Gutachten 
31.5.2013, S. 5 f., 20, 29 und 34; vgl. aber auch Abschlussbericht ABaS vom 4.7.2013 
[act. 18A5], S. 1 f.). Mutter und Geschwister zählen nicht zur Kernfamilie des 
Beschwerdeführers. Diese weder von Art. 8 EMRK noch Art. 13 Abs. 1 BV geschützten 
familiären Beziehungen fallen daher von vornherein nicht ins Gewicht (vgl. zu den 
einzelnen Voraussetzungen für einen Anspruch etwa BGE 135 I 143 E. 1.3.2, 127 II 60 
E. 1d/aa; vgl. auch BGer 2C_864/2011 vom 11.4.2012, E. 4, 2C_839/2011 vom 
28.2.2012, E. 3.3; VGE 2013/107 vom 26.9.2013, E. 4.3.2, 2012/93 vom 11.1.2013, 
E. 5.3.4). Zu den im Fall der Wegweisung des Beschwerdeführers drohenden Nach-
teilen ist Folgendes festzuhalten: Wie die POM ausgeführt hat (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 5c, auch zum Folgenden), dürfte es der Freundin mit Schweizer 
Bürgerrecht kaum zumutbar sein, dem Beschwerdeführer nach Kosovo zu folgen. 
Dessen Wegweisung wäre demnach mit einer erheblichen Beeinträchtigung der 
Beziehung verbunden. Anders als der Beschwerdeführer meint, ist dieser Beziehung 
kein ausschlaggebendes Gewicht beizumessen: Sie dauert seit knapp fünf Jahren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 24

(Sommer 2009) und ist bis heute kinderlos (vgl. vorne E. 2.1). Der Beschwerdeführer 
hat nach der bedingten Entlassung aus dem Massnahmenvollzug für kurze Zeit mit 
seiner Freundin zusammengewohnt; nach der erneuten Verhaftung wurde der 
gemeinsame Haushalt jedoch per 31. März 2013 wieder aufgelöst (vgl. 
Abschlussbericht ABaS vom 4.7.2013 [act. 18A5], S. 1). Die Heirat ist vor längerer Zeit 
angekündigt und im Verfahren vor der POM als unmittelbar bevorstehend bezeichnet 
worden; die Ehe wurde aber bis heute nicht geschlossen (vgl. Vorakten MIP, pag. 445; 
Beschwerde vom 30.6.2011, S. 4). Auch wenn die Freundin den Beschwerdeführer 
zeitweise finanziell unterstützt hat (vgl. vorne E. 2.2), ist zweifelhaft, ob die Beziehung 
als hinreichend stabil betrachtet werden kann, um dem Beschwerdeführer einen 
Bewilligungsanspruch gestützt auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV zu verschaffen (vgl. 
BGer 2C_1105/2012 vom 5.8.2013, E. 3.1 mit Hinweisen, 2C_634/2011 vom 
27.6.2012, E. 4.2.2; BVR 2010 S. 1 E. 5.3; VGE 2012/438 vom 7.8.2013, E. 5.3.3 
[bestätigt durch BGer 2C_764/2013 vom 15.4.2014]). Wie es sich damit verhält, kann 
jedoch dahingestellt bleiben. Denn der Beschwerdeführer und seine Freundin müssen 
sich entgegenhalten lassen, dass er bei Aufnahme der Beziehung im Sommer 2009 
bereits zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt war (vgl. vorne E. 2.3). Sie 
mussten schon zu Beginn ihrer Beziehung damit rechnen, dass diese nicht in der 
Schweiz gelebt werden kann. Bei diesen Gegebenheiten fällt ihr privates Interesse an 
der Fortsetzung ihrer Beziehung in der Schweiz von vornherein nicht entscheidend ins 
Gewicht (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 und 3.6, 120 Ib 6 E. 4c; BGer 2C_270/2013 vom 
30.5.2013, E. 3.4; VGE 2009/458 vom 8.11.2013, E. 4.3.3; EGMR 2.8.2001 i.S. Boultif 
gegen Schweiz, Ziff. 48 [54273/00]). Hinzu kommt, dass den Beschwerdeführer auch 
die Beziehung zu seiner Freundin nicht vom Drogenkonsum und von weiterer 
Kriminalität abhalten konnte; er hat im Gegenteil zahlreiche Delikte zusammen mit der 
ebenfalls drogenabhängigen Freundin begangen (vgl. Gutachten 31.5.2013, S. 4 ff.). 
Schliesslich kann die Beziehung, wie schon die POM erwähnt hat, mittels 
herkömmlicher Kommunikationsmittel sowie allenfalls gegenseitigen Besuchen in 
einem gewissen Rahmen auch über die Grenzen hinweg gepflegt werden. Die 
Beziehung zur Freundin vermag insgesamt kein bedeutendes Interesse am weiteren 
Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz zu begründen. 

6.5 Somit ist festzuhalten, dass es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen 
Ausländer der zweiten Generation handelt; die Aufenthaltsdauer ist ausserdem mit 
Blick auf die im Straf- und Massnahmenvollzug verbrachte Zeit zu relativieren. Seine 
Integration ist in keiner Hinsicht gelungen. Der Beziehung zur Freundin kommt keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 25

wesentliche Bedeutung zu. Eine Rückkehr nach Kosovo erscheint für ihn namentlich 
aufgrund der Kriegserlebnisse sowie aus gesundheitlichen Gründen schwierig. Insge-
samt ist mit der POM von erheblichen privaten Interessen auszugehen (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 5d). 

7. 

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: 

7.1 Der Beschwerdeführer hat sowohl als Jugendlicher wie auch als Erwachsener 
wiederholt gegen die schweizerische Rechtsordnung verstossen. Er hat im Jahr 2007 
unter anderem ca. 150 Gramm Heroingemisch erworben und anschliessend verkauft 
sowie innerhalb von nur anderthalb Monaten eine Serie von sieben 
Einbruchdiebstählen begangen. Er wurde deswegen zu einer Freiheitsstrafe von 23 
Monaten verurteilt, was bereits für sich allein sein schweres Verschulden zum 
Ausdruck bringt. Die über viele Jahre gewohnheitsmässig ausgeübte Delinquenz zeigt 
die beachtliche kriminelle Energie des Beschwerdeführers und verleiht dem 
öffentlichen Interesse an dessen Fernhaltung zusätzliches Gewicht. Dies gilt umso 
mehr, als die Rückfallgefahr gerade mit Blick auf die ungelösten Drogenprobleme des 
Beschwerdeführers erheblich und aktuell ist und weitere Rechtsgüterverletzungen nicht 
hingenommen werden müssen. Bei dieser Sachlage müssten ausserordentliche 
Umstände vorliegen, um die Beendigung des Aufenthalts als unverhältnismässig 
erscheinen zu lassen. 

7.2 Die Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz sind 
vor diesem Hintergrund vergleichsweise von untergeordneter Bedeutung. Zwar ist der 
Beschwerdeführer bis zum 16. Lebensjahr hier aufgewachsen. Im Jahr 1997 musste er 
die Schweiz verlassen; 2003 wurde ihm gestützt auf die Ehe mit seiner Exfrau der 
Aufenthalt in der Schweiz wieder erlaubt. Der Beschwerdeführer befindet sich damit 
nicht in der Situation eines Ausländers zweiter Generation; ausserdem ist die 
Aufenthaltsdauer mit Blick auf die im Straf- und Massnahmenvollzug verbrachte Zeit zu 
relativieren. Seine Integration in die hiesigen Verhältnisse ist in wirtschaftlich-
beruflicher und sozialer Hinsicht in keiner Weise gelungen. Ein soziales 
Beziehungsnetz besteht nicht. Von Bedeutung ist einzig die Beziehung zu seiner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 26

Schweizer Freundin, die jedoch aufgrund der strafrechtlichen Verurteilungen und der 
stationären Massnahmen des Beschwerdeführers schon bisher nur in eingeschränktem 
Rahmen gelebt werden konnte. Die Beziehung zur Freundin hielt den 
Beschwerdeführer auch nicht von weiterer Delinquenz ab; vielmehr war die ebenfalls 
drogenabhängige Freundin an zahlreichen Delikten des Beschwerdeführers beteiligt. 
Was die Wiedereingliederung im Heimatland anbelangt, ist nicht von der Hand zu 
weisen, dass eine Rückkehr nach Kosovo den Beschwerdeführer, welcher dort den 
Bürgerkrieg miterlebt hat, hart treffen würde. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass er 
in der Nachkriegszeit freiwillig nach Kosovo zurückgekehrt ist, um dort als Übersetzer 
zu arbeiten. In Bezug auf die Drogenabhängigkeit ist anzunehmen, dass nur eine 
stationäre Behandlung erfolgversprechend ist. Allerdings ist der Beschwerdeführer 
trotz professioneller Hilfe nicht von seiner Drogensucht und der damit verbundenen 
Delinquenz weggekommen. Es bestehen auch heute nach all den Jahren intensiver 
Unterstützung keine Anzeichen für eine erfolgreich verlaufende Therapie. Die 
Drogensucht und die nur eingeschränkten Therapiemöglichkeiten in Kosovo fallen 
daher nicht entscheidend ins Gewicht. In psychischer Hinsicht hat sich der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in den letzten Jahren gebessert. Im 
Übrigen bestehen auch im Heimatland Behandlungsmöglichkeiten für psychische 
Erkrankungen.

7.3 Die angeordnete Massnahme ist verhältnismässig. Unter den gegebenen 
Umständen stehen zudem auch dem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse aus 
gesundheitlichen Gründen entgegen. Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich der 
angeblich drohenden Eigengefährdung zudem eine Verletzung von Art. 3 EMRK rügt 
(Verbot unmenschlicher Behandlung; vgl. Beschwerde, S. 11 f.), ist ihm 
entgegenzuhalten, dass vorliegend im Fall der Rückkehr nach Kosovo nicht von einer 
lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands auszugehen ist (vgl. 
vorne E. 6.4.5). Abgesehen davon wäre selbst bei Vorliegen von Suizidgefahr die 
Wegweisung nicht unzulässig: Wie die Vorinstanz ausgeführt hat (angefochtener 
Entscheid, E. 6), besteht gemäss Rechtsprechung des EGMR in einem solchen Fall 
keine staatliche Verpflichtung, vom Wegweisungsvollzug Abstand zu nehmen, solange 
Massnahmen ergriffen werden können, um die Umsetzung der Suiziddrohung zu 
verhindern (vgl. Fanny de Weck, Das Rückschiebungsverbot aus medizinischen Grün-
den nach Art. 3 EMRK, in Jusletter 18.3.2013, Ziff. 2, mit Hinweisen). Diese Voraus-
setzungen sind vorliegend erfüllt, da auch in Kosovo medizinische Behandlung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 27

verfügbar ist und der Vollzug der Wegweisung ausserdem von der Schweiz aus 
vorbereitet werden kann. 

8.

Der angefochtene Entscheid hält der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist 
sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

Die dem Beschwerdeführer durch die POM gesetzte Frist zur Ausreise ist abgelaufen. 
Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
wieder im vorzeitigen stationären Massnahmenvollzug nach Art. 60 StGB (vorne E. 2.4; 
vgl. auch Art. 70 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt 
und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Zudem sind neue Strafanzeigen erhoben 
worden und ist eine Strafuntersuchung hängig (vgl. vorne Bst. D). Unter diesen 
Voraussetzungen verzichtet das Verwaltungsgericht darauf, dem Beschwerdeführer 
eine bestimmte Ausreisefrist anzusetzen (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 8; VGE 2010/84 
vom 23.8.2012, E. 6, 23409 vom 13.2.2009, E. 6). Es wird Sache der zuständigen 
Ausländerbehörde sein, eine solche Frist anzusetzen, wenn aus Sicht der Straf- bzw. 
Massnahmenvollzugsbehörden die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der 
Schweiz nicht mehr erforderlich ist.

9. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz. Dem 
Beschwerdeführer wurde indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher 
Anwalt erteilt (vgl. vorne Bst. D). Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt 
der Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen 
(Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. 
Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). In Bezug auf die Parteikosten 
gibt die Kostennote des Rechtsvertreters im Licht von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. 
Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 
168.11) und Art. 1 und 11 ff. der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 28

des Parteikostenersatzes (PKV; BSG 168.811) zu keinen Bemerkungen Anlass. 
Entsprechend ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 3'000.--, zuzüglich 
Fr. 539.40 Auslagen und Fr. 278.75 MWSt, insgesamt Fr. 3'818.15, festzusetzen. Die 
amtliche Entschädigung ist bei einem massgeblichen Zeitaufwand von zwölf Stunden 
gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 
20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte 
(EAV; BSG 168.711) auf Fr. 2'400.-- (12 x 200.--), zuzüglich Fr. 539.40 Auslagen und 
Fr. 230.75.-- MWSt, insgesamt Fr. 3'170.15, festzusetzen. Der Rechtsvertreter ist 
vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber 
dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in 
der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Die 
Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers. 

3. Der tarifmässige Parteikostenersatz wird im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
auf Fr. 3'818.15 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … 
aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'170.15 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte 
Entschädigung vergütetet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2014, Nr. 100.2012.454U, Seite 29

und mitzuteilen:
- der Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug 

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.