# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0222680b-77b0-5f52-ba69-070ebcda60cf
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 24.10.2018 502 2018 238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2018-238_2018-10-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2018 238

Urteil vom 24. Oktober 2018

Strafkammer

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Beschuldigte und Beschwerdeführerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt Patrik Gruber

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Untersuchungshaft – Sprache, Zustellung, Wiederholungsgefahr

Beschwerde vom 10. Oktober 2018 und Ergänzung vom 12. Oktober 
2018 gegen die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 
8. Oktober 2018

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Sachverhalt

A. Gegen A.________ wurde ein Strafverfahren wegen folgenden Delikten, zum Teil mehrfach 
begangen in den Kantonen Freiburg und Bern, eröffnet: Übertretung nach Art. 19a des Betäu-
bungsmittelgesetzes, Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes, unrechtmäs-
sige Aneignung, geringfügiges Vermögensdelikt (Diebstahl), Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch, Beschimpfung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Diebstahl, Missachtung 
der Ein- oder Ausgrenzung, Vergehen gegen das Bundesgesetz über den Umweltschutz, 
Hinderung einer Amtshandlung, einfache Körperverletzung (Versuch), Drohung, Gefährdung des 
Lebens, Nichtanzeigen eines Fundes, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, Führen 
eines entwendeten Motorfahrzeugs, Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere 
Gründe), Fahren in angetrunkenem Zustand (Motorfahrzeug/qualifizierte Atemalkoholkonz.), 
Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung 
der Fahrunfähigkeit (Motorfahrzeug).

Mit Verfügung vom 13. Februar 2018 wurde ihr Rechtsanwalt Patrik Gruber als amtlicher 
Verteidiger bestellt.

B. Am 5. Oktober 2018 wurde A.________, um 16.40 Uhr, durch die Polizei vorläufig fest-
genommen. Der zuständige Staatsanwalt vernahm sie am 6. Oktober 2018 ein und beantragte 
dem Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend das ZMG) am selben Tag, um 15.00 Uhr, die 
Anordnung einer dreimonatigen Untersuchungshaft aufgrund Fortsetzungsgefahr. 

Das ZMG hörte A.________ am 8. Oktober 2018, um 10.30 Uhr an. Am selben Tag entschied es 
das Gesuch teilweise gutzuheissen und ordnete eine Untersuchungshaft bis zum 4. November 
2018 an. Die Richterin liess namentlich der Beschuldigten, ihrem Rechtsvertreter und der 
Staatsanwaltschaft das Dispositiv dieses Entscheids kurz vor 15 Uhr per E-Mail zukommen. Der 
begründete Entscheid liess sie den Parteien am 11. Oktober 2018 zwischen 17.27 Uhr und 
17.30 Uhr per E-Mail und sodann per Post zukommen. 

Sowohl die Einvernahme wie auch das Dispositiv und der begründete Entscheid erfolgten bzw. 
ergingen in französischer Sprache. An der Einvernahme war ein Dolmetscher zugegen. Am 
11. Oktober 2018 mailte die Richterin A.________ das Dispositiv mit einer Kurzbegründung in 
deutscher Sprache. 

C. Gegen den Entscheid vom 8. Oktober 2018 erhob A.________ am 10. Oktober 2018 
Beschwerde. Sie verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ihre umgehende 
Entlassung aus der Untersuchungshaft sowie eine Entschädigung von CHF 200.- pro Tag für die 
ungerechtfertigte Untersuchungshaft. 

Am 12. Oktober 2018 (Eingang: 15. Oktober 2018) übermittelte das ZMG die Akten und nahm in 
französischer Sprache zur Beschwerde Stellung. Es schloss auf Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten sei. 

Am 12. Oktober 2018 ergänzte A.________ ihre Beschwerde und bestätigte ihre bereits gestellten 
Rechtsbegehren. 

Mit Eingabe vom 15. Oktober 2018 (Eingang: 15. Oktober 2018) reichte das ZMG eine Stellung-
nahme zur Ergänzung vom 12. Oktober 2018 ein (auf Deutsch). 

Die Staatsanwaltschaft äusserte sich ebenfalls am 15. Oktober 2018 (Eingang: 18. Oktober 2018). 
Sie schloss auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

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Der Verteidiger von A.________ nahm hierzu am 16. und 18. Oktober 2018 Stellung (Eingang: 
17. und 18. Oktober 2018).

A.________ gelang mit einem vom 11. Oktober 2018 datierten Schreiben noch selber an die 
hiesige Kammer (Eingang: 22. Oktober 2018).

Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 (JG; SGF 130.1) wird das 
Rechtsmittelverfahren in der Sprache des angefochtenen Entscheids durchgeführt. 

Der angefochtene Entscheid ist (fälschlicherweise, vgl. E. 2.1 hiernach) auf Französisch ergangen, 
obwohl die Verfahrenssprache unbestrittenermassen Deutsch ist. Es rechtfertigt sich somit, dass 
sowohl das Beschwerdeverfahren auf Deutsch geführt wird wie auch der Entscheid in deutscher 
Sprache ergeht und dies entgegen vorstehender Gesetzesbestimmung.

1.2. Die verhaftete Person kann Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung oder die 
Aufhebung der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft innerhalb von 10 Tagen mittels Beschwerde 
bei der Strafkammer anfechten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c, 222, 393 Abs. 1 Bst. c und 396 Abs. 1 StPO; 
Art. 64 Bst. c und 85 Abs. 1 JG). 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 8. Oktober 2018. Die Beschwerdeführerin erhob am 
10. Oktober 2018 Beschwerde. Zu diesem Zeitpunkt lag noch kein begründeter Entscheid vor und 
grundsätzlich kann gegen ein Dispositiv kein Rechtsmittel ergriffen werden. Allerdings macht die 
Beschwerdeführerin mindestens sinngemäss eine Rechtsverzögerung geltend (vgl. Beschwerde, 
S. 3 Ziff. 3: „Bis heute ist weder eine umgehende Eröffnung des Dispositives in formell richtiger 
Form […] erfolgt, noch wurde den Parteien die Entscheidbegründung zugestellt“). Eine 
Beschwerde wegen Rechtsverzögerung kann jederzeit erhoben werden. Überdies hat die 
Beschwerdeführerin ihre Beschwerde nach Erhalt des begründeten Entscheides am 12. Oktober 
2018 ergänzt und dabei die 10-tägige Frist eingehalten.

1.3. Die Beschwerde ist grundsätzlich begründet (Art. 396 Abs. 1 StPO) und enthält 
Rechtsbegehren, so dass mit Ausnahme des Antrages lautend auf Ausrichtung einer 
Entschädigung von CHF 200.- pro Tag für die ungerechtfertigte Untersuchungshaft auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Zum einen ist dieser Antrag mit keinem Wort begründet, zum anderen 
sind materielle Entschädigungsansprüche für rechtswidrig angewendete Zwangsmassnahmen 
(Art. 431 StPO) nicht im Haftprüfungs- bzw. Haftbeschwerdeverfahren selbst zu beurteilen und zu 
bemessen, sondern dem jeweils erkennenden Straf- und Massnahmengericht vorzulegen 
(vgl. Urteil BGer 1B_270/2017 vom 28. Juli 2017 E. 7 mit Hinweisen).

1.4.

1.4.1. Das ZMG hat am 12. Oktober 2018 die Akten übermittelt und zusätzlich zur Beschwerde 
Stellung genommen. Dieses Schreiben erfolgte in französischer Sprache, obwohl die Verfahrens-

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sprache Deutsch ist. Die Beschwerdeführerin beantragt, dieses Schreiben aus den Akten zu 
weisen (vgl. Stellungnahme vom 18. Oktober 2018). 

Gemäss Art. 119 Abs. 1 JG weist die Verfahrensleitung Eingaben einer Partei, die nicht in der 
Verfahrenssprache abgefasst sind grundsätzlich zurück und fordert die Partei auf, sich dieser 
Sprache zu bedienen; sie droht ihr an, auf die Eingabe nicht einzutreten, falls sie der Aufforderung 
nicht innert der gesetzten Frist nachkommt. Aus den Akten kann das Schreiben somit nicht 
gewiesen werden und der Antrag ist abzuweisen. 

Die hiesige Kammer hat vorliegend auf eine Aufforderung zur Übersetzung verzichtet. Dies 
namentlich deshalb, da sie zum Schluss gekommen ist, dass die Verfahrenssprache unbestritten 
Deutsch ist, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin jedoch in beiden Sprachen 
praktiziert und es für ihn keine Hürde darstellt, dazu Stellung zu nehmen, wie er es denn am 
18. Oktober 2018 auch tat, und vor allem deshalb, weil das ZMG sich in diesem Schreiben darauf 
beschränkt hat, zu wiederholen, was es im angefochtenen Entscheid bereits festgehalten hat. 
Unter diesen Umständen ist die Kammer zum Schluss gekommen, dass die Verzögerung durch 
eine Übersetzung in vorliegender Angelegenheit nicht mit dem Beschleunigungsgebot vereinbar 
gewesen wäre. Ein Nachteil ist der Beschwerdeführerin dadurch nicht entstanden. 

1.4.2. Am 15. Oktober 2018 hat das ZMG ein weiteres Mal Stellung genommen. Die 
Beschwerdeführerin verlangt auch diese – auf Deutsch verfasste – Stellungnahme habe 
unberücksichtigt zu bleiben, zumal sie nicht von der zuständigen Richterin unterschrieben worden 
sei, die Unterschrift unleserlich sei und man deshalb nicht wisse, wer die Stellungnahme redigierte 
und unterzeichnete.

Auch dieser Antrag ist als unbegründet abzuweisen. Die Stellungnahme wurde „i.V.“, d.h. in 
Vertretung der zuständigen Richterin durch Zwangsmassnahmenrichter Felix Baumann unter-
zeichnet. Dieser ist berechtigt, entsprechende Schreiben in Vertretung seiner Kollegin zu 
unterschreiben. 

1.5. Es kann auf Grund der Akten entschieden werden. Eine Anhörung ist weder verlangt noch 
nötig (Art. 397 Abs. 1 StPO). 

2.

Die Beschwerdeführerin verlangt ihre umgehende Entlassung zunächst aus formellen Gründen. 
Das Protokoll sowie der angefochtene Entscheid seien auf Französisch geführt bzw. ergangen, 
obwohl die Verfahrenssprache Deutsch sei und sich die Beschuldigte mit diesem Vorgehen nicht 
einverstanden erklärt hatte (2.1.). Weiter sei die 48-stündige Frist nach Art. 226 Abs. 1 StPO nicht 
eingehalten worden. Das per Mail am 8. Oktober 2018 zugestellte Dispositiv sei nicht gültig. Es 
habe kein rechtsgültig unterzeichnetes Original vorgelegen. Auch sei den Parteien die 
Entscheidbegründung nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen rechtsgültig zugestellt worden (2.2.). 
Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin das Fehlen des Haftgrundes im Dispositiv (2.3.). 

2.1. Gemäss Art. 115 JG ist die Verfahrenssprache Deutsch oder Französisch (Abs. 1). Vor 
Behörden, deren Zuständigkeit nicht an einen Bezirk gebunden ist, ist die Sprache massgebend, 
die das zuständige Bezirksgericht gebrauchen würde.

Zunächst wurde gegen die Beschwerdeführerin wegen Verstosses gegen das Betäubungs-
mittelgesetz im Sensebezirk (B.________) ermittelt. Nach Abs. 2 des erwähnten Artikels wäre 
somit die Verfahrenssprache Deutsch. Unabhängig davon kann eine für den ganzen Kanton 
zuständige Behörde von [diesen] Regeln abweichen, wenn den Verfahrensparteien daraus kein 
schwerwiegender Nachteil erwächst und die beschuldigte Person in einem Strafverfahren zustimmt 

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(Art. 118 Abs. 1 JG). Vorliegend wurde das Verfahren vor der Staatsanwaltschaft auf Deutsch 
geführt. Da die deutschsprachige Beschwerdeführerin einem Wechsel der Verfahrenssprache nicht 
zugestimmt hat, sich einem solchen vielmehr ausdrücklich widersetzt hat, konnte das ZMG die 
Verfahrenssprache nicht auf Französisch wechseln. Es geht zudem ausdrücklich aus dem 
Einvernahmeprotokoll vom 8. Oktober 2018 hervor, dass selbst das ZMG der Ansicht ist, dass die 
Verfahrenssprache Deutsch ist. Nichtsdestotrotz hat es entschieden, nicht nur die Einvernahme 
mit Hilfe eines Dolmetschers auf Französisch zu führen, sondern auch und dies entgegen dem 
Willen der Beschwerdeführerin für das Protokoll sowie das Dispositiv und den begründeten 
Entscheid diese Sprache zu wählen. Umstände, die den Gebrauch der anderen Verfahrens-
sprache rechtfertigen würden, vermag das ZMG nicht aufzuzeigen. In seinem Entscheid erklärt das 
Gericht durch die Anwesenheit des Dolmetschers an der Sitzung seien die Rechte der 
Beschwerdeführerin vollständig gewahrt worden. Das Beschleunigungsgebot hätte in casu den 
Gebrauch der anderen Verfahrenssprache gerechtfertigt. Die Abweichung sei gesetzeskonform 
und entspreche Art. 67 Abs. 2 StPO und Art. 118 Abs. 1 JG. Dabei verweist es zusätzlich auf das 
Urteil der hiesigen Kammer 502 2012 81 vom 30. Mai 2012. In seiner Stellungnahme vom 
15. Oktober 2018 weist das ZMG überdies darauf hin, dass der Anteil an deutschsprachigen Fällen 
ca. 7% betrage. Zudem verfüge es lediglich über einen (deutschsprachigen) Richter zu 50%. Über 
einen Gerichtsschreiber verfüge es nicht. Das Haftgesuch sei an einem Samstagnachmittag 
eingereicht worden. Unter diesen Umständen sei es schlichtweg nicht möglich, dass das ZMG 
über einen Pikettdienst verfügt, der in der Lage ist, an 365 Tagen im Jahr und an 52 Wochen-
enden Haftgesuche auf Deutsch zu behandeln, wofür bekanntlich eine gesetzliche Frist von 
48 Stunden zur Verfügung stehe. Im genannten Urteil habe die Strafkammer deshalb erkannt, 
dass Haftgesuche aufgrund der Dringlichkeit ausnahmsweise in der „anderen Sprache“ behandelt 
werden können, falls dem Beschuldigten kein schwerwiegender Nachteil entsteht. So würde es 
sich auch vorliegend verhalten. 

Mit der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 2 und Stellungnahme vom 18. Oktober 
2018, S. 2) ist allerdings festzustellen, dass die Anzahl der auf Deutsch zu behandelnden Fälle 
sowie allfällige personelle Engpässe in Bezug auf die Sprache kein Abweichen rechtfertigen 
vermögen. Auch nicht, wenn der Beschwerdeführerin kein schwerwiegender Nachteil daraus 
entsteht. Die Gründe, die ein Abweichen erlauben, sind vom Justizgesetz vorgesehen. Die vom 
ZMG Genannten werden darin nicht aufgeführt. Im Übrigen ist der zitierte Entscheid nicht 
einschlägig. In diesem Fall wurde das Haftgesuch und nicht der anschliessend anfechtbare 
Haftentscheid in der anderen Verfahrenssprache redigiert. Zudem wurde der Beschuldigte in der 
korrekten Verfahrenssprache über seine Rechte informiert und das ZMG erklärte ihm den Grund 
des Haftverfahrens, dessen Ablauf sowie die angegebenen Gründe. Dadurch war der Beschuldigte 
in der Lage, bei seiner Befragung zum relevanten Sachverhalt in Kenntnis seiner Rechte zu 
antworten.

Vorliegend gilt es also festzustellen, dass die Verfahrenssprache sowohl in Bezug auf das 
Protokoll wie auch auf den Entscheid nicht eingehalten wurde. Zur Freilassung der Beschwerde-
führerin kann dies entgegen deren Meinung jedoch nicht führen. Vielmehr müsste zumindest der 
angefochtene Entscheid grundsätzlich zur Übersetzung zurückgewiesen werden. In casu ist jedoch 
zu Gunsten des Beschleunigungsgebots darauf zu verzichten, zumal die Interessen der 
Beschwerdeführerin trotz dieses Mangels vollständig gewahrt werden konnten. Insbesondere 
konnte sie durch die Beschwerde sämtliche (formellen und materiellen) Rügen vorbringen. Sie 
macht denn auch nicht geltend, sie habe den angefochtenen Entscheid nicht verstanden und 
könne ihn deshalb nicht sachgerecht anfechten. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundes-
gerichts betreffend Prozessfehler im Haftanordnungsverfahren (vgl. Urteil BGer 1B_291/2013 vom 

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17. September 2013 E. 4.5 mit Hinweisen) führt ein solcher Fehler somit zur teilweisen 
Gutheissung der Beschwerde und es ist die Verletzung der Verfahrenssprache im Dispositiv 
festzuhalten und bei der Kostenregelung zu berücksichtigen.

2.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem ZMG zudem vor, ihr das Dispositiv ausschliesslich per E-
Mail zugestellt zu haben. Dadurch seien die Form- (so die Art. 80 Abs. 2, 85 und 86 StPO) und 
Fristvorschriften (Beschleunigungsgebot; Art. 5 StPO) nicht eingehalten worden. 

2.2.1. Gemäss Art. 80 Abs. 2 StPO ergehen Entscheide schriftlich und werden begründet. Sie 
werden von der Verfahrensleitung sowie der protokollführenden Person unterzeichnet und den 
Parteien zugestellt. Die Zustellung erfolgt gemäss Art. 85 Abs. 2 StPO durch eingeschriebene 
Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung, insbesondere durch die Polizei. 
Nach Art. 86 Abs. 1 StPO können mit dem Einverständnis der betroffenen Person Mitteilungen 
elektronisch zugestellt werden. Sie sind mit einer elektronischen Signatur gemäss Bundesgesetz 
vom 18. März 2016 über die elektronische Signatur zu versehen. Gemäss der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts kann nur die Zustellung von Mitteilungen ohne unmittelbare Rechtswirkung durch 
einfache Briefpost, Telefax oder E-Mail zulässig sein (vgl. Urteile BGer 1B_70/2018 vom 10. April 
2018 E. 3.5; 6B_390/2013 vom 6. Februar 2014 E. 2.3.3).

Vorliegend wurde das Dispositiv des Haftbeschlusses den Parteien per E-Mail versandt. Die 
Formvorschriften von Art. 86 StPO wurden dabei nicht eingehalten, obwohl es sich bei diesem 
Entscheid offensichtlich nicht um eine Mitteilung ohne unmittelbare Rechtswirkung handelt. 

In Bezug auf eine per E-Mail zugestellte Vorladung hat das Bundesgericht folgendes festgehalten: 
Amtliche Prozesshandlungen, die gegen Verfahrensvorschriften verstossen, sind grundsätzlich nur 
anfechtbar und nicht unwirksam. Sie entfalten nur dann keine Rechtswirkung, wenn das Gesetz 
diese Rechtsfolge selbst anordnet (vgl. Art. 141 Abs. 1 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 StPO; Art. 158 Abs. 2 
StPO; Art. 177 Abs. 3 StPO und Art. 277 Abs. 2 StPO) oder sich aus dem Schutzzweck der Norm 
ergibt, dass die Verfahrensvorschrift für die Wahrung der zu schützenden Interessen der 
betroffenen Person eine derart erhebliche Bedeutung hat, dass sie ihr Ziel nur erreichen kann, 
wenn bei deren Nichtbeachtung die Verfahrenshandlung ungültig ist. Erwachsen dem unmittelbar 
Betroffenen hingegen keine Rechtsnachteile aus der Verletzung der Verfahrensvorschrift, kann die 
Prozesshandlung trotz ihrer Fehlerhaftigkeit wirksam sein. Die StPO enthält keine Rechtsfolgen für 
den Fall, dass eine Mitteilung der betroffenen Person in Verletzung von Art. 85 Abs. 2 StPO 
eröffnet wird. Auch die Botschaft äussert sich insoweit nicht. Die gesetzlich vorgeschriebenen 
Zustellungsformen tragen dem Umstand Rechnung, dass Verfügungen oder Entscheide, die der 
betroffenen Person nicht eröffnet worden sind, grundsätzlich keine Rechtswirkungen entfalten und 
der Beweis der ordnungsgemässen Eröffnung sowie deren Datums der Behörde obliegt, die 
hieraus rechtliche Konsequenzen ableiten will. Sie haben ausschliesslich Beweisfunktion. Ist der 
Zugang der Mitteilung (auf andere Weise) erbracht, kommt der Form der Zustellung für die 
Wahrung der zu schützenden Interessen der betreffenden Person (Informationsrecht) keine 
weitergehende oder derart erhebliche Bedeutung zu, dass die Vorladung bei Nichtbeachtung von 
Art. 85 Abs. 2 StPO ungültig ist. Zudem verstösst die nachträgliche Rüge des Formmangels gegen 
Treu und Glauben mit der Folge, dass eine mangelhaft eröffnete Mitteilung unanfechtbar wird 
(Urteil BGer 6B_390/2013 vom 6. Februar 2014 E. 2.3.2; vgl. auch Urteil BGer 1B_41/2016 vom 
24. Februar 2016 E. 2.2).

Eine Zustellung ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung deshalb ungeachtet der 
Verletzung von Art. 85 Abs. 2 StPO auch dann gültig erfolgt, wenn die Kenntnisnahme des 
Empfängers auf andere Weise bewiesen werden kann und die zu schützenden Interessen des 

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Empfängers (Informationsrecht) gewahrt werden (BGE 144 IV 57 E. 2.3.2). Nichts anderes kann 
für die Nichtbeachtung der Formvorschrift von Art. 86 StPO gelten, namentlich bei Fehlen der 
elektronischen Unterschrift und/oder, wie von der Beschwerdeführerin ebenfalls geltend gemacht 
(vgl. Ergänzung der Beschwerde, S. 2 Ziff. 12), bei Unterlass des vorgängig einzuholenden 
Einverständnisses der betroffenen Person. 

Die Beschwerdeführerin bestätigte mittels Fax, das Dispositiv des Haftbeschlusses am 8. Oktober 
2018 erhalten zu haben. Ihr Rechtsvertreter teilte zudem gleichen Tags um 15.07 Uhr per E-Mail 
mit, dass er das Dispositiv (per Mail) erhalten habe. Etwas anderes wird in der Beschwerde, die 
sich zunächst nur auf das Dispositiv beziehen konnte, nicht behauptet, zumal der begründete 
Entscheid erst später zugestellt wurde. Ist aber erstellt, dass die Parteien am 8. Oktober 2018 vom 
Dispositiv Kenntnis erhielten und dass das Informationsrecht der Beschwerdeführerin gewahrt 
wurde, ist von einer rechtsgültigen Zustellung des Dispositivs trotz Verletzung der Art. 85 und 86 
StPO auszugehen. 

2.2.2. Gemäss Art. 80 StPO ergehen Entscheide schriftlich und werden begründet; sie werden 
von der Verfahrensleitung sowie der protokollführenden Person unterzeichnet und den Parteien 
zugestellt (Abs. 2). Lediglich einfache verfahrensleitende Beschlüsse und Verfügungen brauchen 
weder besonders ausgefertigt noch begründet zu werden (Abs. 3). Das Bundesgericht hielt in 
seinem Urteil 1B_608/2011 vom 10. November 2011 E. 2.3 fest, dass Entscheide über die 
Entlassung aus der Haft oder dem vorzeitigen Strafvollzug keine einfachen verfahrensleitenden 
Beschlüsse und Verfügungen sind. Auf die Unterschrift kann somit nicht verzichtet werden. Es 
handelt sich dabei namentlich im Interesse der Rechtssicherheit um ein Gültigkeitserfordernis. 
Denn mit der handschriftlichen Unterzeichnung wird die formelle Richtigkeit der Ausfertigung und 
deren Übereinstimmung mit dem vom Gericht gefassten Entscheid bestätigt. Nichts anderes kann 
für einen Haftbeschluss gelten. 

Die Beschwerdeführerin und ihr Anwalt erhielten nur, aber immerhin eine Kopie des unterzeich-
neten Dispositivs. Ein handschriftlich Unterzeichnetes Original wurde ihnen nicht zugestellt. Nichts-
destotrotz ist diese Konstellation von der Situation zu unterscheiden, in der ein Entscheid vorliegt, 
der überhaupt nicht unterzeichnet wurde. In analoger Anwendung der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts betreffend die Grenzen, sich bei einer falschen Rechtsmittelbelehrung im 
Entscheid auf den guten Glauben stützen zu können (vgl. Urteil BGer 1B_41/2016 vom 
24. Februar 2016 E. 2.3.2 mit Hinweis), konnte auch vorliegend von der anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführerin erwartet werden, dass sie das entsprechende Original vom ZMG verlangt, 
falls sie tatsächlich Zweifel in Bezug auf die Gültigkeit des Entscheides verspürte. Überdies wurde 
ihr ein handschriftlich unterzeichnetes Original des begründeten Entscheids nach dessen Ausfer-
tigung zugestellt. Im Ergebnis erweist sich damit auch diese Rüge als unbegründet. 

2.2.3. Nach Art. 224 Abs. 1 und 2 StPO hat die Staatsanwaltschaft dem ZMG unverzüglich, 
spätestens aber innert 48 Stunden seit der Festnahme, die Anordnung der Untersuchungshaft 
oder einer Ersatzmassnahme zu beantragen, wenn sich der Tatverdacht und die Haftgründe nach 
der Befragung der beschuldigten Person, der Gewährung des rechtlichen Gehörs und der 
unverzüglich erhobenen Beweise, bestätigen. 

Das ZMG entscheidet unverzüglich, spätestens aber innert 48 Stunden nach Eingang des Antrags 
(Art. 226 Abs. 1 StPO). Eröffnet es seinen Entscheid den Parteien schriftlich, ist ihnen anschlies-
send eine kurze schriftliche Begründung zuzustellen (vgl. Abs. 2). Der Anspruch des Festgenom-
menen auf einen unverzüglichen richterlichen Entscheid über die Anordnung von Untersuchungs-
haft bzw. die entsprechende Pflicht der Strafverfolgungsbehörden, einen Haftantrag mit 

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besonderer Beschleunigung dem zuständigen Haftrichter vorzulegen, ergeben sich unabhängig 
vom anwendbaren Prozessrecht aus den entsprechenden verfassungs- und konventions-
rechtlichen Garantien von Art. 31 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK; eine übermässige Haftdauer oder 
ungerechtfertigte, von den Strafverfolgungsbehörden zu vertretende Verzögerungen im Haftan-
ordnungsverfahren stellen unverhältnismässige Beschränkungen dieser Grundrechte dar. […] Die 
Aufrechterhaltung der Haft [wird] nicht schon dann gesetzwidrig, wenn die Staatsanwaltschaft den 
Haftantrag nicht innert 48 Stunden nach der Festnahme dem Haftrichter einreicht, sondern erst, 
wenn der Haftrichter den Haftentscheid dem Festgenommenen nicht innert 96 Stunden nach der 
Festnahme eröffnet hat. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots kann jedoch nur zur Haftent-
lassung führen, wenn die Verfahrensverzögerung geeignet ist, die Rechtmässigkeit der Unter-
suchungshaft in Frage zu stellen. Das ist nur der Fall, wenn sie besonders schwer wiegt und die 
Strafverfolgungsbehörden erkennen lassen, dass sie nicht gewillt oder in der Lage sind, das 
Verfahren nunmehr mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen 
Beschleunigung voranzutreiben. Ansonsten erfolgt - in teilweiser Gutheissung der Beschwerde - 
eine Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots im Dispositiv (BGE 137 IV 118 E. 2.2 
mit Hinweisen).

Die Beschwerdeführerin wurde am 5. Oktober 2018, um 16.40 Uhr, festgenommen. Der Staats-
anwalt stellte am Tag darauf, um 15.00 Uhr, den Antrag für die Untersuchungshaft. Der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführerin hatte vom Dispositiv des Entscheids des ZMGs am 8. Oktober 
2018 um 15.07 Uhr Kenntnis, d.h. rund 48 Stunden und 7 Minuten nach dem Antrag, bzw. 70 
Stunden und 27 Minuten nach der Festnahme der Beschwerdeführerin. Diese hatte ihrerseits 
jedenfalls am 8. Oktober 2018 vom Dispositiv Kenntnis, d.h. auch deutlich vor Ablauf der Höchst-
dauer von 96 Stunden seit ihrer Festnahme. Das ZMG hörte die Beschwerdeführerin am Montag-
morgen, 8. Oktober 2018 um 10.30 Uhr, unter Beizug eines Dolmetschers an. Wie üblich, scheint 
auch dieser Termin vorgängig mit dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sowie der Staats-
anwaltschaft abgesprochen worden zu sein (vgl. E-Mail vom 7. Oktober 2018; 17.04 Uhr an den 
Anwalt sowie an den Staatsanwalt „comme convenu, …“). Die Anhörung endete um 12.55 Uhr. 
Unter Berücksichtigung all dieser Umstände kann in casu bis zur Übermittlung des Dispositivs 
keine Verletzung des Beschleunigungsgebots ausgemacht werden.

Was schliesslich die Zustellung der schriftlichen Begründung des Entscheids angeht, ist 
festzustellen, dass diese gemäss Vorbringen der Beschwerdeführerin ihrem Rechtsvertreter per E-
Mail am 11. Oktober 2018 um 17.29 Uhr übermittelt wurde. Das Original sei ihnen per Post tags 
darauf zugestellt worden, d.h. am vierten Tage nach der Zustellung des Dispositivs. Das 
Bundesgericht hat mit Hinweisen auf die Lehre festgehalten, dass die schriftliche Begründung im 
Regelfall spätestens nach 3-4 Tagen, bzw. nach 2 Werktagen oder, in einfachen Fällen, sogar in 
wenigen Stunden nachzuliefern ist (Urteil BGer 1B_564/2011/1B_565/2011 vom 27. Oktober 2011 
E. 3.1), dies namentlich in Anbetracht der für die inhaftierte Person auf dem Spiel stehenden 
Interessen und der von Gesetzes wegen kurzen Begründung (vgl. BGE 138 IV 81 E. 2.5). 
Vorliegend lagen der Haftantrag sowie die Akten des Verfahrens dem ZMG am 6. Oktober 2018 
vor. Die Beschwerdeführerin wurde am Morgen des 8. Oktober 2018 angehört und der Entscheid 
wurde am Nachmittag desselben Tages gefällt. Eine besondere Schwierigkeit kann in diesem 
Verfahren nicht ausgemacht werden und wird auch vom ZMG nicht geltend gemacht. In casu 
erscheinen somit über drei Tage für eine kurze Begründung des Haftentscheids zu lang und 
vermögen sich nicht zu rechtfertigen. Diese Verletzung des Beschleunigungsgebots wiegt 
allerdings nicht besonders schwer, so dass sie nicht zur umgehenden Haftentlassung führen kann. 
Dem Umstand wird entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der Kosten-

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regelung Rechnung getragen. Überdies wird die Verletzung im Dispositiv festgehalten. In diesem 
Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. 

2.3. Gemäss Art. 81 Abs. 4 Bst. a StPO enthält das Dispositiv die Bezeichnung der ange-
wendeten Gesetzesbestimmungen. 

Dem Dispositiv kann vorliegend namentlich der Haftgrund nicht entnommen werden. 
SCHMID/JOSITSCH sind der Ansicht, dass insbesondere bei einer Verurteilung im Dispositiv die 
Strafbestimmungen zu nennen sind, welche die Urteilsgrundlage bilden. Bei einer Einstellung und 
einem Freispruch sind hingegen die Strafbestimmungen nicht detailliert zu nennen. Nicht zu 
nennen sind die angewandten Bestimmungen anderer Gesetze, so der StPO (vgl. Schweizerische 
Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2017, 3. Aufl., Art. 81 N. 14 und 15). Die Frage muss 
jedoch nicht abschliessend beantwortet werden, da sie so oder anders nicht zur beantragten Frei-
lassung der Beschwerdeführerin führen kann. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 

3.

Die Beschwerdeführerin sieht sodann einen umgehenden Entlassungsgrund aus materiellen 
Gründen. Es könne bei keinem einzigen Tatvorwurf von einem schweren Verbrechen oder Verge-
hen gesprochen werden. Auch sei nicht dargetan worden, dass sie damit die Sicherheit anderer 
erheblich gefährden würde. Die Voraussetzungen für die Anordnung einer Untersuchungshaft 
seien nicht gegeben. 

3.1. Nach den Grundvoraussetzungen von Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft insbesondere 
nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend 
verdächtig ist und ein im Gesetz genannter Haftgrund vorliegt. Die hier strittige Haft stützt sich auf 
Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO. Überdies hat die Haft wie alle straf-
prozessualen Zwangsmassnahmen verhältnismässig zu sein (vgl. insbes. Art. 197 StPO) und sie 
darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO).

Erforderlich ist somit zunächst, dass ein dringender Tatverdacht in Bezug auf ein Verbrechen oder 
Vergehen sowie Wiederholungsgefahr bestehen. Die Beschwerdeführerin bestreitet den drin-
genden Tatverdacht nicht.

Wiederholungsgefahr liegt vor, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens 
dringend verdächtig ist und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder 
Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige 
Straftaten verübt hat. Die Verhütung weiterer schwerwiegender Delikte ist ein verfassungs- und 
grundrechtskonformer Massnahmenzweck: Art. 5 Ziff. 1 Bst. c EMRK anerkennt ausdrücklich die 
Notwendigkeit, Beschuldigte im Sinne einer Spezialprävention an der Begehung schwerer 
strafbarer Handlungen zu hindern. Nach der Rechtsprechung kann die Untersuchungshaft wegen 
Wiederholungsgefahr auch dem Verfahrensziel der Beschleunigung dienen, indem verhindert wird, 
dass sich der Strafprozess durch immer neue Delikte kompliziert und in die Länge zieht. Indessen 
muss sich die Wiederholungsgefahr auf schwere, die Sicherheit anderer erheblich gefährdende 
Delikte beziehen; fehlt eine solche Gefährdung anderer, genügt allein der Haftzweck, das 
Verfahren abzuschliessen, nicht (Urteil BGer 1B_32/2017 vom 4. Mai 2017 E. 3.1 und 3.2 mit Hin-
weisen).

Nach dem Gesetz sind drei Elemente für das Vorliegen von Wiederholungsgefahr konstitutiv. 
Erstens muss grundsätzlich das Vortatenerfordernis erfüllt sein und es müssen schwere Vergehen 
oder Verbrechen drohen. Zweitens muss hierdurch die Sicherheit anderer erheblich gefährdet sein. 

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Drittens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Legal- bzw. 
Rückfallprognose zu beurteilen ist (BGE 143 IV 9 E. 2.5). 

3.1.1. Bei den in Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO verlangten Vortaten muss es sich um Verbrechen 
oder schwere Vergehen gegen gleiche oder gleichartige Rechtsgüter gehandelt haben, wie sie im 
hängigen Untersuchungsverfahren massgeblich sind. Die früher begangenen Straftaten können 
sich aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie können jedoch auch Gegen-
stand eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, in dem sich die Frage der Untersuchungs- und 
Sicherheitshaft stellt, sofern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die 
beschuldigte Person solche Straftaten begangen hat. Der Nachweis, dass die beschuldigte Person 
eine Straftat verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis oder einer erdrückenden Beweis-
lage als erbracht. Erweisen sich die Risiken als untragbar hoch, kann vom Vortatenerfordernis 
sogar ganz abgesehen werden. Aufgrund einer systematisch-teleologischen Auslegung von Art. 
221 Abs. 1 Bst. c StPO ist das Bundesgericht zum Schluss gekommen, es habe nicht in der 
Absicht des Gesetzgebers gelegen, mögliche Opfer von schweren Gewaltdelikten einem derart 
hohen Rückfallrisiko auszusetzen (BGE 143 IV 9 E. 2.3.1 mit Hinweisen). 

"Leichte" Vergehen werden vom Haftgrund der Wiederholungsgefahr nicht erfasst. Es stellt sich 
daher die Frage, nach welchen Kriterien zwischen schweren Vergehen und minder schweren 
Vergehen im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO zu unterscheiden ist. Ausgangspunkt bildet die 
abstrakte Strafdrohung gemäss Gesetz. Voraussetzung für die Einstufung als schweres Vergehen 
ist, dass eine Freiheitsstrafe (bis zu drei Jahren) droht. Vergehens-Tatbestände, wie etwa Art. 177 
StGB (Beschimpfung), bei welchen keine Freiheitsstrafe, sondern ausschliesslich Geldstrafe 
angedroht ist, gelten als minder schwere Vergehen und fallen für die Anordnung von Präventivhaft 
von vorneherein ausser Betracht. Bei der Beurteilung der Schwere der Tat sind neben der 
abstrakten Strafdrohung gemäss Gesetz insbesondere auch das betroffene Rechtsgut und der 
Kontext einzubeziehen. Je höherwertig ein geschütztes Rechtsgut ist, desto eher werden Eingriffe 
in dieses als schwer zu qualifizieren sein. Dem Kontext, insbesondere der konkret vom 
Beschuldigten ausgehenden Gefährlichkeit bzw. dem bei ihm vorhandenen Gewaltpotenzial, das 
aus den Umständen der Tatbegehung hervorgehen kann, ist ebenfalls angemessen Rechnung zu 
tragen, was sich je nachdem entweder zu Lasten oder zu Gunsten des Beschuldigten auswirken 
kann. Diese Gefährlichkeit lässt sich aufgrund der früheren Straftaten, aber auch anhand der ihm 
neu vorgeworfenen Handlungen beurteilen, sofern mit genügender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, 
dass er sie begangen hat (BGE 143 IV 9 E. 2.6). 

3.1.2. Die drohenden Delikte müssen die Sicherheit anderer erheblich gefährden. Sicherheit 
bedeutet die Abwesenheit von Gefahr oder Beeinträchtigung. Mit dem Begriff "Sicherheit" ist damit 
noch nichts über den Kreis der betroffenen Rechtsgüter gesagt, deren Sicherheit bedroht ist. Auch 
das Wort "anderer" drückt einzig aus, dass es sich um Rechtsgüter von Personen handeln muss. 
Die erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer durch drohende Verbrechen oder schwere 
Vergehen kann sich daher grundsätzlich auf Rechtsgüter jeder Art beziehen. Im Vordergrund 
stehen Delikte gegen die körperliche und sexuelle Integrität. In diesem Kontext muss insbesondere 
bei Straftaten gegenüber speziell schutzbedürftigen Personengruppen, namentlich Kindern, […] 
ein strenger Massstab gelten, denn diesfalls sind auch weniger schwerwiegende Tathandlungen 
geeignet, die von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO angesprochene "Sicherheit anderer" zu gefährden. 
Zulässig ist die Anordnung von Präventivhaft indes auch bei Delikten gegen die Freiheit sowie bei 
schweren Verstössen gegen Nebenstrafgesetze. Vermögensdelikte dagegen sind zwar unter 
Umständen in hohem Mass sozialschädlich, betreffen aber grundsätzlich nicht unmittelbar die 
Sicherheit der Geschädigten. Anders kann es sich in der Regel nur bei besonders schweren 

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Vermögensdelikten verhalten. Drohungen können nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
die Anordnung von Präventivhaft ebenfalls begründen, da sie die Sicherheitslage einer Person 
erheblich beeinträchtigen können. Gleiches gilt für schwere Strassenverkehrsdelikte; so hat das 
Bundesgericht drohende Trunkenheitsfahrten, bei welchen gravierende Unfallfolgen zu befürchten 
sind, als "erheblich sicherheitsgefährdend" im Sinne des Gesetzes qualifiziert. Ferner hat das 
Bundesgericht die erhebliche Sicherheitsrelevanz bei qualifizierten Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, konkret bei banden- und gewerbsmässigem Handel von Cannabis im 
grossen Stil, bejaht (BGE 143 IV 9 E. 2.7).

3.1.3. Nach dem Gesetz muss schliesslich "ernsthaft zu befürchten" sein, dass der Beschuldigte 
bei einer Freilassung erneut schwere Vergehen oder Verbrechen begehen würde. Ob diese 
Voraussetzung erfüllt ist, ist anhand einer Legal- bzw. Rückfallprognose zu beurteilen. Insoweit 
stellen sich ähnliche Fragen wie im Zusammenhang mit der Gewährung des bedingten Strafvoll-
zugs nach Art. 42 Abs. 1 StGB, welcher das Fehlen einer ungünstigen Prognose verlangt. Mass-
gebliche Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallgefahr sind nach der Rechtsprechung insbe-
sondere die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delikte sowie die einschlägigen Vorstrafen. 
Bei dieser Bewertung sind allfällige Aggravationstendenzen, wie eine zunehmende Eskalation 
respektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der Taten, zu berücksichtigen. Zu würdigen 
sind des Weiteren die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten Person, d.h. insbesondere ihre 
psychische Verfassung, ihre familiäre Verankerung, die Möglichkeiten einer Berufstätigkeit und 
ihre finanzielle Situation. Die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens ist zur Beurteilung der 
Rückfallgefahr nicht in jedem Fall notwendig. Erscheint ein solches im konkreten Fall erforderlich 
oder wurde es bereits in Auftrag gegeben, rechtfertigt sich die Aufrechterhaltung der Haft bei 
gemäss Aktenlage ungünstiger Prognose jedenfalls so lange, bis die Wiederholungsgefahr 
gutachterlich abgeklärt ist. Mit Blick auf das in Haftsachen geltende Beschleunigungsgebot kann 
insoweit die Einholung eines Kurz- oder Vorabgutachtens beim beauftragten Sachverständigen zur 
Frage der Rückfallgefahr angezeigt sein. […] In Änderung der publizierten Rechtsprechung (BGE 
137 IV 84 E. 3.2) ist vom zwingenden Erfordernis der sehr ungünstigen Rückfallprognose zur 
Bejahung von Wiederholungsgefahr Abstand zu nehmen. Notwendig, aber auch ausreichend ist 
grundsätzlich eine ungünstige Rückfallprognose (BGE 143 IV 9 E. 2.8 und 2.10). 

3.2.

3.2.1. Dem Strafregisterauszug der Beschwerdeführerin kann entnommen werden, dass diese 
zum einen wegen Sachbeschädigung (mehrfache Begehung), Hausfriedensbruch (mehrfache 
Begehung), Diebstahl (mehrfache Begehung), Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(Art. 19 Abs. 1 BetmG), geringfügiges Vermögensdelikt (Sachbeschädigung; mehrfache 
Begehung), Hinderung einer Amtshandlung (mehrfache Begehung), Beschimpfung (mehrfache 
Begehung) und Übertretung nach Art. 19a des Betäubungsmittelgesetzes zu einer bedingten 
Geldstrafe von 100 Tagessätzen und einer Busse von CHF 200.- und zum anderen wegen 
Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung (mehrfache Begehung) zu einer bedingten Geldstrafe 
von 80 Tagessätzen und einer Busse von CHF 330.- verurteilt worden ist. 

Im laufenden Verfahren werden der Beschwerdeführerin folgende Taten zur Last gelegt: Über-
tretung nach Art. 19a des Betäubungsmittelgesetzes, Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 des Betäu-
bungsmittelgesetzes, unrechtmässige Aneignung, geringfügiges Vermögensdelikt (Diebstahl), 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Beschimpfung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte, Diebstahl, Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung, Vergehen gegen das Bundesgesetz 
über den Umweltschutz, Hinderung einer Amtshandlung, einfache Körperverletzung, Drohung, 
Gefährdung des Lebens, Nichtanzeigen eines Fundes, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum 

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Gebrauch, Führen eines entwendeten Motorfahrzeugs, Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motor-
fahrzeug/andere Gründe), Fahren in angetrunkenem Zustand (Motorfahrzeug/qualifizierte Atem-
alkoholkonz.), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, Vereitelung von Massnahmen 
zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (Motorfahrzeug).

Diebstahl wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft und stellt damit ein Verbrechen 
dar. Bei gewerbsmässigem oder bandenmässigen Diebstahl droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn 
Jahren. Schwere Vergehen i.S.d. zitierten Rechtsprechung, zu denen die Beschwerdeführerin 
bereits verurteilt wurde und dessen Begehen sie auch im laufenden Verfahren verdächtigt wird, 
können somit die Sachbeschädigung, der Hausfriedensbruch sowie das Vergehen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) darstellen. Sachbeschädigung geht zulasten des 
Vermögens der betroffenen Personen und der Hausfriedensbruch gegen die Freiheit. Art. 19 Abs. 
1 BetmG schützt die öffentliche Gesundheit (vgl. BGE 124 IV 97 E. 2c). Ebenfalls schwere 
Vergehen gegen das Vermögen kann die unrechtmässige Aneignung, derer die Beschwerde-
führerin ebenfalls verdächtigt wird, darstellen. Die Freiheit wird zudem von Art. 180 StGB 
(Drohung) geschützt. Bei Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte kann die physische 
Integrität der Geschädigten verletzt werden. Mit den verschiedenen Diebstählen, bzw. Einbruch- 
und Einschleichediebstählen, für welche die Beschwerdeführerin verurteilt, bzw. welche ihr in 
vorliegendem Verfahren zur Last gelegt werden, wird das Vortatenerfordernis erfüllt. 

3.2.2. Die drohenden Delikte müssen die Sicherheit anderer erheblich gefährden (vgl. E. 3.1.2. 
hiervor). Serien von Einbruch- bzw. Einschleichediebstählen wie auch bandenmässiger Diebstahl 
sind nach der Praxis des Bundesgerichts erheblich „sicherheitsrelevant“ im Sinne des Gesetzes 
(vgl. Urteile BGer 1B_249/2014 vom 6. August 2014 E. 3.4; 1B_379/2011 vom 2. August 2011 
E. 2.9). 

Vorliegend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführerin sechs Einbruch- bzw. Einschleichedieb-
stähle zur Last gelegt werden. Zum Teil hat sie die Taten gestanden, zum Teil konnte sie 
spurenmässig überführt bzw. durch Zeugen erkannt werden. Zwischen dem 1. und 7. Juli 2017 soll 
sie ein Fenster einer Zweitwohnung aufgebrochen haben und darin gewohnt haben. Sie soll eben-
falls Esswaren und Getränke konsumiert, Medikamente und Kosmetikartikel gebraucht und ein 
Staubsauger gestohlen haben. Insgesamt soll sich der Schaden (ohne Sachbeschädigung am 
Fenster) auf rund CHF 450.- belaufen. Am 8. Juni 2018 soll die Beschwerdeführerin durch ein 
offenes Gartentor auf ein Grundstück und durch eine offene Holztür in das dortige Haus gelangt 
sein und CHF 230.- aus dem aufgefundenen Portemonnaie gestohlen haben; in einem 
Mehrfamilienhaus soll sie in den Keller gelangt sein, die Überfalle beim Lattenverschraub eines 
Kellerabteils abgeschraubt haben und Lebensmittel und Getränke im Wert von etwa CHF 19.- 
behändigt haben, sowie in einem weiteren Mehrfamilienhaus aus einem unverschlossenen Keller-
abteil verschiedene Gegenstände von einem Wert von rund CHF 330.- entwendet haben. 
Zwischen dem 27. und 28. August 2017 soll sie sodann zum einen durch ein Fenster in ein 
Restaurant eingestiegen sein und Schlüssel im Wert von insgesamt CHF 600.- mitgenommen 
haben und zum anderen in einer Garage ein schräggestelltes Fenster mit Körpergewalt aufge-
drückt haben, eingestiegen sein und Deliktsgut im Wert von CHF 5‘140.- entwendet haben. 
Sämtliche Taten vom 8. Juni 2018 soll die Beschwerdeführerin zusammen mit drei weiteren Tätern 
begangen haben. Die anderen jeweils mit C.________. Obwohl die Geschädigten auf einen 
Strafantrag verzichteten, geht zudem aus den Akten hervor, dass sich die Beschwerdeführerin am 
27. April 2018 zu einer Liegenschaft mit einem aufgefunden Schlüssel Zugang verschaffte und 
dass sie diese trotz Aufforderung der Anwohner nicht mehr verlassen wollte. Daraufhin kam es 
unbestrittenermassen mit einem der Anwohner zu einem Handgemenge.

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Neben fünf Ladendiebstählen (zum Teil Versuch) wird ihr ausserdem ein weiterer Diebstahl im 
Freibad D.________ sowie ein Entreissdiebstahl zur Last gelegt. Letzteren bestreitet sie, wie auch 
die ihr vorgeworfenen Drohungen gegenüber derselben Person, E.________. Diese erstattete 
insgesamt vier Anzeigen gegen die Beschwerdeführerin wegen Vorfällen, die sich zwischen dem 
21. Mai und 2. Juni 2018 zugetragen haben sollen. Am Abend des 21. Mai 2018 soll die 
Beschwerdeführerin E.________ auf der Strasse am Handgelenk gepackt und ihr befohlen haben, 
das Mobiltelefon herauszugeben, was sie auch gemacht haben soll, nachdem sie gesehen haben 
will, wie die Begleiter der Beschwerdeführerin auf einen Mann mit einer zerbrochenen Glasflasche 
eingestochen haben. Am Abend des 28. Mai 2018 soll die Beschuldigte E.________ mit dem Tod 
gedroht und versucht haben, sie mit einer zerbrochenen Glasflasche zu verletzen. E.________ 
flüchtete daraufhin in ein Restaurant und verständigte die Polizei. Der Restaurantbesitzer gab an, 
gesehen zu haben, wie E.________ gefolgt von der Beschwerdeführerin in sein Restaurant 
gerannt kam. Sie habe ihm gesagt, dass die Beschwerdeführerin sie mit einer Glasflasche 
angegriffen habe und umbringen wolle. Er habe dies nicht gesehen. E.________ habe aber 
ausgesehen als sei sie in Todesangst versetzt worden. Die Beschwerdeführerin hingegen habe 
einen normalen Eindruck gemacht und eher ruhig gewirkt. Am Abend des 29. Mai 2018 meldete 
sich E.________ erneut bei der Polizei und erklärte wieder von der Beschwerdeführerin mit einer 
Glasflasche bedroht worden zu sein. Als sie dazu später einvernommen wurde, konnte sie sich 
allerdings an den Vorfall nicht mehr erinnern und machte keine weiteren Angaben dazu. Am Abend 
des 2. Juni 2018 meldete sich E.________ ein weiteres Mal via Gegensprechanlage der 
Polizeiwache. Die Meldung war jedoch unverständlich. Vor Ort erklärte dann E.________ der 
Polizei, die Beschwerdeführerin habe sie verfolgt, von hinten festgehalten und mit einem Messer, 
welches sie ihr an den Hals angesetzt hatte, mit den Worten „Ich seh Dich noch einmal und dann 
schlitze ich Dich auf“ bedroht. Während der Auseinandersetzung wurde der Pullover von 
E.________ beschädigt. Dieser wurde sichergestellt. 

Schliesslich soll die Beschwerdeführerin am 4. November 2017 mit dem Fuss einen 
Polizeibeamten getreten und versucht haben, den anderen Beamten mit der Faust zu schlagen. 
Am 28. August 2018 soll sie ebenfalls versucht haben, die Polizeibeamten mit Kopfstössen und 
Fusstritten zu treten.

Bei den genannten Delikten handelt es sich nicht um vereinzelte kleinere Delikte, sondern sie 
nehmen ein Ausmass an, bei dem davon auszugehen ist, dass sich die Beschwerdeführerin darauf 
ausgerichtet hat, ihre monatlich ausbezahlte Sozialhilfe von CHF 740.- pro Monat aufzubessern, 
um ihren Lebensunterhalt und Alkoholkonsum zu finanzieren. Ebenso wird auf Grund der 
geschilderten, der Beschwerdeführerin zur Last gelegten und mehrheitlich nicht bestrittenen Taten 
offensichtlich, dass sie beim Aufeinandertreffen mit dem Gegenüber auch bereit ist, eine gewisse 
Gewalt anzuwenden, ob dies nun die jeweiligen Eigentümer oder aber auch die Polizeibeamten 
sind, und damit zunehmend keinen Halt vor der physischen Integrität ihres Gegenübers macht. 
Auch die Freiheit, insbesondere von E.________, soll sie schon mehrmals durch Drohungen mit 
gefährlichen Gegenständen (Messer, zerbrochene Glasflasche) angegriffen haben. Das Kriterium 
der Sozialgefährlichkeit ist damit auch zu bejahen. 

3.2.3. Schliesslich gilt es zu untersuchen, ob "ernsthaft zu befürchten" ist, dass die Beschuldigte 
bei einer Freilassung erneut schwere Vergehen oder Verbrechen begehen würde.

Die Beschwerdeführerin wurde bereits wegen mehrfachem Diebstahl, begangen am 13. Februar 
und 22. August 2015 bestraft. Im laufenden Verfahren werden ihr nun seit Juli 2017 sechs weitere 
Einschleiche- bzw. Einbruchdiebstähle plus weitere (Laden-)diebstähle und ein Entreissdiebstahl 
vorgeworfen. Ebenfalls fällt auf, dass die Beschwerdeführerin beim Aufeinandertreffen mit den 

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Eigentümern zunehmend vor Gewalt nicht halt macht und auch gegenüber den Polizeibeamten 
handgreiflich geworden sein soll. Hinzu kommt, dass sie alkoholabhängig ist. Bis anhin hatte sie 
keinen festen Wohnsitz, auch wenn sie nun angibt, eine Wohnung gefunden zu haben. Weiter gibt 
sie an, den theoretischen Teil ihrer LAP wiederholen zu wollen und deshalb die Kurse besuchen 
zu müssen. Allerdings geht sie keiner Erwerbstätigkeit nach und wird von der Sozialhilfe mit 
CHF 740.- unterstützt. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ist tatsächlich ernsthaft zu 
befürchten, dass die Beschwerdeführerin bei einer Freilassung erneut delinquieren wird. 

3.2.4. Sämtliche Voraussetzungen der Wiederholungsgefahr sind somit gegeben. Die 
Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen. 

Daran ändert auch nichts, dass das ZMG die Untersuchungshaft vorerst auf einen Monat 
beschränkt hat. Wie dieses in seiner Stellungnahme vom 15. Oktober 2018 angibt, können in 
dieser Zeit die Angaben der Beschwerdeführerin betreffend persönliche Situation (Wohnsitz, Fort-
führen der begonnenen Berufsausbildung und geplanter Entzug) überprüft werden. Eine Stabilität 
in ihrem Leben könnte nämlich tatsächlich dazu führen, dass nicht mehr ernsthaft zu befürchten 
ist, dass die Beschwerdeführerin bei einer Freilassung erneut schwere Vergehen oder Verbrechen 
begehen würde (vgl. hiervor E. 3.2.3.). Durch die vorläufige Begrenzung der Untersuchungshaft 
auf einen Monat soll der Beschwerdeführerin genau diese Chance, nämlich ihre gefundene Stabili-
tät, wenn sich diese dann als zutreffend erweisen wird, weiter auszubauen, belassen werden. 
Grotesk, wie es die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde bezeichnet (vgl. Beschwerde, S. 4 
Ziff. 7 und Ergänzung, S. 4, Ziff. 18), erscheint die Dauer jedenfalls nicht. Auch der Einwand, die 
Untersuchungshaft rechtfertige sich nicht, da lediglich ein einziges Delikt nach der am 20. Juni 
2018 erfolgten „letzten Warnung“, die der Staatsanwalt der Beschwerdeführerin durch die Polizei 
hat ausrichten lassen, der Beschwerdeführerin zur Last gelegt werde (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 
9), ist nicht stichhaltig. Die Anordnung einer Untersuchungshaft ist offensichtlich nicht von einer 
vorgängigen Warnung abhängig. 

3.3. Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass die Anordnung der Untersuchungs-
haft verhältnismässig ist, insbesondere ist nicht ersichtlich, welche Ersatzmassnahme zurzeit die 
Wiederholungsgefahr beseitigen könnte. Zudem dauert die Untersuchungshaft nicht länger als die 
zu erwartende Freiheitsstrafe. Etwas anderes wird in diesen beiden Punkten von der Beschwerde-
führerin denn auch nicht geltend gemacht. 

4.

4.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht 
eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Vorliegend wurde auf den Antrag der Beschwerdeführerin, ihr eine Entschädigung für ungerecht-
fertigte Haft auszurichten, nicht eingetreten. Weitere formelle wie auch die materielle Rüge waren 
unbegründet, so dass die Beschwerde in diesen Punkten abzuweisen ist. Schliesslich ist der 
Verletzung des Beschleunigungsgebots sowie der Verletzung der Verfahrenssprache Rechnung 
zu tragen. Insgesamt rechtfertigt es sich die auf CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: 
CHF 100.-) festgesetzten Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin und dem Staat je hälftig 
aufzuerlegen. 

4.2. Die Strafkammer setzt die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für das Beschwerde-
verfahren fest (Art. 57 Abs. 1 und 2 JR; FZR 2015 73). Vorliegend erscheinen fünf Stunden Arbeit 
für die Beschwerde, deren Ergänzung sowie die beiden Stellungnahmen, die Kenntnisnahme der 

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Stellungnahmen und des vorliegenden Urteils als angemessen. Unter Berücksichtigung weiterer 
kleiner Verrichtungen und den Auslagen wird die Entschädigung bei einem Stundentarif von 
CHF 180.- pauschal auf CHF 1‘100.- festgesetzt. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. CHF 84.70.

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

Folglich wird festgestellt, dass das Zwangsmassnahmengericht das Beschleunigungsgebot 
verletzt hat und die Verfahrenssprache nicht eingehalten hat. 

Im Übrigen wird der Entscheid vom 8. Oktober 2018 bestätigt.

II. Die angemessene Entschädigung von Rechtsanwalt Patrik Gruber für das Beschwerde-
verfahren wird auf CHF 1‘100.-, zzgl. MwSt. von CHF 84.70, festgesetzt. 

III. Die Verfahrenskosten von CHF 1‘784.70 (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-; ange-
messene Entschädigung: CHF 1‘184.70) werden A.________ und dem Staat je zur Hälfte 
auferlegt.

A.________ ist verpflichtet die Hälfte der Entschädigung gemäss Ziffer II zurückzubezahlen, 
sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 24. Oktober/cth

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: