# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e79b4c34-a4f4-58de-8430-f7c7fb8772c4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.02.2023 110 2022 169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-169_2023-02-16.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/169

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 16. Februar 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Täuffelen, Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 86, 
Postfach 176, 2575 Täuffelen

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Täuffelen vom 
21. September 2022 (Baugesuch Nr. 21/22 (2022-7345); Bauwagen)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerinnen sind Grundeigentümerinnen der Parzelle Täuffelen Gbbl. 
Nr. F.________. Auf der Parzelle, die in der Landwirtschaftszone liegt, befinden sich ein 
Wohnhaus und eine Garage. Die Gemeinde Täuffelen erhielt im März 2022 eine baupolizeiliche 
Anzeige, der zufolge in der Garage eine Werkstatt eingebaut worden sei. Neben der Garage seien 
ein Unterstand für Velos und Geräte sowie eine Toilette aus Holz aufgestellt worden. Ein blauer 
Bauwagen sei als Schlafwagen ausgebaut worden. Auf dem Vorplatz stünden LKW-Anhänger, auf 
denen Aufbauten wie beim blauen Bauwagen gebaut würden. Vor der Garage seien auf der 
Landwirtschaftsfläche mehrere Parkplätze erstellt worden. Diverses Baumaterial liege herum.1 Mit 
Schreiben vom 8. April 2022 forderte die Gemeinde die Beschwerdeführerinnen auf, innert 30 
Tagen ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Soweit innerhalb der Frist kein Baugesuch 
eingereicht werde, verfüge sie die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes.2

2. Am 26. April 2022 führte die Gemeinde einen Augenschein durch und hielt die Ergebnisse 
in einem Schreiben an die Beschwerdeführerinnen fest. Demnach sollten bis am 15. Oktober 2022 
ein blauer Bauwagen, ein Anhängerwagen (noch nicht fertig gebauter Zirkuswagen), die 
Erweiterung der Vorplatzfläche und die Bau- und Isolationsmaterialien entfernt bzw. zurückgebaut 

1 Pag. 100 der Vorakten
2 Pag. 99 der Vorakten

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werden. Ausserdem sollte bis am 31. Mai 2022 ein Baugesuch für den Velo- und 
Geräteunterstand, die Event-Toilette aus Holz und den Abstellplatz für fix abgestellte Bauwagen 
zur Wohnnutzung (noch nicht fertig gebaut) eingereicht werden.

3. Die Beschwerdeführerinnen reichten am 7. Juni 2022 ein nachträgliches Baugesuch bei der 
Gemeinde ein für den Anbau eines Velo- und Geräteunterstandes, den Neubau einer Eventtoilette 
Kompotoi, einen Abstellplatz für einen fix abgestellten Bauwagen zur Wohnnutzung und die 
Erweiterung der Manövrierfläche mit Schotterrasen auf der Parzelle Nr. F.________.3 Am 21. Juni 
2022 reichten die Beschwerdeführerinnen ein korrigiertes nachträgliches Baugesuch ein. 
Hinsichtlich des Bauwagens ersuchten sie neu um «dauerhaftes Parkieren eines Bauwagens (zur 
Wohnnutzung) auf bestehendem Parkplatz zu Wohnhaus». Zudem reichten sie am 13. Juni 2022 
ein Ausnahmegesuch für das Bauen in der Landwirtschaftszone gemäss Art. 24 RPG4 ein.5

4. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) hielt in seiner 
Stellungnahme vom 28. Juli 2022 fest, die Bauvorhaben würden der Befriedigung von über den 
Standard hinausgehenden Ansprüchen dienen und damit den Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG 
sprengen. Die erforderliche Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG könne nicht erteilt 
werden.6 Am 9. September 2022 fand eine Begehung gemeinsam mit dem Projektverfasser und 
einem Vertreter des AGR statt. Gemäss Protokoll wurde festgehalten, dass sämtliche neu 
erstellten Bauten nicht zonenkonform seien und zurückgebaut werden müssten. Auch die 
momentan aufgestellten Bauwagen, die sich im Bau befänden, seien zu entfernen.7 Mit E-Mail 
vom 20. September 2022 stellte die Gemeinde den Beschwerdeführerinnen erneut den 
Bauabschlag und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes in Aussicht.

5. Mit Verfügung vom 21. September 2022 erteilte die Gemeinde den Bauabschlag und 
ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes bis am 31. Dezember 2022 an. 
Gleichzeitig drohte sie die Ersatzvornahme und eine Busse bei Nichtbefolgung an. Die Verfügung 
umfasst folgende Wiederherstellungsmassnahmen:

- Der Anbau Unterstand für Velos und Geräte ist vollständig zurückzubauen.
- Die Event-Toilette Kompo Toi ist zu entfernen.
- Der Bauwagen zu Wohnzwecken ist vom Grundstück zu entfernen. Auch die weiteren Bauwagen 

welche sich im Bau befinden sind vom Grundstück zu entfernen.
- Die erweiterte Manövrierfläche mit Schotterrasen ist bis auf die bestehende Parkplatzfläche 

zurückzubauen. D.h. Rückbau des Kieskoffers und Einbau von Erdmaterial.

6. Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführerinnen am 12. Oktober 2022 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beanstanden, 
dass sämtliche unbewohnten Bauwagen zu entfernen seien und beantragen, dass zwei 
unbewohnte Bauwagen auf der Parzelle Nr. F.________ auf dem Parkplatz stehen bleiben dürfen.

7. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet8, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten sowie eine Stellungnahme des AGR ein. Die 
Gemeinde beantragt in ihrer Stellungnahme vom 25. Oktober 2022 die Abweisung der 
Beschwerde. Auch das AGR beantragt mit Eingabe vom 21. November 2022, die Beschwerde sei 

3 Pag. 83 ff. der Vorakten
4 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
5 Pag. 54 ff. der Vorakten
6 Pag. 28 der Vorakten
7 Pag. 15 der Vorakten
8 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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abzuweisen. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2022 reichten die Beschwerdeführerinnen zudem 
eine Stellungnahme mit Fotos zur Nutzung der Bauwagen ein. Die Gemeinde reichte am 
23. Januar 2023 Schlussbemerkungen ein. Von den Beschwerdeführerinnen gingen keine 
Schlussbemerkungen ein. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauentscheid mit Wiederherstellungsverfügung. Bauentscheide mit 
Wiederherstellungsverfügung können nach Art. 40 und Art. 49 Abs. 1 BauG9 innert 30 Tagen seit 
Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die 
Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde gegen Bauentscheide befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die 
Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde 
(Art. 40 Abs. 2 BauG). Wiederherstellungsverfügungen kann anfechten, wer vor der Vorinstanz 
am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der Verfügung hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG10).11 Die 
Beschwerdeführerinnen, deren Baugesuch abgewiesen wurde, und die Adressatinnen der 
Wiederherstellungsverfügung sind, sind durch den angefochtenen Entscheid beschwert und daher 
zur Beschwerdeführung legitimiert.

c) Die BVD prüft das Bauvorhaben frei und kann den angefochtenen Entscheid nach Anhörung 
der Parteien von Amtes wegen abändern, wenn er erhebliche Mängel aufweist (Art. 40 Abs. 3 
BauG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.12

b) Mit der angefochtenen Verfügung vom 21. September 2022 hat die Gemeinde dem 
nachträglichen Baugesuch den Bauabschlag erteilt und den vollständigen Rückbau des Velo- und 
Geräteunterstandes, die Entfernung der Eventtoilette und den Rückbau der erweiterten 
Manövrierfläche bis auf die bestehende Parkplatzfläche angeordnet. Zudem hat die Gemeinde die 
Entfernung des Bauwagens zu Wohnzwecken sowie der weiteren Bauwagen im Bauzustand 
verfügt. In ihrer Beschwerde vom 12. Oktober 2022 erklären die Beschwerdeführerinnen, den 
Velo- und Geräteunterstand vollständig zurückzubauen, die Eventtoilette zu entfernen und die 

9 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
10 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
11 Vgl. Michael Pflüger, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 65 N. 9
12 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20a N. 25; Ruth Herzog, in Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14

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erweiterte Manövrierfläche wieder zu begrünen. Diese Bauvorhaben bilden nicht Streitgegenstand 
des Beschwerdeverfahrens, diesbezüglich ist die angefochtene Verfügung vom 21. September 
2022 in Rechtskraft erwachsen. Streitgegenstand bilden einzig die Bauwagen.

3. Fehlende Verfügung des AGR

a) In seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2022 hielt das AGR fest, dem Bauvorhaben könne die 
erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG nicht erteilt werden. Diese Stellungnahme 
und Beurteilung sei dem Gesuchsteller durch die Baubewilligungsbehörde zu eröffnen und es sei 
ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Soweit der Gesuchsteller einen 
beschwerdefähigen Entscheid verlange, seien dem AGR die Akten erneut zum Entscheid 
zuzustellen.

Mit Schreiben vom 17. August 2022 stellte die Gemeinde den Beschwerdeführerinnen die 
Stellungnahme des AGR zu und gab ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme.13 Die 
Beschwerdeführerinnen bestätigten am 22. August 2022 den Erhalt der Stellungnahme und 
wünschten eine Besichtigung mit dem AGR.14 Nach der Begehung am 9. September 2022 
verfügte die Gemeinde am 21. September 2022 den Bauabschlag und die Wiederherstellung, 
ohne jedoch vom AGR eine anfechtbare Verfügung verlangt zu haben. Die Gemeinde wiederholte 
in der Begründung die Ausführungen des AGR und verwies auf dessen Stellungnahme vom 
28. Juli 2022.

b) Ausnahmen für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sind bundesrechtlich in den 
Art. 24 ff. RPG geregelt. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale 
Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für 
sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Im Kanton Bern zuständig ist das AGR (Art. 12 
Abs. 1 Bst. e OrV DIJ15). Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides hatte das AGR noch nicht 
mittels Verfügung über die beantragte Ausnahmebewilligung entschieden. Es lag lediglich die 
Stellungnahme vom 28. Juli 2022 sowie das Protokoll des Augenscheins vom 9. September 2022 
vor. Das vorinstanzliche Verfahren weist damit einen formellen Mangel auf und es ist zu prüfen, 
ob das Verfahren gestützt auf Art. 40 Abs. 1 VRPG aufzuheben und an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist, damit diese die fehlende Verfügung beim AGR einholen kann.

c) Gemäss Art. 40 Abs. 1 VRPG sind die Verwaltungsjustizbehörden befugt, ein bei ihnen 
hängiges Verwaltungs- und Verwaltungsjustizverfahren von Amtes wegen aufzuheben, wenn 
wesentliche Verfahrensgrundsätze derart verletzt sind, dass die richtige Beurteilung unmöglich 
oder wesentlich erschwert wird. Die Aufhebung (Kassation) eines Verfahrens von Amtes wegen 
soll die korrekte Verfahrensabwicklung gewährleisten mit dem Ziel, materiell richtige Erkenntnisse 
zu ermöglichen. Nicht jeder Verfahrensfehler führt zur Kassation. Vorausgesetzt sind gravierende 
Mängel, die die richtige Beurteilung ausschliessen oder wesentlich erschweren. Ausgeschlossen 
ist die korrekte Entscheidfindung beispielsweise, wenn die Justizbehörde Versäumtes nicht 
nachholen kann, insbesondere, wenn sie nicht über dieselbe Überprüfungsbefugnis wie die 
Vorinstanz verfügt. Weniger gravierende prozessuale Mängel soll die Rechtsmittelbehörde aus 
prozessökonomischen Gründen selber heilen.16

13 Pag. 21 der Vorakten
14 Pag. 20 der Vorakten
15 Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Direktion für Inneres und Justiz 
(Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; BSG 152.221.131)
16 Michel Daum, a.a.O., Art. 40 N. 1, 8 und 9

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d) Das Versäumnis der Vorinstanz, beim AGR eine Verfügung einzuholen, schliesst weder die 
richtige Beurteilung aus, noch erschwert es diese. In der Stellungnahme vom 28. Juli 2022 hat 
sich das AGR mit den Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG 
auseinandergesetzt. Anlässlich des Augenscheins vom 9. September 2022 wurde festgehalten, 
dass sämtliche neu erstellten Bauten nach Prüfung durch das AGR nicht zonenkonform seien. Im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren hat das AGR mit Stellungnahme vom 21. November 2022 
erneut bestätigt, dass die Bauvorhaben den Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG sprengen würden. 
Dementsprechend ist davon auszugehen, dass das AGR die Ausnahmebewilligung auch nicht 
verfügt hätte. Die Beschwerdeführerinnen hatten sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch 
im Beschwerdeverfahren Gelegenheit, zur Einschätzung des AGR Stellung zu nehmen. Aus 
prozessökonomischen Gründen erscheint es daher wenig sinnvoll, das Verfahren von Amtes 
wegen aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen, um die fehlende Verfügung des AGR 
einzuholen. Ebenso wäre es einem formalistischen Leerlauf gleichgekommen, eine Verfügung des 
AGR im Beschwerdeverfahren nachzuverlangen. Der BVD kommt als Beschwerdeinstanz die 
volle Kognition zu (vgl. Art. 40 Abs. 3 BauG). Der formelle Mangel des vorinstanzlichen Verfahrens 
kann mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache geheilt werden. Eine Aufhebung von Amtes 
wegen ist nicht angezeigt.

4. Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG

a) Die Beschwerdeführerinnen haben hinsichtlich der unbewohnten Bauwagen kein 
nachträgliches Baugesuch gestellt (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. b BauG). Nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts wäre es unverhältnismässig, eine an sich bewilligungsfähige Baute oder 
Anlage einzig wegen Fehlens der Baubewilligung beseitigen zu lassen (sog. formelle 
Rechtswidrigkeit). In Fällen, in denen kein nachträgliches Baugesuch gestellt wird, hat die 
Rechtsmittelbehörde deshalb summarisch zu prüfen, ob das Vorhaben bewilligt werden könnte 
(sog. materielle Rechtswidrigkeit).17

b) Am 13. Juni 2022 haben die Beschwerdeführerinnen zu ihrem Baugesuch hinsichtlich des 
dauerhaften Parkierens eines Bauwagens (zur Wohnnutzung) auf dem bestehenden Parkplatz 
zum Wohnhaus ein Ausnahmegesuch nach Art. 24 ff. RPG gestellt. Darin führen sie aus, der 
bestehende Platz vor der freistehenden Garage werde zusammen mit dem 1931 erbauten 
Wohnhaus als Parkplatz und Abstellplatz benutzt. Während des Covid-Lockdowns hätten sie 
einen alten Bauwagen hergerichtet und zu Wohnzwecken ausgebaut. Der Bauwagen entspreche 
in Art, Grösse und Nutzung einem üblichen Wohnmobil, welches altrechtlich auch auf dem 
Parkplatz abgestellt werden dürfe.18 Der Projektverfasser erklärte mit E-Mail vom 4. Juli 2022, die 
Zufahrt und die Parkplätze bestünden bereits seit Erstellung der Bauten, d.h. vor dem 1. Juli 1972. 
Der Bauwagen werde auf einem bestehenden Abstellplatz parkiert.19

In ihrer Beschwerde vom 12. Oktober 2022 bringen die Beschwerdeführerinnen vor, der 
Bauwagen zu Wohnzwecken werde ab 1. November 2022 nicht mehr bewohnt, wobei sie 
anfechten, dass sämtliche unbewohnte Bauwagen zu entfernen seien. Sie stellen den Antrag, 
dass zwei unbewohnte Bauwagen auf der Parzelle Nr. F.________ auf dem Parkplatz stehen 
bleiben dürfen. Es sei von Anfang an geplant gewesen, dass einer der drei Wagen bis November 
nicht mehr auf dem Parkplatz stehen werde. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2022 bringen die 
Beschwerdeführerinnen zudem vor, es würden derzeit zwei Bauwagen auf dem Parkplatz stehen. 
Der blaue Wagen gehöre ihrer Mieterin, welche diesen bis zu ihrer Pensionierung im August 2025 

17 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 15a
18 Vgl. pag. 69 der Vorakten
19 Vgl. pag. 43 der Vorakten

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renovieren und auf dem Parkplatz stehen lassen wolle. Aus dem Bauwagen solle ein kleines 
Atelier für künstlerische Arbeiten (Zeichnen, Steinmetz, Bildhauen, etc.) entstehen. Nach der 
Pensionierung habe die Mieterin ausserhalb des Kantons einen Stellplatz für den Wagen. Der 
grössere Wagen gehöre dem Bruder der Beschwerdeführerin 2. Er wolle diesen bis Ende Oktober 
2023 soweit ausbauen, dass er transportfähig und dicht sei. Auch dieser Wagen habe dann 
ausserkantonal einen Stellplatz. Weiter führen die Beschwerdeführerinnen aus, sie seien immer 
davon ausgegangen, dass ein im Bau befindlicher Wagen auf einem Parkplatz stehen dürfe.

c) Das AGR hielt in seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2022 fest, es handle sich nicht um einen 
landwirtschaftlichen Betrieb im Sinne des BGBB20. Das Bauvorhaben sei nicht zonenkonform und 
bedürfe einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG. Es sei kein Grund erkennbar, der 
eine Standortgebundenheit nach Art. 24 RPG begründen würde. Weiter führt das AGR aus, die 
Liegenschaft sei vor dem 1. Juli 1972 rechtmässig erstellt worden, somit sei Art. 24c RPG 
anwendbar. Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild i.S.v. Art. 24c Abs. 4 RPG bzw. 
Erweiterungen ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. b 
RPV21 seien enge Grenzen gesetzt. Zulässig seien Erweiterungen nur noch in seltenen Fällen, in 
denen eine Wohnung beispielsweise kein Bad, keine bedürfnisgerechte Küche, keine genügende 
interne Erschliessung oder objektiv zu wenig Nebenräume aufweise und innerhalb des Volumens 
kein Platz dafür vorhanden sei. Die Bauvorhaben würden der Befriedigung von über diesen 
Standard hinausgehenden Ansprüchen dienen und den Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG 
sprengen. Die erforderliche Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG könne nicht erteilt 
werden.22

Mit Stellungnahme vom 21. November 2022 beantragte das AGR, die Beschwerde sei 
abzuweisen. Im Wesentlichen wiederholte es die Ausführungen gemäss Stellungnahme vom 
28. Juli 2022 und hielt fest, das Aufstellen der Bauwagen diene der Befriedigung von über den 
Standard hinausgehenden Ansprüchen und sprenge damit den Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG. 
Die Bauwagen seien in einem dafür vorgesehenen, rechtmässig bewilligten Gebäude 
(Einstellraum, Remise etc.) einzustellen. Sie dürften aber nicht auf dem Parkplatz abgestellt resp. 
gelagert werden. Anlässlich eines Augenscheines vor Ort sei die negative Stellungnahme erläutert 
worden. Der anwesende Projektverfasser habe als Vertreter der Beschwerdeführerinnen dazu 
Stellung nehmen können. Er habe die negative Stellungnahme des AGR, den in Aussicht 
gestellten Bauabschlag der Gemeinde und den erforderlichen Rückbau der nicht 
bewilligungsfähigen Bauten und Anlagen zur Kenntnis genommen. Darunter würden auch die 
momentan aufgestellten Bauwagen fallen, welche sich noch im Bau befänden.

d) Die Gemeinde hat in der angefochtenen Verfügung die Ausführungen des AGR gemäss 
Stellungnahme vom 28. Juli 2022 wiederholt und festgehalten, die Begehung vor Ort am 
9. September 2022 habe gezeigt, dass eine bedürfnisgerechte Nutzung ohne zusätzliche Bauten 
möglich sei.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2022 führte die Gemeinde aus, die Bauwagen seien 
nicht Gegenstand des Baugesuchs gewesen, jedoch Teil der baupolizeilichen Massnahmen. Die 
Gemeinde sei stets davon ausgegangen, dass sie gemäss der Vereinbarung vom 26. April 2022 
bis zum 15. Oktober 2022 entfernt würden. Sollte geprüft werden, ob die fraglichen Bauwagen auf 
der bestehenden Abstellfläche in der Landwirtschaftszone abgestellt werden dürfen, sei ein 
erneutes Baugesuch erforderlich, da diese nicht im vom Bauentscheid betroffenen Baugesuch 
enthalten seien.

20 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11)
21 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)
22 Vgl. pag. 8 ff. und pag. 28 ff. der Vorakten

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In ihren Schlussbemerkungen vom 23. Januar 2023 ergänzt die Gemeinde, der jetzige Zustand 
(Standort und Nutzung) und das in der Stellungnahme der Beschwerdeführerinnen vom 
18. Dezember 2022 vorgebrachte Begehren entsprächen nicht mehr der Beurteilungsgrundlage 
für die Verfügung der Baubewilligungsbehörde vom 21. September 2022. Sowohl der Standort 
des «blauen Bauwagens» der Mieterin der Beschwerdeführerinnen als auch dessen Nutzung 
hätten sich geändert. Der Bauwagen des Bruders der Beschwerdeführerin 2 sei nicht Bestandteil 
des Baugesuchs vom 3. Juni 2022. Dass dieser ebenfalls zu entfernen sei, habe die Gemeinde 
den Beschwerdeführerinnen wiederholt mitgeteilt. Die Standortgebundenheit für das Renovieren 
und Ausbauen der beiden Bauwagen sei nicht gegeben. Dies könne auch an einem anderen Ort 
in der Bauzone stattfinden. Für die Umnutzung der bestehenden Zufahrt mit Wendeplatz für das 
Renovieren und Ausbauen von Bauwagen sei kein Gesuch eingereicht worden.

e) Bauten und Anlagen dürfen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden 
(Art. 22 Abs. 1 RPG). Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem 
Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 2 Bst. a RPG). Die Landwirtschaftszone soll 
von Überbauungen weitgehend freigehalten werden (Art. 16 Abs. 1 RPG). In der 
Landwirtschaftszone zonenkonform sind unter anderem nur Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (vgl. 
Art. 16a Abs. 1 RPG). Unbestrittenermassen werden die Bauwagen nicht landwirtschaftlich 
genutzt. Sie sind nicht zonenkonform und erfordern eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. 
RPG. Von den Ausnahmetatbeständen sind einzig Art. 24 RPG (Ausnahmen für 
standortgebundene Bauten und Anlagen), Art. 24a RPG (Zweckänderung ohne bauliche 
Massnahmen) und Art. 24c RPG (bestehende zonenwidrige Bauten und Anlagen ausserhalb der 
Bauzonen) zu prüfen. Art. 24b RPG, Art. 24d RPG sowie Art. 24e RPG kommen von vorneherein 
nicht in Betracht. Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass aufgrund 
der sich stellenden Rechtsfragen unbeachtlich ist, wo genau die beiden Bauwagen auf der 
Parkplatzfläche auf der Parzelle Nr. F.________ stehen.

f) Zunächst zu prüfen ist die erleichterte Ausnahmebewilligung nach Art. 24a RPG. Erfordert 
die Änderung des Zwecks einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen keine baulichen 
Massnahmen im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG, ist die Bewilligung zu erteilen, wenn dadurch keine 
neuen Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen (Bst. a); und sie nach 
keinem anderen Bundeserlass unzulässig ist (Bst. b). Als bauliche Massnahmen gelten jene 
physischen Veränderungen der Bausubstanz, die nach Art. 22 RPG baubewilligungspflichtig sind. 
Art. 24a RPG ist auf alle rechtmässig bestehenden Bauten ausserhalb der Bauzonen 
anwendbar.23 Neue Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen 
beispielsweise durch eine Mehrbelastung der Erschliessungsinfrastruktur oder 
Zweckänderungen. Der Wortlaut schliesst auch geringfügige neue Auswirkungen aus. Soweit 
neue Auswirkungen vorliegen, findet keine Interessenabwägung statt und die Bewilligung nach 
Art. 24a RPG ist ausgeschlossen.24

Aufgrund der Vorakten ist unklar, ob die auf den Bauplänen als bestehend eingezeichnete 
Parkplatz- bzw. Manövrierfläche tatsächlich in diesem Umfang bewilligt wurde. Dies kann jedoch 
offenbleiben. Soweit nicht die ganze Manövrierfläche rechtmässig bewilligt sein sollte, würde eine 
Anwendung von Art. 24a RPG von vornherein ausser Betracht fallen. So wäre für das Abstellen 
der Bauwagen eine bauliche Massnahme, d.h. die Erweiterung der Manövrierfläche, 
vorausgesetzt gewesen. Selbst wenn die Parkplatzfläche vor der Garage vollumfänglich 

23 Urteil des Bundesgerichts 1C_381/2020 vom 27.7.2021, E. 3.4.3; Rudolf Muggli, in Praxiskommentar RPG: Bauen 
ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 24a N. 9 und N. 10
24 Urteil des Bundesgerichts 1C_619/2017 vom 29.8.2018, E. 4.1; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24a N. 11 ff.

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rechtmässig bewilligt sein sollte, kommt die Bewilligung als Parkplatz nicht der Bewilligung einer 
Fläche für das Umbauen bzw. Abstellen von Bauwagen, deren Nutzung als künstlerisches Atelier, 
als anderweitiger Wohnraum oder einer Lagernutzungsfläche gleich. Die Bauwagen sollen bis 
Ende Oktober 2023 bzw. August 2025 auf dem Parkplatz stehen und umgebaut werden. Dadurch 
können neue Immissionen entstehen. Da der Bauwagen der Mieterin der Beschwerdeführerinnen 
bereits Fenster und eine Heizmöglichkeit aufweist,25 kann nicht ausgeschlossen werden, dass er 
schon vor August 2025 als Atelier genutzt wird. Bei der Umbautätigkeit und der Nutzung als Atelier 
handelt es sich nicht mehr um eine reine Parkplatznutzung, sondern um eine Wohnnutzung bzw. 
Wohnraumerweiterung, auch wenn in den Bauwagen nicht übernachtet wird. Zudem ist fraglich, 
ob das Aufstellen der Bauwagen bereits mit baulichen Massnahmen gemäss Art. 22 RPG 
verbunden und nicht nur eine Nutzungsänderung des Parkplatzes ist. So sind die Bauwagen nicht 
so leicht verschiebbar, wie ein Motorfahrzeug oder ein Anhänger, obwohl die Verschiebung 
grundsätzlich möglich ist. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24a RPG kann daher nicht erteilt 
werden.

g) Weiter zu prüfen ist die erleichterte Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG. 
Bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr 
zonenkonform sind, werden in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Art. 24c Abs. 1 RPG). 
Bauten und Anlagen i.S.v. Art. 24c RPG können mit Bewilligung der zuständigen Behörde 
erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie 
rechtmässig erstellt oder geändert worden sind (Art. 24c Abs. 2 RPG). Art. 24c RPG ist 
anwendbar auf Bauten und Anlagen, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor 
das Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinne des Bundesrechts wurde, d.h. in der 
Regel beim Inkrafttreten des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes am 1. Juli 1972 (vgl. 
Art. 41 Abs. 1 RPV). Es ist unbestritten, dass das Wohnhaus auf der Parzelle Nr. F.________ vor 
dem 1. Juli 1972 rechtmässig erstellt wurde und damit in den Anwendungsbereich von Art. 24c 
RPG fällt. Hinsichtlich der Garage erscheint dies fraglich. Die Gemeinde hat in ihren 
Schlussbemerkungen ausgeführt, dass diese 1975 bewilligt worden sei. Ob die Garage unter 
Art. 24c RPG fällt, kann mit Blick auf die nachfolgenden Ausführungen jedoch offengelassen 
werden.

Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder 
eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft 
zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). Die Rechtsprechung stellt hohe Anforderungen an diese 
Voraussetzungen. Angesichts des Grundsatzes der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet sollen 
nicht grosszügige und komfortable Lösungen, sondern bloss das tatsächlich objektiv Erforderliche 
erlaubt werden.26 Unter dem Titel der zeitgemässen Wohnnutzung können zum Beispiel 
Raumhöhen und Belichtung von bestehenden Wohnräumen unter grösstmöglicher Wahrung des 
Erscheinungsbildes den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Es können auch weitere 
Bauten oder Bauteile für die zeitgemässe Wohnnutzung nötig sein, etwa ein Aussensitzplatz oder 
ein gedeckter, mindestens zweiseitig offener Fahrzeugunterstand. Diese Bauteile dürfen nur 
erstellt werden, wenn innerhalb des bestehenden Volumens kein Platz vorhanden ist. Die Bauten 
sind soweit möglich als Anbauten und die Anlagen mit einem körperlichen Zusammenhang zur 
Hauptbaute auszuführen.27 Fehlt der körperliche Zusammenhang, gelten 
baubewilligungspflichtige Änderungen in der Umgebung eines besitzstandsgeschützten 
Gebäudes als eigenständige Bauvorhaben und fallen nicht in den Anwendungsbereich von 
Art. 24c RPG.28 Ausnahmsweise ist kein körperlicher Zusammenhang vorausgesetzt, wenn ein 

25 Vgl. die Fotos in der Beilage zur Eingabe der Beschwerdeführerinnen vom 18.12.2022
26 Urteil des Bundesgerichts 1C_247/2015 vom 14.1.2016, E. 4.2; BVR 2016 S. 471, E. 3.5 f.; Rudolf Muggli, a.a.O., 
Art. 24c N. 36
27 Bernische Systematische Information Gemeinden BSIG, Nr. 7/721.0/14.2 vom 13.9.2017, Ziff. 2.2.
28 VGE 2021/101 vom 3.1.2022, E. 3.6 m.w.H.

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direktes Anbauen aus konstruktiven oder topografischen Gründen nicht möglich ist. Die 
Nebenfläche muss diesfalls räumlich, organisatorisch und konzeptionell so angeordnet sein, dass 
sie eindeutig der Hauptbaute zugeordnet ist und nur dieser dienen kann.29

Die beiden Bauwagen weisen keinen körperlichen Zusammenhang zum Wohngebäude und der 
Garage auf der Parzelle Nr. F.________ auf und sind in einer Distanz von ca. 26 m zum 
Wohnhaus aufgestellt. Gründe wie Konstruktion oder Topografie, die ausnahmsweise eine 
Abweichung vom Erfordernis des körperlichen Zusammenhanges erlauben, sind keine ersichtlich. 
Der Bruder der Beschwerdeführerin 2 wohnt gemäss dem der Beschwerde auszugsweise 
beigelegten, undatierten Mietvertrag seit dem 1. November 2022 in A.________. Sein Bauwagen 
soll bis Ende Oktober 2023 auf dem Parkplatz stehen und anschliessend auf einen 
ausserkantonalen Stellplatz gebracht werden. Es erscheint daher fraglich, ob der Bauwagen 
räumlich, organisatorisch und konzeptionell überhaupt so angeordnet ist, dass er eindeutig der 
Hauptbaute zugeordnet ist und nur dieser dienen kann. Dasselbe gilt auch für den Bauwagen, der 
ab August 2025 ebenfalls auf einem ausserkantonalen Stellplatz zu stehen kommen soll. Aus den 
genannten Gründen ist die Anwendbarkeit von Art. 24c RPG zu verneinen. Vielmehr handelt es 
sich bei den beiden Bauwagen um ein eigenständiges Bauvorhaben, für welches eine 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erforderlich ist.

Selbst wenn Art. 24c RPG anwendbar wäre, bringen die Beschwerdeführerinnen keine objektiven 
Gründe vor, weshalb das Aufstellen von Bauwagen für eine zeitgemässe Wohnnutzung nötig sein 
sollte. Solche Gründe sind denn auch nicht ersichtlich. Die Bauwagen werden nicht durch die 
Beschwerdeführerinnen selber umgebaut und genutzt. Insbesondere machen sie nicht geltend, 
dass die Wohn- und Abstellräume innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens zu knapp 
bemessen sind. Aus objektiver Sicht ist für die zeitgemässe Wohnnutzung nicht erforderlich, dass 
ein künstlerisches Atelier in einem Bauwagen eingerichtet wird. Hierbei handelt es sich nur um 
eine individuell bessere Nutzung der Parkplatzfläche. Auch die Abdichtung und Isolierung eines 
weiteren Bauwagens sind nicht tatsächlich objektiv erforderlich. Vielmehr handelt es sich um eine 
komfortable Lösung für den Bruder der Beschwerdeführerin 2, dem die Suche nach einem für die 
Umbauarbeiten des Bauwagens bewilligten Abstellplatz erspart bleibt. Aus den von den 
Beschwerdeführerinnen eingereichten Fotos und aus den Vorakten geht zudem hervor, dass die 
bestehende Garage zwei Abstellplätze für Motorfahrzeuge bieten würde. Die 
Beschwerdeführerinnen haben daher zu Recht auch nicht geltend gemacht, dass sie über zu 
wenig Abstellplätze verfügen. Insgesamt sprengt das Aufstellen der zwei Bauwagen den Rahmen 
einer zeitgemässen Wohnnutzung. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass eine 
Wohnnutzung nicht nur beheizte Räume mit Übernachtungsmöglichkeiten umfasst, sondern auch 
Abstellräume bzw. -flächen, in bzw. auf denen sich Personen nur beschränkte Zeit aufhalten. Ob 
die beiden Bauwagen einem längeren Aufenthalt oder gar der Übernachtung von Personen 
dienen, ist daher unbeachtlich. Aus den genannten Gründen kann, selbst wenn Art. 24c RPG 
anwendbar sein sollte, keine entsprechende Ausnahmebewilligung erteilt werden.

h) Schliesslich zu prüfen bleibt die ordentliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. 
Demgemäss können Bewilligungen erteilt werden, Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone 
zu errichten oder ihren Zweck zu ändern, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort 
ausserhalb der Bauzonen erfordert (Bst. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 
(Bst. b). Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zufolge ist die Standortgebundenheit zu 
bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen 
der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist (positive 
Standortgebundenheit) oder wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone 

29 Bernische Systematische Information Gemeinden BSIG, Nr. 7/721.0/14.2 vom 13.9.2017, Ziff. 2.2.

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ausgeschlossen ist (negative Standortgebundenheit).30 Hinsichtlich der positiven 
Standortgebundenheit verlangt wird eine bezüglich Betrachtungsraum und Aufwand der konkreten 
Bedeutung des Falles angemessene Standortevaluation, die aufzeigt, dass besonders wichtige 
und objektive Gründe vorliegen, die den gewünschten Standort ausserhalb der Bauzone als viel 
vorteilhafter erscheinen lassen als einen Standort innerhalb der Bauzone (sog. relative 
Standortgebundenheit).31 In der Person des Gesuchstellenden liegende, subjektive Gründe wie 
beispielsweise die Zweckmässigkeit, Wünsche des Einzelnen oder Bequemlichkeit begründen 
keine Standortgebundenheit. Insbesondere gelten Erschliessungsanlagen und Anbauten, die 
einzig dazu dienen, den Komfort oder die Möglichkeiten der Benützung eines 
besitzstandsgeschützten landwirtschaftsfremden Hauptgebäudes zu erhöhen, nicht als 
standortgebunden. Art. 24 Bst. b RPG verlangt zudem eine umfassende Interessenabwägung 
(vgl. Art. 3 RPV).32

Vorliegend begründen weder technische oder betriebswirtschaftliche Gründe noch die 
Bodenbeschaffenheit oder andere objektive Gründe den Standort der beiden Bauwagen in der 
Landwirtschaftszone. Der Umbau und das Abstellen der Bauwagen sind, wie vorangehend bereits 
aufgezeigt, einzig auf subjektive Gründe zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen 
Zonen- und Nutzungsordnung erscheint es grundsätzlich möglich, dass Bauwagen in einer 
Bauzone abgestellt und umgebaut werden können. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG 
kann mangels Standortgebundenheit daher nicht erteilt werden.

i) Zusammengefasst ergibt die Prüfung, dass keine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. 
RPG erteilt werden kann. Das Abstellen und der Umbau der zwei Bauwagen auf der 
Parkplatzfläche auf der Parzelle Nr. F.________ sind materiell rechtswidrig. Damit sind die 
Voraussetzungen zur Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes gegeben. 
Weil im vorinstanzlichen Verfahren keine Verfügung des AGR erging (vgl. Erwägung II.3. hiervor), 
wird im Dispositiv des vorliegenden Entscheids (erstmals) ausdrücklich verfügt, dass die 
Ausnahmebewilligung nach den Art. 24 ff. RPG zu verweigern ist. 

5. Wiederherstellung

a) Bei einem nachträglichen Baugesuch entscheidet die Baubewilligungsbehörde im Falle des 
Bauabschlages zugleich darüber, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzustellen 
ist; sie setzt dafür gegebenenfalls eine neue Frist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Die 
Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und 
darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustandes ist im Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung 
der baurechtlichen Bestimmungen und an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der 
baurechtlichen Ordnung widersprechen, generell gross ist. Besonderes Gewicht kommt dem 
Grundsatz der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet zu.33 Eine 
Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel 
zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die 
Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.34 
Bei gutem Glauben der Bauherrschaft kann die Wiederherstellung unterbleiben, wenn nicht 
gewichtige öffentliche Interessen wie beispielsweise der Grundsatz der Trennung des Baugebiets 

30 BGE 141 II 245, E. 7.6.1; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24 N. 5
31 Urteil des Bundesgerichts 1C_502/2020 vom 23.9.2021, E. 4.2; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24 N. 8
32 Vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 1C_502/2020 vom 23.9.2021, E. 4.2; VGE 2021/101 vom 3.1.2022, 
E. 4.2 m.w.H.; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24 N. 11 und N. 19
33 VGE 2020/401 vom 1.12.2021, E. 4.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a
34 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c; BVR 2013 S. 85 E. 5.1

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vom Nichtbaugebiet sie gebieten. Zudem wird in diesem Zusammenhang allgemein 
vorausgesetzt, dass die Bewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt ist.35 Schliesslich muss auch 
die Wiederherstellungsfrist verhältnismässig sein. Sie soll der pflichtigen Person die zur 
Vorbereitung und Durchführung der Massnahme notwendige Zeit einräumen. Die 
Wiederherstellungsfrist ist so zu bemessen, dass die pflichtige Person nach allgemeiner Erfahrung 
ihre Pflicht bis zum Ablauf der Frist erfüllen kann.36

b) An der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands besteht ein erhebliches öffentliches 
Interesse. Das umstrittene Bauvorhaben wurde ohne Baubewilligung in der Landwirtschaftszone 
errichtet und ist weder zonenkonform, noch kann eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG 
erteilt werden. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
ist aufgrund des Trennungsgrundsatzes des Baugebietes vom Nichtbaugebiet gross und 
überwiegt die allfälligen Nachteile, die den Beschwerdeführerinnen durch die Wiederherstellung 
entstehen. Die Entfernung der Bauwagen ist geeignet und erforderlich, um den rechtmässigen 
Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen, die zum gleichen Ergebnis führen, sind nicht 
ersichtlich. Die Entfernung der Bauwagen ist ohne grossen Aufwand möglich, da gemäss 
Ausführungen der Beschwerdeführerinnen ohnehin die Verschiebung auf andere Stellplätze 
geplant war. Die Entfernung ist für die Beschwerdeführerinnen damit auch zumutbar. Die 
Beschwerdeführerinnen machen nicht explizit eine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes 
geltend, sie bringen in diesem Zusammenhang lediglich vor, dass sie immer davon ausgegangen 
seien, dass ein im Bau befindlicher Wagen auf einem Parkplatz stehen dürfe. Die Gemeinde hat 
den Beschwerdeführerinnen bereits mit Schreiben vom 26. April 2022 mitgeteilt, dass bis am 
15. Oktober 2022 ein blauer Bauwagen und ein Anhängerwagen (noch nicht fertig gebauter 
Zirkuswagen) zu entfernen seien.37 Anlässlich des Augenscheins vom 9. September 2022 hat die 
Gemeinde erneut darauf hingewiesen, dass der Bauwagen zu Wohnzwecken und die «momentan 
aufgestellten Bauwagen, welche sich im Bau befinden» zu entfernen seien.38 In den Akten finden 
sich denn auch keine Hinweise auf eine Zusicherung der Gemeinde, dass ein im Bau befindlicher 
Wagen auf einem Parkplatz in der Landwirtschaftszone stehen dürfe. Eine Verletzung des 
Vertrauensgrundsatzes ist folglich nicht erkennbar. Die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes erweist sich insgesamt als verhältnismässig.

Die Gemeinde hat in der angefochtenen Verfügung vom 21. September 2022 die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands auf den 31. Dezember 2022 verfügt, mithin den 
Beschwerdeführerinnen eine Frist von etwas mehr als drei Monaten angesetzt. Dies genügt ohne 
Weiteres für die Entfernung der Bauwagen, was von den Beschwerdeführerinnen auch nicht 
bestritten wird. Die Wiederherstellungsfrist ist während dem Beschwerdeverfahren abgelaufen. 
Sie wird von Amtes wegen neu angesetzt auf den 31. Mai 2023.

6. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführerinnen. Sie haben die 
Verfahrenskosten solidarisch zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Verfahrenskosten werden 
bestimmt auf eine Pauschalgebühr von CHF 1000.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 
GebV39).

35 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b
36 Vgl. BVR 2001 S. 207, E. 3d; VGE 2020/128 vom 13.4.2021, E. 4.5; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c 
Bst. a und N. 13 Bst. b.
37 Vgl. pag. 97 der Vorakten
38 Vgl. pag. 15 der Vorakten
39 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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b) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).

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III. Entscheid

1. Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG wird verweigert.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Verfügung der Gemeinde Täuffelen vom 
21. September 2022 wird bestätigt. Die Wiederherstellungsfrist wird von Amtes wegen neu 
angesetzt auf den 31. Mai 2023.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1000.– werden den Beschwerdeführerinnen zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführerinnen haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau D.________ und Frau C.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Täuffelen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.