# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1c4ba24-7619-5216-baed-40328cd5bf0a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.12.2018 UV 2017/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-33_2018-12-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.12.2018

Entscheiddatum: 21.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2018
Art. 9 UVG. 18 UVG. Berufskrankheit, Invalidenrente. Würdigung 
medizinischer Berichte im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit 
(Mehlstaub) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 21. Dezember 2018, UV 2017/33).

Entscheid vom 21. Dezember 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin

Annina Janett           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/33        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M.,

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St.Galler Gerichte

Hofmann Gehler Schmidlin, Lattenhofweg 4, 8645 Jona,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente / Berufskrankheit

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit Juli 2007 als Produktionsmitarbeiterin bei der B.___ AG tätig und 

dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen 

die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Schadenmeldung vom 

16. Juni 2009 meldete die Arbeitgeberin der Suva eine Berufskrankheit wegen Allergien 

auf diverse Stoffe (Suva-act. 1).

A.b  Dr. med. C.___, Facharzt für Pneumologie, Allergologie und Immunologie sowie für 

Innere Medizin, hielt im Arztzeugnis vom 17. Juni 2009 fest, die Versicherte leide an 

einer unkontrollierten arbeitsbezogenen Asthma- und Rhinitissymptomatik, einer 

chronischen Rhinosinusitis sowie einer chronischen asthmatischen Bronchitis. 

Aufgrund des klinischen Verlaufs könne eine Weiterarbeit in der Verpackungsabteilung 

der Bäckerei nicht verantwortet werden. Für das Arbeiten mit Mehlen sei die 

Versicherte vorerst ab dem 17. Juni 2009 zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 2).

A.c  In der Verlaufsbeurteilung vom 6. August 2009 hielt Dr. C.___ fest, dass die 

Ergänzungen der Allergieteste mit den Eigenmehlen im Scratch-Test eine stark positive 

Sofortreaktion gezeigt hätten. Somit bestünde nicht nur anamnestisch eine 

mehlbedingte Irritation der Atemwege, sondern es bestünden auch Hinweise für 

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Sensibilisierungen vom Soforttyp auf Komponenten in den Vollkornbrotmehlen. Die 

anhaltende irritative Komponente zeige sich anhand einer erneut zunehmenden 

Rhinitissymptomatik bei Exposition gegenüber zu heissem Dampf während des 

Hausputzes (Suva-act. 7).

A.d  Suva-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Arbeitsmedizin, hielt in ihrer ärztlichen 

Beurteilung vom 17. August 2009 fest, dass der klinische Verlauf mit strenger zeitlicher 

Assoziation der Beschwerden mit der Tätigkeit in der Bäckerei sowie die aktuell 

nachgewiesenen Sensibilisierungen auf Eigenmehlproben eine berufliche Verursachung 

der Beschwerden überwiegend wahrscheinlich machten (Suva-act. 9).

A.e  Mit Verfügung vom 9. Oktober 2009 erklärte die Suva die Versicherte rückwirkend 

per 16. Juni 2009 als nicht geeignet für Arbeiten mit Exposition zu Getreidemehlstaub 

(Suva-act. 14). Diese Nichteignungsverfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.f  In der Folge wurde das Arbeitsverhältnis per 30. November 2009 aufgelöst (vgl. 

Suva-act. 18). Die Suva richtete der Versicherten vom 1. Dezember 2009 bis 31. März 

2010 ein Übergangstaggeld sowie vom 1. April 2010 bis 31. März 2014 eine 

Übergangsentschädigung aus (vgl. die Schreiben vom 15. Oktober 2009 und vom 27. 

April 2010, Suva-act. 16, 42).

A.g  Im Februar 2010 begann die Versicherte eine Ausbildung zur Kauffrau im B-Profil 

bei der E.___, welche sie in der Folge aber offenbar nicht abschloss (vgl. den Bericht 

über die berufliche Standortbestimmung vom 24. November 2009, Suva-act. 221 nach 

Suva-act. 20, vgl. auch Suva-act. 89).

A.h  Dr. C.___ hielt in den Verlaufsberichten vom 20. Mai und 9. November 2010 fest, 

dass die Versicherte wieder mit dem Rauchen angefangen habe. Im Verlauf zeige sich 

nun ein Bild einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) Gold Stadium II bei 

Status nach regelmässigem Nikotinabusus bis April 2009 und aktuell 

Gelegenheitsrauchen während der Berufsweiterbildung (Suva-act. 46, 52).

A.i   Suva-Ärztin Dr. D.___ hielt in der ärztlichen Beurteilung vom 3. Januar 2011 fest, 

dass nach Aufgabe der verursachenden Tätigkeit vom Vorzustand auszugehen und bei 

Einhalten der Nichteignungsverfügung keine weitere negative Beeinflussung zu 

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erwarten sei. Der Fall könne aus arbeitsmedizinischer Sicht abgeschlossen werden 

(Suva-act. 54).

A.j   Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen wies mit Verfügung vom 6. Januar 2011 das 

Leistungsbegehren der Versicherten um berufliche Massnahmen ab (Suva-act. 57). Mit 

Verfügung vom 10. Januar 2011 verneinte sie zudem einen Anspruch der Versicherten 

auf eine Invalidenrente mit der Begründung, dass die Versicherte in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei (Suva-act. 56).

A.k  Von August 2011 bis Ende Mai 2012 arbeitete die Versicherte als 

Küchenmitarbeitende und Backgehilfin (vgl. Suva-act. 89). Ab dem Sommer 2012 war 

sie in Teilzeitpensen im kaufmännischen Bereich sowie in der Seniorenbetreuung tätig 

(vgl. Suva-act. 94, 98, 108).

A.l   Mit Verfügung vom 2. Februar 2015 forderte die Suva von der Versicherten 

Leistungen im Betrag von Fr. 2'619.00 zurück, da die Überprüfung der 4. und letzten 

Rate der Übergangsentschädigung (Periode 1. April 2013 bis 31. März 2014) ergeben 

habe, dass in diesem Umfang zu viel Leistungen ausgerichtet worden seien (Suva-act. 

161).

A.m In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 16. April 2015 nahm Suva-Ärztin Dr. D.___ 

dahingehend Stellung, dass der Versicherten unter Einhaltung der Auflagen aus der 

Nichteignungsverfügung unter Berücksichtigung allein der berufskrankheitsbedingten 

Einschränkungen leichte bis mittelschwere Tätigkeiten vollzeitig zumutbar seien. 

Expositionen zu atemwegreizenden Stoffen sollten vermieden werden (Suva-act. 171). 

Gestützt darauf verneinte die Suva mit Verfügung vom 30. April 2015 einen Anspruch 

der Versicherten auf eine Invalidenrente (Suva-act. 172).

A.n  Die dagegen am 19. Mai 2015 erhobene und am 19. Juni 2015 ergänzte 

Einsprache, in der neben der Zusprache einer Invalidenrente auch die Ausrichtung 

einer Integritätsentschädigung beantragt wurde (Suva-act. 184, 191) wies die Suva mit 

Entscheid vom 28. März 2017 betreffend Invalidenrente ab. Auf den Antrag um 

Ausrichtung einer Integritätsentschädigung trat sie nicht ein (Suva-act. 211).

B.   

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B.a  Dagegen liess die Versicherte am 12. Mai 2017, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 

iur. Karl Gehler, Rapperswil-Jona, Beschwerde erheben und beantragen, der 

Einspracheentscheid vom 28. März 2017 sei aufzuheben und es sei ihr nach weiteren 

Sachverhaltsabklärungen ab spätestens 30. April 2015 eine Invalidenrente 

auszurichten, eventualiter sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und Neuverfügung 

zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1). Mit Beschwerdeergänzung vom 19. Juni 2017 liess die 

Beschwerdeführerin an den Ausführungen der Beschwerdeschrift vom 12. Mai 2017 

vollumfänglich festhalten (act. G 3).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 4. August 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).

B.c  Die Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G 7).

B.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.   

1.1  Zwischen den Parteien ist vorliegend umstritten, ob die Beschwerdeführerin 

aufgrund einer anerkannten Berufskrankheit Anspruch auf eine Invalidenrente der 

Unfallversicherung hat.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 

sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend steht eine im Jahr 2009 eingetretene 

Berufskrankheit zur Debatte, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung finden.

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1.3  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 

10% invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1), hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG 

Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des 

versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 

1 UVG).

1.4  Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Kausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Ereignis 

zusammenhängen (RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 

Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

1.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 465 E. 4 und BGE 

125 V 351 E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

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Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 

4.3.2, mit Hinweisen).

2.   

2.1  Als Berufskrankheiten gelten Krankheiten (Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen 

Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte 

Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und 

Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG, Anhang I UVV). 

Nach der Rechtsprechung müssen der schädigende Listenstoff oder die 

krankmachende Arbeit im gesamten Ursachenspektrum mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit einen Anteil von mehr als 50% ausmachen (BGE 119 V 200 E. 2a). 

Als Berufskrankheiten gelten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, 

dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit 

verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 UVG). Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die 

Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde 

(BGE 119 V 201 E. 2b). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen 

beruflicher Tätigkeit und Erkrankung vermag das Erfordernis dieses qualifizierten 

Kausalzusammenhangs nicht zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

September 2011, 8C_465/2011, E. 7.2).

2.2  Vorliegend ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin an einer Berufskrankheit 

gemäss Art. 9 UVG leidet und für alle Tätigkeiten mit Mehlstaubexposition zu 100% 

arbeitsunfähig ist (vgl. die Nichteignungsverfügung vom 9. Oktober 2009; Suva-act. 

14). Umstritten ist die berufskrankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in adaptierten Tätigkeiten. Die Beschwerdegegnerin verneinte eine 

solche insbesondere gestützt auf die Beurteilungen der Suva-Ärztin Dr. D.___ (vgl. 

Suva-act. 211, act. G5).

2.3  Dr. D.___ hielt in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 16. April 2015 in Würdigung der 

pneumologischen Verkaufskontrollen des behandelnden Arztes Dr. C.___ fest, dass 

sich die Atemwegsbeschwerden der Beschwerdeführerin nach Ausscheiden aus der 

auslösenden Tätigkeit zurückgebildet hätten und keine Behandlungsbedürftigkeit mehr 

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bestanden habe. Die weiteren Erkrankungen der Beschwerdeführerin – eine COPD 

nach Nikotinabusus und eine Adipositas per magna – würden zu einer geringen 

körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen, hätten aber keine berufliche Ursache. Unter 

Einhaltung der Auflagen aus der Nichteignungsverfügung seien der 

Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung allein der berufskrankheitsbedingten 

Einschränkungen leichte bis mittelschwere Tätigkeiten vollzeitig zumutbar, wobei 

Expositionen zu atemwegreizenden Stoffen vermieden werden sollten (Suva-act. 171). 

In der Beurteilung vom 1. Februar 2016 hielt die Suva-Ärztin in Zusammenfassung des 

aktenmässigen Verlaufs fest, dass die Beschwerdeführerin nach Ausscheiden aus der 

Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin in einer Bäckerei zunächst auch ohne inhalative 

Dauertherapie subjektiv von Seiten der Atemwege beschwerdefrei gewesen sei. Bei der 

Beschwerdeführerin bestehe zudem eine chronisch obstruktive Ventilationsstörung 

nach Nikotinabusus. Im Verlauf seien verschiedentlich Infekt-assoziierte 

Exazerbationen der Atemwegsbeschwerden aufgetreten, insbesondere im Jahr 2012 

bei erneuter Mehlstaubexposition während einer neunmonatigen Anstellung als 

Backgehilfin. Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit habe die wieder aufgenommene 

inhalative Dauertherapie abermals beendet werden können. Aktuell werde wieder eine 

inhalative Dauertherapie durchgeführt. Bei einem wegen erneuter asthmatischer 

Beschwerden im Mai 2015 durchgeführten Pricktest habe sich nun eine stark positive 

Reaktion auf Hausstaubmilben und positive Reaktionen auf verschiedene Pollen 

gezeigt. Die derzeitig asthmatischen Beschwerden seien auf diese Sensibilisierungen 

zurückzuführen. Bezüglich der überwiegend berufsbedingten Komponenten der 

Atemwegsbeschwerden ergebe sich bei Einhalten der Auflagen der 

Nichteignungsverfügung keine neue Situation (Suva-act. 204).

2.4  Gestützt auf diese schlüssigen, in Kenntnis des aktenmässigen Verlaufs und der 

Berichte des behandelnden Arztes ergangenen Beurteilungen von Dr. D.___ ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich das Asthma 

bronchiale sowie die allergische Rhinitis bei fehlender Exposition gegenüber 

atemwegreizenden Stoffen nicht manifestieren. Entsprechend ist die 

Beschwerdeführerin hinsichtlich der als Berufskrankheit anerkannten 

Gesundheitsstörungen in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten ohne Exposition als 

zu 100% arbeitsfähig zu erachten.

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2.5  Was die COPD betrifft, ist festzuhalten, dass diese vom behandelnden Arzt sowie 

von der Suva-Kreisärztin ausschliesslich im Zusammenhang mit dem Nikotinkonsum 

der Beschwerdeführerin gesehen wurde. Dr. C.___ stellte im Rahmen der 

Verlaufskontrolle vom Mai 2010 die Diagnose COPD Gold Stadium II bei Status nach 

regelmässigem Nikotinabusus bis April 2009 und aktuell Gelegenheitsrauchen während 

der Berufsweiterbildung. Er hielt fest, dass die Versicherte wieder mit dem Rauchen 

angefangen habe und sich im Verlauf nun eine COPD ohne Asthmakomponente zeige 

(Suva-act. 46). Im Juni 2012 hielt er fest, dass die Beschwerdeführerin nun anhaltend 

Nichtraucherin sei und mittlerweile ganz ohne Medikamente und ohne Inhalationen 

weder unter störendem Husten noch unter Atemnot leide (Suva-act. 97). Anlässlich der 

Verlaufskontrolle im Februar 2013 berichtete Dr. C.___, dass es im Dezember 2012 und 

Januar 2013 zu rezidivierenden asthmatischen Bronchitisexazerbationen gekommen 

sei. Die Versicherte rauche wieder und es bestehe eine zunehmende Adipositas bei 

einem BMI von 44 (Suva-act. 132). Im Dezember 2014 gab Dr. C.___ an, im Rahmen 

der Abklärungen der von der Beschwerdeführerin angegebenen Tagesmüdigkeit habe 

ein obstruktives Schlafapnoesyndrom ausgeschlossen werden können. Es bestehe 

eine stabile COPD und gut kontrollierte Asthmakomponente. Bei anhaltender 

Gewichtszunahme und einem BMI von 48 seien alle diätischen und Ausdauertrainings-

Massnahmen zur nachhaltigen Gewichtsreduktion konsequent umzusetzen (Suva-act. 

166).

2.6  Auch Dr. D.___ hielt bereits in den ärztlichen Beurteilungen vom Juni 2010 und 

Januar 2011 fest, dass die COPD im GOLD Stadium II ohne Asthmakomponente ganz 

überwiegend auf den chronischen Nikotinabusus zurückzuführen und nicht 

berufsbedingt sei. Dass die berufsbedingten, über ein halbes Jahr bestehenden 

asthmatischen Beschwerden zu der vorbestehenden, chronischen obstruktiven 

Lungenerkrankung wesentlich beigetragen hätten, sei unwahrscheinlich. Somit sei 

nach Aufgabe der verursachenden Tätigkeit vom Vorzustand auszugehen und bei 

Einhalten der Nichteignungsverfügung keine weitere negative Beeinflussung zu 

erwarten (Suva-act. 47, 54). In der Verlaufsbeurteilung vom April 2013 hielt Dr. Merz in 

Würdigung der Kontrolle bei Dr. C.___ fest, dass es bei einem BMI von 44 bei 

gleichzeitig bestehender COPD nach langjährigem und nun wieder fortgesetztem 

Nikotinabusus zu den diagnostizierten rezidivierenden asthmatischen 

Bronchitisexazerbationen gekommen sei. Die Situation bezüglich der berufsbedingten 

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Atembeschwerden sei unter Einhaltung der Auflagen der Nicheignungsverfügung stabil 

(Suva-act. 141). Entsprechend kam Dr. D.___ in ihren Beurteilungen vom April 2015 

und Februar 2016 zum Schluss, dass die COPD nach Nikotinabusus und eine 

Adipositas per magna wohl zu einer geringen körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen 

würden, jedoch keine berufliche Ursache hätten (vgl. vorstehende E. 2.2).

2.7  Zusammenfassend kann nach Lage der medizinischen Akten der Beweis, dass der 

Mehlstaub mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.1) für die COPD ursächlich 

ist, nicht gelingen. Vielmehr ist es mindestens als gleich wahrscheinlich zu erachten, 

dass der Nikotinkonsum der Beschwerdeführerin Ursache der COPD ist.

2.8  Doch selbst wenn eine berufliche Ursache der COPD beweisbar wäre, gelingt der 

Beschwerdeführerin der Nachweis einer Einschränkung ihrer Arbeitsfähigkeit wegen 

der COPD nicht. So lässt sich den vorliegenden Arztberichten nicht entnehmen, dass 

die COPD in einer adaptierten (lufthygienischen) Tätigkeit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hätte. Die Ärzte haben keine entsprechenden 

Befunde erhoben und insbesondere auch ein obstruktives Schlafapnoesyndrom als 

mögliches Symptom einer COPD ausgeschlossen. Dass die – gut auf die Behandlung 

ansprechende – COPD die Beschwerdeführerin in einer entsprechend angepassten 

Tätigkeit in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränkt, ergibt sich sodann weder aus den 

Berichten über die ab Mai 2015 im Spital F.___ durchgeführten pneumologischen 

Verlaufskontrollen (vgl. Suva-act. 190, 200, 206) noch aus dem Bericht des Hausarztes 

der Beschwerdeführerin, Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 16. Juni 

2015. Darin hatte dieser festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seit 2009 wegen 

des Asthmas verschiedenste schwere Krankheitsschübe gehabt habe, hochdosiert 

Kortison und andere Antiasthmatika habe nehmen müssen und sich nur mässig habe 

bewegen können. Diese Kombination habe dazu geführt, dass sich die 

Beschwerdeführerin permanent erschöpft gefühlt habe und sich auch körperlich keinen 

Anstrengungen mehr habe ausliefern können. Auch sei eine Zunahme des 

Körpergewichts (aktuell 127 kg) erfolgt. Neben diesen Asthmazuständen mit 

chronischer Erschöpfung habe die Beschwerdeführerin auch Probleme mit dem 

rechten Kniegelenk (Arthrose), Schmerzen lumbal seit einem Sturz im Winter 

2014/2015, Schmerzen im Handgelenk mit Verdacht auf Arthrose sowie 

Schulterschmerzen (PHS) rechts mehr als links. Die Beschwerdeführerin sei sowohl im 

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Büro als auch im Pflegebereich durch diese oben genannten Beschwerden nur zu 50% 

verteilt über den Tag leistungsfähig (Suva-act. 192). Damit hat auch Dr. G.___ nicht 

explizit eine Arbeitsunfähigkeit infolge der COPD attestiert, sondern hat die 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund der multiplen 

berufskrankheitsfremden Faktoren als eingeschränkt erachtet.

2.9  Zusammenfassend ist gestützt auf die vorliegende Aktenlage von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in adaptierten Tätigkeiten ohne Exposition zu 

atemwegreizenden Stoffen auszugehen. Angesichts der dargestellten Aktenlage sind 

von weiteren medizinischen Abklärungen und insbesondere von einer weiteren 

Beurteilung des COPD im Rahmen einer medizinischen Begutachtung keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten. Damit ist entgegen dem Eventualantrag der 

Beschwerdeführerin (act. G. 1) darauf zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. 

E. 1.5, vgl. BGE 122 V 162 E. 1d).

3.   

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitstätigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Hilfsarbeiterin (Produktionsmitarbeiterin in einer Backstube) im Validenfall und einer 

Arbeitsfähigkeit von 100% für eine adaptierte Hilfsarbeitertätigkeit im Invalidenfall 

erübrigt sich die Vornahme eines konkreten Einkommensvergleichs. Denn vor dem 

Hintergrund dessen, dass die Beschwerdeführerin gemäss den vorliegenden Akten nie 

überdurchschnittlich verdient hat und der von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Tabellenlohnabzug von 5% nicht zu beanstanden ist, resultiert 

offensichtlich kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 10%. Die 

Beschwerdegegnerin hat damit einen Rentenanspruch zu Recht verneint.

4.   

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

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1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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