# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa1e792a-eae3-5990-9391-ca18ff2069ac
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.01.2023 200 2022 582
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-582_2023-01-11.pdf

## Full Text

200 22 582 EO
SCP/TOZ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 11. Januar 2023

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________ GmbH
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. September 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2023, EO/22/582, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene C.________ (Versicherter) ist seit Dezember 1997 Ge-
sellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der A.________ 
GmbH (Beschwerdeführerin), die im Wesentlichen die Erstellung und Mon-
tage von Rohrleitungen, den Metallbau sowie den Betrieb einer Carrosserie 
bezweckt (vgl. Auszug des Handelsregisters des Kantons Bern [htt-
ps://be.chregister.ch]). Am 8. November 2021 meldete sich die A.________ 
GmbH bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB bzw. Beschwerde-
gegnerin) zum Bezug von Corona-Erwerbsersatzentschädigung für den 
Versicherten für die Monate Januar, Mai, Juli und August 2021 an (Ant-
wortbeilagen [AB] 2 bis 5). Mit Schreiben vom 16. November 2021 (AB 6) 
lehnte die AKB die Ausrichtung der beantragten Corona-
Erwerbsersatzentschädigung ab, da der Umsatzrückgang nicht auf die 
behördlichen Massnahmen zurückzuführen sei. Nachdem die A.________ 
GmbH den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt hatte (AB 8), ver-
fügte die AKB am 18. Mai 2022 (AB 11) die Verneinung des Anspruchs auf 
Corona-Erwerbsersatzentschädigung für die Monate Januar, Mai, Juli und 
August 2021. Die dagegen erhobene Einsprache (AB 12 und 14) wies sie 
nach Einholung ergänzender Unterlagen und Ausführungen (AB 10) mit 
Entscheid vom 2. September 2022 (AB 1) ab, soweit sie darauf eingetreten 
ist. 

B.

Hiergegen erhob die A.________ GmbH, vertreten durch B.________, am 
26. September 2022 Beschwerde. Sie beantragt, der Einspracheentscheid 
vom 2. September 2022 sei aufzuheben und es sei eine Corona-
Erwerbsersatzentschädigung für den Versicherten für die Monate Januar, 
März, Mai und August 2021 auszurichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2022 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2023, EO/22/582, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen (Art. 1 der Verordnung vom 20. März 2020 über 
Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus 
[Covid-19]; nachfolgend: Covid-19-Verordnung Erwerbsaufall [SR 830.31]; 
UELI KIESER, Covid-19-Erlasse und das Sozialversicherungsrecht, in: Aktu-
elle Juristische Praxis [AJP] 2020 S. 557). Die Sozialversicherungsrecht-
liche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kan-
tonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden 
gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen 
Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefoch-
tenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die 
örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
25. September 1952 über die Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende 
und bei Mutterschaft [EOG; SR 834.1]; vgl. zur Zuständigkeitsordnung für 
die Beurteilung von Beschwerden betreffend die Erwerbsausfallentschädi-
gung aufgrund der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall: BGE 147 V 423 
E. 1 S. 425 f.). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist - vorbehältlich der Ausführungen in E. 1.2 
hiernach - auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Septem-
ber 2022 (AB 1). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung für den Versicherten 
für die Monate Januar, Mai und August 2021 (AB 1 S. 2 und 4, AB 11 S. 2). 
Die Ablehnung des Anspruchs auf eine Corona-Erwerbsersatz-
entschädigung für den Monat Juli 2021 war demgegenüber schon im Ein-

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spracheverfahren nicht angefochten worden (AB 1 S. 2) - was ausdrücklich 
im vorliegenden Beschwerdefahren bestätigt wurde (vgl. Aktennotiz vom 
6. Oktober 2022 und prozessleitende Verfügung vom 31. Oktober 2022) - 
und ist dementsprechend - da nicht Streitgegenstand - im vorliegenden 
Verfahren nicht zu prüfen (vgl. BGE 125 V 413 E. 2a S. 415). 

Soweit die Beschwerdeführerin die Corona-Erwerbsersatzentschädigung 
für den Monat März 2021 thematisiert (vgl. Beschwerde, S. 1 Ziff. 2), liegt 
dies ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, befand doch die Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (AB 1 S. 2 und 
4) nicht darüber (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 
S. 69 E. 5.2), weshalb diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten 
ist (vgl. auch Beschwerdeantwort, S. 2 Ziff. 2).

1.3 Bei einer maximal möglichen Entschädigung von Fr. 196.-- pro Tag 
(Art. 5 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; geltend gemacht wird 
ein monatliches Einkommen von Fr. 6'600.-- [vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 3]) 
liegt der Streitwert bei den hier zu beurteilenden Monate Januar, Mai und 
August 2021 unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde 
in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. September 
2020 über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates 
zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz; SR 818.102; 
Stand am 1. Januar bzw. 1. April 2021, in Kraft seit dem 19. Dezember 
2020 resp. 1. April 2021 [AS 2020 5821, 2021 153]; zur zeitlichen Mass-
geblichkeit siehe E. 2.2 hiernach) kann der Bundesrat die Ausrichtung von 
Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Personen vorsehen, die ihre 
Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen im Zusammenhang mit der 
Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbrechen oder massgeblich ein-

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schränken müssen. Nur Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnausfall, 
die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 40 % (von 
Januar bis März 2021) resp. 30 % (ab April 2021) im Vergleich zum durch-
schnittlichen Umsatz in den Jahren 2015 - 2019 haben, gelten in ihrer Er-
werbstätigkeit als massgeblich eingeschränkt. Gemäss Abs. 2 gehören zu 
den Anspruchsberechtigten insbesondere auch Selbstständige nach Art. 12 
ATSG sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung.

Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat Gebrauch gemacht, indem er 
unter anderem die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall erliess.

2.2 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213). Massgeblich ist deren zum Zeitpunkt der erstmaligen 
Verfügung über den Leistungsanspruch in Kraft stehende Fassung, da sich 
die Rechtmässigkeit eines Verwaltungsaktes grundsätzlich nach der 
Rechtslage zur Zeit seines Erlasses beurteilt (BGE 147 V 278 E. 2.1 
S. 280). Dies gilt insbesondere auch für die Covid-19-Verordnung Erwerbs-
ausfall (BGE 147 V 423 E. 3.1 S. 426).

Vorliegend verfügte die Beschwerdegegnerin am 18. Mai 2022 über den 
Leistungsanspruch (AB 11). Daher sind die vom Bundesrat am 4. Novem-
ber 2020 rückwirkend per 17. September 2020 bzw. am 31. März 2021 per 
1. April 2021 in Kraft gesetzten Art. 2 Abs. 3 (AS 2020 4571), Abs. 3bis (AS 
2020 4571) und Abs. 3ter (AS 2021 183) Covid-19-Verordnung Erwerbsaus-
fall anwendbar (vgl. E. 2.3 hiernach).

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der 
hier massgebenden Fassung [vgl. E. 2.2 hiervor]) sind Selbstständigerwer-
bende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 lit. b 

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und c des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0; 
d.h. der mitarbeitende Ehegatte des Arbeitgebers und Personen, die in 
ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte 
oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums 
die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beein-
flussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten) unter der Vorausset-
zung von Abs. 1bis lit. c (d.h. obligatorisch versichert gemäss dem Bundes-
gesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung [AHVG; SR 831.10]) anspruchsberechtigt, wenn sie:

a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnah-
men zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und 

b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden.

2.3.2 Nach Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der 
hier massgebenden Fassung [vgl. E. 2.2 hiervor]) sind Selbstständigerwer-
bende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 lit. b 
und c AVIG, die nicht unter Abs. 3 fallen, unter der Voraussetzung von 
Abs. 1bis lit. c anspruchsberechtigt, wenn: 

a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnah-
men zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich einge-
schränkt ist; 

b. sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; und 

c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbsein-
kommen von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Vorausset-
zung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufge-
nommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres 
ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer. 

2.3.3 Laut Art. 2 Abs. 3ter Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der 
hier massgebenden Fassung [vgl. E. 2.2 hiervor]) gilt die Erwerbstätigkeit 
als massgeblich eingeschränkt, wenn pro Monat eine Umsatzeinbusse von 
mindestens 40 % (von Januar bis März 2021) resp. 30 % (ab April 2021) im 

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Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015 - 
2019 vorliegt. 

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und zwischen den Parteien unbestrit-
ten, dass der Versicherte als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Ein-
zelunterschrift der Beschwerdeführerin (vgl. Auszug des Handelsregisters 
des Kantons Bern [https://be.chregister.ch]) im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. 
c AVIG grundsätzlich gestützt auf Art. 2 Abs. 3 und Abs. 3bis Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall (in der hier massgebenden Fassung [vgl. E. 2.2 
hiervor]) anspruchsberechtigt ist, sofern die jeweiligen Voraussetzungen 
(vgl. E. 2.3 hiervor) kumulativ (vgl. hierzu Rz. 1018 des Kreisschreibens 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Entschädigung 
bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus - Corona-
Erwerbsersatz [KS CE; in der hier massgebenden Fassung]; vgl. zur Be-
deutung von Verwaltungsweisungen: BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 
224 E. 4.4.2 S. 228) erfüllt sind. 

Weiter steht fest, dass der Versicherte in den vorliegend streitbetroffenen 
Monaten Januar, Mai und August 2021 seine Erwerbstätigkeit nicht auf-
grund einer behördlich angeordneten Massnahme unterbrechen bzw. seine 
Tätigkeit einstellen musste (vgl. AB 1 S. 3; Beschwerde, S. 3 Ziff. 3). Der 
hier zu beurteilende Sachverhalt fällt folglich nicht in den Anwendungsbe-
reich des Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (vgl. E. 2.3.1 
hiervor), was denn auch keine der Parteien geltend macht.

3.2 Die Beschwerdegegnerin prüfte den Anspruch auf Corona-
Erwerbsersatzentschädigung unter dem Blickwinkel von Art. 2 Abs. 3bis 
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (vgl. E. 2.3.2 hiervor) und verneinte 
einen solchen mit der Begründung, dass die geltend gemachten Um-
satzeinbussen von mindestens 40 % bzw. 30 % (vgl. E. 2.3.3 hiervor) ent-
gegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 
3) nicht auf die behördlich angeordneten Massnahmen zurückzuführen 
seien (AB 1 S. 3).

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3.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass nach dem klaren Wortlaut von Art. 3 
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der hier massgebenden Fassung 
[vgl. E. 2.2 hiervor]) für nach Art. 2 Abs. 3bis derselben Verordnung an-
spruchsberechtigte Personen der Anspruch auf Entschädigung mit dem 
Beginn der behördlich angeordneten Massnahme entsteht (Abs. 3) und mit 
dem Ende der angeordneten Massnahme endet (Abs. 4). Im betreffenden 
Monat nicht mehr geltende (oder noch nicht geltende) behördliche Mass-
nahmen vermögen demnach selbst dann keinen Anspruch auf Erwerbsaus-
fallentschädigung gestützt auf Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Er-
werbsausfall zu begründen, wenn sie sich wirtschaftlich noch weiterhin 
auswirken sollten.

3.2.2 In der Zeit vom 18. Januar bis 25. Juni 2021 galt eine Maskenpflicht 
bei der Arbeit in Innenräumen, in welchen sich mehr als nur eine Person in 
einem Raum aufhielt (vgl. Art. 10 Abs. 1bis der Verordnung des Schweize-
rischen Bundesrates vom 19. Juni 2020 über Massnahmen in der besonde-
ren Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie [Covid-19-Verordnung 
besondere Lage; SR 818.101.26; Stand am 18. Januar bzw. 31. Mai 2021, 
in Kraft seit dem 18. Januar resp. 1. März 2021 {AS 2021 7, 2021 110}] 
sowie die Tabelle "Änderungen der nationalen Massnahmen zur Eindäm-
mung des Coronavirus in der Schweiz seit Dezember 2020" 
[abrufbar unter www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-
epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnah-
men-des-bundes.html]). Zuvor (ab dem 19. Oktober 2020) hatte lediglich 
eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen gegolten (vgl. 
Art. 3b Covid-19-Verordnung besondere Lage [Stand am 19. Oktober 2020, 
in Kraft seit dem 19. Oktober 2020 {AS 2020 4159}] bzw. die Tabelle 
"Lockerungen und Verschärfungen der nationalen Massnahmen" vom 
27. April bis 2. November 2020 [a.a.O.]). Es bestand während den behörd-
lich angeordneten Massnahmen (Januar bis Juni 2021) und somit während 
der ganzen vorliegend interessierenden Beurteilungsperiode keine Ab-
standspflicht am Arbeitsplatz (vgl. Tabelle "Änderungen der nationalen 
Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in der Schweiz seit De-
zember 2020" [a.a.O.]).

http://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnah-men-des-bundes.html
http://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnah-men-des-bundes.html
http://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnah-men-des-bundes.html

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2023, EO/22/582, Seite 9

3.3 Die Beschwerdeführerin macht zur Begründung ihres Anspruchs im 
Wesentlichen geltend, der Versicherte sei in der Ausführung seiner Tätig-
keiten infolge der behördlich angeordneten Schutzmassnahmen wie die 
Masken- und Abstandspflicht sowie der Einhaltung von Schutzkonzepten 
bei den Kunden erheblich eingeschränkt gewesen und habe dadurch weni-
ger Aufträge erhalten resp. bloss reduziert ausführen können (vgl. Be-
schwerde, S. 3 Ziff. 3). Zudem hätten Kunden gesetzlich nicht vorgeschrie-
bene Unterhaltsarbeiten aufgrund finanzieller Engpässe nicht durchführen 
lassen (AB 14 S. 2).

3.4 Nach dem unter E. 3.2.2 hiervor Dargelegten bestanden in den vor-
liegend zu beurteilenden Monaten Januar, Mai und August 2021 im Bau-
gewerbe - worunter das Tätigkeitsfeld der Beschwerdeführerin (Erstellung 
und Montage von Rohrleitungen, Metallbau und Betrieb einer 
Carrosserie; vgl. Auszug des Handelsregisters des Kantons Bern [htt-
ps://be.chregister.ch]; Industrieunterhalt [AB 14 S. 2]) fällt - kaum bzw. kei-
ne Einschränkungen aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen 
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie, galt doch lediglich in den Monaten 
Januar und Mai 2021 die Pflicht zum Tragen einer Maske in Innenräumen, 
in denen sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhielt. Inwiefern 
die vorgebrachte Maskentragpflicht zu einem - zumal erheblichen - Um-
satzrückgang in den betreffenden Monaten geführt haben soll, vermag die 
Beschwerdeführerin nicht darzulegen und ist denn auch nicht ersichtlich. 
Folglich stand diese Massnahme einer Ausübung ihrer Tätigkeit nicht ent-
gegen, konnte doch die Tätigkeit unter Einhaltung der Maskenpflicht ohne 
Weiteres angeboten und erbracht werden. Es mag zwar nachvollziehbar 
sein, dass gewisse (potentielle) Kunden verunsichert und zurückhaltend 
waren und deshalb Aufträge abgesagt oder keine neuen Aufträge mehr 
erteilt haben (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 3), z.B. aus Angst vor einer Anste-
ckung oder wegen Bedenken bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. 
Dies stellt jedoch ein durch die Pandemie bedingtes, freiwillig verändertes 
Verhalten von Kunden dar. Daraus resultierende Umsatzeinbussen, welche 
auf die Pandemie als solche zurückgehen und damit nicht direkte oder indi-
rekte Folgen behördlicher Massnahmen sind, vermögen mithin keinen An-
spruch auf Leistungen gemäss Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Er-
werbsausfall zu begründen resp. sind dem unternehmerischen Risiko zu-

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zuordnen. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass allfällige Umsatzrückgän-
ge im Bereich der Wartung von industriellen Anlagen aufgrund des zögerli-
chen Verhaltens der Kunden im Rahmen einer betrieblichen Gesamtbe-
trachtung bloss als aufgeschoben und nicht als weggefallen zu betrachten 
sein dürften.

Soweit die Beschwerdeführerin einen Leistungsanspruch mit einer auf-
grund von allfälligen auf freiwilliger Basis erstellten Schutzkonzepten der 
Kunden veränderten bzw. reduzierten Auftragslage zu begründen versucht 
(vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 3), verkennt sie, dass der geltend gemachte 
Umsatzrückgang die Folge der im betreffenden Monat geltenden behördlich 
angeordneten Massnahmen sein muss (vgl. E. 2.3.2 und 3.2.1 hiervor), 
was vorliegend - wie bereits ausgeführt - nicht der Fall ist. 

3.5 Zusammenfassend war die Tätigkeit der Beschwerdeführerin in den 
Monaten Januar, Mai und August 2021 nicht aufgrund von behördlich an-
geordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie mass-
geblich eingeschränkt, womit es an einer Anspruchsvoraussetzung fehlt. 
Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob die weiteren Anspruchs-
voraussetzungen - insbesondere Erwerbsausfälle in den betreffenden Mo-
naten - vorliegen. Damit erübrigen sich auch Weiterungen zur Frage, ob 
Kontokorrentbuchungen Lohnzahlungen darstellen oder nicht (vgl. Be-
schwerde, S. 2 f. Ziff. 3; AB 10). Die Beschwerdegegnerin hat den An-
spruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung für den Versicherten für 
die Monate Januar, Mai und August 2021 mithin zu Recht verneint.

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
2. September 2022 (AB 1) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobe-
ne Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 hier-
vor).

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5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall 
i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG (Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Die Beschwerdegegnerin hat als öf-
fentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Bern keinen Anspruch auf Ersatz 
ihrer Parteikosten (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.