# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dfef78a9-06b4-508f-87b2-8da198628807
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.05.2020 S 2019 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-75_2020-05-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 75

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 
Aktuar Ott

URTEIL

vom 28. Mai 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Andrea Cantieni,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ (Jahrgang 1961), war zuletzt bis am 30. April 2019 als Facility 

Supporterin in einem 100 % Pensum tätig. Am 6. Dezember 2012 meldete 

sie sich erstmals zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Zuvor war 

im August 2012 bei einer diagnostizierten Foramen-Stenose C5/6 links 

eine ventrale Diskektomie HWK5/6 sowie eine DCI-Implantation vorge-

nommen worden. Nachdem sie im Februar 2013 ihre angestammte Tätig-

keit wieder in einen 100 %-Pensum aufgenommen hatte, wurden mit Mit-

teilung vom 25. Februar 2013 die Eingliederungsmassnahmen abge-

schlossen und die Leistungsbegehren für berufliche Massnahmen bzw. für 

Rentenleistungen nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens mit 

Verfügungen vom 8. bzw. 9. Mai 2013 abgewiesen. Diese Entscheide er-

wuchsen unangefochten in Rechtskraft.

2. Im August 2018 stellte A._____ sich in der Notfallstation des Spitals 

L.________ wegen Wirbelsäulenschmerzen vor. Diagnostiziert wurde ein 

paravertebraler Muskelhartspann bilateral von cervikal bis lumbal (ICD-10 

M79.10), wobei (bei unauffälligen Laborwerten und gemäss 

aktenkundigem MRI der HWS unauffälliger Lage des Fremdmaterials 

ohne Nervenwurzelkompression) die Beschwerden am ehesten von einer 

muskulären Fehlbelastung herrührend beurteilt wurden. 

3. Am 5. September 2018 meldete sich A._____ unter Hinweis auf starke Rü-

ckenschmerzen, Thrombosen in den Beinen, Arthrose, Schwindel und 

Kraftlosigkeit seit ca. Anfang 2017 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungs-

bezug an. Zur selben Zeit erfolgte auch eine Krankheitsanzeige des Ar-

beitgebers an die Krankentaggeldversicherung. Deren Konsiliararzt 

Dr. med. B._____ hielt in seiner Beurteilung vom 31. Oktober 2018 fest, 

dass A._____ in einer leichten körperlichen, wechselbelastenden Tätig-

keit, ohne Überkopfarbeiten und Heben von Lasten über 5 bis 10 kg voll 

arbeitsfähig sei und empfahl eine Begutachtung mit den Fachbereichen 

Rheumatologie und Psychiatrie.

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4. Die IV-Stelle holte diverse Arztberichte des behandelnden Rheumatologen 

Dr. med. C._____ ein. Dieser diagnostizierte unter anderem ein chroni-

sches lumbovertebrales Syndrom bei namentlich multisegmentalen Os-

teochondrosen mit Punctum maximum LWK 3/4 und LWK 4/5 mit konse-

kutiv leichter skoliotischer Deformierung, ISG-Arthrose beidseits und mini-

mal superior betonte Coxarthrose, rechts ausgeprägter als links, sowie 

anamnestisch Varikosis beidseits. Ausserdem äusserte er den Verdacht 

auf ein Fibromyalgiesyndrom bei chronisch generalisiertem Schmerzsyn-

drom des Bewegungsapparates mit Schlafstörungen, Leistungsintoleranz 

und Kopfschmerzen als Begleitsymptome. In seiner Beurteilung hielt 

Dr. med. C._____ fest, die Patientin leide schon seit längerem unter einem 

generalisierten Schmerzsyndrom mit sowohl myalgieformen Schmerzen 

wie auch Arthralgien. Mit den entsprechenden Begleitsymptomen sei die 

Symptomatik verdächtig für ein Fibromyalgiesyndrom. Hinweise auf das 

Vorliegen einer entzündlichen rheumatologischen Erkrankung fänden sich 

aktuell weder klinisch noch im durchgeführten Labor. Die durchgeführten 

Röntgenuntersuchungen der LWS und des Beckens zeigten degenerative 

LWS-Veränderungen; Hinweise für eine Coxarthrose fänden sich keine. 

Daraufhin wurde eine medikamentöse Behandlung eingeleitet – welche je-

doch mit der Anfangsmedikation nicht gut vertragen wurde – und auf die 

Wichtigkeit von körperlicher Aktivität i.S. eines Ausdauertrainings und der 

Weiterführung der Physiotherapie hingewiesen. Nachdem die durchge-

führten ambulanten Massnahmen keine wesentliche Beschwerdebesse-

rung gebracht hatten, sich klinisch weiterhin deutliche muskuläre Befunde 

im gesamten Schulter-/Nackenbereich sowie im Bereich des Becken-

kamms gezeigt hatten und Dr. med. C._____ von einem chronischen lum-

bovertebralen sowie chronischen zervikospondylogenen Syndrom ausge-

gangen war, riet dieser zu einer stationären, intensiven, interdisziplinären 

Rehabilitationsbehandlung.

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5. Das rheumatologische Gutachten vom 8. Januar 2019 von Dr. med. 

D._____ und Dr. med. E._____ im Auftrag der Krankentaggeldversiche-

rung basierte namentlich auf den Vorakten sowie einer Exploration von 

A._____ am 10. Dezember 2018. Darin wurde ein zervikospondylogenes 

Schmerzsyndrom beidseits sowie ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

rechtsbetont und ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom 

bei multisegmentalen Osteochondrosen, Punktum maximum LWK 3/4 und 

LWK 4/5 mit konsekutiv leichter skoliotischer Deformierung, ISG-Arthrose 

beidseits sowie minimer Coxarthrose diagnostiziert und differetialdiagnos-

tisch ein Fibromyalgiesyndrom ausgewiesen. In ihrer Beurteilung kamen 

Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ zum Schluss, dass sich insge-

samt eine Versicherte mit einem chronischen Schmerzsyndrom der obe-

ren und unteren Wirbelsäule präsentiere. Daneben fänden sich Druckdo-

lenzen aller vier Quadranten, von der Verteilung her fibromyalgieform. Da-

neben bestünden anamnestisch ausgeprägte Schlafstörungen und die 

Versicherte fühle sich psychisch durch die Situation belastet. Objektivieren 

lasse sich im klinischen Untersuch ausser der Schmerzangabe durch 

A._____ wenig, bis auf eine leicht eingeschränkte HWS-Beweglichkeit in 

Rotation nach rechts im Vergleich zu links. Die bisherigen bildgebenden 

Untersuchungen zeigten zusätzlich einzelne degenerative Veränderungen 

der LWS, welche aber nicht über ein altersentsprechendes Mass hinaus-

gingen. Da die Versicherte anamnestisch berichte, dass sie bereits seit 

mehreren Jahren immer wieder an hartnäckigen Schmerzen leide, sei eine 

weichteilrheumatische Komponente wahrscheinlich. Diese habe sich nun 

über die Jahre mit zusätzlichen, altersbedingten Degenerationen verstärkt. 

Als objektive Befunde hielten Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ ne-

ben der bereits erwähnten Druckdolenz in allen vier Quadranten sowie der 

leicht eingeschränkten Halswirbelsäulenrotation nach rechts (im Vergleich 

zu links) demgegenüber eine sehr gute Beweglichkeit sowohl der Wir-

belsäule als auch der Extremitätengelenke, wenn auch unter stetiger 

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Schmerzangabe seitens von A._____, fest. Konventionell radiologisch und 

MR-tomographisch seien regelrechte Stellungsverhältnisse nach Spondy-

lodese C5/6 ohne Neurokompression sowie segmentale degenerative 

Veränderungen der LWS, des ISG und der Hüften nachgewiesen worden. 

Die degenerativen Veränderungen in diesen Bereichen hätten aber kein 

eindeutiges klinisches Korrelat in der körperlichen Untersuchung gezeigt. 

Betreffend angezeigter therapeutischer Optionen führten Dr. med. 

D._____ und Dr. med. E._____ aus, dass grundsätzlich die Behandlungs-

möglichkeiten bei A._____ noch nicht ausgeschöpft seien. Namentlich sei 

eine psychiatrisch-psychotherapeutische Therapie zu empfehlen. Dies 

könne auch im Rahmen einer stationären Rehabilitation geschehen, wel-

che sowohl die somatischen als auch die psychiatrisch-psychologischen 

Aspekte abdecke. Die physikalische Therapie sei zu intensiveren und un-

bedingt weiterzuführen, da A._____ trotz glaubwürdiger regelmässigen 

Trainings in Eigenregie nur eine geringgradige Besserung habe erreichen 

können. Für eine grundsätzlich gute Prognose spreche die gute Beweg-

lichkeit trotz degenerativer Veränderungen und dass sich A._____ trotz 

Übergewicht gut muskulär stabilisieren könne. 

Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ attestierten A._____ in der bis-

herigen Tätigkeit als Housekeeping Supporterin (im damaligen Zeitpunkt) 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, soweit repetitives Heben von Lasten 

über 5 kg sowie Überkopfarbeiten in Repetition notwendig seien. Dies be-

treffe vor allem Tätigkeiten in der Hausreinigung. Für das Nachfüllen von 

Automaten sowie das Handling von Arbeitskleidern sei sie hingegen zu 

100 % arbeitsfähig im Sinne einer leichten Tätigkeit in Wechselbelastung. 

Hinsichtlich anderer beruflicher (adaptierter) Tätigkeiten bestehe für 

leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung (Heben von Lasten bis maximal 

5 kg repetitiv), ohne die Notwendigkeit einer gebückten Haltung sowie re-

petitiver Überkopfarbeiten, grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 

Aufgrund des Alters von A._____ sowie der nachgewiesenen degenerati-

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ven Veränderungen könne zwar keine vollständige Heilung erwartet wer-

den, jedoch sei eine teilweise Besserung überwiegend wahrscheinlich und 

auch realistisch erstrebenswert. Durch einen Ausbau der Therapien (bei 

konsequenter Durchführung über ca. drei bis sechs Monate oder eine sta-

tionäre Rehabilitation) könne wahrscheinlich eine Verbesserung der Ar-

beitsfähigkeit bzw. des Zumutbarkeitsprofils erreicht werden. Grundsätz-

lich werde primär eine stationäre Rehabilitation empfohlen und danach 

eine ambulante Weiterführung der Therapieformen. In diesem Setting sei 

A._____ innert drei bis sechs Monaten steigernd arbeitsfähig für die ge-

nannte 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten in Wechselbelas-

tung.

6. In der Folge trat A._____ zur stationären Behandlung in die Klinik M._____ 

ein, welche vom 9. Januar bis zum 6. Februar 2019 dauerte. In diesem 

Rahmen wurde am 16. Januar 2019 von Dr. med. F._____ eine Röntgen-

aufnahme beider Schultergelenke durchgeführt mit dem Befund einer 

mässig ausgeprägten Omarthrose beidseits, einer vermehrten Sklerose 

am Ansatz der Supraspinatussehne, einer etwas ungünstigen Form des 

Akromions als mögliche Voraussetzung für eine subakromiale Engpass-

problematik sowie ein Verdacht auf mässige AC-Gelenksarthrose rechts. 

Im provisorischen Austrittsbericht der Klinik M._____ vom 5. Februar 2019 

von Dr. med. G._____ und dipl. med. H._____ wurden folgende Diagno-

sen gestellt: chronisches cervikobrachiales Syndrom, chronisches lum-

bospondylogenes Syndrom und Varikosis beidseits. Abgesehen von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem Eintritt in die stationäre Rehabilita-

tion bis zum 10. Februar 2019 wurde ab dem 11. Februar 2019 eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit (Han-

tieren von Lasten selten bis maximal 15 kg) ausgehend von einem 100% 

Pensum ausgewiesen, wobei eine statische Arbeitshaltung sowie Arbeiten 

über Kopfhöhe und Stehen vorgeneigt nur manchmal (maximal bis 3 Stun-

den bezogen auf einen ganztätigen Arbeitstag) vorgenommen werden 

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sollten. Die aufgrund der bevorstehenden Varizen-Operation bedingte, 

vorübergehende Arbeitsunfähigkeit sei durch den Operateur festzulegen. 

Beim Eintritt habe die Patientin von Schmerzen im HWS-Bereich mit 

Ausstrahlungen in den gesamten Schulter-Nacken-Bereich beidseits so-

wie in den Hinterkopf und den linken Arm bei regelmässigem Schwindel-

gefühl berichtet. Initial habe sie sich durch die Schmerzsymptomatik stark 

limitiert sowie muskulär dekonditioniert gezeigt. Die Ärzte interpretierten 

die Schmerzen in Schulter und Nacken am ehesten im Rahmen muskulä-

rer Insuffizienzen bei extremer Verspannung und Verhärtung mit vorhan-

denen Triggerpunkten. Durch das intensive Trainingsprogramm, an dem 

die Versicherte engagiert und motiviert teilgenommen habe, hätten rasch 

Fortschritte im Sinne einer Schmerzreduktion erzielt werden können. Die 

Versicherte habe die Kraftgrade aller Muskelgruppen und insbesondere 

der Rumpf- und Rückenmuskulatur steigern und muskuläre Dysbalancen 

abbauen können. Die Gehgeschwindigkeit habe erhöht und die Gangstre-

cke verändert werden können. Die in der aktuellen Röntgenuntersuchung 

des Schultergelenks ausgewiesene leichtgradig ausgeprägte Omarthrose 

könne nicht für die vorhandenen Beschwerden verantwortlich gemacht 

werden. Insgesamt habe die Patientin eine Steigerung der allgemeinen 

Belastbarkeit erzielen können; es hätten aber weiterhin vor allem Ein-

schränkungen beim Hantieren über Schulterhöhe und beim vorgeneigten 

Stehen bestanden. Dies seien die Körperpositionen, welche sie bei der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit regelmässig habe einnehmen müssen. Auf-

grund dessen sei diese Tätigkeit eher ungeeignet um langfristig ausgeübt 

zu werden. Diese medizinische Beurteilung deckte sich mit jener im Be-

richt zum Ergonomietrainingsprogramm vom 13. Februar 2019 von 

Dr. med. G._____, dipl. med. H._____ sowie dem Ergonomietherapeuten 

I._____. 

Im Austrittsbericht Psychosomatik vom 19. Februar 2019 hielt dipl. med. 

J._____ fest, die Patientin beschreibe vorwiegend belastungsabhängige 

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Schmerzen im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in den Hinterkopf und 

in die Schultergelenke. Bei der Exploration habe sich kein Anhaltspunkt 

für ein somatoformes Schmerzerleben ergeben. Die leichte depressive 

Symptomatik werde als Anpassungsstörung interpretiert. Dipl. med. 

J._____ stellte infolgedessen bei Austritt die Diagnose einer Anpassungs-

störung nach psychosozialer Belastung (ICD-10 F43.2). A._____ berich-

tete ihr gegenüber, dass sie seit dem Erhalt der Kündigung (am 28. Januar 

2019 und per 30. April 2019) nicht mehr gut schlafen könne. Sie habe noch 

nie in ihrem Leben Schlafstörungen gehabt und habe seit der Kündigung 

Existenzängste. Infolge der Enttäuschung durch den Arbeitgeber wolle sie 

nach der Entlassung aus der stationären Rehabilitation eine psychothera-

peutische Behandlung beginnen. Aus psychiatrischer Sicht attestierte 

dipl. med. J._____ A._____ eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

7. Nachdem A._____ anlässlich eines Gespräches am 15. Februar 2019 ge-

genüber der IV-Stelle angegeben hatte, sich zurzeit gesundheitlich nicht 

in der Lage zu fühlen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wurden die be-

ruflichen Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 19. Februar 

2019 abgeschlossen.

8. Dr. med. K._____ vom Regionalen Ärztlichen Dienst Ostschweiz (RAD) 

kam in seiner Beurteilung vom 7. März 2019 zum Schluss, dass auf das 

Gutachten vom 8. Januar 2019 von Dr. med. D._____ und Dr. med. 

E._____ abgestellt werden könne. Das von den rheumatologischen Gut-

achtern definierte Belastbarkeitsprofil sei gegenüber demjenigen der Klinik 

M._____ um einiges weniger belastender, womit auch eine etwas höhere 

Arbeitsfähigkeit (in adaptierter Tätigkeit) gerechtfertigt sei. Dr. med. 

K._____ umschrieb die zumutbaren Tätigkeiten wie folgt: Tätigkeit mit 

leichter Belastung nicht über 5 kg, in Wechselbelastung, ohne repetitive 

Überkopfarbeiten und ohne Tätigkeiten in gebückter Haltung.

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9. Mit Vorbescheid vom 11. März 2019 stellte die IV-Stelle A._____ die Ab-

weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Zur Begründung führte sie 

ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad infolge voller Arbeitsfähig-

keit in adaptierter Tätigkeit an. Dagegen erhob A._____ am 29. März 2019 

Einwand, welcher mit Eingabe vom 14. Mai 2019 begründet wurde. Mit 

Verfügung vom 21. Mai 2019 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

wie vorbeschieden ab.

10. Am 17. Juni 2019 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und bean-

tragte die Aufhebung der Verfügung vom 21. Mai 2019 und die Rückwei-

sung der Angelegenheit an die IV-Stelle, um ihre Leistungsfähigkeit ein-

gehend abzuklären. Eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle 

zurückzuweisen, um den Rentenanspruch auf Basis einer 50%igen Ar-

beitsfähigkeit zu berechnen. Zur Begründung stellte sie im Wesentlichen 

die von der IV-Stelle angenommene volle Arbeitsfähigkeit in einer adap-

tierten Tätigkeit in Abrede und kritisierte eine ungenügende Abklärung ih-

rer Leistungsfähigkeit. Namentlich bestehe in den vorliegenden ärztlichen 

Unterlagen keine Einigkeit betreffend die gestellten Diagnosen und eine 

eingehende Beurteilung der Leistungsfähigkeit habe nur im Rahmen des 

stationären Aufenthalts in der Klinik M._____ vorgenommen werden kön-

nen, wobei eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von lediglich 50 % 

festgestellt worden sei.

11. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) liess sich am 27. Juni 

2019 vernehmen und beantragte die kostenpflichtige Abweisung der Be-

schwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf die angefoch-

tene Verfügung vom 21. Mai 2019, wobei sie zu einzelnen Punkten der 

Beschwerde ergänzend Stellung nahm.

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Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften, die an-

gefochtene Verfügung vom 21. Mai 2019 sowie die weiteren Akten wird, 

sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 21. Mai 2019. Eine solche Anord-

nung, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht 

am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden als das örtlich und sachlich zuständige Versi-

cherungsgericht angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Geset-

zes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 

Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 

831.20] sowie Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle 

Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen 

Verfügung unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Änderung. Sie ist somit zur Beschwerdeerhebung 

legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde 

zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 

Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 lit. b ATSG). Auf 

die Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat. Während die Beschwerdegegnerin von einer Arbeits-

fähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit ausgeht, wird dies von 

der Beschwerdeführerin genauso kritisiert wie die erfolgten Abklärungen 

zu ihrer Leistungsfähigkeit. 

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Nachfolgend ist also zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 

die Beurteilungen des RAD (siehe IV-act. 95 S. 10 ff.) bzw. auf das rheu-

matologische Gutachten vom 8. Januar 2019 (siehe IV-act. 67) abgestellt 

hat, in welchem Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ der Beschwer-

deführerin eine (uneingeschränkte) Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit attestierten. Dabei wird insbesondere von Bedeutung sein, ob 

diese von den übrigen medizinischen Akten, namentlich der Berichte der 

Klinik M._____ über den stationären Aufenthalt vom 9. Januar bis zum 

6. Februar 2019 (siehe IV-act. 75 und 78; Akten der Beschwerdeführerin 

[Bf-act.] 3), derart in Zweifel gezogen werden, dass von der Arbeitsfähig-

keitseinschätzung von 100 % in einer wechselbelastenden Tätigkeit mit 

leichter (repetitiver) Belastung bis 5 kg ohne repetitive Überkopfarbeiten 

und solche in gebückter Stellung spätestens ab Januar 2019 abzuweichen 

wäre.

3. Das rheumatologische Gutachten vom 8. Januar 2019 (siehe IV-act. 67) 

von Dr. med. D._____, Oberarzt i.V., und Dr. med. E._____, Facharzt für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Orthopädie und Trauma-

tologie des Bewegungsapparates sowie zertifizierter medizinischer Gut-

achter SIM, stimmt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hinsicht-

lich der Diagnosen weitestgehend mit den anderen aktenkundigen Berich-

ten überein: 

3.1. So diagnostizierte Dr. med. C._____, Leitender Arzt Medizin/Rheumatolo-

gie, in seinen Berichten vom 2. November 2018, 13. November 2018 und 

19. Dezember 2018 unter anderem ein chronisches lumbovertebrales 

Syndrom bei namentlich multisegmentalen Osteochondrosen mit Punctum 

maximum LWK 3/4 und LWK 4/5 mit konsekutiv leichter skoliotischer De-

formierung, ISG-Arthrose beidseitig und minimaler superior betonter 

Coxarthrose, rechts ausgeprägter als links, sowie anamnestisch eine Va-

rikosis beidseits und ein chronifiziertes zervikospondylogenes Syndrom 

beidseits. 

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3.2. Ferner sind dem provisorischen Austrittsbericht vom 5. Februar 2019 und 

dem Bericht Ergonomietrainingsprogramm vom 13. Februar 2019, na-

mentlich von dipl. med. H._____ und Dr. med. G._____ unterzeichnet, so-

wie dem Austrittsbericht Psychosomatik vom 19. Februar 2019 von 

dipl. med. J._____ zum stationären Aufenthalt im Zeitraum vom 9. Januar 

bis zum 6. Februar 2019 in der Klinik M._____ folgende Diagnosen zu ent-

nehmen: Chronisches cervikobrachiales Syndrom (Status nach ventraler 

Diskektomie HWK 5/6 und Cage-Implantation bei Foramenstenose im Au-

gust 2012; Hyperlaxizität, Beighton Score 5/9; muskuläre Dysbalance mit 

Hartspann und Triggerpunkten v.a. im M. trapezius pars ascendens beid-

seits); chronisches lumbospondylogenes Syndrom (Fehlhaltung der Wir-

belsäule; geringgradige Arthrose der ISG beidseits; muskuläre Dysba-

lance und Insuffizienz); Varikosis beidseits (Status nach tiefer Beinthrom-

bose links im April 2018); Anpassungsstörung nach psychosozialer Belas-

tung (ICD-10 F43.2). Letzterer wurde von dipl. med. J._____ aus psychia-

trischer Sicht keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestiert und sie 

verneinte auch explizit Anhaltspunkte für ein somatoformes Schmerzerle-

ben. Aus dem Röntgenbefund der beiden Schultergelenke ap/outlet vom 

16. Januar 2019 von Dr. med. F._____ gehen die Diagnosen eines cervi-

kospondylogenen Syndroms mit sekundärem Weichteilrheumatismus, dif-

ferenzialdiagnostisch Kettentendinose, ein chronisches lumbospondylo-

genes Syndrom sowie eine Varikosis beidseits hervor (siehe zum Ganzen 

IV-act. 75 S. 1 und 3, IV-act. 78 S. 3 f. sowie Bf-act. 3).

3.3. Gleichermassen stellten Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ in ihrem 

rheumatologischen Gutachten vom 8. Januar 2019 die folgenden Diagno-

sen: zervikospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits sowie ein lumbo-

vertebrales Schmerzsyndrom rechtsbetont (ICD-10 M54.80) mit/bei ven-

traler Diskektomie HWK 5/6 und Implantation BCIM bei Foramenstenose 

C5/6 links im Jahre 2012. Gemäss MRI der HWS vom 14. März 2018 be-

stehe keine wesentliche Anschlusssegmentdegeneration nach Spondylo-

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dese und keine spinale oder foraminale Enge. Ausserdem diagnostizierten 

Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ ein chronisches lumbospondylo-

genes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.86). Gemäss Röntgenuntersu-

chung der LWS ap/seitlich vom 26. Oktober 2018 bestünden keine Hin-

weise auf osteoporotische Frakturen. Weiter hielten sie multisegmentale 

Osteochondrosen mit Punktum maximum bei LWK 3/4 und LWK 4/5 mit 

konsekutiv leichter skoliotischer Deformierung fest. Daneben erwähnten 

sie eine ISG-Arthrose beidseits. Gemäss Beckenübersicht vom 26. Okto-

ber 2010 bestünden beidseitig minime Coxarthrosen und sie erwähnten 

einen osteopenen Knochenaspekt. Schliesslich führten sie als weitere Dia-

gnosen ein symptomatischer Hallux valgus links und eine arterielle Hyper-

tonie auf (siehe IV-act. 67 S. 15).

3.4. Zudem hielten Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ in ihrem rheuma-

tologischen Gutachten die Fibromyalgie nur differentialdiagnostisch fest. 

Auch Dr. med. C._____ äusserte lediglich einen Verdacht auf ein Fibro-

myalgiesyndrom bzw. ein chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom 

des Bewegungsapparates mit den Begleitsymptomen Schlafstörungen, 

Leistungsintoleranz und Kopfschmerzen bei verneinter entzündlicher Ur-

sache (siehe zum Ganzen IV-act. 67 S. 2, 15 und 19 sowie IV-act. 69). 

Damit besteht keine wesentliche Diskrepanz zur Beurteilung von 

dipl. med. J._____ von der Klinik M._____, Leitende Ärztin Psychosomatik 

und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, welche im Austrittsbe-

richt Psychosomatik vom 19. Februar 2019 schliesslich keine Anhalts-

punkte für ein somatoformes Schmerzgeschehen erkannte (siehe IV-

act. 78 S. 3 f.; vgl. zum Verhältnis der Diagnose "Fibromyalgie" zu soma-

toformen Schmerzstörungen: BGE 141 V 281 E.10.2 und 132 V 65).

3.5. Zu der von der Beschwerdeführerin bemängelten fehlenden diagnosti-

schen Übereinstimmung, welche sich – wie vorstehend ausgeführt – auf-

grund der Aktenlage nicht erhärten lässt, ist schliesslich relativierend an-

zumerken, dass das Vorliegen einer lege artis gestellten Diagnosen zwar 

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als medizinische Befundlage die Grundvoraussetzung für den rechts-

genüglichen Nachweis eines invalidisierenden Gesundheitsschadens (vgl. 

BGE 141 V 281 E.2.1, 130 V 396 E.5.3.2) darstellt. Für die Bestimmung 

eines Rentenanspruches ist aber letztlich massgebend, ob und in wel-

chem Ausmass eine versicherte, gesundheitliche Beeinträchtigung die Ar-

beits- bzw. Erwerbsfähigkeit einschränkt und zwar grundsätzlich unabhän-

gig von den Diagnosen und der Ätiologie (vgl. BGE 143 V 409 E.4.2.1, 136 

V 279 E.3.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_54/2020 vom 26. Mai 2020 

E.11.3, 8C_465/2019 vom 12. November 2019 E.6.2.3, 8C_385/2017 vom 

19. September 2017 E.4.2, 8C_590/2015 vom 24. November 2015 E.4.2.3 

und 8C_391/2015 vom 11. August 2015 E.3.3).

4. Überdies erfüllt das rheumatologische Gutachten vom 8. Januar 2019 von 

Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ die von der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 

gestellten Anforderungen, weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt. Es ba-

siert auf der eigenen Untersuchung vom 10. Dezember 2018 und berück-

sichtigt die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden. Zudem 

erfolgten die Beurteilungen von Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ 

in Kenntnis der Vorbefunde und sie fassten ihre Schlussfolgerungen ge-

stützt auf die eigenen klinischen Befunderhebungen sowie die aktenkun-

digen bildgebenden Abklärungen (siehe etwa IV-act. 67 S. 2 ff., 8 ff., 12 ff. 

und 17). Im Ergebnis legen sie schlüssig dar, dass aufgrund der klinischen 

und bildgebenden Befunde aktuell keine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit mehr gegeben sei, soweit repetitives Heben von Lasten über 5 kg 

sowie Überkopfarbeiten in Repetition notwendig seien (siehe IV-act. 67 

S. 20). In einer adaptierten, leichten und wechselbelastenden Tätigkeit 

(Heben von Lasten bis maximal 5 kg repetitiv, ohne die Notwendigkeit ei-

ner gebückten Arbeitshaltung sowie repetitiver Überkopfarbeit) sei die Be-

schwerdeführerin hingegen grundsätzlich zu 100 % arbeitsfähig. Medizi-

nisch-theoretisch kämen alle leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten in 

- 15 -

Frage. Es müsse die Möglichkeit für einen regelmässigen Lagewechsel 

bestehen und repetitive Überkopfarbeiten, Tätigkeiten in gebückter Hal-

tung sowie das Heben von Lasten über 5 kg seien zu vermeiden (siehe IV-

act. 67 S. 21). Eine zumindest teilweise Besserung der Beschwerden und 

somit der Arbeitsfähigkeit bzw. des Zumutbarkeitsprofils stuften die Gut-

achter unter intensivierter ambulanter Therapie über drei bis sechs Mo-

nate oder einer stationären Rehabilitation mit anschliessender Weiter-

führung der ambulanten Therapie als überwiegend wahrscheinlich ein. 

4.1. Zum Vorerwähnten hielten Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ in ih-

rer Beurteilung schlüssig fest, dass sich bei der Beschwerdeführerin ins-

gesamt ein chronisches Schmerzsyndrom der oberen und unteren Wir-

belsäule präsentiere, wobei das zervikospondylogene Schmerzsyndrom 

beidseitig ausgeprägt, während das lumbospondylogene Schmerzsyn-

drom rechtsbetont sei. Daneben fänden sich ausgeprägte Druckdolenzen 

aller vier Quadranten, von der Verteilung her fibromyalgieform. Die Be-

schwerdeführerin leide anamnestisch zusätzlich unter ausgeprägten 

Schlafstörungen und fühle sich psychisch durch die Situation belastet. Ob-

jektivieren lasse sich im klinischen Untersuch ausser der subjektiven 

Schmerzangabe, bis auf eine leicht eingeschränkte Halswirbelsäulenbe-

weglichkeit nach rechts im Vergleich zu links, wenig. Die bisherigen bild-

gebenden Untersuchungen hätten zusätzlich einzelne degenerative Ver-

änderung der LWS gezeigt, welche aber nicht über das altersentspre-

chende Mass hinausgingen. Da die Beschwerdeführerin anamnestisch be-

richte, bereits seit mehreren Jahren immer wieder an hartnäckigen 

Schmerzen zu leiden, sei eine weichteilrheumatische Komponente wahr-

scheinlich. Diese habe sich nun über die Jahre mit zusätzlichen, altersbe-

dingten Degenerationen verstärkt. Zu den erhoben objektiven Befunden 

führten die Gutachter zudem plausibel aus, dass ausgeprägte Druckdo-

lenzen in allen vier Quadranten, am ausgeprägtesten an der zervikalen 

und lumbalen Wirbelsäule, bestünden. Die Beweglichkeit sowohl der Wir-

- 16 -

belsäule als auch der Extremitätengelenke sei allerdings sehr gut, wenn 

auch unter steter Schmerzangabe seitens der Beschwerdeführerin. Kon-

ventionell radiologisch und MR-tomographisch lägen regelrechte Stel-

lungsverhältnisse der Spondylodese C5/6 ohne Neurokompression sowie 

segmentale degenerative Veränderungen der LWS, ISG und Hüften vor. 

Diese degenerativen Veränderungen zeigten aber kein eindeutiges klini-

sche Korrelat in der körperlichen Untersuchung. 

4.2. Insofern erweisen sich die Ausführungen von Dr. med. D._____ und 

Dr. med. E._____ zur Beurteilung der medizinischen Situation der Be-

schwerdeführerin als einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-

gen zum Gesundheitszustand sowie zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

als nachvollziehbar begründet. Sie vermögen auch nicht durch die ver-

schiedenen Berichte der Klinik M._____ vom Januar und Februar 2019 in 

Zweifel gezogen werden. Denn daraus ergibt sich, dass die Ärzte der Klinik 

M._____ die Schmerzen in Schulter und Nacken am ehesten im Rahmen 

einer muskulären Insuffizienz bei extremer Verspannung und Verhärtung 

mit vorhandenen Triggerpunkten interpretierten. Zudem stellten sie eine 

muskuläre Dekonditionierung fest (siehe IV-act. 75 S. 3 f.). Durch das in-

tensive Trainingsprogramm, an dem die Versicherte engagiert und moti-

viert teilgenommen habe, hätten rasch Fortschritte hinsichtlich einer 

Schmerzreduktion erzielt werden können. Die Versicherte habe die Kraft-

grade aller Muskelgruppen und insbesondere der Rumpf- und Rücken-

muskulatur steigern und muskuläre Dysbalancen abbauen können. Die 

Gehgeschwindigkeit habe erhöht und die Gangstrecke verändert werden 

können. Die im Röntgen des Schultergelenks ausgewiesene leichtgradig 

ausgeprägte Omarthrose könne nicht für die vorhandenen Beschwerden 

verantwortlich gemacht werden. Wenn nun die Ärzte der Klinik M._____ 

gestützt darauf schlossen, insgesamt habe die Patientin eine Steigerung 

der allgemeinen Belastbarkeit erzielen können, auch wenn weiterhin vor 

allem Einschränkungen beim Hantieren über Schulterhöhe und beim vor-

- 17 -

geneigten Stehen bestünden, weshalb sie eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für 

eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit beim Hantieren von Lasten selten 

bis maximal 15 kg auswiesen bei nur manchmal einzunehmenden stati-

schen Arbeitshaltungen, Arbeiten über Kopfhöhe und vorgeneigtem Ste-

hen, so erscheint es überwiegend wahrscheinlich, dass diese Einschät-

zung der Arbeitsfähigkeit massgeblich auf dem dekonditionierten Zustand 

der Beschwerdeführerin beruht. Diesbezüglich bringt die Beschwerdegeg-

nerin aber zu Recht vor, dass eine Dekonditionierung keinen invalidisie-

renden Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 7 

Abs. 2 ATSG darstellt (siehe Urteile des Bundesgerichts 9C_473/2019 

vom 25. Februar 2020 E.4.2.2, 8C_385/2017 vom 19. September 2017 

E.4.2 und 9C_848/2016 vom 12. Mai 2017 E.4.2). Wenn – wie vorliegend 

– somatische Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit be-

stehen, leuchtet es denn auch nicht ein, weshalb eine festgestellte Dekon-

ditionierung mittels entsprechenden Therapien nicht behebbar sein soll 

(vgl. dazu auch Urteile des Bundesgerichts 9C_647/2018 vom 1. Februar 

2019 E.6.3 und 9C_432/2015 vom 23. September 2015 E.4.1 f. und 5.2 

ff.). Insofern wird im rheumatologischen Gutachten vom 8. Januar 2018 zu 

Recht unabhängig vom Erfolg von Therapien eine Arbeitsfähigkeit in ad-

aptierter Tätigkeit (leicht [repetitive Lasten bis maximal 5 kg], wechselbe-

lastend, unter Vermeidung von repetitiver Überkopfarbeit und ohne Tätig-

keiten in gebückter Stellung) von 100% ausgewiesen. Dass – wie die Be-

schwerdeführerin vorbringt – diese lediglich eine Prognose darstelle bzw. 

die rheumatologischen Gutachter eine volle Arbeitsfähigkeit erst nach 

Durchführung eines stationären Rehabilitationsaufenthalts erwarteten, 

verfängt nicht. Zum einen wäre die gutachterliche Einschätzung der Ar-

beitsfähigkeit demnach bei Durchführung der empfohlenen Therapieopti-

onen im Zeitpunkt des von der Beschwerdegegnerin angenommenen 

frühestmöglichen Anspruchbeginns am 1. April 2019 bzw. spätestens am 

1. August 2019 (siehe dazu IV-act. 93 S. 1 und 2 oben) bereits erreicht 

worden. Zum anderen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszuge-

- 18 -

hen, dass die (nicht ganz eindeutigen) Ausführungen der rheumatologi-

schen Gutachter, wonach durch einen Ausbau der (ambulanten) Thera-

pien (bei konsequenter Durchführung über ca. drei bis sechs Monate oder 

die primär empfohlene stationäre Rehabilitation) wahrscheinlich eine Ver-

besserung der Arbeitsfähigkeit bzw. des Zumutbarkeitsprofils erreicht wer-

den könne bzw. in diesem Setting die Versicherte innert drei bis sechs 

Monaten "steigernd arbeitsfähig für die genannte 100%ige Arbeitsfähigkeit 

für leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung" sei (siehe IV-act. 67 S. 19 und 

22), dahingehend zu verstehen sind, dass das Zumutbarkeitsprofil bzw. 

die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin durch das empfohlene Thera-

piesetting innert drei bis sechs Monaten erhöht bzw. noch verbessert wer-

den kann (namentlich im Sinne einer Erhöhung der Gewichtslimiten über 

5 kg repetitiv oder der Verminderung von qualitativen Einschränkungen in 

einer als zumutbar erachteten adaptierten Tätigkeit wie beispielsweise die 

postulierte Vermeidung von repetitiven Überkopfarbeiten oder Tätigkeiten 

in gebückter Haltung). Dass die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adap-

tierten, leichten und wechselbelastenden Tätigkeit (Heben von Lasten bis 

maximal 5 kg repetitiv, ohne die Notwendigkeit einer gebückten Arbeits-

haltung sowie repetitiver Überkopfarbeit) bereits ab Gutachtenszeitpunkt 

gilt, legen denn auch schon die vorerwähnten Ausführungen der Gutachter 

zu ihrer Befunderhebung bzw. ihre gutachterliche Beurteilung nahe (siehe 

vorstehende Erwägungen 4 und 4.1). Diese Einschätzung der Arbeits-

fähigkeit deckt sich denn auch mit der Beurteilung des Konsiliararztes 

Dr. med. B._____ vom 31. Oktober 2018, wonach die Beschwerdeführerin 

in einer leichten körperlichen, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Über-

kopfarbeiten und Heben von Lasten über 5 bis 10 kg voll arbeitsfähig sei 

(siehe IV-act. 59). 

4.3. Im Übrigen erscheint es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

bei – wie vorliegend – rein somatischen Beschwerden mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit nicht abwegig, wenn die Beschwerdegegnerin in 

- 19 -

Übereinstimmung mit dem RAD-Arzt Dr. med. K._____ annahm, die Ein-

schätzungen der Arbeitsfähigkeit im rheumatologischen Gutachten vom 

8. Januar 2019 und in den Berichten der Klinik M._____ unterschieden 

sich auch deshalb, weil in Ersterem ein leichteres Belastungsprofil (repe-

titive Maximallasten von 5 kg) definiert werde. Dass die in Letzterem aus-

gewiesene Arbeitsfähigkeit von 50% auch für das Heben von Lasten von 

2.5 bis 5 kg gelte, überzeugt nicht, bezieht sich diese Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit doch vornehmlich auf die obere Gewichtslimite i.S. eines 

Hantierens von Lasten bis maximal 15 kg. Zudem wird im Anhang C des 

Berichts Ergonomietrainingsprogramm vom 13. Februar 2019 zur arbeits-

bezogenen Belastbarkeit bei Austritt aus der stationären Rehabilitation 

ausgewiesen, dass Lasten von 2.5 bis 5 kg grundsätzlich oft gehoben wer-

den können. Als unter der Norm liegend wurden ausserdem (nur) die 

Handkraft links und rechts erwähnt. 

In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass gemäss Anhang A 

des besagten Berichts die angestammte Tätigkeit als Reinigungsange-

stellte von Dr. med. G._____, dipl. med. H._____ und Ergonomietherapeut 

I._____ als leicht bis mittelschwer (10 bis 15 kg) mit viel Stehen und Ge-

hen, Stossen und Ziehen eines rollbaren Putzwagens, Heben und Tragen 

eines Putzeimers, Arbeiten über Schulterhöhe sowie vorgeneigtem Ste-

hen umschrieben wurde. In dem am 27. September 2018 ausgefüllten Ar-

beitgeberfragebogen wurde demgegenüber auch noch das Heben und 

Tragen von mittelschweren Sachen in einem Gewichtsbereich von 10 bis 

25 kg als selten (max. 0.5 Stunden pro Tag) auszuführende Tätigkeit auf-

geführt (siehe IV-act. 53 S. 3). Zum arbeitsrelevanten Problem wurde sei-

tens der Klinik M._____ festgehalten, dass die Beschwerdeführerin berich-

tet habe, sie habe seit August 2017 bis August 2018 immer wieder 

(schmerzbedingte) Ausfälle und Arbeitsversuche gehabt. Das aktuelle ar-

beitsrelevante Problem sei eine schmerzbedingte reduzierte Belastbarkeit 

vor allem im Schulter-, Arm- und Handbereich beidseits sowie sekundär 

- 20 -

im Kreuzbereich. Generell sei eine schmerz- und kraftbedingt reduzierte 

Belastbarkeit zu beobachten. Zur therapeutisch-ergonomischen Beurtei-

lung wurde seitens der Klinik M._____ (übereinstimmend mit der vorge-

nommenen Qualifikation der angestammten Tätigkeit der Beschwerdefüh-

rerin als Reinigungsangestellte als leichte bis mittelschwere Arbeit [10 bis 

15 kg]) festgehalten, dass bei Eintritt (in die stationäre Rehabilitation) die 

gezeigte Leistungsfähigkeit bei einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

gelegen habe. Schwierigkeiten hätten bei statischen Arbeitshaltungen und 

im Ausdauerbereich bestanden. Zu den Funktionen der Muskelkraft/-aus-

dauer wurde eine deutlich reduzierte isometrische Haltefähigkeit grosser 

Muskelgruppen primär auf Grund verminderter Kraft festgehalten. Im Zeit-

punkt des Austrittes habe die Belastbarkeit in allen Bereichen leicht ge-

steigert und das neue Niveau gehalten werden können. Dieses Ziel des 

Ergonomietrainings sei erreicht worden. 

Betreffend Vorbereitung auf das Erwerbsleben wurde, wie bereits erwähnt, 

ausgeführt, dass die beobachtete arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit im 

Bereich einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit gelegen habe. Arbeiten 

über Schulterhöhe (z.B. Fensterreinigung) sowie vorgeneigte Arbeiten 

(Abstauben, Boden aufnehmen) hätten der Beschwerdeführerin Schwie-

rigkeiten bereitet. Die Handkraft sei beidseitig unterhalb der Norm gelegen 

und das Arbeitstempo generell verlangsamt. Zum Status beim Austritt 

wurde demgegenüber festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin im 

Verlaufe des stationären Aufenthalts belastbarer gezeigt und weniger er-

schöpft gewirkt habe. Leistungsmässig sei es ihr möglich gewesen, die 

körperliche Belastbarkeit auf ein 50 %-Pensum zu heben. Sie könne nun 

leichte Gewichte bis 10 kg in jedem Training sicher heben. Über eine wei-

tere Steigung müsse dann im weiteren Verlauf diskutiert werden. Daraus 

wurde geschlossen, dass ab dem 11. Februar 2019 für eine leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit (Hantieren von Lasten selten bis maximal 15 kg) 

ausgehend von einem 100%-Pensum eine 50%ige Arbeitsfähigkeit be-

- 21 -

stehe, wobei statische Arbeitshaltungen Arbeiten über Kopfhöhe und vor-

geneigtes Stehen nur manchmal (maximal 3 Stunden bezogen auf einen 

ganztätigen Arbeitstag) vorkommen sollten. Auch dieses Ziel des Ergono-

mietrainings habe erreicht werden können (siehe IV-act. 75 S. 4 ff.). 

Insofern ist davon auszugehen, dass im Bericht Ergonomietrainingspro-

gramm vom 13. Februar 2019 bei der Beurteilung der quantitativen Leis-

tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 50 % bezogen auf ein Vollpen-

sum vornehmlich die angestammte leichte bis mittelschwere Tätigkeit als 

Reinigungsangestellte in ihrer Gesamtheit im Fokus stand, welche nach 

Ansicht von Dr. med. D._____ und Dr. med. E._____ in ihrem Gutachten 

von 8. Januar 2019 aber überhaupt nicht mehr möglich sei, soweit Lasten 

über 5 kg repetitiv zu heben seien und repetitive Überkopfarbeiten bein-

halte. Die Attestierung einer unter 100 % liegenden Arbeitsfähigkeit für 

eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit bzw. die angestammte Tätigkeit als 

Reinigungsangestellte durch Dr. med. G._____ und dipl. med. H._____ 

stimmt im Ergebnis wiederum damit überein, dass Letztere bereits in ihrem 

provisorischen Austrittsbericht vom 5. Februar 2019 die angestammte 

Tätigkeit als Reinigungsangestellte infolge des regelmässigen Hantierens 

über Schulterhöhe und vorgeneigtem Stehen als langfristig eher ungeeig-

net beurteilten (siehe Bf-act. 3 S. 2). Eine spezifische Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit in einer leichten, wechselbelastenden Verweistätigkeit 

gemäss Leistungsprofil im rheumatologischem Gutachten von 8. Januar 

2019 lässt sich den Berichten der Klinik M._____ hingegen nicht entneh-

men.

5. Insgesamt vermögen somit die Vorbringen der Beschwerdeführerin und 

die Berichte der Klinik M._____ die Beurteilung des RAD bzw. Dr. med. 

D._____ und Dr. med. E._____ in ihrem Gutachten von 8. Januar 2019 

nicht derart in Zweifel zu ziehen, dass davon abzuweichen wäre. Vor die-

sem Hintergrund kann auf die beantragte Rückweisung an die Beschwer-

degegnerin zur Abklärung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

- 22 -

mittels EFL bzw. zur Berechnung des Rentenanspruchs gestützt auf eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (in adaptierter Tätigkeit) verzichtet werden. Viel-

mehr ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, wenn die Beschwer-

degegnerin auf die im Gutachten attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit gemäss Leistungsprofil des durch externe Spe-

zialärzte erstellten rheumatologischen Gutachtens vom 8. Januar 2019 

bzw. des RAD vom 7. März 2019 abstellte (siehe dazu IV-act. 67 S. 20 f. 

und IV-act. 95 S. 10 f.). Dass die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh-

rerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar wäre, wird 

weder geltend gemacht noch ist dies ersichtlich. Vielmehr wird hierfür auf 

die überzeugenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der ange-

fochtenen Verfügung vom 21. Mai 2019 verwiesen. Bei einem unbestritte-

nen Valideneinkommen von Fr. 67'685.15 und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 55'900.65 (Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 

[LSE] 2016, Tabelle TA 1, Kompetenzniveau 1, umgerechnet auf 41.7 Wo-

chenstunden, angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2019 und ei-

ner Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 100 % = Fr. 4'363.-- x 12 : 

40 x 41.7 x 1.003995 x 1.01 x 1.01) resultiert ein rentenausschliessender 

IV-Grad von 17.41%.

6. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten über IV-Leistung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kosten-

pflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän-

gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. 

Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzen und im Anwendung 

von Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die obsie-

gende Beschwerdegegnerin hat kein Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikos-

ten (siehe Art. 61 lit. g e contrario ATSG).

- 23 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]