# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1742b430-1e74-54ca-bd10-51ca09a726be
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.05.2018 200 2017 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-146_2018-05-31.pdf

## Full Text

200 17 146 IV
FUR/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Mai 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Dezember 2014 unter Angabe eines Burnouts und von 
Depressionen sowie unter Hinweis auf eine im September 2014 erfolgte 
Trennung vom Partner und den Tod eines nahestehenden Familienmit-
glieds am 30. November 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Die IVB holte Akten des Krankentaggeldversicherers (…; AB 8) 
sowie erwerbliche (AB 10 ff.) und medizinische (AB 25, 31, 38, 50) Unterla-
gen ein und führte am 18. Februar 2015 ein Erstgespräch mit der Versi-
cherten durch (AB 13). Mit Vorbescheid vom 9. August 2016 (AB 51) stellte 
die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels eines invalidisie-
renden Gesundheitsschadens in Aussicht. Auf Einwand (AB 57) und die 
Nachreichung weiterer medizinischer Unterlagen (AB 58, 63) hin verfügte 
die IVB am 4. Januar 2017 wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt (AB 64).

B.

Hiergeben erhob die Versicherte mit Eingabe vom 8. Februar 2017 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss, unter Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere 
eine Rente zuzusprechen; gleichzeitig ersuchte sie um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege.

Mit Eingabe vom 13. Februar 2917 äusserte sich die Beschwerdegegnerin 
zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde und schloss mit Beschwerdeantwort 
vom 16. März 2017 auf deren Abweisung.

Mit prozessleitender Verfügung vom 13. März 2017 stellte die Instruktions-
richterin fest, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sei innert Frist 
nicht verbessert worden (vgl. prozessleitende Verfügung vom 14. Februar 
2017 und Schreiben vom 1. März 2017), womit dieses als zurückgezogen 

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gelte. Innert Nachfrist ging der Kostenvorschuss ein (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 6. April 2017).

Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Februar 2018 gewährte die Instruk-
tionsrichterin den Parteien aufgrund der mit BGE 143 V 409 und 143 V 418 
(Entscheide des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 8C_841/2016 
und 8C_130/2017), erfolgten Praxisänderung das rechtliche Gehör. 
Während die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 7. März 2018 
am gestellten Antrag festhielt, liess sich die Beschwerdeführerin innert Frist 
nicht vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 4. Januar 2017 
(AB 64). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts fielen 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur, seien sie im Auftreten 
rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten 
in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent waren (vgl. BGE 
143 V 409 E. 4.1 S. 412). Nach vertiefender Auseinandersetzung mit der 

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Sach- und Rechtslage und der dabei gewonnenen besseren Einsicht fand 
das Bundesgericht hinreichend gewichtige Gründe, die bisherige Recht-
sprechung zu den leichten bis mittelschweren Depressionen fallen zu las-
sen (BGE 143 V 409 E. 4.4 S. 414 f.). Das Bundesgericht hat entschieden, 
dass sich eine Limitierung des Vorgehens nach BGE 141 V 281 auf die 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare Leiden nicht 
länger rechtfertigen lässt. Damit sind grundsätzlich sämtliche psychischen 
Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 
zu unterziehen. Diese Abklärungen enden stets mit der Rechtsfrage, ob 
und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach 
BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 
ATSG) schliessen lassen (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2.2 Eine neue Rechtspraxis ist grundsätzlich nicht nur auf künftige, 
sondern auf alle, im Zeitpunkt der Änderung noch hängigen Fälle 
anwendbar (BGE 114 V 315 E. 5c S. 218).

2.3 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285). Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten 
Betrachtungsweise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten 
Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle 
Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 

2.3.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427 ff., 141 V 281 
E. 4.1 S. 296 ff.). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-

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nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 
143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3.2 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

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2.3.3 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien "funktionel-
ler Schweregrad" (E. 4.3) und "Konsistenz" einteilen lassen (E. 4.4). Der 
Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines renten-
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-
derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie 
vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).

2.4

2.4.1 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person 
leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-
stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-
recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-
tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 

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soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.4.2 Ein "Burnout" kann bei Personen mit bestimmten Persönlichkeits-
merkmalen in psychosozialen Belastungssituationen auftreten. Es ent-
spricht keiner Erkrankung im Sinne der anerkannten internationalen Klassi-
fikationssysteme, weshalb ein "Burnout" als solches nicht unter den Begriff 
des rechtserheblichen Gesundheitsschadens fällt (SVR 2012 IV Nr. 52 
S. 189 E. 3.1).

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin lässt sich den medizinischen Akten im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Der prakt. Arzt B.________ diagnostizierte im Bericht vom 19. Mai 
2015 (AB 25) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungs-
störung mit traumatischen Elementen (ICD-10 F43.2) und eine mittelgradi-
ge Depression (ICD-10 F32.1), weshalb die Beschwerdeführerin seit 26. 
Juni 2014 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die Beschwerdeführerin habe nach 
einem Chefwechsel im Betrieb seit Mitte 2013 Mobbing erlitten. In der Fol-
ge habe eine depressive Entwicklung begonnen und sie habe Psycho-
pharmaka eingenommen. Später habe sie Gewalt in der Partnerschaft er-
lebt, was die depressiven Züge und die körperlichen Symptome verstärkt 
hätte. Sie leide unter Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, vermin-
derter Leistungsfähigkeit und chronischer Müdigkeit. Im August 2014 sei 
mit einer Psychotherapie begonnen worden; es stehe die Einweisung in die 
psychiatrische Klinik C.________ in … an. Gegenwärtig sei die Prognose 
noch unklar, doch sollte es nach der Hospitalisation zu einer Besserung 
kommen; die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen ver-
bessert werden. Eine ergänzende medizinische Abklärung sei nicht ange-
zeigt. 

3.1.2 Gemäss Bericht vom 23. Juni 2015 (AB 31) war die Beschwerdefüh-
rerin vom 14. Mai bis 12. Juni 2015 in der Klinik C.________ hospitalisiert. 
Diagnostiziert wurde dabei eine Anpassungsstörung mit längerer depressi-
ver Reaktion (ICD-10 F43.21) und differenzialdiagnostisch eine posttrau-
matische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Anlässlich der Einweisung 
habe die Beschwerdeführerin berichtet, dass sie von März bis Juni 2014 
sehr viel gearbeitet habe; zeitweise sei ihr die Arbeit von fünf Stellen zuge-
fallen. Zusätzlich habe sie sich um den Haushalt, den Partner, dessen Kin-
der und die Schwiegermutter gekümmert. Im Juni 2014 sei ein "Burnout" 
diagnostiziert worden. Ihre Anstellung sei gekündigt worden. Der Partner 
sei sehr abwertend geworden und er habe angefangen, sie zu schlagen. 
Seither leide sie an massiven Schlafstörungen (Ein- und Durch-
schlafstörung) sowie massiven Albträumen. Vom Partner sei sie heute ge-

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trennt. Sie selber sei sehr dünnhäutig. Ihre Hobbies könne sie nicht mehr 
aufrechterhalten. Freunde habe sie sehr gute, auch ihre Eltern seien eine 
Unterstützung. In sozialen Situationen träten Panikattacken auf. Gemäss 
Ausführungen der behandelnden Ärzte verfügte die Beschwerdeführerin 
über eine ausgeprägt Resilienz, weshalb in der Therapie die Förderung und 
Reaktivierung der bestehenden Ressourcen im Vordergrund standen. Die 
Beschwerdeführerin habe bei der Besserung des Zustandsbildes weitge-
hend auf bereits vorhandenes Veränderungs- und Selbstmanagementwis-
sen zurückgreifen können. Als hartnäckig habe sich die Schlafstörung er-
wiesen. Das Zustandsbild habe sich fortlaufend und nachhaltig gebessert, 
sodass sie in deutlich gebessertem Zustandsbild habe entlassen werden 
können. Sie sei in der Struktur-Tagesklinik angemeldet und werde durch 
die psychiatrische Spitex unterstützt. 

3.1.3 Die Beschwerdeführerin liess wegen starken Schlafstörungen, Ta-
gesmüdigkeit, starker innerlicher Anspannung, motorischer Unruhe und 
Ruhelosigkeit, Kraft- und Antriebslosigkeit sowie Ablenkbarkeit und 
schlechter Konzentration seit dem "Burnout" 2014 in den Monaten Juli und 
August 2015 eine Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) 
abklären. Gemäss Bericht von lic. phil. D.________, Psychologe FSP in der 
psychiatrisch-psychologischen Praxis E.________, vom 21. September 
2015 (AB 38/7 ff.) sei die Kindheit vom plagenden Bruder und der strengen, 
den Bruder bevorteilenden Erziehung belastet, es bestünden jedoch keine 
ADHS-typischen Symptome. In der Schule sei die Beschwerdeführerin 
konzentriert, wenig ablenkbar und ruhig gewesen. Die aktuellen Beschwer-
den würden sich auf eine starke innere Anspannung, Ruhelosigkeit, 
Sprunghaftigkeit und Ablenkbarkeit beziehen. Die Symptome würden von 
den spezifischen Messmitteln grösstenteils bestätigt. Sie seien jedoch als 
Ausdruck der (agitierten) depressiven Störung zu bewerten. Diese sei be-
gleitet von einer starken Schlafstörung, die bisher medikamentös nicht be-
friedigend habe therapiert werden können. Die Beschwerdeführerin fühle 
sich kraftlos und in der Stimmung niedergedrückt. Insgesamt sei festzuhal-
ten, dass die Ablenkbarkeit, die innere Unruhe und die Anpassung nicht 
lebensüberdauernd seien. Sie seien mit der depressiven Episode aufgetre-
ten und seien so besser erklärbar als durch eine ADHS. Es lägen weder 
anamnestisch noch psychodiagnostisch vor der Depression 2014 Hinweise 

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für eine ADHS vor. Diagnostisch sei von einer aktuell mittelschweren De-
pression (ICD-10 F32.1) auf dem Hintergrund einer unsicher-abhängigen 
und zwanghaften Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1) zu sprechen. Es sei eine 
teilstationäre Behandlung der Depression in einer Tagesklinik zu empfeh-
len; in der Folge sollte die bereits laufende ambulante Therapie fortgeführt 
werden.

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
in der psychiatrisch-psychologischen Praxis E.________, diagnostizierte im 
Bericht vom 12. November 2015 (AB 38/1 ff.) mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Ana-
mnestisch habe die Beschwerdeführerin 2014 ein "Burnout" gehabt, ihr 
Exfreund habe sie psychisch und physisch misshandelt, sie habe ihren Job 
verloren. Seither könne sie kaum noch schlafen, sei angespannt und habe 
eine permanente innere Unruhe. In ihrer letzten Anstellung habe sie sich 
völlig überarbeitet, sie habe zwölf Stunden pro Tag gearbeitet, weil sie fünf 
Leute habe ersetzen müssen, aber nur zwei oder drei Stunden geschlafen, 
sie habe zwei Stunden für den Arbeitsweg aufwenden müssen und auch 
noch ihren Exfreund und dessen Kinder versorgt; sie habe sich völlig 
zurückgezogen und sei zusammengebrochen. Sozial sei sie gut eingebet-
tet, sie wohne in der Nähe ihrer Brüder und Eltern. Sie lebe allerdings allein 
und abgeschieden in einem Bauernhaus. Aktuell besuche sie die Tageskli-
nik. Depressive Störungen seien behandelbar, in diesem Fall sei jedoch 
nicht vorhersehbar, wann die Beschwerdeführerin ihr prämorbides Funkti-
onsniveau erreicht haben werde. Unklar sei auch der künftige Verlauf in der 
Tagesklinik, sodass die Prognose mittelfristig ungewiss sei. Die bisherige 
psychotherapeutische Behandlung sollte unverändert weitergeführt werden. 
Aufgrund des aktuellen depressiven Zustandsbildes mit rascher Ermüdung, 
geringem Durchhaltevermögen, Durchschlafstörungen und Albträumen 
sowie Morgentief (das sich erst gegen Mittag bessere) sei momentan keine 
berufliche Tätigkeit möglich. Durch eine antidepressive medikamentöse 
Therapie, Psychotherapie, tagesklinische Behandlung und Unterstützung 
durch die Spitex sei damit zu rechnen, dass die Arbeitsfähigkeit mittelfristig 
verbessert werde. Man sollte den weiteren Verlauf der Therapie bis unge-
fähr April 2016 abwarten, denn dann werde wahrscheinlich eine verlässli-
che Prognose möglich sein.

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3.1.5 Gemäss Bericht vom 15. Juli 2016 (AB 50) wurde die Beschwerde-
führerin vom 17. Mai bis 15. Juli 2016 in der Tagesklinik (drei Tage pro 
Woche) der Klinik C.________ teilstationär behandelt. Diagnostiziert wurde 
eine "mittelgradige depressive Episode, Schwierigkeiten mit Stresssituatio-
nen bei Persönlichkeit mit perfektionistischen Zügen (ICD-10 F32.1)". Nach 
dem Austritt aus der stationären Behandlung (vgl. E. 3.1.2 hiervor) sei es 
ihr zunächst recht gut gegangen, sie sei jedoch im Juli 2015 wieder zu-
nehmend in seelische Tiefs gefallen und habe vorübergehend auch Suizid-
gedanken entwickelt. Aufgrund ihrer psychischen Probleme habe sie erneut 
eine ambulante Therapie bei einer delegiert arbeitenden Psychologin in der 
Praxis Dr. B.________ aufgenommen. So habe sie sich erneut stabilisieren 
können und sie habe die Weiterbildung zum … vor kurzem erfolgreich (sehr 
gut) abgeschlossen. Dies habe ihr im Selbstwerterleben sehr gut getan. Sie 
lebe alleine auf einem Bauernhof; im Parterre wohne ihr Onkel, der unter 
demenziellen Symptomen leide. Die Beziehung zum Onkel sei sehr gut und 
sie kümmere sich viel um ihn. Sie habe einen Partner, die Beziehung sei 
gut und unterstützend. Auch zu ihren Eltern und beiden Brüdern bestehe 
ein guter Kontakt, besonders zum jüngeren Bruder. Bei den Eltern habe sie 
eher Mühe, sich abzugrenzen, wenn diese mit Wünschen an sie herantre-
ten würden. In der Tagesklinik möchte sie vor allem weiter an den Selbst-
beruhigungsmöglichkeiten arbeiten und dabei lernen, mit Stress besser 
umzugehen. Sie sei immer noch sehr leicht in eine Drucksituation zu brin-
gen, da sie Mühe habe, nein zu sagen. In den psychia-
trisch/psychotherapeutischen Einzelgesprächen sei vor allem selbstwert-
stärkend gearbeitet worden, verbunden mit dem Fokus auf der Selbstfür-
sorge und der Fähigkeit zur Abgrenzung gegenüber Erwartungen anderer. 
Dabei habe es sich als hilfreich erweisen, die Beschwerdeführerin bei der 
Wahrnehmung von Ärger und dessen Umsetzung in eine adäquate Grenz-
ziehung zu unterstützen. Der Beschwerdeführerin sei es in der Folge ge-
lungen, die "Tools" auch in mehreren Situationen anzuwenden und dabei 
an Selbstvertrauen zu gewinnen. Derzeit gleise sie eine Tätigkeit als … auf; 
ausserdem möchte sie im Herbst 2016 die Weiterbildung zur … im Rahmen 
eines Fernstudiums angehen. Dieses Unterfangen stresse zwar, stimme 
sie aber gleichzeitig auch zuversichtlich. Wichtig werde hierbei ein schritt-
weiser Einstieg sein, um nicht vorschnell in eine Überforderung zu geraten. 
Bei Austritt hätten die Konzentrationsstörungen etwas nachgelassen, die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 13

Beschwerdeführerin wirke aufgehellter, stabiler und zuversichtlicher. Der 
Schlaf habe sich deutlich gebessert.

3.1.6 Im September 2016 erfolgte eine Zuweisung zur schlafmedizini-
schen Beurteilung wegen seit Jahren bestehender Ein- und Durch-
schlafstörungen. Dabei wurden im Spital G.________ gemäss Bericht vom 
25. November 2016 (AB 63/4 ff.) eine exzessive Tagesschläfrigkeit unklarer 
Ursache (allenfalls medikamentös bedingt), eine chronische Insomnie (bei 
chronischer Schlafmitteleinnahme [Sequase]) und eine mittelschwere de-
pressive Episode mit akzentuierter Persönlichkeit mit dependenten und 
zwanghaften Zügen diagnostiziert. Die Ein- und Durchschlafstörungen hät-
ten im Rahmen einer depressiven Episode im März 2013 begonnen. In der 
Zwischenzeit gehe es der Beschwerdeführerin psychisch wieder besser, 
auch die Insomnie habe sich verbessert, allerdings nur unter Einnahme von 
Sequase. So schlafe sie relativ gut, leide aber unter einem starken "Hang-
over" am Morgen mit grossen Aufwach- und Anlaufschwierigkeiten und 
einer Tagesschläfrigkeit. Durch Bettzeitrestriktion habe sie eine deutliche 
Besserung ihres Schlafes erlangt. Die morgendlichen Aufsteh- und Anlauf-
schwierigkeiten persistierten, was vor allem im Rahmen der Sequase-
Einnahme zu interpretieren sei. Es sei unter Optimierung und Intensivie-
rung der Verhaltensmassnahmen eine langsame Reduktion der Sequase-
Dosis empfohlen worden.

Mit Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2016 (AB 63/2 f.) bestätigte das Spi-
tal G.________ eine deutliche Verbesserung bezüglich der Insomnie. 
Erstmals seit Jahren habe die Beschwerdeführerin sogar einige Nächte 
ohne Unterbruch durchgeschlafen. Die Sequase-Dosis habe sie ohne 
Schwierigkeiten reduzieren können. Dadurch hätten sich die morgendlichen 
Anlaufschwierigkeiten und die Morgenmüdigkeit deutlich reduziert und die 
Beschwerdeführerin fühle sich tagsüber aufnahmefähiger. Die Beschwer-
deführerin sei motiviert worden, die Verhaltensmassnahmen beizubehalten 
und wo nötig noch zu intensivieren, verbunden mit einer weiteren Redukti-
on der Sequase-Dosis.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 14

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die vorliegenden Arztberichte (vgl. E. 3.1 hiervor) erfüllen die 
gemäss Rechtsprechung an den Beweiswert gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2 hiervor), weshalb ihnen in Bezug auf die Beurteilung und die Dia-
gnose Beweiskraft zukommt. Sie sind für die streitigen Belange umfassend, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden sowie die erhobenen Befunde 
und wurden in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Durchge-
hend diagnostiziert wurde eine mittelschwere depressive Episode, welcher 
im vorliegenden Fall eine zentrale Bedeutung zukommt. Soweit zu Beginn 
auch noch eine Anpassungsstörung und differenzialdiagnostisch eine post-
traumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden sind (vgl. E. 3.1.1 
[prakt. Arzt B.________] und 3.1.2 [Klinik C.________] hiervor), bleibt fest-
zuhalten, dass diese Diagnosen in der Folge (selbst von der Klinik 
C.________) nicht mehr übernommen worden sind. Mit Blick darauf, dass 
eine Anpassungsstörung im Allgemeinen innerhalb eines Monats nach dem 
belastenden Ereignis oder der Lebensveränderung beginnt und die Sym-
ptome meist nicht länger als sechs Monate anhalten (DILLING/MOM-
BOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 15

ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, 
S. 209), und die posttraumatische Belastungsstörung bloss differenzialdia-
gnostisch erwähnt wurde, erweist sich dies als nachvollziehbar. In Bezug 
auf die eine exzessive Tagesschläfrigkeit und chronische Insomnie ist es 
durch die Bettzeitrestriktion und selbst bei Reduktion des Schlafmittels zu 
einer deutlichen Verbesserung gekommen (vgl. E. 3.1.6 hiervor). Überein-
stimmend attestieren die involvierten Ärzte der Beschwerdeführerin auf-
grund ihrer psychischen Beeinträchtigungen – namentlich der mittelschwe-
ren depressiven Episode – eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (AB 25/1 
lit. B, 31/4 oben, 38/3 Ziff. 1.7, 50/4 oben).

Nach dem Dargelegten – resp. wie in Bezug auf die massgebenden Indika-
toren hernach gezeigt wird – gestatten die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs (vgl. E. 3.2 hier-
vor), zumal in diesen einhellig von einer mittelschweren depressiven Epi-
sode ausgegangen wird. Es liegt eine psychiatrische, lege artis gestellte 
Diagnose vor (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416) und der Sachverhalt erweist 
sich diesbezüglich als hinreichend erstellt. Deshalb kann  – entgegen der 
Auffassung in der Beschwerde, S. 1 Ziff. 5 – auf weitere Beweiserhebun-
gen verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162).

3.4 Die medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist eine wichtige 
Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann. Die 
Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere dar-
aufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedin-
gungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen 
Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun-
fähigkeit schliessen lassen. Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es 
den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funkti-
onelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden 
und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage 
erfolgte. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen 
Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungs-
rechts ab-schliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 16

Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und 
erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet 
betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im 
Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer 
Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung 
einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet 
und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) 
Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts vom 21. März 2018 [zur Publikation vorge-
sehen], 8C_409/2017, E. 4.3).

Für die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit respektive der In-
validität gilt somit zu beachten, dass dem Arzt bei der Folgenabschätzung 
der von ihm erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigung keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zukommt. Weil die Arbeitsfähigkeit 
keine rein medizinische, sondern letztlich eine juristische Frage ist, können 
sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizinischen 
Gutachten festgestellten Arbeitsfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass 
dieses seinen Beweiswert verliert (Entscheid des BGer vom 29. Dezember 
2016, 9C_497/2016, E. 5.1).

3.5 Bei depressiven Störungen im mittelgradigen Bereich ist die invali-
disierende Wirkung besonders sorgfältig zu prüfen. Bei leichten bis mittel-
schweren depressiven Störungen ist, wie bei jeder geltend gemachten ge-
sundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit, demnach im Einzelfall (einzig) 
danach zu fragen, ob und wie sich die Krankheit leistungslimitierend aus-
wirkt (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Nach der geänderten und seither 
bestätigten höchstrichterlichen Rechtsprechung ist nunmehr anhand der 
massgebenden Standardindikatoren zu prüfen, ob rechtlich die Vorausset-
zungen zur Annahme einer invalidisierenden Gesundheitsschädigung erfüllt 
sind (vgl. E. 2.3.3 hiervor), zumal sich in den vorliegenden Arztberichten 
keinerlei Hinweise auf Ausschlussgründe (vgl. E. 2.3.2 hiervor) ergeben.

3.5.1 In der Kategorie "funktioneller Schweregrad" ist zwischen den Kom-
plexen "Gesundheitsschädigung" (Ausprägung der diagnoserelevanten 
Befunde und Symptome, Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 17

resistenz sowie Komorbiditäten), "Persönlichkeit" und "Sozialer Kontext" zu 
unterscheiden:

Obschon vorliegend durchgehend eine mittelgradige depressive Episode 
diagnostiziert worden ist (vgl. E. 3.3 hiervor), ist doch – namentlich 
während der (teil-)stationären Aufenthalte in der Klinik C.________ – eine 
kontinuierliche Besserung eingetreten. Beim erstmaligen (stationären) Ein-
tritt am 14. Mai 2015 wirkte die Beschwerdeführerin im Kontakt zerbrechlich 
und weinte. Gedächtnis und Konzentration waren subjektiv stark beein-
trächtigt. Im formalen Denken war sie eingeengt auf die Krisensituation, 
ansonsten kohärent. Es kam zu einschiessenden Bildern der Misshand-
lungssituation mit hoher affektiver Beteiligung und zu Panikattacken in so-
zialen Situationen. Im Affekt war sie dünnhäutig, niedergestimmt und ängst-
lich; sie berichtete über erhöhte Schreckhaftigkeit. Die Schwingungsfähig-
keit war mittelgradig eingeschränkt, der Antrieb stark vermindert und die 
Psychomotorik unruhig. Sie litt unter Ein- und Durchschlafstörungen, hatte 
massive Albträume und schreckte aus dem Schlaf auf. Es fand ein sozialer 
Rückzug statt (AB 31/2 f.). Beim Austritt am 12. Juni 2015 war die Be-
schwerdeführerin im Kontakt offen und zugewandt, das Bewusstsein war 
qualitativ und quantitativ erhalten, die Aufmerksamkeit intakt und das Ge-
dächtnis und die Konzentration unauffällig. Im formalen Denken wirkte sie 
kohärent, im Affekt euthym und zuversichtlich. Der affektive Rapport war 
gut herstellbar, die Schwingungsfähigkeit war erhalten, der Antrieb war 
unauffällig und sowohl Psychomotorik als auch Sprache waren unauffällig. 
Der Schlaf hat sich unter Medikation und therapeutischen Massnahmen 
gebessert (AB 31/4). Beim weiteren (teilstationären) Eintritt am 17. Mai 
2016 litt sie subjektiv noch an Konzentrationsstörungen und die Schwin-
gungsfähigkeit lag im unteren bis mittleren Skalenbereich, wobei innere 
Unruhe und auch zurückgehaltene Trauer spürbar waren. Nach wie vor 
bestanden Durchschlafstörungen, die sich jedoch unter Seroquel gebessert 
haben (AB 50/3). Beim Austritt am 15. Juli 2016 haben die Konzentrations-
störungen etwas nachgelassen und die Beschwerdeführerin wirkte aufge-
hellter, stabiler sowie zuversichtlicher. Der Schlaf hat sich deutlich gebes-
sert (AB 50/4). Diese psychopathologischen Befunde zeigen ganz klar eine 
Tendenz in Richtung eines leichten depressiven Geschehens bzw. einer 
Remission des depressiven Geschehens. Kommt hinzu, dass in den Arzt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 18

berichten eine Vielzahl psychosozialer Belastungsfaktoren (vgl. E. 2.4.1 
und 3.4.1 hiervor) aufgeführt werden, so die Arbeitsplatzproblematik und 
partnerschaftliche Konflikte. Zudem sieht die Beschwerdeführerin aktuell 
ihre Gesundheit selber aufgrund der "belastenden Situation" mit der Be-
schwerdegegnerin und finanzieller Umstände beeinträchtigt (Beschwerde, 
S. 2 Ziff. 6 und 8). Die zeitliche Übereinstimmung hinsichtlich der Entste-
hung der Beschwerden mit den schwierigen beruflichen und persönlichen 
Ereignissen weist auf ein reaktives Geschehen hin, weshalb unter Aus-
klammerung der psychosozialen Faktoren (vgl. E. 2.4.1 hiervor) lediglich 
von einem geringen Schweregrad der Störung ausgegangen werden muss. 
Selbst unter Berücksichtigung der erwähnten psychosozialen Belastungs-
faktoren erwies und erweist sich die psychische Störung als therapeutisch 
angehbar. So hat sich das Zustandsbild, wie soeben ausgeführt, insbeson-
dere anlässlich des stationären Aufenthalts vom 14. Mai bis 12. Juni 2015 
in der Klinik C.________ fortlaufend und nachhaltig gebessert, sodass die 
Beschwerdeführerin in deutlich gebessertem Zustandsbild entlassen wer-
den konnte (AB 31/4 oben). Mit Blick auf den bevorstehenden Klinikeintritt 
ging denn auch prakt. Arzt B.________ von einem besserungsfähigen Zu-
stand des seit Juni 2014 bestehenden depressiven Geschehens aus (Be-
richt vom 19. Mai 2015; AB 25); unklar ist, warum mit dieser Massnahme 
derart lange zugewartet worden ist. Die teilstationäre Behandlung 2016 
scheint dann etwas kurz ausgefallen zu sein, doch konnten auch da Be-
handlungserfolge erzielt werden; in Bezug auf die Themen "Umgang mit 
Stress" und "Selbstfürsorge" sei die Beschwerdeführerin aber weiterhin 
unterstützungsbedürftig (AB 50/4 oben). Sie wird denn auch entsprechend 
nachbehandelt (AB 50/4 unten; vgl. auch Beschwerde, S. 2 Ziff. 10). 
Schliesslich sind psychische oder somatische Komorbiditäten bzw. beglei-
tende krankheitswertige Störungen, welche der Beschwerdeführerin Res-
sourcen rauben würden, nicht stark ausgeprägt. Der Verdacht auf eine 
ADHS-Problematik bestätigte sich nicht (vgl. E. 3.1.4 hiervor) und in Bezug 
auf die Insomnie ist eine deutliche Verbesserung eingetreten (vgl. E. 3.1.6 
hiervor).

In Bezug auf die Persönlichkeit liegt gemäss Bericht der Klinik C.________ 
vom 15. Juli 2016 (AB 50/2) eine Persönlichkeit mit perfektionistischen Zü-
gen (AB 50/2) bzw. gemäss Dr. med. F.________ eine akzentuierte Per-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 19

sönlichkeit mit vorwiegend dependenten und zwanghaften Zügen (Bericht 
vom 31. August 2016; AB 58/1) vor, was sich allenfalls negativ auf die Res-
sourcen auswirkt. Positiv wirken sich die ausgeprägte Resilienz (Bericht der 
Klinik C.________ vom 23. Juni 2015; AB 31/3) und die intellektuellen Res-
sourcen der Beschwerdeführerin aus, die sich ständig fort- und weiterbilde-
te (Bericht von Dr. med. F.________ vom 12. November 2015; AB 38/2).

Zum sozialen Kontext ist zu vermerken, dass die Beschwerdeführerin zwar 
alleine lebt, jedoch eine (gute und unterstützende) Partnerschaftsbezie-
hung pflegt und im selben Haus auch ihr (dementer) Onkel wohnt, zu dem 
sie eine sehr gute Beziehung hat und um den sie sich viel kümmert. Auch 
zu ihren Eltern und den beiden Brüdern besteht ein guter Kontakt. Sie hat 
die Weiterbildung zum … mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen 
und eine Weiterbildung zur … ins Auge gefasst (AB 50/2 f.). Als protektiver 
Faktor nennt sie auch den Garten (AB 31/3 oben). Damit kann die Be-
schwerdeführerin auf gute soziale und persönliche Ressourcen im Umgang 
mit ihrer Erkrankung zurückgreifen.

3.5.2 Was die Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) 
betrifft, stellt sich die Frage nach einer gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, wobei das Akti-
vitätsniveau der versicherten Person im Verhältnis zur geltend gemachten 
Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist: Wie bereits erwähnt hat die Beschwerde-
führerin die Weiterbildung zum … mit einem sehr guten Ergebnis abge-
schlossen und eine Weiterbildung zur … ins Auge gefasst. Zudem hat sie 
den Einstieg in ihre selbstständige Erwerbstätigkeit als … aufgegleist 
(AB 50/2 f.); im Handelsregister wurde das (aktive) Einzelunternehmen … 
am 30. Mai 2016 eingetragen (SHAB …). Daneben kümmert sie sich inten-
siv um ihren dementen Onkel (AB 50/2 unten) und unterhält nebst dem 
Haushalt einen Garten (AB 31/3 oben). Dieses Verhalten steht im Gegen-
satz zu der anhaltenden Krankschreibung (vgl. Beschwerde, S. 1 Ziff. 2). 

3.5.3 Zusammenfassend liegt nach Beurteilung im Lichte der massgebli-
chen Indikatoren in psychischer Hinsicht kein invalidisierender Gesund-
heitsschaden bzw. keine Invalidität im Rechtssinne vor. Damit besteht kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente. Die angefochtene Verfügung vom 4. Ja-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 20

nuar 2017 (AB 64) erweist sich daher als rechtens, weshalb die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG sowie Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, IV/17/146, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.