# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e9f4cb3-4e7a-59f1-81e6-7f2c6ac16739
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.01.2018 S 2017 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-153_2018-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 153

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin ad hoc Muratovic

URTEIL

vom 11. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch SYNA - die Gewerkschaft, Postfach,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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1. A._____ meldete am 31. Januar 2017 einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab dem 27. 

Februar 2017 an. Er verfügt über keinen erlernten Beruf und war zuletzt 

als Bauarbeiter tätig.

2. A._____ wurde anlässlich einer persönlichen Vorsprache am 29. August 

2017 im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) vom zuständigen 

Personalberater die Möglichkeit unterbreitet, bei der B._____ AG bis im 

Dezember 2017 als Bauhilfsarbeiter in X._____ zu arbeiten. Der 

Personalberater wies ihn an, sich am Folgetag telefonisch bei der 

potentiellen Arbeitgeberin zu melden und erfasste gleichzeitig eine 

sogenannte "Schnellzuweisung". Im Übrigen wurde A._____ auf etwaige 

Konsequenzen bei Missachtung der Anweisung hingewiesen.

3. Weisungsgemäss meldete sich A._____ am Folgetag um 08:00 Uhr 

telefonisch bei der B._____ AG. Im Anschluss an dieses Gespräch teilte 

die B._____ AG dem Personalberater von A._____ per E-Mail mit, dass 

dieser keine gute Haltung gegenüber der zugewiesenen Stelle gezeigt 

habe (unmotiviert, schlechte Einstellung, etc.), weshalb auf ihn verzichtet 

worden sei. In diesem Zusammenhang wurde A._____ vom Amt für 

Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Graubünden mit Schreiben vom 31. 

August 2017 zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. In seiner 

Stellungnahme vom 8. September 2017 führte A._____ aus, dass er wie 

angewiesen die potentielle Arbeitgeberin kontaktiert habe und diese ihm 

gesagt habe, er solle sich am 4. September 2017 erneut melden. 

Anlässlich dieser zweiten Kontaktnahme sei ihm schliesslich mitgeteilt 

worden, dass man sich für einen anderen Kandidaten entschieden habe.

4. Mit Verfügung vom 19. September 2017 stellte das KIGA A._____ für 30 

Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Er habe faktisch eine 

zugewiesene Stelle abgelehnt und führe in seiner Stellungnahme nichts 

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an, was als Rechtfertigung gehört werden könne. Die dagegen erhobene 

Einsprache wies das KIGA mit Entscheid vom 18. Oktober 2017 ab.

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 7. November 2017 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte die 

Aufhebung des Entscheides über die Verhängung von 30 Einstelltagen 

sowie die Nachzahlung der 30 Taggelder. Zur Begründung führte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, er habe sich im Meldeprozess 

völlig korrekt verhalten und sich immer innert der vorgegebenen Frist bei 

der potenziellen Arbeitgeberin gemeldet. Den Vorhalt, dass seine 

Einstellung schlecht und unmotiviert gewesen sei, weise er von sich. Es 

könnte sein, dass die sprachlichen Barrieren eventuell einen solchen 

Eindruck erweckt hätten.

6. Mit Stellungnahme vom 20. November 2017 beantragte das KIGA 

(nachfolgend: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. Der 

Beschwerdegegner hielt in seiner Begründung fest, dass, trotz der sich 

widersprechenden Aussagen, der Beschwerdeführer mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses 

schuldhaft vereitelt habe. Auch die Tatsache, dass er zum Zeitpunkt der 

Zuweisung bereit gewesen sei, an einem Einsatzprogramm in seiner 

näheren Umgebung teilzunehmen, ändere nichts an diesem Umstand.

7. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die weiteren im Recht 

liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich und rechtserheblich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 18. Oktober 2017. Gegen 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

kann gemäss 

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) 

i.V.m. Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Beschwerde beim 

kantonalen Versicherungsgericht eingereicht werden. Laut Art. 100 Abs. 3 

AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 

837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 

(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Versicherungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der 

angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Amt für Industrie, 

Gewerbe und Arbeit Graubünden als kantonale Amtsstelle im Sinne von 

Art. 85 AVIG erlassen, sodass die örtliche Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 

57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 

Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. a) Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob der Beschwerdeführer zu 

Recht für 30 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, 

weil er eine zugewiesene Stelle faktisch abgelehnt haben soll. Gemäss 

Art. 17 AVIG muss der Versicherte, der Versicherungsleistungen 

beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 

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Zumutbare unternehmen, um seine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu 

verkürzen. Insbesondere ist er verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls 

auch ausserhalb seines bisherigen Berufes, und er muss seine 

Bemühungen nachweisen können (Abs. 1). Er muss zudem eine ihm 

vermittelte zumutbare Arbeit annehmen (Abs. 3); tut er dies nicht, 

verursacht er schuldhaft einen Schaden im Sinne des 

Sozialversicherungsrechts, was grundsätzlich gestützt auf Art. 30 Abs. 1 

lit. d AVIG eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung zur Folge hat. 

Der Einstellungstatbestand der Nichtannahme einer zugewiesenen 

zumutbaren Arbeit ist auch dann erfüllt, wenn eine versicherte Person die 

Arbeit zwar nicht ausdrücklich ablehnt, es durch ihr Verhalten aber in Kauf 

nimmt, dass die Stelle anderweitig besetzt wird (CHOPARD, Die Einstellung 

in der Anspruchsberechtigung, Diss., Zürich 1998, S. 148; NUSSBAUMER, 

Arbeitslosenversicherung, in: MEYER (Hrsg.), Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 

2016, S. 2519 f., Rz. 850). Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfasst neben der 

Nichtannahme einer von der zuständigen Amtsstelle zugewiesenen 

zumutbaren Arbeit auch die Nichtannahme einer selbst gefundenen oder 

von Dritten vermittelten oder angebotenen zumutbaren Stelle (vgl. Urteil 

des Bundesgerichtes C 17/07 vom 22. Februar 2007 E.2.2 m.w.H.). 

Arbeitslose Versicherte haben bei den Verhandlungen mit dem künftigen 

Arbeitgeber klar und eindeutig die Bereitschaft zum Vertragsabschluss zu 

bekunden, um die Beendigung der Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden 

(BGE 122 V 34 E.3b). Zwecks Schadensminderung hat ein Versicherter 

grundsätzlich jede Arbeit anzunehmen (Art. 16 Abs. 1 AVIG), es sei denn, 

die Arbeit sei aus den in Art. 16 Abs. 2 AVIG abschliessend aufgeführten 

Gründe als unzumutbar zu qualifizieren und daher von der 

Annahmepflicht ausgenommen. Unter anderem ist gemäss Art. 16 Abs. 2 

lit. f AVIG eine Arbeit von dieser Annahmepflicht ausgenommen, wenn sie 

einen Arbeitsweg von mehr als zwei Stunden je für den Hin- und 

Rückweg notwendig macht. 

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b) Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die 

Schadenminderungspflicht der Versicherten durchzusetzen. Sie hat die 

Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, 

welche die Versicherten hätten vermeiden oder vermindern können. Als 

versicherungsrechtliche Sanktion bezweckt sie die angemessene 

Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden, den sie durch ihr 

Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter Weise natürlich 

und adäquat kausal verursacht hat. Als Verwaltungssanktion ist die 

Einstellung vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und 

Verschuldensprinzip beherrscht. Ein Selbstverschulden der versicherten 

Person liegt vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der 

Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in 

einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen 

vermeidbaren Verhalten liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 

übernimmt. In beweisrechtlicher Hinsicht muss der Einstellungstatbestand 

mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt sein (vgl. BGE 133 V 89 

E.6.2.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 

den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen für die wahrscheinlichste hält (vgl. BGE 125 V 193 

E.2, 121 V 45 E.2a; Urteil des Bundesgerichtes 8C_38/2012 vom 10. April 

2012 E.3.4.1). Zwar ist das Sozialversicherungsrecht vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht, was die Beweislast im Sinne einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien jedoch insofern eine 

Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

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hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E.6). Eine 

Beweislosigkeit liegt namentlich erst dann vor, wenn auch von weiteren 

Beweismassnahmen, insbesondere von der Abnahme der von den 

Parteien angebotenen Beweise, keine Erkenntnisse zu erwarten sind, 

aufgrund derer sich der rechtserhebliche Sachverhalt mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen lässt 

(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 

124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d sowie zum Ganzen Urteil des 

Bundesgerichtes C 102/06 vom 30. Januar 2007 E.4.2.2).

3. a) Der Beschwerdegegner begründete die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung im angefochtenen Entscheid damit, dass der 

Beschwerdeführer sich anlässlich des Telefonats mit der möglichen 

Arbeitgeberin unmotiviert gezeigt habe und dadurch das 

Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses in schuldhafter Weise 

vereitelt habe. Es sei davon auszugehen, dass sich das Telefonat mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit so zugetragen habe, wie es von der 

potentiellen Arbeitgeberin geschildert worden sei. Schliesslich habe sich 

der Beschwerdeführer bereits am Vortag gegenüber seinem 

Personalberater dahingehend geäussert, dass er diese Stelle, aufgrund 

des langen Arbeitsweges, nicht wolle. Folglich sei der Beschwerdeführer 

in Anwendung von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG in seiner 

Anspruchsberechtigung einzustellen.

b) Der Beschwerdeführer widerspricht dieser Argumentation und macht 

geltend, dass er sich korrekt verhalten habe. Wie vom zuständigen 

Personalberater angewiesen, habe er am 30. August 2017 um 08:00 Uhr 

die potentielle Arbeitgeberin kontaktiert. Diese habe ihm gesagt, er solle 

sich am 4. September 2017 erneut melden, was er auch gemacht habe. 

Dennoch sei ihm anlässlich dieses zweiten Telefonats mitgeteilt worden, 

dass man sich für jemanden anderen entschieden habe, der jünger sei 

und näher wohnen würde. Er habe keine schlechte und unmotivierte 

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Einstellung zur zugewiesenen Stelle gehabt. Eventuell sei aufgrund von 

sprachlichen Barrieren dieser Eindruck bei der potentiellen Arbeitgeberin 

erweckt worden.

c) Fest steht, dass der Beschwerdeführer anlässlich des persönlichen 

Beratungsgesprächs vom 29. August 2017 im RAV vom Personalberater 

angewiesen wurde, am 30. August 2017 um ca. 08:00 Uhr die B._____ 

AG zu kontaktieren, da er die Möglichkeit habe, via die B._____ AG 

temporär als Bauhilfsarbeiter auf einer Baustelle in X._____ zu arbeiten 

(Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 5). Dieser Weisung kam der 

Beschwerdeführer nachweislich nach. Aus der aktenkundigen 

Rückmeldung der potentiellen Arbeitgeberin an den zuständigen 

Personalberater (E-Mail vom 30. August 2017) geht indessen hervor, 

dass die Haltung des Beschwerdeführers zu dieser Arbeit nicht gut war. 

Unter anderem sei er unmotiviert gewesen und habe eine schlechte 

Einstellung gehabt. Aus diesen Gründen habe man auf eine Anstellung 

verzichtet (vgl. Bg-act. 7). Obschon der Beschwerdeführer diese 

Aussagen der möglichen Arbeitgeberin bestreitet und geltend macht, dass 

sprachliche Barrieren eventuell einen solchen Eindruck beim Arbeitgeber 

erweckt haben könnten, führt er nicht weiter aus, inwiefern solche 

tatsächlich bestanden haben sollten.

d) Es ist aktenkundig und wird vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten, 

dass er sich bereits am 29. August 2017 gegenüber seinem 

Personalberater folgendermassen äusserte: "Nein das mache er nicht, 

das sei viel zu weit, da gehe er nicht hin" (Bg-act. 5). Daraus lässt sich 

eine gewisse ablehnende Haltung des Beschwerdeführers gegenüber der 

ihm zugewiesenen Stelle erkennen. Vor diesem Hintergrund erscheinen 

die Angaben der potentiellen Arbeitgeberin in ihrer Rückmeldung vom 30. 

August 2017 entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers glaubhaft. 

Es kann mit der Beschwerdegegnerin davon ausgegangen werden, dass 

sich der Beschwerdeführer anlässlich des Telefonats mit der möglichen 

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Arbeitgeberin unmotiviert zeigte. Soweit der Beschwerdeführer 

sinngemäss geltend macht, dass die ihm zugewiesene Stelle aufgrund 

des Arbeitswegs unzumutbar sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie 

vorne in Erwägung 2a dargelegt, muss gemäss Art. 16 Abs. 1 AVIG der 

Versicherte zur Schadensminderung jede Arbeit unverzüglich annehmen. 

Von dieser Annahmepflicht ist eine Arbeit unter anderem ausgenommen, 

wenn sie gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG einen Arbeitsweg von mehr als 

zwei Stunden je für den Hin- und Rückweg notwendig macht. Vorliegend 

hat der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in Y._____, während die ihm 

zugewiesene Arbeitsstelle als Bauarbeiter in X._____ war. Aufgrund der 

Akten kann angenommen werden, dass dem Beschwerdeführer kein 

eigenes Fahrzeug zur Verfügung steht. Bei Benutzung öffentlicher 

Verkehrsmittel und unter Berücksichtigung eines Fussmarsches von 

seinem Wohnort bis zum Bahnhof Y._____, hätte der Beschwerdeführer 

für den Arbeitsweg nach X._____ (genauer Standort unbekannt) rund 

eine Stunde und 22 Minuten benötigt (vgl. www.google.ch/maps [zuletzt 

besucht am 13. Februar 2018]). De facto hätte der besagte Arbeitsweg 

also weniger als zwei Stunden je für Hin- und Rückweg betragen, 

weshalb die Arbeitsstelle in X._____ für den Beschwerdeführer zumutbar 

gewesen wäre. Zudem war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der 

Zuweisung offenbar bereit, im Rahmen eines Einsatzprogramms bei der 

Gemeinde Z._____ zu arbeiten (vgl. beschwerdegegnerische 

Vernehmlassung S. 6 sowie Beschwerde S. 1). Bei dieser Arbeitsstelle 

störte er sich offensichtlich nicht am Arbeitsweg, welcher je für Hin- und 

Rückweg rund eine Stunde und neun Minuten beträgt und somit zeitlich in 

etwa gleich lang ist wie derjenige nach X._____ (vgl. 

www.google.ch/maps [zuletzt besucht am 13. Februar 2018]). Es liegen 

somit keine Unzumutbarkeitsgründe im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. a-i 

AVIG vor, welche den Beschwerdeführer allenfalls berechtigt hätten, die 

ihm zugewiesene  Stelle – auch indirekt – abzulehnen. 

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e) Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, dass er von der potentiellen 

Arbeitgeberin anlässlich des Telefonats vom 30. August 2017 angewiesen 

worden sei, sich am 4. September 2017 erneut zu melden, was er auch 

gemacht habe. Man habe ihm dann aber gesagt, dass man sich für einen 

anderen Kandidaten entschieden habe. Diese Behauptungen des 

Beschwerdeführers vermögen indessen nicht zu überzeugen. C._____ 

von der B._____ AG teilte mit E-Mail vom 30. August 2017 um 09:13 Uhr, 

somit unmittelbar nach dem Telefonat mit dem Beschwerdeführer um 

08:00 Uhr, dem zuständigen Personalberater des RAV mit, dass sich der 

Beschwerdeführer telefonisch gemeldet habe. Aufgrund seiner Haltung 

zur Arbeit, welche leider nicht gut gewesen sei, sei auf ihn verzichtet 

worden. Der Beschwerdeführer hätte per sofort mit dem temporären 

Einsatz beginnen können (vgl. Bg-act. 7). Es ist nicht ersichtlich, weshalb 

die potentielle Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer etwas Gegenteiliges 

gesagt haben sollte. Vielmehr erscheint es vor dem Hintergrund, dass die 

potentielle Arbeitgeberin dem zuständigen Personalberater bereits am 30. 

August 2017, unmittelbar nach dem Telefonat mit dem Beschwerdeführer, 

das Nichtzustandekommen eines Arbeitsverhältnisses mitteilte und 

überdies der Beschwerdeführer die zugewiesene Arbeitsstelle per sofort 

hätte antreten können, als unrealistisch und nicht glaubhaft, dass der 

Beschwerdeführer - wie dieser behauptet - angeblich angewiesen worden 

war, sich in vier Tagen erneut zu melden. 

Zudem behauptete der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 8. 

September 2017 an den Beschwerdegegner (Bg-act. 9), am 30. August 

2017 mit Herrn D._____ telefoniert zu haben. D._____, Geschäftsinhaber 

der B._____ AG habe ihm gesagt, dass er sich am 4. September 2017 

erneut melden solle. Gemäss den Akten wurde der Beschwerdeführer 

vom Personalberater angewiesen, sich bei Herrn C._____ von der 

B._____ AG zu melden (vgl. Schnellzuweisung vom 30. August 2017 [Bg-

act. 6]). Das zuvor erwähnte E-Mail der B._____ AG vom 30. August 2017 

(Bg-act. 7) wurde dementsprechend sowohl von C._____ verfasst als 

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auch von dessen E-Mail Adresse versandt. Auch aufgrund dieser 

Unstimmigkeit wirken die Aussagen des Beschwerdeführers als nicht 

stichhaltig. 

f) Zusammenfassend kann aufgrund des Gesagten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der 

Beschwerdeführer gegenüber der möglichen Arbeitgeberin den Eindruck 

erweckte, zur zugewiesenen Arbeit in X._____ eine schlechte Einstellung 

zu haben und für diese Arbeit unmotiviert zu sein, weshalb denn auch auf 

eine Anstellung verzichtet wurde. Ein solches Verhalten kann mit einer 

Ablehnung einer zugewiesenen, zumutbaren Stelle gleichgesetzt werden 

und verstösst gegen die gesetzliche Schadensminderungspflicht (vgl. 

vorstehend Erwägung 2a). Der Beschwerdeführer hat nicht alles 

unternommen, um die zugewiesene Stelle zu erhalten bzw. sich so zu 

verhalten, dass einem Vertragsschluss nichts im Wege gestanden hätte. 

Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung erweist sich damit als 

rechtens. 

4. a) Schliesslich bleibt zu prüfen, ob die Dauer der verfügten Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung angemessen ist. Die Dauer der Einstellung 

bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). 

Gemäss Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV beträgt die Dauer der Einstellung bei 

leichtem Verschulden 1-15 Tage, bei mittelschwerem Verschulden 16-30 

Tage und bei schwerem Verschulden 31-60 Tage. Ein schweres 

Verschulden liegt vor, wenn der Versicherte ohne entschuldbaren Grund 

eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen aufgegeben 

oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (Art. 45 Abs. 4 AVIV). Liegt 

nach Prüfung des Verschuldens im Einzelfall kein entschuldbarer Grund 

vor, ist von einem schweren Verschulden auszugehen. Entschuldbare 

Gründe können sich aus der subjektiven Situation der versicherten 

Person ergeben, als auch aus objektiven Gegebenheiten, wie 

beispielsweise dem Umstand, dass eine Stelle befristet war (vgl. 

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NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: MEYER (Hrsg.), 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 

3. Aufl., Basel 2016, S. 2524 f., Rz. 864 und BGE 130 V 125 E.3.5).

b) Die im vorliegenden Fall angeordnete Einstelldauer von 30 Tagen 

entspricht der maximalen Einstelldauer für ein mittelschweres 

Verschulden. Das Verhalten des Beschwerdeführers ist - wie bereits 

dargelegt - mit der Ablehnung einer zumutbaren Stelle gleichzusetzen, 

weshalb grundsätzlich von einem schweren Verschulden auszugehen 

wäre. Der Beschwerdegegner ist indes, unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass die zugewiesene Stelle auf ca. drei Monate befristet 

gewesen wäre, zu Recht von einem mittelschweren Verschulden 

ausgegangen. Da es sich bei der Festsetzung der Einstelldauer 

naturgemäss um einen Ermessensentscheid handelt, bei welchem den 

Verfügungsinstanzen ein grosser Ermessungsspielraum zusteht, auferlegt 

sich das Verwaltungsgericht bei der Überprüfung der Angemessenheit der 

Einstellungsdauer eine gewisse Zurückhaltung und greift nur aus triftigen 

Gründen korrigierend in die vorinstanzliche Ermessensausübung ein (vgl. 

BGE 126 V 353 E.5d; Urteil des Bundesgerichts 8C_22/2008 vom 5. März 

2008 E.3). Solche Gegebenheiten werden weder geltend gemacht noch 

sind sie ersichtlich, daher erscheint die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung von 30 Tagen als angemessen und ist nicht zu 

beanstanden.

5. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Beschwerdeführer das 

Zustandekommen eines zumutbaren Arbeitsverhältnisses durch sein 

Verhalten schuldhaft vereitelt hat. Die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfolgte 

damit zu Recht. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. Oktober 

2017 erweist sich damit in jeglicher Beziehung als rechtens, weshalb die 

dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/de/8C_22/2008

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6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen - kostenlos, weshalb hier keine Kosten erhoben 

werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der von der 

Gewerkschaft vertretene Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Dem obsiegenden 

Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]