# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f07308c2-3970-5d0d-a2e4-99f5b97d8457
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.01.2021 UV 2019/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-66_2021-01-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.08.2021

Entscheiddatum: 14.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 14.01.2021
Art. 10 UVG, Art. 19 Abs. 1 UVG. Ein Anspruch auf Heilbehandlung besteht 
nur solange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Per 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung war dies vorliegend nicht mehr der Fall. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. Januar 2021, UV 2019/66).

Entscheid vom 14. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/66

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Zahner Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Zügelmann bei der B.___AG angestellt 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG seiner 

Arbeitgeberin vom 16. Oktober 2017 war es am 28. August 2017 zwischen ihm und 

einem Arbeitskollegen zu einer Schlägerei gekommen (Suva-act. 1). Der Versicherte 

hatte am selben Tag die Zentrale Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen 

(nachfolgend: ZNA des KSSG) aufgesucht, deren Ärzte nach einer 

Röntgenuntersuchung der rechten Schulter (Suva-act. 97) eine dorsale 

Schulterkontusion, eine Ellbogenexkoriation rechts und links, Würgemale am Hals links 

nach körperlicher Auseinandersetzung/körperlichem Angriff durch einen Mitarbeiter der 

Firma diagnostiziert und dem Versicherten vom 29. bis 30. August 2017 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten (Suva-act. 14). Am 16. Oktober 2017 ging bei der 

Beschwerdegegnerin ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von dipl. med. C.___, Fachärztin 

für Allgemeinmedizin FMH, D.___ AG vom 26. September 2017 ein, bei welcher der 

Versicherte in Behandlung gewesen war und welche ihm vom 31. August bis 26. 

September 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte (Suva-act. 2). Am 

1. September 2017 hatte sie dem Versicherten zudem bei der Diagnose einer 

Schulterkontusion rechts und eines verspannten Nackens rechts mehr als links eine 

Physiotherapieverordnung ausgestellt (Suva-act. 21). Am 18. Oktober 2017 teilte die 

Arbeitgeberin des Versicherten der Suva mit, dass dieser seit dem 27. September 2017 

temporär wieder voll arbeite. Der Versicherte habe den anderen Mitarbeiter lange 

A.a. 

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provoziert, worauf dieser irgendwann zugeschlagen habe. Dies sei nach der Arbeit auf 

dem Heimweg geschehen (Suva-act. 3). Die Suva teilte daraufhin dem Versicherten mit 

Schreiben vom 19. Oktober 2017 mit, dass sie für die Folgen des Nichtberufsunfalls 

vom 28. August 2017 die Versicherungsleistungen übernehme. Zur Höhe des 

Taggeldanspruchs könne sie noch nicht endgültig Stellung nehmen. Sobald sie die 

Abklärungen durchgeführt habe, würde sie über ihre Leistungspflicht orientieren. In der 

Zwischenzeit erhalte der Versicherte ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit, frühestens ab 

31. August 2017, 50% des vollen Taggeldes von Fr. 79.55 pro Kalendertag (Suva-act. 

5).

Bei rezidivierenden Schulterschmerzen veranlasste dipl. med. E.___ eine MRT-

Untersuchung des rechten Schultergelenks, welche am 7. Dezember 2017 im 

Röntgeninstitut Rodiag (nachfolgend: Rodiag), F.___, durch Dr. med. G.___, FMH 

Radiologie, durchgeführt wurde. Zur Darstellung kam laut Untersuchungsbericht eine 

Bursitis subakromialis sowie ein Status nach Partialruptur der Supraspinatussehne 

sowie der langen Bizepssehne. Die Infraspinatussehne sowie die Subskapularissehne 

hatten sich erhalten gezeigt (Suva-act. 20).

A.b. 

Am 21. Dezember 2017 wurde der Versicherte durch Dr. med. H.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, St. 

Gallen, untersucht, der eine Partialläsion der Supraspinatussehne und der langen 

Bizepssehne Schulter rechts diagnostizierte, eine intraartikuläre und subakromiale 

Infiltration der rechten Schulter mit Naropin und Kenacort durchführte, eine weitere 

Physiotherapie anordnete und bei Persistenz der Beschwerden die Diskussion einer 

Schulterarthroskopie mit Überprüfung der Sehnenverhältnisse, einer Bizepstenodese 

und einer Supraspinatussehnennaht empfahl (Suva-act. 22). Dipl. med. E.___ hielt im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 28. Dezember 2017 unter anderem fest, dass einmal 

im Monat eine Konsultation stattfinde, und bestätigte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten seit 27. September 2017 (Suva-act. 23). Am 23. Februar 2018 meldete 

Dr. H.___ der Suva telefonisch, dass der Versicherte einem Konsultationstermin vom 

23. Januar 2018 unentschuldigt ferngeblieben und die Behandlung somit 

abgeschlossen sei (Suva-act. 25). Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 

8. März 2018 mit, dass ihm für die Folgen des Nichtberufsunfalls vom 28. August 2017 

die vollumfänglichen Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Auf eine Kürzung 

A.c. 

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der Versicherungsleistungen werde verzichtet (Suva-act. 27). Bereits am 28. Februar 

2018 hatte dipl. med. E.___ dem Versicherten für "Schulterschmerzen rechts" eine 

Physiotherapieverordnung für eine Langzeitbehandlung ausgestellt (Suva-act. 38). Dr. 

H.___ besprach mit dem Versicherten am 1. Juni 2018 nach der erfolglosen Infiltration 

die Indikation zur Schulterarthroskopie (Suva-act. 41).

Am selben Tag legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. I.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vor, der bei Bestehen einer Brückensymptomatik die Übernahme der Operationskosten 

im Sinne einer Abklärungsmassnahme und nach Vorliegen des Operationsberichts den 

Entscheid über die Terminierung des Falles empfahl (Suva-act. 42). Mit Schreiben vom 

6. Juni 2018 reichte die Klinik J.___ AG der Suva ein Kostengutsprachegesuch für 

einen stationären Aufenthalt im Zusammenhang mit einer durch Dr. H.___ 

vorzunehmenden Arthroskopie, einer arthroskopischen subakromialen Dekompression 

(ASAD), einer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion und eventuell einer Tenodese der 

langen Bizepssehne (LBS) rechts ein (Suva-act. 44). Die Schulterarthroskopie wurde 

am 27. Juni 2018 mit Bizepstenodese und Supraspinatussehnennaht/Pulley-Verschluss 

rechts durchgeführt (Suva-act. 46 f.). Dem Versicherten wurde von Dr. H.___ ab 27. 

Juni bis 21. August 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 49) und 

am 27. Juni 2018 eine Physiotherapieverordnung ausgestellt (Suva-act. 60).

A.d. 

Kreisarzt Dr. I.___ erklärte am 4. Juli 2018 nach Einsicht in den Operationsbericht 

(Suva-act. 47), dass alle von Dr. H.___ beschriebenen intraartikulären Veränderungen 

im Schultergelenk einer degenerativen Ätiologie entsprechen würden und nicht als 

Unfallfolgen zu bewerten seien. Die Kostenübernahme für die Operation sei bereits 

bestätigt. Die Terminierung des Schadenfalls sei nach Erreichen der Rekonvaleszenz 

mit guter Beweglichkeit und weitgehender Schmerzfreiheit des Schultergelenks per 

Status quo sine vorzunehmen (Suva-act. 48).

A.e. 

Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 20. August 2018 schilderte der 

Versicherte, dass er vor dem Unfall vom 28. August 2017 keine Beschwerden mit der 

rechten Schulter gehabt und zuvor nie eine Verletzung erlitten habe. Auch mit der 

linken Schulter habe er nie Probleme gehabt. Seit er nun vermehrt den linken Arm 

benütze, seien auch hier gewisse Beschwerden vorhanden, die vermutlich auf eine 

A.f. 

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B.  

Überlastung zurückzuführen seien (Suva-act. 59). Am 23. August 2018 verlängerte Dr. 

H.___ die 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 28. September 2018 (Suva-act. 61) und 

stellte eine zweite Physiotherapieverordnung aus (Suva-act. 68; vgl. auch 

Untersuchungsbericht vom 3. September 2018 [Suva-act. 66]). Am 28. September 

2018 attestierte er dem Versicherten eine weitere 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 19. 

Oktober 2018 (Suva-act. 69) und am 23. Oktober 2018 eine solche von 50% ab 20. 

Oktober 2018 sowie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 13. November 2018 bis auf 

Weiteres als Umzugsfachmann (Suva-act. 71 f.). Am 1. Oktober 2018 hatte Dr. H.___ 

zudem eine dritte Physiotherapieverordnung ausgestellt (Suva-act. 74). Während der 

Versicherte Dr. H.___ anlässlich einer Untersuchung vom 19. Oktober 2018 berichtet 

hatte, dass er mit dem Operationsresultat sehr zufrieden sei, keine Schmerzen mehr 

bestehen würden und Physiotherapie nur noch unregelmässig durchgeführt werde 

(Suva-act. 71), berichtete er anlässlich einer Untersuchung vom 26. November 2018 

von einer zwischenzeitlich starken Beschwerdezunahme, nachdem er innerhalb von 

zwölf Tagen elf Tage im Umzugsunternehmen gearbeitet habe (Suva-act. 76). Dr. H.___ 

hatte ihm bereits wieder am 20. November 2018 ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis für eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 20. November bis 3. Dezember 2018 ausgestellt 

(Suva-act. 75). Am 27. November 2018 stellte er dem Versicherten eine vierte 

Physiotherapieverordnung aus (Suva-act. 87).

Nachdem die Suva die Terminierung des Schadenfalls durch ihren Kreisarzt Dr. 

I.___ hatte abklären lassen (Suva-act. 77), teilte sie dem Versicherten mit Verfügung 

vom 12. Dezember 2018 mit, dass die aktuell bestehenden Beschwerden gemäss 

kreisärztlicher Beurteilung nicht mehr unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er sich 

auch ohne den Unfall vom 28. August 2017 eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer 

Beurteilung spätestens am 19. Oktober 2018 erreicht gewesen. Entgegenkommend 

würden die Versicherungsleistungen (Heilkosten und Taggeld) bis 31. Dezember 2018 

erbracht und per Ende Jahr 2018 eingestellt (Suva-act. 81).

A.g. 

Am 28. Januar 2019 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

D. Studer, Kreuzlingen, gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2018 Einsprache 

(Suva-act. 94).

B.a. 

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C.  

Die Suva liess daraufhin am 2. April 2019 die Terminierung der 

Versicherungsleistungen für die Schulterproblematik im Zusammenhang mit dem 

Ereignis vom 28. August 2017 nochmals durch Kreisarzt Dr. I.___ beurteilen (Suva-act. 

96,102, vgl. dazu auch Suva-act. 77).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 9. August 2019 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 104).

B.c. 

Am 14. August 2019 ging bei der Suva ein MRT-Untersuchungsbericht vom 24. 

Juli 2019 der linken Schulter des Versicherten von Dr. med. K.___, Facharzt FMH für 

medizinische Radiologie ein. In diesem wurde beurteilend ein Status nach 

Traumatisierung des AC-Gelenks mit nun Dehiszenz im AC-Gelenk über 1.6 cm mit 

innerhalb der Dehiszenz liegendem max. 1.7 cm grossem Knochenfragment und 

narbigen Veränderungen im Bereich der Gelenkskapsel lokoregionär festgehalten 

(Suva-act. 105). Am 16. August 2019 reichte die Kantonale Arbeitslosenkasse St. 

Gallen der Suva eine Schadenmeldung UVG für ein Schadensereignis vom 5. August 

2019 - einen Knochensplitter in der linken Schulter, der gemäss Aussage des 

Versicherten am 21. August 2019 operativ entfernt werden müsse - und eine 

Arbeitsunfähigkeit ab 5. August 2019 ein (Suva-act. 106). Am 21. August 2019 führte 

Dr. H.___ beim Versicherten bei der Diagnose einer Impingementsymptomatik bei 

Tendinopathie der Supraspinatussehne und eines Ossikels AC-Gelenk links eine 

Schulterarthroskopie mit subakromialer Dekompression/ Debridement und 

Ossikelresektion AC-Gelenk links durch (act. G 1.6, G 1.9).

B.d. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 9. August 2019 erhob Rechtsanwalt Studer 

für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. September 2019 

Beschwerde mit folgenden Anträgen: 1. Der Einspracheentscheid vom 9. August 2019 

sei aufzuheben. 2. Dem Beschwerdeführer seien auch über den 31. Dezember 2018 

hinaus Leistungen nach UVG zuzusprechen. 3. Eventualiter sei die Sache zur 

Vornahme ergänzender Abklärungen mittels einer versicherungsexternen 

medizinischen Untersuchung und zur anschliessenden neuen Verfügung an die 

Verwaltung zurückzuweisen. 4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche 

Prozessführung und Rechtsverbeiständung zuzusprechen und der unterzeichnete 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Rechtsanwalt sei ihm als Beistand zu bewilligen. 5. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin [act. G 

1]). Zusammen mit der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

verschiedene Unterlagen ein. Gemäss einem Untersuchungsbericht vom 11. Juli 2019 

war der Versicherte am 5. Juli 2019 erneut durch Dr. H.___ untersucht worden und 

hatte berichtet, mit der operierten Schulter weiterhin sehr zufrieden zu sein. Es 

bestünden nur noch Beschwerden an der linken Schulter, die der Versicherte ebenfalls 

mit dem Ereignis vom Juli 2017 (richtig: 28. August 2017) in Zusammenhang bringe. 

Hier sei das Gelenk zwar nicht initial direkt betroffen gewesen. Durch die vermehrten 

Belastungen sei es nun jedoch zu vermehrten Beschwerden gekommen. Dr. H.___ 

hatte die Verdachtsdiagnose einer Rotatorenmanschettenpathologie Schulter links 

gestellt (act. G 1.7). In einem Fragebogen der Beschwerdegegnerin hatte der 

Beschwerdeführer am 5. September 2019 angegeben, dass der aktuelle Schaden eine 

Folge des Ereignisses vom 28. August 2017 sei (Suva-act. 108).

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde - soweit darauf einzutreten sei - und 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 9. August 2019 (act. G 7).

C.b. 

Mit Schreiben vom 5. Dezember 2019 entsprach die verfahrensleitende Richterin 

dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung durch 

Rechtsanwalt Studer für das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. G 8).

C.c. 

Mit Replik vom 20. Januar 2020 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers - 

den Antrag 5 ausgenommen - an seinen Anträgen gemäss Beschwerdeschrift 

vollumfänglich fest und reichte weitere Unterlagen ein (act. G 10, G 10.1 ff.).

C.d. 

Mit Duplik vom 6. Februar 2020 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, fest (act. G 12). 

Zusammen mit der Duplik reichte sie eine Leistungszusammenstellung sowie eine 

Taggeldabrechnung vom 6. Februar 2020 ein (act. G 12.1 f.).

C.e. 

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Hinsichtlich der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit der Replik vom 20. 

Januar 2020 (act. G 10, S. 2 Ziff. 3) beanspruchten Taggelder für eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% vom 4. bis 23. Dezember 2018 erklärte die 

Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 6. Februar 2020, dass diese in den nächsten 

Tagen beglichen würden. Zusammen mit der Duplik vom 6. Februar 2020 (act. G 12) 

reichte sie eine entsprechend vorbereitete Taggeldabrechnung vom 6. Februar 2020 

(act. G 12.1) ein. Gemäss einer ebenfalls mit der Duplik eingereichten 

Leistungszusammenstellung hat die Beschwerdegegnerin sodann die Kosten einer am 

27. November 2018 verordneten Physiotherapie (Suva-act. 87) vom 11. Dezember 

2018 am 18. Dezember 2018 bezahlt (act. G 12.1). Die vorgenannte Erklärung und 

Leistungsausrichtung der Beschwerdegegnerin erklären sich auch daraus, dass die 

Arbeitsunfähigkeit vom 4. bis 23. Dezember 2018 bzw. die dafür geltend gemachten 

Taggelder sowie die Physiotherapie einen Zeitraum betreffen, für welchen die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht anerkannt hat (Leistungsein­

stellungszeitpunkt: 31. Dezember 2018). Sie hat in der Duplik vom 6. Februar 2020 (act. 

G 12) zutreffend darauf hingewiesen, dass die reklamierten Taggelder und die Kosten 

für die Physiotherapie deshalb nicht Streitgegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens bilden könnten. Für Arbeitsunfähigkeiten und Heilbehandlungen 

nach dem 31. Dezember 2018 verneint die Beschwerdegegnerin hingegen ihre 

Leistungspflicht. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen 

über den 31. Dezember 2018 hinaus ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren strittig 

und wird mithin nachfolgend zu prüfen sein.

2.  

Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im verwaltungs­

gerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich Rechtsverhältnisse zu über­

prüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig 

verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids - Stellung 

genommen hat. Insoweit bestimmen die Entscheide der Beschwerdegegnerin den 

beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 

einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn 

und insoweit kein Entscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1).

2.1. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 9. August 2019 (Suva-act. 104). In diesem Entscheid hat die 

Beschwerdegegnerin über Versicherungsleistungen in Bezug auf Arbeitsunfähigkeiten 

sowie Heilbehandlungen im Zusammenhang mit einer am 28. August 2017 erlittenen 

rechtsseitigen Schulterverletzung befunden. Sie hat diesbezüglich - wie bereits erwähnt 

2.2. 

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3.  

- einen Anspruch auf Taggelder und Heilbehandlung bis 31. Dezember 2018 anerkannt 

respektive den Fall per vorgenanntem Datum abgeschlossen. Der Beschwerdeführer 

hatte zwar anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 20. August 

2018 auch von gewissen überlastungsbedingten Beschwerden im linken Arm 

gesprochen, doch wurde ein linksseitiger Gesundheitsschaden im Zusammenhang mit 

dem Unfall vom 28. August 2017 erstmals mit der Schadenmeldung UVG vom 16. 

August 2019 (Suva-act. 106) und in einem Fragebogen der Beschwerdegegnerin am 5. 

September 2019 (Suva-act. 108) und somit nach Erlass des Einspracheentscheids vom 

9. August 2019 (Suva-act. 104) geltend gemacht. Die linksseitigen 

Schulterbeschwerden sind nicht Teil des Einspracheentscheids und somit vorliegend 

auch nicht Anfechtungsgegenstand. In diesem Punkt kann damit auf die Beschwerde 

nicht eingetreten werden.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt also zunächst einen Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Als weitere Voraussetzung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist 

sodann die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem Unfall und der 

festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 

E. 3.1 mit Hinweisen; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, Art. 6 N 

63 ff., in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

3.1. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 

43 Abs. 1 ATSG). Demgemäss prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 

notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 

3.2. 

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ein. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin 

die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4 f., 55). Diese 

Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 55; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.). Bei der Einstellung von 

Versicherungsleistungen handelt es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage. Die 

Beweislast für den Wegfall der vom Unfallversicherer zunächst anerkannten 

Leistungspflicht liegt - anders als bei der Frage, ob die leistungsbegründenden 

Voraussetzungen überhaupt je gegeben waren - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 

117 V 263 f. E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur 

für Verletzungen, welche bei der Beurteilung der leistungsbegründenden 

Voraussetzungen thematisiert worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung 

bildeten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, 

auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.).

 3.3. 

Mit Schadenmeldung UVG vom 16. Oktober 2017 liess der Beschwerdeführer 

der Beschwerdegegnerin durch seine Arbeitgeberin melden, er habe am 28. August 

2017 auf dem Vorplatz eine Schlägerei mit einem Arbeitskollegen gehabt und habe sich 

dabei an der rechten Schulter eine Prellung zugezogen (Suva-act. 1). Ebenfalls am 16. 

Oktober 2017 ging bei der Beschwerdegegnerin ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von 

dipl. med. E.___ vom 26. September 2017 für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers vom 31. August bis 26. September 2017 ein (Suva-act. 2). 

Angesichts dieser Schaden- bzw. Arbeitsunfähigkeitsmeldung ging die 

Beschwerdegegnerin von einem Unfall aus und sicherte dem Beschwerdeführer mit 

formlosem Schreiben vom 19. Oktober 2017 die gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 5). Zwar hielt sie darin fest, dass sie zur 

Höhe des Taggeldanspruchs noch nicht endgültig Stellung nehmen könne und den 

3.3.1. 

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Beschwerdeführer erst nach Durchführung von Abklärungen über ihre Leistungspflicht 

orientiere, doch bezogen sich diese Ausführungen klarerweise auf eine allfällige 

Leistungskürzung des Taggeldes wegen aussergewöhnlicher Gefahren im Sinn von Art. 

49 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202), weshalb dem 

Beschwerdeführer vorerst nur 50% des vollen Taggeldes ausbezahlt wurden. Es ist 

jedenfalls offensichtlich, dass die Anerkennung einer Leistungspflicht durch die 

Beschwerdegegnerin zu diesem Zeitpunkt ohne weitere Angaben medizinischer 

Fachpersonen, welche ihr Auskunft über den konkreten Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers gegeben hätten, erfolgt ist und die Beschwerdegegnerin nur von 

einer erfahrungsgemäss innert kurzer Zeit ausheilenden Prellung der rechten Schulter 

bzw. von einem absehbaren Heilverlauf ausging. Nachdem sich auch mit Eingang des 

Untersuchungsberichts vom 28. August 2017 des erstbehandelnden Arztes der ZNA 

des KSSG am 30. November 2017 keine andere medizinische Sachlage ergeben hatte 

(vgl. insbesondere die Diagnose einer dorsalen Schulterkontusion rechts in Suva-act. 

14), erhielt die Beschwerdegegnerin erstmalig mit Eingang des Berichts der MRT-

Untersuchung der rechten Schulter von Dr. G.___ vom 7. Dezember 2017 am 12. 

Dezember 2017 Kenntnis von strukturellen Gesundheitsschäden - einer Partialruptur 

der Supraspinatussehne sowie der langen Bizepssehne (Suva-act. 20) - und mit 

Eingang eines Untersuchungsberichts von Dr. H.___ vom 21. Dezember 2017 am 4. 

Januar 2018 (Suva-act. 22) von einer konkreten Heilbehandlung - einer intraartikulären 

und subakromialen Infiltration der rechten Schulter mit Naropin und Kenakort. Am 23. 

Februar 2018 folgte ein Telefonat mit Dr. H.___, wobei dieser mitteilte, dass der 

Beschwerdeführer einer Sprechstunde am 23. Januar 2018 ferngeblieben und die 

Behandlung somit abgeschlossen sei (Suva-act. 25), worauf die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. März 2018 (Suva-act. 27), 6. April 2018 

(Suva-act. 35) und 1. Mai 2018 (Suva-act. 39) um Auskunft über den 

Behandlungsabschluss und Heilverlauf ersuchte. Als bei ihr schliesslich am 1. Juni 

2018 ein Untersuchungsbericht von Dr. H.___ vom selben Tag eintraf, woraus 

hervorging, dass mit dem Beschwerdeführer die Indikation einer Schulterarthroskopie 

mit Überprüfung der Sehnenverhältnisse, gegebenenfalls mit einer 

Supraspinatussehneninsertion und Bizepstenodese, besprochen worden war (Suva-

act. 41), legte die Beschwerdegegnerin erstmals den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. 

I.___ zur Beurteilung vor (Suva-act. 42-1). Gestützt auf dessen Stellungnahme vom 5. 

Juni 2018 (Suva-act. 42-2) erging das Schreiben der Beschwerdegegnerin an Dr. H.___ 

vom 7. Juni 2018 mit einer Kostengutsprache für die geplante Operation (vgl. dazu 

Suva-act. 44) im Sinne einer Abklärungsmassnahme (Suva-act. 43). Nach Vorliegen des 

Operationsberichts ersuchte die Beschwerdegegnerin Kreisarzt Dr. I.___ am 2. Juli 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

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4.

Wie bereits erwähnt, hat die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen bis 31. 

Dezember 2018 die Kosten der Heilbehandlung, insbesondere mit Physiotherapie 

(Suva-act. 60, 68, 74, 87) und inklusive der Operation vom 27. Juni 2018 (Suva-act. 42, 

47), übernommen (vgl. dazu act. G 12.1) und hat für die der Operation nachfolgenden 

Arbeitsunfähigkeiten (Suva-act. 49, 61, 69, 72 f., 75, 93-1) Taggelder ausgerichtet (vgl. 

dazu Suva-act. 99 f., act. G 12.2). Zusammen mit der Replik vom 20. Januar 2020 

reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine von dipl. med. L.___, 

Hausärztin (Allgemeinmedizin), JAG, N.___, am 7. Februar 2019 ausgestellte 

Physiotherapieverordnung mit dem Vermerk Schulterschmerzen rechts (act. G 10.1) 

sowie einen Arztbericht von Prof. Dr. med. M.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, 

D.___ AG, N.___, vom 27. August 2019 ein, worin eine Konsultation vom 7. Februar 

2019 bei dipl. med. L.___ mit dem von ihr erhobenen Befund rezidivierende 

Schulterschmerzen rechts nach Unfall im August 2017 und orthopädische Behandlung 

festgehalten ist. Anlässlich einer nächsten Konsultation vom 19. Juni 2019 bei Prof. 

M.___ beklagte der Beschwerdeführer laut Bericht nur noch linksseitige 

Schulterschmerzen (act. G 10.4). Wie in Erwägung 2 dargelegt, ist im vorliegenden 

2018 um Beantwortung der Frage, ob der operierte Schaden mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 28. August 2017 zurückzuführen 

sei, was dieser am 4. Juli 2018 verneinte (Suva-act. 48). Auf abermalige Nachfrage am 

6. Dezember 2018 bestätigte Dr. I.___ am 11. Dezember 2018 seine Beurteilung (Suva-

act. 77), worauf die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. Dezember 2018 

erging, mit welcher diese ihre Leistungspflicht über den 31. Dezember 2018 hinaus 

verneinte (Suva-act. 81). Angesichts der obigen Sachlage ist offensichtlich, dass der 

Beschwerdegegnerin die strukturellen Gesundheitsschäden im rechten Schultergelenk 

des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Leistungszusageschreibens vom 19. Oktober 

2017 (Suva-act. 5) noch nicht bekannt waren und sie auch nachfolgend bis zur 

Verfügung vom 12. Dezember 2018 nie konkret eine Leistungspflicht bezüglich 

struktureller Schultergelenksschäden rechts anerkannt hat. Die Operationskosten und 

eine Leistungspflicht für eine Rekonvaleszenzzeit hat die Beschwerdegegnerin explizit 

nur im Sinne von Abklärungsmassnahmen anerkannt (Suva-act. 43). Damit liegt - 

obwohl eine Leistungseinstellung streitig ist - die Beweislast hinsichtlich der Frage, ob 

die Beschwerdegegnerin über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus für 

Heilbehandlungen und Arbeitsunfähigkeiten im Zusammenhang mit den am 27. Juni 

2018 operierten strukturellen Gesundheitsschäden im rechten Schultergelenk des 

Beschwerdeführers leistungspflichtig ist, beim Beschwerdeführer. Er hat die Folgen 

einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Erwägung 3.5).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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Beschwerdeverfahren nur die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im 

Zusammenhang mit Heilbehandlungen und Arbeitsunfähigkeiten bezüglich der rechten 

Schulter des Beschwerdeführers zu prüfen. Nachdem, abgesehen von der erwähnten 

Physiotherapie sowie der Konsultation vom 7. Februar 2019 bei dipl. med. L.___, keine 

weiteren Heilbehandlungen bezüglich der rechten Schulter und Arbeitsunfähigkeiten 

über den Leistungseinstellungszeitpunkt (31. Dezember 2018) hinaus aktenkundig sind, 

steht mithin überhaupt nur noch eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

bezüglich dieser beiden medizinischen Vorkehren bzw. Heilbehandlungen zur 

Diskussion. Ein Anspruch auf weiterlaufende Taggelder besteht mangels 

Arbeitsunfähigkeit nicht mehr (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Dem Beschwerdeführer wurde 

offensichtlich ärztlicherseits nur bis zum 23. Dezember 2018 eine Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigt. Ab spätestens Januar 2019 hat er offenbar wieder zu 100% gearbeitet 

(vgl. dazu Suva-act. 76, act. G 12.1).

5.  

Die Heilbehandlung setzt gemäss Art. 10 UVG eine unfallbedingte Behandlungs­

bedürftigkeit, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraus. Laut bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung hat der Versicherer allerdings die Heilbehandlung nur so lange zu 

gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (BGE 134 V 114 E. 4.1; 

vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG), wobei das Kriterium der namhaften Besserung des 

Gesundheitszustandes namentlich nach der Massgabe der zu erwartenden Steigerung 

oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbeeinträchtigt, zu beurteilen 

ist (BGE 134 V 115 E. 4.3; BSK UVG-Thomas Flückiger, N 8 zu Art. 19). Die 

Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch 

(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung 

ins Gewicht fallen muss und eine unbedeutende Besserung ebenso wenig genügt wie 

die blosse Möglichkeit einer Besserung (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 

2008, U 394/06, E. 4.3 mit Hinweisen und Urteil des EVG vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, 

E. 4.1.1 mit Hinweisen; BGE 134 V 115 E. 4.3; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 144). Die 

namhafte Besserung muss von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung zu 

erwarten sein. Das Bundesgericht spricht von einer "ärztlichen Behandlung 

medizinischen Charakters" (Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2010, 

8C_188/2010, E. 3.2). Verlangt wird eine kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete 

ärztliche Behandlung. Diese Voraussetzung wird nicht erfüllt durch ärztliche 

Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie manualtherapeutische 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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6.  

Behandlungen (Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 

5.3; BSK UVG-Flückiger, N 15 zu Art. 19).

Im konkreten Fall ergeben sich aus den Akten keine Hinweise auf eine namhafte 

Besserung durch Heilbehandlungen über das Leistungseinstellungsdatum hinaus. 

Gegen das Vorhandensein eines Verbesserungspotenzials spricht zunächst 

insbesondere die spätestens seit Januar 2019 wiedererlangte 100%ige Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers (vgl. Erwägung 4). Die Akten liefern auch keine anderen 

Hinweise dafür, dass die Situation an der rechten Schulter Ende 2018 nicht stabil 

gewesen wäre. Ein einmaliger Hausarztbesuch, bei welchem als Befund aufgrund der 

anamnestischen Angabe des Beschwerdeführers lediglich "rezidivierende 

Schulterschmerzen rechts" erhoben und zum wiederholten Mal eine 

Physiotherapieverordnung ausgestellt wurde, von der im Übrigen nicht einmal bekannt 

ist, ob dann alle neun Sitzungen abgehalten wurden, sind nicht geeignet, eine 

gesundheitliche Labilität an der rechten Schulter zu beweisen bzw. ein medizinisches 

Verbesserungspotenzial zu belegen. Anschliessend an die Konsultation bei dipl. med. 

L.___ vom 7. Februar 2019 fand in Bezug auf die rechte Schulter keine weitere 

Verlaufskontrolle mehr statt (vgl. act. G 10.4).

5.2. 

Vor dem Hintergrund des Gesagten ist davon auszugehen, dass in Bezug auf die 

rechtsseitigen Schulterbeschwerden der medizinische Endzustand per Datum der 

Leistungseinstellung erreicht war und die Beschwerdegegnerin demnach ihre 

Leistungen zu Recht per 31. Dezember 2018 eingestellt hat. Ob die partiellen 

Rotatorenmanschettenläsionen sowie die Pulley-Läsion als unfallkausale Verletzungen 

zu betrachten sind, kann damit letztlich offengelassen werden. 

5.3. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten ist, abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).6.2. 

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 

In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers pauschal (vgl. BGE 125 V 201) mit Fr. 3'200.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege 

gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 

123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.01.2021
	Art. 10 UVG, Art. 19 Abs. 1 UVG. Ein Anspruch auf Heilbehandlung besteht nur solange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Per Zeitpunkt der Leistungseinstellung war dies vorliegend nicht mehr der Fall. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Januar 2021, UV 2019/66).

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