# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01ceb03c-d8d0-5578-bed5-86000d4bbabb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.10.2017 200 2016 995
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-995_2017-10-16.pdf

## Full Text

200 16 995 UV
LOU/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. September 2016 (E 2860/15)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er 
gemäss Schadenmeldung am 19. Februar 2012 auf Glatteis ausrutschte 
und sich eine Prellung der linken Schulter zuzog (Akten der Suva [act. II] 
3). Nachdem die Suva im Zusammenhang mit diesem Ereignis zunächst 
die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heilbehand-
lung und Taggeld erbracht hatte (act. II 4 f., 17), stellte sie das Taggeld mit 
Verfügung vom 17. Juli 2013 (act. II 121) per 14. Juli 2013 ein. Auf Ein-
sprache hin (act. II 127) erklärte sie sich unpräjudiziell bereit, das Taggeld 
bis zum 31. August 2013 weiter auszurichten (act. II 138, 142), worauf der 
Versicherte das Rechtsmittel zurückzog (act. II 144). Mit Verfügung vom 
8. Januar 2014 (act. II 154) verneinte die Suva einen Anspruch auf weitere 
Unfallversicherungsleistungen und forderte zu viel bezogene Taggeldleis-
tungen zurück. Nach erhobener Einsprache (act. II 156) und erfolgter Rück-
fallmeldung (act. II 168) hob die Suva diese Verfügung am 28. Februar 
2014 auf und anerkannte ihre weitere Leistungspflicht (act. II 171); gleich-
zeitig erliess sie hinsichtlich der Rückerstattung eine neue Verfügung (act. 
II 172). Am 15. September 2014 verfügte sie die Taggeldeinstellung per 14. 
Dezember 2014 (Akten der Suva [act. IIA] 236). Mit einer weiteren Verfü-
gung vom 8. September 2015 (act. IIA 323) sprach sie dem Versicherten 
eine auf einem Integritätsschaden von 15 % basierende Integritätsentschä-
digung zu und verneinte einen Rentenanspruch. Hiergegen erhob der Ver-
sicherte Einsprache (act. IIA 327, 375) und liess am 10. August 2016 einen 
erneuten Rückfall melden (act. IIA 368). Mit Entscheid vom 15. September 
2016 (act. IIA 376) wies die Suva die Einsprache ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 17. Oktober 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und stellte die folgenden Anträge: 

«1. Der Einspracheentscheid der Suva Luzern vom 15. September 2016 
sei vollumfänglich aufzuheben.

2. a) Es sei festzustellen, dass ein verfrühter Fallabschluss vorliegt und 
die Suva sei anzuweisen, die Taggeldleistungen weiter zu erbringen 
und die Prüfung der Rentenfrage und des Integritätsschadens erst 
bei Klärung und Vorliegen des medizinischen Endzustandes neu 
vorzunehmen.
b) Eventualiter: Es seien dem Beschwerdeführer ab wann rechtens 
die gesetzlichen Leistungen nach Massgabe einer unfallbedingten 
Erwerbsunfähigkeit von mindestens 10 % und einem unfallbedingten 
Integritätsschaden von mindestens 20 % zzgl. eines Verzugszinses 
zu 5 % ab wann rechtens auszurichten.
c) Subeventualiter: Es sei nach Massgabe von BGE 137 V 210 resp. 
unter Wahrung des Anspruchs der Waffengleichheit und auf ein fai-
res Verfahren nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK die Einholung eines versi-
cherungsexternen medizinischen Gutachtens anzuordnen, entweder 
durch das Gericht selbst oder durch die Beschwerdegegnerin bei 
Rückweisung der Beschwerdesache an sie.

3. Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
mit Publikums- und Presseanwesenheit durchzuführen.

4. Vor der Eröffnung des materiellen Endentscheides sei dem unter-
zeichneten Rechtsanwalt Gelegenheit zur Einreichung einer detail-
lierten Kostennote zur Geltendmachung einer Parteientschädigung 
zu geben (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV).

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
U.K.u.E.F.»

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. November 2016 schloss die Suva 
(Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf 
Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 4

An der auf Begehren des Beschwerdeführers neu angesetzten (prozesslei-
tende Verfügungen vom 25. August bzw. 1. September 2017) öffentlichen 
Schlussverhandlung vom 21. September 2017 bestätigte der Beschwerde-
führer sinngemäss die gestellten Rechtsbegehren und legte weitere Unter-
lagen ins Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4, 4/1-4/5, 5 f.).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vorbehalt der 
nachfolgenden Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Sep-
tember 2016 (act. IIA 376). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Tag-
geld bzw. eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 19. Februar 2012. Soweit der Be-
schwerdeführer beantragt, es sei festzustellen, dass ein verfrühter Fallab-
schluss vorliegt (Rechtsbegehren Ziff. 2 lit. a), kann auf dieses Feststel-
lungsbegehren zufolge der Subsidiarität gegenüber Leistungsbegehren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 5

nicht eingetreten werden (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 90 N. 2). Hinzu kommt, dass darin ein 
blosses Begründungselement für die anbegehrte Ausrichtung weiterer 
Taggeldleistungen im Rahmen des einheitlichen Streitgegenstandes (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. September 2015, 
8C_170/2015, E. 4.2; Entscheid des BGer vom 28. Juni 2010, 8C_58/2010, 
E. 2.5) zu erblicken ist. Des Weiteren bezieht sich die Beurteilung der Leis-
tungsansprüche auf den Grundfall bzw. den Rückfall vom 10. Februar 2014 
(act. II 168). Die noch vor Erlass des Einspracheentscheids (act. IIA 376) 
am 10. August 2016 als erneuter Rückfall gemeldete Schädigung am 
«Fussgelenk» (richtig wohl: Schultergelenk links [act. IIA 346]) vom 11. Mai 
2016 (act. IIA 368) ist hingegen grundsätzlich auszuklammern. Zwar er-
streckt sich der gerichtliche Überprüfungshorizont bis zum angefochtenen 
Einspracheentscheid (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 
S. 140), weil sich die Zulässigkeit des Fallabschlusses jedoch allein pro-
spektiv beurteilt, ist die spätere Sachverhaltsentwicklung in diesem Kontext 
nicht entscheidend (vgl. E. 3.4.4 hiernach). Zudem hat die Beschwerde-
gegnerin gestützt auf diese Rückfallmeldung bis zum 28. Februar 2017 
wiederum Leistungen erbracht (act. IIA 375, 376/2 E. 1; act. I 4/1 Ziff. 2 
lit. a). Soweit sich die Beschwerde auf darüber hinausgehende Leistungs-
ansprüche im Zusammenhang mit diesem letzten Rückfall bezieht, betrifft 
dies das mittlerweile hängige separate Einspracheverfahren (act. I 4), wo-
mit im vorliegenden Verfahren diesbezüglich ebenfalls ein Forumsver-
schluss zu erfolgen hat. Schliesslich stellt das Subeventualbegehren (Ziff. 2 
lit. c) – soweit damit ein Gerichtsgutachten verlangt wird – einen Beweisan-
trag dar und die Rechtsbegehren Ziff. 3 und Ziff. 4 haben als Verfahrensan-
träge ebenfalls keinen materiellen Gehalt.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 6

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 7

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 8

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Dass das in der Schadenmeldung (act. II 3) geschilderte Ereignis 
vom 19. Februar 2012 die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des 
Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu 
Recht unbestritten.

3.2 In medizinischer Hinsicht basiert der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 15. September 2016 (act. IIA 376) hauptsächlich (act. IIA 376/5 
E. 5, 376/10 E. 7.2) auf dem Bericht des Spitals M.________ vom 15. April 
2015 (act. IIA 297), der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 
28. Mai 2015 (act. IIA 304) sowie der Beurteilung des Integritätsschadens 
durch den Suva-Kreisarzt vom 2. Juni 2015 (act. IIA 305).

3.2.1 Der stellvertretende Chefarzt Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
diagnostizierte im Bericht des Spitals M.________ vom 15. April 2015 
(act. IIA 297) das Folgende:

Status nach Schulterarthroskopie links mit intraartikulärem Débride-
ment, Biopsie-Entnahme, Bizeps-Tenotomie, subakromialer Dekom-
pression, Vervollständigung der tendinopathisch veränderten poste-
ro-superioren Läsion der Rotatorenmanschette (RM) und Reinserti-
on mit einer 5.5mm Corkscrew am 25. Februar 2014 bei
 Status nach arthroskopischer RM-Rekonstruktion vom 16. März 

2012 mit Re-Traumatisierung am 5. April 2013
 subakromialer Infiltration am 18. Februar 2015

Dr. med. D.________ hielt unter anderem fest, trotz immer noch persistie-
renden Schmerzen sei aktuell keine Operation oder Infiltration indiziert. Der 
Beschwerdeführer werde weiter Physiotherapie durchführen und habe ein 
Analgetika-Rezept erhalten; die Behandlung werde abgeschlossen. 

3.2.2 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, vermerkte im Bericht vom 28. Mai 2015 (act. IIA 304) über 
die gleichentags durchgeführte Untersuchung als Diagnose eine Schulter-
kontusion links mit subtotaler Ruptur der Supraspinatussehne. Er erklärte, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 9

das Ausmass der Einschränkungen könne aufgrund der erfolgten Verlet-
zung und der Korrektureingriffe nicht vollumfänglich erklärt werden. Auf-
grund der aktuellen Situation könne der versicherungsmedizinische Fallab-
schluss vorgenommen werden. Tätigkeiten auf und über Schulterniveau 
seien mit der linken Schulter nicht mehr zumutbar. Unzumutbar seien ins-
besondere belastende Arbeiten in körperferner Position mit dem linken 
Arm, forcierte Aussenrotationen und Abduktionen sowie Einwirkungen von 
Schlägen und Vibrationen auf die linke Schulter. Hingegen seien leichte bis 
maximal mittelschwere Tätigkeiten mit dem linken Arm auf Arbeitsniveau in 
ganztägigem Umfang möglich, ebenso könnten beidhändig Lasten von 20-
25kg getragen, nicht jedoch über Bauchniveau angehoben oder in körper-
fernen Positionen gehalten werden.

Den Integritätsschaden schätzte Dr. med. E.________ am 2. Juni 2015 
anhand der Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an 
den oberen Extremitäten) mit der Begründung auf 15 %, dass im betroffe-
nen Schultergelenk eine Beweglichkeit bis zur Horizontalen möglich sei 
(act. IIA 305).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 10

wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beurteilungen des Suva-Kreisarztes erfüllen, zusammen mit 
den erwähnten Feststellungen des behandelnden Dr. med. D.________, 
die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und er-
bringen vollen Beweis. 

3.4.1 Dr. med. E.________ stützte seine Schlussfolgerungen nicht nur auf 
die Erkenntnisse aus der durchgeführten klinischen Exploration, sondern 
ebenso auf die bildgebenden Befunde (act. II 29, 30 f.; act. IIA 274) sowie 
die weiteren Vorakten, welche auch den Vorzustand an der linken Schulter 
(SLAP-Läsion Typ II) nach einem bei der Beschwerdegegnerin versicherten 
Sturz im Jahr 2004 (act. II 14, 41/1, 42/5, 42/8) umfassen. Insbesondere 
mit den zahlreichen Berichten des Spitals M.________ (act. II 2, 11, 15, 20, 
24, 33, 46, 54, 82, 90, 94, 108, 116, 139, 161, 181 f., 195, 208, 226; act. IIA 
252, 282, 290, 297), den früheren kreisärztlichen Einschätzungen (act. II 
42, 96 f., 111, 218) sowie der Zweitmeinung von Prof. Dr. med. F.________ 
(act. II 151), Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, ist der gesamte Beschwerdeverlauf seit dem inkri-
minierten Ereignis vom 19. Februar 2012 bis zur Abschlussuntersuchung 
vom 28. Mai 2015 lückenlos dokumentiert. Zwar wurden die zusätzlichen 
Zweitmeinungen bei Dr. med. G.________ (act. IIA 317) bzw. PD Dr. med. 
H.________ (act. IIA 366), beides Fachärzte für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, erst später eingeholt, daraus 
ergaben sich aber keine wesentlichen neuen Aspekte, die geeignet wären, 
die Beurteilung von Dr. med. E.________ in Zweifel zu ziehen. Wohl ortete 
Dr. med. G.________ zwei potentielle Schmerzquellen in der Supraspina-
tussehne und dem Akromioklavikulargelenk (AC-Gelenk), welche MRI-
mässig nicht ruhig seien, letztlich ging er aber von ätiologisch unklaren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 11

linksseitigen Schulterschmerzen aus (act. IIA 317). Diese Einschätzung 
korreliert mit jener von PD Dr. med. H.________, der die Ursache für die 
beklagten Schmerzen ebenfalls als nicht klar bezeichnete (act. IIA 366/2). 
Das von ihm empfohlene Arthro-MRI wurde am 22. September 2016 ange-
fertigt (act. IIA 380, 381/1) und bestätigte im Wesentlichen die MRI-
Befunde vom 13. Februar 2015 (act. IIA 274).

3.4.2 Die gesamte medizinische Aktenlage präsentiert sich insoweit 
kohärent und widerspruchsfrei, als dass die relevanten Befunde bzw. Dia-
gnosen unbestritten sind und nicht nur Dr. med. E.________ (act. IIA 
304/7) sowie die beigezogenen Konsiliarärzte (act. II 151/2; act. IIA 317/1 
366/2), sondern auch sämtliche anderen involvierten Ärzte das Ausmass 
der Einschränkungen anhand der klinischen Befunde nicht vollumfänglich 
zu erklären vermochten bzw. auf gewisse Diskrepanzen hinwiesen. So 
stellte Dr. med. D.________ bereits rund neun Monate nach der ersten 
Operation im Sprechstundenbericht vom 20. Dezember 2012 (act. II 54) 
fest, dass der Beschwerdeführer trotz perfekter Rekonstruktion und passiv 
freier Beweglichkeit über chronische Schmerzen und eine gestörte aktive 
Bewegung klage, für welche sich klinisch kein klares morphologisches Kor-
relat oder eine anderweitige Ursache finden lasse (vgl. auch act. II 82/1). 
Dies bestätigte am 20. Juni 2013 auch der Suva-Kreisarzt Dr. med. 
I.________, Facharzt für Allgemeine Medizin und Chirurgie, wobei er 
gleichzeitig auf die auffallend seitengleiche Muskeltrophik der Ober- und 
Unterarme sowie die beidseits kräftig beschwielten Handflächen mit deutli-
chen Arbeitsspuren hinwies (act. II 111/8). Im Nachgang zum zweiten Ein-
griff vom 25. Februar 2014 (act. II 181) diagnostizierte Dr. med. I.________ 
im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 24. Juli 2014 eine Ag-
gravation bei Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung, da er bei der 
aktiven Prüfung der Schulterbeweglichkeit ein sehr demonstrativ wirken-
des, grotesk anmutendes Grimassieren mit Verwinden des Oberkörpers 
und Anspannen der gesamten Arm- sowie Handmuskulatur festgestellt 
hatte (act. II 218/7, 218/9). Seinen Verdacht, wonach eine Selbstlimitation 
vorliege (act. II 218/9), teilte am 28. August 2014 auch der behandelnde Dr. 
med. D.________ (act. II 220), der auch später auf die mit den klinischen 
Befunden nicht vereinbare Schmerzsymptomatik hinwies und selbst noch 
während des Einspracheverfahrens im August 2016 keine klare Pathologie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 12

finden konnte (act. IIA 371/1). Die im Rahmen der öffentlichen Schlussver-
handlung eingereichten medizinischen Berichte (act. I 4/3 f., 5 f.) beschla-
gen den Zeitraum nach dem Fallabschluss bzw. nach dem angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 15. September 2016 (act. IIA 376) und sind be-
reits deshalb prinzipiell nicht geeignet, den Beweiswert der kreisärztlichen 
Beurteilung vom 28. Mai 2015 (act. IIA 304) zu erschüttern (vgl. E. 1.2 hier-
vor). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer aus der darin erwähnten 
nozizeptiven und neuropathischen Schmerzkomponente bzw. der neu in 
Betracht gezogenen Allodynie ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten 
könnte, denn eine Nervenschädigung ist medizinisch nicht ausgewiesen 
(vgl. Entscheide des BGer vom 4. April 2013, 8C_729/2012, E. 4.2, sowie 
vom 29. November 2012, 8C_833/2012, E. 4.2.3). Zwar ergab eine Allo-
dynografie vom 9. Mai 2017 ein positives Ergebnis, dieses basiert aber 
allein auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers (Schmerzan-
gabe anhand der visuellen Analog-Skala [VAS] beim Auflegen von Gewich-
ten auf dem zu kartographierenden allodynischen Hautareal [vgl. CLAUDE J. 
SPICHER et al., Hypersensibilität der Haut, in: Deutscher Verband der Ergo-
therapeuten {Hrsg.}, Ergotherapie und Rehabilitation, Heft 4/2010, S. 17 f.]) 
und eine Verletzung der unter der allodynischen Zone liegenden Nervenäs-
te wurde von der behandelnden Ergotherapeutin lediglich vermutet 
(act. I 4/3). Auch die Anästhesisten des Spitals N.________ erwähnten in 
ihren Berichten vom 10. April und 10. Juli 2017 (act. I 4/4, 5) keine orga-
nisch objektiv ausgewiesene Nervenschädigung, sondern wiesen insbe-
sondere auf bisher unterschätzte psychosomatische und psychosoziale 
Aspekte mit negativem Einfluss auf die Schmerzverarbeitung hin. 

3.4.3 Was die Auswirkungen der bildgebend und klinisch ausgewiesenen 
Einschränkungen anbelangt, formulierte Dr. med. E.________ ein differen-
ziertes und überzeugendes Zumutbarkeitsprofil (act. IIA 304/7). Im Übrigen 
erachtete auch Dr. med. D.________ bereits im November 2012 leichte 
Tätigkeiten auf Bauchhöhe bzw. administrative Arbeiten als problemlos 
zumutbar (act. II 46/1), woran er im Oktober 2013 festhielt (act. II 139). Im 
September 2014 hielt er zumindest administrative Tätigkeit weiterhin für 
uneingeschränkt möglich, während er nicht schlüssig herzuleiten vermoch-
te, weshalb gleichzeitig für andere leichte Arbeiten auf Bauchhöhe lediglich 
noch eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit vorliegen soll (act. II 226/2). Auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 13

die im erst nach dem Einspracheentscheid (act. IIA 376) am 6. Oktober 
2016 (act. IIA 381) verfassten Bericht postulierte Arbeitsfähigkeit in einem 
«einarmigen Beruf» ist nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der 
kreisärztlichen Beurteilung vom 28. Mai 2015 (act. IIA 304) zu begründen. 
Denn Dr. med. D.________ vermochte den von ihm trotz intakter RM-
Strukturen befundeten pseudoparalytischen linken Arm (act. IIA 371/1) pa-
tho-ätiologisch nicht nachvollziehbar zu erklären (act. IIA 371/1, 381) und 
orientierte sich damit offensichtlich an den subjektiven (Schmerz-)Angaben 
des Beschwerdeführers, was beweisrechtlich nicht genügt (vgl. BGE 136 V 
279 E. 3.2.1 S. 281).

Das von Dr. med. E.________ definierte Zumutbarkeitsprofil bezieht sich 
auf den somatischen Gesundheitsschaden, eine zusätzliche unfallbedingte 
psychische Einschränkung besteht nicht. Dr. med. J.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, der vom Beschwerdeführer zwischen 
September 2015 und Juli 2016 insgesamt viermal konsultiert worden war, 
diagnostizierte im Bericht vom 14. Juli 2016 (act. IIA 361) zwar eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41), er attestierte jedoch keine Arbeitsunfähigkeit. Ohnehin ist das Er-
eignis vom 19. Februar 2012 (act. II 3) als leichter Unfall einzuordnen, 
weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem gewöhnlichen 
Ausrutschen bzw. Sturz und allfälligen psychischen Gesundheitsstörungen 
rechtsprechungsgemäss ohne weiteres zu verneinen wäre (vgl. BGE 129 V 
177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139; vgl. auch Beschwerdeantwort 
S. 7 Ziff. III Ziff. 14.2).

3.4.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der Fallabschluss sei 
verfrüht erfolgt (Beschwerde S. 8 f. lit. B lit. b Ziff. 13 f.), ist ihm nicht zu 
folgen. Im Zeitpunkt der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 
28. Mai 2015 (act. IIA 304) war die orthopädische Behandlung bei Dr. med. 
D.________ abgeschlossen (act. IIA 297/2) und bestand längst keine Aus-
sicht mehr auf eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes; der 
Beschwerdeführer zeigte sich mit dem Fallabschluss denn auch selbst ein-
verstanden (act. IIA 306/10). Die weitergeführte Physiotherapie und Anal-
gesie sind nicht als ärztliche Behandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
UVG zu qualifizieren und waren zudem offensichtlich auf die Erhaltung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 14

Status quo gerichtet (act. IIA 297/1, 306/10). Ab 15. Juli 2015 galt der Be-
schwerdeführer im Zweig der Arbeitslosenversicherung als vermittlungs-
fähig (act. IIA 353, 368 Ziff. 8 und 14), mithin hätte ihm bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage trotz seiner körperlichen Behinderung eine zumutbare 
Arbeit vermittelt werden können (vgl. Art. 15 des Bundesgesetzes vom 25. 
Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0]), 
was ebenfalls zeigt, dass der Fallabschluss im September 2015 nicht ver-
früht erfolgte (vgl. auch act. IIA 376/5 E. 5). Des Weiteren wurde er im 
Zweig der Invalidenversicherung bis im Juni 2016 nur noch mittels Arbeits-
vermittlung unterstützt (act. IIA 336, 338, 350 [= act. I 4/1]), welche nicht 
geeignet war, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu 
legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (vgl. Entscheid des BGer vom 
16. Januar 2014, 8C_588/2013, E. 3.4 mit Hinweisen). Ebenso wenig hin-
dert ein erst später gefällter oder noch ausstehender Entscheid über den 
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (act. I 4/2) den Fallabschluss 
(BGer 8C_588/2013, E. 3.4). Auch der im Mai 2016 erlittene Rückfall 
(act. IIA 346, 368) ändert an der Zulässigkeit des Fallabschlusses nichts. 
Denn die spätere Sachverhaltsentwicklung ist in diesem Zusammenhang 
prinzipiell irrelevant, da sich der Endzustand prospektiv (oder prognostisch) 
beurteilt (vgl. Entscheid des BGer vom 14. Dezember 2012, 8C_453/2012, 
E. 3). Zwar wurden nach dem Rückfall wieder Taggeldzahlungen erbracht 
(act. IIA 375), die auch noch über die Verfügung vom 8. September 2015 
(act. IIA 323) hinaus ausgerichtet wurden (act. IIA 376/2 E. 1), dies steht 
der Annahme eines eingetretenen medizinischen Endzustandes aber eben-
falls nicht entgegen. Selbst nach einem Rentenbeginn kann bei Rückfällen 
oder Spätfolgen erneut ein Taggeld oder Heilbehandlung geschuldet sein 
(vgl. Art. 21 Abs. 3 UVG), ohne dass der frühere Fallabschluss – der im 
Sinne von Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG gleichsam als Synonym für den Ren-
tenbeginn steht (vgl. BGE 143 V 148 E. 5.3.1 S. 156) – dadurch nachträg-
lich in Frage gestellt wird. Analog verhält es sich, wenn der Fallabschluss – 
wie hier – mit der Feststellung erfolgt, dass kein Rentenanspruch besteht. 
Allein aufgrund des ab Mai 2016 weiter ausgerichteten Taggeldes kann 
somit nicht ein verfrühter Fallabschluss angenommen werden. Der vom 
Beschwerdeführer angeführte Bundesgerichtsentscheid (vom 29. Septem-
ber 2015, 8C_170/2015, E. 4.3 [Beschwerde S. 9 lit. B lit. b Ziff. 15]) ist hier 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 15

nicht einschlägig, da dort kein Rückfall vorlag, sondern die medizinische 
Aktenlage im Zeitpunkt des von der Verwaltung vorgenommenen Fallab-
schlusses die Beantwortung der Frage nach einer zu erwartenden namhaf-
ten Besserung des Gesundheitszustandes nicht zuliess (vgl. BGer 
8C_170/2015, E. 5.3 und 5.5).

Nach dem vorgenommenen Fallabschluss wurde aufgrund des gemeldeten 
Rückfalls am 28. November 2016 eine weitere kreisärztliche Untersuchung 
geplant (act. IIA 382, 390). Eine (erneute) Abschlussuntersuchung war hin-
sichtlich der Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs bzw. eines Inte-
gritätsschadens indes nicht zwingend vorzunehmen. Zudem ist die Frage 
nach der Zulässigkeit des Fallabschlusses bzw. einer zu erwartenden ge-
sundheitlichen Verbesserung nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen 
zu beurteilen (BGer 8C_453/2012, E. 3). Vor diesem Hintergrund lagen 
infolge des seit Mai 2015 unveränderten Zumutbarkeitsprofils, der überein-
stimmenden ärztlichen Angaben, wonach für die Beschwerdesymptomatik 
keine klare Ursache gefunden werden konnte, sowie nachdem die psychia-
trische Einschätzung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergab (vgl. 
E. 3.4.2 f. hiervor), stabile Verhältnisse vor, welche den Fallabschluss im 
Verfügungszeitpunkt (act. IIA 323) erlaubten. Der medizinische Sachverhalt 
wurde seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersuchungsmaxime 
(Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb sich weitere Er-
hebungen, insbesondere das beschwerdeweise (S. 2 Ziff. 2 lit. c) beantrag-
te (Gerichts-)Gutachten, erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 
V 157 E. 1d S. 162]; vgl. prozessleitende Verfügung vom 9. Juni 2017).

3.5 Als Zwischenergebnis festzuhalten ist, dass die Beschwerdegegne-
rin gestützt auf die beweiskräftigen Beurteilungen der Dres. med. 
D.________ und E.________ (act. IIA 297, 304 f.) zu Recht den Fallab-
schluss vornahm und von einer uneingeschränkten Arbeits- bzw. Leis-
tungsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit bzw. einer Schultergelenksbe-
weglichkeit bis zur Horizontalen ausging. Zu prüfen sind in einem weiteren 
Schritt die Auswirkungen dieser medizinischen Ausgangslage auf den An-
spruch auf eine Invalidenrente bzw. eine Integritätsentschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 16

4.

4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades 
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 
Abs. 2 UVG).

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 17

schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus 
der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen wer-
den (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593). Die Vorlage von fünf zumutbaren Ar-
beitsplätzen erscheint in quantitativer Hinsicht in der Regel als genügend. 
Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der 
daraus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen Anforde-
rung zusätzlich Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der 
gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplät-
ze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn 
der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. 
Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswah-
lermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind 
grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben. Ist die Suva nicht in der 
Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im 
Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 
139 V 592 E. 6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480).

4.3

4.3.1 Das ursprüngliche Arbeitsverhältnis mit der K.________ AG wurde 
unfallbedingt aufgelöst (act. II 51/1, 56 f.) und würde im hypothetischen 
Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich weiterbestehen. Die Be-
schwerdegegnerin hat für das Valideneinkommen indes nicht auf den von 
der K.________ AG gemeldeten mutmasslichen Lohn ohne Unfallfolgen für 
das Jahr 2015 (act. IIA 316) abgestellt, sondern offensichtlich auf jenen der 
L.________ AG (act. IIA 322/2 Ziff. 10 i.V.m. act. IIA 269), bei welcher der 
Beschwerdeführer zwischenzeitlich bis zum Rückfall im Februar 2014 ge-
arbeitet hatte (act. II 134/2 f., 168/1; act. IIA 268). Somit beträgt das Vali-
deneinkommen nicht Fr. 70‘380.-- (act. IIA 322/2 Ziff. 10 i.V.m. act. IIA 
269), sondern höchstens Fr. 67‘860.-- ([Fr. 4‘900.-- Monatslohn + Fr. 290.-- 
Schichtzulage + Fr. 30.-- Beitrag an Krankenkassenprämie {act. II 72}] x 13 
Monate).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 18

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat keine ihm an sich zumutbare neue Er-
werbstätigkeit aufgenommen bzw. schöpft die medizinisch-theoretisch un-
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht aus (act. IIA 322/1 Ziff. 5, 350) wes-
halb die Beschwerdegegnerin sich zulässigerweise auf die DAP-
Lohnangaben stützte. Der dabei ermittelte durchschnittliche Jahreslohn von 
Fr. 64‘679.-- (act. IIA 322/2 Ziff. 10) basiert auf der Vorlage von fünf Ar-
beitsplätzen aus 129 Suchresultaten (act. IIA 318/1), wobei im Rahmen der 
Suchkriterien das medizinische Zumutbarkeitsprofil sowie die Ausbildungs-
anforderungen beachtet wurden. Der Beschwerdeführer bringt weder ge-
gen die Verwendung der DAP noch gegen die von der Beschwerdegegne-
rin im Rahmen des ihr zukommenden Ermessens ausgewählten DAP-
Löhne substanziierte Rügen vor, weshalb sich Weiterungen hierzu erübri-
gen. 

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invali-
ditätsgrad von 5 % ([Fr. 67‘860.-- ./. Fr. 64‘679.--] / Fr. 67‘860.-- x 100). 
Bezüglich des Rentenanspruchs ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 15. September 2016 (act. IIA 376) somit nicht zu beanstanden. Zu 
prüfen bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

5.

5.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

5.1.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung 
vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritäts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 19

schaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen 
Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 
gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des 
Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, 
nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der 
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 
116 V 156 E. 3a S. 157). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weite-
rentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in 
tabellarischer Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www.suva.ch>) erar-
beitet. Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, 
mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

5.1.2 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35). 

5.2 In seiner beweiskräftigen Beurteilung vom 2. Juni 2015 
(act. IIA 305) schätzte Dr. med. E.________ den Integritätsschaden bezüg-
lich der linken Schulter anhand der Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei 
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) auf 15 %, da die Schulter 
nicht über die Horizontale bewegt werden kann. Diese Einschätzung findet 
insofern Rückhalt in den Befunden der klinischen Untersuchung der oberen 
Extremitäten vom 28. Mai 2015, als dabei anhand der Neutral-Null-
Methode eine Abduktion links bis 85º gemessen wurde (act. IIA 304/6). Der 
Beschwerdeführer hat die von ihm eventualiter beantragte Integritätsent-
schädigung von mindestens 20 % (Beschwerde S. 2 Ziff. 2 lit. a) nicht 
näher begründet. Dass Dr. med. D.________ im Bericht vom 6. Oktober 
2016 (act. IIA 381) eine «signifikant eingeschränkte Beweglichkeit mit Be-
wegung von etwa 30º» feststellte, steht – anders als anlässlich der öffentli-

http://www.suva.ch/

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 20

chen Schlussverhandlung geltend gemacht – der kreisärztlichen Beurtei-
lung nicht entgegen. Denn im Wesentlichen lagen bei der betreffenden or-
thopädischen Sprechstunde dieselben Befunde vor wie anlässlich der bild-
gebenden Untersuchung vom 13. Februar 2015 (vgl. E. 3.4.1 hiervor). Zu-
dem hat die präsentierte Einschränkung bei der aktiven Abduktion des lin-
ken Arms ohnehin unberücksichtigt zu bleiben, soweit sie nicht auf einer 
klaren strukturellen Ursache beruht (act. IIA 381/2), sondern allenfalls auf 
eine Selbstlimitation bzw. anderweitige psychosomatische Faktoren 
zurückzuführen ist (vgl. E. 3.4.3 hiervor). Weil der Einspracheentscheid 
vom 15. September 2016 (act. IIA 376) auch in dieser Hinsicht nicht zu 
beanstanden ist, erweist sich die dagegen erhobene Beschwerde als un-
begründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2017, UV/16/995, Seite 21

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt 

Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung vom 21. September 
2017)

- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin (samt Pro-
tokoll der öffentlichen Schlussverhandlung vom 21. September 2017 
und die dabei ins Recht gelegten Unterlagen [act. I 4, 4/1-4/5, 5 f.])

- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.