# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c55f92a-5dde-56e3-96a0-a7ebe5c5cb54
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 12.12.2021 810 21 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-123_2021-12-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 12. Dezember 2021 (810 21 123) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus Clau-

sen, Hans Furer, Daniel Ivanov, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin 
Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung (RRB Nr. 650 vom 11. Mai 

2021) 
 
 
 
A. A.____, Staatsangehöriger von Gambia, geboren am XX.XX.1964, reiste am 27. Mai 
2002 in die Schweiz ein, wo er um Asyl nachsuchte. Am 4. März 2003 wurde er als Flüchtling 
anerkannt, und es wurde ihm Asyl gewährt. A.____ war vormals Armeesprecher in Gambia und 
später Regionalgouverneur. Am 5. Juni 2003 folgten ihm seine Ehefrau, B.____, geboren am 
XX.XX.1973, und die fünf gemeinsamen Kinder (geboren in den Jahren 1990, 1993, 1995, 1997 
und 2001) in die Schweiz. Seit der Einreise in die Schweiz kamen alsdann fünf weitere gemein-
same Kinder (geboren in den Jahren 2004, 2007, 2010 [Zwillinge] und 2013) zur Welt. Alle Mit-

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glieder der Familie von A.____ verfügen seit dem Jahr 2007 über Niederlassungsbewilligungen. 
Die Familie ist seit ihrer Einreise in die Schweiz auf Sozialhilfe angewiesen. 
 
B. A.____ erklärte gegenüber der Sozialhilfebehörde Liestal unter anderem im August 
2017, dass er aufgrund der Veränderung der politischen Situation in Gambia beabsichtige, in 
sein Heimatland zurückzukehren. Seine Familie werde in der Schweiz verbleiben. Gegenüber 
dem Amt für Migration und Bürgerrecht (AFMB) räumte er am 23. Juli 2018 ein, dass er einen 
gambischen Reisepass besitze und wiederholt nach Gambia gereist sei. Er beabsichtige, in 
sein Heimatland zurückzukehren sowie Rückkehrhilfe geltend zu machen. Das AFMB wies 
A.____ darauf hin, dass er als Flüchtling nicht in sein Heimatland reisen könne und er dem 
Staatssekretariat für Migration (SEM) schriftlich mitteilen solle, dass er auf die Flüchtlingseigen-
schaft verzichte. Das SEM widerrief mit Verfügung vom 14. März 2019 das Asyl von A.____ und 
aberkannte dessen Flüchtlingseigenschaft. 
 
C. Mit Schreiben vom 24. Mai 2019 meldete sich A.____ bei der Sozialhilfebehörde C.____ 
ab. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Familie von A.___ in C.____ Unterstützungsleistungen in 
der Höhe von rund Fr. 1'400'000.-- bezogen. Da die Ehegatten das Getrenntleben per 1. Juni 
2019 aufnahmen, meldete die Einwohnerkontrolle C.____ A.____ per 31. Mai 2019 nach unbe-
kannt ab. Seine Familie gab damals an, dass er nach Gambia zurückgekehrt sei. Mit Urteil vom 
8. August 2019 bewilligte das Zivilkreisgericht D.____ (Zivilkreisgericht) den Ehegatten A.____ 
und B.____ das Getrenntleben. Es wurde festgestellt, dass diese das Getrenntleben durch den 
Auszug von A.____ aus der ehelichen Wohnung seit dem 1. Juni 2019 aufgenommen hätten. 
B.____ erhielt die Obhut über die gemeinsamen fünf minderjährigen Kinder. Die Wohnung in 
C.____ wurde ihr zur alleinigen Nutzung zugewiesen. A.____ erhielt das Recht, die Kinder zu 
besuchen oder zu Besuch zu sich zu nehmen. Über die Modalitäten des Besuchs- und Ferien-
rechts sollten sich die Ehegatten direkt verständigen. Das Urteil wurde A.____ per Publikation 
im Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft Nr. XX vom XX.XX.2019 eröffnet. Zu einem unbe-
kannten Zeitpunkt vor dem 10. Dezember 2019 reiste A.____ wieder in die Schweiz ein. Laut 
dem AFMB ist sein genauer Wohnsitz seither unbekannt, seine Postanschrift lautet jedoch wei-
terhin D.____weg XX, C.____, wo seine Familie nach wie vor lebt. A.____ nimmt über diese 
Adresse seine Post in Empfang. 
 
D. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2019 stellte das AFMB A.____ den Widerruf der Nie-
derlassungsbewilligung wegen Sozialhilfeabhängigkeit und allenfalls wegen mehr als sechsmo-
natigen Aufenthalts im Ausland in Aussicht und gewährte ihm das rechtliche Gehör. Es forderte 
ihn auf, eine Reihe von Fragen zu beantworten sowie den Pass zur Einsichtnahme einzu-
reichen. A.____ nahm dazu mit Schreiben vom 5. Januar 2020 Stellung, beantwortete aber we-
der die Fragen, noch gewährte er Einsicht in seinen Reisepass. Mit Schreiben vom 8. Januar 
2020 forderte das AFMB A.____ erneut auf, die Fragen zu beantworten sowie Einsicht in den 
Reisepass zu gewähren. Dieses Schreiben wurde von der Post mit dem Vermerk "nicht abge-
holt" an das AFMB retourniert. 
 
E. Gemäss dem Aktenbericht vom 28. Januar 2020 gab A.____ anlässlich der Rückkehrbe-
ratung vom gleichen Tag die Absicht kund, nach Gambia zurückzukehren, um auf einem Land-

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stück seines verstorbenen Vaters eine Hühnerfarm zu errichten. Sein Vorhaben begründete er 
damit, dass er Platz machen wolle für jene, die schutzbedürftig seien; ferner habe er Heimweh 
und er sehe keine Perspektive mehr in der Schweiz. Auf diese Weise könne er die Sozialhilfe 
entlasten. Seine Ehefrau und seine Kinder würden in der Schweiz bleiben. Er wolle dennoch 
nach Gambia zurückkehren. Er könne sich durchaus vorstellen, in Gambia Fuss zu fassen. Am 
8. Juni 2020 fand zwischen A.____ und dem AFMB eine weitere Rückkehrberatung statt. Das 
AFMB teilte ihm erneut mit, dass die Gemeinde C.____ Fr. 5'000.-- und die Flugkosten organi-
sieren würde, sofern er die Schweiz definitiv verlassen sollte. A.____ erwiderte, die Schweiz  
- wie er schon mehrfach zum Ausdruck gebracht habe - definitiv verlassen zu wollen. Da er kein 
Einkommen habe, sei seine Ausreise an die finanzielle Unterstützung gekoppelt. So sei er froh, 
wenn zusätzlich zu den Fr. 5'000.-- und den Flugkosten z.B. der Transport seiner Möbel nach 
Gambia mit dem Betrag von Fr. 2'000.-- finanziert würde. Angesprochen auf ein mögliches Ein-
reiseverbot entgegnete er, dass er nicht ausreisen werde, sofern gegen ihn ein Einreiseverbot 
erlassen bzw. beantragt werden sollte. Er wolle seine Kinder jährlich während eines Monats 
besuchen können. Das AFMB machte ihn darauf aufmerksam, dass für die Ausstellung eines 
Besuchervisums die Schweizer-Vertretung in Dakar zuständig sei. A.____ erklärte, dass er am 
D.____weg XX in C.____ angemeldet sei und er sich von dort nie abgemeldet habe. Derzeit 
wohne er bei einem Kollegen in F.____. Er erhalte die Post, welche ihm an seine Adresse in 
C.____ geschickt werde. Mit Schreiben vom 9. Juni 2020 an A.____ fasste das AFMB das 
Rückkehrgespräch vom Vortag zusammen. Zudem teilte es ihm mit, dass die finanzielle Unter-
stützung voraussetze, dass er dem AFMB schriftlich bestätige, die Schweiz definitiv zu verlas-
sen. Mit E-Mail vom 16. Juni 2020 teilte A.____ dem AFMB mit, dass er mit den im Schreiben 
vom 9. Juni 2020 festgehaltenen Modalitäten einverstanden sei. Mit E-Mail vom 6. Juli 2020 an 
A.____ bestätigte das AFMB, dass es kein Einreiseverbot beantragen werde, sofern er die 
Schweiz definitiv verlasse. Nach weiterer Korrespondenz erklärte das AFMB mit E-Mail vom 
27. Juli 2020, dass es auf die Informationen von A.____ warte, wann die Operation seiner Ehe-
frau stattfinde. Des Weiteren wurde in diesem E-Mail ausgeführt, dass - wie A.____ bereits tele-
fonisch mitgeteilt worden sei - eine schriftliche Bestätigung erforderlich sei, dass er die Schweiz 
verlasse. Demzufolge werde A.____ gebeten, das entsprechende Schreiben unterzeichnet zu-
rückzusenden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat A.____ dem AFMB keine solche schriftliche Be-
stätigung zukommen lassen. 
 
F. Mit Schreiben vom 24. August·2020 teilte das AFMB A.____ im Rahmen der erneuten 
Gewährung des rechtlichen Gehörs mit, dass man einen Widerruf seiner Niederlassungsbewilli-
gung erwäge. Unter ausdrücklichem Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht wurde er dazu aufge-
fordert, die im Schreiben enthaltenen Fragen bis zum 7. September 2020 zu beantworten. Soll-
te er die Fragen nicht beantworten, werde seine Wegweisung ohne Weiteres verfügt. Im 
Schreiben vom 7. September 2020 führte A.____ aus, dass er, da er gemäss schweizerischem 
Justizsystem seine Unschuld nicht beweisen müsse, keinen Grund sehe, die vom AFMB ge-
stellten Fragen zu beantworten. Im Übrigen sei die angedrohte Massnahme rechtlich unbegrün-
det. Zudem wies er das AFMB darauf hin, dass er sich seit dem 31. März 2019 von der Sozial-
hilfe C.____ abgemeldet habe. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2020 teilte A.____ dem AFMB 
mit, dass er auf eine Verfügung warte. Er habe entschieden, in sein Heimatland Gambia zu-
rückzukehren, weshalb er keine Genehmigung brauche, um weiterhin in der Schweiz zu leben. 

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Da er jedoch Kinder habe, die er zurücklasse, halte er es für richtig, dass er diesen von Zeit zu 
Zeit einen Besuch abstatten könne.  
 
G. Mit Schreiben vom 18. November 2020 beantwortete der Beistand der minderjährigen 
Kinder von A.____ dem AFMB eine Reihe von Fragen hinsichtlich deren Beziehung zum Vater 
und beschrieb das Verhältnis zwischen dem Kindsvater und seinen Kindern als gut. 
 
H. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2020 widerrief das AFMB die Niederlassungsbewilli-
gung von A.____ und setzte die Ausreisefrist auf den 15. Januar 2021 fest. Zur Begründung 
führte das AFMB den ordentlichen Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit an. Ferner gebe 
es Hinweise darauf, dass er sich länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten habe, womit 
die Niederlassungsbewilligung erlösche. Ob die Niederlassungsbewilligung jedoch erloschen 
sei, könne offengelassen werden, da der Widerrufsgrund aufgrund der Sozialhilfeabhängigkeit 
gegeben sei. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung seien, selbst 
wenn davon ausgegangen werde, dass sich A.____ auf Art. 8 Abs. 1 der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 berufen 
könne, verhältnismässig, da sein Verschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit gross sei, seine 
berufliche Integration als gescheitert zu bezeichnen sei, die persönliche Beziehung zu seinen 
Kindern·weiterhin auf unterschiedliche Weise gepflegt werden könne und ihm eine Rückkehr ins 
Heimatland keine Nachteile bereite. Die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung überwögen die privaten Interessen. Auch ermessensweise sei nicht auf den 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu verzichten. Zudem liege auch kein Härtefall vor.  
 
I. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingaben vom 10. Dezember 2020 (Anmel-
dung) und vom 13. Januar 2021 (einlässliche Begründung) beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde. Er beantragte sinngemäss, die Verfügung des 
AFMB vom 3. Dezember 2020 sei aufzuheben. Zur Begründung führt er sinngemäss aus, dass 
der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht mit dem Grund der Sozialhilfeabhängigkeit 
begründet werden könne, da er sich schon länger von der Sozialhilfe abgemeldet habe. Zudem 
sei die Niederlassungsbewilligung nicht erloschen, da er sich nie länger als sechs Monate im 
Ausland aufgehalten habe. Im Übrigen sei der Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgrund 
seines langen Aufenthalts in der Schweiz (19 Jahre), seines reinen Straf- und Betreibungsregis-
terauszugs und der Beziehung zu seinen in der Schweiz lebenden neun Kindern unverhältnis-
mässig.  
 
J. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss (RRB) Nr. 2021-650 vom 11. Mai 
2021 ab und verfügte, dass A.____ die Schweiz spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechts-
kraft des RRB zu verlassen habe. Des Weiteren wurden ihm Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 500.-- auferlegt. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass sich A.____ auf den durch die 
Niederlassungsbewilligung gewährten Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz sowie auf 
das Grundrecht auf Achtung des Familienlebens berufen könne. Es sei jedoch der Widerrufs-
grund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration [AIG] vom 16. Dezember 2005 erfüllt, da der Beschwerdeführer seit der 
Einreise in der Schweiz immer sozialhilfeabhängig gewesen sei und nicht damit zu rechnen sei, 

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dass er in der Schweiz jemals einer Erwerbstätigkeit nachgehen werde, so dass von einer dau-
erhaften und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit auszugehen sei. Der Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung seien überdies verhältnismässig.  
 
K. A.____ reichte am 18. Mai 2021 gegen den RRB beim Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde ein und beantragte Frist zur 
Einreichung einer begründeten Beschwerde. Da der Eingabe ein klar umschriebenes Begehren 
fehlte, setzte das Gericht dem Beschwerdeführer eine Nachfrist zur Einreichung einer verbes-
serten Beschwerdeeingabe. In seiner Eingabe vom 14. Juni 2021 führte der Beschwerdeführer 
sinngemäss aus, nicht in der Schweiz leben zu wollen. Er wünsche aber, jederzeit in die 
Schweiz einreisen zu können, um physisch mit seinen Kindern in Kontakt treten zu können. Er 
wolle als Vater das Recht haben, seine Kinder von Zeit zu Zeit besuchen zu können. Es könne 
nicht sein, dass ein dauerhaftes Einreiseverbot, wie dies vom AFMB vorgeschlagen worden sei 
und von der Vorinstanz unterstützt werde, ausgesprochen werde. Ausserdem äusserte er sein 
Befremden darüber, dass ihm während seiner Sozialhilfeabhängigkeit die Niederlassung nicht 
entzogen worden sei, ihm diese jedoch ein halbes Jahr nach seiner Abmeldung von der Sozial-
hilfe entzogen werden solle. Zudem wehrte er sich gegen die Auferlegung der Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 500.-- durch den Regierungsrat.  
 
Innert gewährter Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses reichte der Beschwerdeführer am 
14. Juli 2021 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.  
 
Der Regierungsrat beantragte in seiner Vernehmlassung vom 1. Juli 2021 die Abweisung der 
Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Er führte unter anderem aus, dass die Ausführungen des 
Beschwerdeführers auf der falschen Annahme basieren würden, dass das AFMB ein dauerhaf-
tes Einreiseverbot in die Schweiz verfüge und der Regierungsrat sich einem solchen ange-
schlossen habe. Des Weiteren sei die Intensität der Beziehung, welche der Beschwerdeführer 
zu seinen Kindern pflege, zu relativieren, da er die Schweiz zu verlassen wünsche, um in Gam-
bia ein neues Leben zu beginnen. Der Beschwerdeführer trage somit von sich aus zur Tren-
nung der Familie bei, womit nicht isoliert auf die Trennungsfolgen des RRB abzustellen sei. Ins-
gesamt verfolge der Beschwerdeführer das Ziel, die Niederlassungsbewilligung aufrechtzuer-
halten, um künftig frei in die Schweiz einreisen zu können. Die Aufrechterhaltung der Niederlas-
sungsbewilligung aus diesen Gründen sei nicht im Sinne des Gesetzes.  
 
Mit Verfügung vom 16. Juli 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und es 
wurde verfügt, dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung zusammen mit der Haupt-
sache entschieden werde.  
 
Das Kantonsgericht entgegnete dem Beschwerdeführer auf seine Eingabe vom 5. August 2021, 
dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukomme. Die Eingabe des Beschwerdeführers 
vom 11. August 2021, mit welcher er um "eine vorübergehende Wiederherstellung seiner 
Rechtsstellung" bat, nahm das Kantonsgericht zu den Akten.  
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a 
VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochte-
nen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung 
hat. Der Beschwerdeführer will die Schweiz verlassen, wünscht aber jederzeit in die Schweiz 
einreisen zu können, um seine Kinder zu besuchen. Er hat sich dahingehend geäussert, dass 
er die Schweiz nicht verlassen wolle, wenn ein Einreiseverbot erlassen werde. Wird die Nieder-
lassungsbewilligung des Beschwerdeführers widerrufen, so kann er einerseits nicht mehr in der 
Schweiz leben und andererseits auch nicht ohne Weiteres in die Schweiz einreisen, sondern 
muss jeweils ein Touristenvisum beantragen, mit welchem er sich auch nur während einer ge-
wissen Zeit in der Schweiz aufhalten kann. Vor allem aber deuten die Akten darauf hin, dass 
dem Beschwerdeführer gegenüber mitgeteilt worden war, dass nach dem Widerruf seiner Nie-
derlassungsbewilligung und seiner Ausreise aus der Schweiz allenfalls ein Einreiseverbot ver-
fügt werde, womit er seine Kinder in der Schweiz nicht mehr besuchen könnte. Kann sich der 
Beschwerdeführer erfolgreich gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung wehren, kann 
auch kein allfälliges Einreiseverbot verfügt werden. Der Beschwerdeführer ist damit durch die 
Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die 
übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetre-
ten werden. 
 
2.1. Die Kognition des Kantonsgerichts beschränkt sich gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO 
darauf, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen 
bzw. zu prüfen, ob die Vorinstanz ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im 
Weiteren kann beurteilt werden, ob diese den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festge-
stellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen im vorliegen-
den Fall verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
2.2. Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren ent-
schieden (§ 1 Abs. 4 VPO). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
rechtmässig sind. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 AIG [bis 31. Dezember 2018 und soweit im Folgenden die altrechtliche Fassung 
massgeblich ist: AuG]). Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Niederlassungsbewilli-
gung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG oder völkerrechtli-

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che Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel, 2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
4.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Gambia 
keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch 
auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
4.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG verleiht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich unbe-
fristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz.  
 
4.4. Der Beschwerdeführer kann sich zudem - wie der Regierungsrat in seiner E. 3.5 aus- 
führt - auf das Recht auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen und da-
raus ebenfalls einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz ableiten. Es ist somit von einem 
grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen.  
 
4.5. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AIG 
noch der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut. Bei Vorliegen eines Wider-
rufsgrundes nach Art. 63 AIG kann die Niederlassungsbewilligung entzogen werden. Ein Wider-
rufsgrund liegt unter anderem vor, wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, 
für die sie oder er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen 
ist (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG). Auch nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK kann unter bestimmten Vorausset-
zungen in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Rechtsgut eingegriffen werden.  
 
5.1. Zu prüfen ist, ob der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG vorliegt. Beim Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung eines Ausländers wegen Bedürftigkeit geht es in erster Linie 
darum, eine zusätzliche künftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden. Ob dieses 
Ziel erreicht werden kann, ist kaum je mit Sicherheit zu ermitteln. Es muss daher die wahr-
scheinliche Entwicklung der finanziellen Situation der ausländischen Person berücksichtigt wer-
den. Nach der Rechtsprechung ist eine andauernde konkrete Gefahr einer Sozialhilfeabhängig-
keit erforderlich; Hypothesen und pauschalierte Gründe genügen hierzu nicht (vgl. Urteile des 
BGer 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 5.4; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1 und 
E. 2.3.2). Neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche 
finanzielle Entwicklung auf längere Sicht in die Beurteilung miteinzubeziehen. Ein Widerruf fällt 
in Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen erhalten hat und nicht 
damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selber für ihren Lebensunterhalt sorgen wird 
(Urteil des BGer 2C_98/2018 vom 7. November 2018 E. 4.1 m.w.H.). Nach der Rechtsprechung 
kann bereits ein Betrag von Fr. 50'000.-- als erheblich gelten (Urteil des BGer 2C_263/2016 
vom 10. November 2016 E. 3.1.3; im Urteil des BGer 2C_458/2019 vom 27. September 2019 
E. 3.3 wurde der dort bezogene Betrag von Fr. 280'000.-- als erheblich bezeichnet). Für die 
Qualifikation einer Sozialhilfeabhängigkeit als dauerhaft ist nicht so sehr von Bedeutung, ob 
gegenwärtig eine Sozialhilfeabhängigkeit besteht. Entscheidend ist vielmehr, ob die Abhängig-
keit zurückblickend einige Zeit andauerte und ob die Befürchtung berechtigt ist, dass auch für 
die weitere Zukunft Unterstützung geleistet werden muss (Urteil des BGer 2C_795/2008 vom 
25. Februar 2009 E. 4.3). Massgeblich ist immer eine Prognose zur voraussichtlichen Entwick-

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lung der finanziellen Situation in Berücksichtigung der Einkommensaussichten sämtlicher Fami-
lienmitglieder (MARC SPESCHA, in: Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Rz 19 
zu Art. 63 AIG; Urteil des BGer 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2).  
 
5.2. Die Hintergründe, warum eine Person sozialhilfeabhängig wurde, müssen beim Wider-
rufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit in den Entscheid miteinbezogen werden (Urteil des BGer 
2C_1058/2013 vom 11. September 2014 E. 2.5). Ob und inwieweit den Beschwerdeführer ein 
Verschulden an der Sozialhilfebedürftigkeit trifft, bildet nicht eine Frage der Erfüllung des Wider-
rufsgrundes, sondern eine der Verhältnismässigkeitsprüfung (vgl. Urteil des BGer 2C_263/2016 
vom 10. November 2016 E. 3.2 m.w.H.). Bei der Verhältnismässigkeitsprüfung ist nach Bun-
desgericht zu prüfen, ob der Sozialhilfebezug als verschuldet oder vorwerfbar erscheint, weil 
sich der Bezüger weigert, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, obwohl ihm dies möglich und 
zumutbar wäre. Liegen Gründe für den Sozialhilfebezug vor, die gemäss Art. 58a Abs. 2 AIG 
bei der Integrationsbeurteilung keinen Vorwurf rechtfertigen, namentlich gesundheitliche Beein-
trächtigungen, Erwerbsarmut und Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben, so ist gemäss Marc 
Spescha/Peter Bolzli/Fanny de Weck/Valerio Priuli der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung 
grundsätzlich nicht gerechtfertigt. Das Bundesgericht scheint in seiner bisherigen Rechtspre-
chung an die Bejahung der Sozialhilfeabhängigkeit als Widerrufsgrund allerdings weniger 
strenge Anforderungen zu stellen (MARC SPESCHA/PETER BOLZLI/FANNY DE WECK/VALERIO 
PRIULI, Handbuch zum Migrationsrecht, 4. Aufl., Zürich 2020, S. 329 f.; MARC SPESCHA, a.a.O., 
Rz 19 zu Art. 63 AIG).  
 
5.3. Der Beschwerdeführer und seine Familie sind seit ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 
2003 auf Sozialhilfe angewiesen und haben bis zum 11. Dezember 2019 Unterstützungsleis-
tungen in der Höhe von rund Fr. 1'450'000.-- bezogen. Der Beschwerdeführer ist seit 2003 kei-
ner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Die Sozialhilfeabhängigkeit hat somit über eine äus-
serst lange Dauer bestanden und ist erheblich. Der Beschwerdeführer macht nun geltend, er 
habe sich am 24. Mai 2019 von der Sozialhilfe abgemeldet und sei nicht mehr sozialhilfeabhän-
gig. Es ist nicht klar, wovon der Beschwerdeführer seit seiner Abmeldung lebt. Wie dem Antrag 
an die Sozialhilfebehörde vom 9. August 2017 zu entnehmen ist, sieht der Beschwerdeführer 
für seine berufliche Zukunft in der Schweiz keine Perspektive. Gemäss der Situationsanalyse 
vom 28. Juni 2019 habe sich der Beschwerdeführer nicht ernsthaft im ersten Arbeitsmarkt integ-
rieren wollen. Der zuständige Sozialarbeiter habe jeweils aus den Aussagen des Beschwerde-
führers herausgehört, dass es seiner Meinung nach für ihn in der Schweiz keinen geeigneten 
Arbeitsplatz gebe, da er sowohl in Gambia als auch in G.____ eine Militärkarriere gemacht ha-
be und eine "normale" Arbeit nicht in Frage komme. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
selber keine beruflichen Perspektiven in der Schweiz sieht und er zurzeit kein Einkommen hat, 
legt die Gefahr nahe, dass der Beschwerdeführer - sollte er in der Schweiz bleiben - wieder 
sozialhilfeabhängig wird. Wie der Regierungsrat in seinem Beschluss ausführt, scheint die Ge-
fahr einer Sozialhilfeabhängigkeit selbst bei Berücksichtigung der realisierbaren Einkommens-
aussichten sämtlicher Familienmitglieder stets noch eine andauernde und konkrete zu sein, da 
von der insgesamt zehnköpfigen Familie von A.___ bloss drei Mitglieder erwerbstätig sind, wel-
che sich jedoch primär selbst versorgen müssen. Zudem leben zwei dieser erwerbstätigen Fa-

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milienmitglieder nicht mehr im mütterlichen Haushalt. Der Widerrufsgrund der dauernden und 
erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit ist somit gegeben.  
 
6. Soweit der Beschwerdeführer im Verlaufe des Verfahrens die Vorwürfe erhebt, dass die 
eine Behörde, z.B. die Sozialhilfebehörde, dem AFMB hinter seinem Rücken ihn betreffende 
Informationen weitergegen habe, und er sich über die ihm unter anderem im Schreiben vom 
8. Januar 2020 erneut gestellten Fragen beklagt, ist festzuhalten, dass nach Art. 90 AIG sowohl 
der Ausländer als an Verfahren wie dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung beteiligte Drit-
te verpflichtet sind, an der Sachverhaltsfeststellung mitzuwirken und damit Fragen über Arbeits-
bemühungen, Auslandreisen, finanzielle Verhältnisse etc. zu beantworten. Des Weiteren statu-
iert Art. 97 AIG, dass die mit dem Vollzug des AIG betrauten Behörden sich gegenseitig in der 
Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen. Sie erteilen die benötigten Auskünfte und gewähren auf 
Verlangen Einsicht in amtliche Akten (Abs. 1). Andere Behörden des Bundes, der Kantone und 
der Gemeinden sind verpflichtet, die für den Vollzug dieses Gesetzes notwendigen Daten und 
Informationen auf Verlangen den Behörden nach Abs. 1 bekannt zu geben (Abs. 2). In gewis-
sen Fällen sind andere Behörden sogar verpflichtet, dem AFMB gewisse Ereignisse zu melden 
(Abs. 3). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist dem AFMB nicht vorzuwerfen, 
dass es den Beschwerdeführer zur Beantwortung der gestellten Fragen aufgefordert hat und 
das AFMB z.B. von der Sozialhilfebehörde Informationen erhalten hat.  
 
7. Der Beschwerdeführer moniert zudem, dass er nicht sechs Monate in Gambia verweilt 
habe, weshalb die Niederlassungsbewilligung nicht erloschen sei. Gemäss Art. 61 Abs. 2 AIG 
erlischt die Niederlassungsbewilligung nach sechs Monaten, wenn der Ausländer die Schweiz, 
ohne sich abzumelden, verlässt. Das AFMB erklärt in seiner Verfügung, es bestehe der Ver-
dacht, dass der Beschwerdeführer von Ende Mai bis anfangs Dezember 2019 die Schweiz ver-
lassen habe. Es liess aber offen, ob dieser Widerrufsgrund erfüllt sei, da der Widerrufsgrund der 
Sozialhilfeabhängigkeit klar erfüllt sei. Der Regierungsrat führte aus, dass die Informationen 
nicht ausreichen würden, um auf einen Erlöschungsgrund gemäss Art. 61 Abs. 2 AIG zu erken-
nen. Damit kann festgehalten werden, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
weder das AFMB noch der Regierungsrat den Widerruf der Niederlassungsbewilligung auf 
Art. 61 Abs. 2 AIG stützten.  
 
8.1. Als Nächstes ist zu prüfen, ob vorliegend ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Fami-
lienlebens zulässig ist. Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK (sowie dem inhaltlich gleichwertigen 
Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 
18. April 1999) geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können auslän-
dische Staatsangehörige in besonderen Fällen ebenfalls einen Anspruch auf Aufenthalt oder 
Verbleib in einem anderen Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur 
Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbe-
endende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, Europäische Grundrechte-
Zeitschrift [EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Der jeweilige Anspruch nach Art. 8 
EMRK gilt - unabhängig davon, welcher Aspekt von Art. 8 Ziff. 1 EMRK betroffen ist (Familien- 
oder Privatleben bzw. ein daraus kombinierter Schutzbereich) - nicht absolut (Urteil des BGer 
2C_786/2018 vom 27. Mai 2019 E. 3.3.1). 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.2. Art. 8 EMRK verschafft keinen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt oder auf einen 
Aufenthaltstitel. Er hindert Konventionsstaaten nicht daran, die Anwesenheit auf ihrem Staats-
gebiet zu regeln und den Aufenthalt ausländischer Personen unter Beachtung überwiegender 
Interessen des Familien- und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder zu beenden. Dennoch 
kann das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens 
berührt sein, wenn einer ausländischen Person mit in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Fa-
milienangehörigen das Zusammenleben verunmöglicht wird. Der Anspruch auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK gilt nicht absolut, sondern kann recht-
mässig eingeschränkt werden, wenn dies gesetzlich vorgesehen ist, einem legitimen Zweck 
entspricht und zu dessen Realisierung in einer demokratischen Gesellschaft notwendig er-
scheint (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Danach ist ein Eingriff statthaft, soweit er einen Akt bildet, der sich 
in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, für die öffentliche Ruhe und 
Ordnung, für das wirtschaftliche Wohl des Landes und zur Verhinderung von strafbaren Hand-
lungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer als 
nötig erweist (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 30. Oktober 2019 [810 19 12] E. 5.1). Die Konvention verlangt, dass die individuellen 
Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des Anwesenheitsrechts und die öffentlichen Inte-
ressen an dessen Verweigerung sorgfältig gegeneinander abgewogen werden (vgl. BGE 135 I 
153 E. 2.2.1; Urteil des BGer 2C_27/2016 vom 17. November 2016 E. 5.1). Das öffentliche Inte-
resse überwiegt, wenn die Massnahme durch ein "herausragendes soziales Bedürfnis" gerecht-
fertigt und in Bezug auf das rechtmässig verfolgte Ziel verhältnismässig erscheint bzw. einer 
"fairen" Interessenabwägung entspricht. Im Rahmen der Prüfung der Eingriffsvoraussetzungen 
sind je nach der Ursache des Eingriffs verschiedene Elemente zu beachten. Dazu gehören u.a. 
die Art und Schwere der den Eingriff auslösenden Ursache, die Aufenthaltsdauer des Betroffe-
nen im Land, der seit der den Eingriff auslösenden Ursache vergangene Zeitraum, das Verhal-
ten des Ausländers während diesem, die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum 
Aufnahmestaat und zum Herkunftsland, der Gesundheitszustand, die mit der aufenthaltsbeen-
denden Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung sowie allgemein die der Betroffenen 
und ihrer Familie drohenden Nachteile bei einer Ausreise in die Heimat oder in einen Drittstaat 
(BGE 135 II 377 E. 4.3; in Bezug auf die Sozialhilfeabhängigkeit vgl. Urteil des BGer 
2C_13/2018 vom 16. November 2018 E. 3.3). Keines dieser Elemente ist für sich allein aus-
schlaggebend; erforderlich ist eine Würdigung der gesamten Umstände im Einzelfall (KGE VV 
vom 9. Dezember 2020 [810 20 150] E. 10.5; Urteil des BGer 2C_786/2018 vom 27. Mai 2019 
E.  3.3.3). Wie die Vorinstanz ausführt, kann sich der Beschwerdeführer auf Art. 8 Abs. 1 EMRK 
berufen. Zu prüfen ist, ob vorliegend der Eingriff einer Interessenabwägung standhält (BGE 144 
I 266 E. 3.8). 
 
9.1. Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung 
sind nur zulässig, wenn sie sich auch als verhältnismässig erweisen (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 
Abs. 1 AIG). Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme 
zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. 
Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen 
stehen, die dem Privaten auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 514 ff.). Im Rahmen der 
Verhältnismässigkeitsprüfung sind die bekannten Kriterien wie Dauer der Anwesenheit, persön-
liche Beziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persön-
liches Verhalten sowie Integrationsgrad zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3; Urteil 
des BGer 2C_705/2013 vom 11. November 2013 E. 3.2). Aufgrund seiner Beziehung zu seinen 
Kindern ergibt sich die Notwendigkeit einer Interessenabwägung beim Beschwerdeführer dar-
über hinaus aus Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2; Urteil des BGer 
2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.3). Im Rahmen der Interessenabwägung sind na-
mentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisheri-
gen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu be-
rücksichtigen (vgl. Urteile des BGer 2C_797/2019 vom 20. Februar 2020 E. 5.1; 2C_17/2013 
vom 22. Oktober 2013 E. 2.4; BGE 135 II 377 E. 4.3). 
 
9.2. Das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerde-
führers ist durch das Vorliegen eines gesetzlichen Widerrufsgrunds (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG) 
ausgewiesen. Dieses kann nur durch entsprechend gewichtige private Interessen aufgewogen 
werden, d.h. wenn aussergewöhnlich schwerwiegende Umstände gegen eine Aufenthaltsbeen-
digung sprechen würden (Urteile des BGer 2C_797/2019 vom 20. Februar 2020 E. 5.2; 
2C_401/2017 vom 26. März 2018 E. 5.2). 
 
9.3. Ein gewichtiges privates Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz 
ergibt sich aus der langen Anwesenheitsdauer. Er ist im Mai 2002 im Alter von 38 Jahren in die 
Schweiz eingereist und hält sich somit bereits seit über 19 Jahren hier auf. Vor diesem Hinter-
grund stellt der Widerruf der Niederlassungsbewilligung eine besondere Härte dar. Auch hat 
das Bundesgericht in einem neueren Urteil festgehalten, dass nach einer rechtmässigen Auf-
enthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden könne, dass die 
sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden seien, dass es für eine Aufenthaltsbe-
endigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich jedoch anders verhalten und die 
Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 144 I 266 E. 3.9).  Angesichts der konkreten Um-
stände drängt sich der Schluss auf, dass die Länge der Aufenthaltsdauer des Beschwerdefüh-
rers in keiner Weise mit seiner wirtschaftlichen Integration korreliert. Gegen eine gelungene 
Integration spricht, dass die Familie von A.____ seit ihrer Einreise im Jahr 2003 auf Sozialhilfe 
angewiesen ist und bis zum 11. Dezember 2019 Unterstützungsleistungen in der Höhe von 
Fr. 1'447'677.-- bezogen hat. Vor allem fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer seit 2003 
keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerde-
führer einzig in den Jahren 2002 und 2003 im Stundenlohn erwerbstätig gewesen ist. Obwohl er 
in der Folge immer wieder zu Beschäftigungs- und Integrationsprogrammen verpflichtet wurde, 
ist es nicht gelungen, ihn in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit 
dem Sozialdienst war nicht immer einfach. Gemäss einem Bericht vom 28. Juni 2019 des Sozi-
aldiensts C.____ habe der Beschwerdeführer nie ernsthaft versucht, sich in der hiesigen Ge-
sellschaft oder den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Er habe gemäss Bericht immer durchbli-
cken lassen, dass es für ihn als ehemaligen Militärangehörigen in der Schweiz keinen geeigne-
ten Arbeitsplatz gebe und eine "normale" Arbeitsstelle für ihn nicht in Frage komme. In Anbe-
tracht dieser Umstände ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht die von ihm zu 

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

erwartenden Bemühungen unternommen hat, um seine Sozialhilfeabhängigkeit und die der 
Familie zumindest zu reduzieren. Zu Gute ist dem Beschwerdeführer zu halten, dass er die 
deutsche Sprache beherrscht. Jedoch bestärkt der Umstand, dass es ihm trotz guter Sprach-
kenntnisse nicht gelungen ist, sich im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, die Schlussfolgerung, 
dass der Beschwerdeführer seine mangelnde wirtschaftliche Integration massgeblich selbst 
verschuldet hat. Den Beschwerdeführer trifft damit ein erhebliches Verschulden an seiner So-
zialhilfeabhängigkeit.  
 
9.4.1. Hinsichtlich der familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass 
neun seiner zehn Kinder in der Schweiz leben und fünf davon minderjährig sind. Der Be-
schwerdeführer ist gemäss Urteil des Zivilkreisgerichts vom 8. August 2019 mit seinem Auszug 
aus der ehelichen Wohnung am 1. Juni 2019 von seiner Ehefrau getrennt. Die Ehefrau erhielt 
die Obhut über die gemeinsamen fünf minderjährigen Kinder. Der Beschwerdeführer erhielt das 
Recht, die Kinder zu besuchen oder zu Besuch zu sich zu nehmen. Über die Modalitäten des 
Besuchs- und Ferienrechts sollten sich die Ehegatten direkt verständigen. Auf die Festlegung 
von Unterhaltsbeiträgen wurde mangels Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers verzichtet. 
Der Beschwerdeführer ist weder sorge- noch obhutsberechtigt und lebt nicht mit seinen minder-
jährigen Kindern zusammen. 
 
9.4.2. Der Regierungsrat macht in seiner Vernehmlassung an das Kantonsgericht geltend, 
dass die vom Beschwerdeführer gewünschte Intensität der familiären Beziehung, nämlich die 
Möglichkeit, die Kinder in der Schweiz zu besuchen, der Massstab sein müsse, um die Verhält-
nismässigkeit der Massnahme zu prüfen. Der Wunsch des Beschwerdeführers werde aber 
durch den angefochtenen RRB gewahrt, da es ihm stets noch möglich sein werde, via Touris-
tenvisum seine Familie in der Schweiz jährlich bis zu drei Monate zu besuchen. Ferner sei die 
Intensität der Beziehung, welche der Beschwerdeführer zu seinen Kindern pflege, in gewisser 
Weise zu relativieren: Es sei stets noch der Wunsch des Beschwerdeführers, die Schweiz zu 
verlassen, um in Gambia ein neues Leben anzufangen. Der Beschwerdeführer trage somit von 
sich aus zur Trennung der Familie bei. Es dürfe somit nicht isoliert auf die Trennungsfolgen des 
RRB vom 11. Mai 2021 abgestellt werden. Diesem Umstand sei im RRB Nr. 650 vom 11. Mai 
2021 Rechnung getragen worden. Zudem führe der Beschwerdeführer aus, dass seine Kinder 
es vorziehen würden, bei ihrer Mutter zu leben, und er diese Entscheidung akzeptiere. Dass der 
Beschwerdeführer seine Zukunft in Gambia und nicht in der Schweiz plane, komme auch 
dadurch zum Ausdruck, dass er dem Kantonsgericht den Antrag stelle, es sei ihm ein «Mehr-
facheinreise-Reisevisum für einen längeren Zeitraum [ ... ] [auszustellen]». Insgesamt verfolge 
der Beschwerdeführer das Ziel, die Niederlassungsbewilligung aufrechtzuerhalten, um künftig 
frei in die Schweiz einreisen zu können. Die Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung 
aus diesen Gründen sei nicht im Sinne des Gesetzes.  
 
9.4.3. Bei der im Hinblick auf die Bewilligungserteilung nach Art. 8 EMRK erforderlichen Inte-
ressenabwägung fällt das Interesse des um Bewilligung ersuchenden Ausländers namentlich 
dann ins Gewicht, wenn er mit der in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Person zusam-
menlebt. Was das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern betrifft, gilt dies im Falle getrenntle-
bender Eltern für denjenigen Elternteil, dem das Sorgerecht zusteht. Nach der bundesgerichtli-

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chen Rechtsprechung zu Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV kann der nicht sorge- bzw. 
hauptsächlich betreuungsberechtigte ausländische Elternteil die familiäre Beziehung mit seinem 
Kind in der Regel nur in beschränktem Rahmen leben, nämlich durch die Ausübung des ihm 
eingeräumten Rechts auf angemessenen persönlichen Verkehr und den damit verbundenen 
Betreuungsanteilen (Art. 273 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 
10. Dezember 1907 [Besuchsrecht]). Hierfür ist nicht unbedingt erforderlich, dass er sich dauer-
haft im selben Land aufhält wie das Kind und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt (BGE 
143 I 21 E. 5.3; Urteile des BGer 2C_231/2019 vom 23. Mai 2019 E. 3.2.1 f.; 2C_881/2018 vom 
14. Dezember 2018 E. 4.2.2). Unter dem Gesichtswinkel des Schutzes des Anspruchs auf Fa-
milienleben genügt es nach den Umständen, dass der Kontakt zum Kind im Rahmen von Kurz-
aufenthalten, Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her 
wahrgenommen werden kann; gegebenenfalls sind die zivilrechtlichen Modalitäten hierfür den 
ausländerrechtlichen Vorgaben anzupassen (Urteil des BGer 2C_797/2019 vom 20. Februar 
2020 E. 5.4.2 m.w.H.).  Ein weiter gehender Anspruch kann bestehen, wenn in wirtschaftlicher 
und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zu den Kindern besteht, diese Bezie-
hung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten wer-
den könnte und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen 
Anlass gegeben hat ("tadelloses Verhalten", BGE 120 Ib 1 E. 3c ff.; Urteile des BGer 
2C_171/2009 vom 3. August 2009 E. 2.2; 2C_72/2010 vom 11. Juni 2010 E. 2.3; auch ein un-
verschuldetes Versäumnis bezüglich der mangelnden wirtschaftlich engen Beziehung ist als 
mangelnde wirtschaftlich enge Beziehung zu qualifizieren, vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_846/2009 vom 27. April 2010 E. 4). Die geforderte besondere Intensität der affektiven Be-
ziehung kann in der Regel nur dann bejaht werden, wenn ein grosszügig ausgestaltetes Be-
suchsrecht eingeräumt ist und dieses kontinuierlich, spontan und reibungslos ausgeübt wird 
(KGE VV vom 5. Dezember 2012 [810 12 192] E. 4.5; Urteil des BGer 2C_799/2010 vom 
20. Februar 2011 E. 3.3.1 m.w.H.). 
 
9.4.4. Wie aus den Akten und dem regierungsrätlichen Entscheid hervorgeht, kann in affekti-
ver Hinsicht durchaus von einer engen Eltern-Kind-Beziehung zwischen dem Vater und seinen 
Kindern gesprochen werden. Im Schreiben vom 18. November 2020 an das AFMB beschrieb 
der Beistand der minderjährigen Kinder des Beschwerdeführers das Verhältnis zwischen dem 
Kindsvater und seinen Kindern als gut. Die Kinder würden sich freuen, wenn sie ihren Vater 
sehen würden oder mit ihm telefonisch Kontakt hätten. Wie oft telefonisch kommuniziert werde, 
wisse er aber nicht. Es finde aber auf jeden Fall ein Kontakt statt, wenn der Vater in der 
Schweiz oder in Gambia sei. Wenn der Kindsvater in der Schweiz sei, beteilige er sich an der 
Erziehung und Organisation des Alltags und biete eine Entlastung für die Kindsmutter. Damit 
kann in affektiver Hinsicht durchaus von einer engen Eltern-Kind-Beziehung zwischen dem Va-
ter und seinen Kindern gesprochen werden. Bei der Interessenabwägung negativ ins Gewicht 
fällt jedoch, dass der Beschwerdeführer mangels Leistungsfähigkeit nicht zur Bezahlung von 
Unterhaltszahlungen verpflichtet wurde. Damit trägt er zur finanziellen Unterstützung der Kinder 
nichts bei. Folglich liegt in wirtschaftlicher Hinsicht keine enge Eltern-Kind-Beziehung vor. Zu-
dem kann aufgrund der jahrelang andauernden und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit auch 
nicht von einem tadellosen Verhalten gesprochen werden (vgl. dazu Urteile des BGer 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2C_730/2018 vom 20. März 2019 E. 3.2.3; 2C_635/2016 vom 17. März 2017 E. 2.3.2 e contra-
rio).  
 
9.4.5. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer selber den Wunsch 
hegt, in Gambia zu leben. Gemäss dem Antrag an die Sozialhilfe vom 9. August 2017 hat sich 
die Familie mit diesem Wunsch intensiv auseinandergesetzt und die Ehefrau und die Kinder 
haben entschieden, in der Schweiz zu bleiben. Der Beschwerdeführer respektiert diesen 
Wunsch. Er ist in den letzten paar Jahren mehrmals in Gambia gewesen (vgl. z.B. Antrag an die 
Sozialhilfebehörde vom 9. August 2017, Aktenbericht des AFMB vom 28. Januar 2020), da er 
dort eine Hühnerfarm auf dem Grundstück seines Vaters errichten und beruflich Fuss fassen 
will. In den Zeiten, in denen er in Gambia war, hat er den Kontakt mit den Kindern unter ande-
rem telefonisch aufrechterhalten. Zudem hat er sie in der Schweiz besucht. Bei der Interessen-
abwägung fällt damit wesentlich ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer die Trennung von den 
Kindern bereits durch seinen Wunsch, in Gambia zu leben, und durch seine mehrmaligen län-
geren Reisen dorthin herbeigeführt hat und nicht erst der Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung zur Trennung der Familie führt.  
 
9.4.6. Wie auch die Beschwerde an das Kantonsgericht zeigt, will der Beschwerdeführer die 
Schweiz verlassen. Er möchte jedoch seine Kinder besuchen können und wehrt sich primär 
gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, weil er befürchtet, dass gegen ihn ein Ein-
reiseverbot verhängt wird, sobald er die Schweiz verlässt. Dass ein Einreiseverbot zwischen 
dem AFMB und dem Beschwerdeführer thematisiert wurde, zeigen u.a. der Aktenbericht des 
AFMB vom 8. Juni 2020 und das E-Mail des AMFB vom 6. Juli 2020, worin dieses dem Be-
schwerdeführer Folgendes mitteilt: "Wie ich Ihnen heute mitgeteilt habe, wird das Amt für Migra-
tion und Integration kein Einreiseverbot beantragen, wenn Sie die Schweiz definitiv verlassen." 
Auch der Regierungsrat erklärt in seiner Vernehmlassung vom 1. Juli 2021 an das Kantonsge-
richt, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers auf der falschen Annahme basieren wür-
den, dass das AFMB ein dauerhaftes Einreiseverbot in die Schweiz verfüge und der Regie-
rungsrat sich einem solchen in seinem Beschluss angeschlossen habe. Diese Ausführungen 
zeigen, dass nicht vorgesehen ist, gegen den Beschwerdeführer ein Einreiseverbot zu verhän-
gen. Somit kann er auch nach dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung seine Kinder im 
Rahmen von touristischen Aufenthalten weiterhin in der Schweiz besuchen. Des Weiteren kann 
er den Kontakt mit den Kindern mittels moderner Kommunikationsmittel weiterführen, so wie er 
das während seiner Aufenthalte in Gambia schon in den Jahren ab 2017 gemacht hat.  
 
10. Der Beschwerdeführer hat den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit gemäss 
Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt. Er will die Schweiz verlassen und ein Leben in Gambia führen. 
Die Trennung von seinen Kindern ist für den Beschwerdeführer und für die Kinder schwierig. 
Diese Trennung ist jedoch nicht die Folge des vorliegend strittigen Widerrufs der Niederlas-
sungsbewilligung und der Wegweisung, sondern des Wunsches des Beschwerdeführers in 
Gambia wirtschaftlich Fuss zu fassen und der Tatsache, dass er sich in den letzten Jahren 
schon mehrmals auch über längere Zeit bereits in Gambia aufgehalten hat. Im Schreiben vom 
5. August 2021 erklärt der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht, dass in Gambia in den Mo-
naten September und Oktober 2021 Wahlen stattfinden würden und er hoffe, als Kandidat für 

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

das Parlament antreten zu können. Dass er in seinem Heimatland noch verwurzelt ist, zeigen 
sein Wunsch, dort zu leben, und seine Zukunftspläne. Auch in seinem Schreiben vom 5. August 
2021 nimmt der Beschwerdeführer wiederum Bezug auf seine "endgültige Wiederansiedlung in 
Gambia". Ausserdem reiste er spätestens ab 2017 mehrmals nach Gambia und verbrachte zu-
mindest einmal vermutungsweise ununterbrochen bis zu fünf Monate dort. Ferner ist der Be-
schwerdeführer in Gambia als Redner an einer Konferenz der Kommission für Wahrheit, Ver-
söhnung und Wiedergutmachung aufgetreten. Der Beschwerdeführer lebt zwar schon seit über 
19 Jahren in der Schweiz, jedoch ist aufgrund der Akten weder eine besondere wirtschaftliche 
noch soziale Verbundenheit mit der Schweiz auszumachen. Des Weiteren ist der Beschwerde-
führer erst mit 38 Jahren in die Schweiz gekommen, kennt somit sein Land, die dortigen Ge-
pflogenheiten und die Sprache. Die Rückkehr in sein Heimatland ist damit zumutbar und vom 
Beschwerdeführer erwünscht. Die Trennung von den Kindern wird primär durch den Wunsch 
des Beschwerdeführers, in Gambia zu leben, herbeigeführt und nicht durch den Entzug der 
Niederlassungsbewilligung.  
 
11. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass das öffentliche Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung die privaten Interessen 
des Beschwerdeführers, welcher nicht in der Schweiz leben will, an einem Nichtwiderruf der 
Niederlassungsbewilligung überwiegen und der Widerruf der Niederlassungsbewilligung weder 
Bundes- noch Konventionsrecht verletzt. Zudem kann, wie der Regierungsrat in seiner E. 5.1 
ausführt, vorliegend eine Verwarnung des Beschwerdeführers nicht als geeignete mildere  
Massnahme betrachtet werden.  
 
12. Der Regierungsrat kommt in seinem Beschluss in der Erwägung 5.4 zum Schluss, 
dass die Niederlassungsbewilligung auch nicht ermessensweise zu belassen ist. Diese Ausfüh-
rungen sind nicht zu beanstanden. Auch liegt, wie der Regierungsrat in der Erwägung 6 aus-
führt, kein Härtefall vor.  
 
13. Der Beschwerdeführer wehrt sich des Weiteren gegen die Auferlegung der Verfah-
renskosten für das Verfahren vor dem Regierungsrat in der Höhe von Fr. 500.--. Bei diesem 
Ausgang des Verfahrens ist jedoch auch der Kostenentscheid des Regierungsrats, mit welchem 
dem Beschwerdeführer Fr. 500.-- auferlegt wurden, nicht zu beanstanden.  
 
14. Aufgrund der obigen Ausführungen ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 
Damit hat der Beschwerdeführer die Schweiz spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Entscheides zu verlassen.  
 
15.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 
1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Verfahrenskos-
ten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'200.-- sind demzufolge dem unterliegenden Beschwerde-
führer aufzuerlegen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen.  
 

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

15.2. Der Beschwerdeführer reichte beim Kantonsgericht ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ein. Gemäss § 22 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der 
Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel 
fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Gemäss Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege hat der Beschwerdeführer kein Einkommen. Er ist von der Sozial-
hilfe Basel-Landschaft abgemeldet. Bei der Sozialhilfe F.____ ist er nicht angemeldet. Ein 
nachgewiesenes Erwerbseinkommen hat der Beschwerdeführer nicht. Damit fehlen ihm die 
nötigen Mittel gemäss § 22 VPO. In Anbetracht, dass der Beschwerdeführer die Niederlas-
sungsbewilligung besitzt, schon seit 19 Jahren in der Schweiz lebt, seine Kinder in der Schweiz 
leben und er sich von der Sozialhilfe abgemeldet hat, ist die Beschwerde nicht als offensichtlich 
aussichtslos zu bezeichnen, weshalb die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen ist. Zufolge 
Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'200.-- somit der Gerichtskasse zu überbinden.  
 
15.3. Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Dem Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren die unent-

geltliche Prozessführung bewilligt.  
 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.  
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse.  
 

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 

 
 
 
 
 
 
Auf die gegen diesen Entscheid am 13. Januar 2022 erhobene Beschwerde ist das Bundesge-
richt mit Urteil vom 8. Februar 2022 (Verfahrensnummer 2C_40/2022) nicht eingetreten.