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**Case Identifier:** 7798ec5b-907b-513b-888b-302a33ac9849
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.10.2017 200 2017 568
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-568_2017-10-20.pdf

## Full Text

200 17 568 IV
ACT/IMD/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Februar 1998 unter Hinweis auf "Schmerzen und invalidi-
sierende Müdigkeit" bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1.1 S. 52 ff.). 
Nach Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht sprach die 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der Versicherten mit Verfü-
gung vom 11. November 1998 (AB 1.1 S. 2 ff.) eine vom 1. Januar bis zum 
31. Juli 1998 befristete halbe Invalidenrente zu.

Ein weiteres mit Rückenbeschwerden begründetes Leistungsgesuch vom 
Juni 2004 (AB 2) führte – neben der Gewährung beruflicher Massnahmen 
(AB 23, 31) – wiederum zur Zusprache einer vom 1. Oktober 2004 bis 
31. August 2006 befristeten halben bzw. ganzen Invalidenrente (Verfügung 
vom 11. Juli 2007 [AB 46]). Nach erfolgreichem Abschluss der beruflichen 
Massnahmen und nachdem die Versicherte eine Anstellung gefunden hatte 
(AB 56 ff.), verneinte die IVB mit Verfügung vom 14. Oktober 2008 (AB 61) 
einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 13 %.

B.

Im August 2015 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine ge-
sundheitliche Verschlechterung wiederum zum Leistungsbezug bei der IV 
an (AB 66). Die IVB traf erwerbliche und medizinische Abklärungen und 
legte die Akten dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung 
vor. Gestützt auf die Berichte von Dr. med. D.________, Fachärztin für 
Orthopädie, vom 9. August 2016 (AB 101) und 8. Dezember 2016 (AB 119) 
sprach sie der Versicherten nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens 
(AB 102, 111, 118 f.) mit Verfügung vom 17. Mai 2017 (AB 122) eine vom 
1. März bis zum 31. Oktober 2016 befristete abgestufte Rente zu.

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C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsan-
wältin C.________, mit Eingabe vom 15. Juni 2017 Beschwerde mit den 
Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der medizini-
sche Sachverhalt inkl. Zumutbarkeitsprofil und Grad der Arbeitsfähigkeit sei 
angemessen abzuklären. Sie macht im Wesentlichen geltend, die Ein-
schätzung der RAD-Ärztin, auf welche die Beschwerdegegnerin ihren Ent-
scheid gestützt habe, sei nicht nachvollziehbar und überzeuge nicht.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 14. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 13. September 2017 reichte die Beschwerdeführerin ei-
nen aktuellen medizinischen Bericht zu den Akten. Ein Doppel dieser Ein-
gabe wurde der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 
21. September 2017 zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Mai 2017 
(AB 122). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.7 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-

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denversicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden-
rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemach-
ten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). 
Dies gilt auch für Revisionsgesuche im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
(BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie analog, wenn die versicherte Per-
son nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Einglie-
derungsmassnahme beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 
S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die 
Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründe-
ten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesu-
chen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.8 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

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Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invaliden-
rente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom August 2015 (AB 66) eingetreten ist und den Rentenanspruch in der 
angefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2017 (AB 122) materiell geprüft hat. 
Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beurteilen 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu vergleichen ist der Sachverhalt zur Zeit 
der rentenablehnenden Verfügung vom 14. Oktober 2008 (AB 61) mit 
demjenigen, der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
17. Mai 2017 (AB 122) entwickelt hat.

Die Beschwerdeführerin musste sich am 25. März 2014 (AB 69 S. 73) und 
am 7. Mai 2015 (AB 69 S. 37) Rückenoperationen unterziehen, welche 
längere Rekonvaleszenz- und Rehabilitationszeiten zur Folge hatten (so 
sprach denn auch die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü-
gung eine befristete Rente zu [AB 122 S. 5 f.]; vgl. auch Bericht des RAD 
vom 14. Oktober 2015 [AB 90 S. 5]). Eine Änderung des Gesundheitszu-
standes im massgebenden Vergleichszeitraum ist damit erstellt.

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3.2 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes bis zum 
Zeitpunkt der Verfügung vom 17. Mai 2017 (AB 122) ergibt sich aus den 
Akten im Wesentlichen das Folgende:

3.2.1 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie, diagnostizierte im Bericht vom 14. Oktober 2015 (AB 90) ein 
chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei Status nach Spondy-
lodese L4/5 und L5/S1 (2004), Status nach interkorporeller Spondylodese 
L4/S1 (2005), Status nach X-LIF mit Cage (2014) und Status nach OSME 
und Spondylodese L2/Ileum (07.05.2015). Es bestehe eine verminderte 
Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule. Ein Zumutbarkeitsprofil könne aktuell 
noch nicht formuliert werden. Die Versicherte befinde sich noch in der aku-
ten Rehabilitationsphase; es müsse mit einer sechs bis zwölf Monate dau-
ernden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gerechnet wer-
den.

3.2.2 Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 
12. Januar 2016 (AB 94 S. 2 f.) aus, die Patientin beschreibe seit der letz-
ten Konsultation im September eine weitere Verbesserung der Symptoma-
tik. Die Belastungsverträglichkeit bei längerem Arbeiten auf Grund der vor-
liegenden statischen Schwäche der Brustwirbelsäule und des thorako-
lumbalen Überganges sei nach wie vor nicht gegeben. Auch die Patientin 
befürchte, dass eine Arbeitsaufnahme zu 100 % zu einer totalen Dekom-
pensation der Beschwerdesymptomatik führen könnte.

3.2.3 Im Bericht vom 22. Januar 2016 (AB 96) hielt der Hausarzt Dr. 
med. G.________, Facharzt für Allgemeinmedizin, fest, die Patientin bekla-
ge seit der Operation Rückenschmerzen. Es bestehe eine Arbeitsunfähig-
keit von 70 - 75 %. Eine Besserung sei zu erwarten; eine ergänzende me-
dizinische Abklärung sei angezeigt.

In einem weiteren Bericht vom 22. April 2016 (AB 99) attestierte Dr. med. 
G.________ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres. Es träten 
wieder vermehrt Rückenschmerzen auf. Die Patientin stehe permanent 
unter starker Analgesie. Er empfehle eine arbeitsmedizinische Untersu-
chung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 10

3.2.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 9. August 2016 (AB 101) einen Status nach Spondylodese L4-S1 
(2004), einen Status nach Revision mit ALIF (2005), einen Status nach 
interkorporeller Spondylodese L4-S1 (2007), einen Status nach XLIF L3/4 
(25.03.2014) und einen Status nach Dekompression L2/3 und L3/4 sowie 
Stabilisierung L2 auf das Ileum (07.05.2015). Es bestünden medizinisch 
nachvollziehbare funktionelle Einschränkungen für die Beweglichkeit und 
Belastbarkeit des Rückens. Seit September 2015 sei es zu einer Verbesse-
rung der Gesamtsituation gekommen. In der angestammten Tätigkeit als 
Disponentin sollte bei weiterhin komplikationslosem Verlauf eine Teilar-
beitsfähigkeit in Höhe von 50 % mit Steigerungsmöglichkeit bis 80 % ab 
dem 1. Juni 2016 möglich sein. Die Leistungsminderung von letztendlich 
20 % sei einem vermehrten Pausenbedarf geschuldet. Die zuletzt ausgeüb-
te Tätigkeit sei als optimal angepasst einzustufen. Da sich bei der letzten 
Untersuchung beim Operateur (Dr. med. F.________) im Januar 2016 eine 
weitere Besserung habe feststellen lassen, könne auf die Stellungnahme 
des Hausarztes vom 22. April 2016 nicht abgestellt werden. Es fehlten ob-
jektive Befunde, welche die Aussage des Hausarztes untermauern würden.

3.2.5 Dr. med. G.________ hielt im Bericht vom 22. September 2016 
(AB 111 S. 5 f.) fest, er teile die Ansicht der RAD-Ärztin, dass es eine Bes-
serung der Beschwerden gegeben habe. Es sei manchmal schwierig, die 
Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, insbesondere wenn der Patient psychische 
Schwankungen aufweise, wie bspw. seine Patientin. Deswegen habe er 
eine arbeitsmarktliche klinische Untersuchung empfohlen.

3.2.6 Im Bericht vom 12. Oktober 2016 (AB 115) bestätigte Prof. Dr. 
med. F.________ eine Verbesserung des Gesundheitszustandes. Es sei 
jedoch zweifelhaft, ob die Patientin wirklich zu 80 % einsatzfähig sei. Deren 
Angaben, bei nach wie vor gestörter sagittaler Dysbalance schnell zu er-
müden und maximal zwei Stunden am Stück arbeiten zu können, seien 
nachvollziehbar. Gegebenenfalls brauche es ein unabhängiges Fachgut-
achten.

3.2.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 8. De-
zember 2016 (AB 119) aus, der Hausarzt unterstütze mit seiner Aussage 
die Einschätzung des RAD. Das von ihm formulierte Zumutbarkeitsprofil 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 11

decke sich mit der angestammten Tätigkeit, sodass es sich dabei um eine 
leidensangepasste Tätigkeit handle. Die Versicherte sehe sich selbst in der 
Lage, mit einem 30 %-igen Pensum zu starten, womit einer Arbeitsvermitt-
lung, der Wiedereingliederung oder einem Belastbarkeitstraining, begin-
nend mit 30 %, keine medizinischen Sachverhalte mehr im Wege stünden. 
Ebenso würden die Spezialisten einen gebesserten Zustand bestätigen. 
Die geschilderte gestörte sagittale Dysbalance sollte mit einem intensiven 
muskulären Aufbautraining in den Griff zu bekommen sein.

3.2.8 Im Bericht vom 1. Februar 2017 (AB 121) hielt Prof. Dr. med. 
F.________ fest, aufgrund der verminderten Belastbarkeit des Rückens als 
auch der Gesamtsituation werde wahrscheinlich dauerhaft keine höhere 
Arbeitsfähigkeit als 50 % möglich sein. Dies nach Möglichkeit in wechseln-
den sitzenden, stehenden und gehenden Tätigkeiten, die frei wählbar sei-
en, unter Vermeidung von Zwangspositionen und dem Heben und Tragen 
schwerer Lasten.

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte die Verfügung vom 17. Mai 2017 
(AB 122) insbesondere auf die Berichte der RAD-Ärztin Dr. med. 
D.________ vom 9. August 2016 (AB 101) und vom 8. Dezember 2016 
(AB 119). Wie nachfolgend dargelegt, kann auf diese allerdings nicht abge-
stellt werden.

3.3.1 Wie die RAD-Ärztin im Bericht vom 9. August 2016 korrekt aus-
führt (AB 101 S. 6), berichtete der operierende Prof. Dr. med. F.________ 
im Bericht vom 12. Januar 2016 zwar über "eine weitere Verbesserung der 
Symptomatik" (AB 94 S. 2 unten), hielt gleichzeitig aber fest, "dass die Be-
lastungsverträglichkeit bei längerem Arbeiten auf Grund der vorliegenden 
statischen Schwäche der BWS und des thorako-lumbalen Überganges 
nach wie vor nicht gegeben" sei (AB 94 S. 3), ohne sich genauer zur Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit zu äussern. Da die RAD-Ärztin keine eigene 
Untersuchung durchgeführt hat, vermag deren Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit einzig gestützt auf den Bericht des operierenden Arztes nicht zu 
überzeugen und es bestehen zumindest geringe Zweifel an deren Annah-
men; dies genügt, um weitere Abklärungen tätigen zu müssen, da die Ver-
waltung allein auf versicherungsinterne ärztliche Meinungen abstellen will 
(vgl. E. 2.5 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 12

3.3.2 Im Bericht vom 8. Dezember 2016 führt die RAD-Ärztin aus, dass 
die behandelnden Ärzte letztlich ihre Einschätzung bestätigten (AB 119 
S. 3). Hier fällt jedoch auf, dass der Hausarzt Dr. med. G.________ im Be-
richt vom 22. September 2016 keine eigene medizinische Einschätzung 
abgibt, sondern sich vielmehr wenig fassbar und kaum aussagekräftig äus-
sert (AB 111 S. 5 f.), so dass insoweit kein klarer Sachverhalt vorliegt. Der 
operierende Prof. Dr. med. F.________ führt dagegen im Bericht vom 
12. Dezember 2016 zwar aus, dass eine Verbesserung bestehe, jedoch sei 
"zweifelhaft", ob wirklich eine Einsatzfähigkeit von 80 % bestehe; gegebe-
nenfalls sei ein Gutachten nötig (AB 115). Darin kann ebenfalls keine 
Bestätigung der Auffassung der RAD-Ärztin gesehen werden. Da Prof. Dr. 
med. F.________ mit Bericht vom 1. Februar 2017 seine frühere Auffas-
sung bestätigt und zudem eine Arbeitsfähigkeit von 50 % annimmt (AB 121 
S. 2), bestehen auch insoweit zumindest geringe Zweifel an der Annahme 
der RAD-Ärztin einer Arbeitsfähigkeit von 50 % mit einer Steigerungsmög-
lichkeit bis 80 % (AB 101 S. 5).

3.3.3 In den Berichten der RAD-Ärztin konnte schliesslich die im Bericht 
des Prof. Dr. med. F.________ vom 7. Juni 2017 (Beschwerdebeilage 
[BB] 4) erwähnte, angeblich im Februar 2017 (BB 4 S. 1 Ziff. 1) und damit 
vor Verfügungserlass (vgl. AB 122) erfolgte, Unterschenkelfraktur nicht 
berücksichtigt werden, während sich Prof. Dr. med. F.________ selber 
nicht darüber äussert (BB 4). Gemäss Bericht des behandelnden Prof. Dr. 
med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, vom 25. August 2017 besteht in dieser Hin-
sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (BB 5 S. 2).

In der Folge hat die Verwaltung eine externe Begutachtung zu veranlassen 
und anschliessend neu zu verfügen.

3.4 Nicht geklärt ist überdies, ob die Beschwerdeführerin an psychi-
schen Problemen leidet, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken; ent-
sprechendes könnte aus den Berichten des Hausarztes Dr. med. 
G.________ vom 22. April (AB 99 S. 3 Ziff. 12) und vom 22. September 
2016 (AB 111 S. 5 Ziff. 1) abgeleitet werden. Die Beschwerdegegnerin wird 
die entsprechende Problematik abzuklären haben; die Frage, ob dafür 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 13

ebenfalls ein Gutachten notwendig sein wird oder nicht, kann aufgrund der 
aktuellen Aktenlage nicht beantwortet werden.

3.5 Nach dem hiervor Dargelegten kann weder auf die Einschätzung 
der RAD-Ärztin noch auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte abgestellt 
werden. Damit hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen medizi-
nischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Die angefochtene Verfügung 
vom 17. Mai 2017 (AB 122) ist daher in Gutheissung der Beschwerde auf-
zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, wel-
che eine orthopädische Begutachtung anzuordnen sowie die nötigen 
psychiatrischen Abklärungen zu tätigen hat.

Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin beantragt ausschliesslich die 
Aufhebung der Verfügung und die Abklärung des Sachverhalts (Beschwer-
de S. 2). Dies kann allein bedeuten, dass sie eine Rückweisung an die 
Verwaltung beantragt und nicht etwa eine gerichtliche Abklärung, hätte sie 
diesfalls doch ein Leistungsbegehren gestellt. In der Folge ist ein Vorgehen 
gemäss BGE 137 V 314 – d.h. ein Hinweis auf eine allenfalls drohende 
reformatio in peius – nicht notwendig, auch wenn die bisher zugesproche-
nen Leistungen beim neuen Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht ga-
rantiert sind.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 14

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Die Beschwerdeführerin wird durch Rechtsanwältin C.________ vom 
B.________ vertreten. Deren Kostennote vom 5. September 2017 ist nicht 
zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteientschädigung auf Fr. 910.-- 
(7 Stunden à Fr. 130.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 50.-- und 8 % Mehr-
wertsteuer im Betrag von Fr. 76.80, somit auf total Fr. 1'036.80, festgesetzt. 
Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu 
ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 17. Mai 2017 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu 
verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2017, IV/17/568, Seite 15

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'036.80 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

  

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.