# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 069ab656-0fcf-57df-819e-22f889e1a783
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2025 E-5087/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5087-2025_2025-08-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5087/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Chrystel Tornare Villanueva;   

Gerichtsschreiber Valentin Böhler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführer 1), 

B._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführerin 2), 

C._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführer 3), 

D._______, geboren am (…), 

(Beschwerdeführer 4), 

alle Nordmazedonien,   

alle vertreten durch MLaw Elen Sahin, Rechtsanwältin, Zür-

cher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA), 

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 2. Juli 2025 / N (…). 

 

E-5087/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden (ein Ehepaar [der Beschwerdeführer 1 und die 

Beschwerdeführerin 2] sowie deren zwei Kinder [der Beschwerdeführer 3 

und 4]) reichten am (…) 2023 in der Schweiz Asylgesuche ein. Sie wurden 

dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region E._______ zugewiesen und 

am 5. September 2023 gemäss Art. 29 AsylG angehört (vgl. vorinstanzli-

che Akten […]-33/12 [nachfolgend act. 33] und […]-34/12 [nachfolgend 

act. 34]). Am 8. September 2023 wurden sie dem erweiterten Verfahren 

zugeteilt (vgl. act. 36). 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer 1 brachte vor, er stamme aus F._______ und 

habe mit seinen zwei Brüdern, einem Onkel und seinen Eltern im elterli-

chen Haus gelebt. Dort habe er sich mit seinem Bruder und den jeweiligen 

Familien den ersten Stock geteilt. Zudem habe er eine Schwester, welche 

verheiratet sei. Er verfüge über einen Mittelschulabschluss und Arbeitser-

fahrung im (…)- und (…) sowie im (…). 

B.b Die Beschwerdeführerin 2 machte geltend, sie stamme aus der Stadt 

G._______, wo sie bis zu ihrem 17. Lebensjahr gelebt habe. Kurzzeitig 

habe sie als Kind während des Kosovo-Kriegs mit ihrer Familie in 

H._______ gelebt. Sie habe Verwandte in H._______, I._______, 

J._______ und in der K._______. Im Kosovo habe sie die Mittelschule ab-

geschlossen. Sie verfüge über Arbeitserfahrung als (…). 

Bei ihrem jüngeren Sohn D._______ sei eine (…) im (…) festgestellt wor-

den. Er habe zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen müssen, 

zuerst in Nordmazedonien und später auch in der L._______. Eine Fehl-

behandlung habe vermutlich eine (…) bei ihm ausgelöst, worauf sich sein 

gesundheitlicher Zustand verschlechtert habe, sodass er nun behindert sei 

und kaum (…), (…) oder (…) könne. Der nordmazedonische Staat habe 

zunächst einen Grossteil der Behandlungskosten übernommen. Später sei 

keine Kostenübernahme mehr erfolgt, weshalb sie in die Schweiz gereist 

und medizinische Hilfe gesucht habe. 

B.c Hinsichtlich der vorinstanzlich eingereichten Beweismittel wird auf 

Ziff. I E. 3 der angefochtenen Verfügung verwiesen. 

C.  

Das (…) erstellte am (…) auf Anfrage des SEM einen ärztlichen Bericht für 

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Seite 3 

die medizinische Sachverhaltsabklärung im Asylverfahren (vgl. act. 50). 

Darin wurden die folgenden Diagnosen gestellt: 

- (…), 

- (…), 

- (…), 

- (…). 

D.  

Die Vorinstanz nahm am (…) ein medizinisches Consulting vor (Nordma-

zedonien: Behandlung von […] und […]) (vgl. act. 57). 

E.  

Mit Verfügung vom 2. Juli 2025 (tags darauf eröffnet) stellte die Vorinstanz 

fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht 

(Dispositivziffer 1), lehnte deren Asylgesuche ab (Dispositivziffer 2) und 

ordnete die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 3) sowie den 

Vollzug an (Dispositivziffer 4-5). 

F.  

Gegen die Verfügung vom 2. Juli 2025 erhoben die Beschwerdeführenden 

mit Eingabe vom 10. Juli 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt mit den Anträgen, diese sei in Dispositivziffern 4-5 (Vollzug der Weg-

weisung) aufzuheben und es sei die Vorinstanz anzuweisen, die vorläufige 

Aufnahme anzuordnen. Eventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen 

Sachverhaltsabklärung sowie neuen Entscheidung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses und um Bestellung der rubrizierten Rechts-

anwältin als unentgeltliche Rechtsbeiständin. Zur Stützung ihrer Vorbrin-

gen legten sie der Beschwerde folgende Beweismittel bei (jeweils in Ko-

pie): 

- eine Fotodokumentation über die hygienischen Zustände in einem 

nordmazedonischen Spital (Beschwerdebeilage 3), 

- eine fachärztliche Bestätigung vom (…) (Beschwerdebeilage 4), 

- eine medizinische Stellungnahme des (…) vom (…) (Beschwerdebei-

lage 5), 

- einen Bericht des (…) vom (…) (Beschwerdebeilage 6), 

- einen Logopädie-Bericht vom (…) (Beschwerdebeilage 7), 

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Seite 4 

- einen Bericht der Hausärztin M._______ vom (…) (Beschwerdebeilage 

8), 

- einen Bericht der Klassenlehrerin von C._______ (Beschwerdebeilage 

9), 

- eine Schulbestätigung der (…) «N._______» vom (…) (Beschwerde-

beilage 10). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden sind zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Aufgrund der Rechtsbegehren respektive der Beschwerdebegründung 

richtet sich die vorliegende Beschwerde ausschliesslich gegen den ange-

ordneten Vollzug der Wegweisung (Dispositivziffern 4-5). Gegenstand des 

Beschwerdeverfahrens bildet demnach die Frage, ob die Vorinstanz 

den Vollzug der Wegweisung zu Recht angeordnet hat (vgl. Art. 44 AsylG). 

In den übrigen Punkten ist die angefochtene Verfügung mangels Anfech-

tung mit Ablauf der Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen (Dispositiv-

ziffern 1-3). 

2.2 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

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Seite 5 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 In formeller Hinsicht rügten die Beschwerdeführenden eine Verletzung 

der Untersuchungs- und Begründungspflicht.  

4.2 Konkret habe die Vorinstanz wesentliche medizinische und soziale As-

pekte nicht berücksichtigt. Sie habe sich auf die allgemeine Verfügbarkeit 

medizinsicher Leistungen in Nordmazedonien abgestützt, ohne jedoch 

sein Krankheitsbild einzelfallspezifisch zu würdigen. Alternativen der in 

Nordmazedonien nicht erhältlichen Medikamente ([…] [{…}] und […] [{…}]) 

habe sie nicht ausreichend geprüft. Für (…) nenne sie zwar alternative (…) 

Mittel, ohne aber die therapeutische Gleichwertigkeit zu überprüfen. Alter-

nativen für das Medikament (…) gebe es nicht. Sie habe nicht abgeklärt, 

ob die spezifische Form seiner (…) behandelt werden könne, zumal sie als 

therapierefraktär gelte und wiederholte Anpassungen der medikamentösen 

Behandlung notwendig gewesen seien. Sie äussere sich nicht dazu, ob die 

Einfuhr der spezifischen notwendigen Medikamente überhaupt rechtlich 

zulässig und eine kontinuierliche, verlässliche Versorgung mit diesen Me-

dikamenten und der Zugang zu spezialisierten Notfallinterventionen ge-

währleistet sei. Schliesslich habe sie unberücksichtigt gelassen, dass er 

aufgrund seiner komplexen Erkrankungen eine Unterbringung in einer spe-

ziellen (…) benötige. In Nordmazedonien existiere weder eine vergleich-

bare Institution, noch wären sie finanziell in der Lage, die entsprechenden 

Kosten zu tragen. 

Diese formellen Rügen sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls eine Kas-

sation der angefochtenen Verfügung bewirken könnten. 

4.3 Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes 

wegen fest. Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an der Mit-

wirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG). Unrichtig 

ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und ak-

tenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewür-

digt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid 

rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. BVGE 

2016/2 E. 4.3). Die Begründungspflicht ergibt sich aus dem in Art. 29 Abs. 

2 BV normierten Anspruch auf rechtliches Gehör und ist in Art. 35 Abs. 1 

VwVG ausdrücklich geregelt. Danach obliegt es der verfügenden Behörde, 

alle erheblichen Parteivorbringen zu prüfen und zu würdigen, wobei sich 

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das Ergebnis der Würdigung in der Entscheidbegründung niederzuschla-

gen hat. Nach den von Lehre und Praxis entwickelten Grundsätzen hat die 

Behörde im Rahmen der Entscheidbegründung die Überlegungen zu nen-

nen, von denen sie sich leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt. 

Die Begründung des Entscheids muss so abgefasst sein, dass die be-

troffene Person ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Be-

hörde muss sich jedoch nicht mit jeder tatbeständlichen Behauptung aus-

einandersetzen, sondern kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte beschränken (vgl. BVGE 2016/9 E. 5.1). 

4.4 Die Beschwerdeführenden dringen mit ihren Rügen nicht durch, da die 

Aktenlage im Zeitpunkt des Ergehens der angefochtenen Verfügung eine 

hinreichende Beurteilungsgrundlage darstellte. Für die Vorinstanz bestand 

keine Veranlassung, weitere Sachverhaltsabklärungen zu treffen. Sie wür-

digte die sozialen und gesundheitlichen Vorbringen in der gebotenen Tiefe. 

Auch ist es den Beschwerdeführenden offensichtlich möglich gewesen, mit 

der 17-seitigen Beschwerdeschrift den vorinstanzlichen Entscheid sachge-

recht anzufechten. Die Vorinstanz hat eigens ein umfangreiches, medizini-

sches Consulting eingeholt, aus dem hervorgeht, dass das vorliegende 

Krankheitsbild in Nordmazedonien behandelt werden kann und die Medi-

kamente angemessen erhältlich sind respektive Ersatzmedikamente vor-

liegen. Ergänzend verwies die Vorinstanz unter Hinweis auf die Bestim-

mungen der nordmazedonischen Zollbehörden auf die bestehende Ein-

fuhrmöglichkeit von Medikamenten. Dass die Vorinstanz – a maiore ad mi-

nus – davon ausging, das gelte auch für seine benötigten Medikamente, 

kann ihr nicht vorgehalten werden. Dasselbe gilt für den Hinweis, dass ihre 

zahlreichen (mitunter in der Schweiz lebenden) Verwandten bei der Sicher-

stellung der Versorgung von Medikamenten behilflich sein könnten. Hin-

sichtlich der Kindeswohlüberlegungen betreffend den Beschwerdeführer 4 

ist zu bemerken, dass die Vorinstanz auch diese Aspekte ausreichend mit-

berücksichtigt hat. Sie prüfte die Verfügbarkeit von – im Zeitpunkt des Ver-

fügungserlasses bestehenden sowie von der zuständigen Schulpsycholo-

gin empfohlenen – Förderungsmassnahmen, namentlich (…), (…) und 

(…), und nannte entsprechende Institutionen in Nordmazedonien 

(vgl. act. 46). Dass die Vorinstanz in diesem Zusammenhang angesichts 

der zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses erst bevorstehenden Einschu-

lung auf die Unterstützung ihres grossen und soliden Beziehungsnetzes 

verwiesen hat, kann ihr nicht vorgeworfen werden. Die diesbezüglichen 

Rügen zielen auf eine abweichende Würdigung des Sachverhalts und sind 

nicht geeignet, aus formellen Gründen eine Kassation zu bewirken. 

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4.5 Es besteht daher keine Veranlassung, die Verfügung aus formellen 

Gründen aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Das Eventualbegehren ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

5.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.  

6.1  Die Vorinstanz führte zur Begründung des Wegweisungsvollzugs aus, 

dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG 

nicht angewandt könne, da die Beschwerdeführenden die Flüchtlingsei-

genschaft nicht erfüllten. Ferner ergäben sich aus den Akten keine Anhalts-

punkte dafür, dass ihnen im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. 

November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohe. Der Bundes-

rat habe Nordmazedonien per 1. Januar 2018 als Staat bezeichnet, in den 

die Rückkehr in der Regel zumutbar sei. Der Beschwerdeführer 1 und die 

Beschwerdeführerin 2 (die Eltern) seien jung und gesund. In F._______ 

hätten sie in einer eigenen Wohnung im Haus der Eltern beziehungsweise 

Schwiegereltern gelebt. Sie verfügten über einen Mittelschulabschluss und 

Arbeitserfahrung. Der Beschwerdeführer 1 (der Vater) sei im (…)- und (…) 

sowie im (…) tätig gewesen und die Beschwerdeführerin 2 (die Mutter) 

habe als (…) gearbeitet. Die Beschwerdeführer 3 und 4 (die beiden Söhne) 

hielten sich seit knapp (…) Jahren in der Schweiz auf, allerdings bestehe 

noch keine fortgeschrittene Integration, auch wenn der Beschwerdeführer 

3 (ältere Sohn) vermutlich bereits die Primarschule besuche. Die schuli-

sche Wiedereingliederung in Nordmazedonien dürfte für ihn unproblema-

tisch verlaufen. Der Grossteil ihrer Verwandtschaft lebe nach wie vor in 

Nordmazedonien beziehungsweise in der kosovarischen Grenzstadt 

G._______, welche in der Nähe von F._______ liege.  Entsprechend könne 

davon ausgegangen werden, dass sie im Heimatland auf ein grosses und 

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solides, soziales Beziehungsnetz zurückgreifen könnten und die Rein-

tegration sowie die schulische Eingliederung der Kinder nach einer Rück-

kehr problemlos verlaufen dürfte. Ausserdem hätten sie Verwandte in 

H._______, J._______, I._______ und in der K._______, welche sie be-

reits früher finanziell unterstützt hätten. Da der Beschwerdeführer 1 und die 

Beschwerdeführerin 2 (die Eltern) Hauptbezugspersonen für die Be-

schwerdeführer 3 und 4 (Kinder) seien, sei eine begleitete Rückkehr eben-

falls gesichert. Das Kindeswohl würde vorliegend nicht entscheidend be-

einträchtigt, zumal nach der in der Schweiz verbrachten Zeit nicht von einer 

Entwurzelung gesprochen werden könne. 

Der Beschwerdeführer 4 leide gemäss den ärztlichen Berichten an einer 

(…) der (…), einer angeborenen (…). In der Vergangenheit seien mehrere 

operative Eingriffe durchgeführt worden, darunter die (…) der (…), die An-

lage eines (…) zur Behandlung eines (…) und wiederholte (…) dieses (…). 

Die (…) sei therapierefraktär, sodass immer wieder Anpassungen der me-

dikamentösen Therapie notwendig gewesen seien. Derzeit würden (…), 

(…) und (…) eingesetzt, während frühere Behandlungen (…), (…) und (…) 

umfasst hätten. Zusätzlich liege eine (…) vor, die den Einsatz (…) wie eines 

(…), (…), eines (…) und eines (…) erfordere. Medikamentös werde die Be-

wegungsstörung mit (…) ([…]) behandelt. Im (…) sei eine (…) ([…]) ange-

legt worden, was die (…) erheblich erleichtert habe. Die (…) zeige ein Fort-

schreiten, weshalb regelmässige (…) notwendig seien. Er erhalte wöchent-

lich (…) und (…). Gemäss dem durchgeführten medizinischen Consulting 

(betreffend Behandlung von […] und […]) seien in Nordmazedonien um-

fangreiche medizinische Versorgung und Therapien für diese Diagnosen 

verfügbar. Ambulante und stationäre neurologische Konsultationen wie ei-

ner (…) und einer (…) könnten beispielsweise in F._______ durchgeführt 

werden. Auch die (…) und (…) des (…) ([…]) seien dort möglich. Die (…) 

könne an der (…) mit Unterstützung (…) gelegt oder ersetzt werden. Falls 

erforderlich werde der Eingriff alternativ in einem privaten Krankenhaus 

durchgeführt, dessen Kosten von der nationalen Krankenversicherung 

übernommen würden. Für die (…) stünden (…), (…) und (…) zur Verfü-

gung. Spezialisierte Behandlungen würden unter anderem am «(…)» und 

am «(…)» in F._______ angeboten. 

Die Medikamente (…) und (…) seien in Nordmazedonien erhältlich. (…) 

und (…) seien nicht verfügbar, allerdings gebe es alternative Präparate wie 

(…). Unter Bezugnahme auf die Einführbestimmungen der nordmazedoni-

schen Zollbehörde führte die Vorinstanz aus, es sei möglich, Medikamente 

für den Eigengebrauch aus dem Ausland nach Nordmazedonien 

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einzuführen. Ausserdem hätten sie die Möglichkeit, einen Antrag auf medi-

zinische Rückkehrhilfe zu stellen. Die Finanzierung der Weiterbehandlung 

in Nordmazedonien sei gewährleistet, zumal minderjährige Kinder durch 

das staatliche Gesundheitssystem krankenversichert seien. Aufgrund von 

Subventionen falle für stationäre Aufenthalte und Diagnostik nur ein Bruch-

teil der tatsächlichen Kosten an. Auch Medikamente, die auf der Liste der 

nationalen Krankenversicherung stünden, würden zu vergünstigten Prei-

sen bereitgestellt. 

6.2 In der Beschwerde verwiesen die Beschwerdeführenden im Wesentli-

chen auf den Sachverhalt in der angefochtenen Verfügung. Sie ergänzten, 

dass es in Vergangenheit nach einer Überweisung in die L._______ zu me-

dizinischen Fehlbehandlungen (des Beschwerdeführers 4) gekommen sei. 

In der Schweiz seien therapeutische Massnahmen wie Bobath-Physiothe-

rapie, Esstherapie beziehungsweise Logopädie und eine heilpädagogische 

Früherziehung mit dem Schwerpunkt (…) durchgeführt worden. Diese 

Massnahmen seien regelmässig wöchentlich durchgeführt worden. Sie 

hätten die therapeutischen Empfehlungen umgesetzt und verwendeten die 

verordneten Hilfsmittel konsequent. Er bedürfe aufgrund der wiederkehren-

den (…) ständige Begleitung und kontinuierliche Überwachung durch eine 

Fachperson. Auch der Einsatz, die fortlaufende Anpassung und der sach-

gerechte Umgang mit den Hilfsmitteln, die er infolge seiner (…) benötige, 

stellten zusätzliche Herausforderungen für seine gezielte Förderung dar. 

Dank des eng abgestimmten therapeutischen Settings in der Schweiz habe 

er kontinuierlich Fortschritte gemacht. Ab August 2025 habe ein Sonder-

schulplatz in der N._______ zugesichert werden können. 

In materieller Hinsicht entgegneten sie im Wesentlichen, dass ihres Erach-

tens die medizinische Versorgung in Nordmazedonien unzureichend sei 

(vgl. auch E. 4.2). Insbesondere könne die (…) aufgrund einer fehlenden 

Akkreditierung der Universitätsklinik in F._______ nur durch (…) gelegt 

oder ersetzt werden können, welche dort einmal monatlich operierten. Da 

die Vereinbarung über diese Zusammenarbeit derzeit erneuert werde, 

könnten bis zu ihrem Abschluss entsprechende Behandlungen nicht durch-

geführt werden – bei medizinischer Indikation würde eine Verlegung in das 

private Krankenhaus (…) erfolgen. Auch bei einer Kostenübernahme durch 

die nationale Krankenversicherung könnte es zu Versorgungslücken kom-

men. Für den Fall, dass eine zukünftige Zusammenarbeit mit den (…) aus-

bleibe, sei fraglich, wie die Versorgung sichergestellt werden soll, zumal 

die langfristige Behandlung aller betroffenen Patienten in privaten Einrich-

tungen unwahrscheinlich erscheine. Ohnehin seien die ihm 

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Seite 10 

zugesprochenen medizinisch-finanziellen Fonds in Nordmazedonien aus-

geschöpft. Es bestünden Einschränkungen in der Verfügbarkeit wichtiger 

Medikamente wie (…) und (…), die für seine Therapie vonnöten seien. Al-

ternativen wie (…) seien zwar erhältlich, stellten jedoch keinen gleichwer-

tigen Ersatz dar und würden das Risiko von Nebenwirkungen und Anfalls-

verschlechterungen erhöhen. Der Import aus dem Ausland sei nicht ver-

tretbar, da eine flexible und zeitnahe Anpassung der Medikation bei thera-

pieresistenter (…) unumgänglich sei. Hinzu komme, dass spezialisierte Be-

handlungen, wie er sie benötige, in Nordmazedonien nicht durchgehend 

verfügbar seien oder von ausländischen Ärzten nur temporär durchgeführt 

würden. Eine lebensnotwendige kontinuierliche und interdisziplinäre Ver-

sorgung, wie sie in der Schweiz gewährleistet sei, wäre dort nicht sicher-

gestellt. Schliesslich hätten die behandelnden Ärzte in der Schweiz betont, 

dass er auf eine hoch spezialisierte Betreuung angewiesen sei, welche 

nicht nur aus der medikamentösen Versorgung, sondern auch aus engma-

schiger Überwachung, Diagnostik, Krisenintervention und rehabilitativen 

Massnahmen von Fachpersonen bestehe. Aufgrund seiner Minderjährig-

keit spreche auch das Kindeswohl für einen Verbleib seiner Eltern und sei-

nes ebenfalls minderjährigen Bruders in der Schweiz, da er auf die konti-

nuierliche Betreuung und Unterstützung seiner engsten Bezugspersonen 

angewiesen sei. Eine familiäre Trennung oder Rückkehr der gesamten Fa-

milie in ein Land mit unzureichender medizinischer Versorgung würde 

seine Situation destabilisieren. Im Sinne der Familieneinheit sei die Vo-

rinstanz anzuweisen, der gesamten Familie die vorläufige Aufnahme zu er-

teilen.  

7.  

7.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2 Da die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, 

ist das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des 

Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des Voll-

zuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- und völ-

kerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; 

Art. 3 EMRK). 

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Seite 11 

Weder aus den Aussagen der Beschwerdeführenden noch aus den Akten 

ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Rückführung 

in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 

3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wären. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen. Insbesondere lassen sich weder aus dem Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers 4 noch aus dem Kindeswohl gemäss Art. 3 KRK 

völkerrechtliche Vollzugshindernisse ableiten. Die gesundheitlichen Be-

schwerden erreichen nicht die Schwelle der notwendigen Schwere für eine 

Verletzung von Art. 3 EMRK (vgl. Urteil des Europäischen Gerichtshofs für 

Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, 

Grosse Kammer 41738/10, §§ 180-193 m.w.H.; BVGE 2017 VI/7 E. 6.2). 

Es besteht überdies auch in Berücksichtigung des Kindeswohls kein An-

spruch auf eine medizinische Behandlung analog zum schweizerischen 

Standard. 

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 

landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG - die vorläufige Auf-

nahme zu gewähren. 

7.3.2 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts kann nur dann aus 

medizinischen Gründen auf Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

geschlossen werden, wenn eine notwendige Behandlung im Heimatland 

nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebens-

gefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes der betroffe-

nen Person führt. Dabei wird diejenige allgemeine und dringende medizi-

nische Behandlung als relevant erachtet, die zur Gewährleistung einer 

menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt 

jedenfalls (auch hier) nicht bereits dann vor, wenn im Heimat- oder Her-

kunftsstaat nicht eine dem hohen schweizerischen Standard entspre-

chende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.3.2). 

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Seite 12 

Der Bundesrat hat Nordmazedonien als Heimat- oder Herkunftsstaat be-

zeichnet, in welchen der Vollzug der Wegweisung in der Regel zumutbar 

ist, da dort politische Stabilität herrscht und die medizinische Grundversor-

gung gewährleistet ist (vgl. Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 der Verordnung 

über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung 

von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281] sowie deren Anhang 

2). Diese Regelvermutung kann durch konkrete und substanziierte gegen-

teilige Hinweise widerlegt werden. 

7.3.3 Wie sich den aktenkundigen Arztberichten entnehmen lässt, leidet 

der Beschwerdeführer 4 an einer (…) der (…), einer (…), einer (…), einer 

(…) und beidseitigen (…). Am (…) erfolgte am (…) eine (…) und am (…) 

eine Erneuerung des (…) (vgl. act. 53, S. 3; act. 55). Gemäss des Arztbe-

richtes «(…)» des (…) vom (…) befinde sich der Beschwerdeführer 4 in 

einem ordentlichem Allgemeinzustand, verfüge über gut angepasste (…) 

und einem gut funktionierenden (…). Die (…) hätten sich im Verlauf der 

letzten Jahre in der Tendenz deutlich gebessert, indes habe er immer noch 

täglich (…). Die (…) habe sich im Vergleich zur Voruntersuchung deutlich 

gebessert. Laut dem weiteren Procedere wurde der Beschwerdeführer 4 

namentlich für ein (…) erst in zwei Monaten aufgeboten (vgl. act. 55). Die 

ärztlich empfohlene Durchführung einer (…) zur Prüfung der Hirnströme ist 

gemäss dem medizinischen Consulting in Nordmazedonien ebenfalls mög-

lich (vgl. act. 57). Dasselbe gilt für allfällige chirurgische Behandlungen res-

pektive Erneuerungen des (…) und der (…) sowie für Behandlungsmög-

lichkeiten (…) (vgl. act. 57, S. 2-3). Gemäss Arztbericht der Hausärztin 

M._______ vom (…) hätten seit der Einlage der (…) das wiederholte (…), 

die (…) und die gehäuften (…) abgenommen (vgl. Beschwerdebeilage 8, 

S. 2). Mit der medizinischen Behandlung in der Schweiz inklusive der An-

fertigung (…) (wie eines […], eines […], eines […] und […]) und (…) dürfte 

die Lebensqualität des Jungen erheblich gesteigert worden sein 

(vgl. act. 44, S. 4; Beschwerdebeilage 6). Insgesamt kann aufgrund der Ak-

tenlage von einer deutlichen Verbesserung seines Gesundheitszustandes 

ausgegangen werden. Des Weiteren hat die Vorinstanz die Erhältlichkeit 

von Medikamenten und entsprechenden Ersatzmedikamenten in Nordma-

zedonien aufgezeigt (vgl. angefochtene Verfügung S. 5-7). Übereinstim-

mend mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Einfuhr von Medikamen-

ten nach Nordmazedonien möglich ist und sie einen Vorrat an Medikamen-

ten mitnehmen können. Eine adäquate medizinische Weiterbehandlung ist 

nach dem Gesagten in Nordmazedonien gewährleistet. Dass ihm nach sei-

ner Rückkehr nicht dieselbe Behandlung wie in der Schweiz zur Verfügung 

stehen wird und die Behandlung in Nordmazedonien nicht 

E-5087/2025 

Seite 13 

schweizerischem Standard entspricht, ist nicht rechtserheblich (vgl. Be-

schwerdebeilage 3). Für eine medizinische Weiterbehandlung des Be-

schwerdeführers ist ferner auf die Möglichkeit einer individuellen medizini-

schen Rückkehrhilfe, die nicht nur in der Form der Mitgabe eines Vorrats 

an Medikamenten, sondern beispielsweise auch in der Organisation und 

Übernahme von Kosten für notwendige Therapien bestehen kann, zu ver-

weisen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. 

August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]). Ferner ist 

festzuhalten, dass entgegen ihrer pauschalen Befürchtung, wonach der 

«medizinisch-finanzielle Fonds» des Beschwerdeführers 4 in Nordmaze-

donien angeblich ausgeschöpft sei, nichts darauf schliessen lässt, dass er 

nicht erneut über einen gültigen Krankenversicherungsschutz in Nordma-

zedonien verfügen wird. Der ins Recht gelegte ärztliche Bericht der (…) in 

F._______ vom (…) liegt nur in Kopie vor und hat auch nur einen geringen 

Beweiswert (vgl. Beschwerdebeilage 4). Die Berichte seiner Schweizer 

Ärzte und seiner Logopädin, die unter anderem den Verbleib des Be-

schwerdeführers 4 in der Schweiz zum Gegenstand hatten, führen nicht zu 

einer anderen Betrachtungsweise (Beschwerdebeilage 5, 7 und 8). Nach 

dem Gesagten kann auf das Abwarten von weiteren in Aussicht gestellten 

Arztberichten in antizipierter Beweiswürdigung verzichten werden, zumal 

das Gericht nicht davon ausgeht, es würden konkrete und substantiierte 

Hinweise vorgebracht, welche geeignet wären, die Regelvermutung umzu-

stossen. 

7.3.4 Unter diesen Bedingungen ist es den Beschwerdeführenden nicht 

gelungen, die für sichere Drittstaaten geltende Regelvermutung umzustos-

sen. Es ist kein unzumutbares Vollzugshindernis für den Beschwerdeführer 

4 ersichtlich. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann hierzu auf die zu-

treffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefoch-

tene Verfügung Ziff. 3 E. 2; vgl. zur medizinischen Versorgung in Nordma-

zedonien unter anderem auch die Urteile des BVGer E-6250/2023 vom 

19. September 2024 E. 8.3.2 ff., D-824/2022 vom 24. Juli 2023 E. 6.3.3 ff. 

sowie E-2518/2020 vom 30. April 2021 E. 6.2.4.3). 

7.3.5 Der Wegweisungsvollzug verstösst auch nicht gegen das Kindeswohl 

im Sinne von Art. 3 KRK. Es liegt weder eine so starke gesundheitliche 

Beeinträchtigung noch eine so enge Bindung der Kinder an die Schweiz 

vor, dass die gebotene vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls zu 

dem Ergebnis führen würde, dass in ihrem Fall der Wegweisungsvollzug 

unzumutbar wäre. Weder die geltend gemachte gute schulische Integration 

des Beschwerdeführers 3 noch die Aufnahme des Beschwerdeführers 4 in 

E-5087/2025 

Seite 14 

einer spezialisierten Schule in O._______ vermag daran etwas zu ändern 

(vgl. Beschwerdebeilage 9 und 10). Im Weiteren steht einer weiteren me-

dizinischen Untersuchung und Behandlung des Beschwerdeführers 4 

in Nordmazedonien wie vorstehend ausgeführt nichts entgegen, zumal 

auch durch die in der Schweiz erhaltenen medizinischen Leistungen eine 

Verbesserung seines Gesundheitszustandes erreicht werden konnte. 

7.3.6 Bei den übrigen Beschwerdeführenden (Eltern) werden keine nen-

nenswerten Probleme geltend gemacht. Insbesondere die Eltern haben die 

meiste Zeit in ihrem Heimatland verbracht und dort ihren Lebensunterhalt 

verdient. Sie verfügen in H._______, J._______, I._______, der 

K._______ und in Nordmazedonien über ein soziales Netz von Verwand-

ten, die sie unterstützen können. Auch wenn die Wiedereingliederung im 

Heimatland mit Schwierigkeiten verbunden sein wird, bestehen keine Hin-

weise, dass die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr in ihr Heimat-

land in eine existenzielle Notlage geraten. Abgesehen davon ist festzuhal-

ten, dass blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die 

ansässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um 

eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 

2010/41 E. 8.3.6, BVGE 2008/34 E. 11.2.2, EMARK 2005 E. 10.1 S. 215). 

7.3.7 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit auch als zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allenfalls not-

wendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

Das Hauptbegehren ist abzuweisen. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

E-5087/2025 

Seite 15 

9.1 Die Beschwerdeführenden ersuchten um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt sich, dass ihre Begehren aussichtlos waren. Damit ist 

eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen gemäss Art. 65 Abs. 1 

VwVG nicht gegeben, weshalb die Gesuche abzuweisen sind. Das Gesuch 

um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird mit dem vor-

liegenden Direktentscheid gegenstandslos. 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-5087/2025 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Valentin Böhler 

 

 

Versand: