# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2eb7ef20-6fbc-56bb-b3d1-17b0e54a37ed
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2000-03-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 03.03.2000 BRKE I Nr. 0044/2000
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-I-Nr--0044-2000_2000-03-03.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 44/2000 vom 3. März 2000 in BEZ 2000 Nr. 14

9. Der Bundesrat erliess am 23. Dezember 1999 die Verordnung über den
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV). Die Verordnung steht seit 1. Februar 
2000 in Kraft und regelt vorab die Begrenzung der Emissionen von elektrischen und 
magnetischen Feldern mit Frequenzen von 0 Hz bis 300 GHz (niederfrequente und 
hochfrequente Strahlung), welche durch den Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt wer-
den (Art. 2 Abs. 1 lit. a NISV). Die Verordnung statuiert Immissionsgrenzwerte und 
auf das Vorsorgeprinzip gestützte Anlagegrenzwerte. Die Immissionsgrenzwerte be-
rücksichtigen das Schutzbedürfnis der betroffenen Allgemeinbevölkerung, sowie von 
Personen mit erhöhter Empfindlichkeit (Kinder, Schwangere, Kranke und Betagte 
usw.). Nach dem Stande der Wissenschaft oder der Erfahrung soll sichergestellt 
werden, dass Menschen, ihre Lebensgemeinschaft und Lebensräume nicht gefähr-
det werden und die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört wird 
(Art. 13 Abs. 2 und 14 USG; BGE 124 11 230 Erw. 7a; BRKE II Nr. 0113/2000). 
Nach dem Wortlaut von Art. 1 NISV beschränkt sich die Anwendung der Verordnung 
zwar auf den Schutz von Menschen. Die übrige Umwelt (Pflanzen und Tiere) wird 
aber indirekt ebenfalls hinreichend geschützt, weil sie nach dem heutigen Wissens-
stand nicht empfindlicher auf nichtionisierende Strahlung reagiert als der Mensch 
(BUWAL, Erläuterungen zur NISV vom 23. Dezember 1999, S. 9). Die Verordnung 
berücksichtigt auch den Umstand, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über 
die Auswirkungen elektromagnetischer Nieder- und Hochfrequenzfelder auf den 
menschlichen Körper derzeit noch wenig gefestigt sind. So fehlen bezüglich der im 
vorliegenden Verfahren strittigen hochfrequenten Strahlen insbesondere repräsenta-
tive medizinische bzw. epidemiologische Langzeituntersuchungen (Biologische 
Auswirkungen nichtionisierender elektromagnetischer Strahlung auf den Menschen 
und seine Umwelt, BUWAL, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 121, Bern 1990, S. 26 
und 29; BUWAL, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 302, Nichtionisierende Strahlung, 
Bern 1998, S. 25).

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10. a) Bei der Statuierung der Immissionsgrenzwerte hat sich der Gesetzgeber 
im Wesentlichen auf die Richtlinien der internationalen Strahlenschutzvereinigung 
(International Non-lonizing Radiation Committee of the International Radiation Pro-
tection Association [IRPA]) bzw. der daraus hervorgegangenen International Com-
mission on Non-lonizing Radiation Protection (ICNIRP) abgestützt, welche u.a. auf 
Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) basieren und letztmals im 
Jahre 1998 überarbeitet worden sind (BUWAL, Erläuterungen zur NISV vom 23. De-
zember 1999, S. 5). Diese IRPA- oder ICNIRP-Richtlinien wurden in der Schweiz 
schon vor Inkraftsetzung der NISV regelmässig zur Beurteilung elektromagnetischer 
Felder herangezogen (BGE 117 Ib 32 E. 4b; 124 II 230 Erw. b.aa; Robert Wolf, 
Elektrosmog: Zur Rechtslage bei Erstellung und Betrieb von ortsfesten Anlagen, 
URP 1996, S. 109 ff., Erw. 2.1.2.b). Die von der ICNIRP empfohlene Grenzwertrege-
lung basiert auf dem aktuellsten allgemeingültigen Wissensstand über die erwiese-
nen biologischen Auswirkungen nichtionisierender Strahlen, die in experimentellen 
Untersuchungen wiederholt und reproduzierbar erzeugt werden konnten und für den 
menschlichen Körper ein Gesundheitsrisiko darstellen (URP 1996, S. 674 und 1997, 
S. 253; BUWAL, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 302, a.a.O., S. 17). Der Verord-
nungsgeber hatte deshalb keine Veranlassung, andere – teilweise sehr spekulative 
– Berechnungsarten und Wirkungsmodelle als Grundlage für die NISV und die dort 
statuierten Grenzwerte zu verwenden (BGE 124 II 231; Jürg Baumann, Elektrosmog, 
BUWAL-Bulletin 2/97; Robert Wolf, a.a.O., S. 111 f.; Helmut Krueger, Elektrosmog, 
URP 1996, S. 37 ff.; BUWAL, Erläuterungen zur NISV vom 23. Dezember 1999, 
a.a.O., S. 5).

b) Ausgangspunkt für die Festlegung der Immissionsgrenzwerte im vorliegend 
relevanten Hochfrequenzbereich war die spezifische Absorptionsrate (SAR). Mit die-
ser dosimetrischen Grösse wird die durch elektromagnetische Felder verursachte 
thermische Belastung des Körpers in W/kg (Watt pro kg Körpergewicht) definiert. 
Die ICNIRP-Richtlinien und damit auch die Immissionsgrenzwerte der NISV schüt-
zen demnach den menschlichen Körper vor einer unzulässigen Erwärmung durch 
hochfrequente Strahlen. Die sogenannte Ganzkörper-SAR stellt einen repräsentati-
ven, über den ganzen Körper gemittelten Wert dar; die aktuelle Wissenschaft geht 
bei Menschen von einer Gefährdungsschwelle (auch als Basisgrenzwert bezeichnet) 
von 4 W/kg aus (Anton Stettler, Rechtsgrundlagen bezüglich Elektrosmog, URP 
1996, S. 154).

Die bis anhin nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden durchgeführten 
Untersuchungen konnten keine nachteiligen nicht-thermischen Auswirkungen 
hochfrequenter Felder auf den menschlichen Körper nachweisen. Insbesondere er-
gibt sich aus der unbestrittenen Erkenntnis, dass solche Felder auf gewisse Teile 
des menschlichen Körpers (Augen, Blut- und Immunsystem, Herz- und Kreislauf, 
Fortpflanzungsorgane, Zentralnervensystem usw.) wahrnehmbar stärker einwirken 
als auf andere, in keiner Weise zwingend, dass an diesen Körperteilen dadurch 
nachweisbar physische Schädigungen verursacht werden (u.a. URP, 1999, S. 821). 
Nach dem Wortlaut von Art. 14 USG können zwar Erfahrungen, also etwa die Be-
rufs- oder Lebenserfahrung oder auch andere Wahrnehmungen, bei der Grenzwert-
festlegung berücksichtigt werden. Obwohl der Einbezug solcher Erfahrungen keine 
wissenschaftlichen Erklärungen voraussetzt, diese somit durchaus auf subjektiven 
Wertungen beruhen können, darf - auch im Sinne einer einheitlichen Rechtsanwen-
dung - bei der Beurteilung von Immissionen nicht auf die persönlichen Eindrücke 

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des oder der im Einzelfall Betroffenen abgestellt werden. Voraussetzung für die Be-
rücksichtigung solcher Erfahrungen ist einerseits vielmehr, dass sie nach den Re-
geln der Sozialforschung korrekt erhoben und ausgewertet werden. Andererseits 
muss der Wirkungszusammenhang zumindest sehr wahrscheinlich erscheinen (And-
ré Schrade/Theo Loretan, Kommentar zum USG, 1998, N. 13 zu Art. 14). Bis anhin 
liegen jedoch keine repräsentativen Untersuchungen vor, welche mit der notwendi-
gen Wahrscheinlichkeit belegen, dass Anlagen der vorliegend strittigen Art bei Men-
schen regelmässig vermehrt Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität oder an-
dere neurovegetative Beschwerden verursachen. Kaum systematisch erfasst und 
wissenschaftlich erforscht sind auch die Ursachen dafür, dass bestimmte Personen 
auf elektromagnetische Felder sensibler reagieren als die meisten übrigen Men-
schen. Gerade im hier strittigen Hochfrequenz-Bereich sind diesbezüglich wenig 
aussagekräftige Ergebnisse zu finden. Die spärlichen bis heute nach wissenschaftli-
chen Kriterien durchgeführten Untersuchungen (u.a. bezüglich des Kurzwellensen-
ders Schwarzenburg, der aber technisch und betrieblich nicht mit der vorliegenden 
Anlage verglichen werden kann) lassen keine allgemeingültigen Schlüsse darauf zu, 
inwieweit die genannten körperlichen Beschwerden und die damit verbundene Ein-
schränkung der Lebensqualität in direktem Zusammenhang mit biophysikalischen 
Mechanismen stehen, welche durch elektromagnetische Felder der vorliegenden 
Intensität verursacht werden; als näherliegend erscheinen oftmals ganz andere, et-
wa in persönlichen Lebensumständen liegende Ursachen. Folglich kann die Elektro-
sensibilität Einzelner nach dem aktuellen Forschungsstand nicht Grenzwertmass-
stab sein (BUWAL, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 302, S. 18 und 26 ff.; Umwelt-
recht in der Praxis [URP], 1999, S. 822). Bei der Festlegung der für die Bestimmung 
der Grenzwerte massgebenden spezifischen Absorptionsrate wurde dennoch einer 
möglicherweise stark unterschiedlichen Empfindlichkeit einzelner Personen sowie 
der allfälligen Existenz von Risikogruppen (Kinder, Schulen usw.) mit einem Sicher-
heitsfaktor von 50 in ganz erheblichem Umfang Rechnung getragen, so dass die 
Ganzkörper-SAR den Bereich von 0,08 W/kg nicht überschreiten darf (BUWAL, 
Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 302, a.a.O., S. 46; Helmut Krueger, Elektrosmog, 
URP 1996, S. 37 ff.).

Auf diesem Schwellenwert basieren im Wesentlichen die von der NISV festge-
legten Immissionsgrenzwerte. Diese stehen unter dem Vorbehalt abweichender, 
neuerer und gefestigter wissenschaftlicher Erkenntnisse (BUWAL, Erläuternder Be-
richt zur NISV vom 23. Dezember 1999, S. 6).

11. a) Die Immissionsgrenzwerte gelten überall dort, wo sich Menschen norma-
lerweise aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV). Die Anwendung ist aber auf jene 
Strahlung beschränkt, welche gleichmässig auf den ganzen menschlichen Körper 
einwirkt (Art. 13 Abs. 2 NISV). Massgebend ist dabei die gesamte Strahlung, welche 
an einem bestimmten Ort von allen vorhandenen Strahlungsquellen insgesamt ver-
ursacht wird (BUWAL, Erläuternder Bericht zur NISV vom 23. Dezember 1999, S. 1). 
Damit wird der Bestimmung von Art. 8 USG Nachachtung verschafft, wonach Einwir-
kungen sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beur-
teilt werden müssen.

Die im vorliegenden Verfahren angefochtene Basisstation der Orange Commu-
nications SA erzeugt elektromagnetische Felder im Hochfrequenzbereich (f) von 
rund 1800 MHz (= 1,8 GHz); die niedrigste Frequenz beträgt 1805 MHz. Gemäss 

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Ziffer 11 Anhang 2 NISV dürfen Sendeanlagen von zellularen Mobilfunknetzen mit 
einer einzigen Frequenz die elektrische Feldstärke (E) 1,375 · f V/m (Volt pro Me-
ter), die magnetische Feldstärke (H) 0,0037 · f A/m (Ampere pro Meter) sowie die 
magnetische Flussdichte (B) von 0,0046 · f µT (Mikrotesla) nicht überschreiten. 
Die strittige Anlage hat damit gesamthaft die Immissionsgrenzwerte (I) von 58,42 
V/m, 0,157 A/m und 0,195 µT einzuhalten.

b) Die private Rekursgegnerin hat die elektromagnetischen Auswirkungen der 
von ihr geplanten Basisstation auf die Umgebung mittels eines durch das BUWAL 
konzipierten Prüfungsblattes (als Standortdatenblatt für das detaillierte Verfahren
bezeichnet) dargelegt, welches Bestandteil des Baugesuches war. Die Konzeption 
dieser Standortdatenblätter beruhte zwar noch auf dem seinerzeitigen Verordnungs-
entwurf. Trotzdem können daraus die für die Grenzwertberechnung nach der nun-
mehr in Kraft stehenden Verordnung vom 23. Dezember 1999 notwendigen Daten 
ohne weiteres entnommen werden.

c) Der zur Basisstation nächstgelegene rekurrentische Ort, an welchem sich im 
Sinne von Art. 13 Abs. 1 NISV normalerweise Menschen aufhalten, liegt bei der 
Grundstücksgrenze beim Garten der Wohnliegenschaft S. Die Distanz zum Streitob-
jekt beträgt dort im Minimum rund 27,50 m. Die nachfolgenden Immissionsberech-
nungen beziehen sich auf diesen Standort.

Bei der Ermittlung der von einer Antennenanlage emittierten elektromagneti-
schen Felder ist vorab die jeweilige äquivalente Leistungsdichte (S) zu bestimmen. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich diese mit Zunahme der elektrischen Sende-
leistung (P) und des Antennengewinnfaktors (G) vergrössert, dagegen zum Abstand 
(d) zwischen Antenne und Immissionsort quadratisch abnimmt, was - ohne Berück-
sichtigung allfälliger zusätzlicher Leistungsabschwächungen durch Abweichung von 
der Hauptstrahlrichtung bzw. durch die Gebäudedämpfung - zu folgender Zwischen-
formel führt: S = (P · G) : (4 · π · d2). Eine Grenzwertüberschreitung liegt dann vor, 
wenn der 6-Minuten-Mittelwert über dem Grenzwert liegt (Ziffer 11 Anhang 2 NISV; 
Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 164; a.a.O., S. 8). Der Antennengewinnfaktor des 
vorliegenden Anlagetyps beträgt 17 dBi. Die nach der genannten Formel für die Be-
rechnung der Leistungsdichte massgebende elektrische Sendeleistung (P) bezeich-
net dabei nicht die (höchst-mögliche) äquivalente Strahlungsleistung in Hauptrich-
tung, bezogen auf den Halbwellendipol (englische Bezeichnung: ERP, d.h. effective 
radiated power), sondern die äquivalente isotrope (d.h. kugelförmige) Strahlungs-
leistung in Hauptstrahlrichtung, bezogen auf einen idealen isotropen Strahler (engli-
sche Bezeichnung: EIRP, d.h. effective isotropic radiated power), bei welcher der 
Antennengewinn (G) bereits mitberücksichtigt ist (vgl. Art. 3 Abs. 9 NISV). Dies be-
dingt bei der Bestimmung der Formelgrösse P einen entsprechenden Korrekturfaktor 
(nämlich: P = [1,64 · WERP] : G), ansonsten von einer zu hohen elektrischen Sende-
leistung ausgegangen würde. Der vorliegend strittige Antennentyp (540 WERP) weist 
damit eine elektrische Sendeleistung von 52,10 W auf (P = [1,64 · 540 W] : 17).

Die Antennenanlagen für den Mobilfunk senden ihre Strahlen fokussiert in ei-
nen bestimmten horizontal und vertikal beschränkten Bereich aus. Ausserhalb die-
ses Strahlungskegels ist die Intensität erheblich kleiner, was zu einer Leistungsab-
schwächung (g) führt. Eine Reduktion der Strahlungsintensität ergibt sich ferner 
durch bauliche Abschirmungen (Mauern etc.). Diese Gebäudedämpfung (d) gilt es 

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bei der Immissionsberechnung, d.h. bei der Bestimmung der äquivalenten Leis-
tungsdichte (S) ebenfalls einzubeziehen. Dies ergibt folgende Formel: S = (P · G) :
(γ · δ · 4 · π · d2).

Die horizontale oder vertikale Abweichung eines Messpunktes von der Haupt-
strahlrichtung einer Antenne (in Grad) und die damit verbundene Leistungsab-
schwächung (in dB) kann dem Situationsplan in Verbindung mit den 
Antennendiagrammen, welche jeweils Bestandteile des Standortdatenblattes sind, 
entnommen werden. Aus physikalischen Gründen ist in der Praxis von einer 
Leistungsabschwächung von maximal 15 dB auszugehen (BUWAL, Beurteilung der 
NIS-Immissionen neuer Basisstationen von Mobilfunknetzen, Detailliertes Verfahren, 
1998, S. 6, FN 1). Hier beträgt die Abweichung der mit Azimut 100° abstrahlenden 
Antenne zum Messpunkt im Garten S. horizontal rund 90°, was einer 
Leistungsabschwächung von 15 dB entspricht. Bei der Antenne Azimut 340° beträgt 
die horizontale Abweichung rund 30°, was einer Leistungsabschwächung von 1,50 
dB entspricht. Eine vertikale Abweichung ist nicht zu berücksichtigen, da der vertikal 
mit 6° nach unten gerichtete Hauptstrahl etwa auf den massgebenden Messpunkt im 
Garten S. gerichtet ist. Dies ergibt für die Antennen Azimute 100° und 340° 
Abschwächungsfaktoren (γ = 10<dB/10> ) von 31,62 und 1,41 (BUWAL, Beurteilung der 
NIS-Immissionen neuer Basisstationen von Mobilfunknetzen, a.a.O., S. 7). Eine Ge-
bäudedämpfung ist im vorliegenden Fall nicht vorhanden.

Nach der Formel S = (P · G) : (γ · δ · 4 · π · d2) ergeben sich hier äquivalente 
Leistungsdichten von 0,00295 W/m2 und 0,0661 W/m2. Die rechnerische Ermittlung 
der elektrischen Feldstärken (E = 3 7 7 ⋅S ) führt zu 1,05 V/m und 4,99 V/m. Die aus-
gestrahlten magnetischen Feldstärken (H = S /377 ) sind mit 0,0028 A/m und 
0,013 A/m zu beziffern. Die magnetischen Flussdichten (B = S/242 ) betragen 
schliesslich 0,0035 µT und 0,017 µT. Die für beide Orange-Antennen Azimute 100° 
und 340° ermittelten Einzelimmissionen (Ij) sind für die Berechnung der massgeben-
den Gesamtimmissionen (I) der Anlage jeweils für die elektrischen und magneti-
schen Feldstärken sowie für die magnetische Flussdichten nach der  Berechnungs-
formel I = 2jΙΣ quadratisch zu summieren. Beim Messpunkt im Garten S. ergibt dies 
eine elektrische Feldstärke von 5,099 V/m, eine magnetische Feldstärke von 0,0133 
A/m sowie eine magnetische Flussdichte von 0,0174 µT. Damit hält die streitbetrof-
fene Basisstation die entsprechenden Immissionsgrenzwerte von 58,42 V/m, 
0,157 A/m und 0,195 µT ganz klar ein.

d) Bei der Ermittlung der von der strittigen Basisstation ausgehenden Feldstär-
ken und Flussdichten wurde überdies praxisgemäss von permanent voller Auslas-
tung der Anlage ausgegangen, was betrieblich jedoch unrealistisch ist. Gerade 
nachts und auch zu gewissen Randzeiten am Tag wird erfahrungsgemäss weit we-
niger telefoniert als zu den Spitzenzeiten tagsüber. Zudem können Basisstationen 
für das Mobilfunknetz mit einer Automatik versehen werden, welche die Sendeleis-
tung der Anlage stets auf den Bedarf, d.h. auf das für die jeweilige Gesprächszahl 
notwendige Mass beschränkt. Solche Einrichtungen (als Down-Link-Power-Control-
System oder power-ramping bezeichnet) gehören heute zum technischen Standard. 
Auch die Basisstationen der privaten Rekursgegnerin sind regelmässig, also auch 
im vorliegenden Fall, mit einer solchen leistungsbeschränkenden Automatik verse-
hen, was zur Folge hat, dass die Maximalleistung von je 540 WERP während längerer
Zeitphasen nicht ausgeschöpft wird. Realiter ist daher in der Umgebung der Anlage 

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von einer noch geringeren als der rechnerisch ermittelten Strahlenbelastung auszu-
gehen (BRKE II Nrn. 0092—0095/1998, S. 9). Daran ändert auch der rekurrentische 
Standpunkt nichts, bei der vorliegend vorzunehmenden immissionsmässigen Beur-
teilung müssten im Sinne von Art. 8 USG auch die elektromagnetischen Felder an-
derer Sende- und Empfangsanlagen in der Umgebung einbezogen werden (vor al-
lem die Pager-Antenne auf dem Gebäude H.). Gemäss Art. 14 Abs. 1 NISV führt die 
zuständige Behörde nur dann eine Immissionsermittlung durch, wenn Grund zur An-
nahme besteht, dass die Immissionsgrenzwerte überschritten werden könnten. Eine 
Gesamtbetrachtung nach den Summierungsvorschriften von Ziffer 22 Anhang 2 
NISV wäre hier deshalb nur dann vorzunehmen, wenn die von der streitbetroffenen 
Anlage allein erzeugte Strahlung sich in einem Ausmass den massgeblichen Grenz-
werten annähern würde, dass deren Überschreitung zumindest möglich erschiene. 
Dies trifft hier angesichts der deutlich unterschrittenen Immissionsgrenzwerte nicht 
zu. Die Rekurrenten vermögen für die gegenteilige Auffassung keine substantiierten 
Gründe vorzubringen.

e) Insgesamt erweist sich die rekurrentische Rüge, die Antennenanlage halte 
die massgebenden Immissionsgrenzwerte nicht ein, als nicht stichhaltig. Das Bau-
vorhaben der privaten Rekursgegnerin entspricht diesbezüglich den Bestimmungen 
des Umweltschutzgesetzes und ist insoweit bewilligungsfähig. Sollten sich dereinst 
aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse ernsthafte Hinweise auf gesund-
heitsschädigende Auswirkungen der Anlage ergeben, wäre die Baubewilligung 
nachträglich mit den gebotenen Auflagen zu verknüpfen oder nötigenfalls gar zu wi-
derrufen (BEZ 1998 Nr. 21, Erw. 4d mit zahlreichen Hinweisen). Ohnehin müssen 
Anlagen, welche dem Umweltschutzgesetz und seinen Ausführungsvorschriften nicht 
(mehr) genügen, von Gesetzes wegen saniert werden (Art. 16 USG).

12. a) Nach Art. 11 Abs. 2 USG sind alle Emissionen so weit zu begrenzen, als 
dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist. Dieses Vor-
sorgeprinzip gilt auch für jene Anlagen, welche - wie vorliegend - die massgebenden 
Immissionsgrenzwerte einhalten und daher weder schädliche noch lästige Einwir-
kungen im Sinne des Gesetzes verursachen. Die genannte Norm verfolgt das Ziel, 
Auswirkungen von Anlagen auf die Umwelt generell möglichst gering zu halten. Vor-
ab soll damit im Sinne einer Risikominimierung eine (weitere) Sicherheitsmarge ge-
schaffen werden, welche die oftmalige Unsicherheit über die längerfristigen Auswir-
kungen von Umweltbelastungen berücksichtigt, was gerade bei elektromagnetischen 
Feldern von besonderer Bedeutung ist (BGE 117 Ib 34 E. 6a; Schriftenreihe Um-
weltschutz Nr. 121, a.a.O, S. I und II; Erläuternder Bericht zur NISV vom 23. Dezem-
ber 1999, S. 6). Die Anwendung des Vorsorgeprinzips findet jedoch dort seine Gren-
ze, wo die Durchsetzung entsprechender Massnahmen nicht mehr verhältnismässig 
wäre. Unter dem Aspekt der Vorsorge dürfen insbesondere auch keine Vorkehren 
verlangt werden, welche die Anlage als solche in Frage stellen. Die Verhältnismäs-
sigkeit ist nur gewahrt, wenn die öffentlichen Interessen an weitergehenden Emissi-
onsbeschränkungen die entgegenstehenden privaten Interessen des Anlagebetrei-
bers überwiegen. Wenn zum vornherein feststeht, dass eine Anlage nur unbedeu-
tende Emissionen verursacht, ist nach gefestigter Rechtsprechung das Vorsorge-
prinzip nicht anwendbar (u.a. BEZ 1998 Nr. 21). In solchen Fällen rechtfertigt sich 
eine Vorsorge auch mit Blick auf die Ungewissheit über längerfristige Auswirkungen 
einer Belastung nicht mehr (Robert Wolf, a.a.O., S. 117 f., Erw. d). Die von einer 
derartigen Anlage ausgehenden Immissionen sind also in der Regel hinzunehmen, 

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ohne dass im Einzelfall noch zu prüfen wäre, ob Massnahmen zu deren Begrenzung 
in Frage kämen, d.h. technisch und betrieblich möglich bzw. wirtschaftlich tragbar 
wären (BRKE III Nr. 0132/1999 vom 1. September 1999, S. 14). Dabei ist zu berück-
sichtigen, dass das Vorsorgeprinzip nach der Konzeption des Umweltschutzgeset-
zes emissionsbegrenzenden und nicht emissionseliminierenden Charakter hat (BGE 
124 II 233).

b) Die NISV hat alle Sendeanlagen von zellularen Mobilfunknetzen mit einer 
äquivalenten Gesamtstrahlungsleistung von mindestens 6 WERP dem Vorsorgeprinzip 
unterstellt und dafür Anlagegrenzwerte festgelegt. Der Anlagegrenzwert ist die 
Emissionsbegrenzung für die von einer Anlage allein erzeugten Strahlung (Art. 3 
Ziffer 6 NISV). Neue und alte Anlagen müssen im massgebenden Betriebszustand 
an Orten mit empfindlicher Nutzung den jeweiligen Anlagegrenzwert einhalten (Ziffer 
65 Anhang 2 NISV), welcher für Mobilfunkbasisstationen als Effektivwert der elektri-
schen Feldstärke definiert wird. Als Orte mit empfindlicher Nutzung gelten Räume in 
Gebäuden, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten, 
öffentliche oder private, raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielplätze sowie 
diejenigen Flächen von unüberbauten Grundstücken, auf denen Nutzungen nach 
den Buchstaben a und b zugelassen sind (Art. 3 Ziffer 3 NISV). Im hier relevanten 
Frequenzbereich um 1800 MHz darf die elektrische Feldstärke an den genannten 
Orten mit empfindlicher Nutzung den Anlagegrenzwert von 6,0 V/m nicht überschrei-
ten (Ziffer 64 lit. b Anhang 2 NISV). Die Grenzwertberechnung unter Ziffer 11c der 
Erwägungen hat bereits beim Messpunkt im Garten S. eine geringere elektrische 
Feldstärke, nämlich 5,099 V/m ergeben, weshalb sich eine Berechnung für die wei-
ter entfernten rekurrentischen Räume erübrigt. Dort wäre ohnehin noch zusätzlich 
die Gebäudedämpfung zu berücksichtigen. Damit erweist sich die Basisstation der 
Orange Communications SA auch unter dem Aspekt des Vorsorgeprinzips als 
rechtskonform.