# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de816a46-7270-57f5-926e-7b38cc47e754
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.09.2025 IV 2025/8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-8_2025-09-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/8

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 21.10.2025

Entscheiddatum: 23.09.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 23.09.2025
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV. Aufhebung einer ganzen 
Invalidenrente für die Zukunft. Die Aufnahme der Erwerbstätigkeit vermag 
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
belegen, dass der Versicherte im Verfügungszeitpunkt in der angestammten 
Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Eine aktuelle medizinische 
Beurteilung bzw. Arbeitsfähigkeitsschätzung liegt nicht im Recht. Die Sache 
ist deshalb zur weiteren medizinischen Abklärung des Sachverhalts an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 23. September 2025, IV 2025/8).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/12 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 23. September 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/8 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Zünd, advokatur 9450,  
Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten SG,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rentenrevision (Einstellung) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/8 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im Mai 2015 bei der IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 2). Er gab an, dass er an einer "Angstkrankheit" und an einer Depression leide. 

Er habe die Schule bis zum 10. Schuljahr besucht. Einen Beruf habe er nicht erlernt. Seit dem 20. April 

2015 absolviere er ein Praktikum im kaufmännischen Bereich in einem Pensum von 60 %. Das 

Praktikum werde bis zum 31. Juli 2015 dauern (siehe auch IV-act. 10). Im August 2014 hatte er eine 

Lehre als Kaufmann EFZ E-Profil, begonnen (IV-act. 13). Das Lehrverhältnis war im April 2015 aufgrund 
von psychischen Problemen des Versicherten aufgelöst worden. Im Jahr 2008 hatte der Versicherte 

bereits eine Lehre im Detailhandel und im Jahr 2014 eine KV-Lehre abgebrochen (IV-act. 16-7).  

A.b Der Hausarzt Dr. med. B.___ berichtete der IV-Stelle Basel-Stadt im Juni 2015, dass der 
Versicherte seit dem Jahr 2010 an psychiatrischen Problemen mit Selbstunsicherheit, depressiver 

Stimmung und Ängsten und damit zusammenhängend an gehäuften funktionellen Störungen 

(Müdigkeit, Übelkeit, Bauchweh) leide (IV-act. 12). 

A.c Der behandelnde Psychotherapeut C.___ berichtete der IV-Stelle Basel-Stadt am 5. August 2015, 
dass der Versicherte an einer sozialen Phobie (ICD-10: F 41.1), an einer generalisierten Angststörung 

(F41.1), an einer Zwangsstörung (F42.2) und an einem Verdacht auf eine ängstlich vermeidende 

Persönlichkeitsstörung (F60.6) leide (IV-act. 20). Die Ängste bestünden seit ca. dem siebten 

Lebensjahr. In einem den Ängsten angepassten Umfeld bestehe ab sofort eine volle Arbeitsfähigkeit. 

A.d Ab August 2015 fanden berufliche Eingliederungsmassnahmen statt (IV-act. 21, 40, 48, 66, 84). 
Ab dem 1. August 2017 absolvierte der Versicherte mit der Unterstützung der IV eine Ausbildung zum 

Kaufmann EFZ E (IV-act. 117, 121). 

A.e Der Psychotherapeut C.___ berichtete der IV-Stelle Basel-Stadt am 17. Januar 2019 über einen 
verbesserten Gesundheitszustand (IV-act. 179). Zwar sei der geschützte Rahmen am Arbeitsplatz 

weiterhin nötig. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass der Versicherte nach dem Abschluss der 

Ausbildung in den ersten Arbeitsmarkt einsteigen könne. Die Therapie sei per Ende 2018 

abgeschlossen worden, da sich der Versicherte einen Therapeuten in Arbeits-/Wohnortnähe suchen 

möchte. 

A.f Der Berufsberater der IV-Stelle Basel-Stadt notierte am 21. Februar 2019, dass die 
Arbeitsfähigkeit, gemessen an den Präsenzzeiten im Rahmen der beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen, deutlich eingeschränkt sei (IV-act. 181). Aktuell arbeite der Versicherte 

nur 50 %, faktisch erreiche er dieses Pensum jedoch nicht. Seit Anfang 2019 habe er eine neue 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Therapeutin, Dr. med. D.___. Der Versicherte plane, die Abschlussprüfungen als Kaufmann EFZ im 

Frühling anzutreten. Fachlich und methodisch sei der Versicherte auf einem ungenügenden Stand für 

die Abschlussprüfung als Kaufmann EFZ. Der Versicherte schätze seine Abschlusschancen und seine 

Vermittelbarkeit viel zu hoch ein. Die Präsenz in der Schule und im Praxisbetrieb sowie die Motivation 

seien ungenügend. Eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt sei unabhängig vom Bestehen des 
"QV" (EFZ Kaufmann) aktuell aus berufsberaterischer Sicht deutlich eingeschränkt. 

A.g Am 22. Februar 2019 teilte die IV-Stelle Basel-Stadt dem Versicherten mit, dass das Dossier in 
der Berufsberatung geschlossen werde, da er (der Versicherte) am 31. Juli 2019 seine erstmalige 

Ausbildung zum Kaufmann EFZ abschliessen werde (IV-act. 182). Am 27. Februar 2019 informierte sie 

den Versicherten darüber, dass nun die Rentenprüfung erfolgen werde (IV-act. 184). 

A.h Der Ausbildungsbetrieb berichtete der IV-Stelle Basel-Stadt am 1. März 2019 (IV-act. 187), dass 
ein durchschnittliches Pensum von knapp 40 % erreicht worden sei. Sei der Versicherte vor Ort, sei 

seine Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt. Der Versicherte sei zurzeit nicht vermittelbar. Es sei ihm 

nicht möglich, kontinuierlich in einem Pensum von 50 % zu arbeiten. Eine Stelle könne er nur in einem 

geschützten Rahmen annehmen. Am 30. Juni 2019 informierte der Ausbildungsbetrieb die IV-Stelle 

Basel-Stadt (IV-act. 196), dass der praktische Teil der KV-Nachholbildung per 30. Juni 2019 beendet 

worden sei. Der Versicherte habe seine Ausbildung abgeschlossen und bestanden. Aktuell sei er jedoch 

nicht vermittelbar. 

A.i RAD-Arzt E.___ notierte am 22. Januar 2020, dass eine abschliessende 
versicherungsmedizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf der Basis der vorliegenden Unterlagen 

nicht möglich sei (IV-act. 206). Es sei eine Begutachtung in Auftrag zu geben. 

A.j Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Gutachten vom 21. August 
2020 aus (IV-act. 217-3 ff.), dass beim Versicherten ein psychischer Gesundheitsschaden bestehe, der 

Beeinträchtigungen der mentalen Funktionen und der persönlichen Fähigkeiten verursache und mit den 

Diagnosen Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen (F42.1), generalisierte Angststörung 

(F41.1), soziale Phobie (F40.1) und spezifische Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und 

zwanghaften Anteilen klassifiziert werde. Diese Komorbiditäten beruhten auf einer langjährigen 

psychischen Fehlentwicklung. Der Versicherte habe die psychotherapeutische und 

psychopharmakologische Behandlung Mitte 2019 beendet. Dieser Entscheid sei nicht mit dem 

klinischen Zustand erklärbar. Die Begründungen des Versicherten (günstige Selbstdarstellung, 

Ausblenden von Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen, trotz Symptomen keine eigeninitiierte 

Therapeutensuche) zeigten, dass dieser Entscheid auf einer krankheitsimmanenten 
Vermeidungsstrategie (Verleugnung) beruhe. Seit dem Abschluss der Ausbildung und dem Abbruch 

der Behandlung seien Entwicklungsschritte der persönlichen und sozialen Fähigkeiten feststellbar 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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(Bewältigung des Beziehungsverlustes und Beginn einer neuen Partnerschaft, weitere Distanzierung 

von der Herkunftsfamilie durch die Veränderung des Lebensmittelpunktes). Die Angst- und 

Zwangssymptome seien leicht- bis mittelgradig ausgeprägt und es würden subjektiv nur leichtgradig 

empfundene behindernde Auswirkungen auf den Alltag beschrieben. In der aktuellen Lebenssituation 

mit der Partnerschaft, in der er von der Partnerin finanziell unterstützt werde, und der fehlenden 
Arbeitstätigkeit sei der Versicherte mit nur geringen psychosozialen Belastungen konfrontiert. Er könne 

seinen Tagesablauf weitgehend selbst bestimmen. Als einzige "externe" Anforderung sei die Forderung 

des RAV erkennbar, Bewerbungsbemühungen vorzuweisen. Diese Anforderung könne der Versicherte 

offensichtlich bewältigen. Die Verbesserung der Psychopathologie könnte für eine verbesserte 

Leistungsfähigkeit sprechen. Es sei aber zu berücksichtigen, dass beim Versicherten ein chronischer 

langjähriger Gesundheitsschaden mit deutlichen Funktionseinbussen vorliege. Zudem habe der 

Versicherte seit dem Abschluss seiner Ausbildung keine Massnahmen unternommen, die eine 

nachhaltige Verbesserung seines Gesundheitszustandes und seiner Funktionalität hätten bewirken 

können. Diese (aktuellen) Verbesserungen beruhten nicht auf einer nachhaltigen, strukturellen 

Verbesserung der Psychopathologie. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Gestaltung des Alltags 

es dem Versicherten ermögliche, Anforderungen auszuweichen und zu vermeiden, und dass die 

Besserungen auf das Fehlen von Stressoren zurückzuführen sei. Die Verbesserungen dürften also 

instabil sein. Die effektive Belastbarkeit in Strukturen mit mehr Anforderungen (wie z.B. eine 
regelmässige Arbeit, selbständige Finanzierung des Lebensunterhalts) sei aktuell nicht genau 

beurteilbar. Der Versicherte sei weiterhin therapiebedürftig. Wegen dem chronifizierten und 

langjährigen Krankheitsgeschehen und der Kombination mit einer ambivalenten Krankheitseinsicht sei 

aber von einer störungsspezifischen Behandlung kurz- und mittelfristig keine nachhaltige Verbesserung 

der emotionalen Belastbarkeit und der Funktionsfähigkeiten zu erwarten. In Anlehnung an die 

Erfahrungen in der Ausbildung sei der Versicherte 14 Stunden pro Woche/2-3 Stunden pro Tag, d.h. 

ca. 34 % arbeitsfähig. Die psychische Instabilität verursache eine inkonstante Leistungsfähigkeit. Bei 

einer Leistungsfähigkeit von 50 % betrage die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 17 %. Die 

krankheitsbedingten Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit seien seit November 2009 

nachvollziehbar dokumentiert. Aus der Krankheitsanamnese sei zudem ableitbar, dass der Versicherte 

seit April 2009 (Abbruch der ersten Lehre) den regulären Anforderungen einer Berufsausbildung und 

einer Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht gewachsen sei. Die gesundheitlichen 

Einschränkungen seien so ausgeprägt, dass der Versicherte den sozialen Anforderungen und den 

Leistungsanforderungen des ersten Arbeitsmarktes auch in einer angepassten Tätigkeit nicht 
gewachsen sei. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit betrage somit 0 %. Die 

Arbeitsfähigkeit könne in einem absehbaren Zeitraum durch medizinische Massnahmen nicht relevant 

verbessert werden. Zwar bestehe eine theoretische Chance für eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes durch eine störungsspezifische Behandlung. Die Prognose sei jedoch wegen 

des chronifizierten Krankheitsgeschehens mit den ausgeprägten Vermeidungsstrategien und der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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labilen psychischen Stabilität ungünstig. Es wäre ein langer Behandlungsprozess notwendig, dessen 

Erfolg nicht abgeschätzt werden könne. 

A.k RAD-Arzt E.___ notierte am 23. Oktober 2020 sinngemäss, dass das Gutachten überzeuge, so 
dass auf es abgestellt werden könne (IV-act. 221). 

A.l Mit Vorbescheid vom 18. November 2020 kündigte die IV-Stelle Basel-Stadt dem Versicherten 
an, dass er ab 1. August 2019 Anspruch auf eine ganze Rente habe (IV-act. 223). Zur Begründung hielt 

sie fest, dass ihm eine Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar sei. Laut der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) hätten männliche 

Bürokräfte im Jahr 2019 in einem Pensum von 100 % ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 

73'034.-- erzielen können (LSE 2018, Tabelle T17, Total Männer zwischen 30 und 49 Jahren, Pos. 44 

sonstige Bürokräfte, mit Umrechnung von 40 auf 41.7 Wochenstunden, zuzüglich 

Nominallohnentwicklung bis 2019 von 0.5 %). Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 0.-- betrage der 

IV-Grad 100 %. 

A.m Mit Verfügung vom 15. Februar 2021 sprach die IV-Stelle Basel-Stadt dem Versicherten ab dem 
1. März 2021 eine ganze Rente zu (IV-act. 234). Mit Verfügung vom 15. März 2021 sprach die IV-Stelle 

Basel-Stadt dem Versicherten auch für den Zeitraum 1. August 2019 bis 28. Februar 2021 eine ganze 

Rente zu (IV-act. 237). 

A.n Am 16. November 2020 war der Versicherte in den Kanton St. Gallen gezogen (IV-act. 241). Am 
4. Dezember 2023 reichte er der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zwei 

Arbeitsverträge sowie diverse Lohnabrechnungen ein (IV-act. 245). Beide Arbeitsverträge hatte der 

Versicherte mit der G.___ abgeschlossen. Der unbefristete Arbeitsvertrag als Haushelfer hatte am 1. 

März 2022 begonnen und umfasste ca. 5 bis 10 Stunden pro Woche (IV-act. 247). Das zweite 

Arbeitsverhältnis war befristet für den Zeitraum vom 31. März 2023 bis zum 30. Juni 2023 

abgeschlossen worden (IV-act. 246). Die eingereichten Lohnabrechnungen hatten den Zeitraum März 

2022 bis Oktober 2023 betroffen (IV-act. 248). Die zuständige Sachbearbeiterin der IV-Stelle St. Gallen 

teilte dem Versicherten am selben Tag mit, dass sich sein aktuelles Einkommen nicht auf den 

Rentenanspruch auswirke (IV-act. 249). Sie forderte den Versicherten auf, zukünftige Änderungen des 

Verdienstes/Pensums zu melden. 

B.  

B.a Am 30. August 2024 (Eingang: 3. September 2024) informierte der Versicherte die IV-Stelle des 
Kantons St. Gallen darüber, dass er am 15. April 2024 eine neue Arbeitsstelle angetreten habe (IV-act. 

250). Das Arbeitspensum betrage 70 %. Die Probezeit habe er erfolgreich bestanden. Dem beigelegten 
unbefristeten Arbeitsvertrag war zu entnehmen (IV-act. 251), dass die H.___ den Versicherten seit dem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15. April 2024 in einem Pensum von 70 % als kaufmännischen Angestellten beschäftigte. Der 

Jahreslohn betrug (aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum) brutto Fr. 70'118.--. Die zuständige 

Sachbearbeiterin der IV-Stelle St. Gallen notierte am 26. September 2024 (IV-act. 253), dass der 

Versicherte die Probezeit am 15. Juli 2024 bestanden habe. Es könne davon ausgegangen werden, 

dass der Versicherte das Pensum habe halten können. 

B.b Mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2024 kündigte die IV-Stelle St. Gallen dem Versicherten die 
Aufhebung der Verfügung vom 15. März 2021 respektive die Aufhebung der bisherigen ganzen Rente 

auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (IV-act. 255). Zur Begründung 

hielt sie fest, es sei dem Versicherten möglich, als kaufmännischer Angestellter in einem Pensum von 

70 % erwerbstätig zu sein. Das Einkommen ohne Invalidität entspreche dem Jahreslohn in einem 

Vollzeitpensum gemäss der LSE, Sektor 3, Niveau 2, Männer, angepasst an die 

Nominallohnentwicklung (Fr. 70'228.90). Der Versicherte erleide neu eine invaliditätsbedingte 

Erwerbseinbusse von 30 %. 

B.c Mit Verfügung vom 26. November 2024 hob die IV-Stelle St. Gallen die Verfügung vom 15. März 
2021 bzw. die bisherige ganze Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats 

auf (IV-act. 256). 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. Januar 
2025 Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der Verfügung 

und die weitere Erbringung der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die Sache an die IV-Stelle St. 

Gallen (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zur Durchführung weiterer Abklärungen und zur neuen 

Verfügung zurückzuweisen. Zur Begründung machte der Rechtsvertreter geltend, zunächst sei es gar 

nicht möglich, die Verfügung vom 15. März 2021 aufzuheben. Vielmehr solle offenbar der 

Rentenanspruch aufgehoben werden. Würde die damalige Verfügung aufgehoben werden, müssten 

sogar noch die bisherigen Rentenzahlungen zurückerstattet werden. Die angefochtene Verfügung sei 

nur schon deshalb aufzuheben. Sie sei jedoch auch noch aus einem anderen Grund falsch. Das 

Valideneinkommen sei in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die LSE, Sektor 3, Niveau 2, 

Männer, angepasst an die Nominallohnentwicklung, bestimmt worden. In der Rentenverfügung aus dem 

Jahr 2021 sei für die Bestimmung des Valideneinkommens jedoch auf die LSE 2018, Tabelle T17, Pos. 

44, abgestellt worden. Es könne nun nicht plötzlich auf die Tabelle T1 abgestellt werden, zumal sich 

diesbezüglich keine relevanten Veränderungen ergeben hätten. Ausgehend von der LSE 2022 und der 

Tabelle T17 resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 88'470.45 (Jahreslohn gemäss LSE 2022, T17, 
Pos. 44, Männer, Umrechnung auf 41.7 Stunden pro Woche, angepasst an die 

Nominallohnentwicklung). Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 49'082.60 betrage der IV-Grad 44.52 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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%. Der Beschwerdeführer habe folglich weiterhin einen Anspruch auf eine Invalidenrente, obschon 

diese zu reduzieren sei. Fraglich sei, ab wann die Zahlung der ganzen IV-Rente einzustellen sei, da 

unklar sei, wann die Verfügung zugestellt worden sei und da die Beschwerdegegnerin dem 

Rechtsvertreter eine erneute Zustellung der Verfügung in Aussicht gestellt habe (was bisher noch nicht 

geschehen sei). Eine neue, im Januar 2025 zugestellte Verfügung könnte erst die Rentenzahlungen ab 
dem 1. März 2025 betreffen. Im Übrigen könne selbstverständlich das Invalideneinkommen nicht als 

Valideneinkommen verwendet werden, da der Beschwerdeführer vor Beginn der Invalidität nie als 

Kaufmann gearbeitet habe. Der Beschwerde lag ein E-Mail-Verkehr zwischen dem Rechtsvertreter und 

einer IV-Sachbearbeiterin bei (act. G 1.2). Der Rechtsvertreter hatte am 8. Januar 2025 erklärt, dass 

die Verfügung vom 26. November 2024 dem Beschwerdeführer nie zugestellt worden sei. Er (der 

Rechtsvertreter) habe sie erst entdeckt, als er am Vortag (7. Januar 2025) die (gleichentags erhaltenen) 

IV-Akten kurz durchgesehen habe. Die IV-Sachbearbeiterin hatte am 10. Januar 2025 geantwortet, 

dass sie die Verfügung dem Beschwerdeführer gerne nochmals zustellen könne. Auf die Frage des 

Rechtsvertreters am 10. Januar 2025, was die erneute Zusendung der Verfügung für die 

Beschwerdefrist bedeute, d.h. ob die Frist dann neu zu laufen beginne, erklärte die IV-Sachbearbeiterin, 

dass sie diese Frage nicht beantworten könne. 

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 5. März 2025 (act. G 5), die Beschwerde sei in dem 
Sinne teilweise gutzuheissen, als dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die bisherige 
Rente per 1. Februar 2025 auf eine Invalidenrente in der Höhe von 30 % von einer ganzen Rente 

herabzusetzen sei. Zur Begründung hielt sie fest, die Rentenzahlungen seien per 31. Januar 2025 

eingestellt worden. Damit sei die Frist nach Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) zweifellos eingehalten, denn aus den Akten sei ersichtlich, 

dass die Verfügung dem Beschwerdeführer spätestens im Dezember 2024 zugestellt worden sei. So 

habe die Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers unter Hinweis auf die Verfügung vom 26. 

November 2024 und die laufende Beschwerdefrist um die dringende Zustellung des Aktendossiers 

gebeten. Die zuständige Sachbearbeiterin habe in der E-Mail vom 10. Januar 2025 lediglich 

festgehalten, dass die Verfügung dem Beschwerdeführer nochmals zugestellt werden könne, was 

gleichentags mittels Kurzbrief auch getan worden sei. Dies ändere jedoch weder am Fristenlauf noch 

am Tag der Renteneinstellung bzw. -herabsetzung etwas. Die Beschwerdegegnerin sei nicht an die 

frühere Invaliditätsschätzung bzw. an das damals verwendete Einkommen ohne Invalidität gebunden. 

Tatsächlich sei es jedoch sachgemässer, das Einkommen ohne Invalidität weiterhin gestützt auf T17, 

Pos. 44 festzusetzen. Denn das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Einkommen ohne Invalidität 
entspreche, hochgerechnet auf 100 %, ziemlich genau dem aktuell tatsächlich erzielten 

Erwerbseinkommen. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer ohne 

gesundheitliche Einschränkungen auf einem höheren Lohnniveau bewegen würde als mit den 

psychischen Einschränkungen. Nach der heutigen Rechtslage seien nicht mehr altersabhängige Werte, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sondern nach Art. 26 Abs. 4 IVV i.V.m. Art. 25 Abs. 3 IVV altersunabhängige und 

geschlechtsspezifische Werte zu verwenden. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 84'454.35 

(Tabellenlohn LSE 2022, T17, Pos. 44, Total Männer, umgerechnet auf 41.7 Stunden pro Woche, 

angepasst an die Nominallohnentwicklung) und einem Invalideneinkommen von Fr. 49'082.60 resultiere 

ein IV-Grad von 42 %. 

C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte in seiner Replik vom 10. März 2025 (act. G 
7) ergänzend geltend, es sei trotz Art. 25 Abs. 3 IVV völlig unverständlich, weshalb auf eine 

unspezifischere (da altersunabhängige) Tabelle abgestellt werden solle. Es stelle sich die Frage, 

weshalb die Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfügung nicht im Rahmen einer Wiedererwägung 

lite pendente einfach selbst widerrufen und neu verfügt habe. Der Grund dafür liege mutmasslich darin, 

dass sie dann die Frist von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV erneut hätte beachten müssen. Deshalb habe sie 

dem Gericht beantragt, die Verfügung gleich selbst zu korrigieren. Das Gericht könne die Verfügung 

wohl korrigieren, allerdings nicht mit Wirkung der Herabsetzung per 1. Februar 2025. Die Frist von Art. 

88bis Abs. 2 lit. a IVV wäre erneut zu beachten. 

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 9). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Vorab ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss Art. 60 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist 

die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die 

angefochtene Verfügung datiert vom 26. November 2024 und die Beschwerde ist am 13. Januar 2025 

erhoben worden. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen oder Monaten bestimmt sind, 
stehen vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar still (Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG). Entgegen der 

Behauptung des Rechtsvertreters in der E-Mail vom 8. Januar 2025 muss die Verfügung vom 26. 

November 2024 dem Beschwerdeführer zugestellt worden sein, denn sonst hätte die 

Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers nicht am 20. Dezember 2024 mit Verweis auf die 

Verfügung vom 26. November 2024 um Akteneinsicht ersucht (IV-act. 257). Das Datum der Zustellung 

der angefochtenen Verfügung ergibt sich allerdings nicht aus den Akten. Es ist auch nicht mehr 

ermittelbar, da die Verfügung per A-Post und nicht eingeschrieben verschickt worden ist und dadurch 

der Nachweis des tatsächlichen Zustelltages verunmöglicht worden ist. Aufgrund des 

Akteneinsichtsgesuchs der Rechtsschutzversicherung kann davon ausgegangen werden, dass der 

Beschwerdeführer am 20. Dezember 2024 in Besitz der angefochtenen Verfügung gewesen ist. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 13. Januar 2025 Beschwerde erhoben. Die 

Beschwerde ist demnach rechtzeitig erfolgt, weshalb auf sie einzutreten ist. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, die angefochtene Verfügung 
sei nur schon deshalb aufzuheben, weil das Dispositiv falsch formuliert worden sei. Es sei gar nicht 

möglich, dass mit der angefochtenen Verfügung vom 26. November 2024 die Verfügung vom 15. März 

2021 aufgehoben werde. Der erste Satz des Dispositivs der angefochtenen Verfügung lautet 

tatsächlich: "Die Verfügung vom 15.03.2021 wird aufgehoben." Im nächsten Absatz wird allerdings klar 
zum Ausdruck gebracht, dass die bisherige ganze Rente wegen einer Änderung des Invaliditätsgrades 

ex nunc, d.h. für die Zukunft aufgehoben wird. Der Beschwerdeschrift ist zu entnehmen, dass der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Verfügung richtig interpretiert hat, dass die Verfügung vom 

15. März 2021, mit welcher dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2019 bis 

zum 28. Februar 2021 eine ganze Rente zugesprochen worden war, nicht ex tunc (d.h. von Anfang an), 

sondern ex nunc aufgehoben werden sollte. Der Beschwerdeführer hat durch die unklare Formulierung 

des Dispositivs also keinen Nachteil erlitten, weshalb es keinen Grund gibt, die angefochtene Verfügung 

allein deswegen aufzuheben. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer hat ab dem 1. August 2019 eine ganze Rente der Invalidenversicherung 
bezogen. Die Beschwerdegegnerin hat die Rente mit der angefochtenen Verfügung vom 26. November 

2024 auf den ersten Tag des zweiten Monats nach der Zustellung der Verfügung, gemäss den Angaben 

der Beschwerdegegnerin per 31. Januar 2025, aufgehoben. Strittig ist, ob der Beschwerdeführer 
weiterhin einen Anspruch auf eine (herabgesetzte) Rente hat. 

2.2 Die Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers sich um mindestens 

fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder (lit. b) wenn er sich auf 100 % erhöht (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der 

Zusprache der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar 

(BGE 141 V 9 E. 2.3; BGE 134 V 131 E. 3). Die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente erfolgt 

frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis 

Abs. 2 lit. a IVV).  

2.3 Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 30. August 2024 darüber 
informiert, dass er am 15. April 2024 eine neue Arbeitsstelle als kaufmännischer Angestellter in einem 

Pensum von 70 % angetreten hatte. Die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 70 % ist 

offensichtlich ein Hinweis dafür, dass sich der Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache im Februar und März 2021 wesentlich verbessert haben 

könnte. Im psychiatrischen Gutachten vom 21. August 2020 hatte Dr. F.___ dem Beschwerdeführer für 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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die angestammte Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter nämlich noch eine Arbeitsfähigkeit von 

lediglich 17 % attestiert (ca. 50 % Leistung bei einem 34 %-Pensum). 

2.4 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 15. April 2024 in einem 
Pensum von 70 % als kaufmännischer Angestellter arbeitstätig ist. Daraus lässt sich allerdings nicht 

schliessen, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter 
seit dem 15. April 2024 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. So ist es 

durchaus möglich, dass der Beschwerdeführer eine Stelle in einem höheren Pensum als 70 % 

angetreten hätte, wenn ihm eine solche angeboten worden wäre. Es könnte also sein, dass der 

Beschwerdeführer zu mehr als 70 % arbeitsfähig ist. Möglich ist aber auch, dass sich der 

Beschwerdeführer selbst überschätzt, also dass er zwar ein Arbeitspensum von 70 % absolviert, seine 

Arbeitsfähigkeit aber eigentlich unter 70 % liegt. Die damit einhergehende Überforderung könnte dazu 

führen, dass er das 70 %-Pensum nicht längere Zeit halten könnte. So hat der psychiatrische 

Sachverständige im Gutachten vom 21. August 2020 festgehalten, dass die Krankheitseinsicht 

ambivalent sei (Verleugnung, günstige Selbstdarstellung, Ausblenden von Schwierigkeiten und 

Beeinträchtigungen) und der Beschwerdeführer das Mass seiner Einschränkungen (krankheitsbedingt) 

unterschätze (IV-act. 217-21). Aus den Akten ist auch nicht ersichtlich, ob der Beschwerdeführer im 

Pensum von 70 % eine konstante Arbeitsleistung zu erbringen vermag. Wie hoch die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers im Verfügungszeitpunkt (26. November 2024) tatsächlich gewesen ist, kann 
somit anhand der dem Gericht vorliegenden Akten nicht beantwortet werden. Die Aufnahme der 

Erwerbstätigkeit im April 2024 vermag nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu belegen, dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt in der 

angestammten Tätigkeit zu genau 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung muss 

immer auf der Grundlage einer genauen Kenntnis des medizinischen Sachverhalts beruhen. Eine 

aktuelle medizinische Beurteilung bzw. Arbeitsfähigkeitsschätzung fehlt. Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Beschwerdegegnerin, welche auf der Grundlage des Arbeitsvertrages 

beruht, läuft im Ergebnis auf eine Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers (bzw. allenfalls noch der 

Arbeitgeberin) hinaus. Die Sache ist somit zur weiteren medizinischen Abklärung des Sachverhalts an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

2.5 Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vollumfänglich aufzuheben und die Sache ist zur Weiterführung des 

Verwaltungsverfahrens im Sinne des oben Ausgeführten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

3.  

3.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 

600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist 

die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als 

volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

3.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen 

der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege 

beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal 

Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote 

eingereicht. In einem durchschnittlichen IV-Rentenfall spricht das Gericht praxisgemäss eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu. Der vorliegende Fall ist vom Aufwand her unterdurchschnittlich 

gewesen. Das Aktenstudium ist mangels aktueller medizinischer Unterlagen nicht zeitaufwändig 

gewesen und zwischen den Parteien ist hauptsächlich die Höhe des Valideneinkommens strittig 

gewesen. Die Beschwerdeschrift und die Replik sind entsprechend kurz ausgefallen. Insgesamt 
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- als angemessen. Die Parteientschädigung ist daher 

auf pauschal Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Sache wird zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der geleistete 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- zu 

bezahlen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.09.2025
	Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV. Aufhebung einer ganzen Invalidenrente für die Zukunft. Die Aufnahme der Erwerbstätigkeit vermag nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, dass der Versicherte im Verfügungszeitpunkt in der angestammten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Eine aktuelle medizinische Beurteilung bzw. Arbeitsfähigkeitsschätzung liegt nicht im Recht. Die Sache ist deshalb zur weiteren medizinischen Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. September 2025, IV 2025/8).

		2026-01-28T04:08:07+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen