# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34fe34bf-e9e5-5a57-9cef-0ab51e21b919
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.02.2024 200 2023 602
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-602_2024-02-21.pdf

## Full Text

200 23 602 UV
KOJ/LUB/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Februar 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

Solida Versicherungen AG
Saumackerstrasse 35, Postfach, 8048 Zürich
vertreten durch Rechtsanwälte C.________ und D.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Juli 2023 (…)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Feb. 2024, UV/23/602, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der Solida Versicherungen AG (Solida bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 2. Okto-
ber 2022 rutschte der Versicherte am 30. September 2022 beim …spielen 
auf einer Grasnarbe eines … aus und verletzte sich dabei am rechten Knie 
(Riss) und der rechten Schulter (Prellung; Akten der Solida [act. II] A1). Die 
Solida klärte den Sachverhalt ab, indem sie Berichte der behandelnden 
Ärzte beizog, vom Versicherten einen Fragebogen beantworten liess 
(act. II A11) und das Dossier ihrer beratenden Ärztin zur Beurteilung vorleg-
te. Gestützt auf deren versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 
7. November 2022 (act. II M9) verneinte die Solida mit Verfügung vom 
29. November 2022 (act. II A18) ihre Leistungspflicht. Zur Begründung führ-
te sie aus, die geltend gemachten Beschwerden stünden nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise im Kausalzusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 30. September 2022. In der Gesamtschau 
komme ihre beratende Ärztin zum Schluss, dass das Ereignis vom 30. Sep-
tember 2022 einer sogenannten Gelegenheits- resp. Zufallsursache ent-
spreche; versicherungsmedizinisch betrachtet hätte somit ein alltäglicher, 
alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesund-
heitsschädigung bewirken können, weshalb es sich beim besagten Ereignis 
um einen austauschbaren Anlass handle und auch eine Teilkausalität zu 
verneinen sei. Daran hielt die Solida auf Einsprache hin (act. II A29) mit 
Entscheid vom 3. Juli 2023 fest (act. II A34).

B.

Mit Eingabe vom 24. August 2023 erhob der Versicherte, vertreten durch 
die B.________ AG, Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid 
vom 3. Juli 2023 sei aufzuheben und es seien für das Ereignis vom 
30. September 2022 die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversiche-

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rung zu erbringen. Eventualiter sei die Sache zur Einholung eines externen 
Gutachtens an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschä-
digungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch die Rechtsanwälte C.________ und D.________ 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Juli 2023 
(act. II A34). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf die gesetzlichen Leistungen aus der obligatorischen Unfallversi-
cherung betreffend das Ereignis vom 30. September 2022.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. 
a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse 
(lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hat der 
Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Listen-
verletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, 
so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall nicht 
mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsscha-
den also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 
Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG 
erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung nach Art. 6 
Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung grundsätzlich 
leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die 

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Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist 
(BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

Bei fehlendem natürlichem Kausalzusammenhang zwischen einem Unfal-
lereignis im Sinne von Art. 4 ATSG und einer Körperschädigung nach Art. 6 
Abs. 2 UVG erübrigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 
2 UVG, jedenfalls solange kein anderes initiales Ereignis als Verletzungs-
ursache in Frage kommt (BGE 146 V 51 E. 9.2 S. 71).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; Entscheid des 
BGer vom 12. Juli 2022, 8C_596/2021 [zur Publikation vorgesehen], E. 3).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beein-
trächtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslö-
sende traumatische Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, 
wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher 
oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des 

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Zeitpunkts des Schadenseintritts "conditio sine qua non" war. Anders ver-
hält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, 
welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu 
rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Ver-
hältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzuneh-
men. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbe-
gründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen 
Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig 
war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar er-
schiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung – bei erstelltem 
Auslösezusammenhang – einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder 
Zufallsursache, wenn sie auf einen derart labilen, prekären Vorzustand 
trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) Schädigung zu 
rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen 
Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen 
Zufallsanlass. Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu 
annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken 
können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern 
als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des 
obligatorischen Unfallversicherers (Entscheid des BGer vom 8. August 
2023, 8C_125/2023 [zur Publikation vorgesehen], E. 5.1; SVR 2023 UV Nr. 
32 S. 110 E. 4.2.2).

2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 
438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 

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356 E. 3.2 S. 358; Entscheid des BGer vom 8. August 2023, 8C_125/2023 
[zur Publikation vorgesehen], E. 5.2; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Erstellt und unbestritten ist, dass das Ereignis vom 30. September 
2022, bei welchem der Beschwerdeführer beim … (…spiel) mit dem Absatz 
auf der nassen Grasnarbe ausrutschte und mit voller Kraft "in das rechte 
Knie" fiel (act. II 1, 11/1), einen Unfall im Rechtssinne darstellt (vgl. E. 2.1 
hiervor). Was die Beschwerdegegnerin vorliegend bestreitet, ist das Beste-
hen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem besagten 
Unfallereignis und den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Be-
schwerden am rechten Knie (Quadrizepssehnenruptur; act. II 34/7; Be-
schwerdeantwort S. 12).

3.2 Hierzu ist den medizinischen Akten das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im Arztzeugnis UVG vom 3. Oktober 2022 diagnostizierte die erst-
behandelnde Dr. med. E.________, Fachärztin für Chirurgie, eine unfallbe-
dingte Quadrizepssehnenruptur rechts. Der Beschwerdeführer habe sich 
am 30. September 2022 beim …spielen ein Überstrecktrauma des rechten 
Knies zugezogen. Eine operative Versorgung sei geplant (act. II M7).

3.2.2 Im Operationsbericht vom 6. Oktober 2022 über die offene, tran-
sossäre Refixation der Quadrizepssehne vom 4. Oktober 2022 diagnosti-
zierte Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Quadrizepssehnenruptur 
rechts und einen Status nach Quadrizepssehnenruptur links und Re-

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Ruptur. Im Rahmen des Eingriffs entleere sich ein intraartikuläres Häma-
tom. Im Femoropatellärgelenk zeigten sich keine nennenswerten degenera-
tiven Veränderungen. Die Ruptur umfasse eine vollständige Zerreissung 
des Retinaculum mediale in der gesamten Quadrizepssehne sowie eine 
Ruptur des Retinaculum laterale. Die Sehne sei stark mukoid degeneriert 
(act. II M1/1).

3.2.3 Im Bericht vom 19. Oktober 2022 nannte Dr. med. F.________ als 
Diagnosen einen Status nach offener, transossärer Refixation der Quadri-
zepssehne rechts am 4. Oktober 2022 mit/bei Quadrizepssehnenruptur 
rechts nach Misstritt am 30. September 2022 und einen Status nach tran-
sossärer Refixation der Quadrizepssehne links am 26. März 2019 bei Qua-
drizepssehnenruptur links und Status nach transossärer Refixation der 
Quadrizepssehne links am 18. Dezember 2018, einen Status nach Hüft-TP-
Implantation links Januar 2022 und eine Coxarthrose rechts. Der Be-
schwerdeführer habe sich notfallmässig bei Knieschmerzen nach Misstritt 
beim …spielen am 30. September 2022 vorgestellt. Er sei ausgerutscht 
und habe sofort starke Schmerzen am oberen Pol der Patella verspürt 
(act. II M8/1).

3.2.4 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 7. Novem-
ber 2022 (act. II M9) führte Dr. med. G.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, aus, die rechtsseitige Quadrizepssehnen-
ruptur stehe allenfalls möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusam-
menhang mit dem Ereignis vom 30. September 2022. So rupturiere die 
Quadrizepssehne bei degenerativer Vorschädigung häufig spontan und 
ohne adäquates Trauma. Vorwiegend seien Männer zwischen dem 50. und 
65. Lebensjahr betroffen (der Beschwerdeführer sei zum Zeitpunkt des 
Ereignisses 65 Jahre alt gewesen). Der Unfallmechanismus, der zu einer 
Ruptur der Quadrizepssehne führe, sei in der Regel eine exzentrische Be-
lastung derselben (z.B. Treppenabgehen). Das zeitnah von Dr. med. 
E.________ dokumentierte "Überstrecktrauma" des rechten Kniegelenks 
sei hingegen kein geeigneter Mechanismus, so führe dieser Hergang zu 
keiner unphysiologischen Belastung der Quadrizepssehne resp. zu einer 
Ruptur derselben. Gegen einen überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 30. September 2022 

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und der Quadrizepssehnenruptur spreche auch der Vorzustand mit Status 
nach beidseitigen Achillessehnenrupturen und Status nach Quadrizeps-
sehnenruptur links. Auch liege beim Beschwerdeführer ein typischer prä-
disponierender Faktor für eine Quadrizepssehnenruptur vor: eine Hyperlipi-
dämie. Auf eine Bildgebung sei zwar verzichtet worden, intraoperativ habe 
jedoch eine stark mukoid degenerierte Quadrizepssehne imponiert. Reine 
traumatische Quadrizepssehnenrupturen seien hingegen sehr selten und 
träten bei direkter Krafteinwirkung auf die Sehne im Rahmen von Hochra-
sanztraumata oder durch Penetration bei landwirtschaftlichen Unfällen auf 
(act. II M9/3). Auch Quadrizepssehnenrupturen als Folge von Sportunfällen 
seien selten, weshalb die Quadrizepssehnenruptur in der Gesamtschau 
und aus versicherungsmedizinischer Sicht nur sehr selten überwiegend 
wahrscheinlich unfallkausal anerkannt werde. In diesem Zusammenhang 
sei zudem darauf hinzuweisen, dass, wie im Fall des Beschwerdeführers, 
als Unfallhergang ein Sturz angegeben werde. Dabei sei der Sturz jedoch 
bereits das Ergebnis der Ruptur, da das Kniegelenk ohne die intakte Qua-
drizepssehne nicht stabilisiert werden könne. Es gebe keine Befunde resp. 
Indizien, die für sich allein genommen die unfallbedingte Entstehung eines 
Sehnenschadens beweisen oder ausschliessen könnten. Insbesondere 
spreche auch das intraartikuläre Hämatom nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit für einen Unfallzusammenhang, denn dieser Bluterguss er-
kläre sich aus der im Rahmen der Zusammenhangstrennung gegebenen 
Mitbeteiligung von Blutgefässen – völlig unabhängig davon, ob die Läsion 
aus innerer (Degeneration) oder äusserer (Unfall) Ursache entstanden sei 
(act. II M9/4). In der Gesamtschau entspreche das Ereignis vom 30. Sep-
tember 2022 aus versicherungsmedizinischer Sicht einer sogenannten Ge-
legenheits- resp. Zufallsursache. So habe die unfallbedingte Einwirkung auf 
einen derart labil-prekären, degenerativen Zustand getroffen, dass jederzeit 
mit einem Eintritt der Quadrizepssehnenruptur zu rechnen gewesen sei, sei 
es aus eigener Dynamik der pathologischen Sachlage oder wegen Anspre-
chens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Versicherungsmedizi-
nisch betrachtet hätte somit ein alltäglicher, alternativer Belastungsfaktor zu 
annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung bewirken kön-
nen, weshalb es sich beim Ereignis vom 30. September 2022 nicht um ein 
sogenanntes kausalsignifikantes Ereignis, sondern um einen austauschba-

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ren Anlass handle, weshalb auch eine Teilkausalität zu verneinen sei 
(act. II M9/5).

3.2.5 Dr. med. F.________ hielt in der Stellungnahme vom 6. Januar 
2023 zu Handen der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers fest, mit 
sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei die Quadrizeptssehnenruptur auf der 
rechten Seite ein Unfallereignis und sei auch medizinisch als solches zu 
werten. Mit sehr hoher Annahme sei die Operation (Quadrizepssehnenre-
konstruktion) auf den Sturz vom 30. September 2022 zurückzuführen. Un-
fallfremde Faktoren seien nicht bekannt (act. II A29/9).

3.2.6 In der mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 
13. August 2023 erwähnte Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie 
und Handchirurgie, traumatisch bedingte Rupturen der Quadrizepssehne 
träten in der Regel bei einem Sturz auf das vollständig gebeugte Kniege-
lenk auf. Im Rahmen eines solchen Ereignisses trete zusätzlich zur durch 
die Beugung bedingten vollständigen Zugbelastung der Quadrizepssehne 
die reflektorische Anspannung des Quadrizepsmuskels hinzu, ein solcher 
Unfallhergang könne auch den Riss einer gesunden Sehne in der Regel im 
Ansatzbereich am Patellapol bewirken. Trete ein solches Unfallereignis auf 
eine degenerativ veränderte Quadrizepssehne, sei der notwendige Impuls 
zur Ruptur naturgemäss geringer und führe schon bei weniger Zugkraft zur 
Läsion. Beim Abrutschen auf nassem Gras und einem nachfolgenden Sturz 
nach vorne in den … werde das Kniegelenk in der Regel abrupt in eine 
volle Beugung gezwungen, dies unter gleichzeitiger reflektorischer An-
spannung der Quadrizepssehnen-Muskulatur. Der Sturz werde vom Knie 
im … aufgefangen (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5/3). Der Be-
schwerdeführer habe auf telefonische Nachfrage hin den Ereignisablauf 
entsprechend dem zuvor Ausgeführten geschildert. Nach dem Ausrutschen 
sei er nach vorne zurück in den … gestürzt, dies nicht wie die Hausärztin 
beschrieben habe mit überstrecktem Bein, sondern mit vollständig gebeug-
tem Kniegelenk. Danach sei er seitlich drehend auf die rechte Schulter ge-
prallt. Vor dem Ereignis habe keinerlei Schwäche beim Strecken des Knie-
gelenks vorgelegen. Ungeachtet des degenerativen Vorzustandes der 
Quadrizepssehne sei der beschriebene Unfallhergang geeignet, eine Rup-
tur der Quadrizepssehne zu bewirken. Somit könne im Gegensatz zur Auf-

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fassung der beratenden Ärztin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von 
einer Unfallkausalität ausgegangen werden und nicht von einer Zufalls- 
oder Gelegenheitsursache bei hochgradiger degenerativer Vorschädigung 
(act. I 5/4). Die Operation vom 4. Oktober 2022 sei dementsprechend 
überwiegend wahrscheinlich unfallkausal zum Ereignis vom 30. September 
2022. Es habe ein Vorzustand mit erheblichen degenerativen Veränderun-
gen (intraoperativ bestätigt) der bei besagtem Ereignis rupturierten Quadri-
zepssehne bestanden. Dies wirke sich dahingehend aus, dass bei dem 
vorliegenden geeigneten Unfallmechanismus bereits ein geringer Kraftim-
puls zur Zerreissung führen könne (act. I 5/5).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2).

Beratende Ärzte eines Versicherungsträgers sind, was den Beweiswert 
ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzu-
setzen (SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3). Die Tatsache allein, dass der 
befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 
steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 
schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versi-
cherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

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parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im 
Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozial-
versicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters 
allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Urteilt das Gericht indessen ab-
schliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor 
dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). 

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 3. Juli 2023 (act. II A34) auf die ausführliche Aktenbeur-
teilung von Dr. med. G.________ vom 7. November 2022 (act. II M9). Sie 
kam zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht das Ereignis 
vom 30. September 2022 einer sogenannten Gelegenheits- resp. Zufallsur-
sache entsprochen habe. Die unfallbedingte Einwirkung habe auf einen 
derart labil-prekären, degenerativen Zustand getroffen, dass jederzeit mit 
einer Quadrizepssehnenruptur habe gerechnet werden müssen, sei es aus 
eigner Dynamik der pathologischen Sachlage oder wegen Ansprechens auf 
einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Ein alltäglicher, alternativer Belas-
tungsfaktor hätte zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädi-
gung bewirken können, weshalb es sich beim Ereignis vom 30. September 
2022 nicht um ein sogenanntes kausalsignifikantes Ereignis, sondern um 
einen austauschbaren Anlass handle, weshalb auch eine Teilkausalität zu 
verneinen sei (act. II M9/5). Diese Beurteilung ist für sich (allein) genom-
men grundsätzlich schlüssig und plausibel.

3.4.1 Die Berichte des behandelnden Dr. med. F.________ vermögen 
daran keine Zweifel zu wecken. Im Operationsbericht vom 6. Oktober 2022 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Feb. 2024, UV/23/602, Seite 13

äusserte er sich nicht zur Kausalität (act. II M1) und in den Berichten vom 
19. Oktober 2022 und 6. Januar 2023 legte er mit keinem Wort dar, wes-
halb die Quadrizepssehnenruptur rechts traumatisch (act. II M8) bzw. die 
Quadrizeps(sehnen)ruptur rechts "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" auf 
das Ereignis vom 30. September 2022 zurückzuführen sei (act. II A29). 
Vielmehr ging Dr. med. F.________ pauschal von einer traumatischen Ge-
nese bzw. unfallbedingten Ursache aus und er bezog auch nicht den von 
ihm intraoperativ selbst festgestellten degenerativen Vorzustand ("Die Seh-
ne ist stark mukoid degeneriert"; act. II 1/1) mit ein. Ebenso wenig setzte er 
sich in seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2023 mit der den Kausalzu-
sammenhang verneinenden versicherungsmedizinischen Beurteilung von 
Dr. med. G.________ auseinander. 

3.4.2 Demgegenüber vermag die Stellungnahme von Dr. med. 
H.________ vom 13. August 2023 (act. I 5) Zweifel an der Einschätzung 
von Dr. med. G.________ zu begründen. Entgegen der Darstellung in der 
Beschwerdeantwort (S. 9 Rz. 25) legte Dr. med. H.________ sehr wohl 
dar, inwiefern der von ihm zugrunde gelegte Mechanismus eines Sturzes 
mit vollständig gebeugtem Kinegelenk geeignet ist, eine Quadri-
zeps(sehnen)ruptur zu bewirken. So führte er aus, dass im Rahmen eines 
Sturzes auf das gebeugte Knie zusätzlich zur durch die Beugung bedingten 
vollständigen Zugbelastung der Quadrizepssehne die reflektorische An-
spannung des Quadrizepsmuskels hinzukomme und ein solcher Hergang 
auch den Riss einer gesunden Sehne in der Regel im Ansatzbereich im 
Patellapol bewirken könne; beim Abrutschen auf nassem Gras und einem 
nachfolgenden Sturz in den … werde das Kniegelenk in der Regel abrupt in 
eine volle Beugung gezwungen, dies unter gleichzeitiger reflektorischer 
Anspannung der Quadrizepssehnenmuskulatur, der Sturz werde vom Knie 
abgefangen (act. I 5/3). Der Beschwerdeführer gab vorliegend denn auch 
bereits in seiner Unfallbeschreibung vom 7. Oktober 2022 an, (nachdem er 
mit dem Absatz auf dem nassen Gras ausgerutscht sei) mit voller Kraft "in 
das rechte Knie gefallen" zu sein (act. II A11/1) und er zog sich die Ruptur 
auch im besagten Bereich des Kniegelenks zu (act. II M1), was unbestritten 
ist. Im Übrigen bezeichnete auch Dr. med. G.________ als geeigneten Un-
fallmechanismus, der zur einer Ruptur der Quadrizepssehne führen kann, 
eine exzentrische Belastung wie z.B. beim Treppabgehen (act. II M9/3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Feb. 2024, UV/23/602, Seite 14

Dies divergiert ausgehend vom Belastungsablauf des Kniegelenks nicht 
wesentlich vom hier zur Diskussion stehenden Vorgang. Sodann trifft zwar 
zu und ist auch unbestritten, dass die rechtsseitige Quadrizepssehne de-
generativ verändert war (act. II M1/2) und damit verglichen mit einer ge-
sunden Sehne naturgemäss bereits eine geringere (Zug-)Belastung zu ei-
ner Ruptur führen kann (vgl. act. II M9/3, /5; act. I 5/3, /5). Soweit Dr. med. 
G.________ in diesem Zusammenhang ausführte, dass eine Quadrizeps-
sehne bei einer Vorschädigung häufig spontan und ohne Trauma rupturie-
re, was gerade bei Männern im Alter des Beschwerdeführers vorkomme 
(act. II M9/3), ist festzuhalten, dass hier eben gerade ein (durch Ausrut-
schen und den anschliessenden Sturz auf das Knie verursachtes) derarti-
ges Trauma vorlag (vgl. act. II A11/1), mithin auf das Kniegelenk ein erhöh-
ter Belastungsfaktor einwirkte und nicht ein alltäglicher. Des Weiteren liegt 
hier auch kein Fall vor, wie ihn Dr. med. G.________ erwähnte, bei dem 
der Sturz bereits das Ergebnis der Ruptur ist (act. II M9/4). Vielmehr ist der 
Beschwerdeführer seinen unbestrittenen Angaben zufolge gestürzt, weil er 
beim … mit dem Absatz auf der nassen Grasnarbe ausrutschte; gemäss 
seiner Schilderung verspürte er denn auch nicht vor dem Sturz einen Riss 
(act. II A11/1). Es bestehen damit zumindest gewisse Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. med. G.________ 
vom 7. November 2022, weswegen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
sind.

3.5 Unter diesen Umständen ist, soweit die Beschwerdegegnerin die 
Praxis betreffend Gelegenheits- oder Zufallsursache als anwendbar erach-
tet, nicht erstellt, dass die Quadrizepssehne rechts bereits derart degenera-
tiv vorgeschädigt war, dass bereits eine alltägliche Belastung zu annähernd 
gleicher Zeit einen Riss bewirken konnte (vgl. E. 2.3.1 hiervor). In diesem 
Zusammenhang wäre von Interesse, ob die Quadrizepssehnenruptur links 
im Dezember 2018 (act. II M8/1) allenfalls anlässlich einer derartigen Gele-
genheitsursache erfolgt war oder nicht und wie sich der damalige Zustand 
der linken Sehne im Vergleich zur rechten Sehne im September 2022 prä-
sentierte. Dem wurde indessen nicht nachgegangen.

3.6 Nach dem Dargelegten erlauben die vorliegenden Akten keinen 
abschliessenden Entscheid zur Frage, ob das Ereignis vom 30. Septem-

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ber 2022 zumindest teilkausal für die Quadrizepssehnenruptur rechts war. 
Mithin ist der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt. Der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 3. Juli 2023 (act. II A34) ist folglich aufzuhe-
ben und die Sache ist entsprechend dem Eventualantrag in der Beschwer-
de (S. 2 Ziff. I 3) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat 
zwecks Prüfung einer mindestens teilweisen Kausalität eine externe or-
thopädische Begutachtung zu veranlassen und anschliessend über den 
streitigen Leistungsanspruch neu zu verfügen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung 
beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventu-
alantrag gestellt wird (SVR 2020 KV Nr. 23 S. 112 E. 11.1).

Die B.________ AG hat nach Aufforderung des Instruktionsrichters (vgl. 
prozessleitende Verfügung vom 1. November 2023) mit Eingabe vom 
15. November 2023 auf die Einreichung einer Kostennote verzichtet und 
die Festsetzung der Parteientschädigung in das Ermessen des Gerichts 
gestellt. Unter Würdigung der Bedeutung der Streitsache, des vorliegend 
gebotenen sowie im Vergleich zum in gleichgelagerten Fällen entschädig-
ten Aufwand und unter Berücksichtigung des einschlägigen Rundschrei-
bens des Verwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2009 (abrufbar unter 
<www.justice.be.ch>) wird die Parteientschädigung (inkl. Auslagen und 

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MWST) ermessensweise und pauschal auf Fr. 1'000.-- festgesetzt; diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Solida Versicherungen AG vom 3. Juli 2023 aufge-
hoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'000.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwälte C.________ und D.________ z.H. der Beschwerde-

gegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.