# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1e76f10-38e8-539a-afab-25aa668dd0e8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 17.11.2025 BK 2025 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-268_2025-11-17.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss 
BK 25 268+275

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. November 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Vorschusszahlung amtliches Honorar / Beschlagnahme / Rechts-
verzögerung und Rechtsverweigerung

Strafverfahren wegen Diebstahls, evtl. unrechtmässige Aneig-
nung, evtl. Veruntreuung, evtl. ungetreue Geschäftsbesorgung

Beschwerde gegen die Verfügungen der Regionalen Staatsan-
waltschaft Bern-Mittelland vom 27. Mai 2025 (BM 22 1688) und 
27. Oktober 2022 (BM 22 38145)

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Erwägungen:

1.

1.1 Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) und deren 
Ehemann, C.________, eine Strafuntersuchung wegen Diebstahls, evtl. unrecht-
mässiger Aneignung, evtl. Veruntreuung, evtl. ungetreuer Geschäftsbesorgung, 
Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Initiiert wurde das Verfahren durch 
eine Strafanzeige der Schwester der Beschwerdeführerin vom 7. Oktober 2022, 
welche im Nachgang zum Tod des Vaters eingereicht worden ist. Der Beschwerde-
führerin (wie auch deren Ehemann) wird zusammengefasst vorgeworfen, sich Ver-
mögenswerte des Erblassers zu dessen Lebzeiten in strafrechtlich relevanter Wei-
se angeeignet oder darüber verfügt sowie solche Vermögenswerte eventuell nach 
dessen Tod gegenüber den Erbschaftsbehörden bzw. der Miterbin (d.h. der Anzei-
geerstatterin/Privatklägerin) unterschlagen oder veruntreut zu haben. 

1.2 Nachdem der bisherige Verteidiger der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt 
D.________, am 12. Januar 2023 gegenüber der Staatsanwaltschaft erklärt hatte, 
die Beschwerdeführerin nicht mehr zu vertreten, teilte der zuständige Staatsanwalt 
der Beschwerdeführerin mit, dass ein Fall notwendiger Verteidigung vorliege und 
sie entweder eine neue Anwältin oder einen neuen Anwalt mit ihrer Verteidigung 
beauftragen oder ihm mitteilen solle, dass sie die Bestellung einer amtlichen Ver-
teidigung durch die Verfahrensleitung wünsche. Daraufhin meldete sich Rechtsan-
walt B.________ mit Schreiben vom 22. Januar 2023 und teilte mit, dass die Be-
schwerdeführerin ihn mit ihrer Verteidigung beauftragt habe, worauf er – auf sein 
Gesuch hin – von der Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 24. Januar 2023 als 
amtlicher Verteidiger eingesetzt wurde.

Am 19. Mai 2025 stellte Rechtsanwalt B.________ unter Beilegung seiner Hono-
rarnote ein Gesuch um Akontozahlung. Mit Verfügung vom 27. Mai 2025 geneh-
migte der verfahrensleitende Staatsanwalt die Bevorschussung eines Betrags von 
CHF 16’589.10 an das zu erwartende amtliche Honorar, unter dem ausdrücklichen 
Vorbehalt der endgültigen, allenfalls abweichenden Festlegung des amtlichen Ho-
norars. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 10. Juni 2025 bei der Be-
schwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfol-
gend: Beschwerdekammer) Beschwerde ein und stellte folgende Anträge:

1. Ich beantrage die Ablehnung der angeordneten Vorschusszahlung für anwaltliche und teilweise 
erbrachte Leistungen, da kein wirksamer Auftrag meinerseits vorlag.

2. Ich beantrage die Zurückweisung der Genehmigung der Honorarforderung durch die Staatsan-
waltschaft sowie die Wahrung meiner Verfahrensrechte und eine unparteiische Verfahrens-
führung. 

3. Ich ersuche um Berücksichtigung der vorgelegten Beweismittel, eine objektive und unabhängige 
Prüfung der Sach- und Rechtslage sowie die Einstellung des Verfahrens, da es an einer gesetzli-
chen Grundlage mangelt. 

4. Gestützt auf Art. 13 EMRK verlange ich eine wirksame Beschwerdemöglichkeit, insbesondere ei-
ne rechtsstaatliche und sachlich begründete Überprüfung meiner Einwände. 

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5. Ich beantrage, dass meine Argumente und Beweise vollumfänglich berücksichtigt werden und 
mein Recht auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV gewahrt bleibt. 

6. Die Beschlagnahme des Nachlasses zur Deckung von Anwalts- und Verfahrenskosten durch die 
Staatsanwaltschaft gestützt auf Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO ist rechtswidrig, da kein rechtmässiges 
Verfahren vorlag. Die Massnahme ist unverhältnismässig und verletzt mein Eigentumsrecht sie ist 
daher umgehend aufzuheben.

1.3 Nachdem die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer mit Verfügung vom 
17. Juni 2025 ein Beschwerdeverfahren eröffnet und der Generalstaatsanwalt-
schaft Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt hatte, beantragte Letztere am 
3. Juli 2025 das kostenfällige Nichteintreten auf die Beschwerde. Die Beschwerde-
führerin stellte unter Bezugnahme auf die vorgenannte verfahrensleitende Verfü-
gung vom 17. Juni 2025 am 7. Juli 2025 – nebst diversen in der Begründung inte-
grierten Anträgen (so beispielsweise Akteneinsicht) – folgende Forderungen:

1. Die unverzügliche Durchführung der seit langem ausstehenden Einvernahme von Herrn 
E.________, welche für die Aufklärung des Sachverhalts von zentraler Bedeutung ist. 

2. Die Einstellung des gegen uns geführten Strafverfahrens mangels belastender Beweise und unter 
Berücksichtigung der erheblichen Verfahrensmängel. 

3. Die sofortige Freigabe und Herausgabe des unrechtmässig blockierten Nachlasses unseres ver-
storbenen Vaters. 

4. Eine umfassende und unabhängige Untersuchung der Rolle von Frau F.________ sowie ihres 
Rechtsvertreters, insbesondere im Hinblick auf deren Mitverantwortung an der Eskalation und 
Verzerrung des Verfahrens. 

5. Die Prüfung und gegebenenfalls Anordnung der vorsorglichen Beschlagnahme von Vermögens-
werten von Frau F.________, insbesondere zur Sicherstellung etwaiger Ausgleichsansprüche und 
zum Schutz vor Vermögensverschiebung zulasten des Nachlasses. 

6. Die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den zuständigen Staatsanwalt sowie gegen den 
Rechtsvertreter von Frau F.________ wegen möglicher Pflichtverletzungen, sowie unzureichender 
Wahrung der objektiven Verfahrensführung.

Die entsprechende Eingabe ging am 18. Juli 2025 bei der Beschwerdekammer ein. 

Am 3. Juli 2025 nahm und gab die Verfahrensleitung Kenntnis von der Stellung-
nahme der Generalstaatsanwaltschaft, verzichtete auf die Anordnung eines zwei-
ten Schriftenwechsels und wies darauf hin, dass allfällige abschliessende Bemer-
kungen umgehend einzureichen seien. Nachdem diese Verfügung der Beschwer-
deführerin nicht hatte zugestellt werden können, wurde sie ihr via A-Post zur 
Kenntnis gebracht. Daraufhin reichte die Beschwerdeführerin am 16. Juli 2025 ein 
Gesuch um Wiederherstellung der ihr (angeblich) mit vorgenannter Verfügung vom 
3. Juli 2025 angesetzten Frist ein. Mit Verfügung vom 21. Juli 2025 nahm und gab 
die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer von den Eingaben der Beschwerde-
führerin vom 7. Juli 2025 und 16. Juli 2025 Kenntnis und trat auf das Wiederher-
stellungsgesuch mangels angesetzter formeller bzw. richterlicher Frist nicht ein. 
Demgegenüber hiess sie den mit Eingabe vom 7. Juli 2025 gestellten Antrag auf 

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Akteneinsicht gut, wovon die Beschwerdeführerin in der Folge indes keinen Ge-
brauch machte.

1.4 Mit Eingabe vom 19. Juli 2025 replizierte die Beschwerdeführerin auf die Stellung-
nahme der Generalstaatsanwaltschaft und beantragte zusammengefasst (u.a.) die 
Feststellung, dass ihr keine Kosten auferlegt werden dürften resp. die Vorausset-
zungen für eine Rückforderung nicht erfüllt seien. Ausserdem seien der Nachlass 
ihres verstorbenen Vaters freizugeben und diejenigen Personen zur Rechenschaft 
zu ziehen, deren Verhalten ihr Schaden zugefügt hätten. Von dieser Eingabe nahm 
und gab die Verfahrensleitung ebenso Kenntnis wie von den weiteren unaufgefor-
derten Eingaben der Beschwerdeführerin vom 6., 15. und 18. August 2025 (vgl. 
Verfügungen vom 22. Juli, 8., 18. und 21. August 2025). Da Letztere u.a. auch eine 
Einvernahme von Herrn E.________ vom 13. August 2025 zum Gegenstand und 
die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang das Verhalten der Staatsan-
waltschaft sowie der beteiligten Rechtsanwälte moniert und formell Beschwerde 
erhoben hatte, eröffnete die Verfahrensleitung unter der Verfahrensnummer BK 25 
402 ein separates Beschwerdeverfahren und trat auf die entsprechende Be-
schwerde nicht ein (Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 25 402 vom 
28. August 2025). Dagegen reichte die Beschwerdeführerin beim Bundesgericht 
Beschwerde ein. Das diesbezügliche Verfahren 7B_983/2025 ist noch hängig. Mit 
Verfügung vom 22. Oktober 2025 wurde Rechtsanwalt B.________ Gelegenheit 
gegeben, abschliessende Bemerkungen einzureichen. Davon machte er mit Einga-
be vom 3. November 2025 Gebrauch. Am 7. November 2025 reichte die Be-
schwerdeführerin ihre abschliessenden Bemerkungen (nachfolgend auch Schluss-
bemerkungen genannt) ein. 

2.

2.1 Die Beschwerde ist zulässig gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der 
Staatsanwaltschaft, aber auch gegen Unterlassungen unter Einschluss der Rechts-
verweigerung und Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 1 Bst. a und Art. 393 Abs. 2 
Bst. a der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Beschwerden 
gegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung sind an keine Frist gebunden 
(Art. 396 Abs. 2 StPO), demgegenüber müssen Beschwerden gegen Verfügungen 
und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft innert zehn Tagen eingereicht 
werden (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer ergibt 
sich aus Art. 13 Bst. c StPO i.V.m. Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) und Art. 29 
Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts (OrR OG; BSG 162.11). Zur 
Beschwerdeführung legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interes-
se an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). 

2.2 Hinsichtlich der in Bezug auf das Beschwerdeverfahren gestellten Verfahrens-
anträge ist einleitend Folgendes festzuhalten:

Den Anträgen auf Akteneinsicht (Eingabe vom 7. Juli 2025) und Kenntnisnahme ih-
rer Schlussbemerkungen vom 19. Juli 2025 (dort Rechtsbegehren 4) wurde mit 
Verfügungen vom 21. und 22. Juli 2025 stattgegeben. Hierzu bedarf es keiner wei-
teren Ausführungen.

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Soweit die Beschwerdeführerin eine wirksame Beschwerdemöglichkeit, insbeson-
dere eine rechtsstaatliche und sachlich begründete Überprüfung ihrer Einwände 
verlangt (Rechtsbegehren 4 der Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2025), ist sie 
darauf hinzuweisen, dass sich das Beschwerdefahren nach den gesetzlich und ver-
fassungs- und konventionsmässig verankerten Verfahrensgrundsätzen richtet. Un-
geachtet der Unschuldsvermutung und der Mitwirkungs- resp. Verteidigungsrechte 
werden an ein Rechtsmittelverfahren formelle (vom Gesetzgeber vorgesehene) An-
forderungen gestellt, bei deren Fehlen keine materielle Prüfung der beschwerde-
führerischen Einwände erfolgt. Und anders als die Beschwerdeführerin zu meinen 
scheint, ist auch nicht vorgesehen, dass im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens 
sämtliche Einwände geprüft werden müssen oder auf jegliche Kritik eingegangen 
werden muss (vgl. etwa zur Einschränkung des Prüfgegenstands auf das Anfech-
tungsobjekt E. 2.3.2 hiernach). 

Hinsichtlich der Beanstandung, wonach die von der Verfahrensleitung der Be-
schwerdekammer mit Verfügung vom 5. November 2025 angesetzte Frist von drei 
Tagen zur Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen sehr knapp bemessen und 
eine fristgerechte Reaktion insbesondere mit Blick auf die eingeschränkten 
Postöffnungszeiten am Samstag nur unter erheblichem Aufwand möglich gewesen 
sei, ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass diese Frist unter Berück-
sichtigung des Verfahrensstands (die Beschwerdeführerin hatte mehrfach Gele-
genheit zur Stellungnahme) und ihres geäusserten Wunschs auf Verfahrensbe-
schleunigung festgelegt worden ist. Ausserdem wurde die Frist erst ab Zustellung 
der entsprechenden Verfügung am Donnerstag, 6. November 2025, resp. am Fol-
getag ausgelöst und endete am Montag, 9. November 2025 (Art. 90 Abs. 1 und 2 
StPO). Dass die Beschwerdeführerin ihre abschliessende Stellungnahme – 
gemäss Sendungsverfolgung der Post – bereits am Freitag, 7. November 2025, der 
Post übergeben hat, lag in ihrer Entscheidkompetenz. Eine Postaufgabe am Mon-
tag, wenn die Postöffnungszeiten weniger eingeschränkt sind, wäre auch noch 
möglich gewesen, so dass ihr durchaus ausreichend Zeit für die Verfassung einer 
Stellungnahme zur Verfügung stand.

2.3 Auf die Beschwerde, welche nebst der verfügten Vorschusszahlung auch die am 
27. Oktober 2022 erfolgte Beschlagnahme und diverse verfahrensrechtliche Rügen 
und Anträge zum Gegenstand hat, ist – abgesehen von einer einzigen Ausnahme 
(konkret die geltend gemachte Verletzung des Beschleunigungsgebots [dazu E. 3]) 
– aus nachfolgenden Gründen nicht einzutreten: 

2.3.1 Soweit sich die Beschwerdeführerin gegen die verfügte Vorschusszahlung an den 
amtlichen Verteidiger wehrt und unter Anrufung des Selbstbestimmungsrechts und 
des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes u.a. vorbringt, dass diese ohne ihre Kontrol-
le/Zustimmung erfolgt sei, sie mit den in Rechnung gestellten anwaltlichen Leistun-
gen – u.a. zufolge fehlender aktiver Verteidigung und mangels ausreichender Inter-
essenwahrung – nicht einverstanden und ohnehin gegen ihren Willen aufgefordert 
worden sei, in diesem Verfahren mitzuwirken und einen Anwalt zu beauftragen, ob-
schon bereits zu Beginn entlastende Beweismittel vorgelegen hätten, fehlt ihr die 
Beschwer. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme zutreffend 
festgehalten hat, wurde die Honorarnote von Rechtsanwalt B.________ keines-

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wegs abschliessend geprüft und genehmigt. Auf der Grundlage dieser erfolgte erst 
eine Akontozahlung, welche – sofern die Voraussetzungen (wie hier) erfüllt sind – 
rechtlich zulässig ist (Art. 135 Abs. 2 Satz 2 StPO). Die amtliche Entschädigung 
wird alsdann am Ende des Verfahrens – nach Prüfung der Gebotenheit der anwalt-
lichen Vorkehrungen – durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht festgesetzt 
(Art. 135 Abs. 2 Satz 1 StPO). Erst dann wird auch über eine allfällige Kostentra-
gung der Beschwerdeführerin entschieden. Zum heutigen Zeitpunkt ist die Be-
schwerdeführerin noch nicht in eigenen Rechten betroffen und somit auch nicht be-
schwert, weshalb auf ihre Vorbringen betreffend die Gebotenheit und Angemes-
senheit der anwaltlichen Tätigkeiten und eine Kostenüberwälzung an sie an dieser 
Stelle nicht näher einzugehen ist (dasselbe gilt bezüglich ihres am 18. August 2025 
vorgebrachten Einwands, wonach die damalige Vertretung von Rechtsanwalt 
B.________ anlässlich der Einvernahme vom 13. August 2025 mehrfach mit ihrem 
Mobiltelefon beschäftigt gewesen sei, was Fragen hinsichtlich ihrer Konzentration 
und Ernsthaftigkeit aufkommen lasse).

Sodann musste die Staatsanwaltschaft vor Erlass der angefochtenen Verfügung 
der Beschwerdeführerin nicht das rechtliche Gehör gewähren. Eine Verletzung ih-
rer Verfahrensrechte kann im Vorgehen der Staatsanwaltschaft nicht ausgemacht 
werden. 

Nur am Rande sei bemerkt, dass die Bestellung von Rechtsanwalt B.________ als 
amtlicher Verteidiger der Beschwerdeführerin zu keiner Beanstandung Anlass gibt. 
Zum Zeitpunkt seiner Einsetzung lag ein Fall notwendiger Verteidigung vor und er 
wurde von der Beschwerdeführerin selbst mandatiert, so dass nicht davon gespro-
chen werden kann, ihre Mitwirkungsrechte seien verletzt worden (vgl. Verfügung 
der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2023). Der Einwand der Beschwerdeführe-
rin, wonach keine hinreichende Grundlage für die Einleitung einer Strafuntersu-
chung bestanden habe resp. sie durch Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft in ein 
Verfahren gezwungen worden sei und die Staatsanwaltschaft (insbesondere wegen 
Verschleppung des Verfahrens und durch die von ihr zu verantwortende Komple-
xität des Verfahrens) die Kosten verursacht habe, ist vorliegend – wie gesagt – 
nicht von Relevanz.

Auf die Rechtsbegehren 1 und 2 der Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2025 und 
die Rechtsbegehren 1 und 7 der Eingabe vom 19. Juli 2025, wonach festzustellen 
sei, dass ihr keine Kosten auferlegt werden dürften resp. die Voraussetzungen ei-
ner Rückforderung/Kostenüberwälzung nicht erfüllt seien, kann somit nicht einge-
treten werden. Ohnehin fehlte es bezüglich der beantragten Feststellung an einem 
begründeten Feststellungsinteresse (vgl. zum Feststellungsinteresse und zur Ver-
pflichtung, dieses besonders zu begründen: Urteile des Bundesgerichts 
1B_115/2018 vom 2. Mai 2018 E. 1.2 und 5A_998/2017 vom 21. Dezember 2017 
E. 5; ferner BGE 137 IV 87 E. 1, wonach derjenige, der ein Leistungsbegehren stel-
len kann, ohnehin kein rechtlich geschütztes Interesse an einem Feststellungsbe-
gehren hat).

2.3.2 Der Streitgegenstand eines Rechtsmittelverfahrens – hier vor der Beschwerde-
kammer, aber auch generell – wird durch das Anfechtungsobjekt definiert. Das An-
fechtungsobjekt stellt einerseits die staatsanwaltschaftliche Verfügung vom 27. Mai 

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2025 betreffend die Bevorschussung eines gewissen Betrags des amtlichen Hono-
rars und andererseits die Beschlagnahmeverfügung vom 27. Oktober 2022 dar 
(dazu nachfolgend E. 2.3.3). Abgesehen davon, dass der Antrag auf Einstellung 
des gegen die Beschwerdeführerin geführten Strafverfahrens (vgl. Rechtsbegehren 
3 der Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2025, Rechtsbegehren 2 der Eingabe vom 
7. Juli 2025 sowie Schlussbemerkungen vom 7. November 2025 am Ende) ausser-
halb des Anfechtungsobjekts liegt, ist die Beschwerdekammer für dessen Beurtei-
lung ohnehin nicht zuständig. Anders als die Beschwerdeführerin meint, findet Art. 
329 Abs. 4 StPO im Beschwerdeverfahren vor der Beschwerdekammer keine An-
wendung. Sie sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass ein all-
fälliger diesbezüglicher abschlägiger Entscheid der Staatsanwaltschaft nicht mit 
Beschwerde anfechtbar wäre. Andernfalls erhielte eine beschuldigte Person die 
Möglichkeit, sich gegen die Weiterführung des Vorverfahrens zur Wehr zu setzen, 
was vom Gesetzgeber gerade nicht beabsichtigt war (vgl. Beschluss des Oberge-
richts des Kantons Bern BK 19 423 vom 8. Oktober 2019 E. 2).

Ebenfalls ausserhalb des Anfechtungsobjekts liegen die Anträge, wonach die Ar-
gumente/Beweise der Beschwerdeführerin berücksichtigt und ihr rechtliches Gehör 
gewahrt werden müssten (Rechtsbegehren 5 der Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 
2025 und Schlussbemerkungen vom 7. November 2025), Drittpersonen zur Re-
chenschaft zu ziehen seien (Rechtsbegehren 3 der Eingabe vom 19. Juli 2025; vgl. 
dazu E. 5 hiernach) sowie die Ausführungen/Anträge in der Eingabe vom 7. Juli 
2025 und den Schlussbemerkungen vom 7. November 2025 – soweit diese mit 
Blick auf die Beschwerdefrist als rechtzeitig bezeichnet werden können und nicht 
lediglich als im Rahmen einer Mitteilung vorgebrachte Forderungen qualifiziert wer-
den müssen (darauf deuten die Ausführungen auf S. 9 der Eingabe vom 7. Juli 
2025 hin) – betreffend die Geschäfts-/Urteilsfähigkeit ihres Vaters und dessen 
Vollmacht und Testament sowie die in diesem Zusammenhang geltend gemachte 
Persönlichkeitsverletzung, betreffend Rechtmässigkeit ihrer im Namen ihres Vaters 
vorgenommenen Handlungen, betreffend die angeblich überflüssige Befragung des 
Notars, betreffend die (in Bezug auf die erfolgten Beschlagnahmungen) beantragte 
Prüfung und Anordnung von möglichen Schutzmassnahmen (wie vorsorgliche Si-
cherstellung von Vermögenswerten ihrer Schwester und Schutz der beschlag-
nahmten Vermögenswerte vor Wertverminderung [vgl. Rechtsbegehren 5 der Ein-
gabe vom 7. Juli 2025]) und betreffend eine unabhängige Untersuchung der Rolle 
ihrer Schwester und deren Rechtsvertreters, insbesondere im Hinblick auf deren 
Mitverantwortung an der Eskalation und Verzerrung des Verfahrens (vgl. Rechts-
begehren 4 der Eingabe vom 7. Juli 2025).

Weiter können auch etliche im Zusammenhang mit der Verfahrensführung und un-
ter Anrufung angeblich verletzter Verfassungs-, Konventions- und Gesetzesbe-
stimmungen (so etwa Art. 11 [Schutz vor Willkür, Schutz von Treu und Glauben] 
und 12 [Gewährleistung von Persönlichkeitsrechten] der Verfassung des Kantons 
Bern [KV; BSG 101.1], Art. 6 Abs. 1 und 2 StPO) wiederholt vorgebrachte Rügen – 
soweit diese überhaupt den Begründungsanforderungen zu genügen vermögen 
und sich nicht nur in pauschaler Kritik oder in der Äusserung eines Verdachts/einer 
Vermutung erschöpfen (vgl. etwa Eingabe vom 7. Juli 2025 S. 4 2. Abschnitt, wo-
nach sich die Staatsanwaltschaft an einer Organisation beteiligt haben könnte) – 

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nicht gehört werden. Das vorliegende Beschwerdeverfahren hat einzig die Bevor-
schussung des amtlichen Honorars (E. 2.3.1 hiervor) und die im Oktober 2022 er-
folgte Beschlagnahme (dazu E. 2.3.3) sowie die geltend gemachte Rechtsverzöge-
rung/Rechtsverweigerung (vgl. E. 3 hiernach) zum Gegenstand. Soweit die Be-
schwerdeführerin darüber hinaus Einwände erhebt (beispielsweise schwerwiegen-
de Verfahrensfehler durch einseitige Verfahrensführung und Würdigung von Be-
weismitteln, Verursachung unnötiger Kosten und Unsicherheiten, von Staatsanwalt 
G.________ zu verantwortende Eskalation, Missachtung verfahrensrechtlicher 
Grundsätze, missbräuchliche Nutzung eines Strafverfahrens zur Durchsetzung zi-
vilrechtlicher Interessen, bisher unterbliebene Einstellung etc.), geht sie über den 
Streitgegenstand hinaus.

2.3.3 Betreffend die gerügte Beschlagnahme geht aus den Akten hervor, dass die 
Staatsanwaltschaft am 27. Oktober 2022 einen von der Beschwerdeführerin am 
2. August 2022 an Notar I.________ ausgehändigten Bargeldbetrag von 
CHF 88’000.00 sowie allfällige weitere Vermögenswerte mit Beschlag belegt hat. 
Der entsprechenden Verfügung vom 27. Oktober 2022 lässt sich dazu entnehmen, 
dass J.________ sel. am 3. Mai 2022 (gemäss Ausführungen der Staatsanwalt-
schaft schon damals schwer krank) im Beisein des Mitbeschuldigten C.________ 
(Ehemann der Beschwerdeführerin) einen Bargeldbezug von CHF 100’000.00 
getätigt haben soll und der Verdacht besteht, dass sich die Beschwerdeführerin 
und ihr Ehemann diesen Betrag sowie eventuell weitere Vermögenwerte entweder 
bereits zu Lebzeiten des Erblassers in strafrechtlich relevanter Weise angeeignet 
oder darüber verfügt resp. solche Vermögenswerte eventuell nach dessen Tod ge-
genüber den Erbschaftsbehörden bzw. der Miterbin unterschlagen oder veruntreut 
haben sollen. Es bestehe Grund zur Annahme, dass die Beschwerdeführerin einen 
Teil der vorgenannten Summe am Tag vor dem Tod ihres Vaters an Notar 
I.________ übergeben habe, wobei die Umstände noch näher zu klären seien. Ak-
tenkundig ist weiter, dass anlässlich der Hausdurchsuchung am Domizil der Be-
schwerdeführerin ein Bargeldbetrag von CHF 12’000.00 polizeilich sichergestellt 
und am 1. November 2022 der Staatsanwaltschaft übergeben worden ist. Insoweit 
erfolgte bis zum Abschluss des Schriftenwechsels des vorliegenden Beschwerde-
verfahrens keine Beschlagnahme (Anmerkung der Kammer: im die Beschwerde-
führerin betreffenden Verfahren BK 25 402, dessen verfahrensabschliessender Be-
schluss mit Beschwerde ans Bundesgericht weitergezogen worden ist, setzte die 
Beschwerdeführerin die Verfahrensleitung mittels Orientierungskopie darüber in 
Kenntnis, dass die Staatsanwaltschaft die CHF 12’000.00 mit Verfügung vom 
19. September 2025 beschlagnahmt habe). 

Soweit die Beschwerdeführerin nun die Aufhebung der Beschlagnahme und Her-
ausgabe des Nachlasses verlangt (letztmals nochmals ausdrücklich in ihren 
Schlussbemerkungen vom 7. November 2025), bezieht sich der Antrag auf die Be-
schlagnahmeverfügung vom 27. Oktober 2022 und insbesondere die 
CHF 88’000.00 (der am 19. September 2025 beschlagnahmte Bargeldbetrag von 
CHF 12’000.00 wird von der Beschwerdeführerin als eigener Vermögenswert be-
zeichnet [vgl. ihr der Eingabe vom 15. August 2025 beigelegtes Herausgabeersu-
chen vom 14. August 2025). Da diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft er-
wachsen ist, erweist sich die hiergegen gerichtete Beschwerde als verspätet, wes-

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halb auf diese nicht einzutreten ist. Jedoch hält die Generalstaatsanwaltschaft in 
diesem Zusammenhang zutreffend fest, dass Beschlagnahmeverfügungen als Ver-
fügungen mit Dauerwirkung an die Entwicklung des Strafverfahrens angepasst 
werden können und deshalb grundsätzlich abänderbar sind (vgl. GUIDON, Die Be-
schwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N. 466). Ob die 
Voraussetzungen einer Beschlagnahme noch erfüllt sind, ist daher laufend zu prü-
fen (Art. 267 Abs. 1 StPO; BOMMER/GOLDSCHMID, in: Basler Kommentar, Schweize-
rische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 3 zu Art. 267 StPO). Daraus ergibt 
sich die Möglichkeit der von einer Beschlagnahme betroffenen Person, ein Wieder-
erwägungsgesuch zu stellen und damit die Herausgabe der beschlagnahmten Ge-
genstände und Vermögenswerte zu beantragen. Für deren erstmalige Prüfung ist 
allerdings nicht die Beschwerdekammer, sondern die (ursprünglich) verfügende 
Behörde zu zuständig (GUIDON, a.a.O., N. 467), weshalb sich die Beschwerdefüh-
rerin, soweit sie ein solches Wiedererwägungsgesuch stellen will, an diese zu wen-
den hat. Die Beurteilung der Frage, ob darauf einzutreten sein wird, obliegt der 
Staatsanwaltschaft (zum Spannungsverhältnis von Rechtsmittelfristen und Wieder-
erwägungsgesuchen siehe etwa die Beschlüsse des Obergerichts des Kantons 
Bern BK 21 441 vom 1. Februar 2022 E. 2.2, BK 21 72 vom 30. April 2021 E. 2.2 ff. 
und BK 20 140 vom 23. Juli 2020 E. 2.4). An dieser Stelle erübrigen sich weiterge-
hende Ausführungen. 

2.3.4 Wenn die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 7. Juli 2025 unter Hinweis auf 
ein Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 17. Juni 2025 schliesslich verlangt, dass 
ein neutrales Gericht sämtliche Schritte der Staatsanwaltschaft überwachen soll re-
sp. ein Disziplinarverfahren einzuleiten sei (Rechtsbegehren 6), da der zuständige 
Staatsanwalt u.a. ihre Eingaben nicht mit der erforderlichen Sorgfalt prüfe resp. als 
unbeachtlich einstufe, verkennt sie, dass die Beschwerdekammer nicht Aufsicht 
über die Staatsanwaltschaft ausübt. Dasselbe gilt bezüglich angeblicher (und von 
der Beschwerdeführerin selbst nur als «möglich» bezeichneter) Pflichtverletzungen 
des Rechtsvertreters ihrer Schwester. Will die Beschwerdeführerin eine aufsichts-
rechtliche Anzeige in Betracht ziehen, hat sie sich an die Generalstaatsanwalt-
schaft (Art. 13 Abs. 4 GSOG) oder die Anwaltsaufsichtsbehörde (Art. 12 Abs. 1 
Bst. b des Kantonalen Anwaltsgesetzes [KAG; BSG 168.11] und Art. 35 Abs. 4 
GSOG) zu wenden. Zumindest hinsichtlich aufsichtsrechtlicher Anzeigen gegen 
Staatsanwälte/-anwältinnen darf dies als der Beschwerdeführerin bekannt voraus-
gesetzt werden, zumal sie selbst eine solche erhoben hat und diese von der Direk-
tion für Inneres und Justiz des Kantons Bern zuständigkeitshalber an die General-
staatsanwaltschaft weitergeleitet worden ist. Die Generalstaatsanwaltschaft ver-
mochte in der Folge jedoch kein (disziplinarisches) Fehlverhalten des mit der Ver-
fahrensleitung betrauten Staatsanwalts auszumachen (Schreiben der General-
staatsanwaltschaft vom 30. Mai 2025). Zumal der Beschwerdeführerin somit der 
ordentliche Rechtsweg bekannt sein dürfte, die Akten nach einer summarischen 
Prüfung keine (offensichtlichen) Verfehlungen des für die Verfahrensleitung zu-
ständigen Staatsanwalts resp. der Rechtsvertretung von F.________ erkennen las-
sen und die Beschwerdeführerin keine Rechte einbüsst, kann von einer Weiterlei-
tung abgesehen werden. Der Beschwerdeführerin steht es offen, im Bedarfsfall 
selbst entsprechende aufsichtsrechtliche Anzeigen einzureichen.  

10

3.

3.1 Bezüglich der mehrfach erhobenen Rüge, wonach die Staatsanwaltschaft das Ver-
fahren unnötig in die Länge ziehe resp. verschleppe und damit gegen das Be-
schleunigungsgebot verstosse, ist festzuhalten, dass eine Rechtsverzögerungs-
/Rechtsverweigerungsbeschwerde – wie erwähnt – an keine Frist gebunden und 
daher grundsätzlich zulässig (Art. 396 Abs. 2 StPO). Die Beschwerdeführerin for-
dert in der Eingabe vom 7. Juli 2025 (vgl. Rechtsbegehren 1 und 3) die unverzügli-
che Durchführung der damals noch ausstehenden Einvernahme von E.________ 
und die sofortige Freigabe und Herausgabe des blockierten Nachlasses, ersuchte 
auf S. 2 dieser Eingabe um Sicherstellung einer zeitnahen Fortführung sowie eines 
zügigen Verfahrensabschlusses und berief sich in der Eingabe vom 18. August 
2025 explizit auf die Beschwerdemöglichkeit bei Vorliegen einer Verfahrensverzö-
gerung. 

3.2

3.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsin-
stanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung in-
nert angemessener Frist. Als Teilgehalt dieser Bestimmung gilt das Verbot der for-
mellen Rechtsverweigerung und der Rechtsverzögerung. Eine formelle Rechtsver-
weigerung liegt vor, wenn eine Behörde auf eine ihr frist- und formgerecht unter-
breitete Sache nicht eintritt, obschon sie darüber befinden müsste (Urteil des Bun-
desgerichts 7B_256/2023 vom 5. März 2024 E. 2.2 [auch zum Folgenden] mit Hin-
weis auf BGE 144 II 184 E. 3.1, 141 I 172 E. 5 und 135 I 6 E. 2.1). Eine Rechtsver-
zögerung ist einer Behörde vorzuwerfen, wenn sie nicht innerhalb der gesetzlich 
vorgesehenen oder – wo eine gesetzliche Erledigungsfrist fehlt – innert angemes-
sener Frist entscheidet. Die Angemessenheit einer Verfahrensdauer beurteilt sich 
nach der Art des Verfahrens und den konkreten Umständen einer Angelegenheit 
(wie Umfang und Komplexität der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen, 
Bedeutung des Verfahrens für die Beteiligten usw.; BGE 144 I 318 E. 7.1, 135 I 265 
E. 4.4 und 131 V 407 E. 1.1). Eine Rechtsverzögerung liegt insbesondere vor, 
wenn die Behörde im Verfahren über mehrere Monate hinweg untätig gewesen ist, 
mithin das Verfahren respektive der Verfahrensabschnitt innert wesentlich kürzerer 
Zeit hätte abgeschlossen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_230/2022 vom 25. Oktober 2023 E. 3.3.4 mit Hinweis; WOHLERS, in: Kommen-
tar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 9 zu Art. 5 StPO; 
SUMMERS, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 
2023, N. 14 zu Art. 5 StPO).

3.2.2 Die von der Beschwerdeführerin explizit beantragte Einvernahme von Herrn 
E.________ wurde am 13. August 2025 durchgeführt. Dass diese nicht früher statt-
finden konnte, liegt darin begründet, dass sich kein früherer Termin mit den Verfah-
rensbeteiligten und deren Anwälten vereinbaren liess, worüber die Beschwerdefüh-
rerin mit E-Mail der Kantonspolizei Bern vom 13. Juni 2025 informiert worden war. 
Gleichzeitig setzte die Polizei die Beschwerdeführerin auch darüber in Kenntnis, 
dass nach den Ferien des fallverantwortlichen Polizeibeamten eine erneute Termi-
numfrage gestartet werde (vgl. die der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7. Juli 

11

2025 beigelegte E-Mail der Kantonspolizei Bern vom 13. Juni 2025). Dieses Vor-
gehen ist rechtlich nicht zu beanstanden. Eine Rechtsverweigerung oder Rechts-
verzögerung ist nicht auszumachen.

Anders als die Beschwerdeführerin meint, liegt ein effektives, strafprozessual rele-
vantes Untätigbleiben auch nicht im Umstand begründet, dass (bisher) keine Ein-
stellung ergangen ist. Der Entscheid über den Untersuchungsabschluss obliegt der 
Staatsanwaltschaft. Dieser erfolgt erst, wenn die Staatsanwaltschaft die Untersu-
chung als vollständig erachtet (Art. 318 Abs. 1 StPO), was gemäss Schreiben des 
verfahrensleitenden Staatsanwalts vom 17. Juni 2025 derzeit noch nicht der Fall ist 
(vgl. Beilage zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7. Juli 2025). Dies ist allein 
schon mit Blick auf die beabsichtigte Befragung der involvierten Notare, die bisher 
– soweit ersichtlich – noch nicht definitiv von ihrem Berufsgeheimnis entbunden 
worden sind, nachvollziehbar (Anmerkung der Kammer: Mit Urteilen 100.2024.123 
und 100.2024.125 vom 7. Mai 2025 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
die Notare von der Geheimhaltung entbunden; über den Stand eines allfälligen 
bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens ist der Beschwerdekammer nichts be-
kannt). Deren Auskünfte sind gestützt auf eine summarische Prüfung durchaus er-
forderlich, zumal es um die Abklärung geht, wie es um die Urteilsfähigkeit des Ver-
storbenen bestellt war und wie es zum kurz vor seinem Tod erfolgten neuen Tes-
tament kam, welches jenes vom November 2021 ersetzt (resp. wesentlich geän-
dert) hat. Im Übrigen hat ein definitiver Entscheid über die Entbindung der Notare 
nicht nur Einfluss auf die Durchführbarkeit ihrer Befragung, sondern auch auf die 
Frage der Verwertbarkeit allfälliger das Notariatsgeheimnis berührender Aufzeich-
nungen. Dem Umstand, dass die im Oktober 2022 eröffnete Strafuntersuchung 
noch nicht abgeschlossen werden konnte, liegen somit sachliche Gründe zugrun-
de. Die Staatsanwaltschaft kann hierfür nicht verantwortlich gemacht werden. 

Weitere Anhaltspunkte dafür, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren durch ge-
zielt verzögertes und willkürliches Vorgehen verschleppen würde, können ebenfalls 
nicht ausgemacht werden. So geht aus den Akten hervor, dass die Staatsanwalt-
schaft darum bemüht ist, das Verfahren voranzutreiben (siehe etwa die unzähligen 
Nachfragen der Staatsanwaltschaft bei der Notariatsaufsicht bezüglich der ausste-
henden Entscheide [zwischen Januar 2023 und Januar 2024 waren es rund sechs 
Anfragen]). Obschon ihr angesichts der hängigen Entbindungsverfahren ein Stück 
weit die Hände gebunden waren resp. nach wie vor sind, liefen die Ermittlungen 
daneben weiter (vgl. etwa den Nachtrag der Kantonspolizei Bern vom 14. August 
2023 [Band 2], die Aktennotiz betreffend Fallbesprechung mit der Polizei vom 
5. September 2023 einschliesslich Ermittlungsauftrag [Band 4, Fasz. Prozessua-
les/Diverses]). Welche Abklärungen unnötig (gewesen) sein sollen, erschliesst sich 
der Beschwerdekammer ebenso wenig (bezüglich der Befragung der Notare vgl. 
vorangehende Ausführungen) wie der beschwerdeführerische Einwand, wonach 
(Nachlass-)Vermögen angeblich zu lange blockiert würde. Über eine allfällige Auf-
hebung der bei Notar I.________ beschlagnahmten Vermögensgegenstände konn-
te jedenfalls bisher mangels Vorliegens eines definitiven Entscheids betreffend das 
Notariatsgeheimnis noch nicht befunden werden. 

12

3.3 Soweit die Beschwerdeführerin überhaupt eine (eigenständige) Rechtsverzöge-
rungs- resp. Rechtsverweigerungsbeschwerde erhoben hat, erweist sich diese 
nach dem Gesagten als unbegründet und ist abzuweisen.

4. Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Eingabe vom 15. August 2025 schliesslich 
vor, es bestünden erhebliche Bedenken bezüglich der Objektivität, da bestimmte 
Verfahrenshandlungen wie Einvernahmen, Beweismittel und prozessuale Ent-
scheide einseitig und nicht im Sinne einer neutralen Aufklärung getroffen würden, 
und macht in diesem Zusammenhang geltend, es entstehe der Eindruck, dass der 
Rechtsvertreter ihrer Schwester im Hintergrund massgeblich Einfluss auf den Ver-
lauf des Verfahrens nehme, was Fragen zur Unabhängigkeit und Neutralität der 
Ermittlungsführung aufwerfe und einer kritischen Prüfung bedürfe (Anmerkung: 
kursive Hervorhebung erfolgte durch die Kammer). Insoweit ist festzuhalten, dass 
diese Äusserung lediglich «zur Kenntnisnahme und Beurteilung der Beschwerde» 
erfolgte (siehe Betreff der Eingabe vom 15. August 2025). Vor diesem Hintergrund 
und mangels eines expliziten Antrags darf davon ausgegangen werden, dass die 
Beschwerdeführerin kein förmliches Ausstandsverfahren anstrengen wollte. Ohne-
hin wäre einem formellen Ausstandsgesuch allein schon mit Blick auf die Begrün-
dungsanforderungen (nicht nur hinsichtlich der materiellen Begründung, sondern 
auch mit Blick auf die Rechtzeitigkeit, wozu sich der Eingabe vom 15. August 2025 
nichts entnehmen lässt) kein Erfolg beschieden. Die blosse Behauptung eines 
Ausstandsgrunds oder pauschale, vage Andeutungen genügen den formellen An-
forderungen an ein Ausstandsgesuch offensichtlich nicht (BOOG, in: Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4 zu Art. 58 StPO; 
aufgrund ihrer bisherigen Eingaben durfte im Übrigen davon ausgegangen werden, 
dass der Beschwerdeführerin die formellen Anforderungen bekannt sind, weshalb 
es schon deshalb keiner Nachfrist bedurfte [BGE 134 V 162 E. 4.1]). 

5. Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 19. Juli 2025, 
es seien jene Personen zur Rechenschaft zu ziehen, deren Verhalten ihr nachweis-
lich «erheblichen finanziellen physischen und körperlichen Schaden» zugefügt hät-
ten (vgl. Rechtsbegehren 3). Auch damit kann sie nicht gehört werden. Sollte sie 
damit auf eine Strafanzeige abzielen, ist sie daran zu erinnern, dass diese an die 
Polizei oder Staatsanwaltschaft zu richten wäre. Die Beschwerdekammer ist für die 
Entgegennahme von Anzeigen nicht zuständig. Mangels Substantiierung und An-
zeichen eines möglichen strafbaren Verhaltens kann auf eine Weiterleitung an die 
zuständige Behörde verzichtet werden. 

6. Gestützt auf das Ausgeführte erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden kann. 

7. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens und Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 428 Abs. 1 StPO). Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 1’600.00, der Be-
schwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt. 

13

Die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung der 
amtlichen Verteidigung für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren am Ende 
des Verfahrens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO).

Schon aufgrund des vollständigen Unterliegens hat die Beschwerdeführerin keinen 
persönlichen Anspruch auf eine Entschädigung. 

14

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von den abschliessenden Bemerkungen der Beschuldigten/Beschwerdeführerin vom 
7. November 2025 wird Kenntnis genommen und gegeben. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese einzutreten ist.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’600.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

5. Weitergehend wird keine Entschädigung gesprochen.

6. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin (per Einschreiben)
- Rechtsanwalt B.________ (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwalt G.________

(per Kurier)

Bern, 17. November 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler
i.V. Oberrichter Schmid

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Die Rechtsmittelbelehrung folgt auf der nächsten Seite!

15

Die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden gilt bei eingeschriebenen Sendungen, die 
nicht abgeholt werden, am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die Person 
mit einer Zustellung rechnen musste (Art. 85 Abs. 4 Bst. a StPO). Daran ändern besondere Abmachungen mit 
der Schweizerischen Post – wie etwa Postrückbehalteaufträge oder Abholfristverlängerungen – nichts. Auch in 
diesen Fällen gilt die Sendung am siebten Tag nach Eingang der Sendung bei der Poststelle am Ort des Emp-
fängers als zugestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.