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**Case Identifier:** 2217cded-52d7-53fb-90f5-f64f7122d0b7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.07.2019 200 2019 258
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-258_2019-07-10.pdf

## Full Text

200 19 258 IV
SCP/SCC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juli 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2019, IV/19/258, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
als ... tätig, meldete sich im Dezember 2017 erstmals bei der IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen an; als ge-
sundheitliche Beeinträchtigung nannte sie ein Bournout bzw. eine Depres-
sion (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Abklärungen und 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 18) lehnte die IVB mit Verfü-
gung 26. Juni 2018 die Zusprechung von Leistungen der Invalidenversiche-
rung (IV) ab mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender 
Wirkung im Rechtsinne, da hinsichtlich der depressiven Episode die thera-
peutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft worden seien und die Thera-
piefrequenz sowie die fehlende Medikation gegen das Vorliegen eines ho-
hen Leidensdruckes sprächen (AB 19). Diese Verfügung blieb unangefoch-
ten.

Am 8. Dezember 2018 meldete sich die Versicherte bei der IVB neu an und 
beantragte berufliche Eingliederungsmassnahmen in Form einer nicht 
näher präzisierten Umschulung; dazu reichte sie Berichte des behandeln-
den Psychiaters ein (AB 21). In der Folge holte die IVB die Akten des Kran-
kentaggeldversicherers, C.________ AG, ein (AB 24.1-24.7). Nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren (AB 25) lehnte die IVB mit Verfügung vom 
5. März 2019 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der IV ab 
(AB 26).

B.

Am 2. April 2019 erhob die Versicherte, vertreten durch B.________, beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Sie beantragt, der Ent-
scheid der IV-Stelle vom 5. März 2019 sei aufzuheben und es seien ihr IV-
Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung des 
Beweisverfahrens und Neubeurteilung an die Verwaltung zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2019, IV/19/258, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2019 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

Die Beschwerdeführerin reichte die Schlussbemerkungen vom 22. Mai 
2019 ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. März 2019 (AB 26). 
Streitig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). 

2.1.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 
2.1 S. 285).

2.1.3 Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, 
dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt 
sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Ge-
sundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend 
ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr 

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zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).  

2.1.4 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen 
sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollzie-
hen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten 
sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters 
(BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtli-
che psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Nach Eingang einer Neuanmeldung oder eines Revisionsgesuchs 
ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 
versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 
sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die 
Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, so hat 
sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 

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der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditäts-
grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invaliditäts-
grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung 
erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätz-
lich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr 
eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu 
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die glei-
che materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 
198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 26. Juni 2018 lehnte 
die Verwaltung einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der 
IV ab (AB 19). Nach einer Neuanmeldung im Dezember 2018 (AB 21), 
worauf die Verwaltung in der Folge eingetreten ist, weshalb das Eintreten 
praxisgemäss nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114), lehnte 

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die Verwaltung mit angefochtener Verfügung vom 5. März 2019 die Zu-
sprechung von Leistungen der IV ab (AB 26). Damit ist der Sachverhalt zur 
Zeit der Verfügung vom 26. Juni 2018 (AB 19) mit demjenigen bei Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 5. März 2019 (AB 26) zu vergleichen (E. 
2.4 hiervor). Umstritten ist unter den Parteien einzig, ob in psychiatrischer 
Hinsicht eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes eingetreten ist.

3.2 Die unangefochten gebliebene Verfügung vom 26. Juni 2018 stützte 
sich auf den Bericht des behandelnden med. pract. D.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. März 2018. Dieser behandelt 
die Patientin seit dem 24. Oktober 2017 (AB 17 S. 2 Ziff. 1.1). Er diagnosti-
zierte eine mittelgradige depressive Episode mit erheblichen Erschöp-
fungssymptomen (ICD-10 F32.1) und einen Verdacht auf Traumafolge-
störung (AB 17 S. 4 Ziff. 2.5) und hielt fest, die bisherige Tätigkeit sei nicht 
zumutbar; die Patientin sei zurzeit nicht in der Lage, soziale Interaktionen 
als …. adäquat zu gestalten und sich mit Anforderungen von Dritten ziel-
führend auseinander zu setzen (AB 17 S. 5 Ziff. 3.4, S. 7 Ziff. 4.1). Die Pa-
tientin sei in sozialen Situationen überfordert und reagiere mit dissoziativen 
Symptomen und rascher Übermüdbarkeit (AB 17 S. 7 Ziff. 4.4). Die Be-
handlung erfolge mittels Gesprächen (bisher 13 [AB 17 S. 2 Ziff. 1.2]); es 
erfolge keine Medikation zur Unterstützung (AB 17 S. 3 Ziff. 2.3).

3.3 Den im Rahmen der Neuanmeldung im Dezember 2018 eingeholten 
bzw. eingereichten Berichten ist das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Im Bericht vom 18. September 2018 – zuhanden des Krankentag-
geldversicherers – diagnostizierte der behandelnde Psychiater med. pract. 
D.________ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und 
eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Er 
hielt fest, da die depressive Symptomatik eindeutig in den Hintergrund ge-
treten sei und sich die Patientin einer Medikation gegenüber eher kritisch 
äussere und mit der Therapie hätten Fortschritte erzielt werden können, sei 
auf eine Medikation verzichtet worden (AB 21 S. 4 f.).

3.3.2 Im Verlaufsgutachten vom 9. Oktober 2018 – veranlasst vom Kran-
kentaggeldversicherer – diagnostizierte Dr. med. E.________, Facharzt für 

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Psychiatrie und Psychotherapie, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 
F33.4) und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit akzentuierte emotional 
instabile Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), DD: Emotional instabile Per-
sönlichkeitsstörung vom Borderline Typus (ICD-10 F60.3), DD: Aktenana-
mnestisch posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), DD: Pro-
longierte Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt 
(ICD-10 F43.22; AB 24.3 S. 18 Ziff. 6). Die Kriterien für eine depressive 
Störung, gegenwärtig remittiert, seien aufgrund der zugestellten Unterla-
gen, der erhobenen Anamnese, der Krankheitsentwicklung, des Verlaufs, 
der angegebenen Beschwerden sowie der aktuellen Symptome und psy-
chopathologischen Befunde erfüllt (AB 24.3 S. 19 f.). Die Kriterien für eine 
posttraumatische Belastungsstörung seien im vorliegenden Fall nicht aus-
reichend erfüllt. Anamnestisch bestünden keine Zeichen von „Flashbacks“, 
keine Träume, kein emotionaler Rückzug, kein Gefühl von Abstumpfung, 
keine Vermeidung von Reizen. Bei der Schilderung ihrer Erlebnisse aus der 
Kindheit hätten sich keine vegetativen Mitteilungen gezeigt, welche die 
Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung begründen könnten 
(AB 24.3 S. 21). Zeichen einer Persönlichkeitsstörung liessen sich aufgrund 
der Unterlagen sowie erhobenen Anamnese und Krankheitsentwicklung 
nicht feststellen. Strukturell weise die Explorandin allerdings emotional in-
stabile Persönlichkeitszüge auf, die aber keine Bedeutung für die Arbeits-
fähigkeit hätten. In den alltäglichen Aktivitäten ergäben sich aus rein psych-
iatrischer Sicht keine wesentlichen Einschränkungen. Die Kriterien für eine 
Anpassungsstörung seien im vorliegenden Fall erfüllt, allerdings müsse in 
den differentialdiagnostischen Überlegungen eine affektive Störung im Vor-
dergrund stehen (AB 24.3 S. 22). Die Explorandin befinde sich seit Oktober 
2017 in einer ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Be-
handlung mit einmal wöchentlichen Sitzungen und ohne psychiatrisch rele-
vante Medikation. Im Verlaufe der Behandlung sei es zum Rückzug der 
depressiven Symptomatik gekommen (AB 24.3 S. 22). In der angestamm-
ten Tätigkeit als ... sei aktuell eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % anzuneh-
men; aktuell seien ihr alle Tätigkeiten ihrer Ausbildung und Erfahrung ent-
sprechend mit einem Arbeitspensum von 70 % eines 100 % Arbeitspen-
sums mit Steigerung des Arbeitspensums um 10 % monatlich, per sofort, 
d.h. ab dem 5. Oktober 2018, zumutbar (AB 24.3 S. 25 f.).

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3.3.3 Im Bericht von 26. Februar 2019 zuhanden der Beschwerdeführerin 
diagnostizierte der behandelnde Psychiater med. pract. D.________ eine 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine komplexe post-
traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Er attestierte eine 100 
%ige Arbeitsunfähigkeit, welche auf den Symptomen einer komplexen post-
traumatischen Belastungsstörung beruhe. Die Beeinträchtigung verunmög-
liche es der Patientin, einem geordneten Arbeitsprozess nachzugehen; dies 
gelte für jegliche berufliche Tätigkeit (Beschwerdebeilage [BB] 3).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.6 Die Beschwerdegegnerin stellte zu Recht auf das Verlaufsgutachten 
von Dr. med. E.________ vom 9. Oktober 2018 (AB 24.3) ab; dieses erfüllt 
die Voraussetzungen der Rechtsprechung an den Beweiswert von Experti-
sen (vgl. E. 3.5 hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 
3b/bb S. 353). Der Experte hatte Kenntnis der Einschätzung des behan-
delnden Psychiaters (AB 24.3 S. 9). Er berücksichtigte die Angaben der 

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Beschwerdeführerin zu den Beschwerden sowie zum Tagesablauf (AB 24.3 
S. 12 ff.) und legte die Befunde nachvollziehbar dar (AB 24.3 S. 16 f.). Die 
Ausführungen zu den Diagnosen sind einleuchtend und überzeugen (AB 
24.3 S. 20 ff.). Die Beurteilung, die depressive Störung sei bereits im Zeit-
punkt der Begutachtung remittiert gewesen und die Kriterien einer post-
traumatischen Belastungsstörung seien nicht erfüllt (vgl. 24.3 S. 20, 21), ist 
schlüssig und überzeugt. Auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten und einer angepassten Tätigkeit ist einleuchtend (AB 24.3 
S. 23 ff.). Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin 
spätestens Ende 2018 eine Tätigkeit zu 100 % zumutbar war (AB 24.3 
S. 25).

Die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht (Beschwerde S. 4 ff.) 
vermag insoweit nicht zu überzeugen, als der Beschwerdeführerin bekannt 
ist, dass die IVB beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 5. März 
2019 auf die vom Krankentaggeldversicherer getroffenen Abklärungen ab-
stellt hat. Dies ist der Begründung der Verfügung zu entnehmen, denn die 
IVB hielt klarerweise fest, gemäss der fachärztlichen Untersuchung im Ok-
tober 2018 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 
verbessert, die rezidivierende depressive Störung sei zu diesem Zeitpunkt 
remittiert gewesen (AB 26). Die Beschwerdeführerin konnte die Verfügung 
auch sachgerecht anfechten. Soweit sie davon ausgeht, es liege eine we-
sentliche Veränderung des Gesundheitszustandes vor, da der behandelnde 
Psychiater die in den Hintergrund getretene depressive Symptomatik nun 
durch die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ergänzt 
(AB 21 S. 1, 4), kann ihr nicht gefolgt werden. Entgegen der Meinung der 
Beschwerdeführerin hat sich der Gesundheitszustand nicht wesentlich ver-
ändert, denn der behandelnde Psychiater begründete die diagnostizierte 
posttraumatische Belastungsstörung mit Gewalterfahrungen der Be-
schwerdeführerin in der Kindheit und damit mit Umständen und Erlebnis-
sen, welche bereits im Rahmen der Erstbegutachtung im Sinne des geltend 
gemachten Psychodramas berücksichtigt wurden (AB 24.3 S. 31, 35; vgl. 
auch AB 17 S. 3 ff.). Zudem verwarf der Experte im schlüssigen Verlaufs-
gutachten vom 9. Oktober 2018 die Diagnose einer posttraumatischen Be-
lastungsstörung mit zutreffender Begründung (AB 24.3 S. 20 f.). Abgese-
hen davon, hinderten die schwierigen Kindheitserfahrungen die Beschwer-

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deführerin nicht daran, während mehr als 25 Jahren erfolgreich als ... tätig 
zu sein. Soweit die Depression betreffend ist zufolge Remission des de-
pressiven Geschehens nicht von einer Verschlechterung, sondern von ei-
ner Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen. Es wird denn 
auch vom behandelnden Psychiater bestätigt, dass die Depression eindeu-
tig in den Hintergrund getreten bzw. remittiert ist (AB 21 S. 5 und BB 3).

Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und 
es kann auf weitere Beweismassnahmen in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) verzichtet werden. Es ist eine für die 
geltend gemachten Ansprüche wesentliche Veränderung des Gesundheits-
zustandes und damit ein Revisionsgrund nicht ausgewiesen. Die Be-
schwerdegegnerin hat somit das Neuanmeldungsgesuch bzw. das erneute 
Leistungsbegehren zu Recht abgelehnt.

3.7 Damit ist die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 5. März 
2019 (AB 26) nicht zu beanstanden und die offensichtlich unbegründete 
Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Die Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Die IVB hat als öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Bern nicht An-
spruch auf Ersatz ihrer Parteikosten.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Mai 

2019)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.