# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9a06ae6-caf6-50a1-b087-d37cec8cfb1a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.11.2018 200 2018 528
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-528_2018-11-23.pdf

## Full Text

200 18 528 IV
KNB/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. November 2018

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Nov. 2018, IV/18/528, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1994 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 9. Juni 2017 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 1). Diese ord-
nete hinsichtlich des aufgrund der medizinischen Abklärungen (act. II 13, 
16, 21, 23) angenommenen Suchtmittelgebrauchs regelmässige Laborkon-
trollen an (act. II 24, 26-30, 32). Zusätzliche Kontrollen fanden im Rahmen 
der mittels fürsorgerischer Unterbringung (FU) angeordneten stationären 
Sozialtherapie statt (act. II 21/2 Ziff. 1.4, 21/11 f., 31). Nach wiederholtem 
Substanzgebrauch (act. II 34, 36 f.) des Versicherten und erfolgtem Thera-
pieabbruch (act. II 42) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 17. April 2018 
(act. II 40) die Abweisung des Leistungsgesuchs hinsichtlich beruflicher 
Massnahmen in Aussicht. Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; act. II 43) forderte sie den Versicherten am 10. Mai 2018 
zudem zur Schadenminderung in Form einer laborkontrollierten Abstinenz 
von Alkohol und Drogen auf (act. II 44). Mit Verfügung vom 28. Mai 2018 
(act. II 45) verneinte sie aufgrund der gesundheitlichen Situation des Versi-
cherten einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und teilte ihm mit, vor 
der erneuten Prüfung beruflicher Unterstützungsmassnahmen müsse eine 
nachgewiesene Drogenabstinenz von sechs Monaten belegt werden.

B.

Mit einer als «Bemerkungen zum Vorbescheid» betitelten und an die IVB 
adressierten Zuschrift vom 1. Juni 2018 (act. II 46) zeigte sich der Vater 
des Versicherten mit dem Vorgehen der IVB nicht einverstanden, worauf 
diese den Ersteren mangels Vollmacht aufforderte, das Schreiben von sei-
nem Sohn mitunterzeichnen zu lassen und nochmals einzureichen (act. II 
47). Ein entsprechend verbessertes Schreiben ging bei der IVB am 4. Juni 
2018 ein (act. II 48) und ist am 13. Juli 2018 von der IVB zur Behandlung 
als Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergeleitet worden (act. II 
49).

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Aufforderungsgemäss hat die Beschwerdegegnerin am 25. Juli 2018 die 
amtlichen Akten (act. II 1-53) eingereicht sowie das Zustelldatum der Ver-
fügung vom 28. Mai 2018 (act. II 45) mitgeteilt und belegt (Zustellnachweis 
im Gerichtsdossier). 

In Beantwortung einer diesbezüglichen Anfrage des Instruktionsrichters hat 
der Vertreter des Versicherten am 30. Juli 2018 klargestellt, sein Schreiben 
vom 1. Juni 2018 habe sich auf den Vorbescheid bezogen. Gleichzeitig hat 
er um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne einer Befreiung von der Vor-
schuss- und Kostenpflicht ersucht. Am 24. September 2018 hat er zudem 
Unterlagen zum besagten Gesuch nachgereicht (in den Gerichtsakten bzw. 
Akten des Beschwerdeführers [act. I] 1-6).

In der Beschwerdeantwort hat die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der 
Beschwerde geschlossen und die amtlichen Akten komplettiert (Akten der 
Beschwerdegegnerin [act. IIA] 54-56).

Erwägungen:

1.

1.1 Die Verfügung vom 28. Mai 2018 (act. II 45) ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Ab-
teilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen sol-
che Verfügungen. Obwohl die Verfügung gemäss Zustellnachweis (in den 
Gerichtsakten) bereits am 30. Mai 2018 beim Adressaten zuging, bezog 
sich das an die Beschwerdegegnerin adressierte Schreiben vom 1. Juni 
2018 (gemäss Rubrum und Bestätigung vom 30. Juli 2017) allein auf den 
Vorbescheid (act. II 40). Dieser (verspätete) Einwand gegen den Vorbe-

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scheid konnte im Verwaltungsverfahren nicht mehr berücksichtigt werden 
(vgl. dazu Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über 
das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 
2010, Rz. 3013) und ist als Beschwerde gegen die Verfügung entgegenzu-
nehmen, denn die Verwaltung hat ihn erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist 
zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht weitergeleitet, statt den 
Versicherten sofort auf die anfechtbare Verfügung und die noch laufende 
Rechtsmittelfrist hinzuweisen (vgl. zu den Folgen ungenügender Beratung 
UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 27 N. 37). Der Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde 
befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. Mai 2018 
(act. II 45). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medikamenten-
missbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich 
erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in de-
ren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Erwerbsfähigkeit 
beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn sie 
selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheits-
schadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c S. 268; 
SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7 E. 2.2.1).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliede-
rungsmassnahmen bestehen unter anderem in Integrationsmassnahmen 
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in Massnahmen be-
ruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. abis und b IVG). Zu den Massnahmen berufli-
cher Art gehören insbesondere Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige 
berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG), Arbeitsver-
mittlung (Art. 18 IVG) und Arbeitsversuch (Art. 18a IVG).

2.4 Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz 
keinen Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen ge-
währt werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmass-
nahmen unterliegen jedoch den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen 

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des Art. 8 Abs. 1 IVG. Eine Eingliederungsmassnahme hat somit neben 
den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Not-
wendigkeit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im 
engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsat-
zes zu genügen. Danach muss sie unter Berücksichtigung der gesamten 
tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem ange-
messenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Hin-
sichtlich der Angemessenheit lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, 
nämlich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche An-
gemessenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes 
Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet 
sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer 
gewissen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem 
vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmass-
nahme stehen; schliesslich muss die Massnahme dem Betroffenen auch 
zumutbar sein (BGE 142 V 523 E. 2.3 S. 526).

2.5 Die Eingliederungsmassnahme muss sich nicht nur objektiv mit Be-
zug auf die Massnahme selbst (Eignung der Massnahme), sondern auch 
subjektiv mit Bezug auf die versicherte Person (Eignung der versicherten 
Person) zur Erreichung des angestrebten Eingliederungszieles eignen: Ein-
gliederungswirksam kann eine Massnahme nur sein, wenn die betroffene 
Person – bezogen auf die jeweilige Massnahme – selber wenigstens teil-
weise objektiv eingliederungsfähig und subjektiv eingliederungsbereit ist 
(objektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit; vgl. SILVIA BUCHER, Ein-
gliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 75. N. 124 und S. 278 
N. 539).

2.6 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr 
Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 
ATSG) zu verhindern. Es ist primär Sache des Einzelnen, sich um eine 
angemessene Eingliederung zu bemühen. Kann eine versicherte Person 
ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber beheben, so 
besteht gar keine Invalidität, womit es an der unabdingbaren Anspruchs-
voraussetzung für jegliche Leistungen der Invalidenversicherung – auch für 

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Eingliederungsmassnahmen – fehlt. Die Selbsteingliederung als Ausdruck 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht nicht nur dem Renten-, 
sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (BGE 113 V 
22 E. 4a S. 28; AHI 2001 S. 282 E. 5a aa; RKUV 1987 U 26 S. 391).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Der Beschwerdeführer wurde ab 22. Dezember 2015 während drei 
Tagen in den psychiatrischen Diensten C.________ stationär behandelt. Im 
Austrittsbericht vom 25. Dezember 2015 (act. II 16/11 f.) wurde ein psycho-
tisches Zustandsbild unklarer Ätiologie mit Fremdaggressivität (Handgreif-
lichkeit gegenüber den Eltern), differentialdiagnostisch drogeninduziert, 
erwähnt. 

Ab 25. Februar 2017 erfolgte, gemäss Behandlungsplan vom 20. März 
2017 (act. II 16/8-10) im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung (FU) 
wegen einer Fremdaggression, erneut eine Hospitalisation in den psychia-
trischen Diensten C.________. 

3.1.2 Der Vater (act. II 13/2 Ziff. 1.4) und … (act. II 1/6 Ziff. 6.3) des Be-
schwerdeführers, B.________, verwies am 17. Juli 2017 gegenüber der 
Beschwerdegegnerin hauptsächlich auf die Angaben der psychiatrischen 
Dienste C.________ und erwähnte anamnestisch unter anderem schuli-
sche Schwierigkeiten, delinquentes Verhalten sowie einen Alkohol- bzw. 
Substanzgebrauch des Beschwerdeführers (act. II 13).

3.1.3 Seitens der psychiatrischen Dienste C.________ wurden am 
15. August 2017 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) sowie eine 
multiple Substanzabhängigkeit (ICD-10: F19.21) erwähnt. Die Oberärztin 
med. pract. D.________ und die Assistenzärztin med. pract. E.________, 
erklärten, die Arbeitsfähigkeit sei bei guter Medikamenten-Compliance, 
Abstinenz und sozialer Integration nicht eingeschränkt; empfehlenswert sei 

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körperliche Arbeit (Gärtnerei, Schreinerei, Bau, Küche etc.), wofür die Moti-
vation und Fähigkeit vorhanden sei (act. II 16/1-7).

Im Austrittsbericht vom 30. Oktober 2017 (act. II 21/9-12) präzisierten med. 
pract. D.________ und E.________ die Diagnosen insoweit, als sie die 
paranoide Schizophrenie nunmehr als erstellt erachteten und zusätzlich 
psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch 
und Konsum anderer psychotroper Substanzen (ICD-10: F19.24) sowie 
somatische Beschwerden (Handfraktur rechts, Status nach Harnverhalt) 
vermerkten. Sie hielten fest, der Beschwerdeführer sei am 8. September 
2017 in verbessertem Zustand zur ambulanten psychiatrischen Nachbe-
handlung entlassen worden. Er werde ab 11. September 2017 in ein von 
der Stiftung H.________ betriebenes Wohnheim übertreten, mit Übertra-
gung des FU und der Weisung, sich Drogenurinkontrollen und einer kon-
trollierten Medikamenteneinnahme zu unterziehen.

3.1.4 Der behandelnde Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, ordnete im Bericht vom 17. Dezember 2017 (act. II 
21/1-8) allein die paranoide Schizophrenie (ICD-10: F 20.0) den Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Bezüglich der psychischen und 
Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum an-
derer psychotroper Substanzen (ICD-10: F19.21; in jüngster Zeit vor allem 
Alkohol, vorher Opioide und Benzodiazepine, gelegentlich Kokain/Am-
phetamin) ging er von einer aktuellen Abstinenz in beschützender Umge-
bung aus, weshalb er diese Störungen als ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit aufführte. Er führte aus, die Schizophrenie stehe im Vorder-
grund, wobei ein anhaltender Suchtmittelkonsum sich negativ auf den Ver-
lauf dieser Erkrankung auswirke. Der Beschwerdeführer befinde sich in der 
von der Stiftung H.________ angebotenen stationären sozialtherapeuti-
schen Wohn- und Arbeitsrehabilitation …. Er nehme die Medikation (Olan-
zapin) unter Aufsicht ein und gebe regelmässig Urinproben ab, die bisher 
negativ ausgefallen seien. Der Psychiater stellte eine vorsichtig optimisti-
sche Prognose. Bei Weiterführung der Abstinenz und guter Compliance 
hinsichtlich Medikation bestünden gute Ressourcen, welche allenfalls eine 
Berufsausbildung ermöglichten. Er attestierte eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit als Schüler bzw. eine 80%ige Präsenzzeit bei 50%igem Rende-

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ment in der aktuellen Tätigkeit als … im Rahmen der Arbeitsintegration. 
Eine leidensadaptierte Tätigkeit (in toleranter, wohlgesinnter [sozialpäd-
agogisch/arbeitsagogisch ausgerichteter] Umgebung, welche auf allenfalls 
schwankende Leistungsfähigkeit und vor allem auf frühe psychotische 
Symptome reagieren könne) wäre während acht Stunden täglich zumutbar, 
wobei körperliche Tätigkeiten im Bauumfeld (Zimmermann, Maurer, Maler 
etc.) sinnvoll seien.

3.1.5 In der RAD-Stellungnahme vom 17. Januar 2018 (act. II 23) gelang-
te Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum 
Schluss, es bestehe eine paranoide Schizophrenie, welche die Berufswahl 
sowie die erstmalige Ausbildung beeinträchtige. Er ging mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von einem sekundären Suchtmittelgebrauch aus, ver-
wies hinsichtlich der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit auf die Ein-
schätzung von Dr. med. F.________ und empfahl Laborkontrollen des 
Olanzapins sowie des Cannabiskonsums für die Dauer von drei Monaten, 
mit monatlichen Messungen.

Nachdem eine vom RAD veranlasste Laborkontrolle vom 31. Januar 2018 
(act. II 26-28) positiv auf Amphetamin ausgefallen und auch seitens der 
Stiftung H.________ über Rückfälle berichtet worden war (act. II 31, 34-
37), erklärte Dr. med. G.________ am 9. Mai 2018, eine vollständige Absti-
nenz ermöglichte eine berufliche Tätigkeit und sei dem Beschwerdeführer 
aus medizinischer Sicht zumutbar. Erfahrungsgemäss brauche eine Ent-
zugsbehandlung eine gewisse Zeit um zu wirken; schätzungsweise dauere 
es zwischen einem halben bis einem ganzen Jahr, bis eine 100%ige Leis-
tungsfähigkeit erreicht werde. Er empfahl weitere Laborkontrollen hinsicht-
lich Drogen- und Alkoholkonsum in drei- bis fünfwöchigen Abständen 
während sechs Monaten (act. II 43).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

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kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.3 Es steht aufgrund der diesbezüglich kohärenten und widerspruchs-
freien Aktenlage fest, dass der Beschwerdeführer trotz der diagnostizierten 
paranoiden Schizophrenie unter Abstinenz sowie guter Compliance bezüg-
lich der Pharmakotherapie – allenfalls nach einem gewissen Zeitablauf – in 
einer leidensadaptierten Tätigkeit medizinisch-theoretisch nicht wesentlich 
eingeschränkt wäre. Diese überzeugende fachärztliche Beurteilung von Dr. 
med. G.________ (act. II 23, 43/2 Ziff. 1) korreliert mit den Einschätzungen 
des Dr. med. F.________ (act. II 21/3 Ziff. 1.7 in fine) sowie den Ärztinnen 
der psychiatrischen Dienste C.________ (act. II 16/4 Ziff. 1.8). Ebenso 
nachvollziehbar ist die Auffassung des RAD-Arztes, dass dem Beschwer-
deführer eine vollständige Abstinenz zumutbar wäre (act. II 43/2 Ziff. 2). Die 
Kritik des Dr. med. B.________, wonach sein Sohn zwar abstinent sein 
wolle, aufgrund der Schizophrenie aber nicht könne (Beschwerde S. 1), 
verfängt nicht: Denn diese in advokatorischer Funktion vorgetragene und 
aus allgemeininternistischer Optik vertretene Meinung ist nicht näher be-
gründet und kontrastiert mit der schlüssigen fachpsychiatrischen Beurtei-

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lung von Dr. med. G.________ (act. II 43/2 Ziff. 2). Zwar wurde die Sucht 
allenfalls ursprünglich durch die Symptomatik der Schizophrenie getriggert. 
So zog Dr. med. F.________ einen untauglichen Selbstheilungsversuch 
der Psychose durch die Einnahme von Opiaten in Betracht (act. II 21/7 
Ziff. 3) und Dr. med. G.________ ging ebenfalls von einem sekundären 
Suchtverhalten aus (act. II 23/3). Der andauernde Substanzabusus könnte 
aber bei einer wirksamen Behandlung der paranoiden Schizophrenie sach-
logisch nicht mehr durch diese Grunderkrankung unterhalten werden. Der 
Beschwerdeführer verunmöglichte eine adäquate Therapie von vornherein, 
in dem er das verordnete Antipsychotikum Olanzapin (vgl. dazu JOSEF 
BÄUML, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, 2. Aufl. 2008, 
S. 83) gemäss Laborbefund nur intermittierend einnahm (act. II 26-28). 
Dass ihm dabei die Inanspruchnahme dieser Pharmakotherapie unzumut-
bar gewesen wäre, wird seitens des Beschwerdeführers zu Recht nicht 
geltend gemacht und fände in den medizinischen Akten auch keinen Rück-
halt. Bei dieser Ausgangslage kann er sich hinsichtlich der Frage nach der 
Zumutbarkeit einer Abstinenz nicht auf negative Auswirkungen der Schizo-
phrenie berufen, zumal seitens der Stiftung H.________ noch im Bericht 
vom 5. März 2018 (act. II 31) angegeben wurde, es hätten sich im Verlauf 
bisher keine Anzeichen einer paranoid-schizophrenen Episode ergeben. Es 
ist damit auch nicht entscheidend, ob die Sucht tatsächlich eine invaliden-
versicherungsrechtlich relevante sekundäre Erkrankung (vgl. E. 2.2 hiervor) 
darstellt.

3.4 Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leis-
tungsbezug (act. II 1) in den psychiatrischen Diensten C.________ hospita-
lisiert und wurde nach dem Austritt per 8. September 2017 ab 11. Septem-
ber 2017 in der sozialtherapeutischen Wohn- und Arbeitsrehabilitation … 
der Stiftung H.________ stationär weiterbetreut (act. II 21/12, 31). Bereits 
nach wenigen Wochen wurde er mit mässigem Alkoholkonsum rückfällig 
(act. II 21/2 Ziff. 1.4, 31/1). Am 31. Januar 2018 markierte zudem eine vom 
RAD veranlasste Laborkontrolle positiv auf Amphetamin (act. II 26-28), 
worauf seine Motivation zur Einhaltung der Rahmenbedingungen offen-
sichtlich sank (act. II 42). Nachdem der Beschwerdeführer in der Folge 
durch eine nachlässige Haltung bezüglich Pünktlichkeit, Verbindlichkeit und 
Selbstverantwortung aufgefallen war, wurde er am 4. März 2018 seitens 

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der Stiftung H.________ positiv auf Methadon getestet (act. II 31/1, 34). 
Sodann verliess er am Samstag, 10. März 2018, unerlaubterweise die sta-
tionäre Einrichtung bis am Sonntagmorgen und konsumierte Alkohol, THC 
und Kokain. Aufgrund der wiederholten Rückfälle und der Schwere dieses 
Regelübertritts organisierte die Stiftung H.________ für zwei Monate ab 
14. März 2018 ein «Time Out» im Rahmen der stiftungseigenen Institution 
… im … (act. II 36 f.). Gemäss Rückmeldung der Stiftung an die zuständige 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zeigte der Beschwerde-
führer einen mangelnden Veränderungswillen, Konsumlust und wenig Be-
troffenheit (act. II 37). Obwohl die Stiftung die Erarbeitung einer beruflichen 
Perspektive gerne weiter unterstützt hätte, brach er am 4. April 2018 aus 
eigenem Antrieb die Sozialtherapie ab und begründete diesen Entscheid 
mit dem grundsätzlich zu engen Rahmen sowie im Speziellen mit den zu-
sätzlichen Einschränkungen aufgrund des Substanzkonsums (act. II 38 f., 
42). 

3.5 Mit dem beschriebenen Verhalten (vgl. E. 3.4 hiervor) offenbarte 
der Beschwerdeführer einen mangelnden Willen zur Einhaltung der zumut-
baren Medikamenten-Compliance und Abstinenz, welche nach dem Darge-
legten Grundvoraussetzung einer wirksamen Eingliederung bildet. Nach 
dem Regelbeweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 
218 E. 6 S. 221; SVR 2017 UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2) geht ihm folglich die 
subjektive Eingliederungsfähigkeit ab, womit ein Anspruch auf jegliche 
berufliche Eingliederungsmassnahmen offenkundig nicht besteht (vgl. 
E. 2.5 hiervor; vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Septem-
ber 2017, 9C_491/2017, E. 4.3). Letztlich fehlt es gleichermassen an der 
objektiven Eingliederungsfähigkeit (vgl. E. 2.4 f. hiervor), sind doch bei fort-
dauernder Substanzabhängigkeit und medikamentös unbehandelter Schi-
zophrenie berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht erfolgversprechend. 
Vor diesem Hintergrund besteht unbesehen des Umstands, dass eine Ent-
zugsbehandlung erst nach einer gewissen Zeit wirken würde (act. II 43/2), 
auch kein Anspruch auf befristete Massnahmen. Offen bleiben kann zu-
dem, ob unter der Prämisse eines therapeutischen Wohlverhaltens des 
Beschwerdeführers eine Selbsteingliederung möglich wäre (vgl. E. 2.6 
hiervor). Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen mit Verfügung vom 28. Mai 2018 (act. II 45) zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Nov. 2018, IV/18/528, Seite 13

Recht. Dass sie das Mahn- und Bedenkzeitverfahren erst am 10. Mai 2018 
mit einer nach dem Verfügungserlass endenden Frist einleitete (act. II 44), 
vermag daran nichts zu ändern. Denn ein Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen fällt auch ohne vorgängig durchgeführtes 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren ausser Betracht, soweit es am 
Eingliederungswillen bzw. an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit fehlt 
(Entscheid des BGer vom 8. August 2018, 8C_145/2018, E. 7; SVR 2016 
IV Nr. 27 S. 82 E. 5.2.3 mit Hinweis; vgl. auch Beschwerdeantwort S. 2 lit. 
C Ziff. 4). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass im Rahmen des 
Anfechtungs- und Streitgegenstandes allein die zweigspezifischen 
Leistungsvoraussetzungen der Invalidenversicherung massgebend sind 
und die Bemerkung, letztlich bezahle ohnehin die Allgemeinheit 
(Beschwerde S. 2), hier nicht weiterführt. Die gegen die Verfügung vom 28. 
Mai 2018 (act. II 45) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegen-
den Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

4.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 
Abs. 1 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Nov. 2018, IV/18/528, Seite 14

Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (vgl. ausgefüll-
tes Gesuchsformular [in den Gerichtsakten]; act. I 1-6). Zudem kann das 
Verfahren nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist demnach hinsichtlich der Ver-
fahrenskosten gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – unter Vor-
behalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivil-
prozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; 
SR 272) i.V.m. Art. 113 VRPG – von der Zahlungspflicht betreffend die Ver-
fahrenskosten zu befreien. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Dr. med. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Nov. 2018, IV/18/528, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.