# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aa2026c-9652-52ae-bdd3-91e0dac2082a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 22.09.2023 SBE.2023.28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBE-2023-28_2023-09-22.pdf

## Full Text

Obergericht
Beschwerdekammer in Strafsachen

SBE.2023.28
(STA.2022.2337)
Art. 302

Entscheid vom 22. September 2023

Besetzung Oberrichterin Massari, Vizepräsidentin
Gerichtsschreiber Burkhard

Beschwerde-
führer

A._____,
[…]
verteidigt durch Rechtsanwalt Martin Leiser,
[…]

Beschwerde-
gegnerin

Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm,
Untere Grabenstrasse 32, Postfach, 4800 Zofingen

Anfechtungs-
gegenstand

Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm
vom 3. Juli 2023

in der Strafsache gegen A._____

- 2 -

Die Vizepräsidentin entnimmt den Akten:

1.
B._____ meldete am 17. Januar 2023 der Kantonspolizei Aargau, dass sie
soeben in Q._____ als Fussgängerin vom Lenker des Personenwagens AG
aaa, der sich vom Unfallort entfernt habe, angefahren worden sei. In der
Folge konnte der Beschwerdeführer als Lenker des besagten Personenwa-
gens eruiert werden. B._____ stellte gleichentags Strafantrag und erklärte,
sich als Zivil- und Strafklägerin zu konstituieren. Ärztlicherseits wurde die
Verdachtsdiagnose einer Kniekontusion links gestellt. Die Staatsanwalt-
schaft Zofingen-Kulm führte deswegen eine Strafuntersuchung wegen fahr-
lässiger Körperverletzung (Art. 125 Abs. 1 StGB), Verletzung von Verkehrs-
regeln (Art. 90 Abs. 1 SVG) und pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall (Füh-
rerflucht; Art. 92 Abs. 2 SVG). Am 5. Mai 2023 zog B._____ ihren Strafan-
trag zurück.

Am 1. Juni 2023 zeigte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm dem Be-
schwerdeführer an, die Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Körperver-
letzung einstellen und wegen der übrigen Vorwürfe einen Strafbefehl aus-
fällen zu wollen.

2.
Mit Verfügung vom 3. Juli 2023 stellte die Staatsanwaltschaft Zofingen-
Kulm die Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer wegen fahrläs-
siger Körperverletzung infolge fehlender Prozessvoraussetzung (Art. 319
Abs. 1 lit. d StPO) ein (Dispositiv-Ziff. 1) und verwies allfällige Zivilklagen
auf den Zivilweg (Dispositiv-Ziff. 2). Weiter auferlegte sie dem Beschwer-
deführer Verfahrenskosten von Fr. 200.00 (Dispositiv-Ziff. 3) und sprach
ihm keine Entschädigung zu (Dispositiv-Ziff. 4).

Diese Einstellungsverfügung wurde von der Oberstaatsanwaltschaft des
Kantons Aargau am 4. Juli 2023 genehmigt.

3.
3.1.
Der Beschwerdeführer erhob gegen die ihm am 19. Juli 2023 zugestellte
Einstellungsverfügung am 27. Juli 2023 Beschwerde mit folgenden Anträ-
gen:

" 1.
Dem Beschwerdeführer seien keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und
ihm sei eine angemessene Entschädigung für die Verteidigungskosten im
Strafverfahren betreffend fahrlässige Körperverletzung auszurichten.

Eventualiter: Es sei über die Verfahrenskosten und über die Ausrichtung
einer Entschädigung nicht im Rahmen der Einstellungsverfügung […] zu

- 3 -

entscheiden, sondern im Hauptverfahren […], vom Sachrichter (Verfahren
betreffend Verletzung der Verkehrsregeln/Pflichtwidriges Verhalten).

2.
Ziff. 3 und 4 der Einstellungsverfügung […] der Beschwerdegegnerin vom
03.07.2023 seien demzufolge aufzuheben bzw. entsprechend abzuän-
dern.

3..
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates"

3.2.
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm beantragte mit Beschwerdeantwort
vom 7. August 2023 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen.

Mit Eingabe vom 8. August 2023 reichte die Staatsanwaltschaft Zofingen-
Kulm eine Kopie ihrer Überweisungsverfügung vom 7. August 2023 ein, mit
welcher sie ihren mit Einsprache angefochtenen Strafbefehl vom 14. Juli
2023 (vgl. hierzu auch Beschwerdebeilagen 2 und 3) dem Bezirksgericht
Kulm überwiesen hatte.

Die Vizepräsidentin zieht in Erwägung:

1.
1.1.
Ist die Beschwerdeinstanz ein Kollegialgericht, was im Kanton Aargau der
Fall ist (§ 13 Abs. 1 EG StPO [SAR 251.200]; § 3 Abs. 6 lit. a Gerichtsor-
ganisationsgesetz [GOG; SAR 155.200]; § 9 f. und Anhang 1 Ziff. 2 Abs. 5
lit. a der Geschäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau vom
21. November 2012), so beurteilt deren Verfahrensleitung die Beschwerde
allein, wenn diese einzig die wirtschaftlichen Nebenfolgen eines Entschei-
des bei einem strittigen Betrag von nicht mehr als Fr. 5'000.00 zum Gegen-
stand hat (Art. 395 lit. b StPO).

Der Beschwerdeführer beanstandet mit Beschwerde einzig, dass ihm in der
Einstellungsverfügung die Verfahrenskosten des eingestellten Strafverfah-
rens wegen fahrlässiger Körperverletzung von Fr. 200.00 auferlegt wurden
und dass ihm eine Entschädigung für seinen Verteidigungsaufwand verwei-
gert wurde. Es geht damit ausschliesslich um wirtschaftliche Nebenfolgen
i.S.v. Art. 395 lit. b StPO. Wenngleich der Beschwerdeführer seine Ent-
schädigungsforderung nicht beziffert, ist doch offensichtlich, dass der
Grenzwert von Fr. 5'000.00 nicht erreicht wird. Die Beschwerde ist daher
allein von der verfahrensleitenden Vizepräsidentin der Beschwerdekammer
in Strafsachen des Obergerichts zu beurteilen.

- 4 -

1.2.
Der Beschwerdeführer ist als beschuldigte Person und damit Partei
i.S.v. Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO gestützt auf Art. 322 Abs. 2 StPO und
Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO berechtigt, die Einstellungsverfügung der Staats-
anwaltschaft Zofingen-Kulm im Kosten- und Entschädigungspunkt mit Be-
schwerde anzufechten. Auf seine frist- (Art. 396 Abs. 1 StPO) und formge-
recht (Art. 385 Abs. 1 StPO) erhobene und von einem hinreichenden
Rechtsschutzinteresse (Art. 382 Abs. 1 StPO) getragene Beschwerde ist
einzutreten.

2.
2.1.
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm begründete die von ihr in der Ein-
stellungsverfügung getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung damit,
dass der Beschwerdeführer die Einleitung des eingestellten Strafverfah-
rens wegen fahrlässiger Körperverletzung rechtswidrig und schuldhaft be-
wirkt habe (bezüglich der Kosten mit Verweis auf Art. 426 Abs. 2 StPO;
bezüglich der Nichtentschädigung mit Verweis auf Art. 430 Abs.1 lit. a
StPO), indem er eine Verkehrsregelverletzung begangen habe. Bezüglich
der Verkehrsregelverletzung verwies sie auf den erst am 14. Juli 2023 er-
gangenen Strafbefehl.

2.2.
Der Beschwerdeführer begründete seine mit Beschwerde gestellten An-
träge damit, dass er gegen den besagten Strafbefehl gültig Einsprache er-
hoben habe, weshalb noch nicht rechtskräftig entschieden sei, ob er eine
Verkehrsregelverletzung begangen habe. Von daher sei auch noch nicht
klar, ob er das eingestellte Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverlet-
zung rechtswidrig und schuldhaft bewirkt habe. Er sei klar der Auffassung,
beim Vorfall vom 17. Januar 2023 nicht rechtswidrig oder schuldhaft ge-
handelt zu haben, weshalb er auch Einsprache gegen den ergangenen
Strafbefehl erhoben habe. "Stand jetzt" müsse man in Beachtung der Un-
schuldsvermutung davon ausgehen, dass er das Strafverfahren wegen
fahrlässiger Körperverletzung weder rechtswidrig noch schuldhaft bewirkt
habe. Die Einstellung sei zudem nicht nur aufgrund des Rückzugs des
Strafantrags ergangen, sondern auch, weil offensichtlich gar keine Verlet-
zung von B._____ vorgelegen habe.

3.
3.1.
Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigespro-
chen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt
werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfah-
rens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2
StPO). Die Strafbehörde kann die Entschädigung oder Genugtuung der be-
schuldigten Person herabsetzen oder verweigern, wenn diese rechtswidrig

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und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durch-
führung erschwert hat (Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO).

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Voraussetzung für eine Kos-
tenauflage gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO oder auch eine Nichtentschä-
digung gestützt auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO, dass die beschuldigte Per-
son die angerufene Verhaltensnorm klar verletzt und dadurch das Strafver-
fahren veranlasst oder dessen Durchführung erschwert hat (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_229/2013 vom 4. Juli 2013 E. 1.4).

3.2.
Es kann als erstellt gelten, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und
B._____ am 17. Januar 2022 zu einem strassenverkehrsrechtlich womög-
lich relevanten Vorfall kam, der die Eröffnung einer Strafuntersuchung ge-
gen den Beschwerdeführer wegen Verkehrsregelverletzungen rechtfer-
tigte. Weil B._____ deswegen die Polizei avisierte und geltend machte, we-
gen des Vorfalls während weniger Tage Schmerzen im Knie erlitten zu ha-
ben und deswegen einen Arzt konsultiert zu haben, der eine radiologische
Abklärung veranlasst habe, ist es auch nicht zu beanstanden, dass eine
Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung eröffnet wurde.
Damit ist aber noch nicht gesagt, dass der Beschwerdeführer dieses Straf-
verfahren rechtswidrig und schuldhaft (i.S.v. Art. 426 Abs. 2 StPO bzw. Art.
430 Abs. 1 lit. a StPO) bewirkt hat.

3.3.
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm begründete die von ihr mit Einstel-
lungsverfügung vom 3. Juli 2023 behauptete rechtswidrige und schuldhafte
Einleitung des Strafverfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung einzig
mit Verweis auf ihren erst am 14. Juli 2023 erlassenen Strafbefehl. Weil der
Beschwerdeführer diesen Strafbefehl mit (zumindest nicht offensichtlich
ungültiger) Einsprache angefochten hat und das Bezirksgericht Kulm hier-
über soweit ersichtlich noch nicht befunden hat, vermag diese Begründung
zumindest derzeit nicht zu überzeugen. Kommt es, was derzeit nicht aus-
geschlossen werden kann, bezüglich den dem Beschwerdeführer zur Last
gelegten strassenverkehrsrechtlichen Widerhandlungen zu keiner Verurtei-
lung, lässt sich damit zumindest nicht ohne Weiteres irgendeine Sorgfalts-
pflichtverletzung des Beschwerdeführers begründen, gestützt auf welche
ihm ein rechtswidriges oder schuldhaftes Bewirken des deswegen geführ-
ten Strafverfahrens angelastet werden könnte (vgl. hierzu exemplarisch Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_229/2013 vom 4. Juli 2013 E. 1.4). Eine klare
Verletzung von irgendwelchen Verhaltensnormen durch den Beschwerde-
führer lässt sich zumindest derzeit nicht feststellen, weshalb die von der
Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm getroffene Kosten- und Entschädi-
gungsregelung (weil zumindest derzeit Bundesrecht verletzend) aufzuhe-
ben ist. Dass sich diese Begründung letztlich doch noch als zutreffend er-
weisen könnte, ändert nichts daran, dass sie es derzeit nicht ist und daher

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vom Beschwerdeführer zu Recht angefochten wurde. Weil es dies sowieso
festzustellen gilt, besteht keine begründete Veranlassung, das Beschwer-
deverfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung des Einspracheverfahrens
zu sistieren, auch nicht im Hinblick auf eine sachgerechte Regelung der
Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdeverfahrens, wie nach-
folgender E. 4 ohne Weiteres zu entnehmen ist.

3.4.
Dementsprechend sind Dispositiv-Ziff. 3 und 4 der angefochtenen Einstel-
lungsverfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und
ist die Sache zu neuem Entscheid an die Staatsanwaltschaft Zofingen-
Kulm zurückzuweisen. Die Voraussetzungen, dass die Beschwerdekam-
mer in Strafsachen des Obergerichts (wie vom Beschwerdeführer bean-
tragt) reformatorisch über die Kosten- und Entschädigungsfolgen der ein-
gestellten Strafuntersuchung entscheidet, sind nicht gegeben. Letztlich ist
es an der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, nochmals über die Kosten-
und Entschädigungsfolgen der eingestellten Strafuntersuchung zu befin-
den, wobei es ihr aber (innerhalb ihres pflichtgemässen Ermessens) frei-
steht, die rechtskräftige Beurteilung der im angefochtenen Strafbefehl ab-
gehandelten strassenverkehrsrechtlichen Vorwürfe abzuwarten oder be-
reits jetzt mit einer die Vorgaben dieses Beschwerdeentscheids beachten-
den alternativen Begründung neu über die Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zu befinden. Eine begründete Veranlassung, der Staatsanwaltschaft
Zofingen-Kulm diesbezüglich irgendwelche Vorgaben zu machen, besteht
nicht. Soweit der Beschwerdeführer solche Vorgaben beantragt, erweist
sich seine Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

4.
4.1.
Hebt die Rechtsmittelinstanz einen Entscheid auf und weist sie die Sache
zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück, so sind die Kosten des
Rechtsmittelverfahrens gestützt auf Art. 428 Abs. 4 StPO auf die Staats-
kasse zu nehmen. Diese letztgenannte Bestimmung bezieht sich insbeson-
dere auf kassatorische Entscheide (THOMAS DOMEISEN, in: Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 25 zu
Art. 428 StPO) wie vorliegend, weshalb die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen sind.

4.2.
Inwieweit der Beschwerdeführer mit seinem hauptsächlichen (reformatori-
schen) Antrag, es seien ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und es
sei ihm eine angemessene Entschädigung für seinen Verteidigungsauf-
wand zuzusprechen, letztlich obsiegt, steht – weil vom neuen Kosten- und
Entschädigungsentscheid der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm abhän-
gend – derzeit noch nicht fest. Von daher erscheint es angemessen, den

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Entscheid über die Entschädigung des Beschwerdeführers für dieses Be-
schwerdeverfahren gestützt auf Art. 421 Abs. 1 StPO der Staatsanwalt-
schaft Zofingen-Kulm vorzubehalten, die darüber in Mitberücksichtigung ih-
res neuen Kosten- und Entschädigungsentscheids (betreffend die einge-
stellte Strafuntersuchung) zu befinden haben wird.

Die Vizepräsidentin entscheidet:

1.
1.1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziff. 3 und 4
der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom
3. Juli 2023 aufgehoben und wird die Sache zu neuem Entscheid an die
Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm zurückgewiesen.

1.2.
Soweit der Beschwerdeführer anderes oder mehr beantragt, wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf die Staatskasse ge-
nommen.

Zustellung an:
[…]

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG)

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-
lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-
schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde
kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn
diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-
sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-
den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde
(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-
gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen,
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf
die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen

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hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde-
legitimation ist Art. 81 BGG massgebend.

Aarau, 22. September 2023

Obergericht des Kantons Aargau
Beschwerdekammer in Strafsachen
Die Vizepräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Massari Burkhard