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**Case Identifier:** 507ca2e1-9b65-5448-8d18-6c8261bee858
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-02-20
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 20.02.2009 RR.2008.243
**Docket/Reference:** RR.2008.243
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2008-243_2009-02-20

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 20. Februar 2009 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher, 
Gerichtsschreiberin Lea Unseld 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Vock, 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜRICH, 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.243 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Das Zentralamt für Wirtschaftskriminalität in Göteborg (Schweden) ermittelt 
gegen A., B. und C. wegen schwerem Steuerdelikt bzw. Mithilfe zu schwe-
rem Steuerdelikt. A. und C. wird vorgeworfen, zwei auf den Britischen 
Jungferninseln errichtete Gesellschaften benutzt zu haben, um über 
Scheinverträge Gewinne der schwedischen D. AB bzw. deren Mutterge-
sellschaft, der englischen E. Ltd., auf die Britischen Jungferninseln zu ver-
schieben und von dort aus für sich selbst sowie weitere Personen, darunter 
B., abzuzweigen. Die schwedischen Behörden sind mit einem Rechtshilfe-
ersuchen vom 7. Januar 2008 an die Schweiz gelangt und haben um Ban-
kenermittlung sowie Zeugeneinvernahme des Kundenberaters bei der 
Bank F. ersucht (B-5/2008/126 act. 2/2). 

 
 
B. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend “Bundesamt“) hat das Rechtshilfe-

ersuchen zur Prüfung und Erledigung an die Staatsanwaltschaft I des Kan-
tons Zürich (nachfolgend “Staatsanwaltschaft“) übertragen. Die Staatsan-
waltschaft ist mit Verfügung vom 5. März 2008 auf das Rechtshilfeersuchen 
eingetreten und hat die vollständige Edition der Eröffnungsunterlagen so-
wie sämtlicher Dokumente für die Zeit vom 1. Januar 2000 bis 31. Dezem-
ber 2007 betreffend vier von der ersuchenden Behörde bezeichnete Konten 
bei der Bank F. angeordnet (B-5/2008/126 act. 4/1). Mit Schlussverfügung 
vom 7. August 2008 hat die Staatsanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen 
entsprochen und die Herausgabe der Korrespondenz der Staatsanwalt-
schaft mit der Bank F. vom 4. April, 7. April und 5. Mai 2008 sowie der Er-
öffnungsunterlagen, der Konto- / Depotauszüge und der Kundeninformatio-
nen für die Zeit vom 1. Januar 2000 bis am 4. Juli 2005 betreffend das Kon-
to Nr. 1, lautend auf A., bei der Bank F. verfügt (B-5/2008/126 act. 15). 
 
 

C. A. gelangt mit Beschwerde vom 12. September 2008 an die II. Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts mit dem Antrag, die Schlussverfügung 
vom 7. August 2008 sei aufzuheben und dem Rechtshilfeersuchen des 
Zentralamts für Wirtschaftskriminalität in Göteborg vom 7. Januar 2008 sei 
nicht stattzugeben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 1). 
 
Die Staatsanwaltschaft hat am 8. Oktober 2008 auf Anträge verzichtet 
(act. 7). Das Bundesamt beantragt in der Beschwerdeantwort vom 20. Ok-
tober 2008 die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde (act. 8). A. hält 
in der Beschwerdereplik vom 24. Oktober 2008 an seinen Anträgen fest 

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(act. 10). Die Staatsanwaltschaft und das Bundesamt haben am 13. bzw. 
18. November 2008 auf eine Beschwerdeduplik verzichtet (act. 13 und 14). 
 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
 
 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Schweden ist in erster Linie 

das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe 
in Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) massgebend, dem beide Staaten bei-
getreten sind. 

1.2 Der Rat der Europäischen Union hat am 27. November 2008 die vollständi-
ge Anwendung des Schengen-Besitzstands in der Schweiz ab dem 12. De-
zember 2008 beschlossen (Beschluss des Rates 2008/903/EG; ABl. L 327 
vom 5. Dezember 2008, S. 15 - 17). Für den Bereich der internationalen 
Rechtshilfe in Strafsachen findet, mangels anders lautender Übergangsbe-
stimmungen, das im Zeitpunkt des Entscheids jeweils geltende Recht An-
wendung. Die verwaltungsrechtliche Natur des Rechtshilfeverfahrens 
schliesst die Anwendung des Grundsatzes der Nichtrückwirkung aus 
(BGE 112 Ib 576 E. 2 S. 583 ff.). Gestützt auf Art. 2 Ziff. 1 und Art. 15 Ziff. 1 
des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft, der Europäischen Union und der Europäischen Ge-
meinschaft über die Assoziierung der Schweiz bei der Umsetzung, Anwen-
dung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands (Schengen-Assoziie-
rungsabkommen; SR 0.360.268.1) gelangen für die Rechtshilfe in Strafsa-
chen zwischen der Schweiz und Schweden überdies die Bestimmungen 
der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung 
des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener 
Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, 
S. 19 - 62) zur Anwendung. 

1.3 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-
gelt, richtet sich die Rechtshilfe nach dem Landesrecht, namentlich dem 
Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Straf-
sachen (IRSG; SR 351.1) und der Verordnung vom 24. Februar 1982 über 
internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11). Das inner-
staatliche Recht ist nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann anwendbar, 

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wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 129 II 
462 E. 1.1 S. 464). 

 
1.4 Das SDÜ verweist in Art. 48 Abs. 1 auf die Bestimmungen des EUeR, wel-

ches durch die Bestimmungen des SDÜ über die Rechtshilfe in Strafsa-
chen ergänzt und in seiner Anwendung erleichtert werden soll. Da die 
massgeblichen Bestimmungen des SDÜ vorliegend im Vergleich zum bis-
herigen Recht keine Änderung der Voraussetzungen für die Gewährung 
der Rechtshilfe bewirken, erübrigt sich ein zusätzlicher Schriftenwechsel 
zur Frage des anwendbaren Rechts. 

Art. 50 i.V.m. Art. 51 SDÜ verpflichtet die Vertragsparteien unter den dort 
genannten Bedingungen zur gegenseitigen Rechtshilfe bei den abschlies-
send aufgezählten Verbrauchersteuern, Mehrwertsteuern und Zollabgaben. 
Die Rechtshilfe im Bereich der direkten Steuern ist davon gemäss dem 
derzeitigen Stand der Bestimmung von Art. 50 SDÜ nicht betroffen. Art. 8 
des Protokolls zum Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 
zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (ABl. C 326 vom 
21. November 2001, S. 2 - 8), welcher die Rechtshilfe unter Schengen-
Staaten auch im Bereich der direkten Steuern vorsieht, bildet zwar Be-
standteil des von der Schweiz bereits übernommenen Schengen-
Besitzstands (vgl. Art. 2 Ziff. 2 Schengen-Assoziierungsabkommen; Art. 15 
des Protokolls) und wird Art. 50 SDÜ vollumfänglich ersetzen (vgl. Art. 8 
Abs. 3 des Protokolls). Diese Bestimmung findet für die Schweiz jedoch 
erst Anwendung, wenn sowohl das Protokoll als auch das diesem zugrunde 
liegende Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen 
den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-Rechtshilfeüberein-
kommen; ABl. C 197 vom 12. Juli 2000, S. 3 - 23) in sämtlichen Staaten, 
welche bei deren Annahme Mitglieder der Europäischen Union waren, in 
Kraft getreten ist (Anhang B des Schengen-Assoziierungsabkommen). Der 
künftige Wortlaut von Art. 50 SDÜ wird allerdings dadurch relativiert, als 
gemäss Erklärung der Schweiz zum Schengen-Assozierungsabkommen 
bei Steuerdelikten im Bereich der direkten Steuern, die von schweizeri-
schen Behörden geahndet werden, zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses 
Abkommens kein auch in Strafsachen zuständiges Gericht angerufen wer-
den kann. Da Steuerhinterziehungen im Bereich der direkten Steuern in der 
Schweiz gemäss Art. 57bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 
1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Ge-
meinden [StHG; SR 642.14] und Art. 182 Abs. 1 und 2 des Bundesgeset-
zes vom 14. Dezember 1990 über die direkten Bundessteuern [DBG; 
SR 642.11] nur an ein Verwaltungsgericht weitergezogen werden können, 
ermöglicht Art. 51 lit. a 2. Halbsatz SDÜ, welcher nach Inkrafttreten des 
Protokolls weiterhin Geltung haben wird, der Schweiz auch unter dem SDÜ 

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im Bereich der direkten Fiskalität nur Rechtshilfe in Fällen eines Abgabebe-
trugs zu leisten (vgl. dazu HANSPETER PFENNINGER, Internationale Rechts-
hilfe in Strafsachen, in: Bilaterale Abkommen II Schweiz – EU, Basel 2006, 
S. 348 f.; BBl 2004 5965 S. 6160 ff.). Derzeit sind das EU-Rechts-
hilfeübereinkommen und das Protokoll dazu noch nicht in sämtlichen 15 al-
ten Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Kraft getreten. Die Rechts-
hilfe im Bereich der direkten Steuern erfolgt deshalb wie bis anhin gestützt 
auf Art. 3 Abs. 3 IRSG. 

 
2.  
2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden kantonalen Behörde, welche zusammen mit den voran-
gehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die II. Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG; Art. 28 
Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das Bundes-
strafgericht, SGG; SR 173.71; Art. 9 Abs. 3 des Reglements vom 20. Juni 
2006 für das Bundesstrafgericht; SR 173.710). Die Beschwerdefrist beträgt 
30 Tage ab der schriftlichen Mitteilung (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerde-
führung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfe-
massnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Personen, gegen die sich 
das ausländische Strafverfahren richtet, sind unter denselben Bedingungen 
beschwerdelegitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG). Als persönlich und direkt be-
troffen im Sinne der Art. 21 Abs. 3 und 80h IRSG gilt bei der Erhebung von 
Kontoinformationen der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV). 

 
2.2 Der Beschwerdeführer ist Inhaber des von der angefochtenen Schlussver-

fügung betroffenen Kontos Nr. 1 bei der Bank F. Als solcher ist er von der 
Herausgabe der Bankunterlagen im Sinne von Art. 80h lit. b IRSG und 
Art. 9a lit. a IRSV persönlich und direkt betroffen und damit zur Beschwer-
de legitimiert. Die Beschwerde wurde zudem fristgerecht eingereicht, wes-
halb darauf einzutreten ist. 

 
 

3.  
3.1 Der Beschwerdeführer rügt, gegen ihn sei in Schweden lediglich ein Vorun-

tersuchungsverfahren eröffnet worden. Dabei würde es sich nach schwedi-
schem Recht nicht um ein formelles Strafverfahren handeln, bei welchem 
der Richter angerufen werden könne. Er hätte in diesem Verfahren keine 
Parteistellung und auch kein Recht auf Verteidigung. Die Voraussetzungen 
für die Rechtshilfe gemäss Art. 1 Abs. 3 IRSG sowie Art. 63 Abs. 1 und 3 
lit. a IRSG seien daher nicht erfüllt (act. 1 Ziff. 11 – 13 und 51). 

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3.2 Rechtshilfe wird geleistet in Strafsachen, in denen nach dem Recht des er-
suchenden Staates der Richter angerufen werden kann (Art. 1 Abs. 3 
IRSG). Nach der Rechtsprechung ist es nicht notwendig, dass im ersu-
chenden Staat bereits ein formelles Strafverfahren eröffnet worden ist. Eine 
Voruntersuchung genügt, selbst wenn diese lediglich durch eine nicht rich-
terliche Behörde eröffnet worden ist, vorausgesetzt, dass dieses in einer 
formellen Anklageerhebung münden kann (BGE 123 II 161 E. 3a; 118 Ib 
457 E. 4b mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 1A.39/2007 vom 
30. August 2007, E. 7.2; 1A.80/2003 vom 24. Juli 2003, E. 2.4; 1A.33/2003 
vom 20. Mai 2003, E. 3.3.1; 1A.158/2002 vom 8. Oktober 2002, E. 2.5;  
ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière 
pénale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 373 f. N. 332). Das in Schweden gegen den 
Beschwerdeführer eingeleitete Voruntersuchungsverfahren ist offensichtlich 
strafrechtlicher Natur im Sinne von Art. 1 Abs. 3 IRSG. Art. 1 Abs. 3 IRSG 
verlangt nur, dass gegen das Strafurteil der Richter angerufen werden 
kann. Nicht erforderlich ist, dass den Betroffenen bereits gegen sämtliche 
Untersuchungshandlungen der ermittelnden Behörde ein Rechtsmittel ge-
geben ist. Die Beschwerde ist insoweit unbegründet. 

 
 
4.  
4.1 Weiter wird geltend gemacht, die Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen 

sei fehlerhaft und enthalte keine genügenden Verdachtsmomente für einen 
rechtshilfefähigen Abgabebetrug (act. 1 Ziff. 52 ff.). Ein solcher liege nicht 
vor, da dem Beschwerdeführer weder verdeckte Gewinnausschüttungen 
noch sonstige arglistige und betrügerische Machenschaften zur Last gelegt 
werden könnten (act. 1 Ziff. 38 ff. und 61 ff.).  

 
4.2 Art. 2 lit. a EUeR erlaubt den Vertragsparteien die Verweigerung der 

Rechtshilfe, wenn sich das Ersuchen auf Sachverhalte bezieht, die vom er-
suchten Staat als fiskalische strafbare Handlungen angesehen werden. 
Gemäss Art. 3 Abs. 3 Satz 1 IRSG wird einem Rechtshilfeersuchen nicht 
entsprochen, wenn Gegenstand des Verfahrens eine Tat ist, die auf eine 
Verkürzung fiskalischer Abgaben gerichtet erscheint oder Vorschriften über 
währungs-, handels- oder wirtschaftspolitische Massnahmen verletzt. Die 
akzessorische Rechtshilfe ist jedoch zulässig, wenn Gegenstand des Ver-
fahrens ein Abgabebetrug gemäss Art. 14 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 
24. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) ist (Art. 3 
Abs. 3 Satz 2 lit. a IRSG i.V.m. Art. 24 Abs. 1 IRSV). Ein Abgabebetrug 
gemäss Art. 14 Abs. 2 VStrR begeht, wer durch sein arglistiges Verhalten 
bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtmässig und in einem erheblichen 
Betrag eine Abgabe, ein Beitrag oder eine andere Leistung vorenthalten 

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oder dass dieses sonst am Vermögen geschädigt wird. Der Arglistbegriff 
von Art. 14 Abs. 2 VStrR orientiert sich grundsätzlich an der Rechtspre-
chung zum gemeinrechtlichen Betrugstatbestand gemäss Art. 146 StGB 
(BGE 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 76 f.). Dabei ist namentlich zu prüfen, ob aus-
reichende Anhaltspunkte für das Tatbestandsmerkmal der arglistigen Täu-
schung vorliegen. Die beidseitige Strafbarkeit bei Fiskaldelikten richtet sich 
sowohl im Bereich der indirekten als auch der direkten Steuern nach Art. 14 
Abs. 2 VStrR (BGE 115 Ib 68 E. 3a S. 71 ff.; TPF RR.2008.165 vom 
28. Oktober 2008 E. 4). Nach der Rechtsprechung besteht entgegen der 
Kann-Vorschrift von Art. 3 Abs. 3 Satz 2 IRSG eine Pflicht zur Rechtshilfe-
leistung bei Abgabebetrug, wenn die übrigen Voraussetzungen dafür erfüllt 
sind (BGE 125 II 250 E. 2 S. 252 mit Hinweisen).  

 
4.3 Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 146 StGB ist Arglist namentlich 

im Falle von besonderen betrügerischen Machenschaften ("manoeuvres 
frauduleuses") gegeben, wozu beispielsweise Urkundenfälschungen ge-
zählt werden (vgl. BGE 125 II 250 E. 3b S. 252; 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 77, je 
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1A.234/2005 vom 31. Januar 
2006, E. 2.2 und 2.3). Als Urkunden im Sinne von Art. 110 Ziff. 5 Abs. 1 
StGB gelten unter anderem Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine 
Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen. Die Beweiseignung und 
Beweisbestimmung kann sich aus Gesetz oder Verkehrsübung ergeben 
(BGE 125 II 250 E. 4a S. 254; 122 IV 25 E. 2a S. 27 f., je mit Hinweisen). 
Eine falsche Buchung in den Geschäftsbüchern erfüllt nach der bundesge-
richtlichen Praxis den Tatbestand der Falschbeurkundung, wenn sie Bu-
chungsvorschriften und -grundsätze verletzt, die errichtet worden sind, um 
die Wahrheit der Erklärung und damit die erhöhte Glaubwürdigkeit der 
Buchführung zu gewährleisten. Solche Grundsätze werden namentlich in 
den gesetzlichen Bestimmungen über die ordnungsgemässe Rechnungs-
legung des Aktienrechts in Art. 662a ff. OR und in den Bilanzvorschriften 
der Art. 957 ff. OR aufgestellt, die den Inhalt bestimmter Schriftstücke nä-
her festlegen (BGE 122 IV 25 E. 2b S. 28 f.). Buchhaltungsunterlagen sind 
Urkunden im Sinne von Art. 110 Ziff. 5 StGB, welche angesichts fingierter 
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verfälscht werden und mittels welcher 
eine arglistige Täuschung im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VStrR begangen 
werden kann. Eine Urkundenfälschung und damit ein arglistiges Verhalten 
im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VStrR kann etwa vorliegen, wenn in den Buch-
haltungsunterlagen fingierte Forderungen verbucht werden, welche in Wirk-
lichkeit verdeckte Gewinnausschüttungen an die wirtschaftlich Berechtigten 
und damit auch eine unzulässige Gewinnverkürzung der Gesellschaft dar-
stellen (Urteil des Bundesgerichts 1A.66/2005 vom 25. Mai 2005, E. 3 und 
4). 

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4.4 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt auch arglistig, wer 
ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften 
oder Kniffe bedient (BGE 126 IV 165 E. 2a S. 171 mit Hinweisen). Arglist 
kann gemäss der Rechtsprechung zudem bei einfachen falschen Angaben 
gegeben sein, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mü-
he möglich oder nicht zumutbar ist, sowie dann, wenn der Täter den Ge-
täuschten von der möglichen Überprüfung abhält oder voraussieht, dass 
dieser mit Rücksicht auf ein besonderes Vertrauensverhältnis von einer 
Überprüfung absehen wird (BGE 126 IV 165 E. 2a S. 171; 125 IV 124 E. 3 
S. 128; 122 IV 246 E. 3a S. 247, je mit Hinweisen). Ein Abgabebetrug kann 
unter Umständen auch bei blossem Schweigen gegeben sein. Er muss 
nicht notwendigerweise durch Verwendung falscher oder gefälschter Ur-
kunden begangen werden, sondern es sind auch andere Fälle arglistiger 
Täuschung denkbar. Der in Art. 14 Abs. 2 VStrR umschriebene Tatbestand 
ist daher weiter als jener des Steuerbetrugs gemäss Art. 186 DBG, der eine 
Täuschung der Steuerbehörden durch gefälschte, verfälschte oder inhalt-
lich unwahre Urkunden wie Geschäftsbücher, Bilanzen, Erfolgsrechnungen, 
Lohnausweise oder andere Bescheinigungen Dritter voraussetzt (zum 
Ganzen BGE 125 II 250 E. 3 und 5a S. 252 ff. und 257 mit Hinweisen; Ur-
teile des Bundesgerichts 1A.234/2005 vom 31. Januar 2006, E. 2.2; 
1A.323/2005 vom 3. April 2006, E. 5.2; 1A.66/2005 vom 25. Mai 2005, 
E. 2.1 und 2.2). 

 
4.5 In formeller Hinsicht muss das Rechtshilfeersuchen die mutmassliche 

strafbare Handlung bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachver-
haltes enthalten (Art. 14 Ziff. 2 EUeR; Art. 28 Abs. 3 lit. a IRSG). Die ersu-
chende Behörde hat den Gegenstand und den Grund des Ersuchens zu 
spezifizieren (Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR; Art. 28 Abs. 2 lit. b IRSG). Beim 
Tatbestand des Abgabebetrugs stellt die Rechtsprechung an den Inhalt 
des Rechtshilfeersuchens erhöhte Anforderungen. Eine hinreichend präzi-
se Umschreibung der Verdachtsgründe soll verhindern, dass sich die ersu-
chende Behörde unter dem Deckmantel eines von ihr ohne Verdachtsmo-
mente lediglich behaupteten Abgabebetrugs Beweise verschafft, die zur 
Ahndung anderer Fiskaldelikte dienen sollen, für welche die Schweiz keine 
Rechtshilfe gewährt. Im Übrigen kann auch bei Strafuntersuchungen we-
gen Abgabebetrugs nicht verlangt werden, dass die ersuchende Behörde 
die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt. Liegt dem 
Rechtshilfeersuchen der Verdacht zugrunde, die Angeschuldigten hätten 
sich des Abgabebetrugs schuldig gemacht, so haben sich die schweizeri-
schen Behörden beim Entscheid über die Frage, ob die Täuschung, welche 
den Angeschuldigten vorgeworfen wird, arglistig sei, an die Sachdarstel-
lung des Ersuchens zu halten, soweit diese nicht offensichtliche Fehler, Lü-

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cken oder Widersprüche enthält. Der Rechtshilferichter hat sich grundsätz-
lich nicht darüber auszusprechen, ob die darin angeführten Tatsachen zu-
treffen oder nicht. Hinreichende Verdachtsgründe genügen, an die im Falle 
von Abgabebetrug allerdings ein relativ strenger Massstab anzulegen ist 
(BGE 125 II 250 E. 5b S. 257; 115 Ib 68 E. 3b/bb S. 78, je mit Hinweisen; 
Urteile des Bundesgerichts 1A.323/2005 vom 3. April 2006, E. 5.2; 
1A.66/2005 vom 25. Mai 2005, E. 2.3; TPF 2007 150 E. 3.2). 

 
4.6 Gemäss dem Rechtshilfeersuchen des Zentralamts für Wirtschaftskriminali-

tät in Göteborg handelt es sich bei der Gesellschaft D. AB um eine 100%-
ige Tochtergesellschaft der englischen E. Ltd. Die schwedische Gesell-
schaft sei in der Herstellung, im Unterhalt und im Marketing von Schutzsys-
temen für Häfen, Kernkraftwerke und militärische Anlagen tätig. Zum Fir-
mengefüge würden auch die G. Ltd. und die H. Ltd. mit Sitz auf den Briti-
schen Jungferninseln gehören. A. und C. würden alle Gesellschaften ver-
treten oder auf andere Weise Kontrolle über diese ausüben. 

 
Die schwedischen Behörden vermuten, dass die D. AB mit der E. Ltd. eine 
Vereinbarung getroffen hat, wonach Gewinne aus der geschäftlichen Tätig-
keit der D. AB in der Muttergesellschaft gesammelt würden. Die E. Ltd. soll 
ihrerseits Verträge mit der G. Ltd. und der H. Ltd. abgeschlossen haben, 
gestützt auf welche 90 - 97,5% der Gewinne an die Offshore-Gesell-
schaften als Entschädigung für angebliche Managementdienstleistungen 
überführt würden. Diese Dienstleistungen würden jedoch nicht spezifiziert. 
Es wird vermutet, dass es sich dabei um Scheinverträge handelt, da be-
zweifelt werde, dass die G. Ltd. und die H. Ltd. auch nur das Personal hät-
ten, um diese Dienstleistungen zu erbringen. Bei der G. Ltd. und der H. Ltd. 
soll es sich um Offshore-Gesellschaften ohne eigentliche Geschäftstätigkeit 
handeln, welche von der Buchführungspflicht ausgenommen seien. Es be-
stehe der Verdacht, dass A. und B. von der G. Ltd. und der H. Ltd. Auszah-
lungen von sehr bedeutenden Beträgen auf ihre Konten bei der Bank F. in 
Zürich erhalten hätten oder auf Konten bei dieser Bank, die sie direkt oder 
indirekt kontrollieren würden. Auf diese Weise seien nach Meinung der er-
suchenden Behörde einerseits die von der D. AB erzielten Gewinne der 
Besteuerung in Schweden entzogen und andererseits Gewinnausschüttun-
gen an die Angeschuldigten verschleiert worden. A. und B. seien in Schwe-
den steuerpflichtig. A. habe in den Einkommenssteuererklärungen für die 
Jahre 2000 - 2007 Auszahlungen von jedenfalls SEK 11,6 Mio., die er 
mutmasslich von der G. Ltd. und der H. Ltd. erhalten habe, nicht ausgewie-
sen. B. habe wahrscheinlich für die Jahre 2000 - 2003 jedenfalls SEK 11,6 
Mio. nicht ausgewiesen. C., welcher im Ausland wohne und in Schweden 
nicht steuerpflichtig sei, werde der Mithilfe zu schwerem Steuerdelikt be-

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schuldigt, da er die Auszahlungen an A. und B. angeordnet bzw. gutge-
heissen habe. 
 
Anlässlich einer Hausdurchsuchung vom 3. Oktober 2007 sei bei A. ein 
handschriftliches Verzeichnis von knapp 70 Auszahlungen der G. Ltd. und 
der H. Ltd. an sechs Personen (anonymisiert durch A, B, C, F/Ph, H und J) 
von insgesamt SEK 56 Mio. betreffend die Zeit von 2000 - 2007 aufgefun-
den worden. Aufgrund der rechtshilfeweise aus England erhältlich gemach-
ten Bankunterlagen betreffend die Konten der beiden Offshore-Gesell-
schaften bei der Bank I. hätten die aufgeführten Auszahlungen an den 
Empfänger B mit einer Überweisung vom Konto der G. Ltd. oder der H. Ltd. 
an das Konto Nr. 1 bei der Bank F. in Zürich verknüpft werden können. Die 
ersuchende Behörde vermutet, dass sich A. hinter der Anonymisierung B 
verbirgt. 

 
4.7 Diese Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen enthält genügend Ver-

dachtsgründe und erfüllt die Anforderungen von Art. 14 Ziff. 2 EUeR. Was 
der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag die Ausführungen der 
ersuchenden Behörde nicht als offensichtlich falsch, lückenhaft oder wider-
sprüchlich zu entkräften. Die unbelegte Behauptung, bei der D. AB und der 
E. Ltd. handle es sich um eine handelsübliche Trennung zwischen Produk-
tion und Vertrieb, wobei die E. Ltd. für die Produkte jeweils den zuvor ver-
einbarten “Transferpreis“ bezahlt hätte (act. 1 Ziff. 29 - 31), lässt die Sach-
darstellung im Rechtshilfeersuchen nicht offensichtlich fehlerhaft erschei-
nen. Gemäss dem Rechtshilfeersuchen soll bei der D. AB eine eigentliche 
Gewinnabschöpfung stattgefunden und eine Ansammlung der Gewinne bei 
der englischen Muttergesellschaft vertraglich vereinbart worden sein. Dies 
steht mit den Ausführungen des Beschwerdeführers, zwischen der schwe-
dischen und der englischen Gesellschaft hätten nur handelsübliche und 
völlig legale Geschäftsvorgänge stattgefunden im Widerspruch. Wenn die 
ersuchende Behörde ausführt, Gewinne seien auf unzulässige Weise auf 
die E. Ltd. übertragen worden, geht sie offensichtlich davon aus, dass die 
geltenden Verrechnungspreisrichtlinien gerade nicht eingehalten wurden. 

 
Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, er sei mit der D. AB ausschliess-
lich über einen Arbeitsvertrag als CEO verbunden und an dieser Gesell-
schaft, wie auch an der E. Ltd., weder beteiligt noch sonst wie wirtschaftlich 
berechtigt (vgl. act. 1 Ziff. 27, 32 ff.). Diese Ausführungen bekräftigen die 
Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen insofern, als der Beschwerdefüh-
rer gemäss der ersuchenden Behörde die Gesellschaften vertreten oder 
auf andere Weise Kontrolle über jene ausgeübt haben soll. Soweit der Be-
schwerdeführer allerdings behauptet, er hätte keine Kontrolle über die 

- 11 - 

 

 

E. Ltd. sowie die G. Ltd. und die H. Ltd. ausgeübt, ist ausschliesslich auf 
die Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen abzustellen. Eine offensichtlich 
fehlerhafte Sachdarstellung ist auch diesbezüglich nicht auszumachen. Für 
die Beurteilung des vorliegenden Rechtshilfeersuchens ohne Bedeutung ist 
schliesslich der Hinweis des Beschwerdeführers, er hätte das Konto bei der 
Bank F. eröffnet, lange bevor die D. und E. Group gegründet wurde und 
keineswegs zum Zweck der Steuerhinterziehung in Schweden (act. 1 
Ziff. 41 f.). Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, ermöglicht 
die Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen insbesondere die Prüfung, ob 
nach schweizerischem Recht ein rechtshilfefähiger Abgabebetrug gegeben 
ist. Dass die ersuchende Behörde den Sachverhalt im Rechtshilfeersuchen 
bereits abschliessend mit Beweisen belegt, kann gerade nicht verlangt wer-
den. 

 
4.8 Den Beschuldigten A. und C. wird vorgeworfen, über Scheinverträge Ge-

winne der D. AB zugunsten der E. Ltd. abgezweigt zu haben. Diese Ge-
winnverschiebungen, falls sie, wie von der ersuchenden Behörde vermutet, 
tatsächlich stattfanden, haben zwingend in den Geschäftsbüchern der bei-
den Gesellschaften Niederschlag gefunden, womit die Buchhaltung der 
schwedischen Gesellschaft in ihrem materiellen Gehalt verfälscht wurde. 
Die Verwendung falscher Bilanzen und Erfolgsrechnungen stellt bereits für 
sich gesehen ein arglistiges Verhalten dar (vgl. supra E. 4.3). Die Gewinne 
seien anschliessend über Scheinverträge an die G. Ltd. und die H. Ltd. wei-
tergeleitet worden im Hinblick auf eine Rückführung an die Beschuldigten 
A. und B. sowie weitere Personen, welche die Gewinnausschüttungen in ih-
ren Einkommenssteuererklärungen nicht deklariert hätten. Eine solche 
“steuerfreie“ Rückführung von Gewinnen über Domizilgesellschaften ist 
nach der Rechtsprechung arglistig, wenn zusätzlich spezifische Täu-
schungselemente hinzutreten, die von der Fiskalbehörde – bei einer Ge-
samtwürdigung der fraglichen Steuerumgehungsmethoden – nur schwer 
durchschaut werden können (Urteil des Bundesgerichts 1A.244/2002 vom 
24. Oktober 2004, E. 5.1 und 5.2; URS R. BEHNISCH, Amts- und Rechtshilfe 
im Steuerrecht, in: Aktuelle Fragen der internationalen Amts- und Rechts-
hilfe, St. Gallen 2005, S. 94 ff.; TPF RR.2008.165 vom 28. Oktober 2008 
E. 5.8 zur Publikation vorgesehen). Dies ist vorliegend der Fall. Anders als 
im RR.2008.165 zugrunde liegenden Sachverhalt wurden vorliegend mut-
masslich nicht bloss Vermögenswerte einer zwischengeschalteten Vermö-
gensverwaltungsgesellschaft nicht deklariert, sondern es wurden von der 
schwedischen Gesellschaft tatsächlich realisierte Gewinne an die englische 
Muttergesellschaft und weiter an die Domizilgesellschaften auf den Briti-
schen Jungferninseln verschoben, welche anschliessend mutmasslich an 
die wirtschaftlich Berechtigten und weitere Personen, welche die Kontrolle 

- 12 - 

 

 

über die Gesellschaften ausübten, zurückflossen. Ein solches Verhalten ist, 
auch mit Bezug auf die “steuerfreie“ Rückführung und Nichtdeklaration in 
der Einkommensteuererklärung der Beschuldigten arglistig, da es gesamt-
haft gesehen auf einer zwar möglicherweise formell korrekten, jedoch in ih-
rem materiellen Gehalt verfälschten Buchhaltung basiert und für die 
schwedischen Steuerbehörden nur schwer durchschaubar ist. Dabei ist un-
erheblich, ob die Begünstigten der steuerfreien Rückführung an den invol-
vierten Gesellschaften wirtschaftlich berechtigt sind oder ob sie anderweitig 
Kontrolle über die Gesellschaften ausübten und auf diese Weise über die 
Domizilgesellschaften in den Genuss der verschobenen Gewinne gekom-
men sind. Ein arglistiges Verhalten ist auch gegeben, wenn, wie vorliegend, 
mutmasslich mittels täuschender Vorkehren verschobene Gewinne an Per-
sonen fliessen, welche aufgrund ihrer arbeits- oder auftragsrechtlichen 
Stellung Kontrolle über die betroffenen Gesellschaften ausüben und die 
Gewinnverschiebung damit (mit-) veranlasst oder zumindest kontrolliert ha-
ben. Diesfalls handelt es sich nicht um eine verdeckte Gewinnausschüttung 
an die wirtschaftlich Berechtigten, sondern um Lohnbestandteile oder ande-
re Vergütungen, welche in der Folge in der Einkommenssteuererklärung 
nicht deklariert werden. Ein solches Verhalten ist arglistig im Sinne der 
Rechtsprechung. 

 
Es mag zwar zutreffen, dass es sich bei den Domizilgesellschaften und 
beim Gesellschaftsgefüge an sich um eine legale Konstruktion handelt (vgl. 
dazu die Ausführungen des Beschwerdeführers act. 1 Ziff. 34 f. und 69). 
Auch an sich legale und vom Gesetzgeber gewollte steuerliche Gestal-
tungsmöglichkeiten des Gesellschaftsrechts können jedoch eine rechtswid-
rige Verwendung finden (vgl. PAOLO BERNASCONI, Schweizerisches Bank-
geheimnis und ausländischer Fiskus bei der internationalen Rechts- und 
Amtshilfe, SJZ 95 (1999) S. 402 FN 12; HAROLD GRÜNINGER/ANDREAS H. 
KELLER, Internationale Amts- und Rechtshilfe durch Informationsaustausch, 
ASA 60 [1992] 513 S. 525 f.). Der Umstand, dass die englischen Behörden 
angeblich kein Steuer- oder Strafverfahren gegen die E. Ltd. eingeleitet ha-
ben (act. 1 Ziff. 35), lässt den Verdacht auf Abgabebetrug ebenfalls nicht 
dahinfallen. Eine unzulässige Gewinnverschiebung zulasten des schwedi-
schen Staates kann selbst dann vorliegen, wenn die Gewinne in England 
ordnungsgemäss versteuert worden sein sollten. 

 
Nach dem Gesagten ist vorliegend ein rechtshilfefähiger Abgabebetrug zu 
bejahen. 

 
 

- 13 - 

 

 

5. Die zu übermittelnden Unterlagen betreffend das Konto des Beschwerde-
führers bei der Bank F. beziehen sich auf den im Rechtshilfeersuchen dar-
gelegten Sachverhalt und sind potentiell geeignet, die im Rechtshilfeersu-
chen geschilderten Straftaten zu beweisen. Die Herausgabe der Bankun-
terlagen ist daher auch unter dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit zu-
lässig (vgl. BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 467 f.; 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 
241 E. 3a S. 242 f.; TPF RR.2007.106 vom 19. November 2007 E. 4.2). 

 
 

6. Der Beschwerdeführer rügt sodann eine Verletzung von Art. 67 Abs. 1 
IRSG (act. 1 Ziff. 72 ff.). 

 
Gemäss Art. 67 Abs. 1 IRSG dürfen durch Rechtshilfe erhaltene Auskünfte 
und Schriftstücke im ersuchenden Staat in Verfahren wegen Taten, bei de-
nen Rechtshilfe nicht zulässig ist, weder für Ermittlungen benützt noch als 
Beweismittel verwendet werden. Nicht entsprochen wird einem Rechtshil-
feersuchen, wenn Gegenstand des ausländischen Verfahrens eine Tat ist, 
die nach schweizerischer Auffassung vorwiegend politischen Charakter hat, 
eine Verletzung der Pflichten zu militärischen oder ähnlichen Dienstleistun-
gen darstellt oder gegen die Landesverteidigung oder die Wehrkraft des er-
suchenden Staates gerichtet erscheint (Art. 3 Abs. 1 IRSG; Art. 2 EUeR). 
Die Schweiz leistet zudem keine Rechtshilfe in Fiskalstrafsachen, es sei 
denn, es liege ein rechtshilfefähiger Abgabebetrug vor (vgl. Art. 3 Abs. 3 
lit. a und b IRSG; supra E. 4.2). 

Die Beschwerdegegnerin hat die Schlussverfügung vom 7. August 2008 mit 
dem gemäss Art. 2 lit. a EUeR und Art. 67 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 IRSG übli-
chen Spezialitätsvorbehalt versehen, wonach die in der Schweiz gewonne-
nen Erkenntnisse nicht zur Verfolgung von politischen und militärischen De-
likten oder für fiskalische Straf- oder Verwaltungsverfahren (ausgenommen 
Abgabebetrug) verwendet werden dürfen. Die Einhaltung des Spezialitäts-
grundsatzes durch die Vertragsstaaten des EUeR wird nach dem völker-
rechtlichen Vertrauensprinzip als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne 
dass die Einholung ausdrücklicher Zusicherungen notwendig wäre (vgl. 
BGE 115 Ib 373 E. 8 S. 377; Urteil des Bundesgerichts 1A.112/2004 vom 
17. September 2004, E. 5.2; TPF RR.2008.11 vom 3. Juli 2008 E. 2.2). An-
haltspunkte, dass die schwedischen Behörden den Spezialitätsvorbehalt 
missachten könnten, sind nicht ersichtlich. 

Die Beschwerde erweist sich daher auch in diesem Punkt als unbegründet.  

 

- 14 - 

 

 

7.  
7.1 Das Bundesstrafgericht hat im Entscheid TPF 2007 99, bestätigt in 

RR.2007.160 vom 13. Dezember 2007 E. 3, RR.2007.112 vom 19. Dezem-
ber 2007 E. 7 sowie RR.2008.86 vom 29. August 2008 E. 9, letzterer 
betreffend den Kanton Zürich, erkannt, dass dem von der Rechtshilfe-
massnahme Betroffenen grundsätzlich keine Gebühren auferlegt werden 
können, es sei denn, dieser hätte durch sein querulatorisches und rechts-
missbräuchliches Verhalten zusätzliche Kosten verursacht.  

Art. 12 Abs. 1 IRSG verweist, mangels anders lautender Vorschriften des 
IRSG, auf die kantonalen Verfahrensbestimmungen. Doch auch gemäss 
§ 13 des zürcherischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) i.V.m. § 6 
der zürcherischen Verordnung über die Gebühren- und Entschädigungsan-
sätze der Strafverfolgungsbehörden können einer Partei entsprechend dem 
Verursacherprinzip nur Kosten auferlegt werden, wenn diese eine Verfü-
gung veranlasst oder vom Staat eine Leistung in Anspruch genommen hat. 
In internationalen Rechtshilfeangelegenheiten in Strafsachen ist die ausfüh-
rende Behörde gemäss Art. 80d IRSG verpflichtet, eine begründete 
Schlussverfügung über die Gewährung und den Umfang der Rechtshilfe zu 
erlassen. Als Verursacher der Kosten für die Schlussverfügung hat grund-
sätzlich der ersuchende Staat zu gelten, nicht jedoch die von der Rechtshil-
femassnahme betroffene (natürliche oder juristische) Person, welche der 
Behörde bei der Ausführung des Rechtshilfeersuchens Hand zu bieten hat 
und in diesem Zusammenhang die Wahrung ihrer Interessen geltend ma-
chen kann (vgl. Art. 80b und 80h IRSG). Die Tatsache, dass der Betroffene 
die Möglichkeit hat, in Anwendung von Art. 80c IRSG einer vereinfachten 
Ausführung des Rechtshilfeersuchens zuzustimmen und auf den Erlass ei-
ner begründeten und anfechtbaren Schlussverfügung zu verzichten, recht-
fertigt es ebenfalls nicht, diesem die Kosten für die Schlussverfügung auf-
zuerlegen. 

 
7.2 Der Beschwerdeführer hat die integrale Aufhebung der Schlussverfügung 

verlangt. Deren Ziff. 4 betreffend die Kostenauflage ist damit auch vom 
Rechtsbegehren erfasst. Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern der Be-
schwerdeführer durch ein querulatorisches oder rechtsmissbräuchliches 
Verhalten zusätzliche Kosten verursacht haben könnte. In Anwendung der 
zuvor zitierten Rechtsprechung rechtfertigt es sich daher nicht, diesem die 
Kosten für das Verfahren vor der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die 
Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und Ziff. 4 der angefochtenen 
Schlussverfügung aufzuheben. 

 
 

- 15 - 

 

 

8. Beim Rechtshilfeverfahren handelt es sich um ein internes schweizerisches 
Verfahren. Die Parteistellung im Rechtshilfeverfahren ist nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung auf die Beschwerdelegitimation gemäss 
Art. 80h IRSG abzustimmen (BGE 127 II 104 E. 4b S. 111). Verfügungen 
der ausführenden Behörden sind daher, nebst dem Bundesamt, grundsätz-
lich nur den im Sinne von Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a IRSV von der 
Rechtshilfe persönlich und direkt betroffenen und damit zur Beschwerde 
legitimierten natürlichen Personen und Gesellschaften zuzustellen. Perso-
nen, gegen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, sind nicht ipso 
facto beschwerdelegitimiert (vgl. Art. 21 Abs. 3 IRSG) und haben im 
Rechtshilfeverfahren vor der ausführenden Behörde ebenfalls nur Partei-
stellung, wenn sie von der Rechtshilfemassnahme persönlich und direkt im 
Sinne von Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a IRSV betroffen sind. Die ersu-
chende Behörde hat im Rechtshilfeverfahren betreffend die Herausgabe 
von Bankunterlagen keine Parteistellung (vgl. BGE 125 II 441 E. 3). Eintre-
tens-, Zwischen- und Schlussverfügungen sowie weitere Verfahrensakten 
wie etwa Eingaben des Betroffenen sind ihr daher grundsätzlich selbst 
nach rechtskräftigem Abschluss des Rechtshilfeverfahrens nicht zu über-
mitteln (TPF RR.2008.149 vom 11. Dezember 2008 E. 2; RR.2008.177 
vom 16. September 2008 E. 7; ROBERT ZIMMERMANN, a.a.O., S. 159 N. 155 
und S. 179 N. 170). 

 
Die Schlussverfügung vom 7. August 2008 ist daher auch insofern aufzu-
heben, als darin unter Ziff. 5 des Dispositivs die schriftliche Mitteilung der 
Schlussverfügung nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens an das 
Zentralamt für Wirtschaftskriminalität in Göteborg verfügt wird.  

 
 
9.  
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin den Be-

schwerdeführer im Umfang seines teilweisen Obsiegens für die ihm er-
wachsenen notwendigen und verhältnismässigen Parteikosten zu entschä-
digen (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Der Beschwer-
deführer hat nur zu einem kleinen Teil obsiegt, weshalb eine Entschädi-
gung von Fr. 500.-- inkl. MwSt. angemessen erscheint (Art. 3 des Regle-
ments vom 26. September 2006 über die Entschädigungen in Verfahren 
vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.31; vgl. TPF RR.2007.6 vom 
22. Februar 2007 E. 5). 

 
9.2 Dem Beschwerdeführer ist, angesichts seines überwiegenden Unterlie-

gens, eine leicht reduzierte Gerichtsgebühr aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühr 

- 16 - 

 

 

gelangt das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren 
vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur Anwendung (TPF 
RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). Die Gerichtsgebühr ist auf 
Fr. 3'500.-- anzusetzen (Art. 3 des Reglements), unter Anrechnung des ge-
leisteten Kostenvorschusses von Fr. 4'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse 
ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 500.-- zu-
rückzuerstatten. 

- 17 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Ziff. 4 der Schlussverfügung vom 7. August 2008 wird aufgehoben. Ziff. 5 

wird insofern aufgehoben, als darin eine Zustellung der Schlussverfügung an 
die ersuchende Behörde angeordnet wird.  

 
2. Die Beschwerde wird im Übrigen abgewiesen. 

 
3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer im Umfang seines teil-

weisen Obsiegens für das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht mit 
Fr. 500.-- inkl. MwSt. zu entschädigen. 

 
4. Die reduzierte Gerichtsgebühr von Fr. 3’500.-- wird dem Beschwerdeführer 

auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von 
Fr. 4'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem Beschwer-
deführer den Restbetrag von Fr. 500.-- zurückzuerstatten. 

 
 

Bellinzona, 23. Februar 2009  
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Dominik Vock 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 

- 18 - 

 

 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann 
innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht 
Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine 
Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von 
Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders 
bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt 
insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare 
Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel 
aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).