# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72918869-90b4-5676-84f9-888277ccb9de
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 21.06.2024 F 2024 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2024-24_2024-06-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 21. Juni 2024 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug

Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2024 24

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Urteil F 2024 24

A. A.________, geboren am C.________ 1964, wurde am 13. Juni 2024 in Zug von 
Dr. B.________ mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Triaplus AG Klinik Zugersee 
eingewiesen. Der Eintritt erfolgte nach einer Rückführung aus dem Centre D.________ in 
Frankreich. Dort wurde die Beschwerdeführerin seit dem 23. März 2023 im geschlossen 
geführten Bereich behandelt, nachdem sie von der Triaplus AG Klinik Zugersee am 
16. März 2023 entwichen war.

B. Gegen diese Unterbringung beschwerte sich A.________ mit Eingabe vom 
14. Juni 2024 beim Verwaltungsgericht (Poststempel; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 
17. Juni 2024).

C. Am 21. Juni 2024 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen 
Kammer des Verwaltungsgerichts in den Räumlichkeiten der Klinik Zugersee angehört. An 
der Verhandlung nahm seitens der Klinik Assistenzärztin E.________ teil. Als gerichtlicher 
Gutachter wirkte Dr. F.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit, der 
sein Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung 
wurde anschliessend zur Beratung unterbrochen und der Urteilsspruch danach mündlich 
eröffnet. Das Protokoll und die Tonaufnahme der Verhandlung einschliesslich der mündli-
chen Eröffnung des Entscheides stehen den Parteien bis zum Eintritt der Rechtskraft des 
vorliegenden Entscheides zur Verfügung.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurtei-
lung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des 
Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den Kan-
ton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Die Beschwerdeführerin ist in der 
Stadt Zug von einer im Kanton Zug praktizierenden Ärztin eingewiesen worden, so dass 
die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug gege-
ben (BGE 146 III 377) und die den minimalen formellen Anforderungen (knapp) genü-
gende Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist.

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2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 22 ff.; eine Fremdgefährlichkeit allein reicht nicht aus, 
vgl. BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird entlassen, sobald die Vorausset-
zungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; über die Entlassung entscheidet die 
Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt 
spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsent-
scheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 
und 53 Abs. 1 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen eine fürsorgerische Unterbrin-
gung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Beschwerdeinstanz in der Regel als 
Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und entscheidet innert fünf Arbeitstagen seit 
Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss ge-
stützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e 
Abs. 3 ZGB).

2.2 Bei der fürsorgerischen Unterbringung handelt es sich um einen schweren Eingriff 
in die persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) der betroffenen Person, auch wenn ihre 
Dauer bei ärztlicher Anordnung befristet ist (BGE 148 III 1 E. 2.3.3; 143 III 189 E. 3.2 i.f.). 
Konkret wird die Bewegungsfreiheit der untergebrachten Person (als Teilgehalt des 
Grundrechts der persönlichen Freiheit) beschränkt, wenn diese gezwungen wird, gegen ih-
ren Willen in einer psychiatrischen Klinik zu verbleiben. Die Vor- und Nachteile, welche die 
Unterbringung der betroffenen Person bringt, sind einander im Sinne einer umfassenden 
Interessen- und Güterabwägung gegenüberzustellen. Es ist dabei jeweils im Einzelfall 
auszuloten, wo die Grenze zwischen Selbstbestimmung und staatlicher Fürsorge verläuft. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Achtung und Schutz der Menschenwürde (Art. 7 BV; 
vgl. grundlegend zur Menschenwürde als Leitsatz jeglicher staatlichen Tätigkeit sowie als 
innerster Kern und Grundlage der Freiheitsrechte BGE 127 I 6 E. 5b mit Hinweisen; aus-
serdem BGE 143 IV 77 E. 4.1) es dem Gemeinwesen im Sinne einer minimalen Sorgfalts-
pflicht auch gebieten können, einer erkrankten Person die notwendige Pflege und Behand-
lung zukommen zu lassen, dank der sie überhaupt (wieder) befähigt wird, ihre Persönlich-
keit zu entfalten und ihre persönliche Freiheit auszuüben (vgl. zum Ganzen BGE 130 I 16 
E. 5 sowie [ausführlicher] BGE 127 I 6 E. 5).

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2.3 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für Anordnung oder Fortbestand einer für-
sorgerischen Unterbringung das Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behand-
lung oder Betreuung notwendig macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit 
erbracht werden kann (vgl. auch Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 8). Zu ermit-
teln ist auf tatsächlicher Ebene zunächst, ob ein solcher Zustand vorliegt und ob bzw. in-
wiefern deshalb ein Fürsorgebedarf besteht. Anknüpfend am soeben Gesagten geht es 
darum zu ermitteln, ob die Fähigkeit einer Person zu eigenbestimmtem Handeln einge-
schränkt ist und sie Unterstützung benötigt, um diese Fähigkeit – soweit möglich – wieder-
zuerlangen (etwa: Geiser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 ZGB N 14). Ob ein Für-
sorgebedarf vorliegt, ist aufgrund der konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben 
der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, wenn die Behandlung der psychi-
schen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurteilen. Anhand dieser tatsächlichen 
Angaben ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob, und wenn ja, warum, eine Behand-
lung bzw. eine Betreuung (im Beurteilungszeitpunkt noch) "nötig" ist (vgl. BGer 
5A_254/2013 vom 17. April 2013 E. 2.2).

2.4 Schliesslich ist die Verhältnismässigkeit der Unterbringung abzuwägen. Diese 
muss erforderlich, geeignet und verhältnismässig im engeren Sinne sein. Lassen sich eine 
Störung oder ihre Auswirkungen beseitigen oder mindestens abschwächen, ist während 
der fürsorgerischen Unterbringung alles Nötige vorzukehren, damit die betroffene Person 
wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen Vorstel-
lungen, Neigungen und Fähigkeiten selbst gestalten und organisieren kann. Jedenfalls 
muss die Unterbringung die Lebensqualität der betroffenen Person verbessern (vgl. etwa 
BGer 5A_567/2020 vom 18. September 2020 E. 2.3; Geiser/Etzensberger, a.a.O., vor 
Art. 426–439 ZGB N 14). Die freiheitsbeschränkende Unterbringung ist weiter nur geset-
zeskonform, wenn der angestrebte Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann.

3. Zunächst ist zu prüfen, ob ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 
ZGB vorliegt.

3.1 Aus früheren Verfahren lässt sich bezüglich des Krankheitsbildes der 60-jährigen 
Beschwerdeführerin entnehmen, dass ihre Krankengeschichte bis (mindestens) in das 
Jahr 2003 zurückgeht und sie seit Jahren unter einer chronisch-paranoiden Schizophrenie 
leidet (vgl. etwa VGer ZG F 2003 28). In den genannten Jahren kam es immer wieder zu 

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Selbst- bzw. Zwangseinweisungen der Beschwerdeführerin in die Klinik. Zuletzt war sie 
am 16. März 2023 von der Triaplus AG Klinik Zugersee entwichen. Am 23. März 2023 
wurde sie auf der Strasse in Frankreich umherirrend gefunden, und in D.________ in eine 
psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Beschwerdeführerin konnte bzw. wollte ihre wahre 
Identität nicht preisgeben. Nachdem ihre Identität bekannt wurde, erfolgte der Transfer der 
schweizerischen Staatsangehörigen zurück in die Schweiz in die Klinik Zugersee. 

3.2 An der Anhörung vom 21. Juni 2024 erklärten die zuständige Ärztin sowie der Ge-
richtsgutachter übereinstimmend, dass bei der Beschwerdeführerin weiterhin von der Dia-
gnose einer (chronifizierten) paranoiden Schizophrenie auszugehen sei. Diese Diagnose 
deckt sich ebenfalls mit der Diagnose der französischen Ärzte.

3.3 Der Gerichtsgutachter beschrieb eine chronische paranoide Schizophrenie mit zu-
nehmendem Residuum. Besonders stehe die affektive Störung im Vordergrund, während 
die Wahnhaftigkeit als sekundär zu betrachten sei. Die Beschwerdeführerin zeige für ihr 
Alter eine sehr schwere Ausprägung der kognitiven Einbusse. Ausdruck für diesen Zu-
stand sei, dass sie keinen vollständigen Satz formulieren könne und ihre Gedanken ab-
schweifen würden. Zusätzlich träten formale Denkstörungen sowie Gesprächserweiterun-
gen auf. 

3.4 Anlässlich der Anhörung zeigten sich die beschriebenen Symptome der paranoi-
den Schizophrenie deutlich. Die Beschwerdeführerin konnte die gestellten Fragen der Vor-
sitzenden nur teilweise beantworten und schweifte vom Thema ab. Ihre Ausführungen wa-
ren schwer nachvollziehbar, da ihre Sätze unter anderem nicht vollständig waren. Trotz 
mehrmaliger Ermahnung der Vorsitzenden unterbrach sie wiederholt die Anhörung. Sie 
wiederholte Passagen, die sie bereits erklärt hatte. Insbesondere äusserte sie mehrmals 
die Theorie, dass ihr Ex-Mann Herr G.________ alles eingefädelt hätte. Ihr Name sei nicht 
A.________, sondern H.________. Sie berichtete, dass sie nach I.________ gehen 
möchte. Es sind jedoch keine Beweise oder Dokumente aktenkundig, welche die Existenz 
von Herrn H.________ und einer Unterkunft in I.________ nahelegen würden (vgl. dazu 
auch die dem Gericht vorliegende Beschwerdeschrift, in der wiederholt die Rede von Ab-
treibungen, Vergewaltigungen und Gewalt ist und in der zuhauf unklare Formulierungen 
und sich wiederholende Passagen zu finden sind). Nach dem Gesagten besteht kein Zwei-
fel, dass die Beschwerdeführerin an einer schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankung 
leidet; das Vorliegen eines Schwächezustands im Sinne des Gesetzes ist damit zu beja-
hen. 

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4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende Störung 
eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem anhand des 
Selbst- und Fremdgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach ei-
ner allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, ihrem 
Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. noch zum alten Recht R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachse-
ner im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Hinweise auf Suizidalität lassen sich den Akten nicht entnehmen. Die zuständige 
Ärztin und der Gerichtsgutachter gehen übereinstimmend davon aus, dass die Beschwer-
deführerin im Entlassungsfall verwahrlosen wird. Eine Krankheitseinsicht ist bei der Be-
schwerdeführerin nicht vorhanden, zumal sie selbst nicht mitteilen konnte oder wollte, an 
welcher Krankheit sie leide. Der Gerichtsgutachter führte aus, dass die Beschwerdeführe-
rin im Fall einer Entlassung weder die unbedingt notwendige neuroleptische Medikation zu 
sich nehmen noch in der Lage sein werde, diese selbst zu organisieren. Die Beschwerde-
führerin lässt die Medikation offenbar im Klinikrahmen über sich ergehen, damit sie nicht 
mit Diskussionen konfrontiert wird. Gemäss dem Gerichtsgutachter kann die Krankheit bei 
der Beschwerdeführerin nicht mehr aufgehalten bzw. "geheilt" werden. Allerdings kann 
nach Auskunft des Sachverständigen durch eine medikamentöse Behandlung eine (wei-
tere) Verschlechterung des – auch für den Spruchkörper als medizinische Laien sichtlich 
bereits desolaten – Zustandes vermieden werden. Damit könne ein Fortschreiten der Ver-
wahrlosung verhindert werden, welche letztlich zum Tod der Beschwerdeführerin führen 
könne. Es müsse gar von latenter Suizidalität gesprochen werden. Die Beschwerdeführe-
rin sei in keiner Weise in der Lage, ihre Grundbedürfnisse abzudecken. Dies zeigte sich 
denn auch in der Anhörung beispielsweise am Zustand ihres Gebisses, in welchem na-
hezu sämtliche Zähne bereits fehlten. 

4.1.2 Eine Selbstgefährdung ist ebenfalls darin zu sehen, dass die Beschwerdeführerin 
in das Wohnheim J.________ aktuell nicht (mit längerfristiger Perspektive) zurückkehren 
kann und ihr demnach im Entlassungsfall Obdachlosigkeit und Verwahrlosung drohen. 

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Dies gilt umso mehr, als ausser Zweifel steht – und auch von der Beschwerdeführerin sel-
ber nicht geleugnet wird – dass sie im Fall einer Entlassung die Schweiz sofort verlassen 
und sich auf den Weg nach I.________ machen würde. Gemäss nachvollziehbarer Ein-
schätzung des psychiatrischen Experten ist sie indes in keiner Weise fähig, eine solche 
Reise eigenständig zu absolvieren. Dies hat sich auch bestätigt, als sie im Frühjahr 2023 
aus der Triaplus Zugersee Klinik entwichen ist: Damals wurde sie bereits kurze Zeit später 
nicht etwa in I.________, sondern am anderen Ende von Frankreich aufgefunden, desori-
entiert und wirr, weshalb sie umgehend in eine französische psychiatrische Klinik einge-
wiesen wurde. 

4.1.3 Eine erhebliche Selbstgefährdung besteht auch darin, dass die Beschwerdeführe-
rin nach einer Entlassung ohne gesicherte Medikamenteneinnahme ihre Hygiene mit 
höchster Wahrscheinlichkeit vernachlässigen und dadurch in einen Zustand massiver Ver-
wahrlosung geraten wird. Die Patientin wies bereits bei der Anhörung einen deutlich wahr-
nehmbaren, auffälligen Geruch auf und zeigte Anzeichen von Vernachlässigung der Kör-
perhygiene, einschliesslich fehlender Zähne.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mit zu berücksichtigen, die indes allein nicht für eine Einweisung 
oder eine Rückbehaltung ausreicht (vgl. vorstehend E. 2.1). Das geltende Recht hält im 
Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern auch 
der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 ZGB N 42). Vorliegend sind bei der Beschwerdeführerin fremdgefährdende Vor-
fälle im Sinne von Gewalttätigkeiten oder ähnlicher Vorkommisse weder aktenkundig noch 
konnten sie von der behandelnden Ärztin oder dem Gerichtsgutachter erhoben werden. 
Auch die Belastung der Kinder der Beschwerdeführerin – zu denen offenbar seit Jahren 
kein Kontakt mehr besteht – steht hier nicht im Vordergrund. Weiterungen zur Fremdge-
fährlichkeit erübrigen sich demnach. 

5. Eine fürsorgerische Unterbringung gegen den Willen der Betroffenen ist schliess-
lich nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge 
nicht anderweitig erwiesen werden kann, beispielsweise durch eine ambulante Psychothe-
rapie und/oder eine ambulante Abgabe von Medikamenten. Bei der Beurteilung dieser 

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Frage sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitsein-
sicht, Bereitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleit-
umstände (Wohnung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung 
in medizinischer und sozialer Hinsicht. Ob die fürsorgerische Unterbringung aufrecht erhal-
ten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides 
(vgl. etwa VGer ZG F 2013 60 vom 4. Dezember 2013 E. 4, in: GVP 2013 1.1.9.2).

5.1  Eine Krankheitseinsicht ist bei der Beschwerdeführerin nach Ansicht des gerichtli-
chen Gutachters nicht vorhanden, wovon sich auch das Gericht anlässlich der Anhörung 
selbst überzeugen konnte, an welcher die Beschwerdeführerin angab, sie fühle sich bes-
tens, es gehe ihr gut, obwohl dies augenscheinlich nicht der Fall war. 

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind hier sehr ungünstig. Das Beziehungsnetz der 
Beschwerdeführerin besteht – soweit ersichtlich – aus ihrem Beistand, zu dem sie aber 
nach eigenen Angaben ein angespanntes Verhältnis hat (offenbar weil sie davon ausgeht, 
dieser würde durch ihren Ex-Ehemann unter Druck gesetzt). Zu ihren Kindern und Enkel-
kindern besteht soweit ersichtlich kein Kontakt mehr. Unter anderem befinden sich die Kin-
der im Ausland (Frankreich und London). Zudem ist nicht klar, ob der oft genannte Herr 
H.________ (gemäss der Beschwerdeführerin: ihr Ehemann französischer Nationalität) 
überhaupt existiert. Aktenkundig ist jedenfalls, dass sich dieser bis anhin in der Klinik Zu-
gersee weder gemeldet hat noch die Beschwerdeführerin besucht hat, was auch die be-
handelnde Ärztin anlässlich der Anhörung vom 21. Juni 2024 bestätigte.

5.3  Nach dem Gesagten ist die Beschwerdeführerin auf eine neuroleptische Medika-
tion zweifelsohne angewiesen, um ihren Zustand soweit stabil zu halten, dass sie zumin-
dest in eine betreute Wohnumgebung eingegliedert werden kann. Sowohl die behan-
delnde Ärztin wie auch der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ sind der Ansicht, eine 
Behandlung und Betreuung sei aktuell nach wie vor im stationären Klinikrahmen notwen-
dig, da sie ein Leben ausserhalb der Klinik – wie sich in der Vergangenheit mehrfach ge-
zeigt hat – nicht selbständig bewältigen könnte. Entsprechend ist eine engmaschige Be-
treuung notwendig, um die notwendige Behandlung zu etablieren und der drohenden Ver-
wahrlosung vorzubeugen. Demnach erscheint die weitere Unterbringung in der Klinik 
zwecks Betreuung und Behandlung als zwingend notwendig und alternativlos. Es handelt 
sich dabei mithin im gegenwärtigen Zeitpunkt um ein notwendiges, mildest mögliches Mit-
tel zur Abwendung akut drohender Gefahr von der Beschwerdeführerin. Die Klinik Zuger-
see ist eine für die notwendige Behandlung geeignete Institution (spezialisierte psychiatri-

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sche Klinik). Infolgedessen ist die fürsorgerische Unterbringung als verhältnismässig zu 
qualifizieren und ist die Beschwerde abzuweisen.

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen und begründe-
ten Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in 
Zivilsachen eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (via Chefarztsekretariat; mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung), an B.________, an die ärztliche Leitung der Triaplus AG 
Klinik Zugersee sowie an den Beistand K.________.

Zug, 21. Juni 2024

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am