# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47bb77f9-48f6-5183-9e56-52db34da398f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.07.2020 810 20 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-109_2020-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 1. Juli 2020 (810 20 109) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel 

Häring, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
 
B.____, Beschwerdeführerin 
 
C.____, Beschwerdeführerin 
 
beide Beschwerdeführerinnen vertreten durch A____ 
 

  
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde D.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Ver-

mögensverwaltung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde D.____ vom 
20. Februar 2020) 

 
 
 

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A. Das Alterszentrum E.____ reichte mit E-Mail vom 23. November 2019 bei der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde D.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend das 
Ehepaar F.____, geboren 1933, und G.____, geboren 1939, ein. Begründet wurde die Meldung 
mit erneuten Zahlungsrückständen für die monatlichen Heimkosten des Ehepaares in der Höhe 
von Fr. 39'110.40. Seit dem Heimeintritt im Jahr 2015 sei es immer wieder zu Zahlungsproble-
men gekommen, weshalb das Alterszentrum um Prüfung einer Beistandschaft bitte. 
 
B. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2019 erteilte die KESB der Sozialberatung E.____ 
einen Abklärungsauftrag betreffend die Situation von F.____ und G.____. Mit Eingabe vom 
29. Januar 2020 reichte die Sozialberatung E.____ den Abklärungsbericht ein. Darin wurde 
festgehalten, dass mit dem Vorsorgeauftrag vom 20. September 2019 die drei gemeinsamen 
Kinder von F.____ und G.____, C.____, B.____ und A.____, für deren Personensorge, Vermö-
genssorge und Vertretung im Rechtsverkehr bevollmächtigt worden seien. B.____ und A.____ 
hätten die finanzielle Situation ihrer Eltern nicht regelmässig überprüft und keine notwendigen 
Massnahmen ergriffen. Die Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit der Eltern sei B.____ und 
A.____ erst durch die Gefährdungsmeldung aufgefallen. Das Ehepaar F.____ und G.____ sei 
ursprünglich vermögend gewesen. Die beiden Ferienhäuser im Tessin und im Jura hätten die 
Eltern den beiden Kindern geschenkt. Die Liegenschaft in E.____ sei ebenfalls zu gleichen Tei-
len an B.____ und A.____ übertragen worden. Aufgrund der fehlenden Bankauszüge seien die 
konkreten Vorgänge der Eigentumsübertragungen nicht überprüfbar. Unklar sei auch, weshalb 
der Verkaufserlös der Liegenschaft in E.____ und die laufenden monatlichen Einnahmen den 
Lebensbedarf des Ehepaares nicht mehr decken würden. C.____ sei in den Vorsorgeaufträgen 
lediglich erwähnt, bei den Eigentumsübertragungen jedoch nicht aktiv beteiligt gewesen. Es 
bestehe der Verdacht, dass die vorgenommenen Eigentumsübertragungen widerrechtliche 
Erbvorbezüge darstellen würden. Aufgrund der komplexen juristischen Situation werde empfoh-
len, eine juristische Fachperson mit dem Fall zu beauftragen, damit die ursprüngliche Vermö-
genssituation wiederhergestellt werden könne und die Geschwister dazu bewogen werden 
könnten, die beiden Ferienhäuser zu verkaufen. Zusammen mit dem Verkaufserlös der Ferien-
häuser könnten die monatlichen Einnahmen den Lebensbedarf des Ehepaars für eine bestimm-
te Zeit sicherstellen. 
 
C. Am 11. Februar 2020 wurde G.____ im Alterszentrum E.____ von der KESB angehört. 
 
D. B.____ und A.____ wurden am 11. Februar 2020 von der KESB zur vorliegenden An-
gelegenheit angehört. Beide seien mit der Errichtung einer Beistandschaft nicht einverstanden 
und würden die Angelegenheiten ihrer Eltern weiterhin selber erledigen wollen. Es wurde ver-
einbart, dass B.____ der KESB innert einigen Tagen eine Rückmeldung betreffend die Errich-
tung der Beistandschaft geben werde. 
 
E. Mit E-Mail vom 18. Februar 2020 informierten B.____ und A.____ die KESB darüber, 
dass sie mit der Bank Kontakt aufnehmen würden, um mit Hilfe einer Hypothek ihre beiden von 
den Eltern erhaltenen Darlehen in der Höhe von je Fr. 70'000.-- zurückzahlen zu können. So 
könnten sie die Schulden ihrer Eltern gegenüber dem Alterszentrum E.____ vollständig beglei-
chen. B.____ und A.____ baten die KESB um Aufschub des Entscheids über die Errichtung 

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einer Beistandschaft, bis die Abklärungen mit der Bank abgeschlossen seien, was voraussicht-
lich 14 Tage in Anspruch nehmen werde. 
 
F. Am 19. Februar 2020 wurde F.____ im Alterszentrum E.____ von der KESB zur vorlie-
genden Angelegenheit angehört. 
 
G. C.____ wurde am 20. Februar 2020 telefonisch von der KESB angehört. Sie gab an, 
keine Beistandschaft für ihre Eltern zu wollen. Die Angelegenheiten seien weiter von B.____ 
und A.____ zu erledigen. Sie selber könne sich aufgrund der grossen Distanz nicht darum 
kümmern. 
 
H. Mit Entscheid vom 20. Februar 2020 stellte die KESB fest, dass die Vorsorgeaufträge 
von F.____ und G.____ vom 20. September 2019 nicht wirksam seien (Ziffer 1). Für F.____ und 
G.____ wurde eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung 
nach Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB errichtet (Ziffer 2) und den verbeiständeten 
Personen wurde der Zugriff auf das Konto bei der Raiffeisenbank entzogen (Ziffer 3). Die Bei-
standsperson wurde gestützt auf Art. 9 Abs. 2 VBVV ermächtigt, die umfassende Verwaltung 
aller Bankkonten und solche der Postfinance ohne jegliche Mitwirkung der verbeiständeten Per-
son und der Erwachsenenschutzbehörde vorzunehmen. Von den Finanzinstituten dürfen von 
der verbeiständeten Person selbst keine Unterschriften eingeholt werden (Ziffer 4). Der Bei-
standsperson wurde gemäss Art. 391 Abs. 3 ZGB die Befugnis erteilt, soweit nötig, die Post der 
verbeiständeten Person zu öffnen (Ziffer 5). Als Beistandsperson wurde H.____, Sozialdienst 
E.____, ernannt (Ziffer 6). Einer allfälligen Beschwerde gegen die Ziffern 1 bis 7 wurde gestützt 
auf Art. 450c ZGB die aufschiebende Wirkung entzogen. Zur Begründung wurde im Wesentli-
chen festgehalten, dass F.____ und G.____ in ihrer Urteilsfähigkeit stark eingeschränkt und 
nicht in der Lage seien, ihre Angelegenheiten selber zu regeln. Diese Aufgaben hätten sie so-
dann vor mehreren Jahren an ihre Kinder übertragen. Bei den Altersheimrechnungen von 
F.____ und G.____ bestünden jedoch hohe Ausstände, welche A.____ und B.____ nicht aufge-
fallen seien. Das Vermögen des Ehepaares habe sich unter ungewöhnlichen Umständen in 
Form von Grundstücksübertragungen innert kurzer Zeit drastisch vermindert. Zudem sei die 
Sache mit den Ergänzungsleistungen nach wie vor ungeklärt und mit der Gemeinde habe be-
züglich Übernahme der Finanzierung des Heimaufenthaltes keine Kontaktaufnahme stattgefun-
den. Demzufolge sei die finanzielle Situation des Ehepaares höchst prekär und der Aufenthalt 
im Alterszentrum E.____ gefährdet. Es sei offensichtlich, dass die mit der Vorsorge von F.____ 
und G.____ beauftragten A.____ und B.____ für diese Aufgabe nicht geeignet seien. Da auch 
C.____ gegenüber der KESB erklärt habe, dass sie sich nicht um die Belange ihrer Eltern 
kümmern könne, da sie zu weit weg wohne, scheide sie ebenfalls aus. Der Vorsorgeauftrag 
vom 20. September 2019 könne somit zufolge ungeeigneter Beauftragter nicht validiert werden 
und es sei eine externe Beistandsperson einzusetzen. 
 
I. Mit Eingabe vom 3. April 2020 erhoben A.____ sowie B.____ und C.____, beide vertre-
ten durch A.____, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten, es sei der Entscheid der KESB vom 

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20. Februar 2020 aufzuheben und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen; 
unter o/e-Kostenfolge. 
 
J. Mit Eingabe vom 20. April 2020 nahm die KESB Stellung zum Antrag auf Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung und beantragte dessen Abweisung. 
 
K. Mit Verfügung vom 27. April 2020 wurde der Antrag auf Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung abgewiesen. 
 
L. Die KESB liess sich mit Eingabe vom 6. Mai 2020 in der Hauptsache vernehmen und 
schloss auf Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
M. Mit Verfügung vom 25. Mai 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen und festgestellt, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung 
von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
2. Nach § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Es 
prüft insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. Diese umschreiben die Er-
fordernisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Begehren im Verfahren vor dem Kantonsgericht 
materiell behandelt werden kann. Eine dieser Sachentscheidvoraussetzungen ist die Be-
schwerdebefugnis. Sie umschreibt die Berechtigung eines Rechtssubjekts, ein bestimmtes 
Rechtsmittel zu ergreifen (RENE RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA 
THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, 
N 1092 ff.). 
 
3. Die Mutter der Beschwerdeführenden, G.____, ist am 18. März 2020 verstorben. Die 
Beschwerde wurde mit Schreiben vom 3. April 2020 eingereicht und bezieht sich somit nur auf 
den Vater der Beschwerdeführenden, F.____. 
 
4.1 Nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB sind zunächst Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind. Am Verfahren beteiligt sind die von der Anordnung einer Erwach-
senenschutzbehörde direkt betroffenen Personen, mithin die schutzbefohlenen, hilfsbedürftigen 

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Personen, die durch den Entscheid unmittelbar berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung oder Änderung haben (LORENZ DROESE/DANIEL STECK, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, 
Basel 2018, N 29 zu Art. 450 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 2014 
E. 6). Die Beschwerdeführenden haben die vorliegende Beschwerde in eigenem Namen und 
ohne Hinweis auf ein Vertretungsverhältnis für F.____ erhoben. Vom angefochtenen Entscheid 
in erster Linie direkt betroffen ist jedoch F.____. Die Beschwerdeführenden sind vom angefoch-
tenen Entscheid hingegen nicht direkt betroffen und gelten somit nicht als am Verfahren betei-
ligte Personen, was eine Beschwerdeberechtigung gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB aus-
schliesst. 
 
4.2 Zur Beschwerde zugelassen ist nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB jedoch auch, wer der 
betroffenen Person nahesteht, dadurch geeignet erscheint, deren Interessen wahrzunehmen, 
und mit der Beschwerde auch tatsächlich die Interessen der betroffenen Person verfolgt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_746/2016 vom 5. April 2017 E. 2.3.2). Es handelt sich dabei 
nach Lehre und Rechtsprechung um Personen, welche die betroffene Person zufolge Ver-
wandtschaft oder Freundschaft oder wegen ihrer Funktion oder beruflichen Tätigkeit (Arzt, So-
zialhelfer, Priester oder Pfarrer etc.) gut kennen und kraft ihrer Eigenschaften sowie kraft ihrer 
Beziehungen zu dieser als geeignet erscheinen, deren Interessen zu wahren. Eine Rechtsbe-
ziehung ist nicht erforderlich. Entscheidend ist vielmehr die faktische Verbundenheit 
(DROESE/STECK, a.a.O., N 32 ff. zu Art. 450 ZGB; BGE 137 III 67 E. 3.4.1). Das Wort "Naheste-
hen" meint eine auf unmittelbarer Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen beruhende, von 
diesem bejahte und von Verantwortung für dessen Ergehen geprägte Beziehung, die den Drit-
ten geeignet erscheinen lässt, Interessen des Betroffenen wahrzunehmen. Diese Beziehung 
bzw. die Anforderungen daran, die unmittelbare Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen, 
die Bejahung durch den Betroffenen und die Verantwortung für das Ergehen des Betroffenen 
müssen in der Beschwerdebegründung glaubhaft gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts 
5A_663/2013 vom 5. November 2013 E. 3.2; PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/
Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], Orell Füssli Kommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 
3. Auflage, Zürich 2016, N 2 zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdeführenden sind die Kinder des 
direkt betroffenen F.____ und gelten damit als diesem nahestehende Personen. Mit Blick auf 
die Verfahrensakten und mangels gegenteiliger Hinweise erscheinen die Beschwerdeführenden 
vorliegend als geeignet zur Wahrnehmung der Interessen ihres Vaters. Die Beschwerdeführen-
den werfen dem eingesetzten Beistand einen Interessenkonflikt vor. Sie machen geltend, die 
Gemeinde habe eigene finanzielle Interessen, da diese die Heimkosten ihres Vaters überneh-
men müsste, sollte dieser nicht die finanziellen Mittel dazu haben. Vor dem Hintergrund, dass 
es sich vorliegend um eine Laienbeschwerde handelt, ist zugunsten der Beschwerdeführenden 
davon auszugehen, dass sie auch tatsächlich die Interessen ihres Vaters wahrnehmen, 
obschon sie dies nicht explizit ausführen. Die Beschwerdeführenden sind somit gestützt auf 
Art. 450 Abs. 2 Ziffer 2 ZGB zur Anfechtung des Entscheids der KESB befugt. Da auch die üb-
rigen formellen Voraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. 
VPO gegeben sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 

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5. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
6.1 Die Beschwerdeführenden rügen die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Ge-
hör. Die Vorinstanz habe es unterlassen, sie zur beabsichtigten Errichtung einer Beistandschaft 
für F.____ anzuhören. Mit E-Mail vom 18. Februar 2020 hätten die Beschwerdeführenden bei 
der KESB um eine Verlängerung der Frist zur Gewährung des rechtlichen Gehörs verlangt, da-
mit sie noch weitere Abklärungen in Bezug auf die Finanzen vornehmen könnten. Das Frister-
streckungsgesuch sei von der KESB nicht beantwortet worden. Zudem sei der Anspruch auf 
rechtliches Gehör dadurch verletzt worden, dass die KESB die Beschwerdeführenden nicht zur 
Person des Beistands angehört habe. Die Beschwerdeführenden hätten erstmals mit Entscheid 
vom 20. Februar 2020 erfahren, wer als Beistand für F.____ eingesetzt werde. Mit dieser Per-
son seien sie jedoch nicht einverstanden. 
 
6.2.1 Art. 446 Abs. 1 ZGB verpflichtet die Behörde, den Sachverhalt von Amtes wegen zu 
ermitteln, und verankert damit den Untersuchungsgrundsatz. Die Bestimmung enthält keine 
detaillierten Regeln über die Art und Weise der Sachverhaltsermittlung. Sie sieht lediglich in 
allgemeiner Weise vor, die Behörde habe die erforderlichen Erkundigungen einzuholen und die 
notwendigen Beweise zu erheben. Wie sie das bewerkstelligt, ist ihr überlassen. Zu beachten 
hat sie freilich die in der Verfassung verankerten Verfahrensrechte (vgl. LUCA MARANTA/ 
CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil-
gesetzbuch, 6. Auflage, Basel 2018, N 6 ff. zu Art. 446 ZGB). Gesetzlich vorgeschrieben ist 
eine persönliche (mündliche) Anhörung der betroffenen Person; vorbehalten sind Fälle, in de-
nen eine solche Anhörung unverhältnismässig wäre (Art. 447 Abs. 1 ZGB). Die übrigen Verfah-
rensbeteiligten (d.h. andere als die betroffene Person) haben keinen Anspruch auf eine persön-
liche Anhörung (ROLAND FANKHAUSER/NADJA FISCHER, Die Stellung nahestehender Personen 
im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, FamPra.ch 2019, S. 1076; MARANTA/AUER/MARTI, 
a.a.O., N 9 zu Art. 447 ZGB). Ferner begründet Art. 401 Abs. 2 ZGB, welcher besagt, dass die 
KESB bei der Wahl des Beistands soweit tunlich, Wünsche der Angehörigen oder anderer na-
hestehender Personen berücksichtigen soll, kein Anhörungsrecht für die Angehörigen bzw. die 
nahestehenden Personen (PATRICK FASSBIND, a.a.O., N 3 zu Art. 401 ZGB; RUTH E. REUSSER, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, Basel 
2018, N 27 zu Art. 401 ZGB). In der vorliegenden Angelegenheit ist F.____ die betroffene Per-
son und er wurde von der KESB am 19. Februar 2020 im Alterszentrum E.____ persönlich an-
gehört. Dies wird von den Beschwerdeführenden zu Recht nicht bestritten. Die Beschwerdefüh-
renden gelten nicht als betroffene Personen, weshalb ihnen kein Anspruch auf eine persönliche 
Anhörung gestützt auf Art. 447 ZGB zusteht. Ebenfalls können sie kein Anhörungsrecht aus 
Art. 401 Abs. 2 ZGB ableiten. Die KESB hörte die Beschwerdeführenden dennoch am 
11. Februar bzw. am 20. Februar 2020 persönlich an. Eine Verletzung von Art. 447 ZGB bzw. 
von Art. 401 Abs. 2 ZGB liegt nicht vor.  
 

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6.2.2 Art. 447 ZGB geht über den verfassungsrechtlichen Mindeststandard in Art. 29 BV hin-
aus. Letzterer räumt keinen Anspruch darauf ein, dass die Anhörung mündlich durchzuführen 
ist (BGE 134 I 140 E. 5.3). Der Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV 
umfasst das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheides zur Sache zu äussern (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; 135 II 286 E. 5.1; 126 V 130 E. 
2b). Die Parteien haben dabei insbesondere Anspruch auf Äusserung zur Sache vor Fällung 
des Entscheids, auf Abnahme ihrer erheblichen, rechtzeitig und formrichtig angebotenen Be-
weise und auf Mitwirkung an der Erhebung von Beweisen oder zumindest auf Stellungnahme 
zum Beweisergebnis (BGE 141 V 557 E. 3.1; BGE 140 I 99 E. 3.4). Der Anspruch, ihre Einwän-
de rechtzeitig vorbringen zu können, bevor ein Entscheid zu ihrem Nachteil gefällt wird, steht 
den Parteien im verfahrensrechtlichen Sinne zu, aber auch allen Dritten, deren Rechte berührt 
sind (BGE 143 III 65 E. 3.2; 142 III 116 E. 3.2). Die Beschwerdeführenden monieren eine Ver-
letzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör in Bezug auf die Errichtung der Beistandschaft 
und bezüglich der Person des eingesetzten Beistands. Weder die Errichtung einer Beistand-
schaft noch die Auswahl der einzusetzenden Beistandsperson tangiert die Rechtsstellung der 
Beschwerdeführenden. Sie gelten vorliegend zwar als nahestehende Personen des Betroffenen 
und sind zur Beschwerdeerhebung legitimiert, jedoch nur, weil sie die Interessen ihres Vaters 
geltend machen. Rechte der Beschwerdeführenden sind vorliegend nicht berührt. Davon abge-
sehen hat die KESB den Beschwerdeführenden die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt, 
welche mit den Anhörungen vom 11. Februar bzw. 20. Februar 2020 wahrgenommen wurde. 
Zusätzlich wurde von der Sozialberatung E.____ ein Abklärungsbericht zur vorliegenden Situa-
tion verfasst, wobei die Beschwerdeführenden ebenfalls persönlich befragt wurden (vgl. Abklä-
rungsbericht vom 29. Januar 2020). Die bemängelte unterlassene Bearbeitung ihres Fristerstre-
ckungsgesuchs stellt somit keine Verletzung des Anhörungsanspruchs dar. Ferner galt die be-
antragte Fristerstreckung der Abklärung von finanziellen Angelegenheiten, welche die Frage der 
Beistandschaftserrichtung nicht beeinflussen und davon unabhängig zu regeln sind. Die Be-
schwerdeführenden wurden zur Errichtung der Beistandschaft umfassend angehört, obschon 
sie keinen Anspruch darauf haben. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ge-
stützt auf Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor. 
 
6.2.3 Zusammenfassend ist erstellt, dass den Beschwerdeführenden in der vorliegenden 
Angelegenheit weder in Bezug auf die Errichtung einer Beistandschaft noch in Bezug auf die 
Auswahl der einzusetzenden Beistandsperson ein rechtlich geschützter Anhörungsanspruch 
zusteht, womit keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorliegt. Dessen unge-
achtet wurden die Beschwerdeführenden im Rahmen des Abklärungsverfahrens durch die 
KESB und den Sozialdienst E.____ zur vorliegenden Sache angehört. 
 
7.1 In materieller Hinsicht rügen die Beschwerdeführenden, dass der eingesetzte Beistand 
nicht geeignet sei, da er in einem Interessenkonflikt stehe. Der Beistand arbeite für die Ge-
meinde E.____. Diese Gemeinde habe jedoch eigene finanzielle Interessen, da sie die Kosten 
für das Altersheim übernehmen müssten, sollte das Geld des Ehepaares nicht ausreichen. Zu-
dem arbeite A.____ als Inhaber einer Brockenstube mit dem Sozialdienst E.____ zusammen. 
 

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7.2 Gemäss Art. 400 ZGB ernennt die Erwachsenenschutzbehörde als Beistand oder Bei-
ständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich und fachlich ge-
eignet ist, die dafür erforderliche Zeit einsetzen kann und die Aufgaben selber wahrnimmt 
(Abs. 1). Die Erwachsenenschutzbehörde sorgt dafür, dass der Beistand oder die Beiständin 
die erforderliche Instruktion, Beratung und Unterstützung erhält (Abs. 3). Das Gesetz um-
schreibt nicht im Einzelnen, was unter "geeignet" zu verstehen ist. Die Wahl der Beistandsper-
son hängt stark von den Umständen des Einzelfalles und den zu erfüllenden Aufgaben ab, 
weshalb der KESB bei ihrem Entscheid ein grosses Ermessen zusteht (REUSSER, a.a.O., N 11 
zu Art. 400 ZGB). 
 
7.3 Als eingesetzter Beistand ist H.____ verpflichtet, seine Aufgaben im Interesse der ver-
beiständeten Person zu erfüllen und bei der Amtsausführung, soweit tunlich, auf die Meinung 
der betroffenen Person Rücksicht zu nehmen und deren Willen zu achten (Urteil des Bundesge-
richts 5A_580/2012 vom 28. November 2012 E. 5.4; KURT AFFOLTER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, Basel 2018, N 2 zu Art. 406 ZGB). 
An dieser gesetzlichen Verpflichtung ändert der Umstand, dass H.____ in der Abteilung Sozia-
les der Gemeinde E.____ als Arbeitnehmer angestellt ist, nichts und dieses Arbeitsverhältnis 
hat keinen Einfluss auf sein Mandat als Beistand. Ferner unterstehen auch Berufsbeistände 
neben der hierarchischen Aufsicht des Dienstes, bei dem sie angestellt sind, der Aufsicht und 
den Weisungen der Erwachsenenschutzbehörde (MATHIAS MAUCHLE, Das Rechtsverhältnis 
zwischen dem Beistand und der Erwachsenenschutzbehörde, RiU – Recht in privaten und öf-
fentlichen Unternehmen, Band 27, 2019, N 112; vgl. Art. 410 ff. ZGB). Hinweise darauf, dass 
H.____ in einem Konflikt stehen könnte zwischen den Interessen von F.____ und den finanziel-
len Interessen der Gemeinde, sind weder ersichtlich noch von den Beschwerdeführenden 
rechtsgenüglich dargetan. Dass das Schreiben des Beistands vom 23. März 2020, in welchem 
er die Beschwerdeführenden um Begleichung der ausstehenden Heimrechnungen ihres Vaters 
bis zum 31. März 2020 bat, kurz nach dem Ableben von G.____ verschickt wurde, dokumentiert 
keine Befangenheit des Beistands. Vielmehr soll die Bezahlung der offenen Rechnungen den 
Heimaufenthalt von F.____ sichern und diesen vor einer Betreibung schützen. Weiter ist das 
Vorbringen der Beschwerdeführenden, dass A.____ als Inhaber einer Brockenstube mit dem 
Sozialdienst E.____ berufliche Verbindungen habe, nicht geeignet, das Mandatsverhältnis zwi-
schen H.____ und F.____ in Frage zu stellen. Davon abgesehen, geht weder aus der Be-
schwerde noch aus den Akten hervor, dass es bisher zu Schwierigkeiten zwischen der Bro-
ckenstube und dem Sozialdienst E.____ gekommen oder dieses Berufsverhältnis vorbelastet 
wäre. 
 
7.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden von der KESB zur 
vorliegenden Angelegenheit angehört wurden und keine Verletzung des Anspruchs auf rechtli-
ches Gehör gegeben ist. Ferner gehen sowohl aus den Akten als auch aus den Vorwürfen der 
Beschwerdeführenden keine Anhaltspunkte hervor, um an der grundsätzlichen, persönlichen 
oder fachlichen Eignung des eingesetzten Beistands und an seiner Unparteilichkeit und Profes-
sionalität zu zweifeln. In ihrer Beschwerde beantragen die Beschwerdeführenden, es sei der 
Entscheid der KESB vom 20. Februar 2020 aufzuheben. Damit beantragen sie sinngemäss 
auch die Aufhebung der übrigen Entscheidziffern. Es wird jedoch in keiner Weise dargetan, 

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weshalb sie die übrigen Punkte im angefochtenen Entscheid der KESB anfechten bzw. inwie-
fern diese rechtswidrig und demzufolge aufzuheben wären. Auch aus den vorliegenden Akten 
lassen sich keine Hinweise dafür entnehmen, dass der vorliegende Entscheid in irgendeiner Art 
mangelhaft ist. Die Beschwerde ist demzufolge vollumfänglich abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge sind die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- vorliegend den Beschwerdeführenden aufzuerle-
gen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Parteikos-
ten sind gemäss § 21 VPO wettzuschlagen. 
 
 
 
 
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin