# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 589c357a-ac87-55fd-952d-64ca21203928
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.05.2016 C-6321/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6321-2013_2016-05-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-6321/2013 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  M a i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Michael Peterli,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

vertreten durch lic. iur. Peter Kaufmann, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom 

7. Oktober 2013. 

 

 

 

C-6321/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die 1963 geborene, heute in ihrer Heimat wohnhafte portugiesische 

Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerde-

führerin) war in der Schweiz ab 1. September 1992 vollzeitlich als haus-

wirtschaftliche Angestellte in einem Altersheim erwerbstätig. Wegen seit 

Oktober 1997 bestehenden Rücken- und Gelenksschmerzen reduzierte sie 

ihr Arbeitspensum ab 11. Januar 1998 auf 50 % (act. 7) und meldete sich 

am 30. November 1998 bei der IV-Stelle des Kantons B._______ zum Leis-

tungsbezug bei der Invalidenversicherung an (act. 3). Die kantonale IV-

Stelle klärte in der Folge die medizinischen und wirtschaftlichen Verhält-

nisse ab und holte dabei insbesondere ein rheumatologisches Gutachten 

von Dr. med. C._______ vom 9. Januar 2000 ein (act. 9). Gestützt darauf 

sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 20. April 2000 mit Wirkung 

ab 1. Oktober 1998 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente 

und mit Wirkung ab 1. November 1998 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % 

eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (act. 13). 

B.  

Infolge Wegzugs der Versicherten nach Portugal übermittelte die kantonale 

IV-Stelle das Rentendossier am 4. Dezember 2000 der IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) zur weiteren Be-

arbeitung (act. 15). 

C.  

In der Folge bestätigte die IVSTA in einem ersten Revisionsverfahren 

(act. 24) den Anspruch auf eine halbe Rente gestützt auf einen beim por-

tugiesischen Versicherungsträger eingeholten ärztlichen Formularbericht 

E 213 vom 29. Oktober 2003 (act. 25) und eine Stellungnahme ihres me-

dizinischen Dienstes vom 3. Februar 2004 (act. 31) mangels Veränderung 

des anspruchserheblichen Sachverhalts mit Mitteilung vom 6. Februar 

2004 (act. 33). Im Zuge des zweiten Revisionsverfahrens (act. 34) holte die 

IVSTA einen ärztlichen Formularbericht E 213 vom 11. Mai 2007 (act. 41), 

einen rheumatologischen Bericht vom 3. Juli 2007 (act. 40) sowie eine Stel-

lungnahme ihres medizinischen Dienstes vom 29. September 2007 

(act. 48) ein und bestätigte gestützt darauf erneut den Anspruch auf eine 

halbe Rente mit Mitteilung vom 2. Oktober 2007 (act. 49).  

C-6321/2013 

Seite 3 

D.  

Im Rahmen des dritten Revisionsverfahrens (act. 53) holte die IVSTA beim 

portugiesischen Versicherungsträger ein psychiatrisches Gutachten vom 

15. November 2010 (act. 61) und einen ärztlichen Formularbericht E 213 

vom 29. November 2010 (act. 62) ein. Der medizinische Dienst kam in sei-

ner Stellungnahme vom 21. Januar 2011 nach Prüfung der neuen medizi-

nischen Einschätzungen aus Portugal zum Schluss, dass eine Verbesse-

rung des Gesundheitszustandes eingetreten sei (act. 65). Daraufhin for-

derte die IVSTA am 7. Februar 2011 beim portugiesischen Versicherungs-

träger weitere Unterlagen an (act. 67), worauf ein rheumatologischer Be-

richt vom 24. März 2011 (act. 72), drei radiologische Berichte (act. 71) und 

ein ärztliches Formulargutachten E 213 vom 1. April 2011 (act. 73) über-

mittelt wurden. Nach einer Stellungnahme des medizinischen Dienstes 

vom 7. Mai 2011 (act. 76) bestätigte die IVSTA mit Mitteilung vom 25. Mai 

2011 den Anspruch auf eine halbe IV-Rente (act. 77). 

E.  

Im Hinblick auf die Überprüfung des Rentenanspruchs gestützt auf die am 

1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der IV-Revision 

6a holte die IVSTA eine Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 

25. Februar 2012 ein (act. 79) und gab danach ein psychiatrisch-rheuma-

tologisches Gutachten in der Schweiz in Auftrag (act. 82). Am 11. Mai 2012 

reichte die Versicherte einen Bericht ihres behandelnden Rheumatologen 

vom 9. Mai 2012 ein (act. 89 und 90). In der Folge wurde das rheumatolo-

gische Gutachten von Dr. med. D._______ am 11. Juli 2012, das psychiat-

rische Gutachten von Dr. med. E._______ am 18. Juli 2012 und die inter-

disziplinäre Beurteilung am 20. Juli 2012 erstattet (act. 95-97). Nach Beur-

teilungen durch den medizinischen Dienst vom 3. September 2012 (act. 

101) und vom 11. November 2012 (act. 103) stellte die IVSTA der Versi-

cherten mit Vorbescheid vom 17. Januar 2013 die Aufhebung der Rente in 

Aussicht (act. 104). Dagegen liess diese am 12. April 2013 Einwände er-

heben und neue ärztliche Berichte einreichen (act. 109-114). Daraufhin 

holte die IVSTA weitere Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes vom 

11. Mai 2013 (act. 116) und vom 15. Juni 2013 (act. 118) ein und hob mit 

Verfügung vom 7. Oktober 2013 die bisher ausgerichtete halbe Invaliden-

rente per Ende November 2013 auf. Einer gegen diese Verfügung gerich-

teten Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung (act. 125). 

F.  

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 11. November 2013 (Poststempel) Beschwerde beim 

C-6321/2013 

Seite 4 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, dass die revisionsweise Ein-

stellung der Rentenleistungen per 1. Dezember 2013 in Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung als unzulässig zu erklären sei. Eventualiter sei die 

Streitsache an die Vorinstanz zur Einholung ergänzender ärztlicher Be-

richte zurückzuweisen (BVGer-act. 1). Mit Eingabe vom 21. November 

2013 reichte die Beschwerdeführerin zwei neue ärztliche Berichte ein 

(BVGer-act. 4). 

G.  

Der mit Zwischenverfügung vom 18. November 2013 bei der Beschwerde-

führerin eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.– (BVGer-

act. 2) wurde am 25. November 2013 geleistet (BVGer-act. 5).  

H.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 10. Februar 2014 un-

ter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres medizinischen Dienstes vom 

31. Januar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 7). 

I.  

Mit Eingabe vom 17. März 2014 verzichtete die Beschwerdeführerin auf 

eine Replik (BVGer-act. 9), worauf der Schriftenwechsel mit verfahrenslei-

tender Verfügung vom 20. März 2014 abgeschlossen wurde (BVGer-

act. 10). 

J.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch 

Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig 

geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

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Seite 5 

vom 11. November 2013 einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 7. Oktober 2013, mit welcher die Vorinstanz die bisher aus-

gerichtete halbe Invalidenrente der Beschwerdeführerin auf der Grundlage 

von Bst. a Abs. 1 der vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2014 in Kraft 

gewesenen Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des 

IVG (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket [AS 2011 5659]; nachfol-

gend: SchlBst. IVG) aufgehoben hat. Streitig und zu prüfen ist, ob die Be-

schwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Rente der schweizerischen 

Invalidenversicherung hat. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist portugiesische Staatsangehörige und 

wohnt heute in Portugal, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mit-

gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) 

sowie die gemäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) 

des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 

2004 sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 

2012 die Verordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 

sowie Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Ge-

mäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koor-

diniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Ver-

tragsstaaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA 

und die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechts-

akte abweichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechts-

grundsätze dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfah-

rens und die Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizeri-

schen Rechtsordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4), was sich auch mit dem 

Inkrafttreten der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht ge-

ändert hat (vgl. Urteil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 

E. 2.1). Demnach bestimmt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung alleine aufgrund 

der schweizerischen Rechtsvorschriften. 

C-6321/2013 

Seite 6 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier 7. Oktober 2013) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 7. Oktober 2013 in Kraft standen (so auch die Normen 

des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revi-

sion [IV-Revision 6a]); weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeit-

punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung al-

lenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

4.2 Nach Bst. a Abs. 1 SchlBst. IVG werden Renten, die bei pathogene-

tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nach-

weisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei 

Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Vorausset-

zungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt  

oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 

ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung wurde höchstrichterlich als ver-

fassungs- und EMRK-konform beurteilt (BGE 139 V 547). Sie findet laut 

C-6321/2013 

Seite 7 

Bst. a Abs. 4 SchlBst. IVG keine Anwendung auf Personen, die im Zeit-

punkt des Inkrafttretens der Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt ha-

ben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr 

als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen. 

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

4.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt oder die Ärztin über die notwendigen fachlichen Qualifika-

tionen verfügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

5.  

Zu prüfen ist zunächst, ob sich die Vorinstanz bei der Rentenaufhebung zu 

Recht auf Bst. a SchlBst. IVG gestützt hat. In dieser Hinsicht ist zu klären, 

ob dem Vorgehen der Vorinstanz eine der in Bst. a Abs. 4 SchlBst. IVG 

genannten Ausnahmesituationen entgegensteht und ob die Zusprechung 

der Invalidenrente auf einer von Bst. a SchlBst. IVG erfassten gesundheit-

lichen Beeinträchtigung erfolgte.  

5.1 Die Beschwerdeführerin bezieht seit 1. Oktober 1998 eine Viertelsrente 

und seit 1. November 1998 eine halbe Rente der schweizerischen Invali-

denversicherung. Im Zeitpunkt der Einleitung der Überprüfung lag somit 

noch kein über 15-jähriger Rentenbezug vor (vgl. dazu BGE 139 V 442 E. 4 

und 5.1 und Urteil des BGer 8C_576/2014 vom 20. November 2014 E. 4). 

Bei Inkrafttreten der Änderung am 1. Januar 2012 war die Beschwerdefüh-

rerin zudem noch nicht 55 Jahre alt, weshalb keiner der Ausschlussgründe 

nach Bst. a Abs. 4 SchlBst. IVG gegeben ist. Da die Überprüfung der Rente 

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Seite 8 

innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der Änderungen erfolgte, ist 

Bst. a SchlBst. IVG in formeller Hinsicht anwendbar. 

5.2 In materieller Hinsicht ergibt sich die Anwendbarkeit von Bst. a SchlBst. 

IVG ausschliesslich aus der Natur des Gesundheitsschadens, auf dem die 

Rentenzusprechung beruht (vgl. Urteil des BGer 9C_379/2013 vom 13. No-

vember 2013 E. 3.2.3). Unklare Beschwerdebilder, wie sie in den SchlBest. 

IVG vorausgesetzt werden, charakterisieren sich durch den Umstand, dass 

mittels klinischer Untersuchungen weder Pathologie noch Ätiologie nach-

weisbar oder erklärbar sind (vgl. Urteil des BGer 8C_654/2014 vom 6. März 

2015 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 9.4), wobei es mit Blick auf die 

Zielsetzung von Bst. a SchlBst. IVG auf die Natur des Gesundheitsscha-

dens ankommt und nicht auf eine präzise Diagnose (vgl. Urteil des BGer 

9C_384/2014 vom 10. Juli 2014 E. 3.2). Nach BGE 140 V 197 E. 6 sind 

vom Anwendungsbereich von Bst. a SchlBst. IVG laufende Renten nur 

auszunehmen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden beru-

hen. Lassen sich unklare Beschwerden von erklärbaren Beschwerden 

trennen, können die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision auf erstere 

Anwendung finden. Eine Herabsetzung oder Aufhebung unter dem Titel 

von Bst. a SchlBst. IVG fällt lediglich dann ausser Betracht, wenn unklare 

und erklärbare Beschwerden zwar diagnostisch unterscheidbar sind, aber 

bezüglich der darauf zurückzuführenden Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 

keine exakte Abgrenzung erlauben (vgl. Urteil des BGer 9C_106/2015 vom 

1. April 2015 E. 2.2). 

5.3 Die Beschwerdeführerin geht davon aus, dass die Rentenzusprache 

aufgrund eines chronischen Zerviko- und Lumbovertebralsyndroms, einer 

Tendomyopathie, einer Hypertonie und eines Colon irritabile erfolgt sei. Die 

Beschwerdeführerin leide neben der Fibromyalgie an mehreren organi-

schen Rückenschädigungen. Das Beschwerdebild setze sich aus einer 

Vielzahl von somatischen und allenfalls psychischen Befunden zusammen, 

die zu einem wesentlichen Teil nicht als unklare Beschwerden qualifiziert 

werden könnten, weshalb die Rente nicht gestützt auf die Schlussbestim-

mungen revidiert werden dürfe. 

5.4 In der angefochtenen Verfügung finden sich keine Ausführungen zur 

Frage der Anwendbarkeit der Schlussbestimmungen. In der Beschwerde-

vernehmlassung hielt die Vorinstanz fest, dass bereits Ende der neunziger 

Jahre radiologisch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule festge-

stellt worden seien. Der Rheumatologe habe damals als für die Arbeitsun-

fähigkeit relevante Diagnose jedoch nur eine diffuse Tendomyopathie 

C-6321/2013 

Seite 9 

(=Fibromyalgiesyndrom) diagnostiziert. Die Rentenzusprache sei somit 

ausschliesslich auf Grund dieser Diagnose erfolgt. Die nur wenig über das 

Altersübliche hinausgehenden degenerativen Veränderungen hätten bei 

der Berentung keine relevante Arbeitsunfähigkeit verursacht. 

5.5 Die ursprüngliche Rentenzusprache (Verfügung vom 20. April 2000) 

beruhte auf der Annahme einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 

von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Hausangestellte wie auch in Ver-

weistätigkeiten. Diese Einschätzung gründete im Wesentlichen auf dem 

Gutachten von Dr. med. C._______, Facharzt für Innere Medizin und für 

Rheumatologie, vom 9. Januar 2000, in dem folgende Diagnosen genannt 

wurden: 

– Diffuse Tendomyopathie (sog. Fibromyalgie-Syndrom) 

– Arterielle Hypertonie 

– Rezidivierendes Ulcus duodeni (Status nach Helicobacter Pylori-Eradikation) 

– Colon irritabile 

Der Gutachter kam damals zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in 

ihrer angestammten Tätigkeit als Hausangestellte in einem Altersheim zu 

50 % eingeschränkt sei. Körperlich belastende Arbeiten, Arbeiten, bei de-

nen die Position nicht geändert werden könne (länger dauerndes Sitzen, 

Stehen, repetitive Bewegungen), seien ihr nicht mehr zumutbar. Er erach-

tete die damalige Arbeitsstelle als Hausangestellte bei einer Arbeitsleistung 

von 50 % als angepasst (act. 9). 

5.6 Es trifft zwar zu, dass im Zeitpunkt der Rentenzusprache neben der 

Fibromyalgie, das als unklares Beschwerdebild im Sinne von Bst. a Schl-

Bst. IVG (BGE 139 V 547 E. 2.2) gilt, auch teilweise organisch erklärbare 

Diagnosen gestellt wurden. So nannte der Hausarzt Dr. med. F._______, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seinem IV-Arztbericht vom 

22. Februar 1999 ein chronisches Cervico- und Lumbovertebralsyndrom 

(CT LWS 12/97 flache rechtsmediale-subligamentare DH L4/5 ohne si-

chere Myelonkompression; flache subligamentare Protrusion der Band-

scheibe C5/6 ohne Myelonkompression, mediale subligamentare DH C6/7 

mit eventueller Tangierung des Myelons) als Diagnose. Die der ursprüngli-

chen Rentenverfügung zugrundeliegende Arbeitsunfähigkeit von 50 % in 

der bisherigen Tätigkeit als Hausangestellte wie auch in Verweistätigkeiten, 

resultiert jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hauptsächlich aus 

C-6321/2013 

Seite 10 

der diagnostizierten Fibromyalgie und nicht aus somatischen Beeinträchti-

gungen, zumal bei der Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt wesentli-

che somatische Befunde erhoben wurden, welche das Ausmass der ge-

klagten Beschwerden und der festgelegten Arbeitsunfähigkeit zu erklären 

vermochten. So beschrieb Dr. med. C._______ am 9. Januar 2000 klinisch 

normale Verhältnisse im Bereich der Wirbelsäule und stellte neben der Fib-

romyalgie keine weitere Diagnose in Bezug auf die geklagten Rücken-

schmerzen (vgl. Gutachten von Dr. med. D._______, Facharzt für Rheu-

matologie, vom 11. Juli 2007, S. 12). Auch ergeben sich aus dem radiolo-

gischen Bericht vom 23. November 1999 von Dr. med. G._______, Fach-

arzt für Radiologie und Nuklearmedizin, welcher Dr. med. C._______ vor-

lag, keine Hinweise auf ein radikuläres Geschehen. Selbst wenn gewisse 

somatische Befunde erhoben werden konnten und insoweit eine teilweise 

organische Ursache vorhanden war, steht dies der Einordnung des Ge-

samtleidens als unklares Beschwerdebild nicht entgegen (vgl. Urteil des 

BGer 9C_843/2014 vom 4. September 2015 E. 5.3). Schliesslich ergeben 

sich keine Anhaltspunkte, dass der Bluthochdruck oder die Darmerkran-

kungen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatten. Wenn die Vorinstanz davon 

ausgeht, dass die damals im Sinne der Rechtsprechung erklärbaren Be-

schwerden nur untergeordnete Bedeutung hatten und somit nicht selbstän-

dig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen haben, ist das nicht 

zu beanstanden. 

5.7 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sich die organi-

schen Wirbelsäulenschädigungen erheblich verschlechtert hätten, ist zu 

bemerken, dass im Rahmen der von der Verwaltung in den Jahren 2004, 

2007 und 2011 durchgeführten Revisionsverfahren keine anspruchserheb-

liche Veränderung festgestellt und die Fibromyalgie als Hauptdiagnose je-

weils bestätigt wurde. Daher ist für die Frage der Anwendbarkeit der Bst. a 

SchlBst. IVG der Gesundheitsschaden massgebend, welcher der ur-

sprünglichen Rentenzusprache (Verfügung vom 20. April 2000) zugrunde 

lag. Diese erfolgte wie aufgezeigt hauptsächlich wegen der Fibromyalgie-

erkrankung und somit wegen der Folgen eines pathogenetisch-ätiologisch 

unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische 

Grundlage im Sinne von Bst. a SchlBst. IVG (vgl. Urteil des BGer 

9C_292/2015 vom 27. Januar 2016 E. 3.2).  

5.8 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass eine Rentenrevision unter 

dem Rechtstitel der Bst. a Abs. 1 SchlBst. IVG zulässig ist, wobei der Ren-

tenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig, das heisst 

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Seite 11 

mit Bezug auf jedes Sachverhaltssegment zu prüfen ist (Urteile des Bun-

desgerichts 9C_813/2008 vom 8. April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 

8. Oktober 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen). Zulässig ist dabei auch eine Neu-

beurteilung eines im Wesentlichen nicht verbesserten Gesundheitszustan-

des. 

6.  

Den im Rahmen der Prüfung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführe-

rin unter dem Titel von Bst. a Abs. 1 SchlBst. IVG eingereichten bzw. ein-

geholten medizinischen Akten lässt sich im Wesentlichen Folgendes ent-

nehmen: 

6.1 Im Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. H._______, Facharzt für 

Rheumatologie, vom 9. Mai 2012 wurden als Diagnosen eine Fibromyalgie, 

eine Entzündung des grossen linken Trochanters und der linken Epicon-

dylus ulnaris sowie degenerative Axialläsionen (Hals- und Lendenwirbel) 

mit beidseitiger Radikulopathie in L5 und S1 genannt. Dr. med. H._______ 

führte aus, dass die Schmerzen und deren Objektivierung aktuell zu einer 

Funktionseinschränkung führten (act. 89). 

6.2 Dem von der Vorinstanz eingeholten rheumatologisch-psychiatrischen 

Gutachten ist Folgendes zu entnehmen: 

6.2.1 Dr. med. D._______, Facharzt für Rheumatologie, stellte in seinem 

rheumatologischen Teilgutachten vom 11. Juli 2012 keine Diagnose mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit nannte er: 

– Mässiggradige, ausgedehnte Tendomyopathie (Erstdiagnose 1998) 

– Chronisches lumbales Schmerzsyndrom, ev. Lumbospondylogenes Syndrom 

(Erstdiagnose 1999) 

– Chronisch zervikales Schmerzsyndrom (Erstdiagnose 1999) 

– Arterielle Hypertonie (schon 1998 beschrieben) 

– Zustand nach rezidivierenden Ulcera duodendi 

– Gemäss den Akten wiederholt Colon irritabile (aktuell keine Symptome)  

Dr. med. D._______ hielt fest, dass eine fibromyalgieforme «Panalgie» be-

stehe. Zusammengefasst stehe bei der Beschwerdeführerin ein multiloku-

C-6321/2013 

Seite 12 

läres tendomyotisches Schmerzbild ohne erkennbare somatische Ursa-

chen im Vordergrund. Die Lumbalgie müsse zum Teil in diesem Kontext 

verstanden werden, zum Teil fänden sich auch degenerative Veränderun-

gen, jedoch keine Hinweise auf ein lumboradikuläres Geschehen. Es be-

stehe eine gewisse Minderbelastbarkeit der Lendenwirbelsäule, die unter 

Berücksichtigung des Alters und der langjährigen Dekonditionierung aller-

dings kaum sehr ausgeprägt sei. In der früheren Tätigkeit als Hausdienst-

angestellte wäre die Beschwerdeführerin auch heute noch arbeitsfähig, 

wobei sich eine Leistungseinbusse von 10 % bis 15 % nicht ausschliessen 

lasse. Die früher attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepass-

ten Tätigkeit, lasse sich zumindest heute im Lichte der neuen Rechtspre-

chung aus somatischer Sicht nicht bestätigen. Zumutbar seien alle Tätig-

keiten, die dem Alter und der Konstitution der Beschwerdeführerin entsprä-

chen (vorzugsweise leichtere Arbeiten mit wechselnder Belastung; act. 97).  

6.2.2 Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

nannte im psychiatrischen Teilgutachten vom 18. Juli 2012 folgende Diag-

nosen: 

– Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD 10 F45.4) 

– Unauffälliger psychischer Gesundheitszustand 

Nach Prüfung der sog. Förster-Kriterien kam der Gutachter zum Schluss, 

dass die diagnostizierte anhaltende Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit 

aus psychischer Sicht nicht einschränke. Zu dieser Schlussfolgerung führe 

insbesondere die Tatsache, dass keine psychische Komorbidität bestehe 

(act. 95). 

6.2.3 Die Gutachter hielten in der interdisziplinären Beurteilung vom 

20. Juli 2012 fest, dass aus somatisch-rheumatologischer Sicht ein mäs-

siggradiges multilokuläres tendomyotisches Schmerzbild, das diverse Kör-

perregionen auslasse, im Vordergrund stehe. Somatische Ursachen lies-

sen sich für diese Beschwerden nicht objektivieren. Die geklagten Rücken-

schmerzen müssten teilweise in diesem Kontext verstanden werden, zum 

Teil fänden sich aber auch bildgebend, degenerative Veränderungen der 

unteren Lendenwirbelsäule, die das altersübliche Ausmass aber nur wenig 

überschreiten würden. Aus Sicht des Rheumatologen sei die Beschwerde-

führerin arbeitsfähig, eine Leistungseinbusse von 10 % bis 15 % wegen 

der Rückenpathologie könne nicht ausgeschlossen werden. Aus psychiat-

rischer Sicht stehe die psychosomatische Überlagerung der Schmerzen im 

Rahmen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung im Vordergrund. 

Angesichts des Fehlens einer psychischen Komorbidität entstehe keine 

C-6321/2013 

Seite 13 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Für die interdisziplinäre Beurteilung 

könne vollumfänglich auf den rheumatologischen Gesichtspunkt abgestellt 

werden (act. 95 S. 11 f.). 

6.3 Der medizinische Dienst der Vorinstanz nahm wie folgt Stellung: 

6.3.1 Dr. med. I._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in 

seiner Stellungnahme vom 3. September 2012 die folgenden Diagnosen 

auf: 

– Panalgie, Fibromyalgie, somatoforme Schmerzstörung 

– Radiologisch feststellbare leichte degenerative Veränderungen an der Wirbel-

säule 

Er attestierte keine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit wie auch in einer adaptierten Tätigkeit seit 11. Juli 

2012. Er hielt fest, dass eine leicht minderbelastbare Wirbelsäule bestehe, 

die sich bei rückenbelastenden Arbeiten auswirke. Für leichte bis mittel-

schwere Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin arbeitsfähig. Das Heben 

von Lasten über 15-20 kg sowie dauerndes Stehen an Ort mit vornüberge-

neigter Haltung seien nicht zumutbar. Er bezeichnete folgende zumutbare 

Verweistätigkeiten: Hausmeisterin, Museums- und Parkwärterin, Lageris-

tin, kleine Auslieferungen mit einem Fahrzeug, Verkauf per Korrespondenz, 

Reparatur von kleinen Apparaten und Haushaltsgeräten, Registrierung und 

Archivierung, Kassiererin oder Billetverkäuferin, Tätigkeit im Empfang, als 

Rezeptionistin, als Telefonistin, in der Dateneingabe oder der Datenscan-

nung (act. 101). 

6.3.2 Dr. med. J._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

hielt in seiner Stellungnahme vom 11. November 2012 als Hauptdiagnose 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) fest. Er attestierte 

eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % ab 25. Mai 2011 in der angestammten Tä-

tigkeit wie auch in einer Verweistätigkeit (act. 103). 

6.4 Die Beschwerdeführerin reichte einwandweise zwei radiologische Be-

richte vom 19. Februar 2013 (act. 113) und vom 20. Februar 2013 (act. 114) 

ein. In seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2013 hielt Dr. med. I._______ 

vom medizinischen Dienst der Vorinstanz fest, dass sich daraus keine 

neuen Aspekte ergäben (act. 116). Dr. med. J._______ hielt am 15. Juni 

2013 ebenfalls an seiner Einschätzung fest (act. 118). 

C-6321/2013 

Seite 14 

7.  

Zu prüfen ist im Folgenden, ob die Vorinstanz insbesondere gestützt auf 

das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. D._______ 

und Dr. med. E._______ zu Recht davon ausgeht, dass seit dem 11. Juli 

2012 keine anspruchsrelevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr 

nachgewiesen werden kann bzw. ob sich der medizinische Sacherhalt als 

genügend abgeklärt erweist. 

7.1 Das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. E._______ und Dr. med. 

D._______ basiert auf den Vorakten (act. 95 S. 2 f., act. 97 S. 2 ff.) und auf 

für die strittigen Belange umfassenden fachärztlichen Untersuchungen 

(act. 95 S. 5 f., act. 97 S. 5 ff.). Es berücksichtigt die von der Beschwerde-

führerin geklagten Beschwerden (act. 95 S. 4, act. 97 S. 5) sowie die Anam-

nese (act. 95 S. 3 f.). Sodann erfolgte eine interdisziplinäre Beurteilung 

(act. 95 S. 11 f.) und die Beantwortung der gestellten Fragen. Das Gutach-

ten leuchtet auch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein 

und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und 

Arbeitsfähigkeit werden für die rechtsanwendende Person nachvollziehbar 

begründet. Der rheumatologische Gutachter diagnostizierte – wie die be-

reits früher mit der Beschwerdeführerin befassten behandelnden Ärzte so-

wie die Gutachter aus Portugal – in erster Linie eine Fibromyalgie. Insbe-

sondere hat der Gutachter in nachvollziehbarer Weise aufgezeigt, dass die 

Fibromyalgieerkrankung keine funktionellen Einschränkungen zur Folge 

hat und weder die Arbeitsfähigkeit einschränkt noch sich im Belastungs-

profil niederschlägt. Weiter ist dem Gutachten zu entnehmen, dass keine 

psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 

werden konnten, zumal der Psychostatus der Beschwerdeführerin völlig 

unauffällig war. Die Einschätzung ist schlüssig. Sie stimmt mit der Selbst-

einschätzung der Beschwerdeführerin überein, die sich erstaunt gezeigt 

habe, dass sie von einem Psychiater begutachtet werde, und deckt sich 

auch mit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. K._______ vom 15. 

November 2010 (act. 61). Folglich erfüllt das bidisziplinäre Gutachten von 

Dr. med. E._______ und Dr. med. Peter D._______, dem sich auch der 

medizinischen Dienst der Vorinstanz anschloss, die praxisgemässen Krite-

rien (s. E. 4.4). 

7.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, vermag dies nicht in 

Frage zu stellen. Namentlich dem Einwand, dass die organischen Rücken-

schädigungen nicht in die Beurteilung eingeflossen seien, kann nicht ge-

folgt werden. Die rheumatologische Beurteilung berücksichtigte sowohl die 

klinischen als auch die radiologischen Befunde an der Wirbelsäule. Dabei 

C-6321/2013 

Seite 15 

konnten keine wesentlichen Befunde erhoben werden, welche die geklag-

ten Schmerzen objektivieren. Dr. med. D._______ führte dazu aus, dass 

sich klinisch an der Halswirbelsäule eine weitgehend altersübliche Situa-

tion gezeigt habe und auch die Veränderungen bei den bildgebenden Un-

tersuchungen lägen in der Altersnorm. Die Lendenwirbelsäule sei klinisch 

nur mässiggradig eingeschränkt, die Rückenmuskulatur sei weich und trotz 

jahrelangem Verlauf nicht verschmächtigt, Hinweise auf ein radikuläres 

Geschehen liessen sich bei den nachgewiesenen Diskushernien-Protrusi-

onen von L4 bis S1 nicht erkennen. Palpatorisch habe sich keine für die 

Schmerzen verantwortliche Etage an der Lendenwirbelsäule erkennen las-

sen, da die gesamt Wirbelsäule diffus dolent gewesen sei.  

7.3 Es ist auch nicht ersichtlich, dass die Einschätzung von Dr. med. 

D._______ in Widerspruch zu früheren Einschätzungen der Ärzte aus Por-

tugal stehen würde. Insbesondere vermag der rheumatologische Bericht 

vom 24. März 2011 von Dr. med. L._______, Fachärztin für Rheumatologie 

(act. 72) keine Zweifel an der Einschätzung von Dr. med. D._______ zu 

wecken, zumal keine klinischen und radiologischen Befunde genannt wer-

den, die diesem nicht bekannt waren. Die Einschätzung von Dr. med. 

L._______, wonach das klinische Bild bei der Beschwerdeführerin zu einer 

erheblichen Einschränkung bei der Verrichtung täglicher selbst einfacher 

Arbeiten im Haushalt führe und sie nicht in der Lage sei, ihre Erwerbstätig-

keit auszuführen, überzeugt angesichts der erhobenen Befunden sowie 

der Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach sie die Haushaltsarbeiten 

(mit Ausnahmen der schweren Arbeiten) und Einkäufe selbst erledige 

(act. 95 S. 5), nicht.  

7.4 Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, dass sich Dr. med. 

D._______ mit dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. H._______ 

vom 9. Mai 2012 nicht auseinandergesetzt habe. Dieser Bericht lag 

Dr. med. D._______ bei seiner Beurteilung vor und wurde bei der Auflis-

tung der Vorakten genannt. Auch wenn Dr. med. D._______ im Rahmen 

seiner Beurteilung nicht ausdrücklich auf den Bericht von Dr. med. 

H._______ Bezug genommen hat, hat er sich auch mit den darin beschrie-

benen Wirbelsäulenveränderungen auseinandergesetzt und diese im Rah-

men seiner Einschätzung berücksichtigt. Die Einschätzung der Arbeitsfä-

higkeit durch Dr. med. H._______ ist zudem aufgrund der Erfahrungstatsa-

che zu relativieren, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Guns-

ten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5). Wegen der unter-

C-6321/2013 

Seite 16 

schiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen Arz-

tes und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten medizinischen Exper-

ten ist es nicht geboten, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen 

und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil des BGer 

9C_618/2013 vom 4. Dezember 2013 E. 4.4). Der Bericht von Dr. med. 

H._______ vom 9. Mai 2012, vermag somit die Einschätzung von Dr. med. 

D._______ nicht zu widerlegen oder in Zweifel zu ziehen. 

7.5 Nichts anderes ergibt sich auch aus den beschwerdeweise eingereich-

ten Berichten von Dr. med. M._______, Facharzt für Neurochirurgie, vom 

4. November 2013 sowie von Dr. med. N._______, Facharzt für Rheuma-

tologie, vom 12. November 2013, zumal sich diese nicht zum Gesundheits-

zustand der Beschwerdeführerin im massgebenden Beurteilungszeitraum 

bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens (angefochtene Verfügung 

vom 7. Oktober 2013; s. E. 3.2) äussern. Eine allfällige nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung eingetretene Verschlechterung des Gesund-

heitszustandes wäre im Rahmen einer Neuanmeldung geltend zu machen. 

Im Übrigen ergeben sich laut der Stellungnahme von Dr. med. I._______ 

vom 31. Januar 2014 aus den beschwerdeweisen eingereichten Berichten 

keine neuen Erkenntnisse (Beilage zu BVGer-act. 7), was insofern nach-

vollziehbar ist, als die von Dr. med. N._______ in seinem Bericht vom 

12. November 2013 attestierte Einschränkung für Tätigkeiten, die mit 

schwerem Heben verbunden sind, bereits im Zumutbarkeitsprofil des me-

dizinischen Dienstes berücksichtigt sind.  

7.6 Was die diagnostizierten unklaren Beschwerdebilder betrifft, welche 

gutachterlicherseits sowie von der Vorinstanz – noch unter Geltung der in-

zwischen aufgegebenen Überwindbarkeitsvermutung – keine Auswirkun-

gen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurden, führt auch die Überprü-

fung nach der vom Bundesgericht grundlegend überdachten und teilweise 

geänderten Rechtsprechung zu den Voraussetzungen, unter denen anhal-

tende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomati-

sche Leiden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermögen, zu 

keinem anderen Ergebnis:  

7.6.1 Mit BGE 141 V 281 wurde die Überwindbarkeitsvermutung aufgege-

ben und das bisherige Regel/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten 

normativen Prüfraster ersetzt. Nach wie vor kann eine Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit indessen nur anspruchserheblich sein, wenn sie Folge 

C-6321/2013 

Seite 17 

einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diag-

nostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 

396). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch ei-

ner anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40), setzt 

somit zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach 

einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 

131 V 49 E. 2.1; Urteil des BGer 9C_822/2014 vom 29. Oktober 2015 

E. 4.2). Die Sachverständigen haben die Diagnose einer anhaltenden so-

matoformen Schmerzstörung so zu begründen, dass die Rechtsanwender 

nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich 

eingehalten sind (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Die Anerken-

nung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn 

die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit-

lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 

schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr-

scheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6). 

7.6.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat 

das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Ka-

tegorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesund-

heitsschädigung» (E. 4.3.1; Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 

und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; 

Komorbiditäten), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-

tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-

text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-

tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-

tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und be-

handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-

druck (E. 4.4.2). Sie erlauben – unter Berücksichtigung leistungshindern-

der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzia-

len (Ressourcen) anderseits – das tatsächlich erreichbare Leistungsver-

mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1). 

7.6.3 Aus dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. E._______, wel-

ches seinen Beweiswert nicht per se verliert (BGE 141 V 281 E. 8 mit Hin-

weis auf BGE 137 V 210 E. 6) und im vorliegenden Fall eine schlüssige 

Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt, ergibt sich, 

dass mit Blick auf das doch recht aktive Leben der Beschwerdeführerin 

(u.a. regelmässige Tagesgestaltung, Haushaltsführung und Erledigung von 

Einkäufen, geordnete familiäre Verhältnisse, aktive Teilnahme am familiä-

ren und gesellschaftlichen Leben) eine schwere Ausprägung der Störung 

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C-6321/2013 

Seite 18 

ausser Betracht fällt (vgl. Urteil 9C_125/2015 vom 18. November 2015 

E. 7.1 und 9C_514/2015 vom 14. Januar 2016 E. 4). Dem psychiatrischen 

Gutachten ist weiter zu entnehmen, dass von einen unauffälligen psychi-

schen Gesundheitszustand auszugehen ist und die Beschwerdeführerin 

keine psychiatrische Behandlung in Anspruch nimmt. Damit fehlt eine psy-

chische oder somatische Komorbidität, namentlich sind die Beschwerden 

der Wirbelsäule nach dem hievor Gesagten nicht invalidisierend (BGE 141 

V 281 E. 4.3.1.3). Des Weiteren bestehen keine Hinweise auf die im Kom-

plex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2) zu prüfenden Merkmale, wel-

che im Rahmen der umfassenden Ressourcenprüfung ins Gewicht fallen 

könnten. Gegenteils enthält der soziale Lebenskontext (BGE 141 V 281 

E. 4.3.3), so die Einbettung in die Familie und die Gesellschaft und die Un-

terstützung durch diese, bestätigende, sich potenziell günstig auf die Res-

sourcen auswirkende Faktoren. Zusammenfassend fehlt es unter Berück-

sichtigung der nicht schwer ausgeprägten Schmerzstörung, fehlender 

Komorbiditäten und eher günstiger persönlicher Ressourcen an einem in-

validisierenden Gesundheitsschaden. Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 

281 E. 4.4) erübrigt sich vor diesem Hintergrund. Weitere Abklärungen sind 

nicht angezeigt.  

8.  

8.1 Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt dahingehend er-

stellt, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Arbeitsunfähig-

keit in einer rückenbelastenden, und damit auch der angestammten Tätig-

keit als hauswirtschaftliche Angestellte in einem Altersheim von höchstens 

10 % bis 15 % auszugehen ist, wobei für die Invaliditätsbemessung der 

Mittelwert von höchstens 12.5 % massgebend ist (vgl. BGE 9C_226/2009 

vom 19. August 2009 E. 3.2). In einer wechselbelastenden, körperlich 

leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Heben von Lasten über 15 Kilo-

gramm ist spätestens ab dem Zeitpunkt der rheumatologischen Begutach-

tung vom 11. Juli 2012 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

Soweit die Beschwerdeführerin eventualiter verlangt, es seien weitere Ab-

klärungen durchzuführen, kann darauf verzichtet werden. Der Gesund-

heitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind auf-

grund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. 

8.2 Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

bei Erlass der angefochtenen Verfügung auf die Vornahme eines Einkom-

mensvergleichs verzichtet hat. Die Beschwerdeführerin könnte im Falle der 

C-6321/2013 

Seite 19 

Verwertung der spätestens ab dem 11. Juli 2012 feststehenden zumutba-

ren Restarbeitsfähigkeit von mindestens 87.5 %  in der angestammten Tä-

tigkeit ein rentenausschliessendes Invalideneinkommen erzielen. Selbst 

bei Berücksichtigung des maximalen Leidensabzugs von 25 % ergibt ein 

Prozentvergleich, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt keine rentenbe-

rechtigende Invalidität mehr besteht (vgl. hierzu bspw. Entscheid des EVG 

I 816/05 vom 7. Juni 2006, E. 4.3 mit Hinweisen; zur Zulässigkeit des Pro-

zentvergleichs siehe auch Urteil des BGer 9C_785/2009 vom 2. Dezember 

2009 E. 2.2 mit Hinweisen auf BGE 114 V 310 E. 3a S. 312; 104 V 135 

E. 2b). 

8.3 Nicht zu beanstanden und unbestritten ist die Einschätzung der Vor-

instanz, dass die Beschwerdeführerin die attestierte Arbeitsfähigkeit auf 

dem Weg der Selbsteingliederung verwerten kann. Nach ständiger Recht-

sprechung ist im Regelfall eine medizinisch attestierte Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung ver-

wertbar. Nach ebenfalls ständiger Rechtsprechung können indes nach 

langjährigem Rentenbezug ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeits-

marktes der sofortigen Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leis-

tungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leistungsentfaltung entgegen-

stehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung 

eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchführung be-

fähigender Massnahmen allein mittels Eigenanstrengung der versicherten 

Person nicht möglich ist (SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 und seit-

herige Praxis, z.B. 9C_178/2014 vom 29. Juli 2014). Diese Rechtspre-

chung ist allerdings auf Fälle beschränkt worden, in denen die (revisions- 

oder wiedererwägungsweise) Rentenaufhebung eine versicherte Person 

betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 

15 Jahre bezogen hat (SVR 2011 IV Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 E. 3). Die 

Beschwerdeführerin kann sich nicht auf diese Rechtsprechung berufen, 

obwohl sie im Zeitpunkt der Rentenaufhebung (Verfügung vom 7. Oktober 

2013) knapp mehr als 15 Jahre eine Rente bezogen hatte. Denn der mass-

gebliche Rentenaufhebungsgrund ist nach dem Gesagten die Schlussbe-

stimmung zur IV-Revision 6a, welche bezüglich der Dauer des Rentenbe-

zugs auf die Einleitung des Verfahrens abstellt, als die Beschwerdeführerin 

noch keinen über 15-jährigen Rentenbezug aufwies (vgl. Urteile des BGer 

9C_623/2015 vom 18. Februar 2015 E. 5 und 8C_90/2015 vom 23. Juli 

2015 E. 4). Im Übrigen hat die Vorinstanz nachvollziehbar dargelegt, dass 

der Beschwerdeführerin angesichts des guten Allgemeinzustandes, der 

fehlenden Psychopathologie, der vorhandenen Motivation, dem regel- 

http://links.weblaw.ch/I_816/05
http://links.weblaw.ch/9C_785/2009
http://links.weblaw.ch/BGE-114-V-310
http://links.weblaw.ch/BGE-104-V-135
http://links.weblaw.ch/BGE-104-V-135

C-6321/2013 

Seite 20 

mässigen Tagesablauf und dem intakten sozialen Umfeld die Selbsteinglie-

derung zumutbar ist. Da beschwerdeweise die Verweigerung von renten-

begleiteten Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG (Bst. 

a Abs. 2 und 3 SchlBst. IVG) nicht gerügt wurde, ist darauf nicht weiter 

einzugehen. Daher ist die Rentenaufhebungsverfügung vom 7. Oktober 

2013 auch unter eingliederungsrechtlichem Gesichtspunkt nicht zu bean-

standen. 

9.  

Aus dem Dargelegten folgt, dass die Beschwerde abzuweisen und die an-

gefochtene Verfügung vom 7. Oktober 2013 zu bestätigen ist.  

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Entsprechend dem Aus-

gang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu 

tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 400.– festzusetzen. Der 

einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu 

verwenden. 

10.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Parteient-

schädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist entsprechend 

dem Verfahrensausgang ebenfalls keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

  

C-6321/2013 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

 

  

C-6321/2013 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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