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**Case Identifier:** 9dd2754c-f9c6-5df6-8665-16e1985630cd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.11.2014 200 2014 779
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-779_2014-11-17.pdf

## Full Text

200 14 779 UV
SCP/IMD/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. November 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. Juni 2014 (E 1366/14 und E 1402/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Be-
rufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
sich gemäss Unfallmeldung vom 3. Juni 2011 am 25. Mai 2011 auf einer 
Baustelle eine trimalleoläre Luxationsfraktur des rechten oberen Sprungge-
lenks zugezogen hat (Akten der SUVA, Antwortbeilage [AB] 1, 9). Die Ver-
letzung wurde noch gleichentags operativ versorgt (Operationsbericht vom 
30. Mai 2011; AB II 9). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen 
(AB 2 ff.), holte diverse medizinische Unterlagen ein und liess den Versi-
cherten kreisärztlich untersuchen. Mit Verfügungen vom 21. März 2014 
(AB 218) und 8. April 2014 (AB 232) sprach die SUVA dem Versicherten 
eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 
10 % sowie eine Rente ab dem 1. Juli 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 
15 % zu. Die gegen beide Verfügungen erhobenen Einsprachen (AB 239, 
245, 248) wies sie mit Entscheid vom 23. Juni 2014 ab (AB 255).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. August 2014 Beschwerde mit den An-
trägen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese neu verfüge. Er rügt 
eine rechtsfehlerhafte Berechnung sowohl des Validen- als auch des Inva-
lideneinkommens, was zu einem zu tiefen Invaliditätsgrad geführt habe. Im 
Weiteren erscheine die Integritätseinbusse als zu tief eingeschätzt.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2014 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 23. Juni 
2014 (AB 255). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsentschädigung der 
Unfallversicherung. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (Be-
schwerdeantwort S. 3 f. Ziff. B ad 2.) sind dabei auch das Valideneinkom-
men und der versicherte Verdienst zu prüfen, da diese als Teilaspekte des 
verfügungsweise geregelten Rechtsverhältnisses der Begründung der Ver-
fügung bzw. des Einspracheentscheids dienen und nicht in Teilrechtskraft 
erwachsen können (BGE 125 V 413 E. 2b S. 416).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 4

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene Störung entfiele ("conditio sine qua 
non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4

2.4.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 5

2.4.2 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenser-
fahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon 
ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 
erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 6

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalles;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzungen, 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklun-
gen auszulösen;

 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
 körperliche Dauerschmerzen;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 7

E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 

2.6 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 8

Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er-
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Be-
einträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur 
vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.7 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer am 25. Mai 2011 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat 
(vgl. E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten 
sind (AB 1, 9). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende 
Versicherungsleistungen erbracht (vgl. u.a. AB 2 ff.). Ebenso unbestritten 
ist der Fallabschluss per 30. Juni 2014 (vgl. E. 2.5 hiervor), zumal der be-
handelnde Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie FMH, die unfallbedingte Behandlung bereits am 
19. März 2014 abgeschlossen hat (AB 225). Umstritten sind hingegen die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 9

Höhe der dem Beschwerdeführer zustehenden Invalidenrente und Inte-
gritätsentschädigung. In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten hierzu 
im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Operationsbericht des Dr. med. D.________ vom 30. Mai 2011 
(AB 9) wurde eine trimalleoläre Luxationsfraktur des rechten oberen 
Sprunggelenks diagnostiziert, die chirurgisch versorgt worden sei. Gemäss 
Bericht vom 8. Juli 2011 (AB 13) zeigte sich sechs Wochen nach dem Ein-
griff ein sehr schöner postoperativer Verlauf. Dem Patienten gehe es gut, 
er habe keine Schmerzen. Im Verlaufsbericht vom 24. August 2011 (AB 23) 
hielt Dr. med. D.________ fest, der Patient berichte über belastungsab-
hängige Schmerzen. Im Röntgenbild zeige sich die Fraktur als geheilt, es 
bestünden keine Hinweise auf Osteonekrose oder Dislokation des Osteo-
synthesematerials. 

3.1.2 Der Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizier-
te im Untersuchungsbericht vom 16. Dezember 2011 (AB 41) einen Status 
nach Trimalleolar-Luxationsfraktur rechts am 25. Mai 2011 mit / bei offener 
Reposition und Osteosynthese gleichentags, anhaltenden belastungsab-
hängigen Schmerzen sowie konsolidierter Fraktur gemäss CT vom 8. No-
vember 2011. Anlässlich der Untersuchung habe der Patient belastungs-
abhängige Schmerzen im OSG rechts medial und lateral bei annähernder 
Beschwerdefreiheit in Ruhe oder bei Entlastung geltend gemacht, was 
vermuten lasse, dass ein mechanisches Problem im Vordergrund stehen 
könnte. Der klinische Befund sei unspektakulär. Die Frage nach der Ar-
beitsfähigkeit könne letztlich nicht beurteilt werden, so lange nicht geklärt 
sei, ob und in welchem Umfang ein posttraumatischer Gelenkschaden vor-
liege. Zur Beurteilung der Knorpel- und Gelenkverhältnisse empfehle er die 
Metallentfernung mit anschliessender MRI-Untersuchung. Für den Moment 
sei eine volle Arbeitsunfähigkeit zu bestätigen.

3.1.3 Am 20. Februar 2012 entfernte Dr. med. D.________ das Osteosyn-
thesematerial aus dem medialen und dem lateralen Malleolus rechts. An-
lässlich der ebenfalls vorgenommenen diagnostischen OSG-Arthroskopie 
habe sich beim Blick in das Gelenk keine offensichtliche Stufe und auch 
keine Knorpelschädigung gezeigt, wobei bis auf den dorso-medialen Ge-

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lenkspalt das Gelenk recht gut habe eingesehen werden können (Operati-
onsbericht vom 22. Februar 2012; AB 52). Im Bericht vom 5. April 2012 
(AB 59) hielt Dr. med. D.________ fest, der Patient verspüre keine Ände-
rungen bezüglich der Schmerzsymptomatik im Vergleich zur Situation vor 
der Osteosynthesematerialentfernung. Es werde nun ein MRI des rechten 
oberen Sprunggelenks durchgeführt, um die exakten Knorpelverhältnisse 
darzulegen. Dabei zeigte sich gemäss Bericht vom 9. Mai 2012 (AB 72) 
eine Knochennekrose in der distalen Tibia, welche die Schmerzen des Pa-
tienten hinreichend erkläre. Dr. med. D.________ empfahl eine Spongiosa-
plastik. Der entsprechende chirurgische Eingriff fand am 25. Mai 2012 statt 
(Operationsbericht vom 30. Mai 2012; AB 82).

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte im Untersuchungs-
bericht vom 24. September 2012 (AB 109) aus, der Patient beschreibe die 
Situation seines rechten Fusses seit der Operation von Ende Mai insge-
samt als eher schlechter als vor dem Eingriff. Bei der Untersuchung gehe 
der Patient an einem Stock, wobei ein stockfreies Gehen nicht möglich sei. 
Es bestehe ein deutlicher Reizzustand des OSG rechts mit eingeschränkter 
Beweglichkeit, auch des Subtalargelenks unter Angabe von ausstrahlenden 
Schmerzen über dem Fussrücken. Dr. med. F.________ erachtete unter 
Würdigung des bisherigen Verlaufs die ursprüngliche berufliche Tätigkeit 
als … als nicht mehr zumutbar. Langfristig könne folgendes Zumutbar-
keitsprofil definiert werden: Ganztägiger Einsatz für wechselbelastende, 
vorwiegend sitzende Tätigkeiten. Keine Arbeiten in unwegsamem Gelände, 
auf Leitern oder Gerüsten, keine Arbeiten in kniender oder kauernder Posi-
tion und kein regelmässiges Heben und Tragen von Lasten über 5 kg. 

3.1.5 In einem weiteren Bericht vom 11. Oktober 2012 (AB 115) verwies 
Dr. med. D.________ auf eine unveränderte Schmerzsituation. Es würden 
sich Reparationsvorgänge zeigen, die Spongiosaplastik habe sich zumin-
dest nicht aufgelöst. Eine vollständige Integration habe hingegen noch nicht 
stattgefunden, so dass die Beschwerden des Patienten zurzeit noch erklär-
bar seien. In Übereinstimmung mit der Aussage des SUVA-Kreisarztes sei 
davon auszugehen, dass vermutlich eine Rückkehr zum Beruf als … ver-
mutlich in Zukunft nicht möglich sein werde.

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3.1.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, kam im Bericht vom 
31. Januar 2013 (AB 140) zum Schluss, die Restbeschwerden des Patien-
ten seien am ehesten neuropathisch. Ein mechanisches Problem könne 
ausgeschlossen werden. Die diskrete Stufe des Volkmann-Fragments sei 
sicherlich nicht ursächlich für die geschilderten Beschwerden. Zudem weise 
der Patient Schmerzen über dem Malleolus lateralis auf bei geheilter Frak-
tur. Eine erneute Operation (vaskularisierter Beckenkammspan der Tibia 
mit erneuter Osteosynthese) sei wenig erfolgversprechend, da dadurch die 
neuropathischen Beschwerden nicht behoben werden könnten. Dem Pati-
enten sei empfohlen worden, weiterhin den Spontanverlauf abzuwarten. Es 
bestehe noch weiteres Besserungspotential in den kommenden Monaten 
und Jahren. Die konservativen Massnahmen seien ausgeschöpft. 

3.1.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie FMH, hielt im Bericht 
vom 19. April 2013 (AB 159) fest, zweifelsfrei bestehe eine neuropathische 
Komponente der Schmerzen bei Läsion des Nervus peronaeus rechts so-
wohl im Anteil des superfiziellen als auch des profunden Astes. Daneben 
bestehe eine Sensibilitätsstörung mit Dysästhesien auch im Innervations-
gebiet des Nervus suralis rechts. Als objektive Befunde für diese Neuropa-
thie finde sich in der Neurographie des Nervus peronaeus profundus eine 
Seitenasymmetrie der Amplituden bei Ableitung vom Musculus extensor 
digitorum brevis. Neben den neuropathischen Beschwerden leide der Pati-
ent wohl auch an artikulären Schmerzen im OSG, da belastungsabhängige 
Schmerzen in diesem Ausmass nicht mit einer rein neuropathischen Ursa-
che zu vereinbaren seien und der Patient bei passiver Bewegung im OSG 
starke Schmerzen angebe.

3.1.8 Im Bericht vom 19. September 2013 (AB 183) diagnostizierte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
eine mittelgradige, phasenweise schwergradige depressive Episode (ICD-
10: F32.1/F32.2). Der Patient befinde sich seit dem 11. Juni 2013 in 
wöchentlichen Abständen in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Als 
Folge des Arbeitsunfalles habe er eine mittelschwere bis schwere Depres-
sion entwickelt, welche Anhedonie, Freudlosigkeit, Schlafstörungen, sozia-
len Rückzug, Niedergeschlagenheit sowie Gedankenkreisen mit Lebens-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 12

überdruss ausgelöst habe. Unter pragmatischer kognitiver Verhaltensthe-
rapie ergänzend mit schmerzdistanzierender und antidepressiver Therapie 
habe der Patient eine gewisse Stabilisierung seines psychischen Zustan-
des gezeigt. Er benötige eine auf lange Frist angelegte Psycho- und Phar-
makotherapie.

Am 4. Februar 2014 berichtete Dr. med. I.________ über eine Verstärkung 
des OSG-Schmerzcharakters und unerträgliche Schmerzen bei leichter 
Belastung des rechten Fussrückens und des Unterschenkels. Sämtliche 
bislang verordneten Therapien bei dem grundsätzlich kooperativen Patien-
ten würden pünktlich wahrgenommen. Die bislang durchgeführten Psycho- 
wie auch Physiotherapien seien jedoch ohne subjektiv wahrnehmbaren 
Behandlungserfolg geblieben. Der Patient klage weiterhin über Stim-
mungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, Verlust der Lebensfreude, 
Schlafschwierigkeiten, Zukunftsängste, Rückzugstendenzen und neuropa-
thische Schmerzen. Ein unbewusster psychischer Konflikt habe bislang 
nicht aufgedeckt werden können (AB 198).

3.1.9 Im Bericht des Spitals J.________ vom 27. Februar 2014 (AB 204) 
wurden eine chronische Schmerzstörung der distalen unteren Extremität 
rechts und eine schwere depressive Episode (sekundär bei Diagnose 1) 
diagnostiziert. Die Ärzte führten aus, bei Eintritt sei der Patient schwer de-
pressiv erschienen und er habe selbstständig den Zusammenhang zu der 
ausgeprägten Schmerzsymptomatik hergestellt. Er habe berichtet, nur noch 
den permanenten Schmerz zu spüren und sich nicht mehr auf etwas ande-
res konzentrieren zu können. Nebst bestehenden psychosozialen Belas-
tungen (Tod des Sohnes vor zehn Jahren und Tod des Vaters im frühkind-
lichen Alter) habe ihn der Unfall aus dem Arbeitsleben gerissen und zum 
Invaliden gemacht. Zum Abschluss der Therapien hätten alle beteiligten 
Therapeuten bestätigen können, dass der Patient hinsichtlich der zuvor 
bestehenden Depressivität und negativen Lebensbilanz deutliche Forts-
chritte gemacht habe.

3.1.10 Am 18. März 2014 erfolgte die ärztliche Abschlussuntersuchung 
durch Kreisarzt Dr. med. E.________. Im diesbezüglichen Bericht gleichen 
Datums (AB 216) hielt er fest, trotz multimodalem Therapiekonzept 
während des Aufenthaltes im Spital J.________ habe keine wirkliche Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 13

besserung erreicht werden können. Der Versicherte gebe ebenfalls an, 
dass er höchstens während den Therapien eine kurzzeitige Verbesserung 
erzielt habe, der Zustand an seinem rechten Fuss sei insgesamt jedoch in 
den letzten zwei Jahren unverändert. Damit sei mittlerweile klar und ein-
deutig erstellt, dass ein Endzustand erreicht sei, in den letzten zwei Jahren 
keine Veränderung mehr habe erzielt werden können und von weiteren 
ärztlichen Massnahmen keine Verbesserung mehr erwartet werden könne. 
Die Arbeit als … sei – wie bereits früher ausgeführt – nicht mehr zumutbar. 
Da in den letzten zwei Jahren keine relevante Veränderung eingetreten sei 
bleibe auch das am 24. September 2012 definierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
E. 3.1.4 hiervor) unverändert. 

Die Höhe der Integritätseinbusse setzte Dr. med. E.________ auf 10 % 
fest. Hierzu führte er in der Beurteilung vom 18. März 2014 (AB 215) aus, 
ein exakter Wert für die vorliegende Funktionsstörung existiere nicht. Ra-
diologisch zeige sich keine relevante Arthrose im OSG. Die anzunehmende 
leichte Arthrose im OSG zusammen mit dem begleitenden neuropathischen 
Schmerz und der daraus entstehenden verminderten Belastbarkeit des 
rechten Fusses gewichte er analog einer mässigen Arthrose des oberen 
Sprunggelenks entsprechend der Tabelle 5 ("Integritätsschaden bei Arthro-
sen"; abrufbar unter www.suva.ch).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 14

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.3 Der Bericht von Dr. med. E.________ über die kreisärztliche Ab-
schlussuntersuchung vom 18. März 2014 (AB 216) erfüllt die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm voller 
Beweiswert zukommt. Die Feststellungen des SUVA-Kreisarztes beruhen 
auf eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie der bildge-
benden Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 
werden einlässlich begründet. Das von Dr. med. E.________ formulierte 
bzw. mit Bezug auf den Bericht von Dr. med. F.________ vom 24. Sep-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 15

tember 2011 (AB 109) bestätigte Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1.4 hiervor) 
trägt den körperlichen Einschränkungen und den daraus resultierenden 
belastungsabhängigen neuropathischen Schmerzen umfassend Rechnung.

3.4 Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt führt zu keinem 
anderen Ergebnis:

3.4.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. D.________ stimmt dem Kreisarzt 
im Schreiben vom 8. Mai 2014 (AB 247) hinsichtlich des Zumutbarkeitspro-
fil grundsätzlich zu, erachtet den Beschwerdeführer jedoch aufgrund der 
ständig vorhandenen Schmerzen und der Arthrose, welche zum ständigen 
Benutzen des Gehstocks sowie zur regelmässigen Einnahme von 
Schmerzmitteln und antiepileptischen Medikamenten führe, als höchstens 
zu 50 % arbeitsfähig. Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass sich Dr. med. 
D.________ mit der kreisärztlichen Einschätzung nicht vertieft auseinander 
setzt, sondern dieser lediglich seine eigene Einschätzung gegenüberstellt. 
Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Erfahrungstat-
sache verwiesen (AB 255 S. 6), wonach Hausärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353). Dies kommt 
vorliegend insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass Dr. med. 
D.________ das fragliche Schreiben "auf Wunsch von Herrn A.________" 
erstellt hat (AB 247). Im Weiteren ergibt sich aus den medizinischen Akten 
hinsichtlich des vom Beschwerdeführer geklagten und vom behandelnden 
Arzt in seinem Bericht berücksichtigten Schmerzausmasses, dass die un-
fallbedingt verbleibenden neuropathischen Schmerzen, für deren Behand-
lungskosten die Beschwerdegegnerin auch weiterhin aufkommt (vgl. AB 
216 S. 10), von einer Schmerzverarbeitungsstörung, wegen welcher der 
Beschwerdeführer auch in psychiatrischer Behandlung steht, überlagert 
wird. Dies wird insbesondere durch den Bericht des Spitals J.________ 
bestätigt (AB 204). Zudem bestehen für die von Dr. med. D.________ er-
wähnte Arthrose gemäss Bericht der Klinik L.________ vom 14. März 2014 
(AB 213) bloss "allenfalls sehr diskrete Zeichen".

3.4.2 Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. 
Mai 2011 und den vom Beschwerdeführer geklagten psychischen Be-
schwerden bzw. den mit objektiven Befunden nicht mehr erklärbaren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 16

Schmerzen ist mit der Beschwerdegegnerin zu verneinen. Dabei kann of-
fenbleiben, ob der erlittene Unfall als leicht oder als mittelschwer im Grenz-
bereich zu den leichten Unfällen zu klassieren ist. Entgegen der in der Be-
schwerdeantwort vertretenen Auffassung (S. 6 ad 3.5) kann zwar in Anbe-
tracht der verschiedenen chirurgischen Eingriffe nicht von einem gänzlich 
komplikationslosen Heilverlauf ausgegangen werden, was aber nichts dar-
an ändert, dass die massgebenden Kriterien insgesamt nicht derart ausge-
prägt erfüllt sind, als dies zur Bejahung der Adäquanz führen würde (vgl. E. 
2.4.2 hiervor).

3.4.3 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer erwähnten angiologischen 
Diagnose (peripher-arterielle Verschlusskrankheit im Stadium I; AB 129) 
bleibt dieser eine Begründung dafür schuldig, inwiefern die entsprechende 
Krankheit auf den erlittenen Unfall zurückzuführen wäre. Hinzu kommt, 
dass die geklagten Beschwerden gemäss der medizinischen Aktenlage 
dadurch nicht zu erklären sind (AB 133). 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6 
Ziff. 3.4) erweist sich der medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt, 
sind die Ausführungen von Dr. med. E.________ doch für die streitigen 
Belange umfassend. Sodann bestehen keinerlei Anhaltspunkte, welche 
bezüglich der Unabhängigkeit des Kreisarztes bzw. des Beweiswerts seiner 
Beurteilung auch nur die geringsten Zweifel zu wecken vermöchten, zumal 
allein eine von der Einschätzung des Kreisarztes abweichende Beurteilung 
des Hausarztes nicht ausreicht, die Berichte von Dr. med. E.________ in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen (vgl. 
SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Die Anordnung eines interdisziplinären 
Gutachtens ist folglich nicht erforderlich (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 
E. 3.2.3 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 17

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus-
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der 
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt (SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Der 
Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG, sobald von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Die Beschwerdegegnerin 
hat den Fall per Ende Juni 2014 abgeschlossen (vgl. E. 3.1 hiervor), wes-
halb der Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist.

4.3 Gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Be-
schwerdeführers vom 20. März 2014, wonach dieser im Jahr 2014 einen 
Stundenlohn von Fr. 29.20 zuzüglich einer Gratifikation von 8.33 % bei ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 18

nem Total von 2112 Jahresstunden verdienen würde (AB 222), hat die Be-
schwerdegegnerin das Valideneinkommen auf Fr. 66'807.-- festgelegt 
(AB 231 S. 2). Der Beschwerdeführer bringt hiergegen vor, die Festlegung 
des Valideneinkommens anhand der Angaben der Arbeitgeberin sei an sich 
korrekt, allerdings widerspreche der angegebene Lohn dem Landesmantel-
vertrag für das Schweizerische Bauhauptgewerbe (LMV), der vom Bundes-
rat per 1. Februar 2013 als allgemeinverbindlich erklärt worden sei. Unter 
Berücksichtigung der Minimalbedingungen des LMV (Stundenlohn: 
Fr. 33.10; 13. Monatslohn: 8.33 %; Ferienentschädigung: 13 %) sowie einer 
Zulage für auswärtiges Mittagessen von Fr. 1.40 pro Stunde gemäss Ar-
beitsvertrag sei das Valideneinkommen bei einer massgeblichen Jahresar-
beitszeit von 2112 Stunden auf Fr. 87'753.60 festzusetzen (Beschwerde 
S. 4 f. Ziff. 3.2). 

Dem kann nicht gefolgt werden: Soweit der Beschwerdeführer zunächst 
unter Verweis auf den LMV einen höheren Stundenlohn geltend macht, ist 
darauf hinzuweisen, dass er seit dem 1. Juli 2009 bei der K.________ ge-
arbeitet hatte (AB 1), obwohl die in dieser Zeit erzielten Stundenlöhne (Fr. 
28.30 im Jahr 2010 [AB 81 S. 1 ff.]; Fr. 28.60 im Jahr 2011 [AB 81 S. 10 
ff.]) unter dem im damals geltenden LMV vorgesehenen Stundenlohn lagen 
(Fr. 32.45 ab dem Jahr 2009 [LMV 2008-2010]). Es ist damit mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
bei guter Gesundheit weiterhin beim ehemaligen Arbeitgeber zu den von 
diesem angegebenen Lohnkonditionen beschäftigt wäre. Ein Abstellen auf 
den theoretischen Stundenlohn gemäss LMV verbietet sich unter diesen 
Umständen. Im Weiteren handelt es sich bei den von der Beschwerdegeg-
nerin berücksichtigten 2112 Arbeitsstunden um eine Bruttoarbeitszeit vor 
Abzug von Ferien und Feiertagen (vgl. dazu Art. 24 des LMV), sodass bei 
der Berechnung des Valideneinkommens keine zusätzliche Ferien- und 
Feiertagsentschädigung hinzuzurechnen ist. Schliesslich ist auch die vom 
Beschwerdeführer erwähnte Zulage für auswärtiges Essen von Fr. 1.40 pro 
Stunde nicht zu berücksichtigen, handelt es sich hierbei vorliegend doch 
um eine Unkostenentschädigung und nicht um massgebenden Lohn. Ent-
sprechend wurden gemäss den sich in den Akten befindenden Lohnab-
rechnungen hiervon denn auch keine Sozialversicherungsbeiträge abge-
führt (AB 81). War die Essenszulage bis zum Zeitpunkt des Unfalls nicht als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 19

Lohn deklariert, lässt sie sich nicht nachträglich – im Hinblick auf allfällige 
Versicherungsleistungen – dem der Invaliditätsbemessung zugrunde lie-
genden Valideneinkommen zuschlagen. Die Festsetzung des Validenein-
kommens auf Fr. 66'807.-- ist somit nicht zu beanstanden.

4.4 Da der Beschwerdeführer seit dem Unfall am 25. Mai 2011 nicht 
mehr erwerbstätig ist, legte die Beschwerdegegnerin das mutmassliche 
Invalideneinkommen anhand von fünf DAP-Blättern (DAP-Nr. 5, 9010, 
7114, 482 und 9435; AB 229) fest. Dies wird vom Beschwerdeführer ledig-
lich hinsichtlich des hierfür zu Grunde gelegten Zumutbarkeitsprofils gerügt, 
womit er nicht durchdringt (vgl. E. 3.3 f. hiervor). Die von der Beschwerde-
gegnerin herangezogenen DAP-Blätter (AB 229 S. 8 ff.) entsprechen dem 
Zumutbarkeitsprofil; die allgemeinen höchstrichterlichen Anforderungen an 
einen DAP-Lohnvergleich wurden eingehalten (vgl. dazu BGE 129 V 472 
E. 4.2.2 S. 480). Mit der Beschwerdegegnerin ist damit von einem zumut-
baren Invalideneinkommen von Fr. 56'791.-- für das Jahr 2014 auszugehen 
(AB 231 S. 2).

4.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'807.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 56'791.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 10'016.-- bzw. ein IV-Grad von gerundet 15 % (zur Rundung: BGE 130 
V 121 E. 3.2 S. 123). Damit bleibt es bei der von der Beschwerdegegnerin 
gewährten Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % ab dem 
1. Juli 2014 (AB 232).

4.6

4.6.1 Vom Beschwerdeführer nicht gerügt, vom Gericht jedoch frei zu 
prüfen (vgl. E. 1.4 hiervor), ist die Festsetzung des der Rentenberechnung 
zu Grunde gelegten versicherten Verdienstes. 

Taggeld und Renten werden nach dem versicherten Verdienst bemessen 
(Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt grundsätzlich der nach 
der Bundesgesetzgebung über die AHV (Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung) massgebende Lohn (vgl. Art. 22 Abs. 2 der Verordnung über die 
Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). Als 
massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf 
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 20

Lohn umfasst auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, 
Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen 
und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen 
Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 des Bundesge-
setzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 
1946 [AHVG; SR 831.10]).

Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jah-
res vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, 
einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein 
Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze 
Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umge-
rechnet. Bei einer zum voraus befristeten Beschäftigung bleibt die Umrech-
nung auf die vorgesehene Dauer beschränkt (Art. 22 Abs. 4 UVV).

4.6.2 Da sich der Unfall am 25. Mai 2011 ereignete (vgl. AB 1), ist vorlie-
gend für die Bemessung des versicherten Verdienstes die Periode vom 25. 
Mai 2010 bis 24. Mai 2011 entscheidend. Die Beschwerdegegnerin hat den 
versicherten Verdienst auf Fr. 60'520.-- festgesetzt. Dazu hat sie die in den 
Lohnabrechnungen von Juni 2010 bis Mai 2011 (AB 81) ausgewiesenen 
Bruttolöhne addiert und einen Zuschlag von 8.33 % für das 13. Monatsge-
halt hinzugerechnet (AB 230).

Diese Berechnung ist insoweit zu beanstanden, als die Beschwerdegegne-
rin es unterlassen hat, einen Zuschlag von 13 % als Entschädigung für Fe-
rien- und Freitage (vgl. dazu AB 81) miteinzubeziehen. Einerseits bildet 
diese Entschädigung Bestandteil des massgebenden Lohnes gemäss der 
AHV-Gesetzgebung und ist damit bei der Bemessung der Berechnungsba-
sis zur Bestimmung der UVG-Rente zu berücksichtigen (vgl. E. 4.6.1 hier-
vor). Andererseits geht aus dem IK-Auszug (AB 228) betreffend dem Jahr 
2010 unter Vergleich mit der Lohnabrechnung von Dezember 2010 (AB 81 
S. 9) hervor, dass hierfür dementsprechend auch Sozialversicherungsbei-
träge verabgabt wurden (Fr. 65'371.--, was dem Bruttolohn von 
Fr. 53'402.10 {Fr. 28.30 x 1887h} zuzüglich 13. Monatslohn [8.33 %] und 
Ferienentschädigung [13 %] entspricht [Fr. 53'402.10 x 1.0833 x 1.13]). Da 
sich die Lohnblätter der Jahre 2010 und 2011 (AB 81) hinsichtlich der auf-
geführten Positionen nicht unterscheiden, ist davon auszugehen, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 21

Ferienentschädigung nicht nur im Jahr 2010 – wie aus dem IK ersichtlich –, 
sondern auch im Jahr 2011 für die Monate vor Eintritt des Unfalls ausge-
richtet wurde. 

4.6.3 Die Berechnung ist nach dem Gesagten dahingehend zu korrigie-
ren, dass eine Ferienentschädigung in der Höhe von 13 % miteinzubezie-
hen ist, womit sich ein versicherter Verdienst von Fr. 68'387.-- 
(Fr. 55'866.25 [AB 230] x 1.0833 x 1.13) ergibt. Der Beschwerdeführer hat 
damit Anspruch auf eine Monatsrente von Fr. 683.85 (Fr. 68'387 x 0.8 
[Art. 20 Abs. 1 UVG] x 0.15 [vgl. E. 4.5 hiervor] / 12) ab dem 1. Juli 2014.

5.

5.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine In-
tegritätsentschädigung.

5.1.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

5.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 22

Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157).

5.2 Der Beschwerdeführer erachtet die zugesprochene Integritätsent-
schädigung in der Höhe von 10 % (AB 218) unter Verweis auf Dr. med. 
D.________ als zu tief. Dieser führte im Schreiben vom 24. April 2014 
(AB 245) aus, die Integritätseinbusse sei unter Berücksichtigung der Tabel-
le 5 eher im unteren Bereich eingeschätzt worden. Werde die zu erwarten-
de Verschlechterung miteinbezogen, könne eine höhere Integritätsent-
schädigung durchaus erwartet werden. Hierzu ist festzuhalten, dass 
gemäss dem Bericht der Klinik L.________ vom 14. März 2014 (AB 213) 
bloss "allenfalls sehr diskrete Zeichen einer Arthrose im OSG" bestehen. 
Insoweit erweist sich die analoge Heranziehung der Entschädigungspraxis 
für mässige Arthrosen des OSG durch den Kreisarzt (AB 215) sogar als 
wohlwollend. Die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritäts-
entschädigung von Fr. 12'600.-- (bei einem höchstversicherten Jahresver-
dienst von Fr. 126'000.-- gemäss Art. 22 Abs. 1 UVV bzw. bei einer Inte-
gritätseinbusse von 10 % ist daher nicht zu beanstanden. 

6.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
23. Juni 2014 (AB 255) in teilweiser Gutheissung insoweit abzuändern, als 
dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2014 eine monatliche Invalidenrente 
in der Höhe von Fr. 683.85 zugesprochen wird. Soweit weitergehend ist die 
Beschwerde abzuweisen.

7.

7.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung hat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 23

sie bei teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Par-
teientschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 
E. 4.1).

Unter Berücksichtigung des teilweisen Obsiegens hat die Beschwerdegeg-
nerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zu bezahlen. In 
Anbetracht dessen, dass das Obsiegen einen Nebenpunkt betrifft und der 
Beschwerdeführer sich diesbezüglich in der Beschwerde nicht geäussert 
hat, wird die Parteientschädigung gerichtlich auf pauschal Fr. 1'000.-- (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der SUVA vom 23. Juni 2014 insoweit abgeändert, 
als dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2014 eine monatliche Invali-
denrente in der Höhe von Fr. 683.85 zugesprochen wird. Soweit wei-
tergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Beitrag an 
die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'000.-- (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer), zu bezahlen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt Dr. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/14/779, Seite 24

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.