# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0ea1225-96ca-5824-a732-f1333170854a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2019 III 2019 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-117_2019-08-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 117

Entscheid vom 29. August 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 28. Mai 2019 hat das kantonale Verkehrsamt 
A.________ (geb. 1983) den Führerausweis für einen Monat entzogen mit der 
folgenden Begründung:

Am 28.03.2019 lenkten Sie auf der Autobahn A1 in Spreitenbach einen Personen-
wagen mit einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h. Dabei konnte die Polizei 
während ca. 10 Sekunden beobachten, wie Sie Ihren Blick bei anhaltender unsi-
cherer Fahrweise mehrmals in Richtung Mittelkonsole wandten. Als Sie das zivile 
Polizeifahrzeug überholten, konnte die Polizei wiederum während ca. 2-3 Sekun-
den beobachten, wie Sie Ihr Mobiltelefon in der rechten Hand hielten und dieses 
mit dem Daumen bedienten. Ihre Aufmerksamkeit war daher teilweise vom Verkehr 
abgewandt.
Es handelt sich dabei um eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassen-
verkehrsvorschriften im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG.
Nach einer mittelschweren Widerhandlung muss der Führerausweis für mindes-
tens einen Monat entzogen werden (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG).

B. Gegen diese am 5. Juni 2019 ausgehändigte Verfügung reichte 
A.________ rechtzeitig am 19. Juni 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
ein. Sinngemäss beantragt er eine ersatzlose Aufhebung des Führerausweisent-
zuges.

C. Mit Vernehmlassung vom 10. Juli 2019 beantragte das kantonale Ver-
kehrsamt, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzu-
treten sei, unter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Innert erstreckter 
Frist liess sich A.________ nicht mehr vernehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und 
schweren Widerhandlung (Art. 16a-c des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 
741.01] vom 19.12.1958). Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhand-
lung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die 
Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft 
(Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten Widerhandlung wird der Führerausweis für min-
destens einen Monat entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der 
Ausweis entzogen war oder eine andere Administrativmassnahme verfügt wurde 
(Abs. 2). Die fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei 
Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmass-
nahme verfügt wurde (Abs. 3). Gemäss Art. 16b SVG begeht eine mittelschwere 
Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die 

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Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer mittel-
schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens einen Monat 
entzogen (Abs. 2 lit. a). Der Führerausweis wird für mindestens vier Monate ent-
zogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen 
einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war (Abs. 2 lit. b). 
Leichte und mittelschwere Widerhandlungen werden von Art. 90 Ziff. 1 SVG 
als einfache Verkehrsregelverletzungen erfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_250/2017 vom 7.9.2018 Erw. 2.1 mit Verweis auf BGE 135 II 138 Erw 2.4). 

1.2 Die mittelschwere Widerhandlung stellt nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG 
einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Ele-
mente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle 
qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 
lit. a SVG gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 
Erw. 2.2). Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qua-
lifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. Ist die 
Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung 
hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor 
(vgl. BGE 136 II 447 Erw. 3.2; siehe auch Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung 
des SVG, BBl 1999 S. 4489; Urteil des Bundesgerichts 1C_634/2017 vom 
10.4.2018 Erw. 5.1). Gleiches gilt bei einer geringen Gefahr und einem mittel-
schweren Verschulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und leichtem Ver-
schulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und einem mittelschweren Ver-
schulden (vgl. Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Basler Kommentar, SVG, 
2014, N 13 zu Art. 16b SVG). Eine Gefahr für die Sicherheit anderer im Sinne 
von Art. 16a-c SVG ist bei einer konkreten oder auch bei einer erhöhten abstrak-
ten Gefährdung zu bejahen. Eine erhöhte abstrakte Gefahr besteht, wenn die 
Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegt. Ob eine sol-
che Gefährdung vorliegt, ist anhand der jeweiligen Verhältnisse im Einzelfall zu 
beurteilen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_650/2017 vom 28.3.2018 Erw. 2.1). 

1.3 Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG hat der Führer das Fahrzeug ständig so zu 
beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Der 
Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr 
zuwenden (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 der Verkehrsregelnverordnung [VRV; SR 741.11] 
vom 13.11.1962) und jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils erforderliche 
Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust 
zweckmässig zu reagieren (Urteil des Bundesgerichts 1C_656/2015 vom 
8.04.2016 Erw. 2.3). Das Mass der Aufmerksamkeit richtet sich nach den 
gesamten konkreten Umständen, namentlich der Verkehrsdichte, den örtlichen 

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Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den voraussehbaren Gefahrenquellen 
(BGE 137 IV 290 Erw. 3.6 S. 295 mit Hinweis). Demnach darf ein Fahrer, wenn 
es die Verkehrssituation erlaubt, zum Ablesen der Geschwindigkeit oder der 
Treibstoffreserve kurz auf das Armaturenbrett blicken, ohne dass ihm eine 
ungenügende Aufmerksamkeit zur Last gelegt werden könnte. Gleiches gilt auch 
bei einem kurzen Blick auf die Uhr oder ein im Fahrzeug eingebautes 
Navigationssystem, bei dem die Führung des Lenkers auch durch 
Sprachausgabe erfolgt. Dagegen widmet ein Fahrer dem Verkehr nicht die 
erforderliche Aufmerksamkeit, wenn er während der Fahrt seinen Blick zum 
Schreiben einer Nachricht (SMS) länger auf sein Mobiltelefon richtet (Urteil des 
Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 22.09.2016 Erw. 2.1 mit Hinweisen).

1.4 Der Fahrzeugführer darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, 
welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert (Art. 3 Abs. 1 Satz 2 VRV). Er 
muss das Lenkrad mindestens mit einer Hand halten (vgl. Art. 3 Abs. 3 VRV) und 
hat so die andere, wenn sie nicht zum Lenken gebraucht wird, für Handgriffe wie 
die Betätigung der Warnsignale, der Richtungsanzeiger, gegebenenfalls des 
Schalthebels, der Scheibenwischer, des Lichtschalters und dergleichen zur 
Verfügung. Ob eine Verrichtung das Lenken oder einen dieser Handgriffe 
erschwert bzw. verunmöglicht, hängt grundsätzlich von der Art der Verrichtung, 
dem Fahrzeug und der Verkehrssituation ab. Dauert eine solche Verrichtung nur 
sehr kurz und muss dabei weder der Blick vom Verkehr abgewendet noch die 
Körperhaltung geändert werden, so kann eine Erschwerung der 
Fahrzeugbedienung in der Regel verneint werden. Ist die Verrichtung jedoch von 
längerer Dauer oder erschwert sie in anderer Weise die nötigenfalls sofortige 
Verfügbarkeit der sich nicht am Lenkrad befindlichen Hand, so ist die 
Fahrzeugbedienung in unzulässiger Weise behindert (vgl. BGE 120 IV 63 Erw. 
2d S. 66; Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 22.09.2016 Erw. 2.1.1 mit 
Hinweisen). 

1.5 Ein Strafurteil vermag die Verwaltungsbehörde grundsätzlich nicht zu bin-
den. Allerdings gebietet der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wider-
sprüchliche Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden, weshalb die 
Verwaltungsbehörde beim Entscheid über die Massnahme von den tatsächlichen 
Feststellungen des Strafrichters nur abweichen darf, wenn sie Tatsachen fest-
stellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, 
wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn der Strafrichter bei der Rechts-
anwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich 
die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat. In der rechtlichen 
Würdigung des Sachverhalts - namentlich auch des Verschuldens - ist die Ver-

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waltungsbehörde demgegenüber frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt 
stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, 
etwa weil er den Beschuldigten persönlich einvernommen hat (vgl. zit. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 Erw. 2.3 mit Hinweisen).

2.1 Aus dem Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 30. März 2019 zum Vorfall 
in Spreitenbach vom Donnerstag, 28. März 2019 (11.02 Uhr), sind folgende An-
gaben zum Sachverhalt zu entnehmen (vgl. vorinstanzl. Akten):

Anlässlich der Patrouillentätigkeit in einem neutralen Dienstfahrzeug (…) befuhren 
Kpl … und Schreibender (Fahrer) die Autobahn A1 in Fahrtrichtung Bern auf dem 
Normalstreifen. Dabei konnten wir beobachten, wie oben genannter Personenwa-
gen die Autobahneinfahrt Dietikon in Fahrtrichtung Bern in schwankender Fahrwei-
se befuhr. In der Folge verlangsamten wir die Fahrt und der Personenwagen folgte 
uns. Dabei konnten wir während ca. 10 Sekunden beobachten, wie der Fahrzeug-
lenker bei anhaltender unsicherer Fahrweise seinen Blick mehrmals in Richtung 
Mittelkonsole von der Fahrbahn wegwandte. Als uns das Fahrzeug in der Folge auf 
dem 1. Fahrstreifen überholte, konnten wir für 2-3 Sekunden beobachten, wie der 
Lenker sein Mobiltelefon in der rechten Hand oberhalb der Mittelkonsole hielt und 
dieses mit dem Daumen bediente. Das Fahrzeug konnte beim Rastplatz Würenlos 
angehalten und der Lenker durch mich zur Sache befragt werden.

2.2. Bei der Befragung zur Sache führte der Beschwerdeführer u.a. aus:

Ich fuhr mit etwa 90 km/h. Ich war am Telefon mit meinem Headset und hielt das 
Mobiltelefon in meiner rechten Hand. Dieses hätte ich jedoch auch in der Mittel-
konsole versorgen können. Ich habe dies nicht bedient und die Fahrunsicherheiten 
kann ich mir auch nicht erklären. Ich sehe auch keinen Fehler ein und nehme die 
Rapporterstattung zur Kenntnis.

2.3 Mit Strafbefehl vom 27. Mai 2019 hat die Staatsanwaltschaft Baden den 
Beschwerdeführer wegen Verletzung von Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 
VRV sowie gestützt auf Art. 90 Abs. 1 SVG bzw. wegen "Vornahme einer Ver-
richtung, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert" mit einer Busse von 
Fr. 300.-- bestraft. Dieser Strafbefehl ist unangefochten in Rechtskraft erwach-
sen. Damit hat der Beschwerdeführer diese Verletzung der Strassenverkehrs-
gesetzgebung konkludent anerkannt und der sinngemässe Einwand in der Be-
schwerde, dass gar keine SVG-Widerhandlung vorliege, ist hier nicht zu hören. 
Daraus, dass der Beschwerdeführer ungeachtet der Rechtsmittelbelehrung des 
Strafbefehls vom 27. Mai 2019 es unterlassen hat, dagegen rechtzeitig Einspra-
che zu erheben, kann er hier nichts zu seinen Gunsten ableiten.

3.1 In der Folge ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den betreffenden Vorfall in der 
angefochtenen Verfügung zu Recht als mittelschwere Widerhandlung mit einem 
Führerausweisentzug von einem Monat geahndet hat. Die Vorinstanz stellte auf 

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die Begründung des Strafbefehls ab, wonach der Beschwerdeführer während der 
Fahrt ein Mobiltelefon in der rechten Hand hielt, daran Manipulationen vornahm 
und dabei den Blick mehrfach nach unten senkte, wodurch die notwendige Auf-
merksamkeit im Strassenverkehr nicht mehr gegeben war und zudem eine un-
sichere Fahrweise beobachtet werden konnte.

3.2 Der Rechtsprechung des Bundesgerichts im Kontext mit der Ablenkung 
durch ein Navigationsgerät oder durch ein Mobiltelefon sind unter anderem fol-
gende Ausführungen zu entnehmen:

3.2.1  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_762/2013 vom 27. Februar 2014 war der 
Fahrzeuglenker deshalb angezeigt worden, weil er - als er das Mobiltelefon in der 
rechten Hand hielt und das GPS seines Mobiltelefons bediente - auf der Auto-
bahn wegen Zickzackfahrt auffiel und dabei vorübergehend auf den Pannenstrei-
fen gelangte ("un véhicule qui zigzaguait sur sa voie de circulation et empiétait 
par moment sur la bande d'arrêt d'urgence"). Für diese ungenügende Aufmerk-
samkeit wurde der Fahrzeuglenker mit einer Busse von Fr. 350.-- bestraft und 
administrativrechtlich wegen Annahme einer mittelschweren Widerhandlung mit 
einem Führerausweisentzug von einem Monat belegt, was vom Bundesgericht im 
Ergebnis bestätigt wurde.

3.2.2  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2016 vom 22. September 2016 ging 
es um einen Fahrzeuglenker, welcher während der Fahrt in seinem Personen-
wagen ein Navigationsgerät oder ein Mobiltelefon dazu verwendet hatte, um her-
auszufinden, wo seine Cousine wohnte. Er hatte die Zielwahl bereits vorgängig 
eingegeben, konnte aber die Anzeige aufgrund der Sonneneinstrahlung nicht le-
sen, weshalb er das Gerät vom Beifahrersitz hochhob und beim Lenkrad hielt. 
Dabei wurde er von Polizisten beobachtet, welche im Anzeigerapport ausführten, 
der Lenker habe sein Mobiltelefon auf Höhe des Lenkrades vor sich in der rech-
ten Hand gehalten, während der Blick auf das Mobiltelefon gerichtet gewesen 
sei. Gestützt auf diesen Rapport auferlegte die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Bern dem Lenker mit Strafbefehl eine Busse von Fr. 150.-- wegen einfacher Ver-
letzung der Verkehrsregeln, derweil die zuständige Administrativbehörde wegen 
Vornahme einer Verrichtung, welche die sichere Bedienung des Fahrzeugs er-
schwerte, eine Verwarnung verfügte. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde 
sowohl vom Kantonsgericht Freiburg, als auch vom Bundesgericht abgewiesen. 
Das Bundesgericht hielt dem betreffenden Fahrzeuglenker u.a. vor (vgl. zit. Ur-
teil, Erw. 3.4):

(…) Vorliegend hat der Beschwerdeführer während seiner Fahrt innerorts Informa-
tionen auf einem in der Hand gehaltenen Navigationsgerät abgelesen, was seine 

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visuelle, geistige und motorische Aufmerksamkeit während mehr als nur wenigen 
Sekunden beanspruchte. Damit hat er seine Aufmerksamkeit in einem Mass von 
der Strasse abgewendet, das auch bei einem geübten Fahrer und bei übersicht-
lichen Strassenverhältnissen zumindest eine leichte abstrakte Verkehrsgefährdung 
schuf. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz bereits gestützt auf die objek-
tiv geschaffene Gefährdungslage einen besonders leichten Fall verneinen, wes-
halb ihre Beurteilung des Verschuldens bezüglich der ausgesprochenen Verwar-
nung nicht entscheidrelevant ist. (…)

Im Ergebnis erachtete das Bundesgericht im genannten Fall eine Verwarnung als 
angebracht.

3.2.3  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_422/2016 vom 9. Januar 2017 hatte das 
Bundesgericht einen Fall zu beurteilen, in welchem der Betroffene einen Perso-
nenwagen mit angekoppeltem Transportanhänger auf dem Normalstreifen der 
Autobahn A1 in Richtung Bern lenkte und während rund 200 m mehrmals von 
der Ideallinie abkam bzw. dreimal gegen die Leit- und Randlinie fuhr. Dabei 
konnte die Polizei von der Überholspur aus erkennen, wie der Betroffene ein 
weisses A4-Blatt auf der Höhe der Mittelkonsole vor sich hielt und seinen Blick 
während ca. sieben Sekunden ununterbrochen darauf richtete (und in dieser Zeit 
rund 150 m zurücklegte). Das kantonale Strassenverkehrsamt wertete diese 
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften als leicht im Sinne von 
Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und sprach eine Verwarnung aus, welche vom Bun-
desgericht geschützt wurde.

3.2.4  Im Urteil des Bundesgerichts 1C_566/2018 vom 14. Mai 2019 ging es um 
einen Fahrzeuglenker, welcher während der Autofahrt auf ein Blatt Papier ge-
schrieben hatte, wobei der Blick zeitweise von der Strasse abgewandt war. Dazu 
führte das Bundesgericht (in Erw. 2.5.2) u.a. aus, indem der Beschwerdeführer 
während der Fahrt ein auf dem Lenkrad gehaltenes Blatt Papier mit einem in der 
rechten Hand gehaltenen Kugelschreiber beschrieben und dabei seinen Blick 
zeitweise von der Strasse abgewendet habe, seien die visuelle, geistige und mo-
torische Aufmerksamkeit in ähnlicher Weise beansprucht worden, wie dies beim 
Schreiben einer SMS der Fall sei. Durch dieses Verhalten sei die Verfügbarkeit 
der rechten Hand und damit die Bedienung des Fahrzeugs in einem Masse er-
schwert worden, bei welchem davon auszugehen sei, dass die verkehrsrelevan-
ten Manipulationen nicht mehr rechtzeitig und in der erforderlichen Weise vorge-
nommen werden konnten. Zusammenfassend pflichtete das Bundesgericht unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände der vorinstanzlichen Folgerung bei, 
dass der Fahrzeuglenker mit seinem Verhalten eine erhöhte abstrakte Gefähr-
dung geschaffen habe, welche nicht mehr als lediglich leicht erhöht eingestuft 

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werden könne, sondern als mittelgross gewertet werden müsse (was zu einem 
Führerausweisentzug von einem Monat führte).

3.2.5  Der Sachverhalt im Urteil des Bundesgerichts 1C_212/2019 vom 21. Mai 
2019 betraf einen Fahrzeuglenker, welcher auf der Autobahn A1 - abgelenkt 
durch seine Beschäftigung mit dem Natel - unbeabsichtigt von seiner Fahrspur 
abgekommen und auf den Pannenstreifen gelangt war. Dabei ging die zuständi-
ge Amtsstelle des Kantons Freiburg davon aus, dass der Lenker die Verkehrs-
sicherheit zumindest in abstrakter Weise gefährdet habe, was eine mittelschwere 
Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften darstelle und zu einem Füh-
rerausweisentzug von einem Monat führe. Dieser Einschätzung pflichtete das 
Bundesgericht mit folgenden Ausführungen bei:

Wer sich auf der Autobahn durch die (auch nur kurze) Beschäftigung mit dem 
Handy so ablenken lässt, dass er die Spur nicht halten kann und unbeabsichtigt 
auf den Pannenstreifen gerät, schafft klarerweise eine zumindest abstrakte Gefahr 
für die Verkehrssicherheit.

3.3 Im Lichte dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung ist von einem 
Grenzfall auszugehen, welcher knapp noch als leichte Widerhandlung im Sinne 
von Art. 16a SVG qualifiziert werden kann. Zu Gunsten des Beschwerdeführers 
fällt zum einen ins Gewicht, dass er - anders als im Urteil des Bundesgerichts 
1C_212/2019 (vgl. Erwägung 3.2.5) - ungeachtet der unsicheren Fahrweise nach 
der Aktenlage die Spur halten konnte und nicht auf eine andere Spur (bzw. nicht 
auf den Pannenstreifen) geriet. Damit liegt auch keine Zickzackfahrt mit Ein-
dringen in den Pannenstreifen vor, wie dies im Urteil des Bundesgerichts 
1C_762/2013 vom 27. Februar 2014 der Fall war (vgl. Erw. 3.2.1). 

Zum andern rapportierten die Polizisten, dass der Beschwerdeführer während 
der Beobachtungszeit von ca. 10 Sekunden "mehrmals in Richtung 
Mittelkonsole" blickte, mit anderen Worten der Beschwerdeführer in dieser 
Beobachtungsphase den Blick nicht anhaltend von der Fahrbahn abwendete. 
Damit unterscheidet sich der vorliegende Fall von demjenigen im Urteil des Bun-
desgerichts 1C_422/2016, in welchem der betroffene Fahrzeuglenker auf der 
Autobahn "seinen Blick während ca. sieben Sekunden ununterbrochen" von der 
Fahrbahn abwendete (vgl. oben, Erw. 3.2.3). Nachdem das Bundesgericht im 
genannten Urteil es zuliess, dass ein rund 7 Sekunden dauernder Blick auf den 
die Aufmerksamkeit beanspruchenden Gegenstand im Wageninnern noch als 
leichter Fall mit Verwarnungsfolge (im Sinne von Art. 16a Abs. 3 SVG) gelten 
kann, muss dies grundsätzlich auch dann möglich sein, wenn der 
Fahrzeuglenker in einer Beobachtungszeit von rund 10 Sekunden mehrmals 

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abwechselnd den Blick auf die Fahrbahn und auf das Wageninnere 
(Mobiltelefon) gerichtet hat.

Sodann spricht auch der Vergleich mit dem Urteil des Bundesgerichts 
1C_183/2016 (Erw. 3.2.2) dafür, den vorliegenden Fall sowohl hinsichtlich der 
Gefährdung, als hinsichtlich des Verschuldens einer leichten Widerhandlung 
zuzuordnen.

An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen in der vorinstanzlichen 
Vernehmlassung nichts zu ändern, zumal darin keine Auseinandersetzung mit 
der dargelegten höchstrichterlichen Rechtsprechung enthalten ist. Mit dem 
vorliegenden Ergebnis (Umwandlung in eine Verwarnung) wird ferner auch die 
berufliche Situation des Beschwerdeführers entschärft (ohne dass dies für das 
vorliegende Entscheidergebnis ausschlaggebend wäre).

4. Aus all diesen Gründen sprechen die gewichtigeren Argumente dafür, 
anstelle des einmonatigen Führerausweisentzugs eine Verwarnung anzuordnen. 
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
28. Mai 2019 insofern abgeändert, als der einmonatige Führerausweisentzug in 
eine Verwarnung umgewandelt wird. Soweit der Beschwerdeführer die ersatzlose 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt, wird die Beschwerde als 
unbegründet abgewiesen. Diesem Ergebnis entsprechend werden die 
Verfahrenskosten den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit teilweise im Sinne der Erwägungen gutge-
heissen, als der in der Verfügung vom 28. Mai 2019 angeordnete Füh-
rerausweisentzug in eine Verwarnung im Sinne von Art. 16a Abs. 3 SVG 
umgewandelt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und den Parteien je zur Hälfte (je Fr. 450.--) 
auferlegt. Der Beschwerdeführer hat einen Kostenvorschuss von Fr. 900.-- 
bezahlt, so dass ihm aus der Gerichtskasse noch Fr. 450.-- zurückzuerstat-
ten sind. Auf das Inkasso des die Vorinstanz betreffenden Verfahrenskos-
tenanteils wird verzichtet.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Strassen (Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern/ A).

Schwyz, 29. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 17. September 2019