# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70767fd5-3fe9-5623-a578-587785e95e7a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2011 E-1097/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1097-2008_2011-09-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­1097/2008

U r t e i l   v om   2 2 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______, geboren am (…),
und dessen Ehefrau
B._______, geboren am (…),
mit deren Kindern
C._______, geboren am (…),
D._______, geboren am (…),
E._______, geboren am (…),
Kolumbien, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 23. Januar 2008 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Die Beschwerdeführenden suchten mit Eingabe vom 19. Oktober 2007 an 
die  Schweizerische  Botschaft  in  Bogotá  (im  Folgenden  Botschaft)  um 
Asyl  in der Schweiz nach. Gleichentags wurde der Beschwerdeführer  in 
der Botschaft persönlich zu den Asylgründen angehört. Als Beweismittel 
reichten die Beschwerdeführenden zahlreiche Dokumente zu den Akten.

B. 
Die eingereichten Akten überwies die Botschaft am 7. November 2007 an 
das BFM.

C. 
Mit Schreiben vom 4. Dezember 2007  teilte das BFM der Botschaft mit, 
es  erachte  den Sachverhalt  als  noch  unklar.  Der  Beschwerdeführer  sei 
nochmals  vorzuladen  und  anzuhören.  Das  BFM  übermittelte  der 
Botschaft einen Fragekatalog für die ergänzende Anhörung. 

D. 
Die  Botschaft  übermittelte  dem  BFM  am  20.  Dezember  2007  das 
Protokoll  der  ergänzenden  Anhörung  des  Beschwerdeführers  auf  der 
Botschaft vom 19. Dezember 2007.

E. 
Bezüglich  der  Begründung  der  Asylgesuche  ist  auf  die  Akten,  auf  die 
Zusammenfassung  des  geltend  gemachten  Sachverhalts  in  der 
angefochtenen  Verfügung  und  –  soweit  entscheidwesentlich  –  auf  die 
nachfolgenden Erwägungen zu verweisen.

F. 
Mit  Verfügung  vom  23.  Januar  2008  bewilligte  das  BFM  den 
Beschwerdeführenden  die  Einreise  in  die  Schweiz  nicht  und  lehnte  die 
Asylgesuche ab. Die Verfügung wurde den Beschwerdeführenden am 6. 
Februar 2008 eröffnet.

G. 
Mit  Eingabe  vom  8.  Februar  2008  an  die  Botschaft  zuhanden  des 
Bundesverwaltungsgerichts  beantragen  die  Beschwerdeführenden 
sinngemäss  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die 
Gutheissung  der  Asylanträge.  Der  Beschwerde  wurde  die  Kopie  eines 
Schreibens  des  Innen­  und  Justizministeriums  der  Republik  Kolumbien 

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vom  28.  Dezember  2007  bezüglich  finanzieller  Unterstützung  zur 
Umsiedlung der Beschwerdeführenden und ein Schreiben der städtischen 
Polizei  von Bogotá  vom 26. April  2007  bezüglich Schutzgewährung  der 
Beschwerdeführenden beigelegt. 

H. 
Die Beschwerde ging am 21. Februar 2008 beim Gericht ein. 

Anfangs  September  2011  wurde  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren 
infolge gerichtsinterner Umverteilungen von der Instruktionsrichterin dem 
unterzeichnenden Richter überlastet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

2. 
Die  Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen,  sind  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt,  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  und  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde  ist  somit  einzutreten  (Art. 108  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG 
i.V.m. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).

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3. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

4. 
4.1.  Über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  wird  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e 
AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine 
solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen 
ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

4.2.  Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

5. 
5.1. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn 
die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen (vgl. Art. 3 
und Art.  7  AsylG)  oder  ihr  die  Aufnahme  in  einem Drittstaat  zugemutet 
werden  kann  (vgl.  Art.  52  Abs.  2  AsylG).  Vorbringen  sind  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden.

5.2.  Gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  bewilligt  das  BFM  einem 
Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihm 
nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu 
bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 
AsylG  kann das Eidgenössische  Justiz­  und Polizeidepartement  (EJPD) 
schweizerische  Vertretungen  ermächtigen,  einem  Asylsuchenden  die 
Einreise  zu  bewilligen,  der  glaubhaft  macht,  dass  eine  unmittelbare 
Gefahr  für  Leib  und Leben oder  für  die Freiheit  aus  einem Grund nach 
Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

5.3.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die 
Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 
Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, 

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die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die 
Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und 
objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die 
voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in 
Betracht  zu  ziehen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.­ g. 
S.  131  ff.;  die  dort  akzentuierte  Praxis  hat  nach  bloss  redaktionellen 
Änderungen bei der  letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor 
Gültigkeit).

6. 
6.1. Das  BFM  bewilligte  den  Beschwerdeführenden  die  Einreise  in  die 
Schweiz nicht und lehnte die Asylgesuche ab. 

Zur Begründung führte es aus, der Beschwerdeführer mache geltend, er 
und seine Familie seien von den Paramilitärs beziehungsweise vom DAS 
(Departamento  Administrativo  de  Seguridad)  bedroht  und  verfolgt 
worden. Bei  den Beschwerdeführenden handle  es  sich  jedoch nicht  um 
landesweit  bekannte  Persönlichkeiten.  Es  sei  daher  nicht  davon 
auszugehen, dass ihre Verfolger auf nationaler Ebene nach ihnen suchen 
würden.  Ihre  Verfolger  wären  wohl  kaum  in  der  Lage,  sie  an  jedem 
beliebigen Ort  in Kolumbien ausfindig zu machen. Es sei deshalb davon 
auszugehen,  dass  für  sie  eine  innerstaatliche Fluchtalternative  bestehe. 
Demzufolge  seien  sie  keiner  unmittelbaren  Gefahr  im  Sinne  des 
Asylgesetzes  ausgesetzt  und  bedürften  dementsprechend  nicht  des 
Schutzes der Schweizer Behörden. 

Zudem  bestünden  bezüglich  der  Vorbringen  aufgrund widersprüchlicher 
Angaben zu den Daten der Attentate und der Vertreibungen, sowie zum 
Inhalt der (kompromittierenden) Videos erhebliche Zweifel. Bezüglich der 
entsprechenden  Ausführungen  im  Einzelnen  ist  auf  die  angefochtene 
Verfügung zu verweisen. 

Weiter  führt die Vorinstanz aus, die Asylgesuche könnten auch gestützt 
auf  Art.  52  Abs.  2  AsylG  abgelehnt  werden.  Gemäss  diesem  Artikel 
könne  ein  Asylgesuch  eines  sich  im  Ausland  befindenden  Ausländers 
abgelehnt  werden,  wenn  ihm  zugemutet  werden  könne,  sich  in  einem 
anderen  Staat  um  Aufnahme  zu  bemühen.  Das  Gesetz  eröffne  der 
Behörde  einen  grossen  Spielraum  bei  der  Prüfung  eines  im  Ausland 
eingereichten  Asylgesuches.  Das  Vorhandensein  enger  Bindungen  zur 
Schweiz  stelle eines der  von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien 

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dar, aufgrund derer einer im Ausland weilenden Person die Einreise in die 
Schweiz  bewilligt  werden  könne.  Die  Beschwerdeführenden  machten 
keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend. Unter diesen 
Umständen  sei  es  ihnen  zuzumuten,  in  einem  anderen  Land  um 
Asylgewährung  nachzusuchen,  beispielsweise  in  einem  der 
Nachbarstaaten von Kolumbien. Die meisten Staaten Südamerikas hätten 
das  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der 
Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  ratifiziert  und  würden  sich  gemäss  den 
Erkenntnissen  des  BFM  an  die  damit  verbundenen  Verpflichtungen 
halten.  So  seien  beispielsweise  die  Nachbarstaaten  Brasilien,  Ecuador, 
Panama  und  Peru  Vertragsparteien  sowohl  der  FK  als  auch  des 
betreffenden  Zusatzprotokolls  vom  31.  Januar  1967;  Venezuela 
seinerseits  habe  das  Abkommen  selbst  nicht  ratifiziert,  indes  das 
Protokoll. Diese  Länder würden  über  ein  eigenes,  gesetzlich  geregeltes 
Verfahren  zur  Anerkennung  von  Flüchtlingen  verfügen.  Namentlich 
Argentinien  und  Brasilien  würden  ein  im  Allgemeinen  formelles  und 
gesichertes Asylverfahren gewährleisten. Zudem hielten sie sich gemäss 
den  Erkenntnissen  des  BFM  grundsätzlich  an  das  Gebot  des  Non­
Refoulement  von  Art.  33  FK,  auch  wenn  als  Einschränkung  habe 
festgestellt  werden  müssen,  dass  es  in  den  Grenzgebieten  ­ 
insbesondere  denjenigen  zu  Panama  und  Venezuela  ­  in  den  letzten 
Jahren  zu  unkontrollierten  Rückschiebungen  durch  die  Grenzbehörden 
gekommen sei. Für die praktische Möglichkeit und die Zumutbarkeit der 
anderweitigen  Schutzsuche  spreche  im  weiteren  die  Möglichkeit  der 
visumsfreien Einreise in sämtliche umliegende Länder Kolumbiens sowie 
der  Umstand,  dass  jährlich  mehrere  tausend  kolumbianische 
Staatsangehörige  in  den Nachbarländern  ­  namentlich  in  Ecuador  ­  um 
Asyl ersuchen und dort zu einem beträchtlichen Teil auch als Flüchtlinge 
anerkannt  würden.  Diese  Staaten  würden  überdies  aus  geografischen, 
sprachlichen  und  kulturellen  Gründen  als  offensichtlich  näherliegend 
erscheinen. Hinzu komme, dass das UNHCR  in diesen Ländern vor Ort 
sei  und  während  der  ersten  Monaten  wirtschaftliche  Unterstützung  an 
Asylsuchende  und  Flüchtlinge  gewähre.  Den  Beschwerdeführenden  sei 
es  somit  zumutbar,  sich  in  einem  anderen  Staat  als  der  Schweiz  um 
Schutz zu bemühen.

6.2.  In  der  Rechtsmitteleingabe  machen  die  Beschwerdeführenden  im 
Wesentlichen geltend, ihre Vorbringen würden der Wahrheit entsprechen 
und  sie  hätten  keinen Grund,  Lügen  zu  erzählen.  Zudem  sei  bezüglich 
ihren  Asylgesuchen  zu  berücksichtigen,  dass  die  Gruppen,  die  dem 

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Beschwerdeführer  hätten  Leid  zufügen  wollen,  ihn  bereits  an  seinem 
Wohnort aufgespürt hätten.

6.3.  Unbesehen  einer  Prüfung  der  Vorbringen  auf  ihre  Glaubhaftigkeit 
gelangt  das Gericht  zum Schluss,  dass  das BFM  in  der  angefochtenen 
Verfügung  einerseits  zutreffend  festgestellt  hat,  den 
Beschwerdeführenden  würde  eine  valable  innerstaatliche 
Fluchtalternative  offenstehen,  weshalb  sie  nicht  auf  den  Schutz  der 
Schweiz  angewiesen  seien.  Andererseits  hat  es  ausführlich  erwogen, 
dass  es  den  Beschwerdeführenden  zumutbar  und  möglich  ist,  sich  in 
einem  der  Nachbarstaaten  Kolumbiens  um  Schutz  vor  allfälliger 
Verfolgung  zu  bemühen.  An  diesen  Feststellungen  vermag  die 
Rechtsmitteleingabe nichts zu ändern. Sodann  ist  festzuhalten, dass die 
Beschwerdeführenden  auch  in  der  Rechtsmitteleingabe  keinen 
persönlichen  Bezug  zur  Schweiz  darlegen.  Demnach  ist  mit  der 
Vorinstanz zu schliessen, dass es ihnen zuzumuten ist, in einem anderen 
Land  als  der  Schweiz  um  Asylgewährung  nachzusuchen.  Um 
diesbezüglich Wiederholungen zu vermeiden, kann vollumfänglich auf die 
zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
werden.

Insgesamt ergeben sich somit keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen 
liessen,  es  sei  den  Beschwerdeführenden  praktisch  unmöglich  oder 
objektiv unzumutbar, sich in einen anderen Staat, insbesondere einen der 
Nachbarstaaten Kolumbiens, zu begeben.

7. 
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführenden 
weder  schutzbedürftig  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind,  noch  die 
Anforderungen an eine Aufnahme in der Schweiz gemäss Art. 52 Abs. 2 
AsylG  erfüllt  sind.  An  diesem  Schluss  vermögen  auch  die  auf 
Beschwerdestufe eingereichten Beweismittel nichts zu ändern. Das BFM 
hat  den  Beschwerdeführenden  demnach  zur  Recht  die  Einreise  in  die 
Schweiz nicht bewilligt und die Asylgesuche abgelehnt.

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen.

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9. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich den 
Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus 
verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art.  63 
Abs.  1  in  fine VwVG und Art.  2  und  6 Bst.  b  des Reglements  vom 21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  vorliegend  auf  die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben..

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
Schweizerische Botschaft in Bogotá.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

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