# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf98edac-40d6-5a09-add1-2cff9306f5ab
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-09
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 09.11.2021 SK 2021 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2021-68_2021-11-09.pdf

## Full Text

In Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 21 68

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 9. November 2021

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident), Oberrichter Gerber, 
Oberrichter Zuber
Gerichtsschreiberin Ragonesi

Verfahrensbeteiligte A.________
verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Berufungsführerin

Gegenstand Pornografie

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-
Seeland (Einzelgericht) vom 12. Dezember 2019 (PEN 2018 272)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil vom 12. Dezember 2019 erkannte das Regionalgericht Berner Jura-
Seeland (nachfolgend: Vorinstanz) was folgt (pag. 753 ff.; Hervorhebungen im Ori-
ginal):

I.

Das Strafverfahren gegen A.________

1. wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 bis zum 
11.12.2012 in C.________ und andernorts durch Beschaffen von Filmen und Bildern mit straf-
barer Pornografie (Teileinstellung zu Ziff. 1 AKS)

2. wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 bis zum 
11.12.2012 in C.________ und andernorts durch Herstellen von Filmen und Bildern, welche 
nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen, sexuelle Handlungen mit Tieren oder 
sexuelle Gewalt zum Inhalt haben (Teileinstellung zu Ziff. 3 AKS)

3. wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 11.12.2012 in 
C.________ und andernorts durch Besitz von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie 
(Teileinstellung zu Ziff. 4 AKS)

wird infolge Eintritts der Verfolgungsverjährung eingestellt,

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

A.________ wird freigesprochen:

1. von der Anschuldigung der Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit von März 
2011 bis 30.06.2014 in C.________ und andernorts durch Konsum von Filmen und Bildern mit 
strafbarer Pornografie (teilweiser Freispruch zu Ziff. 2 AKS)

2. von der Anschuldigung der Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom März 
2011 bis 26.05.2016 in C.________ und andernorts durch Anbieten von Filmen und Bildern mit 
strafbarer Pornografie (teilweiser Freispruch zu Ziff. 5 AKS)

3. von der Anschuldigung der Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom März 
2011 bis 26.05.2016 in C.________ und andernorts durch Zugänglichmachen von Filmen und 
Bildern mit strafbarer Pornografie an Personen unter 16 Jahren (teilweiser Freispruch zu Ziff. 5 
AKS)

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

III.

A.________ wird schuldig erklärt:

der Pornografie, mehrfach begangen in C.________ und andernorts durch

3

1. das Beschaffen von insgesamt rund 331 Filmen und 2‘754 Bildern mit pornografischem Inhalt 
zum Eigenkonsum, so

1.1. von 163 Filmen und 2‘070 Bildern (auch sind zusätzlich 1‘500 Bilder Duplikate vorhan-
den), die tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, in der 
Zeit vom 12.12.2012 bis 26.05.2016 („tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjähri-
gen“; Ziff. 1.1. AKS) 

1.2. von 520 Bildern, die nicht tatsächliche (virtuelle) Handlungen mit Minderjährigen zum In-
halt haben, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 03.02.2013 („nicht tatsächliche sexuelle Hand-
lungen mit Minderjährigen“; Ziff. 1.2. AKS) 

1.3. von 12 Bildern, die sexuelle Gewalt zum Inhalt haben, am 03.02.2013 („sexuelle Gewalt“; 
Ziff. 1.3. AKS) 

1.4. von 140 Filmen und 60 Bildern, die sexuelle Handlungen mit Tieren zum Inhalt haben, in 
der Zeit vom 12.12.2012 bis 27.04.2016 („Zoophilie“; Ziff. 1.4. AKS) 

1.5. von 28 strafbaren Filmen mit Präferenzindikatoren, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 
26.05.2016 („Filme mit Präferenzindikatoren“; Ziff. 1.5. AKS), 

1.6. von 92 strafbaren Bildern mit Präferenzindikatoren, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 
26.05.2016 („Bilder mit Präferenzindikatoren“; Ziff. 1.6. AKS), 

2. den Konsum der gemäss Ziff. 1 hiervor beschafften Filme und Bilder mit pornografischem In-
halt, soweit in der Zeit vom 01.07.2014 bis zum 26.05.2016 beschafft (Ziff. 2 AKS),

3. die Herstellung der gemäss Ziff. 1 hiervor beschafften insgesamt rund 331 Filme und 2‘754 Bil-
der mit pornografischem Inhalt zum Eigenkonsum, in der Zeit vom 12.12.2012 bis zum 
26.05.2016 (Ziff. 3 AKS),

4. den Besitz der gemäss Ziff. 1 hiervor beschafften insgesamt rund 331 Filme und 2‘754 Bilder 
mit pornografischem Inhalt zum Eigenkonsum, in der Zeit vom 12.12.2012 bis zum 26.05.2016 
(Ziff. 4 AKS),

5. das Zugänglichmachen eines grossen Teils der nachfolgend aufgeführten Filme und Bilder mit 
pornografischem Inhalt an unbekannte Nutzer, in der Zeit vom März 2011 bis ca. zum 
26.05.2016 (Ziff. 5 AKS), konkret

5.1. von 194 Filmen und 2‘070 Bildern (auch sind zusätzlich 1‘500 Bilder Duplikate vorhan-
den), die tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, in der 
Zeit vom 12.12.2012 bis 26.05.2016 („tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjähri-
gen“; Ziff. 1.1. AKS) 

5.2. von rund 520 Bildern, die nicht tatsächliche (virtuelle) Handlungen mit Minderjährigen 
zum Inhalt haben, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 03.02.2013 („nicht tatsächliche sexuelle 
Handlungen mit Minderjährigen“; Ziff. 1.2. AKS) 

5.3. von 12 Bildern, die sexuelle Gewalt zum Inhalt haben, am 03.02.2013 („sexuelle Gewalt“; 
Ziff. 1.3. AKS) 

5.4. von 140 Filmen und 60 Bildern, die sexuelle Handlungen mit Tieren zum Inhalt haben, in 
der Zeit vom 12.12.2012 bis 27.04.2016 („Zoophilie“; Ziff. 1.4. AKS) 

4

5.5. von 34 strafbaren Filmen mit Präferenzindikatoren, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 
26.05.2016 („Filme mit Präferenzindikatoren“; Ziff. 1.5. AKS), 

5.6. von 116 strafbaren Bildern mit Präferenzindikatoren, in der Zeit vom 12.12.2012 bis 
26.05.2016 („Bilder mit Präferenzindikatoren“; Ziff. 1.6. AKS),

und in Anwendung der 
Art. 197 Abs. 3 und 3bis aStGB (in Kraft bis 30.06.2014)
Art. 2 Abs. 2, 19 Abs. 2, 34, 42 Abs. 1, 47, 49 Abs. 1, 93 f., 197 Abs. 4 und 5 StGB
Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 110.00, ausmachend total CHF 13‘200.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.

2. A.________ wird für die Dauer der Probezeit die Weisung erteilt, gemäss gutachterlicher Emp-
fehlung eine ambulante psychotherapeutische Behandlung bei einer Fachperson (nicht zwin-
gend forensisch) zu besuchen.

Für die Dauer der Probezeit wird Bewährungshilfe angeordnet.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 4‘555.00 und Aus-
lagen von CHF 9‘907.45, insgesamt bestimmt auf CHF 14‘462.45.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Kosten der Untersuchung CHF 2'955.00
Kosten des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 1'600.00
Total CHF 4'555.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Kosten für Gutachten CHF 9'016.30
Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 891.15
Total CHF 9'907.45

Total Verfahrenskosten CHF 14'462.45

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 800.00. Die re-
duzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 13‘662.45.

IV.  

Weiter wird verfügt:

1. Folgende Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 resp. Art. 197 Abs. 6 StGB):
- interne Festplatte aus Laptop Dell inkl. Ladekabel (Ass.-Nr. 01)
- interne Festplatte aus Medion .________ (Ass.-Nr. 03)
- 1 Medion HD .________ (Ass.-Nr. 04)
- interne Festplatten aus Medion .________ (Ass.-Nr. 05)
- interne Festplatte aus Dell Optiplex .________ (Ass.-Nr. 06)
- 1 Seagate HD .________ inkl. Kabel (Ass.-Nr. 09)
- interne Festplatte aus Laptop Lenovo .________ inkl. Hülle schwarz (Ass.-Nr. 26)
- 1 Tablet Samsung .________ inkl. Hülle und Kabel (Ass.-Nr. 29)
- 1 Toshiba HD .________ (Ass.-Nr. 30)

5

- 1 Western Digital HD .________ (Ass.-Nr. 31)
- 1 Western Digital HD .________ (Ass.-Nr. 32)
- interne Festplatte aus Dell Optiplex 755 .________ (Ass.-Nr. 33)
- 1 HD Seagate .________ (Ass.-Nr. 34)

2. Dem Fachbereich Digitale Forensik FDF der Kantonspolizei Bern wird nach Eintritt der Rechtskraft 
des vorliegenden Urteils der Auftrag zur Löschung sämtlicher elektronisch sichergestellten und als 
Archivkopien gespeicherten Daten sowie zur Vernichtung der damit zusammenhängenden Origi-
naldatenträger erteilt.

3. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN-Nr. .________) nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG).

4. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN Nr. .________) nach Ablauf der gesetz-
lichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung bio-
metrischer erkennungsdienstlicher Daten).

5. [Eröffnungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern mit Schrei-
ben vom 13. Januar 2020 die Berufung an (pag. 761). Die erstinstanzliche Urteils-
begründung datiert vom 29. Januar 2021 (pag. 765 ff.) und wurde den Parteien mit 
Verfügung vom 2. Februar 2021 zugestellt (pag. 811 f.). 

In ihrer form- und fristgerecht eingereichten Berufungserklärung vom 17. Februar 
2021 (pag. 822 ff.) beschränkte die Generalstaatsanwaltschaft ihre Berufung auf 
den Freispruch von der Anschuldigung der Pornografie, angeblich mehrfach be-
gangen in der Zeit von März 2011 bis 26. Mai 2016 in C.________ und andernorts 
durch Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie an 
Personen unter 16 Jahren (Ziff. II.3. des erstinstanzlichen Dispositivs), auf die 
Schuldsprüche wegen Pornografie, mehrfach begangen durch Konsum der gemäss 
Urteilsdispositiv Ziff. III.1. beschafften Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt, 
soweit in der Zeit vom 1. Juli 2014 bis zum 26. Mai 2016 beschafft (Ziff. III.2. des 
erstinstanzlichen Dispositivs) und durch Zugänglichmachen von Filmen und Bildern 
mit pornografischem Inhalt an unbekannte Nutzer in der Zeit von März 2011 bis 11. 
Dezember 2012 in C.________ und andernorts (Ziff. III. 5. des erstinstanzlichen 
Dispositivs, teilweise) sowie auf das Strafmass. Der Beschuldigte, verteidigt durch 
Rechtsanwalt B.________, verzichtete auf die Erhebung einer Anschlussberufung 
und/oder die Geltendmachung von Nichteintretensgründen (pag. 831). 

Sowohl die Generalstaatsanwaltschaft als auch der Beschuldigte erklärten sich mit 
der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens einverstanden (pag. 830 und pag. 
831). Mit Verfügung vom 26. Februar 2021 wurde gestützt auf Art. 406 Abs. 2 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) ein schriftliches Verfahren 
angeordnet. Gleichzeitig wurde die Kammerbesetzung bekannt gegeben und die 
Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, eine schriftliche Berufungsbegründung 
einzureichen (pag. 833 f.). Mit Eingabe vom 1. April 2021 reichte die General-
staatsanwaltschaft die schriftliche Berufungsbegründung zu den Akten (pag. 845 

6

ff.). Darin wurden die in der Berufungserklärung gestellten Anträge teilweise ange-
passt (vgl. Ziff. 4.1 nachfolgend). Der Beschuldigte nahm mit Eingabe vom 7. Mai 
2021 hierzu Stellung (pag. 858 ff.). Die Generalstaatsanwaltschaft replizierte mit 
Eingabe vom 31. Mai 2021 (pag. 868 f.) und der Beschuldigte liess mit Eingabe 
vom 8. Juni 2021 seine Duplik zu den Akten reichen (pag. 873 f.). Mit Verfügung 
vom 9. Juni 2021 erachtete die Verfahrensleitung den Schriftenwechsel als abge-
schlossen, gab die (geänderte) Kammerzusammensetzung bekannt und stellte den 
schriftlichen Entscheid der Kammer in Aussicht (pag. 876 f.).

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Oberinstanzlich wurden von Amtes wegen ein aktueller Strafregisterauszug 
(pag. 843) sowie ein Leumundsbericht (inkl. Bericht über die wirtschaftlichen Ver-
hältnisse, pag. 837 ff.) über den Beschuldigten eingeholt. 

4. Anträge der Parteien

4.1 Generalstaatsanwaltschaft

Seitens der Generalstaatsanwaltschaft wurden im Rahmen der Berufungsbegrün-
dung vom 1. April 2021 folgende Anträge gestellt (pag. 846 f.; Hervorhebungen im 
Original):

I.  

1. Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen ist insofern als

1.1. das Verfahren gegen den Beschuldigten ohne Ausrichtung einer Entschädigung und oh-
ne Ausscheidung von Verfahrenskosten eingestellt wurde betreffend die Anschuldigun-
gen wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 bis 11. 
Dezember 2012 in C.________ und andernorts durch Beschaffen und Besitz von Filmen 
und Bildern mit strafbarer Pornografie sowie durch Herstellen von Filmen und Bildern, 
welche nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen, sexuelle Handlungen 
mit Tieren oder sexuelle Gewalt zum Inhalt haben (Urteilsdispositiv Ziff. 1); 

1.2. der Beschuldigte ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
Verfahrenskosten freigesprochen wurde von der Anschuldigung der Pornografie, angeb-
lich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 bis 30. Juni 2014 in C.________ und 
andernorts durch Konsum von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie (Urteilsdis-
positiv Ziff. II.1.) sowie angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom März 2011 bis zum 
26. Mai 2016 in C.________ und andernorts durch Anbieten von Filmen und Bildern mit 
strafbarer Pornografie (Urteilsdispositiv Ziff. II.2.); 

1.3. der Beschuldigte schuldig erklärt wurde der Pornografie, mehrfach begangen in 
C.________ und andernorts durch das Beschaffen von insgesamt rund 331 Filmen und 
2'754 Bildern mit verbotenem pornografischen Inhalt zum Eigenkonsum; die Herstellung 
der entsprechend beschafften Filme und Bilder zum Eigenkonsum; den Besitz der ent-
sprechend beschafften Filme und Bilder zum Eigenkonsum sowie das Zugänglichmachen 
der entsprechend beschafften Filme und Bilder an unbekannte Nutzer in der Zeit vom 12. 
Dezember 2012 bis 26. Mai 2016 (Urteilsdispositiv Ziff. III.1.-III.4. sowie III.5. teilweise);

7

1.4.  die beschlagnahmten Gegenstände zur Vernichtung eingezogen wurden (Urteilsdisposi-
tiv Ziff. IV.1.;

2. das Verfahren gegen den Beschuldigten sei infolge Eintritts der Verfolgungsverjährung ohne 
Ausrichten einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten einzustellen, 
betreffend die Anschuldigungen wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit 
von März 2011 bis 11. Dezember 2012 in C.________ und andernorts durch Zugänglichmachen 
von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt an unbekannte Nutzer;

3. der Beschuldigte sei zusätzlich zu den in Rechtskraft erwachsenen erstinstanzlichen 
Schuldsprüchen schuldig zu erklären der Pornografie, mehrfach begangen in der Zeit vom 
01.07.2014 bis 26. Mai 2016 durch Konsum sämtlicher gemäss Urteilsdispositiv Ziff. III.1. be-
schafften Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt;

4. er sei gestützt darauf sowie die in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüche zu verurteilen zu 
einer Geldstrafe von 280 Tagessätzen zu CHF 170.00, ausmachend CHF 47'600.00; sowie zu 
den erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (zzgl. Gebühr von CHF 500.00 gemäss Art. 
21 VDK); der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 4 Jahre festzuset-
zen; es sei dem Beschuldigten für die Dauer der Probezeit Bewährungshilfe anzuordnen sowie 
die Weisung zu erteilen, gemäss der gutachterlichen Empfehlung eine ambulante psychothera-
peutische Behandlung bei einer Fachperson zu besuchen.

II.  

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. Dem Fachbereich Digitale Forensik der Kantonspolizei Bern sei nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils des Obergerichts der Auftrag zur Löschung sämtlicher elektronisch sichergestellten und 
als Archivkopien gespeicherten Daten sowie zur Vernichtung der damit zusammenhängenden 
Originaldatenträger zu erteilen. 

2. Es ist die vorzeitige Zustimmung zu erteilen zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. 
.________) und der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der 
gesetzlichen Frist (Art. 16 Abs. 1 Bst. e DNA-ProfilG und Art. 17 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 19 Abs. 
1 der Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

4.2 Verteidigung

Rechtsanwalt B.________ stellte mit Stellungnahme vom 6. Mai 2021 namens und 
auftrags des Beschuldigten die folgenden Anträge (pag. 858 f.; Hervorhebungen im 
Original):

1. Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen ist, insoweit als,

1.1. das Verfahren gemäss Ziffer I./1. Urteilsdispositiv eingestellt wurde

1.2. der Beschuldigte gemäss Ziffer II./1. und II./2. Urteilsdispositiv freigesprochen wurde

1.3. der Beschuldigte schuldig erklärt wurde gemäss Ziffer III./1. bis III./4. sowie III./5. (teilwei-
se) Urteilsdispositiv

1.4. die beschlagnahmten Gegenstände gemäss Ziffer IV./1. Urteilsdispositiv zur Vernichtung 
eingezogen wurden

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2. Weiter sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, 
als A.________ gemäss Ziffer II./3. Urteilsdispositiv von der Anschuldigung der Pornografie, an-
geblich mehrfach begangen in der Zeit von März 2011 bis 26. Mai 2016 durch Zugänglichma-
chen von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie an Personen unter 16 Jahren freige-
sprochen wurde.

Eventuell: Das Verfahren gegen den Beschuldigten sei infolge Eintritts der Verfolgungsver-
jährung betr. die Anschuldigung wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit 
von März 2011 bis 11. Dezember 2012 durch Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit 
strafbarer Pornografie an Personen unter 16 Jahren einzustellen. Weiter sei der Beschuldigte in 
teilweiser Bestätigung der Ziffer II./3. Urteilsdispositiv von der Anschuldigung der Pornografie, 
angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom 12. Dezember 2012 bis 26. Mai 2016 durch 
Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie an Personen unter 16 Jah-
ren freizusprechen.

3. Das Verfahren gegen den Beschuldigten sei infolge Eintritts der Verfolgungsverjährung einzu-
stellen, betr. die Anschuldigungen wegen Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit 
von März 2011 bis 11. Dezember 2012 durch Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit 
pornografischem Inhalt an unbekannte Nutzer.

4. In Bestätigung von Ziffer III./2. Urteilsdispositiv sei der Beschuldigte schuldig zu sprechen des 
Konsums der gemäss Ziffer III./1. Urteilsdispositiv beschafften Filme und Bilder mit pornografi-
schem Inhalt, soweit in der Zeit von 1. Juli 2014 bis zum 26. Mai 2016 beschafft.

5. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sei A.________ zu einer Geldstrafe von 120 Tages-
sätzen zu CHF 110.-, ausmachend total CHF 13'200.-, zu verurteilen, wobei der Vollzug der 
Geldstrafe aufzuschieben und die Probezeit auf 4 Jahre festzusetzen sei.

6. Die Verfahrenskosten der oberen Instanz seien vollumfänglich dem Kanton aufzuerlegen.

7. Es sei dem Beschuldigten für das oberinstanzliche Verfahren eine angemessene Entschädigung 
für die Verteidigungskosten gemäss der zu gegebener Zeit einzureichenden Honorarnote auszu-
richten.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil grundsätzlich nur in den 
angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 404 Abs. 2 StPO 
kann es überdies auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzeswidrige 
oder unbillige Entscheidungen zu verhindern. Gegenstand des vorliegenden Ver-
fahrens bildet einerseits der Freispruch von der Anschuldigung der Pornografie 
durch Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit strafbarer Pornografie an 
Personen unter 16 Jahren (Ziff. II.3. des erstinstanzlichen Dispositivs). Die Kammer 
kann sich der Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft anschliessen, wonach dieser 
Punkt nicht in Rechtskraft erwachsen konnte. Wer nur Teile des Urteils anficht, hat 
in der Berufungserklärung verbindlich anzugeben, auf welche Teile sich die Beru-
fung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Solches ergibt sich aus der Berufungsbe-
gründung der Generalstaatsanwaltschaft ohne Weiteres, auch wenn betreffend den 
besagten Freispruch nunmehr (anders als noch in der Berufungserklärung) weder 
Rechtskraft noch Freispruch, Schuldspruch oder Einstellung verlangt wird. Es liegt 
in der Natur der Sache, bei Annahme einer unechten Konkurrenz zwischen zwei 

9

Tatbeständen lediglich einen Schuldspruch auszusprechen bzw. entsprechend 
auch nur einen Schuldspruch zu beantragen, zumal diesbezüglich weder ein Frei-
spruch noch eine Einstellung erfolgen könnte (vgl. ACKERMANN, in: Basler Kom-
mentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019 N 68 ff. zu Art. 49 StGB m.w.H.). Die Frage 
der Konkurrenz wird allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt zu beantworten 
sein (vgl. Ziff. 17. hiernach). 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden andererseits die Schuldsprüche 
wegen Pornografie durch Konsum von Filmen und Bildern mit pornografischem In-
halt (Ziff. III.2. des erstinstanzlichen Dispositivs) und durch Zugänglichmachen ei-
nes grossen Teils von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt an unbekann-
te Nutzer (Ziff. III.5. des erstinstanzlichen Dispositivs, da diese Ziffer mit der ange-
fochtenen Ziff. II.3. des erstinstanzlichen Dispositivs zusammenhängt und eine Kor-
rektur der teilweise fehlerhaften Zahlen im erstinstanzlichen Dispositiv zu erfolgen 
hat [Art. 404 Abs. 2 StPO]), ferner die ausgesprochene Sanktion (inkl. die damit 
zusammenhängende Weisung und Bewährungshilfe), die (teilweisen) Kostenfolgen 
sowie die Verfügung betreffend Auftrag an den Fachbereich Digitale Forensik FDF 
(Ziff. IV.2. des erstinstanzlichen Dispositivs). Praxisgemäss neu zu verfügen ist 
über das erstellte DNA-Profil und die biometrischen erkennungsdienstlichen Daten.

Darüber hinaus hat die Kammer in Anwendung von Art. 404 Abs. 2 StPO die 
Teileinstellung gemäss Ziff. I.2. (Herstellen von Pornografie) und – wie bereits an-
getönt – die Ziff. III.5.1., 5.5. und 5.6. des erstinstanzlichen Dispositivs aufzugrei-
fen, um die von der Vorinstanz im Rahmen der Urteilsbegründung angesprochenen 
Versehen zu korrigieren (S. 16 und 28 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, 
pag. 780 und 792).

Nach dem Gesagten kann festgestellt werden, dass das erstinstanzliche Dispositiv 
hinsichtlich der Einstellungen betreffend die Anschuldigungen der mehrfachen Por-
nografie durch Beschaffen und Besitz (Ziff. I.1. und 3. des erstinstanzlichen Dispo-
sitivs, inkl. Verzicht auf die Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausschei-
dung von Verfahrenskosten), die Freisprüche betreffend die Anschuldigung der 
mehrfachen Pornografie durch Konsum und Anbieten von Filmen und Bildern mit 
strafbarer Pornografie (Ziff. II.1.-2. des erstinstanzlichen Dispositivs, inkl. Verzicht 
auf die Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrens-
kosten), die Schuldsprüche der mehrfachen Pornografie durch Beschaffen, Herstel-
lung und Besitz allesamt zum Eigenkonsum (Ziff. III.1., 3.-4. des erstinstanzlichen 
Dispositivs) sowie schliesslich die Verfügung betreffend Vernichtung der beschlag-
nahmten Gegenstände (Ziff. IV.1. des erstinstanzlichen Dispositivs) in Rechtskraft 
erwachsen ist.

Die Kammer verfügt als Berufungsgericht über volle Kognition in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). Da die Generalstaatsanwaltschaft 
Berufung erklärt hat, ist die Kammer in den angefochtenen Punkten nicht an das 
Verschlechterungsverbot nach Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden.

10

II. Einstellungen

6. Vorbemerkungen und Grundlagen

Für die theoretischen Grundlagen zur Revision von Art. 97 StGB (Verfolgungsver-
jährung) und Art. 197 StGB (Tatbestand der Pornografie) kann vorab auf die zutref-
fenden und umfangreichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 13 ff. 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 777 ff.). 

Der guten Ordnung halber ist in aller Kürze erneut festzuhalten, dass eine Tat 
grundsätzlich nach demjenigen Recht zu beurteilen ist, das im Zeitpunkt der Bege-
hung in Kraft stand (Art. 2 Abs. 1 StGB). Hat der Täter vor Inkrafttreten der jeweils 
gültigen Fassung des Strafgesetzbuches ein Verbrechen oder Vergehen began-
gen, erfolgt die Beurteilung aber erst nachher, so sind gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB 
die neuen Bestimmungen anzuwenden, wenn sie für ihn milder sind. Dies gilt auch 
für die Verfolgungs- und Vollstreckungsverjährung (Art. 389 Abs. 1 StGB). Ob das 
neue im Vergleich zum alten Gesetz milder ist, beurteilt sich nicht nach einer abs-
trakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug auf den konkreten Fall (vgl. BGE 134 
IV 82 E. 6.2.1). Ausschlaggebend ist, nach welchem Recht der Täter für die zu be-
urteilende Tat besser wegkommt (vgl. BGE 126 IV 5 E. 2c mit Hinweisen).

7. Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Zeit von März 2011 bis ca. zum 
26. Mai 2016 den grössten Teil der beschafften Filme und Bilder mit pornografi-
schem Inhalt unbekannten Nutzern zugänglich gemacht und hierbei in Kauf ge-
nommen zu haben, dass sich unter den Empfängern möglicherweise auch Perso-
nen unter 16 Jahren befinden würden (vgl. Ziff. 5. der Anklageschrift bzw. Ziff. II.3. 
und III.5. des erstinstanzlichen Dispositivs). 

Widerhandlungen gegen Art. 197 Ziff. 1 bzw. 3 aStGB (in der bis am 30. Juni 2014 
gültigen Fassung) wurden mit Freiheitsstrafe von höchstens drei Jahren bestraft. 
Die Verfolgungsverjährung für solche Taten betrug bis zum 31. Dezember 2013 
sieben Jahre (Art. 97 Abs. 1 Bst. c aStGB in der bis zu diesem Zeitpunkt gültigen 
Fassung). Seit der Revision von Art. 197 aStGB wird zusätzlich zwischen Darstel-
lungen mit tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen (Freiheitsstrafe 
von höchstens fünf Jahren) und übriger Pornografie (Freiheitsstrafe von höchstens 
drei Jahren) differenziert (Art. 197 Abs. 4 StGB, vgl. auch Ziff. 13. hiernach). 
Art. 197 Ziff. 1 aStGB wurde inhaltlich übernommen (Art. 197 Abs. 1 StGB). Die 
Verfolgungsverjährung für solche Taten beträgt nach dem revidierten Art. 97 StGB 
nunmehr entweder zehn oder fünfzehn Jahre (Bst. c und d). Insofern kann sich die 
Kammer der Ansicht der Parteien (pag. 850, pag. 859 f. und pag. 862) und der 
Vorinstanz (S. 13 und 16 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 777 und 
pag. 780) anschliessen, wonach altes Recht milder ist und sich allfällige bis am 
11. Dezember 2012 begangene Tathandlungen des Zugänglichmachens bzw. In-
kaufnahme des Zugänglichmachens von Filmen und Bildern mit pornografischem 
Inhalt an unbekannten Nutzer (darunter auch an Personen unter 16 Jahren) als 
verjährt erweisen.

11

Das Verfahren betreffend Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit 
von März 2011 bis am 11. Dezember 2012 in C.________ und andernorts durch 
Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt an unbe-
kannte Nutzer sowie an Personen unter 16 Jahren, ist demzufolge einzustellen. Für 
diese Einstellung werden weder Kosten ausgeschieden noch eine Entschädigung 
ausgerichtet.

Diese Teil-Einstellung hat einen Einfluss auf die Anzahl der auszuweisenden por-
nografischen Erzeugnisse (vgl. Ziff. 10.4 hiernach). 

8. Herstellen von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt

Den vorangegangenen Ausführungen folgend, ist für die angeklagte Herstellung 
von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt, soweit angeblich vor dem 
12. Dezember 2012 begangen, ebenfalls altes Recht anwendbar (vgl. hierzu die 
korrekten Ausführungen der Vorinstanz auf S. 16 der erstinstanzlichen Urteilsbe-
gründung, pag. 780). Die erstinstanzlich zu Recht erfolgte Teileinstellung wurde 
von der Kammer in Anwendung von Art. 404 Abs. 2 StPO aufgegriffen, um den 
Wortlaut der Teileinstellung dahingehend anzupassen, als hiervon auch das Her-
stellen von Filmen und Bildern erfasst wird, welche tatsächliche sexuelle Handlun-
gen mit Minderjährigen zeigen (vgl. auch Ziff. I.3. und I.1. der Anklageschrift). Hier-
bei handelte es sich um ein Versehen der Vorinstanz, welches von Amtes wegen 
zu korrigieren ist (vgl. auch die diesbezügliche Erklärung der Vorinstanz auf S. 16 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 780). 

Das Verfahren betreffend Pornografie, angeblich mehrfach begangen in der Zeit 
von März 2011 bis zum 11. Dezember 2012 in C.________ und andernorts durch 
Herstellen von Filmen und Bildern, welche tatsächliche und nicht tatsächliche se-
xuelle Handlungen mit Minderjährigen, sexuelle Handlungen mit Tieren oder sexu-
elle Gewalt zum Inhalt haben, ist demzufolge einzustellen. Für diese Einstellung 
werden weder Kosten ausgeschieden noch eine Entschädigung ausgerichtet.

III. Sachverhalt und Beweiswürdigung

9. Allgemeine Grundlagen zur Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt das Ergebnis der Beweisaufnahme und fällt das Urteil nach 
seiner freien, aus dem gesamten Verfahren und den Akten gewonnenen Überzeu-
gung (Art. 350 Abs. 2 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StPO). Freie Beweiswürdigung bedeu-
tet, dass jedes verurteilende Erkenntnis auf der aus der Beweiswürdigung ge-
schöpften Überzeugung des Gerichts von der Schuld der beschuldigten Person be-
ruhen soll. Die freie Beweiswürdigung gründet auf gewissenhaft festgestellten Tat-
sachen und logischen Schlussfolgerungen; sie darf sich nicht auf blossen Verdacht 
oder blosse Vermutung stützen (HOFER, in: Basler Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N 58 und 61 zu Art. 10 m.w.H.). Beste-
hen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen 
der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person güns-
tigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). 

12

Der Grundsatz «in dubio pro reo» als Beweiswürdigungsregel besagt, dass sich 
das Gericht nicht von einem für die angeklagte Person ungünstigen Sachverhalt 
überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich 
der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische 
Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewiss-
heit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unter-
drückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage 
aufdrängen. Liegen keine direkten Beweise vor, ist auch ein indirekter Beweis 
zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittel-
bar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmit-
telbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche 
für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder 
die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Andersseins offen 
lassen, können einen Anfangsverdacht verstärken und in ihrer Gesamtheit ein Bild 
erzeugen, das bei objektiver Betrachtung keine Zweifel bestehen lässt, dass sich 
der Sachverhalt so verwirklicht hat (Urteile des Bundesgerichts [BGer] 
6B_605/2016 vom 15. September 2016 E. 2.8; 6B_300/2015 vom 3. Dezember 
2015 E. 3.2.2; 6B_781/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 3.2;). 

10. Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt an 
unbekannte Nutzer, darunter auch Personen unter 16 Jahren

10.1 Vorwurf gemäss Anklageschrift

Dem Beschuldigten wird gemäss Ziff. 5. der Anklageschrift vom 27. März 2018 fol-
gender Sachverhalt vorgeworfen (pag. 529 f.; Hervorhebungen im Original):

A.________ bot von den gemäss Ziff. 1 beschafften Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt 
den grössten Teil während des Herunterladens auf den Peer-to-Peer Tauschbörsen «eMule» und 
«Vuze» unbekannten Nutzern an und machte sie ihnen zugänglich, wobei er in Kauf nahm, dass 
sich unter den Empfängern möglicherweise auch Personen unter 16 Jahren befanden:

10.2 Beweisergebnis der Vorinstanz

Die Vorinstanz gelangte im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zum Schluss, dass 
aufgrund der technischen Bedingtheit von sog. «Peer-to-Peer»-Tauschbörsen 
(P2P) klarerweise davon auszugehen sei, dass der Beschuldigte seine Dateien an-
deren Nutzern zur Verfügung gestellt habe. Gemäss eigenen Aussagen sei er sich 
dabei grundsätzlich im Klaren darüber gewesen, dass er mit seinem Handeln straf-
bare Pornografie unbekannten Drittnutzern zugänglich mache. Gleichzeitig sei aber 
davon auszugehen, dass er weder ansatzweise beabsichtigt habe noch ihm über-
haupt näher bewusst gewesen sei, dass auch Personen unter 16 Jahren Zugriff auf 
solche P2P-Tauschbörsen haben könnten. Seine Absicht sei alleine darauf gerich-
tet gewesen, mit den Downloads seinen Eigenkonsum zu befriedigen. Damit könne 
nicht auf eine Willensrichtung des Beschuldigten dahingehend geschlossen wer-
den, wonach dieser tatsächlich bewusst in Kauf genommen habe, dass sich unter 
den betroffenen Drittnutzern möglicherweise auch Personen unter 16 Jahren befin-
den könnten (S. 12 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 776 f.).

13

10.3 Oberinstanzliche Vorbringen der Parteien

Die Generalstaatsanwaltschaft verweist betreffend den rechtserheblichen Sachver-
halt zum Vorwurf des Zugänglichmachens von Filmen und Bildern mit pornografi-
schem Inhalt auf die Erwägungen der Vorinstanz und bringt betreffend das Zugäng-
lichmachen an unter 16-Jährige zusammengefasst vor, dass sich der Beschuldigte 
der Funktionsweise der P2P-Plattform durchaus bewusst gewesen sei, ihm jedoch 
die direkte Absicht, die gemäss Urteilsdispositiv Ziff. III.1. beschafften Filme und 
Bilder mit pornografischem Inhalt auch Personen unter 16 Jahren zugänglich zu 
machen, gefehlt habe. Ob aufgrund dieser fehlenden Absicht kein Vorsatz vorliege, 
sei eine Rechtsfrage, die es in der Folge zu klären gelte (pag. 848 f.).

Die Verteidigung bringt dagegen vor, es sei in der vorliegenden Konstellation gene-
rell fraglich, ob überhaupt von einer «Zugänglichmachung» von strafbarer Porno-
grafie die Rede sein könne. Unstrittig sei, dass der Beschuldigte die Filme und Bil-
der mit strafbarer Pornografie ausschliesslich zum Eigenkonsum heruntergeladen 
habe. Eine Verbreitung bzw. Freigabe der fraglichen Erzeugnisse an Drittpersonen 
habe gemäss Bericht FDF der Polizei vom 13. September 2017 nicht festgestellt 
werden können. Die Anschuldigung beruhe auf dem systembedingten Umstand, 
dass beim Herunterladen einer Datei genau diese Datei gleichzeitig zum Download 
für andere Mitglieder des Netzwerks zur Verfügung gestellt werde. Dies sei für die 
Verfügbarkeit der entsprechenden Datei aber nicht kausal. Der einzige Unterschied 
sei, dass dadurch für andere Personen, welche dasselbe File-Sharing-Programm 
installiert hätten, der Download etwas schneller gehe. Im Basler Kommentar werde 
ausgeführt, dass das Bereitstellen im Upload-Ordner im Rahmen eines Filesharing-
Netzwerkbetreibers ausreichen könne, genau dies habe der Beschuldigte aber 
nicht getan. Der Beschuldigte habe den Schuldspruch weder mit Berufung noch mit 
Anschlussberufung angefochten, weil er Einsicht und Reue zeige und das erstin-
stanzliche Urteil im Ergebnis für angemessen und gerecht erachte. Ferner stelle 
das vorliegende Strafverfahren für ihn sowie auch für seine Frau eine erhebliche 
Belastung dar (pag. 861 f.).

10.4 Unbestrittener / bestrittener Sachverhalt 

Der Beschuldigte bestreitet nicht, dass sich auf den bei ihm anlässlich der Haus-
durchsuchung vom 2. Juni 2016 sichergestellten Geräten pornografische Erzeug-
nisse befunden haben und er diese über das Internet und die P2P-Tauschbörsen 
«eMule» und «Vuze» heruntergeladen hat. Die Anzahl der heruntergeladenen Er-
zeugnisse ist grundsätzlich unbestritten (pag. 396, Z. 174, pag. 403, Z. 547, pag. 
416, Z. 32 f., pag. 418, Z. 122 ff. und pag. 740, Z. 20), wobei – wie die Vorinstanz 
in der Urteilsbegründung korrigierend festhält – die verjährungsrechtlich bereinigten 
Mengen massgebend sind (163 Filme und 2’070 Bilder, die tatsächliche sexuelle 
Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben [analog Ziff. III.1.1. des erstin-
stanzlichen Dispositivs], 28 strafbare Filme mit Präferenzindikatoren [analog Ziff. 
III.1.5. des erstinstanzlichen Dispositivs] und 92 strafbare Bilder mit Präferenzindi-
katoren [analog Ziff. III.1.6. des erstinstanzlichen Dispositivs]; vgl. auch Ziff. 7. hier-
vor sowie die korrekten Ausführungen auf S. 28 der erstinstanzlichen Urteilsbe-
gründung, pag. 792). Ferner ist unbestritten, dass ein Teil der durch den Beschul-
digten über die P2P-Tauschbörsen heruntergeladenen Erzeugnisse während einer 

14

gewissen Zeit von anderen Internetbenutzern heruntergeladen werden konnten und 
dem Beschuldigten diese Funktionsweise bekannt war. Bestritten ist demgegenü-
ber, ob der Beschuldigte Dritten (darunter auch Personen unter 16 Jahren) bewusst 
pornografische Erzeugnisse über die besagten Plattformen zugänglich gemacht 
bzw. solches in Kauf genommen hat.

10.5 Beweismittel

Zur Feststellung des relevanten Sachverhalts liegen der Kammer der Anzeigerap-
port vom 14. September 2017 (pag. 3 ff.), ein Bericht des Bundesamtes für Polizei 
betreffend Meldung des Bundeskriminalamtes Wiesbaden inkl. DVD (pag. 7 ff.), ein 
Bericht der Kantonspolizei Bern (Fachbereich digitale Forensik, FDF) vom 13. Sep-
tember 2017 betreffend die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 2. Juni 2016 si-
chergestellten Datenträger mit pornografischen Inhalten (pag. 16 ff.), diesem Be-
richt des FDF beigelegte Auswahlkataloge mit Bildern (Erzeugnisse mit tatsächli-
chen sexuellen Handlungen mit Kindern [pag. 28-128], Erzeugnisse mit Präferen-
zindikatoren [pag. 129-229], Erzeugnisse mit nicht tatsächlichen sexuellen Hand-
lungen mit Kindern [pag. 230-330], Erzeugnisse mit sexuellen Handlungen zwi-
schen Menschen und Tieren [pag. 331-371] sowie Erzeugnisse mit sexueller Ge-
walt [pag. 372-384]), diverse Timelines zur Übersicht der Downloadaktivität (pag. 
385 ff.) sowie die Aussagen des Beschuldigten (pag. 391 ff., pag. 415 ff., pag. 739 
ff.) vor.

Die Vorinstanz brachte die wesentlichen objektiven und subjektiven Beweismittel 
korrekt ins Verfahren ein. Darauf kann vorab verwiesen werden (S. 9 ff. der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung, pag. 773 ff.). Soweit erforderlich, werden diese im 
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen aufgegriffen.

10.6 Erwägungen der Kammer

Vorliegend ist – wie in Ziff. 10.4. hiervor bereits erwähnt – unbestritten, dass der 
Beschuldigte diverse Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt über das Internet 
und die P2P-Tauschbörsen «eMule» und «Vuze» heruntergeladen hat (vgl. auch 
Ziff. III.1. des erstinstanzlichen Dispositivs). Wie die Vorinstanz richtigerweise fest-
gehalten hat, werden sämtliche auf den entsprechenden Plattformen heruntergela-
denen Erzeugnisse gleichzeitig auch den übrigen P2P-Nutzern zur Verfügung ge-
stellt (S. 12 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 776 mit Verweis auf 
SCHWARZENEGGER, Internet-Recht und Strafrecht, S. 211 f.; vgl. auch den Bericht 
des FDF vom 13. September 2017, wonach die von einem Nutzer heruntergelade-
nen Dateien standardmässig in Verzeichnissen abgelegt werden und, solange sie 
dort verbleiben, für die Gesamtheit der P2P-Nutzer verfügbar sind, pag. 22). Al-
tersangaben der P2P-Nutzer werden gemäss Angaben des FDF weder angefragt 
noch überprüft (pag. 22). Die Funktionsweise der benutzten Plattformen war dem 
Beschuldigten bekannt. So gestand er anlässlich der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung ein, dass die heruntergeladenen Erzeugnisse systembedingt sogleich 
wieder hochgeladen und damit anderen Nutzern zur Verfügung gestellt würden. Er 
habe auf diesen Vorgang keinen Einfluss nehmen können (pag. 741, Z. 24 und 29 
ff.). Mit seinem Programm habe er seine Daten auch anderen zur Verfügung ge-
stellt (pag. 394, Z. 63 f.). Jeder könne «sein Zeugs» gratis herunterladen (pag. 403, 

15

Z. 508 ff.). Die Frage, ob er sich gedacht habe, dass mit seinen Handlungen die 
Erzeugnisse an Personen unter 16 Jahren zugänglich gemacht werden könnten, 
verneinte der Beschuldigte. Er betonte, dass er zu keinem Zeitpunkt die Absicht 
gehabt habe, die Erzeugnisse Dritten zugänglich zu machen (pag. 741, Z. 29 ff.) 
und wiederholte, die fraglichen Erzeugnisse zum Eigenkonsum heruntergeladen zu 
haben (pag. 740, Z. 20). Im Bericht des FDF vom 13. September 2017 wurde fest-
gehalten, dass ein grosser Teil der fraglichen Erzeugnisse aus den «Fileshare-
Netzwerken» (Anmerkung der Kammer: anderer Begriff für P2P-Tauschbörsen) 
stammen würden. Eine effektive Weitergabe an Dritte und/oder inkriminierende Ak-
tivitäten in einschlägigen Chatforen konnten dem Beschuldigten indes nicht nach-
gewiesen werden (pag. 21). Gestützt auf die vorliegenden Akten lässt sich – wie 
dies bereits die Vorinstanz festgestellt hat – nicht auf ein absichtliches Zugänglich-
machen der fraglichen Erzeugnisse durch den Beschuldigten schliessen. Dennoch 
muss ihm aufgrund der ihm bekannten Funktionsweise der P2P-Tauschbörsen be-
wusst gewesen sein, dass er die heruntergeladenen Filme und Bilder zeitgleich 
auch anderen Nutzern, d.h. einem unbekannten Personenkreis (darunter zufolge 
fehlender Zugangsbeschränkungen auch unter 16-Jährige), zugänglich machte, 
gab er doch selber an, dass jeder «sein Zeugs» habe herunterladen können. Ob 
aufgrund der fehlenden Absicht kein Vorsatz vorliegt, ist – wie die Generalstaats-
anwaltschaft treffend festhält – eine Rechtsfrage, die es nachfolgend zu klären gilt 
(vgl. Ziff. 16. hiernach).

11. Konsum von Filmen und Bildern mit pornografischem Inhalt

11.1 Ausgangslage

Dem Beschuldigten wird in Ziff. 2. der Anklageschrift vom 27. März 2018 der Kon-
sum der gemäss Ziff. 1 der Anklageschrift beschafften Filme und Bilder mit porno-
grafischem Inhalt vorgeworfen (pag. 529 f.).

Die Vorinstanz erachtete den Tatvorwurf gestützt auf die objektive Beweislage und 
das glaubhafte Geständnis des Beschuldigten als erstellt (S. 9 f. der erstinstanzli-
chen Urteilsbegründung, pag. 773).

11.2 Oberinstanzliche Vorbringen der Parteien

Die Generalstaatsanwaltschaft verweist für den rechtserheblichen Sachverhalt auf 
die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz. Der Sachverhalt sei grundsätzlich 
unbestritten (pag. 848). 

Die Verteidigung bringt zusammengefasst vor, es könne dem Beschuldigten nicht 
nachgewiesen werden, dass er die vor dem 1. Juli 2014 beschaffte harte Pornogra-
fie effektiv erst am 1. Juli 2014 oder später konsumiert habe (pag. 862).

11.3 Beweismittel

Betreffend die massgebenden Beweismittel wird auf Ziff. 10.5 hiervor verwiesen.

11.4 Erwägungen der Kammer

Der Konsum der heruntergeladenen Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt 
wird vom Beschuldigten – auch im oberinstanzlichen Verfahren – grundsätzlich 
nicht bestritten. Die Kammer kann sich den Ausführungen der Vorinstanz ansch-

16

liessen, wonach gestützt auf die objektive Beweislage und die Ausführungen bzw. 
das Geständnis des Beschuldigten (pag. 394, Z. 70 f., pag. 417, Z. 66 f., pag. 420, 
Z. 241 f., pag. 741, Z. 5 ff.) beweismässig als erstellt gelten kann, dass dieser die 
gemäss Ziff. 1. des erstinstanzlichen Dispositivs beschafften pornografischen Er-
zeugnisse konsumiert hat. Daraus ergibt sich allerdings noch nicht, welche Er-
zeugnisse zu welchem Zeitpunkt konsumiert worden sind. Der Beschuldigte hat 
seinen Konsum zeitlich nur einmal eingeordnet, als er anlässlich der Einvernahme 
vom 14. Juni 2016 angab, er habe zuletzt vor seinen Ferien verbotene Pornografie 
konsumiert, aus welchen er «gestern» (Anmerkung der Kammer: 13. Juni 2016) 
zurückgekehrt sei (pag. 397, Z. 206). Zum Konsum der fraglichen Erzeugnisse 
führte der Beschuldigte ferner aus, er habe sich die kinderpornografischen Filme 
aus Neugier zu Gemüte geführt (pag. 394, Z. 70 f.), er habe einen Film mit strafba-
rer Pornografie zwei bis dreimal angeschaut (pag. 407, Z. 484), er habe die Filme 
jeweils umgewandelt, damit er sie im Schlafzimmer anschauen könne (pag. 403, 
Z. 528 f.), er habe Bilder und Videos konsumiert (pag. 417, Z. 63), er habe die Da-
teien jeweils für das Schlafzimmer bearbeitet (pag. 418, Z. 132 f.) bzw. diese in ein 
Format zusammengeschnitten, damit sie abgespielt werden könnten (pag. 420, 
Z. 241 f.). Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestätigte er schliess-
lich, dass er die in Ziff. 1. der Anklageschrift aufgeführten Erzeugnisse konsumiert 
habe (pag. 741, Z. 7). Die Kammer geht gestützt auf die Aussagen des Beschuldig-
ten davon aus, dass dieser die fraglichen Erzeugnisse allesamt konsumiert hat. Da 
– bis auf die unpräzisen Zeitangaben des Beschuldigten – allerdings keine An-
haltspunkte betreffend den effektiven Zeitpunkt des Konsums bestehen, ist mit der 
Vorinstanz (vgl. Ziff. III.2. des erstinstanzlichen Dispositivs sowie S. 24 der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung, pag. 788) und der Verteidigung zu Gunsten des 
Beschuldigten davon auszugehen, dass er die vor dem 1. Juli 2014 beschafften Er-
zeugnisse ab diesem Datum nicht mehr konsumiert hat. Hiervon wird im Rahmen 
der nachfolgenden rechtlichen Würdigung auszugehen sein (vgl. Ziff. 15. hiernach).

12. Erstellter Sachverhalt

Es kann in aller Kürze festgehalten werden, dass der Beschuldigte im Zeitraum 
vom 12. Dezember 2012 bis am 26. Mai 2016 rund 331 Filme und 2'754 Bilder mit 
pornografischem Inhalt aus dem Internet bzw. von den P2P-Tauschbörsen «eMu-
le» und «Vuze» heruntergeladen hat, wobei diese während des Herunterladens 
von den besagten P2P-Tauschbörsen sowie danach (solange sie sich in einem 
entsprechend verknüpften Ordner befanden) für andere, unbekannte Internetnutzer 
verfügbar waren. Diese Funktionsweise war dem Beschuldigten bekannt und es 
war ihm bewusst, dass ein unbekannter Personenkreis (darunter auch unter 16-
Jährige) auf diese Dateien Zugriff hatte. Die fraglichen Erzeugnisse wurden indes 
zum Eigenkonsum heruntergeladen und im fraglichen Zeitraum vom Beschuldigten 
auch konsumiert, wobei in dubio pro reo davon auszugehen ist, dass die vor dem 
1. Juli 2014 beschafften Erzeugnisse ab diesem Datum nicht mehr konsumiert 
wurden. Eine effektive Weitergabe an Dritte ist nicht erstellt.

17

IV. Rechtliche Würdigung

13. Theoretische Grundlagen 

Betreffend die Ausführungen zum anwendbaren Recht sowie die theoretischen 
Grundlagen zum Tatbestand der Pornografie kann auf die korrekten und ausführli-
chen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 17 ff. der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung, pag. 781 ff.).

Der guten Ordnung halber sind folgende Ergänzungen bzw. Wiederholungen ange-
zeigt: Der Begriff der Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 1 (a)StGB setzt ein 
Zweifaches voraus: Zum einen müssen die Darstellungen und Darbietungen objek-
tiv betrachtet darauf angelegt sein, den Konsumenten sexuell aufzureizen. Zum 
anderen ist erforderlich, dass die Sexualität so stark aus ihren menschlichen und 
emotionalen Bezügen herausgetrennt wird, dass die jeweilige Person als ein blos-
ses Sexualobjekt erscheint, über das nach Belieben verfügt werden kann. Das se-
xuelle Verhalten wird dadurch vergröbert und aufdringlich in den Vordergrund 
gerückt. Darstellungen sexueller Praktiken, welche körperliche Gewalttätigkeiten 
unter Erwachsenen miteinschliessen, wie namentlich sadistische oder masochisti-
sche Praktiken, sind verbotene harte Pornografie. Blosse Tätlichkeiten genügen je-
doch nicht, um als körperliche Gewalttätigkeiten zu gelten. Der Begriff der Gewalt 
ist eng auszulegen, leichte und einvernehmliche spielerische Gewalt rechtfertigt die 
Qualifikation ebenso wenig wie einvernehmliche Fesselspiele. Hingegen ist jede 
erniedrigende Form von Gewalt tatbestandsmässig, auch wenn sie nicht schmer-
zintensiv ist. Um (sexuelle) Gewaltdarstellung handelt es sich auch dann, wenn die 
Filmszene erkennbar gestellt und überdies schlecht gespielt ist (ISENRING/KESSLER, 
in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N 26 zu Art. 197 StGB). 

Der seit dem 1. Juli 2014 in Kraft stehende Pornografieartikel unterscheidet zwi-
schen nicht tatsächlichen und tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjähri-
gen. Der Begriff «nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen» meint 
den sog. virtuellen Kindsmissbrauch und zielt auf Sachverhalte ab, in welchen die 
sexuellen Handlungen mit gestalterischen oder elektronischen Mitteln dargestellt 
werden. Als «nicht tatsächlich» dürften zweifelsohne Zeichnungen, Comics oder 
Animationsfilme etc. ohne Teilnahme von realen minderjährigen Darstellern gelten 
(vgl. ISENRING/KESSLER, a.a.O., N 22d zu Art. 197 StGB). Derartige Darstellungen 
waren allerdings bereits unter dem alten Recht strafbar (vgl. Botschaft zur Geneh-
migung des Übereinkommens des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexuel-
ler Ausbeutung und sexuellem Missbrauch [Lanzarote-Konvention] sowie zu seiner 
Umsetzung [Änderung des Strafgesetzbuchs], Botschaft BBl 2012 7571 ff. 
S. 7616). Die «tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen» betreffen 
hingegen sexuelle Handlungen unter Einbezug von realen minderjährigen Perso-
nen. Ob das fotografierte Kind oder die minderjährige Person selbst den Bezug zur 
Sexualität erkannt hat oder erkennen kann, ist für die Qualifikation als harte Porno-
grafie ohne Bedeutung. Ebenso wenig ist entscheidend, ob der Fotograf selber da-
bei sexuelle Erregung verspürt. Ein Werk ist jedenfalls dann als kinderpornogra-
fisch zu betrachten, wenn daraus ersichtlich ist, dass seine Herstellung in der 

18

Schweiz nach Art. 187 StGB strafbar wäre (vgl. ISENRING/KESSLER, a.a.O., N 22d 
zu Art. 197 StGB).

14. Vorbemerkung

Unter die Kategorie der «deliktsspezifischen Präferenzindikatoren» fallen insbe-
sondere diejenigen Erzeugnisse, die Verbotenes enthalten könnten («Graube-
reich»). Es kann jedoch auch sein, dass darunter Erzeugnisse fallen, die nicht ver-
boten sind, aber Hinweise auf die Präferenz geben (vgl. etwa Urteil des Oberge-
richts des Kantons Bern SK 20 178 vom 9. Februar 2021 Ziff. 6.). Sofern nachfol-
gend von strafbaren Erzeugnissen mit Präferenzindikatoren gesprochen wird, ist 
damit nur derjenige Teil der fraglichen Erzeugnisse gemeint, welcher von der 
Staatsanwaltschaft als strafbar ausgeschieden und vom Beschuldigten in der Folge 
anerkannt bzw. nicht bestritten wurde (10% der diesbezüglichen Erzeugnisse, pag. 
20, pag. 129 ff. und pag. 530).

15. Zur Tathandlung des «Konsums»

15.1 Oberinstanzliche Vorbringen der Parteien

Die Generalstaatsanwaltschaft bringt hierzu im Wesentlichen vor, entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz seien auch diejenigen Erzeugnisse zu berücksichtigen, 
welche in der Zeit vom 12. Dezember 2012 bis zum 1. Juli 2014 beschafft worden 
seien. Die Bestimmung von Art. 197 Abs. 5 StGB ziele auf die lückenlose Strafbar-
keit des Konsums harter Pornografie ab. Zur Erfüllung des Tatbestandes reiche der 
blosse (auch besitzlose) Konsum von derartigen Darstellungen. Ein vorgängiger 
Besitz, eine vorherige Beschaffung oder gar Herstellung werde nicht vorausgesetzt. 
Entscheidend sei vorliegend nicht, wann der Beschuldigte die Dateien beschafft 
habe, sondern einzig, ob er die Dateien auch nach dem 1. Juli 2014 konsumiert 
habe. Andernfalls erfolge eine Privilegierung von Tätern, welche harte Pornografie 
vor diesem Datum beschafft hätten und nach dem Inkrafttreten von Art. 197 Abs. 5 
StGB konsumieren würden. Eine solche Privilegierung sei willkürlich und wider-
spreche dem Gesetzeszweck einer lückenlosen Strafbarkeit jeglichen Konsums 
von harter Pornografie diametral. Im vorliegenden Fall habe der Beschuldigte die 
heruntergeladenen Bilder und Filme bewusst abgespeichert, (zumindest teilweise) 
bearbeitet und wiederholt in seinem Schlafzimmer angeschaut. Vor diesem Hinter-
grund sei es als erstellt anzusehen, dass er die Dateien, welche er vor dem 1. Juli 
2014 beschafft habe, auch noch in der Zeit vom 1. Juli 2014 bis 26. Mai 2016 kon-
sumiert habe (pag. 850 f.).

Die Verteidigung bringt vor, es sei der Generalstaatsanwaltschaft grundsätzlich 
beizupflichten, dass der Konsum der vor dem 1. Juli 2014 beschafften strafbaren 
Pornografie nicht von der Strafbarkeit ausgeschlossen sei. Es sei in dubio aller-
dings davon auszugehen, dass der Beschuldigte die vor dem 1. Juli 2014 beschaff-
ten Erzeugnisse harter Pornografie nicht erst am 1. Juli 2014 oder später konsu-
miert habe (pag. 862).

19

15.2 Gesetzliche und theoretische Grundlagen

Nach Art. 197 aStGB in seiner bis zum 30. Juni 2014 geltenden Fassung war der 
blosse Konsum harter Pornografie noch straffrei (vgl. ISENRING/KESSLER, a.a.O., 
N 14a zu Art. 197 StGB; Botschaft BBl 2012 7571 ff., S. 7618 und 7624). Die Be-
stimmung des Art. 197 aStGB wurde im Zuge der Umsetzung des Übereinkom-
mens des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und se-
xuellem Missbrauch (Lanzarote-Konvention, SR 0.311.40) mit Wirkung auf den 
1. Juli 2014 neu geordnet, in ihrem Anwendungsbereich ausgeweitet und die Straf-
drohung der Tatbestände teils verschärft (vgl. Botschaft BBl 2012 7571 ff., S. 7617 
ff). 

Gemäss dem aktuellen – per 1. Juli 2014 in Kraft gesetzten – Art. 197 Abs. 5 StGB 
macht sich der Pornografie schuldig, wer Gegenstände oder Vorführungen im Sin-
ne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten un-
ter Erwachsenen oder nicht tatsächlich sexuelle Handlungen mit Minderjährigen 
zum Inhalt haben, konsumiert oder zum eigenen Konsum herstellt, einführt, lagert, 
erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt. Haben 
die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minder-
jährigen zum Inhalt, so ist gemäss Satz 2 von Art. 197 Abs. 5 StGB eine höhere 
abstrakte Strafandrohung vorgesehen. Nach Art. 197 Abs. 5 StGB ist nunmehr 
auch der besitzlose Konsum harter Pornographie erfasst, der nach altem Recht als 
solcher straflos war. Dadurch soll auch diejenige Person, die Kinderpornografie on-
line betrachtet, ohne Inhalte herunterzuladen, bestraft werden können. Hiermit er-
gibt sich gemäss Botschaft eine Erweiterung der Strafbarkeit und es soll eine mög-
lichst lückenlose Strafbarkeit des Konsums harter Pornografie erzielt werden (vgl. 
Botschaft BBl 2012 7571 ff., S. 7618). Von Konsum kann in objektiver Hinsicht al-
lerdings nur dann gesprochen werden, wenn der visuelle Kontakt mit dem fragli-
chen pornografischen Erzeugnis eine gewisse Intensität aufweist (vgl. ISEN-
RING/KESSLER, a.a.O., N 52m zu Art. 197 StGB). Konsum liegt gemäss GEOR-
GES/OMLIN beim Besuchen einer einschlägigen Filmvorführung, beim Durchblättern 
einschlägiger Zeitschriften oder beim eingehenderen Betrachten entsprechender 
Dateien im Internet vor (GEORGES/OMLIN, «Genesis», Pornographie & Internet, Ei-
ne Würdigung der neuen Rechtslage gestützt auf die Erfahrungen im Kanton Lu-
zern, in: AJP 2003, S. 1382). ISENRING/KESSLER wollen den «Konsum» hingegen 
nur dann als objektiv tatbestandsmässig akzeptieren, wenn der Betrachter zugleich 
sexuell erregt worden ist (a.a.O., N 52m zu Art. 197 StGB).

In subjektiver Hinsicht ist beim Täter Vorsatz gefordert, wobei Eventualvorsatz aus-
reicht. Der Vorsatz muss sich auch auf das normative Tatbestandselement «porno-
grafisch» beziehen. Dem subjektiven Erfordernis des Wissens des Täters ist 
Genüge getan, wenn der Täter den Tatbestand so verstanden hat, wie es der land-
läufigen Anschauung eines Laien entspricht (ISENRING/KESSLER, a.a.O., N 76 zu 
Art. 197 StGB).

15.3 Subsumtion 

Sachverhaltsmässig ist erstellt, dass auf den im Rahmen der Hausdurchsuchung 
sichergestellten Datenträgern des Beschuldigten eine Vielzahl an Filmen und Bil-

20

dern aufgefunden wurden, welche Darstellungen von tatsächlichen sexuellen 
Handlungen mit Minderjährigen, Darstellungen von nicht tatsächlichen (virtuellen) 
sexuellen Handlungen mit Minderjährigen, Darstellungen von sexueller Gewalt, von 
sexuellen Handlungen mit Tieren sowie Darstellungen mit strafbaren Präferenzindi-
katoren (10% der Erzeugnisse mit Präferenzindikatoren, vgl. pag. 530) zeigen 
(vgl. auch die sich in den Akten befindlichen Auswahlkataloge, pag. 28 ff.). Bei den 
inkriminierten Darstellungen handelt es sich unbestrittenermassen um harte Porno-
grafie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 StGB. Die Erzeugnisse wurden vom Beschul-
digten unbestrittenermassen aktiv konsumiert, indem er sich diese zu Gemüte führ-
te bzw. diese teilweise bearbeitete, damit er sie – eigenen Angaben zufolge – auch 
in seinem Schlafzimmer abspielen und damit konsumieren konnte. Die Vorinstanz 
hat zu Recht festgehalten, dass es naheliegend bzw. offensichtlich erscheint, dass 
sich der Beschuldigte durch das Betrachten respektive den Konsum der pornogra-
fischen Erzeugnisse sexuell hat stimulieren wollen – selbst wenn es aufgrund sei-
ner krankheitsbedingten Einschränkungen (Hodenkrebs) gar nicht zur Erektion sei-
nes Gliedes gekommen sein soll. 

Wann die fraglichen Erzeugnisse effektiv heruntergeladen bzw. im rechtlichen Sin-
ne «beschafft» wurden, ist für die Frage der Strafbarkeit des Konsums nicht rele-
vant. Entscheidend ist, ob der Beschuldigte die teilweise auch vor dem 1. Juli 2014 
beschafften Erzeugnisse auch nach dem 1. Juli 2014 noch konsumiert hat. Wären 
lediglich die ab dem 1. Juli 2014 beschafften Erzeugnisse für die Strafbarkeit rele-
vant, würde dies – wie die Generalstaatsanwaltschaft zu Recht vorbringt – zu einer 
Privilegierung derjenigen Täter bzw. Täterinnen führen, welche harte Pornografie 
vor diesem Datum beschafft haben und nach Inkrafttreten des revidierten Art. 197 
Abs. 5 StGB konsumieren. Ein effektiver Konsum der vor dem 1. Juli 2014 be-
schafften Erzeugnisse ab diesem Datum liess sich allerdings beweismässig nicht 
erstellen (vgl. Ziff. 11.4 und 12. hiervor), womit von den ab dem 1. Juli 2014 be-
schafften Erzeugnisse auszugehen ist. Der Beschuldigte hat die strafbaren porno-
grafischen Erzeugnisse wissentlich und willentlich konsumiert, er handelte dem-
nach direktvorsätzlich. Sofern er die beschafften pornografischen Erzeugnisse al-
lenfalls vor dem 1. Juli 2014 konsumiert hat, bleibt er straflos.

Damit erfüllte der Beschuldigte den (objektiven und subjektiven) Tatbestand von 
Art. 197 Abs. 5 StGB. Rechtfertigungs- und/oder Schuldausschliessungsgründe 
liegen keine vor. Der Beschuldigte ist demnach der Pornografie durch Konsum der 
im Zeitraum vom 1. Juli 2014 bis 26. Mai 2016 beschafften Filme und Bilder mit 
strafbaren pornografischen Inhalten schuldig zu erklären. 

16. Zur Tathandlung des «Zugänglichmachens»

16.1 Oberinstanzliche Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft bringt hierzu zusammengefasst vor, dass es auf-
grund der dem Beschuldigten bekannten Funktionsweise der P2P-Tauschplattform 
«eMule» unumgänglich gewesen sei, die Filme und Bilder beim Herunterladen 
gleichzeitig einem ihm unbekannten und nicht nach Altersgrenzen abgrenzbaren 
Personenkreis zugänglich zu machen, was er demnach auch gewusst habe. Es sei 
ihm auch bestens bekannt gewesen, dass die Tauschplattform keine Alterskontrolle 

21

durchführe und der Zugang damit ohne Weiteres auch Personen unter 16 Jahren 
offenstehe. Damit habe das Zugänglichmachen der gemäss Urteilsdispositiv Ziff. 
III.1. beschafften Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt an Personen unter 16 
Jahren für den Beschuldigten eine notwendige Voraussetzung zur Erreichung des 
eigentlichen Handlungszieles dargestellt, womit er diesbezüglich mit direktem Vor-
satz gehandelt habe. Es möge sein, dass er diesen Erfolg eigentlich nicht ge-
wünscht habe, doch könne er nicht die Konsequenzen seines Handelns, die ihm 
als unausweichlich erscheinen würden, nur deshalb aus seinem Verwirklichungs-
willen ausklammern, weil sie ihm unangenehm seien. Der Beschuldigte habe sich 
demnach ebenfalls der Pornografie durch Zugänglichmachen der gemäss Urteils-
dispositiv Ziff. III.1. beschafften Filme und Bilder mit pornografischem Inhalt an 
Personen unter 16 Jahren schuldig gemacht. Indes sei er für den identischen Zeit-
raum bereits rechtskräftig der Pornografie, mehrfach begangen durch Zugänglich-
machen der identischen Filme und Bilder an unbekannte Nutzer im Sinne von Art. 
197 Abs. 4 StGB schuldig gesprochen worden. Dieser Schuldspruch gehe einer 
Verurteilung gemäss Art. 197 Abs. 1 StGB vor, womit das Zugänglichmachen von 
pornografischen Erzeugnissen an Personen unter 16 Jahren durch den rechtskräf-
tigen Schuldspruch gemäss Art. 197 Abs. 4 StGB konsumiert werde und kein zu-
sätzlicher Schuldspruch zu ergehen habe (pag. 849 f.).

16.2 Oberinstanzliche Vorbringen der Verteidigung

Die Verteidigung entgegnet hierzu im Wesentlichen, es sei in der vorliegenden 
Konstellation ganz generell fraglich, ob von einer «Zugänglichmachung» von straf-
barer Pornografie gesprochen werden könne. Der Beschuldigte habe die strafbare 
Pornografie mit Hilfe der frei zugänglichen Filesharing-Programme «eMule» und 
«Vuze» heruntergeladen. Diese Programme würden keineswegs hauptsächlich 
dem Austausch von Pornografie dienen. Der Beschuldigte habe stets glaubhaft 
versichert, dass er dem Netzwerk nie aktiv Daten zur Verfügung gestellt habe. Hier-
für seien im Rahmen der Strafuntersuchung denn auch keine Hinweise gefunden 
worden. Die Anschuldigung des angeblichen Zugänglichmachens von Pornografie 
beruhe lediglich auf dem systembedingten Umstand, dass beim Herunterladen ei-
ner Datei genau diese Datei gleichzeitig zum Download für die Mitglieder des 
Netzwerkes zur Verfügung gestellt werde. Dies jedoch nur während des effektiven 
Downloads, also während einer relativ kurzen Zeit und zudem ausschliesslich für 
Personen, welche ebenfalls dasselbe File-Sharing-Programm installiert hätten. 
Gemäss Basler Kommentar führe die Publikation von pornografischen Inhalten im 
Internet in der Regel dazu, dass die entsprechenden Dateien auch von Personen 
unter 16 Jahren abgerufen werden können. Hierfür sei ein Bereitstellen im Upload-
Ordner eines Filesharing-Netzwerkbetreibers ausreichend. Genau dies habe der 
Beschuldigte aber nicht gemacht; er habe seine Dateien nie im Upload-Ordner von 
«eMule» und «Vuze» bereitgestellt, geschweige denn habe er sie im Internet publi-
ziert. Damit sei der Tatbestand der Pornografie durch Zugänglichmachen von Fil-
men und Bildern mit strafbarer Pornografie weder im Sinne von Art. 197 Abs. 1 
noch im Sinne von Art. 197 Abs. 4 StGB erfüllt (pag. 861 f.). Gemäss herrschender 
Lehre sei schliesslich von echter Konkurrenz zwischen Art. 197 Abs. 1 und 4 StGB 
auszugehen (pag. 873).

22

16.3 Gesetzliche und theoretische Grundlagen

Gemäss dem aktuellen Art. 197 Abs. 1 StGB macht sich der Pornografie schuldig, 
wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Ge-
genstände solcher Art oder pornografische Vorführungen einer Person unter 16 
Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernse-
hen verbreitet. Nach Art. 197 Abs. 4 StGB macht sich demgegenüber schuldig, wer 
Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen 
mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche 
sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, herstellt, einführt, la-
gert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich 
macht, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, 
wobei eine höhere Sanktion droht, wenn die Gegenstände oder Vorführungen 
tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben.

Art. 197 Abs. 1 StGB erfasst sämtliche privaten und öffentlichen Handlungen, durch 
die unter 16-jährigen Personen bewusst die Möglichkeit eingeräumt wird, in Kontakt 
mit Pornografie zu kommen, sei es auch durch deren eigenes Zutun. Ob der Ju-
gendliche vom pornografischen Inhalt tatsächlich Kenntnis nimmt, ist irrelevant. 
Das Angebot an einen unbestimmten Personenkreis genügt, sofern nicht wirksame 
Massnahmen getroffen werden, um auszuschliessen, dass auch unter 16-Jährige 
davon Gebrauch machen können. Die Publikation von pornographischen Inhalten 
im Internet führt in der Regel dazu, dass die entsprechenden Text-, Bild-, Video- 
oder Tondateien auch von Personen unter 16 Jahren abgerufen werden können, 
sodass sie auf diese Weise zugänglich gemacht werden (Urteil des BGer 
6S.26/2005 vom 3. Juni 2005 E. 3; BGE 131 IV 64 E. 10.1.2; HEIMGARTNER, Wei-
che Pornographie im Internet, in: AJP 12/2005, S. 1488 f.; ISENRING/KESSLER, 
a.a.O., N 33 ff. zu Art. 197 StGB). Zur Erfüllung des Tatbestandsmerkmales des 
«Zugänglichmachens» genügt es etwa auch, wenn der Täter einem Kind oder Ju-
gendlichen unter 16 Jahren, und sei es nur durch das Bereitstellen im Upload-
Ordner im Rahmen eines Filesharing-Netzwerkes (P2P-Filesharing), die Möglich-
keit eröffnet, sich durch sinnliche Wahrnehmung vom strafrechtlich relevanten In-
halt Kenntnis zu verschaffen (Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 09 64 
vom 31. März 2010 E. V.1; BGE 131 IV 64 E. 10.1.2; vgl. auch ISENRING/KESSLER, 
a.a.O., N 34 und 52i zu Art. 197 StGB). Einem Zugänglichmachen können echte 
Zugriffsschranken entgegenstehen. Das Anbringen eines Warnhinweises auf einer 
Internetseite, der durch blosses Anklicken zum Verschwinden gebracht werden 
kann, stellt indes keine wirksame Barriere dar (BGE 131 IV 64 E. 10.3). «Zugäng-
lich» ist auch eine Internetseite, die eine Registrierung verlangt, ohne dass das Al-
ter des Besuchers überprüft wird (vgl. TRECHSEL/BERTOSSA, a.a.O., N 7 zu Art. 197 
StGB; Urteil des BGer 6S.26/ 2005 E. 3.1). 

Das Zugänglichmachen von pornografischen Erzeugnissen an Personen unter 16 
Jahren war indes bereits unter altem – bis zum 30. Juni 2014 geltenden – Recht 
strafbar (Art. 197 Ziff. 1 aStGB). Art. 197 Abs. 4 StGB unterscheidet – wie in Ziff. 
13. hiervor bereits erwähnt – nunmehr explizit zwischen nicht tatsächlichen und 
tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen (vgl. ISENRING/BERTOSSA, 
a.a.O., N 10b zu Art. 197 StGB m.w.H.), wobei beide Varianten bereits unter dem 

23

alten Recht strafbar waren (Art. 197 Ziff. 3 aStGB, vgl. Botschaft BBl 2012 7571 ff., 
S. 7616).

In subjektiver Hinsicht ist wiederum Vorsatz gefordert, wobei Eventualvorsatz 
genügt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt Eventualvorsatz vor, 
«wenn sich dem Täter der Erfolg seines Verhaltens als so wahrscheinlich aufdräng-
te, dass sein Verhalten vernünftigerweise nur als Inkaufnahme dieses Erfolges 
ausgelegt werden kann» (vgl. BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; Urteil des BGer 6B_526/2020 
vom 24. Juni 2021 E. 1.2.1.). Die innere Einstellung des Täters und seine Beweg-
gründe sind anhand äusserlich feststellbarer Indizien und Erfahrungsregeln zu be-
urteilen. Zu den äusseren Umständen, aus denen der Schluss gezogen werden 
kann, der Täter habe den Erfolg in Kauf genommen, zählt die Grösse des dem 
Täter bekannten Erfolgsrisikos und die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung. Je 
wahrscheinlicher die Verwirklichung des Erfolgs erscheint und je schwerer die 
Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto eher darf gefolgert werden, der Täter habe 
die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen. Das Gericht darf vom Wissen 
des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs 
als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzuneh-
men, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann 
(vgl. BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; BGE 134 IV 26 E. 3.2.2; BGE 133 IV 9 E. 4.1; 
BGE 133 IV 222 E. 5.3).

16.4 Subsumtion

Bei den vom Beschuldigten über «eMule» und «Vuze» heruntergeladenen bzw. im 
rechtlichen Sinne «beschafften» Erzeugnissen (rund 331 Filme und 2'754 Bilder) 
handelt es sich unbestrittenermassen um solche verbotenen pornografischen In-
halts, was der Beschuldigte im Rahmen des Strafverfahrens eingeräumt hat, ihm 
mithin bewusst war. Während des Downloads über die besagten P2P-
Tauschbörsen machte er die fraglichen Erzeugnisse systembedingt einem ihm un-
bekannten und nicht nach Altersgrenzen abgrenzbaren Personenkreis zugänglich, 
zumal für die Nutzung besagter P2P-Tauschbörsen zu keinem Zeitpunkt Altersan-
gaben der Nutzer angefragt oder überprüft wurden. Daran vermag nichts zu än-
dern, dass diese Programme nicht nur dem Austausch von Pornografie dienen und 
die fraglichen Dateien auch ohne das systembedingte Zugänglichmachen verfüg-
bar waren. Auch konnte kein effektiver Zugriff durch andere P2P-Nutzer nachge-
wiesen werden, was für die objektive Strafbarkeit gemäss Art. 197 Ziff. 1 aStGB 
bzw. Art. 197 Abs. 1 StGB und Art. 197 Ziff. 3 aStGB bzw. Art. 197 Abs. 4 StGB 
aber ohnehin nicht erforderlich ist. Dem unbekannten Personenkreis muss lediglich 
die Möglichkeit eingeräumt werden, in Kontakt mit den fraglichen Erzeugnissen zu 
kommen. Damit erfüllte der Beschuldigte den objektiven Tatbestand dieser 
Bestimmungen. 

Gemäss seinen eigenen Aussagen wusste der Beschuldigte um die systembeding-
te Funktionsweise der benutzten P2P-Tauschbörsen «eMule» und «Vuze». Er be-
absichtigte die Weiterverbreitung bzw. das Zugänglichmachen der Filme und Bilder 
mit strafbarem pornografischen Inhalt an die ihm unbekannten Internetnutzer (dar-
unter auch Personen unter 16 Jahren) zwar nicht direkt, nahm solches aber ohne 
Weiteres in Kauf, um sein eigentliches Handlungsziel, den Download der pornogra-

24

fischen Erzeugnisse zum Eigenkonsum, zu erreichen. Dabei ist in Bezug auf den 
Vorsatz des Beschuldigten keine Unterscheidung hinsichtlich des Alters der unbe-
kannten Dritten zu machen, da die benutzten P2P-Plattformen keine Altersangaben 
anfragen oder überprüfen, womit letztlich keine Zugangsbeschränkungen bestan-
den, was dem Beschuldigten als regelmässiger Nutzer ebenfalls bekannt sein 
musste. Nach dem Gesagten ist dem Beschuldigten zuzugestehen und es wird bei 
der Beurteilung des Verschuldens im Rahmen der Strafzumessung zu berücksich-
tigen sein, dass das Zugänglichmachen der strafbaren Inhalte an Dritte (darunter 
auch an unter 16-Jährige) für ihn überhaupt nicht im Vordergrund stand. Für die 
rechtliche Würdigung ist dies allerdings nicht relevant. Damit ist auch der subjektive 
Tatbestand erfüllt. Rechtfertigungs- und Schuldausschliessungsgründe sind keine 
ersichtlich. 

Der Beschuldigte ist demnach wegen Pornografie, begangen in der Zeit vom 
12. Dezember 2012 bis zum 26. Mai 2016 in C.________ und andernorts durch 
Zugänglichmachen einer Vielzahl der beschafften Filme und Bilder mit strafbarem 
pornografischem Inhalt (insgesamt rund 331 Filme und 2'754 Bilder) an unbekann-
te Nutzer sowie an Personen unter 16 Jahren schuldig zu erklären (vgl. allerdings 
die nachfolgenden Ausführungen in Ziff. 16. hiernach).

17. Konkurrenzen

Die Konkurrenzregeln im Strafrecht sollen bei mehrfacher Verwirklichung von Straf-
taten bestimmen, nach welchen Strafnormen ein Täter bzw. eine Täterin genau zu 
bestrafen ist. Erfüllt jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Straf-
tatbestände, die jedoch umfassend durch einen einzelnen Straftatbestand abgegol-
ten werden, können die weiteren Strafnormen nicht zur Anwendung gelangen und 
es darf diesbezüglich kein Schuldspruch erfolgen (sog. unechte Konkurrenz; 
vgl. BUNDI, Der Straftatbestand der Pornografie in der Schweiz – mit rechtsverglei-
chendem Blick auf Deutschland und die USA, Diss. Bern 2008, S. 139; ACKER-
MANN, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N 49 ff. zu Art. 49 
StGB m.w.H.). Erfüllt der Täter durch sein Verhalten demgegenüber verschiedene 
Tatbestände, die nicht in einem Ausschlussverhältnis zueinanderstehen, hat ein 
Schuldspruch hinsichtlich eines jeden Tatbestands zu erfolgen (sog. echte Konkur-
renz, vgl. ACKERMANN, a.a.O., N 72 zu Art. 49 StGB; TRECHSEL/NOLL/PIETH, 
Schweizerisches Strafrecht – Allgemeiner Teil I, 7. Aufl. 2017, S. 278).

Betreffend die Frage der Konkurrenz zwischen Art. 197 Ziff. 1 und 3 aStGB (in Kraft 
bis 30. Juni 2014) bzw. Art. 197 Abs. 1 und 4 StGB (in Kraft ab 1. Juli 2014) gehen 
die Lehrmeinungen auseinander. Der überwiegende Teil der Lehre vertritt die Auf-
fassung, dass die beiden Normen bzw. Absätze in echter Konkurrenz zueinander-
stehen, da sie nicht dieselben Rechtsgüter umfassen würden und damit von einem 
zusätzlichen Unrechtsgehalt auszugehen sei (vgl. beispielhaft: TRECH-
SEL/BERTOSSA, a.a.O., N 23 zu Art. 197 StGB; SCHEIDEGGER, in: StGB-Kommentar, 
N 24 zu Art. 197 StGB; STRATENWERTH/WOHLERS, Handkommentar Schweizeri-
sches Strafgesetzbuch, 3. Aufl. 2013, N 1 zu Art. 197 StGB; DONATSCH, Zürcher 
Grundrisse des Strafrechts – Strafrecht III, 11. Aufl. 2018, S. 585; ACKER-
MANN/VOGLER/BAUMANN/EGLI, Strafrecht Individualinteressen, S. 442; BUNDI, 

25

a.a.O., S. 140; a.A. demgegenüber ISENRING/KESSLER, a.a.O., N 74 zu Art. 197 
StGB; GODENZI, in: Handkommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 
2020, N 5 zu Art. 197 StGB). Das Obergericht des Kantons Bern hat diesbezüglich 
– in Anwendung des Art. 197 StGB in seiner bis zum 30. Juni 2014 geltenden Fas-
sung – bereits festgehalten, dass echte Konkurrenz vorliege, wenn verbotene Por-
nografie gleichzeitig Dritten und Personen unter 16 Jahren zugänglich gemacht 
werde (Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 09 64 vom 31. März 2010 
Ziff. VII.2.2.).

Die Ausführungen im besagten Urteil haben nach Ansicht der Kammer nach wie 
vor Geltung. Wer harte Pornografie Personen unter 16 Jahren zugänglichmacht, 
verletzt die vom Gesetzgeber verfolgten Zwecke und unterschiedlichen Rechts-
güter, nämlich einerseits den Schutz von Kindern und Jugendlichen und anderer-
seits den allgemeinen Schutz vor der Gefahr der korrumpierenden Wirkung harter 
Pornografie in zweifacher Hinsicht. Es ist deshalb in Übereinstimmung mit den Er-
wägungen im Urteil des Obergerichts SK 09 64 davon auszugehen, dass beide Zif-
fern bzw. Absätze (Art. 197 Ziff. 1 und 3 aStGB bzw. Art. 197 Abs. 1 und 4 StGB) in 
echter Konkurrenz zueinanderstehen, da sie eben nicht dieselben Rechtsgüter um-
fassen und von einem zusätzlichen Unrechtsgehalt auszugehen ist. Eine abwei-
chende Betrachtungsweise rechtfertigt sich auch mit Blick auf die Anwendung des 
revidierten Art. 197 StGB nicht, wurde besagter Artikel im Zuge der Umsetzung der 
Lanzarote-Konvention doch in seinem Anwendungsbereich ausgeweitet und die 
Strafdrohung der Tatbestände mehrheitlich verschärft (vgl. Botschaft BBl 2012 
7571 ff., S. 7617 ff.; ISENRING/KESSLER, a.a.O., N 2 ff. zu Art. 197 StGB). 

Betreffend die übrigen im vorliegenden Fall relevanten Absätze des Tatbestands 
der Pornografie (Beschaffen: Art. 197 Ziff. 3 a StGB / Art. 197 Abs. 5 StGB, Kon-
sum: straffrei nach aStGB / Art. 197 Abs. 5 StGB, Herstellung: Art. 197 Ziff. 3 
aStGB / Art. 197 Abs. 5 StGB und Besitz: Art. 197 Ziff. 3bis aStGB / Art. 197 Abs. 5 
StGB) kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 28 der erst-
instanzlichen Urteilsbegründung, pag. 792).

V. Strafzumessung

18. Anwendbares Recht

Am 1. Januar 2018 sind die revidierten Bestimmungen des allgemeinen Teils des 
StGB in Kraft getreten. Hat der Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttre-
ten des neuen Strafgesetzbuches begangen, erfolgt die Beurteilung aber erst 
nachher, so ist gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB das neue Gesetz anzuwenden, wenn 
dieses für ihn das mildere ist. Der Vergleich der Schwere verschiedener Strafnor-
men ist nach der sog. konkreten Methode vorzunehmen, wonach sich umfassende 
Beurteilungen des Sachverhalts nach altem und nach neuem Recht gegenüberzu-
stellen sind. Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe Tat nur entweder das 
alte oder das neue Recht. Eine kombinierte Anwendung der beiden Rechte ist aus-
geschlossen. Hat der Täter mehrere selbständige strafbare Handlungen begangen, 
so ist in Bezug auf jede einzelne Handlung gesondert zu prüfen, ob das alte oder 
das neue Recht milder ist. Gegebenenfalls ist eine Gesamtstrafe zu bilden 

26

(vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.2.3). Ausschlaggebend ist, nach welchem der beiden 
Rechte der Täter für die gerade zu beurteilende Tat besser wegkommt (BGE 134 
IV 82 E. 6.2.1; BGE 126 IV 5 E. 2c). Der Gesetzesvergleich hat sich ausschliesslich 
nach objektiven Gesichtspunkten zu richten (BGE 134 IV 82 E. 6.2.2). Massgebend 
ist dabei das Ausmass der mit einer Sanktion verbundenen Beschränkung der per-
sönlichen Freiheiten, namentlich der Bewegungsfreiheit, des Eigentums, der Ehre, 
der Betätigungsfreiheit und der Beziehungsfreiheit. Unter den möglichen Straffor-
men hat die Freiheitsstrafe als die strengste zu gelten, gefolgt von der Geldstrafe. 
Sind im Übrigen die Sanktionen im Einzelfall gleichwertig, so ist altes Recht anzu-
wenden (vgl. POPP/BERKEMEIER, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 
2019, N 20 zu Art. 2 StGB m.w.H.).

Der Beschuldigte beging die zu beurteilenden strafbaren Handlungen im Zeitraum 
vom 12. Dezember 2012 bis zum 26. Mai 2016 und damit vor Inkrafttreten des 
Strafgesetzbuches in der Fassung vom 1. Januar 2018. Während der Straftatbe-
stand der Pornografie anlässlich dieser Revision unverändert blieb, wurde mit den 
neu in Kraft getretenen Änderungen vor allem der Anwendungsbereich der Gelds-
trafe eingeschränkt (neu bis 180 Tagessätze statt bisher deren 360) und derjenige 
der Freiheitsstrafe ausgeweitet. Vorliegend erweist sich das neue Recht nicht als 
das mildere, beläuft sich doch – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – die schuld-
angemessene Strafe für das schwerste Delikt auf über 180 Strafeinheiten, so dass 
nur eine Freiheitsstrafe zur Diskussion stünde (vgl. Urteil des BGer 6B_1308/2020 
vom 5. Mai 2021 E. 4.3. sowie Urteile des Obergerichts des Kantons Bern SK 19 
96 vom 8. September 2020 Ziff. IV.1; SK 18 334/335 vom 12. September 2019, Ziff. 
IV.14 und SK 18 121 vom 10. September 2018, Ziff. 14; vgl. auch HEIMGARTNER, 
Kommentar Strafgesetzbuch/Jugendstrafgesetzbuch, 20. Aufl. 2018, N 7 zu Art. 34 
StGB). Daher ist integral das alte Recht (aStGB) anwendbar (Art. 2 Abs. 2 StGB e 
contrario).

19. Theoretische Ausführungen

Für die allgemeinen Grundlagen zur Strafzumessung und zur Gesamtstrafenbil-
dung kann auf die korrekten und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden (S. 29 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 793 f.).

20. Strafrahmen und Methodik im vorliegenden Fall

Entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist zunächst die schwerste 
Straftat anhand der abstrakten Strafandrohung zu bestimmen und alsdann die Ein-
satzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen (BGE 
144 IV 217 E. 3.5.1; Urteil des BGer 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 2.2). In 
einem zweiten Schritt ist die Einsatzstrafe aufgrund der weiteren Delikte in Anwen-
dung von Art. 49 Abs. 1 aStGB angemessen zu erhöhen.

Mit der Vorinstanz ist das Zugänglichmachen von harter Pornografie als abstrakt 
schwerstes Delikt als Ausgangspunkt der Strafzumessung zu nehmen. Der Straf-
rahmen reicht nach altem Recht von Geldstrafe (bis 360 Tagessätze) bis zu Frei-
heitsstrafe von drei Jahren (Art. 197 Ziff. 1 und 3 aStGB). Es kann bereits an dieser 
Stelle festgehalten werden, dass vorliegend eine Gesamtgeldstrafe ausgefällt wird 

27

(zur Wahl der Strafart, vgl. Ziff. 27.1 nachfolgend). Die festzulegende Einsatzstrafe 
für das Zugänglichmachen von harter Pornografie wird innerhalb des ordentlichen 
Strafrahmens um die Strafe für die Konsumhandlungen angemessen zu erhöhen 
sein (Art. 49 Abs. 1 aStGB), da vorliegend keine ausserordentlichen Umstände er-
sichtlich sind, welche ein Verlassen dieses Rahmens bedingen würden. 

Es ist im konkreten Fall nicht angezeigt, für jede einzelne strafbare Handlung eine 
hypothetische Strafe zu ermitteln (vgl. Urteil des BGer 6B_681/2013 vom 26. Mai 
2014 E. 1.3.3). Deshalb werden die vorliegenden Delikte zusammengefasst und 
ausnahmsweise gemeinsam beurteilt, da sie zeitlich und sachlich derart eng mit-
einander verknüpft sind, dass sie sich nicht sinnvoll auftrennen und für sich allein 
beurteilen lassen (vgl. Urteile des BGer 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 
1.2.2 und 6B_1011/2014 vom 16. März 2015 E. 4.4; vgl. auch POPP/BERKEMEIER, 
a.a.O., N 10 zu Art. 2 StGB).

Die Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältin-
nen und Staatsanwälte (VBRS) sehen für gewisse Deliktskategorien normierte 
Strafen vor. Die Kammer ist nicht an diese Richtlinien gebunden (vgl. Urteil des 
BGer 6B_510/2019 vom 8. August 2019 E. 4.3.), sie können jedoch als Orientie-
rungspunkte dienen. Die VBRS-Richtlinien enthalten auf S. 42 detaillierte Straf-
mass-Empfehlungen, die sowohl nach Erst- und Wiederholungsfall als auch nach 
Art und Anzahl der Erzeugnisse differenzieren.

21. Einsatzstrafe (Zugänglichmachen von Filmen und Bildern mit pornografi-
schem Inhalt an unbekannte Dritte, darunter auch Personen unter 16 Jahren)

Das Verbot strafbarer Pornografie soll die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung 
schützen. Als weiteres Hauptziel tritt der (vorbeugende) Jugendschutz hinzu. So 
soll das Verbot die ungestörte Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ermögli-
chen, aber auch erwachsene Verbraucher vor einer Nachahmung abhalten (ISEN-
RING/KESSLER, a.a.O., N 7 zu Art. 197 StGB; MENG, a.a.O., N 22 zu Art. 197). 

21.1 Objektive Tatkomponenten

Hinsichtlich der objektiven Tatkomponenten ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 
im Zeitraum vom 12. Dezember 2012 bis zum 26. Mai 2016 einen grossen Teil der 
beschafften 331 Filme und 2'754 Bilder unbekannten Nutzern, darunter auch Per-
sonen unter 16 Jahren, zugänglich gemacht hat. 2'233 Erzeugnisse hatten Darstel-
lungen von tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt (163 
Filme und 2'070 Bilder) und 120 Erzeugnisse (28 Filme und 92 Bilder) wiesen 
strafbare Präferenzindikatoren auf (10% der Erzeugnisse mit Präferenzindikatoren, 
vgl. pag. 530), womit – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – von insgesamt 
2'353 Erzeugnissen mit realer Kinderpornografie auszugehen ist. Nach Berücksich-
tigung der Duplikate verbleiben 1'603 Erzeugnisse (2'353 abzüglich 750 [1'500 Du-
plikate, pag. 19]).

Gemäss den VBRS-Richtlinien ist das Zugänglichmachen von Pornografie mit 
tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen (Untergruppe B2) bei ei-
nem Ersttäter ab 1'000 Erzeugnissen hinsichtlich Schweregrad als «sehr schwer» 
einzustufen und es hat in der Regel eine Anklage zu erfolgen (d.h. über 180 Stra-

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feinheiten). Zu berücksichtigen sind ferner die Art und Weise sowie das Ausmass 
der sexuellen Handlungen, die Anzahl der Opfer, das Alter der Minderjährigen und 
die Art der Erzeugnisse (Filme und/oder Fotos). 

Auszugehend ist vorliegend von 180 Strafeinheiten. Straferhöhend fällt ins Ge-
wicht, dass der Grenzwert von 1'000 Erzeugnissen um gut das Eineinhalbfache 
überschritten wurde. Nebst einer Vielzahl von Bildern sind ferner auch eine be-
trächtliche Anzahl an Filmen vorhanden. Unter den kinderpornografischen Bildern 
befinden sich nebst Bildern in eindeutigen Posen (vgl. etwa pag. 53) zudem auch 
solche mit konkreten sexuellen Handlungen wie Penetration und/oder Oralverkehr, 
wobei einige der abgebildeten Kinder sehr jung erscheinen (vgl. beispielhaft etwa 
pag. 31, pag. 37, pag. 52 und pag. 59). Die Kammer erachtet daher eine Erhöhung 
um 60 Strafeinheiten auf 240 Strafeinheiten als angezeigt. 

Nebst diesen Erzeugnissen mit Darstellungen realer Kinderpornografie hat der Be-
schuldigte weitere strafbare Pornografie der Untergruppe B1 einem unbekannten 
Personenkreis zugänglich gemacht (insgesamt 732 Erzeugnisse: 520 Bilder mit 
nicht tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen, 12 Bilder mit sexuel-
ler Gewalt und 200 Erzeugnisse, welche sexuelle Handlungen mit Tieren zeigten). 
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist für die Erzeugnisse der Untergruppe 
B1 und diejenigen der Untergruppe B2 keine Durchschnittsstrafe zu bilden, zumal 
der Beschuldigte nach dieser Vorgehensweise einen Straferlass dafür erhalten 
würde, dass er neben den Erzeugnissen der Untergruppe B2 zusätzlich noch sol-
che der Untergruppe B1 zugänglich gemacht hat. Für diese übrigen Erzeugnisse 
hat – mit Blick auf die Empfehlungen der VBRS-Richtlinien (Erstfall mit ca. 500-
1000 Erzeugnissen: 110 Strafeinheiten) – vielmehr eine Erhöhung um 80 Strafein-
heiten zu erfolgen. 

Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschuldigte grosse Mengen der fraglichen 
Erzeugnisse ebenfalls Personen unter 16 Jahren zugänglich gemacht hat. Relati-
vierend ist demgegenüber zu berücksichtigen, dass diese nicht direkt durch eige-
nes Zutun des Beschuldigten, sondern systembedingt über die Plattformen «eMu-
le» und «Vuze» zugänglich gemacht wurden. Eine besondere kriminelle Energie 
bzw. eine besonders verwerfliche Vorgehensweise kann dem Beschuldigten daher 
nicht attestiert werden. Nach Ansicht der Kammer hat für das Zugänglichmachen 
an unter 16-Jährige eine Erhöhung um 40 Strafeinheiten zu erfolgen.

Das objektive Tatverschulden wiegt mit 360 Strafeinheiten in Relation zum Straf-
rahmen insgesamt gerade noch leicht.

21.2 Subjektive Tatkomponenten

In subjektiver Hinsicht hat die Vorinstanz treffend ausgeführt, dass der Beschuldig-
te bezüglich des Zugänglichmachens der strafbaren pornografischen Erzeugnisse 
an unbekannte Dritte (darunter auch an Personen unter 16 Jahren) eventualvor-
sätzlich gehandelt hat, was insofern strafmindernd zu berücksichtigen ist. Die straf-
baren Erzeugnisse wurden zum Eigenkonsum, d.h. zur Befriedigung eigener sexu-
eller Lustbedürfnisse, heruntergeladen. Dies ist neutral zu werten. Gleiches gilt für 
die Tatsache, dass der Beschuldigte die kinderpornografischen Erzeugnisse eige-
nen Angaben zufolge nicht aufgrund pädophiler Neigungen, sondern aus Neugier-

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de und zum Stressabbau heruntergeladen hat (pag. 634). Eine verminderte Schuld-
fähigkeit wirkt sich reduzierend auf das Tatverschulden aus (Art. 19 Abs. 2 aStGB; 
BGE 136 IV 55). Gemäss dem schlüssigen und nachvollziehbaren Gutachten der 
Forensisch-Psychiatrischen Dienste (FPD) vom 26. November 2018 (pag. 607 ff.) 
litt der Beschuldigte tatzeitaktuell an einer Störung der Impulskontrolle (ICD-10 
F63.8) und seine Steuerungsfähigkeit war leichtgradig eingeschränkt, womit insge-
samt auch eine leichtgradige Einschränkung der Schuldfähigkeit vorgelegen hat 
(pag. 635, pag. 640). Der leichtgradigen Verminderung der Schuldfähigkeit ist mit 
einer Reduktion der Strafe Rechnung zu tragen. Insgesamt führen die subjektiven 
Tatkomponenten (einschliesslich Eventualvorsatz) zu einer markanten Verschul-
densminderung, mithin zu einer Reduktion der aufgrund des objektiven Tatver-
schuldens festgesetzten Ausgangsstrafe von 360 auf 240 Strafeinheiten.

21.3 Fazit Einsatzstrafe

Das Tatverschulden ist nach dem Gesagten – in Relation zum weiten Strafrahmen 
– insgesamt als leicht (im mittleren Bereich liegend) einzustufen. Als Einsatzstrafe 
für das Zugänglichmachen von pornografischen Erzeugnissen an unbekannte Drit-
te sowie an Personen unter 16 Jahren resultiert damit eine Einsatzstrafe von 240 
Strafeinheiten.

22. Asperation Handlungen zum Eigenkonsum 

22.1 Objektive Tatkomponenten

Daneben hat der Beschuldigte über einen längeren Zeitraum zum eigenen Konsum 
331 Filme und 2'754 Bilder, welche tatsächliche und nicht tatsächliche sexuelle 
Handlungen mit Minderjährigen (inkl. strafbare Präferenzindikatoren), sexuelle Ge-
walt unter Erwachsenen sowie sexuelle Handlungen mit Tieren zum Inhalt haben, 
beschafft, hergestellt, besessen und konsumiert (Konsum: sofern zwischen dem 
1. Juli 2014 und 26. Mai 2016 beschafft). Die VBRS-Richtlinien sehen bei Porno-
grafie der Untergruppe A2 (tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen) 
zum Eigenkonsum und einer Anzahl von über 1'000 Erzeugnissen (sehr schwerer 
Fall) bei erstmaliger Verurteilung eine Referenzstrafe von 110 Strafeinheiten vor. 

Es ist demnach von 110 Strafeinheiten auszugehen. Erschwerend fällt vorliegend 
die deutliche Überschreitung des Grenzwerts von 1'000 Erzeugnissen (namentlich 
1'603 Erzeugnisse, unter Berücksichtigung der Duplikate), die nicht unerhebliche 
Besitzes- und Konsumdauer, die Art der Erzeugnisse (Filme und Bilder) und deren 
Inhalte (dargestellte sexuelle Handlungen und teilweise sehr junges Alter) ins Ge-
wicht, womit vorliegend eine Erhöhung auf 145 Strafeinheiten als angemessen er-
achtet wird. 

Für das Beschaffen, den Besitz, die Herstellung und den Konsum (Konsum: sofern 
zwischen dem 1. Juli 2014 und 26. Mai 2016 beschafft) der übrigen 732 Erzeugnis-
se (Untergruppe A1) erachtet die Kammer – mit Blick auf die Empfehlungen der 
VBRS-Richtlinien (Erstfall mit ca. 500-1000 Erzeugnissen: 35 Strafeinheiten) – eine 
Erhöhung um 25 Strafeinheiten als angemessen. 

Das objektive Tatverschulden wiegt mit 170 Strafeinheiten in Relation zum Straf-
rahmen leicht.

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22.2 Subjektive Tatkomponenten

Der Beschuldigte handelte vorsätzlich, was deliktsimmanent und daher neutral zu 
gewichten ist. Seine Motivation lag wiederum in der Befriedigung eigener sexueller 
Bedürfnisse. Der leichtgradigen Verminderung der Schuldfähigkeit (vgl. Ziff. 21.2 
hiervor) ist mit einer Reduktion der Strafe Rechnung zu tragen. Insgesamt führen 
die subjektiven Tatkomponenten zu einer Verschuldensminderung, mithin zu einer 
Reduktion der aufgrund des objektiven Tatverschuldens festgesetzten Ausgangs-
strafe von 170 auf 135 Strafeinheiten.

22.3 Fazit Asperation

Aufgrund des engen sachlichen Zusammenhangs sind von den 135 Strafeinheiten 
70 asperierend zu berücksichtigen.

23. Gesamtverschulden

Unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Tatschwere sowie der leicht 
verminderten Schuldfähigkeit resultiert nach den voranstehenden Ausführungen ei-
ne Tatverschuldensstrafe von 310 Strafeinheiten.

24. Täterkomponenten

Vorweg kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(S. 34 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 798 f.). Die wesentlichen 
Elemente des Vorlebens und der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 
wurden aufgeführt; diese sind allesamt neutral zu gewichten, zumal aufgrund des 
Doppelverwertungsverbots die Umstände, die zur Annahme einer verminderten 
Schuldfähigkeit führten, nicht nochmals zugunsten des Beschuldigten berücksich-
tigt werden dürfen. Im Strafregister gelöschte Vorstrafen dürfen der betroffenen 
Person im Sinne eines Verwertungsverbotes ebenfalls nicht mehr entgegengehal-
ten werden (vgl. Art. 369 Abs. 7 StGB; TRECHSEL/THOMMEN, in: Schweizerisches 
Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N 30 ff. zu Art. 47 StGB). 

Der Beschuldigte verhielt sich im Strafverfahren stets anständig und korrekt, was 
jedoch erwartet werden darf. Er zeigte sich insofern kooperativ, als er auf eine Sie-
gelung der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 2. Juni 2016 sichergestellten 
Gegenstände verzichtete (pag. 5, pag. 392, Z. 28 f.) und ein allfälliges Passwort 
mitteilte (pag. 397, Z. 222 ff.). Die ihm vorgeworfenen Delikte gab der Beschuldigte 
grundsätzlich von Beginn weg zu, wobei im oberinstanzlichen Verfahren eine ge-
wisse Relativierung erfolgte. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die 
objektive Beweislage gegen den Beschuldigten aufgrund der vorliegenden Be-
weismittel erdrückend war. Es kann ihm – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – 
daher höchstens ein geringer «Geständnisrabatt» zugestanden werden. Strafmin-
dernd ist schliesslich zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte echte Einsicht und 
Reue zeigte (vgl. insbesondere pag. 747; vgl. WIPRÄCHTIGER/KELLER, in: Basler 
Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N 169 zu Art. 47 StGB; TRECH-
SEL/THOMMEN, a.a.O., N 22 zu Art. 47 StGB je m.w.H.). 

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine erhöhte Strafempfind-
lichkeit nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu bejahen (vgl. bespielhaft Urteil 

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des BGer 6B_375/2014 vom 28. August 2014 E. 2.6 mit Hinweisen). Vorliegend 
sind keine solchen ersichtlich, weshalb die Strafempfindlichkeit als neutral zu beur-
teilen ist.

Insgesamt wirken sich die Täterkomponenten leicht strafmindernd auf die Höhe der 
auszufällenden Strafe aus, womit diese um 50 Strafeinheiten auf 260 Strafeinheiten 
zu reduzieren ist. 

25. Verletzung des Beschleunigungsgebots

Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 der Schweizerischen Bun-
desverfassung [BV; SR 101] und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]) verpflichtet die Behörden, 
das Strafverfahren zügig voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unnötig 
über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Es gilt für das 
ganze Verfahren. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer hängt von den konkre-
ten Umständen des Einzelfalls ab, welche in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Zu 
berücksichtigen sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexität des Sach-
verhalts, die dadurch gebotenen Untersuchungshandlungen, das Verhalten des 
Beschuldigten und dasjenige der Behörden sowie die Zumutbarkeit für den Be-
schuldigten. Die Beurteilung der Verfahrensdauer entzieht sich jedoch starren Re-
geln (Urteile des BGer 6B_128/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.2 und 6B_462/2014 
vom 27. August 2015 E. 1.3, je mit Hinweisen). Da Verzögerungen im Strafverfah-
ren nicht geheilt werden können, hat das Bundesgericht aus der Verletzung des 
Beschleunigungsgebots Folgen im Bereich der Strafe abgeleitet. Am häufigsten 
führt die Verletzung dieses Grundsatzes zu einer Strafreduktion, manchmal sogar 
zum Verzicht auf jegliche Strafe oder in extremen Fällen sogar, als ultima ratio, zu 
einer Einstellungsverfügung (vgl. BGE 133 IV 158 E. 8, übersetzt in Pra 2008 Nr. 
45). Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ist im Urteil ausdrücklich festzu-
halten.

Die Vorinstanz hat (im Rahmen der schriftlichen Urteilsbegründung) eine Verlet-
zung des Beschleunigungsgebots festgestellt und dafür eine Strafreduktion um 15 
Strafeinheiten vorgenommen. Sie begründete dies mit dem Wechsel der zuständi-
gen Verfahrensleitung im erstinstanzlichen Verfahren, dem zeitverzögernden Miss-
verständnis bei der Zustellung des psychiatrischen Gutachtens und der allgemein 
hohen Arbeitslast am Regionalgericht Berner Jura-Seeland (zum Ganzen: S. 35 f. 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 799 f.). Diesen Ausführungen kann 
sich die Kammer anschliessen. Das vorliegende Verfahren wurde am 31. Mai 2016 
eröffnet (pag. 1). Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft fand mit Anklageschrift 
vom 27. März 2018 und Überweisung an die Vorinstanz ein Ende (pag. 529 ff.). 
Vom Eingang des Falles bei der Vorinstanz bis zur erstinstanzlichen Hauptver-
handlung vom 12. Dezember 2019 vergingen gut 21 Monate. Die Redaktion der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung dauerte nochmals rund ein Jahr. Das schriftli-
che Berufungsverfahren nahm nunmehr auch einige Monate in Anspruch (Eingang 
Berufungserklärung am 17. Februar 2021). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz 
ist die Verfahrensdauer als zu lang zu bezeichnen. Die Kammer erachtet es als an-
gemessen, die Strafe um weitere 30 Strafeinheiten zu reduzieren. 

32

26. Konkretes Strafmass

Unter Berücksichtigung sowohl der Tat- als auch der Täterkomponenten (inkl. der 
verminderten Schuldfähigkeit) sowie der Reduktion aufgrund der Verletzung des 
Beschleunigungsgebots ergibt sich gesamthaft eine Strafe von 230 Strafeinheiten.

27. Strafart und Tagessatzhöhe 

27.1 Strafart

Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung 
stehenden Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in 
die persönliche Freiheit der betroffenen Person eingreift bzw. sie am wenigsten 
hart trifft. Dabei ist die Geldstrafe der Freiheitsstrafe grundsätzlich vorzuziehen 
(vgl. BGE 134 IV 82 E. 4.1, BGE 138 IV 120 E. 5.2, Urteile des BGer 6B_496/2020 
vom 11. Januar 2021 E. 3.4.2.und 6B_1246/2015 vom 9. März 2016 E. 1.2.2.). Die 
Kammer sieht vorliegend keinen Grund, vom Prinzip des Vorrangs der Geldstrafe 
abzuweichen, zumal die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten keinen 
Anlass geben, auf eine Freiheitsstrafe zu erkennen. 

27.2 Tagessatzhöhe

Ein Tagessatz beträgt nach Art. 34 Abs. 2 aStGB höchstens CHF 3'000.00. Das 
Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach 
Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und 
Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum (vgl. Urteil des BGer 
6B_712/2017 vom 23. Mai 2018 E. 5.). Zum Einkommen gehören neben den 
Einkünften aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit namentlich 
Vermögenserträge (vgl. BGE 134 IV 60 E. 6.1). Mit dem Bemessungskriterium des 
Vermögens ist die Substanz des Vermögens gemeint, da dessen Ertrag bereits 
Einkommen darstellt. Da die Geldstrafe den Täter in erster Linie in seinem 
Einkommen und nicht in den Quellen, aus denen es fliesst, treffen will, ist dieses 
bei der Bemessung des Tagessatzes nur (subsidiär) zu berücksichtigen, wenn 
besondere Vermögensverhältnisse einem vergleichsweise geringen Einkommen 
gegenüberstehen (vgl. BGE 134 IV 60 E. 6.2). In welchem Umfang ein grösseres 
Vermögen anzurechnen ist, ist Frage der richterlichen Strafzumessung. Damit die 
Geldstrafe nicht konfiskatorisch wirkt, sind nach Ansicht von DOLGE höchstens 10% 
des Vermögens einzubeziehen (DOLGE, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. 
Aufl. 2019, N 66 zu Art. 34 StGB m.w.H.).

Anlässlich der Erhebung der wirtschaftlichen Verhältnisse vom 15. März 2021 gab 
der Beschuldigte an, über ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 5'330.00 zu 
verfügen. Unter Berücksichtigung eines Pauschalabzugs von 25% für Steuern, 
Krankenkasse etc., dem Nettoeinkommen seiner Ehefrau von CHF 1'750.00 (pag. 
840) sowie einem Unterstützungsabzug für Ehegatten ergibt sich eine vorläufige 
Tagessatzhöhe von rund CHF 120.00. Die Vorinstanz hat zusätzlich das Vermögen 
des Beschuldigten als erhöhenden Faktor berücksichtigt und entsprechend eine 
Korrektur gegen oben vorgenommen. Dabei hat sie 10% des Vermögens des Be-
schuldigten (CHF 100'000.00) durch 360 und anschliessend durch 30 geteilt. Auf 

33

diese Weise hat sie einen Zuschlag zum vorläufigen Tagessatz von rund 
CHF 28.00 errechnet.

Die durch die Vorinstanz angewendete Formel der Funktion des Einbezugs des 
Vermögens in die Berechnung der Tagessatzhöhe erscheint im vorliegenden Fall 
nicht sachgerecht. Wie bereits ausgeführt, ist das Vermögen gemäss Bundesge-
richt nur dann zu berücksichtigen, wenn besondere Vermögensverhältnisse einem 
vergleichsweise geringen Einkommen gegenüberstehen (BGE 134 IV 60 E. 6.2). 
Vorliegend verfügt der Beschuldigte über ein gewisses Vermögen (CHF 120'000.00 
sowie Liegenschaft mit Steuerwert CHF 440'000.00, pag. 840), aufgrund dessen 
eine Erhöhung des Tagessatzes angezeigt ist. Dieses steigert die wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit des Beschuldigten jedoch nicht in dem von der Vorinstanz (und 
auch der Generalstaatsanwaltschaft) angenommenen Umfang, zumal sein Vermö-
gen zum grössten Teil aus einer Liegenschaft und somit nicht nur aus liquiden Mit-
teln besteht. Der Kammer erscheint im vorliegenden Fall angesichts des Verhält-
nisses von Einkommen und Vermögen ein Korrekturbetrag von CHF 18.00 pro Ta-
gessatz (rund 0.015% des liquiden Vermögens von CHF 120'000.00) als ausrei-
chend und angemessen. Der Tagessatz beträgt demzufolge unter Berücksichti-
gung des erwähnten Vermögenszuschlags CHF 140.00 (vgl. beispielhaft etwa Ur-
teil des Obergerichts des Kantons Bern SK 18 19 vom 20. August 2018 Ziff. 14.3).

28. Vollzug der Geldstrafe / Anordnung von Weisungen und Bewährungshilfe

28.1 Vollzug der Geld