# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ee03d1b-4287-5b85-b16c-3a45246aa9f3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.10.2025 UV 2025/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-3_2025-10-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.11.2025

Entscheiddatum: 21.10.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 21.10.2025
Art. 6 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG. Es bestehen 
(mindestens) geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen 
Beurteilung in dem Sinne, dass sie auf einen unvollständigen Sachverhalt 
beruht, weil die Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, Berichte und 
aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, 
die ihr geräumige Zeit vor Erlass des Einspracheentscheids zugestellt 
worden waren und geeignet sind, die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und 
das Zumutbarkeitsprofil zu beeinflussen, dem Kreisarzt vorzulegen und zu 
berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat in Erfüllung ihrer 
Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ein versicherungsexternes 
Gutachten einzuholen. Weiter hat sich die Beschwerdegegnerin in ihrem 
Einspracheentscheid zu Unrecht nicht mit der Integritätsentschädigung 
auseinandergesetzt. Sie wird dies im Rahmen einer materiellen Prüfung 
nachzuholen haben. Da ein Einspracheentscheid diesbezüglich fehlt und die 
Voraussetzungen für die Ausdehnung des Streitgegenstands im Rahmen des 
vorliegenden Verfahrens nicht erfüllt sind, ist diesbezüglich nicht auf die 
Beschwerde einzutreten. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin, soweit 
auf die Beschwerde einzutreten ist (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 2025/3).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 21. Oktober 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt-Lehmann; Gerichtsschreiberin 
Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/3 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Ulrich Kurmann,  
schadenanwaelte AG, Industriestrasse 13c, Postfach, 6302 Zug,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/3 
 

 

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Sachverhalt 
A.    

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. Juli 2019 bei der B.___ AG (nachfolgend: 
Arbeitgeberin) als Metzger angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 28. Februar 2020 

ohnmächtig wurde und von der Arbeitsbühne stürzte (Suva-act. 2). Der Versicherte wurde notfallmässig 

in die Klinik C.___ gebracht, wo eine Schädelprellung mit Commotio cerebri (Glasgow Coma Scale 

[GCS] 15), eine rechtsseitige Thorax-Prellung und eine Prellung des Unterschenkels rechts proximal 
diagnostiziert sowie der Verdacht auf eine Nierenkontusion rechts geäussert wurden (Suva-act. 27; vgl. 

hierzu auch Suva-act. 122 [Computertomographie {CT} Polytrauma beidseits und Röntgenaufnahme 

Unterschenkel rechts]). Der Versicherte konnte das Spital am 29. Februar 2020 verlassen, wobei er bis 

13. März 2020 zu 100 % arbeitsunfähig erklärt wurde (Suva-act. 9-2; für die nachfolgenden 

Arbeitsunfähigkeiten wird, sofern nicht für den vorliegenden Entscheid relevant, auf die Vorakten 

verwiesen).  

A.b Mit Schreiben vom 5. März 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, für die Folgen des Unfalls 
vom 28. Februar 2020 die Kosten für die Heilbehandlungen zu übernehmen (Suva-act. 5).  

A.c Die CT-Untersuchungen vom 9. März 2020 der Lendenwirbelsäule (LWS) (Suva-act. 12; vgl. auch 
Röntgenuntersuchung [Suva-act. 34] und Magnetresonanztomographie [MRT; Suva-act. 31, 206]), der 

rechten Hüfte (Suva-act. 20) und des Beckens (Suva-act. 21) zeigten keine frischen stufenbildenden 

Frakturen. Die Röntgenaufnahme des rechten Handgelenks anlässlich der Sprechstunde bei Dr. med. 

D.___, Orthopädie E.___, Fachärztin FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 3. April 2020 zeigte einen fraglichen knöchernen Ausriss des Ligamentum 
interosseum scapholunatum (SL-Bands) am OS lunatum, eine leichte Dehiszenz im Bereich des 

Ligamentum lunotriquetrum (LT-Bands) und eine leicht positive Ulnarvarianz im Faustschluss. Dr. 

D.___ stellte die Diagnose «St. n. Polytrauma im Februar 2020 mit Beschwerden am Handgelenk rechts 

und Vd. a. Bandläsionen» (Suva-act. 36).  

A.d Am 6. April 2020 wurde eine MRT des Schädels durchgeführt. Residuen der Hirnkontusion 
konnten ausgeschlossen werden. Intrakraniell wurden Gefässveränderungen diagnostiziert (Suva-act. 

30, 38-2; vgl. hierzu Suva-act. 208). Hinsichtlich des rechten Handgelenks zeigte die Beurteilung der 

am 7. April 2020 durchgeführten MRT eine Distorsion desselben mit partieller radiotriquetaler 

Bandläsion und Reizung mit Erguss des Handgelenks dorsal (Suva-act. 43, 35-2 f.).  

A.e Am 27. April 2020 wurden eine zervikale und kraniale Katheterangiographie der hirnversorgenden 
und duralen Arterien in der Neuroradiologie Klinik C.___ durchgeführt (Suva-act. 50). Am Folgetag 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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wurde der Versicherte bei intrakranieller duraler arteriovenöser (AV) Fistel am Sinus petrosus 

superior/an der Vena petrosa rechts, Tinnitus und Kopfschmerzen hospitalisiert. Es fand eine 

vollständige endovaskuläre Ausschaltung der duralen AV-Fistel am Sinus petrosus superior/an der 

Vena petrosa rechts statt (Suva-act. 49; vgl. auch den Interventionsbericht «Endovaskuläre Neuro-

Intervention [Embolisation einer intrakraniellen, duralen AV-Fistel]»; Suva-act. 51). Die MRT des 
Schädels vom 1. Mai 2020 zeigte eine sehr kleine umschriebene Ischämie rechts temporodorsal in 

unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen AV-Fistel (Suva-act. 74-2). Hierzu führte Prof. Dr. med. 

F.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Klinik C.___, im Bericht zur Verlaufskontrolle vom 11. Mai 

2020 aus, dass es sich möglicherweise um einen kleinen venösen Infarkt handle (Suva-act. 74-1 f.). 

Anhand später erfolgter Abklärungen wurde schliesslich eine Synkope als Ursache des 

Unfallereignisses vermutet (Suva-act. 133). 

A.f Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 11. Mai 2020 hielt Dr. med. G.___, Facharzt für 
Chirurgie, fest, dass die AV-Fistel (und damit die endovaskuläre Intervention und Hospitalisation vom 

28. April bis 1. Mai 2020) nicht unfallkausal sei, sondern diese überwiegend wahrscheinlich den Unfall 

verursacht habe (Suva-act. 52). Daraufhin teilte die Suva dem Versicherten am 12. Mai 2020 mit, die 

Kosten für die stationäre Behandlung ab 28. April 2020 (sowie die Kosten für weitere diesbezügliche 

Behandlungen) nicht zu übernehmen, da diese auf eine unfallfremde Ursache zurückzuführen sei 

(Suva-act. 53).  

A.g Zum rechten Handgelenk äusserte sich Dr. G.___ sodann am 7. Juli 2020. Ausgehend davon, 
dass die letzte Behandlung in der Orthopädie E.___ am 24. April 2020 stattgefunden hatte, erachtete 

er die vorübergehende unfallkausale Behandlung bezüglich des rechten Handgelenks am 24. April 2020 

als abgeschlossen, ohne Unfallfolgen oder zusätzliche strukturelle Schädigungen zum 

Erkrankungsvorschaden gemäss MRT vom 7. April 2020 (Suva-act. 75). Gleichentags teilte die Suva 

dem Versicherten mit, die noch bestehenden Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich nicht 

mehr unfallbedingt. Der Fall werde per 1. Mai 2020 abgeschlossen und die Versicherungsleistungen 

(Heilbehandlung und Taggeldleistungen) auf diesen Zeitpunkt eingestellt (Suva-act. 76). 

A.h Am 5. November 2020 wurden in der Klinik C.___ eine CT des Thorax und eine MRT der 
Brustwirbelsäule (BWS) durchgeführt. Es zeigten sich keine Auffälligkeiten (Suva-act. 113; vgl. auch 

Suva-act. 112).  

A.i Der Versicherte begab sich am 6. November 2020 aufgrund zunehmender Beschwerden im 
Bereich des ulnaren Handgelenks rechts erneut zu Dr. D.___. Diese stellte klinisch eine 

Verschlechterung fest (Suva-act. 87). Am 13. und 19. November 2020 sowie am 4. Dezember 2020 
fanden aufgrund der Vielfalt der Schmerzen Untersuchungen im Schmerzzentrum des Kantonsspitals 

St. Gallen (KSSG) bei Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, statt. Er 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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diagnostizierte unter anderem eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren, Chronifizierungsstadium nach Gebershagen III (Suva-act. 103-3 ff.). Aufgrund von 

persistierenden rechtsthorakalen Schmerzen konsultierte der Versicherte schliesslich am 9. Dezember 

2020 das KSSG-Lungenzentrum. Die Thoraxsonographie ergab den Verdacht auf eine Kallusbildung 

bei konsolidierter Rippenfraktur nach dem Sturz im Februar 2020, die in der Zweitbefundung der CT-
Thorax vom November 2020 bestätigt werden könne (Suva-act. 88; vgl. auch Suva-act. 220). 

A.j Dr. D.___ stellte am 16. Dezember 2020 die Diagnose «Distorsion des Handgelenkes rechts mit 
traumatischer partieller radiotriquetraler Bandläsion und Reizung sowie Erguss am Handgelenk dorsal, 

Tenosynovialitis der ECU-Sehne des 4. und 6. Strecksehnenfaches» und veranlasste eine weitere 

MRT-Untersuchung (Suva-act. 89). Die MRT-Untersuchung vom 18. Dezember 2020 zeigte rückläufige 

Veränderungen im ulnarseitigen Bereich des Collaterale-carpi-radiale-Bands (RTD-Bands) nach einer 

stattgehabten Zerrung mit aktuell moderater residueller fibrovaskulärer Reaktion und neu eine 

fibrovaskuläre Reaktion am intakten dorsalen SL-Band sowie allenfalls eine diskrete Tendovaginitis der 

Extensor-carpi-ulnaris-Sehne (ECU-Sehne; Suva-act. 105). Am 28. Dezember 2020 stellte Dr. D.___ 

eine Verbesserung der schweren Zerrung der Bänder am Handgelenk fest, allerdings auch eine 

entzündliche Veränderung im SL-Bereich sowie der ECU-Sehne und des Triangulären Faserknorpel 

Komplexes (TFCC) rechts (Suva-act. 103-9 f.).  

A.k Am 28. Dezember 2020 liess der Versicherte eine Rückfallmeldung erstatten (Suva-act. 90 ff.). 
Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 informierte die Suva den Versicherten, an ihrem Schreiben vom 7. 

Juli 2020 festzuhalten, da ein Rückfall gemäss ihrem medizinischen Dienst ausgeschlossen sei (Suva-

act. 94). 

A.l Am 22. Januar 2021 wies Rechtanwältin M.A. HSG in Law E. Langone als Vertreterin des 
Versicherten die Suva unter Beilage von Untersuchungsberichten darauf hin, dass sich der 

versicherungsmedizinische Dienst bisher nicht zur Rippenfraktur geäussert habe (Suva-act. 103-1 f.). 

A.m Mit Verfügung vom 31. März 2021 teilte die Suva dem Versicherten mit, ihre Leistungspflicht in 
Anbetracht des Heilverlaufs neu beurteilt zu haben. Aufgrund der Beurteilung des Kreisarztes seien die 

heute bestehenden Beschwerden in der rechten Hand und Brust nicht mehr unfallbedingt. Der Zustand, 

wie er sich auch ohne den Unfall vom 28. Februar 2020 eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer 

Beurteilung spätestens am 7. Juli 2020 erreicht worden. Der Fall werde per 7. Juli 2020 abgeschlossen 

und die Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeldleistungen) würden auf diesen Zeitpunkt 

eingestellt. Allfällige zwischenzeitliche Abklärungen werde die Suva übernehmen, jedoch bis längstens 

31. März 2021 (Suva-act. 128; zur kreisärztlichen Beurteilung von Dr. G.___ vgl. Suva-act. 125). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.n Gegen die Verfügung vom 31. März 2021 erhob der Versicherte, nunmehr vertreten durch 
Rechtsanwalt MLaw M. Loher, am 11. Mai 2021 Einsprache (Suva-act. 136; die Einsprachebegründung 

folgte am 5. Juli 2021 [Suva-act. 142]).  

A.o Am 3. Juni 2021 wurde der Versicherte am rechten Handgelenk operiert (Arthroskopie, 
Tenosynovialektomie, Sehnendachplastik IV. und VI. Sehnenstreckfach, Biopsie-Entnahme). 
Zusätzlich zur bisherigen Diagnose wurden eine SL-Bandverletzung 2. Grades, eine massive 

Synovialitis der Strecksehnen und eine Knorpelläsion am Os lunatum und triquetrum mit Reizung des 

TFCC diagnostiziert (Suva-act. 145-2; zur Nachkontrolle vgl. Suva-act. 145-1).  

A.p Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 27. Juli 2021 hielt Dr. G.___ fest, dass die 
Befundbeschreibung neue, bislang nicht bekannte Erkenntnisse zum rechten Handgelenk bringe. 

Entgegen den MRT-Befunden würden Bandteilrupturen vorliegen, die überwiegend wahrscheinlich auf 

das Unfallereignis zurückzuführen seien. Hingegen bleibe es hinsichtlich Thorax beim Gesagten, da 

einzig eine Kontusion ohne Rippenfraktur vorgelegen habe (Suva-act. 153). Daraufhin informierte die 

Suva den Versicherten am 29. Juli 2021 darüber, die Einsprache bezüglich des rechten Handgelenks 

gutzuheissen, die Verfügung vom 31. März 2021 zurückzunehmen und demnach die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem rechten Handgelenk zu erbringen (Suva-act. 

154). 

A.q Mit E-Mail vom 15. November 2021 teilte der Beschwerdeführer der Suva mit, immer noch 
Schmerzen an der rechten Hand (schmerzhafte Bewegungseinschränkung; teils auch in Ruhe [bei 

Wetterwechsel], teils Ausstrahlung in Schulter; vgl. auch Suva-act. 187-2 f. und 226-2 f. zu den von Dr. 

D.___ erhobenen starken Myogelosen im Oberarm- und Unterarmbereich sowie den Dysästhesien bei 

bestimmten Bewegungen) und an der LWS zu haben. Eine relevante Verbesserung sei in den letzten 

Wochen nicht eingetreten (Suva-act. 196). 

A.r Ab dem 6. Dezember 2021 nahm der Versicherte an Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung (IV) teil (Suva-act. 236; dies gemäss eigenen Angaben trotz Schmerzen [Suva-

act. 238-2]). 

A.s Dr. G.___ äusserte sich am 9. Dezember 2021 dahingehend, dass der Endzustand der 
unfallkausalen Handschädigung rechts in ungefähr drei bis sechs Monaten, und damit spätestens ein 

Jahr postoperativ, vorliegen dürfte. An der Beurteilung der Thorax-Beschwerden ändere sich hingegen 

nichts (Suva-act. 229). Zu diesen verfasste Dr. G.___ sodann am 14. Dezember 2021 eine ausführliche 

Stellungnahme (Suva-act. 235), welche am 20. Dezember 2021 dem Versicherten zugestellt wurde 

(Suva-act. 237). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.t Per 21. Dezember 2021 mussten die beruflichen Massnahmen der IV abgebrochen werden 
(Suva-act. 251; zu den später erneut erfolgten Eingliederungsmassnahmen vgl. Suva-act. 380-2).  

A.u Mit E-Mail vom 28. März 2022 (Suva-act. 277) reichte der Versicherte eine Bild-/ Aktenbeurteilung 
von Dr. med. I.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 26. März 2022 ein. Dieser erklärte, dass sich im Polytrauma-CT vom 
Unfalltag eine frische und somit unfallbedingte Rippenfraktur der 9. Rippe rechts nachweisen lasse. 

Passend dazu lasse sich acht Monate posttraumatisch an exakt identischer Lokalisation in der Verlaufs-

CT vom 5. November 2020 die zwischenzeitlich erfolgte indirekte Frakturheilung (via Kallusbildung) 

nachweisen (Suva-act. 274). Nach Durchsicht der Beurteilung von Dr. I.___ bestätigte auch Dr. G.___ 

am 4. April 2022 das Bestehen einer unfallbedingten Fraktur der 9. Rippe (Suva-act. 283). 

A.v Am 19. Juli 2022 untersuchte der Versicherungsmediziner Dr. med. J.___, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, den Versicherten im Auftrag 

der Suva ärztlich. Dr. J.___ empfahl den Fallabschluss und erachtete den Versicherten zu 100 % 

arbeitsfähig in angepasster Tätigkeit (Suva-act. 317-12). Den Integritätsschaden aufgrund der 

Funktionsbeeinträchtigung des rechten Handgelenks schätze er auf 5 % (Suva-act. 318). 

A.w Die Suva informierte den Versicherten mit Schreiben vom 13. September 2022 darüber, dass 
infolge der versicherungsärztlichen Untersuchung vom 20. (richtig: 19.) Juli 2022 feststehe, dass durch 

eine weitere Behandlung keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustands mehr erreicht werden 
könne, und sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. September 2022 einstelle. Über den 

Behandlungsabschluss hinaus übernehme sie für die Dauer von zwei Jahren die Kosten für 

Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente und die laufenden ärztlichen Kontrollen (Suva-

act. 340). 

A.x Mit Verfügung vom 19. September 2022 lehnte die Suva mangels Lohneinbusse die Zusprache 
einer Invalidenrente ab. Des Weiteren sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 5 % zu (Suva-act. 348).  

A.y Anlässlich der Sprechstunde vom 27. September 2022 hielt Dr. D.___ fest, dass sich der klinische 
Befund hinsichtlich des rechten Handgelenks seit der letzten Sprechstunde weder verbessert noch 

verschlechtert habe. Sie gehe davon aus, dass keine wesentliche Verbesserung mehr eintreten werde 

(Suva-act. 351-2 f.). 

B.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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B.a Gegen die Verfügung der Suva vom 19. September 2022 erhob der Versicherte, weiterhin 
vertreten durch Rechtsanwalt Loher, am 21. Oktober 2022 Einsprache (Suva-act. 352). Diese ergänzte 

er mit Eingabe vom 13. März 2023 (Suva-act. 365). 

B.b Nachdem sich der Versicherte bereits am 3. April 2023 erneut zu Dr. D.___ begeben hatte (Suva-
act. 369-2 f.) und die IV im Mai 2023 nach einem erneuten Eingliederungsversuch den Anspruch auf 
weitere berufliche Massnahmen verneint hatte (Suva-act. 380), konsultierte er Dr. D.___ am 29. August 

2023 aufgrund stechender Schmerzen in der Hand und im Unterarm bis zur Schulter. Er gab an, im 

Rahmen eines Integrationsversuchs eine 20 kg schwere Kiste überkopf getragen zu haben und dabei 

einen peitschenden Schmerz bemerkt zu haben (Suva-act. 386-2 f.). Am 12. September 2023 erhob 

Dr. D.___ klinisch unter anderem weiterhin deutliche Myogelosen im rechten Unterarm- und 

Oberarmstreckbereich sowie ausstrahlende Schmerzen bis in den Schädel hinein im Sinne von 

Cervicalgien und Cervicobrachialgien (Suva-act. 388-2 f.; vgl. auch Suva-act. 395). 

B.c Am 11. Dezember 2023 folgte eine weitere Einspracheergänzung, nunmehr durch 
Rechtsanwältin MLaw L. Straumann (Suva-act. 393). 

B.d Mit Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2024 wies die Suva die Einsprache ab, soweit sie 
darauf eintrat (Suva-act. 403). 

B.e Mit Schreiben vom 20. Dezember 2024 gewährte die Suva die mit Einsprache beantragte 
Kostenübernahme für die Stellungnahme von Dr. I.___ (Suva-act. 410). 

C.   

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2024 erhob der Versicherte (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt MLaw U. Kurmann, am 17. Januar 2025 

Beschwerde. Er beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 2. Dezember 2024 und die 

Zusprache der gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen. Eventualiter seien weitere Abklärungen 

vorzunehmen und der Beschwerdeführer unabhängig medizinisch begutachten zu lassen. Alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Suva (act. G1). 

C.b Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) verzichtete mit Schreiben vom 18. Februar 2025 
auf die Einreichung einer umfassenden Beschwerdeantwort. Sie beantragte die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G3). 

C.c Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – soweit 
entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/17 

1.  

Vorliegend strittig und zu prüfen ist zunächst, ob die Integritätsentschädigung Streitgegenstand des 

vorliegenden Verfahrens bildet.  

1.1 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die Verfügung vom 19. September 2022 
(Suva-act. 348) sei hinsichtlich der Integritätsentschädigung unangefochten in Rechtskraft erwachsen, 
weshalb sie nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein könne. Sie verweist 

hierbei auf zwei bundesgerichtliche Entscheide (BGE 144 354 E. 4.3 und 119 V 347; act. G3).  

1.2 Für die Umschreibung des Prozessthemas ist nach den Regeln über den Anfechtungs- und 
Streitgegenstand zu verfahren. Streitgegenstand im System der nachträglichen 

Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen des durch den 

vorinstanzlichen (Einsprache-)Entscheid bestimmten Anfechtungsgegenstandes – den aufgrund der 

Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Entscheidgegenstand bildet (BGE 130 V 501 E. 1.1 und 

110 V 48 E. 3c). Mit Bezug auf den Anfechtungsgegenstand ist festzuhalten, dass im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen 

bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form 

einer Verfügung oder eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die 

Verfügung bzw. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren 

Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand, wenn und insoweit 
keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 119 Ib 33 E. 1b, 118 V 311 E. 3b 

und 110 V 48 E. 3c, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 24. Oktober 2022, 8C_281/2022, 

E. 4.1).  

1.3 Entgegen der von der Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 2. Dezember 
2024 vertretenen Ansicht (Suva-act. 403-12 E. 8) blieb die Verfügung vom 19. September 2022 

bezüglich der Integritätsentschädigung nicht unangefochten. Der Beschwerdeführer verlangte nämlich 

mit seiner Einsprache die Aufhebung der Verfügung (im Ganzen) und eine neue Entscheidung über die 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 352). Entsprechend hätte die Beschwerdegegnerin in ihrem 

Einspracheentscheid auch über die Integritätsentschädigung bzw. deren Höhe erneut befinden müssen. 

Indem sie dies zu Unrecht nicht getan hat (vgl. Suva-act. 403-12 E. 8), mangelt es im 

Beschwerdeverfahren bezüglich der Integritätsentschädigung grundsätzlich an einem 

Anfechtungsgegenstand und der Beschwerdeführer hätte sich mittels 

Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Art. 56 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) zur Wehr zu setzen. Nach der Rechtsprechung kann 
zwar aus prozessökonomischen Gründen eine Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens auf eine 

ausserhalb des Anfechtungsgegenstands (vorliegend des Einspracheentscheids) liegende Frage 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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erfolgen. Dabei müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein. Die neue Frage 

muss spruchreif sein und mit dem bisherigen Streitgegenstand eng zusammenhängen, und der 

Versicherungsträger muss sich mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert haben (BGE 131 

V 164 E. 2.1 und 110 V 48 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2021, 8C_590/2021, E. 

4.1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 101 zu Art. 61). Vorliegend sind diese 
Voraussetzungen nicht erfüllt, weshalb die Beurteilung der vom Beschwerdeführer aufgeworfenen 

Rechtsfragen hinsichtlich Integritätsentschädigung dem kantonalen Versicherungsgericht als zweite 

Instanz entzogen ist. Demnach ist auf die Beschwerde insofern nicht einzutreten, als es um 

Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Integritätsentschädigung geht. Die Beschwerdegegnerin wird 

materiell noch über die Einsprache hinsichtlich der Integritätsentschädigung entscheiden müssen, 

bevor sich das Versicherungsgericht allenfalls zu dieser wird äussern können. 

2.  

Weiter umstritten und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zu 

Recht per 30. September 2022 eingestellt und einen Rentenanspruch verneint hat. 

2.1 Der Unfallversicherer hat bei Vorliegen eines Unfalls gemäss Art. 4 ATSG für einen 
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser überwiegend wahrscheinlich in 

einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (vgl. Art. 6 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; ANDRÉ NABOLD, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56 ff.; zum 

Beweismass: BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem 

Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und 

Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (ANDRÉ NABOLD, N 53, 59 zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 65 f. und N 74 zu 

Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, 

Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; NABOLD, a.a.O., S. 58, 61). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch keine selbständige Rolle (BGE 127 V 102 E. 
5b/bb und 123 V 98 E. 3b).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.2 Gemäss Gesetz ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung 
und Taggeldleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen (sog. 

Fallabschluss), wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (sog. medizinischer Endzustand; vgl. Art. 19 Abs. 1 
UVG). 

2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.4 Der Invaliditätsgrad ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

2.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (BGE 125 V 193 E. 
2 und 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Danach haben die Verwaltung (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und im 

Beschwerdefall das Gericht (Art. 61 lit. c ATSG) von Amtes wegen für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 157 E. 1a 

und 121 V 204 E. 6c). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im 

Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 138 V 218 E. 6 und 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). 

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 bzw. Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch 

Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann 

jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 und 4.6 f.). Reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). 

3.  

3.1 Gestützt auf den Bericht von Dr. J.___ zur ärztlichen Untersuchung vom 19. Juli 2022 (Suva-act. 
318) stellte die Beschwerdegegnerin ihre vorübergehenden Leistungen per 30. September 2022 ein 
und entschied über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und denjenigen auf 

eine Integritätsentschädigung. Sie erachtete demnach den medizinischen Endzustand (Art. 19 Abs. 1 

UVG; vgl. vorstehende E. 2.2) per besagtem Datum als erreicht. Der Beschwerdeführer stellt sich auf 

den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin habe ihre Untersuchungspflicht verletzt, indem sie auf die 

nicht nachvollziehbare und mit Zweifeln behaftete Beurteilung von Dr. J.___ abgestellt und entschieden 

habe. Im Rahmen der nachfolgenden materiell-rechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung ist damit 

zu prüfen, ob auf diese versicherungsmedizinische Beurteilung, welche gestützt auf eine ärztliche 

Untersuchung des Beschwerdeführers ergangen ist, abgestellt werden kann.  

3.2 Dr. J.___ nahm im Bericht zur ärztlichen Untersuchung vom 19. Juli 2022 wie folgt Stellung zum 
Fall des Versicherten: «Die im Rahmen der Thoraxprellung erlittene Rippenfraktur der 9. Rippe rechts 

wurde, zumal zunächst kaum sichtbar, erst zehn Monate nach dem Unfallereignis durch den Nachweis 

einer Kallusbildung objektiviert. In der Zwischenzeit ist eine vollständig knöcherne Konsolidation 

bildgebend nachgewiesen. Im Zusammenhang der heutigen Untersuchung konnte keine typische 

klinische band- oder gürtelförmige Schmerzsym[p]tomatik nachgewiesen werden, die die Diagnose 
einer Neuropathie respektive einer Intercostalneuragie rechtfertigen würde. Damit sind die 

Untersuchungen der Schmerzklinik hinsichtlich der somatisch kaum erklärbaren und anhaltend vom 

Versicherten beklagten Thoraxschmerzen bestätigt worden. Die vom Versicherten weiterhin beklagte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bewegungs- und belastungsabhängige, lokal umschriebene Schmerzhaftigkeit im rechten vorderen 

Thoraxquadranten ist der geschilderten Intensität angesichts der heutigen klinischen Untersuchung nur 

teilweise nachvollziehbar, da der Versicherte die Positionswechsel auch unter Rotation des Thorax 

weitgehend unauffällig vornimmt. Es verbleibt eine persistierende leichte Berührungs- und 

Bewegungsschmerzhaftigkeit nach der oben beschriebenen Rippenfraktur. Auch bezüglich des rechten 
Handgelenkes ist die vom Versicherten beklagte schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung angesichts 

des klinischen Untersuchungsverlaufes nicht vollständig nachvollziehbar, da der Versicherte sich beim 

Hinsetzen und beim Positionswechsel uneingeschränkt auf dem rechten Handgelenk abstützt und beim 

Anziehen die rechte Hand nahezu uneingeschränkt einsetzt. Bei klinischem Ausschluss von 

Schwellungen, reizlosen Narbenverhältnissen und Ausschluss vegetativer Symptome gemäss der 

Budapest-Klassifikation verbleibt eine leicht schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung des rechten 

Handgelenkes mit Bewegungslimitierung in der Dorsalextension um 20 Grad. Ein Abstützen der Hand 

beim Hinsetzen und Positionswechsel ist[,] wie bereits oben erwähnt, uneingeschränkt möglich, so dass 

ein deutlich besserer Funktionszustand als der zu Beginn der Untersuchung vom Versicherten 

demonstriert, angenommen werden kann. Die Umfangmessung der Muskulatur ergibt identische 

Muskelumfänge bezüglich der Unterarme und eine leichte dominante Oberarmmuskulatur rechts. 

Normalerweise wäre eine muskuläre Dominanz auch des rechten Unterarmes zu erwarten, welche aber 

angesichts der durchgeführten Operation und eines Zeitraumes einer Schonung der Hand erklärbar ist. 
Die leichte Kraftminderung beim Faustschluss der rechten Hand ist nachvollziehbar und lässt zumindest 

auf eine leicht schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung insbesondere beim Anheben von schweren 

Gegenständen schliessen. Aus den heutigen Untersuchungsbefunden kann eine leicht progrediente 

Entwicklung einer mässigen unfallbedingten Arthrose des Ulnocarpalgelenkes rechts als Folge der 

partiellen Bandverletzung und der durchgeführten Operation angenommen werden. Unter 

Berücksichtig[ung] eines über die letzten acht Monaten konstanten Behandlungsverlaufes mit nahezu 

identischer Befunderhebung durch die behandelnde Ärztin Frau Dr. D.___ ist nunmehr von einem 

stabilen unfallbedingen Gesundheitszustand auszugehen. Der Administration der Unfallversicherung 

wird unter Berücksichtigung der heutigen klinischen Untersuchung der Abschluss des Schadenfalles 

empfohlen» (Suva-act. 317-11 f.). 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer begründet den von ihm behaupteten fehlenden Beweiswert des 
versicherungsmedizinischen Untersuchungsberichts von Dr. J.___ unter anderem damit, dass dieser 

bereits die Sachverhaltslage bezüglich des Endzustands falsch bzw. im Widerspruch zu zahlreichen 
medizinischen Berichten beurteilt habe. Zu prüfen ist damit zuerst, ob der medizinische Endzustand am 

30. September 2022 erreicht war. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.1.1 Der Beschwerdeführer beanstandet hinsichtlich des medizinischen Endzustands, dass Dr. J.___ 
von einem im Untersuchungszeitpunkt seit acht Monaten (19. November 2021) gleichbleibenden 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ausgehe. Dies sei falsch, denn gerade dieser Zeitraum 

sei stark von Veränderungen des Gesundheitszustands geprägt gewesen (act. G1-8 Rz. 21), was auch 

aus dem Abbruch des Arbeitsversuchs am 21. Dezember 2021 im Rahmen der IV-Massnahmen 
hervorgehe. So habe er sich zur Schmerztherapie angemeldet und hierbei Erfolge erzielt (vgl. Suva-

act. 259-2 f.). Zudem habe sich sein Gesundheitszustand in dieser Zeit auch mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit verbessert (vgl. Suva-act. 259-2 f., wonach Dr. D.___ die Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers am 28. Januar 2022 mit 100 % bewertete, während sie die Arbeitsunfähigkeit am 

4. Juli 2022 – nach zeitweise verstärkten Schmerzen im März 2022 [Suva-act. 272-2 f.] – auf 70 % 

schätzte [Suva-act. 319-2 f.]; act. G1-9 Rz. 22). Entgegen der Aussage von Dr. J.___ könne daher nicht 

von einem «konstanten Behandlungsverlauf mit nahezu identischer Befunderhebung» ausgegangen 

werden, zumal er dank der multimodalen Schmerztherapie die Belastungsdauer habe steigern und sein 

Arbeitspensum auf 30 % habe erhöhen können (act. G1-9 Rz. 23). Die Aussage des Kreisarztes sei 

nicht nachvollziehbar und schlichtweg aktenwidrig (act. G1-9 Ziff. 24).  

4.1.2 Soweit der Beschwerdeführer die Ausführungen von Dr. J.___ zum konstanten 
Gesundheitszustand bemängelt, so ist darauf hinzuweisen, dass Dr. J.___ den medizinischen 

Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG (keine namhafte Besserung zu erwarten) per 
Untersuchungszeitpunkt (19. Juli 2022) als erreicht betrachtete. Die Beschwerdegegnerin hat ihrerseits 

den medizinischen Endzustand auf den 30. September 2022 gesetzt. Im Ergebnis ist also die Aussage 

von Dr. J.___, es liege ein über die letzten acht Monate konstanter Behandlungsverlauf mit nahezu 

identischer Befunderhebung vor, nicht massgebend. Entscheidend ist, dass ab dem 30. September 

2022 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung prognostisch (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Mai 2005, U 244/04, E. 3.1 [= RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388 

E. 3.1]; vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen [nachfolgend: VSGR] 

vom 22. April 2009, UV 2008/60, E. 2.3 und 3.3) überwiegend wahrscheinlich keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers erwartet werden konnte, zumal 

vorübergehende Verbesserungen nicht genügen (vgl. Urteil des EVG vom 20. Mai 2005, U 244/04, E. 

3.1 [= RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388 E. 3.1]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 

8C_239/2007, E. 6.2). Dass im September 2022 ein in diesem Sinne stabiler medizinischer Zustand 

vorlag, bestätigte auch Dr. D.___ indirekt, indem sie anlässlich der Sprechstunde vom 27. September 

2022 feststellte, dass sich der klinische Befund weder verbessert noch verschlechtert hatte (Suva-act. 
351-2 f.). Der medizinische Endzustand war damit überwiegend wahrscheinlich per 30. September 2022 

erreicht. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.2 Nachdem feststeht, dass die Beurteilung des medizinischen Endzustands korrekt erfolgte, sind 
die übrigen Vorbringen des Beschwerdeführers zu prüfen.  

4.2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet die von Dr. J.___ erfolgte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. 
Seine Beurteilung der Funktionsbeeinträchtigungen sei nicht schlüssig. Dr. J.___ habe ausgeführt, dass 

für ihn die beklagten Beschwerden an der rechten Hand und am Thorax nur teilweise nachvollziehbar 
seien. Dabei übersehe er, dass die vom Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung 

beschriebenen Beschwerden im Einklang mit den Aussagen und Befunden gemäss den Berichten von 

Frau Dr. D.___ stünden, wo diese festhalte, dass eine Belastung von einer gewissen Dauer (bis zu zwei 

Stunden) möglich sei, bevor dann die Schmerzen und der Tremor sowie das Schwächegefühl einsetzen 

würden (Suva-act. 259-2 f.; vgl. auch Suva-act. 272-2 f., 319-2 f., 361-2 f., 388.2 f.). Insofern überrasche 

es auch nicht – entgegen den Ausführungen von Dr. J.___ –, dass er Positionswechsel unauffällig habe 

vornehmen können, sich auch mit der rechten Hand abgestützt habe und beim Anziehen keine 

Einschränkungen beobachtet worden seien. Denn die Funktionseinschränkungen würden gemäss 

konsistenten eigenen Aussagen sowie der ärztlichen Berichte jeweils erst nach einer gewissen 

Belastungsdauer bzw. nach einer gewissen Anzahl Wiederholungen auftreten (act. G1-10 f. Rz. 25 ff.). 

Zudem habe Dr. J.___ die Arbeitsfähigkeit abweichend von den weiteren ärztlichen Attesten 

eingeschätzt, ohne sich aber mit Letzteren auseinanderzusetzen und die Diskrepanz zu begründen. 

Der Aussage der Beschwerdegegnerin, die Atteste bzw. die Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit durch 
Dr. D.___ seien unbegründet und deswegen nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der 

Stellungnahme von Dr. J.___ zu wecken, könne nicht gefolgt werden. Denn in sämtlichen 

Untersuchungsberichten erläutere die behandelnde Ärztin die Verbesserungen bzw. 

Verschlechterungen seines Gesundheitszustands. Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

hätten seine Leistungs- und Arbeitsfähigkeit gemäss den Einschätzungen von Dr. D.___ schrittweise 

zugenommen, was sich mit den in den Berichten stets aufgeführten Fortschritten (wie z.B. der erhöhten 

Belastbarkeit) erklären lasse (act. G1-11 f. Rz. 31 ff.). Überdies habe sich Dr. J.___ auch nicht mit der 

Diskrepanz zwischen der effektiven Leistungsfähigkeit, die sich bei den gescheiterten 

Eingliederungsmassnahmen im Dezember 2021 gezeigt habe, und der medizinisch theoretischen 

Arbeitsfähigkeit auseinandergesetzt. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, aus den gescheiterten 

Eingliederungsmassnahmen könne nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden, zumal es sich um 

subjektive Schmerzangaben handle, verkenne, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs eine Reizung des 

TFCC und des Handgelenks (vgl. Suva-act. 255-2 f.) sowie eine Schwellung desselben (vgl. Suva-act. 

290-2 f.) vorgelegen hätten, mithin unfallbedingte, objektive Gründe für den Abbruch der Massnahmen 
hätten nachgewiesen werden können. Bei Unterschieden zwischen der medizinisch-theoretischen 

Einschätzung des medizinischen Gutachters und den Resultaten einer beruflichen Abklärung seien 

Rückfragen, die hier nicht erfolgt seien, unabdingbar (act. G1-12 f. Rz. 34 ff.).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.2.2 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Einwand des Beschwerdeführers, Dr. J.___ habe sich 
nicht zu der von Dr. D.___ attestierten Arbeitsunfähigkeit geäussert (30%ige Arbeitsfähigkeit für 

angepasste Tätigkeiten gemäss Untersuchung vom 21. Juni 2022; Suva-act. 319-2 f.) nicht standhält. 

Es ist nämlich davon auszugehen, dass Dr. J.___ in Kenntnis über diese Arbeitsfähigkeitsschätzung 

war, zumal ihm die Berichte dazu vorlagen. Allerdings ist die von Dr. D.___ abgegebene 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 30 % nicht begründet und lässt sich aufgrund der von ihr erhobenen 

Befunde nicht nachvollziehen. Zudem hat es Dr. D.___ unterlassen, zu definieren, was sie unter einer 

«angepassten» Tätigkeit versteht. Aus diesen Gründen vermag ihre abweichende 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung in einer angepassten Tätigkeit keine Zweifel an der Schätzung von Dr. 

J.___ zu erwecken, auch wenn er sich dazu nicht ausdrücklich geäussert hat.  

4.2.3 Auch die Tatsache, dass Dr. J.___ sich nicht zu den gescheiterten Eingliederungsmassnahmen 
im Dezember 2021 geäussert hat, vermag keine Zweifel an seiner Einschätzung zu begründen, zumal 

er den Beschwerdeführer ein halbes Jahr später ärztlich untersuchte und sich damit selbst ein Bild von 

den Funktionseinschränkungen des Beschwerdeführers machen konnte – und zwar zu einem Zeitpunkt, 

in dem mit keiner namhaften Verbesserung des Gesundheitszustands mehr zu rechnen war. 

4.2.4 Ins Gewicht fällt vorliegend jedoch, dass die Beschwerdegegnerin nach Erstellung des Berichts 
von Dr. J.___ zur ärztlichen Untersuchung vom 19. Juli 2022, aber noch vor Erlass des 

Einspracheentscheids am 2. Dezember 2024, nämlich einerseits am 5. und 19. September 2023 durch 
die Zustellung der medizinischen Berichte durch Dr. D.___ (vgl. Eingangsdatum in der Kopfzeile der 

Suva-act. 386-2 f. und 388-2 f.), andererseits erneut mit Einspracheergänzung vom 11. Dezember 2023 

(Suva-act. 393), darüber informiert wurde, dass der Beschwerdeführer für die Stiftung K.___, einer 

gemeinnützigen Institution zur Unterstützung psychisch belasteter Menschen, mit Arbeitsplätzen im 

zweiten Arbeitsmarkt und zur Arbeitsintegration arbeite und dabei beim Aushelfen am L.___ bei der 

M.___ AG erneut Beschwerden erlitten habe. Entsprechend erging auch eine Bagatellunfallmeldung an 

die Beschwerdegegnerin (Suva-act. 395), wofür die Beschwerdegegnerin im Übrigen ein separates 

Verfahren mit Prüfung allfälliger Ansprüche hätte eröffnen müssen. Trotz dieser Umstände hat es die 

Beschwerdegegnerin unterlassen, die neuen Berichte von Dr. D.___ Dr. J.___ vorzulegen und weitere 

Auskünfte bei der Stiftung K.___ einzuholen. Dies hätte es erlaubt, zu prüfen, ob das von Dr. J.___ 

formulierte Zumutbarkeitsprofil zutreffend und vor allem angesichts der gesundheitlichen Entwicklungen 

aktuell ist. So schliesst etwa das von Dr. J.___ im Jahr 2022 formulierte Zumutbarkeitsprofil einzig 

schwere und schwerste körperliche Tätigkeiten mit Anheben von schweren Lasten aus. Lasten werden 

dabei ab 45 kg als schwer bezeichnet (vgl. SIM, Zumutbare Arbeitstätigkeit Wegleitung zur 
Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätigkeit nach Unfall und bei Krankheit, S. 10, abrufbar unter 

<https://www.swiss-insurance-medicine.ch/ de/fachwissen-und-tools/arbeitsunfahigkeit/zumutbare-

arbeitstatigkeit-nach-unfall-und-bei-krankheit>). Wie sich aber aus dem Bericht von Dr. D.___ zur 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Untersuchung vom 29. August 2023 ergibt (Suva-act. 386-2 f.), betrug die vom Beschwerdeführer 

während des Unfalls bei der M.___ AG getragene Last 20 kg. Statt sich mit diesen Umständen zu 

befassen (vgl. ähnlich Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2020, 8C_661/2019, E. 4.3.2) und 

ergänzende Abklärungen, wozu auch Rückfragen an Dr. J.___ gehören, vorzunehmen, hat die 

Beschwerdegegnerin über zwei Jahre nach der ärztlichen Untersuchung den Einspracheentscheid 
basierend auf der Aktenlage von 2022 gefällt. Insofern erweist sich der Sachverhalt, gestützt auf 

welchen Dr. J.___ seine Beurteilung abgegeben und die Beschwerdegegnerin ihren 

Einspracheentscheid gefällt hat, als unvollständig bzw. nicht genügend abgeklärt. Auf die 

versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. J.___ darf demnach aufgrund der im Nachhinein 

erfolgten Sachverhaltsentwicklungen nicht abgestellt werden. 

5.  

Nach dem Gesagten bestehen (mindestens) geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen 

Beurteilung von Dr. J.___ in dem Sinne, dass sie auf einen unvollständigen Sachverhalt beruht, weil 

die Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, Berichte und aktuelle Informationen zum 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, die ihr geraume Zeit vor Erlass des 

Einspracheentscheids zugestellt worden waren und geeignet sein könnten, die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit und das Zumutbarkeitsprofil zu beeinflussen, Dr. J.___ vorzulegen und zu 

berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat in Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 
ATSG) ein versicherungsexternes Gutachten einzuholen. Die Einholung eines Gerichtsgutachtens 

drängt sich nicht auf, nachdem die Beschwerdegegnerin selber noch keine externe 

versicherungsmedizinische Beurteilung eingeholt hat.  

6.   

6.1 Die Beschwerde vom 17. Januar 2025 ist dahingehend gutzuheissen, dass der 
Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2024 aufzuheben und die Streitsache zur Einholung eines 

versicherungsexternen Gutachtens im Sinne der Erwägungen und anschliessenden neuen Verfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

6.2 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 
Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis ATSG). Im UVG ist eine solche Kostenpflicht nicht 

vorgesehen. Das Verfahren ist deshalb kostenlos. 

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt hinsichtlich der Prozesskosten 

praxisgemäss als volles Obsiegen (Urteil des Bundesgerichts vom 19. April 2021, 9C_525/2020, E. 6 
mit Hinweisen). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Die Parteientschädigung wird 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege 

beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 

963.75) pauschal Fr. 1'500.– bis Fr. 15'000.–. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf den notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung eine pauschale 
Parteientschädigung von Fr. 4'000.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde vom 17. Januar 2025 wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 2. Dezember 2024 aufgehoben und die Streitsache zur Einholung eines versicherungsexternen 

Gutachtens im Sinne der Erwägungen und anschliessenden neuen Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.  

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.– 

(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 21.10.2025
	Art. 6 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG. Es bestehen (mindestens) geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung in dem Sinne, dass sie auf einen unvollständigen Sachverhalt beruht, weil die Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, Berichte und aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, die ihr geräumige Zeit vor Erlass des Einspracheentscheids zugestellt worden waren und geeignet sind, die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und das Zumutbarkeitsprofil zu beeinflussen, dem Kreisarzt vorzulegen und zu berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat in Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ein versicherungsexternes Gutachten einzuholen. Weiter hat sich die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid zu Unrecht nicht mit der Integritätsentschädigung auseinandergesetzt. Sie wird dies im Rahmen einer materiellen Prüfung nachzuholen haben. Da ein Einspracheentscheid diesbezüglich fehlt und die Voraussetzungen für die Ausdehnung des Streitgegenstands im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht erfüllt sind, ist diesbezüglich nicht auf die Beschwerde einzutreten. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin, soweit auf die Beschwerde einzutreten ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 2025/3).

		2026-01-28T04:04:44+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen