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**Case Identifier:** 06b33656-9166-5621-9ab0-fdaaf7d27a39
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.04.2016 B 2015/273
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2015-273_2016-04-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2015/273

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.04.2016

Entscheiddatum: 27.04.2016

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.04.2016
Art. 5 und 6 Abs. 3 ÖffG (sGS 140.2). Art. 5 Abs. 1 und 11 Abs. 1 DSG (sGS 
142.1).  Streitig war, ob die Namen der Pächter des Landes einer öffentlich-
rechtlichen Anstalt einer Zeitung bekanntzugeben sind. Das 
Verwaltungsgericht kommt unter anderem zum Schluss, die von der 
Vorinstanz als nötig erachtete Einwilligung der betroffenen Personen bzw. 
ein entsprechendes Vernehmlassungsverfahren sei bei „gewöhnlichen“ 
Personendaten - im Gegensatz zu besonders schützenswerten Daten und 
Persönlichkeitsprofilen (Art. 5 Abs. 2 lit. c DSG) - nicht Voraussetzung für 
eine Datenbekanntgabe, soweit die Bedingungen von Art. 5 Abs. 1 DSG 
(gesetzliche Grundlage, Erforderlichkeit der Bekanntgabe zur Erfüllung einer 
gesetzlichen Aufgabe) eingehalten seien. Konkret besteht für die 
Datenbekanntgabe eine Rechtsgrundlage im ÖffG, und sie ist zur Erfüllung 
der dort statuierten gesetzlichen Aufgabe erforderlich. Vor diesem 
Hintergrund stellt sich die von der Vorinstanz diskutierte Frage, ob die 
Einholung der Einwilligung der Pächter bzw. die Durchführung eines 
Vernehmlassungsverfahrens einen unverhältnismässigen Aufwand im Sinn 
von Art. 6 Abs. 2 ÖffG bedeuten würde, nicht, weil es keiner solchen 
Pächterzustimmung bedarf.  Ein öffentliches Interesse an der Offenlegung 
der Namen und Adressen der Pächter im Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. d DSG ist 
insofern gegeben, als eine solche Datenbekanntgabe ihrerseits dem 
Allgemeininteresse an der Offenlegung der Verwendung öffentlicher Mittel - 
dazu gehöre auch die Verpachtung von Grundstücken - dient. 
Zuteilungsentscheide sind gestützt auf transparent erscheinende 
Grundlagen zu fällen. Dabei geht es um die Bewahrung des Vertrauens der 
von den Zuteilungsentscheiden Betroffenen in den Staat. Das ÖffG 
ermöglicht es, dass die an einer Auskunft interessierte Person nicht anhand 
von eigenen Recherchen auf den betreffenden Grundstücken die 
gewünschten Daten erhältlich machen müssen, sondern diese mit einem 
entsprechenden Gesuch bei der zuständigen Stelle anfordern können. 
Nachdem eine Informationslieferung vertrauensbildenden Charakter hat und 

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unter dem Regime des Öffentlichkeitsprinzips (Art. 60 KV) im Zweifelsfall 
Transparenz vor Geheimhaltung geht, sollen Interessierte sich - auf 
entsprechendes Gesuch hin - ein Bild über die Verwendung öffentlicher 
Mittel machen und gegebenenfalls entsprechende Vergleiche anstellen 
können. Ein öffentliches Interesse im erwähnten Sinn ist somit zu bejahen. 
 Hinsichtlich der Frage, ob dieses öffentliche Interesse bzw. ein daraus 
abgeleitetes (inhaltlich übereinstimmendes) schutzwürdiges Interesse der 
Beschwerdeführerin an der Datenbekanntgabe das private Interesse der 
Pächter an der Geheimhaltung ihrer Personendaten zu überwiegen vermag 
(vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. d und e DSG), hält das Verwaltungsgericht fest, 
grundsätzlich werde eine Informationsmassnahme als zumutbar erachtet, 
wenn es insbesondere aufgrund der Natur der betreffenden Daten und des 
jeweiligen Sachzusammenhangs als unwahrscheinlich erscheine, dass die 
betroffene Person aufgrund der Veröffentlichung einen Nachteil erleide, der 
schwerer wiege als eine bloss geringfügige Beeinträchtigung. Vorliegend 
können sich die Pächter nicht zu Recht auf ihr Geheimhaltungsinteresse 
bzw. ihre Privatsphäre berufen, wenn Transparenzgründe und 
Vertrauensbildung eine Pächterbekanntgabe erforderlich machen und auch 
rechtfertigen. Das private Interesse der Pächter an der Nichtbekanntgabe 
ihrer Namen und Adressen erscheint beim geschilderten Sachverhalt von 
nicht sehr grossem Gewicht und in diesem Sinn nicht schützenswert. Es 
vermag daher das öffentliche Interesse an der Datenbekanntgabe nicht zu 
verdrängen (Verwaltungsgericht, B 2015/273).  Entscheid vom 27. April 2016

Besetzung

 

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel; 

Gerichtsschreiber Schmid

 

Verfahrensbeteiligte

Obersee Nachrichten AG, Hauptstrasse 5, 8640 Rapperswil SG,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Lörli, Muri Rechtsanwälte AG, 

Schmidstrasse 9, 8570 Weinfelden,

gegen

Linthkommission, Herr Regierungsrat Willi Haag, Präsident, Lämmlisbrunnenstrasse 

54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Das Linthwerk

Linthverwaltung, Tellstrasse 1, 8853 Lachen,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Auskunft nach Öffentlichkeitsgesetz

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.            

a. Mit zwei Schreiben vom 22. Dezember 2014  ersuchte Bruno Hug, Obersee 

Nachrichten AG, Rapperswil, die Linthkommission, Lachen, um Beantwortung von 

Fragen betreffend den   Linthingenieur Markus Jud und das Pachtland des Linthwerks 

(Inhalt der Fragen wiedergegeben in act. G 9/4 S. 1-3). In der Verfügung vom 18. März 

2015 zuhanden des Rechtsvertreters der Obersee Nachrichten AG, Rechtsanwalt lic. 

iur. Christian Lörli, Weinfelden, nahm die Linthkommission zu den in ihrem 

Zuständigkeitsbereich liegenden Fragen zum Linthingenieur Stellung. Die in den 

Zuständigkeitsbereich der Linthverwaltung fallenden Fragen zum Pachtland Linthwerk 

überwies sie der letzteren zuständigkeitshalber. Die gegen diese Verfügung von der 

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Obersee Nachrichten AG eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit 

Entscheid B 2015/56 vom 23. September 2015 ab.

b. Mit Verfügung vom 19. Mai 2015 zuhanden des Rechtsvertreters der Obersee 

Nachrichten AG hatte die Linthverwaltung zwischenzeitlich Stellung genommen zu den 

Fragen 1-8 zum Pachtland Linthwerk. Hinsichtlich des Begehrens um Zusendung einer 

Landverpachtungs-Liste des Linthwerks vor und nach Linth 2000 (Stand des Jahres 

2005 bzw. Februar 2014) verwies sie auf Art. 11 Abs. 1 des Datenschutzgesetzes (sGS 

142.1; DSG), wonach eine Datenbekanntgabe nur unter Einschränkungen möglich sei. 

Die Einholung der Zustimmung aller (rund 80) Pächter zur Herausgabe ihrer 

Personendaten verursache einen unzumutbaren Aufwand im Sinn von Art. 6 Abs. 2 lit. 

e des Gesetzes über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (sGS 140.2; 

Öffentlichkeitsgesetz, ÖffG), weshalb die Personendaten aus den zuzustellenden 

Dokumenten zu entfernen bzw. unkenntlich zu machen seien. Die Linthverwaltung 

stellte die Listen der Landverpachtungen am Linth- und Escherkanal bezüglich 

Parzellen, Parzellengrössen, Dammteile, Pachtzinsen je Quadratmeter sowie Pläne, aus 

denen die Lage der verpachteten Grundstücke ersichtlich waren, in anonymisierter 

Form (ohne personenbezogene Daten) zu (act. G 9/4 und G 9/5 mit Beilagen 1-4).

c. Den gegen diese Verfügung von Rechtsanwalt Lörli für die Obersee Nachrichten AG 

erhobenen Rekurs vom 2. Juni 2015 (act. G 9/1) wies die Linthkommission mit 

Entscheid vom 11. September 2015 ab, soweit sie darauf eintrat (act. G 2.1).      

 

B.            

a. Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Lörli für die Obersee 

Nachrichten AG mit Eingabe vom 13. Oktober 2015 Beschwerde mit den 

Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1) und die Linthverwaltung sei zu 

verpflichten, die Namen und Adressen der Pächter der von ihr verpachteten 

Grundstücke vor und nach Linth 2000 offenzulegen (Ziff. 2). Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz (Ziff. 3).

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b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 8. Dezember 2015 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies sie 

auf den angefochtenen Entscheid und äusserte sich ergänzend zu den Vorbringen in 

der Beschwerde (act. G 8).

c. Mit Replik vom 11. Januar 2016 bestätigte die Beschwerdeführerin ihren Standpunkt 

(act. G 11).  

d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden 

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Nach Art. 4 Abs. 2 der interkantonalen Vereinbarung zwischen den Kantonen 

Glarus, Schwyz, St Gallen und Zürich über das Linthwerk (sGS 734.331; 

Linthkonkordat) können Verfügungen der Organe des Linthwerkes mit Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen angefochten werden, soweit diese 

Vereinbarung nichts anderes vorsieht. Angefochten ist vorliegend ein Entscheid der 

Linthkommission, womit die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist. Nach 

Art. 4 Abs. 1 des Linthkonkordats ist das Recht des Kantons St. Gallen anwendbar, 

soweit das Linthkonkordat nichts anderes bestimmt. Nach Art. 18 Abs. 2 des ÖffG ist 

für den Rechtsschutz das Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons St. Gallen (sGS 

951.1; VRP) anwendbar. Die Beschwerde gegen den Entscheid vom 11. September 

2015, welcher der Beschwerdeführerin unbestritten am 29. September 2015 

zugegangen war, wurde am 13. Oktober 2015 (Poststempel) rechtzeitig innerhalb der 

Frist von vierzehn Tagen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP) eingereicht. Sie 

enthält eine Darstellung des Sachverhalts und eine Begründung (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 48 Abs. 1 VRP). Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur 

Beschwerde legitimiert, wer an der Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des 

Entscheids ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Als Verfügungsadressatin ist 

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die Beschwerdeführerin in ihren eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen. Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

2.             

2.1.        Gemäss Art. 60 Abs. 1 der Kantonsverfassung (KV; sGS 111.1) informieren die 

Behörden von sich aus oder auf Anfrage über ihre Tätigkeit, soweit keine öffentlichen 

oder schützenswerten privaten Interessen entgegenstehen. Die 

Informationsverbreitung und den Zugang zu amtlichen Informationen regelt gemäss 

Abs. 2 von Art. 60 KV das Gesetz (ÖffG). Das in Art. 60 Abs. 1 KV und Art. 1 ÖffG 

statuierte Öffentlichkeitsprinzip dient der Transparenz der Verwaltung und soll das 

Vertrauen des Bürgers in die staatlichen Institutionen und ihr Funktionieren fördern; es 

bildet zudem eine wesentliche Voraussetzung für eine sinnvolle demokratische 

Mitwirkung am politischen Entscheidfindungsprozess und für eine wirksame Kontrolle 

der staatlichen Behörden. Die Interessierten sollen von sich aus, ohne den Nachweis 

eines schutzwürdigen Interesses, um Information nachsuchen können (VerwGE B 

2013/241 vom 19. Februar 2015, E. 3.2.1 mit Hinweisen). In diesem Sinn sieht Art. 5 

ÖffG vor, dass jede Person, ohne dass sie ein besonderes Interesse geltend machen 

muss, nach Massgabe dieses Erlasses ein Recht auf Information über die Tätigkeit des 

öffentlichen Organs und Zugang zu amtlichen Dokumenten hat (Art. 5 ÖffG). Aus der 

allgemeinen Auskunftspflicht der Verwaltung über ihre Tätigkeit (Art. 8 ÖffG) lassen sich 

dabei keine weitergehenden Informationsansprüche ableiten, als sich schon aus Art. 5 

lit. a ÖffG ergeben. Wenn somit ein Informationsanspruch aufgrund der letztgenannten 

Bestimmung nicht gegeben ist, so ergibt sich ein solcher auch nicht aus Art. 8 ÖffG 

(vgl. VerwGE B 2015/56 vom 23. September 2015, E. 3.2.3). Als amtliches Dokument 

im Sinn des Gesetzes gilt nach Art. 12 ÖffG jede Aufzeichnung, die auf einem 

beliebigen Datenträger enthalten ist (lit. a), sich im Besitz eines öffentlichen Organs 

befindet, von dem sie stammt oder dem sie mitgeteilt worden ist (lit. b), die Erfüllung 

einer Staatsaufgabe betrifft (lit. c) und nicht ausschliesslich zum persönlichen 

Gebrauch bestimmt ist (lit. d).

2.2.        Bei der Linthverwaltung handelt es sich um ein öffentliches Organ im Sinn von 

Art. 1 Abs. 2 lit. b ÖffG. Streitig ist, inwiefern die Beschwerdeführerin gegenüber der 

Linthverwaltung Anspruch auf Bekanntgabe der Namen und Adressen der Pächter der 

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von ihr verpachteten Grundstücke vor und nach Linth 2000 hat. Das ÖffG nennt 

öffentliche oder schützenswerte private Interessen, welche einer solchen Information 

unter Umständen entgegenstehen, in nicht abschliessender Weise ("…

insbesondere…"; Art. 6 Abs. 2 und 3 ÖffG). Sodann zählt es Informationen auf, welche 

vom Recht auf Informationszugang ausgenommen sind (Art. 7). Einer Bekanntgabe 

entgegenstehende öffentliche Interessen liegen unter Umständen dann vor, wenn die 

Datenbekanntgabe die Stellung des öffentlichen Organs in Verhandlungen schwächen, 

die Beziehungen zu anderen Gemeinwesen beeinträchtigen oder die Wirksamkeit von 

behördlichen Massnahmen vereiteln bzw. herabsetzen könnte oder einen 

unverhältnismässigen Aufwand verursachen würde (vgl. die nicht abschliessende 

Aufzählung in Art. 6 Abs. 2 Öffentlichkeitsgesetz sowie Botschaft und Entwurf der 

Regierung vom 21. März 2013 zum Informationsgesetz, S. 13 zweiter Absatz [ABl 2013, 

1474 ff.]). Entgegenstehende schützenswerte private Interessen können im Fall einer 

durch die Bekanntgabe hervorgerufenen Beeinträchtigung von Persönlichkeitsrechten 

bestehen (vgl. dazu die nicht abschliessende Aufzählung in Art. 6 Abs. 3 ÖffG).

2.3.        Unbestritten ist vorliegend die Verfügbarkeit der Listen mit den Namen der 80 

Pächter, Parzellennummern, Parzellengrössen und Pachtzinsen pro m  sowie der 

Pläne, auf denen die verpachteten Grundstücke eingezeichnet sind. Der 

Beschwerdeführerin wurden diese Unterlagen - zusammen mit einem Bericht vom 16. 

September 2014 über die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Linthwerk 

(act. G 9/4 Beilage 5) - mit der angefochtenen Verfügung am 19. Mai 2015 in 

anonymisierter Form zugestellt (act. G 9/4 und 9/5 mit Beilagen). Zu klären ist, ob bzw. 

inwiefern die Bekanntgabe der Namen und Adressen der Pächter der Linth-

Grundstücke zum einen öffentliche Interessen im geschilderten Sinn oder zum anderen 

die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen tangieren würde. Hinsichtlich der letzteren ist 

zu prüfen, inwiefern diese - im konkreten Sachzusammenhang - als schützenswert im 

Sinn von Art. 6 Abs. 3 ÖffG erscheinen. Nachdem einerseits das ÖffG den Zugang zu 

amtlichen Dokumenten gewährleistet, das DSG diesem Zugang jedoch Grenzen setzt, 

sind gemäss Art. 2 Abs. 2 ÖffG die Voraussetzungen für eine Datenbekanntgabe nach 

dem DSG zu beachten. Bei Namens- und Adressangaben handelt es sich um 

Personendaten, nicht jedoch um besonders schützenswerte Daten im Sinn von Art. 1 

Abs. 1 lit. d DSG (vgl. die dortige Aufzählung von Sachverhalten). Nach Art. 11 Abs. 1 

DSG ist die Bekanntgabe solcher Daten zulässig, wenn ein wesentliches öffentliches 

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Interesse besteht, welches das schutzwürdige Interesse der betroffenen Person an der 

Geheimhaltung der Personendaten überwiegt (lit. d) oder wenn die Empfängerin ein 

schutzwürdiges Interesse glaubhaft macht, welches das schutzwürdige Interesse der 

betroffenen Person an der Geheimhaltung der Personendaten überwiegt (lit. e).

2.4.        Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid mit Hinweis auf Botschaft 

und Entwurf der Regierung vom 21. März 2013 zum Informationsgesetz (ABl 2013, 

1474 ff., Ziff. 4.1) aus, immer wenn es sich um Personendaten im Sinn von Art. 1 lit. a 

DSG handle, gehe das DSG vor und gelte ausschliesslich, es sei denn, die 

Personendaten seien anonymisiert und damit als solche nicht mehr erkennbar. Ein 

Anspruch auf Anonymisierung bestehe allerdings nicht. Für eine Offenlegung der 

Namen und Adressen der Pächter sei nicht das ÖffG, sondern das DSG massgebend. 

Die Pächter hätten ein schutzwürdiges Interesse an der Geheimhaltung dieser Daten. 

Daran ändere auch der Einwand der Beschwerdeführerin nichts, dass einigen Pächtern 

keine neuen Flächen mehr verpachtet worden seien. Der Einwand, wonach während 

der Pachtdauer aufgrund der persönlichen Bewirtschaftungspflicht die Pächterstellung 

gegenüber Dritten nicht verheimlicht werden könne, möge teilweise zutreffen, ändere 

jedoch nichts daran, dass die privaten Interessen der Pächter grundrechtlich geschützt 

seien. Die Vorinstanz sei ihrer Pflicht zur aktiven und passiven Information 

nachgekommen. Die Beschwerdeführerin verfüge über sämtliche Unterlagen. Die 

Identität der einzelnen Pächter sei während der Dauer des Pachtverhältnisses für Dritte 

erkennbar. Es sei daher kein wesentliches öffentliches Interesse ersichtlich, welches 

das Geheimhaltungsinteresse der Pächter überwiege. Eine Herausgabe der 

Pachtverträge ohne Anonymisierung käme nur in Frage, wenn die Pächter ihre 

ausdrückliche Einwilligung (Art. 11 Abs. 1 lit. b DSG) erteilen würden. Dies sei nicht der 

Fall. Bei der Einholung der Bewilligung der Pächter durch die Vorinstanz wäre ein 

Vernehmlassungsverfahren unter den über 80 Pächtern durchzuführen, was einen nicht 

unerheblichen Aufwand nach sich ziehen würde. Ein derartiges 

Vernehmlassungsverfahren wäre angesichts dessen, dass nur ein geringes öffentliches 

Interesse an der Bekanntgabe der Personendaten bestehe, unverhältnismässig im Sinn 

von Art. 6 Abs. 2 ÖffG. Im Weiteren wäre mit Widerstand der Pächter zu rechnen, 

weshalb die Beschwerdeführerin hieraus keine zusätzlichen Erkenntnisse erhalten 

könnte. Ein gewisses schutzwürdiges Interesse an jeglichen Personendaten sei der 

Beschwerdeführerin aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit zwar nicht abzusprechen. 

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Allerdings vermöge im vorliegenden Fall ihr schutzwürdiges Interesse (im Sinn von Art. 

11 Abs. 1 lit. e DSG) dasjenige der betroffenen Pächter an der Wahrung ihrer 

Persönlichkeitsrechte nicht zu überwiegen  (act. G 2.1 S. 6-10).

2.5.        Die Beschwerdeführerin führt zur Begründung ihres Antrages unter anderem 

aus, die Offenlegung der geforderten Daten sei für die betroffenen Personen mit 

keinem ersichtlichen Nachteil verbunden, da es den Pächtern während der Pachtdauer 

nicht möglich sein werde, ihre Pächterstellung gegenüber Dritten zu verheimlichen. Die 

Vorinstanz habe verkannt, dass das schutzwürdige Interesse der Pächter als äusserst 

gering zu gewichten sei. Die Tatsache, dass einige Pächter nach dem Projekt „Linth 

2000“ weiterhin berücksichtigt worden seien, andere Pächter jedoch unberücksichtigt 

geblieben seien und stattdessen mit neuen Pächtern Verträge abgeschlossen worden 

seien, spreche für ein erhebliches öffentliches Interesse an der Transparenz der 

Pachtvergaben. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass die Offenlegung der 

Pachtzinsen in anonymisierter Form ausreiche, um das öffentliche Interesse an der 

Offenlegung der Namen und Adressen der Pächter zu befriedigen. Neben dem 

öffentlichen Interesse habe auch die Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse, 

das eine Bekanntgabe der geforderten Daten rechtfertige. Als grösste Zeitung am 

Obersee sei sie den Lesern verpflichtet und sichere den gesellschaftlich notwendigen 

Diskurs. Aus dem Umstand, dass die Privatsphäre zu respektieren sei, sofern das 

öffentliche Interesse nicht das Gegenteil verlange, lasse sich nicht ableiten, dass die 

persönlichen Interessen der Pächter das Informationsinteresse der Beschwerdeführerin 

überwiegen würden. Das öffentliche Interesse an der Transparenz der Pachtvergabe 

und das schützenswerte Interesse der Beschwerdeführerin würden das Interesse der 

Pächter an einer Nichtbekanntgabe ihrer Daten überwiegen (act. G 1).

3.              

3.1.         

3.1.1.    Einer Bekanntgabe der Namen und Adressen der Pächter entgegenstehende 

öffentliche Interessen wären unter Umständen wie erwähnt dann zu bejahen, wenn die 

Datenbekanntgabe einen unverhältnismässigen Aufwand verursachen würde (Art. 6 

Abs. 2 lit. e ÖffG). In der Botschaft zum ÖffG wurde hierzu ausgeführt, dass die 

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Behörde, wenn sie einem Gesuch um Information unter Berufung auf diese 

Bestimmung nicht stattgeben wolle, den Zugang erst verweigern werde, wenn es nach 

dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ausgeschlossen sei, an Stelle einer Nicht-

Information den Informationsumfang zu beschränken oder die Information auf andere 

Weise als verlangt zu gewähren. Von der Einschränkung nach Art. 6 Abs. 2 lit. e ÖffG 

sei demgemäss nur mit grosser Zurückhaltung Gebrauch zu machen. Die Bestimmung 

wolle insbesondere «fishing expeditions» oder umfangreichen Recherche-Aufträgen 

einen Riegel schieben. Das Informationsgesetz (ÖffG) solle nicht dazu dienen, 

Forschungsarbeiten von Privaten an öffentliche Organe zu delegieren (ABl 2013, 1488).

3.1.2.    Die Bearbeitung von Personendaten - darunter fällt auch deren Bekanntgabe 

(Art. 1 Abs. 1 lit. e DSG) - ist aus datenschutzrechtlicher Sicht unter anderem dann 

zulässig, wenn dafür eine Rechtsgrundlage (Erlass mit allgemein verbindlichen 

Bestimmungen, insbesondere Gesetz und Verordnung; Art. 1 Abs. 1 lit. k DSG) besteht 

oder die Bearbeitung zur Erfüllung einer gesetzlichen Aufgabe erforderlich ist (Art. 5 

Abs. 1 DSG). Die von der Vorinstanz als nötig erachtete Einwilligung der betroffenen 

Personen bzw. ein entsprechendes Vernehmlassungsverfahren (vgl. act. G 2.1 S. 9) ist 

somit bei „gewöhnlichen“ Personendaten - im Gegensatz zu besonders 

schützenswerten Daten und Persönlichkeitsprofilen (Art. 5 Abs. 2 lit. c DSG) - nicht 

Voraussetzung für eine Datenbekanntgabe, soweit die Bedingung von Art. 5 Abs. 1 

DSG eingehalten ist. Konkret besteht für die Datenbekanntgabe eine Rechtsgrundlage 

im ÖffG, und sie ist zur Erfüllung der dort statuierten gesetzlichen Aufgabe erforderlich. 

Vor diesem Hintergrund stellt sich die von der Vorinstanz diskutierte Frage, ob die 

Einholung der Einwilligung der Pächter bzw. die Durchführung eines 

Vernehmlassungsverfahrens einen unverhältnismässigen Aufwand im Sinn von Art. 6 

Abs. 2 ÖffG bedeuten würde (act. G 2.1 S. 9), nicht, weil es keiner solchen 

Pächterzustimmung bedarf. Überdies dürfte auch die Anonymisierung der am 19. Mai 

2015 der Beschwerdeführerin zugestellten Informationen einen gewissen Aufwand 

verursacht haben; hier stellte sich die Vorinstanz jedoch nicht auf den Standpunkt, 

dass dieser Aufwand unverhältnismässig sei.

3.2.       

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3.2.1.    Vom Recht auf Informationszugang ausgenommen sind Informationen und 

Dokumente, soweit das Gemeinwesen am wirtschaftlichen Wettbewerb teilnimmt und 

nicht hoheitlich handelt (Art. 7 Abs. 1 lit. c ÖffG). Hier ist das öffentliche Organ, das für 

das Gemeinwesen handelt, einem Privatrechtssubjekt gleichgestellt. Eine 

Verpflichtung, über solche Tätigkeiten zu informieren, besteht nicht; das Gemeinwesen 

soll durch die Verbreitung von Informationen oder durch Gewährung des Zugangs zu 

Informationen im Vergleich zu den anderen Marktteilnehmenden weder bevorzugt noch 

benachteiligt werden. So soll das Gemeinwesen beispielsweise 

Kalkulationsgrundlagen, Lohnübersichten, Vereinbarungen mit Lieferanten und andere 

Dokumente in einem Beschaffungs- oder Angebotsverfahren ebenso wenig offenlegen 

müssen wie seine privatrechtlichen Konkurrenten (Botschaft zum Informationsgesetz; 

ABl 2013, 1490). - Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung aus, das Linthwerk sei 

interessiert, Pachtland abzugeben, denn mit der Bewirtschaftung werde die Umgebung 

des Linthwerks gepflegt. Vor diesem Hintergrund stünden einerseits die Pächter unter 

sich im Wettbewerb, anderseits aber auch das Linthwerk mit den Pächtern, da das 

Linthwerk nicht nur Pachtzinsen erhalte, sondern auch eine Bewirtschaftungsleistung 

aufgrund der Pachtverträge. Somit liege kein hoheitliches Handeln vor, sondern eine 

privatrechtliche Tätigkeit in der Form der Verpachtung vor. Über derartige Verhältnisse 

dürften Auskünfte und Aktenvorlagen gestützt auf Art. 7 Abs. 1 lit. c ÖffG verweigert 

werden. Dabei spiele es keine Rolle, dass ein Bewirtschafter von Pachtflächen allenfalls 

bundesrechtlich auszurichtende Direktzahlungen erhalte. Würde derselbe Pächter 

irgendeine Pachtfläche bewirtschaften, hätte er bezüglich der Direktzahlungen 

dieselben Voraussetzungen zu erfüllen, um Beiträge zu erhalten (act. G 11 S. 3).

3.2.2.    Die Pachtverträge werden vom Linthwerk als öffentlich-rechtliche Anstalt (Art. 1 

Linthkonkordat) abgeschlossen. Dabei handelt es sich um privatrechtliche 

Pachtverträge im Sinne von Art. 275 ff. des Obligationenrechts (OR; SR 220) und des 

Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über die landwirtschaftliche Pacht (LPG; SR 

221.213.2). Der Entscheid eines Verpächters, mit einem bestimmten Pächter einen 

Pachtvertrag abschliessen oder nicht abschliessen zu wollen, ist grundsätzlich eine 

zivilrechtliche Frage. Nach der Rechtsprechung ist jedoch der Entscheid, mit dem ein 

Gemeinwesen über die Benützung von öffentlichen Sachen befindet, eine öffentlich-

rechtliche Frage (BGer 2C_484/2008 vom 9. Januar 2009, in BGE 135 II 49 nicht publ. 

E. 1.2), auch wenn die Zurverfügungstellung auf dem Wege eines privatrechtlichen 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22112+II+35%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-49%3Ade&number_of_ranks=0#page49

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Vertrags erfolgt (BGer 1C_312/2010 vom 8. Dezember 2010 E. 1.2 und E. 3.4; vgl. BGE 

127 I 84 E. 4a). Die Verwaltung des Finanzvermögens geschieht demgegenüber nicht 

hoheitlich, sondern auf dem Wege des Privatrechts (BGE 97 II 371 E. 3c S. 377 f.; BGer 

2C_167/2012 vom 1. Oktober 2012 E. 4.2; vgl. auch BGE 126 I 250 E. 2c und d S. 254 

f.; BGer 5A_550/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 2; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 6. A. 2010, S. 538 f.). Das gilt namentlich auch für die Verpachtung 

von Landwirtschaftsland durch eine Gemeinde (BGE 112 II 35 E. 2 S. 37; vgl. auch 

Urteil 4A_551/2008 vom 12. Mai 2009 E. 1.1) oder für Verfügungsgeschäfte über Land 

einer Korporation (vgl. BGE 131 I 45).  

3.2.3.    Ein wesentlicher Aufgabenbereich des Linthwerks besteht darin, den 

Hochwasserschutz in der Linthebene sicherzustellen (Art. 1 Abs. 2 Linthkonkordat). 

 Die Tätigkeit untersteht dem VRP (Art. 4 Lindthkonkordat). Zu den Aufgaben der 

Organe des Linthwerks gehört es, den Zustand der Anlagen des Linthwerks zu 

überwachen und Massnahmen zu deren Erhaltung zu ergreifen (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. a 

Linthkonkordat). Die Entwicklung der zum Linthwerk gehörenden Wiesen 

(Pflanzengesellschaften) dauert Jahrzehnte und erfordert eine gleichbleibende 

Bewirtschaftung (act. G 9/4 Beilage 5 S. 2). Die Linthkommission lässt sich jährlich im 

Jahressicherheitsbericht über den Zustand der Pachtflächen berichten (act. G 9/4 

Beilage 5 S. 6). Es ist somit davon auszugehen, dass auch die Verwaltung des Landes 

des Linthwerks (vgl. dazu act. G 9/4 und 9/5 Beilagen) im Bereich des Linth- und 

Escherkanals im Wesentlichen dem Anlagenerhalt dient und in diesem Sinn eine 

öffentlich-rechtliche Aufgabe darstellt. Das Pachtland dient mithin der Erfüllung der 

öffentlich-rechtlichen Aufgabe des Linthwerks. Die Statuierung einer Ausnahme im Sinn 

von Art. 7 Abs. 1 lit. c ÖffG fällt damit bereits aus diesem Grund ausser Betracht. Hinzu 

kommt, dass ein wirtschaftlicher Wettbewerb des Linthwerks mit anderen Verpächtern 

insofern nicht stattfindet, als ihr Pachtland - wie offenbar auch dasjenige der 

Ortsgemeinde Benken (act. G 12) - begehrt bzw. die Nachfrage danach grösser als das 

Angebot ist (act. G 2.3 S. 6). Das grosse Interesse der Bewirtschafter an 

Pachtverträgen ist dabei vorab in den namhaften Direktzahlungen der 

Eidgenossenschaft begründet (act. G 9/4 Beilage S. 5); der Nachfrageüberhang ist 

mithin nicht marktbedingt. Vor diesem Hintergrund kann Art. 7 Abs. 1 lit. c ÖffG konkret 

nicht zur Anwendung kommen. Aus denselben Gründen ist die Ausnahme vom 

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Geltungsbereich des DSG gemäss Art. 2 Abs. 2 lit. a DSG auf die Pächterliste des 

Linthwerks ebenfalls nicht anwendbar.

3.3.  

3.3.1.    Aus den der Beschwerdeführerin zugestellten Unterlagen sind sowohl für den 

Linth- als auch für den Escherkanal sämtliche Parzellen, Flächen, Dammteile und 

Pachtzinsen ersichtlich. Die beigelegten Pläne zeigen die Lagen der verpachteten 

Grundstücke auf (act. G 9/4 und 9/5 mit Beilagen). Zu prüfen ist, ob der gesetzlichen 

Aufgabe, welche dem ÖffG zugrunde liegt, mit der Bekanntgabe von anonymisierten 

Daten an die Beschwerdeführerin Genüge getan ist (Standpunkt der Vorinstanz; act. G 

8 S. 3), oder ob es hierfür personenbezogener Daten bedarf (Standpunkt der 

Beschwerdeführerin).

3.3.2.    Die Vergabe von Pachtland durch die Linthkommission ist eine komplexe 

Angelegenheit, bei welcher sich Unstimmigkeiten ergeben, wenn sich nicht (mehr) 

berücksichtigte Pachtinteressenten benachteiligt fühlen bzw. diesbezüglich 

ungerechtfertigte Ungleichbehandlungen bei der Zuteilung des Pachtlandes vermuten 

(vgl. dazu act. G 9/4 Beilage 5 S. 3-6). Unbestritten ist sodann, dass den Pächtern 

finanzielle Vorteile entstehen, weil die Eidgenossenschaft für die Bewirtschaftung 

extensiv genutzter Flächen Direktzahlungen ausrichtet (act. G 2.2 Beilage 3 S. 3 f.; G 

11 S. 3). Im Bericht vom 16. September 2014 wurde ausgeführt, die Neuzuteilung der 

Pachtflächen habe sowohl die Kriterien der Linthkommission (Hofnähe, Alter, bisherige 

Pächter, nicht Minimum an betrieblichen Ökoflächen am Linthwerk) als auch die neu 

geschaffenen Zu- und Wegfahrten (keine Fahrten über Nachbarpachten) und 

schriftliche Abmachungen berücksichtigt und sei in Zusammenarbeit mit 

landwirtschaftlichen Fachstellen (Direktzahlungen GL) und der Ortsgemeinde Benken 

(grösste Landverpächterin in der unteren Linthebene) erfolgt (act. G 9/4 Beilage 5 S. 4). 

Für die Begründung des Zuteilungsentscheids wurde teilweise auch auf persönliches 

Wissen, Erfahrung und Engagement von einzelnen Personen verwiesen (act. G 9/4 

Beilage 5 S. 5 f.). Mit Blick auf diese Gegebenheiten ist festzuhalten, dass 

grundsätzlich auch die Identität der berücksichtigten Pächter bekannt sein muss, um 

die Handhabung der - teilweise auf die Person des Pächters bzw. auf den von ihm 

bewirtschafteten Hof bezogenen - Kriterien für die Zuteilung der Pachtgrundstücke 

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vollständig transparent und für Aussenstehende nachvollziehbar zu machen. Für die 

Anforderung solcher Informationen bedarf es überdies wie erwähnt keines Nachweises 

eines schutzwürdigen Interesses (vorstehende E. 2.1). Die weitere Frage, ob die 

Vorinstanz verpflichtet wäre, das Dokument mit einer veränderten Anonymisierung 

„umzuarbeiten“ (act. G 8 S. 3), stellt sich unter diesen Umständen nicht, weil - soweit 

die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind (nachstehende E. 3.4 und 3.5) - die 

Anonymisierung einfach wegzulassen ist.

3.4.        Ein öffentliches Interesse an der Offenlegung der Namen und Adressen der 

Pächter im Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. d DSG ist in Anbetracht der in E. 3.2 und 3.3 

geschilderten Gegebenheiten insofern gegeben, als eine solche Datenbekanntgabe 

ihrerseits dem Allgemeininteresse an der Offenlegung der Verwendung öffentlicher 

Mittel - dazu gehört auch die Verpachtung von Grundstücken - dient. 

Zuteilungsentscheide sollen gestützt auf transparent erscheinende Grundlagen gefällt 

werden. Dabei geht es wie erwähnt um die Bewahrung des Vertrauens der von den 

Zuteilungsentscheiden Betroffenen in den Staat (vgl. vorstehende E. 2.1). Zwar lässt 

sich die Identität der Pächter während der Pachtdauer aufgrund der persönlichen 

Bewirtschaftungspflicht gegenüber Aussenstehenden nicht verbergen, womit eine 

(teilweise) Offenlegung bereits aus den faktischen Gegebenheiten resultiert. Eine 

vollständige Transparenz ist damit jedoch insofern nicht gewährleistet, als es um eine 

grosse Anzahl von Pächtern und ein relativ grossräumiges Pachtgebiet geht. Das ÖffG 

ermöglicht es gerade, dass die an einer Auskunft interessierte Person nicht anhand von 

eigenen Recherchen auf den betreffenden Grundstücken die gewünschten Daten 

erhältlich machen muss, sondern diese mit einem entsprechenden Gesuch bei der 

zuständigen Stelle anfordern kann. Nachdem eine Informationslieferung wie erwähnt 

vertrauensbildenden Charakter hat und unter dem Regime des Öffentlichkeitsprinzips 

(Art. 60 KV) im Zweifelsfall Transparenz vor Geheimhaltung geht (Botschaft und Entwurf 

der Regierung, a.a.O., Ziff. 4.1 mit Hinweis auf VerwGE B 2010/123, E. 2.3), sollen 

Interessierte sich - auf entsprechendes Gesuch hin - ein Bild über die Verwendung 

öffentlicher Mittel machen und gegebenenfalls entsprechende Vergleiche anstellen 

können. Ein öffentliches Interesse im erwähnten Sinn ist vorliegend somit zu bejahen.

3.5.        Damit bleibt die Frage zu beantworten, ob dieses öffentliche Interesse bzw. 

ein daraus abgeleitetes (inhaltlich übereinstimmendes) schutzwürdiges Interesse der 

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Beschwerdeführerin an der Datenbekanntgabe das private Interesse der Pächter an der 

Geheimhaltung ihrer Personendaten zu überwiegen vermag (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. d 

und e DSG). Grundsätzlich wird eine Informationsmassnahme als zumutbar erachtet, 

wenn es insbesondere aufgrund der Natur der betreffenden Daten und des jeweiligen 

Sachzusammenhangs als unwahrscheinlich erscheint, dass die betroffene Person 

aufgrund der Veröffentlichung einen Nachteil erleidet, der schwerer wiegt als eine bloss 

geringfügige Beeinträchtigung (vgl. S.C. Brunner, Persönlichkeitsschutz bei der 

behördlichen Information der Öffentlichkeit von Amtes wegen, ZBl 2010, 595 ff., 618). 

Vorliegend können sich die Pächter nicht zu Recht auf ihr Geheimhaltungsinteresse 

bzw. ihre Privatsphäre berufen, wenn Transparenzgründe und Vertrauensbildung 

(vorstehende E. 3.4) eine Pächterbekanntgabe erforderlich machen und auch 

rechtfertigen. Weitere schützenswerte Privatinteressen im Sinn von Art. 6 Abs. 3 ÖffG 

(etwa das Vorliegen von Berufs- oder Geschäftsgeheimnissen) sind weder aus den 

Akten ersichtlich noch werden solche geltend gemacht. Das private Interesse der 

Pächter an der Nichtbekanntgabe ihrer Namen und Adressen erscheint beim 

geschilderten Sachverhalt von nicht sehr grossem Gewicht und in diesem Sinn nicht 

schützenswert. Es vermag daher das öffentliche Interesse an der Datenbekanntgabe 

nicht zu verdrängen. Dies umso weniger, als - wie bereits mehrfach zur Sprache kam - 

nicht erkennbar ist, auf welche Weise sich die Identität der Pächter während der 

Pachtdauer gegenüber Personen, welche sich für diese Gegebenheiten interessieren, 

wirksam verheimlichen liesse.

4.              

4.1.        Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und 

die Beschwerdebeteiligte anzuweisen, die Namen und Adressen der Pächter der von 

ihr verpachteten Grundstücke in der Weise offenzulegen, dass der Beschwerdeführerin 

die mit der Verfügung vom 19. Mai 2015 zugestellten Daten (Listen der 

Landverpachtung; Beilagen 1 bis 4 der Verfügung) in nicht anonymisierter Form 

zugänglich gemacht werden.

4.2.        Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdebeteiligten (Art. 95 Abs. 1 VRP in 

Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 und 3 ÖffG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist 

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angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12); auf die Erhebung 

wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Beschwerdeführerin wird der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.-- zurückerstattet.

4.3.        Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung 

zulasten der Beschwerdebeteiligten (Art. 98bis VRP). Ihr Rechtsvertreter hat keine 

Kostennote eingereicht. Folglich ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. 

Eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- (zuzüglich Barauslagen von Fr. 80.-- [4%]) für das 

Beschwerdeverfahren erscheint als angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, HonO). Die 

Mehrwertsteuer wird grundsätzlich dazu gerechnet (Art. 29 HonO). Da die 

Beschwerdeführerin aber selber mehrwertsteuerpflichtig ist, kann sie die der 

Honorarrechnung ihres Anwalts belastete Mehrwertsteuer als Vorsteuer in Abzug 

bringen. Daher muss die Mehrwertsteuer bei der Bemessung der ausseramtlichen 

Entschädigung nicht zusätzlich berücksichtigt werden (R. Hirt, Die Regelung der 

Kosten nach st. gallischen Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 194; vgl. 

statt vieler VerwGE B 2013/206 vom 3. Dezember 2013, E. 3).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Rekursentscheid vom 11. 

September 2015 aufgehoben.

 

2.            Die Linthverwaltung wird angewiesen, die Namen und Adressen der Pächter 

der Grundstücke gemäss Listen der Landverpachtung (Beilagen 1 bis 4 der Verfügung 

vom 19. Mai 2015) der Beschwerdeführerin offenzulegen.

 

3.            Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.-- werden der 

Beschwerdebeteiligten auferlegt; auf die Erhebung wird verzichtet. Der 

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Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.-- 

zurückerstattet.

 

4.            Die Beschwerdebeteiligte entschädigt die Beschwerdeführerin mit Fr. 2‘000.-- 

zuzüglich Fr. 80.-- Barauslagen, ohne Mehrwertsteuer.

 

Der Präsident                        Der Gerichtsschreiber

Eugster                                  Schmid

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 27.04.2016
	Art. 5 und 6 Abs. 3 ÖffG (sGS 140.2). Art. 5 Abs. 1 und 11 Abs. 1 DSG (sGS 142.1).  Streitig war, ob die Namen der Pächter des Landes einer öffentlich-rechtlichen Anstalt einer Zeitung bekanntzugeben sind. Das Verwaltungsgericht kommt unter anderem zum Schluss, die von der Vorinstanz als nötig erachtete Einwilligung der betroffenen Personen bzw. ein entsprechendes Vernehmlassungsverfahren sei bei „gewöhnlichen“ Personendaten - im Gegensatz zu besonders schützenswerten Daten und Persönlichkeitsprofilen (Art. 5 Abs. 2 lit. c DSG) - nicht Voraussetzung für eine Datenbekanntgabe, soweit die Bedingungen von Art. 5 Abs. 1 DSG (gesetzliche Grundlage, Erforderlichkeit der Bekanntgabe zur Erfüllung einer gesetzlichen Aufgabe) eingehalten seien. Konkret besteht für die Datenbekanntgabe eine Rechtsgrundlage im ÖffG, und sie ist zur Erfüllung der dort statuierten gesetzlichen Aufgabe erforderlich. Vor diesem Hintergrund stellt sich die von der Vorinstanz diskutierte Frage, ob die Einholung der Einwilligung der Pächter bzw. die Durchführung eines Vernehmlassungsverfahrens einen unverhältnismässigen Aufwand im Sinn von Art. 6 Abs. 2 ÖffG bedeuten würde, nicht, weil es keiner solchen Pächterzustimmung bedarf.  Ein öffentliches Interesse an der Offenlegung der Namen und Adressen der Pächter im Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. d DSG ist insofern gegeben, als eine solche Datenbekanntgabe ihrerseits dem Allgemeininteresse an der Offenlegung der Verwendung öffentlicher Mittel - dazu gehöre auch die Verpachtung von Grundstücken - dient. Zuteilungsentscheide sind gestützt auf transparent erscheinende Grundlagen zu fällen. Dabei geht es um die Bewahrung des Vertrauens der von den Zuteilungsentscheiden Betroffenen in den Staat. Das ÖffG ermöglicht es, dass die an einer Auskunft interessierte Person nicht anhand von eigenen Recherchen auf den betreffenden Grundstücken die gewünschten Daten erhältlich machen müssen, sondern diese mit einem entsprechenden Gesuch bei der zuständigen Stelle anfordern können. Nachdem eine Informationslieferung vertrauensbildenden Charakter hat und

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	unter dem Regime des Öffentlichkeitsprinzips (Art. 60 KV) im Zweifelsfall Transparenz vor Geheimhaltung geht, sollen Interessierte sich - auf entsprechendes Gesuch hin - ein Bild über die Verwendung öffentlicher Mittel machen und gegebenenfalls entsprechende Vergleiche anstellen können. Ein öffentliches Interesse im erwähnten Sinn ist somit zu bejahen.  Hinsichtlich der Frage, ob dieses öffentliche Interesse bzw. ein daraus abgeleitetes (inhaltlich übereinstimmendes) schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin an der Datenbekanntgabe das private Interesse der Pächter an der Geheimhaltung ihrer Personendaten zu überwiegen vermag (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. d und e DSG), hält das Verwaltungsgericht fest, grundsätzlich werde eine Informationsmassnahme als zumutbar erachtet, wenn es insbesondere aufgrund der Natur der betreffenden Daten und des jeweiligen Sachzusammenhangs als unwahrscheinlich erscheine, dass die betroffene Person aufgrund der Veröffentlichung einen Nachteil erleide, der schwerer wiege als eine bloss geringfügige Beeinträchtigung. Vorliegend können sich die Pächter nicht zu Recht auf ihr Geheimhaltungsinteresse bzw. ihre Privatsphäre berufen, wenn Transparenzgründe und Vertrauensbildung eine Pächterbekanntgabe erforderlich machen und auch rechtfertigen. Das private Interesse der Pächter an der Nichtbekanntgabe ihrer Namen und Adressen erscheint beim geschilderten Sachverhalt von nicht sehr grossem Gewicht und in diesem Sinn nicht schützenswert. Es vermag daher das öffentliche Interesse an der Datenbekanntgabe nicht zu verdrängen (Verwaltungsgericht, B 2015/273).  Entscheid vom 27. April 2016

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