# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f616525-0a49-5c55-a804-da281eb952b9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2010 C-6423/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6423-2009_2010-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6423/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

X._______ AG, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christoph Willi,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y._______ AG, 
vertreten durch Rechtsanwalt 
Professor Dr. iur. Urs Saxer, 
Beschwerdegegnerin,

Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut,
Vorinstanz.

Erstanmelderschutz für A._______. 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6423/2009

Sachverhalt:

A.
Am  15.  Juli  2009  reichte  die  X._______  AG  (Beschwerdeführerin), 
vertreten  durch  Rechtsanwalt  Dr.  iur.  Christoph  Willi,  beim 
Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic (Vorinstanz) ein Gesuch 
um Zulassung für T._______, Filmtabletten ein. Mit Verfügung vom 18. 
August 2009 trat die Vorinstanz auf das Gesuch nicht ein mit der Be -
gründung,  das  Originalpräparat  stehe  noch  bis  zum  18.  September 
2012 unter  Erstanmelderschutz,  weshalb  das Zulassungsgesuch der 
Beschwerdeführerin  nicht  vor  diesem Termin  geprüft  werden  könne. 
Die Verfügung vom 18. August 2009 focht die Beschwerdeführerin mit 
Beschwerde vom 10. September 2009 beim Bundesverwaltungsgericht 
an mit  den Anträgen, die Verfügung vom 18. August 2009 sei aufzu-
heben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Zulassungsgesuch 
vom 15. Juli 2009 betreffend T._______, Filmtabletten einzutreten. Das 
Verfahren  ist  unter  der  Nummer  C-5727/2009  beim  Bundesver-
waltungsgericht hängig. 

B.
Parallel  zur  Beschwerde  vom  10.  September  2009  reichte  die  Be-
schwerdeführerin bei der Vorinstanz am 10. September 2009 ein Ge-
such um Wiedererwägung der Verfügung vom 18. August 2009 ein. Mit 
Verfügung vom 1. Oktober  2009 trat  die  Vorinstanz auf  das  Wieder-
erwägungsgesuch  nicht  ein. Zur  Begründung  führte  sie  an,  die  ver-
fügende Behörde sei nicht gehalten, ein Wiedererwägungsgesuch an 
die Hand zu nehmen, wenn dieses lediglich mit dem Zweck eingereicht  
worden sei,  eine andere Rechtsauffassung durchzusetzen oder  eine 
neue Würdigung der beim Entscheid bekannten Tatsachen herbeizu-
führen.  Die  entsprechenden  Rügen  seien  im  ordentlichen  Be-
schwerdeverfahren  vorzubringen,  und  deren  Beurteilung  obliege  der 
Beschwerdeinstanz. 

C.
Am  12. Oktober 2009  erhob  die  Beschwerdeführerin,  weiterhin  ver-
treten durch Rechtsanwalt  Dr. iur. Christoph  Willi,  Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag, der Erstanmelderschutz für 
A._______ (Zulassung Nr. [...]) sei zu widerrufen. 

In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin, (1.) einer 
Beschwerde gegen den Sachentscheid sei die aufschiebende Wirkung 

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zu entziehen, (2.) das Verfahren sei zu sistieren, bis im Beschwerde-
verfahren  C-5727/2009  über  das  Gesuch  um  vorsorgliche  Mass-
nahmen rechtskräftig entschieden sei, (3.) auf die Zustellung der Be-
schwerde  an  die  Beschwerdegegnerin  sei  zu  verzichten,  bis  im 
Beschwerdeverfahren C-5727/2009 über das Gesuch um vorsorgliche 
Massnahmen rechtskräftig entschieden sei, und (4.) der Beschwerde-
führerin  sei  Gelegenheit  zu  geben,  die  Beschwerdebegründung  zu 
ergänzen und allenfalls auch weitergehende Anträge zu stellen, unter 
Einschluss eines Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen, nachdem im 
Beschwerdeverfahren C-5727/2009 über das Gesuch um vorsorgliche 
Massnahmen rechtskräftig entschieden sei.

D.
Mit Schreiben vom 18. März 2010 gelangte die Beschwerdeführerin an 
die  Y._______  AG  (Beschwerdegegnerin)  als  Inhaberin  des  Erst-
anmelderschutzes für A._______ und begehrte deren schriftliche Zu-
stimmung  für  eine  Zweitanmeldung  nach  Art.  12  Abs.  1  Bst  a  des 
Heilmittelgesetzes  vom 15.  Dezember  2000  (HMG,  SR  812.21)  zu-
gunsten der Beschwerdeführerin. 

Die  Beschwerdegegnerin,  vertreten durch Rechtsanwalt  Prof. Dr. iur. 
Urs Saxer, lehnte die Zustimmung für eine Zweitanmeldung mit Schrei -
ben vom 12. April 2010 ab.

E.
Mit  Verfügung vom 25. Mai  2010 wurden die Vorinstanz und die Be-
schwerdegegnerin eingeladen, innert Frist eine Vernehmlassung bzw. 
eine Beschwerdeantwort einzureichen.

Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Eingabe vom 3. Juni 2010 um 
einstweilige  Abnahme  der  Frist  zur  Einreichung  einer  Beschwerde-
antwort und beantragte die vorgängige Ansetzung einer Frist zur Ein -
reichung  eines  allfälligen  Ausstandsbegehrens  sowie  die  Zustellung 
der Akten des vorliegenden und des Verfahrens C-5727/2009.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 8. Juni 2010, 
auf  die  Beschwerde  vom  12.  Oktober  2009  sei  nicht  einzutreten; 
eventualiter sei diese vollumfänglich abzuweisen. 

F.
Mit Verfügung vom 22. Juni 2010 gab das Bundesverwaltungsgericht 
die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt und erstreckte der 

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Beschwerdegegnerin  die  Frist  zur  Einreichung  einer  Beschwerde-
antwort bis zum 14. Juli 2010. Das Gericht bewilligte das Gesuch der 
Beschwerdegegnerin um Einsicht in die Akten des vorliegenden Ver-
fahrens, verweigerte jedoch die Einsicht in die Akten des Verfahrens 
C-5727/20009.

Gegen die Verweigerung der Akteneinsicht betreffend das Verfahren C-
5727/2009  reichte  die  Beschwerdegegnerin  am  14.  Juli  2010  ein 
Wiedererwägungsgesuch  ein,  auf  welches  das  Bundesverwaltungs-
gericht mit Verfügung vom 6. August 2010 nicht eintrat.

Am 24. August  2010 reichte die  Beschwerdegegnerin  gegen die mit 
Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  22. Juni  2010  ver-
weigerte  Akteneinsicht  betreffend  das  Verfahren  C-5727/2009  Be-
schwerde  in  öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  beim 
Schweizerischen Bundesgericht ein. Mit  Urteil  2C_658/2010 vom 27. 
September 2010 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein.

G.
Mit  Verfügung  vom  6.  August  2010  teilte  das  Bundesverwaltungs-
gericht  den  Verfahrensbeteiligten  mit,  es  beabsichtige,  auf  die  Be-
schwerde vom 12. Oktober 2009 nicht einzutreten, und räumte ihnen 
eine Frist zur Stellungnahme ein.

Die Vorinstanz äusserte sich mit Stellungnahme vom 23. August 2010 
zustimmend zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid.

Die  Beschwerdeführerin  beantragte  mit  Stellungnahme  vom  9. 
September  2010,  der  Erstanmelderschutz  von  10  Jahren  für 
A._______ sei  zu  widerrufen.  Zudem reichte  sie  die  Verfügung  der 
Vorinstanz vom 18. August 2009 betreffend Zulassung von T._______, 
Filmtabletten sowie die Verfügung der Vorinstanz vom 1. Oktober 2009 
betreffend Wiedererwägungsgesuch vom 10. September 2009 ein. Sie 
führte aus, ihre Beschwerde vom 12. Oktober 2009 richte sich gegen 
die Verfügung der Vorinstanz vom 1. Oktober 2010.

Die  Beschwerdegegnerin  beantragte  mit  Stellungnahme  vom  16. 
September 2010, auf die Beschwerde vom 12. Oktober 2010 sei nicht  
einzutreten; eventualiter sei diese vollumfänglich abzuweisen.

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H.
Der Schriftenwechsel wurde mit Verfügung vom 28. September 2010 
geschlossen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 33 Bst. e VGG, Art. 68 Abs. 2 HMG und Art. 84 Abs. 1 HMG für 
die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

2.
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen,  ob  die 
Prozessvoraussetzungen  vorliegen  und  auf  eine  Beschwerde  einzu-
treten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

3.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021).  Als  Verfügungen  gelten  Anordnungen  der  Behörden  im 
Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und zum 
Gegenstand  haben:  Begründung,  Änderung  oder  Aufhebug  von 
Rechten oder Pflichten (Art. 5 Abs. 1 Bst. a VwVG); Feststellung des 
Bestehens, Nichtbestehens oder Umfangs von Rechten oder Pflichten 
(Art.  5  Abs.  1  Bst.  b  VwVG);  Abweisung  von  Begehren  auf  Be-
gründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder 
Pflichten, oder Nichteintreten auf solche Begehren (Art. 5 Abs. 1 Bst. c 
VwVG).

3.1 Die Beschwerdeführerin hat mit der Beschwerde vom 12. Oktober 
2009 keine angefochtene Verfügung eingereicht. In der Beschwerde-
schrift weist sie darauf hin, die Beschwerde erfolge rein vorsorglich zur 
Wahrung der Beschwerdefrist. Die Beschwerde richte sich gegen den 
Erstanmelderschutz von A._______. Es fragt  sich daher, welche An-
ordnung mit der Beschwerde angefochten wird. 

3.2 Die Beschwerdeführerin nimmt in der Beschwerdeschrift  insofern 
Bezug auf die Verfügung der Vorinstanz vom 1. Oktober 2009, als sie 
zur  Begründung  ihres  Rechtsbegehrens  anführt,  mit  der  Verfügung 

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vom 1. Oktober 2009 habe sich die Vorinstanz geweigert, den der Be-
schwerdegegnerin mit Verfügung vom 18. September 2002 gewährten 
10-jährigen Erstanmelderschutz für A._______ zu überprüfen.

3.2.1 Die Verfügung der Vorinstanz vom 1. Oktober 2009 ist ein Nicht-
eintretensentscheid  auf  das  Gesuch  der  Beschwerdeführerin  vom 
10. September  2010  um  Wiedererwägung  der  Verfügung  der  Vor-
instanz  vom  18.  August  2009;  Letztere  bildet  Gegenstand  des 
hängigen  Beschwerdeverfahrens  C-5727/2009  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht. Auf das Wiedererwägungsgesuch vom 10. September 
2009 ist die Vorinstanz nicht eingetreten, weil sie die Voraussetzungen 
für ein Rückkommen auf die Verfügung vom 18. August 2009 als nicht 
erfüllt erachtete. Sie hielt dafür, die Gesuchstellerin mache weder das 
Vorliegen neuer erheblicher Tatsachen geltend, noch vermöge sie ein 
Übersehen  aktenkundiger  erheblicher  Tatsachen  glaubhaft  darzutun. 
Vielmehr  bemühe  sich  die  Gesuchstellerin  mit  der  Eingabe  vom 
10. September 2009 darum, eine neue Würdigung der beim Entscheid 
bereits bekannten Tatsachen herbeizuführen. 

Im Rahmen einer  Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid 
können  keine  Begehren  mit  Bezug  auf  die  Sache  selbst  gestellt 
werden  (vgl.  ANDRÉ MOSER,  in:  Christoph  Auer  /  Markus  Müller  / 
Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich / St. Gallen 2008, Art. 52 Rz. 3). 
Deswegen  könnte  die  Beschwerdeführerin,  wollte  sie  den  Nichtein-
tretensentscheid vom 1. Oktober 2009 anfechten, lediglich beantragen, 
dieser sei aufzuheben und die Vorinstanz habe auf das Wiedererwä-
gungsgesuch  vom  10.  September  2009  einzutreten.  Entsprechende 
Anträge hat die Beschwerdeführerin nicht gestellt. 

3.2.2 Die  Beschwerdeführerin  bestreitet  in  ihrer  Stellungnahme vom 
9. September  2010,  dass  die  Verfügung  vom  1.  Oktober  2009  ein 
Prozessentscheid  ist.  Sie  begründet  dies  folgendermassen:  Mit  Ver-
fügung  vom  18.  September  2002  habe  die  Vorinstanz  der  Be-
schwerdegegnerin  für  A._______ einen  Erstanmelderschutz  von  10 
Jahren  gewährt.  Mit  Verfügung  vom 1.  Oktober  2009  habe  sie  sich 
geweigert, diesen zu widerrufen, und dessen Richtigkeit bestätigt. Die 
Einschränkung,  wonach  gegen  einen  Nichteintretensentscheid  keine 
Anträge in Bezug auf die Sache gestellt werden könnten, finde auf die 
vorliegende  Beschwerde  keine Anwendung. Die  Vorinstanz  habe  er-
klärt,  sie  habe  im  Rahmen  des  Zulassungsverfahrens  eine  um-

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fassende  Abklärung  vorgenommen  und  alle  relevanten  Tatsachen 
mitberücksichtigt.  Die  Weigerung,  den  Erstanmelderschutz  zu  über-
prüfen, stelle deshalb keinen Nichteintretensentscheid, sondern einen 
Sachentscheid dar.

Diese Schlussfolgerung ist  unzutreffend. Für  die  Frage,  ob eine An-
ordnung einen Prozess- oder einen Sachentscheid darstellt,  ist  nicht 
der Umfang oder  die Intensität  der behördlichen Abklärungen mass-
geblich, sondern der Inhalt der Anordnung selbst. Im vorliegenden Fall 
ist die Vorinstanz mit Verfügung vom 1. Oktober 2009 auf das Wieder-
erwägungsgesuch der  Beschwerdeführerin  betreffend Zulassung von 
T._______,  Filmtabletten  nicht  eingetreten.  Die  hierfür  getroffenen 
Abklärungen dienen lediglich der Begründung des Dispositivs. An der 
Anordnung, auf das Wiedererwägungsgesuch werde nicht eingetreten, 
vermag  die  Tatsache  getroffener  Abklärungen  indessen  nichts  zu 
ändern. 

3.2.3 Die  Beschwerdeführerin  beantragt  weder  in  der  Beschwerde 
vom 12. Oktober 2009 noch in der Stellungnahme vom 9. September 
2010  die  Aufhebung  der  Verfügung  vom 1.  Oktober  2009.  Vielmehr 
weist  sie ausdrücklich darauf  hin,  die Beschwerde richte sich gegen 
den  Erstanmelderschutz  von  A._______,  und  spricht  von  der  "An-
fechtung  des  Erstanmelderschutzes",  zu  der  sie  legitimiert  sei. 
Nachdem  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Verfahrensbeteiligten 
seine  Absicht  mitgeteilt  hatte,  auf  die  Beschwerde  wegen  Fehlens 
eines  tauglichen  Anfechtungsobjekts  nicht  einzutreten,  änderte  die 
Beschwerdeführerin  ihre  Beschwerdebegründung  ab.  In  ihrer 
Stellungnahme vom 9. September 2010 machte sie nunmehr geltend, 
die Beschwerde richte sich gegen die Weigerung der Vorinstanz, den 
für  A._______ gewährten  Erstanmelderschutz  zu  überprüfen.  Neu 
reichte die Beschwerdeführerin die Verfügungen vom 18. August 2009 
und vom 1. Oktober 2009 ein und deklarierte letztere implizit als An-
fechtungsobjekt. Gleichwohl  beantragte die Beschwerdeführerin in der 
Stellungnahme vom 9. September 2010 wiederum nicht die Aufhebung 
der Verfügung vom 1. Oktober 2009, sondern einzig den Widerruf des 
Erstanmelderschutzes für A._______. Damit liegt eindeutig kein Antrag 
vor, der sich auf die in der Verfügung vom 1. Oktober 2009 getroffene 
Anordnung bezieht. Mit der Beschwerde vom 12. Oktober 2009 hat die 
Beschwerdeführerin  somit  offensichtlich  nicht  den  Nichteintretens-
entscheid vom 1. Oktober 2009 angefochten. Letzterer scheidet daher 
als mögliches Anfechtungsobjekt aus. Selbst wenn die Verfügung vom 

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1.  Oktober  2009  als  Anfechtungsobjekt  qualifiziert  würde,  wäre 
mangels  rechtsgenüglicher  Antragstellung  und  Begründung  auf  die 
Beschwerde nicht einzutreten.

3.3 Die Beschwerdeführerin nennt in ihrer Stellungnahme vom 9. Sep-
tember  2010  als  Anfechtungsobjekt  die  "Weigerung  der  Vorinstanz, 
den für  A._______ gewährten Erstanmelderschutz von 10 Jahren zu 
überprüfen".  Gegen  die  in  der  Zwischenverfügung  des  Bundesver-
waltungsgerichts vom 6. August 2010 niedergelegte Erwägung, für den 
Widerruf  einer  rechtskräftigen  Verfügung  sei  nicht  das  Bundesver-
waltungsgericht,  sondern  die  Vorinstanz  zuständig,  bringt  die  Be-
schwerdeführerin  vor,  sie  habe  von der  Einreichung eines  formellen 
Gesuchs bei der Vorinstanz absehen dürfen, weil dieses Gesuch aus-
sichtslos  gewesen  wäre.  Die  Vorinstanz  habe  ihre  Weigerung,  den 
Erstanmelderschutz zu überprüfen,  in der Verfügung vom 1. Oktober 
2009  zum Ausdruck  gebracht.  Deswegen  werde  die  Aufhebung  des 
Erstanmelderschutzes direkt beim Gericht beantragt.

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdefüh-
rerin  vermischt  die in  einer  Verfügung getroffene Anordnung mit  der 
zugrunde liegenden Begründung. Richtig ist, dass die Vorinstanz ihren 
Nichteintretensentscheid  vom 1. Oktober  2010  u.a.  damit  begründet 
hat,  sie  sei  zum  Schluss  gekommen,  dass  der  Erstanmelderschutz 
noch bis zum 18. September 2012 Bestand habe und somit kein Grund 
für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 18. September bestehe. 
Indem  die  Beschwerdeführerin  die  "Weigerung,  den  Erstanmelder-
schutz  zu  überprüfen"  anficht,  macht  sie  die  Begründung  für  den 
Nichteintretensentschied vom 1. Oktober 2009 zum Anfechtungsobjekt. 
Dies ist unzulässig, da gemäss Art. 44 VwVG nur eine Anordnung im 
Sinn von Art. 5 VwVG bzw. gemäss Art. 46a VwVG eine auf Gesuch 
hin  verweigerte  Anordnung,  nicht  aber  die  zugehörige  Begründung 
Gegenstand einer Beschwerde sein kann. 

Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass ein Teil der Begründung der 
Vorinstanz  für  den  Nichteintretensentscheid  vom  1.  Oktober  2009, 
nämlich der von der Vorinstanz geltend gemachte Bestand des Erst -
anmelderschutzes bis zum 18. September 2012, auch der Verfügung 
der Vorinstanz vom 18. August  2009 zugrunde liegt,  welche von der 
Beschwerdeführerin  ebenfalls  angefochten  wurde.  Die  Beschwerde-
führerin verfolgt somit im vorliegenden Verfahren den gleichen Zweck 
wie im Verfahren C-5727/2009: Sie will erreichen, dass die Vorinstanz 

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auf das Zulassungsgesuch vom 15. Juli 2009 eintritt und im Zuge der 
Behandlung  des  Gesuchs  der  Beschwerdegegnerin  den  Erst-
anmelderschutz für  A._______ entzieht. Die Frage, ob die Verfügung 
vom 18. August 2009 rechtmässig ist, ist jedoch nicht Gegenstand des 
vorliegenden  Verfahrens.  Festzuhalten  bleibt,  dass  die  "Weigerung, 
den  Erstanmelderschutz  für  A._______ zu  überprüfen",  vorliegend 
keine Anordnung im Rechtssinn darstellt, weil die Vorinstanz über den 
Entzug  des  Erstanmelderschutzes  nie  zu  befinden  hatte.  Die  ent-
sprechende "Weigerung"  der  Vorinstanz ist  folglich  einer  Anfechtung 
nicht zugänglich.

4.
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  es  im  vorliegenden  Ver-
fahren an einem tauglichen Anfechtungsobjekt fehlt. Demnach ist auf 
die Beschwerde nicht einzutreten.

5.
Aufgrund  des  Ergebnisses  erweist  sich  der  Verfahrensantrag,  einer 
allfälligen  Beschwerde  gegen  den  Sachentscheid  sei  die  auf-
schiebende  Wirkung  zu  entziehen,  als  hinfällig.  Auch  die  übrigen 
prozessualen  Anträge  der  Beschwerdeführerin  sind  gegenstandslos 
geworden, nachdem das im Verfahren C-5727/2009 gestellte Gesuch 
um vorsorgliche Massnahmen rechtskräftig erledigt worden ist. 

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 3'000.- 
der unterliegenden Beschwerdeführerin zu auferlegen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Die  obsiegende  Beschwerdegegnerin  hat  Anspruch  auf  eine  Partei-
entschädigung  für  die  ihr  erwachsenen  notwendigen  Kosten  (Art.  7 
Abs. 1 VGKE). Die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht  umfasst  die  Kosten  der  Vertretung 
sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 Abs. 1 
VGKE). Das Honorar ist nach dem notwendigen Zeitaufwand des Ver-
treters oder der Vertreterin zu bemessen, wobei der Stundenansatz für 
Anwälte und Anwältinnen mindestens 200 und höchstens 400 Franken 
(exkl. Mehrwertsteuer)  beträgt  (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE). Im vor-
liegenden  Fall  ist  der  notwendige  Zeitaufwand  des  Rechtsvertreters 
der Beschwerdegegnerin mit 12 Stunden à Fr. 250.- zu veranschlagen, 

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ausmachend ein Honorar von Fr. 3'000.- zuzüglich Mehrwertsteuer von 
7.6 %, woraus die Summe von Fr. 3'228.- resultiert. Die Spesen sind in 
Anwendung von Art. 11 Abs. 3 VGKE pauschal mit  Fr. 200.-  zu ver-
güten.  Daraus  ergibt  sich  eine  Parteientschädigung  zugunsten  der 
Beschwerdegegnerin von total Fr. 3'428.-. Diese ist von der Beschwer-
deführerin zu leisten. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie sind innert  30 Tagen nach Eintritt  der  Rechtskraft  des 
vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die 
Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

3.
Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin eine Parteient-
schädigung von Fr. 3'428.- zu bezahlen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Departement des Innern (Einschreiben) 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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