# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d2fec3d-d2b3-54b6-940f-596e4a4e7d09
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2008 A-2016/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2016-2006_2008-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2016/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 0 8

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), Richter And-
ré Moser, Richter Markus Metz, 
Gerichtsschreiberin Michelle Eichenberger.

1. Gemeinde Riniken, handelnd durch den Gemeinderat, 
5223 Riniken, und Mitbeteiligte, alle vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Hofmann,
2. A._______ und B._______,
Beschwerdeführende,

gegen

Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK),
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Energie (BFE),
Vorinstanz.

380/220-kV-Leitung Beznau-Birr, Teilstrecke Rüfenach 
(Mast Nr. 20) bis Habsburg (Mast Nr. 37).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-2016/2006

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 31. Oktober 2006 erteilte das Bundesamt für Ener-
gie (BFE) der Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) die Teil-
plangenehmigung  mit  Auflagen  für  die  380/220-kv-Leitung  Beznau-
Birr,  Teilstrecke Rüfenach  (Mast  Nr. 20)  bis  Habsburg  (Mast  Nr. 37) 
(Planvorlage  L-165'461).  Das  Projekt  sieht  eine  380/220-kv-Leitung 
vom Unterwerk Beznau nach dem Unterwerk Birr auf dem Gebiet der 
Gemeinden  Rüfenach,  Riniken,  Unterbözberg,  Umiken,  Villnachern, 
Schinznach-Bad, Brugg und Habsburg vor.

B.
Mit  Eingabe  vom  20.  November  2006  führen  A._______  und 
B._______  (Beschwerdeführende  2)  gegen  die 
Teilplangenehmigungsverfügung  des  BFE  (Vorinstanz)  vom  31. 
Oktober  2006  bei  der  Eidgenössischen  Rekurskommission  für 
Infrastruktur  und Umwelt  (REKO/INUM) Beschwerde. Sie beantragen 
sinngemäss  die  Änderung  der  Teilplangenehmigungsverfügung 
dahingehend,  dass  die  Masten  Nr.  24  und  Nr.  25  in  nordwestliche 
Richtung verschoben werden. Ihr  diesbezüglicher Antrag sei  von der 
Vorinstanz  ohne  Behandlung  bzw.  Begründung  abgelehnt  worden. 
Durch  die  vorgeschlagene  Leitungsführung  entstünde  mit 
verhältnismässig  kleinem  zusätzlichem  Aufwand  eine  optimale 
Entlastung des Dorfquartiers  Rotberg/Hofmatt  von Riniken. Auch bei 
einer ev. späteren Baulanderweiterung wäre diese Variante vorteilhaft.

C.
Die Gemeinde Riniken und Mitbeteiligte (Beschwerdeführende 1) füh-
ren mit  Eingabe vom 1. Dezember 2006 gegen die Teilplangenehmi-
gungsverfügung  der  Vorinstanz  vom  31.  Oktober  2006  bei  der 
REKO/INUM Beschwerde. Sie beantragen die Aufhebung der Teilplan-
genehmigungsverfügung und die Rückweisung des Verfahrens im Sin-
ne ihrer Ausführungen an die Vorinstanz. Zudem stellen sie den Ver-
fahrensantrag,  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  die  Teilplangenehmi-
gungsverfügung mehreren namentlich genannten Beschwerdeführen-
den 1, die am Einspracheverfahren teilgenommen hätten, förmlich zu 
eröffnen, unter Ansetzung der ordentlichen Beschwerdefrist von 30 Ta-
gen. Konkret bringen die Beschwerdeführenden 1 folgendes vor bzw. 
verlangen sie was folgt:

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Wegen mehrmaliger Projektänderungen habe die NOK (Beschwerdegegnerin) 

einen überarbeiteten Umweltverträglichkeitsbericht  (UVB) einzureichen,  wel-

cher öffentlich aufzulegen sei. Da das vorliegende Leitungsprojekt nicht in den 

Sachplan  Übertragungsleitungen  (SÜL)  vom  12.  April  2001  aufgenommen 

worden sei,  sei eine gesamtheitliche Würdigung des definitiven Projekts um 

so erforderlicher.

Einerseits  hätte  die  Vorinstanz  in  ihrer  Teilplangenehmigungsverfügung den 

förmlichen Schriftenverkehr und die massgeblichen Akten im Einzelnen auf-

führen müssen. Andererseits hätte das eidgenössische Starkstrominspektorat 

(EStI) auch den Beschwerdeführenden 1 und nicht nur der Beschwerdegeg-

nerin das Recht einräumen müssen, zu seinem Bericht Stellung zu nehmen. 

Da dies unterlassen worden sei, liege eine Verletzung des Anspruchs der Be-

schwerdeführenden 1 auf rechtliches Gehör bzw. des Grundsatzes der Gleich-

behandlung der Parteien vor.

Es  sei  ein  ordnungsgemässes  Auflageverfahren  mit  Visualisierung  der  Lei-

tungsmasten durchzuführen.

Da das Auflageverfahren vor bald 10 Jahren durchgeführt  worden sei,  liege 

eine Verletzung des rechtlichen Gehörs jener Anwohner vor, die zwischenzeit-

lich in der Gegend der Hochspannungsleitung Grundeigentum erworben oder 

Wohnsitz genommen hätten.

Der Eventualantrag auf Leitungsführung westlich des Prophetengutes sei von 

der Vorinstanz nie beurteilt worden. Damit sei die Begründungspflicht als Be-

standteil des rechtlichen Gehörs verletzt worden.

Ihr Hauptantrag sei auf die Teilverkabelung der Leitungen gerichtet gewesen. 

Da  es  die  Vorinstanz  unterlassen  habe,  sich  trotz  rasantem  technischem 

Fortschritt  im Bereich der Verkabelung von Hochspannungsleitungen vertieft 

mit dieser Frage auseinanderzusetzen bzw. Expertisen einzuholen, habe sie 

gegen  das  rechtliche  Gehör  verstossen.  Die  Einholung  solcher  neutraler 

Expertisen sei erforderlich und habe somit zu erfolgen.

Die Richtigkeit der den Standortdatenblätter zu Grunde liegenden Berechnun-

gen sei durch eine neutrale Stelle überprüfen zu lassen und die Ergebnisse 

seien den Beschwerdeführenden 1 offen zu legen.

Auch  wenn  bei  Freileitungen  die  Strahlungsgrenzwerte  der  einschlägigen 

gesetzlichen Bestimmungen eingehalten würden, sei das öffentliche wie auch 

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das private Interesse der Anwohner an einem möglichst weitgehenden Schutz 

vor elektromagnetischer Strahlung in der umfassenden Interessenabwägung 

hinsichtlich  der  Verkabelung  zu  berücksichtigen.  Auf  jeden  Fall  habe  die 

Teilplangenehmigungsverfügung eine  Auflage  zu  enthalten,  die  sicherstelle, 

dass auch nach der Fertigstellung der Leitung eine Überprüfung der effektiven 

Belastung mit nichtionisierender Strahlung erfolge.

Bei der Frage Freileitung oder Verkabelung der Leitung habe eine umfassende 

Interessenabwägung  zu  erfolgen. Die  Vorinstanz  habe  die  einer  Freileitung 

entgegenstehenden Interessen (Ortsbild- und Landschaftsschutz, wirtschaftli-

che Interessen) jedoch nicht hinreichend gewürdigt.

Die heute zur Verfügung stehenden Kabel würden hinsichtlich Betriebssicher-

heit bessere Werte aufweisen als Freileitungen.

Mit der Erstellung von Kabelleitungen seien zwar zusätzliche Investitionskos-

ten verbunden. Für einen Kostenvergleich müssten jedoch nicht nur die Inves-

titionskosten, sondern auch die bei einer Kabellösung gegenüber einer Freilei-

tung deutlich geringeren Netzverlustkosten berücksichtigt werden. Zudem sei-

en im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung auch die finanziellen 

Nachteile für die Standortgemeinden und die Werteinbussen der angrenzen-

den  Liegenschaften  zu  bedenken. Die  entsprechenden  Werte  seien  mittels 

Expertise zu erheben.

Zudem bedinge eine adäquate Wertung der Interessen der Beschwerdefüh-

renden 1 einen Augenschein vor Ort.

D.
Per 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverwaltungsgericht die bei 
der  REKO/INUM anhängig  gemachten Verfahren. Mit  Verfügung vom 
9. März 2007 vereinigte es die beiden Verfahren.

E.
Die  Beschwerdegegnerin  beantragt  in  ihrer  Beschwerdeantwort  vom 
13. April 2007 die Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzu-
treten  sei.  Sowohl  auf  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführenden  1 
wie auch auf jene der Beschwerdeführenden 2 sei  nicht einzutreten, 
da  private  Grundeigentümer  im  Rahmen  von  Infrastrukturprojekten 
nicht berechtigt seien, bloss allgemeine Kritik am Projekt oder der ge-
planten Linienführung zu üben. Vielmehr hätten sie aufzuzeigen, inwie-
fern das Projekt im Bereich ihrer Grundstücke gegen Bundesrecht ver-

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stosse.  Soweit  die  Gemeinde  als  Vertreterin  öffentlicher  Interessen 
auftrete, genüge allgemeine Kritik ebenfalls nicht. Sie hätte darzutun, 
inwiefern  in  die  aus  dem  Grundeigentum  hervorgehenden  nachbar-
rechtlichen Abwehrrechte eingegriffen werde.

Hinsichtlich der Vorbringen der Beschwerdeführenden 1 führt die Be-
schwerdegegnerin aus, Freileitungen seien landschaftsverträglich und 
eine Verkabelung würde keine Verbesserung bringen. Jedoch würden 
Gründe  technischer  und  betrieblicher  Art  gegen  eine  Verkabelung 
sprechen. Insgesamt sei bei der Interessenabwägung der Landschaft 
nicht der Vorrang zu geben und die Mehrkosten einer Verkabelung sei-
en  wirtschaftlich  nicht  vertretbar.  Auch  habe  sich  trotz  technischem 
Fortschritt nichts an der grundsätzlichen Problematik der Verkabelung 
geändert und es bestehe bereits die Studie "Teilverkabelung Riniken".

Des Weiteren erachte sie die Forderung nach einer rein formalen Er-
gänzung des UVB als  legalistisch und überspitzt  formalistisch. Auch 
sei weder eine Aufnahme des Vorhabens in den SÜL noch eine Profi-
lierung der Masten und eine Abklärung und Bewilligung im Rahmen 
von Art. 24 des Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumpla-
nung  (Raumplanungsgesetz,  RPG,  SR 700)  erforderlich.  Die  lange 
Verfahrensdauer  habe  weiter  kein  Erlöschen  der  Plangenehmigung 
oder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der betroffenen Anwoh-
ner zur Folge. Schliesslich sei die Leitungsführung westlich des Pro-
phetengutes  bereits  anlässlich  der  ersten  Orientierung  von  der  Ge-
meinde Unterbözberg verworfen worden, beruhten die Standortdaten-
blätter auf bekannten Berechnungen, fehle eine gesetzliche Grundlage 
für eine weitere Reduktion der Belastung von Orten mit empfindlicher 
Nutzung und seien Kontrollberechnungen oder -messungen vorliegend 
nicht  vorgesehen. Zu den Anliegen der Beschwerdeführenden 2 hält 
die Beschwerdegegnerin fest, die beantragte Verschiebung der Masten 
hätte  zwangsläufig  eine  grössere  Beeinträchtigung  des  Waldes  und 
dadurch höhere Tragwerke zur Folge.

F.
Mit  Vernehmlassung vom 11. Mai  2007 stellt  die  Vorinstanz den An-
trag, sie sei anzuweisen, die Teilplangenehmigungsverfügung denjeni-
gen Beschwerdeführenden,  die  zwar  am Einspracheverfahren  teilge-
nommen hätten, denen die Verfügung jedoch nicht zugestellt  worden 
sei, förmlich zu eröffnen, unter Ansetzung der ordentlichen Beschwer-
defrist von 30 Tagen. Das vorliegende Beschwerdeverfahren sei für die 

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Dauer dieser nachträglichen Beschwerdefrist zu sistieren. Im Übrigen 
seien beide Beschwerden abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 
Zur Beschwerde der Beschwerdeführenden 1 führt die Vorinstanz aus, 
weder eine Überarbeitung des UVB noch eine Aufnahme des Projekts 
in den SÜL seien erforderlich. Weiter seien den Beschwerdeführenden 
1  für  das  vorliegende  Verfahren  bloss  nicht  relevante  Amtsberichte 
nicht zugänglich gemacht worden, seien Masten nicht als Hochbauten 
anzusehen,  weshalb  keine Aussteckung  derselben zu erfolgen habe 
und die Rüge betreffend das Zustandekommen der  kantonalen Stel-
lungnahmen  hätte  nicht  erst  im  vorliegenden  Verfahren  vorgebracht 
werden dürfen. Zudem bestehe zum einen für hängige Plangenehmi-
gungsgesuche kein "Verfallsdatum" und zum anderen hätten die Be-
schwerdeführenden 1 selber zur langen Verfahrensdauer beigetragen. 
Zur Leitungsführung westlich des Prophetengutes bringt die Vorinstanz 
vor, diese Variante sei nicht realisierbar bzw. hätte massive Eingriffe in 
den Wald zur Folge. Zwecks Wahl des optimalen Standorts sei eine In-
teressenabwägung vorgenommen worden. Zur  Verkabelung führt  die 
Vorinstanz  insbesondere  aus,  auf  der  Spannungsebene  220/380 kV 
habe keine rasante technische Entwicklung stattgefunden und bei ihrer 
Verfügung habe sie sich auf nationale und internationale Erfahrungs-
berichte,  Studien  und  Fachberichte  zur  Verkabelung  von  Hochspan-
nungsleitungen stützen können,  weshalb sie nicht  erneut  Expertisen 
habe  anordnen  müssen.  Der  Gäbihübel  verfüge  bereits  heute  über 
eine 220-kV-Leitung und die Situation werde durch die Verlegung der 
Hochspannungsleitung verbessert. Des Weiteren seien die Standort-
datenblätter  nach den entsprechenden Vorgaben erstellt  worden,  für 
die Beurteilung der Strahlung sei nach wie vor die Praxis des Bundes-
gerichts  massgebend  und  regelmässige  Kontrollmessungen  seien 
nicht  erforderlich.  Zusätzliche  Massnahmen  über  die  gesetzlichen 
Grenzwerte  hinaus seien im Sinne des Vorsorgeprinzips nicht  anzu-
ordnen, da sie vorliegend wirtschaftlich nicht tragbar wären. Schliess-
lich sei  die geplante Leitung sowohl  aus der Sicht  des Landschafts- 
wie  auch  des Umweltschutzes  und  der  Raumplanung  vertretbar;  für 
Maximalforderungen  bestehe  kein  Platz.  Zur  Beschwerde  der  Be-
schwerdeführenden 2 bringt die Vorinstanz vor, eine Verschiebung der 
Masten Nr. 24  und  Nr. 25  in  nördlicher  Richtung würde beträchtlich 
mehr  Wald  beanspruchen.  Gemäss  dem  Bundesamt  für  Umwelt 
(BAFU) würde die Inanspruchnahme von noch mehr Wald aber keine 
Zustimmung mehr finden.

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G.
Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin machen die Beschwerdefüh-
renden 2 mittels Stellungnahme vom 8. Juni 2007 geltend, ihre Liegen-
schaft sei eine der am nächsten bei der Hochspannungsleitung gele-
genen. Durch die Leitung würden sie in ihrer Lebensqualität stark be-
einträchtigt und sie seien persönlich stark betroffen. Wenn die Legiti-
mation zweifelhaft sei, hätten die früheren Instanzen sie darüber infor-
mieren müssen und sie hätten sich viel Aufwand sparen können. Hin-
sichtlich der Verschiebung der Masten Nr. 24 und Nr. 25 halten die Be-
schwerdeführenden 2 fest, sie würden auf eine solche von Mast Nr. 25 
verzichten. Die Verschiebung von Mast Nr. 24 sei für sie jedoch eine 
wichtige  Korrektur  mit  verhältnismässig  sehr  kleinem  Mehranspruch 
des Waldes. Zudem sei ihr Antrag sogar von der Beschwerdegegnerin 
einstmal als mögliche Variante vorgestellt worden.

H.
Die Beschwerdegegnerin beantragt auf Nachfrage der Instruktionsrich-
terin mit Stellungnahme vom 11. Juni 2007 die Abweisung des Sistie-
rungsgesuchs der Vorinstanz. Den betroffenen Beschwerdeführenden 
1 sei jedoch eine Frist von 30 Tagen zur Ergänzung der Beschwerde 
anzusetzen.  Es  bestehe  kein  Grund,  das  Verfahren  zu  sistieren,  da 
sich die betroffenen Personen in der Beschwerde formell und materiell 
konstituiert  hätten. Eine rein formalistische Eröffnung der Teilplange-
nehmigungsverfügung  und  eine  Gewährung  der  gesetzlichen 
Beschwerdefrist  würden  einzig  zu  einer  Verzögerung  des  laufenden 
Beschwerdeverfahrens  führen.  Eine  Beschwerdeergänzung  genüge 
vollauf  und  bringe  keinen  Nachteil  für  die  Betroffenen. Sollte  dieser 
Auffassung  nicht  gefolgt  werden,  sei  das  Verfahren  der  Betroffenen 
vom vorliegenden Verfahren getrennt zu führen.

I.
Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin bringen die Beschwerdefüh-
renden 1 in ihrer Stellungnahme vom 11. Juni 2007 vor, es sei unum-
gänglich, die korrekte Zustellung der Teilplangenehmigungsverfügung 
nachzuholen. Zweckmässigerweise  sei  das  Beschwerdeverfahren  für 
diese Zeit  zu  sistieren. Zudem sei  auf  ihre Beschwerde einzutreten. 
Denn sämtliche Beschwerdeführenden 1 hätten am Verfahren vor der 
Vorinstanz teilgenommen, seien Grundeigentümer oder Bewohner von 
Liegenschaften in unmittelbarer Nähe der geplanten Hochspannungs-
leitung und die Gemeinde habe zudem spezifische öffentliche Anlie-
gen zu vertreten. Auch hätten sie ihre mittels Beschwerde vorgebrach-

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ten Rügen begründet. Bezüglich des weiteren Vorgehens gingen sie 
davon aus, dass ein weiterer Schriftenwechsel erfolgen werde und die 
Einholung eines Gutachtens zum Stand der Technik bei der Verkabe-
lung  von  Hochspannungsleitungen  und  zum  Platzbedarf  von  Über-
gangsbauwerken unumgänglich sei.

J.
Mit Zwischenverfügung vom 2. Juli 2007 weist die Instruktionsrichterin 
den  Antrag  der  Beschwerdeführenden  1  auf  eine  nachträgliche 
Eröffnung  der  Teilplangenehmigungsverfügung  unter  Ansetzung  der 
30-tägigen  Beschwerdefrist  sowie  das  Gesuch  der  Vorinstanz  um 
Sistierung des Verfahrens ab.

K.
Das Bundesamt für  Raumentwicklung (ARE) teilt  mit  Schreiben vom 
12. Juli 2007 mit, der SÜL vom 12. April 2001 halte explizit fest, Pro-
jekte, die sich bereits im Plangenehmigungsverfahren befänden, seien 
in der Regel nicht Gegenstand des SÜL. Dieser Entscheid erscheine 
sachlich zumindest vertretbar und sei raumplanerisch nicht zu bean-
standen. Denn das Bundesrecht kenne für elektrische Übertragungs-
leitungen  keinen  expliziten  Sachplanvorbehalt.  Im  Übrigen  sei  keine 
Stellungnahme seinerseits erforderlich.

L.
Mit  Stellungnahme vom 20. Juli  2007  führt  das  BAFU aus,  gemäss 
Bundesgericht sei eine Ergänzung des UVB zulässig, die Anforderun-
gen an eine Hochspannungsleitung zum Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung  ergäben  sich  abschliessend  aus  der  Verordnung  vom 
23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(NISV, SR 814.710), die Anlagegrenzwerte seien vorliegend im mass-
gebenden Betriebszustand an allen Orten mit  empfindlicher Nutzung 
eingehalten, die Standortdatenblätter habe es im erstinstanzlichen Be-
willigungsverfahren  beurteilt  und es  halte  an  seiner  damaligen  Stel-
lungnahme fest sowie wann (Kontroll-)Messungen durchzuführen sei-
en, regle Art. 12 NISV. Weiter äussert  sich das BAFU eingehend zur 
Frage der Verkabelung und zeigt hierbei Hilfsmittel zur Interessenab-
wägung auf, geht auf seine einstigen Stellungnahmen im erstinstanzli-
chen Verfahren ein und äussert  sich ausführlich zur Interessenabwä-
gung sowie zur Qualifizierung des betroffenen Gebiets unter dem Ge-
sichtspunkt des Landschaftsschutzes.

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M.
Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Stellungnahme vom 24. August 
2007 aus, der Gemeinderat von Riniken habe die Variante "Propheten-
gut" verworfen, da dadurch eine Wohnzone der Gemeinde Unterböz-
berg  zusätzlich  belastet  würde und eine  solche "Abschiebung"  nicht 
unterstützt werde. Aufgrund der Stellungnahme seitens der Gemeinde 
habe sie diese Variante nicht weiterverfolgt. Auch würde die Variante 
"Prophetengut" eine Verschlechterung für den Landschaftsschutz dar-
stellen. Zudem reicht  die  Beschwerdegegnerin  die  von der  Instrukti-
onsrichterin  gewünschten  Übersichtskarten  mit  allen  eingereichten 
Projektänderungen und der Variante "Prophetengut" zu den Akten ein.

N.
Das BAFU hält mit Stellungnahme vom 18. September 2007 zum Be-
gehren der Beschwerdeführenden 2, die Masten Nr. 24 und Nr. 25 sei-
en zu verschieben, fest, aus der Planskizze sei ersichtlich, dass bei ei-
ner Verschiebung die Mastenstandorte  um ca. 5 bis  10 Höhenmeter 
höher zu liegen kämen und die Waldüberspannung um ca. 17% länger 
wäre. Zudem kämen die Masten mitten im Waldbestand zu stehen, wo-
mit für Baupisten eine grössere temporäre Rodung nötig wäre. Da die 
beantragte Variante somit  den Wald stärker tangiere als die von der 
Vorinstanz  genehmigte  Linienführung,  lehne es den  diesbezüglichen 
Antrag ab. Zur Variante "Prophetengut" führt das BAFU aus, die Aus-
wirkungen auf den Landschaftsschutz würden verstärkt, der Wald wür-
de erheblich stärker belastet und es sei nicht sicher, ob die Grenzwer-
te für nichtionisierende Strahlung ohne besondere Massnahmen ein-
gehalten  werden  könnten.  Die  Variante  "Prophetengut"  sei  deshalb 
aufgrund der weiteren Belastung von Landschaft, Wald und (gegebe-
nenfalls)  Anwohnern  abzulehnen.  Betreffend  Kostenvergleich  Freilei-
tung/Verkabelung erachte es die Studie "Teilverkabelung Riniken" vom 
Mai 2004 für den damaligen Zeitpunkt als glaubwürdig, zwischenzeit-
lich seien jedoch die Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Alu-
minium,  aussergewöhnlich  stark  angestiegen.  Schliesslich  wäre  aus 
lärmtechnischer Sicht  eine Verkabelung zwar die beste Lösung,  auf-
grund der sehr hohen Kosten sei diese Massnahme jedoch kaum trag-
bar.

O.
In ihrer Stellungnahme vom 1. Oktober 2007 führt die Vorinstanz aus, 
aufgrund der Abklärungen in der Verfahrensvorbereitung sei die Vari-
ante "Prophetengut" unter Berücksichtigung aller Umstände als insge-

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samt schlechtere Lösung als die projektierte Leitung beurteilt worden. 
Im angefochtenen Entscheid habe daher auf die im Vorfeld des Verfah-
rens durchgeführten Abklärungen und Verhandlungen verwiesen wer-
den können. Hinsichtlich der anfallenden Kosten verweist die Vorins-
tanz auf die ihr vorgelegten Kostenschätzungen (Vorakten Ordner Nr. 8 
act. 2121 – 2123), welche nicht von den allgemeinen Erfahrungswert-
en abweichen würden. Ein diesbezügliches Gutachten sei folglich nicht 
erforderlich gewesen. Schliesslich erscheine eine Verkabelung als zu-
sätzliche  Massnahme  zur  Reduktion  der  Lärmbelastung  auch  unter 
dem Gesichtspunkt des Vorsorgeprinzips als unverhältnismässig.

P.
Mit Stellungnahme vom 9. Oktober 2007 verweist das EStI auf Ziff. 5 
seiner im Zusammenhang mit  Art. 16c des Elektrizitätsgesetzes vom 
24. Juni 1902 (EleG, SR 734.0) massgebenden Richtlinien. Nach sei-
ner ständigen Praxis müssten für Masten keine Profile erstellt werden, 
da diese keine Hochbauten im Sinne von Art. 16c  EleG seien. Hin-
sichtlich  der  einzelnen  Varianten  führt  das  EStI  aus,  die  von  der 
Vorinstanz  bewilligte  Freileitung  sei  gesetzeskonform und  alle  Fach-
stellen des Bundes hätten dem Projekt zugestimmt. Die Variante "Pro-
phetengut"  sei  von der  Beschwerdegegnerin  im Zusammenhang  mit 
der Erarbeitung des Detailprojekts geprüft  und als Ergebnis von Ver-
handlungen bereits in einem frühen Stadium als nicht realisierbar ver-
worfen worden, dies unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschut-
zes  und  der  Einhaltung  der  Anlagegrenzwerte  nach  NISV. Die  Ver-
schiebung von Mast Nr. 24 hätte eine grössere Beeinträchtigung des 
Waldes, was das BAFU ablehne, und höhere Masten zur Folge. Weiter 
würden, soweit ihm bekannt sei, die vorliegend präsentierten Kosten-
schätzungen grundsätzlich nicht von den allgemein bekannten Erfah-
rungswerten abweichen. Schliesslich verweise es zum neusten Stand 
der Technik im Bereich der Verkabelung auf die Studie "Stromübertra-
gungstechniken im Höchstspannungsnetz" von Prof. Bernd R. Oswald 
vom 20. September 2005.

Q.
Die Beschwerdeführenden 2 halten in ihren Schlussbemerkungen vom 
19. November 2007 fest, Mast Nr. 25 käme neben einem Flurweg zu 
stehen, so dass keine Masten mitten im Waldbestand liegen würden. 
Zudem würde dessen Standort 1 bis 2 Meter und nicht 5 bis 10 Meter 
höher zu liegen kommen und die Waldüberspannung würde durch die 
Verschiebung nur ca. 3% und nicht 17% länger. Wie hoch und erdrü-

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ckend Mast Nr. 24 von ihrer Liegenschaft aus wirke, hänge von dessen 
Abstand ab.

R.
Mit Schlussbemerkungen vom 7. Januar 2008 halten die Beschwerde-
führenden 1 vollumfänglich an ihren Begehren und Ausführungen fest. 
Im Weiteren stellen sie den Antrag auf Durchführung einer Beschwer-
deverhandlung mit Augenschein vor Ort, auf Einholung eines Gutach-
tens  der  Eidgenössischen  Natur-  und Heimatschutzkommission  über 
die  Schutzwürdigkeit  des  von  der  Hochspannungsleitung  tangierten 
Landschafts-  und  Ortsbildes  sowie  zur  Beeinträchtigung  des  Land-
schafts-  und  Ortsbildes  durch  die  geplanten  Leitungsbauwerke,  auf 
Einholung  eines  Gutachtens  über  die  Teilverkabelung  (technische 
Machbarkeit, Gegenüberstellung der Verfügbarkeit von Kabelleitungen 
und  Freileitungen  in  Schadensfällen,  Möglichkeiten  und  Kosten  von 
präventiven Massnahmen zur Verhinderung von länger  andauernden 
Betriebsunterbrüchen,  technische  Möglichkeiten  und  Platzbedarf  für 
ein  Übergabebauwerk  Freileitung-Kabel,  Zusatzkosten  der  Kabellei-
tung gegenüber einer Freileitung unter Berücksichtigung der Betriebs-
kosten sowie der stormabhängigen Verluste der beiden Varianten) so-
wie auf Einholung eines Gutachtens hinsichtlich des Einflusses der mit 
der Teilverkabelung verbundenen Mehrkosten auf  die anrechenbaren 
Netzkosten und die Verteuerung des Strompreises. Eventualiter sei ein 
Gutachten über die mögliche Leitungsführung westlich des Propheten-
gutes  einzuholen  und der  Plangenehmigungsentscheid  sei  mit  einer 
Nebenbestimmung zu ergänzen, wonach im Bereich der Liegenschaft 
der Eheleute C._______ eine permanente Messstation zur Erfassung 
der  elektromagnetischen  Strahlung  einzurichten  sei.  Subeventualiter 
sei  ein  Gutachten  über  die  Belastung der  der  geplanten  Hochspan-
nungsleitung nächst gelegenen Wohngebäude durch nichtionisierende 
Strahlung einzuholen. Die Beschwerdeführenden 1 äussern sich in ih-
ren Schlussbemerkungen in der Folge zu den einzelnen Eingaben der 
übrigen Verfahrensbeteiligten und der beigezogenen Fachbehörden.

S.
Die Beschwerdeführenden 1 reichen mit Schreiben vom 26. Juni 2008 
weitere Unterlagen zu den Akten.

T.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befind-
lichen Schriftstücke wird, soweit entschiedrelevant, in den nachfolgen-

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den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerden richteten sich gegen eine Teilplangenehmigungsver-
fügung des BFE betreffend 380/220-kv-Leitung Beznau-Birr,  Teilstre-
cke Rüfenach (Mast Nr. 20) bis Habsburg (Mast Nr. 37).

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten 
Behörden. Dazu gehören die Verfügungen des BFE in Plangenehmi-
gungsverfahren  nach  Art.  16h  Abs. 2  EleG. Das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das 
VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen 
Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel (Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vor-
liegenden Beschwerden zuständig.

2.
Zur  Erhebung der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  ist 
nach Art. 48  VwVG berechtigt,  wer vor der  Vorinstanz am Verfahren 
teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat 
(Bst. a),  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist 
(Bst. b)  und ein schutzwürdiges  Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (Bst. c).

2.1 Sowohl die Beschwerdeführenden 1 wie auch die Beschwerdefüh-
renden 2 haben als Einsprecher am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, womit die erste Voraussetzung für die Legitimation zur Be-
schwerdeerhebung gegeben ist.

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2.2 Weiter ist  ein besonderes Berührtsein durch das Projekt und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung erfor-
derlich. Als schutzwürdig gelten dabei rechtliche, aber auch bloss tat-
sächliche Interessen. Diese Interessen brauchen mit  dem Interesse, 
das durch die vom Beschwerdeführer als  verletzt  bezeichneten Nor-
men geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Wer Beschwerde führt, 
muss aber jedenfalls stärker als die Allgemeinheit betroffen sein und in 
einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum Streitge-
genstand stehen. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tat-
sächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch den 
Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann. Diese Anforderun-
gen sollen die Popularbeschwerde ausschliessen. Ihnen kommt des-
halb dann eine ganz besondere Bedeutung zu, wenn nicht der Verfü-
gungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter den Entscheid 
anficht. Ist auch in einem solchen Fall ein unmittelbares Berührtsein, 
eine  spezifische Beziehungsnähe gegeben,  so  hat  der  Beschwerde-
führer ein ausreichendes Rechtsschutzinteresse daran, dass der an-
gefochtene Entscheid aufgehoben oder geändert wird. Dieses Interes-
se  besteht  im praktischen  Nutzen,  den  die  erfolgreiche  Beschwerde 
dem Beschwerdeführer eintragen würde, das heisst in der Abwendung 
eines materiellen oder ideellen Nachteils, den der angefochtene Ent-
scheid für ihn zur Folge hätte (BGE 131 II 587 E. 2.1; BGE 131 V 298 
E. 4; BGE 127 V 80 E. 3a/aa; BGE 120 Ib 379 E. 4b; Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts A-2086/2006 vom 8. Mai 2007 E. 2 sowie ALF-
RED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, Rz. 535 ff.).

Diese Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojek-
ten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein (BGE 120 Ib 59 
E. 1c).  Weiter  ist  bei  der  Beurteilung  der  Parteirechte  bzw. der  Be-
schwerdelegitimation  Dritter  bei  Bauprojekten  nach  der  Rechtspre-
chung des Bundesgerichts eine besondere Betroffenheit  zu bejahen, 
wenn vom Betrieb der projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser 
Wahrscheinlichkeit Immissionen – seien es Lärm-, Staub-, Erschütte-
rungs-,  Licht-  oder  andere  Einwirkungen  –  ausgehen,  die  auf  dem 
Grundstück des Beschwerdeführers aufgrund ihrer  Art  und Intensität 
deutlich wahrnehmbar sind oder ein besonderer Gefahrenherd mit er-
höhten Risiken für die Anwohner geschaffen wird und der Beschwer-
deführer  auf  Grund der  räumlichen Nähe speziell  stark  exponiert  ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1E.10/2006 vom 6. Juli 2006 E. 1.4; Ur-
teil des Bundesgerichts 1A.148/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 3.3; 

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BGE 120 b 379  E. 4c;  BGE  120  Ib  431  E.  1  sowie  im  Weiteren 
BGE 113 Ib 225 E. 1c und BGE 112 Ib 154 E. 3).

Das Beschwerderecht nach Art. 48 Bst. b und c VwVG ist auf Private 
zugeschnitten.  Auf  die  Bestimmung  kann  sich  jedoch  auch  ein  Ge-
meinwesen stützen, soweit es, etwa wenn seine vermögensrechtlichen 
Interessen tangiert sind, gleich oder ähnlich berührt ist wie ein Priva-
ter. Darüber hinaus ist das Gemeinwesen beschwerdebefugt, wenn es 
in hoheitlichen Befugnissen betroffen ist und ein schutzwürdiges eige-
nes  Interesse  an  der  Aufhebung  oder  Änderung  der  angefochtenen 
Verfügung hat (BGE 127 II 32 E. 2d mit Hinweisen; KÖLZ/HÄNER, a.a.O., 
N. 566 ff.). Das Gemeinwesen wird auch zur Beschwerde zugelassen, 
wenn es um spezifische öffentliche Anliegen wie den Schutz der Ein-
wohner vor Immissionen geht  (vgl. BGE 123 II 371 E. 2c mit  Hinwei-
sen). So werden Gemeinden seit längerer Zeit als legitimiert erachtet, 
in  Plangenehmigungsverfahren nach Bundesrecht  öffentliche Interes-
sen geltend zu machen (Entscheid des Bundesrates vom 15. August 
1979,  veröffentlicht  in  der  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden 
[VPB]  44.25;  Entscheid  des  Bundesrates  vom  11. November  1987, 
veröffentlicht  in VPB 53.14; Entscheid des Bundesrates vom 5. März 
1990,  veröffentlicht  in  VPB  55.19;  ISABELLE HÄNER,  Die  Beteiligten  im 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, Zürich 2000, Rz. 843).

2.3 Sowohl die Beschwerdeführenden 1, die Privaten ebenso wie die 
Gemeinde Riniken,  als auch die Beschwerdeführenden 2 sind unbe-
strittenermassen  Eigentümer  oder  Mieter  von Liegenschaften  in  un-
mittelbarer  Nähe der  geplanten Hochspannungsleitung. Mit  Blick  auf 
die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. Erwägung hiervor) 
und gemäss konstanter Rechtsprechung der REKO/INUM bzw. der Re-
kurskommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Ver-
kehr, Energie und Kommunikation (REKO/UVEK) sind sie somit stärker 
als jedermann betroffen und verfügen demzufolge über die erforderli-
che Beziehungsnähe zur Streitsache (vgl. u.a. Entscheid REKO/UVEK 
E-2000-16  vom  15. März  2002  E. 2  und  Entscheid  REKO/UVEK 
E-2002-4 vom 4. Juli 2003 E. 2). Zum einen hat das Bundesgericht im 
Bereich der Starkstromleitungen keine davon abweichenden Legitima-
tionsvoraussetzungen entwickelt. Zum anderen überzeugt das von der 
Beschwerdegegnerin  vorgebrachte  Argument  nicht,  analog  der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung auf  dem Gebiet  des  Nationalstras-
sen- und Eisenbahnwesens seien von Infrastrukturprojekten betroffene 
private  Grundeigentümer  wie  auch  die  Gemeinde  Riniken  nicht  be-

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rechtigt, bloss allgemeine Kritik am Projekt oder der geplanten Linien-
führung zu üben.

Die Legitimation unterliegt keinen weiteren Einschränkungen als den 
obgenannten – es stellt sich allenfalls einzig die Frage der Zulässigkeit 
der einzelnen Rügen (vgl. hierzu nachfolgende Ausführungen), und es 
besteht  vorliegend  eine  andere  Ausgangslage  als  im  Bereich  des 
Nationalstrassen-  und  Eisenbahnwesens,  weshalb  eine  analoge  An-
wendung der diesbezüglichen Rechtsprechung nicht angezeigt ist. Im 
Bereich  der  Nationalstrassen  wird  zwischen  dem generellen  Projekt 
und dem eigentlichen Ausführungsprojekt unterschieden: Die allgemei-
ne  Linienführung  und  die  Art  der  Nationalstrassen  werden  von  der 
Bundesversammlung  festgelegt.  Anschliessend  sind  die  geplanten 
Strassen in generellen Projekten darzustellen. Die generelle Projektie-
rung wird in der Regel vom Bundesamt für Strassen in Zusammenar-
beit mit den interessierten Bundesstellen und den Kantonen durchge-
führt. Danach werden die generellen Projekte den Gemeinden und al-
lenfalls den betroffenen Grundeigentümern vorgelegt und es wird ein 
Bereinigungsverfahren, wo die Berichte der Fachstellen eingeholt wer-
den, durchgeführt. Das Bereinigungsverfahren wird mit der Genehmi-
gung  des  Projekts  durch  den Bundesrat  abgeschlossen,  der  hierbei 
über streitig gebliebene Fragen entscheidet. Diese generellen Projekte 
stellen in der Folge die Grundlage für die auszuarbeitenden Ausfüh-
rungsprojekte dar. Erst  diese Ausführungsprojekte  sind  von Bundes-
rechts wegen öffentlich aufzulegen und können Gegenstand des Ein-
spracheverfahrens  bilden,  das  schliesslich  vor  Bundesgericht  führen 
kann. Die  generellen  Projekte  sind  hingegen der  Überprüfung durch 
das  Bundesgericht  entzogen.  Der  betroffene  Private  kann  deshalb 
nicht allgemein am generellen Projekt Kritik üben. Er kann das gene-
relle Projekt vielmehr bloss im Zusammenhang mit dem Ausführungs-
projekt beanstanden, wobei er konkret aufzuzeigen hat, inwiefern das 
Ausführungsprojekt  im  Bereich  seines  Grundstücks  gegen  Bundes-
recht verstösst (Abgrenzung zur Popularbeschwerde; vgl. zum Ganzen 
BGE 125  II  18  E. 4c  und BGE 118  Ib  206 E. 8  mit  Hinweisen).  Im 
Bereich der Starkstromleitungen wird nicht zwischen einem generellen 
Projekt,  welches  der  bundesgerichtlichen  Prüfung  nicht  offen  steht, 
und  einem  Ausführungsprojekt,  welches  der  bundesgerichtlichen 
Überprüfung zugänglich ist, gegen das aber allgemeine Kritik am ge-
nerellem  Projekt  nicht  zulässig  ist,  unterschieden.  Es  besteht  somit 
kein  Grund,  von  der  bundesgerichtlichen  und  der  bisherigen  Recht-
sprechung der REKO/INUM abzuweichen.

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Vorliegend bildet  die  Starkstromleitung von Mast  Nr. 20 bis  zu Mast 
Nr. 37 den Streitgegenstand. Wie ausgeführt, sind die Beschwerdefüh-
renden 1 und 2 aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zum Projekt zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. Sie sind in grundsätzlicher Art und Wei-
se vom Projekt betroffen und können somit all jene Rügen vorbringen, 
die sich gegen die geplante Hochspannungsleitung richten. Allenfalls 
wären Rügen, die sich lediglich gegen einen Teil der Leitung beziehen, 
der nur ausserhalb ihres Gebiets liegt, unzulässig. Ob dies jedoch der 
Fall ist, ist gegebenenfalls im Zusammenhang mit den einzelnen vor-
gebrachten Rügen zu untersuchen.

Die Gemeinde Riniken vertritt zudem im vorliegenden Fall unter ande-
rem das Anliegen der Bevölkerung, vor schädlicher oder lästiger nicht-
ionisierender  Strahlung  geschützt  zu  werden.  Sie  hat  deshalb  auch 
aus  diesem  Grund  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Aufhebung 
oder  Änderung  der  angefochtenen  Plangenehmigungsverfügung  im 
Sinne von Art. 48 Abs. 1 VwVG und ist folglich zur Beschwerde legiti-
miert.  Andererseits  steht  ihr  auch  gestützt  auch  auf 
Art. 48 Abs. 2 VwVG die  Beschwerdebefugnis  zu,  wonach  Personen, 
Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundesgesetz die-
ses  Recht  einräumt,  zur  Beschwerde  berechtigt  sind. Denn  die  Ge-
meinde Riniken kann sich auf Art. 57 des Umweltschutzgesetzes vom 
7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) berufen, wonach Gemeinden be-
rechtigt sind, gegen Verfügungen der kantonalen und der Bundesbe-
hörden in Anwendung dieses Gesetzes die Rechtsmittel des eidgenös-
sischen und kantonalen Rechts zu ergreifen,  sofern sie dadurch be-
rührt werden und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung haben.

Damit sind die Beschwerdeführenden 1 und 2 zur Beschwerdeführung 
befugt.

3.
Da Eingabeform und -frist (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) erfüllt sind, ist 
auf  die  Beschwerden  der  Beschwerdeführenden  1  und  2  –  unter 
Vorbehalt von E. 5.3.3 nachfolgend – einzutreten.

4.
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-
schränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von 
Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

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messens,  oder  die  unrichtige  bzw.  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts, sondern auch die Unangemessenheit 
des angefochtenen Entscheids (Art. 49 VwVG). Bei der Angemessen-
heitskontrolle  hat  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  bei  gewissen 
Fragen jedoch eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. KÖLZ/HÄ-
NER, a.a.O., Rz. 617 f. sowie Rz. 644).

Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. des Gleichbehandlungs-
gebots:

5.
In formeller Hinsicht machen die Beschwerdeführenden 1 geltend, die 
Vorinstanz habe in  verschiedener  Hinsicht  den Anspruch auf  rechtli-
ches Gehör  bzw. den Grundsatz der  Gleichbehandlung der Parteien 
verletzt.

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und verleiht den 
von einem zu treffenden Entscheid Betroffenen verschiedene Mitwir-
kungsrechte. Das rechtliche Gehör umfasst verschiedene Teilgehalte, 
so  das  Recht  auf  Informationen  über  den  Verfahrensausgang,  die 
Möglichkeit sich zu äussern, bevor entschieden wird, und dabei ange-
hört zu werden, das Recht auf Akteneinsicht sowie auf einen begrün-
deten Entscheid (KÖLZ/HÄNER, a.a.O, Rz. 129; JÖRG PAUL MÜLLER, Grund-
rechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 509 ff.). Der Anspruch 
auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, was bedeutet, dass eine Ver-
letzung desselben grundsätzlich zur Aufhebung des Entscheides führt, 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst. 
In der Praxis ist die Heilung einer Gehörsverletzung aber dann mög-
lich, wenn die Beschwerdeinstanz in denjenigen Fragen, in denen das 
rechtliche  Gehör  verletzt  worden  ist,  dieselbe  Überprüfungsbefugnis 
hat  wie  die  Vorinstanz  und  entsprechend  das  Versäumte  nachholen 
kann  (BGE 127  V  437  E. 3d.aa  mit  Hinweisen).  Der  Grundsatz  der 
Gleichbehandlung der Parteien (Waffengleichheit) wiederum verpflich-
tet  die  Behörden,  die  Prozessparteien  einander  im  Wesentlichen 
gleichzustellen und die Rechte, Pflichten und Lasten gleichmässig un-
ter sie aufzuteilen. Dieser Grundsatz ist ein wichtiger Bestandteil des 
Anspruchs auf  Fairness  im Verfahren gemäss Art. 6  der  Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten ([EMRK, SR 0.101], KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 128).

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5.1 Zum  einen  rügen  die  Beschwerdeführenden  1,  die  Vorinstanz 
habe Amtsberichte eingeholt, von denen sie erst aus der Plangeneh-
migungsverfügung erfahren hätten – so die Stellungnahme des ARE 
vom 15. Juni 2006 – und in ihrer Teilplangenehmigungsverfügung den 
förmlichen Schriftenverkehr und die massgeblichen Akten nicht im Ein-
zelnen aufgeführt und sich zum Teil mit pauschalen Hinweisen auf wei-
tere Dokumente begnügt. Die zitierten Amstberichte hätten klar dekla-
riert werden sollen, damit ersichtlich sei, um welche es sich handle – 
eine Quellenangabe wäre erforderlich gewesen.

5.1.1 Die Vorinstanz hält dem entgegen, es seien bloss nicht relevante 
Amtsberichte nicht zugänglich gemacht worden. Somit liege keine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs vor. Zudem seien diese im Beschwer-
deverfahren ohnehin offengelegt worden.

5.1.2 Die Beschwerdeführenden 1 konnten ihre Argumente im Verfah-
ren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vorbringen.  Das  Bundesver-
waltungsgericht hat volle Kognition (vgl. E. 4 hiervor) und hat damit die 
Möglichkeit,  die  Argumente  der Beschwerdeführenden 1 im gleichen 
Umfang zu prüfen wie  die  Vorinstanz,  weshalb  eine  allfällige  Verlet-
zung des Akteneinsichtsrechts als geheilt zu betrachten ist. Zudem be-
steht ganz allgemein ein Akteneinsichtsrecht nur hinsichtlich jener Ak-
ten, die Grundlage für eine Entscheidung bilden (BGE 121 I 225 E. 2a 
mit  Hinweisen).  Hinsichtlich  der  Deklaration  bzw. Quellenangabe  sei 
weiter festgehalten, dass Art. 35 Abs. 1 VwVG in gesetzlicher Konkreti-
sierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör die Begründungspflicht 
bei schriftlichen Verfügungen vorschreibt. Der Bürger soll wissen, war-
um eine Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Be-
gründung  eines  Entscheides  muss  deshalb  so  abgefasst  sein,  dass 
der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht  anfechten kann. Dies 
ist nur möglich, wenn er sich ein Bild über die Tragweite des Entschei-
des machen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Über-
legungen  genannt  werden,  von  denen  sich  die  Behörde  leiten  liess 
und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, 
dass  sich  die  Behörde  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen  Be-
hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen müsste. 
Vielmehr  kann  sie  sich  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Ge-
sichtspunkte beschränken. Die Behörde hat demnach in der Begrün-
dung  ihres  Entscheides  diejenigen  Argumente  aufzuführen,  die  tat-
sächlich ihrem Entscheid zugrunde liegen (BGE 126 I 97 E. 2b und Ur-
teil des Bundesgerichts 1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 3 je mit Hin-

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weisen;  vgl.  auch  LORENZ KNEUBÜHLER,  Die  Begründungspflicht,  Bern 
1998, S. 22 ff.).

Diesen Anforderungen wird der Entscheid der Vorinstanz gerecht. Die 
Beschwerdeführenden 1 waren sich, wie sich auch an den Vorbringen 
in der Beschwerde zeigt,  über die Tragweite des angefochtenen Ent-
scheides im Klaren und ohne weiteres imstande, diesen sachgerecht 
anzufechten. Somit ist ihnen aus der allenfalls nicht genügenden Do-
kumentation kein Nachteil entstanden. Zudem wurde ihnen im Rahmen 
des vorliegenden Verfahrens umfassende Akteneinsicht gewährt, wes-
halb  auch diesbezüglich  allfällige  Gehörsverletzungen als  geheilt  zu 
betrachten sind. Der Vorwurf der mangelhaften Begründung/Dokumen-
tation bzw. der Verweigerung des rechtlichen Gehörs erweist sich da-
mit als unbegründet.

5.2 Zum anderen machen die  Beschwerdeführenden  1  geltend,  das 
EStI  hätte  auch  ihnen,  und  nicht  nur  der  Beschwerdegegnerin,  das 
Recht  einräumen müssen,  zu seinem Bericht  vom 11. Februar  2002 
Stellung zu nehmen. Folglich hätte die Vorinstanz sich nicht mehr auf 
das EStI berufen können, da dieses parteiisch sei.

Da sich die Vorinstanz an keiner Stelle der angefochtenen Verfügung 
auf  diesen Bericht  beruft,  ist  den Beschwerdeführenden 1 durch die 
fehlende Möglichkeit, zum Bericht des EStI Stellung zu nehmen, kein 
Nachteil  entstanden.  Somit  kann  weder  von  einer  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs noch des Grundsatzes der Gleichbehandlung der 
Parteien gesprochen werden.

5.3 Weiter sei das Auflageverfahren vor bald 10 Jahren durchgeführt 
worden, weshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehörs jener Anwoh-
ner vorliege, die zwischenzeitlich in der Gegend der Hochspannungs-
leitung Grundeigentum erworben oder Wohnsitz genommen hätten. Ob 
Art. 16i Abs. 1 EleG, wonach eine Plangenehmigung erlösche, wenn 
drei Jahre nach ihrer rechtskräftigen Erteilung mit der Ausführung des 
Bauvorhabens  nicht  begonnen  worden  sei,  vorliegend  analog  gelte, 
könne offen bleiben. Denn eine Verfahrensdauer von mehr als 12 Jah-
ren sei ohnehin unhaltbar.

5.3.1 Die  Beschwerdegegnerin  macht  geltend,  es  liege  noch  keine 
rechtskräftige Plangenehmigung vor. Die lange Verfahrensdauer habe 
weder ein Erlöschen der Plangenehmigung noch eine Verletzung des 

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rechtlichen Gehörs der betroffenen Anwohner zur Folge. Die Folgerun-
gen der Beschwerdeführenden 1 würden vielmehr dazu führen, dass 
es bei Projekten wie dem Vorliegenden kaum je zu einem Entscheid 
kommen würde, da die Einsprecher/Beschwerdeführenden durch das 
Einlegen von Rechtsmitteln den Neubeginn erwirken könnten.

5.3.2 Die Vorinstanz führt  aus, die Beschwerdegegnerin habe immer 
wieder versucht, den Einwänden Rechnung zu tragen und folglich das 
Projekt  verschiedentlich  überarbeitet.  Zudem  bestehe  für  hängige 
Plangenehmigungsgesuche  kein  "Verfallsdatum"  und  keine  Gesamt-
verfahrensfrist und vor allem hätten die Beschwerdeführenden 1 selber 
zur langen Verfahrensdauer beigetragen. Im Zusammenhang mit dem 
Koordinationsgesetz sei eine Gesamtverfahrensfrist verworfen worden. 
Der Gesetzgeber habe in Kauf genommen, dass Personen, die nach 
dem Ablauf der Einsprachefrist die theoretische Beschwerdelegitimat-
ion erwerben, am Verfahren nicht  als Partei  teilnehmen könnten. Sie 
habe den Betroffenen jedoch die Möglichkeit eingeräumt, in die Partei-
stellung des Vorbesitzers einzutreten.

5.3.3 Art. 16i Abs. 1 EleG findet nur bei rechtskräftigen Plangenehmi-
gungen Anwendung. Ob eine analoge Anwendung auf den vorliegen-
den  Fall  angebracht  wäre,  kann  vorliegend  offen  gelassen  werden. 
Denn da den Beschwerdeführenden 1 durch die lange Verfahrensdau-
er kein Nachteil entstanden ist, sind sie nicht legitimiert, einen solchen 
Fehler zu rügen. Allein die theoretische Möglichkeit, dass auf eine er-
neute öffentliche Auflage weitere Einsprachen eingegangen wären und 
sich durch diese breitere Opposition gegen das Projekt allenfalls ihre 
eigene Stellung im Verfahren verbessert  hätte, stellt  kein hinreichen-
des schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 48 Bst. a VwVG dar. 
Die Beschwerdeführenden 1 sind demnach nicht berechtigt, im Namen 
Dritter  Verfahrensfehler  geltend  zu  machen  (vgl.  Entscheid  REKO/ 
INUM E-2000-16 vom 15. März 2002 E. 4.1). Auf diese Rüge ist daher 
nicht einzutreten.

6.
Auch  die  Beschwerdeführenden  2  machen  sinngemäss  eine  Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs geltend indem sie vorbringen, ihr Antrag 
auf Verschiebung der Masten Nr. 24 und Nr. 25 in nordwestliche Rich-
tung sei von der Vorinstanz ohne Behandlung bzw. Begründung abge-
lehnt worden. Indem sie im Verlauf des Verfahrens jedoch auf die Ver-
schiebung von Mast Nr. 25 verzichten, ziehen sie ihr Rechtsmittel teil-

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weise zurück und erklären den Abstand, was zur diesbezüglichen Ge-
genstandslosigkeit führt.

Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid die Frage der Verschiebbarkeit 
der Masten Nr. 24 (und Nr. 25) nicht explizit behandelt, weshalb sich 
auch hier die Frage der Verletzung des rechtlichen Gehörs stellt. Die 
für  die  Genehmigung  bzw. Abweisung  massgebenden  Aspekte  sind 
von der  Vorinstanz  aber  –  wenn auch  nicht  ausführlich  –  behandelt 
worden. Einerseits hält sie auf S. 4, Ziff. 3.2.2.1 ihres Entscheides fest, 
die Verschiebung der Masten Nr. 24 und Nr. 25 in nordöstlicher Rich-
tung sei beantragt worden. Andererseits führt sie auf S. 16, Ziff. 7 aus, 
das BAFU habe sich zur "Projektänderung Altriniken, Teilstrecke Mast 
Nr. 24 – 29" geäussert und den Eingriffen in den Wald zugestimmt. Auf 
S. 20, Ziff. 9.4.2. hält sie weiter fest, dass BAFU stelle in aller Deutlich-
keit  fest,  weitere Eingriffe in den Wald seien vom Gesetz nicht mehr 
gedeckt und somit unzulässig. Daraus lässt sich schliessen, dass die 
von  den  Beschwerdeführenden  2  gewollte  Verschiebung  von  Mast 
Nr. 24, die gemäss dem von den Beschwerdeführenden eingereichten 
Plan  mehr  Wald  in  Anspruch  nehmen  würde,  gesetzlich  nicht  mehr 
gedeckt wäre und der Antrag somit abzuweisen sei.

Der Antrag der Beschwerdeführenden 2 blieb demnach im vorinstanzli-
chen Verfahren nicht einfach unbehandelt oder wurde unbegründet ab-
gewiesen. Es liegt folglich diesbezüglich keine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs vor bzw. selbst  wenn eine solche aufgrund einer  nicht 
gänzlich  hinreichenden  Begründung  angenommen  werden  müsste, 
wäre diese nicht als schwerwiegend zu bezeichnen und mit Blick auf 
das  zu  dieser  Frage  vom  Bundesverwaltungsgericht  umfangreich 
durchgeführte Instruktionsverfahren als geheilt zu betrachten. Die ma-
terielle  Beurteilung der Frage,  ob die Verschiebung von Mast  Nr. 24 
angebracht erscheint, ist nachfolgend im Rahmen der Interessenabwä-
gung zu untersuchen (vgl. E. 14).

Verfahrensanträge bzw. -rügen:

7.
Die Beschwerdeführenden 1 bringen vor, der ursprüngliche UVB vom 
November 1993 könne wegen mehrmaligen und erheblichen Projekt-
änderungen keine Geltung mehr beanspruchen bzw. sei unvollständig. 
Die  Projektänderung  von  1997  sowie  die  Studie  der  Beschwerde-
gegnerin von 2004 betreffend Teilverkabelung seien im ursprünglichen 

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UVB nicht berücksichtigt. Es sei jedoch ein einheitlicher Bericht sowie 
eine koordinierte Stellungnahme erforderlich (Art. 12 der Verordnung 
vom 19. Oktober 1988 über die Umweltverträglichkeitsprüfung [UVPV, 
SR 814.011]). Da das vorliegende Leitungsprojekt  nicht  in  den SÜL 
vom 12. April 2001 aufgenommen worden sei, obwohl gemäss Art. 16 
Abs. 5 EleG ein Sachplan erforderlich sei und zudem erheblicher Ab-
stimmungsbedarf bestanden hätte (Art. 13 RPG), sei eine gesamtheit-
liche Würdigung des definitiven Projekts umso erforderlicher. Bei ge-
ringfügigen  Projektanpassungen  könne  zwar  auf  eine  Überarbeitung 
bzw. eine förmliche Ergänzung des UVB verzichtet werden. Werde ein 
Projekt jedoch, wie vorliegend, grundlegend überarbeitet,  setzte dies 
zwingend die Überarbeitung und Ergänzung des UVB voraus. Vorlie-
gend liege jedoch kein ergänzter UVB vor; vielmehr sei der UVB in der 
ursprünglichen  Fassung  belassen  und  es  seien  lediglich  zahlreiche 
Einzelstellungnahmen  hierzu  eingeholt  worden.  Die  Beschwerde-
gegnerin habe somit einen überarbeiteten, einheitlichen UVB einzurei-
chen, welcher öffentlich aufzulegen sei. Ansonsten fehle es an einer 
hinreichenden Entscheidgrundlage und die Einsprecher könnten sich 
kein umfassendes Bild  über die entscheidrelevanten Unterlagen ma-
chen.

7.1 Die  Beschwerdegegnerin  hält  fest,  Projektänderungen  seien  in 
den Jahren 1996, 1997 und 2004 eingereicht worden. Die Änderungen 
seien in den Projektbeschreibungen im Sinn einer Ergänzung zum ur-
sprünglichen UVB erläutert worden. Eine rein formale Ergänzung des 
UVB sei legalistisch und überspitzt formalistisch. Die Ergänzungen sei-
en auch jeweils öffentlich aufgelegt worden. Auch eine Aufnahme des 
Vorhabens in den SÜL sei nicht erforderlich, da gemäss dem SÜL bei 
Projekten, die bereits im Plangenehmigungsverfahren seien, keine Be-
urteilung der Netz-  und Schutzkriterien durchgeführt  werde. Deshalb 
seien sie nicht Gegenstand des Sachplans, was unabhängig von der 
jeweiligen Verfahrensdauer gelte.

7.2 Die Vorinstanz macht  geltend,  aus den Akten ergebe sich,  dass 
das BAFU den ursprünglichen UVB mit Auflagen gutgeheissen habe. 
Das BAFU sei über die Projektänderungen laufend orientiert  und do-
kumentiert worden und es habe in der Folge die einzelnen Projektän-
derungen auch mit Bezug auf den UVB geprüft und jeweils die nötigen 
Auflagen  formuliert.  Eine  Überarbeitung  oder  Neufassung  des  UVB 
habe das BAFU als  Fachbehörde nie verlangt. Es sei  folglich in der 
Lage gewesen,  eine  koordinierte  Stellungnahme i.S.v. Art. 12 UVPV 

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vorzunehmen.  Zudem  sei  eine  Aufnahme  des  Projekts  in  den  SÜL 
nicht erforderlich. Bei der Erarbeitung des SÜL sei bewusst darauf ver-
zichtet worden, für Leitungsprojekte in laufenden Plangenehmigungs-
verfahren  nachträglich  noch  ein  Sachplanverfahren  durchzuführen. 
Solche Projekte seien als Teil der sachplanrechtlichen Ausgangslage 
direkt  ins  sog. Grundnetz  integriert  worden. Das  Grundnetz  als  sol-
ches, zu dem die vorliegende Leitung gehöre, werde nicht überarbei-
tet.

7.3 Das ARE beruft  sich ebenfalls auf den SÜL vom 12. April  2001. 
Dieser halte  explizit  fest,  Projekte,  die sich bereits  im Plangenehmi-
gungsverfahren befänden,  seien in  der  Regel  nicht  Gegenstand des 
SÜL. Dieser  Entscheid  erscheine  sachlich  zumindest  vertretbar  und 
sei raumplanerisch nicht zu beanstanden, denn das Bundesrecht ken-
ne für  elektrische Übertragungsleitungen keinen expliziten Sachplan-
vorbehalt.

7.4 Das BAFU räumt ein, eine ganzheitliche und koordinierte Betrach-
tungsweise und die Erstellung eines einzigen UVB sei gesetzlich vor-
geschrieben. Das  Bundesgericht  habe  jedoch  festgehalten,  eine  Er-
gänzung  des  UVB  sei  zulässig  (Urteil  des  Bundesgerichts 
1A.167/2006 vom 11. Juni 2007 E. 7). Vorliegend seien alle Projektän-
derungen korrekt  durchgeführt,  ausführlich  geprüft  und der  UVB sei 
ergänzt worden. Es habe zu den einzelnen Projektänderungen, die im-
mer öffentlich aufgelegt worden seien, Stellung genommen. Somit sei 
vorliegend die gesamtheitliche Betrachtung gewährleistet.

7.5 Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und damit auch der UVB 
sollen einen begründeten Entscheid über eine umweltbelastende Anla-
ge ermöglichen. Sie dienen u.a. der Sachverhaltsabklärung, was unter 
Beizug von Fachbehörden und der  qualifizierten  Mitwirkung der  Ge-
suchsteller geschieht, und der umweltrechtlichen Interessenabwägung 
(vgl. dazu HERIBERT RAUSCH/PETER M. KELLER, Kommentar USG, N. 9 ff. zu 
Art.  9  USG);  sie  unterstehen  dabei  der  im Umweltrecht  geforderten 
einheitlichen  und  koordinierten  Betrachtungsweise  (vgl.  etwa  Art.  8 
USG). Die in der UVP bzw. dem UVB angelegten Ziele können jedoch 
nicht  allein  durch  einen  einzigen  UVB  eingelöst  werden,  sondern 
schliessen  teilweise  Ergänzungen  –  auch  im  umfassenden  Sinne  – 
nicht  aus,  solange  als  die  gesamthafte  und koordinierte  Beurteilung 
durch  die  Umweltschutzfachstellen  bzw. -behörden  sichergestellt  ist 
und der der Beurteilung zu Grunde gelegte Sachverhalt den aktuellen 

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Verhältnissen entspricht (in diesem Sinne auch der zitierte Entscheid 
des  Bundesgerichts  1A.167/2006  vom  11.  Juni  2007,  insbesondere 
E. 7).

Dies ist vorliegend zu bejahen, wurde doch zu den jeweiligen Projekt-
änderungen im Sinne einer gesamthaften Würdigung, mithin unter Be-
rücksichtigung der weiterhin bestehenden Vorgaben als auch der vor-
gelegten Änderungen und Ergänzungen von Seiten der Fachbehörden 
Stellung  genommen  (vgl.  Stellungnahmen  des  BAFU  [BUWAL]  vom 
9. November 2004, vom 22. Juni 2000 oder vom 10. Dezember 1998). 
Die  Projektänderungen  wurden  jeweils  öffentlich  aufgelegt,  weshalb 
der UVB den rechtlichen Vorgaben entspricht. Zudem machen die Be-
schwerdeführenden  1  nicht  geltend,  eine  bestimmte  Umweltauswir-
kung sei nicht oder zu wenig berücksichtigt  worden. Auch lassen sie 
offen,  inwiefern  ihnen ein  Nachteil  entstanden sein soll  bzw. in  wel-
chem Punkt sie ihre Rechte nicht ausüben konnten.

7.6 Ebensowenig wird eine umfassende Beurteilung durch den fehlen-
den Sachplan verunmöglicht. Einerseits setzt Art. 16 Abs. 5 EleG nicht 
zwingend, sondern lediglich grundsätzlich bei einer Plangenehmigung 
für Vorhaben, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken, ei-
nen Sachplan nach RPG voraus, andererseits ist der Auffassung des 
ARE zu folgen,  wonach entsprechend dem SÜL vom 12. April  2001 
laufende Plangenehmigungsverfahren nicht Gegenstand des SÜL sind 
und dies raumplanerisch nicht zu beanstanden ist.

8.
Weiter hätte, um die wahren Dimensionen der Hochspannungsleitung 
zu  erkennen,  gemäss  den  Beschwerdeführenden  1  ein  ordnungsge-
mässes  Auflageverfahren  mit  Visualisierung  der  Leitungsmasten 
durchgeführt werden müssen, welches nun nachzuholen sei. Denn ge-
mäss Art. 16c EleG seien Profile erforderlich. Diese Bestimmung ent-
spreche der allgemeinen Regel von Art. 28 des Bundesgesetzes vom 
20.  Juni  1930  über  die  Enteignung  (EntG,  SR  711).  Masten  seien 
Hochbauten im Sinne von Art. 16c EleG. Sollte eine Profilierung aus 
technischen Gründen nicht möglich sein, hätte zumindest mit den heu-
te zur Verfügung stehenden Mitteln der Visualisierung (Fotomontagen) 
die wahre Dimension der geplanten Masten sichtbar gemacht werden 
müssen.

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8.1 Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, bei Freileitungsmas-
ten handle es sich nicht um Hochbauten im Sinne von Art. 16c EleG, 
weshalb eine Profilierung der Masten nicht erforderlich sei. Auch ge-
mäss EntG genüge die Aussteckung.

8.2 Die Vorinstanz führt aus, die Aussteckung der vorgesehenen Mas-
tenstandorte erfolge in Übereinstimmung mit den Richtlinien des EstI. 
Diese Richtlinienkompetenz sei in Art. 4 der Verordnung vom 2. Febru-
ar 2000 über das Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen 
(VpeA, SR 734.25) ausdrücklich vorgesehen, die auf dem EleG beru-
he. Da Masten nicht als Hochbauten gemäss Art. 16e EleG anzusehen 
seien,  habe keine Aussteckung derselben zu erfolgen. Die  bisherige 
Praxis begnüge sich mit der Kennzeichnung der Standorte im Gelände 
und den Plänen.

8.3 Das EStI verweist auf Ziff. 5 seiner Richtlinien gemäss Art. 2 und 4 
VpeA für die Eingabe von Planvorlagen und deren Anforderungen so-
wie die Aussteckung (nachfolgend: Richtlinien). Nach seiner ständigen 
Praxis müssten für Masten keine Profile erstellt werden, da diese kei-
ne Hochbauten im Sinne von Art. 16c EleG seien. Dies ergebe sich 
aus dem französischen und italienischen Gesetzestext. Zudem sei es 
rein  technisch  gesehen  äus-serst  schwierig  und  aufwändig,  die  ge-
planten Masten einer Freileitung so auszustecken, dass ihre Form und 
Dimension gleich sichtbar wären wie bei Gebäuden.

8.4 Gemäss Art. 16c Abs. 1 EleG muss vor der öffentlichen Auflage 
des Gesuchs die Unternehmung die Veränderungen, die das geplante 
Werk im Gelände bewirkt, sichtbar machen, indem sie diese aussteckt; 
bei  Hochbauten hat  sie  Profile  aufzustellen. In  Übereinstimmung mit 
Art. 28 EntG zur subsidiären Anwendung der enteignungsrechtlichen 
Bestimmungen vgl. Art. 16a EleG) ist eine Profilierung demnach dann 
vorgesehen, wenn die Einwirkungen nicht anders (leicht) beurteilt wer-
den können.

Gestützt auf Art. 4 VpeA (i.V.m. Art. 3 und Art. 16c EleG) hat das EstI 
Richtlinien zur Aussteckung erlassen. Diesen kommt zwar keine Ge-
setzeskraft zu, doch sind sie Ausdruck des Wissens und der Erfahrung 
der Fachstellen und in diesem Sinn beachtlich (BGE 118 Ib 614 E. 4b; 
Urteil des Bundesgerichts 1A.242/2002 E. 3.4 vom 19 November 2003; 
Urteil  des  Bundesgerichts  1A148/2005  vom  20.  Dezember  2005 
E. 3.6). Nach Ziff. 5.2.1 der Richtlinien sind die Standorte der Tragwer-

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ke  von  Weitspannleitungen  im  Tragwerkmittelpunkt  durch  einen  aus 
dem  Boden  herausragenden  Holzpflock  mit  Nummer  und  rot  ge-
strichenem  Kopf  zu  markieren.  Ausserdem  müssen  die  äussersten 
Ecken der Tragwerkfundamente an den Stellen, wo sie aus dem Boden 
herausragen, durch Pflöcke mit gelb gestrichenem Kopf kenntlich ge-
macht werden. Gemäss Ziff. 5.2.2 der Richtlinien ist die Leitungsachse 
im Gelände an unübersichtlichen Stellen durch über den Boden em-
porragende Richtungspflöcke mit  weiss gestrichenen Köpfen erkenn-
bar zu machen. Schliesslich sieht Ziff. 5.4.3 der Richtlinien vor, dass 
Gebäude  von  elektrischen  Anlagen  und  Energieerzeugungsanlagen 
gemäss örtlichen Vorschriften durch das Aufstellen von Profilen kennt-
lich zu machen sind.

Nach  ständiger  Praxis  des  EStI  müssen  für  Hochspannungsmasten 
demnach keine Profile aufgestellt werden. Die erwähnten Regelungen 
sind nicht nur als vom Wortlaut, sondern auch als von Sinn und Zweck 
von Art. 16c EleG und Art. 28 EntG gedeckt zu betrachten, wonach für 
das  Erfordernis  einer  Profilierung  die  mögliche  (leichte)  Beurteilung 
der  Einwirkungen  massgeblich  ist.  Die  Beschränkung  der  Profilie-
rungspflicht auf (hohe) Gebäude erscheint angesichts ihrer räumlichen 
Auswirkung als  gerechtfertigt. Schliesslich weicht das Bundesverwal-
tungsgericht  nicht ohne Not von einer einheitlichen Praxis einer Ver-
waltungsbehörde  ab  (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 128).

Den Beschwerdeführenden 1 ist denn auch durch die fehlende Profilie-
rung kein Nachteil entstanden. Für sie war es, wie ihre umfangreiche 
Eingabe  an  das  Bundesverwaltungsgericht  zeigt,  durchaus  möglich, 
gegen die geplante Leitungsführung sachgerecht Beschwerde zu füh-
ren.

Nichtionisierende Strahlung:

9.
Die Beschwerdeführenden 1 machen geltend, auch wenn bei Freilei-
tungen die Strahlungsgrenzwerte eingehalten würden, sei das öffentli-
che wie auch das private Interesse der Anwohner an einem möglichst 
weitgehenden Schutz vor elektromagnetischer Strahlung in der umfas-
senden Interessenabwägung hinsichtlich der Verkabelung zu berück-
sichtigen. Dies könne aus dem Vorsorgeprinzip und dem Gebot der ge-
samthaften Beurteilung von Einwirkungen abgeleitet werden. Auf jeden 

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Fall habe die Teilplange-nehmigungsverfügung eine Auflage zu enthal-
ten,  die  sicherstelle,  dass  auch  nach  der  Fertigstellung  der  Leitung 
eine  Überprüfung  der  effektiven  Belastung  mit  nichtionisierender 
Strahlung erfolge. Denn aus anderen Fällen seien grosse Abweichun-
gen zwischen den effektiv  aufgetretenen elektromagnetischen Strah-
lungen und den prognostizierten Werten bekannt. Zudem führten feh-
lende  Kontrollmessungen  zu  zusätzlichen  Wertverminderungen  der 
Liegenschaften. Eventualiter  sei  bei  der am meisten betroffenen Lie-
genschaft der Eheleute C._______ eine permanente, geeichte Mess-
station einzurichten. Subeventualiter sei ein Gutachten über die Belas-
tung der nächstgelegenen Wohnliegenschaften durch nichtionisieren-
de Strahlung einzuholen.

9.1 Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, es fehle eine gesetz-
liche Grundlage für eine weitere Reduktion der Belastung von Orten 
mit  empfindlicher  Nutzung.  Kontrollberechnungen  oder  -messungen 
seien bei Änderungen, die Einfluss auf den massgebenden Betriebs-
zustand hätten, vorgesehen.

9.2 Die  Vorinstanz  führt  aus,  für  die  Beurteilung  der  Strahlung  sei 
nach wie vor die Praxis des Bundesgerichts massgebend. Regelmässi-
ge  Kontrollmessungen  seien  nicht  erforderlich,  da  ohnehin  von  der 
grösstmöglichsten Belastung der  Leitungen auszugehen sei  (Ziff. 13 
Anhang 1 NISV). Zusätzliche Massnahmen im Sinne des Vorsorgeprin-
zips  über  die  gesetzlichen Grenzwerte  seien nur  anzuordnen,  wenn 
sie u.a. auch wirtschaftlich tragbar seien, was vorliegend nicht der Fall 
sei.

9.3 Das BAFU hält fest, die Anforderungen an eine Hochspannungs-
leitung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung ergäben sich ab-
schliessend aus der NISV. Darüber hinausgehende Emissionsbegren-
zungen könnten keine angeordnet  werden. Das Bundesgericht  habe 
die Gesetzes- und Verfassungsmässigkeit der NISV immer wieder be-
stätigt. Das Vorsorgeprinzip  gemäss USG führe  zu keiner  Durchbre-
chung  dieser  Regelung.  Wann  (Kontroll-)Messungen  durchzuführen 
seien, regle Art. 12 NISV. Vorliegend seien keine solchen Messungen 
anzuordnen,  da  weder  eine  Ausnahmebewilligung  erteilt  worden  sei 
noch begründete Zweifel an der Richtigkeit der Berechnungen bestün-
den.

9.4 Das Hauptproblem stellt das von den Leitungen ausgehende Mag-
netfeld dar. Ziel des USG ist u.a. der Schutz der Menschen vor schädli-

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chen oder lästigen Einwirkungen nichtionisierender Strahlung, d.h. wie 
der von Starkstromleitungen erzeugten elektrischen und (elektro-)mag-
netischen Felder (Art. 1 Abs. 1, Art. 7 Abs. 1 und Art. 11 ff. USG; BGE 
124 II 219 E. 7a mit Hinweisen). Am 1. Februar 2000 ist die gestützt 
auf das USG erlassene NISV in Kraft getreten. Darin werden Grenz-
werte  für  die  elektromagnetische  Belastung  festgelegt.  Der  Anlage-
grenzwert  dient  der  vorsorglichen  Emissionsbegrenzung  und  gilt  für 
neue Anlagen (Art. 4 NISV). Die Anwendbarkeit der NISV auf das vor-
liegende Projekt wird von den Parteien nicht bestritten. Es wird auch 
nicht  bestritten,  dass  die  massgebenden  Grenzwerte  gemäss Art.  4 
NISV  i.V.m.  Ziff.  24  Anhang  I  eingehalten  werden.  Indem  die  Be-
schwerdeführenden 1 aber beantragen, im Rahmen der Interessenab-
wägung Freileitung/Verkabelung sei auch ihr Interesse an einem mög-
lichst weitweitgehenden Schutz vor elektromagnetischer Strahlung zu 
berücksichtigen, machen sie sinngemäss eine weitergehende Redukti-
on unter die vorgesehenen Grenzwerte geltend. Dies könne aus dem 
Vorsorgeprinzip  und  dem  Gebot  der  gesamthaften  Beurteilung  von 
Einwirkungen (Art. 8 USG) abgeleitet werden.

Die  NISV berücksichtigt  den heutigen Erkenntnisstand über  die  Wir-
kungen nichtionisierender Strahlung auf die Gesundheit der Menschen 
mit einem zweistufigen Konzept. Der Schutz vor den wissenschaftlich 
erhärteten  (thermischen)  Wirkungen,  die  für  die  Menschen  ein  Ge-
sundheitsrisiko darstellen, wird durch Immissionsgrenzwerte sicherge-
stellt, die überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhal-
ten können (Art. 13 Abs. 1 NISV; vgl. den erläuternden Bericht des BU-
WAL vom 23. Dezember  1999 zur  Verordnung  über  den  Schutz  vor 
nichtionisierender Strahlung [Erläuternder Bericht BUWAL] S. 5). Darü-
ber  hinaus  hat  der  Bundesrat  zusätzlich  vorsorgliche  Emissionsbe-
grenzungen angeordnet, die das Risiko schädlicher (biologischer) Wir-
kungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch nicht absehbar 
sind, möglichst gering halten sollen. Hierzu werden für verschiedene 
Kategorien von Anlagen besondere Anlagegrenzwerte bestimmt (Art. 4 
Abs. 1 NISV) und bei den übrigen Anlagen sind die Emissionen so weit 
zu  begrenzen,  als  dies  technisch  und  betrieblich  möglich  und  wirt-
schaftlich tragbar ist (Art. 4 Abs. 2 NISV). Damit trägt die NISV dem 
Vorsorgeprinzip  Rechnung  und  konkretisiert  die  in  diesem  Sinne 
erforderlichen  Massnahmen  (BGE  126  II  399  E.  3b  mit  Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts 1A.218/2004 vom 29. November 2005 E. 3; 
Urteil des Bundesgerichts 1A.129/2006 vom 10. Januar 2007 E. 6).

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Das  Bundesgericht  hat  sodann  festgestellt,  dass  Art.  4  NISV  die 
vorsorgliche  Emissionsbegrenzung  abschliessend  regelt  und  die 
rechtsanwendenden  Behörden  daher  nicht  im  Einzelfall  gestützt  auf 
Art. 12 Abs. 2 USG eine noch weitergehende Begrenzung verlangen 
können – dies hat auch für  Art. 8 USG, welcher durch Art. 12 USG 
konkretisiert  wird,  zu  gelten. Die  Festsetzung  der  Anlagegrenzwerte 
erfolgte denn sowohl unter Rücksichtnahme auf die technischen und 
betrieblichen Möglichkeiten  sowie  auf  die  wirtschaftlichen Interessen 
des Emittenten als  auch unter  Berücksichtigung nicht  abschätzbarer 
Risiken (BGE 126 II 399 E. 3c und 4c). Diese starre Regelung dient 
einerseits  der  Rechtssicherheit,  schliesst  andererseits  jedoch  die 
einzelfallweise  Berücksichtigung  des  technischen  Fortschritts  aus. 
Deshalb  muss  der  Verordnungsgeber  bzw.  das  BAFU  periodisch 
prüfen, ob die vorsorgliche Emissionsbegrenzung der Verordnung noch 
dem von  Art.  11  Abs. 2  USG geforderten  Standard  entspricht  oder 
angepasst  werden  muss  (vgl.  zum  Ganzen  auch:  Entscheid  REKO 
UVEK D-2003-116 vom 25. Februar 2004 E. 6.2 mit Hinweisen).

Seit diesem Grundsatzurteil hat das Bundesgericht wiederholt zu ver-
schiedenen Studien zur Schädlichkeit von hochfrequenter nichtionisie-
render  Strahlung Stellung  genommen. In  seinem Urteil  1A.208/2004 
vom  19. Januar  2005  E.  2  hat  es  festgehalten,  eine  Untersuchung 
müsse methodisch einwandfrei durchgeführt und ausgewertet worden 
sein, damit Ergebnisse von Studien anerkannt werden könnten. Studi-
en zum gleichen Effekt müssten als Gesamtheit beurteilt  werden. So 
könne das Ergebnis einer einzelnen Studie, das nicht repliziert werden 
konnte, nicht den Beweis für eine schädliche Wirkung erbringen. Mit 
Urteil 1A.218/2004 vom 29. November 2005 E. 3.5 ff. hat das Bundes-
gericht  bestätigt,  das  BAFU komme seinem Auftrag,  den  Stand  der 
Wissenschaft und Forschung zu verfolgen und eine Revision der NISV-
Grenzwerte zu prüfen, wenn neue Erkenntnisse über Gesundheitsef-
fekte nichtionisierender Strahlung vorliegen, nach. Es seien indes bis 
anhin keine schädlichen oder lästigen Wirkungen der nichtionisieren-
den Strahlung innerhalb der Immissionsgrenzwerte der NISV nachge-
wiesen worden. Daher seien die geltenden Grenzwerte der NISV nicht 
gesetzes- und verfassungswidrig (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
1A.92/2003  vom  15.  Dezember  2003  E.  4.2  und  zum  Ganzen  Ent-
scheid REKO/INUM D-2005-28 vom 9. Juni 2006 E. 11 ff. ).

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdeführenden 1 
keinen Anspruch darauf haben, dass im Rahmen der Interessenabwä-

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gung  ein  Schutz  vor  elektromagnetischer  Strahlung,  der  über  die 
Grenzwerte gemäss NISV hinausgeht, berücksichtigt wird und hieraus 
gar auf eine Pflicht zur Verkabelung geschlossen werden könnte (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 8.3).

9.5 Die Beschwerdeführenden 1 fordern zudem eine Auflage, die si-
cherstelle, dass auch nach der Fertigstellung der Leitung eine Über-
prüfung der effektiven Belastung mit nichtionisierender Strahlung erfol-
ge.

Periodische  Kontrollmessungen  der  geforderten  Art  sind  gemäss 
Art. 12 Abs. 2 NISV jedoch nur dann anzuordnen bzw. vorzunehmen, 
wenn bezüglich der Grenzwerte Ausnahmen gewährt wurden, was vor-
liegend nicht  der  Fall  ist.  Kontrollmessungen  aus weiteren Gründen, 
wie beispielsweise zur  Verminderung der Werteinbussen der Liegen-
schaften, sind nicht vorgesehen. Dass die Beschwerdeführenden 1 im-
plizit auch die Richtigkeit der den Standortdatenblätter zu Grunde lie-
genden  Berechnungen  bezweifeln  und  eine  Überprüfung  derselben 
durch eine neutrale Stelle beantragen, vermag daran nichts zu ändern. 
Denn ist – wie im vorliegenden Fall – die Anlage noch nicht errichtet 
worden,  kann  die  Einhaltung  der  Immissions-  und der  Anlagegrenz-
werte nicht gemessen werden, sondern sie wird berechnet. Grundlage 
der  Berechnung ist  das  vom Inhaber  der  geplanten Anlage gemäss 
Art. 11 NISV eingereichte Standortdatenblatt,  das die für  die Erzeu-
gung von Strahlung massgeblichen technischen und betrieblichen Da-
ten der Anlage,  den massgebenden Betriebszustand sowie Angaben 
über die von der Anlage erzeugte Strahlung an den nach der Verord-
nung massgeblichen Orten enthält.

Weshalb  das  Standortdatenblatt  den  gesetzlichen  Vorgaben  (Art. 11 
NISV) nicht entsprechen sollte, begründen die Beschwerdeführenden 
1 nicht. Sie verlangen pauschal eine Überprüfung der Berechnungen. 
Das  Standortdatenblatt  muss  grundsätzlich,  sofern  Zweifel  an  der 
Richtigkeit  der  Eintragung  bestehen,  von  der  Bewilligungsbehörde 
bzw.  den  Rechtsmittelinstanzen  überprüft  werden  (BGE  128  II  378 
E. 4). Das BAFU überprüft regelmässig schon im Baubewilligungsver-
fahren  die  NIS-Prognose  des  Standortdatenblatts  unter  Zugrundele-
gung  der  Vollzugsempfehlung  des  BAFU.  Die  Prognosen  sind  vom 
BAFU als  Fachbehörde  des  Bundes,  welches  die  einschlägigen  Be-
rechnungs- und Messempfehlungen erlässt (Art. 12 Abs. 2 NISV), zu 
überprüfen, damit allfällige methodische Fehler behoben werden kön-

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nen (Urteil des Bundesgerichts 1A.118/2005 vom 12. Dezember 2005 
E. 3.3). Vorliegend hat das BAFU als Fachstelle für nichtionisierende 
Strahlung  die  Standortdatenblätter  im  erstinstanzlichen  Verfahren 
beurteilt  und festgehalten,  das Projekt  erfülle die Anforderungen der 
NISV.  An  dieser  Beurteilung  hält  es  auch  im  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  fest.  An  der  sachlichen  Richtigkeit  der 
Standortdatenblätter ist daher nicht zu zweifeln. Folglich ist sowohl der 
Antrag für eine Auflage betreffend Kontrollrechnungen als auch jener 
für die Überprüfung der Standortdatenblätter durch eine neutrale Stel-
le abzuweisen. Aus denselben Gründen sind auch der Eventualantrag 
auf eine permanente, geeichte Messstation bei der am meisten betrof-
fenen Liegenschaft  der Eheleute C._______ und der Subeventualan-
trag auf ein Gutachten über die Belastung der nächstgelegenen Wohn-
liegenschaften durch nichtionisierende Strahlung abzuweisen.

Lärmschutz:

10.
Die Beschwerdeführenden 1 machen geltend,  selbst  wenn die Plan-
ungswerte  gemäss  Art.  7  Abs.  1  der  Lärmschutz-Verordnung  vom 
15. Dezember  1986 (LSV, SR 814.41)  eingehalten würden,  entbinde 
dies die Beschwerdegegnerin nicht davon, für die Freileitung über das 
absolut Notwendige hinaus sämtliche weiteren Massnahmen zu ergrei-
fen, um die Lärmbelastung – soweit technisch und betrieblich möglich 
und wirtschaftlich tragbar – weiter zu reduzieren. Die durch Hochspan-
nungsleitungen entstehenden akustischen Erscheinungen wirkten äus-
serst  störend und bedrohlich. Es  sei  klar,  dass  die  Verkabelung der 
Freileitung  jegliche  Lärmimmissionen  ausschliessen  würde.  Diesem 
Punkt sei in der Interessenabwägung Rechnung zu tragen.

10.1 Die Beschwerdegegnerin führt aus, die Lärmgrenzwerte würden 
von der geplanten Freileitung an allen Stellen eingehalten.

10.2 Die Vorinstanz verweist bezüglich der Lärmimmissionen auf die 
Stellungnahme des BAFU als Fachbehörde. Diese habe unter diesem 
Aspekt  keine  Einwände  gegen  das  vorgelegte  Projekt  erhoben.  Die 
Verkabelung als  zusätzliche Massnahme zur  Reduktion der  Lärmbe-
lastung erscheine auch unter dem Gesichtspunkt des Vorsorgeprinzips 
als unverhältnismässig und sei daher nicht weiter zu prüfen.

10.3 Gemäss dem BAFU würden die  massgebenden Planungswerte 
für die Lärmmissionen eingehalten und die Ermittlung der Lärmbelas-

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tung nach Anhang 6 LSV sei störungsgerecht und berücksichtige die 
erhöhte  Störung  infolge  des  tonalen  Geräusches.  Es  sei  den  Be-
schwerdeführenden 1 zwar insoweit  zuzustimmen, als  eine  Verkabe-
lung aus lärmtechnischer Sicht die beste Lösung wäre. Aufgrund der 
sehr hohen Kosten sei  diese Massnahme jedoch kaum tragbar. Hin-
sichtlich Kostenvergleich Freileitung/Verkabelung führt es zudem aus, 
es erachte die Studie "Teilverkabelung Riniken" vom Mai 2004 für den 
damaligen Zeitpunkt als glaubwürdig. Da zwischenzeitlich jedoch die 
Rohstoffpreise,  insbesondere  für  Kupfer  und  Aluminium,  ausserge-
wöhnlich stark angestiegen seien, seien die Kostenangaben zum Teil 
jedoch nicht mehr aktuell, weshalb allenfalls ein entsprechendes Gut-
achten einzuholen sei.

10.4 Das USG sieht vor, dass Emissionen wie Lärm durch Massnah-
men bei der Quelle begrenzt werden (Emissionsbegrenzungen; Art. 11 
Abs. 1 USG). Die Emissionen werden anhand von Immissionsgrenz-
werten beurteilt (Art. 13 Abs. 1 USG). Der Bundesrat hat für die Beur-
teilung schädlicher oder lästiger Einwirkungen Immissionsgrenzwerte 
festzulegen. Dabei sind auch die Wirkungen der Immissionen auf Per-
sonengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit, wie Kinder, Kranke, Betag-
te und Schwangere zu berücksichtigen (Art. 13 USG). Insbesondere 
sind  die  Immissionsgrenzwerte  für  Lärm  so  festzulegen,  dass  nach 
dem Stand der Wissenschaft  oder der Erfahrung Immissionen unter-
halb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheb-
lich stören (Art. 15 USG). Zum Schutz vor schädlichem und lästigem 
Lärm hat der Bundesrat die LSV erlassen. Aufgrund der gesetzlichen 
Bestimmungen sind die Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit 
zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirt-
schaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG, Art. 7 Abs. 1 LSV). Im Be-
reich des Lärmschutzes gelten nach dem klaren Wortlaut  von Art. 7 
LSV  und  in  Übereinstimmung  mit  den  Anforderungen  von  Art.  11 
Abs. 2  und  Art.  23  USG  die  Voraussetzungen  der  Einhaltung  der 
Planungswerte und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kumulativ. 
Denn die unter den Immissionsgrenzwerten liegenden Planungswerte 
stellen keine Emissionsbegrenzungen im Sinne von Art. 12 USG dar 
und legen daher nicht das Mass der vorsorglichen Emissionsbegren-
zung gemäss Art. 11 Abs. 2 USG fest, sondern konkretisieren als zu-
sätzliche  Belastungsgrenzwerte,  d.h.  Begrenzung  der  Immissionen, 
den vorsorglichen und vorbeugenden Immissionsschutz im Sinne des 
Planungsgrundsatzes gemäss Art. 3 Abs. 3 Bst. b  RPG. Ihre Einhal-
tung belegt nicht ohne weiteres, dass alle erforderlichen vorsorglichen 

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Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 Abs. 2 USG getroffen worden 
sind. Ein Vorhaben vermag somit vor der Umweltschutzgesetzgebung 
nicht schon deswegen zu bestehen, weil es die einschlägigen Belas-
tungsgrenzwerte  einhält.  Vielmehr  ist  im  Einzelfall  anhand  der  in 
Art. 11 Abs. 2 USG bzw. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV genannten Kriterien 
zu prüfen, ob die Vorsorge weitergehende Beschränkungen erfordert. 
Dabei  ist  namentlich  sicherzustellen,  dass  auch  bloss  unnötige 
Emissionen vermieden werden (vgl. zum Ganzen BGE 124 II 517 E. 4b 
mit Hinweisen).

10.5 Im vorliegenden Fall ist nicht umstritten, dass es technisch und 
betrieblich möglich wäre, die Hochspannungsleitung im Bereich Gäbi-
hübel zu verkabeln und damit einen weiteren Beitrag zur Lärmvermin-
derung  zu  leisten. Es  steht  einzig  zur  Diskussion,  ob  eine  entspre-
chende Änderung des Projekts wirtschaftlich tragbar wäre. Bei öffentli-
chen  Anlagen,  die  wie  hier  nicht  nach  betriebswirtschaftlichen  Ge-
sichtspunkten betrieben werden können, ist die Frage der wirtschaftli-
chen Tragbarkeit nach den Kriterien des Verhältnismässigkeitsprinzips 
zu beantworten. Danach ist gemessen am umweltrechtlich relevanten 
Gefährdungspotential der Anlage zu prüfen, ob sämtliche zur Verfüg- 
ung stehenden und für den Anlageersteller betrieblich sowie finanziell 
zumutbaren  baulichen  und  technischen  Mittel  ausgeschöpft  worden 
sind, um die Emissionen zu reduzieren. Ist  wie hier ein Vorhaben zu 
beurteilen, welches die massgebenden Planungswerte einhält, erwei-
sen  sich  weitergehende  Emissionsbeschränkungen  unter  Beachtung 
des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes meist nur dann als im Sinne von 
Art. 11 Abs. 2 USG "wirtschaftlich tragbar", wenn mit relativ geringem 
Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der  Emissionen er-
reicht  werden  kann  (BGE  124  II  517  E.  5a  mit  Hinweisen).  Hinzu 
kommt, dass das Vorsorgeprinzip nach der Konzeption des USG emis-
sionsbegrenzenden und nicht  -eliminierenden Charakter  hat. Gerade 
bei einer geringen Belastungssituation dürfen daher keine übertriebe-
nen  Anforderungen  an  notwendige  Starkstromleitungen  gestellt  wer-
den und das Bundesgericht hat für die Zulassung anderer öffentlicher 
Anlagen auch keinen schärferen Massstab angelegt (vgl. hierzu auch 
BGE 124 II 219 E. 8b mit Hinweisen). Vorliegend kämen zum einen die 
Kosten für eine Verkabelung wesentlich teurer zu stehen als jene für 
eine  Freileitung  und  wären  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtspre-
chung  nicht  mehr  verhältnismässig  (vgl. hierzu  ausführlicher  E. 15.7 
hiernach). Zum anderen ist unbestritten, dass die Planungswerte ge-
mäss Anhang 6 LSV ohne weiteres eingehalten werden. Eine Redukti-

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on der Lärmbelastung über die Planungswerte hinaus scheitert somit 
vorliegend  im  Lichte  der  oben  ausgeführten  Lehre  und  Rechtspre-
chung an der wirtschaftlichen Tragbarkeit.

Leitungsführung:

11.
Die  geplante  Freileitung  gemäss  Auflageprojekt  ist  Teilstück  der 
380/220-kV-Leitung Beznau-Birr. Sie beginnt mit Mast Nr. 20 in Rüfe-
nach,  führt  über  die  Gemeindegebiete  von  Riniken,  Unterbözberg, 
Umiken, Villnachern, Schinznach-Bad, Brugg und Habsburg und endet 
schliesslich mit Mast Nr. 37 in Habsburg. Der vorliegend relevante Lei-
tungsteil  liegt zwischen Mast Nr. 23 nördlich von Altriniken und Mast 
Nr. 29 (neue Nummerierung) westlich von Neuriniken. Von Mast Nr. 23 
führt  die  Leitung  in  westlicher  Richtung  an  Altriniken  vorbei,  wobei 
Mast  Nr. 24 und Nr. 25 im Wald zu stehen kommen, überquert  zwi-
schen Mast  Nr. 25  und Nr. 26  zur  halben Länge den Wald,  um an-
schliessend in südlicher Richtung dem Wald entlang zu gehen bis sie 
im Bereich von Mast Nr. 28 wieder den Wald überquert. Weiter führt 
sie nach Mast Nr. 28 über eine waldfreie Fläche, bis sie dann vor und 
nach Mast Nr. 29 bzw. Nr. 27 gemäss neuer Nummerierung erneut den 
Wald überquert und anschliessend in südlicher Richtung über das Ge-
biet  Gäbihübel  führt  (Mast  Nr.  29  [alte  Nummerierung]  bzw. Nr.  27 
[neue Nummerierung]  bis  Mast  Nr. 29 [neue Nummerierung]). Diese 
projektierte Leitung soll die bereits heute bestehende alte kV-Leitung 
ersetzten, welche im Bereich Lee eine Gewerbezone und im Bereich 
Neuriniken die Wohnzone überquert.

12.
Das Erstellen oder Ändern einer Starkstromanlage bedarf einer Plan-
genehmigung (Art. 16 EleG). Gemäss der gestützt auf Art. 3 EleG er-
lassenen Starkstromverordnung vom 30. März 1994 (SR 734.2)  sind 
bei Planung, Erstellung, Betrieb und Instandhaltung von Starkstroman-
lagen  die  massgeblichen  Vorschriften  über  den  Natur-  und  Heimat-
schutz sowie den Landschafts-, Umwelt- und Gewässerschutz zu be-
achten (Art. 7  Abs. 1 Starkstromverordnung). Insbesondere stellt  die 
Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen inklusive die Genehmi-
gung von Plänen für Werke und Anlagen zur Beförderung von Energie 
eine Bundesaufgabe gemäss Art. 2 Bst. b NHG dar (vgl. auch Art. 78 
Abs. 2 BV). Bei der Erfüllung einer Bundesaufgabe haben die Behör-
den und Amtsstellen des Bundes sowie seiner Anstalten und Betriebe 

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dafür zu sorgen, dass das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, ge-
schichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler geschont und, 
wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt,  ungeschmälert  er-
halten bleiben (Art. 3 Abs. 1 NHG). In diesem Sinne hält auch Art. 11 
Abs. 2 der Leitungsverordnung vom 30. März 1994 (LeV, SR 734.31) 
fest, dass elektrische Leitungen so auszuführen sind, dass sie unter 
Berücksichtigung der sicheren und wirtschaftlichen Energieversorgung 
sowie  einer  technisch  verantwortbaren  Lösung  das  Landschaftsbild 
sowie Natur und Umwelt möglichst wenig beeinträchtigen.

12.1 Art. 4 NHG unterscheidet bei den zu schützenden Landschaften 
und  Kulturstätten  Objekte  von  nationaler  und  solche  von  regionaler 
oder  lokaler  Bedeutung.  Das  Bundesinventar  der  Landschaften  und 
Naturdenkmäler (BLN) sowie das Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz (ISOS) gelten als  Inventare des Bundes von 
Objekten  von  nationaler  Bedeutung  im  Sinne  von  Art.  5  NHG  (vgl. 
Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 10. August 1977 über das Bundesin-
ventar der Landschaften und Naturdenkmäler [VBLN, SR 451.11] und 
Art. 1 der Verordnung vom 9. September 1981 über das Bundesinven-
tar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS, SR 451.12]). 
Die  darin  enthaltenen  Objekte  unterstehen  dem  verstärkten  Schutz 
von Art. 6 NHG (vgl. PETER KELLER, Natur- und Landschaftsschutzgebie-
te – Museen oder  Selbstbedienungsläden,  in URP 1996,  S. 698 ff.). 
Befindet sich, wie vorliegend, die durch die projektierte Leitung betrof-
fene Landschaft nicht in einem solchen Bundesinventar, so gelangen 
die  weniger  strengen  Schutzbestimmungen  von Art.  3  NHG zur  An-
wendung. Dafür  ist  nicht  erforderlich,  dass  die  Landschaft  in  einem 
kantonalen oder regionalen Inventar aufgenommen ist (ANNE-CHRISTINE 
FAVRE,  Kommentar NHG, Art. 3 Rz. 3 mit  weiteren Hinweisen). Inwie-
fern  die  Landschaft  bereits  nach  gültigem  kommunalem  Recht  ge-
schützt ist, kann daher offen bleiben. Art. 3 NHG verlangt keinen abso-
luten Schutz der Landschaft. Vielmehr sind die sich gegenüber stehen-
den  Interessen  frei  gegeneinander  abzuwägen  (FAVRE,  a.a.O.,  Art.  3 
Rz. 4). Es ist eine Interessenabwägung zwischen den "allgemeinen In-
teressen" des Landschaftsschutzes und den Interessen der Beschwer-
degegnerin  an  der  projektierten  Leitungsführung  vorzunehmen  (vgl. 
Entscheid des Bundesrates vom 18. Dezember 1991, veröffentlicht in 
VPB 57.7 E. 2b mit Hinweisen).

12.2 Des Weiteren bestimmt das RPG, dass die mit  Planungsaufga-
ben betrauten Behörden unter anderem auf die Schonung der Land-

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schaft zu achten haben (Art. 3 RPG). Für die öffentlichen und im öf-
fentlichen Interesse liegenden Bauten und Anlagen sind sachgerechte 
Standorte zu bestimmen. Nachteilige Auswirkungen auf die natürlichen 
Lebensgrundlagen, die Bevölkerung und die Wirtschaft sind zu vermei-
den oder gesamthaft möglichst gering zu halten und die Standortwahl 
soll  vernünftigen  Überlegungen  folgen,  wobei  die  Zweckbestimmung 
des geplanten Werkes wegleitend ist  (Art. 3  Abs. 4 RPG; Entscheid 
des Bundesrates vom 18. Dezember 1991, veröffentlicht in VPB 57.7 
E.  6;  PIERRE TSCHANNEN,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  die 
Raumplanung, Zürich 1999, Rz. 60 ff. zu Art. 3). Dabei sind auch äs-
thetische Interessen von Menschen zu würdigen. Eine Ausnahmebe-
willigung nach Art. 24 RPG ist jedoch für nach Bundesrecht zu bewilli-
gende Vorhaben wie Starkstromanlagen nicht  notwendig. Dies ergibt 
sich aus dem Gesetzestext selbst (vgl. nebst Art. 24 RPG auch Art. 25 
Abs. 2 sowie Art. 34 Abs. 1 RPG, jeweils alte und neue Fassung).

13.
Zur Diskussion stehen vorliegend vier Leitungsführungen: Erstens das 
geplante, von der Vorinstanz bewilligte Projekt, wonach die Leitungen 
als Freileitung geführt werden, zweitens die von den Beschwerdefüh-
renden 2 verlangte Verschiebung von Mast Nr. 24 (vgl. Stellungnahme 
der Beschwerdegegnerin vom 24. August  2007,  Beilage: Übersichts-
karte; E. 14 ff. hiernach), drittens die von den Beschwerdeführenden 1 
verlangte Verkabelung der Leitung im Gebiet Gäbihübel (südlich des 
Mastens Nr. 27, mithin zwischen Mast Nr. 27 und Mast Nr. 29; E. 15 ff. 
hiernach) und viertens die von den Beschwerdeführenden 1 beantrag-
te Variante "Propheten-gut" (E. 16 ff. hiernach). Es ist daher im Rah-
men  einer  Abwägung  der  verschiedenen  privaten  und  öffentlichen 
Interessen  zu  prüfen,  welcher  Variante  in  Übereinstimmung  mit  den 
massgebenden Vorschriften der Vorrang zu geben ist bzw. ob die Vor-
instanz bei ihrem Variantenvergleich die wesentlichen Interessen rich-
tig gewichtet hat.

13.1 Dabei ist auf Folgendes hinzuweisen: Das Bundesverwaltungsge-
richt  verfügt  bei  der  Überprüfung  der  Interessenabwägungen  zwar 
über  volle  Kognition.  Wie  das  Bundesgericht  auferlegt  es  sich  aber 
eine gewisse Zurückhaltung, wenn technische Probleme zu beurteilen 
sind und die Vorinstanz ihren Entscheid gestützt auf die Berichte von 
Fachbehörden  gefällt  hat.  In  diesen  Fällen  hat  das  Bundesverwal-
tungsgericht  primär  zu  klären,  ob alle  berührten Interessen  ermittelt 
und beurteilt  sowie ob die möglichen Auswirkungen des Projekts bei 

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der Entscheidfindung berücksichtigt wurden. Das Bundesverwaltungs-
gericht untersucht daher lediglich, ob sich die Vorinstanz von sachge-
rechten Erwägungen hat leiten lassen und weicht nicht ohne Not von 
deren Auffassung ab. Voraussetzung für diese Zurückhaltung ist aller-
dings, dass es im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine unrichti-
ge oder unvollständige Feststellung des Sachverhaltes gibt und davon 
ausgegangen werden kann, dass die Vorinstanz die für den Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärun-
gen sorgfältig und umfassend vorgenommen hat (vgl. BGE 133 II 35 
E. 3; BGE 125 II 591 E. 8a; BGE 121 II 378 E. 1e/bb; siehe auch CHRIS-
TOPH BANDLI,  Neue  Verfahren  im  Koordinationsgesetz:  Ausgleich  von 
Schutz  und  Nutzen  mittels  Interessenabwägung,  in:  URP  2001, 
Ziff. 6.2, S. 549; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 446c f.; KÖLZ/HÄNER, 
a.a.O., Rz. 617 ff, insbes. Rz. 644 f.). Zum Umstand, dass die Vorins-
tanz keine Expertisen betreffend dem neusten Stand der Technik bzw. 
der Verkabelung eingeholt sowie die Variante "Prophetengut" nicht be-
handelt  und somit  unter  Umständen den rechsterheblichen Sachver-
halt  ungenügend  abgeklärt  hat,  wird  auf  E. 15.5.1,  15.7  und 16.4.3 
hiernach verwiesen.

13.2 Auch darf gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Leit-
behörde auf Berichte und Stellungnahmen der vom Gesetzgeber bei-
gegebenen sachkundigen Instanzen abstellen  (Urteil  des Bundesge-
richts 1E.1/2006 vom 12. April 2007 E. 5). Das BAFU zeichnet sich als 
Fachbehörde  (vgl.  Art. 3  Abs.  4  NHG)  für  umweltrechtliche  Fragen 
durch  besonderen  Sachverstand  und  Fachwissen  aus,  weshalb  sich 
die Vorinstanz wie auch das Bundesverwaltungsgericht auf dessen Be-
urteilung abstützen durften bzw. dürfen. Dasselbe gilt für das EStI im 
Bereich  der  Stromanlagen.  Von  der  Beurteilung  der  Fachbehörden 
wäre einzig dann abzuweichen, wenn sie sich von sachfremden Erwä-
gungen hätten leiten lassen. Sind keine solchen Anhaltspunkte ersicht-
lich,  kann  auf  die  Ausführungen  des BAFU und  des EStI  abgestellt 
werden.

14.
Die Beschwerdeführenden 2 beantragen eine Verschiebung von Mast 
Nr. 24 in nördliche Richtung gemäss ihrer  Skizzierung auf dem Plan 
"NOK 118 069" (vgl. Beschwerdebeilage). Durch die vorgeschlagene 
Leitungsführung entstünde mit verhältnismässig kleinem zusätzlichem 
Aufwand eine optimale Entlastung des Dorfquartiers Rotberg/Hofmatt 
von Riniken. Auch bei einer ev. späteren Baulanderweiterung wäre die-

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se  Variante  vorteilhaft.  Diese  Verschiebung  sei  für  sie  eine  wichtige 
Korrektur  mit  verhältnismässig sehr  kleinem Mehranspruch des Wal-
des. Denn Mast Nr. 25 käme neben einem Flurweg und nicht mitten im 
Waldbestand zu stehen. Zudem würde dessen Standort bloss 1 bis 2 
Meter  höher  zu  liegen  kommen  und  die  Waldüberspannung  würde 
durch  die  Verschiebung  nur  ca.  3%  länger.  Der  Abstand  von  Mast 
Nr. 24 habe grossen Einfluss darauf, wie hoch und erdrückend er von 
ihrer  Liegenschaft  aus  wirke.  Zudem  sei  ihr  Antrag  sogar  von  der 
Beschwerdegegnerin  einstmal  als  mögliche  Variante  vorgestellt 
worden.

14.1 Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz halten übereinstim-
mend fest,  die beantragte Mastverschiebung hätte zwangsläufig eine 
grössere Beeinträchtigung des Waldes zu Folge. Die Beschwerdegeg-
nerin macht zudem geltend, die durch die Verschiebung höheren Trag-
werke würden zu  einer  grösseren  Einsehbarkeit  führen. Die  Distanz 
zwischen der projektierten Leitung und dem am nächsten gelegenen 
Haus betrage 230 Meter. Die Verschiebung würde eine Vergrösserung 
von 70 Meter bewirken.

14.2 Das BAFU führt aus, aus der Planskizze sei ersichtlich, dass bei 
der beantragten Verschiebung der Masten Nr. 24 und Nr. 25 die Mas-
tenstandorte um ca. 5 bis 10 Höhenmeter höher zu liegen kämen und 
die Waldüberspannung um ca. 17% länger würde. Zudem kämen die 
Masten  neu  mitten  im  Waldbestand  zu  liegen,  womit  für  Baupisten 
eine grössere temporäre Rodung nötig wäre. Da die beantragte Vari-
ante somit den Wald stärker tangiere als die von der Vorinstanz geneh-
migte  Linienführung,  lehne  es  den  diesbezüglichen  Antrag  ab. Auch 
das EStI verweist bezüglich der Verschiebung von Mast Nr. 24 auf die 
grössere  Beeinträchtigung  des  Waldes,  welche  das  BAFU  ablehne, 
und die höheren Masten.

14.3 Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 13.2 hiervor), durfte die Vorinstanz 
bzw. darf das Bundesverwaltungsgericht auf Berichte und Stellungnah-
men der Fachbehörden abstellen. Dass sich das BAFU bei der Varian-
te "Verschiebung Mast Nr. 24" von sachfremden Erwägungen hätte lei-
ten lassen, ist – wie den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen 
ist – nicht ersichtlich, weshalb auf seine Ausführungen abgestellt wer-
den kann.

Wie von diesem erläutert und aus dem von den Beschwerdeführenden 

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2 bearbeiteten Plan "NOK 118 069" (Beschwerdebeilage) ersichtlich, 
würde die Verschiebung von Mast Nr. 24 in nördlicher Richtung einer-
seits zu einem höher liegenden Mastenstandort führen – was gemäss 
Beschwerdegegnerin höhere Tragwerken und somit grössere Einseh-
barkeit bedingen würde. Ob dieser Höhenunterschied tatsächlich 5 bis 
10 Meter beträgt, kann offen gelassen werden. Denn andererseits wür-
de sich durch eine Verschiebung von Mast Nr. 24 auch die Waldüber-
spannung verlängern, wodurch der Wald ohnehin stärker tangiert wür-
de als durch die projektierte Leitungsführung. Das BAFU ist in seiner 
diesbezüglichen  Stellungnahme  von  einer  Verschiebung  von  Mast 
Nr. 24 und Mast Nr. 25 ausgegangen. Wird jedoch nur jene von Mast 
Nr. 24 berücksichtigt, vergrössert sich gemäss Plan "NOK 118 069" die 
Waldüberspannung sogar um rund 25% und nicht nur um 17%, mithin 
um weit mehr als die von den Beschwerdeführenden 2 angegebenen 
3%. Somit kann zusammenfassend nicht von einem sehr kleinen Mehr-
anspruch des Waldes gesprochen werden.

Das BAFU macht klar und wiederholt geltend, dass verglichen mit der 
projektierten Leitung eine weitergehende Beanspruchung des Waldes 
nicht  akzeptierbar  sei.  Damit  ist  gestützt  auf  die  Fachbehörde  eine 
Waldüberspannung von plus  25% ausgeschlossen. Dem Schutz  des 
Waldes steht das Interesse der Beschwerdeführenden 2 an der (allfäl-
ligen) optimalen Entlastung des Dorfquartiers Rotberg/Hofmatt bzw. ei-
ner geringeren Einsehbarkeit des Masten Nr. 24 von ihrer Liegenschaft 
aus gegenüber. Eine Verschiebung von Mast Nr. 24 würde aber ledig-
lich zu einer diesbezüglichen Distanzverschiebung von rund 75 Metern 
führen, mithin von ca. 270 Meter auf ca. 345 Meter. Mit Blick auf den 
Schutz des Waldes und die diesbezügliche Haltung des BAFU ist die-
ses Interesse aber nicht höher zu gewichten. Weiter ist zum Argument, 
bei einer späteren Baulanderweiterung wäre diese Variante vorteilhaft, 
zum einen festzuhalten,  dass es gar nicht  gesagt  ist,  dass es über-
haupt einmal zu einer solchen Baulanderweiterung kommen wird. Zum 
anderen  können  die  Beschwerdeführenden  2  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Interessen  allfälliger  zukünftiger  Baulandeigentümer 
geltend machen. Folglich ist  der Antrag der  Beschwerdeführenden 2 
auf Verschiebung von Mast Nr. 24 abzuweisen.

15.
Im Gebiet Gäbihübel (Mast Nr. 28) beantragen die Beschwerdeführen-
den  1  die  Verkabelung  der  Hochspannungsleitung. Sie  machen  gel-
tend, die geplante Freileitung im Gebiet Gäbihübel führe zu einer ein-

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schneidenden Beeinträchtigung des Orts-  und Landschaftsbildes der 
Gemeinde Riniken und des ganzen Aaretals,  welche in  Kombination 
mit den Immissionen die Wohnqualität beeinträchtigen würde. Die Vor-
instanz  habe  die  einer  Freileitung  entgegenstehenden  Interessen 
(Ortsbild- und Landschaftsschutz, wirtschaftliche Interessen) nicht hin-
reichend gewürdigt. Der Gäbihübel sei Sinnbild für einen sorgfältigen 
Umgang mit Natur und Umwelt und eine zurückhaltende Abgrenzung 
des  Baugebiets.  Die  geplante  Leitung  könne  mit  dem  bestehenden 
Leitungswerk in keiner Art und Weise verglichen werden. Es gehe nicht 
an,  die alte,  ebenfalls störende Leitung als Rechtfertigungsgrund für 
die neue, erheblich störendere Hochspannungsleitung heranzuziehen. 
Zwar  sei  die  heutige  Hochspannungsleitungssituation  unhaltbar  und 
bedürfe der  Sanierung. Die neue Leitung verliefe aber über den ge-
samten Gäbihübel in Nord-Süd-Richtung, der Mast Nr. 28 würde das 
Gebiet Gäbihübel erdrücken. Die besondere Exponiertheit der Freilei-
tung zeige sich  auch im Umstand,  dass  zur  Sicherung der  Luftfahrt 
Flugmarkierungen anzubringen seien (Auflage in Ziff. 8.6 des Disposi-
tivs der angefochtenen Verfügung). Auch würde dem geschichtsträchti-
gen Habsburg,  welches von Riniken aus sichtbar sei,  ein hässliches 
Denkmal gegenübergesetzt. Dass das BAFU die geplante Leitung als 
landschaftsverträglich  betrachte,  sei  aktenwidrig.  Da  es  in  früheren 
Stellungnahmen (10. Dezember 1998 und 22. Juni 2000) das geplante 
Projekt abgelehnt habe, sei nicht verständlich, wieso es in seiner Stel-
lungnahme vom 1. November 2004 in einer Teilverkabelung keine land-
schaftliche Verbesserung sehe.

Weiter sei es der kantonalen Fachstelle in ihrer Darlegung bloss dar-
um gegangen, Gründe gegen die Verkabelung zusammenzutragen – 
zudem seien in diesem Zusammenhang Ausstandsgründe gegen die 
betroffenen Personen gegeben. Bei der heutigen Technologie könnten 
zudem für eine Verkabelung erforderliche Übergangsbauwerke von ge-
ringer Ausdehnung erstellt werden (vgl. Unterwerk Beznau). Auch hät-
te eine Kabelleitung im vorliegenden Fall keine negativen Auswirkun-
gen auf die Umwelt. Die heute zur Verfügung stehenden Kabel würden 
auch hinsichtlich Betriebssicherheit bessere Werte aufweisen als Frei-
leitungen. Insbesondere sei von einem geringeren Wartungsbedarf, ei-
ner höheren Verfügbarkeit der Kabel, einer geringeren Fehlerhaftigkeit 
und von weniger  Störungsereignissen durch  Umwelteinflüsse (Wind, 
Baumfall etc.) auszugehen. Auch existierten im Schadensfall provisori-
sche Überbrückungsmassnahmen, die während der Unterbruchsdauer 
zum Einsatz kommen könnten. Zudem handle es sich vorliegend um 

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eine gut zugängliche Kabelleitung von geringer Länge, weshalb die mit 
der  Schadensbehebung  verbundenen  Aufwendungen und  Schwierig-
keiten nicht zu überwerten seien.

Schliesslich  würden  auch  wirtschaftliche  Interessen  gegen  den  ge-
planten Leitungsbau sprechen. Das Neuquartier werde vom Gemein-
derat als attraktiv bezeichnet und es gelte, diese Attraktivität zu erhal-
ten. Die geplante Freileitung schrecke bereits heute interessierte Käu-
fer  der  Liegenschaften  ab. Eine  gesamtwirtschaftliche  Betrachtungs-
weise ergebe,  dass die Kosten einer Verkabelung geringer ausfielen 
als die für die Anstösser und die Gemeinde Riniken entstehenden fi-
nanziellen Nachteile. Zudem sei zu bedenken, dass die Gemeinde Ri-
niken und deren Bewohner stets zur Stromwirtschaft gestanden seien, 
dies auch in finanzieller Hinsicht.

Mit der Erstellung von Kabelleitungen seien zwar zusätzliche Investiti-
onskosten verbunden. Für einen Kostenvergleich dürften jedoch nicht 
nur die Investitionskosten, sondern auch die bei einer Kabellösung ge-
genüber  einer Freileitung deutlich geringeren Betriebs- und Netzver-
lustkosten, welche bei einer Freileitung 3.2 Mal höher seien als bei Ka-
beln, berücksichtigt werden. Somit seien die Kosten einer Kabelleitung 
bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 40 Jahren nur noch rund 
2.15