# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d312f773-ab4b-504b-988d-3c71c583aac7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.04.2022 II 2021 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-123_2022-04-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 123

Entscheid vom 26. April 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (prov. Beiträge 
für Nichterwerbstätige 2019 und 2020)

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Sachverhalt:

A. A.________ war vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2020 als Nichter-
werbstätige der Ausgleichskasse Schwyz angeschlossen (Vi-act. 7). Am 9. De-
zember 2020 reichte A.________ auf vorgängige Aufforderungen die Anmeldung 
für Nichterwerbstätige ein (Vi-act. 1). Am 29. Dezember 2020 ergingen die provi-
sorischen Beitragsverfügungen für Nichterwerbstätige für die Jahre 2019 und 
2020 über Fr. 13'184.05 bzw. Fr. 13'569.95 sowie eine Verfügung über die Ver-
zugszinsen für das Jahr 2019 über Fr. 474.25 (Vi-act. 2). 

B. Mit E-Mail vom 14. Januar 2021 bestätigte B.________, Treuhänder und 
Vertreter von A.________, den Erhalt der Verfügungen und bat um Zustellung 
der Berechnungsdetails, woraufhin die Ausgleichskasse Schwyz ihm mit E-Mails 
vom 15. Januar 2021 die Berechnungsgrundlagen sowie die Beitragstabelle zu-
stellte (Vi-act. 3). 

C. Mit E-Mail vom 11. Februar 2021 bat B.________, die provisorischen 
Rechnungen 2019 und 2020 umgehend zu stornieren und auf Fr. 0.-- zu setzen, 
da A.________ für die Jahre 2019 und 2020 nicht als beitragspflichtige Nichter-
werbstätige einzustufen sei. Ebenfalls zu stornieren seien die Mahngebühren, da 
kein Beitrag geschuldet sei (Vi-act. 4). Mit einer E-Mail vom 22. Februar 2021 be-
treffend C.________, Ehemann von A.________, erbat B.________ wiederum 
die provisorischen Verfügungen von A.________ auf Fr. 0.-- zu setzen bzw. die 
Beiträge zu korrigieren/stornieren (Bf-act. 12). Auf eine weitere Anfrage des 
Treuhänders vom 25. Februar 2021 bestätigte die Ausgleichskasse Schwyz mit 
Mail vom 26. Februar 2021 einen zuvor telefonisch bestätigten Mahnstopp bis 
am 30. Juni 2021 und wies darauf hin, dass bei verspäteter Zahlung Verzugszin-
sen zu entrichten seien (Vi-act. 5). 

D. Mit Schreiben vom 2. März 2021 teilte die Ausgleichskasse A.________ 
mit, sie habe bis anhin ihre Sozialversicherungsbeiträge als Nichterwerbstätige 
entrichtet. Das Abrechnungskonto werde per 31. Dezember 2020 aufgehoben. 
Allfällige weitere Abrechnungen und Verfügungen beträfen ausschliesslich Ab-
rechnungsperioden vor diesem Datum (Vi-act. 6). 

Mit Schreiben vom 1. April 2021 erläuterte die Ausgleichskasse Schwyz 
A.________, weshalb sie der Ausgleichskasse vom 1. Januar 2016 bis 31. De-
zember 2020 als Nichterwerbstätige angeschlossen gewesen sei. Dies liege dar-
in begründet, dass ihr Ehemann bis Januar 2021 als Arbeitnehmer im 
D.________ (Ausland) tätig gewesen sei und sie in der Schweiz selber keine Er-
werbstätigkeit ausgeübt habe. Ab Februar 2021 sei sie nun als Teilhaberin der 
E.________ tätig (Vi-act. 7). Nachdem diese Erläuterungen von B.________ mit 
E-Mail vom 6. April 2021 bestritten wurden, teilte die Ausgleichskasse in Beant-

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wortung der E-Mail am 8. April 2021 mit, sie halte an den Verfügungen fest und 
verweise A.________ auf den Rechtsweg (Vi-act. 8).

E. Daraufhin forderte B.________ in Vertretung von A.________ mit Ein-
schreiben vom 21. April 2021 die Ausgleichskasse Schwyz abermals auf, die 
provisorischen Verfügungen anzupassen und auf Fr. 0.-- zu setzen (Vi-act. 9). 
Die Ausgleichskasse Schwyz nahm diese Eingabe als Einsprache entgegen 
(Schreiben der Ausgleichskasse vom 26.4.2021 = Vi-act. 10).

F. Mit Einspracheentscheid Nr. 1113/21 vom 28. Oktober 2021 entschied die 
Ausgleichskasse Schwyz was folgt: 

1. Auf die Einsprache vom 21. April 2021 wird nicht eingetreten.  

2. Das Verfahren ist kostenlos. 

3.- 4. [Rechtsmittelbelehrung; Zustellung]

Das Nichteintreten wurde mit der verpassten Rechtsmittelfrist begründet. 

G. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 28.10.2021) lässt 
A.________ mit Eingabe vom 1. Dezember 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und die folgenden Anträge stel-
len: 

Wir beantragen die Ausgleichskasse sei anzuweisen die Provisorischen Beiträge 
für 2019 und 2020 von Frau Demi auf 0 zu setzen. 

Wir beantragen ebenfalls eine angemessene Entschädigung für den uns 
auferlegten Aufwand, auch wenn es nur ein symbolischer Franken wäre. 

H. Vernehmlassend beantragt die Vorinstanz mit Eingabe vom 20. Januar 
2022 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

I. Auf gerichtliche Fristansetzung vom 2. Dezember 2021 und Nachfristanset-
zung vom 19. Januar 2022 zur Registrierung als gewerbsmässiger Vertreter teilt 
B.________ mit Schreiben vom 31. Januar 2022 mit, dass er das Vertretungs-
verhältnis vor Verwaltungsgericht aufgebe und A.________ inskünftig die Be-
schwerde in eigenem Namen führe. 

J. Mit Schreiben vom 1. Februar 2022 (mit Kopie an B.________) setzte das 
Verwaltungsgericht A.________ Frist bis spätestens 22. Februar 2022 an, um ei-
nen allfälligen Fristwiederherstellungsgrund nachzuweisen und nachzuweisen, 
dass die Einsprache innert 30 Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrundes er-
folgte. Eine Stellungnahme hierzu folgt mittels einer von C.________ unter-
schriebenen Eingabe vom 22. Februar 2022. Die Vorinstanz dupliziert am 7. 

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März 2022. Hierzu äussert sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 
22. März 2022. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 sind die Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; 830.1) vom 6. Oktober 2000 auf die im ersten Teil geregelte 
Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht aus-
drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

2. Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat das Verwal-
tungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, ob 
der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so 
hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz 
zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft 
(VGE II 2021 120 vom 21.2.2022 Erw. 1.3 mit Verweis auf VGE II 2019 93 vom 
30.3.2020 Erw. 1.3 mit Hinweis auf VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 1.3.1; 
VGE II 2018 95 vom 21.3.2019 Erw. 1.2; VGE II 2012 108 vom 24.10.2012 Erw. 
2.1). 

2.1.1 Gegen provisorische Beitragsverfügungen der Ausgleichskasse kann innert 
30 Tagen seit Zustellung bei derselben Einsprache erhoben werden (Art. 52 Abs. 
1 ATSG). Einsprachen müssen gemäss Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) vom 
11. September 2002 ein Rechtsbegehren und eine Begründung enthalten. Die 
Einsprache kann grundsätzlich (mit Ausnahme der in Art. 10 Abs. 2 ATSV ge-
nannten Fälle) wahlweise schriftlich oder bei persönlicher Vorsprache mündlich 
erhoben werden (Art. 10 Abs. 3 ATSV). Die schriftlich erhobene Einsprache muss 
die Unterschrift der Einsprache führenden Person oder ihres Rechtsbeistands 
enthalten. Bei einer mündlich erhobenen Einsprache hält der Versicherer die 
Einsprache in einem Protokoll fest; die Person, welche die Einsprache führt, oder 
ihr Rechtsbeistand muss das Protokoll unterzeichnen (Art. 10 Abs. 4 ATSV). 

2.1.2 Die provisorischen Beitragsverfügungen 2019 und 2020 sowie die Verfü-
gung über den Verzugszins für das Jahr 2019 weisen auf der Rückseite (proviso-
rische Verfügungen) bzw. Vorderseite (Verzugszinsen) jeweils die korrekte 
Rechtsmittelbelehrung auf. Sie halten fest, dass die Einsprache schriftlich oder 
bei persönlicher Vorsprache - nach Voranmeldung - mündlich erhoben werden 
kann. Weiter werden die Anforderungen an eine (schriftliche) Einsprache be-
zeichnet (Rechtsbegehren, Begründung, Unterzeichnung, Beilage der Verfügung 

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und allfälliger Beweismittel). Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Verfügung 
nach Ablauf der Frist, die nicht verlängert werden kann, rechtskräftig wird. 

2.2 Das genaue Zustelldatum der drei Verfügungen vom 29. Dezember 2020 
ist nicht bekannt. Aufgrund der Bezugnahme auf diese Verfügungen durch den 
durch den Treuhänder und Vertreter der Beschwerdeführerin im E-Mail vom 
14. Januar 2021 (vgl. Ingress lit. B) ist davon auszugehen, dass die Verfügungen 
der Beschwerdeführerin jedenfalls spätestens am 14. Januar 2021 zugestellt 
wurden. Die 30-tägige Einsprachefrist endete daher am 13. Februar 2021 und 
erstreckte sich, da dieser Tag auf einen Samstag fiel, bis Montag, 15. Februar 
2021 (Art. 38 Abs. 3 ATSG). Anzumerken ist, dass sich die Beschwerdeführerin 
die Handlungen bzw. Unterlassungen ihres Vertreters ohne weiteres anrechnen 
lassen muss. 

2.3 Mit schriftlicher Eingabe vom 21. April 2021 forderte der Vertreter der Be-
schwerdeführerin die Vorinstanz auf, die provisorischen Verfügungen anzupas-
sen und auf "0" zu setzen (vgl. vorstehend Ingress lit. E). Dem Schreiben legte er 
die unterzeichnete Vollmacht der Beschwerdeführerin bei. 

Dass die Vorinstanz dieses Schreiben als Einsprache entgegennahm und nicht 
als Wiedererwägungsgesuch, ist nicht zu beanstanden. Weder werden Rück-
kommensgründe nach Art. 53 ATSG oder Art. 9 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 geltend 
gemacht (d.h. erhebliche neue Tatsachen oder Beweismittel, deren Beibringung 
zuvor nicht möglich war), noch sind solche aus den Akten ersichtlich. Überdies 
bestätigte die Vorinstanz dem Vertreter der Beschwerdeführerin schriftlich, dass 
das Gesuch als Einsprache behandelt werde, woraufhin kein anderslautender 
Hinweis der Beschwerdeführerin erfolgte. 

2.4 Nachdem der 15. Februar 2021 den letzten Tag der Einsprachefrist mar-
kierte, erfolgte die Eingabe vom 21. April 2021 offensichtlich verspätet, weshalb 
die Vorinstanz grundsätzlich zu Recht eine Nichteintretensverfügung erliess. 

3.1.1 Vor Verwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin erstmals sinn-
gemäss geltend, dass die E-Mail des Treuhänders vom 11. Februar 2021 (vgl. 
Ingress lit. C) als Einsprache hätte entgegengenommen werden müssen, womit 
die Rechtsmittelfrist gewahrt sei.

3.1.2 Laut der korrekten Rechtsmittelbelehrung (vgl. vorstehend Erw. 2.1.1 f.) 
kann die Einsprache schriftlich oder, bei persönlicher Vorsprache, mündlich er-
hoben werden. Sie muss ein Rechtsbegehren sowie eine Begründung enthalten 
und ist zu unterzeichnen, unter Anlage von allfälligen Beweismitteln. 

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Die E-Mail vom 11. Februar 2021 genügt diesen Anforderungen eindeutig nicht, 
zumal darin nicht ansatzweise kenntlich gemacht wird, dass damit ein formelles 
Rechtsmittel ergriffen sein will. Es drängt sich vielmehr der Schluss auf, dass mit 
diesem Vorbringen lediglich eine Begründung dafür nachgeliefert werden soll, 
dass die Rechtsmittelfrist doch noch gewahrt wurde. 

3.2.1 Ist die gesuchstellende Person oder ihre Vertretung unverschuldeterweise 
abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wiederhergestellt, so-
fern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernis-
ses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 41 ATSG).

3.2.2 Die Beschwerdeführerin wurde auf die Möglichkeit einer Fristwiederherstel-
lung aufmerksam gemacht und ihr Frist für einen entsprechenden Nachweis an-
gesetzt (vorstehend Ingress lit. J). 

Mit dem Schreiben vom 22. Februar 2022 bringt die Beschwerdeführerin im We-
sentlichen nur vor, die Erwähnung einer Frist von 30 Tagen und eine Rechtsbe-
lehrung sei ihr "nicht sonderlich aufgefallen". Sie habe vermeint, das E-Mail von 
Herrn Lopez vom 11. Februar 2021 sei als Einsprache zu werten. 

Dem hält die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 7. März 2022 zu Recht entge-
gen, die Verfügungen hätten die (korrekten) Rechtsmittelbelehrung enthalten, 
auch wenn diese der Beschwerdeführerin nicht sonderlich aufgefallen seien. Der 
Vertreter der Beschwerdeführer als Treuhänder habe hiervon Kenntnis nehmen 
müssen und hätte ohnehin um die Möglichkeit einer Einsprache wissen müssen. 
Andernfalls hätte er sich auch bei der Ausgleichskasse erkundigen können. 

Weder dem E-Mail vom 14. Januar 2021 noch vom 11. Februar 2021 wie auch 
der nachfolgenden Korrespondenz lässt sich ein Hinweis entnehmen, dass ge-
gen die Verfügungen Einsprache erhoben werden soll. Hinzu kommt, dass der 
Vertreter als Treuhänder um die Unzulässigkeit von Einsprachen/Beschwerden 
per E-Mail wissen musste. Dies ergibt sich auch daraus, dass schriftliche Ein-
sprachen zu unterzeichnen sind, was auch in der Rechtsmittelbelehrung so ver-
langt wird (vgl. auch vorstehend Erw. 2.1.1). Es ist daher nicht zu beanstanden, 
wenn die Vorinstanz erst das Schreiben des Treuhänders vom 21. April 2021, 
welches dieser im Nachgang zum entsprechenden Hinweis der Vorinstanz im 
Mail vom 8. April 2021 verfasste (vgl. vorstehend Ingress lit. D und E.), als Ein-
sprache entgegennahm. Anzumerken ist, dass auch dieses Schreiben entgegen 
dem vorinstanzlichen Hinweis im E-Mail vom 8. April 2021 weder als Einsprache 
noch als Wiedererwägungsgesuch kenntlich gemacht wurde. 

Indes ist entscheidend, dass das allfällige Übersehen einer Rechtsmittelbeleh-
rung so oder anders keinen Fristwiederherstellungsgrund darstellt. 

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3.2.3 Was die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. März zu Seitenzahlen 
vorbringt, geht an der Sache vorbei. Die 2. Seite (zweite Seite) ist regelmässig 
die Rückseite eines Blattes; beispielsweise sind Buch-"Seiten" regelmässig vorne 
und hinten bedruckt. Insofern vermengt die Beschwerdeführerin Seite mit Blatt. 
Abgesehen davon weist die Verzugszinsenverfügung vom 29. Dezember 2020 
die Rechtsmittelbelehrung auf der Vorderseite auf. Für die Beurteilung hat dies 
jedoch keine Relevanz. Entscheidend ist, dass die Verfügungen mit einer korrek-
ten Rechtsmittelbelehrung versehen waren. 

3.2.4 (Anderweitige) Fristwiederherstellungsgründe lassen sich dem Schreiben 
der Beschwerdeführerin vom 22. Februar 2022 nicht entnehmen, noch sind sol-
che erkennbar. 

4. Nach dem Gesagten ist der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu 
schützen. Ein Fristwiederherstellungsgrund besteht nicht. Die Beschwerde ist 
folglich abzuweisen. 

5.1 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn 
dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen (Art. 61 lit. fbis 
ATSG, in Geltung seit 1.1.2021). Bezüglich der Verfahrenskosten kommt also 
das kantonale Recht zur Anwendung (Art. 61 Einleitungssatz ATSG i.V.m. 
§ 71 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 234.110; VRP] vom 
6.6.1974), soweit nicht die Kostenlosigkeit greift. Vorliegend handelt es sich um 
eine Streitigkeit über Beiträge, womit grundsätzlich bei Unterliegen Kosten aufer-
legt werden. 

Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) sind auf 
Fr. 300.-- festzusetzen (vgl. § 3 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die 
Rechtspflege im Kanton Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975 i.V.m. 
§ 25 Ziff. 29 GebO [Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- für verwal-
tungsgerichtliche Beschwerdeverfahren]) und dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.2 Parteientschädigungen sind dem Verfahrensausgang entsprechend keine 
zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG; § 74 Abs. 2 VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens werden auf Fr. 300.-- (Gerichtsgebühr, Kanzlei-
kosten, Barauslagen) festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Nachdem diese am 7. Januar 2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- 
einbezahlt hat, ist ihr Fr. 200.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.  

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R; unter Beilage der beschwerdeführerischen Stellung-

nahme vom 22.3.2022) 
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern (A)

Schwyz, 26. April 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Mai 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II