# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f3cab35-e5a0-5c0c-a3ef-24d6502a5be0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.09.2016 PP160032
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP160032_2016-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP160032-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 29. September 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beklagte und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
B._____,  

Kläger und Beschwerdegegner 

 

betreffend Forderung (Protokollberichtigung) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Ver-
fahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 5. Juli 2016 (FV150252-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Am 30. Dezember 2015 hatte der Beschwerdegegner beim Be-

zirksgericht Zürich (Vorinstanz) gegen die Beschwerdeführerin eine Klage über 

Fr. 2'057.95 nebst 5 % Zins seit 12. April 2015 eingereicht (Urk. 1 und 2). An der 

Hauptverhandlung vom 14. März 2016 hatten die Parteien unter Mitwirkung der 

Vorinstanz einen Vergleich geschlossen (Vi-Prot. S. 26; Urk. 16). Am 15. März 

2016 hatte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz eine Eingabe gesandt, in wel-

cher sie den Vergleich widerrief. Die Vorinstanz nahm diese Eingabe als Revisi-

onsgesuch an die Hand, eröffnete ein entsprechendes Verfahren (Geschäfts-

nummer BR160004-L) und setzte der Beschwerdeführerin Frist zur Begründung 

und Ergänzung ihres Revisionsgesuchs an. Die entsprechende Eingabe der Be-

schwerdeführerin datiert vom 10. Juni 2016 (Urk. 18); in dieser Eingabe machte 

die Beschwerdeführerin sodann mehrere Fehler im Protokoll des vorliegenden 

Verfahrens geltend, welche richtigzustellen seien (Urk. 18 S. 5 f.). Die Vorinstanz 

nahm diese Eingabe daher (auch) als Protokollberichtigungsgesuch entgegen und 

mit Verfügung vom 5. Juli 2016 (Urk. 20 = Urk. 27) korrigierte die Vorinstanz das 

Protokoll an einer Stelle (Dispositiv-Ziffer 1), wies im Übrigen die Protokollberich-

tigungsbegehren der Beschwerdeführerin ab (Disp.-Ziff. 2) und auferlegte dieser 

drei Viertel der Gerichtskosten von Fr. 160.-- (Disp.-Ziff. 3).  

b) Hiergegen hat die Beschwerdeführerin am 23. Juli 2016 fristgerecht 

(Urk. 22) Beschwerde erhoben und stellt den Beschwerdeantrag (Urk. 26 S. 2): 

"Es sei die Verfügung aufzuheben mangels Vorliegen eines Protokollberichti-
gungsgesuchs (Es verstösst gegen Treu und Glauben, wenn die Begründung 
(ich nehme Ziffer 6. an) des Revisionsgesuchs vom 10. Juni 2016 als Gesuch 
für eine Protokollberichtigung "missverstanden" wird. Diese Eingabe des Re-
visionsgesuchs auch als Protokollberichtigungsgesuch zu benutzen ist willkür-
lich, verletzt die Rechtssicherheit). 

Dies unter Kosten- und eventualiter Entschädigungsfolge zulasten des Be-
schwerdegegners." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf prozessuale Weite-

rungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

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2. a) Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, es sei 

ein Ermessensmissbrauch, die Begründung ihres Revisionsgesuchs bzw. einen 

Teil davon als Gesuch für eine Protokollberichtigung heranzuziehen. Den vo-

rinstanzlichen Erwägungen sei nicht zu entnehmen, wo sie gesagt haben soll, 

dass ihr durch die fehlerhafte Protokollierung ein Nachteil entstehe. Sie habe vor-

gebracht, dass die Falschprotokollierung von Amtes wegen richtigzustellen sei. 

Die Vorinstanz hätte sie anfragen können, ob sie tatsächlich ein Protokollberichti-

gungsverfahren beantrage; damit wäre ihr das rechtliche Gehör gewährt worden. 

Es sei unverschämt, wenn die Vorinstanz durch ein unfaires, rechtsverletzendes 

Verfahren ihre falsche Protokollierung korrigiere, zumal gemäss deren Erwägun-

gen die Voraussetzungen für eine Protokollberichtigung nicht gegeben seien. Die 

Vorinstanz habe alles in Eigenregie entschieden; die Protokollberichtigung diene 

somit nur der eigenen Sache, da keine der Parteien das Protokoll unterzeichnet 

habe. Die Protokollierung sei nur durch eine Urkundsperson des Gerichts erfolgt 

und nicht von den Parteien unterzeichnet worden; eine Übervorteilung [gemeint: 

Bevorteilung] der Gegenpartei sei glaubhaft, weshalb der Vergleich nicht vor dem 

Recht standzuhalten vermöge (Urk. 26 S. 2-4). 

b) Ein Protokoll kann vom Gericht selber (von Amtes wegen) berichtigt 

werden, wenn ein eigentliches Versehen vorliegt. Ansonsten ist für eine Berichti-

gung (Korrektur) des Protokolls ein Protokollberichtigungsgesuch zu stellen 

(Art. 235 Abs. 3 ZPO; vgl. dazu die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen, 

Urk. 27 S. 3 f.). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren umstritten ist nicht die Ab-

weisung der Korrektur des vorinstanzlichen Protokolls als solche, sondern einzig, 

ob die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin in ihrem "Gesuch um Revision" 

behaupteten Unrichtigkeiten des Protokolls als (eigenständiges) Protokollberichti-

gungsgesuch entgegennehmen durfte. 

c) Die Beschwerdeführerin hatte in ihrer als "Gesuch um Revision" über-

schriebenen Eingabe vom 10. Juni 2016 vorgebracht, im Protokoll "ist eine fal-

sche Feststellung aufgeführt. Es wird im Protokoll falsch vermerkt, dass vor der 

Einschätzung der Rechtslage durch den Richter (Protokoll S. 26) Vergleichsge-

spräche durchgeführt worden seien. Dies ist wahrheitswidrig. Das Protokoll ist 

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diesbezüglich zu berichtigen" (Urk. 18 S. 5 Ziffer 6). Kurz danach hatte sie ausge-

führt, der Kläger habe keine Klageänderung vorgebracht; "somit ist Seite 2 des 

Protokolls eine Falschprotokollierung und von Amtes wegen richtigzustellen" (Urk. 

18 S. 6). Nachdem sie die Tonbandaufnahme der Verhandlung habe anhören 

können, "möchte ich weitere Unstimmigkeiten beim Protokoll geltend machen" 

(sie habe mehrfach darauf hingewiesen, dass nur sie alles beweisen müsse, wo-

rauf der Richter jeweils geantwortet habe, dass er darauf später zurückkomme 

etc.; Urk. 18 S. 6). 

d) Die Vorinstanz hat die erste von der Beschwerdeführerin beanstandete 

Unrichtigkeit – Vergleichsgespräche zeitlich vor der richterlichen Einschätzung der 

Rechtslage – als offensichtliches Versehen gewertet, welches ohne Weiterungen 

(d.h. von Amtes wegen) zu korrigieren sei (Urk. 27 S. 7 Erwägung 5), was denn 

auch nicht beanstandet wird. Die übrigen Berichtigungsbegehren – keine Klage-

änderung, Beanstandungen im Zusammenhang mit der Befragung zu den Be-

weismitteln – können jedoch keinesfalls als offensichtliche Versehen gewertet 

werden; eine Korrektur ist daher nicht von Amtes wegen möglich, sondern nur auf 

entsprechendes Gesuch. Die Beschwerdeführerin hatte in ihrem "Gesuch um Re-

vision" vom 10. Juni 2016 in völlig eindeutiger Wiese verschiedene Protokollstel-

len als unrichtig bzw. Falschprotokollierung geltend gemacht und deren Korrektur 

verlangt (oben Erwägung 2.c). Die Vorinstanz musste daher diese Eingabe ohne 

weiteres – ohne dass eine Rückfrage darüber vonnöten gewesen wäre – (auch) 

als Gesuch um Protokollberichtigung entgegennehmen und darüber entscheiden. 

Hätte sie dies nicht getan (d.h. die Eingabe nicht auch als Protokollberichtigungs-

gesuch entgegengenommen), hätte möglicherweise eine Rechtsverweigerung 

vorgelegen. 

e) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie 

ist demgemäss abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren ist auszugehen von einem Streit-

wert von Fr. 120.-- (Anteil der vorinstanzlichen Gerichtskosten, welche der Be-

schwerdeführerin auferlegt wurden). Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzli-

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che Verfahren ist in Anwendung von § 9 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebühren-

verordnung auf Fr. 100.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Beschwerdeführerin zufolge ihres Unterliegens, dem Beschwerde-

gegner mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage des Doppels von Urk. 26, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 120.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 29. September 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
mc 

	Urteil vom 29. September 2016
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage des Doppels von Urk. 26, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...