# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7018eee2-aa84-58b6-b35b-02fc88e585af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2008 B-3259/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3259-2007_2008-09-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3259/2007, B-3261/2007, 
B-3262/2007, B-3270/2007 
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter Claude Morvant, 
Richter David Aschmann, 
Gerichtsschreiber Marc Hunziker

1. O._______,
2. P._______,
beide vertreten durch Herr Rechtsanwalt 
Dr. Robert Flury, 
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, 
Vorinstanz

Markeneintragungsgesuche 
CH-54346/2006-oerlikon (fig.),
CH-54805/2006-Oerlikon,
CH-54809/2006-Oerlikon Corporation,
CH-56081/2006-oerlikon (fig.).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3259/2007

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführerin 2  ersuchte  am  15. Mai  2006  um  Marken-
schutz für die Wort-/Bildmarke CH-54346/2006 oerlikon (fig.) mit dem 
Farbanspruch rot, weiss. Diese sieht wie folgt aus:

Die Beschwerdeführerin 1 beantragte am 30. Mai 2006 für die Wortzei-
chen CH-54805/2006 Oerlikon und CH-54809/2006 Oerlikon Corpora-
tion  sowie  am 10. Juli  2006 für  die  Wort-/Bildmarke  CH-56081/2006 
oerlikon (fig.) mit dem Farbanspruch rot, weiss Markenschutz. Letztere 
präsentiert sich wie folgt: 

Die Hinterlegungen erfolgten für folgende Waren und Dienstleistungen:

Klasse 7  
Maschinen und Werkzeugmaschinen; Anlagen für die Beschichtung von 
Werkzeugen  und  Bauteilen;  Beschichtungsanlagen  für  optische  und 
magnetische Datenspeichermedien; Anlagen zum Beschichten und Ät-
zen von Komponenten und Bildschirmen; Komponenten und Ersatzteile,  
nämlich Vakuumdurchführungen, Vakuumventilen,  Vakuumsteuerungen, 
Regeleinheiten,  Substratträger;  Vakuumpumpen; Rotationsvakuumpum-
pen,  Treibmittelpumpen;  Kondensationsvakuumpumpen;  Sorbtionspum-
pen; Mess-, Regel-, Steuer- und Kontrollgeräte für Vakuumpumpen; Va-
kuumabsperrschieber,  Vakuumventile,  Vakuumverbindungen  und  Vaku-
umbauteile; Abscheider; Filter, flüssige Betriebsstoffe und Schmierstoff  
für  Vakuumpumpen;  Vakuum-Dichtungsfette,  -kitte  und  -lacke;  maschi-
nenartige  Geräte  für  die  Tieftemperaturtechnik; maschinenartige  Leck-
suchgeräte;  Dichtheizprüfapparate;  Vakuummessgeräte;  Partialdruck-
messgeräte; Schichtdickenmess- und Regelgeräte; Gasanalysengeräte;  
Vakuumapparate zum Betrieb unter Grob-, Fein-, Hoch- und Ultrahoch-
vakuum; Apparate zum Trocknen, Gefriertrocknen, Endgasen, Abfüllen, 
Imprägnieren, Mischen, Schmelzen, Zerstäuben, Verdampfen, Bedamp-
fen oder  Beschichten von Materialien unter Vakuum; Apparate zur Be-
handlung von Metallen im Vakuum; Beschichtungsanlagen für optische 
und magnetische Datenspeichermedien; Energieversorgungsanlagen für 
Raumfahrtgeräte, Raumsonden, Raumstationen, Raumlaboratorien und 
Satelliten, im wesentlichen bestehend aus solarelektrischen, fotoelektri-
schen und thermoelektrischen Energiewandlern sowie solarthermischen 
und fotothermischen Energiewandlern, von gebündelten Sonnenstrahlen 
aufgeheizten  Quecksilberdampfturbinen,  Solarzellen,  Geräte  zur  Auf-
nahme des Emissionsspektrums der Sonne und zur Wiedergabe eines 
Emissionsspektrums vergleichbar mit dem der Sonne; Montageautoma-
ten für die Halbleiterindustrie; Produktionsanlagen zur Herstellung von 
Flachbildschirmen

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Klasse 9  
Optische Apparate und Instrumente; optische Komponenten und Syste-
me  für  Daten-  und  Videoprojektion,  Beleuchtungsindustrie,  Sensorik,  
Instrumentenbau sowie Biotechnologie; optische und elektronische Bau-
teile mit Oberflächen-Vergütungen; Komponenten und Ersatzteile für Va-
kuumbeschichtungsanlagen,  nämlich  elektronische  Steuer-  und  Regel-
einheiten; Totaldruck-Sensoren, Messgeräte und Steuergeräte,  nämlich 
für die Messung des Totaldrucks in Vakuumanlagen, Patrialdruck-Mess-
geräte für Vakuumanlagen; Gasanalysegeräte, insbesondere für die Be-
stimmung  der  Gaszusammensetzung  bei  tiefen  und  hohen  Drucken; 
elektronische Lecksucher zur Feststellung von Lecks in vakuum- und in 
luftdichten  Behältern,  elektronische  Chipträgerreiniger  für  die  Oberflä-
chenreinigung von  elektronischen Komponenten;  Ultraschallreinigungs-
apparate für Substrate, die in einer Vakuumanlage zu beschichten sind; 
Sputterkathoden,  Sputtertargets,  Sputterabschirmungen,  Sputtermas-
ken,  Bedampfungsfilamente,  Bedampfungsschiffchen,  Keramikziegel,  
Quarzkristalle  (soweit  in  Klasse  09  enthalten);  Geräte  für  Aufnahme,  
Aussendung, Übertragung, Empfang, Wiedergabe und Bearbeitung von 
Lauten, Zeichen und/oder Bildern; Nachrichtensatelliten, Sender, Geräte  
der  leitungsgebundenen  und  der  drahtlosen  Informationsgewinnungs-
technik, der Informationsübertragungstechnik und der Informationsverar-
beitungstechnik, einschliesslich der Höchstfrequenz- und Schalltechnik,  
Funkpeilanlagen, Radar- und Ordnungsgeräte,  Radarsonden und Navi-
gationsgeräte, Laser-Geräte für die Gewinnung, Übertragung und Verar-
beitung von Informationen, Sonar-Geräte, Nachtsichtgeräte, Ultraschall-
geräte, fotoelektrische Mess-, Steuer- und Regelgeräte, Fernlenkgeräte 
zur Erzeugung und drahtlosen oder drahtgebundenen Übertragung von 
Steuer-  und  Lenksignalen  an unbemannte  und  bemannte Land-,  Luft-  
und Wasserfahrzeuge sowie an unbemannte Flugkörper und Raumfahrt-
geräte sowie aus diesen Geräten zusammengesetzte  Anlagen; Geräte 
der Raumfahrtelektronik; Halbleiter; integrierte Schaltkreise; elektrotech-
nische Bauelemente (soweit in Klasse 09 enthalten)

Klasse 12  
Flugkörper,  nämlich  unbemannte  Luftfahrzeuge,  insbesondere  fernge-
steuerte Luftfahrzeuge mit oder ohne Rückstossantrieb; Teile von Flug-
körpern;  Raumfahrtgeräte,  insbesondere  Raumsonden,  Satelliten  und 
steuerbare Raumflugkörper, Teile von Raumfahrtgeräten, insbesondere 
von Satelliten; Triebwerke für Fahrzeuge, insbesondere Rückstosstrieb-
werke, Staustrahltriebwerke, Feststoff- und Flüssigkeitsraketen, Gastur-
binentriebwerke, auch für elektrische Raumfahrtantriebe; Teile von Trieb-
werken; Raketen und Teile von Raketen, insbesondere Nutzlastverklei-
dungen für Trägerraketen

Klasse 40  
Materialbearbeitung

Klasse 42  
Dienstleistungen im Bereich der Wissenschaft und der Technologie, so-
wie  diesbezügliche  Forschungs-  und  Entwicklungsdienstleistungen;  in-
dustrielle Analysen und Forschung; Entwurf und Entwicklung von Com-
putern und Computerprogrammen

B.
Mit  Schreiben vom 26. Mai  2006,  2. Juni  2006,  12. Juni  2006 sowie 
13. Juli  2006 beanstandete das Eidgenössische Institut  für Geistiges 
Eigentum (Vorinstanz)  die  Eintragungsgesuche  mit  der  Begründung, 
dass  es  sich  bei  der  Bezeichnung  Oerlikon  um  ein  Quartier  in  der 

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Stadt Zürich und somit um eine direkte Herkunftsangabe handle, wes-
halb die angemeldeten Zeichen Gemeingut darstellten und vom Mar-
kenschutz ausgeschlossen seien. 

C.
Die  Beschwerdeführerinnen  hielten  mit  Eingaben  vom 26. Juli  2006, 
3. August 2006 und 8. August 2006 an der Schutzfähigkeit  ihrer Zei-
chen fest. Nach ergebnisloser Korrespondenz forderte die Vorinstanz 
die  Beschwerdeführerinnen  mit  Beanstandung  vom 25. Januar  2007 
auf, das für die vier Marken beanspruchte Waren- und Dienstleistungs-
verzeichnis  weiter  zu  präzisieren,  was  letztere  mit  Schreiben  vom 
21. März 2007 taten. 

Das bereinigte Verzeichnis lautet:

Klasse 4  
Flüssige Betriebsstoffe und Schmierstoffe für Vakuumpumpen

Klasse 7  
Maschinen und Werkzeugmaschinen; Anlagen für die Beschichtung von 
Werkzeugen  und  Bauteilen;  Beschichtungsanlagen  für  optische  und 
magnetische Datenspeichermedien; Anlagen zum Beschichten und Ät-
zen von Komponenten und Bildschirmen; Komponenten und Ersatzteile  
für Maschinen, nämlich Vakuumdurchführungen, Vakuumventilen, Vaku-
umsteuerungen, Regeleinheiten,  Substratträger; Vakuumpumpen; Rota-
tionsvakuumpumpen, Treibmittelpumpen; Kondensationsvakuumpumpen; 
Sorbtionspumpen; Mess-,  Regel-,  Steuer-  und Kontrollgeräte für  Vaku-
umpumpen; Vakuumabsperrschieber, Vakuumventile, Teile von Vakuum-
anlagen,  nämlich  Sputterkathoden,  Sputtertargets,  Sputterabschirmun-
gen,  Sputtermasken,  Bedampfungsfilamente,  Bedampfungsschiffchen, 
Keramiktiegel,  Vakuumverbindungen  und  Vakuumbauteile  (soweit  in  
Klasse 7  enthalten);  Abscheider;  Filter;  Geräte  für  die  Tieftemperatur-
technik (soweit in Klasse 7 enthalten); Vakuumapparate zum Betrieb un-
ter Grob-, Fein-, Hoch- und Ultrahochvakuum; Apparate zum Entgasen, 
Abfüllen,  Imprägnieren,  Mischen,  Schmelzen,  Zerstäuben  oder  Be-
schichten von Materialien unter Vakuum; Apparate zur Behandlung von 
Metallen im Vakuum; Beschichtungsanlagen für  optische und magneti-
sche Datenspeichermedien; Energieversorgungsanlagen für Raumfahrt-
geräte, Raumsonden, Raumstationen, Raumlaboratorien und Satelliten,  
im wesentlichen bestehend aus solarelektrischen,  fotoelektrischen und 
thermoelektrischen  Energiewandlern  sowie  solarthermischen  und  foto-
thermischen Energiewandlern,  von gebündelten Sonnenstrahlen aufge-
heizten  Quecksilberdampfturbinen,  Solarzellen,  Geräte  zur  Aufnahme 
des  Emissionsspektrums  der  Sonne  und  zur  Wiedergabe  eines  Emis-
sionsspektrums vergleichbar mit dem der Sonne; Montageautomaten für  
die  Halbleiterindustrie;  Produktionsanlagen  zur  Herstellung  von  Flach-
bildschirmen; Triebwerke für Fahrzeuge (ausgenommen für Landfahrzeu-
ge), insbesondere Rückstosstriebwerke, Staustrahltriebwerke, Feststoff-  
und  Flüssigkeitsraketen,  Gasturbinentriebwerke  (ausgenommen  für 
Landfahrzeuge), auch elektrische Raumfahrtantriebe; Teile von Triebwer-
ken

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Klasse 9  
Optische  Apparate  und  Instrumente;  optische  Bauteile  für  Daten-  und 
Videoprojektion,  Beleuchtungsindustrie,  Sensorik,  Instrumentenbau so-
wie  Biotechnologie;  optische  und  elektronische  Bauteile  mit  Oberflä-
chen-Vergütungen (soweit in Klasse 9 enthalten); Komponenten und Er-
satzteile  für  Vakuumbeschichtungsanlagen,  nämlich  elektronische 
Steuer-  und  Regeleinheiten;  Totaldruck-Sensoren,  Messgeräte  und 
Steuergeräte, nämlich für die Messung des Totaldrucks in Vakuumanla-
gen,  Partialdruck-Messgeräte  für  Vakuumanlagen;  Gasanalysegeräte,  
insbesondere für die Bestimmung der Gaszusammensetzung bei tiefen 
und  hohen  Drucken;  elektronische  Lecksucher  zur  Feststellung  von 
Lecks in vakuum- und in luftdichten Behältern, elektronische Chipträger-
reiniger für die Oberflächenreinigung von elektronischen Komponenten; 
Ultraschallreinigungsapparate für Substrate, die in einer Vakuumanlage 
zu beschichten sind; Geräte für  Aufnahme, Aussendung, Übertragung, 
Empfang,  Wiedergabe und Bearbeitung von Lauten, Zeichen und/oder  
Bildern; Nachrichtensatelliten,  Sender,  Geräte der  leitungsgebundenen 
und  der  drahtlosen  Informationsgewinnungstechnik,  der  Informations-
übertragungstechnik  und  der  Informationsverarbeitungstechnik,  ein-
schliesslich  der  Höchstfrequenz-  und  Schalltechnik,  Funkpeilanlagen, 
Radar-  und  Ordnungsgeräte,  Radarsonden  und  Navigationsgeräte, 
Laser-Geräte für die Gewinnung, Übertragung und Verarbeitung von In-
formationen,  Sonar-Geräte,  Nachtsichtgeräte,  Ultraschallgeräte,  foto-
elektrische Mess-, Steuer- und Regelgeräte, Fernlenkgeräte zur Erzeu-
gung und  drahtlosen  oder  drahtgebundenen  Übertragung  von  Steuer- 
und  Lenksignalen  an  unbemannte  und  bemannte  Land-,  Luft-  und 
Wasserfahrzeuge sowie an unbemannte Flugkörper und Raumfahrtgerä-
te  sowie aus diesen Geräten zusammengesetzte  Anlagen; Geräte der 
Raumfahrtelektronik (soweit in Klasse 9 enthalten); Halbleiter; integrierte  
Schaltkreise; elektrotechnische Bauelemente (soweit in Klasse 9 enthal-
ten);  Mess-  und  Kontrollgeräte  für  Vakuumpumpen; maschinenartige 
Lecksuchgeräte;  Dichtheizprüfapparate;  Vakuummessgeräte;  Partial-
druckmessgeräte;  Schichtdickenmess-  und  Regelgeräte;  Gasanalysen-
geräte

Klasse 11  
Apparate zum Trocknen, Gefriertrocknen, Verdampfen, Bedampfen von 
Materialien unter Vakuum

Klasse 12  
Flugkörper,  nämlich  unbemannte  Luftfahrzeuge,  insbesondere  fernge-
steuerte Luftfahrzeuge mit oder ohne Rückstossantrieb; Teile von Flug-
körpern;  Raumfahrtgeräte,  insbesondere  Raumsonden,  Satelliten  und 
steuerbare Raumflugkörper, Teile von Raumfahrtgeräten, insbesondere 
von Satelliten; Triebwerke für Landfahrzeuge, insbesondere Rückstoss-
triebwerke,  Staustrahltriebwerke,   Gasturbinentriebwerke  für  Landfahr-
zeuge, auch für  elektrische Raumfahrtantriebe; Raketen und Teile  von 
Raketen, insbesondere Nutzlastverkleidungen für Trägerraketen

Klasse 17  
Vakuum-Dichtungsfette, -kitte und -lacke

Klasse 40  
Materialbearbeitung

Klasse 42  
Dienstleistungen im Bereich der Wissenschaft und der Technologie, so-
wie  diesbezügliche  Forschungs-  und  Entwicklungsdienstleistungen;  in-
dustrielle Analysen und Forschung; Entwurf und Entwicklung von Com-
putern und Computerprogrammen

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D.
Mit  Verfügungen vom 27. März  2007 verweigerte  die  Vorinstanz  den 
Markeneintragungsgesuchen  vollumfänglich  den  Markenschutz.  Zur 
Begründung machte sie geltend, dass die angemeldeten Zeichen zum 
Gemeingut zählten und irreführend seien. Bei Oerlikon handle es sich 
um ein Quartier mit 20'000 Einwohnern im Kreis 11 der Stadt Zürich. 
Dieses sei, da es einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt darstelle und 
sich dort  das Hallenstadion sowie das Messezentrum von Zürich be-
fänden, weit über die Stadt hinaus bekannt und würde deshalb von ei-
nem grossen Teil der relevanten Verkehrskreise als eine geografische 
Herkunftsangabe aufgefasst. Ebenfalls sei es durchaus denkbar, dass 
sich in Zukunft weitere Unternehmer dort ansiedelten und gleiche oder 
ähnliche  Waren  und  Dienstleistungen  anböten,  weshalb  an  Oerlikon 
ein  absolutes  Freihaltebedürfnis  bestehe.  Zudem  seien  die  Zeichen 
mangels  Einschränkung  der  beanspruchten  Waren  auf  Produkte 
schweizerischen  Ursprungs  in  Bezug  auf  die  geografische  Herkunft 
täuschend. Ferner wirke auch der Zusatz Corporation nicht individuali-
sierend, werde dieser doch als Hinweis auf ein beliebiges Unterneh-
men in Oerlikon verstanden. Im Übrigen reiche selbst die bei zwei der 
angemeldeten Zeichen vorgenommene grafische Gestaltung nicht aus, 
um einem derart beschreibenden Wort wie Oerlikon Unterscheidungs-
kraft zu verleihen. 

E.
Mit  Schreiben vom 10. April  2007 teilten  die Beschwerdeführerinnen 
der Vorinstanz mit, dass die drei von der Beschwerdeführerin 1 ange-
meldeten  Marken  am  22. März  2007  auf  die  Beschwerdeführerin 2 
übertragen worden seien und baten  darum,  dies  im Register  vorzu-
merken. Zur  Bestätigung  der  Übertragung stellte  die  Vorinstanz  den 
Beschwerdeführerinnen  am  16. April  2007  Hinterlegungsbescheini-
gungen zu, in denen neu die Beschwerdeführerin 2 als Inhaberin vor-
gemerkt war. 

F.
Gegen die Verfügungen vom 27. März 2007 reichten die Beschwerde-
führerinnen mit Eingaben vom 11. Mai 2007 betreffend die Markenein-
tragungsgesuche  CH-54805/2006  Oerlikon,  CH-54809/2006  Oerlikon 
Corporation, CH-56081/2006 oerlikon (fig.) sowie die Beschwerdefüh-
rerin 2  bezüglich  des  Eintragungsgesuchs  CH-54346/2006  oerlikon 
(fig.) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Hinsichtlich den 
gegenüber  der  Beschwerdeführerin 1  ergangenen  Verfügungen  stell-

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ten die Beschwerdeführerinnen die prozessualen Anträge, erstere aus 
dem Verfahren zu entlassen und dieses mit der Beschwerdeführerin 2 
fortzusetzen. Eventualiter  sei  der Vorinstanz Frist  zur  Stellungnahme 
anzusetzen, ob sie mit diesem Vorgehen einverstanden sei. In materi-
eller  Hinsicht  beantragten  die  Beschwerdeführerinnen  bzw.  die  Be-
schwerdeführerin 2, die Verfügungen vom 27. März 2007 unter Kosten- 
und  Entschädigungsfolgen  aufzuheben  und  die  Vorinstanz  anzuwei-
sen,  die  angemeldeten  Zeichen  für  alle  beanspruchten  Waren  und 
Dienstleistungen  einzutragen.  Eventualiter  seien  die  Waren-  und 
Dienstleistungsverzeichnisse hinsichtlich der Waren der Klassen 4, 7, 
9, 11 und 12 auf Erzeugnisse schweizerischer Herkunft einzuschrän-
ken. Zur Begründung brachten die Beschwerdeführerinnen bezüglich 
des formellen Gesichtspunktes vor, dass drei der im Streite liegenden 
Markenanmeldungen mit  Abtretungsvereinbarung vom 22. März 2007 
von der Beschwerdeführerin 1 auf  die Beschwerdeführerin 2 übertra-
gen  worden  seien,  weshalb  die  betreffenden  Verfügungen  vom 
27. März 2007 gewissermassen gegenüber der falschen Partei ergan-
gen seien. Sie meinten, dass diese Änderungen im Beschwerdeverfah-
ren zu berücksichtigen seien, haben aber sicherheitshalber die jeweili-
gen  Beschwerden  im  Namen  beider  Parteien  erhoben.  In  materiell-
rechtlicher Hinsicht  führten die Beschwerdeführerinnen resp. die Be-
schwerdeführerin 2 im Wesentlichen aus, dass Oerlikon unbekannt sei 
und von den relevanten Verkehrskreisen nicht als geografischer Name 
aufgefasst  werde.  Selbst  wenn  der  Quartiername  zum  Gemeingut 
zählte, handelte es sich bei der Kombination Oerlikon Corporation und 
den beiden zu beurteilenden Wort-/Bildmarken um schutzfähige Zei-
chen. Einerseits sei eine Corporation keine in der Schweiz gesetzlich 
geregelte Rechtsform, andererseits lägen keine gewöhnlichen Schrift-
züge vor, wirkten doch insbesondere die Kleinschreibung und die Ver-
schmelzung der Buchstaben O und E sehr eigenwillig, was zu einem 
unterscheidungskräftigen Gesamteindruck führe. Des Weiteren beste-
he an den im Streite liegenden Marken kein Freihaltebedürfnis, seien 
doch die produzierten Maschinen und Geräte derart  spezifisch, dass 
ausgeschlossen werden könne, dass ein Konkurrent sich in Oerlikon 
niederlasse und die gleichen Waren produziere. Ferner sei eine Täu-
schungsgefahr  ausgeschlossen,  umfassten  doch  die  relevanten  Ver-
kehrskreise Entscheidträger des Managements von grösseren Unter-
nehmen, die die Beschwerdeführerinnen kennten und die symbolische 
Bedeutung  der  angemeldeten  Zeichen  verstünden.  Zusätzlich  seien 
sie eventualiter bereit, die beanspruchten Waren auf solche schweize-
rischer Herkunft einzuschränken. Im Übrigen gelte es noch zu berück-

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sichtigen, dass die Zeichen im deutschen Markenregister eingetragen 
und gestützt darauf die entsprechenden internationalen Registrierun-
gen vorgenommen worden seien. 

G.
Mit Vernehmlassungen vom 15. August 2007 beantragte die Vorinstanz 
unter Hinweis auf die Begründungen der angefochtenen Verfügungen 
die Abweisung der vier Beschwerden unter Kostenfolge. 

H.
Eine Parteiverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Auf die Argumente der Parteien wird, soweit sie für den Entscheid er-
heblich erscheinen, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Entscheide der Vorinstanz vom 27. März 2007 stellen Verfügungen 
im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren dar (VwVG, SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). Diese 
Verfügungen können im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen der 
Bundesverwaltungsrechtspflege beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten werden (Art. 44 ff. VwVG i.V.m. Art. 31 ff. des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32).

2.
Die vier  Anfechtungsobjekte  sind  sich sehr  ähnlich,  war doch je  die 
Eintragungsfähigkeit  einer  Marke mit  dem Hauptbestandteil  Oerlikon 
zu prüfen. Zudem haben die vier Rechtsmittel der Beschwerdeführerin-
nen bezüglich Rechtsbegehren und Begründung die gleiche Stossrich-
tung und berühren die gleichen Rechtsfragen. Es rechtfertigt sich da-
her, die vier Verfahren zu vereinigen und mit einem gemeinsamen Ur-
teil zu erledigen (Art. 24 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 
über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]  i.V.m. Art. 4 VwVG).  Den 
beschwerdeführenden  Parteien  erwächst  aus  diesem Vorgehen  kein 
Nachteil.

3.
Die Beschwerdeführerin 1 übertrug die drei von ihr angemeldeten Mar-
ken  am 22. März  2007  auf  die  Beschwerdeführerin 2.  Entsprechend 
wird beantragt, die Verfahren ausschliesslich mit der Beschwerdefüh-

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rerin 2  fortzusetzen.  Gemäss  Art. 21  Abs. 2 BZP  i.V.m.  Art. 4 VwVG 
bleibt die Veräusserung der im Streit liegenden Sache oder die Abtre-
tung  des  streitigen Anspruches  während der  Rechtshängigkeit  ohne 
Einfluss auf die Legitimation zur Sache. Ein Wechsel der Partei ist nur 
mit  Zustimmung der Gegenpartei  gestattet (Art. 17 Abs. 1 BZP i.V.m. 
Art. 4 VwVG,  vgl.  RKGE  in  sic!  2001,  204 f.  S.W.I.F.T. [fig.]  /  Swix, 
RKGE in sic! 2001, 424  Poxilith / Porolith [fig.]). Im vorliegenden Ver-
fahren besteht keine eigentliche Gegenpartei, indessen hat die Vorin-
stanz am 16. April  2007 die entsprechenden neuen Hinterlegungsbe-
scheinigungen  ausgestellt  und  auch  in  den  Vernehmlassungen  vom 
15. August 2007 dem Parteienwechsel stillschweigend zugestimmt. Es 
spricht  daher nichts  dagegen, dem Gesuch zu entsprechen,  die Be-
schwerden der Beschwerdeführerin 1 vom Geschäftsverzeichnis abzu-
schreiben und die Beschwerdeführerin 1 aus dem Verfahren zu entlas-
sen.

4.
Die Beschwerdeführerin 2 ist durch die vier angefochtenen Verfügun-
gen besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer 
Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung legiti-
miert  (Art. 48  Abs. 1 VwVG).  Eingabefristen  und  -form  sind  gewahrt 
(Art. 50  Abs. 1 und 52  Abs. 1 VwVG),  die  Kostenvorschüsse wurden 
fristgerecht  bezahlt  (Art. 63  Abs. 4 VwVG),  und  die  übrigen  Sachur-
teilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 48 ff. VwVG).

Auf die Beschwerden der Beschwerdeführerin 2 ist daher einzutreten.

5.
Nach der Legaldefinition von Art. 1 Abs. 1 des Markenschutzgesetzes 
vom 28. August 1992 (MSchG, SR 232.11) ist die Marke ein Zeichen, 
das  geeignet  ist,  Waren  oder  Dienstleistungen  eines  Unternehmens 
von  solchen  anderer  Unternehmen  zu  unterscheiden.  Art. 1 
Abs. 2 MSchG zählt Beispiele von Markenformen auf. Danach können 
Marken  aus  Wörtern,  Buchstaben,  Zahlen,  bildlichen  Darstellungen, 
dreidimensionalen Formen oder Verbindungen solcher Elemente unter-
einander oder mit Farben bestehen.

6.
Vom  Markenschutz  ausgeschlossen  sind  nach  Art. 2  Bst. a MSchG 
Zeichen,  die Gemeingut  sind,  da ihnen die  erforderliche Unterschei-
dungskraft fehlt oder an ihnen ein Freihaltebedürfnis besteht. Als Ge-
meingut im Sinne dieser Bestimmungen gelten unter anderem Hinwei-

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se  auf  Eigenschaften  oder  die  Beschaffenheit  der  Erzeugnisse,  für 
welche das Zeichen bestimmt ist  (so genannte beschreibende Anga-
ben; BGE 114 II 171 E. 2a Eile mit Weile mit Hinweisen). Hierzu gehö-
ren auch Zeichen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung frei 
verfügbar bleiben müssen und daher nicht von einem einzelnen Anbie-
ter monopolisiert werden dürfen, wie etwa die direkten, unmittelbaren 
Herkunftsangaben (z.B. Namen von Ländern, Städten etc.). Geografi-
sche Bezeichnungen stellen jedoch nicht in allen Fällen Herkunftsan-
gaben mit Gemeingutcharakter dar. Das Bundesgericht unterschied in 
BGE 128 III 454 E. 2.1.1 ff. Yukon sechs Kategorien von geografischen 
Namen und Zeichen, die von den massgeblichen Verkehrskreisen nicht 
als Hinweis auf eine bestimmte Herkunft der Waren oder Dienstleistun-
gen verstanden werden. Darunter fallen insbesondere die Namen von 
Städten, Ortschaften, Talschaften, Regionen und Ländern, die den re-
levanten Kreisen nicht bekannt sind und demzufolge als Fantasiezei-
chen  und  nicht  als  Herkunftsangabe  verstanden  werden,  aber  auch 
bekannte geografische Angaben, wenn der Ort oder die Gegend aus 
deren  Sicht  offensichtlich  nicht  als  Produktions-,  Fabrikations-  oder 
Handelsort  der  damit  gekennzeichneten  Erzeugnisse  oder  entspre-
chend bezeichneter Dienstleistungen in Frage kommt. Nach der Recht-
sprechung der RKGE war in gewissen Fällen auch massgebend, dass 
das  Zeichen  in  seinem  Gesamteindruck  keinen  geografischen  Her-
kunftsbezug  aufwies;  so  vermochten  etwa  zusätzliche  Wortelemente 
eine  Herkunftserwartung  auszuschliessen  (RKGE  in  sic!  2006,  586 
Toscanol, RKGE in sic! 2006, 681 Burberry Brit,  RKGE in sic! 2006,  
769 f. Off Broadway Shoe Warehouse [fig.], RKGE in sic! 2006, 772 f. 
British American Tobacco Switzerland [fig.]).

7.
Bei  Oerlikon handelte es sich  ursprünglich  um ein Bauerndorf,  dass 
sich wegen der günstigen Verkehrslage im Laufe des 19. Jahrhunderts 
zu einem Industrieort entwickelte. Nachdem die Ortschaft rund ein hal-
bes Jahrhundert als selbständige politische Gemeinde bestand, wurde 
sie per 1. Januar 1934 in die Gemeinde Zürich eingegliedert. Heute ist 
Oerlikon ein im Kreis 11 der Stadt Zürich gelegenes Quartier mit rund 
20'000 Einwohnern. Der Stadtteil ist grossflächig überbaut und verfügt 
daher über einen stark urbanen Charakter. Auch wenn wesentliche Tei-
le des produzierenden Gewerbes Oerlikons dem Strukturwandel zum 
Opfer gefallen sind, so blieben die dienstleistungsbezogenen Bereiche 
der  Industrie  bestehen. Daneben  ist  Oerlikon  nach  wie  vor  als  Ver-
kehrsdrehscheibe  von  Bedeutung,  handelt  es  sich  doch  um  einen 

Seite 10

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wichtigen Eisenbahnknotenpunkt  von Zürich und um eine  Achse der 
städtischen Strassenverbindungen in  die nördlichen Nachbargemein-
den. Obendrein geniesst das Quartier auch wegen des Hallenstadions, 
dieses war zur Zeit seiner Fertigstellung im Jahr 1939 das grösste und 
modernste Gebäude seiner Art in Europa, sowie wegen des sich dane-
ben befindenden Messegeländes überregionale Bedeutung. 

8.
Die Beschwerdeführerin 2 machte geltend, es gebe keine klare Regel, 
die besage, dass die Namen von Stadtquartieren nicht auch Marken 
sein  könnten.  Gemäss  Ziffer 8.2.1  der  Richtlinien  in  Markensachen, 
Bern  2007,  stellten  lediglich  die  Namen  von  Kontinenten,  Staaten, 
Kantonen,  Regionen,  Städten,  Ortschaften,  Bezirken oder  Tälern  di-
rekte  Herkunftsbezeichnungen  dar. Dabei  scheint  sie  zu  verkennen, 
dass die Vorinstanz zwar in Richtlinien ihre Interpretation von Rechts-
vorschriften wiedergeben kann,  diesen aber  keine Gesetzeskraft  zu-
kommt und weder die Gesuchsteller  noch die Gerichte oder die Ver-
waltung binden (BVGer in  sic!  2007,  908  Silk  Cut  [3D]). Im Übrigen 
handelt es sich einzig um eine bespielhafte Aufzählung. Unter einer di-
rekten  Herkunftsangabe  versteht  man  die  exakte  Bezeichnung  der 
geografischen  Herkunft  einer  Ware  oder  einer  Dienstleistung.  Dies 
kann auch durch die Angabe des betreffenden Quartiers geschehen. 

9.
Des Weiteren kann die Auffassung der Beschwerdeführerin 2, wonach 
der Stadtteil  unbekannt sei,  vom Bundesverwaltungsgericht nicht ge-
teilt werden. Auch wenn es sich um keine eigenständige politische Ge-
meinde handelt, so ist der Quartiername Oerlikon doch über die Zür-
cher Stadtgrenze hinaus bekannt. Dies dürfte in erster Linie an dem 
Hallenstadion  liegen,  finden  doch  dort  regelmässig  kulturelle  und 
sportliche Veranstaltungen von nationaler Bedeutung statt, man denke 
nur an die Verleihung der SwissAwards, Konzerte mit  internationalen 
Superstars, Musicals, das 6-Tage-Rennen, die Heimspiele der ZSC Li-
ons  sowie  das  Zürich  Open. Ebenfalls  dürften  viele  Auswärtige  das 
Quartier bereits per Bahn oder Automobil durchfahren haben, handelt 
es sich doch um einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt von Zürich. Es 
lässt sich somit festhalten, dass Oerlikon als Ortsbezeichnung einem 
nicht unerheblichen Teil der Schweizer Bevölkerung – und damit auch 
einem  nicht  unerheblichen  Teil  der  massgebenden  Verkehrskreise  – 
ein Begriff ist. Im Übrigen kann noch angefügt werden, dass der Zür-
cher  Stadtteil  entgegen  der  Meinung  der  Beschwerdeführerin 2  weit 

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bekannter ist, als die von der Judikatur als unbekannt befundenen und 
deswegen zur Eintragung zugelassenen Ortschaften  Solis (BGE 79 II 
98), Carrera (BGer in SMI 1986 II 255), Claro (RKGE in sic! 2000, 294) 
und Gimel (RKGE in sic! 2005, 744).

10.
Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, dass es sich bei Oerli-
kon  um  einen  symbolischen  Namen  handle.  Zu  solchen  zählte  das 
Bundesgericht (BGE 128 III 454 E. 2.1.1 ff. Yukon) neben den massge-
benden  Verkehrskreisen  nicht  bekannten  Herkunftsbezeichnungen 
auch Zeichen, die von den massgebenden Abnehmerkreisen trotz be-
kanntem geografischem Gehalt nicht als Hinweis auf die Herkunft ei-
ner  Ware  oder  Dienstleistung  interpretiert  werden  (z.B.  Südpol  für 
Kühlschränke, Äthna für Bunsenbrenner). Ebenfalls dazu gehören be-
kannte geografische Angaben, wenn der Ort in den Augen der mass-
geblichen Verkehrskreise offensichtlich nicht als Produktions-, Fabrika-
tions- oder Handelsort der damit gekennzeichneten Erzeugnisse oder 
entsprechend bezeichneter Dienstleistungen in Frage kommt (z.B. un-
besiedelte Gegenden). Ferner erfasste das Bundesgericht auch Typen-
bezeichnungen  (z.B.  Telefonapparat  Ascona),  Kennzeichen,  die  sich 
für ein einzelnes Unternehmen durchgesetzt haben sowie solche, die 
sich zu Gattungsbezeichnungen gewandelt haben (z.B. Wienerli). Von 
diesen sechs Kategorien von geografischen Namen und Zeichen, die 
nicht als Hinweis auf eine bestimmte Herkunft der Waren oder Dienst-
leistungen  verstanden  werden,  berief  sich  die  Beschwerdeführerin 2 
sinngemäss auf die Verkehrsdurchsetzung sowie auf die sachliche Un-
möglichkeit als Ortsbezeichnung.

Einerseits führte die Beschwerdeführerin 2 aus, dass ihre Waren nicht 
von  Durchschnittskonsumenten,  sondern  von  Entscheidträgern  des 
Managements erworben würden. Diese wüssten genau, dass das Zei-
chen Oerlikon ein Hinweis auf die Waren bzw. deren Produzentin und 
keine Anspielung auf das Zürcher Stadtquartier sei. Dabei soll  es je-
doch  nicht  um  die  Geltendmachung  der  Durchsetzung  der  Marken, 
sondern  um die  bei  den  relevanten  Verkehrskreisen  tatsächlich  vor-
handene Kenntnis, dass die angemeldeten Zeichen einen Hinweis auf 
die  Beschwerdeführerin 2 darstellen,  gehen. Hierzu  gilt  es  anzumer-
ken, dass entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 2 für das 
Eintragungsverfahren die Verhältnisse massgebend sind, wie sie zum 
Zeitpunkt der Hinterlegung bestehen. Die Massgeblichkeit des Hinter-
legungszeitpunktes  ergibt  sich  aus  der  mit  dem  Eintragungsprinzip 

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verbundenen,  in  Art. 6 MSchG kodifizierten Hinterlegungspriorität  (C. 
WILLI,  Markenschutzgesetz,  Zürich  2002,  N. 23  zur  Art. 2 MSchG; 
RKGE in sic!  1997,  162 f.  bienfait  total). Demnach müssten sich die 
umstrittenen Zeichen bereits zum Zeitpunkt ihrer Hinterlegung im Ver-
kehr  durchgesetzt  haben.  Sämtliche  von  der  Beschwerdeführerin 2 
eingereichten Belege sind hingegen späteren Datums und können so-
mit nicht berücksichtigt werden, weshalb die Verkehrsdurchsetzung der 
angemeldeten Marken nicht erbracht wurde. Im Übrigen unterliess es 
die Beschwerdeführerin mit einem entsprechenden Eventualantrag die 
Aufnahme des Vermerks „durchgesetzte Marke“ zu verlangen. Auf ihre 
Ausführungen zu den massgeblichen Abnehmerkreise ist daher bereits 
aus diesem Grund nicht weiter einzugehen. 

Andererseits brachte die Beschwerdeführerin 2 vor, dass kein Freihal-
tebedürfnis bestehe, da die von ihr produzierten Maschinen und Gerä-
te  derart  spezifisch  seien,  weshalb  ausgeschlossen  werden  könne, 
dass sich ein Konkurrent  in  Oerlikon niederlasse und gleiche Waren 
produziere. Kommt ein Ort  oder eine Gegend für die massgebenden 
Verkehrskreise  offensichtlich  nicht  als  Herstellungsort  oder  als  Her-
kunftsort der verwendeten Ausgangsstoffe und Bestandteile der Waren 
oder  als  Herkunftsort  der  Dienstleistungen  in  Frage,  gelten  die  be-
kannten geografischen Namen und Zeichen nicht als Herkunftsangabe 
(vgl. Ziffer 8.4.3. der Richtlinien in Markensachen, Bern 2008, mit den 
Beispielen SAHARA für  Papier  und Pappe sowie  MATTERHORN für 
Bananen). Erforderlich ist, dass die Herkunft der Ware bzw. Dienstleis-
tung vom betreffenden Ort sachlich unmöglich ist. Dies ist vorliegend 
nicht  der  Fall,  handelt  es  sich  doch  bei  Oerlikon  um einen  Zürcher 
Stadtteil mit guter Verkehrsanbindung und vorhandenem Industriesek-
tor. Die Unwahrscheinlichkeit, dass Produkte aufgrund ihrer eigentüm-
lichen Spezifikationen in einem bestimmten Gebiet hergestellt werden, 
genügt dagegen nicht. Sie wäre allenfalls bei unbekannten Herkunfts-
bezeichnungen von Bedeutung, wenn es um die Beurteilung ginge, ob 
am betreffenden Ort in Zukunft – unter Berücksichtigung der künftigen 
wirtschaftlichen Entwicklung – mit der Herstellung der beanspruchten 
Waren ernsthaft gerechnet werden muss (RKGE in sic! 2005, 744 E. 5 
Gimel, BGE 128 III 454 E. 3 Yukon). Im Übrigen ergibt eine Suche auf 
dem Zentralen Firmenindex des Eidgenössischen Amtes für das Han-
delsregister zahlreiche aktive Eintragungen, die den Bestandteil „Oerli-
kon“ enthalten. Davon scheint ein Grossteil nicht mit der Beschwerde-
führerin 2 verwandt  zu sein,  was auf  ein  Freihaltebedürfnis  am Wort 
Oerlikon  im  Interesse  von  Mitbewerbern  schliessen  lässt.  Rund  ein 

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Drittel der Gesellschaften hat ihren Sitz ausserhalb des Kantons Zü-
rich,  weshalb  sich  auch  die  Frage  stellt,  ob  der  Name des  Zürcher 
Stadtquartiers zu einem Freizeichen erodiert ist. Dies ist der Fall, wenn 
es von mehreren unter sich unabhängigen Unternehmen frei zur Kenn-
zeichnung gleichartiger  Waren oder  Dienstleistungen verwendet  wird 
und daher seine Unterscheidungs- und Individualisierungsfunktion ein-
büsst (BGE 130 III 113 E. 3.1 Montessori). In casu liegt jedoch weder 
eine einheitliche Zeichenverwendung vor noch hat der Quartiername 
an Kennzeichnungskraft  verloren. Die meisten Leute verstehen unter 
Oerlikon immer noch eine Herkunftsbezeichnung. Ein Freizeichen ist 
folglich zu verneinen. 

11.
Die Beschwerdführerin 2 führte weiter aus, dass ein direktes Tochter-
unternehmen im Stadtkreis 11, zu dem auch das Quartier Oerlikon ge-
höre,  produziere. Die  angemeldeten  Zeichen  wiesen  daher  auf  eine 
Produktionsstätte hin. Nicht als Herkunftsangaben gelten u.a. Zeichen, 
die vom Publikum ausschliesslich als Hinweis auf eine bestimmte be-
triebliche Herkunft verstanden werden. Mit diesen Angaben verbinden 
die angesprochenen Verkehrskreise keine geografischen, sondern rein 
betriebliche Herkunftserwartungen (vgl. Ziffer 8.4.4. der Richtlinien in 
Markensachen,  Bern 2008,  mit  Hinweis  auf  RKGE in  sic!  2003,  429 
ÖKK Öffentliche Krankenkassen Schweiz). Demnach genügt es nicht, 
wenn ein Zeichen sowohl als geografischer wie auch als betrieblicher 
Herkunftshinweis verstanden wird. Es kann deshalb dahingestellt blei-
ben, ob die massgebenden Verkehrskreise der ihnen bekannten geo-
grafischen Herkunftsbezeichnung Oerlikon (vgl. E. 9) auch die Bedeu-
tung einer betrieblichen Herkunftsangabe beimessen. 

Es lässt  sich festhalten,  dass der Begriff  Oerlikon die Erwartung er-
weckt, dass ein Bezug zum gleichnamigen Quartier besteht.

12.
Ob  ein  Zeichen Gemeingut  bildet,  beurteilt  sich  gemäss  ständiger 
Rechtsprechung  nach  seinem  Gesamteindruck  (RKGE  in  sic!  2003, 
495  Royal Comfort, RKGE in sic! 1999, 31  Warrant Phone, RKGE in 
sic!  1998, 302  Masterbanking,  RKGE in sic!  1997, 558  Eco-Speeds-
ter). Dieser resultiert aus der Kombination sämtlicher Zeichenelemen-
te, wie beispielsweise den verwendeten Wörtern, dem Schriftbild, der 
grafischen Darstellung sowie den benutzten Farben. Einer im Gemein-
gut stehenden Bezeichnung kann durch eine besondere grafische Ge-

Seite 14

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staltung Unterscheidungskraft verliehen werden. Dann freilich ist nicht 
die im Gemeingut  stehende Bezeichnung als  solche geschützt,  son-
dern nur die gewählte grafische Ausgestaltung. Diese darf sich aller-
dings nicht im Naheliegenden erschöpfen; ungenügend war beispiels-
weise eine blosse Umrahmung durch ein Band mit Schleife nebst einer 
besonderen Schriftart (RKGE in sic! 2000, 297 Cybernet Der Business 
Provider mit  Hinweis auf  L.  DAVID,  Kommentar zum Markenschutzge-
setz, 2. Aufl., Basel 1999, Art. 2 MSchG N 37). Im Allgemeinen gilt, je 
beschreibender oder üblicher die Wortelemente sind, desto höhere An-
forderungen sind an die grafische Ausschmückung zu stellen.

13.
Es ist im Folgenden zu prüfen, ob die grafische und farbliche Ausge-
staltung  den  Wort-/Bildmarken  CH-54346/2006  oerlikon  (fig.)  und 
CH-56081/2006 oerlikon (fig.) die für die Eintragung notwendige Kenn-
zeichnungskraft  verleiht.  Da  sich  das  Wortelement  in  Gemeingut  er-
schöpft,  sind  hohe Anforderungen an  die  Gestaltung zu  stellen. Die 
beiden Zeichen bestehen je aus einem in Kleinbuchstaben roter Farbe 
gehaltenen  Schriftzug  „œrlikon“  auf  weissem Hintergrund.  Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerin 2 ist die verwendete Schriftart 
nicht  unüblich,  werden  zur  Hervorhebung  von  Markennamen  doch 
häufig  etwas dickere  Buchstaben  verwendet.  Ebenfalls  ist  die  Klein-
schreibung banal und daher nicht geeignet, die Ortsbezeichnung aus-
reichend zu verfremden und dem Zeichen auf diese Weise Unterschei-
dungskraft zu verleihen (vgl. RKGE in sic! 2003, 808  SMArt mit Hin-
weis auf BGer in PMMBl 1994, 45 MASTERtherm). Einzig der Verbin-
dung der beiden ersten Buchstaben muss eine gewisse Originalität zu-
gesprochen werden. Die Ligatur „Œ“ bzw. „œ“ stammt ursprünglich aus 
dem Mittellatein  und  wird  heute  noch  in  der  französischen  Sprache 
verwendet (Bsp. bœuf, cœur, œuf, œuvre, sœur), weshalb ihr Anblick 
in  der Schweiz nicht  aussergewöhnlich ist. Auch handelt  es sich bei 
der  Vokalverbindung  „œ“  um  ein  Symbol  des  Internationalen  Pho-
netischen  Alphabets  (IPA),  das  gleich  wie  der  deutsche  Umlaut  „ö“ 
ausgesprochen wird. Demnach verdeutlicht  das Zusammenschreiben 
der beiden ersten Buchstaben lediglich die Phonetik der angemeldeten 
Zeichen und trägt somit wenig zu deren Unterscheidungskraft bei. Be-
züglich der Wort-/Bildmarke CH-56081/2006 oerlikon (fig.) brachte die 
Beschwerdeführerin 2  ergänzend  vor,  dass  die  Negativschrift  in  den 
verschmolzenen Buchstaben „œ“ dazu führe,  dass sich das Zeichen 
wie OC OERLIKON lese, wodurch eine vom blossen Wort Oerlikon er-
heblich  abweichende  Bedeutung  entstehe.  Dieser  Auffassung  kann 

Seite 15

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nicht gefolgt werden. Der Betrachter sieht zwar die Ligatur „œ“ durch 
eine  zweifarbige,  aussen  rote  und  innen  weisse,  Schrift  gegenüber 
dem Rest des Zeichens hervorgehoben. Dagegen fällt  der Umstand, 
dass der horizontale Strich des Buchstabens „e“ nur rot und nicht rot-
weiss gezogen ist,  höchstens bei sehr genauer Betrachtung auf. Zu-
sammenfassend lässt es sich demnach festhalten, dass die Buchsta-
benverbindung zwar über eine gewisse Originalität verfügt, was beim 
Zeichen CH-56081/2006 oerlikon (fig.)  durch die Zweifarbigkeit  noch 
ein wenig verstärkt wird. Im Zusammenspiel mit den erwähnten ande-
ren, weniger charakteristischen Gestaltungsmerkmalen genügt dies je-
doch nicht, um der in Gemeingut stehenden Herkunftsangabe Oerlikon 
Unterscheidungskraft  zu  verschaffen.  Die  Bezeichnung  hinterlässt 
demzufolge auch in den vorliegenden Ausgestaltungen keinen kenn-
zeichnungskräftigen  Gesamteindruck.  Zu  keinem  anderen  Ergebnis 
muss man ebenso bei einer konsequenten Anwendung der Richtlinien 
in Markensachen, Bern 2008, (vgl. Ziffer 4.6 mit Hinweisen auf Choco-
lat  Pavot  (fig.),  Rhein  Strom  (fig.),  Solar  Strom  (fig.)  und  BASILEA 
PHARMACEUTICA (fig) kommen.

14.
Es verbleibt somit zu prüfen, ob allenfalls die Wortkombination Oerli-
kon Corporation eintragungsfähig ist. Die Beschwerdeführerin 2 mach-
te geltend, dass die Wortverbindung aus einem schweizerischen Na-
men und einem englischen Begriff als Fantasiebezeichnung aufgefasst 
würde. Einerseits handle es sich bei einer Corporation um keine in der 
Schweiz gesetzlich geregelte Rechtsform, andererseits würde die eng-
lische Sprache in der Schweiz nicht derart gut verstanden, wie dies die 
Vorinstanz gemeinhin annehme. Das Bundesverwaltungsgericht  kann 
dieser Auffassung nicht folgen. Auch wenn es sich bei einer Corporati-
on um eine angloamerikanische Gesellschaftsform handelt, deren ex-
akte juristische Bedeutung dem grössten Teil der schweizerischen Be-
völkerung unbekannt ist, so wird der Terminus doch in der Schweizer 
Geschäftswelt verwendet und im Sinne von Unternehmen bzw. Gesell-
schaft verstanden. Demnach ist der Begriff Corporation eine beschrei-
bende Angabe und somit nicht kennzeichnungskräftig. Der Beschwer-
deführerin 2  ist  zwar  zuzustimmen,  dass  eine  Kombination  von  Zei-
chen des Gemeinguts  grundsätzlich eintragungsfähig sein kann. Dies 
bedingt jedoch, dass das zusammengesetzte Zeichen seinerseits un-
terscheidungskräftig ist. Die Marke Oerlikon Corporation wird demge-
genüber von den massgebenden Verkehrskreisen als „Oerlikoner Un-
ternehmung“ bzw. „Unternehmung von Oerlikon“ und nicht als individu-

Seite 16

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alisierenden Hinweis auf  einen bestimmten Betrieb verstanden. Dem 
Zeichen  kommt  daher  im  Gegensatz  zu  jenen  in  den  von  der  Be-
schwerdeführerin 2 aufgeführten Entscheiden La differenza si chiama 
Gaggenau (RKGE in sic! 2005, 890), Würthphoenix (fig.) (RKGE in sic! 
2006, 40),  Die fünft Tibeter (RKGE in sic! 2006, 275),  Fedex Europe 
First (RKGE in sic! 2006, 587) und British American Tobacco Switzer-
land (fig.) (RKGE in sic! 2006, 771) kein Fantasiecharakter zu. Es lässt 
sich  demzufolge festhalten,  dass  es  sich  auch bei  der  Bezeichnung 
Oerlikon Corporation um Gemeingut handelt. 

15.
Die Beschwerdeführerin 2 wies im Übrigen darauf  hin,  dass sie ihre 
Firma als Marke im Geschäftsbetrieb verwenden möchte und es die im 
Ausland erfolgte Eintragung der umstrittenen Zeichen zu beachten gel-
te.  Dem  ist  entgegenzuhalten,  dass  das  Markenschutzgesetz  keine 
Spezialvorschriften für Firmenmarken kennt. Die Eintragbarkeit solcher 
Marken beurteilt  sich  wie  diejenige  jedes anderen Zeichens anhand 
der Ausschlusskriterien von Art. 2 MSchG. Auch handelt es sich vorlie-
gend  nicht  um Grenzfälle,  die  es  nahe  legen  würden,  die  ausländi-
schen  Entscheidungen  als  Indizien  zu  berücksichtigen  (vgl.  BGer  in 
sic! 2005, 280 Firemaster und RKGE in sic! 2003, 903 Proroot).

16.
Infolge Bejahung des absoluten Ausschlussgrundes des Gemeinguts 
gemäss Art. 2  lit. a MSchG erübrigt  sich die Prüfung der  Irreführung 
nach Art. 2 lit. c MSchG. Auf die allfällige Bereitschaft der Beschwer-
deführerin 2, die in Klasse 4 bis 12 beanspruchten Waren auf solche 
„schweizerischer Herkunft“ zu beschränken,  ist unter diesen Umstän-
den nicht näher einzugehen.

17.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Eintragung der 
hinterlegten  Marken  CH-54346/2006  oerlikon  (fig.),  CH-54805/2006 
Oerlikon, CH-54809/2006 Oerlikon Corporation sowie CH-56081/2006 
oerlikon (fig.)  für  die  beanspruchten Waren und  Dienstleistungen zu 
Recht zurückgewiesen hat. Die Beschwerden sind daher als unbegrün-
det abzuweisen.

18.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der 
Beschwerdeführerin 2,  als  Rechtsnachfolgerin  der  Beschwerdeführe-
rin 1  hinsichtlich  des  vorliegenden  Verfahrens,  aufzuerlegen  (Art. 63 

Seite 17

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Abs. 1 VwVG)  und  mit  den  von  den  Beschwerdeführerinnen  nach 
Übertragung der Markenanmeldungen einvernehmlich geleisteten Kos-
tenvorschüssen zu verrechnen.  Die Gerichtsgebühren sind nach Um-
fang und Schwierigkeit der Streitsachen, Art der Prozessführung und 
finanzieller  Lage  der  Parteien  festzulegen  (Art. 63  Abs. 4bis VwVG, 
Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Vermögensinter-
essen. Die Gerichtsgebühr bemisst  sich folglich nach dem Streitwert 
(Art. 4 VGKE).  Die  Schätzung  des  Streitwertes  hat  sich  nach  Lehre 
und Rechtsprechung an Erfahrungswerten aus der Praxis zu orientie-
ren, wobei bei  einem eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich ein 
Streitwert  zwischen Fr. 50'000.-  und Fr. 100'000.-  angenommen wer-
den darf  (Urteil  des Bundesgerichts 4A.116/2007 vom 27. Juni  2007 
E. 3.3 mit Hinweisen). Von diesem Erfahrungswert ist auch im vorlie-
genden Verfahren auszugehen. Es sprechen keine konkreten Anhalts-
punkte für einen höheren oder niedrigeren Wert der strittigen vier Mar-
ken.

19.
Eine Parteientschädigung ist der unterliegenden Beschwerdeführerin 2 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 ff. VGKE).

Seite 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Verfahren B-3259/2007, B-3261/2007, B-3262/2007, B-3270/2007 
werden vereinigt.

2.
Die Beschwerden der  Beschwerdeführerin 1 werden vom Geschäfts-
verzeichnis  abgeschrieben,  und  die  Beschwerdeführerin 1  wird  aus 
dem Verfahren entlassen. 

3.
Die Beschwerden der Beschwerdeführerin 2 werden abgewiesen. 

4.
Die Verfahrenskosten von Fr. 8'000.- werden der Beschwerdeführerin 2 
auferlegt. Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen von ins-
gesamt Fr. 12'000.- verrechnet. Der Beschwerdeführerin 2 ist demnach 
der Betrag von Fr. 4'000.- nach Eintritt  der Rechtskraft dieses Urteils 
aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.

5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerinnen (mit Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (Ref-Nr. 54346/2006,  54805/2006,  54809/2006, 

56081/2006; mit Gerichtsurkunde)
- dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (mit Gerichts-

urkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Marc Hunziker

Seite 19

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden  (Art. 72 ff.,  90 ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-
tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 2. Oktober 2008

Seite 20