# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c54032f1-9fc0-58f5-90e3-af87b886bcdf
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.05.2020 III 2019 210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-210_2020-05-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 210

Entscheid vom 28. Mai 2020

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

1. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
C.________,
Vorinstanz,

2. D.________,
Beigeladener,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. E.________,

3. F.________,
Beigeladene,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Sistierung des Rechts auf 
persönlichen Verkehr)

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Sachverhalt:

A. A.________ sowie F.________ sind die Eltern von D.________ welche im 
Mai 2007 geheiratet hatten (anzufügen ist, dass D.________ seit ________ den 
Familiennamen ________ führt, siehe nachfolgend). Zwei Jahre später hielt der 
zuständige Eheschutzrichter (G.________) fest, dass die Ehegatten seit dem 11. 
März 2009 getrennt leben; die Obhut für D.________ wurde der Kindsmutter 
zugeteilt. Dem Kindsvater wurde das Recht eingeräumt, regelmässig seinen 
Sohn zu sich auf Besuch zu nehmen. Zur Überwachung des persönlichen 
Kontakts des Vaters zu D.________ wurde eine Besuchsbeistandschaft (i.S. von 
Art. 308 Abs. 2 ZGB) angeordnet.

Nachdem die Ausübung des Besuchsrechts konfliktreich war, ordnete das 
Bezirksgericht H.________ eine Begutachtung an. Das familienpsychologische 
Gutachten wurde am 25. September 2013 von den Psychologinnen Dr. phil. 
I.________ sowie dipl. Psych. J.________ erstattet (Vi-act. 1.12; 2.44; 7.3).

Mit Urteil vom 11. August 2014 genehmigte der Einzelrichter des Bezirksgerichts 
H.________ die Scheidungskonvention. In Ziffer 3 dieser Konvention 
vereinbarten die Kindseltern was folgt (Vi-act. 2.1 a):

Der Beklagte ist berechtigt, D.________ wie folgt mit sich bzw. zu sich zu Besuch zu 
nehmen:

 In den Monaten eins bis und mit vier nach der Scheidung:
Zweimal pro Monat für jeweils vier Stunden, begleitet; anschliessend
- In den Monaten fünf bis und mit acht nach der Scheidung:

jeweils am ersten und dritten Samstag des Monats von 10 bis 17 Uhr; 
anschliessend

- an jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10 Uhr bis Sonntag, 17 Uhr; 
und

- ab Januar 2016 an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 18 Uhr bis 
Sonntag, 17 Uhr.

Die begleiteten Kontakte in den Monaten eins bis und mit vier nach der Scheidung 
werden in einer Institution mit professioneller Betreuung ausgeübt, nach Möglichkeit 
im K.________.
Die im Zusammenhang mit den begleiteten Besuchskontakten direkt anfallenden 
Kosten tragen die Parteien je zur Hälfte.
Zusätzlich verbringt der Beklagte mit D.________ ab dem Kalenderjahr 2016 zwei 
Wochen Ferien pro Jahr, dies während den Schulferien von D.________. Der 
Beklagte informiert die Klägerin jeweils frühzeitig, mindestens drei Monate im 
Voraus, darüber, wann er D.________ mit sich bzw. zu sich in die Ferien nimmt.

B. Mit Beschluss vom 20. Mai 2015 hat die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.________ hinsichtlich D.________ im 
Dispositiv was folgt festgehalten (Vi-act. 2.45):

1. Gestützt auf Art. 275 Abs. 2 ZGB wird der Kindesvater ermächtigt, das 
Besuchsrecht mit seinem Sohn, D.________, jeden zweiten Sonntag im Monat 
auszuüben. Diese sollen analog der Scheidungskonvention vom 16. Juni 2014 

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bzw. 20. Juni 2014 stattfinden, nämlich, zwei Mal pro Monat für jeweils vier 
Stunden. Die Besuche sollen wie bis anhin im Rahmen des Angebots 
K.________ stattfinden. Die begleiteten Besuche enden nach sieben Monaten. 
Danach findet das Vorgehen, auf welches sich die Eltern in der 
Scheidungskonvention vom 16. Juni 2014 bzw. 20. Juni 2014 geeinigt haben, 
Anwendung und das Besuchsrecht wird analog dessen ausgeübt.

2. Im Rahmen ihrer bestehenden Aufträge wird die Beiständin aufgefordert, die 
Organisation und Koordination der Besuchstermine mit allen Beteiligten zu 
übernehmen sowie mit dem K.________ in regelmässigem Kontakt zu stehen 
und den Verlauf der Besuche zu begleiten; sowie nach Abschluss der 
begleiteten Besuche, nach einer Dauer von sieben Monate, die Eltern im 
Übergang auf das unbegleitete Besuchsrecht analog der 
Scheidungskonvention zu unterstützen.

3. Die Beiständin stellt nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Mass-
nahmen an veränderte Verhältnisse.

4. Die Kindesmutter wird nach Art. 273 Abs. 2 ZGB angewiesen, ihren Sohn stets 
in geeigneter und altersadäquater Form auf die Besuchskontakte mit dem 
Kindesvater vorzubereiten.

5. Der Kindesvater wird nach Art. 273 Abs. 2 ZGB angewiesen, die Dauer der 
Besuchskontakte mit seinem Sohn in altersadäquater Weise zu gestalten.

6. Kosten: Auf die Erhebung von Kosten wird verzichtet.

C. Gegen diesen Beschluss beschwerte sich A.________ beim 
Verwaltungsgericht mit dem Hauptbegehren, wonach das Besuchsrecht gemäss 
Urteil des Bezirksgerichts H.________ vom 11. August 2014 umzusetzen sei. Im 
Rahmen der mündlichen Verhandlung vom 26. November 2015 wurde eine 
einvernehmliche Regelung erreicht, welche u.a. beinhaltete, dass ab Januar 
2016 unbegleitete Besuche von D.________ beim Vater (und seiner Freundin 
L.________ in der Wohnung des Vaters) stattfinden sollten (vorerst nur tagsüber, 
mit der Möglichkeit zum Übernachten, sobald D.________ zustimme). Diese 
einvernehmliche Regelung wurde im Dispositiv des Gerichtsentscheides III 2015 
111 vom 15. Dezember 2015 festgehalten, derweil das Beschwerdeverfahren als 
gegenstandslos geworden am Protokoll abgeschrieben wurde (vgl. Vi-act. 6.20).

D. Am Freitagabend, 27. Mai 2016, kam es zu einer Auseinandersetzung, als 
der Kindsvater seinen Sohn für das anstehende Besuchswochenende abholen 
und D.________ nicht mit seinem Vater mitgehen wollte. Die Situation eskalierte 
und es kam zu Handgreiflichkeiten, welche nach der Aktenlage u.a. damit 
endeten, dass D.________ eine blutende Zehe sowie am Körper Rötungen/ 
Druckstellen aufwies und die Kindsmutter für eine Untersuchung/ Kontrolle das 
Spital M.________ aufsuchte (Vi-act. 7.1). Im entsprechenden Bericht der 
Notfallstation wurden eine Strangulation sowie ein Schlag ans Kinn/ 
Schläfenregion diagnostiziert und festgehalten, dass der Notfallarzt die Polizei 
informierte. In der Folge wurde die Kindsmutter noch in der Nacht (03.55 Uhr) 
polizeilich als Opfer bzw. Auskunftsperson einvernommen (Vi-act. 7.2). Die 

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polizeiliche Einvernahme des Kindsvaters folgte am Nachmittag des 28. Mai 
2016. 

In der Folge kam es zu separaten Besprechungen einer Delegation der KESB mit 
dem Kindsvater und seiner Partnerin (am 20.6.2016 = Vi-act. 7.6), mit der 
Kindsmutter (am 21.6.2016 = Vi-act. 7.7) sowie mit D.________ und der 
Kindsmutter (am 23.6.2016 = Vi-act. 7.8). Bei weiteren Besprechungen vom 26. 
Juli 2016 ging es darum, eine Lösung für geeignete Übergabemodalitäten zur 
Ausübung des Besuchsrechts zu finden (Vi-act. 7.21, 7.22). Es wurde eine 
befristete Begleitung durch eine Fachperson für sozialpädagogische 
Familienarbeit vorgeschlagen, welche am 20. August 2016 und am 10. 
September 2016 stattfinden sollte (Vi-act. 7.25). Dieses Ergebnis bildete 
Gegenstand des KESB-Beschlusses vom 17. August 2016 (als Anordnung einer 
sozialpädagogischen Abklärung nach Art. 446 Abs. 2 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB 
= Vi-act. 7.31). Am 21. August 2016 meldete die für die befristete 
Besuchsbegleitung eingesetzte Fachperson der KESB C.________, der 
vereinbarte Besuchstag sei sinngemäss daran gescheitert, dass D.________ 
spürbar Angst vor seinem Vater habe und sich vehement weigerte, mit der 
Begleitperson zum vorgesehenen (neutralen) Übergabeort mitzugehen (Vi-act. 
7.34). Daraufhin wurde zur Entlastung der Situation eine systemische Therapie 
mit einer Fachperson (Kinderpsychiaterin Dr. N.________) organisiert, um 
abzuklären, was D.________ benötige (Vi-act. 7.38, 7.39).

E. Am 23. Januar 2017 ging bei der KESB C.________ eine vorläufige 
Auswertung der systemtherapeutischen Intervention ein (Vi-act. 7.58). Die 
Therapeutin teilte der KESB C.________ am 2. Februar 2017 telefonisch mit, 
dass sie am Vortag ein gutes Gespräch mit dem Kindsvater geführt habe (Vi-act. 
7.61). Telefonisch beklagte sich der Kindsvater am 7. März 2017 bei der KESB 
C.________, "dass es nicht vorwärts gehe" (Vi-act. 7.62). Es folgten weitere 
Besprechungen vom 21. März 2017 (= Vi-act. 7.64, dabei erläuterte D.________, 
unter welchen Voraussetzungen er Kontakt mit dem Vater probieren würde) und 
vom 11. Mai 2017 (vgl. Vi-act. 7.68). Am 18. Mai 2017 eröffnete die zuständige 
Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft O.________ in zwei Verfügungen je eine 
Strafuntersuchung gegen die Kindsmutter (Vi-act. 7.70.1 betreffend Tätlichkeit, 
begangen am 27. Mai 2016 gegenüber dem Kindsvater) und eine gegen den 
Kindsvater (Vi-act. 7.70.2 betreffend einfache Körperverletzung, begangen am 
27. Mai 2016 gegenüber der Kindsmutter). Am 30. Mai 2017 ersuchte die 
Staatsanwaltschaft O.________ die KESB C.________, für D.________ einen 
Prozessbeistand zu bestellen (Vi-act. 8.1). Mit Beschluss vom 14. Juni 2017 
setzte die KESB C.________ Dr.iur. P.________ als Prozessbeiständin im 

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Strafverfahren für D.________ ein (Vi-act. 8.8). In einem weiteren Beschluss vom 
26. Juli 2017 nahm die KESB C.________ einen Mandatsträgerwechsel vor; 
anstelle der bisherigen Beiständin (Q.________) zur Ausübung des 
Besuchsrechts (etc.) wurde neu die Berufsbeiständin R.________ eingesetzt (Vi-
act. 10.2). Sodann wurde nach Gewährung des rechtlichen Gehörs für das vor 
der KESB hängige Verfahren mit Beschluss vom 23. August 2017 für 
D.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 314abis ZGB errichtet und 
Rechtsanwältin Dr.iur. E.________ als Kindesvertreterin eingesetzt (Vi-act. 
11.6.1). Diese Kindesvertreterin setzte sich in der Folge dafür ein, eine Lösung in 
der blockierten Situation zu erreichen (u.a. durch verschiedene Gespräche und 
Bemühungen, die Kindseltern für eine Mediation bei einer Fachperson zu 
motivieren, vgl. Vi-act. 13.2ff.). 

F. Mit Beschluss vom 14. Februar 2018 genehmigte die KESB C.________ 
den von der Beiständin R.________ erstatteten Bericht (Vi-act. 12.2).

Mit Beschluss vom 23. Mai 2018 hat die KESB C.________ für die Kindseltern 
eine Mediation bei einer Fachperson (S.________, Mediator SVM) angeordnet 
und die Eltern verpflichtet, je einen Kostenbeitrag von Fr. 1'500.-- zu entrichten 
(Vi-act. 13.15). Nach Gesprächen gelang es dem eingesetzten Mediator, dass im 
April/ Mai 2018 die Kindseltern je ihre Strafanzeige gegen den anderen Elternteil 
zurückzogen (Vi-act. 13.12). 

Nach einem Elterngespräch teilte die Kindsvertreterin der KESB C.________ am 
21. Juni 2018 telefonisch mit, dass für den 8. August 2018 ein kurzer Besuch von 
D.________ bei seinem Vater (in dessen Wohnung) vereinbart worden sei (Vi-
act. 15.1). Unter Mitwirkung des Mediators S.________ konnte am 28. 
September 2018 eine Besuchsregelung vereinbart werden, welcher der 
Kindsvater und die Kindsmutter zustimmten (Vi-act. 15.2.1).

Mit Beschluss vom 13. Februar 2019 wurde anstelle der bisherigen Mandats-
trägerin R.________, welche die Amtsbeistandschaft H.________ verlassen 
hatte, neu T.________ eingesetzt (mit dem unveränderten Auftrag, sinngemäss 
hinsichtlich der Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts die Eltern zu 
unterstützen etc., vgl. Vi-act. 14.4). 

Mit Beschluss vom 17. April 2019 genehmigte die KESB C.________ den 
Schlussbericht der Prozessbeiständin im Strafverfahren und hob die 
entsprechende Beistandschaft (für das Strafverfahren) auf (Vi-act. 16.4).

G. In der Zwischenzeit hatte die Kindsvertreterin (Rechtsanwältin Dr.iur. 
E.________) der KESB C.________ am 14. Januar 2019 telefonisch mitgeteilt, 
die Situation habe sich verändert und D.________ gehe höchstens noch einmal 

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pro Monat zum Vater. Beim letzten Besuchstermin habe die Kindsmutter 
D.________ bis zum Zug (nach U.________) gebracht, aber D.________ sei 
nicht bis U.________ (zum Vater) gefahren, sondern bereits in V.________ 
ausgestiegen und habe sich dort aufgehalten; in der Folge sei der (enttäuschte) 
Kindsvater zur Kindsmutter gefahren, wo es zu "Diskussionen" kam (Vi-act. 
18.1). Am 28. Mai 2019 teilte die Kindsvertreterin der KESB C.________ 
telefonisch mit, sie sei mit ihren Bemühungen gescheitert und D.________ sei 
nicht länger bereit, seinen Vater zu besuchen (Vi-act. 18.2). Am 9. Juli 2019 
erstattete die Kindsvertreterin der KESB einen schriftlichen Bericht mit dem 
Antrag auf einstweilige Sistierung des Besuchsrechts des Kindsvaters (Vi-act. 
18.4). Zu diesem Antrag wurde der Kindsvater am 20. August 2019 (Vi-act. 
18.10) sowie die Kindsmutter am 29. August 2019 angehört; der ebenfalls 
eingeladene Sohn D.________ konnte von der Kindsmutter nicht motiviert 
werden, an dieser Anhörung teilzunehmen (Vi-act. 18.11). Deswegen wurde 
D.________ im Rahmen eines Telefongesprächs angehört (Vi-act. 18.12).

H. Mit Beschluss Nr. IIA/012/40/2019 vom 9. Oktober 2019 hat die KESB 
C.________ im Dispositiv was folgt festgehalten:

1. Das geltende Besuchsrecht des Kindesvaters von D.________, A.________, 
wird nach Art. 274 Abs. 2 ZGB bis auf Widerruf sistiert.

2. Im Rahmen der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB erhält Beiständin 
T.________ neu folgende Aufträge:

a. D.________ in Fragen der Kontakte zum Kindesvater als Ansprech-
person zur Verfügung zu stehen;

b. den Kindesvater regelmässig über die Entwicklung von D.________ im 
schulischen und persönlichen Bereich sowie über seine Hobbys zu in-
formieren;

c. nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahme an 
veränderte Verhältnisse zu stellen.

3. Die nach Art. 307 Abs. 1 ZGB angeordnete Mediation bei S.________ wird 
aufgehoben.

4. Die Beistandschaft nach Art. 314abis ZGB für D.________ wird aufgehoben.

5. Der von Beiständin RAin Dr.iur. E.________ eingereichte Bericht vom 09. Juli 
2019 für D.________ wird im Sinne von Art. 314 i.V.m. Art. 425 ZGB als 
Schlussbericht genehmigt und die Beiständin wird unter Verdankung der ge-
leisteten Dienste, unter Vorbehalt von Art. 454f. ZGB im Sinne von Art. 425 
Abs. 4 ZGB entlastet.

6. Der Beiständin RAin Dr.iur. E.________ werden insgesamt Fr. 7'108.30 (Ent-
schädigung von Fr. 4'885.95 inkl. Auslagen und MwSt. und Fr. 2'222.35 bevor-
schusste Mediationskosten) zugesprochen. (…)

7. Den Kindeseltern werden die von der Beiständin RAin Dr.iur. E.________ be-
vorschussten Mediationskosten von Fr. 2'222.35 hälftig auferlegt. Sie haben 
demnach je Fr. 1'111.20 zu Handen der Staatskasse zu bezahlen.

8. Gebühren: Es werden keine Gebühren erhoben.

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I. Gegen diesen am 11. Oktober 2019 versandten Beschluss liess 
A.________ (Kindsvater) rechtzeitig am 13. November 2019 beim Verwaltungs-
gericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Ziffer 1 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 09. Oktober 2019 
(IIA/012/40/2019) sei aufzuheben und das Kindesschutzverfahren sei zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Eventualiter sei Ziffer 1 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 09. 
Oktober 2019 (IIA/012/40/2019) aufzuheben und das Kindesschutzverfahren 
sei zur Anordnung weniger einschneidender Massnahmen an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Die Vorinstanz sei insbesondere anzuweisen, Sohn 
D.________, den Beschwerdeführer sowie die Kindsmutter, unter Ausspre-
chen von Ermahnungen und Weisungen, sowie Umsetzung notwendiger 
Massnahmen, wie Familienmediationen oder Familienbegleitungen, zur Zu-
sammenarbeit für den Aufbau eines gerichtsüblichen Kontaktrechts zu ver-
pflichten.

3. Subeventualiter sei Ziffer 1 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 09. 
Oktober 2019 (IIA/012/40/2019) dergestalt abzuändern, als dass die Sistierung 
des Rechts auf persönlichen Verkehr auf maximal 12 Monate zu befristen sei. 
Die Vorinstanz sei zudem anzuweisen, das Recht auf persönlichen Verkehr 
im Anschluss an die 1-jährige Sistierung mit allen zur Verfügung stehenden 
Mitteln (Familienmediation, Familienbegleitung, Ermahnungen, Weisungen, 
Begutachtung, etc.) wieder aufzubauen. Die Vorinstanz sei insbesondere an-
zuweisen, Sohn D.________, den Beschwerdeführer sowie die Kindsmutter, 
unter Aussprechen von Ermahnungen und Weisungen sowie Umsetzung not-
wendiger Massnahmen, wie Familienmediationen oder Familienbegleitungen, 
zur Zusammenarbeit für den Aufbau eines gerichtsüblichen Kontaktrechts zu 
verpflichten. Hierfür sei vorgängig (vor Ablauf der 1-jährigen Sistierung) die 
Beiständin mit entsprechenden Aufgaben zu betreuen [recte wohl: betrauen] 
und ergänzenden Kompetenzen auszustatten.

4. Subeventualiter sei Ziffer 2 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 
09. Oktober 2019 (IIA/012/40/2019) dahingehend zu ergänzen, dass die Bei-
ständin zusätzlich mit folgendem Auftrag betraut wird:

a. Sicherstellen, dass der schriftliche und briefliche Kontakt zwischen 
D.________ und dem Beschwerdeführer auch während der Sistierung 
und in der Folge gewährleistet bleibt. Insbesondere hat sie dafür zu 
sorgen, dass D.________ Briefe und E-Mails des Kindsvaters zugestellt 
werden und zu seiner Kenntnisnahme gelangen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt.) zulasten der 
Beschwerdegegnerin.

In der Zwischenzeit hat das kantonale Departement des Innern mit Verfügung 
vom 16. Oktober 2019 dem Begehren von D.________, künftig den Familienna-
men ________ zu führen, stattgegeben (diese Verfügung ist am 13.11.2019 in 
Rechtskraft erwachsen).

Mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2019 beantragte die KESB C.________, 
die Beschwerde sei abzuweisen.

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Einen analogen Antrag auf Abweisung der Beschwerde stellte die Kindsvertrete-
rin in ihrer Vernehmlassung vom 17. Januar 2020.

Mit Replik vom 16. März 2020 erneuerte der Beschwerdeführer seine Rechtsbe-
gehren gemäss der Beschwerdeschrift. Die Duplik der Vorinstanz und diejenige 
der Kindsvertreterin (je mit einem Antrag auf Abweisung der Beschwerde) folgten 
am 2. April 2020 bzw. am 20. April 2020.

Die beigeladene Kindsmutter liess sich nicht vernehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder 
Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind gegenseitig Anspruch auf ange-
messenen persönlichen Verkehr. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht 
es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu fin-
den, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln 
(BGE 122 III 404 Erw. 3a S. 406 f. mit Hinweisen). Als oberste Richtschnur für 
die Ausgestaltung (und Ausübung) des persönlichen Verkehrs gilt das Kindes-
wohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen ist, 
wobei allfällige Interessen der Eltern zurückzutreten haben (BGE 130 III 585 
Erw. 2.1 S. 587 f.; Urteil des Bundesgerichts 5A_883/2017 vom 21.8.2018 
Erw. 3.2). Der Sicherung des Kindeswohls dienen die Weisungen im Sinne von 
Art. 273 Abs. 2 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 5A_381/2010 vom 21.7.2010 
Erw. 5.3.2).

1.2.1  Primär ist es Sache der Eltern und des betroffenen Kindes, gemeinsam 
eine einvernehmliche Besuchsregelung zu erarbeiten. Eine solche einvernehm-
liche Lösung wird dem Kindeswohl am besten gerecht. Folgende Umstände kön-
nen bei der Regelung des Besuchsrechts in Betracht gezogen werden: Alter des 
Kindes, Persönlichkeit und Bedürfnisse des Kindes und der Besuchsberechtig-
ten, Beziehung des Kindes zum Besuchsberechtigten, Beziehung der Eltern un-
tereinander, zeitliche Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten, Ent-
fernung bzw. Erreichbarkeit der Wohnorte oder Wohnverhältnisse (vgl. Ingeborg 
Schwenzer/ Michelle Cottier, in: Basler Kommentar zum ZGB I, 6. Aufl., Basel 
2018, Rz. 9f. zu Art. 273 ZGB). 

1.2.2  Von herausragender Bedeutung für die Regelung des Besuchsrechts ist 
der Wille des Kindes. Zur Ermittlung des Kindeswillens ist das Kind anzuhören. 
Der Kindeswille ist nicht nur bei der Ausgestaltung des Besuchsrechts im Einzel-
nen zu berücksichtigen, sondern vor allem auch bei der Frage, ob überhaupt 
Besuche stattfinden sollen (vgl. Ingeborg Schwenzer/ Michelle Cottier, a.a.O., 

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Rz. 11 zu Art. 273 ZGB mit Hinweisen, u.a. auf BGE 127 III 295 S. 296f.). Lehnt 
das Kind Kontakte ab, verlangt das für die Persönlichkeitsentwicklung zentrale 
Interesse des Aufbaus und Erhalts einer Beziehung zu beiden Elternteilen, dass 
die Behörde mit geeigneten Massnahmen um Verbesserung der Rahmenbedin-
gungen der Besuche bemüht ist, um so dem Kind die Zustimmung zu ermögli-
chen. Lehnt jedoch ein urteilfähiges Kind den Umgang kategorisch ab, so ist die-
ser aus Gründen des Kindeswohls auszuschliessen, weil ein gegen den starken 
Widerstand erzwungenen Besuchskontakt mit dem Zweck des Umgangsrechts 
im Allgemeinen ebenso unvereinbar ist, wie mit dem Persönlichkeitsrecht des 
Kindes (vgl. Ingeborg Schwenzer/ Michelle Cottier, a.a.O., Rz. 11 mit zahlreichen 
Hinweisen, u.a. auf das Urteil des Bundesgerichts 5A_745/2015 vom 15.6.2016). 

1.2.3  Auch bei jüngeren Kindern muss den Ursachen für eine Ablehnung von 
Besuchskontakten nachgegangen werden. Beruht die Weigerungshaltung auf ei-
genem Erleben des Kindes (z.B. von vergangener familiärer Gewalt) oder auf ei-
nem unlösbaren Loyalitätskonflikt, so darf sie nicht einfach übergangen werden. 
Abzulehnen ist die Theorie des Parental Alienation Syndrome (PAS) des ameri-
kanischen Kinderpsychiaters Gardner, welche davon ausgeht, wonach in den 
meisten Fällen, in denen das Kind den Kontakt verweigert, eine Beeinflussung 
durch den obhutsberechtigten Elternteil vorliege und deshalb das Besuchsrecht 
gegen den Willen des Kindes durchgesetzt werden müsse (vgl. Ingeborg 
Schwenzer/ Michelle Cottier, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 273 ZGB mit Hinweisen; 
VGE III 2020 6 vom 14.4.2020 Erw. 1.2.3). 

2.1 Das betreffende Kind, welches demnächst 13 Jahre alt wird, ist dem 
Gericht grundsätzlich bereits aus dem Verfahren III 2015 111 und der damals 
durchgeführten mündlichen Verhandlung bekannt. Die Vorgeschichte kann dem 
Ingress (lit. A und B) entnommen werden. Bei der gerichtlichen Verhandlung vom 
26. November 2015 ergab sich ein konstruktives Gespräch mit den Eltern, wel-
ches in eine einvernehmliche Regelung mündete. Damals sicherten die Eltern 
u.a. sinngemäss zu, behutsam an einer Ausübung einer unbegleiteten Besuchs-
ausübung des Sohnes beim Vater mitzuwirken, diesbezüglich keinen Druck auf 
das gemeinsame Kind auszuüben und die Bedürfnisse des Sohnes zu respektie-
ren (etc., vgl. Dispositiv-Ziffer 2 des damaligen Entscheids = Vi-act. 6.20).

2.2 Diese grundsätzlich positive Entwicklung wurde (leider) schon bald durch 
einen Vorfall vom 27. Mai 2016 jäh gestoppt. Beim Abholen des Kindes für ein 
bevorstehendes Besuchswochenende präsentierte der damals bald 9-jährige 
Sohn ein Verhalten, welches (nach der Aktenlage) für die Beteiligten unmissver-
ständlich so zu verstehen war, dass er den Vater nicht besuchen bzw. nicht mit 

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ihm mitgehen wollte. In der Folge kam es in Anwesenheit des Kindes zu Hand-
greiflichkeiten zwischen den Eltern, welche damit endeten, dass die Kindsmutter 
die Notfallstation des Spitals M.________ aufsuchte, dass der Notfallarzt die Po-
lizei informierte und dass es zu polizeilichen Einvernahmen und gegenseitigen 
Strafanzeigen kam. Was sich genau im Detail ereignete und wer wieviel davon 
zu verantworten hat, lässt sich rückblickend nicht im Einzelnen feststellen und 
kann hier offenbleiben, zumal im Rahmen von späteren Mediationsbemühungen 
die Strafanzeigen wieder zurückgezogen wurden (siehe dazu noch nachfolgend). 
Anzufügen ist lediglich, dass bei solchen Streitigkeiten zwischen Eltern hinsicht-
lich der Besuchsrechtsausübung erfahrungsgemäss beide Elternteile mehr oder 
weniger eine Mitverantwortung tragen, mit anderen Worten es in aller Regel nicht 
zutrifft, dass "nur eine Seite schuld an einer verfahrenen Situation" ist, sondern 
vielmehr auch noch weitere Aspekte wie Missverständnisse, falsche oder vor-
befasste Meinungen, mangelnde Einfühlbarkeit hinsichtlich der Sichtweise des 
anderen Elternteils etc. eine massgebliche Rolle spielen können (etc.).

Fakt ist indessen, dass der Sohn diese Eskalation vom 27. Mai 2016 mit Hand-
greiflichkeiten/ Körperverletzungen im Streit zwischen den Eltern direkt miterlebt 
hat, was offenkundig Auswirkungen auf die Haltung des Kindes zur Thematik von 
Besuchen beim Vater hat bzw. hatte.

2.3 In der Folge gab es verschiedene Bemühungen, um die Ausübung des Be-
suchsrechts wieder in Gang zu bringen. Es wurde zunächst versucht, mit der 
Einsetzung einer Fachperson für sozialpädagogische Familienarbeit geeignete 
Übergangsmodalitäten zu installieren, was ungeachtet des Einsatzes dieser 
Fachperson grundsätzlich daran scheiterte, dass es dem Kind nicht gelang, die 
von seinen negativen Erlebnissen (vom 27.5.2016) geprägten Ängste vor seinem 
Vater zu überwinden (vgl. Vi-act. 7.34). Daraufhin wurde zur Entlastung der Si-
tuation eine systemische Therapie mit einer Fachperson (Kinderpsychiaterin Dr. 
N.________) begonnen. In einer vorläufigen Auswertung vom 17. Januar 2017 
nahm die Therapeutin des Kindes u.a. folgende Beurteilung vor (Vi-act. 7.58, S. 
2f.):

Mit dem Druck, die Besuche beim Vater absolvieren zu müssen, hat D.________ 
zunehmend destruktivere Gedanken bezüglich dem Vater aufgebaut, was seinem 
Selbstbild und der Beziehung zum Vater massiv schadet und die Möglichkeit, ein 
positiveres Vaterbild aufzubauen, stark gefährdet. D.________ ist (in) seiner ge-
samten Persönlichkeit verunsichert und emotional instabil. Es sind Ängste aufge-
treten und die Angst, dass verlässliche Personen nicht mehr vertrauenswürdig 
sind. Ebenfalls zeigte sich seine Belastung in schulischen Leistungseinbussen. 
Insgesamt kann man von einer Gefährdung des Kindeswohls ausgehen unter der 
momentanen Belastung. Aus diesen Gründen wurde der Versuch, die Besuche 
beim Vater aufzubauen, nach dem ersten gescheiterten Versuch sistiert. (…)

11

Mit diesen Therapiebemühungen konnte indessen nach der Aktenlage kein Fort-
schritt hinsichtlich einer Ausübung des Besuchsrechts erzielt werden, wofür wohl 
auch der Umstand massgeblich beigetragen hat, wonach der Fortgang der Straf-
sache hinsichtlich des Vorfalles vom 27. Mai 2016 unklar war (Eröffnung der 
Strafuntersuchungen mit Verfügungen vom 18.5.2017 = Vi-act. 7.70; ein zusätz-
licher Grund für das Scheitern dieser Therapiebemühungen ist u.U. darin zu er-
blicken, dass die Finanzierung über die Krankenkasse der Kindsmutter erfolgte, 
womit letztere im Fokus der Therapeutin war, vgl. Vi-act. 13.4 unten). 

2.4 Ein weiterer Lösungsansatz erfolgte mit der Einsetzung einer Kindsvertrete-
rin, welche sich in überzeugender Weise dafür einsetzte, die Interessen des Kin-
des durch eine Verbesserung der Situation auf der Elternebene anzustreben (vgl. 
Vi-act. 13.7). Zu diesem Zwecke engagierte sie sich dafür, dass die Eltern bei 
einer Fachperson Mediationsgespräche aufnahmen. Dabei fällt (positiv) auf, dass 
die Kindsvertreterin zur Finanzierung der Mediation auch entsprechende Stiftun-
gen anfragte um zu verhindern, dass die Eltern diese Mediationsbemühungen 
wegen der eigenen finanziellen Belastung (Beteiligung an den Gesamtkosten) 
vorzeitig aufgeben würden (vgl. Vi-act. 13.4 unten i.V.m. 13.12, 18.13 Anhang 1). 
Diese Mediationsgespräche bei der betreffenden Fachperson ergaben insoweit 
Erfolge, als die Eltern ihre Strafanzeigen gegen den anderen Elternteil zurück-
zogen (Vi-act. 13.12 und Vi-act. 15.2) und mit den Eltern eine gemeinsame Be-
suchsregelung (vom 30.8.2018 mit Ergänzungen vom 28.9.2018) erarbeitet wer-
den konnte (Vi-act. 15.2.1). In der Besprechung vom 18. Oktober 2018 betonte 
der Mediator u.a., dass die ganze Angelegenheit sehr fragil sei. Es sei nötig, 
ganz genaue Abmachungen zu treffen. Wenn es z.B. heisse (wie in der Besuchs-
regelung vereinbart), dass der Sohn nichts zum anderen Elternteil mitnehmen 
solle, "dann heisse das wirklich nichts" (vgl. Vi-act. 15.2 unten). Zudem wies der 
Mediator darauf hin, dass in Zukunft der Sohn mehr einzubeziehen sei.

2.5.1  Mit dem Ergebnis dieser Mediationsbemühungen war es an sich (wie nach 
dem ersten VGE) gelungen, die Aufnahme von regelmässigen Besuchen wieder 
in Gang zu bringen, allerdings währten diese Hoffnungen für einen positiven Ver-
lauf (leider) nicht lange. Denn im Januar 2019 folgte der nächste Rückschlag. 
Nach der Aktenlage hatte die Kindsmutter den Sohn zum Bahnhof gebracht, da-
mit er mit dem betreffenden Zug die (kurze) Reise zum Wohnort des Kindsvaters 
vornehme, wo der Kindsvater den Sohn abholen wollte. Diese Absichten der 
Eltern wurden dadurch durchkreuzt, dass der Sohn in V.________ die Reise zum 
Vater von sich aus abbrach, vorübergehend unerreichbar war und dadurch den 
vorgesehenen Kontakt mit dem Vater verunmöglichte (vgl. Vi-act. 18.1). 

12

2.5.2  Illustrativ ist in diesem Zusammenhang, dass der Kindsvater der Kindsmut-
ter sinngemäss vorwirft, sie sei Initiantin dieses vorstehend geschilderten Verhal-
tens des Sohnes gewesen bzw. sie habe diese Vereitelung des Besuchsrechts 
massgeblich unterstützt (vgl. Replik, Ziff. 54f.). Dass der Sohn von sich aus (ohne 
eine relevante Mitwirkung der Mutter) die kurze Zugreise zum Vater abgebrochen 
haben könnte, wie die konkrete Aktenlage nahelegt (vgl. dazu die Ausführungen 
der Kindsvertreterin in ihrer Vernehmlassung, Ziff. 7 und Ziff. 10), fällt gemäss 
Auffassung des Beschwerdeführers völlig ausser Betracht. Darin ist nach der 
Aktenlage ein wesentliches Element zu erblicken, welches (teilweise) zu erklären 
vermag, weshalb sämtliche bisherigen Bemühungen für eine regelmässige Be-
suchsrechtsausübung scheiterten. Nach der Sichtweise des Kindsvaters ist sein 
Sohn sinngemäss grundsätzlich nicht in der Lage, einen eigenen Willen zu 
äussern (siehe auch Vernehmlassung der Kindsvertreterin vom 17.1.2020, S. 5 
Mitte), sondern richtig sei (vgl. Replik, S. 14, Ziff. 59):

dass die Kindsmutter seit Jahren alles daran setzt, dass der Vater sein Kind nicht 
sehen kann. Dies, indem sie die Behörden gegen ihn aufbringt und insbesondere 
D.________ unnachgiebig manipuliert und instrumentalisiert.

Nach dieser Argumentation des Beschwerdeführers ist für das Scheitern der ab-
gemachten Besuchszeiten ausschliesslich die Kindsmutter verantwortlich. Auch 
wenn es zutrifft, dass der Obhut innehabende Elternteil in aller Regel grossen 
Einfluss auf das betreute Kind hat, kann nach der Aktenlage der Kindsmutter 
nicht vorgeworfen werden, dass sie die Besuchsrechtsausübung konsequent und 
aktiv bekämpft habe. Der Beschwerdeführer lässt (zu Unrecht) unberücksichtigt, 
dass die Kindsmutter erwiesenermassen an der Wiederaufnahme von Besuchs-
kontakten zum Kindsvater mitwirkte (vgl. mündliche Verhandlung vor Verwal-
tungsgericht; Zusammenarbeit mit der Fachperson für sozialpädagogische Fami-
lienarbeit, Teilnahme an Mediationsgesprächen mit Ausarbeitung einer einver-
nehmlichen Besuchsregelung und Mitwirkung bei ersten Besuchskontakten etc., 
vgl. Ingress). 

2.5.3  Nach der Argumentation des Beschwerdeführers verhält es sich so, dass 
er sich "in all der Zeit nichts hat zuschulden kommen lassen" (Replik, Ziff. 41). 
Damit übersieht und verkennt er die Tragweite des Vorfalles vom 27. Mai 2016, 
als der Sohn miterleben musste, wie sein Vater sich (aggressiv) namentlich ge-
genüber seiner Mutter verhielt, als der Sohn zu erkennen gab, dass er damals 
nicht zum Vater zu Besuch gehen wollte. Dass dieses traumatische Ereignis für 
das weitere Verhalten des Sohnes (und für seine Ängste gegenüber dem Vater) 
von zentraler Bedeutung sind, leuchtet ein (vgl. dazu auch das handschriftliche 
Schreiben des Kindes im Anhang zur Duplik der Kindsvertreterin, in fine) und 

13

wird in den Ausführungen des Beschwerdeführers vor Gericht zu Unrecht ausge-
blendet. 

2.6 Im vorliegenden Fall fällt sodann ins Gewicht, dass die Kindsvertreterin 
nachvollziehbar und überzeugend darlegte,

- dass im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs (vom 13.4.2019) in 
den Büroräumlichkeiten der Kindsvertreterin (ohne Anwesenheit der 
Kindsmutter) der Sohn seinem Vater und dessen Lebenspartnerin per-
sönlich direkt mitteilte, dass er künftige Besuche bei ihm (seinem Vater) 
ablehne (vgl. Vernehmlassung vom 17.1.2020, Ziff. 11);

- dass der Sohn vor Erstattung der Vernehmlassung sich mit seiner Ver-
treterin traf und seine Ablehnung weiterer Besuche beim Vater mit 
einem eigenen, handschriftlichen Schreiben kundtat (vgl. zit. Vernehm-
lassung, Ziff. 12 i.V.m. Beilage 7);

- dass die nach den Mediationsgesprächen aufgenommenen Besuche für 
den Sohn u.a. deswegen zu Stresssituationen und zur Überforderung 
führten, weil er sich durch Bemerkungen des Kindsvaters zu gemein-
samen Ferien, erweiterten Besuchen etc. bedrängt fühlte (vgl. zit. Ver-
nehmlassung, Ziff. 13).

3.1 Im Lichte all dieser Ausführungen ist es nicht zu beanstanden, dass im 
angefochtenen Beschluss die Vorinstanz die bisher geltende Besuchsrechts-
regelung bis auf Widerruf sistiert hat. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass alle 
vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Massnahmen (wie Familienmediation, 
Familienbegleitung etc.) im bisherigen Verlauf eingesetzt wurden, indessen zu 
keiner anhaltenden Ausübung des Besuchsrechts verhelfen konnten. Dem bald 
13-jährigen Sohn ist zuzugestehen, dass er zwischenzeitlich in der Lage ist, 
eigenständig seinen Willen bzw. seine aktuelle Ablehnung weiterer Besuche 
beim Vater zu äussern, was nach den konkreten Umständen zu respektieren ist. 
Dies gilt erst recht, als für das Scheitern der Wiederaufnahme von Besuchen 
beim Vater nach der Aktenlage das Verhalten des Kindsvaters mitentscheidend 
war, indem der Sohn am 27. Mai 2016 erlebte, wie der Kindsvater gegenüber der 
Kindsmutter reagierte (mit anschliessendem Spitalbesuch der Kindsmutter), und 
später nach den Mediationsgesprächen der Kindsvater nicht wahrhaben wollte, 
dass der Sohn "nicht mehr ein kleiner Junge" ist (siehe auch die handschriftlichen 
Eingaben des Kindes an das Gericht).

3.2 An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Einwände des Kindsvaters vor 
Gericht nichts zu ändern. Soweit er sich insbesondere auf die Vergangenheit, auf 
die Vorgeschichte und auf das aktenkundige familienpsychologische Gutachten 
vom 25. September 2013 beruft, verkennt er die seither eingetretene Entwick-
lung, wie sie vorstehend dargelegt wurde und eine neue Ausgangslage geschaf-
fen hat, bei welcher der bald 13-jährige Sohn grundsätzlich nicht gegen seinen 

14

Willen zu Besuchen bei seinem Vater gezwungen werden kann. Hingegen ist es 
ohne weiteres zulässig und erfahrungsgemäss i.d.R. empfehlenswert, das betref-
fende Kind weiterhin zu Besuchskontakten zum andern Elternteil zu motivieren, 
denn der Beschwerdeführer ist und bleibt der Vater dieses Kindes. Dies spricht 
dafür, dem Subeventualbegehren stattzugeben und die Beiständin damit zu be-
auftragen, sicherzustellen, dass Brief- und Email-Kontakte des Kindsvaters mit 
seinem Sohn möglich sind, soweit sie verhältnismässig und altersgerecht sind 
sowie darauf verzichten, den Sohn unter Druck zu setzen. Mit anderen Worten 
erweist sich das Vorgehen des Beschwerdeführers, auf gerichtlichem Weg den 
bald 13-jährigen Sohn zu Besuchen bei ihm zu zwingen, als falscher Weg. Mit 
einem solchen Zwang würde der Beschwerdeführer grundsätzlich wohl eher das 
Gegenteil erreichen, indem der Sohn solche Besuche und Massnahmen, welche 
zur Umsetzung von Besuchen führen sollten (wie weitere Gutachten, Ermahnun-
gen, Therapien etc.), erst recht ablehnen und mithin er in seiner Ablehnungs-
haltung bestärkt würde. 

3.3 Es wäre offenkundig erfreulich (und wünschenswert), wenn die bisherigen 
(erhebliche Kosten verursachenden) Bemühungen zur Etablierung eines regel-
mässigen Besuchsrechts ein anhaltendes und für die Beteiligten zufriedenstel-
lendes Ergebnis gebracht hätten. Nachdem dies (leider) nicht möglich war, hat 
die Vorinstanz zur Entlastung der Situation (des Kindes) zu Recht vorderhand 
eine Sistierung der Besuchsrechtsregelung angeordnet. Auch wenn eine solche 
(Beruhigungs-)Massnahme für den betroffenen Kindsvater nicht einfach zu ak-
zeptieren ist, muss er sich letztlich damit abfinden, dass er nicht gegen den klar 
geäusserten Willen seines bald 13-jährigen Sohnes ein regelmässiges Besuchs-
recht gerichtlich erzwingen kann (weil dies mit dem Kindswohl in Anbetracht der 
konkreten Vorgeschichte unvereinbar wäre). Es ist ohne weiteres nachvollzieh-
bar, dass der Beschwerdeführer als Vater eine Fortführung der Besuchsrechts-
regelung hinsichtlich seines Sohnes fordert, nur kann damit die klare Ablehnung 
solcher Besuche durch den bald 13-jährigen Sohn nicht aus der Welt geschaffen 
werden. In diesem Sinne und um Verständnis für das Anliegen des Kindsvaters 
zu dokumentieren, verzichtet das Gericht auf die Erhebung von Verfahrenskos-
ten, obwohl der Beschwerdeführer vor Gericht weitgehend unterliegt. Analog wird 
der unterliegende Beschwerdeführer ausnahmsweise nicht verpflichtet, die Kos-
ten der Rechtsvertreterin des Kindes zu bezahlen.

3.4 Was schliesslich das Eventualbegehren des Beschwerdeführers anbelangt, 
die Sistierung des Besuchsrechts auf maximal 12 Monate zu befristen, ist ihm 
entgegenzuhalten, dass prognostisch nicht abgeschätzt werden kann, wieviel 
Zeit der Sohn benötigt, damit er sich - nach der vorinstanzlich angeordneten Ent-

15

lastung/ Beruhigung der Situation - seinem Vater wieder annähern könnte. Von 
daher sieht das Gericht davon ab, im konkreten Fall einen genauen Zeitrahmen 
für die Sistierung des Besuchsrechts festzulegen. Vielmehr wird dem Beschwer-
deführer empfohlen, sich in Geduld zu üben und mit entsprechend angepassten 
Schreiben behutsam Kontakte mit dem Sohn aufzubauen.

4. Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde (bis auf die Erweiterung des 
Aufgabenkatalogs der Beiständin hinsichtlich schriftlicher Kontakte) als unbe-
gründet abzuweisen. Nach dem Gesagten wird auf die Erhebung von Verfah-
renskosten verzichtet und die Entschädigung für die Rechtsvertreterin des Kin-
des wird aus der Gerichtskasse entrichtet. Das Honorar wird in Beachtung des 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- 
bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen 
Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand) und in Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'300.-- (inkl. Auslagen und MwSt) fest-
gelegt.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. Ergänzend 
wird der Aufgabenkatalog der Beiständin gemäss Dispositiv-Ziffer 2 des 
angefochtenen Beschlusses um folgende Aufgabe erweitert:

Sicherstellen, dass der schriftliche und briefliche Kontakt zwischen 
D.________ und seinem Vater gewährleistet bleibt, namentlich dass allfälli-
ge Briefe und Emails des Kindsvaters, soweit sie verhältnismässig und al-
tersgerecht sind, dem Kind zur Kenntnis gelangen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 
bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.-- wird seinem Rechtsvertreter aus 
der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Die Rechtsvertreterin von D.________, Rechtsanwältin Dr.iur. E.________, 
wird im Sinne der Erwägungen aus der Gerichtskasse mit einem Honorar 
von Fr. 2'300.-- (inkl. MWSt und Auslagen) entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben 
werden (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
[BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und die Berufsbeiständin)
- Rechtsanwältin Dr.iur. E.________ (2/R)
- F.________ (R)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. Juni 2020