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**Case Identifier:** b705fe77-65de-59de-a18e-24292c073d3c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.06.2018 IV 2016/147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-147_2018-06-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/147

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 15.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 15.06.2018
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Beweistauglichkeit eines 
psychiatrischen Gutachtens. Valideneinkommen bei Unfall an neuem 
Arbeitsplatz. Kriterien für die Berücksichtigung des tatsächlichen 
Einkommens für die Bemessung des Invalideneinkommens, insbesondere 
Ausschöpfung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit und Branchenüblichkeit des 
Lohns (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. 
Juni 2018, IV 2016/147). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_561/2018.

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/147

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Bürgi Dahinden Ley, 

Blumenbergplatz 1, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  Dem am 1. Oktober 19__ geborenen A.___ widerfuhr am 2. Juli 2007 ein 

Arbeitsunfall: Ein unter Spannung stehender Bolzen (rund 10 kg schwerer C-Haken) 

löste sich aus dem Kran und traf den Versicherten an der Stirn, so dass er rückwärts zu 

Boden stürzte und dabei eine Bewusstlosigkeit bzw. anterograde Amnesie von letztlich 

nicht mehr genauer zu eruierender Dauer erlitt (Schadenmeldung UVG vom 5. Juli 

2007, IV-act. 14-1; Unfallrapport vom 19. November 2007, SUVA-act. 8-1 f.; Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 11. Oktober 2011, UV 2010/92, SUVA-act. 7-36 ff.). Die 

Ärzte diagnostizierten bzw. versorgten eine Gesichtsschädelkontusion mit 

Augenaffektion links sowie eine Kontusion des Beckenkamms links (Bericht Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 3. Juli 2007, 

SUVA-act. 1-86 f.) bzw. eine Commotio cerebri, eine Contusio des Orbitaoberrandes 

links, Rissquetschwunden im Bereich des linken Auges und eine Contusio bulbi sinistri 

(Bericht Dr.med. B.___, Arzt für Neurologie, vom 31. Dezember 2007, IV-act. 2-2 ff.). 

Eine neuropsychologische Untersuchung durch Dr.phil. C.___, Fachpsychologin für 

Neuropsychologie FSP, ergab im Wesentlichen leichte kognitive Funktionsstörungen, 

leichte bis mittelschwere Störungen der Aufmerksamkeit mit Störungen der 

Aktivierung, eine Verlangsamung der Reizreaktionszeiten und Störungen der 

Daueraufmerksamkeit sowie eine reduzierte visuelle Belastbarkeit. Die 

Neuropsychologin hielt fest, aktuell sei eine konzentrative Belastbarkeit von zwei bis 

drei Stunden möglich. Für die Arbeitsfähigkeit entscheidend dürfte vor allem die 

körperliche Belastbarkeit sein (Bericht vom 17. Oktober 2007, SUVA-act. 1-72 ff.).

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A.b  Der Versicherte hielt sich vom 13. Februar bis 11. Juli 2008 in der Rehaklinik 

Bellikon auf, zunächst zur stationären Neurorehabilitation und anschliessend zur 

(vertieften) beruflichen Abklärung mit einer Arbeitszeit von zunächst vier und später fünf 

Arbeitsstunden täglich. Die betreuenden Fachpersonen kamen zum Schluss, der 

Versicherte benötige eine berufliche Massnahme im Sinne eines Arbeitstrainings in 

einem beschützenden Rahmen, wo er seine Leistungsfähigkeit kontinuierlich steigern 

könne, bevor eine Eingliederung in die freie Wirtschaft angegangen werden könne 

(Bericht berufliche Abklärung Rehaklinik Bellikon 14. April bis 15. Mai 2008 vom 15. Mai 

2008, IV-act. 22; Bericht vertiefte berufliche Abklärung 16. Mai bis 11. Juli 2008 vom 

11. Juli 2008, IV-act. 32; Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, SUVA-act. 2-96 ff.).

A.c  Während des Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon erfolgte am 22. April 2008 die 

Anmeldung bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug (IV-act. 1).

A.d  Vom 18. August bis 19. Dezember 2008 absolvierte der Versicherte eine berufliche 

Abklärung beim Ostschweizerischen Blindenfürsorgeverein (OBV) St. Gallen. Diese 

wurde seitens der IV nicht verlängert, da der Versicherte trotz attestierter hoher 

Leistungsbereitschaft wegen Kopfschmerzen zunehmend Fehltage aufwies (vgl. 

Mitteilungen Kostengutsprache vom 18. August 2008 [IV 36-1 f.] und vom 19. 

November 2008 [IV-act. 43]; Besprechungsprotokolle der SUVA vom 8. Oktober 2008 

[SUVA-act. 2-85 f.] und vom 10. November 2010 [SUVA-act. 2-81 f.]; Bericht der 

Eingliederungsverantwortlichen vom 13. November 2008 [IV-act. 41]; Schlussbericht 

OBV vom 14. November 2008 [IV-act. 47]; Gesprächsprotokoll SUVA vom 15. 

Dezember 2008 [SUVA-act. 2-75 ff.]; Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung [IV-act. 

48]; Schlussbericht Eingliederungsberatung vom 30. Dezember 2008 [IV-act. 49]). Am 

3. Februar 2009 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da sich der Versicherte 

zurzeit nicht in der Lage fühle, eine andere Tätigkeit aufzunehmen (Mitteilung vom 3. 

Februar 2009, IV-act. 54).

A.e  Die SUVA beauftragte Dr.med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH sowie psychosomatische und psychosoziale Medizin SAPPM, mit einem 

monodisziplinären Gutachten (Gutachten vom 8. Juni 2009, Untersuchung 25. Mai 

2009; SUVA-act. 2-3 ff.). Der Experte diagnostizierte (1.) akzentuiert zwanghafte und 

passiv-aggressive Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1), differenzialdiagnostisch: 

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zwanghafte und passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0), (2.) eine 

Entwicklung körper¬licher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0) sowie 

(3.) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10: F45.2; SUVA-act. 2-40 ff.). Er kam zum Schluss, es bestehe kein Grund für die 

Annahme einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ein Zusammenhang zwischen der 

Belastung bei der Arbeit und den beklagten Kopfschmerzen bestehe nicht. Eine 

anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit würde einem sporadischen 

Arbeitsausfall durch Schmerz nicht angemessen Rechnung tragen (SUVA-act. 2-44).

A.f  Der Kreisarzt der SUVA attestierte dem Versicherten aufgrund seiner 

Schlussuntersuchung eine Arbeitsfähigkeit von 75%, die rasch auf 100% gesteigert 

werden könne (Bericht vom 9. September 2009, IV-act. 69). Das Kopfwehzentrum der 

Hirslandenklinik hielt unter anderem als Diagnosen posttraumatisches 

Spannungskopfweh (IHS-Code 5.1) und eine wahrscheinliche Migräne ohne Aura (IHS-

Code 1.1) fest (Bericht vom 16. Dezember 2009, SUVA-act. 4-22 f.). Die SUVA 

bestätigte mit Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2010 (SUVA-act. 6-2 ff.) die 

Ablehnung einer Leistungspflicht für die aktuellen Beschwerden mangels 

erforderlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis (E. 8). Das unter anderem 

massgebliche Kriterium einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen sei nicht erfüllt (E. 6 und 7 g). Das Versicherungsgericht wies mit 

Entscheid vom 11. Oktober 2011 (UV 2010/92, SUVA-act. 7-36 ff.) eine dagegen 

gerichtete Beschwerde (vom 25. November 2010, SUVA-act. 7-3 ff.) ab und hielt fest, 

das Kriterium einer erheblichen Arbeitsfähigkeit liesse sich - wenn überhaupt - lediglich 

in geringem Umfang bejahen. Dem Unfall vom 2. Juli 2007 komme keine 

adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die andauernden Kopfschmerzen und 

psychischen Beschwerden zu (E. 5.3, SUVA-act. 7-52).

A.g  Die IV-Stelle gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag. Dieser wurde der 

Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH Basel (ABI) zugeteilt (Gutachten vom 19. 

November 2014; Dr.med. E.___, Allgemeine Innere Medizin; Dr.med. F.___, Neurologie; 

Dr.med. G.___, Psychiatrie und Psychotherapie; Dr.med. H.___, orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates; Untersuchungen 25./26. 

August 2014; IV-act. 150). Die Gutachter stellten ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

die Diagnosen einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F32.0), einer chronischen 

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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eines 

chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms, eines Status nach Sturz auf den 

Rücken am 2. Juli 2007, chronischer Beschwerden im Bereich der Schulterblätter, einer 

Hypästhesie im Versorgungsgebiet des 1. Trigeminusastes links bei seitengleichem 

Kornealreflex, eines Mischkopfschmerzes mit Migränekomponente, eines Zustands 

nach Schädelprellung mit Commotio cerebri mit Rissquetschwunde am linken Auge 

Juli 2007 und anamnestisch eines Taubheitsgefühl der zwei ulnaren Finger links (IV-act. 

150-24 f.). Zusammengefasst sei der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für 

eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit, wie er sie derzeit ausübe, zu 100% 

arbeits- und leistungsfähig (IV-act. 150-25 f.). Aufgrund der anamnestischen Angaben, 

der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten 

Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, dass nach dem Unfall vom 2. Juli 2007 für 

wenige Wochen eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Hinweise für eine länger 

andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte und angepasste 

Tätigkeiten bestünden nicht (IV-act. 150-26).

A.h  Vor Abschluss des Vorbescheidverfahrens und gestützt auf Stellungnahmen des 

RAD (im Einzelnen: RAD-Stellungnahme vom 5. Dezember 2014, IV-act. 151; 

Vorbescheid vom 14. Januar 2015 betreffend beabsichtigter Abweisung des 

Rentengesuchs, IV-act. 157-9 f.; Einwand vom 20. Februar 2015, IV-act. 157-1 ff.; 

RAD-Stellungnahme vom 2. März 2015, IV-act. 159) beauftragte die IV-Stelle Dr.med. 

I.___, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie, Psychiatrisches Zentrum Z.___, mit einer 

psychiatrischen Begutachtung des Versicherten (Gutachten vom 23. Juni 2015; 

Untersuchung 29. April 2015; IV-act. 168). Dr. I.___ diagnostizierte eine somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mit Symptomausweitung und abnormem 

Krankheitsverhalten, diagnostizierbar auch als chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eine akzentuierte 

Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden und passiv-aggressiven Zügen (ICD-10: 

Z73.1) sowie einen Zustand nach Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion (ICD-10: F43.22). Er hielt die bisherige oder eine andere angepasste Tätigkeit 

während 6 Stunden pro Tag, steigerbar nach Beseitigung einer gewissen 

Dekonditionierung, bzw. ein Gesamtarbeitspensum von 70% (bis 80%) für möglich (IV-

act. 168-40 ff.).

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A.i Nach einer zweiten Anhörung vom 29. Oktober 2015, wonach die IV-Stelle am 

bisherigen Entscheid festzuhalten gedenke (IV-act. 171), und nach einem zweiten 

Einwand des Versicherten am 14. März 2016 (IV-act. 178) wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren bezüglich Rente mit Verfügung vom 4. April 2016 ab. Sie führte aus, 

gemäss Gutachten von Dr. I.___ bestehe nicht nur in adaptierten Tätigkeiten, sondern 

auch in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit während noch 6 Stunden pro 

Tag. Deshalb sei für die Festlegung des massgeblichen Invalideneinkommens die 

Validenbasis von Fr. 77'677.-- heranzuziehen und nicht der Tabellenlohn gemäss LSE. 

Die Arbeitsfähigkeit von 75% in der angestammten Tätigkeit sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit innerhalb weniger Wochen erreichbar. Beim resultierenden 

Invaliditätsgrad von 25% bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 179).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 4. April 2016 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwältin lic.iur. N. Ley, am 4. Mai 2016 Beschwerde erheben. Er beantragt, die 

angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, und 

es sei ihm mindestens eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Die 

Beschwerdegegnerin habe den Invaliditätsgrad letztlich mittels eines Prozentvergleichs 

ermittelt. Hierbei habe sie ausser Acht gelassen, dass er seine angestammte Tätigkeit 

als Folge eines massgeblichen Gesundheitsschadens verloren habe. Zudem sei die 

angestammte Tätigkeit nicht leidensadaptiert, da das erforderliche lange Stehen zu 

vermeiden sei. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens müsse daher auf 

statistische Werte abgestellt werden. Sodann seien verschiedene Umstände zu 

berücksichtigen, die ihm verunmöglichten, das statistische Durchschnittseinkommen 

zu erzielen. Insgesamt rechtfertige sich ein Tabellenlohnabzug von 20%. Es resultiere 

bei einem Valideneinkommen von Fr. 77'677.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

39'103.-- ein Invaliditätsgrad von rund 50% (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Insgesamt erwiesen sich die geltend gemachten 

funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychiatrischen 

Beeinträchtigung anhand der Standardindikatoren nicht als überwiegend 

wahrscheinlich erstellt. Somit sei aus psychiatrischer Sicht nicht von einem 

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invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen, und der Beschwerdeführer sei in 

einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit 100% arbeitsfähig. Selbst wenn 

nicht von der Einschätzung von Dr. I.___ abgewichen werde, sei die vorübergehende 

zusätzliche Leistungsminderung von 20% aufgrund der Dekonditionierung nicht als 

invalidisierend anzuerkennen. Es sei somit von einer 75%-igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen. Auch unter Berücksichtigung des Belastungsprofils bestehe auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an zumutbaren 

Verweistätigkeiten, und der Beschwerdeführer habe diesbezüglich nicht mit einer 

Lohneinbusse zu rechnen, womit kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen sei. 

Zudem seien die psychischen Aspekte der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der 

zusätzliche Pausenbedarf des Beschwerdeführers bereits bei der Schätzung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. Eine psychisch bedingte verstärkte 

Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten und Arbeitskollegen gelte nicht als 

eigenständiger abzugsfähiger Umstand. Auch die geltend gemachte tiefe Qualifikation 

und die mangelnden Sprachkenntnisse rechtfertigten keinen Abzug vom 

Invalideneinkommen. Einzig aufgrund der Teilzeitarbeit rechtfertige sich ein Abzug von 

5%, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 42'735.-- und zu einem Invaliditätsgrad 

von 36% führe (act. G 4).

Erwägungen

1. 

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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1.2  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3  Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Soweit die fraglichen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 30 E. 1).

1.3.1  Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen, das die versicherte Person im 

Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne die Gesundheitsschädigung erzielt hätte. 

Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein. Insbesondere um eine berufliche Weiterentwicklung mit einem daraus 

resultierenden höheren Einkommen mitzuberücksichtigen, müssen konkrete 

Anhaltspunkte dafür gegeben sein, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein 

beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höherer Verdienst tatsächlich realisiert 

worden wären (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 

3.1, mit weiteren Verweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte 

Person zur Zeit des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder hätte sie ihre 

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bisherige Stelle auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der Zeit bis zum 

Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (vgl. 

Urteil 9C_501/2013 vom 28. November 2013 E. 4.2).

1.3.2  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475, E. 4.2.1, mit weiteren 

Verweisen; Urteil vom 25. November 2016, 9C_532/2016, E. 4.1.1). Von diesen 

Voraussetzungen bezweckten die zwei erstgenannten, dass der versicherten Person 

nicht ein zu hohes, nicht erzielbares Invalideneinkommen angerechnet werde, während 

das Erfordernis der voll ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit als Ausfluss der 

Schadenminderungspflicht verhindere, dass sich die versicherte Person auf ein tieferes 

als ihr zumutbares Einkommen berufen könne (Urteil vom 11. Februar 2013, 

9C_720/2012, E. 2.3.2). Die versicherte Person kommt ihrer Schadenminderungspflicht, 

die auch einen Berufs- oder Stellenwechsel umfassen kann, nicht nach, wenn sie auf 

dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich 

erhaltenen Lohn erzielen könnte (Urteile des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2017, 

8C_475/2017, E. 6.1, vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2, vom 15. November 

2010, 9C_721/2010, E. 4.1.2, und vom 21. Juni 2017, E. 3.3). Schöpft eine versicherte 

Person die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarem Ausmass aus, ist es mit 

Blick auf die Schadenminderungspflicht zulässig, das Invalideneinkommen gestützt auf 

Tabellenlöhne zu bestimmen (Urteil vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2). Sodann 

kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der tatsächliche Verdienst nur dann 

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als Grundlage für das Invalideneinkommen dienen, sofern er branchenüblich ist (Urteil 

vom 5. Dezember 2017, 8C_475/2017, E. 6.1 a.E.; Urteil vom 15. November 2010, 

9C_721/2010, E. 4.1.2).

1.3.3  Ein Prozentvergleich entsprechend der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit ergibt 

sich bzw. ist zulässig, wenn sich die Vergleichseinkommen ziffernmässig nicht genau 

bestimmen lassen und nach denselben statistischen Werten bemessen werden, wenn 

die vormals ausgeübte Tätigkeit noch möglich ist, weil beispielsweise der 

Arbeitsvertrag noch nicht aufgelöst wurde, oder weil die vormals ausgeübte Tätigkeit 

die beste Eingliederung ermöglicht, weil der vor Eintritt der Invalidität erzielte Lohn 

höher ist als das Invalideneinkommen (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 

vom 12. Juli 2017, 9C_648/2016, E. 6.2.1; vom 14. Juli 2016, 9C_225/2016, E. 6.2.2 

und vom 24. August 2016, 9C_237/2016, E. 2.2).

1.4  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

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1.5  Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung zu den unklaren Beschwerden 

geändert und die Vermutung, Schmerzsyndrome und vergleichbare psychosomatische 

Leiden seien überwindbar, aufgegeben und durch ein strukturiertes, normatives 

Prüfungsraster ersetzt (BGE 141 V 281, insb. S. 294 f. E. 3.5 f.). Gemäss altem 

Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Im 

Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen 

Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ist entscheidend, ob das abschliessende 

Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 137 

V 266 E. 6). In sinngemässer Anwendung auf die materiellbeweisrechtlich geänderten 

Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die administrativen und/oder 

gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren 

fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen 

Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 309 E. 8; Urteil des Bundesgerichts vom 

13. April 2016, 9C_168/2015, E. 2.2.3).

1.6  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 

5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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2.1  Zunächst ist die invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers festzulegen. Medizinische Grundlage hierfür bilden insbesondere 

das psychiatrische Gutachten von Dr. I.___ vom 23. Juni 2015 (IV-act. 168) und in 

somatischer Hinsicht das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 19. November 2014 

(IV-act. 150).

2.2  Der orthopädische Gutachter hielt fest, die vom Beschwerdeführer beklagten 

Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde keinesfalls 

vollständig begründen. Nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck bei 

lumbosakraler Diskushernie bei allerdings freier Beweglichkeit, doch müsse insgesamt 

eine deutliche nichtorganische Beschwerdekomponente angenommen werden (IV-act. 

150-19). Der neurologische Gutachter führte aus, der von Dr. B.___ noch beschriebene 

verminderte Kornealreflex und die angegebene Hypästhesie im Versorgungsgebiet des 

ersten Trigeminusastes könnten nicht bestätigt werden. Die Beschwerden würden nicht 

als neuralgiforme Schmerzen, sondern viel mehr als Mischkopfschmerz mit 

migränoider Komponente geschildert. Da eine Contusio cerebri sicher nicht vorgelegen 

habe, könne auch nicht von einem posttraumatischen Kopfschmerz gesprochen 

werden. Eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich hieraus nicht; 

so sei an Tagen mit diesem Kopfschmerz eine leichte Einbusse der 

Konzentrationsfähigkeit zuzubilligen. Bei der Beurteilung dieser Kopfschmerzen sei 

überdies die psychiatrische Komorbidität zu berücksichtigen (IV-act. 150-23 f.). Sowohl 

seitens der Rehaklinik Bellikon (Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, SUVA-act. 2-96) als 

auch durch den Kreisarzt der SUVA (Bericht vom 9. September 2009, SUVA-act. 69-5) 

wurden ausschliesslich auf die unmittelbaren Traumafolgen fokussierende Diagnosen 

gestellt (vgl. Gutachten Dr. I.___, IV-act. 168-30; im Einzelnen leichte traumatische 

Hirnverletzung, Gesichtsschädelkontusion mit Augenaffektion links, Kontusion 

Beckenkamm links; Kopfanpralltrauma mit Weichteilwunde linke Orbita, Commotio 

cerebri, Kontusion linke Beckenhälfte, fragliche Kontusion linke Schulter). Weitere 

Diagnosen mit objektivierten organisch korrelierten Beeinträchtigungen wurden indes 

nicht gestellt bzw. beschrieben. Insgesamt erscheint schlüssig und nachvollziehbar, 

dass in somatischer Hinsicht auch unter Berücksichtigung des chronischen 

lumbovertebralen Schmerzsyndroms und der chronischen Beschwerden im Bereich 

der Schulterblätter für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten ohne 

wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 25 kg und ohne repetitiven Einsatz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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der oberen Extremitäten oberhalb des Schulterniveaus eine zeitlich und 

leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht (orthopädisches 

Teilgutachten ABI, IV-act. 150-19).

2.3  Die psychiatrische Diagnostik von Dr. I.___ - somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10: F45.4) mit Symptomausweitung und abnormem Krankheitsverhalten, 

diagnostizierbar auch als chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), akzentuierte Persönlichkeit mit ängstlich-

vermeidenden und passiv-aggressiven Zügen (ICD-10: Z73.1), Zustand nach 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.22; IV-act. 168-29) 

- umfasst die zuvor festgestellte leichte depressive Episode (psychiatrisches ABI-

Gutachten, IV-act. 150-13) und die Entwicklung körperlicher Symptome aus 

psychischen Gründen (Gutachten Dr. D.___, SUVA-act. 2-40 ff.) nicht mehr. Indes hatte 

auch Dr. D.___ akzentuierte zwanghafte und passiv-aggressive Persönlichkeitszüge 

bzw. den Verdacht einer solchen Persönlichkeitsstörung festgestellt (Gutachten vom 8. 

Juni 2009, SUVA-act. 2-40 ff.). Beide psychiatrischen Vorgutachter attestierten keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 150-14; SUVA-act. 2-43 f.). Dr. I.___ schätzt 

die Arbeitsfähigkeit mit Blick auf die teilweise erfüllten so genannten Förster-Kriterien 

(IV-act. 168-41) und den klinischen Eindruck auf 6 Stunden täglich mit möglicher 

gewisser Steigerung bzw. auf 70%-80% (IV-act. 168-42). Hinsichtlich des funktionellen 

Schweregrades ist festzuhalten, dass ein schwerer, quälender Kopfschmerz zwar nicht 

andauernd, wohl aber während der akuten Phasen - gemäss Beschwerdeführer ca. alle 

5 - 6 Tage während ca. zwei Tagen, manchmal weniger ausgeprägt oder kürzer 

anhaltend (IV-act. 168-7 f.) - besteht. Das klinische Erscheinungsbild wird als "relativ 

unauffällig" beschrieben (IV-act. 168-37). Auch aus neuropsychologischer Sicht ist nur 

noch von leicht verminderten Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistungen und 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seiner bisherigen Tätigkeit 

grundsätzlich gewachsen ist (Austrittsbericht Rehaklinik Bellikon vom 15. Juli 2008, 

SUVA-act. 2-98). Die Schmerzen haben auf diverse medikamentöse Behandlungen 

sowie auf Physiotherapie nicht wesentlich angesprochen (IV-act. 168-15 f.). Als 

Komorbiditäten bzw. erschwerend für die Wiedereingliederung bestehen eine gewisse 

Vulnerabilität, unter zunehmender Belastung Anpassungsstörungen mit depressiver 

Reaktion (IV-act. 168-35), mässig erhebliche körperliche Begleiterkrankungen (IV-act. 

168-35) sowie ängstlich-vermeidende und passiv-aggressive Persönlichkeitszüge (IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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act. 168-31 ff.). Der Beschwerdeführer nannte keine wesentlichen Einschränkungen der 

berufsrelevanten Fähigkeiten, ausser dass er bei aufkommenden Kopfschmerzen 

gezwungen sei, die Arbeit niederzulegen (IV-act. 168-26 ff.). Als Ressourcen nennt Dr. 

I.___ eine grundsätzlich kräftige Körperkonstitution, eine gute Intelligenz und einiges an 

praktischer beruflicher Erfahrung (IV-act. 168-36). Weiter sei der Beschwerdeführer 

sowohl im Privatleben als auch teilweise im Berufsleben gesellschaftlich verankert (IV-

act. 168-35). Ressourcenhemmend sind psychosoziale Belastungen und emotionale 

Konflikte, diverse Phänomene einer dysfunktionalen Beschwerdebewältigung sowie 

eines abnormen Krankheitsverhaltens (Aggravation, subjektive Leistungsinsuffizienz, 

Selbstlimitierung, übertriebenes Schonverhalten mit Verharren in der Krankenrolle bei 

eher limitierter Leistungsmotivation) sowie ungenügende Akkulturierung, mangelhafte 

Sprachkompetenz, chronische familiäre Konflikte, finanzielle Probleme und andere 

mehr zu erwähnen (IV-act. 168-31). Zur Kategorie der Konsistenz führt der Gutachter 

an, die geklagten Beschwerden liessen sich zumindest teilweise nicht mit objektiven 

Befunden in Einklang bringen. Eindrucksmässig bestehe eine Diskrepanz zwischen 

subjektiven Beschwerden und der körperlichen Beeinträchtigung in der 

Untersuchungssituation. Eine gewisse mangelnde Präzision der Schilderung von 

Beschwerden und Krankheitsverlauf sei festzustellen. Gewisse Formulierungen hätten 

überzogen gewirkt und nicht zu Mimik und Gestik gepasst. Es bestünden Diskrepanzen 

zwischen Eigenangaben und Fremdanamnese inklusive Aktenlage, und es würden 

Beschwerden angegeben, die sich durch "nichts" bessern liessen. Hingegen sei eine 

Diskrepanz zwischen den geschilderten Beeinträchtigungen und den eruierten 

Aktivitäten nicht objektivierbar. Eine sachliche Diskussion sei schwierig, aber nicht 

unmöglich, da der Beschwerdeführer einen gewissen Goodwill zur Schau trage (IV-act. 

168-37 f.; vgl. zu Verweistätigkeiten auch IV-act. 168-28 f.).

2.4  Das psychiatrische Gutachten von Dr. I.___ genügt den Anforderungen eines 

strukturierten Beweisverfahrens. Damit ist ein invalidenversicherungsrechtlich 

relevanter Gesundheitsschaden hinreichend objektiviert (vgl. BGE 140 V 289 E. 3.3.1; 

Urteil des Bundegerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.3 f.). Es 

berücksichtigt die geschilderten Beschwerden und die vorhandenen medizinischen 

Akten und ist insgesamt beweistauglich. Ergänzend ist zu bemerken, dass die gemäss 

Rechtsprechung relevante durchschnittliche Arbeitsfähigkeit 75% (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 9C_730/2012, E. 4.2) als Minimum zu interpretieren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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ist: Dr. I.___ geht zwar im Zeitpunkt des Gutachtens von einem zumutbaren 

Tagespensum von 6 Stunden, entsprechend 70% eines 8,5-Stundentages, aus. Er 

führt jedoch aus, auf psychischer Ebene bestehe eine reine Befindlichkeitsstörung 

ohne fassbare kognitive Funktionseinschränkungen (IV-act. 168-36). Es bestehe im 

Grunde kein medizinisches Argument, das gegen eine Steigerung der Arbeits- bzw. 

Leistungsfähigkeit spreche, wenn die eingetretene Dekonditionierung weggefallen sei 

(IV-act. 168-40 f.). Die Arbeitsunfähigkeit wird mit dem Hinweis auf die teilweise 

erfüllten Försterkriterien begründet (IV-act. 168-41). Aus der Schilderung des 

Beschwerdeführers, gegen die plötzlich auftretenden Kopfschmerzen helfe einzig ein 

Gang ins Freie (IV-act. 168-8); sein (derzeitiger) Chef kenne seine Problematik und 

lasse ohne weiteres zu, dass er vermehrt Pausen einlege, nach draussen gehe oder 

Kaffee trinke, Zigaretten rauche (IV-act. 168-12, 42), lässt sich schliessen, dass die 

Kopfschmerzen relativ gut "behandelbar" sind und nicht regelmässig eine zweitägige 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bewirken. Diese Elemente sprechen gegen eine höhere 

als die von Dr. I.___ geschätzte Arbeitsunfähigkeit; es ist mithin von einer mindestens 

75%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, wobei somatischerseits die erwähnten 

Adaptationskriterien zu berücksichtigen sind (vgl. E. 2.2 am Schluss).

3. 

3.1  Der Beschwerdeführer meldete sich am 22. April 2008 bei der IV zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1). Gemäss Übergangsrecht zur 5. IV-Revision ist vorliegend 

Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens 6 Monate nach Geltend-

machung des Leistungsanspruchs entsteht, nicht anwendbar (BGE 138 V 475; 

Entscheide des Versicherungsgerichts vom 29. Januar 2014, IV 2012/309, E. 1.1, und 

vom 25. November 2016, IV 2014/355, E. 2). Ein allfälliger Rentenanspruch konnte 

somit mit Ablaufs der Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 1. Juli 2008 

entstehen. Massgebend für den Einkommensvergleich ist das Jahr 2008 (BGE 129 V 

222).

3.2  Der Beschwerdeführer hatte am 1. Mai 2007 eine Vollzeitstelle (40 Std./Woche) als 

J.___ mit einem hypothetischen Einkommen im Jahr 2008 von Fr. 66'300.-- angetreten 

(Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-3 ff.). Nachdem ein 

Arbeitsversuch vom 3. bis 19. Dezember 2007 im Umfang von maximal 30% 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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gescheitert war, da der Beschwerdeführer wegen Schmerzen wieder zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben wurde, kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 

31. Januar 2008 (Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-3, 6, 12; 

Unfallschein, IV-act. 25-15). Die Beschwerdegegnerin ist zugunsten des 

Beschwerdeführers vom an der davor innegehabten Stelle gemäss Auszug aus dem 

Individuellen Konto (IK) im Jahr 2006 erzielten Lohn von Fr. 73'128.-- ausgegangen (IV-

act. 152). Für das massgebende Jahr 2008 entspricht dies einem Betrag von Fr. 

75'960.-- (Fr. 73'128.-- : 2014 x 2092; Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung 

2014, T 39; Indices Männer 2006: 2014, 2008: 2092). Mit Blick auf den Auszug aus dem 

Individuellen Konto (IK; IV-act. 87) erweist sich dieses Einkommen als höher als jenes 

der Vorjahre, weshalb auf den Durchschnitt seit 2002 abzustellen ist. Damit ergeben 

sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, 

Lohnentwicklung 2014, T 39, Indices Männer) folgende Jahreseinkommen:

Löhne  NL-Index NL-Index 2008 indexierte Löhne

2002  Fr. 62'677.00   1'933 2'092  Fr. 67'832.53

2003  Fr. 65'327.00   1'958 2'092  Fr. 69'797.80

2004  Fr. 66'438.00   1'975 2'092  Fr. 70'373.82

2005  Fr. 65'181.00   1'992 2'092  Fr. 68'453.14

2006  Fr. 73'128.00   2'014 2'092  Fr. 75'960.17

Das als Valideneinkommen massgebliche durchschnittliche Jahreseinkommen beläuft 

sich auf Fr. 70'483.50.

3.3 

3.3.1  Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1. März 2009 stundenweise als J.___ bei der 

K.___ zu einem Stundenlohn von Fr. 22.20 inklusive Ferien- und 

Feiertagsentschädigung sowie anteilsmässigen 13. Monatslohn. Hochgerechnet auf ein 

Vollzeitpensum von jährlich rund 2000 Stunden (45 Wochenstunden betriebsübliche 

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Arbeitszeit [Angabe Arbeitgeberin, IV-act. 88-2] x 45 Wochen [inkl. Ferien und 

Feiertage]) ergibt sich ein jährliches Einkommen von Fr. 44'400.-- (2000 x Fr. 22.20). 

Dem gegenüber beträgt der Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik (BFS) 2008, Metallverarbeitung (TA1, Ziff. 27, 28, Männer 

Anforderungsniveau 4) Fr. 4'949.--. Hochgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit 

gemäss LSE von 41,4 Std. und auf 12 Monate beträgt der Tabellenlohn 61'467.--, 

womit sich das aktuelle Einkommen des Beschwerdeführers als in beträchtlichem 

Masse unterdurchschnittlich erweist. Dies gilt auch gegenüber dem Durchschnittslohn 

des Anforderungsniveaus 4 von Fr. 59'979.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, Bern 

2015, Anhang 2). Gemäss Angaben des aktuellen Arbeitgebers vom 10. Dezember 

2010 entspreche der Lohn der Arbeitsleistung (IV-act. 88-2). Der Arbeitgeber 

verzeichnete für das Jahr 2009 329,5 und für 2010 254 Arbeitsstunden (IV-act. 88-2 f.). 

Weiter gab er an, der Beschwerdeführer arbeite nur, wenn sein Zustand es zulasse 

oder genug Aufträge vorhanden seien. In den Berichten des Kreisarztes der SUVA vom 

9. September 2009 (IV-act. 69-4) und des Kopfwehzentrums der Hirslandenklinik Zürich 

(IV-act. 4-22 f.) vom 16. Dezember 2009 ist ein momentaner bzw. derzeitiger Einsatz 

von 50% vermerkt, und im ABI-Gutachten vom 19. November 2014 ein solcher von 

15-20 Std. pro Woche (IV-act. 150-25). Beim Gutachter Dr. I.___ schätzte er das 

aktuelle Pensum auf ca. 10 Stunden/Woche bzw. 25% (Gutachten vom 23. Juni 2015, 

IV-act. 168-8 f.). Der Beschwerdeführer nützt damit die ihm verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit von 75% nicht aus. Dabei erhält er zudem noch einen 

branchenunüblichen Lohn. Das Invalideneinkommen ist daher aufgrund des 

Tabellenlohnes zu bemessen. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, 

sein aktueller Lohn entspreche seinem Invalideneinkommen.

3.3.2  Gemäss somatischem ABI-Gutachten besteht für körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer aktuell ausübe, eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit. Möglichst zu vermeiden seien Gewichtsbelastungen über 25 kg und 

Arbeiten über Schulterhöhe. Wegen der Migränekomponente seien Tätigkeiten im 

Schichtdienst ungünstig (ABI-Gutachten vom 19. November 2014, IV-act. 150-25 f.). 

Dr. I.___ bezeichnete zudem, allerdings fachfremd, langes Stehen als möglicherweise 

Beschwerden provozierend (Gutachten vom 5. Dezember 2014, IV-act. 168-41). Die 

Tätigkeit als Y.___ bei der X.___ AG beinhaltete zwar häufiges Stehen, jedoch kein 

Heben oder Tragen von Gewichten über 25 kg (Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 

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2008, IV-act. 25-8). Für die aktuelle Arbeit wird manchmaliges Stehen und seltenes 

Tragen oder Heben von Lasten über 25 kg angegeben (Angaben Arbeitgeberin vom 10. 

Dezember 2010, IV-act. 88-4). Die bisherige und aktuelle Tätigkeit als Y.___ sind somit 

nicht vollständig leidensangepasst. Dem Beschwerdeführer ist daher zuzubilligen, dass 

für das Invalideneinkommen auf den durchschnittlichen Tabellenlohn des 

Anforderungsniveaus 4 von Fr. 59'979.-- und nicht auf den leicht höheren Tabellenlohn 

in der Metallverarbeitung abgestellt wird (vgl. E. 3.3.2).

3.4 

3.4.1  Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 

3b/aa S. 323). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in fine). 

Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände 

im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25% 

nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb-cc; 134 V 327 f. E. 5.2; Urteil 9C_368/2009 

vom 17. Juli 2009 E. 2.1; zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

Dezember 2014, 9C_630/2014, E. 2.1 mit weiteren Verweisen).

3.4.2  Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer in der angefochtenen 

Verfügung (IV-act. 179) keinen Tabellenlohnabzug und in der Beschwerdeantwort einen 

solchen von 5% (act. G 4). Der Teilzeitabzug von 5% entspricht der Statistik (BFS, 

Lohnstrukturerhebung 2008, Tabelle monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 

Beschäftigungsgrad, Anforderungsniveau und Geschlecht, wonach der 

Durchschnittslohn im Anforderungsniveau 4 bei vollzeitlicher Tätigkeit [über 90%] Fr. 

4'925.-- und bei einem Pensum von 75% bis 89% Fr. 4'677.-- betrug). Dr. I.___ 

begründet die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit damit, dass die Restbeschwerden die 

Durchhaltefähigkeit über eine gewisse Zeitdauer hinaus erschweren und in Phasen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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akuten Kopfschmerzes jede Berufstätigkeit verunmöglicht werde (IV-act. 168-40). Er 

führt weiter aus, aufgrund des Naturells und des Krankheitsverhaltens des 

Beschwerdeführers sei dieser auf einen Arbeitsplatz angewiesen, an dem er keinem 

erhöhten Zeitdruck ausgesetzt sei und seinem Bedürfnis nach Erholungspausen an der 

frischen Luft (Kaffee-/Rauchpause) Verständnis entgegengebracht werde. Einen 

erhöhten Pausenbedarf hält Dr. I.___ aufgrund der Dekonditionierung namentlich zu 

Beginn für erforderlich (vgl. IV-act. 168-42; E. 2.4). Soweit die Einschränkungen der 

Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit auf der Dekonditionierung beruhen, sind sie 

vorübergehender Natur und begründen daher keinen Tabellenlohnabzug. Darüber 

hinaus ist die schmerzbedingte Verminderung des Rendements durch die 

Arbeitsausfälle bereits in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt und kann daher 

nicht zusätzlich einen Tabellenlohnabzug begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 

22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 4.1.1 mit Verweisen). Die von Dr. I.___ 

festgehaltenen einerseits ängstlich-vermeidenden und andererseits passiv-aggressiven 

Persönlichkeitszüge (IV-act. 168-33) bzw. die subjektive Leistungsinsuffizienz mit 

Tendenz zur Selbstlimitierung (IV-act. 168-42) begründen ebenfalls keinen zusätzlichen 

Tabellenlohnabzug, zumal der Beschwerdeführer sowohl von der Arbeitgeberin 

(Angaben vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-9), während der Therapie in der Rehaklinik 

Bellikon (Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, Fremdakten, act. 2-98) als auch während 

der beruflichen Abklärung in der OBV (Schlussbericht vom 14. November 2008, IV-act. 

47) als sehr lern- und leistungsbereit, interessiert und zuverlässig beschrieben wurde 

und keine persönlichkeitsbezogenen Probleme berichtet wurden. Insgesamt rechtfertigt 

sich unter Berücksichtigung der beschriebenen Elemente ein Tabellenlohnabzug von 

5%. Es resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 42'735.-- (Fr. 59'979.-- x 75% x 

95%), woraus sich bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'483.50 (E. 3.2) ein 

Invaliditätsgrad von 39,4% ergibt.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der 

Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.06.2018
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Beweistauglichkeit eines psychiatrischen Gutachtens. Valideneinkommen bei Unfall an neuem Arbeitsplatz. Kriterien für die Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens für die Bemessung des Invalideneinkommens, insbesondere Ausschöpfung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit und Branchenüblichkeit des Lohns (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2018, IV 2016/147). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_561/2018.

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