# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7165e735-46c0-55f2-8ae8-1cea15cc68aa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.05.2007 AVI 2007/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2007-12_2007-05-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2007/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 09.03.2020

Entscheiddatum: 08.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 08.05.2007
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG, Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV. Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung. Aufhebungsvereinbarung während gekündigtem 
Arbeitsverhältnis. Reduktion der Einstelltage aufgrund der Umstände 
(Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 8. Mai 2007, AVI 
2007/12). Bestätigt durch Urteil Bundesgericht 8C_297/2007

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichter Joachim Huber,

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Schnetzler

Entscheid vom 8. Mai 2007

In Sachen

F. ___,

Beschwerdeführer,

gegen

Kantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Einhaltung der Kündigungsfrist)

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

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I.

A.- a) F.___ war bei der A.___ AG in B.___ als Geschäftsleiter angestellt. Das 

Arbeitsverhältnis wurde in der Folge durch dreiseitige Vereinbarung auf die C.___ AG 

übertragen (act. G 3.1, act. G 3.2, act. G 3.3, act. G 3.9, act. G 3.15). Am 21. Juni 2006 

wurde das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin auf den 30. Juni 2007 gekündigt 

(act. G 3.5). Gleichentags unterzeichneten die Parteien eine Vereinbarung über die 

Zusammenarbeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist (act. G 3.6). Am 15. August 2006 

wurde die C.___ AG verkauft (vgl. act. G 3.8). Am selben Tag unterzeichneten die 

Parteien eine Vereinbarung, wonach das Arbeitsverhältnis gleichentags aufgelöst 

werde und die Arbeitgeberin eine in monatlichen Raten bis Ende Dezember 2006 zu 

bezahlende Abfindung von Fr. 40'000.-- schulde (act. G 3.7). Am 21. August 2006 

meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung und stellte Antrag auf 

Arbeitslosenentschädigung (act. G 3.9, act. G 3.10).

b) Auf Anfrage teilte die Arbeitgeberin der Arbeitslosenkasse des Kantons St. Gallen 

am 27. August 2006 mit, dass dem Versicherten nach dem Eigentümerwechsel am 15. 

August 2006 mitgeteilt worden sei, dass er weiterbeschäftigt werde, jedoch ohne 

Kundenkontakt und unter der Leitung der neuen Geschäftsführerin, einer neuen 

Aktionärin. Der Versicherte habe klar gemacht, dass er unter dieser neuen Leitung nicht 

arbeiten wolle und habe vorgeschlagen, das Arbeitsverhältnis sofort aufzulösen und 

eine Abgangsentschädigung zu vereinbaren. Diesem Vorschlag sei die Arbeitgeberin 

nachgekommen (act. G 3.14, vgl. auch act. G 3.22). Am 2. Oktober 2006 führte der 

Versicherte auf Anfrage aus, er sei seit 28 Jahren Geschäftsführer in der A.___ AG und 

sodann in der C.___ AG gewesen. Der Geschäftsgang sei zuletzt schlecht gewesen, 

und ein Aktionär habe sich in die Geschäftsführung eingemischt und sodann die 

Kündigung seines Arbeitsvertrags durchgesetzt und die Befugnisse des 

Geschäftsführers beschränkt. Dies sei sehr demotivierend gewesen. Trotzdem habe er 

sich weiter für die Ziele der Arbeitgeberin eingesetzt. Am 14. August 2006 sei ihm dann 

der Verkauf der A.___ AG und der C.___ AG an seine Sachbearbeiterin und deren 

Verwandtschaft mitgeteilt worden. Die neuen Eigentümer hätten ihm umgehend 

mitgeteilt, dass die Sachbearbeiterin zur Geschäftsführerin bestimmt worden sei. Er 

habe sein Büro räumen müssen. An einer Besprechung am 15. August 2006 sei ihm 

dann mitgeteilt worden, dass sich das Unternehmen von ihm trennen wolle. Eine 

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Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist per 30. Juni 2007 sei nicht in 

Erwägung gezogen worden, ebenso wenig die Auszahlung der vertraglich vereinbarten 

Gratifikation oder die Gewährung der ihm noch zustehenden 20 Ferientage. Nur durch 

eine juristische Auseinandersetzung wäre ein anderes Ausscheiden aus der Firma 

möglich gewesen, dazu habe ihm aber die Kraft gefehlt. Für ihn sei eine weitere 

Tätigkeit für die Arbeitgeberin unvorstellbar und unerträglich geworden. Eine in 

Aussicht gestandene Anstellung bei einer anderen Arbeitgeberin habe sich nicht 

realisieren lassen, weil diese das Jobangebot situationsbedingt zurückgezogen habe, 

was er vier Tage nach seiner Freistellung erfahren habe. Unter diesen Umständen habe 

er keine andere Wahl gehabt, als einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses 

zuzustimmen (act. G 3.23).

c) Mit Verfügung vom 3. November 2006 wurde der Anspruch des Versicherten auf 

Arbeitslosenentschädigung für die Zeit vom 21. August bis 31. Dezember 2006 

mangels anrechenbaren Arbeitsausfalls abgelehnt (act. G 3.28).

d) Mit Verfügung vom 16. Januar 2007 wurde der Versicherte ab dem 1. Januar 2007 

für 58 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt, weil er durch die Einwilligung in 

die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses eine erwerbslose Zeit bewusst in Kauf 

genommen habe. Er habe seine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet, und sein 

Verschulden wiege schwer (act. G 3.32).

B.- Gegen die Einstellungsverfügung erhob der Versicherte am 24. Januar 2007 

Einsprache und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 

Die Weiterarbeit unter der neuen Eigentümerschaft sei für ihn unter keinen Zuständen 

zumutbar gewesen, sodass er einem vorzeitigen Ausscheiden zugestimmt habe. Sein 

Vorgehen sei richtig gewesen, wie das Beispiel des Betriebsleiters zeige, der von der 

Arbeitgeberin im Oktober 2006 fristlos entlassen worden sei und seine Ansprüche 

gerichtlich durchsetzen müsse. Dass der Betriebsleiter nicht mit einer Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung sanktioniert worden sei, sei für ihn nicht verständlich. Die 

Unzumutbarkeit der ihm offerierten Arbeitsbedingungen seien von der 

Arbeitslosenkasse nicht gebührend gewürdigt worden (act. G 3.34). Mit 

Einspracheentscheid vom 26. Januar 2007 wies die Arbeitslosenkasse die Einsprache 

ab. Es sei zwar nachvollziehbar, dass die geschäftliche Situation für den Versicherten 

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sehr belastend und frustrierend gewesen sei, trotzdem bleibe die Tatsache bestehen, 

dass er auf die Weiterführung seines Arbeitsverhältnisses verzichtet habe. Im 

Unterschied zum Betriebsleiter könne er keine Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis 

mehr gerichtlich geltend machen. Das Verschulden wiege schwer und die Einstelldauer 

habe sich an der Länge der Kündigungsfrist zu orientieren, weshalb 58 Einstelltage 

angemessen seien (act. G 3.36).

C.- Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 30. Januar 

2007, worin der Beschwerdeführer eine Reduktion der Einstelltage auf ein Minimum 

beantragt. Er hält daran fest, dass eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses 

unzumutbar gewesen sei und er beim Ausscheiden aus der Firma überzeugt gewesen 

sei, bei einer anderen Arbeitgeberin eine Anstellung zu finden. Er habe seine 

Arbeitgeberin durch sein Ausscheiden aus der Firma vor dem Zusammenbruch 

bewahrt und somit allen Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit erspart. Er habe sich über 

Jahre sehr für die Arbeitgeberin eingesetzt und damit den Erhalt von Arbeitsplätzen 

ermöglicht. Er habe sich richtig und sozial verhalten, weshalb er nicht mit einer solchen 

Sanktion belegt werden dürfe (act. G 1). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2007 

beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und hält an ihrer 

Begründung fest (act. G 3). Der Beschwerdeführer führt mit Replik vom 19. Februar 

2007 aus, dass die Beschwerdegegnerin seine Verdienste für den Erhalt von 

Arbeitsplätzen nicht gewürdigt habe. Zudem habe sie sich nicht dazu geäussert, dass 

er eine neue Stelle in Aussicht gehabt habe (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin 

verzichtet auf eine Duplik (act. G 7).

II.

1.- a) Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der 

Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 

ist. Selbstverschuldet ist die Arbeitslosigkeit namentlich dann, wenn die versicherte 

Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere 

Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht 

zugemutet werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Unter diesen 

Einstellungsgegenstand sind auch Fälle der vorzeitigen Auflösung von 

Arbeitsverhältnissen im gegenseitigen Einvernehmen zu subsumieren, weil die 

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versicherte Person dabei auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf 

der Kündigungsfrist verzichtet (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. Soziale Sicherheit, 2. Auflage 2007, Rz 

832 mit Hinweisen, vgl. auch J. CHOPARD, Die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 130 f.).

b) Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe findet das sozialversicherungsrechtliche 

Schadenminderungsprinzip seine Grenze bei der Zumutbarkeit (Art. 16 Abs. 2 AVIG). 

Eine Stelle, die im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG unzumutbar und damit von der 

Annahmepflicht ausgenommen ist, kann der versicherten Person auch nicht zum 

Beibehalten zugemutet werden. Im Weiteren ist bei der Prüfung der Frage, ob eine 

Sanktion wegen Selbstaufgabe der Stelle im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV 

zulässig ist, das Übereinkommen Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) 

über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 

1988 zu beachten, das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist (SR 

0.823.726.8, nachfolgend Übereinkommen). Nach Art. 20 lit. c des Übereinkommens 

können Leistungen der Arbeitslosenversicherung verweigert, zum Ruhen gebracht oder 

gekürzt werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende 

Person ihre Beschäftigung freiwillig ("volontairement") ohne triftigen Grund ("sans motif 

légitime") aufgegeben hat. Diese staatsvertragliche Norm ist im Einzelfall direkt 

anwendbar (BGE 124 V 236 E. 3c) und geht den nationalen Bestimmungen für den 

Erlass einer Einstellungsverfügung vor. Damit dürfen bei einer völkerrechtskonformen 

Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV an die Zumutbarkeit des Verbleibens am 

Arbeitsplatz keine überhöhten Anforderungen gestellt werden; insbesondere sind bei 

der Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu 

berücksichtigen (J. CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 

1998, S. 80). Wie auch das Eidgenössische Versicherungsgericht festgehalten hat, 

kann nicht von einer freiwilligen Beschäftigungsaufgabe im Sinne des 

Übereinkommens gesprochen werden, wenn eine versicherte Person nicht von sich 

aus, sondern vom Arbeitgeber oder durch die Entwicklung am Arbeitsplatz zur 

Kündigung gedrängt wird. Gleiches gilt für den Fall, da die versicherte Person für das 

Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen vermag (BGE 124 V 236 E. 4b/aa).

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2.- Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in eine vorzeitige Auflösung des 

Arbeitsverhältnisses eingewilligt hat. Er macht geltend, dass er seine Stelle ohnehin 

nicht hätte behalten können, dass ihm eine Aufrechterhaltung der Arbeitsstelle nicht 

zumutbar gewesen sei und dass er überdies eine Stelle bei einer anderen Arbeitgeberin 

in Aussicht gehabt habe, die ihr Arbeitsangebot unerwartet zurückgezogen habe. 

Zudem führt er aus, er habe durch sein Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis die 

Arbeitgeberin vor dem finanziellen Zusammenbruch bewahrt und damit Arbeitsplätze 

gerettet.

3.- Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er ohnehin die Stelle nicht hätte 

behalten können, so rechtfertigt dies die einvernehmliche vorzeitige Auflösung des 

Arbeitsverhältnisses nicht. Gemäss der für die ehemalige Arbeitgeberin auch nach dem 

Eigentümerwechsel ohne weiteres verbindlichen Vereinbarung vom 21. Juni 2006 (act. 

G 3.6) war das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien auf den 30. Juni 2007 aufgelöst 

worden. Eine frühere Auflösung des Arbeitsverhältnisses war in dieser Vereinbarung 

nur für den Arbeitnehmer vorgesehen. Damit hätte die ehemalige Arbeitgeberin das 

Arbeitsverhältnis nicht von sich aus auflösen können, es sei denn, es hätten wichtige 

Gründe im Sinne von Art. 337 OR für eine fristlose Kündigung vorgelegen. Ohne 

Einlenken des Beschwerdeführers hätte das Arbeitsverhältnis damit bis zum 30. Juni 

2007 gedauert. Mit der Einwilligung in die frühere Auflösung des bereits gekündigten 

Arbeitsverhältnisses ist der Beschwerdeführer damit früher arbeitslos geworden und 

hat die Arbeitslosigkeit bis zum Ende der Kündigungsfrist selber verschuldet. Dass er 

seine Ansprüche bei Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses nach seiner 

Einschätzung nur gerichtlich hätte durchsetzen können, ändert nichts daran, dass er 

Lohnansprüche gegenüber seiner ehemaligen Arbeitgeberin gehabt hätte, die er mit 

der vorzeitigen Vertragsauflösung preisgegeben hat.

4.- a) Die Unzumutbarkeit der Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses begründet 

der Beschwerdeführer mit der Unmöglichkeit, unter seiner früheren Sachbearbeiterin 

als Geschäftsführerin und ohne Kundenkontakt zu arbeiten.

b) Eine Rückversetzung im Betrieb ohne triftige Gründe oder ohne vorgängige 

Anhörung des Arbeitnehmers kann dessen Persönlichkeit verletzen und gegen Art. 328 

OR verstossen (vgl. ARV 2006 S. 270 E. 2 mit Hinweis auf BGE 110 II 172 E. 2a). Die 

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Zumutbarkeit der Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses aus 

arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht ist jedoch gesondert zu prüfen. Gemäss Art. 

16 Abs. 2 lit. b AVIG ist eine Arbeit unzumutbar, die nicht angemessen auf die 

Fähigkeiten oder auf die bisherige Tätigkeit des Versicherten Rücksicht nimmt. Diese 

Vorschrift hat jedoch den Schutz des Arbeitnehmers vor Überforderung zum Ziel. Eine 

Unterbeanspruchung begründet keine Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses 

(Bundesgerichtsentscheid C 135/02 vom 10. Februar 2003, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Bei 

zeitlich befristeten Tätigkeiten, denen Überbrückungscharakter zukommt, sind weniger 

qualifizierte Arbeiten sowohl bei neuen Stellen und erst recht bei der vorläufigen 

Beibehaltung der bisherigen Arbeitsstelle grundsätzlich zumutbar 

(Bundesgerichtsentscheid C 135/02 vom 10. Februar 2003, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 

Eine Rückversetzung des Arbeitnehmers begründet daher aus 

arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht noch nicht eine Unzumutbarkeit, die Stelle 

bis zum Auffinden einer Anschlussstelle beizubehalten (vgl. Bundesgerichtsentscheid C 

326/95 vom 6. August 1996, E. 3, a.M. CHOPARD, a.a.O., S. 120).

c) Die Rückversetzung vom Geschäftsführer zum Angestellten ohne Kundenkontakt 

stellt zweifellos eine gewichtige Rückstufung des Beschwerdeführers dar. Der 

Beschwerdeführer stand jedoch in einem bereits gekündigten und damit zeitlich 

befristeten Arbeitsverhältnis, aus dem er zudem gemäss der Vereinbarung mit der 

Arbeitgeberin mit einer Ankündigungsfrist von zwei Wochen auf jedes Monatsende hin 

hätte aussteigen können (vgl. Ziff. 2 der Vereinbarung vom 21. Juni 2006, act. G 3.6). 

Es ging damit für den Beschwerdeführer darum, bis zum Finden einer Anschlussstelle 

in einer untergeordneten Funktion an der ihm nicht mehr zusagenden Stelle 

auszuharren. So hätte der Beschwerdeführer seine Stelle im Sinne einer 

Überbrückungslösung beibehalten müssen, zumal mit der Rückversetzung keine 

Lohneinbusse verbunden war. Damit kann nicht von der Unzumutbarkeit der 

Aufrechterhaltung des bisherigen Arbeitsverhältnisses ausgegangen werden, die eine 

vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses gerechtfertigt hätte. Hingegen sind die 

schwierigen Umstände bei der Verschuldenszumessung zu berücksichtigen (vgl. 7.b 

hiernach).

5.- Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe auf eine Anstellung bei einer 

Arbeitgeberin der gleichen Branche hoffen dürfen, die dann wider Erwarten ihr 

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Jobangebot zurückgezogen habe, so führt dies nicht zu einer Rechtfertigung der 

vorzeitigen Vertragsauflösung. Eine Stelle gilt nämlich erst dann als zugesichert, wenn 

durch ausdrückliche oder stillschweigende übereinstimmende gegenseitige 

Willenserklärungen ein Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 319 ff. OR zustande gekommen 

ist. Bloss Hoffnungen und Erwartungen erweckende Vertragsverhandlungen genügen 

hiezu nicht. Einigermassen begründete Hoffnungen auf eine Anstellung können aber 

verschuldensmindernd berücksichtigt werden (ARV 1992 Nr. 17 S. 153 f. mit Hinweis 

auf unveröffentlichtes Urteil C 110/86 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 

12. März 1987, vgl. auch J. CHOPARD, a.a.O. S. 115 mit Hinweis auf GERHARDS, 

AVIG-Kommentar, Art. 30 AVIG, N. 15). Dem Beschwerdeführer war keine 

Anschlussstelle zugesichert, da sonst die mögliche Arbeitgeberin nicht ohne weiteres 

von ihrem Angebot hätte Abstand nehmen dürfen. Aufgrund der Ausführungen des 

Beschwerdeführers kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass er berechtigte 

Hoffnung auf eine Anschlussstelle bei der D.___ AG haben konnte, nachdem diese 

Firma ursprünglich an einer Übernahme von Betriebsteilen der Arbeitgeberin 

interessiert war und sich aber mit dem Verkauf der A.___ AG und C.___ AG an E.___ 

sowie weitere Personen die Situation grundlegend verändert hatte.

6.- Das Vorbringen des Beschwerdeführers, mit seinem Ausscheiden aus dem 

Arbeitsverhältnis korrekt gehandelt zu haben, indem er Arbeitsplätze erhalten und die 

Arbeitgeberin vor dem finanziellen Zusammenbruch bewahrt habe, ist für die 

Beurteilung der Wahrung der Schadenminderungspflicht und damit der Einstellung in 

der Anspruchsberechtigung nicht beachtlich. Die Schadenminderungspflicht muss im 

einzelnen Versicherungsverhältnis individuell erfüllt werden. Ein Verhalten einer 

versicherten Person zugunsten der Versichertengemeinschaft kann darum eine 

Verletzung der Schadenminderungspflicht von vornherein nicht rechtfertigen, auch 

wenn ein solches Verhalten aus ethischen und moralischen Gesichtspunkten allenfalls 

erwünscht sein mag. Wie sich die Einhaltung der Kündigungsfrist auf den 

Geschäftsgang des Unternehmens ausgewirkt hätte, ist ohnehin eine hypothetische 

Frage und kann hier nicht beurteilt werden.

7.- a) Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 

Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei 

mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). 

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Ein schweres Verschulden liegt namentlich dann vor, wenn eine versicherte Person 

ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer 

neuen aufgegeben hat (Art. 45 Abs. 3 AVIV).

b) Im vorliegenden Fall ist die Beschwerdegegnerin mit einer Einstelldauer von 58 

Tagen von einem schweren Verschulden im obersten Bereich ausgegangen. Dies hält 

einer Ermessensüberprüfung nicht stand. Die Beschwerdegegnerin hat die geltend 

gemachten schwierigen Umstände im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel bei 

der Arbeitgeberin und der damit für den Beschwerdeführer verbundenen 

Funktionseinbusse nicht verschuldensmindernd berücksichtigt. Dazu hätte aber Anlass 

bestanden. Wohl ist die Vertragsdauer, um welche das Arbeitsverhältnis durch eine 

Aufhebungsvereinbarung verkürzt wird, ein bedeutender Bemessungsfaktor bei der 

Festsetzung der Sanktion. Die alleinige Orientierung an der Länge der nicht 

eingehaltenen Kündigungsfrist (vgl. E. c) des Einspracheentscheides vom 26. Januar 

2007 [act. G 3.36]) ist jedoch eine willkürliche Verschuldenszumessung, da die 

verschuldensmindernden Umstände nicht berücksichtigt werden und damit verkannt 

wird, dass die Einstellung in der Anspruchsberechtigung eine angemessene 

Mitbeteiligung am Schaden und keine vollständige Schadensüberwälzung zum Zweck 

hat (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band 

XIV Soziale Sicherheit, 2. Auflage 2007, O. Arbeitslosenversicherung, N. 859).

c) Bei der Verschuldenszumessung ist im vorliegenden Fall, wo in der 

Aufhebungsvereinbarung im Ergebnis auf sechs Monate Kündigungsfrist verzichtet 

wird, gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV von einem schweren Verschulden auszugehen. 

Innerhalb des entsprechenden Sanktionsrahmens ist das Verschulden jedoch aufgrund 

der anerkannten verschuldensmindernden Umstände im unteren Bereich anzusiedeln, 

und der Beschwerdeführer ist für 35 Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen.

8.- Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, 

der Einspracheentscheid vom 26. Januar 2007 aufzuheben und der Beschwerdeführer 

ab dem 1. Januar 2007 für 35 Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 26. 

Januar 2007 aufgehoben und der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2007 für 35 

Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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