# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cc45cc0-8e4e-5c90-b74f-075cb7ad9410
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-09-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 26.09.2006 SF 2006 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2006-19_2006-09-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 25./26. September 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 06 16 - 19 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Riesen-Bienz, Giger und Zinsli
Aktuarin ad hoc Honegger Droll

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In der Strafsache

des CB., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. Werner Jörger, 
Alexanderstrasse 1 / Bahnhofstrasse 11, 7001 Chur,

des CC., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. et oec. Pius Fry-
berg, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,

des CD., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. Ruadi Thöni, 
Postfach 230, Vertriebszentrale, 7017 AA.,

des CE., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. Patrick Baran-
dun, c/o Buchli Caviezel Just, Postfach 414, Masanserstrasse 35, 7001 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. Mai 2006, 

wegen mehrfacher Raub, Raubversuch etc.,

in Anklagezustand versetzt,

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hat sich ergeben:

A. a) CB. wuchs zusammen mit einer älteren Schwester bei seinen Eltern 
in U. auf. Dort besuchte er anfänglich auch die Primarschule. Aufgrund von Schwie-
rigkeiten mit der Primarlehrerin besuchte CB. sodann während zwei Jahren die Pri-
marschule in CI. Die Oberstufenschule besuchte CB. zuerst in V.. Aufgrund von 
Auseinandersetzungen mit anderen Schülern wurde er jedoch nach W. verlegt, wo 
er die Oberstufe abschloss. Anschliessend begann er bei der Firma X. SA in Y. eine 
Lehre als Heizungsmonteur. Diese Lehrstelle wurde ihm gekündigt und er setzte sie 
als Anlehre bei der Firma Z. in AA. fort. Er schloss die Lehre als Heizungsmonteur 
im Sommer 2004 ab. Im September 2004 begann CB. eine Lehre als Sanitärinstal-
lateur, welche er im Mai 2005 freiwillig abbrach. Von Juni 2005 bis Ende November 
2005 arbeitete er bei der Firma AB. SA, als Strassenbauer, wo er einen Stundenlohn 
von Fr. 23.-- brutto, somit monatlich ca. Fr. 4'000.-- brutto verdiente. Die Wintersai-
son (12.2005 - 04.2006) über war er als Angestellter für die AC. AG in AD. tätig. 
Dort verdiente CB. Fr. 17.-- brutto pro Stunde. Im Frühjahr 2006 beabsichtigt er, bei 
der Firma AB. SA in eine Strassenbauerlehre zu absolvieren. Der Lohn im ersten 
Lehrjahr wird Fr. 1 '700.-- betragen.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist CB. nicht verzeichnet. Er wurde 
jedoch am 7./8. Juli 2003 vom Jugendanwalt Graubünden wegen Fahrens in ange-
trunkenem Zustand, mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie 
Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 lit. a WG mit einer Busse von Fr. 200.-- bestraft. 
Am 6./7. Januar 2004 wurde er sodann vom Jugendanwalt Graubünden wegen 
mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis etc., teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil 
vom 7./8. Juli 2003, mit einer Busse von Fr. 350.-- bestraft. Gemäss Leumundsbe-
richt vom 21. November 2005 hat CB. in der Stadt V. einen getrübten Leumund. Bei 
den örtlichen Polizeifunktionären ist er als aggressive und streitsüchtige Person be-
kannt.

CB. befand sich am 15. und am 16. November 2004 in Polizei- und vom 27. 
März 2005 bis am 7. April 2005 in Untersuchungshaft. Am 24. April 2005 und am 
11. September 2005 befand er sich erneut in Polizeihaft.

Gemäss Gutachten vom 20. Oktober 2005 von AE., Oberarzt forensischer 
Dienst der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Beverin, war der Angeklagte 
zur Zeit der Tat geistig mangelhaft entwickelt und bei den Delikten vom 18. März 
2005 zusätzlich wegen einer geringgradigen Alkoholintoxikation in seiner Steue-

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rungsfähigkeit leicht vermindert, so dass von einer leicht verminderten Zurech-
nungsfähigkeit für dieses Delikt auszugehen sei. Für die übrigen ihm zur Last ge-
legten Taten bestehe keine Verminderung der Zurechnungsfähigkeit. Von Mass-
nahmen gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB rät der Gutachter ab und eine Gefähr-
dung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB liege nicht vor. Der Angeklagte sei 
auch nicht trunk- oder rauschgiftsüchtig im Sinne von Art. 44 StGB. Schliesslich sei 
eine Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt gemäss Art. 100bis StGB nicht 
zweckmässig. Für den Fall eines bedingten Strafvollzuges empfiehlt der Gutachter 
die Anordnung einer Schutzaufsicht. Gegebenenfalls wäre eine Anbindung an eine 
Beratungsstelle (z.B. Suchtberatung) zweckmässig.

b) CC. wurde in AF. geboren und wuchs bei seiner Mutter und seinen Gros-
seltern in AG., AF., auf. Dort besuchte er die Grundschule und Oberstufe bis zur 
siebten Klasse. Nachdem sich seine Mutter mit AH. verheiratet hatte, kam CC. im 
Alter von 13 ½ Jahren in die Schweiz. Seit er 14 Jahre alt ist, wohnt CC. in V.. Er 
besuchte die Integrationsschule, während einem Jahr die Kleinklasse sowie die 
erste und zweite Realklasse. Im Sommer 2003 begann er eine Lehre als Strassen-
bauer bei der AB. SA in V., wo er im März 2005 einen Lohn von monatlich Fr. 1 
'200.-- bezog. Aufgrund ständiger Probleme mit dem Angeklagten löste die Firma 
AB. SA das Anstellungsverhältnis auf. Bei der Firma AI. AG, CI., erzielte CC. ein 
monatliches Einkommen von ca. Fr. 1'400.--. Gemäss Leumundsbericht vom 4. De-
zember 2005 musste sich die Polizei V. bereits mehrfach mit CC. befassen.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist CC. nicht verzeichnet. Er wurde 
jedoch am 14./15. Dezember 2004 vom Jugendanwalt Graubünden wegen Entwen-
dung zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG mit einer Busse von Fr. 200.-
- bestraft.

CC. befand sich vom 27. März 2005 bis am 4. April 2005 in Untersuchungs-
haft.

c) CD. wuchs bei seinen Grosseltern mütterlicherseits in AJ. und AK. auf, bis 
er 12 oder 13 Jahre alt war. Seine Mutter war drogenabhängig. In AJ. und AK. be-
suchte er die Primarschule. Als er 12 oder 13 Jahre alt war, kam er ins Kinderheim 
AL. in AM.. Dort lebte er bis er 18 oder 19 Jahre alt war. In AM. beendete er die 
Primarschule und besuchte dort auch die Realschule. Nach dem Schulabschluss 
absolvierte CD. eine Lehre als Strassenbauer. In der Folge arbeitete er im Sommer 
als Strassenbauer und im Winter als Pistenfahrzeugfahrer in AN.. Seit 23. Mai 2005 

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arbeitet er bei der Firma AO. als Strassenbauer. Er bezieht ein monatliches Brutto-
einkommen von Fr. 4'985.--. Er hat Schulden in der Höhe von Fr. 20'000.-- bis 
30'000.--. CD. ist hyperaktiv.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist CD. mit einer Eintragung ver-
zeichnet. Er wurde am 6. Oktober 2004 vom Kreispräsidenten Fünf Dörfer wegen 
grober Verletzung von Verkehrsregeln mit einer Busse von Fr. 500.-- bestraft.

Gemäss Bericht vom 30. November 2005 hat CD. in der Gemeinde AP. und 
in der Region einen getrübten Leumund.

CD. befand sich am 4. April 2005 in Polizeihaft.

Gemäss Gutachten vom 16. November 2005 von AE., Oberarzt forensischer 
Dienst der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Beverin, war die Fähigkeit 
des Angeklagten zur Einsicht in das Unrecht der Tat oder zum Handeln gemäss 
dieser Einsicht nicht herabgesetzt. Der Geisteszustand des Angeklagten erfordert 
keine ärztliche Behandlung oder besondere Pflege im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB und es liegt auch keine Gefährdung gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB vor. 
Der Angeklagte ist weder trunk- noch rauschgiftsüchtig. Die Einweisung in eine Ar-
beitserziehungsanstalt im Sinne von Art. 100bis StGB erscheint weder als notwen-
dig noch zweckmässig. Für den Fall eines bedingten Strafvollzuges empfiehlt der 
Gutachter weder eine psychiatrische Behandlung gemäss Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB 
noch eine Schutzaufsicht.

d) CE. wurde in V. geboren und wuchs bei seiner Grossmutter in AQ. auf. In 
AQ. und V. besuchte er die Kleinklasse bis zum neunten Schuljahr. Seit seinem 14. 
Altersjahr lebt er bei seiner Tante, welche bis März 2004 in AQ. wohnhaft war und 
nun in AR. wohnt. Zu seiner Mutter hat CE. keinen Kontakt mehr. Seinen Vater 
kennt er nicht. CE. machte eine Ausbildung zum Kameramann in AS. und AT., wel-
che er im Juni 2005 abschloss. Zurzeit ist CE. arbeitslos. Er wird von seiner Tante 
finanziell unterstützt. Er beabsichtigt, eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu ab-
solvieren.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist CE. nicht verzeichnet. Abgesehen 
vom laufenden Verfahren verfügt CE. über einen guten Leumund.

CE. befand sich am 11. September 2005 in Polizeihaft.

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B. a) Mit Verfügung vom 17. Mai 2006 wurde CB. wegen mehrfachen 
Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie Versuchs dazu gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, mehrfacher Körperver-
letzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, Angriffs gemäss Art. 134 StGB, mehr-
fachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 
144 Abs. 1 StGB, mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, Drohung 
gemäss Art. 180 StGB, Nötigung gemäss Art. 181 StGB und wegen mehrfacher 
Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Anklagezustand versetzt.

b) Mit Verfügung vom 17. Mai 2006 wurde CC. wegen mehrfachen Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, Nötigung gemäss Art. 181 StGB, Diebstahlver-
suchs gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB, und wegen mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in An-
klagezustand versetzt.

c) Mit Verfügung vom 17. Mai 2006 wurde CD. wegen mehrfachen Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie Versuchs dazu gemäss Art. 140 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, wegen mehrfacher Widerhand-
lung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG, Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 
Ziff. 1 Abs. 1 SVG und ohne Fahrzeugausweis gemäss Art. 96 Ziff. 1 Abs. 1 SVG 
und ohne Versicherungsschutz gemäss Art. 96 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand ver-
setzt.

d) Mit Verfügung vom 17. Mai 2006 wurde CE. wegen Raubversuchs gemäss 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und wegen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB 
in Anklagezustand versetzt.

Diesen Anklagen liegen nach Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 
Graubünden vom 17. Mai 2006 folgende Sachverhalte zu Grunde:

„1. CB. zusammen mit CD.:

1.1 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Anlässlich ihres Aufenthaltes in AD. in der Nacht vom 17. auf den 18. 
März 2005 vereinbarten CB., CD. und AW., dass Personen ausgenom-
men würden. Am 18. März 2005, um ca. 03.40 Uhr, begegneten AW., 
CB. und CD. in AD. auf dem Parkplatz der AC. AU. und AV.. CB. forderte 

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von AU. die Herausgabe von dessen Mobiltelefon Nokia im Wert von 
CHF 180.--, ohne dass dies die beiden anderen Täter bemerkt hätten. 
Ohne erkennbaren Grund schlugen die drei Täter sodann auf die beiden 
Geschädigten ein, CB. und CD. mit den Händen, AW. mit einem abge-
sägten, ca. 30 cm langen Billardstock. Nachdem sich die Täter vom Tat-
ort entfernt hatten, zeigte CB. AW. das erbeutete Mobiltelefon und 
übergab dieses Schmid auf dessen Verlangen. Schmid warf es in der 
Folge in den unmittelbar daneben vorbeifliessenden Bach.

AU. zog sich bei diesem Überfall eine Rissquetschwunde am Kopf sowie 
ein Hämatom und eine Schulterquetschung auf der linken Seite zu (act. 
11.11), AV. eine Rissquetschwunde über dem linken Jochbein, eine 
oberflächige Schürfung des rechten Augenlides sowie ein Hämatom an 
der rechten Temporalregion (act. 11.12). Am 18. März 2005 stellte AU. 
Strafantrag gegen Unbekannt wegen Körperverletzung und Diebstahls 
(act. 11.13). Am 18. März 2005 stellte AV. Strafantrag gegen Unbekannt 
wegen Körperverletzung (act. 11.14).

Gegen AW. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.376).

AU. und AV. machten am 23. September 2005 und 3. März 2006 bzw. 
30. September 2005 gegen sämtliche in Frage kommende Täterschaft 
Schadenersatz geltend und forderten eine Genugtuung in der Höhe von 
je Fr. 1 '000.-- (act. 1.12 -1.15, 1.54).

1.2 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Ebenfalls am frühen Morgen des 18. März 2005, um ca. 03.45 Uhr, 
schlug CB. in AD. auf dem Parkplatz der AC. AY. mit einem Faust-
schlag zu Boden und behändigte anschliessend dessen Portmonee 
im Wert von Fr. 40.--, in welchem er mindestens CHF 300.-- (eine 
Hunderter- und eine Zweihunderternote) vorfand. Um dem Geschä-
digten und seinen Begleitpersonen noch zusätzlich Angst einzuja-
gen, zeigte CB. ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von ca. 5 
cm. Während CD. unmittelbar neben CB. stand, will sich AW. zu 
diesem Zeitpunkt ca. zehn Meter vom Tatort entfernt aufgehalten 
haben. In der Folge begaben sich CB. und CD. zu AW. und forder-
ten diesen auf, den Tatort zu verlassen, da sie nunmehr "genug 
Geld" hätten. Später übergab CB. AW. die Zweihunderternote, wel-
che dieser am nächsten Tag mit CD. teilte.

Nach Auskunft des Geschädigten AY. wurde dieser von drei Perso-
nen "herumgeschubst" und bekam zusätzlich zum Faustschlag von 
einem anderen Täter mit einem harten Gegenstand einen Schlag 
auf den Kopf (act. 12.4). Auch eine der Begleiterinnen von AY., AZ., 
bezeichnete drei Täter als am Überfall beteiligt (act. 12.5).

Am 18. März 2005 stellte AY. gegen Unbekannt Strafantrag wegen 
Körperverletzung (act. 11.3).

Gegen AW. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.376).

1.3 Raubversuch gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 
21 Abs. 1 StGB

Am gleichen Morgen, um ca. 03.40 Uhr, begab sich BA. zu Fuss 
vom BB. in AD. in Richtung BC., als sich ihm AW., CB. und CD. von 
hinten näherten. In der Folge schlug AW. dem Geschädigten ohne 

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Vorwarnung mit einem abgesägten, ca. 30 cm langen Billardstock hef-
tig auf den Kopf und forderte von ihm mit den Worten "Give me your 
money!" Bargeld. Als BA. dieser Aufforderung nicht nachkommen 
wollte, schlug ihm AW. erneut mit dem Billardstock auf den Kopf. Nach 
einem kurzen Gerangel mit Schmid gelang es dem Geschädigten, zu 
Fuss in Richtung BB. zu flüchten, ohne den Tätern irgendwelche Ver-
mögenswerte übergeben zu haben.

BA. zog sich bei diesem Überfall zwei 5 cm lange Quetschwunden am 
Kopf zu (act. 13.5). Am 18. März 2005 stellte er gegen Unbekannt Straf-
antrag wegen Körperverletzung (act. 13.6).

Gegen AW. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.376).

2. CB. zusammen mit CC.

2.1 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Am Abend des 25. März 2005 befanden sich CB. und CC. ausserhalb 
der BD. in AD. als BE. um ca. 21.00 Uhr zu ihnen die Treppe hoch kam. 
Nach einer Unterhaltung, welche gegenseitige Beschimpfungen ent-
hielt, erteilte CB. BE. einen Faustschlag ins Gesicht. CC. brach ansch-
liessend einen Schneepfahl ab und schlug damit auf BE. ein, welcher 
am Bauch und am Kopf getroffen wurde. Danach nahm CB. BE. das 
Portmonee aus der Hosentasche, nahm Fr. 10.-- an sich und warf das 
Portmonee zu BE. zurück. Das erbeutete Geld verwendete CB. für Ge-
tränke für sich selber und CC..

Gemäss Arztbericht vom 15. April 2005 erlitt BE. einen seitlichen Mittel-
gesichtsbruch rechts sowie eine Sensibilitätsstörung im zweiten Ge-
sichtsnervenast rechts (act. 14.9). Am 25. März 2003 stellte er Strafan-
trag wegen Körperverletzung.

2.2 Nötigung gemäss Art. 181 StGB

Im Anschluss an die Auseinandersetzung mit BE. begaben sich CB. und 
CC. in die BD.. Dort bedrängten sie BF., welcher vorher von BE. erfah-
ren hatte, dass er zusammengeschlagen worden sei, Geld herauszurü-
cken. BF. übergab CB. Fr. 100.--. Damit bezahlten CB. und CC. je ein 
Getränk. Sie teilten das Restgeld unter sich auf.

BF. erstattete am 1. April 2005 schriftlich Strafanzeige.

2.3 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Am Abend des 26. März 2005 trafen sich CB., CC. und BG. in CI.. Da 
sie nicht genug Geld bei sich hatten, beschlossen sie, jemanden auszu-
nehmen. Um ca. 22.15 Uhr trafen sie an der BH.-Strasse in CI., Höhe 
Parkplatz BI., auf BJ.. BG. fragte ihn, ob er Kokain oder Ecstasy kaufen 
wolle. Als BJ. verneinte und weglief, fragte CB. ihn nach Geld. BJ. wei-
gerte sich, Geld zu geben und ging weiter. BG. schlug ihm deshalb von 
hinten auf den Kopf. CB. schlug ihm mit der Faust auf das Kinn. Als BJ. 
am Boden lag, traten sodann BG. und CC. auf ihn ein. BG. entwendete 
BJ. anschliessend das Portmonee, entnahm daraus Fr. 50.-- und warf 
das Portmonee im Wert von ca. Fr. 40.-- sowie die darin enthaltenen 
Bank- und Identitätskarten weg. Das erbeutete Geld wurde anschlies-
send unter den drei Tätern aufgeteilt.

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Gemäss Arztbericht vom 13. April 2005 erlitt BJ. eine Schädelkontusion 
(act. 16.4). Die gesetzliche Vertreterin von BJ., BK., stellte am 3. Juni 
2005 gegen CB., CC. und BG. Strafantrag wegen Drohung und Körper-
verletzung (act. 16.5).

Gegen BG. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.643).

2.4 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Am 26. März 2005 gegen Mitternacht gingen CB., CC. und BG. erneut 
in CI. umher. Sie hatten die Absicht, jemanden auszunehmen. Sie trafen 
an der BL. in Chur auf BN. sowie BO. und folgten ihnen auf den Park-
platz des BM.. CB. und BG. fragten die drei Jugendlichen zuerst, ob sie 
Drogen kaufen möchten. Als diese verneinten, wiesen sie die Jugendli-
chen an, ihr Geld zu geben. Da die Jugendlichen Angst hatten, zeigten 
zwei der Jugendlichen ihr Portmonee. Der dritte Jugendliche führte kein 
Portmonee mit. CB. und BG. entnahmen den Portmonees insgesamt Fr. 
22.50. Anschliessend sagten sie zu den Jugendlichen, dass es gesün-
der sei, nichts zu sagen.

Am 31. März 2005 stellten die gesetzlichen Vertreter von BN. sowie 
BO. Strafantrag wegen Drohung sowie Diebstahls und Drohung.

Gegen BG. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.643).

3. CB. zusammen mit CE.

3.1 Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und Hausfriedensbruch 
gemäss Art. 186 StGB

Am 10. September 2005 begaben sich CB., CE. sowie BP. zum Zwei-
familienhaus BQ.-Strasse 12 in AR., da sie über Hinweise verfügten, 
dass dort ein "CG." wohne, der Haschisch verkaufe. Sie betraten das 
unverschlossene Haus und suchten nach "CG.". Dabei entwendete CE. 
in der Küche ein Portmonee mit einer EC-Karte und Ausweisen sowie 
ca. Fr. 10.--. BP. entwendete im Zimmer von BR. ein Natel. Sodann wur-
den durch CE. oder BP. ein weiteres Portmonee sowie Fr. 50.-- Bargeld 
entwendet. Der Wert der entwendeten Portmonees beläuft sich gemäss 
Adhäsionsklage auf Fr. 36.--, das Natel war wertlos und die Kosten 
für die Wiederbeschaffung der EC-Karte und der Ausweise betrugen 
Fr. 86.--.

Am 15. September 2005 stellte BS. gegen CB., CE. und BP. Straf-
antrag wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs.

BS. sowie sein Sohn BR. machten mit Schreiben vom 28. Februar 
2006 adhäsionsweise eine Forderung von insgesamt Fr. 170.-- gel-
tend.

Gegen BP. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.3185).

3.2 Raubversuch gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 
21 Abs. 1 StGB

Im Anschluss daran begaben sich CB., CE. sowie BP. an die Trän-
kebachstrasse in AR.. Dort hielten sie die zwei Mofafahrer BV. und 
BW. an, packten sie an Armen und Schultern und fragten sie nach 
Geld und Natels. BV. und BW. erklärten, sie hätten weder Geld noch 

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Natels und wollten weiterfahren. Daraufhin wurden sie von CB., CE. 
und BP. gewaltsam zurückgehalten. CB. nahm in der Folge seinen 
Pfefferspray hervor und sprayte BW. aus einer Entfernung von ca. 
40 cm ins Gesicht. Anschliessend versuchte er, auch BV. ins Gesicht 
zu sprayen. Dieser bedeckte aber sein Gesicht und bekam so nur 
wenig Pfefferspray ab. Er konnte sich indessen losreissen und mit 
seinem Mofa wegfahren. BP. versuchte sodann auf Geheiss von CB. 
das Natel von BW. aus dessen Hosentasche zu behändigen. Dies 
gelang ihm jedoch nicht. Nach einem weiteren Pfeffersprayeinsatz 
in das Gesicht von BW. ergriffen die drei Jugendlichen die Flucht.

Gegen BP. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.3185).

4. CB.

4.1 Angriff gemäss Art. 134 StGB

Am 22. August 2004, um ca. 04.00 Uhr, war CB. an einem Angriff von 
mehreren Personen auf einen einzelnen Jugendlichen beteiligt. Als BX. 
dem angegriffenen Jugendlichen zu Hilfe kommen wollte, warf ihn CB. 
zu Boden. Als BX. aufstand und auf CB. losgehen wollte, versetzte ihm 
CB. einen Faustschlag ins Gesicht. Gleichzeitig versetzte BY. BX. ei-
nige Fusstritte. Als CB. wegrennen wollte und stolperte, erreichte ihn 
BX. und schlug auf ihn ein. Dritte zogen BX. anschliessend weg, so dass 
CB. fliehen konnte.

Gemäss Arztbericht vom 22. August 2004 erlitt BX. eine Wadenbeinver-
letzung, eine Quetschung im Brustbereich sowie multiple Schürfungen 
und Quetschungen.

Gegen BY. (VV.2004.3162) wurde ein separates Verfahren geführt.

4.2 Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Diebstahl 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB

Am 18. Oktober 2004, um ca. 13.20 Uhr, ging CB. mit zwei Jugendlichen 
über das Trottoir der BZ.-Strasse in CI. Er hatte die Absicht, dem Erst-
besten, den er treffen würde, das Natel abzunehmen. Als CB. auf den 
ihm unbekannten A. traf, erteilte er diesem einen heftigen Stoss. Als A. 
weitergehen wollte, folgte ihm CB. und brannte A. mit einer Zigarette am 
Hals. Anschliessend entriss CB. A. die Kopfhörer und sagte, dass er sie 
zurückerhalte, wenn Baselgia ihm die Nummer einer Frau gebe. Als A. 
das Natel der Marke Siemens im Wert von Fr. 499.-- hervornahm, ent-
riss ihm CB. dieses. Er verkaufte es später an einen ihm unbekannten 
Albaner für Fr. 200.--.

Der polizeiliche Sachbearbeiter stellte bei A. eine 2 cm lange rote Brand-
narbe auf der linken Halsseite fest (act. 34.4.1, S. 5).

Am 12. November 2004 stellte die gesetzliche Vertreterin von A. Straf-
antrag wegen "Überfall an meinem Sohn" (act. 34.4.3). Mit Bericht vom 
5. Dezember 2004 diagnostizierte sodann der behandelnde Psychologe 
von A. bei diesem ein Psychotrauma nach tätlichem Angriff.

4.3 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

Am 24. April 2005, um ca. 6.30 Uhr, befanden sich CB. und B. an der 
C.-Strasse in CI. und machten Autostopp. Als sich ihnen D., welcher 

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stark angetrunken war, näherte, fragte ihn B. nach einer Zigarette. D. 
übergab ihm eine Zigarette und ging weiter. In der Folge kamen B. und 
CB. überein, dem Mann zu folgen und ihn "auszunehmen". Nachdem 
sie den Mann eingeholt hatten, versuchte CB. vorerst, ihm das Portmo-
nee aus der Tasche zu ziehen, was jedoch nicht gelang. In der Folge 
erklärte CB. D., es handle sich um eine Polizeikontrolle und er müsse 
den Ausweis zeigen. Er packte D. und drückte ihn an die Wand. Gleich-
zeitig forderte er von ihm die Herausgabe des Portmonees mit den Aus-
weisen. Dieser Aufforderung kam der Geschädigte nach und in der 
Folge behändigte CB. das darin enthaltene Bargeld in der Höhe von Fr. 
20.50. Das erbeutete Geld wurde anschliessend zwischen den beiden 
Tätern aufgeteilt.

D. erstattete am 24. April 2005 Strafantrag wegen Diebstahls.

Gegen B. wurde ein separates Verfahren geführt (VV.2005.1241).

4.4 Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 StGB und Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 
StGB

Am 25. April 2005, um ca. 22.00 Uhr, begaben sich CB., E., CA. und B. 
mit dem Personenwagen GR XXXXX, welcher von CA. gelenkt wurde, 
zum Restaurant CF. in G.. CB. und B. drückten die Eingangstüre des 
Restaurants mit Gewalt auf, wobei das Schloss beschädigt wurde. Der 
Sachschaden betrug ca. Fr. 500.--. In der Folge entwendeten sie 45 Pa-
kete Zigaretten im Wert von Fr. 207.-- sowie ein Serviceportmonee im 
Wert von Fr. 50.--, in welchem Bargeld im Betrag von Fr. 537.-- enthal-
ten waren. Das Deliktsgut wurde aufgeteilt.

Die Geschädigte, H., stellte am 26. April 2005 Strafantrag wegen Dieb-
stahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.

H. machte mit Schreiben vom 6. März 2006 adhäsionsweise eine For-
derung von insgesamt Fr. 632.25 geltend.

Gegen die anderen Beteiligten wurden separate Verfahren geführt.

4.5 Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Drohung 
gemäss Art. 180 StGB

Am 5. Februar 2006 kam es im und vor dem Dancing I. in V. in der Zeit 
von 01.30 und 02.00 Uhr zwischen CB. und J. zu einer Auseinanderset-
zung. Als K. sich um den am Boden liegenden J. kümmerte und CB., 
welcher auf J. eintrat, abwehren wollte, schlug CB. sie mit der flachen 
Hand ins Gesicht und den Fäusten auf den Kopf. Sodann stiess CB. K. 
gegen einen parkierten Lieferwagen. CB. sagte zu K., dass er sie fertig 
mache.

Gemäss Arztbericht vom 9. Februar 2006 erlitt K. Prellmarken an der 
Stirn rechts, am Knie links sowie eine Schürfung am Handgelenk links 
(act. 29.9).

K. stellte am 6. Februar 2006 gegen CB. Strafantrag wegen Tätlichkei-
ten, ev. Körperverletzung und Drohung (act. 29.10). Die übrigen Betei-
ligten verzichteten auf die Stellung eines Strafantrages.

4.6 mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG

11

Seit dem 11. August 2003 kaufte CB. für einen Bekannten einmal 3 und 
einmal 5 Tabletten Ecstasy. Sodann konsumierte er regelmässig Mari-
huana sowie unregelmässig auch Kokain, Ecstasy, LSD und Amphet-
amine.

Die Kantonspolizei Graubünden stellte bei CB. 1.2 Gramm Haschisch 
sicher (Lager Nr. 192/05).

5. CC.

5.1 unvollendeter Diebstahlversuch gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Ver-
bindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 
144 StGB, Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB

Am 11. März 2006 begaben sich CC., L., M. sowie N. zur Zahnarztpraxis 
O. an die P.-Strasse 8 in CI.. Sie betraten den Garten und CC., L. und 
N. versuchten, die Türe zur Praxis aufzubrechen, was jedoch nicht ge-
lang. M. stand "Schmiere". Es entstand ein Sachschaden von ca. Fr. 
1'000.--.

Am 13. März 2006 erstattete Q. gegen sämtliche Täter Strafantrag we-
gen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Gegen die anderen Beteiligten wurden separate Verfahren geführt.

5.2 mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG

In der Zeit vom 1. August 2005 bis 2. April 2006 konsumierte CC. ab 
und zu Marihuana und Kokain.

6. CD.

6.1 mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG

In der Zeit vom 14. März 1995 bis 18. Juli 2005 konsumierte CD. täglich 
Marihuana, welches er selber anpflanzte. Sodann konsumierte er vier- 
bis sechsmal pro Jahr Kokain.

Am 4. April 2005 stellte die Kantonspolizei Graubünden bei CD. 95.4 
Gramm Marihuana und 0.1 Gramm Amphetamine sicher (Lager Nr. 
200/05).

6.2 Fahren ohne Führerausweis, Fahrzeugausweis und Versicherungs-
schutz gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, Art. 96 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und 
Art. 96 Ziff. 2 SVG

Am 17. Juni 2005 fuhr CD. mit dem Motorrad Yamaha DT 125 von AP. 
via G. nach CJ., obwohl er nicht über den Führerausweis für die ent-
sprechende Motorradkategorie und über keinen Fahrzeugausweis ver-
fügte, er für das Motorrad die erforderliche Versicherung nicht abge-
schlossen und auch kein Kontrollschild eingelöst hatte."

C. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden vom 25. und 26. September 2006 waren die Angeklagten persönlich, 
deren amtliche Verteidiger und der Staatsanwalt, Dr.iur. Alex Zindel zugegen. 

12

a) Der Staatsanwalt, Dr.iur. Alex Zindel, stellte und begründete die folgenden 
Anträge:

"1. Die Angeklagten seien im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür seien sie zu bestrafen:

a) CB. mit 30 Monaten Gefängnis unter Abzug der erlittenen Untersu-
chungs- und Polizeihaft.

b) CC. mit 18 Monaten Gefängnis unter Abzug der erlittenen Untersu-
chungshaft. CC. sei der bedingte Vollzug der Freiheitsstrafe unter An-
setzung einer Probezeit von 3 Jahren zu gewähren.

c) CD. mit 14 Monaten Gefängnis abzüglich der Untersuchungshaft. CD. 
sei der bedingte Vollzug der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Pro-
bezeit von 3 Jahren zu gewähren.

d) CE. mit 9 Monaten Gefängnis unter Abzug der Untersuchungshaft. 
CE. sei der bedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von 
2 Jahren zu gewähren.

3. Die 1.2 g Haschisch (Lager Nr. 192 / 05), die 95.4 g Marihuana und 0.1 
g Amphetamine (Lager Nr. 200 / 05) seien richterlich einzuziehen und 
der Vernichtung zuzuführen.

4. Kostenfolge:

CB. seien Fr. 1'977.-- an Haftkosten, CC Fr. 262.-- und CD. Fr. 13.-- 
aufzuerlegen.

CB. sei zu verpflichten die Kosten des Gutachtens von Fr. 3'322.85 und 
CD. von Fr. 2'014.-- zu tragen.

Die übrigen Kosten wie Barauslagen und Untersuchungsgebühr seien 
dem Angeklagten CB. zur Hälfte und zu je 1/6 den weiteren drei Ange-
klagten aufzuerlegen.“

b) Der amtliche Verteidiger von CB., Rechtsanwalt lic.iur. Werner Jörger, 
stellte und begründete folgende Anträge:

„1. Der Angeklagte sei gemäss Ziffer 1.1, 1.2, 1.3, 2.1, 2.3, 2.4, 3.2, 4.2, 
4.3, 4.4, und 4.6 der Anklageschrift (des mehrfachen Raubes gemäss 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und des Versuchs dazu gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, der Körper-
verletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Dieb-
stahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 
144 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB und 
der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG) schuldig 
zu sprechen.

2. Der Angeklagte sei in den Sachverhaltspunkten von Ziffer 2.2, 3.1, 4.1 
und 4.5 der Anklageschrift (der Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 
1 Abs. 1 StGB, des Angriffs gemäss Art. 134 StGB, des Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB, der Drohung gemäss Art. 180 StGB und der Nötigung gemäss 
Art. 181 StGB) freizusprechen.

13

3. Dafür sei der Angeklagte milde, höchstens aber zu einer bedingt voll-
ziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten unter Ansetzung einer ange-
messenen Probezeit zu bestrafen. Es sei eine Schutzaufsicht anzuord-
nen. Im Falle des Strafvollzugs sei die erstandene Polizei- und Untersu-
chungshaft von 16 Tagen anzurechnen.

4. Anerkennung der Adhäsionsklage von AU. im Betrage von Fr. 1'641.10, 
bestehend aus einer Schadenersatzforderung von Fr. 641.10 und einer 
Genugtuungsforderung von Fr. 1'000.--.

Anerkennung der Adhäsionsklage von AV. im Betrage von Fr. 1'678.60, 
bestehend aus einer Schadenersatzforderung von Fr. 678.60 und einer 
Genugtuungsforderung von Fr. 1'000.--.

Anerkennung der Adhäsionsklage von H. im Betrage von Fr. 632.25.

Die Adhäsionsklage von BS., Siegrid BS. und BR. sei auf den Zivilweg 
zu verweisen. Im Falle einer Verurteilung des Angeklagten in Anklage-
punkt Ziffer 3.1 wird die Adhäsionsklage der genannten im Betrage von 
Fr. 170.-- anerkannt.“

c) Der amtliche Verteidiger von CC., Rechtsanwalt lic.iur. et oec. Pius Fry-
berg, stellte und begründete folgende Anträge:

„1. Der Angeklagte sei gemäss Ziffer 2.1, 2.3, 5.1 und 5.2 der Anklage-
schrift (des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des Diebstahl-
versuchs gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 
StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des Haus-
friedensbruchs gemäss Art. 186 StGB und der mehrfachen Widerhand-
lung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG) schuldig zu sprechen.

2. Der Angeklagte sei in den Sachverhaltspunkten von Ziffer 2.2, und 2.4 
der Anklageschrift (des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB) freizusprechen.

3. Dafür sei der Angeklagte milde, mit einer unter dem Antrag des Staats-
anwaltes liegenden Freiheitsstrafe zu bestrafen. Dafür sei ihm der be-
dingte Strafvollzug zu gewähren. Auf die Ansetzung einer Probezeit sei 
zu verzichten.

4. Kostenfolge analog dem Antrag des Staatsanwaltes."

d) Der amtliche Verteidiger von CD., Rechtsanwalt lic.iur. Ruadi Thöni, stellte 
und begründete folgende Anträge:

„1. Es sei der Angeklagte CD. im Sinne der Anklage vom 17. Mai 2006 we-
gen Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB sowie wegen mehrfacher 
Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG und der Widerhandlung 
gegen Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und Art. 96 Ziff. 1 und 2 SVG schuldig 
und im Übrigen von Schuld und Strafe frei zu sprechen.

2. Es sei der Angeklagte mit 6 Monaten Gefängnis zu bestrafen.

3. Es sei der Vollzug der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer zweijähri-
gen Probezeit aufzuschieben.

14

4. Es seien die beschlagnahmten Waren definitiv einzuziehen und zu ver-
nichten, soweit nicht bereits geschehen.

5. Es sei von der Auferlegung einer Ersatzforderung an den Angeklagten 
im Sinne von Art. 59 StGB abzusehen.

6. Es sei der Angeklagte in zivilrechtlicher Hinsicht je solidarisch mit den 
mitangeklagten CB. und dem separat angeklagten AW. zur Zahlung von 
Fr. 300.-- Schadenersatz an AY. zu verpflichten und seien allfällige wei-
tere Forderungen der Geschädigten auf den Zivilweg zu verweisen.

7. Es seien die Kosten des Verfahrens dem Angeklagten zu einem Achtel 
aufzuerlegen, im Übrigen den weiteren Mitangeklagten aufzuerlegen 
oder auf die Staatskasse zu nehmen.“

e) Der amtliche Verteidiger von CE., Rechtsanwalt lic.iur. Patrick Barandun, 
stellte und begründete folgende Anträge:

„1. CE. sei vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB 
freizusprechen.

2. CE. sei vom Vorwurf des unvollendeten Raubversuches gemäss Art. 
140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB freizu-
sprechen.

3. a) CE. sei des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung 
mit Art. 172ter Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

b) CE. sei der Nötigung gemäss Art. 181 StGB schuldig zu sprechen.

c) Dafür sei CE. mit einer Busse von Fr. 500.-- zu bestrafen.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

f) In seinem Schlusswort bedauerte CB. die Vorfälle. Er habe damit abge-
schlossen und seit seiner letzten Verzeigung nichts mehr gemacht.

CC. erklärte, dass ihm das Vorgefallene sehr Leid tue. Der psychische und 
physische Schmerz, den die Opfer erlitten hätten, sei nachvollziehbar. Er halte sich 
nun in einer neuen Umgebung auf und sei froh, um die Therapie. Er sei nicht mehr 
so aggressiv. CC. bedauerte nochmals das Vorgefallene.

CD. entschuldigte sich bei den Geschädigten und drückte sein Bedauern für 
das Vorgefallene aus. Er versuche, sein Leben zu ordnen und solche Vorfälle zu 
vermeiden.

CE. schliesslich bedauerte das Vorgefallene ebenfalls. Er erklärte, sich in ei-
ner Drogentherapie zu befinden, um die Rückfallgefahr zu vermindern.

15

Auf die Ausführungen in den mündlichen Vorträgen wird, soweit erforderlich, 
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. a) Der amtliche Verteidiger von CB. anerkennt den in der Anklage-
schrift relevierten Sachverhalt, bestreitet aber die rechtliche Qualifikation der in den 
Ziffern 2.2, 3.1, 4.1 und 4.5 der Anklageschrift relevierten Sachverhalte und verlangt 
für diese Anklagepunkte einen Freispruch. Der amtliche Verteidiger von CC. aner-
kennt den in der Anklageschrift relevierten Sachverhalt ebenfalls, beantragt aber 
einen Freispruch für die unter den Ziffern 2.2 und 2.4 eingeklagten Sachverhalte. 
Der amtliche Verteidiger von CD. kann die rechtliche Qualifikation der unter den 
Ziffern 1.1 und 1.3 relevierten Sachverhalte nicht anerkennen und verlangt für diese 
Anklagepunkte einen Freispruch. Der amtliche Verteidiger von CE. bestreitet die 
rechtliche Qualifikation der unter den Ziffern 3.1 und 3.2 relevierten Sachverhalte. 
Er verlangt einen Freispruch von der Anklage des Raubversuchs gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB und wegen Hausfriedens-
bruchs gemäss Art. 186 StGB. Er beantragt einen Schuldspruch des Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB und der 
Nötigung gemäss Art. 181 StGB. Es ist im Folgenden zu prüfen, ob und allenfalls 
auf Grund welcher Strafbestimmungen die Angeklagten für ihr Verhalten zur Ver-
antwortung zu ziehen sind.

b) Der amtliche Verteidiger von CD. bringt sein Bedauern darüber zum Aus-
druck, dass gegen AW., welcher an den Übergriffen von der Nacht vom 17. auf den 
18. März 2005 in AD. ebenfalls beteiligt gewesen war, ein separates Verfahren ge-
führt worden ist. Es wäre zu begrüssen gewesen, wenn gegen alle angeblich Betei-
ligten gleichzeitig verhandelt worden wäre. Wie er am ersten Verhandlungstag er-
fahren habe, sei AW. bereits rechtskräftig beurteilt worden. Der amtliche Verteidiger 
beantragte, den besonderen subjektiven Umständen bei CD. Rechnung zu tragen. 
Die Frage des Vorsatzes sei unabhängig vom gegen AW. gefällten Urteil und neu 
zu beurteilen, andernfalls eine Rüge wegen Befangenheit des Gerichts ausdrücklich 
vorbehalten bleibe.

Den Bemerkungen des amtlichen Verteidigers ist zunächst entgegenzuhal-
ten, dass in der Anklageschrift unter den jeweils relevanten Tatbeständen aufgeführt 
ist, dass gegen AW. ein separates Verfahren geführt worden ist. Es wurde sogar 
die Verfahrensnummer der Staatsanwaltschaft Graubünden vermerkt. Das Studium 

16

der Anklageschrift erfolgte durch den amtlichen Verteidiger - seiner detaillierten Ho-
norarnote zufolge - bereits am 23. Mai 2006. Es ist davon auszugehen, dass er 
spätestens mit der Kenntnisnahme der Anklageschrift und nicht erst seit dem 25. 
September 2006 vom separaten Verfahren wusste. Er hatte mithin genügend Zeit, 
sich damit zu befassen. In diesem Zusammenhang beanstandet er im Weiteren, 
dass das Gericht in gleicher Zusammensetzung (inklusive Aktuarin) tage, wie im 
Fall AW.. Er befürchtet, dass das Gericht befangen sein könnte. Anlässlich der 
Eröffnung der Verhandlung hat es der amtliche Verteidiger unterlassen, gegen die 
Zuständigkeit und Zusammensetzung des Gerichtes Einrede zu erheben. Dazu be-
stand auch kein Anlass. Das Gericht tagt zwar in der gleichen Komposition; es ist 
aber unabhängig in der rechtlichen Beurteilung und nur an das Gesetz gebunden. 

Der Anklageschrift kann entnommen werden, dass die vier vor Schranken 
stehenden Angeklagten in völlig unterschiedlicher Zusammensetzung delinquiert 
haben. Es sind dabei weitere 8 Personen involviert, die heute nicht vor Gericht ste-
hen. Gegen diese wird oder wurde ein separates Verfahren geführt. Würde man alle 
Beteiligten inklusive AW. gleichzeitig vor Gericht beurteilen, müsste eine Hauptver-
handlung mit 13 Angeklagten durchgeführt werden. Dabei kann nicht ausgeschlos-
sen werden, dass von diesen heute nicht vor Gericht stehenden Personen etwelche 
wiederum in unterschiedlicher und neuer Zusammensetzung delinquiert haben. Die 
Durchführung einer Strafverhandlung mit einer solchen Vielzahl von Angeklagten 
ist schlichtweg unmöglich und nicht zuletzt für die Angeklagten unzumutbar.

2. Gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu zehn 
Jahren oder mit Gefängnis nicht unter sechs Monaten bestraft, wer mit Gewalt ge-
gen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben 
oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen 
Diebstahl begeht. Raub ist eine qualifizierte Form der Nötigung (Art. 181 StGB, vgl. 
BGE 107 IV 108), um einen Diebstahl begehen oder die weggenommene Sache 
behalten zu können. Die Nötigungshandlung muss sich gegen eine Person richten, 
die in Bezug auf die zu stehlende Sache eine Schutzposition einnimmt, d.h. gegen 
den Gewahrsamsinhaber bzw. -hüter oder einen Dritten, der Nothilfe leistet (BGE 
113 IV 66). Im Gegensatz zum früheren Recht müssen Gewaltanwendung und Dro-
hung nicht mehr zur Widerstandsunfähigkeit des Opfers führen. Das Begehen eines 
Diebstahls (mit allen nach Art. 139 StGB erforderlichen objektiven und subjektiven 
Merkmalen) wird nach geltendem Recht für die Vollendung des Raubes stets vor-
ausgesetzt. Sinngemäss muss der Diebstahl im Falle von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB gerade durch die Nötigungshandlung ermöglicht worden sein. Andererseits ist 

17

der Versuch aber nicht vollendet, wenn der Täter zwar Gewalt verübt, den Diebstahl 
aber nicht begangen hat.

a) CB. zusammen mit CD.:

aa) Gemäss Anklageschrift begegneten AW., CB. und CD. am 18. März 
2005, um ca. 03.40 Uhr, in AD. auf dem Parkplatz der AC. AU. und AV.. CB. forderte 
von AU. die Herausgabe von dessen Mobiltelefon Nokia im Wert von CHF 180.--, 
ohne dass dies die beiden anderen Täter bemerkt hätten. Ohne erkennbaren Grund 
schlugen die drei Täter sodann auf die beiden Geschädigten ein, CB. und CD. mit 
den Händen, AW. mit einem abgesägten, ca. 30 cm langen Billardstock. Nach der 
Schlägerei übergab CB. das Mobiltelefon auf dessen Verlangen AW.. AW. warf es 
in der Folge in den daneben vorbei fliessenden Bach. Unbestritten und ausgewiesen 
ist, dass AW., CB. und CD. plötzlich auf AU. und AV. einschlugen, als sie ihnen am 
frühen Morgen des 18. März 2005, um 03.40 Uhr in AD. auf dem Parkplatz der AC. 
begegneten. Zu prüfen ist, ob Raub gegeben ist.

aaa) Der amtliche Verteidiger von CD. macht geltend, dass dieser bei der 
unbestrittenen tätlichen Auseinandersetzung mit den Geschädigten AU. und AV. 
keine Aneignungs- oder sogar Bereicherungsabsicht in Bezug auf das fragliche Mo-
biltelefon hatte. CD. habe damals vor Ort gar nicht mitbekommen, dass der Mitan-
geklagte CB. ein Mobiltelefon erbeutet habe. So sei es auch in der Anklageschrift 
festgehalten. In der Anklageschrift werde zu Recht nicht angeführt, dass CD. Kennt-
nis davon hatte, dass CB. das Mobiltelefon behalten habe. Mangels Bereicherungs- 
beziehungsweise nur schon Aneignungsabsicht sowie mangels des erforderlichen 
auf einen Dienstahl ausgerichteten Vorsatzes sei CD. vom eingeklagten Vorwurf 
des Raubes gemäss Art. 140 StGB freizusprechen.

Der amtliche Verteidiger von CD. wendet zum Anklagepunkt Ziff. 1.1 konkret 
ein, dass in der Anklageschrift selbst festgehalten sei, dass es CD. nicht mitbekom-
men habe, dass CB. das Mobiltelefon erbeutet habe. In der Anklageschrift wird dies-
bezüglich die Behauptung von CD. wiedergegeben und dementsprechend im Kon-
junktiv formuliert "ohne dass dies die beiden andern Tätern bemerkt hätten". Es han-
delt sich also nicht um eine gesicherte Sachverhaltsfeststellung. Anlässlich der un-
tersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 7. April 2005 (act. 10.3, S. 2 f.) schil-
derte CB., wie er von einem der beiden Zürcher (AU. und AV.) das Natel erbeten 
habe, um Kollegen anzurufen. Nachdem er das Natel erhalten habe, habe AW. be-
gonnen, auf die beiden einzuschlagen. Auf Vorhalt der Untersuchungsrichterin, 

18

dass CD. nichts davon wissen wolle, dass das Natel weggenommen worden sei, 
gab CB. zu Protokoll, dass CD. auch dabei gewesen sei, als er die beiden Zürcher 
wegen des Natels angesprochen habe und sie - AW., CB. und CD. - sie anschlies-
send geschlagen hatten. Anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme 
vom 18 Juli 2005 (act. 10.9, S. 2) machte CB. die Aussage, dass er, nachdem er 
das Natel erhalten habe, einen der Geschädigten geschlagen habe. CD. habe auch 
auf einen der Geschädigten eingeschlagen; er habe ihm geholfen. AU. sagte dazu 
aus (act. 11.4), dass er und AV. kurz vor dem BC. von drei jungen Männern ange-
sprochen worden seien. Einer habe ihn nach dem Natel gefragt. Er habe ihm das 
Gerät übergeben und dieser habe es dann ohne zu telefonieren eingesteckt. Als er 
um die Rückgabe gebeten habe, habe ihm der grösste der drei ohne vorgängige 
Diskussion mit einer Stablampe auf den Kopf geschlagen. AV. gab dazu zu Protokoll 
(act. 11.6), dass auf der Höhe des Hotels Signina drei Männer auf ihn und AU. zu-
gekommen seien. Er sei um ein Natel gebeten worden, er habe aber keins mitge-
führt. AU. habe dann einem der Männer sein Natel gegeben. Dieser habe es an sich 
genommen und eingesteckt mit der Bemerkung "dieses behalte er jetzt". AU. habe 
sein Natel zurückverlangt. Als er insistiert habe, habe einer der drei Männer auf 
seinen Kollegen mit einer langen Taschenlampe gegen den Kopf geschlagen. Er 
habe versucht, dazwischen zugehen, sei aber auch gleich geschlagen worden. Die 
beiden Geschädigten deponierten damit einhellig, dass ihnen drei junge Männer 
begegnet waren und dass einer von ihnen, das Natel erbat und einsteckte. Sie sag-
ten auch übereinstimmend aus, dass zunächst einer von ihnen auf sie einschlug, 
als AU. das Natel zurückverlangte. Die Aussagen der Geschädigten decken sich 
inhaltlich also mit derjenigen von CB., welcher angegeben hat, dass CD. anwesend 
gewesen sei, als er das Natel erbeten hatte. Die Aussage von CB. erweist sich damit 
als glaubwürdig. CD. hat es also erwiesenermassen mitbekommen, wie CB. das 
Natel erfragte und es anschliessend nicht mehr zurückgab. Als AU. auf die Rück-
gabe beharrte, schlug zunächst einer auf ihn und dann alle drei auf die Geschädig-
ten ein. Unbestritten ist, dass CD. bei der Gewaltanwendung eine aktive Rolle inne-
hatte. 

baa) Die Ereignisse am frühen Morgen des 18. März 2005 in AD. (vgl. Ziff. 
1.1 bis und mit Ziff. 1.3 der Anklageschrift) sind in einem Gesamtzusammenhang 
zu sehen. An diesem Morgen kam es zu mehreren Schlägereien zwischen AW., 
CB., CD. und verschiedenen Touristen. In der Konfronteinvernahme von AW. und 
CD. vom 18. Juli 2005 gab CD. zu Protokoll, dass sie - also AW., CB. und CD. - die 
Idee auf AU. und AV. einzuschlagen gemeinsam gefasst hätten. Die Idee sei nicht 
von einem alleine gekommen (act. 10.8, Seite 2). In der gleichen Einvernahme 

19

sagte AW. zum unter Ziff. 1.2 der Anklageschrift angeführten Sachverhalt (zum 
Nachteil von AY.) aus, dass - während er einen Engländer verprügelt habe - CB. 
und CD. zu ihm gekommen seien und erklärt haben, dass sie jetzt genug Geld hät-
ten. CD. schloss auf entsprechendes Befragen nicht aus, dass die Sachverhaltsdar-
stellung von AW. zutrifft (act. 10.8, Seite 5). Nach der erwähnten Konfronteinver-
nahme wurde CD. noch alleine zu den Vorfällen in AD. befragt. Er erklärte dazu, 
dass sie im BB. zuerst eher im Spass darüber gesprochen hatten, dass man noch 
Leute ausnehmen könne. Als sie das BB. verlassen hätten, habe AW. einfach auf 
jemanden eingeschlagen. Es sei dann zu einer Schlägerei mit Engländern gekom-
men, an welcher alle drei beteiligt gewesen seien. Dazu erklärte CD., dass er dann 
schon gewusst habe, dass es nun dazu kommen könnte, dass sie jemanden aus-
nehmen, das heisst ihm Geld etc. wegnehmen könnten (act. 10.10, S. 1f.). Diese 
Aussagen zeigen auf, dass sich CD. schon im BB. gedanklich damit auseinander-
setzte, "Leute auszunehmen", selbst wenn dies zum damaligen Zeitpunkt eher aus 
Spass geschehen sein soll. Spätestens nachdem AW. nach dem Verlassen des BB. 
grundlos auf jemanden eingeschlagen hatte, damit noch bevor es zu den Übergrif-
fen auf AU. und AV. gekommen ist, wusste CD., dass es darauf hinaus laufen 
könnte, dass sie "jemanden ausnehmen" werden. Unter "Ausnehmen" wird der Ein-
satz von Gewalt gegen in der Regel andere Jugendliche verstanden, um damit Geld, 
Natels, Zigaretten etc. zu erbeuten. Obwohl es CD. im besagten Moment bewusst 
wurde, dass es dazu kommen könnte, dass sie jemanden ausnehmen könnten, di-
stanzierte er sich nicht von seinen Kollegen. Im Gegenteil, er beteiligte sich aktiv an 
den folgenden Übergriffen im Wissen darum, dass Geld etc. abgenommen werden 
könnte. Er nahm es damit wissentlich und willentlich in Kauf, dass Geld etc. erbeutet 
werden könnte. CB. sagte dazu auf Befragen vor Schranken deutlich aus, dass es 
so war, dass alle abgeschlagen worden seien, die ihnen in jenen Morgenstunden 
über den Weg gelaufen seien. Es habe keine ausdrückliche Absprache gegeben. 
Die Übergriffe seien jedoch im gegenseitigen Einverständnis erfolgt. Auch dass die 
Beute untereinander aufgeteilt werde, sei klar gewesen.

Wie bereits im Urteil gegen AW. ausgeführt worden ist, ist es, um Mittäter-
schaft zu begründen, nicht erforderlich, dass die drei am Überfall auf AU. und AV. 
beteiligten Jugendlichen bereits im Voraus ausdrücklich und gemeinsam den Plan 
und Vorsatz fassten, AU. und AV. niederzuschlagen und sie auszunehmen. Es 
genügt, wenn der gemeinsame Tatentschluss konkludent geäussert wird, wobei 
Eventualvorsatz ausreichend ist. Die Aussagen von CB. und CD. lassen keinen an-
deren Schluss zu, als dass die drei Beteiligten bewusst und gewollt zusammenge-
wirkt haben. Die drei Täter hatten alle das gleiche Interesse an der Tat, insbeson-

20

dere die anteilsmässige Beteiligung an der Beute. Es ist folglich irrelevant, wer von 
ihnen Geld oder andere Wertgegenstände entwenden wollte. Der Vorsatz, durch 
Anwendung von Gewalt, Geld, Natels etc. zu erbeuten, wurde von allen gleicher-
massen getragen. Die Angeklagten CB. und CD. haben vorsätzlich und in massge-
bender Weise mit AW. zusammengewirkt, so dass alle als Hauptbeteiligte dastehen; 
es ist Mittäterschaft gegeben. Einzig die Tatbeteiligung war unterschiedlich, was im 
Rahmen der Strafzumessung zu würdigen sein wird. Die Tatabsicht "Leute auszu-
nehmen" war aber bei allen drei Tätern generell vorhanden. Insofern deckt sich die 
auf Grund des Beweisergebnisses gewonnene Überzeugung, dass Mittäterschaft 
ausgewiesen ist, mit den im Fall AW. gewonnenen Erkenntnissen. 

caa) Nach den aufgezeigten Aussagen der Geschädigten und von CB. wurde 
zuerst das Natel übergeben, dann zurückbehalten und hierauf, nachdem auf die 
Rückgabe beharrt worden war, wurde Gewalt angewendet. Vom Geschehensablauf 
liegt damit ein so genannter räuberischer Diebstahl vor: Nach Vollendung aber vor 
Beendigung des Diebstahls wurde Gewalt verübt, um die Beute zu sichern (Trech-
sel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Auflage, N 12 zu Art. 140 
ZGB). Damit ist Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowohl objektiv als auch 
subjektiv gegeben. Dass AW. das Nokia Mobile danach in den Bach warf, das 
heisst, dass er die weggenommene Sache im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB zer-
störte oder unbrauchbar machte, bleibt eine von Art. 140 Ziff. Abs. 1 StGB mitbe-
strafte Nachtat. Es besteht keine echte Konkurrenz (vgl. dazu Jörg Rehberg/Niklaus 
Schmid, Strafrecht III, 6. Auflage, S. 152).

ab) Den Übergriff auf AY. haben CB. und CD. unbestritten - zusammen mit 
AW. - als Mittäter zu verantworten. Nachdem CB. und CD. gegen AY. Gewalt ange-
wendet hatten, konnten sie ihm erfolgreich Geld im Betrage von Fr. 300.-- abneh-
men. Die Tat ist unbestritten als Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu qua-
lifizieren. Alle subjektiven und objektiven Merkmale sind erfüllt.

ac) Aus der Serie der Vorfälle am frühen Morgen des 18. März 2005 bleibt 
der Übergriff auf BA. zu beurteilen. CD. bringt - wie damals und analog zu AW. zum 
Übergriff auf AY. (SF 05 35) - vor, dass er keine aktive Rolle innehatte. Er sei höchs-
tens in der Nähe gestanden, habe sich aber nicht in tatrelevanter Weise an diesem 
Raubversuch beteiligt. Es stellt sich - analog zum Fall AW. beim Übergriff auf AY. - 
die Frage, ob CD., der sich nicht unmittelbar am Übergriff auf Grant Wallace beteiligt 
haben will, die Tathandlungen von AW. anzurechnen sind. Nach den Aussagen von 
AW. will er einen Engländer verprügelt haben, um von ihm Geld zu erhalten, 

21

während CB. und CD. damit beschäftigt gewesen sein sollen, AY. auszunehmen. 
Bei diesem Engländer soll es sich um Grant Wallace gehandelt haben (vgl. act. 
10.8, S. 5f). Wie oben unter Erw. 2aa) aufgezeigt worden ist, redeten - gemäss den 
eigenen Angaben von CD. - AW., CB. und er bereits im BB. darüber, dass sie "Leute 
ausnehmen" könnten. In der Folge kam es dann, kaum als sie das BB. verlassen 
hatten, dazu, dass AW. ohne ersichtlichen Grund auf jemanden losgegangen war. 
Es kam dann zu einer Schlägerei mit Engländern. CD. sagte aus, dass ihm dann 
bewusst worden sei, dass sie - damit sind Yves Andres Schmid, CB. und er selbst 
gemeint - jemanden ausnehmen, das heisst ihm Geld und andere Wertgegenstände 
wegnehmen könnten. In der Folge kam es dann zu den unter Anklage stehenden 
Übergriffen auf AU. und AV., AY. und Grant Wallace. Diese Übergriffe können nicht 
für sich allein betrachtet werden, sie hängen alle miteinander zusammen. Wie die 
Aussage von CD. beweist, war auch ihm bewusst, dass auf die Betroffenen einge-
schlagen wurde, um Beute zu machen. CB. bestätigte ebenfalls, dass alle, die ihnen 
über den Weg liefen, im gegenseitigen Einverständnis abgeschlagen worden seien. 
Es sei auch klar gewesen, dass die Beute untereinander aufgeteilt werde. Selbst 
wenn also CD. gegenüber BA. nicht tätlich geworden sein sollte, sind ihm die Tat-
handlungen von AW. anzurechnen. Hätte AW. Geld erbeutet, hätte er anteilsmässig 
daran partizipiert. Aus den Aussagen der Beteiligten ergibt sich zweifelsfrei, dass 
sie bei den verschiedenen Vorkommnissen gleichgerichtet gehandelt haben. Ihnen 
liegt ein genereller Tatentschluss, Leute auszunehmen, zu Grunde. Dieser Tatent-
schluss wurde von CD. bewusst - wie er selbst aussagte - mitgetragen. Er hat sich 
also unabhängig davon, ob er selbst Hand anlegte, was aber nach seinen Aussagen 
nicht ganz ausgeschlossen werden kann (vgl. act. 10.8, S. 6), als Mittäter zu ver-
antworten. AW. ist beim Übergriff auf Grant Wallace nicht von dem abgewichen, 
was der gemeinsamen Vorstellung über den Ablauf der Tat entsprochen hat, wes-
halb sein gesamtes Handeln CB., was von diesem unbestritten ist, und CD. anzu-
rechnen ist. Nachdem auf BA eingeschlagen worden war, gelang es ihm zu flüchten, 
ohne Geld herausgegeben zu haben. Es liegt ein unvollendeter Raubversuch 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB vor.

ad) Raub ist in drei Stufen qualifiziert: Durch Bewaffnung, durch besondere 
Gefährlichkeit (bsp. infolge Bandenmässigkeit) und durch Lebensgefährdung, 
schwere Körperverletzung oder Grausamkeit. AW. benützte bei den Raubüberfällen 
vom 18. März 2005 einen abgesägten Billardstock. Dieser fällt nicht unter den Be-
griff einer anderen gefährlichen Waffe im Sinne von Art. 140 Ziff. 2 StGB (Trechsel, 
Kurzkommentar, 2. Auflage, N 20 zu Art. 139 StGB). Eine Bande ist bei Zusammen-
schluss zur fortgesetzten Verübung von Raub gegeben (Trechsel, a.a.O., N 16 zu 

22

Art. 139 StGB). AW., CB. und CD. haben sich zum Ausgang getroffen und sich am 
fraglichen Abend und Morgen spontan zu einer Gruppe gebildet. Der Wille, am frag-
lichen Abend und Morgen durch Anwendung von Gewalt zu Geld zu kommen, ist 
ausgewiesen. Der Wille zur gemeinsamen Fortsetzung solcher Delikte ist jedoch 
nicht rechtsgenüglich erkennbar; es handelt sich jedoch um einen Grenzfall. Es lie-
gen damit keine qualifizierten Raubtatbestände vor, hingegen mehrfache Began-
genschaft.

b) CB. zusammen mit CC.:

ba) CB. und CC. sind geständig und es ist ausgewiesen (act. 14.3, 9.5 und 
9.3), dass sie am Abend des 25. März 2005 in der BD. in AD. nach einer kurzen 
Unterhaltung auf BE. einschlugen und ihm danach CB. das Portmonee aus der Ho-
sentasche nahm und Fr. 10.-- entwendete. Das Geld verwendeten CB. und CC. für 
Getränke für sich selbst. Gemäss Arztbericht vom 15. April 2005 erlitt BE. einen 
seitlichen Mittelgesichtsbruch rechts sowie eine Sensibilitätsstörung im zweiten Ge-
sichtsnervenast rechts (act. 14.9). Auch hier wurde der gemeinsame Tatentschluss 
konkludent geäussert. Die Jugendlichen haben bewusst und gewollt zusammenge-
wirkt. Sie hatten alle das gleiche Interesse an der Tat. Es kann auf die obigen Aus-
führungen zur Mittäterschaft verwiesen werden (vgl. Erw. 2aa). Die Tat ist unbestrit-
ten als Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu qualifizieren. Die subjektiven 
und objektiven Tatbestandsmerkmale sind erfüllt.

bb) Am Abend des 26. März 2005 trafen sich CB., CC. und BG. in CI. Da sie 
nicht genug Geld hatten, beschlossen sie, jemanden auszunehmen. Am späteren 
Abend um 22.15 Uhr kam es zum Übergriff auf BJ. (vgl. Anklageschrift Ziff. 2.3). CB. 
und CC. sind geständig, BJ. zusammen mit BG., gegen den ein separates Verfahren 
geführt wird, geschlagen und getreten zu haben, um von ihm Geld zu erbeuten. Sie 
entwendeten ihm das Portmonee und entnahmen diesem Fr. 50.--. Das Geld wurde 
anschliessend unter den drei Tätern aufgeteilt. Damit haben sie sich des Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.

bc) In der gleichen Nacht gegen Mitternacht stiessen CB., CC. und BG. in CI. 
auf die drei Jugendlichen BN. sowie BO.. Sie hielten die Jugendlichen an, ihnen 
Geld zu geben und bedrohten diese, nachdem sie das Geld im Betrage von Fr. 
22.50 erhalten hatten. Der Verteidiger von CC. bringt vor, dass dieser keinen Tat-
beitrag geleistet habe. CC. sei bei der Beschlussfassung nicht dabei gewesen; er 
habe diese Jugendlichen nicht berauben wollen und sei während der Tatausführung 

23

abseits gestanden. Es sei keine Mittäterschaft gegeben und CC. sei von diesem 
Anklagepunkt freizusprechen. Der Vorfall ereignete sich wenig später nach dem 
Übergriff auf BJ.. CC. sagte gegenüber dem Untersuchungsrichter aus (act. 10.1, 
S. 5 f.), dass sich CB. und BG. nach dem Vorfall mit BJ. dahingehend äusserten, 
dass sie noch weitere Personen ausnehmen möchten. Nachdem sie das Sunshine-
Pub verlassen hätten, seien sie hinter den drei Jugendlichen hergegangen; er habe 
sich jedoch zurückgehalten. Vor Schranken erklärte er, dass er abseits gestanden 
sei. Er habe gesehen, wie die Jugendlichen den Geldbeutel herausgenommen hät-
ten und er habe daraus geschlossen, dass sie CB. und BG. Geld gaben. Er erklärte 
zudem, dass das erbeutete Geld zusammen verbraucht worden wäre, wenn sie 
nicht unmittelbar darauf von der Polizei angehalten worden wären. CB. sagte dazu 
auf Befragen des Vorsitzenden, dass allen drei klar gewesen sei, dass Geld abge-
nommen werde. CC. will jedoch keinen Tatbeitrag geleistet und abseits gestanden 
haben. Seine Aussage steht in diesem Punkt im Widerspruch zu den Aussagen von 
CB. und BG.. CB. hatte gegenüber dem Untersuchungsrichter ausgesagt, dass BG. 
vor den Jugendlichen und er und CC. hinter oder neben ihnen gestanden seien (act. 
10.3, S. 9). BG. hatte ausgesagt, das CC. neben ihm und CB. gestanden sei; jeder 
von ihnen sei vor einem der drei Opfer gestanden (act. 10.2, S. 2). Sodann sagten 
CB. und BG. übereinstimmend aus, dass einer der Jugendlichen CC. erkannt habe. 
Es ist vorstellbar, dass CC. deshalb etwas abseits gestanden war. Nach den Aus-
sagen von CB. und BG. war er dennoch unmittelbar an der Tat beteiligt. Er war mit 
ihnen zusammen um die drei Jugendlichen gruppiert, wodurch sie sich bedroht fühl-
ten, was sie letztlich dazu veranlasste, das wenige Geld, das sie hatten, herauszu-
geben. Ihnen wurde dann noch angedroht, dass sie Schläge bekommen, wenn sie 
nicht schweigen. Dem fügte CC. "en Gruess us Züri" hinzu, damit die Opfer dachten, 
die Täter seien aus Zürich. Bei diesem Hintergrund kann keine Rede davon sein, 
dass sich CC. nicht an der Tat beteiligt hat. Er hat seinen Tatbeitrag durch seine 
bedrohende körperliche Präsenz geleistet und er wäre dementsprechend auch an 
der Beute beteiligt worden. Ohnehin kann dieser Vorfall nicht isoliert betrachtet wer-
den. Die Übergriffe auf BJ. und die drei Jugendlichen BN. sowie BO. ereigneten sich 
in der gleichen Nacht in einem kurzen zeitlichen Abstand. Vor dem ersten Übergriff 
hatten sie beschlossen, jemanden auszunehmen, weil sie nicht genug Geld hatten. 
Nach dem ersten Vorfall erklärten CB. und BG. nach der Aussage von CC. noch-
mals ausdrücklich, dass sie noch weitere Personen ausnehmen möchten. CC. blieb 
gleichwohl weiterhin mit CB. und BG. zusammen und folgte mit ihnen den drei Ju-
gendlichen BN. sowie BO.. Er wusste seiner Aussage zufolge genau, dass den Ju-
gendlichen Geld abgenommen werden sollte, was durch CB. bestätigt wird (act. 
10.3, S. 8). Trotzdem distanzierte er sich nicht von der Tat. Weder hielt er seine 

24

Kollegen zurück noch entfernte er sich vom Tatort. Im Gegenteil, er gruppierte sich 
- möglicherweise in einem etwas grösseren Abstand als die andern, damit er nicht 
erkannt wurde - um die Jugendlichen und schaute zu, wie CB. und BG. ihnen das 
Geld abnahmen. Er wusste, dass die Jugendlichen ihr Geld aus Angst hergaben. 
Er hätte sich zudem an der Beute beteiligt. Ganz offensichtlich hat er vorsätzlich 
und in massgeblicher Weise mit den anderen Tätern zusammengewirkt. So sagte 
BG. aus, dass sie alle etwa ähnlich an den Vorfällen beteiligt gewesen seien (act. 
10.2, S. 3). Der Vorsatz, durch Anwendung von Gewalt Geld zu erbeuten, wurde 
von allen getragen. CB. und CC. haben in Mittäterschaft den Tatbestand des Rau-
bes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in subjektiver und objektiver Hinsicht erfüllt.

c) CB. zusammen mit CE.:

ca) Am 10. September 2005 hielten sich CB., CE. und BP. (gegen BP. wird 
ein separates Verfahren geführt) in AR. auf. Nachdem sie erfolglos versucht hatten, 
Betäubungsmittel zu erwerben (vgl. dazu nachfolgend Erw. 3a), trafen sie in der 
Tränkenbachstrasse auf zwei Mofafahrer. Diese wurden angehalten, um ihnen Geld 
abzunehmen, welches Unterfangen trotzt Einsatz eines Pfeffersprays erfolglos blieb 
(vgl. Ziff. 3.2 der Anklageschrift). BV. gab dazu zu Protokoll (act. 28.4, S. 1), dass 
drei Personen versucht hätten, ihn und BW. zu stoppen. Er habe angehalten, weil 
er glaubte, diese zu kennen. CE. habe ihn hierauf gefragt, ob er etwas Geld habe. 
Nachdem er verneint habe, habe ihn CE. nach seinem Natel gefragt. Er habe ge-
antwortet, dass er kein Geld auf dem Natel geladen habe. Mittlerweile sei BW. 
zurückgekommen. Er wollte mit ihm weiterfahren, worauf er von CE. am Lenker 
zurückgehalten worden sei. BW. sei dann von BP. von hinten am Oberkörper leicht 
festgehalten worden. CB. habe einen Pfefferspray hervorgeholt und in den Helm 
von BW. gesprayt. CB. habe dann versucht, auch ihn zu besprühen. Dies sei miss-
lungen und er habe davon fahren können. BW. bestätigte die Ausführungen von BV. 
(act. 28.9). Er gab an, von BP. gehalten worden zu sein. Dieser habe sein Geld und 
sein Natel gewollt. Von CB. sei ihm Pfefferspray ins linke Auge gesprüht worden. 
BP. sei immer aggressiver geworden, habe ihn gedrängt und immer fester am Ober-
arm festgehalten. Plötzlich habe er noch eine Ohrfeige auf die rechte Wange erhal-
ten. Dabei habe BP. beständig nach seinem Geld verlangt. Er sei dann erneut mit 
Pfefferspray besprüht worden. Die Täter seien dann davongelaufen, weil sich ein 
Fahrzeug genähert habe. Gemäss der Aussage von BW. seien alle drei Täter bei 
ihm gestanden.

25

Der amtliche Verteidiger von CE. sieht keine qualifizierende Nötigungshand-
lung im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. CE. müsse sich auch nicht die Tat-
handlungen von BP. und CB. anrechnen lassen. Es liege kein gemeinsamer Tatent-
schluss vor, noch habe CE. gewusst, dass CB. einen Pfefferspray auf sich getragen 
hatte und diesen einsetzen würde. CB. und CE. haben auf Befragen des Vorsitzen-
den zum unter Ziff. 3.1 der Anklageschrift relevierten Sacheverhalt (vgl. Erw. 3a 
nachfolgend) einhellig angegeben, dass es allen klar gewesen sei, dass man bei 
sich bietender Gelegenheit Geld mitlaufen lasse und es mit den Kollegen teile. Auch 
bei BV. und BW. sei beiden klar gewesen, dass sie diesen Geld und Natels abneh-
men wollten, auch wenn dies davor nicht ausdrücklich geplant worden sei. Die 
Beute wäre unter ihnen geteilt worden. Den Delikten in AR. lag damit offensichtlich 
ein gemeinsamer Tatenschluss zu Grunde. Wie oben unter Erw. 2aa bereits ein-
lässlich ausgeführt worden ist, weshalb darauf verwiesen werden kann, genügt es, 
wenn der gemeinsame Tatentschluss konkludent geäussert wird. Dies haben die 
Täter getan, indem sie bewusst und gewollt zusammen agierten, als sie BV. und 
BW. auszurauben versuchten. CE. wandte zwar keine unmittelbare körperliche Ge-
walt an. Dadurch, dass er BV. am Lenker des Mofas zurückhielt und sich, als dieser 
entfloh, zusammen mit den andern Tätern um BW. stellte, übte er mit seiner Er-
scheinung unmittelbar psychischen Druck aus und machte BW. dadurch wider-
standsunfähig. Er leistete damit seinen eigen Tatbeitrag. Der Einsatz des Pfeffer-
sprays durch CB. stellt unbestritten ebenfalls eine qualifizierte Nötigungshandlung 
im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB dar. CB. und CE. haben den Diebstahl 
dann aber nicht begangen, so dass ein unvollendeter Raubversuch gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB gegeben ist.

d) CB.:

Es ist unbestritten und ausgewiesen, dass CB. am 24. April 2005, um zirka 
6.30 Uhr, zusammen mit B. (gegen welchen ein separates Verfahren geführt wird) 
an der C.-Strasse in CI. den stark alkoholisierten D. an die Wand drückte und von 
ihm die Herausgabe des Portmonees verlangte. Dieser Aufforderung kam D. nach 
und CB. behändigte das darin enthaltene Bargeld im Betrage von Fr. 20.50 (vgl. Ziff. 
4.3 der Anklageschrift). Damit hat sich CB. des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB schuldig gemacht. 

e) Gemäss herrschender Lehre und Rechtsprechung gilt eine einfache Kör-
perverletzung, die im Zusammenhang mit der Gewaltanwendung an Opfern im Rah-
men von Art. 140 StGB bewirkt werden, als durch Art. 140 StGB konsumiert (vgl. 

26

Trechsel, Kurzkommentar, 2. Auflage, N 24 zu Art. 140 StGB mit weiteren Hinwei-
sen, insb. PKG 1967 Nr. 12; Rehberg, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Bemer-
kungen zu Ziff. 1 von Art. 140 StGB; Stratenwerth, BT 1, Rz. 140, S. 313). Werden 
die Angeklagten wegen mehrfachen Raubes respektive mehrfachen Versuchs dazu 
verurteilt, so sind die Tatbestände der einfachen Körperverletzung und der Tätlich-
keiten, soweit sie bei den Raubtaten erfüllt wurden, konsumiert. Sie sind nicht zu 
beurteilen.

3. Gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren 
oder mit Gefängnis bestraft, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur An-
eignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern. 
Wegnehmen ist Bruch fremden und Begründung neuen Gewahrsams; dieser be-
steht in der tatsächlichen Sachherrschaft mit dem Willen, sie auszuüben. Der Bruch 
fremden Gewahrsams liegt regelmässig in der Entfernung der Sache. Der Diebstahl 
ist vollendet mit der Herstellung eines neuen Gewahrsams nach dem Willen des 
Täters (vgl. Trechsel, a.a.O., N. 11 zu Art. 139 StGB). Subjektiv sind neben dem 
Vorsatz die Aneignungsabsicht und die Absicht unrechtmässiger Bereicherung er-
forderlich.

Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Gefängnis oder Busse 
bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutz-
niessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht.

Wer gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in 
einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem 
Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werkplatz un-
rechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu ent-
fernen, darin verweilt, wird, auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft (Art. 
186 StGB).

a) Am 10. September 2005 begaben sich CB., CE. und BP. nach AR., um 
Haschisch zu erwerben. Sie gingen zum Zweifamilienhaus BQ.-Strasse 12, da dort 
ein "CG." wohnen sollte, welcher Haschisch verkaufe. Sie betraten das unverschlos-
sene Haus und suchten diesen "CG.". Im Zuge dieser Suche wurden verschiedene 
Wertgegenstände (2 Portmonees und ein Natel) sowie Bargeld im Betrage von Fr. 
50.-- entwendet (vgl. Ziff. 3.1 Anklageschrift). Auf der Suche nach "CG." trafen sie 
in verschiedenen Zimmern auf die Eltern von "CG.", welche ihnen erklärten, wo sich 
das Zimmer von "CG." befand. Als sie "CG." fanden, forderte dieser sie auf, das 

27

Haus zu verlassen. CB., CE. und BP. verliessen unter Begleitung von "CG." das 
Haus (act. 10.15 - 10.19). Die amtlichen Verteidiger von CB. und CE. bestreiten, 
dass der Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt sei. Art. 186 StGB schützt die 
Freiheit des Berechtigten darüber zu entscheiden, wer sich in bestimmten Räumen 
aufhalten darf und wer nicht. Dabei muss der Wille des Hausherrn deutlich geäus-
sert werden. BR. alias "CG." gab auf polizeiliches Befragen zu Protokoll, dass es für 
seine näheren Kollegen üblich war, dass sie ohne zu läuten ins Haus kommen konn-
ten. Deshalb sei die Eingangstüre auch immer offen. Seine Eltern seien damit ein-
verstanden, dass seine Kollegen uneingeschränkten Zutritt ins Haus haben. Nach 
dem Beweisergebnis stand die Haustüre der BS. demnach immer offen, damit die 
Kollegen von BR. uneingeschränkt ein und aus gehen konnten. CB. und CE. wurden 
nach Betreten des Hauses von den Eltern von BR. zudem nicht hinausgewiesen, 
nicht einmal, als sie deren Schlafzimmer betraten. Bei diesem Hintergrund kann 
nicht die Rede davon sein, dass CB. und CE. unrechtmässig in das Haus einge-
drungen sind. Sie haben sich dann aber auch nicht gegen den Willen des Hausherrn 
im Haus aufgehalten. BR. hat selbst ausgesagt, dass CB. und CE. auf seine Auffor-
derung hin das Haus verlassen haben. Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs ist 
damit nicht erfüllt. CE. ist von der Anklage des Hausfriedensbruchs freizusprechen. 
Gegen CB. ist in einem weiteren Fall des Hausfriedensbruchs angeklagt (vgl. Ziff. 
4.4 der Anklageschrift), welcher einer Prüfung zu unterziehen ist (vgl. nachfolgend 
Erw. 3b). Sollte er sich dort des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht haben, kann 
kein Freispruch erfolgen, es liegt dann aber keine mehrfache Begangenschaft vor.

Der amtliche Verteidiger von CB. sieht im Weiteren die Tatbestandvoraus-
setzungen des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB als nicht erfüllt an, wohin-
gegen der amtliche Verteidiger von CE. auf geringfügigen Diebstahl gemäss Art. 
172ter StGB plädiert. Der Grenzwert für die Annahme eines «geringen Vermögens-
wertes» wurde vom Bundesgericht in BGE 121 IV 264 auf Fr. 300.-- festgesetzt, 
ebenso für den «geringen Schaden» in BGE 123 IV 119. Die Anwendung von Art. 
172ter StGB setzt im Übrigen subjektiv voraus, dass sich auch der Vorsatz des 
Täters auf ein Vermögensdelikt geringfügigen Ausmasses beschränkt (BGE 122 IV 
159, 123 IV 119). Auf Grund des Beweisergebnisses ist festzustellen, dass die Täter 
nicht in das Haus gegangen sind, um gezielt mehr Beute zu suchen. Die ursprüng-
liche Absicht war, von "CG." Betäubungsmittel zu kaufen. Wie die Aussagen von 
CB. und CE. vor Schranken aber ergeben haben, war es ihnen bewusst, dass man 
sich in jener Nacht bei sich bietender Gelegenheit Geld oder andere Wertge-
genstände wie Natels aneignete. In dieses Bild passt auch der unmittelbar darauf 
erfolgte Übergriff auf BV. und BW. (vgl. vorstehend Erw. 2ca). Die Täter handelten 

28

in konkludenter Übereinstimmung. Zwar mag es zutreffen, dass CB. selbst im Haus 
BS. nichts entwendete. Er muss sich aber die Tathandlungen von CE. und BP. an-
rechnen lassen. Auch wenn die einzelnen Täter nicht immer gesehen haben, was 
die anderen machen, waren immer alle drei zusammen. Dabei musste jeder von 
ihnen damit rechnen, dass seine Begleiter einen Diebstahl begehen würden. Die 
Täter handelten in unausgesprochener Übereinstimmung. Ihr Vorsatz war zuge-
standen darauf ausgerichtet, "Beute" zu machen und diese wäre auch klar unter-
einander aufgeteilt oder miteinander verbraucht worden. Die Gesamtbetrachtung 
der Vorfälle in AR., die Aussagen von CB. und CE. sowie der Umstand, dass alle 
vom Diebesgut profitiert hätten, lassen keine Zweifel offen, dass Mittäterschaft vor-
liegt. Objektiv ist angesichts des Deliktsbetrages - adhäsionsweise wird eine Forde-
rung von Fr. 170.-- geltend gemacht - die Geringfügigkeit zu bejahen. Entscheidend 
ist die subjektive Seite, der Wert nach der Vorstellung des Täters. Die Art und der 
Ort der Aufbewahrung des Gegenstandes können ein Indiz für dessen Wert sein 
(Trechsel, a.a.O., N 6 zu Art. 172ter StGB). Die Täter sind nun nicht spezifisch auf 
Geldsuche gewesen. Es gibt keine Hinweise, dass sie möglichst viel Geld zu finden 
hofften. In einem auf dem Küchentisch herumliegenden Portmonee werden in der 
Regel auch nicht mehrere Hundert Franken aufbewahrt. So mussten sie nicht damit 
rechnen, darin namhaft Geld zu finden. Auch gesamthaft betrachtet waren ihre Ta-
ten an jenem Abend nicht auf grössere Geldbeträge ausgerichtet, ansonsten sie 
wohl kaum zwei Jugendliche zu berauben versucht hätten. Die Geringfügigkeit ist 
damit auch in subjektiver Hinsicht zu bejahen. CB. und CE. sind schuldig im Sinne 
von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB.

b) CB. ist überführt und geständig, am 25. April 2005, um zirka 22.00 Uhr 
zusammen mit anderen Tätern ins Restaurant CF. in G. eingebrochen zu sein, wo 
sie - gemäss Anklage - rund 45 Päckchen Zigaretten und ein Serviceportmonee im 
Wert von Fr. 50.--, in welchem Bargeld im Wert von Fr. 537.-- enthalten gewesen 
sei, entwendeten. Durch das gewaltsame Aufbrechen der Restauranteingangstüre 
wurde ein Sachschaden von zirka Fr. 500.-- verursacht. CB. will gemäss seiner Aus-
sage vor Schranken mit seinen Kollegen lediglich 20 bis 25 Päckchen Zigaretten 
gestohlen haben, was jedoch offen gelassen werden kann, weil die Anzahl der ge-
stohlenen Päckchen Zigaretten für die rechtliche Qualifikation der Tat irrelevant ist. 
CB. hat sich objektiv und subjektiv des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, der 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 StGB und des Hausfriedensbruchs gemäss 
Art. 186 StGB schuldig gemacht. Die erforderlichen Strafanträge liegen rechtskon-
form vor.

29

c) CC. ist überführt und geständig, am 11. März 2006 zusammen mit anderen 
Tätern den Versuch unternommen zu haben, vom Garten aus die Türe zu einer 
Zahnarztpraxis aufzubrechen, in der Absicht, Geld und Flachbildschirme zu entwen-
den. Die Täter waren mit einer Brechstange und Taschen ausgerüstet, um das Die-
besgut abzutransportieren. Es gelang ihnen jedoch nicht, die Türe aufzubrechen. 
Es entstand ein Sachschaden von Fr. 1'000.--. CC. ist schuldig des unvollendeten 
Diebstahlversuchs gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 
StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 StGB und des Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB. Die erforderlichen Strafanträge liegen rechtsgenüglich vor.

4. Gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird, auf Antrag, mit Gefängnis 
bestraft, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesund-
heit schädigt. "In anderer Weise" schädigt der Täter jemanden an Körper 
oder Gesundheit, wenn die Verletzung nicht die Vorraussetzungen der schweren 
Körperverletzung gemäss Art. 122 StGB erfüllt. Art. 123 StGB schützt sowohl die 
physische als auch die psychische Integrität. Abzugrenzen ist die Bestimmung der 
einfachen Körperverletzung zudem von den Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Ziff. 1 
StGB. Nach der Praxis des Bundesgerichts (BGE 117 IV 15, 119 IV 25) ist eine 
Tätlichkeit anzunehmen bei einer das allgemein übliche und gesellschaftlich gedul-
dete Mass überschreitenden physischen Einwirkung auf einen Menschen, die keine 
Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge hat (Jörg Rehberg, Straf-
recht III, 6. Auflage, S. 25ff; BGE 119 IV 2ff); die Verursachung von Schmerzen wird 
nicht mehr vorausgesetzt. Beispiele: Ohrfeigen, Faustschläge, Fusstritte, heftige 
Stösse, Bewerfen mit Gegenständen von einigem Gewicht, Begiessen mit Flüssig-
keiten, Zerzausen einer kunstvollen Frisur, Verschmieren eines Stücks Patisserie 
im Gesicht eines andern, sog. «entartage» (BGer vom 08.10.2001, 6S.436/2001). 
Das Herbeiführen von selbst vorübergehenden Störungen, die einem krankhaften 
Zustand gleichkommen (bsp. Zufügen erheblicher Schmerzen, eines Nerven-
schocks, eines Rausch- oder Betäubungszustandes) oder eine wesentliche Beein-
trächtigung des Aussehens mit sich bringen (BGE 103 IV 70, 107 IV 42, 119 IV 2, 
27, Pra 83 (1994) Nr. 17), gilt dagegen bereits als Schädigung im Sinne von Art. 
123 Ziff. 1 StGB.

Wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt, 
wird, auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft (Art. 180 StGB). Der Täter 
muss dem Opfer einen schweren Nachteil in Aussicht stellen und dieses, damit die 
Tat vollendet ist, tatsächlich in Angst oder Schrecken versetzen (vgl. BGE 81 IV 
106, 99 IV 215). Auch eine Scheindrohung ohne tatsächliche Gefahr für das Opfer 

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(bsp. Drohung mit ungeladener Waffe) kann die beabsichtigte Wirkung erzielen (RS 
1972 Nr. 328).

a) CB. ist überführt und geständig, am 18. Oktober 2004, um zirka 13.20 Uhr, 
auf A. losgegangen zu sein, um dessen Natel abzunehmen. Er erteilte ihm zunächst 
einen heftigen Stoss. Als A. weiter gehen wollte, folgte ihm CB. und brannte ihn mit 
einer Zigarette am Hals. Er entriss ihm die Kopfhörer und erklärte, sie zurückzuge-
ben, sofern er die Nummer einer Frau bekomme. Als A. sein Natel der Marke Sie-
mens im Wert von Fr. 499.-- hervor nahm, wurde es ihm von CB. entrissen. Die 
Staatsanwaltschaft hat den Sachverhalt als Trickdiebstahl nach vorausgegangener 
Körperverletzung qualifiziert. Dieser Rechtsauffassung kann gefolgt werden und 
CB. ist für den Übergriff auf A. der Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB und des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. Der 
für die Beurteilung der Körperverletzung erforderliche Strafantrag ist rechtsgenüg-
lich gestellt worden.

b) Am 5. Februar 2006 kam es im und vor dem Dancing I. in lIanz in der Zeit 
von 01.30 und 02.00 Uhr zwischen CB. und J. zu einer Auseinandersetzung. Als K. 
sich um den am Boden liegenden J. kümmerte und CB., welcher auf J. eintrat, ab-
wehren wollte, soll CB. sie mit der flachen Hand ins Gesicht und den Fäusten auf 
den Kopf geschlagen haben. Sodann soll CB. K. gegen einen parkierten Lieferwa-
gen gestossen haben. CB. habe zu K. gesagt, dass er sie fertig mache. Gemäss 
Arztbericht vom 9. Februar 2006 erlitt K. Prellmarken an der Stirn rechts, am Knie 
links sowie eine Schürfung am Handgelenk links (act. 29.9).

Der amtliche Verteidiger bringt vor, dass sich CB. mit J. gestritten habe. CB. 
habe K. versehentlich mit der Hand oder dem Fuss getroffen und zwar nur einmal. 
Er hätte K. nie vorsätzlich geschlagen und er glaube deshalb auch nicht, dass er sie 
bedroht habe. Diese Sachverhaltsdarstellung entspricht der von CB. vor der Polizei 
gemachten Aussage (act. 29.5). Demgegenüber steht die Aussage von K. (act. 
29.3). Sie gab zu Protokoll, dass sie von CB. mit den Fäusten und einem Schlag-
stock geschlagen worden sei. Er habe sie mit dem Stock am Rücken getroffen. Mit 
den Fäusten habe er ihr auf den Kopf geschlagen. Mit der flachen Hand habe er ihr 
einmal ins Gesicht geschlagen. CB. habe ihr sodann gesagt, dass er sie "fertig ma-
chen werde". R. erklärte gegenüber der Polizei (act. 29.4), dass K. CB. von J. habe 
wegstossen wollen. In diesem Moment habe ihr CB. mit der Faust in das Gesicht 
geschlagen und sie mit der Hand zur Seite gestossen. Er konnte jedoch keine Fest-
stellung machen, dass K. von CB. bedroht worden wäre. S. gab zu Protokoll (act. 

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29.8), dass CB. K. mit der Faust oder der flachen Hand ins Gesicht geschlagen 
hatte, als sie dem am Boden liegenden J. helfen wollte. CB. soll dann auch noch 
mit dem Fuss gegen K. getreten und sie am Arm getroffen haben. Dass K. von CB. 
bedroht worden wäre, konnte er nicht feststellen. T. machte die Aussage (act. 29.6), 
dass K. versucht habe, CB. zurückzuhalten. CB. habe ihr hierauf mit der Faust in 
das Gesicht geschlagen und ihr auch eine Ohrfeige verpasst. Er äusserte die Mei-
nung, dass CB. K. zudem mit einem Stock auf den Rücken geschlagen habe. T. 
konnte bestätigen, dass K. verbal von CB. bedroht worden war. Er habe ihr gesagt, 
dass er sie "fertig mache". Verschiedene Beteiligte bestätigen damit offensichtlich 
einhellig, dass K. von CB. geschlagen worden war. Ihre Aussagen lassen keine 
Zweifel offen, dass CB. K. gewollt und heftig geschlagen hat. Er ging gezielt auf sie 
los, als sie ihn abwehren und dem am Boden liegenden J. zu Hilfe kommen wollte. 
T. bestätigte sodann, dass K. von CB. mehr als einmal geschlagen worden ist. Dass 
K. von CB. unbeabsichtigt, das heisst fahrlässig getroffen worden war, kann dem-
nach ausgeschlossen werden. Offen gelassen werden kann, ob CB. den Stock 
draussen noch einsetzte oder ob er ihn da gar nicht mehr hatte. Es ist erstellt, dass 
CB. K. mehrmals vorsätzlich geschlagen hat, womit er sich der Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gemacht hat. Erstellt ist auch, dass 
CB. K. gemäss Art. 180 StGB bedroht hat. Art. 180 StGB ist sowohl in objektiver 
und subjektiver Hinsicht erfüllt. Der für die Bestrafung erforderlichen Strafanträge 
sind rechtskonform gestellt worden.

5. Gemäss Art. 134 StGB wird mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft, 
wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod 
oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. An-
griff ist die gewaltsame tätliche Einwirkung mindestens zweier Personen auf einen 
oder mehrere Menschen in feindseliger Absicht. Strafbar ist die Beteiligung daran 
erst, wenn ein Angegriffener oder Dritter infolge der Attacke verletzt oder getötet 
wird; diese objektive Strafbarkeitsbedingung entspricht jener beim Raufhandel. Der 
Vorsatz des Täters bezieht sich darauf, an einem solchen Angriff aktiv teilzuneh-
men. Erstreckte er sich nachweisbar darüber hinaus auf die einem Angegriffenen 
zugefügte körperliche Schädigung, ist deren Urheber neben Art. 134 StGB auch 
wegen vorsätzlicher Körperverletzung (Art. 122 f. StGB) bzw. eines Tötungsdelikts 
(Art. 111 ff. StGB) zu bestrafen. War der Geschädigte die einzige angegriffene Per-
son, gilt diese letztere Strafe diejenige nach Art. 134 StGB ab (BGE 118 IV 229). 

Der amtliche Verteidiger von CB. bestreitet den unter Ziff. 4.1 der Anklage-
schrift relevierte Sachverhalt. CB. sei an einer Auseinandersetzung mit einer ande-

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ren Person beteiligt gewesen, als er von BX. tätlich attackiert worden sei. Diese 
Person sei nicht identisch mit dem gemäss Anklageschrift angegriffenen "einzelnen 
Jugendlichen". Diesbezüglich sei das Anklageprinzip verletzt, weil dieser Jugendli-
che namentlich nicht genannt sei. CB. sagte gegenüber der Polizei aus (act. 34.3.6), 
dass er sich am Sonntag Morgen, den 22.08.2004, um zirka 04.00 Uhr, zusammen 
mit anderen Jugendlichen vor dem CH. Pub aufgehalten habe und zusammen mit 
diesen Jugendlichen in eine Auseinandersetzung mit einem einzelnen Jugendlichen 
verwickelt gewesen sei. Dieser sei rechtsradikal gesinnt gewesen, weshalb er von 
den anderen angepöbelt und geschlagen worden sei. Er selbst habe mit ihm mehr-
heitlich nur geredet. Als er ihn aber "angemacht" habe, habe er ihm eine Ohrfeige 
gegeben. Ein älterer Mann sei dann auf ihn losgegangen. Es sei mit diesem zu einer 
Auseinandersetzung gekommen. Bei diesem älteren Mann handelt es sich um BX.. 
BX. sagte gegenüber der Polizei aus (act. 34.3.7), dass ihm vor dem CH. Pub auf-
gefallen sei, wie mehrere Personen einen einzelnen Jugendlichen belästigten. Er 
sei hingegangen und habe die Jugendlichen aufgefordert, den einzelnen in Ruhe zu 
lassen. Ein jüngerer Mann habe ihn aggressiv aufgefordert zu gehen. Er habe seine 
Hand auf dessen Schulter gelegt, um ihn zu beruhigen. Dieser habe sich aber noch 
mehr erregt und ihn aufgefordert, die Hand wegzunehmen. Als er seine Hand von 
dessen Schulter weggenommen habe, sei er plötzlich von hinten in seinen Rücken 
geschlagen oder getreten worden. Er sei dann auch von vorne geschlagen worden. 
Im Fotoauswahlkonfront (act. 34.3.4) identifizierte BX. CB. als denjenigen, der ihn 
von Platz verwiesen habe. Vor dem Untersuchungsrichter bestätigte CB. seine vor 
der Polizei gemachte Aussage (act. 34.3.10). Er führte aus, dass er sich am fragli-
chen Sonntagmorgen mit einigen Kollegen vor dem CH. Pub in V. aufgehalten habe. 
Es sei dann zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Rechtsradikalen ge-
kommen, in deren Verlauf er diesem eine Ohrfeige gegeben habe. In diesem Mo-
ment sei BX. dazu gekommen und habe sich eingemischt. Dieser habe ihn am 
Oberkörper gepackt und festgehalten. Er habe ihn aufgefordert, ihn loszulassen. Da 
dieser seiner Aufforderung nicht nachgekommen sei, habe er ihn auf den Boden 
geworfen. In der Folge sei André Albin hinzugekommen und habe den am Boden 
liegenden BX. geschlagen. Im Gegensatz dazu erklärte CB. vor Schranken auf ent-
sprechendes Befragen, dass er sich am Übergriff auf den einzelnen Jugendlichen 
nicht beteiligt habe. Er habe nur aus der Nähe zugeschaut. BX. sei einfach auf ihn 
losgegangen, weil dieser den Eindruck gehabt habe, er sei beteiligt. Er habe BX. 
ein Bein gestellt. BY. habe ihn dann "windelweich" geschlagen. Angesichts der deut-
lichen und übereinstimmenden Aussagen, die CB. vor der Polizei und dem Unter-
suchungsrichter einen Monat beziehungsweise drei Monate nach diesem Vorfall ge-
macht hat, ist die heutige Aussage als Schutzbehauptung zu qualifizieren. Es ist 

33

nicht einzusehen, weshalb sich CB. in den vorerwähnten Aussagen zu Unrecht 
selbst belastet haben sollte. Er hat zugestanden, sich zusammen mit einer Gruppe 
anderer Jugendlichen an einem Angriff auf einen einzelnen, eher rechtsradikal ge-
sinnten Jugendlichen aktiv beteiligt zu haben. Dieser Jugendliche ist angepöbelt 
worden und CB. hat ihm sogar eine Ohrfeige gegeben. Dieser Jugendliche wurde 
im Sinne von Art. 134 StGB von mindestens zwei Personen attackiert. Als BX. ein-
griff, wurde dieser ebenfalls angegriffen und verletzt (act. 34.3.5). damit sind sämt-
liche Tatbestandsmerkmale von Art. 134 StGB erfüllt. CB. hat sich zusammen mit 
mehreren anderen Personen an einem Angriff auf einen einzelnen (rechtsradikal 
gesinnten) Jugendlichen beteiligt. Dieser Angriff hatte schliesslich zur Folge, dass 
BX. verletzt wurde, da sich die Auseinandersetzung auf ihn ausweitete, als er den 
Streit schlichten wollte. BX. ist als Dritter im Sinne von Art. 134 StGB zu sehen. Das 
Akkusationsprinzip ist folglich nicht verletzt. CB. ist schuldig des Angriffs gemäss 
Art. 134 StGB.

6. Gemäss Art. 181 StGB wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft, 
wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch an-
dere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen 
oder zu dulden. Art. 181 StGB schützt die Freiheit der Willensbildung und Willens-
betätigung Gewaltanwendung besteht in der Einwirkung auf den Körper des Men-
schen und ist immer schon dann zu bejahen, wenn die vom Täter gewählte Art und 
Intensität derselben geeignet ist, die Willensfreiheit des Opfers tatsächlich zu be-
einträchtigen. Die Androhung ernstlicher Nachteile muss sich auf ein Übel beziehen, 
auf dessen Eintritt der Täter Einfluss hat oder mindestens zu haben vorgibt. Ernst-
lich ist der angedrohte Nachteil, wenn er sich objektiv dazu eignet, auch eine ver-
ständige Person in der Lage des Opfers gefügig zu machen (Trechsel, a.a.O., N 1 
ff. zu Art. 181 StGB). Andere Beschränkung der Handlungsfreiheit: Mit Blick auf das 
Bestimmtheitsgebot gemäss Art. 1 StGB ist dieses Tatbestandsmerkmal restriktiv 
auszulegen (BGE 129 IV 264). In Betracht kommt nur ein Zwangsmittel, welches 
das üblicherweise geduldete Mass der Beeinflussung so eindeutig überschreitet wie 
Gewalt oder Drohung.

CB. und CC. sind der Nötigung zum Nachteil von BF. angeklagt. Die amtli-
chen Verteidiger bestreiten, dass der Tatbestand der Nötigung erfüllt sei. BF. habe 
an jenem Abend freiwillig spendiert. BF. erklärte gegenüber der Polizei (act. 15.3), 
dass er in der BD. Billard gespielt habe, als drei Typen hinzugekommen seien und 
mitspielen wollten. Nach kurzer Zeit habe ihn einer von denen aufgefordert, eine 
Runde Getränke zu bezahlen. Weil sie nicht von dieser Forderung abliessen und er 

34

keinen Ärger wollte, habe er ihnen Fr. 100.-- gegeben. Dann habe er die Bar ver-
lassen. Verbal sei er nicht direkt bedroht worden. Die Typen seien um ihn herum 
gestanden und hätten ihn bedrängt. Sie hätten ein paar Mal gesagt, er solle ihnen 
Geld geben. Demgegenüber stehen die Aussagen von CB. und CC.. Beide erklären 
vor Schranken übereinstimmend, dass BF. nicht gebeten worden sei, ihnen Geld zu 
geben. Er habe ihnen das Geld von sich aus gegeben. Bereits vor dem Untersu-
chungsrichter hatte CB. ausgesagt (act. 10.3, S. 6 - 7), dass BF. ihm Fr. 100.-- ge-
geben habe, um Getränke zu holen. Die Hälfte des nach der Bezahlung der Ge-
tränke verbliebenen Retourbetrages habe er CC. gegeben. Zu BF. habe er gesagt, 
dass er ausgenommen worden sei. BF. habe ihm geglaubt und sei dann gegangen.

BF. hat nicht angegeben, worin konkret die Androhung lag. Seiner Aussage 
kann entnommen werden, dass er sich bedrängt fühlte und keinen Ärger wollte. Um 
den Tatbestand der Nötigung zu bejahen, ist ein gewisses Mass an Einwirkung er-
forderlich. Vorliegend ist nicht nachvollziehbar beziehungsweise ersichtlich, womit 
BF. bedroht worden ist, mit anderen Worten, mit welchen ernstlichen Nachteilen er 
rechnen musste, hätte er das Geld nicht gegeben. BF. hatte davor davon erfahren, 
dass BE. zusammengeschlagen worden war. Subjektiv hatte er wohl Angst davor, 
das gleiche Schicksal zu erleiden. Objektiv ergeben sich aber keine rechtsgenügli-
chen Hinweise, um die Verletzung der Willensbetätigung von BF. durch Anwendung 
von Gewalt, Drohung oder ähnlichem Mittel zu bejahen. Das dafür erforderliche 
Ausmass ist nicht gegeben. CB. und CC. sind von der Anklage der Nötigung 
gemäss Art. 181 StGB freizusprechen.

7. Gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird mit Haft oder Busse bestraft, wer 
unter anderem unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert.

a) Gemäss eigenen Angaben hat CB. seit 11. August 2003 unter zwei Malen 
3 beziehungsweise 5 Tabletten Ecstasy für einen Bekannten erworben. Er konsu-
miert regelmässig Marihuana und gelegentlich Kokain, Ecstasy, LSD und Amphet-
amine. Dafür ist er der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
schuldig zu sprechen.

b) Gemäss eigenen Angaben konsumierte CC. in der Zeit vom 1. August 
2005 bis 2. April 2006 ab und zu Marihuana und Kokain. Dafür ist er der mehrfachen 
Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen.

c) CD. konsumierte vom 14. März 1995 bis 18. Juli 2005 täglich Marihuana. 
Sodann konsumierte er während einer kurzen Periode vier- bis sechsmal pro Jahr 

35

Kokain. Dafür ist er der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
schuldig zu sprechen, soweit die Übertretungen nicht bereits verjährt sind.

8. Gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG wird mit Haft oder Busse bestraft, 
wer u.a. ohne den erforderlichen Führerausweis ein Motorfahrzeug führt. Gemäss 
Art. 96 Ziff. 1 Abs. 1 SVG wird mit Haft oder Busse bestraft, wer ohne den erforder-
lichen Fahrzeugausweis oder die Kontrollschilder ein Motorfahrzeug führt oder ei-
nen Anhänger mitführt. Gemäss Art. 96 Ziff. 2 SVG wird mit Gefängnis und Busse 
bestraft, wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl er weiss oder bei pflichtgemässer Auf-
merksamkeit wissen könnte, dass die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung nicht 
besteht. In leichten Fällen werden Fehlbare mit Busse bestraft.

CD. ist überführt und geständig, am 17. Juni 2005 mit dem Motorrad Yamaha 
DT 125 von AP. via G. nach CJ. gefahren zu sein, obwohl er nicht über den Füh-
rerausweis für die entsprechende Motorradkategorie und über keinen Fahrzeugaus-
weis verfügte, er für das Motorrad die erforderliche Versicherung nicht abgeschlos-
sen und auch kein Kontrollschild eingelöst hatte. Damit hat er sich unbestritten des 
Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, ohne Fahrzeug-
ausweis gemäss Art. 96 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und ohne Versicherungsschutz gemäss 
Art. 96 Ziff. 2 SVG schuldig gemacht.

9. Das Strafgesetz enthält eine nach Alterskategorien abgestufte 
Annäherung an das Sanktionensystem des Erwachsenenstrafrechts. Für junge Er-
wachsene (achtzehn- bis fünfundzwanzigjährige Täter) gilt das ordentliche Sanktio-
nensystem des Erwachsenenstrafrechts, es sei denn, sie erfüllen die Voraussetzun-
gen für eine Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt (Art. 100 Abs. 1 StGB; 
BGE 121 IV 155 E. 2a). Deshalb wird im Strafpunkt immer geprüft, ob diese Mass-
nahme in Betracht kommt (BGE 125 IV 239, 117 IV 251 E. 2b). Gemäss Art. 100 
Abs. 1 StGB kann der Richter an Stelle einer Strafe die Einweisung in eine Arbeits-
erziehungsanstalt anordnen, wenn der Täter in seiner charakterlichen Entwicklung 
erheblich gestört oder gefährdet, oder er verwahrlost, liederlich oder arbeitsscheu 
ist, und seine Tat damit im Zusammenhang steht, und, wenn anzunehmen ist, durch 
diese Massnahme lasse sich die Gefahr künftiger Verbrechen oder Vergehen ver-
hüten (Art. 100bis Ziff. 1 StGB).

Voraussetzungen der Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt sind, dass 
der Täter ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat, dass die Tat im Zusam-
menhang mit dem Zustand des Täters (alternativ Störung oder Gefährdung der cha-

36

rakterlichen Entwicklung, Verwahrlosung, Liederlichkeit, Arbeitsscheue) steht und 
dass auf Grund dieses Zustandes eine Rückfallgefahr besteht. Im Weiteren muss 
die Arbeitserziehung als geeignetes und notwendiges Mittel der Rückfallbekämp-
fung erscheinen. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Massnahme mit ihren aus 
dem Jugendstrafrecht hereinwirkenden Gesichtspunkten nach ihrer Zielsetzung auf 
Täter zugeschnitten ist, die sich nach Persönlichkeitsstruktur und Begehungsweise 
noch in den weiteren Umkreis der Adoleszenzdelinquenz einordnen lassen. Die 
straftatrelevanten Entwicklungsdefizite müssen erzieherisch behebbar sein, jeden-
falls insoweit, dass angenommen werden kann, dadurch lasse sich künftige Delin-
quenz verhüten. Schliesslich muss sich ebenfalls prognostisch eine Gefährlichkeit 
des Einzuweisenden verneinen lassen. Wesentliche Beurteilungskriterien für eine 
Einweisung bilden demnach Fehlentwicklung, Erziehbarkeit, Delinquenzverhütung 
und Ungefährlichkeit. Sind die Voraussetzungen von Art. 100 und 100bis StGB er-
füllt, muss das Gericht die Massnahme anordnen (BGE 125 IV 241, 118 IV 351 E. 
2d). Allerdings ist auch die Arbeitserziehung als Behandlungsmassnahme nur dann 
geeignet, künftige Delikte zu verhüten, wenn der Betroffene einer in solcher Form 
erfolgenden sozialtherapeutischen oder sozialpädagogischen Einwirkung zugäng-
lich erscheint (BGE 123 IV 113, BGE 118 IV 351; Stratenwerth, Schweizerisches 
Strafrecht, Allgemeiner Teil II, S. 446 f. N 2, S. 453 N 18).

CB. ist von den Psychiatrischen Diensten Graubünden begutachtet worden 
(act. 2.8). Der Gutachter stellte die Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitss-
törung DSM-IV-TR 301.7, eine dissoziale Persönlichkeitsstörung nach ICD-10, was 
einer mangelhaften geistigen Entwicklung im Sinne von Art. 11 StGB entspreche. 
Die von ihm begangenen Delikte seien vorwiegend in diesem Zusammenhang zu 
sehen. Teilweise habe er zwar auch unter Alkohol- und Kokaineinfluss gehandelt, 
was jedoch meistens, wenn überhaupt, relativ wenig Einfluss auf die Handlungs- 
und Steuerungsfähigkeit gehabt habe. Der Gutachter erachtet das Ausmass der de-
fizitären charakterlichen Entwicklung als nicht derart ausgeprägt, dass eine Einwei-
sung in eine Arbeitserziehungsanstalt für zweckmässig erachtet würde. Der Gut-
achter weist diesbezüglich darauf hin, dass der Angeklagte seit vier Jahren 
selbständig lebe und seinen Haushalt versorge, was gegen die Notwendigkeit einer 
solchen Massnahme spreche. In diesem Zusammenhang ist auch zu betonen, dass 
der Angeklagte über eine abgeschlossene Ausbildung verfügt. Er hat sich an seinen 
beiden Arbeitsstellen (AB. SA und AC.) bewährt und eine zweite Ausbildung als 
Verkehrswegbauer in Angriff genommen. Mitentscheidend fallen vorliegend aber 
auch die gutachterlichen Feststellungen ins Gewicht, dass die allgemeine Thera-
piemöglichkeit als eher ungünstig anzusehen ist und die Therapie-bereitschaft des 

37

Angeklagten gering ist. Die Voraussetzungen zur Einweisung in eine Arbeitserzie-
hungsanstalt sind damit nicht gegeben. 

10. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Das Verschulden um-
fasst den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Der Bemes-
sung der Schuld ist die Schwere der Tat zugrunde zu legen. Weiter unterscheidet 
man beim Verschulden Tat- und Täterkomponenten. Bei der Tatkomponente be-
trachtet man das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Willensrichtung mit wel-
cher der Täter handelte und seine Beweggründe. Die Täterkomponente hingegen 
umfasst Vorleben und persönliche Verhältnisse des Täters sowie das Verhalten 
nach der Tat oder im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Straf-
empfindlichkeit (BGE 117 IV 112 ff. mit Hinweisen). Das Tatverschulden ist von der 
Schwere des deliktischen Erfolges, den unterschiedlich gravierenden Modalitäten, 
der Tatbegehung und dem Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zuge-
schrieben werden muss, abhängig. Je leichter es für ihn gewesen wäre, die Norm 
zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie (Stratenwerth, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, Bern 
1989, N 6ff zu § 7). Die den Täter belastenden oder entlastenden Umstände sind 
jeweils als Straferhöhungs- und Strafminderungsgründe innerhalb des ordentlichen 
Strafrahmens zu berücksichtigen. Im Weiteren sieht das Gesetz eine Strafrahmen-
erweiterung vor, wenn einer oder mehrere der besonders aufgeführten Strafschär-
fungs- oder Strafmilderungsgründe erfüllt sind (vgl. Art. 64 - 68 StGB). Bei ihrem 
Vorliegen ist der Richter nicht mehr an den für das betreffende Delikt geltenden 
Strafrahmen gebunden. Miteinander zusammentreffende Strafmilderungs- und 
Strafschärfungsgründe können sich gegenseitig kompensieren, der dem Richter zur 
Verfügung stehende Strafrahmen weitet sich aber sowohl nach oben als auch nach 
unten aus. In der Begründung der Strafzumessung müssen die Überlegungen des 
Richters nachvollziehbar sein.

Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstra-
fen verwirkt hat, so verurteilt ihn der Richter nach dem Asperationsprinzip zu der 
Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Er kann jedoch 
das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte überschrei-
ten und ist dabei zudem an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 
68 Ziff. 1 StGB).

38

Führt der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder ei-
nes Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende, so kann er mil-
der bestraft werden (Art. 21 Abs. 1 StGB).

b) Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten Strafe be-
drohten Tatbestand fällt. Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall 
die in Art. 140 Ziff. 1 StGB vorgesehene Strafrahmen von mindestens sechs Mona-
ten Gefängnis bis zu zehn Jahren Zuchthaus. Der Gesetzgeber hat damit zu ver-
stehen gegeben, dass der Raub als ernstzunehmende Delikte zu qualifizieren ist. 
Die objektive Schwere des Delikts im konkreten Einzelfall zeigt sich aber insbeson-
dere anhand des Ausmasses und der Art der Ausführung des Deliktes. Diese erlau-
ben dem Richter eine Verfeinerung der Wertung, die der Gesetzgeber vorgezeich-
net hat. Bei der Strafzumessung gilt es auch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen 
den vor Schranken stehenden Angeklagten zu suchen.

ba) CB.: Das Verschulden des Angeklagten CB. ist äusserst gravierend. In 
einem kurzen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren (August 2004 bis Februar 2006) 
delinquierte er massiv. Während diesem Zeitraum befand er sich vier Mal für kür-
zere Zeit in Polizei- und Untersuchungshaft und liess sich gleichwohl nicht vor wei-
terer Delinquenz abschrecken. Insgesamt wurde er für 14 Delikte schuldig gespro-
chen, darunter des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und 
des Versuchs dazu gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 
Abs. 1 StGB. Das Ausmass an Gewalt und die Gewaltbereitschaft, welche der An-
geklagte bei den Raubtaten, aber auch bei den gegen Leib und Leben gerichteten 
Delikten an den Tag legte, ist erschreckend. Dies ungeachtet der Tatsache, dass