# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e22038e-b5ae-5766-b42b-ada078456b0f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 08.08.2019 I 2019 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-37_2019-08-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 37

Entscheid vom 8. August 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
c/o C.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. Am 6. März 2017 unterzeichnete A.________ (geb. ________1964, Mutter 
von 5 zwischenzeitlich erwachsenen Kindern) eine Anmeldung zum Bezug von 
IV-Leistungen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden wie folgt um-
schrieben: "Sehverschlechterung wegen Schwellung der Netzhaut infolge Ge-
fässverschluss der Netzhaut" (IV-act. 1). Am 9. Mai 2017 fand ein Abklärungsge-
spräch bei der IV-Stelle statt (IV-act. 16). Am 25. Oktober 2017 folgte ein Koordi-
nationsgespräch mit den involvierten Stellen (u.a. mit dem Verantwortlichen des 
Arbeitgebers: A.________ arbeitete seit Jahren als Raumpflegerin im 
D.________ in einem Teilzeitpensum, vgl. IV-act. 16-9/9). Am 26. Februar 2018 
kündigte die Genossenschaft E.________ das Arbeitsverhältnis per 31. Mai 2018 
(IV-act. 20). 

B. Nach einer Sichtung der medizinischen Akten vom 29. Mai 2018 durch den 
RAD-Arzt Dr. med. F.________ (IV-act. 24-4/4) teilte die IV-Stelle am 15. Juni 
2018 mit, dass die verbliebenen beruflichen Einsatzmöglichkeiten in einer spezia-
lisierten Einrichtung abgeklärt würden (IV-act. 25). Vom 3. September 2018 bis 
zum 25. September 2018 wurde A.________ in der G.________ an 11 Tagen 
abgeklärt; der entsprechende Schlussbericht wurde am 5. November 2018 er-
stattet (IV-act. 32). In der Folge wurde eine Haushaltabklärung vorgenommen 
(mit Abklärungsbericht vom 31.1.2019 = IV-act. 35). 

C. Mit Vorbescheid vom 6. Februar 2019 kündigte die IV-Stelle an, den An-
spruch auf eine IV-Rente zu verneinen. Dagegen opponierte A.________ in einer 
Eingabe vom 28. Februar 2019 (IV-act. 40). Mit Verfügung vom 12. April 2019 
hielt die IV-Stelle daran fest, dass kein rentenbegründender IV-Grad bestehe und 
dass das Leistungsbegehren abzuweisen sei.

D. Gegen diese Verfügung liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fris-
tenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6. Oktober 2000 
i.V.m. Art. 60 ATSG) fristgerecht am 27. Mai 2019 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12.04.2019 sei aufzuheben.

2. Es sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 25. Juni 2019 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die durch einen körperli-
chen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun-
fähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus ob-
jektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Um den Invaliditätsgrad im Einzelfall festzulegen, werden in der Invaliden-
versicherung unterschiedliche Bemessungsmethoden verwendet.

1.2.1  Die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kommt grundsätzlich 
bei allen Vollerwerbstätigen zur Anwendung sowie bei Teilerwerbstätigen, welche 
daneben nicht auch noch in einem Aufgabenbereich tätig sind. Der Invaliditäts-
grad wird hier durch die Gegenüberstellung der zumutbaren Erwerbseinkommen 
ohne und mit Gesundheitsschaden ermittelt (Ralph Leuenberger/ Gisella Mauro, 
Invalidenversicherung, Änderungen bei der gemischten Methode, in: Soziale Si-
cherheit/ CHSS 1/2018, S. 40f.). Hier bestimmt sich der Invaliditätsgrad gemäss 
Art. 28a Abs.1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, wonach zur Ermittlung des Invaliditäts-
grades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invalideneinkom-
men), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Valideneinkom-
men). Es ist für diese Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob die versi-
cherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ver-
bliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist hier die Invalidität auf 
der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versicher-
te Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ Reichmuth, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

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Die Invalidität bemisst sich hier nicht nach medizinischen, sondern nach wirt-
schaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.2.2  Die gemischte Methode betrifft Personen, die einem Teilerwerb nachge-
hen, d.h. nicht auf die im betreffenden Beruf übliche Arbeitszeit kommen, und zu-
sätzlich noch in einem Aufgabenbereich beschäftigt sind. Der Invaliditätsgrad 
wird für die Erwerbstätigkeit (wie bereits erwähnt) nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs ermittelt, der Invaliditätsgrad für die Tätigkeit im Auf-
gabenbereich nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs (vgl. 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft 
nach Art. 28a Abs. 2 IVG Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und sich 
in einem Aufgabenbereich wie dem Haushalt betätigen. Der Invaliditätsgrad wird 
bei einer Abklärung vor Ort durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Ge-
sundheitsschaden ausgeübten bzw. möglichen Tätigkeiten im Aufgabenbereich 
festgelegt (vgl. Leuenberger/ Mauro, a.a.O., S. 41). 

1.2.3  Für die Bemessung des Invaliditätsgrads werden bei der gemischten 
Methode der Erwerbsteil und der Aufgabenbereich zunächst separat betrachtet. 
Für den Erwerbsteil wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
angewendet (siehe vorne Erw. 1.2.1). Dabei wird zunächst die Einkommensein-
busse berechnet, d.h. es wird das Einkommen, welches die versicherte Person 
zumutbarerweise mit dem Gesundheitsschaden noch erzielen kann (Invaliden-
einkommen), vom Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesund-
heitsschaden erzielen konnte (Valideneinkommen), abgezogen. Danach wird die 
Einbusse als Anteil des Valideneinkommens in Prozenten ausgewiesen. Der so 
erhaltene Invaliditätsgrad aus dem Erwerbsteil wird mit dem Anteil der Erwerbs-
tätigkeit (Pensum, welche von der versicherten Person ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung ausgeübt würde) multipliziert, um den gewichteten Invaliditätsgrad 
zu erhalten. 

Die Invalidität in Bezug auf den Aufgabenbereich wird durch einen Betätigungs-
vergleich bestimmt. Die ermittelte Invalidität wird sodann mit dem Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich (also dem verbleibenden Pensum, wenn der Anteil 
der Erwerbstätigkeit von 100 abgezogen wird) multipliziert. Daraus ergibt sich der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich.

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Der gesamte Invaliditätsgrad ergibt sich letztlich durch Addition der in beiden Be-
reichen berechneten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Leuenberger/ Mauro, 
a.a.O., S. 41f.). 

1.3.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.3.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.4 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 
8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2.1 Was die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Versicherten anbelangt, 
stellte Dr.med. H.________ (Oberarzt der Augenklinik I.________) in seinem 
Bericht vom 21. Februar 2019 folgende Diagnosen (IV-act. 41):

Myopie magna
- Rechts: Chorioretinale Atrophie
- Links: Sekundäre choroidale Neovaskularisation

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Cataracta mit zentraler hinterer Schalentrübung

In der Beurteilung führte dieser Oberarzt u.a. aus, dass die Versicherte seit 
Oktober 2012 in der Netzhautsprechstunde in Behandlung sei. Des Weiteren ist 
diesem Bericht u.a. zu entnehmen (IV-act. 41-1f./3):

Aufgrund der chorioretinalen Veränderung (Narbe Stadium) sind die Visuswerte 
am rechten Auge auf ca. 0.08-0.1 reduziert, und seit 2012 stabil geblieben. Am 
linken Auge konnten wir dank der anti-VEGF-Therapie den Visus stabil halten. Der 
Visuswert ist ca. seit einem Jahr zwischen 0.32 und 0.4 stabilisiert. Durch die 
aktuelle Netzhautsituation kann eine Visusverbesserung mit unserer Therapie 
leider nicht erwartet werden.
Es sind aber monatliche Verlaufskontrollen in unserer Sprechstunde indiziert.
Die Arbeitsfähigkeit kann je nach Arbeitsaufgabe durch die Monokelsituation (Visus 
von weniger 40% auf dem besseren Auge und 8-10% auf dem schlechteren Auge) 
deutlich eingeschränkt sein. Die Fahrtauglichkeit mit den aktuellen Visuswerten ist 
leider nicht mehr gegeben. Daher ist eine Optimierung des Arbeitsplatzes auf die 
Bedürfnisse der Sehbehinderung sinnvoll.

2.2 Der behandelnde Augenarzt Dr.med. J.________ (Facharzt für 
Ophthalmologie) ergänzte in einem Kurzbericht vom 20. Februar 2019, "ohne 
Korrektur sieht sie Handbewegung vor Augen. Eine Verschlechterung ist zu 
erwarten" (IV-act. 41-3/3). 

2.3 Aus diesen vorstehenden Angaben übernahm der konsultierte RAD-Arzt 
Dr.med. F.________ am 18. März 2019, dass der Visus der Versicherten stabil 
sei, links seit ca. einem Jahr, rechts seit 2012. Sodann verwies der RAD-Arzt auf 
die im September 2018 erfolgte G.________-Abklärung, welche mithin zu einem 
Zeitpunkt vorgenommen wurde, in welchem sich der Visus bereits stabilisiert 
hatte (und sich seither gemäss den in den Erw. 2.1 und 2.2 angeführten 
Berichten nicht verschlechtert hat). Diese G.________-Abklärung der 
verbliebenen Einsatzmöglichkeiten (gemäss Bericht vom 5.11.2018) wurde vom 
gleichen RAD-Arzt bereits in einer Aktenbeurteilung vom 19. November 2018 als 
nachvollziehbar und beweiskräftig eingeschätzt (IV-act. 33-5/6). Daran hielt 
dieser RAD-Arzt auch in seiner jüngsten Aktenbeurteilung vom 18. März 2019 
fest (IV-act. 42-6/6). Auf die Fragestellung, welcher massgebende Invalidenlohn 
aus den im Rahmen der G.________-Abklärung evaluierten 
Einsatzmöglichkeiten resultiert, ist nachfolgend zurückzukommen (siehe 
Erwägungen 5.2ff.).

2.4 Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass, hinsichtlich des 
Gesundheitszustandes der Versicherten zusätzliche medizinische Abklärungen in 
Betracht zu ziehen. Solche werden denn auch von der beanwalteten 
Versicherten vor Gericht nicht beantragt.

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3. Im vorliegenden Fall ist des Weiteren unbestritten, dass der geltend 
gemachte Rentenanspruch nach der gemischten Methode zu ermitteln ist. 

3.1 Streitig und vorab näher zu prüfen ist zunächst, in welchem Umfang die 
Versicherte im Gesundheitsfall erwerbstätig wäre. Während die Vorinstanz in der 
angefochtenen Verfügung von einem Verhältnis "30% Erwerbstätigkeit - 70% 
Haushalt" ausgegangen ist, wird in der Beschwerde (Ziff. 15) geltend gemacht, 
dass der Anteil Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall 60% betragen würde.

3.2 Die Beurteilung der Statusfrage, ob und gegebenenfalls in welchem 
Umfange eine versicherte Person erwerbstätig oder nichterwerbstätig wäre, 
beurteilt sich danach, was diese Person bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen 
Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 834.201] vom 17.1.1961) sind die persönlichen, 
familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige 
Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die 
beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen 
und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie 
sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die 
hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-
)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. Dies erfordert zwangsläufig 
eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen 
der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Solche Aspekte sind einer 
direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und müssen in aller 
Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_145/2018 vom 8.8.2018 Erw. 5.1).

3.3.1  In der Beschwerde (Ziff. 15) wird u.a. ausgeführt, dass die Versicherte seit 
1999 beim gleichen Arbeitgeber (E.________) mit einem 30%-Pensum 
gearbeitet hatte. Abgesehen von einer möglichen Erhöhung des Pensums auf 
60% im Jahre 2012, welche aufgrund der damals bestehenden dreimonatigen 
Krankheit nicht umgesetzt worden sei, sei eine Erhöhung des Pensums kein 
Thema gewesen, weil die Sehkraft ab diesem Zeitpunkt deutlich beeinträchtigt 
gewesen sei. Beim ersten Abklärungsgespräch vom 9. Mai 2017 habe die 
Versicherte ausgesagt, das 30%ige Pensum habe sie aufgrund der 

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Familienaufgaben mit fünf Kindern innegehabt; sie würde gerne mehr arbeiten, 
aber aktuell, nachdem die Kinder grösser seien, scheitere die Erhöhung aus 
gesundheitlichen Gründen. Das jüngste Kind habe den Jahrgang 2000 und sei 
somit im Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens erst 12 Jahre alt 
gewesen. Dass die Versicherte aufgrund der gesundheitlichen Probleme (Visus) 
eine Erhöhung des Pensums nicht vorangetrieben habe, sei verständlich. Bei 
vollständiger Gesundheit hätte sie das Pensum erhöht, zumal ihr Ehemann als 
IV-Renter nur einen reduzierten Beitrag zum Familieneinkommen leisten konnte 
(vgl. zit. Beschwerde, S. 9 f.).

3.3.2  Was das zuletzt erwähnte Argument anbelangt, wonach die Versicherte ihr 
30%-Pensum als Reinigungskraft bei der E.________ im Gesundheitsfall erhöht 
hätte, weil sinngemäss der Bedarf der 7-köpfigen Familie (Eltern und 5 Kinder) 
durch die IV-Rentenleistungen des Ehemannes und den Verdienst der 
Versicherten aus dem 30%-Pensum bei der E.________ nicht vollständig 
gedeckt werden konnte, hielt die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 4) 
unwidersprochen fest, dass der Ehemann seit 1996 eine ganze IV-Rente bezieht. 
Im Jahre 2000, als die jüngste Tochter zur Welt kam, waren die weiteren Kinder 
(mit Jahrgang 1985, 1987, 1989, und 1991) rund 15-jährig, 13-jährig, 11-jährig 
und 9-jährig. Beispielsweise fünf Jahre später (2005) erreichten diese fünf Kinder 
ein Alter von rund 20, 18, 16, 14 und 5 Jahren. Verhielte es sich tatsächlich so, 
dass die IV-Rentenleistungen des Ehemannes und der Verdienst aus dem 30%-
Pensum der Versicherten für die Familie nicht ausreichten, wäre offenkundig zu 
erwarten gewesen, dass die Versicherte (Jg. 1964) zu jener Zeit (und mithin 
Jahre vor der seit 2012 dokumentierten Visusverschlechterung) ihr 
Arbeitspensum von 30% erhöht hätte bzw. zumindest sich um eine Erhöhung des 
Pensums bemüht hätte. Derartige Bemühungen werden für den betreffenden 
Zeitraum (vor 2012) weder geltend gemacht, noch sind sie ausgewiesen. 
Anzufügen ist, dass in diesen Jahren für die Betreuung des jüngsten Kindes 
(2005: 5-jährig, in den anschliessenden Jahren zunehmend älter) sowohl der 
Vater (Bezüger einer ganzen IV-Rente), als auch die wesentlich älteren 
Geschwister hätten eingesetzt werden können. Abgesehen davon ist zu 
berücksichtigen, dass die Teilerwerbstätigkeit der Versicherten 
Reinigungsarbeiten betrifft, welche beispielsweise bei Büroreinigungen v.a. 
abends bzw. bei Einkaufsläden ausserhalb der Öffnungszeiten nachgefragt 
werden (siehe auch IV-act. 35-3/8 oben, wonach das Teilpensum von 30% 
jeweils von 5 Uhr bis 7 Uhr dauerte). Sodann fallen Reinigungsarbeiten 
namentlich für Hotelzimmer oder für Küchen in Gastgewerbebetrieben 
insbesondere auch am Wochenende an, weshalb es erfahrungsgemäss auch 
Teilpensen in diesen Bereichen gibt. Berücksichtigt man zudem, dass die 

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Versicherte noch anlässlich des Abklärungsgespräches vom 9. Mai 2017 in der 
Lage war, einen Personenwagen zu lenken (wenn auch nur für kurze Strecken, 
vgl. IV-act. 16-2/9 oben, siehe auch IV-act. 32-7/14 unten), sprechen die vor 
2012 fehlenden Bemühungen der Versicherten zur Erhöhung des langjährigen 
30%-Pensums im Reinigungssektor grundsätzlich gegen die Annahme, wonach 
die Versicherte im Gesundheitsfall das in der Beschwerde behauptete Pensum 
von 60% ausüben würde.

3.3.3  Beizupflichten ist auch den weiteren Ausführungen in der Vernehmlassung 
zur fehlenden Erhöhung des Teilpensums von 30% vor 2012, namentlich auch 
der Argumentation der Vorinstanz, wonach sich die Versicherte nie bei der 
Arbeitslosenkasse bzw. beim RAV zur Stellenvermittlung meldete, woraus 
abzuleiten ist, dass die Versicherte vor 2012 (im Alter von weniger als 48 Jahren) 
kein höheres Pensum anstrebte. 

3.3.4  Aus all diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
für den Gesundheitsfall nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit kein höheres Arbeitspensum angenommen hat, als die 
Versicherte über viele Jahre im Umfange von 30% ausgeübt hat. Damit bleibt es 
dabei, dass zur Ermittlung des massgebenden IV-Grades nach der gemischten 
Methode von einem Verhältnis von 70% (Haushalt) zu 30% (Teilerwerbstätigkeit) 
auszugehen ist.

4. Hinsichtlich des Haushalts wurde im Abklärungsbericht vom 31. Januar 
2019 für den mit 40% gewichteten Bereich "Wohnungspflege" eine 
Einschränkung von 15% veranschlagt, was eine gesundheitliche Behinderung 
von 6%    (15 x 0.40) ergab (vgl. IV-act. 35-6/8). Dieses Zwischenergebnis wird 
von der beanwalteten Beschwerdeführerin vor Gericht nicht in Frage gestellt, 
womit sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. Ein solches Zwischenergebnis 
führt - bezogen auf den Anteil des Haushalts (70%, siehe oben) an den 
gesamten Aktivitäten von 100% (inkl. Erwerbsanteil von 30%) - zu einem 
Teilinvaliditätsgrad (für den Haushaltteil) von 4.2% (6 x 0.70). 

5. Zu prüfen ist noch der Teilinvaliditätsgrad für den (mit 30% zu 
veranschlagenden) Erwerbsteil. 

5.1 Als Ausgangslage ist dabei auf das Abklärungsergebnis gemäss 
G.________-Bericht vom 5. November 2018 abzustellen. Diesem Bericht sind 
u.a. die folgenden Angaben zu entnehmen (IV-act. 32-8ff./14):

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit

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• Wie Wirken sich die invaliditätsrelevanten Störungen auf die bisherige Tätigkeit 
aus?

Die Versicherte war bis Ende Mai 2018 als Reinigungskraft bei der E.________ 
tätig. Durch die eingeschränkte Sehkraft war es ihr nicht mehr möglich, die 
geforderte Qualität der Reinigung zu gewährleisten (Sie sieht den Schmutz nicht!). 
Zudem führten die Injektionstherapien zu häufigen Abwesenheiten.

• Genaue Beschreibung der verbleibenden Funktionen und Belastbarkeit?
Angepasst sind einfache Tätigkeiten ohne hohen Anspruch an die Sehkraft. Diese 
können ganztags, jedoch mit reduzierter Leistung (ca. 60%) ausgeübt werden. 
Tätigkeiten, die langes Stehen oder Sitzen erfordern, sind zu meiden.

• Ist die bisherige Tätigkeit noch zumutbar? Wenn ja, in welchem zeitlichen 
Rahmen (Stunden pro Tag)?

Die bisherige Tätigkeit ist behinderungsbedingt nicht mehr zumutbar.

• Besteht dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit? Wenn ja, in welchem 
Ausmass?

Behinderungsbedingt besteht eine verminderte Leistungsfähigkeit, da die 
Versicherte vor allem bei Aufgaben, die die Sehkraft benötigen, eingeschränkt ist 
und ihre Augen schnell ermüden. Tätigkeiten, die eine gute Sehkraft erfordern, 
sind nicht möglich. Bei einfachen Tätigkeiten ohne hohen Anspruch an die 
Sehleistung (z.B. Pfostenmalen) benötigte die Versicherte jeweils nach einer 
halben Stunde eine Pause wegen Ermüdung der Augen. Für diese Tätigkeiten lag 
die Leistungsfähigkeit bei ca. 60%.
(…)

Beurteilung der Erwerbsfähigkeit

• Sind der versicherten Person aufgrund der invaliditätsrelevanten Störungen 
und ohne Berücksichtigung allfälliger invaliditätsfremder Gründe andere 
Tätigkeiten zumutbar?

Nein. Viele Tätigkeiten waren behinderungsbedingt gar nicht möglich oder wurden 
nur in ungenügender Qualität erledigt.

• In welchem zeitlichen Rahmen sind den invaliditätsrelevanten Störungen 
angepasste Tätigkeiten zumutbar (Stunden pro Tag)?

Aufgrund der beschriebenen Einschränkungen kommt für Frau … nur ein 
Arbeitsplatz in geschütztem Rahmen oder ein Nischenarbeitsplatz im allgemeinen 
Arbeitsmarkt in Frage, bei dem die reduzierte Arbeitsqualität und das verlangsamte 
Arbeitstempo akzeptiert werden. Angepasste Tätigkeiten können bei voller 
Präsenz jedoch mit zusätzlichen Pausen und einer um ca. 40% reduzierten 
Leistungsfähigkeit absolviert werden.

3.2 Berufsberaterische Antworten auf die Fragen der IV-Stelle

Beurteilung der Erwerbsfähigkeit

• Sind der versicherten Person aufgrund der invaliditätsrelevanten Störungen 
und ohne Berücksichtigung allfälliger invaliditätsfremder Gründe andere 
Tätigkeiten zumutbar?

Nein. Wie sich zeigte, war Frau … bei sämtlichen Arbeiten behinderungsbedingt 
eingeschränkt. Die Arbeitsresultate genügten den qualitativen Anforderungen nicht 
und das Arbeitstempo war allgemein verlangsamt. Vgl. unten.

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• Wenn ja, welchen Anforderungen muss der Arbeitsplatz genügen und was ist 
bei einer anderen Tätigkeit besonders zu beachten?

Frau … ist behinderungsbedingt auf einen geschützten Arbeitsplatz angewiesen 
bzw. auf einen absoluten Nischenarbeitsplatz (ist verlangsamt, kann nicht 
zuverlässig arbeiten, die Qualität der von ihr ausgeführten Arbeiten ist 
ungenügend, alle paar Wochen fällt sie gesundheitsbedingt für mehrere Tage aus).

• Besteht dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit? Wenn ja, in welchem 
Ausmass?

Die Leistungsfähigkeit war behinderungsbedingt vermindert und lag bei knapp 60% 
(bei mangelnder Qualität).
(…)

Die vorstehenden, im G.________-Bericht enthaltenen Angaben werden von den 
Parteien vor Gericht nicht substantiiert in Frage gestellt. Es besteht hier kein 
Anlass, davon abzuweichen.

5.2 Streitig ist zwischen den Parteien, wie hoch das massgebende 
Invalideneinkommen in Anbetracht der G.________-Abklärungsergebnisse zu 
veranschlagen ist. Nachdem aufgrund einer Verordnungsänderung per 1.1.2018 
der IV-Grad bei Teilerwerbstätigkeit vor und nach dem 1.1.2018 unterschiedlich 
zu berechnen ist, nahm die Vorinstanz zwei Berechnungen vor. 

5.2.1  In der ersten Berechnung (für den Zeitraum vom 1.10.2017 - 31.12.2017) 
knüpfte die Vorinstanz an die statistischen Durchschnittslöhne für eine 
Hilfsarbeiterin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in einer einfachen Tätigkeit 
(2017) von Fr. 54'782.-- an. Davon wurden bei einem Arbeitspensum von 30% 
Fr. 16'434.60 (54'782 x 0.30) sowie bei einer Leistungsfähigkeit von 60%  Fr. 
9'860.75 (16'434.60 x 0.60) berücksichtigt (in der angefochtenen Verfügung wird 
das Zwischenergebnis versehentlich mit Fr. 9'850.75 statt 9'860.75 angegeben). 

Zudem gewährte die IV-Stelle einen leidensbedingten Abzug von 15%, was nach 
ihrer Berechnung zu einem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 8'381.85 
(9'850.75 x 0.85 ergäbe 8'373.15) führte (die Berechnung mit Fr. 9'860.75 ergibt 
Fr. 8'381.65, bzw. eine hier vernachlässigbare Differenz; anzufügen ist, dass die 
Vorinstanz im anschliessenden Einkommensvergleich Fr. 8'381.65 einsetzte und 
nicht Fr. 8'381.85 oder Fr. 8'373.15). Im Vergleich zum unbestritten gebliebenen 
Valideneinkommen von Fr. 16'055.-- resultiert gemäss der ersten Berechnung 
der Vorinstanz eine Einschränkung von aufgerundet 48% (16'055 minus 8'381.65 
= 7'673.35; 7'673.35 : 16'055 x 100 = 47.79). Bezogen auf den Erwerbsanteil von 
30% ergibt dies einen Teilinvaliditätsgrad von 14.4% (48 x 0.30). 

5.2.2  In der zweiten Berechnung (für das Jahr 2018) knüpfte die Vorinstanz 
ebenfalls an das erwähnte Durchschnittseinkommen einer Hilfsarbeiterin von Fr. 

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54'782.-- an, wovon sie bei einer Leistungsfähigkeit von 60% Fr. 32'869.20 
(54'782 x 0.60) berücksichtige. Davon nahm sie erneut einen leidensbedingten 
Abzug von 15% vor, was zu einem möglichen Einkommen von Fr. 27'938.80 
(32'869.20 x 0.85) führte. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 53'516.60 
(16'055 : 30 x 100) ermittelte die Vorinstanz eine Erwerbseinbusse von Fr. 
25'577.80 (53'516.60 minus 27'938.80), was ebenfalls zu einer Einschränkung 
von aufgerundet 48% (53'516.60 minus 27'938.80 = 25'577.80; 25'577.80 : 
53'516.60 x 100) führt. Bezogen auf den Erwerbsanteil von 30% ergibt dies 
ebenfalls einen Teilinvaliditätsgrad von 14.4% (48 x 0.30).

5.3 In der Vernehmlassung legte die Vorinstanz unter Ziffer 4 u.a. 
nachvollziehbar und überzeugend dar, 

- dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) auch sogenannte 
Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei 
welchen gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitsgebers rechnen können;

- dass gemäss G.________-Abklärung der Versicherten bei Tätigkeiten, 
welche der eingeschränkter Sehkraft Rechnung tragen (z.B. Tätigkeit in 
einer Wäscherei, mit Hinweis auf IV-act. 35-7/8), bei ganztätiger Präsenz 
ein Leistungspotential von rund 60% zugemutet wird (womit der 
Verlangsamung und der zusätzlichen Pausenbedürftigkeit wegen 
Ermüdung der Augen Rechnung getragen wird);

- dass der RAD-Arzt Dr.med. F.________ einen solches Leistungspotential 
für einen angepassten Nischenarbeitsplatz bestätigt hat (IV-act. 33-5/6);

- dass für die (visusbedingt) eingeschränkten Betätigungsmöglichkeiten und 
für den Umstand, wonach die Arbeitsqualität unter der eingeschränkten 
Sehkraft leiden kann, gesamthaft ein leidensbedingter Abzug von 15% 
gewährt werde;

- dass sich ein höherer Abzug nicht rechtfertige, zumal für die Bemessung 
des Invalideneinkommens vom tiefsten Kompetenzniveau (einfache, 
repetitive Tätigkeiten) ausgegangen werde, welches auch der mangelden 
Ausbildung und den eingeschränkten Verständigungsmöglichkeiten 
Rechnung trage;

- dass die monatlichen Verlaufskontrollen (Injektionstherapien) bei einem 
kleinen Erwerbspensum von 30% auf die freien Tage gelegt werden 
könnten und die Versicherte sich bei Freitagsterminen auch übers 
Wochenende von allfälligen Injektionen erholen könnte;

- dass selbst bei Gewährung des maximalen leidensbedingten Abzugs von 
25% ein nur unwesentlich höherer Teilinvaliditätsgrad (von 16.2%) 
resultieren würde;

- und dass (sinngemäss) selbst dann, wenn eine ausserhäusliche 
Erwerbsunfähigkeit (Einschränkung von 100%) angenommen würde, 
letztlich ein Teilinvaliditätsgrad von 30% (100 x 0.30) resultieren würde, 

13

was zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad von 4.2% für den 
Haushaltanteil zu keinem rentenbegründenden IV-Grad führen würde.

5.4 Diesen vorstehenden Überlegungen der Vorinstanz ist uneingeschränkt 
beizupflichten. Nachdem selbst für die Annahme, dass der Versicherten 
überhaupt kein Invalideneinkommen angerechnet werden dürfe (wovon im 
konkreten Fall nicht auszugehen ist), zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad für 
den Haushaltanteil kein rentenbegründender IV-Grad resultiert, braucht hier nicht 
abschliessend geprüft zu werden, in welcher Höhe das (hypothetische) 
Invalideneinkommen angesichts der im Zeitpunkt des Verfügungserlasses 
stabilisierten Visusverhältnisse festzulegen wäre. Analog besteht im konkreten 
Fall kein Anlass, zur Frage der Verwertbarkeit der verbliebenen 
Einsatzmöglichkeiten entsprechende Rückfragen an die G.________ 
vorzunehmen.

6. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die 
Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin auferlegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin auferlegt. Sie hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, 
so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 8. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. August 2019