# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f0254da-0ec1-5522-a0b5-efa1bea96f92
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.08.2013 B 2012/160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-160_2013-08-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/5

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/160

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.08.2013

Entscheiddatum: 27.08.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
Steuerrecht, Art. 26 DBG (SR 642.11). Der Abzug der Kosten für ein 
Arbeitszimmer in der Privatwohnung setzt (unter anderem) voraus, dass am 
Arbeitsplatz kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung steht; den 
entsprechenden Nachweis hat der Beschwerdeführer nicht erbracht, 
weshalb der Abzug zu Recht verweigert wurde (Verwaltungsgericht, 
B 2012/160).

Urteil vom 27. August 2013

Anwesend:  

Vizepräsident lic. iur. A. Linder; Verwaltungsrichter Dr. B. Heer; lic. iur. A. Rufener; Dr. 

S. Bietenharder-Künzle; Ersatzrichterin lic. iur D. Gmünder Perrig; Gerichtsschreiber Dr. 

H. Fenners

In Sachen

X. und Y.Z.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Q. Treuhand AG,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

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Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Eigerstrasse 

65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

betreffend

direkte Bundessteuer (Einkommen 2010)

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Z. ist als Apotheker bei der A. Apotheke in M. angestellt; seine Ehefrau geht 

keiner Erwerbstätigkeit nach. Gemäss Lohnausweis 2010 betrug sein Nettolohn im 

entsprechenden Jahr Fr. 157'956.--; ausserdem wurden ihm pauschale 

Repräsentationsspesen von Fr. 6'000.-- und übrige Pauschalspesen von Fr. 3'150.-- 

ausgerichtet. Am 11. April 2011 reichten X. und Y.Z. die Steuererklärung für das Jahr 

2010 ein. Darin deklarierten sie den Nettolohn von Fr. 157'956.-- und wiesen 

Berufsauslagen von total Fr. 19'048.-- aus, wovon Fr. 13'048.-- für Fahrtkosten zum 

Arbeitsplatz, Fr. 3'200.-- für Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung, Fr. 400.-- für 

Fachliteratur und Fr. 2'400.-- für übrige Berufsauslagen (Pauschale).

Das Kantonale Steueramt rechnete demgegenüber in der Veranlagung vom 26. Juli 

2011 die Repräsentationsspesen von Fr. 6'000.-- beim Einkommen auf, liess sie 

indessen im gleichen Umfang wieder als tatsächliche Berufskosten zum Abzug zu. 

Zudem reduzierte es den Abzug für Fahrtkosten auf Fr. 11'250.--. Die geltend 

gemachten Kosten für auswärtige Verpflegung und Weiterbildung wurden 

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entsprechend der Deklaration zum Abzug zugelassen. Entsprechend wurden 

insgesamt Berufsauslagen in Höhe von Fr. 20'850.-- angerechnet.

B./ Gegen die Veranlagung erhoben die Pflichtigen mit Eingabe vom 25. August 2011 

Einsprache. Dabei verlangten sie höhere Abzüge für Fahrten zum Arbeitsplatz und für 

auswärtige Verpflegung. Ausserdem machten sie effektive Spesen von (netto) 

Fr. 2'850.-- (Fr. 6'000.-- abzüglich der von der Arbeitgeberin erhaltenen übrigen 

Pauschalspesen von Fr. 3'150.--) geltend.

Das Kantonale Steueramt nahm im Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2011 eine 

reformatio in peius vor. Es liess zwar neu Berufsauslagen in Höhe von total Fr. 22'125.- 

zum Abzug zu, indem höhere Auslagen für Fahrten zum Arbeitsplatz und für übrige 

Berufskosten angerechnet wurden, gleichzeitig rechnete es jedoch die gesamten 

Pauschalspesen von Fr. 9'150.-- beim Einkommen auf.

C./ Gegen den Einspracheentscheid erhoben X. und Y.Z. Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragten, es seien Kosten für den Arbeitsweg 

von Fr. 12'962.-- und Auslagen für ein Arbeitszimmer von Fr. 4'500.-- zu gewähren.

Die Verwaltungsrekurskommission hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 19. Juni 

2012 teilweise gut, indem sie höhere Kosten für den Arbeitsweg zum Abzug zuliess; 

dem Arbeitszimmerabzug gab sie hingegen nicht statt.

D./ Dagegen liessen X. und Y.Z. (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 

19. Juli 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag, es sei der 

Abzug für das Arbeitszimmer im Betrag von Fr. 4'500.- zu gewähren.

Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend Vorinstanz) und das Kantonale 

Steueramt (nachfolgend Beschwerdegegner) erklärten mit Schreiben vom 28. August 

2012 beziehungsweisse vom 31. August 2012 Verzicht auf eine Vernehmlassung. Die 

Vorinstanz beantragte zudem die Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische 

Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.

Auf die Begründung der Beschwerdeführer sowie auf die Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen.

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Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Im Streit liegt einzig, ob die Kosten für ein Arbeitszimmer in der Privatwohnung von 

Fr. 4'500.-- in Abzug gebracht werden können. Die Beschwerdeführer machen geltend, 

dem Ehemann stünde in der Apotheke kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung. 

Zudem sei er dort mit seinen täglichen Aufgaben wie Abgabe der Medikamente, 

Rezeptkontrolle, Kundenberatung und Schulung des Personals ausgelastet.

Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwerdeführer habe 

keine Bestätigung ins Recht gelegt, dass ihm die Arbeitgeberin keinen geeigneten 

Arbeitsplatz zur Verfügung stelle; ohne entsprechende Bestätigung sei die berufliche 

Notwendigkeit der geltend gemachten Raumkosten nicht gegeben. Entsprechend 

verweigerte sie den geltend gemachten Abzug für ein Arbeitszimmer in der 

Privatwohnung. Dies ist nicht zu beanstanden. Die vorinstanzliche Beurteilung gründet 

einerseits auf der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach ein Abzug für ein 

Arbeitszimmer in der Privatwohnung nur gewährt werden kann, wenn ein Pflichtiger 

regelmässig einen wesentlichen Teil seiner beruflichen Arbeit zu Hause erledigen muss, 

weil der Arbeitgeber ein geeignetes Arbeitszimmer nicht zur Verfügung stellt 

(BGer 2C_681/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.5.1 mit Hinweisen), und andererseits 

auf der im Steuerrecht allgemein geltenden Beweislastregel, dass steuermindernde 

Tatsachen von den Pflichtigen nachzuweisen sind (BGer 2C_154/2009 vom 28. 

September 2009 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer erbringen auch im 

Verfahren vor Verwaltungsgericht den Nachweis nicht, dass dem Ehemann am 

Arbeitsplatz kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Zudem ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Gründe für die 

Notwendigkeit der Erledigung der Arbeiten zu Hause sprechen sollten. Die Beschwerde 

erweist sich dementsprechend als unbegründet.

3. (…)

Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht beantragt, weshalb darüber auch nicht zu 

befinden ist.

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Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'000.--bezahlen die 

Beschwerdeführer. Sie werden mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

V.          R.           W.

Der Vizepräsident:                Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Armin Linder              Dr. Henk Fenners

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführer (durch Q. Treuhand AG)

-   die Vorinstanz

-   den Beschwerdegegner

-   die Beschwerdebeteiligte

am

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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