# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9a330d7-f76c-5779-b472-5cd12d57d86c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 03.11.2016 ZK2 2016 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2016-26_2016-11-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 3. November 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 16 26 07. November 2016

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
RichterInnen Pritzi und Schnyder
Aktuar Nydegger

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Ettis-
berger, Hinterm Bach 40, Postfach 193, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Landquart vom 23. Mai 2016, 
mitgeteilt am 27. Mai 2016, in Sachen des Berufungsklägers gegen die 
Y . _ _ _ _ _ , Berufungsbeklagte, und Z._____, Berufungsbeklagter, beide vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Zinsli, Werkstrasse 2, 7000 Chur,

betreffend vorsorgliche Massnahmen (Verwaltung von 78 Inhaberaktien durch
eine Drittperson),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die Y._____ (bis _____ 2013 Y._____) mit Sitz in O.1_____ hat ihren 
Zweck in der Entwicklung, Herstellung und dem Verkauf von Verpackungsmaschi-
nen, anderen Spezialmaschinen und Apparaten. Das Aktienkapital beträgt Fr. 
75'000.00 und ist eingeteilt in 150 Inhaberaktien mit einem Nennwert von je Fr. 
500.00. Diese Aktien sind verbrieft in 25 Zertifikaten für jeweils sechs Aktien. Bis 
am 31. Oktober 2005 war X._____ alleiniger Inhaber der insgesamt 150 Inhaber-
aktien zu je Fr. 500.00. Am 31. Oktober 2005 verkaufte er 18 dieser Inhaberaktien 
zum Preis von Fr. 99'900.00 an seinen Sohn Z._____. Mit Vereinbarung vom 
25./26. November 2008 wurden weitere 54 Aktien der Y._____ in Anrechnung an 
die künftige Erbschaft an Z._____ abgetreten. Im Weiteren besteht eine Vereinba-
rung, datiert vom 25./26. November 2008, gemäss welcher weitere 78 Inhaberak-
tien an die Y._____ abgetreten werden. Gemäss dieser Vereinbarung erhält die 
Y._____ die Aktien treuhänderisch, mit der Auflage, diese gemäss Vorgaben aus-
schliesslich Kadermitarbeitern in Anerkennung besonderer Leistungen weiterzulei-
ten. Nach Ansicht von Z._____ und der Y._____ sei diese Vereinbarung nie voll-
zogen worden, sodass diese 78 Aktien nie auf die Y._____ übertragen worden 
seien. Vielmehr sei im Juni 2009 beschlossen worden, die 78 Aktien nicht an die 
Y._____, sondern an Z._____ persönlich zu übertragen, und zwar zu Eigentum in 
Form eines (zweiten) Erbvorbezuges, welcher jedoch nicht schriftlich festgehalten 
worden sei. X._____ bestreitet einen solchen (zweiten) Erbvorbezug. Zwar habe 
die Absicht bestanden, einen Erbvertrag abzuschliessen; dazu sei es letztlich aber 
nicht gekommen. Er sei deshalb nach wie vor Eigentümer der fraglichen 78 Aktien.

B. Mit Kaufvertrag vom 19. Februar 2013 verkaufte Z._____ 30 Inhaberaktien 
an A._____. Im Kaufvertrag wird ausgeführt, dass Z._____ alleiniger Aktionär der 
(damaligen) Y._____ sei. X._____ forderte Z._____ daraufhin mehrfach auf, die 
78 der Y._____ treuhänderisch übertragenen Aktien herauszugeben. Die Y._____ 
und auch Z._____ stellten sich fortan auf den Standpunkt, diese Aktien nie im Zu-
sammenhang mit der Vereinbarung vom 25./26. November 2008 erhalten zu ha-
ben. Die Y._____ habe nie irgendwelche eigenen Aktien erhalten. X._____ habe 
seine Rechte an allen Aktien abgegeben und habe dementsprechend kein Recht, 
Aktien einzufordern. Daraufhin reichte Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Ettisberger im 
Namen von X._____ am 22. Märt 2013 Strafanzeige gegen Z._____ und die wei-
teren Verwaltungsräte der Y._____ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Graubünden ein.

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C. Ausserdem reichte X._____ am 2. August 2013 beim Bezirksgericht Land-
quart ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen betreffend die Verwaltung 
von 78 Inhaberaktien der Y._____ durch eine Drittperson ein, worin er, was folgt, 
beantragte:

"1. Es sei zur Verwaltung der von der Kantonspolizei Graubünden resp. 
der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden beschlagnahmten 
und sich bei ihr befindlichen 78 von insgesamt 102 Inhaberaktien der 
Y._____ für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zu ernen-
nen.

2. Die durch das Gericht bestimmte Drittperson sei anzuweisen, die In-
teressen der Y._____ und des Gesuchstellers zu wahren und sämtli-
che in Zusammenhang damit stehende Rechtshandlungen vorzuneh-
men. Insbesondere sei die Drittperson anzuweisen:

2.1 Eine Generalversammlung zu verlangen bzw. einberufen zu las-
sen.

2.2 Den gesamten derzeitigen Verwaltungsrat abzuwählen.

2.3 Sich als einzigen Verwaltungsrat zu wählen.

2.4 Sämtliche allfälligen Übertragungen von materiellen und immateri-
ellen Vermögenswerten und Rechten der Y._____ an die Y._____, 
O.1_____, rückgängig zu machen und die dafür notwendigen Hand-
lungen zu tätigen sowie die dafür notwendigen Prozesse zu führen.

2.5 Der Y._____, O.1_____, richterlich verbieten zu lassen ihren Fir-
mennamen zu führen.

2.6 Die Namensänderung der Y._____ in Y._____ rückgängig zu ma-
chen.

2.7 Gegen jegliche schädigenden Handlungen des abzuwählenden 
Verwaltungsrates sowie der Y._____, O.1_____ rechtliche Schritte 
einzuleiten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgeg-
ner."

D. Am 5. August 2013 reichte X._____ ein Berichtigungsschreiben ein und 
tags darauf folgte ein Berichtigungsschreiben zum vorhergehenden Berichtigungs-
schreiben.

E. Mit Eingabe vom 23. August 2013 beantragten Z._____ und die Y._____, 
was folgt:

"1. Das Verfahren Proz.Nr. 135-2013-239 sei vorerst auf die Frage der 
örtlichen Zuständigkeit zu beschränken.

2. Es sei anzuordnen, dass die bis am 19. September 2013 einzurei-
chende Stellungnahme der Gesuchsgegner auf die Frage der örtlichen 
Zuständigkeit zu beschränken ist und die Gesuchsgegner im Falle der 
Bejahung der örtlichen Zuständigkeit eine weitere Frist erhalten, um zu 
den weiteren Punkten des Gesuchs Stellung zu nehmen."

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F. Mit Schreiben vom 13./16. September 2013 beantragte X._____, was folgt:

"1. Auf das Gesuch betreffend Beschränkung des Verfahrens auf die örtli-
che Zuständigkeit sei nicht einzutreten, eventualiter sei dieses vollum-
fänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgeg-
ner."

G. Mit prozessleitender Verfügung vom 16. September 2013, mitgeteilt am 20. 
September 2013, wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart das Gesuch 
um Beschränkung des Verfahrens auf die örtliche Zuständigkeit ab.

H. Mit Eingabe vom 4. November 2013 stellten Z._____ und die Y._____ fol-
gende Anträge:

"1. Das Gesuch sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Eventualiter sei:

a. für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zur Verwaltung 
der Aktien Nrn. 103 bis 150 (Aktienzertifikate 18-25) zu ernennen;

b. A._____, Rechtsanwalt und dipl. Steuerexperte, als Verwalter zu er-
nennen;

c. der Verwalter einzig anzuweisen, zukünftig dafür zu sorgen, dass 
keine Handlungen zum Schaden der Y._____ erfolgen;

d. die vorsorgliche Massnahme sei nur unter der Bedingung zu ge-
währen, dass der Gesuchsteller eine Sicherheitsleistung von CHF 
950'000 beim Gericht hinterlegt.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuch-
stellers."

I. Am 22. November 2013 reichte X._____ eine Stellungnahme zur Eingabe 
von Z._____ und der Y._____ vom 4. November 2013 ein, wobei er an den 
Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 2. August 2013 festhielt. Zusätzlich stellte 
er den Antrag, die Beilage 4a der Gegenseite sei aus der Prozedur zu weisen.

J. Am 20. Dezember 2013 reichten Z._____ und die Y._____ ihrerseits eine 
Stellungnahme zur Stellungnahme von X._____ vom 22. November 2013 ein, wo-
bei sie an ihren Anträgen gemäss Stellungnahme vom 4. November 2013 festhiel-
ten.

K. Am 3. Januar 2014 reichte X._____ eine Stellungnahme mit unveränderten 
Rechtsbegehren ein, mit dem Antrag, diese der Gegenpartei (noch) nicht zuzustel-
len, zumal in den nächsten Tagen zwischen den Parteien Vergleichsgespräche 
geführt würden.

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L. Mit Verfügung vom 8. Januar 2014 wurde das Verfahren auf Antrag von 
X._____ sistiert, nachdem die Gegenpartei gegen die Sistierung keine Einwände 
erhob.

M. Mit Schreiben vom 3. September 2014 zeigte X._____ dem Bezirksgericht 
Landquart an, dass zwischen den Parteien keine Einigung habe erzielt werden 
können, und ersuchte um Aufhebung der Sistierung.

N. Nach weiteren Eingaben und Stellungnahmen der Parteien entschied der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart mit Entscheid vom 23. Mai 2016, mitge-
teilt am 27. Mai 2016, was folgt:

"1. Das Gesuch wird abgewiesen.

2. a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'500.00 gehen zu Lasten von 
X._____ und werden mit dem geleisteten Vorschuss in der Höhe von 
CHF 5'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'500.00 wird ihm 
zurückerstattet.

    b)X._____ hat die Y._____ und Z._____ gesamthaft mit CHF 5'400 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]"

Der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart lehnte das Gesuch um Erlass vor-
sorglicher Massnahmen im Wesentlichen mit der Begründung ab, es sei von 
X._____ weder glaubhaft gemacht, dass er Eigentumsansprüche an den 78 stritti-
gen Aktien habe (angefochtener Entscheid, E. 4), noch dass ihm aus der Verlet-
zung des von ihm behaupteten Eigentumsrechts an den Aktien der Y._____ ein 
nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil drohe (angefochtener Entscheid, E. 
5). Im Übrigen sei das Gesuch auch wegen fehlender Dringlichkeit abzuweisen 
(angefochtener Entscheid, E. 6).

O. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend: Berufungskläger) mit Eingabe vom 
9. Juni 2016 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden und beantragte, 
was folgt:

"1. Der Entscheid vom 23./27. Mai 2016 des Bezirksgerichts Landquart 
sei aufzuheben.

2. Es sei zur Verwaltung der von der Kantonspolizei Graubünden resp. 
der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden beschlagnahmten 
und sich bei ihr befindlichen 78 von insgesamt 102 Inhaberaktien der 
Y._____ für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zu ernen-
nen.

3. Die durch das Gericht bestimmte Drittperson sei anzuweisen, die In-
teressen der Y._____ und des Berufungsklägers zu wahren und sämt-

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liche in Zusammenhang damit stehende Rechtshandlungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sei die Drittperson anzuweisen:

3.1 Eine Generalversammlung zu verlangen bzw. einberufen zu las-
sen.

3.2 Den gesamten derzeitigen Verwaltungsrat abzuwählen.

3.3 Sich als einzigen Verwaltungsrat zu wählen.

3.4 Sämtliche allfälligen Übertragungen von materiellen und immateri-
ellen Vermögenswerten und Rechten der Y._____ an die Y._____, 
O.1_____, rückgängig zu machen und die dafür notwendigen Hand-
lungen zu tätigen sowie die dafür notwendigen Prozesse zu führen.

3.5 Der Y._____, O.1_____, richterlich verbieten zu lassen ihren Fir-
mennamen zu führen.

3.6 Die Namensänderung der Y._____ in Y._____ rückgängig zu ma-
chen.

3.7 Gegen jegliche schädigenden Handlungen des abzuwählenden 
Verwaltungsrates sowie der Y._____, O.1_____ rechtliche Schritte 
einzuleiten.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge des erst- und zweitin-
stanzlichen Verfahrens zzgl. MWST. zu Lasten der Gesuchsgegner."

Zudem erhob der Berufungskläger folgenden "prozessualen" Antrag:

"Die Staatsanwaltschaft Graubünden sei anzuweisen, die beschlagnahm-
ten 78 Aktien der Y._____ bis zum Abschluss des vorliegenden Verfahrens 
nicht herauszugeben."

P. In ihrer Berufungsantwort vom 25. Juni 2016 beantragten die Y._____ und 
Z._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte), was folgt:

"1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Eventualiter sei:

a. für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zur Verwaltung 
der Aktien Nrn. 103 bis 150 (Aktienzertifikate 18-25) zu ernennen;

b. A._____, Rechtsanwalt und dipl. Steuerexperte, als Verwalter zu er-
nennen;

c. der Verwalter einzig anzuweisen, zukünftig dafür zu sorgen, dass 
keine Handlungen zum Schaden der Y._____ erfolgen;

d. die vorsorgliche Massnahme sei nur unter der Bedingung zu ge-
währen, dass der Berufungskläger eine Sicherheitsleistung von CHF 
950'000 beim Gericht hinterlegt.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beru-
fungsklägers."

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Q. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 
auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, im Fol-
genden eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der - für das vorliegende Massnahmeverfahren selbstän-
dig zu bestimmende - Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
Fr. 10'000.00 übersteigt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist somit nicht der 
Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem vor-
instanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, wel-
cher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch 
streitig war. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid ist unter Beilage des Entscheids innert 10 Tagen seit der Zustellung 
desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzu-
reichen (Art. 311 ZPO und 314 Abs. 1 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 EGzZPO).

b) Vorliegend wurde ein Entscheid über eine vorsorgliche Massnahme ange-
fochten, welcher offensichtlich in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit er-
gangen ist. Nach Einschätzung der II. Zivilkammer liegt der Streitwert klar über Fr. 
10'000.00, sodass die Berufung zulässig ist. Davon gehen stillschweigend auch 
die Parteien aus, indem sie - der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung folgend - 
eine ausdrücklich als solche bezeichnete Berufung und eine Berufungsantwort 
eingereicht haben. Im Übrigen erweist sich die Berufung vom 9. Juni 2016 als 
fristgerecht.

2. a) Fraglich und strittig ist, ob auch die übrigen Formerfordernisse eingehalten 
sind. Der Berufungskläger beantragt, es sei zur Verwaltung der von der Kantons-
polizei bzw. der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden beschlagnahmten 
und sich bei ihr befindlichen 78 von insgesamt 102 Inhaberaktien der Y._____ für 
die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zu ernennen. Die Berufungsbe-
klagten bringen dagegen vor, das Rechtsbegehren sei unbestimmt und werde den 
gesetzlichen Anforderungen nicht gerecht, zumal auch in der Klagebegründung 
(gemeint wohl: Berufungsbegründung) keine präzisierenden Angaben enthalten 
seien. Auf die Berufung sei somit nicht einzutreten (Berufungsantwort, S. 22).

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b) Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittelinstanz 
schriftlich und begründet einzureichen. Wie bereits die Eingabe an die erste In-
stanz (für das Schlichtungsverfahren Art. 202 Abs. 2 ZPO; für das ordentliche Ver-
fahren Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO; für das vereinfachte Verfahren Art. 244 Abs. 1 lit. 
b ZPO; für das summarische Verfahren Art. 252 i.V.m. Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO; 
für das Scheidungsverfahren Art. 290 lit. n - d ZPO) muss auch die Berufungsein-
gabe Rechtsbegehren enthalten. Zwar nennt Art. 311 ZPO einzig die Begründung, 
die aber gerade auch der Erläuterung der Begehren dient und diese damit voraus-
setzt. In der Berufungseingabe sind daher Rechtsbegehren zu stellen (BGE 137 III 
617 E 4.2.2). Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle der 
Gutheissung der Klage bzw. des Rechtsmittels unverändert zum Urteil erhoben 
werden kann (BGE 137 III 617 E 4.3). Bei Unklarheiten im Rechtsbegehren, ist 
dieses nach dem objektiven Sinngehalt auszulegen, wobei auch auf die Begrün-
dung abgestellt werden kann. Bleibt das Rechtsbegehren unklar oder ist es unbe-
stimmt, so ist auf die Klage bzw. das Rechtsmittel nicht einzutreten (vgl. Laurent 
Killias, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 
2012, N 15 zu Art. 221 ZPO).

c) Im Jahr 2005 kaufte Z._____ von X._____ 18 Aktien der (heutigen) Y._____ 
(Aktien Nr. 1 - 18 = Aktienzertifikate Nr. 1 - 3). Diese sind unbestrittenermassen in 
das Eigentum von Z._____ übergegangen; dass der Kaufpreis von Z._____ 
gemäss den Angaben des Berufungsklägers bislang nicht bezahlt wurde, ändert 
daran nichts. Im Übrigen wurden sie weder von der Staatsanwaltschaft beschlag-
nahmt noch bilden sie Gegenstand der beantragten vorsorglichen Massnahme. 
Wie sich aus BG act. III.2 ergibt, waren die Aktien Nr. 19 - 72 (= Aktienzertifikate 
Nr. 4 - 12) Gegenstand des unbestrittenen Erbvorbezuges vom 25./26 November 
2008. Dies ergibt sich einerseits aus der zeitlichen Nähe der Deponierung der Ak-
tien bei B._____ am 6. November 2008 sowie der übereinstimmenden Anzahl Ak-
tien bzw. Aktienzertifikate in dieser Bestätigung mit der Anzahl Aktien des kurz 
darauf schriftlich festgelegten und unbestrittenen (ersten) Erbvorbezuges (vgl. da-
zu auch angefochtener Entscheid, E. 4). Insofern ist davon auszugehen, dass die-
se ins Eigentum von Z._____ gelangten. Bei den restlichen 78 Aktien, deren Ei-
gentum umstritten ist, handelt es sich demzufolge um die Aktien Nr. 73 - 150 (Ak-
tienzertifikate Nr. 13 - 25). Erstellt ist zudem, dass Z._____ 30 Aktien (Aktien Nr. 
73 - 102 = Aktienzertifikate Nr. 13 - 17) an A._____ verkaufte. Z._____ war bzw. 
ist somit nur noch im Besitz der Aktienzertifikate Nr. 1 - 12 sowie Nr. 18 - 25 (d.h. 
insgesamt 120 Aktien). Davon übergab er am 16. Mai 2013 die Aktienzertifikate 
Nr. 18 - 25 (vgl. BG act. II.39) sowie am 27. Juni 2013 die Aktienzertifikate Nr. 4 - 

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12 (vgl. BG act. III.3) der Kantonspolizei Graubünden. Bei den Akten befinden sich 
zwar die entsprechenden Empfangsbestätigungen, nicht jedoch ein eigentlicher 
Beschlagnahmebefehl (der in den vorinstanzlichen Akten enthaltene Beschlag-
nahmebefehl [BG act. III.4] betrifft die an A._____ verkauften Aktien [Aktienzertifi-
kate Nr. 13 - 17]). Ein Beschlagnahmebefehl hat jedoch auch zu ergehen, wenn 
eine Sache nach Art. 265 Abs. 1 StPO herausgegeben wird; ebenso ist ein Ver-
zeichnis der beschlagnahmten Gegenstände im Sinne von Art. 266 Abs. 2 StPO 
zu erstellen (vgl. Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxis-
kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, N 4 zu Art. 265 StPO). Unbesehen 
darum gelten auch im Sinne von Art. 265 StPO herausgegebene Gegenstände als 
beschlagnahmt, wie sich aus der systematischen Einordnung von Art. 265 StPO 
im Kapitel über die Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO) ergibt. Daraus erhellt, dass 
sich die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Aktien in verschiedene 
Gruppen zuordnen lassen; dies umso mehr, als die Aktien nummeriert sind und 
beim unterschiedlichen Verwendungszweck (Verkauf, Erbvorbezug, allenfalls 
treuhänderische Übertragung) jeweils auf die Nummerierung Bezug genommen 
wurde. Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers (vgl. Berufung, S. 16) sind sie 
damit hinreichend spezifiziert. Bei den vorliegend zur Diskussion stehenden Aktien 
handelt es sich mithin um Speziessachen. Daran ändert nichts, dass die 54 Aktien 
des (ersten) unbestrittenen Erbvorbezuges zusammen mit den restlichen, strittigen 
78 Aktien am 13. August 2009 durch B._____ an Z._____ ausgehändigt wurden 
(vgl. BG act. II.7). Eine Vermischung im Sinne von Art. 727 ZGB hat nicht stattge-
funden, sodass sich an den Eigentumsverhältnissen bezüglich der Aktien auch 
nichts geändert hat. In Anbetracht dessen wäre der Berufungskläger gehalten ge-
wesen anzugeben, auf welche Aktien sich die von ihm anbegehrten vorsorglichen 
Massnahmen beziehen. Unzulässig erscheint es nun, die vorsorglichen Mass-
nahmen auf 78 der (insgesamt 102) von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten 
Aktien zu beziehen, ist doch erstellt, dass von den 78 strittigen Aktien 30 an 
A._____ verkauft wurden. Was diese 30 Aktien anbelangt, müsste das Gesuch um 
Erlass vorsorglicher Massnahmen gegen A._____ gerichtet sein, da dieser nun im 
Besitz der vom Berufungskläger beanspruchten Aktien ist. So gesehen könnte 
sich das vorliegende Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ohnehin nur 
noch auf die verbleibenden 48 Aktien (Aktienzertifikate Nr. 18 - 25) beschränken. 
Dass der Berufungskläger daran nur ein beschränktes Interesse hat, ist offensicht-
lich, könnte dadurch doch die Drittperson nicht mit der Verwaltung der Mehrheit 
der Aktien betraut werden (48 statt 78 von insgesamt 150 Aktien). Dies ist aller-
dings eine Frage inhaltlicher Natur. Unbesehen darum geht aus dem Rechtsbe-
gehren Ziff. 2 des Berufungsklägers letztlich nicht hervor, bezüglicher welcher Ak-

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tien er die vorsorglichen Massnahmen beantragt (weil der Berufungskläger - wie 
dargelegt - von der falschen Annahme ausgeht, die von der Staatsanwaltschaft 
beschlagnahmten Aktien seien nicht spezifiziert). Anhand der Berufungsbegrün-
dung und im Hinblick auf die Interessenlage des Berufungsklägers erscheint je-
doch klar, dass sich die vorsorglichen Massnahmen jedenfalls auf die strittigen 48 
Aktien (Aktienzertifikate Nr. 18 - 25) beziehen. Im Hinblick auf den Grundsatz von 
Treu und Glauben sind zumindest diese vom entsprechenden Rechtsbegehren 
erfasst. Damit ist Letzteres genügend bestimmt. Dass das Gesuch um vorsorgli-
che Massnahmen bzw. die vorliegende Berufung ins Leere zielen, soweit es um 
die dreissig zusätzlichen Aktien geht, ist eine Frage inhaltlicher Natur und be-
schlägt die prozessuale Zulässigkeit des Rechtsbegehrens grundsätzlich nicht, 
sondern hat die Konsequenz, dass die Berufung gegebenenfalls nur teilweise gut-
geheissen werden könnte. Auf die Berufung ist somit einzutreten.

3. Im erstinstanzlichen Verfahren wurde die örtliche Zuständigkeit des Be-
zirksgerichts Landquart von den Berufungsbeklagten bestritten. Die entsprechen-
de Rüge wird im Berufungsverfahren nicht mehr erhoben. Da es sich beim Ge-
richtsstand betreffend vorsorgliche Massnahmen um einen zwingenden Gerichts-
stand handelt (Art. 9 ZPO i.V.m. Art. 13 ZPO) und die Parteien hiervon weder 
durch Einlassung noch durch Gerichtsstandsvereinbarung abweichen können, hat 
auch die Rechtsmittelinstanz die örtliche Zuständigkeit von Amtes wegen zu prü-
fen (vgl. Dominik Infanger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 30 zu Art. 9 ZPO). 
Der Vorderrichter hat indessen seine örtliche Zuständigkeit zutreffend dargelegt 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 1). Darauf kann verwiesen werden. Infolgedes-
sen erweist sich auch das Kantonsgericht von Graubünden als örtlich zuständig.

4. a) Der Berufungskläger beantragt im Berufungsverfahren (erstmals), die 
Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die beschlagnahmten 78 Aktien der Y._____ 
bis zum Abschluss des vorliegenden Verfahrens nicht herauszugeben (Berufung, 
S. 3). Die Berufungsbeklagten wenden dagegen ein, dieser neue Antrag stelle ei-
ne unzulässige Klageänderung dar (Berufungsantwort, S. 3).

b) Eine Klageänderung ist eine Änderung des Streitgegenstandes. Die Kla-
geänderung umfasst sowohl eine inhaltliche Änderung der Rechtsbegehren, d.h. 
es wird mehr, Zusätzliches oder anderes verlangt als im ursprünglichen Begehren, 
als auch eine Änderung des Klagefundaments, d.h. der Kläger leitet die Klage aus 
einem anderen Lebensvorgang her. Eine Klageänderung im Berufungsverfahren 
ist gemäss Art. 317 Abs. 2 ZPO nur noch zulässig, wenn der geänderte oder neue 

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Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisheri-
gen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht oder die Gegenpartei 
zustimmt (Art. 317 Abs. 2 lit. a ZPO i.V.m. Art. 227 Abs. 1 ZPO). Zudem muss die 
Klageänderung auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln beruhen (Art. 317 Abs. 2 
lit. b ZPO). Zulässig sind grundsätzlich sowohl echte als auch unechte Noven. Im 
Falle unechter Noven hat der Berufungskläger namentlich die Gründe detailliert 
darzulegen, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor erster 
Instanz hat vorbringen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_330/2013 vom 
24. September 2013, E. 3.5.1 m.w.H.). Von den eigentlichen Rechtsbegehren zu 
unterscheiden sind prozessuale Anträge (Verfahrensanträge), z.B. auf Sistierung 
des Prozesses oder auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen. Prozessuale An-
träge können auch zu einem späteren Verfahrenszeitpunkt gestellt werden (vgl. 
Eric Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozess-
ordnung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 10 zu Art. 221 ZPO).

c) Der Berufungskläger begründet seinen Antrag damit, dass Z._____ ohne 
Aufrechterhaltung des Beschlagnahmebefehls weitere Aktien verkaufen könne, 
sodass diese von einem gutgläubigen Dritten nicht mehr herausverlangt werden 
könnten. Nur durch die fortdauernde Hinterlegung der Aktien sei eine Rücküber-
tragung auf den Berufungskläger gewährleistet (Berufung, S. 3). Das vom Beru-
fungskläger als prozessualer Antrag formulierte Begehren stellt in der Sache wohl 
ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Berufungsver-
fahrens dar. Dementsprechend würde es sich auch nicht um eine Klageänderung 
handeln. Fraglich erscheint jedoch ganz grundsätzlich, ob die Berufungsinstanz 
befugt sein kann, der Staatsanwaltschaft eine entsprechende Weisung zu erteilen. 
Unbesehen darum geht der Antrag an der Sache vorbei.

d) Anhand des von der Staatsanwaltschaft geführten Strafverfahrens dürfte 
diese in Kenntnis davon sein, dass der (Eigentums-)Anspruch an den Aktien um-
stritten ist. Unabhängig davon hätte der Berufungskläger jederzeit die Möglichkeit, 
die Staatsanwaltschaft darüber in Kenntnis zu setzen (was gegenüber der Anord-
nung einer vorsorglichen Massnahme gem. Art. 261 ZPO denn auch die mildere 
"Massnahme" wäre). Erheben mehrere Personen Anspruch auf Gegenstände oder 
Vermögenswerte, deren Beschlagnahme aufzuheben ist, kann die Staatsanwalt-
schaft die Gegenstände oder Vermögenswerte einer Person zusprechen und den 
übrigen Ansprechern Frist zur Anhebung von Zivilklagen setzen (Art. 267 Abs. 4 
und 5 StPO). Die Rückgabe an eine bestimmte Person durch die Staatsanwalt-
schaft ist nach dem Wortlaut von Art. 267 Abs. 4 StPO demgegenüber ausge-
schlossen (vgl. Felix Bommer/Peter Goldschmid, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 

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[Hrsg.], Schweizerische Strafprozessordnung, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 
2014, N 16 zu Art. 267 StPO; Stefan Heimgartner, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2014, N 6 zu Art. 267 StPO). Die Bestimmung von Art. 267 Abs. 
5 StPO ermöglicht bei einer zweifelhaften Rechtslage, das Beschlagnahmeobjekt 
dem letztmaligen Besitzer oder dem Geschädigten zuzusprechen, aber die Rechte 
anderer Ansprecher insoweit zu wahren, als ein eventuell abweichender zivilrecht-
licher Entscheid vorbehalten wird. Die Bestimmung bezweckt, die Parteirollen im 
Hinblick auf einen eventuellen Zivilprozess zu verteilen und die Strafbehörde (mit-
hin den Staat) vor dem Vorwurf zu schützen, einen Gegenstand oder Vermögens-
wert widerrechtlich einer nicht berechtigten Person herausgegeben zu haben (vgl. 
zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 6B_2/2012 vom 1. Februar 2013, E. 8.4). 
In Anbetracht dessen ist nicht davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft die 
beschlagnahmten Aktien an Z._____ zurückgeben wird, weil sei dies - die Kennt-
nis der strittigen Eigentumsverhältnisse an den Aktien vorausgesetzt - gar nicht 
tun dürfte. Der Antrag des Berufungsklägers, wonach die Staatsanwaltschaft an-
zuweisen sei, die beschlagnahmten 78 Aktien der Y._____ bis zum Abschluss des 
vorliegenden Verfahrens nicht herauszugeben, erweist sich somit als obsolet, so-
dass er, könnte darauf überhaupt eingetreten werden, abzuweisen wäre.

5. a) Der Vorderrichter lehnte das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
im Wesentlichen mit der Begründung ab, es sei von X._____ weder glaubhaft ge-
macht, dass er Eigentumsansprüche an den 78 strittigen Aktien habe (angefoch-
tener Entscheid, E. 4), noch dass ihm aus der Verletzung des von ihm behaupte-
ten Eigentumsrechts an den Aktien der Y._____ ein nicht leicht wiedergutzuma-
chender Nachteil drohe (angefochtener Entscheid, E. 5). Im Übrigen sei das Ge-
such auch wegen fehlender Dringlichkeit abzuweisen (angefochtener Entscheid, 
E. 6).

b) Gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO hat die gesuchstellende Partei für den Erlass 
vorsorglicher Massnahmen glaubhaft zu machen, dass ein ihr zustehender mate-
riell-rechtlicher Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist (lit. a) 
und ihr daraus ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (lit. b). Vor-
ausgesetzt werden demnach kumulativ ein in einer (beliebigen) subjektiven Be-
rechtigung des Zivilrechts bestehender Verfügungsanspruch, der auf eine positive 
oder negative Leistung (Tun, Unterlassen, Dulden), Gestaltung oder Feststellung 
gerichtet ist, sowie eine Verletzung oder Gefährdung dieses materiellen An-
spruchs und ein daraus drohender, nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil. 
Nachteile können grundsätzlich in sämtlichen Beeinträchtigungen sowohl tatsäch-

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licher als auch rechtlicher Natur bestehen. Ausserdem muss der angestrebte vor-
sorgliche, das heisst bis zum Vorliegen eines gerichtlichen Endurteils währende 
Rechtsschutz dringlich sein (vgl. zum Ganzen Thomas Sprecher, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 2. Aufl., Basel 2013, N 10 zu Art. 261 ZPO). Der unbestimmte Rechtsbegriff 
der Dringlichkeit muss einzelfallweise beurteilt werden; allgemein ist die zeitliche 
Dringlichkeit nicht gegeben, wenn eine akute Gefährdungslage und damit ein 
Massnahmeinteresse fehlt und das Endurteil ohne weiteres abgewartet werden 
kann (Lucius Huber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 
2016, N 22 zu Art. 261 ZPO). Schliesslich ist dem Gebot der Verhältnismässigkeit 
Rechnung zu tragen, weshalb die anzuordnende Massnahme nicht weiter gehen 
darf, als zum vorläufigen Schutz des glaubhaft gemachten Anspruchs nötig ist 
(Sprecher, a.a.O., N 22 zu Art. 262 ZPO). Das Gericht hat dabei namentlich das 
mutmassliche Recht des Gesuchstellers und die (möglicherweise unwiederbringli-
chen) Nachteile der Gegenseite abzuwägen (Johann Zürcher, in: Brunner/Gasser/
Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl., 
Zürich/St. Gallen 2016, N 28 zu Art. 261 ZPO). In Bezug auf das Beweismass 
genügt das Glaubhaftmachen der beschriebenen tatsächlichen Voraussetzungen. 
Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts bereits dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, 
selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte (vgl. dazu BGE 130 III 321 E. 3.3).

Vorsorgliche Massnahmen sollen dem Gesuchsteller einstweiligen Rechtsschutz 
gewähren, bevor ein gerichtliches Endurteil vorliegt. Der einstweilige Rechtsschutz 
kann entweder durch Sicherung einer zukünftigen Zwangsvollstreckung, durch 
vorläufige Vollstreckung eines streitigen Anspruches oder durch Erhalt des aktuel-
len Rechtszustandes erfolgen. Entsprechend lassen sich die vorsorglichen Mass-
nahmen in Sicherungsmassnahmen, Regelungsmassnahmen und Leistungs-
massnahmen unterteilen. Sicherungsmassnahmen dienen der Rechtsverwirkli-
chung bzw. Realerfüllung eines gefährdeten Anspruchs. Sie sollen im weitesten 
Sinne einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil besonders durch Verän-
derung des bestehenden Zustandes während der Prozessdauer oder schon vor 
der Rechtshängigkeit eines Prozesses vermeiden und die Vollstreckung eines 
streitigen Anspruchs bzw. des Hauptsacheentscheides sicherstellen. Regelungs-
massnahmen bezwecken die Festlegung eines modus vivendi bei einem Dauer-
rechtsverhältnis. Sie sollen für die Prozessdauer eine provisorische Ordnung 

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schaffen. Leistungsmassnahmen führen zu einer vorläufigen Vollstreckung des 
behaupteten Anspruchs (vgl. zum Ganzen BGE 136 III 200 E. 2.3.2). Leistungs-
massnahmen stellen einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechte der Gegenpar-
tei dar. Generell gilt bei Leistungsmassnahmen, dass sie nur zurückhaltend anzu-
ordnen sind und die allgemeinen Voraussetzungen der Dringlichkeit und Verhält-
nismässigkeit verschärften Anforderungen unterworfen sind (vgl. BGE 131 III 473; 
Huber, a.a.O., N 25a ff. zu Art. 261 ZPO und N 15 zu Art. 262 ZPO; Sprecher, 
a.a.O., N 65 zu Art. 261 ZPO und N 8 zu Art. 262 ZPO). In seinem Entscheid vom 
11. Juni 2013 (HG 13 67) hat das Handelsgericht des Kantons Bern festgehalten, 
dass bei Leistungsmassnahmen nicht nur erhöhte Anforderungen an das Glaub-
haftmachen der anspruchsbegründenden Tatsachen, sondern auch an die rechtli-
che Begründetheit des Anspruchs zu stellen seien. Während in der Regel summa-
risch zu prüfen sei, ob der Anspruch nicht aussichtslos erscheine, sei hier ange-
zeigt zu prüfen, ob der Anspruch aussichtsreich erscheine. Denn eine blosse 
Nicht-Aussichtslosigkeit vermöge die Vorwegnahme der Vollstreckung des Haupt-
anspruchs nicht zu rechtfertigen (abgedruckt in SJZ 109/2013, S. 557 ff., sowie in 
CAN 2013 Nr. 80, S. 214 ff.).

c/aa) Der Berufungskläger macht geltend, er sei rechtmässiger Eigentümer an 
den strittigen 78 Aktien. Gemäss Vereinbarung vom 25./26. November 2008 habe 
die Y._____ diese Aktien von ihm treuhänderisch erhalten, mit der Auflage, diese 
gemäss Vorgaben ausschliesslich Kadermitarbeitern in Anerkennung besonderer 
Leistungen weiterzuleiten. Diese Vereinbarung sei von allen Verwaltungsräten der 
Y._____ - und somit auch von Z._____ - unterzeichnet worden. Dies sei die einzi-
ge schriftliche Vereinbarung; der von den Berufungsbeklagten erwähnte Erbver-
trag sei nicht zustande gekommen. Insofern sei der Berufungskläger auch immer 
noch Eigentümer der 78 strittigen Aktien, da mit Vereinbarung vom 25./26. No-
vember 2018 die Aktien nur treuhänderisch an die Y._____ übertragen worden 
seien. Nach Ansicht der Berufungsbeklagten sei zwar vorgesehen gewesen, dass 
78 Aktien an die Y._____ abgetreten werden sollten, verbunden mit der Auflage, 
diese Aktien im Sinne eines Beteiligungsprogramms Geschäftsleitungsmitgliedern 
zuzuteilen. Der Vollzug dieser Absicht sei jedoch nie erfolgt, d.h. es seien nie Akti-
en auf die Y._____ übertragen worden, da man zum Schluss gelangt sei, dass 
sich die Idee des Berufungsklägers nicht in seinem Sinne umsetzen liesse. Im Juni 
2009 sei deshalb beschlossen worden, die 78 Aktien nicht an die AG, sondern an 
Z._____ persönlich zu übertragen, und zwar zu Eigentum in Form eines Erbvorbe-
zuges. Der Berufungskläger sei damit einverstanden gewesen. Aus diesem Grund 
sei am 13. August 2009 die Aushändigung von 132 Aktien an Z._____ persönlich 

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zu Eigentum und in Vollzug der zwei Erbvorbezüge erfolgt. Seit diesem Tag habe 
der Berufungskläger kein Eigentum oder sonstige Rechte mehr an diesen 78 Akti-
en der Y._____.

bb) Unbestritten ist, dass die Vereinbarung vom 25./26. November 2008 (BG 
act. II.5-6) nicht umgesetzt worden ist. Die fraglichen 78 Aktien waren zunächst 
bei B._____ hinterlegt. Am 13. August 2009 wurden sie von diesem - zusammen 
mit den 54 Aktien des (ersten) Erbvorbezuges - an Z._____ ausgehändigt (vgl. BG 
act. II.7). Gemäss Angaben von B._____ seien die Aktien - soweit er sich erinnern 
könne - auf Ersuchen von Z._____ aufgrund seines Hinweises, der Verwaltungsrat 
wolle die Aktien gemäss schriftlicher Vereinbarung mit dem Vater zuteilen, erfolgt 
(vgl. BG act. II.8). Auf der Empfangsbestätigung wird jedoch nicht unterschieden 
zwischen den Aktien des ersten - unbestrittenen - Erbvorbezuges (Aktienzertifikate 
Nr. 4 bis Nr. 12) und denjenigen Aktien, welche von der Y._____ treuhänderisch 
hätten verwaltet werden sollen (Aktienzertifikate Nr. 13 bis Nr. 25). Daraus 
schliessen die Berufungsbeklagten, der Grund der Aktienübertragung sei bezüg-
lich aller Aktien derselbe gewesen - nämlich ein Erbvorbezug. Der zweite Erbvor-
bezug sei zuvor, im Juni 2009, mündlich beschlossen worden (vgl. Berufungsant-
wort, S. 10). Für diese These spricht, dass die Empfangsbestätigung nirgends mit 
dem Vermerk versehen ist, die herausgegebenen Aktien bzw. ein Teil davon wür-
den lediglich treuhänderisch übergeben. Ein solcher Hinweis wäre auf der Emp-
fangsbestätigung umso angebrachter gewesen, als es sich bei den fraglichen Ak-
tien um Inhaberaktien handelt. Anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 
27. Juni 2013 sagte Z._____ jedoch aus, bei der Übergabe der Aktien sei eine 
Differenzierung der Aktien in Erbvorbezug und Abtretung an die Firma zu wenig 
dringlich gewesen und deshalb vernachlässig worden (vgl. BG act. II.15, Antwort 
auf Frage 1).

Wie aus den Akten hervorgeht, versuchten X._____ und Z._____ in der Folge, 
einen Erbvertrag abzuschliessen. Dazu kam es jedoch nicht, da sich die Parteien 
über gewisse Bedingungen bzw. Nebenpunkte des Vertrages nicht einigen konn-
ten. Hierzu ist zunächst zu bemerken, dass der gescheiterte Abschluss des Erb-
vertrages nichts am vorausgegangenen Erbvorbezug ändern würde, sofern ein 
solcher denn tatsächlich stattgefunden hätte. Der sich bei den Akten befindende 
Entwurf des Erbvertrages (BG act. II.16) enthält unter "1. Erbvorempfang" folgen-
de Passage: "Sohn Z._____ hat sämtliche 130 Namenaktien der Y._____ [heute: 
Y._____] mit Sitz in O.1_____ erbvorempfangsweise erhalten inklusive Wohnung 
in O.2_____. Seit 2008 ist er alleinberechtigter Geschäftsführer und hat die alleini-
ge Nutzniessung an den vorempfangsweise abgetretenen Aktien der Y._____ und 

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Wohnung in O.2_____." Dieser Erbvertragsentwurf wurde von B._____ ausgear-
beitet (vgl. BG act. II.16). Mit den 130 Aktien können nur die Aktienzertifikate Nr. 4 
bis Nr. 25 gemeint sein. Dabei handelt es sich richtigerweise zwar um 132 Aktien, 
diese Abweichung dürfte jedoch auf einem redaktionellen Versehen beruhen. 
Auch wenn dem Erbvertrag mangels Zustandekommens keine rechtsverbindliche 
Wirkung zukommt, vermag er dennoch Rückschlüsse auf die im Rahmen der Ver-
tragsverhandlungen stattgefundenen Ereignisse zu liefern. So fällt auf, dass die 
zitierte Klausel in der Vergangenheitsform formuliert ist; der Wortlaut lässt somit 
darauf schliessen, dass der Erbvorbezug hinsichtlich der vorliegend strittigen 78 
Aktien bereits stattgefunden hat, mithin Z._____ Eigentümer besagter Aktien ge-
worden ist. Wäre ein Erbvorbezug noch ausgestanden und hätte dieser mit Ab-
schluss des Erbvertrages vereinbart werden sollen, wäre - wie in solchen Fällen 
üblich - wohl die Gegenwartsform gewählt worden. Diese Umstände sprechen
eher für die von den Berufungsbeklagten vertretene Ansicht, wonach Z._____ - 
gestützt auf einen zweiten Erbvorbezug - Eigentümer der fraglichen 78 Aktien ist. 
Der Berufungskläger hält dieser Sichtweise eine Aussage von C._____, Verwal-
tungsrat der Y._____, entgegen. In einer E-Mail vom 13. Januar 2012 an X._____ 
(BG act. II.12) führte C._____ folgendes aus: "Ich bin stolz darauf, dass es uns 
gelungen ist deine Wünsche, keine alleinige Verfügungsgewalt durch Z._____ in 
O.1_____ zu verwirklichen, obwohl sich die Weitergabe von Aktien an Mitarbeiter 
nicht realisieren liess." Der Berufungskläger meint, C._____ nehme hier Bezug auf 
die Vereinbarungen vom 25./26. November 2008. Es sei dem gesamten Verwal-
tungsrat bewusst gewesen, dass sie sich an die Vorgaben des Berufungsklägers 
hätten halten müssen und somit auch, dass die treuhänderische Weitergabe der 
Aktien eine diskussionslose Bedingung für den Berufungskläger gewesen sei (vgl. 
Berufung, S. 15 f.). Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers nimmt C._____ in 
seinem Schreiben nirgends Bezug auf besagte Vereinbarung. Dass es gelungen 
sei, eine alleinige Verfügungsgewalt durch Z._____ zu verhindern, lässt nicht 
zwingend darauf schliessen, Z._____ sei nicht Eigentümer der fraglichen 78 Akti-
en geworden bzw. es habe dementsprechend auch kein Erbvorbezug stattgefun-
den. So fährt C._____ in seinem Schreiben fort, dass die Festlegung des Stimm-
rechtes im Verwaltungsrat zu je einem Drittel auf die drei Geschäftsführer die bes-
sere Lösung sei. Insofern nimmt er nicht Bezug auf die Eigentumsverhältnisse an 
den Aktien, sondern auf die Festlegung des Stimmrechtes im Verwaltungsrat. Die 
beschränkte "Verfügungsgewalt" von Z._____ im Verwaltungsrat der Y._____ auf-
grund seines Stimmrechtes von (bloss) einem Drittel sagt nichts darüber aus, ob 
Z._____ Eigentümer der Aktienmehrheit ist oder nicht. Der Berufungskläger kann 
aus der Aussage von C._____ somit nichts zu seinen Gunsten ableiten.

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cc) Im Ergebnis ist damit festzuhalten, dass der Berufungskläger zwar gewisse 
Anhaltspunkte vorbringen kann, wonach er (nach wie vor) Eigentümer der stritti-
gen 78 Aktien sei. Die Berufungsbeklagten vermögen ihrerseits jedoch ebenso 
Anhaltspunkte zu nennen, wonach bezüglich der strittigen 78 Aktien ein (zweiter) 
Erbvorbezug stattgefunden hat und Z._____ damit Eigentümer der Aktien gewor-
den ist. Der Berufungskläger verlangt mit seinem Gesuch bzw. der Berufung sehr 
weitreichende Massnahmen, so unter anderem die Anweisung an die zur Verwal-
tung der Aktien einzusetzende Drittperson, den gesamten derzeitigen Verwal-
tungsrat abzuwählen und sich selbst als einzigen Verwaltungsrat zu wählen. Zu-
mindest für Z._____ würden diese Massnahmen eine Vorwegnahme des Haupt-
sacheentscheides - mithin Leistungsmassnahmen - darstellen, würde er doch 
nicht nur die Verfügungsgewalt über die strittigen Aktien und damit über die Akti-
enmehrheit verlieren, sondern auch aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Vor 
diesem Hintergrund vermag der Berufungskläger nicht genügend Anhaltspunkte 
dafür zu liefern, dass er Eigentümer der strittigen Aktien ist. Bereits aus diesem 
Grund ist die Berufung abzuweisen.

d) Der Vorderrichter lehnte das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
auch deshalb ab, da von X._____ nicht glaubhaft gemacht sei, dass ihm aus der 
Verletzung des von ihm behaupteten Eigentumsrechts an den Aktien ein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil drohe. Der Berufungskläger bringt dagegen 
eine Reihe von Umständen vor, welche seiner Ansicht nach als nicht leicht wie-
dergutzumachende Nachteile anzusehen seien.

aa) Der Berufungskläger macht zunächst geltend, die Y._____ werde durch 
Z._____ wirtschaftlich ausgehöhlt. Einzig aus diesem Grund sei die Y._____ ge-
gründet worden, um Vermögen und Know-how von der Y._____ auf die Y._____ 
übertragen zu können. Der Berufungskläger liefert für seine Behauptungen indes-
sen keine näheren Anhaltspunkte. Auch eine Schädigung des Goodwills bzw. Rufs 
der Y._____ wird nicht näher begründet oder belegt. Demgegenüber haben die 
Berufungsbeklagten plausibel dargelegt, weshalb die Y._____ in Y._____ umbe-
nannt und die Y._____ gegründet wurde (vgl. Berufungsantwort, S. 13 ff.). Aus 
den Akten geht klar hervor, dass die Y._____ keine Geschäftstätigkeit aufweist 
(vgl. BG act. III.37 und III.43 sowie KG act. C.2). Im Übrigen machen die Beru-
fungsbeklagten geltend, die Y._____ werde auch unter neuem Namen operativ 
wie bisher weitergeführt (vgl. Berufungsantwort, S. 18 ff.). Dem werden seitens 
des Berufungsklägers keine (substantiierten) Vorbringen entgegengesetzt. Inso-
fern gibt es keinerlei Anhaltspunkte, die für die These des Berufungsklägers, wo-
nach die Y._____ wirtschaftlich ausgehöhlt werden soll, sprechen würde. Schliess-

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lich ist auch drei Jahre nach Gesuchseinreichung nicht ersichtlich, inwiefern die 
Y._____ wirtschaftlich zugrunde gerichtet worden wäre. Es wäre denn auch nicht 
nachvollziehbar, warum Z._____ ein Interesse daran haben sollte. Ein entspre-
chender, nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil ist somit nicht glaubhaft ge-
macht.

bb) Der Berufungskläger bringt sodann vor, Z._____ könne weiterhin Dividen-
denzahlungen veranlassen, sodass die Y._____ wirtschaftlich ausgehöhlt werde. 
Die Gefahr eines wirtschaftlichen Schadens bestehe weiterhin (vgl. Berufung, S. 
20). Sofern die Dividendenauszahlung den Zweck haben sollte, das Unternehmen 
wirtschaftlich auszuhöhlen, gibt es hierfür - wie zuvor dargelegt - keinerlei An-
haltspunkte. Bewegen sich die Dividendenzahlungen dagegen im üblichen, be-
triebswirtschaftlich zu verantwortenden Rahmen, kann von einer wirtschaftlichen 
Aushöhlung des Unternehmens nicht die Rede sein. Sollte sich im Hauptverfahren 
ergeben, dass X._____ Eigentümer der strittigen Aktien ist, so wäre der ihm durch 
die Dividendenauszahlung entstandene finanzielle Schaden der Wiedergutma-
chung zugänglich (vgl. hierzu Sprecher, a.a.O., N 34 zu Art. 261 ZPO). Auch inso-
fern vermag der Berufungskläger somit keine nicht leicht wiedergutzumachenden 
Nachteile glaubhaft zu machen.

cc) Inwiefern die Namensänderung der Y._____ als solche einen handfesten 
finanziellen Nachteil darstellen sollte, wird weder dargelegt noch wäre ein solcher 
ersichtlich. Wie in der Berufungsantwort (S. 16 f.) ausgeführt wird, hat die deut-
sche Gesellschaft des Berufungsklägers im Jahr 2015 ihre Firma von Y._____ in 
Y._____ geändert. Offenbar wird der Firmenbestandteil "Y._____" für das wirt-
schaftliche Überleben des Unternehmens vom Berufungskläger selbst und entge-
gen seinen Ausführungen in der Berufung (vgl. S. 21) nicht als unentbehrlich an-
gesehen, weshalb auch nicht glaubhaft erscheint, inwiefern der vorgenommene 
Wechsel des Firmennamens in Y._____ zu einem finanziellen Schaden führen 
sollte. Im Übrigen ist die Namensänderung bereits vollzogen worden, sodass sie 
nicht mehr ein "drohender" Nachteil sein kann und ein entsprechendes Rechts-
schutzinteresse fehlt (vgl. Thomas Rohner/Matthias Wiget, in: Gehri/Jent-
Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 9 zu Art. 261 
ZPO m.w.H.). Ebenfalls bereits erfolgt ist der Verkauf der Aktien an A._____, so-
dass auch in dieser Hinsicht kein Nachteil mehr drohen kann.

dd) Nach Ansicht des Berufungsklägers besteht ein nicht (leicht) wiedergutzu-
machender Nachteil schliesslich darin, dass weitere Aktien durch Z._____ verkauft 
würden. Diese könnten von einem gutgläubigen Käufer nicht zurückverlangt wer-

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den. Ebenso könne eine Übertragung der Aktien auf die Y._____ drohen (vgl. Be-
rufung, S. 24). Der Berufungskläger übersieht dabei jedoch, dass die Aktien der-
zeit von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt sind und eine Rückgabe der Akti-
en an Z._____ mit Blick auf Art. 267 Abs. 5 ZPO an sich nicht erfolgen darf (vgl. 
Erwägung 4d). Vielmehr hat die Staatsanwaltschaft die strittigen Aktien einer Per-
son zuzusprechen (nicht jedoch herauszugeben) und den übrigen Ansprechern 
Frist zur Anhebung von Zivilklagen zu setzen. Sofern Z._____ tatsächlich weitere 
Aktien verkaufen wollte, könnte er zwar einen entsprechenden Kaufvertrag absch-
liessen, er wäre jedoch mangels Möglichkeit zur Besitzübertragung nicht in der 
Lage, Eigentum zu verschaffen bzw. der Käufer hätte zwar einen obligatorischen 
Anspruch auf Eigentumsverschaffung, erhielte aber durch den blossen Abschluss 
des Kaufvertrages (noch) kein Eigentum an den Aktien. Insofern besteht für den 
geltend gemachten Nachteil keine reelle Gefahr.

ee) Damit ergibt sich, dass der Berufungskläger nicht in der Lage ist, nicht leicht 
wiedergutzumachende Nachteile glaubhaft machen zu können, die ihm bei Nicht-
gewährung der von ihm beantragten vorsorglichen Massnahmen drohen würden. 
Der Vorderrichter hat das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Er-
gebnis somit zu Recht abgewiesen. Demzufolge ist auch die Berufung abzuwei-
sen.

6. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Berufungskläger kostenpflich-
tig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen für Beru-
fungsentscheide (Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfah-
ren [VGZ; BR 320.210]) erscheint eine Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 
6'000.00 angemessen. Diese wird mit dem vom Berufungskläger geleisteten Kos-
tenvorschuss in Höhe von Fr. 6'000.00 verrechnet.

b) Der Berufungskläger hat überdies die anwaltlich vertretenen Berufungsbe-
klagten ausseramtlich mit Fr. 3'000.00 (inkl. Spesen und MWSt.) zu entschädigen. 
Die Entschädigung des Rechtsbeistands der Berufungsbeklagten ist nach richterli-
chem Ermessen festzulegen, nachdem deren Rechtsvertreter keine Honorarnote 
eingereicht hat (vgl. Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.00 gehen zu Lasten von 
X._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 
6'000.00 verrechnet.

3. X._____ hat Z._____ und die Y._____ für das Berufungsverfahren ausser-
amtlich mit Fr. 3'000.00 (inkl. Spesen und MWSt.) zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens Fr. 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: