# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 326d65d8-931d-5aec-9e20-370c88014a60
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2010 D-7390/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7390-2010_2010-11-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7390/2010
law/rep/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

A.___________, geboren (...),
Iran,
vertreten durch Dr. iur. Nicolas Roulet, Advokat, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
13. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7390/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 14. August 2008 illegal in die Schweiz 
einreiste und am folgenden Tag um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 1. September 2008 im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ)  Basel  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob 
und ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Ver-
lassen seines Heimatlandes befragte,

dass ihn das BFM am 5. März 2009 einlässlich zu seinen Asylgründen 
anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend  machte,  sein 
Kampfsporttrainer B.__________ habe ihm am 4. April  2006 das An-
gebot unterbreitet, ihn in Teheran beim Training der Basij, einem Zweig 
der Revolutionsgardisten, zu unterstützen,

dass ihn  der  Kommandant  C.__________ nach etwa neun  Monaten 
aufgrund  seiner  Weigerung,  weiterhin  für  die  Basij  zu  arbeiten,  drei 
Tage lang in einen Keller habe einsperren lassen,  wo er täglich ver-
prügelt worden sei,

dass er schliesslich nach zwei weiteren Monaten Dienst für die Basij  
die  Situation  nicht  mehr  ausgehalten  und in  der  Folge Teheran und 
schliesslich im Juli 2007 seine Heimat verlassen habe,

dass  Angehörige  der  Basij  einige  Tage  nach  seinem  Verschwinden 
eine Durchsuchung in  seinem Elternhaus durchgeführt  und dabei  in 
seinem  Zimmer  kompromittierendes  Beweismaterial  (vier  Fotos  von 
Studentinnen,  die  von  Basij-Leuten  gefoltert  worden  seien),  das  er 
dem  Basij-Kommandanten  C.__________  entwendet  habe,  sicher-
gestellt hätten,

dass  sein  Name  nunmehr  auf  einer  Liste  von  Unruhestiftern  und 
Randalierern stehe und er von den Basij überall gesucht werde,

dass das BFM mit Verfügung vom 13. September 2010 – eröffnet am 
14. September  2010  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  dessen  Asylgesuch  ablehnte,  die  Weg-
weisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  ihn  –  unter  Androhung  von 

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Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz bis zum 
8. November 2010 zu verlassen,

dass  der  Beschwerdeführer  am  14. Oktober  2010  durch  seinen 
Rechtsvertreter  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  einreichen und beantragen liess, es sei der Ent-
scheid des BFM vom 13. September 2010 vollumfänglich aufzuheben; 
es sei  ihm in Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft  Asyl,  eventua-
liter die vorläufige Aufnahme zu gewähren; subeventualiter sei die An-
gelegenheit zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen,

dass er im Weiteren beantragen liess, es sei der Wegweisungsvollzug 
bis  auf  Weiteres  auszusetzen,  und  es  sei  ihm  die  unentgeltliche 
Prozessführung  und  Verbeiständung  durch  den  unterzeichnenden 
Rechtsvertreter zu gewähren,

dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seiner Rechtsmittel-
eingabe eine Mitgliedschaftsbestätigung der Demokratischen Vereini-
gung  für  Flüchtlinge  (DVF)  zugunsten  des  Beschwerdeführers  vom 
12. Oktober 2010 und mehrere – teils im Internet publizierte – Fotos 
beifügte,  auf  denen  der  Beschwerdeführer  vereinzelt  als  Teilnehmer 
von Demonstrationen in der Schweiz zu erkennen ist,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsge-
richts  am  20. Oktober  2010  den  Eingang  der  Beschwerde  vom 
14. Oktober 2010 bestätigte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
28. Oktober  2010  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021)  wegen  Aussichtslosigkeit  der  Beschwerdebegehren  abwies 
und den Beschwerdeführer  aufforderte,  bis  zum 12. November  2010 
einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu leisten, verbunden mit der An-
drohung,  auf  die  Beschwerde  werde  nicht  eingetreten,  wenn  der 
Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt werde,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Kostenvorschuss  am  6. November 
2010 einzahlte,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG)  des BFM 
entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  1  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer poli tischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG),

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 3 
AsylG),

dass das BFM die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Flucht-
gründe zufolge erheblicher Widersprüche zu Recht als unglaubhaft be-
urteilte,

dass der Beschwerdeführer beispielsweise anlässlich seiner Erstbefra-
gung im EVZ Basel geltend machte, er sei  erst nach neunmonatiger 
Anstellung als  Kampfsporttrainer  der  Basij  dazu angehalten worden, 
sich am Dienst der Basij an deren Checkpoints zu beteiligen, was er 
zwei Monate lang getan habe (vgl. act. A1/9 S. 5 Ziff. 15), wogegen er 
bei der Bundesanhörung aussagte, er habe sich bereits nach Ablauf 
seiner  dreimonatigen  Probezeit  am  Dienst  bei  den  Checkpoints  der 
Basij  zu  beteiligen  begonnen  (vgl.  act.  A12/16  S.  6  F26),  und  den 
Dienst dort nach seiner Freilassung aus dreitägiger Haft noch weitere 
zwei Monate versehen,

dass sich damit die Gesamtdauer der Dienstzeit  an Checkpoints ge-
mäss den Angaben des Beschwerdeführers bei der Erstbefragung auf 
zwei,  gemäss  denjenigen bei  der  Bundesanhörung  auf  acht  Monate 
belaufen hätte,

dass  in  Anbetracht  des  klaren  Wortlauts  des  Protokolls  der  Erstbe-
fragung der Erklärungsversuch in der Beschwerde, sowohl die Tätig-
keiten  des  Beschwerdeführers  als  Kampfsporttrainer  der  Basij  als 
auch  dessen  Dienst  bei  den  Checkpoints  hätten  zu  dessen  ange-
stammten Aufgaben gehört (vgl. Beschwerde S. 5), nicht zu überzeu-
gen vermag,

dass ferner bezüglich der Schilderung des Anlasses und des Ablaufs 
der dreitägigen Inhaftierung erhebliche Widersprüche bestehen,

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dass der Beschwerdeführer demzufolge nach seinen Angaben bei der 
Erstbefragung aufgrund seiner generellen Weigerung, Dienst bei den 
Checkpoints der Basij zu verrichten, drei Tage lang inhaftiert  worden 
ist (vgl. act. A1/9 S. 5 Ziff. 15), wogegen er bei der Bundesanhörung 
aussagte, er habe sich nach sechsmonatigem Dienst an den Check-
points aufgrund eines ihn persönlich aufwühlenden spezifischen Vor-
falls gegen eine weitere Beteiligung am Checkpointdienst entschieden, 
woraufhin er inhaftiert worden sei (vgl. act. A12/16 S. 4 F23 i.V.m. S. 7  
F33),

dass er überdies bei der Erstbefragung angab, sein Kommandant habe 
ihn  nach  der  zweifachen  Befehlsverweigerung  abführen  lassen  (vgl. 
act.  A1/9  S.  5  Ziff.  15),  wogegen  er  bei  der  Bundesanhörung  be-
hauptete,  er  habe  den  Kommandanten  im  Verlaufe  eines  Streitge-
sprächs massiv beschimpft und eine Scheibe zertrümmert, bevor er in-
haftiert worden sei (vgl. act. A12/16 S. 5 F23),

dass  zur  Vermeidung  weitergehenderer  Wiederholungen  bezüglich 
weiterer Widersprüche vollumfänglich auf die Erwägungen in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  nach  dem  Gesagten  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  ge-
machten Verfolgungsvorbringen im Zeitpunkt seiner Ausreise aus dem 
Iran nicht geglaubt werden können,

dass sich aufgrund des Gesagten der Vorwurf in der Beschwerde, die 
Vorinstanz habe durch ihre Unterlassung, die Asylvorbringen des Be-
schwerdeführers mittels einer Botschaftsabklärung zu verifizieren, den 
Untersuchungsgrundsatz verletzt (vgl. Beschwerde S. 6/7),  als unbe-
gründet erweist,

dass deshalb auch der Verfahrensantrag, es sei im Rahmen des vor-
liegenden  Beschwerdeverfahrens  eine  entsprechende  Botschaftsab-
klärung durchzuführen (vgl. Beschwerde S. 7 oben), abzuweisen ist,

dass  im  Weiteren  die  nicht  näher  präzisierte  Aussage  in  der  Be-
schwerde, der Beschwerdeführer habe sich seit seiner Anwesenheit in 
der Schweiz an mehreren, gegen das Regime gerichteten politischen 
Versammlungen in der Schweiz beteiligt (vgl. Beschwerde S. 10), nicht 
den Anschein vermittelt,  dieser habe sich exilpolitisch in  irgendeiner 
Weise exponiert,

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dass dieser  Eindruck durch die  auf  Beschwerdeebene eingereichten 
Fotos  bekräftigt  wird,  auf  denen  der  Beschwerdeführer  jeweils  als 
einer  unter  vielen  Teilnehmern  an  Kundgebungen  beziehungsweise 
Versammlungen zu erkennen ist,

dass  die  Teilnahme  an  massentypischen  und  niedrigprofilierten  Er-
scheinungsformen  exilpolitischer  Proteste  indessen  das  Augenmerk 
der iranischen Behörden nicht erweckt, weshalb derlei Aktivitäten ge-
messen an der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nicht geeignet 
sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen  (vgl.  Entscheide  des 
Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2009/28 E. 7.4.3 
S. 364 ff.),

dass  auch  die  im  Bestätigungsschreiben  der  DVF  vom 12. Oktober 
2010 enthaltene pauschale Aussage, dieser kämpfe mit der DFV aktiv 
gegen  das  Regime  der  islamischen  Republik  Iran,  nicht  auf  expo-
niertes  exilpolitisches  Agieren  des  Beschwerdeführers  schliessen 
lässt, 

dass  die  vom Beschwerdeführer  zur  Untermauerung  des  Bestehens 
subjektiver  Nachfluchtgründe  eingereichten  Unterlagen  und  Fotos 
überdies weitgehend aus den Jahren 2008 und 2009 stammen, wes-
halb es ihm ohne Weiteres möglich gewesen wäre,  diese bereits  im 
Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens einzureichen,

dass er ferner im Rahmen des hängigen Beschwerdeverfahrens grund-
sätzlich die  Möglichkeit  hatte,  seine exilpolitischen Aktivitäten darzu-
legen,

dass bei dieser Sachlage der Subeventualantrag in der Beschwerde, 
die Angelegenheit  im Falle  der Verneinung von Vorfluchtgründen zur 
neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  (vgl.  Be-
schwerde S. 2 i.V.m. S. 10 unten), abzuweisen ist,

dass  das BFM demnach das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu 
Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der 
Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 

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2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrecht lich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm im Iran droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-

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fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist darzutun, in -
wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder un-
angemessen ist  (Art. 106 AsylG),  weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG),

dass die Verfahrenskosten durch den am 6. November 2010 geleiste-
ten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- gedeckt und mit diesem zu 
verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Diese sind durch den am 6. November 2010 in selber Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und werden mit diesem verrech-
net.

3.
Dieses Urteil geht an:

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

Versand: 

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