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**Case Identifier:** 92e1ac4e-2bc0-5ac3-a2f5-c1234d954963
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.07.2009 UV 2008/131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-131_2009-07-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/131

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 15.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2009
Art. 6 UVG. Art. 6 ATSG. Art. 24 UVG: Prüfung der Einstellung von Leistungen 
bzw. der Festlegung der Arbeitsfähigkeit und der Integritätsentschädigung 
durch den Unfallversicherer (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2009, UV 2008/131).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 15. Juli 2009

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Branchen Versicherung, Irisstrasse 9, Postfach, 8032 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli, Stationsstrasse 66a, 

8907 Wettswil,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   K.___ war als Produktionsmitarbeiter bei der A.___ angestellt und bei den 

Metzger-Versicherungen (seit 1. Januar 2007: Branchen-Versicherung) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 6. September 2005 beim Fleischabfüllen 

die rechte Hand im Abfüllrohr einklemmte und dabei offene gelenknahe 

Endgliedfrakturen der Finger III und IV erlitt. Die Verletzung wurde am nachfolgenden 

Tag in der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; nachfolgend Klinik für Handchirurgie KSSG) operativ 

behandelt (act. MV 1, act. M2 und M3). Bei der klinisch-radiologischen 

Verlaufskontrolle vom 12. Oktober 2005 stellten die Ärzte der Klinik für Handchirurgie 

KSSG reizlose Pincracke-Stellen, reizlose Narbenverhältnisse, eine mässiggradige 

Schwellung des Handrückens sowie Schmerzen bei Bewegung im Grundgelenk und im 

proximalen Interphalangealgelenk (PIP) fest (act. M6). Die Branchen-Versicherung 

erbrachte für den Unfall vom 6. September 2005 die gesetzlichen Leistungen 

(Heilkosten- und Taggeldleistungen). Mit Verfügung vom 17. Juli 2006 gab sie dem 

Rechtsvertreter des Versicherten die Leistungseinstellung per 31. Mai 2006 mit Hinweis 

auf den fehlenden adäquaten Unfallkausalzusammenhang bekannt und sprach dem 

Versicherten eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 

5% zu (act. MV48). Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Branchen-

Versicherung mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2006 ab (act. MV62). Die 

gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 18. September 2007 teilweise gut und wies die 

Angelegenheit zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen im Sinn der 

Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück (UV 2007/34). 

Auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde der Branchen-Versicherung 

trat das Bundesgericht mit Urteil vom 3. Juli 2008 (8C_643/2007) nicht ein.

A.b   Gemäss Darlegungen des Versicherten gegenüber dem zuständigen 

Unfallversicherer (Suva) ereignete sich am 26. September 2006 ein weiterer Unfall 

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(Treppensturz). Sodann gab der Versicherte bekannt, dass er ab 1. Juni 2006 

Taggelder der Arbeitslosenversicherung erhalten habe (act. M64). Gestützt auf ein 

zuhanden der Invalidenversicherung erstelltes Gutachten der Ärztlichen 

Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), Basel, vom 29. April 2008 bestätigte die Branchen-

Versicherung mit Verfügung vom 1. September 2008 die Leistungseinstellung auf den 

31. Mai 2006 sowie die Integritätsentschädigung auf der Basis eines 

Integritätsschadens von 5% (act. MV95). Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache (act. MV99) wies die Branchen-Versicherung mit Einspracheentscheid vom 

13. Oktober 2008 (act. MV101) ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. 

iur. Werner Bodenmann, St. Gallen, Beschwerde erheben mit den Anträgen, der 

Entscheid sei insofern aufzuheben, als die Leistungen per 31. Mai 2006 eingestellt und 

eine Integritätsentschädigung von mehr als 5% abgewiesen worden sei. Ihm seien 

auch ab dem 1. Juni 2006 Leistungen (Taggelder, Ersatz Heilungskosten) zu erbringen. 

Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den Rentenanspruch zu prüfen. 

Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, eine weitere Begutachtung durch 

eine unabhängige Gutachterstelle in Auftrag zu geben. Zur Begründung führte der 

Rechtsvertreter unter anderem aus, das ABI-Gutachten erfülle die klaren Vorgaben 

hinsichtlich der noch abzuklärenden Fragen gemäss Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 18. September 2007 nicht und dürfe auch nicht als 

Grundlage für eine Einstellung des Beschwerdeführers in seiner Leistungsberechtigung 

herangezogen werden. Dem Beschwerdeführer sei nicht die Möglichkeit geboten 

worden, Zusatzfragen zu stellen bzw. sicherzustellen, dass die Fragen gemäss 

Entscheid des Versicherungsgerichts beantwortet würden. Damit sei das Gutachten 

ohne Wahrung der Parteirechte des Beschwerdeführers erstellt worden. Sodann räume 

die Beschwerdegegnerin selbst ein, dass die ABI-Gutachter nicht explizit zur Frage 

eines möglichen CRPS bzw. einer Tendovaginitis stenosans Stellung genommen 

hätten. Das psychiatrische Teilgutachten habe sich nicht weiter mit der Einschätzung 

der behandelnden Psychiaterin Dr. med. B.___, Fachärztin Psychiatrie und 

Psychotherapie, auseinandergesetzt. Es lägen offensichtlich zwei sich diametral 

gegenüberstehende Gutachten vor. Angesichts des Umstandes, dass Dr. B.___ den 

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Beschwerdeführer bereits seit Dezember 2007 betreue, könne ihre Einschätzung nicht 

ohne weiteres unbeachtet bleiben. Es dürfe und müsse erwartet werden, dass 

nachvollziehbar ausgeführt werde, weshalb auf das Gutachten des ABI abgestellt 

worden sei und nicht auf die Einschätzung von Dr. B.___. Indem sich die 

Beschwerdegegnerin nicht mit dem Gutachten von Dr. B.___ auseinandergesetzt und 

nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar begründet habe, weshalb ihrer Einschätzung 

nicht gefolgt werden könne, habe sie willkürlich gehandelt. Das ABI-Gutachten müsse 

auch deshalb als unvollständig bezeichnet werden, weil auf die gemäss Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 18. September 2007 zu beantwortende Frage, ob ein 

Morbus Sudeck bzw. ein CRPS vorliege, nicht näher und ausdrücklich eingegangen 

werde. Für die Beantwortung der Frage, ob ein Morbus Sudeck bzw. CRPS vorliege, 

wäre ein rheumatologisches Fachgutachten erforderlich gewesen. - Mit Eingabe vom 

19. November 2008 reichte der Rechtsvertreter einen weiteren ärztlichen Bericht vom 

30. Oktober 2008 ein (act. G 3).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 22. November 2008 beantragte Rechtsanwalt lic. 

iur. Adelrich Friedli, Wettswil, in Bestätigung des Einspracheentscheids vom 13. 

Oktober 2008 seien die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers abzuweisen. Der 

Beschwerdeführer sei zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin die ihm mit 

Zwischenentscheid vom 18. September 2007 zugesprochene Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- zurückzuerstatten. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter 

anderem dar, mit dem ABI-Gutachten seien die im Urteil vom 18. September 2007 

geäusserten Zweifel an der Schlüssigkeit der medizinischen Aktenlage ausgeräumt 

worden. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Verfahren der 

Invalidenversicherung seine Mitwirkungsrechte habe wahren können. Im 

Bestreitungsfall werde der Beizug der IV-Akten beantragt. Da der Beschwerdeführer 

ausser der abgegoltenen Integritätseinbusse keine weitere Gesundheitsstörung zu 

beklagen habe, erübrige sich die im Zwischenentscheid vom 18. September 2007 

angeordnete Abklärung der Unfallkausalität einer solchen. Folglich sei auch nicht 

ersichtlich, inwiefern dabei Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers hätten 

beschnitten werden können.

B.c   Mit Replik vom 15. Dezember 2008 und Duplik vom 15. Januar 2009 bestätigten 

die Parteien ihre Standpunkte.

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Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungen (Taggelder, 

Heilungskosten) auf Ende Mai 2006 zu Recht einstellte und ob der Integritätsschaden 

mit 5% richtig bemessen wurde. Die rechtlichen Grundlagen des natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhangs und der Ausrichtung von Taggeldern und 

Heilungskosten sowie die Voraussetzungen der Leistungseinstellung wurden in dem in 

Rechtskraft erwachsenen Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 

18. September 2007 (UV 2007/34, Erw. 1) dargelegt; hierauf ist zu verweisen.

1.2    Anlässlich der Nachkontrolle vom 18. Januar 2006 äusserten die Ärzte der Klinik 

für Handchirurgie KSSG den Verdacht auf einen beginnenden Morbus Sudeck der 

rechten Hand. Gleichzeitig bestätigten sie eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit als Maschinist, bei der der Versicherte ständig Gegenstände 

um 30 kg heben und verschieben müsse. Hingegen spreche nichts mehr gegen 

Arbeiten, bei denen die rechte Hand geschont werden könne (act. M12). Die 

Nachkontrolle vom 14. Februar 2006 ergab sodann reizlose, sehr schön abgeheilte 

Wundverhältnisse. Die aktive Flexion und Extension der Hand war hingegen deutlich 

reduziert. Der Verdacht auf einen Morbus Sudeck liess sich aber nicht erhärten. 

Vielmehr ging Dr. med. C.___ von einer Inaktivitätsatrophie aus und erachtete eine 

baldige Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess als am sinnvollsten (act. M13). Der 

am 13. Februar 2006 gestartete Arbeitsversuch im angestammten Beruf misslang 

infolge starker Schmerzen. Auch ein 25%iger Arbeitsversuch ab 4. April 2006 brach der 

Beschwerdeführer infolge zu starker Schmerzen ab. Per Ende Mai 2006 kündigte die 

Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis (act. M18). Am 5. Mai 2006 wurde der 

Beschwerdeführer durch Prof. Dr. med. D.___, Facharzt FMH Chirurgie, spez. 

Handchirurgie, Handchirurgie Zentrum Aarau, untersucht. Die klinische Untersuchung 

zeigte gemäss Gutachten vom 8. Mai 2006 einen Druckschmerz über dem A1-

Ringband an der Basis des 4. Fingers. Der Gutachter erhob daraus folgend den 

somatischen Nebenbefund von Zeichen einer Tendovaginitis stenosans, die er als 

"möglicherweise unfallunabhängig" beurteilte (act. M21).

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Prof. D.___, FMH Chirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, spez. 

Handchirurgie, äusserte sich in der Besprechung vom 23. Oktober 2006 im Sinn eines 

ungenügenden Nachweises einer Unfallkausalität. Die Ursache einer allfälligen 

Tendovaginitis stenosans könne dadurch erklärt werden, dass es durch die 

Endgliedfraktur des Ringfingers zu einer Einblutung gekommen sei und sich in der 

Folge eine Tendovaginitis entwickelt hätte. Dies sei jedoch lediglich eine mögliche 

Erklärung. Eine unfallbedingte Tendovaginitis stenosans komme in der vorliegenden 

Situation eher selten vor, weshalb ein Zusammenhang der gestellten 

Verdachtsdiagnose zum Unfallereignis vom 7. September 2005 (richtig: 6. September 

2005) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Seines Erachtens stehe 

der fragliche Gesundheitsschaden nur möglicherweise mit dem Unfallereignis bzw. den 

Unfallfolgen im Zusammenhang (act. M28). Dr. med. E.___, Interdisziplinäre 

medizinische Dienste, Palliativzentrum des KSSG, bestätigte im Bericht vom 

31. Oktober 2006 auf die Frage, ob eine Fehlverarbeitung vorliege, eine Chronifizierung 

der Schmerzen. Dadurch sei es zu einer Mitbeteiligung des Sympaticus gekommen, 

was zu Schwellungszuständen, vermehrtem Schwitzen sowie zu Schmerzen, dies im 

Sinn eines CRPS, und zu neuropathischen Schmerzen in den ulnaren drei Fingern 

führe. Somit sei aus seiner Sicht nicht von einer Fehlverarbeitung, sondern von einer 

Verselbständigung der Schmerzerkrankung zu sprechen. Die Kausalität sei für ihn klar 

gegeben. Die Schmerzen hätten mit dem Unfall begonnen. Zwar hätten die Finger 

gerettet werden können. Die Chronifizierung des Schmerzes habe damit jedoch nicht 

verhindert werden können. Dass die neuropathischen Schmerzen erst nach dem Unfall 

(mit Latenz) aufgetreten seien, sei geradezu charakteristisch für diese Art von 

Schmerzen und spreche keineswegs gegen die Kausalität. Die immer wieder 

zunehmenden Schmerzen im Bereich des gesamten Arms und der Schulter im Sinn 

eines Schulter-Arm-Syndroms seien durch die Immobilität der rechten Hand bedingt 

und stünden damit auch in Zusammenhang mit dem Unfall. An der Kausalität bestehe 

für ihn keinerlei Zweifel. Es würden Medikamente zur Behandlung des neuropathischen 

Schmerzes eingesetzt. Eine Physiotherapie wäre sinnvoll, damit sich der Schmerz nicht 

zu einem Schulter-Arm-Syndrom ausweite. Ebenso wäre es sinnvoll, wenn der 

Beschwerdeführer an einem Schmerzprogramm teilhaben könnte, bei welchem die 

Chronifizierung und das Verständnis für den Schmerz erklärt und ihm psychologische 

und physiotherapeutische Unterstützung gegeben werde (act. M30).

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1.3    Im Entscheid vom 18. September 2007 (UV 2007/34) hielt das 

Versicherungsgericht fest, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 

6. September 2005 nicht den Zeigefinger, sondern den 3. und 4. Finger verletzt und 

Prof. Dr. D.___ in Übereinstimmung damit von einer Tendovaginits stenosans des 4. 

Fingers gesprochen habe. Die Bejahung der Unfallkausalität durch die Ärzte der Klinik 

für Handchirurgie KSSG erscheine damit nicht ohne weiteres schlüssig. Es erscheine 

angezeigt, die Frage des Vorliegens einer Tendovaginitis stenosans und deren Ursache 

sowie die Notwendigkeit diesbezüglicher weiterer Heilbehandlungen nochmals 

umfassend medizinisch abzuklären (Entscheid, a.a.O., Erw. 3b). Unklar sei die 

Aktenlage ausserdem hinsichtlich des Vorliegens eines komplexen regionalen 

Schmerzsyndroms (CRPS). Synonym verwendete Bezeichnungen dieser 

Gesundheitsstörung seien insbesondere Morbus Sudeck, sympathische 

Reflexdystrophie sowie Algodystrophie. Das CRPS sei dadurch gekennzeichnet, dass 

es nach äusserer Einwirkung (z.B. Traumen, Operationen und Entzündungen) über 

längere Sicht zu einer Dystrophie und Atrophie von Gliedmassen komme. Als 

Symptome würden Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Schmerzen 

und schliesslich Funktionseinschränkungen auftreten (vgl. Wikipedia - Komplexes 

regionales Schmerzsyndrom; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl. Berlin 

2002, S. 1421; MSD-Manual, Urban & Fischer, 2000, S. 1664). Obwohl die Ärzte der 

Klinik für Handchirurgie KSSG im Bericht vom 14. Februar 2006 das Vorliegen eines 

Morbus Sudeck letztlich verneint hätten (act. M13), sei verbunden mit dem früheren 

Bericht vom 20. Januar 2006 (act. M12) doch zu vermerken, dass sie die Diagnose 

eines Morbus Sudeck zunächst in Erwägungen gezogen und immerhin das Bestehen 

einer

Atrophie - wenn auch verursacht durch eine Inaktivität und damit offensichtlich nicht 

durch den Unfall - bestätigt hätten. Zur Diskussion stehe sodann das Bestehen eines 

Morbus Sudeck bzw. eines CRPS eindeutig wieder mit dem Bericht von Dr. E.___ 

(Entscheid, a.a.O., Erw. 3c). Dr. E.___ spreche zwar in seinem Bericht von einer 

starken, offensichtlich unfallfremden psychosozialen Belastungssituation. Eine 

psychiatrische Abklärung sei jedoch bis heute nicht durchgeführt worden. Von Prof. Dr. 

D.___ werde ein Morbus Sudeck bzw. ein CRPS nicht mehr in Erwägung gezogen. 

Dennoch enthalte sein Gutachten ungereimte Aussagen mit Blick auf ein Vorliegen 

bzw. Nichtvorliegen eines Morbus Sudeck. So halte Prof. Dr. D.___ zum einen fest, es 

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liege eine erhebliche Tendenz zur Symptomausweitung vor, die vom Beschwerdeführer 

als invalidisierendes Schmerzsyndrom wahrgenommen werde, für welches aber 

klinisch kaum ein vernünftiges Korrelat zu finden sei. Diese Entwicklung sei voll im 

Gange. Insgesamt sei die Quetschverletzung der Fingerendglieder ordentlich verheilt. 

Die Ursache für die Schmerzen sei kaum objektivierbar (act. M21). Andererseits 

spreche er von einer glaubhaften Schmerzhaftigkeit, die den kraftvollen Einsatz der 

rechten Hand und den Einsatz der rechten Hand in Kälteexpositionen oder feuchtem 

Arbeitsmilieu noch nicht anraten lasse. Insofern sei die Arbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt noch um einen Drittel eingeschränkt (act M21). Dass Prof. 

D.___ den Gesundheitsschaden eines Morbus Sudeck bzw. eines CRPS in seiner 

Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 23. Oktober 2006 nicht thematisiert 

habe, vermöge nicht als Hinweis gegen ein CRPS zu gelten, scheine er sich doch 

einzig zu dem von Prof. Dr. D.___ diskutierten Gesundheitsschaden der Tendovaginitis 

stenosans zu äussern. Nachdem betreffend das Vorliegen eines CRPS bzw. Morbus 

Sudeck die Aktenlage unklar sei, erscheine es gerechtfertigt, auch diesbezüglich 

nochmals eine umfassende Beurteilung durchzuführen. Dies insbesondere auch mit 

Blick auf die Adäquanzbeurteilung allfälliger psychischer Unfallfolgen. Würden in Folge 

eines nachgewiesenen Morbus Sudeck bzw. eines CRPS sekundäre psychische 

Störungen hinzutreten, sei zu beachten, dass die Eignung, eine psychische 

Fehlentwicklung auszulösen, einem Morbus Sudeck grundsätzlich zugebilligt werden 

müsse (Entscheid, a.a.O, Erw. 3c). Im Anschluss an die Prüfung der kausalen 

Unfallrestfolgen werde die Beschwerdegegnerin auch deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und den Bedarf an weiteren zweckmässigen 

Heilbehandlungen bzw. den Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld zu prüfen 

haben. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse werde sich allenfalls auch eine neue 

Taxierung der Integritätsentschädigung aufdrängen (Entscheid, a.a.O, Erw. 4).

1.4    Eine Abklärung des ABI zuhanden der Invalidenversicherung ergab gemäss 

Gutachten vom 29. April 2008 die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eines 

Status nach Quetschverletzung der rechten Hand mit offener Eingliedfraktur des 

Mittelfingers sowie ein chronisches Schmerzsyndrom an der rechten Hand. Die 

Gutachter kamen zum Schluss, aus somatisch-neurologischer Sicht bestehe für 

Arbeiten, welche eine schwere Belastung der rechten Hand erfordern und Arbeiten, 

welche sehr hohe Anforderungen an die Feinmotorik der rechten Hand stellen würden, 

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keine zumutbare Arbeitsfähigkeit. Hingegen seien alle leichten bis kurzzeitig 

mittelschweren Belastungen ohne erwähnte Einschränkung voll zumutbar. Aus 

psychiatrischer Sicht könne für die geklagten Beschwerden kein organ-pathologisches 

Substrat gefunden werden. Bei der psychiatrischen Untersuchung fänden sich keine 

Anzeichen für eine krankheitswertige psychische Störung. Insgesamt seien dem 

Beschwerdeführer leichte bis intermittierend schwer belastende, adaptierte Tätigkeiten 

mit einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100% zumutbar. Die Arbeitsunfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit (als Hilfsmetzger) bestehe seit dem Unfall vom 7. 

September 2005 (richtig: 6. September 2005). Die Einschätzung der vollen 

Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten bestehe seit dem 10. April 2006. Berufliche 

Massnahmen seien aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung 

und der hohen Selbstlimitierung nicht zu empfehlen (act. M34 S. 13-16). Dr. B.___ 

stellte im Bericht vom 16. September 2008 die Diagnosen einer posttraumatischen 

Belastungsstörung nach Arbeitsunfall am 6. September 2005 sowie von andauernden 

Persönlichkeitsänderungen nach chronischem Schmerzsyndrom. Für die bisherige 

Tätigkeit sei der Beschwerdeführer vollumfänglich arbeitsunfähig. Für adaptierte, 

leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeiten sei er zu 50% 

arbeitsfähig (act. MV99 Beilage).  

2.        

2.1    Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es liegen sich widersprechende Einschätzungen vor. 

Während die behandelnde Psychiaterin Dr. B.___ von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 

ausging (act. MV99), bescheinigten die ABI-Gutachter für eine adaptierte Tätigkeit eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Daraus kann nicht ohne weiteres auf die 

Notwendigkeit weiterer Sachverhaltsabklärung geschlossen werden. Dies wäre nur 

dann der Fall, wenn keine der Schätzungen zu überzeugen vermöchte.

2.2    Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht, dass ihm von der 

Beschwerdegegnerin - entgegen der entsprechenden Anordnung im Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 18. September 2007 - nicht die Möglichkeit geboten 

worden sei, für die erneute Begutachtung Parteirechte wahrzunehmen. Hätte er davon 

Kenntnis gehabt, dass das ABI-Gutachten als alleinige Entscheidgrundlage beigezogen 

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würde, hätte er spezifische Zusatzfragen gestellt bzw. sichergestellt, dass die gemäss 

Entscheid des Versicherungsgerichts zu klärenden Fragen beantwortet würden (act. G 

1 S. 5). 

In diesem Zusammenhang ist vorweg festzuhalten, dass das Vorgehen der 

Beschwerdegegnerin, unter Nichtbeachtung der Anweisungen im Gerichtsentscheid 

vom 18. September 2007 auf ein von der IV in Auftrag gegebenes Gutachten 

abzustellen, in formeller Hinsicht zwar nicht unproblematisch erscheint. Hingegen muss 

das Abstellen auf ein Gutachten anderer Sozialversicherungsträger aus materieller 

Sicht dennoch zulässig sein, wenn sich aus dem Gutachten eine überzeugende 

Antwort auf die im Rückweisungsentscheid des Gerichts gestellten Fragen ableiten 

lässt. Andernfalls käme es zu Mehrfachbegutachtungen, deren Aufwand sich im 

Ergebnis nicht rechtfertigen liesse.

Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines 

unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei dessen Namen 

bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder 

Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Die vorgängige Bekanntgabe von Namen 

von Gutachtern stand vorliegend insofern nicht zur Diskussion, als die 

Beschwerdegegnerin - was vom Grundsatz her wie erwähnt nicht zu beanstanden ist - 

ein von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenes ABI-Gutachten zur 

Entscheidfindung beizog. Zudem sind auch im vorliegenden Verfahren keine triftigen 

Gründe für die Ablehnung der Gutachter vorgebracht worden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, Zürich 2003, Rz 11 zu Art. 44 ATSG). Der Vorwurf des Rechtsvertreters 

des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör verletzt, 

indem es ihm verwehrt geblieben sei, allfällige Zusatzfragen an die Gutachter zu 

stellen, trifft insofern nicht zu, als nicht ersichtlich ist, inwiefern weitere Fragen hätten 

beantwortet werden müssen, zumal das Versicherungsgericht im Entscheid vom 18. 

September 2007 sich zu den offenen Problemen umfassend geäussert hatte. Aus 

welchem Grund die Beantwortung der vom Versicherungsgericht gestellten Fragen 

noch durch Ergänzungsfragen sicherzustellen gewesen wäre, erscheint nicht ohne 

weiteres einleuchtend. Eine allfällige Gehörsverletzung wäre deshalb - soweit eine 

solche bejaht würde - als nicht besonders gravierend und mithin als heilbar zu 

bezeichnen. Da sich der Beschwerdeführer sowohl im Einsprache- als auch im 

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Beschwerdeverfahren zum Ergebnis der ABI-Begutachtung äussern konnte, wäre ein 

allfälliger Gehörsmangel vorliegend als geheilt zu betrachten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. Juli 2007 i/S [8C_240/2007], Erw. 3.3; BGE 132 V 390 Erw. 5.1 

mit Hinweis).

2.3    Der Beschwerdeführer lässt sodann in materieller Sicht einwenden, die ABI-

Gutachter hätten nicht explizit zu der vom Versicherungsgericht im Entscheid vom 

18. September 2007 aufgeworfenen Frage eines möglichen CRPS (Morbus Sudeck) 

sowie einer Tendovaginitis stenosans des 4. Fingers Stellung genommen. Aus diesem 

Grund dürfe das Gutachten des ABI nicht als Grundlage für den Entscheid 

herangezogen werden (act. G 1 S. 5f). Dazu ist festzuhalten, dass den ABI-Gutachtern 

unbestrittenermassen sämtliche ärztliche Berichte - insbesondere auch das Gutachten 

von Prof. D.___ vom 8. Mai 2006 mit dem somatischen Nebenbefund von 

"möglicherweise unfallunabhängigen" Zeichen einer Tendovaginitis stenosans (act. 

M21) - vorlagen. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass sich der 

vorerwähnte Befund gemäss Gutachten vom 8. Mai 2006 nicht verifizieren liess, 

weshalb Prof. D.___ als weitere Therapiemassnahme die Klärung des Vorliegens einer 

Tendovaginitis per Ultraschall und gegebenenfalls eine Ringbandspaltung vorschlug 

(act. M21 S. 4). Der Arzt hielt sodann fest, es liege eine erhebliche Tendenz zur 

Symptomausweitung vor, die vom Patienten als invalidisierendes Schmerzsyndrom 

wahrgenommen werde, für welches aber klinisch kaum ein vernünftiges Korrelat zu 

finden sei. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass hier eine erhebliche Fehlentwicklung 

drohe (act. M21). Die behandelnden Ärzte der Klinik für Handchirurgie KSSG führten 

daraufhin im Bericht vom 16. August 2006 aus, der schnellende Finger (Tendovaginitis 

stenosans am rechten Zeigefinger) habe sich im Verlauf entwickelt. Vor dem Unfall 

habe dieser nicht bestanden. Es handle sich daher mit grösster Wahrscheinlichkeit um 

eine Folge des Unfalls bzw. des Quetschtraumas. Wegen des schnellenden Fingers sei 

vorerst eine Infiltration durchgeführt worden. Sollte diese nicht zu einer 

Beschwerdelinderung führen, wäre eine operative Revision mit Ringbandspaltung 

angezeigt (act. MV45). In der Folge hielten die Ärzte der Klinik für Handchirurgie am 26. 

Oktober 2006 fest, die zwischenzeitlich durchgeführte Infiltration über dem A1-

Ringband am Ringfinger habe nichts gebracht. Der vermutete Infekt am DIP-Gelenk 

habe sich nicht bestätigt. Aus handchirurgischer Sicht könnten keine weiteren 

Therapien geboten werden (act. M29). Hinsichtlich Morbus Sudeck bzw. CRPS 

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bestätigte Dr. E.___ in der Folge am 31. Oktober 2006 Schwellungszustände, 

vermehrtes Schwitzen, Schmerzen im Sinn eines CRPS sowie neuropathische 

Schmerzen in den ulnaren drei Fingern. Letztere führte er ursächlich auf den streitigen 

Unfall zurück (act. M30). Am 19. Dezember 2006 berichtete Dr. E.___ unter anderem, 

der Beschwerdeführer sei für ihn sehr schwer fassbar und die Untersuchungsresultate 

schwierig interpretierbar. Die Prüfung der Sensibilität sei für ihn nicht sicher konklusiv. 

Die Kooperation bei Extension bzw. Flexion der Zehen sei für ihn fraglich. Dass die 

Symptomatik in der Hand nicht mehr wesentlich verbessert werden könne, habe er 

dem Beschwerdeführer bereits früher mitgeteilt (act. M31). Dr. E.___ legte sodann am 

21. Mai 2007 unter anderem dar, der körperliche Schmerz des Beschwerdeführers 

scheine aktuell recht gut im Griff zu sein. Der Gesundheitszustand sei vielmehr durch 

die stark angespannte finanzielle und versicherungsrechtliche Situation angespannt. 

Der Patient fühle sich überall "fallen gelassen" und nirgends unterstützt (act. M32). Im 

Bericht vom 2. November 2007 bestätigte Dr. E.___ eine unveränderte 

Schmerzsituation der rechten Hand (act. M33).

Von dieser medizinischen Ausgangslage gingen unbestrittenermassen auch die 

Gutachter des ABI aus. Sie kamen unter anderem zum Schluss, aus somatisch-

neurologischer Sicht hätten sich bei der Untersuchung keine Anhaltspunkte für ein 

neuropathisches Schmerzsyndrom gefunden. Die vom Exploranden beklagte 

Sensibilitätsstörung an der rechten Hand könne aus neurologischer Sicht nicht 

nachvollzogen werden. Die neurophysiologische Untersuchung sei unauffällig. Auch die 

vom Exploranden angegebene hochgradige Einschränkung der Motorik an der rechten 

Hand könne bei unauffälliger Klinik nicht nachvollzogen werden, und es fänden sich bei 

der Untersuchung diskrepante Beobachtungen. Die Angabe, dass der Explorand die 

rechte Hand nur noch als Hilfshand einsetzen könne, decke sich nicht mit der 

Tatsache, dass keine muskuläre Hypotrophie vorliege. Die angegebenen 

Einschränkungen und Schmerzen der rechten Hand könnten somit aus somatisch-

neurologischer Sicht nicht genügend erklärt werden. Es sei jedoch nicht 

ausgeschlossen, dass gewisse Restbeschwerden tatsächlich vorhanden seien. Eine 

psychiatrische Morbidität als Grundlage für das geklagte, ausgeweitete 

Schmerzsyndrom könne ausgeschlossen werden. Es entstehe bei der Untersuchung 

vielmehr der Eindruck einer bewussten Schmerzausweitung. Auch die durchgeführten 

Medikamentenspiegel im Blutserum würden zeigen, dass die angegebene Medikation 

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vom Beschwerdeführer offenbar nicht eingenommen werde, obwohl er angebe, die 

Medikamente regelmässig einzunehmen. Diese Beobachtung stütze die Annahme einer 

bewusstseinsnahen Beschwerdeaggravation. Aus psychiatrischer Sicht bestehe wegen 

fehlenden psychopathologischen Funktionseinschränkungen keine Einschränkung der 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus internistischer Sicht bestünden keine Diagnosen 

mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. M34 S. 13-16).

2.4    Nachdem Dr. E.___ vorerst wie erwähnt eine Unfallkausalität von Schmerzen im 

Sinn eines CRPS sowie von neuropathischen Schmerzen in den ulnaren drei Fingern 

klar bestätigt hatte (act. M30), stellte er dies nachträglich im Ergebnis wieder zur 

Diskussion, indem er die Interpretierbarkeit der Untersuchungsresultate und die 

Kooperation des Beschwerdeführers in Frage stellte (act. M31) und den 

Gesundheitszustand auch durch die angespannte finanzielle und 

versicherungsmässige Situation beeinträchtigt sah (act. M32). Die von ihm 

vorgeschlagene psychiatrische Abklärung erfolgte im Rahmen der ABI-Begutachtung 

und ergab wie dargelegt ebenfalls Diskrepanzen zwischen den Angaben sowie dem 

Verhalten des Beschwerdeführers und den Untersuchungsbefunden. Klinische 

Symptome eines CRPS bzw. Sudecks (vgl. dazu debrunner, a.a.O., S. 695) wurden 

anlässlich der ABI-Begutachtung, abgesehen von der Angabe eines Dauerschmerzes 

durch den Beschwerdeführer, nicht vermerkt und psychische Störungen mit 

Krankheitswert ausdrücklich verneint (vgl. act. M34 S. 7ff). Das ABI-Gutachten setzt 

sich aus einem internistischen/allgemeinmedizinischen, einem neurologischen und 

einem psychiatrischen Teil zusammen. Wenn der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers festhält, für die Beantwortung der Frage des Vorliegens eines 

Morbus Sudeck bzw. eines CRPS wäre ein rheumatologisches Gutachten erforderlich 

gewesen (act. G 1 S. 9), so ist festzuhalten, dass die Ätiologie und die Mechanismen 

des CRPS im Einzelnen nicht bekannt sind. Neurogene, vegetative, vaskuläre, 

humorale und auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. Es handelt sich somit um 

ein multifaktorielles Geschehen (vgl. dazu Alfed m. debrunner, Orthopädische 

Chirurgie, 4. A., S. 696f), welchem eine rein rheumatologische Abklärung nicht 

Rechnung tragen würde.

Sodann finden sich die klinischen Symptome einer Tendovaginitis stenosans (vgl. dazu 

debrunner, a.a.O., S. 768f) im ABI-Gutachten weder aufgrund der Angaben des 

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Beschwerdeführers noch aufgrund des Befundes bestätigt (vgl. act. M34 S. 6, 8 und

10-12). Die Verständigung auf Deutsch war uneingeschränkt möglich, und der 

Beschwerdeführer räumte ein, dass seine Beschwerden vollständig erfasst seien (act. 

M34 S. 9 Ziffer 4.1.2). Im Bericht vom 30. Oktober 2008 hielt im Übrigen auch Dr. E.___ 

ausdrücklich fest, dass er eine Problematik im Bereich der Sehnenscheide bzw. ein 

Sehnenscheidenreiben (als Merkmal der Tendovaginitis stenosans; debrunner, a.a.O., 

S. 768 unten) nicht habe feststellen können. Dennoch erachtete er eine erneute 

Vorstellung beim Handchirurgen als gerechtfertigt. Jedoch legte er in demselben 

Bericht dar, dass er von weiteren operativen Massnahmen wenig halte und deshalb 

auch keine weiteren Abklärungen durchgeführt werden müssten. Trotzdem wünsche 

der Patient eine nochmalige Vorstellung beim Handchirurgen (act. G 3.1). Wenn somit 

die Begründung von weiteren Abklärungen lediglich im diesbezüglichen Wunsch des 

Beschwerdeführers liegt, so erscheint es gerechtfertigt, auf diese Abklärung zu 

verzichten, zumal der erwähnte Bericht von Dr. E.___ inhaltlich keine vom ABI-

Gutachten abweichende Feststellungen enthält. Im Übrigen stellten auch die ABI-

Gutachter die Schmerzsituation mit der Unmöglichkeit der Ausübung von Tätigkeiten 

mit schwerer Belastung der rechten Hand nicht in Abrede. Trotz dieser 

Einschränkungen erachteten sie jedoch die Ausübung einer adaptierten Tätigkeit in 

vollem Umfang als zumutbar. Bei dieser Aktenlage brachte das ABI-Gutachten im 

Ergebnis eine Klärung der vom Versicherungsgericht im Entscheid vom 18. September 

2007 angeführten klärungsbedürftigen Punkte, auch wenn die dort aufgeworfenen 

Kausalitätsfragen den ABI-Gutachtern nicht bekannt waren und Fragen zur 

Unfallkausalität den Gutachtern auch von Seiten der Beschwerdegegnerin nicht 

vorgelegt wurden (vgl. dazu act. MV80, MV81).

2.5    Im Weiteren ist festzuhalten, dass die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 Erw. 

4; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] I 783/05 vom 18. April 2006 und I 

506/00 vom 13. Juni 2001) es nicht zulässt, ein medizinisches Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 

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die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Urteile des EVG vom 27. November 2006 [I 663/05], Erw. 

2.2.2, vom 2. August 2006 [U 58/06], Erw. 2.2 in fine, und vom 13. März 2006 [I 

676/05], Erw. 2.4). Aus dem im Nachgang zum ABI-Gutachten erstellten Bericht von Dr. 

B.___ vom 16. September 2008 ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass die 

Sachverständigen des ABI einen bestimmten Aspekt des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers allenfalls nicht oder nicht ausreichend gewürdigt haben könnten. 

Die Gutachter verfügten über eine umfassendere Beurteilungsgrundlage (Akten, 

interdisziplinäre Abklärung) als die behandelnde Ärztin. Der behandelnde Arzt, der 

seinen Patienten vor allem dann sieht, wenn das Leiden gerade in einer akuten Phase 

steht, gewinnt leicht einen anderen Eindruck vom Schweregrad des 

Gesundheitsschadens als der nicht auf die momentane Behandlungsbedürftigkeit 

fokussierte Gutachter. Was die von Dr. B.___ gestellte Diagnose einer 

posttraumatischen Belastungsstörung betrifft, so setzt diese eine Konfrontation mit 

einem extremen traumatischen Ereignis voraus. Dieses beinhaltet das direkte Erleben 

einer Situation, die mit dem Tod, seiner Androhung, einer schweren Verletzung oder 

deren Androhung zu tun hat. Das Ereignis löst intensive Angst, Hilflosigkeit oder 

Entsetzen aus. Charakteristische Symptome sind unter anderem das anhaltende 

Wiedererleben des traumatischen Ereignisses und die andauernde Vermeidung von 

Situationen, die mit dem Trauma assoziiert sind (Dorsch, Psychologisches Wörterbuch, 

14. A., S. 722). Solche Symptome werden weder von Dr. B.___ beschrieben noch sind 

sie aus den Akten ersichtlich. Aus den dargelegten Gründen vermag die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI mehr zu überzeugen als diejenige der 

behandelnden Ärztin. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht von einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% für eine adaptierte Tätigkeit ausgegangen.

3.        

Selbst wenn beim Beschwerdeführer von einem invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden auszugehen wäre, müsste - wie nachstehend zu zeigen sein wird 

- verneint werden, dass dieser in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 

Unfall vom 6. September 2005 steht. Die Rechtsprechung verlangt für eine Bejahung 

der Adäquanz im Einzelfall, dass der Unfall objektiv eine gewisse Schwere aufweist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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bzw. ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei banalen Unfällen, z.B. bei einem gewöhnlichen 

Sturz oder geringfügigem Anschlagen des Kopfes, kann der adäquate 

Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden. Ein leichter Unfall 

kann nur dann adäquate Ursache einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit sein, 

wenn die unmittelbaren Unfallfolgen geeignet waren, psychische Störungen 

hervorzurufen, und wenn die bei Unfällen mittleren Grades herangezogenen Kriterien 

kumuliert oder in besonderer Schwere auftreten (RKUV 1992, 249). Handelt es sich um 

einen Unfall im mittleren Bereich, der dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

zuzuordnen ist, müssen die Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, 

damit die Adäquanz bejaht werden kann (BGE 115 V 133 Erw. 6c bb). Der konkret in 

Frage stehende Unfall vom 6. September 2005 - Einklemmen der Finger III und IV der 

rechten Hand im Abfüllrohr einer Metzgereimaschine, welche zuerst als 

Fleischschneidemaschine deklariert und später vom Beschwerdeführer als 

Metalldetektor [dient der Aussonderung von Fremdkörpern] bezeichnet wurde (act. 

MV1, M5, M21 S. 2 unten) - lässt sich auch mit Blick auf die unmittelbaren somatischen 

Unfallfolgen den mittelschweren Ereignissen zuordnen. Damit müssen für die 

Adäquanzprüfung weitere objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 

Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung miteinbezogen werden. Dabei sind von 

Bedeutung das Vorliegen von besonders dramatischen Begleitumständen oder die 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche 

Dauerschmerzen, eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie 

der Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 

Erw. 6c aa). Beim streitigen Unfall handelte es sich soweit ersichtlich um kein 

besonders eindrückliches Ereignis; auch von dramatischen Begleitumständen kann 

nicht gesprochen werden. Die erlittenen Verletzungen waren nicht von besonderer 

Schwere oder von der Art, die erfahrungsgemäss geeignet ist, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen. Die Unfallfolgen an der rechten Hand waren gemäss 

Gutachten von Prof. D.___ vom 8. Mai 2006 relativ schön abgeheilt. Der Arzt wies auf 

die erhebliche Tendenz zur Symptomausweitung hin und schlug weitere Abklärungen, 

jedoch keine somatischen Behandlungsmassnahmen vor (act. M21 S. 4). Die ABI-

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Gutachter gingen wie erwähnt von einer bewusstseinsnahen Beschwerdeaggravation 

aus und empfahlen keine medizinischen Massnahmen (act. M34 S. 10 und 15). Eine 

langdauernde Behandlung lässt sich vor diesem Hintergrund nicht bejahen. Auch das 

Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit kann nicht als 

gegeben erachtet werden, indem die ABI-Gutachter wie erwähnt bereits ab 10. April 

2006 eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit als zumutbar erachteten. 

Auch wenn im Weiteren das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen als gegeben 

zu erachten wäre, so würde dies allein für die Bejahung des Kausalzusammenhangs 

nicht genügen (vgl. BGE 115 V 133 Erw. 6c bb und Urteil des Bundesgerichts vom 

4. April 2007 i/S S. [U 92/06], Erw. 4.5 am Schluss). Nach dem Gesagten ist davon 

auszugehen, dass der in Frage stehende Unfall nicht geeignet war, eine psychische 

Fehlreaktion adäquat kausal zu bewirken. Damit besteht für den Beschwerdeführer kein 

Anspruch, von der Beschwerdegegnerin Leistungen (Heilbehandlungen, Taggelder, 

Rente) über die verfügte Leistungseinstellung (31. Mai 2006) hinaus zu erhalten.

4.        

4.1    Erleidet eine versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie gemäss Art. 24 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung. Deren Bemessung richtet sich laut Art. 25 

Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Bei gleichem medizinischem 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und 

egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 Erw. 3c, 113 V 221 Erw. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 Erw. 1). Die Integritätsentschädigung setzt einen 

dauernden - voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 

Umfang bestehenden - Integritätsschaden voraus (vgl. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung 

zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202], BGE 124 V 36 ff. 

Erw. 4). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Die Medizinische Abteilung der SUVA 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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hat in Weiterentwicklung der dort enthaltenen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

Erw. 1c mit Hinweis). Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und kombinierten 

Fällen eröffnet dem Arzt oder der Ärztin einen grossen Ermessenspielraum, in welchen 

die Verwaltung bzw. das Gericht nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, wenn die 

unfallmedizinische Beurteilung im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 sachlich nicht 

gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde.

4.2    Prof. D.___ schätzte den unfallbedingten Integritätsschaden mit Beurteilung der 

objektivierbaren Unfallfolgezustände an den Endgliedern der Finger III und IV rechts auf 

höchstens 5% (act. M21 S. 5). Mit Blick auf die Tatsache, dass gemäss Anhang 3 zur 

UVV der - hier nicht gegebene - Verlust von mindestens zwei Gliedern eines 

Langfingers oder eines Gliedes des Daumens mit 5% Integritätsschaden taxiert wird 

(vgl. dazu auch Suva-Tabelle 3), lässt sich die Integritätsschadenschätzung von Prof. 

D.___ und die gestützt darauf von der Beschwerdegegnerin zugesprochene 

Integritätsentschädigung nicht beanstanden.

5.        

5.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.2    Die Beschwerdegegnerin lässt beantragen, der Beschwerdeführer sei zu 

verpflichten, ihr die ihm mit Zwischenentscheid vom 18. September 2007 

zugesprochene Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zurückzuerstatten (act. G 5). Dazu 

ist festzuhalten, dass es sich beim Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts 

vom 18. September 2007 nach kantonalem Verfahrensrecht um einen 

instanzabschliessenden Entscheid handelt, welcher Anspruch auf Parteientschädigung 

zu begründen vermag. Vorliegend ergab sich dieser, weil die Rückweisung zu weiterer 

Abklärung und Neuverfügung praxisgemäss (BGE 132 V 215) als Obsiegen betrachtet 

wird. Daran ändert nichts, dass solche Rückweisungsentscheide in der Terminologie 

des Bundesgerichts als Zwischenentscheide im Sinn von Art. 93 Abs. 1 BGG 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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bezeichnet werden, denn das Bundesgerichtsgesetz ist für die kantonale 

Verwaltungsrechtspflege nicht massgeblich. Eine Rückerstattung der 

Parteientschädigung kommt damit nicht in Betracht. Soweit der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin festhält, der Beschwerdeführer habe den Entscheid vom 18. 

September 2007 und damit die dort zugesprochene Parteientschädigung durch 

bewusste Aggravation bewirkt (act. G 5 S. 3), ist anzumerken, dass die ABI-Gutachter 

lediglich von einer bewusstseinsnahen Beschwerdeaggravation sprachen (vgl. act. M34 

S. 14). Ein bewusstes Handeln (wider besseres Wissen), welches die Frage der 

mutwilligen Prozessführung aufwerfen würde, kann damit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als belegt gelten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Der Rückerstattungsanspruch der Beschwerdegegnerin wird abgewiesen.

3.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2009
	Art. 6 UVG. Art. 6 ATSG. Art. 24 UVG: Prüfung der Einstellung von Leistungen bzw. der Festlegung der Arbeitsfähigkeit und der Integritätsentschädigung durch den Unfallversicherer (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2009, UV 2008/131).

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