# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c7daeaf-b254-5e38-aadd-70c495af2aec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2019 BVGE 2019 VI/4
**Docket/Reference:** BVGE-2019-VI-4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2019-VI-4_2019-08-28

## Full Text

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch (Dublin-Verfahren). Fristen
im Dublin-Verfahren. Remonstrationsverfahren. Verspätete Zuständigkeitserklärung.
Praxisänderung. Grundsatzurteil.
			

			

				Art. 5 Abs. 2 Verordnung (EG) Nr. 1560/2003.
			

			

				1.      Darstellung der
Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) zur zweiwöchigen Antwortfrist
im Remonstrationsverfahren gemäss Art. 5 Abs. 2 Verordnung Nr. 1560/2003 (E. 8.3.1â¿¿8.3.2).
			

			

				2.     Weil keine triftigen Gründe
gegen die Übernahme der Rechtsprechung des EuGH sprechen, ist die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts
dahingehend anzupassen, dass der im Remonstrationsverfahren ersuchte Mitgliedstaat seine Zustimmung
rechtswirksam nur innerhalb der zweiwöchigen Antwortfrist des Art. 5 Abs. 2 Verordnung
(EG) Nr. 1560/2003 erteilen kann. Lehnt der ersuchte Mitgliedstaat seine Zuständigkeit ab oder
antwortet er nicht innert dieser Frist, wird der ersuchende Mitgliedstaat zum zuständigen Mitgliedstaat,
es sei denn, die zwingenden Fristen der Art. 21 Abs. 1 Dublin-III-VO beziehungsweise Art. 23
Abs. 2 Dublin-III-VO für die Stellung eines erneuten Gesuchs um Aufnahme und Wiederaufnahme
sind noch nicht abgelaufen. In diesem Fall kann der ersuchende Mitgliedstaat ein neues Aufnahme-
oder Wiederaufnahmegesuch an einen anderen Mitgliedstaat richten (E. 8.4).
			

			

2020-05-28T07:03:26Z