# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d579d4e8-2bb6-54b6-a178-1143e5923c01
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.10.2018 I 2018 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-69_2018-10-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 69

Entscheid vom 12. Oktober 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Gion Tomaschett, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

gegen

C.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Zeckenstich)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jahrgang 1960) arbeitete seit 1. September 2012 als kauf-
männische Angestellte im 90%-Pensum beim D.________ und war über ihren 
Arbeitgeber bei der C.________ AG (nachfolgend: C.________) gegen die Fol-
gen von Unfällen versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 8. April 2016 
meldete der Arbeitgeber der C.________, dass A.________ am Sonntag, 3. April 
2016 beim Wandern in P.________ mehrere Zeckenstiche erlitten habe. Stiche 
habe sie hinter dem rechten Ohr, an der linken Schulter und an der linken Knie-
kehle (Vi-act. 1). Am 4. Juli 2016 reichte der Arbeitgeber der C.________ für das 
Unfallereignis vom 3. April 2016 eine Schadenmeldung UVG ein (Vi-act. 2). Der 
Hausarzt attestierte A.________ vom 25. Juni 2016 bis 10. Juli 2016 eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100% (medizinische Akten Vorinstanz [Vi-act. ZM] 3). Die 
C.________ kam bis Dezember 2016 für Heilungskosten von Fr. 2'517.-- auf und 
erbrachte Taggeldleistungen von   Fr. 3'161.--.

B. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2016 zeigte die C.________ A.________ 
den Fallabschluss an (Vi-act. 18). Am 14. Dezember 2016 meldete A.________ 
telefonisch, dass der Fall für sie noch nicht abgeschlossen sei, sie habe immer 
noch massive Beschwerden wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und schub-
weise Schweissausbrüche (Vi-act. 19). 

C. Nach weiteren Abklärungen informierte die C.________ A.________ mit 
Schreiben vom 1. Juni 2017, dass gemäss der zweiten hausärztlichen Abklärung 
vom 18. Januar 2017 die Blutserologie negativ gewesen sei. Deshalb stünden 
die Befunde und Beschwerden nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in natürlichem Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 3. April 2016, die Versi-
cherungsleistungen würden per 18. Januar 2017 eingestellt (Vi-act. 33). Mit 
Schreiben vom 28. Juni 2017 zeigte sich A.________ damit nicht einverstanden 
(Vi-act. 38). In der Folge liess A.________ in Deutschland einen Lymphozyten-
transformationstest (LTT) machen und die Ergebnisse der C.________ zukom-
men (Vi-act. 40).

D. Am 25. Oktober 2017 verfügte die C.________ gegenüber A.________ im 
Zusammenhang mit den Zeckenstichen vom 3. April 2016 die Einstellung der 
UVG-Versicherungsleistungen per 18. Januar 2017 (Vi-act. 43). Dagegen erhob 
A.________ am 22. November 2017 Einsprache (Vi-act. 45). 

E. Nach weiteren Schriftenwechseln zwischen A.________ und der 
C.________ beauftragte letztere am 7. Februar 2018 Prof. Dr.med. E.________ 
Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene im ________ (Spital) mit der 

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Erstellung eines Aktengutachtens zur Frage, ob die von der Versicherten geltend 
gemachten Beschwerden ab 19. Januar 2017 im Zusammenhang zu den Ze-
ckenstichen vom 3. April 2016 stehen (Vi-act. 59). In dem am 13. Mai 2018 er-
statteten Aktengutachten gelangte Prof. Dr.med. E.________ zum Ergebnis, 
dass die aktuell geklagten Beschwerden der Versicherten mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht auf eine Lyme-Erkrankung zurückzuführen seien (Vi-act. 
ZM 24, Gutachten vom 13.5.2018 S. 5). 

F. Am 13. Juli 2018 wies die C.________ die Einsprache vom 22. November 
2017 ab (Einspracheentscheid 272/16-136'595).

G. Mit Eingabe vom 24. August 2018 lässt A.________ (unter Berücksichti-
gung des Fristenstillstands über die Sommerferien, Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) 
rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen 
mit den folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 sei aufzuheben, und es sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen (insbe-
sondere Heilbehandlung und Taggelder) über den 18. Januar 2017 hinaus 
weiterhin auszurichten. 

2. Unter Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin. 

H. Mit Vernehmlassung vom 7. September 2018 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

Mit Stellungnahme vom 14. September 2018 hält die Beschwerdeführerin an den 
Beschwerdeanträgen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 ist ein Unfall die plötz-
liche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusse-
ren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach 
ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung erfüllt der Zeckenstich sämtliche 
Merkmale des Unfallbegriffs (BGE 122 V 230 [= Pra 86 [1997] Nr. 82 S. 414ff.]; 
SVR 2008 UV Nr. 3 S. 11 Erw. 3 [U 155/06]; vgl. auch Bundesgerichtsurteil 
8C_777/2015 vom 22.3.2016 Erw. 2.1).

1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden, soweit das Gesetz nichts anderes 

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bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte 
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte 
infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein 
Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Der Anspruch auf Taggeld erlischt mit der 
Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder 
mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 UVG). 

Wird der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid, so hat er 
Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Zur Bestimmung des 
Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durch-
führung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).

1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin-
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor-
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal-
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Er-
eignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Inte-
grität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 
nicht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).

1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

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Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er-
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a). Im Sozialversicherungsrecht spielt die 
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch 
objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich 
bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Be-
schwerden. Hier bedarf es einer besonderen Adäquanzbeurteilung. Dabei ist 
vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem wei-
tere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (zum Ganzen: BGE 134 V 109 Erw. 
2.1).

1.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche (und 
insb. zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin) bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen. Wie die einzel-
nen Beweismittel zu würdigen sind, ist in BGE 125 V 351 Erw. 3 S. 352 ff. festge-
legt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 
V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 Erw. 3a mit Hinweis).

2. Die Vorinstanz stützt sich bei der Leistungsablehnung für die Zeit ab 
18. Januar 2017 zur Hauptsache auf das von ihr in Auftrag gegebene Aktengut-
achten von Prof. Dr.med. E.________ vom 13. Mai 2018. In der Beschwerde wird 
geltend gemacht, dass dieses Gutachten nicht verwertbar sei, da es an mehreren 
Mängeln leide. Der Gutachter beschränke sich auf die Bewertung der 
(Labor-)Testergebnisse. Diese Ergebnisse seien schon vor dem Gutachten be-
kannt gewesen. Zudem handle es sich um ein Aktengutachten. Das klinische Bild 
der Beschwerdeführerin sei aber ein wesentlicher Faktor bei der Beurteilung, ob 
eine Borrelieninfektion vorliege oder nicht (Beschwerde S. 4). Die Behauptung 
des Gutachters, die medizinischen Unterlagen würden keine Beschwerden be-
schreiben welche für die Lyme-Borreliose typisch seien, sei nicht nachvollzieh-
bar. Er führe nicht aus, welche typischen Beschwerden vorliegend fehlen wür-

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den. Es sei aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin an den für eine Lyme-
Borreliose typischen Beschwerden leide. Auch irre der Gutachter, wenn er 
schreibe, dass kein Befund vorliege, der ein Erythema migrans beschreibe. Auf 
den mit der Beschwerde eingereichten Bildern sei das Erythema migrans eindeu-
tig sichtbar. Auch habe die Beschwerdeführerin bisher eine Antibiotikatherapie 
sowie zwei IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) erhalten. Alle drei The-
rapien hätten zu einer Verbesserung des Zustandes geführt. Die Therapien seien 
alle gegen eine Infektion durch Borrelien gerichtet und seien teilweise erfolgreich 
gewesen, was ein weiteres Indiz dafür sei, dass die Beschwerdeführerin an einer 
Borrelieninfektion erkrankt sei. Schliesslich wird dem Gutachter vorgeworfen, den 
klinischen Verlauf nicht in seine Überlegungen einbezogen zu haben (Beschwer-
de S. 5). In der Vernehmlassung wird hierzu ausgeführt, dass Prof. Dr.med. 
E.________ die vor Gericht eingereichten Bilder ebenfalls zur Verfügung gestan-
den hätten (Vernehmlassung S. 3). 

2.1 Den medizinischen Akten lässt sich zum Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin unter anderem folgendes entnehmen:

2.1.1  Gemäss dem (ersten) Laborbericht der Q.________ (Datum der Entnah-
me: 27.4.2016) war der Borrelia Immunoblot IgM im Ergebnis fraglich und im Re-
ferenzbereich negativ. In der Beurteilung wurde festgehalten, dass sich im Im-
munoblot auf Borrelien-Antiköper neben unspezifischen Banden auch ein Borre-
lien-spezifischer Antikörper nachweisen lasse. Der Befund weise mit gewisser 
Wahrscheinlichkeit auf einen Borrelienkontakt hin, daher sei bei klinischen Ver-
dachtssymptomen eine Behandlung zu erwägen (Vi-act. ZM22 S 3). 

Im (zweiten) Laborbericht der Q.________ (Datum der Entnahme: 30.5.2016) 
war der Borrelia Immunoblot IgM im Ergebnis und im Referenzbereich negativ. In 
der Beurteilung wurde festgehalten, dass eine Borrelieninfektion wahrscheinlich 
nicht durchgemacht worden sei (Vi-act. ZM22 S 4).

Zu diesen beiden Laborberichten findet sich in den Akten der Ausdruck einer E-
Mail vom 6. Juni 2016 vom erstbehandelnden Hausarzt Dr.med. G.________ 
(FMH Innere Medizin) an Dr.med. H.________ (FMH innere Medizin und Infektio-
logie, Chefarzt Innere Medizin, Spital R.________) (Vi-act. ZM22). Darin hält 
Dr.med. G.________ fest, dass der (erste) Borrelientest fraglich positiv gewesen 
sei. Einige Woche später habe man nochmal einen Borrelientest gemacht, der in 
seinen Augen negativ sei. Eine Therapie brauche es nicht. Mit E-Mail-Auszug 
vom 7. Juni 2016 hält Dr.med. G.________ gegenüber der Beschwerdeführerin 
fest, dass der zweite Test negativ gewesen sei. Es seien keine Borrelien vorhan-
den und es brauche keine Behandlung. Diesen Unterschied (zum ersten Test) 

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habe er mit dem Infektiologen (Dr.med. H.________) besprechen wollen und 
dieser sei seiner Meinung.  

Im ärztlichen Zeugnis vom 12. Juli 2016 hielt Dr.med. G.________ (Vi-act. ZM3) 
fest, dass die Versicherte am 3. April 2016 beim Wandern Zeckenstiche in die 
linke Kniekehle, das linke Schulterblatt und das rechte Ohr erlitten habe. Die 
Erstbehandlung sei am 6. April 2016 erfolgt. Dr.med. G.________ diagnostizierte 
eine Borreliose nach Zeckenstich. Beim Befund hielt er folgendes fest: Initial kei-
ne Rötung, Borrelienserologie negativ im Verlauf, dann aber doch klassisches 
Erythema chronicum migrans. Therapie Antibiose. Die Beschwerdeführerin sei 
vom 25. Juni 2016 bis 10. Juli 2016 vollständig arbeitsunfähig gewesen, per 11. 
Juli 2016 plane sie, die Arbeit wieder aufzunehmen.

2.1.2  Am 27. April 2017 teilte Dr.med. I.________ (FMH Innere Medizin) der 
Vorinstanz mit, die Versicherte sei bei ihm am 18. Januar 2017 zur Erstbehand-
lung erschienen (Vi-act. ZM12). Sie habe seit einigen Monaten an Schmerzen an 
verschiedenen Gelenken gelitten sowie häufig an Kopfschmerzen, Müdigkeit, 
Konzentrationsstörungen und Gewichtsverlust. Dr.med. I.________ hielt einen 
Status nach Erythema migrans am linken Knie im Juni 2016 fest, das antibiotisch 
behandelt worden sei. Dr.med. I.________ hielt die folgenden Diagnosen fest:

- Status nach antibiotisch behandeltem Erythema migrans 6/16.

- Arthralgien und Periarthralgien verschiedener Gelenke sowie verschiedene All-
gemeinsymptome unklarer Genese.

Bei Dr.med. I.________ habe nur eine Abklärung bezüglich einer Lyme-
Borreliose stattgefunden. Weitere medizinische Massnahmen seien nicht ge-
plant. Die von Dr.med. I.________ bei der S.________ (Labor) in Auftrag gege-
bene Infektserologie vom 20. Januar 2017 (= Ausgabedatum) ergab folgenden 
Endbefund (Vi-act. ZM 10; Messskala: < 9 negativ, 9-11 grenzwertig, > 11 posi-
tiv):

Borrelien Suchtest ELISA-IgG 5 U/ml

Borrelien Suchtest ELISA-IgM 8 U/ml

Im Bericht wird zudem folgendes festgehalten (S. 2):

Ad Western Blot: Reaktion gegen OspA in der IgM-Antikörper-Klasse vereinbar mit 
einem kurzandauernden Kontakt mit Borrelia burgdorferi.
Das Resultat muss im Zusammenhang mit der Klinik intepretiert werden. Je nach 
klinischem Bild schlagen wir eine Kontrolle in 4-8 Wochen vor.

Gemäss weiterem aktenkundigen Laborbericht vom 18. April 2017 (= Ausgabe-
datum) der S.________(Labor) ergab die Infektserologie folgenden Endbefund 
(Vi-act. ZM9):

8

Borrelien Suchtest ELISA-IgG 5 U/ml

2.1.3  Nachdem die Vorinstanz die medizinischen Akten dem versicherungseige-
nen Medical Support mit der Fragestellung nach Kausalzusammenhang zwi-
schen den Zeckenstichen vom 3. April 2016 und den bestehenden Beschwerden 
zustellte, verneinte die medizinische Spezialistin T.________ am 24. Mai 2017 
einen solchen (Vi-act. ZM13). Die zweite Borreliose-Abklärung am 18. Januar 
2017 habe negative Werte ergeben, obwohl die Blutserologie hätte positiv sein 
müssen, wenn die Borreliose Auslöser für die dokumentierten Symptome wäre. 

Mit Schreiben vom 1. Juni 2017 teilte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit, 
dass die Befunde und Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in natürlichem Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 3. April 2016 stünden, 
sondern auf krankheitsbedingte Faktoren zurückzuführen seien. Aus diesem 
Grund sei der Status quo ante per 18. Januar 2017 erreicht (Vi-act. 33). Mit 
Schreiben vom 28. Juni 2017 zeigte sich die Beschwerdeführerin damit nicht ein-
verstanden. Auch teilte sie mit, dass sie in Deutschland einen Lymphozytentrans-
formationstest (LTT) machen lassen werde (Vi-act. 38 S. 2).

2.1.4  Zuhanden von Dr.med. K.________ (FMH Rheumatologie, FMH Physikali-
sche Medizin u. Rehabilitation, FMH Allgemeine Innere Medizin) teilte das 
U.________ (Labor in Deutschland) mit Bericht vom 7. Juli 2017 (Ausgangsda-
tum) die Ergebnisse des durchgeführten LTT Borrelien mit. Dr.med. L.________, 
der den Befund medizinisch validierte, hielt im Bericht folgendes fest (Vi-
act. ZM16):

Es zeigen sich positive LTT-Reaktionen auf Borrelienantigene. Dieser Befund 
spricht für eine aktive Auseinandersetzung des zellulären Immunsystems mit Bor-
relien und deutet somit auf eine derzeit aktive Borrelieninfektion hin. Die Reaktivität 
auf die Lysatantigene mehrerer Borrelien-Genospezies ist durch den Gehalt an 
spezies-übergreifender Antigene im Lysatantigen zu begründen. 

Konkret ergaben die Testansätze-Borrelienantigene die folgenden Stimulations-
indizes (wobei SI > 3 eine mehr als dreifache zelluläre Aktivierung durch das An-
tigen zum Leerwert bedeutet und damit die Existenz von zirkulierenden Borrelien-
spezifischen T-Zellen im Patientenblut beweist [positives Ergebnis], ein SI < 2 als 
sicher negativ gilt und ein SI zwischen 2 und 3 grenzwertig ist):

SI
Borr. sensu stricto 4,0
Borr. afzelii 3,7
Borr. garinii 7,8
Borr. OspC 2,4

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2.1.5  Zuhanden der Vorinstanz gaben am 9. Oktober 2017 Prof. Dr.med. 
M.________ (Chefarzt Innere Medizin und Infektiologie, Kantonsspital 
J.________) und F.________ (Dipl. Pflegefachfrau HF mit eidg. Sozialversiche-
rungsausweis) die folgende Kausalitätsbeurteilung ab: 

Ein Erythema migrans wurde im 2016 mit Antibiotika behandelt. Ein Erythema mi-
grans tritt typischerweise nach einem Zeckenstich auf und wird korrekterweise mit 
Antibiotika behandelt. Die Antibiotikatherapie soll grundsätzlich während 10 Tagen 
durchgeführt werden. Darunter kann es zu Nebenwirkungen kommen, welche (sel-
ten) eine Arbeitsunfähigkeit begründen können. Die Behandlung (und AUF) aus 
dieser Zeit kann deshalb übernommen werden. 
Die in den Akten vorliegende Serologie vom 18.1.17 zeigt nun eine insgesamt ne-
gative Borrelienserologie und damit keine Hinweise für eine aktive Borreliose.

Der LTT wurde auf Wunsch der Patientin im Ausland durchgeführt. Er eignet sich 
wegen zahlreichen falsch-positiven und falsch-negativen Resultaten weder zur 
Diagnostik noch zum Krankheitsstadium einer Borreliose. Die Schweizerische Ge-
sellschaft für lnfektiologie empfiehlt diesen Test nicht durchzuführen, da die Resul-
tate sehr widersprüchlich und unspezifisch sind. Es gibt zahlreiche Reaktionen bei 
gesunden, seronegativen Kontrollpersonen und sogar bei Neugeborenen mit sero-
negativen Müttern.

Fazit: 
Die von der Patientin beklagten Beschwerden sind nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit Folge einer Borreliose. 
Weitere Kontrollen, inkl. Borrelienserologie wegen dem Zeckenstich im 2016 sind 
nicht indiziert.

2.1.6  Dr.med. N.________ (FMH Innere Medizin, Master of Science Preventive 
Medicine) hielt mit Schreiben vom 27. Oktober 2017 zuhanden der Beschwerde-
führerin die Diagnose einer chronischen aktiven Borreliose fest. Die Beschwerde-
führerin leide nach einem Zeckenstich im April 2016 mit anschliessend aufgetre-
tenem Erythema migrans an einer chronischen persistierenden Borreliose mit 
grosser Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, depressiven 
Verstimmungen und Muskelschmerzen. Die Diagnose stütze sich auf den positi-
ven Lymphozytentransformationstest am U.________ (Labor in Deutschland) 
(vorn Erw. 2.1.4). Dr.med. N.________ habe eine IHHT zusammen mit hochdo-
sierten Vitamin C Infusionen und regelmässiger Einnahme von Dipsacus Urtink-
tur durchgeführt. Unter dieser Behandlung sei es zu einer klaren Besserung der 
Beschwerden gekommen, auch der LTT vom 5. Oktober 2017 sei praktisch nor-
mal gewesen. Bei einer erneuten Verschlechterung der Symptomatik müsste die 
Therapie wiederholt werden. 

2.1.7  In seinem Schreiben vom 6. November 2017 (Vi-act. ZM18 mit dem Be-
treff: Ambulante Konsultation vom 20.12.2016-30.10.2017) hielt Dr.med. 
K.________ die Verdachtsdiagnose auf Borreliose bei Zeckenstich April 2016 mit 

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Erythema migrans 6/2016 fest. Der in U. ________ (Deutschland) durchgeführte 
Borrelien-Test (LTT) habe schwache positive Befunde ergeben. Die Behandlung 
bei Dr.med. N.________ mittels Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen sowie Sauer-
stofftherapie habe einen sehr erfreulichen Verlauf mit quasi Beschwerdefreiheit 
gezeigt. Die Laborwerte gemessen mittels LTT seien deutlich rückläufig gewe-
sen. Zusammenfassend müsse festgehalten werden, dass eine Borreliose als 
Diagnose und Ursache der Beschwerden anzunehmen sei. Durch die Behand-
lung bei Dr.med. N.________ sei die Patientin quasi beschwerdefrei geworden. 
Inwiefern die Laborwerte positiv gewertet werden können, entziehe sich seiner 
Kenntnis. Die Therapie bei Dr.med. N.________ sei ihm unbekannt. Letztlich er-
achtete Dr.med. K.________ die Beschwerden der Patientin als durch Zeckensti-
che/Borreliose überwiegend wahrscheinlich bedingt. Dr.med. K.________ 
schloss die Behandlung ab.

2.1.8  Ein weiterer von Dr.med. N.________ veranlasster LTT im U.________ 
(Labor in Deutschland) (Woche vom 22.-29.11.2017) ergab die folgenden Mess-
werte (Vi-act ZM 19): SI

Borr. sensu stricto 1,9
Borr. afzelii 1,7
Borr. garinii 2,2
Borr. OspC 2,2

Es zeige sich damit ein weiterer Rückgang der Borrelien-spezifischen T-
Helferzellreaktivität in den jetzt grenzwertigen Bereich. 

2.2 Am 7. Februar 2018 beauftragte die Vorinstanz Prof. Dr.med. E.________ 
vom V.________ (Spital), Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, mit 
der Erstellung eines Aktengutachtens. In dem am 13. Mai 2018 erstatteten Ak-
tengutachten (Vi-act. ZM24) hielt Prof. Dr.med. E.________ nach der Zusam-
menfassung der Aktenlage die folgenden Diagnosen fest (Gutachten S. 4):

- Beschreibung eines Erythema migrans durch die Patientin, keine ärztliche Do-
kumentation in den medizinischen Akten. 

- In der Folge negative Lyme-Borrelien-Serologie-Befunde. Unspezifische Befun-
de in Lymphozytentransformationstests. 

- Keine dokumentierten Hinweise für eine vergangene noch für aktive Lyme-
Borreliose. 

Die von der Vorinstanz gestellten Frage, ob die zurzeit noch vorhandenen ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen bestehenden Beschwerden auf den Unfall/ 
Zeckenstich 2016 als alleinige oder als Teilursache ("conditio sine qua non") 
zurückzuführen sind, wurde von Prof. Dr.med. E.________ wie folgt beantwortet 
(Gutachten S. 4): 

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Ob die Patientin an einem Erythema migrans gelitten hatte oder nicht, ist für die ak-
tuelle Beurteilung insofern irrelevant, als die Patientin antibiotisch behandelt wurde 
und das Erythema migrans offensichtlich verschwunden ist. Zum Zeitpunkt eines 
Erythema migrans kann eine Borrelien-Serologie in der Tat noch negativ sein oder 
noch eine Zeitlang negativ bleiben. Im Verlauf von mehreren Wochen bis wenigen 
Monaten müsste die Lyme-Serologie aber klar positiv werden, d.h. es müsste zu 
einer sog. Serokonversion kommen, was bei der Patientin aber nicht der Fall war.

Die einzigen nicht negativen serologischen Befunde sind grenzwertige lgM-
Befunde. Da es aber nie zu einer Positivität der lgG-Antikörper gekommen ist, 
müssen die grenzwertigen lgM-Antikörpertiter als unspezifisch interpretiert werden.

Die in der Folge beklagten Allgemeinbeschwerden der Patientin haben somit mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen Zusammenhang mit dem Zeckenstich, 
da die Serologiebefunde negativ geblieben sind.

Die Laborbefunde des U.________ sind entweder unspezifisch 
oder für eine Interpretation nicht brauchbar. Der Lymphozytentransformationstest 
hat eine so schlechte Spezifität, dass keine anerkannte Fachgesellschaft, weder in 
der Schweiz noch in Deutschland noch in den USA den Lymphozytentransformati-
onstest als anerkannte diagnostische Methode akzeptiert.

Zu den unterschiedlichen Kausalitätsbeurteilungen von Dr.med. K.________, 
Dr.med. N.________ und Prof. Dr.med. M.________ / F.________ (Vi-act. ZM 
15,17 und 18) hielt Prof. Dr.med. E.________ folgendes fest (Gutachten S. 5 un-
ten f.):

Ich schliesse mich der Beurteilung von Herrn Prof. Dr. med. M.________ vorbe-
haltlos an. Möglicherweise hatte die Patientin an einem Erythema migrans gelitten. 
Da die Hautbefunde in der Regel schwierig zu beurteilen sind und die Serologie 
zum Zeitpunkt des Erythema migrans noch negativ sein kann, war eine frühzeitige 
antibiotische Therapie korrekt und indiziert. Die in der Folge beklagten Beschwer-
den haben aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nichts mit dem Unfallereig-
nis zu tun. Es liegen keine objektiven oder objektivierbaren klinischen Befunde, 
Laborbefunde oder andere Befunde vor, die auf eine stattgehabte oder aktive Ly-
me-Borreliose hinweisen. Die aus der Schweiz vorliegenden Laborbefunde wurden 
in zwei verschiedenen anerkannten und akkreditierten Labors erhoben. Alle Lyme-
Borrelien-Suchtests waren negativ, alle dokumentierten lgG Western Blots blieben 
negativ. Einzig lgM Blots fielen zum Teil grenzwertig aus, was aber bei negativ ge-
bliebenen lgG Tests als unspezifisch interpretiert werden muss. Die im Ausland er-
hobenen Lymphozytentransformationstests ergeben unspezifische Resultate und 
werden nicht als Diagnosemethode anerkannt. Ein lmmunoblot aus dem Ausland 
wird als schwach positiv interpretiert, ist aber mit den Befunden der akkreditierten 
Labore in der Schweiz nicht vereinbar. Auch der auf Zeckenerkrankungen speziali-
sierte Dr. I.______ stellt nicht die Diagnose einer aktiven Lyme Borreliose, bzw. er 
dokumentiert einen Status nach Erythema migrans sowie Arthralgien und Periar-
thralgien sowie Allgemeinsymptome unklarer Genese.

2.3 Auf Veranlassung der Beschwerdeführerin äusserte sich Dr.med. 
N.________ mit Schreiben vom 3. Juni 2018 u.a. wie folgt zum Aktengutachten 
von Prof. Dr.med. E.________ (Vi-act. ZM 25):

12

Das mir zugestellte Gutachten Dr. E.________ stellt sich auf Akten und Literatur 
ab, das klinische Bild wird völlig ausgeblendet. 
Bei einer Borreliose-lnfektion muss das klinische Bild ebenso gewichtet werden, al-
leine durch grenzwertige oder gar negative Labortests kann keine vollständige 
Richtigkeit einer noch oder nicht vorhandenen Infektion beurteilt werden. Bei frag-
lich positiven Diagnosen müsste gemäss Lehrbuch innerhalb 30 Tagen antibiotisch 
behandelt werden um eine Streuung der Bakterien zu verhindern. Bei zu langem 
Abwarten einer Antibiose können sich Borrelien in den Zellen einnisten und die 
spezifisch beklagten Beschwerden hervorrufen. In diesem Stadium sind die Bakte-
rien durch Antibiotika nur sehr schlecht zu behandeln.
lgG und lgM sind, wenn auch schwach noch im Laborbericht vom 18.01.2017 vor-
handen.

Neben den typischen klinischen Diagnosen hilft mir (ich habe bis heute über 500 
Patienten mit chronisch aktiver Borreliose behandelt) auch ein spezieller Labortest, 
der Lymphocyten-Transformationstest.

Dieser Test wird leider in der Schweiz kontrovers beurteilt, die entsprechenden 
Richtlinien der Fachgesellschaften empfehlen den Test nicht, dabei berufen sie 
sich auf Untersuchungen aus dem Jahre 2005. Wir lassen die LTT Untersuchun-
gen im U.________ durchführen, eines der anerkannt besten Labors für diesen 
Test, der dort in den letzten Jahren auch immer wieder verbessert wurde. Sowohl 
für die Diagnostik wie auch für die Verlaufsbeurteilung hat sich dieser Test bei mir 
in der Praxis sehr bewährt.
Gemäss diesen Untersuchungen sowie dem typischen Krankheitsverlauf unter ge-
eigneter Behandlung von Frau A.________ ist die überwiegende Wahrscheinlich-
keit gegeben, dass sie an einer noch nicht ganz überstandenen Borreliose-
lnfektion leidet. Dies habe ich bereits am 27.10.2017 in meiner Diagnose festgehal-
ten.

3. Soweit die Beschwerdeführerin die Verwertbarkeit des Aktengutachtens 
von Prof. Dr.med. E.________ bestreitet, ist folgendes festzuhalten:

3.1.1  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Unfallversicherer 
eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-
richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 Erw. 3b/bb; 104 V 212 Erw. c; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5a 
mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist, dass die Unfallversicherung bei der 
Einholung von solchen Gutachten nach Art. 44 ATSG sowie sinngemäss nach 
den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses zu verfahren und insbesondere 
die in Art. 57 ff. BZP genannten Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu 
beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5b; BGE 137 V 237 Erw. 3.4; 
Marco Weiss, Die Mitwirkungsrechte der Bundeszivilprozessordnung im Sozial-
versicherungsrecht, AJP 9/2016, S. 1212; vgl. auch U. Kieser ATSG-Kommentar, 

13

3. Aufl., 2015, N 40 zu Art. 44 ATSG), was sinngemäss auch für die nach Art. 68 
Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversicherer gilt (BGE 120 V 361 f. Erw. 1c).

3.1.2  Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (Bundesgerichtsurteil 8C_383/2011 vom 9.11.2011 Erw. 4.2 mit 
zahlreichen Hinweisen, insb. auf 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hin-
weisen).

3.1.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hin-
weisen; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Bundesgerichtsurteil I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen).

3.2 Es ist vorliegend unbestritten, dass die Vorinstanz das Aktengutachten von 
Prof. Dr.med. E.________ nach Massgabe der von der Rechtsprechung formu-
lierten verfahrensrechtlichen Vorgaben gemäss Art. 44 ATSG eingeholt hat (vgl. 
Vi-act. 50-59). 

3.2.1  Das Aktengutachten von Prof. Dr.med. E.________ vom 13. Mai 2015 er-
füllt die Anforderungen, welche die Rechtsprechung für solche gutachterlichen 
Abklärungen formuliert hat. Es erfolgte in Berücksichtigung der relevanten medi-
zinischen Akten (welche durch die Beschwerdeführerin vorgängig ergänzt wur-
den, vgl. Vi-act. 56) und ist daher in Bezug auf die zu beurteilende Kausalitäts-
frage als umfassend zu beurteilen. Prof. Dr.med. E.________ beantwortet im 
Gutachten die Fragen der Vorinstanz und setzt sich mit den Kausalitätsbeurtei-

14

lungen von Prof. Dr.med. M.________ / F.________, Dr.med. N.________ sowie 
Dr.med. I.________ auseinander. Er begründet, weshalb er sich der Beurteilung 
von Prof. Dr.med. M.________ / F.________ anschliesst (keine objektiven oder 
objektivierbaren klinischen Befunde, Laborbefunde oder andere Befunde, die auf 
eine stattgehabte oder aktive Lyme-Borreliose hinweisen würden) und weshalb 
er nicht der Meinung von Dr.med. N.________ folgt (LTT in Deutschland mit un-
spezifischen Resultaten, schwach positiv interpretierter Immunblot, der mit den 
Befunden der akkreditierten Labore in der Schweiz nicht vereinbar ist). Auch 
weist Prof. Dr.med. E.________ zutreffend darauf hin, dass Dr.med. I.________ 
in seinem Bericht zuhanden der Vorinstanz lediglich einen Status nach antibio-
tisch behandeltem Erythema migrans 6/16 festhält, er indes eine aktive oder 
stattgehabte Lyme-Borreliose nicht bestätigt hat. Zwar kann Prof. Dr.med. 
E.________ nicht gefolgt werden, wenn er bei den Diagnosen festhält, dass sich 
lediglich die Beschreibung eines Erythema migrans durch die Patientin ergebe, 
jedoch keine ärztliche Dokumentation in den Akten zu finden sei (vgl. Gutachten 
S. 4). Dr.med. G.________ hat im ärztlichen Zeugnis vom 12. Juli 2016 bei den 
Befunden ein Erythema chronicum migrans festgehalten, wobei allerdings nicht 
eindeutig feststeht, ob dieser Befund auf einer eigenen klinischen Untersuchung 
von Dr.med. G.________ beruht (oder aufgrund ihm durch die Patientin über-
reichten Bildern). Dessen ungeachtet erweist sich die aus den Akten abgeleitete 
gutachterliche Feststellung, dass keine klinischen und/oder labormässigen Hin-
weise vorhanden sind, wonach die Patientin an einer Lyme-Borreliose erkrankt 
war oder zur Zeit (d.h. ab 18.1.2017) an einer solchen leidet, als schlüssig und 
nachvollziehbar.

3.2.2  Es ist nicht zu beanstanden, wenn Prof. Dr.med. E.________ gestützt auf 
die Laborbefunde vom 27. April 2016 und vom 30. Mai 2016 (Vi-act. ZM22 S 3 
und S 4) zur Beurteilung gelangt, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten 
Allgemeinbeschwerden überwiegend wahrscheinlich keinen Zusammenhang mit 
den Zeckenstichen haben und nicht auf eine Lyme-Erkrankung zurückzuführen 
sind (vgl. Aktengutachten S. 5). Diese Beurteilung deckt sich ebenfalls mit der 
versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 9. Oktober 2017 von Prof. Dr.med. 
M.________ / F.________, wonach die Serologie vom 18. Januar 2017 insge-
samt eine negative Borreliosenserologie zeigte und damit keine Hinweise für eine 
aktive Borreliose. Die am 18. Januar 2017 vorgenommenen Borrelien-Suchtests 
waren negativ (IgG 5 U/ml; IgM 8 U/ml; vgl. Vi-act. ZM 10). Zutreffend weist Prof. 
Dr.med. E.________ darauf hin, dass die in Deutschland vorgenommenen LTT, 
welche am 10. Juli 2017 ein schwach positives Borrelien-IgG Ergebnis zeigten 
(p100 0.3; VlsE 4.9; übrige Banden) mit den (unbestrittenen) Messwerten frühe-
rer Laborbericht (vgl. vorn Erw. 2.1.1 und 2.1.2) nicht vereinbar sind und dass der 

15

LTT keine anerkannte diagnostische Methode ist (vgl. dazu auch die Empfehlung 
der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie für die Abklärung und Thera-
pie der Lyme-Borreliose bei Erwachsenen und Kindern [www.sginf.ch/guidlines; 
eingesehen am 1.10.2018; vgl. auch SAEZ Nr. 41 2005 S. 2332 ff.]; Deutsche 
Gesellschaft für Neurologie; Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neu-
rologie - Neuroborreliose; Version 21.3.2018; www.dgn.org, eingesehen am 
1.10.2018; vgl. S. 2 des Artikels "Update of the Swiss guidlines on post-treatment 
Lyme disease syndrom", publiziert am 5.12.2016 in: Swiss Medical Weekly; 
www.smw.ch, eingesehen am 1.10.2018). 

Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass zahlreiche Aussagen in den Leitlinien 
2018 der DGN zur Neuroborreliose von der Deutschen Borreliose-Gesellschaft in 
ihrem Dissensbericht differenziert angezweifelt bzw. korrigiert werden (Informati-
onen zur Mitarbeit der Deutschen Borreliose-Gesellschaft in der Leitliniengruppe 
„Lyme-Borreliose“, publiziert in: www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/LL-
Verfuegung-Infos.pdf). Dabei wird u.a. ausgeführt, dass der LTT Borrelien ein 
weiteres Indiz für die Diagnose der Lyme-Borreliose darstelle und die Aussage-
kraft des LTT unter Berücksichtigung neuerer Arbeiten den Daten der Serologie 
entsprächen und beide Tests eine stattgehabte Borrelieninfektion beweisen wür-
den. Ein falsch positiver LTT sei eine Seltenheit und liege deutlich unter 10%, 
während dem mit einem falsch negativen Ergebnis in 10-20% zu rechnen sei.

Diese von der Deutschen Borreliose-Gesellschaft geäusserte Kritik an der Nicht-
anerkennung des LTT stellt eine abweichende Fachmeinung dar, die jedoch die 
Beweiskraft der Expertise des Gutachters Prof. Dr.med. E.________ - die nicht 
allein auf der Beurteilung des LTT basiert - nicht zu schmälern vermag. 

3.2.3  An der gutachterlichen Beurteilung vermag auch der Bericht des behan-
delnden (Fach-)Arztes Dr.med. K.________ vom 6. November 2017 (Vi-act. 
ZM18) nichts zu ändern. Dr.med. K.________ geht zwar - entgegen den Beurtei-
lungen von Dr.med. M.________ / F.________ und Prof. Dr.med. E.________ - 
davon aus, dass die Beschwerden der Beschwerdeführerin "als durch die Ze-
ckenstiche / Borreliose überwiegend wahrscheinlich bedingt" seien. Indes dia-
gnostiziert Dr.med. K.________ lediglich eine Verdachtsdiagnose, welche vor 
dem Hintergrund der erwähnten Bundesgerichtspraxis, wonach im Streitfall re-
gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden 
kann (vorn Erw. 3.1.3), für die Begründung eines überwiegend wahrscheinlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Zeckenstich bzw. einer dadurch aus-
gelösten Lyme-Borreliose und den nach dem 18. Januar 2017 noch bestehenden 
Beschwerden nicht ausreicht.

16

3.2.4  Unbehelflich ist sodann auch der Einwand in der Beschwerde und von 
Dr.med. N.________ in der Stellungnahme vom 3. Juni 2018, wonach das Ak-
tengutachten von Prof. Dr.med. E.________ nicht verwertbar sei, weil er die Be-
schwerdeführerin nicht selber untersucht habe und das klinische Bild völlig aus-
geblendet werde. Prof. Dr.med. E.________ hatte in seinem Gutachten im We-
sentlichen die Frage zu beantworten, ob die ab 18. Januar 2017 noch vorhande-
nen gesundheitlichen Beschwerden auf die Zeckenstiche vom 3. April 2016 
zurückzuführen seien (vgl. Vi-act. 58 S. 1 oben unter "Weiteres" es wird dort 
nach den Beschwerden ab 19.1.2017 [recte: ab 18.1.2017] gefragt), was er ver-
neinte. Für die Beantwortung dieser Frage war eine persönliche (klinische) Un-
tersuchung der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gutachtenerstellung (Mai 
2018) nicht notwendig. Stattdessen ist diese Frage aufgrund einer Auseinander-
setzung mit den vorhandenen Akten zu beantworten. Wenn Prof. Dr.med. 
E.________ im Gutachten festhält, dass er die Patientin selber nicht gesehen 
habe und dass er zum klinischen Status keine Angaben machen könne, dann 
bezieht sich diese Feststellung auf den Erstellzeitpunkt des Gutachtens (Mai 
2018) und bedeutet nicht, dass er die aktenkundigen klinischen Angaben ge-
genüber den behandelnden Fachärzten sowie die Selbstangaben der Beschwer-
deführerin unberücksichtigt gelassen hätte. In Würdigung des aktenkundigen kli-
nischen Status der Beschwerdeführerin gelangt Prof. Dr.med. E.________ zum 
Ergebnis, dass die ärztlichen Befunde sehr deskriptiv seien und Allgemeinbe-
schwerden beschreiben würden, aber keine für eine Lyme-Borreliose typischen 
klinischen Beschwerden. 

Es stellt sich hier allerdings die Frage, ob nicht ein postlyme Syndrom bzw. 
PTLDS (post-treatment Lyme desease syndrom) vorliegen könnte, also die chro-
nische Form einer Lyme-Borreliose, die sich nicht organbezogen äussert (vgl. 
Norbert Satz, Angriff und Gegenwehr - Zur Infektion mit Borrelia burgdorferi und 
deren klinische Implikationen; in Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesell-
schaft in Zürich, 2013 (3/4) S. 87 ff., eingesehen unter www.zeckenliga.ch). Die 
Kriterien für diese Diagnose (vgl. Update of the Swiss guidelines on post-
treatment Lyme disease syndrome; Swiss Medical Weekly, 5.12.2016; eingese-
hen unter www.zora.uzh.ch) bleiben unverändert, sie müssen alle erfüllt sein und 
sind die gleichen wie durch Dr.med. Satz beschrieben. Insbesondere wird eine 
Serokonversion bzw. das Auftreten von IgG im chronischen Stadium verlangt, 
was bei der Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen werden konnte, während 
die übrigen Kriterien als erfüllt angenommen werden können. Somit kann diese 
Diagnose nicht bestätigt werden (woran die Kritik der Deutschen Borreliose-
Gesellschaft bezüglich die verlangte Häufigkeit von IgG-Antikörpern nahe 100% 
[vorn Erw. 3.2.2, eingehende Begründung auf S. 10ff./3.3.1 des dort erwähnten 

17

Dokuments "Lyme-Borreliose"] nichts zu ändern, auf keinen Fall ein PTLDS mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag).

3.2.5 Es besteht für das Gericht damit keine Veranlassung, von der Beurteilung 
durch Prof. Dr.med. E.________ abzuweichen. Daran ändert auch die Stellung-
nahme von Dr.med. N.________ vom 3. Juni 2018 nichts, zumal auch Dr.med. 
N.________ festhält, dass die von der Patientin geklagten Leiden zwar unspezi-
fisch seien, aber auch typische Marker einer aktiven Borreliose sein "können" (Vi-
act. ZM25 S. 2 oben), was letztlich nicht ausreicht, um einen überwiegend wahr-
scheinlichen Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen Beschwerden 
der Beschwerden der Beschwerdeführerin und den Zeckenstichen vom 3. April 
2017 zu begründen.

Ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin aus dem 
Umstand, dass (bislang) keine andere medizinische Erklärung für die auftreten-
den Symptome gefunden wurde. Es obliegt nicht dem Unfallversicherer, den Be-
weis für unfallfremde Ursachen zu erbringen (Urteil BGer 8C_682/2015 vom 
1.3.2016 Erw. 2.2 m.H.). Vor diesem Hintergrund erweist es sich für die Kausa-
litätsbeurteilung auch als unbehelflich, dass die Beschwerdeführerin gut auf eine 
Antibiotikatherapie sowie zwei IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) an-
gesprochen hat und dadurch eine (kurzzeitige) Beschwerdelinderung erreicht 
werden konnte.

3.3 Im Ergebnis hat die Vorinstanz zu Recht auf das verwertbare Aktengutach-
ten von Prof. Dr.med. E.________ abgestellt und gestützt darauf ihre Leistungs-
pflicht ab 18. Januar 2017 verneint. Das Gericht vermag beim Vorliegen divergie-
render Aussagen von Fachgesellschaften sowie aufgrund der vorliegenden Akten 
keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer chronischen Bor-
reliose erkennen, selbst wenn ein Postlyme Syndrom als Form einer chronischen 
Borreliose denkbar/möglich wäre. Die Beschwerde erweist sich damit als unbe-
gründet, weswegen sie abzuweisen ist. 

4. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist in der Regel 
für die Parteien kostenlos (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG). Es liegen 
keine Gründe vor, vorliegend von dieser Regel abzuweichen.

18

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. Oktober 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. November 2018