# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e6daedb-e831-58d5-a29b-a8667906936a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2012 C-197/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-197-2010_2012-01-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­197/2010

U r t e i l   v om   1 7 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiber Milan Lazic.

Parteien A._______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond­
Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,   
Vorinstanz. 

Gegenstand AHV, Verfügung vom 12. November 2009.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am 20. Februar 1940 geborene, aus dem Kosovo stammende 
und  dort  wohnende  Beschwerdeführer,  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
B._______,  am  26.  September  2005  der  Schweizerische 
Ausgleichskasse  (SAK,  im Folgenden  auch: Vorinstanz)  den Antrag  auf 
Ausrichtung  einer  Altersrente  der  schweizerischen  Alters­  und 
Hinterlassenenversicherung (AHV) gestellt hat, in welchem er festhielt, in 
der Schweiz bei der D._______, _______, 4 Monate und  im Jahre 1977 
bei  der  E._______  9  Monate  gearbeitet  und  somit  die  gesetzliche 
Anspruchsvoraussetzung der Mindestbeitragsdauer erfüllt zu haben (act. 
33),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  13.  Dezember  2005 – 
offenbar  in  Beantwortung  eines  nicht  aktenkundigen  Schreibens  der 
Vorinstanz  –  festhalten  liess,  dass  er  bei  der  E._______  10  Monate 
gearbeitet habe (act. 32),

dass  sich  aus  den  Akten  nicht  ergibt,  ob  und  allenfalls  wie  über  das 
Gesuch vom 26. September 2005 entschieden worden ist,

dass sich der Beschwerdeführer selbst am 29. Dezember 2008 auf dem 
dafür  vorgesehenen  Formular  bei  der  gemäss  dem  vorliegend 
anwendbaren  Abkommen  vom  8.  Juni  1962  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volksrepublik 
Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR  0.831.109.818.1;  im 
Folgenden:  Sozialversicherungsabkommen)  zuständigen  serbischen 
Sozialversicherungsbehörde  erneut  zum  Bezug  einer  Altersrente  der 
schweizerischen  Alters­  und  Hinterlassenenversicherung  (AHV) 
angemeldet hat (act. 5),

dass  die  Vorinstanz,  der  diese  Anmeldung  zuständigkeitshalber 
weitergeleitet worden war, festgestellt hat, dass auf dem Auszug aus dem 
individuellen  Konto  (im  Folgenden:  IK)  des  Beschwerdeführers  bloss  3 
Beitragsmonate im Jahre 1978 festgehalten sind (act. 24), so dass sie mit 
Verfügung  vom  6.  Februar  2009  das  Rentengesuch  wegen  fehlender 
Mindestbeitragsdauer abgewiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer,  wiederum  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
B._______,  hiergegen  am  23.  März  2009  Einsprache  erheben  liess
– mit  der  Begründung,  er  habe  insgesamt  13  Monate  in  der  Schweiz 
gearbeitet, davon 9 Monate bei der E._______, sodass er Anspruch auf 
eine Altersrente habe (act. 34 bis 37),

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dass  die  Vorinstanz  daraufhin  bei  den  zuständigen  Tessiner  Behörden 
Abklärungen  zur  Vollständigkeit  des  IK  einholte  und  dem 
Beschwerdeführer  Gelegenheit  gab,  Lohnabrechnungen  der  damaligen 
Schweizer Arbeitgeber einzureichen (act 38 ff.),

dass am 13. August 2009 bei der Vorinstanz eine unvollständige, kaum 
lesbare  Lohnliste  der  D._______  SA,  _______,  sowie  ein  (vom 
Beschwerdeführer  allerdings  nicht  unterzeichneter)  Arbeitsvertrag 
zwischen dem Beschwerdeführer und der E._______ vom 24. Juni 1977 
einging, dem zu entnehmen ist, dass dieser nicht vor dem 4. Juli 1977 in 
die Schweiz einreisen durfte, und dass das Arbeitsverhältnis bis zum 21. 
Dezember 1977 dauern sollte (act. 42 und 43),

dass  die  Ausgleichskasse  des  Kantons  Tessin  der  Vorinstanz  mit 
Schreiben vom 7. August 2009 mitteilte,  es  fänden sich  keine Hinweise 
auf AHV/IV­Beiträgen des Beschwerdeführers im Jahre 1977, also für die 
Anstellung bei der E._______ (act. 49),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  5.  November  2009 
Unterlagen  nachreichte,  die  bis  auf  eine  Familienstandsbescheinigung 
gemäss  Sozialversicherungsabkommen  (act.  55)  bereits  aktenkundig 
waren (act. 59),

dass  die  Vorinstanz  mit  Entscheid  vom  12.  November  2009  die 
Einsprache  vom  23.  März  2009  abwies,  da  einzig  AHV/IV­
Beitragszahlungen  während  3  Monaten  im  Jahre  1978  (Arbeit  bei  der 
D._______ SA) nachgewiesen seien (act. 53),

dass der Beschwerdeführer, nun nicht mehr vertreten, am 27. Dezember 
2009 gegen diesen Einspracheentscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  darin  sinngemäss  die  Aufhebung  des 
angefochtenen  Entscheides  und  die  Ausrichtung  einer  Altersrente  der 
AHV bzw. die Rückerstattung seiner AHV/IV­Beiträge beantragte,

dass der Beschwerdeführer seine Anträge damit begründete, er habe  in 
der  Schweiz  9  Monate  bei  der  E._______  und  13  Monate  bei  der 
D._______ SA gearbeitet,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  den  Verfahrensantrag  stellte,  das 
Bundesverwaltungsgericht  habe bei  den  "entsprechenden Landesstellen 
Eingaben über meine Versicherung" einzuholen,

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dass  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  1.  März  2010  die 
Abweisung  der  Beschwerde  beantragte  und  dies  erneut  damit 
begründete, dass  für den Beschwerdeführer nur während 3 Monaten  im 
Jahre  1978  AHV/IV­Beiträge  geleistet  worden  seien,  so  dass  er  die 
Mindestbeitragdauer gemäss Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. 
Dezember 1946 über die Alters­ und Hinterlassenenversicherung (AHVG, 
SR 831.10) nicht erfülle,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom  10.  März  2010 
Gelegenheit  geboten wurde,  eine Replik  einzureichen, wovon  er  keinen 
Gebrauch machte,

dass der Beschwerdeführer zuerst formlos mit Schreiben vom 19. Januar 
2010 und anschliessend förmlich mit Verfügung vom 10. März 2010, die 
auf  diplomatischem  Weg  zugestellt  wurde,  aufgefordert  wurde,  ein 
Zustelldomizil in der Schweiz zu nennen, ansonsten künftige Mitteilungen 
und Entscheide in dieser Sache durch Publikation im Bundesblatt eröffnet 
würden,

dass der Beschwerdeführer bis heute kein Zustelldomizil  in der Schweiz 
angegeben hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes 
vom  17.  Juni  2006  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR 
173.32)  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von 
Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die SAK als Vorinstanz  gemäss Art.  33 Bst.  d VGG zu gelten hat 
und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen  ist 
(vgl.  Art.  85bis  Abs.  1  AHVG),  so  dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der 
vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass  aufgrund  der  Akten  nicht  erstellt  werden  kann,  wann  der 
angefochtene  Einspracheentscheid  dem  Beschwerdeführer  eröffnet 
worden ist, so dass nach Treu und Glauben davon auszugehen ist, dass 
die Beschwerde fristgerecht eingereicht wurde,

dass auf die Beschwerde insoweit nicht eingetreten werden kann, als die 
Rückzahlung  von  AHV/IV­Beiträgen  beantragt  wird,  hat  die  Vorinstanz 
hierüber doch nicht entschieden, und liegt dieser Antrag damit ausserhalb 
der Anfechtungsgegenstands (vgl. BGE 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen),

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dass  die weiteren Prozessvoraussetzungen  aber  ohne Zweifel  gegeben 
sind, so dass auf die Beschwerde im Übrigen einzutreten ist,

dass  Anspruch  auf  ordentliche  Altersrenten  der  AHV  nur  hat,  wem  für 
mindestens  ein  volles  Jahr  Einkommen,  Erziehungs­  oder 
Betreuungsgutschriften  angerechnet  werden  können  (Art.  29  Abs.  1 
AHVG),

dass ein volles Beitragsjahr  laut Art. 50 der Verordnung über die Alters­ 
und  Hinterlassenenversicherung  (AHVV,  SR  831.101)  dann  vorliegt, 
wenn eine Person  insgesamt  länger als elf Monate  im Sinne von Artikel 
1a  oder  2  AHVG  versichert  war  und  während  dieser  Zeit  den 
Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten  im Sinne von Artikel 29ter 
Absatz 2 Buchstaben b und c AHVG aufweist,

dass gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG obligatorisch bei der AHV 
versichert ist, wer Wohnsitz in der Schweiz und/oder in der Schweiz eine 
Erwerbstätigkeit ausübt,

dass an dieser gesetzlichen Ordnung das Sozialversicherungsabkommen 
nichts ändert  (Art. 2 des Sozialversicherungsabkommens,  vgl.  etwa das Urteil 
des Bundesverwaltungsgericht C­ 5093/2010 vom 26. Oktober 2010, E. 3),

dass  dem  IK  des  Beschwerdeführers  entnommen  werden  kann,  dass  für  ihn 
während 3 Monaten  im Jahre 1978 von der D._______ SA Beiträge geleistet 
worden sind,

dass  im  IK  des  Beschwerdeführers  keine  weiteren  Beitragszeiten 
verzeichnet  sind,  und  Abklärungen  der  Vorinstanz  bei  den  zuständigen 
Tessiner Behörden auch keine weiteren Beitragszeiten ergeben haben,

dass unter diesen Umständen eine erneute Abklärung durch das Gericht 
aussichtslos  erscheint  und  der  entsprechende  Verfahrensantrag  des 
Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  allerdings  geltend  macht,  er  habe  bereits  im  Jahre 
1977  während  9  Monaten  bei  der  E._______  gearbeitet
– was  bedeuten  würde,  dass  er  während  mehr  als  elf  Monaten 
obligatorisch bei der AHV versichert gewesen wäre,

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dass der Beschwerdeführer als Beweis für seine Behauptung einzig den 
Arbeitsvertrag vom 24. Juni 1977 vorlegt,

dass  die  Angaben  auf  diesem  Vertrag  der  Behauptung  des 
Beschwerdeführers  krass  widersprechen,  ist  ihm  doch  zu  entnehmen, 
dass er nicht  vor dem 4.  Juli  1977  in die Schweiz einreisen durfte,  und 
dass das Arbeitsverhältnis bis zum 21. Dezember 1977 dauern sollte, so 
dass nur eine Anstellungsdauer von knapp 6 Monaten belegt ist,

dass unter diesen Umständen von einer Versicherungsdauer von knapp 6 
Monaten  im Jahre 1977 und von 3 Monaten  im Jahre 1978 auszugehen 
ist, und es dem Beschwerdeführer damit nicht gelungen ist zu beweisen, 
dass er  länger  als  elf Monate  im Sinne  von Artikel  1a AHVG versichert 
war,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  geltend  macht  noch  den  Akten 
entnommen  werden  könnte,  dass  er  jemals  freiwillig  bei  der  AHV 
versichert gewesen wäre (Art. 2 AHVG),

dass  somit  feststeht,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Voraussetzung 
eines  vollen  Beitragsjahres  nicht  erfüllt  und  somit  keinen  Anspruch  auf 
eine ordentliche Altersrente der AHV hat, 

dass  sich  die  Beschwerde  damit  als  offensichtlich  unbegründet  erweist 
und im einzelrichterlichen Verfahren abzuweisen ist (Art. 23 Abs. 2 VGG 
in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 AHVG),

dass  das  vorliegende Urteil  dem Beschwerdeführer  androhungsgemäss 
durch Publikation des Dispositivs  im Bundesblatt zu eröffnen  ist  (Art. 36 
Bst. b VwVG),

dass  das  Verfahren  für  die  Parteien  kostenlos  ist  (Art.  85bis  Abs.  2 
AHVG) und keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 7 Abs. 1 und 
3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  darauf  eingetreten  werden 
kann.

2. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung zugesprochen.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (durch Publikation im Bundesblatt)
– die Vorinstanz (Ref­Nr._______)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Milan Lazic

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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