# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76c25d44-ff07-56ad-81b2-1aaeb7905b4f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 17.08.2010 R 2010 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2010-17_2010-08-17.pdf

## Full Text

R 10 16 und 17

5. Kammer 

URTEIL
vom 17. August 2010

in den verwaltungsrechtlichen Streitsachen

betreffend Lärmschutzmassnahmen

1. … sowie 14 weitere Personen sind Eigentümer von im Jahre 1975 anstelle 

des damaligen Hotels … realisierten Stockwerkeinheiten in dem in …, an der 

… auf Parzelle Nr. 5574 gelegenen Appartementhaus „…-Residences“. Die 

Liegenschaft befindet sich nach der geltenden Zonenordnung in der 

Zentrumszone, für welche eine Empfindlichkeitsstufe (ES) III ausgeschieden 

ist. 

Im Kellergeschoss des Appartementhauses werden seit der Realisierung 

desselben die „Disco …“ und im Erdgeschoss die Diskothek „… Club“ (Umbau 

1981) sowie die „…-Bar“ betrieben. Die Betriebe gaben anlässlich von 

Stockwerkeigentümerversammlungen seit Jahren Anlass zu Diskussionen 

wegen immer starker Lärmimmissionen. Daher wurden 1991 erstmals 

Lärmmessungen veranlasst. Im März 2006 wurden erneut Schall- und 

Lärmmessungen im Gebäude vorgenommen. Am 19. Dezember 2006 

reichten die Wohnungseigentümer bei der Gemeinde … ein Gesuch ein, mit 

welchem sie zum Schutz vor übermässigen Lärm- und Schallimmissionen 

(sowohl Aussen- als auch Innenlärm) den  Erlass konkreter Massnahmen 

anbegehrten. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 22. Dezember 2006 

wies die Gemeinde die Betreiber  der drei Lokale vorerst an, die Schall- und 

Laserverordnung einzuhalten, und zudem die Fenster und Türen geschlossen 

zu halten. Nach Durchführung eines Schriftenwechsels fand am 22. März 

2007 zwischen den beteiligten Parteien eine Einigungsverhandlung statt, 

anlässlich welcher verschiedene Massnahmen vereinbart wurden, so zum 

einen, dass im „… Club“ und in der „…“ plombierte Lärmpegelbegrenzer 

einzubauen seien, und zum andern, dass ein externer Experte mit einer 

Lärmmessung beauftragt werde. Als solcher wurde mit unangefochten in 

Rechtskraft erwachsener, verfahrensleitender Verfügung vom 20. Dezember 

2007 Markus Strobel bezeichnet. Dieser erarbeitete in der Folge ein 

Messkonzept, welches nach verschiedenen Diskussionen und weiteren 

Überarbeitungen einvernehmlich bereinigt werden konnte. Gestützt auf die 

Ergebnisse diverser, zwischen dem 23. Dezember 2008 und dem 28. Februar 

2009 vorgenommenen Messungen erarbeitete der Experte seinen Bericht 

(datiert vom 10. September 2009), der durch die Gemeinde den Parteien zur 

Stellungnahme unterbreitet wurde. 

In Kenntnis ihrer Überlegungen erliess der Kleine Landrat der Gemeinde … 

am 15. Dezember 2009 die seitens der Eigentümer von Stockwerkeinheiten 

anbegehrte Verfügung betreffend Lärmschutzmassnahmen mit folgendem 

Inhalt:

„1. Die in der Vollzugshilfe vom 10. März 1999 der Vereinigung kantonaler 
Lärmfachleute (Cercle Bruit) festgelegten Grenzwerte für Körperschall 
und Luftschall müssen in allen Betrieben eingehalten werden. Da 
sämtliche Anlagen (d.h. Disco …, … Club und …-Bar) vor dem 1. Januar 
1985 bewilligt wurden, gelten sie als bestehende Anlagen, und es ist eine 
Toleranz von 5 dB(A) gegenüber den Grenzwerten zulässig.   

 2. Die SLV als eidg. Recht muss überall eingehalten werden. Der zulässige 
max. Schallpegel bei Veranstaltungen ohne Meldepflicht und Auflagen 
liegt nach Art. 5 SLV bei 93 dB(A). Damit ein erhöhter Schallpegel bis 96 
dB(A) zugelassen werden kann, was gemäss obiger Ausführungen 
momentan nur im … möglich wäre, müssten Art. 6 i.V.m. Art. 8 SLV 
eingehalten werden und zusätzliche Auflagen der Baubehörde … 
müssten erlassen werden.  

 3. Die Gesuchsgegner haben Fenster und Türen oder 
Schallschutzschleusen ihrer Betriebe im Sinne der vorstehenden 
Erwägungen geschlossen zu halten

 4. Die Behörden behalten sich Kontrollen für die Einhaltung dieser 
gesetzlichen Bestimmungen oder Auflagen ausdrücklich vor. Sollten 
Bestimmungen nicht eingehalten werden, können weitergehende 
Massnahmen, wie die Einschränkung der Betriebszeit oder die 
Beschränkung der maximalen Kundenzahl, jeweils zu Lasten der Betriebe 
angeordnet werden.

 5. …“ 

2. a) Dagegen reichten die im Rubrum aufgeführten 15 Eigentümer von 

Stockwerkeinheiten am 1. Februar 2010 Beschwerde (R 10 16) beim 

Verwaltungsgericht ein mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Die Verfügung des … der Gemeinde … vom 15. Dezember 2009, 
mitgeteilt am 18. Dezember 2009 (Protokoll-Nr. 09-1039), sei insoweit 
aufzuheben, als in Ziff. 1 des Dispositivs festgestellt wird, dass sämtliche 
Anlagen (d.h. Disco …, … Club und …-Bar) als bestehende Anlagen 
gelten, womit eine Toleranz von 5 dB(A) gegenüber dem Grenzwert 
zulässig sei.

 2. Im Übrigen sei die Angelegenheit, unter Aufrechterhaltung der übrigen 
Bestimmungen des Dispositivs mit der Verpflichtung an die Gemeinde … 
zu verweisen, Lärmschutzmassnahmen für den Aussenlärm vor den 
genannten Lokalen und auf der Strasse vor dem Komplex Hotel … in … 
zu erlassen.

Die Vollzugshilfe des Cercle Bruit sei von der Gemeinde zu Recht für 

anwendbar erklärt worden. Auch wenn es zutreffe, dass die drei Lokale vor 

dem 1. Januar 1985 bewilligt worden seien, dürften diese jedoch nicht mehr 

als bestehende Anlagen taxiert werden. Seit der Eröffnung hätten sich 

wesentliche lärmschutzrechtlich relevante Veränderungen bei der Betriebsart 

der einzelnen Betrieben ergeben: So sei die Disco „…“ anfänglich ein 

Bar/Restaurant gewesen, und in der Diskothek „… Club“ habe es anstelle des 

heutigen Diskobetriebes praktisch nur Auftritte von Livebands gegeben. Es 

sei ferner davon auszugehen, dass sämtliche Musikanlagen seit dem Jahre 

1975 ausgewechselt resp. verstärkt worden seien. Dies betreffe vor allem die 

Anlagen für die stark ausgeprägten rhythmischen Bässe zu, welche neueren 

Datums sein müssten und wesentlich zu den geklagten Beeinträchtigungen 

beitragen würden. Solches entspreche im übrigen auch der allgemeinen 

Lebenserfahrung, letztlich alles Umstände, welche einer Taxation als 

bestehende Anlagen entgegenstünden. Es sei jedenfalls realitätsfremd, wenn 

die Vorinstanz ohne weitere Abklärungen annehme, es hätten seit den 

Anfängen der Betriebe keine immissionsmässig wesentlichen Veränderungen 

stattgefunden. Unverständlicherweise habe sie zudem auf Anordnungen von 

Massnahmen zur Eindämmung des Aussenlärms verzichtet. Sie habe sich mit 

den entsprechenden Anträgen der Beschwerdeführer gar nicht befasst, womit 

das diesen zustehende rechtliche Gehör verweigert worden sei. Im Übrigen 

verletzte das gemeindliche Vorgehen das in Art. 11 USG statuierte 

Vorsorgeprinzip.

b) Die Gemeinde … beantragte die Abweisung dieser Beschwerde. Die 

Beschwerdeführer versuchten, Betriebsänderungen zu konstruieren, welche 

dazu führen würden, dass die Toleranz von 5 dB(A) nicht in Anspruch 

genommen werden könnte. Sie halte aber daran fest, dass es sich bei den 

drei Betrieben um bestehende Anlagen und nicht um Neuanlagen handle. 

Aufgrund der Akten (so u.a. Protokolle der Eigentümerversammlungen) sei 

davon auszugehen, dass die Musiklärmimmissionen bereits in den Jahren 

1977 und 1983 Anlass zu Diskussionen gegeben hätten. Bei allen drei 

Betrieben handle es sich um bestehende ortsfeste Anlagen, die heute noch 

mit der ursprünglichen Nutzung (Live-Musik, Barbetrieb) betrieben würden. 

Unbestritten sei, dass sich die Art der Musik in den vergangenen 25 Jahren 

geändert habe. Damit könne aber noch keine wesentliche Nutzungsänderung 

der genannten Lokale begründet werden. Was den geklagten Aussenlärm 

betreffe, so sei es schwierig, diesen zu erfassen und einem bestimmten 

Betrieb zuzuordnen. Diesbezüglich könne auf das Urteil des 

Verwaltungsgerichts R 03 109 verwiesen werden, in welchem ein 

vergleichbarer Sachverhalt beurteilt worden sei. Was das Gericht in jenem 

Falle festgestellt habe, gelte auch für den vorliegenden Fall. Die Anhänge der 

LSV sähen keine Belastungsgrenzwerte für Aussenlärmimmissionen 

aufgrund von Gesprächen vor. Als Vollzugsbehörde müsste sie einen 

Augenschein vornehmen und die Lärmbelastung subjektiv beurteilen. Weil 

aber eine Zuordnung des Aussenlärms zu einer bestimmten Lärmquelle, bzw. 

einem bestimmten Betrieb, nicht möglich sei, habe sie davon abgesehen. Eine 

Reduktion des Aussenlärms könne nur über den Vollzug des 

Landschaftsgesetzes über öffentliche Ruhe und Ordnung bzw. über verstärkte 

Polizeikontrollen erreicht werden.

c) … beantragte ebenfalls Abweisung der Beschwerde. Die Diskothek „… Club“ 

bilde seit Jahrzehnten zusammen mit der „…“, der „…-Bar“ sowie weiteren 

Betrieben in der näheren Umgebung das absolute Zentrum des … 

Nachtlebens. Sie lägen allesamt an der Hauptverkehrsader der …, welche zu 

jeder Tages- und Nachtzeit befahren und durch unzählige Passanten 

begangen werde. Gleich vis-à-vis des Hotel …-Komplexes befinde sich 

zudem der …parkplatz, welcher Tag und Nacht als Parkplatz, aber auch als 

Festplatz von Jugendlichen benutzt werde, die keinen Zutritt in die 

Nachtlokale erhielten. … sei eine der ersten Tourismusadressen in Europa, 

zu welcher selbstverständlich auch ein entsprechendes Nachtleben gehöre. 

Alle drei Betriebe hätten bereits bestanden, als die Beschwerdeführer ihre 

Appartemente gekauft hätten. Das Problem der angeblichen 

Lärmimmissionen bilde bereits seit Fertigstellung des Appartementhauses 

Gegenstand von Diskussionen. Zu Recht habe die Gemeinde für den 

Grenzwert gemäss Cercle Bruit eine Toleranz von 5 dB(A) berücksichtigt. Die 

heute bestehende Diskothek „… Club“ sei im Jahre 1981 erstellt und seither 

in betrieblicher Hinsicht nur marginal geändert worden. Insbesondere 

entspreche die heutige Musikanlage noch immer weitgehend der damals 

installierten Anlage. Vor dem Umbau in die heutige Diskothek sei der „… Club“ 

bereits in den 60er und 70er Jahren als Dancing und Diskothek geführt 

worden. Damals seien aber vorwiegend Live-Bands aufgetreten und 

abwechslungsweise sei Diskomusik gespielt worden. Dabei hätten die Live-

Bands regelmässig viel lauter gespielt, als die heute gespielte Musik. Es sei 

eine Tatsache, dass sich die Stockwerkeigentümer der Residenz … seit dem 

Jahre 1981 bis ca. 2000 praktisch an jeder Jahresversammlung über die 

Musikanlage beschwert hätten. Später seien diese Kritiken aber fast 

vollständig verstummt. Der Hinweis auf die Änderung des Musikstils erweise 

sich als unbehelflich. Tatsache sei vielmehr, dass die Diskomusik der 80er 

Jahre mindestens die gleichen Immissionen verursacht habe wie die heutige 

Musik. Was die geklagten fehlenden Anordnungen hinsichtlich der 

Einschränkung des Aussenlärms betreffe, sei darauf hinzuweisen, dass es 

allein Aufgabe der Gemeinde sei, Ruhe und Ordnung sicherzustellen. Wenn 

die Beschwerdeführer eine verstärkte Polizeipräsenz forderten, dann habe er 

nichts dagegen. Der Aussenlärm sei aber weder direkt noch indirekt auf den 

Betrieb der Diskothek „… Club“ zurückzuführen. Im Übrigen habe er schon 

vor Erlass der angefochtenen Verfügung die Anregung des Experten 

betreffend Neuplatzierung der Basslautsprecher aufgenommen. Von den 

insgesamt vier alten Basslaufsprechern habe er zwei eliminiert und die 

restlichen zwei neu aufgestellt und schalltechnisch isoliert. Zudem habe er 

einen Limitenbegrenzer einbauen lassen.

d) Abweisung beantragten auch … und … als Betreiber bzw. Eigentümerin der 

„…-Bar“. Im Jahre 1965 sei diese als Musikbar eröffnet worden. Damals seien 

Bands live aufgetreten und daneben sei Musik ab Musikbox gespielt worden. 

Im Jahre 1975 sei die …-Bar mit dem …-Grill erweitert worden. Ende der 70-

er Jahre sei dann die Integration des …-Grill in die …-Bar erfolgt. Damals 

habe auch das Abspielen von Musik ab Platten begonnen. Anfangs 80er 

Jahre sei ein DJ engagiert worden, welcher regelmässig mit Live-Bands 

abgewechselt habe. Die heutige Nutzung entspreche im Wesentlichen der 

damaligen. Dies alles zeige, dass nie eine Änderung der Betriebsart 

stattgefunden habe, weshalb die gemeindliche Taxation als bestehende 

Anlage auch zutreffe. Hinsichtlich Aussenlärm sei die …-Bar ein Vorbild. Seit 

Anfang der 90er Jahre werde ein Türsteher beschäftigt, der dafür sorge, dass 

die Gäste beim Verlassen des Lokals keinen unnötigen Lärm verursachten.

3. a) Mit Eingabe vom 1. Februar 2010 reichten … (Eigentümerin der „…-Bar“) und 

… (Betreiber der „…-Bar“) auch noch separat Beschwerde (R 10 17) gegen 

die gemeindliche Verfügung ein im Wesentlichen mit dem Antrag um 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Zudem sei ihnen zu erlauben, den 

Maximalpegel für die Musikerzeugung bis und mit 93 dB(A) auszuschöpfen. 

Eventuell sei die Verfügung zwecks Einholung einer Ergänzung der Expertise 

betreffend der Messungen in der „…-Bar“ und in der Wohnung Nr. 108, oder 

zwecks Einholung einer Oberexpertise an die Vorinstanz zurückzuweisen. In 

der angefochtenen Verfügung stelle die Gemeinde einzig auf Mutmassungen 

des Experten ab, welche sie ungefiltert übernommen und zum Entscheid 

erklärt habe. Beispielsweise äussere sich der Experte auf S. 14 seines 

Berichtes z.B. dahingehend, dass in der Wohnung Nr. 108 die Musik aus der 

„…-Bar“ subjektiv ausserordentlich gut wahrgenommen habe werden können, 

weshalb das Einhalten des nach SLV zulässigen Pegels von 93 dB(A) zu 

übermässigen Immissionen führen würde. Diese Darlegungen seien nicht 

nachgewiesen. Von ihnen privat durchgeführte Messungen hätten vielmehr 

ergeben, dass bereits der Lärmpegel bei vollem Barbetrieb und ohne laufende 

Musikanlage allein rund 85-88 dB(A) betrage. Die Musikanlage könne bereits 

daher gar nicht die Hauptursache für die geklagten Störungen im ganzen 

Haus sein. Die Musik sei nur eine Nebenerscheinung. Interessanterweise 

habe weder der Experte noch die Gemeinde berücksichtigt, dass durch eine 

bessere Einstellung der Musikanlage oder mit neueren Geräten noch bessere 

Werte erzielt werden könnten. Jedenfalls fehlten diesbezügliche Angaben für 

eine nachhaltige Verbesserung völlig. Die „…-Bar“ sei von Anbeginn  an als 

Barbetrieb geführt worden. Am damaligen  Konzept habe sich bis heute nichts 

geändert. Mit der angefochtenen Verfügung werde die …-Bar gegenüber den 

anderen Lokalen „… Club“ und „…“ nicht gleich behandelt. Die Prognose des 

Experten und der angefochtene Entscheid implizierten, dass der „… Club“ 

einen Immissionspegel von ca. 30 dB(A) erreichen dürfe, wohingegen die 

Lärmimmissionen der „…-Bar“ in der Wohnung Nr. 108 einen Pegel von 25 

dB(A) einhalten müssten. Dies sei ungerechtfertigt. Gemäss Art. 5 SLV sei ein 

Pegel von 93 dB(A) erlaubt. Zulässig sei auch ein Musiklärmpegel in den 

betreffenden Wohnungen von leicht über 30 dB(A). Der Experte habe auf S. 

13 festgehalten, dass die Wohnung Nr. 108 nach Betriebsschluss der „…-Bar“ 

immer noch einen Pegel, verursacht durch andere Geräusche, von 24 dB(A) 

aufweise, und dies bei einer abgespielten Musik von ca. 90-93 dB(A). In der 

Prognose des Experten werde als zulässiger Immissionspegel in der 

Wohnung Nr. 108 ca. 30 dB(A) aus dem „… Club“ betrachtet. Demselben 

Wohnungseigentümer müsse doch auch zugemutet werden können, aus der 

„…-Bar“ einen Immissionspegel von 30-35 dB(A) zu akzeptieren. Daher sei 

eine Reduktion der zulässigen 93 dB(A) auf 85 dB(A) nicht angebracht und im 

Vergleich zum „… Club“ auch nicht gerechtfertigt. Die Erfahrung zeige, dass 

in der „…-Bar“ die Musikanlage noch verbesserungsfähig sei. So könnten 

Boxen und Verstärker ausgetauscht und die Lautstärken herabgesetzt 

werden. Oder es könnten die Bassboxen und die neuen Lautsprecher mit 

einem speziellen Material unterlegt werden, so dass keine Vibrationen nach 

Aussen und Oben mehr dringen könnten. Die „…-Bar“ sei ihrerseits dazu 

bereit. Allerdings müsse die Tatsache berücksichtigt werden, dass die 

Barbesucher ohne Musik einen Lärmpegel von mindestens 85-88 dB(A) 

verursachten und die seit 30 Jahren betriebene „…-Bar“ zudem nicht 

schlechter gestellt werden dürfe als benachbarte Betriebe im gleichen Haus.

b) Die Gemeinde … beantragte auch diesbezüglich die Abweisung der 

Beschwerde. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer seien nicht die 

Emissionswerte, sondern die Immissionswerte massgebend. Relevant seien 

dabei die in den betroffenen Wohnungen gemessenen Werte und nicht jene 

im Betrieb. Ebenso wenig gehe es um subjektive Wahrnehmungen des 

Experten, sondern um aufgrund der Messungen im ganzen …-Komplex 

gezogene, empirisch erhärtete Schlussfolgerungen. Seitens der Gemeinde 

sei Markus Strobel mit den Lärmmessungen beauftragt worden. Vor der 

Vornahme der Messungen sei mit den Parteien das Messkonzept festgelegt 

worden. Für die Messungen seien nur Geräte verwendet worden, welche 

innerhalb der vergangenen beiden Jahre vom Eidg. Amt für Messwesen 

anerkannten Prüfstelle kontrolliert bzw. geeicht worden seien. Die „…-Bar“ der 

Beschwerdeführer könne nicht mit den beiden anderen Betrieben verglichen 

werden. Bei der „…-Bar“ handle es sich nicht um einen Disko-, sondern um 

einen Barbetrieb. Der „… Club“ habe die strengsten Auflagen erhalten, weil 

hier der Schall am direktesten und ohne grosse Dämmung in die 

darüberliegenden Wohnungen gelange. Bei der „…“ sei die Schalldämmung 

aufgrund deren Lage im Keller so gut, dass bei der Einhaltung der SLV-Werte 

von 93 dB(A) auch die Immissionswerte gemäss Cercle Bruit in den 

darüberliegenden Wohnungen eingehalten würden. Den Beschwerdeführern 

stehe es aber frei, die Lärmwerte durch eine verbesserte Musikanlage zu 

verbessern. Die Beschränkung auf 85 dB(A) stelle kein Gewerbeverbot, 

sondern letztlich gar ein Entgegenkommen dar. Der Betrieb könne ohne 

Kosten verursachende Auflagen mit einer bloss geringen Einschränkung 

weitergeführt werden. Wenn die Beschwerdeführer bereit seien, mit 

zusätzlichen Massnahmen die Immissionen einzuschränken, könnten sie die 

Lautstärke im Rahmen der übrigen gesetzlichen Bestimmungen allenfalls 

erhöhen.

c) Abweisung beantragten auch die im Rubrum aufgeführten 15 Eigentümer von 

Stockwerkeinheiten im Appartementhaus. Die der „…-Bar“ auferlegten 

Auflagen seien allesamt verhältnismässig. Eine versteckte 

Stichprobenmessung vom 28. Februar 2009 habe in der „…-Bar“ einen 

Immissionspegel von 94 dB(A) ergeben, der sich in der  Wohnung Nr. 108 mit 

einem Immissionspegel von 34 dB(A) konkretisiert habe. Zusammen mit den 

übrigen Betrieben habe bei dieser Wohnung ein Pegel von 37 dB(A) resultiert, 

was deutlich über dem zulässigen Wert liege. Ihres Erachtens habe der 

Experte zu Recht eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Betrieben 

vorgenommen. Wenn die Beschwerdeführer nun ausführten, es seien noch 

starke Verbesserungen der Lärmwerte möglich, so würden sie damit 

bestätigen, dass unter dem Titel des Vorsorgeprinzips weitere Massnahmen 

zu prüfen und anzuordnen seien, um die Situation der Bewohner zu 

verbessern.

4. Im Rahmen je eines zweiten Schriftenwechsels erhielten die Parteien die 

Gelegenheit, die von ihnen in den beiden Beschwerdeverfahren vertretenen 

Rechtsstandpunkte zu ergänzen und zu verdeutlichen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerden R 10 16 und R 10 17 richten sich beide gegen dieselbe 

kommunale Verfügung betreffend Lärmschutzmassnahmen vom 15./18. 

Dezember 2009. Beiden Eingaben liegt derselbe Sachverhalt zugrunde und 

stellen sich sodann identische Rechtsfragen, weshalb es sich ohne weiteres 

rechtfertigt, die beiden Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 6 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) zu vereinigen und mit einem 

einzigen Urteil zu erledigen.

Beschwerde R 10 16
2. a) Unbestritten ist, dass zum einen die umweltrechtlichen Vorschriften des 

Bundes über den Lärmschutz auf öffentliche Betriebe wie die vorliegend zur 

Diskussion stehenden anwendbar sind und zum andern, dass die von der 

Vorinstanz angewendete Vollzugshilfe des „Cercle Bruit“ (Vereinigung 

kantonaler Lärmschutzfachleute, Vollzugshilfe vom 10. März 1999) für die 

Beurteilung, ob die sich die mittels Abnahmemessungen festgestellten 

Lärmimmissionen noch innerhalb der massgebenden Grenzwerte für 

Körperschall (zwischen 30 dB(A) und 40 dB(A)) und Luftschall (zwischen 40 

dB(A) und 50 dB(A)) bewegen, als Entscheidhilfe herangezogen werden 

durfte. Davon abzuweichen besteht im vorliegenden Verfahren ebenfalls kein 

Anlass. Einig sind sich die Parteien grundsätzlich auch darüber, dass alle der 

jeweiligen Lokalität zurechenbaren Lärmimmissionen miteinzubeziehen sind, 

d.h. sowohl der im Innern entstehende Lärm als auch die nach aussen 

dringenden Geräusche aus dem Haus sowie der Lärm der ankommenden und 

weggehenden bzw. wegfahrenden Gäste u.a. im Eingangs- und/oder 

Aussenbereich. Dies entspricht dem Schutzzweck der 

Lärmschutzverordnung, welche die Bevölkerung vor schädlichem und 

lästigem Lärm schützen soll, der beim Betrieb neuer und bestehender 

Anlagen nach Art. 7 USG erzeugt wird (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a LSV). 

Uneins sind sich die Parteien jedoch hinsichtlich der Frage, ob es sich bei den 

drei Aussen- und Innenlärmimmissionen erzeugenden Betrieben um 

bestehende (ortsfeste) Anlagen gemäss Art. 7 Abs. 7 USG und Art. 2 Abs. 1 

LSV handle. Die Gemeinde hat dies bejaht und ihnen entsprechend einen 

Toleranzzuschlag von 5 dB(A) gewährt. 

b) Diesbezüglich ergibt sich aus den Akten unschwer, dass alle drei Betriebe 

bereits vor dem Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes am 1. Januar 1985 

bestanden haben („… Club“: bewilligt 1975, renoviert Juli 1981; „…-Bar“: 

bewilligt 1975; „…“: Baubewilligung: Juli 1981). Die Vorinstanz ist aufgrund 

ihrer Abklärungen zum Schluss gelangt, dass keiner der drei Betriebe nach 

Inkrafttreten des USG weder in baulicher noch betrieblicher Hinsicht eine 

wesentliche Veränderung erfahren hätte. Die von ihr getroffene Feststellung 

lässt sich aufgrund der Aktenlage und den Vorbringen der Parteien nicht 

beanstanden. Als wesentliche Veränderung gelten praxisgemäss Ausbauten, 

Erweiterungen sowie vom Inhaber verursachte Änderungen eines Betriebs, 

welche eine deutliche Zunahme der Lärmbelastung für die Umgebung 

bewirkten. Konkrete Anhaltspunkte, welche für eine wesentliche Veränderung 

mit deutlicher Zunahme der Lärmbelastung  sprechen würden, sind jedenfalls 

keine ersichtlich. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten 

Veränderungen an den Musikanlagen, welche heute wesentlich stärkere 

Immissionen als früher verursachten, beruhen auf Mutmassungen, 

Allgemeinplätzen und unbewiesenen Behauptungen. Rechtsgenügliche 

Anhaltspunkte dafür, dass die Musikanlagen in den einzelnen Betrieben nach 

dem 1. Januar 1985 verstärkt worden sein könnten, oder sonstige, mit einer 

relevanten Lärmzunahme verbundene betriebliche Änderungen sind nicht 

ersichtlich. Vielmehr zeigen die ins Recht gelegten Protokolle der 

Eigentümerversammlungen augenfällig auf, dass Lärmimmissionen seit dem 

Bezug der Appartements im Jahre 1981 regelmässig Anlass zu Diskussionen 

und Beschwerden gaben. Auch der Einwand, dass früher eine andere, 

immissionsärmere Musik gespielt worden sei, stellt lediglich eine Behauptung 

dar, die jedenfalls in der allgemeinen Lebenserfahrung noch keine 

hinreichende Stütze findet. Wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, 

dass die heutigen lärmmässigen Beeinträchtigungen im Wesentlichen 

vergleichbar mit den früheren (vor 1985) seien, so lässt sich dieser Schluss 

insgesamt ohne weiteres vertreten. Hält man sich ferner vor Augen, dass 

derzeit keine neuen wesentlichen (baulichen und/oder betrieblichen) 

Änderungen beabsichtigt sind, bestand kein Anlass, die Betriebe als den 

Vorschriften für Neuanlagen (Art. 25 USG, Art. 7 LSV) unterstehend zu werten 

(vgl. auch BG-Urteil 1C_311/2007 vom 21. Juli 2008). Entsprechend hat die 

Gemeinde die drei Betriebe zu Recht als bestehend qualifiziert und sie durfte 

ihnen einen Toleranzzuschlag von 5 dB(A) gewähren. Die in Ziff. 1 des 

Dispositivs getroffene Feststellung lässt sich entsprechend nicht 

beanstanden. 

c) Die Beschwerdeführer 1 wehren sich sodann noch gegen die fehlende 

Anordnung von konkreten Massnahmen bezüglich des ihres Erachtens 

übermässigen Aussenlärms (z.B. Verpflichtung zur Anstellung eines 

Türstehers, welcher dafür zu sorgen hätte, dass die Gäste beim Verlassen der 

Lokale keinen Lärm verursachen; verstärkte Polizeipräsenz, etc.). 

Demgegenüber haben sie von einer Anfechtung der übrigen, im Dispositiv der 

angefochtenen Verfügung formulierten Auflagen und Anordnungen 

ausdrücklich abgesehen. Mit Blick auf das geklagte Fehlen von Massnahmen 

zur Eindämmung des Aussenlärms gilt es vorweg festzuhalten, dass die 

Gemeinde diesbezüglich entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer 1 

nicht untätig geblieben ist. Insofern erweist sich ihre Rüge der Verletzung des 

rechtlichen Gehörs als offensichtlich haltlos. Zwar hat sie es in der streitigen 

Verfügung bei der in Ziff. 3 formulierten Anordnung (geschlossen Halten von 

Fenstern Türen oder Schallschutzschleusen) bewenden lassen. Gleichzeitig 

hat sie sich aber auch weitere Kontrollen und Auflagen vorbehalten (Ziff. 4 des 

Dispositivs). Sie hat damit zum Ausdruck gebracht, dass, wenn Bedarf nach 

weitergehenden, den Betriebe aufzuerlegenden Massnahmen bestehe, sie 

solche auch gestützt auf das im Umweltschutzrecht zur Anwendung 

gelangende Vorsorgeprinzip anordnen werde. Die Begründung für das ihr zu 

Unrecht vorgehaltene Untätigbleiben liegt letztlich in den konkreten 

Gegebenheiten vor Ort. Die drei Betriebe befinden sich nämlich allesamt an 

der stark frequentierten Hauptverkehrsachse der Gemeinde, mitten im 

touristischen Vergnügungszentrum der Gemeinde, welches nach der 

geltenden Grundordnung in der Zentrumszone (Art. 93 BG: ES III) liegt. Die 

Nutzung der Betriebe entspricht der massgebenden Bauzonenbestimmung 

von Art. 58 BG, da in der Zentrumszone ausdrücklich touristische und andere 

Dienstleistungszone zulässig sind. Entsprechend befinden sich denn auch in 

unmittelbarer Nähe weitere lärmemittierende Lokale sowie u.a. auch ein 

grosser Parkplatz. Entsprechend mischen sich im streitigen Aussenbereich 

der Alltagslärm der Gäste der verschiedenen Vergnügungslokale mit jenem 

der Passanten und demjenigen des allgemeinen Strassenverkehrs. Daraus 

erhellt, dass es in der Tat äusserst schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, 

einen bestimmten Lärm einem ganz bestimmten Betrieb zuzuordnen. Solches 

wäre aber wiederum Voraussetzung um gegenüber einem konkreten Betrieb 

eine individuell-konkrete Anordnung zu erlassen. Aus dieser Sicht betrachtet 

lässt es sich daher nicht beanstanden, wenn die Gemeinde (derzeit) ohne 

vertieftere, einzelfallweise Beurteilung des Lärms hinsichtlich Charakter, 

Häufigkeit, Lärmempfindlichkeit und bestehender Lärmvorbelastung (BGE 

123 II 86 E. 5a, 335 E. 4d/bb) von der Anordnung einen oder mehrere der drei 

betroffenen Betriebe konkret belastenden Massnahmen zur Lärmreduktion 
im Aussenbereich noch abgesehen hat. Insofern stösst auch die Rüge der 

Verletzung des Vorsorgeprinzips ins Leere. Die Gemeinde ist jedoch daran zu 

behaften, dass sie zum einen die sonstigen den jeweiligen Betreibern in 

anderem Zusammenhang bereits gemachten Vorgaben (so z.B. Türsteher, 

Videoüberwachung) überwacht und durchsetzt, und dass sie zum andern mit 

den ihr generell zustehenden allgemeinen polizeilichen Mitteln ausserhalb 

des den einzelnen Betrieben zuzurechnenden Herrschafts- und 

Verantwortlichkeitsbereichs für die im Rahmen der Zonenbestimmung 

gebotene Ruhe und Ordnung sorgt. Die Beschwerde R 10 16 erweist sich 

entsprechend als unbegründet und ist daher abzuweisen. 

Beschwerde R 10 17
3. a) Die Beschwerdeführer 2 wehren sich gegen die mit Ziff. 2 verfügte Anordnung, 

dass die SLV (Schall- und Laserverordnung, SR 814.49) als eidgenössisches 

Recht überall einzuhalten sei (i.c. 93 dB(A) gemäss Art. 5 SLV). In den 

Erwägungen der angefochtenen Verfügung wird die pauschale Vorgabe 

dahingehend erläutert, als dass gemäss Expertenbericht ihr Betrieb die 

Grenzwerte des Cercle Bruit mit einem festgelegten maximalen Pegel von 93 

dB(A) nicht eingehalten werden könnten. Insbesondere in der Wohnung Nr. 

108 könne die Musik ausserordentlich gut wahrgenommen werden. 

Ausgehend von den Feststellungen im Expertenbericht legte die Vorinstanz 

daher gegenüber den Beschwerdeführern als weitere Auflage fest, dass in der 

„…-Bar“ nur ein tieferer Maximalpegel (85 dB(A)) für die Musikerzeugung 

zulässig sei. Die Beschwerdeführer verlangen nun die Aufhebung dieser 

Auflage sowie die Erlaubnis, den Maximalpegel ebenfalls bis 93 dB(A) 

ausschöpfen zu können. Ihrem Ansinnen ist kein Erfolg beschieden.

b) Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer 2 hat der mit den Messungen 

betraute Experte seiner Beurteilung nicht bloss subjektive Empfindungen zu 

Grunde gelegt. Vielmehr hat er gemäss den Vorgaben des mit den 

Betroffenen gemeinsam erarbeiteten und von diesen akzeptierten 

Messkonzeptes verschiedentlich Messungen vorgenommen. Diese haben 

augenfällig aufgezeigt, dass bei einem Musikpegel von 93 dB(A) in der …-Bar 

die Grenzwerte (Immissionsgrenzwerte gemäss Cercle Bruit) in den 

Wohnungen (so u.a. in der Wohnung 108) nicht eingehalten werden können. 

Aus diesem Grunde war denn auch die streitige Verschärfung zum Schutz der 

Bewohner der darüber liegenden Wohnungen geboten und der Maximalpegel 

für die Musikerzeugung in der „…-Bar“ durfte denn auch auf 85 dB(A) 

festgelegt werden. 

c) Soweit die Beschwerdeführer 2 diesbezüglich den Einwand einer 

rechtsungleichen Behandlung vorbringen, kann ihnen ebenfalls nicht geholfen 

werden. Sie scheinen übersehen zu haben, dass in der angefochtenen 

Verfügung aufgrund der Ergebnisse der Messungen für jeden der drei 

Betriebe einzelfallweise die jeweils angemessenen, sachlich begründeten 

Auflagen gemacht wurden (vgl. Ziff. 7 a, b und c der Erwägungen der 

angefochtenen Verfügung). Als Folge der Messungen hat im Übrigen der „… 

Club“, welcher den maximalen Pegel von 93 db(A) ebenfalls nicht eingehalten 

hatte, umgehend betriebliche Massnahmen getroffen (Entfernung zweier von 

vier Basslautsprecher; geänderte Aufstellung der verbleibenden beiden, neu 

isolierten Basslautsprecher; Einbau eines neuen Steuergerätes mit 

Limitenbegrenzer), zwecks Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte. 

d) Dass die Beschränkung auf 85 dB(A) verhältnismässig ist, zeigt sich letztlich 

daran, dass die Lärmwerte - wie die Beschwerdeführer 2 selbst festhalten - 

durch eine neue oder verbesserte Musikanlage (Verstärkerleistung, Leistung 

Boxen, ältere Anlage), durch weitere lärmdämmende Massnahmen, etc. noch 

stark verbessert werden könnten. Von der in diesem Verfahren von den 

Beschwerdeführern abgegebenen Zusage, zu solchen Massnahmen Hand zu 

bieten, wird Kenntnis genommen. Im Übrigen hat ihnen die Gemeinde in der 

angefochtenen Verfügung diesen Weg skizziert, indem sie ausgeführt hat: 

„Sollte die Eigentümerin bzw. der Betreiber in einem Gutachten den Nachweis 

zur Einhaltung der Cercle Bruit Grenzwerte erbringen können, könnte der 

Musikpegel dementsprechend erhöht werden.“ Die Gemeinde ist lediglich 

darauf hinzuweisen, dass sich eine entsprechende gemeindliche Anordnung 

bereits aufgrund des umweltschutzrechlichen Vorsorgeprinzipes rechtfertigen 

könnte (Art. 11 Abs. 2 USG).

e) Kein Erfolg ist zudem der auch nicht näher begründeten, lediglich pauschal 

erhobenen Rüge beschieden, die angeordnete Pegelreduktion auf 85 dB(A) 

komme praktisch einem Gewerbeverbot gleich. Vielmehr hat die Gemeinde 

mit verhältnismässigen Vorgaben dafür gesorgt, dass den unterschiedlichen 

Interessenlagen aller Betroffenen angemessen Rechnung getragen werden 

kann.  Die Beschwerde R 10 17 erweist sich entsprechend ebenfalls als 

unbegründet und ist daher abzuweisen.

4. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten, unter solidarischer Haftung 

für den sie treffenden Anteil, je zur Hälfte zulasten der Beschwerdeführer 1 

und  2 (Art. 73 VRG), deren Parteientschädigungen (Beschwerdeführerin 1 im 

Verfahren R 10 17; bzw. Beschwerdeführer 2 im Verfahren R 10 16) 

angesichts des jeweiligen Verfahrensausganges wettzuschlagen sind. Die 

Beschwerdeführer 1 und 2 haben jedoch dem in beiden Verfahren anwaltlich 

vertretenen … je zur Hälfte eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 

2'500.-- (inkl. MWST) zu bezahlen (Art. 78 Abs. 1 VRG). Der 

Beschwerdegegnerin 1 steht demgegenüber  keine Parteientschädigung zu, 

weil sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerdeverfahren R 10 16 und R 10 17 werden vereinigt.

2. Die Beschwerden R 10 16 und R 10 17 werden abgewiesen. 

3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 6'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 580.--

zusammen Fr. 6'580.--

gehen je hälftig, und jeweils unter solidarischer Haftung für den sie treffenden 

Anteil, zulasten der Beschwerdeführer 1 und der Beschwerdeführer 2. Die 

entsprechenden Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

4. a) Die Beschwerdeführer 1 und 2 haben je zur Hälfte an … eine 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. 2'500.-- (inkl. MWST) zu bezahlen.

b) Die Parteientschädigungen der Beschwerdeführer 1 und 2 werden 

wettgeschlagen.