# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1d1d730-77ac-5907-a7a7-98c4c8201a6a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.05.2020 725 19 374 / 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-374---96_2020-05-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Mai 2020 (725 19 374 / 96) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Erreichen des Endzustands; adäquater Kausalzusammenhang verneint. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, Ad-
vokat, St. Jakobs-Strasse 30, Postfach, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1983 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. Mai 2016 als Bauarbeiter bei der B.____ 
und war aufgrund dieses Anstellungsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Scha-
denmeldung der Arbeitgeberin vom 20. März 2017 verletzte sich der Versicherte am 18. März 
2017 an der Halswirbelsäule (HWS), als er auf einer nassen Treppe ausgerutscht und auf den 
Rücken gefallen sei. Die Suva anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht und erbrachte die 
gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilbehandlungskosten). Nachdem der Versicherte am 

 

 
 
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6. August 2018 kreisärztlich untersucht worden war, teilte die Suva ihm gleichentags mit, dass 
ein Endzustand eingetreten sei und die laufenden Leistungen per 30. September 2018 eingestellt 
würden; gleichzeitig erklärte sie sich bereit, für die laufenden Behandlungen und Therapien noch 
bis Ende Dezember 2018 aufzukommen. Mit Verfügung vom 9. August 2018 sprach die Suva 
dem Versicherten sodann für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 18. März 
2017 eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Einbusse in der Integrität von 20 % zu, ver-
neinte jedoch den Anspruch auf eine Invalidenrente. Daran hielt sie auf Einsprache des Versi-
cherten hin mit Entscheid vom 15. Oktober 2019 fest.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Heiner Schärrer, am 12. November 
2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er 
beantragte, es seien die Verfügung vom 9. August 2018 und der Einspracheentscheid vom 15. 
Oktober 2019 aufzuheben. Die Suva sei zu verpflichten, ihm weiterhin die gesetzlichen Leistun-
gen in Form von Taggeld und Heilbehandlungen auszurichten und den Fallabschluss in einem 
späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen. Eventualiter sei ihm eine ganze Rente auszurichten. Sube-
ventualiter sei die Suva anzuweisen, ihm nach Festsetzung der Rente weiterhin Heilbehandlun-
gen im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht bean-
tragt er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Zur Begründung wurde im We-
sentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegnerin habe ihren Entscheid auf unzureichende medizi-
nische Berichte abgestützt. Es sei nicht erstellt, dass der Endzustand per 30. September 2018 
erreicht gewesen sei.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 16. Januar 2020 beantragte die Suva, vertreten durch Advokat 
Andrea Tarnutzer, unter Hinweis auf die Ausführungen im Einspracheentscheid vom 15. Oktober 
2019 die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g  
 

1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene Be-
schwerde des Versicherten vom 12. November 2019 ist einzutreten. 
 
2. Mit Verfügung vom 9. August 2018 teilte die Suva dem Beschwerdeführer unter Berück-
sichtigung ihres Schreibens vom 6. August 2018 mit, dass sie infolge Wegfalls der Kausalität die 
vorübergehenden Leistungen in Form von Taggeldleistungen per 30. September 2018 einstelle. 
Die Heilbehandlungskosten würden über diesen Zeitpunkt hinaus noch bis Ende Dezember 2018 
übernommen. Zudem lehnte sie einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab. Für die ver-
bleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 18. März 2017 sprach sie jedoch 
eine Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 29'640.-- zu. In der dagegen erhobenen Einspra-
che beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm eine 24%ige Rente und eine 25%ige Integri-
tätsentschädigung auszurichten. Die Suva wies die Einsprache in der Folge aber ab. Die vorlie-
gende Beschwerdebegründung richtet sich gegen die Einstellung der vorübergehenden Leistun-
gen und die Ablehnung des Anspruchs auf eine Rente. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung 

 

 
 
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fehlt jegliche Begründung und es liegen keine weiteren Anhaltspunkte vor, dass der Versicherte 
zusätzlich auch die Ablehnung des Anspruchs auf eine höhere Integritätsentschädigung anfech-
ten wollte. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Frage der Teilrechtskraft von 
nicht angefochtenen Bestandteilen eines angefochtenen Verwaltungsakts und der damit verbun-
denen Rügepflicht (BGE 119 V 347 ff.) ist daher festzuhalten, dass die Verfügung vom 9. August 
2018 bzw. der Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2019 bezüglich der darin festgesetzten In-
tegritätsentschädigung mangels Anfechtung in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist. Soweit der Be-
schwerdeführer im vorliegenden Verfahren insgesamt die Aufhebung der Verfügung und des an-
gefochtenen Einspracheentscheids verlangt, kann betreffend die Integritätsentschädigung nicht 
auf die Beschwerde eingetreten werden. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens bilden somit einzig die Einstellung der vorübergehenden Leistungen und der Anspruch auf 
eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich 
bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Oktober 2019 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (vgl. 
BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 

 

 
 
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anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht 
(vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
4.1 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 
(Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG] vom 6. Oktober 2000). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 
Grundsatz gilt nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien 
(vgl. BGE 122 V 158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersu-
chungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im So-
zialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, 
als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbe-
wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege 
in der Sozialversicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweis-
regel greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsat-
zes auf dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die über-
wiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 
E. 3b; MEYER-BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
4.2 Die rechtsanwendende Behörde ist zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher 
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die 
ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat diese medizi-
nischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bin-
dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeu-
tet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, 
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs-
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Be-
weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5.1 Für die Beurteilung der strittigen Fragen sind im Wesentlichen folgende ärztliche Berichte 
zu berücksichtigen: 
 
5.2 Der Beschwerdeführer wurde nach dem Unfall vom 18. März 2017 bis zum 30. März 2017 
im Spital C.____ hospitalisiert. Am 28. März 2017 wurden eine frische Deckplattenimpressions-
fraktur BWK 12 A0-A1, welche am 22. März 2017 mit minimalinvasiver Fraktur-spondylodese 
(USS-MIS) BWK11-LWK1 operativ behandelt worden war, und eine passagere Hypokaliämie di-
agnostiziert. Der intra- und postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Eine post-
operative Stellungskontrolle des Spondylodesematerials zeige eine regelrechte Lage. Der Versi-
cherte werde mit reizlosen und trockenen Wundverhältnissen in die Klinik D.____ entlassen. 
 
5.3 Der Beschwerdeführer befand sich vom 30. März 2017 bis 26. April 2017 in der Klinik 
D.____. Im Austrittsbericht vom 26. April 2017 wurden (1) ein Unfall vom 18. März 2017, bei 
welchem der Beschwerdeführer auf einer Baustelle rückwärts von einer Treppe ca. 1.5 m gestürzt 
sei und eine kyphosierte BWK12-Kompressionsfraktur A0-A3 und (2) eine Allergie gegen Peni-
cillin diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei aktuell zu 100% arbeitsunfähig. In der zusammen-
fassenden Beurteilung wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer stets motiviert bei allen 
Therapien mitgemacht und entsprechend sehr gute Fortschritte erzielt habe. Die Schmerzen 
seien im Verlauf deutlich regredient gewesen und die Analgetika hätten schrittweise abgebaut 
werden können. Bei Austritt habe er schmerzfrei 20 Minuten ohne Pausen gehen können. Er 
kenne das rückengerechte Verhalten und könne es unter Aufsicht korrekt umsetzen. Es gelänge 
ihm, die Rumpfstabilität auch während dynamischen Bewegungen beizubehalten. Die selbststän-
dige Umsetzung des rückengerechten Verhaltens im Alltag bereite ihm manchmal noch Mühe. Er 
sei am 26. April 2017 in einem guten und verbesserten Allgemeinzustand nach Hause in die 
Weiterbetreuung durch den Hausarzt entlassen worden. 
 
5.4 Nach dem Austritt aus der Klinik D.____ klagte der Beschwerdeführer vermehrt über 
Schmerzen. Im Sprechstundenbericht des Kantonsspitals X.____ vom 7. September 2017 wurde 
ein Status nach Frakturspondylodese BWK11/LWK1 bei Fraktur des BWK 12 genannt. Der Be-
schwerdeführer klage nach wie vor über muskuläre Beschwerden kranial und im lumbosakralen 
Übergang. Eine Infiltration im Bereich der Operation habe die Situation etwas verbessert. Die 

 

 
 
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Beschwerden lumbosakral würden auch in einer MRT-Untersuchung erfasst. Hier sei ein kleiner 
Bandscheibenschaden festzustellen mit einem Modic Grad 1-Status bei kleinem Anulusriss. Die 
Beschwerden seien durch die Fehlbelastung muskulär bedingt. Eine zusätzliche SPECT-CT-
Untersuchung im Frakturbereich beschreibe ein mässiggradig erhöhtes Uptake im Sinne einer 
Remodellierung und einer Frakturheilung. Der Beschwerdeführer habe bis anhin schwere körper-
liche Arbeit auf Baustellen verrichtet. Es sei jedoch davon auszugehen, dass diese Tätigkeit in 
den nächsten Jahren in dieser Form nicht mehr möglich sei.  
 
5.5 Im Bericht vom 5. April 2018 wies das Spital C.____ auf einen Status nach Osteosynthese-
Materialentfernung (OSME) und Débridement am 12. März 2018 und eine persistierende thora-
columbale Schmerzsymptomatik bei Status nach minimalinvasiver Fraktur- spondylodese (USS-
MIS) BWK11-LWK1 am 22. März 2017 bei BWK12 Fraktur hin. Das klinische Verlaufsbild zeige 
sich konsistent mit den Erwartungen. Drei Wochen nach der Operation seien die beschriebenen 
Restbeschwerden nicht unerwartet. Es gelte weiterhin die physiotherapeutische Mobilisation fort-
zuführen. 
 
5.6 Im Rahmen der klinischen Verlaufsbeurteilung und Besprechung des in der Zwischenzeit 
durchgeführten MRT der Lendenwirbelsäule (LWS) sowie des thoracolumbalen Übergangs, 
wurde ein unveränderter Befund erhoben (Untersuchung des Beschwerdeführers vom 28. Juni 
2018; Bericht des Spitals C.____ vom 2. Juli 2018). In Bezug auf die diagnostischen Untersu-
chungen habe sich ergeben, dass sich aufgrund des MRT der LWS vom 21. Juni 2018 im Ver-
gleich zur letzten MRT-Untersuchung vom August 2017 eine eher grössenprogrediente, intraver-
tebrale Bandscheibenhernie mit fettiger Knochenmarksveränderung zeige. Als nächster thera-
peutischer Schritt sei eine Infiltration der vier Zugangsnarben mit Lokalanästhetikum und Kena-
cort durchgeführt worden. Der Beschwerdeführer habe daraufhin eine geringfügige Besserung 
der Beschwerden angegeben. Am 19. Juli 2019 wurde nach neuerlicher Untersuchung des Be-
schwerdeführers berichtet, dass dieser von der BV-gesteuerten Infiltration der Narben und der 
Facettengelenke am 28. Juni 2018 nicht habe profitieren können. Im Befund wurde erwähnt, dass 
reizlose Narbenverhältnisse und eine lokale Druckdolenz über der oberen Brustwirbelsäule 
(BWS) sowie rechtsseitig im Bereich der kranialen und der linkscaudalen Narbe, jeweils im Be-
reich der Facettengelenke, vorlägen. Zudem bestünde eine Exazerbation der Schmerzen bei In-
klination, jedoch keine Veränderung der Schmerzen bei Reklination und kein sensomotorisches 
Defizit im Bereich der oberen und unteren Extremität. Der Verlauf sei weiterhin protrahiert bei 
Status nach Frakturspondylodese und anschliessender OSME vor 4 Monaten. Es zeige sich, 
dass insbesondere die oberhalb der Fraktur liegende Bandscheibe weitgehend intakt und ohne 
Hinweise auf eine signifikante Degeneration sei. Daher würden die Schmerzen und die Sympto-
matik weitestgehend als Mobilisationsschmerz im Anschluss an eine einjährige Spondylodese - 
d.h. Ruhigstellung - gesehen. Unter diesen Umständen werde eine Wiederholung der CT-
gesteuerten Infiltration und die Fortführung der Physiotherapie empfohlen. Zudem sei dem Be-
schwerdeführer geraten worden, wieder einer Arbeit nachzugehen, um sich langsam an die Be-
lastung zu gewöhnen. Bis zur nächsten Verlaufskontrolle in 6 - 8 Wochen sei er weiterhin zu 
100% arbeitsunfähig geschrieben. 
 

 

 
 
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5.7 Die Beschwerdegegnerin legte die Akten im Hinblick auf einen möglichen Fallabschluss 
ihrer Kreisärztin Dr. med. E.____, Fachärztin für Chirurgie, vor. Am 6. August 2018 fand eine 
kreisärztliche Untersuchung statt. In ihrem Bericht vom 7. August 2018 führte sie aus, dass in-
spektorisch reizlose Narbenverhältnisse nach Frakturspondylodese BWK11 auf LWK1 mit Druck-
dolenz thoracolumbal neben der rechtsseitigen Narbe sowie links caudal im Bereich der Facet-
tengelenke vorlägen. Dr. E.____ kam zum Schluss, dass es gemäss den vorliegenden Akten seit 
der OSME im März 2018 nicht zu einer namhaften Besserung der Schmerzsymptomatik gekom-
men sei. Auch die durchgeführten Physiotherapien und Infiltrationen hätten keine Besserung ge-
bracht. Dies werde in der heutigen Untersuchung anamnestisch bestätigt. Aufgrund der struktu-
rellen Schädigung im Bereich der BWS könne der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit 
als Hilfsarbeiter auf der Baustelle nicht mehr ausüben. Leichte bis mittelschwere wechselbelas-
tende Arbeiten ohne vornübergebeugter Zwangshaltungen seien ihm ganztags zumutbar. Bezüg-
lich des aktuellen Zumutbarkeitsprofils auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werde von weiteren 
medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung erwartet. Die Physiotherapie mit Instruk-
tion zur weiteren Muskelkräftigung könne für weitere ein bis zwei Serien fortgesetzt werden. 
 
5.8 Den Akten liegt auch ein Bericht des Spitals F.____ vom 16. August 2019 bei. Dr. med. 
G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnosti-
zierte eine schwere chronische Schmerzstörung mit fortgeschrittener Schmerzchronifizierung bei 
einem Status nach vollständig verheilter BWK12-Fraktur vom 18. März 2017 und OSME am 12. 
März 2018. Der Beschwerdeführer sei demonstrativ leidend. Es lägen peripher orientierend kei-
nerlei neurologische Defizite vor und die Wundverhältnisse thoraco-lumbal seien reizfrei. Beim 
Versuch, den Beschwerdeführer zu bewegen, spanne er dagegen und gebe starke Schmerzen 
an, was zu einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit in allen Bewegungsebenen führe. 
Der Schmerz sei aber weder facettogen noch diskogen im Rahmen der klinischen Untersuchung 
zuzuordnen. Auch sei kein Hinweis für eine streng neuropathische Schmerzkomponente erkenn-
bar. Beim Versicherten läge posttraumatisch eine schwerste Schmerzstörung mit hochgradiger 
Schmerzchronifizierung vor. Bildpathomorphologisch sei die Situation verheilt und stabil. Eine 
interventionelle Therapie für das Schmerzproblem des Patienten existiere nicht. Es sei strikt von 
sämtlichen weiteren invasiven Massnahmen abzusehen, auch im Sinne der Vermeidung einer 
Retraumatisierung und hierdurch möglichen weiteren Schmerzchronifizierung. Die Analgesie sei 
komplett auf eine schmerzdistanzierende Medikation umzustellen. Des Weiteren müsse der Be-
schwerdeführer einem gezielten Rekonditionierungsprogramm zugeführt werden. Inwieweit eine 
solche Behandlung langfristig erfolgversprechend sei, könne aufgrund der Sprachbarriere und 
des Verdachts auf einen sekundären Krankheitsgewinn aber nicht abgeschätzt werden. Von Sei-
ten der chronischen Schmerzstörung sei eine Rückführung ins Arbeitsleben momentan auch für 
leichte Tätigkeiten unvorstellbar. Es sei zwingend eine psychologische-psychiatrische Stellung-
nahme bezüglich der Schmerzstörung zur Einschätzung der tatsächlichen Arbeitsfähigkeit erfor-
derlich. 
 
6.1 Mit Verfügung vom 9. August 2018, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 15. Oktober 
2019, schloss die Suva den Fall per Ende September 2018 grundsätzlich ab. Einzig für die Heil-
behandlungskosten in Form der Physiotherapie kam sie bis Ende Dezember 2018 auf (vgl. auch 
Schreiben der Suva vom 6. August 2018; act. 128). In Würdigung der vorstehend geschilderten 

 

 
 
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medizinischen Unterlagen ging die Suva davon aus, dass beim Versicherten der medizinische 
Endzustand hinsichtlich der Unfallfolgen Ende September 2018 erreicht gewesen sei. Es sei nicht 
ersichtlich, dass im genannten Zeitpunkt von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten gewesen wäre. Der Beschwer-
deführer bringt demgegenüber vor, dass der Fallabschluss zu früh erfolgt sei, da der medizinische 
Endzustand Ende September 2018 noch nicht eingetreten sei. Die immer noch bestehenden Be-
schwerden könnten sicherlich durch Physiotherapie beeinflusst werden. Zudem sei den Unterla-
gen nicht zu entnehmen, welche Ursache die chronische Schmerzstörung habe. Zu prüfen ist 
deshalb vorab, ob die SUVA die vorübergehenden Leistungen zu Recht per 30. September 2018 
(Taggeld) bzw. 31. Dezember 2018 (Heilbehandlung) eingestellt hat.  
 
6.2.1 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 
Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1 
UVG; BGE 137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 E. 4.1). Die verunfallte Person hat demgemäss Anspruch 
auf Heilbehandlung, solange von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Ob eine namhafte Besserung noch 
möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwen-
dung des Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere 
(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Ge-
wicht fallen muss (BGE 134 V 109 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven 
Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie 
etwa einer Badekur - zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch 
auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher-
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden 
(RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 
8C_285/2016, E. 7.1 und vom 31. Juli 2013, 8C_970/2012, E 2.3). 
 
6.2.2 Der Fallabschluss durch die Suva per 30. September 2018 ist im Lichte der vorstehen-
den Beurteilungen nicht zu beanstanden. Sie stellte dabei in erster Linie auf die Ausführungen 
ihrer Kreisärztin Dr. E.____ ab und kam zum Schluss, dass die über den 30. September 2018 
hinausgehenden Beschwerden nicht mehr in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 
Unfallereignis vom 18. März 2017 standen. Zwar sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall gestützt auf versicherungsinterne Berichte ent-
schieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen (vgl. E. 4.3 hiervor und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Solche Zweifel liegen 
hier aber nicht vor. Dr. E.____ führt nachvollziehbar und unter Bezugnahme auf die Berichte des 
Kantonsspitals X.____ aus, dass es seit der OSME im März 2018 nicht zu einer namhaften Bes-
serung der Schmerzsymptomatik gekommen sei. Die durchgeführten Physiotherapien und Infilt-
rationen hätten nicht zu einer Verbesserung der Situation geführt und eine namhafte Besserung 

 

 
 
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sei nicht zu erwarten. Die Ausführungen der Kreisärztin stimmen mit den Angaben im Bericht des 
Kantonsspitals X.____ aus vom 19. Juli 2018 überein. Diesem ist zu entnehmen, dass dem Be-
schwerdeführer nur noch eine Wiederholung der CT-gesteuerten Infiltration und die Fortführung 
der Physiotherapie empfohlen werde. Damit sind in Bezug auf die Unfallfolgen gemäss Kan-
tonsspital X.____ einzig schmerzlindernde Massnahmen angezeigt. Andere, operative Massnah-
men, welche zu einer Verbesserung der unfallbedingten Beschwerden führen würden, wurden 
nicht mehr in Erwägung gezogen. Auch die Zumutbarkeitsbeurteilung der Kreisärztin überzeugt. 
Sie ging davon aus, dass dem Versicherten aufgrund der strukturellen Schädigung im Bereich 
der BWS die angestammte Tätigkeit als Hilfsarbeiter auf der Baustelle nicht mehr zumutbar ist. 
Adaptierte leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten sind ihm aber ganztags zu-
mutbar, was aufgrund der erhobenen Befunde einleuchtet. Ist aber von einer vollständigen Ar-
beitsfähigkeit in einer adaptierten Verweistätigkeit auszugehen, hätte mit einer allfälligen Weiter-
führung der Heilbehandlung ohnehin keine (namhafte) Steigerung der unfallbedingt beeinträch-
tigten Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden können.  
 
6.2.3 Was der Versicherte gegen die Rechtmässigkeit des von der Beschwerdegegnerin vor-
genommenen Fallabschlusses vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. So macht er geltend,  
sämtliche Ärzte seien der Meinung, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei. Diese Auffassung ist 
unzutreffend. Aufgrund der vorgenannten Beurteilungen steht fest, dass der Beschwerdeführer 
einzig die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann. Hingegen wurde ihm in einer ange-
passten Tätigkeit nachvollziehbar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Lediglich dem Bericht 
von Dr. G.____ vom 16. August 2019 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer momentan 
auch für leichte Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit aufweise. Wie die Beschwerdegegnerin zu 
Recht festhält, stützt Dr. G.____ diese Einschätzung jedoch auf die von ihr beim Beschwerdefüh-
rer diagnostizierte chronische Schmerzstörung. Die Unfallfolge (Fraktur des 12. BWK) ist - wie 
bereits erwähnt - auch nach ihrer Auffassung komplett und stabil verheilt, weshalb ihm eine an-
gepasste Verweistätigkeit zumutbar ist. Soweit der Beschwerdeführer mit Blick auf die Ausfüh-
rungen im Bericht des Kantonsspitals vom 19. Juli 2018 darauf hinweist, dass eine Bandschei-
benhernie mit fettiger Knochenmarksveränderung und Muskelschmerzen vorläge, ist auf die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung zur Unfallkausalität von Diskushernien hinzuweisen. Danach be-
steht die Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer 
Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter beson-
deren Voraussetzungen, als deren eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als unfallbedingt kann 
eine Diskushernie nach der Rechtsprechung regelmässig nur gelten, wenn das Unfallereignis von 
besonderer Schwere und überdies für eine Bandscheibenschädigung geeignet war. Zudem müs-
sen die Symptome einer Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und 
mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2017, 
8C_819/2016, E. 4.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das Ereignis vom 18. März 
2017 war nicht von besonderer Schwere und die im Zusammenhang mit der Diskushernie aufge-
tretenen Beschwerden traten nicht zeitnah zum Unfall auf. Zudem befindet sich der Bandschei-
benvorfall nicht im Bereich der beim Unfall verletzten BWS, sondern wurde lumbal festgestellt. 
Der Beschwerdeführer kann daher auch unter diesem Aspekt nicht zu seinen Gunsten ableiten. 
Dem Bericht des Spitals C.____ vom 19. Juli 2018 ist weiter zu entnehmen, dass neben der auf 
die Schmerzbehandlung zielenden Infiltration keine weitergehenden medizinischen Massnahmen 

 

 
 
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in Erwägung gezogen würden und für die muskulären Beschwerden Physiotherapie angemessen 
sei. Da diese Massnahmen jedoch prognostisch keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
stands zu begründen vermögen, stehen sie einem Fallabschluss jedenfalls nicht entgegen.  
 
6.3 Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die Beschwerdegegnerin vorliegend 
berechtigt war, den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 30. September 
2018 (Taggeld) bzw. 31. Dezember 2018 (Heilbehandlung) abzuschliessen. Es ist mit ihr davon 
auszugehen, dass die somatischen Beschwerden in diesem Zeitpunkt stabil verheilt waren und 
von einer fortgesetzten medizinischen Behandlung keine namhafte Verbesserung mehr zu erwar-
ten war.  
 
7.1 Aufgrund der Ausführungen von Dr. G.____ stehen psychische Probleme zur Diskussion. 
Deshalb ist in einem nächsten Schritt zu prüfen, ob diese kausal zum Unfallereignis vom 18. März 
2017 sind. Dabei wäre in der Prüfungsabfolge zunächst die natürliche Kausalität zu untersuchen. 
Die Frage, ob diese Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis verursacht worden 
sind, hat die Beschwerdegegnerin nicht weiter geklärt, sondern offengelassen, da sie davon aus-
ging, dass eine Leistungspflicht mangels adäquaten Kausalzusammenhangs ohnehin entfalle. 
Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kann die Frage nach dem 
natürlichen Kausalzusammenhang bei psychischen Beschwerden in jenen Fällen offengelassen 
werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erforderliche adäquate Kausalzu-
sammenhang ohnehin verneint werden muss, was vorliegend der Fall ist (SVR 1995 U 23 S. 68 
E. 3c; ebenso: Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2).  
 
7.2 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Un-
fallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person - wie es vorliegend unbestritten feststeht - ein 
Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder einen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten 
hat, erfolgt die Adäquanzbeurteilung psychischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. ent-
wickelten Kriterien (vgl. zu den Anforderungen an die Objektivierbarkeit von organischen Leiden: 
nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 [8C_216/2009]). 
Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwi-
schen einem Unfallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschlies-
send einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen Er-
eignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere auf-
weist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). 
 
7.3 Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbei-
zuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite 
von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranla-
gung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften 
als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer 
Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall 
nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).  

 

 
 
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7.4.1 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und psy-
chischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Ent-
stehung der Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, 
wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beur-
teilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen 
Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte 
Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischenliegende mittlere 
Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/aa; SVR 1999 
UV Nr. 10 E. 2) 
 
7.4.2 Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittelschwere 
und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen massgebend, sondern das ob-
jektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 
10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91). 
 
7.5.1 Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 
psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund 
der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse 
davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen 
Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6a). Bei schweren 
Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Er-
werbsunfähigkeit hingegen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6b; RKUV 
1995 Nr. U 215 S. 90 E. 3b). 
 
7.5.2 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig 
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon er-
scheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre  

 erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;  

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;  

- körperliche Dauerschmerzen;  

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

 

 
 
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- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 
E. 6c/aa). 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erfor-
derlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 
1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im 
gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter 
Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsun-
fähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufs. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bezie-
hungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien her-
angezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise 
um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzu-
ordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender 
Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zu-
sammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit 
entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch 
bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb, vgl. auch 
BGE 120 V 352 E. 5b/aa; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 
448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 

8.1 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vor-
zunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann 
(BGE 134 V 106 E. 6.1). Da der Fallabschluss zu Recht auf den 30. September 2018 erfolgt, ist 
die Adäquanzprüfung auf diesen Zeitpunkt vorzunehmen. 

8.2.1 Den Ausgangspunkt der Adäquanzbeurteilung bildet das (objektiv erfassbare) Unfaller-
eignis. Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf 
mit den sich dabei entwickelnden Kräften (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2012, 
8C_498/2011, E. 6.2.1). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin das Unfallereignis als 
mittelschwer an der Grenze zu den leichten Fällen qualifiziert, was vom Beschwerdeführer be-
stritten wird. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass es sich um einen mittelschweren Unfall im 
engeren Sinne handle. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Mit der Beschwerdegegne-
rin ist festzuhalten, dass ein Sturz bzw. ein Ausrutschen über 1.5 Metern auf einer nassen Treppe 
unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht die Kriterien eines mittel-
schweren Unfalls im eigentlichen Sinne erfüllt (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 65; vgl. auch 
Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2010, 8C_748/2010, E. 4.3). Es ist daher vorliegend 
von einem Unfall im mittelschweren Bereich an der Grenze zu den leichten auszugehen. Unter 
diesen Umständen müssen für die Bejahung der Adäquanz mindestens vier der massgeblichen 
Kriterien oder eines in besonders ausgeprägter Form erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 
14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 6.1 mit Hinweis; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 64). Dabei ist 

 

 
 
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zu beachten, dass bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis die Folgen der 
organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. 
ANDRÉ NABOLD, in: Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 
über die Unfallversicherung [UVG; Hürzeler/Kieser, Hrsg.], 2018, N. 70 zu Art. 6 UVG; Urteil des 
Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 mit wichtigen Hinweisen). 

8.2.2 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalls ist objektiv und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. des Angst-
gefühls der versicherten Person zu beurteilen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 69). Zu beachten 
ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, was 
aber noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Aus den vorliegenden Akten ist nicht klar zu ent-
nehmen, wie sich der Unfall vom 18. März 2017 genau ereignete. In der Schadenmeldung vom 
20. März 2017 wird einzig festgehalten, dass der Beschwerdeführer auf der nassen Treppe aus-
gerutscht und auf den Rücken gefallen sei. Im Operationsbericht des Kantonsspitals X.____ vom 
23. März 2017 wird festgehalten, der Beschwerdeführer sei eine Treppe rückwärts ca. 1,5 m her-
untergefallen und auf dem Rücken gelandet. Aufgrund dieser Angaben ist unklar, ob der Be-
schwerdeführer beim Hinauf- oder beim Hinuntergehen verunfallte. Die Frage, ob dieses Krite-
rium erfüllt ist, kann letztlich aber offenbleiben, weil die Adäquanzkriterien vorliegend gesamthaft 
ohnehin nicht erfüllt werden.  

8.2.3 Auch das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlittenen Verletzungen, 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ist 
vorliegend nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer zog sich beim Unfall eine kyphosierte BWK12 
Kompressionsfraktur A0-A3 zu, welche in der Folge mit einer minimalinvasiven Frakturspondylo-
dese BWK11 auf LWK1 mit Reposition behandelt wurde. Gemäss Angaben von Dr. G.____ am 
16. August 2019 lag ein Status nach vollständig verheilter BWK12-Fraktur vor. Die Situation sei 
in Bezug auf die Fraktur stabil und der Beschwerdeführer belastbar. Unter diesen Umständen ist 
mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die beim Unfall erlittene Verletzung nicht 
derart schwer war, dass sie geeignet gewesen wäre, eine psychische Störung hervorzurufen (vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 8C_116/2009, E. 4.3). 

8.2.4 Die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung und der ärztlichen 
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert haben, sind entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers ebenso wenig erfüllt wie jenes des schwierigen Heilungsverlaufs 
und erheblicher Komplikationen. Beim zuletzt genannte Kriterium ist insbesondere zu beachten, 
dass nur Gründe berücksichtigt werden können, welche die Heilung als solche beeinträchtigen. 
Dazu zählen aber weder die Einnahme vieler Medikamente noch die Durchführung verschiedener 
Therapien. Gleiches gilt für den Umstand, dass - wie vorliegend - trotz regelmässiger Therapie 
keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 
2009, 8C_116/2009, E. 4.5).  

8.2.5 Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über den 
gesamten Zeitraum andauernden Beschwerden vorlagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

 

 
 
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14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.5.1 mit Hinweisen). Dem Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 
26. April 2017 ist zu entnehmen, dass die Schmerzen im Verlauf deutlich regredient gewesen 
seien und die Analgetika schrittweise hätten abgebaut werden können. Bei Austritt habe der Be-
schwerdeführer schmerzfrei 20 Minuten ohne Pausen gehen können. Zwar klagte er danach über 
zunehmende Schmerzen. Diese konnten aber durch die durchgeführten Infiltrationen (zumindest 
vorübergehend) positiv beeinflusst werden. Zudem hielt Dr. G.____ am 16. August 2019 fest, 
dass der Beschwerdeführer demonstrativ leidend sei, die geltend gemachten Schmerzen aber 
weder facettogen noch diskogen im Rahmen der klinischen Untersuchung hätten zugeordnet 
werden können und auch kein Hinweis auf eine streng neuropathische Schmerzkomponente er-
kennbar sei. Unter diesen Umständen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass 
das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen nicht erfüllt ist. 

8.2.6 Das zuletzt zu prüfende Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.7 mit Hinweisen). Gemäss der 
Einschätzung der Kreisärztin im Bericht vom 7. August 2018 ist dem Beschwerdeführer die an-
gestammte Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar; hingegen könne er spätestens ab die-
sem Zeitpunkt in einer leidensangepassten Tätigkeit ganztags erwerbstätig sein. Eine rund 16-
monatige Arbeitsunfähigkeit genügt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts aber nicht, um 
dieses Kriterium zu erfüllen (vgl. dazu Urteil vom 26. Juni 2009, 8C_116/2006, E. 4.6).  

8.3 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass - wenn überhaupt - nur eines der von der 
Rechtsprechung für die Bejahung der Adäquanz verlangten Kriterien erfüllt ist. Damit steht der 
psychische Gesundheitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in adäquatem Kau-
salzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 18. März 2017.  

8.4 Die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach die Unfallversicherung gemäss 
Art. 21 UVG verpflichtet sei, weiterhin für die Heilbehandlungskosten aufzukommen, ist nicht 
stichhaltig. Art. 21 UVG bezieht sich auf Heilbehandlungen, welche nach Festsetzung der Rente 
weiterhin gewährt werden. Nachdem der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Rente hat, 
erübrigen sich weitergehende Ausführungen dazu. 

9. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass es 
die Beschwerdegegnerin zu Recht abgelehnt hat, dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit 
dem Unfallereignis vom 18. März 2017 über den Monat September 2018 hinaus Taggelder aus-
zurichten und länger als bis 31. Dezember 2018 für die Heilbehandlungskosten aufzukommen. 
Die gegen den Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2019 erhoben Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  

10.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozess-
ausgang entsprechend wettzuschlagen. 

 

 
 
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10.2 Abschliessend bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm die 
unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen. Art. 61 lit. f ATSG um-
schreibt die Voraussetzungen der unentgeltlichen Verbeiständung im kantonalen Beschwerde-
verfahren dahingehend, dass die Verhältnisse dies rechtfertigen müssen. Dies ist nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung der Fall, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die 
Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 
V 202 E. 4a, 372 E. 5b, je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 12. No-
vember 2019 eine Leistungsübersicht der Sozialen Dienste Y.____ eingereicht. Daraus geht her-
vor, dass er derzeit von der Sozialhilfebehörde finanziell unterstützt wird. Damit ist seine finanzi-
elle Bedürftigkeit zu bejahen. In Anbetracht des Umstands, dass die beiden weiteren Vorausset-
zungen ebenfalls gegeben sind, ist ihm für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgelt-
liche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter Advokat Dr. Heiner Schärrer zu bewilligen. 

10.3 Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. Novem-
ber 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher 
Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat im kanto-
nalen Verfahren keine Honorarnote eingereicht. Das Gericht setzt die Parteientschädigung folg-
lich androhungsgemäss nach Ermessen fest (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003). In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen erachtet das Gericht eine Parteientschädigung in Höhe von pauschal Fr. 1'600.-- 
als angemessen.  
 
10.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
pauschal Fr. 1'600.-- aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 10.9.2020 Beschwerde beim Bun-
desgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils Verfahren Nr.: 8C_544/2020) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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