# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ff2bc5-88c4-5432-8245-0d92a7485350
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.02.2024 720 23 266 / 37 (720 2023 266 / 37)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-266---37_2024-02-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Februar 2024 (720 23 266 / 37) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung der Beweistauglichkeit des polydisziplinären Gutachtens  

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1970, meldete sich am 9. Dezember 2019 unter Hinweis auf eine int-
raparenchymatöse Hirnblutung rechts frontal, eine Kraniotomie frontal rechts und eine Häma-
tomevakuation sowie eine seit 2. Oktober 2019 bestehende 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bei der 
Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. In der Folge nahm 
die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die entsprechenden Abklärungen vor und beauftragte 
das BEGAZ Begutachtungszentrum BL mit der polydisziplinären Begutachtung des Versicherten. 

 

 
 
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Gestützt auf das Gutachten des BEGAZ vom 12. März 2023 und nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 7. Juli 2023 vom 1. Oktober 
2020 bis 30. Juni 2021 eine ganze Invalidenrente zu. Ab 1. Juli 2021 verneinte die IV-Stelle den 
Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 33 %. 
 
B. Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 29. August 2023 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und be-
antragte unter o/e-Kostenfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache 
einer unbefristeten ganzen Invalidenrente. Eventualiter sei durch das Kantonsgericht ein medizi-
nisches Gutachten in Auftrag zu geben, das die Schlussfolgerungen des BEGAZ überprüfe. In 
verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. In 
der Begründung legte er dar, dass im BEGAZ-Gutachten davon gesprochen werde, dass sich 
sein Zustand verbessert habe, obwohl die gleichen Diagnosen wie früher gestellt worden seien. 
Er selbst fühle keine Verbesserung, die Beschwerden hätten sich eher verfestigt. Der neurologi-
sche Facharzt des BEGAZ habe ihm eine mittelschwere Fatigue attestiert. Es sei deshalb nicht 
nachvollziehbar, weshalb ihm bei der neuropsychologischen Testung und auch von anderen 
Fachärzten gesagt worden sei, es sei keine Müdigkeit zu sehen. Zudem erweise sich die An-
nahme der Experten, er könne wieder in der Küche arbeiten, als unrealistisch. Diese Tätigkeit sei 
stressig, laut und sehr hektisch. Er sei im Alltag sehr eingeschränkt und könne sich nicht vorstel-
len, dass dies bei einer beruflichen Tätigkeit anders wäre. Es sei fraglich, welcher Arbeitgeber 
ihm unter Berücksichtigung dieses Zustands eine Stelle anbieten würde. Er sei sehr langsam, 
schnell müde und überfordert, habe Kopfschmerzen und müsse aufpassen, dass er keinen epi-
leptischen Anfall erleide. Manchmal habe er sich auch schlecht unter Kontrolle und sei extrem 
angespannt. Es sei anstrengend, immer erschöpft zu sein. 
 
C. Mit Verfügung des instruierenden Präsidenten vom 8. September 2023 wurde dem Be-
schwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. 
 
D. Mit Eingabe vom 19. September 2023 reichte der Beschwerdeführer den Bericht seines 
Hausarztes Dr. med. B.____, Spezialarzt Innere Medizin FMH, vom 4. September 2023 zu den 
Akten. 
 
E. Mit Vernehmlassung vom 5. Oktober 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Stellungnahmen von Dr. med. C.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler 
Ärztlicher Dienst beider Basel, vom 20. September 2023 und vom 26. September 2023 die Ab-
weisung der Beschwerde. Sie machte geltend, dass die Rügen des Beschwerdeführers die Er-
gebnisse des BEGAZ-Gutachtens nicht in Zweifel ziehen könnten. 
 
F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen fest 
(vgl. Replik vom 10. November 2023 und Duplik vom 29. November 2023). 
 
G. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2023 überwies der instruierende Präsident den Fall 
dem Dreiergericht zur Beurteilung. 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Die formellen Voraussetzungen (Einhaltung von Form und Frist, örtliche, sachliche und 
funktionelle Zuständigkeit des angerufenen Gerichts, Beschwerdelegitimation) sind erfüllt, so 
dass auf die Beschwerde vom 29. August 2023 einzutreten ist. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). 
Vorliegend entstand der Rentenanspruch am 1. Oktober 2020 und die Leistungseinstellung er-
folgte per 1. Juli 2021. Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der bis zum 31. Dezember 2021 
gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-
dergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  

 

 
 
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3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). 
 
4.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist auf die folgenden Grundsätze hinzuweisen: 
 
4.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads im Erwerbsbereich bildet die Frage, 
in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
arbeitsunfähig ist. Für die Beurteilung der Frage des Gesundheitszustands bzw. des Ausmasses 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der versicherten Personen ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

 

 
 
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der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts auf das polydisziplinäre Gutachten des BEGAZ vom 12. März 2023. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer wurde von Dr. med. D.____, FMH für Allgemeine Innere Medizin, 
Dr. med. E.____, Facharzt FMH für Neurologie, Dr. med. F.____, FMH für Rheumatologie, Dr. 
med. G.____, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie von lic. phil. H.____, Neuropsy-
chologie & Psychotherapeut, begutachtet. Im Rahmen der Konsensbeurteilung diagnostizierten 
diese Fachpersonen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 
 

1. Strukturelle Epilepsie, Erstdiagnose 23. Mai 2020, unter Vimpat und Keppra anfallsfrei 

2. Status nach intracerebraler Blutung rechts frontal, Erstdiagnose 2. Oktober 2019 

Status nach Kraniotomie frontal rechts und Hämatomevakuation vom 3. Oktober 2019 

• Klinisch im Vordergrund: chronisches Müdigkeitssyndrom 

3. Mittelschwere neuropsychologische Störung mit attentionalen, exekutiven und verbal betonten 

mnestischen Funktionsdefiziten sowie mit einzelnen sprachlichen und räumlichen Funktionsdefi-

ziten 

 
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter: 
 

4. Anamnestisch Hyperlipidämie 

5. Diabetes mellitus 

6. Behandelte arterielle Hypertonie 

7. Muskuläre Dysbalance am Schultergürtel (Trapezius) und am Beckengürtel (Piriformis) bds. 

8. Klinisch Verdacht auf Grosszehengrundgelenksarthrose links mit Bewegungseinschränkung 

9. Leichter kompensierbarer Knick-/Senkfuss bds. 

 
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führten die Gutachter zusammenfas-
send aus, dass der Explorand angegeben habe, in mehreren Restaurants in der Küche gearbeitet 
zu haben, letztmals im Jahr 2015. Danach sei er im Haushalt tätig gewesen. Seit der Hirnblutung 
arbeite er nicht mehr. Aufgrund der rechts frontalen Hirnblutung und der strukturellen Epilepsie 
bestehe eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. So sollten Arbeiten auf Leitern und Gerüsten 
bzw. Arbeiten mit Absturzgefahr sowie Arbeiten mit Verletzungsgefahr vermieden werden. Infolge 
der persistierenden Müdigkeit sei ab April 2021 von einer verminderten Leistungsfähigkeit von 
30 % auszugehen. Wegen der unpräzisen Angaben des Versicherten und fehlender Anhalts-
punkte in den Akten lasse sich keine verlässlichere Aussage betreffend den Verlauf der Arbeits-
fähigkeit machen. Aufgrund der Akten müsse davon ausgegangen werden, dass nach der Hirn-
blutung im Oktober 2019 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Der Versicherte gab 
an, sich rasch erholt zu haben. Allerdings habe der Versicherte im Jahr 2020 noch eine neuropsy-
chologische Therapie gemacht. Beim Versicherten würden eine mittelschwere neuropsychologi-
sche Störung mit breitgestreuten attentionalen, exekutiven und verbal-betonten mnestischen 

 

 
 
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Funktionsdefiziten und einzelnen sprachlichen und räumlichen Teilfunktionsschwächen sowie 
eine Anosognosie/Anosodiaphorie vorliegen. Bei der Anosognosie 
/Anosodiaphorie handle es sich um ein mangelndes oder gänzlich fehlendes Störungsbewusst-
sein. Eine vermehrte kognitive Müdigkeit habe sich klinisch nicht objektivieren lassen. In der an-
gestammten Tätigkeit habe bis März 2021 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, ab April 
2021 könne dem Versicherten in der angestammten Tätigkeit eine 30 %-ige Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Eineinhalb Jahre nach der cerebralen Hirnblutung sei mit keiner 
wesentlichen Besserung der kognitiven Defizite mehr zu rechnen gewesen. Die angestammte 
Hilfstätigkeit in der Küche könne als adaptierte Tätigkeit betrachtet werden. 
 
5.3 Das BEGAZ-Gutachten vom 12. März 2023 genügt grundsätzlich den bundesgerichtli-
chen Beweisanforderungen, da die Beurteilungen der Experten auf den vollständigen Akten ba-
sieren und nach einer persönlichen Untersuchung und Befragung des Beschwerdeführers ver-
fasst wurden. Zudem sind die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig. Um 
den Beweiswert des Gutachtens zu entkräften, müssten deshalb konkrete Indizien gegeben sein, 
die die Zuverlässigkeit der Beurteilung in Frage stellen würden (vgl. dazu Erwägung 4.3 hiervor). 
 
5.4.1 Der Beschwerdeführer wendet zunächst ein, es seien im BEGAZ-Gutachten die gleichen 
Diagnosen gestellt worden wie unmittelbar nach der Hirnblutung. Aus diesem Grund sei es für 
ihn nicht nachvollziehbar, weshalb die Gutachter von einem verbesserten Zustand ausgehen wür-
den. Er fühle weder eine Verbesserung seiner Gesundheit noch eine Steigerung seiner Funkti-
onsfähigkeit im Alltag. Er sei im Alltag sehr eingeschränkt und könne sich nicht vorstellen, dass 
dies bei einer beruflichen Tätigkeit anders wäre.  
 
5.4.2 Die Gutachter berücksichtigten bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit das deutlich be-
einträchtigte kognitive Leistungsvermögen des Beschwerdeführers (vgl. S. 12 f.). So hielt lic. phil. 
H.____ fest, dass die aktuellen neuropsychologischen Befunde als valide und authentisch zu be-
urteilen seien und mit den Akten übereinstimmen würden (vgl. S. 17 f.). Die erhobenen Befunde 
würden die lebensalltägliche kognitive Funktionalität des Versicherten korrekt wiedergeben. Die 
aktuellen neuropsychologischen Befunde würden mit geringfügigen, wohl situativ-kontextuell be-
dingten Abweichungen in Ausmass und Eigenheit weitgehend den Befunden der beiden Vorun-
tersuchungen entsprechen. In ätiologischer Hinsicht dürfte die aktuell ausweisbare, mittelschwere 
neuropsychologische Störung in allererster Linie eine unmittelbare Folge der erlittenen rechts 
frontalen Hirnblutung sein. Zu einem kleineren Teil würden sich im Befund, insbesondere war die 
sprachbezogenen Teilleistungen betreffe, vorbestehende kognitive Funktionsschwächen wider-
spiegeln. In Bezug auf den Verlauf führte lic. phil. H.____ aus, dass dreieinhalb Jahre nach der 
Hirnblutung sowie nach zwischenzeitlich auch längerer ambulanter Rehabilitation von einem 
Reststatus nach rechtsfrontaler Hirnblutung auszugehen sei. Eine weitere Verbesserung der kog-
nitiven Funktionalität sei nicht zu erwarten. Nach bald dreieinhalb Jahren seit der Hirnblutung und 
nach zwischenzeitlich auch längerer ambulanter Rehabilitation sei beim Versicherten aus neu-
ropsychologischer Sicht von einem Reststatus nach rechtsfrontaler Hirnblutung auszugehen. 
Eine weitere Verbesserung seiner kognitiven Funktionalität sei nicht zu erwarten. Diese Beurtei-
lung von lic. phil. H.____ ist mit der Aktenlage konsistent. Bereits aus dem Austrittsbericht der 
Rehaklinik I.____ vom 28. Januar 2020 geht hervor, dass während des stationären Aufenthalts 

 

 
 
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in gewissen Teilbereichen eine Verbesserung eintrat. Weiter ist sowohl im Verlaufsbericht der 
Rehaklinik I.____ vom 30. Juni 2020 als auch in demjenigen vom 19. Oktober 2021 von Verbes-
serungen die Rede. So wurde im Bericht vom 30. Juni 2020 festgehalten, dass der Patient aktuell 
über ein gutes Wohlbefinden berichte. Im Bericht vom 19. Oktober 2021 wurde festgehalten, dass 
im Vergleich zur stationär erfolgten neuropsychologischen Erstuntersuchung im November 2019 
in praktisch allen geprüften kognitiven Domänen Verbesserungen feststellbar seien. Der Patient 
habe über ein gutes Allgemeinbefinden berichtet und kognitive Einschränkungen verneint. Er 
fühle sich einzig nach körperlicher Betätigung mehr erschöpft als vor dem Ereignis. Zu epilepti-
schen Anfällen sei es seit dem Ereignis vom Mai 2020 nicht mehr gekommen. Aus dem Gutachten 
geht sodann hervor, dass die nachgewiesenen Einschränkungen, die auf die mittelschwere neu-
ropsychologische Störung zurückzuführen sind, bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berück-
sichtigt wurden. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte lic. phil. H.____ aus, dass dem Versicher-
ten nur einfache, manuell-praktische, angeleitete, repetitive, wenig aufmerksamkeitsintensive 
und wenig fehlersensible, das Kurz-, Mittel- und Langzeitgedächtnis kaum beanspruchende Tä-
tigkeiten zuzumuten seien. Diese Tätigkeiten könne er dreieinhalb Stunden vormittags und drei 
Stunden nachmittags ausüben. Infolge seiner attentionalen und exekutiven Funktionsdefizite 
werde seine Leistung auch bei den adaptiert einfachen Tätigkeiten um etwa 10 % reduziert sein. 
 
5.4.3 Vor dem Hintergrund dieser medizinischen Feststellungen und unter Berücksichtigung 
der neuropsychologischen Rehabilitationsphase, in der beim Beschwerdeführer gemäss Akten 
Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit hatten erzielt werden können, erscheint die 
Beurteilung der Gutachter, wonach mehr als drei Jahre nach der Hirnblutung von einem stationä-
ren Zustand ausgegangen werden könne, als nachvollziehbar, selbst wenn noch die gleichen 
Diagnosen vorliegen wie nach dem Hirnschlag. Entscheidend sind nicht die Diagnosen, sondern 
deren Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Beschwerdeführers. Soweit der Beschwer-
deführer insbesondere auf seine subjektiv empfundenen Beschwerden hinweist, vermag dieser 
Einwand die Feststellungen der Gutachter deshalb nicht in Zweifel zu ziehen. Ebenfalls schlüssig 
begründet erscheint die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit bei einem Pensum von 70 % in 
einer einfachen Tätigkeit unter Berücksichtigung der aus neurologischer und neuropsychologi-
scher Sicht attestierten qualitativen Einschränkungen.  
 
5.5.1 Der Beschwerdeführer weist sodann auf seine Müdigkeit hin. Diese sei sowohl bei der 
neuropsychologischen Testung als auch von den anderen Fachärzten verneint worden, obwohl 
eine Fatigue diagnostiziert worden sei. Er macht damit die Widersprüchlichkeit des BEGAZ-
Gutachtens geltend. 
 
5.5.2 Zunächst zeigen die Akten, dass bereits in der neuropsychologischen Verlaufsuntersu-
chung vom 19. Oktober 2021 festgehalten wurde, dass sich keine Hinweise auf eine relevante 
Affekt- oder Fatiguesymptomatik ergeben würden. Wenn lic. phil. H.____ feststellte, dass der 
Versicherte auch nach mehrstündiger kognitiv-mentaler Beanspruchung keinerlei Anzeichen ei-
ner vorschnellen oder vermehrten Müdigkeit gezeigt habe, stimmen seine Beobachtungen folglich 
mit denjenigen früherer neuropsychologischer Untersuchungen überein. Gegenüber Dr. E.____ 
gab der Beschwerdeführer als Hauptbeschwerde seine Müdigkeit an. In der Folge erhob der neu-

 

 
 
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rologische Experte das Ausmass der geschilderten Müdigkeit mithilfe der Fatigue Skala für Mo-
torik und Kognition FSMC. Dabei hätten sich im kognitiven Anteil 22 Punkte ergeben, was einer 
leichten kognitiven Fatigue entspreche. In der motorischen Funktion seien 33 Punkte erreicht 
worden, was einer schweren motorischen Fatigue entspreche. Insgesamt seien 55 Punkte er-
reicht worden, was einer mittelschweren Fatigue entspreche (Gutachten Dr. E.____, S. 17). In 
der Folge berücksichtigte Dr. E.____ die festgestellte Müdigkeit im Rahmen der Beurteilung der 
Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus neurologischer Sicht mit einer quantitativen Re-
duktion des Arbeitspensums von 30 %. Ein Widerspruch zwischen seiner Diagnose und den 
Schilderungen des Beschwerdeführers sowie den Beobachtungen der anderen Experten ist damit 
nicht auszumachen. Ebenso verfängt der Vorwurf des Beschwerdeführers nicht, wonach die Gut-
achter seinen geltend gemachten Beschwerden nicht geglaubt hätten. Denn auch im Rahmen 
der Konsensbeurteilung wurde die Müdigkeit des Beschwerdeführers bei der Festsetzung der 
Restarbeitsfähigkeit berücksichtigt. Ein Grund für Zweifel an der Zuverlässigkeit des BEGAZ-
Gutachtens ist damit nicht gegeben. 
 
5.6.1 Der Beschwerdeführer kritisiert zudem, dass die Gutachter eine Teilzeittätigkeit in der 
Küche als zumutbar erachten würden, obwohl es dort sehr laut, hektisch und stressig sei und 
auch Unfälle passieren würden, wenn jemand nicht bei der Sache sei. 
 
5.6.2 Die Gutachter berücksichtigten die aus neuropsychologischer und neurologischer Sicht 
attestierten Einschränkungen im Leistungsprofil und schätzten die ursprüngliche Tätigkeit als 
Hilfskraft in der Küche eines Restaurants als adaptiert ein. Selbst wenn sich nun diese Tätigkeit 
im Einzelfall als ungeeignet erweisen würde, würde sich an der Zuverlässigkeit des Gutachtens 
nichts ändern, da der allgemeine Arbeitsmarkt, der bei der Prüfung des Rentenanspruchs aus-
schlaggebend ist, genügend weitere Arbeitsmöglichkeiten bietet, die dem Anforderungsprofil ent-
sprechen. Damit vermag die abweichende, subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers be-
treffend die angestammte Tätigkeit an der Würdigung der Gutachter keine Zweifel wecken. 
 
5.7 Das Gleiche gilt für die eingereichten Berichte der Sozialarbeiterinnen der Gemeinde 
Z.____ und von Dr. B.____. Diese Berichte enthalten keine, den BEGAZ-Gutachtern nicht be-
kannte Tatsachen, die nicht schon in der Begutachtung gewürdigt worden wären. 
 
6. Damit zeigt sich, dass die Einwände des Beschwerdeführers die Schlussfolgerungen 
des BEGAZ nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Zur Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit ist des-
halb auf das Gutachten vom 12. März 2023 abzustellen und es ist davon auszugehen, dass dem 
Beschwerdeführer ab 1. April 2021 die angestammte Tätigkeit in einem Pensum von 70 % zuzu-
muten ist.  
 
7. Gegen den von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung durchgeführ-
ten Einkommensvergleich erhebt der Beschwerdeführer keine konkreten Einwände. Nachdem 
sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes 
wegen durch das Kantonsgericht eine andere Einschätzung der Vergleichseinkommen vorzuneh-
men wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Berechnungsparametern. 

 

 
 
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Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwerde-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 
 
8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die angefochtene Verfügung vom 
7. Juli 2023 nicht zu beanstanden ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als un-
begründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis 
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-

Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie-
gend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auf-
erlegen sind. 
 
9.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädi-
gung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
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