# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d14e2dec-0065-59ef-bbc5-eadb0ffc853b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-14
**Language:** de
**Title:** 8C_328/2025 14.01.2026
**Docket/Reference:** 8C_328/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-01-2026-8C_328-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
8C_328/2025
Urteil vom 14. Januar 2026
IV. ffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Viscione, Prsidentin,
Bundesrichterin Scherrer Reber, Bundesrichter Mtral,
Gerichtsschreiber West.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Volker Pribnow,
Beschwerdefhrerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Unfallversicherung (Kausalzusammenhang; psychisches Leiden),
Beschwerde gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. Mrz 2025 (VBE.2024.283).
Sachverhalt:
A.
Die 1964 geborene A.________ war seit 2012 bei der B.________ AG als Fachspezialistin in unterschiedlicher Funktion ttig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfllen versichert. Am 7. April 2019 erlitt sie bei einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn in Deutschland ein Polytrauma (leichtes Schdel-Hirn-Trauma mit struktureller Hirnverletzung, Orbitabodenfraktur links, Zwerchfellruptur mit Heraustreten des Magens, Rippenserienfraktur 3-9, Lungenkontusion, Milzruptur, Leberlazeration, AC-Gelenksluxation links, mehrere Rissquetschwunden). A.________ wurde ins knstliche Koma mit Beatmung versetzt. Am 4. Mai 2019 konnte sie - nach mehreren Operationen - von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt werden. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht fr den fraglichen Unfall und richtete die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) aus. Nach diversen medizinischen und beruflichen Abklrungen wurde ab Januar 2020 ein Arbeitsversuch unternommen, bei dem sich herausstellte, dass eine Reintegration in die bisherige Ttigkeit nicht mglich war. Ein anschliessend am 2. November 2020 gestartetes Belastbarkeitstraining musste per 15. Januar 2021 abgebrochen werden. Daraufhin sprach die Invalidenversicherung der Beschwerdefhrerin mit Verfgung vom 3. Juni 2021 gesttzt auf einen Invalidittsgrad von 100 % ab dem 1. Juni 2019 eine ganze Invalidenrente zu. Nach weiteren medizinischen Abklrungen stellte die Suva ihrerseits die bernahme der Heilbehandlungskosten (ausgenommen Bedarfsanalgesie; Physio- und Ergotherapie per 30. September 2023) und die Taggeldleistungen mit Schreiben vom 14. Juni 2023 per 31. Juli 2023 ein. Mit Verfgung vom 16. Juni 2023 sprach sie A.________ ab dem 1. August 2023 eine Invalidenrente gesttzt auf einen Invalidittsgrad von 35 % und eine Integrittsentschdigung bei einer Integrittseinbusse von 25 % zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 21. Mrz 2024 fest.
B.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 21. Mrz 2025 ab.
C.
Mit Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lsst A.________ beantragen, es sei das Urteil des Versicherungsgerichts vom 21. Mrz 2025 aufzuheben und die Suva zu verpflichten, ihr eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidittsgrad von 100 % und eine Integrittsentschdigung gesttzt auf eine Integrittseinbusse von 70 % zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur ergnzenden Sachverhaltsabklrung und Neubeurteilung an die Vorinstanz, subeventualiter an die Suva, zurckzuweisen.
Die Suva, die Vorinstanz und das Bundesamt fr Gesundheit (BAG) verzichten auf eine Vernehmlassung, wobei die erstgenannte die Abweisung der Beschwerde beantragt.
Erwgungen:
1.
1.1. Die Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gemss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Indessen prft es, unter Bercksichtigung der allgemeinen Rge- und Begrndungspflicht ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), grundstzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern allfllige weitere rechtliche Mngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 147 I 73 E. 2.1; 145 V 304 E. 1.1; je mit Hinweis).
1.2. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militr- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG ).
2.
2.1. Streitig und zu prfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht den von der Suva in ihrem Einspracheentscheid vom 21. Mrz 2024 festgelegten Invalidittsgrad von 35 % besttigt hat. Umstritten ist zudem, ob die Zusprache einer Integrittsentschdigung bei einer Integrittseinbusse von 25 % vor Bundesrecht standhlt.
2.2. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend den fr die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erforderlichen natrlichen und adquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden im Allgemeinen (BGE 134 V 109 E. 2.1) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 134 V 109 E. 6.1; BGE 115 V 133) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezglich der Voraussetzungen der Ansprche auf Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) und Integrittsentschdigung (Art. 24 Abs. 1, Art. 25 Abs. 1 und Abs. 2 UVG ; Art. 36 UVV) und der Bemessung der Invaliditt nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG). Darauf wird verwiesen.
3.
3.1. Das kantonale Gericht befasste sich zunchst mit der Frage der natrlichen Kausalitt der von der Beschwerdefhrerin geltend gemachten, organisch nicht hinreichend objektivierbaren Beschwerden (Schmerzen, Schlafstrungen, Tinnitus, Erschpfungssymptomatik). Es wies darauf hin, dass der Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt fr Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Untersuchungsbericht vom 17. September 2021 eine natrliche Teilkausalitt zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Beschwerden, namentlich der Erschpfungssymptomatik der Beschwerdefhrerin, bejaht habe. Demgegenber habe der Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt fr Psychiatrie und Psychotherapie, einen natrlichen Kausalzusammenhang in seiner Aktenbeurteilung vom 17. April 2023 verneint. Dabei sei er aber auf die Einschtzung des Dr. med. C.________ nicht eingegangen, weshalb zumindest geringe Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. D.________ bestnden. Die Vorinstanz verzichtete in der Folge indessen auf Weiterungen zur Frage des natrlichen Kausalzusammenhangs, da sie die Adquanz als nicht gegeben erachtete. Es sei nmlich von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne auszugehen, wobei lediglich eines der sieben Adquanzkriterien erfllt sei, nmlich dasjenige der Schwere oder besonderen Art der erlittenen somatischen Verletzungen in einfacher Form. Das genge fr die Bejahung der Unfalladquanz zwischen dem Unfallereignis vom 7. April 2019 und den von der Beschwerdefhrerin im Zeitpunkt des Fallabschlusses am 31. Juli 2023 geltend gemachten psychischen resp. organisch nicht hinreichend objektivierbaren Beschwerden nicht.
3.2. Gesttzt auf die kreisrztlichen Beurteilungen vom 23. Mrz 2021 (Neurologie), 3. Juni 2022 (Ophthalmologie), 1. Juli 2022 (HNO) und 8. Mrz 2023 (Unfallchirurgie) stellte die Vorinstanz sodann fest, es bestehe eine 100%ige Arbeitsfhigkeit in einer leichten bis hchstens mittelschweren, die chirurgischen Zusatzbedingungen erfllenden Ttigkeit ohne Leitungsfunktion. Auf weitere Abklrungen verzichtete sie in antizipierter Beweiswrdigung. Sie besttigte schliesslich den von der Suva durchgefhrten Einkommensvergleich mit einem Valideneinkommen von Fr. 125'144.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 81'036.-, was einen Invalidittsgrad von 35 % ergab.
4.
4.1. Die Beschwerdefhrerin rgt zunchst eine rechtsfehlerhafte Adquanzprfung. Sie macht geltend, entgegen der vorinstanzlichen Beurteilung sei der Verkehrsunfall vom 7. April 2019 nicht als mittelschweres Ereignis im engeren Sinne, sondern als solches im Grenzbereich zu den schweren Unfllen zu qualifizieren. Folglich msse lediglich ein Adquanzkriterium erfllt sein.
4.2. Die Vorinstanz stellte zum Unfallhergang Folgendes fest:
Die Beschwerdefhrerin sei am 7. April 2019 mit einem Personenwagen auf einer Autobahn in Deutschland auf der linken Fahrspur mit einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h unterwegs gewesen. Aus ungeklrten Grnden habe sie an einem Stauende voll abgebremst und das Fahrzeug nach rechts in Richtung Standstreifen gelenkt. Dabei habe sie mit dem linken vorderen Teil ihres Wagens das hintere rechte Eck eines Sattelaufliegers touchiert, der verkehrsbedingt auf der rechten Fahrbahn gestanden sei. Durch diesen Streifvorgang sei das Fahrzeug der Beschwerdefhrerin aufgeschlitzt worden. Beim Eintreffen der Polizei sei die Beschwerdefhrerin noch im Wagen eingeklemmt gewesen. Eine Bauchhlfte sei aufgeschlitzt gewesen. Die Tochter der Beschwerdefhrerin habe sich ber diese gebeugt und ihr mit Tchern die offene Wunde abgedrckt ("die Innereien wurden hier von der Tochter reingedrckt"). Die schwerverletzte Beschwerdefhrerin sei direkt nach dem Unfallgeschehen noch ansprechbar gewesen. Sie sei dann aber nach Befreiung durch die Feuerwehr in die Intensivstation des Klinikums E.________ eingeliefert worden. Beim Unfall habe sie ein Polytrauma mit struktureller Hirnverletzung (zuerst als Schdel-Hirn-Trauma erkannt), Orbitalbodenfraktur, offenem Thoraxtrauma links mit Heraustreten des Magens, Diaphragma-Ruptur (Zwerchfellruptur) links, ausgeprgter Lungenkontusion, Rippenserienfraktur links, zwei tiefen Risswunden Hemithorax links dorsalseitig, Milzruptur, Leber Lazeration/-kontusion, AC-Gelenkssprengung und diversen Schnitt- und Risswunden erlitten. Ihre Tochter als Beifahrerin sei nur leicht verletzt worden. Der LKW-Fahrer sei unverletzt geblieben.
4.3. Die Beschwerdefhrerin bringt zu Recht vor, dass das genannte Ereignis den mittelschweren Ereignissen im Grenzbereich zu den schweren Unfllen zuzuordnen ist. Das streitige Ereignis unterscheidet sich von den vom kantonalen Gericht genannten Fllen dadurch, dass der Personenwagen der Beschwerdefhrerin bei hoher Geschwindigkeit mit einem schweren Sattelmotorfahrzeug kollidierte. Dabei wurden das Fahrzeug der Beschwerdefhrerin und deren linke Bauchhlfte aufgeschlitzt. Dass bei einer Kollision mit einem stehenden LKW deutlich grssere Krfte auf den Personenwagen wirken als bei einer Kollision mit einem stehenden Personenwagen (vgl. etwa Urteil 8C_786/2009 vom 4. Januar 2010 E. 4.6.3), liegt auf der Hand. Mithin ist vorliegend aufgrund der Grsse und Schwere des Kollisionsfahrzeugs und der hohen Geschwindigkeit von zustzlichen erschwerenden Umstnden im Vergleich zu den mittelschweren Ereignissen im engeren Sinne auszugehen (vgl. zur Kasuistik bei einer Kollision zwischen Personenwagen und Motorrdern sowie zu den erschwerenden Umstnden das Urteil 8C_627/2019 vom 10. Mrz 2020 E. 5.3.3). Der hier zu beurteilende Unfall lsst sich denn auch viel eher mit einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem LKW, wie er im Urteil 8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.3 zur Beurteilung stand, oder einer Kollision eines Personenwagens bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h mit einem entgegenkommenden Personenwagen vergleichen (vgl. Urteil 8C_488/2011 vom 19. Dezember 2011 E. 5.1.2 und E. 5.3). Die Beschwerdefhrerin blieb mit aufgeschlitzter linker Bauchhlfte im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Direkt nach dem Unfallgeschehen war sie noch bei Bewusstsein. Bei diesen Gegebenheiten sprechen - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - die trockenen Strassenverhltnisse sowie die Tatsache, dass sich das Fahrzeug nicht berschlug und die Beschwerdefhrerin nicht herausgeschleudert wurde, nicht gegen die Einstufung des Ereignisses im Grenzbereich zu den schweren Unfllen.
4.4. Ist das Ereignis vom 7. April 2019 nach dem Gesagten als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen zu qualifizieren, wrde - bei gegebenem natrlichen Kausalzusammenhang - fr die Bejahung der Adquanz bereits das Vorliegen eines einzigen Kriteriums gengen, ohne dass dieses in besonders ausgeprgter Weise erfllt sein msste (BGE 148 V 301 E. 4.4.1 mit Hinweis auf BGE 115 V 133 E. 6c/bb; Urteil 8C_698/2022 vom 3. Mai 2023 E. 6.4).
5.
5.1. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen somatischen Verletzungen angesichts des durch den Unfall zugezogenen schweren Polytraumas (Injury Severity Score [ISS] von 54) der Beschwerdefhrerin als erfllt zu betrachten, wobei offen bleiben kann, ob es gar in ausgeprgter Form erfllt wre. Allerdings ist es nach der Rechtsprechung nicht zulssig, den adquaten Kausalzusammenhang zwischen allflligen psychischen resp. organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden und einem Unfallereignis zu bejahen, bevor die sich in tatschlicher Hinsicht stellenden Fragen bezglich der Natur der gesundheitlichen Beeintrchtigungen und des natrlichen Kausalzusammenhangs gutachterlich geklrt sind (BGE 148 V 138 E. 5.1.2; 147 V 207 E. 6.1; Urteile 8C_698/2022 vom 3. Mai 2023 E. 7.2.1; 8C_427/2022 vom 28. Februar 2023 E. 6.1; 8C_409/2021 vom 15. September 2021 E. 6.2).
5.2. Vorliegend liegen bezglich der Frage des natrlichen Kausalzusammenhangs sich widersprechende Beurteilungen von Kreisrzten in den Akten (vgl. E. 3.1 hiervor). Es steht fest, dass die Beschwerdefhrerin bereits vor dem Unfall vom April 2019 aufgrund von psychischen Beschwerden teilweise arbeitsunfhig war. Das kantonale Gericht hat zutreffend festgestellt, dass zumindest geringe Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. D.________ bestehen, derzufolge die geltend gemachten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden (insbesondere Schmerzen, Tinnitus, Erschpfungssymptomatik) in keinem natrlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stnden. Es liess die Frage nach dem natrlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden letztlich unbeantwortet, weil es die Adquanz verneinte, was nach dem Gesagten indessen nicht besttigt werden kann. Es fehlt somit eine verlssliche medizinische Entscheidungsgrundlage, die sich zum natrlichen Kausalzusammenhang und den Auswirkungen der beklagten Beschwerden auf die Arbeitsfhigkeit ussern. Vor diesem Hintergrund kann aus rechtlicher Sicht nicht darauf geschlossen werden, einem Unfallereignis komme fr die Entstehung einer psychisch bedingten Arbeits- oder Erwerbsunfhigkeit eine massgebende Bedeutung zu. Dies gilt nach der Rechtsprechung auch deshalb, weil die vorhergehende Anerkennung eines adquaten Kausalzusammenhangs allenfalls geeignet wre, den psychiatrischen Experten - ob bewusst oder unbewusst - in seiner Einschtzung zu beeinflussen und dadurch das Ergebnis einer im Nachhinein vorgenommenen medizinischen Beurteilung zu verzerren (vgl. BGE 148 V 301 E. 4.5.1 mit Hinweis; Urteil 8C_698/2022 vom 3. Mai 2023 E. 7.2.1).
5.3. Die Sache ist deshalb an die Suva zurckzuweisen, damit sie die betreffenden Fragen gutachterlich abklrt. Ob bei einem allenfalls bestehenden natrlichen (Teil-) Kausalzusammenhang fr die Beurteilung der Arbeitsfhigkeit unter Bercksichtigung aller Beschwerden eine polydisziplinre Begutachtung erforderlich ist - wie dies die Beschwerdefhrerin geltend macht - oder ob allenfalls die Entscheidungsgrundlagen der Invalidenversicherung bernommen werden knnen, wird die Suva nach Rcksprache mit einem Kreisarzt zu entscheiden haben. Schliesslich wird sie den Anspruch der Beschwerdefhrerin auf eine Invalidenrente und eine Integrittsentschdigung neu zu prfen haben.
6.
Die Rckweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklrung gilt fr die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschdigung als vollstndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG , unabhngig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 146 V 28 E. 7; 141 V 281 E. 11.1; 137 V 210 E. 7.1). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG) und der Beschwerdefhrerin eine Parteientschdigung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschdigung des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Sache an das kantonale Gericht zurckzuweisen (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. Mrz 2025 und der Einspracheentscheid der Suva vom 21. Mrz 2024 werden aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verfgung an die Suva zurckgewiesen. Im brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.
3.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdefhrerin fr das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.- zu entschdigen.
4.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientschdigung des vorangegangenen Verfahrens an das Versicherungsgericht des Kantons Aargau zurckgewiesen.
5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt fr Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 14. Januar 2026
Im Namen der IV. ffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Prsidentin: Viscione
Der Gerichtsschreiber: West