# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6bb455c-dfb2-5115-9c36-56f14153b6f3
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-21
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 21.08.2020 OG O3V-20-29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-20-29_2020-08-21.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin  
 

A. 
 
vertreten durch: RA AA. 
 

 
 
 
Vorinstanz  
 

SVA Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gall en,  
IV-Stelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen  
 

 
 
 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
Einzelrichter  
 

Verfügung vom 21. August 2020  
 
 

Verfahren Nr. O3V 20 29 
 
 
 
 

Ort des Entscheids Trogen 
 
 
 

Gegenstand Rente der Invalidenversicherung  
Beschwerde gegen die Verfügung der SVA des Kantons 
St. Gallen, IV-Stelle, vom 10. Juni 2020 

Seite 2 

Erwägungen 

 

1. Mit Verfügung vom 10. Juni 2020 setzte die IV-Stelle St. Gallen die ganze Rente der Be-

schwerdeführerin auf eine halbe Rente herab. 

 

2. Dagegen liess die Beschwerdeführerin, vertreten durch RA AA., am 17. August 2020 beim 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden Beschwerde erheben. Zur örtlichen Zuständigkeit 

wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin habe während des laufenden 

Einwandverfahrens den Wohnsitz zurück nach Herisau verlegt. Gestützt auf Art. 58 Abs. 1 

des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) sei das angerufene Gericht zuständig. 

 

3. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 

Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) sind in Abweichung von Art. 58 ATSG Verfügun-

gen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 

anfechtbar. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ändert der Wohnortwech-

sel während des Einwandverfahrens daran nichts. 

 

4. Damit ist das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden örtlich nicht zuständig, 

weshalb nicht auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beschwerde ist an das Versiche-

rungsgericht des Kantons St. Gallen zu überweisen (Art. 58 Abs. 3 ATSG).  

 

5. Nach Art. 32 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) liegt die Zuständigkeit für 

den vorliegenden Entscheid beim Einzelrichter des Obergerichts. In Anwendung von 

Art. 53 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 4 des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRPG, bGS 143.1) wird von der Erhebung von Verfahrenskosten ganz abge-

sehen.  

 

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Demgemäss verfügt der Einzelrichter des Obergericht s: 

 

1. Auf die Beschwerde von A. vom 17. August 2020 wird mangels örtlicher Zuständigkeit 
nicht eingetreten. 

 
2. Die Beschwerde wird von Amtes wegen an das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen überwiesen. 
 
3. Es werden keine Kosten erhoben.  
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzu-
reichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
5. Zustellung an die Beschwerdeführerin über deren Anwalt, die Vorinstanz (mitsamt den Ak-

ten) und an das Bundesamt für Sozialversicherungen. 
 

 

Der Einzelrichter: 

 

lic. iur. Ernst Zingg 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
versandt am: 24. August 2020