# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5847ca9-c327-51b2-a3f4-da46aed17d98
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.12.2012 D-6395/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6395-2012_2012-12-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6395/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  D e z e m b e r  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; 

Gerichtsschreiberin Sandra Sturzenegger. 

   Parteien 
 

A._______,  

geboren am (…), Eritrea,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 23. November 2012 / N (…). 

 

 

D-6395/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Juli 2012 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 23. November 2012 – eröffnet am 

3. Dezember 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylge-

setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht 

eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den 

Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ab-

lauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-

schwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Dezember 2012 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben, er sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu 

gewähren, zudem sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung 

unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, weshalb die vorläufige Auf-

nahme anzuordnen sei, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses ersuchte, 

dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, 

dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontaktauf-

nahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie jegli-

che Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, eventualiter sei bei 

bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwerdeführende Person dar-

über in einer separaten Verfügung zu informieren, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Dezember 2012 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

D-6395/2012 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – un-

ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

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instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), 

dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-

währung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochtenen 

Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Ver-

fahrens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge 

nicht einzutreten ist,  

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 

grundsätzlich volle Kognition zukommt, wobei diese Prüfung – namentlich 

diejenigen hinsichtlich des Bestehens von Vollzugshindernissen (Durch-

führbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in Dublin-

Verfahren bereits im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattzufin-

den hat (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) zur Anwendung gelangt und das BFM die 

Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des 

Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren 

zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags 

zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mit-

gliedstaat gestellt hat (Dublin-II-Verordnung), prüfte, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin-II-Verordnung jeder Asylantrag 

von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des 

Kapitels III als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, welcher einem Familienange-

hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling ge-

währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder 

ein gültiges Visum ausgestellt hat, dessen Land-, See- oder Luftgrenze 

der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal über-

schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 

i.V.m. Art. 6 bis 13 Dublin-II-Verordnung), 

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Seite 5 

dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenannten 

Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuches 

eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-

Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin-II-Verordnung; 

vgl. auch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über 

Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person (BzP) 

vom 16. Juli 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ er-

klärte, er sei über Italien in die Schweiz eingereist (Akten BFM A 3/14 S. 

8), 

dass gemäss Antwort der italienischen Behörden zum Informationsbegeh-

ren des BFM vom 23. Juli 2012 der Beschwerdeführer am 21. Juni 2012 

illegal in Italien eingereist ist (A 12/1), 

dass das BFM die italienischen Behörden am 12. September 2012 um 

Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-

Verordnung ersuchte, 

dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in 

Art. 18 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung vorgesehenen Frist unbeantwortet 

liessen, womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 18 

Abs. 7 Dublin-II-Verordnung),  

dass die Zuständigkeit Italiens somit grundsätzlich gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer bereits im Rahmen der BzP geltend machte, 

er würde eine Wegweisung nach Italien nicht akzeptieren, weil seine 

Freunde in Italien als Obdachlose lebten und er von Anfang an in die 

Schweiz gewollt habe, 

dass er auf Beschwerdeebene im Wesentlichen vorträgt, er habe schon 

im Militärdienst in Eritrea Atemprobleme gehabt und unter Schlaflosigkeit 

wegen psychischer Probleme gelitten, 

dass sich seine Gesundheitssituation sicher wieder verschlechtern werde, 

wenn er – im Falle einer Rückkehr nach Italien – auf der Strasse schlafen 

müsse, 

dass er im Übrigen seinen Wunsch nach Durchführung des Asylverfah-

rens in der Schweiz nochmals bekräftigt, 

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Seite 6 

dass vorab – in Übereinstimmung mit dem BFM – festzuhalten ist, dass 

der Beschwerdeführer den zuständigen Mitgliedstaat, in welchem er das 

Asylverfahren durchlaufen möchte, nicht selber wählen kann, 

dass die schweizerischen Behörden zwar dafür sorgen müssen, dass der 

Beschwerdeführer im Falle einer Überstellung nach Italien nicht einer 

dem internationalen Recht und insbesondere Art. 3 der Konvention vom 

4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(EMRK, S 0.101) widersprechenden Behandlung ausgesetzt ist,  

dass Italien indessen Vertragspartei des Abkommens vom 28. Juli 1951 

über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK 

und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) ist, und keine konkreten Hinweise dafür bestehen, 

Italien würde sich nicht an die daraus resultierenden Verpflichtungen hal-

ten, 

dass Italien die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 

(Aufnahmerichtlinie) ohne Beanstandungen von Seiten der Europäischen 

Kommission umgesetzt hat und nebst den staatlichen Strukturen zahlrei-

che private Hilfsorganisationen, welche Asylsuchende betreuen, existie-

ren, 

dass festzuhalten ist, dass Asylsuchende in Italien bei der Unterkunft, der 

Arbeit und dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur zwar gewissen 

Schwierigkeiten ausgesetzt sein können, 

dass die italienischen Behörden seit geraumer Zeit mit einer grossen An-

zahl von Einwanderern aus nordafrikanischen Staaten konfrontiert sind, 

was immer wieder zu Kapazitätsengpässen bei den Aufnahmezentren 

führt, 

dass indessen das Gericht auch in Berücksichtigung der mit den Kapazi-

tätsengpässen im Zusammenhang stehenden schwierigen Aufenthalts- 

und Lebensbedingungen nicht zum Schluss gelangt, Italien verletze nach-

gewiesenermassen in systematischer Weise die Richtlinie Nr. 2003/9/EG 

(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-6012/2012 vom 4. Dezem-

ber 2012), 

dass zwar das italienische Fürsorgesystem für Asylsuchende in der Kritik 

steht, in den Aufenthalts- und Verfahrensbedingungen für Personen, wel-

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Seite 7 

che sich im Rahmen eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, aber insge-

samt kein Vollzugshindernis zu erkennen ist, 

dass nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts Dublin-Rückkeh-

rende und verletzliche Personen bezüglich Unterbringung von den italie-

nischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich – neben den 

staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private Hilfsorganisationen der 

Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass weiter darauf hinzuweisen ist, dass Italien gemäss der Aufnahme-

richtlinie gehalten ist, den Asylsuchenden materielle Aufnahmebedingun-

gen zu gewähren, die die Sicherung des Lebensunterhalts und der Ge-

sundheit gewährleisten (vgl. etwa Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

D-6534/2011 vom 14. März 2012 und E-734/2012 vom 13. Februar 2012), 

dass für den Fall, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Aufenthalts-

bedingungen tatsächlich nicht in der Lage sein sollte, in Italien ein men-

schenwürdiges Leben zu führen, es an ihm liegen wird, seine Rechte bei 

den italienischen Behörden respektive beim Europäischen Gerichtshof 

(EuGH) oder beim Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) 

geltend zu machen (BVGE 2010/45 E. 7.6.4), 

dass bezüglich der geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des 

Beschwerdeführers darauf hinzuweisen ist, dass eine zwangsweise 

Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur dann 

einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, wenn die betroffene 

Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheitsstadi-

um und bereits in Todesnähe befindet (vgl. Europäischer Gerichtshof für 

Menschenrechte [EGMR], N. c. Vereinigtes Königreich [Appl. 

No. 26565/05], Urteil vom 27. Mai 2008),  

dass dies im vorliegenden Fall für die Situation des Beschwerdeführers 

nicht zutrifft, zumal er seine gesundheitlichen Probleme lediglich in pau-

schaler Weise vorbringt und durch keine Beweismittel belegt, 

dass im Übrigen Italien über eine ausreichende medizinische Infrastruktur 

verfügt, 

dass unter diesen Umständen keinerlei Hindernisse, insbesondere auch 

keine humanitären Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien als unzulässig erschei-

nen lassen,  

http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45

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Seite 8 

dass es demnach keinen Grund für die Anwendung der Souveränitäts-

klausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-Verordnung) gibt,  

dass Italien somit für die Prüfung des Asylgesuchs des Beschwerde-

führers gemäss der Dublin-II-Verordnung zuständig und entsprechend 

verpflichtet ist, ihn gemäss Art. 17 bis Art. 19 Dublin-II-Verordnung aufzu-

nehmen,  

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu 

Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist 

und, da der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in Anwendung von 

Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 

Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits 

Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 

Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10 S. 645), 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtser-

heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder un-

angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzu-

weisen ist, soweit darauf einzutreten ist,  

dass mit dem vorliegenden Urteil das Beschwerdeverfahren abgeschlos-

sen ist, weshalb sich die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnah-

men wie Erteilung der aufschiebenden Wirkung und die Unterlassung der 

Datenweitergabe an die Behörden des Heimatstaates, welche ohnehin 

nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam sind, als gegen-

standslos erweisen,  

dass im Übrigen aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht hervor-

geht, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer betreffende Daten an 

den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegehren, es 

sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe der Beschwerdeführer darüber 

in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechtsschutzinte-

resses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist, 

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Seite 9 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache hinfällig wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 

ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt 

– als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Voraussetzungen für 

die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6395/2012 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Sandra Sturzenegger 

 

 

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