# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a02a4881-ea7d-5ab1-8161-eca3da3d8bfb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 23.11.2009 ZK2 2009 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-49_2009-11-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. November 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 09 49

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 12. Juli 2010 abgewiesen worden, soweit darauf einzutreten war).

Urteil
II. Zivilkammer

Besetzung:
Vorsitz Hubert
RichterInnen Bochsler und Michael Dürst
Redaktion Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

der X .  A G , Beklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. Dominik Infanger, Werkstrasse 2, 7000 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Surselva vom 17. März 2009, mitgeteilt am 6. Juli 
2009, in Sachen der Y., Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, 
gegen die Beklagte und Berufungsklägerin,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 18. Januar 2005 fuhr Y. in Begleitung ihres Ehemannes und ihres 
Enkelkindes mit der A.-Bahn (heute: A.-Bahn) von B. nach C.. Auf dem Weg vom 
Bahnhof zur Talstation bzw. zum darunter liegenden Parkplatz der X. AG stürzte 
Y., wobei sie sich mehrfach den rechten Unterarm und darüber hinaus zwei 
Knochen der linken Handwurzel brach. Aufgrund dieses Sturzes stellte Y. 
Schadenersatzforderungen gegen die X. AG.

B. Da zwischen den Parteien bezüglich der Folgen des Sturzes keine gütliche 
Einigung zustande kam, instanzierte Y. mit Vermittlungsbegehren vom 9. 
November 2006 beim Kreispräsidenten Cadi eine Forderungsklage gegen die X. 
AG. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 30. November 2006 stellte 
der Vermittler am 1. Dezember 2006 den folgenden Leitschein aus:

„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 45'000.-- zu 

bezahlen, zuzüglich 5% Verzugszins ab 30. November 2006.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin."

C. Y. prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 22. Dezember 2006 an 
das Bezirksgericht Surselva. Dabei hielt sie unverändert an ihren Rechtsbegehren 
gemäss Leitschein fest. In ihrer Prozessantwort vom 20. Februar 2007 beantragte 
die X. AG wie bereits anlässlich der Vermittlung die Abweisung der Klage, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin. Gleichzeitig stellte sie 
den Verfahrensantrag, es sei im Sinne von Art. 94 ZPO vorab darüber zu 
befinden, ob die Beklagte passivlegitimiert sei und ob sowohl ein Werkmangel als 
auch ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben sei. Mit Schreiben vom 21. 
Februar 2007 teilte das Bezirksgericht Surselva mit, dass über diesen Antrag erst 
nach vollständig durchgeführtem Schriftenwechsel entschieden werde. Am 11. 
April 2007 reichte die Klägerin eine Replik mit unveränderten Rechtsbegehren ein. 
Ebenso hielt die Beklagte in ihrer Duplik vom 25. Juni 2007 unverändert an ihrem 
Antrag auf Klageabweisung fest. Darüber hinaus stellte sie den formellen Antrag, 
einzelne Tatsachenbehauptungen in der Replik, die damit zusammenhängenden 
Ergänzungsfragen an die entsprechenden Zeugen sowie zwei klägerische 
Beilagen aus dem Recht zu weisen. Am 27. Juni 2007 lehnte der 

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Bezirksgerichtspräsident Surselva diesen Antrag ab. Ferner wies das 
Bezirksgericht mit Verfügung vom 29. August 2007 den beklagtischen Antrag auf 
Durchführung einer Teilverhandlung ab.

Am 8. April 2008 beauftragte das Bezirksgericht Surselva Dr. med. D., Leiter 
Unfallchirurgie am R., mit der Ausarbeitung einer medizinischen Fachexpertise zur 
Beurteilung der Einschränkung von Y. in der Haushaltführung und zum Vorliegen 
von unfallfremden Faktoren. Der Experte legte sein Gutachten am 13. Juni 2008 
vor. Am 4. September 2008 beauftragte das Bezirksgericht E., F. 
Haushaltbewertungen, mit der Erstellung eines Gutachtens zur Erhebung des 
Haushaltsschadens. Dieses Gutachten lag am 26. November 2008 vor.

D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Surselva fand am 17. März 
2009 in Trun statt. Mit Urteil vom 17. März 2009, mitgeteilt am 6. Juli 2009, 
erkannte das Bezirksgericht Surselva, wie folgt:

„1. Die Klage wird gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der 
Klägerin CHF 45'000.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 30. November 2006 
zu bezahlen.

2. Die Kosten des Kreisamtes Cadi von CHF 200.00 sowie diejenigen 
des Bezirksgerichtes Surselva, bestehend aus:

- Gerichtsgebühr inkl. Streitwertzuschlag CHF 10'000.00

- Schreibgebühr CHF 1'240.00

- Barauslagen CHF 5'115.50

total CHF 16'355.50

gehen zu Lasten der Beklagten.

Die Beklagte hat die Klägerin überdies ausseramtlich mit CHF 
31'339.90 zu entschädigen.

3. (Mitteilung)“

E. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Surselva liess die X. AG mit Eingabe 
vom 23. Juli 2009 die Berufung zu Handen des Kantonsgerichts von Graubünden 
erklären. Sie stellte folgende Berufungsanträge:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichts Surselva in Sachen Y. gegen die X. AG 
vom 17. März 2009 sei aufzuheben.

2. Die Klage von Y. gegen die X. AG sei abzuweisen.

3. Die vorinstanzlichen amtlichen wie ausseramtlichen Kosten seien neu 
vollständig zu Lasten von Y. zu verlegen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von Y.."

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Zu diesen Berufungsanträgen liess die Berufungsbeklagte Y. mit Eingabe vom 19. 
August 2009 folgende Anträge stellen:

"1. Die Berufungsanträge seien vollumfänglich abzuweisen und das Urteil 
des Bezirksgerichtes Surselva vom 17. März 2009 sei ganzheitlich zu 
bestätigen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWST 
zulasten der Beklagten und Berufungsklägerin."

Das Bezirksgericht Surselva verzichtete auf eine Stellungnahme zur Berufung.

F. Am 23. November 2009 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor dem 
Kantonsgericht von Graubünden statt. Anwesend waren G., Vorsitzender der 
Geschäftsleitung der Berufungsklägerin, Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger, 
Rechtsvertreter der Berufungsklägerin, die Berufungsbeklagte Y. sowie ihr 
Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny. Einleitend verlas 
der Vorsitzende die Anträge der Berufungsklägerin und der Berufungsbeklagten. 
Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine 
Einwände vorgebracht, so dass sich dieses als in der Sache legitimiert erklärte. 
Rechtsanwalt Thöny stellte den Beweisantrag, die Berufungsbeklagte Y. 
gerichtlich zu befragen. Die Parteivertreter erklärten sich damit einverstanden, 
dass sie sich im Rahmen des ersten Parteivortrags zu diesem Antrag äussern, 
und dass das Gericht danach darüber entscheidet. Da keine weiteren 
Beweisanträge vorlagen, konnte das Beweisverfahren unter dem genannten 
Vorbehalt geschlossen werden. Im Anschluss nahmen die Rechtsvertreter der 
Parteien in ihren Plädoyers zum Beweisantrag und zu den materiellen 
Berufungsanträgen Stellung. Rechtsanwalt Infanger beantragte dabei die 
Abweisung des Beweisantrags. Die beiden Parteivertreter gaben von ihren 
Vorträgen eine schriftliche Ausfertigung zu den Akten. Im Anschluss an die ersten 
Parteivorträge beriet das Gericht über den Beweisantrag der Berufungsbeklagten. 
Das Gericht lehnte den Antrag ab, was der Vorsitzende gegenüber den Parteien 
kurz begründete. Danach erhielten die Parteivertreter das Recht auf Replik und 
Duplik, was sie benutzten, um ihre Standpunkte zu vertiefen. Abschliessend nahm 
Rechtsanwalt Infanger Einsicht in die Honorarnote von Rechtsanwalt Thöny. Er 
selbst reichte keine Honorarnote ein, gab aber an, seine Aufwendungen für das 
Berufungsverfahren würden sich im Umfang der Honorarnote von Rechtanwalt 
Thöny bewegen.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie auf die Ausführungen der 
Rechtsvertreter der Parteien in den Rechtsschriften und anlässlich der 

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Berufungsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1a. Gegen Urteile der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche Streitigkeiten 
im Betrag von über Fr. 8'000.-- kann Berufung an das Kantonsgericht ergriffen 
werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 ZPO). Das angefochtene 
Urteil des Bezirksgerichts Surselva betrifft einen vermögensrechtlichen Streit über 
einen Betrag von mehr als Fr. 8'000.--, so dass der Berufungsstreitwert erreicht 
und die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
vorliegenden Streitsache als Berufungsinstanz gegeben ist.

b. Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf 
Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, 
soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). Die X. AG 
reichte ihre Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Surselva vom 17. März 
2009, mitgeteilt am 6. Juli 2009, am 23. Juli 2009 und damit fristgerecht ein. 
Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf 
eingetreten werden kann.

2a. Nach Art. 226 ZPO dürfen neue Beweismittel von den Parteien vor der 
Berufungsinstanz ausser im Falle der Revision nicht angerufen werden. Hingegen 
können die Parteien verlangen, dass Beweismittel, welche vor erster Instanz 
fristgemäss angemeldet, aber nicht abgenommen worden sind, erhoben werden, 
sofern sie für die Beurteilung der Streitfrage von wesentlicher Bedeutung sein 
können (Abs. 1). Ferner kann das Kantonsgericht von sich aus 
Sachverständigengutachten einholen, Augenscheine durchführen und die Parteien 
zur Beweisaussage zulassen (Abs. 2).

Die bündnerische Zivilprozessordnung kennt zwei Formen der richterlichen 
Parteibefragung, nämlich die formfreie Befragung der Parteien gemäss Art. 112 
ZPO und die Beweisaussage im Sinne von Art. 201 ZPO. Bleibt das Vorbringen 
einer Partei unklar, unvollständig oder unbestimmt, soll der Richter die Partei 
formfrei befragen (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Die formfreie Parteibefragung stellt kein 
eigentliches Beweismittel dar, aber ein wesentliches Hilfsmittel der 
Wahrheitsfindung. Sie bezweckt nicht den Beweis bestrittener Tatsachen, sondern 
dient der Abklärung und Vervollständigung unklarer, unvollständiger und 
unbestimmter Vorbringen einer Partei. Nach Art. 201 Abs. 1 ZPO kann das Gericht 

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Haupt- und Nebenparteien von Amtes wegen oder auf Parteiantrag zur 
Beweisaussage anhalten, wenn dies nach dem Ergebnis der formfreien Befragung 
und des übrigen Beweisverfahrens geboten und die zu befragende Person 
unverdächtig erscheint. Das Beweismittel der Beweisaussage ist subsidiär und 
kommt – nebst Erfüllung der weiteren Voraussetzungen – nur in Frage, wenn der 
gleiche Sachverhalt nicht mit anderen Beweismitteln bewiesen werden kann (PKG 
1990 Nr. 13, 1988 Nr. 15, 1971 Nr. 17 und Nr. 18; BGE 112 Ia 369 ff.).

b. Rechtsanwalt Thöny hatte vor der Vorinstanz den Antrag gestellt, Y. zur 
Beweisaussage zuzulassen. Ebenso beantragte er anlässlich der 
Berufungsverhandlung, die Genannte gerichtlich einzuvernehmen, namentlich zur 
Frage des Hergangs ihres Sturzes. Ob es sich bei dieser gerichtlichen Befragung 
um eine formlose Parteibefragung oder um eine eigentliche Beweisaussage 
handeln soll, überliess der Antragsteller dem Entscheid des Gerichts. Diese Frage 
kann allerdings offen gelassen werden, da weder die Voraussetzungen für eine 
formlose Parteibefragung noch jene für eine Beweisaussage erfüllt sind.

Zunächst ist zu beachten, dass keine Unklarheiten bestehen, die mittels einer 
formfreien Befragung erhellt werden könnten. Zwar wurde der Hergang, wie die 
Berufungsbeklagte genau gestürzt ist, von keinem Zeugen direkt beobachtet. Y. 
hat ihren Standpunkt zum Sturzhergang in den Rechtsschriften und den Plädoyers 
vor Bezirksgericht sowie vor Kantonsgericht indes ausführlich dargelegt bzw. 
darlegen lassen, wobei ihre Ausführungen ohne weiteres verständlich sind und 
keiner Ergänzung bedürfen. Es besteht in Anbetracht dessen kein Grund, sie 
formfrei zum Sturzhergang zu befragen. Hinzu tritt der Umstand, dass von der 
Berufungsklägerin nicht bestritten wird, dass die Berufungsbeklagte nach hinten 
ausgeglitten und auf beide Arme gefallen ist. Umstritten ist, ob dies auf vereistem 
Untergrund geschah sowie ob die Berufungsbeklagte Schuh-Spikes trug oder 
nicht bzw. ob sie diese Spikes allenfalls falsch montiert hatte. Abgesehen davon, 
dass die Berufungsbeklagte ihren diesbezüglichen Standpunkt, wie erwähnt, klar 
dargelegt hat, sind die bereits vorhandenen Beweismittel ausreichend, um die sich 
stellenden Fragen und die bestehenden Divergenzen zwischen den Parteien 
zuverlässig beurteilen zu können. Es ist somit weder ersichtlich, inwiefern eine 
Aussage von Y. zu wesentlich neuen, entscheidrelevanten Erkenntnissen führen 
könnte, noch erweist sich eine solche als notwendig. Die Voraussetzungen für das 
subsidiäre Beweismittel der Beweisaussage sind in Anbetracht dessen ebenfalls 
nicht gegeben, so dass der Beweisantrag der Berufungsbeklagten abzuweisen ist.

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3. Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet eine Werkeigentümerhaftung 
gemäss Art. 58 Abs. 1 OR. Nach der genannten Bestimmung hat der Eigentümer 
eines Gebäudes oder eines anderen Werkes den Schaden zu ersetzen, den diese 
infolge von fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder von mangelhafter 
Unterhaltung verursachen.

Das Bezirksgericht Surselva hat im angefochtenen Urteil eine 
Werkeigentümerhaftung der X. AG bejaht und diese zur Leistung einer 
Schadenersatzzahlung von Fr. 45'000.-- zuzüglich Zins an Y. verpflichtet. Gegen 
dieses Urteil wehrt sich die X. AG, wobei die Fragen der Passivlegitimation, des 
Vorliegens eines Werks sowie eines Werkmangels, des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sowie der Höhe des Betreuungsschadens strittig sind.

a. Die Berufungsklägerin macht in ihrer Berufung zunächst geltend, sie sei für 
eine Klage aus Werkeigentümerhaftung nicht passivlegitimiert. Der Weg, auf dem 
die Berufungsbeklagte gestürzt sei, sei der Öffentlichkeit gewidmet. Diese 
Widmung entspreche einem öffentlich-rechtlichen Servitut. Die Gemeinde habe 
den Weg denn auch im Generellen Erschliessungsplan als Fuss- und Wanderweg 
eingetragen sowie die entsprechenden Ausschilderungen vorgenommen. Der 
Schluss der Vorinstanz, dass die Gemeinde keine massgebliche Sachherrschaft 
über den Verbindungsweg habe, da dieser sowohl von der A.-Bahn als auch von 
den X. AG unterhalten werde, sei aufgrund dieser Widmung zu Gunsten der 
Öffentlichkeit unzulässig. Nur weil die Gemeinde keinen Winterdienst betreibe, 
heisse das im Übrigen noch lange nicht, dass sie einen solchen nicht unterhalten 
müsste. Passivlegitimiert sei unter diesen Umständen die Gemeinde und nicht die 
Berufungsklägerin.

b/aa. Für den mangelhaften Zustand eines Werks haftet grundsätzlich dessen 
sachenrechtlicher Eigentümer. Wird eine Klage gestützt auf eine 
Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 OR erhoben, ist demnach der Eigentümer 
eines mangelhaften Gebäudes oder eines anderen mangelhaften Werks 
passivlegitimiert (BGE 121 III 448 ff. [449 ff.], E. 2, mit weiteren Hinweisen; Roland 
Brehm, Berner Kommentar zu Art. 41–61 OR, 3. A., Bern 2006, N 4 f. zu Art. 58 
OR; Anton K. Schnyder, in: Basler Kommentar zum OR I, Art. 1–529 OR, 4. A., 
Basel 2007, N 7 zu Art. 58 OR).

Das Subjekt der Haftung aus Werkeigentum ist somit grundsätzlich durch das 
Sacheigentum definiert. Allerdings decken sich die Grenzen der 
Werkmängelhaftung nicht immer mit den Grenzen des sachenrechtlichen 

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Eigentums. Die Rechtsprechung hat nämlich für bestimmte Sonderfälle 
Ausnahmen von diesem Grundsatz anerkannt. Diese Ausnahmen betreffen 
Sondertatbestände, die eine über den Wortlaut hinausgehende, aber dem 
Grundgedanken der Werkhaftung entsprechende Lösung rechtfertigen (BGE 106 
II 201 ff. [204], E. 2b). Eine Ausdehnung der subjektiven Haftbarkeit darf 
angesichts des klaren Gesetzeswortlauts und mit Rücksicht auf die 
Rechtssicherheit indes nur mit Zurückhaltung angenommen werden. Vom 
formellen Kriterium des Eigentums abzusehen rechtfertigt sich nur dann, wenn ein 
anderer Berechtigter wie beispielsweise ein Gemeinwesen aufgrund seiner 
besonderen Rechtsstellung eine mit privatem Sacheigentum vergleichbare 
Sachherrschaft über das Werk ausübt. Diesfalls ist das Gemeinwesen aufgrund 
seiner – ganz oder teilweise – im öffentlichen Recht begründeten Sachherrschaft 
unter dem Gesichtspunkt von Art. 58 OR einem privatrechtlichen Werkeigentümer 
gleichzustellen (BGE 121 III 448 ff. [451], E. 2d; Brehm, a.a.O., N 11 u. N 14 zu 
Art. 58 OR). Als Ausnahme vom Grundsatz kann somit aus Art. 58 OR auch ohne 
sachenrechtliche Stellung als Eigentümer haftbar werden, wer eine Anlage als 
Ganzes nach seinem Ermessen erstellt hat, wer sie benutzt, effektiv die Herrschaft 
darüber hat und auch für den Unterhalt des Werkes sorgen muss (Schnyder, 
a.a.O., N 10 u. N 22 zu Art. 58 OR).

c/aa. Der vorliegend in Frage stehende Weg stellt die offizielle Verbindung 
zwischen der Haltestelle C. der A.-Bahn und der Talstation sowie den Parkplätzen 
der X. AG dar. Ausser im Bereich der Bahnstation bildet der Verbindungsweg 
einen Bestandteil der Parzelle Nr. H. im Grundbuch der Gemeinde I.. Diese 
Parzelle steht im Eigentum der X. AG (KB 1 u. 12, edierter Grundbuchauszug). 
Der Unfall von Y. ereignete sich nicht im Bereich des Bahnhofs, sondern auf dem 
unteren Abschnitt des Verbindungsweges, somit auf dem Grundstück der 
Berufungsklägerin (vgl. dazu insbesondere E. 4d/bb nachfolgend). Somit kommt in 
erster Linie die Berufungsklägerin als sachenrechtliche Eigentümerin des Weges 
bzw. des fraglichen Wegabschnitts als Passivlegitimierte in Frage.

c/bb. Zu prüfen bleibt, ob der Gemeinde – die Passivlegitimation der A.-Bahn 
wurde von der Berufungsklägerin im Berufungsverfahren nicht mehr thematisiert – 
eine mit privatem Sacheigentum vergleichbare Sachherrschaft über den Weg 
zukommt, die es rechtfertigen würde, sie unter dem Gesichtspunkt von Art. 58 OR 
der privatrechtlichen Eigentümerin des Werks gleichzustellen.

Gemäss einem Schreiben des Bauamtes der Gemeinde I. vom 29. März 2006 (KB 
12) sowie der Zeugenaussage von J., Baufachchef der Gemeinde I., betreibt die 

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Gemeinde auf dem fraglichen Weg keinen Winterdienst. Der Zeuge führte dies 
anlässlich seiner Einvernahme einerseits auf den Umstand zurück, dass der Weg 
über ein privates Grundstück führt. Andererseits traf er die Annahme, es 
entspreche einer jahrzehntelangen Praxis, dass der Winterdienst auf dem 
Fussweg von der A.-Bahn und von der X. AG ausgeführt werde. Die Ausführungen 
von J. stimmen mit der Aussage des Zeugen K., Stellvertreter des technischen 
Leiters bei der X. AG, überein. Dieser gab an, es bestehe eine Regelung mit der 
A.-Bahn in der Weise, dass diese bei Schneefällen die Zufahrt mit der 
Schneefräse räume. Der übrige Unterhalt werde von den X. AG vorgenommen. 
Der technische Leiter der Berufungsklägerin, L., bestätigte in seiner Einvernahme 
als Zeuge, dass sein Stellvertreter K. für den Unterhalt der Parkplätze und den 
Unterhalt rund um die Talstation zuständig sei und hierbei unter anderem dafür zu 
sorgen habe, dass der fragliche Weg zur Bahnhaltestelle für die Benützer sicher 
sei. Im Fall von grossen Schneefällen räume die A.-Bahn den Schnee mit ihrer 
Fräse. Der übrige Unterhalt werde von ihnen selbst geleistet.

Der fragliche Weg befindet sich somit nicht nur im Eigentum der 
Berufungsklägerin, sondern diese, und nicht die Gemeinde, ist auch für den 
Unterhalt des Weges besorgt. Liegt aber die Sachherrschaft über den Weg – was 
das massgebliche Kriterium ist – bei der Berufungsklägerin, ist ihre 
Passivlegitimation klar gegeben. Die Ausnahmen, die die Rechtsprechung bis 
anhin für ein Abweichen vom Grundsatz der Haftung des sachenrechtlichen 
Werkeigentümers zuliess, beruhten denn auch massgebend auf dem Umstand, 
dass der Eigentümer überhaupt nicht in der Lage war, in das Werk einzugreifen 
und allfällige Mängel zu beheben (vgl. Brehm, a.a.O., N 15 zu Art. 58 OR). Davon 
kann vorliegend keine Rede sein, nimmt die Berufungsklägerin den Unterhalt des 
Weges, wie aufgezeigt, doch selbst vor und ist daher auch in der Lage, in das 
Werk einzugreifen und allfällige Mängel zu beheben.

c/cc. An der Passivlegitimation der Berufungsklägerin ändert entgegen ihrer 
Ansicht auch der Umstand nichts, dass der Verbindungsweg der Öffentlichkeit 
gewidmet ist. Wie einleitend erwähnt, stellt der Weg die offizielle Verbindung 
zwischen der Haltestelle der A.-Bahn und der Talstation sowie den Parkplätzen 
der X. AG dar. Zudem steht fest, dass der Weg auf der Landeskarte der Schweiz 
1:25'000 (KB 18) eingezeichnet ist. An seinem Beginn und an seinem Ende ist ein 
offizieller Wegweiser angebracht (KB 19, Fotos 4 u. 11). Schliesslich ist der Weg 
nach Aussage des Zeugen J. auch im Generellen Erschliessungsplan der 
Gemeinde I. als Fuss- und Wanderweg eingetragen. Ungeachtet dieser 
öffentlichen Widmung hält die Gemeinde den Weg im Winter aber nicht offen.

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Die Berufungsklägerin beruft sich in diesem Zusammenhang unter anderem auf 
BGE 51 II 207 ff., in welchem das Bundesgericht die Haftung eines privaten 
Werkeigentümers aus Art. 58 OR abgelehnt hatte. Im erwähnten Entscheid ging 
es um einen Unfall, der sich auf einem Gehsteig im Eigentum einer Privatperson 
ereignet hatte. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass dem Trottoir infolge der 
Belastung mit dem öffentlichrechtlichen Servitut des Gemeingebrauches in 
gewissem Sinne der Charakter einer öffentlichen Sache zukomme, worauf bei der 
Beurteilung der Haftung des Eigentümers aus Art. 58 OR Rücksicht zu nehmen 
sei. Die Haftbarkeit des Werkeigentümers für den Schaden, den das Werk infolge 
von fehlerhafter Anlage oder mangelhafter Unterhaltung verursache, beruhe 
naturgemäss auf der Voraussetzung, dass Herstellung und Unterhalt des Werkes 
seinem Ermessen unterständen. Im konkreten Fall war das fragliche Trottoir 
seitens des Gemeinwesens und nicht vom privaten Grundeigentümer erstellt 
worden. Zudem war die Verfügungsgewalt des Privaten hinsichtlich des Unterhalts 
eingeschränkt, da er sich den Weisungen der Strassenpolizeibehörde zu 
unterwerfen hatte. Diese Umstände sind mit dem vorliegenden Fall nicht 
vergleichbar, wurde der Verbindungsweg doch weder von der Gemeinde angelegt 
noch erteilte diese Weisungen betreffend Unterhalt. Anlage und Unterhalt des 
Werkes unterstehen vielmehr dem Ermessen der Berufungsklägerin. Aus 
denselben Gründen ist auch BGE 89 II 331 ff. in casu nicht einschlägig, nahm 
doch auch dort die Gemeinde und nicht der private Gehsteigeigentümer den 
Unterhalt wahr.

Auch der Verweis auf BGE 91 II 281 ff. hilft der Berufungsklägerin vorliegend nicht 
weiter. Das Bundesgericht gelangte in diesem Entscheid zur Erkenntnis, 
Werkeigentümer im Sinne von Art. 58 OR sei nicht der Eigentümer des 
Grundstückes, auf welchem der Weg angelegt sei, sondern das Gemeinwesen, 
das kraft einer Dienstbarkeit über diesen die Herrschaft ausübe. Das 
Bundesgericht knüpfte dabei an die Grundsätze der früheren Entscheide an, 
wonach haftpflichtig sei, wer die Anlage als Ganzes erstellt habe, sie benütze und 
tatsächlich über sie verfüge, folglich auch für ihren Unterhalt zu sorgen habe und 
die erforderlichen Massnahmen treffen könne (vgl. BGE 106 II 201 ff. [204], E. 2a 
in fine). Auch der BGE 91 II 281 ff. zu Grunde liegende Sachverhalt unterscheidet 
sich indes massgeblich von den in casu zu beurteilenden Umständen. So war dort 
im Gegensatz zum vorliegenden Fall im Grundbuch ein öffentlicher Fussweg als 
Dienstbarkeit eingetragen. Abgesehen davon war der Weg vom Verkehrsverein 
der dienstbarkeitsberechtigten Gemeinde angelegt worden, der den Weg seit 
Jahrzehnten mit finanzieller Hilfe der Gemeinde unterhielt, währenddem die 

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Grundeigentümer an den Wegunterhalt nichts beitrugen. Das Gemeinwesen 
wurde somit in erster Linie deshalb als Subjekt der Werkhaftpflicht betrachtet, weil 
es dienstbarkeitsberechtigt war und den Unterhalt allein besorgte (vgl. Brehm, 
a.a.O., N 11 zu Art. 58 OR), mit anderen Worten also die Sachherrschaft über den 
Weg inne hatte. Dies ist vorliegend ungeachtet der öffentlichen Widmung des 
Weges nicht der Fall.

Darauf hinzuweisen bleibt, dass das Bundesgericht in einem weiteren Entscheid 
erkannt hat, der Mangel am Eingang eines stark frequentierten Ladens (Glatteis 
auf dem Trottoir) gelte als Mangel des Geschäfts, selbst wenn für den Unterhalt 
des Trottoirs die Gemeinde als Dienstbarkeitsberechtigte zuständig sei. 
Dementsprechend hat es die Passivlegitimation des Privaten bejaht (BGE 118 II 
36 ff.).

c/dd. Ob die Gemeinde auf dem fraglichen Weg einen Winterdienst betreiben 
müsste, wie dies die Berufungsklägerin geltend macht, kann unter den gegebenen 
Umständen offen gelassen werden. Offenbar besteht die langjährige Übung, dass 
die Gemeinde auf dem Weg keine Unterhaltsarbeiten wahrnimmt, sondern dass 
diese Aufgabe der X. AG obliegt. Anzeichen dafür, dass die Letztere mit dieser 
Regelung nicht einverstanden gewesen wäre, bestehen nicht, ist doch nicht 
bekannt, dass sie sich jemals gegen die aktuelle Unterhaltsregelung zur Wehr 
gesetzt oder sich darum bemüht hätte, mit der Gemeinde zusammen eine 
Unterhaltsvereinbarung zu treffen. Dass die Berufungsklägerin im Winter – und um 
diese Jahreszeit geht es vorliegend – den Unterhalt des Weges übernimmt, ist im 
Übrigen durchaus nachvollziehbar, nicht nur unter dem Aspekt, dass der Weg 
über ihr Grundstück führt, sondern auch vor dem Hintergrund, dass die 
Offenhaltung des fraglichen Verbindungsweges in dieser Jahreszeit massgebend 
im Interesse der X. AG liegt. So stellt der Weg einerseits die Verbindung von der 
Bahnstation der A.-Bahn zur Talstation der X. und andererseits die Verbindung 
von deren Parkplatz zur Talstation bzw. zum Einstieg in den Sessellift dar. 
Jedenfalls führt aber die öffentliche Widmung allein, ohne eine entsprechende 
Sachherrschaft über Anlage und Unterhalt eines Werkes, entgegen der 
Auffassung der Berufungsklägerin nicht dazu, dass vorliegend die Gemeinde 
passivlegitimiert wäre.

d. Schliesslich bringt die Berufungsklägerin vor, es könne auch davon 
ausgegangen werden, dass die Gemeinde eine privatrechtliche Dienstbarkeit 
ersessen habe, so dass jene aus diesem Grund passivlegitimiert sei. Die 
Vorinstanz hatte eine solche Ersitzung verneint. Vorliegend braucht auf die Frage, 

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ob die Gemeinde unter den konkreten Umständen tatsächlich eine privatrechtliche 
Dienstbarkeit erworben hat, nicht näher eingegangen zu werden. Auch das 
Bestehen einer privatrechtlichen Dienstbarkeit würde nämlich nicht per se dazu 
führen, dass die Gemeinde ins Recht zu fassen wäre. Eine Passivlegitimation des 
privaten Dienstbarkeitsberechtigten wird lediglich dann bejaht, wenn ihm allein der 
Nutzen zusteht sowie wenn ihm die Unterhaltspflicht obliegt. Ist Letztere nicht klar 
geregelt, so bleibt der Grundeigentümer Subjekt der Haftpflicht; im Zweifel ist dem 
an sich klaren Begriff des Eigentümers von Art. 58 OR der Vorrang zu geben 
(Brehm, a.a.O., N 12 zu Art. 58 OR, mit weiteren Hinweisen). In casu kann nicht 
davon ausgegangen werden, dass der Nutzen des Verbindungsweges allein der 
Gemeinde zusteht, insbesondere nicht im Winter. Überdies ist nicht vorgesehen, 
dass die Gemeinde den Wegunterhalt vornimmt. Unter diesen Umständen wäre 
die Passivlegitimation der Gemeinde selbst beim Bestehen einer privatrechtlichen 
Dienstbarkeit zu verneinen.

e. Unter den gegebenen Umständen besteht kein Anlass, vom Grundsatz der 
Passivlegitimation des sachenrechtlichen Werkeigentümers betreffend eine Klage 
aus Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 OR abzuweichen. Der Weg bzw. der 
massgebliche Wegabschnitt befindet sich im Eigentum der Berufungsklägerin, 
wurde von ihr angelegt und wird von ihr unterhalten. Die Vorinstanz hat die 
Passivlegitimation der Berufungsklägerin daher zu Recht bejaht.

4. Im Weiteren erhebt die Berufungsklägerin den Einwand, dem vorliegenden 
Verbindungsweg fehle der Charakter eines Werks im Sinne von Art. 58 OR.

a. Ein Werk nach Art. 58 OR ist ein materielles Objekt, das von 
Menschenhand gestaltet worden und mit dem Erdboden direkt oder indirekt fest 
verbunden ist (BGE 130 III 736 ff. [740], E. 1.1; Brehm, a.a.O., N 26 zu Art. 58 
OR). Strassen gelten als Werke im Sinne von Art. 58 OR, obwohl sie keine 
Gebäudeähnlichkeit aufweisen. Dies gilt sinngemäss auch für Fusswege, 
Feldwege und Durchgänge (Brehm, a.a.O., N 161 f. zu Art. 58 OR; Schnyder, 
a.a.O., N 21 zu Art. 58 OR, je mit weiteren Hinweisen), nicht jedoch für einen 
ausgetretenen Fusspfad, der bloss durch das mehrfache Betreten des natürlich 
gewachsenen Untergrundes entstanden ist (Brehm, a.a.O., N 32 zu Art. 58 OR).

b. Wie aus der von der Klägerin eingereichten Fotodokumentation (KB 19) 
ersichtlich wird, handelt es sich beim fraglichen Weg – mit oder ohne Schnee – 
nicht bloss um einen ausgetretenen Fusspfad oder einen Wanderweg, der 
lediglich durch das mehrfache Betreten des natürlich gewachsenen Untergrundes 

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entstanden wäre. Er stellt vielmehr einen eigentlichen Fussweg dar, der entlang 
der Grundstücksgrenze bzw. entlang des Gebäudes der Talstation der X. AG führt 
und – wie unter anderem der Anlage des Gebäudes und dem auf den Fotos 4 bis 
6 abgebildeten Schild entnommen werden kann – von der Berufungsklägerin als 
Durchgang zwischen dem Parkplatz, der Kasse sowie dem Skiraum und dem 
Zugang zum Sessellift gestaltet wurde. Zudem führt der Weg weiter zur Haltestelle 
der A.-Bahn. Zu beachten ist im Weiteren die Aussage des Zeugen K.. Dieser gab 
an, das Räumen der Zufahrt mit der Schneefräse gehe besser, seit der Weg 
planiert worden sei. Der Verbindungsweg wurde somit von der Berufungsklägerin 
im eigentlichen Sinn angelegt. Im Winter wird er geräumt und unterhalten, um die 
Verbindung zu gewährleisten. Bereits vor dem Bau der Sesselbahn diente der 
Weg gemäss Aussage des Zeugen J. den Kunden der X. AG als Zugang zum 
Bügellift, dessen Talstation damals oberhalb der Bahnlinie lag. Nicht zuletzt ist 
darauf hinzuweisen, dass der Parzelle Nr. 1571 am 13. März 1973 ein Fuss- und 
Fahrwegrecht zu Lasten der Parzelle der Berufungsklägerin eingeräumt worden 
war (vgl. BB 5 sowie den edierten Grundbuchauszug), was einen weiteren Hinweis 
darauf bildet, dass es sich um einen eigentlichen Weg und nicht bloss um einen 
ausgetretenen Fusspfad handelt. Unter diesen Umständen bestehen keine 
Zweifel, dass der fragliche Verbindungsweg ein Werk im Sinne von Art. 58 OR 
darstellt.

5. Die Berufungsbeklagte machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, 
obwohl tiefe Temperaturen und offensichtlich eisige Verhältnisse geherrscht 
hätten, sei weder eine Gefahr signalisiert noch der Fussweg gestreut worden, 
wodurch ein klarer Werkmangel vorliege. Dieser Argumentation ist die Vorinstanz 
gefolgt. Die Berufungsklägerin bestreitet im vorliegenden Verfahren einerseits, 
dass der Weg eisig gewesen sei, und anderseits, dass eine allfällige Vereisung 
unter den konkreten Umständen einen Werkmangel darstelle.

a. Der Umstand, dass ein Werk jemandem einen Schaden zufügt, begründet 
für sich allein noch keine Haftung des Eigentümers nach Art. 58 OR. Die 
Schadensverursachung muss auf einen Werkmangel oder auf mangelhaften 
Unterhalt zurückzuführen sein. Ob ein Werk fehlerhaft angelegt ist oder 
mangelhaft unterhalten wird, hängt vom Zweck ab, den es zu erfüllen hat. Das 
Werk ist mangelhaft, wenn es den Benützern bei bestimmungsgemässem 
Gebrauch keine genügende Sicherheit bietet (BGE 130 III 736 ff. [741 f.], E. 1.3; 
Brehm, a.a.O., N 54 u. 65 zu Art. 58 OR). Der Unterhalt eines Werkes ist dann 
mangelhaft, wenn das Werk infolge Benützung und/oder wegen des Zeitablaufs 

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neue Gefahrenquellen schafft und die nötige Abhilfe dagegen nicht, ungenügend 
oder unrichtig geleistet wird (Brehm, a.a.O., N 76 zu Art. 58 OR).

b/aa. Die Beweislast für einen Mangel liegt beim Geschädigten. Er hat einen 
bestimmten Zustand des Werks vor dem Unfall zu beweisen. Allerdings befindet 
sich der Geschädigte oft in Beweisschwierigkeiten, insbesondere dann, wenn der 
Mangel ein vorübergehender war, wie bspw. bei Glatteisbildung, oder wenn kein 
Zeuge den Unfall beobachtet hat. Wurde das Werk durch den Unfall zerstört oder 
ist es sonst nachher verändert worden, so könnte durch ein allzu strenges 
Beharren auf der Beweispflicht des Geschädigten die ganze 
Werkeigentümerhaftung in vielen Fällen aus den Angeln gehoben werden. Es 
erweist sich daher als zulässig, dass das Gericht nötigenfalls gestützt auf die freie 
Beweiswürdigung aus der eingetretenen Schädigung den Schluss auf den 
mangelhaften Zustand des Werkes zieht. Dabei hat es die Möglichkeiten des 
Eintritts des Unfalls mit und ohne angenommenen Mangelzustand sorgfältig 
gegeneinander abzuwägen. Deutet die Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass ein 
Mangel Schadensursache war, so werden Mangel und Kausalzusammenhang 
zwischen dem Mangel und dem Schaden angenommen. Sobald der 
Werkeigentümer aber andere ernsthafte Möglichkeiten der Verursachung beweist, 
fällt die Grundlage für die Annahme der Verursachung des Schadens durch einen 
Werkmangel dahin und darf die Haftpflicht nicht dem Eigentümer auferlegt 
werden. Es handelt sich hierbei nicht um eine Umkehr der Beweislast, sondern um 
einen Anwendungsfall des prima-facie-Beweises, der es erlaubt, bei typischen 
Abläufen des Geschehens aufgrund der Lebenserfahrung bestimmte Umstände 
als gegeben zu betrachten (Karl Oftinger/Emil W. Stark, Schweizerisches 
Haftpflichtrecht, Band II/1, 4. A., Zürich 1987, S. 213 f., mit weiteren Hinweisen; 
Brehm, a.a.O., N 80 f. zu Art. 58 OR).

b/bb. Vorliegend steht ein mangelhafter Zustand bzw. Unterhalt des Weges – 
nämlich eine Vereisung desselben bzw. das Unterlassen wirksamer Massnahmen 
gegen diese Vereisung – in Frage. Eine Beweisaufnahme zum Zeitpunkt des 
Unfalls fand nicht statt. Nachträglich kann der geltend gemachte Werkmangel 
nicht mehr eruiert werden. Es ist daher zu prüfen, ob das Gericht allenfalls 
gestützt auf die freie Beweiswürdigung aus der eingetretenen Schädigung den 
Schluss auf den mangelhaften Zustand des Weges ziehen kann.

Die Berufungsklägerin wehrt sich vorliegend gegen eine solche 
Beweiserleichterung. Sie wirft der Berufungsbeklagten eine Beweisvereitelung vor 
respektive macht geltend, die Genannte habe den Beweisnotstand selbst zu 

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verantworten und aus diesen Gründen den vollen Beweis zu erbringen. So hätte 
es die Klägerin in der Hand gehabt, den angeblich vereisten Weg beweisrechtlich 
zu sichern, indem sie unmittelbar nach dem Unfallzeitpunkt entweder hätte 
Fotografien machen oder neutrale Zeugen hätte suchen können. Gegenüber der 
Berufungsklägerin habe sie die Haftungsansprüche erst 14 Monate nach dem 
Ereignis erhoben. Nach Ablauf dieser Zeit seien der Beklagten diese Massnahmen 
der Beweissicherung verwehrt gewesen. Ihr sei damit die Möglichkeit genommen 
worden, den Gegenbeweis zu erbringen, weshalb sie selbst sich in einem 
Beweisnotstand befinde und bei ihr beim Gegenbeweis das Beweismass der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausreichen müsse.

Diese Einwände verfangen nicht. Es ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass die 
Berufungsbeklagte und deren Angehörige unmittelbar nach dem Unfall nicht an 
eine Beweisaufnahme dachten, zumal keine Bagatellverletzung vorlag, sondern 
die Berufungsbeklagte sich Brüche an beiden Armen zugezogen hatte. So hält die 
Berufungsklägerin der Berufungsbeklagten an anderer Stelle denn auch lediglich 
vor, dass sie ihr am auf den Unfall folgenden Tag keine Meldung erstattet hatte. 
Da der Wegzustand im Winter bekanntlich von Tag zu Tag, ja gar von Stunde zu 
Stunde ändern kann, hätte aber bereits eine Beweisaufnahme am 
darauffolgenden Tag mit grosser Wahrscheinlichkeit nichts mehr zur Klärung der 
Angelegenheit beitragen können. Hinzu tritt der Umstand, dass zumindest das 
Schalterpersonal und der Pistenrettungsdienst der Berufungsklägerin über den 
Vorfall informiert waren. Die Zeugen M., N. und O. gaben an, nach dem Unfall 
hätten sie Y. in die Schalterhalle der Talstation gebracht und sie dort hingebettet. 
Dann seien sie an den Schalter gegangen und hätten das Personal informiert, 
worauf der Rettungssanitäter der X. gekommen sei, sich um die 
Berufungsbeklagte gekümmert und auch Fragen über den Unfallhergang gestellt 
habe. Aus der Rechnung für den Krankentransport (KB 21) geht damit 
übereinstimmend hervor, dass der Rettungssanitäter der Begbahnen, P., die 
Ambulanz rief. Die Berufungsklägerin war somit über den Unfall informiert und 
hätte es durchaus in den Händen gehabt, selbst den Zustand des Weges 
festzuhalten, auch wenn damals noch keine Forderungen geltend gemacht 
worden waren. In Anbetracht dessen besteht weder ein Anlass, der 
Berufungsbeklagten die von der Lehre befürwortete Beweiserleichterung zu 
verweigern noch dafür, für den Gegenbeweis lediglich eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit zu fordern.

b/cc. Die Klägerin offeriert zum Beweis ihrer Behauptungen unter anderem die 
Zeugenaussagen ihres Ehemannes, ihrer Tochter und ihres Schwiegersohnes. 

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Hiergegen wendet die Berufungsklägerin ein, die drei genannten Personen seien 
aufgrund ihrer Eigenschaft als nahe Verwandte als Zeugen generell 
auszuschliessen. Die Bündnerische Zivilprozessordnung kennt allerdings keine 
Beweisregel, die nahe Verwandte einer Partei als Zeugen generell ausschliessen 
würde. Vielmehr besteht nach Art. 158 ZPO der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung, so dass das Gericht dem Umstand der Verwandtschaft der 
Zeugen mit der Berufungsbeklagten bei der Beweiswürdigung Rechnung zu 
tragen hat.

c/aa. Wie bereits erwähnt, ist nun zunächst zu prüfen, ob das Gericht gestützt auf 
die freie Beweiswürdigung aus der eingetretenen Schädigung den Schluss auf den 
mangelhaften Zustand des Weges ziehen kann. Die Art und die Schwere der 
Verletzungen, die Y. bei ihrem Unfall am 18. Januar 2005 erlitten hat, deuten an 
sich klar auf ein Ausrutschen auf eisigem Untergrund hin. So lassen die an beiden 
Armen zugezogenen Brüche ohne weiteres darauf schliessen, dass die 
Berufungsbeklagte mit beiden Füssen zugleich ausrutsche und nach hinten auf 
beide Arme fiel. Dagegen wäre es bei einem Sturz auf nicht-eisiger Unterlage eher 
untypisch, dass es einem Stürzenden beide Füsse gleichzeitig wegzieht.

c/bb. Vorliegend braucht aber nicht bloss auf diesen pirma-facie-Beweis 
abgestellt zu werden. Es deutet nämlich nicht nur die allgemeine Lebenserfahrung 
auf ein Ausrutschen der Berufungsbeklagten auf eisiger Grundlage hin, sondern 
auch das medizinische Gutachten von Dr. med. D.. Y. hatte dem Gutachter 
gegenüber den Unfall so geschildert, dass sie sehr heftig gestürzt sei, indem es ihr 
beide Beine auf der eisigen Unterlage weggezogen habe und sie mit ihrem 
gesamten Körpergewicht auf beide nach hinten ausgestreckten Arme gestürzt sei. 
Dr. D. äusserte sich im Gutachten derart, es handle sich um eine typische 
Verletzung mit einem typischen Unfallhergang, was Frau Y. im Januar 2005 
erlitten habe (Gutachten D., S. 5 Ziff. 5). Die Aussage der Berufungsbeklagten, 
dass sie auf eisiger Grundlage gestürzt ist, wird demnach vom Gutachter gestützt.

d. Zu würdigen sind im Weiteren die Aussagen der Begleiter der 
Berufungsbeklagten im Unfallzeitpunkt.

d/aa. M., die Tochter der Berufungsbeklagten, gab als Zeugin an, ihr Mann und 
sie seien vom Parkplatz der X. Q. aus hoch zur Bahnstation gegangen, um ihre 
Eltern und ihren Sohn, die mit dem Zug gekommen seien, abzuholen. Da der Weg 
sehr, sehr eisig gewesen sei, hätten ihr Vater, ihr Mann und sie den Kinderwagen 
sehr sorgfältig hinunter gefahren. Ihre Mutter sei hinterher gelaufen und sei alleine 

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unterwegs gewesen. Als sie bereits unten bei der Talstation gewesen seien, 
hätten sie ein Rufen ihrer Mutter gehört und zurückgeschaut. Sie hätten die Mutter 
auf dem Boden sitzen sehen, ihr Handgelenk haltend, das in eine ungewöhnliche 
Richtung geschaut habe. Ihr Mann sei als erster hochgegangen und habe 
geschaut, was passiert sei. Sie sei gefolgt, gemeinsam mit dem Vater und dem 
kleinen Sohn. Der Unfall habe sich ca. um 11 Uhr ereignet. Auf die 
Witterungsverhältnisse und Temperaturen angesprochen, gab die Zeugin an, es 
sei bedeckt gewesen, es seien erste Niederschläge (leichter Schneefall) gefallen, 
und es sei sehr kalt gewesen, ca. unter dem Gefrierpunkt. Der Weg sei sehr eisig 
gewesen, was sie schon beim Hochgehen bemerkt hätten. Im oberen Bereich, im 
Bereich des Bahnhofs, sei der Weg gesplittet gewesen, aber nicht mehr im 
Bereich der X.. Im unteren Teil sei weder gesandet noch gesplittet oder gesalzen 
gewesen. Eine Hinweistafel, die auf die schlechten Wegverhältnisse hingewiesen 
hätte, habe es nicht gegeben. Die Frage, ob der Weg mit der Piste 
zusammengefallen sei, bejahte die Zeugin.

Der Zeuge N., der Schwiegersohn der Berufungsbeklagten, sagte aus, sein 
Schwiegervater, seine Frau und er hätten seinen Sohn mit dem Kinderwagen 
vorsichtig von der Bahnstation C. auf dem Schneeweg in Richtung Passstrasse 
hinunter gebracht. Seine Schwiegermutter sei ihnen in einigem Abstand alleine 
gefolgt. Als sie unten an der Passstrasse angelangt seien und sich nach Frau Y. 
umgesehen hätten, hätten sie gerade noch einen Aufschrei gehört und die 
Genannte kurz darauf neben der Talstation am Boden sitzen sehen, sich mit 
schmerzverzerrtem Gesicht die Hand haltend. Den Sturz selbst habe er nicht von 
Anfang bis Ende beobachten können. Der Unfall habe sich um die Mittagszeit 
ereignet, ca. um 12 Uhr. Zu den Witterungsverhältnissen und Temperaturen am 
fraglichen Tag gab der Zeuge an, es sei kühl gewesen und der Himmel ziemlich 
grau, bewölkt mit einzelnen Wolkenlücken. Die Temperaturen seien um den 
Gefrierpunkt gewesen. Auf den Zustand des Weges angesprochen, führte der 
Zeuge aus, dieser sei sehr glatt, eisig und von den Skifahrern ausgefahren 
gewesen. Es sei weder gesandet, gesplittet noch gesalzen gewesen. Eine 
Hinweistafel, die auf die schlechten Wegverhältnisse hingewiesen hätte, habe er 
nicht gesehen oder bemerkt. Auf die Frage, ob der Weg mit der Piste 
zusammenfiel, gab der Zeuge an, er sei so benutzt worden, als Zufahrt zum 
Parkplatz. Zur Ergänzungsfrage, ob der ganze Weg glatt und eisig gewesen sei 
oder nur punktuell, führte N. aus, der Weg sei im Abschnitt neben dem Gebäude 
glatt gewesen. Der Unfall sei am untersten Ende der glatten Stelle passiert.

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Der Ehemann der Berufungsbeklagten, O., gab bei seiner Befragung als Zeuge 
an, der Unfall habe sich um die Mittagszeit ereignet. Zu den 
Witterungsverhältnissen und Temperaturen im Unfallzeitpunkt sagte der Genannte 
aus, es sei bedeckt gewesen und habe gerade zu schneien begonnen, die 
Temperatur dürfte sich knapp unter null Grad bewegt haben. Auf die Frage, wie 
sich der Weg vom Bahnhof C.-Q. zur Talstation der Sesselbahn der X. AG 
präsentiert habe, gab der Zeuge an, das Perron sei mehr oder weniger schneefrei 
gewesen, etwas schwieriger habe sich dann die Situation bis zur 
Bahnunterführung präsentiert. Der Weg von der Bahnunterführung bis zur 
Talstation der Bergbahn habe sich in einem miserablen Zustand befunden. Er sei 
vereist und sehr glatt gewesen und absolut gar nicht bestreut. Eine Hinweistafel 
betreffend die schlechten Wegverhältnisse habe es nicht gegeben. Ob der Weg 
mit der Piste zusammengefallen sei, könne er nicht sagen. Er wisse aber, dass 
der Weg auch von den Skifahrern als Piste benützt worden sei, weil er Skifahrer 
dort gesehen habe. Zum Unfallhergang gab der Zeuge an, seine Tochter und sein 
Schwiegersohn seien ihm von der Talstation entgegengekommen und hätten ihm 
geholfen, den Enkel auf dem eisigen Weg zur Talstation zu bringen. Als sie dort 
angekommen seien, sei seine Frau, die ihnen nachgefolgt sei, gestürzt. Er habe 
den eigentlichen Sturz nicht beobachten können, da er in jenem Zeitpunkt bei der 
Talstation gewesen sei. Seine Frau sei wohl im steilen Teil des Weges gestürzt 
und danach hinunter gerutscht.

d/bb. Die Würdigung dieser Aussagen ergibt, dass alle drei Zeugen 
übereinstimmend angaben, der Unfall habe sich im unteren Teil des 
Verbindungsweges, im Bereich der Talstation der X. AG – demnach auch auf 
deren Grundstück –, ereignet und dass der Verbindungsweg im Unfallzeitpunkt in 
diesem unteren Teil sehr eisig bzw. sehr glatt gewesen sei. So bewegte sich die 
Temperatur nach Aussagen der Zeugen denn auch um bzw. knapp unter dem 
Gefrierpunkt. Zudem gaben sie deckungsgleich an, dass der Weg weder 
gesandet, gesplittet noch gesalzen gewesen sei und eine entsprechende 
Hinweistafel gefehlt habe. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, sind die 
Aussagen der drei Zeugen in den wesentlichen Punkten kongruent, aber dennoch 
nicht in allen Details auffallend gleichlautend. Im Gesamtbild betrachtet sind sie 
daher durchwegs schlüssig und glaubhaft.

d/cc. Die Einwände, die die Berufungsklägerin gegen die Würdigung dieser 
Zeugenaussagen durch die Vorinstanz vorbringt, erweisen sich als nicht 
stichhaltig. Zunächst ist nicht einzusehen, weshalb M. nicht hätte aussagen 
können, wie der Weg in seinem oberen Teil beschaffen war, gab sie doch 

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ausdrücklich an, ihr Mann und sie seien vom Parkplatz der X. aus hoch zur 
Bahnstation gegangen, um ihre Eltern und ihren Sohn, die mit dem Zug 
gekommen seien, abzuholen.

Ferner geht aus dem Gesamtzusammenhang von Erwägung 2d des 
vorinstanzlichen Urteils klar hervor, dass sich der Schluss der Vorinstanz auf Seite 
11 des angefochtenen Urteils, der fragliche Verbindungsweg sei mangelhaft 
unterhalten gewesen, auf denjenigen Teil des Weges bezieht, auf dem sich der 
Unfall ereignet hat. Auch was die Zustandsbeschreibung des gesamten Weges 
betrifft, ergeben sich entgegen den Vorbringen der Berufungsklägerin keine 
massgeblichen Widersprüche, zumal ein eisiger Weg durchaus auch mit "glatt" 
beschrieben werden kann und alle Zeugen überdies klar zwischen dem oberen – 
im Bereich des Bahnsteigs liegenden – Abschnitt des Weges und dessen unterem 
– über das Grundstück der Berufungsklägerin führenden – Teil, den sie als vereist 
beschrieben, unterschieden.

Keinen Grund, an der Glaubhaftigkeit der Zeugenaussagen zu zweifeln, bietet 
auch der von der Berufungsklägerin vorgebrachte Einwand, der Ehemann und die 
Tochter der Berufungsbeklagten hätten in Übereinstimmung zu den Ausführungen 
in der Prozesseingabe ausgesagt, es habe im Unfallzeitpunkt geschneit, obwohl 
es gemäss dem Bericht des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie vom 
24. Januar 2007 am 18. Januar 2005 erst nach 16 Uhr Niederschläge gegeben 
habe und die Temperaturen zwischen 11 und 12 Uhr deutlich über dem 
Gefrierpunkt gelegen hätten. Die in casu aktenkundigen Wetterberichte (KB 22; Pli 
Korrespondenz, 7. Dokument) betreffen B., weshalb daraus keine direkten 
Schlüsse auf das mehrere Kilometer entfernte und rund 250 Meter höher gelegene 
C. gezogen werden können. Nicht einmal in B. lagen die Temperaturen um die 
Mittagszeit aber im Übrigen deutlich über dem Gefrierpunkt, sondern bei rund 2 
Grad. 

Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass sich in den Aussagen der Zeugen 
betreffend den Zaun am Wegrand ebenfalls keine massgeblichen Widersprüche 
finden. Die Berufungsbeklagte hatte vorgebracht, sie habe den Zaun nicht als 
Geländer benutzen können, da dieser aufgrund des Schnees unterhalb der 
üblichen Griffhöhe verlief (vgl. Gutachten D., S. 2). Damit übereinstimmend gab 
der Zeuge N. an, der Zaun sei sichtbar gewesen, doch habe im Vergleich zu den 
Fotos (KB 19) mehr Schnee gelegen. Auch M. bestätigte, es habe zum 
Unfallzeitpunkt eher etwas mehr Schnee gehabt als auf der ihr vorgelegten 

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Fotografie, was darauf hindeutet, dass der Zaun tatsächlich nicht vollständig frei 
und daher als Stütze nicht geeignet war.

An der Glaubhaftigkeit der klägerischen Behauptungen vermag letztlich auch der 
Umstand nichts zu ändern, dass die Zeugenaussagen hinsichtlich der Frage, ob 
die Klägerin Schuh-Spikes getragen hat, divergieren (vgl. dazu Erwägung 6d/bb 
nachfolgend), da die Aussagen, was die Frage des Zustandes des Weges betrifft, 
wie auch in anderen wesentlichen Punkten im Kerngehalt übereinstimmen.

e/aa. Im Weiteren steht fest, dass es auf dem dem Gebäude der Talstation 
entlang führenden Teil des Weges – und damit im Bereich der Unfallstelle – früher 
oft zu Vereisungen kam, weil der entsprechende Wegabschnitt auch von den 
Skifahrern benutzt wurde, um zu den Parkplätzen zu gelangen. Insofern 
bestätigen die Zeugen K. und L. die Aussagen der Familienangehörigen der 
Berufungsbeklagten. K. gab bei seiner Befragung im Jahr 2008 an, seit zwei 
Jahren – also seit 2006, ein Jahr nach dem Unfallereignis – würden sie den Weg 
mit Holzschnitzeln streuen. Zudem werde der Weg seit einem Jahr mit einem 
hohen Zaun abgesperrt. Sie hätten einmal einen Versuch unternommen, den Weg 
mit Split zu streuen. Die Fussgänger hätten jedoch den Kies mit den Schuhen 
mitgenommen, so dass an den Skiern der Skifahrer Schäden entstanden seien 
und der Versuch deshalb abgebrochen worden sei. Früher hätten sie deshalb, 
wenn sie festgestellt hätten, dass der Weg wieder vereist gewesen sei, diesen 
jeweils aufgerauht. Die Vereisungen seien erfolgt, weil jeweils einige Skifahrer 
diesen Weg trotz signalisiertem Verbot hinunter gefahren seien. Immer, wenn sie 
die dadurch erfolgten Vereisungen festgestellt hätten, hätten sie den Weg wieder 
aufgerauht. Selbstverständlich sei möglich, dass der Weg zwischendurch vereist 
gewesen sei, ohne dass sie es gemerkt hätten und deshalb die Massnahme des 
Aufrauhens hätten ergreifen können. L. sagte praktisch gleichlautend aus, früher 
sei am fraglichen Weg eine Fahrverbotstafel gestanden, doch seien die Skifahrer 
diesen trotzdem hinunter gefahren. Heute sei der Weg abgesperrt, so dass die 
Skifahrer diesen nicht mehr benützen könnten. Die Wegverhältnisse würden 
täglich überprüft und wenn der Weg vereist sei, würden seit letzter Saison 
Holzschnitzel gestreut. Damit hätten sie gute Erfahrungen gemacht. Früher sei der 
Weg im Falle von Vereisungen gepickelt worden, so dass der Untergrund wieder 
rauh gewesen sei. Splitten habe man den Weg nicht können, hätten doch die 
Fussgänger den Kies mit den Schuhen mitgenommen, wodurch die Ski der 
Skifahrer beschädigt worden wären.

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e/bb. Die Berufungsklägerin bringt in diesem Zusammenhang vor, dadurch, dass 
die glaubwürdigen Zeugen L. und K. dargelegt hätten, dass der Zustand des 
Weges gemäss einem mündlichen Pflichtenheft überprüft und bei Bedarf 
gehandelt werde, erscheine es wenig wahrscheinlich, dass der Weg im 
Unfallzeitpunkt vereist gewesen sei. Sie habe unter diesen Umständen den 
Gegenbeweis erbracht, dass der Weg nicht vereist gewesen sei.

Dieses Argument vermag nicht zu überzeugen, lässt sich doch rein aus dem 
Vorhandensein eines entsprechenden Pflichtenhefts, wonach der Weg 
regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf aufzurauhen war, nicht ableiten, dass 
diese Massnahmen am Unfalltag auch tatsächlich ergriffen worden waren, und der 
Weg zum Unfallzeitpunkt daher nicht vereist war. K. hielt sogar explizit fest, 
selbstverständlich sei möglich, dass der Weg zwischendurch vereist gewesen sei, 
ohne dass sie es gemerkt und deshalb die Massnahme des Aufrauhens hätten 
ergreifen können.

f. Damit bestehen gesamthaft betrachtet keine Zweifel, dass der fragliche 
Verbindungsweg an der Stelle und zum Zeitpunkt des Unfalls vereist und weder 
gesplittet, gesandet oder gesalzen noch irgendwie aufgerauht war.

g/aa. Schliesslich macht die Berufungsklägerin geltend, dass die Klage selbst bei 
einer Vereisung des Weges abzuweisen gewesen wäre. Es gebe nämlich keine 
allgemeine Pflicht, überall dort zu sanden, wo das Strassennetz mit Schnee 
bedeckt sei. Vor allem gelte eine solche Pflicht nicht ausserorts und noch weniger 
für Bergstrassen oder Feldwege. Da die Beklagte nach dem Pflichtenheft den 
Zustand des Weges ständig geprüft habe, habe ihr nicht noch mehr Überwachung 
zugemutet werden können. Trotz dieser Überwachung sei es für sie nicht 
voraussehbar gewesen, dass es zur Eisbildung komme, zumal die Temperaturen 
über dem Gefrierpunkt gelegen hätten und es nach Meteosuisse keinen 
Niederschlag gegeben habe. Weitere Voraussicht als die ständige Überwachung 
des Weges könne nicht verlangt werden. Demgegenüber könne bei winterlichem 
Zustand eines Weges auch vom Fussgänger eine entsprechend erhöhte Vorsicht 
erwartet werden. Im rechtlichen Sinn liege daher kein Mangel vor, sollte der Weg 
tatsächlich vereist gewesen sein.

g/bb. Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Wie einleitend erwähnt, ist 
ein Werk mangelhaft, wenn es den Benützern bei bestimmungsgemässem 
Gebrauch keine genügende Sicherheit bietet. Ein vereister Fussweg bildet den 
darauf laufenden Fussgängern keine genügende Sicherheit. So gilt denn auch 

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nach der Lehre eine gefrorene Strasse als mangelhaft, und es ist grundsätzlich 
Aufgabe des Eigentümers, diesen Mangel zu beheben (Brehm, a.a.O., N 206 zu 
Art. 58 OR). Die von der Berufungsklägerin zitierte Rechtsprechung (BGE 129 III 
67) und Lehre (Brehm, a.a.O., N 219 zu Art. 58 OR) ist nicht einschlägig, da sie 
die Pflicht des Gemeinwesens zum Sanden des Strassennetzes ausserorts, von 
Bergstrassen oder Feldwegen betrifft. Bezüglich der Schutzmassnahmen für 
Fussgänger bei Glatteis ist die Rechtsprechung strenger; wo es für den 
Fussgängerverkehr notwendig ist, ist das Sanden vorzunehmen (Brehm, a.a.O, N 
226 f. zu Art. 58 OR). Die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht von Fussgängern 
gehen dementsprechend weniger weit als an jene von Fahrzeuglenkern (Brehm, 
a.a.O., N 209 zu Art. 58 OR). Vorliegend dürfen an den Unterhalt des fraglichen 
Weges hohe Anforderungen gestellt werden, handelt es sich doch um den 
offiziellen Verbindungsweg von der Bahnstation her.

g/cc. Eine Schranke der Sicherungspflicht bildet die Zumutbarkeit. Es ist zu 
berücksichtigen, ob die Beseitigung allfälliger Mängel oder das Anbringen von 
Sicherheitsvorrichtungen technisch möglich ist und die entsprechenden Kosten in 
einem vernünftigen Verhältnis zum Schutzinteresse der Benützer und dem Zweck 
des Werks stehen. Dem Werkeigentümer sind Aufwendungen nicht zuzumuten, 
die in keinem Verhältnis zur Zweckbestimmung des Werks stehen (BGE 130 III 
736 ff. [741 f.], E. 1.3, mit weiteren Hinweisen). Dass auf dem fraglichen 
Verbindungsweg bei Vereisungen das – früher praktizierte – Aufrauhen oder 
weitere Sicherungsmassnahmen technisch nicht möglich wären oder die Kosten 
dieser Massnahme in keinem vernünftigen Verhältnis zum Schutzinteresse der 
Fussgänger als Benützer des Fussweges stehen würden, ist nicht ersichtlich und 
wird auch von der Berufungsklägerin nicht substanziert geltend gemacht. Mit den 
seit kurzem getroffenen Unterhaltsmassnahmen – dem Bestreuen des Weges mit 
Holzschnitzeln, um glatte Stellen dauerhafter als durch Aufrauhen zu entschärfen, 
und dem Absperren des Weges für die Skifahrer, um bereits das Entstehen von 
Vereisungen zu vermeiden – zeigt sie denn auch gleich selbst auf, dass die 
Zumutbarkeit des Unterhalts des, notabene kurzen, Verbindungsweges gegeben 
ist. 

Entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin war vorliegend die Eisbildung auf 
dem Verbindungsweg zudem durchaus voraussehbar, resultierte diese doch in 
erster Linie daraus, dass die Skifahrer den Verbindungsweg ebenfalls benützten. 
Dass immer wieder mit Vereisungen zu rechnen war, war letztlich ja auch der 
Grund, weshalb der Weg von den Angestellten der Berufungsklägerin regelmässig 
überprüft wurde. Es kann in diesem Zusammenhang auf die entsprechenden 

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Aussagen der Zeugen K. und L. verwiesen werden. Wie in Erwägung 5d/cc 
ausgeführt, kann im Übrigen trotz anderweitiger Behauptungen der 
Berufungsklägerin nicht davon ausgegangen werden, dass die Temperaturen am 
18. Januar 2005 deutlich über dem Gefrierpunkt lagen. Schliesslich ist es mit der 
Überwachung des Weges allein selbstredend noch nicht getan. Die Überprüfung 
des Wegzustandes bzw. die bei Feststellung von Vereisungen zu treffenden 
Massnahmen müssen vielmehr so ausgestaltet sein, dass der Weg durchgehend 
gefahrlos benutzt werden kann, ansonsten der Wegunterhalt als mangelhaft zu 
beurteilen ist, weil der Weg infolge seiner Benützung und/oder des Zeitablaufs 
neue Gefahrenquellen schafft. Zum Unfallzeitpunkt war die Überwachung des 
Weges offensichtlich zu wenig engmaschig ausgestaltet bzw. erwies sich das 
beim Feststellen von Vereisungen praktizierte Aufrauhen als zu wenig dauerhaft, 
so dass der Weg nicht durchgehend gefahrlos benutzt werden konnte.

g/dd. Der vorinstanzliche Schluss, dass die Berufungsklägerin ihrer gegenüber 
den Wegbenützern notwendigen Unterhaltspflicht – namentlich der Pflicht, den 
Weg zu streuen, zu sanden, aufzurauhen oder mit Holzspänen zu versehen – 
nicht genügend nachgekommen ist, so dass ein Werkmangel vorliegt, für den die 
Berufungsklägerin verantwortlich ist, ist unter diesen Umständen nicht zu 
beanstanden.

6a. Wird das Vorliegen eines Werkmangels bejaht, ist als nächstes zu prüfen, 
ob der Unfall bzw. dessen Folgen durch den mangelhaften Zustand des Weges 
verursacht wurden oder ob hierfür andere Umstände verantwortlich sind. Die 
Berufungsklägerin bringt in diesem Zusammenhang vor, nachdem kein Zeuge den 
Sturz gesehen habe, sei nicht bekannt, ob das Ereignis im behaupteten eisigen 
oder im nicht eisigen, im glatten oder im gesplitteten Teil des Weges erfolgt sei. Es 
könne daher nicht ausgeschlossen werden, dass andere Umstände für den Unfall 
verantwortlich gewesen seien. Vielleicht habe sich die Klägerin nur vertreten. Oder 
sie habe die Schuh-Spikes falsch montiert, was deshalb zum Unfall geführt habe, 
weil sich die Spikes festgekrallt hätten und sie aus der Halterung gerutscht sei. 
Auch in einem solchen Fall wäre die Klägerin nach hinten gefallen. Insgesamt 
lägen hinreichende Zweifel an der Sachverhaltsdarstellung der Klägerin vor, 
weshalb der natürliche Kausalzusammenhang nicht erstellt sei.

b/aa. Der natürliche Kausalzusammenhang gehört zum Sachverhalt, weshalb er 
ebenfalls Bestandteil des Beweisthemas des Geschädigten bildet. Da der Beweis 
dadurch erschwert wird, dass der natürliche Kausalzusammenhang etwas 
Abstraktes und der Vorgang im Zeitpunkt des Beweisverfahrens bereits 

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abgeschlossen ist, ist es oft unmöglich, einen strikten Beweis zu erbringen. Die 
Rechtsprechung begnügt sich in solchen Fällen mit dem 
Wahrscheinlichkeitsbeweis, wobei das Gericht dann – wenn der Beklagte keinen 
genügenden Gegenbeweis erbringen kann – auf die überwiegende 
Wahrscheinlichkeit abstellt. Der Kausalzusammenhang wird praxisgemäss bejaht, 
sofern der Unfall nur durch das Vorliegen eines Mangels erklärbar scheint. Fehlt 
dagegen die Wahrscheinlichkeit und sind somit auch andere schädigende 
Vorgänge denkbar, so gilt der natürliche Kausalzusammenhang als nicht 
bewiesen (Brehm, a.a.O., N 82 f. zu Art. 58 OR, N 117 zu Art. 41 OR). Zu 
präzisieren ist, dass die blosse Möglichkeit anderer Schadensursachen 
selbstredend nicht genügt, um den Kausalzusammenhang zu verneinen, sondern 
dass die weiteren Umstände als diejenigen, die der Geschädigte geltend macht, 
als überwiegend erscheinen oder ernsthafte Zweifel über die entscheidende Rolle 
des geltend gemachten Umstandes erwecken müssen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 16. April 2002, 5C.230/2002, E. 4.1, übersetzt bei Brehm, a.a.O., N 117b zu 
Art. 41 OR). Erforderlich ist somit, dass der Werkeigentümer andere ernsthafte 
Möglichkeiten der Verursachung beweist (Oftinger/Stark, a.a.O., S. 213 f.).

b/bb. Der natürliche Kausalzusammenhang ist immer dann gegeben, wenn das 
fragliche Verhalten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der 
eingetretene Erfolg entfiele. Der schädigende Vorgang muss im Rahmen der 
natürlichen Kausalität aber nicht die alleinige Ursache des Schadens sein. Es 
genügt, wenn das fragliche Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen – im 
Sinne einer Teilursache – den Schaden bewirkt hat. Allerdings muss die 
Teilursache genügend bedeutsam sein, um für sich allein als condicio sine qua 
non des Schadens zu gelten (Brehm, a.a.O., N 109 f. zu Art. 41 OR). Leichtes 
Verschulden des Geschädigten genügt im Allgemeinen nicht, um die 
Kausalhaftpflicht des Schadensverursachers aufzuwiegen und den 
Kausalzusammenhang zwischen Werkmangel und Schaden zu unterbrechen 
(Brehm, a.a.O., N 115 zu Art. 58 OR; vgl. auch Schnyder, a.a.O., N 5 zu Art. 58 
OR).

c. Vorliegend steht ausser Frage, dass sich der Unfall am 18. Januar 2005 
irgendwo im Bereich der Talstation der X. AG in C. ereignete, zumal dies auch von 
der Berufungsklägerin nicht substanziert bestritten wird. Dieser Umstand geht 
auch aus der Rechnung für den Krankentransport in die Arztpraxis in Q. hervor, 
wo als Einsatzort die Talstation angegeben wird (KB 21). Darüber hinaus 
bestehen aufgrund der Zeugenaussagen keine Zweifel, dass der Unfall auf dem 
unteren, vereisten Stück des Verbindungsweges zwischen der Bahnstation und 

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der Talstation der X. AG geschah, selbst wenn kein Zeuge den Sturz unmittelbar 
beobachtete. O., M. und N. gaben aber übereinstimmend an, die Klägerin sei 
ihnen auf dem Weg vom Bahnhof zur Talstation nachgefolgt. Nachdem sie – 
mittlerweile unten angekommen – den Aufschrei bzw. das Rufen von Y. beim 
Sturz gehört hätten, hätten sie sich umgedreht und die Genannte neben der 
Talstation am Boden sitzen sehen. Gestützt auf diese Wahrnehmungen 
zeichneten M. und N. den Ort des Unfalls denn auch am unteren Ende des 
Gebäudes der Talstation ein. Unter diesen Umständen erscheint ausgeschlossen, 
dass der Sturz von Y. im Bereich des Bahnhofs, wo der Weg noch nicht vereist 
war, erfolgte.

d. Für das Gericht steht sodann ausser Zweifel, dass die Vereisung des 
fraglichen Verbindungsweges die Ursache für den Sturz der Berufungsbeklagten 
war.

d/aa. Ein blosses Vertreten der Genannten, wie dies die Berufungsklägerin 
geltend macht, hätte kaum zu den erlittenen Verletzungen geführt. In diesem 
Zusammenhang kann erneut auf das Gutachten von Dr. med. D. hingewiesen 
werden, der erklärte, die von der Klägerin erlittenen Verletzungen seien typisch für 
den von ihr geschilderten Unfallhergang, wonach es ihr beide Beine auf der 
eisigen Unterlage weggezogen habe und sie mit dem gesamten Körpergewicht auf 
beide nach hinten ausgestreckten Arme gestürzt sei. Das Verletzungsbild ist somit 
mit der Unfallschilderung der Berufungsbeklagten kongruent.

d/bb. Als weitere Ursache für den Sturz macht die Berufungsklägerin, wie 
einleitend erwähnt, geltend, die Berufungsbeklagte habe ihre Schuh-Spikes falsch 
montiert, was deshalb zum Unfall geführt habe, weil sich die Spikes festgekrallt 
hätten und sie aus der Halterung der Schuhe gerutscht sei. Ein derartiges 
Selbstverschulden der Berufungsbeklagten ist allerdings nicht ausgewiesen, 
abgesehen davon, dass dieses kaum als so schwer zu qualifizieren wäre, dass es 
geeignet wäre, den Kausalzusammenhang zu unterbrechen.

Zwar trifft es zu, dass die Aussagen der Berufungsbeklagten und der Zeugen in 
diesem Punkt differieren. So liess Y. in der Prozesseingabe ausführen, sie habe 
Schuh-Spikes montiert gehabt. Anlässlich der Berufungsverhandlung präzisierte 
ihr Rechtsvertreter diese Angabe dahingehend, seine Mandantin habe zwar nach 
dem Verlassen des Zuges die Schuh-Spikes montiert, danach aber wieder 
abgestreift. Im Sturzmoment habe sie hohe Schuhe mit Profilsohle getragen. In 
der Meldung des Schadenfalls an die Protekta-Rechtsschutzversicherung (KB 3) 

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gab die Berufungsbeklagte an, sie sei trotz "sehr guten Schuhprofilen" 
ausgerutscht. Ihr Ehemann sagte aus, seine Ehefrau habe Schuh-Spikes montiert, 
wobei sich diese wegen des Sturzes von den Schuhen gelöst hätten. N. gab 
ebenfalls an, dass die Berufungsbeklagte Schuh-Spikes trug. Demgegenüber 
verneinte die Tochter von Y., dass ihre Mutter Schuh-Spikes montiert gehabt 
habe. Es ist somit unklar, ob die Berufungsbeklagte im Moment des Sturzes 
Schuh-Spikes trug oder nicht. Einerseits lassen sich die angeführten Divergenzen 
aber durchaus dadurch erklären, dass Y. die Schuh-Spikes, wie sie dies anlässlich 
der Berufungsverhandlung vorbrachte, anfänglich montiert hatte, dann aber wieder 
auszog, und die Zeugen ihre Wahrnehmungen einfach zu unterschiedlichen 
Zeitpunkten machten. Anderseits deutet keine der Zeugenaussagen auf eine 
falsche Montage der Schuh-Spikes hin, auch nicht die Aussage des Ehemannes, 
aufgrund des Sturzes hätten sich die Spikes gelöst. Der Zeuge konnte den Sturz 
nämlich nicht direkt beobachten, und die Tatsache, dass sich die Spikes danach 
nicht mehr an den Schuhen der Berufungsbeklagten befanden, könnte ebensogut 
darauf hindeuten, dass jene die Spikes wieder demontiert hatte. Selbst wenn die 
Berufungsbeklagte die Spikes falsch montiert gehabt hätte, erscheint es indes 
ausgeschlossen, dass dies für den Sturz ursächlich gewesen wäre, so wie ihn die 
Berufungsbeklagte schildert, zumal jene angab, es habe ihr beide Füsse 
gleichzeitig weggezogen – eine Darstellung, die vom medizinischen Experten 
gestützt wird. Abgesehen davon, dass nicht klar ist, wie die Spikes beschaffen 
waren und ob eine falsche Montage daher tatsächlich zu einem Ausgleiten nach 
hinten geführt hätte, erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass sich beide falsch 
montierten Spikes gleichzeitig von den Schuhen von Y. lösten.

d/cc. Auch ein anderweitiges Selbstverschulden der Berufungsbeklagten ist nicht 
ausgewiesen. So ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte, dass die 
Berufungsbeklagte kein wintertaugliches Schuhwerk trug. Auch kann ihr nicht 
vorgeworfen werden, dass sie den Weg überhaupt beging, zumal es sich um 
einen offiziellen Verbindungsweg handelte und dieser ohne Warnhinweis 
ausgeschildert war. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass kein Geländer 
bestand, an dem sich die Berufungsbeklagte hätte festhalten können, und dass 
auch der vorhandene Gartenzaun zu diesem Zweck nicht taugte, da dieser sich 
aufgrund der damaligen Schneehöhe nicht auf Griffhöhe befand.

d/dd. Unter diesen Umständen sind die Einwände der Berufungsklägerin nicht 
geeignet, ernsthafte Zweifel über die entscheidende Rolle der Eisglätte des 
Verbindungsweges als Ursache des Sturzes der Berufungsbeklagten zu 

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erwecken. Die Vorinstanz hat den natürlichen Kausalzusammenhang daher zu 
Recht bejaht.

7a. Eine Körperverletzung gibt dem Verletzten Anspruch auf Ersatz der Kosten, 
sowie auf Entschädigung für die Nachteile gänzlicher oder teilweiser 
Arbeitsunfähigkeit, unter Berücksichtigung der Erschwerung des wirtschaftlichen 
Fortkommens (Art. 46 Abs. 1 OR). Die Vorinstanz ermittelte bei Y. als 
Schadenspositionen einen Haushaltsschaden von Fr. 36'078.30, einen 
Betreuungsschaden von Fr. 3'720.90, Kosten für selbst bezahlte Franchisen und 
Selbstbehalte von Fr. 3'465.80 sowie vorprozessuale Anwaltskosten von Fr. 
2'360.85. Im Berufungsverfahren ist davon lediglich der Betreuungsschaden 
streitig.

b/aa. Die Berufungsklägerin macht zunächst geltend, der zugesprochene 
Betreuungsschaden sei nicht durch das Gutachten zur Erhebung des 
Haushaltsschadens abgedeckt. Dieser Einwand ist zutreffend. Die Vorinstanz 
sprach der Berufungsbeklagten eine Betreuungsentschädigung zu für die Hilfe, die 
sie im Zusammenhang mit der medizinischen Betreuung und den 
Physiotherapiesitzungen, bei der Körperpflege und beim An- und Auskleiden 
sowie für Fahrten ins Universitätsspital bzw. zu den Physiotherapiesitzungen 
benötigt hatte (Erwägung 3c des angefochtenen Urteils). Demgegenüber bezieht 
sich der von der Haushaltsexpertin errechnete Betreuungsschaden auf die 
Einschränkungen der Berufungsbeklagten beim regelmässigen Hüten ihres 
Enkelsohnes (vgl. Gutachten E., S. 5 und 8). 

b/bb. Dass der der Berufungsbeklagten zugesprochene Ersatz für den 
Betreuungsschaden nicht durch das Gutachten zur Erhebung des 
Haushaltsschadens gedeckt ist, bedeutet aber nicht, dass gar keine Grundlage für 
die Zusprechung des Schadenersatzes bestand. Die Vorinstanz stützte sich bei 
der Berechnung des für die Betreuung notwendigen Zeitaufwandes nämlich auf 
das Gutachten von Dr. med. D.. Der Experte hatte für die im vorangehenden 
Abschnitt erwähnten Tätigkeiten einen Betreuungsaufwand von insgesamt 97 
Stunden ermittelt (Gutachten D., S. 9 f., Ziff. 7b). Die Frage eines 
Ersatzanspruchs, was den im Haushaltsgutachten aufgeführten 
Betreuungsschaden im Zusammenhang mit dem Hüten des Enkelkindes betrifft, 
liess das Gericht offen, nachdem die von Y. eingeklagte Summe durch die 
anderen Schadenspositionen ohnehin bereits erreicht worden war.

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c/aa. Darüber hinaus rügt die Berufungsklägerin, der vom Bezirksgericht 
angewandte Stundenansatz von Fr. 38.36 erscheine zu hoch und unbegründet. 
Gemäss einem Urteil des Handelsgerichts Zürich sei bei der Betreuung von einem 
Stundenlohn von Fr. 21.35 auszugehen. Die Entschädigung für den 
Betreuungsschaden sei daher bei maximal Fr. 25.-- pro Stunde anzusetzen.

c/bb. Sofern ein Geschädigter zweckmässig zu Hause bzw. durch Angehörige 
betreut und gepflegt werden kann, werden unentgeltlich erbrachte Betreuungs- 
und Pflegeleistungen anhand des Stundenansatzes, der für eine hypothetische 
Ersatzkraft – eine Fachkraft, die befähigt ist, die fraglichen Dienstleistungen 
auszuführen – bezahlt werden müsste, bewertet. Dabei müssen sämtliche 
Lohnnebenkosten berücksichtigt werden (Brutto-Bruttolohnprinzip) (Hardy Landolt, 
in: Zürcher Kommentar zu Art. 45-49 OR, 3. A., Zürich 2007, N 373 u. N 376 zu 
Art. 46 OR).

c/cc. Die vom Gericht ernannte Haushaltsexpertin rechnete in ihrem Gutachten 
zur Ermittlung des Betreuungsschadens für das Jahr 2005 mit einem Stundenlohn 
von Fr. 38.36. Da sie als Betreuungsschaden den Ausfall der Berufungsbeklagten 
bei der Betreuung des Enkels qualifizierte, orientierte sie sich am Stundenansatz 
für die Kinderbetreuung gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 
(SAKE), der – brutto-brutto gerechnet – für das Jahr 1997 Fr. 33.45 bzw. 
nominallohnangepasst auf das Jahr 2005 Fr. 38.36 betrug (Gutachten E., S. 3 Ziff. 
3 u. S. 11; vgl. auch Volker Pribnow/Rolf Widmer/Alfonso Souza-Poza/Thomas 
Geiser, Die Bestimmung des Haushaltsschadens auf der Basis der SAKE, HAVE 
1/2002, S. 24 ff., S. 35). Zu prüfen ist, ob es sich rechtfertigt, diesen 
Stundenansatz auch für die dem Urteil des Bezirksgerichts Surselva zu Grunde 
liegenden Betreuungsaufgaben anzuwenden.

Der Hinweis der Berufungsklägerin auf das Urteil des Handelsgerichts Zürich aus 
dem Jahr 2001, das – für die Jahre 1994-2001 – für Betreuung und Präsenz von 
einem Stundenansatz von Fr. 21.35 brutto (bzw. Fr. 25.25 brutto-brutto) ausging, 
ist korrekt. Dieses Urteil blieb in der Lehre aber nicht unkritisiert (vgl. Hardy 
Landolt, Der Fall Kramis [BGE vom 24.3.2002 4C.276/2001] – Pflegeschaden quo 
vadis?, ZBJV 2003, S. 394 ff., S. 404 f.). In jedem Fall dürfte der von der 
Berufungsklägerin vorgeschlagene Stundenlohn von Fr. 25.-- bereits für reine 
Haushaltstätigkeiten zu tief angesetzt sein. Zwar schlugen Widmer/Geiser/Souza-
Poza im Jahr 2000 gestützt auf den Lohn von hauswirtschaftlichen Angestellten 
gemäss SAKE 1997 vor, einen Haushaltsschaden mit einem 
Bruttobruttostundenlohn von Fr. 21.35 zu bewerten (Rolf Widmer/Thomas 

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Geiser/Alfonso Sousa-Poza, Gedanken und Fakten zum Haushaltschaden aus 
ökonomischer Sicht, in: ZBJV 2000, S. 1 ff., S. 19). Auch dieser Stundenansatz 
stiess jedoch auf Kritik, so dass Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser in einem 
neueren Beitrag für das Jahr 1997 einen Stundenansatz von Fr. 26.60 für einen 
Ausfall bei der Hausarbeit vorschlugen (Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, 
a.a.O., S. 34 ff., insb. S. 37). Das Bundesgericht hielt für einen Haushaltsschaden 
im Jahr 1991 einen Stundenansatz von Fr. 30.-- als vertretbar (Urteil des 
Bundesgerichts vom 9. September 1998, 4C.495/1997, zitiert in BGE 129 II 145 ff. 
[151 ff.], E. 3.2). Im letztgenannten Urteil erwähnte das Bundesgericht sodann, ein 
Stundenansatz von Fr. 25.-- liege eher im unteren Bereich. Das Kantonsgericht 
Graubünden erachtete für die Berechnung des Haushaltschadens bis anhin einen 
Stundenansatz von Fr. 30.-- als angemessen (ZF 03 26, E. 5i; ZF 07 23/24, E. 
11d).

Hinzu tritt der Umstand, dass die Betreuung von hilfsbedürftigen Personen ein 
höheres Anforderungsprofil aufweist als das Besorgen des Haushaltes. Es 
rechtfertigt sich daher durchaus, Betreuungsleistungen nicht zum Ansatz für 
Haushaltstätigkeiten, sondern zu einem angemessen höheren Stundenansatz zu 
bewerten (vgl. Landolt, Zürcher Kommentar, N 385 zu Art. 46 OR; Landolt, ZBJV 
2003, S. 405; Pribnow/Widmer/Sousa-Poza/Geiser, a.a.O., S. 34 ff.). Hierbei ist zu 
beachten, dass die Stundenansätze für die Betreuung von pflegebedürftigen 
Haushaltsmitgliedern nicht tiefer liegen als diejenigen für die Betreuung von 
Kindern. Anhand der SAKE 2004 und der Lohnstrukturerhebung 2004 errechnete 
das Bundesamt für Statistik für die Betreuung pflegebedürftiger 
Haushaltsmitglieder Äquivalenzstundenansätze von Fr. 29.80 (netto), Fr. 34.40 
(brutto) bzw. Fr. 50.60 (Arbeitskostenansatz) (vgl. Jacqueline Schön-Bühlmann, 
Bundesamt für Statistik, Arbeitsplatz Haushalt: Zeitaufwand für Haus- und 
Familienarbeit und deren monetäre Bewertung, Statistische Grundlagen und 
Tabellen für die Bemessung des Haushaltschadens auf der Basis SAKE 2004 und 
LSE 2004, S. 41 f.; Landolt, Zürcher Kommentar, N 388 zu Art. 46 OR). Unter 
diesen Umständen ist der von der Vorinstanz angewandte Stundenansatz von Fr. 
38.36 (brutto-brutto, das heisst inklusive Arbeitgeberbeiträge) nicht zu 
beanstanden. Die Berufung erweist sich damit auch in diesem letzten Punkt als 
unbegründet.

8a. Im Ergebnis ist die Berufung der X. AG vollumfänglich abzuweisen und das 
angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Surselva zu schützen, zumal gegen die 
Kostenverteilung vor erster Instanz und die der Klägerin zugesprochene 
ausseramtliche Entschädigung keine substanzierten Rügen erhoben wurden.

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b/aa. Nach Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten eines Zivilverfahrens in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Zudem ist die unterliegende Partei 
in der Regel verpflichtet, der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit 
verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Diese 
Grundsätze gelten nicht nur für das erstinstanzliche Verfahren, sondern gestützt 
auf Art. 223 ZPO auch für das Berufungsverfahren.

b/bb. Vorliegend wird die Berufung der X. AG gegen Y. abgewiesen, so dass die 
Berufungsklägerin unterliegt und dementsprechend die Kosten des 
Berufungsverfahrens von Fr. 8'000.-- zuzüglich Schreibgebühren zu tragen hat. 
Zudem hat sie die Berufungsbeklagte ausseramtlich zu entschädigen. Der 
Rechtsvertreter von Y. macht für das Berufungsverfahren eine Honorarforderung 
von Fr. 3'542.95 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer geltend. Dieser Betrag 
erscheint angemessen und wurde überdies auch vom Rechtsvertreter der 
Berufungsklägerin anlässlich der Berufungsverhandlung nicht beanstandet.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8'496.-- (Gerichtsgebühr Fr. 
8'000.--, Schreibgebühr Fr. 496.--) gehen zu Lasten der Berufungsklägerin, 
die die Berufungsbeklagte ausserdem mit Fr. 3'542.95 inklusive Spesen 
und Mehrwertsteuer aussergerichtlich zu entschädigen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: