# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3d4d5b3-7960-5f4a-b33c-8569675e37b9
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-10-18
**Language:** de
**Title:** Bau- und Zonenordnung. Umzonung einer geschützten Wiese in die Landwirtschaftszone.
**Docket/Reference:** BRGE I Nr. 0144/2019
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_brge_i_nr._0144-2019_vom_18._oktober_2019.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE I Nr. 

R1S.2019.05083 
0144/2019 

Entscheid vom 18. Oktober 2019 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Walter  Linsi,  Baurichterin  Beatrice  Bosshard,  Baurich-
ter Claude Reinhardt, Gerichtsschreiber Robert Durisch     

in Sachen 

Rekurrierende 

1.  M. B., […] 
2.  J. H., […] 
3.  K. S., […] 

alle vertreten durch […] 

gegen 

Rekursgegnerinnen 

1.  Stadt Zürich, Gemeinderat, Das Büro, Stadthausquai 17, Postfach, 

8022 Zürich  

vertreten durch Stadtrat Zürich, Stadthaus, 8022 Zürich  

dieser wiederum vertreten durch Hochbaudepartement der Stadt  
Zürich, Rechtsabteilung, Lindenhofstrasse 19, Postfach, 8021 Zürich  

2.  Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  

betreffend 

Gemeinderatsbeschluss  vom  30. November  2016  und  Genehmigungsver-
fügung der Baudirektion Kanton Zürich BDV Nr. 0432/17 vom 5. Juli 2017; 
Teilrevision Bau- und Zonenordnung, Zuweisung zur Landwirtschaftszone; 
Abteilungsentscheid  BRGE I  Nr. 56/2018  vom  18. Mai  2018;  Rückweisung 
zum Neuentscheid mit VB.2018.00390 vom 7. März 2019 
_______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Die  Bau-  und  Zonenordnung  (BZO)  der  Stadt  Zürich  wurde  mit  Beschluss 

des  Gemeinderats  (Stadtparlament)  vom  30. November  2016  teilweise  re-

vidiert.  Bestandteil  der  Revision  bildete  auch  die  Umzonung  des  Grund-

stücks  Kat.-Nr. FL1015  von  der  Freihaltezone  in  die  Landwirtschaftszone. 

Die  Baudirektion  Kanton  Zürich  genehmigte  die  entsprechende  Änderung 

des Zonenplans mit Verfügung vom 5. Juli 2017.  

B.  

Gegen die Umzonung des Grundstücks Kat.-Nr. FL1015 rekurrierten M. B., 

J. H. sowie K. und B. S. mit Eingabe vom 30. September 2017 beim Baure-

kursgericht  des Kantons Zürich  und  beantragten die  Aufhebung  der  ange-

fochtenen  Umzonung  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten 

der Stadt Zürich und der Baudirektion. 

C.  

Mit  Verfügung  vom  3. November  2017  nahm  das  Baurekursgericht  unter 

der G.-Nr. R1S.2017.05134 vom Rekurseingang Vormerk und eröffnete das 

Vernehmlassungsverfahren.  

Die  Rekursgegnerinnen  beantragten  mit  Vernehmlassungen  vom  29. No-

vember  2017  und  1. Dezember  2017  die  Abweisung  des  Rekurses  unter 

Kostenfolge  zulasten  der  Rekurrierenden.  Die  Stadt  Zürich  verlangte  zu-

dem die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung.  

In der Replik vom 8. Januar 2018 und in den Dupliken vom 23. Januar 2018 

und 24. Januar 2018 hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.  

Mit Entscheid vom 18. Mai 2018 wies das Baurekursgericht den Rekurs ab. 

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Seite 2 

 
 
D. 

Die  dagegen  erhobene  Beschwerde  von  M.  B.,  J.  H.  sowie  K.  und  B.  S 

hiess  das  Verwaltungsgericht  des  Kantons  Zürich  mit  Urteil  vom  7. März 

2019  teilweise  gut  (VB.2018.00390).  Der  angefochtene  Rekursentscheid 

wurde aufgehoben und die Streitsache zum Neuentscheid im Sinn der Er-

wägungen an das Baurekursgericht zurückgewiesen. 

E.  

Das  Baurekursgericht  setzte  das  Verfahren  am  12. Juli  2019  unter  der 

G.-Nr. R1S.2019.05083 fort.  

Es kommt in Betracht: 

1. 

Die  Prozessvoraussetzungen  sind,  wie  in  den  Entscheiden  des  ersten 

Rechtsgangs bereits einlässlich dargelegt wurde, erfüllt. Auf den Rekurs ist 

somit einzutreten (vgl. VB.2018.00390 vom 7. März 2019, E. 1).  

2.  

Die Parzelle Kat.-Nr. FL1015 zwischen der Gloriastrasse und der Grossen 

Kirche Fluntern befindet sich in der Freihaltezone. Sie gehört zum Verwal-

tungsvermögen von Grün Stadt Zürich und weist eine 47 Aren grosse Ma-

gerwiese auf. Bis Ende der 1930er Jahre bestand dort ein Rebberg. Nach-

dem die Bewirtschaftung des Rebbergs aufgegeben worden war, wurde der 

Hang am Kirchrain während vieler Jahre beweidet, wobei sich im Laufe der 

Zeit  eine  Magerwiese  entwickelt  hat.  Die  Magerwiese,  die  im  Südwesten 

der Kirche Fluntern über die Parzelle Kat.-Nr. FL1015 hinausreicht, ist seit 

dem Jahr 1990 im Inventar der kommunalen Natur- und Landschaftsschutz-

objekte  (KSO)  verzeichnet.  Gemäss  dem  zugehörigen  Inventareintrag 

KSO-33.13 ist  die Wiese "sehr wertvoll"  und  als  Lebensraum  von regional 

sowie in der Stadt selten gewordener Pflanzenarten bedeutsam. Insbeson-

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dere der Steilhang bei der Gloriastrasse weise ein hohes ökologisches Po-

tenzial auf. Als Ziele für das Schutzobjekt werden die "Erhaltung als arten-

reiche,  magere  Schafweide",  die  "Förderung  der  Artenvielfalt"  sowie  die 

"Extensivierung der Beweidung" genannt.  

Die  Hangparzelle  wurde  zunächst  mit  der  Verordnung  "Kirchrain  Fluntern" 

vom  10. Juli  2013  unter  Schutz  gestellt.  Aus  den  Erwägungen  zu  dieser 

Schutzverordnung geht hervor, dass der Quartierverein Fluntern, die Zunft 

Fluntern und die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich-Fluntern an 

die Stadt Zürich gelangt seien mit dem Anliegen, am Kirchrain wieder einen 

Rebberg  anzulegen.  Daraufhin  sei  beschlossen  worden,  das  Schutzgebiet 

im  Süden entlang der  Gloriastrasse sowie im  nordwestlichen Teil  der  Par-

zelle  verschiedenen  Naturschutzzonen  und  im  Übrigen  einer  Rebberg-

schutzzone zuzuweisen. Nachdem verschiedene Anwohner, unter anderem 

die Rekurrierenden, die Schutzverordnung "Kirchrain Fluntern" angefochten 

hatten,  wurde  sie  am  20. November  2013  durch  die  Schutzverordnung 

"Fluntern" ersetzt. Die Parzelle wurde dabei neu gesamthaft einer einzigen 

Naturschutzzone zugeteilt mit der Begründung, dass der Halbtrockenrasen 

entlang  der  Gloriastrasse  und  die  Fromentalwiese  im  oberen  Bereich  der 

Parzelle  besonders  schützenswert  und  förderungswürdig  seien;  in  diesen 

Wiesen  sei  die  Fauna  artenreich  und  namentlich  der  Schmetterling  Ge-

wöhnliches  Widderchen  stark  verbreitet.  Die  Schutzverordnung  "Fluntern" 

erwuchs nach Erledigung eines Rechtsstreits schliesslich in Rechtskraft.  

Bei der Verabschiedung der revidierten Bau- und Zonenordnung wurde die 

Parzelle  Kat.-Nr. FL1015  am  30. November  2013  aus  der  Freihaltezone 

ausgeschieden  und  der  Landwirtschaftszone  zugewiesen.  Diesen  Ent-

scheid haben die Rekurrierenden angefochten. 

3.1.  

Das  Verwaltungsgericht  kann gemäss § 64 Abs. 1  des Verwaltungsrechts-

pflegegesetzes  (VRG)  die  Angelegenheit  zu  neuer  Entscheidung  an  die  

Vorinstanz zurückweisen; dem neuen Entscheid ist nach Abs. 2 dieser Vor-

schrift  die  rechtliche  Beurteilung  zugrunde  zu  legen,  mit  der  die  Rückwei-

sung begründet wurde.  

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Im  rückweisenden  Urteil  hat  das  Verwaltungsgericht  insbesondere  gerügt, 

dass die Begründung des aufgehobenen Entscheids nicht rechtsgenügend 

sei.  So  habe  die  Vorinstanz  lediglich  festgestellt,  es  reiche  für  die  Zuord-

nung  zur  Landwirtschaftszone  aus,  wenn  das  Land  für  landwirtschaftliche 

Zwecke  geeignet  sei;  für  Naturschutzobjekte  komme,  wie  die  Vorinstanz 

weiter  begründet  habe,  auch  die  Landwirtschaftszone  infrage;  unabhängig 

von der Umzonung in die Landwirtschaftszone bleibe die Magerwiese wei-

terhin geschützt, weswegen kein Grund bestehe, in das Planungsermessen 

von  Gemeinde  und  Kanton  einzugreifen.  Nach  Auffassung  des  Verwal-

tungsgerichts  beschränke sich  die Vorinstanz damit  auf  wenige,  allgemein 

gehaltene  Bemerkungen  zur  Möglichkeit  einer  Zuweisung  zur  Landwirt-

schaftszone;  zur  konkreten  planerischen  Abwägung  äussere  sie  sich  hin-

gegen  nicht.  Der  Begründung  der  Vorinstanz  könne  daher  nicht  entnom-

men  werden,  weshalb  die  Rügen  der  Beschwerdeführenden  unerheblich 

oder  unrichtig  sein  sollten.  Daran  ändere  der  pauschale  Hinweis  auf  das 

Planungsermessen von Gemeinde und Kanton nichts; vielmehr wäre gera-

de  zu  prüfen  gewesen,  ob  dieses  Ermessen  recht-  und  zweckmässig  ge-

handhabt  worden  sei.  Die  Vorinstanz  habe  somit  ihre  Begründungspflicht 

schwerwiegend verletzt (VB.2018.00390, E. 2.1.3 und 2.1.4).  

3.2.  

Unabhängig von § 64 Abs. 1 VRG ist es zulässig, dass die Vorinstanz ihren 

neu zu treffenden Entscheid auf zusätzliche Erwägungen stützt, die weder 

im aufgehobenen noch im rückweisenden Entscheid enthalten sind (Marco 

Donatsch, 

in:  Kommentar  VRG,  § 64  Rz. 15  mit  Verweis  auf 

VB.2010.00460 vom 9. Februar 2011, E. 2, www.vgr.zh.ch).  

4.  
Die  Rekurrierenden  machen  insbesondere  Folgendes  geltend:  Die  umge-

zonte Parzelle sei aufgrund der geltenden Schutzverordnung "Fluntern" un-

geschmälert  zu  erhalten.  Unter  besonderem  Schutz  stünden  die  Wiesen, 

auf denen unter anderem das Errichten von Bauten und Anlagen, das Ver-

ändern  des  Geländes,  das  Bewässern,  Düngen  und  Ansiedeln  von  Pflan-

zen verboten sei. Lebensräume für schutzwürdige Tiere und Pflanzen seien 

gemäss Art. 17 des Raumplanungsgesetzes (RPG) Schutzzonen zuzuwei-

sen. Den Zweck einer bundesrechtlichen Schutzzone erfülle im Kanton Zü-

rich die Freihaltezone, die insbesondere dazu diene, Naturschutzobjekte zu 

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bewahren.  Das  Schutzobjekt  sei  demnach  aus  Sicht  des  Raumplanungs-

rechts  bereits  der  bestmöglichen  Zone  zugeteilt.  Eine  Umzonung  in  die 

Landwirtschaftszone  sei  deshalb  nicht  angebracht,  umso  mehr,  als  eine 

landwirtschaftliche Bewirtschaftung der geschützten Wiesen gegen die gel-

tende  Schutzverordnung  verstossen  und  daher  ohnehin  ausser  Betracht 

fallen würde. Wie sich bei der Beratung des Geschäfts im Gemeinderat er-

geben habe, werde mit der angefochtenen Umzonung allerdings tatsächlich 

das  Ziel  verfolgt,  unterhalb  der  Kirche  Fluntern  ein  Rebberg  zu  errichten. 

Dieses Ansinnen widerspreche aber den in der Schutzverordnung postulier-

ten  Schutzzielen  und  gefährde  den  Bestand  des  Schutzobjekts.  Dement-

sprechend  erweise  sich  die  angefochtene  Umzonung  als  eine  unzweck-

mässige  planerische  Massnahme,  die  zu  Unrecht  festgesetzt  und  geneh-

migt worden sei.  

Dem  halten  die  Rekursgegnerinnen  entgegen,  dass  für  unter  Naturschutz 

fallende Gebiete nicht nur eine einzige, sondern verschiedene Zonen vala-

bel  seien.  Neben  Freihaltezonen  eigneten  sich  hierfür  insbesondere  auch 

Erholungs-  und  Landwirtschaftszonen.  Mit  der  Umzonung  in  die  Landwirt-

schaftszone blieben die Wiesen in Fluntern weiterhin unter Schutz und die 

notwendigen  Unterhalts-  und  Pflegearbeiten  gewährleistet.  Ob  auf  den 

Wiesen ein Rebberg erstellt werden könne, hätten dereinst die zuständigen 

Behörden zu entscheiden und bleibe ohne Einfluss auf die umstrittene Um-

zonung.  

5.1.  

Ein  Hauptziel  der  Raumplanung  besteht  darin,  den  Boden  haushälterisch 

zu nutzen (Art. 1 Abs. 1 RPG). Die  zulässige  Nutzung des Bodens  wird  in 

Nutzungsplänen geordnet, die vorab Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzo-
nen  unterscheiden  (Art. 14  RPG).  Einer  Bauzone  kann  gemäss  Art. 15 

Abs. 4 lit. a RPG nur dann Land zugewiesen werden, wenn es sich für die 

Überbauung eignet. Landwirtschaftszonen dienen nach Art. 16 Abs. 1 RPG 

der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes, der Erhaltung 

der Landschaft und des Erholungsraums oder dem ökologischen Ausgleich 

und  sollen entsprechend ihren  verschiedenen Funktionen  von Überbauun-

gen weitgehend freigehalten werden (Satz 1). Sie umfassen Land, das sich 

für  die  landwirtschaftliche  Bewirtschaftung  oder  den  produzierenden  Gar-

tenbau eignet und zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben der Landwirt-

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schaft  benötigt  wird  (Satz 2  lit. a)  oder  im  Gesamtinteresse  landwirtschaft-

lich bewirtschaftet werden soll (Satz 2 lit. b). Soweit möglich werden, zufol-

ge Abs. 2 dieser Bestimmung, grössere zusammenhängende Flächen aus-

geschieden.  Zonenkonform  sind  in  der  Landwirtschaftszone  Bauten  und 

Anlagen,  die  für  die  landwirtschaftliche  Bewirtschaftung,  den  produzieren-

den  Gartenbau  oder  die  Haltung  von  Pferden  nötig  sind  (vgl.  Art. 16a  und 
Art. 16abis  RPG).  Schutzzonen  wiederum  umfassen  gemäss  Art. 17  Abs. 1 
lit. d RPG unter anderem Lebensräume für schutzwürdige Tiere und Pflan-

zen.  

Der  haushälterische  Umgang  mit  Boden  setzt voraus, dass sich dieser für 

die  Nutzung  in  der  jeweiligen  Zone  eignet.  Der  Landwirtschaftszone  ist 

deshalb  Land  zuzuhalten,  das  für  die  landwirtschaftliche  Bewirtschaftung 

geeignet  ist.  Es  sollte  der  bodenabhängigen  und  in  eigens  dafür  freigege-

benen Landwirtschaftszonen auch der bodenunabhängigen Erzeugung von 

pflanzlichen und  tierischen  Produkten dienlich sein,  die  hierzulande insbe-

sondere  aus  der  Milch-  und  Fleischproduktion  und  dem  Acker-  sowie  Ge-

müsebau stammen. Die Bewirtschaftung hat dabei möglichst rationell zu er-

folgen (vgl. Alexander Ruch, Kommentar RPG, Art. 16 Rzn. 21 und 31, und 

Bernhard Waldmann/Peter Hänni,  Handkommentar  RPG 2006,  Art. 16 

Rzn. 11 f.)  

5.2.  

Die Schutzverordnung "Fluntern" hat zum Ziel, die Parzelle Kat.-Nr. FL1015 

als  Lebensraum  seltener  und  geschützter  Tier-  und  Pflanzenarten  und 

-gemeinschaften sowie als wesentliches Element der Landschaft und Zeu-

ge  früherer  Bewirtschaftungsformen  zu  erhalten.  Besonderen  Schutz  und 

eine gezielte Förderung benötigten gemäss Schutzverordnung insbesonde-

re der Halbtrockenrasen entlang der Gloriastrasse und die Fromentalwiese 
im oberen Bereich der Parzelle. Die Flora magerer Standorte und die lokal-

typischen Arten extensiver Wiesen seien dabei besonders zu fördern.  

Die  Schutzverordnung  verbietet  dementsprechend  alle  mit  den  Schutzzie-

len  nicht  zu  vereinbarenden  Tätigkeiten,  Vorkehren  und  Einrichtungen  im 

gesamten  Schutzgebiet,  namentlich  das  Beeinträchtigen  von  Tieren  und 

Pflanzen, der Beschaffenheit des Bodens oder anderer natürlicher Verhält-

nisse. Unter das Verbot fallen insbesondere:  

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-  das Errichten von Bauten und Anlagen,  

-  Geländeveränderungen und Ablagerungen,  

-  das Bewässern und Entwässern,  

-  das Düngen und das Verwenden von Giftstoffen,  

-  Nutzungen, die mit dem angestrebten Schutzziel nicht in Einklang ste-

hen,  

-  das Weidenlassen,  

-  das Beseitigen von Hecken, markanten Bäumen und Sträuchern sowie 

Baumgruppen,  

-  das Ansiedeln von Tieren und Pflanzen,  

-  das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von wildwachsenden Pflanzen 

und Pilzen,  

-  das  Töten,  Verletzen,  Fangen  oder  Stören  von  wildlebenden  Tieren, 

und  

-  das Fahren und Betreten abseits von Strassen und Wegen.  

Vorgesehen  sind  dagegen  gemäss  Schutzverordnung  planmässig  zu  ver-

richtende  Unterhalts-  und  Pflegemassnahmen  zugunsten  des  Natur-

schutzobjekts.  

5.3.  

Aus  den  genannten  Schutzvorschriften  geht  hervor,  dass  unter  geltendem 

Recht im Schutzgebiet weder Pflanzenbau noch Tierhaltung und Milchwirt-

schaft zulässig ist. Ausgeschlossen sind somit einerseits insbesondere der 

Getreidebau  einschliesslich  der  Anbau  von  Futtergetreide,  namentlich  von 

Mais,  sodann  der  Zuckerrüben-,  Kartoffel-,  Gemüse-  und  Rebbau,  der 

Raps-  und  Obstanbau  sowie  der  Futterbau,  d. h.  das  Anlegen  von  Dauer- 

und  Kunstwiesen sowie Weiden,  und  anderseits namentlich die  Rindvieh-, 

Schweine-,  Geflügel-,  Schaf-,  Ziegen-  und  Pferdehaltung.  Der  landwirt-
schaftlichen  Bewirtschaftung  der  Parzelle  Kat.-Nr. FL1015  sind  folglich 

ausgesprochen enge Grenzen gesetzt. Ausser Betracht fällt demnach auch 

die Erstellung und Bewirtschaftung eines Rebbergs. Die Weinproduktion er-

forderte  unter  anderem  eine  Terrassierung  und  Abböschung  des  Terrains 

und regelmässige Massnahmen zum Pflanzenschutz, was die unter Schutz 

stehenden  Wiesen  beeinträchtigen  würde  und  aufgrund  der  Schutzverord-

nung  "Fluntern"  untersagt  ist.  Anzeichen  für  eine  geplante  Änderung  bzw. 

Aufweichung der Schutzvorschriften, die erst nach Abschluss mehrjähriger 

Gerichtsverfahren in Rechtskraft erwachsen sind (vgl. VB.2016.00314 vom 

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20. April  2017),  sind  den  Akten  nicht  zu  entnehmen.  Das  Projekt  eines 

Weinbergs,  das  dem  Gemeinderat  beim  Beratschlagen  der  umstrittenen 

Umzonung offenbar vorgeschwebt hat (act. 4/7.9), ist demzufolge für unab-

sehbare Zeit nicht realisierbar.  

Im Hang am Kirchrain werden infolgedessen auf längere Sicht ausschliess-

lich naturschützende Hege- und Pflegemassnahmen zulässig sein. Ob sol-

che Massnahmen für sich allein überhaupt eine landwirtschaftliche Bewirt-

schaftung des Schutzgebiets beinhalten, erscheint zumindest fraglich. Zwar 

reicht  nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  eine  extensive  land-

wirtschaftliche  Nutzung  eines  Gebiets  aus,  um  es  von  der  Bauzone  der 

Landwirtschaftszone  zuzuweisen  (BGr 1P.21/2005  und  1P.23/2005  vom 

6. Oktober  2005,  E. 5.2.5).  Vorliegend  befindet  sich  das  Schutzgebiet  je-

doch nicht in der Bauzone, sondern in der Freihaltezone, die angesichts der 

Schutzverordnung  "Fluntern"  für  die  Parzelle  Kat.-Nr. FL1015  geradezu 

prädestiniert  ist.  Die  Rekurrierenden  machen  darum  zutreffend  geltend, 

dass  die  Freihaltezone  einer  Schutzzone  gemäss  Art. 17  RPG  entspricht 

(BGE 114 Ia 243,  E. 4a)  und  nach  § 61  Abs. 2  PBG  insbesondere  zum 

Zweck hat, Naturschutzobjekte zu bewahren. Als Folge davon hält § 14 der 

Kantonalen  Natur-  und  Heimatschutzverordnung  (in  Verbindung  mit  § 205 

lit. a PBG) ausdrücklich fest, dass Naturschutzobjekte planungsrechtlich  in 

erster  Linie  durch  Zuweisung  von  Freihaltezonen  und  nicht  durch  Aufnah-

me in das Landwirtschaftsgebiet zu schützen sind.  

Es kommt hinzu, dass es sich beim nur 47 Aren grossen Schutzgebiet um 

eine kleinräumige landwirtschaftliche Nutzfläche handeln würde, die zudem 

isoliert  inmitten  der  Stadt  Zürich  läge  und  zur  nächstgelegenen  grösseren 

Landwirtschaftszone  beim  Hirschacker  im  Süden  von  Stettbach  eine  be-

trächtliche Distanz von rund 2,6 km aufwiese. Unter diesen Umständen fällt 
auch  eine  rationelle  landwirtschaftliche  Bewirtschaftung  der  geschützten 

Wiesen von vornherein ausser Betracht.  

5.4.  

All  diese  Erwägungen  sprechen  nicht  für,  sondern  gegen  eine  Umzonung 

der Parzelle Kat.-Nr. FL1015 in die Landwirtschaftszone. Das Baurekursge-

richt  ist  zwar nicht  eine höherrangige Planungsbehörde  und  greift  deshalb 

nicht  leichthin  in  das  Planungsermessen  von  Gemeinden  und  Kanton  ein. 

Im vorliegenden Fall drängt sich aber der Schluss auf, dass die angefoch-

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tene  Planungsmassnahme  nicht  zweckmässig  und  nicht  sachgerecht  und 

deshalb  ungeachtet  des  erwähnten  Entscheidungsspielraums  aufzuheben 

ist.  

6.  

Der Rekurs ist somit gutzuheissen. Demzufolge ist die Umzonung der Par-

zelle  Kat.-Nr. FL1015  von  der  Freihaltezone  in  die  Landwirtschaftszone 

aufzuheben.  

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten zu 2/3 der Stadt Zü-

rich und im Übrigen der Baudirektion aufzuerlegen (vgl. § 13 Abs. 2 VRG).  

Die Gerichtsgebühr beträgt bei Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert in 

der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 des Planungs- und Bau-

gesetzes/PBG  und  § 3  Abs. 3  der  Gebührenverordnung  des  Verwaltungs-

gerichts/GebV  VGr).  Sie  wird  nach  dem  Zeitaufwand  des  Gerichts,  der 

Schwierigkeit  des  Falls  und  dem  tatsächlichen  Streitinteresse  festgelegt 

(§ 338 Abs. 1 PBG und § 2 GebV VGr). Neben dem Streitinteresse schlägt 

in diesem Verfahren insbesondere der Aufwand des Baurekursgerichts ein-

schliesslich  Aktenstudium,  Schreibarbeit  und  Urteilsfindung  zu  Buche.  Die 

Gerichtsgebühr ist daher auf Fr. 4'500.-- festzusetzen.  

8.  

Ausgangsgemäss  steht  der  Stadt  Zürich  keine Umtriebsentschädigung zu. 

Die Rekursgegnerinnen haben vielmehr den Rekurrierenden für deren Um-
triebe eine angemessene Entschädigung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).  

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