# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f40ea95-f93d-5701-975d-373794e157a9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 01.07.2014 R 2013 227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-227_2014-07-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 227
ses

5. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Audétat als Vorsitzender, Verwaltungsrichte-

rin Moser und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Seres

URTEIL
vom 1. Juli 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill,

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen,

Beschwerdegegnerin
und

Amt für Raumentwicklung Graubünden,
Beschwerdegegner

betreffend Wiederherstellungs- und Bussverfügung

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1. Mit Einschreiben vom 5. August 2013 teilte der Gemeindevorstand 

X._____ (nachfolgend Gemeindevorstand) A._____ mit, dass ersterer an-

lässlich seiner Sitzung vom 29. Juli 2013 davon Kenntnis genommen ha-

be, dass A._____ auf "O._____" (das Gebiet liegt ausserhalb der Bauzo-

ne und in einer Landschaftsschutzzone auf ca. 2‘145 m ü. M.) eine Grube 

von rund 1.2 m (Länge) x 1.2 m (Breite) x 0.72 m (Tiefe) errichtet und zur 

Befestigung einer Abdeckung Metallrohre in die Erde gerammt habe. Der 

Gemeindevorstand erwäge, ihn wegen Missachtung von Art. 86, Art. 87 

und Art. 89 Abs. 3 KRG und wegen Verstosses gegen Art. 57 BG zu büs-

sen und die widerrechtlich erstellte Grube und deren Umgebung wieder in 

den ursprünglichen Zustand versetzen zu lassen. Es werde ihm hiermit 

Gelegenheit zur schriftlichen Vernehmlassung innert 20 Tagen gegeben. 

Ausserdem werde er ersucht, im Hinblick auf die Bussbemessung die 

Vermögens- und Einkommensverhältnisse der verantwortlichen Per-

son(en) bekannt zu geben.

2. Am 26. August 2013 nahm A._____ Stellung und führte u.a. aus, der Jä-

gergraben befinde sich entgegen den Behauptungen des Gemeindevor-

standes, welcher sich offenbar auf falsche Koordinaten stütze, nicht auf 

Gemeindeboden sondern auf der Parzelle Nr. 1594, welche im Eigentum 

von B._____ stehe. Dieser habe sein Einverständnis zur Nutzung des Jä-

gergrabens gegeben, sofern die Blache und die Metallrohre zum Ende 

der Jagd entfernt würden. Weiter führte A._____ aus, gemäss Art. 40 

Abs. 1 Ziff. 5 KRVO brauche es für Gebäude bis 5 m³ keine Baubewilli-

gung, worunter der Jägergraben mit lediglich 1.04 m3 zu subsumieren sei.

3. Mit Schreiben vom 6. September 2013 forderte der Gemeindevorstand 

B._____ zur Stellungnahme auf. Mit E-Mail vom 12. September 2013 

antwortete dieser, er erteile A._____ sein Einverständnis zur Erstellung 

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des Jägergrabens auf seiner Parzelle, behalte sich jedoch ein jederzeiti-

ges Widerrufsrecht vor. 

4. Am 20. September 2013 erliess der Gemeindevorstand eine Wiederher-

stellungs- und Bussverfügung gegen A._____ in Sachen Widerhandlung 

gegen Art. 57 BG sowie Art. 86 und Art. 87 KRG. Die Erstellung des Jä-

gergrabens verletze Art. 57 BG, weshalb dafür auch bei Vorliegen des 

Einverständnisses des Grundeigentümers keine Bewilligung erteilt wer-

den könne. Zudem unterlägen Terrainveränderungen ausserhalb der 

Bauzone gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 KRVO der Bewilligungspflicht. 

Könne eine nachträgliche Bewilligung nicht erteilt werden, habe die Bau-

herrschaft nach Art. 94 KRG den vorschriftswidrigen Zustand zu beseiti-

gen, andernfalls würde Ersatz vorgenommen. Auf die Durchführung eines 

nachträglichen Baubewilligungsverfahrens werde verzichtet, weil der 

Graben Art. 57 BG widerspreche und nicht offensichtlich bewilligt werden 

könne. Weiter führte der Gemeindevorstand aus, er sei gemäss Art. 95 

KRG gehalten, eine Busse auszufällen, weil A._____ den Jägergraben 

ohne Baubewilligung in der Landschaftsschutzzone erstellt und somit ge-

gen das Baugesetz verstossen habe. Der Gemeindevorstand verfügte, 

der Graben müsse zugedeckt und die Eisenpfähle entfernt werden. Der 

ursprüngliche Zustand des Geländes sei bis zum 30. Oktober 2013 her-

zustellen, unter Vorbehalt der Ersatzvornahme. Ausserdem werde 

A._____ in Anwendung von Art. 95 KRG wegen Widerhandlung gegen 

Art. 57 BG, gegen Art. 86, Art. 87 und Art. 89 KRG sowie Art. 40 Abs. 1 

Ziff. 17 KRVO eine Busse von Fr. 1'000.-- auferlegt.

5. Mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 erhob A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer) gegen die Wiederherstellungs- und Bussverfügung vom 

20. September 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die Aufhebung der Verfügung. Zur Begrün-

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dung führte er im Wesentlichen aus, er habe keine baulichen Vorkehrun-

gen respektive Terrainveränderungen vorgenommen, weshalb hier keine 

Bewilligungspflicht vorliege. Weiter brachte er vor, der fragliche Murmel-

tierbau liege auf dem Grundstück von B._____, der sein Einverständnis 

zum Bodensitz gegeben habe. Selbst wenn man von einem "Bauvorha-

ben" ausgehen würde, sähe Art. 40 KRVO vor, dass Gebäude mit einem 

Volumen bis zu 5 m3 keiner Baubewilligung bedürfen, worunter der Jä-

gergraben mit seinen Dimensionen von rund 1 m3 zu subsumieren sei. 

Desweitern widerspreche die Positionierung zweier mittlerer Steine dem 

Zweck der Landschaftsschutzzone nicht. 

6. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Gemeinde) beantragte mit Ver-

nehmlassung vom 5. November 2013 die Abweisung der Beschwerde. In 

Bezug auf die Frage der Bewilligungspflicht des Bodensitzes führte sie 

aus, es handle sich bei der zur Diskussion stehenden Anlage nicht um ein 

Gebäude im Sinne von Art. 40 Abs. 1 Ziff. 5 KRVO, weshalb dieser Aus-

nahmetatbestand vorliegend nicht zur Anwendung komme. Der Sachver-

halt sei unter Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 KRVO zu subsumieren, wonach Ter-

rainveränderungen ausserhalb der Bauzone unabhängig ihrer Ausmasse 

der Bewilligungspflicht unterstünden. Selbst bei Fehlen einer Bewilli-

gungspflicht müsse der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden, 

weil die Terrainveränderung auch gegen materielle Vorschriften verstos-

se. Das Gebiet liege in einer Landschaftsschutzzone gemäss Art. 57 BG, 

wonach Terrainveränderungen wie die vorliegende, die dem Ziel der Zone 

widersprächen, untersagt seien. Die Auffüllung des künstlich geschaffen-

en Loches sei eine notwendige und die einzige geeignete Massnahme zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Das öffentliche Interes-

se an der Durchsetzung des geltenden Rechts und der Gleichbehandlung 

aller Rechtsunterworfenen übersteige augenfällig entgegenstehende pri-

vate Interessen bei Weitem. Hinsichtlich der Busse führte die Gemeinde 

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aus, dass die Busse von Fr. 1'000.00 sachlich wie auch in der Höhe ge-

rechtfertigt sei. 

7. Am 9. November 2013 reichte das Amt für Raumentwicklung Graubünden 

(nachfolgend ARE GR) seine Vernehmlassung ein und beantragte die 

Abweisung der Beschwerde. Ein BAB-Verfahren sei für den Jägerposten 

nicht durchgeführt worden. Es seien zur Errichtung des Jägerpostens 

künstliche Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone getätigt wor-

den, weshalb diese baubewilligungspflichtig seien. Ausserdem sei auch 

gemäss Art. 40 Abs. 3 KRVO ein Baubewilligungsverfahren durchzu-

führen, weil hier Anzeichen dafür bestanden hätten, dass das Vorhaben 

Landschaftsschutzbestimmungen im Sinne von Art. 57 Abs. 2 BG verlet-

ze. Im Übrigen schloss sich das ARE GR der Argumentation der Gemein-

de an. 

8. Mit freiwilliger Stellungnahme vom 24. Dezember 2013 hielt der Be-

schwerdeführer an seinen Anträgen fest und machte einige ergänzende 

Ausführungen. Er argumentierte, eine Wiederherstellung und eine Busse 

könne erst dann separat verfügt werden, wenn rechtskräftig feststehe, 

dass eine Bewilligung nicht erteilt werden könne und ein materiell vor-

schriftswidriger Zustand vorliege. Gleichzeitig legte der Beschwerdeführer 

eine E-Mail vom 4. Dezember 2013 ins Recht, worin die Alphirtin bestäti-

ge, dass durch das vergrösserte Murmeliloch keinerlei Probleme aufgetre-

ten seien. Ausserdem sei die Terrainveränderungen geringfügig, weshalb 

sich eine analoge Anwendung von Art. 40 Abs. 1 Ziff. 5 KRVO aufdränge. 

9. Am 10. Januar 2014 hielt die Gemeinde duplicando an ihren Anträgen 

fest. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers seien die Ter-

rainveränderungen dem Alppersonal aufgefallen. Der Ehemann der Al-

phirtin, auf deren E-Mail vom 4. Dezember 2013 sich der Beschwerdefüh-

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rer beziehe, hätte im Herbst 2012 eine Meldung bezüglich des Jägergra-

bens an ein Vorstandsmitglied der Alpgenossenschaft gemacht. Die Ge-

meinde argumentierte weiter, im vorliegenden Fall habe darauf verzichtet 

werden können, vor dem Wiederherstellungsverfahren ein nachträgliches 

Baubewilligungsverfahren durchzuführen, weil die Sach- und Rechtslage 

klar und die Verletzung von materiellen Vorschriften offensichtlich sei und 

eine nachträgliche Baubewilligung nicht erteilt werden könne. Im Übrigen 

werde auf die Vernehmlassung vom 5. November 2013 verwiesen.

10. Mit Duplik vom 13. Januar 2014 hielt auch das ARE GR an seinen Anträ-

gen fest. Die von der Gemeinde verfügte Wiederherstellung des recht-

mässigen Zustandes sei nicht zu beanstanden und es habe bei der vor-

liegend liquiden Sach- und Rechtslage vor dem Wiederherstellungsver-

fahren kein nachträgliches Baubewilligungsverfahren durchgeführt wer-

den müssen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

Verfügungen sowie die im Recht liegenden Beweismittel wird, soweit 

rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet die Wiederherstel-

lungs- und Bussverfügung der Gemeinde X._____ vom 20. September 

2013. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von 

Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat beschwert und folglich zur 

Erhebung der Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 50 VRG). Gemäss Art. 52 

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Abs. 1 VRG ist die Beschwerde schriftlich innert 30 Tagen seit Mitteilung 

des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht einzureichen. 

Die am 21. Oktober 2013 der Schweizerischen Post übergebene Be-

schwerde wurde demzufolge frist- und formgerecht eingereicht, weshalb 

darauf einzutreten ist.

2. Sodann gilt es in beweisrechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass auf den 

vom Beschwerdeführer beantragten Augenschein verzichtet werden kann. 

Der entscheiderhebliche Sachverhalt ergibt sich hinreichend aus den Ak-

ten und kann anhand der zahlreichen von Seiten des Beschwerdeführers 

(vgl. beschwerdeführerische Beilagen [Bf.-act.] 3 und 7) sowie von Seiten 

der Gemeinde (vgl. beschwerdegegnerische Beilagen [Bg.-act.] 6 – 9, 15 

und 16) eingereichten Fotoaufnahmen ohne Weiteres beurteilt werden. Es 

ist nicht ersichtlich, welche zusätzlichen entscheidrelevanten Erkenntnis-

se aus einem Augenschein gewonnen werden könnten.

3. a) In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob für den vorliegend zu beurteilen-

den Jägergraben eine Baubewilligungspflicht besteht. 

b) aa) Wenn sich der Beschwerdeführer auf Art. 40 Abs. 1 Ziff. 5 der Raumpla-

nungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) be-

ruft, wonach Gebäude mit einem Volumen bis zu 5 m3 keiner Baubewilli-

gung bedürfen, verkennt er, dass es sich beim vorliegenden Jägergraben 

nicht um ein Gebäude handelt. Der Begriff des Gebäudes wird weder im 

kantonalen Raumplanungsgesetz noch im kommunalen Baugesetz gere-

gelt. Gemäss Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts wird der Begriff 

des Gebäudes als Unterbegriff der Baute enger interpretiert. Bei einem 

Gebäude handelt es sich um eine bauliche, im Boden eingelassene oder 

darauf stehende Anlage, die einen Raum zum Schutze von Menschen 

oder Sachen (dreidimensional oder in sich geschlossen bzw. mehr oder 

weniger vollständig abschliessend) gegen äussere Einflüsse abtrennt (vgl. 

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PVG 2000 Nr. 58 E.3b und PVG 1989 Nr. 24). Diese Definition entspricht 

auch der Verwaltungsgerichtspraxis anderer Kantone, wurde vom Bun-

desgericht geschützt und wird auch in der Lehre verwendet (vgl. BGE 99 

Ia 113 E.3; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 

Bern 2006, Art. 22 Rz. 14; VAN DEN BERGH, in: BAUMANN/VAN DE 

BERGH/GOSSWEILER/HÄUPTLI/HÄUPTLI-SCHWALLER/FORESTIER [Hrsg.], 

Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 6 Rz. 6; 

FRITZSCHE/BÖSCH, Zürcher Planungs- und Baurecht, 2. Aufl., Wädenswil 

2000, S. 291). Die Argumentation der Gemeinde und des ARE GR, wo-

nach beim Jägergraben der Raumcharakter fehle, weil das Erdloch nur 

seitlich schütze und ein Dach vollständig fehle, ist demnach nicht zu be-

anstanden. Es handelt sich beim vorliegend zu beurteilenden Jägergra-

ben nicht um Gebäude im Sinne von Art. 40 Abs. 1 Ziff. 5 KRVO, weshalb 

dieser Ausnahmetatbestand hier nicht zur Anwendung kommen kann.

bb) Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er verlangt, 

Art. 40 Abs. 1 Ziff. 5 KRVO müsse analog angewendet werden und er 

kann auch aus dem Verweis auf die Bewilligungspraxis anderer Kantone 

im Zusammenhang mit geringfügigen Terrainveränderungen nichts zu 

seinen Gunsten ableiten. Wie das ARE GR richtig ausführt, werden Ter-

rainveränderungen ausserhalb der Bauzone (vgl. Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 

KRVO) und insbesondere in der Landschaftsschutzzone (vgl. Art. 40 

Abs. 3 KRVO i. V. m. Art. 57 Baugesetz der Gemeinde X._____ [BG]) – 

vgl. dazu nachstehend Erwägung 3.c und 3.d - vom abschliessenden Ka-

talog der baubewilligungsfreien Bauten und Anlagen explizit nicht erfasst. 

Der klare Wille des Gesetzgebers, in diesen Fällen keinen Ausnahmetat-

bestand schaffen zu wollen, darf nicht über den Weg der analogen Ge-

setzesauslegung umgangen werden.

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c) aa) Der Beschwerdeführer führt aus, er habe zur Errichtung des Jägergra-

bens keine baulichen Vorkehrungen getroffen respektive keine Terrain-

veränderungen vorgenommen. Der Haupteingang des grossen "Mung-

genbaus" sei mit einem stattlichen Loch ausgebildet, welches auch ohne 

Grabarbeiten einem Jäger genügend Platz zum Sitzen biete. Er habe le-

diglich zwei grössere Steine beim Eingang talwärts positioniert und ein 

paar „Wäslig“ zur Tarnung dazu gesetzt. Eigentliche Grabarbeiten seien 

keine erfolgt. Ein "Ausschorren" der Sitzfläche falle nicht unter bauliche 

Massnahmen. Es seien zur Errichtung des Jägerpostens auch keine bau-

lichen Massnahmen im engeren Sinne ausgeführt worden. Für das vorü-

bergehende Befestigen einer Blache an zwei im Boden eingelassenen 

Metallrohren brauche es keine behördliche Bewilligung. 

bb) Demgegenüber führt die Gemeinde aus, es seien hier rund 1 m³ Erdmate-

rial bis zu einer Tiefe von 0.75 m auf kleinstem Raum ausgehoben und 

das Material seitlich deponiert worden. Solche Erdverschiebungen seien 

geeignet, auf Raum und Umwelt spürbare Veränderungen zu bewirken. 

Das ARE GR führt in seiner Vernehmlassung vom 9. November 2013 

aus, auf dem vorliegenden Fotomaterial seien die rasenziegelähnlichen 

Kanten der äusserst grossen und gleichmässig dimensionierten "Murmel-

tierhöhle" zu erkennen, was beweise, dass die Grube künstlich geschaf-

fen worden sei und nicht etwa, wie vom Beschwerdeführer behauptet, 

schon bestanden habe. Es sei der Gemeinde beizupflichten, dass für die 

Errichtung des Jägerpostens künstliche Terrainveränderungen vorge-

nommen worden seien. 

cc) Anhand der diversen ins Recht gelegten Fotoaufnahmen (Bf.-act. 3 und 7; 

Bg.-act. 6 - 9, 15 und 16) lässt sich zweifellos erkennen, dass zur Errich-

tung des vorliegenden Jägergrabens künstliche Terrainveränderungen 

vorgenommen wurden. Es wurde offensichtlich Erdmaterial ausgehoben 

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und an anderer Stelle seitlich abgelagert. Weiter wurden, wie der Be-

schwerdeführer selber ausführt, Steine und Grasbüschel künstlich positi-

oniert. Schliesslich wurden zwei Metallrohre in den Boden eingelassen, 

um eine Blache über den Jägergraben spannen zu können. Ohne Zweifel 

ist für die Errichtung des vorliegenden Jägergrabens Art. 40 Abs. 1 

Ziff. 17 KRVO einschlägig, wonach ausserhalb der Bauzonen Terrainver-

änderungen wie die hier vorgenommenen nicht ohne Bewilligung durch-

geführt werden dürfen.

d) Wie die Gemeinde und das ARE GR korrekt ausführen, ist desweitern 

Art. 40 Abs. 3 KRVO einschlägig. Es haben vorliegend Anzeichen dafür 

bestanden, dass durch ein allfällig bewilligungsfreies Bauvorhaben in der 

Landschaftsschutzzone materielle Vorschriften, nämlich die Vorschriften 

bezüglich des Landschaftsschutzes gemäss Art. 57 BG, verletzt sein 

könnten.

e) Der Einwand des Beschwerdeführers, der Jägergraben werde auch von 

anderen Jägern benutzt, ist im Zusammenhang mit der Frage der Bewilli-

gungspflicht des von ihm erstellten Jägergrabens unbehelflich. Aus den 

vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass der Jägergraben gemäss 

Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 und Art. 40 Abs. 3 KRVO i.V.m. Art. 57 BG bewilli-

gungspflichtig ist.

4. a) Als nächstes ist die Frage zu prüfen, ob die Gemeinde zu Recht die Wie-

derherstellung des rechtmässigen Zustandes angeordnet hat.

b) Gemäss dem - nach Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 des Raumplanungsgesetzes 

für den Kanton Graubünden (KRG; 801.100) direkt anwendbaren - Art. 94 

Abs. 1 KRG sind materiell vorschriftswidrige Zustände auf Anordnung der 

zuständigen (Bau-)Behörde zu beseitigen, gleichgültig, ob für deren Her-

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beiführung ein Bussverfahren durchgeführt wurde. Laut Art. 94 Abs. 3 

KRG obliegt die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands sowohl dem Eigentümer als auch den Personen, die den rechts-

widrigen Zustand herbeigeführt haben. Kommen die Pflichtigen einer 

rechtskräftigen Wiederherstellungsverfügung innert Frist nicht nach, lässt 

die zuständige Behörde nach erfolgter Androhung die verfügten Mass-

nahmen auf Kosten der Säumigen durch Dritte vornehmen. Unabdingbare 

Voraussetzung für die Anordnung einer Wiederherstellung ist also das 

Vorliegen eines materiell vorschriftswidrigen Zustandes. Nur wenn die 

materielle Vorschriftswidrigkeit einer baulichen Massnahme bejaht wer-

den kann, darf die Wiederherstellung angeordnet werden. Dagegen führt 

eine bloss formelle Baurechtswidrigkeit nicht zur Wiederherstellung (vgl. 

PVG 2007 Nr. 30 E.3a).

c) Bevor die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes verlangt (bzw. 

der rechtswidrige Zustand geduldet) werden kann, ist bei illegal erstellten 

Bauten grundsätzlich vorab deren Rechtswidrigkeit in einem nachträgli-

chen Baubewilligungsverfahren zu prüfen. Die zuständige Behörde kann 

die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes erst anordnen, wenn 

feststeht, dass ein materiell baurechtswidriger Zustand vorliegt (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 1A.17/2004 vom 19. Mai 2004 E.2.2.6; Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 10 119 vom 

17. Mai 2011 E.1a). In der Lehre wird das Vorgehen der Baubehörden, 

die den Sachentscheid über die nachträgliche Bauverweigerung mit dem 

Befehl zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes verbinden, 

als aus prozessökonomischen Gründen geboten beschrieben (vgl. FIERZ, 

Massnahmen gegen illegales Bauen, Diss., Zürich 1999, S. 130; MÄDER, 

Das Baubewilligungsverfahren, Diss., Zürich 1991, N. 396). In Fällen, in 

denen die Sach- und Rechtslage klar und die Verletzung von materiellen 

Vorschriften offensichtlich ist und von vornherein feststeht, dass eine 

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nachträgliche Baubewilligung nicht erteilt werden kann, muss im Hinblick 

auf die Prozessökonomie ausnahmsweise auf die Verfahrensaufteilung 

respektive auf ein separates, vor dem Verfahren betreffend der Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustandes durchzuführendes Baubewilli-

gungsverfahren, welches sowieso zu einem abschlägigen Entscheid 

führen würde, verzichtet werden können. Die verfügende Baubehörde 

muss hier in der Wiederherstellungsverfügung auf alle massgeblichen 

Punkte eingehen und insbesondere die Frage der materiellen Baurechts-

widrigkeit behandeln, so dass das rechtliche Gehör des Verfügungs-

adressaten auch in dieser Hinsicht gewahrt wird. 

d) aa) Auch bei Vorliegen einer materiellen Baurechtsverletzung sind die Vor-

aussetzungen für eine Abbruchverfügung jedoch noch nicht vollständig 

erfüllt; solche Zwangsmassnahmen rechtfertigen sich vielmehr erst dann, 

wenn sie notwendig sind und verhältnismässig erscheinen (anstelle vieler: 

VGU R 99 105 vom 16. Dezember 1999 E.3b). Die Notwendigkeit eines 

Eingriffs ergibt sich aus dem öffentlichen Interesse an der Einhaltung der 

verletzten Baurechtsvorschriften. Von der Anordnung der Beseitigung 

derartiger Bauten kann ausnahmsweise, bei Vorliegen besonderer Um-

stände, abgesehen werden. So kann der Abbruch nach der bundesge-

richtlichen Praxis etwa unterbleiben, wenn die formell rechtswidrige Baute 

nachträglich bewilligt werden kann oder wenn die Abweichung vom Er-

laubten nur unbedeutend ist oder kein ausreichendes öffentliches Interes-

se für die Beseitigung besteht, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glau-

ben angenommen hat, er sei zur Bauausführung ermächtigt, und der Bei-

behaltung des ungesetzlichen Zustandes nicht schwerwiegende öffentli-

che Interessen entgegen-stehen (vgl. BGE 108 Ia 216 E.4, 104 Ib 301 

E.5b, 102 Ib 66 E.2a). Der Schutz des Vertrauens rechtfertigt sich aber 

nur, wenn der Bauherr die ihm nach den Umständen zumutbare Sorgfalt 

und Aufmerksamkeit hat walten lassen. Wer trotz vorhandenen und sich 

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nach objektiven Massstäben aufdrängenden Zweifeln über die Tragweite 

einer Baubewilligung (ohne entsprechende Abklärungen bei der verfü-

genden Behörde) Bauarbeiten vornimmt, kann sich gegenüber einem Ab-

bruchbefehl nicht mit Erfolg auf den Schutz seines guten Glaubens beru-

fen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 1979 in ZBl 80 [1979] 

S. 309 ff. E.4b). Als Grundsatz muss in diesem Zusammenhang gelten, 

dass sich der Bauwillige selber um die Zulässigkeit seines Handelns zu 

kümmern hat (vgl. PVG 1993 Nr. 29 E.2). Die Verhältnismässigkeit im 

Sinne des Übermassverbots besagt demgegenüber, dass der Eingriff 

nicht weiter gehen darf, als es der Zweck erheischt. Mit anderen Worten 

ist das mildeste Mittel zur Erreichung des gesetzmässigen Zustandes zu 

wählen. Dementsprechend ist auf einen umfassenden Abbruch zu ver-

zichten, wenn der gesetzmässige Zustand durch einen Teilabbruch er-

reicht werden kann. Werden die Notwendigkeit und die Verhältnismässig-

keit im so verstandenen Sinne bejaht, erfolgt eine Abwägung zwischen 

den öffentlichen Interessen an der Durchsetzung der Zwangsmassnahme 

und den privaten Interessen am Festhalten am gesetzeswidrigen Zu-

stand. Auf diese Interessenabwägung kann verzichtet werden, wenn der 

Abbruchbefehl schon an der Notwendigkeit bzw. der Verhältnismässigkeit 

im oben verstandenen Sinne scheitert. Zur Rüge, dass ein Abbruchbefehl 

nicht notwendig oder unverhältnismässig ist, werden sowohl der Gut- als 

auch der Bösgläubige zugelassen. Bösem Glauben wird erst bei der In-

teressenabwägung Rechnung getragen (vgl. BGE 108 Ia 217 E.4b; 

VGE 264/83). Dies erhellt aus dem Umstand, dass auch der Bösgläubige 

vor nicht notwendigen und unverhältnismässigen Verwaltungshandlungen 

geschützt werden soll. Folglich ist das Verhalten, das zum Abbruchbefehl 

geführt hat, erst bei der Interessenabwägung angemessen zu berücksich-

tigen. Anders zu entscheiden führte dazu, dem Abbruchbefehl Strafcha-

rakter zukommen zu lassen (vgl. Art. 95 KRG). Dies ist aber einer allfälli-

gen Busse vorbehalten (vgl. VGU R 04 8 vom 13. Mai 2004 E.3a). 

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bb) Da generell ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Einhaltung der 

baurechtlichen Ordnung besteht, sind jedoch kaum Fälle denkbar, in de-

nen es trotz grösserer Abweichungen von den Bauvorschriften als durch 

ein schützenswertes Interesse abgedeckt erscheint, eine widerrechtliche 

Baute stehen zu lassen. Es darf deshalb bei materiell rechtswidrigen Bau-

ten höchstens dann von einem Abbruchbefehl abgesehen werden, wenn 

die Abweichung sehr geringfügig ist und die berührten allgemeinen Inter-

essen den aus dem Abbruch für den Eigentümer erwachsenen Schaden 

nicht zu rechtfertigen vermögen (vgl. PVG 1989 Nr. 29; BGE 111 Ib 213 

E.6b; BEELER, Die widerrechtliche Baute, Diss., Zürich 1984, S. 79; HAL-

LER/KARLEN, Raumplanungs- und Baurecht nach dem Recht des Bundes 

und des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1992, N. 924). Dem Interesse der 

Bauherrschaft am Schutze getätigter Investitionen ist dabei grundsätzlich 

nur geringes Gewicht einzuräumen (vgl. BGE 111 Ib 213 E.6b: Verlust 

von Fr. 2 Mio. zuzüglich Abbruchs- und Wiederherstellungskosten bei ei-

ner gravierenden Baurechtswidrigkeit nicht ausreichend). In der Doktrin 

wird mitunter sogar postuliert, dass rein pekuniäre Interessen in diesem 

Zusammenhang generell keine Berücksichtigung finden dürfen (so BEE-

LER, a.a.O., S. 78). Weiter wird zudem die Ansicht vertreten, dass es 

selbst bei Geringfügigkeit der Rechtsverletzung nicht angehe, die Einhal-

tung klarer Gesetzesbestimmungen mit Berufung auf den Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit aufzugeben. Das Verhältnismässigkeitsprinzip dürfe 

nicht dazu führen, ein zweites Mal materielle Gesichtspunkte anzuwen-

den; es gehe nicht um Kapitulation vor faktischen Zwängen, sondern um 

ein in Extremfällen gebotenes Abweichen vom starren Recht (RHI-

NOW/KRÄHENMANN, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergän-

zungsband, Basel u.a. 1990, Nr. 56 B VI d, S. 174 mit zahlreichen Hin-

weisen). Nach bestätigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann sich 

selbst ein Bauherr, der sich nicht in gutem Glauben befindet, gegenüber 

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dem Abbruchbefehl auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit berufen. 

Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen 

Erwägungen, nämlich zum Schutze der Rechtsgleichheit und der bau-

rechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des ge-

setzmässigen Zustandes erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Bau-

herrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem 

Masse berücksichtigen (vgl. BGE 111 Ib 213 E.6, 108 Ia 218 E.4b und zu 

alldem auch PVG 2007 Nr. 30 E.4a und 4b).

e) aa) Das Gebiet "O._____", in dem der vorliegend zu beurteilende Jägergra-

ben erstellt wurde, liegt in der Landschaftsschutzzone (vgl. Beilage ARE 

GR [ARE-act.] 2 und 3). 

Art. 57 Abs. 1 und Abs. 2 BG lauten wie folgt:

1 Die Landschaftsschutzzone umfasst Natur- und Kulturland von besonderer Schön-

heit und Eigenart.

2 Die Erstellung von Bauten und Anlagen, Terrainveränderungen, Abbauvorhaben, 

Materialablagerungen und andere bauliche Vorkehren, die dem Schutzzweck entge-

genstehen, sind nicht gestattet. Vorbehalten sind Bauten und Anlagen, soweit sie für 

die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung des betreffenden Gebietes notwendig 

sind und ein Standort ausserhalb der Landschaftsschutzzone nicht zumutbar ist. Be-

stehende Bauten und Anlagen dürfen erneuert werden.

Die durchgeführte Terrainveränderung widerspricht dem Zonenzweck of-

fensichtlich. In der Landschaftsschutzzone sollen die Natur- und Kultur-

landschaften geschützt werden. Das Graben eines Lochs für einen Jäger 

ist weder dem Schutz von Naturlandschaften noch demjenigen von Kul-

turlandschaften förderlich. Solche künstliche Veränderungen der Land-

schaft sollen durch die zitierte Bestimmung gerade verhindert werden. Es 

handelt sich beim Jägergraben desweitern auch nicht um eine Anlage der 

land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung, so dass auch diese Ausnahme 

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nicht zum Tragen kommt. Dementsprechend zielt die Argumentation des 

Beschwerdeführers, eine enge Auslegung der Gesetzesbestimmungen 

würde zu einem hochgradig unsinnigen Ergebnis führen und sei bar jegli-

chen gesunden Menschenverstandes, ins Leere. Gleichermassen kann 

der Beschwerdeführer auch aus der Bestätigung der Alphirtin (vgl. Bf.-

act. 6), dass in Bezug auf das Murmeliloch keinerlei Probleme bemerkt 

worden seien, nichts für sich ableiten. Die Aussagen der Alphirtin stehen 

ausserdem laut den Ausführungen der Gemeinde in Widerspruch zur 

Meldung ihres Ehemannes an die Alpgenossenschaft im Herbst 2012, 

womit deren Glaubhaftigkeit zumindest in Frage gestellt ist. Im Lichte des 

soeben Ausgeführten ist die Auffassung der Gemeinde und des ARE GR 

zu schützen und von einer klaren Verletzung von Art. 57 Abs. 2 BG aus-

zugehen.

bb) Die Verletzung von Art. 57 Abs. 2 BG ist - wie vorstehend in Erwägung 

4e/aa erläutert - offensichtlich und die Sach- und Rechtslage klar, womit 

von vornherein festgestanden hat, dass eine nachträgliche Baubewilli-

gung nicht erteilt werden könnte. Dementsprechend konnte vorliegend auf 

die Verfahrensaufteilung respektive auf ein separates, vor dem Verfahren 

betreffend der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes durch-

zuführendes Baubewilligungsverfahren verzichtet werden. Ein solches 

nachträgliches Baubewilligungsverfahren würde nur einen unnötigen pro-

zessualen Leerlauf bedeuten, zumal die Gemeinde, wie diese richtiger-

weise darstellt, in der angefochtenen Verfügung auf alle massgeblichen 

Punkte (materielle Baurechtswidrigkeit, Verhältnismässigkeit, Straftatbe-

stand und Verschulden) eingegangen ist. Dem Beschwerdeführer sind 

durch die gleichzeitige Durchführung beider Verfahren keinerlei Nachteile 

entstanden und sein rechtliches Gehör wurde komplett gewahrt, was er 

zu Recht auch nicht bestreitet. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die 

von der Gemeinde verfügte Wiederherstellung ohne vorherige separate 

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Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens nicht zu 

beanstanden ist.

cc) Schlussendlich ist die Verhältnismässigkeit der von der Gemeinde ange-

ordneten Auffüllung des Jägergrabens als Massnahme zur Wiederherstel-

lung des rechtmässigen Zustandes zu überprüfen. Ohne Zweifel handelt 

es sich bei der Auffüllung um die einzige geeignete Massnahme und es 

kommt keine mildere Massnahme in Frage. Die Notwendigkeit der ange-

ordneten Massnahme ergibt sich aus dem öffentlichen Interesse der Ein-

haltung der verletzten Baurechtsvorschrift zum Schutze der Landschafts-

schutzzone. Die Terrainveränderung kann desweitern weder nachträglich 

bewilligt werden noch ist die Abweichung vom Erlaubten gering. Der Be-

schwerdeführer befand sich in Bezug auf die Widerrechtlichkeit der Erstel-

lung des Jägergrabens nicht in gutem Glauben, zumal er bereits im Jahre 

2005 wegen eines ähnlichen Vorgehens im Zusammenhang mit einem 

Jägergraben gebüsst worden war (vgl. Bg.-act. 1). Das öffentliche Inter-

esse an der Einhaltung der baurechtlichen Ordnung überwiegt im vorlie-

genden Fall auch die entgegenstehenden Interessen des Beschwerdefüh-

rers. Damit steht fest, dass die von der Gemeinde verfügte Wiederherstel-

lung auch im Hinblick auf die Verhältnismässigkeit und die Notwendigkeit 

der Massnahme rechtens ist. 

f) Die Beschwerde erweist sich somit in Bezug auf die von der Gemeinde 

verfügte Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes als unbegrün-

det und ist in diesem Umfang abzuweisen.

5. a) Zu klären bleibt schlussendlich die Frage der Rechtmässigkeit der mit der 

angefochtenen Verfügung verhängten Busse in der Höhe von Fr. 1'000.--. 

- 18 -

b) aa) Nach Art. 95 KRG wird mit Busse zwischen Fr. 200.-- und Fr. 40‘000.-- 

bestraft, wer das KRG oder darauf beruhende Erlasse und Verfügungen 

des Kantons oder der Gemeinden verletzt. In besonders schweren Fällen, 

insbesondere bei Gewinnsucht, ist die zuständige Behörde an dieses 

Höchstmass nicht gebunden. Widerrechtliche Gewinne werden nach den 

Bestimmungen des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; 

SR 311.0) eingezogen (Abs. 1). Strafbar ist die vorsätzliche oder fahrläs-

sige Widerhandlung (Abs. 2).

bb) Gemäss Art. 357 der Schweizerzischen Strafprozessordnung (StPO; SR 

312.0) haben die zur Verfolgung und Beurteilung von Übertretungen ein-

gesetzten Verwaltungsbehörden die Befugnisse der Staatsanwaltschaft 

(Abs. 1). Dabei richtet sich das Verfahren sinngemäss nach den Vor-

schriften über das Strafbefehlsverfahren (Abs. 2), das heisst nach den 

Art. 352–356 StPO. Ist der Übertretungstatbestand nicht erfüllt, so stellt 

die Übertretungsstrafbehörde das Verfahren mit einer kurz begründeten 

Verfügung ein (Abs. 3). Gemäss Art. 4 und Art. 44 des Einführungsgeset-

zes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) 

richtet sich das Verfahren zur Verfolgung und Beurteilung von Straftaten 

nach kommunalem Recht – wie vor Inkrafttreten der StPO – nach dem 

VRG (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 

6B_844/2013/6B_890/2013/6B_891/2013 vom 20. Februar 2014, 

E.2.2.1). In der Botschaft der Regierung wird dazu ausdrücklich ergänzt, 

dass das Gleiche auch gelte, wenn die Gemeinden durch Gesetz zur Ver-

folgung und Beurteilung von kantonalen Straftatbeständen ermächtigt 

werden (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, Heft 

Nr. 13/2009-2010, Umsetzung Schweizerische Straf- und Zivilprozess-

ordnung auf Gesetzesstufe, S. 830). Das per 1. November 2005 in Kraft 

getretene und immer noch gültige KRG bestimmt in Art. 95 Abs. 3, dass 

die kommunale Baubehörde zuständig für die Bestrafung durch Baubus-

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sen ist. Diesbezüglich hat sich demnach durch die Inkraftsetzung der 

Schweizerischen Strafprozessordnung auf Stufe der Gemeinden nichts 

geändert, weshalb auch die bisherige Praxis des Verwaltungsgerichts 

grundsätzlich massgeblich bleibt.

cc) Der Beschwerdeführer hat - wie vorstehend in den Erwägungen 3 und 4 

ausgeführt - gegen diverse Bestimmungen des kommunalen und kanto-

nalen Baurechts verstossen, weshalb die Gemeinde gestützt auf Art. 95 

KRG eine Bussverfügung gegen den Beschwerdeführer erlassen durfte.

c) aa) In formeller Hinsicht ist zu prüfen, ob mit dem von der Gemeinde gewähl-

ten Vorgehen der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör 

im Baubussenstrafverfahren gewahrt worden ist. 

bb) Wie soeben dargestellt, richtet sich das Verfahren zur Verfolgung und 

Beurteilung von Straftaten nach kommunalem sowie kantonalem Recht 

nach dem VRG. Dieses hält in Art. 16 Abs. 1 explizit fest, dass die Behör-

de den von einem Entscheid Betroffenen Gelegenheit zur schriftlichen 

oder mündlichen Stellungnahme zu geben hat. Darauf kann sie lediglich 

verzichten, wenn sofortiges Handeln notwendig ist (Abs. 2). Auch die 

StPO erwähnt im Zusammenhang mit dem Begriff und der Stellung der 

Parteien in Art. 107 den Anspruch auf rechtliches Gehör. Namentlich ha-

ben die Parteien danach das Recht, Akten einzusehen, an Verfahrens-

handlungen teilzunehmen, einen Rechtsbeistand beizuziehen, sich zur 

Sache und zum Verfahren zu äussern sowie Beweisanträge zu stellen. 

Diese Prozessgarantien werden durch die sich unmittelbar aus der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

sowie der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-

heiten (EMRK; SR 0.101) ergebenden individuellen Verfahrensrechten 

ergänzt. 

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cc) Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 3 EMRK verankerten An-

spruch auf rechtliches Gehör, welcher einen unabdingbaren Teilaspekt 

des allgemeinen Grundsatzes des fairen Verfahrens im Sinne von Art. 29 

Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK bildet, ergibt sich das Recht des Be-

schuldigten, an der Sachverhaltsabklärung mitzuwirken. Dieses Mitwir-

kungsrecht umfasst insbesondere das Recht des Einzelnen, sich vor Er-

lass eines entsprechenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche 

Beweise vorzubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen 

Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweismittel mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu 

äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. 

BGE 125 I 113 E.2a, 118 Ia 17 E.1c; STEINMANN in: EHRENZEL-

LER/MASTRONARDI/SCHWEIZER/VALLENDER [Hrsg.], Die schweizerische 

Bundesverfassung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, Art. 29 

Rz. 21 ff.). Gemäss Art. 32 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK besitzt 

der Angeschuldigte ferner das Recht, innert möglichst kurzer Frist in einer 

für ihn verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über die Art und den 

Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Kenntnis gesetzt zu 

werden. Damit soll er in die Lage versetzt werden, seine Verteidigung 

wirksam vorzubereiten. Dabei sind nicht nur die Taten bekannt zu geben, 

die begangen zu haben er verdächtigt wird, sondern es sind auch Anga-

ben über die juristische Einordnung derselben zu machen (vgl. hierzu 

VEST in: EHRENZELLER/MASTRONARDI/SCHWEIZER/VALLENDER, a.a.O., 

Art. 32 Rz. 23; PEUKERT, in: FROWEIN/PEUKERT [Hrsg.], Europäische Men-

schenrechtskonvention, EMRK-Kommentar, 3. Aufl., Kehl 2009, S. 253 ff.; 

PVG 2003 Nr. 37, 1999 Nr. 52, 1997 Nr. 55, 1993 Nr. 4).

dd) In PVG 2003 Nr. 37 hat das Verwaltungsgericht die umschriebene Praxis 

mit Blick auf den Inhalt einer Aufforderung zur Vernehmlassung präzisiert 

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und festgehalten, Minimalanforderung sei, dass die Behörde dem Be-

schuldigten vorhalte, welche Norm er nach Ansicht der Behörde verletzt 

haben solle. Überdies sei ihm der gesetzliche Strafrahmen mitzuteilen 

und er sei aufzufordern, über seine persönlichen Einkommens- und Ver-

mögensverhältnisse Auskunft zu geben (vgl. zu alldem VGU R 11 34 vom 

15. November 2011 E.2b und E.3a-c sowie R 13 205 vom 1. April 2014 

E.5b-f).

ee) Vorliegend hat die Gemeinde den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 

5. August 2013 in Kenntnis gesetzt, dass beabsichtigt werde, die Wieder-

herstellung des widerrechtlich erstellten Jägergrabens zu verfügen und 

ihm eine Busse aufzuerlegen. Dabei wurde dem Beschwerdeführer be-

kannt gegeben, welche Normen er nach Ansicht der Gemeinde verletzt 

habe und aufgrund welcher Rechtsnormen ihm eine Strafe drohe. Es 

wurde ihm Gelegenheit gegeben, dazu schriftlich Stellung zu nehmen. 

Ausserdem wurde der Beschwerdeführer ersucht, seine Vermögens- und 

Einkommensverhältnisse zur Bemessung der Bussenhöhe bekannt zu 

geben. Der Beschwerdeführer wurde im zitierten Schreiben allerdings 

nicht darüber aufgeklärt, wie der gesetzliche Strafrahmen (gemäss Art. 95 

Abs. 2 KRG Busse zwischen Fr. 200.-- und Fr. 40'000.--) festgesetzt ist. 

Es wurde vom Beschwerdeführer allerdings zu Recht nicht beanstandet, 

dass ihm im Schreiben vom 5. August 2013 der Bussenrahmen nicht prä-

sentiert wurde und auf die betreffende Bestimmung (Art. 95 KRG) nicht 

hingewiesen wurde. Im vorliegenden Fall schadet dieses Versäumnis 

nämlich nichts, weil sich die Busse ohnehin am untersten Rand des Bus-

senrahmens bewegt und dem Beschwerdeführer daraus kein Rechts-

nachteil erwachsen ist.

d) Die Bussenhöhe wird vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bean-

standet. Der Beschwerdeführer bringt auch sonst kaum Argumente vor, 

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welche gegen die Ausfällung einer Busse sprechen würden. Er führt ledig-

lich aus, der im Jahr 2005 (in der Tat viel aufwändiger erstellte) Jäger-

bunker (vgl. Bg.-act. 2 und 3) sei nicht mit dem vorliegende zu beurteilen-

den Jägergraben vergleichbar. Daraus will der Beschwerdeführer vermut-

lich ableiten, der im Jahr 2005 erstellte Jägerbunker und damit auch der 

Gesetzesverstoss sei viel grösser gewesen als beim nun zu beurteilende 

Jägerloch. Gleichzeitig sei er aber im Jahr 2005 mit einer tieferen Busse 

(Fr. 500.--) geahndet worden als im jetzigen Zeitpunkt, wo die Gemeinde 

mit der angefochtenen Verfügung eine Busse von Fr. 1'000.-- ausgespro-

chen habe. Dies ändert aber nichts daran, dass die Ausfällung einer Bus-

se und auch deren Höhe gerechtfertigt ist. Wie die Gemeinde richtig aus-

führt, ist das Verschulden des Beschwerdeführers als eventualvorsätzlich 

wenn nicht sogar vorsätzlich zu beurteilen. Er hat sich nach dem Verfah-

ren im Jahr 2005 - wo er wegen eines ähnlichen Vorfalles in unmittelbarer 

Nähe im Zusammenhang mit der Erstellung eines widerrechtlichen Jäger-

bunkers mit Fr. 500.-- gebüsst wurde - zum wiederholten Male über Ge-

setzesbestimmungen hinweggesetzt. Seine wiederholten Verstösse ge-

gen die Bauvorschriften müssen als schwerwiegend betrachtet werden, 

zumal die Baubewilligung auch nachträglich nicht mehr erteilt werden 

kann, weil sich der Graben in der Landschaftsschutzzone befindet. Die 

verletzten Rechtsgüter - die klare Trennung von Bauzone und Nichtbau-

zone sowie der Schutz der Landschaft - schliessen eine Qualifizierung der 

Angelegenheit als Bagatellfall aus. Die Schaffung einer Gefahr für Vieh 

und Menschen im Alpweidegebiet und der Beweggrund, sich Vorteile für 

den Jagderfolg zu verschaffen, fallen zusätzlich zu Lasten des Beschwer-

deführers ins Gewicht. Nachdem der Beschwerdeführer trotz Aufforde-

rung keine Angaben zu seinem Einkommen und Vermögen gemacht hat, 

erweist sich die Busse von Fr. 1'000.--, welche sich am unteren Rande 

des Ermessenspielraumes von Art. 95 KRG bewegt, als absolut ange-

messen und vertretbar.

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e) Dementsprechend ist die vorliegende Beschwerde hinsichtlich der Buss-

verfügung unbegründet und auch in diesem Zusammenhang abzuweisen. 

6. a) Die angefochtene Wiederherstellungs- und Bussverfügung vom 20. Sep-

tember 2013 erweist sich demzufolge in jeder Beziehung als rechtens und 

verhältnismässig, was zu ihrer Bestätigung und somit zur vollumfängli-

chen Abweisung der vorliegenden Beschwerde führt. Die im angefochte-

nen Entscheid festgelegte Wiederherstellungsfrist vom 30. Oktober 2013 

wird sinngemäss verlängert auf den 30. Tag seit Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils. Die weiteren Modalitäten der Wiederherstellung 

bleiben unverändert.

b) Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens werden die Gerichtskos-

ten nach Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem unterliegenden Be-

schwerdeführer auferlegt. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG e contrario steht 

dem anwaltlich vertretenen, unterliegenden Beschwerdeführer keine aus-

sergerichtliche Entschädigung zu. Eine aussergerichtliche Entschädigung 

an die Gemeinde und an das ARE GR wird nicht gewährt, da diese ledig-

lich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegten (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Wiederherstellung gemäss 

Ziff. 3.1. des angefochtenen Entscheides ist innert 30 Tagen nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils vorzunehmen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'000.--

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- und den Kanzleiauslagen von Fr. 544.--

zusammen Fr. 1'544.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]