# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c911802f-145e-5f9a-899a-c229800b8ce5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.05.2021 BE.2021.5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BE-2021-5_2021-05-10.pdf

## Full Text

Beschluss vom 10. Mai 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 
Parteien 

  
EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG 
ESTV, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer,  
 

Gesuchstellerin 
 

 gegen 
   

A., vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Kessler,  
 

Gesuchsgegner 
 
 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2021.5 
 
 

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Sachverhalt: 
 
Der Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements EFD ermächtigte 
die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend «EStV») am 2. April 
2020, gegen A. eine besondere Steueruntersuchung nach Art. 190 ff. des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer 
(DGB; SR 642.11) zu eröffnen. Im Kern geht es darum, dass A. sich in den 
90ziger Jahren aus der Schweiz nach Spanien abgemeldet und seitdem in 
keinem der beiden Länder eine Steuererklärung eingereicht haben soll. Die 
EStV eröffnete am 23. Oktober 2020 die Strafuntersuchung gegen A. wegen 
fortgesetzter vollendeter Steuerhinterziehung (Art. 175 DBG). Sie betraf die 
Steuerperioden 2010 bis 2018 resp. 2019, wobei die Periode 2010 mittler-
weile verjährt sei (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BV.2021.14 vom 
8. April 2021 lit. A). 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Die EStV stellte am 17. Februar 2021 beim Gesuchsgegner das Asservat 
DC002 «Diverse Agenden für die Jahre 2015–2018» sicher (act. 1.6 S. 2 
Sicherstellungsprotokoll). Der Gesuchsgegner erhob bezüglich dem Asser-
vat DC002 am 22. März 2021 Einsprache gegen die Durchsuchung (act. 1.10 
S. 2, act. 1.6 S. 3). Entsprechend stellte die EStV der Beschwerdekammer 
am 31. März 2021 für das Asservat DC002 das Entsiegelungsgesuch (act. 1 
S. 3 Ziff. 1.4). Der Gesuchsgegner stimmte mit Schreiben vom 3. Mai 2021 
der Entsiegelung des Asservats DC002 zu. Das Entsiegelungsverfahren ist 
daher entsprechend als erledigt von der Geschäftskontrolle abzuschreiben.  

 
 
2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Gesuchsgegner die Gerichts-

kosten zu tragen (vgl. Art. 25 Abs. 4 VStrR). Die Gerichtsgebühr ist auf das 
gesetzliche Minimum von Fr. 200.-- festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 
Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 
2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-
fahren; BStKR; SR 173.713.162). 

 

- 3 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Das Verfahren wird zufolge Anerkennung des Entsiegelungsgesuchs als erle-

digt abgeschrieben. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Gesuchsgegner auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 10. Mai 2021 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer 
- Rechtsanwalt Matthias Kessler 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).