# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14f6f46f-eefe-5a6d-91c9-c12ebca3ac0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2025 E-3086/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3086-2021_2025-11-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3086/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Richterin Roswitha Petry (Vorsitz), 

Richterin Susanne Bolz-Reimann,  

Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen,   

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…),  Guinea,   

vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther,  

Rechtsanwalt, Advokatur Kanonengasse,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; Verfügung 

des SEM vom 27. Mai 2021 / N (…). 

 

 

 

E-3086/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der damals minderjährige Beschwerdeführer, ein guineischer Staats-

angehöriger der Ethnie Peul, reiste nach eigenen Angaben am (…) Sep-

tember 2019 in die Schweiz ein, wo er am Folgetag ein Asylgesuch stellte. 

Im Personalienblatt für Asylsuchende vom (vermutlich) 17. September 

2019 (Anm.: das handschriftliche Datum ist nicht eindeutig entzifferbar) gab 

er an, am (…) geboren worden zu sein. Am 19. September 2019 bevoll-

mächtigte er den Rechtsschutz der Caritas Schweiz mit seiner rechtlichen 

Vertretung. Am 26. September 2019 befragte das SEM den Beschwerde-

führer im Rahmen einer Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asyl-

suchende (UMA). Am 14. Oktober 2019 holte es beim (…) in B._______ 

ein Altersgutachten betreffend den Beschwerdeführer ein, das am 30. Ok-

tober 2019 erstattet wurde. Dieses bescheinigte dem Beschwerdeführer 

ein mittleres Alter von (…) Jahren. In der Gutachtensergänzung vom 

18. Dezember 2019 erklärten die Gutachter, die Richtigkeit des vom Be-

schwerdeführer angegebenen Alters von (…) Jahren und (…) Monaten 

könne nicht ausgeschlossen werden. Mit Verfügung vom 17. Januar 2020 

wies das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers dem erweiterten 

Verfahren zu. Am 12. Februar 2020 erklärte der zuständige Kanton 

C._______, die Zentralstelle MNA (mineurs non accompagnés) werde vor-

liegend die Rolle der Vertrauensperson im erweiterten Asylverfahren über-

nehmen. Am 6. August 2020 hörte das SEM den Beschwerdeführer im 

Rahmen einer ergänzenden Anhörung zu seinen Asylgründen an.  

A.b Hierbei brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er stamme 

aus D._______ und sei zunächst mit seinen Eltern aufgewachsen. Als er 

(…) Jahre alt gewesen sei, sei seine Mutter verstorben. Anschliessend 

habe er bei seiner Grossmutter mütterlicherseits gelebt, während sein im 

selben Ort wohnhafter Vater eine neue Familie gegründet habe. Aus finan-

ziellen Gründen habe er nicht die Schule besuchen können. Vor seiner 

Ausreise sei seine Grossmutter immer schwächer geworden. Auf den Rat 

seines Onkels mütterlicherseits hin sei er daher zu seinem Vater gezogen, 

wo ihn seine Stiefmutter jedoch nicht gut behandelt und häufig geschlagen 

habe. Sein Vater habe sich nicht für ihn einsetzen können, da er krank ge-

wesen sei. Zur Polizei sei er auch nicht gegangen, da er davon ausgegan-

gen sei, dass diese ohnehin nichts unternommen hätte. Seine Grossmutter 

habe daher ihre Schafe verkauft, um Geld für seine Ausreise zu besorgen. 

In der Folge habe er im Jahr (…) Guinea verlassen und sich über verschie-

dene afrikanische Länder nach E._______ begeben, von wo aus er kurz 

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Seite 3 

darauf nach F._______ weitergereist sei, wo er (…) Jahre lang geblieben 

sei. Anschliessend sei er in die Schweiz weitergereist. 

A.c Mit Verfügung vom 27. Mai 2021 (eröffnet am 4. Juni 2021) stellte das 

SEM fest, der (nun volljährige) Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-

genschaft nicht (Ziff. 1), lehnte sein Asylgesuch vom 14. September 2019 

ab (Ziff. 2), ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz (Ziff. 3) sowie den 

Wegweisungsvollzug an (Ziff. 4) und beauftragte den Kanton C._______ 

mit dem Vollzug der Wegweisung (Ziff. 5). Gleichzeitig händigte es dem 

Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten aus (Ziff. 6). 

B.  

B.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Urs Ebnöther, mit Eingabe vom 5. Juli 2021 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, die angefoch-

tene Verfügung sei in den Dispositivziffern 3 bis 5 aufzuheben und die Sa-

che sei zur Neubeurteilung des Wegweisungsvollzugs an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. Unter dem Eventualstandpunkt beantragte er, die Verfü-

gung sei in den Dispositivziffern 3 bis 5 aufzuheben und die Vorinstanz sei 

anzuweisen, infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläu-

fige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (inkl. Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses) sowie um Einsetzung des mandatierten 

Rechtsanwalts als amtlichen Rechtsbeistand.  

Der Beschwerde legte er eine Anwaltsvollmacht, die angefochtene Verfü-

gung, das Personalienblatt der Oberstufe (…) (ausgefüllt durch die Lehre-

rin G._______ des MNA-Zentrums […]) vom 24. Januar 2020, ein Empfeh-

lungsschreiben der Lehrerin G._______ betreffend ganztägige Beschulung  

vom 9. April 2021, eine Vereinbarung betreffend einen Wochenarbeitsplatz 

vom 16. April 2021 sowie eine Fürsorgebestätigung (alles in Kopie) bei.  

B.b Am 7. Juli 2021 bestätigte die im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

eingesetzte Instruktionsrichterin den Eingang der Beschwerde und ver-

fügte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens einstwei-

len in der Schweiz abwarten. 

B.c Mit Verfügung vom 23. Juli 2021 hiess die Instruktionsrichterin die Ge-

suche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie der amt-

lichen Rechtsverbeiständung gut, ernannte Rechtsanwalt lic. iur. Urs 

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Ebnöther als amtlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers und lud 

die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ein.  

B.d Mit Vernehmlassung vom 29. Juli 2021 äusserte sich die Vorinstanz 

zur Beschwerde und verwies im Übrigen auf die Erwägungen der ange-

fochtenen Verfügung, an denen sie vollumfänglich festhielt. 

B.e Mit Eingabe vom 16. August 2021 erklärte der Beschwerdeführer, die 

Vernehmlassung der Vorinstanz enthalte keine neuen Argumente, weshalb 

sich neue Ausführungen im Rahmen einer Replik erübrigten, und hielt voll-

umfänglich an seiner Beschwerdeschrift fest. Gleichzeitig reichte er die Ho-

norarnote seines Rechtsvertreters vom 16. August 2021 ins Recht.  

B.f Mit Verfügung vom 7. Mai 2025 lud die Instruktionsrichterin den Be-

schwerdeführer ein, aktuelle Angaben zu seiner Integration in der Schweiz 

zu machen und entsprechende Unterlagen einzureichen. 

B.g Mit Eingabe vom 2. Juni 2025 machte der Beschwerdeführer Ausfüh-

rungen zu seiner schulischen sowie beruflichen Integration in der Schweiz 

und reichte diesbezüglich die nachfolgenden Unterlagen ein: 

- die Schulzeugnisse des Berufsvorbereitungsjahrs 2022/2023 der Fachschule (…) 

(Beilage 1); 

- zwei Kursberichte betreffend überbetriebliche Kurse von März und September 

2024 (Beilage 2); 

- die Verfügung des Migrationsamts C._______ betreffend die Bewilligung eines 

Stellenantritts (Beilage 3); 

- den Lehrvertrag als (…) EBA (eidgenössisches Berufsattest) vom 6. November 

2023 (Beilage 4); 

- das Merkblatt der Stadt C._______ zu den Anstellungsgrundlagen des städtischen 

Personals von Juni 2023 (Beilage 5); 

- das Schulzeugnis der Lehre (Beilage 6); 

- ein Referenzschreiben der Asylorganisation (…), Sozialberatung der Stadt 

C._______, vom 20. Mai 2025 (Beilage 7); 

- eine Bestätigung der Stadt C._______, (…), vom 23. Mai 2025 betreffend die (vor-

erst befristete) Anstellung ab dem 7. August 2024 als (…) (Beilage 8); 

- einen Betreibungsregisterauszug (Beilage 9); 

- eine aktualisierte Kostennote des Rechtsvertreters. 

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Seite 5 

B.h Mit Verfügung vom 5. Juni 2025 forderte die Instruktionsrichterin den 

Beschwerdeführer auf, sich auch in sozialer Hinsicht zu seiner Integration 

in der Schweiz zu äussern und diesbezüglich allfällige Unterlagen einzu-

reichen. Ebenfalls ersuchte sie ihn, allfällige aktuelle Kontakte zu Personen 

aus seinem Heimatland (in Guinea lebende Freunde oder Verwandte) be-

kanntzugeben. 

B.i Mit Eingabe vom 20. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer die Re-

ferenzschreiben von H._______, Leiter der (…), vom 16. Juni 2025, 

I._______, Integrationscoach des AOZ vom 19. Juni 2025, G._______, 

Lehrerin des MNA-Zentrums (…) , vom 16. Juni 2025 sowie der Sozialpä-

dagogin J._______ vom 14. Juni 2025 ein und erklärte, es sei noch ein 

Schreiben seines Fussballtrainers ausstehend. 

B.j Mit Eingaben vom 14. Juli 2025 und 16. Juli 2025 reichte der Beschwer-

deführer zwei weitere Referenzschreiben der beiden Fussballkollegen 

K._______ und L._______ vom 1. Juli 2025 und 3. Juli 2025, sein Fähig-

keitszeugnis (bestehend aus dem Notenausweis und dem Berufsattest) 

vom 21. Juni 2025 und einen Arbeitsvertrag betreffend eine für ein Jahr 

befristete Anstellung ab dem 7. August 2025 als «(…)» bei den (…) der 

Stadt C._______ nach. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

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würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Nachdem der Be-

schwerdeführer zudem infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege keinen Kostenvorschuss zu leisten hatte, ist auf die Beschwerde 

einzutreten. 

2.  

Wie bereits mit Zwischenverfügung vom 7. Mai 2025 festgestellt, sind die 

im Asylentscheid verfügte Verneinung der Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers und Ablehnung seines Asylgesuchs (Dispositivziffern 1 

und 2) unangefochten in Rechtskraft getreten. Das Rechtsbegehren, die 

verfügte Wegweisung (Dispositivziffer 3) sei aufzuheben, wird in der Be-

schwerdeschrift nicht näher begründet, weshalb darauf nicht weiter einzu-

gehen ist. Der vorliegende Streitgegenstand bestimmt sich daher nach 

Massgabe der mit der Beschwerde beantragten Aufhebung der Dispositiv-

ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung. Vom Bundesverwaltungsge-

richt ist somit nachfolgend ausschliesslich zu prüfen, ob das SEM zu Recht 

das Vorliegen von Wegweisungsvollzugshindernissen verneint hat. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

4.  

4.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; diese sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist. Andernfalls sind sie wenigstens glaub-

haft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

4.2 Die Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung 

(Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind praxisgemäss alter-

nativer Natur – ist eine von ihnen erfüllt, erweist sich der Vollzug der Weg-

weisung als undurchführbar und die weitere Anwesenheit in der Schweiz 

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ist gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln 

(vgl. etwa BVGE 2011/7 E. 8). Diesfalls kann von der Prüfung des Vorlie-

gens der alternativen Bedingungen für einen Verzicht auf den Wegwei-

sungsvollzug abgesehen werden. 

4.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

In Guinea herrscht zurzeit weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine Situa-

tion allgemeiner Gewalt. Der Vollzug der Wegweisung ist daher gemäss 

der Praxis der Bundesverwaltungsgerichts als generell zumutbar zu erach-

ten (vgl. dazu z. B. die Urteile des BVGer D-3060/2024 vom 29. Mai 2024 

E. 7.3.3 und E-1706/2024 vom 2. Mai 2024 E. 10.3.2 je m.w.H.). Daran 

vermögen die Hinweise des Beschwerdeführers in seiner Rechtsmittelein-

gabe auf verschiedene Probleme im Heimatland (Armut, unzureichende 

Schuldbildung, Gewalt gegen Demonstrierende und ethnische Spannun-

gen) nichts zu ändern.  

4.4 Bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in individueller 

Hinsicht führte die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung aus, die 

Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem Lebenslauf seien unglaub-

haft. Der Beschwerdeführer habe keine Ausweispapiere beigebracht, die 

sein Alter und seine Identität belegen würden. Zudem bestünden erhebli-

che Zweifel daran, dass er Analphabet sei, da er Nachrichten auf Facebook 

habe schreiben und das Personalienblatt ausfüllen können. Zu seinem 

Herkunftsort habe er nur vage Aussagen gemacht und keine genaue  

Wohnadresse angeben können. Auch zu den Todesumständen der Mutter 

habe er keine konkreten Angaben gemacht. Als klischeehaft müsse seine 

Behauptung bezeichnet werden, dass ihn seine Stiefmutter misshandelt 

habe. Nachdem überdies noch weitere Ungereimtheiten in seinen Aussa-

gen zu seiner Familie vorlägen, sei zu schliessen, dass seine Angaben zu 

Alter, Wohnort und familiären Verhältnissen zumindest teilweise nicht zu-

träfen. Hierdurch verunmögliche er die Beurteilung seiner persönlichen 

Verhältnisse, was ihm anzulasten sei. Da er nun auch nach seinen eigenen 

Angaben volljährig sei, könne er sich als junger und gesunder Mann in Gui-

nea eine neue Existenz aufbauen, wobei er angesichts des gewöhnlich 

grossen familiären Netzes in Guinea auf die Unterstützung seines Umfelds 

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Seite 8 

zählen könne. Damit lägen keine Hinweise dafür vor, dass der Vollzug der 

Wegweisung unzumutbar wäre. 

4.5 In seiner Rechtsmitteleingabe erwidert der Beschwerdeführer, es er-

schliesse sich nicht, inwiefern aus fehlenden Dokumenten auf Unglaubhaf-

tigkeit seiner Angaben zum Lebenslauf geschlossen werden könne, zumal 

sein Alter durch das im Recht liegende Gutachten bestätigt werde. Auch 

habe das SEM zu Unrecht gestützt auf das ausgefüllte Personalienblatt 

gefolgert, dass er in jenem Zeitpunkt nicht Analphabet gewesen sei. Tat-

sächlich habe er beim Ausfüllen dieses lediglich das von einer Person Vor-

geschriebene abgeschrieben, was aus dem unbeholfenen, zittrigen Schrift-

bild mit in Grösse und Form variierenden Grossbuchstaben klar hervor-

gehe. Seine frühere Lehrerin habe überdies mit Schreiben vom 9. April 

2021 bestätigt, dass er zu Beginn des Unterrichts Analphabet gewesen sei. 

Im Zeitpunkt der – erst sieben Monate nach dem Schuleintritt durchgeführ-

ten – Anhörung habe er bereits etwas Lesen und Schreiben gelernt und so 

mittels Chatapplikationen mit seinem Onkel kommunizieren können. Ent-

gegen der Auffassung der Vorinstanz stamme er zudem nicht – wie im An-

hörungsprotokoll fälschlicherweise festgehalten – aus «D._______», son-

dern aus dem (phonetisch ähnlich klingenden) «M._______», das sich 

nahe der Grenze zu N._______ befinde. Von O._______ her führe eine 

Strasse durch das Dorf, entlang welcher die Häuser in der Ortschaft, teils 

an einem Trampelpfad, angeordnet seien. Diese würden keine Hausnum-

mern tragen. Auch fehlten Quartierbezeichnungen. Daher habe er keine 

genaue Adresse seines früheren Wohnorts nennen können. Zu seinem 

Heimatdorf und der Umgebung habe er jedoch einige andere Details an-

gegeben, wie zum Beispiel die Namen der Nachbarn und der Schule, wel-

che seine Geschwister besucht hätten, sowie Nebensächliches wie der 

Ort, wo er jeweils Wasser geholt habe. Damit seien seine Angaben zum 

Heimatort nicht ungenau gewesen. 

Seine Aussagen anlässlich der Anhörung würden weiter aufzeigen, dass 

er, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, in Guinea nicht auf die Unter-

stützung eines «gewöhnlich grossen Beziehungsnetzes» zählen könne. 

Ebenso wenig bestehe eine gesicherte Wohnsituation im Heimatland. 

Nachdem er sein Heimatland bereits mit knapp (…) Jahren verlassen habe, 

habe er sich von diesem stark entfremdet. Demgegenüber habe er sich gut 

in die Schweiz integriert, wo er die Schule besucht und bereits erste Be-

rufserfahrungen (Praktikum beim […] vom 19. April 2021 bis zum 5. Juli 

2021) gemacht habe. 

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Seite 9 

4.6 Dem hält die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung entgegen, der Be-

schwerdeführer versuche in seiner Beschwerde, die zahlreichen Unge-

reimtheiten in seiner Biographie sowie das Fehlen von Papieren zu erklä-

ren, was ihm jedoch nicht gelinge. Die Hinweise für die Unglaubhaftigkeit 

seiner Herkunft beziehungsweise seines Lebenslaufs seien in ihrer Kumu-

lation erdrückend. Zwar sei davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer aus Guinea stamme. Das allein mache jedoch die Rückkehr nicht un-

zumutbar. Vielmehr sei es für einen volljährigen jungen Mann grundsätzlich 

zumutbar, nach Guinea zurückzukehren.   

4.7 In seiner Replik verzichtet der Beschwerdeführer auf materielle Ausfüh-

rungen zum Wegweisungsvollzug.  

4.8 Mit Eingabe vom 2. Juni 2025 macht der Beschwerdeführer geltend, 

den neu eingereichten Unterlagen sei zu entnehmen, dass er kurz vor dem 

Abschluss seiner Berufslehre EBA stehe und eine Anschlusslösung be-

stehe. Im Bestätigungsschreiben der AOZ werde ihm ein zuverlässiges, 

engagiertes und freundliches Verhalten attestiert. Von seinem Umfeld be-

sonders hervorgehoben werde seine Eigeninitiative. 

4.9 Mit Eingabe vom 20. Juni 2025 erklärt er bezüglich seiner Integration 

in sozialer Hinsicht, die vier eingereichten Referenzschreiben würden sei-

nen guten Charakter (Zuverlässigkeit, Ordentlichkeit, Fleiss, Hilfsbereit-

schaft, Respekt, Freundlichkeit und Vorbildcharakter für andere Jugendli-

che) beschreiben.  

4.10 Mit Eingabe vom 16. Juli 2025 führt er schliesslich zum neu einge-

reichten Arbeitsvertrag aus, es sei ihm wie üblich von der Stadt C._______ 

nach der Ausbildung die Möglichkeit geboten worden, ein weiteres Jahr im 

Betrieb zu bleiben. Über eine anschliessende Verlängerung des Arbeits-

verhältnisses werde erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.  

4.11 Nachfolgend ist zu prüfen, ob in den individuellen Lebensumständen 

des Beschwerdeführers eine konkrete Gefährdung zu sehen ist, welche 

den Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen könnte. 

 

4.11.1 Nach der Praxis der schweizerischen Asylbehörden kann eine 

starke Assimilierung respektive Verwurzelung in der Schweiz – auch und 

insbesondere bei Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen – 

zu einer Entwurzelung im Heimatstaat führen und damit eine reziproke Wir-

kung auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs haben, 

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Seite 10 

welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen 

lässt. Eine solche Überlagerung der früheren Sozialisierung durch die ak-

tuelle Einbettung in die schweizerische Gesellschaft spielt regelmässig im 

Rahmen der Berücksichtigung des Kindeswohls eine gewichtige Rolle (Ur-

teile des BVGer E-6868/2018 vom 18. Januar 2022 E. 7.2 Abs. 3 und  

D-2145/2020 vom 29. März 2021 E.7.8, je mit Hinweis auf BVGE 2009/51 

E. 5.6 und 2009/28 E. 9.3.2). 

Während Kindern in einem anpassungsfähigen Alter die Rückkehr in ihr 

Heimatland selbst nach einem mehrjährigen Aufenthalt im Gastland praxis-

gemäss zugemutet wird, verlangt der Wegweisungsvollzug eines langjäh-

rig anwesenden Jugendlichen, der zwischenzeitlich erwachsen geworden 

ist, eine differenzierte Betrachtung. Abzuwägen sind dabei insbesondere 

die verschiedenen Bindungen, welche die betreffende Person im Aufent-

haltsstaat eingegangen ist. 

4.11.2 Der heute (…)-jährige Beschwerdeführer gelangte am (…) Septem-

ber 2019 als Minderjähriger in die Schweiz, wo er mittlerweile seit über 

sechs Jahren lebt. In der Schweiz besuchte er als Jugendlicher respektive 

junger Erwachsener die Schule, lernte ohne entsprechende Vorkenntnisse 

lesen, schreiben und rechnen und absolvierte eine Berufsausbildung, in 

deren Anschluss er einen Arbeitsvertrag erhielt. Die in der Schweiz ver-

brachten Jahre sind damit für die persönliche sowie berufliche Entwicklung 

des Beschwerdeführers zweifelsohne als prägend einzustufen.  

4.11.3 Gemäss den im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten 

Unterlagen hatte die damalige Lehrerin des Beschwerdeführers im MNA-

Zentrum (…) bescheinigt, dass dieser sich den Unterrichtsstoff sowohl in 

Deutsch als auch in Mathematik von Grund auf habe aneignen müssen, 

jedoch nach einer Orientierungsphase von nur etwa drei Monaten bereits 

die ersten Wörter habe schreiben können und von da an stetige Fortschritte 

gemacht sowie das Alphabet schnell und zuverlässig gelernt habe. Täglich 

sei der Beschwerdeführer pünktlich zum Unterricht erschienen, ohne auch 

nur eine Absenz vorzuweisen. Er habe eine sehr positive Einstellung und 

eine grosse schulische Motivation aufgewiesen und sei durch seine sorg-

fältige Arbeitsweise und sein respektvolles Verhalten positiv aufgefallen. 

Diese von der Lehrerin beschriebene überdurchschnittliche Leistungsbe-

reitschaft des Beschwerdeführers spiegelt sich auch in den vorliegenden 

Schul- und Ausbildungsunterlagen wider. So wurden beispielsweise in den 

Schulzeugnissen des Berufsvorbereitungsjahrs 2022/2023 der Fachschule 

(…) die Anforderungen an die überfachlichen Kompetenzen des Be-

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Seite 11 

schwerdeführers in mehreren Bereichen (Zuverlässigkeit [im ersten und 

zweiten Semester], Einsatz/Ausdauer [im ersten Semester], Umfangsfor-

men und Auftreten [im ersten und zweiten Semester], Planung und Orga-

nisation [im zweiten Semester]) als übertroffen eingestuft, bei im Übrigen 

erfüllten Anforderungen. Bei der Beurteilung der praktischen Arbeiten 

wurde der Beschwerdeführer im fakultativen Beiblatt zum Zeugnis für das 

Berufsvorbereitungsjahr als sehr selbständig, sorgfältig, sehr rasch/zügig 

und sehr geschickt beschrieben. In den Berichten betreffend die überbe-

trieblichen Kurse von März und September 2024 wurden die Sozialkompe-

tenz (in den Bereichen Erscheinungsbild, Umgangsformen, Kontaktfähig-

keit und Teamfähigkeit) und die Persönlichkeitsmerkmale des Beschwer-

deführers (in den Bereichen Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Zuver-

lässigkeit) als überdurchschnittlich respektive ausserordentlich eingestuft, 

wobei bei den weiteren Beurteilungsparametern (Fortschritt, Selbstkritik 

und Eigenmotivation) das Verhalten des Beschwerdeführers einem guten 

Durchschnitt entsprochen habe. In der Standortbestimmung des Prakti-

kumsbetriebs wurde die Zuverlässigkeit, der grosse Einsatz, der respekt-

volle Umgang mit Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrpersonen, die stete 

Pünktlichkeit und die Eigeninitiative des Beschwerdeführers ebenfalls sehr 

positiv (++) beurteilt. Die Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und aktive Mitar-

beit des Beschwerdeführers lobte auch die Sozialberatung der Stadt 

C._______ im Bestätigungsschreiben Integration vom 20. Mai 2025. 

4.11.4 Weiter hat der Beschwerdeführer insgesamt acht Referenzschrei-

ben (zwei Schreiben seiner früheren Lehrerin; jeweils ein Schreiben der 

Sozialberatung der Stadt C._______, einer Sozialpädagogin, seines Integ-

rationscoachs während der Ausbildung, des Leiters der (…) und zweier 

Fussballkollegen) eingereicht. Diesen Briefen ist zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer in seiner Freizeit in einem lokalen Verein Fussball spielt 

und sich gut in die Fussballmannschaft integrierte, wobei er mit seiner ru-

higen, ehrlichen, fairen, engagierten, hilfsbereiten und auch humorvollen 

Art zu einer guten Teamdynamik beigetragen habe. In mehreren Referenz-

schreiben wurden auch seine guten Deutschkenntnisse betont. Insbeson-

dere erklärte der (…)chef in seinem Referenzschreiben, der Beschwerde-

führer habe während seiner zweijährigen Ausbildung seine Sprachkennt-

nisse in Wort und Schrift so stark verbessert, dass mit ihm ohne jegliche 

Einschränkungen habe kommuniziert werden können. Auch der Integrati-

onscoach bestätigte seinerseits, dass die sprachliche Verständigung jeder-

zeit problemlos verlaufen sei und keine Sprachbarriere bestanden habe.  

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Seite 12 

4.11.5 Obwohl der Beschwerdeführer erst im Alter von (…) Jahren in die 

Schweiz eingereist ist, hat er für die Persönlichkeitsentwicklung und das 

Berufsleben prägende Jahre hier verbracht. Die eingereichten Unterlagen 

zeigen eine weit überdurchschnittliche schulische, berufliche und soziale 

Integration in der Schweiz auf. Er hat während seines mehr als sechsjähri-

gen Aufenthalts im Kanton C._______ die Schule besucht, erfolgreich eine 

Ausbildung absolviert und ist fest in seinem sozialen Umfeld eingebunden, 

womit er als sehr gut integriert, wenn nicht sogar an die hiesige Kultur und 

Lebensweise assimiliert gelten muss. Aus den Akten geht im Gegenzug 

nicht hervor, dass er in den sechs Jahren seines Aufenthalts in der Schweiz 

vergleichbar enge Beziehungen zu Bezugspersonen in seinem Heimatland 

Guinea hätte aufrechterhalten können. Ein Vollzug der Wegweisung würde 

den Beschwerdeführer aus einer ihm vertrauten Lebensstruktur heraus-

reissen, welche seine Persönlichkeitsentwicklung der letzten Jahre mass-

geblich geprägt hat, und hätte den Abbruch seiner persönlichen Beziehun-

gen und beruflichen Projekte in der Schweiz zur Folge. Angesichts der kul-

turellen Differenzen zwischen der Schweiz und Guinea wäre zudem seine 

Wiedereingliederung in der ihm fremd gewordenen Heimat in erhöhtem 

Masse in Frage gestellt, zumal er Guinea offenbar bereits mit 14 Jahren 

verlassen hat. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei dieser Aktenlage 

davon aus, dass die fortgeschrittene Integration des Beschwerdeführers in 

der Schweiz gleichzeitig zu einer Entwurzelung aus seinem Heimatstaat 

geführt hat, welche mit dem Zumutbarkeitsgedanken nicht vereinbar ist.  

In Würdigung sämtlicher Umstände des vorliegenden Einzelfalls erachtet 

deshalb das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung im 

aktuellen Zeitpunkt als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG. Damit 

sind die Voraussetzungen für die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme 

in der Schweiz gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG erfüllt. Den Akten sind zudem 

keine Hinweise auf Ausschlussgründe gemäss Art. 83 Abs. 7 AIG zu ent-

nehmen. 

5.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Eventualstandpunkt gutzuheis-

sen und die Dispositivziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung des 

SEM vom 27. Mai 2021 sind aufzuheben. Das SEM ist anzuweisen, den 

Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in 

der Schweiz vorläufig aufzunehmen.  

  

E-3086/2021 

Seite 13 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

6.2 Dem obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ist zulas-

ten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für die ihm erwachsenen not-

wendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs.1 

VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Bei den Akten liegt die (aktualisierte) Kostennote des Rechts-

vertreters vom 2. Juni 2025, in welcher dieser ein Honorar von Fr. 2'724.38 

geltend macht, dies gestützt auf einen Arbeitsaufwand von 8.35 Stunden, 

einen Stundensatz von Fr. 300.–, Barauslagen von Fr. 23.10 sowie Mehr-

wertsteuern von 7.7 % auf Fr. 2’126.50 und 8.1 % auf Fr. 401.60. Das gel-

tend gemachte Honorar erscheint angesichts des aktenkundigen sowie 

vorliegend notwendigen Aufwands angemessen und ist aufgrund der nach-

träglich eingereichten Eingaben vom 20. Juni 2025, 14. Juli 2025 und 

16. Juli 2025 (Nachreichungen weiterer Unterlagen, ohne wesentliche ma-

terielle Ausführungen) auf Fr. 2'800.– zu erhöhen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

E-3086/2021 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Dispositivziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung werden aufge-

hoben. Das SEM wird angewiesen, den Beschwerdeführer vorläufig aufzu-

nehmen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Dem Beschwerdeführer wird eine von der Vorinstanz zu entrichtende Par-

teientschädigung im Betrag von Fr. 2'800.– zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter 

 

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