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**Case Identifier:** 623d737c-a46f-5514-ae4e-10515f2214b5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2025 200 2025 496
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-496_2025-12-03.pdf

## Full Text

IV 200 2025 496 
ISD/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. Juni 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

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Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Dezember 2009, insbesondere unter Hinweis auf mehrere 
Diskushernien, bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV [act. II] 6). Nach erwerblichen und medizinischen Erhebungen 
verneinte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit Verfügung 
vom 19. Juli 2010 (act. II 48) einen Rentenanspruch. Zudem verneinte sie 
mit Verfügung vom 10. November 2010 (act. II 51) einen Anspruch auf be-
rufliche Massnahmen in Form einer Umschulung. 

Im Dezember 2019 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV zum 
Leistungsbezug an (act. II 54). Daraufhin führte die IVB medizinische und 
erwerbliche Abklärungen durch und gewährte Eingliederungs- resp. Inte-
grationsmassnahmen (Belastbarkeitstraining mit Coaching vom 15. Okto-
ber 2020 bis 14. Januar 2021 [act. II 108]; Aufbautraining vom 15. Januar 
bis 14. März 2021 [act. II 126 und 136]). In der Folge wurden die berufli-
chen Massnahmen mit Mitteilung vom 22. April 2021 [act. II 142) abge-
schlossen. Daraufhin holte die IVB ein bidisziplinäres Gutachten den 
Dres. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, ein (Expertise vom 9. August 2022 [act. II 204.1]; 
vgl. auch die ergänzende gutachterliche Stellungnahme vom 6. Dezember 
2022 [act. II 210]). Ferner gewährte sie abermals Eingliederungs- und Inte-
grationsmassnahmen (act. II 211 f., 218), welche sie mit Mitteilung vom 
25. September 2023 (act. II 230) wieder abschloss. Mit Vorbescheid vom 
14. Juni 2024 (act. II 242) stellte die IVB ab 1. Juli 2020 bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von 100 % resp. 70 % die Zusprache einer ganzen
IV-Rente und ab 1. August 2021 bei einem IV-Grad von 50 % die Zuspra-
che einer halben IV-Rente in Aussicht. Dagegen verneinte sie einen Ren-
tenanspruch für die Zeit ab dem 1. September 2023 bei einem IV-Grad von 
30 %. Hiergegen erhob der Versicherte Einwand (act. II 248). Im weiteren 
Verlauf stellte die IVB mit Vorbescheid vom 6. März 2025 (act. II 258) wie-
derum ab 1. Juli 2020 bei einem IV-Grad von 100 % resp. 70 % die Zu-

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sprache einer ganzen IV-Rente und ab 1. August 2021 bei einem IV-Grad 
von 50 % die Zusprache einer halben IV-Rente in Aussicht. Dagegen ver-
neinte sie – unter Berücksichtigung des Abschlusses der erfolgten Einglie-
derungsmassnahmen – einen Rentenanspruch für die Zeit ab dem 1. Okto-
ber 2023 bei einem IV-Grad von 30 %. Hiergegen erhob der Versicherte 
abermals Einwand (act. II 261). Am 30. Juni 2025 verfügte die IVB wie im 
Vorbescheid vom 6. März 2025 (act. II 258) angekündigt (act. II 276).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 15. August 2025 Beschwerde und beantragte die Aufhe-
bung der angefochtenen Verfügung sowie die Rückweisung der Sache zur 
Einholung eines bidisziplinären Verlaufsgutachtens mit anschliessender 
Neubeurteilung des Rentenanspruchs. Ferner wurde die Entfernung des 
Gutachtens der Dres. med. C.________ und D.________ vom 9. August 
2022 (act. II 204.1) aus den amtlichen Akten beantragt.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. September 2025 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. Juni 2025 (act. II 
276). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente unter 
Einschluss der vom 1. Juli 2020 bis 31. Juli 2021 zugesprochenen ganzen 
IV-Rente bzw. der vom 1. August 2021 bis 30. September 2023 zugespro-
chenen halben IV-Rente (vgl. BGE 125 V 413; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 99, 
9C_431/2018 E. 3.2; AHI 2001 S. 278 E. 1a).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weite-
rentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG 
und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht 
sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 
213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 30. Juni 2025 

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(act. II 276), womit sie nach dem Inkrafttreten der WEIV vom 19. Juni 2020 
erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Ent-
stehung eines Rentenanspruchs mit Blick auf die im Dezember 2019 erfolg-
te (Neu-)
Anmeldung (act. II 54) sowie die sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 
Abs. 1 IVG vor dem 1. Januar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), wobei vorlie-
gend ein Rentenanspruch vor dem 31. Dezember 2021 entstand und darü-
ber hinaus andauerte (vgl. dazu E. 1.2 hiervor bzw. E. 4.3 und 4.6.2 hier-
nach). Sodann hatte der Beschwerdeführer (geb. 1966; act. II 54 S. 1) im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der WEIV bei laufendem Rentenanspruch das 
55. Altersjahr vollendet, weshalb der Rentenanspruch für die Zeit ab dem 
1. Januar 2022 weiterhin nach dem bisherigen Recht zu prüfen ist (lit. c der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 19. Juni 2022 [Wei-
terentwicklung der IV]). Folglich sind die hier Bestimmungen des IVG, des 
ATSG und der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung mass-
gebend sind (fortan aArt.; vgl. Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des Bun-
desamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisun-
gen: vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

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bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 4, 8C_662/2012 E. 3.1). 

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-

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werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 
die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 
133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2).

2.6

2.6.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.6.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der 
IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verände-
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.6.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 

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auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.7 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung von Dezember 
2019 (act. II 54) eingetreten und hat über den Rentenanspruch materiell 
entschieden, womit die Eintretensfrage hier nicht zu überprüfen ist (vgl. 
BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zudem ist zwischen den Parteien zu Recht 
unbestritten, dass angesichts der wiederholten Rückenoperationen und der 

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daran anschliessenden Rekonvaleszenz (vgl. act. II 61 S. 31, 69 S. 3, 
204.2 S. 71) im Vergleich mit der Referenzverfügung vom 19. Juli 2010 
(act. II 48) zumindest aufgrund der auf dem orthopädischen Fachgebiet 
beschriebenen Einschränkungen (vgl. act. II 204.2 S. 67 ff.), eine massge-
bliche Veränderung des medizinischen Sachverhalts eingetreten ist (vgl. 
E. 2.6.3 hiervor). Folglich ist der Leistungsanspruch vorliegend in rechtli-
cher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 
E. 3.1).

3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers finden sich in den Akten folgende wesentlichen Angaben:

3.2.1 Im zuhanden der Taggeldversicherung des Beschwerdeführers er-
stellten bidisziplinären orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der 
E.________ (MEDAS) vom 23. Dezember 2020 (act. II 125.2) wurden kei-
ne Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter folgende Diagnosen 
auf: rezidivierende Lumbalgien bei Zustand nach Dekompression L5/S1 
links mit dorsaler Spondylodese und Cage Implantation (Operation vom 24. 
September 2019) und Re-Spondylodese L5/S1 rechts mit transpedikulärer 
Stabilisation L5/S1 und Entfernung einer translaminären Schraube (Opera-
tion vom 5. März 2020), ein Impingement Syndrom rechte Schulter, ein 
Zustand nach Stromunfall rechte Schulter mit Verbrennungsverletzung, 
eine Skoliose thorakolumbal, ein Genu vara beidseits, ein Senkspreizfuss 
beidseits und einen Status nach zervikaler Nukleotomie C6/7 mit Cage Im-
plantation (S. 6 Ziff. 4.1/4.2). Zusammenfassend führten die Gutachter aus, 
es bestünden geringe funktionelle Einschränkungen bezüglich der Bewe-
gungsfunktion und der Lendenwirbelsäule (LWS) mit Sensibilitätsstörungen 
ohne wesentlichen Kraftverlust. Ausserdem sei eine leichte Impingement-
symptomatik an der rechten Schulter zu attestieren. Diese Einschränkun-
gen hätten nur geringe Auswirkungen auf die Belastbarkeit im Alltag und 
Beruf. Im psychiatrischen Fachgebiet bestünden keine Einschränkungen 
(S. 6 Ziff. 5.1). Schliesslich attestierten die Gutachter für die zuletzt aus-
geübte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Es bestehe einzig eine 

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eingeschränkte Leistungsfähigkeit bezüglich Arbeitsschwere und Körper-
haltung (S. 7 Ziff. 8).

3.2.2 Im Bericht der psychiatrischen Dienste F.________, vom 22. Juni 
2021 (act. II 157) wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezi-
divierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 
F32.11), und eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) diagnosti-
ziert. Der aktuelle Zustand wurde wie folgt beschrieben: "negative Gedan-
kenkreisen, auf die Schmerzen fokussiert: generalisierte Ängste, Angst vor 
Schmerzen, Zukunftsängste, Stimmung: dysthym; Schlaf: Ein- und Durch-
schlafstörung" (S. 2 Ziff. 3 f.). Die Prognose sei stark davon abhängig, ob 
man die körperlichen Schmerzen irgendwie reduzieren könne. Aktuell sei 
die Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit eher schlecht. Der Beschwerdefüh-
rer sei zu 80 % arbeitsunfähig (seit 19. März 2021). Es sei bislang kein Ar-
beitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt worden (S. 3 Ziff. 9 und 11). 

3.2.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Anästhesiologie, diagnostizierte 
im Bericht vom 9. November 2021 (act. II 171) mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit ein Postlaminektomie-Syndrom, eine Facettengelenks-
arthrose und eine rezidivierende depressive Episode (S. 6 Ziff. 2.5). Ferner 
attestierte er vom 1. Mai bis 30. November 2021 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 80 % (S. 3 Ziff. 1.3). Die Prognose sei momentan relativ ungünstig, da 
der Beschwerdeführer neben seiner Schmerzsymptomatik und körperlichen 
Einschränkung auch eine psychische Überlagerungskomponente zeige, die 
allerdings noch nicht die Kriterien einer somatoformen Schmerzverarbei-
tungsstörung erreiche (S. 6 Ziff. 2.7). Er sei nicht in der Lage, Arbeiten in 
Kälte, Nässe, Zugluft, in Vorhalte, auf Leitern und Gerüsten (erhöhte Un-
fallgefahr), mit Torsionsbewegungen der Wirbelsäule, mit Tragen und He-
ben von Gewichten von mehr als 10 kg sowie mit Gehen in unebenem 
Gelände zu verrichten. Die bisherige Tätigkeit sei deshalb nicht mehr mög-
lich (S. 7 Ziff. 3.4).

3.2.4 Die Dres. med. C.________ und D.________ diagnostizierten im 
bidisziplinären Gutachten vom 9. August 2022 (act. II 204.1) mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie (ICD-10 M54.97). Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit führten sie folgende Diagnosen auf: einen Status 

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nach am 14. Mai 2004 erfolgter ventraler Discektomie C6/C7 (ICD-10 
M35.0), einen Status nach im Jahre 1983 erlittenem Stromschlag mit Ver-
brennungen an der rechten Schulter (ICD-10 T30), eine aktenkundige Erst-
diagnose einer Impingementsymptomatik der beiden Schultergelenke im 
Jahre 1983 (ICD-10 M75.4), einen erworbenen Senk-Spreizfuss beidseits 
(ICD-10 M21.2) sowie einen Status nach einer Anpassungsstörung (ICD-10 
F43.2; S. 8 Ziff. 4.2.1 f.).

Aus psychiatrischer Sicht führte Dr. med. C.________ zusammenfassend 
aus, bei der aktuellen Untersuchung liessen sich keine gravierenden Hin-
weise für eine tiefgreifende Funktions- und Leistungsbeeinträchtigung im 
psychiatrischen Bereich erkennen. Auch zeigten sich keine Anhaltspunkte 
für ein gravierendes kognitives eingeschränktes Leistungsvermögen. Der 
Beschwerdeführer habe keine Schwierigkeiten gehabt, biographische Da-
ten anzugeben. Er sei in modischer Kleidung erschienen und gepflegt ge-
wesen. So ein Erscheinungsbild schliesse zwar eine Depression nicht aus, 
aber bei einem grossen Teil der Personen, die an einer gravierenden be-
einträchtigenden Depression leiden würden, lasse sich feststellen, dass 
diese keinen besonderen Wert auf ihr Erscheinungsbild mehr legen wür-
den. Zudem seien die geschilderten Schmerzen ausreichend somatisch zu 
begründen, weshalb eine somatoforme Schmerzstörung nicht zu diagnosti-
zieren sei (S. 9 Ziff. 4.3). Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe derzeit 
keine Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit (S. 15 Ziff. 4.7/4.8).

Aus orthopädischer Sicht führte Dr. med. D.________ aus, aufgrund der 
bestehenden klinischen und bildtechnischen Befunde sei der Beschwerde-
führer in der biomechanischen Funktion seiner LWS limitiert mit einer dar-
aus unweigerlich erwachsenden Einschränkung der Steh- und Gehfähig-
keit. In einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselbelastenden, 
optimal angepassten Tätigkeit bestehe aus orthopädischer Sicht eine quan-
titativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 70 % (S. 10 Ziff. 4.4). Die Einschrän-
kung von 30 % ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit und 
Durchhaltefähigkeit, vermehrter Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnellig-
keit. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... könne aus rein orthopädisch-
chirurgischer Sicht als durchaus adaptiert angesehen werden. Jedoch sei 
der Beschwerdeführer auch in einer formal idealen Tätigkeit nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 12 -

uneingeschränkt arbeitsfähig. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
entsprechend einer ganztägigen Anwesenheit mit einer zusätzlichen Leis-
tungseinbusse von 30 % aufgrund der Notwendigkeit häufigerer kurzer Ar-
beitsunterbrechungen und Positionswechsel, sodass eine maximale Leis-
tungsfähigkeit von 70 % resultiere. Dies spätestens ab 13. Mai 2022 nach 
computertomographischer Bestätigung einer knöchernen Durchbauung der 
zuvor am 5. März 2020 erfolgten Re-Spondylodese des Segmentes L5/S1 
(S. 16 Ziff.4.7/4.8).

3.2.5 Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin zum Verlauf der Arbeitsun-
fähigkeit (vgl. act. II 206) nahm Dr. med. D.________ am 6. Dezember 
2022 nochmals Stellung (act. II 210). Nach eingehendem Studium der Ak-
tenlage, der Bildgebung sowie insbesondere anhand der klinischen Unter-
suchung ergebe sich ein näherungsweiser zeitlicher Verlauf der Arbeitsun-
fähigkeit wie folgt:

Zeitintervall Verlauf angestamm-
te Tätigkeit

adaptierte 
Tätigkeit

05.03.2020 bis 
28.02.2021

Re-Spondylodese des Segmen-
tes L5/S1

AUF 100 % AUF 100 %

01.03.2021 bis 
30.04.2021

Rekonvaleszenz nach Re-
spondylodese L5/S1

AUF 70 % AUF 70 %

01.05.2021 bis 
12.05.2022

Rekonvaleszenz nach Re-
spondylodese L5/S1

AUF 50 % AUF 50 %

13.05.2022 bis 
dato

computertomographische 
Bestätigung einer knöchernen 
Durchbauung der zuvor am 
05.03.2020 erfolgten Re-
Spondylodese des Segmentes 
L5/S1

AUF 30 % AUF 30 %

3.2.6 Dr. med. G.________ nahm am 8. Juli 2024 zum bidisziplinären 
Gutachten vom 9. August 2022 (act. II 204.1) Stellung (act. II 261 S. 4 f.). 
Es fehle eine komplette Untersuchung des Beschwerdeführers. Des Weite-
ren sei auffällig, dass die Gutachter die offensichtliche Diagnose eines 
Postlaminektomie-Syndroms vollständig ausser Acht gelassen hätten. Auf-
fällig sei auch, dass die durch die psychiatrischen Dienste F.________ dia-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 13 -

gnostizierte Angststörung sowie die Depression schlichtweg als nicht nach-
vollziehbar benannt worden seien. Der psychiatrische Gutachter beschrei-
be zwar einige Äusserlichkeiten, die für ihn im Auftreten darauf hinwiesen, 
dass keine Depression vorliege, jedoch behaupte er auch, es habe nie eine 
Behandlung stattgefunden, was schlicht und einfach falsch sei. Auch jetzt 
sei der Beschwerdeführer weiterhin in psychotherapeutischer Behandlung. 
Ansonsten biete das Gutachten keine Angriffspunkte, zumal es auch im 
Grunde genommen kaum auf die vorliegenden Befunde, Symptome und 
Auswirkungen auf Alltag und Familie eingehe (S. 4).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 14 -

V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4

3.4.1 Vorliegend hat sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-
sicht massgebend auf das Gutachten der Dres. med. C.________ und 
D.________ vom 9. August 2022 (act. II 204.1) – samt den beiden Teilgut-
achten – gestützt. Dieses Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderun-
gen und überzeugt. Insbesondere basieren die Beurteilungen auf umfas-
senden Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und 
wurden in Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstat-
tet. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Folglich kommt dem 
Gutachten voller Beweiswert zu (vgl. E. 3.3 hiervor). Ferner hat Dr. med. 
D.________ am 6. Dezember 2022 (act. II 210) zum Verlauf der aus or-
thopädischer Sicht bestehenden Arbeitsunfähigkeit Stellung genommen. 
Auf das Gutachten samt Stellungnahme ist somit abzustellen. Die Gutach-
ter haben ausführlich begründet, dass der Beschwerdeführer mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit an einem chronischen lumbospondylogenen 
Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie leidet (act. II 204.1 S. 8 Ziff. 4.2.1). 
Weiter haben sie schlüssig dargelegt, dass die bisherige Tätigkeit als ... – 
unter Einhaltung des Belastungsprofils (vgl. S. 10) – als adaptiert anzuse-
hen ist und dass in dieser, wie in jeder angepassten (körperlich leichten, 
wechselbelastenden, überwiegend sitzenden) Tätigkeit, seit dem 13. Mai 
2022 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit besteht (100 % Pensum mit 30%iger 
Leistungseinbusse; S. 16). Dabei haben die Gutachter die Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit in der Arbeitsschwere plausibel mit den bestehenden 
Gesundheitsstörungen der LWS bzw. die attestierte Leistungsminderung 
schlüssig mit der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, den 
vermehrten Pausen und der reduzierten Arbeitsschnelligkeit erklärt (S. 10 
und S. 16). Zuvor hat aufgrund der erfolgten Rückenoperation mit ansch-
liessender Rekonvaleszenz ab 5. März 2020 eine 100%ige, ab 1. März 
2021 eine 70%-ige und ab 1. Mai 2022 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit be-
standen (act. II 210 S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 15 -

3.4.2 Die gegen die Einschätzung der Gutachter vorgebrachte Kritik ver-
fängt nicht. Wenn der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht die Dauer der 
psychiatrischen Untersuchung von rund 40 Minuten (act. II 201.1 S. 4) be-
anstandet (Beschwerde S. 4 Rz. 10), ist darauf hinzuweisen, dass es 
grundsätzlich im Ermessen des jeweiligen Arztes liegt zu bestimmen, wie 
viel Zeit er für die Untersuchung eines Exploranden benötigt. Rechtspre-
chungsgemäss kommt es für den Aussagegehalt eines Arztberichtes nicht 
auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist vielmehr, ob der Be-
richt inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundes-
gerichts [BGer] 9C_330/2011 vom 8. Juni 2011 E. 5 mit Hinweisen). Dies 
ist vorliegend der Fall. Dr. med. C.________ hat die Anamnese detailliert 
erhoben sowie die Beschwerdeschilderungen und den Psychostatus ein-
lässlich dokumentiert (act. II 201.1 S. 64 ff.). Dabei hat er im Übrigen – ent-
gegen der Behauptung in der Beschwerde (S. 4 Rz. 10) – auch die vom 
Beschwerdeführer geschilderten Ängste erhoben und diskutiert (vgl. act. II 
201.1 S. 67). Die Untersuchungsdauer ist somit nicht zu beanstanden (vgl. 
auch Urteil des BGer 8C_439/2024 vom 24. März 2025 E. 5.2.2 [Explorati-
onsdauer 31 Minuten; E. 5.2.1]). Es bestehen damit keine Anhaltspunkte, 
wonach die klinische Untersuchung nicht lege artis erfolgt wäre (vgl. BGer 
8C_439/2024 E. 5.2.2). 

Weiter kann der Auffassung des Beschwerdeführers, dass der psychiatri-
sche Gesundheitszustand ungenügend abgeklärt worden sei (Beschwerde 
S. 4 f. Rz. 8 ff.), nicht gefolgt werden. Dr. med. C.________ legte überzeu-
gend und in Übereinstimmung mit dem zuhanden der Taggeldversicherung 
erstellten Gutachten der MEDAS vom 23. Dezember 2020 (act. II 125.2) 
dar, dass keine psychiatrischen Diagnosen mit massgebender Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen sind (act. II 204.1 S. 9 Ziff. 4.3). Dass im 
Bericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 22. Juni 2021 eine 
rezidivierende depressive Störung und eine generalisierte Angststörung 
diagnostiziert worden sind (act. II 157 S. 2 Ziff. 3), ändert daran nichts. Der 
psychiatrische Gutachter hat sich in seiner Beurteilung mit den von den 
Behandlern angeführten Diagnosen auseinandergesetzt und dargelegt, 
weshalb diese nicht nachvollzogen werden können (act. II 201.1 S. 79 f.). 
Insbesondere fand er während seiner Untersuchung keine gravierenden 
Hinweise für eine tiefgreifende Funktions- und Leistungsbeeinträchtigung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 16 -

und keine Anhaltspunkte für ein gravierendes kognitives eingeschränktes 
Leistungsvermögen (act. II 204.1 S. 9 Ziff. 4.3). Dies überzeugt. Insgesamt 
ergibt sich damit ein vollständiges und schlüssig ermitteltes Bild des Ge-
sundheitszustandes. Psychiatrisch wurde von den Behandlern im Übrigen 
auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. act. II 157 S. 3 Ziff. 11). Darü-
ber hinaus scheinen sich die Behandler der psychiatrischen Dienste 
F.________ (act. II 157) – wie im Übrigen auch Dr. med. G.________ 
(act. Il 171, 261 S. 4) – in ihrer Beurteilung wesentlich auf die unkritisch 
übernommenen, nicht massgebenden subjektiven Beschwerdeangaben 
bzw. die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers (vgl. dazu BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 127, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281) zu stützen. Auch deshalb 
vermag ihre Beurteilung keine Zweifel am psychiatrischen Teilgutachten zu 
wecken (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV 
Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). 

Auch dem Vorwurf des Beschwerdeführers, der psychiatrische Gutachter 
habe seine medizinische Beurteilung mit einer juristischen Bewertung ver-
mischt (Beschwerde S. 4 Rz. 11), kann nicht gefolgt werden. Dr. med. 
C.________ hat bereits – in Übereinstimmung mit der gutachterlichen Be-
urteilung im Gutachten der MEDAS vom 23. Dezember 2020 (act. II 125.2) 
– gestützt auf seine umfassende fachärztliche diagnostische Würdigung 
eine IV-relevante Arbeitsunfähigkeit verneint (vgl. act. II 201.1 S. 80 ff.). 
Dass er neben eigenen diagnostischen Überlegungen auch auf die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung zur Beurteilung der invalidisierenden Wir-
kung von leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen (BGE 148 V 
49) hinwies (vgl. act. II 201.1 S. 79 f.), ist vorliegend nicht als eine den Be-
weiswert schmälernde juristische Würdigung durch den medizinischen 
Sachverständigen zu werten. 

Bezüglich des beschwerdeweise kritisierten gutachterlichen Vorwurfs der 
Aggravation (Beschwerde S. 5 Rz. 14 f.) ist schliesslich darauf hinzuwei-
sen, dass Dr. med. C.________ keine Aggravation feststellte. Er stelle je-
doch Inkonsistenzen zwischen der Schilderung und Präsentation der Be-
schwerden und zur Aktenlage bzw. zum Verhalten des Beschwerdeführers 
fest und kam zum Schluss, dass von einer Verdeutlichungstendenz ausge-
gangen werden müsse (act. II 201.1 S. 78 f.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 17 -

3.4.3 Am Beweiswert des (somatischen Teils des) Gutachtens ändert 
nichts, dass Dr. med. G.________ im Bericht vom 9. November 2021 auf-
grund eines Postlaminektomie-Syndroms, einer Facettengelenksarthrose 
und einer rezidivierenden depressiven Episode eine Arbeitsunfähigkeit von 
80 % attestiert hat (act. II 171 S. 3 Ziff. 1.3 und S. 6 Ziff. 2.5). Denn der 
besagte Bericht enthält keine im Gutachten nicht gewürdigten Aspekte, so 
dass bereits insoweit grundsätzlich kein Anlass besteht, das somatische 
Teilgutachten in Zweifel zu ziehen (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 
9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). Soweit in 
der somatischen Beurteilung keine vertiefte Diskussion des von Dr. med. 
G.________ diagnostizierten Postlaminektomie-Syndroms (act. II 171) er-
folgte (Beschwerde S. 7 Rz. 24), schmälert dies den Beweiswert des or-
thopädischen Teilgutachtens nicht, zumal rechtsprechungsgemäss ohnehin 
nicht die genaue Diagnose entscheidend ist (vgl. Urteil des BGer 
8C_121/2023 vom 15. September 2023 E. 4.2 mit Hinweisen). Zudem be-
schreibt das Postlaminektomie-Syndrom letztlich anhaltende Rücken-
schmerzen meist an der LWS nach Laminektomie (Wirbelbogenentfer-
nung), zum Teil synonym mit Postdisktektomie-Syndrom oder Post-
diskotomie-Syndrom nach Bandscheibenoperation, englisch Failed Back 
Surgery Syndrome (FBSS). Die entsprechenden Beschwerden wurden von 
Dr. med. D.________ umfassend klinisch untersucht und im Rahmen der 
diagnostischen Würdigung sowie der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und 
des Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt (act. II 204.2 S. 32 ff., S. 67 f. 
Ziff. 8). Hinsichtlich der Höhe der attestierten Arbeitsunfähigkeit gilt zudem 
zu beachten, dass die medizinische Folgenabschätzung eine hohe Variabi-
lität aufweist und die Gutachter bei der Festsetzung der zumutbaren Ar-
beitsfähigkeit über einen beachtlichen Ermessenspielraum verfügen (vgl. 
Urteil des BGer 8C_720/2020 vom 8. Januar 2021 E. 5.2 mit Hinweisen; 
BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195); ein Widerspruch im Gutachten ist diesbe-
züglich nicht zu erkennen.

Der gutachterlichen Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeits-
fähigkeit stehen schliesslich auch die Ergebnisse des zwischen dem 15. 
Januar und 10. März 2021 durchgeführten Aufbautrainings (act. II 137) 
nicht entgegen, wurde dem Beschwerdeführer für diese Zeit auch gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 18 -

terlich eine 100%ige bzw. zuletzt noch eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit at-
testiert (vgl. E. 3.2.5 hiervor).

3.4.4 Dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im 
Nachgang zum Gutachten vom 9. August 2022 (act. II 204.1) und der er-
gänzenden Stellungnahme vom 6. Dezember 2022 (act. II 210) massge-
bend verändert hat, geht aus den Akten nicht hervor. Damit kann bis zum 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vgl. E. 2.6.3 hiervor) auf die Beurteilung 
der Gutachter abgestellt werden (vgl. Urteil des BGer 9C_270/2020 vom 
13. Juli 2020 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Unter diesen Umständen war die 
Beschwerdegegnerin – entgegen der Beschwerde (S. 5 Rz. 16) – im Rah-
men des Untersuchungsgrundsatzes nicht gehalten, weitere medizinische 
Abklärungen vorzunehmen. Der Beschwerdeführer vermag denn auch nicht 
ansatzweise darzutun, inwieweit sich der medizinische Sachverhalt zwi-
schenzeitlich verändert hätte. Insbesondere reichte er weder im Vorbe-
scheidverfahren noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren medizinische 
Unterlagen ein, welche konkrete Hinweise auf eine anhaltende Verschlech-
terung des psychischen Gesundheitszustandes belegen könnten. 

3.5 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in der ange-
stammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit ab 5. März 2020 eine 
100%ige, ab 1. März 2021 eine 70%ige und ab 1. Mai 2021 eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Seit dem 13. Mai 2022 besteht in einer 
entsprechenden Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Diese Verän-
derungen stellen Revisionsgründe dar (vgl. E. 2.6.3 hiervor).

Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt gestützt auf die 
vorliegenden Akten und namentlich auf das voll beweiswertige bidisziplinä-
re Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ vom 9. August 
2022 (act. II 204.1) – entgegen der Ansicht in der Beschwerde (S. 3 Rz. 3) 
– hinreichend erstellt, weshalb keine weiteren Beweismassnahmen nötig 
sind (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils 9C_298/2024 vom 
14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Damit 
besteht entgegen der Auffassung und dem entsprechenden Verfahrensan-
trag des Beschwerdeführers kein Anlass für eine Entfernung des Gutach-
tens aus den amtlichen Akten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 19 -

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 20 -

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurtei-
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 
143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Warte-
jahres und der Neuanmeldung im Dezember 2019 (act. II 54) fällt der 
frühestmögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b und 
Art. 29 Abs. 1 IVG auf 1. Juli 2020. Auf diesen Zeitpunkt hin ist eine erste 
Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.3 Im Juli 2020 bestand in sämtlichen Tätigkeiten eine volle Arbeitsun-
fähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor). Dies ergibt einen IV-Grad von 100 % und so-
mit einen Anspruch auf eine ganze IV-Rente.

4.4 Ab 1. März 2021 bestand in der angestammten Tätigkeit eine 
30%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor). Diese gesundheitliche Verbes-
serung stellt einen Revisionsgrund dar, welcher nach drei Monaten (1. Juni 
2021) zu berücksichtigen ist (Art. 88a Abs. 1 IVV). Somit ist ab diesem 
Zeitpunkt eine weitere Invaliditätsbemessung durchzuführen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

- 21 -

Zwischen den Parteien ist unbestritten und mit Blick auf die langjährige 
Tätigkeit nicht zu beanstanden, dass das Valideneinkommen anhand der 
zuletzt bei der H.________ AG ausgeübten Tätigkeit als ... (vgl. act. II 54 
S. 6 Ziff. 5.4, 87 S. 2) zu bestimmen ist. Der Beschwerdeführer übte zuletzt 
ein 80 %-Pensum aus (act. II 87 S. 2), wobei er vormals angab, dass er bei 
guter Gesundheit zu 100 % erwerbstätig wäre (vgl. act. II 16 S. 3 Ziff. 11). 
Mit Blick darauf, dass im Rahmen des der Referenzverfügung vom 19. Juli 
2010 (act. II 48) zugrunde gelegenen neurochirurgischen Gutachtens vom 
3. April 2010 für sämtliche Tätigkeiten eine Leistungsminderung von 10 - 
20 % attestiert wurde (vgl. act. II 38 S. 19 f.), erfolgte die Pensumsredukti-
on durch den Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus 
gesundheitlichen Überlegungen. Daher ist das Valideneinkommen gestützt 
auf die branchenspezifischen Tabellenlöhne in einem Vollzeitpensum zu 
ermitteln (Ziff. 86 - 88 [Gesundheits- und Sozialwesen], Kompetenzniveau 
1 der Tabelle TA1_tirage_skill_level). Dies führt im Vergleich zum von der 
Beschwerdegegnerin herangezogenen und auf ein 100 %-Pensum hochge-
rechneten effektiv zuletzt erzielten Erwerbseinkommen (vgl. act. II 276 
S. 7 f.) jedoch weder zu einem abweichenden IV-Grad noch einem unter-
schiedlichen Rentenanspruch. Ferner hat der Beschwerdeführer, dem die 
angestammte Tätigkeit als ... weiterhin zumutbar ist (vgl. E. 3.4 f. hiervor), 
keine Verweisungstätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen. Damit 
ist das hypothetische Invalideneinkommen anhand des gleichen Tabellen-
lohnes zu bestimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). 

Somit ist sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf der 
gleichen Basis zu ermitteln, weshalb sich die Durchführung eines zahlen-
mässigen Einkommensvergleichs erübrigt. Der IV-Grad entspricht dem Um-
fang der Arbeits- und Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfäl-
ligen Abzugs vom Tabellenlohn. Da die behinderungsbedingten Einschrän-
kungen bereits mit der verminderten Arbeitsfähigkeit von 70 % vollumfäng-
lich berücksichtigt wurden und keine anderweitigen Faktoren ersichtlich 
sind, die zu einer Einkommenseinbusse führen könnten (vgl. E. 4.1.2 hier-
vor), rechtfertigt sich vorliegend kein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn. 
Ein solcher wurde von der Beschwerdegegnerin denn auch nicht vorge-
nommen (act. II 276 S. 7). Es besteht folglich bei einem IV-Grad von 70 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

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ab dem 1. Juni 2021 weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Rente (vgl. 
E. 2.3 hiervor).

4.5 Ab 1. Mai 2021 besteht in der angestammten Tätigkeit eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor). Diese gesundheitliche Verbesserung 
stellt einen weiteren Revisionsgrund dar, welcher nach drei Monaten 
(1. August 2021) zu berücksichtigen ist (Art. 88a Abs. 1 IVV). Somit ist eine 
neue Invaliditätsbemessung durchzuführen. 

Das Validen- und das Invalideneinkommen sind immer noch auf der glei-
chen Basis zu ermitteln (vgl. E. 4.4 hiervor), zumal das bisherige Zumut-
barkeitsprofil gleich geblieben ist und sich nur der zeitliche Rahmen (von 
einer 70%igen Einschränkung zu einer 50%igen Einschränkung) verändert 
resp. verbessert hat (vgl. E. 3.4 f. hiervor). Der IV-Grad entspricht weiterhin 
dem Umfang der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Ein zusätzlicher Abzug 
vom Tabellenlohn ist hier weiterhin nicht gerechtfertigt (vgl. E. 4.4 hiervor) 
und wurde denn auch von der Beschwerdegegnerin nicht vorgenommen. 
Es besteht folglich ab dem 1. August 2021 bei einem IV-Grad von 50 % ein 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. E. 2.3 hiervor). 

4.6 Ab 13. Mai 2022 besteht in der angestammten Tätigkeit eine 
70%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor). Diese gesundheitliche Verbes-
serung stellt einen weiteren Revisionsgrund dar, welcher grundsätzlich (vgl. 
E. 4.6.2 hiernach) nach drei Monaten (1. September 2022) zu berücksichti-
gen ist (Art. 88a Abs. 1 IVV). Somit ist eine neue Invaliditätsbemessung 
durchzuführen. 

4.6.1 Das Validen- und das Invalideneinkommen sind weiterhin auf der 
gleichen Basis zu ermitteln (vgl. E. 4.5 hiervor). Der IV-Grad entspricht so-
mit dem Umfang der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Ein zusätzlicher Ab-
zug vom Tabellenlohn ist immer noch nicht gerechtfertigt (vgl. E. 4.4 hier-
vor) und wurde auch nicht vorgenommen. Es besteht folglich ab dem 
1. September 2022 bei einem IV-Grad von 30 % kein Anspruch mehr auf 
eine IV-Rente (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.6.2 Nach dem Dargelegten wäre die 1. August 2021 zugesprochene 
halbe IV-Rente grundsätzlich per Ende August 2022 aufzuheben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

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Gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind jedoch bei Personen, 
deren Rente revisionsweise aufgehoben werden soll und die das 55. Alters-
jahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnah-
men zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizi-
nisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigen-
anstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 
E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 120, 
8C_680/2018 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 IV 
Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 
E. 3.3). Da der Beschwerdeführer mit Jahrgang 1966 (act. II 54 S. 1) im 
Revisionszeitpunkt bereits über 55 Jahre alt war, ist die Rente bis zum Ab-
schluss der Eingliederungsmassnahmen – hier Ende September 2023 
(act. II 230) – weiterhin auszurichten. Dies wurde von der Beschwerdegeg-
nerin auch so berücksichtigt (act. II 276 S. 7), womit die Rentenaufhebung 
zu Recht per 30. September 2023 erfolgte. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstan-
den und die hiergegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 496

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6.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.