# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17fd2496-9e4c-5d56-9300-78add1881229
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2010 E-7431/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7431-2010_2010-11-16.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7431/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Syrien,
vertreten durch Advokatin Nicole Hohl, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
13. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7431/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  2. Januar  2010  im  Flughafen 
B._______ ein Asylgesuch stellte,

dass ihm vom BFM mit Verfügung vom 2. Januar 2010 die Einreise in 
die Schweiz vorläufig verweigert  und ihm für die Dauer von maximal 
60  Tagen  der  Transitbereich  des  Flughafens  als  Aufenthaltsort  zu-
gewiesen wurde,

dass er am 3. und 12. Januar 2010 vom BFM im Flughafen zu seinen 
Asyl- und Ausreisegründen angehört wurde,

dass er dabei unter anderem geltend machte, er sei ein staatenloser 
Kurde  (Maktumin)  aus  Syrien  und  habe  nie  einen  Reisepass  be-
sessen,

dass er  im Heimatland lediglich  eine  Personalienbestätigung  gehabt 
habe, die er indessen verloren habe,

dass er Syrien verlassen habe, weil er dort keine Rechte gehabt habe 
und ständig verfolgt worden sei,

dass er Mitglied einer Folkloregruppe gewesen sei und im Jahre 2006 
der Arbeiterpartei Kurdistans beigetreten sei,

dass er Ende März 2007 (beziehungsweise 2006) während zwei und 
Ende März 2008 (beziehungsweise 2007) während sechs Monaten im 
Gefängnis gewesen und dabei gefoltert worden sei,

dass ihm jeweils die Teilnahme an Nevroz-Feierlichkeiten vorgeworfen 
worden sei,

dass er gegen hohe Geldzahlungen wieder freigelassen worden sei,

dass seine ganze Familie belästigt worden sei und sein Bruder im Jah-
re 2004 einen Monat lang im Gefängnis gewesen sei,

dass er in den Jahren 2008 und 2009 von den Behörden gesucht wor-
den sei, weshalb ihm seine Familie zur Ausreise geraten habe,

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dass er daraufhin sein Heimatland illegal verlassen habe und via den 
Libanon in die Schweiz gereist sei,

dass er auf Vorhalt bestritt, einen syrischen Reisepass lautend auf den 
Namen  A._______  zu  besitzen  und  via  die  Türkei  in  die  Schweiz 
gereist zu sein,

dass das BFM dem Beschwerdeführer  am 18. Januar  2010 die  Ein-
reise in die Schweiz zur Prüfung seines Asylgesuches bewilligte,

dass es am 22. März 2010 für weitere Abklärungen an die Schweizer 
Botschaft  in Damaskus gelangte, welche mit Schreiben vom 28. Juni 
2010 antwortete,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 26. August 2010 das recht-
liche Gehör zur Botschaftsantwort gewährte,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 3. September 2010 er-
klärte, bisher falsche Angaben zu seinem Namen und seinem Geburts-
datum gemacht zu haben,

dass er A._______ heisse und am (...) geboren sei,

dass ansonsten indessen die Angaben gelten würden, welche er bei 
der Befragung gemacht habe,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  13. September  2010  – eröffnet  am  14. September  2010 –  ab-
lehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an-
ordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  genügten  teilweise  den  An-
forderungen an die Glaubhaftigkeit und teilweise jenen an die Flücht -
lingseigenschaft nicht,

dass feststehe, dass er tatsachenwidrige Angaben zu seiner Ausreise, 
seiner Identität sowie seiner Staatsangehörigkeit gemacht habe,

dass  Abklärungen  der  Schweizer  Vertretung  in  Damaskus  ergeben 
hätten, dass der Beschwerdeführer seitens der heimatlichen Behörden 
nicht gesucht werde,

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dass  seine  Aussagen  zu  den  Inhaftierungen  und  der  behördlichen 
Suche nach ihm aufgrund unsubstanziierter und widersprüchlicher Vor-
bringen unglaubhaft seien,

dass  vor  diesem  Hintergrund  auch  die  angebliche  Reflexverfolgung 
seiner Familienangehörigen einer Grundlage entbehrten,

dass die geltend gemachte Landenteignung seiner Familie asylrecht-
lich nicht relevant sei,

dass  das  BFM dem Beschwerdeführer  gestützt  auf  dessen  Gesuch 
vom 30. September 2010 am 8. Oktober 2010 Akteneinsicht gewährte,

dass er mit Eingabe vom 14. Oktober 2010 gegen die vorinstanzliche 
Verfügung  vom  13. September  2010  Beschwerde  erhob  und  dabei 
beantragte,  es sei  die angefochtene Verfügung vollumfänglich aufzu-
heben und sein Asylgesuch gutzuheissen,

dass eventualiter die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,

dass  subeventualiter  die  Wegweisungsverfügung  aufzuheben  und  er 
in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sei,

dass  ihm  für  den  Fall  des  Unterliegens  die  unentgeltliche  Prozess-
führung und Rechtsverbeiständung zu gewähren sei,

dass ihm zu gestatten sei,  sich für  die Dauer  des Verfahrens in  der 
Schweiz aufzuhalten und demzufolge die kantonale Migrationsbehörde 
anzuweisen  sei,  für  die  Dauer  des  Beschwerdeverfahrens  von  jeg-
lichen Wegweisungs- und Vollzugsmassnahmen abzusehen,

dass  ihm  zu  allfälligen  Stellungnahmen  des  BFM  das  Replikrecht 
einzuräumen sei,

dass dem Beschwerdeführer mit Instruktionsverfügung vom 19. Okto-
ber 2010 der Eingang seiner Beschwerde bestätigt wurde,

dass weiter festgehalten wurde, er könne den Ausgang des Verfahrens 
einstweilen in der Schweiz abwarten,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes 
vom  26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein-
gereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 
105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 

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Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen 
den zur Begründung seines Asylgesuchs geltend gemachten Sachver-
halt wiederholt und geltend macht, dass er alleine gestützt auf seine 
falschen Angaben zu seinem Namen, seinem Geburtstag und seiner 
Staatsangehörigkeit  nicht  allgemein  als  unglaubwürdig  angesehen 
werden dürfe,

dass  er  übereinstimmend von zwei  Festnahmen  berichtet  habe  und 
spontan Angaben zu den Haftbedingungen habe machen können,

dass er den Erwägungen des BFM weiter entgegenhält, dass traumati-
sierte Personen oft gerade nicht in der Lage seien, sich an ihre Erleb-
nisse zu erinnern oder überhaupt darüber zu berichten,

dass er daher beantragt, unter Beizug einer psychiatrisch geschulten 
Fachperson erneut  zu den Erlebnissen während der  Haft  befragt  zu 
werden,

dass  die  Zuverlässigkeit  der  Botschaftsabklärung  in  Bezug  auf  die 
Frage, ob der Beschwerdeführer gesucht werde, bestritten und dies-
bezüglich auf einen Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) 
vom 8. September 2010 verwiesen wird,

dass weder die Passausstellung im Jahre 2006 noch seine legale und 
kontrollierte Ausreise der Annahme einer Verfolgung entgegenstehe,

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dass er unter Bezugnahme auf einen Bericht der SFH vom 12. Novem-
ber 2008 ausführt, dass die Möglichkeit bestehe, durch Bestechung an 
die für eine Ausreise aus Syrien notwendigen Dokumente zu gelangen 
oder  am  Flughafen  jemanden  zu  bestechen,  so  dass  die  Ausreise 
möglich sei,

dass er weiter auf einen "Ad hoc Ergänzungsbericht des Auswärtigen 
Amtes in Deutschland" vom 28. Dezember 2009 verweist, 

dass er zudem geltend macht, sich in der Schweiz politisch für die An-
liegen  der  Kurden  engagiert  zu  haben  und  diesbezüglich  mehrere 
Beweismittel  einreicht  beziehungsweise die Einreichung weiterer Be-
weismittel in Aussicht stellt,

dass seine Furcht  vor einer asylrechtlich relevanten Verfolgung auch 
vor diesem Hintergrund als begründet angesehen werden müsse,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten der 
Ansicht  der  Vorinstanz  anschliesst,  wonach  die  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  und den-
jenigen an die Flüchtlingseigenschaft nicht zu genügen vermögen,

dass  vorab  festzuhalten  ist,  dass  die  Glaubwürdigkeit  des  Be-
schwerdeführers  durch  seine  tatsachenwidrigen  Angaben  zu  seiner 
Person, seinem Reisepass, seiner Staatsangehörigkeit sowie zu seiner 
Ausreise grundsätzlich tief erschüttert ist,

dass ferner der vorinstanzlich festgehaltene Widerspruch in Bezug auf 
die Daten der geltend gemachten Verhaftungen zu bestätigen ist und 
mit  der Vorinstanz festgehalten werden kann, dass der Beschwerde-
führer  nicht  in  der  Lage  war,  über  die  angeblichen  Erlebnisse  hin-
reichend detailliert zu berichten,

dass  das  in  der  Beschwerde  gemachte  Vorbringen  einer  möglichen 
Traumatisierung nicht geeignet ist, die zutreffenden Vorhalte der Vor-
instanz plausibel zu entkräften, zumal er anlässlich der Befragungen 
keine  entsprechenden  Hinweise  gemacht  hat  und  sich  solche  auch 
nicht anderweitig aus den Akten ergeben,

dass der Antrag auf erneute Befragung im Beisein einer psychiatrisch 
geschulten Fachperson mithin abzuweisen ist,

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dass  überdies  der  Hinweis,  wonach  die  Möglichkeit  bestehe,  durch 
Bestechung  an  die  für  eine  Ausreise  aus  Syrien  notwendigen 
Dokumente zu gelangen offensichtlich unbehelflich ist, zumal bei der 
Vorinstanz diesbezüglich nichts geltend gemacht wurde,

dass  zur  Vermeidung  von  weiteren  Wiederholungen  auf  die  zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers sodann auch 
mit Blick auf die geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten zu ver-
neinen ist,

dass der  Beschwerdeführer  in  diesem Zusammenhang vorbringt,  re-
gelmässig an Sitzungen und Demonstrationen der (...) sowie der (...)  
teilgenommen zu haben,

dass er Flugblätter verteilt, der kurdische Fernsehsender Roj TV über 
eine dieser Protestaktionen berichtet habe, und im Internet Fotos ver-
öffentlicht worden seien, auf welchen er zu sehen sei,

dass er zum Beweis dieser Vorbringen Fotos, zwei Flugblätter, eine Er-
klärung der (...) sowie Internetberichte als Beweismittel zu den Akten 
reichte und die Einreichung weiterer Fotos in Aussicht stellte,

dass indessen nichts Konkretes auf die effektive Kenntnisnahme die-
ser exilpolitischen Aktivitäten durch die syrischen Behörden hinweist, 
und eine Identifizierung des Beschwerdeführers durch den syrischen 
Geheimdienst anhand der eingereichten Fotoaufnahmen und weiterer 
Beweismittel unwahrscheinlich erscheint,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen mit Blick auf Art und Umfang 
seiner  exilpolitischen  Tätigkeit  nicht  als  engagierter  und  exponierter 
Regimegegner qualifiziert werden kann, weshalb er selbst für den Fall 
des Bekanntwerdens seiner exilpolitischen Tätigkeit mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  nicht  mit  flüchtlingsrechtlich  relevanter  Verfolgung 
durch die syrischen Behörden rechnen muss,

dass es sich aus diesem Grund erübrigt, die Einreichung der vom Be-
schwerdeführer  in  Aussicht  gestellten  weiteren  Beweismittel  abzu-
warten,

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dass  das  Vorliegen  einer  begründeten  Furcht  vor  asyl-  respektive 
flüchtlingsrechtlich  relevanter  Verfolgung  in  absehbarer  Zukunft  ins-
gesamt verneint werden muss,

dass an dieser Einschätzung weder die weiteren Vorbringen in der Be-
schwerde noch die eingereichten Beweismittel  etwas zu ändern ver-
mögen, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist,

dass es dem Beschwerdeführer  somit nicht gelingt, seine Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit  
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer -
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat- oder Her -
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder  die allgemeine Lage in  Syrien noch individuelle  Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  Syrien  auf  ein  tragfähiges  Be-
ziehungsnetz stützen und seinen Lebensunterhalt sichern kann,

dass es somit keinen Grund für die Annahme gibt, er würde nach einer 
Rückkehr in sein Heimatland einer existenziellen Not und somit einer 
konkreten Gefährdung ausgesetzt,

dass der Vollzug der Wegweisung unter diesen Umständen als zumut-
bar zu bezeichnen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  möglich  ist,  da  keine 
Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  der  Be-
schwerdeführer über ein bis zum 17. April  2012 gültiges Reisepapier 
verfügt,

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dass  es  ihm  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die 
angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen 
ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass sich die Rechtsbegehren aufgrund vorstehender Erwägungen als 
aussichtslos erweisen, weshalb die Gesuche um Gewährung der un-
entgeltlichen  Rechtspflege  unter  Beigabe  eines  unentgeltlichen 
Rechtsbeistands (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen und bei die-
sem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.− (Art. 1-3 des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM und die kantonale Migrationsbehörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand: 

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