# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ad6441d-e21b-5b08-bb97-3fc2e7788228
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.11.2018 III 2018 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-124_2018-11-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 124

Entscheid vom 28. November 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Klägerin,
vertreten durch B.________, 

gegen

Gemeinde Feusisberg, handelnd durch den Gemeinderat 
Feusisberg,
Beklagte,

Gegenstand Staatshaftung (Vormundschaftswesen)

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Sachverhalt:

A. A.________ reichte am 30. April 2018 bei der Gemeindeverwaltung Woller-
au eine Verantwortlichkeitsklage ein. Diese gründet darauf, dass ihr damaliger 
Vormund im Jahre 2011 die Einwilligung zum Bau einer Stützmauer auf ihrem 
Grundstück gegeben habe, damit auf der Nachbarparzelle Bauten erstellt werden 
können. Die Einwilligung sei an die Forderung geknüpft gewesen, dass sie resp. 
ihre Liegenschaft im Gegenzug einen Parkplatz auf dem erwähnten Bau-Areal 
erhalte, was vom Bauherrn mündlich zugesichert worden sei. Nun zeige sich, 
dass diese Dienstbarkeit nie errichtet worden sei und dass der Vormund für die-
ses Geschäft auch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zustimmung der Vor-
mundschaftsbehörde eingeholt habe. Das zwischenzeitlich verkaufte Grundstück 
verfüge noch heute nicht über den zugesicherten Parkplatz, der Bauherr weigere 
sich heute, diesen zu errichten, womit ihr durch die fehlerhafte Tätigkeit des 
Vormundes ein Schaden erwachsen sei.

Die Eingabe wurde von der Gemeinde Wollerau am 7. Mai 2018 an die Gemein-
deverwaltung Feusisberg überwiesen, da sich aus dem Sachverhalt ergebe, dass 
die betroffene Liegenschaft auf dem Gebiet der Gemeinde Feusisberg liege. Mit 
Schreiben vom 18. Juli 2018 stellt die Gemeinde Feusisberg die Eingabe vom 
30. April 2018 dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zu. A.________ 
mache Ansprüche aus Staatshaftung geltend; entsprechende Klagen seien vom 
Verwaltungsgericht zu beurteilen.

B. Am 20. Juli 2018 bestätigte das Verwaltungsgericht A.________ und der 
Gemeinde Feusisberg den Eingang der Klage. Allerdings gehe aus dieser nicht 
hervor, dass ein Vorverfahren gemäss § 68 Verwaltungsrechtspflegegesetz 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 durchgeführt worden sei. Anderseits sei 
die Eingabe an die Gemeinde gerichtet gewesen und sie enthalte noch keine ei-
gentliche Klage, weshalb die Eingabe als Einleitung des Vorverfahrens qualifi-
ziert werden könne. Entsprechend wurde das Verfahren einstweilen bis 30. No-
vember 2018 sistiert, damit das mit Schreiben vom 30. April 2018 eingeleitete 
Klagevorverfahren durchgeführt werden könne.

C. Am 10. August 2018 ersuchte die Gemeinde Feusisberg A.________ um 
Auskunft hinsichtlich verschiedener verfahrensrelevanter Punkte. In der Folge 
reichte A.________ der Gemeinde am 20. September 2018 eine auf ihren Sohn 
ausgestellte Vollmacht ein. Dieser substantiierte am 8. Oktober 2018 gegenüber 
der Gemeinde die Art und den Umfang des Schadens. 

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D. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2018 erklärte die Gemeinde Feusisberg 
gegenüber dem Verwaltungsgericht ihre Unmöglichkeit, das Klagevorverfahren 
rechtens durchzuführen. Bezüglich der von A.________ anhängig gemachten 
Haftungsklage fehle ihr die Passivlegitimation. Gemäss Art. 454 Abs. 3 Schwei-
zerisches Zivilgesetzbuch (ZGB; SR 210) vom 10. Dezember 1907 hafte der 
Kanton demjenigen, der im Rahmen der behördlichen Massnahmen des Erwach-
senenschutzes durch widerrechtliches Handeln oder Unterlassen geschädigt 
worden sei.

E. Am 22. Oktober 2018 führte der instruierende Verwaltungsrichter einen 
Meinungsaustausch mit dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, dem Rechts- 
und Beschwerdedienst sowie dem Departement des Innern durch betreffend an-
wendbares materielles und prozessuales Recht bei Haftungsklagen im Erwach-
senenschutzrecht. Das Kantonsgericht reichte seine Stellungnahme am 5. No-
vember 2018 ein, der Rechts- und Beschwerdedienst am 12. November 2018. 
Dieser schloss sich auch das Departement des Innern an. 

F. Mit Verfügung vom 13. November 2018 hob der instruierende Verwaltungs-
richter die Sistierung auf. Es sei davon auszugehen, dass das Verwaltungsge-
richt infolge sachlicher Unzuständigkeit auf die Klage nicht eintreten und sie an 
das zuständige Zivilgericht überweisen werde. Den Parteien wurde die Möglich-
keit zur Stellungnahme eingeräumt.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der 
gleichen Sache. Dies gilt für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren wie 
auch das verwaltungsgerichtliche Klageverfahren (vgl. § 70 i.V.m. § 27 Abs. 1 
lit. a, d, e, f, g VRP. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, trifft das Gericht 
einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

2.1 Die Klägerin macht gegenüber der Beklagten einen Schaden geltend infol-
ge widerrechtlicher Handlung und Untätigkeit ihres damaligen Vormundes und 
sie fordert Ersatz (vgl. Ingress Bst. A). Mithin macht die Klägerin Schadenersatz 
aus behördlicher Massnahme des Erwachsenenschutzrechtes geltend.

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2.2 Mit dem neuen Erwachsenenschutzrecht vom 19. Dezember 2008 wurde 
die Verantwortlichkeit in Art. 454 ZGB neu geregelt. Diese Bestimmung gilt ab In-
krafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechtes (Art. 14 Abs. 1 SchlT ZGB), 
d.h. ab dem 1. Januar 2013 (AS 2011 767). Unter Berücksichtigung des Grund-
satzes der Nicht-Rückwirkung (Art. 1 SchlT ZGB) bedeutet dies, dass für Haf-
tungsfragen, die sich vor Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechtes 
verwirklicht haben, das damals geltende Recht zur Anwendung gelangt. Ist ein 
schädigendes Ereignis vor dem 1. Januar 2013 eingetreten und abgeschlossen, 
so bestimmt sich die Haftung - unabhängig des Zeitpunktes der Geltendmachung 
des Anspruches - nach bisherigem Recht (aArt. 426 ff. ZGB). Wenn das schädi-
gende Verhalten zwar unter altem Recht begonnen hat, sich aber unter dem 
neuen Recht fortsetzt, dann kommt das neue Recht zur Anwendung (vgl. BSK 
Erw.Schutz-Reusser, Art. 14 SchlT N 37 ff.).

2.3 Gemäss neuem Recht Art. 454 Abs. 1 ZGB hat Anspruch auf Schadener-
satz und, sofern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt, auf Genugtuung, wer 
im Rahmen der behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes durch wi-
derrechtliches Handeln oder Unterlassen verletzt wird. Haftbar ist der Kanton; 
gegen die Person, die den Schaden verursacht hat, steht der geschädigten Per-
son kein Ersatzanspruch zu (Art. 454 Abs. 3 ZGB).

Nach aArt. 426 ZGB hatten der Vormund und die Mitglieder der vormundschaftli-
chen Behörden bei der Ausübung ihres Amtes die Regeln einer sorgfältigen Ver-
waltung zu beobachten und sie hafteten für den Schaden, den sie absichtlich 
oder fahrlässig verschuldet haben. Wurde der Schaden durch den Vormund oder 
die Mitglieder der vormundschaftlichen Behörden nicht gedeckt, so haftete für 
den Ausfall der Kanton (aArt. 427 Abs. 1 ZGB). Gestützt auf die Kompetenzdele-
gation aArt. 427 Abs. 2 ZGB hatte der Kanton in a§ 36 EGzZGB festgelegt, dass 
für einen Ausfall zunächst die beteiligte Gemeinde und erst nach dieser der Kan-
ton haftet. 

2.4 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige Instanz unter anderem Strei-
tigkeiten über öffentlich-rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber Ge-
meinwesen, andern Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, so-
fern eine Entschädigungspflicht durch Rechtssatz vorgeschrieben ist (§ 67 Abs. 1 
lit. c VRP), sowie andere Streitigkeiten, für welche eine besondere Vorschrift die 
verwaltungsgerichtliche Klage vorsieht (§ 67 Abs. 1 lit. g VRP). 

Besondere Vorschriften, welche eine andere Behörde als zuständig bezeichnen, 
bleiben vorbehalten (§ 67 Abs. 2 Satz 1 VRP). Die bis Ende Januar 2018 gültige 
Fassung von § 67 Abs. 2 Satz 2 VRP normierte dabei explizit, dass Haftungs-

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klagen gegen den Kanton im Sinne von Art. 46 ZGB, aArt. 429a ZGB (FFE), 
Art. 955 ZGB sowie Art. 5 SchKG nicht im Klageverfahren durch das Verwal-
tungsgericht, sondern durch Zivilgerichte zu beurteilen waren. Nicht von der Aus-
nahme ergriffen waren somit Haftungsklagen nach aArt. 426ff. ZGB (ausser aArt. 
429a ZGB). Gestützt auf a§ 36 EGzZGB i.V.m. § 67 Abs. 1 lit. c VRP war ein 
Haftungsanspruch aufgrund eines durch den Vormund rechtswidrig verursachten 
(und nicht vollständig gedeckten) Schadens gegen die Gemeinde im Klagever-
fahren vor Verwaltungsgericht geltend zu machen (vgl. aber auch EGV-SZ 1997 
33 Erw. 2.4, wo auf die Problematik der Aufsplittung der Zuständigkeit hingewie-
sen wurde; vgl. auch VGE III 2012 173 vom 25.9.2013 Erw. 1.1).

2.5.1  Aufgrund des neuen Erwachsenenschutzrechtes, wonach neu (für Schädi-
gungen seit dem 1.1.2013; vgl. oben Ziff. 2.1) gemäss Art. 454 ZGB generell der 
Kanton haftet, wurde § 67 Abs. 2 VRP dahingehend geändert, dass sämtliche 
Haftungsklagen aus dem Erwachsenenschutzrecht durch Zivilgerichte zu beurtei-
len sind. Diese Neuerung drängte sich auf, weil die Haftung des Kantons dem 
nominellen Zivilrecht zuzurechnen ist und der Kanton als letzte kantonale Instanz 
ein oberes kantonales Gericht einzusetzen hatte, das als Rechtsmittelinstanz 
entscheidet (vgl. Art. 75 Abs. 2 Bundesgesetz über das Bundesgericht [Bundes-
gerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005; RRB Nr. 473 vom 20.6.2017 
S. 32; August Mächler, in EGV-SZ 2010 S. 224; vgl. RRB 351/2009 vom 
31.3.2009; Justizverordnung, Bericht und Vorlage an den KR, S. 35). Dies war 
mit einer verwaltungsgerichtlichen Klage vor Verwaltungsgericht nicht gewähr-
leistet.

2.5.2  § 67 Abs. 2 VRP in der neuen Fassung ist als neue verfahrensrechtliche 
Vorschrift zu lesen. Gemäss dem intertemporalrechtlichen Grundsatz, wonach 
neue Verfahrensvorschriften grundsätzlich sofort und uneingeschränkt anzuwen-
den sind, wenn die Kontinuität des materiellen Rechts dadurch nicht gefährdet 
wird und Übergangsbestimmungen nicht ausdrücklich etwas anderes vorsehen 
(Urteil BGer 8C_649/2017 vom 4.1.2018 Erw. 4.4; BGE 129 V 113 Erw. 2.2), gilt 
sie insbesondere auch für Haftungsklagen nach aArt. 426 ff. ZGB. Dabei kann es 
keine Rolle spielen, dass diese Klagen nicht gegen den Kanton, sondern - zu-
mindest was eine Ausfallhaftung anbelangt (vgl. Erw. 2.3) - gegen die Gemeinde 
zu richten sind (vgl. a§ 36 EGzZGB). Denn unabhängig davon, ob die Haftungs-
klage nach aArt. 426 ZGB gegen die Gemeinde oder nach Art. 454 ZGB gegen 
den Kanton gerichtet wird, handelt es sich immer um eine Zivilrechtsstreitigkeit, 
auf die das Zivilprozessrecht Anwendung findet, namentlich der doppelte Instan-
zenzug gewährleistet sein muss (vgl. diesbezüglich schon die altrechtliche Be-
stimmung, wonach die Klage aus der Verantwortlichkeit nach aArt. 426 ff. ZGB 

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nicht von der vorgängigen Prüfung durch eine Verwaltungsbehörde abhängig 
gemacht werden durfte [aArt. 430 Abs. 2 ZGB], was insbesondere auch ein Vor-
verfahren nach § 68 VRP ausschloss; Mattmann, Die Verantwortlichkeit bei der 
fürsorgerischen Freiheitsentziehung, Freiburg 1988, S. 215). 

2.5.3  Art. 75 Abs. 2 BGG lässt Ausnahmen vom doppelten Instanzenzug aus-
drücklich zu, u.a. da, wo das Bundesrecht eine einzige kantonale Instanz vor-
sieht. So ist etwa das Verwaltungsgericht einzige kantonale Instanz für (zivil-
rechtliche) Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversi-
cherung nach KVG (vgl. Art. 7 Schweizerische Zivilprozessordnung [Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272] vom 19.12.2008 i.V.m. § 24 Abs. 2 Einführungsge-
setz zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung [EGzKVG; SRSZ 
361.100] vom 19.9.2007). Im Bereich der Verantwortlichkeit aus Erwachsenen-
schutzrecht besteht keine Ausnahmeregelung, weshalb der bundesrechtlich ver-
langte doppelte Instanzenzug beachtlich ist (vgl. Art. 5 ff. ZPO; Art. 454 ff. ZGB). 

2.5.4  Dass für Haftungsklagen aus Erwachsenenschutzrecht die Zivilgerichte 
zuständig sind, selbst wenn sich im Einzelfall die Haftung nach aArt. 426 ff. ZGB 
richtet, hat im Grundsatz der durchgeführte Meinungsaustausch bestätigt (In-
gress Bst. E). 

3.1 Bei der durch die Klägerin anhängig gemachten Verantwortlichkeitsklage 
handelt es sich um eine Haftungsklage aus Erwachsenenschutzrecht (resp. Vor-
mundschaftsrecht). Mithin handelt es sich um eine Zivilrechtsstreitigkeit, die in 
Anwendung des Zivilprozessrechts vor den Zivilgerichten auszutragen ist. Die 
Kantone haben dabei einen doppelten Instanzenzug zu gewährleisten.

3.2 Soweit es sich um eine Haftungsklage gegen den Kanton im Sinne von Art. 
454 ZGB handelt, ergibt sich die Zuständigkeit der Zivilgerichte unmittelbar aus 
§ 67 Abs. 2 VRP. Sollte sich weisen, dass sich der geltend gemachte Schaden 
nicht vor 2013 verwirklicht hat, sondern das schädigende Verhalten zwar unter 
altem Recht begonnen hat, sich aber unter dem neuen Recht fortsetzt(e), dann 
kommt das neue Recht zur Anwendung (Art. 454 ZGB) und die Zuständigkeit der 
Zivilgerichte stünde ohne Weiteres fest.

3.3 Auch wenn das schädigende Ereignis vor dem 1. Januar 2013 eingetreten 
ist sowie abgeschlossen wurde und sich die Haftung damit nach altem Recht 
(aArt. 426 ff. ZGB) bestimmt, handelt es sich gleichwohl um eine Zivilrechtsstrei-
tigkeit in der Zuständigkeit der Zivilgerichte. Die neue Verfahrensvorschrift für 
Haftungsklagen aus dem Erwachsenenschutzrecht (§ 67 Abs. 2 VRP) gilt auf-

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grund der intertemporalrechtlichen Grundsätze ebenso für Haftungsklagen, die 
noch nach altrechtlichem materiellen Vormundschaftsrecht zu beurteilen sind. 

3.4 Damit steht fest, dass das Verwaltungsgericht für die von der Klägerin ein-
gereichte Haftungsklage nicht zuständig ist. Die Klage ist gestützt auf § 10 Abs. 2 
VRP an die zuständige Instanz weiterzuleiten. Nachdem sich die Klage gegen 
die Gemeinde Feusisberg richtet, ist das Bezirksgericht Höfe als erstinstanzliches 
Zivilgericht zuständig.

3.5 Mit der Klärung der Zuständigkeitsfrage sind keine weiteren strittigen Punk-
te beantwortet. Namentlich ist weiterhin offen, ob der Sohn der Klägerin diese 
vertreten kann (die verbeiständete Mutter dem Sohn eine entsprechende Voll-
macht erteilen konnte), sich die Klage zu Recht gegen die Gemeinde richtet und 
ob die Forderung verjährt ist. Diese - und die weiteren - Rechtsfragen sind durch 
das zuständige Zivilgericht zu beurteilen.

3.6 Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet; Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht nicht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Klage wird wegen sachlicher Unzuständigkeit nicht eingetreten. Sie 
wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides an das Bezirksgericht 
Höfe weitergeleitet.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Vertreter der Klägerin (R)
- die Gemeinde Feusisberg (R)
- das Bezirksgericht Höfe (A; unter Nachreichung der Akten nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Entscheides).

Schwyz, 28. November 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. Dezember 2018