# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 728ddb71-405a-5161-bc8e-06a560f3fa6c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2025 E-6431/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6431-2025_2025-09-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6431/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry;   

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,    

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 5. August 2025 / N (…). 

 

 

 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 1. Juli 2025 in der Schweiz ein Asylgesuch 

einreichte, am 18. Juli 2025 summarisch zu seiner Person und gleichen-

tags vertieft zu seinen Asylgründen angehört wurde,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er sei türkischer Staatsangehöriger, ethnischer Kurde sowie in 

B._______ geboren und aufgewachsen,  

dass er mit seinen Eltern und Geschwistern in B._______ gelebt und die 

Schule bis zur (…) Klasse besucht habe, jedoch vor deren Abschluss aus 

der Heimat ausgereist sei,  

dass er aufgrund seiner kurdischen Ethnie in der Schule ausgegrenzt, ge-

mobbt und (auch von den Lehrern) geschlagen worden sei, er deshalb 

mehrfach die Schule gewechselt habe,  

dass sein älterer Bruder Ü.C. (N […]) am 14. August 2023 aus der Türkei 

ausgereist und in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt habe,  

dass seine eigene Situation nach der Ausreise des Bruders noch schwieri-

ger geworden sei, 

dass er sich in allgemeiner Weise von Mitgliedern der «Zafer-Partei» res-

pektive den «Grauen Wölfen» sowie von «Patrioten» bedroht gefühlt habe,  

dass er im Juni 2025 auf dem Nachhauseweg mutmasslich von Polizisten 

in Zivil abgefangen, in ein Auto verbracht und dort unter Drohungen und 

Gewalt nach dem Verbleib seines Bruders Ü.C. gefragt worden sei, 

dass ihn die gesamte Situation psychisch sehr belastet habe und seine 

Eltern nach dem Vorfall im Juni 2025 seine Ausreise beschlossen hätten,  

dass er zusammen mit seiner Schwester E.C. (N […]) am 20. Juni 2005 

aus dem Heimatstaat ausgereist sei,  

dass der Beschwerdeführer zum Beweis seiner Identität ein Schulzeugnis 

sowie Fotos von der Identitätskarte und vom Pass einreichte,  

dass der Entscheidentwurf am 31. Juli 2025 der bevollmächtigten Rechts-

vertretung zur Stellungnahme zugestellt wurde, gleichentags eine ent-

sprechende Stellungnahme eingereicht und insbesondere auf die beson-

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dere Situation des noch minderjährigen Beschwerdeführers hingewiesen 

wurde,  

dass das SEM mit Verfügung vom 5. August 2025 feststellte, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch 

ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug an-

ordnete,  

dass die zugewiesene Rechtsvertretung am 6. August 2025 ihr Mandat 

niederlegte,  

dass der Beschwerdeführer am 13. August 2025 (Eingang SEM: 14. Au-

gust 2025; Eingang Bundesverwaltungsgericht: 26. August 2025) gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flücht-

lingseigenschaft sei festzustellen und es sei ihm Asyl zu gewähren, even-

tualiter sei er vorläufig aufzunehmen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die Gewährung der der unent-

geltliche Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses und Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands ersuchte, 

eventualiter die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustel-

len sei,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 

142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf das Eventualbegehren auf Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung nicht einzutreten ist, da der Beschwerde von Gesetzes wegen die 

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aufschiebende Wirkung zukommt und diese durch die Vorinstanz auch 

nicht entzogen wurde (vgl. Art. 42 AsylG und Art. 55 VwVG),  

dass im Übrigen auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass das vorliegende Beschwerdeverfahren mit dem Beschwerde-

verfahren der Schwester E.C. (N […]), Geschäftsnummer E-6303/2025 

koordiniert behandelt wird,   

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, 

Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder 

wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu 

werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG, vgl. zur Praxis BVGE 2015/3 E. 6.5.1 

sowie 2012/5 E. 2.2),   

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen ausführte, 

die geltend gemachten Benachteiligungen in der Schule, ausgehend von 

den Lehrern und Mitschülern des Beschwerdeführers, sowie seine Schwie-

rigkeiten, Freunde zu finden, würden in ihrer Intensität nicht über die Nach-

teile hinausgehen, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der 

Türkei in ähnlicher Weise treffen könnten,  

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Seite 5 

dass diese nicht als genügend intensiv zu qualifizieren und damit nicht 

flüchtlingsrechtlich relevant seien,  

dass diese Einschätzung auch für die Beleidigung sowie die kurzzeitige 

Festhaltung und Einschüchterung, die der Beschwerdeführer im Juni 2025 

im Zusammenhang mit der Ausreise des Bruders Ü.C. aus der Türkei er-

fahren habe, zu gelten habe,  

dass die Intensität der geschilderten Behelligung nicht als dermassen ein-

schneidend zu qualifizieren sei, so dass dem Beschwerdeführer als einzi-

ger Ausweg die Flucht ins Ausland geblieben wäre, 

dass der Beschwerdeführer ein minderjähriger Schüler sei und kein spezi-

fisches Profil aufweise, aufgrund welchem die Behörden ein tatsächliches 

und anhaltendes Interesse an seiner Person haben könnten,   

dass dies auch der Umstand zeige, dass besagte Männer – sollte es sich 

tatsächlich um Polizisten gehandelt haben – ihn nach kurzer Festhaltung 

wieder hätten gehen lassen, 

dass auch keinerlei Hinweise darauf bestünden, dass im Nachgang zu die-

sem Vorfall im Juni 2025 weitergehende Massnahmen wie etwa eine Vor-

ladung oder die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Be-

schwerdeführer erfolgt seien, die auf ein konkretes Interesse der Behörden 

an seiner Person schliessen lassen könnten,  

dass bezüglich der geltend gemachten Befürchtung, von Mitgliedern der 

«Zafer-Partei», der «Grauen Wölfe» oder von «Patrioten» getötet zu wer-

den, festzuhalten sei, dass seinen Ausführungen keinerlei Hinweise zu ent-

nehmen seien, wonach eine objektiv begründete Furcht vor einer derarti-

gen Verfolgung in der Heimat bestehen könnte, 

dass der Beschwerdeführer lediglich erklärt habe, mehrmals bedroht wor-

den zu sein, wobei man ihm gesagt habe, dass er sich in Acht nehmen 

solle,  

dass er zu Protokoll gegeben habe, die genannten Parteien würden sich in 

der Türkei Vieles erlauben und ein Menschenleben für sie nichts wert sei,  

dass der Beschwerdeführer keine konkreteren Angaben zu den Personen 

gemacht habe, welche ihn behelligt hätten, und ebenso nicht ausgeführt 

habe, in welcher Häufigkeit er de facto von diesen Personen bedroht wor-

den sei,  

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dass er mit seinem pauschalen Vorbringen, ihm drohe Gefahr, weil er die 

türkischen Traditionen – wie etwa die Nationalhymne oder die Feiertage – 

nicht entsprechend würdigen würde, nicht objektiv darzulegen vermochte, 

worin diese Gefahr bestehe,  

dass mithin nicht davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe mit 

erheblicher Wahrscheinlichkeit eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfol-

gung bei einer Rückkehr in die Türkei zu befürchten,  

dass damit die Voraussetzungen von Art. 3 AsylG nicht erfüllt seien, wes-

halb die Flüchtlingseigenschaft zu verneinen und das Asylgesuch abzuwei-

sen sei, 

dass sich das Gericht den einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz (vgl. 

angefochtene Verfügung Ziff. II S. 4-8) vollumfänglich anschliesst,  

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, mit seinen Beschwerdeaus-

führungen, welche in allgemeiner Weise auf das besondere Schutzbedürf-

nis von minderjährigen Asylsuchenden, die Kinderrechtskonvention, die 

Folterkonvention und die Bundesverfassung hinweisen, den vorinstanzli-

chen Erwägungen etwas Substanzielles entgegenzusetzen, was zu einer 

anderen Einschätzung führen könnte,  

dass die vom Beschwerdeführer geschilderten Behelligungen (ungeachtet 

der Frage der Glaubhaftigkeit) die für die Anerkennung der Flüchtlingsei-

genschaft erforderliche Intensität der Verfolgungshandlungen nicht aufwei-

sen, 

dass die erlittenen (oder drohenden) Benachteiligungen nämlich eine In-

tensität aufweisen müssen, die ein menschenwürdiges Leben im Heimat-

staat als nicht mehr möglich erscheinen lassen, so dass die verfolgte Per-

son sich in einer Zwangslage befindet, welcher sie sich nur durch eine 

Flucht ins Ausland entziehen kann (BVGE 2010/28, E. 3.3.1.1;  

Entscheidungen und Mitteilung der vormaligen Schweizerischen Asylre-

kurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 10.3.1; EMARK 2000 Nr. 17 E. 

11b; EMARK 1996 Nr. 30 E. 4d.),  

dass von einer solchen Zwangslage auch unter Berücksichtigung des noch 

jungen Alters des Beschwerdeführers und seiner Vulnerabilität nicht aus-

zugehen ist, 

dass die Vorinstanz sein Asylgesuch daher zu Recht abgelehnt hat,  

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dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine 

Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster 

Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugs- 

hindernissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 

Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da die allgemeine Lage in der Heimat des Beschwer-

deführers nicht auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 

schliessen lässt (vgl. zur sicherheitspolitischen Entwicklung Referenzurteil 

E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2 m.w.H.), 

dass sich im Februar 2023 ein schweres Erdbeben im Südosten der Türkei 

ereignete und auch die Herkunftsprovinz des Beschwerdeführers 

B._______ davon betroffen war,  

dass praxisgemäss bei der die Beurteilung der Zumutbarkeit der individu-

ellen Lebenssituation der Betroffenen Rechnung zu tragen ist  

(vgl. Referenzurteil E-1308/2023 vom 19. März 2024 E. 11.3), 

dass der Beschwerdeführer noch minderjährig ist, vor seiner Ausreise aber 

in den Schulbetrieb eingebunden war und zudem eine Nebentätigkeit bei 

einem (…) hatte,  

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dass seine im Heimatstaat lebenden Eltern für den Lebensunterhalt 

aufgekommen sind, der Beschwerdeführer nach wie vor mit seinen Eltern 

in Kontakt steht und diese weiterhin im Familienhaus in B._______ leben 

und Einschränkungen für die Familie aufgrund des Erdbebens auch auf 

Beschwerdeebene nicht geltend gemacht wurden,  

dass folglich angenommen werden kann, dass der Beschwerdeführer im 

Falle seiner Rückkehr wieder bei seinen Eltern leben kann, welche sich 

altersgerecht um ihn kümmern,  

dass ausserdem von der schulischen wie auch sozialen Integration in der 

Heimat auszugehen ist, sich der Beschwerdeführer erst sehr kurz in der 

Schweiz aufhält, weshalb nicht von einer massgeblichen Integration in der 

Schweiz und reziproken Entwurzelung vom Heimatstaat ausgegangen 

werden kann,   

dass die psychischen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers sofern 

sie behandlungsbedürftig sind, auch im Heimatstaat behandelbar sind,  

dass weitere Abklärungen zur Frage der Überstellung des minderjährigen 

Beschwerdeführers (vgl. Rechtspraxis BVGE 2021 VI/3 E. 11.5.2 und die 

grundsätzliche Verpflichtung der Behörden, das Kindesinteresse im Rah-

men der Zumutbarkeitsprüfung als gewichtigen Aspekt zu berücksichtigen 

[vgl. auch BVGE 2015/30 E. 7.2, 2009/51 E. 5.6 m. w. H.]) vorliegend un-

terbleiben können, dass weitere Abklärungen zur Frage der Überstellung 

des minderjährigen Beschwerdeführers vorliegend unterbleiben können, 

da dieser zusammen mit seiner volljährigen Schwester, deren Beschwerde 

(E-6303/ 2025) mit Urteil vom heutigen Datum ebenfalls abgewiesen wird, 

in den Heimatstaat zurückkehren kann, womit im Hinblick auf die Wahrung 

des Kindeswohls sichergestellt ist, dass er auf seiner Rückreise von einer 

eng vertrauten, volljährigen Familienangehörigen begleitet wird,   

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für eine Rückkehr 

allenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG) zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

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Seite 9 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer – in Abweisung der Gesuche um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG, Art. 102m AsylG) aufgrund 

der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren – aufzuerlegen wären (Art. 63 

Abs. 1 VwVG), angesichts der besonderen Verfahrensumstände (Minder-

jährigkeit) auf die Auferlegung der Verfahrenskosten jedoch zu verzichten 

ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE),  

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos wird. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Verbeiständung werden abgewiesen.   

3.  

Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

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