# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67c88483-f9d9-5b37-b5d6-d01c5f9419e1
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-27
**Language:** de
**Title:** Kapitalleistung 2008 (Direkte Bundessteuer sowie Staats- und Gemeindesteuern) sowie Direkte Bundessteuer 2008 und Staats- und Gemeindesteuern 2008
**Docket/Reference:** DB.2011.247
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2011_247_vn.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2011.247 
1 ST.2011.327 

Entscheid 

 27. Januar 2012 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichterin Rhea 
Schircks Denzler und Gerichtsschreiberin Nadja Obreschkow 

In Sachen 

1.  A,  

2.  B,    

,   

vertreten durch Göldi Grimm Meier & Partner Treuhand AG,  
Untere Dorfstrasse 14, 8700 Küsnacht,  

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

gegen 

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Kapitalleistung 2008 (Direkte Bundessteuer sowie Staats- und Gemeindesteuern) 
sowie Direkte Bundessteuer 2008 und Staats- und Gemeindesteuern 2008 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die Ehegatten A und B (nachfolgend der/die Pflichtige bzw. zusammen die 

Pflichtigen) hatten bis und mit Steuerperiode 2007 ihren Wohnsitz in  C. Dort bewohn-

ten sie zusammen mit ihren zwei erwachsenen Kindern ein in ihrem Eigentum stehen-

de  Einfamilienhaus.  Der  1949  geborene  Pflichtige  war  bei  der  Bank  D  AG  unselbst-

ständig  erwerbstätig  und  liess  sich  auf  Ende  2007  vorzeitig  pensionieren.  In  der 

Steuererklärung 2008 gab das Ehepaar an, per 22. Februar 2008 ins Ausland wegge-

zogen zu sein. 

Im  Veranlagungs-/Einschätzungsverfahren  für  die  Steuerperiode  2008  unter-

suchte  die  Steuerkommissärin  die  näheren  Umstände  des  Wegzugs  der  Pflichtigen 

und die Ausrichtung von Kapitalleistungen aus der beruflichen Vorsorge des Pflichtigen 

bei der Bank D AG. Zwei solche Leistungen im Gesamtbetrag von Fr. 1'661'500.- wa-

ren dem Pflichtigen am 5. März 2008 von der Vorsorgeeinrichtung der Bank ausbezahlt 

worden, weil er sich vorzeitig hatte pensionieren lassen. Die Auszahlung wurde mit der 

Quellensteuer erfasst. 

In  der  Folge  ging  die  Steuerkommissärin  davon  aus,  die  Pflichtigen  hätten 

ihren Wohnsitz in C in der Steuerperiode 2008 beibehalten und seien hier daher nach 

wie vor unbeschränkt steuerpflichtig. Auf dieser Grundlage schätzte sie die Pflichtigen 

am  7.  April  2011  für  die  Steuerperiode  2008  sowohl  für  die  direkte  Bundessteuer  als 

auch die Staats- und Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0.- 

ein  und  setzte  das  steuerbare  Vermögen  für  letztere  Steuer  auf  Fr. 1'865'000.-  (satz-

bestimmend Fr. 2'296'000.-) fest. Zudem erfasste sie die aus der beruflichen Vorsorge 

ausgerichteten  Kapitalleistungen  in der  Steuerperiode 2008  separat  vom  übrigen Ein-

kommen mit einer Jahressteuer gemäss Art. 38 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990 (DBG) bzw.  § 37  des  Steuergesetzes vom  8. 

Juni 1997 (StG). 

B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 9. Mai 2011 Einsprache erheben und 

beantragen, sie in der Steuerperiode 2008 nur bezüglich der  hiesigen Liegenschaften 

zu besteuern und das steuerbare Vermögen demensprechend auf Fr. 811'000.- (satz-

bestimmend Fr. 2'296'000.-) festzusetzen. Das steuerbare Einkommen blieb unbestrit-

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ten.  Zudem  sei  von  der  Erfassung  der  Kapitalleistungen  mit  der  Einkommenssteuer 

abzusehen.  Dabei  vertraten  sie  den  Standpunkt,  sie  seien  noch  vor  Auszahlung  der 

Kapitalleistungen  nach  E,  dem  Heimatland  der Pflichtigen,  weggezogen  und müssten 

diese  daher  hier  nicht  mehr  mit  einer  Jahressteuer  versteuern.  Der  Quellensteuerab-

zug auf der Auszahlung müsse genügen. Zudem seien sie hier mit Blick auf das übrige 

Einkommen  nur  noch  beschränkt,  d.h.  bezüglich  der  Liegenschaften,  steuerpflichtig. 

Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 11. Oktober 2011 ab. 

C.  Mit  Beschwerde  bzw.  Rekurs  vom  10.  November  2011  erneuerten  die 

Pflichtigen den Einspracheantrag. 

Das kantonale Steueramt schloss am 28. November 2011 auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen. 

Am 16. Dezember 2011 liessen die Pflichtigen Unterlagen nachreichen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Nach  Art.  3  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  die  Harmonisierung  der 

direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  vom  14.  Dezember  1990  (StHG)  und 

den damit übereinstimmenden Art. 3 Abs. 1 DBG bzw. § 3 Abs. 1 StG sind natürliche 

Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren Wohnsitz 

oder  Aufenthalt  in  der  Schweiz  bzw.  im  Kanton  haben.  Die  Steuerpflicht  ist  unbe-

schränkt,  erstreckt  sich  jedoch  nicht  auf  Geschäftsbetriebe,  Betriebsstätten  und 

Grundstücke  im  Ausland  bzw.  ausserhalb  des  Kantons  (Art.  6  Abs.  DBG,  §  5  Abs.  1 

StG).  

Der  steuerrechtliche  Wohnsitz  einer  nicht  selbstständig  erwerbenden  Person 

liegt  nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  dort,  wo  sie  sich  mit  der  Absicht 

dauernden  Verbleibens  aufhält  bzw.  wo  sich  der  Mittelpunkt  ihrer  Lebensinteressen 

befindet (BGE 123 I 289 E. 2 S. 293 f. mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Dies be-

urteilt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, die diese Interes-

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sen erkennen lassen, und nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichti-

gen  Person;  die  formellen  Kriterien  der  Anmeldung  und  Abmeldung,  Niederlassungs-

bewilligung, Hinterlegung der Schriften oder der Ausübung der politischen Rechte bil-

den  nur  dann  Indizien  für  den  steuerrechtlichen  Wohnsitz,  wenn  auch  das  übrige 

Verhalten der Person dafür spricht. 

Die  Absicht,  am  fraglichen  Domizil  zu  verbleiben,  muss  in  konkreten,  nach 

aussen  sichtbaren  Vorkehrungen  erkennbar  sein.  Dabei  lassen  etwa  der  Kauf  eines 

Hauses,  die  Anschaffung  von  Möbeln  für  eine  Mietwohnung,  die  Aufgabe  der  Bezie-

hungen zum bisherigen Wohnort usw. Rückschlüsse auf den entsprechenden inneren 

Willen zu (RB 1984 Nr. 27 f. = StE 1984 B 11.1 Nr. 3).  

Bei gleichzeitigen Beziehungen zu mehreren Orten ist zu prüfen, welche stär-

ker sind. Dabei fallen namentlich die persönlichen Verhältnisse, der Zweck des betref-

fenden  Aufenthalts  und  die  Wohnverhältnisse  an  den  fraglichen  Orten  ins  Gewicht. 

Wohnort  ist  letztlich  der  Ort,  zu  dem  gesamthaft  die  engsten  Beziehungen  gegeben 

sind; die übrigen Orte sind Aufenthaltsorte, die unter Umständen eine sekundäre Steu-

erpflicht  zu  begründen  vermögen  (vgl.  Reimann/Zuppinger/Schärrer,  Kommentar  zum 

Zürcher Steuergesetz, 1. Band, 1961, § 3 N 7).  

b) Nach § 132 Abs. 1 StG haben die Steuerbehörden mit dem Steuerpflichti-

gen  die  für  die  vollständige  und  gerechte  Besteuerung  massgeblichen  tatsächlichen 

und rechtlichen Verhältnisse festzustellen. Dabei haben die Steuerbehörden die steu-

erbegründenden oder -erhöhenden Tatsachen nachzuweisen, der Steuerpflichtige hin-

gegen  jene  Umstände,  welche  die  Steuerschuld  mindern  oder  aufheben  (RB  1987 

Nr. 35). Zu den vom Fiskus nachzuweisenden Tatsachen gehören namentlich diejeni-

gen, welche die Steuerpflicht als solche begründen. Mithin obliegt es ihm, den Wohn-

sitz  einer  Person  darzutun  und  nachzuweisen.  Dies  gilt  auch  dann,  wenn  sich  der 

steuerrechtliche Wohnsitz  –  wie  vorliegend  –  bis  anhin  im  Kanton  Zürich  befand  und 

streitig ist, ob er aufgegeben worden ist bzw. sich an einen ausserkantonalen Ort ver-

lagert  habe  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher 

Steuergesetz,  2.  A.,  2006,  §  3  N  84  mit  Hinweisen).  Erscheint  der  von  der  Behörde 

angenommene  Wohnsitz  als  sehr  wahrscheinlich,  genügt  dies  aber  in  der  Regel  als 

Hauptbeweis und ist es alsdann Sache dieser Person, den Gegenbeweis für den von 

ihr  behaupteten  Lebensmittelpunkt  in  einer  anderen  Gemeinde  bzw.  in  einem  andern 

Staat zu erbringen. Die Steuerbehörde darf zudem voraussetzen, der  Steuerpflichtige 

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bringe ihn steuerlich entlastende Umstände von sich aus vor. Nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung  hat  angesichts  der  in  §  135  StG  verankerten  Mitwirkungspflicht  des 

Steuerpflichtigen diejenige Partei die in Betracht fallenden Beweismittel zu nennen, der 

dies am ehesten möglich ist. Dabei können keine abstrakten Beweisregeln aufgestellt 

werden; vielmehr ist auf den Einzelfall abzustellen. In diesem Sinn hat derjenige, wel-

cher die Aufgabe seines zürcherischen Wohnsitzes behauptet, von sich  aus darzutun 

und  nachzuweisen,  dass  und  in  welcher  Art  sich  sein  Lebensmittelpunkt  vom  Kanton 

Zürich wegverschoben hat (StRK IV, 21. Oktober 1987, R 648-650/1987). 

2. a) Die Pflichtigen haben in der Vergangenheit in C in ihrem Einfamilienhaus 

gewohnt,  einem  freistehenden  Objekt  mit  8 ½ Zimmern  (T-act.  11/4,  11/5  und  32/1). 

Daneben  sind  sie  auch  noch  Eigentümer  von  zwei  Ferienhäusern  in  den  schweizeri-

schen  Gemeinden  F  und  G.  Sie  behaupten,  nach  der  vorzeitigen  Pensionierung  des 

Pflichtigen per 21. Februar 2008 nach E, dem Heimatland der Pflichtigen, weggezogen 

zu  sein.  Sie  blieben  jedoch  gleichwohl  Eigentümer  ihrer  Liegenschaften.  Sie  wenden 

diesbezüglich ein, ihre beiden erwachsenen Kinder nutzten nun das Einfamilienhaus in 

C (allein), ebenso wie die zwei Ferienhäuser in F und G. Indessen haben sie sich mit 

der vollumfänglichen Beibehaltung ihres hiesigen, aus drei Objekten bestehenden Lie-

genschaftenbestands  die  jederzeitige,  problemlose  und  schnelle  Rückkehr  in  die 

Schweiz offen gehalten. Dies gilt umso mehr, als sie gemäss ihren Angaben keinerlei 

Mobiliar nach E zügelten und somit in der Schweiz über weiterhin mit ihren Möbeln voll 

ausgestattete  Liegenschaften  verfügten  (T-act. 27/2  S.  2).  Ein  Umzug  in  Form  einer 

"eigentlichen  Verschiebung"  von  Wohnungseinrichtung  und  Hausrat  stellte  aber  auf-

grund des Alters der Pflichtigen gemäss Rechtsprechung ein wesentliches Indiz für die 

Wohnsitzverlegung  dar  (vgl.  VGr,  14. Dezember  2011,  SB.2011.00064).  Zudem  be-

nutzten die Pflichtigen ihre Liegenschaften im Jahr 2008 auch weiterhin selber, indem 

sich der Pflichtige hier wegen diverser ärztlicher Nachkontrollen aufgehalten hat (R-act. 

2 S. 1).  

Nach ihrem eigenen Bekunden wickelten sie sodann praktisch den gesamten 

Bank-  und  Postverkehr  nach  wie  vor  über  die  Schweiz  ab  (T-act.  37/5).  Ihre  Kinder 

waren  zudem  zwar bereits erwachsen,  wohnten jedoch  weiterhin in den  hiesigen Lie-

genschaften der Pflichtigen, sodass Letzteren hier ein wesentlicher familiärer Anknüp-

fungspunkt erhalten blieb. 

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b) Damit liegen aber genügend Indizien vor, um die Annahme zu rechtfertigen, 

die Pflichtigen hätten ihren Wohnsitz auch im Jahr 2008 weiterhin in C gehabt. Der von 

der  Steuerbehörde  zu erbringende  Hauptbeweis  für  die Existenz  des  hiesigen Wohn-

sitzes gilt demnach als erbracht. Es liegt in der Folge an den Pflichtigen, den Gegen-

beweis für die behauptete Wohnsitzverlegung nach E zu leisten. 

3. a) In E verfügen die Pflichtigen nicht über ein eigenes Wohnobjekt, sondern 

halten  sich im  Haus  der  Mutter  der  Pflichtigen  auf  (T-act.  27/30  und 27/35). Wie sich 

ihre  dortigen Wohnverhältnisse  im  Einzelnen  gestalten,  liegt  mangels  diesbezüglicher 

Sachverhaltsdarstellung  ihrerseits  im  Dunklen.  Auch  ist  nicht  einmal  erstellt,  ob  sie 

eigene Möbel  angeschafft  haben,  wie  sie  noch  im  Einschätzungsverfahren  behaupte-

ten, aber nicht ansatzweise – z.B. mit Einkaufsquittungen – nachwiesen (T-act. 27/2). 

Weiter lässt sich aus den nach Beschwerde-/Rekurserhebung eingereichten Gas- und 

Telefonrechnungen aus dem Jahr 2008 (R-act. 13/2 und 13/3) nichts zu ihren Gunsten 

ableiten, da die Rechnungen auf die Mutter der Pflichtigen lauten und daher über allfäl-

lig  von  ihnen  selber  verursachte  Kosten  nichts  auszusagen  vermögen.  Unter  diesen 

Umständen steht in keiner Art und Weise fest, ob und wie sie sich in E zu Wohnzwe-

cken tatsächlich eingerichtet haben. 

b) Fraglich ist sodann, ob sich die Pflichtigen im Jahr 2008 mehr als nur kurz 

in E aufgehalten haben. Ihre Kreditkartenauszüge für dieses Jahr (T-act. 27/3 - 27/29) 

weisen nämlich bei einer Vielzahl von Belastungen für den Pflichtigen keine einzige in 

E getätigte Zahlung und bei der Pflichtigen nur solche Zahlungen aus der Zeit vom 14. 

Juli bis 18. August 2008 aus. Bei den andern, über das ganze Jahr verteilten Belastun-

gen sind Zahlungsorte in der Schweiz (u.a. auch in C und Umgebung sowie in Zürich), 

in  mehreren  europäischen  Ländern,  Israel  und  den  USA  aufgeführt.  Die  in  Aussicht 

gestellten  Bankauszüge  eines  Kontos  in  E  (vgl.  R-act.  2  S.  2)  haben  die  Pflichtigen 

demgegenüber  bis  heute  nicht  eingereicht.  Auch  haben  sie  ihre  Behauptung  in  Be-

schwerde und Rekurs, die Kinder hätten die Kreditkarten mitbenützt, nicht nachgewie-

sen.  Bei  einer  dergestalt  nur  für  einen  Monat  dokumentierten  Aufenthaltsdauer  in  E, 

welche zudem nur die Pflichtige allein betrifft, und aufgrund der anzunehmenden viel-

fältigen  Reisetätigkeit  in  die  angeführten  Länder  verbietet  sich  die  Annahme,  der  Le-

bensmittelpunkt der Ehegatten habe sich im Jahr 2008 in E befunden. 

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c) Die Pflichtigen wollen im Jahr 2008 verschiedene Male nach E und zurück 

in die Schweiz geflogen sein. Für den Kauf der entsprechenden Tickets verweisen sie 

auf  die  genannten  Kreditkartenauszüge.  Darin  sind  jedoch  nur  Belastungen  für  nicht 

näher  spezifizierte  Rechnungen  von  Reisebüros,  Fluggesellschaften  und  Buchungen 

übers  Internet  (Ebookers.com)  angegeben,  ohne  dass  der  jeweilige  Flug  selber  bzw. 

der  Zielort  vermerkt  ist.  Dies  trifft  insbesondere auch  auf  die  von  den  Pflichtigen  her-

vorgehobenen 29 Buchungen im Juni 2008 bei der Continental Airlines zu, abgesehen 

davon, dass bei diesen Buchungen als Zahlungsort stets Huston/USA aufgeführt ist (T-

act. 27/9 - 27/11). Die mit Beschwerde/Rekurs eingereichte Bestätigung von H vom 9. 

November 2011, welche bei der Continental Airlines arbeiten soll (R-act. 3/3), hilft nicht 

weiter, da in dieser Bestätigung die von der Pflichtigen gewählten Reisen und Reiseda-

ten  ebenfalls  nicht  aufgeführt  sind.  Demnach  haben  die  Pflichtigen  damit  höchstens 

eine  im  Jahr  2008  erfolgte  rege  Reisetätigkeit  offen  gelegt,  nicht  jedoch,  dass  diese 

auch  E  umfasste.  In  der  Besprechung  mit  der  Steuerkommissärin  am  28.  September 

2011  haben  sie  hierzu  übereinstimmend  vorgebracht,  ihre  Ferien  2008  in  Isra-

el/Jordanien und den USA (Miami) verbracht zu haben (T-act. 42/1). 

d)  In  der  Einsprache  legten  die  Pflichtigen  das  Schwergewicht  der  Begrün-

dung für die Wohnsitznahme in E noch darauf, dass sie 2008 dort ein schweizerisches 

Kultur und Ausbildungszentrum gegründet und mit erheblichen finanziellen Mitteln auf-

gebaut  hätten  (T-act.  37/4  -  37/5).  Indessen  datieren  die  diesbezüglich  vorgelegten, 

grösstenteils  in  spanischer  Sprache  gehaltenen  Unterlagen  allesamt  aus  dem  Jahr 

2009  oder  später  und  dokumentieren  überwiegend  nur  Vorgänge  aus  dieser  Zeit  (T-

act. 37/11 – 37/50). Hinsichtlich von bereits im vorliegend streitbetroffenen Jahr 2008 

verrichteten (Vor-)Arbeiten führten sie bloss aus, dass das Institut bzw. die Schule im 

August  2009  eröffnet  worden  sei  und  sie  davor  während  rund  einem  Jahr  intensive 

Verhandlungen  mit  den  zuständigen  Behörden  geführt  hätten  (T-act.  37/4).  Als  ent-

sprechendes Beweismittel lässt sich zwar ein Schreiben der Schule vom 4. Mai 2011 

(T-act. 37/50) heranziehen, jedoch ist daraus nicht ersichtlich, wie sich die Gründungs-

aktivitäten  im  Einzelnen  gestalteten,  welchen  zeitlichen  Umfang  sie  aufwiesen  und  – 

vor allem – wie oft die Pflichtigen dabei im Jahr 2008 "vor Ort" zu sein hatten. Die Be-

hauptung, wonach die Schule bereits 2008 gegründet worden sei, findet in den Akten 

keine Stütze. Bei der nur auszugsweise eingereichten Abschrift der Gründungsurkunde 

fehlt insbesondere das Deckblatt mit dem Datum. Die definitive Bewilligung zur Errich-

tung der Schule stammt vom 13. August 2009 (vgl. T-act. 37/30 unten sowie 37/31) 

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Abgesehen davon vermögen die Pflichtigen für 2008 – wie erwähnt – nur eine 

einmonatige Aufenthaltsdauer in E zu dokumentieren, die zudem nur die Pflichtige al-

lein betrifft. Eine Wohnsitznahme in E im Jahr 2008 lässt sich damit nicht begründen. 

e) Ein Nachweis für eine Wohnsitzbegründung in E schon im Jahr 2008 kann 

weiter auch nicht in der Rechnung des Touring Clubs der Schweiz  vom 1. Dezember 

2008  für  "ETI  Europa"  (T-act.  27/36)  erblickt  werden  –  diese  Rechnung  konnte  nach 

Angaben  der  Pflichtigen  wegen  Auslandwohnsitz  nicht  bezahlt  werden  –  ,  handelt  es 

sich dabei doch um die Rechnung für das Jahr 2009. Gleiches gilt auch bezüglich einer 

Krankenversicherung  der  Pflichtigen  in  E,  da  die  diesbezüglichen  Versicherungsaus-

weise vom 6. November 2009 datieren (T-act. 37/52). 

f)  Der  Pflichtige  war  sodann  gemäss  entsprechender  Bestätigung  vom 

5. Mai 2011 ständiger und unentgeltlicher Berater der I S.A., und zwar seit März 2008 

(T-act. 37/51). Die Pflichtigen hielten in der Einsprache dafür, dieses Engagement sei 

mit  erheblichem  Zeitaufwand  verbunden  und  könne  bei  einem  Schweizer  Wohnsitz 

nicht ausgeübt werden. Die Gründe für letztere Behauptung gaben sie jedoch nicht an. 

Zudem haben sie einen Aufenthalt des Pflichtigen im Jahr 2008 ohnehin nicht nachge-

wiesen. Die Beratertätigkeit im Jahr 2008 liefert daher keinen Anhaltspunkt für die zeit-

gleiche  Wohnsitznahme  in  E.  Nur  am  Rande  ist  anzumerken,  dass  die  Bestätigung 

vom 5. Mai 2011 wohl aus reiner Gefälligkeit ausgestellt wurde, zumal der unterzeich-

nende Verwaltungsrat denselben Familiennamen trägt wie der Pflichtige. 

g) Nicht weiter hilft den Pflichtigen unter diesen Umständen demnach die Ab-

meldung 

in  C  per  21.  Februar  2008,  die  Staatsangehörigkeits-/Immatrikula-

tionsbestätigung der Schweizerischen Botschaft in E vom 24. März 2010, wonach der 

Pflichtige seit 3. März 2008 an der Adresse der Schwiegermutter in E wohnhaft ist (T-

act.  13/2),  und  die  Bewilligung  der  Immigrationsbehörde  von  E  vom  16.  Dezember 

2009 über den Aufenthalt des Pflichtigen in E als Rentner (T-act. 27/32 – 27/34). Wie 

bereits erwähnt stellen An-/Abmeldung, Niederlassungsbewilligung etc. nur dann Indi-

zien für den steuerrechtlichen Wohnsitz dar, wenn auch das übrige Verhalten der Per-

son  dafür  spricht.  Diese  Voraussetzungen  sind  bei  den  Pflichtigen  nach  dem  bisher 

Ausgeführten für  das  Jahr  2008  nicht  erfüllt.  Im Übrigen  wurde  die  Aufenthaltsbewilli-

gung für den Pflichtigen als Rentner ohnehin erst am 16. Januar 2009 ausgestellt. Der 

in diesem Zusammenhang angebrachte Hinweis der Pflichtigen in der Einsprache, die 

Mühlen der privaten und staatlichen Institutionen in E – wenn überhaupt – erfahrungs-

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gemäss  nur  langsam,  erweist  sich  als  zu  pauschal  und  zudem  als  wenig  stichhaltig, 

kann eine Aufenthaltsbewilligung doch auch rückwirkend ausgestellt werden. 

h)  Zusammenfassend  ergibt  sich  damit,  dass  den  Pflichtigen  der  Gegenbe-

weis  nicht  gelungen  ist,  ihr  Lebensmittelpunkt  habe  sich  ab  Februar/März  2008  in  E 

befunden. Zwar verfügten sie in diesem Land ohne Zweifel über mehrere Kontakte und 

Anknüpfungspunkte und ist E das Heimatland der Pflichtigen, wo überdies ihre Mutter 

wohnt.  Jedoch  lässt  dies  allein  den  Schluss,  ihr  Lebensmittelpunkt  habe  sich  im  hier 

streitbetroffenen Jahr 2008 in dieses Land verschoben, mangels Nachweises der dorti-

gen Aufenthalte (Pflichtiger) bzw. eines längeren Aufenthalts (Pflichtige) und der Exis-

tenz einer eigenen Wohnstätte samt eigener Einrichtung nicht zu. Vielmehr überwiegen 

noch  immer  die  Bezugspunkte  zu  C  bzw.  zur  Schweiz,  wo  sie  weiterhin  Eigentümer 

ihrer  voll  eingerichteten  Liegenschaften  sind,  die  sie  sich  uneingeschränkt  zu  Wohn-

zwecken  zur  Verfügung  hielten  und  in  denen  sie  bei  den  hiesigen  Aufenthalten  auch 

tatsächlich  wohnten.  Zudem  bildeten  die  Liegenschaften  auch  die  Wohnstätte  ihrer 

Kinder, sodass sie hier den engeren familiären Anknüpfungspunkt als in E hatten. 

Demnach bleiben die Pflichtigen in der Steuerperiode 2008 in C aufgrund ih-

res hiesigen Wohnsitzes kraft Art. 3 Abs. 1 DBG bzw. § 3 Abs. 1 StG weiterhin unbe-

schränkt steuerpflichtig. 

4.  a)  Zu  prüfen  bleibt,  ob  diesem  Ergebnis  allenfalls  die  Bestimmungen  des 

Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung des Staa-

tes  E  zur  Vermeidung  der  Doppelbesteuerung  auf  dem  Gebiet  der  Steuern  vom  Ein-

kommen (DBA-E) entgegenstehen.  

b) Vorab ist festzuhalten, dass das Abkommen nur für die Einkommenssteuer 

gilt (Art. 2 DBA-E), sodass eine allfällige Doppelbesteuerung beim Vermögen von den 

Pflichtigen hinzunehmen wäre. 

Das Abkommen ist sodann (hinsichtlich der Einkommenssteuer) auf Personen 

anwendbar,  die  in  einem  Vertragsstaat  ansässig  sind  (Art.  1  DBA-E).  Darunter  sind 

Personen zu verstehen, die nach dem Recht dieses Staats dort aufgrund ihres Wohn-

sitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Orts der Geschäftsleitung oder eines anderen 

ähnlichen Merkmals steuerpflichtig sind (Art. 4 Abs. 1 DBA-E). Mit andern Worten be-

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stimmt  sich  die  Steuerpflicht  einer  Person  in  einem  Vertragsstaat  nach  dessen  eige-

nem Recht.  

Ist damit aber vorliegend die unbeschränkte Steuerpflicht der Pflichtigen nach 

dem  innerstaatlichen  Recht (StHG/DBG  bzw.  StG)  –  wie dargelegt  – gegeben,  ist  sie 

es auch nach dem DBA-E.  

c)  Demnach  bleibt  es  auch  unter  Berücksichtigung  des  DBA-E  bei  der  Fest-

stellung,  dass  die  Pflichtigen  in  der  Steuerperiode  2008  in  C  weiterhin  unbeschränkt 

steuerpflichtig waren.  

5. a) aa) Dem Pflichtigen wurden von den Vorsorgeeinrichtungen der Bank D 

AG  am  5.  März  2008  zwei  Kapitalleistungen  von  Fr.  1'449'393.-  und  Fr.  201'477.60 

ausgerichtet, wobei die Auszahlung um eine Zinskomponente von Fr. 9'360.65 bzw. Fr. 

1'301.20 erhöht und um einen auf dem Gesamtbetrag vorgenommenen Quellensteuer-

abzug von Fr. 121'014.- bzw. Fr. 15'047.- gekürzt wurde (T-act. 17/2). Daraus resultier-

ten die ausbezahlten Beträge von Fr. 1'337'739.65 und Fr. 187'731.80 (T-act. 15/2). 

Die Vorinstanz  unterwarf  die  Kapitalleistungen  zusammen  mit  dem  Zins, d.h. 

im Umfang von Fr. 1'458'753.65 und Fr. 202'778.80, total (abgerundet) Fr. 1'661'500.-, 

der Einkommenssteuer, gesondert vom übrigen Einkommen und mit einer vollen Jah-

ressteuer. 

bb)  Nach  dem  Gesagten  sind  die  Pflichtigen  in  der  Steuerperiode  2008  in  C 

unbeschränkt steuerpflichtig. Als Folge davon haben sie diese Kapitalleistungen in der 

Steuerperiode 2008 als Einkommen zu versteuern (Art. 22 Abs. 1 DBG und § 22 Abs. 1 

StG). Die Besteuerung erfolgt dabei gesondert vom übrigen Einkommen und mit einer 

vollen Jahressteuer (Art. 38 Abs. 1 DBG und § 37 Abs. 1 StG). Diesen Anforderungen 

entsprechen  die  angefochtenen  Einspracheentscheide  (T-act.  43/1  und  44/1)  grund-

sätzlich. 

cc) In betraglicher Hinsicht hat die Vorinstanz die bei der Auszahlung von den 

Vorsorgeeinrichtungen  abgezogene  Quellensteuer  von  Fr.  121'014.-  bzw.  Fr.  15'047.- 

zu  Recht  nicht  von  der  Besteuerung  ausgenommen,  da  die  Quellensteuer  erst  vom 

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Steuerbetrag in Abzug zu bringen ist, der sich aufgrund der vorliegend streitigen, sepa-

raten (ordentlichen) Jahressteuer ergibt. 

dd) Nicht zu folgen ist der Vorinstanz dagegen bei  der Besteuerung des Zin-

ses auf der Kapitalleistung von Fr. 9'360.65 bzw. Fr. 1'301.20, da es sich beim Zins um 

Vermögensertrag und nicht um einen Teil der gesondert zu versteuernden Kapitalleis-

tungen  handelt.  Die  Besteuerung  nach  Art.  38  Abs.  1  DBG  bzw.  §  37  Abs.  1  StG  ist 

daher auf die effektiven Kapitalleistungen von Fr. 1'449'393.- bzw. Fr. 201'477.60. total 

Fr. 1'650'870.60 bzw. abgerundet Fr. 1'650'800.- zu beschränken (zur Frage des Zeit-

punkts  des  Zufliessens der  Kapitalleistungen  in der  Steuerperiode  2008  vgl.  nachste-

hend E. 6.b – c). 

b)  Als  weitere  Folge  des  2008  fortbestehenden  hiesigen  Wohnsitzes  bleiben 

die Pflichtigen in C für die ganze Steuerperiode 2008 auch für das übrige Einkommen 

und  das  Vermögen  unbeschränkt  steuerpflichtig.  Die  entsprechenden  Steuerfaktoren 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0.- und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 1'865'000.- (satzbestimmend Fr. 2'296'000.-) sind zwar nicht streitig, beim steuerba-

ren  Einkommen  ist  jedoch  der  bei  der  separaten  Besteuerung  der  Kapitalleistungen 

nicht  einzubeziehende  Zinsertrag  von  zusammen  Fr.  10'661.85  zu  berücksichtigen. 

Dies  führt  bei  der  direkten  Bundessteuer  zu  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 

10'690.- (T-act. 33/4) bzw. abgerundet Fr. 10'600.- und bei den Staats- und Gemeinde-

steuern  zu  einem  solchen  von  Fr.  4'200.- 

(satzbestimmend  Fr.  9'700.-,  

R-act. 15).  Daraus  resultieren  allerdings  aufgrund  der  anzuwendenden  Tarifstruktur 

(vgl. Art. 214  Abs.  2  DBG  und  §  35  Abs.  2  StG)  keine  höheren  Steuerbeträge.  Das 

steuerbare Vermögen bleibt unverändert. 

6.  a)  Selbst  wenn  –  ungeachtet  der  obigen  Erwägungen  –  von  einer  Wohn-

sitzverlegung  der  Pflichtigen  in  der  Steuerperiode  2008  nach  E  ausgegangen  würde, 

änderte sich aus folgenden Gründen nichts: 

aa) Die Pflichtigen haben sich in C per 21. Februar 2008 abgemeldet. Damit 

wären sie zumindest bis zu diesem Zeitpunkt hier ohnehin noch unbeschränkt steuer-

pflichtig (Art. 8 Abs. 2 DBG, § 10 Abs. 2 StG).  

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bb)  Die  Steuerpflicht  umfasste  diesfalls  aber  auch  die  separat  zu  besteuern-

den  Kapitalleistungen,  sofern  Letztere  noch  bis  zum  Wegzug  als  zugeflossen  gelten. 

Vorsorgeleistungen, die an Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt 

in  der  Schweiz  ausgerichtet  werden,  unterliegen  dagegen  nach  Art.  95  f.  DBG  bzw. 

§ 98 f. StG nur der Besteuerung an der Quelle. Für die Pflichtigen bliebe es daher bei 

der Quellenbesteuerung der Kapitalleistungen, wenn ihnen diese erst nach dem Weg-

zug nach E zugeflossen wären. 

Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts fliessen dem Arbeitnehmer Ka-

pitalleistungen aus der beruflichen Vorsorge im (vorliegend zu beurteilenden) Fall eines 

vorzeitigen Altersrücktritts mit der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu, 

da  der  Anspruch  auf  die  Altersleistungen  in diesem  Zeitpunkt  entsteht  und fällig  wird. 

Eine  allenfalls  vorzeitige  Auszahlung  der  Kapitalleistung  ändert  daran  nichts  (BGr, 

14. Dezember 2007 = StE 2008 B 21.2 Nr. 25), ebenso wenig eine nachträgliche Aus-

zahlung.  

cc)  Der  folgende,  in  den  Einspracheentscheiden  dargelegte  Sachverhalt  ist 

nicht  streitig:  Der  Pflichtige  liess  sich  von  der  Arbeitgeberin,  der  Bank  D  AG,  per  31. 

Dezember 2007 vorzeitig pensionieren und stellte bei der Vorsorgeeinrichtung im Sep-

tember 2007 ein Begehren um Auszahlung der Altersleistungen in Form einer Kapital-

zahlung.  Im  November  2007  erlitt  er  auf  seiner  letzten  Geschäftsreise  einen  Unfall, 

welcher eine anschliessende Rehabilitation mit sich brachte. Während dieser Zeit war 

die Auszahlung  des  Pensionskassenguthabens blockiert,  da seitens  der  Vorsorgeein-

richtung  die  Pensionierungsfähigkeit  des  Pflichtigen  aufgrund  der  bestehenden  Ar-

beitsunfähigkeit abgeklärt werden musste. Im Februar 2008 wurden diese Abklärungen 

abgeschlossen mit dem Resultat, dass der Pflichtige ab 1. Januar 2008 vollumfänglich 

arbeitsfähig  war.  Der  vorzeitigen  Pensionierung  per  31.  Dezember  2007  stand  daher 

nichts  mehr  im Weg.  Mit  Valuta  vom  5.  März  2008  erfolgte  dann  die  Auszahlung  der 

Pensionskassenguthaben. 

Daraus  ergibt  sich  ohne  weiteres,  dass  das  Arbeitsverhältnis  des  Pflichtigen 

bei  der  Bank  D  AG  rechtlich  betrachtet  per  31.  Dezember  2007  beendet  wurde,  ent-

sprechend dem Eintritt des Vorsorgefalls der vorzeitigen Pensionierung auf dieses Da-

tum hin. Zwar stand die Arbeits-/Pensionierungsfähigkeit erst nach Verstreichen des in 

Aussicht genommenen Termins der vorzeitigen Pensionierung fest, Letztere wurde von 

den Arbeitsvertragsparteien jedoch gleichwohl auf den 31. Dezember 2007 hin festge-

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setzt. Dementsprechend bezeichnete die Vorsorgeeinrichtung der Bank D AG in ihrem 

Schreiben an den Pflichtigen vom 28. Februar 2008 als Zeitpunkt der vorzeitigen Pen-

sionierung den 31. Dezember 2007, nahm die Auszahlung mit Wirkung auf dieses Da-

tum  vor  ("Kapitalbezug  per  31.12.2007")  und  schrieb  dem  Pflichtigen  vom  3.  Januar 

2008 bis zur Auszahlung am 5. März 2008 auf den Kapitalleistungen einen Zins gut (T-

act. 17/2). Ein Zins ab 3. Januar 2008 wäre bei späterer Fälligkeit nicht geschuldet ge-

wesen. 

Damit flossen dem Pflichtigen die zur Hauptsache streitigen Kapitalzahlungen 

aber noch vor der Abmeldung in C vom 21. Februar 2008 zu, weil das Arbeitsverhältnis 

in  diesem  Zeitpunkt  bereits  beendet  war.  Die  spätere  Auszahlung  am  5. März  2008 

ändert daran nichts. Deren (separate) Besteuerung gemäss Art. 37 Abs. 1 DBG bzw. § 

38 Abs. 1 StG erwiese sich demnach selbst dann als rechtmässig, wenn die Pflichtigen 

ihren Wohnsitz per 21. Februar 2008 nach E verlegt hätten. 

b)  Zu  prüfen  bleibt  der  genaue  Zeitpunkt  des  Zufliessens  der  Kapitalleistun-

gen.  

Werden  Kapitalleistungen  aus  der  beruflichen  Vorsorge  zufolge  Erreichens 

des  (ordentlichen  oder  vorzeitigen)  Pensionierungsalters  ausgerichtet,  tritt  deren  Fäl-

ligkeit gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung – wie erwähnt – mit der recht-

lichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein und ist auf dieses Datum hin ihre Be-

steuerung vorzunehmen.  Der genaue  Besteuerungszeitpunkt  steht  dabei  jedoch  noch 

nicht  fest,  kommen  doch  zwei  Termine  in  Frage,  nämlich  derjenige  des  letzten  Ar-

beitstages  oder  der  darauf  folgende  Tag.  Vorliegend  hätte  dies  zur  Folge,  dass  die 

Besteuerung  in  unterschiedliche  Steuerperioden  fiele,  entweder  in  die  Steuerperiode 

2007 mit dem letzten Arbeitstag (31. Dezember 2007) oder in die streitbetroffene Fol-

geperiode mit dem nächsten Tag (1. Januar 2008). 

Das Bundesgericht hat diese in Lehre und Rechtsprechung kontroverse Frage 

so  entschieden,  dass  es  die  Fälligkeit  auf  den  dem  letzten  Arbeitstag  folgenden  Tag 

festsetzt (Urteil vom 3. März 2000 = StE 2001 A 24.35 Nr. 2 = StR 2000, 505, bestätigt 

mit  Urteilen  vom  14.  Dezember  2007,  2C_179/2007,  www.bger.ch,  und  20.  Oktober 

2009 = StE 2010 B 21.2 Nr. 26). Gleichzeitig hat es erkannt, dass an dieser Fälligkeit 

auch  eine  reglementarische  Bestimmung  der  Vorsorgeeinrichtung,  wonach  der  An-

spruch auf Altersleistungen "mit der Beendigung der Erwerbstätigkeit entstehe", nichts 

zu ändern vermöge. Dem steht allerdings die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 

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des Kantons Zürich und anderer Kantone (z.B. Aargau) entgegen, welche die Fälligkeit 

am  letzten  Arbeitstag  annehmen (VGr  ZH,  19.  April  2000  =  StE  2001  B 21.2 Nr.  13). 

Das  Steuerrekursgericht  schliesst  sich  aus  Gründen  der  Steuerharmonisierung  der 

Meinung des obersten Gerichts an. 

Der  Pflichtige  wurde  auf  den  31.  Dezember  2007  vorzeitig  pensioniert.  Dies 

war gleichzeitig auch sein letzter Arbeitstag. Die fraglichen Kapitalleistungen sind ihm 

daher  am  nächsten  Tag,  1.  Januar  2008,  zugeflossen,  und  zwar  unabhängig  davon, 

dass  der  Kapitalbezug  von  der  Vorsorgeeinrichtung  als  "per  31.  Dezember  2007"  er-

folgt betrachtet wurde. Mithin hat das kantonale Steueramt die Leistungen zu Recht in 

der Steuerperiode 2008 besteuert. 

7.  Diese  Erwägungen  führen  hinsichtlich  der  Veranlagung/Einschätzung  zur 

Abweisung  der  Rechtsmittel  (Höhereinschätzung)  und  hinsichtlich  der  Kapitalleistung 

zu deren teilweisen Gutheissung. 

Trotz diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten vollständig den Pflich-

tigen  aufzuerlegen,  da  sie  nur  unwesentlich  obsiegen  (Art.  144  Abs.  1  DBG,  §  151 

Abs. 1 StG).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die  Beschwerde  wird  hinsichtlich  der  Veranlagung  abgewiesen.  Die  Beschwerde-

führer werden für die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2008, mit einem steuer-

baren  Einkommen  von Fr.  10'600.-  veranlagt (Tarif gemäss  Art.  214 Abs.  2 DBG, 

Verheiratetentarif). 

Die Beschwerde wird hinsichtlich der Kapitalleistung teilweise gutgeheissen. Die in 

der  Steuerperiode  2008  gemäss  Art.  38  Abs.  1  DBG  steuerbare  Kapitalleistung 

wird festgesetzt  auf  Fr.  1'650'800.-  (Berechnung  der  Steuer  zu  einem  Fünftel  des 

Tarifs gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG, Verheiratetentarif). 

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2.  Der  Rekurs  wird  hinsichtlich  der  Einschätzung  abgewiesen.  Die  Rekurrenten  wer-

den für die Staats- und Gemeindesteuern wie folgt eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 

Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif): 

Steuerperiode 

Einkommen 

Vermögen 

2008 

steuerbar 

satzbestimmend 

Fr. 

4'200.- 

9'700.- 

Fr. 

1'865'000.- 

2'296'000.-. 

Der  Rekurs  wird  hinsichtlich der  Kapitalleistung  teilweise gutgeheissen. Die in der 

Steuerperiode 2008 gemäss § 37 Abs. 1 StG steuerbare Kapitalleistung wird fest-

gesetzt  auf  Fr.  1'650'800.-,  entsprechend  einer 

jährlichen  Leistung  von 

Fr. 165'000.- (einfache Staatssteuer mindestens 2%; Tarif gemäss § 35 Abs. 2 StG, 

Verheiratetentarif).  

[…] 

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