# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94d39507-207f-5ab5-a6a1-037a4c82d150
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.04.2017 PP170015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP170015_2017-04-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP170015-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny 

Beschluss vom 28. April 2017 

 

in Sachen 

 
Erbe der †A._____,  

B._____,  

Kläger und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Gemeinde C._____, 

Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Forderung (Richterwechsel) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Ver-
fahren am Bezirksgericht Meilen vom 20. März 2017 (FV160003-G) 
 
 
 

Erwägungen: 

1.1. Mit Eingabe vom 29. April 2011 liess A._____ die vorliegende Haftungsklage 

beim Bezirksgericht Meilen, Einzelgericht im vereinfachten Verfahren (Vo-

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rinstanz), anhängig machen (Urk. 3/1/1/1). Diese trat mit Verfügung vom 

6. September 2012 auf die Klage nicht ein (Urk. 3/1/1/67). Am tt.mm.2012 ver-

starb A._____ (Urk. 3/1/1/62). Der Kläger und Beschwerdeführer (fortan Kläger) 

erhob als Alleinerbe Berufung gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 

6. September 2012 (Urk. 3/1/1/68A; Urk. 3/1/2/2). Mit Beschluss vom 27. Februar 

2013 hob die Kammer den vorinstanzlichen Entscheid auf und wies die Sache zur 

Durchführung des Beweisverfahrens und zu neuer Entscheidung an die Vo-

rinstanz zurück (Urk. 3/1/2/2). Diese wies die Klage nach durchgeführter Haupt-

verhandlung (Urk. 3/1/2/23) mit Urteil vom 8. September 2014 ab (Urk. 3/1/2/31). 

Dagegen erhob der Kläger mit Eingabe vom 20. Oktober 2014 erneut Berufung 

(Urk. 3/1/2/35; Urk. 3/2). Die Kammer hiess diese mit Urteil und Beschluss vom 

18. Mai 2015 teilweise gut, hob das Urteil bezüglich der Klageabweisung im Um-

fang von Fr. 2'464.95 nebst Zinsen sowie Kosten- und Entschädigungsfolgen auf 

und wies die Sache insoweit zu neuer Entscheidung an die Vor-instanz zurück. Im 

übrigen Umfang von Fr. 9'100.– zuzüglich Zins wies sie die Klage ab (Urk. 3/2). 

Nach am 2. Dezember 2016 durchgeführter Beweis- und Schlussverhandlung 

(Urk. 3/16-18; Urk. 3/19+20) teilte die Vorinstanz den Parteien mit Verfügung vom 

20. März 2017 mit, Ersatzrichter lic. iur. E. Moretti werde im vorliegenden Verfah-

ren durch Ersatzrichter Dr. iur. C. Kölz ersetzt (Urk. 3/22 = Urk. 2).  

1.2. Dagegen erhob der Kläger mit Eingabe vom 6. April 2017 innert Frist 

(Urk. 3/23/4; Urk. 1) Beschwerde mit folgendem Antrag (Urk. 1 S. 2): 

 "In Aufhebung der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 20. März 2017 sei die 
Ersetzung von Ersatzrichter lic. iur. E. Moretti durch Ersatzrichter Dr. iur. C. Kölz 
aufzuheben; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten 
bzw. des Staates." 

Überdies stellte er folgenden prozessualen Antrag (Urk. 1 S. 2): 

 "Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen." 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwerde - 

wie nachstehend zu zeigen ist - sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, 

kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet wer-

den (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

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2.1. Die angefochtene, von Ersatzrichter lic. iur. E. Moretti erlassene Verfügung 

hat einzig seine Ersetzung durch Ersatzrichter Dr. iur. C. Kölz zum Gegenstand. 

Bei dieser Anordnung handelt es sich weder um eine Massnahme der Prozess-

führung noch betrifft sie das Prozessrechtsverhältnis der Parteien. Vielmehr stellt 

die Umteilung eines hängigen Prozesses einen Akt der Justizverwaltung dar. Ge-

schäfte der Justizverwaltung werden für die Vorinstanz durch die Geschäftsord-

nung des Bezirksgerichts Meilen geregelt (§ 1 Abs. 1 Geschäftsordnung i.V.m. 

§ 18 GOG). Diese sieht ausdrücklich vor, dass der Gerichtspräsident alle Justiz-

verwaltungsgeschäfte erledigt, soweit sie nicht anderen Organen übertragen sind, 

und namentlich die Umteilung von Prozessen vornimmt (§ 19 Abs. 1 lit. b Ge-

schäftsordnung). 

2.2. Als Akt der Justizverwaltung ist die vorliegende Verfügung entgegen der un-

zutreffenden Rechtsmittelbelehrung in Dispositiv Ziffer 4 nicht mit Beschwerde 

gemäss Art. 319 ff ZPO anfechtbar. Vielmehr steht in Justizverwaltungssachen 

die (subsidiäre) Aufsichtsbeschwerde im Sinne von § 82 GOG an die Verwal-

tungskommission des Obergerichts zur Verfügung (§ 18 lit. a Verordnung über die 

Organisation des Obergerichts vom 3. November 2010; Hauser/Schweri/Lieber, 

GOG-Kommentar, § 82 N 9 ff, N 22 ff). 

 Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten. Entsprechend ist der pro-

zessuale Antrag des Klägers, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu er-

teilen (Urk. 1 S. 2), gegenstandslos und abzuschreiben. 

3.1. Umständehalber ist für das Beschwerdeverfahren auf die Erhebung von Ge-

richtskosten zu verzichten. 

3.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen: Der Beklagten und Beschwerdegegnerin sind keine entschädigungspflichti-

gen Kosten entstanden (Art. 95 Abs. 3 ZPO), der Kläger hat aufgrund seines Un-

terliegens keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Der Antrag des Klägers auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird ab-

geschrieben. 

3. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert in der Hauptsache beträgt 
Fr. 2'464.95. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 28. April 2017 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. G. Ramer Jenny 
 

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versandt am: 
sf 

	Beschluss vom 28. April 2017
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Der Antrag des Klägers auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgeschrieben.
	3. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben.
	4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...