# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1ba485b-2cd9-5022-b0bf-755626910e8e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 23.08.2017 KSK 2017 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2017-42_2017-08-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 23. August 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 17 42 25. August 2017

(Mit Urteil 5A_684/2017 vom 21. März 2018 ist das Bundesgericht auf die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Y._____, 

gegen

das B e t r e i b u n g s -  u n d  K o n k u r s a m t  S u r s e l v a , Postfach 114, Glen-
nerstrasse 22A, 7130 Ilanz, Beschwerdegegner, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Steigerungsverfahren,

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wird nach Einsichtnahme in die Eingabe von Y._____ in Vertretung seines Sohnes 
X._____ vom 03. August 2017 samt mitgereichten Akten sowie nach Feststellung 
und in Erwägung, 

– dass das Betreibungs- und Konkursamt der Region Surselva im Frühjahr 2017 
rechtshilfeweise für das Konkursamt O.1_____ im Rahmen der Liquidation der 
ausgeschlagenen Erbschaft des A._____ ein Grundstück in der Gemeinde 
Breil/Brigels versteigerte,

– dass auf diesem Grundstück ein Pfandrecht von X._____ über Fr. 168'635.35 
lastete,

– dass das Grundstück von B._____ für den Preis von Fr. 50'000.-- ersteigert 
wurde, wobei der Ersteigerer vor der Steigerung eine Anzahlung von Fr. 
5'000.-- leistete, 

– dass der Ersteigerer in der Folge beim Betreibungs- und Konkursamt Surselva 
beantragte, den Restbetrag des Steigerungserlöses durch Verrechnung mit 
der gegenüber X._____ bestehende Grundpfandschuld zu tilgen, 

– dass das Betreibungs- und Konkursamt Surselva dieses Begehren abwies und 
B._____ dagegen Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden als Auf-
sichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs einreichte,

– dass die Aufsichtsbehörde mit Entscheid vom 05. April 2017 (KSK 17 21) fest-
stellte, dass die Voraussetzungen für eine Verrechnung nicht gegeben seien 
und die Beschwerde abwies, 

– dass dieser Entscheid unangefochten in Rechtskraft erwuchs, 

– dass B._____ in der Folge den Restbetrag von Fr. 45'000.-- bezahlte und er 
im Grundbuch als Eigentümer des ersteigerten Grundstückes eingetragen 
wurde,

– dass Y._____ als Vertreter seines Sohnes X._____ am 03. August 2017 beim 
Kantonsgericht von Graubünden als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung 
und Konkurs eine "Anklage" gegen das Betreibungs- und Konkursamt Sursel-
va bzw. dessen Amtsleiter C._____ einreichte mit den Anträgen, der Amtslei-
ter habe sich zum Inhalt der vorgebrachten Rügen zu erklären und dazu Stel-
lung zu nehmen, wie der entstandene Schaden gutzumachen sei, 

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– dass in der Eingabe verschiedene Vorwürfe gegen das Betreibungs- und Kon-
kursamt Surselva im Zusammenhang mit der Durchführung der erwähnten 
Steigerung und insbesondere zur Ablehnung der Tilgung des Steigerungserlö-
ses durch Verrechnung vorgebracht wurden, 

– dass gemäss Art. 17 SchKG mit Ausnahme der Fälle, in denen dieses Gesetz 
den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Be-
treibungs- oder eines Konkursamtes bei der Aufsichtsbehörde wegen Geset-
zesverletzung oder Unangemessenheit innert 10 Tagen seit dem Tage, an 
welchem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, Be-
schwerde geführt werden kann,

– dass der Beschwerdeführer kein Beschwerdeobjekt anführen kann, welches 
ihm in den letzten 10 Tagen vor Einreichung der "Anklage" zugestellt worden 
wäre,

– dass von ihm einerseits in allgemeiner Art verschiedene rechtswidrige Hand-
lungen des Betreibungs- und Konkursamtes Surselva bzw. dessen Amtsleiters 
C._____ gerügt werden, ohne diese zu konkretisieren, worauf ohnehin nicht 
eingegangen werden kann, 

– dass sodann ausschliesslich Rügen vorgebracht werden, welche im Zusam-
menhang mit der Ablehnung des Antrages um Tilgung des Steigerungserlöses 
durch Verrechnung stehen, woraus X._____ ein Schaden entstanden sei, 

– dass das Kantonsgericht das Vorgehen des Betreibungs- und Konkursamtes 
Surselva in seinem Entscheid vom 05. April 2017 als rechtskonform beurteilte, 

– dass auf diese rechtskräftig erledigten Vorbringen somit nicht mehr eingegan-
gen werden kann und diese ohnehin verspätet wären, 

– dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, dass das Betreibungs- und 
Konkursamt Surselva dazu nochmals Stellung nimmt, so dass dieses in die-
sem Verfahren gar nicht zur Stellungnahme aufgefordert wurde, 

– dass aus dem korrekten Vorgehen des Betreibungs- und Konkursamtes Sur-
selva von vorherein keine Schadenersatzansprüche abgeleitet werden kön-
nen, 

– dass die Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs zur Beurtei-
lung von Schadenersatzbegehren auch nicht zuständig wäre, 

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– dass auf die Begehren des Beschwerdeführers unter den gegebenen Um-
ständen nicht eingetreten werden kann, 

– dass das Beschwerdeverfahren unentgeltlich ist, so dass die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens beim Kanton Graubünden verbleiben,

– dass der Beschwerdeführer aber darauf hinzuweisen ist, dass bei böswilliger 
oder mutwilliger Prozessführung einer Partei oder ihrer Vertreter Bussen bis 
zu Fr. 1'500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden können (Art. 
20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG) und das Kantonsgericht bei einer weiteren ähnli-
chen Eingabe die Anwendung dieser Bestimmung prüfen müsste, 

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht, 

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entschieden:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- verbleiben beim Kan-
ton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: