# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fdee01e-b2ef-5ee6-a50c-af7fed460d5f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2021 A-2574/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2574-2021_2021-10-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2574/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Alexander Misic (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiberin Anna Wildt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

vertreten durch lic. iur. Sibyille Ueberschlag,  

Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Kommando Operationen (Kdo Op),  

Papiermühlestrasse 20, 3003 Bern,   

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Bundespersonal; Nichtanstellung. 

 

 

 

A-2574/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ bewarb sich am 5. März 2021 online für die vom Kompetenz-

zentrum SWISSINT des Kommandos Operationen (nachfolgend: Kdo Op) 

ausgeschriebene Stelle eines «Fahrers ADR/SDR» der Transportgruppe 

Spezialtransporte im Camp Novo Selo im Kosovo (ADR bezeichnet das 

Europäische Übereinkommen vom 30. September 1957 über die internati-

onale Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse [SR 0.741.621]; SDR 

ist die Kurzbezeichnung für die Verordnung vom 29. November 2002 über 

die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse [SR 741.621]). Laut 

Stellenbeschreibung umfasst der Arbeitsbereich verschiedene Tätigkeiten, 

die für die Swiss Company (SWISSCOY) der Schweizer Armee im natio-

nalen Bereich und zugunsten der Friedensmission Kosovo Force (KFOR) 

im internationalen Bereich zu leisten sind. Er füllte das elektronische Be-

werbungsformular «KFOR SWISSCOY/EUFOR LOT» aus, in dem 24 un-

terschiedliche Funktionen aufgelistet sind. Im «Personenfragebogen für 

den Personalpool Friedenserhaltende Operationen» gab er an, am (…) in 

B._______ geboren zu sein. Unter der Rubrik «militärische Grade» kreuzte 

er die Angaben «kein Militärdienst geleistet» und «Zivilschutz» an.  

B.  

Gleichentags wurde A._______ telefonisch von einem personalverantwort-

lichen Sachbearbeiter des Kdo Op kontaktiert. Im Gespräch bestätigte er, 

keinen Militärdienst geleistet zu haben, woraufhin der Sachbearbeiter Aus-

führungen zu den Stellenanforderungen machte. Kurz darauf erhielt 

A._______ eine Mitteilung per E-Mail, dass auf seine Bewerbung nicht ein-

gegangen werde. Die Schweizer Armee suche engagierte und qualifizierte 

Männer und Frauen für friedensfördernde Einsätze. Zu diesen Qualifikati-

onen gehöre grundsätzlich die bestandene Rekrutenschule. Es könnten 

keine Männer verpflichtet werden, welche den Militärdienst verweigert oder 

anstelle des Militärdienstes Zivildienst geleistet hätten.  

C.  

Mit Schreiben vom 12. März 2021 teilte die Rechtsanwältin von A._______ 

dem Kdo Op mit, das Nichteingehen auf seine Bewerbung als Fahrer 

ADR/SDR basiere offensichtlich auf einer direkten Ungleichbehandlung 

aufgrund des Geschlechts, welche qualifiziert zu rechtfertigen sei. In der 

Stellenbeschreibung werde die abgeschlossene Rekrutenschule als militä-

rische Grundvoraussetzung erwähnt, wobei Frauen diese Anforderungen 

offenbar nicht zwingend erfüllen müssten. Er habe weder den Militärdienst 

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verweigert noch Zivildienst geleistet. Vielmehr habe er sich im zivilen 

Schutzdienst engagiert, weil er erst eingebürgert worden sei, als er zu alt 

gewesen sei, um die Rekrutenschule zu besuchen. Aufgrund seiner Fähig-

keiten und Kenntnisse sei davon auszugehen, dass er die militärische Aus-

bildung problemlos erfüllen könne, und ersuche um eine Zusage unter den 

für Frauen geltenden Voraussetzungen. Andernfalls bitte er um die Zustel-

lung einer anfechtbaren Verfügung. 

D.  

Mit Schreiben vom 7. April 2021 teilte das Kdo Op A._______ mit, sein An-

liegen geprüft zu haben. Da Friedensförderungseinsätze freiwillig seien, 

bestehe kein Anspruch auf die Übernahme einer Einsatzfunktion. Aufgrund 

der beschränkten Anzahl von Schweizer Kontingentsangehörigen in den 

Einsatzgebieten und der vordefinierten Anforderungsprofile könnten nicht 

sämtliche Bewerbungen berücksichtigt werden. Die Funktion als Fahrer 

ADR/SDR, auf die er sich beworben habe, verfüge regelmässig über hin-

reichend geeignete Kandidaten, welche das gesuchte Anstellungsprofil 

vollumfänglich erfüllten. 

E.  

Mit Schreiben vom 14. April 2021 hielt A._______ fest, ihm sei die Anstel-

lung beziehungsweise Prüfung seiner Bewerbung einzig deshalb versagt 

worden, weil er als Mann keine Rekrutenschule absolviert habe, wobei dies 

für die Anstellung beziehungsweise Prüfung der Bewerbung einer Frau 

keine Rolle spiele. An diesem Umstand änderten die Angaben des Kdo Op 

nichts. Das gesuchte Anstellungsprofil, für das regelmässig genug Kandi-

daten vorhanden seien, basiere auf einer geschlechtsspezifischen Un-

gleichbehandlung. Er ersuche erneut um Erlass einer anfechtbaren Verfü-

gung, da er eine Diskriminierung geltend gemacht habe.  

F.  

Mit Verfügung vom 18. Mai 2021 stellte das Kdo Op fest, die Kandidatur 

von A._______ vom 5. März 2021 für einen militärischen Friedensförde-

rungseinsatz nicht zu berücksichtigen. Zur Begründung führte es an, die 

militärische Friedensförderung bewege sich in einem rein militärischen Ar-

beitsumfeld. Funktionsabhängig seien bestimmte militärische Vorkennt-

nisse notwendig, die sich aus den Vorgaben der jeweiligen internationalen 

Friedensmission in einem bestimmten Einsatzgebiet ergeben würden. Als 

militärische Grundanforderung für alle Bewerberinnen und Bewerber gelte 

mindestens der erfolgreiche Abschluss einer Rekrutenschule. Von dieser 

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Grundanforderung könne nur mit Zurückhaltung in bestimmten Ausnahme-

fällen abgewichen werden. Dies sei der Fall, wenn die internationalen Frie-

densmissionen gegenüber den truppenstellenden Staaten besondere ge-

schlechterspezifische oder fachspezifische Bedürfnisse auswiesen, etwa 

um den Zugang zur weiblichen Lokalbevölkerung sicherzustellen oder um 

Schlüsselfunktionen mit besonderen fachlichen Anforderungsprofilen zu 

übernehmen. Letzteres gelte sowohl für Bewerberinnen als auch für Be-

werber ohne militärische Vorbildung. Vor diesem Hintergrund könnten per-

sönliche Attribute oder fachliche Fähigkeiten ausschlaggebender sein als 

die militärischen Vorkenntnisse. In diesem Zusammenhang könne aber nur 

dann von den militärischen Grundanforderungen abgewichen werden, 

wenn die fachspezifischen Fähigkeiten überwiegen würden, ein Bedürfnis 

ausgewiesen sei und die entsprechende Einsatzfunktion nicht durch geeig-

nete Bewerberinnen und Bewerber mit einer militärischen Vorbildung be-

setzt werden könnten. A._______ habe keine militärischen Vorkenntnisse, 

weshalb die militärischen Grundanforderungen für einen Friedensförde-

rungseinsatz nicht erfüllt seien. Da er sich für eine Funktion beworben 

habe, für welche regelmässig genügend Bewerbungen von Kandidatinnen 

und Kandidaten mit militärischen Vorkenntnissen vorlägen, bestehe kein 

Bedürfnis der Schweizer Armee oder der internationalen Friedensmission, 

das eine Abweichung von den militärischen Grundanforderungen erlaube. 

G.  

Gegen die Verfügung des Kdo Op (nachfolgend: Vorinstanz) vom 18. Mai 

2021 erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 

2. Juni 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt, 

die Vorinstanz sei zu verpflichten, ihm für die diskriminierende Nichtanstel-

lung eine Entschädigung in der Höhe eines Bruttomonatslohns zu bezah-

len, eventualiter sei die Sache zur korrekten und vollständigen Sachver-

haltsdarstellung sowie neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. Zur Begründung macht er zusammengefasst geltend, die Vorin-

stanz sei lediglich deshalb nicht auf seine Bewerbung eingegangen, weil 

er als Mann keine Rekrutenschule besucht habe. Dabei handle es sich um 

eine Anforderung, welche Bewerberinnen für die Anstellung als Fahrer 

ADR/SDR nicht aufweisen müssten. Da keine qualifizierte Begründung für 

die geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung vorliege, handle es sich 

um eine Diskriminierung. 

H.  

In der Vernehmlassung vom 19. Juli 2021 hält die Vorinstanz an ihrer Ver-

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fügung fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Für die Funk-

tion Fahrer ADR/SDR würden jeweils hinreichend Bewerbungen von Kan-

didatinnen und Kandidaten eingehen, welche sowohl das militärische als 

auch das fachliche Anforderungsprofil erfüllten. Die genannte Funktion 

habe über drei Kontingente beziehungsweise für die nächsten 18 Monate 

zuzüglich der mehrmonatigen Einsatzvorbereitung mit entsprechenden 

Kandidatinnen und Kandidaten belegt werden können. 

I.  

In seinen Schlussbemerkungen vom 9. August 2021 hält der Beschwerde-

führer an seinen Beschwerdebegehren fest. Seine Bewerbung sei nur des-

halb nicht berücksichtigt worden, weil er als Mann keinen Militärdienst ge-

leistet habe. Die Vorinstanz habe im Nachhinein Gründe für die Nichtan-

stellung vorgeschoben. 

J.  

In den Schlussbemerkungen vom 24. August 2021 hält die Vorinstanz an 

ihren Erwägungen in der Vernehmlassung fest und bekräftigt, für die Funk-

tion Fahrer ADR/SDR geschlechtsunabhängig keine Bewerbungen ohne 

militärische Vorkenntnisse zu berücksichtigen. 

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Schriftstücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz 

nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor-

liegt. Die Nichtanstellungsverfügung vom 18. Mai 2021 stellt ein zulässiges 

Anfechtungsobjekt dar und wurde von einer Behörde im Sinne von Art. 33 

Bst. d VGG erlassen. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das 

Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der Beschwerde zustän-

dig. 

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Seite 6 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung sowohl formell als 

auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 

2.  

2.1 Nach Art. 3 Abs. 1 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. März 1995 

(GlG, SR 151.1) dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ih-

res Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden, nament-

lich nicht unter Berufung auf den Zivilstand, die familiäre Situation oder, bei 

Arbeitnehmerinnen, eine Schwangerschaft. Das Verbot gilt insbesondere 

für die Anstellung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- 

und Weiterbildung, Beförderung und Entlassung (Art. 3 Abs. 2). Angemes-

sene Massnahmen zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung 

stellen keine Diskriminierung dar (Art. 3 Abs. 3).  

2.2 Gemäss Art. 6 GlG wird bezüglich der Aufgabenzuteilung, Gestaltung 

der Arbeitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- und Weiterbildung, Beförderung 

und Entlassung eine Diskriminierung vermutet, wenn diese von der be-

troffenen Person glaubhaft gemacht wird. 

Die Beweislasterleichterung nach Art. 6 GlG findet beim Beweis einer An-

stellungsdiskriminierung keine Anwendung. Für diesen Anwendungsfall gilt 

die allgemeine Beweislastverteilung nach Art. 8 des Schweizerischen Zivil-

gesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210). Das mutmassliche 

Opfer einer Anstellungsdiskriminierung muss den Regelbeweis erbringen 

(vgl. Urteil des BVGer A-8105/2016 vom 26. Juni 2018 E. 4.3 m.w.H.).  

2.3 Laut Art. 13 Abs. 2 Satz 1 GlG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 Satz 1 

GlG hat eine Person, die durch die Abweisung ihrer Bewerbung für die erst-

malige Begründung eines Arbeitsverhältnisses aufgrund ihres Geschlechts 

diskriminiert wird, Anspruch auf eine Entschädigung. Nach Art. 13 Abs. 2 

Satz 2 GlG kann sie diese direkt mit Beschwerde gegen die abweisende 

Verfügung verlangen. 

2.4 Art. 4 Abs. 2 Bst. d des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 

(BPG, SR 172.220.1) sieht vor, dass Arbeitgeber geeignete Massnahmen 

für die Chancengleichheit von Frau und Mann und zu deren Gleichstellung 

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treffen. Darauf basiert Art. 6 der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 

2001 (BPV, SR 172.220.111.3), der als Grundlage für die Gleichstellungs-

massnahmen des Bundesrates, etwa im Bereich von Förderungsprogram-

men oder Zielquoten, dient (vgl. Art. 6 Abs. 2 BPV).  

Gestützt darauf hat der Bundesrat die Weisungen zur Verwirklichung der 

Chancengleichheit von Frau und Mann in der Bundesverwaltung erlassen 

(Chancengleichheitsweisungen vom 22. Januar 2003 in der geänderten 

Fassung vom 9. Oktober 2013, BBl 2013 8481). Die Personalwerbung ist 

so zu gestalten, dass sie beide Geschlechter gleichermassen anspricht. 

Bei der Besetzung von Stellen bemühen sich die Verantwortlichen geeig-

nete Kandidatinnen beziehungsweise Kandidaten des untervertretenen 

Geschlechts zu finden, indem sie ein innovatives, kundinnen- und kunden-

orientiertes Personalmarketing einsetzen. Das Anforderungsprofil einer 

Stelle wird so formuliert, dass es sich gleichermassen an beide Geschlech-

ter richtet. Insbesondere darf ein militärischer Grad nur dort verlangt und 

berücksichtigt werden, wo entsprechende Fachkenntnisse für die Aufga-

benerfüllung nachgewiesenermassen unerlässlich sind (vgl. BBl 2013 

8485). 

2.5  

2.5.1 Die Friedensförderung als Aufgabe der Armee ist im zweiten Kapitel 

des Bundesgesetzes vom 3. Februar 1995 über die Armee und die Militär-

verwaltung (Militärgesetz, SR 510.10) geregelt (vgl. Art. 65a und Art. 66 ff.). 

Die Einsätze werden vom Bundesrat auf der Grundlage eines UNO- oder 

OSZE-Mandates angeordnet und von schweizerischen Personen  

oder Truppen geleistet, die eigens dafür ausgebildet sind (Art. 66 Abs. 1 

und 2).  

2.5.2 Damit sich die Schweiz an internationalen Friedensmissionen betei-

ligen kann, ist der Einsatz von Personal hinsichtlich Ort und Dauer flexibel 

zu handhaben und dem Bedarf der jeweiligen Mission im Ausland unterzu-

ordnen (vgl. Bericht des Bundesrates vom 23. Oktober 2002 über Möglich-

keiten und Grenzen von freiwilligen Auslandeinsätzen im Rahmen der zivi-

len Friedensförderung, BBl 2002 8127, 8136).  

Der Personaleinsatz als Massnahme der Friedensförderung wurde vom 

Gesetzgeber in Art. 3 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 19. Dezem-

ber 2003 über Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung 

der Menschenrechte (SR 193.9) vorgesehen. In Ausführung des Gesetzes 

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hat der Bundesrat die Verordnung vom 2. Dezember 2005 über das Perso-

nal für die Friedensförderung, die Stärkung der Menschenrechte und die 

humanitäre Hilfe (PVFMH, SR 172.220.111.9) erlassen. Nach Art. 3 

PVFMH kann das Personal vom Bund nicht nur im Rahmen von zivilen, 

sondern auch von militärischen oder zivil-militärisch organisierten Aktionen 

und Operationen eingesetzt werden. 

2.5.3 Für die militärische Friedensförderung werden Personalplanung, 

Rekrutierung und Ausbildung im Kompetenzzentrum SWISSINT des Kdo 

Op vorgenommen. Die Rekrutierung erfolgt über regelmässig geschaltete 

Stelleninserate in verschiedenen Medien beziehungsweise auf Social-Me-

dia-Kanälen sowie mit diversen Einsätzen eines Marketingteams an Mes-

sen, Ausstellungen und Rekrutenschulen. Aus dem aufgebauten «Perso-

nalpool Friedenserhaltende Operationen» sowie aus den neu zugegange-

nen Bewerbungen werden die freiwillig Einsatzleistenden entsprechend 

dem jeweiligen Bedarf der international mandatierten Mission gewonnen 

(vgl. Hintergrundwissen über die SWISSCOY, Einsatz der SWISSCOY in 

der multinationalen Mission Kosovo Force [KFOR], Version 2021, abrufbar 

auf www.vtg.admin.ch > Aktuell > Einsätze und Operationen > Militärische 

Friedensförderung > Missionen > KFOR SWISSCOY > Präsentation, zu-

letzt besucht am 30. August 2021). 

Bewerberinnen und Bewerber, die sich für den befristeten Einsatz in der 

militärischen Friedensförderung interessieren, füllen den «Personalfrage-

bogen für den Personalpool Friedenserhaltende Operationen» aus. Für die 

jeweilige Mission sind spezifische Fragebögen auszufüllen. Der Bogen 

«KFOR SWISSCOY EUFOR LOT» listet 24 verschiedene Funktionen auf 

(vgl. www.vtg.admin.ch > Karriere > Berufe der Schweizer Armee > Frie-

densförderung im Ausland SWISSINT > Bewerbung, zuletzt besucht am 

30. August 2021). 

Hat sich eine interessierte Person auf eine ausgeschriebene Stelle für eine 

bestimmte Funktion beworben, prüfen Personalverantwortliche in erster Li-

nie die Vollständigkeit des Bewerbungsdossiers, die Erfüllung der Grund-

voraussetzungen für einen friedensfördernden Einsatz sowie mögliche 

Funktionen. Zirka einmal monatlich wird in den Rekrutierungszentren ein 

erster Rekrutierungstag durchgeführt (1 Tag), an dem mehrere Tests statt-

finden. In Frage kommende Kandidatinnen und Kandidaten lädt SWISSINT 

danach zum Vorstellungsgespräch (1/2 Tag) ein. An diesem Halbtag ste-

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hen wiederum Tests sowie ein persönliches Gespräch an, in dem die As-

pekte möglicher Funktionen sowie Lohn, Verfügbarkeit und Versicherung 

behandelt werden (vgl. Hintergrundwissen über die SWISSCOY, a.a.O.). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, ihm sei in einem Kurztelefonat am 

5. März 2021 mitgeteilt worden, dass aufgrund der kurzen Einsatzdauer für 

die von ihm gewünschte Einsatzfunktion als Fahrer ADR/SDR immer wie-

der ein Bedarf bestehe. Für eine Anstellung werde aber bei Männern die 

abgeschlossene Rekrutenschule vorausgesetzt. Auch aus der schriftlichen 

Begründung der per E-Mail mitgeteilten Absage gehe zweifelsfrei hervor, 

dass keine Männer angestellt würden, welche die Rekrutenschule nicht ab-

solviert hätten. Demnach sei auf seine Bewerbung einzig aus dem Grund, 

dass er als Mann keine Rekrutenschule besucht habe, nicht eingegangen 

worden. 

In der Stellenbeschreibung werde die abgeschlossene Rekrutenschule 

zwar geschlechtsneutral als Voraussetzung erwähnt. Das Erfordernis wird 

aber bezüglich Bewerberinnen mit dem Zusatz ergänzt, dass «Frauen mit 

Schweizer Staatsbürgerschaft ohne militärische Grundausbildung der 

Funktion entsprechend militärisch ausgebildet [werden]». Zwei Zeilen un-

terhalb werde unter der Anforderung «zivile Alternativen zu militärischen 

Grundvoraussetzungen» die abgeschlossene Berufsausbildung angeführt, 

über welche der Beschwerdeführer nachgewiesenermassen verfüge. Der 

Sachverhalt offenbare, dass damit nicht gemeint sei, dass bei männlichen 

Bewerbern mit Berufsausbildung die nicht abgeschlossene Rekruten-

schule wie bei Frauen «kompensiert» werden könne. Bei männlichen Be-

werbern werde die abgeschlossene Rekrutenschule als unabdingbare Vo-

raussetzung behandelt. Dem Bewerbungsinformationsflyer sei zu entneh-

men, «für gewisse Funktionen [sei] das zivile Know-how entscheidend, was 

auch Frauen mit Schweizer Staatsbürgerschaft ohne militärische Grund-

ausbildung einen Einsatz ermögliche». Die abgeschlossene Berufsausbil-

dung werde im Flyer als selbstständige Voraussetzung aufgeführt, ohne 

dass sie – wie im Stellenbeschrieb – im Zusammenhang mit zivilen Alter-

nativen zu den militärischen Grundvoraussetzungen erwähnt werde. 

Diese Differenzierung bezüglich der Anstellungskriterien sei eine direkte 

Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts, welche qualifiziert zu 

rechtfertigen sei, damit sie keine verpönte Geschlechterdiskriminierung 

darstelle. Da keine zwingenden biologischen oder funktionalen Gründe 

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vorlägen, welche die Gleichbehandlung von Frauen und Männern aus-

schliessen würden, sei die Ungleichbehandlung nur dann gerechtfertigt, 

wenn sie als verhältnismässiger Grundrechtseingriff bzw. Frauenförde-

rungsmassnahme im Sinne von Art. 3 Abs. 3 GlG zu qualifizieren wäre. 

Hierfür fehlten im vorliegenden Fall aber die gesetzliche Grundlage und die 

Verhältnismässigkeitsprüfung. 

Für einen Einsatz ohne militärische Grundausbildung nenne die Vorinstanz 

neben zwei funktionsspezifischen Voraussetzungen auch den Grund, dass 

die Einsatzfunktion nicht durch geeignete Bewerberinnen oder Bewerber 

besetzt werden könne. Die Behauptung, dass auch bei männlichen Bewer-

bern von der Grundanforderung der bestandenen Rekrutenschule abgewi-

chen werden könne, sei nicht belegt und aus dem Recht zu weisen.  

Die Behauptung, dass für die Funktion als Fahrer ADR/SDR kein weiterge-

hendes Bedürfnis der Armee oder der internationalen Friedensmission vor-

liege, welches ein Abweichen von den militärischen Grundanforderungen 

erlaube, stehe im Widerspruch zur Publikation im Journal 4/2020 der 

Schweizer Beiträge zur internationalen Friedensförderung («Swiss Peace 

Supporter»). Darin werde ausgeführt, dass Lastwagenfahrer/in eine Funk-

tion sei, bei welcher das zivile Know-how im Vordergrund stehe und ein 

Einsatz von Frauen ohne absolvierter Rekrutenschule möglich sei. Die Vor-

instanz sei auf die Aussagen im Telefongespräch und im E-Mail vom 

5. März 2021 zu behaften. Es sei nicht auf die beschönigenden Aussagen 

im zwischenzeitlichen Schriftverkehr abzustellen, der nicht mehr den effek-

tiven Grund für das Nichteingehen auf die Bewerbung wiedergebe. 

3.2 Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, als militärische Grundanfor-

derung für alle Bewerberinnen und Bewerber gelte mindestens der erfolg-

reiche Abschluss einer Rekrutenschule. Die Einsätze bewegten sich in ei-

nem rein militärischen Umfeld. Die vom Beschwerdeführer gewünschte 

Funktion könne für die nächsten drei Einsatzkontingente sowie darüber 

hinaus durch armeeangehörige Kandidatinnen und Kandidaten besetzt 

werden, die vollumfänglich über die fachlichen und militärischen Ausbildun-

gen verfügten. Nur in bestimmten Ausnahmefällen könne davon abgewi-

chen werden, nämlich wenn die internationalen Friedensmissionen gegen-

über den truppenstellenden Staaten besondere, z.B. geschlechterspezifi-

sche oder fachspezifische Bedürfnisse ausweisen würden. Dies sei in Be-

reichen möglich, in denen die Armee – im Unterschied zur Funktion Fahrer 

ADR/SDR – nicht selbst für die gewünschte Ausbildung sorge, wie etwa im 

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medizinischen Bereich oder im Bereich Human Resources, Rechtswissen-

schaften oder Politikwissenschaften. So bestehe etwa bei den Angehöri-

gen der «Liaison and Monitoring Teams (LMT)» ein geschlechtsspezifi-

scher Personalbedarf. Für die Zusammenstellung solcher Teams sei der 

Einsatz von weiblichen Kontingentsangehörigen zwingend notwendig, um 

den Zugang zur weiblichen Lokalbevölkerung und verschiedenen Instituti-

onen wie z.B. Frauenhäusern im Einsatzgebiet sicherzustellen. Die 

Schweiz habe den internationalen Friedensmissionen solche Leistungen 

bzw. Funktionen zugesichert. Als truppenstellender Staat sei sie aufgrund 

zunehmender Vorgaben zur Erhöhung des Anteils an weiblichen Armeean-

gehörigen international verpflichtet. Die Vereinten Nationen hätten sich ei-

nen Anteil von 16% an weiblichem Einsatzpersonal in Spezialisten-Funkti-

onen zum Ziel gesetzt. Da die Militärdienstpflicht nur für Schweizer obliga-

torisch sei (Art. 59 Abs. 1 BV, SR 101), sei die Anzahl von Rekrutinnen 

verschwindend gering. Es sei äusserst schwierig bis fast unmöglich, für 

Funktionen, welche zwingend von weiblichen Kontingentsangehörigen 

übernommen werden müssten – beispielsweise in LMTs – genügend Kan-

didatinnen mit abgeschlossener militärischer Grundausbildung zu finden. 

Um die solchermassen der KFOR zugesicherten Leistungen erbringen zu 

können, müsse auf das Erfordernis der abgeschlossenen Rekrutenschule 

verzichtet werden. Die Stellenbeschreibungen im Bereich der Mann-

schaftsgrade und der Spezialisten-Funktionen sowie in verschiedenen me-

dialen Plattformen enthielten entsprechende Hinweise, um gezielt Frauen 

auf die grundsätzliche Möglichkeit eines militärischen Friedensförderungs-

einsatzes aufmerksam zu machen. Der eigentliche Selektionsprozess 

folge aber den eingangs erwähnten Vorgaben. Der Unterschied bestehe 

nicht in den Anstellungskriterien, sondern darin, dass Männer nicht auf die 

gleiche Weise wie Frauen angeworben würden. Demnach liege keine Dis-

kriminierung vor. 

4.   

4.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer über keine militärischen 

Vorkenntnisse verfügt und die Vorinstanz deshalb seine Bewerbung als 

Fahrer ADR/SDR abgelehnt hat. Unbestritten ist auch, dass in der Stellen-

beschreibung alternativ zu den militärischen Vorkenntnissen geschlechts-

neutral zivile Vorkenntnisse genannt werden. Bei den militärischen Vor-

kenntnissen (Rekrutenschule) befindet sich der Zusatz, «Frauen mit 

Schweizer Staatsbürgerschaft ohne militärische Grundausbildung werden 

der Funktion entsprechend militärisch ausgebildet». 

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Der Beschwerdeführer hat im Bewerbungsformular KFOR SWISSCOY/ 

EUFOR LOT als gewünschte Funktion «Transportgruppe Lastwagen» so-

wie «Transportgruppe Spezialtransporte» angekreuzt. Mit seinem Bewer-

bungsschreiben vom 5. März 2021 hat er sich dann auf die Stelle eines 

Fahrers ADR/SDR beworben. Anfechtungsgegenstand ist die Verfügung 

vom 18. Mai 2021, mit der seine Bewerbung auf diese Stelle abgelehnt 

wurde. Streitgegenstand bildet sein Entschädigungsbegehren, welches er 

mit einer Diskriminierung begründet. Er bringt vor, aus dem Telefonat und 

dem E-Mail vom 5. März 2021 sowie aus der Stellenbeschreibung Fahrer 

ADR/SDR ergebe sich, dass seine Bewerbung – im Gegensatz zu Bewer-

bungen von möglichen Kandidatinnen, die auch keine Rekrutenschule be-

sucht haben – unabhängig von seinen fachlichen Vorkenntnissen abge-

lehnt wurde. 

4.2 Bei der Anstellungsdiskriminierung gilt der Beweis erst dann als er-

bracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Rich-

tigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Hierfür 

muss keine absolute Gewissheit vorliegen. Es genügt, wenn das Gericht 

am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat 

oder allenfalls verbleibende Zweifel leicht erscheinen (vgl. BGE 130 III 321 

E. 3.2; Urteil des BVGer A-8105/2016 vom 26. Juni 2018 E. 4.3 m.w.H.). 

4.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, am 5. März 2021 in einem zweiminü-

tigen Kurztelefonat gefragt worden zu sein, ob er vergessen habe, im Be-

werbungsbogen die Militärdienstleistung anzukreuzen. Nachdem er dies 

verneint habe, sei ihm gesagt worden, dass bei Männern der Besuch der 

Rekrutenschule vorausgesetzt werde.  

Demgegenüber geht der personalverantwortliche Sachbearbeiter laut Ak-

tennotiz vom 8. Juli 2021 von einem 15-minütigen Telefongespräch aus. In 

diesem habe er dem Beschwerdeführer mehrmals erklärt, dass für die 

Funktion Fahrer ADR/SDR viele Bewerbungen vorlägen, welche die kom-

pletten militärischen wie fachlichen Anforderungen erfüllten. Daraufhin 

habe der Beschwerdeführer immer wieder seinen Unmut geäussert.  

Dem E-Mail, mit welchem dem Beschwerdeführer am gleichen Tag eine 

Absage erteilt wurde, lässt sich entnehmen, dass sich engagierte Frauen 

und Männer für einen Friedensförderungseinsatz qualifizierten, wenn sie 

die Rekrutenschule bestanden hätten. Es würden keine Männer verpflich-

tet, welche den Militärdienst verweigert oder Zivildienst geleistet hätten. 

Dieser Umstand treffe auf den Beschwerdeführer zu.  

A-2574/2021 

Seite 13 

4.4 Der Beschwerdeführer äussert Zweifel am Inhalt des internen Gedächt-

nisprotokolls, das der Personalverantwortliche am 8. Juli 2021 über das 

geführte Telefongespräch verfasst hat. Es trifft zu, dass bis zur Erstellung 

der Aktennotiz vier Monate vergangen sind. Ihr kommt daher kein grosses 

Gewicht zu. In einer Gesamtschau und unter Berücksichtigung sämtlicher 

Beweismittel und Indizien ist aber aufgrund der schriftlichen Absage vom 

5. März 2021 nicht erstellt, dass dem Beschwerdeführer allein aufgrund 

des fehlenden Besuchs einer Rekrutenschule eine Absage erteilt worden 

ist.  

In dem E-Mail vom 5. März 2021 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, 

dass Bewerbungen von Männern, die den Militärdienst verweigert oder 

statt des Militärdienstes Zivildienst geleistet hätten, nicht berücksichtigt 

würden. Die beiden genannten Kriterien stellen zweifellos Ausschluss-

gründe dar, die aufgrund von Art. 59 Abs. 1 BV nur auf Männer zutreffen 

können, weshalb sie rechtfertigungsbedürftig sind. Eine Auseinanderset-

zung damit kann hier aber unterbleiben. Im Schreiben vom 12. März 2021 

hat der Beschwerdeführer erklärt, den Militärdienst nicht verweigert und 

anstelle des Militärdienstes auch keinen Zivildienst geleistet zu haben. Da 

keines der beiden im E-Mail genannten Ausschlusskriterien auf den Be-

schwerdeführer zutrifft, ist auf ihre vertiefte Prüfung zu verzichten.  

4.5 Nachdem der Beschwerdeführer die Umstände erläutert hatte, weshalb 

er keinen Militärdienst, sondern Zivilschutz geleistet habe (späte Einbürge-

rung/Alter), kam es zu einer erneuten Prüfung seiner Bewerbungsunterla-

gen. Dieser Umstand spricht gegen die Annahme des Beschwerdeführers, 

seine Bewerbung sei nur aus dem Grund abgelehnt worden, weil er als 

Mann keine Rekrutenschule besucht habe. Bei Durchsicht der Akten fällt 

auf, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren wurde und die 

Schweizer Staatsbürgerschaft hat. Anhand der Begründung im E-Mail wird 

ersichtlich, dass der Personalverantwortliche die Angaben des Beschwer-

deführers missverstanden haben könnte. Allenfalls beruhte die Absage auf 

einem Versehen, das höchstens geeignet wäre, die Frage einer Verletzung 

des rechtlichen Gehörs aufzuwerfen, nicht aber die einer Diskriminierung. 

Da keine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt wurde und eine solche 

ohnehin aufgrund der erneuten Prüfung der Bewerbungsunterlagen als ge-

heilt anzusehen wäre, können diesbezüglich weitere Ausführungen unter-

bleiben. 

4.6 Wie sich aus den Akten ergibt, hat sich der Beschwerdeführer für die 

Funktion als Fahrer ADR/SDR beworben. Den Ausführungen der Vorin-

A-2574/2021 

Seite 14 

stanz zufolge lagen genügend Bewerbungen von armeeangehörigen Kan-

didatinnen und Kandidaten mit vollumfänglich erfüllten fachlichen und mili-

tärischen Vorkenntnissen vor. Sie führt schlüssig aus, dass die Schweizer 

Armee selbst Rekrutinnen und Rekruten entsprechend dem Anforderungs-

profil ADR/SDR ausgebildet hat. Den Personalplanungsunterlagen und An-

gaben der Vorinstanz ist zu entnehmen, dass in den vergangenen Jahren 

sowie in den kommenden 18 Monaten ausschliesslich der Einsatz von Ar-

meeangehörigen für die vom Beschwerdeführer gewünschte Funktion ge-

plant war beziehungsweise ist. Der Beschwerdeführer ist aufgrund eines 

fehlenden Bedarfs an Bewerberinnen oder Bewerbern ohne militärische 

Vorkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess ausgeschieden. Es bestehen 

ernsthafte Zweifel daran, dass es den Vergleichsfall einer Bewerberin für 

die Funktion als Fahrer ADR/SDR geben könnte, die ohne Erfüllung der 

Anforderung der abgeschlossenen Rekrutenschule im Bewerbungspro-

zess berücksichtigt würde. 

4.7 Die ernsthaften Zweifel an der behaupteten Anstellungsdiskriminierung 

werden – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – auch nicht 

durch die Stellenbeschreibung und die Werbemassnahmen (Bewerbungs-

flyer, Kommunikationsmaterial, Journal 4/2020) umgestossen. 

4.7.1 Zunächst ist zu erwähnen, dass Art. 3 Abs. 2 GlG die Stellenbeschrei-

bung nicht als Tatbestandsmerkmal einer Diskriminierung aufführt. Auf-

grund des qualifizierten Schweigens des Gesetzgebers sind die Massnah-

men der Vorinstanz bei der Anwerbung von Kandidatinnen und Kandidaten 

– sowohl in der Stellenbeschreibung als auch im übrigen Werbematerial – 

nicht verboten.  

Der Beschwerdeführer bringt aber vor, die Stellenausschreibung sei als In-

diz für diskriminierende Anstellungskriterien zu werten. 

4.7.2 In der Stellenbeschreibung für die Funktion Fahrer wird unter ande-

rem Folgendes aufgeführt: 

Grundvoraussetzungen: - Die Zulassungskriterien für den Dienst 
in der Schweizer Armee sind erfüllt; 

- Führerausweis (mind Kat CE); 
- Abgeschlossene Berufsausbildung. 

Militärische Grundvoraussetzun-

gen: 

- Abgeschlossene Rekrutenschule; 
- Frauen mit Schweizer Staatsbürger-

schaft ohne militärische Grundausbil-
dung werden der Funktion entspre-
chend militärisch ausgebildet. 

A-2574/2021 

Seite 15 

Erwünschte militärische Ausbil-
dungen: 

- Truppengattung Logistik von Vorteil; 
- Militärische Fahrkategorie 930. 

Zivile Alternativen zu militärischen 

Grundvoraussetzungen: 
- Abgeschlossene Berufsausbildung 

4.7.3 Gleichzeitig mit der Nennung der Voraussetzung der abgeschlosse-

nen Rekrutenschule werden offenbar Frauen eingeladen, sich trotz des 

fehlenden Erfordernisses zu bewerben. Die Vorinstanz hat plausibel dar-

gelegt, dass es sich bei dem strittigen Zusatz um eine Werbemassnahme 

im Sinne der Chancengleichheitsweisungen handelt (vgl. E. 2.4 hiervor). 

Viele der in der SWISSCOY ausgeschriebenen Stellen (Mannschaftsgrade 

und Spezialisten-Funktionen) enthalten beim Erfordernis der Rekruten-

schule einen solchen Zusatz. Bei einer Nennung der absolvierten Rekru-

tenschule allein würden überwiegend Frauen von der Armee als Arbeitge-

berin gar nicht angesprochen. Es ist allgemein bekannt, dass sich Listen 

von Anforderungen in Stellenbeschreibungen dazu eignen, die Anzahl der 

Interessierten von vorneherein zu beschränken, was die Vorinstanz offen-

bar zu vermeiden versucht. Abgesehen davon erfüllt sie die Vorgaben zur 

geschlechtsneutralen Bezeichnung der Stellenanforderungen, indem sie 

die Berufsausbildung als alternative Voraussetzung zu den militärischen 

Vorkenntnissen genannt hat.  

4.7.4 Aufgrund der schlüssigen Ausführungen der Vorinstanz über die 

Massnahmen zur Rekrutierung von Frauen, die stark unterrepräsentiert 

sind, ist die Stellenbeschreibung im Fall des Beschwerdeführers nicht als 

Indiz für verbotene, ungleiche Anstellungskriterien zu werten.   

4.8 Zusammengefasst bestehen ernsthafte Zweifel am Vorliegen der be-

haupteten Anstellungsdiskriminierung. Es ist nicht mit dem nötigen Beweis-

grad erstellt, dass der Beschwerdeführer aus dem Bewerbungsprozess 

ausgeschieden ist, weil er als Mann keinen Abschluss einer Rekruten-

schule habe vorweisen können. Es gibt entgegen seiner Annahme keinen 

Vergleichsfall erleichterter Anstellungskriterien für Kandidatinnen für die 

Funktion als Fahrer ADR/SDR. Die Ausführungen der Vorinstanz, seine Be-

werbung entsprechend der von ihm gewünschten Funktion in Hinblick auf 

Kandidatinnen und Kandidaten ohne militärische Vorkenntnisse ge-

schlechtsneutral geprüft zu haben, sind nicht zu beanstanden. Die Be-

schwerde ist als unbegründet abzuweisen. 

A-2574/2021 

Seite 16 

5.   

5.1 Das Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht im Bereich 

der Geschlechtergleichstellung ist grundsätzlich kostenlos (vgl. Art. 13 Abs. 

5 GlG). Es sind daher keine Verfahrenskosten zu erheben.  

5.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer steht keine Parteientschädi-

gung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die obsiegende Vorinstanz hat 

als Bundesbehörde keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. 

Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

A-2574/2021 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Einschreiben) 

– das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Alexander Misic Anna Wildt 

 

 

  

A-2574/2021 

Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffentlich-

rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht angefochten 

werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei 

welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich 

eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 

Bst. b und Abs. 2 BGG). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegen-

heit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichstellung der Ge-

schlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Er-

öffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist ge-

wahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bun-

desgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post 

oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertre-

tung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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