# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 054c3db2-9184-57cb-bcca-c33a3143c24f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2009 C-3554/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3554-2007_2009-08-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3554/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Marc Steiner (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, 
Richter Frank Seethaler,
Gerichtsschreiber Martin Buchli.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Einspracheentscheid vom 27. April 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3554/2007

Sachverhalt:

A.
Der 1948 geborene, in Kroatien lebende kroatische Staatsangehörige 
A._______, der in der Zeit zwischen 1974 und 1976 in der Schweiz als 
Schreiner in einer Möbelfabrik gearbeitet und obligatorische Beiträge 
an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV) 
entrichtet hatte, reichte am 9. September 2003 ein Gesuch um Gewäh-
rung einer schweizerischen Invalidenrente ein.

B.
Mit Verfügung vom 18. Februar 2005 wurde das Begehren von der IV-
Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (im Folgenden: Vorinstanz)  wegen 
Nichterfüllen  der  Mindestbeitragszeit  von  12  Monaten  abgewiesen. 
Daraufhin legte A._______ mit  Schreiben vom 28. Februar 2005 der 
Vorinstanz dar, in welchem Zeitraum er in der Schweiz arbeitstätig war. 
In der Folge nahm die Vorinstanz das Gesuch erneut an die Hand und 
wies  A._______  an,  die  Arbeitsunfähigkeit  belegende  Unterlagen 
einzureichen. Dieser  Aufforderung folgend lies  dieser  der  Vorinstanz 
insgesamt 55 Seiten Arztberichte (inkl. Beilagen) zukommen. 

C.
Mit Verfügung vom 2. Februar 2006 wurde das Begehren vom 9. Sep-
tember  2003  zum  zweiten  Mal  abgewiesen,  da  keine  zur  Renten-
gewährung ausreichende Erwerbsunfähigkeit  vorliege. Die Vorinstanz 
führte dazu aus, A._______ sei in leichter Verweistätigkeit voll arbeits-
fähig und könne damit ein rentenausschliessendes Einkommen gene-
rieren. 

D.
Gegen diese Verfügung reichte A._______ am 3. März 2006 Einspra-
che bei der Vorinstanz ein, unter Beilage eines kroatischen Rentenge-
währungsbescheids (festgestellter Invaliditätsgrad: 70%). Mit Einspra-
cheentscheid vom 27. April  2007 hielt  die  Vorinstanz an ihrer  Verfü-
gung vom 2. Februar 2006 fest und wies die Einsprache ab. 

E.
Am 16. Mai  2007 erhob  A._______  (nachfolgend  Beschwerdeführer) 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den vorgenannten 
Einspracheentscheid und verlangt sinngemäss dessen Aufhebung und 
die gerichtliche Gewährung einer Invalidenrente. 

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F.
Die Vorinstanz beantragt mit  Vernehmlassung vom 10. Oktober 2007 
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie im We-
sentlichen auf die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle 
für Versicherte im Ausland (RAD Rohne, Regionaler Ärztlicher Dienst 
der Invalidenversicherung) vom 27. September 2007.

G.
Mit  Replik vom 24. Oktober 2007 hält  der Beschwerdeführer sinnge-
mäss an seinen Beschwerdebegehren fest.

H.
Mit Duplik vom 8. November 2007 hält die Vorinstanz an ihren Anträ-
gen fest.

I.
Mit Eingabe vom 26. Februar 2008 reichte der Beschwerdeführer ei-
nen Austrittsbericht der Klinik J.______ vom 8. Februar 2008 ein, aus 
welchem ersichtlich ist, dass er sich am 6. Februar 2008 einer Hydro-
celenoperation unterziehen liess. Im Weiteren hält der Beschwerdefüh-
rer in seiner Eingabe an den gestellten Anträgen fest.

J.
Die Vorinstanz hält  mit  Eingabe vom 17. April  2008 an ihrem Antrag 
auf Beschwerdeabweisung fest, da sich aus dem eingereichten Spital-
bericht vom 8. Februar 2008 keine neuen Sachverhaltselemente ergä-
ben,  welche  einer  gänzlichen  Arbeitsfähigkeit  in  leichteren  Verweis-
tätigkeiten entgegenständen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Der  angefochtene  Einspracheentscheid  der  Vorinstanz  vom 
27. April  2007 stellt  eine Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes 
über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021)  dar.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  Art. 31 

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des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, 
SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, 
die u.a. von den – den Departementen unterstellten oder administrativ 
zugeordneten – Dienststellen der Bundesverwaltung erlassen werden 
(vgl. Art. 33 Bst. e VGG). Darunter fällt der vorliegende, von der Vorins-
tanz  erlassene  Entscheid  (vgl.  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundes-
gesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959  [IVG, 
SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Behandlung 
der Streitsache zuständig, zumal keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt.

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet. Nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e des Geschäftsreglements für das 
Bundesverwaltungsgericht vom 17. April 2008 (VGR, SR 173.320.1) ist 
die  Verwaltungskommission  des  Gerichts  (Leitungsorgan)  zuständig 
für die Anordnung der Aushilfe von Richtern und Richterinnen in ande-
ren Abteilungen. Die Verwaltungskommission hat an ihrer Sitzung vom 
12. Februar 2009 einer Aushilfe der Abteilung III im Bereich der Sozial-
versicherung  durch  die  Abteilung II  zugestimmt.  Aus  diesem  Grund 
ging die Instruktion des vorliegenden Falles Anfang März 2009 auf ei-
nen Richter der Abteilung II über.

1.3 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt  (vgl. 
Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben  für  Verfahren  in  Sozialversiche-
rungssachen  gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen  Bestim-
mungen des Bundesgesetzes über  den Allgemeinen Teil  des Sozial-
versicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1).

1.4 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (vgl. 
Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als  Adressat  des ange-
fochtenen Entscheides ist der Beschwerdeführer durch diesen formell 
und materiell  beschwert  und er  hat  ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 
VwVG).

1.5 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.
Zunächst  sind  die  für  die  Beurteilung  der  Streitsache  wesentlichen 
(materiellen) Rechtssätze und die von der Rechtsprechung dazu ent-
wickelten Grundsätze darzustellen.

2.1 Aufgrund des vorliegend anwendbaren Abkommens vom 9. April 
1996 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft  und der Re-
publik Kroatien über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.291.1; nachfol-
gend: Abkommen; vgl. zu dessen Anwendbarkeit Art. 3 Bst. b des Ab-
kommens) haben kroatische Staatsangehörige unter den gleichen Vor-
aussetzungen wie schweizerische Staatsangehörige Anspruch auf die 
ordentlichen  Renten  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
(Art. 16 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 16 Abs. 5 des Abkommens). Die 
Frage, ob dem Beschwerdeführer ein Anspruch auf eine Invalidenrente 
zukommt,  bestimmt  sich  damit  nach  den  einschlägigen  schweizeri-
schen Rechtsnormen.

Auf Besonderheiten bei der Bemessung der Beitragsdauer (Art. 14 f. 
des Abkommens) und der Gewährung einmaliger Abfindungen anstelle 
geringer ordentlicher Teilrenten (Art. 16 Abs. 2 und 3 des Abkommens) 
ist an dieser Stelle nicht einzugehen. 

2.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestim-
mungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329 E. 2.3). Nach 
der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Be-
urteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 
Erlasses  des  streitigen Einspracheentscheides  (hier:  27. April  2007) 
eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). 
Tatsachen,  die jenen Sachverhalt  seither verändert  haben,  sollen im 
Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung  sein  (vgl. 
BGE 121 V 362 E. 1b).

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft  getretene  ATSG  anwendbar.  Die  darin  enthaltenen  Formulie-

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rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität 
und der Einkommensvergleichsmethode entsprechen ohnehin den bis-
herigen, von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der IV. 
Demzufolge beanspruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten 
Grundsätze  auch  unter  der  Herrschaft  des  ATSG weiterhin  Geltung 
(vgl. BGE 130 V 343). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und 
der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 
(IVV, SR 831.201) ist  sodann auf die jeweilige Fassung gemäss den 
am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision) ab-
zustellen. Nicht zu berücksichtigen sind damit die durch die 5. IV-Revi-
sion eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft ge-
treten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb jeweils die 
ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Bestimmungen des IVG und 
der IVV zitiert (AS 2003 3837).

3.

3.1 Der  Beschwerdeführer  macht  zunächst  sinngemäss geltend,  der 
Umstand, dass er in Kroatien als zu 70 % arbeitsunfähig gelte und er 
eine  entsprechende kroatische Invalidenrente  erhalte,  belege seinen 
Anspruch auf eine Invalidenrente in der Schweiz. Es könne nicht sein, 
dass Ärzte in zwei Ländern zu derart  unterschiedlichen Ergebnissen 
hinsichtlich seiner Arbeitsfähigkeit gelangen, wie dies geschehen sei.

3.2 Entgegen der  Auffassung des Beschwerdeführers  lässt  sich  aus 
dem  Umstand,  dass  ihm  in  Kroatien  eine  Invalidenrente  zuerkannt 
wurde,  für  das  vorliegende  Verfahren  nichts  zu  seinen  Gunsten 
ableiten,  denn  nach  ständiger  Rechtsprechung  präjudiziert  die 
Gewährung  von  Leistungen  durch  ein  ausländisches  Versicherungs-
organ  die  invalidenversicherungsrechtliche  Beurteilung  nach  schwei-
zerischem Recht nicht (BGE 130 V 253 E. 2.4, Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts  C-6130/2007  vom 24.  Juni  2008  E.  7).  Dies  muss 
umso mehr  gelten,  als  im kroatischen Verfahren die  Arbeitsfähigkeit 
hinsichtlich  leichter  Verweistätigkeiten  offenbar  nicht  geprüft  wurde 
(act. 93 der Vorinstanz; vgl. dazu hinten E. 5.4). Hingegen sind die dem 
Entscheid des kroatischen Versicherungsträgers zugrunde gelegenen 
Arztberichte  auch  im vorliegenden Verfahren heranzuziehen,  um die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen.

4.
Anspruch auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein-

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tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an 
die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV)  ge-
leistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ 
gegeben  sein;  fehlt  eine,  so  entsteht  kein  Rentenanspruch,  selbst 
wenn die andere erfüllt ist.

4.1 Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr 
als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  geleistet.  Soweit  die  Vorinstanz  in  der 
Verfügung vom 18. Februar 2005 noch davon ausgegangen ist,  dass 
der  Beschwerdeführer  die  Mindestbeitragsdauer  nicht  erfüllt,  handelt 
es  sich  offensichtlich  um ein  Versehen. Die  Voraussetzung  der  Min-
destbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenren-
te ist damit zweifellos erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob und gegebenenfalls 
ab  wann  und  in  welchem  Umfang  der  Beschwerdeführer  invalid  im 
Sinne des Gesetzes ist.

4.2 Der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht nach den für 
den vorliegenden Fall einschlägigen Rechtsnormen (vgl. E. 2 hiervor) 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertels-Rente bei einem solchen von mindestens 60%, derjenige 
auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% und derje-
nige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40%. Gemäss Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn-
sitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt  Art. 28 Abs. 1ter 

IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere 
Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Eine Ausnahme 
von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und 
Staatsangehörige  der  Europäischen Gemeinschaft,  denen bei  einem 
Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in ei-
nem  Mitgliedstaat  der  Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben 
(vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). Dies ist beim in Kroatien lebenden Be-
schwerdeführer,  der  die  kroatische  Staatsbürgerschaft  besitzt,  nicht 
der Fall. Vorliegend ist für einen Rentenanspruch damit ein Invaliditäts-
grad von mindestens 50% erforderlich.

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art.  4  IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 

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Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor-
derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit ist 
dabei der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG).

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Krite-
rien  definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu 
erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, BGE 102 V 166). Dabei sind die Er-
werbs-  bzw. Arbeitsmöglichkeiten  nicht  nur  im  angestammten  Beruf 
bzw. der bisherigen Tätigkeit,  sondern  – wenn erforderlich  – auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist 
also nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen 
zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig 
auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinde-
rung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktio-
nellen Einschränkung (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). 

Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht 
auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch an-
dere Fachleute zur Verfügung gestellt  haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-
men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versi-
cherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 
115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 
E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbe-
sondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, 
obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht.

4.4 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer 
und abstrakter  Begriff,  welcher dazu dient,  den Leistungsbereich der 
Invalidenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  ab-
zugrenzen. Der Begriff  umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt,  der von seiner Struktur 
her  einen Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält. Nach diesen 

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Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder 
nicht  (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, 
dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine 
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit-
telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar-
beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 
1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 
ATSG kann aber dort  nicht mehr gesprochen werden, wo die zumut-
bare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit-
gebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 
322 E. 4).

4.5 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist  ein dauernd in seiner 
Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert  nützli-
cher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder 
Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit  sie  noch möglich 
und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). 
Deshalb  ist  es  am Arzt,  aus  medizinischer  Sicht  zu  entscheiden,  in 
welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit 
bei  zumutbarer Tätigkeit  und zumutbarem Einsatz auf  dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich 
der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungs-
tätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Re-
starbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

5.

5.1 Der Beschwerdeführer verweist auf die bereits der Vorinstanz ein-
gereichten Arztberichte und medizinischen Unterlagen sowie neu ein-
gereichte Unterlagen (Spitalbericht vom 8. Februar 2008), welche be-
legen würden, dass er arbeitsunfähig sei und entsprechend einen An-
spruch auf Invalidenrente habe. Er bringt zudem vor, es sei nicht nach-
vollziehbar, wie die Vorinstanz auf einen Invaliditätsgrad von lediglich 
20 % kommen konnte, zumal er nicht einmal in der Lage sei, die "not-
wendigen Requisiten fürs Wasserlassen" alleine zu wechseln.

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5.2 Die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung vom 10. Oktober 
2007 auf  den Bericht des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle für Versi-
cherte im Ausland vom 27. September 2007. Diesem sei nichts beizu-
fügen und daraus ergebe sich, dass die Beschwerde gegen den Ein-
spracheentscheid abzuweisen sei. In ihrer Stellungnahme vom 17. Ap-
ril  2008  bringt  die  Vorinstanz  mit  Bezug  auf  den  Spitalbericht  vom 
8. Februar 2008 vor, daraus ergäben sich keine neuen Sachverhalts-
elemente, die einer gänzlichen Arbeitsfähigkeit in leichteren Verweistä-
tigkeiten entgegenstünden. 

5.3 Aus den vom Beschwerdeführer im Rahmen des vorinstanzlichen 
Verfahrens ins Recht gelegten Arztberichten, welche ins Französische 
übersetzt  wurden,  erweist  sich,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  im 
Jahr  2003  aufgrund  eines  Blasenkarzinoms  einer  Operation  unter-
ziehen musste, bei der auch eine Urostomie durchgeführt wurde. Der 
Beschwerdeführer  hat  seither  einen  künstlichen  Blasenausgang. 
Hinweise auf Rezidiv bestehen nicht (siehe zur letzten dokumentierten 
Kontrolluntersuchung den Bericht von Prof. Dr. K._______ vom 14. Mai 
2007,  berücksichtigend  ein  Abdomen  CT  vom  23.  April  2007)  und 
werden  vom  Beschwerdeführer  im  Übrigen  auch  nicht  geltend 
gemacht.  Weiter  ergibt  sich  aus  den  Arztberichten,  dass  der 
Beschwerdeführer  seit  2002  an  einer  Funktionsstörung  der  Lenden-
wirbelsäule  leidet  (Lumbovertebralsyndrom),  welche  zu  einer  Ein-
schränkung der Beweglichkeit und zu Sensibilitätsdefiziten im Bereich 
L4-S1  links  führt,  nicht  aber  zu  motorischen  Ausfällen.  Schliesslich 
sind reaktive depressive Verstimmungen des Beschwerdeführers durch 
die vorliegenden Arztberichte belegt.

Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hat der Beschwerde-
führer einen Austrittsbericht der Klinik J._______ vom 8. Februar 2008 
eingereicht.  Ob  die  darin  vorgebrachten  Beschwerden  nicht  im 
Rahmen  eines  neuerlichen  Begehrens  bei  der  Vorinstanz  hätten 
vorgebracht  werden müssen, kann offen bleiben, da sich aus den in 
diesem Bericht  dargestellten  medizinischen Befunden ohnehin  keine 
zusätzlichen  Erwerbseinschränkungen  ergeben:  Dem  vom 
Beschwerdeführer eingereichten Austrittsbericht vom 8. Februar 2008 
ist  zu  entnehmen,  dass  dieser  am  6. Februar  2008  einer  Hydro-
celenoperation unterzogen wurde, welche komplikationslos verlief. Die 
Vorinstanz  führt  dazu  mit  Verweis  auf  die  Stellungnahme  ihres 
ärztlichen Dienstes aus, dass aufgrund dieses Routineeingriffs keine 
relevanten  gesundheitlichen  Einschränkungen  zu  erwarten  seien, 

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sondern vielmehr davon auszugehen sei,  dass nach dem operativen 
Eingriff  keine  Wassersammlungen  im  Hodensack  mehr  auftreten 
(Schlussbericht RAD Rhone vom 3. April 2008). Diese Beurteilung ist 
nicht zu beanstanden. Im Übrigen macht auch der Beschwerdeführer 
nicht geltend, er sei als Folge der Operation funktional eingeschränkt.

Die medizinischen Darstellungen der ausländischen Arztberichte wer-
den von der Vorinstanz nicht  bestritten und es bestehen auch keine 
der  Korrektheit  der  Gutachten  widersprechenden  Anhaltspunkte. Für 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers ist  damit 
vom dargestellten Leidensbild auszugehen.

5.4 Der  ärztliche Dienst  der  IV kam zum Schluss,  der  Beschwerde-
führer  sei  mit  den  dargestellten  Leiden  in  seiner  angestammten 
Tätigkeit  als  Möbelschreiner  noch  zu  50  %  arbeitsfähig.  In  einer 
angepassten  Tätigkeit,  ohne  schwere  Arbeiten,  bei  rückengerechter 
Arbeitsposition und sauberer Umgebung sei der Beschwerdeführer zu 
100 % arbeitsfähig  (Schlussbericht  RAD  Rhone  vom  27. September 
2007 und Schlussbericht RAD Rhone vom 3. April 2008).

Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. Mai 2007 
vorbringt, es sei für ihn nicht nachvollziehbar, weshalb die Ärzte der IV 
nur  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  50  %  im  angestammten  Tätigkeits-
bereich  festgestellt  haben,  während  die  kroatischen  Behörden  von 
einer  70  %igen  Arbeitsunfähigkeit  ausgingen,  ist  festzustellen,  dass 
die  Annahme  einer  höheren  Arbeitsunfähigkeit  im  angestammten 
Tätigkeitsbereich  bei  voller  Arbeitsfähigkeit  in  einer  Verweistätigkeit 
vorliegend  ohne  Einfluss  auf  das  Ergebnis  der  Berechnung  des 
Invaliditätsgrades  bleiben  würde  (vgl.  E.  6.4  hiernach).  Die 
Arbeitsfähigkeit  im angestammten  Tätigkeitsbereich  als  Möbelschrei-
ner, die gemäss Vorinstanz 50 % beträgt, ist für den vorliegenden Fall 
damit ohne Relevanz. Die Feststellung der Vorinstanz ist vom Bundes-
verwaltungsgericht entsprechend nicht weiter zu prüfen.

Als  Verweistätigkeiten,  welche  der  Beschwerdeführer  noch  voll-
schichtig ausführen könne, führt die Vorinstanz auf: Nicht qualifizierte 
Arbeiten/Hilfsarbeiten in einem Werk, einer Fabrik oder einer Produk-
tionsstätte;  Concierge,  Hausmeister,  Aufseher  auf  einer  Baustelle; 
Parkwächter,  Museumswächter;  kleine  Lieferungen  mit  einem  Fahr-
zeug,  Verkäufer  in  einem  Geschäft,  Einkaufscenter,  Kiosk  oder 
Tankstellen-Shop. Der  Beschwerdeführer  bringt  dagegen  zur  Haupt-
sache vor, dass es ihm aufgrund des Urostomas nicht mehr möglich 

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sei,  irgendeiner  Arbeitstätigkeit  nachzugehen.  Dem  ist  zu  wider-
sprechen. Wie  die Vorinstanz  schlüssig  dargelegt  hat,  verunmöglicht 
ein Urostoma nicht eine normale Tätigkeit, sofern nicht eine besonders 
schmutzige Arbeitsumgebung oder Tätigkeit im Wasser erforderlich ist. 
Bei den aufgeführten Verweistätigkeiten führt  ein Urostoma allenfalls 
zu Einschränkungen, welche im Rahmen einer sog. Leidensreduktion 
angemessen berücksichtigt werden können (vgl. E. 6.7 hiernach). An 
der  Möglichkeit,  vollschichtig  leichte  Tätigkeiten  auszuüben,  hindert 
ein  Urostoma  demnach  nicht.  Wie  die  Vorinstanz  bereits  mit 
Bezugnahme auf das Leistungsprofil schlüssig dargelegt hat, hindern 
auch  die  mit  der  Funktionsstörung  der  Lendenwirbelsäule  verbun-
denen  Beschwerden  den  Beschwerdeführer  nicht  daran,  einer  der 
aufgeführten Verweistätigkeiten vollschichtig nachzukommen. 

5.5 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz weder einen Rechts- noch 
einen Ermessensfehler begangen, indem sie festgestellt hat, dass der 
Beschwerdeführer  in  einer  leichten  Verweistätigkeit  voll  arbeitsfähig 
ist.

6.

6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, 
Art. 16 ATSG).

6.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicher-
te Person konkret steht, d.h. von ihrem tatsächlichen Einkommen. Ist 
kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen nach Eintritt der 
Invalidität  gegeben,  namentlich  weil  wie  vorliegend  die  versicherte 
Person nach Eintritt  des Gesundheitsschadens keine oder  jedenfalls 
keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 
so sind nach der Rechtsprechung in der Regel die gesamtschweizeri-
schen Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
periodisch  herausgegebenen  Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  heran-
zuziehen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 
2006),  allenfalls  die  Zahlen  der  Dokumentation  über  Arbeitsplätze 

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(DAP; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, BGE 126 V 75 E. 3.b). Dies gilt 
jedenfalls  dann  auch,  wenn  ein  im  Ausland  wohnhafter  Versicherter 
Beschwerde führt  und keine statistischen  Lohndaten  für  den  betrof-
fenen ausländischen Arbeitsmarkt  vorliegen (vgl.  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts C-7623/2007 vom 5. Mai 2009 E. 5.4).

6.3 Nach der  Rechtsprechung ist  bei  der  Verwendung solch  statisti-
scher  Tabellenlöhne  zu  berücksichtigen,  dass  gesundheitlich  beein-
trächtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten (ge-
sundheitlich) behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 
entsprechend  einsetzbaren  Arbeitnehmern  lohnmässig  benachteiligt 
sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansät-
zen rechnen müssen (vgl. BGE 124 V 323 E. 3b/bb mit Hinweisen). Die 
ständige bundesgerichtliche Praxis  präzisiert  weiter,  dass die  Frage, 
ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind,  von 
sämtlichen  persönlichen  und  beruflichen  Umständen  des  konkreten 
Einzelfalls abhängig ist. Der Abzug soll  aber nicht automatisch,  son-
dern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür beste-
hen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser 
Merkmale  ihre  gesundheitlich  bedingte  Restarbeitsfähigkeit  auf  dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen 
verwerten kann. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät-
zen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (vgl. BGE 
126 V 79 E. 5b/aa-cc mit weiteren Hinweisen).

6.4 Wird  bei  einem  Versicherten  eine  teilweise  oder  vollständige 
Arbeitsunfähigkeit  in  seiner  angestammten  Tätigkeit  und  gleichzeitig 
eine  damit  verglichen  höhere  Arbeitsfähigkeit  in  einer  zumutbaren 
Verweistätigkeit  festgestellt,  so ist  für  die Berechnung des Invaliden-
einkommens  jene  Arbeitsfähigkeit  (angestammte  Tätigkeit  oder 
Verweistätigkeit)  massgebend,  welche zu einem höheren erzielbaren 
Erwerbseinkommen führt. Vorliegend ist deshalb aufgrund der vollstän-
digen Arbeitsfähigkeit in einer leichten Verweistätigkeit die Berechnung 
des Invaliditätsgrades vorzunehmen, während die von der Vorinstanz 
festgestellte Arbeitsfähigkeit  im Umfang von 50 % im angestammten 
Tätigkeitsbereich für die Feststellung des Invaliditätsgrades nicht von 
Belang  ist  (vgl.  E.  5.4  hiervor,  wo  diese  Feststellung  entsprechend 
auch nicht überprüft wurde), liegt doch das hypothetische Einkommen 
der  Verweistätigkeit  ohne  Zweifel  höher  als  in  einer  50  %igen 
Arbeitstätigkeit im angestammten Beruf (vgl. E. 6.7 hiernach).

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6.5 Der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG setzt voraus, dass 
bei der Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen gleich vorgegan-
gen wird, dass also eine gleichartige Vergleichsbasis vorliegt (Gleich-
artigkeit  der  Vergleichseinkommen,  vgl. KIESER,  ATSG-Kommentar, 
Art. 16 Rz. 7). Dies bedeutet namentlich, dass die auf einem vergleich-
baren örtlichen Arbeitsmarkt  hypothetisch erzielbaren Einkommen zu 
vergleichen  sind.  Entsprechend  hat  das  Bundesverwaltungsgericht 
entschieden,  dass,  wenn  sich  das  hypothetische  Valideneinkommen 
aufgrund  eines  tatsächlichen  Einkommens  bestimmt,  das  der  Versi-
cherte vor dem Eintritt der Invalidität über längere Zeit im Ausland er-
zielt hat, nicht etwa das in der Schweiz erzielbare hypothetische Invali-
deneinkommen beizuziehen  ist,  sondern  ein  Invalideneinkommen zu 
ermitteln  und  dem Valideneinkommen gegenüber  zu  stellen  ist,  das 
der Versicherte auf dem örtlichen ausländischen Arbeitsmarkt erzielen 
könnte  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-3122/2006  vom 
12. März 2009 E. 4.8). Umgekehrt gilt, dass bei einer Festsetzung des 
Valideneinkommens aufgrund der schweizerischen Tabellenlöhne auch 
auf  ein  hypothetisches  Invalideneinkommen  in  der  Schweiz  ab-
zustellen ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3122/2006 vom 
12. März 2009 E. 4.8).

6.6 Bei dieser Sachlage hält es vor dem Bundesrecht Stand, dass die 
Vorinstanz  die  Vergleichseinkommen  gestützt  auf  die  statistischen 
Werte gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE ermittelt hat. Her-
anzuziehen  sind  indes  nicht  die  LSE 2002,  sondern  die  aktuelleren 
LSE 2006,  zumal  der  Einkommensvergleich  per  27. April  2007  (per 
Datum des Einspracheentscheides) durchzuführen ist. 

Das  monatliche  Valideneinkommen  des  Beschwerdeführers  beträgt 
demnach Fr. 4'630.-  brutto (LSE 2006,  Tabelle TA 1,  Privater Sektor, 
Verarbeitendes  Gewerbe;  Industrie,  Be-  und  Verarbeitung  von  Holz, 
Wert für Männer), beruhend auf dem Durchschnittswert des Anforde-
rungsniveaus  4).  Da  die  LSE-Tabellenlöhne  auf  einer  wöchentlichen 
Arbeitszeit  von 40 Stunden beruhen,  die durchschnittliche branchen-
übliche  Arbeitszeit  im  Jahre  2006  jedoch  42.2  Wochenstunden  (vgl. 
BFS: Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA] nach Wirtschaftsabteilungen, in 
Stunden pro  Woche für  das  Jahr  2006)  betrug,  ist  das  vorgenannte 
Einkommen  entsprechend  anzupassen,  es  beträgt  demzufolge 
Fr. 4'885.-.

Massgebend für die Berechnung des Invalideneinkommens ist der sog. 

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Totalwert im hier relevanten Sektor 3 (Dienstleistungen): Jener beträgt 
im  praxisgemäss  für  Verweisungstätigkeiten  zu  berücksichtigenden 
Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) Fr. 4'384.- 
brutto  pro Monat  (LSE 2006,  Tabelle  TA 1,  Privater  Sektor,  Wert  für 
Männer), wiederum ausgehend von einer Arbeitswoche von 40 Stun-
den.  Angepasst  an  die  durchschnittliche  betriebsübliche  Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden im Jahre 2006 in diesem Sektor (vgl. BUA 
2006), ergibt sich ein Wert von Fr. 4'570.-.

6.7 Festzusetzen ist  zudem die Höhe des sog. leidensbedingten Ab-
zugs  beim  Invalideneinkommen.  Die  Vorinstanz  hat  einen  15 %igen 
Abzug vom Tabellenlohnwert als den Verhältnissen angemessen ange-
sehen. Wie erwähnt (vgl. hiervor E. 6.3) können neben leidensbeding-
ten Einschränkungen auch persönliche und berufliche Merkmale der 
versicherten Person zusätzliche Auswirkungen auf die Höhe des Loh-
nes haben. Auch wenn das Sozialversicherungsgericht nicht ohne trifti-
gen Grund sein Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung set-
zen darf (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen),  scheint vorliegend 
aufgrund des hohen Alters des Beschwerdeführers und seiner leidens-
bedingten Einschränkungen fraglich,  ob  nicht  ein höherer  leidensbe-
dingter Abzug angezeigt gewesen wäre. Da aber selbst bei einem Ab-
zug  von  25  %  (vgl.  E.  6.3  hiervor)  das  Invalideneinkommen  noch 
Fr. 3'427.- (Fr. 4'570 x 0.75) betragen würde, läge auch diesfalls der In-
validitätsgrad  des  Beschwerdeführers  lediglich  bei  30  Prozent 
([4885-3427]/48.85) und damit deutlich unter dem anspruchsberechti-
genden Invaliditätsgrad von 50 % (vgl. E. 4.2 hiervor).

6.8 Die  Vorinstanz  hat  demnach  einen  Rentenanspruch  des  Be-
schwerdeführers  zu  Recht  verneint,  weshalb  der  angefochtene  Ent-
scheid zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist.

7.
Verfahrenskosten werden nicht erhoben, da es vorliegend um die Be-
willigung  bzw.  Verweigerung  von  Versicherungsleistungen  geht,  und 
gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden und nach der Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts  für  hängige  Beschwerden  gegen  IV-Ein-
spracheentscheide  auch  weiterhin  anwendbaren  Bestimmungen  das 
Verfahren  kostenfrei  ist  (vgl.  Art. 69  Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit 
Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung [AHVG, SR 831.10]). Dem unterliegenden Beschwer-
deführer  steht  kein  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  zu  (vgl. 

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Art. 64 Abs. 1 VwVG), ebenso wenig der Vorinstanz (vgl. Art. 7 Abs. 3 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Marc Steiner Martin Buchli

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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