# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 611714de-e54b-5349-acd6-ed13aa3e5a10
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.08.2023 SB210538
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210538_2023-08-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB210538-O/U/hb

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

Tschudi und Ersatzoberrichterin Dr. iur. Schoder sowie Gerichts-

schreiberin MLaw Tresch

Urteil vom 23. August 2023

in Sachen

1. A._____,
2. B._____,
3. C._____,
4. D._____,
Beschuldigte und Berufungskläger

1 amtlich verteidigt durch Fürsprecher X1._____,

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____,

3, 4 verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X3._____,

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend gewerbsmässiger Betrug etc.  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
30. August 2021 (DG200108)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 31. März 

2020 (Urk. 001001 ff.) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 156)

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Anklägerin die Anklageziffern 

25/1-4 und 6-9 fallen gelassen hat und diese somit nicht mehr Gegenstand 

der Anklage bilden. 

2. Der Beschuldigte 1 A._____ (nachfolgend: der Beschuldigte A._____) ist 

schuldig

 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in 

Verbindung mit Abs. 2 StGB,

 des gewerbsmässigen betrügerischen Markengebrauchs im Sinne von 

Art. 62 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 2 MSchG sowie

 der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

3. Der Beschuldigte 2 B._____ (nachfolgend: der Beschuldigte B._____) ist 

schuldig

 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in 

Verbindung mit Abs. 2 StGB,

 des gewerbsmässigen betrügerischen Markengebrauchs im Sinne von 

Art. 62 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 2 MSchG sowie

 der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

4. Die Beschuldigte 3 C._____ (nachfolgend: die Beschuldigte C._____) ist 

schuldig der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

5. Der Beschuldigte 4 D._____ ist schuldig der Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

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6. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

197 Tage durch Haft erstanden sind, und einer Geldstrafe von 80 Tagessät-

zen zu CHF 200.

7. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird im Umfang 

von 24 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. 

Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 197 Tage, die durch Untersuchungshaft 

erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Der Vollzug der Gelds-

trafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

8. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 2 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

83 Tage durch Haft erstanden sind, und einer Geldstrafe von 40 Tagessät-

zen zu CHF 200.

9. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe des Beschuldigten 

B._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. 

10. Die Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tages-

sätzen zu CHF 80.

11. Der Vollzug der Geldstrafe der Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. 

12. Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tages-

sätzen zu CHF 80.

13. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten D._____ wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. 

14. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden solidarisch verpflichtet, der 

Privatklägerin 2 E._____ GmbH Schadenersatz von EUR 193'795.20 

zuzüglich 5 % Zins ab dem 24. Januar 2018 sowie CHF 12'040 zuzüglich 

5% Zins ab dem 4. November 2019 zu bezahlen. Die Privatklägerin 2 wird 

mit ihrem Schadenersatzbegehren im Mehrbetrag auf den Zivilweg verwie-

sen.

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15. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden solidarisch verpflichtet, der 

Privatklägerin 5 F._____ AG Schadenersatz von CHF 82'147.40 zuzüglich 

5% Zins ab dem 19. Mai 2016 zu bezahlen. Die Privatklägerin 5 wird mit 

ihrem Schadenersatzbegehren im Mehrbetrag auf den Zivilweg verwiesen.

16. Die Privatklägerin 3 G._____ AG und die Privatklägerin 4 H._____ KGaA 

werden mit ihren Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.

17. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 8. August 2016 anlässlich der ersten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 10. August 2016 

sichergestellten, mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 

beschlagnahmten und in Kiste 6 der Untersuchungsakten lagernden 

Unterlagen:

 Ein Ordner violett I._____ (J2.5)
 Ein Ordner grau unbeschriftet (J2.6)
 Div. Quittungen (J2.8)
 Div. lose Dokumente (J2.9)
 Unterlagen J._____ (J2.15)
 Div. Notizen und Verkehrsübertretungen Ungarn (J2.16)
 Div. Bankverbindungen und Leasingunterlagen (J2.17)
 Digitec Bestellungen K._____/L._____ GmbH (J2.18) 
 Div. Verträge M._____ und N._____ GmbH (J2.19)
 Eine Aktenmappe aus Karton mit div. Dokumenten (J2.20) 
 O._____ Rücküberweisung - STA P._____ (D) / F._____ AG (J2.21)
 10 x CD-Roms (J2.22)
 Div. Dokumente; DHL, Tankquittungen, Bank, etc. (J2.23) 
 Ein Ordner weiss Q._____/R._____; M._____ etc. (J2.24) 
 Ein Ordner gelb unbeschriftet; Bankunterlagen etc. (J2.25) 
 Ein Ordner blau unbeschriftet; M._____ GmbH (J2.26)
 Div. Dokumente; M._____, Bankunterlagen etc. (J2.27)
 Ungarische Dokumente (J2.29)
 Dokumente M._____ GmbH (J2.30)
 Dokumente L._____ / S._____ (J2.31)
 Dokumente; Protokoll GV N._____ GmbH (J2.32) 
 T._____ Kundenbeleg (J2.33)
 Dokument auf kyrillisch (J2.34)
 Ein Ordner weiss A._____ (J8.1)

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 Eine Quittung L._____ GmbH (J8.2)

werden dem Beschuldigten A._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen.

18. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 8. August 2016 anlässlich der ersten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 10. August 2016 

sichergestellten, mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich unter der Referenz-

Nr. K160810-040 lagernden Waschmittel:

 Eine Kartonschachtel O._____ … [Produkt] (J1.3)
 Eine Kartonschachtel O._____ (J1.4)
 Eine leere Kartonschachtel O._____ … [Produkt] (J9.1)
 Eine 4,55 l Flasche O._____ … [Produkt] (J10.1)

werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

19. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 8. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung des Büros der 

Anwaltskanzlei U._____ in Zürich am 10. August 2016 sichergestellten, mit 

Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 beschlagnahmten 

und in den Akten unter Urk. 89 bis 93 lagernden Unterlagen:

 1 Sichtmappe Kaufvertrag V._____ AG (K11)
 1 BO rot U._____ RA Mandatsverträge V._____ AG (K12)
 1 BO rot U._____ RA Domizilverträge V._____ AG (K13)
 1 BO rot U._____ RA Öffentliche Urkunde 2016 VII, Abgriff V._____ AG 

(K14)
 1 BO rot U._____ RA V._____ AG 1 bis 10 (K15)

werden dem Berechtigten U._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen. Die ebenfalls sichergestellten 2 Datenträger mit 

Dokumenten zur V._____ AG (K1) sind in Verstoss geraten.

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20. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 10. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung der 

Wohnung und allfälliger Gewerberäume von W._____ und AA._____ am 

10. August 2016 sichergestellten Dateien betreffend L._____ GmbH und 

AB._____ ab W._____s Laptop sind in Verstoss geraten. 

21. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 10. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung der Büros 

und Lagerräume der J._____ AG am 10. August 2016 sichergestellten, mit 

Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 beschlagnahmten 

und in Kiste 7 der Untersuchungsakten lagernden Unterlagen:

 1 Ordner "L._____" Lagerbuchhaltung Eingang Ausgang ab 13.11.2014 
(O.1.1)

 1 Ordner "AC._____ GmbH" WE/WA (O.1.2)
 Unterlagen Warenbuchhaltung (O.1.3)
 Diverse E-Mails / Kopie Lieferungsbeleg (O.1.4)
 2 Fotos Verpackung O._____ (O.1.5)

werden der Berechtigten J._____ AG nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen. 

22. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 11. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung der 

individuellen Lagerräume der AD._____ AG am 10. August 2016 

sichergestellten, mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 

beschlagnahmten und in den Akten als Urk. 88/d lagernden Rechnungen an 

Frau AE._____ werden der Berechtigten AD._____ AG nach Eintritt der 

Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen 

zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

23. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 10. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung der 

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Lagerräume der AF._____ AG am 11. August 2016 sichergestellten, mit 

Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 beschlagnahmten 

und in den Akten als Urk. 88/e lagernden Unterlagen:

 Dokument Abtretung Mietkaution
 Dokument Vertrag AE._____
 Dokument Vertrag V._____ AG
 Dokument AG._____

werden der Berechtigten AF._____ AG nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen. 

24. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 22. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung des 

Firmendomizils der AH._____ GmbH und Räumlichkeiten des Beschuldigten 

B._____ am 24. August 2016 sichergestellten, mit Beschluss des 

Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 beschlagnahmten und in Kiste 8 

der Untersuchungsakten lagernden Gegenstände:

 CV von B._____ (S/3/6)
 Diverse lose Unterlagen betr. Ungarn (S/3/11)
 Einzelne Quittungen Brief AC._____ Brief von Inkassobüro (S/3/12)
 Diverse Unterlagen bez. AC._____ Importe / Verkauf O._____ Flüssig 

(S/3/14)
 Diverse Bank- und Reiseunterlagen (S/3/15)
 Grüne Tasche beinhaltend diverse Unterlagen Privat und Geschäft 

(S/9/1)
 Schwarze Tasche beinhaltend diverse Unterlagen Privat und Geschäft 

(S/9/2)

werden dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen. 

25. Das mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 22. August 2016 anlässlich der Hausdurchsuchung des 

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Firmendomizils der AH._____ GmbH und Räumlichkeiten des Beschuldigten 

B._____ am 24. August 2016 sichergestellte, mit Beschluss des 

Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 beschlagnahmte und beim 

Forensischen Institut Zürich unter der Referenz-Nr. K160810-040 lagernde 

Waschmittel O._____ … [Produkt] (S/1/1) wird eingezogen und der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

26. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

3. Juli 2017 aus den an die Beschuldigten C._____ und D._____ 

vermieteten Banktresorfächern Nrn. 1 und 2 bei der UBS Switzerland AG 

beschlagnahmten und in den Akten als Urk. 148136 ff. lagernden 

Unterlagen:

 Klarsichtmäppchen mit AI._____-Unterlagen
 Auszahlungsbeleg CS vom 05.08.2016
 Fragment Rechnung 3 

werden dem Beschuldigten A._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen. 

27. Die folgenden anlässlich der Hafteinvernahme des Beschuldigten A._____ 

am 24. August 2016 eingelegten, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich vom 26. August 2016 beschlagnahmten und in den 

Akten als Urk. 710004 ff. lagernden Unterlagen:

 1x BO blau/klein (diverse Unterlagen)
 1x Sichtmäppchen gelb (diverse Rechnungen V._____ AG)
 1x Fenstermäppchen blau (diverse Unterlagen)

werden dem Beschuldigten A._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. 

Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen.

28. Das mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 22. August 2016 anlässlich der zweiten Hausdurchsuchung der 

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Familienwohnung A._____C._____D._____ am 24. August 2016 

sichergestellte, mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 

beschlagnahmte und in den Akten als Urk. 88/i lagernde Stellmesser wird 

eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

29. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

22. August 2016 anlässlich der dritten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 20. Oktober 2016 

beschlagnahmten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich lagernden 

zehn Goldbarren "AI._____" à 1 Kilogramm (Asservaten-Nr. A009'747'722) 

werden eingezogen und verwertet. Der Verkaufserlös wird den 

Privatklägerinnen 2 und 5 im zur Deckung ihrer Schadenersatzforderung 

gemäss Dispositiv Ziffer 14 und 15 nötigen Umfang zugesprochen. Es wird 

davon Vormerk genommen, dass die Privatklägerinnen 2 und 5 ihre 

Forderung an den Staat abgetreten haben. Der verbleibende 

Verwertungserlös verfällt dem Staat. 

30. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

25. November 2016 beschlagnahmte Barschaft von 55 mal CHF 1'000 (total 

CHF 55'000) (Asservaten-Nr. A009'857'890), lagernd bei der Kasse des 

Bezirksgerichts Zürich (Beleg-Nr. 324276002), wird eingezogen und verfällt 

dem Staat. 

31. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 10. August 2016 gesperrten Bankkontos des Beschuldigten 

A._____ bei der Bank Coop AG, Privatkonto EUR, IBAN CH4, eröffnet am 

18.12.2015, Kontostand per 29.08.2016: EUR 1'994.65 (Urk. 123015, 

803043 f.) wird eingezogen und verfällt dem Staat. 

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Bank 

Coop AG wird angewiesen, das auf dem genannten Konto verbleibende 

Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Konto-Nr. IBAN CH5 bei der 

PostFinance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 

Zürich) zu überweisen.

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32. Die Guthaben der folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 7. November 2016 gesperrten Konten der durch den 

Beschuldigten B._____ kontrollierten AH._____ GmbH bei der Zürcher Kan-

tonalbank:

 AH._____ GmbH: Firmenkonto CHF, IBAN CH6, eröffnet am 

25.01.2016, Kontostand per 31.12.2018: CHF 17'708.20 (Urk. 122056)

 AH._____ GmbH: Kontokorrent Fremdwährung Firmen EUR, IBAN CH7, 

eröffnet am 25.01.2016, Kontostand per 31.12.2018: EUR 174.35 

(Urk. 122057)

werden eingezogen und verfallen dem Staat. 

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Zürcher Kantonalbank wird angewiesen, die auf den genannten Konten ver-

bleibenden Saldi der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Konto-Nr. IBAN CH5 

bei der PostFinance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswe-

sen, 8004 Zürich) zu überweisen.

33. Die Guthaben der folgenden mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 10. August 2016 und 13. Februar 2017 gesperrten 

Bankkonten der durch den Beschuldigten A._____ (mit)kontrollierten 

V._____ AG, AJ._____ AG, I._____ AG und AK._____ AG in Gründung:

 Bei der UBS Switzerland AG:

o V._____ AG: Kontokorrent Unternehmen EUR, IBAN CH8, eröffnet 

am 03.03.2016, Kontostand per 06.11.2017: EUR 7'992.77 

(Urk. 801304, 135031)

o AJ._____ AG: Kontokorrent Unternehmen CHF, IBAN CH9, eröffnet 

am 19.04.2016, Kontostand per 31.12.2017: CHF 4'241.10 

(Urk. 801254, 135031)

 Bei der Bank Coop AG:

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o I._____ AG: Kontokorrent CHF, IBAN CH10, eröffnet am 13.01.2016, 

Kontostand per 29.08.2016: CHF 44'576.45 (Urk. 123015, 803081 f.)

 Bei der Credit Suisse AG:

o AK._____ AG in Gründung, Beziehung Nr. 11 (Urk. 121382)

werden eingezogen und verfallen dem Staat. 

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

UBS Switzerland AG, die Bank Coop AG und die Credit Suisse AG werden 

angewiesen, die auf den genannten Konten verbleibenden Saldi der Kasse 

des Bezirksgerichts Zürich (Konto-Nr. IBAN CH5 bei der PostFinance AG, 

lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu über-

weisen.

34. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

3. Juli 2017 aus den an die Beschuldigten C._____ und D._____ 

vermieteten Banktresorfächern Nrn. 1 und 2 bei der UBS Switzerland AG 

beschlagnahmte und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich in Couverts 

lagernde Barschaft von CHF 555'000 (Asservaten-Nrn. A009'774'792 und 

A010'551'969) wird im Betrag von CHF 225'000 eingezogen und verfällt dem 

Staat. Im Betrag von CHF 330'000 wird sie zur Deckung der den 

Beschuldigten C._____ und D._____ auferlegten Verfahrenskosten 

verwendet. Der Restbetrag wird den Beschuldigten C._____ und D._____ 

herausgegeben.

35. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 10. August 2016 gesperrten Bankkontos des Beschuldigten 

A._____ bei der Bank Coop AG, Sparkonto Plus CHF, IBAN CH12, eröffnet 

am 05.11.2014, Kontostand per 29.08.2016: CHF 110'103.50 (Urk. 123015, 

803040 f.) wird im Betrag von CHF 94'676 eingezogen und verfällt dem 

Staat. 

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Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Bank 

Coop AG wird angewiesen, CHF 94'676 der Kasse des Bezirksgerichts Zü-

rich (Konto-Nr. IBAN CH5 bei der PostFinance AG, lautend auf Bezirksge-

richt Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überweisen. Im Mehrbetrag 

wird das Konto freigegeben.

36. Die Guthaben der folgenden mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 10. August 2016, 11. August 2016 und 26. August 2016 

gesperrten Bankkonten des Beschuldigten A._____:

 Bei der UBS Switzerland AG: 

o Privatkonto CHF, IBAN CH13, eröffnet am 01.01.2014, Kontostand 

per 10.08.2016: CHF 12'675.02 (Urk. 801194) 

o Sparkonto CHF, IBAN CH14, eröffnet am 27.03.2009, Kontostand per 

10.08.2016: CHF 5.10 (Urk. 801205) 

o Fondskonto CHF, IBAN CH15, eröffnet am 31.05.2016, Kontostand 

per 31.12.2017: CHF -68.12 (Urk. 135032 ff.)

o Fiscakonto CHF, IBAN CH16, Kontostand per 31.12.2017: CHF 1.00 

(Urk. 135032 ff.)

o Depot-Nr. 17, Depotstand per 31.12.2017: CHF 72'602.00 

(Urk. 135032 ff.)

o Depot-Nr. 18, Depotstand per 31.12.2017: CHF 7'687.00 

(Urk. 135032 ff.)

o Depot-Nr. 19, Depotstand per 31.12.2017: CHF 37'136.00 

(Urk. 135032 ff.)

 Bei der PostFinance AG:

o Privatkonto CHF, IBAN CH20, eröffnet am 26.02.2007, Kontostand 

per 31. Dezember 2019: CHF 94'560.76 (Urk. 124032) 

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o Kreditkartenkonto Nr. 21 (Urk. 802034 ff.) 

o E-Tradingdepot Vertragsnr. SQ Nr. 22, Stand per 09.09.2016: 

CHF 105.10 (Urk. 802201 ff.) 

 Bei der Bank Coop AG:

o Privatkonto CHF, IBAN CH23, eröffnet am 05.11.2014, Kontostand 

per 29.08.2016: CHF 2'814.60 (Urk. 123015, 803037 f.) 

 Bei der Zürcher Kantonalbank: 

o Sparkonto CHF, IBAN CH24, eröffnet am 27.07.2001, Kontostand per 

31.12.2018: CHF 92'980.69 (Urk. 800020, 122052)

 Bei der Swissquote Bank AG: 

o Trading Konto Nr. 25 (Urk. 128007 ff.)

werden zur Deckung der dem Beschuldigten A._____ auferlegten 

Verfahrenskosten und Entschädigungen verwendet. Ein allfälliger Mehrerlös 

wird dem Beschuldigten A._____ herausgegeben. 

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

UBS Switzerland AG, die PostFinance AG, die Bank Coop AG, die Zürcher 

Kantonalbank und die Swissquote Bank AG werden angewiesen, die Depo-

tinhalte zu verwerten und den Erlös resp. die auf den genannten Konten ver-

bleibenden Saldi der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Konto-Nr. IBAN CH5 

bei der PostFinance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswe-

sen, 8004 Zürich) zu überweisen.

37. Die Guthaben der folgenden mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 29. August 2016 gesperrten Konten des Beschuldigten 

B._____:

 Bei der UBS Switzerland AG: 

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o Privatkonto CHF, IBAN CH26, eröffnet am 21.09.2007, Kontostand 

per 24.08.2016: CHF 1'018.18 (Urk. 806210)

o Jugendsparkonto CHF, IBAN CH27, eröffnet am 21.09.2007, Konto-

stand per 23.08.2016: CHF 0.00 (Urk. 806231)

o Kreditkartenkonto Nr. 28 (Urk. 806233 ff.)

 Bei der Credit Suisse AG: 

o Privatkonto Classico CHF, IBAN CH29, eröffnet am 23.09.2009, Kon-

tostand per 29.08.2016: CHF 1'731.00 (Urk. 805001, 805098 ff.)

werden zur teilweisen Deckung der den Beschuldigten B._____ auferlegten 

Verfahrenskosten und Entschädigungen verwendet. 

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

UBS Switzerland AG und die Credit Suisse AG werden angewiesen, die auf 

den genannten Konten verbleibenden Saldi der Kasse des Bezirksgerichts 

Zürich (Konto-Nr. IBAN CH5 bei der PostFinance AG, lautend auf Bezirksge-

richt Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überweisen.

38. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

22. August 2016 anlässlich der ersten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 10. August 2016 

beschlagnahmte Barschaft von CHF 5'950 (Asservaten-Nrn. A009'553'791, 

A009'553'815 und A009'553'848) und EUR 1'930 (Asservaten-Nr. 

A009'553'837; entsprechend CHF 2'065.10), lagernd bei der Kasse des 

Bezirksgerichts Zürich (Beleg-Nrn. 191730002 und 191730003), wird dem 

Beschuldigten A._____ herausgegeben.

39. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

22. August 2016 anlässlich der ersten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 10. August 2016 

beschlagnahmte Barschaft von CHF 4'460 (Asservaten-Nrn. A009'553'669 

und A009'553'702), lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich 

-   15   -

(Beleg-Nrn. 191730002), wird den Beschuldigten C._____ und D._____ 

herausgegeben.

40. Die mit Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 22. August 2016 anlässlich der zweiten Hausdurchsuchung der 

Familienwohnung A._____C._____D._____ am 24. August 2016 

sichergestellte, mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 8. März 2021 

beschlagnahmte und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Beleg-Nrn. 

191730047 und 191730048) lagernde Barschaft von EUR 5'000 und 

CHF 900 sowie drei Silberbarren à 1 Kilogramm (ZKB Nr. …, UBS Nr. …, 

CS Nr. …) werden den Beschuldigten C._____ und D._____ 

herausgegeben.

41. Die Guthaben der folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 10. August 2016 gesperrten Bankkonten der durch den 

Beschuldigten A._____ (mit)kontrollierten V._____ AG und L._____ GmbH 

bei der Zürcher Kantonalbank:

 V._____ AG: Kontokorrent Fremdwährung Firmen EUR, IBAN CH30, er-

öffnet am 27.03.2015, Kontostand per 31.12.2018: EUR 26'173.10 

(Urk. 122054) 

 L._____ GmbH: Kontokorrent Fremdwährung Firmen EUR, IBAN CH31, 

eröffnet am 05.03.2014, Kontostand per 30.12.2016: EUR -70.14 

(Urk. 800421, 140021)

 L._____ GmbH: Kontokorrent Fremdwährung Firmen HUF, IBAN CH32, 

eröffnet am 05.03.2014, Kontostand per 30.12.2016: HUF -16'253.39 

(Urk. 800422, 140022)

werden freigegeben.

-   16   -

42. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 30'000.00; die weiteren Kosten betragen:

CHF 30'000.00  Gebühr für das Vorverfahren A._____

CHF 44'167.85  Auslagen A._____

CHF 4'492.50  Weitere Auslagen A._____

CHF 7'018.75 Entschädigung Rechtsanwalt X4._____ für A._____

CHF 58'509.40 Entschädigung Fürsprecher X1._____ für A._____

CHF 30'000.00  Gebühr für das Vorverfahren B._____

CHF 15'488.10 Auslagen B._____

CHF 4'492.50 Weitere Auslagen B._____

CHF 74'649.75  Entschädigung Rechtsanwalt X2._____ für B._____

CHF 1'000.00 Gebühr für das Vorverfahren D._____ 

CHF 10'370.60 Auslagen D._____

CHF 1'000.00 Gebühr für das Vorverfahren C._____

CHF 4'882.25 Auslagen C._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

43. Die separat ausgewiesenen Kosten der Untersuchung werden den jeweili-

gen Beschuldigten auferlegt.

44. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

A._____ zu zwei Fünfteln auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

des Beschuldigten A._____ werden ihm auferlegt.

45. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

B._____ zu zwei Fünfteln auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

des Beschuldigten B._____ werden auf die Gerichtskasse genommen; vor-

behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

-   17   -

46. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens werden den Beschuldigten C._____ 

und D._____ je zu einem Zehntel auferlegt. 

47. Fürsprecher X1._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 58'509.40 

(inkl. MWSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

48. Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ wird für seine Bemühungen und Barausla-

gen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 74'649.75 

(inkl. MWSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

49. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden solidarisch verpflichtet, der 

Privatklägerin 2 E._____ GmbH für das gesamte Verfahren eine Prozessent-

schädigung von CHF 22'707.25 (inkl. MWSt.) zu bezahlen.

50. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden solidarisch verpflichtet, der 

Privatklägerin 3 G._____ AG und der Privatklägerin 4 H._____ KGaA für das 

gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 48'736.15 (inkl. 

MWSt.) zu bezahlen.

51. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden solidarisch verpflichtet, der 

Privatklägerin 5 F._____ AG für das gesamte Verfahren eine Prozessent-

schädigung von CHF 28'101 zu bezahlen.

(Mitteilungen/Rechtsmittel)

Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 1 [A._____]:

(Urk. 240 S. 23)

"1. Es sei A._____ von den angeklagten Vorwürfen wegen gewerbsmässi-

gen Betruges, ev. des gewerbsmässigen betrügerischen Markenge-

brauchs, der gewerbsmässigen Markenrechtsverletzungen und der 

qualifizierten Geldwäscherei vollumfänglich freizusprechen.

-   18   -

 2. Die Kosten des Verfahrens, inkl. der amtlichen Verteidigung seien auf 

die Staatskasse zu nehmen und A._____ sei für den entgangenen Ver-

dienst eine Entschädigung von Fr. 32'500.00 und für die erstandene 

Untersuchungshaft und die weitere Unbill eine angemessene Genugtu-

ung von mindestens Fr. 40'600.00 (Fr. 39'600 Untersuchungshaft und 

Fr. 1'000.00 Ersatzmassnahme) zuzüglich Zins von 5% seit 24. August 

2016 zuzusprechen.

 3. Auf geltend gemachte Zivilansprüche und die nach Art. 73 StGB ge-

stellten Anträge der AL._____ (AL._____), (E._____), der G._____ AG 

(AM._____ Schweiz) und H._____ KgaA (AM._____ Deutschland) und 

F._____ AG (F._____) sei nicht einzutreten, ev. seien diese allesamt 

inkl. der von der E._____ geltend gemachten Ansprüche abzuweisen, 

subev. seien diese auf den Zivilweg zu verweisen.

 4. Die Einziehungsanträge (Gold, Bankguthaben, Bargeld) seien abzuwei-

sen, ebenso seien die ev. Anträge auf Festsetzung einer Ersatzforde-

rung abzuweisen. Die auf A._____ lautenden Guthaben bzw. die ihm 

gehörenden Werte (Gold und Bargeld) seien freizugeben bzw. ihm aus-

zuhändigen bzw. ihm auszubezahlen."

b) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 2 [B._____]:

(Urk. 241 S. 30)

"1. Es sei festzustellen, dass die Dispositivziffern 1, 16, 24, 25 und 48 des 

Urteils der Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen sind.

 2. Es sei der Beschuldigte umfassend von Schuld und Strafe freizuspre-

chen.

 3. Es seien sämtliche gesperrten Konten des Beschuldigten sowie seiner 

Firmen umgehend freizugeben und allfällig beschlagnahmte Vermö-

genswerte und Gegenstände zurückzugeben.

-   19   -

 4. Er sei für die erlittene Untersuchungshaft von 84 Tagen mit 

Fr. 16'800.-- zu entschädigen.

 5. Es sei ihm für die Hausdurchsuchung, die Pass- und Schriftensperre, 

die Telefonüberwachung sowie die überlagen Verfahrensdauer eine 

symbolische Genugtuung in Höhe von Fr. 3'000.-- zu entrichten.

 6. Auf die Zivilklagen der Geschädigten 5 sei nicht einzutreten, eventuali-

ter seien diese abzuweisen und auf den Zivilweg zu verweisen.

 7. Die Zivilklage der Privatklägerin 2 sei abzuweisen.

 8. Es sei der amtliche Verteidiger gemäss den mit Daten vom 17. August 

2023 sowie 21. August 2023 eingereichten Honorarnoten sowie für die 

Berufungsverhandlung (plus Wegzeiten von je 50' pro Hin- und Rück-

weg) zuzüglich Mehrwertsteuer von 7,7% zu entschädigen.

 9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staats-

kasse."

c) Der  Verteidigung der Beschuldigten 3 [C._____] und 4 [D._____]:

(Urk. 243 S. 1–3)

"1. Es sei das Verfahren gegen C._____ und D._____ einzustellen.

 2. Es sei von der beschlagnahmten Barschaft in Höhe von 

CHF 555'000.00 (Asservaten-Nummern. A009'774'792 und 

A010'551'959) an C._____ und D._____ CHF 330'000.00 herauszuge-

ben.

 3. Es seien die Beschuldigten infolge des Freispruchs respektive der Ein-

stellung wie folgt aus der Staatskasse zu entschädigen:

- Für Auslagen für die Verteidigung von C._____ im Vorverfahren 

und im erstinstanzlichen Hauptverfahren CHF 27'337.00 (inkl. 

7.7% MwSt.).

-   20   -

- Für Auslagen für die Verteidigung von D._____ im erstinstanzli-

chen Hauptverfahren CHF 15'297.14 (inkl. 7.7% MwSt.)

- Entschädigung für die Schlossauswechslung in Höhe von 

CHF 1'507.45.

- Genugtuung für C._____ in Höhe von CHF 500.00 für zu Unrecht 

erlittene Zwangsmassnahmen.

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Neuverlegung der 

 Kosten des erstinstanzlichen Verfahren und des Vorverfahrens) zu Lasten

 der Staatskasse.

 eventualiter

 1. Es sei das erstinstanzliche Urteil vom 30. August 2021 des Bezirksge-

richts Zürich, 9 Abteilung, wie folgt abzuändern:

- Es sei C._____ vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von 

art. 305bis Ziff. StGB von Schuld und Strafe freizusprechen.

- Es sei D._____ vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von 

art. 305bis Ziff. StGB von Schuld und Strafe freizusprechen.

- Es sei von der beschlagnahmten Barschaft in Höhe von 

CHF 555'000.00 (Asservaten-Nummern. A009'774'792 und 

A010'551'969) an C._____ und D._____ CHF 330'00.00 heraus-

zugeben.

 2. Es seien die Beschuldigten infolge des Freispruchs wie folgt aus der 

Staatskasse zu entschädigen:

- Für Auslagen für die Verteidigung von C._____ im Vorverfahren 

und im erstinstanzlichen Hauptverfahren CHF 27'337.00 (inkl. 

7.7% MwSt.).

- Für Auslagen für die Verteidigung von D._____ im erstinstanzli-

chen Hauptverfahren CHF 15'297.14 (inkl. 7.7% MwSt.)

-   21   -

- Entschädigung für die Schlossauswechslung in Höhe von 

CHF 1'507.45.

- Genugtuung für C._____ in Höhe von CHF 500.00 für zu Unrecht 

erlittene Zwangsmassnahmen

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Neuverlegung der 

 Kosten des erstinstanzlichen Verfahren und des Vorverfahrens) zu Lasten

 der Staatskasse.

 subeventualiter

 1. Es seien C._____ und D._____ im Sinne der Anklage schuldig zu spre-

chen.

 2. Es seien je die Auslagen im Verfahren betreffend D._____ und 

C._____ (Dispo-Ziff. 42) in Höhe von CHF 10'370.60 bzw. 

CHF 4'882.25 angemessen herabzusetzen.

 Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

 Staatskasse."

d) Der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich: 

(Urk. 244 S. 18, sinngemäss)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

-   22   -

Erwägungen:

I. Verfahrensverlauf

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Diese hat ausserdem die ange-

ordneten Telefonüberwachungen, Hausdurchsuchungen, Sicherstellungen, Be-

schlagnahmungen, Editionen, Gutachtensaufträge etc. vollständig und korrekt 

wiedergegeben (Urk. 156 S. 14 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).

2. Die Beschuldigten 1-4 wurden mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Ab-

teilung, vom 30. August 2021 im Sinne des eingangs wiedergegebenen Disposi-

tivs schuldig gesprochen und bestraft (Urk. 151 sowie Urk. 156). Das Urteil wurde 

den Parteien am 2. bzw. 6. September 2021 schriftlich im Dispositiv eröffnet 

(Urk. 141 und Urk. 142/1-9). Die Verteidigung des Beschuldigten 2 hat mit Schrei-

ben vom 2. September 2021, die Verteidigung der Beschuldigten 3 mit Schreiben 

vom 6. September 2021, die Verteidigung des Beschuldigten 4 mit Schreiben vom 

6. September 2021 und die Verteidigung des Beschuldigten 1 mit Schreiben vom 

10. September 2021 Berufung angemeldet (Urk. 145; Urk. 147; Urk. 148 und 

Urk. 149; Art. 399 Abs. 1 StPO). Das begründete Urteil (Urk. 151 bzw. Urk. 156) 

wurde den Parteien am 20. bzw. 21. Oktober 2021 zugestellt (Urk. 155/1-8), wor-

aufhin die Verteidigungen der Beschuldigten 1-4 ihre Berufungserklärungen ein-

reichten (Urk. 157; Urk. 162; Urk. 164). Innert der angesetzten Frist (Urk. 167) 

verzichteten die Staatsanwaltschaft sowie die Privatklägerinnen 2 und 5 auf eine 

Anschlussberufung, die übrige Privatklägerschaft liess sich nicht vernehmen 

(Urk. 172; Urk. 173; Urk. 175; Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Beschluss vom 14. Fe-

bruar 2022 wurde festgestellt, dass die Dispositivziffern 39, 40 und 41 des vorin-

stanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen sind (Urk. 190). Nachfolgend wird im 

Dispositiv des diesbezüglichen heutigen Beschlusses diese Rechtskraft noch ein-

mal festgehalten, um Unklarheiten zu vermeiden. 

Mit Beschluss vom 12. April 2022 wurden auf Grund von Negativsaldi die Konto-

sperren auf dem Konto Nr. 33, lautend auf die V._____ AG (neu: AN._____ AG; 

-   23   -

Kontokorrent Unternehmen EUR, IBAN CH8) bei der UBS Switzerland AG sowie 

auf den Konti der Beziehung Nr. 34, lautend auf B._____ (Privatkonto CHF, IBAN 

CH26; Sparkonto CHF, IBAN CH 27) bei der UBS Switzerland AG aufgehoben 

und die UBS Switzerland AG angewiesen, diese Kontobeziehungen auszubuchen 

(Urk. 213). Um auch hier Unklarheiten zu vermeiden, werden die Dispositivziffern 

nicht geändert, indes mit dem Vermerk "Kontosperre ist bereits aufgehoben; 

Urk. 213" versehen. 

3. Am 22. und 23. August 2023 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit 

von Staatsanwalt AO._____ sowie der Beschuldigten 1-4 und deren Verteidigern 

statt (Prot. II S. 9 ff.). Nach Behandlung der von den Parteien aufgeworfenen Vor-

fragen (Prot. II S. 15-25) waren - abgesehen von der Einvernahme der Beschul-

digten 1-4 (Prot. II S. 25 ff.) - aus Sicht des Gerichts keine weiteren Beweise ab-

zunehmen. Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung.

II. Prozessuales

1. Rechtskraft

In der Berufungsschrift ist anzugeben, welche Abänderungen des erstinstanzli-

chen Urteils verlangt werden (Art. 399 Abs. 3 lit. b StPO). Die Verteidigung des 

Beschuldigten 1 ficht die Ziffern 2 (Schuldspruch), 6 (Strafe), 7 (Vollzug), 14-16 

(Schadenersatz), 29-31 und 33-36 (Einziehungen), 43 und 44 (Kostenauflage) so-

wie 49-51 (Entschädigungen an Privatkläger) des vorinstanzlichen Urteils an 

(Urk. 164). Die Verteidigung des Beschuldigten 2 ficht die Ziffern 3 (Schuld-

spruch), 8 (Strafe), 9 (Vollzug), 14 und 15 (Schadenersatz), 32 und 37 (Einziehun-

gen), 43 und 45 (Kostenauflage) sowie 49-51 (Entschädigungen an Privatkläger) 

des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 157). Die Beschuldigten 3 und 4 fechten die 

Ziffern 4 und 5 (Schuldsprüche), 10 und 12 (Strafen), 11 und 13 (Vollzug), 34 

(Einziehung), 42 (Höhe Auslagen) sowie 43 und 46 (Kostenauflage) des vorin-

stanzlichen Urteils an (Urk. 162).

Nicht angefochten sind somit die Dispositivziffern 1 (Gegenstandslosigkeit), 17-28 

und 38-41 (Herausgaben, Vernichtungen) sowie 47 und 48 (Entschädigungen 

-   24   -

amtliche Verteidigungen der Beschuldigten 1 und 2). Entsprechend ist vorab mit-

tels Beschluss festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil diesbezüglich in 

Rechtskraft erwachsen ist.

2. Anklageprinzip/Verwertbarkeit der Beweismittel/Beschleunigungsgebot

Zum Anklageprinzip, der Verwertbarkeit der Beweismittel sowie dem Beschleuni-

gungsgebot hat sich die Vorinstanz einlässlich geäussert (Urk. 156 S. 32 ff.), wes-

halb darauf - zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen - vollumfänglich ver-

wiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO), zumal die Verteidigungen der Be-

schuldigten 1-4 diesbezüglich vor Berufungsinstanz keine neuen Vorbringen gel-

tend machen (Urk. 240 S. 2 ff.; Urk. 241 S. 3 ff.; Urk. 243 S. 4 ff.; Prot. II S. 15 ff.). 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass - entgegen der Vorbringen der Verteidi-

gungen der Beschuldigten 1 und 2 (Urk. 122 S. 12 und Urk. 240 S. 7 f.; Urk. 123 

S. 5 und Urk. 241 S. 4) - die Anklageschrift nicht übermässig kompliziert aufge-

baut ist und auch die Vorwürfe nicht mühselig zusammengesucht werden müs-

sen. Im Gegenteil umfasst die Anklage nach Abzug der einzeln aufgeführten An-

gaben zu den Import- und Verkaufsgeschäften noch ca. 25 Seiten, was ange-

sichts der sehr umfangreichen Strafuntersuchung und des komplexen Sachver-

halts sowie der Tatsache, dass die Vorwürfe vier Beschuldigte betreffen, als eher 

kurz bezeichnet werden kann. Angesichts der Vielzahl der Vorgänge und Komple-

xität der Vorwürfe drängte es sich auf, in der Anklageschrift Ausführungen zum 

Ursprung der Waschmittel, dem Import, der Geldflüsse und selbstredend auch der 

Rolle und Handlungen der Beschuldigten 1-4 aufzuführen, inklusive Umschrei-

bung aller nötigen Tatbestandsmerkmale hinsichtlich des Eventualvorsatzes. Den 

Beschuldigten 1-4 und ihren Verteidigungen war es denn auch ohne Weiteres 

möglich, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Eine Verletzung des Anklageprin-

zips ist nicht ersichtlich. Ebenso liegt keine Unverwertbarkeit der Einvernahmen 

von K._____ vor, was die Verteidigung des Beschuldigten 1 geltend macht 

(Urk. 122 S. 13; Urk. 235 f. i.V.m. Prot. II S. 15 ff.), wobei nochmals darauf hinzu-

weisen ist, dass eine allfällige Unverwertbarkeit letztlich eine Frage der Beweis-

würdigung ist und nicht im Rahmen der Vorfragen zu klären war (Prot. II S. 23). 

K._____ wurde bei seinen Befragungen auf sein Aussageverweigerungsrecht hin-

-   25   -

gewiesen sowie auf sein Recht, einen Anwalt seiner Wahl beizuziehen oder die 

Bestellung eines Pflichtverteidigers zu beantragen (Urk. 040250 ff.; Urk. 040219 

ff.). Der Beschuldigte 1 und seine Verteidigung wie auch der Beschuldigte 2 und 

seine Verteidigung nahmen per Videoschaltung in die Schweiz an diesen Einver-

nahmen teil und hätten damit klarerweise die Möglichkeit gehabt, Ergänzungsfra-

gen zu stellen. Mit der Staatsanwaltschaft (Prot. II S. 20 f.) wurden mithin alle Teil-

nahmerechte gewahrt. Wenn die Verteidigung des Beschuldigten 1 geltend 

macht, zu wenig Zeit gehabt zu haben, sich auf die Einvernahme vorzubereiten 

und deshalb keine Ergänzungsfragen stellte, ändert dies daran nichts. Die Vertei-

digung darf sich nicht auf ein allenfalls inskünftig auszuübendes Fragerecht ver-

lassen. Selbst wenn die Verteidigung sich als zu wenig eingearbeitet erachtet 

hätte und sich deshalb ausbedungen hätte, später schriftlich oder im Rahmen ei-

ner weiteren Einvernahme Ergänzungsfragen zu stellen, so hätte sie dies zeitnah 

zur ersten Einvernahme tun müssen. Eine solche Einwendung im Rahmen der 

Berufungsverhandlung erweist sich indes als offensichtlich verspätet, zumal die 

Verteidigung des Beschuldigten 1 selbst jetzt noch offenlässt, welche Fragen sie 

denn überhaupt noch hätte stellen wollen. Die Einvernahme von K._____ ist somit 

verwertbar. Die Einholung eines Ergänzungsgutachtens über die Waschmittelzu-

sammensetzung, wie der Beschuldigte 1 sie beantragt (vgl. Urk. 235 i.V.m. Prot. II 

S. 15 ff.) drängt sich ebenfalls nicht auf. Es liegen bereits mehrere Gutachten-

schriften bei den Akten, welche dem Gericht die Entscheidfindung ermöglichen 

(vgl. nachfolgend E. II.4.1). Dabei sind keine Anhaltspunkte für die Rüge der Ver-

teidigung ersichtlich, wonach die Staatsanwaltschaft Einfluss auf die Gutachten 

bzw. auf das FOR als deren zweifelsohne fachkompetente Verfasserin genom-

men hätte. In Anbetracht dessen erübrigt sich die beantragte Einholung. Da für 

die Urteilsfällung hingegen keine Abstützung auf die von der Staatsanwaltschaft 

neu eingebrachten Übersetzungen (Urk. 237 f. i.V.m. Prot. II S. 23 f.) nötig ist, 

kann letztlich offengelassen werden, wie es sich mit deren allfälligen Verwertbar-

keit verhalten würde respektive ob diese letztlich aus dem Recht zu weisen wä-

ren. Auch eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ist nicht ersichtlich, was 

von den Verteidigungen der Beschuldigten 1 und 2 vorgebracht wurde (Urk. 122 

S. 15; Urk. 123 S. 5 und Urk. 241 S. 5). Es handelt sich hier um eine sehr aufwän-

-   26   -

dige Strafuntersuchung mit diversen Hausdurchsuchungen, Kontosperren, Editio-

nen sowie Gutachten, welche zudem diverse internationale Bezüge aufweist und 

dementsprechend auch mit den ausländischen Behörden zusammengearbeitet 

werden musste (vgl. die Rechtshilfebegehren Slowakei, Ungarn, Deutschland, 

Österreich, Frankreich). Es finden sich bei der staatsanwaltschaftlichen Untersu-

chung keine grösseren Lücken mit Ausnahme der Verzögerung im Zusammen-

hang mit der Erstattung des zweiten Gutachtens. Dies ist indes nicht der Staats-

anwaltschaft anzulasten, sondern der Komplexität der Materie bzw. der Auftrags-

last des Labors geschuldet. Auch die Verfahrensdauer vor der Vorinstanz darf als 

angemessen bezeichnet werden. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

liegt somit nicht vor.

III. Sachverhalt

1. Vorbemerkungen

1.1. Vorliegend handelt es sich um einen umfangreichen Straffall (2 Thek Haupt-

dossier sowie Thek 3 plus 55 Bundesordner; das vorinstanzliche Urteil umfasst 

204 Seiten). Es ist daher vorab darauf hinzuweisen, dass im vorliegenden zweitin-

stanzlichen Urteil auf Wiederholungen möglichst verzichtet wird, um den Umfang 

des Entscheides in Grenzen zu halten und die Lesbarkeit zu erhöhen. In Bezug 

auf die tatsächliche und rechtliche Würdigung wird daher ergänzend an den ent-

sprechenden Stellen auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen (vgl. Art. 82 

Abs. 4 StPO). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende Instanz 

nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes ein-

zelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Vielmehr wird dem Gericht zuge-

standen, sich auf die seiner Auffassung nach wesentlichen und massgeblichen 

Vorbringen der Parteien zu beschränken (vgl. dazu BGE 136 I 229 E. 5.2; 133 I 

277, E. 3.1; 129 I 232, E. 3.2; 126 I 97, E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 

1P.378/2002 vom 9. September 2002 E. 5.1; 6B_600/2012 vom 26. Februar 2013 

E. 3.2 je mit Hinweisen). Folgerichtig wird sich auch die Berufungsinstanz nur mit 

denjenigen Einwänden auseinandersetzen, welche die relevanten Anklagesach-

verhalte betreffen und für die rechtliche Beurteilung wesentlich sind. 

-   27   -

1.2. Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit den Aussagen der einvernommenen 

Personen, den Gutachten zu den Waschmitteln, der SMS Korrespondenz sowie 

den Geldflüssen und Firmenwechseln der verschiedenen Firmen der Beschuldig-

ten 1 und 2 befasst, so dass darauf zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen 

vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 156 S. 41 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Sie hat dabei die Aussagen der einvernommenen Personen sowie den Inhalt der 

übrigen Beweismittel in Bezug auf die sachlich relevanten Inhalte umfassend und 

ausführlich wiedergegeben, weshalb auch darauf zu verweisen ist (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Auf die konkreten Beweismittel ist nachfolgend daher nur noch ergänzend 

bzw. konkretisierend einzugehen. 

1.3. Zur Beweiswürdigung ist anzumerken, dass auch unter dem Gesichtspunkt 

des Grundsatzes "in dubio pro reo" eine absolute Gewissheit nicht verlangt wer-

den kann. Vielmehr müssen erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel an 

der Schuld des Beschuldigten bestehen, die sich nach der objektiven Sachlage 

aufdrängen. Dabei ist es Aufgabe des Richters, seinem Gewissen verpflichtet in 

objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses zu prüfen, ob er von ei-

nem bestimmten Sachverhalt überzeugt ist und an sich mögliche Zweifel an des-

sen Richtigkeit zu überwinden vermag (Art. 10 StPO; BGE 124 IV 86 E. 2a). Es 

liegt in der Natur der Sache, dass mit menschlichen Erkenntnismitteln keine abso-

lute Sicherheit in der Beweisführung erreicht werden kann; daher muss es genü-

gen, dass das Beweisergebnis über jeden vernünftigen Zweifel erhaben ist. Lässt 

sich ein Sachverhalt nicht mit letzter Gewissheit feststellen, was schon im Wesen 

menschlichen Erkenntnisvermögens liegt, so hindert dies den Richter nicht, will-

kürfrei subjektiv mit Gewissheit davon überzeugt zu sein (vgl. Urteil des Bundes-

gerichtes 6B_172/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 1.6 am Ende unter Hinweis auf 

BGE 127 I 54 E. 2b).

2. Anklagevorwurf

Die Vorinstanz erstellte den Sachverhalt, wie er den Beschuldigten 1 bis 4 vorge-

worfen wird (Urk. 156 S. 41 ff.). Dabei hätten die beiden Hauptbeschuldigten 1 

und 2 von September 2013 bis Mai 2016 unter der Führung des Beschuldigten 1 

über verschiedene von ihnen beherrschte Handelsgesellschaften 88 LKW-Fuhren 

-   28   -

gefälschten Waschmittels aus ungarischer Produktion in die Schweiz importiert 

und der F._____ AG für rund Fr. 3,5 Mio. verkauft. Zudem habe der Beschul-

digte 1 gefälschtes Waschmittel aus derselben Produktion in der Europäischen 

Union verkauft, namentlich an die Unternehmen von AP._____ in AQ._____, wel-

che davon von April bis Juni 2016 7 LKW-Fuhren an die E._____ GmbH (nachfol-

gend: E._____) verkauft habe. Diese Handelstätigkeit habe der Beschuldigte 1 

über von ihm beherrschte Gesellschaften abgewickelt, insbesondere die V._____ 

AG. Auch der Beschuldigte 2 sei über seine Handelsgesellschaften involviert ge-

wesen, insbesondere über die AC._____ GmbH.

Dabei sei in Ungarn im Zeitraum September 2013 bis August 2016 unter der Lei-

tung von AR._____ und AS._____ einerseits Wasch-Gel hergestellt und für den 

Einzelhandel abgefüllt und andererseits Wasch-Pulver aus Tschechien für den 

Einzelhandel abgepackt worden. Hierfür habe der Beschuldigte 1 den slowaki-

schen Staatsangehörigen K._____ aus AT._____ sowie den Mitbeschuldigten 2 

dafür gewinnen können als Zwischenhändler aufzutreten, um das Risiko der Er-

mittlung von Quelle und Geldfluss zu vermindern. Reale Zwischenhandelsge-

schäfte von wirtschaftlich unabhängigen Vertragspartnern seien nämlich weder 

geplant noch ausgeführt worden. Vielmehr habe es sich dabei um Inszenierungen 

unter der Leitung des Beschuldigten 1 gehandelt. Dabei habe er als Massnahme 

zur Vereitelung der Ermittlung der Geldflüsse und der Bezugsquellen in periodi-

schen Abständen immer neue Gesellschaften eingesetzt, über deren Konten er 

und der Beschuldigte 2 die Zahlungen der Abnehmer entgegengenommen bzw. 

weitergeleitet hätten und derer sie sich nach jeweils 4 bis 18 Monaten über be-

rufsmässige Mantelhändler wie W._____ und U._____ entledigt hätten. Ebenso 

hätten sie keine Buchhaltungen geführt und in der Schweiz nur wenige Belege 

aufbewahrt, um die Ermittlung der Geldflüsse und die Auffindung ihrer Bezugs-

quellen zusätzlich zu erschweren.

Die Beschuldigten 1 und 2 hätten das in Ungarn produzierte und abgepackte 

Wasch-Gel der Marke O._____ und das in Tschechien produzierte und wiederum 

in Ungarn abgepackte Wasch-Pulver der Marke AU._____ in der Schweiz als echt 

zu Graumarkt- bzw. Restpostenpreisen in den Detailhandel bringen wollen, re-

-   29   -

spektive hätten dies auch getan. Dabei hätten sie insbesondere AV._____, Ein-

käufer bei der F._____ AG, in einen Irrtum versetzt, da die Beschuldigten 1 und 2 

eine täuschend echte Verpackung des Waschmittels verwendet hätten, welche für 

AV._____ als solche nicht zu erkennen gewesen sei (üblicherweise andere Ver-

packungen im Ausland, branchenübliches Angebot der Ware auf dem Graumarkt, 

Unmöglichkeit der Überprüfung der Echtheit der Ware, Unzumutbarkeit der Über-

prüfung der Bezugsquellen bei sog. Querlieferungen etc.). Dasselbe hätten die 

Beschuldigten mit AT._____ getan, welcher über seine Firma AW._____ die ge-

fälschte Ware vom Beschuldigten 1 bzw. von diesem nahestehenden Handelsge-

sellschaften (V._____ AG, AC._____ GmbH) erworben und an die E._____ bzw. 

deren Vertreter BA._____ und BB._____ weiterverkauft und in das von ihr gemie-

tete Lager in BC._____/F geliefert habe.

Weiter hätten die Beschuldigten 1 und 2 die entsprechenden Handelsströme ver-

schleiert, indem die Kaufpreiszahlungen auf das Konto der BD._____ GmbH (Ge-

sellschaft des Beschuldigten 2) eingingen, jedoch keinerlei Banküberweisungen 

an Lieferanten von Waschmittel getätigt wurden, jedoch Barbezüge durch den Be-

schuldigten 2. Über die L._____ GmbH (Gesellschaft des Beschuldigten 1) sei es 

in der Folge jedoch zu Überweisungen an K._____, an die V._____ AG sowie an 

den Mitbeschuldigten 4 gekommen. Auch von diesem Konto seien Barbezüge er-

folgt, welche im Zusammenhang mit den Gutschriften der F._____ AG standen. 

Vom Konto der V._____ AG seien Zahlungen an die AC._____ GmbH erfolgt, 

dies primär um typische Geldflüsse und Gewinnmargen vorzutäuschen, wie sie in 

Graumarktgeschäften üblich und plausibel sind. In Wirklichkeit hätten die Gesell-

schaften jedoch eine wirtschaftliche Einheit gebildet. Dieselben Geldflüsse seien 

auch auf dem Konto der AC._____ GmbH zu beobachten gewesen, mit dem Zu-

satz, dass die an K._____ getätigten Überweisungen von diesem nur zu einem 

Teil beansprucht worden seien und er mit dem Beschuldigten 1 vereinbart habe, 

ihm einen erheblichen Teil zurückzuerstatten, was er auch getan habe.

Schliesslich habe der Beschuldigte 1 aus dem Deliktserlös anfangs August 2016 

bei der AI._____ zum Preis von Fr. 442'400.– 10 Kilogramm Gold (10 Barren à 

1 Kilogramm) gekauft, diese vom Beschuldigten 2 abholen und in die Wohnung 

-   30   -

seiner Eltern, den Beschuldigten 3 und 4, bringen lassen, wo es der Beschuldigte 

4 mit Einverständnis der Beschuldigten 3 versteckt habe.

3. Unbestrittene und nachgewiesene Sachverhaltselemente

Unbestritten (Urk. 122 S. 2 ff. und Urk. 240 S. 2 ff.; Urk. 123 S. 2 ff. und Urk. 241 

S. 3 ff.) und aus den entsprechenden Registern sowie den weiteren Dokumenten 

ohne Weiteres nachgewiesen sind die in der Anklageschrift unter der Ziffer 1.1 

lit. b "Genereller Tatort und Handelsgesellschaften von A._____" (Anklageschrift 

S. 4 ff.) sowie unter der Ziffer 1.1 lit. c "Genereller Tatort und Handelsgesellschaf-

ten B._____" (Anklageschrift S. 6 f.) aufgeführten die einzelnen Handelsgesell-

schaften betreffenden Umstände. Auch dass die Beschuldigten 1 und 2 in den 

Zeitabschnitten, in denen einer von beiden als einziges Organ eingetragen war, 

zusammenwirkten, wobei der Beschuldigte 1 die Führungsrolle innehatte und der 

Beschuldigte 2 gleichwohl als häufiger Begleiter bzw. teilweise auch selbständig 

in die Handelsgeschäfte involviert war (Anklageschrift Ziffer 1.1 lit. d S. 7) wie 

auch die Tatsache, dass sie die Einfuhr und den Handel der eingeklagten Wasch-

mittelprodukte nach der Art eines Berufes tätigten (Anklageschrift Ziffer 1.1 lit. e 

S. 8), ist auf Grund sämtlicher Umstände nachgewiesen und nicht bestritten. 

Weiter ist die Ziffer 1.2 der Anklageschrift ("Quelle des gefälschten Waschmittels 

in Ungarn und Organisation des Imports und des Handels damit") grundsätzlich 

(auf die konkreten Bestreitungen wird nachfolgend eingegangen) anerkannt, so 

dass die Quelle des eingeklagten Waschmittels Ungarn war (lit. a), dass dieses 

Waschmittel durch die Beschuldigten 1 und 2 in Verkehr gebracht wurde (lit. b) 

sowie dass dabei wechselnde Gesellschaften verwendet wurden und komplizierte 

Geldflüsse erfolgten, wobei keine Buchhaltungen erstellt und nur wenige Belege 

aufbewahrt wurden, mithin zwar einzelne Unterlagen vorliegen, aber keine geord-

nete Ablage erfolgte (lit. c). 

Ebenso sind die Details zu den Einfuhren in die Schweiz über die Slowakei und 

den Verkauf an die F._____ AG (Anklageschrift Ziffer 1.3 lit. a und b S. 11 ff.) er-

stellt und nicht bestritten. Die Detailangaben zu den einzelnen Import- und Ver-

kaufsgeschäften sind dabei durch die Staatsanwaltschaft einzeln aufgelistet wor-

-   31   -

den und können vollständig nachvollzogen werden (Anklageschrift S. 12 ff.). Er-

stellt (Urk. 156 S. 76 ff. und S. 130) sowie unbestritten ist, dass AV._____ (Ein-

käufer der F._____ AG) für die F._____ AG echte, aber für den ausländischen 

Markt bestimmte Waren der Marken O._____ und AU._____ kaufen wollte. Es er-

hellt ohne Weiteres und zeigt auch die Strafuntersuchung, dass nicht autorisierte 

Produkte für die F._____ AG wertlos waren, da sie einen sinnloser Aufwand für 

die Lagerung und Entsorgung verursachten sowie ein schweres Reputationsrisiko 

drohte (Anklageschrift Ziffer 1.3 lit. c S. 25). Dass die Verpackungen der Wasch-

mittel von den Originalverpackungen ohne Instruktion über die Fälschungsmerk-

male nicht zu unterscheiden waren (vgl. Anklageschrift Ziffer 1.3 lit. d S. 25 ff.), ist 

ebenso unbestritten und erhellt aus den sichergestellten Verpackungen. Ob diese 

Verpackungen als Machenschaft im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB qualifiziert, 

ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu behandeln. 

Zum indirekten Verkauf an die E._____ GmbH über AW._____, Österreich ge-

mäss Ziffer 1.4 lit. a und b der Anklageschrift (S. 27 ff.) kann ebenfalls festgehal-

ten werden, dass die angeklagten Lieferketten der Verkaufsgeschäfte sowie der 

Waren- und Zahlungsfluss nicht bestritten und erstellt sind. Zu Ziffer 40 der Ankla-

geschrift betreffend der Gutgläubigkeit von AP._____ (Anklageschrift S. 30) hat 

die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass es für das Verschulden der Beschul-

digten 1 und 2 irrelevant ist, ob AP._____ um die Fälschung der Waren wusste 

oder ob er bloss als gutgläubiger Tatmittler zu betrachten sei (Urk. 156 S. 123). 

Hierzu erübrigen sich mithin weitere Ausführungen. 

Die Vorinstanz hat sich zudem ausführlich mit den Geldflüssen des Verkaufserlö-

ses und den Zahlungen von K._____ gemäss Ziffer 1.5 der Anklageschrift befasst 

(vgl. Anklageschrift S. 31 ff. und Urk. 156 S. 108 ff.). Es kann vollumfänglich auf 

die korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, zumal die objekti-

ven Umstände der Geldflüsse aktenkundig und unbestritten sind (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Auf den Vorwurf, dass diesbezüglich eine Verschleierung stattgefunden 

hat, wird nachfolgend unter Ziffer 4.3 eingegangen.

Unbestritten (vgl. Urk. 122 S. 2 ff. und Urk. 240 S. 2 ff.; Urk. 123 S. ff. und 

Urk. 241 S. 3 ff.; Urk. 133 S. 1 ff., Urk. 136 S. 2 ff. und Urk. 243 S. 4 ff.) und er-

-   32   -

stellt ist sodann der objektive Tatbestand von Ziffer 1.6 der Anklageschrift 

(S. 37 ff.), wonach der Beschuldigte 1 aus dem Erlös aus dem Waschmittelver-

kauf zehn Goldbarren kaufte, diese durch den Beschuldigten 2 zur Wohnung der 

Eltern des Beschuldigten 1, den Beschuldigten 3 und 4, gebracht wurden und die 

Beschuldigten 3 und 4 die Goldbarren in der Folge in den Hohlräumen von Maler-

kübeln in der Wohnung deponierten. 

4. Bestrittene Sachverhaltselemente

4.1. Fälschung der Waschmittel (objektiver Tatbestand; Ziffer 1.1 lit. a der Ankla-

geschrift, S. 3)

In Ziffer 1.1 lit. a der Anklageschrift wird den Beschuldigten 1 und 2 vorgeworfen, 

dass es sich bei den von ihnen (unbestrittenermassen) eingeführten und verkauf-

ten Waschmitteln um gefälschte Ware, nämlich imitierte Markenprodukte der Mar-

keninhaber AL._____ (O._____) bzw. AM._____ (AU._____) gehandelt habe, 

welches ohne Erlaubnis der Markeninhaber als "O._____" Wasch-Gel und als 

"AU._____" Waschpulver verpackt, importiert und verkauft worden sei. 

Mit Bezug auf die vermuteten Fälschungen der Waschmittel (Wasch-Gel und 

Wasch-Pulver) wurden insgesamt die folgenden vier Gutachten erstellt: 

- Gutachten vom 14. Dezember 2017 des Forensischen Instituts Zürich (nach-

folgend: "FOR"; Urk. 156208 ff. und Urk. 156242 ff.), 

- Gutachten vom 19. August 2019 des FOR, welches das Gutachten vom 

14. Dezember 2017 ergänzt (Urk. 156521 ff.), 

- Gutachten vom 4. Oktober 2019 des FOR zwecks Auswertung der am 29. 

Januar 2019 in BC._____/F erhobenen Proben der Marke AU._____ 

(Urk. 156715 ff.) sowie 

- Gutachten vom 2. Juli 2020 des FOR, welches die am 24. Juli 2019 in 

F._____ Warenlager in BE._____ erhobenen Proben von für den Endver-

kauf abgepackten Waschmittel der Marken O._____ und AU._____ auswer-

tet (Urk. 156802 ff.). 

-   33   -

Die Verteidigung des Beschuldigten 1 macht geltend, dass nicht bewiesen sei, 

dass es sich bei den Waschmitteln um Fälschungen handle. Das FOR sei insbe-

sondere nicht unabhängig, sondern arbeite für die Strafverfolgung und lebe auch 

von dieser, dies nach dem Sprichwort: "des Brot ich ess, des Lied ich sing". Das 

Gutachten genüge zudem den wissenschaftlichen Standards nicht, weiter seien 

die Hersteller nicht gewillt gewesen, die chemischen Formeln etc. offen zu legen 

und hätten sich auf das Geschäftsgeheimnis berufen. Es sei daher davon auszu-

gehen, dass es sich bei den vom Beschuldigten 1 importierten Produkten um le-

gale Originalware handle, welche allenfalls mit gewissen Mängeln behaftet sei 

(Urk. 122 S. 7 S. 18 ff. und Urk. 240 S. 4 ff.). 

Die Vorinstanz hat den Inhalt der vier Gutachten ausführlich auf über 15 Seiten 

wiedergegeben und gewürdigt (Urk. 156 S. 90 ff.). Diese Erwägungen erweisen 

sich als schlüssig und nachvollziehbar, weshalb darauf - um unnötige Wiederho-

lungen zu vermeiden - vollumfänglich verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Mit der Vorinstanz kann zusammengefasst festgehalten werden, dass in 

Würdigung dieser Gutachten keine vernünftigen Zweifel daran bestehen, dass so-

wohl Verpackung als auch Inhalt der Waschmittel gefälscht bzw. nachgemacht 

sind. Die Gutachten sind sehr sorgfältig abgefasst und beleuchten diverse Merk-

male, welche deutliche Abweichungen der inkriminierten Produkte zu der Original-

ware aufweisen. So bestehen u.a. Abweichungen in der Morphologie des Wasch-

pulvers beim AU._____ … [Produkt] ("Würmchen"-Form), Abweichungen bei den 

Chromatogrammen, ein zu tiefer Befüllungsgrad in den Waschpulverkartons, eine 

mangelhafte Qualität der Spritzgusskunststoffflaschen, keine industrielle, sondern 

manuelle Verleimung der Kartonverpackungen des Waschpulvers und keine 

hochwertige Bedruckung.

Den Einwendungen der Verteidigung des Beschuldigten 1 kann in umfassender 

Würdigung der vier Gutachten des FOR's nicht gefolgt werden. So geht aus die-

sen - umfangreichen - Gutachten hervor, dass wissenschaftlich gearbeitet wurde 

(vgl. u.a. die Analyse der flüchtigen Komponente). Es wurde jeweils auch darge-

legt, in welchen Fällen gerade keine Abweichungen festgestellt werden konnten 

bzw. in welchen Fällen Interpretationen spekulativ wären. Dass das FOR den (wie 

-   34   -

auch immer gearteten Wünschen) der Staatsanwaltschaft gefolgt wäre, ist mithin 

zu verneinen (vgl. dazu bereits vorstehend E. II.2) und klar als verteidigungsstra-

tegische Einwendung zu würdigen. Die Qualität der Gutachten ist als sehr hoch 

einzuschätzen. An dieser Qualität der Gutachten ändert auch nichts, dass den 

Gutachtern die chemische Zusammensetzung der fraglichen Originalprodukte 

nicht bekannt war: Erstens ist es nachvollziehbar, dass die Hersteller ihre Formeln 

nicht bekannt geben (vgl. auch Coca Cola etc.) und zweitens sind Abweichungen 

von den Originalprodukten auch ohne Kenntnis von Formeln nachweisbar. Es be-

steht denn auch keine Pflicht der Hersteller, ihre genaue Formel bekanntzugeben. 

Sollten infolgedessen allfällig gefälschte respektive nicht-lizenzierte Produkte 

nicht erkannt werden können, mithin der Fälschungsnachweis nicht gelingen, so 

liegt das damit verbundene Risiko bei den Herstellern selber. Die festgestellten 

Abweichungen sind zudem von diverser und teils massiver Natur (vgl. u.a. den 

Befüllungsgrad), so dass unzweifelhaft nicht mehr von mangelhafter Originalware 

ausgegangen werden kann. Es ist somit in Würdigung der vier Gutachten erstellt, 

dass es sich bei den sichergestellten Waschmitteln um Fälschungen handelt. Die 

Fälschungen betrafen dabei nachweislich entgegen der Verteidigung des Be-

schuldigten 1 nicht irgendwelche Proben, sondern solche, welche aus Lieferun-

gen der V._____ AG stammten. 

Dass durch die Beschuldigten 1 und 2 nicht mit Originalprodukten gehandelt 

wurde, ergibt sich ausserdem aus diversen weiteren Umständen, welche in ihrer 

Gesamtheit zu berücksichtigen sind: So befindet sich in den Rechtshilfeakten eine 

Verfügung der ungarischen Steuer- und Zolldirektion vom 28. September 2016 

betreffend zwei Hausdurchsuchungen wegen Verdachts auf Verletzung des Mar-

kenschutzgesetzes an der BF._____-Strasse 35 (Betrieb von AS._____) und an 

der BG._____-Strasse 36 (Betrieb von AR._____), je in BH._____. Es seien dort 

Verpackungsmaterial für O._____ und AU._____, Waschmittel (Pulver und Gel) 

sowie verschiedene Mischgeräte und Paletten sichergestellt worden (Urk. 040269 

ff.). Zudem ergibt sich aus der Aussage von BI._____ (Urk. 040276 f.), welcher 

der Lagerleiter an der BF._____-Strasse 35 war, dass das Lager einen abge-

trennten, "geheimen" Teil gehabt habe. Die Leute, die dort gearbeitet hätten, 

seien sehr isoliert gewesen, er habe keinen Kontakt zu diesen Personen gehabt. 

-   35   -

Die Produkte, mit denen in diesem Lager gearbeitet worden sei, hätten einen selt-

samen Duft abgesondert, und es habe nach Chemikalien gerochen. Diese ge-

nannten Umstände sind klare Indizien dafür, dass es sich bei der Ware um ge-

fälschtes Waschmittel gehandelt haben muss. Der Beschuldigte 1 wusste ausser-

dem um die Herkunft des von ihm importierten Waschmittels aus dieser "Quelle" 

in BH._____. So enthält eine SMS-Mitteilung vom 23. April 2014 , welche der Be-

schuldigte 1 BJ._____ zusandte, die Adresse der BG._____-Strasse 

(Urk. 600358). Weiter lassen diverse Massnahmen der Beschuldigten 1 und 2 wie 

das Einsetzen von immer wieder neuen Gesellschaften in die Handelsketten, das 

Unterlassen von Buchführungen sowie das Teilen der Gewinne und die auffälligen 

Barbezüge bzw. Zahlungen - worauf später unter Ziffer 4.3 vertieft einzugehen ist 

- vernünftigerweise keinen anderen Schluss zu, als dass hier ein illegaler Handel 

getätigt wurde. Die Handlungen sind vielmehr als Verschleierungstaktiken zu er-

achten.

Zusammenfassend bestehen keine vernünftigen Zweifel daran, dass die Beschul-

digten 1 und 2 einen Handel mit gefälschten Waschmitteln tätigten.

Die Verteidigung des Beschuldigten 2 bestreitet nicht, dass es sich bei den sicher-

gestellten Produkten um Fälschungen handelt (Urk. 123 S. 11; Urk. 241 S. 3 ff.), 

macht indes geltend, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass die früheren Lie-

ferungen gefälschte Waren enthalten hätten. So könnte es sein, dass erst bei der 

letzten Lieferung die Lieferanten beschlossen hätten, das echte Waschmittel 

durch günstigere Fälschungen zu ersetzen. Zudem lasse sich durch die gemach-

ten Stichproben nicht nachweisen, dass sämtliche importierten Waschmittel ge-

fälscht gewesen. Die Stichproben seien zu klein, um eine verlässliche Aussage 

darüber machen zu können, dass alle importierten Packungen gefälschtes 

Waschmittel enthalten hätten. Damit sei als relevante Menge nur noch die sicher-

gestellte und im Labor geprüfte Ware zu beurteilen, wobei sich diese Menge noch 

einmal reduziere, da der Beschuldigte 2 ab Anfang 2016 aus gesundheitlichen 

und familiären Gründen nicht mehr in den Import involviert gewesen sei (Urk. 123 

S. 7 ff., S. 12 ff.; Urk. 241 S. 14 f.; Prot. II S. 60 f.). 

-   36   -

Dieser Einwand der Verteidigung des Beschuldigten 2 verfängt nicht. So kann 

nicht ernsthaft erwartet werden, dass sämtliche Waschmittel sämtlicher LKW-La-

dungen überprüft werden. Dies nicht nur, weil dies teilweise selbstredend nicht 

mehr möglich war, da die Ware ja bereits verkauft wurde, sondern auch, weil ein 

solches Vorgehen mit Bezug auf die im Zeitpunkt der Sicherstellungen vorhan-

dene Waren einen unverhältnismässigen Aufwand mit den entsprechenden Kos-

ten verursacht hätte. Nachdem die Fälschungen in den Stichproben nachgewie-

sen wurden, bestehen keine vernünftigen Zweifel daran, dass auch die übrige 

durch die Beschuldigten 1 und 2 importierte Ware gefälscht war. Denn es hätte 

keinerlei Sinn gemacht und zudem einen hohen logistischen Aufwand benötigt, 

um den gefälschten Waschmittel jeweils noch echte Ware beizugeben bzw. echte 

Lieferungen mit gefälschten abzuwechseln. Diesbezüglich hätte ausserdem die 

grosse Gefahr bestanden, dass die Unterschiede aufgefallen wären. Die Lieferun-

gen konnten ausserdem nachverfolgt werden (vgl. Urk. 990001 ff.; 

Urk. 155082 ff.; Urk. 040101). Die geprüften Proben wurden ausnahmslos von der 

V._____ AG importiert und entweder an F._____ geliefert oder über die 

AW._____ in AQ._____ an die E._____, welche die Ware in BC._____/F einla-

gerte. Dass die Sicherstellung der Waschmittel bei "F._____" lediglich die ge-

fälschten Waschmittel beinhaltet habe, indes die echten Waschmittel in den Lä-

den verblieben wären - mithin die "echten" Lieferungen extra aussortiert und nur 

die gefälschten der Untersuchung durch das FOR zugänglich gemacht worden 

seien, was der Beschuldigte 2 behaupten lässt (Urk. 123 S. 12) - ist haltlos. Denn 

die Aussonderung erfolgte auf Grund der Herkunft aus den inkriminierten Liefe-

rungen, zudem wäre eine Aufteilung in "gefälscht" und "echt" gar nicht möglich 

gewesen, konnten die Unterschiede doch erst mittels aufwändiger Gutachten er-

mittelt werden. Es ist der Verteidigung zwar zuzustimmen, dass sich nicht mit letz-

ter Sicherheit nachweisen lässt, dass sämtliche Lieferungen über den ganzen 

Zeitraum hinweg gefälscht waren. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen wer-

den, dass nicht auch echte bzw. aus dem Grauhandel stammende Ware gehan-

delt wurde. Wenn überhaupt, so kann dies in Anbetracht des Beweisergebnisses 

aber höchstens in einem untergeordnetem Umfang der Fall gewesen sein, was 

verschuldensmässig lediglich einen sehr geringfügigen Unterschied machen 

-   37   -

würde. Es bestehen aufgrund der gesamten Begleitumstände jedenfalls keine ver-

nünftigen Zweifel daran, dass es sich zumindest beim überwiegenden Anteil der 

von den Beschuldigten 1 und 2 importierten Waschmitteln um Fälschungen han-

delte sowie dass die sichergestellten und untersuchten Waschmittel aus deren 

Import stammten. 

Zu dem geltend gemachten Rückzug des Beschuldigten 2 ab Anfang 2016 ist 

festzuhalten, dass dem Beschuldigten 2 die Verübung der Importe in Mittäter-

schaft vorgeworfen wird, wobei der Beschuldigte 1 die Führungsrolle inne gehabt 

und gewisse Geschäfte auch alleine - indes in gemeinsamer Planung und gegen-

seitigem Einverständnis mit dem Beschuldigten 2 - ausgeübt habe. Dass dies 

auch Anfangs 2016 noch der Fall war, ergibt sich u.a. aus den folgenden Umstän-

den: Der Beschuldigte 1 hat aus den Waschmittelgeschäften über die V._____ 

AG zwischen dem 14. April 2016 und dem 5. August 2016 über Fr. 79'000.-- an 

die AH._____ GmbH überwiesen (vgl. Anhang 3 zur Anklage), deren einziges Or-

gan ab dem 31. Dezember 2015 bis zu deren Löschung am 28. Oktober 2019 der 

Beschuldigte 2 war (vgl. den Handelsregisterauszug). Der Beschuldigte 2 sagte 

hierzu selber aus, dass er der Geschäftsinhaber und der Beschuldigte 1 der An-

gestellte der AH._____ GmbH gewesen sei (Urk. 050340). Die Firma des Be-

schuldigten 2 wirkte mithin auch nach Anfang 2016 bei den Geldflüssen aus den 

Waschmittelverkäufen mit. Dass die AH._____ GmbH mit dem Waschmittelhandel 

nichts zu tun gehabt habe - so der Beschuldigte 2 (Urk. 050342) - ist dabei klar 

als Schutzbehauptung zu würdigen, kamen die Gelder doch zugestandenermas-

sen aus der V._____ AG (Urk. 050341), mithin einer der Firmen, über welche die 

Waschmittelimporte und - verkäufe erfolgten. Dass die Beschuldigten 1 und 2 bei 

den Waschmittelimporten gemeinsam handelten, wobei dem Beschuldigten 1 die 

Führungsrolle zukam (vgl. Anklageschrift Ziffer 1.2 lit. d), wurde von keiner der 

Verteidigungen bestritten. Der Beschuldigte 2 führte hierzu zudem aus, dass er ei-

nen Gewinnanteil in bar bezogen und mit dem Beschuldigten A._____ je hälftig 

geteilt habe, wobei es hierzu keine Schriftlichkeiten gebe (Urk. 050330 f.).

Die Vorinstanz hat sich zudem noch mit den Echtheitszertifikaten ("Declaration of 

Authenticity") befasst (Urk. 156 S. 116 f.), wonach der Lieferant - falls es mit der 

-   38   -

Handelsware zu Unstimmigkeiten kommen sollte - den Empfänger für die anfal-

lenden Kosten der Ware bzw. die prozessualen Kosten entschädigen würde 

(Urk. 600344 f.). Daraus lässt sich - was die Vorinstanz richtigerweise festgehal-

ten hat - nichts über die tatsächliche Echtheit des Produktes ableiten, solche Zer-

tifikate können nämlich aus dem Internet heruntergeladen werden 

(Urk. 040303 ff.; Urk. 040306). Diese "Zertifikate" haben zudem keinen offiziellen 

Charakter (vgl. Urk. 600344 f.). Selbst wenn solche Zertifikate vorlagen, beweist 

dies mithin nicht die Echtheit (vgl. die Verteidigung des Beschuldigten 1 in 

Urk. 122 S. 38 und Urk. 240 S. 2 ff.; Prot. II S. 48). 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich bei den importierten Waschmit-

teln um Fälschungen handelte, nämlich imitierte Markenprodukte der Markeninha-

ber AL._____ (O._____) bzw. AM._____ (AU._____), welche ohne Erlaubnis der 

Markeninhaber als "O._____" Wasch-Gel und als "AU._____" Waschpulver ver-

kauft wurden. 

4.2. Wissen um die Fälschung (subjektiver Tatbestand; Ziffer 1.1 lit. a der Ankla-

geschrift, S. 3 f. sowie Ziffer 1.2 lit. b der Anklageschrift, S. 10)

Die Vorinstanz erachtete es anklagegemäss als erstellt, dass die Beschuldigten 1 

und 2 zumindest billigend in Kauf nahmen, dass die Waschmittel gefälscht und 

von den Markeninhabern nicht autorisiert waren und sie dennoch mit diesen Han-

del betrieben (Urk. 156 S. 117 ff.). 

Die Beschuldigten 1 und 2 bestreiten, um die Fälschungen gewusst zu haben. 

Der Beschuldigte 1 lässt hierzu zusammengefasst ausführen, dass er keinerlei 

Zweifel an der Originalität der Ware gehabt habe. Er sei sich sicher gewesen, 

dass die Geschäfte einen seriösen Hintergrund gehabt hätten. Auch das Ge-

schäftsgebaren von "BK._____" sei seriös gewesen, dieser habe das Umfeld ge-

kannt und sei eine Bezugsquelle für viele verschiedene Markenprodukte gewe-

sen. Aus den Abläufen habe sich ebenfalls nichts ergeben, was ihn, den Beschul-

digten 1, hätte misstrauisch machen müssen (Urk. 122 S. 22 ff. und Urk. 240 

S. 6 ff.). Der Beschuldigte 2 macht geltend, dass er die Ware selber nie gesehen 

habe und nicht einmal habe ahnen können, dass es Probleme geben könnte. Al-

-   39   -

les sei glatt gelaufen, die Proben seien für gut befunden worden. Auch die Ein-

käufer seien zufrieden gewesen und hätten nach weiteren Lieferungen verlangt. 

Er, der Beschuldigte 2, habe somit zu keinem Zeitpunkt Veranlassung gehabt an-

zunehmen, dass er in den Handel mit gefälschten Waschmittel involviert gewesen 

sei (Urk. 123 S. 14 und Urk. 241 S. 6 ff.). 

Die Vorinstanz hat die Aussagen der Beschuldigten 1 und 2 in den jeweiligen Ein-

vernahmen ausführlich wiedergegeben, worauf - zwecks Vermeidung von unnöti-

gen Wiederholungen - vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 156 S. 41 ff.). 

Es bestehen verschiedene Umstände, welche in der Würdigung ihrer Gesamtheit 

keine vernünftigen Zweifel aufkommen lassen, dass die Beschuldigten 1 und 2 

den Umstand der Fälschungen zumindest billigend in Kauf nahmen. Dies aus fol-

genden Gründen: 

Vorliegend wurden die Waren- und Geldflüsse des Waschmittelhandels verschlei-

ert, wobei insbesondere die (unbestrittenen) Barabhebungen von grösseren Bar-

geldbeträgen auffällig sind, ebenso die diversen Firmenwechsel und die unterlas-

sene Buchführung (vgl. die Erwägungen unter Ziff. 4.3 nachfolgend). Die ganze 

Struktur des Waren- und Geldflusses ist derart aufgebaut, dass sich keine "lega-

len" Erklärungen dafür finden lassen, insbesondere auch nicht für die Involvierung 

der verschiedenen Firmen, wobei diese meist nur kurz verwendet und dann wie-

der abgestossen wurden. Hierzu erwähnte der Beschuldige 1 selber, dass der 

Umstand, dass er seine Firmen jeweils nur kurze Zeit gehalten habe, ein schlech-

tes Licht auf ihn werfen würde (Urk. 040012) und auch der Beschuldigte 2 sagte 

diesbezüglich aus, er wisse, dass es in der Zeitlinie "etwas unschön" aussehe, 

dass er vier Firmen gehabt und drei verkauft habe (Urk. 040051). Die Erklärungen 

der Beschuldigten 1 und 2, warum dies so geschehen sei, sind allesamt als 

Schutzbehauptungen zu würdigen (vgl. der Beschuldigte 1, dass es um die Um-

gehung einer Konventionalstrafe oder die kostengünstige Gründung einer AG als 

"seriösere Form der GmbH" gegangen sei [Urk. 040012 f.; Urk. 402084] und der 

Beschuldigte 2, dass der Handel halt ein sehr dynamisches Feld sei 

[Urk. 040051]), zumal die Buchführung dieser Gesellschaften unterlassen wurde 

und damit der einzige "legale" Grund zur Zwischenschaltung von Gesellschaften, 

-   40   -

nämlich derjenige der "Steueroptimierung", wegfällt. Zudem würden in diesem Fall 

auch nicht so viele Firmen in so kurzer Zeit einbezogen und dann wieder abge-

stossen. Beim gewählten Konstrukt kann es daher vernünftigerweise nur darum 

gegangen sein, die Aktivitäten gegenüber den Behörden zu vertuschen, was wie-

derum nur dann Sinn macht, wenn mit illegalen Waren gehandelt wird. Beim Be-

schuldigten 1 ist u.a. auffällig, dass er die AJ._____ AG mit einem Aktienkapital 

von Fr. 250'000.– nach deren Gründung sechs Monate später für lediglich 

Fr. 4'150.– an Rechtsanwalt U._____ verkaufte. Die Behauptung, dass dies ge-

schehen sei, "weil die Projekte starben" (Urk. 050012), kann dies nicht erklären, 

hierfür wäre der Zeitraum zu kurz. Zudem war an dieser Gesellschaft auch 

AR._____ beteiligt, welcher im ungarischen Strafverfahren betreffend Marken-

rechtsverletzungen als Hauptverantwortlicher des Waschmittellagers an der 

BG._____-Strasse in BH._____ betrachtet wurde (Urk. 032009; Urk. 040270 ff.). 

Beim Beschuldigten 2 sei exemplarisch die BL._____ GmbH erwähnt. Diese hat 

er von Rechtsanwalt U._____ gekauft und sie wurde für den Import von Wasch-

mitteln verwendet. Geschäftsabschlüsse, Bilanzen und Erfolgsrechnungen liegen 

- eingestandenermassen - (Urk. 050343 ff.) nicht vor. Auf Vorhalt der "Informatio-

nen über die Gesellschaft", welche vom Beschuldigten zu Handen der Credit 

Suisse ausgefüllt wurde (Urk. 805044 ff.), erklärte der Beschuldigte 2, er habe 

dieses Schriftstück nicht wahrheitsgetreu ausgefüllt, sondern in dem Sinne, dass 

die Leute von der Bank zufrieden gewesen seien. Die darin angegebenen Zahlen 

(prognostizierter Umsatz für 2014 von Fr. 1,5 Mio. und für 2015 von Fr. 2,2 Mio.) 

seien von ihm erfunden worden (Urk. 050345). Dass sich solch ein Gebaren nicht 

mit einem legalen Waschmittelhandel in Übereinstimmung bringen lässt, muss 

nicht weiter erörtert werden. 

Auch die grossen Barbezüge, welche durch die Beschuldigten 1 und 2 unbestritte-

nermassen getätigt wurden (vgl. die Zusammenstellung in Urk. 156 S. 108 ff.), 

entsprechen nicht einem üblichen (legalen) geschäftlichen Verhalten. Notorischer-

weise sind Geschäftsleute bestrebt, für Zahlungen an Lieferanten wie auch für 

Lohnbezüge Belege zu generieren, um diese steuerlich geltend machen zu kön-

nen. Unglaubhaft ist daher insbesondere die Aussage des Beschuldigten 2 zu den 

hohen Barbezügen, nämlich dass diese getätigt worden seien, da die ersten Ge-

-   41   -

schäfte mit dem Waschmittel in bar bezahlt worden seien. Er habe das Geld ab-

gehoben und dem Beschuldigten 1 gegeben, welcher wiederum den Lieferanten 

in bar bezahlt habe (Urk. 505332). Demgegenüber sagte der Beschuldigte 1 aus, 

dass es keine Barzahlungen gegeben habe und alle Zahlungen über das Banken-

system gelaufen seien (Urk. 040123). Auf konkrete Vorhalte wollte der Beschul-

digte 2 den Zweck dieser Barbezüge zudem nicht erklären (Urk. 040479 ff.). 

Wenn in einem solch hohen Umfang Bargeld bezogen wird, ohne dass es dafür 

einen triftigen Grund gibt, so ist dies ein Indiz dafür, dass die Geldströme ver-

tuscht werden sollen. Auffällig ist weiter, dass sich der Beschuldigte 1 bereits kurz 

nach Gründung der L._____ GmbH am 13. Februar 2014, nämlich am 11. März 

2014, Fr. 18'000.– und damit den grössten Teil des Stammkapitals auszahlen 

liess (Urk. 800425). Dies tat auch der Beschuldigte 2, welcher kurz nach der 

Gründung der BD._____ GmbH, nämlich am 16. August 2013, Fr. 18'500.– und 

damit ebenfalls den grössten Teil des Stammkapitals bar auszahlen liess 

(Urk. 808058). Diese Verhaltensweisen lassen ebenfalls vernünftigerweise keinen 

anderen Schluss zu, als dass diese Gesellschaften nicht im Sinne integrer Ge-

schäfte verwendet wurden. 

Auffallend ist insbesondere die Figur "BK._____", welcher als Lieferant der 

Waschmittel eine zentrale Rolle als Ansprechpartner einnahm, zu welchem indes 

die Beschuldigten 1 und 2 interessanterweise keinerlei näheren Angaben zu des-

sen Personalien etc. machten. Der Beschuldigte 1 machte zu "BK._____" geltend, 

dass dieser bei den Firmen BM._____, BN._____ und BO._____ sein Ansprech-

partner gewesen sei und ihm auf seine Nachfrage hin mitgeteilt habe, dass das 

Waschmittel aus Portugal komme (Urk. 040124 ff.). Der Beschuldigte 2 sagte zur 

Person "BK._____" aus, dass er ein Syrer oder ein Araber sei. Er habe für den 

Beschuldigten 1, K._____ und ihn Handy-Abos organisiert. Er habe BK._____ 

auch einmal gesehen, und zwar beim gleichen Lager in BH._____, zu dem 

K._____ ihn einmal gebracht habe (Urk. 040138; Urk. 040141 ff.). Die Beschuldig-

ten 1 und 2 kannten somit "BK._____", bezogen über diesen das Waschmittel, 

wurden von ihm auch mit Handy's ausgestatten und wollen dennoch über ihn 

nichts genaueres wissen. Dieser Umstand lässt vernünftigerweise keinen anderen 

Schluss zu, als dass die Quelle "BK._____" nicht seriös war und dies die Beschul-

-   42   -

digten 1 und 2 wussten, denn andernfalls würde kein Grund dafür bestehen, nicht 

nähere Angaben zu "BK._____" zu machen, damit diese Person ausfindig ge-

macht und befragt werden könnte.

Es bestehen zudem weitere Anhaltspunkte, dass die Beschuldigten 1 und 2 um 

die Fälschungen wussten: So schrieb der Beschuldigte 1 an AP._____ am 24. 

April 2014, er habe nun "neue und 100 % originale Ware". Darauf schreibt ihm 

AP._____: "Wäre ziemlich wichtig, unsere Kunden setzen uns ziemlich unter 

Druck! A'._____, wir können 20 Ladungen verkaufen, aber wir müssen uns zu 

100 % auf dich verlassen, verstehe nicht, was das für ne Aktion war. Ist alles an-

dere als professionell" und fragt: "wie viele 100 % Originale LKWs für nächste 

Woche" der Beschuldigte 1 habe. Dieser antwortet, dass er 8 Ladungen habe, 

worauf AP._____ ihm folgendes schreibt: "100 % sicher! A'._____, da hängt viel 

von ab. Wenn wir Mist an unsere Kunden liefern, dann wars das" sowie: 

"A._____, wir gehen da kein Risiko mehr ein, war evtl turbulent genug, was da ge-

laufen ist" (Urk. 600326 f.). Zu dieser SMS-Kommunikation befragt machte der 

Beschuldigte 1 geltend, dass er die Ware von einer der "BK._____-Firmen" be-

kommen hätte. Er sei mit BJ._____ in ein Industriegebiet nördlich von BH._____ 

gefahren, um die Ware zu begutachten. Dabei sei ihnen aufgefallen, dass alle 

Umkartons, d.h. die Verpackungen, gleich beschriftet waren. Uhrzeit und irgend-

welche Fabrikationscodes seien überall gleich gewesen. Die Packung sei auch 

komisch, d.h. ein wenig unprofessionell, zugeklebt gewesen. Daraufhin hätten sie 

gesagt, dass sie auf die Ware verzichteten und dieses Risiko nicht eingehen 

könnten. Weder er noch AP._____/BJ._____ hätten die Lieferung bezahlt. Er 

habe dann BK._____ gesagt, dass er nichts mehr von dieser Quelle wolle 

(Urk. 040210). BJ._____, welcher bei der Besichtigung ebenfalls anwesend war, 

sagte hierzu aus, dass es nicht sein könne, dass alle Produkte auf zwei LKW's 

zur selben Uhrzeit produziert worden seien und somit der Verdacht bestanden 

habe, dass die Produkte nicht echt waren (Urk. 040316 S. 7 ff.). Aus diesen Um-

ständen (SMS/Kommunikation, Besichtigung der Ware) erhellt, dass die Beteilig-

ten wussten, dass es sich bei den Waschmitteln um Nachahmungen handelte, 

denn gleiche Uhrzeiten, Fabrikationscodes etc. sind Merkmale, welche offenkun-

dig auf eine Fälschung hinweisen. Da diese Umstände für jedermann erkennbar 

-   43   -

waren, ist auch ohne weiteres nachvollziehbar, dass von den Beteiligten deren 

Weiterverkauf nicht riskiert werden konnte und daher AP._____ auf die Lieferung 

von nicht erkennbaren Fälschungen ("100 % Originale") drängte. 

Der Beschuldigte 2 beruft sich mit Bezug auf seine Gutgläubigkeit auf eine (be-

hauptete) Probenauswertung (O._____ Produkte von K._____) von BP._____ im 

Jahre 2015. Er habe sich mit der AC._____ GmbH bei BP._____ als Lieferant für 

Waschmittel bewerben wollen. BP._____ habe die Probe für gut befunden, ihn in-

des als Lieferanten nicht berücksichtigt (Urk. 040039; Urk. 040059 f.). Aus dieser - 

unbelegten - Behauptung kann der Beschuldigte 2 nichts zu seinen Gunsten ab-

leiten: Erstens arbeitete er mit dem Beschuldigten 1 eng zusammen, wusste mit-

hin um die Fälschungen, und zweitens hätte die BP._____ AG allfällige Fälschun-

gen des Wachmittels gar nicht feststellen können. Denn die BP._____ AG konnte 

die genaue chemische Formel der Waschmittel nicht kennen, da diese als Be-

triebsgeheimnis nicht erhältlich ist (was auch das vorliegende gutachterliche Ver-

fahren zeigt). Ausserdem würde eine allfällige Probenanfrage - wenn sie denn 

stattgefunden haben sollte - gerade zeigen, dass im Umfeld des Waschmittelhan-

dels mit Fälschungen gerechnet wurde. Daher wusste der Beschuldigte 2, dass 

diese Gefahr bestand. Zudem könnte es sich bei den bei BP._____ abgegebenen 

"Proben" um echte Ware gehandelt haben, denn ein Fälscher würde sicherlich 

keine nachgemachte Ware zur vorgängigen Prüfung zur Verfügung stellen. Nach 

dem Gesagten ist daher auch der Einwand des Beschuldigten 2, die Waschmittel 

gar nie zu Gesicht bekommen zu haben, unbehilflich, musste er doch aus den ge-

samten Umständen wissen und damit zumindest billigend in Kauf nehmen, dass 

die importierten Produkte Fälschungen waren. Selbst wenn nicht gänzlich ausge-

schlossen werden kann, dass er nicht unmittelbar ab Tag 1 über alle Abläufe in 

Kenntnis war, so müssen ihm gestützt auf die gesamten Umstände zumindest 

zeitnah die tatsächlichen Begebenheiten bewusst geworden sein, zumal er auch 

selber in Kontakt mit den Beteiligten stand und Einsicht in die Produktion und die 

Geschäftsvorgänge hatte. Ausserdem war er als Organ der für ihn handelnden 

Gesellschaften für die Produkte verantwortlich und damit auch dafür, dass es sich 

dabei um "legale" Waschmittel handelte. Zumal er gemäss seiner eigenen Aus-

sage keinerlei Erfahrung in der Firmenführung mitbrachte, hätte er sich zudem 

-   44   -

von Beginn weg zumindest Gedanken darüber machen und damit rechnen müs-

sen, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu werden. Denn bei gänzlich bean-

standungslosen Geschäftsführungen in dieser Grössenordnung wäre notorischer-

weise vielmehr die Einsetzung einer erfahrenen Führungsperson zu erwarten.

Auf dem Laptop des Beschuldigten 2 wurden zudem am 12. Dezember 2015 die 

Suchbegriffe "AL._____ fälschung deutschland", "O._____ flüssig fälschung" und 

"O._____ deutschland fälschung" im Google eingegeben. Der Beschuldigte 2 

sagte hierzu zunächst aus, dass er sich an diese Internetsuche nicht erinnern 

würde, er hätte nicht den Verdacht gehabt, dass die O._____-Produkte gefälscht 

sein könnten. Sicher sei diese Abfrage nicht gemacht worden um abzuchecken, 

ob der Handel mit gefälschten Produkten aufgeflogen sei. Mit der Aussage des 

Beschuldigten 1 konfrontiert, dass diese Abfrage gemacht worden sei, da 

BJ._____ ihm etwas von einer Fälschung in Deutschland erzählt habe, räumte der 

Beschuldigte 2 ein, dass es sein könne, dass BJ._____ Fälschungen erwähnt 

habe und sie dann im Netz nachgeschaut hätten (Urk. 050003 ff.). Ob diese Ab-

frage gemacht wurde, um abzuklären, ob die Fälschung aufgeflogen sind, kann 

vorliegend offen bleiben. Die Abfrage zeigt in jedem Fall, dass mit Fälschungen 

gerechnet wurde. Spätestens zum Zeitpunkt dieser Google-Suche muss er also 

von den Fälschungen Kenntnis gehabt haben, ansonsten sich Sinn und Zweck 

dieser Suche nicht erschliessen würden. 

Es ist somit erstellt, dass die Beschuldigten 1 und 2 wussten bzw. es zumindest 

ernsthaft für möglich hielten und damit zumindest in Kauf nahmen, dass es sich 

bei den Waschmitteln um Fälschungen handelte und sie somit mit gefälschtem 

Waschmittel Handel betrieben. 

4.3. Verschleierung des Geldflusses (Ziffer 1.5 der Anklageschrift, S. 31 ff.)

In objektiver Hinsicht sind die von den Beschuldigten 1 und 2 verwendeten Fir-

menstrukturen, die getätigten Banküberweisungen und Barbezüge, die Verwen-

dung der Gelder für die Gründung von Aktiengesellschaften sowie die Zahlungen 

von K._____ unbestritten und durch die entsprechenden Dokumente nachgewie-

sen. 

-   45   -

Bestritten ist in subjektiver Hinsicht, dass diese Umstände der Verschleierung der 

Handelsströme gedient hätten. Bei den durch K._____ getätigten Zahlungen habe 

es sich um die Rückzahlung von Darlehen und nicht um "Kick-Backs" gehandelt 

(Urk. 122 S. 32 ff. und Urk. 240 S. 16 f.; Urk. 123 S. 6 ff.; Prot. II S. 43 ff.). 

Die Vorinstanz erachtete es als erstellt, dass die verschiedenen Massnahmen der 

Verschleierung gedient hätten. Die dazwischengeschalteten Firmen würden we-

der ökonomisch noch effizienztechnisch Sinn machen (Urk. 156 S. 119 ff.; 

S. 134 f.) und bei den von K._____ auf Bankkonti des Beschuldigten 1 überwiese-

nen Beträgen von über Fr. 1.2 Mio. handle es sich zum Teil um sog. "Kick-Backs", 

mithin um Rücküberweisungen betreffend dem Gewinnanteil für den Beschuldig-

ten 1 aus dem Waschmittelgeschäft bestehend aus der Differenz zwischen dem 

Preis für die gefälschte Ware und demjenigen für ordentliche Graumarktware han-

delte (Urk. 156 S. 119 f.). 

4.3.1. Verwendete Firmen

Der Beschuldigte 1 war Alleingründer und einziges Organ der folgenden Firmen: 

M._____ GmbH (Eintragung am tt.mm.2011 [Statutendatum tt.mm.2011] gemäss 

Handelsregisterauszug: Urk. 800263); Sitzverlegung am tt.mm.2013 nach 

BQ._____ und Bestellung von W._____ als einziges Organ: Urk. 040463)

L._____ GmbH (Eintragung am tt.mm.2014 [Statutendatum tt.mm.2014] gemäss 

Handelsregisterauszug: Urk. 800404; Sitzverlegung am tt.mm.2015 nach 

BR._____ und Bestellung von AA._____ als einziges Organ: Urk. 040463)

V._____ AG (Eintragung am tt.mm.2015 [Statutendatum tt.mm.2015] gemäss 

Handelsregisterauszug: Urk. 800396 f.; Sitzverlegung am tt.mm.2016 nach Zü-

rich: Urk. 040464)

I._____ AG (Eintragung am tt.mm.2016 [Statutendatum tt.mm.2016 gemäss Han-

delsregisterauszug: Urk. 803055; Sitzverlegung am tt.mm.2016 nach Zürich und 

Bestellung von Rechtsanwalt U._____ als einziges Organ: Urk. 040464). 

-   46   -

Der Beschuldigte 1 war weiter einziges Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunter-

schrift der am tt.mm.2016 gegründeten AJ._____ AG; einzelzeichnungsberechtigt 

ohne Funktion war zudem der ungarische Staatsangehörige AR._____. Am 

tt.mm.2016 wurde der Sitz an die BS._____-strasse in Zürich verlegt und Rechts-

anwalt U._____ als einziges Organ bestellt (Urk. 040465). 

Zudem war der Beschuldigte 1 während rund neun Monaten vom tt.mm.2015 bis 

zum tt.mm.2016 einziges Organ der N._____ GmbH (Urk. 040466). 

Am 27. November 2015 erteilte der Beschuldigte 1 der Credit Suisse den Auftrag 

zur Eröffnung eines Kapitaleinzahlungskontos und zur Abgabe einer Kapitalein-

zahlungsbestätigung für die Neugründung einer AK._____ AG und gab in diesem 

Zusammenhang eine geplante Transaktion im Betrag von Fr. 250'000.– an 

(Urk. 025009). Dieser Betrag wurde am 31. Dezember 2015 durch K._____ auf 

dieses Konto einbezahlt (Urk. 025019). Die Gesellschaft wurde in der Folge nicht 

gegründet.

Der Beschuldigte 2 war im anklagerelevanten Zeitraum Alleingründer und einzi-

ges Organ der folgenden Gesellschaften: 

BD._____ GmbH (Eintragung am tt.mm.2013 [Statutendatum tt.mm.2013] ge-

mäss Handelsregisterauszug: Urk. 808038 f.; Sitzverlegung am tt.mm.2014 nach 

BR._____ und Bestellung von W._____ als einziges Organ: Urk. 040467)

AC._____ GmbH (Eintragung am tt.mm.2014 [Statutendatum tt.mm.2014] ge-

mäss Handelsregisterauszug: Urk. 808119 f.; Sitzverlegung am tt.mm.2015 nach 

BT._____ und Bestellung von BU._____ als einziges Organ: Urk. 040467) 

AH._____ GmbH (Eintragung am tt.mm.2015 [Statutendatum tt.mm.2015] ge-

mäss Handelsregisterauszug: Urk. 808234).

Zudem war der Beschuldigte 2 während rund vier Monaten einziges Organ der 

BL._____ GmbH (tt.mm.2014 bis tt.mm.2014; Urk. 040470).

Diese Vielzahl an durch die Beschuldigten 1 und 2 verwendeten Firmen ist auffäl-

lig und es bestehen keine wirtschaftlichen Gründe für ein solches Konstrukt. Zu-

-   47   -

dem haben gewisse Firmen beim Waschmittelhandel gar keine bzw. keine ernst-

hafte geschäftliche Tätigkeit ausgeübt. Nachdem - wie schon erwähnt und einge-

standen - betreffend der verwendeten Gesellschaften keine Buchhaltungen exis-

tierten, kommen auch steuerliche Gründe nicht in Frage. Indem der Beschuldige 2 

ausführte, dass in der AC._____ GmbH - wie schon bei der BD._____ GmbH und 

der BL._____ GmbH - der Beschuldigte 1 "sein Chef" gewesen sei (Urk. 040207), 

obwohl er selber ja formell der Geschäftsführer und Gesellschafter war, so zeigt 

dies eindrücklich, dass die Firmen nur der Verkomplizierung der Strukturen dien-

ten. Gewisse Firmen wurden zudem innert kürzester Zeit wieder abgestossen, 

was ebenfalls aufzeigt, dass für deren Verwendung keine ökonomischen oder effi-

zienztechnischen Gründe bestanden. Der Beschuldigte 2 räumte ausserdem ein, 

dass er mit Bezug auf die BL._____ GmbH gegenüber der Credit Suisse falsche 

Angaben betreffend dem prognostizierten Umsatz etc. machte und die angegebe-

nen Zahlen aus der Luft gegriffen gewesen seien (Urk. 050345). Solche Falschan-

gaben lassen sich nicht mit einem "seriösen" Geschäftsverhalten vereinbaren. 

In Anbetracht der gesamten Umstände kann festgehalten werden, dass für die 

Vielzahl der verwendeten Gesellschaften keine geschäftlich motivierte Gründe be-

stehen, zumal - wie ausgeführt - mangels Buchhaltung auch steuerliche Motive 

wegfallen. Das Konstrukt diente damit in erster Linie der Verschleierung der wah-

ren Verantwortlichkeiten bzw. der Geldflüsse, mithin um eine unsinnige Häufung 

von Gesellschaften und damit einer gewollten Schaffung einer komplizierten 

Struktur (vgl. hierzu BSK StGB II-PIETH, Art. 305bis N 59a). Dieser modus operandi 

lässt in Verbindung mit den weiteren Umständen den Rückschluss auf ein verbre-

cherisches Handeln der Beschuldigten 1 und 2 zu, diese wussten somit und woll-

ten, dass die Geld- und Warenflüsse sowie die Verantwortlichkeiten verschleiert 

wurden. 

4.3.2. Barbezüge

Die (unbestrittenen) Barbezüge wurden zum Teil durch die Vorinstanz wiederge-

geben (Urk. 156 S. 108 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO) und gehen aus den Anhängen 1 

bis 4 zur Anklageschrift hervor. Bei den Barbezügen ist insbesondere zu erwäh-

nen, dass auf dem Konto BD._____@ZKB-CHF vom 10. September 2013 bis am 

-   48   -

06. Januar 2014 insgesamt Zahlungen der F._____ AG von Fr. 642'161.17 als 

Kaufpreiszahlung für die Waschmittelgeschäfte eingingen und davon der Beschul-

digte 2 insgesamt Fr. 522'563.60 in bar bezog. Auf dem Konto L._____@ZKB-

CHF gingen vom 17. Juli 2014 bis am 29. April 2015 insgesamt Zahlungen der 

F._____ AG von Fr. 1'540'020.42 als Kaufpreiszahlung für die Waschmittelge-

schäfte ein. Der Beschuldigte 1 bezog zwischen dem 20. März 2014 bis am 

20. Mai 2015 zulasten der Bankverbindung L._____@ZKB Barbezüge im Betrag 

von insgesamt Fr. 782'815.80 und EUR 41'307.50. 

Diese erwähnten sowie die weiteren aus den Anhängen zur Anklage ersichtlichen 

Barbezüge weisen einen Umfang auf, welcher nicht geschäftlich erklärbar ist. 

Denn wenn diese - was geltend gemacht wurde (Urk. 050332) - der Bezahlung 

der Lieferanten gedient hätten, so müssten dafür - nur schon aus steuerlichen 

Gründen - zumindest Quittungen vorliegen. Im ordentlichen Geschäftsleben mit 

seriösen Partnern sind zudem für höhere Beträge Banküberweisungen die Regel, 

zumal solche Beträge nicht ohne Anmeldung über die Landesgrenzen gebracht 

werden dürfen. Für die sehr hohen Barabhebungen kann es somit nur eine Erklä-

rung geben, nämlich das Wissen und den Willen der Beschuldigten 1 und 2, die 

Geldflüsse zu verschleiern. 

4.3.3. Zahlungen von K._____ (S. 35 f. der Anklageschrift)

Dass K._____ zulasten seines Bankkontos in AT._____ und zu Gunsten diverser 

Firmenkonti des Beschuldigten 1 in der Schweiz Transaktionen in Höhe von ins-

gesamt über Fr. 1.2 Mio. (vgl. die Aufstellung in Urk. 156 S. 111 ff. sowie Anklage-

schrift S. 35 f.) überwies, ist unbestritten und durch die Bankunterlagen nachge-

wiesen. Die Vorinstanz erachtete diese Zahlungen - wie die Staatsanwaltschaft - 

als Auszahlungen des Gewinnanteils ("Kick-Backs") aus dem Waschmittelhandel, 

bestehend aus der Differenz zwischen dem Preis für die gefälschte Ware und 

demjenigen für ordentliche Graumarktware. Dieses Vorgehen habe ebenfalls der 

Verschleierung der Handelsströme gedient (Urk. 156 S. 119 f. und S. 135). 

Der Beschuldigte 1 macht hierzu geltend, dass es sich bei den erwähnten Zahlun-

gen um Darlehen von K._____ - und somit nicht um "Kick-Backs" - gehandelt 

-   49   -

habe (Urk. 040161 f.). Diese Behauptung des Beschuldigten 1 ist aus folgenden 

Gründen unglaubhaft und als blosse Schutzbehauptung zu erachten: Der Be-

schuldigte 1 macht geltend, dass mit den Darlehen Firmengründungen hätten er-

folgen sollen, wobei zwei Projekte geplant gewesen seien, einerseits eine kleine 

Lagerhalle und zweitens die Renovation eines Mehrfamilienhauses in der 

Schweiz zwecks Vermietung/Verkauf (Urk. 040161 f.). Da es sich dabei gemäss 

dem Beschuldigten 1 nur um eine Idee gehandelt hatte und zudem nichts Konkre-

tes angeschaut worden sei (Urk. 040162) ist nicht nachvollziehbar, weshalb hier-

für hätten Darlehen aufgenommen werden sollen. Zudem wurden die zwei Fir-

men, welche die Projekte hätten durchführen sollen, nämlich die AJ._____ AG so-

wie die I._____ AG nie aktiv, obwohl sie mit Geldern im Umfang von total 

Fr. 500'000.– (je Fr. 250'000.–) ausgestattet wurden ("die Firmen machten gar 

nichts, das Geld ist noch auf deren Bankkonten"; Urk. 040163 f.). Dass die Be-

hauptung des Beschuldigten 1 nicht stimmen kann, ergibt sich auch aus den Aus-

sagen des Beschuldigten 2, welcher aussagte, dass er und der Beschuldigte 1 nie 

vorgehabt hätten, ein Lagerhaus zu kaufen, da dies viel zu teuer gewesen sei 

(Urk. 040055). Und K._____ wusste "absolut nichts" über Immobilienprojekte des 

Beschuldigten 1 (Urk. 040245). 

Auch die weitere - der oben wiedergegebenen Erklärung widersprechende - Be-

hauptung des Beschuldigten 1, dass es "theoretisch" sein könne, dass er selber 

einmal K._____ ein Darlehen gewährt habe, ist unglaubhaft. Der Beschuldigte 1 

konnte zu dieser Behauptung nicht einmal angeben, um welchen Betrag es sich 

dabei gehandelt haben soll ("Keine Ahnung mehr"; Urk. 040162). Zudem führte 

der Beschuldigte 1 auf Vorhalt der entsprechenden Client Notes im … Print CIF 

Dossier der Credit Suisse (wo festgehalten wird, dass die Vermögenswerte aus 

der Rückzahlung eines Darlehens von K._____ stammen würden) aus, dass er 

K._____ nie Darlehen in der Höhe von Fr. 250'000.– gewährt habe. Der Kunden-

berater habe hier etwas falsch geschrieben (Urk. 040165 ff.; Urk. 050011; 

Urk. 121067 f.). Zu weiteren fünf Zahlungen von K._____ auf das UBS-Privat-

konto des Beschuldigten 1 im Gesamtbetrag von über Fr. 230'000.–, welche mit 

dem Vermerk "Vratenie Kreditu" (Rückzahlung Kredit) versehen sind, machte der 

Beschuldigte geltend, hierzu keine Auskunft geben zu können (Urk. 050011 f.). 

-   50   -

Dieses Verhalten des Beschuldigten 1 ist sehr ungewöhnlich, müsste er doch ei-

nerseits wissen, ob und in welcher Höhe er K._____ Darlehen gewährte und an-

dererseits auch in der Lage sein, die ihm vorgehaltenen Gutschriftenanzeigen zu 

kommentieren. 

K._____ machte auf Vorhalt zu diesen Zahlungen ebenfalls unglaubhafte Aussa-

gen: So führte er aus, dass es sich dabei um Rückzahlungen von durch den Be-

schuldigten 1 gewährten Darlehen gehandelt habe. K._____ konnte indes nicht 

angeben, welchen Zweck diese Darlehen gehabt haben sollen, sondern machte 

geltend, dass es um mögliche Geschäfte gegangen sei. Er habe einfach Geld zur 

Verfügung haben wollen, falls er das Geld benötigt hätte. Da die Geschäfte nicht 

stattgefunden hätten, habe er das Geld zurückbezahlt. Normalerweise habe er 

das Geld des Beschuldigen 1 zwischen zwei und zehn Tagen behalten 

(Urk. 040227 ff.; Urk. 040241; vgl. auch die ausführliche Wiedergabe der Aussa-

gen von K._____ durch die Vorinstanz in Urk. 156 S. 66 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Die Ausführungen von K._____ sind klar als Schutzbehauptungen zu würdigen. 

Es ist unglaubhaft, dass Darlehen in solcher Höhe ohne jeden Zweck verlangt und 

gewährt und jeweils einfach wieder - ohne je Verwendung gefunden zu haben - 

innert weniger Tage zurückgezahlt werden. Die Verteidigung des Beschuldigten 1 

erwähnte hierzu, dass den Zahlungen als Grund steuertechnische, d.h. steuerver-

meidende Überlegungen zu Grunde lägen (vgl. Urk. 122 S. 35 und Urk. 240 

S. 16). Aus den Aussagen von K._____ können solche Gründe indes gerade nicht 

entnommen werden und sind - da wie erwähnt keine Buchhaltungen geführt wur-

den - auch nicht ersichtlich. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit der Vorinstanz (Urk. 156 S. 119 f.) 

als einziger Grund für die Transaktionen die Auszahlung des Gewinnanteils des 

Beschuldigten 1 verbleibt ("Kick-Back"). Die bezahlte Summe entspricht dabei der 

Gewinndifferenz zwischen den gefälschten und "echten" Graumarkprodukten. Mit-

tels den "Kick-Backs" konnt