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**Case Identifier:** 340c5fb2-e09c-50c5-8d77-3b7334d56222
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.05.2020 720 19 399/113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-399-113_2020-05-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. Mai 2020 (720 19 399 / 113) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das von der IV-Stelle eingeholte Gut-

achten kann nicht abgestellt werden; Rückweisung an die IV-Stelle zu weiteren Abklä-

rungen. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Gabriela Grob Hügli, 
Rechtsanwältin, c/o Procap Schweiz, Froburgstrasse 4, Postfach, 
4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1989 geborene A.____ meldete sich am 15. Dezember 2016 unter Hinweis auf 
psychische Probleme sowie eine seit der Kindheit bestehende Aufmerksamkeitsdefizit-
/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die 

 

 
 
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IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 
11. November 2019 ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Gabriela Grob Hügli, 
Advokatin, am 16. Dezember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung sei aufzu-
heben und die Angelegenheit sei zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die unentgeltli-
che Prozessführung mit Advokatin Hügli als Rechtsvertreterin. Zur Begründung brachte er im 
Wesentlichen vor, dass das für die Ablehnung des Leistungsanspruchs massgebende Gutach-
ten aus verschiedenen Gründen nicht beweiskräftig sei. Alsdann seien insbesondere auch die 
Voraussetzungen einer Frühinvalidität sowie berufliche Massnahme zu prüfen. Überdies habe 
die Beschwerdegegnerin keine Invaliditätsbemessung vorgenommen.  
 
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Januar 2020 bewilligte die instruierende Prä-
sidentin dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Ver-
beiständung mit Advokatin Hügli.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Februar 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereich-
te Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 
 
1.2 Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig 
verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-
gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 
einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso-
weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1; 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hin-
weisen). Vorliegend stellte die IV-Stelle in der Verfügung vom 11. November 2019 im Wesentli-
chen fest, dass dem Beschwerdeführer keine Rente der Invalidenversicherung zustehe. Nicht 
Gegenstand der dem vorliegenden Verfahren zugrundeliegenden Rentenverfügung bildete die 
Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf berufliche Massnahmen hat. Soweit der Be-
schwerdeführer geltend macht, es seien berufliche Massnahmen an die Hand zu nehmen, fehlt 
es demnach an einem Anfechtungsgegenstand und folglich an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
weshalb im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht auf diesen Antrag eingetre-
ten werden kann.   
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 

 

 
 
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3.1  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 

 

 
 
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4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sind im Wesentlichen die folgen-
den Unterlagen von Relevanz: 
 
5.2 In einem Bericht der Psychiatrie B.____ vom 15. Juli 2015 wurden als Diagnosen eine 
einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADS) (ICD-10 F90.0) unter Hinweis auf einen 
älteren Bericht der damaligen Dienste C.____ vom 24. Juni 2006 sowie eine Anpassungsstö-
rung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) gestellt. Beim Exploranden sei es seit 
dessen Kindheit bereits mehrfach zu Kontakt mit Psychotherapeuten aufgrund der bekannten 

 

 
 
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einfachen ADS gekommen. Eine erneute Anmeldung sei im Rahmen einer Anpassungsstörung 
mit längerer depressiver Reaktion aufgrund einer Überlastung am Arbeitsplatz erfolgt. Nach 
dem Wegfall der belastenden Situation und dem Beginn einer integriert psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung sowie nach Verordnung einer schlafanstossenden antide-
pressiven Pharmakotherapie sei rasch eine Verbesserung der depressiven Symptomatik einge-
treten.  
 
5.3 Mit Bericht vom 31. Mai 2017 diagnostizierten Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, und lic. phil. E.____, Fachpsychologe für Psychotherapie (FSP), eine einfache 
Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) seit dem 8. Lebensjahr und eine soziale 
Phobie (ICD-10 F40.1). Bereits mit acht Jahren sei beim Exploranden die Diagnose ADS ge-
stellt worden. Eine medikamentöse Therapie mit Ritalin sei bis zum 14. Lebensjahr erfolgt, was 
dem Patienten in der Schule geholfen, sein Gefühlsleben jedoch beeinträchtigt habe. Der Pati-
ent berichte, dass er die Schule nur mit grossen Schwierigkeiten habe abschliessen können. 
Die Lehre als Carrosseriesattler habe er nur mit viel Willen und Energieaufwand bewältigen 
können. Eine weitere Lehre als Restaurationsfachmann habe der Explorand abbrechen müs-
sen. Im Oktober 2015 sei er aus seiner Anstellung als Carrosseriesattler entlassen worden. Er 
habe lange gekämpft, seine Leistung sei jedoch eingebrochen, sobald er unter Zeitdruck ge-
kommen sei. Er habe oft viel länger für die Arbeit gebraucht als andere und sei anfällig für Feh-
ler gewesen. Eine ADS-Abklärung im Erwachsenenalter habe aufgezeigt, dass der Patient wei-
ter unter dieser Symptomatik leide, so die Fachpersonen weiter. Seit März 2017 erfolge deshalb 
eine medikamentöse Therapie mit Elvanse, was zu einer Verbesserung der Konzentration, der 
Aufmerksamkeit und (teilweise) des Gefühlslebens geführt habe. Weiterhin problematisch seien 
alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Personen sowie die Benutzung von öffentlichen Ver-
kehrsmitteln. Hierbei würde der Patient schnell starke Stressgefühle empfinden. Aktuell leide er 
unter Stimmungsschwankungen, Ängsten, Schlafschwierigkeiten, hoher Sensibilität, erhöhter 
innerer Anspannung, schneller Ermüdung, Gedankenkreisen und Selbstzweifeln. Der Patient 
lebe zurückgezogen, viele Aktivitäten ausserhalb der Wohnung meide er aufgrund der Stress-
anfälligkeit. Nach einer Aktivität wie Busfahren oder Einkaufen brauche er für die Regeneration 
oft mehrere Stunden. Dabei wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit veranschlagt. Bei sorg-
fältigem Aufbau in einer für den Patienten förderlichen Umgebung könnte eine berufliche Tätig-
keit mit bis zu vier Stunden wieder möglich werden. 
 
5.4 In ihrem Verlaufsbericht vom 19. Oktober 2017 stellten Dr. D.____ und lic. phil. E.____ 
zusätzlich die Diagnose einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode (ICD-10 
F32.1/F32.2). Nachdem sich zunächst eine Besserung der Situation eingestellt habe, sei es im 
September zu einem Streit mit der Freundin des Patienten gekommen, worauf diese aus der 
gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei. Seit diesem Zeitpunkt hätten seine Schlafschwierig-
keiten zugenommen. Der Patient leide ferner unter Stimmungsschwankungen mit zumeist ge-
drückter Stimmung, (Zukunfts-)Ängsten und sozialen Ängsten, Schlafschwierigkeiten, hoher 
Sensibilität bezüglich Emotionen anderer Menschen und Geräuschen, erhöhter innerer An-
spannung, Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, schneller Ermüdung, Gedankenkreisen und 
Selbstzweifel sowie Enttäuschung über sich selber. Dabei attestierten sie weiterhin eine voll-
schichtige Arbeitsunfähigkeit.  

 

 
 
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5.5 Am 19. Juni 2018 berichtete Dr. D.____ bei den bekannten Diagnosen einer einfachen 
Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) und einer sozialen Phobie (ICD-10 
F40.1), dass der Patient nach der Trennung von seiner langjährigen Lebenspartnerin bis Ende 
2017 gebraucht habe, um sich wieder zu orientieren und Distanz zu gewinnen. Dabei hätten ihn 
insbesondere die Umstände der Trennung stark belastet. Hinzu gekommen sei ein durch das 
Sozialamt veranlasster Wohnungswechsel in eine kleinere Wohnung. Ab Februar 2018 sei es 
ihm gelungen, eine freundschaftliche Beziehung zu einer Kollegin seiner Schwester aufzubau-
en. Seit diesem Zeitpunkt berichte der Patient über eine etwas bessere Stimmung. Die Kon-
zentrationsfähigkeit habe jedoch abgenommen. Geblieben seien die Schlafstörungen und die 
Grübeleien. Aus heutiger Einschätzung sei eine Verbesserung des Zustands des Patienten bis 
zur Erreichung einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 20% nicht zu erwarten.  
 
5.6 Im Gutachten vom 27. Dezember 2018 zuhanden der IV-Stelle diagnostizierte 
Dr.  med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität (ICD-10 F98.8), eine Agoraphobie mit Panik-
störung (ICD-10 F40.01) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert 
(ICD-10 F33.4). Die Schilderungen des Exploranden als auch der Bericht des Kinderarztes aus 
dem Jahr 1998 seien hinweisend auf eine Störung der Aufmerksamkeit. In der kognitiven Basis-
testung COGBAT hätten sich keine Hinweise auf eine Verminderung der Aufmerksamkeit, des 
Gedächtnisses und der Exekutivfunktionen gezeigt. Es handle sich hier jedoch um ein Scree-
ning-Instrument, nicht um eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung. Gemäss 
Schilderungen des Exploranden seien diese Symptome seit der Kindheit vorhanden. Eine Hy-
peraktivität sei vom Exploranden nicht berichtet worden und in den Untersuchungen sowie in 
den Akten nicht ersichtlich gewesen, weshalb von einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyper-
aktivität auszugehen sei. Der Explorand schildere Ängste, sich in Menschenmengen zu bewe-
gen, Geschäfte zu betreten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Er berichte über ein 
Zittern und Herzklopfen sowie ein Beklemmungsgefühl im Thorax mit Atembeschwerden und 
Unwirklichkeitsgefühl mit Hörstörungen. Es bestehe ein deutliches Vermeidungsverhalten und 
die Symptomatik beschränke sich ausschliesslich auf die gefürchteten Situationen. Es sei somit 
von einer Agoraphobie und Panikstörung auszugehen. Der Explorand äussere, dass er sich von 
der Grundstimmung her ausgeglichen fühle. Eine Freudlosigkeit sowie eine Verminderung der 
Interessen seien verneint worden. Der Antrieb sei unauffällig gewesen. Nach ICD-10 seien da-
her die B-Kriterien nicht erfüllt, weswegen bei bereits früher mehrfach bestehenden depressiven 
Episoden aktuell die Diagnose der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert 
(ICD-10 F33.4) gestellt werde.  
 
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. F.____ aus, dass in Bezug auf die angestammte Tä-
tigkeit als Carrosseriesattler eine Einschränkung von 30% bestehe. Diese Einschränkung liege 
in der Symptomatik der Angststörung, höchstens leichtgradig auch der Aufmerksamkeitsstörung 
ohne Hyperaktivität begründet, da sich anlässlich der kognitiven Basistestung COGBAT keine 
Hinweise auf eine Verminderung der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Exekutiv-
funktionen gezeigt hätten. Es bestehe jedoch aufgrund der Ängste eine Vermeidungstendenz 
mit einer erhöhten Ermüdbarkeit und gedanklicher Einengung auf die Angstsymptomatik, wes-
wegen von einer Einschränkung von 30% ausgegangen werden könne. In zeitlicher Hinsicht 

 

 
 
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könne davon ausgegangen werden, dass nach der Kündigung der Arbeitsstelle 2015 zeitweise 
eine vollständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Nachdem die Behand-
lung abgebrochen worden sei, sei diese einem Bericht vom 29. Mai 2017 zufolge ab Dezember 
2016 wiederaufgenommen worden. Es sei damals geschildert worden, dass nach sorgfältigem 
Aufbau eine Arbeitsfähigkeit von bis zu 50% erreicht werden könne, trotzdem sei aber eine Ein-
schränkung in der angestammten Tätigkeit als Carrosseriesattler von 100% in der Zeit von De-
zember 2016 bis Mai 2017 bescheinigt worden. Es könne daher davon ausgegangen werden, 
dass damals eine Arbeitsfähigkeit von bis zu 50% bestanden habe. Ende 2017 sei es zur Tren-
nung mit einem wenige Wochen anhaltenden reaktiven depressiven Zustandsbild und einer 
Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Im Jahr 2018 habe sich wieder eine zuneh-
mende Stabilisierung eingestellt, weshalb von einer stetigen Zunahme der Arbeitsfähigkeit bis 
aktuell 70% auszugehen sei. Unter einer weiteren leitliniengerechten Behandlung sollte in circa 
drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 80% erreicht werden können. Bei der gelernten 
Tätigkeit als Carrosseriesattler handle es sich um eine der Behinderung angepasste Tätigkeit. 
Der Explorand habe hier Abwechslung bei der Arbeit, eine monotone Tätigkeit wie an einem 
Fliessband sei nicht zu erwarten. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 11. No-
vember 2019 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeits-
fähigkeit im Wesentlichen auf das hiervor zitierte Gutachten von Dr. F.____ vom 27. Dezember 
2018 sowie die hierzu ergangene Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel 
(RAD) vom 8. Januar 2019. Demzufolge ging sie davon aus, dass dem Beschwerdeführer ab 
Juni 2018 die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit als Carrosseriesattler − welche zu-
gleich auch eine leidensadaptierte Tätigkeit darstelle − zu 70% zumutbar sei, weshalb kein An-
spruch auf eine Invalidenrente resultiere. Wie nachfolgend darzulegen sein wird, kommt diesem 
Gutachten − entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin − keine ausschlaggebende 
Beweiskraft zu, so dass nicht darauf abgestellt werden kann.  
 
6.2 Das Gutachten von Dr. F.____ erscheint insgesamt und auf einen ersten Blick zwar als 
sehr umfangreich. Bei genauerer Betrachtung fällt indessen zunächst auf, dass sich bei der 
Darlegung des medizinischen Sachverhalts auf Seite 2 des Gutachtens einige Passagen finden, 
die offenbar unbesehen aus der RAD-Beurteilung vom 15. März 2018 in den Text hineinkopiert 
worden sind. Alsdann kann in der − ebenfalls unter der Darlegung des medizinischen Sachver-
halts und ebenso aus der RAD-Beurteilung übernommenen, jedoch ohne Hinweis darauf − ge-
machten Feststellung (S. 5), wonach Dr. D.____ und lic. phil. E.____ in ihrem Bericht vom 
19. Juni 2018 "dem Wunsch des Versicherten entsprechend eine volle Arbeitsunfähigkeit ver-
anschlagt" und "sogleich eine äusserst schlechte Prognose abgegeben" hätten, eine gewisse 
Voreingenommenheit erblickt werden.  
 
6.3 Ungeachtet dieser formellen Gründe fällt aber insbesondere ins Gewicht, dass 
Dr. F.____ im Einklang mit der medizinischen Aktenlage zwar die Diagnose einer ADS bestä-
tigt, er aber die aus der besagten Diagnose resultierenden Einschränkungen nicht mit der hier-
für erforderlichen Sorgfalt untersucht bzw. sich mit diesen nicht adäquat auseinandersetzt. Es 
ist daran zu erinnern, dass für die Belange der Invalidenversicherung nicht die Diagnose, son-

 

 
 
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dern insbesondere die sozial-praktische Auswirkung der Erkrankung, mithin die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit, massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2019, 
9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. September 2017, 8C_820/2016, E. 5.4). Diesbezüglich man-
gelt es namentlich auch mit Bezug auf die Berufsanamnese des Versicherten an einer vertieften 
Exploration. So hätten Feststellungen hinsichtlich des beruflichen Werdegangs, wonach die 
Kündigung des Versicherten bei seinem letzten Arbeitgeber u.a. aufgrund eines Ausbildungsde-
fizits erfolgt sei, durch weitere Informationsquellen ergänzt und vertieft werden müssen. Dies 
umso mehr, als sich der Versicherte nach Abschluss seiner Lehre nicht sehr lange auf diesem 
Beruf bewährt hatte und die Berufsanamnese durch viele Unterbrüche gekennzeichnet ist. Der 
Versicherte hat überdies selbst berichtet, dass er seine Lehre als Carrosseriesattler nur mit viel 
Energieaufwand habe bewältigen können und Lernschwierigkeiten gehabt hätte, was im Gut-
achten keinerlei Würdigung erfahren hat. Dr. F.____ begnügt sich mit einer kurz gehaltenen 
Darstellung des beruflichen Werdegangs, die überdies widersprüchliche Angaben enthält und 
die unsorgfältige Auseinandersetzung mit der Diagnose ADS bekräftigt. Angesichts der Tatsa-
che, dass der Versicherte seine Lehre erst im November 2007 angetreten und im August 2010 
beendet hatte, trifft bspw. die Feststellung nicht zu, derzufolge der Versicherte im Zeitraum von 
2006 bis 2010 auf seinem Ausbildungsberuf gearbeitet habe. In medizinischer Hinsicht hält der 
Gutachter sodann lediglich fest, dass sich entgegen der anamnestisch dokumentierten Störung 
der Feinmotorik und den starken Konzentrationsstörungen anlässlich der kognitiven Basistes-
tung COGBAT keine Hinweise auf eine Verminderung der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses 
und der Exekutivfunktionen gezeigt hätten. Mit seiner diese Erhebungen ergänzenden Feststel-
lung, wonach es sich bei der COGBAT lediglich um ein Screening-Instrument und nicht um eine 
neuropsychologische Untersuchung handle, untermauert Dr. F.____ − wie der Beschwerdefüh-
rer zu Recht geltend macht − alsdann die Zweifel, ob den mit der ADS einhergehenden funktio-
nellen Einbussen hinreichend Rechnung getragen wurde. Diese Zweifel sind umso gewichtiger, 
als die erhobene fehlende Einschränkung der Exekutivfunktionen mit der Diagnose ADS an 
sich, die sich geradezu durch einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven 
Einsatz verlangen, kennzeichnet, schwer zu vereinbaren ist und daher nicht nachvollziehbar 
erscheint. Letztlich bleibt insbesondere auch die damit eröffnete Frage, ob im konkreten Fall 
eine neuropsychologische Untersuchung erforderlich gewesen wäre, um die kognitive Beein-
trächtigung objektiver zu erfassen, im Raum stehen, ohne dass diese von Dr. F.____ beantwor-
tet worden wäre. 
 
6.4 Gestützt auf diese Feststellungen sowie die Ergebnisse der kognitiven Basistestung 
COGBAT schliesst Dr. F.____ letztlich auf eine leichtgradige Beteiligung der ADS an der attes-
tierten Einschränkung von insgesamt 30%, was unter den gegebenen Umständen nicht zu 
überzeugen vermag. Dies umso weniger, als − einem weiteren Einwand des Beschwerdefüh-
rers folgend − fraglich erscheint, wie die Feststellung des RAD im Bericht vom 8. Januar 2019, 
wonach ein Arbeitstraining den Versicherten überfordern und destabilisieren könne, mit der at-
testierten Arbeitsunfähigkeit von 30% in Einklang zu bringen ist. Aufgrund der Berufsanamnese 
zweifelhaft erscheint auch, ob der angestammte Beruf als Carrosseriesattler eine leidensadap-
tierte Tätigkeit darstellt. Schliesslich fehlt es im Gutachten mit Blick auf einen möglichen befris-
teten Rentenanspruch auch an einer schlüssigen retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit. So führt Dr. F.____ diesbezüglich aus, dass entgegen dem Bericht von Dr. D.____ vom 

 

 
 
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29. Mai 2017 in der Zeit von Dezember 2016 bis Mai 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und 
nicht eine solche von 100% bestanden habe. Nachdem es nach der Trennung des Exploranden 
von seiner Freundin Ende 2017 aufgrund des anhaltenden reaktiven Zustandsbilds zu einer 
Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen sei, habe sich im Jahr 2018 wieder eine zu-
nehmende Stabilisierung eingestellt. Seitdem sei von einer stetigen Zunahme der Arbeitsfähig-
keit auszugehen bis aktuell 70%. Gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen ist nicht ein-
leuchtend, weshalb im Zeitraum von Dezember 2016 bis Mai 2017 im Vergleich zum Begutach-
tungszeitpunkt eine höhergradige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestanden haben soll, 
nachdem sich die medizinische Situation nicht wesentlich anders präsentiert als im Erstellungs-
zeitpunkt des Gutachtens. Unklar bleibt auch, wie die Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit 
Ende 2017 bzw. die Verbesserung derselben zu Beginn des Jahres 2018 hinsichtlich des Ar-
beitsunfähigkeitsgrads zu werten ist und wie es sich mit deren Verlauf verhält. Aus den genann-
ten Gründen bestehen konkrete Zweifel an dem Gutachten von Dr. F.____, weshalb darauf 
nicht abgestellt werden kann.  
 
7.1 Nach dem Gesagten erlaubt das Gutachten von Dr. F.____ weder eine zuverlässige 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts noch eine rechtsgenügliche Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit. Da die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte ebenfalls keine 
verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden, sind die Abklärungsergebnisse aus dem Verwal-
tungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medizinische Sachverhalt bedarf 
deshalb weiterer Abklärung.  
 
7.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat das angerufene kantonale Versiche-
rungsgericht im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn es einen im Verwal-
tungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf-
tig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweis-
kräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle ist zulässig, wenn sie allein in der notwendigen 
Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet liegt oder wenn lediglich eine 
Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist 
(vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.). Gestützt auf das Gutachten von Dr. F.____ bleibt die für den 
Leistungsanspruch zentrale Frage nach den Auswirkungen der diagnostizierten ADS auf die 
Arbeitsfähigkeit vorliegend ungeklärt, nachdem der Gutachter, unter fehlender besonderer Be-
rücksichtigung der Berufsanamnese, die mit der Diagnose einhergehenden funktionellen Beein-
trächtigungen ungenügend abgeklärt hat. Ebenfalls unbeantwortet bleibt die Frage, ob für die 
rechtsgenügliche Feststellung dieser Beeinträchtigungen eine neuropsychologische Abklärung 
erforderlich ist oder nicht (vgl. E. 6.3 hiervor). Da die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen 
− trotz diesen und weiteren erheblichen Mängeln − unterlassen hat und es nicht die Aufgabe 
der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen 
nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der 
zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegen-
heit in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2019 zur weiteren Abklä-
rung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat den Gesundheitszustand und die 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten im Rahmen eines psychiatrischen Gutachtens neu abklären 
zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinischen Abklärungen wird die 

 

 
 
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IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. 
Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 
Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
(IVG) vom 19. Juni 1959 ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung o-
der die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflich-
tig. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem 
Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegen-
de Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind 
der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist demnach eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 16. März 2020 
für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 9 Stunden und 30 Minuten 
erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. 
Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnitt-
liche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen (vgl. § 3 
Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Nicht zu bean-
standen sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen im Umfang von 
Fr. 162.50. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2'679.05 (9 Stunden und 30 Minuten à Fr. 250.-- zzgl. Auslagen von Fr. 162.50 inkl. 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind –  mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 

 

 
 
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um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Soweit darauf eingetreten werden kann, wird die Beschwerde in dem 
Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle 
Basel-Landschaft vom 11. November 2019 aufgehoben und die Ange-
legenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'679.05 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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