# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ca4f184-3d1d-5291-904a-b80aba864fee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.01.2006 U 2005 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_U-2005-97_2006-01-17.pdf

## Full Text

U 05 97

3. Kammer 

URTEIL
vom 17. Januar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Familiennachzug

1. a) Der heute 38-jährige … (geb. 03.06.1968) stammt aus … (Ex-Jugoslawien), 

ist verheiratet mit einer Landsfrau und Vater von vier Töchtern (Jrg. 1998, 

1999, 2001, 2004). Ab 1994 arbeitete er als … bei der … und war im Besitze 

der Jahresaufenthaltsbewilligung. Im Mai 1995 folgte ihm seine Ehefrau in die 

Schweiz nach und erhielt ebenfalls die Jahresaufenthaltsbewilligung. Im Okt. 

04 ersuchte der Familienvater die zuständige Fremdenpolizei (Frepo) um 

Erhalt der Niederlassungsbewilligung, welche ihm im Dez. 04 und seiner 

Ehefrau im Juni 05 erteilt wurde.

b) Bereits zuvor, im Jahr 2000, waren der Bruder und die Schwägerin in der vom 

Bürgerkrieg geplagten Heimat (…) gestorben, worauf ihr damals 10-jähriger 

Sohn … (geb. 27.01.1990) einen amtlichen Vormund erhielt und fortan bei 

seinen Grosseltern lebte. Im April 04 beantragte Onkel … bei der zuständigen 

Frepo für den inzwischen 14-jährigen Neffen … den Familiennachzug, wobei 

er zur Begründung auf den Tod der leiblichen Eltern (Vollwaise) sowie das 

hohe Alter der bisher den Buben in der Heimat betreuenden Grosseltern (82 

und 78-jährig) verwies. Im Juli 04 teilte ihm die Frepo die Gründe für eine 

Verweigerung dieses Nachzugsgesuchs mit. Fünf Tage später (28.07.04) 

adoptierte das in …, Kanton Graubünden, wohnhafte Ehepaar … den Neffen 

… nach … Recht (Volladoption), was der kantonalen Frepo im Aug. 04 – mit 

dem Antrag um nochmalige Überprüfung der Nachzugsverweigerung vom 

Vormonat – mitgeteilt wurde. Im Sept. 04 (einen Monat später) setzte die 

Frepo den Gesuchsteller davon in Kenntnis, dass die innerstaatlichen 

Voraussetzungen für eine Anerkennung der im Ausland vorgenommenen 

Adoption (Mindestnachweis eines 2-jährigen Pflegeverhältnisses) klarerweise 

nicht erfüllt worden seien und die Adoptionsurkunde keine genügende 

„Apostille“ (Nachbeglaubigung eines Schriftstücks bzw. Beweismittels) 

aufweise. Im Okt. 04 reichte der Gesuchsteller die mit der Apostille versehene 

Übersetzung der Adoptionsurkunde nach und machte geltend, dass die Frage 

der Rechtsgültigkeit der Adoption ausschliesslich nach serbischem Recht zu 

beurteilen und korrekt erfolgt sei, weshalb dem beantragten Familiennachzug 

des Adoptivsohns nichts mehr entgegenstehe.

c) Mit Verfügung vom 9. November 2004 hielt die Frepo unverändert an ihrer 

ablehnenden Haltung betreffend Gewährung eines Familiennachzugs für den 

Adoptivsohn fest. Zur Begründung brachte sie – nebst Fehlens eines 

vorgängiges Pflegeverhältnisses und damit eines elementaren Verstosses 

der ausländischen Adoption gegen den schweizerischen „Ordre public“ – 

weiter vor, dass selbst die behördliche Anerkennung jener Adoption nicht 

zwingend einen Anspruch auf die Bewilligung des Nachzugs nach sich ziehe. 

Sinn und Zweck des Familiennachzugs sei es nämlich, das familiäre 

Zusammenleben zu ermöglichen und rechtlich abzusichern, nicht aber, 

Ausländern auf möglichst einfache Weise zu einer fremdenpolizeilichen 

Aufenthaltsbewilligung im Inland zwecks Ausbildung oder Erwerbstätigkeit zu 

verhelfen. Wie aus dem (übersetzten) Adoptivprotokoll hervorgehe, sei es den 

Adoptiveltern aber gerade nicht vorrangig um das gemeinsame 

Familienleben, sondern um die Einräumung gegenseitiger Vorteile 

(Stammhalter für Familiennamen; bessere Ausbildungs/Berufsperspektiven) 

gegangen. Zudem lebten im Heimatland noch die Grosseltern und der 

Vormund, weshalb ein Wechsel der Betreuungsverhältnisse im Interesse des 

Buben (Kindeswohl) wegen der schlechten Integrationschancen im Gastland 

des bald nicht mehr schulpflichtigen Jünglings auch nicht ratsam erscheine.

d) Hiergegen erhob der Verfügungsadressat am 26. November 2004 fristgerecht 

Beschwerde beim kantonalen Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement 

(JPSD) mit den Anträgen um kostenfällige Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung und Gewährung des Familiennachzugs für seinen Adoptivsohn.

Mit Entscheid des JPSD vom 19. Oktober 2005 wurde die Beschwerde – nach 

weiteren Abklärungen und mit ausführlicher Begründung – abgewiesen und 

die angefochtene Nachzugsverweigerung somit bestätigt. 

2. Dagegen erhob der Gesuchsteller am 22. November 2005 frist- und 

formgerecht Rekurs beim Verwaltungsgericht und zwar mit denselben 

Begehren, wie sie schon in seiner Eingabe vom Okt. 04 bzw. in der 

Beschwerde vom Nov. 04 enthalten waren. In der Begründung bemängelte er 

zunächst die lange Behandlungsdauer durch die zwei Vorinstanzen von 

zusammen über 17 Monaten (April 04-Okt. 05), was einer Rechtsverzögerung 

gleichkomme und ihm bei der Trennungszeit (2000-2004) vom Adoptivsohn 

nun sicherlich nicht zum Nachteil gereichen dürfe. Materiell liege zudem auch 

kein Verstoss gegen den schweizerischen „Ordre public“ vor, da der 

ausländische Adoptionsentscheid im Juli 04 korrekt von den dort zuständigen 

Behörden gefällt und nach dem dort geltenden Recht ergangen sei, wobei 

keine Rede von einem unerträglichen Verstoss gegen das schweizerische 

Rechtsempfinden sein könne. Im Übrigen gelte es klarzustellen, dass das 

Nachzugsgesuch nicht erst kurz vor Erreichen des 18. Geburtstags des 

Adoptivsohns, sondern bereits im Alter von 14 Jahren gestellt worden sei, 

womit auch eine Integration im Gastland Schweiz noch mit Erfolg möglich 

gewesen wäre. Ein weiterer Verbleib bei den Grosseltern wäre umgekehrt 

auch nicht möglich gewesen, da ihnen beiden aufgrund ihres fortgeschrittenen 

Alters die Erziehung und Pflege des 14-jährigen Knaben nicht mehr länger 

zumutbar gewesen wäre. Schliesslich habe auch schon längst eine enge 

Beziehung zwischen den Adoptiveltern und ihrem Sohn bestanden, da sie 

regelmässig 2-3 Mal pro Woche miteinander telefoniert und auch die Ferien 

jeweils über mehrere Wochen gemeinsam in ihrer Heimat … verbracht hätten. 

Die Vorinstanz habe rechtswidrig, willkürlich und unverhältnismässig 

gehandelt, als sie den Nachzug wegen Fehlens eines sozialpsychischen 

Eltern-/Kindverhältnisses verneint habe.

3. In seiner Vernehmlassung hielt das JPSD dem entgegen, dass von einer 

Rechtsverzögerung nicht die Rede sein könne, da die bemängelte 

Verfahrensdauer von 17 Monaten (7 Mte. bei Frepo und 10 Mte. bei JPSD) 

nicht zuletzt auf die aufwändigen Abklärungen über die Gültigkeit der 

internationalen Adoption und die Vervollständigung der eingereichten 

Gesuchsunterlagen (ungenügende Apostille) zurückgeführt werden könnten. 

Materiell irre der Gesuchsteller insofern, als er den Wechsel der 

Betreuungsverhältnisse und die daraus zu erwartenden Nachteile für den 

fremdsprachigen und in der Zwischenzeit fast 16-jährigen Adoptivsohn 

unterschätze sowie das Fehlen eines zumindest 1-jährigen Pflege-

/Probeverhältnisses nicht für sich allein schon als Verstoss gegen den 

schweizerischen „Ordre public“ gelten lassen möchte. Das hohe Alter der 

Grosseltern stehe jener Beurteilung ebenfalls nicht im Wege, da der besagte 

Jüngling aufgrund seiner bald 16 Lebensjahre nicht mehr auf eine derart enge 

und intensive Pflege/Erziehung angewiesen sei, dass unter dem Blickwinkel 

des „Kindeswohls“ wirklich zwingend auf einen Nachzug zu seinen neuen 

Eltern erkannt werden müsste. Dies gelte vorliegend umso mehr, als die 

bisherigen Bezugspersonen und Betreuer (Grosseltern) offenkundig weder 

krank noch gebrechlich seien, weshalb dem Betroffenen ein weiterer Verbleib 

in seiner Heimat … eben auch möglich und zumutbar sei. Was schliesslich 

die Altergrenze betreffe, so sei korrekt auf den Zeitpunkt der erstmaligen 

Gesuchseinreichung im Frühling 2004 abgestellt worden.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und 

Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) haben ledige Kinder unter 

18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer 

Eltern, falls sie mit ihnen zusammen wohnen. Die Adoption ist indes ein 

Rechtsinstitut des Zivilrechts. Entsprechend entfaltet sie in erster Linie zivil- 

und nicht aufenthaltsrechtliche Wirkungen. Sie muss ausländerrechtlich daher 

auch nicht zwingend zur Folge haben, dass das adoptierte Kind in die 

Niederlassungsbewilligung der neuen Eltern einzubeziehen ist. Kein 

Anspruch auf Familiennachzug besteht namentlich dann, wenn Ausländer ein 

Kind erst kurz vor dessen 18. Lebensjahr adoptieren, nachdem sie ihm zuvor 

nie selber Pflege und Erziehung gewährt haben. Das muss erst recht dann 

gelten, wenn von der persönlichen Ausgangslage her sowohl die Adoption als 

auch die Obhut bereits früher möglich gewesen wären, die 

Betreuungsverhältnisse aber aktenkundig erst im Hinblick auf das Erreichen 

des erwerbsfähigen Alters bzw. kurz vor Beendigung der Schulpflicht 

geändert wurden. An die Stichhaltigkeit der Gründe, die eine Änderung der 

bisherigen Betreuungsverhältnisse wirklich (zum Kindswohl) als sinnvoll und 

geboten erscheinen lassen, ist dabei grundsätzlich ein hoher Massstab 

anzulegen. Es gelten insbesondere hohe Beweisanforderungen an den 

Nachweis der fehlenden oder ungenügenden Betreuungsmöglichkeiten im 

Heimatland; wobei als Faustregel gilt, dass daran umso höhere 

Anforderungen zu stellen sind, je älter das Kind ist bzw. je grösser die ihm in 

der Schweiz drohenden Integrationsschwierigkeiten sind (zum Ganzen: BGE 

129 II 11 E. 3.3.2 sowie BGU vom 15.12.2004 [2A.703/04] E. 3 und vom 11. 

April 2005 [2A.655/04] E. 2).

b) Aus dem Gesagten folgt, dass kein absoluter Anspruch auf Nachzug von 

Kindern bzw. Adoptivkindern für Ausländer besteht, und dies unabhängig 

davon, ob es dabei bloss um die Zusammenführung einer Teilfamilie (nur ein 

Elternteil in der Schweiz lebend) oder die Nachreise ins Land der neu 

gewonnenen Adoptiveltern handelt. Der spätere Nachzug eines leiblichen 

Kindes wie auch eines Adoptivkinds (im fortgeschrittenen Alter) setzt stets 

voraus, dass eine vorrangige Bindung bzw. Beziehung des Kindes zum in der 

Schweiz lebenden Elternteil oder Adoptivehepaar glaubwürdig nachgewiesen 

werden kann. Die höchstrichterliche Rechtsprechung hielt dazu fest, dass 

eine Verweigerung der Nachzugsbewilligung für Minderjährige namentlich 

dann nicht zu beanstanden sei, falls die Familientrennung von den 

Betroffenen ursprünglich selbst freiwillig und demnach ohne äussere 

Sachzwänge herbeigeführt worden sei. Dasselbe gelte, falls für die Änderung 

der bisherigen Verhältnisse keine überwiegenden familiären Interessen 

bestünden bzw. sich ein Wechsel nicht als zwingend erweisen würde und die 

Fortführung und Pflege der bisherigen Familienbeziehungen nicht behördlich 

verhindert würden (BGE 129 II 249 E. 2.1).

c) Aufgrund der soeben erwähnten Rechtsprechung und Grundsätze ist das 

Gericht zur Überzeugung gelangt, dass die Verweigerung der 

Nachzugsbewilligung im Einzelfall zu Recht erfolgte und vertretbar ist. 

Ausgangspunkt für die Überlegungen der Vorinstanz durften die Zeitabläufe 

der Ereignisse sowie die konkreten Umstände sein, wonach die leiblichen 

Eltern des damals 10-jährigen Adoptivsohns im Jahre 2000 starben und 

danach während vier Jahren (2000-2004) die Grosseltern väterlicherseits im 

Heimatland die Obhut des Buben in Absprache mit dem gesetzlich bestellten 

Vormund vor Ort übernahmen. In jenem wichtigen Lebensabschnitt für die 

persönliche und kulturelle Entwicklung des Knaben als Vollwaisen befand sich 

derselbe somit im Geburts- und Herkunftsland. Im April 04 stellte der 

Gesuchsteller erstmals das Gesuch um Familiennachzug, wobei das Kind 

anlässlich der kurze Zeit später (Juli 04) in der Heimat erfolgten Adoption 

bereits 14½ Jahre alt war. Unter Einhaltung der in der Schweiz vorgängig 

verlangten Betreuung von mindestens einem Jahr (Art. 264 ZGB) zwecks 

persönlicher Pflege und Erziehung durch die künftigen Adoptiveltern wäre der 

Adoptivsohn sogar schon 15½ Jahre alt geworden, womit ohne Zweifel triftige 

Gründe für einen kompletten Betreuungswechsel und Umzug in ein bisher 

völlig fremdes Land (Schweiz) in diesem fortgeschrittenen Alter erforderlich 

gewesen wären. Gerade an derartigen Gründen fehlt es aber hier. Zum einen 

ist offensichtlich, dass ein mittlerweile fast 16-jähriger Jüngling nicht mehr auf 

die gleich intensive und umfassende Pflege und Betreuung angewiesen ist 

wie ein 10-jähriger Knabe. Der normale Ablösungsprozess gegenüber dem 

Elternhaus setzt heute gewöhnlich nach Beendigung der obligatorischen 

Schulzeit bzw. bei Übertritt ins Erwerbsleben (Beginn Berufslehre) ein, womit 

die Integrations- und Zukunftschancen eines erst so spät in ein bisher fremdes 

Gastland mit völlig anderen Kultur- und Sprachgepflogenheiten reisenden 

Jünglings als gering und ungünstig bezeichnet werden müssen. Hinzu kommt, 

dass ein Betreuungswechsel angesichts der bestehenden Verhältnisse gar 

nicht zwingend nötig erscheint, weil die zwar betagten, trotz ihres hohen Alters 

aber sowohl körperlich wie geistig noch rüstigen Grosseltern – mangels 

gegenteiliger Anhaltspunkte – noch imstande sind, ihren Enkel nach über vier 

Jahren (2000-2004) Pflege und Erziehung auch noch weiterhin für die kurze 

„Überbrückungszeit“ bis zur endgültigen Ablösung von zuhause zu betreuen. 

Daran ändern auch die bisherig gepflegten Kontakte der heutigen 

Adoptiveltern nichts, da wöchentliche Telefonanrufe (zuletzt 2-3x) oder bloss 

zeitlich limitierte Ferienaufenthalte in der vor über 12 Jahren (1994) 

verlassenen Heimat noch keine derart enge und vorrangige Beziehung zu 

begründen vermögen, um einen Betreuungswechsel wirklich als vom 

„Kindeswohl“ gedeckt zu betrachten. Im Weitern steht es den Adoptiveltern 

frei, ihren Adoptivsohn weiterhin zu unterstützen und mit ihm Kontakt zu 

halten, zumal auch nicht die geringsten Anhaltspunkte bestehen, dass die 

zuständigen Behörden im Heimatland künftige Besuche oder 

Ferienaufenthalte der ursprünglich ebenfalls dort aufgewachsenen 

Adoptiveltern stören, verhindern oder sogar verunmöglichen würden.

d) Im Übrigen erscheint es äusserst zweifelhaft, ob der Sinn und Zweck des mit 

Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG angestrebten Ziels (Familienzusammenführung 

auf Dauer) erfüllt worden wäre. Wie dem Protokoll der (übersetzten) 

Adoptionsurkunde vom Juli 04 entnommen werden kann, begründeten die 

Wahleltern die Adoption – nebst der Nützlichkeit den diese für das Kind selbst 

habe – vor allem damit, dass so ein männlicher Nachkomme aus der 

Blutsverwandtschaft (Stammhalter für Familie des Onkels; zuzüglich der 

eigenen vier Töchter) erlangt und so auch ihre Altersvorsorge sichergestellt 

bzw. garantiert werden könnte. Solche Motive stehen aber auch nicht in erster 

Linie im Interesse des Kindes, sondern klarerweise und vorrangig im Interesse 

der Adoptiveltern, was aber weder in den Geltungsbereich von Art. 17 ANAG 

noch Art. 8 EMRK (Schutz der Einheit der Familie) fällt und deshalb sicherlich 

auch keinen Rechtsschutz verdient. 

2. Zum formellen Einwand der Rechtsverzögerung (Verfahrensdauer 17 Mt.) sei 

der Vollständigkeit halber nur noch klargestellt, dass der Nachweis einer 

gültigen „Apostille“ für die fremdländische Adoptionsurkunde zunächst fehlte 

und die Vorinstanz deshalb berechtigt war, den Gesuchsteller über sein 

Versäumnis in Kenntnis zu setzen und die Nachreichung jener amtlichen 

Beurkundung bzw. Bestätigung im Heimatstaat zu verlangen. In der Folge 

erging die Verfügung der Frepo indes binnen eines Monats (Okt.-Nov. 04), 

was ohne Zweifel als speditiv bezeichnet werden darf. Das anschliessende 

Beschwerdeverfahren beim JPSD (ab Ende Nov. 04) machte aktenkundig 

weitere Abklärungen im kriegsversehrten und strukturell erst wieder im Aufbau 

begriffenen Herkunftsland des Adoptivsohns bzw. der Adoptiveltern 

erforderlich, was eben nachvollziehbar einige Zeit beanspruchte. Die in 

diesem Konnex verstrichene Zeitspanne (bis Okt. 05) ist daher ebenfalls 

erklärbar und verständlich, zumal die Vorinstanz nur aufgrund gesicherter 

Fakten und zuverlässiger Erkenntnisse ihren Entscheid treffen konnte.

3. a) Zusammengefasst ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid weder 

formell noch materiell zu beanstanden ist. Er erweist sich als rechtmässig und 

willkürfrei, was im Resultat zur Abweisung des Rekurses führt.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

75 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG; BR 370.100) dem Rekurrenten 

aufzuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschädigung an die Vorinstanz 

entfällt hingegen praxisgemäss.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 198.--

zusammen Fr. 1'698.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde 

abgewiesen und auf die staatsrechtliche Beschwerde wurde nicht eingetreten 

(2A.171/2006/ast).