# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79af07a2-a131-5272-8aa9-4c9adb07d487
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-11-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.11.2018 BE.2018.9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BE-2018-9_2018-11-30.pdf

## Full Text

Beschluss vom 30. November 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Roy Garré und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

A. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Jodok Wicki,  

Gesuchsgegnerin 

 

 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2018.9 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend «ESTV») u. a. gegen die 

A. AG eine besondere Steueruntersuchung im Sinne der Art. 190 ff. des Bun-

desgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; 

SR 642.11) führt (vgl. act. 1.1); 

 

- die ESTV im Rahmen dieser Untersuchung am Hauptsitz und an zwei Zweig-

niederlassungen der A. AG zur Hausdurchsuchung schritt, an den verschie-

denen Standorten eine Reihe von Unterlagen und elektronischen Datenträ-

gern sicherstellte und diese nach entsprechender Einsprache durch die 

A. AG siegelte (act. 1.5-1.8); 

 

- die ESTV die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 23. Juli 2018 

um Ermächtigung ersuchte, die betreffenden Unterlagen und Datenträger zu 

entsiegeln und zu durchsuchen (act. 1); 

 

- diesbezüglich der Schriftenwechsel durchgeführt wurde (act. 2-11); 

 

- sich die Parteien im Anschluss daran einigten und die A. AG der ESTV ge-

genüber mit Schreiben vom 27. November 2018 ihre Einsprache gegen die 

Durchsuchung zurückzog und ausführte, das Entsiegelungsverfahren werde 

damit gegenstandslos (act. 12.1); 

 

- die ESTV die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 29. November 2018 

darüber in Kenntnis setzte und um Abschreibung des Verfahrens ersucht 

(act. 12). 

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- sich das Verfahren wegen des Verdachts schwerer Steuerwiderhandlungen 

gegenüber dem Täter, dem Gehilfen und dem Anstifter gemäss Art. 191 

Abs. 1 DBG nach den Artikeln 19-50 des Bundesgesetzes vom 22. März 

1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) richtet;  

 

- die Beschwerdekammer über die Zulässigkeit der Durchsuchung von Papie-

ren und Datenträgern (vgl. hierzu BGE 108 IV 76 E. 1) zu entscheiden hat 

(Art. 50 Abs. 3 VStrR); 

 

- 3 - 

 

 

- mit dem Rückzug der gegen die Durchsuchung gerichteten Einsprache 

durch die Gesuchsgegnerin das vorliegende Verfahren zufolge Gegen-

standslosigkeit als erledigt abzuschreiben ist (vgl. hierzu zuletzt die Be-

schlüsse des Bundesstrafgerichts BE.2017.24 vom 11. Januar 2018; 

BE.2017.8 vom 6. April 2017; BE.2016.2 vom 31. Mai 2016);  

 

- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind 

(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog [vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3]; Beschlüsse 

des Bundesstrafgerichts BE.2016.2 vom 31. Mai 2016; BE.2015.3 und 

BE.2015.4 vom 25. August 2015; BE.2014.10 vom 17. September 2014; 

BE.2014.12 und BE.2014.15 vom 4. September 2014); 

 

- der in ihrem amtlichen Wirkungskreis handelnden Gesuchstellerin keine Par-

teientschädigung zuzusprechen ist (Art. 68 Abs. 3 BGG analog); 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  

 

 

Bellinzona, 3. Dezember 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Steuerverwaltung 

- Rechtsanwalt Jodok Wicki 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).