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**Case Identifier:** def30100-8589-50d3-9be0-b8fa6c6c467d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.04.2025 200 2023 541
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-541_2025-04-22.pdf

## Full Text

IV 200 2023 541 
WIS/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. April 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Juni 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt als … im … tätig, meldete sich im Februar 2019 (Postaufgabe) unter 
Hinweis auf diverse Beschwerden (Hämorrhoiden, Bauch- und 
Prostatabeschwerden, Leistenbruch, Diabetes Typ 2 sowie einer in 
Abklärung stehenden psychiatrischen Diagnose) bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 15). In der Folge tätigte die 
IVB medizinische und erwerbliche Abklärungen, gewährte dem Versicher-
ten ein Belastbarkeits- und ein Aufbautraining (act. II 67, 75, 79) und veran-
lasste eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung durch die 
C.________ GmbH (MEDAS-Gutachten vom 15. Februar 2023 [act. II 
142.1-142.9]). Mit Mitteilung vom 31. März 2023 (act. II 147) wies die IVB 
das Leistungsbegehren hinsichtlich weiterer beruflicher Massnahmen ab 
mit der Begründung, der Versicherte habe das Angebot auf Unterstützung 
bei der Suche nach einer angepassten Tätigkeit abgelehnt. Nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren (vgl. act. II 148, 152, 153, 154) wies sie so-
dann mit Verfügung vom 13. Juni 2023 (act. II 155) das Leistungsbegehren 
hinsichtlich einer Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 13 % ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 14. Juli 2023 Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht mit folgenden Anträgen: 

Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 2023 sei aufzuhe-
ben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen, namentlich eine ganze Invalidenrente, zuzusprechen.

Eventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 2023 
sei aufzuheben und die Akten seien zur Vornahme weiterer Abklärungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

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Subeventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 
2023 sei aufzuheben und die Akten seien zur Durchführung von Eingliede-
rungsmassnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 31. August 
2023 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Juni 2023 (act. II 
155). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

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Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung von beruflichen Eingliede-
rungsmassnahmen beantragt (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren dritter 
Absatz, S. 14 Rz. 27), wurde hierüber in der angefochtenen Verfügung 
nicht befunden. Diesbezüglich ist daher mangels Anfechtungsobjekts nicht 
einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 
9C_86/2021 E. 5.2). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2. Der Beschwerdeführer rügt zunächst sinngemäss eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs. Er macht geltend, er habe mit Schreiben vom 
17. Mai 2023 Einwand gegen den Vorbescheid vom 12. April 2023 erhoben 
und um Fristerstreckung gebeten, um eine Stellungnahme seines behan-
delnden Psychiaters zum Gutachten einreichen zu können. Die Frist sei 
ihm allerdings lediglich bis zum 26. Mai 2023 verlängert worden, was einer 
Schikane gleichkäme und es verunmöglicht habe, die erwähnte Stellung-
nahme einzureichen (Beschwerde S. 7 Rz. 11 f.). 

2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Der Gehörsanspruch im Vorbe-
scheidverfahren richtet sich nach Art. 57a IVG und Art. 42 ATSG. Demnach 
teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid 
über ein Leistungsbegehren, den Entzug oder die Herabsetzung einer bis-
her gewährten Leistung sowie den vorgesehenen Entscheid über die vor-
sorgliche Einstellung von Leistungen mittels Vorbescheid mit (Art. 57a 
Abs. 1 IVG). Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen Ein-
wände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 57a Abs. 3 IVG).

2.2 Der Rüge erweist sich als unbegründet: Die 30-tägige Frist zum 
Vorbringen von Einwänden gegen den Vorbescheid nach Art. 57a Abs. 3 
IVG ist als gesetzliche und damit nicht erstreckbare Frist ausgestaltet (vgl. 

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MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 
2023, Art. 57a N. 5; vgl. zur Rechtslage bis Ende 2020 dagegen BGE 143 
V 71). Sodann wurde dem Beschwerdeführer vorliegend die – grundsätz-
lich nicht erstreckbare (vgl. hiervor) – Frist bis zum 26. Mai 2023 zur Nach-
besserung der Einwände verlängert (act. II 153), womit dem Beschwerde-
führer seit Zustellung des Vorbescheids am 17. April 2023 (vgl. hierzu 
act. II 152 S. 1) insgesamt 39 Tage zustanden, um sich zum Vorbescheid 
zu äussern resp. um weitere Beweismittel einzureichen. Ferner ist vorlie-
gend aktenkundig, dass dem behandelnden Psychiater das MEDAS-
Gutachten vom 15. Februar 2023 bereits vor dem Vorbescheidverfahren 
(und insgesamt ganze viermal [am 27. März 2023, 14. April 2023, 26. April 
2023 und 9. Mai]) elektronisch zugestellt wurde (vgl. hierzu act. II 146, 149 
ff., 154 S. 1). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor diesem Hin-
tergrund folglich nicht vor. Im Übrigen wäre es dem Beschwerdeführer un-
benommen gewesen, allfällige weitere Beweismittel im Beschwerdeverfah-
ren einzureichen. 

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitli-
cher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege-
lungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der 
Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat-
bestandes Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 E. 3.2.1 
S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Vorliegend 
wurden nach der Anmeldung im Februar 2019 (act. II 1) zunächst vom 
27. Januar bis zum 26. April 2020 resp. vom 28. April bis zum 9. Juni 2020 
ein Belastbarkeitstraining und vom 10. Juni bis zum 9. September 2020 ein 
Aufbautraining mit Taggeldanspruch durchgeführt (act. II 67, 75, 79). Mit 
Mitteilung vom 31. März 2023 (act. II 147) wies die IVB den Anspruch auf 
weitere berufliche Massnahmen ab mit der Begründung, der Beschwerde-
führer habe zwar grundsätzlich Anspruch auf Unterstützung bei der Suche 
nach einer angepassten Tätigkeit; dieser habe das Angebot auf Unterstüt-
zung jedoch abgelehnt. Die Möglichkeiten zur Eingliederung des Be-

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schwerdeführers waren im Zeitpunkt der Mitteilung vom 31. März 2023 folg-
lich noch nicht ausgeschöpft. Weil der Rentenanspruch erst nach Aus-
schöpfen der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann (vgl. hierzu der 
seit 1. Januar 2022 in Kraft stehende Art. 28 Abs. 1bis IVG sowie BBl 2017 
2668), und derartige Massnahmen – wie soeben erwähnt – auch möglich 
gewesen wären, liegt der frühestmögliche Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Rentenbeginns somit nach dem 1. Januar 2022, weshalb die 
Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der seit 1. Januar 2022 
gültigen Fassung massgebend sind (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 
E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228, 132 V 
121 E. 4.4 S. 125).

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischere Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 

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215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zu-
trifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-

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ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ent-
steht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

3.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er 
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_540/2020 vom 18. Fe-
bruar 2021 E. 2.3).

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4.1 Die angefochtene Verfügung vom 13. Juni 2023 (act. II 155) stützt 
sich in medizinischer Hinsicht auf das MEDAS-Gutachten vom 15. Februar 
2023 (act. II 142.1-142.9). Darin stellten die Experten in ihrer interdiszi-
plinären Gesamtbeurteilung (act. II 142.1) folgende Diagnosen (S. 6 f. 
Ziff. 4.3):

1. Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, vermeidenden, histrioni-
schen, antisozialen und emotional instabilen Anteilen, überwiegend 
impulsiver Typ (ICD-10: F60.3; auch affektive und Angstsymptome 
bzw. leichte Depravation sind hier subsummiert)

2. V.a. Lernstörung (funktionaler Analphabetismus, Rechenstörung stel-
len keine ICD-10: F81.9 dar)

3. Essstörung Binge-Eating (ICD-10: F50.4)
4. Nicht-authentische, schwere bis schwerste kognitive Störung mit/bei: 

Aggravation/Simulation
5. Schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom, unter Therapie effektiv 

behandelt (AHI 1.97/h)
6. Exzessive Tagesschläfrigkeit multifaktoriell 

- Nicht aus pneumologischen Gründen erklärbar
- Bei anamnestisch (extern diagnostizierter) schwerer Depression 

und unter Psychopharmaka-Therapie (DD Symptomausweitung)
▪ Schlaffragmentation und fehlender REM-Schlaf wahr-

scheinlich medikamentöse Nebenwirkung der antide-
pressiven Therapie

▪ Hyperarousability bei vermindertem Schlafdruck auf-
grund des aktigrafisch erfassten Inaktivitätsindex von 
52.4 %

7. Funktionelle abdominale Beschwerden mit kolikartigen Bauchschmer-
zen, intermittierend Erbrechen, Diarrhoe und Stuhlinkontinenz

8. Homozygote Laktoseintoleranz
9. Solitäres Gallenblasenkonkrement
10. St.n. helicobacterassoziierter Gastritis und Refluxösophagitis Los An-

geles Klassifikationsgrad A
11. Polyposis coli – St.n. mehreren Polypektomien
12. Sigma-Divertikulose
13. Steatosis hepatis mit NAFL DD Fettleberhepatitis NASH
14. Diabetes mellitus Typ II

- Medikamentös gut eingestellt 
15. Status nach Hypothyreose

- Unter medikamentöser Substitution Euthyreose
16. Chronische Prostatitis mit/bei Blasenspeicher- und -entleerungs-

störung, Urge-Inkontinenz

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Im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 142.3) hielt Dr. med. D.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, es liessen sich aus rein 
psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht im Zusammenhang mit 
den bekannten psychischen Auffälligkeiten, die sich überwiegend aus der 
Persönlichkeit des Beschwerdeführers ableiten liessen, keine eindeutigen 
Schlüsse daraus ziehen, dass er in seiner beruflichen Leistungsfähigkeit in 
bedeutsamer Weise eingeschränkt wäre (S. 17 Ziff. 6.3). Die beobachteten 
Verhaltensweisen seien beim Beschwerdeführer überwiegend im Bereich 
der Häuslichkeit bei Spannungen resp. Konflikten mit Familienangehörigen 
aufgetreten (S. 17 f. Ziff. 6.3). Aus rein psychiatrischer Sicht könne der Be-
schwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit achteinhalb Stunden 
pro Tag anwesend sein (Leistungsfähigkeit 80 %, Arbeitsfähigkeit 80 %). 
Der Beschwerdeführer solle bei Bedarf im Falle von Müdigkeit die Möglich-
keit erhalten, eine kurze Erholungspause einzulegen; primär solle jedoch 
eine sinnvolle Verteilung der ihm gesetzlich zustehenden Pausen erfolgen 
(S. 23 Ziff. 8.1). Im Rahmen einer angepassten Tätigkeit, bei der eine ent-
sprechende Führung mit klaren Arbeitsanweisungen, geringer sozialer Rei-
bungsfläche sowie Unterstützung und Wohlwollen seitens der Vorgesetzen 
und Kollegen bestünden, könne der Beschwerdeführer ebenfalls achtein-
halb Stunden pro Tag anwesend sein (Leistungsminderung 20 %, Arbeits-
fähigkeit 80 % [S. 23 f. Ziff. 8.2]). 

In neuropsychologischer Hinsicht (act. II 142.4) führte lic. phil. E.________, 
Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, aus, aktuell hätten sich rein 
formal schwere, teilweise schwerste kognitive Einschränkungen gezeigt, 
die jedoch mit Sicherheit nicht valide seien (S. 8 Ziff. 6.1, S. 9 Ziff. 6.3). Ob 
dennoch eine kognitive Störung vorliege, entziehe sich den Erkenntnismög-
lichkeiten (S. 9 Ziff. 6.2). Aufgrund der invaliden Ergebnisse könnten keine 
Aussagen zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit gemacht, sondern einzig ein 
positives Funktionsprofil erstellt werden: Im freien Gespräch und ohne Zeit-
druck sei der Beschwerdeführer nicht verlangsamt. Er könne sich an zuvor 
gemachte Aussagen und frühere Erlebnisse erinnern. Er könne sich ver-
ständlich ausdrücken und verstehe die meiste Zeit gut, was ihm gesagt 
werde. Er sei pünktlich, freundlich und könne einer Untersuchung aufmerk-
sam folgen (S. 10 f. Ziff. 7.2 und 8).

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Im internistischen Teilgutachten (act. II 142.5) hielt Dr. med. F.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie, fest, die Tages-
schläfrigkeit könne zwar durch das Schlafapnoesyndrom hervorgerufen 
werden, allerdings zeige sich unter der aktuellen APAP-Therapie keine 
wesentlich residuelle Schlafapnoe. Es zeige sich, dass die Beschwerden 
durch die verordneten Antidepressiva Valproat und Promazin mitverursacht 
würden. Allerdings sei zu betonen, dass die Tagesschläfrigkeit auch ein 
Symptom der Depression sein könne; diesbezüglich werde auf das psych-
iatrische Teilgutachten verwiesen. Die Arbeitsfähigkeit könne sodann durch 
den gastrointestinalen Beschwerdekomplex intermittierend eingeschränkt 
werden; diese Beschwerden stellten allerdings keine Ursache einer anhal-
tenden Arbeitsunfähigkeit dar. Was die Steatosis hepatis betrifft, werde die 
Arbeitsfähigkeit durch dieses Krankheitsbild nicht wesentlich eingeschränkt. 
Dasselbe gelte für den medikamentös gut eingestellten Diabetes mellitus 
Typ II. Betreffend die chronische Prostatitis müsse darauf Wert gelegt wer-
den, dass der Beschwerdeführer gut und schnell eine Toilette erreichen 
könne und dass Tätigkeiten in der Kälte vermieden würden (S. 18 f. 
Ziff. 6.3). Aus rein internistischer Sicht sei der Beschwerdeführer in der 
angestammten Tätigkeit als … wegen der Tagesmüdigkeit nicht mehr ar-
beitsfähig (S. 22 Ziff. 8.1). In einer angepassten Tätigkeit, welche im We-
sentlichen einer leichten Tätigkeit mit Wechselbelastung und ohne grössere 
geistige Beanspruchung entspreche, bei der die Möglichkeit von Arbeits-
pausen und die Erreichbarkeit einer Toilette in kurzer Entfernung bestünde, 
könne der Beschwerdeführer achteinhalb Stunden täglich anwesend sein. 
Während dieser Anwesenheit bestehe eine Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit von 10 % aufgrund der gastrointestinalen Symptomatik, der Bla-
senentleerungsstörung und der notwendigen regelmässigen Arbeitspausen 
bei Diabetes mellitus. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der angegebe-
nen Tagesschläfrigkeit sei eine Leistungsminderung um höchstens 20 % 
begründbar. Vermieden werden müssten ausserdem Tätigkeiten mit einer 
erhöhten Unfallgefahr, mit Eigen-, Fremd- oder Sachgefährdung, Tätigkei-
ten, welche ein erhöhtes Konzentrationsvermögen erfordern, Tätigkeiten 
mit monotoner Tätigkeitscharakteristik, Tätigkeiten, die Zwangshaltungen 
erfordern sowie Tätigkeiten, die Folgendes beinhalten: Bildschirmarbeits-
platz, Computer, Publikumsverkehr, taktgebundene Arbeit, überdurch-
schnittlicher Zeitdruck, Arbeitsstress, Tätigkeiten in der Kälte, Nachtarbeit, 

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Schichtarbeit, häufig wechselnde Arbeitszeiten sowie Fahrtätigkeit (S. 23 
Ziff. 8.2)

Im pneumologischen Teilgutachten (act. II 142.6) hielt Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Pneumologie und 
Kardiologie, fest, es bestünde – trotz effektiver Behandlung des Schlafap-
noesyndroms – weiterhin eine exzessive Tagesmüdigkeit. Ursache hierfür 
sei nicht im Bereich der Schlafapnoe zu sehen, sondern müsse im Bereich 
der Depression sowie der sedierenden Nebenwirkungen von Psychophar-
maka eingeordnet werden (S. 9 f. Ziff. 6.3). Aus rein pneumologischer Sicht 
sei der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vollständig 
arbeitsunfähig (S. 11 Ziff. 8.1). In einer angepassten Tätigkeit, welche einer 
leichten Tätigkeit ohne Wechsel zwischen Tag- und Nachtschichten, ohne 
inhalative Belastungen und ohne Wechsel zwischen warmer und kalter 
Atmosphäre entspreche, welche ausserdem keine eintönige Arbeit und kein 
Führen schnelllaufender Maschinen enthalte und bei der die Möglichkeit 
von Erholungspausen bestünde, könne der Beschwerdeführer ganztägig 
anwesend sein. Bei dieser Anwesenheit müsse aufgrund der ggf. einzule-
genden Erholungspausen von einer Einschränkung der Leistung auf 80 % 
ausgegangen werden. Die Arbeitsfähigkeit betrage 80 % (S. 12 Ziff. 8.2). 

In ihrer Konsensbeurteilung (act. II 142.1) hielten die Sachverständigen 
fest, die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit würden internistisch, psych-
iatrisch und pulmologisch definiert (S. 8 Ziff. 4.5). In der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollständig aufge-
hoben (S. 8 Ziff. 4.6). In einer leidensangepassten Tätigkeit könne der Be-
schwerdeführer achteinhalb Stunden pro Tag anwesend sein. Während 
dieser Anwesenheit sei die Leistungsfähigkeit zu 20 % eingeschränkt. Die 
Arbeitsfähigkeit betrage 80 %. Eine angepasste Tätigkeit entspreche einer 
leichten Tätigkeit ohne Wechsel zwischen Tag- und Nachtschichten, ohne 
inhalative Belastungen, ohne Wechsel zwischen warmer und kalter Atmos-
phäre, ohne eintönige Arbeit, ohne das Führen schnelllaufender Maschinen 
sowie mit der Möglichkeit zum Ausüben von Erholungspausen. Ebenso 
bedürfe es einer Führung mit klaren Arbeitsanweisungen, einer geringen 
sozialen Reibungsfläche sowie der Unterstützung der Vorgesetzten und 
Arbeitskollegen (S. 8 f. Ziff. 4.7). Die Einschätzung zur Arbeits- und Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

-13-

tungsfähigkeit könne retrospektiv auf das Datum des IV-Antrages rückda-
tiert werden (S. 8 f. Ziff. 4.6 und 4.7). 

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

4.3  Das MEDAS-Gutachten vom 15. Februar 2023 (act. II 142.1-142.9) 
ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf einlässlichen klinischen 
Explorationen und wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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gung der geklagten Beschwerden erstattet. Es überzeugt inhaltlich, indem 
die darin enthaltenen Darlegungen der medizinischen Zusammenhänge 
sowie der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten und die 
Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet sind. Die Beurteilung des 
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers erfolgte sodann unter Ein-
bezug sämtlicher hier relevanten medizinischen Fachdisziplinen und beruht 
auf nachvollziehbaren und überzeugenden Einschätzungen anlässlich einer 
Konsensbeurteilung der vier Sachverständigen (act. II 142.1). Damit erfüllt 
diese Expertise die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
(vgl. E. 4.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen 
ist. 

Psychiatrischerseits ist gestützt auf die gutachterliche Einschätzung vor-
dergründig eine Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, vermeidenden, 
histrionischen, antisozialen und emotional instabilen Anteilen, überwiegend 
impulsiver Typ (ICD-10: F60.3), ausgewiesen (act. II 142.3 S. 21 Ziff. 6.3). 
Der psychiatrische Sachverständige setzte sich im Rahmen der diagnosti-
schen Herleitung einlässlich mit der Aktenlage und den Befunden der gut-
achterlichen Exploration einschliesslich der neuropsychologischen Unter-
suchung auseinander und zeigte nachvollziehbar und schlüssig auf, dass 
sich die psychischen Auffälligkeiten des Beschwerdeführers überwiegend 
im Bereich der Häuslichkeit bei Spannungen resp. Konflikten mit Familien-
angehörigen zeigten und sich deshalb keine Schlüsse ableiten liessen, 
dass er in seiner beruflichen Arbeits- und Leistungsfähigkeit bedeutsam 
eingeschränkt sei (act. II 142.3 S. 17 f. Ziff. 6.3). Sodann zeigte Dr. med. 
D.________ schlüssig und einleuchtend auf, dass sich gestützt auf die kli-
nische Untersuchung und die von ihm durchgeführte testpsychologische 
Zusatzuntersuchung der Hamilton Depression Scale keine Anhaltspunkte 
für die von den behandelnden Ärzten diagnostizierte depressive Störung 
(vgl. act. II 60 S. 1, 71 S. 2, 106 S. 4 Ziff. 2.5., 116 S. 1) finden liessen 
(act. II 142.3 S. 12). Dies überzeugt, hielt er denn auch ausdrücklich fest, 
dass es auch im Rahmen der Persönlichkeitsstörung zu anderen Sympto-
men, speziell im affektiven- und Angstbereich, komme, die unter die Per-
sönlichkeitsstörung subsumiert werden (act. II 142.3 S. 18 Ziff. 6.3). Was 
die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose der Lernstörung be-
trifft (vgl. act. II 106 S. 4 Ziff. 2.5), leuchtet sodann gestützt auf die Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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führungen in der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung resp. de-
ren invaliden Ergebnisse (vgl. act. II 142.4 S. 8 Ziff. 6.1, Ziff. 6.2, S. 11 
Ziff. 8) ein, dass diese vorliegend lediglich als Verdachtsdiagnose aufge-
führt wurde (vgl. act. II 142.3 S. 21). Dr. med. D.________ betonte in die-
sen Zusammenhang zudem, dass der Beschwerdeführer trotz allfälliger 
leichter kognitiven Beeinträchtigungen durchaus in der Lage sei, sich unter 
entsprechender Anleitung neues Wissen und praktische Fähigkeiten anzu-
eignen (vgl. act. II 142.3 S. 23 Ziff. 8.2), weshalb schlüssig ist, dass dieser 
Verdachtsdiagnose keine massgebende Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit beigemessen wurde. 

In somatischer Hinsicht steht gemäss gutachterlicher Einschätzung die 
exzessive Tagesschläfrigkeit im Vordergrund. Diesbezüglich hielten die 
Sachverständigen im Übereinstimmung mit den behandelnden Ärzten des 
Spitals H.________ (act. II 101 S. 2 ff.) sowie denjenigen des Universitären 
Schlaf-Wach-Epilepsiezentrums (act. II 117 S. 9 ff.) fest, diese werde durch 
die sedierenden Nebenwirkungen der Psychopharmaka mitverursacht und 
sei nicht auf das (gut behandelte) Schlafapnoesyndrom zurückzuführen 
(vgl. act. II 142.1 S. 6 Ziff. 4.3, 142.5 S. 18 Ziff. 6.3, 142.6 S. 9 f. Ziff. 6.3). 
Dies korreliert denn auch mit den Angaben der behandelnden Pneumolo-
gen des Spitals H.________, die die Tagesschläfrigkeit nicht auf das 
Schlafapnoesyndrom zurückzuführen vermochten (act. II 85). Was die 
Ausprägung der Tagesschläfrigkeit betrifft, stellten alle drei medizinischen 
Sachverständigen übereinstimmend Inkonsistenzen resp. eine Aggravation 
fest. So habe sich der Beschwerdeführer auffallend demonstrativ gezeigt 
(act. II 142.3 S. 18 Ziff. 6.3, 142.5 S. 13 Ziff. 4.1, 142.6 S. 10 Ziff. 6.3) bzw. 
seien die Müdigkeitssymptome insbesondere dann ausgeprägt gewesen, 
wenn man sich dem Beschwerdeführer zugewendet habe (act. II 142.5 
S. 13 Ziff. 4.1). Ebenso habe keine Zunahme der Müdigkeitssymptome im 
Laufe der Untersuchung resp. signifikante Erschöpfung gegen Ende der 
Untersuchung festgestellt werden können (act. II 142.5 S. 13 Ziff. 4.1, 
142.6 S. 6 Ziff. 4.3). Diese Beurteilung steht im Einklang mit derjenigen des 
neurologischen Fachpsychologen, der ebenso keine Ermüdungszeichen, 
aber diverse Inkonsistenzen feststellte – so beispielsweise, dass bei Auf-
gaben ohne Stoppuhr keinerlei Verlangsamung, bei Aufgaben mit Zeitmes-
sung hingegen teilweise schwere Verlangsamungen festzustellen waren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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(act. II 142.4 S. 9 Ziff. 6.3). Im Ergebnis stufte er die gezeigten Leistungen 
gestützt auf die durchgeführten Leistungsvalidierungstests daher als 
"hochgradig auffällig" resp. ungültig ein (act. II 142.4 S. 8 Ziff. 6.2, S. 11 
Ziff. 8). Aufgrund dessen kamen die medizinischen Sachverständigen 
nachvollziehbar zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit aufgrund der Tagesschläfrigkeit vollständig aufgehoben (act. II 
142.1 S. 8 Ziff. 4.6), in einer angepassten Tätigkeit hingegen 80 % beträgt 
(act. II 142.1 S. 9 Ziff. 4.7). Soweit der Beschwerdeführer darin einen Wi-
derspruch erblickt (Beschwerde S. 9 Rz. 15), kann ihm nicht gefolgt wer-
den, ist denn doch notorisch – und wurde im Gutachten denn auch aus-
drücklich festgehalten – dass die Tätigkeit als … bei gegebener (wenn 
auch nicht im beklagten Ausmass attestierten) Tagesschläfrigkeit leichtsin-
nig erscheint (act. II 142.6 S. 11 Ziff. 8.1). Entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde (Beschwerde S. 9 Rz. 14) ist ferner auch kein Wider-
spruch zwischen den in den Teilgutachten attestierten Arbeitsunfähigkeiten 
und der Schlussfolgerung in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung er-
sichtlich. Die internistisch begründete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
von 10 % bedingt durch die gastrointestinale Symptomatik, die Blasenent-
leerungsstörung und den Diabetes (act. II 142.5 S. 23 Ziff. 8.2) bezieht sich 
offenkundig nicht auf die Präsenzzeit, sondern einzig auf das Rendement 
resp. den erhöhten Pausenbedarf (vgl. hierzu die Ausführungen des inter-
nistischen Sachverständigen, wonach unter zusätzlicher Berücksichtigung 
der Tagesschläfrigkeit eine Leistungsminderung um höchstens 20 % be-
gründbar sei, womit zusätzliche Erholungspausen von insgesamt ca. 1 ¾ 
Stunden möglich seien [act. II 142.5 S. 23 f. Ziff. 8.2]). Da die pneumolo-
gisch und psychiatrisch attestierten Einschränkungen einzig auf die Tages-
schläfrigkeit zurückgeführt werden und damit ebenso das Rendement resp. 
den erhöhten Pausenbedarf betreffen (vgl. act. II 142.3 S. 23 f. Ziff. 8.1 und 
8.2; 142.6 S. 12 Ziff. 8.2), überzeugt, dass diese in sich aufgehen und nicht 
zu addieren sind. Schliesslich stellt entgegen der Auffassung in der Be-
schwerde (Beschwerde S. 9 f. Rz. 16) die vom psychiatrischen Sachver-
ständigen attestierte Leistungsminderung (angestammt und adaptiert) von 
20 % seit September 2020 (act. II 142.3 S. 23 f. Ziff. 8.1 und 8.2) sodann 
keinen Widerspruch zur Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer mehre-
ren psychiatrischen stationären Aufenthalten unterzogen hat (vgl. act. II 24 
S. 10 ff., 32, 60, 90 S. 4 ff., 100 S. 2 ff., 106 S. 35 ff., 116, 117), dar, zeigte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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der psychiatrische Sachverständige doch nachvollziehbar auf (vgl. hiervor), 
dass die von ihm attestierte Leistungsminderung in erster Linie nicht auf 
eine psychiatrische Diagnose, sondern auf die Müdigkeit resp. Tages-
schläfrigkeit zurückzuführen ist (act. II 142.3 S. 17 f. Ziff. 6.3, S. 23 f. 
Ziff. 8.1 und 8.2). 

Des Weiteren sind auch die übrigen medizinischen Akten, namentlich die 
Berichte des behandelnden Psychiaters Dr. med. I.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, sowie der Bericht der RAD-Ärztin, in de-
nen eine tiefere Arbeitsfähigkeit bzw. eine Arbeitsfähigkeit von unter 50 % 
postuliert wurde (vgl. act. II 93 S. 7 Ziff. 3, 106 S. 2 Ziff. 1.3, 154 S. 2), nicht 
geeignet, Zweifel an der Schlüssigkeit des interdisziplinären Gutachtens zu 
wecken. Denn diese enthalten keine wichtigen neuen Aspekte, insbesonde-
re hinsichtlich der Befundlage, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben wären, womit sie den Beweiswert des Gutach-
tens nicht zu schmälern vermögen (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 
9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). Was ins-
besondere den im Rahmen des Vorbescheidverfahrens eingereichten Mail-
bericht des Dr. med. I.________ vom 5. Juni 2023 (act. II 154 S. 2) betrifft, 
enthält dieser im Wesentlichen einzig subjektive Beschwerdeangaben bzw. 
eine Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers und keine objektiven Be-
funde, weshalb dieser von vornherein nicht geeignet ist, die gutachterliche 
Beurteilung bzw. insbesondere deren Aktualität in Zweifel zu ziehen. So-
weit Dr. med. I.________ darin auf die im Rahmen des Aufbautrainings 
erzielten Maximalleistungen (act. II 89) verweist, ist festzuhalten, dass im 
Rahmen solcher beruflichen Evaluationsmassnahmen vornehmlich auf die 
von der betroffenen Person demonstrierte Arbeitsleistung abgestellt wird. 
Die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen ist 
jedoch nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung 
in erster Linie durch Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf 
der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu 
beantworten (vgl. Urteile des BGer 8C_217/2023 vom 1. September 2023 
E. 4.1.1, 8C_53/2023 vom 31. August 2023 E. 4.2.3.2). Im Übrigen sind die 
im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen erzielten Ergebnisse im Gut-
achten mitberücksichtigt resp. gewürdigt worden (vgl. act. II 142.6 S. 10 
Ziff. 6.3) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

-18-

4.4 Dem Voranstehenden zufolge erweist sich der medizinische Sach-
verhalt als rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb auf weitere Sachverhaltser-
hebungen, namentlich das beantragte (gerichtliche) Obergutachten (Be-
schwerde S. 13 Rz. 25), verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdi-
gung: BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Pu-
blikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Ge-
stützt auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten vom 15. Februar 2023 
(act. II 142.1-142.9) ist demnach eine seit Februar 2019 (Anmeldung bei 
der IV [act. II 1]) bestehende 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensange-
passten Tätigkeit ausgewiesen (act. II 142.1 S. 9 Ziff. 4.7). Die Durch-
führung eines strukturierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 
141 V 281 (vgl. E. 3.2 hiervor) erübrigt sich vorliegend, da die psychiatrisch 
attestierte Einschränkung nicht aufgrund der psychiatrischen Diagnose(n) 
sondern in erster Linie aufgrund der beklagten Müdigkeit resp. der Tages-
schläfrigkeit attestiert wurde (act. II 142.3 S. 17 f. Ziff. 6.3, S. 23 f. Ziff. 8.1 
und 8.2) und vorliegend selbst unter Berücksichtigung der gutachterlich 
attestierten 20%ige Arbeitsunfähigkeit ohnehin kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad resultiert (vgl. 5.5.3 hiernach; Urteil des BGer 8C_783/2019 
vom 14. April 2020, E. 4.1.4). Entsprechend braucht auch nicht geprüft zu 
werden, welche Folgen Massnahmen auf die Arbeits- und Leistungsfähig-
keit des Beschwerdeführers hätten, die dem Beschwerdeführer zumutbar 
sind (vgl. act. II 142.1 S. 9 Ziff. 4.8). 

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Wie hiervor (vgl. E. 3.1) erwähnt, waren 
die Möglichkeiten zur Eingliederung des Beschwerdeführers im Zeitpunkt 
der Mitteilung vom 31. März 2023 (act. II 147) noch nicht ausgeschöpft. Mit 
Verfügung vom 13. Juni 2023 (act. II 155) wurde das Leistungsbegehren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

-19-

hinsichtlich einer Invalidenrente abgewiesen. Der Zeitpunkt des frühest-
möglichen Rentenbeginns (vgl. hierzu der seit 1. Januar 2022 in Kraft ste-
hende Art. 28 Abs. 1bis IVG sowie BBl 2017 2668; BGE 148 V 397 E. 6.2.4 
S. 405; 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b) liegt 
damit im Jahr 2023, wobei der genaue Zeitpunkt mit Blick auf das Ergebnis 
offen bleiben kann. 

5.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 
134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand 
des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkom-
mens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein angemesse-
nes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das 
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau 
bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statisti-
schen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbil-
dung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 
Abs. 4 IVV). 

5.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich 
festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, bis zum 
31. Dezember 2023 ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungs-
grundsätze zurückzugreifen (Urteil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 
2024 E. 10.6, zur Publikation vorgesehen).

5.4 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

5.5

5.5.1 Gestützt auf die Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit 
2008 bei der J.________ AG (auch "K.________ AG", vgl. hierzu act. II 1 
S. 6) angestellt gewesen war (act. II 15 S. 2 Ziff. 2.1) und die Arbeitgeberin 
das Arbeitsverhältnis per Ende Oktober 2020 kündigte, nachdem der Be-
schwerdeführer im September 2018 seine Arbeit krankheitsbedingt nieder-
gelegt hatte (act. II 4, 14.4, 82, 142.1 S. 3). Den Akten lassen sich keinerlei 
Anhaltspunkte entnehmen, dass die Kündigung aus invaliditätsfremden 
Faktoren erfolgte, weshalb davon auszugehen ist, dass der Beschwerde-
führer im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin 
in dieser Beschäftigung tätig wäre. Folglich ist das Valideneinkommen an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommen zu bestimmen (vgl. E. 5.2 hiervor). 

Die Beschwerdegegnerin stellte für das Valideneinkommen auf die Anga-
ben der ehemaligen Arbeitgeberin ab, wonach der Beschwerdeführer im 
Jahr 2019 ein Jahreseinkommen von Fr. 59'800.00 (inkl. 13. Monatslohn) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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erzielt hätte (vgl. act. II 155 S. 2, 15 S. 3 Ziff. 2.10, 2.11). Dem Auszug aus 
dem Individuellen Konto (IK-Auszug, act. II 13) lässt sich indes entnehmen, 
dass der Beschwerdeführer bei dieser Arbeitgeberin durchgehend ein 
höheres Einkommen, schwankend zwischen Fr. 77'783 (Höchstwert [2012]) 
und Fr. 64'190 (Tiefstwert [2017]), erzielte. Folglich ist zu Gunsten des Be-
schwerdeführers auf den Durchschnitt der Einträge des IK-Auszugs der 
letzten fünf Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens (2013-2017) abzu-
stellen. Angepasst an die Nominallohnentwicklung (BFS, Nominallohnin-
dex, Männer 2011 - 2023, T1.1.10, Ziff. 49-53 [Verkehr und Lagerei; vgl. 
hierzu BFS, NOGA 2025, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweig, 
Erläuterungen, S. 292]: Werte 2013 [101.9], 2014 [101.4], 2015 [102.2], 
2016 [102.3], 2017 [102.6], 2023 [106]) resultiert damit pro 2023 ein mass-
gebendes Valideneinkommen von Fr. 74'169.10 ([Fr. 73'585.-- : 101.9 x 
106] + [Fr. 71'150.-- : 101.4 x 106] + [Fr. 72'908.-- : 102.2 x 106] + 
[Fr. 75'264.-- : 102.3 x 106] + [Fr. 64'190.-- : 102.6 x 106] : 5; vgl. zum 
Ganzen beispielhaft Urteil des BGer 8C_233/2015 vom 13. Oktober 2015 
E. 3.4). 

In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 
anlässlich der Begutachtung angab, von August 2012 bis März 2018 einer 
Nebenerwerbstätigkeit in der … nachgegangen und von August 2017 bis 
Februar 2021 zusätzlich als … tätig gewesen zu sein (vgl. hierzu act. II 
142.3 S. 8 Ziff. 3.2, 142.5 S. 10). Hierzu finden sich im IK-Auszug sowie in 
den weiteren Akten keine weitere (Lohn-)Angaben. Auch der rechtskundig 
vertretene Beschwerdeführer macht kein höheres Valideneinkommen gel-
tend. Folglich ist, in Ermangelung eines höheren Lohnnachweises, von 
einem Valideneinkommen von Fr. 74'169.10 auszugehen. 

5.5.2 Da der Beschwerdeführer die ihm attestierte Restarbeitsfähigkeit 
(vgl. act. II 142.1 S. 9 Ziff. 4.7) nicht (im attestierten Umfang) umsetzt (vgl. 
hierzu Beschwerde S. 12 f. Rz. 23), ist das Invalideneinkommen anhand 
statistischer Werte zu ermitteln (vgl. E. 5.3 hiervor). Gestützt auf das gut-
achterliche Zumutbarkeitsprofil (act. II 142.1 S. 8 f. Ziff. 4.6 und 4.7) ist mit 
der Beschwerdegegnerin auf den Totalwert im Kompetenzniveau 1 von 
Fr. 5'261.-- pro Monat abzustellen (LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zen-
tralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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TA1_tirage_skill_level, Totalwert, Kompetenzniveau 1, Männer; vgl. hierzu 
Rz. 3413 KSIR). Hochgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die wöchentli-
che Normalarbeitszeit von 41.7 Stunden (LSE, Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 2020; vgl. hierzu BGE 126 V 75 E. 3b 
bb S. 76) und indexiert pro 2023 (BFS, Nominallohnindex, Männer 2016 - 
2023, T1.1.15, Total: Werte 2020 [103.2], 2023 [105.3]) resultiert bei einem 
zumutbaren Arbeitspensum von 80 % ein Invalideneinkommen von 
Fr. 53'723.50 (Fr. 5'261.-- x 12 / 40 x 41.7 / 103.2 x 105.3 x 0.8).

Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 5.3 hiervor) ist vorliegend nicht vorzu-
nehmen. Die gesundheitlichen Einschränkungen fanden im medizinischen 
Zumutbarkeitsprofil bereits genügend Eingang und dürfen damit nicht (noch 
einmal) in die Bemessung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen, da 
ansonsten eine unzulässige doppelte Anrechnung desselben Gesichts-
punktes resultieren würde (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 64 E. 5.2.1.1). Auch wenn dem Beschwerde-
führer sodann nur noch leichte Tätigkeiten ohne Wechsel zwischen Tag- 
und Nachtschichten, ohne inhalative Belastungen, ohne Wechsel zwischen 
warmer und kalter Atmosphäre, ohne eintönige Arbeit, ohne Führung 
schnelllaufender Maschinen sowie mit der Möglichkeiten zum Ausüben von 
Erholungspausen zumutbar sind (act. II 142.1 S. 8 f. Ziff. 4.6 und 4.7), stellt 
dies vorliegend kein Grund für einen leidensbedingten Abzug dar (vgl. hier-
zu Beschwerde S. 15 Ziff. 30). Zwar dürfte die aufgrund der Tagesschläf-
rigkeit bedingte Voraussetzung einer "nicht eintönigen" Arbeit gewisse Ar-
beitsstellen im Kompetenzniveau 1 ausschliessen. Allerdings beinhaltet der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. zum Begriff BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188, 
138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 65, 8C_458/2018 E. 4.2) 
einen Fächer an Tätigkeiten, die dem Fähigkeitsprofil des Beschwerdefüh-
rers entsprechen und durchaus abwechslungsreich resp. nicht monoton 
sind; zu denken ist beispielsweise an leichte Montagearbeiten sowie Lager- 
und Logistikarbeiten. Es bestehen auch keine anderen Umstände, die ei-
nen Abzug vom lohnstatistisch ermittelten Invalideneinkommen zu rechtfer-
tigen vermögen. Dies gilt namentlich für die verbleibende Teilzeitarbeits-
fähigkeit (Urteil des BGer 8C_190/2019 vom 12. Februar 2020 E. 4.2), den 
bereits im Rahmen des reduzierten Rendements berücksichtigten erhöhten 
Pausenbedarf (vgl. Urteil des BGer 8C_627/2021 vom 25. November 2021 

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E. 5.1 f.) sowie für die im Zumutbarkeitsprofil formulierte notwendige Unter-
stützung resp. Rücksichtnahme der Vorgesetzten und Arbeitskollegen (Ur-
teil des BGer 9C_233/2018 vom 11. April 2019 E. 3.2). Ferner gilt dies vor-
liegend (Kompetenzniveau 1) auch für die fehlende Berufsausbildung sowie 
die Mühe beim Lesen und Schreiben (act. II 40 S. 1 f.; Beschwerde S. 15 
Rz. 31; vgl. hierzu etwa Urteil des BGer 8C_627/2021 vom 25. November 
2021 E. 7.2), wurde doch insbesondere eine frühere langjährige Arbeits-
fähigkeit hierdurch nicht verhindert. Damit hat es bei einem massgebenden 
Invalideneinkommen von Fr. 53'723.50 sein Bewenden.

5.5.3 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 74'169.10 (vgl. 
E. 5.5.1 hiervor) und einem Invalideneinkommen von Fr. 53'723.50 (vgl. 
E. 5.5.2 hiervor) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 20'445.60, was 
einem Invaliditätsgrad von (maximal) 28 % entspricht (Fr. 20'445.60 / 
Fr. 74'169.10 x 100; zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123). Damit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 3.3 
hiervor). 

Auch der per 1. Januar 2024 massgebende Pauschalabzug von 10 % 
(Art. 26bis Abs. 3 Satz 1 IVV in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung) 
ändert am Ergebnis nichts. Bei einem Invalideneinkommen von 
Fr. 48'351.15 (Fr. 53'723.50 ./. 10 %) ergibt sich weiterhin ein rentenaus-
schliessender Invaliditätsgrad von (maximal) 35 % ([Fr. 74'169.10./. 
Fr. 48'351.15] / Fr. 74'169.10 x 100).

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 13. Juni 2023 
(act. II 155) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. April 2025, IV 200 2023 541

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oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss zu entnehmen.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.