# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8762d969-1738-5cc5-935b-5c388dae635d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 14.04.2014 VV140002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VV140002_2014-04-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    

 
 

Geschäfts-Nr.: VV140002-O/U 

 
Mitwirkend: Der Obergerichtsvizepräsident lic. iur. M. Burger, Oberrichter lic. iur. 

P. Helm und Oberrichter lic. iur. M. Langmeier sowie der General-

sekretär-Stellvertreter lic. iur. L. Huber 

 

Beschluss vom 14. April 2014 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch B._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

 1. Y._____, Rechtsanwalt lic. iur.,  
 als Prozessstandschafter für die Erben des C._____ sel. 

 

2. D._____,  
Gesuchsgegner 

 

2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____ 

 

betreffend Ablehnungsbegehren gegen Bezirksrichter Dr. E._____ im Verfah-
ren CP070001-F i.S. A._____ und Erben des C._____, etc. betr. güterrechtli-
che Auseinandersetzung/Erbteilung sowie im Verfahren CP070002-F i.S. 
D._____ und Erben des E._____, etc. betr. Erbteilung 
 
 
                

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Erwägungen: 

1. Zwischen A._____ (nachfolgend: Gesuchstellerin) und ihren Geschwistern 

D._____ (nachfolgend: Gesuchsgegnerin 2) und C._____ sel. besteht seit mehre-

ren Jahren eine Erbstreitigkeit. In diesem Zusammenhang werden am Bezirksge-

richt Horgen seit 2007 zwei Verfahren betreffend güterrechtliche Auseinanderset-

zung/Erbteilung (CP070001-F) bzw. betreffend Erbteilung (CP070002-F) geführt. 

Am 9. und 11. Juli 2013 fanden am Bezirksgericht Horgen Gerichtsverhandlungen 

statt. Im Rahmen dieser beiden Verhandlungen liess die Gesuchstellerin durch ih-

ren Vertreter B._____ Ablehnungsbegehren gegen den Vorsitzenden, … 

Dr. E._____, stellen. Mit Beschluss vom 25. Februar 2014 wies die Verwaltungs-

kommission die Ablehnungsbegehren ab (vgl. VV130009-O). 

2. Mit Verfügungen vom 31. Januar 2014 nahm … Dr. E._____ den Erbenver-

treter Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ (nachfolgend: Gesuchsgegner 1) als Pro-

zessstandschafter für C._____ sel. anstelle dessen Erben als Beklagten 1 in die 

Verfahren CP070001-F und CP070002-F auf und wies verschiedene, von der Ge-

suchstellerin in den beiden genannten Verfahren gestellte prozessuale Anträge 

(Abnahme der Frist für die Nennung der Haupt- und Gegenbeweismittel; Sistie-

rung des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheid des Obergerichts über die 

Ablehnungsbegehren; Entscheid über die Beweisaussage der Gesuchsgegnerin 2 

und Durchführung dieser Beweisaussage vor dem Gesamtgericht, bevor eine 

neue Frist zur Nennung der Haupt- und Gegenbeweismittel angesetzt wird) ab. Im 

Weiteren setzte er der Gesuchstellerin eine Nachfrist an, um die Haupt- und Ge-

genbeweismittel gemäss Ziffer 1 des Beschlusses vom 1. Oktober 2013 zu nen-

nen (vgl. act. 3/2/1-2). Gegen diese Verfügungen liess die Gesuchstellerin durch 

ihren Vertreter B._____ mit Eingabe vom 13. Februar 2014 Einsprache erheben, 

wobei sie gleichzeitig ein Ablehnungsbegehren gegen … Dr. E._____ stellen liess 

(act. 1). Zur Begründung des Ablehnungsbegehrens liess die Gesuchstellerin im 

Wesentlichen ausführen, indem … Dr. E._____ sich auch heute noch weigere, die 

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wegen seines Fehlverhaltens unergiebige persönliche Befragung der Gegenpartei 

zu wiederholen oder wenigstens zu ergänzen, erwecke er erneut den Anschein 

der Befangenheit (act. 1 S. 4). 

3. Mit Beschluss vom 10. März 2014 bestrafte die I. Abteilung des Bezirksge-

richts Horgen B._____ wegen Ungebührlichkeit der Einsprache vom 13. Februar 

2014 mit einer Ordnungsbusse von Fr. 200.-, sah jedoch aus Gründen der Ver-

hältnismässigkeit davon ab, wegen Ungebührlichkeit nicht auf die Einsprache ein-

zutreten. Im Weiteren schrieb sie die Einsprache der Gesuchstellerin als teilweise 

gegenstandslos geworden ab und entschied im Übrigen entsprechend der Präsi-

dialverfügung vom 31. Januar 2014 (act. 3/3/1-2). 

4. Mit Schreiben vom 18. März 2014 überwies der abgelehnte … Dr. E._____ 

das Ablehnungsbegehren der Gesuchstellerin an die Verwaltungskommission des 

Obergerichts des Kantons Zürich zur Behandlung (act. 2/1-2). Gleichzeitig gab er 

die gewissenhafte Erklärung ab, er fühle sich nicht befangen und es liege weder 

ein Ausstands- noch ein Ablehnungsgrund vor (act. 3/1/1-2). 

5. Wie bereits die I. Abteilung des Bezirksgerichts Horgen festgehalten hat 

(act. 3/3/1-2, jeweils S. 3 f. Ziff. 4), enthält die Eingabe des Vertreters der Ge-

suchstellerin vom 13. Februar 2014 zahlreiche allein auf die Person abzielende 

und beleidigende Äusserungen gegenüber … Dr. E._____. So wird … Dr. 

E._____ als "Prozessordnungsignorant" (act. 1 S. 1) sowie teilweise wiederholt 

als inferior, unbedarft, ignorant und verlogen bezeichnet (act. 1 S. 1, S. 3 und S. 

4). Zudem wird ihm vorgeworfen, er behaupte Unsinn, er sei nicht ganz richtig im 

Kopf (act. 1 S. 3) und es sei ihm "aus Dummheit" ein gravierender Fehler unter-

laufen, welchen er aus "persönlicher Eitelkeit" nicht eingestehen wolle (act. 1 S. 

4). 

6. Das Obergericht hat die Gesuchstellerin wiederholt und in unterschiedlichen 

Verfahren darauf hingewiesen, dass ungebührliche Eingaben nicht zu akzeptieren 

sind, und es wurde ihr und dem für sie handelnden Vertreter ebenfalls wiederholt 

angedroht, dass auf sämtliche künftigen Eingaben und Zuschriften mit ungebühr-

lichem Inhalt sofort und ohne Rückweisung zur Verbesserung nicht eingetreten 

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werde (UN970018, PN970023, PN050145, NR070098, VB080053, zuletzt auch 

im Beschluss vom 25. Februar 2014 im Verfahren VV130009-O, wobei dieser Be-

schluss erst nach der Einsprache vom 13. Februar 2014 ergangen ist; vgl. zum 

Ganzen auch die Urteile des Bundesgerichts 5P.410/2005 vom 6. April 2006 und 

5A.355/2008 vom 6. Oktober 2008). Damit ist auf das in der ungebührlichen Ein-

gabe der Gesuchstellerin vom 13. Februar 2014 gestellte Ablehnungsbegehren 

gegen … Dr. E._____ ohne Weiterungen nicht einzutreten. 

7. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens der Gesuchstellerin auf-

zuerlegen. Entschädigungen sind keine zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf das mit Eingabe vom 13. Februar 2014 gestellte Ablehnungsbegehren 

der Gesuchstellerin wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.  

3. Die Kosten des Verfahrens werden der Gesuchstellerin auferlegt. 

4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an: 

− den Vertreter der Gesuchstellerin, B._____, … [Adresse], zweifach, für 
sich und zuhanden der Gesuchstellerin 

− den Rechtsvertreter der Gesuchstellerin, Dr. iur. X._____, … [Adresse], 
unter Beilage einer Kopie von act. 1 

− den Gesuchsgegner 1, unter Beilage einer Kopie von act. 1 
− den Rechtsvertreter der Gesuchsgegnerin 2, zweifach, für sich und zu-

handen der Gesuchsgegnerin 2, unter Beilage einer Kopie von act. 1 
− den abgelehnten … Dr. E._____, zweifach, in die Akten der Verfahren 

CP070001-F und CP070002-F 
 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der Zustellung an ge-
rechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 

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13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht wer-

den. 

Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthal-

ten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweis-

mittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle 

und formelle Entscheide der Beschwerdeinstanz sind kostenpflichtig; die 

Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.  

Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Zürich, 14. April 2014 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Verwaltungskommission 

Der Generalsekretär-Stellvertreter: 

 
 

lic. iur. L. Huber 
 
versandt am:   

 

	Beschluss vom 14. April 2014
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf das mit Eingabe vom 13. Februar 2014 gestellte Ablehnungsbegehren der Gesuchstellerin wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Verfahrens werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an:
	 den Vertreter der Gesuchstellerin, B._____, … [Adresse], zweifach, für sich und zuhanden der Gesuchstellerin
	 den Rechtsvertreter der Gesuchstellerin, Dr. iur. X._____, … [Adresse], unter Beilage einer Kopie von act. 1
	 den Gesuchsgegner 1, unter Beilage einer Kopie von act. 1
	 den Rechtsvertreter der Gesuchsgegnerin 2, zweifach, für sich und zuhanden der Gesuchsgegnerin 2, unter Beilage einer Kopie von act. 1
	 den abgelehnten … Dr. E._____, zweifach, in die Akten der Verfahren CP070001-F und CP070002-F

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die Beschwerdeschrif...
	Zürich, 14. April 2014