# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0f8e724-5c25-594b-97c8-dd81f1d80450
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 20.03.2012 B 2011/193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2011-193_2012-03-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2011/193

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.03.2012

Entscheiddatum: 20.03.2012

Urteil Verwaltungsgericht, 20.03.2012
Steuerrecht, Handelsbilanz und Steuerbilanz.Der anlässlich einer 
wirtschaftlichen Handänderung (Übertragung einer Mehrheitsbeteiligung an 
einer Immobiliengesellschaft) besteuerte Wertzuwachs kann bei der 
späteren zivilrechtlichen Veräusserung der Liegenschaft von der 
Kapitalgesellschaft geltend gemacht werden. Erachtet sie den mit der 
Grundstückgewinnsteuer abgeschöpfte Wertzuwachs als zu tief, muss die 
Immobiliengesellschaft den Wert umgehend bestreiten, zumal er in der 
Steuerbilanz nachgeführt wird. Sie verhält sich widersprüchlich, wenn sie 
damit mehr als 20 Jahre zuwartet (Verwaltungsgericht, B 2011/193).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. H. 

Fenners

_______________

 

In Sachen

A. AG,

                                   Beschwerdeführerin 1,

L. E.-G.,

                                   Beschwerdeführerin 2,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. H. E.,

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gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Abteilung I/1, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

 

betreffend

Staatssteuern (Gewinn und Kapital aufgrund des Rechnungsab-schlusses per 

31.12.2005)

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Immobilien K. AG wurde im Jahr 1962 mit einem Aktienkapital von Fr. 50'000.-- 

gegründet. Ihr Zweck bestand im Kauf und Verkauf sowie in der Erstellung und 

Vermietung von Liegenschaften. Bereits bei der Gründung übernahm sie das 

Grundstück Nr. 0000 an der K-strasse in G. Darauf wurde in der Folge ein 

Mehrfamilienhaus erstellt.

Mit Kaufvertrag vom 9. April 1985 erwarben R. S., J. H. sowie Dr. H. E. per 1. Juli 1985 

sämtliche Aktien der Immobilien K. AG. Da die Aktiven der Gesellschaft praktisch 

ausschliesslich aus der Liegenschaft Nr. 0000 bestanden, ging das kantonale 

Steueramt von einer wirtschaftlichen Handänderung aus. Es unterwarf die Transaktion 

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deshalb der Grundstückgewinnsteuer. Dabei ging das kantonale Steueramt von einem 

Kaufpreis für die Liegenschaft von Fr. 1'643'400.--, sich ergebend aus Kaufpreis für die 

Aktien von Fr. 900'000.-- zuzüglich Gesellschaftsschulden von 750'000.-- und 

abzüglich der bilanzierten nicht liegenschaftlichen Werte von Fr. 6'600.--, sowie 

Anlagekosten von Fr. 941'400.-- aus. Entsprechend wurde mit Verfügung vom 17. Juli 

1985 ein Grundstückgewinn von Fr. 702'000.-- zur Veranlagung gebracht.

Kurz darauf wechselten die Aktien der Immobilien K. AG ein weiteres Mal die Hand. Mit 

Vertrag vom 9. September 1985 erwarb L. E.-G. zunächst 42 Aktien rückwirkend per 

1. Juli 1985. Die entsprechenden Beteiligungsrechte wurden vorerst treuhänderisch 

durch ihren Ehemann, Dr. H. E., verwaltet. Am 17. Dezember 1986 gingen auch noch 

die restlichen 8 Aktien auf L. E.-G. über. Eine Grundstückgewinnsteuer wurde auf der 

zweiten Beteiligungsübertragung nicht erhoben. L. E.-G. ist seither und bis heute 

Alleinaktionärin sowie einzige Verwaltungsrätin der Gesellschaft. Im Jahr 2009 wurde 

die Firma in A. AG geändert.

Die Immobilien K. AG veräusserte mit Vertrag vom 1. Juli 2005 das Grundstück Nr. 

0000, G., zu einem Preis von Fr. 3'150'000.--. Der Buchwert der Liegenschaft belief 

sich dannzumal auf Fr. 665'328.--, und die Gesellschaft machte im Zusammenhang mit 

dieser Veräusserung Kosten von total Fr. 125'748.45 geltend, welche ertragsmindernd 

verbucht wurden. Entsprechend wies die Immobilien K. AG in der Erfolgsrechnung 

2005 einen Ertrag aus der Veräusserung der Liegenschaft in Höhe von Fr. 2'358'923.55 

aus. Gemäss der mit der Steuerdeklaration eingereichten Jahresrechnung beläuft sich 

der im Jahr 2005 erzielte Reingewinn der Gesellschaft auf Fr. 1'921'496.08.

Der entsprechende Reingewinn soll gemäss der Steuerdeklaration 2005 auch dem 

steuerbaren Gewinn für die direkte Bundessteuer entsprechen. Bei den Staatssteuern 

wurden demgegenüber zusätzliche «Anlagekosten» von Fr. 1'615'810.-- geltend 

gemacht und ein um diesen Betrag reduzierter steuerbarer Reingewinn von 

Fr. 305'686.-- deklariert. Die Veranlagungsbehörde akzeptierte die zusätzlichen 

Anlagekosten nicht, brachte jedoch bei den Staatssteuern den bereits im Jahr 1985 

versteuerten Grundstückgewinn von Fr. 702'000.-- vom Reingewinn gemäss 

Erfolgsrechnung in Abzug. Überdies rechnete sie eine zu Gunsten von L. E.-G. 

ausgerichtete Provision von Fr. 15'750.-- sowie verbuchte Barauslagen im Umfang von 

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Fr. 12'900.-- sowohl bei der Staats- wie auch bei der direkten Bundessteuer auf. 

Dementsprechend brachte sie für die Staatssteuern 2005 einen steuerbaren Gewinn 

von (abgerundet) Fr. 1'248'100.-- und für die direkte Bundessteuer 2005 einen 

steuerbaren Gewinn von (abgerundet) Fr. 1'950'100.-- zur Veranlagung. Gegen diese 

Veranlagungen erhobene Einsprachen wies das kantonale Steueramt mit Entscheiden 

vom 21. April 2010 ab.

B./ Dagegen erhoben die A. AG und L. E.-G. über ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 19. Mai 2010 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission.

Die Verwaltungsrekurskommission hiess mit Entscheid vom 18. August 2011 die 

Beschwerde teilweise gut, soweit sie darauf eintrat, und liess weitere Barauslagen von 

Fr. 12'600.-- zum Abzug zu; das Rechtsmittel wurde hingegen abgewiesen, soweit es 

gegen die Aufrechnung der Provision zu Gunsten von L. E.-G. gerichtet war.

Der Rekursentscheid erging ebenfalls am 18. August 2011. Er fiel mit Bezug auf die 

Barauslagen und die Provision für L. E.-G. gleich aus wie der Entscheid betreffend 

direkte Bundessteuer. Die Legitimation von L. E.-G. wurde ebenfalls verneint. In den 

übrigen, einzig im Rekursverfahren strittigen Punkten wies die 

Verwaltungsrekurskommission das Rechtsmittel ab. So gab sie weder der verlangten 

Reduktion des Gewinns aus der Veräusserung der Liegenschaft noch der Berechnung 

der Steuer auf Gewinn und Eigenkapital zum aktuellen (und nicht zu dem im Jahr 2005 

geltenden) Steuersatz und -fuss statt.

C./ Gegen den Rekursentscheid liessen die A. AG und L. E.-G. mit Eingabe vom 19. 

September 2011 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen 

erheben:

"1. Der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 18.08.2011 sowie der 

Einsprache-Entscheid des Steueramtes vom 21.04.2010 für die Steuerperiode 

01.01.2005-31.12.2005 seien im Sinne der Begründung – soweit sie die Veranlagung 

des steuerbaren Reingewinns und das anwendbare Recht betreffen – aufzuheben.

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2. a) Es sei eine neue Veranlagungsverfügung und Schlussrechnung zu erlassen, die 

von einem steuerbaren Reingewinn von CHF 622'894, eventuell CHF 771'455, und 

einem unveränderten Eigenkapital von CHF 2'860'000 ausgeht.

 b) Die Steuerberechnung sei aufgrund des am 1.1.2009 geltenden Steuersatzes für 

Reingewinn von 3.75 % und 0.02 ‰ vom Eigenkapital, soweit dieses wegen der 

Anrechnung der Gewinnsteuer überhaupt in Betracht fällt, und zum seit 2009 geltenden 

Steuerfuss von 315 % vorzunehmen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu lasten des Steueramtes bzw. des 

Staates, wobei der Kostenentscheid der Verwaltungsrekurskommission (Ziff. 3 des 

Dispositivs) entsprechend zu berichtigen ist."

Die Verwaltungsrekurskommission beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 4. Oktober 

2011 Abweisung der Beschwerde. Das kantonale Steueramt liess sich mit Eingabe vom 

3. November 2011 vernehmen. Es schloss auf Abweisung der Beschwerde, soweit 

darauf einzutreten sei.

Am 4. November 2011 wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen die 

Vernehmlassungen der Verwaltungsrekurskommission und des kantonalen 

Steueramtes zugestellt. Gleichzeitig wurde ihm eine Frist von vierzehn Tagen 

eingeräumt, um zu den in der Vernehmlassung allfällig vorgebrachten neuen 

tatsächlichen und rechtlichen Argumenten eine ergänzende Stellungnahme 

einzureichen. Die Beschwerdeführerinnen liessen sich nicht ergänzend vernehmen.

Mit Schreiben vom 27. Februar 2012 wurde der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerinnen über den Beizug weiterer Akten in Kenntnis gesetzt. Dazu 

gaben die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 1. März 2012 noch eine 

Stellungnahme ab.

Auf die Begründungen der Verfahrensbeteiligten sowie die Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen.

 

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Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

Nicht einzutreten ist hingegen auf die Beschwerde, soweit das Rechtsmittel im Namen 

von L. E.-G. erhoben wurde. Diese ist nicht Adressatin der Veranlagung und demnach 

auch nicht Adressatin des angefochtenen Entscheids. Zudem erwächst ihr aus einem 

allfällig zu hohen Gewinn kein unmittelbarer Nachteil. Dadurch erhöht sich vielmehr das 

(ausschüttungsfähige) Eigenkapital. Dies wirkt sich zwar auch auf den Ertrags- und 

Substanzwert der Gesellschaft und damit auf die Aktienbewertung aus. Dagegen steht 

jedoch der Aktionärin der Rechtsmittelweg gegen die private Veranlagung offen.

Der Einspracheentscheid vom 21. April 2010 wurde zudem durch den Rekursentscheid 

vom 18. August 2011 ersetzt. Er gilt als inhaltlich mitangefochten, weshalb auf die 

Beschwerde auch insofern nicht einzutreten ist, als seine Aufhebung begehrt wird.

2. Streitgegenstand bildet im vorliegenden Verfahren zum einen, ob der steuerbare 

Gewinn im Zusammenhang mit der veräusserten Liegenschaft Nr. 0000 korrekt 

ermittelt wurde. Die Beschwerdeführerin 1 will zum anderen tiefere Steuersätze und 

einen tieferen Steuerfuss angewendet haben. Nicht mehr umstritten ist demgegenüber 

die zu Gunsten von L. E.-G. verbuchte Provision; gleiches gilt in Bezug auf die im 

vorinstanzlichen Verfahren noch streitige Höhe der anrechenbaren Barauslagen.

3. Ausgangspunkt der steuerlichen Gewinnermittlung ist gemäss Art. 81 des 

Steuergesetzes (sGS 811.1, abgekürzt StG) der Reingewinn. Er setzt sich zusammen 

aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung der in Art. 82 Abs. 1 StG 

vorgesehenen steuerlichen Korrekturen. Unter dem Saldo der Erfolgsrechnung wird der 

handelsrechtskonforme Gewinn einer Unternehmung verstanden (P. Gurtner, Neue 

Rechnungslegung - Prinzipielle Massgeblichkeit oder eigenständige Steuerbilanz?, 

ASA 69, S. 77). Im Gewinnsteuerrecht gilt somit der Grundsatz der Massgeblichkeit der 

Handelsbilanz. Die Handelsbilanz darf von den Steuerbehörden nur unter zwei 

Gesichtspunkten überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden: Einerseits ist sie zu 

berichtigen, wenn sie (offensichtlich) gegen zwingendes Handelsrecht verstösst, 

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andererseits hat eine Korrektur zu erfolgen, wenn die steuerlichen Vorschriften verletzt 

sind.

3.1. Erfolgt eine Aufrechnung aufgrund einer steuerlichen Korrekturvorschrift, wird die 

so korrigierte Handelsbilanz als Steuerbilanz bezeichnet. Dieser Fall tritt beispielsweise 

dann ein, wenn eine Rückstellung über das handelsrechtlich Notwendige hinausgeht 

mit der Folge, dass stille (Willkür-)Reserven im Sinn von Art. 669 Abs. 3 OR gebildet 

werden. In diesem Umfang ist die Rückstellung nicht geschäftsmässig begründet und 

beim Gewinn und Kapital aufzurechnen. In der Folge wird diese Wertkorrektur als 

versteuerte stille Reserve in der Steuerbilanz nach- und mitgeführt. Dies führt dazu, 

dass der steuerlich massgebende Buchwert der Rückstellung, der Gewinnsteuerwert, 

vom Buchwert gemäss Handelsbilanz abweicht.

3.2. Denkbar ist nun, dass diejenige Person, welche stille Reserven steuerlich realisiert, 

nicht identisch ist mit derjenigen Person, welche die versteuerten stillen Reserven 

geltend machen kann. Dies zeigt sich beispielsweise bei einer Sperrfristverletzung nach 

einer steuerneutralen Umwandlung einer Einzelunternehmung in eine 

Kapitalgesellschaft. In einem solchen Fall realisiert der Einzelunternehmer (nachträglich) 

die in die Kapitalgesellschaft eingelegten stillen Reserven. Um jedoch zu vermeiden, 

dass die mit der Einkommenssteuer erfassten stillen Reserven erneut auf Stufe der 

Kapitalgesellschaft besteuert werden, räumt Art. 32 Abs. 2 StG die Möglichkeit ein, die 

Differenz zwischen den neuen Einkommenssteuerwerten und den bisherigen 

Buchwerten in der Steuerbilanz gewinnsteuerfrei offenzulegen. Diese gesetzliche 

Regelung erscheint konsequent, darf doch die Gesellschaft nicht für Gewinne besteuert 

werden, die nicht sie selbst, sondern ihre Gesellschafter erzielt haben (so schon M. 

Reich, Die Steuerfolgen der Aktienveräusserung nach Umwandlung eines 

Personenunternehmens in eine Aktiengesellschaft, StR 33/1978, S. 507 ff.).

Ähnlich verhält es sich, wenn eine Immobiliengesellschaft eine Liegenschaft veräussert, 

die zuvor schon einmal Gegenstand einer mit der Grundstückgewinnsteuer erfassten 

wirtschaftlichen Handänderung in Form einer Übertragung einer Mehrheitsbeteiligung 

war. Der bereits besteuerte Wertzuwachs kann bei der jetzigen zivilrechtlichen 

Handänderung als versteuerte stille Reserve geltend gemacht werden. Dies sieht das 

Gesetz zwar nicht explizit vor, folgt aber aus steuersystematischen Gründen. Der 

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Bundesgesetzgeber schreibt in Art. 12 Abs. 2 lit. a des Steuerharmonisierungsgesetzes 

(SR 642.14) auch den dualistischen Kantonen – welche ansonsten Gewinne aus der 

Veräusserung von Grundstücken im Geschäftsvermögen mit der Einkommens- oder 

Gewinnsteuer erfassen - vor, wirtschaftliche Handänderungen der 

Grundstückgewinnsteuer zu unterwerfen. Dieser «Systemeingriff» muss zu einer 

Korrektur auf Stufe der Immobiliengesellschaft führen. Die (frühere) Praxis einzelner 

Kantone, die steuerliche Aufwertung zu verweigern unter Hinweis darauf, eine 

Aufwertung sei aufgrund von Art. 665 OR (Niederstwertprinzip) handelsrechtlich nicht 

zulässig, erweist sich als widersprüchlich. Es ist inkonsequent, zunächst anlässlich der 

Übertragung einer Mehrheitsbeteiligung an der Immobiliengesellschaft gestützt auf die 

wirtschaftliche Betrachtungsweise einen Mehrwert der Liegenschaft zu besteuern, um 

dann bei deren späteren zivilrechtlichen Veräusserung auf eine rein zivilrechtliche 

Betrachtungsweise einzuschwenken und die Differenz zwischen Buchwert gemäss 

Handelsbilanz und Veräusserungserlös mit der Gewinnsteuer zu erfassen. Vielmehr 

muss es der Immobiliengesellschaft möglich sein, in der Steuerbilanz eine versteuerte 

stille Reserve geltend zu machen (vgl. zum Ganzen auch U.P. Gähwiler, Die 

Besteuerung der Immobiliengesellschaft und der daran Beteiligten, Diss. St. Gallen 

1991, S. 151).

3.3. Eine entsprechende versteuerte stille Reserve wurde im vorliegenden Fall jedoch 

der Beschwerdeführerin 1 zugestanden. So hat der Beschwerdegegner den bereits im 

Jahr 1985 mit der Grundstückgewinnsteuer besteuerten Wertzuwachsgewinn (Differenz 

zwischen Veräusserungserlös und Anlagekosten der Liegenschaft) vom Gewinn 

gemäss handelsrechtlicher Erfolgsrechnung in Abzug gebracht. Die bis zur 

wirtschaftlichen Handänderung getätigten Abschreibungen auf der Liegenschaft 

wurden hingegen ebenso wie die seither verbuchten Abschreibungen systemkonform 

mit der streitgegenständlichen Veranlagung erfasst. Von daher ist unerfindlich, worin 

der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen angeführte Methodendualismus 

noch liegen soll. Seine diesbezüglichen Ausführungen sind ohnehin kaum verständlich 

und die hierfür angeführten Literaturstellen sowie Gerichtsurteile aus dem 

Zusammenhang gerissen. Teils entsprechen seine Behauptungen auch nicht den 

Tatsachen. So trifft es beispielsweise nicht zu, dass der «Inhaber der 

Immobiliengesellschaft und die (einzige) Liegenschaft während der ganzen Haltedauer 

immer identisch waren» (Beschwerde, S. 13). Er übersieht, dass die 

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Beschwerdeführerin 1 das Grundstück Nr. 0000 bereits im Zeitpunkt ihrer Gründung im 

Jahr 1962 erwarb, während die Aktien der Gesellschaft zwei Mal die Hand wechselten 

und erst in den Jahren 1985 und 1986 auf die Beschwerdeführerin 2 übergingen.

3.4. Der aus der Veräusserung der Liegenschaft erzielte steuerbare Kapitalgewinn 

wurde somit korrekt ermittelt. Die Beschwerdeführerin 1 geht ausserdem fehl, wenn sie 

meint, sie könne für die Liegenschaft einen höheren Gewinnsteuerwert als 

Fr. 1'367'328.--, der sich aus Buchwert zuzüglich versteuerter stiller Reserven ergibt, in 

Anrechnung bringen. Auch wenn die Beschwerdeführerin 1 nicht an dem im Jahr 1985 

durchgeführten Verfahren zur Erhebung der Grundstückgewinnsteuer beteiligt war, 

muss sie den dabei festgesetzten und besteuerten Wertzuwachs gegen sich gelten 

lassen. Der entsprechende Mehrwert wurde ihr unbestrittenermassen im Jahr 1989 

mitgeteilt und seither in der Steuerbilanz mitgeführt (vgl. act. 27 der 

Beschwerdeführerinnen). Sie hätte sich dann zur Wehr setzen und einen höheren 

Mehrwert geltend machen müssen, so etwa mittels Vornahme von (periodischen) 

Abschreibungen auf einem entsprechend höheren Gewinnsteuerwert. Alsdann hätte die 

Beschwerdeführerin 1 aber auch nachweisen müssen, dass der mit der 

Grundstückgewinnsteuer abgeschöpfte Gewinn effektiv zu tief ausgefallen ist. Dies 

behauptet die Beschwerdeführerin 1 erst jetzt, indem sie geltend macht, der 

Veräusserungserlös für die Liegenschaft habe Fr. 1'918'400.-- betragen (Beschwerde, 

S. 30). Dass anlässlich der ersten Aktienübertragung jedoch «nur» Fr. 1'643'400.-- für 

die Liegenschaft bezahlt wurden, scheint sie zu übersehen. Bei der zweiten 

Handänderung unterblieb mangels Erhebung der Grundstückgewinnsteuer eine weitere 

Gewinnabschöpfung. Es ist abwegig, mehr als 20 Jahre nach der wirtschaftlichen 

Handänderung den auf die Liegenschaft entfallenden Erlös in Frage zu stellen (um 

einen höheren versteuerten Mehrwert geltend zu machen), obschon sich der 

behauptete höhere Erlös für die Liegenschaft im bezahlten Aktienkaufpreis gar nicht 

niederschlug. Selbst wenn aber der bezahlte Erlös effektiv zu tief ausgefallen wäre, 

verdiente das jetzige Vorbringen keinen Rechtsschutz. Es kann nicht angehen, über 

Jahre hinweg einen zu tiefen Gewinnsteuerwert zu akzeptieren und damit von einer 

tieferen Kapitalsteuer zu profitieren, um dann bei der Veräusserung der Liegenschaft 

einzuwenden, deren Gewinnsteuerwert sei zu tief.

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3.5. Dass die Argumentation der Beschwerdeführerin 1 nicht verfängt, zeigt im Übrigen 

auch der Vergleich mit der direkten Bundessteuer, deren Veranlagung die 

Beschwerdeführerin 1 akzeptiert hat, zumindest was den steuerbaren Kapitalgewinn 

aus der Veräusserung der Liegenschaft betrifft. Im Recht der direkten Bundessteuer 

fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage, um eine Grundstückgewinnsteuer zu erheben. 

Auf Bundesebene gilt somit ein «rein dualistisches System» in dem Sinn, dass nur 

Gewinne der Veräusserung von Grundstücken im Geschäftsvermögen der Besteuerung 

unterliegen. Gewinne auf unbeweglichem Privatvermögen sind demgegenüber 

steuerfrei, weshalb die Übertragung einer Mehrheitsbeteiligung an einer 

Immobiliengesellschaft bei der direkten Bundessteuer keine Steuerfolgen auslöst. 

Dieser im Vergleich zu den kantonalen Steuern bestehende Systemunterschied führt 

indessen nicht dazu, dass deswegen der Wertzuwachs, den die im Eigentum einer 

Immobiliengesellschaft stehende Liegenschaft während der Haltedauer erfuhr und 

welcher der Besteuerung unterliegt, unterschiedlich hoch ausfällt. Der Unterschied 

wirkt sich nur dahingehend aus, dass bei der direkten Bundesteuer der Wertzuwachs 

vollständig mit der Gewinnsteuer abgeschöpft wird, während bei den kantonalen 

Steuern eine Aufteilung insofern stattfindet, als ein Teil mit der 

Grundstückgewinnsteuer und ein Teil mit der Gewinnsteuer erfasst wird, sofern es vor 

der zivilrechtlichen Handänderung bereits zu einer wirtschaftlichen Handänderung kam. 

Was die wiedereingebrachten Abschreibungen anbelangt, so werden diese ohnehin in 

beiden Systemen mit der Gewinnsteuer erfasst.

4. Die Beschwerdeführerin 1 beanstandet sodann die Steuerberechnung. Sie geht 

davon aus, dass nicht die bis zum 31. Dezember 2006 geltenden Steuersätze von 4.5% 

und 7.5% für den Gewinn sowie 0.3‰ für das Eigenkapital heranzuziehen seien, 

sondern die beim Erlass des Einspracheentscheids in Kraft stehenden Steuersätze von 

3.75% (Gewinn) und 0.2‰ (Eigenkapital) unter Anrechnung der Gewinnsteuer an die 

Kapitalsteuer; zudem sei der aktuelle, im Vergleich zum Jahr 2005 tiefere Steuerfuss 

von 315% anzuwenden. Zur Begründung lässt sie ausführen, sowohl der II. als auch 

der III. Nachtrag zum Steuergesetz enthielten keine Übergangsbestimmungen, weshalb 

die allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätze zur Anwendung gelangten. Dabei 

hat sie jedoch offensichtlich Art. 102 Abs. 1 Satz 3 StG übersehen, der bestimmt, dass 

die am Ende der Steuerperiode geltenden Steuersätze und Steuerfüsse anwendbar 

sind. Abs. 2 der gleichen Bestimmung sieht sodann vor, dass als Steuerperiode das 

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Geschäftsjahr gilt. Die Beschwerdeführerin 1 reichte eine Jahresrechnung für das 

Kalenderjahr 2005 ein. Somit ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Steueramt 

die Steuer anhand der am 31. Dezember 2005 geltenden Steuersätze sowie des für das 

Jahr 2005 festgelegten Steuerfusses bemessen hat.

5. (…).

 

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.--bezahlen die 

Beschwerdeführerinnen. Sie werden mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

verrechnet.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V.          R.           W.

 

Der Präsident:                      Der Gerichtsschreiber:

 

Versand dieses Entscheides an:

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-   die Beschwerdeführerinnen (durch Rechtsanwalt Dr. iur. H. E.)

-   die Vorinstanz

-   den Beschwerdegegner

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 73 StHG innert 

30 Tagen nach Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

Beschwerde erhoben werden.

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