# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e86a4ea3-caff-5e04-b29a-c4ac8c605587
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.12.2012 ZK1 2010 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2010-22_2012-12-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. Dezember 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 10 22          11. März 2013

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schlenker
Aktuar Wolf

In der zivilrechtlichen Berufung

des CC., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Chris-
tian Clopath, Bahnhofstrasse 6, 7250 Klosters, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts HH. vom 13. Oktober 2009, mitgeteilt am 12. März 
2010, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen EE., Beklagter und Be-
rufungsbeklagter 1, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Théo Portmann, Alexan-
derstrasse 1, 7001 Chur, DD., Beklagter und Berufungsbeklagter 2, und KK., Be-
klagte und Berufungsbeklagte 3, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrea 
Wieser, Chesa Wieser, 7524 Zuoz,

betreffend Feststellung und Teilung eines Nachlasses,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die französischen Staatsangehörigen AA., geboren am 6. März 1915, und 
BB., geboren am 29. Oktober 1923, verheirateten sich am 7. Januar 1950. Ihrer 
Ehe entsprossen die drei Söhne CC., DD. und EE.. Nach dem Entstehen offenbar 
heftiger Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten im Jahr 1989 übertrug 
BB. in demselben Jahr umfangreiche Bankguthaben von AA. auf eigene Konten. 
AA. erwirkte darauf in den Jahren 1990 und 1995 in FF. drei Arreste auf Bankkon-
ten und Bankschliessfächern, welche auf den Namen seiner Ehefrau lauteten. 
Diese Arreste wurden vom Betreibungsamt FF. am 23. April 1990, 28. Juni 1990 
und 5. Mai 1995 vollzogen. Gemäss den später ausgestellten Pfändungsurkunden 
handelt es sich bei den verarrestierten Vermögenswerten um Bankguthaben, 
Wertschriften, Gold und Schmuck im damals geschätzten Wert von rund 3.8 Mio. 
Franken. In der Folge wurden zwei der Arreste durch Betreibungen und Klage in 
FF. erfolgreich prosequiert. Mit Urteil vom 12. Februar 1999 hiess das Obergericht 
des Kantons FF. (Cour de Justice) die Klage von AA. gut, verurteilte BB. zur Zah-
lung von Fr. 2‘170‘000.-- und Fr. 1‘481‘142.79, je zuzüglich Zinsen, und erteilte in 
zwei der Arrestbetreibungen die definitive Rechtsöffnung. Die von BB. gegen die-
ses Urteil erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht mit Ur-
teil vom 23. Juni 1999 ab. Einer der Arreste wurde nicht mittels Klage prosequiert, 
weshalb er dahinfiel, wobei es zu keiner Freigabe von Arrestsubstrat kam.

B. Unterdessen war in GG. im Jahr 1990 ein Ehescheidungsverfahren einge-
leitet worden. Mit Verfügung der zweitinstanzlich angerufenen Cour d’Appel de 
GG. vom 7. Mai 1996 wurde AA. zur Bezahlung von vorsorglichen Unterhaltsbei-
trägen an seine Ehefrau von monatlich 40‘000.-- französischen Franken (FF) ver-
pflichtet. Wegen ausstehender Unterhaltszahlungen hob BB. im Jahr 1997 ein Be-
treibungsverfahren über Fr. 125‘125.60 an, welches am 10. November 1998 mit 
der Ausstellung eines Pfändungsverlustscheins endete. Auf Gesuch von BB. vom 
10. März 1999 um Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung gemäss Art. 
190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG eröffnete der Bezirksgerichtspräsident HH. mit Erkennt-
nis vom 29. April 1999 antragsgemäss mit Wirkung per 6. Mai 1999 den Konkurs 
über AA. und beauftragte mit der Durchführung das Konkursamt II.. Die Konkur-
seröffnung wurde vom Kantonsgerichtsausschuss im Beschwerdeverfahren mit 
Urteil vom 25. Juni 1999 bestätigt (Verfahren SKG 99 27).

C. Nachdem AA. in den Arrestbetreibungen in FF. die Fortsetzungsbegehren 
gestellt hatte und die vollzogenen Arreste vom Betreibungsamt FF. am 14. Juli 
1999 in definitive Pfändungen umgewandelt worden waren, stellte das Konkur-

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samt II. als Konkursverwaltung und neue Verfügungsberechtigte im Konkurs über 
AA. dem Betreibungsamt FF. das Verwertungsbegehren. Der Erlös der betrei-
bungsamtlichen Verwertung in FF. von Fr. 3‘019‘324.80 wurde darauf im Februar 
2000 vom Konkursamt II. zur Konkursmasse gezogen. Den in FF. verarrestierten 
und gepfändeten Schmuck und das entsprechende Gold verwertete das Betrei-
bungsamt FF. erst am 13. August 2007 und am 28. September 2007, woraus - 
nach Abzug der betreibungsamtlichen Kosten - ein Erlös von Fr. 258‘959.19 resul-
tierte.

D. BB. gab im Konkurs über AA. unter verschiedenen Titeln Forderungen über 
insgesamt Fr. 12‘740‘850.60 ein. Davon anerkannte die Konkursverwaltung im 
Kollokationsplan zunächst Forderungen von Fr. 277‘827.35 und liess BB. als 
Gläubigerin zu. Indessen erklärte die Konkursverwaltung gleichzeitig die vollstän-
dige Verrechnung dieser Ansprüche mit Ansprüchen des Konkursiten gegen BB. 
in der Höhe von Fr. 4‘797‘078.95. Die von BB. gegen den am 28. April 2000 auf-
gelegten Kollokationsplan erhobene Klage wies das Bezirksgericht HH. mit Urteil 
vom 11. Dezember 2001 vollumfänglich ab. Ebenso wurde die gegen dieses Urteil 
von der Konkursmasse AA. und von BB. erhobene Berufung mit Urteil der Zivil-
kammer des Kantonsgerichts vom 21. September 2004 abgewiesen (Verfahren ZF 
02 8) beziehungsweise wurde diese mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums 
vom 26. März 2004 im Sinne der Erwägungen als erledigt abgeschrieben (Verfah-
ren ZF 02 7; auf die gegen diese Verfügung eingelegte Beschwerde trat der Kan-
tonsgerichtsausschuss mit Urteil vom 28. April 2004 im Verfahren ZB 04 23 nicht 
ein).

E. Am 25. Mai 2002 verstarb AA. in GG. mit letztem Wohnsitz in JJ.. Im bis zu 
seinem Tod hängigen Ehescheidungsverfahren stellte die Cour de Cassation de 
GG. am 11. März 2003 fest, dass die Ehe zwischen AA. und BB. durch Tod auf-
gelöst worden sei, und schrieb die Scheidungsklage als gegenstandslos ab.

F. Am 25. Juli 2002 eröffnete der Kreispräsident II. vier eigenhändige Testa-
mente von AA. sel. Darin wurden im Wesentlichen sämtliche Schenkungen an BB. 
widerrufen und diese vom Erbe ausgeschlossen. Ferner sollte KK. von EE. und 
DD. lebenslang eine jährliche Rente von FF 300‘000.-- ausgerichtet werden, wel-
che später durch einen „Niessbrauch von monatlich FF 15‘000.--“ auf Lebenszeit 
ersetzt wurde. Die Inhaberaktien der WW. waren durch Rechtsanwalt Dr. LL. zu 
verkaufen und der Erlös unter EE. und DD. sowie KK. gleichmässig aufzuteilen. 
Sein restliches Vermögen vermachte der Erblasser seinen Söhnen EE. und DD.. 
CC. setzte der Erblasser derweil auf den Pflichtteil, wobei ihm zahlreiche Vorbe-

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züge angerechnet werden sollten. Als Willensvollstrecker bestimmte AA. sel. MM., 
Rechtsanwalt NN. und OO. sowie - als Ersatzwillensvollstrecker - PP.. Die Abwick-
lung seines Nachlasses unterstellte der Erblasser dem französischen Recht.

G. Am 12. November 2002 verstarb BB..

H. Am 22. Juli 2003 liess CC. beim Kreisamt II. gegen EE. und DD. sowie KK. 
ein Vermittlungsbegehren einreichen. Nach erfolgloser Sühneverhandlung vom 
17. November 2005 wurde ihm am 29. September 2006 der Leitschein mit folgen-
den Rechtsbegehren ausgestellt:

„Klägerisches Rechtsbegehren

1. Es sei der Nachlass des AA. sel. festzustellen, unter Berücksichti-
gung der güterrechtlichen und weiteren Ansprüche der Ehegattin BB..

2.a Es seien die erbrechtlichen Pflichtteilsansprüche von CC. und BB. 
festzusetzen.

2.b Die letztwilligen Verfügungen des AA. seien bis zu den Pflichtteilsan-
sprüchen von CC. und den Erben von BB. sel. herabzusetzen.

3. Die Willensvollstrecker seien anzuweisen, die Ansprüche gem. Ziff. 1 
sowie Ziff. 2.b vorstehend innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Ur-
teils zu tilgen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Beklagtisches Rechtsbegehren EE.

1. Ebenfalls Feststellung und Teilung des Nachlasses.

2. Abweisung allfälliger Herabsetzungsforderungen.

3. Feststellung der Erbquoten und deren Höhe.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Beklagtisches Rechtsbegehren DD.

1. Ebenfalls Feststellung und Teilung des Nachlasses.

2. Abweisung allfälliger Herabsetzungsforderungen.

3. Feststellung der Erbquoten und deren Höhe.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Beklagtisches Rechtsbegehren KK.

1. Keines gestellt, er [recte: sie] werde diese [recte: dieses] mit der Pro-
zessantwort stellen.“

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I. Mit Gesuch vom 19. Februar 2004 beantragte CC. beim Bezirksgerichts-
präsidenten HH., die Willensvollstreckermandate von MM., NN. und des infolge 
Versterbens von OO. eingesetzten PP. seien durch Erlass einer superprovisori-
schen Massnahme vorläufig zu sistieren. Dieses Gesuch wurde mit Verfügung 
vom 23. Februar 2004 abgewiesen (Proz.Nr. 130-2004-20).

K. Mit Verfügung vom 9. April 2004 ordnete das Tribunal de Grande Instance 
de GG. auf Begehren von EE. vorläufig die Zwangsverwaltung des in Frankreich 
gelegenen Nachlasses von BB. sel. an und ernannte QQ. zur Nachlassverwalterin. 
Eine Erweiterung dieses Mandats auf die zur Hälfte zum Nachlass von AA. sel. 
gehörende Eigentumswohnung an der Avenue de RR. in GG. erfolgte mit Verfü-
gung vom 25. Juni 2004.

L. Mit Gesuch vom 20. Januar 2005 verlangte CC. vom Bezirksgerichtspräsi-
denten HH., es sei pendente lite ein Treuhänder mit der Verwaltung des Nachlas-
ses von AA. sel. zu beauftragen. Rechtsanwalt NN., dem gemäss dem aufgeleg-
ten Kollokations- und Verteilungsplan die Konkursaktiven zu überweisen seien, 
erfülle aufgrund angeblich unberechtigter Honorarbezüge während des laufenden 
Konkursverfahrens das Profil eines verlässlichen Willensvollstreckers nicht. Am 2. 
Februar 2005 verfügte der Bezirksgerichtspräsident HH. superprovisorisch, der 
Aktivenüberschuss im Konkurs    AA. sel. in Höhe von Fr. 3‘075‘118.50 verbleibe 
bis zum Abschluss des Konkursverfahrens unter der Verwaltung des Konkursam-
tes II. und anschliessend bis zum Entscheid über den zwischen CC. und EE. et al. 
hängigen Zivilprozess unter der Verwaltung des Bezirksgerichts HH..

M. Am 7. Februar 2005 verfügte der Bezirksgerichtspräsident HH. den Ab-
schluss des Konkursverfahrens über AA. sel. Dabei resultierte ein Aktivenüber-
schuss von Fr. 3‘075‘118.50, welcher hauptsächlich aus dem Erlös der betrei-
bungsamtlichen Verwertung in FF. stammte.

N. Mit vorsorglicher Verfügung vom 24. Mai 2005 erkannte der Bezirksge-
richtspräsident HH. im Wesentlichen, der Aktivenüberschuss im Konkurs AA. sel. 
bleibe im Umfang von Fr. 2‘000‘000.-- bis zum Entscheid über den zwischen CC. 
und EE. et al. hängigen Erbprozess unter der Verwaltung des Bezirksgerichts HH.. 
Der darüber hinausgehende Aktivsaldo sei dem Willensvollstrecker Rechtsanwalt 
NN. zu überweisen. Die dagegen von CC. erhobene Beschwerde wurde vom Be-
zirksgerichtsausschuss HH. mit Entscheid vom 25. Juli 2005 abgewiesen, 
während auf die von EE. und DD. sowie KK. erhobene Beschwerde gar nicht ein-
getreten wurde (Proz.Nr. 120-2005-16).

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O. Am 19. Dezember 2005 erklärten MM., Rechtsanwalt NN. und PP., ihre 
Ämter als Willensvollstrecker per Ende Dezember 2005 niederzulegen. Ihr Ab-
schlussbericht über den Stand des Nachlasses per Ende November 2005 datiert 
vom 6. Dezember 2005. Damit schrieb der Kreispräsident II. am 4. Januar 2006 
das durch CC. eingeleitete Aufsichtsbeschwerdeverfahren, worin die Absetzung 
der Willensvollstrecker verlangt wurde, infolge Gegenstandslosigkeit ab. 

P. Mit Verfügung vom 18. April 2006 lehnte der Kreispräsident II. das von CC., 
KK. sowie EE. gestellte Gesuch um Anordnung einer Erbschaftsverwaltung ab, 
während auf die von CC. anbegehrte Rückerstattung der von Rechtsanwalt NN. 
als Willensvollstrecker angenommenen Gelder in der Höhe von Fr. 1‘070‘000.-- 
nicht eingetreten werden konnte. Den dagegen von CC. erhobenen Rekurs lehnte 
der Kantonsgerichtspräsident am 3. Juli 2006 ab (Verfahren PZ 06 83).

Q. Mit Prozesseingabe vom 18. Oktober 2006 prosequierte CC. die vorliegen-
de Streitsache an das Bezirksgericht HH.. Dabei hielt er an den anlässlich der 
Sühneverhandlung vom 17. November 2005 gestellten Rechtsbegehren fest. EE. 
liess in seiner Prozessantwort vom 3. Januar 2007 die Ziffer 2 seines an der Süh-
neverhandlung gestellten Rechtsbegehrens fallen, hielt im Übrigen indes daran 
fest. In der Sache begehrte DD. mit Prozessantwort vom 17. September 2007 die 
kosten- und entschädigungspflichtige Feststellung des Nachlasses von AA. sel. 
unter Hinzurechnung der Vorbezüge von CC.. Weiter sei der Erbteil von DD. fest-
zustellen und der Nachlass von AA. sel. zu teilen. In ihrer Prozessantwort vom 4. 
Dezember 2006 beantragte KK. die kosten- und entschädigungspflichtige Feststel-
lung des Nachlasses von AA. sel. sowie der erbrechtlichen Pflichtteilsansprüche 
von CC., EE. und DD. sowie von BB. sel. CC. verzichtete am 29. Oktober 2007 
auf die Einreichung einer Replik.

R. Mit im Kontumazverfahren gegen die Beklagten ergangenem Urteil vom 
13. Oktober 2009, mitgeteilt am 12. März 2010, erkannte das Bezirksgericht HH. 
wie folgt: 

„1. Es wird festgestellt, dass der Nachlass des Erblassers AA. am 27. 
Mai 2002 [recte: 25. Mai 2002] CHF 4‘117‘449.94 betrug.

2. Es wird festgestellt, dass der Nachlass von AA. zu einem Viertel dem 
Kläger und zu je drei Achteln den Beklagten 1 und 2 zusteht.

3. Es wird festgestellt, dass dem Kläger CHF 877‘584.60 als Vorbezüge 
an seinem Erbanteil anzurechnen ist.

4. Es wird festgestellt, dass die Beklagten 1 und 2 der Beklagten 3 als 
Vermächtnis CHF 144‘500.- sowie eine monatliche Rente von CHF 
3‘511.74, erstmals zahlbar ab 1. Juni 2002, auszurichten haben.

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5. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 
15‘000.-, einem reduzierten Streitwertzuschlag von CHF 10‘000.- und 
Schreibgebühren von CHF 1‘000.-, sowie die vermittleramtlichen Kos-
ten von CHF 300.- werden zu drei Vierteln dem Kläger und zu je ei-
nem Zwölftel den Beklagten 1 bis 3 auferlegt, unter solidarischer Haf-
tung eines jeden für den jeweils gesamten Betrag.

6. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagten 1 bis 3 mit je CHF 8‘000.- 
ausseramtlich zu entschädigen.

7. Den Beklagten wird eine Wiederherstellungsfrist von einem Monat 
seit Mitteilung des Urteilsdispositives angesetzt.

8. [Rechtsmittelbelehrung]

9. [Mitteilung]“

S. Dagegen erhob CC. am 9. April 2010 (Datum des Poststempels) die Beru-
fung an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträgen:

„A. Ziff. 1, 2, 3, 5 und 6 des Dispositivs des angefochtenen Urteils seien 
aufzuheben.

B. Es sei neu zu erkennen:

1. Es sei festzustellen, dass der Nachlass des AA. sel. CHF 
4‘775‘452.30 betrug.

2. Es sei festzustellen, dass die Ansprüche von BB. CHF 852‘263.90 
betrugen und dem Berufungskläger zu vergüten sind.

3. Der Pflichtteilsanspruch des Berufungsklägers beträgt ¼ und der 
Erbanspruch von BB., der auf den Berufungskläger übergangen 
ist, beträgt ¼.

4. Das Bezirksgericht HH. sei anzuweisen, dem Berufungskläger in-
nert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils den Betrag von CHF 
3‘239‘989.90 zu bezahlen.

C. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen.“

T. Da gemäss den vom Bezirksgericht HH. dem Kantonsgericht zugestellten 
Akten die auf dem Rechtshilfeweg veranlasste Zustellung des angefochtenen Ur-
teils an DD. noch ausstehend war und deshalb für diesen die Fristen für eine Be-
schwerde gegen die Durchführung des Kontumazverfahrens (Art. 133 Abs. 1 in 
Verbindung mit Art. 232 Ziff. 3 ZPO) und/oder für ein Gesuch um Wiederaufnahme 
des Verfahrens (Art. 130 ZPO) noch nicht zu laufen begonnen hatte, sistierte die 
Vorsitzende der I. Zivilkammer das Berufungsverfahren mit Verfügung vom 7. Juni 
2010, bis feststand, ob die Sache vor erster Instanz neu zu beurteilen war. Nach-
dem sämtliche Zustellungsversuche an DD. an dessen zuletzt bekannten Adres-
sen in GG. und SS. erfolglos geblieben waren, der aktuelle Aufenthalt von DD. 
nicht ausfindig gemacht werden konnte und daher das Dispositiv des angefochte-
nen Urteils am 4. November 2010 im Kantonsamtsblatt publiziert worden war (Art. 

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129 Abs. 2 ZPO), hob die Vorsitzende der I. Zivilkammer nach unbenütztem Ab-
lauf der mit der besagten Publikation für DD. in Gang gesetzten Fristen für eine 
Beschwerde gegen die Durchführung des Kontumazverfahrens und/oder für ein 
Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens am 14. Dezember 2010 die Sistie-
rung des Berufungsverfahrens auf. Ebenfalls mit Verfügung vom 14. Dezember 
2010 wurde das schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO angeordnet, 
worauf CC. am 10. Januar 2011 eine schriftliche Berufungsbegründung einreichte. 
EE. stellte mit Berufungsantwort vom 14. März 2011 innert erstreckter Frist die 
gleichen Rechtsbegehren wie bereits im erstinstanzlichen Verfahren und ersuchte 
gleichentags um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Über dieses Ge-
such wird mit separater Verfügung der hierfür zuständigen Kammervorsitzenden 
entschieden. DD. und KK. reichten weder eine Berufungsantwort ein, noch leiste-
ten sie innert der angesetzten Nachfrist den Kostenvorschuss oder ersuchten sie 
um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil und auf die Ausführungen der Par-
teien in ihren Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1.a) Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts HH. wurde am 13. Oktober 
2009 gefällt und den Parteien am 12. März 2010, somit vor Inkrafttreten der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (CH-ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011, mit-
geteilt. Anwendbar ist damit gemäss Art. 405 Abs. 1 CH-ZPO noch die Zivilpro-
zessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000).

b) Gegen Urteile der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche Streitigkeiten 
im Betrag von über Fr. 8'000.-- kann die Berufung an das Kantonsgericht ergriffen 
werden (Art. 218 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 ZPO). Da die vorliegende Aus-
einandersetzung vermögensrechtlicher Natur ist und der Streitwert angesichts des 
Prozessthemas (Feststellung und Bewertung des gesamten Nachlasses von    AA. 
sel.) offenkundig weit über Fr. 8‘000.-- liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache als Beru-
fungsinstanz gegeben.

c) Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf 

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Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, 
soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). CC. erklärte 
am 9. April 2010 (Datum des Poststempels) die Berufung gegen das Urteil des 
Bezirksgerichts HH. vom 13. Oktober 2009, mitgeteilt am 12. März 2010, und hielt 
damit unter Berücksichtigung der Gerichtsferien sowohl die Frist von 20 Tagen als 
auch sämtliche anderen Formerfordernisse ein.

2. Zu Recht und völlig unbestritten hat die Vorinstanz gestützt auf Art. 86 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über das internationale Privatrecht (IPRG; SR 291) 
ihre internationale Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Erbschaftssache 
des am 25. Mai 2002 in GG. mit letztem Wohnsitz in JJ. verstorbenen Erblassers 
französischer Nationalität bejaht (angefochtenes Urteil E. 1).

3.a) Die Vorinstanz hat gegen sämtliche Beklagten das Konzumazverfahren 
durchgeführt. Keiner der Beklagten habe den Kostenvorschuss geleistet oder ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege eingereicht. Während EE. und KK. zur 
Hauptverhandlung erschienen seien, sei DD. dieser ausserdem trotz ordnungs-
gemässer Vorladung ferngeblieben (angefochtenes Urteil E. 2.b). Ob die Kontu-
mazierung zu Recht erfolgte, könnte namentlich in Bezug auf DD. fraglich sein, 
zumal mit diesem nach der Mandatsniederlegung seines Rechtsvertreters nur 
noch auf dem elektronischen Weg kommuniziert und ihm insbesondere die Durch-
führung der Hauptverhandlung lediglich per E-Mail angezeigt wurde (Vorinstanz 
act. K 37 und K 46). Nachdem indes sämtliche Zustellungsversuche an DD. an 
dessen zuletzt bekannten Adressen in GG. und SS. erfolglos geblieben waren und 
der aktuelle Aufenthalt von DD. nicht ausfindig gemacht werden konnte, durfte die 
Vorinstanz jedenfalls von dessen unbekanntem Aufenthalt ausgehen und in An-
wendung von Art. 129 Abs. 2 ZPO das Dispositiv des angefochtenen Urteils am 4. 
November 2010 schlussendlich im Kantonsamtsblatt publizieren (vgl. Kantonsge-
richt act. 4 und 14). DD. wie auch EE. und KK. haben gegen das angefochtene 
Urteil weder eine Beschwerde nach Art. 133 ZPO noch ein Gesuch um Wieder-
aufnahme des Verfahrens im Sinne von Art. 130 ZPO eingereicht, so dass im jet-
zigen Verfahrensstand nicht weiter zu prüfen ist, ob die Kontumazierung der Be-
klagten im vorinstanzlichen Verfahren zu Recht erfolgte.

b) Im erstinstanzlichen Verfahren bewirkte die Kontumazierung der Beklagten, 
dass sie ab dem Zeitpunkt ihrer Säumnis von der Beteiligung am Verfahren aus-
geschlossen blieben und an der Hauptverhandlung nur der klägerische Rechtsver-
treter zum Plädoyer zugelassen wurde (Art. 39 Abs. 2 ZPO und Art. 125 Abs. 1 
ZPO; vgl. ferner das Urteil der Zivilkammer ZF 2006 21 vom 12. April 2006 E. 4.b). 

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Dies konnte die Vorinstanz aber nicht davon entbinden, ihren Entscheid aufgrund 
sämtlicher noch vor Eintritt der Säumnis eingereichten Rechtsschriften und Be-
weismittel zu fällen (vgl. Art. 127 ZPO und das Urteil der Zivilkammer ZF 2006 21 
vom 12. April 2006 E. 4.b; vgl. auch PKG 2005 Nr. 7 zur entsprechenden Ver-
pflichtung des Gerichts bei Kontumazierung einer Partei im Berufungsverfahren). 
Die Pflicht zur Berücksichtigung der von den Beklagten in den Prozess einge-
brachten Sachumstände und der sich daraus ergebenden Rechtsfolgen galt vor-
liegend umso mehr, als es sich beim Erbteilungsprozess um eine doppelseitige 
Klage (sogenannte actio duplex) handelt. Diese besondere Rechtsnatur der Erb-
teilungsklage findet ihren Ausdruck unter anderem darin, dass die beklagte Partei 
rechtsgültig Anträge stellen kann, ohne dass es dazu einer Widerklage bedürfte. 
Ausserdem kann dem Beklagten auch dann etwas zugesprochen werden, wenn 
dieser sich nicht auf den Prozess eingelassen hat und kann eine Partei nach Ab-
lauf der Sühneverhandlung in den Rechtsschriften rechtsverbindlich neue Begeh-
ren und Anträge stellen, ohne dass hierfür das Vermittlungsobligatorium gelten 
würde (vgl. zu diesen Auswirkungen der actio duplex das Urteil der Zivilkammer 
ZF 2004 4 von 27. April 2004 E. 3.a mit weiteren Hinweisen). Überdies bestimmt 
Art. 85 Abs. 1-3 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch 
(EGzZGB; BR 210.100) in Abweichung vom ordentlichen Zivilprozess, dass der 
Richter nach Abschluss des Schriftenwechsels die notwendigen Anordnungen zur 
Abklärung des Sachverhalts trifft, die Parteien zu weiteren schriftlichen oder 
mündlichen Vernehmlassungen über bestimmte Fragen anhalten und auf Antrag 
oder von Amtes wegen weitere Beweiserhebungen anordnen kann (vgl. zur Trag-
weite dieser beschränkten Untersuchungsmaxime PKG 1990 Nr. 2). Diesen Pro-
zessmaximen hat die Vorinstanz kaum nachgelebt. So hat sie einzelne betrags-
mässig bedeutende Vorbringen namentlich des Beklagten DD. gänzlich unbeurteilt 
gelassen, was unter anderem damit zusammenhängt, dass sie den von den Wil-
lensvollstreckern auf den Zeitpunkt ihrer Mandatsniederlegung erstellten Vermö-
gensstatus (vgl. Beilagen UU. act. 15) bei der Feststellung des Nachlasses völlig 
ignoriert hat. Ob und wie diese Versäumnisse im Berufungsverfahren noch korri-
giert werden können, wird im entsprechenden Sachzusammenhang zu diskutieren 
sein. An dieser Stelle sei lediglich angemerkt, dass die beschriebene (beschränk-
te) Untersuchungsmaxime auch für die Sachverhaltsfeststellung im Berufungsver-
fahren massgebend ist.

c) Für das Berufungsverfahren hatte die vorinstanzliche Kontumazierung der 
Beklagten zur Folge, dass ihnen die Erhebung einer eigenen Berufung oder auch 
nur einer Anschlussberufung verwehrt war. Soweit sie einen Berufungsanspruch 

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hätten geltend machen wollen, hätten sie vorerst die Wiederaufnahme des Verfah-
rens nach Art. 130 ZPO verlangen müssen. Ausserhalb dieses sogenannten Pur-
gationsverfahrens stand ihnen gemäss Art. 133 Abs. 2 ZPO lediglich die Be-
schwerde gegen die Durchführung des Kontumazverfahrens offen. Nach dieser 
Bestimmung wird, wenn die Gegenpartei das Konzumazurteil angefochten hat, 
das Verfahren vor der Rechtsmittelinstanz sistiert, bis feststeht, ob die Sache vor 
erster Instanz neu beurteilt wird. Entspricht die erste Instanz einem Begehren um 
Wiederaufnahme, wird das Rechtsmittel abgeschrieben; andernfalls wird die Sa-
che im Rahmen der Rechtsmittelanträge der Gegenpartei beurteilt. Das Recht zur 
Beteiligung am von der Gegenpartei angehobenen Berufungsverfahren blieb den 
Beklagten dagegen auch ohne Einleitung des Wiederherstellungsverfahrens und 
bei Verzicht auf die Erhebung einer Beschwerde gegen die Durchführung des 
Kontumazverfahrens erhalten, wobei sich ihre Berufungsantwort auf Entgegnun-
gen zu den Einwänden des Berufungsklägers und einen allfälligen Antrag auf Ab-
weisung der Berufung hätte beschränken müssen. Daraus folgt mitunter, dass das 
vorinstanzliche Urteil im Berufungsverfahren selbst bei Feststellung offensichtli-
cher Unzulänglichkeiten nicht zu Ungunsten des Berufungsklägers abgeändert 
werden kann (Verbot der reformatio in peius). Nicht ausgeschlossen erscheint 
aber, gewisse offensichtliche Mängel der vorinstanzlichen Beurteilung in den Er-
wägungen des Berufungsurteils festzuhalten und die in Missachtung der be-
schränkten Untersuchungsmaxime unbehandelt gebliebenen Positionen in die Be-
rechnung des für den Pflichtteil des Klägers massgebenden Nachlasses einzube-
ziehen, wobei es bei Feststellung eines für den Berufungskläger insgesamt 
schlechteren Ergebnisses mit der Abweisung der Berufung sein Bewenden haben 
müsste.

d) Effektiv beteiligt hat sich am Berufungsverfahren von den Berufungsbeklag-
ten nur EE.. Von DD., dem zufolge seines unbekannten Aufenthalts neben der 
Aufforderung zur Berufungsantwort auch die Aufforderung zur Bezahlung eines 
Kostenvorschusses und die Ansetzung einer Nachfrist mittels Publikation im Kan-
tonsamtsblatt mitgeteilt wurde (Kantonsgericht act. 20 und 31), ist weder eine Be-
rufungsantwort eingegangen noch der Kostenvorschuss geleistet noch um Ge-
währung unentgeltlicher Rechtspflege ersucht worden. Ebenso hat KK. sowohl 
von der Einreichung einer Berufungsantwort als auch von der Bezahlung des ver-
langten Kostenvorschusses sowie einem Gesuch um Erteilung unentgeltlicher 
Rechtspflege abgesehen. Entsprechend ist gegen DD. und KK. wiederum das 
Kontumazverfahren durchzuführen (Art. 228 Abs. 1 ZPO und Art. 125 Abs. 1 ZPO 
analog). Dies hat mangels Vorliegens der in PKG 1998 Nr. 11 umschriebenen 

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Voraussetzungen für ein anderes Vorgehen zur Folge, dass den Berufungsbeklag-
ten im vorliegenden Erkenntnis eine (minimale) Wiederherstellungsfrist von einem 
Monat anzusetzen ist (vgl. Art. 128 ZPO).

e) Seitens des Beklagten EE. ist am 14. März 2011 eine drei Seiten umfas-
sende Berufungsantwort sowie ein Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege eingegangen. In seiner Berufungsantwort stellt er exakt die gleichen 
Rechtsbegehren wie bereits vor der Vorinstanz. Darauf kann aus mehreren Grün-
den ganz offensichtlich nicht eingetreten werden. Wie bereits gesehen, hätte sich 
der im vorinstanzlichen Verfahren kontumazierte EE. in seiner Berufungsantwort 
auf Entgegnungen zu den Einwänden des Berufungsklägers und einen allfälligen 
Antrag auf Abweisung der Berufung beschränken müssen, statt eigene Anträge in 
der Sache zu stellen. Zwar stellt er die Rechtmässigkeit seiner Kontumazierung in 
Frage und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, er sei an der vorinstanzli-
chen Hauptverhandlung rechtsgenüglich vertreten gewesen. Er verkennt damit 
aber in formeller Hinsicht, dass er diesen Einwand beschwerdeweise innert Frist 
hätte vorbringen müssen. Da diese Frist längst abgelaufen ist, kann seine Prozes-
santwort auch nicht als Beschwerde gegen die Durchführung des Kontumazver-
fahrens entgegengenommen werden. In der Sache lässt EE. sodann ausser Acht, 
dass er gar nicht mangels Anwesenheit an der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung, sondern aufgrund Nichtbezahlens des Kostenvorschusses kontumaziert 
worden ist. Ausserdem kann auf die bereits vorinstanzlich gestellten und in der 
Berufungsantwort bloss wiederholten Rechtsbegehren auch mangels der im Beru-
fungsverfahren erforderlichen Konkretisierung beziehungsweise Bezifferung nicht 
eingetreten werden (vgl. dazu die Urteile der Zivilkammer ZF 2002 68 vom 17./18. 
Februar 2003 E. 4 und ZF 1997 87 vom 16. März 1998 E. 1.d unter Verweis auf 
die analoge Rechtslage bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung sowie nach-
folgend E. 5.a). Schlussendlich fehlt in der Berufungsantwort auch jede Auseinan-
dersetzung mit dem angefochtenen Urteil. EE. begnügt sich im Wesentlichen da-
mit, stichwortartig die Komplexität des Falles darzulegen, ohne auf die Erwägun-
gen des Bezirksgerichts HH. einzugehen. Damit könnte auch mangels hinreichen-
der Begründung auf die in der Berufungsantwort formulierten Anträge nicht einge-
treten werden (vgl. PKG 2000 Nr. 7 E. 3 und 5).

4. CC. richtet seine Berufung auch gegen KK.. Letztere war als vom Erblasser 
in mehreren letztwilligen Verfügungen mit Vermächtnissen zu Lasten von EE. und 
DD. Bedachte am vorinstanzlichen Verfahren nur am Rande beteiligt. Die Berech-
tigung von KK. hat die Vorinstanz in Ziffer 4 des Dispositivs des angefochtenen 
Urteils festgestellt, und zwar im Sinne eines gegen EE. und DD. bestehenden An-

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spruchs auf Ausrichtung einer einmaligen Zahlung von Fr. 144‘500.-- sowie einer 
lebenslänglichen monatlichen Rente von Fr. 3‘511.74 mit Wirkung ab dem 1. Juni 
2002, wobei davon abgesehen wurde, die - von KK. in ihrer Prozessantwort vom 
4. Dezember 2006 dem Grundsatz nach anerkannten - Pflichtteilsrechte der bei-
den belasteten Erben vorzubehalten. Der Berufungskläger hat diese gerichtliche 
Feststellung aus naheliegenden Gründen nicht angefochten, wird er doch dadurch 
in keiner Weise beschwert. Weshalb er mit seiner Berufung dennoch auch die 
Vermächtnisnehmerin ins Recht gefasst hat, bleibt unerfindlich. Soweit er mit sei-
nen Rechtsbegehren die Feststellung des Nachlasses unter Einbezug zusätzlicher 
Aktiven, aber ohne Anrechnung eigener bestrittener Vorbezüge, sowie die Fest-
stellung zusätzlicher - angeblich auf ihn als Alleinerben übergegangener - An-
sprüche von BB. verlangt (B.1-3 der Berufungsbegehren), richten sich die von CC. 
formulierten Anträge ausschliesslich gegen seine beiden Brüder EE. und DD.. Mit 
Bezug auf die Anweisung des Bezirksgerichts HH. zur Auszahlung seines auf ins-
gesamt Fr. 3‘239‘989.90 bezifferten Guthabens (B.4 der Berufungsbegehren) rich-
ten sich seine Anträge ausserdem gegen die Vorinstanz. Gegen KK. richten sich 
die Anträge des Berufungsklägers an sich nicht, weshalb der Berufungsbeklagten 
3 die Passivlegitimation fehlt. Eine andere Auffassung liesse sich einzig im eben-
falls angefochtenen Kostenpunkt vertreten (Ziff. 5 und 6 des Dispositivs des ange-
fochtenen Urteils). Indes genügt der in diesem Zusammenhang einzig geäusserte 
Wunsch, die vorinstanzlich entstandenen „gerichtlichen und aussergerichtlichen 
Kosten […] nach Ermessen aufzuerlegen“ (Berufungsbegründung S. 7), einer 
substantiierten Auseinandersetzung mit den entsprechenden Erwägungen des 
Bezirksgerichts HH. (angefochtenes Urteil E. 13) nicht, weshalb eine Abänderung 
der vorinstanzlich vorgenommenen Kostenverteilung jedenfalls in Bezug auf KK. 
von Vornherein ausser Betracht fällt. Soweit sich die Berufung gegen KK. richtet, 
ist sie demzufolge mangels Passivlegitimation abzuweisen, soweit darauf einge-
treten werden kann.

5.a) Sämtliche von CC. mit der Berufung gestellten Rechtsbegehren weichen 
ihrem Wortlaut nach von den vorinstanzlichen Anträgen ab. Soweit er damit ledig-
lich den nach seiner Auffassung festzustellenden Nachlass sowie die von ihm her-
aus verlangten angeblichen Ansprüche seiner Mutter BB. sel. beziffert und die 
Festlegung seines Pflichtteilanspruchs und des Erbanspruchs seiner Mutter auf je 
¼ verlangt (B.1-3 der Berufungsbegehren), ergibt sich die Zulässigkeit der Beru-
fungsbegehren ohne weiteres daraus, dass gemäss kantonsgerichtlicher Praxis 
das ursprünglich allgemein gehaltene Teilungsbegehren im Berufungsverfahren 
zwingend zu konkretisieren, das heisst grundsätzlich zu beziffern ist (vgl. die Urtei-

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le der Zivilkammer ZF 2002 68 vom 17./18. Februar 2003 E. 4 und ZF 1997 87 
vom 16. März 1998 E. 1.d). Mit dem Antrag auf Anweisung des Bezirksgerichts 
HH., dem Berufungskläger innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils einen 
Betrag von Fr. 3‘239‘989.90 zu bezahlen (B.4 der Berufungsbegehren) geht CC. 
indessen über eine blosse Bezifferung von Ziffer 3 seiner Prozesseingabe vom 18. 
Oktober 2006 hinaus. Die begehrte Anweisung des Bezirksgerichts an Stelle der 
Willensvollstrecker entspricht gemäss dem vorinstanzlichen Verhandlungsprotokoll 
dem bereits an der Hauptverhandlung gestellten Antrag und wird vom Berufungs-
kläger mit der Mandatsniederlegung seitens der Willensvollstrecker begründet 
(Berufungsbegründung S. 2), welche allerdings bereits vor der Einreichung der 
Prozesseingabe erfolgt war. Ob die Änderung des Anweisungsadressaten, wel-
cher als Inhaber der faktischen Verfügungsgewalt über die Nachlassaktiven an-
stelle der Miterben ins Recht gefasst wird, eine Klageänderung darstellt oder nicht, 
kann vorliegend offen gelassen werden, da auf das fragliche Begehren, zu wel-
chem sich das Dispositiv des angefochtenen Entscheids einfach ausschweigt, be-
reits aus einem anderen Grund nicht eingetreten werden kann. Seinem Wesen 
nach handelt es sich dabei um ein Begehren um Vollstreckung der im Teilungs-
prozess festzustellenden Ansprüche des Berufungsklägers. Davon ausgehend, 
dass sich die Kompetenzen des erkennenden Gerichts in einem Erbteilungspro-
zess nach dem massgeblichen Verfahrensrecht und nicht nach dem die Erbteilung 
bestimmenden materiellen Recht (sogenanntes Erbstatut; vgl. zu dessen Umfang 
Graham-Siegenthaler, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, Basel 
2011, Anhang IPR N 51 ff. und 124 f.; Schnyder/Liatowitsch, in: Hon-
sell/Vogt/Schnyder/Berti [Hrsg.], Basler Kommentar, Internationales Privatrecht, 2. 
Aufl., Basel 2007, Art. 92 N 5) richten, ist in diesem Zusammenhang die Beson-
derheit des - sowohl auf das vorinstanzliche Verfahren als auch auf das Beru-
fungsverfahren noch anwendbaren (vorstehend E. 1.a) - bündnerischen Zivilpro-
zessrechts zu beachten, wonach dem Bezirksgericht im zweigeteilten Erbteilungs-
prozess die Feststellung der Höhe des Nachlasses und der Erbquoten obliegt, 
während die Durchführung der Erbteilung, das heisst die reale Teilung des Nach-
lasses, als Akt der Vollstreckung nach Art. 255 ff. ZPO in den Aufgabenbereich 
des Kreispräsidenten fällt (PKG 2009 Nr. 10, 2001 Nr. 36, 1988 Nr. 61). Mangels 
Einigkeit unter den Erben wäre die Vorinstanz demnach auf das Begehren, die 
Willensvollstrecker beziehungsweise das Bezirksgericht zur Tilgung seiner angeb-
lichen Ansprüche anzuweisen, richtigerweise nicht eingetreten. Nichts anderes gilt 
selbstredend im Berufungsverfahren für die I. Zivilkammer, welche für die Behand-
lung dieses Begehrens ebenso sachlich unzuständig ist. Nicht beurteilt zu werden 
braucht an dieser Stelle, ob mit dem Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilpro-

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zessordnung sowie der entsprechenden Einführungsgesetzgebung die Zweiteilung 
des Erbteilungsprozesses aufrecht erhalten werden kann, insbesondere, ob in 
neurechtlichen Verfahren der allgemein für die Vollstreckung zuständige Einzel-
richter am Bezirksgericht (Art. 4 Abs. 1 lit. d des Einführungsgesetzes zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]) oder aber eher - im Rah-
men eines einteilig ausgestalteten Erbteilungsverfahrens - das Bezirksgericht für 
die Realteilung des Nachlasses zuständig ist. 

b) Zum Ausgeführten kommt dazu, dass dem Pflichtteilserben auch nach dem 
vom Erblasser zulässigerweise gewählten französischen Recht (vgl. dazu nachfol-
gend E. 6.a) nicht eine obligatorische Forderung in der Höhe seines Pflichtteiles 
gegen die Miterben zusteht, sondern ihm sein Pflichtteilsanspruch eine materielle 
Erbenstellung verschafft (vgl. Ferid/Sonnenberger, Das französische Zivilrecht, 
Band 3: Familienrecht, Erbrecht, 2. Aufl., Heidelberg 1987, 5 C 201). Auch aus 
dem materiellen Recht ergibt sich demnach keine direkte Leistungsklage des 
Pflichtteilserben, sondern dieser erhält den ihm zustehenden Teil erst mit der Zu-
weisung der seiner Quote entsprechenden Nachlassgegenstände im Rahmen der 
Realteilung. Von dieser Rechtslage scheint auch das Bezirksgericht ausgegangen 
zu sein, wenn es im Zusammenhang mit dem Schicksal der vorsorglich unter der 
Verwaltung des Bezirksgerichts verbliebenen Gelder erwogen hat, diese seien den 
Parteien (gemeint wohl den drei Erben) auszubezahlen (angefochtenes Urteil E. 
12.c). Letzteres ist zwar grundsätzlich richtig, dürfte in Anbetracht dessen, dass 
das französische Recht keine gesamthänderische Berechtigung der Miterben 
kennt und die Verwaltung des ungeteilten Nachlasses vom Grundsatz geprägt 
wird, dass jeder Miterbe einen die anderen ausschliessenden Anteil an seiner  
abstrakten Nachlassquote wie auch an den einzelnen Nachlassgegenständen hat 
(vgl. dazu Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 D 129 ff.), im Vollzug aber nicht unpro-
blematisch sein. Im vorliegenden Verfahren ist auf die Frage der Berechtigung an 
den vom Bezirksgericht verwalteten Geldern allerdings nicht näher einzugehen.

c) Bereits an dieser Stelle sei sodann erwähnt, dass eine Anweisung des Be-
zirksgerichts HH. zur Auszahlung eines höheren als des von ihm verwalteten Be-
trages entgegen der Auffassung des Berufungsbeklägers (Berufungsbegründung 
S. 7) ohnehin nicht in Frage kommen kann. Allfällige Verantwortlichkeitsansprüche 
gegen das Bezirksgericht HH. als Folge der Überweisung eines Teils der Nach-
lassmittel an die Willensvollstrecker wären im dafür vorgesehenen Verfahren ge-
gen den Bezirk HH. geltend zu machen und können nicht im vorliegenden Verfah-
ren beurteilt werden, zumal deren Bestand und Umfang völlig ungewiss sind.

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6.a) Die Vorinstanz ist gestützt auf Art. 90 Abs. 2 IPRG sowie Art. 93 Abs. 1 
IPRG in Verbindung mit Art. 1 lit. a des Haager Übereinkommens vom 5. Oktober 
1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anwendbare Recht (SR 
0.211.312.1) und Art. 505 Abs. 1 ZGB unbestritten und völlig zu Recht zum 
Schluss gekommen, der mit letztem Wohnsitz in JJ. verstorbene Erblasser franzö-
sischer Nationalität habe in seinem eigenhändigen Testament vom 15. August 
1997 (Zusatzklausel zum Testamentsnachtrag vom 12. August 1997, KB 19) wirk-
sam seinen Nachlass dem französischen Recht unterstellt (angefochtenes Urteil 
E. 3).

b) Unter seinen „prozessualen Vorbemerkungen“ führt der Berufungskläger 
aus, es sei Art. 117 Abs. 2 ZPO zu beachten, wonach schweizerisches Recht an-
zuwenden sei, wenn das Gericht keine sichere Kenntnis des fremden Rechts habe 
und die Parteien dessen Inhalt nicht nachweisen würden (Berufungsbegründung 
S. 2). Dabei verkennt er, dass die von ihm zitierte Bestimmung der bündnerischen 
Zivilprozessordnung mit dem Inkrafttreten des IPRG derogiert wurde. Die Frage 
der Feststellung des ausländischen Rechts wird nunmehr abschliessend durch 
Art. 16 IPRG geregelt. Demnach hat der Richter in erster Linie das ausländische 
Recht selbst von Amtes wegen festzustellen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 IPRG). Demzu-
folge gilt auch beim Vorliegen von grenzüberschreitenden Sachverhalten der 
Grundsatz „iura novit curia“. Allerdings hat der Richter verschiedene Möglichkei-
ten, die Parteien bei der Feststellung des anwendbaren Rechts einzubeziehen. In 
allen Fällen kann der Richter die Mitwirkung der Parteien bei der Feststellung des 
anwendbaren Rechtes verlangen (Art. 16 Abs. 1 Satz 2 IPRG). Bei vermögens-
rechtlichen Ansprüchen hat der Richter zudem die Möglichkeit, den Nachweis des 
ausländischen Rechts den Parteien zu überbinden (Art. 16 Abs. 1 Satz 3 IPRG). 
Wenn der Nachweis von den Parteien nicht erbracht wird, ist der Richter aufgrund 
des Grundsatzes "iura novit curia" immer noch verpflichtet, zumutbare und ver-
hältnismässige Abklärungen über das anwendbare Recht zu machen. Nur wenn 
die erwähnten Bemühungen zu keinem zuverlässigen Ergebnis führen, ist ersatz-
weise Schweizer Recht anzuwenden (Art. 16 Abs. 2 IPRG und zum Ganzen BGE 
128 III 346 E. 3.2; 126 III 492 E. 3c/bb; 124 I 49 E. 3.b). Im Lichte des Gesagten 
erscheint vorliegend eine ersatzweise Anwendung materiellen schweizerischen 
Rechts ausgeschlossen, zumal - wie im Folgenden zu zeigen ist - der Inhalt des 
französischen Rechts gestützt auf den Gesetzestext und die verfügbare Literatur 
hinsichtlich der zu beurteilenden Fragen ausreichend feststellbar ist. Deshalb er-
scheint auch etwa die vom Berufungskläger angesprochene Einholung einer Mei-

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nungsäusserung des Bundesamtes für Justiz (Berufungsbegründung S. 5) über-
flüssig.

c/aa) Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat (angefochtenes Urteil E. 8.a), sind 
nach Art. 913 und 914 des französischen Code civil (CC) einzig die Abkömmlinge 
und Aszendenten, nicht aber der überlebende Ehegatte pflichtteilsgeschützt (Fe-
rid/Sonnenberger, a.a.O., 5 C 202; Ferid, in: Ferid/Firsching/Dörner/Hausmann 
[Hrsg.], Internationales Erbrecht, Band III, 85. Ergänzungslieferung, München 
2012, F § 2 IV N 208 f.). Soweit der überlebende Ehegatte - wie im vorliegenden 
Fall - mit Nachkommen zusammentrifft, galt dies sowohl für das frühere als auch 
für das mit Gesetzesnovelle vom 3. Dezember 2001 revidierte Erbrecht Frank-
reichs, welches grossmehrheitlich auf den 1. Juli 2002 in Kraft gesetzt wurde. Das 
neue Recht brachte zwar eine gewisse Verbesserung des gesetzlichen Erbrechts 
des überlebenden Ehegatten, indem ihm statt des blossen Niessbrauchsrechts an 
einem Viertel des Nachlasses (Art. 767 Abs. 1 aCC) ein Wahlrecht zwischen der 
Nutzniessung am gesamten Nachlass oder dem Eigentum an einem Viertel des 
Nachlasses (Art. 757 CC) eingeräumt wird. Jedoch ist ein Pflichtteilsrecht des 
überlebenden Ehegatten nach wie vor nur für den Fall vorgesehen, dass der Erb-
lasser weder Nachkommen noch seine Eltern als Erben hinterlässt (zum Ganzen 
Dostal, in: Ferid/Firsching/Dörner/Hausmann [Hrsg.], Internationales Erbrecht, 
Band III, 85. Ergänzungslieferung, München 2012, Hinweise Frankreich S. 2 f. und 
6). Daraus erhellt, dass der von der Vorinstanz und dem Berufungskläger unter-
schiedlich beantworteten Frage, ob die vorliegend zu beurteilende erbrechtliche 
Auseinandersetzung dem alten oder dem am 3. Dezember 2001 revidierten 
französischen Erbrecht untersteht, mit Bezug auf den Erbanspruch der überleben-
den Ehegattin keine Bedeutung zukommt. In seinem Testament vom 7. Februar 
1996 (KB 19) hat der Erblasser nämlich ausdrücklich bestimmt, dass seine Gattin 
aus seiner Erbmasse gar nichts bekommen soll. Damit wurde das gesetzliche Erb-
recht von BB. sel. unabhängig davon, ob es nach altem oder neuem Recht zu be-
stimmen wäre, rechtsgültig ausgeschlossen, ohne dass ein Pflichtteilsschutz zu 
Gunsten der Ehegattin greifen würde. Dementsprechend ist auch irrelevant, ob bei 
BB. sel. allenfalls ein Erbunwürdigkeitsgrund des alten oder neueren Rechts vor-
lag (Art. 726 ff. CC).

c/bb) Beizufügen bleibt, dass entgegen der Auffassung des Berufungsklägers 
(Berufungsbegründung S. 6) keinerlei Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass 
vorliegend das neuere Recht anwendbar sein könnte. Unter Verweis auf Art. 2 CC, 
wonach das Gesetz nicht rückwirkend wirkt, und die einschlägige Literatur (Ferid, 
a.a.O., B II N 4), welche den Zeitpunkt des Erbfalles für die Bestimmung des an-

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wendbaren Rechts als massgebend erachtet, hat die Vorinstanz völlig zu Recht 
entgegen der in diesem Punkt übereinstimmenden Auffassung der Parteien das 
vor der angesprochenen französischen Erbrechtsrevision geltende Recht ange-
wandt (angefochtenes Urteil S. 4 f.). Dafür, dass der massgebende Stichtag, wie 
der Berufungskläger fälschlicherweise behauptet, durch das Datum der Testa-
mentseröffnung gesetzt werden könnte, vermag CC. denn auch keine einzige Be-
legstelle zu nennen. Vielmehr ist klar, dass mit dem Begriff des Erbfalls auch im 
französischen Recht der Zeitpunkt des Todes gemeint ist (Ferid, a.a.O., D II N 26). 
Aus den bereits zitierten Hinweisen von Dostal zu den Neuerungen des französi-
schen Erbrechts (S. 2) geht einzig hervor, dass ein Teil derselben offenbar bereits 
ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Gesetzesnovelle am 4. Dezember 2001 
anwendbar sein soll. Ob zu diesen vorzeitig in Kraft getretenen Bestimmungen 
auch jene über das gesetzliche Erbrecht des überlebenden Ehegatten gehörte, 
spielt nach dem Gesagten an sich keine Rolle, ist gemäss den im Internet 
(www.legifrance.gouv.fr) abrufbaren Informationen zum zeitlichen Geltungsbereich 
der einzelnen Artikel indessen nicht der Fall.

d/aa) Angesichts dessen, dass gemäss Art. 913 CC die verfügbare Quote bei drei 
Kindern einen Viertel des Nachlasses beträgt, ist die Vorinstanz an sich zu Recht 
zum Schluss gekommen, die in seinem Pflichtteil bestehende Erbquote des Beru-
fungsklägers belaufe sich seinerseits auf einen Viertel (1/3 x 3/4) und folglich sei-
en EE. und DD. mangels Erbanspruchs von BB. sel. mit je 3/8 am Nachlass betei-
ligt (angefochtenes Urteil E. 8.c). Hinsichtlich der Erbquote des Berufungsklägers 
ist dies in der Berufungsbegründung (S. 5) auch unangefochten geblieben. Aller-
dings stellt sich die Frage, ob die Erben mit dieser Quote auch an den zwischen 
Todestag und Teilungstag eingetretenen Wertveränderungen samt neu entstan-
dener Erbgangsschulden partizipieren, wie dies nach schweizerischem Recht der 
Fall wäre (Staehelin, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilge-
setzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, Art. 474 N 15, sowie betreffend die - auch vorlie-
gend gegebene - Konstellation, dass ein einzelner gesetzlicher Erbe zu Gunsten 
der übrigen gesetzlichen Erben auf den Pflichtteil gesetzt wird BGE 103 II 88 E. 4 
und 80 II 200 E. b), oder ob das französische Recht allenfalls von einer Fixierung 
der verfügbaren Quote auf den im Todeszeitpunkt vorhandenen Wert ausgeht. Im 
letzteren Fall wären spätere Wertveränderungen bis zur Teilung gemäss den ge-
setzlichen Erbquoten unter den Erben zu verteilen und den bevorzugten Erben die 
auf den Todeszeitpunkt berechnete verfügbare Quote im Sinne eines betragsmäs-
sig festen Vorausvermächtnisses zuzuteilen. Die Rechtsbegehren des Berufungs-
klägers wiederum beruhen offensichtlich auf der falschen Annahme, dass ihm un-

http://www.legifrance.gouv.fr

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geachtet der seit dem Tode des Erblassers eingetretenen Veränderungen im 
Nachlass ein fixer Anspruch in der Höhe eines Viertels des zum Todeszeitpunkt 
bewerteten Nachlasses zusteht und ihn das weitere Schicksal des Nachlasses seit 
der Eröffnung des Erbganges nicht zu kümmern braucht. Die Vorinstanz hat sich 
zu diesen für die Realteilung beziehungsweise die allfällige Vollstreckung ihres 
Erkenntnisses wesentlichen Rechtsfragen nur rudimentär und widersprüchlich 
geäussert, indem sie einerseits in den Erwägungen die Ansprüche der Erben auf 
der Basis des zum Todeszeitpunkt bewerteten Nachlasses in Franken und Rap-
pen beziffert hat (angefochtenes Urteil E. 8.c), andererseits aber im Urteilsdisposi-
tiv die Berechtigung der Erben am Nachlass in Bruchteilen festgelegt hat (Ziff. 2 
des Dispositivs des angefochtenen Urteils). Diese vorgenommene Feststellung 
der erbquotenmässigen Berechtigung gelangt indes nach herkömmlichem Ver-
ständnis auf die Teilung der zum Teilungszeitpunkt vorhandenen Erbmasse zur 
Anwendung. 

d/bb) Die verfügbare Literatur zum französischen Erbrecht, welches in seiner 
grundsätzlichen Regelung die Vorstellung alsbaldiger Teilung des Aktivnachlasses 
hatte (Ferid, a.a.O., I III N 296), liefert soweit ersichtlich keine ausdrückliche Ant-
wort zur Frage der Behandlung von Wertveränderungen des Nachlasses zwischen 
dem Tod des Erblassers und der Teilung des Nachlasses. Jedoch ist in Bezug auf 
die Systematik des französischen Erbrechts zu beachten, dass der Pflichtteilserbe 
eine materielle Erbenstellung innehat (Ferid, a.a.O., F § 2 VI) und ihn eine gesetz-
lich geregelte Schuldenhaftung trifft (vgl. dazu nachfolgend E. 6.e). Eine testamen-
tarische Begünstigung ist ausschliesslich in der Form von Legaten möglich, wel-
che im Falle eines Erb- oder Erbteilvermächtnisses aber eine dem Erben an-
genäherte Stellung samt Haftung für Nachlassverbindlichkeiten im Umfang des 
Empfangs aus der Erbschaft verschaffen (Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 C 102 
und vor allem 109 f., 112 und 114). Ausserdem geht Art. 883 CC vom Grundsatz 
der rückwirkenden und bloss deklaratorischen Natur der Teilung aus. Nach dieser 
Bestimmung wird jeder Miterbe so angesehen, als habe er allen Erbschaftserwerb 
aus der Auseinandersetzung als alleiniger Erbe unmittelbar mit dem Erbfall erwor-
ben und als ob er an den anderen, den übrigen Miterben zugeteilten Gegenstän-
den nie beteiligt gewesen sei (vgl. dazu Ferid/Sonnenberger, 5 D 256 ff.). Daraus 
ergibt sich, dass (auch) nach französischem Erbrecht dem Berufungskläger als 
Pflichtteilserbe keinesfalls im Rahmen der Realteilung ein fixer Anspruch auf einen 
(entsprechend seinem Begehren rein monetären) Viertel des zum Todeszeitpunkt 
bewerteten (und tatsächlich nicht nur aus Bargeld und Kontoguthaben bestehen-
den) Nachlasses zustehen können wird. Somit ist den testamentarischen Anord-

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nungen des Erblassers, die im Kern über alle Fassungen hinweg die Zuwendung 
des Nachlasses an die Söhne EE. und DD. unter Vorbehalt des Pflichtteils von 
CC. und des Vermächtnisses an KK. beinhalten, im Ergebnis dieselbe Wirkung 
wie im schweizerischen Recht beizumessen. Dies hat zur Folge, dass der Bewer-
tung des Nachlasses auf den Todeszeitpunkt ausser für die nicht mehr aktuelle 
Frage der Herabsetzung des Vermächtnisses an KK. (vgl. dazu auch vorstehend 
E. 4) nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt. Im Hinblick auf die allfällige 
Vollstreckung der mit vorliegendem Erkenntnis zu bestätigenden Ziffer 3 des an-
gefochtenen Urteils (Realteilung) ist demnach festzuhalten, dass sich die dort 
festgestellte quotenmässige Berechtigung der Erben auf den zum Zeitpunkt der 
Teilung und - nicht zum Todeszeitpunkt - bewerteten Nachlass bezieht.

e) Auch bei der Berechnung des Pflichtteils des Berufungsklägers hat die Vor-
instanz die massgeblichen Bestimmungen, welche von der am 1. Juli 2002 in Kraft 
getretenen Gesetzesnovelle unberührt geblieben sind, grundsätzlich richtig fest-
gestellt (angefochtenes Urteil E. 6.a). Für die Berechnung des verfügbaren Teils 
und damit - durch Abzug der verfügbaren Quote vom Gesamtvermögen - auch des 
Pflichtteils sind zunächst sämtliche im Zeitpunkt des Todes vorhandenen Aktiven 
festzustellen (Art. 922 Abs. 1 CC), wobei Posten ohne realisierbaren Vermögens-
wert wie beispielsweise uneinbringliche Forderungen nicht berücksichtigt werden 
können. Zu der so festgestellten realen Nachlassaktivmasse sind danach zum 
Zweck des Ausgleichs rein rechnerisch („fictivement“) sämtliche vom Erblasser 
gemachten lebzeitigen Schenkungen hinzuzuzählen, und zwar nach dem Zustand 
zur Zeit der Schenkung und mit dem Wert zur Zeit des Erbfalls (Art. 922 Abs. 2 
CC). Hernach sind noch die Schulden in Abzug zu bringen, wobei neben den 
Schulden des Erblassers („dettes de la succession“) auch gewisse Erbfallschulden 
(„charges de la succession“) zu berücksichtigen sind (vgl. zum Ganzen Ferid, 
a.a.O., F § 2 IV N 217 f. sowie Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 C 213 ff.). Dabei 
gehört zu Letzteren - wie dies für die Berechnung der Pflichtteile nach schweizeri-
schem Recht von der überwiegenden Lehre befürwortet wird (vgl. Staehelin, 
a.a.O., Art. 474 N 12 mit Hinweisen) -  auch das Honorar des Willensvollstreckers. 
Indes ist ohnehin festzuhalten, dass die bei der Berechnung der verfügbaren Quo-
te nicht berücksichtigten Schulden in der Realteilung nicht einfach EE. und DD. 
angelastet werden könnten, sondern es diesbezüglich bei den gesetzlichen Be-
stimmungen über die Erbenhaftung (Art. 870 ff. CC) bleiben müsste. Diese sich 
aus dem Prinzip der Universalsukzession ergebende und ipso iure mit dem Erbfall 
eintretende Verpflichtung zur Bezahlung der Nachlassverbindlichkeiten (Schulden 
des Erblassers und Erbfallschulden) trifft jeden Gesamtrechtsnachfolger (und da-

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mit auch den pflichtteilsberechtigten Berufungskläger) und bewirkt bei teilbaren 
Schulden eine grundsätzliche Teilschuld der mehreren Erben nach Massgabe ih-
rer erbrechtlichen Berechtigungsquoten aus der Erbschaft (vgl. Fe-
rid/Sonnenberger, a.a.O., 5 D 301 ff. zur Erbenhaftung im Allgemeinen sowie 5 D 
336 ff. zur Haftung bei Erbenmehrheit).

7.a) Unter Berufung auf seine testamentarische Einsetzung als Alleinerbe von 
Seiten von BB. sel. (KB 20) macht der Berufungskläger im vorliegenden Verfahren 
auch die Ansprüche seiner Mutter gegen den Nachlass von AA. sel. geltend (Beru-
fungsbegründung S. 2 und 6 f.). Dies betrifft sowohl deren angeblichen erbrechtli-
chen Ansprüche als auch deren auf einem anderen Rechtstitel (Unterhalt, Eigen-
tum am Schmuck) beruhenden Ansprüche, welche der Berufungskläger als seine 
eigenen, kraft Universalsukzession auf ihn Übergegangenen versteht. Die Vorin-
stanz hat in diesem Zusammenhang festgehalten, dass BB. sel. keine Erbquote 
zukomme und folglich unter diesem Titel auch keine Ansprüche auf den Beru-
fungskläger übertragen worden seien (angefochtenes Urteil E. 7.d) und im Übrigen 
die örtliche Zuständigkeit für die Beurteilung der Frage, ob der Berufungskläger 
Anspruch auf die von ihm geltend gemachten Positionen vom Nachlass seiner 
Mutter habe, fehle (angefochtenes Urteil E. 10.b). Während die erste Feststellung 
in Anbetracht des fehlenden Pflichtteilschutzes der überlebenden Ehegattin zu-
mindest im Ergebnis zutrifft (vgl. vorstehend E. 6.c/aa), greift die zweite Begrün-
dung offensichtlich zu kurz. Soweit die Stellung des Berufungsklägers als Alleiner-
be seiner Mutter im Sinne einer Vorfrage für die Prüfung der Aktivlegitimation zu 
einem im vorliegenden Verfahren zulässigerweise gestellten - mitunter auf die Er-
füllung der gegenüber dem väterlichen Nachlass bestehenden Unterhaltsforde-
rung lautenden - Leistungsbegehren zu prüfen wäre, wäre die Zuständigkeit für die 
Beurteilung der Vorfrage nämlich ungeachtet der örtlichen Zuständigkeit für die 
Erbteilung der Mutter zu bejahen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 5A_876/2010 
vom 3. Juni 2011 E. 4.4). Entscheidend ist indessen, dass im Rahmen des vorlie-
genden Erbteilungsprozesses angesichts der Zweiteilung des bündnerischen Tei-
lungsverfahrens in die Feststellung des Nachlasses und der Erbquoten einerseits 
und die Realteilung des Nachlasses andererseits gar nicht über ein derartiges 
Leistungsbegehren entschieden werden kann (vgl. dazu vorstehend E. 5.a). Des-
halb entfällt selbstredend auch eine vorfrageweise Prüfung der Aktivlegitimation 
des Berufungsklägers an den Ansprüchen seiner Mutter BB. sel. gegenüber dem 
im Streit liegenden Nachlass. Hervorzuheben gilt, dass der Bestand einer Nach-
lassschuld zu Gunsten von BB. sel. beziehungsweise deren Nachlass unabhängig 
davon festgestellt werden kann, wer deren Erbe ist. 

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b) Dazu kommt, dass die Einlegung der verschiedenen handschriftlichen Tes-
tamente von BB. sel. (KB 20) keinesfalls für den Nachweis einer Alleinerbenstel-
lung des Berufungsklägers im Nachlass seiner Mutter ausreichen kann. Soweit ein 
eingesetzter Universallegatar wie der Berufungskläger mit Pflichterben zusam-
mentrifft, fällt eine alleinige Berechtigung grundsätzlich von Vornherein ausser Be-
tracht. Denn eine Pflichtteilsentziehung kennt das französische Recht nicht (Ferid, 
a.a.O., G II N 231). Geregelt wird nur die Erbunwürdigkeit als Verlust der Erbrech-
te (Art. 727 CC). Die Erbunwürdigkeit von EE. und DD. im Nachlass ihrer Mutter 
wurde aber nicht einmal vom Berufungskläger behauptet und für eine solche be-
stehen denn auch keinerlei Anhaltspunkte. Ferner kann auch nicht davon ausge-
gangen werden, EE. und DD. hätten in diesem Zusammenhang auf die Erhebung 
der Herabsetzungsklage verzichtet, weshalb die Alleinerbenstellung des Beru-
fungsklägers im Nachlass von BB. sel. feststehe. Die Akten liefern keine Hinweise 
auf die Erhebung einer solchen Herabsetzungsklage, jedoch geht daraus hervor, 
dass zumindest EE. von seinen Rechten als Pflichterbe am Nachlass seiner Mut-
ter Gebrauch gemacht hat, was schliesslich zur Anordnung einer (provisorischen) 
Zwangsverwaltung für deren in Frankreich gelegener Nachlass geführt hat 
(Proz.Nr. 130-2004-20 BB 11). Entsprechend erstaunt es wenig, dass der Beru-
fungskläger nicht in der Lage war, seine behauptete Alleinerbenstellung mit einem 
ihn legitimierenden Ausweis zu belegen (gerichtliche Besitzeinweisung gemäss 
Art. 1007 CC; vgl. dazu Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 D 9).

8.a) Der Berufungskläger begehrt, dass der von der Vorinstanz auf 
Fr. 4‘117‘449.94 per Todestag festgestellte Nachlass von AA. sel. (Ziff. 1 des Dis-
positivs des angefochtenen Urteils) auf einen Wert von Fr. 4‘775‘452.30 korrigiert 
werde (Berufungsbegehren B.1). Dazu ist vorab zu bemerken, dass sich die fragli-
che Feststellung der Vorinstanz - wie aus der Formulierung des Dispositivs her-
vorgeht und auch in der Erwägung 6 des angefochtenen Urteils verdeutlicht wird - 
nicht auf die Aktiven und Passiven per Teilungstag, sondern einzig und allein auf 
den für die Berechnung des verfügbaren Teils massgeblichen und damit auf den 
Todestag (25. Mai 2002 und im Gegensatz zum Dispositiv des angefochtenen Ur-
teils nicht 27. Mai 2002) bewerteten Nachlass bezieht. Der Berufungskläger ver-
kennt dies ganz offensichtlich, wenn er mitunter die Auszahlung der Hälfte des so 
berechneten Nachlasses (davon die Hälfte für sich selbst und die Hälfte für die 
vermeintlichen Erbansprüche seiner Mutter BB. sel.) verlangt. Die Feststellung des 
für die Bestimmung der verfügbaren Quote massgebenden Nachlasses ist für die 
Realteilung unter den Erben aber von beschränktem Nutzen, da dem Berufungs-
kläger als Pflichtteilserben wie bereits ausgeführt (vorstehend E. 6.d) nicht ein fi-

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xer Anspruch auf Geldzahlung in Höhe eines Viertels des Nachlasswertes per To-
destag zusteht. Vielmehr ist er zu einem Viertel an sämtlichen Nachlassaktiven 
berechtigt, welche im Streitfall durch die Bildung möglichst gleicher Lose zu teilen 
sein werden (vgl. dazu Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 D 215 ff.). Im Gegenzug haf-
tet er mit derselben Quote auch für die Nachlasspassiven (vgl. vorstehend E. 6.e). 
Für die Durchführung der Realteilung entscheidend ist damit nicht in erster Linie 
der Wert des Nachlasses im Todeszeitpunkt, sondern vielmehr dessen Zusam-
mensetzung beziehungsweise die Beantwortung der Frage, welche Aktiven und 
Passiven zum Nachlass gehören.

b) Bevor auf die einzelnen Nachlasspositionen eingegangen wird, ist weiter 
mit Blick auf die Erwägung 6 des angefochtenen Urteils vorauszuschicken, dass 
sich die Vorinstanz weitgehend auf eine Beurteilung der vom Berufungskläger gel-
tend gemachten Nachlassaktiven und -passiven beschränkt hat. Nicht weiter ein-
gegangen ist sie auf das in Frankreich gelegene Vermögen, namentlich die Betei-
ligungen an zwei Immobiliengesellschaften und die Eigentumswohnung in GG.. 
Weiter hat die Vorinstanz die gegenüber BB. sel. bestehende Restforderung aus 
dem Arrestprosequierungsprozess in FF. ausser Acht gelassen, deren Prüfung 
sich jedenfalls im Zusammenhang mit der zu Gunsten von BB. sel. berücksichtig-
ten Unterhaltsschuld aufgedrängt hätte. Ebenso wenig hat sich die Vorinstanz ab-
gesehen von besagter Unterhaltsschuld mit der Feststellung der Nachlasspassi-
ven befasst. Ob und in welchen Punkten gestützt auf die im Erbteilungsprozess 
geltende beschränkte Untersuchungsmaxime eine Korrektur durch die Berufungs-
instanz möglich und zur Wahrung der Ansprüche der kontumazierten Miterben 
auch geboten ist, wird nachfolgend im Einzelnen zu untersuchen sein. Zu akzep-
tieren ist die offensichtlich unvollständige Feststellung des Nachlasses mit Rück-
sicht auf die Dispositionsmaxime dagegen insoweit, als der Berufungskläger sel-
ber von der Geltendmachung von Nachlassaktiven absieht und er damit - zumin-
dest mit Wirkung für das schweizerische Erbteilungsverfahren - auf eigene An-
sprüche verzichtet.

9.a) Im Anschluss an die von den Parteien vor der Vorinstanz übereinstimmend 
vertretene Auffassung (Prozesseingabe RA Clopath vom 18. Oktober 2006 S. 2 f.; 
Prozessantwort von EE. vom 3. Januar 2007 S. 4; Prozessantwort von DD. vom 
17. September 2007 S. 10) hat die Vorinstanz richtigerweise den im Konkursver-
fahren gegen den Erblasser resultierenden Aktivenüberschuss dem Nachlass zu-
geordnet (angefochtenes Urteil 6.b/bb), was im Berufungsverfahren auch unbe-
stritten geblieben ist (Berufungsantwort S. 3 und 6). Dieses Guthaben ergab sich 
hauptsächlich daraus, dass das Betreibungsamt FF. bereits im Februar 2000 den 

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Erlös aus der Verwertung der verarrestierten und nach der - mit Urteil des Oberge-
richts des Kantons FF. vom 12. Februar 1999 (Beilagen UU. act. 26) erfolgreich 
abgeschlossenen - Arrestprosequierung definitiv gepfändeten Bankkonten und 
Bankschliessfächern in der Höhe von Fr. 3‘019‘324.80 an das Konkursamt II. 
überwiesen hatte (Beilagen UU. act. 30). Diesem um die Nettozinsen vermehrten 
Aktivum standen schliesslich lediglich die Kosten des Konkursverfahrens in der 
Höhe von Fr. 51‘001.10 sowie eine Forderung der Steuerverwaltung Graubünden 
über Fr. 25‘890.60 gegenüber. Derweil wurden die von BB. sel. unter diversen Ti-
teln angemeldeten Forderungen von über 10 Mio. Franken nur im Umfang von Fr. 
277‘827.35 zugelassen und seitens der Konkursverwaltung mit den rechtskräftig 
festgestellten Gegenforderungen des Gemeinschuldners verrechnet. Die darauf 
von BB. sel. erhobene Kollokationsklage wurde rechtskräftig abgewiesen (vgl. Bei-
lagen UU. act. 12 sowie bereits das Urteil der Zivilkammer ZF 2002 8 vom 21. 
September 2004). Nicht Gegenstand des Konkursverfahrens bildeten allfällige 
nach der Konkurseröffnung entstandene Schulden des Erblassers, weshalb das 
mit positivem Ergebnis abgeschlossene Konkursverfahren den Bestand von Nach-
lassschulden keineswegs ausschliesst. Im Folgenden ist daher der Bestand von 
Nachlasspassiven zu überprüfen.

b)  Die Vorinstanz hat sich abgesehen von einer zu Gunsten von BB. sel. 
berücksichtigten und noch zu behandelnden (nachfolgend E. 14) Unterhaltsschuld 
nicht mit der Feststellung der Nachlasspassiven befasst. Dies, obwohl sich der 
Bestand von Nachlassschulden aus dem Bericht der Willensvollstrecker klar ergibt 
(Beilagen UU. act. 15 S. 2 f. und Annex 1, 3 und 4) und sich EE. und DD. im erst-
instanzlichen Verfahren nur insoweit für eine Hinzurechnung des von den Willens-
vollstreckern zur Schuldentilgung verbrauchten Teils des Konkurserlöses ausge-
sprochen haben, als denselben eine unrechtmässige Verwendung beziehungs-
weise Vergeudung der Gelder nachzuweisen sei (Prozessantwort RA Portmann 
vom 3. Januar 2007 S. 9; Prozessantwort RA UU. vom 17. September 2007 S. 10 
ff.). In seiner Berufungsbegründung (S. 4) bringt der Berufungskläger vor, die Vor-
instanz habe die Zahlungen an die Willensvollstrecker zu Recht nicht als Nach-
lasspassiven bewertet. Anders hätte nur entschieden werden können, wenn 
gemäss Art. 83 EGzZGB ein genehmigter Schlussbericht vorliegen würde, was 
indes nicht der Fall sei.

c) Aus dem Bericht der Willensvollstrecker geht hervor, dass der an Rechts-
anwalt NN. vom Bezirksgericht ausbezahlte Teil des Konkurserlöses in Höhe von 
Fr. 1‘070‘000.-- (Beilagen UU. act. 13 und 14) bis zur Mandatsniederlegung der 
Willensvollstrecker fast vollständig zur Tilgung von Schulden des Erblassers be-

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ziehungsweise des Nachlasses verwendet wurden (Beilagen UU. act. 15 Annex 
3). Im erwähnten Bericht werden für die Zeit vor dem Erbfall ein Betrag über Fr. 
456‘728.60 (hauptsächlich Spitalkosten, Steuern und Anwaltskosten) und für die 
Zeit nach dem Tod Passivposten von Fr. 586‘840.62 ausgewiesen, wobei aller-
dings von letzterem Betrag Fr. 453‘446.86 auf das Honorar der drei Willensvoll-
strecker entfällt. Dem per 30. November 2005 noch vorhandenen Saldo von Fr. 
26‘430.78 sollen sodann weitere Schulden von Fr. 65‘977.50 für Honorarforderun-
gen von Rechtsanwalt Dr. LL. sowie 6‘097.96 Euro beziehungsweise - zu einem 
zu Gunsten des Berufungsklägers berücksichtigten (minimalen) Eurokurs von Fr. 
1.20 - umgerechnet gerundet Fr. 7‘317.55 für eine Forderung von EE. zuzüglich 
der noch unbezifferten Kosten des Miteigentums in GG. gegenübergestanden ha-
ben (vgl. zum Ganzen auch die Zeugeneinvernahmen von Rechtsanwalt NN. und 
PP. sowie die von Ersterem nachträglich eingereichten Belege). Nach dem oben 
Ausgeführten (vorstehend E. 6.e) sind die vor dem Tode des Erblassers entstan-
denen Schulden als sogenannte „dettes de la succession“ in die Berechnung der 
Pflichtteilsmasse miteinzubeziehen, zumal mangels substantiierter Ausführungen 
der Parteien zu den einzelnen Positionen keine Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass für die von den Willensvollstreckern durch Bezahlung anerkannten Forde-
rungen keine ausreichende Rechtsgrundlage bestanden hätte. Dasselbe gilt 
grundsätzlich für die nach dem Erbfall entstandenen Schulden, soweit es sich da-
bei um sogenannte „charges de la succession“ handelt. Ob dies für alle Positionen 
zutrifft, lässt sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen kaum abschliessend beur-
teilen. Fakt ist indessen, dass die fraglichen Zahlungen erfolgt sind und die dazu 
verwendeten Gelder nicht mehr real geteilt werden können. An deren Stelle traten 
höchstens Rückforderungs- und/oder Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber 
den Willensvollstreckern, deren Bestand und Umfang allerdings völlig ungewiss 
sind. Bei dieser Sachlage drängt es sich auf, die bereits getätigten Zahlungen als 
Nachlassschulden zu berücksichtigen und die Erbteilung vorderhand in diesem 
beschränkten Umfang durchzuführen. Die Teilung allfälliger von den Erben mittels 
separater Zivilklage durchzusetzender Ansprüche gegen die Willensvollstrecker 
muss einem Nachverfahren beziehungsweise einer zweiten Erbteilungsklage vor-
behalten bleiben, da die Beurteilung ungewisser Rückforderungs- und/oder Ver-
antwortlichkeitsansprüche gegenüber den Willensvollstreckern letztlich nicht Auf-
gabe des Erbteilungsgerichts ist und ein umfassender Entscheid ausgeschlossen 
ist, solange Bestand und Umfang einer solchen Forderung nicht feststehen (vgl. 
dazu das Urteil des Bundesgerichts 5A_573/2008 vom 15. Oktober 2008 E. 1.3). 
Wieso die Berücksichtigung der seitens der Willensvollstrecker getätigten Zahlun-
gen als Nachlasspassiven im Anschluss an den Berufungskläger das Vorliegen 

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eines genehmigten Schlussberichtes voraussetzen sollte, ist nicht nachvollziehbar, 
zumal die von ihm zitierte Gesetzesbestimmung (Art. 83 EGzZGB) einen derarti-
gen Schlussbericht gar nicht vorsieht und die in der fraglichen Bestimmung in 
Übereinstimmung mit dem Bundesrecht (Art. 518 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 
595 Abs. 3 ZGB) vorgesehene Aufsichtsbehörde, die in der Regel nur auf Be-
schwerde hin tätig wird, zum Entscheid über materiellrechtliche Fragen ohnehin 
nicht befugt ist (vgl. zur Anwendbarkeit des sogenannten Eröffnungsstatuts in die-
sem Punkt Graham-Siegenthaler, a.a.O., N 58 und 125; vgl. ferner die Hinweise 
bei Karrer/Vogt/Leu, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, Art. 518 N 98). Somit kann festgehalten werden, 
dass vom zum Nachlass gehörenden Konkurserlös von Fr. 3‘075‘118.50 für vor 
dem Tod von AA. sel. entstandene Schulden ein Betrag von Fr. 456‘728.60, für 
nach dem Erbfall entstandene Schulden Fr. 586‘840.62 und ausserdem noch offe-
ne Passivpositionen in der Höhe von mindestens Fr. 73‘295.05, insgesamt somit 
Fr. 1‘116‘864.27, abzuziehen sind. In Anbetracht der Geltung der - auch im Beru-
fungsverfahren massgebenden - (beschränkten) Untersuchungsmaxime, die der 
Erforschung der materiellen Wahrheit einen - im Vergleich zum Verhandlungs-
grundsatz - erhöhten Stellenwert einräumt, steht der Berücksichtigung dieser 
Nachlasspassiven unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbots (vorstehend E. 
3.c) nicht entgegen, dass sich der Berufungskläger in der Hoffnung auf eine höhe-
re Berechtigung am Nachlass nicht gegen die fehlende Behandlung von Nach-
lasspassiven durch die Vorinstanz gewehrt hat. Wie bereits gesagt (vorstehend E. 
6.e), ist der Berufungskläger aber darauf hinzuweisen, dass die bei der Berech-
nung der verfügbaren Quote nicht einbezogenen Schulden in der Realteilung oh-
nehin nicht einfach EE. und DD. angelastet werden könnten, sondern sämtliche 
Erben sich diese in der Realteilung im Verhältnis ihrer Erbquoten anrechnen las-
sen müssten.

10.a) Die Vorinstanz hat die Leistung von Zahlungen durch die TT. als ehemali-
ger Arbeitgeberin von AA. sel. beziehungsweise das Vorhandensein irgendwel-
cher auf seinen Namen lautender Konten als nicht ausgewiesen erachtet und die 
seitens des Berufungsklägers geltend gemachte Hinzurechnung dementspre-
chend abgelehnt. Aus den von CC. und DD. eingelegten Unterlagen, worin die 
Zahlungen der Tt. an den Erblasser in den Jahren 1997 bis 2002 wiedergegeben 
sein sollen (KB 5 und Beilagen UU. act. 20), lasse sich nicht entnehmen, wer die 
Zahlungen geleistet habe, wer der Zahlungsempfänger gewesen sei, ob die Zah-
lungen tatsächlich geleistet worden seien, wofür diese Zahlungen und aufgrund 
welcher Grundlage sie geleistet worden seien. Im Übrigen hätten auch die von der 

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Tt. zur Edition verlangten Unterlagen (Edition VI) zu keinem Ergebnis geführt (an-
gefochtenes Urteil E. 6.c). Darin erblickt der Berufungskläger eine Verletzung der 
Verhandlungsmaxime, da EE. und DD. nach eigener Darstellung der Vorinstanz 
die Hinzurechnung der fraglichen Zahlungen zugestanden hätten (Berufungsbe-
gründung S. 3).

b) Der Argumentation des Berufungsklägers ist vorab entgegenzuhalten, dass 
die im Erbteilungsprozess geltende Untersuchungsmaxime (vorstehend E. 3.b) es 
dem erkennenden Gericht erlaubt, auch übereinstimmende Parteivorbringen auf 
deren Vereinbarkeit mit dem Beweisergebnis hin zu überprüfen. Überdies kann bei 
näherer Betrachtung von einer zugestandenen Tatsache gar keine Rede sein. CC. 
hat in seiner Prozesseingabe vom 18. Oktober 2006 (S. 3) geltend gemacht, der 
Erblasser habe von seiner früheren Arbeitgeberin eine Rente erhalten, die TT. ha-
be für AA. die Funktion eines „family office“ übernommen und unbeachtet der 
Konkurseröffnung von 1999 bis 2002 Zahlungen in der Höhe von umgerechnet 
total Fr. 1‘131‘597.70 geleistet, welche dem Nachlass nebst einem durch Edition 
zu ermittelnden noch vorhandenen Guthaben aufzurechnen seien. Derweil liess 
EE. in seiner Prozessantwort vom 3. Januar 2007 (S. 5) ausführen, solche Zah-
lungen an den Erblasser weder bestätigen noch bestreiten zu können, einer An-
rechnung von mittels Edition zu beweisenden Leistungen seitens der TT. jedoch 
zuzustimmen. In der Prozessantwort vom 17. September 2007 (S. 13 ff.) erläuterte 
DD. seinerseits die Rentenzahlungen der TT. auf ein von ihr verwaltetes Konto 
näher, über welches der Erblasser weisungs- und verfügungsbefugt gewesen sei. 
Weiter bezeichnete DD. ein allfälliges Guthaben als zum Nachlass gehörendes 
Vermögen und vertrat den Standpunkt, dass ab diesem Konto getätigte Honorar-
zahlungen an Rechtsanwalt NN. in der Höhe von umgerechnet Fr. 526‘968.-- zum 
Nachlass hinzuzurechnen und von Rechtsanwalt NN. nötigenfalls klageweise her-
auszuverlangen seien. Letzterer hätte die Zahlungen nach der Konkurseröffnung 
über AA. sel. nicht mehr annehmen dürfen und deren Gültigkeit sei auch wegen 
der zu jener Zeit aus gesundheitlichen Gründen möglicherweise aufgehobenen 
Handlungs- beziehungsweise Geschäftsfähigkeit des Erblassers fraglich. Im Ge-
gensatz zum Berufungskläger verlangt damit (auch) DD. nicht etwa eine Hinzu-
rechnung von Fr. 1‘131‘597.70.

c) Aufgrund der von den Parteien eingelegten Urkunden und der Edition der 
Tt. steht fest, dass die Tt., heute Tt., für AA. bis zu seinem Tod ein Kontokorrent 
geführt hat, auf dem entgegen Art. 3 der ursprünglichen Vereinbarung mit dem 
Erblasser (Beilagen UU. act. 19) nicht bloss bis Ende 1996, sondern zufolge Wi-
derrufs der in Art. 5 der ursprünglichen Vereinbarung vorgesehenen Begünstigung 

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von BB. sel. (Beilagen UU. act. 21) bis zum Ableben des Erblassers halbjährliche 
Gutschriften seitens seiner ehemaligen Arbeitgeberin erfolgten. Diesem Kontokor-
rent wurden auch noch nach der Konkurseröffnung im April 1999 Zahlungen zu 
Gunsten von AA. („AA.“) wie auch zu Gunsten Dritter, unter anderem der Rechts-
anwälte Dr. LL., NN. und VV. sowie der WW. und des Spitals, belastet (Beilagen 
UU. act. 20). Im Zeitpunkt des Todes von AA. sel. wies das besagte Kontokorrent - 
vor allem als Folge einer per 31. Dezember 2001 belasteten Honorarzahlung an 
Rechtsanwalt NN. in der Höhe von FF 1‘668‘724.09 - einen negativen Saldo von 
FF (-)88‘406.40 beziehungsweise (-)13‘477.47 Euro auf (Beilagen UU. act. 20 und 
21). Dies erklärt, weshalb die Tt. auf die nicht näher spezifizierte Editionsaufforde-
rung hin mitteilte, dass sie (aktuell) weder Konten für den Erblasser führe noch 
ihm einen Betrag schulde (Edition VI). 

d) Gemäss Auskunft der Tt. sind die dem Kontokorrent belasteten Zahlungen 
entsprechend den Anweisungen von AA. sel. erfolgt (Beilagen UU. act. 21). Indes-
sen fehlt in den Akten jeder Hinweis dafür, dass die zu Gunsten von AA. sel. er-
folgten Überweisungen im Zeitpunkt seines Todes noch irgendwo vorhanden ge-
wesen wären. Ebenso gibt es keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme einer nach 
französischem Recht hinzurechnungspflichtigen lebzeitigen Schenkung (vgl. Art. 
922 Abs. 2 CC sowie oben E. 6.e). Schliesslich erscheint die rechtliche Durch-
setzbarkeit einer Rückforderung der Zahlungen an Dritte und insbesondere an 
Rechtsanwalt NN. äusserst fraglich, zumal eine eventuelle Urteilsunfähigkeit des 
Erblassers den Empfängern kaum mehr entgegengehalten werden kann und eine 
allfällige Rückforderungsklage auch bereits an der eingetretenen Verjährung 
scheitern dürfte (vgl. dazu auch die Stellungnahme der Willensvollstrecker im Ver-
fahren Proz.Nr. 130-2004-20 act. 15 S. 8 ff. mit Ausführungen zu den Honorarbe-
zügen von Rechtsanwalt NN. bis Ende 2001). Ausserdem könnte der Berufungs-
kläger auch aus einem möglichen Verstoss des Erblassers gegen den Konkursbe-
schlag nichts für sich gewinnen, zumal gemäss dem in dieser Hinsicht einschlägi-
gen Art. 204 Abs. 1 SchKG einzig Konkursgläubiger sich auf die Ungültigkeit ver-
pönter Rechtshandlungen berufen können (vgl. dazu Wohlfart/Meyer, in: Staehe-
lin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar SchKG II, 2. Aufl., Basel 2010, Art. 
204 N 21) und eine Anwendung von Art. 269 SchKG über nachträglich entdeckte 
Vermögenswerte bereits daran scheitert, dass keine Konkursgläubiger zu Verlust 
gekommen sind. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz die Hinzurechnung 
eines Guthabens bei der heutigen Tt. im Ergebnis zu Recht abgelehnt. Ebenso ist 
die von der Vorinstanz nicht geprüfte Frage der Rückforderbarkeit von Zahlungen 
an Dritte, welche den Aktiven des Nachlasses hinzuzurechnen wäre, zu vernei-

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nen. Jedenfalls erscheinen die Erfolgsaussichten einer allfälligen Rückforderungs-
klage derart ungewiss, dass derzeit von einer Anrechung an den Nachlass abzu-
sehen ist und die Teilung eines möglichen Prozessgewinns einer zweiten Tei-
lungsklage vorzubehalten wäre (vgl. dazu bereits vorstehend E. 9.c).

11.a) Der Berufungskläger beanstandet, dass die Vorinstanz dem Nachlass von 
AA. sel. aus dem Verkauf der Liegenschaft XX., welche über die WW. im wirt-
schaftlichen Eigentum des Erblassers gestanden habe, nur die ausgeschüttete 
Dividende von total Fr. 433‘500 angerechnet hat (angefochtenes Urteil E. 6.d). Mit 
dem Verkauf der Liegenschaft an Stelle der Aktien der WW. und der Verteilung 
des Erlöses nach eigenem Gutdünken habe Rechtsanwalt Dr. LL. die testamenta-
rische Verfügung von AA. sel. (vom 24. Juni 1996) verletzt. Es sei demnach klar, 
dass der Verkaufserlös abzüglich der Hypothekarschuld, somit Fr. 1‘321‘000.-- (Fr. 
1‘430‘000.-- - Fr. 109‘000.--), zum Nachlass gehöre. Was mit den sonstigen Akti-
ven und Passiven der WW. passiere, habe der Verwaltungsrat zu verantworten 
(Berufungsbegründung S. 3 f.).

b) Davon ausgehend, dass AA. sel. im Zeitpunkt seines Todes Alleinaktionär 
der WW. war, welche ihrerseits die Liegenschaft XX. in ihrem Alleineigentum hatte 
(vgl. die in diesem Punkt übereinstimmenden Parteivorbringen vor der Vorinstanz 
in der Prozesseingabe RA Clopath vom 18. Oktober 2006 S. 3, der Prozessant-
wort RA Portmann vom 3. Januar 2007 S. 5 und der Prozessantwort RA UU. vom 
17. September 2007 S. 26; vgl. auch Beilagen UU. act. 49 sowie den allerdings 
unvollständig kopierten Auszug des Grundbuchamtes II., KB 7), ist tatsächlich 
nicht nachvollziehbar, weshalb dem Nachlass nur die Jahre später im Juni 2005 
(Beilagen UU. act. 42) ausgeschüttete Dividende angerechnet werden soll. Für die 
Pflichtteilsberechnung müsste vielmehr der damalige innere Wert der WW. einge-
setzt werden, wobei der sich in den Bilanzen 2001/2002 (Beilagen UU. act. 45) 
ausgewiesene Buchwert der „Immobilien“ in Höhe von Fr. 217‘226.25 unter 
Berücksichtigung des durch die Veräusserung der Liegenschaft XX. letztlich erziel-
ten Erlöses von Fr. 1‘430‘000.-- (Beilagen UU. act. 38) sowie der latenten Steuern 
beziehungsweise Verkaufskosten entsprechend korrigiert werden muss. Der Beru-
fungskläger macht es sich zu einfach, wenn er unter Hinweis auf fehlende Belege 
die Hinzurechnung eines Betrages von Fr. 1‘321‘000.-- verlangt, denn der innere 
Wert der WW. zum Todeszeitpunkt des Erblassers ist aufgrund der Akten hinrei-
chend bestimmbar. Wenn mit dem Berufungskläger vom Gegenteil auszugehen 
wäre, müsste im Übrigen entschieden werden, dass der für die Pflichtteilsberech-
nung massgebliche Wert der WW. seitens des Berufungsklägers nicht unter Be-
weis gestellt wurde, weshalb es im Anschluss an das angefochtene Urteil bei der 

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Anrechnung der effektiven Dividendenausschüttung (Fr. 433‘500.--) sein Bewen-
den haben müsste. In Anbetracht dessen, dass die übrigen Aktiven der WW. zur 
Hauptsache in einem Aktionärsdarlehen bestanden („Debitor Aktionär“ über   
Fr. 95‘708.--), welches in etwa dem Aktienkapital von Fr. 84‘000.-- entsprach (Bei-
lagen UU. act. 45), kann für die Bestimmung des inneren Werts hilfsweise die von 
Rechtsanwalt Dr. LL. im Rahmen seiner schriftlichen Auskunft unterbreitete Ab-
rechnung über den Verkaufserlös herangezogen werden. Daraus geht hervor, 
dass der WW. nach Tilgung der Hypothek (Fr. 109‘000.--), Abzug diverser Kosten 
und Steuern (Fr. 64‘290.-- Ertragssteuern Bund, Fr. 14‘300.-- Handänderungs-
steuern Gemeinde, Fr. 33‘400.-- offene Verbindlichkeiten) sowie nach Auszahlung 
der Dividende samt darauf entfallender Verrechnungssteuer (Fr. 433‘500.-- + Fr. 
234‘500.--) ein Betrag von Fr. 541‘010.-- verblieb. Davon wurden Fr. 440‘000.-- als 
Rückbehalt für die kantonalen und kommunalen Gewinnsteuern, die im Falle einer 
Liquidation fällig werdenden Verrechnungssteuern und für den Prozess YY. (Pro-
visionsforderung für Liegenschaftsverkauf) in Wertschriften investiert, während der 
Rest in den Folgejahren offenbar weitgehend zur Deckung der laufenden Be-
triebskosten der WW. verwendet wurde (vgl. dazu auch Beilagen UU. act. 42 und 
44). Unter Berücksichtigung der mit der schriftlichen Auskunft von Rechtsanwalt 
Dr. LL. ausgewiesenen Erlösminderungen (Fr. 109‘000.-- Hypothek, Fr. 64‘290.-- 
Ertragssteuern Bund, Fr. 14‘300.-- Handänderungssteuern Gemeinde, Fr. 33‘400.-
- offene Verbindlichkeiten, Fr. 21‘450 Verkaufsprovision YY.) und der anfangs 
2008 noch ausstehenden kantonalen und kommunalen Gewinnsteuern, welche in 
Anlehnung an die dem Kaufvertrag angehängte Berechnung (Beilagen UU. act. 
38) und den deutlich tieferen Verkaufspreis (Fr. 1‘430‘000.-- an Stelle des ge-
schätzten Verkaufspreises von Fr. 2‘700‘000.--) auf rund Fr. 100‘000.-- festgelegt 
werden können, erzielte die WW. mit dem Verkauf der Liegenschaft XX. demnach 
einen Nettoerlös von etwas mehr als Fr. 1‘000‘000.--. Werden zusätzlich die bei 
einer Liquidation der WW. auf dem als steuerbarer Ertrag von Aktien im Sinne von 
Art. 4 Abs. 1 lit. b des Verrechnungssteuergesetzes [VStG; SR SR 642.21] gelten-
den Liquidationüberschuss, das heisst dem den Nennwert übersteigenden Betrag 
sämtlicher Liquidationsanteile, geschuldeten Verrechnungssteuern von 35 % (vgl. 
Art. 13 Abs. 1 lit. a VStG sowie die Steuerinformationen der Vereinigung der 
schweizerischen Steuerbehörden, Die eidgenössische Verrechnungssteuer, Bern 
2010, S. 11) berücksichtigt, kann der dem auf den Todestag von AA. sel. berech-
neten Nachlass für die WW. beziehungsweise die Liegenschaft XX. hinzuzurech-
nende Betrag schätzungshalber auf höchstens Fr. 660‘000.-- festgesetzt werden.

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c) Im vorinstanzlichen Verfahren vertrat DD. die Auffassung, der Erlös aus 
dem Verkauf der Liegenschaft XX. sei nicht dem Nachlass von AA. sel. hinzuzu-
rechnen. Mit Vertrag vom 16. August 1995 habe ihm der Erblasser als Alleinei-
gentümer sämtliche Aktien der WW. geschenkt (Beilagen UU. act. 47). Gleichzei-
tig sei vereinbart worden, dass DD. nach dem Tode des Erblassers die Hälfte der 
Aktien beziehungsweise eines allfälligen Verkaufserlöses an seinen Bruder EE. zu 
entrichten habe (Prozessantwort RA UU. vom 17. September 2007 S. 29 f.). Mit 
dieser Schenkung hat sich das Kantonsgericht nicht zum ersten Mal zu befassen. 
Im Beschwerdeverfahren betreffend Konkurseröffnung hat der Kantonsgerichts-
ausschuss festgestellt, dass AA. sel. noch im Januar 1998 Eigentümer der Aktien 
der WW. gewesen sei und der von ihm behauptete Schenkungsvertrag mit seinem 
Sohn DD. sowohl unter schweizerischem als auch unter französischen Zivilrecht 
ungültig sei. Gemäss Art. 931 CC hätte eine Beurkundung auch bei der in Frage 
stehenden Abtretung der Aktien unter Vorbehalt des Nutzniessungsrechts und 
beim anschliessenden Verzicht auf die Nutzniessung erfolgen müssen. Selbst 
durch einen allfälligen Vollzug der Schenkung könne der Formmangel im französi-
schen Recht nicht mehr geheilt werden. In Anwendung schweizerischen Rechts 
qualifizierte der Kantonsgerichtsausschuss die Schenkung als auf den Todesfall 
von AA. sel. gerichtet, weshalb sie den Vorschriften über die Verfügungen von 
Todes wegen unterstehe. Der Übergang der Nutzniessung beim Tod von AA. sel. 
und die damit verbundene Schenkung des blossen Eigentums der Aktien an DD. 
hätten daher zu ihrer Gültigkeit der Form des Erbvertrages und damit der öffentli-
chen Beurkundung bedurft. Mangels Einhalten dieser Formvorschrift sei das 
Rechtsgeschäft ungültig, woran auch der nachträgliche Verzicht von AA. sel. auf 
die Nutzniessung nichts mehr ändern könne (Urteil SKG 1999 27 vom 25. Juni 
1999 E. 3.b/4). In demselben Sinne erwog der Kantonsgerichtsausschuss im Urteil 
vom 13. Dezember 2000 (SKA 2000 21 E. 2.b) in Anbetracht des Ergebnisses des 
Arrestes in FF.. Unter den Arrestgegenständen befänden sich drei Briefumschläge 
lautend auf die Namen EE., DD. und CC., in welchen sich Aktien der Ww. (später 
WW.) und Aktienzertifikate zum Nennwert von je Fr. 28‘000.-- beziehungsweise 
Fr. 27‘000.-- befänden. Bevor es BB. sel. widerrechtlich auf ihren eigenen Namen 
habe überschreiben lassen, habe das Depot auf den Namen von AA. sel. gelautet. 
Die Verfügungsgewalt über die Inhaberaktien habe dieser also trotz eines für das 
Jahr 1995 behaupteten Abtretungsgeschäfts stets für sich behalten, was auf ein 
Scheingeschäft hindeute.

d) Die dargelegte Beurteilung des Kantonsgerichtsausschusses besticht nicht 
nur für die zwangsvollstreckungsrechtlichen Belange, sondern auch für die (zivil-

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rechtliche) Erbteilung. Für eine andere Lösung ist keinerlei Grund ersichtlich. 
Demzufolge ist auch für das vorliegende Erkenntnis zu bestätigen, dass der von 
DD. im vorinstanzlichen Verfahren angerufene Schenkungsvertrag vom 16. Au-
gust 1995 infolge Formmangels sowie wegen Vorliegens eines Scheingeschäftes 
ungültig beziehungsweise nichtig ist. Auf diese Beurteilung scheint sich nach dem 
Ableben des Erblassers auch Rechtsanwalt Dr. LL. als einziges Verwaltungsrats-
mitglied der WW. gegenüber DD. berufen zu haben (Beilagen UU. act. 40). Aus 
der späteren Korrespondenz von Rechtsanwalt Dr. LL. mit dem damaligen 
Rechtsvertreter von EE. geht indessen hervor, dass DD. seitens der WW. in der 
Folge dennoch als deren Alleinaktionär anerkannt wurde (vgl. das Schreiben vom 
12. November 2007 im Anhang der Edition V). Selbst wenn für das vorliegende 
Verfahren von der Gültigkeit der besagten Schenkung auszugehen wäre, müsste 
der Wert der WW. dem Nachlass hinzugerechnet werden. Denn Art. 922 Abs. 2 
CC sieht die Hinzurechnung lebzeitiger Schenkungen explizit vor, und zwar unab-
hängig davon, ob die Schenkung - wie vorliegend (Beilagen UU. act. 47: „avec 
dispense de rapport“) - unter Erlass der Anrechnung erfolgte oder nicht. Der Er-
lass der Anrechnung wirkt sich bei einer Schenkung an einen Pflichtteilserben nur 
insofern aus, als die Schenkung in diesem Fall der verfügbaren Quote zur Last 
fällt, während sie ansonsten dem Vorbehaltsteil des beschenkten Pflichtteilserben 
anzurechnen ist (vgl. Ferid/Sonnenberger, a.a.O., 5 C 217). Im Hinblick auf die 
noch bevorstehende Realteilung ist festzuhalten, dass DD., wenn er die Aktien 
zufolge einer zwischenzeitlichen Veräusserung nicht mehr in natura einbringen 
können sollte, sich ersatzweise den für die Pflichtteilsberechnung festgestellten 
Wert derselben an seinen Erbteil anrechnen lassen müsste. Bei der Realteilung 
wird sodann auf jeden Fall auch der zwischenzeitlich erfolgten Dividendenzahlung 
Rechnung zu tragen sein. Entgegen der Vorinstanz (angefochtenes Urteil E. 
6.d/bb) finden sich in den Akten aber keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass ein Teil 
der Dividende an den Berufungskläger bezahlt worden wäre. In der schriftlichen 
Auskunft von Rechtsanwalt Dr. LL. ist vielmehr von einer Ausschüttung an die drei 
„Aktionäre“ die Rede. In seinem Schreiben vom 10. September 2007 an den da-
maligen Rechtsvertreter von DD. hatte Rechtsanwalt Dr. LL. zwar eingangs von 
einer Ausschüttung an die drei „Erben“ gesprochen, diese Aussage dann aber da-
hingehend präzisiert, dass EE. und DD. ihre Dividende auf ihr Bankkonto erhalten 
hätten, während die dritte Zahlung an Rechtsanwalt NN. in FF. gegangen sei (Bei-
lagen UU. act. 42). Über den weiteren Verbleib dieser Zahlung geht aus den Akten 
nichts hervor.

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e) Was schliesslich den vom Berufungskläger erhobenen Vorwurf des testa-
mentswidrigen Verhaltens von Seiten von Rechtsanwalt Dr. LL. anbelangt, ist die-
ser für die Frage, ob und gegebenenfalls mit welchem Wert die Liegenschaft XX. 
beziehungsweise die WW. zum Nachlass zu rechnen ist, irrelevant. Immerhin lässt 
sich aufgrund der Akten feststellen, dass der Verkauf der Liegenschaft offenbar in 
Absprache mit dem Erblasser persönlich sowie den Söhnen EE. und DD. erfolgte 
und bereits im Jahre 2000 aufgegleist worden war (vgl. dazu die Zeugenaussage 
von ZZ. S. 4 sowie Beilagen UU. act. 41 und 49 S. 2 f., worin jeweils auf eine ent-
sprechende Vereinbarung vom 7. Dezember 2000 Bezug genommen wird). Ob vor 
diesem Hintergrund das Testament vom 24. Juni 1996 überhaupt noch Bestand 
haben sollte, braucht in Anbetracht dessen, dass die vorinstanzlich festgestellten 
Vermächtnisse zu Gunsten von KK. (Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen 
Urteils) unangefochten in Rechtskraft erwachsen sind, aber nicht mehr geprüft zu 
werden.  

12.a) Unter Bezugnahme auf das Schreiben des Liquidators der Ff. in Liquidation 
vom 8. November 2007 (Edition I), wonach weder CC. und EE. noch ein Nachlass 
Schmit jemals mit der ehemaligen Ff. in Verbindung gewesen seien und der Name 
Schmit weder in der Buchhaltung noch in den Jahresabschlüssen 2001 und 2002 
erschienen sei, verneinte die Vorinstanz in diesem Zusammenhang einen Hinzu-
rechnungstatbestand (angefochtenes Urteil E. 6.e). Dagegen wendet der Beru-
fungskläger ein, die Verhältnisse bezüglich der Ff. seien nicht restlos geklärt. Ei-
nerseits stehe fest, dass diese Gesellschaft den damaligen Anwalt des Erblassers 
mit einem Honorar von Fr. 200‘000.-- entschädigt habe, woraus ohne Not gefolgert 
werden könne, dass die Gesellschaft wirtschaftlich dem Erblasser gehört habe. 
Dass dessen Name in der Buchhaltung nicht erscheine, liege in der Natur der Sa-
che, ändere aber an der wirtschaftlichen Betrachtungsweise nichts. Die Gesell-
schaft sei überdies erst seit 2004 in Liquidation, habe somit zum Zeitpunkt des 
Ablebens des Erblassers noch existiert. Da von der Vorinstanz keine weiteren Er-
hebungen gemacht worden seien, sei es naheliegend, mindestens das Aktienkapi-
tal in der Höhe von Fr. 100‘000.-- dem Nachlass zuzurechnen (Berufungsbegrün-
dung S. 4).

b) Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers lässt sich aus der von ihm 
eingereichten Grutschriftsanzeige vom 14. Dezember 1990 für eine Zahlung der 
Ff. an Rechtsanwalt NN. (KB 10), der den Erblasser damals in den Arrestverfah-
ren gegen BB. sel. vertreten hatte (vgl. Beilage UU. act. 26), keineswegs ohne 
weiteres auf eine wirtschaftliche Berechtigung des Erblassers an besagter Gesell-
schaft schliessen. Aus den Akten geht vielmehr hervor, dass es sich dabei um ei-

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ne Zahlung der ehemaligen Arbeitgeberin von AA. sel. handelte, welche sich hier-
zu der damaligen Ff. bediente (Beilagen UU. act. 21 letzter Absatz und act. 25 S. 
10). Die Beurteilung der Vorinstanz ist demnach im Ergebnis zu bestätigen. 

13.a) Den in FF. verarrestierten Schmuck beziehungsweise den an der Versteige-
rung vom 28. September 2007 erzielten Erlös sowie den Erlös aus der Verwertung 
des Goldes in der Höhe von - nach Abzug der betreibungsamtlichen Kosten - ins-
gesamt Fr. 258‘959.19 (Edition IV) hat die Vorinstanz als zum Nachlass gehörend 
erachtet. Bei den Akten sei keine Urkunde zu finden, welche bestätigen würde, 
dass der verarrestierte Schmuck BB. sel. gehört hätte (angefochtenes Urteil E. 
6.h). Diese Begründung beanstandet der Berufungskläger mit Verweis auf Art. 157 
ZPO, wonach im Falle, dass unter Ehegatten strittig sei, wem der Schmuck gehö-
re, die Rechtsvermutung zu Gunsten der Ehefrau greife und demzufolge die Beru-
fungsbeklagten die Beweislast für das Eigentum des Erblassers trügen (Beru-
fungsbegründung S. 4). Welche Rechtsvermutung für das Eigentum von BB. sel. 
sprechen soll, legt der Berufungskläger nicht näher dar. In Frage kommt wohl aber 
einzig die sich auf den bis zur Arrestlegung ausgeübten Besitz von BB. sel. stüt-
zende Vermutung des Eigentums im Sinne von Art. 930 ZGB. 

b) Der fragliche Schmuck und das angesprochene Gold wurden auf Begehren 
von AA. sel. in einem auf den Namen von BB. sel. lautenden Bankschliessfach bei 
der Gg. verarrestiert (Beilagen UU. act. 28 und 29), bevor sie nach erfolgreicher 
Arrestprosequierung (Beilagen UU. act. 26) zunächst definitiv gepfändet (vgl. Bei-
lagen UU. act. 27, 31 und 32) sowie schliesslich auch verwertet wurden (Edition 
IV). Dies spricht tatsächlich dafür, dass es sich dabei um Vermögenswerte von 
BB. sel. handelte, was auch der Beurteilung der Willensvollstrecker in deren Be-
richt vom 6. Dezember 2005 entspricht (Beilagen UU. act. 15 S. 3 unten). Das Ei-
gentum von BB. sel. am besagten Schmuck wurde seitens von EE. und DD. denn 
auch gar nie bestritten. Die Hinzurechnung des Verwertungserlöses zum Nachlass 
wurde ihrerseits vielmehr damit begründet, dass jener aufgrund der noch hängigen 
Betreibungen für die rechtskräftig festgestellte Forderung des Erblassers gegen 
BB. sel. an den Nachlass auszuliefern sei (vgl. Prozessantwort RA UU. vom 17. 
September 2007 S. 18 sowie sinngemäss Prozessantwort RA Portmann vom 3. 
Januar 2007 S. 7 und 9). Im Zeitpunkt des Todes von AA. sel. gehörte demnach 
nicht der fragliche Schmuck und das Gold zu seinem Nachlass, sondern die dem 
Arrest beziehungsweise der Pfändung zu Grunde liegenden Forderungen über Fr. 
2‘170‘000.- und Fr. 1‘481‘142.79, je zuzüglich Zins ab 1990 beziehungsweise 
1995 (vgl. das Urteil des Obergerichts des Kantons FF. vom 12. Februar 1999, 
Beilagen UU. act. 26). Diese Forderungen waren mit der im Februar 2000 erfolg-

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ten Überweisung eines Betrages von Fr. 3‘019‘324.80 (Beilagen UU. act. 30) zu 
Handen der Konkursmasse des Erblassers und der seitens der Konkursverwal-
tung erklärten Verrechnung mit der im Konkurs anerkannten Unterhaltsforderung 
der Ehefrau im Umfang von Fr. 277‘827.35 erst teilweise getilgt worden. Die Un-
terscheidung zwischen dem verarrestierten Schmuck und Gold einerseits und der 
Arrestforderung andererseits ändert indessen nichts daran, dass zumindest ein 
dem Verwertungserlös von Fr. 258‘959.19 entsprechender Wert zu den Nachlass-
aktiven zu zählen ist (zur Relevanz der restlichen Arrestforderungen im Hinblick 
auf die Berechnung des Nachlasses vgl. sogleich). In diesem Punkt ist das ange-
fochtene Urteil somit im Ergebnis zu schützen.

14.a) Als einzige Nachlassschuld überhaupt hat die Vorinstanz die vom Beru-
fungskläger gestützt auf ein Urteil der Cour d’Appel de GG. vom 7. Mai 1996 (KB 
15) und eine Mahnung von BB. sel. vom 2. Mai 2002 (KB 16) geltend gemachte 
Unterhaltsforderung der Ehefrau von Fr. 593‘304.75 für die Zeit von Februar 1996 
bis Mai 2002 anerkannt. Die Vorinstanz hat ausgeführt, zwar handle es sich bei 
der Aufstellung der Ehefrau um eine private Darstellung, es sei jedoch nicht be-
wiesen, dass der Erblasser diese auch bezahlt habe. Demzufolge seien von der 
Erbschaftsmasse Fr. 593‘304.75 abzuziehen (angefochtenes Urteil E. 6.k). Mit 
Blick auf die Mahnung vom 2. Mai 2002, womit AA. sel. über einen Betrag von 
373‘500.-- Euro gemahnt wurde, liegt der vorinstanzlich berücksichtigten Unter-
haltsschuld ein Eurokurs von Fr. 1.5885 per Oktober 2006 (KB 6) zu Grunde. Un-
ter Berücksichtigung des für die Pflichtteilsberechnung massgeblichen Eurokurses 
per Todestag von Fr. 1.45680 (www.oanda.com) steht richtigerweise eine Nach-
lasssschuld von Fr. 544‘114.80 zur Diskussion. Aus naheliegend Gründen hat sich 
der Berufungskläger, welcher sich als Alleinerbe seiner Mutter wähnt (vgl. vorste-
hend E. 7), der erstinstanzlichen Beurteilung angeschlossen (Berufungsbegrün-
dung S. 4 f.).

b) Es erstaunt, dass sich die Vorinstanz bei der gegebenen Aktenlage mit der 
Feststellung des fehlenden Zahlungsnachweises begnügt und nicht auch eine 
mögliche Tilgung der Unterhaltsschuld durch Verrechnung in Erwägung gezogen 
oder zumindest den Bestand der auch im Bericht der Willensvollstrecker aufge-
führten Gegenforderungen (Beilagen UU. act. 5 f.) geprüft hat. DD. bestritt nämlich 
im vorinstanzlichen Verfahren den Bestand einer Unterhaltsschuld ausdrücklich 
und machte höhere Gegenforderungen geltend (Prozessantwort RA UU. vom 17. 
September 2007 S. 18, 23 f. und 31 f.). Ebenso lässt sich der gerichtsnotorischen 
Vorgeschichte der Auseinandersetzung zwischen dem Erblasser und seiner Ehe-
frau entnehmen, dass BB. sel. im Konkurs des Erblassers Forderungen von rund 

http://www.oanda.com

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Fr. 12.7 Mio. eingab und, nachdem das Konkursamt unter den Titeln Verfahrens-
entschädigungen und Alimente bis zur Konkurseröffnung Fr. 277‘827.35 zugelas-
sen und anschliessend im Umfang dieses Betrages die Verrechnung mit Gegen-
forderungen des Erblassers erklärt hatte, erfolglos Kollokationsklage führte (vgl. 
Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums ZF 2002 7 vom 26. März 2004; Urteil 
des Kantonsgerichtsausschusses ZB 2004 23 vom 28. April 2004; Urteil der Zivil-
kammer ZF 2002 8 vom 21. September 2004; vgl. ferner Entscheid des Kantons-
gerichtsausschusses SKA 2000 21 vom 13. Dezember 2000 lit. A; Urteil des Kan-
tonsgerichtsausschusses SKG 02 43 vom 12. März 2003 lit. A.2). Soweit die Wirk-
samkeit der Verrechnungserklärung der Konkursverwaltung - ungeachtet des in 
Rechtskraft erwachsenen Kollokationsplans, welcher keine über den Konkurs hin-
ausgehenden Rechtswirkungen entfaltet und nichts über den materiellen Bestand 
einer Forderung aussagt (vgl. dazu Hierholzer, in: Staehelin/Bauer/Staehelin 
[Hrsg.], Basler Kommentar SchKG II, 2. Aufl. Basel 2010, Art. 247 N 115) - in 
Übereinstimmung mit der Beurteilung im Entscheid der Beschwerdekammer vom 
14. Februar 2001 (Verfahren BK 2000 66, E. 2), wonach sowohl das schweizeri-
sche als auch das französische Recht die Verrechnung von zur Bestreitung des 
Lebensunterhaltes erforderlichen Alimenten verbietet, zu verneinen wäre, wäre bis 
zum Tode des Erblassers zwar tatsächlich keine Tilgung der Unterhaltsschuld er-
folgt. Umso mehr hätte es die im Erbteilungsverfahren geltende (beschränkte) Un-
tersuchungsmaxime indessen geboten, die der Unterhaltsschuld gegenüberste-
hende, durch ein rechtskräftiges Urteil des Obergerichts des Kantons FF. vom 12. 
Februar 1999 (Beilagen UU. act. 26) ausgewiesenen Gegenforderung des Erblas-
sers in die Berechnung der Pflichtteilsmasse aufzunehmen. Denn der Verzicht von 
CC. auf eine Geltendmachung dieses Aktivpostens gründete augenscheinlich dar-
in, dass er - sich als Alleinerbe im Nachlass seiner Mutter wähnend - die Tilgung 
der Unterhaltsschuld aus dem Nachlass von AA. sel. ausschliesslich zu seinen 
eigenen Gunsten forderte. Ausserdem waren die bis zum Tod von AA. sel. verfal-
lenen Unterhaltsforderungen nicht nur (aktiv und passiv) vererblich (vgl. dazu Büh-
ler/Spühler, in: Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuch, Band II, 1. Abteilung, 1. Teilband, 2. Hälfte, Bern 1980, Art. 153 
ZGB N 32), sondern selbstredend auch verrechenbar, und zwar sowohl nach 
schweizerischem als auch nach französischem Recht. Das Übersehen von in die 
Augen springenden Gegenforderungen stellt ein offensichtliches Versäumnis der 
Vorinstanz dar, welches mit Rücksicht auf die auch im Berufungsverfahren gelten-
de (beschränkte) Untersuchungsmaxime von der I. Zivilkammer korrigiert werden 
kann, solange damit das angefochtene Urteil nicht (im Ergebnis) zum Nachteil des 
Berufungsklägers abgeändert wird (vgl. dazu vorstehend E. 3.b und 3.c).

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c) Ausgehend von den durch das Urteil des Obergerichts des Kantons FF. 
vom 12. Februar 1999 ausgewiesenen (Gegen-)Forderungen von AA. sel. in der 
Höhe von Fr. 2‘170‘000.-- und Fr. 1‘481‘142.79 verblieb unter Ausklammerung der 
Verrechnung seitens der Konkursverwaltung, aber nach Abzug der im Februar 
2000 erfolgten Überweisung eines Betrages von Fr. 3‘019‘324.80 (Beilagen UU. 
act. 30) zu Handen der Konkursmasse des Erblassers und nach Abzug des Erlö-
ses aus der Verwertung des Schmucks und des Goldes in FF. immerhin noch Fr. 
372‘858.80. Dazu gesellen sich die im Urteil des Obergerichts des Kantons FF. 
festgehaltenen Zinsen, nämlich für die Forderung über Fr. 2‘170‘000.-- Zinsen von 
5% vom 21. Mai 1990 bis zum 31. Dezember 1996, von 3.87% für das Jahr 1997 
und von 3.36% seit dem 1. Januar 1998. Für die Forderung über Fr. 1‘481‘142.79 
setzte das Obergericht des Kantons FF. Zinsen