# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19dc1854-6509-55d5-84c6-945450dd5829
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 11.11.2014 601 2014 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2014-112_2014-11-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2014 112

Urteil vom 11. November 2014 

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo
Richter: Josef Hayoz, Christian Pfammatter
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Jana Kausche 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, 1

B.________, Beschwerdeführer, 2

beide vertreten durch ihre Mutter C.________, (Beschwerdeführerin 3)

C.________, Beschwerdeführerin 3 

alle vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Schneeberger

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Nachträglicher Familiennachzug

Beschwerde vom 11. August 2014 gegen den Entscheid des Amtes für 
Bevölkerung und Migration vom 10. Juli 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A.  C.________, geboren im Jahr 1973, stammt ursprünglich aus der D.________ und ist seit 
November 2005 Schweizer Bürgerin. Aus einer Beziehung mit einem Landsmann hat sie vier 
Kinder: E.________, geboren im Jahr 1992, F.________, geboren im Jahr 1994, A.________, 
geboren im Jahr 1997 sowie B.________, geboren im Jahr 1998. Die Kinder sind Staatsbürger der 
D.________. Im Jahr 1999 reiste C.________ in die Schweiz ein, wobei sie ihre Kinder in deren 
Heimat zurückliess. Im Juni 1999 heiratete sie in Bern den 1977 geborenen Schweizer Bürger 
G.________. Diese Ehe blieb kinderlos und wurde im August 2009 geschieden. Seit 2007 lebt 
C.________ in einer partnerschaftlichen Beziehung mit dem 1977 geborenen H.________. Dieser 
Beziehung sind keine Kinder hervorgegangen. Die Töchter E.________ und F.________ kamen 
im Jahr 2007 im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrer Mutter in die Schweiz.

B. Am 24. Januar 2013 stellten die beiden Söhne A.________ und B.________ bei der 
Schweizerischen Botschaft in der D.________ ein Gesuch um Einreise in die Schweiz, um bei 
ihrer Mutter zu leben. Das Amt für Bevölkerung und Migration (nachfolgend: BMA) wies den Antrag 
mit Verfügung vom 10. Juli 2014 ab. Es begründete den Entscheid damit, dass das Gesuch nicht 
innert der fünfjährigen Nachzugsfrist eingereicht worden ist und keine wichtigen familiären Gründe 
für einen nachträglichen Familiennachzug vorliegen.

A.________, B.________ sowie ihre Mutter C.________ liessen am 11. August 2014 Beschwerde 
beim Kantonsgericht erheben und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei 
den Kindern A.________ und B.________ die Einreise in die Schweiz zu gestatten und ihnen eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.

Das BMA schliesst unter Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid auf Abweisung 
der Beschwerde. 

Erwägungen

1. Die vorliegende Angelegenheit beurteilt sich nach dem Bundesgesetz über die Ausländer-
innen und Ausländer vom 16. Dezember 2005 (AuG; SR 142.20). Die sachliche Zuständigkeit der 
verwaltungsrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts ergibt sich somit aus Art. 7 Abs. 2 des 
Ausführungsgesetzes vom 13. November 2007 zum AuG (AGAuG; SGF 114.22.1). Die Beschwer-
deführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 lit. a des Gesetzes vom 23. Mai 
1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Die Beschwerde vom 11. August 2014 
wurde innert der dreissigtägigen Beschwerdefrist eingereicht. Sie entspricht überdies formal und 
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen. Es ist darauf einzutreten.

2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-

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instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2 S. 195). Mithin hat das Gericht den 
Spielraum des BMA bei der Ausübung des pflichtgemässen Ermessens zu respektieren. Das Ge-
richt wendet das Recht von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die 
Gültigkeit der auf den Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG).

3. a) Zwischen der Schweiz und der D.________ besteht kein Staatsvertrag im Sinn von Art. 2 
Abs. 1 AuG, der einen Anspruch auf die Bewilligung des Familiennachzugs einräumen würde. 
Demnach ist die vorliegende Angelegenheit nach nationalem Recht zu beurteilen.

b) Nach Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jah-
ren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Art. 47 Abs. 1 AuG bestimmt, dass der 
Anspruch auf Familiennachzug innerhalb von fünf Jahren nach Entstehung des Familienver-
hältnisses oder der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung geltend gemacht 
werden muss. Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen wer-
den. Der Rechtsanspruch der Kinder auf Nachzug gilt auch, wenn, wie vorliegend, dieser nur von 
einem Elternteil geltend gemacht wird (BGE 136 II 78 E. 4 S. 80 ff.). Ein nachträglicher Familien-
nachzug wird nur bewilligt, wenn wichtige familiäre Gründe geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 
4 AuG).

c) Die Beschwerdeführerin 3 ist Schweizer Bürgerin und hat somit einen Anspruch auf Nach-
zug ihrer Kinder gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG. Indes ist die Frist für den Nachzug nicht einge-
halten, was unbestritten ist. Somit bedarf es wichtiger familiärer Gründe, um einen rechtlich durch-
setzbaren Anspruch auf Nachzug der Kinder zu begründen.

4. a) Die wichtigen familiären Gründe im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AuG sind in einer mit dem 
Grundrecht der Achtung des Familienlebens nach Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 
1999 (BV; SR. 101) und Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; SR 0.101) vereinbaren Weise auszulegen. Solche 
Gründe liegen etwa dann vor, wenn das Kindeswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz 
sachgerecht gewahrt werden kann (vgl. Art. 75 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE; SR 142.201), beispielsweise wenn die weiterhin 
notwendige Betreuung der Kinder im Herkunftsland etwa wegen des Todes oder der Krankheit der 
betreuenden Person nicht mehr gewährleistet ist. Es ist jedoch nicht ausschliesslich auf das Kin-
deswohl abzustellen und nicht zwingend erforderlich, dass das Kindeswohl den Nachzug gebietet. 
Es bedarf letztlich einer Gesamtschau unter Berücksichtigung aller relevanten Umstände des Ein-
zelfalls. Dabei ist dem Sinn und Zweck der Fristenregelung Rechnung zu tragen, welche die In-
tegration der Kinder erleichtern will, indem diese durch einen frühzeitigen Nachzug unter anderem 
auch eine möglichst umfassende Schulbildung in der Schweiz geniessen sollen. Im Übrigen soll 
mit der Fristenregelung unter anderem verhindert werden, dass Gesuche um Nachzug von Kindern 
rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbsfähigen Alters gestellt werden. Denn in 
diesen Fällen steht oft die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätigkeit im Vordergrund, ohne dass 
eine echte Familiengemeinschaft angestrebt wird. Die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der 
Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu bleiben. Bei der Beurteilung, ob 
wichtige familiäre Gründe vorliegen, kommt mithin im Wesentlichen die unter dem früheren Bun-
desgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 (ANAG) ent-
wickelte Praxis zum Nachzug zu nur einem Elternteil zum Tragen. Danach lagen praxisgemäss 
keine solchen Gründe vor, wenn im Heimatland alternative Pflegemöglichkeiten bestanden, die 
dem Kindeswohl besser entsprachen, weil dadurch vermieden werden konnte, dass die Kinder aus 

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ihrer bisherigen Umgebung und dem ihnen vertrauten Beziehungsnetz gerissen wurden. An den 
Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland stellte die Rechtsprechung umso 
höhere Anforderungen, je älter das nachzuziehende Kind war und je grösser die Integrations-
schwierigkeiten erschienen, die ihm hier drohten.

b) Art. 8 EMRK garantiert kein absolutes Recht auf Einreise und Aufenthalt in einem 
Konventionsstaat beziehungsweise auf Wahl des für das Familienleben am geeignetsten erschei-
nenden Orts. Das in Art. 8 EMRK gewährleistete Recht auf Achtung des Familienlebens kann nur 
angerufen werden, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme zur Trennung 
von Familienangehörigen führt. Ein staatlicher Eingriff liegt indessen nicht vor, wenn es den 
Familienangehörigen zumutbar ist, ihr gemeinsames Leben im Ausland zu führen. Ist es dem in 
der Schweiz anwesenheitsberechtigten Familienmitglied zumutbar, auszureisen und das Fami-
lienleben im Ausland zu führen, so ist Art. 8 EMRK normalerweise nicht berührt; anders kann es 
sich beim kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben verhalten. Bei jeder familiä-
ren Beziehung sind die freie Wahl des Wohnorts und damit die Niederlassungsfreiheit für einzelne 
Familienmitglieder unabhängig von behördlichen Massnahmen unweigerlich eingeschränkt, weil 
anders ein Zusammenleben am gleichen Ort ausgeschlossen erscheint. Muss eine ausländische 
Person, der eine fremdenpolizeiliche Bewilligung verweigert worden ist, das Land verlassen oder 
wird einer ausländischen Person der Aufenthalt im Familiennachzug verweigert, so haben dies ihre 
Angehörigen grundsätzlich hinzunehmen, wenn es diesen ohne Schwierigkeiten möglich ist, zu ihr 
auszureisen. Eine Interessenabwägung nach Art. 8 Abs. 2 EMRK erübrigt sich unter diesen Um-
ständen. Anders verhält es sich, falls die Ausreise "nicht von vornherein ohne Weiteres zumutbar" 
erscheint. In diesem Fall ist immer eine Interessenabwägung geboten, welche sämtlichen Um-
ständen des Einzelfalls Rechnung trägt. Gemäss Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das durch 
Abs. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und in einer demokra-
tischen Gesellschaft für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des 
Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Ge-
sundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die 
Konvention verlangt eine Abwägung der sich gegenüberstehenden (privaten) Interessen an der 
Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere 
in dem Sinn überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist. Analoge Voraus-
setzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV. Als zulässiges 
öffentliches Interesse fällt dabei auch das Durchsetzen einer restriktiven Einwanderungspolitik in 
Betracht. Eine solche ist im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer 
und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die 
Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und die Verbesserung der 
Arbeitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung im Lichte von Art. 8 
Abs. 2 EMRK zulässig (zum Ganzen: BGE 137 I 284 E. 2.1 S. 287 ff.; BVGer C-1902/2012 vom 
18. Februar 2014 E. 5.1 f., je mit Hinweisen).

5. a) Das BMA begründet seinen ablehnenden Entscheid damit, dass die Beschwerdeführer 1 
und 2 im Zeitpunkt, als sie ihr Nachzugsgesuch einreichten, 16 beziehungsweise 15 Jahren waren. 
Wichtige familiäre Gründe für einen Nachzug lägen keine vor und die Kinder könnten bei den 
Grosseltern oder bei anderen Mitgliedern der Familie wohnen. 

b) In tatbeständlicher Hinsicht behaupten die Beschwerdeführer, dass sich der Vater der 
Kinder nie um diese gekümmert und sie weder regelmässig besucht noch finanziell unterstützt 
habe. Die Kinder würden sich bei ihrer Grossmutter mütterlicherseits aufhalten. Seit Frühling 2006 
leide die Grossmutter an einer Nervenkrankheit, welche Angst- und Panikzustände hervorrufe. Sie 
könne keine Verantwortung mehr für die Kinder übernehmen und seit Oktober 2006 sei die not-

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wendige Betreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet. Die Beschwerdeführerin 3 habe bereits im 
Jahr 2006 alle vier Kinder in die Schweiz nachziehen wollen. Ihr damaliger Ehemann G.________ 
habe aber nur die zwei Töchter aufnehmen wollen. Er sei aufgrund eines Geburtsgebrechens 
krank und beziehe eine Rente. Er habe seine Stellung in der Familie durch den möglichen 
Nachzug der beiden Söhne gefährdet gesehen, sei eifersüchtig auf die Söhne gewesen und habe 
sich auch finanziell nicht in der Lage gefühlt, für vier Kinder zu sorgen. Nebstdem habe sich der 
Vater der Kinder geweigert, einem Umzug der Söhne in die Schweiz zuzustimmen. Er habe seine 
Söhne als Druckmittel ihr gegenüber eingesetzt, um sie zu einer Rückkehr zu ihm und in die 
Dominikanische Republik nötigen zu können. Aufgrund des Betreuungsnotstands im Herbst 2006 
habe er erklärt, er werde in die USA emigrieren und seine beiden Söhne mitnehmen. Gleichzeitig 
habe er seine Einwilligung gegeben, die Töchter in die Schweiz ziehen zu lassen. In der Folge sei 
der Nachzug für die Töchter bewilligt worden. Diese lebten seit 2007 in der Schweiz, eine Tochter 
sei verheiratet und die andere lebe bei ihrer Mutter (Beschwerdeführerin 3) und deren Partner, 
verdiene aber ihren eigenen Lebensunterhalt. Der Vater habe entgegen seinen Versprechungen 
die Söhne nicht zu sich genommen und sei auch nicht in die USA ausgewandert. Die Söhne seien 
bei ihrer Grossmutter geblieben, obwohl dies aufgrund der gesundheitlich bedingten Betreuungs-
unfähigkeit der Grossmutter nicht zu verantworten sei. Erst als eine Schwester der Beschwerde-
führer 1 und 2 ihren Vater im Sommer/Herbst 2012 in der D.________ besuchte und ihm die 
positive Familiensituation in der Schweiz schilderte, habe er einem Umzug der Söhne in die 
Schweiz zugestimmt und bei den Behörden einen entsprechenden Antrag gestellt.

Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, dass ein Gericht in Santiago mit Urteil vom 21. Dezem-
ber 2012 das Sorge-, Vormundschafts- und Obhutsrecht bezüglich der Beschwerdeführer 1 und 2 
deren Mutter, der Beschwerdeführerin 3, und ihrem Lebenspartner, H.________, anvertraut hätte 
und den Knaben erlaubt habe, die Dominikanische Republik zwecks Wohnsitznahme bei der Be-
schwerdeführerin 3 zu verlassen. Die Grossmutter sei in ärztlicher Behandlung wegen zu hohem 
Blutdruck, nervlicher Anspannung, Depression und Melancholie; ihr Ehemann leide an Sehstörun-
gen und Demenz. Die Grosseltern hätten aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht mehr die not-
wendigen Fähigkeiten, um die Vormundschaft über die Beschwerdeführer 1 und 2 auszuüben, und 
weder die Kraft noch die Fähigkeit, die Erziehung der Jungen zu gewährleisten. Inzwischen habe 
sich der Gesundheitszustand der Grossmutter verschlechtert. Neben der Nervenkrankheit und 
einer Depression kämen Gehörprobleme und eine Allergie im Gesicht hinzu. Zudem scheine der 
Beschwerdeführer 2 mit den durch die fehlenden Erziehungs- und Autoritätsstrukturen verur-
sachten Freiheiten nicht umgehen zu können, wobei es angeblich bereits zu Vorfällen mit der Poli-
zei gekommen sei.

In Santiago wohne ebenfalls die Grosstante der Beschwerdeführer 1 und 2. Im gleichen Haushalt - 
eine 3-Zimmer-Wohnung - lebten sieben Personen und aus räumlichen, finanziellen, aber auch 
persönlichen Gründen könne die Grosstante die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht bei sich aufzu-
nehmen und für sie sorgen. Im Weiteren würden die Beschwerdeführer 1 und 2 zu anderen Ver-
wandten keine Kontakte unterhalten. Ihr Vater habe mehrere weitere Kinder, wohl vier oder fünf, 
und führe ein unstetes Leben. 

c) In rechtlicher Hinsicht werfen die Beschwerdeführer dem BMA vor, dass, entgegen dessen 
Ausführungen, eine Änderung der Betreuungsverhältnisse für die Beschwerdeführer 1 und 2 seit 
längerer Zeit zwingend erforderlich sei. Es sei durch ein ärztliches Zeugnis belegt, dass die 
Grossmutter ausserstande sei, sich um die Kinder zu kümmern oder für sie Verantwortung zu 
übernehmen. Der Familiennachzug der beiden Töchter im Jahr 2007 sei bereits aufgrund der 
fehlenden Betreuungsmöglichkeit durch die Grosseltern in der D.________ bewilligt worden. Die 
Beschwerdeführer 1 und 2 seien hinsichtlich ihres Gesuchs um Einreise in die Schweiz von 

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Angehörigen der Schweizer-Botschaft befragt worden. Sie würden jedoch spanisch sprechen, die 
Protokolle seien aber auf Französisch und Deutsch abgefasst, weshalb deren Beweiskraft zu 
relativieren sei. Die Söhne hätten den Gesundheitszustand der Grosseltern bagatellisiert und ihn 
nicht der Wahrheit entsprechend geschildert. Sie wollten bei der Befragung die Grosseltern nicht 
kritisieren, sei dies aus familiären und/oder kulturellen Gründen, und sie in einem möglichst guten 
Licht darstellen. Zudem fokussierten sie - wohl aufgrund ihres jugendlichen Alters - auf die 
körperlichen Gebrechen und blendeten die psychischen Krankheiten aus. Die Divergenz in der 
Einschätzung zwischen den Beschwerdeführern 1 und 2 und den Ärzten sei eklatant. Die 
Beschwerdeführer 1 und 2 würden ihre Grosseltern nicht ernst nehmen und sich völlig auf sich 
selbst gestellt fühlen. Seit Jahren könnten die Grosseltern die nötige Erziehungsstruktur in keiner 
Art und Weise gewährleisten, insbesondere könnten sie keinerlei Grenzen setzen und die Jungen 
auch nicht im schwierigen Prozess des Heranwachsens begleiten. Aus Sicht des Kindswohls sei 
es unerlässlich, dass raschmöglichst ein Betreuungswechsel stattfinde. Die Beschwerdeführer 1 
und 2 seien bereits erheblich verwahrlost und es drohe ernsthaft ein Abgleiten in Kriminalität, Dro-
gensucht und Bandenzugehörigkeit. Sie in der gegenwärtigen desolaten Situation zu belassen, 
erscheine völlig verantwortungslos. Die vorrangige familiäre Beziehung würden die Beschwerde-
führer 1 und 2 klarerweise mit ihrer Mutter in der Schweiz unterhalten, weshalb ein Wohnsitzwech-
sel zu ihr unumgänglich erscheine. Sie seien sehr motiviert, sich in der Schweiz zu integrieren und 
hier eine berufliche Zukunft aufzubauen. Dass eine erfolgreiche Integration in diesem Alter noch 
möglich sei, werde eindrücklich von deren Schwestern bewiesen. Weiter sei zu beachten, dass sie 
nicht nur von ihrer Mutter getrennt seien, sondern auch von ihren beiden Schwestern. Der Fami-
liennachzug würde somit zu einer Wiedervereinigung der gesamten Familie - abgesehen vom völ-
lig desinteressierten Vater - führen. Das verwerfliche Verhalten des Vaters, während Jahren eine 
Ausreise zu verhindern, dürfe nicht den Kindern zum Nachteil gereichen. 

d) Das BMA hat sich zu den Vorbringend der Beschwerdeführer nicht geäussert.

6. a) Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin 3 ist von einer intakten Beziehung 
zwischen ihr und ihren Söhnen auszugehen, die aber in den prägenden Kindes- und Jugend-
altersjahren der Söhne durch die Beschwerdeführerin 3 freiwillig örtlich getrennt wurde. Die Be-
schwerdeführer 1 und 2 waren noch nie in der Schweiz und haben ihr ganzes bisheriges Leben in 
ihrer Heimat verbracht. Weder haben sie die deutsche noch die französische Sprache erlernt noch 
sonst eine besondere Beziehung zur Schweiz. Die Schweizer Botschaft vermerkte am 25. Januar 
2013, dass der Beschwerdeführer 1, die obligatorische Schulzeit noch nicht beendet und der Be-
schwerdeführer 2 die Schule abgebrochen habe. Die Beschwerdeführerin 3 hat ihre Söhne in der 
Regel einmal pro Jahr in der D.________ besucht und H.________ war ein einziges Mal in diesem 
Land.

Bei dieser Sachlage muss mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten gerechnet werden. Die Be-
schwerdeführer 1 und 2 können in der Schweiz nicht mehr in den obligatorischen Schulunterricht 
mit einbezogen werden. Aufgrund der fehlenden Schulbildung in der Schweiz und der fehlenden 
Kenntnis einer Landessprache ist auch nicht ersichtlich, wie sie in den Arbeitsprozess miteinbezo-
gen werden könnten. Nebstdem ist erfahrungsgemäss die Entwurzelung von Kindern im Alter der 
Beschwerdeführer 1 und 2 mit sehr grossen Risiken verbunden. Aufgrund dieser Umstände er-
scheint es nicht sinnvoll, die Söhne aus ihrer vertrauten Umgebung herauszureissen. Der frühe 
Familiennachzug soll die Integration von ausländischen Kindern wesentlich erleichtern. Bei Kin-
dern über zwölf Jahren ist es daher äussert wichtig, dass sie zumindest noch die letzten Schul-
jahre in der Schweiz absolvieren können. Kleine Kinder sind eher in der Lage, sich an eine neue 
familiäre, soziale und kulturelle Umgebung anzupassen, und sind weniger Integrationsschwierig-
keiten wegen der Entwurzelung ausgesetzt als Jugendliche oder Heranwachsende (BGE 133 II 6 

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E. 5.3 S. 19 f.). Es widerspricht Sinn und Zweck der Nachzugsfristen, wenn in solchen Situationen 
nachträgliche Familiennachzüge bewilligt werden. Die Beschwerdeführer 1 und 2 sind, wie schon 
ausgeführt, in sprachlicher und kultureller Hinsicht in der D.________ verwurzelt und haben dort 
ihre ganze Kindheit und ihre bisherige Jugend verbracht. Die allenfalls bestehenden 
wirtschaftlichen Nachteile im Heimatland stellen keinen wichtigen familiären Grund dar (Weisungen 
und Kreisschreiben des Bundesamtes für Migration, I. Ausländerbereich, Version 1.1.11, Ziff. 
6.10.4.). Im Übrigen ist es nicht erheblich, dass der Vater der Beschwerdeführer 1 und 2 erst im 
Jahre 2013 sein Einverständnis für die Ausreise seiner Söhne in die Schweiz gegeben hat.

b) Gegen die Genehmigung des nachträglichen Familiennachzugs spricht ebenfalls das 
öffentliche Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik. Integrations-
fähigkeit und -bereitschaft sind ein wesentlicher Aspekt; fehlen sie, besteht kein hinreichendes 
öffentliches Interesse, der betreffenden Person die Anwesenheit im Rahmen des nachträglichen 
Familiennachzugs zu erlauben. Vorliegend haben die Beschwerdeführer 1 und 2 überhaupt keine 
Beziehung zu Schweiz und würden es angesichts ihres Alters und ihrer Schulbildung ausser-
ordentlich schwer haben, sich in der Schweiz zu Recht zu finden. Bei einer solchen Sachlage ist 
das öffentliche Interesse, den Nachzug von Kindern, die mit erheblichen Integrationsschwierig-
keiten zu kämpfen hätten, restriktiv zu handhaben und ist gewichtiger als die privaten Interessen 
der Beschwerdeführer am Familiennachzug.. 

c) Die Beschwerdeführerin 3 arbeitet seit dem 15. Mai 2014 auf Probe zu 50 % als 
Zimmermädchen in einem Hotel in Murten. Ihr Partner ist in einer Festanstellung und es wird ihm 
im Monat einen Lohn von durchschnittlich (brutto) 5'660 Franken ausbezahlt. Per November 2013 
wurden gegen die Beschwerdeführerin 3 Betreibungen im Betrag von 3'945.90 Franken erhoben 
und es lagen Verlustscheine über 11'810.65 Franken vor. Bis zum 21. November 2013 wurde sie 
von der öffentlichen Fürsorge mit 9'633.30 Franken unterstützt. Die Beschwerdeführerin 3 bringt 
nicht vor, dass sie Vereinbarungen getroffen hat, um ihre Verschuldung zu reduzieren. Es ist je-
doch nicht zu erwarten, dass sich ihre finanzielle Situation in nächster Zukunft wesentlich ver-
bessern wird. Die beiden Söhne, sollten sie nachgezogen werden, wären kurz- und mittelfristig 
nicht in der Lage, an die Lebenshaltungskosten der Familie beizutragen. Vor diesem Hintergrund 
ist eine potenzielle Gefahr künftiger Sozialhilfeabhängigkeit nicht auszuschliessen. Jedenfalls wird 
die Beschwerdeführerin 3 nicht in der Lage sein, allein für sich und ihre Söhne aufzukommen. Im-
merhin ist zu berücksichtigen, dass sich ihr Partner H.________ schriftlich verpflichtet hat, die Be-
schwerdeführer 1 und 2 bei sich aufzunehmen und - zusammen mit deren Mutter - für sie aufzu-
kommen. Bei der jetzigen Situation scheint es aber vielmehr so zu sein, dass er allein für den Un-
terhalt wird aufkommen müssen. Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, den Fa-
miliennachzug zu verweigern, wenn, wie im vorliegenden Fall, das Risiko besteht, dass er zu fort-
gesetzter und erheblicher Sozialhilfeabhängigkeit führt. 

d) aa) Hinsichtlich der Betreuungsverhältnisse ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde-
führer 1 und 2 seit jeher bei ihren Grosseltern aufhalten. Es liegt ein Zeugnis eines Psychothera-
peuten vom Januar 2014 vor, wonach die 60-jährige Grossmutter und der 74-jährige Grossvater 
aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die notwendigen Fähigkeiten besitzen, um die Vor-
mundschaft über die beiden Jugendlichen auszuüben, die erforderliche Pflege und Erziehung 
seien eingeschränkt. Dieses Dokument ist wenig aussagekräftig, umso weniger als die beiden 
Söhne am 5. Juni 2014 anlässlich ihrer Einvernahme in der Schweizerischen Botschaft in Santo 
Domingo erklärt haben, dass sich die Grossmutter immer noch um das Essen kümmere, nicht 
krank sei und es ihr zum Glück noch gutgehe. Sie könne alles selber machen, habe aber manch-
mal einen zu hohen Blutdruck. Bei dieser Sachlage ist der angeblich schlechte Gesundheitszu-
stand der Grossmutter nicht nachgewiesen. 

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bb) Insofern die Beschwerdeführer geltend machen, die Behörden hätten den Sachverhalt vor Ort 
von Amtes wegen festzustellen, sind sie nicht zu hören. Zwar ist der Sachverhalt von Amtes we-
gen festzustellen (oben E. 2). Diesem Grundsatz ist das BMA insofern nachgekommen, als es un-
ter anderem die Beschwerdeführer 1 und 2 zur Sache hat befragen lassen. Die Untersuchungs-
pflicht wird aber begrenzt durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 47 VRG); auch Art. 90 
AuG sieht eine Mitwirkungspflicht vor. Demnach sind die Parteien verpflichtet mitzuwirken, wenn 
sie sich auf den Sachverhalt berufen. Die Einholung von ärztlichen Zeugnissen in der D.________ 
ist für die Verwaltungsbehörden und die Gerichte kein leicht zugänglicher Beweis. Für die 
Beschwerdeführer hingegen wäre es angesichts ihren Beziehungen zur Heimat einfacher 
gewesen, solche Zeugnisse zu beschaffen. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass nicht 
erwiesen ist, dass eine Änderung der Betreuungsverhältnisse der Beschwerdeführer 1 und 2 in der 
D.________ erfolgt ist.

cc) Aber selbst wenn der Gesundheitszustand der Grosseltern eine Betreuung der Beschwerde-
führer 1 und 2 erschweren oder gar verunmöglichen würde, bestünden keine stichhaltige wichtige 
familiäre Gründe gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG. Nach bundesgerichtlicher Praxis liegt keine zwin-
gend nötig gewordene Änderung der Betreuungsverhältnisse vor, wenn im Heimatland alternative 
Pflegemöglichkeiten existieren, die dem Kindeswohl besser entsprechen. Wie bereits oben aus-
geführt (E. 4a),  ist zu berücksichtigen, ob und inwieweit die Kinder aus ihrer bisherigen Umgebung 
und dem ihnen vertrauten Beziehungsnetz gerissen werden. Angesichts der langen Trennung, des 
Alters und der Verwurzelung der beiden Söhne in der D.________ hohe Anforderungen an den 
Nachweis fehlender Betreuungsverhältnisse zu stellen. Der Umstand, dass die dominikanischen 
Behörden den Grosseltern angeblich das Obhuts- und Betreuungsrecht entzogen haben, ändert 
daran nichts, umso weniger als sich die Söhne immer noch bei den Grosseltern aufhalten. Hinzu 
kommt, dass die mittlerweile siebzehn- und sechzehnjährige Jugendlichen keine so intensive 
Betreuung mehr benötigen wie Kleinkinder oder junge Knaben. In Anbetracht des geringen 
Betreuungsbedürfnisses ist davon auszugehen, dass selbst die gesundheitlich angeschlagenen 
Grosseltern den Knaben eine angemessene Fürsorge bieten können. Finanziellen Engpässen 
kann die Mutter von der Schweiz aus Abhilfe schaffen. Hinzu kommen, dass sich noch andere 
Verwandte in D.________ aufhalten.

e) Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass keine wichtigen familiären Gründe für einen 
nachträglichen Familiennachzug vorliegen. Es ist den Beschwerdeführern nicht gelungen darzu-
legen, dass sich die Betreuungsverhältnisse insofern geändert hätten, dass die Grosseltern wegen 
ihres angeblich schlechten Gesundheitszustands nicht mehr in der Lage wären, für die Be-
schwerdeführer 1 und 2 zu sorgen. Bei älteren Kindern sind höhere Anforderungen an den Nach-
weis des fehlenden Betreuungsverhältnisses zu stellen, insbesondere, wenn diese die ganze obli-
gatorische Schulzeit im Heimatland verbracht haben und bald volljährig werden. Die Beschwerde-
führer 1 und 2 benötigen nicht die gleich intensive Betreuung wie Kleinkinder, sodass diese auch 
durch die gesundheitlich angeschlagenen Grosseltern wahrgenommen werden kann. Die vorlie-
gende Situation - Jugendlichen, die kulturell wie sprachlich im Heimatland verwurzelt sind, dort 
noch Verwandte und die gesamte Schulzeit dort absolviert haben - vermag keinen wichtigen fa-
miliären Grund für einen Familiennachzug zu begründen. Die Verweigerung des Familiennachzugs 
bedeutet nicht, dass die Beziehung und der persönliche Kontakt zwischen der Beschwerdeführerin 
3 und ihren Söhnen verhindert werden. Der Kontakt kann mittels Telefonaten, Briefen und gegen-
seitigen Besuchen sowie gemeinsamen Ferien aufrechterhalten werden. 

7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

Kantonsgericht KG

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Bei diesem Verfahrensausgang werden die Gerichtskosten, die auf 600 Franken und mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss verrechnet werden (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 
17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVj; 
SGF 150.12]), den Beschwerdeführern auferlegt und haben diese keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 137 Abs. VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Amtes für Bevölkerung und Migration vom 10. Juli 2014 wird bestätigt.

II. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von 600 Franken werden den 
Beschwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 11. November 2014/jha

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin