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**Case Identifier:** fbbe77c7-7e6b-5e14-a7bc-37c242f9bf83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.12.2014 200 2014 559
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-559_2014-12-02.pdf

## Full Text

200 14 559 IV
SCJ/PRN/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. Mai 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2014, IV/14/559, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde am 28. September 2012 durch die Sozialhilfe des Spitals 
C.________ bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) unter 
Hinweis auf Kehlkopfkrebs mit totaler Laryngektomie zur Früherfassung 
gemeldet (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Am 15. Oktober 2012 
meldete sich der Versicherte selber zum Bezug von Leistungen der Invali-
denversicherung an (AB 4). In der Folge holte die IVB diverse erwerbliche 
und medizinische Unterlagen ein - insbesondere Berichte des Spitals 
D.________ (AB 9, 24) sowie einen Bericht des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) vom 26. Februar 2013 (AB 30) - und gewährte Beratung 
und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 28, 35, 57). Vom 26. August 
bis 25. November 2013 erfolgte eine berufliche Abklärung in der Ab-
klärungsstelle E.________ (vgl. Bericht vom 26. November 2013, AB 55). 
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 56, 60, 68) verfügte die 
IVB am 8. Mai 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 47% die Zusprache ei-
ner Viertelsrente samt Kinderrente rückwirkend ab 1. August 2013 (AB 71).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 10. Juni 2014 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 8. Mai 
2014 und die Zusprache einer halben Rente. Zur Begründung liess er im 
Wesentlichen vorbringen, dass bei der Berechnung des Invalideneinkom-
mens ein leidensbedingter Abzug von mindestens 20% zu gewähren sei.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2014 beantragte die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

Am 28. Oktober 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 

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Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Mit Schreiben vom 29. Oktober 2014 machte der Instruktionsrichter 
Rechtsanwalt B.________ darauf aufmerksam, dass die urteilende Kam-
mer anlässlich der mündlichen Urteilsberatung zum Schluss gelangt sei, 
dass die vorliegenden Unterlagen nicht genügen, um den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung 
schlüssig beurteilen zu können. Insgesamt erscheine die Rückweisung zur 
polydisziplinären Abklärung angezeigt. Im Rahmen der Rechtsprechung 
(BGE 137 V 314 E. 3.2.4 S. 320) wurde ihm Gelegenheit geboten, der Be-
schwerdeinstanz die seiner Auffassung nach gegen die in Aussicht ge-
nommene Rückweisung sprechenden Gründe vorzutragen oder die Be-
schwerde zurückzuziehen, um den möglichen nachteiligen Folgen einer 
Rückweisung zu entgehen.

Mit Eingabe vom 6. November 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinem 
Antrag fest und führte aus, eine polydisziplinäre gutachterliche Abklärung 
sei nicht nötig, da auf das von der Beschwerdegegnerin erstellte Zumutbar-
keitsprofil abgestellt werden könne. Sollte das Gericht dennoch eine poly-
disziplinäre Begutachtung für angezeigt halten, so sei eine Rückweisung 
entbehrlich. Entsprechend liess er beantragen, es sei gemäss neuerer 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung vom Gericht selber eine Begutach-
tung anzuordnen und deren Kosten seien der Beschwerdegegnerin aufzu-
erlegen. Von der ausdrücklich erwähnten Möglichkeit eines Beschwer-
derückzugs machte er nicht Gebrauch.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 8. Mai 2014 (AB 71). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

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lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.1.1 Vom 11. bis 26. September 2012 war der Beschwerdeführer im Spi-
tal D.________ hospitalisiert, wo er sich am 12. September 2012 einer tota-
len Laryngektomie, einer Hemithyreoidektomie links sowie einer Neck-
dissection beidseits unterzog (vgl. AB 15, S. 8). Im Bericht vom 25. Sep-
tember 2012 führten die Ärzte als Diagnose ein mittelgradiges differenzier-
tes Plattenepithelkarzinom des Larynx (Kehlkopfkrebs) links auf (AB 15, S. 
8). Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100% seit dem 4. August 2012 bis 
auf weiteres attestiert (AB 9, S. 5 f., 8).

Dr. med. F.________ vom Spital D.________, führte im Bericht vom 
21. Januar 2013 aus, die bisherige Tätigkeit als … sei nicht mehr zumutbar. 
Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der 
Einsatzfähigkeit könne nicht gerechnet werden (AB 24, S. 4). Eine ange-
passte Tätigkeit an sauberer, warmer und feuchter Luft ohne bücken, 
Überkopfarbeiten, kauern, knien, heben und tragen von schweren Lasten 
(Gewichtslimite 2 kg bis 3 kg) sowie auf Leitern und Gerüste steigen sei 
ganztags zumutbar (AB 24, S. 6).

3.1.2 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, bestätigte im Bericht vom 26. Februar 2013 die Diagnose 
eines Larynxkarzinoms. Weiter schloss er sich dem Zumutbarkeitsprofil an, 
wonach Überkopfarbeiten, bücken, das Heben von schweren Lasten (Ge-
wichtslimite 3 kg mit linkem Arm), Arbeiten bei lufthygienisch schlechten 
Verhältnissen (erforderlich: saubere, warme, feucht-warme Luft, Luftbe-
feuchter) und an der Kälte sowie Tätigkeiten mit besonderen Anforderun-
gen an das Sprechen (Sprechen mit Provox-Prothese) nicht mehr zumutbar 
seien. Weiter bestehe eine Krafteinschränkung beim Heben des rechten 
Armes (Status nach Nervus accessorius Läsion rechts). Rein sitzende und 
stehende sowie wechselbelastende Tätigkeiten - im Innenraum - seien zu-
mutbar. Die bisherige Tätigkeit als … sei nicht mehr möglich (AB 30, S. 1).

3.1.3 Die Ärzte des Spitals H.________ welche den Beschwerdeführer 
seit November 2012 behandeln (vgl. AB 24, S. 7 ff.; 36, S. 7 ff.), attestierten 

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am 14. November 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 25. Novem-
ber 2013 bis 28. Februar 2014 (AB 59).

3.1.4 Im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 26. November 
2013 wurde ausgeführt, dass ein zukünftiger Arbeitsplatz möglichst staub-
frei sein müsse. Die Luft müsse frisch sein und die Luftfeuchtigkeit hoch. 
Dem Beschwerdeführer sei es sehr wichtig, dass er die Möglichkeit habe, 
ein Fenster zu öffnen (AB 55, S. 2). Weiter sollten Desinfektionsmittel und 
Reinigungsmittel weitgehend vermieden werden, da diese Hustenreize aus-
lösen können. Da der Beschwerdeführer seine Öffnung vorne am Hals re-
gelmässig fünf bis sechsmal pro Arbeitstag zu je 5 bis 15 Minuten reinigen 
müsse, sei zudem eine abschliessbare Toilette mit Lavabo und Spiegel 
(evtl. Behinderten-Toilette) unumgänglich (AB 55, S. 3). Der Beschwerde-
führer habe unter Einhaltung des ärztlichen Zumutbarkeitsprofils im Ver-
gleich zur freien Wirtschaft und bei einem 100%-Pensum eine Arbeitsleis-
tung von 50% erbracht. Leistungsreduzierende Faktoren seien die zusätzli-
chen Pausen von einer Stunde und mehr pro Arbeitstag, reduzierte körper-
liche Leistungsfähigkeit und somit verlangsamte Handlungsabläufe und 
Bewegungen sowie Einschränkungen durch die Arbeitsumgebung (zum 
Beispiel habe der Beschwerdeführer den Raum verlassen müssen, wenn 
Lösungsmittel zur Reinigung eingesetzt worden seien; AB 55, S. 4). Mög-
lichkeiten für eine realistische berufliche Integration sah die Abklärungsstel-
le E.________ primär im Lebensmittel- und Medizinalbereich (AB 55, S. 1).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 8. Mai 2014 (AB 71) massgeblich auf das von der Abklärungs-
stelle E.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil, wonach der Beschwer-
deführer in einer angepassten Tätigkeit mit frischer Luft sowie hoher Luft-
feuchtigkeit ohne Staub, Desinfektions- und Reinigungsmittel (AB 55, S. 2 
f.) in der freien Wirtschaft in einem vollen Arbeitspensum um 50% in der 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei (AB 55, S. 4). Diese Einschätzung 
weicht von der aktenkundigen fachärztlichen Beurteilung ab, indem 
Dr. med. F.________ am 21. Januar 2013 ausgeführt hatte, in einer ange-
passten Tätigkeit werde der Beschwerdeführer vollschichtig tätig sein kön-
nen (vgl. E. 3.1.1 vorstehend) und die Ärzte des Spitals H.________ am 
14. November 2013 allein eine Arbeitsunfähigkeit vom 25. November 2013 
bis zum 28. Februar 2014 attestierten (vgl. E. 3.1.3 vorstehend).

Auf die Einschätzung der Abklärungsstelle E.________ kann unter diesen 
Umständen nicht unbesehen abgestellt werden. Für die Beurteilung der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sind vorab spezialärztliche Berichte bzw. 
Gutachten und nicht berufliche Abklärungen massgebend. Daran vermag 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch BGE 140 V 193 
nichts zu ändern. So wird in diesem Entscheid nicht festgehalten, dass be-
rufliche Abklärungen ersetzend an die Stelle (abweichender) ärztlicher 
Feststellungen treten, sondern vielmehr, dass, wo erforderlich, auch ent-
sprechendes Fachwissen zuzuziehen ist. Die medizinische Beurteilung ist 
und bleibt jedoch die Grundlage einer jeden Einschätzung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit wie auch der Beurteilung der Frage, ob die in der prakti-
schen Erprobung festgestellte Leistungsfähigkeit dem medizinisch Mögli-
chen und Zumutbaren entspricht. Zu prüfen ist im vorliegenden Fall des-

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halb zunächst die Beweiskraft der medizinischen Aktenlage, aufgrund derer 
wie vorstehend dargelegt an sich von einer in angepasster Tätigkeit voll-
schichtig zumutbaren Arbeitstätigkeit auszugehen wäre.

Der Beschwerdeführer leidet ärztlich attestiert und unbestrittenermassen an 
den Folgen seiner Erkrankung. Diese Folgen beschränken sein Tätigkeits-
feld. In dieser Hinsicht sind die Aussagen der Fachärzte eindeutig und ent-
halten keine Hinweise für eine wesentliche Einschränkung in angepasster 
Tätigkeit. Die von der Abklärungsstelle E.________ erwähnte allgemeine 
Langsamkeit findet mit Blick auf das ärztlich attestierte Leistungsprofil me-
dizinisch kein Korrelat. Hinzu kommt, dass bereits auch die Abklärungsstel-
le E.________ auf eine möglicherweise mitwirkende psychosomatische 
Komponente und Unklarheiten (Übervorsichtigkeit, Unklarheit, wie häufig 
die Öffnung vorne am Hals tatsächlich zu reinigen ist) ihrerseits hingewie-
sen hat (AB 55 S. 3). Diese wurden bis heute nicht geklärt. Gleichermassen 
kann damit aber auch nicht auf die frühere Beurteilung der behandelnden 
Fachärztin Dr. med. F.________, wonach der Beschwerdeführer in einer 
angepassten Tätigkeit ganztags arbeitsfähig sei, bzw. die im Übrigen allein 
wenig umfangreichen sonstigen medizinischen Akten abgestellt werden. 
Zumal der letzte fachärztliche medizinische Bericht noch vor Ablauf der 
attestierten (befristeten) Arbeitsunfähigkeit ausgestellt wurde (vgl. E. 3.1.3 
vorstehend). Dies gilt umso mehr, als Dr. med. Dr. med. dent. I.________, 
Spital H.________, im E-mail vom 27. Mai 2013 zwar das Zumutbar-
keitsprofil von Dr. med. F.________ bestätigte, jedoch eine Rückfrage bei 
einem Facharzt des Spitals D.________ empfohlen hat, um mehr über die 
Anforderungen für Patienten mit Provox-Prothese zu erfahren (AB 41, 
S. 1). Sodann wurde im Bericht der Abklärungsstelle E.________ darauf 
hingewiesen, dass der Beschwerdeführer durch die Behinderung psychisch 
stark belastet zu sein scheine. Die von der IV-Stelle getätigten Abklärungen 
genügen für eine Beurteilung der Leistungsansprüche damit nicht. Unge-
klärt geblieben sind neben der erwerblichen Bedeutung der im Zentrum 
stehenden HNO-Problematik auch die Fragen mitwirkender invalidenversi-
cherungsrechtlich relevanter aber möglicherweise auch nicht relevanter 
Faktoren, wobei insbesondere auch Anzeichen für eine mitwirkende psy-
chische Komponente bestehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2014, IV/14/559, Seite 10

Demzufolge muss abgeklärt werden, ob und gegebenenfalls in welchem 
Umfang durch die medizinische Problematik, insbesondere die Pflege der 
Provox-Prothese eine Einschränkung der gemäss Dr. med. F.________ 
bestehenden vollen Leistungsfähigkeit resultiert. Zudem stellt sich die Fra-
ge, inwiefern die Beeinträchtigungen auf psychosomatischen Ursachen 
beruhen bzw. eine allgemeine Langsamkeit invalidenversicherungsrechtlich 
beachtlich ist. Demnach ist zusätzlich eine psychiatrische Abklärung nötig, 
um zu klären, ob und gegebenenfalls inwiefern die in der praktischen 
Erprobung gezeigte reduzierte Leistung auf invalidenversicherungsrechtlich 
relevante psychische Gründe zurückzuführen ist. 

3.4 Der medizinische Sachverhalt ist ungenügend abgeklärt. Gestützt 
auf die vorliegenden Akten kann nicht zuverlässig entschieden werden, in 
welchem Umfang der Beschwerdeführer in seiner Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit eingeschränkt ist. Die Akten sind deshalb an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, welche eine polydisziplinäre Begutachtung zu veranlas-
sen hat. Anschliessend ist über den Rentenanspruch neu zu verfügen. Die 
IVB hat im vorliegenden Fall bisher weder in somatischer noch in psychia-
trischer Hinsicht hinreichende (gutachterliche) Abklärungen getätigt, so 
dass die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 - ent-
gegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Eingabe vom 6. No-
vember 2014, S. 2 f.) - einer Rückweisung praxisgemäss nicht entgegen-
steht.

3.5 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 8. Mai 2014 (AB 71) aufzuheben. Die Akten 
sind zu medizinischen Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Anschluss hat die Beschwerdegeg-
nerin eine neue Verfügung zu erlassen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 

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dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Mit Kostennote vom 24. Juli 2014 macht Rechtsanwalt B.________ einen 
Prozessaufwand von total Fr. 2‘168.95 geltend, bestehend aus einem Ho-
norar von Fr. 1‘975.-- (7.9 Stunden à Fr. 250.--), Auslagen von Fr. 33.30 
und Mehrwertsteuer von Fr. 160.65. In Anbetracht des zusätzlichen Auf-
wands im Rahmen der Eingabe vom 29. Oktober 2014 wird die Parteien-
schädigung auf pauschal Fr. 2‘500.-- (inklusive Auslagen) zuzüglich Mehr-
wertsteuer von Fr. 200.-- (8% auf Fr. 2‘500.--), insgesamt ausmachend 
Fr. 2‘700.--, festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 8. Mai 2014 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Ab-

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klärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu 
verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘700.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.