# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d169303a-d872-59e0-8374-77fbc16bcacb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2008 C-33/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-33-2008_2008-12-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-33/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  D e z e m b e r  2 0 0 8  

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Blaise Vuille, Richter Bernard Vaudan, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

U._______ GmbH, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Arthur Haefliger, 
Baslerstrasse 30, Postfach, 4601 Olten,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung der Zustimmung zum arbeitsmarktlichen 
Vorentscheid in Bezug auf M._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-33/2008

Sachverhalt:

A.
Der aus der Mongolei stammende M._______ (geb. [...],  nachfolgend 
Arbeitnehmer) reiste im Januar 2002 mit einer Artistenbewilligung erst-
mals in die Schweiz ein und arbeitete – mit Unterbrüchen – fortan als 
Artist  mit  dem Seiltänzer  N._______ zusammen. Beide standen da-
mals  in  einem  Arbeitsverhältnis  zu  der  in  L.______/TG  ansässigen 
„H._______ GmbH“. Am 2. Mai 2006 erklärte sich die Vorinstanz auf 
ein entsprechendes Gesuch der „H._______ GmbH“ hin bereit, die Zu-
stimmung zu einer kontingentierten Kurzaufenthaltsbewilligung im Sin-
ne von Art. 20 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begren-
zung der Zahl der Ausländer (BVO, AS 1986 1791) zu erteilen. Die Be-
gründung der Zustimmungsverfügung enthielt den folgenden Passus:

„Der  Gesuchsteller  wurde  mehrmals  ausdrücklich  darauf  aufmerksam  ge-

macht, dass eine B-Bewilligung auf Grund der geringen Engagementtage in 

der Schweiz nicht erteilt werden kann. Die Proben und Trainings können mit 

einer Kurzaufenthaltsbewilligung ausreichend abgedeckt werden. Der Gesuch-

steller hat schriftlich bestätigt Kenntnis davon zu nehmen, dass im Anschluss 

an eine Bewilligung nach Art. 20 BVO (Kurzaufenthalt 12 Monate + Verlänge-

rung  um  12  Monate)  ein  einjähriger  Aufenthaltsunterbruch  erforderlich  ist. 

Eine Bewilligung nach Art. 13 lit. c  BVO könnte hingegen jedes Jahr erteilt 

werden, allerdings ist hier ein Aufenthaltsunterbruch von 4 Monaten pro Jahr 

erforderlich.“

B.
Am  16.  Juli  2007  liess  die  neu  gegründete  „U._______  GmbH“  in 
Aarau (im Folgenden Beschwerdeführerin) durch ein Treuhandbüro ein 
Gesuch  um  Umwandlung  der  Kurzaufenthaltsbewilligung  von 
M._______  in  eine  befristete  Jahresaufenthaltsbewilligung  (Art.  14 
Abs. 4 BVO) einreichen. Aus den Gesuchsunterlagen ging hervor, dass 
M._______ und N._______ das Arbeitsverhältnis mit der „H._______ 
GmbH“ inzwischen aufgelöst hatten und nun bei der Beschwerdeführe-
rin  angestellt  waren. Nachdem das BFM gegenüber dem Migrations-
amt Kanton Aargau signalisiert  hatte, es stehe der beantragten Um-
wandlung ablehnend gegenüber, wurde dieses Gesuch vom damaligen 
Vertreter am 31. August 2007 vorerst zurückgezogen.

C.
Mit Eingabe vom 28. September 2007 gelangte der jetzige Rechtsver-

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treter in gleicher Angelegenheit an das Migrationsamt Kanton Aargau 
und ersuchte namens der Beschwerdeführerin ebenfalls um Umwand-
lung der L-Bewilligung von M._______ in eine B-Bewilligung. Aufgrund 
der Unterlagen, die der Parteivertreter in diesem Zusammenhang vor-
legte, erklärte sich die kantonale Migrationsbehörde mit Vorentscheid 
vom 2. November 2007 bereit, eine befristete Jahresaufenthaltsbewilli-
gung (mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 36 Monaten) zu ertei-
len. In der Folge wurden die Akten dem BFM zur Zustimmung unter-
breitet.

D.
Mit Verfügung vom 14. Dezember 2007 verweigerte die Vorinstanz die 
Zustimmung zum kantonalen Vorentscheid vom 2. November 2007. Zur 
Begründung  berief  sie  sich  auf  die  frühere  Zustimmungsverfügung 
vom 2. Mai 2006, wonach bei Ausschöpfung besagter Bewilligung ein 
einjähriger Aufenthaltsunterbruch erforderlich sei. Die Alternative einer 
wiederkehrenden Bewilligung nach Art. 13 Bst. c BVO hätten die Betei-
ligten damals ausgeschlagen. Letztere Bestimmung und die damit ver-
bundenen Weisungen und Erläuterungen des BFM über Einreise, Auf-
enthalt  und Arbeitsmarkt (ANAG-Weisungen) strebten eine Gleichbe-
handlung im künstlerischen Bereich an. Da die Tourneen zeitlich be-
fristet bzw. die Auftrittsmöglichkeiten beschränkt seien und die Löhne 
sich im Vergleich zu anderen Sektoren des Arbeitsmarktes auf unter-
durchschnittlichem Niveau bewegten und die Einhaltung der Lohnbe-
dingungen erfahrungsgemäss weniger garantiert sei, würden entspre-
chende Bewilligungen grundsätzlich nur für maximal acht Monate pro 
Kalenderjahr ausgestellt. Bei kontingentierten Bewilligungen über acht 
Monate gelangten demgegenüber die streng auszulegenden Art. 7 – 9 
BVO zur  Anwendung. Vorliegend  seien  die  Erfordernisse  von  Art.  7 
BVO (Inländervorrang) und Art. 8 BVO (Rekrutierungsprioritäten) nicht 
nachgewiesen,  ausserdem  erschienen  die  Lohnbedingungen  nach 
Art. 9 Abs. 1 BVO wenig gesichert, weshalb der Umwandlung der bis-
herigen Bewilligung in  eine Jahresbewilligung nicht  zugestimmt wer-
den könne.

E.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin  am 3. Januar 
2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit dem Antrag, es 
sei die Zustimmung zum kantonalen Vorentscheid zu erteilen. Im We-
sentlichen  lässt  sie  vorbringen,  der  Arbeitnehmer  habe  im  Mongoli-
schen Staatszirkus eine 4-jährige Artistenausbildung durchlaufen. Von 

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1992 an sei er ausschliesslich als Hochseilakrobat tätig gewesen, seit 
2001 arbeite er praktisch ununterbrochen mit N._______ zusammen, 
einem  Spross  aus  der  berühmten  Zirkusfamilie  X._____.  Letzterer 
halte auf dem Hochseil, wo er ein absoluter Meister seines Fachs sei, 
verschiedene Weltrekorde und er  sei  im Guinnessbuch der  Rekorde 
eingetragen. M._______ absolviere mit  N._______ auf dem Hochseil 
verschiedene  spektakuläre  Auftritte,  daneben  assistiere  er  ihn 
während  der  ganzen  Show.  Die  meisten  Auftritte  fänden  in  der 
Schweiz  statt,  doch  träten  die  beiden  auch  häufig  in  ausländischen 
Shows  und  im  Deutschen  Fernsehen  auf.  Da  die  Vorführungen  auf 
dem Hochseil ungesichert durchgeführt würden, sei das Duo „auf Tod 
und Leben“ aufeinander angewiesen,  was ein ausgesprochenes Ver-
trauensverhältnis  zwischen  den  Partnern  bedinge.  Die  Beschwer-
deführerin  beantrage  für  ihren  Arbeitnehmer  eine Jahresbewilligung, 
weil er ganzjährig bei ihr angestellt sei. Eine solche Bewilligung würde 
aber auch bei Auftritten im Ausland wesentliche Erleichterungen schaf-
fen,  insbesondere  müsste  nicht  für  jeden  Auslandauftritt  von 
M._______ ein Visum eingeholt werden. Die Voraussetzungen von Art. 
8  Abs. 3  Bst.  a  BVO seien entgegen  der  vorinstanzlichen Annahme 
erfüllt. Weil der Arbeitnehmer sich bereits in der Schweiz aufhalte und 
hier mit einer noch bis zum 13. Februar 2008 gültigen Bewilligung er-
werbstätig sei, gelange der Inländervorrang nicht zur Anwendung. Auf-
grund der in Frage stehenden Tätigkeit könne sodann praktisch ausge-
schlossen  werden,  dass  sich  hierzulande  oder  in  einem  EU/EFTA-
Land eine Person finden würde, welche bereit wäre, mit N._______ die 
waghalsigen und lebensgefährlichen Hochseilakte durchzuführen. Der 
Arbeitnehmer sei  des Weiteren äusserst  qualifiziert  und die weltweit 
einzigartigen  akrobatischen  Darbietungen  drängten  die  Annahme 
eines besonderen Grundes geradezu auf. Der angefochtene Entscheid 
erweise sich  daher  als  unverhältnismässig und er  widerspreche den 
gesetzlichen Bestimmungen.

F.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 12. März 2008 
auf Abweisung der Beschwerde.

G.
Mit Replik vom 25. März 2008 hält die Beschwerdeführerin am einge-
reichten Rechtsmittel sowie den Begehren fest.

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H.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird,  soweit  entscheiderheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM betreffend Zustimmung zum arbeitsmarktli-
chen Vorentscheid unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwal-
tungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). In der vorliegend 
zu beurteilenden Streitsache ist das Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.Vm. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 des Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das  Rechtsmittelverfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
richtet  sich  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  Verwal-
tungsgerichtsgesetz  keine  abweichenden  Bestimmungen  aufstellt 
(Art. 37 VGG).

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Ver-
fügung zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- 
und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  somit  einzutreten 
(Art. 49 ff. VwVG).

2.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazugehörigen Ausführungsverordnungen in Kraft (unter anderem 
die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]). Auf Gesuche, die vor dem In-
krafttreten des AuG eingereicht wurden, wie dies vorliegend der Fall 
ist, bleibt gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG (und ungeachtet der Ausführun-
gen  in  der  Replik)  das  alte  Recht  anwendbar. Einschlägig  sind  das 
Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer (ANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quellennachweis 
vgl.  Ziff.  I  des  Anhangs  zum AuG)  und  die  Begrenzungsverordnung 
(BVO).

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3.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 
1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 
vom 28. März  2003),  wobei  in  der  vorliegenden Streitsache  gemäss 
übergangsrechtlicher Ordnung des AuG, wie oben dargetan, das alte 
Recht anwendbar bleibt.

4.
M._______ untersteht als Staatsangehöriger der Mongolei weder dem 
Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft  einerseits  und der Europäischen Gemeinschaft  und ih-
ren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeits-
abkommen,  SR  0.142.112.681)  noch  dem  Abkommen  vom  21. Juni 
2001 zur Änderung des Übereinkommens vom 4. Januar 1960 zur Er-
richtung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA-Übereinkom-
men, SR 0.632.31). Seine Zulassung als sogenannter Drittstaatsange-
höriger zum schweizerischen Arbeitsmarkt richtet sich deshalb unein-
geschränkt  nach dem ANAG und der  BVO (Art. 1  ANAG und Art. 2 
BVO). Die  Behörde  entscheidet  somit,  im  Rahmen der  gesetzlichen 
Vorschriften (und der Verträge mit dem Ausland), nach freiem Ermes-
sen  über  die  Bewilligung  von  Aufenthalt  oder  Niederlassung  (Art.  4 
ANAG).

5.
5.1 Art.  7  BVO regelt  den  „Vorrang der  inländischen Arbeitnehmer“. 
Nach dessen Abs. 1 bis 3 können Drittstaatsangehörige zum schwei-
zerischen Arbeitsmarkt nur zugelassen werden, wenn auf diesem kei-
ne geeignete Arbeitskraft zu finden ist, die gewillt und fähig wäre, die 
Arbeit zu den orts- und berufsüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen 
zu leisten. Der Arbeitgeber hat dafür den Nachweis zu erbringen (Art. 
7 Abs. 4 BVO). Vorbehalten sind die Ausnahmetatbestände des Arti-

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kels 7 Absatz 5 und 6 BVO. Unter der Überschrift  "Prioritäten für die 
Rekrutierung" errichtet Artikel  8 Absatz 1 BVO ein analoges System 
zugunsten von Angehörigen der EU/EFTA-Staaten. Durchbrochen wird 
es  durch  die  Ausnahmetatbestände  des  Artikels  8  Absatz  2  und  3 
BVO. Die Zulassung von Drittstaatsangehörigen ist somit erst möglich, 
wenn nicht nur keine geeigneten einheimischen Arbeitskräfte rekrutiert 
werden können, sondern auch keine geeigneten Arbeitskräfte aus dem 
EU/EFTA-Raum zu Verfügung stehen. Vorbehalten bleiben die jeweili-
gen Ausnahmetatbestände.

5.2 Ob die Bestimmungen über den Inländervorrang (Art. 7 BVO) und 
den Vorrang von Angehörigen von Mitgliedstaaten der EU und EFTA 
(Art. 8 BVO) die Zulassung eines Drittstaatsangehörigen zum schwei-
zerischen  Arbeitsmarkt  erlauben,  darüber  entscheidet  die  kantonale 
Arbeitsmarktbehörde im Rahmen eines Vorentscheides zu Handen des 
kantonalen  Bewilligungsverfahrens.  Der  Vorentscheid  zu  Bewilligun-
gen, die zu Lasten der kantonalen Höchstzahlen gehen (Kontingents-
bewilligungen), ist alsdann dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten 
(Art. 42 Abs. 1 und 5 BVO i.V.m. Art. 51 Abs. 1 in fine BVO). Das BFM 
befindet  über das Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen in 
Ausübung  einer  originären  Sachentscheidskompetenz  des  Bundes 
ohne Bindung an die Beurteilung durch die kantonalen Behörden (vgl. 
BGE 127 ll 49 E. 3a S. 51 f., BGE 120 lb 6 E. 3 S. 11 f., ferner Ent-
scheide des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements [EJPD], 
publiziert  in  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden  [VPB]  70.23, 
67.62 oder 66.66). 

5.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 BVO werden Bewilligungen zur Ausübung ei-
ner Erwerbstätigkeit in erster Linie den Angehörigen der EU-Mitglied-
staaten nach dem Freizügigkeitsabkommen und den Angehörigen der 
EFTA-Mitgliedstaaten nach dem EFTA-Übereinkommen erteilt. Vorbe-
halten bleiben nach Art. 8 Abs. 2 BVO hochqualifizierte Personen, die 
um eine Bewilligung für eine zeitlich begrenzte Tätigkeit gemäss den 
von der Schweiz abgeschlossenen Wirtschafts- und Handelsvereinba-
rungen nachsuchen. Weitere Ausnahmen von Absatz 1 können nach 
Art. 8 Abs. 3 BVO von den Arbeitsmarktbehörden im Rahmen des Vor-
entscheids zu Bewilligungen verfügt werden, wenn einer der folgenden 
Tatbestände erfüllt  ist: Der Drittstaatsangehörige ist  eine qualifizierte 
Arbeitskraft und besondere Gründe rechtfertigen eine Ausnahme (Bst. 
a), oder beim Drittstaatsangehörigen handelt es sich um eine Person, 
die im Rahmen von schweizerischen Hilfs- und Entwicklungsprojekten 

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über die wirtschaftliche oder technische Zusammenarbeit  ein Weiter-
bildungsprogramm absolviert  (Bst. b),  oder der Drittstaatsangehörige 
gehört der Personenkategorie der Künstler, Artisten und Cabaret-Tän-
zerinnen an, die sich innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt längs-
tens acht Monate in der Schweiz aufhalten (Bst. c).

6.
6.1 Wie eben angetönt, sind ausländische Künstlerinnen und Künstler 
sowie Zirkus- und Variétéartistinnen und -artisten gemäss Art. 8 Abs. 3 
Bst. c bzw. Art. 13 Bst. c BVO von den Höchstzahlen ausgenommen, 
wenn sie nicht länger als acht Monate pro Kalenderjahr in der Schweiz 
engagiert  werden. Zu den Zirkusartistinnen und -artisten  zählen na-
mentlich  Clowns,  Illusionisten,  Taschenspieler,  Trapezkünstlerinnen 
und -künstler, Jongleure, Tierbändiger sowie Equilibristinnen und Equi-
libristen (vgl. hierzu Ziff. 433.22 der ANAG-Weisungen),  weshalb die 
Tätigkeit  von  M._______  ohne  Zweifel  davon  erfasst  wird.  Dement-
sprechend ausgestaltet  waren seine Aufenthalte in  den Jahren 2002 
bis 2006. Die Vorinstanz wäre auch danach bereit  gewesen, den Ar-
beitnehmer nach Art.  13  Bst. c  BVO zu regeln,  mit  anderen Worten 
hätte er weiterhin von dieser Sonderregel zu Gunsten von Artistinnen 
und Artisten – die notabene ohne Kontingentsbelastung existiert – pro-
fitiert,  was es bei den nachfolgenden Erwägungen mitzuberücksichti-
gen gilt.

6.2 Wie sich dem Sachverhalt entnehmen lässt, beantragte die frühe-
re Arbeitgeberin für den betreffenden Arbeitnehmer im Frühjahr 2006 
eine kontingentierte Kurzaufenthaltsbewilligung nach Art. 20 BVO. Mit 
Zustimmungsentscheid vom 2. Mai 2006 erklärte sich das BFM damit 
einverstanden, wobei es in der Begründung der diesbezüglichen Verfü-
gung ausdrücklich darauf verwies, dass nach Ausschöpfung der Kurz-
aufenthaltsbewilligung  (maximal  24  Monate)  ein  einjähriger  Aufent-
haltsunterbruch erforderlich sei  (Art. 26 Abs. 1 BVO). Gleichwohl  er-
sucht die jetzige Arbeitgeberin und Beschwerdeführerin nunmehr um 
Umwandlung dieser am 13. Februar 2008 abgelaufenen Bewilligung in 
eine Jahresbewilligung. 

6.3 Aufenthalte  von  Artistinnen  und  Artisten  über  acht  Monate  pro 
Jahr unterliegen der Kontingentierung und sind nach den Zulassungs-
kriterien der Art. 7, 8 und 9 BVO zu prüfen (siehe auch Anhang 4/15 
der ANAG-Weisungen). In der vorliegenden Streitsache fällt  als Aus-
nahmetatbestand daher nurmehr Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO in Betracht, 

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der eine Ausnahme von den Rekrutierungsprioritäten zu Gunsten qua-
lifizierter Arbeitskräfte zulässt, wenn besondere Gründe dies rechtferti-
gen. Beide Kriterien – die fachliche Qualifikation und die besonderen 
Gründe – müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. Urteile des Bundesverwal-
tungsgerichts C-8763/2007 vom 28. Mai 2008 E. 6 mit  weiteren Hin-
weisen). Ihr Vorliegen kann nicht leichthin angenommen werden, soll 
die Absicht des Verordnungsgebers verwirklicht werden, die Zuwande-
rung  aus  dem  Nicht-EU/EFTA-Raum  restriktiv  zu  gestalten,  konse-
quent  dem volkswirtschaftlichen Gesamtinteresse unterzuordnen und 
vermehrt  an  den  übergeordneten  integrations-  und  staatspolitischen 
Zielen  auszurichten  (siehe  dazu  Urteile  des  Bundesverwaltungsge-
richts C-5287/2007 vom 10. März 2008 E. 6, C-1224/2006 vom 16. No-
vember 2007 E. 5.3 oder C-1229/2006 vom 6. Juni 2007 E. 5.3).

7.
In der Beschwerdeschrift  vom 3. Januar 2008 wird argumentiert,  der 
Inländervorrang  gelange  im  Falle  von  M._______  nicht  zur  Anwen-
dung. Dieser Einwand erweist sich als unzutreffend, zählt die Begren-
zungsverordnung  doch  explizit  diejenigen  Personengruppen  auf,  die 
neben den Schweizern als einheimische Arbeitskräfte gelten. Es ge-
nügt an dieser Stelle der Verweis auf  Art  7 Abs. 2 BVO i.V.m. Art. 3 
BVO. Unbestritten ist hingegen, dass es sich beim Arbeitnehmer kraft 
seiner  Ausbildung im mongolischen Nationalzirkus  und des weiteren 
beruflichen Werdeganges um eine qualifizierte  Arbeitskraft  im Sinne 
von Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO handelt. Es bleibt demnach primär zu prü-
fen, ob die Voraussetzungen für die Annahme eines besonderen Grun-
des im Sinne der vorgenannten Bestimmung gegeben sind.

7.1 Als besondere Gründe im Sinne von Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO wer-
den  von  der  Rechtsprechung  und  Praxis  folgende  Ausnahmegründe 
zugelassen:  Zusammenarbeitsverträge (Joint Ventures), Praktika oder 
Aus-  und  Weiterbildung  (von  Berufsverbänden,  global  tätigen  Unter-
nehmen oder in genau definierten Bereichen mit Ausbildungskonzep-
ten auch von KMU), Kader- oder Spezialistentransfer, prekäre gesamt-
schweizerische Arbeitsmarktsituation,  wirtschaftliche und für  den Ar-
beitsmarkt  Schweiz  nachhaltig  relevante  Gründe  sowie  Sonderfälle 
von allgemeinem Interesse ohne grössere  wirtschaftliche Bedeutung 
(vgl. Ziffer 432.32 der ANAG-Weisungen oder die Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  C-8763/2007  vom  28.  Mai  2008  E.  7.1  oder 
C-1224/2006  vom 16. November  2007  E.  5.3).  Für  diejenigen  Bran-
chen und Berufe bzw. Berufsfunktionen, in denen in der Vergangenheit 

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am häufigsten um Ausnahmen von den Rekrutierungsbemühungen er-
sucht wurde (Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Tourismus, Informatik, 
Sportler,  Musiker,  Künstler),  listen  die  ANAG-Weisungen  explizit  die 
besonderen Kriterien für eine Ausnahme nach Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO 
auf (siehe Ziff. 491 i.V.m. Anhang 4/8 der ANAG-Weisungen). 

7.2 Gemäss Ziffer 491.52 der ANAG-Weisungen (zur Bedeutung der 
ANAG-Weisungen  siehe  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-4642/2007 vom 7. Dezember 2007 E. 5.1) fallen kontingentierte Be-
willigungen  für  Künstlerinnen  und  Künstler  aus  Drittstaaten  lediglich 
dann  in  Betracht,  wenn  sie  ein  längerfristigeres  Engagement  in  der 
Schweiz haben, in den Sparten Schauspiel, Musik, Gesang oder Bal-
lett  ihr  Können präsentieren und an grösseren Theater-,  Schauspiel- 
und Opernhäusern oder Sinfonieorchestern beschäftigt werden. Hinzu 
kommen hier  nicht  näher  zu erörternde betriebliche und persönliche 
Voraussetzungen. Ausnahmen gibt  es ebenfalls für  Zirkusse,  sie  be-
schränken sich jedoch auf die Bereiche Tierpflege und Zirkuszeltbau 
(Ziff. 491.53 der ANAG-Weisungen). Für professionelle Artistinnen und 
Artisten wie M._______ können aber nach wie vor Bewilligungen nach 
Art.  13  Bst.  c  BVO ausgestellt  werden. Damit  wird  den  besonderen 
Verhältnissen in diesen Branchen Rechnung getragen.

7.3 M._______ war  anfänglich im Besitze von Artistenbewilligungen. 
Am 2. Mai  2006 stimmte die Vorinstanz der Erteilung einer auf  zwei 
Jahre  befristeten  Kurzaufenthaltsbewilligung  zu; die  bisherige  Anwe-
senheit beruhte mithin auf privilegierten Zulassungskriterien. Mit Blick 
auf das vorliegende Zustimmungsverfahren lassen sich weder aus be-
sagter  Kurzaufenthaltsbewilligung noch aus den früheren Artistenbe-
willigungen Ansprüche ableiten. Die beantragte Umwandlung steht zu-
dem in  einem Spannungsverhältnis  zur  vorgenannten  Zustimmungs-
verfügung  vom 2. Mai  2006,  nach  welcher  der  Betroffene  das  Land 
nach Ablauf von zwei Jahren für ein Jahr zu verlassen hat, was auch 
Art. 26 Abs. 1 BVO ausdrücklich so vorsieht. Von daher scheint es an-
gezeigt, ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, Handlungen zu 
verhindern, die in irgendeiner Weise auf eine Umgehung der ordentli-
chen ausländerrechtlichen Vorschriften hinauslaufen könnten. Andern-
falls  würde  dem  Schaffen  vollendeter  Tatsachen  Vorschub  geleistet 
(siehe dazu Art. 4 Abs. 1 und 2 sowie Art. 8 Abs. 2 der Vollziehungs-
verordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und 
Niederlassung der Ausländer [ANAV], AS 1949 228, zum vollständigen 
Quellennachweis vgl. Art. 91 Ziff. 1 VZAE). Bei dieser Sachlage recht-

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fertigt es sich, die möglichen Ausnahmegründe gemäss Art. 8 Abs. 3 
Bst. a BVO eng auszulegen.

7.4 Der  Rechtsvertreter  richtet  seinen  Fokus  auf  die  Person  von 
N._______ und dessen Renommee als Artist und Akteur von Extrem-
Darbietungen.  In  diesem  Zusammenhang  muss  vorweg  klargestellt 
werden, dass M._______ laut den Gesuchsunterlagen nicht bei  ihm, 
sondern zu 100 % bei der Beschwerdeführerin angestellt ist. Den An-
gaben in der Rechtsmitteleingabe zufolge soll N._______ zwar für die 
gleiche  Arbeitgeberin  tätig  sein,  auf  dessen  Homepage  (siehe 
www._______.ch)  wird  freilich  angegeben,  er  werde  von  der 
„E._______ GmbH“ in Y._______ vermarktet und betreut. Letztere Ma-
nagement-Agentur  fungiert  auf  der  fraglichen  Internetseite  auch  als 
Kontaktstelle. Unabhängig davon ist hier auf das unter den dargeleg-
ten  Umständen  allein  massgebende  Verhältnis  zwischen  M._______ 
und der Arbeitgeberin abzustellen.

7.5 Des Weiteren gilt es sich zu vergegenwärtigen, dass es nicht um 
die  Person  von  N._______,  sondern  um die  ausnahmsweise  Zulas-
sung eines Artisten aus der Mongolei geht, der ihn bei seinen Hoch-
seilakten unterstützt. Die Fähigkeiten und Qualitäten von M._______ 
werden keineswegs verkannt, ändern indessen nichts an der Tatsache, 
dass er primär einer von mehreren Partnerinnen und Partnern ist, die 
dem Spross der bekannten Zirkusfamilie bei seinen Darbietungen as-
sistieren, was ein Blick auf die entsprechende Website bestätigt. Die 
Showacts von N._______ umfassen namentlich die Bereiche „Todes-
rad“, „Hochseil“, „Armbrust“, „Motorrad-Kugel“, „Bänder“ und „Schwan-
kende Masten“. Ergänzt werden sie durch die sogenannten Spezialauf-
tritte (beispielsweise das Balancieren über die Tragseile von Luftseil-
bahnen).  Die  artistische  Unterstützung  von  M._______  konzentriert 
sich auf die Sparte „Hochseil“, für die übrigen Bereiche ist nicht akten-
kundig, dass er dem Hauptakteur assistiert. Aufgrund seines Lebens-
laufes  erschiene  dies  auch  nicht  unbedingt  naheliegend.  Bei  dieser 
Sachlage greift der Einwand, dass N._______ ohne ihn einen Gross-
teil seiner Shows bzw. Akrobatikeinlagen überhaupt nicht mehr vorfüh-
ren könnte, zu kurz. Ebenso wenig kann von einem (gleichberechtig-
ten) Duo gesprochen werden, sucht man den Namen von M._______ 
auf  der  entsprechenden Homepage doch vergeblich. Die  Ausführun-
gen auf Beschwerdeebene sind in dieser Hinsicht ungeachtet der da-
neben  unbestrittenen  Leistungsausweise  der  betreffenden  Personen 
zu relativieren.

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7.6 Gegen  einen  Ausnahmetatbestand  spricht  ferner,  dass  der  Ar-
beitsort  gemäss Arbeitsvertrag sowohl  In-  als  auch im Ausland sein 
kann.  Im  ursprünglichen  Gesuch  vom  21.  Juni  2007  ist  davon  die 
Rede,  N._______  trete  mit  M.______  vor  allem  in  der  Schweiz,  in 
Deutschland, Russland, Kanada sowie den übrigen Staaten der Euro-
päischen  Union  auf.  Auch  die  Eingabe  des  jetzigen  Parteivertreters 
vom 28. September 2007 verweist auf zahlreiche Shows im Ausland, 
insbesondere  in  Deutschland.  Wohl  findet  sich  in  der  Beschwerde-
schrift vom 3. Januar 2008 nun plötzlich die Behauptung, die meisten 
Auftritte  fänden in  der Schweiz statt; diese Aussage wird aber prak-
tisch  im  gleichen  Atemzug  wieder  relativiert.  Auch  die  Website  von 
N._______ deutet auf viele Auslandaktivitäten hin. Von daher bestünde 
mit der Artistenbewilligung eine vergleichsweise attraktive, valable Al-
ternative (zu den Möglichkeiten, die eine solche Bewilligung bietet, sie-
he  Anhang  4/15  der  ANAG-Weisungen);  umso  unverständlicher  er-
scheint,  warum eine Bewilligung nach Art. 13 Bst. c BVO nicht mehr 
ausreichen soll.

7.7 Wie  mehrfach  hervorgehoben,  schliesst  der  angefochtene  Ent-
scheid die spätere Wiedererteilung einer Artistenbewilligung nicht aus. 
Die mit Bezug auf besagte Bewilligungsart  geltend gemachten admi-
nistrativen Erschwernisse wiederum (primär das Einholen von Visa für 
Auslandauftritte) sind zumutbar, gefährden sie aufgrund des Gesagten 
doch  weder  die  beruflichen  Entfaltungsmöglichkeiten  der  Beteiligten 
noch die Bedürfnisse des Publikums nach hochrangigen, spektakulä-
ren Artistikdarbietungen. Dass dem Arbeitnehmer wegen dessen Auf-
enthaltsstatus im Ausland Auftritte  verweigert  wurden,  wird zwar be-
hauptet,  aber  nicht  im  erforderlichen  Masse  konkretisiert,  weshalb 
nicht näher darauf einzugehen ist. Schliesslich erscheint ein zusätzli-
ches Entgegenkommen auch wegen der Zustimmungsverfügung vom 
2. Mai  2006 weder möglich noch angezeigt. Die Ausgestaltung jener 
Kurzaufenthaltsbewilligung bringt es hierbei mit sich, dass M._______, 
welcher die Schweiz den kantonalen Akten zufolge am 31. März 2008 
verliess, vorerst eine einjährige Auftrittspause in der Schweiz in Kauf 
zu nehmen hat, bevor er wieder in den Genuss von Artistenbewilligun-
gen kommen kann. Die diesbezüglichen Konsequenzen waren den Be-
troffenen indessen bekannt.

7.8 Ausgehend von diesen Erwägungen ist mit der Vorinstanz festzu-
stellen, dass sich unter den vorliegenden Begebenheiten eine Ausnah-
me von den Rekrutierungsprioritäten nicht rechtfertigt. Da die Zustim-

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mung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid bereits am Erfordernis der 
„besonderen Gründe“ als einem der beiden Teiltatbestände vom Art. 8 
Abs. 3 Bst. a BVO scheitert, muss nicht geprüft werden, wie es mit den 
übrigen Voraussetzungen  (insbesondere den hinreichenden Suchbe-
mühungen auf  dem Arbeitsmarkt  der Schweiz und der EU/EFTA ge-
mäss Art. 7 Abs. 1 und 4 bzw. Art. 8 Abs. 1 BVO) bestellt ist.

8.
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  zu 
Recht ergangen ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist deshalb abzu-
weisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 
3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 800.- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten [...] und [...] retour)
- das Migrationsamt Kanton Aargau (ad [...])

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Daniel Grimm

Versand: 

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