# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f59053c5-5d4b-55cf-9f92-867e6f824985
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.01.2024 D-6350/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6350-2023_2024-01-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6350/2023, D-6352/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  J a n u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richter Markus König; 

Gerichtsschreiber Martin Scheyli 

   

Parteien 

 
1. A._______, geboren am [...], 

2. B._______, geboren am [...], 

Türkei,  

[...],  

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügungen des SEM vom 19. Oktober 2023  

und vom 20. Oktober 2023 

 

 

 

D-6350/2023, D-6352/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführer, zwei Brüder türkischer Staatsangehörigkeit 

und kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in C._______ (Provinz Gazi-

antep), am 27. April 2023 in der Schweiz um Asyl ersuchten, 

dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Beschwerdeführer je-

weils am 8. Mai 2023 zur Person befragte,  

dass die Beschwerdeführer am 11. beziehungsweise am 12. Mai 2023 je-

weils den Rechtsschutz für Asylsuchende im Bundesasylzentrum Nord-

westschweiz mit ihrer Rechtsvertretung mandatierten, 

dass das SEM am 19. Juli 2023 den Beschwerdeführer 1 [...] und am 4. Au-

gust 2023 den Beschwerdeführer 2 [...] zu deren Asylgründen anhörte, 

dass die damalige Rechtsvertretung mit Eingabe an das Staatssekretariat 

vom 24. Juli 2023 betreffend den Beschwerdeführer 1 verschiedene Be-

weismittel einreichte, 

dass das SEM jeweils am 26. Juli 2023 die Zuteilung der Beschwerdeführer 

in das erweiterte Verfahren gemäss Art. 26d des Asylgesetzes (AsylG, 

SR 142.31) verfügte und sie für die Dauer der Verfahren dem Kanton So-

lothurn zuwies, 

dass die Beschwerdeführer – nachdem die vorherige Rechtsvertretung die 

Beendigung der Mandatsverhältnisse erklärt hatte – am 8. beziehungs-

weise am 15. September 2023 jeweils die Rechtsberatungsstelle für Asyl-

suchende Solothurn mit ihrer Rechtsvertretung mandatierten, 

dass die damalige Rechtsvertretung mit jeweiligen Eingaben an das SEM 

vom 14. beziehungsweise vom 20. September 2023 um Einsicht in die 

Asylverfahrensakten der Beschwerdeführer ersuchte, 

dass das SEM die Asylgesuche mit jeweiligen Verfügungen vom 19. Okto-

ber 2023 (betreffend den Beschwerdeführer 1) und vom 20. Oktober 2023 

(betreffend den Beschwerdeführer 2) ablehnte und die Wegweisung beider 

Beschwerdeführer aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,  

dass das Staatssekretariat mit Schreiben an die damalige Rechtsvertre-

tung vom 24. Oktober 2023 den Anträgen auf Akteneinsicht entsprach, 

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dass die damalige Rechtsvertretung mit jeweiligen Schreiben vom 30. Ok-

tober 2023 ihre Mandate für beendet erklärte, 

dass die Beschwerdeführer die Asylentscheide des SEM mit jeweiligen 

Eingaben vom 17. November 2023 beim Bundesverwaltungsgericht an-

fochten, 

dass sie dabei die Aufhebung der genannten Verfügungen sowie – sinnge-

mäss – die Gewährung des Asyls beantragten,  

dass sie in prozessualer Hinsicht jeweils sinngemäss beantragten, es seien 

ihnen die unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

sowie die amtliche Rechtsverbeiständung gemäss Art. 102m Abs. 1 Bst. a 

AsylG zu gewähren. 

dass mit Zwischenverfügung der Instruktionsrichterin vom 24. November 

2023 die beiden gegen die Asylentscheide des SEM erhobenen Beschwer-

den angesichts ihres engen sachlichen Zusammenhanges vereinigt wur-

den, 

dass die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um amtliche 

Rechtsverbeiständung abgewiesen und die Beschwerdeführer zur Leis-

tung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.‒ mit Frist bis zum 11. Dezem-

ber 2023 aufgefordert wurden,  

dass der verlangte Kostenvorschuss mit Einzahlung vom 6. Dezember 

2023 fristgereicht geleistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls über Be-

schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG),  

dass das Bundesverwaltungsgericht dabei – mit einer vorliegend nicht zu-

treffenden Ausnahme – endgültig entscheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht im Anwendungs-

bereich des AsylG die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Miss-

brauch und Überschreitung des Ermessens, sowie die unrichtige oder 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass sich die Kognition des Gerichts im Bereich des Ausländerrechts nach 

Art. 49 VwVG richtet (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass die Beschwerdeführer legitimiert sind und auf ihre frist- und formge-

recht eingereichten Beschwerden einzutreten ist (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete Be-

schwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entscheidet (Art. 111 

Bst. e AsylG), 

dass es sich vorliegend um solche Beschwerden handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet wird, 

dass gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich 

Asyl gewährt,  

dass als Flüchtling eine Person anerkannt wird, wenn sie in ihrem Heimat-

staat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, 

Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder we-

gen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist 

oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung von Leib, Leben 

oder Freiheit sowie Massnahmen gelten, die einen unerträglichen psychi-

schen Druck bewirken (Art. 3 AsylG), 

dass beide Beschwerdeführer ihre Asylgesuche im vorinstanzlichen Ver-

fahren im Wesentlichen damit begründeten, ein gemeinsamer Verwandter 

habe mehrere Morde begangen, und deswegen würden sie nun durch die 

Familie eines der Opfer mit Blutrache bedroht, 

dass das SEM zur Begründung der Ablehnung der Asylgesuche im We-

sentlichen ausführte, die von den Beschwerdeführern jeweils vorgebrach-

ten Asylgründe seien asylrechtlich nicht relevant, 

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dass mit den Beschwerdeschriften in erster Linie – und inhaltlich vollstän-

dig übereinstimmend – geltend gemacht wird, das SEM sei bei der Beur-

teilung des Sachverhalts fälschlicherweise davon ausgegangen, die von 

den Beschwerdeführern geltend gemachten Probleme seien rein persönli-

cher Natur, 

dass das Staatssekretariat vielmehr übersehen habe, dass die Urheber der 

Bedrohungen Angehörige der türkischen Partei MHP (Milliyetçi Hareket 

Partisi) seien, 

dass es sich dabei um die gefährlichsten Faschisten der Türkei handle und 

die Sache somit, zumal die Beschwerdeführer der kurdischen Ethnie an-

gehörten, eigentlich politisch sei, 

dass das Gericht zur Einschätzung gelangt, dass die Vorinstanz richtiger-

weise festgestellt hat, in Bezug auf eine Bedrohung seitens Privater, wie 

sie von den Beschwerdeführern geltend gemacht wird, sei vom grundsätz-

lichen Schutzwillen und von der Schutzfähigkeit der türkischen Behörden 

auszugehen, 

dass, wie in den angefochtenen Verfügungen ebenfalls zutreffend ausge-

führt wurde, einzig aufgrund des Vorbringens, die Anzeige der Beschwer-

deführer bei der lokalen Polizei ihres Herkunftsortes sei nicht angemessen 

behandelt und es sei ihnen kein polizeilicher Personenschutz gewährt wor-

den, nicht vom Fehlen eines entsprechenden Schutzwillens der türkischen 

Behörden gesprochen werden kann, 

dass es den Beschwerdeführern vielmehr zuzumuten gewesen wäre, ihren 

Anspruch auf angemessenen Schutz bei einer übergeordneten staatlichen 

Behörde geltend zu machen, 

dass diese Einschätzung auch unter Berücksichtigung sowohl der Behaup-

tung, die Urheber der Bedrohung durch Blutrache seien Angehörige der 

MHP, als auch der Zugehörigkeit der Beschwerdeführer zur kurdischen 

Ethnie zu treffen ist, 

dass des Weiteren in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten ist, 

dass die Beschwerdeführer den geltend gemachten Drohungen auch 

durch die Verlegung ihres Wohnsitzes in der Türkei und mithin durch die 

Wahrnehmung einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative begegnen 

könnten, 

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dass die Asylgesuche in einem weiteren Punkt damit begründet wurden, 

die Beschwerdeführer und ihre Familien hätten nach den Erdbeben in der 

Türkei vom 6. Februar 2023 nicht die erforderliche staatliche Hilfe erhal-

ten, 

dass dieses Vorbringen offensichtlich nicht asylrechtlich relevant ist, wobei 

diesbezüglich vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in den an-

gefochtenen Verfügungen zu verweisen ist, 

dass dieser Aspekt der vorinstanzlichen Beurteilungen in den Beschwer-

deschriften im Übrigen auch nicht in Zweifel gezogen wird, womit sich wei-

tere Ausführungen ohnehin erübrigen, 

dass den Beschwerdeschriften auch sonst nichts zu entnehmen ist, was 

die Einschätzung der Vorinstanz in Frage stellen könnte, den Vorbringen 

der Beschwerdeführer komme keine asylrechtliche Relevanz zu, 

dass das SEM die Asylgesuche der Beschwerdeführer folglich zu Recht 

abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), 

dass die Beschwerdeführer weder über ausländerrechtliche Aufenthaltsbe-

willigungen noch über einen Anspruch auf Erteilung solcher verfügen (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), 

dass die verfügten Wegweisungen daher im Einklang mit den gesetzlichen 

Bestimmungen stehen und von der Vorinstanz zu Recht angeordnet wur-

den, 

dass, ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländerinnen 

und Ausländern regelt (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration AIG, 

SR 142.20]), 

dass in den Beschwerdeschriften in Bezug auf die Frage der Durchführbar-

keit des Vollzugs der Wegweisung keinerlei konkrete Vorbringen gemacht 

werden, 

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dass im Sinne einer Klarstellung gleichwohl Folgendes festzuhalten ist, 

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf, 

dass der Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung in die Türkei unter 

dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig ist, weil die Beschwerdeführer – 

wie zuvor dargelegt – dort keinen Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG 

ausgesetzt wären, 

dass sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführer ausserdem auch 

keine konkreten und gewichtigen Anhaltspunkte für die Annahme ergeben, 

sie wären im Falle einer Ausschaffung in die Türkei mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt (vgl. aus der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Men-

schenrechte etwa die Urteile i.S. Bensaid, Rep. 2001-I, S. 303, sowie i.S. 

Saadi vom 28. Februar 2008 [Grosse Kammer], Beschwerde Nr. 37201/06, 

Ziff. 124 ff., jeweils m.w.N.), 

dass auch die allgemeine Menschenrechtssituation in der Türkei zum heu-

tigen Zeitpunkt keinen konkreten Anlass zur Annahme bietet, den Be-

schwerdeführern drohe eine entsprechende Gefährdung, 

dass der Vollzug der Wegweisungen somit sowohl im Sinne der asylge-

setzlichen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 

dass gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein kann, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

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aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind, 

dass, wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, unter Vorbehalt von 

Art. 83 Abs. 7 AIG die vorläufige Aufnahme zu gewähren ist.  

dass die allgemeine Lage in der Türkei weder von Bürgerkrieg noch von 

allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, so dass der Vollzug der Wegwei-

sungen dorthin grundsätzlich zumutbar erscheint, 

dass die Ausführungen des SEM zu bestätigen sind, wonach den Be-

schwerdeführern innerhalb ihres Heimatstaates zumutbare Aufenthaltsal-

ternativen zur Verfügung stehen [...], womit die Frage offenbleiben kann, 

ob ihnen auch eine Rückkehr in die von den verheerenden Erdbeben be-

troffene Provinz Gaziantep zuzumuten wäre, 

dass auch sonst keine Anhaltspunkte bestehen, die darauf schliessen lies-

sen, die Beschwerdeführer seien bei einer Rückkehr in die Türkei einer 

konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG ausgesetzt, 

dass die Beschwerdeschriften in diesem Zusammenhang keinerlei kon-

krete Vorbringen enthalten, womit sich weitere Ausführungen erübrigen, 

dass des Weiteren festzustellen ist, dass der Vollzug der Wegweisungen 

mangels aktenkundiger objektiver Hindernisse auch möglich im Sinne von 

Art. 83 Abs. 2 AIG ist, 

dass die durch die Vorinstanz verfügten Wegweisungen und deren Vollzug 

somit in Übereinstimmung mit den zu beachtenden Bestimmungen stehen 

und zu bestätigen sind, 

dass nach dem Gesagten eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme aus-

ser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG), 

dass nach den angestellten Erwägungen die angefochtenen Verfügungen 

Bundesrecht nicht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellen und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen sind (Art. 106 AsylG; Art. 49 VwVG), 

dass die Beschwerden folglich abzuweisen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten den Beschwer-

deführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

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Seite 9 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass zu deren Begleichung der in selber Höhe geleistete Kostenvorschuss 

zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerden werden abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführern aufer-

legt. Zur Begleichung wird der in selber Höhe geleistete Kostenvorschuss 

verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Martin Scheyli 

 

 

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