# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ecc1dad-722c-5355-ac30-ec0ec028352b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 02.10.2023 HG190167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG190167_2023-10-02.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG190167-O U 

 

Mitwirkend: die Oberrichterinnen Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, und Nicole 

Klausner, die Handelsrichterinnen Dr. Seraina Denoth und  

Dr. Esther Nägeli, der Handelsrichter Stefan Vogler sowie der 

Gerichtsschreiber Dr. Severin Harisberger 

Urteil vom 2. Oktober 2023 

in Sachen 

 

A._____ GmbH, Klägerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 

 

gegen 

 

B._____, Inc.,  
Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y2._____ 

 

betreffend Marke / UWG  

- 2 - 

Inhaltsverzeichnis 

Rechtsbegehren .................................................................................................. 3 
Sachverhalt und Verfahren ................................................................................. 4 
A. Sachverhaltsübersicht .................................................................................... 4 

a. Parteien und ihre Stellung .................................................................... 4 
b. Prozessgegenstand .............................................................................. 4 

B. Prozessverlauf ................................................................................................ 4 
a. Klageeinleitung ..................................................................................... 4 
b. Wesentliche Verfahrensschritte ............................................................ 5 

Erwägungen ......................................................................................................... 7 
1. Formelles ........................................................................................................ 7 

1.1. Zuständigkeit ........................................................................................ 7 
1.1.1. Örtliche Zuständigkeit ................................................................. 7 
1.1.2. Sachliche Zuständigkeit .............................................................. 9 

1.2. Rechtsschutzinteresse .......................................................................... 9 
1.3. Bestimmtheit des Rechtsbegehrens ................................................... 10 
1.4. Übrige Prozessvoraussetzungen ........................................................ 13 

2. Anwendbares Recht ..................................................................................... 13 
3. Ausgangslage ............................................................................................... 14 

3.1. Marken der Parteien ........................................................................... 14 
3.2. Parteistandpunkte ............................................................................... 15 
3.3. Einheitlicher Begriff der Verwechslungsgefahr ................................... 15 

4. Markenrecht ................................................................................................. 16 
4.1. Einleitung ............................................................................................ 16 
4.2. Relative Ausschlussgründe ................................................................ 16 

4.2.1. Massgebliche Verkehrskreise ................................................... 18 
4.2.2. Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen ....................... 19 
4.2.3. Kennzeichnungskraft ................................................................ 20 
4.2.4. Zeichenähnlichkeit .................................................................... 23 
4.2.5. Verwechslungsgefahr ............................................................... 28 
4.2.6. Fazit .......................................................................................... 29 

4.3. Unterlassungsklage (Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG) ............................... 29 
4.4. Nichtigkeitsklage (Art. 52 MSchG) ...................................................... 31 
4.5. Fazit .................................................................................................... 32 

5. Lauterkeitsrecht ............................................................................................ 33 
6. Vollstreckungsmassnahmen ......................................................................... 35 
7. Zusammenfassung der Tat- und Rechtsfragen ............................................ 37 
8. Kosten- und Entschädigungsfolgen .............................................................. 37 

8.1. Streitwert ............................................................................................ 37 
8.2. Gerichtskosten .................................................................................... 38 
8.3. Parteientschädigung ........................................................................... 38 

Dispositiv ........................................................................................................... 39 
  

- 3 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

 

 

- 4 - 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in C._____, 

Deutschland, die von der D._____ KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) be-

herrscht wird. Sie bezweckt die Herstellung und den Vertrieb von Textilien aller 

Art (act. 3/2). 

Die Beklagte ist eine 'Corporation' nach dem Recht von E._____ [amerikanischer 

Bundesstaat] mit Sitz in F._____, Vereinigte Staaten (act. 8/24-26). Sie vertreibt 

Socken und weitere Kleidungsstücke, unter anderem in der Schweiz (act. 1 

Rz. 26; act. 19 Rz. 1). 

b. Prozessgegenstand 

Die vorliegende Klage betrifft die per 18. Dezember 2015 hinterlegte und am 

22. Februar 2016 eingetragene Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten (act. 3/13): 

… [Abbildung der Marke] 

Die Klägerin will der Beklagten unter Androhung von Vollstreckungsmassnahmen 

im Widerhandlungsfall verbieten, dieses Zeichen im Geschäftsverkehr in der 

Schweiz für Socken, Strumpfwaren und Strümpfe zu verwenden. Ferner begehrt 

sie, dass die Marke ungültig zu erklären sei. Die Beklagte beantragt Klageabwei-

sung. 

B. Prozessverlauf  

a. Klageeinleitung 

Die Klägerin reichte die Klage am 30. September 2019 (Datum Poststempel) ein 

(act. 1; act. 3/2-23). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 wurde ihr Frist zur Leis-

tung eines Vorschusses für die Gerichtskosten sowie zur Einreichung eines ge-

nügenden Handels- beziehungsweise Firmenregisterauszugs der Beklagten an-

gesetzt. Zudem wurden die Parteien auf ihre Pflicht zur Bezeichnung eines Zu-

- 5 - 

stelldomizils aufmerksam gemacht (act. 4). Diese Verfügung konnte der Beklag-

ten zunächst nicht zugestellt werden (vgl. act. 6). Mit Eingabe vom 16. Oktober 

2019 reichte die Klägerin Unterlagen zur Beklagten ein, aus denen sich der Zu-

stell- und Handlungsbevollmächtigte der Beklagten ergab (act. 7; act. 8/24-26). 

Den Kostenvorschuss bezahlte die Klägerin innert Frist (act. 9). Mit Verfügung 

vom 1. November 2019 wurde der Beklagten Frist zur Einreichung einer Kla-

geantwort und zur Bevollmächtigung eines Rechtsvertreters oder Bezeichnung 

eines Zustellungsdomizils in der Schweiz angesetzt. Die Verfügung wurde der 

Beklagten auf dem Rechtshilfeweg zugestellt (act. 10; act. 11B). Die Beklagte 

reichte die Klageantwort innert Nachfrist ein (act. 16; act. 17; act. 19; act. 20/1-2). 

Mit Verfügung vom 6. Juli 2020 wurde das Verfahren an die Instruktionsrichterin 

delegiert (act. 21). 

b. Weitere wesentliche Verfahrensschritte 

Die Vergleichsverhandlung vom 14. Januar 2021 blieb ohne Ergebnis; die Partei-

en verpflichteten sich jedoch mit Absichtserklärung vom 14. Januar 2021, ernst-

hafte aussergerichtliche Vergleichsgespräche zu führen (Prot. S. 11 ff.; act. 24). In 

der Folge wurde das Verfahren sistiert und die Sistierung mehrfach, zuletzt bis am 

30. November 2021, verlängert (act. 25; act. 27-28; act. 30-31; act. 33-34). Mit 

Verfügung vom 7. Dezember 2021 wurde nach Mitteilung, dass nach wie vor kei-

ne vergleichsweise Lösung zustande gekommen war, die Sistierung aufgehoben 

und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (act. 36-38). Die Replik reichte die 

Klägerin am 25. Februar 2022 ein. Gleichzeitig stellte sie einen Verfahrensantrag 

um Anordnung von Schutzmassnahmen. Die Klägerin beantragte insbesondere, 

es sei dem Rechtsvertreter der Beklagten zu verbieten, der Beklagten oder Dritten 

die Beilage act. 41/43 und/oder die ungeschwärzte Version der Replik in Bezug 

auf die Randziffern 38 und 44 mitzuteilen oder zugänglich zu machen (act. 40; 

act. 41/27-102). Innert ihr hierfür angesetzter Frist reichte die Klägerin ihren Ver-

fahrensantrag mittels separater Eingabe ins Recht (act. 42; act. 44). Nachdem die 

Beklagte – nach erfolgter Fristaussetzung und -erstreckung – auf Stellungnahme 

verzichtet hatte, wurde der prozessuale Antrag mit Beschluss vom 16. Juni 2022 

teilweise gutgeheissen (bezüglich act. 40 Rz. 38 und act. 41/43 bis zum rechts-

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kräftigen Abschluss des Hauptverfahrens) und teilweise abgewiesen (bezüglich 

act. 40 Rz. 44; act. 45; act. 47; act. 50; act. 52). In der Folge reichte die Klägerin 

fristwahrend eine angepasste, geschwärzte Version der Replik ein (act. 52; 

act. 54-55). Nachdem der Beschluss vom 16. Juni 2022 in Rechtskraft erwachsen 

war, wurde der Beklagten mit Verfügung vom 7. September 2022 Frist zur Einrei-

chung der Duplik angesetzt (act. 58). Die Duplik datiert vom 10. November 2022 

(act. 60). Sie wurde der Klägerin mit Verfügung vom 16. November 2022 zuge-

stellt (act. 61). Ab Anfang 2023 teilten die Parteien dem Gericht erneut mehrfach 

übereinstimmend mit, in erfolgsversprechenden Vergleichsgesprächen zu stehen, 

weshalb die Bearbeitung dieses Falls aus ihrer Sicht nicht vorangetrieben werden 

müsse. Am 25. April 2023 gaben sie schliesslich den erfolglosen Verlauf der Ver-

gleichsgespräche bekannt (Prot. S. 25 f.). 

Mit Verfügung vom 30. Juni 2023 wurde den Parteien Frist angesetzt, zu erklären, 

ob sie auf die Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung – unter Vorbehalt 

der Durchführung eines Beweisverfahrens – verzichteten (act. 63). Die Parteien 

verzichteten nicht auf die Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung 

(act. 64 f.). Die Beklagte stellte zudem mit Hinweis auf eine zwischenzeitlich ihrer-

seits beim Handelsgericht des Kantons Bern eingereichte Nichtigkeitsklage betref-

fend die Marken der hiesigen Klägerin einen Sistierungsantrag (act. 65), der mit 

Verfügung vom 20. Juli 2023 abgewiesen wurde (act. 69). Sodann erkundigte sich 

das Handelsgericht des Kantons Bern, ob das hiesige Gericht mit einer Überwei-

sung dieses Nichtigkeitsverfahrens einverstanden wäre, was das hiesige Gericht 

mit E-Mail vom 4. August 2023 ablehnte (act. 73). In der Folge wurden die Partei-

en auf den 2. Oktober 2023 zur Hauptverhandlung vorgeladen (act. 77). Anläss-

lich dieser Hauptverhandlung erstatteten die Parteien ihre Parteivorträge. Es wur-

den keine relevanten Noven rechtsgenüglich vorgebracht (Prot. S. 30 ff.). 

Das Verfahren erweist sich als spruchreif (Art. 236 Abs. 1 ZPO). 

- 7 - 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Zuständigkeit 

1.1.1. Örtliche Zuständigkeit 

Es liegt ein internationaler Sachverhalt vor, da sowohl die Klägerin als auch die 

Beklagte Sitz im Ausland haben (act. 3/2; act. 8/24-26). Die Zuständigkeit schwei-

zerischer Gerichte richtet sich grundsätzlich nach dem IPRG (Art. 1 Abs. 1 lit. a 

IPRG), wobei völkerrechtliche Verträge – insbesondere das LugÜ – vorbehalten 

bleiben (Art. 1 Abs. 2 IPRG; BGE 135 III 185 E. 3.1; 134 III 475 E. 4; 131 III 76 

E. 2.3). 

Die Klägerin erhebt gegen die Beklagte einerseits eine Unterlassungsklage, um 

sich gegen (angebliche) unerlaubte Handlungen der Beklagten zu schützen 

(Rechtsbegehren Ziffer 1; vgl. zur Qualifikation als Unterlassungs- bzw. Beseiti-

gungsklage Erwägung 1.3.2 nachfolgend). Eine solche Klage wird auch als Ver-

letzungsklage bezeichnet. Andererseits erhebt sie eine Ungültigkeits- bezie-

hungsweise Nichtigkeitsklage, indem sie die Ungültigkeit der Schweizer Marke 

der Beklagten geltend macht (Rechtsbegehren Ziffer 2; vgl. zur Qualifikation als 

Nichtigkeitsklage ebenfalls Erwägung 1.3.2 nachfolgend). Diese Klage ist als Be-

standesklage zu qualifizieren. Sowohl das LugÜ als auch das IPRG unterschei-

den die Verletzungs- und Bestandesklage und behandeln sie hinsichtlich Zustän-

digkeit und anwendbarem Recht unterschiedlich (vgl. DAVID, in: David/Frick 

[Hrsg.], BSK MSchG, 3. Aufl. 2017, Einl. N 69). 

Art. 22 Ziff. 4 LugÜ sieht für Bestandesklagen die ausschliessliche, das heisst 

zwingende Zuständigkeit des LugÜ-Vertragsstaates vor, in dessen Hoheitsgebiet 

die Hinterlegung oder Registrierung der Marke beantragt oder vorgenommen 

wurde. Die Klägerin hat mit Rechtsbegehren Ziffer 2 eine Bestandesklage hin-

sichtlich einer Schweizer Marke erhoben. Für diese Klage sind die schweizeri-

schen Gerichte zwingend zuständig. Da das LugÜ nur die internationale Zustän-

digkeit regelt, beurteilt sich die örtliche Zuständigkeit nach dem anwendbaren na-

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tionalen Recht, mithin nach den Regeln des IPRG. Gemäss Art. 109 Abs. 1 IPRG 

sind für Klagen betreffend Gültigkeit oder Eintragung von Immaterialgüterrechten 

die schweizerischen Gerichte am (Wohn-)Sitz der beklagten Partei örtlich zustän-

dig. Hat die beklagte Partei keinen (Wohn-)Sitz in der Schweiz, so sind die 

schweizerischen Gerichte am Geschäftssitz der im Register eingetragenen Ver-

tretung zuständig. Die Beklagte hat ihren Sitz nicht in der Schweiz. Im Markenre-

gister ist die G._____ AG mit Sitz in Zürich als ihre schweizerische Vertreterin 

eingetragen (act. 3/13). Gemäss Art. 109 Abs. 1 IPRG sind somit die Gerichte in 

Zürich für die Bestandesklage örtlich zuständig. 

Verletzungsklagen werden nicht von Art. 22 Ziff. 4 LugÜ erfasst (FRITZ, in: Das-

ser/Oberhammer [Hrsg.], SHK LugÜ, 3. Aufl. 2021, Art. 22 Ziff. 4 N 106). Mangels 

Sitzes der Beklagten in einem LugÜ-Vertragsstaat und mangels ausschliesslicher 

Zuständigkeit gemäss Art. 22 f. LugÜ bestimmt sich die Zuständigkeit für die Ver-

letzungsklage nach dem IPRG (Art. 4 Abs. 1 LugÜ). Gemäss Art. 109 Abs. 2 

IPRG sind für die Beurteilung von Verletzungsklagen betreffend schweizerische 

Immaterialgüterrechte die schweizerischen Gerichte am (Wohn-)Sitz der beklag-

ten Partei oder, wenn ein solcher fehlt, diejenigen an deren gewöhnlichem Auf-

enthaltsort zuständig. Überdies sind die schweizerischen Gerichte am Handlungs- 

und Erfolgsort zuständig. Dessen ungeachtet begründet in vermögensrechtlichen 

Streitigkeiten die vorbehaltlose Einlassung die Zuständigkeit des angerufenen 

schweizerischen Gerichts, sofern dieses nach Art. 5 Abs. 3 IPRG seine Zustän-

digkeit nicht ablehnen kann (Art. 6 IPRG). Klagen auf Unterlassung von Marken-

rechtsverletzungen und von unlauterem Wettbewerb stellen vermögensrechtliche 

Streitigkeiten dar (vgl. BGE 142 III 145 E. 6.1; 133 III 490 E. 3; 82 II 77 S. 78 f.). 

Eine vorbehaltlose Einlassung liegt in der Klageantwort zur Hauptsache vor, wenn 

sich die beklagte Partei darin nicht zur Zuständigkeit äussert 

(BUHR/GABRIEL/SCHRAMM, in: Furrer/Girsberger/Müller-Chen [Hrsg.], CHK IPRG, 

3. Aufl. 2016, Art. 6 N 7). Die Beklagte erklärt in der Klageantwort, keine Bemer-

kungen zu den Ausführungen der Klägerin betreffend Zuständigkeit zu haben 

(vgl. act. 19 Rz. 5). Somit hat sie sich vorbehaltlos auf die Unterlassungsklage vor 

dem hiesigen Gericht eingelassen. Gründe, wonach die Zuständigkeit nach Art. 5 

Abs. 3 IPRG abgelehnt werden könnte, sind nicht ersichtlich, insbesondere da auf 

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den Streitgegenstand schweizerisches Recht anwendbar ist (siehe nachfolgend 

Erwägung 2). Folglich ist auch für die Verletzungsklage eine örtliche Zuständigkeit 

in Zürich gegeben. 

1.1.2. Sachliche Zuständigkeit 

Bei der Auseinandersetzung der Parteien handelt es sich um eine Streitigkeit im 

Zusammenhang mit geistigem Eigentum und unlauterem Wettbewerb, wobei der 

Streitwert mehr als CHF 30'000.– beträgt. Die sachliche Zuständigkeit ergibt sich 

aus Art. 5 Abs. 1 lit. a und lit. d in Verbindung mit Art. 6 Abs. 4 lit. a ZPO und § 44 

lit. a GOG. 

1.2. Rechtsschutzinteresse 

Sowohl die Unterlassungs- als auch die Nichtigkeitsklage setzen ein Rechts-

schutzinteresse voraus. Bei der Unterlassungsklage besteht dieses in einer dro-

henden Verletzung und kann in einer Erstbegehungs- oder Wiederholungsgefahr 

begründet sein (FRICK, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 55 N 29 ff. m.w.H.; RÜE-

TSCHI/ROTH/FRICK, in: Hilty/Arpagaus [Hrsg.], BSK UWG, 2013, Art. 9 N 16). Bei 

der Nichtigkeitsklage muss ein Feststellungsinteresse gegeben sein, wobei der 

Begriff des rechtlichen Interesses nach Art. 52 MSchG in einem weiten Sinne zu 

verstehen ist. Selbst die Berücksichtigung eines tatsächlichen Interesses ist nicht 

ausgeschlossen (BGE 140 III 251 E. 5.1 = Pra 104 [2015] Nr. 23). Ein schutzwür-

diges Interesse an der Nichtigerklärung einer Marke hat jede Person, die durch ih-

ren Bestand behindert wird oder befürchten muss, in absehbarer Zeit dadurch be-

hindert zu werden (FRICK, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 52 N 21). 

Der vorliegende Streitgegenstand betrifft insbesondere Bildmarken der Parteien, 

welche für dieselbe Warenklasse eingetragen worden sind. Zudem sind einzelne 

Elemente optisch ähnlich oder gar identisch. Die Parteien befinden sich hinsicht-

lich der Verwendung der Marke der Beklagten im Konflikt, wobei die Beklagte ihre 

Produkte weiterhin unter der umstrittenen Marke vertreibt. Entsprechend liegt oh-

ne Weiteres ein ausreichendes Rechtsschutz- beziehungsweise Feststellungsin-

teresse der Klägerin vor. 

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1.3. Bestimmtheit des Rechtsbegehrens 

1.3.1. Rechtsbegehren sind inhaltlich so bestimmt zu fassen, dass sie bei Gut-

heissung ohne Weiteres zum Urteil erhoben werden können, und das Urteil voll-

streckt werden kann (vgl. Art. 84 Abs. 1 und Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO; BGE 142 

III 102 E. 5.3.1; 137 III 617 E. 4.3). Das Bestimmtheitsgebot gilt insbesondere bei 

Unterlassungsklagen. Diese müssen auf das Verbot eines genügend bestimmten, 

genau umschriebenen Verhaltens gerichtet sein. Im marken- und lauterkeitsrecht-

lichen Kontext ist erforderlich, dass das zu unterlassende Verhalten (Verletzungs-

handlung), das betroffene Kennzeichen (Verletzungszeichen), die betroffenen 

Waren und Dienstleistungen sowie das Territorium, für welches das Verbot aus-

gesprochen werden soll, genau bezeichnet werden (BGE 97 II 92 S.  93 f.; Urteile 

BGer 5A_758/2020 E. 5.4; 4A_207/2010 E. 4.2; STAUB, in: Noth/Bühler/Thouvenin 

[Hrsg.], SHK MSchG, 2. Aufl. 2017, Art. 55 N 36 ff.; SPITZ, in: Jung/Spitz [Hrsg.], 

SHK UWG, 2. Aufl. 2016, Art. 9 N 65 ff.). Beseitigungsklagen haben die Verpflich-

tung zu einem aktiven Tun, das auf die Beseitigung der Verletzung beziehungs-

weise deren Folgen gerichtet ist, zu enthalten. Im Rechtsbegehren sind die ver-

langten Beseitigungsmassnahmen jeweils möglichst genau anzugeben, wobei in-

haltlich konkret zu umschreiben ist, wie die Beseitigung erfolgen soll (RÜE-

TSCHI/ROTH/FRICK, in: BSK UWG, a.a.O., Art. 9 N 42; FRICK, in: BSK MSchG, 

a.a.O., Art. 55 N 49; DOMEJ, in: Heizmann/Loacker [Hrsg.], DIKE-Komm. UWG, 

2018, Art. 9 N 20; a.M. SPITZ, in: SHK UWG, a.a.O., Art. 9 N 73). 

Begehren, denen die Bestimmtheit fehlt, sind von den Gerichten nach dem 

Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des überspitzten Formalismus 

im Lichte der Klagebegründung auszulegen und in diesem Sinne von Amtes we-

gen zu präzisieren, zu reduzieren und umzuformulieren. Das Gericht bleibt auf-

grund des Dispositionsgrundsatzes an das Rechtsbegehren gebunden. Bei der 

Auslegung von Rechtsbegehren rechtfertigt sich eine gewisse Strenge, wenn eine 

Partei durch einen Rechtsanwalt vertreten ist (BGE 142 III 102 E. 5.3.1; 137 III 

617 E. 6; Urteile BGer 5A_390/2017 E. 2.3.1; HG/ZH HG200057 E. 1.7.1; OG/ZH 

LB140041 E. 3.d; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Sutter-Somm/ Hasenböhler, Leuen-

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berger [Hrsg.], Schulthess-Komm. ZPO, 3. Aufl. 2016, Art. 58 N 10 m.w.H.; LEU-

ENBERGER, in: Schulthess-Komm. ZPO, a.a.O., Art. 221 N 38 ff. m.w.H.). 

1.3.2. Die Klägerin bezweckt mit ihrer Klage gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1, der 

Beklagten den Gebrauch des von ihr beanstandeten Verletzungszeichens im ge-

schäftlichen Verkehr in der Schweiz für Socken, Strumpfwaren und Strümpfe zu 

verbieten. Es handelt sich um eine Unterlassungsklage. In Rechtsbegehren Zif-

fer 1 hat sie das Verletzungszeichen abgedruckt und die umschriebene Verlet-

zungshandlung "geschäftlicher Gebrauch" beschränkt sich auf bestimmte Waren 

sowie auf das Territorium der Schweiz. Zwar ist die Verletzungshandlung "ge-

schäftlicher Gebrauch" sehr weit definiert. Jedoch ist auch zu berücksichtigen, 

dass der Beklagten kein Raum für Umgehungshandlungen geschaffen werden 

soll. In ihren Rechtsschriften umschreibt die Klägerin die Verletzungshandlungen 

als Verwendung der Marke auf der Homepage, auf den Produkten und der Pa-

ckung. Ferner biete die Beklagte die Produkte selbst und über Dritte (insbesonde-

re Händler) an, bewerbe sie und vertreibe sie, womit die Waren in der Schweiz in 

Verkehr gebracht würden. Die Waren könnten von der Abnehmerschaft auch in 

der Schweiz bestellt und hierher geliefert werden (act. 1 Rz. 8 ff., Rz. 26; act. 40 

bzw. act. 55 Rz. 27, Rz. 31 ff., Rz. 53). Folglich umschreibt die Klägerin Handlun-

gen, die in Art. 13 Abs. 2 lit. a, lit. b und lit. e MSchG aufgezählt werden, genü-

gend. Auf diese gesetzliche Grundlage nimmt sie auch in Randziffer 10 ihrer Kla-

ge Bezug (act. 1 Rz. 10). Insofern ist die Unterlassungsklage dahingehend zu 

präzisieren, dass der Beklagten der geschäftliche Gebrauch des strittigen Zei-

chens in der Schweiz, insbesondere das Anbringen auf Waren oder Verpackung, 

das Anbieten oder Inverkehrbringen von Waren unter dem Zeichen sowie der Ge-

brauch des Zeichens in der Werbung oder sonst wie im geschäftlichen Verkehr zu 

verbieten ist. Mit dieser Präzisierung erweist sich Rechtsbegehren Ziffer 1 als ge-

nügend bestimmt. 

Demgegenüber ist nicht klar, ob mit dem beantragten Verbot in Rechtsbegehren 

Ziffer 1 auch eine bestehende Verletzung beseitigt werden soll. Zwar ist der Klage 

unter den Titeln "II. A. Markenrechtliche Ansprüche gegen die jüngere Marke. 

1. Grundlagen" sowie "II. B. Lauterkeitsrechtliche Anspruchsgrundlagen (UWG)" 

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auch der Verweis auf die Beseitigungsklagen gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b MSchG 

und Art. 9 Abs. 1 lit. b UWG zu entnehmen (act. 1 Rz. 38, Rz. 71). Allerdings be-

zeichnet die Klägerin unter dem Titel "I. E. Streitwert" die Ansprüche gegen die 

Beklagte mit "Unterlassungsklage und Löschungsklage" (act. 1 Rz. 20). Unter 

dem Titel "II. A. 5. c) Warengleichartigkeit" erwähnt sie lediglich das Unterlas-

sungsbegehren gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1 und das Löschungsbegehren 

gemäss Rechtsbegehren Ziffer 2 (act. 1 Rz. 63). Unter dem Titel 

"II. A. 6. Ergebnis: Verwechslungsgefahr und Markenverletzung" ist von "Art. 55 

Abs. 1 [Unterlassung/Verbot] und Art. 52 MSchG [Löschung/Nichtigkeit]" die Re-

de, nicht jedoch von der Beseitigung einer bestehenden Verletzung (act. 1 

Rz. 69). Der Replik sind diesbezüglich keine weitergehenden Hinweise zu ent-

nehmen (vgl. act. 40 bzw. act. 55 Rz. 59). Insofern erschliesst sich nicht, ob die 

Klägerin überhaupt einen Beseitigungsanspruch geltend machen will. Da Rechts-

begehren Ziffer 1 keine konkreten Beseitigungshandlungen enthält, sich solche 

auch nicht durch Auslegung im Lichte der Begründung ermitteln lassen und sich 

in der Klage mehrheitlich Hinweise auf eine "reine" Unterlassungsklage finden, ist 

dieses Rechtsbegehren einzig als Unterlassungsklage zu qualifizieren. 

Andernfalls wäre auf die Beseitigungsklage mangels Bestimmtheit nicht einzutre-

ten, denn die Klägerin hat es unterlassen, Beseitigungshandlungen genügend 

konkret zu umschreiben. Da sie anwaltlich vertreten ist, erscheint die Ausübung 

der gerichtlichen Fragepflicht nicht angezeigt, weil es ansonsten zu einer einseiti-

gen Bevorzugung der Klägerin käme. Zudem würde die Anordnung konkreter Be-

seitigungsmassnahmen durch das Gericht die Dispositionsmaxime verletzen. 

Rechtsbegehren Ziffer 2 lautet auf Ungültigerklärung der Schweizer Marke Nr. 1 

der Beklagten. Wie vorstehend umschrieben, bezeichnet die Klägerin ihre Klage 

unter dem Titel "I. E. Streitwert" als "Löschungsklage" (act. 1 Rz. 20) und unter 

dem Titel "II. A. 6. Ergebnis: Verwechslungsgefahr und Markenverletzung" als 

"Art. 52 MSchG [Löschung/Nichtigkeit]" (act. 1 Rz. 69). Bei der Klage gemäss 

Art. 52 MSchG handelt es sich um eine Feststellungsklage, welche als negative 

Klage auf die gerichtliche Nichtigerklärung der Marke gemäss Art. 35 lit. c MSchG 

abzielt. Danach kann die nichtig erklärte Marke vom Institut für geistiges Eigentum 

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gebührenfrei gelöscht werden (Art. 35 MSchV; BGE 139 III 424 E. 2.3.2). Rechts-

begehren Ziffer 2 ist als Nichtigkeitsklage gemäss Art. 52 MSchG zu qualifizieren. 

Durch die eindeutige Bezugnahme zur Marke der Beklagten erweist sich dieses 

Rechtsbegehren als genügend bestimmt. 

Schliesslich ist auch Rechtsbegehren Ziffer 3 genügend bestimmt, da die anzu-

drohenden Vollstreckungsmassnahmen konkret umschrieben werden. 

1.3.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rechtsbegehren der Klägerin 

genügend bestimmt sind, wobei Rechtsbegehren Ziffer 1 als Unterlassungsklage 

zu qualifizieren und bezüglich der Unterlassungshandlungen mit der Aufzählung 

"insbesondere durch Anbringen des Zeichens auf Waren oder Verpackung, durch 

Anbieten oder Inverkehrbringen von Waren unter dem Zeichen sowie durch Ge-

brauch des Zeichens in der Werbung oder sonst wie im geschäftlichen Verkehr" 

zu präzisieren ist. Rechtsbegehren Ziffer 2 ist dahingehend auszulegen, dass die 

Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten nichtig zu erklären ist. 

1.4. Übrige Prozessvoraussetzungen 

Die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt und geben zu keinen Weiterun-

gen Anlass. 

2. Anwendbares Recht 

Immaterialgüterrechte unterstehen dem Recht des Staates, für den der Schutz 

der Immaterialgüter beansprucht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Ansprüche aus un-

lauterem Wettbewerb unterstehen dem Recht des Staates, auf dessen Markt die 

unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (Art. 136 Abs. 1 IPRG). Neben der Ver-

letzung eines Immaterialgüterrechts kann der Verletzte zugleich eine Verletzung 

wegen unlauteren Wettbewerbs geltend machen. Art. 110 IPRG schliesst die An-

wendung von Art. 136 IPRG nicht aus (JEGHER/KUNZ, in: 

Grolimund/Loacker/Schnyder [Hrsg.], BSK IPRG, 4. Aufl. 2021, Art. 110 N 6). 

Vorliegend geht es um den Bestand einer Schweizer Marke, sowie um Unterlas-

sung von angeblichen Verletzungshandlungen in der Schweiz. In Anwendung von 

- 14 - 

Art. 110 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 136 Abs. 1 IPRG ist Schweizer Recht an-

wendbar. 

3. Ausgangslage 

3.1. Marken der Parteien 

Die Klägerin ist Inhaberin der Schweizer Marke Nr. 2, eingetragen am 

tt. November 1984 (act. 3/15): 

… [Abbildung der eingetragenen kägerischen Marke Nr. 2]  

 

Des Weiteren ist sie Inhaberin der internationalen Marken Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, 

Nr. 6, Nr. 7 und Nr. 8 mit Schutzwirkung für die Schweiz, welche in den Jahren 

2008 bis 2013 eingetragen wurden und alle das Zeichen … [Abbildung des 

Zeichens] enthalten (act. 3/16-21). 

Die Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten wurde am tt. Dezember 2015 hinterlegt 

und am tt. Februar 2016 im schweizerischen Markenregister eingetragen 

(act. 3/13): 

… [Abbildung der Marke der Beklagten] 

Die Marken beider Parteien beanspruchen Gültigkeit für den Schweizer Markt für 

Waren und Dienstleistungen der Klasse 25 (Bekleidungsstücke, Schuhwaren, 

Kopfbedeckungen, Socken, Wirkwaren, Unterwäsche, Büstenhalter, Unterbeklei-

dung, Sportbekleidung, Damenkleider, Hemden, Bekleidungsoberteile, Hosen, 

Unterhosen, Jacken, Mäntel, Strandbekleidung, Gürtel für Bekleidungsstücke, 

Handschuhe, Kinderbekleidung, Nachtwäsche) gemäss dem Abkommen von Niz-

za über die Internationale Klassifikation von Waren und Dienstleistungen für die 

Eintragung von Marken (revidiert in Stockholm am 14. Juli 1967; SR 0.232.112.8; 

nachfolgend: Nizza-Klassifikation). Die Marken wurden ohne Farbanspruch einge-

tragen, weshalb sie in allen denkbaren farblichen Ausführungen geschützt sind 

(Richtlinien in Markensachen des Eidgenössischen Instituts für geistiges Eigen-

tum, 1. Juli 2023, S. 62; BGE 134 III 406 E. 6.2.2). Beide Parteien vertreiben ihre 

- 15 - 

Socken, Strumpfwaren und Strümpfe (auch) in der Schweiz (act. 1 Rz. 8, Rz. 31, 

Rz. 36, Rz. 51, Rz. 64; act. 19 Rz. 1, Rz. 33). 

3.2. Parteistandpunkte 

Die Klägerin macht geltend, zwischen ihren Marken und der Marke der Beklagten 

bestehe Verwechslungsgefahr im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG, weshalb 

die Beklagte durch Verwendung ihres Zeichens die klägerischen Markenrechte 

verletze. Daher klagt sie auf Unterlassung des Zeichengebrauchs (Art. 55 Abs. 1 

lit. a MSchG) und Ungültigerklärung der Marke (Art. 52 MSchG). 

Die Beklagte bestreitet das Vorliegen einer Markenrechtsverletzung mangels 

Verwechslungsgefahr. Sie weist darauf hin, dass die fehlende Verwechslungsge-

fahr bereits von der Opposition Division EUIPO im Rahmen des von der Klägerin 

eingeleiteten Widerspruchsverfahrens betreffend die EU Designation der interna-

tionalen Registrierung der identisch aussehenden internationalen Marke Nr. 9 der 

Beklagten, mit Schutzwirkung in der Schweiz, festgehalten worden sei. Zudem 

habe die Klägerin bei der Registrierung der Schweizer Marke der Beklagten im 

Dezember 2015 darauf verzichtet, Widerspruch einzureichen. Entsprechend be-

antragt sie Klageabweisung. 

3.3. Einheitlicher Begriff der Verwechslungsgefahr 

Sowohl im Marken- als auch im Lauterkeitsrecht ist der Rechtsbegriff der Ver-

wechslungsgefahr zentral. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesge-

richts ist die Verwechslungsgefahr für das ganze Kennzeichenrecht einheitlich zu 

umschreiben. Dieser Grundsatz gilt indes nur beschränkt. Je nach beanspruch-

tem Rechtsschutz sind die im Gesetz statuierten unterschiedlichen Schutzvoraus-

setzungen zu beachten und damit auch andere Umstände zu würdigen (BGE 128 

III 401 E. 5; 127 III 160 E. 2a; Urteil BGer 4A_83/2018 E. 3.1, in: sic! 2019, S. 94 ‒ 

"Pachmann/Bachmann"; HILTI, Zivilrechtlicher Firmenschutz, in: Streuli-Youssef 

[Hrsg.], SIWR III/2, 3. Aufl. 2019, Rz. 305 m.w.H.). 

- 16 - 

4. Markenrecht 

4.1. Einleitung 

Das Markenrecht verleiht dem Inhaber oder der Inhaberin einer Marke innerhalb 

des Schutzbereichs das ausschliessliche Recht, die Marke zur Kennzeichnung 

der Waren oder Dienstleistungen, für die sie beansprucht wird, zu gebrauchen 

und darüber zu verfügen (Art. 13 Abs. 1 MSchG). Wer in seinem Recht an der 

Marke verletzt oder gefährdet wird, kann vom Gericht gemäss Art. 55 Abs. 1 

MSchG verlangen, eine drohende Verletzung zu verbieten (lit. a) oder eine beste-

hende Verletzung zu beseitigen (lit. b). Nach Art. 13 Abs. 2 MSchG kann der In-

haber oder die Inhaberin einer Marke anderen verbieten, ein Zeichen zu gebrau-

chen, das nach Art. 3 Abs. 1 MSchG wegen Identität oder Ähnlichkeit mit der ei-

genen älteren Marke vom Markenschutz ausgeschlossen ist (sog. relative Aus-

schlussgründe). 

Art. 52 MSchG sieht eine Feststellungsklage vor. Nach dieser Bestimmung kann, 

wer ein rechtliches Interesse nachweist, vom Gericht feststellen lassen, dass ein 

Recht oder Rechtsverhältnis gemäss diesem Gesetz besteht oder nicht besteht. 

Diese markenrechtliche Feststellungsklage in Form der Löschungs- oder Nichtig-

keitsklage erlaubt die Nichtigerklärung und Löschung einer Marke aus dem Mar-

kenregister. Wer die Feststellungsklage anhebt, kann sich in diesem Zusammen-

hang unter anderem auf die relativen Ausschlussgründe gemäss Art. 3 MSchG 

berufen (Urteil BGer 4A_265 2020 E. 4.1). 

4.2. Relative Ausschlussgründe 

Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. a MSchG sind Zeichen vom Markenschutz ausgeschlos-

sen, die mit einer älteren Marke identisch sind und für die gleichen Waren oder 

Dienstleistungen bestimmt sind (sog. Doppelidentität). Nach Art. 3 Abs. 1 lit. b und 

lit. c MSchG sind Zeichen vom Markenschutz ausgeschlossen, die ähnlich oder 

identisch wie die prioritätsältere Marke sind und für gleiche oder gleichartige Wa-

ren oder Dienstleistungen gebraucht werden, wenn sich daraus eine Verwechs-

lungsgefahr ergibt. Eine Verwechslungsgefahr im Sinne dieser Bestimmung be-

steht, wenn das jüngere Zeichen die ältere Marke in ihrer Unterscheidungsfunkti-

- 17 - 

on beeinträchtigt. Es wird zwischen unmittelbarer und mittelbarer Verwechslungs-

gefahr unterschieden. Unmittelbare Verwechslungsgefahr liegt vor, wenn zu be-

fürchten ist, dass sich die massgeblichen Verkehrskreise durch die Ähnlichkeit der 

Zeichen irreführen lassen, und Waren oder Dienstleistungen, die das eine oder 

das andere Zeichen tragen, der falschen Inhaberschaft der Marke zurechnen. Von 

mittelbarer Verwechslungsgefahr ist auszugehen, wenn die massgeblichen Ver-

kehrskreise die Zeichen zwar auseinanderhalten können, aufgrund ihrer Ähnlich-

keit aber falsche Zusammenhänge vermuten. Entscheidend ist der Gesamtein-

druck, der in der Erinnerung des Adressatenkreises hinterlassen wird (BGE 128 III 

441 E. 3.1; 128 III 96 E. 2a; 127 III 160 E. 2a, in: sic! 2001, S. 314 ‒ "Securitas 

[fig.]"; 122 III 382 E. 1, in: sic! 1997, S. 46 ‒ "Kamillosan/Kamillan, Kamillon"; Ur-

teile BGer 4A_265/2020 E. 8.1, in: sic! 2021, S. 405 – "Luminarte/Lumimart"; 

4A_83/2018 E. 4.1, in: sic! 2019, S. 94 ff. ‒ "Pachmann/Bachmann"). 

Ob eine rechtlich relevante Verwechslungsgefahr besteht, ist gestützt auf den 

Registereintrag der älteren Marke im Vergleich zum tatsächlichen oder drohenden 

Gebrauch des jüngeren Zeichens zu beurteilen. Anders als im Lauterkeitsrecht 

sind die streitgegenständlichen Zeichen als solche zu vergleichen, während aus-

serhalb des Zeichens liegende Umstände unbeachtlich bleiben. Der Massstab, 

der an die Unterscheidbarkeit anzulegen ist, ist abhängig von der Gleichartigkeit 

der Waren und Dienstleistungen. Je näher sich die Waren oder Dienstleistungen 

sind, desto grösser wird das Risiko von Verwechslungen und desto stärker muss 

sich das jüngere Zeichen vom älteren abheben, um die Verwechslungsgefahr zu 

bannen. Daneben sind die Kennzeichnungskraft der älteren Marke und die Zei-

chenähnlichkeit von Belang. Diese Vorfragen sind zu beantworten, um im Rah-

men einer Gesamtbewertung die Verwechslungsgefahr beurteilen zu können. Von 

Bedeutung ist dabei, an welche Verkehrskreise sich die betreffenden Waren und 

Dienstleistungen richten. Bei diesen Vorfragen handelt es sich um Rechtsfragen. 

Tatfragen sind demgegenüber beispielsweise die konkrete Wahrnehmung des 

Zeichens in den massgebenden Verkehrskreisen, die Bekanntheit der Marke, die 

Verkehrsdurchsetzung, und – als Indiz – ob es zu tatsächlichen Verwechslungen 

gekommen ist (BGE 128 III 441 E. 3.1; 128 III 96 E. 2a; 126 III 315 E. 6b/bb; 122 

III 382 E. 1, E. 3a, in: sic! 1997, S. 45 f., S. 48 ‒ "Kamillosan/Kamillan, Kamillon"; 

- 18 - 

Urteil BGer 4A_265/2020 E. 8.1 f., in: sic! 2021, S. 405 f. – "Luminarte/Lumimart" 

m.w.H.; STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 32 f.; 

JOLLER, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 39 ff.). 

4.2.1. Massgebliche Verkehrskreise 

4.2.1.1. Die Klägerin macht geltend, ihre Ware – insbesondere Socken, Strumpf-

waren und Strümpfe – richte sich an die Durchschnittsabnehmerschaft, die beim 

Erwerb mit eher geringer Aufmerksamkeit vorgehe und die Ware in der Regel 

nicht anprobiere (act. 1 Rz. 51 f.; act. 40 bzw. act. 55 Rz. 49). Die Beklagte vertritt 

die Ansicht, dass es sich bei Socken, Strumpfwaren und Strümpfen um Kleidung 

handle, die vor dem Kauf mit grösserer Aufmerksamkeit als Massenartikel des 

täglichen Bedarfs geprüft werde. Entsprechend sei von einer erhöhten Aufmerk-

samkeit der massgeblichen Verkehrskreise auszugehen (act. 19 Rz. 19 f.). 

4.2.1.2. Zur Beantwortung der Frage, ob die mit ähnlichen Marken versehenen 

Waren verwechselbar sind, ist auf das Verständnis und die Aufmerksamkeit der 

im konkreten Einzelfall aktuell und potentiell angesprochenen Verkehrskreise ab-

zustellen. Dazu sind die massgeblichen Produkte normativ objektiviert gestützt 

auf das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis der älteren Marke zu definieren, 

und die aktuelle sowie potenzielle Abnehmerschaft ist zu eruieren. Sodann ist der 

Grad der Aufmerksamkeit der Verkehrskreise zu ermitteln, wobei auf die Durch-

schnittsauffassung innerhalb der relevanten Verkehrskreise abzustellen ist (STÄ-

DELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 119, N 162 ff.; JOL-

LER, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 50 ff. m.w.H.). Gemäss der neueren bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung gelten Kleider nicht als Massenartikel des tägli-

chen Bedarfs, da sie vor dem Kauf mit grösserer Aufmerksamkeit geprüft – und 

meist auch anprobiert – werden, was bei Massenartikeln des täglichen Konsum-

bedarfs nicht der Fall ist. Dies gilt für Kleider, die für den "gepflegten Herrn" be-

stimmt sind, in gesteigertem Masse (BGE 121 III 377 E. 3d). 

4.2.1.3. Socken, Strumpfwaren und Strümpfe werden vor dem Kauf nicht anpro-

biert, und häufiger sowie in grösserer Stückzahl gekauft, als dies bei anderen 

Kleidungsstücken der Fall ist. Entsprechend ist grundsätzlich von einer eher tiefe-

- 19 - 

ren Aufmerksamkeit beim Kauf als bei Kleidern auszugehen, die nur leicht über 

der Aufmerksamkeit beim Kauf von Massenartikeln des täglichen Bedarfs liegt – 

es sei denn, es werde auf eine bestimmte Qualität und/oder Marke geachtet. 

Während die Klägerin einerseits ausführt, beim Kauf ihrer Waren sei von tiefer bis 

durchschnittlicher Aufmerksamkeit auszugehen, macht sie bei der Umschreibung 

ihrer Marken andererseits geltend, bei A'._____ handle es sich um ein Lifestyle-

Label mit Kultstatus, das den Sockentrend mit seiner Qualität und dem …-Style-

Muster geprägt habe. A'._____ stehe für Exzentrik, Kreativität und eine gesunde 

Portion Selbstironie, was sich in der Farbwahl widerspiegle (act. 1 Rz. 23). Diese 

Ausführungen sind unbestritten geblieben (vgl. act. 19 Rz. 18 ff.; act. 60), weshalb 

darauf abzustellen ist. Entsprechend ist davon auszugehen, dass solche auffälli-

gen Socken, Strumpfwaren und Strümpfe nicht von Durchschnittskonsumenten 

gekauft werden, welche mit tiefer Aufmerksamkeit ihren Bestand z.B. an alltägli-

chen schwarzen Socken erneuern oder ergänzen wollen. Vielmehr handelt es 

sich bei der Kundschaft der Klägerin um ein trend- und modebewusstes Zielpubli-

kum, das sich bewusst für auffällige, qualitativ hochwertige Socken, Strumpfwaren 

und Strümpfe entscheidet, wofür es auch bereit ist, einen höheren Preis zu be-

zahlen. Beim Kauf solcher Socken, Strumpfwaren und Strümpfe ist folglich von 

einer etwas erhöhten Aufmerksamkeit der Abnehmerschaft auszugehen. 

4.2.2. Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen 

Im Schweizer Markenrecht gilt das Spezialitätsprinzip, welches besagt, dass eine 

Marke immer nur in Bezug auf die in der Markeneintragung beanspruchten Waren 

und Dienstleistungen geschützt ist. Ausgenommen davon ist einzig die berühmte 

Marke. Je nach Verfahrensart kommen unterschiedliche Beurteilungskriterien zur 

Anwendung. So ist bei Nichtigkeitsklagen auf die tatsächlich im Markenregister 

beanspruchten Waren und Dienstleistungen abzustellen, während im Verlet-

zungsverfahren auf jene Waren und Dienstleistungen abzustellen ist, für die das 

jüngere Zeichen tatsächlich verwendet wird oder für die eine Verwendung droht. 

Als Indizien sind dabei die funktionelle Austauschbarkeit, dieselbe Einteilung in 

Klassen gemäss Nizza-Klassifikation, die Ähnlichkeit der Herstellungstechnologie, 

die Austauschbarkeit (sog. Substitutionsprodukte), Sortimentserweiterungen, der 

- 20 - 

Verwendungszweck, die Abnehmerkreise, die Vertriebswege und die Verkaufs-

stellen zu berücksichtigen (STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: BSK MSchG, 

a.a.O., Art. 3 N 115 ff.). Die Parteien sind sich einig, dass sie ihre Zeichen für 

identische oder mindestens gleichartige Waren, insbesondere Socken, Strumpf-

waren und Strümpfe, beanspruchen (act. 1 Rz. 61 ff.; act. 19 Rz. 33, Rz. 66). Dies 

gilt sowohl bezüglich der Registereinträge als auch hinsichtlich des tatsächlichen 

Gebrauchs der Marke der Beklagten (vgl. act. 3/13; act. 3/15-21). Insofern ist ein 

strenger Massstab mit Bezug auf die Unterscheidbarkeit der Marken anzulegen. 

4.2.3. Kennzeichnungskraft 

4.2.3.1. Die Klägerin macht geltend, ihre Marken, die das originär kennzeich-

nungskräftige Zeichen … [Abbildung des klägerischen Zeichens] enthielten, seien 

klar konturiert, räumlich begrenzt und verdichtet registriert worden. Durch den 

langjährigen, intensiven Gebrauch, die erfolgte Werbung (Markenserie) sowie die 

erhöhte Bekanntheit auf dem Schweizer Markt komme ihren Marken ein erweiter-

ter Schutzumfang zu (act. 1 Rz. 42 f.; act. 40 bzw. act. 55 Rz. 36 ff.). Die Beklagte 

bestreitet diese Ausführungen. Sie weist darauf hin, dass bei einer Marke, beste-

hend aus gestrichelten Linien und Quadraten, grundsätzlich von geringer Kenn-

zeichnungskraft auszugehen sei. Dies gelte auch für die Marken der Klägerin, 

welche aus einem von gestrichelten Linien überlagerten Quadrat bestünden. Zu-

dem bestreitet die Beklagte eine Erhöhung des Schutzumfangs durch die angebli-

che weite Verbreitung und die Bekanntheit der Marken auf dem Schweizer Markt 

(act. 19 Rz. 50 ff.). 

4.2.3.2. Der Schutzumfang einer Marke bestimmt sich nach ihrer Kennzeich-

nungskraft. Er ist umso grösser, je höher die Kennzeichnungskraft ist. Im Marken-

recht wird zwischen stark, normal und schwach kennzeichnungskräftigen Marken 

unterschieden. Dazu werden die Originalität und Fantasie der Marke wie auch die 

Intensität ihres Gebrauchs bewertet. Der Gesamteindruck der Marke wird durch 

die kennzeichnungskräftigen Bestandteile geprägt. Schwache Elemente beein-

flussen den Gesamteindruck weniger und gemeinfreie Elemente spielen eine 

noch untergeordnetere Rolle. Von einer normalen Kennzeichnungskraft ist bei Ak-

ronymen, Slogans und im Verkehr durchgesetzten Marken auszugehen. Eine ge-

- 21 - 

steigerte Kennzeichnungskraft ist anzunehmen, wenn das Zeichen als Marke für 

die beanspruchten Waren oder Dienstleistungen vom Gewohnten abweicht. Eine 

schwache Kennzeichnungskraft weisen Zeichen auf, welche aus Elementen be-

stehen  

oder zusammengesetzt sind, die sich aus dem Gemeingut ergeben. Die Kenn-

zeichnungskraft kann sodann durch die Benutzung der Marke gesteigert werden. 

Benutzung und begleitende Werbung erhöhen die Bekanntheit der Marke und 

somit die Kennzeichnungskraft. Demgegenüber kann die Kennzeichnungskraft 

durch den tatsächlichen Gebrauch des Zeichens durch Dritte verwässern. Bei der 

Bekanntheit einer Marke handelt es sich um eine Tatfrage, die von derjenigen 

Partei zu beweisen ist, die sich darauf stützt (STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: 

BSK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 45 ff.; JOLLER, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 73 

ff.). 

4.2.3.3. Geometrische Formen wie Quadrate, Rauten, Linien und Kreuze in ver-

schiedenen Positionen sind als abstrakte Bildmotive absolut freihaltebedürftig. Die 

Marken der Klägerin enthalten das Zeichen …. Es besteht aus einem auf der 

Spitze stehenden Quadrat, das mittig von zwei gestrichelten Linien durchkreuzt 

wird, welche über das Quadrat hinausragen und innerhalb des Quadrats ihre Far-

be wechseln. Rein visuell setzt sich das Zeichen aus freihaltebedürftigen Elemen-

ten zusammen, die zentriert und in rechten Winkeln zueinander angeordnet sind. 

Durch die farblichen Kontraste, die geometrische Anordnung und die gestrichelte 

Linienführung, die an eine Naht erinnert, inklusive Invertierung der Farbgestaltung 

der Linien an den Kanten des Quadrats, sind die Elemente grafisch gestaltet und 

somit eintragungsfähig. Allerdings ist die Farbgestaltung und die  

geometrisch zentrierte, rechtwinklige Anordnung weder besonders einprägsam 

noch von herausragender individueller Ausgestaltung. Insofern ist originär von ei-

ner schwachen Kennzeichnungskraft des klägerischen Zeichens auszugehen. 

Die Klägerin trägt die Beweislast für das Vorliegen einer erhöhten Kennzeich-

nungskraft aufgrund der Bekanntheit ihrer Marken. Zunächst führt sie an, dass es 

sich dabei um eine notorische Tatsache gemäss Art. 151 ZPO handle. Dieser 

pauschalen Behauptung ist jedoch nicht zu folgen. Zur Intensität des Gebrauchs 

- 22 - 

führt die Klägerin an, ihr Zeichen … sei auf praktisch allen (A'._____) Socken und 

Strumpfwaren abgebildet. Pro Jahr würden nur etwa 400 bis 500 Paare als soge-

nannte "Black Label" Produkte verkauft, was ein geringer Prozentsatz der in der 

Schweiz verkauften Stückzahlen im sechsstelligen Bereich sei (act. 40 bzw. 

act. 55 Rz. 36 ff.). Zudem legt sie die sogenannten "Sell In" Umsatzzahlen der 

Jahre 2017 bis 2021, welche sich im siebenstelligen Bereich bewegen, gegenüber 

dem Gericht und dem Rechtsvertreter der Beklagten in Form einer Excel-Tabelle 

offen (vgl. act. 40 bzw. act. 55 Rz. 38, Rz. 44; act. 41/43) und listet ihr Vertriebs-

netz in der Schweiz auf. Dabei verweist sie insbesondere auf ihren Webshop so-

wie auf grosse, renommierte Detail- und Einzelhandelsunternehmen wie H._____, 

I._____, J._____, K._____, L._____, M._____ und N._____. In diesen Warenhäu-

sern lasse sie regelmässig Promotionen durchführen (act. 40 bzw. act. 55 Rz. 39 

ff.). Als Beweismittel reicht sie die (internen) Promotionspläne aus den Jahren 

2017 bis 2021 sowie Fotografien aus Warenhäusern, Werbematerialien und Prä-

sentationen ins Recht, um ihre Marketingaktivitäten zu belegen (act. 41/53-93). 

Daneben verweist sie auf Auszüge von ihrem Webshop (act. 41/94-100). Die Be-

klagte wiederum bestreitet die Bekanntheit der Marken der Klägerin, wobei sie 

anmerkt, dass es sich bei deren Absatzzahlen und den Umsätzen nicht um aus-

sergewöhnliche Zahlen handle, sondern bestenfalls um Durchschnittswerte, die 

von anderen Marktteilnehmern in diesem Bereich ebenfalls erzielt oder gar über-

troffen würden. Sodann seien die Verkaufskanäle nicht umfassend. Zudem lege 

die Klägerin (nur) einen Gebrauch für die Jahre 2017 bis 2021 dar. Folglich könne 

nicht von einem langjährigen Gebrauch gesprochen werden (act. 60 S. 4). 

Aufgrund der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin ist erstellt, dass 

sie ihre Waren zumindest seit dem Jahr 2017 auf dem Schweizer Markt vertreibt, 

wobei sie Stückzahlen im sechsstelligen Bereich und Umsätze im siebenstelligen 

Bereich generiert. Ihre Waren werden durch namhafte Warenhäuser und Webs-

hops vertrieben. Damit ist ein intensiver Gebrauch ihrer Marken, und insbesonde-

re ihres Zeichens …, in der Schweiz erstellt. Nicht genügend substantiiert ist je-

doch der behauptete dreissigjährige Gebrauch der Marke, und ebenso wenig 

dass es sich um eine Serienmarke handelt. Ausserdem lässt sich mit den von der 

Klägerin präsentierten Grundlagen gar keine überdurchschnittliche Bekanntheit 

- 23 - 

der Marken beziehungsweise des Zeichens erstellen. Weder die von der Klägerin 

eingereichte Excel-Tabelle noch der von ihr offerierte Zeuge sind ferner geeignet, 

die Bekanntheit ihrer Marken auf dem Schweizer Markt zu beweisen. Festzuhal-

ten ist jedoch, dass sich die Marken der Klägerin und somit auch ihr Zeichen … 

neben weiteren Sockenherstellern auf dem Schweizer Markt etabliert haben. Der 

erstellte Gebrauch der Marken der Klägerin vermag die geringe originäre Kenn-

zeichnungskraft zu erhöhen, was insgesamt zu einer durchschnittlichen Kenn-

zeichnungskraft führt. 

4.2.4. Zeichenähnlichkeit 

4.2.4.1. Die Klägerin verweist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und 

führt aus, es sei von Zeichenähnlichkeit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG 

auszugehen. Der Gesamteindruck, den sie (die Klägerin) mit ihrem Zeichen …  

[Abbildung klägerisches Zeichen] im diffusen Erinnerungsbild von Abnehmern und 

Abnehmerinnen hinterlasse, bestehe einerseits in dem um 45 Grad gedrehten, 

dunklen Quadrat; andererseits in den beiden jeweils mittig im 90 Grad Winkel 

durch die Seiten des Quadrats verlaufenden gestrichelten Linien in der Art des 

Buchstabens X, die entfernt an Stoffnähte erinnerten und deutlich über die Fläche 

des Quadrats hinausreichten. Demgegenüber hinterlasse das Zeichen der Be-

klagten … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] den Eindruck eines Kreises. 

Mittig innerhalb des Kreises sei ein um 45 Grad gedrehtes dunkles Quadrat ab-

gebildet, das jeweils mittig im 90 Grad Winkel auf jeder Seite von einer Linie 

durchtrennt werde, wobei die beiden Linien den Buchstaben X bildeten. Die bei-

den Linien würden ebenfalls über die Fläche des Quadrats hinausreichen. Auf-

grund der derart übereinstimmenden grafischen Gestaltung der prägenden Be-

standteile sei der Gesamteindruck der Zeichen der Parteien hochgradig ähnlich. 

Das Zeichen der Beklagten präsentiere sich als blosse Variation oder Bearbeitung 

der Bildmarken von ihr (der Klägerin) (act. 1 Rz. 55, Rz. 57 f.; act. 40 bzw. act. 55 

Rz. 18 ff., Rz. 47). 

Die Beklagte bestreitet die Zeichenähnlichkeit. Sie erörtert, dass die Bildmarken 

der Klägerin ein schwarzes, auf der Spitze stehendes Quadrat zeigten, welches 

von zwei diagonal sich kreuzenden, gestrichelten Linien überlagert werde, wobei 

- 24 - 

der Eindruck von zwei übereinanderliegenden Elementen entstehe. Die über die 

Quadratfläche hinausragenden Teile der gestrichelten Linien seien schwarz und 

etwas länger als die weiss dargestellten Linien innerhalb der Quadratfläche. Die 

Linien würden an den Kanten des Quadrats die Farbe wechseln, wodurch der 

Überlagerungseffekt geschaffen werde. Das Zeichen von ihr (der Beklagten) be-

stehe hingegen aus einem schwarzen Kreis. In diesem Kreis sei ein mit weissen 

Linien durchzogenes Symbol abgebildet. Die weissen Linien bildeten die Kontur 

eines auf der Spitze stehenden Quadrats, das von zwei diagonalen, gleich breiten 

Linien durchkreuzt werde. So entstehe der Eindruck eines einzigen Symbols, das 

auch als Darstellung von vier Kreuzen wahrgenommen werden könne. Während 

der Gesamteindruck der Bildmarken der Klägerin dem eines von Linien durch-

kreuzten Quadrats entspreche, hinterlasse ihr Zeichen den Eindruck eines Krei-

ses, in welchem ein Symbol abgebildet sei. Somit sei eine Verwechselbarkeit der 

Zeichen ausgeschlossen (act. 19 Rz. 21 ff., Rz. 58 ff.; act. 60 S. 4 f.). 

4.2.4.2. Eine Marke geniesst in derjenigen Ausgestaltung Schutz, wie sie im Mar-

kenregister eingetragen ist. Die Frage, ob sie durch ein jüngeres Kennzeichen 

verletzt wird, beurteilt sich deshalb anhand des Registereintrags des geschützten 

Zeichens. Bildmarken sind in optischer und – sofern keine abstrakte Darstellung, 

sondern ein Motiv vorliegt – in begrifflicher Hinsicht zu vergleichen. Entscheidend 

ist der Gesamteindruck der Marke in der Erinnerung der Abnehmerschaft und 

nicht der direkte Vergleich der Zeichen nebeneinander (sog. Erinnerungsbild). 

Besonderes Augenmerk ist auf die prägenden Hauptbestandteile zu legen, das 

heisst auf die abstrahierte Figur, die Anordnung und die Proportionen der einzel-

nen Bestandteile (STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 3 

N 34 ff.; JOLLER, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 120 ff.). Abzustellen ist auf die 

Durchschnittsauffassung innerhalb der relevanten Verkehrskreise. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass sich ein Verkehrskreis jeweils aus einer unbestimmten An-

zahl von Personen zusammensetzt. Diese bringen einerseits eine ähnliche Inte-

ressenlage sowie ein ähnliches Niveau an Allgemeinbildung, Marktwissen, Auf-

merksamkeit, Unterscheidungsfähigkeit und Erfahrung mit sich. Andererseits be-

stehen zwischen den einzelnen Personen aber auch wesentliche Unterschiede. 

Im Rahmen einer normativen Abwägung ist der Durchschnitt aller Interessen zu 

- 25 - 

eruieren, wobei letztlich das Verständnis eines Teils des Verkehrskreises auf-

grund seines normativen Gewichts genügen kann. Ausserdem ist bei mehreren 

Verkehrskreisen (zum Beispiel private Abnehmerschaft und Zwischenhändler) ei-

ne Verletzung zu bejahen, sobald in einem der Verkehrskreise Verwechslungsge-

fahr droht (vgl. dazu ASCHMANN, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 2 lit. a N 31; JOLLER, 

in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 3 N 52 f.). 

4.2.4.3. Vorab ist festzuhalten, dass die Klägerin ihre Marken so verwendet, wie 

sie im Register eingetragen wurden. Neben der Schweizer Bildmarke … 

[Abbildung des klägerischen Zeichens] (Nr. 2, eingetragen am tt. November 1984; 

act. 3/15) hat die Klägerin die folgenden sechs weiteren internationalen Marken 

mit Schutzwirkung für die Schweiz eintragen lassen, die jeweils das Zeichen 

[Abbildung des klägerischen Zeichens] enthalten. Die Eintragungen erfolgten (un-

ter anderem) in der Klasse 25 ("footwear, clothing, headgear, belts"): 

… [Abbildung] Nr. 3; eingetragen am tt. August 2008 (act. 3/16) 

… [Abbildung] Nr. 4; eingetragen am tt. September 2009 (act. 3/17) 

… [Abbildung] Nr. 5; eingetragen am tt. April 2009 (act. 3/18) 

… [Abbildung] Nr. 6; eingetragen am tt. August 2008 (act. 3/19) 

… [Abbildung] Nr. 7; eingetragen am tt. August 2008 (act. 3/20) 

… [Abbildung] Nr. 8; eingetragen am tt. August 2013 (act. 3/21) 

Diese Bild- und Wort-Bildmarken wurden allesamt vor der Marke der Beklagten 

(Nr. 1; hinterlegt am tt. Dezember 2015 und eingetragen am tt. Februar 2016; 

act. 3/13) eingetragen und erfüllen somit das Erfordernis der zeitlichen Priorität. 

Während es sich bei den Marken Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 8 um reine Bildmarken han-

delt, stellen die Marken Nr. 4, Nr. 6, Nr. 6 und Nr. 7 Wort-Bildmarken dar. Die 

Marken Nr. 5 und Nr. 7 sind in Form eines Kreises gestaltet, wobei um das Zei-

chen in kreisförmiger Anordnung die Worte ("A'._____ THE ORIGINAL" und "THE 

SIGN OF STYLE") stehen. Die Marken Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 6 werden durch den 

- 26 - 

Schriftzug "A'._____" ergänzt. Durch diese Ergänzung wird eine Verwechslung 

mit dem Zeichen der Beklagten, welche unter dem Namen "B._____" auftritt, ver-

hindert. Zudem zeigt die Marke Nr. 7 der Klägerin einen hellen Knopf, auf dem 

das Zeichen der Klägerin mittig abgebildet und mit kreisförmig angeordneten Wor-

ten "THE SIGN OF STYLE", abgegrenzt durch eine schwarze, kreisförmige Linie, 

ergänzt wird. Wegen der abweichenden Farbgestaltung sowie der Wortbestand-

teile, aufgrund derer das Zeichen im Kreis viel kleiner erscheint als beim jenem 

der Beklagten, liegt ebenfalls keine Zeichenähnlichkeit vor. Folglich ist die Zei-

chenähnlichkeit bei den Wort-Bildmarken (Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6 und Nr. 7) zu vernei-

nen. 

Zu prüfen bleibt, ob die jüngere Schweizer Bildmarke Nr. 1 der Beklagten Ähn-

lichkeit zu den prioritätsälteren Bildmarken Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 8 der Klägerin 

aufweist. 

… [Abbildung klägerische Bildmarke]  … [Abbildung Bildmarke der Beklagten] 

Bildmarken der Klägerin Bildmarke der Beklagten 

Die Betrachtung des Zeichens der Klägerin auf der einen Seite kann verschiede-

ne Vorstellungen auslösen, zum Beispiel ein durchkreuztes oder mit einem gestri-

chelten X überlagertes, auf der Spitze stehendes Quadrat, ein über das grosse 

Quadrat gesticktes X oder vier aneinander grenzende, auf der Spitze stehende 

kleinere Quadrate, die durch eine gestrichelte Linie voneinander getrennt werden. 

Bei sämtlichen Betrachtungsweisen handelt es sich um die Anordnung geometri-

scher Elemente und nicht etwa um ein Motiv. Als Hauptbestandteile erscheinen 

das Quadrat beziehungsweise die Quadrate sowie die gestrichelten Linien in 

Form eines X, welche rechtwinklig zueinander stehen. Die gestrichelten Linien 

überlagern das Quadrat beziehungsweise trennen die Quadrate, wobei die Ele-

mente zentriert und rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Bei der Betrachtung 

des Zeichens der Beklagten auf der anderen Seite fällt zunächst die kreisförmige 

schwarze Fläche auf. Darin wird mittig ein weisses Symbol abgebildet. Das Sym-

bol kann einerseits als vier rechtwinklige und gleichlange X – zwei oben und zwei 

unten – beschrieben werden, oder aber als auf der Spitze stehendes Quadrat, 

- 27 - 

das von einem rechtwinkligen X im 90 Grad-Winkel durchtrennt wird, wobei das X 

über die Kanten des Quadrats hinausreicht. Schliesslich können ebenfalls vier 

kleine Quadrate, die durch ein grosses X voneinander getrennt werden, gesehen 

werden. 

Der massgebliche Verkehrskreis ist ein trend- und modebewusstes Zielpublikum 

(vgl. Erwägung 4.2.1.3). Um die normativ durchschnittliche Auffassung dieses 

Verkehrskreises zu eruieren, ist zu berücksichtigen, dass das Zeichen der Beklag-

ten mit unterschiedlichen Hauptmerkmalen umschrieben werden kann. Entweder 

werden spontan vier X-Symbole oder dieselben Hauptmerkmale wie im klägeri-

schen Zeichen (Quadrat[e] und ein X) erfasst. Es handelt sich um eine unter-

schiedlich wahrnehmbare optische Täuschung, weshalb gerichtsnotorisch inner-

halb desselben Verkehrskreises unterschiedliche Auffassungen vertreten werden. 

Da es wie ausgeführt ausreicht, dass ein repräsentativer Teil der letzten Zeichen-

beschreibung (Quadrat[e] und X) folgen wird, ist die Zeichenähnlichkeit anhand 

dieser Auffassung zu beurteilen. Die im Erinnerungsvermögen der massgeblichen 

Verkehrskreise verbleibenden Hauptmerkmale – ein Quadrat beziehungsweise 

vier Quadrate und Linien in Form eines X, welche jeweils rechtwinklig zueinander 

und zentriert angeordnet sind – sind ähnlich bis identisch. Die Zeichen unter-

scheiden sich dadurch, dass sich das Zeichen der Beklagten innerhalb einer 

schwarzen Kreisfläche befindet, wobei es in Weiss gehalten ist. Die Darstellung 

erscheint eindimensional und die schwarze Kreisfläche grenzt das Zeichen gegen 

aussen ab. Das schwarze Quadrat beziehungsweise die schwarzen Quadrate im 

Zeichen der Klägerin weisen dagegen keine Abgrenzung durch zusätzliche Linien 

nach aussen auf. Eine auffällige Charakteristik des klägerischen Zeichens besteht 

ferner darin, dass die sich kreuzenden Linien in Form eines X nicht durchgezo-

gen, sondern gestrichelt verlaufen. So entsteht der Eindruck, dass es sich um 

eingenähte Fäden handelt. Zudem wechseln die Farben der Linien ausserhalb 

des Quadrats beziehungsweise der Quadrate von weiss zu schwarz. Auch dies 

vermittelt den Eindruck textiler Details und von Mehrschichtigkeit. Bei den Zeichen 

beider Parteien handelt es sich um abstrakte Darstellungen, die klare Übereinst-

immungen, aber auch Abweichungen aufweisen. In Anbetracht dessen, dass das 

Zeichen der Klägerin aus reinen geometrischen, freihaltebedürftigen Formen be-

- 28 - 

steht, und die graphische Gestaltung eher simpel gehalten ist, reichen grundsätz-

lich zwar bereits geringe Abweichungen zur Vermeidung von Zeichenähnlichkeit. 

Nicht zulässig bzw. genügend ist jedoch die blosse Ergänzung eines Zeichens mit 

einem weiteren Element. Da im vagen Erinnerungsvermögen des massgeblichen 

Verkehrskreises bei beiden Zeichen dieselben Hauptbestandteile verbleiben, 

nämlich ein Quadrat durchkreuzt von einem X, oder vier Quadrate getrennt von 

einem X, erweist sich die Einbettung der Hauptbestandteile in eine schwarze 

Kreisfläche nicht als ausreichendes Unterscheidungsmerkmal. Folglich ist von 

Zeichenähnlichkeit auszugehen. 

4.2.5. Verwechslungsgefahr 

Schliesslich ist in einer abschliessenden Gesamtbetrachtung die Verwechslungs-

gefahr zu beurteilen. Abhängig von der Aufmerksamkeit der massgeblichen Ver-

kehrskreise, sind die Kriterien der Gleichartigkeit der Waren oder Dienstleistun-

gen, der Kennzeichnungskraft der älteren Marke sowie der Zeichenähnlichkeit 

zueinander in Kontext zu setzen (Urteile BGer 4C_258/2004 E. 2, in: sic! 2005, 

S. 124 ‒ "Yello/Yellow Access AG [fig.]"; HG/ZH HG200039 E. 2.4.2.7.1.2). 

Zwar ist nur von einer etwas erhöhten Aufmerksamkeit der massgeblichen Ver-

kehrskreise auszugehen (Erwägung 4.2.1.3). Infolge der Identität beziehungswei-

se Gleichartigkeit der Waren ist jedoch ein strenger Massstab an die Unter-

scheidbarkeit anzulegen (Erwägung 4.2.2). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die 

Kennzeichnungskraft der klägerischen Bildmarken durchschnittlich ist (Erwä-

gung 4.2.3.3) und Zeichenähnlichkeit besteht (Erwägung 4.2.4.3). Da die Waren 

der Parteien auf dieselbe Kundschaft abzielen, ist davon auszugehen, dass die 

Kundschaft – trotz etwas erhöhter Aufmerksamkeit – aus der Erinnerung heraus 

das Zeichen der Beklagten in Alleinstellung vom früher einmal gesehenen Zei-

chen der Klägerin nur mit Mühe zu unterscheiden vermag. Die Hauptbestandteile 

des auf der Spitze stehenden Quadrats beziehungsweise der vier Quadrate sowie 

der Linien in Form eines X, welche rechtwinklig zueinander stehen und das Quad-

rat ebenfalls im 90 Grad-Winkel durchtrennen, oder die Quadrate voneinander 

abgrenzen, sind praktisch identisch. Die Abweichungen im Zeichen der Beklag-

ten, bestehend aus der durchgezogenen Linienführung ohne Farbwechsel, der 

- 29 - 

weniger weiten Überlappung der Linien ausserhalb des Quadrats beziehungswei-

se der Quadrate sowie der schwarzen Kreisfläche, vermögen die Zeichen nicht 

genügend klar voneinander abzugrenzen. Entsprechend ist von unmittelbarer 

Verwechslungsgefahr auszugehen. 

Selbst wenn die massgeblichen Verkehrskreise die beiden Zeichen auseinander-

halten könnten, wäre davon auszugehen, dass das Publikum aufgrund der be-

schriebenen Zeichenähnlichkeit und der Identität oder Ähnlichkeit des damit ge-

kennzeichneten Warensortiments falsche Zusammenhänge zwischen den Marken 

vermuten würde. Insbesondere könnte angenommen werden, mit dem Zeichen 

der Beklagten werde eine weitere Produktlinie der Klägerin gekennzeichnet oder 

die Parteien stünden in einer wirtschaftlichen Verbindung zueinander, sodass die 

Produkte grundsätzlich auf denselben Ursprung zurückzuführen wären. Entspre-

chend ist auch von mittelbarer Verwechslungsgefahr auszugehen. 

4.2.6. Fazit 

Trotz der etwas erhöhten Aufmerksamkeit der massgeblichen Verkehrskreise und 

der durchschnittlichen Kennzeichnungskraft der Marken der Klägerin ist ange-

sichts der identischen beziehungsweise ähnlichen Waren und der Zeichenähn-

lichkeit von Verwechslungsgefahr zwischen den Bildmarken der Klägerin und der-

jenigen der Beklagten auszugehen. Der relative Ausschlussgrund gemäss Art. 3 

Abs. 1 lit. c MSchG ist gegeben. Da die Marke der Beklagten in den Schutzbe-

reich der klägerischen Bildmarken eingreift, kann die Klägerin der Beklagten den 

Gebrauch ihrer Marke verbieten (Art. 13 Abs. 2 MSchG). 

4.3. Unterlassungsklage (Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG) 

4.3.1. Wer in seinem Recht an einer Marke verletzt oder gefährdet wird, kann vom 

Gericht verlangen, die drohende Verletzung zu verbieten (Art. 55 Abs. 1 lit. a 

MSchG). Aktivlegitimiert ist der Inhaber oder die Inhaberin der verletzten Marke. 

Passivlegitimiert ist die Person, welche die Verletzungshandlung vornimmt oder 

voraussichtlich vornehmen wird. Eine Markenrechtsverletzung liegt dann vor, 

wenn die beklagte Partei in rechtswidriger Weise eine der in Art. 13 Abs. 2 und 

- 30 - 

Abs. 2bis MSchG näher definierten Handlung vornimmt und dadurch in den 

Schutzbereich einer prioritätsälteren Marke gemäss Art. 3 und/oder Art. 15 

MSchG eingreift. Eine Gefährdung liegt vor, wenn eine Markenrechtsverletzung 

unmittelbar bevorsteht  

oder droht. Eine Verletzungshandlung ist rechtswidrig, wenn kein Rechtferti-

gungsgrund gegeben ist. Ein Verschulden wird nicht vorausgesetzt (BGE 146 III 

89 E. 8.1.3; STAUB, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 55 N 8, N 10, N 16, N 23; FRICK, 

in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 55 N 3 ff.). 

4.3.2. Die Marke der Beklagten erfüllt den relativen Ausschlussgrund gemäss 

Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG, da sie ähnlich wie die prioritätsälteren Bildmarken der 

Klägerin ist und für identische beziehungsweise gleichartige Waren verwendet 

wird, wodurch trotz leicht erhöhter Aufmerksamkeit der Abnehmerschaft Ver-

wechslungsgefahr besteht. Indem die Beklagte ihr Zeichen auf ihren Waren (So-

cken, Strumpfwaren und Strümpfen), ihrer Homepage sowie den Verpackungen 

anbringt, die Waren unter diesem Zeichen anbietet und in Verkehr bringt sowie 

das Zeichen in der Werbung und sonst wie im geschäftlichen Verkehr gebraucht 

(vgl. Art. 13 Abs. 2 lit. a, lit. b und lit. e MSchG), hat sie in den Schutzbereich der 

klägerischen Bildmarken eingegriffen und dadurch eine Markenrechtsverletzung 

begangen (act. 3/4-5; act. 3/14; act. 41/36; act. 41/38-41). Da sie ihre geschäftli-

che Tätigkeit fortzusetzen gedenkt, drohen ferner zukünftig weitere Verletzungen 

(vgl. act. 19 S. 2; act. 60 S. 5). Rechtfertigungsgründe, wie beispielsweise die Er-

mächtigung durch die Klägerin in Form einer Lizenz (Art. 18 MSchG) oder eines 

Weiterbenützungsrechts (Art. 14 MSchG), welche eine Verwendung der klägeri-

schen Marke durch die Beklagte zulassen würden, wurden von der Beklagten 

nicht dargelegt. Solche sind auch nicht ersichtlich. Folglich erweist sich die Mar-

kenrechtsverletzung der Beklagten als rechtswidrig. Als Inhaberin der verletzten 

Marken ist die Klägerin aktivlegitimiert. Die Beklagte, welche die Markenrechtsver-

letzungen begeht, ist passivlegitimiert. Die Voraussetzungen für eine Unterlas-

sungsklage gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG sind erfüllt. Das Rechtsbegehren 

Ziffer 1 der Klägerin ist daher – in präzisierter Form (vgl. Erwägungen 1.3.2 f.) – 

gutzuheissen. 

- 31 - 

4.4. Nichtigkeitsklage (Art. 52 MSchG) 

4.4.1. Wer ein rechtliches Interesse nachweist, kann vom Gericht feststellen las-

sen, dass ein Recht oder Rechtsverhältnis nach diesem Gesetz besteht (Art. 52 

MSchG). Zur Nichtigkeitsklage aktivlegitimiert ist, wer ein Feststellungsinteresse 

geltend macht. Passivlegitimiert ist jene Person, gegenüber welcher das festzu-

stellende Recht oder Rechtsverhältnis besteht. Als Nichtigkeitsgründe kommen 

insbesondere relative Ausschlussgründe gemäss Art. 3 Abs. 1 MSchG in Betracht 

(BGE 136 III 102 E. 3.1; STAUB, in: SHK MSchG, a.a.O., Art. 52 N 18, N 23, N 44; 

FRICK, in: BSK MSchG, a.a.O., Art. 52 N 18). Anders als im Verletzungsverfahren 

nach Art. 55 Abs. 1 MSchG ist für die Beurteilung der Warengleichheit bezie-

hungsweise -gleichartigkeit bei der Nichtigkeitsklage allein auf die Registereinträ-

ge der zu beurteilenden Marken abzustellen (Urteil BGer 4A_265/2020 E. 10.3, in: 

sic! 2021, S. 410 – "Luminarte/Lumimart"). Wurde im Vorfeld bereits ein Wider-

spruchsverfahren durchlaufen, ist das Zivilgericht nicht an diesen Entscheid ge-

bunden, denn beim Widerspruchsverfahren handelt es sich um ein Verwaltungs-

verfahren sui generis, in dem die Widerspruchsbehörde mit eng begrenzter Kogni-

tion entscheidet, wobei der Entscheid bloss vorläufiger Natur ist (Urteile BGer 

4A_129/2020 E. 3.3, in: sic! 2021, S. 246 – "VON ROLL et al./VONROLL HYDRO 

[fig.] et al."; HG/ZH HG170041 E. 1.3). 

4.4.2. Vorab ist festzuhalten, dass kein Widerspruchsverfahren für die im Streit 

stehende Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten durchlaufen wurde. Da selbst ein 

solcher Entscheid für die Nichtigkeitsklage nicht bindend wäre, muss dies umso 

mehr für den Entscheid der Opposition Division des EUIPO betreffend die interna-

tionale Marke Nr. 9 gelten (vgl. act. 20/2; BGE 130 III 113 E. 3.2; Urteil BVGer B-

3261/2020 E. 5.8). Die Klägerin als Inhaberin der älteren Marken hat ein Feststel-

lungsinteresse an der Nichtigkeit der Marke der Beklagten (vgl. Erwägung 1.2) 

und ist aktivlegitimiert. Die Beklagte als Inhaberin der jüngeren Marke, welche 

nichtig erklärt werden soll, ist passivlegitimiert. Als relativer Ausschlussgrund 

kommt wiederum die Verwechslungsgefahr gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG in 

Betracht, infolge Markenähnlichkeit sowie Identität oder Gleichartigkeit der Waren. 

- 32 - 

Es ist von denselben massgeblichen Verkehrskreisen auszugehen wie bei der 

Verletzungsklage, das heisst von einem trend- und modebewussten Zielpublikum, 

welches die Socken, Strumpfwaren und Strümpfe mit etwas erhöhter Aufmerk-

samkeit kauft (vgl. Erwägung 4.2.1). Bezüglich der Gleichartigkeit der Waren ist 

den Registereinträgen zu entnehmen, dass Bekleidungsstücke der Klasse 25 ge-

mäss Nizza-Klassifikation geschützt sind, welche sich mindestens als gleichartig 

erweisen (vgl. Erwägung 4.2.2; act. 3/13; act. 3/15-16; act. 3/21). Bezüglich der 

Kennzeichnungskraft und Zeichenähnlichkeit kann ebenfalls vollumfänglich auf 

Erwägungen 4.2.3 ff. verwiesen werden. Es ist von durchschnittlicher Kennzeich-

nungskraft der klägerischen Marken Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 8 und von Zeichenähn-

lichkeit zwischen den Marken der Klägerin und der Marke Nr. 1 der Beklagten 

auszugehen. Da die Hauptbestandteile der Marken praktisch identisch sind, und 

die Abweichungen (Zeichen vs. Zeichen in einem schwarzen Kreis, gestrichelte 

Linienführung mit Farbwechsel vs. weisse Linien, kürzere vs. längere Überlap-

pung des Quadrats durch die Linien) keine ausreichende Abgrenzung schaffen, 

besteht aus der Erinnerung des massgeblichen Publikums heraus Verwechs-

lungsgefahr zwischen der Marke der Beklagten und jenen der Klägerin. Entspre-

chend ist festzustellen, dass die Marke Nr. 1 der Beklagten unter den relativen 

Ausschlussgrund nach Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG fällt. Rechtfertigungsgründe, die 

eine Verwendung der klägerischen Marken durch die Beklagte zulassen würden, 

wurden von der Beklagten nicht dargelegt und sind auch nicht ersichtlich. Folglich 

ist die Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten nichtig. Die Nichtigkeitsklage ist 

ebenfalls gutzuheissen. 

4.5. Fazit 

Die Unterlassungsklage (Rechtsbegehren Ziffer 1) der Klägerin ist gutzuheissen. 

Der Beklagten ist der Gebrauch ihres Zeichens in der Schweiz im geschäftlichen 

Verkehr für Socken, Strumpfwaren und Strümpfe zu verbieten, insbesondere das 

Anbringen des Zeichens auf Waren oder Verpackungen, das Anbieten oder Inver-

kehrbringen von Waren unter dem Zeichen sowie der Gebrauch des Zeichens in 

der Werbung oder sonstwie im geschäftlichen Verkehr. Ausserdem ist auch die 

Nichtigkeitsklage (Rechtsbegehren Ziffer 2) gutzuheissen und die Schweizer Mar-

- 33 - 

ke Nr. 1 für die in Klasse 25 beanspruchten Waren für nichtig zu erklären. Das 

Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) ist anzuweisen, die Marke 

im Markenregister entsprechend zu löschen. 

5. Lauterkeitsrecht 

5.1.1. Die Klägerin führt aus, Markenrechtsverletzungen könnten gleichzeitig auch 

UWG-Verstösse darstellen, wenn die Zeichen zu Verwechslungen auf dem Markt 

führten. Die Beklagte positioniere ihr verwechselbares Zeichen beinahe an glei-

cher Stelle und im gleichen Format auf den Produkten wie sie (die Klägerin), näm-

lich in runder Form am Bein der Socken- und Strumpfwaren. Die Waren würden 

zudem online über die gleichen Vertriebskanäle (O._____, P._____) vertrieben. 

Auch diese Begleitumstände würden für Verwechslungsgefahr sprechen (act. 1 

Rz. 70 ff.; act. 40 bzw. act. 55 Rz. 25 f., Rz. 31 ff., Rz. 37, Rz. 76 ff.). Die Beklagte 

bestreitet eine Verwechslungsgefahr nach Massgabe des Lauterkeitsrechts. Es 

liege keine besondere Nähe der Vertriebskanäle vor. Bei Socken und Strümpfen 

sei es üblich, diese primär im stationären Handel sowie online zu vertreiben. Die 

Klägerin belege auch keinen Fall aktueller Verwechslungen, was die fehlende 

Verwechslungsgefahr verdeutliche (act. 60 S. 5). 

5.2. Unlauter handelt unter anderem, wer Massnahmen trifft, die geeignet sind, 

Verwechslungen mit den Waren und Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbe-

trieb eines anderen herbeizuführen (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG). Die Verwechs-

lungsgefahr beurteilt sich im Lauterkeitsrecht nach den gleichen Grundsätzen wie 

im Markenrecht (vgl. Erwägung 3.3). Anders als im Markenrecht, wo die jeweili-

gen Registereinträge massgebend sind (sog. kennzeicheninterne Umstände), 

sind im Lauterkeitsrecht jedoch die gesamten Umstände zu betrachten. Nicht nur 

das registerrechtliche Zeichen ist massgebend, sondern dessen tatsächlicher Ge-

brauch im Wirtschaftsverkehr. Ausserdem sind weitere Elemente ausserhalb des 

jeweiligen Zeichens, wie beispielsweise der Internetauftritt, zu würdigen (sog. 

kennzeichenexterne Umstände; ARPAGAUS, in: BSK UWG, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 

lit. d N 91). 

- 34 - 

5.3. Die Marken der Klägerin, welche allesamt das Zeichen … [Abbildung 

klägerisches Zeichen] enthalten, sind unbestrittenermassen prioritätsälter und 

werden zumindest seit dem Jahr 2017 auf dem Schweizer Markt intensiv ge-

braucht (vgl. Erwägungen 4.2.3.3 und 4.2.4.3). Die Beklagte behauptet nicht, ihr 

Zeichen … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] vor jenem der Klägerin auf 

dem Schweizer Markt verwendet zu haben. Folglich ist von Gebrauchspriorität 

auszugehen. Bezüglich der massgeblichen Verkehrskreise kann abermals vollum-

fänglich auf Erwägung 4.2.1 verwiesen werden. Das Zielpublikum ist trend- und 

modebewusst, und legt beim Kauf von Socken und Strumpfwaren eine etwas er-

höhte Aufmerksamkeit an den Tag. Des Weiteren ist auch hier von durchschnittli-

cher Kennzeichnungskraft und Zeichenähnlichkeit bei Identität beziehungsweise 

Gleichartigkeit der Waren auszugehen (vgl. Erwägungen 4.2.3.3, 4.2.4.3 und 

4.2.2). 

Die Waren der Klägerin werden folgendermassen gekennzeichnet (vgl. act. 40 

bzw. act. 55 Rz. 25): 

… [Abbildung verschiedener Socken mit dem klägerischen Zeichen] 

 

Die Waren der Beklagten werden wie folgt gekennzeichnet (vgl. act. 40 bzw. 

act. 55 Rz. 31): 

 

 
… [Abbildung verschiedener Socken mit dem Zeichen der Beklagten] 
 

Die Zeichen beider Parteien werden, unter anderem zur Kennzeichnung von So-

cken, jeweils in runder Form, bevorzugt am Bein über dem Knöchel angebracht. 

So sind sie beim Tragen von Schuhen, die unterhalb des Knöchels enden, sicht-

bar. Die Zeichen beider Parteien sind also ähnlich auf den jeweiligen Produkten 

platziert. Zudem werden die Produkte beider Parteien über die Online-Plattformen 

O._____ und P._____ vertrieben, sodass zumindest ein Teil der Vertriebskanäle 

identisch ist. Allerdings weichen die Produkte hinsichtlich ihrer übrigen Gestaltung 

deutlich voneinander ab. Die Produkte der Klägerin sind ausschliesslich im …-

Style-Muster in verschiedenen Farbkombinationen gehalten. Demgegenüber ist 

- 35 - 

die Gestaltung der Produkte der Beklagten unterschiedlich. Neben neutralen und 

gestreiften Mustern sind die Produkte etwa auch durch Schriftzüge und Flam-

menoptiken geprägt oder sind gar unifarben. Es lässt sich kein einheitliches 

Grunddesign erkennen; die Produkte der Beklagten wirken insgesamt schrill. Das 

…-Style-Muster der Klägerin greift die Beklagte – soweit ersichtlich – nicht auf. 

Letztlich kann offenbleiben, ob angesichts ähnlicher Zeichenplatzierung auf den 

Produkten und mindestens teilweisem Vertrieb über die gleichen Vertriebskanäle 

und trotz unterschiedlicher Produktgestaltung nach lauterkeitsrechtlichen Ge-

sichtspunkten von unmittelbarer Verwechslungsgefahr auszugehen ist, da jeden-

falls eine Markenrechtsverletzung erstellt ist. 

Was sodann eine allfällige mittelbare Verwechslungsgefahr nach lauterkeitsrecht-

lichen Gesichtspunkten betrifft, hat die Klägerin keine ausreichenden Behauptun-

gen aufgestellt, die den Schluss auf eine ebensolche zuliessen. Eine solche mit-

telbare Verwechslungsgefahr wäre zu bejahen, wenn durch das Auftreten der Be-

klagten der Eindruck entstünde, dass sie zur Klägerin in einer wirtschaftlichen Be-

ziehung stehen oder sich unter der gleichen Kontrolle befinden würde (ARPAGAUS, 

in: BSK UWG, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. d N 79). Die Klägerin legt aber nicht dar, 

weshalb in diesem Sinn der Eindruck entstehen sollte, dass sie mit der Beklagten 

wirtschaftlich verbunden wäre, zumal die im jeweiligen Marktauftritt mitverwende-

ten Wortmarken "A'._____" und "B._____" sehr unterschiedlich sind. 

5.4. Zusammenfassend kann offenbleiben, ob ein unlauteres Verhalten durch 

Schaffung einer Verwechslungsgefahr gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG vorliegt, 

ob mithin die Klägerin über einen Unterlassungsanspruch gemäss Art. 9 Abs. 1 

lit. a UWG verfügt. 

6. Vollstreckungsmassnahmen 

6.1. Die Klägerin beantragt die Androhung der Bestrafung der verantwortlichen 

Organe der Beklagten nach Art. 292 StGB sowie die Androhung der Auferlegung 

einer Tagesbusse von bis zu CHF 1'000.– für den Fall der Zuwiderhandlung ge-

gen das Verbot. 

- 36 - 

6.2. Gestützt auf Art. 343 ZPO können verschiedene Vollstreckungsmassnah-

men angeordnet werden. Die Wahl des geeigneten Vollstreckungsmittels liegt im 

Ermessen des Gerichts. Es hat dabei die zur Durchsetzung wirksamste Mass-

nahme zu wählen. Vollstreckungsmassnahmen sind auch kumulierbar. Dabei ist 

insbesondere der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten, das heisst, 

die angeordneten Massnahmen müssen geeignet, erforderlich und zumutbar sein 

(BGE 142 III 587 E. 3; Botschaft ZPO, BBl 2006 7221, S. 7385; Urteil HG/ZH 

HG190212 E. 6.1, E. 6.3; ZINSLI, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], BSK ZPO, 

3. Aufl. 2017, Art. 343 N 4; KOFMEL EHRENZELLER, in: KuKo ZPO, 3. Aufl. 2021, 

Art. 343/Art. 343 E-ZPO N 3 f.). Das Vollstreckungsrecht wird vom Territorialitäts-

prinzip beherrscht und schränkt den Handlungsspielraum der Vollstreckungsge-

richte ein (BGE 124 III 505 E. 3a). 

6.3. Mit Blick auf das Territorialitätsprinzip erscheint die Androhung einer Be-

strafung gemäss Art. 292 StGB gegenüber Organen mit (Wohn-)Sitz im Ausland 

als problematisch (vgl. dazu KELLERHANS, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], BK ZPO, 

Band II, Art. 150-352 ZPO und Art. 400-406 ZPO, 2012, Art. 343 N 39 m.w.H.; 

WALTER, Vorsorgliche Massnahmen bei fehlender Hauptsachezuständigkeit, in: 

Karl Spühler [Hrsg.], Vorsorgliche Massnahmen aus internationaler Sicht, 2000, 

S. 121 ff., S. 131 f.). Demgegenüber kann einer ausländischen Gesellschaft für 

widerrechtliche Handlungen in der Schweiz ohne Weiteres eine Busse angedroht 

und auferlegt werden. Die Androhung einer Tagesbusse gegenüber der Beklag-

ten, von bis zu CHF 1'000.– für jeden Tag des Verstosses gegen das Gebrauchs-

verbot, ist zweifellos geeignet, den nötigen Druck auf die Beklagte und deren Or-

gane auszuüben, damit sich diese an das Verbot halten werden. Dabei handelt es 

sich um eine sogenannte indirekte Massnahme, die es der Beklagten bezie-

hungsweise ihren Organen zunächst erlaubt, dem Urteil freiwillig nachzukommen, 

sodass keine milderen, gleich effektiven Massnahmen zur Zielerreichung ersicht-

lich sind. Die Erforderlichkeit ist mithin zu bejahen. Die Kombination der Andro-

hung einer Tagesbusse gegenüber der Beklagten mit weiteren Massnahmen, wie 

der Androhung einer Tagesbusse gegenüber den einzelnen Organen und der 

Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB, erscheint hingegen als übermässig und 

nicht erforderlich. Schliesslich ist zu prüfen, ob die Massnahme in einem vernünf-

- 37 - 

tigen Verhältnis zur Einwirkung auf die Beklagte steht. Die Androhung einer Ta-

gesbusse von bis zu CHF 1'000.– ist zumutbar, da sich die Bussenhöhe in Ab-

hängigkeit des konkreten Widerhandlungsfalls festsetzen lässt. Insofern lässt sich 

die Vollstreckungsmassnahme ausreichend schonend gestalten und wirkt sich 

insgesamt angemessen auf die Beklagte aus. Mithin erlaubt diese Vollstre-

ckungsmassnahme, dem Urteil mit Augenmass den nötigen Nachdruck zu verlei-

hen, weshalb sie verhältnismässig ist. 

7. Zusammenfassung der Tat- und Rechtsfragen 

Das Zeichen der Beklagten … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] erweist 

sich als verwechselbar mit den Bildmarken der Klägerin … [Abbildung 

klägerisches Zeichen]. Der relative Ausschlussgrund gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c 

MSchG ist gegeben. Durch die Verwendung des Zeichens auf ihren Waren und 

den Vertrieb dieser Waren in der Schweiz hat die Beklagte bereits 

Markenrechtsverletzungen begangen, und es drohen weitere 

Verletzungshandlungen. Das verletzende Verhalten ist ihr zukünftig gestützt auf 

Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG und gemäss den Präzisierungen in der Erwägung zur 

Bestimmtheit des Rechtsbegehrens (Erwägung 1.3.2) zu untersagen. Zudem ist 

die Schweizer Bildmarke Nr. 1 der Beklagten nichtig, da ein relativer Ausschluss-

grund vorliegt. Insofern ist die Klage vollumfänglich gutzuheissen. Entsprechend 

kann offenbleiben, ob darüber hinaus ein Verstoss gegen das Lauterkeitsrecht 

vorliegt. Die Vollstreckungsmassnahme der Androhung einer Tagesbusse gegen-

über der Beklagten für den Fall der Widerhandlung erweist sich als verhältnis-

mässig, weshalb sie anzuordnen ist. Weitere Vollstreckungsmassnahmen sind 

demgegenüber nicht erforderlich. 

8. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

8.1. Streitwert 

Lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das 

Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien nicht darüber einigen oder ih-

re Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Die Praxis geht im 

- 38 - 

Immaterialgüterrecht bei wirtschaftlich eher unbedeutenden Zeichen von einem 

Streitwert von CHF 50'000.‒ bis CHF 100'000.‒ aus, bei bedeutenden Immateri-

algüterrechten von einem Wert von über CHF 100'000.– (BGE 133 III 490 E. 3.3; 

ZÜRCHER, Der Streitwert im Immaterialgüter- und Wettbewerbsrechtsprozess, in: 

sic! 2002, S. 493 ff., S. 505; FRICK, in: BSK MSchG, a.a.O., Vor. Art. 51a-60 

N 84). Die Parteien beziffern den Streitwert übereinstimmend mit CHF 250'000.‒ 

(act. 1 Rz. 20; act. 19 Rz. 5; act. 40 bzw. act. 55 Rz. 5), was nicht offensichtlich 

als unrichtig erscheint. Jede Partei, insbesondere aber die Klägerin, ist mit ihrem 

Zeichen seit geraumer Zeit im Markt aktiv, weshalb nicht mehr von einem eher 

unbedeutenden Zeichen auszugehen ist. Entsprechend ist der Streitwert auf 

CHF 250'000.– festzusetzen.  

8.2. Gerichtskosten 

Beim vorliegenden Streitwert beträgt die ordentliche Gerichtsgebühr rund 

CHF 15'000.‒. In Anwendung von § 4 Abs. 2 und § 11 GebV OG ist diese auf 

CHF 29'500.– zu erhöhen. Da die Klägerin nur geringfügig unterliegt, sind die Ge-

richtskosten der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO). Die 

Kosten sind mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen 

(Art. 111 Abs. 1 ZPO; act. 9). Für die der Beklagten auferlegten Kosten ist der 

Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte einzuräumen (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

8.3. Parteientschädigung 

Entsprechend ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin eine Parteientschädi-

gung zu entrichten (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO). Vorliegend 

beträgt die ordentliche Anwaltsgebühr CHF 17'700.‒. Unter Berücksichtigung des 

Aufwands für die Vergleichsverhandlung und die Replik erweist sich eine Erhö-

hung der Parteientschädigung auf CHF 21'200.– als angemessen (§ 4 Abs. 1 und 

Abs. 2 AnwGebV). Mangels Antrags ist die Parteientschädigung ohne Mehrwert-

steuerzuschlag zuzusprechen (Urteil BGer 4A_376/2020 E. 6.2). 

- 39 - 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Der Beklagten wird – unter Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu 

CHF 1'000.– für jeden Tag des Verstosses – untersagt, das Zeichen … 

[Abbildung des Zeichens der Beklagten] in der Schweiz im geschäftlichen 

Verkehr für Socken, Strumpfwaren und Strümpfe zu gebrauchen oder durch 

Dritte gebrauchen zu lassen, insbesondere durch Anbringen des Zeichens 

auf Waren oder Verpackungen, durch Anbieten oder Inverkehrbringen von 

Waren unter dem Zeichen sowie durch Gebrauch des Zeichens in der Wer-

bung oder sonst wie im geschäftlichen Verkehr. Dieses Verbot gilt unbese-

hen der Farbkombination und unbesehen, ob das Zeichen hell auf dunklem 

Grund oder dunkel auf hellem Grund verwendet wird. 

2. Die Schweizer Marke Nr. 1 … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] wird 

für die in Klasse 25 beanspruchten Waren für nichtig erklärt. Das Eidgenös-

sische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) wird angewiesen, die Marke 

nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist im Markenregister entspre-

chend zu löschen.  

3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 29'500.–. 

4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klä-

gerin geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Für die der Beklagten auferleg-

ten Kosten wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte einge-

räumt. 

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung in der 

Höhe von CHF 21'200.– zu bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Eidgenössische Institut 

für Geistiges Eigentum (IGE), Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

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schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der 

Streitwert beträgt CHF 250'000.–. 

 
 
Zürich, 2. Oktober 2023 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Vorsitzende: 

 
 
 

Dr. Claudia Bühler 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. Severin Harisberger 
 

 
 

	Urteil vom 2. Oktober 2023
	Inhaltsverzeichnis
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	b. Prozessgegenstand

	B. Prozessverlauf
	a. Klageeinleitung
	b. Weitere wesentliche Verfahrensschritte

	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Zuständigkeit
	1.1.1. Örtliche Zuständigkeit
	1.1.2. Sachliche Zuständigkeit
	1.2. Rechtsschutzinteresse
	1.3. Bestimmtheit des Rechtsbegehrens
	1.3.1. Rechtsbegehren sind inhaltlich so bestimmt zu fassen, dass sie bei Gutheissung ohne Weiteres zum Urteil erhoben werden können, und das Urteil vollstreckt werden kann (vgl. Art. 84 Abs. 1 und Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO; BGE 142 III 102 E. 5.3.1;...
	1.3.2. Die Klägerin bezweckt mit ihrer Klage gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1, der Beklagten den Gebrauch des von ihr beanstandeten Verletzungszeichens im geschäftlichen Verkehr in der Schweiz für Socken, Strumpfwaren und Strümpfe zu verbieten. Es hande...
	1.3.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rechtsbegehren der Klägerin genügend bestimmt sind, wobei Rechtsbegehren Ziffer 1 als Unterlassungsklage zu qualifizieren und bezüglich der Unterlassungshandlungen mit der Aufzählung "insbesondere durc...
	1.4. Übrige Prozessvoraussetzungen

	2. Anwendbares Recht
	3. Ausgangslage
	3.1. Marken der Parteien
	3.2. Parteistandpunkte
	3.3. Einheitlicher Begriff der Verwechslungsgefahr

	4. Markenrecht
	4.1. Einleitung
	4.2. Relative Ausschlussgründe
	4.2.1. Massgebliche Verkehrskreise
	4.2.1.1. Die Klägerin macht geltend, ihre Ware – insbesondere Socken, Strumpfwaren und Strümpfe – richte sich an die Durchschnittsabnehmerschaft, die beim Erwerb mit eher geringer Aufmerksamkeit vorgehe und die Ware in der Regel nicht anprobiere (act....
	4.2.1.2. Zur Beantwortung der Frage, ob die mit ähnlichen Marken versehenen Waren verwechselbar sind, ist auf das Verständnis und die Aufmerksamkeit der im konkreten Einzelfall aktuell und potentiell angesprochenen Verkehrskreise abzustellen. Dazu sin...
	4.2.1.3. Socken, Strumpfwaren und Strümpfe werden vor dem Kauf nicht anprobiert, und häufiger sowie in grösserer Stückzahl gekauft, als dies bei anderen Kleidungsstücken der Fall ist. Entsprechend ist grundsätzlich von einer eher tieferen Aufmerksamke...
	4.2.2. Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen
	4.2.3. Kennzeichnungskraft
	4.2.3.1. Die Klägerin macht geltend, ihre Marken, die das originär kennzeichnungskräftige Zeichen … [Abbildung des klägerischen Zeichens] enthielten, seien klar konturiert, räumlich begrenzt und verdichtet registriert worden. Durch den langjährigen, i...
	4.2.3.2. Der Schutzumfang einer Marke bestimmt sich nach ihrer Kennzeichnungskraft. Er ist umso grösser, je höher die Kennzeichnungskraft ist. Im Markenrecht wird zwischen stark, normal und schwach kennzeichnungskräftigen Marken unterschieden. Dazu we...
	4.2.3.3. Geometrische Formen wie Quadrate, Rauten, Linien und Kreuze in verschiedenen Positionen sind als abstrakte Bildmotive absolut freihaltebedürftig. Die Marken der Klägerin enthalten das Zeichen …. Es besteht aus einem auf der Spitze stehenden Q...
	4.2.4. Zeichenähnlichkeit
	4.2.4.1. Die Klägerin verweist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und führt aus, es sei von Zeichenähnlichkeit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG auszugehen. Der Gesamteindruck, den sie (die Klägerin) mit ihrem Zeichen …  [Abbildung kläger...
	4.2.4.2. Eine Marke geniesst in derjenigen Ausgestaltung Schutz, wie sie im Markenregister eingetragen ist. Die Frage, ob sie durch ein jüngeres Kennzeichen verletzt wird, beurteilt sich deshalb anhand des Registereintrags des geschützten Zeichens. Bi...
	4.2.4.3. Vorab ist festzuhalten, dass die Klägerin ihre Marken so verwendet, wie sie im Register eingetragen wurden. Neben der Schweizer Bildmarke … [Abbildung des klägerischen Zeichens] (Nr. 2, eingetragen am tt. November 1984; act. 3/15) hat die Klä...
	4.2.5. Verwechslungsgefahr
	4.2.6. Fazit
	4.3. Unterlassungsklage (Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG)
	4.3.1. Wer in seinem Recht an einer Marke verletzt oder gefährdet wird, kann vom Gericht verlangen, die drohende Verletzung zu verbieten (Art. 55 Abs. 1 lit. a MSchG). Aktivlegitimiert ist der Inhaber oder die Inhaberin der verletzten Marke. Passivleg...
	4.3.2. Die Marke der Beklagten erfüllt den relativen Ausschlussgrund gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG, da sie ähnlich wie die prioritätsälteren Bildmarken der Klägerin ist und für identische beziehungsweise gleichartige Waren verwendet wird, wodurch ...
	4.4. Nichtigkeitsklage (Art. 52 MSchG)
	4.4.1. Wer ein rechtliches Interesse nachweist, kann vom Gericht feststellen lassen, dass ein Recht oder Rechtsverhältnis nach diesem Gesetz besteht (Art. 52 MSchG). Zur Nichtigkeitsklage aktivlegitimiert ist, wer ein Feststellungsinteresse geltend ma...
	4.4.2. Vorab ist festzuhalten, dass kein Widerspruchsverfahren für die im Streit stehende Schweizer Marke Nr. 1 der Beklagten durchlaufen wurde. Da selbst ein solcher Entscheid für die Nichtigkeitsklage nicht bindend wäre, muss dies umso mehr für den ...
	4.5. Fazit

	5. Lauterkeitsrecht
	5.1.1. Die Klägerin führt aus, Markenrechtsverletzungen könnten gleichzeitig auch UWG-Verstösse darstellen, wenn die Zeichen zu Verwechslungen auf dem Markt führten. Die Beklagte positioniere ihr verwechselbares Zeichen beinahe an gleicher Stelle und ...
	5.2. Unlauter handelt unter anderem, wer Massnahmen trifft, die geeignet sind, Verwechslungen mit den Waren und Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbetrieb eines anderen herbeizuführen (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG). Die Verwechslungsgefahr beurteilt sic...
	5.3. Die Marken der Klägerin, welche allesamt das Zeichen … [Abbildung klägerisches Zeichen] enthalten, sind unbestrittenermassen prioritätsälter und werden zumindest seit dem Jahr 2017 auf dem Schweizer Markt intensiv gebraucht (vgl. Erwägungen 4.2.3...
	5.4. Zusammenfassend kann offenbleiben, ob ein unlauteres Verhalten durch Schaffung einer Verwechslungsgefahr gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG vorliegt, ob mithin die Klägerin über einen Unterlassungsanspruch gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a UWG verfügt.

	6. Vollstreckungsmassnahmen
	6.1. Die Klägerin beantragt die Androhung der Bestrafung der verantwortlichen Organe der Beklagten nach Art. 292 StGB sowie die Androhung der Auferlegung einer Tagesbusse von bis zu CHF 1'000.– für den Fall der Zuwiderhandlung gegen das Verbot.
	6.2. Gestützt auf Art. 343 ZPO können verschiedene Vollstreckungsmassnahmen angeordnet werden. Die Wahl des geeigneten Vollstreckungsmittels liegt im Ermessen des Gerichts. Es hat dabei die zur Durchsetzung wirksamste Massnahme zu wählen. Vollstreckun...
	6.3. Mit Blick auf das Territorialitätsprinzip erscheint die Androhung einer Bestrafung gemäss Art. 292 StGB gegenüber Organen mit (Wohn-)Sitz im Ausland als problematisch (vgl. dazu Kellerhans, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], BK ZPO, Band II, Art. 150-3...

	7. Zusammenfassung der Tat- und Rechtsfragen
	8. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	8.1. Streitwert
	8.2. Gerichtskosten
	8.3. Parteientschädigung

	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Der Beklagten wird – unter Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu CHF 1'000.– für jeden Tag des Verstosses – untersagt, das Zeichen … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] in der Schweiz im geschäftlichen Verkehr für Socken, Strumpfwaren und Str...
	2. Die Schweizer Marke Nr. 1 … [Abbildung des Zeichens der Beklagten] wird für die in Klasse 25 beanspruchten Waren für nichtig erklärt. Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) wird angewiesen, die Marke nach unbenutztem Ablauf der Re...
	3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 29'500.–.
	4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Für die der Beklagten auferlegten Kosten wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt.
	5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 21'200.– zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE), Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...