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**Case Identifier:** 29fb076c-b4f7-5392-911f-2b613fdadaba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 12.03.2013 B 2012/151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-151_2013-03-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/151

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 12.03.2013

Entscheiddatum: 12.03.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 12.03.2013
Ausländerrecht, Widerruf der Niederlassungsbewilligung, Art. 62 lit. b 
AuG.Der in der Schweiz aufgewachsene Beschwerdeführer wurde im Alter 
zwischen neun und elf Jahren Opfer eines pädophilen Täters. Gemäss 
Bericht der behandelnden psychiatrischen Klinik besteht zwischen der 
Betäubungsmittelabhängigkeit des Beschwerdeführers und den in diesem 
Zusammenhang begangenen Delikten einerseits und der Gewalterfahrung 
anderseits ein ursächlicher Zusammenhang. Das öffentliche Interesse an der 
Fernhaltung straffällig gewordener Ausländer wird durch die Verantwortung 
relativiert, welche die hiesige Gesellschaft gegenüber Opfern von Straftaten, 
die hier begangen wurden, zu übernehmen hat. Insgesamt vermögen sie 
deshalb die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren 
Aufenthalt in der Schweiz, insbesondere an der Weiterführung einer 
adäquaten psychotherapeutischen Behandlung und der für diesen Prozess 
bedeutsamen familiären Beziehungen, nicht aufzuwiegen 
(Verwaltungsgericht, B 2012/151).

Urteil vom 12. März 2013

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. Th. 

Scherrer

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Fürsprecher lic.iur. A.B.,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Widerruf der Niederlassungsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y. wurde am 10. November 1988 im heutigen Mazedonien geboren. Zusammen 

mit seinen Eltern und seinem Bruder D. (geb. 1983) reiste er am 6. September 1992 in 

die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Am 7. Oktober 1993 kam seine 

Schwester E. zur Welt. Seit 2. Dezember 2002 besitzt X.Y. die 

Niederlassungsbewilligung. Nach Beendigung der obligatorischen Schulzeit war er 

gelegentlich in verschiedenen Unternehmen und bei seinem Vater angestellt. Seit 

1. Januar 2012 ist er als Montagemitarbeiter bei der R. AG, erwerbstätig. Er wohnt bei 

seinen Eltern in F.

B./ Vom Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau wurde X.Y. am 19. März 2008 wegen 

Geiselnahme, Raub, Diebstahl, Erpressung, Nötigung, mehrfacher einfacher 

Körperverletzung, mehrfacher versuchter Erpressung, Tätlichkeit und mehrfacher 

Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, 

davon elf Monate bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, und einer 

Busse von Fr. 100.- verurteilt. In der Anklageschrift vom 1. Februar 2008 wurde zu den 

persönlichen Verhältnissen von X.Y. ausgeführt, seine Schilderungen des sexuellen 

Missbrauchs durch einen 2003 verstorbenen pädophilen Täter, der in den Jahren 1995 

und 2001 wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern zu unbedingten 

Freiheitsstrafen verurteilt worden war, am früheren Wohnort, wo er ab 1998 gelebt 

hatte, dürften zutreffen.

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Abgesehen von der Verurteilung vom 19. März 2008 fiel X.Y. seit seiner Jugend auch 

wegen weniger schwerer Delikte auf: Am 29. Dezember 2003 erteilte ihm der 

Jugendanwalt des Bezirks Zürich einen Verweis wegen mehrfacher Übertretung des 

Betäubungsmittelgesetzes. Die Jugendanwaltschaft Gossau belangte ihn am 7. April 

2006 wegen Entwendung des Motorfahrzeugs seines Vaters zum Gebrauch, Fahrens 

ohne Führerausweis und unerlaubten Konsums von Betäubungsmitteln mit einer 

fünftägigen bei einer Probezeit bis 10. November 2006 bedingt aufgeschobenen 

Einschliessungsstrafe, am 24. August 2006 wegen Diebstahls mit einer Arbeitsleistung 

von fünf Halbtagen und am 19. Dezember 2006 – er hatte ein fremdes Gleis-7-

Abonnement verwendet - wegen wiederholten Betrugs, versuchten Betrugs, Fahrens 

ohne gültigen Fahrschein und unrechtmässiger Aneignung einer Fundsache mit einer 

Busse von Fr. 300.-. Das Untersuchungsamt Gossau büsste ihn am 2. Mai 2007 wegen 

einfacher Verkehrsregelverletzung, pflichtwidrigen Verhaltens nach Verkehrsunfall und 

Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis mit Fr. 1'500.-. Am 11. Juli 2008 

wurde er wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz gebüsst.

Das Migrationsamt drohte X.Y. am 18. August 2008 den Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung an. Am 24. September 2009 wurde er wegen fahrlässiger 

Tierquälerei/fahrlässiger Misshandlung – am 5. April 2009 hatten sich zwei von ihm 

ausgeführte und wider besseres Wissen von der Leine gelassene Hunde auf einen 

anderen Hund gestürzt – mit Fr. 500.- sowie am 26. August und am 8. Oktober 2010 

wegen mehrerer Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz mit je 

Fr. 60.- gebüsst. Schliesslich wurde er vom Untersuchungsamt Gossau mit 

Strafbefehlen vom 20. Januar 2011 wegen Gehilfenschaft zu Diebstahl, 

Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und geringfügigen Vermögensdelikts 

(Diebstahl) sowie mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer 

Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 30.- und einer Busse von Fr. 400.- und vom 

10. Mai 2011 wegen Nötigung – er hatte seiner Freundin, die damals nichts mehr von 

ihm wissen wollte, nachgestellt – und Betrugs, teilweise im Zusatz zum Strafbefehl vom 

20. Januar 2011, zu einer bei einer Probezeit von zwei Jahren bedingt vollziehbaren 

Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 30.- verurteilt.

C./ Mit dem Wunsch, einen vollständigen Opiatentzug durchzuführen, verbrachte X.Y. 

von Februar bis November 2011 196 Tage auf der Entzugs- und Therapiestation der 

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Psychiatrischen Klinik in Wil. Während des Entzugs entwickelte er eine schwere Krise 

mit selbstverletzendem Verhalten und suizidalen Gedanken, weil er von Erinnerungen 

an die wiederholten sexuellen Gewalterfahrungen im Alter von neun bis elf Jahren 

überflutet wurde. Am 2. Mai 2011 erhielt X.Y. Gelegenheit, sich zum vorgesehenen 

Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung zu äussern. Aus einem zu den Akten 

gereichten Bericht der Psychiatrischen Klinik Wil vom 26. Mai 2011 ergibt sich, dass 

X.Y. in der Jugend - um die posttraumatische Symptomatik (quälende Erinnerungen, 

Albträume, schwer aushaltbare Gefühle von Scham und Schuld) erträglicher zu machen 

bzw. um sich selbst zu "betäuben" - mit dem Konsum psychotroper Substanzen 

begonnen und in der Folge eine mittlerweile viele Jahre dauernde 

Suchtmittelabhängigkeit entwickelt hatte und unter dem Wegfall der 

emotionsregulierenden Wirkung von Methadon zunehmend dekompensierte. Die 

behandelnde Klinik führte an, zurzeit würden - auch zusammen mit seinen Eltern und 

seiner Partnerin - die Grundlagen einer traumaspezifischen psychotherapeutischen 

Behandlung erarbeitet. X.Y. bedürfe - möglicherweise in einer spezialisierten Institution 

- einer langen sucht- und psychotherapeutischen Behandlung, welche sowohl die 

Suchtmittelabhängigkeit als auch die Traumafolgestörung berücksichtige (vgl. act. 

9/653 und 654).

Am 13. Juli 2011 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von X.Y. 

Zur Begründung wurde unter anderem ausgeführt, die sexuelle Gewalterfahrung im 

Kindesalter als Grund seiner Drogensucht und all seiner Straftaten, die mehrheitlich 

nicht als klassische Beschaffungsdelikte qualifiziert werden könnten, anzuführen, greife 

zu kurz. Diese Umstände seien – sofern tatsächlich vorhanden – bei der 

Strafzumessung zu würdigen. Die Therapie könne zudem auch im Ausland 

durchgeführt werden. X.Y. reagierte in der psychotherapeutischen Behandlung unter 

dem Eindruck der drohenden Wegweisung mit einer weiteren sehr heftigen suizidalen 

Krise. Angesichts der realen äusseren Bedrohung war die stationäre Therapie nicht 

weiter sinnvoll durchführbar und wurde sistiert.

D./ Den gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung am 28. Juli 2011 

erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. 

Gallen (nachfolgend Vorinstanz) am 21. Juni 2012 ab. Zur Begründung wird unter 

Hinweis auf die strafrechtlichen Verurteilungen ausgeführt, die Androhung des 

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Widerrufs der Niederlassungsbewilligung am 18. August 2008 habe X.Y. wenig 

beeindruckt. Trotz des Methadonprogramms habe er weiterhin Marihuana konsumiert 

und sei am 1. März 2012 bestraft worden, weil er am 11. November 2011 ein iPhone 

entwendet und für die Rückgabe Fr. 100.- verlangt habe. Die Straftaten gingen 

wesentlich über die übliche Beschaffungskriminalität hinaus. Trotz des langen 

Aufenthalts habe er sich beruflich in der Schweiz nicht integrieren können. Er habe 

noch Verbindungen zu seinem Heimatland, wo er die ersten Jahre aufgewachsen sei 

sowie Ferien verbracht und sich im Jahr 2010 für drei Monate aufgehalten habe, um 

von seiner Drogensucht loszukommen. Den Kontakt zu seinen Familienangehörigen 

könne er mit modernen Kommunikationsmitteln und mit Besuchen aufrecht erhalten. 

Die verminderten Resozialisierungschancen in Mazedonien seien kein Kriterium.

E./ Gegen den Entscheid vom 21. Juni 2012 (zugestellt am 25. Juni 2012) erhob X.Y. 

(nachfolgend Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 9. Juli 

2012 und Ergänzung vom 16. August 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit 

dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der angefochtene 

Entscheid und die Verfügung des Migrationsamts vom 21. Juni 2012 aufzuheben. Er 

ersuchte zudem um unentgeltliche Rechtspflege. Auf die Ausführungen zur 

Begründung seiner Begehren wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen. Unter Verweis auf die Erwägungen im ihrem Entscheid beantragte die 

Vorinstanz am 23. August 2012 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Am 

3. November 2012 verzeigte die Stadtpolizei St. Gallen den Beschwerdeführer wegen 

Konsums und Besitzes (2,5 Gramm) von Marihuana.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Die Beschwerde richtet sich gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, 

welche dem Beschwerdeführer am 2. Dezember 2002 erteilt wurde.

2.1. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG) kann die Niederlassungsbewilligung unter 

anderem widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. b AuG erfüllt 

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sind. Gemäss Art. 62 Ingress und lit. b AuG kann die zuständige Behörde 

Bewilligungen widerrufen, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 

verurteilt wurde. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist diese 

Voraussetzung erfüllt, wenn gegenüber dem Ausländer eine Freiheitsstrafe von mehr 

als einem Jahr ausgesprochen wurde (BGE 135 II 377 E. 4.1). Ob die Strafe bedingt, 

teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde, spielt keine Rolle (vgl. BGer 

2C_453/2011 vom 28. November 2011 E. 2.2.1 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer 

wurde mit Urteil des Kreisgerichts Untertoggenburg-Gossau vom 19. März 2008 wegen 

Geiselnahme, Raub, Diebstahl, Erpressung, Nötigung, mehrfacher einfacher 

Körperverletzung, mehrfacher versuchter Erpressung, Tätlichkeit und mehrfacher 

Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, 

davon elf Monate bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, verurteilt. 

Der Beschwerdeführer anerkennt, dass die Voraussetzungen von Art. 62 Ingress und 

lit. b AuG damit erfüllt sind (vgl. act. 5, Beschwerdeergänzung Ziff. 5). Der Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung erweist sich damit grundsätzlich als rechtmässig.

2.2. Sowohl Art. 63 Abs. 1 als auch Art. 62 Ingress und lit. b AuG sind als 

"Kann-"Bestimmungen formuliert und räumen der zuständigen Behörde einen 

gewissen Ermessensspielraum ein. Zu prüfen ist dementsprechend die 

Verhältnismässigkeit der Massnahme.

2.2.1. Eine Interessenabwägung aufgrund des Landesrechts (Art. 96 Abs. 1 AuG) ist in 

jedem Fall, eine solche aufgrund des Völkerrechts (Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101, 

abgekürzt EMRK) immerhin dann vorzunehmen, wenn die betroffene Person das Recht 

auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK 

beanspruchen kann (vgl. BGer 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2). Gemäss Art. 96 

Abs. 1 AuG berücksichtigt die zuständige Behörde bei der Ermessensausübung die 

öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der 

Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Dabei sind namentlich die Schwere des 

Verschuldens bei Straftaten, die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem 

Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 

II 377 E. 4.3 mit Hinweisen).

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An die Schwere des Verschuldens sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je 

länger der Betroffene in der Schweiz gelebt hat. Indessen schloss die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung zum früheren Bundesgesetz über den Aufenthalt 

und die Niederlassung von Ausländern selbst bei einem Betroffenen, der in der 

Schweiz geboren und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hatte 

(Ausländer der "zweiten Generation") bei Gewalt-, Sexual- und 

Betäubungsmitteldelikten bzw. wiederholter Straffälligkeit eine Ausweisung nicht aus 

(vgl. BGE 122 II 433 E. 2c; 130 II 176 E. 4.4.2). Neben dem strafrechtlichen Verschulden 

sind insbesondere die Art und Schwere der Straftat(en), die durch die Straftat 

verletzten Rechtsgüter, die Art und Umstände der Tatbegehung (einfache oder 

mehrfache Delinquenz) sowie das Verhalten nach der Tat zu berücksichtigen. Dem 

strafrechtlichen Resozialisierungsgedanken ist zwar im Rahmen der umfassenden 

Interessenabwägung Rechnung zu tragen. Die Prognose über das Wohlverhalten ist 

jedoch nicht ausschlaggebend, weil aus der Sicht der Ausländerbehörden das 

Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht. Aus 

ausländerrechtlicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, je 

schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. Im Zusammenhang 

mit Gewaltdelikten muss selbst ein geringes Restrisiko nicht in Kauf genommen 

werden (vgl. S. Hunziker, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Ausländerinnen und Ausländer, Stämpflis Handkommentar, Bern 2010, N 12 zu Art. 63 

AuG mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Was das Interesse an 

der Fernhaltung betrifft, darf bei ausländischen Personen, die nicht unter das 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten anderseits 

über die Freizügigkeit (SR 0.142.112.681) fallen, im Rahmen der Interessenabwägung 

auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (vgl. BGer 

2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).

2.2.2. Das Verschulden des Beschwerdeführers bei den von ihm im Frühjahr 2007 

begangenen Straftaten wurde vom Strafgericht im Urteil vom 19. März 2008 als schwer 

beurteilt. Auch wenn es bei den Vermögensdelikten um kleine Beträge gegangen sei, 

welche der Beschwerdeführer für den täglichen Bedarf eingesetzt habe, und die 

Geiselnahme mit 25 Minuten relativ kurz gedauert habe, zeigten die Angriffe auf die 

körperliche Integrität und die Freiheit der Opfer doch eine rücksichtslose 

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Vorgehensweise. Der Beschwerdeführer habe zum Nachteil jüngerer und schwächerer 

Jugendlicher mit dem Ziel, Geld zu beschaffen, gehandelt. Die versuchten 

Erpressungen führten nur zu einer leichten Strafmilderung, da das Ausbleiben des 

Erfolgs äusseren Umständen und nicht einem Gesinnungswandel des 

Beschwerdeführers zuzuschreiben gewesen sei. Die sich strafmindernd auswirkenden 

Geständnisse seien nur "häppchenweise" auf Vorhalt hin erfolgt. Aufgrund der 

Bagatellisierung der begangenen Straftaten – der Beschwerdeführer habe an der 

Verhandlung ausgeführt, er glaube nicht, dass die erpressten Jugendlichen Angst 

gehabt hätten – ergäben sich ernsthafte Zweifel an seiner Einsicht in das begangene 

Unrecht. Schwer wiege, dass er nach der Untersuchungshaft weiter delinquiert habe 

(versuchte Erpressung, Ladendiebstahl, Drogenkonsum).

Die zahlreichen weiteren strafrechtlichen Verurteilungen betrafen hauptsächlich weniger 

gravierende Delikte. Insbesondere waren seit der Verurteilung im Jahr 2008 keine 

Gewaltdelikte mehr zu verzeichnen. Die Widerhandlungen gegen das 

Betäubungsmittelgesetz beschlugen ausschliesslich den eigenen Konsum des 

Beschwerdeführers. Dies trifft auch auf den neuerlichen Vorfall vom 3. November 2012 

zu. Die Vermögensdelikte bewegten sich in der Regel im Bereich des geringfügigen 

Wertes. Insoweit können sie durchaus in einen Zusammenhang mit der 

Betäubungsmittelabhängigkeit gebracht werden. Die Widerhandlungen gegen das 

Personenbeförderungsgesetz begründete der Beschwerdeführer regelmässig mit 

Geldknappheit, die – wie aus den Lebensumständen des Beschwerdeführers zu 

schliessen ist – im Zusammenhang mit den fehlenden regelmässigen 

Erwerbseinkünften und dem Finanzierungsbedarf für seine Drogenabhängigkeit stand. 

Diese Delikte sind insbesondere angesichts ihrer Häufigkeit und Regelmässigkeit trotz 

vorangegangener Androhung des Entzugs des Anwesenheitsrechts in der Schweiz und 

bis in die jüngste Vergangenheit nicht zu bagatellisieren, ausländerrechtlich indessen 

im Licht der folgenden Ausführungen zu gewichten.

Der Beschwerdeführer hat bisher erfolglos versucht, seine 

Betäubungsmittelabhängigkeit zu überwinden. Er hielt sich im Jahr 2010 zu diesem 

Zweck während dreier Monate in Mazedonien auf. Mit dem Wunsch, einen 

vollständigen Opiatentzug durchzuführen, verbrachte er von Februar bis November 

2011 196 Tage in der Entzugs- und Therapiestation für Drogenabhängige der 

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Psychiatrischen Klinik Wil. Gemäss dem Bericht der Oberärztin vom 6. August 2012 

(vgl. act. 9/6) dekompensierte der Beschwerdeführer unter dem Entzug und entwickelte 

eine ernsthafte suizidale Krise, weil er von den Erinnerungen an den in der Kindheit und 

Jugend erlebten sexuellen Missbrauch durch einen pädophilen Täter überflutet wurde. 

Gemäss diesem Bericht zeigte er sich in der Folge sehr belastet und berichtete über 

eine ausgeprägte posttraumatische Symptomatik (Intrusionen, d.h. Wiedererinnern und 

–erleben von psychotraumatischen Ereignissen, psychovegetative Übererregung und 

Vermeidungsverhalten). Beim Versuch, über das traumatisierende Erlebnis zu 

sprechen, zeigte er heftige körperliche Reaktionen (motorische Unruhe, Stottern, 

Herzklopfen, Schwitzen). Nach Beurteilung der Klinik erschien eine kombinierte 

Behandlung der beiden Störungen indiziert. Durch die Reduktion der 

posttraumatischen Symptomatik habe der Beschwerdeführer in die Lage versetzt 

werden sollen, auf den Heroinkonsum im Sinn einer dysfunktionalen 

Bewältigungsstrategie zu verzichten. Der Beschwerdeführer habe auf die Behandlung 

gut angesprochen, aber immer wieder auch schwere Krisen erlebt. Im Sommer 2011 

habe er auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit einer sehr heftigen 

suizidalen Krise reagiert und sich im Umgang mit der für ihn äusserst beunruhigenden 

und bedrohlichen Situation völlig überfordert gezeigt. Aufgrund der Tatsache, dass 

Traumatherapie bei realer äusserer Bedrohung – in diesem Fall die für den 

Beschwerdeführer real bedrohliche Situation der möglichen Wegweisung – nicht 

sinnvoll durchführbar sei, sei die stationäre Therapie vorerst sistiert worden. Der über 

mehrere Jahre andauernde sexuelle Missbrauch habe die persönliche Entwicklung des 

Beschwerdeführers ganz massiv beeinträchtigt. Um ein neues, nicht von der Erfahrung 

des sexuellen Missbrauchs geprägtes Selbstkonzept zu entwickeln und wenn möglich 

wesentliche Entwicklungs- und Reifungsschritte nachzuholen, bedürfe es einer 

längeren Psychotherapie, für die es auch in der Schweiz erst wenige Therapieplätze 

gebe. Dass ihm in Mazedonien eine adäquate Therapie angeboten werden könne, 

müsse hochgradig bezweifelt werden; die Aussichten dürften dort daher ungünstig zu 

beurteilen sein.

In der Begründung des Widerrufs hat das Migrationsamt ausgeführt, diese Umstände 

seien – soweit tatsächlich vorhanden – bei der Strafzumessung zu würdigen. Im 

Zeitpunkt des Urteils des Kreisgerichts vom 19. März 2008 war bekannt, dass die 

Schilderungen des Beschwerdeführers, als Kind und Jugendlicher sexuelle Gewalt 

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erfahren zu haben, zutreffen dürften. Während der Behandlung, welche der 

Beschwerdeführer zur Überwindung seiner Betäubungsmittelabhängigkeit im Februar 

2011 in der psychiatrischen Klinik in Wil aufnahm, trat unter dem Entzug eine 

ausgeprägte posttraumatische Symptomatik auf, welche die Richtigkeit seiner 

Schilderungen bestätigte. Als am 19. März 2008 das Strafurteil erging, bestanden noch 

keine Anhaltspunkte zur konkreten Bedeutung dieser Erlebnisse für die weitere 

Entwicklung des Beschwerdeführers, so dass diesem Umstand bei der 

Strafzumessung, insbesondere bei der Würdigung des Verschuldens, nicht erkennbar 

Rechnung getragen wurde. Im Klinikbericht vom 6. August 2012, der im 

Beschwerdeverfahren eingereicht wurde und zu dem sich die Vorinstanz nicht 

äusserte, wird der Zusammenhang der Gewalterfahrung mit dem 

Betäubungsmittelkonsum und den Delikten, mit denen der Beschwerdeführer Geld zur 

Finanzierung der Sucht beschaffte, glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt.

Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Verschuldens des Beschwerdeführers bei 

den diversen Straftaten ist entsprechend den Ausführungen im Bericht der 

psychiatrischen Klinik Wil vom 6. August 2012 zu berücksichtigen, dass Menschen, die 

in ihrer Kindheit interpersoneller und insbesondere sexueller Gewalt ausgesetzt waren, 

als Erwachsene oft grosse Schwierigkeiten haben, Emotionen zu tolerieren und zu 

regulieren und dem Suchtmittelkonsum – insbesondere dem Konsum von betäubenden 

und angstlösenden Substanzen wie z.B. Heroin – in diesem Zusammenhang der 

Stellenwert eines – meistens in der Abhängigkeit endenden – 

Selbstbehandlungsversuchs zukommt. Da der Beschwerdeführer als Jugendlicher die 

mit dem Missbrauch in Zusammenhang stehenden Emotionen (insbesondere Scham 

und Ekel) nicht aushielt und sich auch nicht getraute, mit seinem Umfeld über seine 

Erfahrungen zu sprechen, begann er mit dem Konsum psychotroper Substanzen. 

Insofern ist von einem Zusammenhang zwischen der Tatsache des sexuellen 

Missbrauchs und der Entwicklung einer Suchtmittelabhängigkeit und der 

Beschaffungskriminalität auszugehen. Diese Umstände lassen das Verschulden des 

Beschwerdeführers zumindest in einem milderen Licht erscheinen. Die fachkundige 

therapeutische Behandlung der posttraumatischen Symptomatik und der damit 

zusammenhängenden Betäubungsmittelabhängigkeit ist zudem geeignet, das 

Rückfallrisiko zu senken.

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Bei der Gewichtung des Verschuldens des Beschwerdeführers und für die Beurteilung 

des Rückfallrisikos sind die Zusammenhänge seiner Straftaten mit der sexuellen 

Gewalt, welche er im Alter zwischen neun und elf Jahren erfuhr, zu berücksichtigen. In 

ausländerrechtlicher Hinsicht wird das öffentliche Interesse am Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers zudem durch die Verantwortung 

relativiert, welche die hiesige Gesellschaft gegenüber Opfern von Straftaten, die hier 

begangen wurden, zu übernehmen hat.

2.2.3. Den durch diese gesellschaftliche Verpflichtung relativierten öffentlichen 

Interessen an der Fernhaltung straffällig gewordener Ausländer sind im Rahmen der 

Verhältnismässigkeitsprüfung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an 

seinem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen.

Der Beschwerdeführer kam als knapp vierjähriges Kleinkind mit seiner Familie in die 

Schweiz und hat seither hier gelebt. Mithin wurde er im Wesentlichen in der Schweiz 

sozialisiert (vgl. BGer 2C_381/2008 vom 14. Januar 2009 E. 2.4, wonach bei 

Kleinkindern gemeinhin noch keine Kontakte über das Elternhaus hinaus bestehen). 

Zwar hat er nach dem Besuch der obligatorischen Schulen keine weiterführende 

Ausbildung absolviert. Indessen hat er nach der unwidersprochen gebliebenen 

Darstellung in der Beschwerde (vgl. act. 5 S. 8) seit 1. Januar 2012 eine Anstellung als 

Montagemitarbeiter und erscheint damit - nach verschiedenen kurzen 

Gelegenheitsjobs - beruflich erstmals einigermassen stabil integriert.

Beziehungen zwischen Erwachsenen, also auch zwischen Eltern und erwachsenen 

Kindern, geniessen nicht ohne weiteres den Schutz von Art. 8 EMRK, wenn keine 

zusätzlichen Elemente einer Abhängigkeit bestehen, die über die übliche 

gefühlsmässige Bindung hinausgeht. Hingegen trifft es zu, dass das Zusammenleben 

volljähriger Kinder, die noch keine eigene Familie gegründet haben, mit ihren Eltern 

oder anderen Familienangehörigen als Familienleben im Sinn von Art. 8 EMRK gilt 

(vgl. J. Meyer-Ladewig, EMRK-Handkommentar, 3. Aufl. 2011, N 52 zu Art. 8 EMRK mit 

Hinweisen auf die Rechtsprechung). Der Bericht der psychiatrischen Klinik vom 

6. August 2012 weist auf die besondere Bedeutung hin, welche dem familiären Umfeld, 

insbesondere den Eltern, bei denen der Beschwerdeführer zurzeit lebt, und seiner 

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Verlobten, für die weitere Behandlung der posttraumatischen Störungen und der damit 

zusammenhängenden Betäubungsmittelproblematik zukommt.

Auch wenn sich der mittlerweile 24-jährige Beschwerdeführer bis zum Alter von knapp 

vier Jahren und später zu Ferienzwecken und im Jahr 2010 während dreier Monate für 

einen allerdings nicht nachhaltig erfolgreichen Drogenentzug in Mazedonien 

aufgehalten hat, wäre eine Rückkehr in sein Heimatland mit überdurchschnittlichen 

Schwierigkeiten verbunden. Insbesondere wäre – wie im Bericht vom 6. August 2012 

dargestellt wird – die adäquate Weiterführung der begonnenen psychotherapeutischen 

Behandlung in Frage gestellt.

2.2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das öffentliche Interesse am Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung durch die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber 

Opfern von Straftaten relativiert wird. Es vermag die privaten Interessen des 

Beschwerdeführers am weiteren Aufenthalt in der Schweiz, insbesondere an der 

Weiterführung einer adäquaten psychotherapeutischen Behandlung und der für diesen 

Prozess bedeutsamen familiären Beziehungen nicht aufzuwiegen. Vom 

Beschwerdeführer wird jedoch erwartet, dass er die therapeutischen Möglichkeiten 

nutzt und die Folgen des selber erlittenen Unrechts nicht weiter in eigenes strafbares 

Verhalten münden.

3. Dementsprechend erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als 

unverhältnismässig. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen und der angefochtene 

Rekursentscheid der Vorinstanz vom 21. Juni 2012 aufzuheben.

4. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid vom 21. Juni 2012 wird 

aufgehoben.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.- trägt der Staat. 

Auf die Erhebung wird verzichtet.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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3./  Der Staat entschädigt den Beschwerdeführer ausseramtlich für das 

Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'800.- und für das Rekursverfahren mit Fr. 1'600.- je 

zuzüglich Mehrwertsteuer. Unter Berücksichtigung der seinem Rechtsvertreter 

zugesprochenen Leistung von Fr. 1'280.- beträgt der Anspruch des Beschwerdeführers 

für das Rekursverfahren noch Fr. 320.- zuzüglich Mehrwertsteuer.

V.          R.           W.

Der Präsident:                    Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Beda Eugster          Dr. Thomas Scherrer

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Fürsprecher lic.iur. A.B.)

-   die Vorinstanz

-   Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern

am:

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil Verwaltungsgericht, 12.03.2013
	Ausländerrecht, Widerruf der Niederlassungsbewilligung, Art. 62 lit. b AuG.Der in der Schweiz aufgewachsene Beschwerdeführer wurde im Alter zwischen neun und elf Jahren Opfer eines pädophilen Täters. Gemäss Bericht der behandelnden psychiatrischen Klinik besteht zwischen der Betäubungsmittelabhängigkeit des Beschwerdeführers und den in diesem Zusammenhang begangenen Delikten einerseits und der Gewalterfahrung anderseits ein ursächlicher Zusammenhang. Das öffentliche Interesse an der Fernhaltung straffällig gewordener Ausländer wird durch die Verantwortung relativiert, welche die hiesige Gesellschaft gegenüber Opfern von Straftaten, die hier begangen wurden, zu übernehmen hat. Insgesamt vermögen sie deshalb die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Aufenthalt in der Schweiz, insbesondere an der Weiterführung einer adäquaten psychotherapeutischen Behandlung und der für diesen Prozess bedeutsamen familiären Beziehungen, nicht aufzuwiegen (Verwaltungsgericht, B 2012/151).

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		2025-07-19T10:54:31+0200
	"9001 St.Gallen"
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