# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7cf1f6a-ade5-56b9-a200-2a14713f0c2d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.08.2015 SB140546
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140546_2015-08-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140546-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

 

Urteil vom 27. August 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. C. Philipp,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend  
gewerbsmässiger Betrug etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 

11. September 2014 (DG140042) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 12. Juni 

2014 (Urk. 37) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 57 S. 21 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von  

Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;  

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von 

 Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;  

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von  

Art. 251 Ziff. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate) 

wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

19. Februar 2013 (act. 23/8) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 199.40 

wird eingezogen. 

Dieser Betrag wird der Privatklägerin zur teilweisen Deckung ihrer Schaden-

ersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 6 zugesprochen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

27. März 2014 (act. 23/10) beschlagnahmten zwei Natels der Marke  

"Samsung" werden nach Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlan-

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gen herausgegeben. Werden die Natels nicht innert drei Monaten ab 

Rechtskraft herausverlangt, werden sie vernichtet.  

6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privat-

klägerin Schadenersatz von Fr. 50'010.– zuzüglich 5 % Zins ab 

12. Dezember 2011  zu bezahlen. 

7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'000.–   Gebühr Strafuntersuchung (§ 4 GebV StrV) 

Fr. 5'938.–   amtl. Verteidigungskosten   

Fr. 12'938.–   Total 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung) sowie des ge-

richtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidi-

gung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Diejenigen der amtlichen  

Verteidigung werden indessen einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbe-

halten. 

9. (Mitteilungen) 

10. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

 (Urk. 94 S. 1 und 4) 

 I. Beweisantrag 

1. Es sei der Bericht von Dr. med. B._____ zu den Akten zu nehmen; 

2. Es sei ein Gutachten betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten 

zum Tatzeitpunkt einzuholen; 

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3. Eventualiter sei ein umfassender Bericht bei Dr. med. B._____ betref-

fend Schuldfähigkeit des Beschuldigten einzuholen; 

4. Es sei C._____, … [Adresse] einzuvernehmen. 

II. Antrag 

1. Es seien Ziff. 2 und 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts 

Winterthur vom 11. September 2014 aufzuheben und der Berufungs-

führer mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu bestrafen. 

Davon sei für 18 Monate der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter 

Anordnung einer Probezeit von 5 Jahren; 

2. Es sei der amtliche Verteidiger gemäss den eingereichten Honorar-

rechnungen zu entschädigen; 

 unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 67 S. 1) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur Vermeidung 

von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochte-

nen Entscheid verwiesen werden (Urk. 57 S. 5 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit Urteil 

des Bezirksgerichtes Winterthur vom 11. September 2014 wurde der Beschuldigte 

im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen 

und bestraft. 

1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien gleichentags mündlich eröffnet  

wurde (Prot. I S. 30), meldete der Beschuldigte am 15. September 2014 fristge-

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recht Berufung an (Urk. 50). Am 28. November 2014 wurde dem Beschuldigten 

das begründete Urteil zugestellt (Urk. 53). Die Berufungserklärung des Beschul-

digten erfolgte mit Eingabe vom 18. Dezember 2014 (Urk. 62) und damit innert 

der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO. In der Berufungserklärung 

stellte der Beschuldigte verschiedene prozessuale Anträge, unter anderem bean-

tragte er die Rückweisung des Verfahrens an die Staatsanwaltschaft, eventualiter 

an ein nicht vorbefasstes Gericht, sowie die Einholung eines psychiatrischen Gut-

achtens (Urk. 62 S. 2). Mit Präsidialverfügung vom 5. Januar 2015 wurde die  

Berufungserklärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft sowie der Privat-

klägerin zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein 

Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde der Staats-

anwaltschaft und der Privatklägerin sowie der Vorinstanz Frist angesetzt, um zu 

den Ausführungen der Verteidigung in der Berufungserklärung Stellung zu  

nehmen (Urk. 65). Weder die Staatsanwaltschaft noch die Privatklägerin erhoben 

Anschlussberufung. Nach Eingang der Vernehmlassungen der Parteien sowie der 

Vorinstanz wurde der Antrag der Verteidigung auf Rückweisung des Verfahrens 

sowohl an die Staatsanwaltschaft zur erneuten Anklage als auch zwecks Neu-

beurteilung durch ein anderes Gericht mit Beschluss vom 7. April 2015 abge-

wiesen (Urk. 80). Mit Präsidialverfügung vom 7. April 2015 wurde der Antrag der 

Verteidigung auf Einholen eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschul-

digten abgewiesen (Urk. 82). 

1.3. Am 1. Juni 2015 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung auf den 

27. August 2015 vorgeladen (Urk. 84). Anlässlich der Berufungsverhandlung stell-

te die Verteidigung diverse Beweisanträge (Urk. 94 S. 1; Prot. II S. 11). Darauf 

wird an gegebener Stelle zurückzukommen sein.  

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung des Beschuldigten richtet sich im Eventualstandpunkt (bei Abwei-

sung des Rückweisungsantrags) gegen die Dispositivziffern 2 (Strafzumessung) 

und 3 (Vollzug) des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 62 S. 2; vgl. auch S. 7). Weder 

die Staatsanwaltschaft noch die Privatklägerin erhoben Berufung bzw.  

Anschlussberufung. Das vorinstanzliche Urteil ist somit in Bezug auf Dispositiv-

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ziffer 1 sowie Dispositivziffern 4 bis 8 in Rechtskraft erwachsen (Art. 404 Abs. 1 

StPO; Prot. II S. 11), was vorab festzustellen ist. 

3. Antrag auf psychiatrische Begutachtung 

3.1. Die Verteidigung stellte anlässlich der Berufungsverhandlung den Antrag, 

es sei ein Gutachten betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten zum Tatzeit-

punkt einzuholen. Eventualiter sei bei Dr. med. B._____ ein umfassender Bericht 

betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten einzuholen. Die Verteidigung bean-

tragte weiter die Einvernahme von C._____, der Lebenspartnerin des Beschuldig-

ten (Urk. 94 S. 1). Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, vorliegend 

sei eine sechsstellige Summe und damit ein beträchtlicher Teil des  

Deliktsbetrages für Glücksspiele verprasst worden. Entgegen der bisherigen  

Annahme habe nicht der Beschuldigte selbst, sondern seine Lebenspartnerin  

gespielt. Der Beschuldigte habe mit seiner Delinquenz das Glücksspiel seiner 

Lebenspartnerin finanziert. Ein solches Verhalten entspreche keineswegs der 

Norm, weshalb sich Fragen einer psychischen Erkrankung stellen würden. Bisher 

sei man von einer Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit des Beschuldigten zu-

folge Glücksspielsucht ausgegangen. Neu müsse von einer Persönlichkeits-

störung ausgegangen werden. Die Spielsucht seiner Lebenspartnerin sei vom 

Beschuldigten zunächst negiert worden, im Bestreben, diese zu beschützen und 

alles für sie zu tun, um eine Trennung zu vermeiden. Der Beschuldigte habe die 

Beziehung zu seiner Lebenspartnerin als überlebenswichtig erlebt. Um das  

Gefühl von Geborgenheit und Akzeptanz zu erleben und zu Kompensations-

zwecken habe er ihr einen sehr viel grösseren Lohn vorgetäuscht, als er tatsäch-

lich gehabt habe, viel Geld ausgegeben und ihr einen protzigen Lebensstil ermög-

licht. Anlässlich der zweiten stationären Behandlung wegen akuter Suizidalität sei 

beim Beschuldigten eine bipolare affektive Störung mit einer mittelgradigen  

depressiven Episode diagnostiziert worden. Die Auswirkung dieser Diagnose auf 

die Schuldfähigkeit des Beschuldigten könne von medizinischen Laien nicht ein-

geschätzt werden. Aus dem Bericht von Dr. med. B._____ lasse sich zudem ein 

Zusammenhang zwischen den psychischen Problemen und der Delinquenz des 

Beschuldigten vermuten (Urk. 94 S. 1 ff.; vgl. auch Urk. 91). 

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3.2. Nach Art. 20 StGB ordnet das Gericht die Begutachtung durch einen Sach-

verständigen an, wenn ernsthafter Anlass besteht, an der Schuldfähigkeit des  

Täters zu zweifeln. Die Notwendigkeit, einen Sachverständigen beizuziehen, be-

steht nur, wenn Anzeichen vorliegen, die geeignet sind, Zweifel hinsichtlich der 

vollen Schuldfähigkeit zu erwecken, wie etwa ein Widerspruch zwischen Tat und 

Täterpersönlichkeit oder ein völlig unübliches Verhalten. Bei der Prüfung dieser 

Zweifel ist zu berücksichtigen, dass nicht jede geringfügige Herabsetzung der  

Fähigkeit, sich zu beherrschen, genügt, um eine Verminderung der Schuldfähig-

keit anzunehmen. Der Betroffene muss vielmehr in hohem Masse in den Bereich 

des Abnormen fallen, zumal der Begriff des normalen Menschen nicht eng zu  

fassen ist. Seine Geistesverfassung muss mithin nach Art und Grad stark vom 

Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen 

abweichen. Zeigt das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat, dass 

ein Realitätsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der  

Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar herbei-

führen konnte, so hat eine schwere Beeinträchtigung nicht vorgelegen (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1101/2013 vom 26. Mai 2014 E. 2.3.2. f.; Urteil des Bundes-

gerichts 6B_182/2014 vom 27. Januar 2015 E. 3.1. mit Hinweisen). 

3.3. In der Untersuchung und vor Vorinstanz machte der Beschuldigte geltend, 

im Zeitpunkt seiner Delinquenz spielsüchtig gewesen zu sein. Er habe einen 

grossen Teil des Deliktsbetrages zur Finanzierung dieser Sucht ausgegeben 

(Urk. 13/2 S. 4 ff.; Prot. I S. 23 ff.). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der 

Beschuldigte eine davon abweichende Darstellung zu Protokoll. Er gab an, ent-

gegen seinen früheren Aussagen sei nicht er, sondern seine Lebenspartnerin 

spielsüchtig gewesen. Die von ihm bisher gemachten Angaben zum Umfang des 

Spielens würden zutreffen, sein Name müsse jedoch durch denjenigen seiner  

Lebenspartnerin ersetzt werden. Er habe versucht, ihr die Spielsucht und einen 

luxuriöseren Lebenswandel zu finanzieren, da er davon ausgegangen sei, dass 

sie ihn verlasse, wenn er kein Geld vorweisen könne. Die Spielsucht habe er im 

bisherigen Verlauf des Strafverfahrens auf sich genommen, weil er befürchtet  

habe, dass seine Partnerin die Beziehung beende, wenn er sage, dass sie  

gespielt habe (Urk. 93 S. 5 ff.). 

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Die vom Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung neu vorgebrachte 

Darstellung vermag nicht zu überzeugen. Wie erwähnt, hatte der Beschuldigte im 

bisherigen Verfahren stets geltend gemacht, selbst spielsüchtig gewesen zu sein, 

wobei er nähere Angaben zum Umfang seiner Sucht und seines Spielverhaltens 

machte (Urk. 13/2 S. 4 ff.; Prot. I S. 23 ff.). Vor Vorinstanz beantragte der  

Beschuldigte zudem die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens, sollte das 

Gericht die Ausfällung einer teil- oder unbedingten Freiheitsstrafe in Betracht  

ziehen. Zur Begründung liess er insbesondere vorbringen, er sei zur Zeit seiner 

Delinquenz hochgradig spielsüchtig gewesen (Urk. 47/2 S. 7 f.). Auch in der Beru-

fungserklärung wurde die psychiatrische Begutachtung des Beschuldigten bean-

tragt (Urk. 62 S. 2), wobei wiederum auf seine Spielsucht Bezug genommen  

wurde (Urk. 62 S. 14). Sowohl die Vorinstanz als auch das hiesige Gericht lehnten 

die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschuldigten ab. Für 

eine wesentliche Einschränkung der Schuldfähigkeit bestünden keine konkreten 

Anhaltspunkte (Urk. 57 S. 17 ff.; Urk. 82). Die vom Beschuldigten vorgebrachte 

Spielsucht führte nicht zu einer anderen Einschätzung. Wenn der Beschuldigte 

heute nun plötzlich geltend macht, dass nicht er, sondern seine Lebenspartnerin 

spielsüchtig gewesen sei, er jedoch aus Angst vor dem Verlust der Beziehung 

straffällig geworden sei, wirkt dies nachgeschoben und wenig glaubhaft, zumal 

sich aus den Akten, insbesondere den bisherigen Aussagen des Beschuldigten, 

keinerlei Anhaltspunkte ergeben, welche diese Darstellung stützen. Vor dem dar-

gelegten Hintergrund lässt sich der Eindruck nicht verwehren, dass sich der  

Beschuldigte zu einem anderen Vorgehen entschlossen hat, nachdem die von 

ihm bisher vorgebrachte Spielsucht nicht zu einer massgeblichen Strafminderung 

geführt hat. Bezeichnend ist denn auch, dass der Beschuldigte weder in der  

Untersuchung noch vor Vorinstanz Unterlagen über den Verlauf seiner Therapie 

bei Dr. med. B._____ eingereicht hat, obwohl er bereits seit bald vier Jahren bei 

ihr in Behandlung ist und seine psychischen Probleme im Verlauf des Strafverfah-

rens wiederholt Thema waren (Urk. 13/3 S. 15 f.; Urk. 29/6 S. 4; Prot. I S. 25 f.; 

vgl. auch Urk. 47/2 S. 7). Im Übrigen ist festzuhalten, dass die Aussagen des  

Beschuldigten in Bezug auf die Frage, welcher Anteil des Deliktsbetrages für die 

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Spielsucht seiner Partnerin verwendet wurde, widersprüchlich und alles andere 

als überzeugend ausfielen (vgl. dazu insbesondere Urk. 93 S. 9, 17 f. und 20). 

Nach dem Gesagten bestehen erhebliche Vorbehalte hinsichtlich der vom  

Beschuldigten neu vorgebrachten Darstellung. Ob diese zutrifft, kann vorliegend 

jedoch offen bleiben. Es bestünde selbst unter der Annahme, dass die Lebens-

partnerin des Beschuldigten im Zeitpunkt seiner Delinquenz spielsüchtig war und 

er infolge von Verlustängsten delinquiert hat, kein Anlass, ernsthaft an seiner 

Schuldfähigkeit zu zweifeln. Wie erwähnt, genügt nicht jede geringfügige Herab-

setzung der Fähigkeit, sich zu beherrschen, um verminderte Schuldfähigkeit an-

zunehmen. Der Betroffene muss vielmehr in hohem Masse in den Bereich des 

Abnormen fallen. Seine Geistesverfassung muss nach Art und Grad stark vom 

Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen 

abweichen (Urteil des Bundesgerichts 6B_132/2015 vom 21. April 2015 E. 3.5.2. 

mit Hinweisen). Zwar ist es nicht üblich, dass jemand betrügerische Handlungen 

zum Nachteil seiner Arbeitgeberin begeht und ihm anvertraute Gelder veruntreut, 

um sich bzw. seiner Freundin einen bestimmten Lebensstil zu finanzieren, wie es 

der Beschuldigte getan haben will. Damit liegt vorliegend kein alltägliches Verhal-

ten vor. Für die Annahme verminderter Schuldfähigkeit muss sich das Verhalten 

des Delinquenten jedoch nicht nur von demjenigen eines Normalbürgers, sondern 

auch vom Durchschnitt vergleichbarer Täter unterscheiden. In diesem Vergleich 

erweist sich das Verhalten des Beschuldigten nicht als völlig unüblich oder uner-

klärlich. Das von ihm geltend gemachte Motiv für seine Delinquenz bildet jeden-

falls keinen Anlass zu ernsthaften Zweifeln an seiner Schuldfähigkeit. Der von der 

Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichte ärztliche Bericht 

von Dr. med. B._____ vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Darin 

wird zwar festgehalten, dass während der anfangs 2012 erfolgten stationären  

Behandlung des Beschuldigten eine bipolare affektive Störung festgestellt worden 

sei (Urk. 95/2). Ob sich das Vorliegen einer solchen Störung im Laufe der psychi-

atrischen Behandlung des Beschuldigten bestätigt hat, bleibt indes offen. Im  

Übrigen wurden bezüglich dieser Störung weder vor Vorinstanz noch im  

Berufungsverfahren weitere ärztliche Unterlagen eingereicht. Im erwähnten  

Bericht von Dr. med. B._____ wird zudem weder darauf eingegangen, inwiefern 

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die beim Beschuldigten festgestellte Störung im Zusammenhang mit seinem 

strafbaren Verhalten stehen könnte, noch wird dargelegt, ob und in welchem 

Ausmass sich diese auf die Schuldfähigkeit des Beschuldigten ausgewirkt haben 

könnte.  

3.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte an, dass seine 

in der Untersuchung gemachten Angaben zum Umfang des Spielverhaltens  

zutreffen würden. Man müsse lediglich seinen Namen durch denjenigen seiner 

Partnerin ersetzen (Urk. 93 S. 9). Es kann damit festgehalten werden, dass der 

Beschuldigte nicht die gesamte Deliktssumme für das Glücksspiel bzw. gemäss 

neuer Darstellung für seine Lebenspartnerin ausgegeben hat. Aus seinen Aus-

sagen sowie der von ihm in der Untersuchung zu den Akten gereichten Auf-

stellung ergibt sich, dass er das Geld unter anderem auch für allgemeine Lebens-

haltungskosten, einschliesslich Unterhaltsbeiträge für seine Exfrau, sowie zur  

Bezahlung alter Schulden verwendet hat (Urk. 13/1 S. 2 und 9; Urk. 13/2 S. 4 mit 

Verweis auf Anhang; Urk. 13/3 S. 2 und 8; Prot. I S. 14). Dies spricht gegen die 

Annahme, dass der Beschuldigte hochgradig spielsüchtig war bzw. – wie er neu 

geltend macht – sein Verhalten völlig auf die Zufriedenstellung seiner Lebens-

partnerin ausrichtete. Wie bereits dargelegt, ist die Notwendigkeit, einen Sachver-

ständigen beizuziehen, zudem erst gegeben, wenn Anzeichen vorliegen, die ge-

eignet sind, Zweifel hinsichtlich der vollen Schuldfähigkeit zu erwecken, wie etwa 

ein Widerspruch zwischen Tat und Täterpersönlichkeit oder ein völlig unübliches 

Verhalten. Zeigt das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat, dass 

ein Realitätsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der  

Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar herbei-

führen konnte, so hat eine schwere Beeinträchtigung nicht vorgelegen (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_132/2015 vom 21. April 2015 E. 3.5.2. mit Hinweisen). Dies-

bezüglich ist der Vorinstanz darin zu folgen, dass in den Vorgehensweisen des 

Beschuldigten keine Anzeichen dafür ersichtlich sind, dass er in seiner Schuld-

fähigkeit eingeschränkt gewesen wäre (Urk. 57 S. 18 f.). Dies gilt unabhängig  

davon, ob gemäss seiner früheren Darstellung davon ausgegangen wird, dass er 

im Zeitpunkt der Delinquenz in beträchtlichem Umfang gespielt hat, oder auf seine 

aktuelle Version abgestellt wird, wonach lediglich seine Partnerin spielsüchtig  

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gewesen ist und er sie mit der Finanzierung der Sucht hat zufriedenstellen wollen. 

Die Tatausführung zeichnet sich durch keinerlei Auffälligkeiten aus, die auf eine 

verminderte Schuldfähigkeit hindeuten würden. Der Beschuldigte ist zielgerichtet 

und raffiniert vorgegangen. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, war er 

bei auftretenden Schwierigkeiten imstande, seine Vorgehensweise den neuen 

Begebenheiten anzupassen. Als die Zusammenarbeit mit der D._____ GmbH 

eingestellt werden musste und die der Privatklägerin vorgelegten Rechnungen für 

Handwerkerarbeiten nicht mehr über diese Firma laufen konnten, setzte der Be-

schuldigte seine betrügerischen Handlungen etwa unter Zuhilfenahme einer von 

ihm gegründeten fiktiven Firma namens "E._____" fort. Im Zusammenhang mit 

den von ihm veruntreuten Mietzinskautionen war der Beschuldigte sodann in der 

Lage, auf Rückforderungsansprüche einzelner Mieter wiederum mit neuen Täu-

schungshandlungen zu reagieren. Das Verhalten des Beschuldigten erscheint in-

soweit überlegt und koordiniert.  

Besondere Verhaltensweisen oder Auffälligkeiten in der jüngeren Biographie oder 

den Lebensumständen des Beschuldigten, die ernsthafte Zweifel an seiner 

Schuldfähigkeit wecken würden, sind ebenfalls nicht ersichtlich. Daran ändert 

nichts, dass der Beschuldigte kurz nach Einleitung des Strafverfahrens aufgrund 

akuter Suizidalität (zweimal) in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden 

musste (Urk. 47/2 S. 7; vgl. auch Urk. 13/3 S. 15 f.; Urk. 29/6 S. 4; Prot. I S. 25 f.; 

Urk. 93 S. 6). Die Durchführung eines Strafverfahrens bzw. die daraus drohenden 

Konsequenzen können für eine beschuldigte Person eine erhebliche Belastung 

darstellen. Zu beachten ist weiter, dass der Beschuldigte aufgrund der von ihm 

begangenen Delikte von seiner Arbeitgeberin fristlos entlassen wurde, was ihn 

ebenfalls stark belastet haben muss. Aus den genannten Umständen lassen sich 

somit keine Rückschlüsse auf eine Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit im Tat-

zeitpunkt ziehen. Sie bilden für sich allein deshalb keinen Grund für eine psychiat-

rische Begutachtung. Nach dem Gesagten besteht vorliegend kein ernsthafter  

Anlass, an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten zu zweifeln. Von einer psychiat-

rischen Begutachtung des Beschuldigten bzw. vom Einholen eines umfassenden 

Berichts bei Dr. med. B._____ betreffend die Schuldfähigkeit des Beschuldigten 

ist deshalb abzusehen. Wie bereits dargelegt, bestehen sodann auch unter der 

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Annahme, dass die Lebenspartnerin des Beschuldigten im Zeitpunkt seiner Straf-

taten spielsüchtig war und er die Delinquenz aufrechterhalten hat, um ihre Sucht 

zu finanzieren, keine Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des 

Beschuldigten. Es erübrigt sich damit, die Lebenspartnerin des Beschuldigten 

einzuvernehmen. 

4. Strafzumessung 

4.1. In Bezug auf den Strafrahmen und die Grundsätze der Strafzumessung 

kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden 

(Urk. 57 S. 8 f.). Entgegen der Vorinstanz (Urk. 57 S. 9) ist vorliegend jedoch nicht 

von einer leicht verminderten Schuldfähigkeit des Beschuldigten auszugehen.  

Darauf wird zurückzukommen sein (Ziff. 4.3.). Nachdem lediglich der Beschuldigte 

Berufung erhoben hat, ist das Verschlechterungsverbot zu beachten (Art. 391 

Abs. 2 StPO). 

4.2. Die Verteidigung macht im Berufungsverfahren geltend, dass die im vor-

instanzlichen Urteil enthaltene Begründung für die Strafzumessung nicht nach-

vollziehbar sei. Es sei nicht ersichtlich, in welchem Umfang Straferhöhungs- und 

Strafsenkungsgründe berücksichtigt worden seien. Es fehle eine Bezifferung der 

einzelnen Kriterien (Urk. 62 S. 10 ff.). 

Die Vorinstanz legt in ihrer Urteilsbegründung im Einzelnen dar, wie stark sie die 

einzelnen Strafzumessungskriterien gewichtet (vgl. Urk. 57 S. 11 ff.). Damit 

kommt sie ihrer Begründungspflicht gemäss Art. 50 StGB nach. Gemäss bundes-

gerichtlicher Rechtsprechung ist nicht erforderlich, dass das Sachgericht bei der 

Strafzumessung die Gewichtung der einzelnen Strafzumessungsfaktoren in  

Zahlen oder in Prozenten wiedergibt (Urteil des Bundesgerichts 6B_45/2014 vom 

24. April 2015 E. 1.3. mit Hinweisen). Die entsprechende Beanstandung der Ver-

teidigung ist demnach unbegründet. 

Entgegen der vorinstanzlichen Vorgehensweise (Urk. 57 S. 10) ist vorliegend  

jedoch zuerst die Einsatzstrafe für die schwerste Straftat festzulegen und diese 

dann unter Einbezug der weiteren Delikte angemessen zu erhöhen. Der  

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gewerbsmässige Betrug und die mehrfachen Veruntreuungen stellen voneinander 

unabhängige Tatkomplexe mit unterschiedlichen Tathandlungen dar, auch wenn 

sie von derselben Zielrichtung des Beschuldigten getragen wurden. Dass die vor-

liegenden Delikte zeitlich und sachlich in einem engen Zusammenhang stehen, 

kann zudem bei der für die einzelnen Delikte vorgenommenen Erhöhung ange-

messen berücksichtigt werden (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 6B_466/2013 

vom 25. Juli 2013 E. 2.3.4.).  

4.3. Tatkomponenten 

4.3.1. Im Zusammenhang mit dem gewerbsmässigen Betrug ist von einer hohen 

Deliktssumme auszugehen. Mit seinen Täuschungshandlungen veranlasste der 

Beschuldigte die Privatklägerin zur Auszahlung von insgesamt rund Fr. 750'000.–. 

Davon kam dem Beschuldigten ein Betrag von über Fr. 630'000.– zu. Die Tat-

handlungen des Beschuldigten erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als 

zwei Jahren (vgl. dazu Urk. 57 S. 6; Prot. I S. 6). In dieser Zeit verfasste er unzäh-

lige fiktive Rechnungen für Handwerkerarbeiten, was auf eine erhebliche kriminel-

le Energie schliessen lässt. Die Vorinstanz hat sodann zutreffend auf das gezielte 

und raffinierte Vorgehen des Beschuldigten hingewiesen (Urk. 57 S. 10). Der  

Beschuldigte hat auch Vorkehrungen getroffen, um seine Vorgehensweise zu  

vertuschen, indem er etwa Einträge aus verrechneten Arbeiten im "Lebenslauf" 

der entsprechenden Objekte löschte (vgl. dazu Urk. 13/1 S. 7). Nach Beendigung 

der Zusammenarbeit mit der Firma D._____ GmbH setzte der  

Beschuldigte seine Machenschaften zudem über eine fiktive Firma fort. Er suchte 

damit sogleich nach einer neuen Möglichkeit, um seine betrügerischen Handlun-

gen zum Nachteil der Privatklägerin fortzusetzen. Schliesslich hielt die Vorinstanz 

zu Recht fest, dass das Vorgehen des Beschuldigen einen massiven Ver-

trauensmissbrauch gegenüber seiner langjährigen Arbeitgeberin darstellte 

(Urk. 57 S. 10). Das objektive Tatverschulden ist demnach als nicht mehr leicht 

einzustufen. 

Der Beschuldigte handelte aus finanziellen Motiven. Er räumte selbst ein, dass  

finanzielle Vorteile bei den vorliegenden Taten eine massgebende Rolle gespielt 

hätten (vgl. Urk. 13/1 S. 8; Urk. 13/3 S. 2; Prot. I S. 18 f.). Der Umstand, dass sich 

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der Beschuldigte zur Tatzeit, namentlich aufgrund von Unterhaltsschulden, in 

 einer schwierigen wirtschaftlichen Situation befand, wie die Verteidigung vor-

brachte (Urk. 47/2 S. 9; Urk. 94 S. 6), vermag ihn nicht zu entlasten. Der Beschul-

digte erzielte im Tatzeitpunkt ein regelmässiges Einkommen, weshalb nicht von 

einer finanziellen Notlage ausgegangen werden kann. Der Beschuldigte gab in 

der Untersuchung und vor Vorinstanz an, dass er im Deliktszeitraum in beträchtli-

chem Umfang gespielt habe (vgl. Urk. 13/2 S. 4 ff.; Prot. I S. 23 ff.). Anlässlich der 

Berufungsverhandlung machte er geltend, er habe das deliktische System auf-

rechterhalten, da er die Beziehung zu seiner Lebenspartnerin, die spielsüchtig 

gewesen sei, nicht habe gefährden wollen (Urk. 93 S. 5 ff.; Urk. 94 S. 5). Wie  

erwähnt, ergeben sich aufgrund der gesamten Umstände der Delinquenz und 

Vorgehensweise des Beschuldigten keine Anhaltspunkte für eine Verminderung 

der Schuldfähigkeit, weshalb auch von der Einholung eines psychiatrischen Gut-

achtens abzusehen ist. Bei der Beurteilung des Verschuldens ist jedoch zuguns-

ten des Beschuldigten zu berücksichtigen, dass er im Zeitpunkt seiner Delinquenz 

unter grossem psychischen Druck stand, die erforderlichen finanziellen Mittel zu 

generieren, sei dies, um sein Spielverhalten zu finanzieren, oder sei es, um die 

Bedürfnisse seiner Lebenspartnerin zu decken. Es ist davon auszugehen, dass 

dies es dem Beschuldigten im Vergleich zu einem Menschen ohne entsprechende 

Problematik erschwerte, von der Delinquenz Abstand zu halten. Dieser Umstand 

wirkt sich leicht verschuldensmindernd aus. Dies stellte im Übrigen auch die 

Staatsanwaltschaft vor Vorinstanz nicht in Abrede (Urk. 47/1 S. 8). 

Nach dem Gesagten wirkt sich die subjektive Tatschwere leicht strafmindernd 

aus. Bei einem Strafrahmen bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe rechtfertigt es sich, 

die Einsatzstrafe für den gewerbsmässigen Betrug auf rund 30 Monate Freiheits-

strafe festzusetzen. 

4.3.2. In Bezug auf die objektive Tatschwere der mehrfachen Veruntreuung gilt es 

zunächst zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte einen Betrag von rund 

Fr. 85'000.– veruntreute, womit ein entsprechend hoher Deliktsbetrag vorliegt. 

Seine Tathandlungen erstreckten sich über einen Zeitraum von über zwei Jahren. 

In dieser Zeit nahm der Beschuldigte entgegen der betriebsinternen Weisung der 

-   15   - 

Privatklägerin von insgesamt 17 Mietparteien Bargeld entgegen, um dieses für  

eigene Bedürfnisse zu verwenden. Die Anzahl der betroffenen Mietern zeigt, wie 

systematisch der Beschuldigte vorging. Die Tatausführung selbst erforderte weder 

eine umfangreiche Planung noch ein besonders raffiniertes Vorgehen. Immerhin 

traf der Beschuldigte nach Empfang der Mietzinskautionen zusätzliche Mass-

nahmen, wie die Erfassung des entsprechenden Betrages im internen System der 

Privatklägerin, um seine Taten zu vertuschen. Durch die mehrfachen Verun-

treuungen verschaffte sich der Beschuldigte einen Vermögensvorteil in der Höhe 

des Deliktsbetrages. Der Beschuldigte nutzte seine Stellung als verantwortlicher 

Bewirtschafter der betreffenden Immobilien und das faktische Abhängigkeits-

verhältnis der auf die Wohnung angewiesenen Mieter schamlos zu seinen  

Gunsten aus. Das objektive Verschulden des Beschuldigten ist als nicht mehr 

leicht zu qualifizieren. 

In Bezug auf die subjektive Tatschwere kann auf die obigen Ausführungen ver-

wiesen werden. Sie wirkt sich wie erwähnt leicht strafmindernd aus. Insgesamt 

rechtfertigt sich aufgrund der mehrfachen Veruntreuung eine Straferhöhung von 

rund 8 Monaten. 

4.3.3. Zusätzlich zum gewerbsmässigen Betrug und den mehrfachen Veruntreu-

ungen machte sich der Beschuldigte der mehrfachen Urkundenfälschung  

schuldig. Die Urkundenfälschungen stehen in sehr engem Zusammenhang mit 

den vom Beschuldigten begangenen Vermögensdelikten. Der Beschuldigte 

fälschte einen Bankbeleg, um die von ihm begangene Veruntreuung zu ver-

tuschen. Sodann erstellte er fiktive Rechnungen, um die Privatklägerin über die 

Vornahme von Handwerkerarbeiten zu täuschen. Die Urkundenfälschungen  

stellen einen erheblichen Vertrauensmissbrauch gegenüber seiner Arbeitgeberin 

dar. In Bezug auf die subjektive Tatschwere kann auf die obigen Ausführungen 

verwiesen werden. Aufgrund des engen Zusammenhanges mit den Vermögens-

delikten wirken sich die mehrfachen Urkundenfälschungen lediglich leicht strafer-

höhend aus. 

4.3.4. Insgesamt erscheint aufgrund der Tatkomponenten eine Freiheitsstrafe von 

40 Monaten angemessen. 

-   16   - 

4.4. Täterkomponenten 

4.4.1. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zutref-

fend wiedergegeben (Urk. 57 S. 12); diese Ausführungen sind an dieser Stelle 

nicht zu wiederholen. Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldig-

te aus, er sei nach wie vor an der F._____ …schule tätig. Derzeit handle es sich 

um ein Pensum zwischen 50 und 60 %. Pro Monat verdiene er ca. Fr. 2'500.–. Es 

bestehe die Möglichkeit, das Pensum in Zukunft weiter auszubauen (Urk. 93 

S. 2). Der Beschuldigte lebt mit seiner Lebenspartnerin zusammen. Er wird im 

nächsten Jahr Vater (Urk. 93 S. 2 und 3). 

Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine straf-

zumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Entgegen der Auffassung der Verteidi-

gung (Urk. 94 S. 6) gibt der Umstand, dass der Beschuldigte im nächsten Jahr 

Vater wird, keinen Anlass zur Annahme einer besonderen Strafempfindlichkeit. 

Die Verbüssung einer Freiheitsstrafe stellt für jeden in ein familiäres oder soziales 

Umfeld eingebetteten Täter eine gewisse Härte dar. Diese darf dementsprechend 

nur zurückhaltend und nur bei aussergewöhnlichen Umständen berücksichtigt 

werden (Urteile des Bundesgerichts 6B_540/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 1.4.2 

und 6B_470/2009 vom 23. November 2009 E. 2.5 mit Hinweisen). Die von der 

Verteidigung geltend gemachte Belastung geht nicht derart über die mit jedem 

Strafvollzug verbundene Einschränkung hinaus, weshalb eine über das normale 

Mass hinausgehende Strafempfindlichkeit zu verneinen ist. Eine besondere Straf-

empfindlichkeit ergibt sich auch nicht aus den psychischen Problemen des  

Beschuldigten. Eine Strafempfindlichkeit aus gesundheitlichen Gründen kommt 

nur dann in Betracht, wenn Abweichungen vom Grundsatz einer einheitlichen  

Leidempfindlichkeit geboten sind, wie etwa bei Gehirnverletzten, Schwerkranken, 

unter Haftpsychose Leidenden oder Taubstummen. Es geht darum, Gleichheit in 

dem Sinne herzustellen, dass gleiches Verschulden mit einem gleichen Mass an 

Übelszufügung geahndet wird (BSK StGB I-Wiprächtiger/Keller, 3. Aufl. 2013,  

Art. 47 N 150 und 152). 

4.4.2. Der Beschuldigte ist mehrfach einschlägig vorbestraft (Urk. 88), was erheb-

lich straferhöhend zu gewichten ist. Entgegen der Vorinstanz (Urk. 57 S. 13) gilt 

-   17   - 

auch die wegen Sachentziehung erfolgte Verurteilung vom 6. Januar 2009 als 

einschlägige Vorstrafe, wobei jedoch zu beachten ist, dass es sich dabei ver-

gleichsweise um eine Bagatelle handelte (vgl. dazu Beizugsakten des Unter-

suchungsamtes Gossau, ST.2008.12318), was auch in der ausgesprochenen 

Strafe von 10 Tagessätzen Geldstrafe zum Ausdruck kommt. Straferhöhend wirkt 

sich weiter aus, dass der Beschuldigte nur kurz nach Ausfällung seiner Verurtei-

lung von Januar 2009 und während der mit Urteil vom 22. Oktober 2007 ange-

setzten Probezeit wieder straffällig geworden ist. 

4.4.3. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten positiv angerechnet, dass er gegen-

über der Polizei eine Selbstanzeige eingereicht und ein umfassendes Geständnis 

abgelegt hat. Die genannten Umstände wertete sie lediglich leicht strafmindernd, 

da der Beschuldigte mit seiner Selbstanzeige einer Anzeige durch die Privat-

klägerin zuvorgekommen sei und sich die Beweislage vorliegend erdrückend  

gestaltet habe (Urk. 57 S. 13).  

Die vorinstanzlichen Erwägungen sind zutreffend. Entgegen der Vorinstanz  

erweist es sich vorliegend jedoch als angemessen, dem Beschuldigten unter dem 

Titel des Nachtatverhaltens eine weitergehende Strafreduktion zu gewähren.  

Neben dem Geständnis des Beschuldigten wirkt sich insbesondere sein koopera-

tives Verhalten während der Strafuntersuchung strafmindernd aus. Der Beschul-

digte reichte bereits zu Beginn der Untersuchung eine Stellungnahme zum Sach-

verhalt, unter anderem eine Zusammenfassung der konkreten Vorgehensweisen 

sowie eine Zusammenstellung der Geldflüsse ein (Urk. 1 S. 5; Urk. 3/4; Urk. 3/5). 

In den nachfolgenden Befragungen gab er bereitwillig Auskunft über die vor-

liegend zu beurteilenden Delikte, einschliesslich Verwendung der Deliktsbeträge. 

Der Beschuldigte äusserte bereits von der ersten Einvernahme an und während 

des ganzen Verfahrens Reue und Einsicht (Urk. 13/1 S. 12; Urk. 13/3 S. 15;  

Prot. I S. 29). Er zeigte zudem seine Bereitschaft, für den verursachten Schaden 

aufzukommen und anerkannte die von der Privatklägerin geltend gemachte Zivil-

forderung im Umfang von Fr. 50'010.– zuzüglich Zins vollumfänglich an (Urk. 47/2 

S. 1 und 9). Diese Umstände, insbesondere die vom Beschuldigten geleistete  

Kooperation, sind erheblich strafmindernd zu veranschlagen. 

-   18   - 

Demgegenüber rechtfertigt das Wohlverhalten des Beschuldigten seit der vor-

liegend zu beurteilenden Delinquenz entgegen der Verteidigung (Urk. 47/2 S. 9; 

Urk. 94 S. 6) keine Strafreduktion. Ein korrektes, deliktfreies Verhalten nach der 

Tat, insbesondere zwischen dem Abschluss der Strafuntersuchung und der  

Urteilsfällung, ist grundsätzlich vorauszusetzen, handelt es sich dabei doch um 

ein Verhalten, das der Staat von allen Einwohnern verlangt. Ein Wohlverhalten in 

diesem Sinne ist demnach keine besondere Leistung, welche zu einer Strafmin-

derung führen müsste. Der Umstand, dass der Beschuldigte beruflich integriert ist 

und seine Affinität zum Glücksspiel hat behandeln lassen, ist beim Entscheid über 

den Aufschub der ausgesprochenen Strafe im Rahmen der Prognosestellung zu 

berücksichtigen. 

Im Licht der vorgenannten Faktoren ist das Nachtatverhalten des Beschuldigten 

erheblich strafmindernd zu berücksichtigen. 

4.5. Während sich die persönlichen Verhältnisse und der Werdegang des  

Beschuldigten strafzumessungsneutral verhalten, sind die beiden einschlägigen 

Vorstrafen des Beschuldigten und die Delinquenz während laufender Probezeit 

erheblich straferhöhend zu berücksichtigen. Das Nachtatverhalten des Beschuldi-

gen ist – wie bereits dargelegt – erheblich strafmindernd zu veranschlagen. Unter 

Berücksichtigung der dargelegten Umstände erscheint die von der Vorinstanz 

ausgesprochene Freiheitsstrafe von 36 Monaten (Urk. 57 S. 13 und 21) sicherlich 

nicht zu hoch bemessen. Einer Erhöhung der Strafe steht im vorliegenden Fall 

das Verschlechterungsverbot entgegen. Der Beschuldigte ist daher mit einer Frei-

heitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen. 

5. Strafvollzug 

5.1. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten den teilbedingten Strafvollzug  

gewährt, wobei 18 Monate für vollziehbar erklärt und 18 Monate bedingt aufge-

schoben wurden. Die Probezeit wurde auf 4 Jahre festgesetzt (Urk. 57 S. 16 und 

21). Die Verteidigung beantragt im Berufungsverfahren wiederum die Ausfällung 

einer teilbedingten Strafe. Sie wendet sich jedoch gegen den von der Vorinstanz 

-   19   - 

unbedingt ausgesprochenen Strafanteil von 18 Monaten (Urk. 62 S. 2 und 12 f.; 

Urk. 94 S. 4 und 7 f.). 

5.2. Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem 

Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig 

ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 

Abs. 1 StGB). Die subjektiven Voraussetzungen von Art. 42 StGB gelten auch für 

die Anwendung von Art. 43 StGB. Wo besonders günstige Umstände im Sinne 

von Art. 42 Abs. 2 StGB fehlen, kommt ein teilbedingter Vollzug der Freiheitsstra-

fe nicht in Betracht (Urteil des Bundesgerichts 6B_1032/2014 vom 8. Januar 2015 

E. 2.2.1.). 

Der Beschuldigte wurde am 22. Oktober 2007 wegen mehrfacher Veruntreuung 

zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten verurteilt (Urk. 88). Wie die Vorinstanz zu-

treffend festgehalten hat (Urk. 57 S. 14 f.), bedarf es vorliegend deshalb beson-

ders günstiger Umstände für den (teilweisen) Aufschub des Strafvollzugs (Art. 42 

Abs. 2 StGB). Aus der Urteilsbegründung der Vorinstanz ergibt sich nicht, dass 

sie vom Vorliegen besonders günstiger Umstände ausging. Davon geht im Übri-

gen auch die Verteidigung nicht aus (vgl. Urk. 94 S. 8). Die Vorinstanz hielt ledig-

lich fest, dass der Beschuldigte bisher noch keine Freiheitsstrafe habe verbüssen 

müssen, weshalb davon auszugehen sei, dass ein Vollzug eines Teils der Frei-

heitsstrafe auf ihn eine derartige Wirkung haben werde, dass er in Zukunft von  

einer Delinquenz absehen werde (Urk. 57 S. 15). Ob besonders günstige Um-

stände vorliegen, ist jedoch unabhängig von der voraussichtlichen Wirkung des 

Vollzugs eines Teils der Freiheitsstrafe zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 

6B_1032/2014 vom 8. Januar 2015 E. 2.2.1.). Dem Beschuldigten wurde der teil-

bedingte Strafvollzug somit zu Unrecht gewährt. Eine Abänderung dieses Ent-

scheids ist in Nachachtung des Verschlechterungsverbotes jedoch ausgeschlos-

sen (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

5.3. Wenn das Gericht auf eine teilbedingte Strafe erkennt, hat es im Zeitpunkt 

des Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen 

und die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 

StGB muss der unbedingt vollziehbare Teil mindestens sechs Monate betragen 

-   20   - 

(Abs. 3), darf aber die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Abs. 2). Innerhalb des 

gesetzlichen Rahmens liegt die Festsetzung im pflichtgemässen Ermessen des 

Gerichts. Als Bemessungsregel ist das "Verschulden" zu beachten, dem in genü-

gender Weise Rechnung zu tragen ist (Art. 43 Abs. 1 StGB). Das Verhältnis der 

Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewäh-

rung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld anderseits hinreichend 

zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Prognose und je kleiner die Vorwerfbar-

keit der Tat, desto grösser muss der auf Bewährung ausgesetzte Strafteil sein. 

Der unbedingte Strafteil darf dabei das unter Verschuldensgesichtspunkten 

(Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten (Urteil des Bundesgerichts 

6B_1095/2014 vom 24. März 2015 E. 3.1. mit Hinweisen). 

5.4. Wie bereits dargelegt, hat der Beschuldigte in den Jahren 2007 und 2009 

bereits zwei Vorstrafen wegen Vermögensdelikten erwirkt (Urk. 88), was bei der 

Prognosestellung als erheblich ungünstiges Element zu gewichten ist. Diesbezüg-

lich ist insbesondere von Bedeutung, dass der Beschuldigte bereits im Jahr 2005 

an seiner damaligen Arbeitsstelle einen Betrag von über Fr. 50'000.– veruntreut 

hat (Beizugsakten Strafgericht Basel-Stadt, SG 227/2007). Ebenfalls negativ zu 

werten ist der Umstand, dass der Beschuldigte die vorliegenden Delikte noch 

während laufender Probezeit begangen hat. Es muss unter diesen Umständen 

davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte durch die bisherigen Straf-

verfahren nicht sonderlich beeindruckt wurde.  

Demgegenüber ist auch zu konstatieren, dass seit der Aufdeckung der Delikte 

fast vier Jahren vergangen sind und sich der Beschuldigte seither wohl verhalten 

hat. Wie erwähnt, war der Beschuldigte bereits zu Beginn der Untersuchung  

geständig. Er zeigte weiter Einsicht und Reue. Im Weiteren hat der Beschuldigte 

Bereitschaft erklärt, den von ihm verursachten Schaden wiedergutzumachen und 

die von der Privatklägerin geltend gemachten Zivilansprüche anerkannt. Diese 

Einsicht des Beschuldigten in sein Fehlverhalten ist in die Beurteilung mit einzu-

beziehen. Positiv zu attestieren ist weiter, dass sich der Beschuldigte seit seiner 

fristlosen Entlassung ernsthaft um berufliche Wiedereingliederung bemüht hat. 

Der Beschuldigte arbeitet derzeit als Dozent für die F._____ …schule. Seine  

-   21   - 

Arbeitgeberin ist über die vorliegende Delinquenz informiert, wobei der Beschul-

digte je nach Ausgang des Verfahrens sein Pensum ausbauen kann (Urk. 13/3 

S. 15; Prot. I S. 20 und 22; Urk. 93 S. 2). Gemäss den vor Vorinstanz eingereich-

ten Unterlagen ist seine Arbeitgeberin mit seiner Leistung sehr zufrieden 

(Urk. 47/3/1). Der Beschuldigte hat sich wegen seiner psychischen Probleme so-

dann in psychiatrische Behandlung begeben (Urk. 13/3 S. 3; Urk. 93 S. 6 f.; Prot. I 

S. 25). Er lebt in geordneten Verhältnissen und verfügt über ein geregeltes Ein-

kommen. Zwar war dies schon vor den heute zu beurteilenden Delikten der Fall. 

Bei der Beurteilung der künftigen Bewährungsaussichten ist jedoch auch die 

Schock- und Warnwirkung des Strafverfahrens zu berücksichtigen (vgl. BSK StGB 

I-Schneider/ Garré, Art. 42 N 80). Diesbezüglich darf durchaus angenommen 

werden, dass der Vollzug eines Teils der Strafe beim Beschuldigten, der noch nie 

eine Freiheitsstrafe hat verbüssen müssen, sowie die übrigen Konsequenzen des 

vorliegenden Strafverfahrens Wirkung zeigen werden. 

Nach dem Gesagten liegen sowohl die Prognose belastende Faktoren (einschlä-

gige Vorstrafen, Delinquenz während laufender Probezeit) als auch für eine güns-

tige Prognose sprechende Faktoren (Wohlverhalten seit mehreren Jahren, gere-

gelte berufliche Situation sowie psychiatrische Behandlung) vor, wobei jedoch 

zumindest einzelne günstige Faktoren schon im Zeitpunkt der letzten einschlägi-

gen Delinquenz vorlagen und den Beschuldigten nicht von der Begehung weiterer 

Straftaten abzuhalten vermochten. Hinsichtlich der Vorwerfbarkeit der Taten ist 

auf die vorstehenden Erwägungen zur Strafzumessung zu verweisen und festzu-

halten, dass das Verschulden unter Berücksichtigung aller Umstände als nicht 

mehr leicht einzustufen ist (vgl. vorne Ziff. 4.3.). In Anbetracht der vorstehenden 

Ausführungen ist die von der Vorinstanz getroffene Regelung zu bestätigen. Es ist 

im Übrigen auch nicht ersichtlich, weshalb der unbedingt vollziehbare Strafteil 

weiter reduziert werden müsste, nachdem die Freiheitsstrafe von der Vorinstanz 

gar nicht hätte aufgeschoben werden dürfen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe ist 

deshalb im Umfang von 18 Monaten aufzuschieben. Im Übrigen (18 Monate) ist 

die Freiheitsstrafe zu vollziehen. 

-   22   - 

5.5. Die von der Vorinstanz festgesetzte Probezeit von 4 Jahren erscheint an-

gesichts der einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten angemessen. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Beschul-

digte mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich. Die Kosten des Berufungs-

verfahrens sind deshalb dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten für die amt-

liche Verteidigung im Berufungsverfahren sind einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

6.2. Die Verteidigung reichte dem Gericht zwei Honorarnoten über insgesamt 

rund Fr. 7'000.– ein (Urk. 89; Urk. 92). Der geltend gemachte Aufwand steht zum 

Umfang und zu den Schwierigkeiten des vorliegenden Falls nicht in einem ange-

messenen Verhältnis. Als Anhaltspunkt für die Bemessung des verhältnismässi-

gen Aufwandes dienen die in der Anwaltsgebührenverordnung angeführten  

Ansätze. Nach der bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist es zulässig, für das 

Anwaltshonorar Pauschalen vorzusehen. Bei einer Honorarbemessung nach 

Pauschalbeträgen werden alle prozessualen Bemühungen zusammen als einheit-

liches Ganzes aufgefasst und der effektive Zeitaufwand lediglich im Rahmen des 

Tarifansatzes berücksichtigt. Pauschalen nach Rahmentarifen erweisen sich nur 

dann als verfassungswidrig, wenn sie auf die konkreten Verhältnisse in keiner 

Weise Rücksicht nehmen und im Einzelfall ausserhalb jedes vernünftigen Ver-

hältnisses zu den vom Rechtsanwalt geleisteten Diensten stehen (Urteil des  

Bundesgerichts 6B_730/2014 vom 2. März 2015 E. 4.3.). Ist die Ausrichtung eines 

Pauschalbetrages als Anwaltshonorar im konkreten Fall zulässig, ist das Gericht 

nicht verpflichtet, sich im Einzelnen mit der Honorarnote der Verteidigung aus-

einanderzusetzen und ausdrücklich zu begründen, weshalb sie allenfalls einzelne 

der in Rechnung gestellten Positionen für übersetzt hält (Urteil des Bundes-

gerichts 6B_730/2014 vom 2. März 2015 E. 4.5.). 

Der vorliegende Fall kann zu den Standardverfahren gezählt werden. Ein ausser-

ordentlich komplizierter oder aufwändiger Fall lag jedenfalls nicht vor. Bei der 

-   23   - 

Bemessung der Entschädigung für die anwaltliche Verteidigung ist deshalb von 

den in der Anwaltsgebührenverordnung angeführten Ansätzen auszugehen.  

Gemäss Anwaltsgebührenverordnung beträgt die Gebühr für die Führung eines 

Strafprozesses (einschliesslich Vorbereitung des Parteivortrages und Teilnahme 

an der Hauptverhandlung) im Bereich der Zuständigkeit des Bezirksgerichts in der 

Regel Fr. 1'000.– bis Fr. 28'000.– (§ 17 Abs. 1 AnwGebV). Diese Ansätze gelten 

auch im Berufungsverfahren, wobei zu berücksichtigen ist, ob das vorinstanzliche 

Urteil ganz oder nur teilweise angefochten wurde (§ 18 Abs. 1 AnwGebV). Inner-

halb dieses Rahmens wird die Grundgebühr nach den besonderen Umständen, 

namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen und Schwierigkeiten des  

Falles, bemessen (vgl. § 2 AnwGebV). Das vorliegende Verfahren kann weder 

bezüglich des Sachverhalts noch in rechtlicher Hinsicht als besonders komplex 

eingestuft werden. Im Berufungsverfahren war lediglich noch über die Sanktion zu 

entscheiden. Diesbezüglich stellte sich unter anderem die Frage, ob die Schuld-

fähigkeit des Beschuldigten durch ein Gutachten abgeklärt werden muss. Als 

ausgesprochen anspruchsvoll und komplex kann die Materie nicht eingestuft  

werden. Angesichts des Umfangs und der Schwierigkeiten des Falls erweist sich 

eine Entschädigung von mehr als Fr. 4'000.– nicht als angezeigt. Die Entschädi-

gung für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren ist deshalb auf 

Fr. 4'000.– (inkl. MwSt.) festzusetzen. 

-   24   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 

11. September 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von  

Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;  

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von  

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;  

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von  

Art. 251 Ziff. 1 StGB. 

2. […] 

3. […] 

4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

19. Februar 2013 (act. 23/8) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 199.40 

wird eingezogen. 

Dieser Betrag wird der Privatklägerin zur teilweisen Deckung ihrer 

Schadenersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 6 zugesprochen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 27. März 

2014 (act. 23/10) beschlagnahmten zwei Natels der Marke "Samsung"  

werden nach Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlangen herausge-

geben. Werden die Natels nicht innert drei Monaten ab Rechtskraft heraus-

verlangt, werden sie vernichtet.  

6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privat-

klägerin Schadenersatz von Fr. 50'010.– zuzüglich 5 % Zins ab 12. Dezember 

2011 zu bezahlen. 

-   25   - 

7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'000.–   Gebühr Strafuntersuchung (§ 4 GebV StrV) 

Fr. 5'938.–   amtl. Verteidigungskosten   

Fr. 12'938.–   Total 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung) sowie des gericht-

lichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung, 

werden dem Beschuldigten auferlegt. Diejenigen der amtlichen Verteidigung 

werden indessen einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

9. (Mitteilungen) 

10. (Rechtsmittel) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 

36 Monaten. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.00   amtliche Verteidigung 

 

 

-   26   - 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
− die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  

der Privatklägerin (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

-   27   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. August 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 27. August 2015
	Anklage:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von
	Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;
	 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von
	Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von  Art. 251 Ziff. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufge-schoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 19. Februar 2013 (act. 23/8) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 199.40 wird eingezogen.
	Dieser Betrag wird der Privatklägerin zur teilweisen Deckung ihrer Schaden-ersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 6 zugesprochen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 27. März 2014 (act. 23/10) beschlagnahmten zwei Natels der Marke  "Samsung" werden nach Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlangen herausgegeben. Werden die Natels nicht inne...
	6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von Fr. 50'010.– zuzüglich 5 % Zins ab 12. Dezember 2011  zu bezahlen.
	7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung) sowie des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Diejenigen der amtlichen  Verteidigung werden indessen einstwe...
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Bericht von Dr. med. B._____ zu den Akten zu nehmen;
	2. Es sei ein Gutachten betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt einzuholen;
	3. Eventualiter sei ein umfassender Bericht bei Dr. med. B._____ betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten einzuholen;
	4. Es sei C._____, … [Adresse] einzuvernehmen.
	II. Antrag
	1. Es seien Ziff. 2 und 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Winterthur vom 11. September 2014 aufzuheben und der Berufungsführer mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu bestrafen. Davon sei für 18 Monate der bedingte Stra...
	2. Es sei der amtliche Verteidiger gemäss den eingereichten Honorarrechnungen zu entschädigen;
	unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
	Erwägungen:
	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 57 S. 5 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit Urteil des Bezirksgerichte...
	1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien gleichentags mündlich eröffnet  wurde (Prot. I S. 30), meldete der Beschuldigte am 15. September 2014 fristgerecht Berufung an (Urk. 50). Am 28. November 2014 wurde dem Beschuldigten das begründete Urteil zug...
	1.3. Am 1. Juni 2015 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung auf den 27. August 2015 vorgeladen (Urk. 84). Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte die Verteidigung diverse Beweisanträge (Urk. 94 S. 1; Prot. II S. 11). Darauf wird an gegebener...

	2. Umfang der Berufung
	Die Berufung des Beschuldigten richtet sich im Eventualstandpunkt (bei Abweisung des Rückweisungsantrags) gegen die Dispositivziffern 2 (Strafzumessung) und 3 (Vollzug) des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 62 S. 2; vgl. auch S. 7). Weder die Staatsanwal...

	3. Antrag auf psychiatrische Begutachtung
	3.1. Die Verteidigung stellte anlässlich der Berufungsverhandlung den Antrag, es sei ein Gutachten betreffend Schuldfähigkeit des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt einzuholen. Eventualiter sei bei Dr. med. B._____ ein umfassender Bericht betreffend Schul...
	3.2. Nach Art. 20 StGB ordnet das Gericht die Begutachtung durch einen Sachverständigen an, wenn ernsthafter Anlass besteht, an der Schuldfähigkeit des  Täters zu zweifeln. Die Notwendigkeit, einen Sachverständigen beizuziehen, besteht nur, wenn Anzei...
	3.3. In der Untersuchung und vor Vorinstanz machte der Beschuldigte geltend, im Zeitpunkt seiner Delinquenz spielsüchtig gewesen zu sein. Er habe einen grossen Teil des Deliktsbetrages zur Finanzierung dieser Sucht ausgegeben (Urk. 13/2 S. 4 ff.; Prot...
	Die vom Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung neu vorgebrachte Darstellung vermag nicht zu überzeugen. Wie erwähnt, hatte der Beschuldigte im bisherigen Verfahren stets geltend gemacht, selbst spielsüchtig gewesen zu sein, wobei er nähere ...
	Nach dem Gesagten bestehen erhebliche Vorbehalte hinsichtlich der vom  Beschuldigten neu vorgebrachten Darstellung. Ob diese zutrifft, kann vorliegend jedoch offen bleiben. Es bestünde selbst unter der Annahme, dass die Lebenspartnerin des Beschuldigt...
	3.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte an, dass seine in der Untersuchung gemachten Angaben zum Umfang des Spielverhaltens  zutreffen würden. Man müsse lediglich seinen Namen durch denjenigen seiner Partnerin ersetzen (Urk. 93 S...
	Besondere Verhaltensweisen oder Auffälligkeiten in der jüngeren Biographie oder den Lebensumständen des Beschuldigten, die ernsthafte Zweifel an seiner Schuldfähigkeit wecken würden, sind ebenfalls nicht ersichtlich. Daran ändert nichts, dass der Besc...

	4. Strafzumessung
	4.1. In Bezug auf den Strafrahmen und die Grundsätze der Strafzumessung kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 57 S. 8 f.). Entgegen der Vorinstanz (Urk. 57 S. 9) ist vorliegend jedoch nicht von einer leich...
	4.2. Die Verteidigung macht im Berufungsverfahren geltend, dass die im vorinstanzlichen Urteil enthaltene Begründung für die Strafzumessung nicht nachvollziehbar sei. Es sei nicht ersichtlich, in welchem Umfang Straferhöhungs- und Strafsenkungsgründe...
	Die Vorinstanz legt in ihrer Urteilsbegründung im Einzelnen dar, wie stark sie die einzelnen Strafzumessungskriterien gewichtet (vgl. Urk. 57 S. 11 ff.). Damit kommt sie ihrer Begründungspflicht gemäss Art. 50 StGB nach. Gemäss bundesgerichtlicher Rec...
	Entgegen der vorinstanzlichen Vorgehensweise (Urk. 57 S. 10) ist vorliegend  jedoch zuerst die Einsatzstrafe für die schwerste Straftat festzulegen und diese dann unter Einbezug der weiteren Delikte angemessen zu erhöhen. Der  gewerbsmässige Betrug un...
	4.3. Tatkomponenten
	4.3.1. Im Zusammenhang mit dem gewerbsmässigen Betrug ist von einer hohen Deliktssumme auszugehen. Mit seinen Täuschungshandlungen veranlasste der Beschuldigte die Privatklägerin zur Auszahlung von insgesamt rund Fr. 750'000.–. Davon kam dem Beschuldi...
	Der Beschuldigte handelte aus finanziellen Motiven. Er räumte selbst ein, dass  finanzielle Vorteile bei den vorliegenden Taten eine massgebende Rolle gespielt hätten (vgl. Urk. 13/1 S. 8; Urk. 13/3 S. 2; Prot. I S. 18 f.). Der Umstand, dass sich der ...
	4.3.2. In Bezug auf die objektive Tatschwere der mehrfachen Veruntreuung gilt es zunächst zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte einen Betrag von rund Fr. 85'000.– veruntreute, womit ein entsprechend hoher Deliktsbetrag vorliegt. Seine Tathandlunge...
	In Bezug auf die subjektive Tatschwere kann auf die obigen Ausführungen verwiesen werden. Sie wirkt sich wie erwähnt leicht strafmindernd aus. Insgesamt rechtfertigt sich aufgrund der mehrfachen Veruntreuung eine Straferhöhung von rund 8 Monaten.
	4.3.3. Zusätzlich zum gewerbsmässigen Betrug und den mehrfachen Veruntreuungen machte sich der Beschuldigte der mehrfachen Urkundenfälschung  schuldig. Die Urkundenfälschungen stehen in sehr engem Zusammenhang mit den vom Beschuldigten begangenen Verm...
	4.3.4. Insgesamt erscheint aufgrund der Tatkomponenten eine Freiheitsstrafe von 40 Monaten angemessen.
	4.4. Täterkomponenten
	4.4.1. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zutreffend wiedergegeben (Urk. 57 S. 12); diese Ausführungen sind an dieser Stelle nicht zu wiederholen. Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aus, er sei ...
	Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 94 S. 6) gibt der Umstand, dass der Beschuldigte im nächsten Jahr Vater wird, keinen Anl...
	4.4.2. Der Beschuldigte ist mehrfach einschlägig vorbestraft (Urk. 88), was erheblich straferhöhend zu gewichten ist. Entgegen der Vorinstanz (Urk. 57 S. 13) gilt auch die wegen Sachentziehung erfolgte Verurteilung vom 6. Januar 2009 als einschlägige ...
	4.4.3. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten positiv angerechnet, dass er gegenüber der Polizei eine Selbstanzeige eingereicht und ein umfassendes Geständnis abgelegt hat. Die genannten Umstände wertete sie lediglich leicht strafmindernd, da der Beschu...
	Die vorinstanzlichen Erwägungen sind zutreffend. Entgegen der Vorinstanz  erweist es sich vorliegend jedoch als angemessen, dem Beschuldigten unter dem Titel des Nachtatverhaltens eine weitergehende Strafreduktion zu gewähren.  Neben dem Geständnis de...
	Demgegenüber rechtfertigt das Wohlverhalten des Beschuldigten seit der vor-liegend zu beurteilenden Delinquenz entgegen der Verteidigung (Urk. 47/2 S. 9; Urk. 94 S. 6) keine Strafreduktion. Ein korrektes, deliktfreies Verhalten nach der Tat, insbesond...
	4.5. Während sich die persönlichen Verhältnisse und der Werdegang des  Beschuldigten strafzumessungsneutral verhalten, sind die beiden einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten und die Delinquenz während laufender Probezeit erheblich straferhöhend zu...

	5. Strafvollzug
	5.1. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten den teilbedingten Strafvollzug  gewährt, wobei 18 Monate für vollziehbar erklärt und 18 Monate bedingt aufgeschoben wurden. Die Probezeit wurde auf 4 Jahre festgesetzt (Urk. 57 S. 16 und 21). Die Verteidigung ...
	5.2. Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Die subjek...
	Der Beschuldigte wurde am 22. Oktober 2007 wegen mehrfacher Veruntreuung zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten verurteilt (Urk. 88). Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (Urk. 57 S. 14 f.), bedarf es vorliegend deshalb besonders günstiger U...
	5.3. Wenn das Gericht auf eine teilbedingte Strafe erkennt, hat es im Zeitpunkt des Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB muss der u...
	5.4. Wie bereits dargelegt, hat der Beschuldigte in den Jahren 2007 und 2009 bereits zwei Vorstrafen wegen Vermögensdelikten erwirkt (Urk. 88), was bei der Prognosestellung als erheblich ungünstiges Element zu gewichten ist. Diesbezüglich ist insbeson...
	Demgegenüber ist auch zu konstatieren, dass seit der Aufdeckung der Delikte fast vier Jahren vergangen sind und sich der Beschuldigte seither wohl verhalten hat. Wie erwähnt, war der Beschuldigte bereits zu Beginn der Untersuchung  geständig. Er zeigt...
	Nach dem Gesagten liegen sowohl die Prognose belastende Faktoren (einschlägige Vorstrafen, Delinquenz während laufender Probezeit) als auch für eine günstige Prognose sprechende Faktoren (Wohlverhalten seit mehreren Jahren, geregelte berufliche Situat...
	5.5. Die von der Vorinstanz festgesetzte Probezeit von 4 Jahren erscheint angesichts der einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten angemessen.

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Beschuldigte mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind desh...
	6.2. Die Verteidigung reichte dem Gericht zwei Honorarnoten über insgesamt rund Fr. 7'000.– ein (Urk. 89; Urk. 92). Der geltend gemachte Aufwand steht zum Umfang und zu den Schwierigkeiten des vorliegenden Falls nicht in einem angemessenen Verhältnis....
	Der vorliegende Fall kann zu den Standardverfahren gezählt werden. Ein ausserordentlich komplizierter oder aufwändiger Fall lag jedenfalls nicht vor. Bei der Bemessung der Entschädigung für die anwaltliche Verteidigung ist deshalb von den in der Anwal...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 11. September 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von  Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;
	 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von  Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von  Art. 251 Ziff. 1 StGB.

	2. […]
	3. […]
	4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 19. Februar 2013 (act. 23/8) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 199.40 wird eingezogen.
	Dieser Betrag wird der Privatklägerin zur teilweisen Deckung ihrer Schadenersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 6 zugesprochen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 27. März 2014 (act. 23/10) beschlagnahmten zwei Natels der Marke "Samsung"  werden nach Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlangen herausgegeben. Werden die Natels nicht inne...
	6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privat-klägerin Schadenersatz von Fr. 50'010.– zuzüglich 5 % Zins ab 12. Dezember 2011 zu bezahlen.
	7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung) sowie des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Diejenigen der amtlichen Verteidigung werden indessen einstwei...
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittel)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschu...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  der Privatklägerin (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.