# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 130c11ab-44b7-53cc-8938-dbc5acbf696b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.10.2022 III 2022 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-109_2022-10-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 109

Entscheid vom 26. Oktober 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, 
Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
und Wegweisung aus der Schweiz)

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Sachverhalt:

A. Am 30. November 2004 verfügte das damalige Bundesamt für Zuwande-
rung, Integration und Auswanderung (IMES; später Bundesamt für Migration 
[BFM], heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) über A.________ (Jg. 1958, 
kroatischer Staatsangehöriger) eine Einreisesperre, gültig bis 29. November 
2006, mit der Begründung, sein Verhalten habe zu Klagen Anlass gegeben (La-
dendiebstahl, Betrug). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Beschwer-
dedienst des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements am 25. Mai 2006 
ab (Vi-act. II.-01 S. 22; S. 31 - 43).

Am 10. Dezember 2008 verfügte das damalige BFM über A.________ eine wei-
tere Einreisesperre, gültig bis 11. Dezember 2011, mit der Begründung, sein 
Verhalten habe erneut wegen Diebstahls und mehrfacher unrechtmässiger An-
eignung zu Klagen Anlass gegeben. Er wurde am 11. Dezember 2008 nach Za-
greb ausgeschafft (Vi-act. II.-01 S. 89 f.; 94).

Am 15. September 2009 erging gegen A.________ eine Bussenverfügung we-
gen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigem Aufenthalt. Er wurde am 
23. September 2009 nach Zagreb ausgeschafft (Vi-act. II.-01 S. 104; 111 f.).

B. Am 26. März 2009 heiratete A.________ in B.________ (Kroatien) die 
Schweizerbürgerin C.________ (Vi-act. II.-01 S. 160). Auf sein Gesuch hin wurde 
das (bis 11.12.2011 gültige) Einreiseverbot am 25. Februar 2010 vom damaligen 
BFM aufgehoben (Vi-act. II.-01 S. 159; 180 -183; 187 f.). A.________ reiste am 
9. Juni 2010 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt am 
12. Juli 2010 eine Aufenthaltsbewilligung B "Familiennachzug mit Erwerbstätig-
keit", welche in den Folgejahren jährlich verlängert wurde (Vi-act. II-01 S. 197; 
200; 209; 212; 233). 

Am 18. Mai 2015 wurde A.________ die Niederlassungsbewilligung C (Familien-
angehöriger) erteilt, gültig bis 9. Juni 2020, mit dem Vermerk "EU-Mitgliederstaat 
(FZA nicht anwendbar)" (Vi-act. II-01 S. 286). 

C. Am 13. September 2016 wurde A.________ aufgrund von sieben Strafbe-
fehlen, gegen ihn ergangen zwischen Oktober 2014 und Juli 2016 wegen (teil-
weise mehrfachen) geringfügigen Vermögensdelikten (Betrug) und/oder gering-
fügigen Diebstählen, verübt zwischen April 2014 und März 2016 (Vi-act. II-01 S. 
274 - 276; 303 f.; 305 f.; 312 f.; 377; 427 - 429; 470 f.) durch das Amt für Migrati-
on (AfM) ein erstes Mal ausländerrechtlich verwarnt (Vi-act. II-01 S. 476 f.).

D. Am 21. Dezember 2018 wurde A.________ aufgrund fünf weiterer Strafbe-
fehle, gegen ihn ergangen zwischen Oktober 2016 und Juni 2018 insbesondere 

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wegen (teilweise mehrfachen) geringfügigen Vermögensdelikten (Betrug) oder 
geringfügigen Diebstählen, verübt zwischen März 2016 und März 2018 (Vi-act. II-
01 S. 485 - 487; 489 f.; 531 f.; 545 - 547; 565 f.) ein zweites Mal durch das AfM 
ausländerrechtlich verwarnt (Vi-act. II-01 S. 584 - 586).

E. Zwischen August 2018 und April 2020 ergingen fünf weitere Strafbefehle 
gegen A.________, wiederum insbesondere wegen geringfügigen Diebstählen 
und/oder geringfügigen (in einem Fall: mehrfachen) Vermögensdelikten (Betrug) 
sowie einem versuchten Betrug, verübt zwischen Juni 2018 und Februar 2020 
(Vi-act. II-01 S. 578 f.; 614 - 616; 664 - 666; 703 - 705; 751 f.).

Daraufhin verwarnte ihn das AfM - nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen 
Gehörs (Vi-act. II-01 S. 853 - 857) - am 16. Juni 2020 "im Sinne einer «letzten 
Chance»" gemäss Art. 96 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen 
und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) vom 16. Dezember 
2005 und drohte ihm förmlich den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
EU/EFTA und die Wegweisung aus der Schweiz an, falls er sich nicht an die 
Rechtsordnung halte und erneut straffällig werde. Weiteres strafrechtlich relevan-
tes Verhalten werde nicht mehr toleriert (Vi-act. II-01 S. 875 - 879). 

F. Am 22. Juni 2020 wurde die Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung C 
von A.________ (vgl. Ingress lit. B in fine hiervor) bis 9. Juni 2025 verlängert (Vi-
act. II-01 S. 881). 

G. Zwischen August 2020 bis Oktober 2021 ergingen gegen A.________ sie-
ben weitere Strafbefehle, wiederum insbesondere wegen geringfügigen Vermö-
gensdelikten (Betrug) oder geringfügigen Diebstählen, verübt zwischen Juli 2019 
und Juli 2021 (Vi-act. II-01 S. 912; 956; 963 f.; 993 - 998; 1007 f.; 1018; 1019 - 
1021). Hervorzuheben ist der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Schwyz vom 14. 
April 2021, mit welchem A.________ wegen Diebstahl, Hausfriedensbruch, 
mehrfachen Betruges eines geringfügigen Vermögenswertes (bei total elf Delik-
ten, verübt zwischen Juli 2019 und November 2020 in sechs verschiedenen Kan-
tonen) sowie wegen einem geringfügigen Diebstahl verurteilt wurde (Vi-act. II-01 
S. 993 - 998).

H. Nach der freiwilligen Ehetrennung vom 3. März 2021 zog A.________ von 
D.________ nach E.________ (Vi-act. II-01 S. 961 f.). Mit Rechtskraftdatum vom 
20. Mai 2021 wurde die Ehe zwischen A.________ und C.________ durch das 
Amtsgericht in F.________ (Kroatien) geschieden, worüber das Zivilstandsamt 
lnnerschwyz das AfM mit Mitteilung vom 14. Juli 2021 informierte (Vi-act. II-01 S. 
1005 f.).

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I. Am 30. Dezember 2021 eröffnete das AfM A.________, dass es den Wi-
derruf seiner Niederlassungsbewilligung EU/EFTA und die Wegweisung aus der 
Schweiz (mit Beantragung eines Einreiseverbots beim Staatsekretariat für Migra-
tion [SEM]) in Erwägung ziehe, und gewährte ihm dazu das rechtliche Gehör (Vi-
act. II-01 S. 1043 - 1045). Nach der 2. Zustellung dieses Schreibens äusserte 
sich A.________ dazu am 11. Februar 2022 (Vi-act. II-01 S. 1048).

J. Am 21. März 2022 verfügte das AfM was folgt: 

1. Die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA von A.________ mit gültiger Kon-
trollfrist bis zum 9. Juni 2025 wird per sofort widerrufen.

2. A.________ wird aus der Schweiz weggewiesen und hat das Land bis spätes-
tens 30 Tage nach Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen.

3.-5. (Kosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung)

K. Gegen diese Verfügung vom 21. März 2022 erhob A.________ am 
28. März 2022 fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz 
und beantragte, es seien der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und sei-
ne Wegweisung aus der Schweiz zurückzuziehen. Innert angesetzter Frist reich-
te A.________ ein unterzeichnetes Exemplar seiner Beschwerdeschrift nach.

L. Zwischen Februar 2022 und April 2022 ergingen zwei weitere Strafbefehle 
der Staatsanwaltschaften St. Gallen und Aargau gegen A.________; ersterer 
wegen mehrfach versuchtem Betrug (verübt am 29.9.2021 und 22.12.2021), 
Hausfriedensbruch (verübt am 22.12.2021) und geringfügigem Betrug (verübt am 
9.9.2021). Letzterer erging wegen Trickbetrug, einmal versucht und einmal (15 Mi-
nuten später) vollendet (verübt am 10.11.2021). Diese Strafbefehle wurden nach 
Eintritt der Rechtskraft dem AfM zugestellt (Vi-act. II-01 S. 1084 - 1090 = Beila-
gen in Vi-act. II-02).

M. Mit Beschluss (RRB) Nr. 469/2022 vom 8. Juni 2022 (versendet am 
14.6.2022) entschied der Regierungsrat wie folgt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. A.________ wird aus der Schweiz weggewiesen und hat das Land bis spätes-
tens 30 Tage nach Rechtskraft dieses Regierungsratsbeschlusses zu verlas-
sen.

3. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden dem Beschwerdeführer auferlegt (…).

4. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

5.-7. (Kosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung)

N. Dagegen erhebt A.________ am 5. Juli 2022 Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz mit dem Antrag, der Entscheid des Widerrufs 

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der Niederlassungsbewilligung sowie die Wegweisung aus der Schweiz seien 
zurückzuziehen.

O. Mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2022 beantragt das den Regierungsrat 
instruierende Sicherheitsdepartement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zu-
lasten des Beschwerdeführers abzuweisen. Das Amt für Migration beantragt mit 
Vernehmlassung vom 10. August 2022, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, 
eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen; unter Kostenfolge zu Lasten des 
Beschwerdeführers. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das AIG gilt für Ausländerinnen und Ausländer, soweit keine anderen Be-
stimmungen des Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene völker-
rechtliche Verträge zur Anwendung gelangen (Art. 2 Abs. 1 AIG). Für Staatsan-
gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) und ihre Fa-
milienangehörigen gilt das AIG nur, soweit das Abkommen zwischen der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Union und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, 
FZA; SR 0.142.112.681) vom 21. Juni 1999 keine abweichenden Bestimmungen 
enthält oder das AIG günstigere Bestimmungen vorsieht (Art. 2 Abs. 2 AIG). 

1.2 Im Anwendungsbereich des Freizügigkeitsabkommens ist gestützt auf 
Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA zu beachten, dass die durch das Abkommen vermit-
telten Rechte nur durch Massnahmen eingeschränkt werden dürfen, welche aus 
Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind. 
Nach Art. 3 der Richtlinie 64/221/EWG - auf welche Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA 
verweist - darf bei Massnahmen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit aus-
schliesslich das persönliche Verhalten der betreffenden Person ausschlagge-
bend sein; strafrechtliche Verurteilungen allein können nicht ohne Weiteres diese 
Massnahmen begründen. Massnahmen, die aus generalpräventiven Gründen 
angeordnet werden, lassen sich mit Art. 5 Anhang I FZA folglich nicht vereinba-
ren (Urteil BGer 2C_92/2020 vom 10.6.2020 Erw. 3.1). 

2.1 Das AfM in der Verfügung vom 21. März 2022 (Erw. 1) und der 
Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 469/2022 vom 8. Juni 2022 (Erw. 1.2) 
gehen alleine aufgrund der kroatischen Staatsbürgerschaft des Beschwerdefüh-
rers ohne sachverhaltsbezogene Begründung davon aus, dass grundsätzlich das 
FZA und die Verordnung über den freien Personenverkehr vom 22. Mai 2002 
(VFP; SR 142.203) anwendbar sei. 

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2.2 Wie das AfM in seiner Vernehmlassung vom 10. August 2022 ausführt, 
setzt die Anwendung von Art. 5 Anhang I FZA voraus, dass grundsätzlich ein 
Rechtsanspruch gemäss Freizügigkeitsabkommen besteht. Denn Familienan-
gehörige von Schweizerinnen und Schweizern können sich nur in jenen Fällen di-
rekt auf die Bestimmungen des FZA berufen, in denen sie als EU/EFTA-
Staatsangehörige oder -Aufenthaltsberechtigte ein abgeleitetes oder ein eigenes 
Recht im Sinne des FZA geltend machen können (vgl. Erw. 2.4.1 f. hiernach).

2.3 Wenn ausländische Familienangehörige von Schweizerinnen und Schwei-
zern eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung eines EU/EFTA-Staates besitzen, 
findet Art. 42 Abs. 2 AIG Anwendung (vgl. Weisungen und Erläuterungen des 
SEM zur Verordnung über den freien Personenverkehr vom Januar 2022 [nach-
stehend: Weisungen VFP-01/2022] Ziff. 7.7.1; vgl. auch Weisungen und Erläute-
rungen des SEM: I. Ausländerbereich vom Oktober 2013 [Stand Juli 2022] 
[nachstehend: Weisungen AIG] Ziff. 6.2.2 f.). Nach einem ordnungsgemässen 
und ununterbrochenen fünfjährigen Aufenthalt in der Schweiz haben ausländi-
sche Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG 
(Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung [a]; Respektierung der Wer-
te der Bundesverfassung [b]; Sprachkompetenzen [c]; Teilnahme am Wirtschafts-
leben oder am Erwerb von Bildung [d]) erfüllt sind (Art. 42 Abs. 3 AIG).

Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht das Aufenthalts-
recht der ausländischen Familienangehörigen von Schweizerinnen und Schwei-
zern weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat 
und die Integrationskriterien nach Artikel 58a AIG erfüllt sind; oder wichtige per-
sönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen 
(vgl. Art. 50 Abs. 1 AIG; Art. 77 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufent-
halt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201] vom 24.10.2007; Weisungen AIG 
Ziff. 6.1.7 und Ziff. 6.15). 

2.4.1  Das FZA kommt - wie auch das Gemeinschaftsrecht innerhalb der EU - 
nur bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zur Anwendung. EU-Angehörige 
können sich in ihrem Heimatstaat nur dann auf das Gemeinschaftsrecht (acquis 
communautaire) berufen, wenn sie zuvor von den Freizügigkeitsrechten Ge-
brauch gemacht haben. Dies ist bei Schweizerinnen und Schweizern der Fall, die 
zusammen mit ihren ausländischen Familienangehörigen aus einem Mitgliedstaat 
der EU oder der EFTA, mit denen ein Freizügigkeitsabkommen besteht, in die 
Schweiz zurückkehren (vgl. Weisungen AIG Ziff. 6.2.3; Urteil BGer 2C_56/2012 
vom 24.9.2012 Erw. 1.1.2). Soweit Schweizer Staatsangehörige nicht von ihrem 
Mobilitätsrechts nach dem FZA Gebrauch gemacht haben, ist dieses Abkommen 

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nicht anwendbar. Es handelt sich dabei nämlich um einen rein innerstaatlichen 
Sachverhalt (Weisungen VFP-01/2022 Ziff. 7.7). 

Die familiäre Beziehung zwischen dem Schweizer Staatsangehörigen und dem 
betreffenden Familienangehörigen muss bereits im Aufnahmestaat der EU/EFTA 
bestanden haben oder zumindest gefestigt worden sein, bevor der Wohnsitz in 
der Schweiz begründet wurde. Wenn die familiäre Beziehung mit der Schweize-
rin oder dem Schweizer erst nach der Einreise in die Schweiz entstanden oder 
gefestigt worden ist, können die betreffenden Familienangehörigen der Schwei-
zerin oder des Schweizers nicht einen Anspruch auf Familiennachzug nach dem 
FZA geltend machen. Auch der Umstand, dass die Schweizerin oder der 
Schweizer auch die Staatsangehörigkeit eines anderen Vertragsstaates des FZA 
besitzt (doppelte Staatsangehörigkeit), ist nicht ausreichend, um den für die An-
wendung des FZA erforderlichen Auslandsbezug herzustellen (Weisungen VFP-
01/2022 Ziff. 7.7.2.2, mit Hinweis auf BGE 143 II 57 Erw. 3.8.2 und Erw. 3.10.2; 
Urteil BGer 2C_819/2021 vom 12.5.2022 Erw. 3.2.1).

2.4.2  Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern, die EU/EFTA-
Staatsangehörige sind, können sich unabhängig vom Familiennachzug auf die 
Bestimmungen des FZA berufen und ein eigenständiges Aufenthaltsrecht be-
gründen, wenn sie die Aufenthaltsvoraussetzungen gemäss diesem Abkommen 
erfüllen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie eine Erwerbstätigkeit 
ausüben oder genügende finanzielle Mittel für einen Aufenthalt ohne Erwerbs-
tätigkeit nachweisen können (Weisungen AIG Ziff. II 6.2.3). In diesem Fall erhal-
ten sie eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA oder eine Niederlassungsbewilli-
gung EU/EFTA (Weisungen VFP-01/2022 Ziff. 7.7.2.1 und Ziff. 8.4.4.2). 

2.5 Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b AIG erlöschen die in Art. 42 AIG enthaltenen 
Ansprüche im Zusammenhang mit dem Familiennachzug, wenn Widerrufsgründe 
nach Artikel 63 AIG vorliegen (vgl. Weisungen AIG Ziff. 6.12 f.; Erw. 4.1 f. hier-
nach). 

3.1 Wie sich aus den Akten ergibt, hatte die Schweizerbürgerin, C.________, 
Wohnsitz in G.________ (Gemeinde D.________), als sie am 26. März 2009 mit 
dem Beschwerdeführer die Ehe einging (vgl. Vi-act. II-01 S. 159 f.). Der Be-
schwerdeführer hatte sich bis zu seiner Ausschaffung am 11. Dezember 2008 
ebenfalls in der Schweiz aufgehalten (Vi-act. II.-01 S. 89 f.; 94). Die rechtswidrige 
Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz vom 21. August 2009 (Vi-act. II.-
01 S. 111 f.) wurde im Begehren um Aufhebung des am 10. Dezember 2008 (Vi-
act. II.-01 S. 181) erlassenen Einreiseverbots vom 16. Februar 2010 (vgl. Ingress 
lit. A hiervor) damit begründet, dass er mit seiner in der Schweiz lebenden Ehe-

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partnerin habe zusammenleben wollen. Nach der Aufhebung des Einreiseverbo-
tes am 25. Februar 2010 durch das damalige BFM (Vi-act. II-01 S. 187 f.) reiste 
der Beschwerdeführer denn auch am 9. Juni 2010 im Rahmen des Familien-
nachzugs in die Schweiz ein und erhielt am 12. Juli 2010 eine Aufenthaltsbewilli-
gung B "Familiennachzug mit Erwerbstätigkeit", welche in den Folgejahren jähr-
lich verlängert wurde, bis ihm am 9. Juni 2020 die Niederlassungsbewilligung C 
(Familienangehöriger) mit dem Vermerk "EU-Mitgliederstaat (FZA nicht anwend-
bar)" erteilt wurde (Vi-act. II-01 S. 197; 200; 209; 212; 233; 286). 

Es liegt mithin kein grenzüberschreitender Sachverhalt vor, der es dem Be-
schwerdeführer ermöglichen würde, sich auf das FZA zu berufen (vgl. Erw. 2.4.1 
hiervor).  

3.2 In der Aktenlage finden sich keine Hinweise darauf, dass der Beschwerde-
führer seit seiner Einreise im Rahmen des Familiennachzugs als Ehegatte einer 
Schweizerin im Juni 2010 jemals einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz nachge-
gangen wäre - was ohne zusätzliches Bewilligungsverfahren möglich gewesen 
wäre (vgl. Spescha in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck; OFK-Kommentar 
Migrationsrecht 2019, Art. 46 N 1 f.). Auch der Beschwerdeführer selber hat 
nichts Entsprechendes dargetan. In der Aufenthaltsbewilligung vom 12. Juli 2010 
und deren Verlängerungen in den Folgejahren wurde sein Aufenthaltszweck je-
weils mit dem Code 022 (= Verbleib beim Ehegatten/Partner) definiert (Vi-act. 
II-01 S. 197; 200; 209; 212; 233), was grundsätzlich mit den Angaben des Be-
schwerdeführers bei seinen Aufenthalts-Verlängerungsgesuchen übereinstimmt, 
in welchen er als Aufenthaltszweck jeweils unter der Rubrik "Für Nichterwerbs-
tätige" mit "Verbleib beim Ehegatten/Partner" (Code 022) oder mit "Ehegat-
te/einge-tragener Partner eines Schweizer Bürgers" (Code 039) angekreuzt hatte 
(Vi-act. II-01 S. 198; 207; 210; 231; 280). Gegenüber den Strafverfolgungsin-
stanzen verschiedenster Kantone hat er im Verlauf der vergangenen Jahre 
durchwegs angegeben, erwerbslos zu sein (vgl. Vi-act. II-01 S. 279; 297; 354; 
406; 519; 551; 604; 643; 674; 685; 725; 838; 946; 972).

Es handelt sich beim Beschwerdeführer somit nicht um einen EU/EFTA-Staats-
angehörigen, der in der Schweiz eine Beschäftigung im Rahmen des FZA aus-
geübt hat. Folglich kommt ihm auch kein aus einer Arbeitnehmereigenschaft 
fliessendes, eigenständiges Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu (vgl. Erw. 2.4.2 
hiervor). 

Unstreitigerweise hat der Beschwerdeführer auch nie den Nachweis erbracht, 
über genügende finanzielle Mittel für einen Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit zu 
verfügen (vgl. Art. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 24 Anhang I FZA; Erw. 2.4.2 hiervor). Ent-
sprechend wurde ihm auch nie eine darauf beruhende Aufenthalts- oder Nieder-

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lassungsbewilligung EU/EFTA eingeräumt (vgl. Ingress lit. B und Erw. 3.1 hier-
vor).

3.3 Im Ergebnis steht dem Beschwerdeführer kein Rechtsanspruch gemäss 
Freizügigkeitsabkommen zu. Art. 5 Anhang I FZA findet keine Anwendung. 

4.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG kann die Niederlassungsbewilligung wider-
rufen werden, wenn eine Ausländerin oder ein Ausländer in schwerwiegender 
Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Aus-
land verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Si-
cherheit gefährdet. Die "öffentliche Sicherheit und Ordnung" bildet den Oberbe-
griff der polizeilichen Schutzgüter: Die öffentliche Ordnung umfasst die Gesamt-
heit der ungeschriebenen Ordnungsvorstellungen, deren Befolgung nach der 
herrschenden sozialen und ethischen Anschauung als unerlässliche Vorausset-
zung eines geordneten menschlichen Zusammenlebens anzusehen ist. Die öf-
fentliche Sicherheit bedeutet die Unverletzlichkeit der objektiven Rechtsordnung, 
der Rechtsgüter der Einzelnen (Leben, Gesundheit, Freiheit, Eigentum usw.) so-
wie der Einrichtungen des Staates (vgl. Weisungen AIG Ziff. 8.3.1.3). Eine Nicht-
beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung liegt gemäss Art. 77a Abs. 1 
lit. a VZAE insbesondere vor, wenn die betroffene Person gesetzliche Vorschrif-
ten und behördliche Verfügungen missachtet.

4.2 Während für den Widerruf von Bewilligungen und anderen Verfügungen 
gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG ein erheblicher oder wiederholter Verstoss gegen 
die öffentliche Ordnung genügt, ist für den Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG ein schwerwiegender Verstoss gegen die 
öffentliche Ordnung oder eine schwerwiegende Gefährdung notwendig. Damit 
werden erhöhte Anforderungen an den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
gesetzt (vgl. Weisungen AIG Ziff. 8.3.2.3). Die bundesgerichtliche Praxis geht 
hiervon aus, wenn eine ausländische Person durch ihr Handeln besonders hoch-
wertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat, sich von strafrechtlichen 
Massnahmen nicht beeindrucken lässt und sich im Rahmen einer Gesamt-
betrachtung zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die 
Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 31 Erw. 2.1; BGE 139 I 16 Erw. 2.1; Urteil 
BGer 2C_884/2016 vom 25.8.2017 Erw. 3.1). 

Auch eine Summierung von Verstössen, die je für sich genommen für einen Wi-
derruf nicht ausreichen würden, kann deshalb einen Bewilligungsentzug rechtfer-
tigen, wenn eine ausländische Person sich von strafrechtlichen Massnahmen 
bzw. ausländerrechtlichen Verwarnungen nicht beeindrucken lässt und damit 
zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die hier geltende 

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Ordnung zu halten (BGE 137 II 297 Erw. 3.3; Urteil BGer 2C_562/2011 vom 
21.11.2011 Erw. 3.2). In diesem Fall ist nicht die Schwere der verhängten Stra-
fen, sondern die Vielzahl der Delikte und die sich daraus ergebende Unverbes-
serlichkeit für den Widerruf ausschlaggebend (Urteile BGer 2C_214/2022 vom 
25.8.2022 Erw. 5.2; 2C_268/2021 vom 21.10.2021 Erw. 3.1; 2C_43/2018 vom 
28.6.2018 Erw. 3.2.2; 2C_526/2015 vom 15.11.2015 Erw. 3.1; 2C_446/2014 vom 
5.3.2015 Erw. 3.2).

4.3.1  Dem vom AfM am 21. März 2022 verfügten und vom Regierungsrat mit 
RRB Nr. 469/2022 vom 8. Juni 2022 bestätigten Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung liegen 24 rechtskräftige Strafbefehle zugrunde, welche seit der (Wieder) 
Einreise des Beschwerdeführers im Rahmen des Familiennachzugs im Juni 2010 
gegen ihn ergangen sind (vgl. dazu Ingress lit. C, D, E und G). Hinzu kommen 
zwei weitere rechtskräftige Strafbefehle vom 23. Februar 2022 und vom 29. April 
2022, von denen das AfM erst nach Erlass der Verfügung vom 21. März 2022 
Kenntnis erhalten hat (vgl. dazu Ingress lit. L hiervor; Erw. 4.3.2 hiernach). 

Bereits vor seiner Wiedereinreise im Juni 2010 wurde der Beschwerdeführer auf-
grund verschiedener Straffälligkeiten mit Geldstrafen, Bussen und gar mit einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 5 Wochen bestraft sowie zweimal (am 
30.11.2004 und 10.12.2008) mit einer Einreisesperre belegt. Während der zwei-
ten Einreisesperre wurde er wegen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigem 
Aufenthalt bestraft und ausgeschafft (vgl. dazu Ingress lit. A, angefochtener RRB 
Nr. 469/2022 Sachverhalt lit. C, Verfügung AfM Sachverhalt Ziff. 3). 

4.3.2  Neben den reihenweisen Verurteilungen nach der Wiedereinreise des   
Beschwerdeführers im Juni 2010 zu Bussen im Gesamtbetrag von knapp 
Fr. 12'000.--, grossmehrheitlich wegen zahlreich verübten geringfügigen Vermö-
gensdelikten (Betrug) oder geringfügigen Diebstählen wurden der Beschwerde-
führer am 12. März 2019 und am 23. April 2021 zudem zu Geldstrafen (von 30 
und 80 Tagessätzen) verurteilt, wobei bei letzterer Verurteilung die bedingte Ge-
währung der ersten Geldstrafe von 30 Tagessätzen widerrufen und miteinbezo-
gen wurde (Vi-act. II-01 S. 614 - 616; 993 - 998). Mit den aktuellsten rechtskräfti-
gen Strafbefehlen vom 23. Februar 2022 und vom 29. April 2022 wurde der Be-
schwerdeführer weitere zwei Male zu unbedingt ausgesprochenen Geldstrafen 
(von 70 resp. 50 Tagessätzen) verurteilt (Vi-act. II-01 S. 1084 - 1090 = Beilagen 
in Vi-act. II-02). Daraus resultieren Geldstrafen von rund Fr. 9'000.--. 

4.3.3  Der Beschwerdeführer liess sich von der ersten gegen ihn verfügten Ein-
reisesperre vom 30. November 2004 bis November 2006 offensichtlich wenig 
beeindrucken, erging doch am 10. Dezember 2008, wegen verschiedener 

11

Straffälligkeiten, bereits eine zweite Einreisesperre, welche den Beschwerdefüh-
rer jedoch nicht davon abzuhalten vermochte, am 21. August 2009 rechtswidrig 
in die Schweiz einzureisen (vgl. Ingress lit. A). 

Wie diese Einreisesperren verfehlten auch die ausländerrechtlichen Verwarnun-
gen vom 13. September 2016 (Vi-act. II-01 S. 476 f.) und vom 21. Dezember 
2018 (Vi-act. II-01 S. 584 - 586) ihr Ziel, resp. blieben ohne die erhoffte Wirkung, 
den Beschwerdeführer dazu zu veranlassen, von seinem deliktischen Handeln 
abzulassen. Gänzlich wirkungslos verpuffte hernach auch die mit der förmlichen 
Androhung verbundenen Verwarnung vom 16. Juni 2020, dass dem Beschwer-
deführer die Niederlassungsbewilligung widerrufen und er aus der Schweiz weg-
gewiesen werde, falls er sich nicht an die Rechtsordnung halte und erneut 
straffällig werde (Vi-act. II-01 S. 875 - 879). Seit deren Erlass ergingen neun wei-
tere rechtskräftige Strafbefehle gegen den Beschwerdeführer, von welchen sich 
nur einer (Vi-act. II-01 S. 912) auf Delikte bezog, welche er (ausschliesslich) vor 
der Widerrufsandrohung vom 16. Juni 2020 begangen hatte (vgl. Ingress lit. G 
und L hiervor). Wie bereits dargelegt, wurde der Beschwerdeführer seither neben 
Bussen in drei Strafverfügungen auch zu Geldstrafen von insgesamt 200 Tages-
sätzen verurteilt (vgl. Erw. 4.3.3 hiervor). 

4.4.1  Zusammenfassend lässt sich nicht beanstanden, dass die Vorinstanzen 
angesichts der fortwährenden Straffälligkeiten des Beschwerdeführers über all 
die Jahre hinweg, von welcher er sich trotz strafrechtlicher Ahndung, Einreise-
sperren und mehreren migrationsrechtlichen Verwarnungen nicht abbringen 
liess, zum Schluss gelangt sind, dass der Beschwerdeführer ganz offenbar auch 
künftig nicht gewillt oder fähig sein wird, sein Verhalten anzupassen und die hie-
sige Rechtsordnung zu respektieren und ihm damit einen schwerwiegenden Ver-
stoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 
lit. b AIG vorgeworfen haben (vgl. Erw. 4.2 hiervor; angefochtener RRB 
Nr. 469/2022 Erw. 4.4 und Erw. 4.6, Verfügung AfM Erw. 3).

Hieran ändert auch nichts, wenn der Beschwerdeführer die gegen ihn verhängten 
Bussen und Geldstrafen - soweit bekannt - bezahlt und auch sonst seinen öffent-
lich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen nachgekommen ist. Das 
trotz mehrfachen migrationsrechtlichen Sanktionen und Verwarnungen unver-
mindert anhaltende, mithin von einer beharrlichen Uneinsichtigkeit geprägte, 
strafbare Verhalten des Beschwerdeführers erfüllt die Voraussetzungen des Wi-
derrufsgrundes von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG bereits für sich allein.

4.4.2  Hinsichtlich der Angaben des Beschwerdeführers gegenüber dem AfM vom 
11. Februar 2022 und gegenüber dem Regierungsrat vom 28. März 2022, wo-

12

nach er in Zukunft keine Gesetzwidrigkeiten begehen werde, weil er jetzt eine 
AHV-Rente sowie Ergänzungsleistungen erhalte und davon seinen Lebensunter-
halt finanzieren könne (Vi-act. II-01 S. 1048; 1064), ergibt sich aus der 
Aktenlage, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Februar 2021 eine um 
2 Jahre vorbezogene Rente der AHV in der Höhe von Fr. 271.-- erhält (Vi-act. II-
01 S. 1069 f.). Am 20. September 2021 sprach ihm die Ausgleichskasse zudem 
rückwirkend ab 1. März 2021 Ergänzungsleistungen von monatlich Fr. 1'486.-- 
sowie Prämienvergütung Krankenkasse (Auszahlung direkt an die Krankenkas-
se) zu. Aus den rückwirkend zugesprochenen Ergänzungsleistungen resultierte 
eine Nachzahlung von total Fr. 10'402.-- (7 x 1'486.--), von welcher Fr. 4'658.-- 
verrechnungsweise an E.________ ging und Fr. 5'743.90 am 29. September 
2021 auf das Konto des Beschwerdeführers überwiesen wurde (Vi-act.  II-01 
S. 1078 f.) 

Obschon also der Beschwerdeführer seit 1. Februar 2021 eine vorbezogene 
AHV-Rente erhält, ihm am 29. September 2021 die Ergänzungsleistungen von 
März - September 2021 (abzüglich der Verrechnung an E.________) nachbe-
zahlt wurden und er seither monatlich eine AHV-Rente sowie Ergänzungsleistun-
gen bezieht, beging er gemäss den rechtskräftigen Strafbefehlen der Staatsan-
waltschaften St. Gallen und Aargau vom 23. Februar/29. April 2022 (Vi-act. II-01 
S. 1084 - 1090 = Beilagen in Vi-act. II-02) am 29. September 2021 in 
H.________ einen versuchten Betrug, am 10. November 2021 in I.________ 
einen Trickbetrug und am 22. Dezember 2021 in J.________ einen 
Hausfriedensbruch und einen weiteren versuchten Betrug.

Mit dieser unverdrossen weitergeführten Delinquenz in jüngster Zeit hat der Be-
schwerdeführer seine Beteuerungen vom 11. Februar/28. März 2022, sich wegen 
des Erhalts einer AHV-Rente sowie Ergänzungsleistungen nunmehr wohlzuver-
halten, eindrücklich widerlegt und aufgezeigt, dass er für die Fortsetzung seiner 
Betrügereien des vorgeblichen Rechtfertigungsgrundes des fehlenden Einkom-
mens nicht bedarf. Auch ein existenzsichernder Rentenbezug vermag ihn mit an-
deren Worten nicht dazu zu beeinflussen, künftig von seinen fortwährenden 
Straffälligkeiten abzulassen. 

5.1 Zu prüfen ist im Weiteren, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
verhältnismässig ist (vgl. Art. 96 AIG, Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999 und Art. 8 
Ziff. 2 Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
[EMRK; SR 0.101] vom 4.11.1950; BGE 135 II 377 Erw. 4.3). Bei der Prüfung 
sind namentlich die Schwere des Verschuldens bzw. die Natur des Fehlverhal-
tens des Betroffenen, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen 

13

Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden 
Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 Erw. 2.3.3 mit Hinweisen; 135 II 377 Erw. 
4.3). Die Niederlassungsbewilligung einer ausländischen Person, die sich schon 
seit langer Zeit hier aufhält, soll nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen 
werden; allerdings ist dies bei schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausge-
schlossen, wenn sie hier geboren ist und ihr ganzes bisheriges Leben im Land 
verbracht hat (vgl. BGE 139 I 31 Erw. 2.3.1). Handelt es sich um ausländische 
Personen, die - wie der Beschwerdeführer - nicht in den Anwendungsbereich des 
Freizügigkeits-abkommens fallen (vgl. Erw. 3.1 ff. hiervor), darf auch generalprä-
ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (Urteil BGer 2C_447/2017 
vom 10.9.2018 Erw. 2.3). 

5.2.1  Der Regierungsrat hat die Verhältnismässigkeit des Widerrufs der Nieder-
lassungsbewilligung im angefochtenen Beschluss bejaht. Unter Berücksichtigung 
der Häufigkeit der Delinquenz und der Wirkungslosigkeit der bisher verfügten 
strafrechtlichen und ausländerrechtlichen Massnahmen und der damit einherge-
henden latenten Gefahr weiterer Deliktsbegehungen hat er zu Recht auf ein er-
hebliches öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
an der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz erkannt (vgl. ange-
fochtener RRB Nr. 469/2022 Erw. 5.1). 

5.2.2  Zu den persönlichen Interessen des Beschwerdeführers auf Verbleib in der 
Schweiz hat der Regierungsrat ausgeführt, der mittlerweile 64-jährige Beschwer-
deführer lebe seit seiner (erneuten) Einreise im Juni 2010 während rund zwölf 
Jahren in der Schweiz. Die prägenden Kindheits- und Jugendjahre habe er in 
seinem Heimatland verbracht, wo er die Schulen besucht habe und sozialisiert 
worden sei. Abgesehen von seiner ehemaligen Ehefrau verfüge der Beschwerde-
führer über keine Verwandten in der Schweiz. Er beherrsche die kroatische 
Sprache gut und fahre alle sechs Monate nach Kroatien, um dort ein paar Tage 
zu verbringen. Zwar gebe der Beschwerdeführer selber (gegenüber dem AfM; 
vgl. Vi-act. II-01 S. 1048) an, in der Schweiz gut integriert zu sein. Konkrete Bei-
spiele für eine gute Integration vermöge er jedoch nicht zu benennen. 

Auch aus den Akten würden sich keine Anhaltspunkte für eine gute Integration 
ergeben. So sei über sein soziales Umfeld nichts bekannt. Indizien für eine er-
folgreiche Integration - wie etwa die Mitgliedschaft in einem Verein - seien nicht 
ersichtlich und würden vom Beschwerdeführer auch im Rahmen des Beschwer-
deverfahrens vor dem Regierungsrat nicht dargetan. Auch seien keine Gründe 
ersichtlich, die einen weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz 
erforderlich machen würden. Das AfM habe diesem Zusammenhang zutreffend 
festgehalten, dass der Beschwerdeführer seit Längerem in einem Zimmer im Ho-

14

tel K.________ in E.________ wohne (vgl. Vi-act. II-01 S. 960). Aufgrund der 
grundsätzlich vorübergehenden Natur dieser Art von Behausung sei ebenfalls 
nicht auf eine besonders tiefe Verwurzelung in der Schweiz zu schliessen. Ob-
wohl der Beschwerdeführer angebe, in der Schweiz gut integriert zu sein, sei 
mangels Substantiierung dieser Behauptung nicht von einem schützenwerten 
privaten Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz auszugehen (vgl. ange-
fochtener RRB Nr. 469/2022 Erw. 5.2).

5.2.3  In Bezug auf die wirtschaftliche Integration rechnete der Regierungsrat 
dem Beschwerdeführer positiv an, dass keine Betreibungen oder Verlustscheine 
gegen ihn verzeichnet seien. Er beziehe eine AHV-Rente sowie Ergänzungsleis-
tungen. Da es sich beim Beschwerdeführer somit um einen Rentner handle, stel-
le sich die Frage seiner beruflichen Integration im Heimatland nicht mehr. Anzei-
chen für eine gefährdete soziale Integration des Beschwerdeführers in Kroatien, 
wo er die Schulen besucht habe und sozialisiert worden sei, würden nicht beste-
hen. Die Ehe mit C.________ sei geschieden. Der Beschwerdeführer habe keine 
Kinder. Mangels anderer sozialer Bezüge zur Schweiz werde der Beschwerde-
führer aufgrund seiner Wegweisung nicht aus einem bestehenden sozialen Netz 
gerissen. 

Der Beschwerdeführer gebe zwar an, in Kroatien über keine Verwandten zu ver-
fügen. Dennoch halte er sich alle sechs Monate regelmässig für mehrere Tage in 
seinem Heimatland auf, was auf ein intaktes Beziehungsnetz im Heimatland 
schliessen lasse. Zudem beherrsche er die kroatische Sprache gut. Auch wenn 
die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Kroatien mit Herausforderungen 
verbunden sein dürfte, sei nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts aus-
schliesslich entscheidend, ob die persönliche, soziale und berufliche Integration 
im Heimatstaat stark gefährdet erscheine und nicht, ob ein Leben in der Schweiz 
einfacher wäre (mit Hinweis auf das Urteil BGer 2C_216/2009 vom 20.8.2009 
Erw. 3). Dies sei nach dem Gesagten zu verneinen. Soweit seine AHV-Rente für 
den Lebensunterhalt in Kroatien nicht ausreichend sein sollte, könne er das dor-
tige Sozialhilfesystem in Anspruch nehmen. Bei Kroatien handle es sich um ei-
nen EU-Staat, der über ein entsprechendes Sozialsystem verfüge. Hinzu komme, 
dass die Lebenshaltungskosten in Kroatien wesentlich günstiger seien als in der 
Schweiz. Es würden insgesamt keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass dem 
Beschwerdeführer eine Rückkehr nach Kroatien nicht zumutbar sein sollte (vgl. 
angefochtener (vgl. angefochtener RRB Nr. 469/2022 Erw. 5.3).

5.2.4  Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde um eine zweite Chan-
ce ersuche, ergebe sich, dass er seitens der Vorinstanz bereits mehrfach in Form 
von Verwarnungen und der Androhung des Widerrufs seiner Niederlassungsbe-

15

willigung zu einer Verhaltensänderung im Zusammenhang mit seiner fortgesetz-
ten Delinquenz aufgefordert worden sei. Nachdem er dazu in den vergangenen 
Jahren offensichtlich nicht in der Lage gewesen sei, habe er nun die Folgen sei-
nes Fehlverhaltens zu tragen. Eine nochmalige Verwarnung oder Androhung im 
Sinne einer milderen Massnahme sei nicht angezeigt. Da weiterhin eine erhebli-
che Gefahr bestehe, dass der Beschwerdeführer erneut Straftaten begehen wer-
de, sei sein persönliches Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz 
als weniger hoch einzustufen, als das öffentliche Interesse am Widerruf seiner 
Niederlassungsbewilligung und an seiner Wegweisung zum Schutz der öffentli-
chen Ordnung und Sicherheit. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung samt 
Wegweisung aus der Schweiz erweist sich somit auch als verhältnismässig (vgl. 
angefochtener RRB Nr. 469/2022 Erw. 5.3).

5.3 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vom 5. Juli 2022 keine 
Einwendungen vor, welche diese Verhältnismässigkeitsprüfung des Regierungs-
rates in Frage stellen würden. Der Beurteilung des Regierungsrates, dass das 
persönliche Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der 
Schweiz als weniger hoch einzustufen ist, als das öffentliche Interesse am Wider-
ruf seiner Niederlassungsbewilligung und an seiner Wegweisung zum Schutz der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit, ist beizupflichten.

Zu den vom Beschwerdeführer vornehmlich vorgetragenen wirtschaftlichen 
Schwierigkeiten, mit welchen er nach seiner Rückkehr in sein Herkunftsland zu 
rechnen hat, ist den vorstehend wiedergegebenen Ausführungen des Regie-
rungsrates nichts hinzuzufügen, wonach es am Beschwerdeführer liegen wird, 
das Sozialhilfesystem des EU-Staates Kroatien in Anspruch zu nehmen, soweit 
seine AHV-Rente für den Lebensunterhalt in Kroatien nicht ausreichend sein soll-
te (vgl. Erw 5.2.2 hiervor). Der Umstand, dass die Wirtschaftslage in seinem Her-
kunftsland schwieriger ist als in der Schweiz, reicht praxisgemäss nicht aus, um 
die Unzumutbarkeit der Rückkehr zu bejahen (vgl. BGE 137 II 345 Erw. 3.2.3). 
Weitere Hindernisse, die eine Rückkehr als unzumutbar erscheinen liessen, sind 
nicht ersichtlich und werden auch nicht konkret dargetan. Mit dem Regierungsrat 
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit den kulturellen und ge-
sellschaftlichen Gepflogenheiten in seiner Heimat nach wie vor vertraut ist.

Zutreffend ist sodann, dass dem Beschwerdeführer bereits zahlreiche Chancen 
in Form von migrationsrechtlichen Verwarnungen bis zur förmlichen Androhung 
des Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung und Wegweisung geboten wor-
den sind. Eine Verhaltensänderung liess sich dergestalt nicht herbeiführen (vgl. 
Erw. 4.3.3 hiervor). Soll die Verwarnung aber einen Sinn ergeben, kann ihre 
Missachtung grundsätzlich nicht ohne Konsequenzen bleiben, und muss sie die 

16

angedrohte Folge - falls verhältnismässig - nach sich ziehen, andernfalls die 
Verwarnung weitgehend ihres Sinnes entleert würde (vgl. Urteile BGer 
2C_43/2018 vom 28.6.2018 Erw. 4.4; 2C_526/2015 vom 15.11.2015 Erw. 4.6). 
Eine weitere Verwarnung als mildere Massnahme rechtfertigt sich nicht (Art. 96 
Abs. 2 AIG; vgl. auch Erw. 4.4.2 hiervor).

5.4 Im Ergebnis erweisen sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
die Wegweisung als verhältnismässig. Es liegt auch keine Verletzung des Rechts 
auf Achtung des Privat- und Familienlebens vor. Soweit Art. 8 EMRK und Art. 13 
Abs. 1 BV auf den kinderlosen, von seiner Schweizer Ehefrau geschiedenen Be-
schwerdeführer überhaupt anwendbar resp. durch den Widerruf seiner Nieder-
lassungsbewilligung tangiert ist, vermochte der Beschwerdeführer, wie der Re-
gierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 469/2022 (Erw. 5.2 f.) korrekt dargelegt 
hat, kein schützenwertes privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der 
Schweiz darzulegen (vgl. dazu Vi-act. II-01 S. 1048). Eine mit der 12 Jahre lan-
gen Aufenthaltsdauer angemessene Verwurzelung, mit entsprechend engen so-
zialen Beziehungen in der Schweiz, sind beim Beschwerdeführer offenbar nicht 
vorhanden; insbesondere kann bei seiner Delinquenz nicht die Rede sein von ei-
nem mindestens 10jährigen, unbescholtenen und rechtmässigen Aufenthalt in 
der Schweiz (vgl. BGE 144 I 266 Erw. 4.1 und 4.3).

6.1 Zusammenfassend steht fest, dass der Widerrufsgrund des schwerwiegen-
den Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von 
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfüllt ist und der Widerruf und die Wegweisung ebenso 
länder- wie konventionsrechtlich verhältnismässig sind, nachdem das öffentliche 
Interesse am Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zwecks Vermei-
dung weiterer Straftaten und damit an der Beendigung des Aufenthaltes des Be-
schwerdeführers in der Schweiz die entgegenstehenden privaten Interessen 
überwiegt. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuwei-
sen.

6.2 Diesem Ergebnis entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 Abs. 1 VRP). Anspruch 
auf eine Parteientschädigung besteht nicht.

17

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzlei-
kosten und Barauslagen) werden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und dem Be-
schwerdeführer auferlegt. Nachdem er einen Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe geleistet hat, ist die Rechnung ausgeglichen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113 ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 26. Oktober 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

18

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. November 2022