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**Case Identifier:** ac18fb45-0893-5533-953f-52b0cc632f20
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 24.05.2016 I/1-2015/165, 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2015-165--166_2016-05-24.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2015/165, 166

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 24.05.2016

Entscheiddatum: 24.05.2016

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 24.05.2016
Art. 84 Abs. 1 StG (sGS 811.1) und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG (SR 642.11). Die 
steuerpflichtige Gesellschaft erbrachte Zahlungen an einen in Deutschland 
wohnhaften wirtschaftlich Berechtigten. Bei den Zahlungen fehlten Angaben 
zu den vertraglichen Grundlagen bzw. den wirtschaftlichen Hintergründen 
der Zuwendung, weshalb sie strengen Anforderungen an den Nachweis von 
regulären Leistungen nicht genügten und nicht als geschäftsmässig 
begründete Aufwendungen anerkannt werden konnten, sondern zu Recht als 
verdeckte Gewinnausschüttungen erfasst wurden. Ebenso fehlten bei 
Zahlungen an verschiedene Drittpersonen bzw. Unternehmen 
entsprechende Nachweise. Bei gewissen Zahlungen war hingegen eine 
Aufrechnung nicht ausgewiesen. Der Antrag des kantonalen Steueramts auf 
Vornahme einer reformatio in peius war aufgrund der im 
Rechtsmittelverfahren eingereichten Belege gerechtfertigt (Urteil der 
Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, vom 24. Mai 2016, I/
1-2015/165, 166).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Fritz Buchschacher und Markus Frei, 

Gerichtsschreiber Philipp Lenz

 

 

X AG, Rekurrentin und Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

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und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Kantonssteuern und direkte Bundessteuer aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2013

 

Sachverhalt:

A.- Die X AG mit Sitz in B (nachfolgend: X AG) wurde am 15. Januar 2008 als 

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (P GmbH) mit einem Stammkapital von Fr. 

20‘000.– ins Handelsregister des Kantons St. Gallen eingetragen. Der 

Unternehmenszweck lautet wie folgt: „Planung und Bearbeitung von 

Marketingkonzeptionen für Absatzförderung, Leasingdienstleistungen und 

Projektrealisierungen, Verwaltung von eigenen und fremden Vermögenswerten, 

Erbringung von Finanz- und Treuhanddienstleistungen auf eigene und fremde 

Rechnung im In- und Ausland sowie Halten von Beteiligungen. Die Gesellschaft kann 

Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten, sich an anderen Unternehmungen 

beteiligen oder sich mit diesen zusammenschliessen sowie Grundstücke erwerben, 

verwalten und veräussern.“ Am 00. XXX 2013 (Transaktionsdatum) wurde das 

Stammkapital auf Fr. 150‘000.– erhöht und die Gesellschaft gemäss Umwandlungsplan 

vom 00. XXXX 2013 und Bilanz per 13. März 2013 mit Aktiven von Fr. 179‘197.24 und 

Fremdkapital von Fr. 26‘557.60 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die einzige 

Gesellschafterin, die N GmbH, S, erhielt für ihre bisherigen Stammanteile 1‘500‘000 

Aktien zu Fr. 0.10. Einziges Mitglied des Verwaltungsrats ist S, E/DE. M, C, der zugleich 

Geschäftsführer der N GmbH ist, wurde im Handelsregister mit der Funktion des 

Direktors eingetragen.

B.- Am 4. Dezember 2014 (Eingang beim Steueramt) reichte die X AG die 

Steuererklärung für das Jahr 2013 ein. Sie deklarierte einen steuerbaren Gewinn von 

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Fr. 1‘133.– und ein steuerbares Eigenkapital von Fr. 153‘639.–. Im beigelegten 

Jahresabschluss per 31. Dezember 2013 wies die steuerpflichtige Gesellschaft unter 

anderem die Aufwandkonten Nr. 4000 (EUR Dienstleistungen GL) und Nr. 4400 

(Dienstleistungen Beratung) aus. Auf dem Konto Nr. 4000 waren 27 Vergütungen 

zugunsten von S im Gesamtbetrag von Fr. 24‘052.78 verbucht, jeweils mit dem 

Buchungstext „Dienstleistungen GL“. Dem Konto Nr. 4400 wurden Vergütungen 

zugunsten verschiedener Empfänger in der Höhe von insgesamt Fr. 51‘865.82 belastet. 

Davon entfielen Fr. 34‘120.55 auf die I GmbH, I/DE, Fr. 7‘920.– auf die N Ltd, L/GB 

(Zweigniederlassung S), Fr. 7‘116.26.– auf die EC GmbH, K/A und Fr. 2‘709.01 auf 

verschiedene weitere Empfänger.

Mit E-Mail vom 16. Januar 2015 forderte die Veranlagungsbehörde Informationen zum 

Aktionariat der X AG, sämtliche Rechnungen zu den Aufwandkonten Nr. 4000 und Nr. 

4400 sowie die Verträge zu den Aktivkonten Nrn. 1500 bis 1512 an. Am 8. Mai 2015 

reichte die X AG verschiedene Unterlagen ein. Unter anderem die erste Seite des 

Aktionärsbindungsvertrags zwischen S und T, I/DE, aus der hervorging, dass diese 

beiden Aktionäre je 600‘000 Inhaberaktien der Gesellschaft hielten. Am 15. Mai 2015 

wurde die X AG aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2013 für die 

Kantonssteuern 2013 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 53‘300.– und ohne 

steuerbares Eigenkapital und für die direkte Bundessteuer 2013 mit einem steuerbaren 

Reingewinn von Fr. 53‘300.– veranlagt. Dabei reduzierte die Veranlagungsbehörde den 

in der Erfolgsrechnung 2013 ausgewiesenen Reingewinn von Fr. 5‘881.– um den 

Verlust des Vorjahres von Fr. 2‘146.– und nahm Aufrechnungen in der Höhe von 

Fr. 49‘640.– vor; davon Fr. 24‘052.– beim Konto Nr. 4000 und Fr. 24‘588.– beim Konto 

Nr. 4400. Zudem liess sie Gründungskosten im Umfang von Fr. 1‘000.– nicht zum 

Abzug zu. Die dagegen erhobenen Einsprachen wurden mit Entscheiden vom 19. Juni 

2015 abgewiesen.

C.- Mit Eingabe vom 14. Juli 2015 erhob die X AG bei der 

Verwaltungsrekurskommission Rekurs und Beschwerde. Sie beantragte, die 

Einspracheentscheide des Kantonalen Steueramts und die diesen zugrunde liegenden 

Veranlagungsverfügungen und Schlussrechnungen vom 15. Mai 2015 seien 

aufzuheben und die Angelegenheit sei an das Kantonale Steueramt zurückzuweisen; 

eventualiter sei auf die von der Vorinstanz ermessensweise vorgenommenen 

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Aufrechnungen in der Höhe von Fr. 48‘640.– (Konto Nr. 4000: Fr. 24‘052.– und Konto 

Nr. 4400: Fr. 24‘588.–) zu verzichten.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 28. September 2015 die 

Abweisung der Rechtsmittel. Sie habe die von der X AG im Rechtsmittelverfahren 

eingereichten Belege geprüft und festgestellt, dass der geschäftsmässig nicht 

begründete Aufwand höher zu beziffern sei, als bisher angenommen. Im Sinne einer 

reformatio in peius sei der steuerbare Gewinn deshalb um weitere Fr. 24‘273.– zu 

erhöhen und mit Fr. 79‘794.– zu veranlagen. Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin 

erhielt Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Dies tat sie mit Schreiben vom 26. Oktober 

2015. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung zur Beschwerde.

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Betrifft das Verfahren sowohl die Kantonssteuern als auch die direkte 

Bundessteuer, wie dies vorliegend der Fall ist, sind zwei Entscheide zu fällen. Diese 

können zwar beide im gleichen Dokument enthalten sein; dieses muss jedoch eine 

getrennte Begründung und ein getrenntes Dispositiv aufweisen, oder zumindest ein 

Dispositiv, das die beiden Steuern auseinanderhält (BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 

E. 8.3). Dies war beim Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 19. Juni 2015 der Fall. 

Nach einem neueren Urteil könne im Dispositiv sogar auf eine Unterscheidung 

zwischen beiden Steuern verzichtet werden, wenn die entschiedene Rechtsfrage im 

Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht gleich geregelt sei und für beide 

Kategorien von Steuern gleich begründet werden könne. Aus der Begründung müsse 

dann aber klar hervorgehen, dass der Entscheid sowohl für die direkte Bundessteuer 

als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern gelte (BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 

37 E. 1.3.1). Gleichwohl entscheidet das Bundesgericht auch bei Fragen, die sowohl 

auf Bundes- als auch auf kantonaler Ebene übereinstimmend geregelt sind, mit 

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separaten Dispositiven (vgl. z.B. Urteile [BGer] 2C_560/2014 und 2C_561/2014 vom 

30. September 2015, 2C_164/2013 und 2C_165/2013 vom 28. März 2014). Im Einklang 

damit werden der Rekurs und die Beschwerde vorliegend in einem einzigen Dokument 

behandelt, wobei im gemeinsamen Dispositiv beide Steuern auseinandergehalten 

werden.

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurs- sowie zur Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Rechtsmittel sind mit 

Eingabe vom 14. Juli 2015 rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des St. Galler 

Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und Art. 

48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf 

den Rekurs sowie auf die Beschwerde ist einzutreten.

3.- Umstritten sind die von der Vorinstanz vorgenommen Aufrechnungen auf den 

Konten Nr. 4000 in der Höhe von Fr. 24‘052.– (hinten E. 3c) und Nr. 4400 im Umfang 

von Fr. 24‘588.– (hinten E. 3d).

a) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die auf den Konten Nrn. 4000 und 4400 

verbuchten Aufwände seien nicht ausreichend belegt worden. Die Jahresrechnung 

verstosse deshalb gegen die Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung und sei 

deshalb handelsrechtswidrig. Sie könne nur bedingt als Grundlage für die Besteuerung 

herangezogen werden. Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin habe den Nachweis, 

dass die auf dem Konto 4000 verbuchten Aufwände geschäftsmässig begründet seien, 

nicht erbracht. Hinsichtlich des Kontos Nr. 4400 sei aufgrund der im 

Rechtsmittelverfahren eingereichten Belege festzustellen, dass die Zahlungen an die 

Schwestergesellschaft N Ltd in der Höhe von Fr. 7‘920.–, an die I GmbH in der Höhe 

von Fr. 34‘120.–, an die EC GmbH in der Höhe von Fr. 5‘913.– (richtig: Fr. 7‘116.26) 

und an Kin der der Höhe von Fr. 908.– geschäftsmässig nicht begründet seien. Die 

übrigen Aufwände seien zweifellos begründet. Daraus ergebe sich, dass zusätzliche 

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Aufrechnungen im Umfang von Fr. 24‘273.– vorzunehmen seien. Der steuerbare 

Gewinn 2013 sei folglich auf Fr. 79‘794.– festzusetzen.

Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin hielt dem zusammengefasst entgegen, sie sei 

international als Beratungs-, Konzepterstellungs- und Planungsfirma für alternative 

Energieanlagen tätig. Dazu bediene sie sich immer wieder der Dienste externer 

Dienstleister vor Ort. Diese zugekauften Dienstleistungen müssten abgegolten werden. 

Die Einzelbelege seien vor kurzem eingegangen und lägen der Eingabe bei. Die 

Buchungen auf dem Konto Nr. 4000 (richtig: 4400) seien somit sowohl sachlich als 

auch rechnerisch nachvollziehbar. Die im Konto Nr. 4400 (richtig: 4000) erfassten 

Zahlungen an S seien gestützt auf die eingereichten Belege als Honorar für seine 

Tätigkeit für sie im vollen Umfang anzuerkennen. Herr S sei alleiniger Aktionär, und alle 

Einnahmen seien durch Dienstleistungen von ihm erwirtschaftet worden.

b) Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der 

Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet 

sind. Beweisbelastet für diese steuermindernden Tatsachen ist gemäss der 

allgemeinen Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 77 zu Art. 123 DBG). Bei einer 

buchführenden Steuerpflichtigen gilt der Massgeblichkeitsgrundsatz. Sie erbringt den 

Beweis für grundsätzlich steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige 

Begründetheit von Ausgaben usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf 

einer ordnungsgemässen Buchhaltung beruht. Kann jedoch die Steuerbehörde den 

Hauptbeweis der buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. 

Umstände darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von 

gewissen Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen 

Person, diese Zweifel auszuräumen. Bei verdeckten Gewinnausschüttungen wirkt sich 

dies wie folgt aus: Ist streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft überhaupt eine 

Gegenleistung des Beteiligten gegenüberstehe, trägt die Gesellschaft die Beweislast 

für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung. Sie muss den Beweis für die 

geschäftsmässige Begründetheit der Leistung erbringen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, a.a.O., N 85 f. zu Art. 123 DBG). Verdeckte Gewinnausschüttungen stellen an 

sich Gewinnausschüttungen dar, welche aber von der ausschüttenden Gesellschaft 

nicht als solche offen ausgewiesen werden. Als verdeckte Gewinnausschüttung ist 

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dabei die Leistung einer juristischen Person zu würdigen, die sich selbst entreichert, 

um ihre Gesellschafter oder diesen nahe stehende Personen zu bereichern, indem sie 

ihnen bewusst geldwerte Vorteile zuwendet, welche sie Dritten nicht oder in wesentlich 

geringerem Umfang gewähren würde und die deshalb nicht geschäftsmässig 

begründet sind und welche sie nicht ordnungsgemäss als Gewinnverwendung 

verbucht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 141 zu Art. 20 DBG).

c) aa) Aus den Akten ist nicht ersichtlich, welche Aufgaben S für die Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin wahrnahm. Im Handelsregister ist er als Mitglied des 

Verwaltungsrats aufgeführt, während M früher als Geschäftsführer tätig war und seit 

dem 6. Dezember 2013 als Direktor eingetragen ist. Es wurde zwar ein 

Beratungsvertrag mit der SE GmbH, E/DE, ins Recht gelegt, in dem jedoch die P 

GmbH und S „persönlich“ als Auftragnehmer bezeichnet wurden und den S am 21. 

Januar 2013 unterzeichnete. Letzterer war für die GmbH zu diesem Zeitpunkt jedoch 

nicht zeichnungsberechtigt – er wurde erst nach der Umwandlung in eine 

Aktiengesellschaft am 6. Dezember 2013 ins Handelsregister eingetragen –, so dass 

sich aus diesem Vertrag nichts über das Arbeitsverhältnis zwischen der 

Steuerpflichtigen und S ableiten lässt. Folglich ist unklar, welche Leistungen den von S 

im Jahr 2013 bezogenen Vergütungen im Gesamtbetrag von € 20‘043.98 bzw. 

Fr. 24‘052.78 entgegenstanden. Den Akten liegen zwar acht Rechnungen von S bei, die 

sich jedoch auf lediglich € 8‘425.– belaufen und keine Informationen über die konkreten 

Aufträge sowie den Umfang und den Zeitpunkt der Beratungsleistungen enthalten. Mit 

den übrigen Belegen können zwar Auslagen nachgewiesen werden, ob diese im 

Zusammenhang mit Tätigkeiten für die Steuerpflichtige anfielen, ist jedoch offen. 

Ausgaben für Restaurantbesuche, Benzin und Flugtickets könnten auch mit privaten 

Aktivitäten begründet werden.

bb) Somit ist nicht dargetan, dass den Leistungen der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin an den Gesellschafter S eine entsprechende Leistung 

entgegenstand. Insbesondere fehlt es am Nachweis der geschäftsmässigen 

Begründetheit (M. Reich, in: Martin Zweifel/Peter Athanas (Hrsg.), Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Aufl. 2008, Art. 20 DBG N 46; Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 142 zu Art. 20 DBG). Dabei fällt ins Gewicht, dass der 

Zahlungsempfänger in Deutschland ansässig ist und nach der bundesgerichtlichen 

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Rechtsprechung besonders strenge Beweiserfordernisse zu beachten sind, wenn es 

um internationale Geschäfts- und Rechtsbeziehungen geht, weil sich die Verhältnisse 

des ausländischen Leistungsempfängers der Kontrolle durch die inländischen 

Steuerbehörden entziehen. Bei Zahlungen ins Ausland ist somit nicht nur der 

Empfänger zu nennen, sondern es sind die gesamten Umstände darzulegen, die im 

konkreten Fall zu deren Ausrichtung geführt haben. Es sind die Verträge der jeweiligen 

Grundgeschäfte vorzuweisen sowie allfällige schriftliche Provisionsvereinbarungen, 

ferner die lückenlos dokumentierte Korrespondenz mit den Zahlungsempfängern und 

den allenfalls involvierten Banken. Die geschäftsmässige Begründetheit muss auch in 

einem solchen Fall derart nachgewiesen werden, dass sich die Steuerbehörde 

vergewissern kann, dass geschäftliche Gründe und nicht die engen persönlichen und 

wirtschaftlichen Beziehungen für die geldwerte Leistung ausschlaggebend waren (Urteil 

des Bundesgerichts 2C_797/2012, 2C_798/2012 vom 31. Juli 2013 E. 2.2.2; Urteil des 

Verwaltungsgerichts B 2009/203 vom 11. Mai 2010 E. 3.2, in: www.gerichte.sg.ch).

cc) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht von einer verdeckten 

Gewinnausschüttung zugunsten des Gesellschafters S ausging und die auf dem Konto 

Nr. 4000 verbuchten Bezüge im Gesamtbetrag von Fr. 24‘052.78 dem steuerbaren 

Gewinn zurechnete.

d) aa) Auf dem Konto Nr. 4400 (Dienstleistungen und Beratung) wurden Vergütungen 

im Gesamtbetrag von Fr. 51‘865.82 und zwei Gutschriften von Fr. 814.19 und 

Fr. 1‘875.– verbucht, was einen Saldo per 31. Dezember 2013 von Fr. 49‘176.63 ergab. 

Davon betrafen Fr. 34‘120.55 die I GmbH. Vertretungsberechtigter Geschäftsführer 

dieses Unternehmers ist T (vgl. http://XXX.de/de/content/impressum), der gemäss dem 

von der Pflichtigen am 8. Mai 2015 eingereichten Aktionärsbindungsvertrag damals 

ebenfalls Aktionär der Rekurrentin und Beschwerdeführerin war (act. 8/I-05); dies soll 

nun nicht mehr der Falle sein (act. 10). Die I GmbH reichte im Laufe des Jahres 2013 

sechs Rechnungen in der Höhe von insgesamt € 33‘500.– ein (Fr. 40‘200.– bei einem 

Umrechnungskurs von Fr. 1.20). Weshalb das Rechnungstotal nicht mit dem Total der 

auf dem Konto Nr. 4400 verbuchten Beträge in der Höhe von Fr. 34‘120.55 

übereinstimmte, ist unklar. Ebenso ist aus den Rechnungen der Zahlungsgrund nicht 

ersichtlich. Es wurde jeweils nur der Vermerk „Für Beratung und Kundenbetreuung 

berechnen wir für die Zeit vom …“ angebracht. Welcher Auftrag den Leistungen 

http://www.gerichte.sg.ch

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zugrunde lag, wurde nicht erwähnt. Dies reicht wie dargelegt nicht aus, um die 

geschäftsmässige Begründetheit einer Zahlung – insbesondere im 

grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr – nachzuweisen (vorne E. 3c/bb). Im 

Weiteren wurde auf den Rechnungen vom 25. November und 30. Dezember 2013 

jeweils vermerkt, die Auszahlung sei in bar und ratenweise erfolgt (act. 2). Quittungen 

oder weitere Belege zu diesen Barzahlungen wurden nicht eingereicht. Unerklärlich ist 

zudem, weshalb der am 30. Dezember 2013 in Rechnung gestellte Betrag von € 

5‘500.– bzw. Fr. 6‘500.– trotz Barzahlung dem Konto Nr. 2730 (CHF Passive 

Rechnungsabgrenzung) verbucht und per 31. Dezember 2013 auf der Passivseite 

bilanziert wurde. Angesichts dieser Ungereimtheiten und unter Berücksichtigung der 

erhöhten Beweisanforderungen bei internationalen Geldflüssen ist nicht dargetan, dass 

die Zahlungen an die vom Gesellschafter der Steuerpflichtigen geführten I GmbH 

geschäftsmässig begründet waren.

bb) Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin überwies der inzwischen vom 

Konkursrichter liquidierten (Verfügung vom 16. Juli 2014) N Ltd. im Jahr 2013 

insgesamt € 6‘600.– (Fr. 7‘920.–) in drei Zahlungen „for services provided“ (act. 8/II-06). 

Alleiniger Aktionär war nach Angaben der Rekurrentin und Beschwerdeführerin deren 

Gesellschafter S. Sowohl er als auch M waren im Handelsregister als Direktoren 

eingetragen. Welcher Art die Leistungen der N Ltd. waren, lässt sich den Akten nicht 

entnehmen. Es fällt jedoch auf, dass Letztere die Zahlungen der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin nicht auf dem Ertragskonto „Projektarbeiten“ verbuchte, sondern 

dem Passivkonto „Pxxx“ und in der Bilanz per 31. Dezember 2013 gegenüber der 

Schwestergesellschaft als Schuld in der Höhe von Fr. 7‘920.– auswies (act. 8/III-00). 

Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass die Steuerpflichtige die 

Schwestergesellschaft nicht für Dienstleistungen entschädigte, sondern ihr jeweils die 

notwendige Liquidität verschaffte, zumal das Bankkonto kurz vor den Vergütungen 

immer einen niedrigen Saldo aufwies (Fr. 4.81, Fr. 977.91, Fr. 928.10; act. 8/III-02). Die 

Zahlungen hatten deshalb Darlehens- und nicht Aufwandcharakter. Gegen die 

Aufrechnung dieser Beträge beim Reingewinn der Rekurrentin und Beschwerdeführerin 

ist deshalb nichts einzuwenden.

cc) Dem Konto Nr. 4400 wurden im Weiteren drei Zahlungen an die EC GmbH im 

Gesamtbetrag von Fr. 7‘116.26 (€ 5‘913.22) vergütet. Den Rechnungen ist zu 

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entnehmen, dass damit Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Recherche für 

die Entwicklung einer Elektrizitätsmaschine mit maximaler Energieeffizienz, 

Consultingleistungen im Zusammenhang mit der Finanzierung eines Algenprojekts („P 

Romania“) und der Finanzierung von Algenprojekten in Norwegen und der Türkei 

fakturiert wurden. Die Buchungen sind damit zwar nur knapp, aber ausreichend belegt, 

und die Zahlungsgründe sind nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass nicht von einer 

besonderen Nähe zwischen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin und der EC 

GmbH oder dessen Geschäftsführer auszugehen ist. Dass in diesem Zusammenhang 

keine angefangenen Arbeiten bilanziert wurden, wie die Vorinstanz vorbrachte, ist nicht 

zu beanstanden. Dazu wäre die Rekurrentin und Beschwerdeführerin nur dann 

verpflichtet gewesen, wenn es sich um noch nicht abgerechnete Dienstleistungen und 

Vorarbeiten für feste Aufträge von Kunden gehandelt hätte (Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, a.a.O., N 24 zu Art. 58 DBG). Eine Aufrechnung der Zahlungen an die EC 

GmbH rechtfertigt sich deshalb nicht.

dd) Die Zahlung von Fr. 908.06 an K ist nicht belegt. Der Vermerk „Zahlung erfolgte 

zum Bau einer Energieerzeugungsanlage an den Erfinder“ reicht nicht zum Nachweis 

der geschäftlichen Begründetheit. Auch dieser Betrag ist dem steuerbaren Gewinn 

2013 zuzurechnen.

e) Zusammenfassend ergibt sich, dass die von der Vorinstanz auf dem Konto Nr. 4400 

vorgenommenen Aufrechnungen um weitere Fr. 18‘360.– zu erhöhen sind (Fr. 34‘120.– 

+ Fr. 7‘920.– + Fr. 908.– abzüglich die von der Vorinstanz veranlagten – Fr. 24‘588.–). 

Die Aufrechnungen belaufen sich auf insgesamt Fr. 242‘000.– und fallen damit um 

Fr. 5‘913.– tiefer aus als von der Vorinstanz im Rechtsmittelverfahren beantragt. Der 

Rekurs und die Beschwerde sind folglich abzuweisen, und der Antrag der Vorinstanz, 

die Aufrechnungen um Fr. 24‘273.– zu erhöhen, ist teilweise gutzuheissen. Die 

Einspracheentscheide der Vorinstanz vom 19. Juni 2015 sind aufzuheben und die 

Sache ist zu neuer Veranlagung im Sinne der vorstehenden Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei hat sie auch die nach Art. 84 Abs. 2 lit. a StG bzw. 

Art. 59 Abs. 1 lit. a DBG zulässigen Steuerrückstellungen zu berücksichtigen.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Rekursverfahrens und 

des Beschwerdeverfahrens der Rekurrentin und Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 

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95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je Fr. 1‘000.– ist 

angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 2‘000.– sind zu 

verrechnen.

 

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.    Der Antrag des Kantonalen Steueramts, die Aufrechnungen um Fr. 24‘273.– zu

       erhöhen, wird teilweise gutgeheissen. Die Einspracheentscheide vom 19. Juni 

2015

       werden aufgehoben und die Sache zu neuer Veranlagung im Sinne der 

Erwägungen

       an die Vorinstanz zurückgewiesen.

4.    Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bezahlt die Kosten des Rekurs- und

       Beschwerdeverfahrens von je Fr. 1‘000.– unter Verrechnung des 

Kostenvorschusses

       von insgesamt Fr. 2‘000.–.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 24.05.2016
	Art. 84 Abs. 1 StG (sGS 811.1) und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG (SR 642.11). Die steuerpflichtige Gesellschaft erbrachte Zahlungen an einen in Deutschland wohnhaften wirtschaftlich Berechtigten. Bei den Zahlungen fehlten Angaben zu den vertraglichen Grundlagen bzw. den wirtschaftlichen Hintergründen der Zuwendung, weshalb sie strengen Anforderungen an den Nachweis von regulären Leistungen nicht genügten und nicht als geschäftsmässig begründete Aufwendungen anerkannt werden konnten, sondern zu Recht als verdeckte Gewinnausschüttungen erfasst wurden. Ebenso fehlten bei Zahlungen an verschiedene Drittpersonen bzw. Unternehmen entsprechende Nachweise. Bei gewissen Zahlungen war hingegen eine Aufrechnung nicht ausgewiesen. Der Antrag des kantonalen Steueramts auf Vornahme einer reformatio in peius war aufgrund der im Rechtsmittelverfahren eingereichten Belege gerechtfertigt (Urteil der Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, vom 24. Mai 2016, I/1-2015/165, 166).

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		2025-07-19T08:12:57+0200
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