# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82b933a1-97ad-5aa5-8760-c6a5922e47d0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.09.2020 S 2019 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-33_2020-09-08.pdf

## Full Text

Mitgeteilt am

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 33
ang

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis
Richter Meisser, Audétat 
Aktuar Paganini

URTEIL

vom 8. September 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,
Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,
Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____, geboren 1970, wohnhaft in X._____, war über ihre Arbeitgeberin 

C._____SA bei der B._____ AG berufs- und nichtberufsunfallversichert. 

Gemäss Schadensmeldung vom 6. März 2018 ist sie am 22. Dezember 

2017 beim Rennen ausgerutscht und hingefallen. Gleichentags erfolgte die 

Erstbehandlung in der Klinik D._____ in X._____, wo eine Knieprellung 

links diagnostiziert wurde. In der Folge wurde der Verlauf regelmässig 

durch die Klinik D._____ untersucht. 

2. Das MRI vom 15. Mai 2018 zeigte einen ausgedehnten Knorpeldefekt des 

Femurkondylus im medialen gewichttragenden Abschnitt, einem Knorpel-

defekt Grad IV entsprechend; eine Binnendegeneration mit Unterflächen-

einriss des Innenmeniskushinterhornes gegen die Pars intermedia; tiefgrei-

fende, teils bis kortikal reichende Knorpelfissuren retropatellär medial und 

zentral mit reaktivem Knochenmarködem der Patella gegen das Retinacu-

lum sowie einen begleitenden leichten Gelenkerguss mit kleiner Baker-

Zyste. Im Arztbericht vom 17. Mai 2018 diagnostizierten Dres. med. 

E._____ und F._____ von der Klinik D._____ einen Status nach Kniedis-

torsion vom Dezember 2017 mit osteochondraler Läsion medialer Femur-

kondyl links und medialer Meniskusläsion. Daraufhin führte Dr. med. 

E._____ am 11. Juni 2018 eine Operation (Kniearthroskopie mit Teilmenis-

kektomie medial, Microfracturing medialer Femurkondyl und Applikation 

Chondroguide-Membran) durch. 

3. Gestützt auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr. med. G._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

apparates FMH, vom 25. August 2018 stellte die B._____ AG mit Verfü-

gung vom 6. September 2018 ihre Leistungen aus der obligatorischen Un-

fallversicherung per 15. Januar 2018 ein.

4. Dagegen erhob A._____ Einsprache, die mit Einspracheentscheid vom 26. 

Februar 2019 abgewiesen wurde. Begründend führte die B._____ AG im 

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Wesentlichen an, gemäss ihrem beratenden Arzt Dr. med. G._____ seien 

die Knorpelschäden der medialen Femurkondyle und retropatellar wie auch 

die mediale Meniskusläsion nur möglicherweise auf das Ereignis vom 22. 

Dezember 2018 (recte: 2017) zurückzuführen. Laut Operationsbericht vom 

11. Juni 2018 bestünden erhebliche Knorpelschäden der medialen Femur-

kondyle und retropatellar Grad lll bis IV und eine mediale Meniskusläsion. 

Der Unfallhergang mit direkter Kontusion des linken Kniegelenks sei nicht 

geeignet gewesen, derartige Läsionen auszulösen. Ausserdem belege das 

MRI vom 15. Mai 2018 eine erhebliche degenerative Entwicklung der Ge-

lenkfläche mit medialer Meniskusläsion bei fehlenden Zeichen einer trau-

matischen Schädigung. Es handle sich um eine vorübergehende Ver-

schlimmerung, der Status quo sine sei drei Wochen nach dem Unfallereig-

nis erreicht worden. Die am 11. Juni 2018 durchgeführte Operation sei nicht 

unfallkausal.

5. Dagegen erhob A._____ am 1. April 2019 Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden mit den (sinngemässen) Anträgen, 

der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihr seien über den 15. Ja-

nuar 2018 hinaus die gesetzlichen Leistungen auszurichten; eventualiter 

sei eine Zweitmeinung beim Kantonsspital Chur oder von der Traumatolo-

gie des Universitätsspitals Zürich einzuholen. Sie machte im Wesentlichen 

geltend, beim Unfall habe sie das linke Knie so überdehnt, dass sie einen 

Ruck und ein Ziehen gespürt habe. Die drei vor der Operation durchgeführ-

ten Röntgenbilder hätten keine Arthrose gezeigt. Vor dem Unfall habe sie 

nie Beschwerden namentlich am Knie gehabt. 

6. In der Beschwerdeantwort vom 23. April 2019 schloss die B._____ unter 

Verweis auf den Einspracheentscheid auf die Abweisung der Beschwerde. 

7. In der Replik vom 20. Mai 2019 hob die Beschwerdeführerin insbesondere 

hervor, dass die Knorpelschäden am linken Knie erst anhand des MRI fünf 

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Monate nach dem Unfall sichtbar geworden seien und nur im Zusammen-

hang mit dem massiven Sturz vom 22. Dezember 2017 entstanden sein 

könnten. 

8. In der Duplik vom 31. Mai 2019 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren An-

trägen fest. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nach-

stehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 26. Februar 2019. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen ei-

nen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Be-

schwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben wer-

den, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhe-

bung ihren Wohnsitz hat. Die Beschwerdeführerin wohnt im Kanton 

Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zu-

ständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kan-

tonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen Einspracheent-

scheids ist die Beschwerdeführerin davon überdies berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). 

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Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Unfallversicherungs-

leistungen per 15. Januar 2018 für das Unfallereignis vom 22. Dezember 

2017 bezüglich der Beschwerden am linken Knie der Beschwerdeführerin 

eingestellt hat.

3.1. Gemäss Art. 61 lit. c ATSG stellt das kantonale Sozialversicherungsgericht 

unter Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid erheblichen Tatsachen 

fest; es erhebt die notwendigen Beweise und ist in der Beweiswürdigung 

frei. Der damit statuierte Untersuchungsgrundsatz zählt zu den wesentli-

chen Verfahrensvorschriften. Er verpflichtet Verwaltung und kantonales 

Gericht – unter Vorbehalt der Mitwirkungspflichten der Parteien – von sich 

aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sach-

verhalts zu sorgen und weist enge Bezüge zum Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung auf. Um den Sachverhalt feststellen und die Beweise frei 

würdigen zu können, müssen dem Sozialversicherungsgericht sämtliche 

Akten vorliegen, damit es entscheiden kann, welche Unterlagen für die Be-

urteilung des streitigen Falles wesentlich und welche nicht wesentlich sind. 

Es liegt demnach nicht im Belieben des Versicherungsträgers, im Be-

schwerdeverfahren dem Gericht nur jene Akten einzureichen, welche er als 

notwendig und für die Beurteilung des Falles entscheidend betrachtet. An-

dernfalls würden die dargelegten Beweisgrundsätze ihres Gehalts entleert 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2008 vom 5. Februar 2009 E.2.2 

m.H.). Im Streitfall sind beim Gericht die gesamten Akten einzureichen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_63/2009 vom 25. Januar 2010 E.2; BGE 135 

V 194 E.3.1). 

3.2. Die Beschwerdegegnerin reichte dem Verwaltungsgericht lediglich eine 

Auswahl der vorhandenen medizinischen Akten ein (vgl. Akten der Be-

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schwerdegegnerin [Bg-act.] M1-M5), wenn man davon ausgeht, dass sie 

im Besitz derselben Akten wie die Beschwerdeführerin gewesen war (vgl. 

Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] Berichte 1). Sie beschränkte sich 

auf diejenigen Akten, die in der Stellungnahme des sie beratenden Arztes, 

Dr. med. G._____, vom 25. August 2018 (Bg-act. M5) erwähnt wurden (vgl. 

Bg-act. M1-M4). Dies allein stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

dar. Dazu kommt, dass auch der Einspracheentscheid selbst allein die Stel-

lungnahme von Dr. med. G._____ würdigt, ohne die zahlreichen Arztbe-

richte über Untersuchungen, MRI und Operation durch die Ärzte der Klinik 

D._____ im fraglichen Zeitraum vom 22. Dezember 2017 bis zum Einspra-

cheentscheid am 26. Februar 2019 zu beurteilen, wobei unklar ist, was wie-

derum Dr. med. G._____ zur Beurteilung vorgelegt worden war. Der Ein-

spracheentscheid verletzt damit das rechtliche Gehör im Sinne einer Ver-

letzung der Begründungspflicht. Diese Gehörsverletzung wird auch im ge-

richtlichen Beschwerdeverfahren nicht geheilt, indem die Beschwerdegeg-

nerin nur auf den Einspracheentscheid verweist und bezüglich der medizi-

nischen Akten – so muss angenommen werden – nur eine Auswahl ins 

Recht legt. Allein aus diesen Gründen ist der Einspracheentscheid aufzu-

heben. Nachfolgend wird der Einspracheentscheid der Vollständigkeit hal-

ber dennoch auch materiell überprüft. 

4.1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen bei Berufsun-

fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 10 

Abs. 1 UVG hat die Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behand-

lung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Gemäss Art. 16 Abs.1 UVG hat die 

Versicherte Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie infolge des Unfalles voll 

oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist. 

4.2. Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversiche-

rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 

Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialver-

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sicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für 

die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-

chende Klarheit besteht. Bleiben erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit 

und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellungen, ist 

weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch 

neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesge-

richts 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E.2.1 m.H.). Waren im Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung entscheidende Fragen noch offen und konnten sie 

anhand der vorhandenen Akten nicht beantwortet werden, gebietet es die 

Abklärungspflicht des Unfallversicherers und der Untersuchungsgrundsatz, 

die angeführten Fragen mittels Gutachten zu klären (Urteil des Bundesge-

richts 8C_396/2012 vom 16. Oktober 2012 E.4.4).

4.3. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Schä-

digung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_269/2017 vom 13. September 2017 E.4.1 mit Hin-

weis auf BGE 129 V 177 E.3; BGE 142 V 435 E.1). Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor-

handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in 

der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-

hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 

ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-

dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

(BGE 142 V 435 E.1, 129 V 177 E.3.1; SVR 2018 UV Nr. 42 S. 150, Urteile 

des Bundesgerichts 8C_813/2017 vom 6. Juni 2018 E.3.2, 8C_689/2019 

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vom 9. März 2020 E.5.3). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

körperlicher Beeinträchtigungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingren-

zung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden 

Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 356 

E.3.2, 138 V 248 E.4).

4.4. Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin anfänglich ihre Leistungs-

pflicht nach UVG und erbrachte die gesetzlichen Leistungen bis zum 14. 

Januar 2018.

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Un-

fallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ur-

sache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zu-

stand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-

lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die ent-

sprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegrün-

dender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der Ver-

sicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten 

sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für 

sämtliche Leistungsarten massgebend (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

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8C_689/2019 vom 9. März 2020 E.5.3, 8C_261/2018 vom 26. Juni 2018 

E.3.1, 8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.2, 8C_17/2017 vom 4. April 

2017 E.2.2).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlich-

keit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteil des Bundesgerichts 

8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.3 m.H.). Solange jedoch der Status 

quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer 

gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch 

die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Demnach hat die ver-

sicherte Person bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante auch An-

spruch auf eine zweckgemässe Behandlung, die auch operative Eingriffe 

umfassen kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_715/2016 vom 6. März 2017 

E.4.3 m.H.; vgl. zum Status quo sine vel ante: SVR 2019 UV Nr. 9 S. 26; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_93/2020 vom 1. April 2020 E.3, 

8C_421/2018 vom 28. August 2018 E.3.2; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E.2.1.1). Dabei hat 

der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin-

gen. Welche Ursachen (Krankheit, Geburtsgebrechen oder degenerative 

Veränderungen) ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich uner-

heblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Ge-

sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahinge-

fallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E.3b). Ebenso wenig muss der 

Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheits-

schaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Ge-

sundheit sei (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 

2020 E.3.2, 8C_840/2019 vom 14. Februar 2020 E.3.2; SVR 2008 UV Nr. 

11 34 E.3.3 [U 290/06]; vgl. auch Urteile 8C_570/2014 vom 9. März 2015 

E.6.2 und 8C_17/2007 vom 4. April 2017 E.2.2). 

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4.5. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Ana-

mnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-

leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 

134 V 231 E.5.1). Zur Frage der Berichte und Gutachten versicherungsin-

terner Fachpersonen gilt der Grundsatz, dass ein Anstellungsverhältnis 

dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen lässt. Es bedarf vielmehr beson-

derer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-

lung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E.4.4, 125 

V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall aber ohne Einholung eines ex-

ternen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 

V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 122 V 157 E.1d). 

4.6. Dr. med. G._____ als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin ist bezüg-

lich Beweiswert seiner ärztlichen Beurteilung einem versicherungsinternen 

Arzt gleichzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 8C_608/2015 vom 17. De-

zember 2015 E.3.3.3, 8C_557/2015 vom 7. Oktober 2015 E.5.2). Nachfol-

gend zu prüfen ist, ob seine Einschätzung von den übrigen (medizinischen) 

Akten in Zweifel gezogen wird. 

4.6.1. Unmittelbar nach ihrem Sturz am 22. Dezember 2017 hat sich die Be-

schwerdeführerin in die Notfallaufnahme der Klinik D._____ in X._____ be-

geben. Die Notfalluntersuchung ergab hinsichtlich des linken Knies gemäss 

Arztbericht der Dres. med. H._____ und I._____ der Klinik D._____ vom 

28. Dezember 2017 folgende Befunde: "Knie links: Haut intakt, geringe 

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Schwellung im Bereich der Ansatzstelle des Ligamentum patellae, pDMS 

intakt, Druckdolenz über dem medialen Gelenkspalt und im Bereich des 

Ligamentum patellae. Schmerzen bei Varus- und McMurray-Test eben 

über der Tibiavorderkante. Lachman und Schublade negativ. ROM: Kein 

Streck- oder Beugedefizit. Bildgebende Befunde Knie links: Keine frischen 

ossären Läsionen sichtbar" (Bf-act. Berichte 1; Bg-act. M1). Im Verlaufsbe-

richt vom 27. Dezember 2017 diagnostizierte Dr. med. J._____, Klinik 

D._____, eine Innenbandläsion Knie links und wies folgenden Befund aus: 

"äusserlich reizloses Knie, kein Erguss, Druckdolenz im Bereich des Innen-

bandes. Keine Meniskuszeichen" (Bf-act. Berichte 1). Über die Verlaufs-

kontrolle vom 16. Januar 2018 berichteten Dres. med. H._____ und 

F._____, Klinik D._____, am 18. Januar 2018 betreffend das linke Knie von 

einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden unter regelmässigen Phy-

siotherapieanwendungen. Jedoch verspüre die Beschwerdeführerin 

Schmerzen auf dem Patellaunterpol am Ansatz der Patellasehne sowie 

über der Bursa infrapatellaris. Der Befund des linken Knies lautete wie folgt: 

"äusserlich reizloses Knie, kein Erguss. Leichte Druckdolenz im Bereich 

des Ansatzes der Patellasehne sowie leicht über dem Innenband. Ansons-

ten stabiles Kniegelenk" (Bf-act. Berichte 1). Im Verlaufsbericht vom 14. 

Februar 2018 (Bf-act. Berichte 1) schilderten Dres. med. K._____ und 

L._____, Klinik D._____, wie die Beschwerdeführerin beschrieb, betreffend 

die Problematik an der rechten Schulter sowie am linken Kniegelenk und 

an der rechten Hand nach dem Sturz vom 22. Dezember 2017 weitestge-

hend beschwerdefrei zu sein. Der Befund des Kniegelenks links beschrie-

ben sie wie folgt: "in vollem Umfang beweglich, nicht schmerzhaft. Kniege-

lenk bandstabil". Nach der nächsten Verlaufskontrolle hielt Dr. med. 

H._____, Klinik D._____, am 26. März 2018 hinsichtlich des Knies fest, die 

Situation im Bereich des Kniegelenks sei weitgehend erholt. Am Knie 

bestünden reizlose und stabile Verhältnisse sowie volle Beweglichkeit (Bf-

act. Berichte 1). Im Verlaufsbericht vom 9. Mai 2018 (Bf-act. Berichte 1) 

wiesen Dres. med. M._____ und I._____, Klinik D._____, einen Status 

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nach Kniedistorsion vom Dezember 2017 mit Verdacht auf Kniebinnenlä-

sion (VKB- und MCL-Läsion) aus. Sie hielten fest, dass die Beschwerde-

führerin immer noch intermittierend belastungsabhängige Schmerzen im 

linken Knie seit der Kniedistorsion äussere. Der Befund des linken Knies 

lautete wie folgt: "pDMS und Haut intakt. Keine Ergusszeichen. Lachmann 

sowie vordere Schublade mit verlängertem Weg, jedoch hartem Anschlag. 

Hintere Schublade negativ. Meniskuszeichen negativ. Leichte Druckdolenz 

im Verlauf des MCL, jedoch keine Aufklappbarkeit. LCL intakt." Die Rönt-

genbilder des linken Knies (a.p./seitlich) zeigten keine Hinweise auf frische 

ossäre Läsionen (Bf-act. Berichte 1). Das MRI des linken Knies durch Dr. 

med. N._____, Klinik D._____, vom 15. Mai 2018 ergab folgenden Befund: 

"Mediales Kompartiment: Horizontaler schräg in die Unterfläche verlaufen-

der Einriss des Hinterhornes gegen die Pars intermedia. Hier zusätzlicher 

kleiner radiärer Riss. Leichte Subluxation des Vorderhornes. Umschrie-

bene tiefgreifende Knorpelulzeration/Einriss des Femurcondylus im ge-

wichttragenden Abschnitt mit einer Grösse von ca. 11 x 8 mm. Geringe 

Ausdünnung des Knorpels tibialseits. Intakter Seitenbandapparat. Latera-

les Kompartiment: Normal hypointenser Meniskus. Leichte Knorpelinhomo-

genitäten femorotibial. Intakter Seitenbandapparat. Mittellinienstrukturen 

und retropatelläres Kompartiment: Intakte Kreuzbänder und normales Lig. 

patellae. Die Patella ist zentriert. Tiefgreifende bis kortikal reichende Knor-

pelfissuren medial als auch zentral. Leichtes Knochenmarködem in der Pa-

tella am Übergang zum medialen Retinaculum. Gelenkerguss mit angedeu-

teter Baker-Zyste." Dr. med. N._____ beurteilte den Kniezustand wie folgt: 

"Ausgedehnter Knorpeldefekt des Femurcondylus im medialen gewichttra-

genden Abschnitt, einem Knorpeldefekt Grad IV entsprechend. Binnende-

generation mit Unterflächeneinriss des Innenmeniskushinterhornes gegen 

die Pars intermedia. Tiefgreifende, teils bis kortikal reichende Knorpelfissu-

ren retropatellär medial und zentral mit reaktivem Knochenmarködem der 

Patella gegen das Retinaculum. Begleitender leichter Gelenkerguss mit 

kleiner Baker-Zyste (Bf-act. Berichte 1; Bg-act. M2). Dres. med. E._____ 

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und F._____, Klinik D._____, diagnostizierten im Arztbericht vom 17. Mai 

2018 über die Sprechstunde vom 15. Mai 2018 einen Status nach Kniedis-

torsion vom Dezember 2017 mit osteochondraler Läsion des medialen Fe-

murkondylus links und medialer Meniskusläsion. Als Befund stellten sie 

fest: "Knie links: Reizloses Integument. Keine Schwellung. Minime Erguss-

bildung. Druckdolenz über medialen Gelenkspalt bei positivem Meniskus-

Zeichen. Keine mediale oder laterale Aufklappbarkeit. Lachman-Test sowie 

vordere und hintere Schublade negativ. pDMS intakt" (Bf-act. Berichte 1; 

Bg-act. M3). Im Operationsbericht der Klinik D._____ vom 11. Juni 2018 

wurde folgende Diagnose am linken Knie gestellt: "Zustand nach Kniedis-

torsion mit medialer Meniskusläsion, ausgestanzte Chondromalazie Grad 

IV medialer Femurcondyl, retropatellare Chondromalazie Grad III bis IV". 

Als Haupteingriff am linken Knie wurde eine Kniearthroskopie, eine Teilme-

niskektomie medial, ein Microfracturing medialer Femurcondyl und eine 

Applikation Chondroguide-Membran durchgeführt (Bf-act. Berichte 1; Bg-

act. M4). Postoperativ wurde im Austrittsbericht der Dres. med. E._____, 

K._____ und O._____, Klinik D._____, vom 14. Juni 2018 (Bf-act. Berichte 

1) eine Teilbelastung von 10 kg für 6 Wochen empfohlen. Im ersten Nach-

kontrolle-Bericht nach der Operation vom 25. Juni 2018 berichteten die 

Dres. med. E._____ und O._____, Klinik D._____, dass die Beschwerde-

führerin mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden sei. Als Befund führten 

sie Folgendes an: "Reizlose Wundsituation; kein Hinweis auf lokale Infekti-

onszeichen; keine Ergussbildung palpabel" (Bf-act. Berichte 1). In den wei-

teren Nachkontroll-Berichten wurde Folgendes angegeben: Am 17. Juli 

2018 wurde von einem regelrechten Verlauf berichtet; die Beschwerdefüh-

rerin sei komplett schmerz- und beschwerdefrei, wobei die Beschwerdefüh-

rerin Gehstöcke benutze; es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 

28. August 2018. Am 28. August 2018 bestätigte Dr. med. E._____ die volle 

Arbeitsunfähigkeit. Am 9. Oktober 2018 gab er an, das reizlose Knie sei nur 

noch mässig geschwollen; es bestehe eine leichte Druckdolenz im media-

len Portal; die Flexion betrage 135° bei vollständiger Extension; das Gelenk 

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sei stabil. Unter Fortsetzung der physiotherapeutischen Beübung hätten 

sich die Restbeschwerden deutlich gebessert; es zeige sich ein zufriedens-

tellender Verlauf; die Beschwerdeführerin benutze ausser Haus zur Sicher-

heit noch den Gehstock. Ab 21. November 2018 sollte die Beschwerdefüh-

rerin zu 50 % arbeitsfähig sein (vgl. für alle Bf-act. Berichte 1). Im Bericht 

zur Nachkontrolle von Dr. med. E._____, Klinik D._____, vom 8. Januar 

2019 hielt Dr. med. E._____ fest, dass das Knie im Wesentlichen reizlos 

sei, mit nur noch ganz wenigem Erguss. Die Flexion sei bis 135° bei 

vollständiger Extension möglich. Man sehe klinisch keine Meniskuszei-

chen. Die Beschwerden hätten sich gebessert. Die Beschwerdeführerin 

habe aber insbesondere beim Treppensteigen noch Restbeschwerden. 

Zwischenzeitlich habe sie den Arbeitgeber gewechselt. Sie habe nun auch 

vermehrt sitzende Tätigkeiten, was in den letzten Wochen gut gegangen 

sei. Es bestehe noch eine Schwellungstendenz sowie berichte die Be-

schwerdeführerin noch über eine Schwäche muskulärer Art. Er wies ab 9. 

Januar 2019 bis 3. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, ab 4. 

Februar 2019 bis 24. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % und 

ab 25. Februar 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit aus (vgl. Bf-act. Berichte 1). 

In Absprache mit der Beschwerdeführerin, fragte Dr. med. E._____ die Be-

schwerdegegnerin an, ob sie einen allerletzten Physiotherapiezyklus bewil-

ligen würde (Bg-act. 16). Die Beschwerdegegnerin lehnte die Kostengut-

sprache ab, da sie am 6. September 2018 gestützt auf die Beurteilung ihres 

beratenden Arztes Dr. med. G._____ die Leistungseinstellung ab 15. Ja-

nuar 2018 verfügt hatte (vgl. Bg-act. 17 und 10). Im Bericht zur Abschluss-

kontrolle von Dr. med. E._____ vom 26. Februar 2019 führte er an, das 

Knie sei blande; es weise keinen Erguss auf und sei frei beweglich. Bezüg-

lich des Knies sei die Beschwerdeführerin zufrieden; störend seien hinge-

gen die Rückenbeschwerden (Bf-act. Berichte 1; vgl. zur Problematik an 

der LWS [schwere errosive Osteochondrose L5/S1 mit Diskusprotrusionen] 

MRI vom 26. Februar 2019 und Arztbericht vom 27. Februar 2019 [Bf-act. 

Berichte 1]). Die angebliche Re-Traumatisierung des linken Knies bei der 

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Physiotherapie im März 2019 ist für das vorliegende Verfahren nicht mehr 

beachtlich, da der Einspracheentscheid vom 26. Februar 2019 datiert (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 9C_559/2019 vom 9. Dezember 2019 E.1.3 

m.H.). 

4.6.2. Zur Beweislast, wonach die Beschwerdegegnerin den Eintritt des Status 

quo ante vel sine und damit den Wegfall der Unfallkausalität der vorhande-

nen Gesundheitsschäden zu beweisen hat, ist Folgendes zu bemerken: 

Die reine Aktenbeurteilung des beratenden Arztes Dr. med. G._____, Fach-

arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-

rates FMH, vom 25. August 2018 basiert auf Akten, die "bis und mit 21. 

August 2018 vorlagen", ohne diese einzeln und umfassend zu benennen 

(vgl. Bg-act. M5). Aus der Stellungnahme von Dr. med. G._____ geht nicht 

hervor, welche Akten ihm vorlagen und von ihm beurteilt wurden. Er be-

nennt lediglich den Bericht der Klinik D._____ vom 28. Dezember 2017 

über die Erstuntersuchung der Beschwerdeführerin (Bg-act. M1) und dann 

erst wieder den Bericht vom 15. Mai 2018 über das MRI des linken Knies 

vom 15. Mai 2018 (Bg-act. M2). Dazwischen hätten "nach Aktenlage" kei-

nerlei medizinische Behandlungen stattgefunden, was ihn zur Frage feh-

lender Brückensymptome führt (vgl. Bg-act. M5). Es stellt sich daher die 

Frage, ob Dr. med. G._____ die umfassenden Akten vorlagen, zu denen 

auch die Verlaufsberichte der Klinik D._____ zählen, in denen die Behand-

lungen (insbesondere Physiotherapie) beschrieben werden. 

4.6.3 Der natürliche Kausalzusammenhang der erhobenen Diagnosen wird von 

Dr. med. G._____ als "möglich" bezeichnet, d.h. mit "Aussagesicherheit 50 

% oder weniger". Dr. med. G._____ gibt auszugsweise wieder, was in der 

Unfallmeldung (Bg-act. K1) und in den Berichten der Klinik D._____ vom 

28. Dezember 2017 (Bg-act. M1), vom 15. Mai 2018 (Bg-act. M2) und im 

Operationsbericht vom 11. Juni 2018 (Bg-act. M4) anamnestisch und dia-

gnostisch festgestellt worden war. Was das Unfallereignis an sich anbe-

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langt, stellt er fest, der Unfallhergang mit direkter Kontusion des linken 

Kniegelenks sei nicht geeignet, derartige Läsionen auszulösen, ohne die 

angebliche Ungeeignetheit zu begründen. Ausserdem belege das MRI vom 

15. Mai 2018 (Bg-act. M2) eine erhebliche degenerative Entwicklung der 

Gelenkflächen mit medialer Meniskusläsion bei fehlenden Zeichen einer 

traumatischen Schädigung. Die Aktenbeurteilung von Dr. med. G._____ er-

scheint nicht beweiskräftig, da unklar ist, ob die ihm vorliegenden Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status er-

gaben, zumal die Beschwerdegegnerin noch im Beschwerdeverfahren le-

diglich vier medizinische Berichte (Bericht der Klinik D._____ vom 28. De-

zember 2017, MRI-Bericht der Klinik D._____ vom 15. Mai 2018, Bericht 

der Klinik D._____ vom 17. Mai 2018, Operationsbericht der Klinik D._____ 

vom 11. Juni 2018 [Bg-act. M1-M4]) ins Recht legte, obschon die Be-

schwerdeführerin über wesentlich mehr Akten verfügte. Es ist nicht auszu-

schliessen, dass der Untersuchungsbefund nicht lückenlos vorlag und Dr. 

med. G._____ somit nicht imstande war, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.3). Er beurteilt die Unfallkau-

salität nur als möglich, ohne die Beschwerdeführerin selbst untersucht zu 

haben. Die Frage nach unfallfremden Faktoren beantwortet er mit einem 

simplen "s.o.", so dass unklar bleibt, worauf sich der Verweis bezieht (z.B. 

auf degenerative Veränderungen?). Ohne Begründung stellt Dr. med. 

G._____ fest, es handle sich um eine vorübergehende Verschlimmerung 

und der Status quo sine sei drei Wochen nach dem Unfallereignis erreicht 

gewesen. Unter dem Gesichtspunkt obiger Ausführungen zum Beweiswert 

ärztlicher Berichte kommt dem Bericht von Dr. med. G._____ somit kein 

Beweiswert zu, denn er ist für die streitigen Belange nicht umfassend, be-

ruht allein auf (mutmasslich unvollständigen) Akten ohne Untersuchung der 

Beschwerdeführerin und berücksichtigt keine geklagten Beschwerden. Die 

Beschreibung der medizinischen Situation ist nicht umfassend, indem er 

die vorhandenen medizinischen Diagnosen verkürzt und in eigenen Worten 

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zusammenfassend beschreibt. Seine Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge leuchtet nicht ein und seine Schlussfolgerungen, wonach 

die Operation vom 11. Juni 2018 nicht unfallkausal gewesen sei, entzieht 

sich einer nachvollziehbaren Herleitung und schlüssigen Begründung. Die 

ersten beiden Berichte der Klinik D._____ vom 27. und vom 28. Dezember 

2017 diagnostizieren eine Knieprellung links bzw. eine Innenbandläsion. 

Nach Dokumentierung des Beschwerdeverlaufs im Januar, Februar, März 

und Mai 2018 erfolgte bildgebend erst am 15. Mai 2018 das erste und ein-

zige MRI. Darin wurden nebst degenerativen Veränderungen mehrere (Ein-

)Risse im Bereich des Innenmeniskushinterhorns gegen die Pars interme-

dia und retropatellar medial und zentral festgestellt. Dies veranlasste die 

Klinik D._____, am 11. Juni 2018 eine Operation mit Arthroskopie und Teil-

meniskektomie durchzuführen. Dass dieses Prozedere nicht unfallkausal 

gewesen sein soll, ist mit den bisherigen Abklärungen nicht überwiegend 

wahrscheinlich bewiesen. Überdies begründet Dr. med. G._____ nicht und 

ist aktenmässig nicht belegt, inwiefern nach drei Wochen der Status quo 

sine vel ante vorgelegen haben soll. Dr. med. G._____ als beratender Arzt 

der Beschwerdegegnerin ist bezüglich Beweiswert seiner ärztlichen Beur-

teilung einem versicherungsinternen Arzt gleichzusetzen. Angesichts der 

strengen Anforderungen an die Beweiswürdigung von Stellungnahmen ver-

sicherungsinterner Ärzte bestehen in casu zumindest geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seiner ärztlichen Feststellung und es 

sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E.5.2, 

135 V 465 E.4.4; BGE 122 V 157 E.1d). 

5. Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwer-

degegnerin zur Vornahme weiterer, objektiver fachärztlicher Abklärungen 

zumindest in den Bereichen Orthopädie und Radiologie sowie zu neuem 

Entscheid zurückzuweisen. Gerichtskosten werden keine erhoben (Art. 61 

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lit. a ATSG). Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin wird 

keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom 26. Fe-

bruar 2019 wird aufgehoben und die Angelegenheit wird an die B._____ 

AG zur Vornahme weiterer, objektiver fachärztlicher Abklärungen zumin-

dest in den Bereichen Orthopädie und Radiologie sowie zu neuem Ent-

scheid zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]