# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f199b4f-9be8-51b6-af11-00ed9a8dd79f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.03.2025 RT240180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT240180_2025-03-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: RT240180-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw C. Hauser

Urteil vom 6. März 2025

in Sachen

Kanton Aargau, 
Gesuchsteller und Beschwerdeführer

vertreten durch Kantonales Steueramt Aargau, 

gegen

A._____ GmbH,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Dietikon vom 2. Oktober 2024 (EB240329-M)

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Erwägungen:

I.

1. Mit Urteil vom 2. Oktober 2024 wies die Vorinstanz das vom Gesuchsteller 

und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsteller) gestellte Rechtsöffnungsbegehren in 

der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 16. Ja-

nuar 2024) für den Betrag von 2'778.95 nebst Zinsen und Betreibungskosten ab 

(Urk. 4 [unbegründete Fassung] sowie Urk. 7 = Urk. 10 [begründete Fassung]).

2.1 Gegen dieses Urteil erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 18. November 

2024 fristgerecht (vgl. Art. 321 Abs. 2 ZPO sowie Urk. 8/1) Beschwerde mit folgen-

den Anträgen (Urk. 9 S. 1):

 "1. In Gutheissung der Beschwerde sei das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. Ok-
tober 2024 aufzuheben und das Rechtsöffnungsbegehren vom 12. Juni 2024 in der 
Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl zugestellt am 
26. April 2024) sei für den Betrag von CHF 2'772.10 nebst Zins zu 5.0 % seit 13. Ja-
nuar 2024, für CHF 50.80 Verzugszins bis 12. Januar 2024 und für CHF 186.25 Zah-
lungsbefehlskosten gutzuheissen.

2. Eventualiter sei das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. Oktober 2024 aufzuhe-
ben und zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung an das Bezirksge-
richt Dietikon zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners."

2.2 Mit Verfügung vom 27. November 2024 wurde dem Gesuchsteller Frist ange-

setzt, um einen Kostenvorschuss von Fr. 450.– zu leisten (Urk. 16). Nach rechtzei-

tigem Eingang des Kostenvorschusses (Urk. 17) wurde der Gesuchsgegnerin und 

Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchsgegnerin) mit Verfügung vom 29. Januar 

2025 Frist zur Beantwortung der Beschwerde angesetzt (Urk. 18). Jedoch holte die 

Gesuchsgegnerin die betreffende Postsendung nicht ab (Urk. 19).

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3.1 Die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden gilt bei einer 

eingeschriebenen und nicht abgeholten Postsendung am siebten Tag nach dem 

erfolglosen Zustellversuch als erfolgt, sofern der Adressat mit einer Zustellung 

rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Diese sogenannte Zustellfiktion greift 

praxisgemäss auch, wenn der Post, wie vorliegend, ein Nachsendeauftrag erteilt 

wurde – der Eingang der Sendung bei der Poststelle am Wohnsitz oder Domizil des 

Empfängers gilt unverändert als Zustellung. Der Nachsendeauftrag vermag den or-

dentlichen Fristenlauf somit weder zu hemmen noch zu verlängern 

(BGer 2C_103/2021 vom 9. Februar 2021 E. 3.2.1, m.w.H.).

3.2  Die Gesuchsgegnerin hatte vorliegend Kenntnis vom vorinstanzlichen Ver-

fahren, konnte ihr das angefochtene Urteil doch sowohl in unbegründeter als auch 

in begründeter Form zugestellt werden (Urk. 5/2 und Urk. 8/2). Sie musste daher 

mit weiteren Zustellungen im Rahmen eines unmittelbar folgenden Rechtsmittel-

verfahrens rechnen, weshalb die Zustellfiktion greift. Die Verfügung vom 29. Januar 

2025 ging am 4. Februar 2025 bei der Poststelle am Domizil der Gesuchsgegnerin 

in B._____ ein (vgl. Urk. 19). Sie gilt daher als am 11. Februar 2025 zugestellt. Ent-

sprechend endete die 10-tägige Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort am 

21. Februar 2025. Innert dieser Frist liess sich die Gesuchsgegnerin nicht verneh-

men, weshalb das vorliegende Verfahren androhungsgemäss ohne Beschwerde-

antwort fortzuführen ist (vgl. Urk. 18 sowie Art. 147 ZPO).

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-8). Das Verfahren er-

weist sich als spruchreif.

II.

1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip, d.h. die beschwerdeführende Partei 

hat sich in ihrer schriftlichen Beschwerdebegründung inhaltlich mit den Erwägun-

gen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und mittels Verweisungen auf konkrete 

Stellen in den vorinstanzlichen Akten hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

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angefochtene Entscheid als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genann-

ten Mängel leidet (Art. 321 Abs. 1 ZPO und dazu BGer 5D_146/2017 vom 17. No-

vember 2017 E. 3.3.2; BGer 5A_387/2016 vom 7. September 2016 E. 3.1; 

BGer 5A_206/2016 vom 1. Juni 2016 E. 4.2; BGer 5A_488/2015 vom 21. August 

2015 E. 3.2, je mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1).

2. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im 

Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Es gilt ein umfassen-

des Novenverbot, welches sowohl für echte als auch für unechte Noven gilt 

(BGE 137 III 470 E. 4.5.3). Neue rechtliche Argumente sind dagegen unbeschränkt 

zulässig, da die Beschwerdeinstanz das Recht im Rahmen der erhobenen Rügen 

ohnehin von Amtes wegen anwendet (Art. 57 ZPO).

III.

1.1 Die Vorinstanz hielt zunächst fest, der Gesuchsteller belege sein Rechtsöff-

nungsbegehren mit der Veranlagungsverfügung vom 9. Juni 2023 betreffend Kan-

tons- und Gemeindesteuern für die Steuerperiode 7. Dezember 2020 bis 31. De-

zember 2021. Zudem reiche er eine Schlussrechnung vom 9. Juni 2023 ein. Dem 

Gesuch liege sodann eine Rechtskraftbescheinigung betreffend die Veranlagungs-

verfügung bei. 

1.2 Sodann erwog die Vorinstanz, die Schlussrechnung stelle keine Verfügung 

dar, enthalte sie doch keine Rechtsmittelbelehrung. Zudem müssten die Veranla-

gungsverfügung und die Schlussrechnung gleichsam vollstreckbar sein, um als (zu-

sammengesetzten) definitiven Rechtsöffnungstitel verwendet werden zu können. 

Der Gesuchsteller habe zu dem von ihm zu erbringenden Nachweis der Vollstreck-

barkeit eine Rechtskraftbescheinigung des kantonalen Steueramts vorgelegt, ge-

mäss welcher gegen die Veranlagungsverfügung kein Rechtsmittel erhoben wor-

den sei. Allerdings gehe aus dieser Bescheinigung nicht hervor, dass auch bezüg-

lich der Schlussrechnung keine Einsprache erhoben worden sei. Die Vollstreckbar-

keit der Schlussrechnung hätte daher mit separater Vollstreckbarkeitsbescheini-

gung dargelegt werden müssen. Jedoch finde sich auf der Schlussrechnung kein 

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Stempel, wonach gegen die Schlussrechnung inklusive der darin enthaltenen Zins-

rechnung innert Frist keine Einsprache erhoben worden sei. Das Rechtsöffnungs-

begehren des Gesuchstellers sei daher mangels Rechtsöffnungstitels abzuweisen 

(Urk. 10 S. 4). 

2.1 Dagegen bringt der Gesuchsteller in seiner Beschwerdeschrift vor, die defini-

tive Veranlagungsverfügung vom 9. Juni 2023 stelle, entgegen der Vorinstanz, ei-

nen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 2 SchKG dar. Sie sei 

einem vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid gleichgestellt. Gemäss § 191 Abs. 1 

des Steuergesetzes des Kantons Aargau setze die Veranlagungsbehörde mit der 

Veranlagungsverfügung die Steuerfaktoren, die Steuersätze und die Steuerbeträge 

fest. Dadurch werde die Steuerforderung gegenüber der steuerpflichtigen Person 

verbindlich und betragsmässig rechtsverbindlich bestimmt. Die Veranlagungsver-

fügung vom 9. Juni 2023 enthalte die relevanten Steuerfaktoren, die Namen der 

Verfügungsadressaten, die verfügende Behörde, die betroffene Steuerperiode so-

wie die angewandten Steuersätze und den festgesetzten Steuerbetrag. Darüber 

hinaus sei die Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen und verweise 

auf die einschlägigen gesetzlichen Grundlagen des Steuergesetzes des Kantons 

Aargau (Urk. 9 S. 2). 

2.2 Die definitive Rechnung bzw. Schlussrechnung stelle demgegenüber keine 

Verfügung dar, weshalb sie auch nicht mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen 

sei. Sie diene lediglich als Abrechnung im Zusammenhang mit der definitiven Ver-

anlagungsverfügung. Daher erübrige sich auch eine Vollstreckbarkeitsbescheini-

gung für die Schlussrechnung. Sollte die steuerpflichtige Person mit den in der 

Schlussrechnung aufgeführten Beträgen nicht einverstanden sein, stehe ihr ge-

mäss § 231 Abs. 2 und 3 des Steuergesetzes des Kantons Aargau das Recht zu, 

eine Bezugsverfügung zu verlangen und diese anzufechten (Urk. 9 S. 2).

2.3 Gemäss herrschender Praxis werde im Rechtsöffnungsverfahren aus Prakti-

kabilitätsgründen für Verzugs- und Ausgleichszinsen ebenfalls Rechtsöffnung er-

teilt, auch wenn der die Hauptforderung ausweisende Rechtsöffnungstitel bzw. die 

Veranlagungsverfügung die Verzugszins- und Ausgleichszinsforderung nicht mit 

umfasse. Die Rechtsöffnung werde daher gestützt auf die Veranlagung auch für 

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Verzugs- und Ausgleichszinsen erteilt. Voraussetzung sei, dass die Verzugszins-

forderung einfach ausgerechnet werden könne und liquid erscheine. Konkret be-

deute dies, dass die Bezugsbehörde, wolle sie die Zinsen zusammen mit der 

Hauptforderung in Betreibung setzen, ihre Zinsberechnung im Rechtsöffnungsbe-

gehren offen und nachvollziehbar auszuweisen habe. In der Praxis werde der Ver-

zugszins bis zum Datum der Betreibung von der Bezugsbehörde berechnet und für 

diesen Betrag (sowie für den offenen Steuerbetrag und den Verzugszins ab Betrei-

bungsdatum) Rechtsöffnung verlangt (Urk. 9 S. 2 f.).

3.1 Im Kanton Zürich ist die Steuerveranlagung in zwei Phasen (Einschätzungs- 

und Steuerbezugsverfahren) unterteilt. Beide Phasen werden durch entsprechende 

Entscheide, den Einschätzungsentscheid und die Schlussrechnung, abgeschlos-

sen. Im Einschätzungsentscheid setzt das kantonale Steueramt die Steuerfaktoren 

und den Steuertarif fest (§ 139 Abs. 1 StG ZH). In einem zweiten Schritt bestimmt 

das zuständige Gemeindesteueramt auf Grundlage der Einschätzung den Steuer-

betrag. Damit ist die Veranlagung beendet. Das zweistufige Verfahren hat einen 

zusammengesetzten Rechtsöffnungstitel zur Folge (OGer ZH RT220129 vom 

6. März 2023 E. II.5.2). 

3.2 Anderes gilt für die Veranlagung gestützt auf das Steuergesetz des Kantons 

Aargau vom 15. Dezember 1998 (nachfolgend StG AG), auf welchem die vorlie-

gend in Betreibung gesetzte Forderung beruht: Gemäss § 191 Abs. 1 StG AG legt 

die Veranlagungsbehörde in der Veranlagungsverfügung die Steuerfaktoren (steu-

erbares Einkommen und Vermögen, steuerbarer Reingewinn und steuerbares Ka-

pital), die Steuersätze und die Steuerbeträge fest. Mit Erlass der Veranlagungsver-

fügung erfolgt somit sowohl die Festsetzung der Steuerfaktoren als auch die Be-

stimmung des Steuerbetrages. Die Veranlagung gestützt auf das Steuergesetz des 

Kantons Aargau ist also gerade nicht in zwei Phasen gegliedert, sondern grund-

sätzlich mit Erlass der Veranlagungsverfügung beendet. In diesem Sinne bestimmt 

denn auch § 227 StG AG, dass rechtskräftige Verfügungen und Entscheide der 

Steuerbehörden und der Steuerjustizbehörden über Steuerveranlagungen […] voll-

streckbaren gerichtlichen Urteilen im Sinne von Art. 80 Abs. 2 SchKG gleichgestellt 

sind, und es entspricht denn auch der Praxis der Aargauer Gerichte, gestützt auf 

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die rechtskräftige Steuerveranlagung definitive Rechtsöffnung zu erteilen (vgl. Ent-

scheid des Obergerichts des Kantons Aargau, 5. Zivilkammer, vom 25. Oktober 

2022 [ZSU.2022.212], E. 2.4 sowie Entscheid des Obergerichts des Kantons Aar-

gau, 3. Zivilkammer, vom 7. August 2023 [ZSU.2023.113], E. 3.1 und E. 4.2).

3.3 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz stellt somit die vom Gesuchsteller 

vorgelegte Veranlagungsverfügung vom 9. Juni 2023 (Urk. 2/2) einen grundsätzlich 

tauglichen definitiven Rechtsöffnungstitel dar. Die Beschwerde erweist sich als be-

gründet.

4. Bei Gutheissung der Beschwerde kann die Beschwerdeinstanz den Entscheid 

aufheben und die Sache an die Vorinstanz zurückweisen (sog. kassatorischer Ent-

scheid) oder, wenn die Sache spruchreif ist, neu entscheiden (sog. reformatori-

scher Entscheid; Art. 327 Abs. 3 ZPO). Ein reformatorischer Sachentscheid kommt 

im Beschwerdeverfahren insbesondere in betreibungsrechtlichen Summarsachen 

wie Rechtsöffnungen in Frage (OGer ZH RT220200 vom 3. Juli 2023 E. III.3.3, 

m.w.H.). Vorliegend erweist sich die Sache als spruchreif, weshalb neu zu ent-

scheiden ist.

5.  Der Gesuchsteller stützt sein Rechtsöffnungsbegehren wie erwähnt auf die 

Veranlagungsverfügung vom 9. Juni 2023 (Urk. 2/2). Diese stellt, wie oben darge-

legt, gestützt auf § 227 StG AG sowie Art. 80 Abs. 1 und Abs. 2 Ziff. 2 SchKG einen 

definitiven Rechtsöffnungstitel dar. Die Verfügung ist vollstreckbar (Urk. 2/4). Wei-

tere Gründe, die der Rechtsöffnung entgegenstehen könnten, wurden keine gel-

tend gemacht und gehen auch nicht aus den Akten hervor. Demnach ist – wie im 

Beschwerdeverfahren beantragt – für den auf dem Rechtsöffnungstitel ausgewie-

senen Betrag von Fr. 2'772.10 für die Kantons- und Gemeindesteuern 7. Dezember 

2020 bis 31. Dezember 2021 definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

6.1 Der Gesuchsteller verlangt überdies definitive Rechtsöffnung für Fr. 50.80 

Verzugszins bis 12. Januar 2024 sowie für Verzugszins zu 5 % auf Fr. 2'772.10 seit 

13. Januar 2024 (Urk. 9 S. 1). 

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6.2 Nach gefestigter Praxis kann für gesetzlich festgelegte (Verzugs-)Zinsen auch 

dann Rechtsöffnung erteilt werden, wenn diese nicht im Dispositiv der den Rechts-

öffnungstitel bildenden Verfügung enthalten sind (BSK SchKG-Staehelin, Art. 80 

N 134, m.w.H.). Diese Praxis ist auf den vorliegenden Fall anwendbar, ergeben 

sich doch die Pflicht zur Leistung der Verzugszinsen, der Beginn des Zinsenlaufes 

und die Höhe der Zinssätze, wie nachfolgende Ausführungen zeigen, aus Gesetz 

bzw. Verordnung: Nach § 224a Abs. 2 lit. b StG AG wird ohne Mahnung ein Ver-

zugszins ab Ende des übernächsten Monats nach Zustellung der definitiven Rech-

nung berechnet. Die definitive Rechnung datiert vom 9. Juni 2023 (Urk. 2/3). Es ist 

daher übereinstimmend mit dem unbestritten gebliebenen Vorbringen des Gesuch-

stellers (vgl. Urk. 2/5 S. 2) vom Beginn der Pflicht zur Leistung von Verzugszinsen 

ab 31. August 2023 auszugehen. Der Zinssatz für den Verzugszins ergibt sich aus 

der Verordnung des Aargauer Regierungsrats über die Vergütungs-, Ausgleichs- 

und Verzugszinsen vom 6. November 2013 (Zinsverordnung; SAR 651.313) 

bzw. deren Anhang. Sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 betrug der Ver-

zugszinssatz 5 %. Zudem bestimmt § 3 der genannten Verordnung, dass der Ver-

zugszinssatz zu Beginn eines Betreibungsverfahrens bis zu dessen Abschluss gilt. 

6.3 Gestützt auf obige Erwägungen ist dem Gesuchsteller somit antragsgemäss 

definitive Rechtsöffnung für Fr. 2'772.10 nebst Zins zu 5 % seit 31. August 2023 zu 

erteilen.

7. Schliesslich verlangt der Gesuchsteller definitive Rechtsöffnung für die Kos-

ten des Zahlungsbefehls in Höhe von Fr. 186.25 (Urk. 1 S. 1; Urk. 9 S. 1). Für die 

Betreibungskosten kann jedoch entgegen verbreiteter Praxis keine Rechtsöffnung 

erteilt werden, weil hierfür kein Rechtsöffnungstitel vorliegt. Ohnehin ist aber eine 

Rechtsöffnung auch nicht erforderlich, weil gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG von den 

Zahlungen des Schuldners die Kosten vorab erhoben werden können, womit diese 

im Ergebnis zur Schuld geschlagen werden und vom Schuldner zusätzlich zum Be-

trag, welcher dem Gläubiger zugesprochen worden ist, zu bezahlen sind 

(BGer 5A_455/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 3, m.w.H.). Das Rechtsöffnungsbe-

gehren bzw. die Beschwerde des Gesuchstellers ist somit in diesem Punkt abzu-

weisen. 

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IV.

1. Die Höhe der erstinstanzlichen Entscheidgebühr von Fr. 210.– blieb unange-

fochten (vgl. Urk. 9 S. 1). Betreffend Kostenverteilung gilt festzuhalten, dass der 

Gesuchsteller nahezu vollständig obsiegt, fällt doch sein Unterliegen betreffend Er-

teilung der Rechtsöffnung für die Betreibungskosten nur unwesentlich ins Gewicht. 

Ausgangsgemäss sind daher die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren 

der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es bleibt dabei, dass für 

das erstinstanzliche Verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind: 

Die Gesuchsgegnerin unterliegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO), und der nicht anwaltlich ver-

tretene Gesuchsteller machte keine zu entschädigenden Auslagen bzw. Umtriebe 

im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. a und c ZPO geltend (vgl. BGer 5D_229/2011 vom 

16. April 2012 E. 3.3).

2. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 

von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 450.– festzusetzen. Die Ge-

richtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO; vgl. Ausführungen oben). Da die Gerichtskosten aus dem vom Ge-

suchsteller geleisteten Vorschuss zu beziehen sind, ist die Gesuchsgegnerin zu 

verpflichten, dem Gesuchsteller den Betrag von Fr. 450.– zu ersetzen (Art. 111 

Abs. 1 und 2 ZPO). Parteientschädigungen sind auch für das Beschwerdeverfahren 

keine zuzusprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 

Abs. 1 ZPO), dem Gesuchsteller mangels Geltendmachung entschädigungspflich-

tiger Auslagen bzw. Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 lit. a und c ZPO).

Es wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern 1, 3 

und 4 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Be-

zirksgericht Dietikon vom 2. Oktober 2024 aufgehoben. 

2. Dem Gesuchsteller wird in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts Dieti-

kon (Zahlungsbefehl vom 16. Januar 2024) definitive Rechtsöffnung erteilt 

für Fr. 2'772.10 nebst Zins zu 5 % auf Fr. 2'772.10 seit 31. August 2023.

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Im Übrigen (Betreibungskosten) wird das Rechtsöffnungsbegehren abgewie-

sen.

3. Die Kosten für das erstinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin 

auferlegt. 

4. Für das erstinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen. 

5. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 450.– festgesetzt.

6. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt und aus dem vom Gesuchsteller geleisteten Vorschuss bezo-

gen. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den Betrag 

von Fr. 450.– zu ersetzen.

7. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Betreibungsamt Dietikon so-

wie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 2'772.10. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

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Zürich, 6. März 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw C. Hauser

versandt am:
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