# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8a026c2-254f-5ca7-8524-5f3598bd7b7c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.11.2016 810 2016 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2016-67_2016-11-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 30. November 2016 (810 2016 67) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin i.V. Claudia Caderas 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fedaije Sejdini, Advokatin 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung  

(RRB Nr. 205 vom 23. Februar 2016) 
 
 
  

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Während eines Ferienaufenthalts in B.____ (Kroatien) im Sommer 2012 lernte die 
1965 geborene schweizerische Staatsangehörige A.____ den 1967 geborenen mazedonischen 
Staatsangehörigen C.____ kennen. In der Folge pflegten die beiden über elektronische Kom-
munikationsmittel Kontakt, bis A.____ schliesslich im Jahr 2013 zum ersten Mal nach Mazedo-
nien reiste, wo C.____ lebte. In der darauffolgenden Zeit häuften sich ihre Besuche in Mazedo-
nien (D.____) und im Jahr 2014 beschloss das Paar, zu heiraten. Am 27. Mai 2015 fand die 
Hochzeit in Mazedonien statt. In der Folge reichte A.____ am 1. Juni 2015 bei der Botschaft in 
Pristina ein Gesuch um Familiennachzug ein. Zuvor war sie von 1994 bis 2000 bereits einmal 
verheiratet gewesen. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor, welche mittlerweile beide er-
wachsen sind. Auch C.____ hat aus einer früheren Beziehung zwei Töchter und einen Sohn, 
welche im schulpflichtigen Alter sind. 
 
B. Am 10. Juli 2015 teilte A.____, die bei einer Versicherungsgesellschaft arbeitet, dem 
Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) mit, Nachforschungen der ihrerseits beauftragen 
E.____GmbH hätten ergeben, dass ihr Ehemann in F.____ (Mazedonien) mit seiner Ex-
Freundin und seinen drei Kindern zusammenlebe und er Gerüchten zufolge einzig geheiratet 
habe, um in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Folglich wolle sie das Gesuch 
um Familiennachzug zurückziehen. 
 
C. Am 20. August und am 2. September 2015 wandte sich A.____ wiederum an das AfM 
und teilte diesem mit, der Bericht der E.____GmbH sei falsch, weshalb sie erneut um Erteilung 
der Aufenthaltsbewilligung für ihren Ehemann ersuche. 
 
D. Nachdem das AfM in der Folge sowohl A.____ als auch C.____ das rechtliche Gehör 
gewährt hatte, verweigerte das AfM am 16. November 2015 die nachgesuchte Einreise- bzw. 
Aufenthaltsbewilligung für C.____.  
 
E. Dagegen erhob A.____ am 26. November 2015 beim Regierungsrat Beschwerde und 
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Erteilung einer Aufenthaltsbe-
willigung für ihren Ehemann im Rahmen des Familiennachzugs. 
 
F. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 0205 vom 23. Februar 2016 wies der Regie-
rungsrat die Beschwerde ab. Begründet wurde dieser Entscheid im Wesentlichen damit, es 
würden gewichtige Indizien für eine Scheinehe sprechen. 
 
G. Mit Eingabe vom 7. März 2016 erhob A.____, vertreten durch Fedaije Sejdini, Advoka-
tin in Binningen, Beschwerde gegen den RRB vom 23. Februar 2016 beim Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit dem Be-
gehren, es sei der Entscheid des Regierungsrates vollumfänglich aufzuheben und das Gesuch 
um Familiennachzug beziehungsweise Aufenthaltsbewilligung für C.____ gutzuheissen. Über-
dies sei C.____ das prozessuale Aufenthaltsrecht zu gewähren, sodass er den Entscheid in der 
Schweiz abwarten könne; sämtliches unter o/e-Kostenfolge. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

H. Am 7. Juni 2016 liess sich der Regierungsrat vernehmen und beantragte die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
I. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2016 wies das Kantonsgericht das Gesuch um Gewäh-
rung des prozessualen Aufenthaltsrechts für C.____ ab.  
 
J. An der heutigen Parteiverhandlung inkl. Befragung der Beschwerdeführerin sowie ihres 
Ehemanns als Auskunftsperson halten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. § 47 Abs. 1 
lit. a VPO sieht vor, dass zur Beschwerde befugt ist, wer durch die angefochtene Verfügung 
oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Än-
derung oder Aufhebung hat. Da die Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids hat und die übrigen formellen Voraussetzungen er-
füllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
2. Bei der Beurteilung der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kognition des 
Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen 
Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob der Be-
schwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beur-
teilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Über-
prüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO 
e contrario). 
 
3. Vorliegend ist strittig, ob die Vorinstanz die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung 
von C.____, des Ehegatten der Beschwerdeführerin, zu Recht bestätigt hat.  
 
4.1  Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
(AuG) vom 16. Dezember 2005 hat der Ehemann einer Schweizer Bürgerin grundsätzlich einen 
Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG erlöscht 
dieser Anspruch, wenn er rechtsmissbräuchlich geltend gemacht wird, namentlich um Vorschrif-
ten dieses Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den Auf-
enthalt zu umgehen. Erfasst wird davon die sog. Schein- oder Ausländerrechtsehe. Ihr Vorlie-
gen darf nicht leichthin angenommen werden und ist nicht bereits dann gegeben, wenn auslän-
derrechtliche Motive für den Eheschluss mitentscheidend waren (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.2). 
Ein Bewilligungsanspruch entfällt vielmehr erst dann, wenn die Ehe einzig geschlossen wurde, 
um die ausländerrechtlichen Bestimmungen zu umgehen, indem zumindest einer der Ehegatten 
nie eine dauerhafte Lebensgemeinschaft begründen wollte (Urteil des Bundesgerichts 
2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 3.1, mit Hinweisen). 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
4.2  Ob eine Scheinehe geschlossen wurde bzw. ob die Ehe bloss formell besteht, entzieht 
sich in der Regel dem direkten Beweis und ist nur durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 
E. 10.2 und 10.3 mit Hinweisen). Solche Indizien können äussere Gegebenheiten, aber auch 
innere, psychische Vorgänge betreffen (Wille der Ehegatten). Für die Annahme einer Schein-
ehe bedarf es konkreter Hinweise darauf, dass die Ehegatten nicht eine eigentliche Lebensge-
meinschaft führen wollen, sondern die Ehe nur aus ausländerrechtlichen Überlegungen ge-
schlossen haben. Zu diesen Indizien zählen namentlich folgende Umstände: Die Tatsache, 
dass die nachzuziehende Person von einer Wegweisung bedroht ist oder ohne Heirat keine 
Aufenthaltsbewilligung erlangen kann; das Vorliegen eines erheblichen Altersunterschieds zwi-
schen den Ehegatten; die Umstände des Kennenlernens und der Beziehung, so etwa eine kur-
ze Bekanntschaft vor der Heirat oder geringe Kenntnisse eines Ehegatten über den anderen; 
die Vereinbarung einer Bezahlung für die Heirat; die Tatsache, dass die Ehegatten nie eine 
Wohngemeinschaft aufgenommen haben (Urteil des Bundesgerichts 2C_75/2013 vom 29. Au-
gust 2013 E. 3.3).  
 
4.3 Lässt die Indizienlage keinen klaren und unzweideutigen Schluss zu, ist das Vorliegen 
einer Scheinehe nicht erstellt. In diesem Fall ist dem ausländischen Ehegatten trotz allenfalls 
bestehender Zweifel die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, auf das Risiko hin, dass sich die 
Ehe aufgrund des späteren Verhaltens der Beteiligten (z.B. fehlendes eheliches Zusammenle-
ben in der Schweiz) in Verbindung mit den bereits heute bekannten, in diese Richtung weisen-
den Indizien als Scheinehe herausstellt und die Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die dann-
zumaligen Erkenntnisse widerrufen werden muss bzw. nicht mehr zu verlängern ist. Hatten die 
Ehegatten noch gar keine Gelegenheit, die Absicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft 
durch Zusammenleben unter Beweis zu stellen, ist dies gebührend zu berücksichtigen, schliesst 
jedoch nicht aus, dass – bei entsprechender Indizienlage – bereits im Zeitpunkt der erstmaligen 
Gesuchseinreichung auf eine Scheinehe geschlossen werden darf und die Erteilung einer frem-
denpolizeilichen Nachzugsbewilligung von Anfang an zu verweigern ist (Urteile des Bundesge-
richts 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 3.3; 2C_125/2011 vom 31. August 2011 E. 3.5). 
 
4.4 Die Behörden haben den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen festzustellen. 
Der Untersuchungsgrundsatz wird jedoch durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert. 
Diese kommt naturgemäss gerade für solche Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser 
kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Auf-
wand erhoben werden können. Das gilt umso mehr, wenn gewichtige Hinweise für eine Auslän-
derrechtsehe sprechen; diesfalls kann von den Eheleuten erwartet werden, dass sie von sich 
aus Umstände vorbringen, die den echten Ehewillen belegen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_125/2011 vom 31. August 2011 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. zur Mitwirkungspflicht 
BGE 132 II 113 E. 3.2).  
 
5.1 Vorliegend hat die Vorinstanz angenommen, dass primär seitens des Ehemannes kein 
echter Ehewille vorhanden sei. Trifft dies zu, ist der Schluss auf Scheinehe nicht zu bean-
standen, selbst wenn seitens der Beschwerdeführerin ein ernsthafter Ehewille vorhanden wäre. 
Als Indizien für das Vorliegen einer Umgehungsabsicht – insbesondere seitens des Ehemannes 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

– führt die Vorinstanz vorab die gesamten Umstände des Kennenlernens der Ehegatten (Feri-
enbekanntschaft), das in kleinem Rahmen ausgerichtete Hochzeitsfest in Mazedonien, das Vor-
liegen einer ausserehelichen Parallelbeziehung des Ehemannes sowie die widersprüchlichen 
Angaben der Ehegatten zu beziehungsprägenden Ereignissen an. 
 
5.2 Im vorinstanzlichen Entscheid stellt sich der Regierungsrat auf den Standpunkt, es 
fänden sich äusserst wenige Hinweise darauf, dass die Begründung einer wirklichen Lebens-
gemeinschaft seitens C.____ gewollt sei. Eine Gesamtwürdigung der Unterlagen vermöge die 
entstandenen Zweifel nicht zu beheben. Besonders würden der Bericht der E.____GmbH und 
die Aussagen und Beweise der Amerikanerin G.____, die angab, vom Februar 2014 bis August 
2015 mit C.____ liiert gewesen zu sein und diesen bezichtigt, mit der Hochzeit eine Scheinehe 
eingegangen zu sein, ins Gewicht fallen. Zudem lägen Aussagen von C.____ vor, welche in 
wichtigen und grundlegenden Fragen nicht mit denjenigen der Beschwerdeführerin überein-
stimmten. Würden die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann eine ehrliche und ernsthafte Be-
ziehung führen, hätten sie die ihnen gestellten Fragen richtig bzw. deckungsgleich beantwortet. 
Folglich könne nicht von einer ernsthaften Beziehung zwischen den beiden ausgegangen wer-
den. Vielmehr lägen gewichtige Indizien vor, dass C.____ die Ehe einzig eingegangen sei, um 
eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz zu erhalten. Aufgrund der geschlossenen Schein-
ehe beziehungsweise der rechtsmissbräuchlich angerufenen Ehe könnten sich A.____ und 
C.____ auch nicht auf den Schutz der verfassungs- und menschenrechtlichen Garantien nach 
Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
4. November 1950 sowie nach Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft (BV) vom 18. April 1999 berufen. 
 
5.3 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, die von der Vorinstanz vorge-
brachten Indizien genügten nicht für die Annahme einer Scheinehe. Vielmehr bestünden genü-
gend konkrete Anhaltspunkte, welche auf eine tatsächlich gelebte Beziehung zwischen den 
Eheleuten schliessen liessen, obgleich die Beziehung bisher – mit Ausnahme der bewilli-
gungsfreien Aufenthalte des Ehemanns in der Schweiz – gezwungenermassen als Fernbezie-
hung habe geführt werden müssen. Für eine tatsächlich gelebte Beziehung würden auch die 
häufigen Besuche der Beschwerdeführerin bei ihrem Ehemann in Mazedonien (D.____) und 
dessen Besuche bei seiner Ehefrau in der Schweiz sprechen, ferner der intensive Telefon- und 
SMS-Kontakt sowie das Fortbestehen der Fernbeziehung trotz der widrigen Umstände. Die sei-
tens des AfM behaupteten fehlenden Hinweise auf das Vorliegen einer Liebesbeziehung der 
Ehegatten liessen sich im Wesentlichen darauf zurückführen, dass ihnen bis anhin ein eigentli-
ches eheliches Zusammenleben unter den gegebenen Umständen noch gar nicht möglich ge-
wesen sei. Zudem habe G.____ beim Kontakt mit dem Ehemann ein Pseudonym benutzt, wes-
halb der Ehemann die Frage des AfM, ob er diese Person kenne, wahrheitsgemäss verneint 
habe. 
 
6.1 In Bezug auf die von den Vorinstanzen angeführten – im Auftrag der Beschwerde-
führerin erstellten – Observationsberichte ist festzuhalten, dass erhebliche Zweifel an deren 
Beweiswert bestehen. Der Bericht vom 10. Juli 2015 war unbestrittenermassen fehlerhaft. So 
wurde im Rahmen der Observationen eine Nachbarin zu Unrecht für die Ex-Freundin und Mut-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ter der Kinder von C.____ gehalten. Überdies wurde bei der Ex-Freundin von C.____ fälschli-
cherweise von seiner "Frau" gesprochen, obschon C.____ nie mit dieser verheiratet war. Im 
zweiten Bericht der E.____GmbH vom 25. September 2015 wurden zwar bisherige Tatsachen-
darstellungen dahingehend korrigiert, dass die Ex-Freundin von C.____ nun mit korrektem Na-
men bezeichnet wurde. In beiden Berichten wurden aber ausschliesslich anonyme Auskunfts-
personen als Quellen genannt, und bei der Erstellung des Berichtes wurden weder amtliche 
Stellen noch anderweitige verlässliche Quellen zur Informationsbeschaffung herangezogen, 
womit eine Überprüfung der Aussagen unmöglich ist. 
 
6.2 Unbestrittenermassen ist vorliegend zwischen den Eheleuten eine gute Verständigung 
in deutscher Sprache möglich und es besteht nur ein geringer Altersunterscheid von zwei Jah-
ren. Auch sind die Umstände des Kennenlernens und der Beziehung nicht auffällig. Die Ehegat-
ten hatten sich bereits drei Jahre gekannt, ehe sie heirateten. Von einer kurzen Bekanntschaft 
kann somit nicht gesprochen werden. Auch sind keine Indizien ersichtlich, die auf eine Bezah-
lung zur Eingehung der Ehe hindeuten würden. 
 
6.3 Auffällig ist hingegen die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin während ihren Feri-
enaufenthalten in Mazedonien (D.____) noch nie bei ihrem Ehemann zuhause in F.____ war. 
Die Ehegatten wurden im Rahmen der heutigen Parteiverhandlung seitens des Gerichts jeweils 
getrennt über Ihre Beziehung zueinander und die Kinder des anderen Ehegatten (Ausbildung, 
Unterhaltspflichten, Regelmässigkeit und Modalitäten des Kontakts), die Vergangenheit des 
anderen Ehegatten, dessen Vorlieben und die gemeinsame Zeit befragt. Bezüglich der Ferien-
aufenthalte in Mazedonien führte die Beschwerdeführerin anlässlich der heutigen Parteiver-
handlung aus, dass sie die Zeit vollumfänglich und ungestört mit ihrem Ehemann habe verbrin-
gen wollen, was in seinem Haus in F.____ nicht möglich gewesen wäre, da dort noch seine 
Eltern wohnhaft seien, wobei seine Mutter mittlerweile verstorben sei. Ihr sei es dann jeweils 
lieber gewesen, mit ihrem Ehemann in C.____ ein Hotel zu beziehen. Das ist nachvollziehbar. 
 
6.4 Auf die schriftlichen Liebesbekundungen ihres Ehemannes gegenüber G.____ über die 
Kommunikationsplattform WhatsApp angesprochen, erläuterte die Beschwerdeführerin anläss-
lich der heutigen Parteiverhandlung, dass ihr Ehemann diese zu einem Zeitpunkt geschrieben 
habe, als sie sich in einer Beziehungskrise befunden hätten. C.____ äusserte sich diesbezüg-
lich dahingehend, dass er G.____ kenne und sie dreimal in Mazedonien getroffen habe. Ein 
Liebesverhältnis mit ihr habe er jedoch nicht gehabt und überdies habe er ihr unmissverständ-
lich kommuniziert, dass er keinen Kontakt mehr wünsche und sie ihn in Ruhe lassen solle. Die 
Tatsache, dass sich G.____ selbst aktiv in das ausländerrechtliche Verfahren von C.____ ein-
gebracht und mit dem AfM persönlich per E-Mail Kontakt aufgenommen hatte, deutet auf eine 
Enttäuschung ihrerseits aufgrund des von C.____ abgebrochenen Kontakts hin. Mangels ge-
genteiliger rechtsgenüglicher Hinweise kann daher nicht von einer eigentlichen Parallelbezie-
hung von C.____ mit G.____ gesprochen werden, zumal der Kontakt auch – bis auf drei per-
sönliche Treffen in Mazedonien – ausschliesslich in elektronischer Form stattfand. 
 
6.5 Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen der Beschwerdeführerin und ihres Ehe-
mannes anlässlich der heutigen Parteiverhandlung ist sodann erwiesen, dass die Ehegatten 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

während den besuchsweisen Aufenthalten des Ehemannes in der Schweiz jeweils gemeinsam 
in ihrer Wohnung der Ehefrau gewohnt und im Rahmen des Möglichen eine Lebens-
gemeinschaft geführt haben. 
 
6.6 Im Rahmen der heutigen Parteibefragung machen die Ehegatten sodann weitest-
gehend übereinstimmende Angaben zur gegenseitigen und gemeinsamen Lebenssituation, was 
auf einen tatsächlichen Ehewillen beider Ehegatten hindeutet. Unter Berücksichtigung der ins-
besondere in Rahmen der Parteiverhandlung gewonnenen Erkenntnisse liegen somit keine ge-
nügenden Indizien mehr vor, welche die Annahme einer Scheinehe zwischen der Beschwerde-
führerin und ihrem Ehegatten ausreichend stützen würden. Die Berufung der Beschwerdeführe-
rin auf die rechtsgültig geschlossene Ehe zwischen ihr und ihrem Ehegatten kann folglich nicht  
als rechtsmissbräuchlich bezeichnet werden. Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen. 
 
6.7 In einem solchen Fall ist, sofern keine Widerrufsgründe gemäss Art. 63 AuG vorliegen, 
die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Das AfM wird daher noch zu prüfen haben, ob Wider-
rufsgründe gemäss Art. 63 AuG vorliegen. Demgemäss wird die Angelegenheit an das AfM zu-
rückgewiesen, zur Prüfung der Frage, ob ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 AuG ersicht-
lich ist, der ein Erlöschen des Anspruchs auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur Folge 
haben könnte (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG). 
 
7.1 Im Folgenden ist noch über die Kosten zu befinden. Gemäss dem Ausgang des Ver-
fahrens werden die Verfahrenskosten für das Verfahren vor Kantonsgericht in der Höhe von 
Fr. 1'800.-- nach § 20 Abs. 3 VPO der unterliegenden Partei auferlegt. Da der Vorinstanz nach 
§ 20 Abs. 3 und 4 VPO keine Verfahrenskosten auferlegt werden können, gehen diese zulasten 
der Gerichtskasse. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird der Be-
schwerdeführerin zurückerstattet. 
 
7.2 Gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei eine angemessene Partei-
entschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin macht in ihrer Honorarnote vom 3. August 2016 für das Verfahren vor dem 
Kantonsgericht einen Aufwand von 21.2 Stunden und Auslagen in der Höhe von Fr. 302.-- gel-
tend. Inklusive der heutigen Parteiverhandlung resultiert ein Gesamtaufwand von 25.5 Stunden. 
Somit hat der Regierungsrat der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin für das Verfahren 
vor Kantonsgericht eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'677.-- (25.5 Stunden à 
Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 302.--) zu bezahlen. 
 
7.3 Die Kosten für das Verfahren vor dem Regierungsrat wurden im angefochtenen Regie-
rungsratsbeschluss der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Änderung dieser Kostenverlegung 
drängt sich nicht auf, da die Gutheissung erst aufgrund der neu im kantonsgerichtlichen Verfah-
ren vorgebrachten Darlegungen der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes erfolgte. 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziff. 1 des Beschlusses des Re-

gierungsrates des Kantons Basel-Landschaft vom 23. Februar 2016 
(RRB Nr. 205) aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwä-
gungen zur neuen Entscheidung an das Amt für Migration Basel-Land-
schaft zurückgewiesen. 

   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird der Beschwerdeführerin 
zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten in der Höhe von Fr. 6'677.-- (inkl. Auslagen) gehen 

zulasten des Beschwerdegegners. 
   
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.