# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38cdd38c-838c-5e8e-9896-2b4641836768
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-17
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Sonstiges 17.02.2022 S 2021 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_999_S-2021-16_2022-02-17.pdf

## Full Text

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Strafabteilung S 2021 16

Oberrichter lic.iur. M. Siegwart, Abteilungspräsident
Oberrichter Dr.iur. A. Staub
Ersatzrichter lic.iur. Th. Hubatka
Gerichtsschreiber MLaw F. Eller

Urteil vom 17. Februar 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug, 
vertreten durch Staatsanwalt lic.iur. A.________,
Anklägerin und Berufungsbeklagte,

und

B.________
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw C.________,
Privatklägerin im Strafpunkt und Berufungsbeklagte,

gegen

D.________, geb. tt.mm.1979 in E.________, deutscher Staatsangehöriger, 
wohnhaft in F.________,  
erbeten verteidigt durch Rechtsanwältin lic.iur. G.________,
Beschuldigter und Berufungskläger,

betreffend

versuchter Betrug

(Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil der Einzelrichterin am Strafgericht des Kantons Zug 
vom 20. Mai 2021, SE 2020 65)

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Anklagesachverhalt und Überblick über das Verfahren

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) wirft D.________ 
(nachfolgend: Beschuldigter) zusammenfassend vor, er habe zwischen März/April 2005 und 
29. April 2015 eine "totalgefälschte" Schuldanerkennung erstellt und diese über seinen 
Rechtsanwalt als Beweismittel seiner Zivilklage, welche am 9. Dezember 2015 beim 
Kantonsgericht des Kantons Zug erhoben worden sei, eingereicht. Damit habe er 
beabsichtigt, den zuständigen Einzelrichter über seine Forderung zu täuschen und einen 
antragsgemässen Urteilsspruch zu erwirken. Aufgrund des vorliegenden Strafverfahrens sei 
das Zivilverfahren sistiert worden (SE GD 1/1).

2. Die Hauptverhandlung vor der Einzelrichterin am Strafgericht des Kantons Zug (nachfolgend: 
Vorinstanz) fand am 19. Mai 2021 statt. Dabei wurde der Beschuldigte zur Person und zur 
Sache befragt (SE GD 8/2). Die Verteidigung reichte drei Dokumente zu den Akten (SE GD 
8/4/1-3). Nach Abschluss des Beweisverfahrens, den Parteivorträgen und dem Schlusswort 
des Beschuldigten teilte die Vorinstanz den Parteien mit, dass das Urteil aufgrund ihres 
Einverständnisses schriftlich eröffnet werde (SE GD 8/1). 

3. Am 20. Mai 2021 fällte die Vorinstanz ihr Urteil und versandte es im Dispositiv (SE GD 9/1). 
Dieser Urteilsspruch wurde den Parteien am 21. Mai 2021 zugestellt (SE GD 9/1/1-3). Mit 
Schreiben vom 27. Mai 2021 meldete die Verteidigung fristgerecht bei der Vorinstanz 
Berufung an (SE GD 4/5).

4. Am 16. Juni 2021 versandte die Vorinstanz sodann das begründete Urteil, welches der 
Staatsanwaltschaft und der Vertreterin der Privatklägerin am 17. Juni 2021 und der 
Verteidigung am 24. Juni 2021 zugestellt wurde (SE GD 9/2/1-3). Der Urteilsspruch lautet 
(nach Korrektur des offensichtlichen Tippfehlers in Ziff. 3.1) wie folgt:

"1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten D.________ wird hinsichtlich des Tatvorwurfs der 
Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB (Herstellung) zufolge Eintritts der 
Verfolgungsverjährung eingestellt.

2. Der Beschuldigte D.________ wird des versuchten Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen.

3. Er wird dafür bestraft mit 

3.1 einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 170.00, unter Gewährung des bedingten 
Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren;

3.2 einer Busse von CHF 800.00, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer 
Freiheitsstrafe von 5 Tagen.

4. Die Verfahrenskosten betragen 

CHF 8'282.00Untersuchungskosten
CHF 2'000.00Entscheidgebühr 
CHF 270.00 Auslagen
CHF 10'552.00Total

und werden dem Beschuldigten auferlegt.

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5. Der Beschuldigte wird für die Aufwendungen in Zusammenhang mit seiner erbetenen 
Verteidigung nicht entschädigt.

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, die Privatklägerin B.________ für ihre notwendigen 
Aufwendungen im Verfahren mit CHF 16'629.86 zu entschädigen. Im Übrigen wird der Antrag 
der Privatklägerin, den Beschuldigten zu verpflichten, sie für ihre prozessualen Aufwendungen 
zu entschädigen, abgewiesen.

7. Die Gerichtskasse wird angewiesen, der Privatklägerin B.________ den per 4. Mai bzw. 21. Juni 
2018 auf das Fallkonto 1A 2018 593 einbezahlten Kostenvorschuss von total CHF 11'300.00 
zurückzuerstatten. 

8. [Rechtsmittel]"

5. Am 14. Juli 2021 (Postaufgabe: 13. Juli 2021) reichte die Verteidigung namens und im 
Auftrag des Beschuldigten bei der Strafabteilung des Obergerichts des Kantons Zug 
(nachfolgend: Gericht) die Berufungserklärung ein. Dabei stellte sie die folgenden Anträge 
(OG GD 5):

1. Es seien die Dispositivziffern 2 und 3 aufzuheben und der Beschuldigte sei vom Vorwurf des 
versuchten Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen.

2. Es sei die Dispositivziffer 4 aufzuheben und die Verfahrenskosten auf die Staatskasse zu 
nehmen.

3. Es sei die Dispositivziffer 5 aufzuheben und der Beschuldigte angemessen für die 
Aufwendungen im Zusammenhang mit seiner erbetenen Verteidigung zu entschädigen.

4. Es sei die Dispositivziffer 6 aufzuheben und das Entschädigungsbegehren der Privatklägerin 
B.________ vollumfänglich abzuweisen.

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.

6. Mit Präsidialverfügung vom 6. September 2021 wurde der Staatsanwaltschaft und der 
Privatklägerin ein Doppel der Berufungserklärung der Verteidigung zugestellt und ihnen Frist 
zur Einreichung einer allfälligen Anschlussberufung oder eines allfälligen Antrags auf 
Nichteintreten sowie allfälliger begründeter Beweisanträge angesetzt. Zudem wurden die 
Parteien angefragt, ob sie sich mit einem Wechsel ins schriftliche Verfahren einverstanden 
erklären könnten (OG GD 6).

7. Die Staatsanwaltschaft teilte dem Gericht mit Schreiben vom 10. September 2021 mit, dass 
sie keine Anschlussberufung erhebe und von einem Antrag auf Nichteintreten auf die 
Berufung absehe. Zudem würden auch keine Beweisanträge gestellt und sie sei mit der 
Durchführung eines schriftlichen Berufungsverfahrens einverstanden (OG GD 7). Mit 
Eingabe vom 29. September 2021 erklärte auch die Privatklägerin, dass sie auf eine 
Anschlussberufung und einen Antrag auf Nichteintreten verzichte. Sie stellte mehrere 
Beweisanträge und erklärte ihr Einverständnis zum schriftlichen Verfahren. Zudem nahm sie 
zum in der Berufungserklärung gestellten Beweisantrag des Beschuldigten Stellung und 
beantragte dessen Abweisung (OG GD 10). Am 19. Oktober 2021 reichte die Verteidigung – 
innert der erstreckten Frist (OG GD 8-9) – die Stellungnahme ein. Sie hielt am in der 
Berufungserklärung gestellten Beweisantrag fest und verzichtete auf weitere Beweisanträge. 
Namens des Beschuldigten verlangte sie die Durchführung einer Berufungsverhandlung (OG 
GD 11).

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8. Die Verfahrensleitung teilte den Parteien mit Präsidialverfügung vom 21. Oktober 2021 mit, 
dass eine Berufungsverhandlung durchgeführt wird, setzte der Staatsanwaltschaft und der 
Verteidigung Frist, um sich zu den Beweisanträgen zu äussern und nahm Vormerk, dass sich 
die Privatklägerin zum Beweisantrag des Beschuldigten bereits geäussert hatte (OG GD 12). 
Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Stellungnahme (OG GD 13). Die Verteidigung 
reichte eine Stellungnahme ein und beantragte die Abweisung der Beweisanträge der 
Privatklägerin (OG GD 14). 

9. Mit Präsidialverfügung vom 23. November 2021 wies die Verfahrensleitung den 
Beweisantrag des Beschuldigten sowie die von der Privatklägerin beantragten Befragungen 
ab. Die von der Privatklägerin eingereichten Bankbelege nahm sie praxisgemäss – ohne 
nähere Prüfung der Beweisrelevanz – zu den Akten (OG GD 15). Nach Rücksprache mit den 
Parteien wurde der Termin für die Berufungsverhandlung auf den 13. Januar 2022 
festgesetzt (OG GD 15). Der Beschuldigte sowie die Privatklägerin wurden separat zur 
Berufungsverhandlung vorgeladen (OG GD 16-17).

10. Am 13. Januar 2022 fand die Berufungsverhandlung statt, an welcher der Beschuldigte, die 
erbetene Verteidigerin, die Privatklägerin und deren Rechtsvertreterin teilnahmen. Die 
Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Teilnahme sowie auf eine schriftliche 
Berufungsantwort.

11. Im Rahmen der Vorfragen erneuerte die Verteidigung ihren Beweisantrag auf Befragung von 
H.________, der als Zuschauer anwesend war, als Zeugen (OG GD 27 S. 2). Das Gericht 
hiess diesen Beweisantrag gut und befragte H.________ als Zeugen (OG GD 27 S. 3 ff.). 
Weiter wurden die Privatklägerin und der Beschuldigte zur Person und zur Sache befragt 
(OG GD 27 S. 18 ff.).

12. Die Verteidigung hielt anlässlich der Berufungsverhandlung an ihren in der 
Berufungserklärung gestellten Anträgen fest, stellte aber zusätzlich den Antrag, den 
Beschuldigten für die Aufwendungen im Zusammenhang mit seiner erbetenen Verteidigung 
im Berufungsverfahren mit CHF 19'102.30 zu entschädigen (OG GD 27/6 S. 2). Sie reichte 
eine entsprechende Kostennote ein (OG GD 27/6/1). Die Privatklägerin beantragte die 
Abweisung der Berufung und die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils in sämtlichen 
angefochtenen Punkten, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) 
zulasten des Beschuldigten, eventualiter der Staatskasse (OG GD 27/7 S. 2). Auch die 
Rechtsvertreterin der Privatklägerin reichte eine entsprechende Kostennote ein (OG GD 
27/7/2).

13. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts verzichteten die Parteien am Ende der 
Berufungsverhandlung auf eine mündliche Urteilseröffnung (OG GD 27 S. 57).

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Erwägungen und Begründung des Urteils

I. Formelles und Prozessuales

1. Die in Art. 399 StPO für die Einlegung der Berufung vorgesehenen zwei Parteihandlungen 
(Berufungsanmeldung innert zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils und Berufungserklärung 
innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils) erfolgten fristgerecht. Auf die 
Berufung der Verteidigung ist folglich einzutreten.

2.
2.1 Im Berufungsverfahren gilt die Dispositionsmaxime. Der Berufungskläger muss in seiner 

Berufungserklärung angeben, ob er das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (Art. 
399 Abs. 3 lit. a StPO). Ficht er nur Teile des Urteils an, hat er in der Berufungserklärung 
verbindlich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, allenfalls bezogen auf einzelne 
Handlungen; Bemessung der Strafe; etc.) sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 
StPO). Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen 
Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Es kann zugunsten der beschuldigten Person auch nicht 
angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheidungen zu 
verhindern (Art. 404 Abs. 2 StPO). Soweit die Einschränkung der Berufung auf einzelne 
Punkte eindeutig und der Grundsatz der Untrennbarkeit oder inneren Einheit nicht verletzt ist, 
muss die Einschränkung durch das Berufungsgericht respektiert werden. Die nicht 
angefochtenen Urteilspunkte werden - unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO - 
rechtskräftig. Eine spätere Ausdehnung der Berufung ist ausgeschlossen, nicht aber eine 
weitere Beschränkung (vgl. dazu umfassend Urteil des Bundesgerichts 6B_492/2018 vom 
13. November 2018 m.H.).

2.2 Die Berufung der Verteidigung ist gegen die Dispositivziffern 2, 3, 4, 5 und 6 (Schuldspruch, 
Sanktion, Kosten- und Entschädigungsfolgen) des vorinstanzlichen Urteils gerichtet. Die 
anderen Dispositivziffern blieben unangefochten. Folglich ist der Entscheid bezüglich der 
Verfahrenseinstellung hinsichtlich des Tatvorwurfs der Urkundenfälschung (Herstellung) in 
Rechtskraft erwachsen (Ziff. 1.). Dies ist im Urteilsspruch vorab festzustellen. Über die von 
der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Ziff. 4 und 7) ist sodann von Amtes wegen neu zu 
entscheiden (Art. 428 Abs. 3 StPO). 

3. Nachdem nur der Beschuldigte Berufung erklärt hat, darf das vorinstanzliche Urteil nicht zu 
seinem Nachteil abgeändert werden (Art. 391 Abs. 2 erster Satz StPO; nachfolgend: 
Verschlechterungsverbot).

4.
4.1 Das Rechtsmittelverfahren beruht gemäss Art. 389 Abs. 1 StPO auf den Beweisen, die im 

Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind. Von Amtes 
wegen oder auf Antrag einer Partei kann die Rechtsmittelinstanz die erforderlichen 
zusätzlichen Beweise erheben (Art. 389 Abs. 3 StPO). Notwendig ist dies aber nur dann, 
wenn die zusätzlich erhobenen Beweise den Ausgang des Verfahrens beeinflussen können 
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 1.3.1 m.H.). 
Eine unmittelbare Beweisabnahme im Rechtsmittelverfahren hat gemäss Art. 343 Abs. 3 
i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO auch zu erfolgen, wenn eine solche im erstinstanzlichen 

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Verfahren unterblieb oder unvollständig war und die unmittelbare Kenntnis des Beweismittels 
für die Urteilsfällung notwendig erscheint. Weiter kann eine unmittelbare Beweisabnahme 
durch das Berufungsgericht in den Fällen von Art. 343 Abs. 3 StPO erforderlich sein, wenn 
es von den erstinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen abweichen will (BGE 140 IV 196 E. 
4.4.1).

4.2 Die Verteidigung stellte in ihrer Berufungserklärung vom 13. Juli 2021 den Beweisantrag, 
H.________ als Zeugen zu befragen (OG GD 5). Die Privatklägerin reichte mit Schreiben 
vom 29. September 2021 zahlreiche Bankbelege ein und beantragte diese zu den Akten zu 
nehmen. Weiter beantragte sie die Befragung ihrer Eltern I.________ und J.________ als 
Zeugen (OG GD 10). Die Verfahrensleitung wies mit Präsidialverfügung vom 23. November 
2021 die beantragten Befragungen ab und nahm die als Beweismittel eingereichten 
Bankbelege praxisgemäss – ohne nähere Prüfung der Beweisrelevanz – zu den Akten 
(OG GD 15). An der Berufungsverhandlung stellte die Verteidigung erneut den Beweisantrag, 
H.________ als Zeugen zu befragen. Nach Anhörung der Privatklägerin hiess das Gericht 
den Beweisantrag gut und befragte den als Zuschauer anwesenden H.________ als Zeugen 
(OG GD 27 S. 2 ff.). Weitere Beweisanträge wurden nicht gestellt. Das Gericht sieht auch 
von Amtes wegen keine Veranlassung, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen 
Hauptverfahren erhobenen Beweise zusätzlich zu ergänzen. Diese bilden somit, zusammen 
mit den Einvernahmen des Zeugen, der Privatklägerin und des Beschuldigten an der 
Berufungsverhandlung, den im Berufungsverfahren eingereichten Dokumenten sowie den 
Parteivorträgen, die Entscheidungsgrundlagen des Gerichts.

5. Gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO kann das Gericht für die tatsächliche und die rechtliche 
Würdigung des "angeklagten Sachverhalts" aus Gründen der Prozessökonomie auf die 
Begründung der Vorinstanz verweisen, wenn es dieser beipflichtet. Ein Verweis erscheint bei 
nicht streitigen Sachverhalten und abstrakten Rechtsausführungen sinnvoll, kommt hingegen 
bei strittigen Sachverhalten und Beweiswürdigungen sowie der rechtlichen Subsumtion des 
konkreten Falls nur dann in Frage, wenn den vorinstanzlichen Erwägungen (vollumfänglich) 
beigepflichtet wird (BGE 141 IV 244 E. 1.2.3). Der schlichte Verweis auf die Begründung der 
Vorinstanz gemäss dieser Bestimmung ist indes unzulässig, wenn gerade diese Begründung 
als unzutreffend gerügt wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_183/2018 vom 31. Oktober 2018 
E 1.). Falls das Gericht nachfolgend in diesem Sinne von der Verweisungsmöglichkeit 
Gebrauch macht, wird Art. 82 Abs. 4 StPO jeweils nicht mehr separat aufgeführt.

II. Anklagesachverhalt

Die Staatsanwaltschaft warf dem Beschuldigten im Rahmen ihrer Anklageschrift vom 8. 
Oktober 2020 den nachfolgenden Anklagesachverhalt vor (SE GD 1/1 S. 2-3):

"D.________ liess durch seinen Rechtsanwalt lic.iur. K.________ mit Eingabe vom 9. Dezember 2015 
beim Kantonsgericht des Kantons Zug (Posteingang: 10. Dezember 2015) Zivilklage betreffend 
Forderung gegen die Beklagte B.________ einreichen mit den Rechtsbegehren, es sei die Beklagte zu 
verpflichten, ihm CHF 18'000.00 zu bezahlen, zuzüglich Zins zu 7 % seit dem 1. März 2005 bis 1. März 
2015 bzw. zu 15 % ab dem 2. März 2015, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8 % 
Mehrwertsteuer und Kosten des Schlichtungsverfahrens in der Höhe von CHF 250.00) zu Lasten der 
Beklagten. In der materiellen Begründung liess er ausführen, er habe der Beklagten, mit welcher er von 

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1999 bis ca. 2004 eine Beziehung gepflegt habe, während ihres von 2000 bis 2004 dauernden 
Studiums immer wieder kleinere Darlehen in der Höhe von jeweils CHF 100.00 bis CHF 500.00, 
gewährt, wobei zwischen ihnen vereinbart worden sei, dass die Beklagte diese Beträge nach 
Beendigung ihres Studiums und Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zurückzahlen werde. Nachdem die 
Beziehung der Parteien auseinander gegangen sei, hätten sie sich im März 2005 über die Art und 
Weise der Rückzahlung dieser Darlehen geeinigt und am 1. März 2005 einen schriftlichen Vertrag mit 
dem Titel "Darlehensschuld" abgeschlossen. 

D.________ wusste, dass all dies nicht wahr ist und er keinen solchen Anspruch gegenüber 
B.________ aus Forderung hat. Um darüber hinwegzutäuschen, hatte er zu einem nicht bekannten 
Zeitpunkt (frühestens ca. im März/April 2005 und spätestens ca. am 29. April 2015) ein Beweismittel 
geschaffen, indem er eine entsprechende Schuldanerkennung mit folgendem total unwahren Inhalt 
erstellt hatte:

[Abdruck des Dokuments "Darlehensschuld"]

Für die angebliche Unterschrift von L.________ (heute: B.________) hatte er ohne deren Wissen und 
Einverständnis eine von mehreren Blankounterschriften von L.________ (heute: B.________), welche 
sie ihm ca. im März/April 2005 für einen Rekurs zuhanden der Rekurskommission der Universität 
T.________ gegeben hatte, verwendet, oder er hatte die angebliche Unterschrift von L.________ 
(heute: B.________) von Hand selbst nachgemacht. 

Dieses totalgefälschte Dokument liess D.________ von seinem Rechtsanwalt K.________ als 
Beweismittel mit der Zivilklage vom 9. Dezember 2015 in Kopie und am 20. April 2016 im Original dem 
Kantonsgericht des Kantons Zug einreichen. Er wollte damit den zuständigen Einzelrichter des 
Kantonsgerichts des Kantons Zug über seine Forderung täuschen, so dass er in diesen Irrtum versetzt 
die Klage gutheisst und B.________ mit Urteil zur entsprechenden Zahlung verpflichtet. Damit hatte er 
jedoch keinen Erfolg, weil B.________ am 19. Oktober 2015 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Zug gegen ihn Strafanzeige wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung erstattet hatte und das 
Kantonsgericht des Kantons Zug deswegen das Zivilverfahren bis zur Beendigung des Strafverfahrens 
sistierte."

II. Rechtsgrundlagen

Für die allgemeinen rechtlichen Ausführungen zur Urkundenfälschung und zum versuchten 
Betrug wird auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (OG GD 1 E. II.2).

III. Beweislage

1. Die Vorinstanz hat die Beweislage aus dem Vorverfahren und dem erstinstanzlichen 
Hauptverfahren ausführlich und vollständig dargelegt, was im Übrigen nicht bestritten worden 
ist. Um Wiederholung zu vermeiden, wird diesbezüglich auf das Urteil der Vorinstanz 
verwiesen (OG GD 1 E. II.3).

2. Im Berufungsverfahren hat die Privatklägerin zahlreiche Kontoauszüge ihrer Bankkonti des 
Zeitraums von 1999 bis 2005 als Beweismittel eingereicht (OG GD 10/1/1a-20). In der 

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fraglichen Zeit verfügte die Privatklägerin über drei Bankkonti (Konto Bildung Plus bei der 
Basellandschaftlichen Kantonalbank [nachfolgend: BLKB; OG GD 10/1/1a-7], Campus 
Privatkonto bei der UBS [OG GD 10/1/8a-14], Mietzinskonto bei der Migrosbank [OG GD 
10/1/15a-20]). Aus diesen Kontoauszügen ergeben sich folgende Erkenntnisse:

2.1 Monatlicher Vermögensstand
Die Privatklägerin hatte jeweils per Ende Monat über die folgenden liquiden Mittel verfügt 
(dies ergibt sich im Übrigen auch aus der Zusammenstellung der Rechtsvertreterin der 
Privatklägerin im Anhang ihrer Plädoyernotizen; OG GD 27/7/1):

Datum BLKB UBS Migrosbank Total
31.01.1999 - 2'038.40 - 2'038.40
28.02.1999 - 2'040.60 - 2'040.60
31.03.1999 - 2'042.80 - 2'042.80
30.04.1999 - 1'435.80 - 1'435.80
31.05.1999 - 1'437.15 - 1'437.15
30.06.1999 - 1'238.50 - 1'238.50
31.07.1999 - 1'239.65 - 1'239.65
31.08.1999 - 4'009.25 - 4'009.25
30.09.1999 - 2'538.75 - 2'538.75
31.10.1999 300.00 3'878.85 - 4'178.85
30.11.1999 1'022.65 3'882.50 - 4'905.15
31.12.1999 1'054.85 2'820.40 - 3'875.25
31.01.2000 662.35 3'169.10 - 3'831.45
29.02.2000 153.00 3'169.10 - 3'322.10
31.03.2000 153.00 3'316.50 - 3'469.50
30.04.2000 198.10 3'610.10 0.00 3'808.20
31.05.2000 19'522.65 3'745.10 2'200.00 25'467.75
30.06.2000 14'311.80 3'880.10 2'857.50 21'049.40
31.07.2000 13'716.55 4'015.10 4'407.50 22'139.15
31.08.2000 13'716.55 4'150.10 5'957.50 23'824.15
30.09.2000 13'116.55 2'492.10 6'507.50 22'116.15
31.10.2000 12'661.15 2'527.10 8'057.50 23'245.75
30.11.2000 11'617.40 3'151.10 9'607.50 24'376.00
31.12.2000 11'619.40 3'327.05 4'193.50 19'139.95
31.01.2001 10'979.65 3'467.05 5'743.50 20'190.20
28.02.2001 3'773.35 2'788.85 7'293.50 13'855.70
31.03.2001 3'509.80 2'872.50 8'443.50 14'825.80
30.04.2001 3'325.75 3'012.50 9'993.50 16'331.75
31.05.2001 4'243.55 3'152.50 11'543.50 18'939.55
30.06.2001 3'875.05 3'106.00 6'076.05 13'057.10
31.07.2001 3'435.85 3'246.00 7'626.05 14'307.90
31.08.2001 3'435.85 3'396.00 8'343.05 15'174.90
30.09.2001 3'435.85 3'115.00 9'893.05 16'443.90
31.10.2001 2'115.30 3'255.00 11'443.05 16'813.35
30.11.2001 2'085.40 3'352.65 12'993.05 18'431.10
31.12.2001 1'894.20 5'507.90 3'815.10 11'217.20

Seite 9/44

31.01.2002 1'326.90 5'508.55 5'365.10 12'200.55
28.02.2002 1'326.90 7'541.65 6'915.10 15'783.65
31.03.2002 1'326.90 9'706.00 8'465.10 19'498.00
30.04.2002 1'326.90 12'111.75 8'245.80 21'684.45
31.05.2002 1'326.90 14'210.30 9'795.80 25'333.00
30.06.2002 1'326.90 15'286.90 4'179.55 20'793.35
31.07.2002 1'326.90 18'188.60 6'070.10 25'585.60
31.08.2002 18.60 21'249.25 2'825.10 24'092.95
30.09.2002 18.60 21'844.65 4'375.10 26'238.35
31.10.2002 - 21'173.55 5'925.10 27'098.65
30.11.2002 18.60 17'805.00 7'475.10 25'298.70
31.12.2002 10'068.15 15'512.55 721.95 26'302.65
31.01.2003 1'454.90 15'341.65 1'802.95 18'599.50
28.02.2003 1'298.35 15'333.65 2'223.15 18'855.15
31.03.2003 69'224.75 15'438.70 3'239.15 87'902.60
30.04.2003 69'084.00 15'436.70 3'410.15 87'930.85
31.05.2003 68'822.15 14'946.20 4'426.15 88'194.50
30.06.2003 67'550.70 15'893.30 37.20 83'481.20
31.07.2003 640.95 16'402.30 904.65 17'947.90
31.08.2003 1'405.65 16'280.30 1'544.65 19'230.60
30.09.2003 1'690.65 16'408.30 2'580.65 20'679.60
31.10.2003 1'930.50 14'647.25 3'167.65 19'745.40
30.11.2003 1'535.70 14'625.25 3'807.65 19'968.60
31.12.2003 1'140.85 4'864.65 19.80 6'025.30
31.01.2004 968.25 2'389.45 210.80 3'568.50
29.02.2004 1'664.65 12'389.45 1'246.80 15'300.90
31.03.2004 1'299.80 12'389.45 2'731.80 16'421.05
30.04.2004 1'463.40 10'309.45 1'571.65 13'344.50
31.05.2004 971.05 10'462.20 2'633.65 14'066.90
30.06.2004 996.10 10'462.20 1'870.50 13'328.80
31.07.2004 956.70 9'463.20 3'355.50 13'775.40
31.08.2004 956.70 11'753.10 826.00 13'535.80
30.09.2004 956.70 8'462.10 2'311.00 11'729.80
31.10.2004 206.45 10'269.60 2'851.00 13'327.05
30.11.2004 3'311.25 10'378.60 4'336.00 18'025.85
31.12.2004 1'033.40 3'023.00 3'281.60 7'338.00
31.01.2005 494.80 8'513.75 2'519.80 11'528.35
28.02.2005 1'350.60 8'647.75 4'004.80 14'003.15
31.03.2005 1'337.50 8'628.05 5'489.80 15'455.35

2.2 Zahlungen für Lebensunterhalt
Aus den Kontoauszügen der BLKB und der UBS ist ersichtlich, dass die Privatklägerin 
zahlreiche Zahlungen für Dinge des täglichen Bedarfs (Lebensmitteleinkauf, Kleider und 
Schuhe, Telefon, etc.) mittels EC-/Maestro-Karte oder Banküberweisung bezahlt hat. So sind 
verschiedenste Abbuchungen für Einkäufe in der Migros (meistens MMM Y.________), bei 
Globus und Manor sowie weiteren Geschäften ersichtlich. Ebenfalls sind regelmässige 
Bargeldbezüge am Geldautomaten aufgeführt. Weiter wurden Zahlungen an die Vermieterin 

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ihrer Wohnung bzw. ihres Studios in T.________, die M.________AG (OG GD 27 S. 25 Ziff. 
33), sowie an die Stadtwerke T.________ ab diesen sowie später ab dem Konto bei der 
Migrosbank geleistet (OG GD 10/1/1b-20).

2.3 Zahlungen der Eltern der Privatklägerin
Aus dem Auszug des Kontos Bildung Plus bei der BLKB per 30.09.2000 geht eine Gutschrift 
der N.________GmbH, von CHF 5'922.75 am 21. September 2000 hervor. Bei der 
N.________GmbH handelte es sich um das Unternehmen der Eltern der Privatklägerin, was 
sich aus dem Handelsregister ergibt. Der gutgeschriebene Betrag entspricht exakt jenem der 
Zahlungen vom 7. September 2000 (OG GD 10/1/2b). Am 13. März 2003 überwiesen 
I.________ und J.________ den Betrag von CHF 566.00 auf das UBS-Konto der 
Privatklägerin. Dieser Betrag entspricht der Kreditkartenbelastung vom gleichen Tag (OG GD 
10/1/12b). Die N.________GmbH überwies am 2. Februar 2004 weitere CHF 10'000.00 auf 
das UBS-Konto der Privatklägerin (OG GD 10/1/13b). Am 27. Dezember 2004 erfolgte eine 
weitere Überweisung von I.________ und J.________ in der Höhe von CHF 7'530.00 auf das 
UBS-Konto (OG GD 10/1/13b). 

Aus den Kontoauszügen ergeben sich weiter folgende Überweisungen von einem Konto bei 
der Banque pop du Haut Rhin in Mulhouse (FR), welches gemäss den Aussagen der 
Privatklägerin ihren Eltern gehört(e) (OG GD 27 S. 25 Ziff. 32), auf das BLKB-Konto der 
Privatklägerin:

Datum Betrag (CHF) Bemerkungen Aktenverweis
23.05.2000 75'000.00 Auszahlung von CHF 55'000.00 am 

24.05.2000
OG GD 10/1/2b

02.05.2001 8'500.00 OG GD 10/1/3b
24.01.2002 2'203.00 OG GD 10/1/4b
05.02.2002 6'800.00 Auszahlung von CHF 6'800.00 am 

07.02.2002
OG GD 10/1/4b

23.12.2002 10'000.00 Kontosaldo betrug davor CHF 61.35 OG GD 10/1/4b

2.4 Zahlungen der Privatklägerin an ihre Eltern
Ersichtlich sind in den Kontoauszügen auch folgende Zahlungen der Privatklägerin an ihre 
Eltern:

Datum Betrag (CHF) Belastungskonto Bemerkungen Aktenverweis
27.12.2001 3'200.00 Migrosbank OG GD 10/1/16b
05.03.2002 39.00 UBS Handschriftliche 

Notiz "Tram"
OG GD 10/1/11b

17.07.2002 100.00 Migrosbank OG GD 10/1/17b
15.12.2003 9'400.00 UBS OG GD 10/1/12b
19.08.2004 600.00 Migrosbank OG GD 10/1/19b
27.12.2004 7'530.00 UBS OG GD 10/1/13b

An der Berufungsverhandlung konnte sich die Privatklägerin zum Grund für diese Zahlungen 
nicht äussern, da sich ihre Mutter um die Zahlungen gekümmert habe (OG GD 27 S. 25 f. 
Ziff. 35).

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2.5 Mieteinnahmen
Aus den Kontoauszügen ergeben sich folgende Mietzinseinnahmen der Privatklägerin:
Ab 28. Juni 2000 monatlich CHF 1'550.00 von O.________ (OG GD 10/1/15b, 16b, 17b, 18b) 
bzw. dann ab 27. März 2003 monatlich CHF 1'485.00 von O.________ (OG GD 10/1/18b, 
19b, 20a). Und ab 4. August 2003 zusätzlich monatlich CHF 860.00 (OG GD 10/1/5b, 6b) 
bzw. ab 27. Dezember 2004 CHF 870.00 (OG GD 10/1/6b, 7). Dies ergibt folgende 
gesamthaften monatlichen Mietzinseinnahmen:

Juni 2000-Februar 2003 CHF 1'550.00
März 2003-Juli 2003 CHF 1'485.00
August 2003-November 2004 CHF 2'345.00
ab Dezember 2004 CHF 2'355.00

2.6 Erwerbseinkommen
Von Januar 2002 bis April 2002 erwirtschaftete die Privatklägerin ein monatliches 
Einkommen von CHF 2'318.15 durch ihr Praktikum bei der P.________AG (OG GD 10/1/11b; 
OG GD 27 S. 27 Ziff. 38). Anschliessend erzielte sie von Mai 2002 bis September 2002 ein 
monatliches Einkommen zwischen CHF 2'161.85 und CHF 4'142.50 durch ihr Praktikum bei 
der Q.________ (OG GD 10/1/11b, Gutschriften mit Buchungstext "HSGUTSCHRIFT"; 
OG GD 27 S. 27 Ziff. 39).

2.7 Gutschriften mit BESR-Nummern 
Aus den Kontoauszügen ergeben sich nachfolgende Gutschriften mit einer BESR-Nummer.

Datum Betrag (CHF) Gutschriftskonto Bemerkungen Aktenverweis

20.08.2004 2'000.00 UBS UBS BESR Quick OG GD 10/1/13b
31.08.2004 490.00 UBS UBS BESR Quick OG GD 10/1/13b
12.10.2004 1'698.50 UBS UBS BESR Quick OG GD 10/1/13b
04.01.2005 7'530.00 UBS UBS BESR Quick OG GD 10/1/14

29.08.2002 16'005.00 BLKB [BESR Nr.] OG GD 10/1/4b
05.12.2002 5'975.75 BLKB [BESR Nr.] OG GD 10/1/4b
07.03.2003 68'385.00 BLKB [BESR Nr.] OG GD 10/1/5b
28.07.2003 7'662.50 BLKB [BESR Nr.] OG GD 10/1/5b

An der Berufungsverhandlung konnte die Privatklägerin keine Auskunft dazu geben, worum 
es sich dabei handelt. Einzig bei der Gutschrift vom 7. März 2003 über CHF 68'385.00 
vermutete die Privatklägerin, dass es sich um eine Überweisung ihrer Eltern für den Kauf des 
Studios handeln könnte (OG GD 27 S. 27-28 Ziff. 41-43).

Seite 12/44

2.8 Bargeldeinzahlungen
Weiter ergeben sich folgende Bargeldeinzahlungen auf Konten der Privatklägerin:

Datum Betrag (CHF) Gutschriftskonto Bemerkungen Aktenverweis
06.08.1999 2'130.00 UBS Saldovortrag 

CHF 901.30
OG GD 10/1/8b

31.08.1999 3'100.00 UBS Saldovortrag 
CHF 908.40

OG GD 10/1/8b

01.11.1999 1'000.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 300.00

OG GD 10/1/1b

03.12.1999 700.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 972.65

OG GD 10/1/1b

10.01.2000 700.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 1'054.85

OG GD 10/1/2b

17.01.2000 1'109.00 UBS Saldovortrag 
CHF 1'109.00

OG GD 10/1/9b

05.04.2000 260.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 153.00, anschl. 
Einkäufe Coop und 
Migros sowie 
Bancomat-Bezüge, 
führte zu Minus von 
CHF 101.90

OG GD 10/1/2b

14.04.2000 300.00 BLKB Saldovortrag (-) 
CHF 101.90

OG GD 10/1/2b

19.04.2000 158.60 UBS Saldovortrag 
CHF 3'451.50

OG GD 10/1/9b

08.11.2000 260.00 UBS Saldovortrag 
CHF 2'662.10

OG GD 10/1/9b

15.11.2000 249.00 UBS Handschriftlicher 
Vermerk "retour v 
Globus"

OG GD 10/1/9b

04.05.2001 1'500.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 11'725.75

OG GD 10/1/3b

01.07.2002 590.00 UBS Saldovortrag 
CHF 15'254.25

OG GD 10/1/11b

30.08.2002 200.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 17'331.90, 
gleichentags 
Auszahlung von CHF 
17'513.30

OG GD 10/1/4b

04.03.2003 430.50 BLKB Saldovortrag 
CHF 1'298.35

OG GD 10/1/5b

03.06.2003 950.00 UBS Saldovortrag 
CHF 14'946.20

OG GD 10/1/12b

03.07.2003 480.00 UBS Saldovortrag 
CHF 16'021.30

OG GD 10/1/12b

Seite 13/44

28.07.2003 2'000.00 BLKB Saldovortrag 
CHF 74'640.90, 
anschliessend 
Belastung von CHF 
76'000.00

OG GD 10/1/5b

13.01.2004 200.00 UBS Saldovortrag 
CHF 5'054.55

OG GD 10/1/13b

18.05.2004 300.00 UBS Saldovortrag 
CHF 10'609.45

OG GD 10/1/13b

An der Berufungsverhandlung konnte sich die Privatklägerin nicht konkret zu diesen 
Bargeldeinzahlungen äussern. Sie erklärte, dass es sich um Bargeld-Geschenke ihrer 
Grossmutter zu Weihnachten oder zum Geburtstag handeln könnte. Sie konnte auch nicht 
sagen, ob sie die Einzahlungen gemacht hatte (OG GD 27 S. 26 Ziff. 36). Auf die Frage zur 
Bargeldeinzahlung vom 5. April 2000 von CHF 260.00, welche aufgrund der Kontosaldi 
darauf hindeute, dass sie von jemandem Bargeld erhalten habe, um die Minussaldi 
auszugleichen, erklärte sie, dass sie auf keinen Fall von ihm [dem Beschuldigten] Geld 
erhalten habe. Sie sagte weiter aus, dass Geschenke und Weihnachtsbatzen auf das UBS-
Konto einbezahlt worden seien, welches ihr privates Konto gewesen sei. Sie bestätigte, dass 
auch ihre Mutter die Einzahlungen getätigt haben könnte und dass sie allenfalls ihrer Mutter 
Schenkungen zum Einzahlen gegeben habe (OG GD 27 S. 26 Ziff. 37).

2.9 Als einzige Transaktion zwischen der Privatklägerin und dem Beschuldigten ist in den 
Kontoauszügen die Überweisung der Privatklägerin an den Beschuldigten vom 13. November 
2002 im Betrag von CHF 460.00 ersichtlich (OG GD 10/1/11b). Die Privatklägerin konnte sich 
dazu nicht äussern (OG GD 27 S. 31 Ziff. 56). Auch der Beschuldigte erinnerte sich nicht 
mehr konkret, vermutete aber einen Zusammenhang mit einer verspäteten Mietzinszahlung 
(OG GD 27 S. 39 Ziff. 26).

3. Auf die Aussagen des Zeugen H.________ sowie die weiteren Aussagen der Privatklägerin 
und des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung wird – soweit erforderlich – im 
Rahmen der Beweiswürdigung eingegangen.

IV. Beweiswürdigung

1. Für die allgemeinen Ausführungen zur Beweiswürdigung wird auf die Erwägungen der Vor-
instanz verwiesen (OG GD 1 E. I.4.2-4.4).

2. Wie die Vorinstanz korrekt festhält, ist erstellt und unstreitig, dass der Beschuldigte das 
Dokument "Darlehensschuld" beim Kantonsgericht des Kantons Zug im Zivilverfahren EV 
2015 226 in Sachen D.________ gegen B.________ betreffend Forderung am 9. Dezember 
2015 in Kopie und am 20. April 2016 im Original durch seinen Rechtsvertreter einreichen 
liess (OG GD 1 E. II.4.1).

3. Gemäss dem Gutachten vom 27. November 2019 des Forensischen Instituts Zürich stammt 
die fragliche Unterschrift auf dem Dokument "Darlehensschuld" mit starker 
Wahrscheinlichkeit von der Privatklägerin (D 4/60 S. 12). Die Beurteilung, dass die 

Seite 14/44

Ergebnisse stark für eine Hypothese im Vergleich zur jeweiligen Alternative sprechen, 
bedeutet eine hohe Sicherheit bzw. geringe Ungewissheit. Die Befunde sind mit der 
Hypothese vereinbar und gleichzeitig unter der Alternativhypothese wenig plausibel. Der 
Beweiswert ist stark (D 4/60 S. 5). Die Beurteilung als starke Wahrscheinlichkeit liegt im 
Mittelfeld der Skala. Mit der Vorinstanz ist zu erkennen, dass keine triftigen Gründe für ein 
Abweichen von diesen gutachterlichen Schlussfolgerungen ersichtlich sind. Im Einklang mit 
den Parteien ist auf das Gutachten abzustellen (OG GD 1 E. II.4.2). Folglich ist davon 
auszugehen, dass die fragliche Unterschrift von der Privatklägerin stammt und der 
Beschuldigte diese nicht nachgemacht hat. Daher bleibt nachfolgend der Vorwurf der 
Blankettfälschung zu prüfen.

3.1 Dem Forensischen Institut Zürich war es nicht möglich, zu untersuchen, ob die fragliche 
Unterschrift als Blankounterschrift auf das Papier geschrieben wurde, da sich diese mit den 
übrigen Einträgen auf dem Dokument nicht überkreuzt (D 4/60 S. 12). Der Vorinstanz ist 
zuzustimmen, dass diese Schlussfolgerung nachvollziehbar ist, jedoch das nachträgliche 
Drucken des Textes auf das mit der Blankounterschrift versehene Papier nicht ausschliesst 
(OG GD 1 E. II.4.2). Der Verzicht auf eine materialtechnische Untersuchung des Alters des 
Papiers erscheint ebenfalls nachvollziehbar, da nur Aussagen über sehr grosszügige 
Zeiträume möglich gewesen wären (D 4/56, 4/60 S. 12). Mangels entsprechender Codierung 
konnte auch nicht auf das Ausdrucksdatum geschlossen werden (D 4a/2). 

3.2 Die vom Beschuldigten der Polizei eingereichte PDF-Datei mit dem Änderungsdatum 
"26.04.2015 15:10" (D 1/5 [Datenträger], vgl. D 1/5 Ziff. 8 [Einvernahme]), welches dem 
Erstellungsdatum der PDF-Datei entspricht, lässt – wie die Vorinstanz zu Recht erkannte – 
keinen Rückschluss auf das Erstellungsdatum des Dokuments "Darlehensschuld" zu (OG GD 
1 E. II.4.2). Somit kann das Dokument "Darlehensschuld" zu einem beliebigen Zeitpunkt 
zwischen dem 1. März 2005 (angebliches Erstellungsdatum) und dem 26. April 2015 (Datum 
des Scans) erstellt bzw. fertiggestellt worden sein.

3.3 Ein direkter sachlicher Beweis für die Blankettfälschung besteht nach dem Gesagten nicht. 
Deshalb ist zu prüfen, ob die vom Beschuldigten bestrittenen Aussagen der Privatklägerin 
überzeugen und in Würdigung der übrigen Beweise und Indizien keine erheblichen Zweifel 
an ihrer Darstellung lassen (andernfalls wäre "in dubio pro reo" von der Version des 
Beschuldigten auszugehen).

4. Glaubwürdigkeit der Parteien

4.1 Zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten hielt die Vorinstanz zu Recht fest (OG GD 1 E. II.4.3 
erster Absatz), dass er ein durchaus legitimes, persönliches Interesse daran hat, den 
Sachverhalt in einem für ihn günstige(re)n Licht zu schildern, standen für ihn doch eine 
Verurteilung und ein Eintrag im Schweizerischen Strafregister (Art. 366 Abs. 2 lit. a StGB) 
sowie das Einbürgerungsverfahren (vgl. SE GD 8/4 S. 4 Ziff. 5) auf dem Spiel. Weiter führte 
die Vor-instanz aus, im Einklang mit der Verteidigung (SE GD 8/4 Ziff. 8) sei auch zu 
berücksichtigen, dass der Beschuldigte im Jahr 2015 offensichtlich keine finanziellen 
Probleme gehabt habe (D 4/30/5), so dass für eine Fälschungshandlung grundsätzlich keine 
Notwendigkeit bestanden habe. Allerdings habe es sich beim massgeblichen Betrag von total 
CHF 30'600.00 (Darlehen CHF 18'000.00 zzgl. 7% Zins in zehn Jahren [CHF 12'600.00]) 
nicht bloss um "ein paar Franken" bzw. um einen "vergleichsweise läppischen Betrag" 

Seite 15/44

gehandelt (so die Verteidigung [SE GD 8/1 S. 4 Ziff. 19; 8/4 Ziff. 8]), so dass trotz der 
komfortablen finanziellen Situation des Beschuldigten (so die Verteidigung [SE GD 8/4 Ziff. 
8]) eine Fälschungshandlung auch nicht per se abwegig erscheine (OG GD 1 E. II.4.3 erster 
Absatz). Diesen Schlussfolgerungen der Vorinstanz zum Argument der Verteidigung, 
welches diese auch im Berufungsverfahren vorgebracht hat, ist zuzustimmen (vgl. 
nachstehend E. II.7.10).

4.2 B.________ hat sich als Privatklägerin im Strafpunkt konstituiert und ist folglich – wie die 
Vorinstanz zutreffend festhielt (OG GD 1 E. II. 4.3 zweiter Absatz) – nicht als Unbeteiligte zu 
qualifizieren. Zudem ist zu beachten, dass sie zwischenzeitlich selbst der falschen 
Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege beschuldigt wurde und auch nach der 
rechtskräftigen Einstellung jenes Verfahrens die grundsätzliche Möglichkeit einer 
Wiederaufnahme besteht (Art. 323 Abs. 1 StPO), weshalb auch sie interessiert ist, die 
Sachlage entsprechend ihrem Interesse darzustellen.

4.3 Schliesslich haben beiden Parteien aufgrund des hängigen Zivilverfahrens ein erhebliches 
Interesse am Ausgang des vorliegenden Strafverfahrens. Da der Beschuldigte das Dokument 
"Darlehensschuld" bereits mit seinem Schlichtungsgesuch vom 20. Juli 2015 zum Nachweis 
seines Zivilanspruchs eingereicht hatte und sich die Privatklägerin bereits seit diesem Datum 
gegen dessen Inhalt zur Wehr setzen musste, bestand schon seit der Eröffnung der 
Strafuntersuchung bzw. der Strafklage vom 19. Oktober 2015 eine entsprechende 
Interessenlage. Dass ein Strafurteil für das Zivilgericht grundsätzlich unverbindlich ist (Art. 53 
OR), vermag daran – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – nichts zu ändern, zumal die 
Sistierung des Zivilverfahrens gerade damit begründet wurde, dass die Ergebnisse der von 
der Staatsanwaltschaft zur Echtheit des Dokuments "Darlehensschuld" abgenommenen 
Beweise – mithin auch die Einvernahmen – entscheidend seien (SE GD 6/2/1). Hinzu kommt 
mit der Vor-instanz (OG GD 1 E. II.4.3 dritter Absatz), dass der Beschuldigte und die 
Privatklägerin gemäss ihren insofern übereinstimmenden Aussagen im Zeitraum 1998 bis 
2004/2005 (Beschuldigter) bzw. 2005 (Privatklägerin) ein Paar waren und sich angesichts 
des am 26. September 2007 erledigten Gerichtsverfahrens betreffend den "Vertrag 
Diplomarbeit" vom 29. Februar 2004 offensichtlich zerstritten hatten. Somit erscheinen beide 
Parteien nicht als uneingeschränkt glaubwürdig. Es ist hier in Erinnerung zu rufen, dass der 
allgemeinen bzw. persönlichen Glaubwürdigkeit der einvernommenen Person gegenüber der 
Glaubhaftigkeit ihrer Angaben jedoch eine vergleichsweise untergeordnete Rolle zukommt 
(vgl. OG GD 1 E. I. 4.3.2 m.H.).

5. Allgemeine Glaubhaftigkeit der Aussagen der Parteien

5.1
5.1.1 Die Privatklägerin hat stets klar ausgesagt, das Dokument "Darlehensschuld" nicht 

unterzeichnet zu haben und vom Beschuldigten finanziell nicht unterstützt worden zu sein (D 
1/3 Ziff. 10, 13-16; D 1/5 Ziff. 12-14, 39; D 1/6 Ziff. 13-14; OG GD 27 S. 22-23 Ziff. 20-26, S. 
28-29 Ziff. 45, S. 31). Dies bildet jedoch kein eigentliches Glaubhaftigkeitskriterium, da es 
sich um "einfache" Aussagen handelte und durch ihre Position bedingt waren. Gegen die 
generelle Glaubhaftigkeit der Aussagen der Privatklägerin bringt die Verteidigung im 
Wesentlichen zwei Punkte vor. Erstens zeige das Aussageverhalten der Privatklägerin, dass 
sie ihre Aussagen stets dem aktuellen Untersuchungsergebnis angepasst habe. Die 

Seite 16/44

Privatklägerin habe mindestens drei, wenn nicht sogar vier, mögliche Versionen geliefert, wie 
es zur Unterschrift auf der Schuldanerkennung gekommen sein soll (OG GD 27/6 Rz. 8-11). 
Im Kern geht es darum, dass die Privatklägerin die dem Beschuldigten überlassenen 
Blankounterschriften und damit die Blankettfälschung erst nach Vorliegen des Gutachtens 
(ausdrücklich) im Verfahren vorgebracht hat. Zusätzlich sei der Zeitpunkt ihrer Erinnerung an 
die Blankounterschriften höchst kontrovers (OG GD 27/6 Rz. 11). Zweitens habe die 
Privatklägerin stets und von Beginn an bewusste Seitenhiebe gegen den Beschuldigten 
platziert, was als Lügensignal zu werten sei. So habe die Privatklägerin bereits in der 
Strafanzeige ausgeführt, dass der Beschuldigte ein Cambridge Certificate gefälscht und 
anschliessend verwendet habe (OG GD 27/6 Rz. 18 f.). Die Rechtsvertreterin der 
Privatklägerin verneinte hingegen die stetige Anpassung der Aussagen an das aktuelle 
Untersuchungsergebnis. Die Privatklägerin habe von Beginn an die Blankettfälschung als 
Möglichkeit erachtet (OG GD 27 S. 50 Ziff. 12).

5.1.2 In der Strafklage vom 19. Oktober 2015 ging die Privatklägerin davon aus, dass es sich bei 
der massgeblichen Unterschrift um eine Kopie oder Nachbildung ihrer eigenen Unterschrift 
handle, wobei sie angab nicht zu wissen, wie der Beschuldigte das Dokument 
"Darlehensschuld" hergestellt habe (D 1/2 S. 4). In der polizeilichen Einvernahme vom 28. 
April 2016 erklärte sie, es sei durchaus möglich, dass der Beschuldigte während ihrer 
gemeinsamen Zeit ihre Unterschrift gesehen oder über ihre auf einem Dokument aufgeführte 
Unterschrift verfügt habe (D 1/3 Ziff. 19). Am 9. Februar 2017 sagte sie aus, es nähme sie 
Wunder, wie der Beschuldigte das Dokument "Darlehensschuld" gefälscht habe. Es sei ihm 
leicht möglich gewesen, zu Vergleichsunterschriften von ihr zu kommen. Möglicherweise 
habe er den Text auf ein leeres Blatt geschrieben, auf welchem sie ihre Unterschrift versucht 
habe. Es gebe technisch mehrere Möglichkeiten, Unterschriften zu kopieren (D 1/5 Ziff. 12 
und 13). Gemäss ihren Aussagen anlässlich der Befragung vom 11. Februar 2020 habe der 
Beschuldigte vermutlich eine Blankounterschrift verwendet. Ihr sei schon ziemlich am Anfang 
dieses Verfahrens, etwa im Jahr 2015, eingefallen, dass sie ihm im April 2005 im Hinblick auf 
die Fertigstellung seiner Rekurse mehrere Blätter mit ihrer Blankounterschrift gegeben habe 
(D 1/6 Ziff. 7 ff.). Schliesslich erklärte sie am 24. Juni 2020, ihr sei, als sie den "Entwurf FRC" 
im Juni 2018 auf ihrem Computer gefunden habe, wieder in den Sinn gekommen, weshalb 
und wofür sie dem Beschuldigten Blankounterschriften gegeben habe, sie habe schon zuvor 
darüber nachgedacht und den Entwurf dann ihrem Rechtsvertreter geschickt (D 1/7 Ziff. 9).

5.1.3 Mit der Vorinstanz (OG GD 1 E. II.4.4.1) ist es nachvollziehbar, dass die Privatklägerin 
anfänglich davon ausging, der Beschuldigte habe die fragliche Unterschrift gefälscht, d.h. 
kopiert bzw. nachgebildet, da dies die naheliegendste Variante der Urkundenfälschung i.e.S. 
ist. Zutreffend ist, dass die Privatklägerin in der Strafklage und in ihren Aussagen vor der 
Erstellung des Gutachtens vom 27. November 2019 eine Blankettfälschung nicht explizit 
ausgeschlossen (sie wisse nicht bzw. es nähme sie Wunder, wie er das Dokument 
"Darlehensschuld" gefälscht habe) bzw. in Erwägung gezogen hat (er habe den Text 
möglicherweise auf ein leeres Blatt geschrieben, auf welchem sie ihre Unterschrift versucht 
habe). Der Vor-instanz und der Verteidigung ist zwar zuzustimmen, dass nicht 
nachvollziehbar ist, weshalb die Privatklägerin damals davon ausgegangen ist, auf einem 
Blatt Papier nur gerade eine Unterschrift "versucht" zu haben, geht es dabei in der Regel – 
wie die Vorinstanz korrekt ausführt – darum, beispielsweise einen neuen Stift oder Aspekte in 
der Ausführung der Unterschrift auszuprobieren, wofür in der Regel auf demselben Papier 

Seite 17/44

mehrere "Versuche" durchgeführt werden (OG GD 1 E. II.4.4.1; SE GD 8/4 Ziff. 24 f., 8/1 S. 4 
Ziff. 13; OG GD 27/6 Rz. 9). Allein aus diesem nicht ganz stimmigen Erklärungsversuch auf 
die generell fehlende Glaubhaftigkeit der Aussagen der Privatklägerin zu schliessen, geht 
allerdings zu weit. Auch dass die Privatklägerin im Verlaufe des Verfahrens mehrere 
Erklärungsversionen für die Fälschung geliefert hat, spricht nicht gegen ihre generelle 
Glaubhaftigkeit. Denn es war vor Vorliegen des Gutachtens nicht ausgeschlossen, dass es 
sich statt um eine Blankettfälschung um eine Urkundenfälschung i.e.S. handelt.

5.1.4 Zum von der Verteidigung vorgebrachten unklaren Zeitpunkt der Erinnerung an die 
Blankounterschriften äusserte sich auch die Vorinstanz. Nach ihrer Auffassung hat sich die 
Privatklägerin in Kenntnis des Gutachtens widersprüchlich zum Zeitpunkt ihrer Erinnerung an 
die Blankounterschriften im Zusammenhang mit dem "Rekurs FRC" geäussert ("ziemlich am 
Anfang dieses Verfahrens, etwa im Jahr 2015" vs. "im Juni 2018"; OG GD 1 E. II. 4.4.1). In 
der Einvernahme vom 11. Februar 2020 sagte sie auf die Ergänzungsfrage des Verteidigers, 
seit wann sie genau wisse, wie es zu diesen Blankounterschriften gekommen sei, Folgendes 
aus (D 1/6 Ziff. 23): 

"Ich kann es jetzt grad so nicht beantworten. Ich habe mir überlegt, wie er diesen angeblichen 
Darlehensvertrag fälschen konnte, irgendwann ist mir eingefallen, dass ich ihm Blankounterschriften für 
die Rekurse zur Verfügung gestellt hatte, was ich dann auch Rechtsanwalt R.________ mitgeteilt 
habe."

Auf die Nachfrage, ob sie dies zeitlich nicht ein wenig eingrenzen könne, erklärte sie, dies sei 
schon ziemlich am Anfang dieses Prozesses gewesen, ca. im Jahr 2015, als er mit dieser 
Geschichte gekommen sei (D 1/6 Ziff. 24). Am 24. Juni 2020 erklärte die Privatklägerin, sie 
habe schon vor Juni 2018 (Zeitpunkt in dem sie das Dokument "Entwurf FRC" fand) über die 
Blankounterschriften, welche sie dem Beschuldigten gegeben habe, nachgedacht. Sie habe 
damals aber nicht mehr gewusst, weshalb und wofür sie ihm diese Blankounterschriften 
gegeben habe. Erst im Juni 2018 als sie dieses Dokument auf ihrem PC gefunden habe, sei 
ihr dies wieder in den Sinn gekommen (D 1/7 Ziff. 9). An der Berufungsverhandlung erklärte 
die Privatklägerin auf die Frage, wann sie sich an die dem Beschuldigten überlassenen 
Blankounterschriften erinnert habe, sie habe natürlich schon am Anfang des Verfahrens 
überlegt, wie er das Dokument gefälscht habe. Sie hätte irgendwie im Kopf gehabt, dass sie 
ihm schätzungsweise drei Blankounterschriften gegeben habe. Sie habe aber nicht mehr 
gewusst weshalb und sei sich deshalb auch unsicher gewesen. Sie habe sich gefragt, ob das 
stimme oder sie es nur geträumt habe. Aus diesem Grund habe sie im 2015 nicht schon 
wirklich etwas gesagt. Erst als sie im Juli 2018 auf ihrem Computer die Rekurse entdeckt 
habe, sei es ihr wieder klar gewesen, dass sie es nicht geträumt habe (OG GD 27 S. 23 Ziff. 
27).

5.1.5 Die Aussagen der Privatklägerin im Vorverfahren waren in der Tat bezüglich des Zeitpunkts, 
in dem sie sich an die Blankounterschriften erinnert hat, nicht ganz klar. Ein eigentlicher 
Widerspruch besteht allerdings – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – nicht. Denn an 
der Einvernahme vom 24. Juni 2020 erklärte die Privatklägerin, sie habe schon vor Juni 2018 
über die Blankounterschriften nachgedacht. Wann dies genau gewesen ist, hat sie nicht 
ausgeführt, und es wurde auch nicht entsprechend nachgefragt. Ihre Aussage vom 11. 
Februar 2020, wonach sie schon im Jahr 2015 darüber nachgedacht habe, steht damit nicht 

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im Widerspruch, war dieser Zeitpunkt doch vor Juni 2018. Mit ihren Aussagen an der 
Berufungsverhandlung, welche mit jenen im Vorverfahren im Kern übereinstimmen, konnte 
sie diese Unklarheit zudem nachvollziehbar und glaubhaft aufklären. Ihre Schilderungen, 
wonach sie im Kopf gehabt habe, dem Beschuldigten Blankounterschriften gegeben zu 
haben, aber nicht mehr gewusst habe, wozu, sind nachvollziehbar, da man sich nach zehn 
Jahren nicht mehr an jedes Detail erinnern kann. Auch verständlich ist, dass sie die 
Blankounterschriften aufgrund ihrer unklaren Erinnerung nicht schon damals erwähnt hatte. 
Hätte sie pauschal behauptet, dem Beschuldigten Blankounterschriften gegeben zu haben, 
ohne sich zum Grund dafür zu äussern, wären ihre Aussagen als unglaubhaft betrachtet 
worden. Auf jeden Fall steht fest – und dies ist zentral –, dass sie am 21. Juni 2018 ihrem 
damaligen Rechtsvertreter das Dokument "Entwurf FRC" gesandt und ihm mitgeteilt hat, 
dass sie dem Beschuldigten mehrere Blätter mit Blankounterschriften zur Verfügung gestellt 
gehabt habe (D 5/30/1). Wie die Vorinstanz korrekt schlussfolgert (OG GD 1 E. II.4.4.1), kann 
sich die Behauptung der Blankettfälschung deshalb nicht am Ergebnis des Gutachtens 
ausgerichtet haben, da jenes erst am 27. November 2019 erstattet worden ist (D 4/60). 
Weshalb ihr damaliger Rechtsvertreter die Blankettfälschung nicht schon damals vorgebracht 
und den "Entwurf FRC" eingereicht hat, konnte sich die Privatklägerin nicht erklären. Sie 
habe darauf vertraut, dass ihr Rechtsvertreter die Sache im Griff habe (D 1/7 Ziff. 11). Auch 
die aktuelle Rechtsvertreterin der Privatklägerin wusste nicht, weshalb der Entwurf nicht 
umgehend eingereicht worden ist (OG GD 27 S. 31). An der Berufungsverhandlung erklärte 
die Privatklägerin zudem, gar nicht gewusst zu haben, dass ihr Rechtsvertreter den Entwurf 
nicht eingereicht hatte (OG GD 27 S. 24 Ziff. 30). Auch hier geht es zu weit, damit ihre 
generelle Glaubhaftigkeit in Frage zu stellen. Denn entscheidend ist, dass die "Theorie" der 
Blankettfälschung nicht am Ergebnis des Gutachtens ausgerichtet worden ist. 

5.1.6 Die Verteidigung brachte weiter vor, es sei ein Lügenindiz, dass sich die Privatklägerin an 
der Berufungsverhandlung plötzlich habe erinnern können, genau drei Dokumente blanko 
unterzeichnet zu haben, und dies einmal oben, einmal in der Mitte und einmal unten. Ihr 
Erinnerungsvermögen nehme im Laufe der Jahre offenbar zu (OG GD 27 S. 47 Ziff. 3). Wie 
die Rechtsvertreterin der Privatklägerin zutreffend entgegnete (OG GD 27 S. 51), hat die 
Privatklägerin nie konkret erklärt, dem Beschuldigten drei Blätter mit Blankounterschriften 
gegeben zu haben und die Unterschrift einmal oben, einmal in der Mitte und einmal unten 
angebracht zu haben. Sie schätzte lediglich, dass sie ihm drei Blankounterschriften gegeben 
habe, konnte aber keine genauen Angaben machen (OG GD 27 S. 23 Ziff. 27, S. 24 Ziff. 29). 
Auch wo sie die Unterschriften positioniert hatte, konnte sie nicht mehr sagen. Sie erklärte 
lediglich, dass sie die Unterschriften auf unterschiedlichen Positionen angebracht habe und 
logischerweise hätte dies einmal oben, in der Mitte und unten sein müssen (OG GD 27 S. 24 
Ziff. 29). Ein zunehmendes Erinnerungsvermögen, wie es die Verteidigung bezeichnete, liegt 
somit nicht vor. Zudem ist es nachvollziehbar und plausibel, dass die Privatklägerin dem 
Beschuldigten Blankounterschriften auf verschiedenen Höhen gegeben habe, da der 
definitive Text des Rekurses noch nicht feststand. Auch stimmen ihre Ausführungen an der 
Berufungsverhandlung mit ihren bisherigen Aussagen überein. Bereits anlässlich der 
Einvernahme vom 11. Februar 2020 hatte sie erklärt, der Beschuldigte habe von ihr mehrere 
Blätter mit ihrer Blankounterschrift auf verschiedenen Höhen erhalten (D 1/6 Ziff. 8).

5.1.7 Auch der Umstand, dass die Privatklägerin vorgebracht hat, der Beschuldigte habe ein 
Cambridge Certificate gefälscht und verwendet, spricht nicht gegen die Glaubhaftigkeit ihrer 

Seite 19/44

Aussagen. Diese Information diente vielmehr der Verdeutlichung ihres Fälschungsvorwurfs 
bezüglich des Dokuments "Darlehensschuld" als den Beschuldigten "mit Dreck zu bewerfen", 
wie es die Verteidigung nannte (OG GD 27/6 Rz. 18). Auch ihre Erklärungsversuche 
anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 28. April 2016, warum der Beschuldigte nach 
Jahren ohne Kontakt plötzlich einen gefälschten Darlehensvertrag einreichen sollte (D 1/3 
Ziff. 18), können – entgegen der Verteidigung – nicht als bewusste Seitenhiebe und damit als 
Lügensignal gewertet werden. Bereits die Vorinstanz kam zum zutreffenden Schluss, dass 
die Erklärungsversuche der Privatklägerin nicht gegen die Glaubhaftigkeit ihrer sonstigen 
Aussagen sprechen (OG GD 1 E. II.4.4.1). Zudem lässt sich das Vorbringen des Dokuments 
"Darlehensschuld" nach jahrlanger "Funkstille" damit erklären, dass der Beschuldigte das 
Dokument angeblich nicht mehr aufgefunden hat (OG GD 27 S. 45 Ziff. 45).

5.1.8 Zusammenfassend sind die Aussagen der Privatklägerin allgemein als glaubhaft zu 
beurteilen. 

5.2
5.2.1 Der Beschuldigte hat konsequent erklärt, dass die Privatklägerin das Dokument 

"Darlehensschuld" unterzeichnet habe und somit zunächst implizit und alsdann auch explizit 
bestritten, es unter Verwendung einer Blankounterschrift selbst erstellt zu haben (D 1/4 Ziff. 
12, 15, 26; D 1/7 Ziff. 16, 24, 31-32; OG GD 27 S. 37 Ziff. 19, S. 42 Ziff. 35). Der 
Beschuldigte bestritt auch, von der Privatklägerin Blankounterschriften erhalten zu haben (D 
1/7 Ziff. 16). Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (OG GD 1 E. II.4.4.2), stellt auch 
dies kein eigentliches Glaubhaftigkeitskriterium dar. Denn dies war durch die eingereichte 
Zivilklage bedingt. Gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten brachte die 
Rechtsvertreterin der Privatklägerin vor, der Beschuldigte habe sich in seiner Einvernahme 
nicht erinnert, dass die angebliche Unterzeichnung des Dokuments "Darlehensschuld" und 
seine Prüfung am gleichen Tag stattgefunden hätten. Erst auf ihre Nachfrage hin, habe er 
dies für möglich erachtet. Es sei unglaubhaft, dass er den Konnex zwischen der 
Unterzeichnung und der Prüfung, gegen die er Rekurs eingelegt habe, nicht habe machen 
können, da es sich immerhin um zwei aussergewöhnliche Ereignisse gehandelt habe (OG 
GD 27 S. 51). Für die Verteidigung ist es hingegen angesichts der verstrichenen Zeit 
glaubhaft, dass dem Beschuldigten der zeitliche Konnex nicht mehr bekannt war (OG GD 
27/6 Rz. 27).

5.2.2 In seiner polizeilichen Einvernahme vom 15. Juni 2016 gab der Beschuldigte an, dass die 
Unterzeichnung eventuell am 1. März 2005 am frühen Nachmittag gewesen sei. An ein 
besonderes Ereignis an diesem Tag erinnerte er sich nicht. Er konnte sich hingegen noch 
daran erinnern, dass er und die Privatklägerin nach der Unterzeichnung noch kurz 
miteinander gesprochen hätten, bevor diese die Wohnung verlassen habe (D 1/4 Ziff. 28-30). 
Anlässlich der Einvernahme vom 24. Juni 2020 erinnerte er sich ebenfalls nicht an spezielle 
Geschehnisse am Tag der Unterzeichnung. Erst auf Nachfrage und Vorhalt der 
Rechtsvertreterin der Privatklägerin, dass die mündliche Prüfung am 1. März 2005 
stattgefunden habe, hielt er es für möglich, dass die Unterzeichnung und die Prüfung am 
selben Tag stattgefunden hätten. Da sie sich nicht mehr so häufig in T.________ gesehen 
hätten, hätten sie auch Termine kombiniert. Die Prüfung habe eventuell 30 Minuten gedauert, 
sodass es zeitlich gut möglich gewesen wäre, den bereits vor Tagen vorbesprochenen 
Vertrag zu finalisieren und zu unterschreiben (D 1/7 Ziff. 28-32). 

Seite 20/44

5.2.3 Wie die Rechtsvertreterin der Privatklägerin an der Berufungsverhandlung zu Recht festhielt, 
ist nicht bestritten, dass die mündliche Prüfung des Beschuldigten am 1. März 2005 
stattgefunden hat (OG GD 27 S. 51). Auf dem von der Privatklägerin verfassten Protokoll 
dieser mündlichen Prüfung, auf welches der Beschuldigte in seinem Rekursschreiben vom 
11. April 2005 und seiner Rekursergänzung vom 11. Mai 2005 verweist bzw. Bezug nimmt, 
ist das Datum 1. März 2005 festgehalten (D 4/44/1 S. 28-35, S. 57-60). Das Dokument 
"Darlehensvertrag" ist ebenfalls mit dem 1. März 2005 datiert (D 1/2/1).

5.2.4 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist es naheliegend, dass sich der Beschuldigte nach 
mehr als zehn Jahren nicht mehr an das konkrete Datum dieser Prüfung erinnern konnte (OG 
GD 1 E. II. 4.4.2). Entgegen der Auffassung der Verteidigung (OG GD 27/6 Rz. 27; SE GD 
8/4 Ziff. 42) ist es hingegen nicht nachvollziehbar, dass er sich nicht mehr an den zeitlichen 
Konnex erinnern konnte, zumal er noch wusste, dass sie sich nach der Unterzeichnung noch 
unterhalten hatten. Dies lässt aber nicht den Schluss zu, seine Aussagen gegenüber jenen 
der Privatklägerin als derart unglaubhaft zu qualifizieren, dass auf diese nicht abgestellt 
werden kann.

5.3 Zudem ist wieder mit der Vorinstanz festzuhalten, dass aufgrund der vorgenannten Sachlage 
in objektiver Hinsicht weder die Aussagen der Privatklägerin noch jene des Beschuldigten für 
sich allein zu überzeugen vermögen. Festzustellen ist indessen auch, dass die Aussagen 
und das Auftreten der Privatklägerin das Gericht im Rahmen einer subjektiven Wertung, d.h. 
aufgrund des unmittelbaren, im Rahmen der gerichtlichen Einvernahme gewonnenen 
persönlichen Eindrucks, mehr zu überzeugen vermochten. Anderseits kann und darf dieser 
persönlich Eindruck bei der Beweiswürdigung natürlich auch nicht überbewertet werden. 
Folglich ist anhand der übrigen Beweise und vor allem Indizien zu prüfen, ob eine 
rechtsgenügende richterliche Überzeugung für die eine oder andere Sachverhaltsdarstellung 
gewonnen werden kann. 

6. Zeuge H.________

6.1 Glaubwürdigkeit
Bei der Glaubwürdigkeit des Zeugen H.________ ist zu berücksichtigen, dass er dem 
Beschuldigten nahesteht. Sie sind seit dem Studium Freunde, stehen im regelmässigen 
Kontakt und der Zeuge ist Götti der Tochter des Beschuldigten (OG GD 27 S. 4 Ziff. 7-9). Mit 
der Privatklägerin war der Zeuge während des Studiums ebenfalls befreundet, hat aber seit 
Ende des Studiums im Jahr 2004 keinen Kontakt mehr zu ihr (OG GD 27 S. 5 Ziff. 10-11). 
Die Glaubwürdigkeit des Zeugen ist daher aufgrund seines Näheverhältnisses zum 
Beschuldigten gemindert. Zudem machte er dem Gericht im Rahmen der Befragung einen 
teilweise recht nervösen Eindruck, was seine Glaubwürdigkeit zwar nicht per se weiter 
reduziert, diese aber auch nicht zu erhöhen vermag.

6.2 Glaubhaftigkeit
6.2.1 Nach der Kernaussage des Zeugen habe der Beschuldigte ihm anlässlich eines Ausflugs 

bzw. eines Wochenendes im Frühling (Februar/März) 2006, welches sie in der 
Ferienwohnung seiner Eltern in S.________ verbracht hätten, erzählt, dass er [der 
Beschuldigte] die Privatklägerin während des Studiums finanziell unterstützt habe, er [der 
Zeuge] aber nicht wisse in welchem Umfang (OG GD 27 S. 9 ff. Ziff. 41-43, 49, 74, 81). 
Diese Kernaussage ist als unglaubhaft zu beurteilen. Denn es ist davon auszugehen, dass 

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der Zeuge seine (angebliche) Erinnerung aufgrund der Vorgabe des Beschuldigten erlangt 
hat und sich nicht selber aktiv daran erinnern konnte. Der Zeuge hatte nämlich mit dem 
Beschuldigten im Vorfeld der Berufungsverhandlung und seiner Befragung Kontakt (OG GD 
27 S. 5 Ziff. 14, S. 8 Ziff. 33-35). Was sie während dieses Kontakts diskutiert hatten bzw. was 
ihn der Beschuldigte konkret gefragt hatte, konnte der Zeuge jedoch nicht auf Anhieb sagen 
(OG GD 27 S. 5-6 Ziff. 15-17). Anschliessend erklärte er, dass der Beschuldigte ihn gefragt 
habe, "kannst du dich erinnern, habe ich dir erzählt, über das Darlehen oder dass ich ihr dort 
Geld zur Verfügung gestellt habe. Das hat er mich so gefragt. Kannst du dich erinnern, wann 
habe ich dir das in der Vergangenheit schon gesagt" (OG GD 27 S. 6 Ziff. 18). Bei einer 
weiteren Frage bestätigte der Zeuge, der Beschuldigte habe ihm nochmals rekapituliert, er 
habe ihm gesagt, dass er ein Darlehen gegeben habe (OG GD 27 S. 11 Ziff. 47). Mit seinen 
Fragen hat der Beschuldigte dem Zeugen somit vorgegeben, dass er ihm das in der 
Vergangenheit gesagt habe. Zudem ist es auch nicht nachvollziehbar, dass sich der Zeuge 
erinnern will, der Beschuldigte habe ihm vor 16 Jahren genau an diesem Wochenende in 
S.________ erzählt, er habe die Privatklägerin finanziell unterstützt bzw. ihr ein Darlehen 
gewährt. Denn der Zeuge konnte sich nicht genau daran erinnern, wann ihn der Beschuldigte 
betreffend seine Erinnerung kontaktiert hatte. Er meinte nur, dass es im Verlauf des letzten 
Jahres gewesen sein müsse (OG GD 27 S. 6 Ziff. 19). Offensichtlich konnte er sich auch 
nicht mehr korrekt daran erinnern, was ihm der Beschuldigte über seine Verurteilung erzählt 
hatte, da der Zeuge mehrmals ausführte, es sei im Verfahren um einen unter Druck 
entstandenen bzw. nicht freiwillig unterzeichneten Darlehensvertrag gegangen (OG GD 27 S. 
7-8 Ziff. 28-29 und S. 17 Ziff. 80), was eindeutig nicht der Fall ist. Es ist nicht glaubhaft, dass 
er sich an den Inhalt eines vor 16 Jahren stattgefundenen Gesprächs so genau erinnert, aber 
an den Inhalt eines im letzten Jahr (frühestens nach der Urteilsfällung vom 20. Mai 2021, vgl. 
OG GD 27 S. 48 Ziff. 11) geführten Gesprächs nicht mehr richtig. Auch die Erklärung für 
seine genaue Erinnerung an den Gesprächsinhalt in S.________, weil das Beziehungsende 
und die gewährte finanzielle Unterstützung eine wesentliche Neuigkeit gewesen sei und er 
sich deshalb daran erinnert habe (OG GD 27 S. 15 Ziff. 71), hilft hier nicht. Denn bei der 
Verurteilung und dem zugrundeliegenden Sachverhalt handelte es sich um mindestens eine 
genauso wesentliche Neuigkeit wie damals das Beziehungsende und die angeblich gewährte 
finanzielle Unterstützung. Auch will sich der Zeuge genau daran erinnern, dass er den 
Beschuldigten damals nicht gefragt habe, in welchem Umfang er die Privatklägerin finanziell 
unterstützt habe (OG GD 27 S. 12 Ziff. 56-57). Gleichzeitig konnte er aber nicht mehr sagen, 
ob ihm der Beschuldigte mitgeteilt hat, in welcher Form die finanzielle Unterstützung erfolgt 
sein solle (OG GD 27 S. 12-13 Ziff. 58).

6.2.2 Weiter hat der Zeuge die Unterstützung für die Diplomarbeit und die finanzielle Unterstützung 
offensichtlich vermischt (OG GD 27 S. 15 Ziff. 72-74). Auch wenn er erklärte, der 
Beschuldigte habe sowohl von der Unterstützung für die Diplomarbeit als auch von einer 
finanziellen Unterstützung gesprochen (OG GD 27 S. 15 Ziff. 74 und S. 17-18 Ziff. 81), ist 
nicht auszuschliessen, dass er nur aufgrund der Vorgaben des Beschuldigten meint, sich an 
eine finanzielle Unterstützung zu erinnern. 

6.2.3 Zusammenfassend sind die Angaben des Zeugen aufgrund seiner widersprüchlichen und 
nicht nachvollziehbaren Aussagen, seiner augenfälligen Nervosität bei der Befragung sowie 
seinen teilweise zögerlichen Antworten (vgl. insbesondere OG GD 27 S. 16-17 Ziff. 79) als 
deutlich eingeschränkt glaubhaft zu qualifizieren.

Seite 22/44

6.2.4 Schliesslich ist festzuhalten, dass der Zeuge ohnehin keine verlässlichen und konkreten 
Angaben über das angebliche Darlehen bzw. die entsprechende finanzielle Unterstützung 
machen konnte. Insbesondere konnte er sich zur Art und zum Ausmass bzw. Umfang der 
Unterstützung nicht äussern. Er vermutete lediglich, dass es nicht nur CHF 100.00 gewesen 
seien, da es sonst nicht zur Sprache gekommen wäre (OG GD 27 S. 17-18 Ziff. 81). Weiter 
sagte er klar aus, nie konkret gesehen zu haben, dass etwas übergeben worden sei (OG GD 
27 S. 13 Ziff. 60). Auch zu den finanziellen Verhältnisse der Parteien während des Studiums 
konnte er keine konkreten Angaben machen. Er sagte lediglich, dass sie nicht auffällig 
gewesen seien (OG GD 27 S. 9 Ziff. 39-40). Aufgrund dieser unspezifischen Angaben ist 
weder ein Beweis für die regelmässige Unterstützung der Privatklägerin von insgesamt CHF 
18'000.00 und damit für die inhaltliche Wahrheit des Dokuments "Darlehensschuld" erbracht, 
noch bestehen irgendwelche ernsthafte Indizien hierfür.

7. Übrige Beweise und Indizien

7.1
7.1.1 Die Privatklägerin hat ausgesagt, dem Beschuldigten Blankounterschriften gegeben zu 

haben, was dieser bestreitet. Nach den Aussagen der Privatklägerin sei es vorgesehen 
gewesen, dass sie einen Rekurs gegen eine Prüfung, an der sie Protokoll geführt hatte, 
mitunterzeichne und sie habe dem Beschuldigten dafür mehrere Blankounterschriften auf 
verschiedenen Höhen überlassen, da sie nicht mehr oft in T.________ gewesen sei und der 
Beschuldigte den Rekurs noch nicht fertiggestellt gehabt habe (D 1/6 Ziff. 8; OG GD 27 S. 
23-24 Ziff. 28). Der vom Beschuldigten bei der Rekurskommission der Universität 
T.________ eingereichte Rekurs ("Rekurs FRC") enthält keine Unterschrift der Privatklägerin 
und sie ist auch nicht vorgesehen, d.h. es gibt kein entsprechendes Unterschriftenfeld 
(D 4/44/1 S. 28 ff.). Im Vorverfahren reichte die Privatklägerin einen Entwurf "dieses" 
Rekurses ("Entwurf FRC") ein, in welchem ihre Unterschrift vorgesehen war (D 1/6/2). 
Gemäss Vorinstanz handle es sich beim von der Privatklägerin eingereichten "Entwurf FRC" 
offensichtlich um einen dazumal tatsächlich verfassten Entwurf für den "Rekurs FRC" des 
Beschuldigten (OG GD 1 E. II.4.5.1 erster Absatz). Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, hat 
der Beschuldigte erklärt, der Privatklägerin möglicherweise Entwürfe von Rekursen zur 
Korrektur geschickt zu haben (D 1/7 Ziff. 17) und der "Entwurf FRC" stimmt mit dem "Rekurs 
FRC" im Wesentlichen überein, zumal in Letzterem sämtliche (rot markierten) Anmerkungen 
aus Ersterem korrigiert wurden. Einziger wesentlicher Unterschied ist das Unterschriftenfeld 
der Privatklägerin ("Unterschrift Protokollantin L.________:"). Der Beschuldigte konnte sich 
nicht daran erinnern, auf einem Entwurf die Unterschrift der Privatklägerin vorgesehen zu 
haben (D 1/7 Ziff. 18). Demgegenüber sei es nach der Aussage der Privatklägerin im 
Zeitpunkt des "Entwurfs FRC" geplant gewesen, dass sie mitunterzeichne. Weshalb der 
Beschuldigte den Rekurs schliesslich ohne ihre Unterschrift eingereicht habe, wisse sie nicht 
(D 1/6 Ziff. 21). Er habe zahlreiche Rekurse gemacht und nur gewollt, dass sie "einen dieser 
Rekurse" mitunterzeichne (D 1/6 Ziff. 8). Die Vorinstanz kam sodann zum Schluss, dass die 
Passage "Unterschrift Protokollantin L.________:" nicht erst im Nachhinein in den "Entwurf 
FRC" eingefügt worden ist. Für die entsprechende Begründung wird auf das vorinstanzliche 
Urteil verwiesen (OG GD 1 E. II.4.5.1 dritter bis siebter Absatz).

7.1.2 Da der Beschuldigte in seiner Rekursergänzung vom 11. Mai 2005 wiederholt auf das 
Protokoll der Privatklägerin Bezug genommen hat und insbesondere eine Echtheitserklärung 

Seite 23/44

dieses Protokolls beilegte (gemäss Vermerk; diese befindet sich jedoch nicht in den Akten), 
ist davon auszugehen, dass die Unterschrift der Privatklägerin zu Beginn auf dem Rekurs 
vorgesehen war. Die Rechtsvertreterin der Privatklägerin brachte daher zu Recht vor, es 
wäre logisch gewesen, dass die Privatklägerin den Rekurs auch unterzeichne (OG GD 27 
S. 52). Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass die Privatklägerin die Gründe für das 
Überlassen der Blankounterschriften plausibel begründet hat. Das Überlassen von 
Blankounterschriften ist zwar grundsätzlich fraglich, aber aufgrund des damaligen 
Vertrauensverhältnisses zwischen den Parteien – auch wenn ihre Beziehung in diesem 
Zeitpunkt nicht mehr bestanden hatte – nicht auszuschliessen, zumal die Privatklägerin den 
Beschuldigten auch als Protokollführerin unterstützt hatte und sie gemäss den Aussagen des 
Beschuldigten hätten Freunde bleiben wollen (OG GD 27 S. 38 Ziff. 22). Im Übrigen wird auf 
die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (OG GD 1 E. II.4.5.1). 

7.1.3 Nach dem Gesagten bestehen keine Zweifel, dass die Privatklägerin dem Beschuldigten 
Blankounterschriften überlassen hat, was zwar allein noch nicht bedeutet, dass der 
Beschuldigte eine dieser Blankounterschriften zur Herstellung des Dokuments 
"Darlehensschuld" verwendet hat, aber sehr deutlich dafür spricht. 

7.2 Aufgrund der formalen Aspekte des Dokuments "Darlehensschuld" erachtete es die Vor-
instanz als durchaus möglich, dass die fragliche Blankounterschrift verwendet worden ist, 
worauf auch die Rechtsvertreterin der Privatklägerin im Berufungsverfahren nochmals 
hingewiesen hat (OG GD 27 S. 51-52). Den Ausführungen ist im Grundsatz zuzustimmen, 
weshalb auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen wird (OG GD 1 E. II.4.5.2 erster Absatz). 
Hervorzuheben ist, dass die Unterschrift der Privatklägerin auf dem Dokument 
"Darlehensschuld" auf der Links-Rechts-Achse genau neben den auf dem "Entwurf FRC" 
vorgesehenen Platz passt. Da die Privatklägerin ihre Blankounterschriften anhand des 
Entwurfs ausgerichtet haben dürfte, spricht dies dafür, dass der Beschuldigte eine solche 
verwendet hat. Entgegen der Vorinstanz kann aber nicht von einer dilettantischen Fälschung 
gesprochen werden. 

7.3 Nach den Aussagen des Beschuldigten hätten sie das Dokument "Darlehensschuld" 
gemeinsam besprochen und überarbeitet, anschliessend habe er dieses ausgedruckt und die 
Privatklägerin habe es sogleich unterzeichnet (D 1/4 Ziff. 26; OG GD 27 S. 36 Ziff. 17, S. 37 
Ziff. 19). Dies sei eventuell am 1. März 2005 gewesen (D 1/4 Ziff. 28) bzw. am Datum, das 
die Privatklägerin habe rekonstruieren können (OG GD 27 S. 37 Ziff. 19). Er habe sich 
nichtsdestotrotz entschieden, auch zu unterschreiben (D 1/7 Ziff. 34). Gemäss Vorinstanz 
haben die Parteien nach der Darstellung des Beschuldigten das Dokument unmittelbar 
nacheinander unterschrieben, weshalb es naheliegend wäre, dass sie mit demselben 
Schreibgerät unterzeichnet hätten. Das Gutachten hält jedoch klar fest, dass zwei 
verschiedene Schreibgeräte verwendet worden sind (D 4/60 S. 6 f.). Daher liege – so die 
Vorinstanz – die Vermutung nahe, dass die Unterschriften zu unterschiedlichen Zeitpunkten 
angebracht worden seien, zumal beim "Vertrag Diplomarbeit" offensichtlich beide 
Unterschriften mit demselben Schreibgerät geleistet worden seien (OG GD 1 E. II.4.5.2 
zweiter Absatz). Ob die Unterschriften beim "Vertrag Diplomarbeit" mit demselben 
Schreibgerät geleistet worden sind, lässt sich ohne Gutachten nicht beantworten und ist – 
auch wenn sie sehr ähnlich sind – nicht offensichtlich. In casu ist dies aber ohnehin nicht 
relevant. Denn der Beschuldigte hat an der Berufungsverhandlung bestätigt, das Dokument 
erst später unterschrieben zu haben (OG GD 27 S. 37 Ziff. 19). Damit ist dieses Argument 

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der Vorinstanz obsolet, wobei nicht auszuschliessen ist, dass der Beschuldigte seine 
Aussage der vorinstanzlichen Begründung angepasst hat.

7.4 Der Beschuldigte konnte sich nicht mehr genau an das Datum erinnern, an dem die 
Privatklägerin das Dokument "Darlehensschuld" unterzeichnet habe. In der polizeilichen 
Einvernahme erklärte er, dass es eventuell am 1. März 2005, am frühen Nachmittag 
gewesen sei (D 1/4 Ziff. 28). An der Berufungsverhandlung sagte er aus, es sei, denke er, 
das Datum gewesen, welches die Privatklägerin habe rekonstruieren können (OG GD 27 S. 
37 Ziff. 19). Das Dokument "Darlehensschuld" ist mit dem 1. März 2005 datiert (D 1/2/1). Wie 
bereits ausgeführt, ist unbestritten, dass die Privatklägerin am 1. März 2005 in T.________ 
war, da sie an diesem Tag an der mündlichen Prüfung des Beschuldigten Protokoll geführt 
hat, wie die Datierung des Protokolls zeigt (D 4/44/1 S. 28-35). Wie die Rechtsvertreterin der 
Privatklägerin in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung ausführte, kann der 1. März 2005 
gerade deswegen als Ausstellungsdatum gewählt worden sein (SE GD 8/1 S. 6).

7.5 Für die Vorinstanz ist es weiter nicht nachvollziehbar, dass der Beschuldigte das Dokument 
"Darlehensschuld" unterzeichnet hat, obwohl seine Unterschrift nicht erforderlich und ein 
Unterschriftenfeld nicht vorgesehen gewesen sei (OG GD 1 E. II.4.5.2 dritter Absatz). Es ist 
korrekt, dass die Unterschrift des Beschuldigten auf der Schuldanerkennung nicht 
erforderlich war, was der Beschuldigte wusste bzw. davon ausging (D 1/7 Ziff. 34; OG GD 27 
S. 36 Ziff. 18). Folglich ist auch nachvollziehbar, dass deshalb kein Unterschriftenfeld 
("Unterschrift D.________" oder ähnlich) vorgesehen war. Nicht nachvollziehbar ist 
hingegen, warum der Beschuldigte später dennoch unterschrieben hat. An der 
Berufungsverhandlung sagte er auf die entsprechende Frage aus, sie [der Beschuldigte und 
die Privatklägerin] seien beide der Meinung gewesen, dass ein Darlehensvertrag nur die 
Unterschrift des Darlehensnehmers brauche. Es sei in der Phase der Prüfungen gewesen. 
Das sei eine Stressphase. Und dann habe er entschieden, er unterschreibe auch noch, dass 
er mit seinem Namen bürge, "mitbürge" über diesen Vertrag. Er hätte nicht viel Zeit gehabt, 
rechtliche Abklärungen zu machen, wie der Vertrag ganz genau aussehe bzw. die 
Formvorschriften seien. Auf Nachfrage bestätigte der Beschuldigte, dass es für ihn ein 
Darlehensvertrag sei und er sich darüber sicher sei (OG GD 27 S. 36 Ziff. 18). Beim 
Ausdrucken des Dokuments und bei der Unterzeichnung durch die Privatklägerin sei er 
davon ausgegangen, dass es seine Unterschrift nicht brauche. Erst später habe er auch 
noch unterschrieben. Konkret konnte er den Zeitpunkt seiner Unterzeichnung nicht nennen. 
Den Grund für diese nachträgliche Unterzeichnung konnte er auf Nachfrage ebenfalls nicht 
erklären (OG GD 27 S. 37 Ziff. 19). Gemäss seinen Aussagen hätten er und die 
Privatklägerin je ein Exemplar des Dokuments erhalten, unterschrieben habe er aber nur auf 
seinem Exemplar (OG GD 27 S. 37 Ziff. 20). Aus diesen Aussagen ergibt sich grundsätzlich, 
dass dem Beschuldigten der Unterschied zwischen einseitigen und zweiseitigen Verträgen 
nicht klar ist. Insofern ist der Verteidigung zuzustimmen (OG GD 27 S. 47 Ziff. 9). Allerdings 
ist es nicht glaubhaft, dass der Beschuldigte und die Privatklägerin zuerst davon ausgingen, 
dass es seine Unterschrift nicht brauche, er sich später dann doch anders entschieden und 
unterschrieben habe. Der Beschuldigte konnte seinen "Sinneswandel" denn auch nicht 
begründen. Als Grund für den Abschluss des "Vertrags Diplomarbeit" gab der Beschuldigte 
an, einen Vertrag gewollt zu haben, damit die Abmachung festgehalten sei und sie nicht 
irgendwann Diskussionen hätten und die Privatklägerin sich "rauswinde" (OG GD 27 S. 39 
Ziff. 28). Beim Dokument "Darlehensschuld" konnten seine Beweggründe nicht anders 

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gewesen sein, zumal es um die Regelung der finanziellen Aspekte nach der Trennung und 
um einen sauberen Schlussstrich ging (OG GD 27 S. 36 Ziff. 17). Es ist deshalb nicht 
nachvollziehbar, dass sich der Beschuldigte nicht über die Formvorschriften dieser 
Vereinbarung detaillierter erkundigt haben will, da es für ihn äusserst wichtig war, dass diese 
gültig ist. Dafür spricht auch, dass er mit seiner Unterschrift "mitbürgen" wollte. Es erstaunt 
somit, dass er nur auf seinem Exemplar des Dokuments nachträglich unterschrieben haben 
will und nicht auch auf jenem, welches er angeblich der Privatklägerin gegeben hat. Denn die 
Existenz von zwei unterschiedlichen Exemplaren könnte gerade zu Diskussionen führen, 
welche der Beschuldigte aufgrund seiner Erklärungen kaum gewollt hätte.

7.6
7.6.1 Das dem Dokument "Darlehensschuld" (angeblich) zugrunde liegende Darlehen von 

CHF 18'000.00 setze sich gemäss den Angaben des Beschuldigten aus Teilbeträgen von 
meist zwischen CHF 100.00 und CHF 500.00 zusammen, welche er der Privatklägerin 
während ihres Studiums bzw. im Zeitraum vom Jahr 2000 bis 2005 [jedenfalls vor dem 
1. März 2005] immer wieder auf ihre Nachfrage hin gewährt habe. Im 2005 hätten sie sich 
Gedanken gemacht, wie und wann diese Beträge zurückbezahlt werden müssten und hätten 
gemeinsam den Vertrag aufgesetzt (D 1/5 Ziff. 26; OG GD 27 S. 36 Ziff. 17, S. 38 Ziff. 25). 
Über die einzelnen Zahlungen habe er nicht Buch geführt. Er und die Privatklägerin hätten 
zusammen die ausgeliehenen Teilsummen rekonstruiert und auf den gesamten Zeitraum 
hochgerechnet; sie hätten überlegt, wie häufig welche Beträge ausgeliehen worden seien 
und über den Zeitraum multipliziert und zugunsten der Privatklägerin abgerundet. So seien 
sie auf den Betrag von CHF 18'000.00 gekommen (D 1/5 Ziff. 44 ff., auch D 1/4 Ziff. 14; OG 
GD 27 S. 38 Ziff. 23, S. 39 Ziff. 27). 

7.6.2 Die Privatklägerin bestreitet vom Beschuldigten finanziell unterstützt worden zu sein (D 1/3 
Ziff. 10 und 15, D 1/5 Ziff. 12, D 1/6 Ziff. 13; OG GD 27 S. 23 Ziff. 25). Sie sei nicht darauf 
angewiesen gewesen, da sie über genügend finanzielle Mittel verfügt habe. Ihre Eltern hätten 
ihr sämtliche Rechnungen bezahlt sowie für Lebensmittel und den täglichen Bedarf ohne 
Limite Geld zur Verfügung gestellt. Sie habe auch zwei Praktika absolviert und damit Geld 
verdient. Zudem habe sie aus Liegenschaften (finanziert aus einer Erbschaft ihrer 
Grossmutter [D 1/6 Ziff. 29]) einen monatlichen Ertrag von CHF 2'000.00 erzielt (D 1/5 Ziff. 
39 ff., D 1/6 Ziff. 33 ff., siehe auch D 1/3 Ziff. 10). Gemäss den Aussagen des Beschuldigten 
im Vorverfahren sei die Privatklägerin von ihren Eltern an der "kurzen Leine" gehalten 
worden (D 1/5 Ziff. 26) und habe sich ihnen gegenüber meistens rechtfertigen müssen, wenn 
sie von ihnen etwas benötigt habe (D 1/5 Ziff. 28). Nach seinem Kenntnisstand habe die 
Privatklägerin zu dieser Zeit über kein eigenes Einkommen verfügt (D 1/5 Ziff. 29). Der 
Beschuldigte bestätigte hingegen, dass die Privatklägerin kein monatliches Budget für 
Ausgaben gehabt habe. Dies habe denn auch gemäss ihrem Bekunden zu Diskussionen mit 
ihrem Vater geführt. Über ihre Vermögensverhältnisse mit den Wohnungen könne er keine 
Angaben machen, er habe von den Wohnungen nichts gewusst. Ihn würde interessieren, ob 
sie über solche Mietzinseinnahmen habe verfügen können und wie viel dies gewesen sei (D 
1/7 Ziff. 25).

7.6.3 Zu den finanziellen Verhältnissen der Privatklägerin hielt die Vorinstanz fest, dass sie in den 
Jahren 2000 und 2002 Liegenschaften erworben und in der Steuererklärung 2006 
Mietzinseinnahmen von monatlich CHF 2'145.00 deklariert habe. Zudem sei aufgrund ihrer 
Aussagen, wonach sie die fraglichen Liegenschaften aus einer Erbschaft ihrer Grossmutter 

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mütterlicherseits finanziert habe, angesichts der erbrechtlichen Bestimmungen sowie des 
Kaufpreises von CHF 328'000.00 für eine dieser Liegenschaften davon auszugehen, dass es 
ihren Eltern finanziell möglich gewesen sei, ihre Tochter im notwendigen Ausmass zu 
unterstützen. Dies schliesse allerdings nicht aus, dass sie dennoch "eher an der kurzen 
Leine gehalten" worden sei (OG GD 1 E. II.4.5.3 dritter Absatz). Wie sich aus den von der 
Privatklägerin eingereichten Bankunterlagen ergibt, verfügte sie ab Mai 2000 über ein für 
eine Studentin nicht unerhebliches Barvermögen auf ihren Konti (vgl. vorstehend E. III.2.1). 
In der Zeit davor belief sich der Saldo ihres Kontos bzw. ihrer Konti auf wenige Tausend 
Franken. An der Berufungsverhandlung hat die Privatklägerin jedoch glaubhaft erklärt, dass 
sie ihre Mutter bewusst angewiesen habe, auf dem BLKB-Konto, von welchem sie die 
Bankkarte hatte, nicht viel mehr als CHF 2'000.00 zu belassen, für den Fall, dass die Karte 
gestohlen würde (OG GD 27 S. 25 Ziff. 34). Der Saldo des BLKB-Kontos betrug denn auch 
meistens weniger als CHF 2'000.00 (vgl. vorstehend E. III.2.1). In den wenigen Monaten, in 
denen der Saldo teilweise weit höher war, wurden die Liegenschaften der Privatklägerin 
gekauft und (teilweise) ab diesem Konto bezahlt (auf den Kontoauszügen sind Zahlungen an 
das Grundbuchamt und an den Verkäufer des Studios U.________ ersichtlich [OG GD 
10/1/2b und 5b; D 1/7/2 und 1/7/3]), womit der höhere Saldo begründet ist.

In den Kontoauszügen sind weiter auch verschiedene namhafte Überweisungen ihrer Eltern 
ersichtlich, welche teilweise direkt die getätigten Ausgaben der Privatklägerin ausglichen, 
was dafürspricht, dass sie vollständig von ihren Eltern unterstützt worden ist (vgl. vorstehend 
E. III.2.3; die BESR-Gutschriften gemäss E. III.2.7 dürften gemäss Aussagen der 
Privatklägerin teilweise auch von den Eltern stammen [OG GD 27 S. 28 Ziff. 43]). Ihren 
Lebensunterhalt hat die Privatklägerin sodann offenbar über ihre Bankkonti bezahlt, da 
regelmässige Abbuchungen für Zahlungen für Einkäufe des täglichen Bedarfs und 
Bargeldbezüge aus den Bankauszügen hervorgehen (vgl. vorstehend E. III.2.2). Aus den 
Liegenschaften erzielte sie monatliche Einkünfte von rund CHF 1'500.00 ab Juni 2000 und 
dann von rund CHF 2'300.00 ab August 2003 (vgl. vorstehend E. III.2.5). Gestützt auf die 
Bankunterlagen zeigt sich, dass die Privatklägerin grundsätzlich über genügend finanzielle 
Mittel verfügte und nicht auf Darlehen des Beschuldigten angewiesen war. Allerdings zeigt 
sich auch, dass die Privatklägerin teilweise namhafte Beträge an ihre Eltern überwiesen hat 
(vgl. vorstehend E. III.2.4). Die Privatklägerin konnte sich zu diesen Überweisungen jedoch 
nicht äussern. Ihre Mutter habe sich um die Zahlungen gekümmert (OG GD 27 S. 25-26 Ziff. 
35). Weiter sind in den Kontoauszügen verschiedene Bargeldeinzahlungen aufgeführt (vgl. 
vorstehend E. III.2.6). Einige belaufen sich auf CHF 200.00 bis CHF 500.00 und bewegen 
sich somit im Rahmen der vom Beschuldigten (angeblich) gewährten Darlehen. Die 
Privatklägerin konnte sich auch dazu nicht äussern. Sie vermutete, dass es sich bei den 
Bargeldeinzahlungen um Geschenke ihrer Grossmutter zu Weihnachten oder zum 
Geburtstag gehandelt haben könnte. Sie konnte auch nicht ausschliessen, dass ihre Mutter 
einzelne Einzahlungen gemacht habe, da sie ihr allenfalls auch Schenkungen zum Einzahlen 
übergeben habe. Sie bestritt jedenfalls klar, vom Beschuldigten Geld erhalten zu haben (OG 
GD 27 S. 26 Ziff. 36-37). 

Die Verteidigung bezweifelte, dass die Privatklägerin finanziell derart gut dagestanden war. 
Denn es sei davon auszugehen, dass nicht nur die Privatklägerin Geld von diesen Konti 
bezogen habe bzw. ab diesen Konti nicht nur Rechnungen der Privatklägerin bezahlt worden 
seien. Die Privatklägerin habe denn auch bestätigt, dass die handschriftlichen Vermerke auf 

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den Kontoauszügen von ihrer Mutter stammen. Ihre Mutter habe also die einzelnen 
Buchungen den Personen zugeordnet (OG GD 27/6 Rz. 13, OG GD 27 S. 47 Ziff. 6). Auch 
mute es sehr komisch an, dass die Privatklägerin derart unselbständig gewesen sei, dass 
Krankenkasse, Semestergebühren etc. durch ihre Eltern bezahlt worden seien, sie aber 
offenbar selber Liegenschaften verwaltet habe. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die 
Liegenschaften aus steuertechnischen und erbrechtlichen Gründen auf den Namen der 
Privatklägerin lauten, sie aber nicht alleine über die Einnahmen verfügen durfte (OG GD 27/6 
Rz. 14).

Es ist nicht erwiesen, dass die Eltern auch regelmässig Geld von den Konti der Privatklägerin 
bezogen haben. Allein die handschriftlichen Vermerke der Mutter mit "[…]", was für ihren 
Vornamen stehen dürfte (OG GD 27 S. 29-30 Ziff. 49-53), lassen diesen Schluss nicht zu. 
Selbst wenn vereinzelt Zahlungen zugunsten der Eltern geleistet worden wären, wäre zu 
berücksichtigten, dass dies nur das BLKB-Konto betrifft und die Privatklägerin noch über ein 
Konto bei der UBS und eines bei der Migrosbank verfügte, die ebenfalls je einige Tausend 
bis über Zehntausend Franken Guthaben aufwiesen und mit welchen die Eltern bzw. die 
Mutter nichts zu tun hatten (OG GD 27 S. 56). Die Privatklägerin mag zwar in der Verwaltung 
ihrer Konti und Ausführung der Zahlungen – nach den Worten der Verteidigung – 
unselbständig gewesen sein, was sie insofern auch eingestanden hat (OG GD 27 S. 25-26 
Ziff. 35). Sie hat aber nie behauptet, die Liegenschaften selber verwaltet zu haben. Dieser 
Punkt ist überdies irrelevant. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Privatklägerin nicht über 
die Mieteinnahmen verfügen konnte. Die von der Verteidigung in Frage gestellte 
regelmässige Unterstützung durch die Eltern (OG GD 27/6 Rz. 14) ist schliesslich durch die 
oben aufgeführten Überweisungen (E. III.2.3) belegt. Hier ist noch zu bemerken, dass die 
von der Verteidigung (OG GD 27/6 Rz. 14) genannten monatlichen Überweisungen von rund 
CHF 1'500.00 auf das Migrosbankkonto nicht von der Mutter der Privatklägerin stammen, 
sondern es sich dabei um Mietzinszahlungen von O.________ handelt (OG GD 10/1/15a-20). 
Zusammengefasst verfügte die Privatklägerin zweifellos über genügend finanzielle Mittel, um 
nicht auf eine zusätzliche Unterstützung durch den Beschuldigten angewiesen gewesen zu 
sein. Zudem bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Eltern das Ausgabeverhalten der 
Privatklägerin eingeschränkt haben könnten.

7.6.4 Der Beschuldigte gab an, er selber habe über ein bescheidenes Vermögen von ca. 
CHF 30'000.00 bis CHF 40'000.00 verfügt und sei regelmässig von seinen Eltern unterstützt 
worden (in der Replik im Zivilverfahren auf monatlich CHF 2'000.00 zzgl. Kosten der 
Krankenkasse beziffert [D 6/10/1 S. 3]). Ausserdem habe er während des Hauptstudiums 
einige Stunden gearbeitet und somit im Monat schätzungsweise CHF 0.00 bis 1'500.00 
verdient (D 1/5 Ziff. 27 und 30, in der Replik im Zivilverfahren fürs Jahr 2001 mit etwas mehr 
als CHF 500.00 netto pro Monat und fürs Jahr 2004 mit CHF 500.00 bis CHF 1'000.00 pro 
Monat beziffert [D 6/10/1 S. 4]). Das Vermögen sei aus Geschenken sowie Einkommen aus 
Praktika und Teilzeitjobs entstanden (D 1/5 Ziff. 31). Die Privatklägerin konnte sich dazu 
nicht konkret äussern, schätzte die Angaben aber als möglich ein (D 1/5 Ziff. 42). 

Wie die Vorinstanz berechnet hat, müsste der Beschuldigte die Privatklägerin während den 
vier bis fünf Jahren mit durchschnittlich CHF 300.00 bis CHF 375.00 pro Monat unterstützt 
haben (CHF 18'000 / [4 bzw. 5 x 12]; OG GD 1 E. II.4.5.3 zweiter Absatz). Der Beschuldigte 
führte an der Berufungsverhandlung hingegen aus, er komme auf einen monatlichen Betrag 

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von CHF 227.00 und fügte an, dass er ihr dann auch nicht so viel Geld gegeben habe 
(OG GD 27 S. 40 Ziff. 30). Gemäss dem Dokument "Darlehensschuld" habe er die 
Privatklägerin während ihres Studiums immer wieder mit Barbeträgen zwischen CHF 100.00 
und CHF 500.00 unterstützt und das Total übersteige CHF 18'000.00 (D 1/2/1). Der 
Beschuldigte bezifferte den Zeitraum der Unterstützung auf ca. 2000 bis 2005 (D 1/5 Ziff. 26) 
bzw. auf vier bis fünf Jahre (D 1/5 Ziff. 47, 50). Die Berechnung der Vorinstanz trifft somit zu. 
Der Beschuldigte muss die Privatklägerin mit mindestens CHF 300.00 bis CHF 375.00 pro 
Monat unterstützt haben, um auf den Totalbetrag von CHF 18'000.00 zu kommen bzw. eher 
mit noch mehr, da das Darlehen sogar mehr als CHF 18'000.00 betragen haben soll. 

In der Steuererklärung 2005 deklarierte der Beschuldigte ein Vermögen von CHF 104'581.00 
bzw. ein Reinvermögen von CHF 74'581.00 und Schulden in Form eines Darlehens seiner 
Eltern von CHF 30'000.00 (D 4/30/1), womit das angegebene Vermögen von CHF 30'000.00 
bis CHF 40'000.00 während der Studienzeit plausibel ist. Mit der Vorinstanz ist zu erkennen, 
dass es dem Beschuldigten bei einem Vermögen von CHF 30'000.00 bis CHF 40'000.00 
grundsätzlich möglich gewesen ist, der Privatklägerin ein Darlehen von insgesamt 
CHF 18'000.00, rund der Hälfte seines Vermögens, zu gewähren (OG GD 1 E. II.4.5.3 
zweiter Absatz). Gemäss seinen Angaben verfügte der Beschuldigte in dieser Zeit über ein 
monatliches Einkommen von CHF 2'000.00 bis CHF 3'500.00 (CHF 2'000.00 Unterstützung 
der Eltern + CHF 0.00 bis CHF 1'500.00 eigenes Einkommen). Für die Vorinstanz stellte sich 
zu Recht die Frage, ob und warum der Beschuldigte trotz des Darlehens und der 
monatlichen Unterstützung seiner Eltern jeden Monat mehrere Hundert Franken für seine 
damalige Partnerin "übrig" gehabt haben soll (OG GD 1 E. II.4.5.3 zweiter Absatz). An der 
Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte auf die Frage, von wo er das Geld für die 
Unterstützung der Privatklägerin gehabt habe, an, er habe sehr sparsam gelebt, habe 
Vermögen gehabt, sei von seinen Eltern unterstützt worden, habe Praktika gemacht und 
habe von seinen Grosseltern immer grosszügig Geld zu Weihnachten und zum Geburtstag 
erhalten (OG GD 27 S. 40 Ziff. 30). Aktuell gibt die Universität T.________ an, dass zur 
Finanzierung von Studium und Leben in T.________ monatlich rund CHF 2'200.00 bis CHF 
2'600.00 benötigt werden ([Internetlink]). Der Dachverband Budgetberatung Schweiz beziffert 
den Finanzbedarf von Studierenden, die in einer Wohngemeinschaft leben, auf monatlich 
CHF 1'800.00 bis CHF 3'060.00 
(<https://budgetberatung.ch/fileadmin/budgetberatung.ch/Downloads/DE/RL_BB_mit_WZ/Ric
htlinien_Studierende.pdf> [besucht am: 1. Februar 2022]). Unter Berücksichtigung der 
Teuerung ist es nicht auszuschliessen, dass der Beschuldigte während seines Studiums 
grundsätzlich Geld, wenn auch wohl wenig, "übrig" hatte, um die Privatklägerin zu 
unterstützen.

7.6.5 Aufgrund der Tatsache, dass das der Privatklägerin (angeblich) gewährte Darlehen rund die 
Hälfte des Vermögens des Beschuldigten ausmachte und er trotz sparsamem Lebensstil vom 
monatlichen Einkommen nur wenige Franken für die Privatklägerin "übrig" gehabt haben 
dürfte, erstaunt es jedoch ausserordentlich, dass der Beschuldigte keine Aufzeichnungen 
über die einzelnen Zahlungen gemacht hat. Auch für die Vorinstanz war nicht 
nachvollziehbar, aus welchem Grund der Beschuldigte angesichts seines eigenen 
Finanzbedarfs über die einzelnen (angeblichen) Teilzahlungen nicht Buch geführt, sondern 
die (angebliche) Gesamtsumme von mindestens CHF 18'000.00 nur über den gesamten 
Zeitraum hochgerechnet bzw. multipliziert habe sollte (OG GD 1 E. II.4.5.3 zweiter Absatz). 
An der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte auf die Frage, weshalb er über die 

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einzelnen Beträge nicht Buch geführt habe, es sei relativ regelmässig gewesen und 
wiederkehrende Beträge. Und es sei eine grosse Vertrauensbasis da gewesen (OG GD 27 S. 
39 Ziff. 27). Auf den Vorhalt, dass diese Aussage erstaune, da der "Vertrag Diplomarbeit" 
das Gegenteil zeige, da er geldgierig erscheine und sich für seine Mitarbeit habe schriftlich 
absichern wollen, er aber gleichzeitig über die Teilzahlungen an die Privatklägerin nicht Buch 
geführt habe, erklärte der Beschuldigte, es sei am Anfang der Beziehung eine grosse 
Vertrauensbasis da gewesen. Im Verlauf der Beziehung habe sich das geändert. Die 
Privatklägerin habe verschiedene Versprechungen nicht gehalten. Da habe er einfach einen 
Vertrag haben wollen, damit es festgehalten sei und sie nicht irgendwann Diskussionen 
hätten und sie sich rauswinde (OG GD 27 S. 39 Ziff. 28). Auf den nächsten Vorhalt, wonach 
das Bild nicht stimme, wenn er sich im "Vertrag Diplomarbeit" im Februar 2004 den Betrag 
von CHF 22'500.00 von einer Person versprechen lasse, die er gleichzeitig regelmässig 
unterstützt haben will, aber dafür keine schriftlichen Unterlagen habe, erklärte der 
Beschuldigte: 

"Meine Idee war es nie, sie bei der Diplomarbeit zu unterstützen. Sie hat mich angefragt, sie zu 
unterstützen. Sie wollte eine sehr gute Note, da sie anstrebte zu den besten Consultingfirmen zu 
gehen. Und dort braucht man einen hohen Schnitt und auch die Diplomarbeit wird angeschaut. Dann… 
Also mir ist es darum gegangen…, nicht mein Studium verschieben. Meine Eltern haben mich 
finanziert, obwohl ich Vermögen hatte. Ich musste dies nicht aufbrauchen. Ich habe gefunden, es kann 
nicht sein, dass ich mein Studium für sie verschiebe. Auch dort… Ja, nicht mehr das Vertrauen 
gewesen wie 1998. Und ich wollte meine Kosten decken. Das war meine Idee. Die Kosten decken. 
Jetzt die Leistungskomponente. Die ist nicht von mir gekommen. Sie hat mich motivieren wollen. Damit 
ich wirklich alles gebe. Einen Anreiz habe, mehr zu erhalten. Für 5.5 oder besser. Das war ihr Ziel. 
Deshalb hat es diese Leistungskomponente drin. Und nicht, weil ich das vorgeschlagen habe."

Die Aussagen des Beschuldigten sind widersprüchlich. Im Februar 2004 will er auf den 
Abschluss des schriftlichen "Vertrages Diplomarbeit" bestanden haben, da nicht mehr ein so 
grosses Vertrauen da gewesen sei. Gleichzeitig will er aber die Privatklägerin bis ins Jahr 
2005 (D 1/5 Ziff. 26) regelmässig finanziell unterstützt haben, ohne Buch zu führen. Dies gilt 
erst recht auch, da es beim Darlehen mit über CHF 18'000.00 um ähnlich viel Geld ging, wie 
beim "Vertrag Diplomarbeit". Und bei diesen CHF 18'000.00 handelte es sich um fast die 
Hälfte seines damaligen Vermögens. Weiter sind gerade bei regelmässigen Zahlungen 
Aufzeichnungen zentral, da man sich nicht so genau daran erinnern kann wie an eine 
einzelne Zahlung. Es ist deshalb unglaubhaft, dass der Beschuldigte die Privatklägerin 
regelmässig mit Barbeträgen zwischen CHF 100.00 und CHF 500.00 unterstützt hat. 

7.6.6 In dieses widersprüchliche Bild passen auch die Aussagen des Beschuldigten zur 
Überweisung der Privatklägerin vom 13. November 2002 über CHF 460.00 an ihn (vgl. 
vorstehend E. III.2.9). Während sich die Privatklägerin nicht mehr daran erinnern konnte, 
vermutete der Beschuldigte, auch wenn er sich nicht mehr konkret erinnern konnte, einen 
Zusammenhang mit einer Mietzinszahlung. Der Beschuldigte führte zu dieser Überweisung 
aus, er habe in Erinnerung, dass die Privatklägerin einmal mit ihrem Konto knapp gewesen 
sei. Geld, das er ihr für regelmässige Ausgaben ausgeliehen habe, habe er wieder 
zurückgewollt. Er habe ihr einfach gesagt, wo die Grenze sei, was er ihr geben könne und 
was nicht. Was er ihr langfristig ausleihen könne und was nicht (OG GD 27 S. 39 Ziff. 26). Es 
erscheint widersprüchlich, wenn der Beschuldigte gewisse Teildarlehen sofort wieder 

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zurückverlangt hat, andererseits aber einen Totalbetrag von CHF 18'000.00 der 
Privatklägerin langfristig gewährt haben will. Falls dies tatsächlich so gewesen wäre, wären 
jedenfalls schriftliche Aufzeichnungen über die gewährten Darlehen erforderlich gewesen. 
Wie hätte der Beschuldigte sonst den Überblick über die gewährten und zurückbezahlten 
Darlehen behalten sollen. Seine Ausführungen sind deshalb als unglaubhaft zu beurteilen.

7.6.7 Dieses Bild wird komplettiert mit der Tatsache, dass der Beschuldigte das (angeblich) der 
Privatklägerin gewährte Darlehen in seiner Steuererklärung nicht deklarierte, wie die in den 
Akten befindliche Steuererklärung 2005 des Beschuldigten zeigt (D 4/30/1). Seine 
Steuererklärungen 2006 und 2014-2016 befinden sich ohne Wertschriften- und 
Guthabenverzeichnis in den Akten (D 4/30/3-6), weshalb daraus nicht ersichtlich ist, ob er 
das Darlehen deklariert hat. An der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte jedoch 
ausdrücklich zu, das Darlehen in seiner Steuererklärung nie angegeben zu haben. Er konnte 
hingegen nicht konkret begründen, weshalb er es nicht deklariert hat. Er habe sich das nicht 
überlegt, dass er dies machen müsse. Auf die Nachfrage, was er studiert habe und was er 
arbeite, stellte er es als Handlung als Student, die nicht von Intelligenz zeuge, dar. Auch 
habe er es im Prinzip als Lohn und Entschädigungskomponente und nicht als Darlehen 
betrachtet. Er verwies mehrmals darauf, dass er ein anderes Darlehen auch nie angegeben 
habe und wahrscheinlich habe er die Forderung aus dem "Vertrag Diplomarbeit" auch nie 
deklariert (OG GD 27 S. 41 Ziff. 33). 

Der Beschuldigte hat Wirtschaft studiert und während des Studiums namentlich auch 
Steuerrecht belegt (er habe ein halbes Jahr länger [für das Studium als die Privatklägerin] 
gehabt, weil er die Steuerrechtsprüfung für sie oder die Diplomarbeit verschoben hatte [OG 
GD 27 S. 43 Ziff. 38]; und er hat die Prüfung auch bestanden [D 5/22/1]). Es ist angesichts 
seiner Ausbildung nicht glaubhaft, wenn er erklärt, es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass 
er das Darlehen in der Steuererklärung angeben müsste. Dies gilt umso mehr, als er das 
Darlehen, welches er von seinen Eltern erhalten hat, als Schuld in seiner Steuererklärung 
angegeben hat (D 4/30/1). Es ist auch kein "Leichtsinn" als Student, da er es gemäss seinen 
Aussagen bis heute nicht deklariert hat, obwohl es bestehen soll und er es sogar gerichtlich 
einfordert. Mit seiner Erklärung, er habe es als Lohn und Entschädigungskomponente 
betrachtet, verwechselte er das (angebliche) Darlehen offensichtlich mit seiner Forderung 
aus dem "Vertrag Diplomarbeit". An der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte im 
Weiteren, dass er immer Cash im Safe habe, was auch in der Steuererklärung ersichtlich sei 
(OG GD 27 S. 42-43 Ziff. 36). Der Beschuldigte hat demnach seine Steuererklärung 
gewissenhaft erstellt, da vielfach Bargeld von den Steuerpflichtigen nicht deklariert wird. Es 
erstaunt deshalb umso mehr, dass er das Guthaben gegenüber der Privatklägerin in der 
Steuererklärung nicht angegeben hat. Diese Sachlage spricht klar gegen den Bestand des 
Darlehens und für die Fälschung des Dokuments. Ergänzend ist festzuhalten, dass auch die 
Privatklägerin in ihren Steuererklärungen 2006-2008 das (angebliche) Darlehen nicht als 
Schuld angegeben hat (D 4/55/16 und 4/55/19-20). 

7.6.8 Als Verwendungszweck der einzelnen Teilzahlungen gab der Beschuldigte an, dass die 
Privatklägerin diese für Anschaffungen oder Studentenpartys gebraucht habe (OG GD 27 S. 
38 Ziff. 24). In seiner Replik im Zivilprozess führte der Beschuldigte aus, die Privatklägerin 
habe ihn um Darlehen gefragt, um sich namentlich Kleider und Schuhe anzuschaffen, wofür 
die monatlichen Unterhaltsbeiträge ihrer Eltern nicht ausgereicht hätten (D 6/10/1 S. 1). Aus 
den Bankbelegen der Privatklägerin gehen zahlreiche Einkäufe in Sport- und 

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Modegeschäften hervor (z.B. CHF 220.00 bei Sport V.________ am 14. Dezember 1999, 
CHF 69.90 bei Manor am 13. Dezember 1999, CHF 200.00 bei W.________ Sport am 13. 
Dezember 1999, CHF 148.00 bei Benetton am 19. November 1999 [OG GD 10/1/1b], CHF 
249.00 bei Globus am 13. November 2000, CHF 89.90 bei Manor am 29. November 2000, 
CHF 149.90 bei Schuh-X.________ am 2. Oktober 2000, CHF 168.90 bei W.________ Sport 
am 1. Februar 2000, CHF 16.00 bei W.________ Sport am 14. Februar 2000, CHF 31.00 bei 
Manor am 17. Januar 2000, CHF 369.00 bei Globus am 17. Januar 2000, CHF 130.00 bei 
Athleticum am 31. Januar 2000 [OG GD 10/1/2b]). Auch die Rechtsvertreterin der 
Privatklägerin hat zahlreiche Einkäufe erwähnt (OG GD 27 S. 53). Dies spricht dafür, dass 
die Privatklägerin ihre Kleider und Schuhe mit dem Geld von ihrem Konto bezahlt hat und 
nicht auf Darlehen des Beschuldigten angewiesen war. 

Die Verteidigung entgegnete, dass die Bankbelege zwar gewisse Shoppingtouren zu belegen 
vermögen, aber auch die Mutter der Privatklägerin diese Einkäufe getätigt haben könne. Es 
sei auch nicht umstritten, dass ab den Konti der Privatklägerin Shoppingtouren bezahlt 
worden seien. Denn nur so seien die Diskussionen mit ihren Eltern entstanden und habe 
schliesslich der Beschuldigte der Privatklägerin Geld gegeben. Das Argument, dass die 
Privatklägerin Geld des Beschuldigten nicht nötig gehabt habe, bedeute nicht, dass er ihr 
auch kein Geld gegeben habe (OG GD 27 S. 56). Wie bereits ausgeführt (vgl. E. II.7.6.3), ist 
nicht erwiesen, dass die Mutter Einkäufe über die Konti der Privatklägerin regelmässig 
getätigt hat. Auch wenn grundsätzlich nicht auszuschliessen und insofern der Verteidigung 
zuzustimmen ist, dass die Privatklägerin, auch wenn sie es nicht nötig gehabt hat, dennoch 
Geld vom Beschuldigten genommen hat, ist dies vorliegend aufgrund der konkreten 
Sachlage zu verneinen. Wie die Rechtsvertreterin der Privatklägerin zu Recht vorbrachte, 
hatte die Privatklägerin offenbar mehr Budget für Kleider und Schuhe zur Verfügung als 
andere Studenten, da eine Vielzahl von Einkäufen und teilweise in gehobeneren 
Modehäusern in den Bankbelegen aufgeführt sind. Dass sie darüber hinaus noch Geld vom 
Beschuldigten benötigt hat, um weitere Shoppingtouren zu finanzieren, ist jedoch 
auszuschliessen. Denn der Zeuge beschrieb die finanziellen Verhältnisse der Privatklägerin 
gleich wie jene des Beschuldigten als unauffällig (OG GD 27 S. 9 Ziff. 39-40). Hätte die 
Privatklägerin nebst den in den Kontoauszügen dokumentierten Shoppingtouren noch mit 
dem Geld des Beschuldigten eingekauft, hätte dies dem Zeugen auffallen müssen. 

7.7
7.7.1 Hinsichtlich des Inhalts des Dokuments "Darlehensschuld" hielt die Vorinstanz fest, dass 

dieser trotz bestehender Vertragsfreiheit in Bezug auf die Höhe des Skonto