# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 714e0502-d550-56ce-8d81-9f6f9d4bf067
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.11.2010 C-7101/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7101-2008_2010-11-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7101/2008 und C-7103/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A. A.________, Z._______ (Kroatien),
Beschwerdeführer,

B. A.________, Z._______ (Kroatien),
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Y._______,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügungen der IVSTA 
vom 29. September 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7101/2008 und C-7103/2008

Sachverhalt:

A.
Das  Ehepaar  A.  A._______  und  B.  A._______  ist  seit  (...)  1973 
verheiratet. Beide sind kroatische Staatsangehörige und leben in Kroa-
tien. Der Ehemann (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) 
ist  im  Jahr  1951  geboren,  seine  Ehefrau  (nachfolgend:  Versicherte 
oder Beschwerdeführerin) im Jahr 1958. 

Der Ehemann arbeitete ab April 1973 bis Mai 1998 bei der C._______ 
AG,  X.________,  später  bei  der  D.________  AG,  W._______,  als 
Maschinenformer  (Giesserei)  und  leistete  Beiträge  an  die  Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung.  Nach  seiner  Rückkehr 
nach Kroatien im Frühling 1998 leistete er  ab Mai  2002 bis Oktober 
2005  nochmals  Beiträge  für  die  kroatische  Sozialversicherung  (act. 
IVST EM/1, 11 S. 1 und 3, 123; act. Kasse EM/4, 8, 9 S. 2). 

Die Ehefrau leistete ab Januar  1976 bis  März 1998 Beiträge an die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(act. IVST EF/62).

B.
Mit Einspracheverfügungen vom  19. und 21. Dezember 2006 wurden 
der Ehefrau eine ganze ordentliche Invalidenrente  von Fr. 1'678.-- ab 
1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2006 und von Fr. 1'725.-- ab 1.  Janu-
ar 2007 zugesprochen (act. IVST EF/46 f. bzw. act. Kasse EF/41). Auf 
die dagegen am 15. März 2007 eingereichte Beschwerde trat das Bun-
desverwaltungsgericht mit Urteil vom 1. November 2007 nicht ein (act. 
IVST EF/61). Die Einspracheverfügungen vom 19. und 21. Dezember 
2006 erwuchsen damit in Rechtskraft.

C.
Am 15. Oktober  2003 (vgl. act. IVST EM/1 S. 1,  16)  beantragte  der 
Versicherte via den kroatischen Versicherungsträger bei der eidgenös-
sischen Invalidenversicherung eine Invalidenrente. Als Invaliditätsgrün-
de machte er ein Lungenleiden (TBC, Asthma bronchiale), ein psycho-
organisches Syndrom mit  reaktiver Depression, eine chronische Wir-
belsäulenkrankheit  sowie ein Augenleiden geltend.  Der am 8. Januar 
2007  von  der  zuständigen  Behörde  in  V._______  unterzeichnete 
Antrag ging am 24. Januar 2007 bei der in der Schweiz zuständigen 
Zentralen Ausgleichskasse (ZAK) ein (act. IVST EM/1; vgl. auch act. 

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IVST EM/5 und 6, wonach die Schweizerische Ausgleichskasse SAK 
dem kroatischen  Versicherer  am  15.  November  2005  den  Versiche-
rungsverlauf des Versicherten in der Schweiz, Formular E 205 CH, be-
scheinigte). 

C.a Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) holte 
beim Beschwerdeführer Fragebögen und eine medizinische Dokumen-
tation ein (act. IVST EM/10 – 11, 15 – 113).

C.b Der ärztliche Dienst  der  IV-Stelle  (nachfolgend: RAD) nahm am 
20. Juni  2008 abschliessend Stellung und gab an,  seit  dem 19. De-
zember 2003 bestehe wegen Infektionserkrankung der Lunge, glaub-
hafter funktioneller Einschränkungen des Bewegungsapparats, insbe-
sondere  der  Wirbelsäule,  und  des  ängstlich-depressiven  Syndroms 
eine Arbeitsunfähigkeit von 80% für die bisherige Tätigkeit in der Me-
tallindustrie. In Verweistätigkeiten sei der Versicherte noch in der Lage, 
im Rahmen eines halben Arbeitspensums in wechselnder Position Ver-
weistätigkeiten zu verrichten (act. IVST EM/117). 

C.c Mit drei Verfügungen vom 29. September 2008 sprach die Vorins-
tanz  dem Beschwerdeführer  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem Invali -
ditätsgrad von 68% ab dem 1. Dezember 2004 inklusive Erstattung von 
Verzugszinsen zu (act. IVST EM/120; act. Kasse EM/18 – 21). 

Die Invalidenrenten des Ehepaars wurden per 1. Januar 2005 (Eintritt 
je eines Versicherungsfalls bei beiden Ehepartnern) plafoniert. Die der 
Ehefrau wegen der rückwirkenden Plafonierung zu viel  ausbezahlten 
Renten wurden mit der Nachzahlung an den Ehemann verrechnet (act. 
Kasse EM/21).

Mit  Verfügung  vom 29.  September  2008  ersetzte  die  Vorinstanz  die 
Verfügung  vom  19.  Dezember  2006  (oben  B.)  und  plafonierte  die 
Rente an die Ehefrau per 1. Januar 2005 (act. Kasse EF/45).

D.
Gegen  diese  Verfügungen  erhoben  die  beiden  Beschwerdeführer  je 
mit  Faxeingaben  vom 10. November  2008 Beschwerde und reichten 
am 13. November 2008 (Poststempel) je eine begründete Originalbe-
schwerde  nach  (act.  1  und  3  Beschwerdedossier  C-7101/2008  bzw. 
act. 1 und 4 Beschwerdedossier C-7103/2008). 

Der Beschwerdeführer beantragte die Aufhebung aller drei ihn betref-

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fenden  Verfügungen  vom 29.  September  2008  mit  der  Begründung, 
diese  seien  rechtswidrig,  rechtlich  und  medizinisch  unhaltbar  sowie 
weder gesetzlich belegt noch begründet oder überprüfbar. Insbesonde-
re sei unklar, weshalb sich ein Invaliditätsgrad von 68% ergeben solle. 
Es  liege  ein  Invaliditätsgrad  von  mindestens  80%  vor,  weshalb  er 
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Ebenfalls wider-
rechtlich sei ein Betrag von Fr. 4'878.-- einbehalten worden. Dieser Be-
standteil der Rente sei seiner Ehefrau rechtmässig ausbezahlt worden. 
Ebenfalls  unrichtig  sei  die  Annahme der  Vorinstanz,  er  habe seinen 
Antrag am 1. Dezember 2004 gestellt. Bewiesen und unbestritten sei,  
dass er seinen Leistungsantrag bereits am 15. Oktober 2003 gestellt 
habe (Dossier C-7101/2008, act. 3).

Die Beschwerdeführerin beantragte in ihrer gleichzeitig erhobenen Be-
schwerde gegen die an sie gerichtete Verfügung vom 29. September 
2008 sinngemäss, es sei ihr weiterhin ihre bisherige volle Rente [von 
Fr.1'725.--]  auszurichten  und  der  ihrem Ehemann  einbehaltene  Ver-
rechnungsbetrag  von  Fr.  4'878.--  auszubezahlen  (Dossier 
C-7103/2008, act. 4).

E.
E.a In  ihrer  Vernehmlassung  vom  2.  Februar  2009  zum  Verfahren 
C-7101/2008 (Beschwerde des Ehemannes; act. 6) beantragte die Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der Verfü-
gung. Sie begründete  den Antrag im Wesentlichen mit  der  Stellung-
nahme ihres ärztlichen Dienstes vom 20. Juni 2008 und dem darauf 
gestützten Erwerbsvergleich  (act.  IVST/EM 117 f.)  und stellte  weiter 
fest, dass der Rentenanspruch aufgrund des in der Invalidenversiche-
rung gesetzlich vorgesehenen Wartejahres erst per 1. Dezember 2004 
entstanden sei.

E.b In  der  Vernehmlassung  vom  29.  Januar  2009  zum  Verfahren 
C-7103/2008 (Beschwerde der Ehefrau; act. 6) beantragte die Vorins-
tanz die Abweisung und die Bestätigung der Verfügung vom 29. Sep-
tember 2008. Sie begründete die Rentenkürzung bei der Beschwerde-
führerin mit der Pflicht zur Plafonierung von Alters- bzw. Invalidenren-
ten, wenn beide Ehepartner Anspruch auf eine Schweizer AHV- bzw. 
IV-Rente hätten.

F.
Am  29.  April  2009  gingen  beim  Bundesverwaltungsgericht  die  mit 

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Zwischenverfügungen vom 20. April 2009 auferlegten Kostenvorschüs-
se von je Fr. 300.-- ein (je act. 9 und 11). Ansonsten liessen sich die 
Beschwerdeführer nicht mehr vernehmen. 

Mit  Verfügungen  vom 6.  Mai  2009  schloss  das  Bundesverwaltungs-
gericht  die  Schriftenwechsel  in  den  Beschwerdefällen  C-7101/2008 
und C-7103/2008 ab (je act. 12).

G.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 
–  soweit  erforderlich  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)  sowie Art. 5 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Aus-
land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Die Beschwerdeführer  haben am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen;  sie  sind  durch  die  angefochtenen  Verfügungen  berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 
ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie sind daher zur Beschwerde 
legitimiert. 

1.3 Die Verfügungen über die Rentenzusprachen vom 29. September 
2008 an den Beschwerdeführer (act. Kasse EM/20, 21) wurden einge-
schrieben, die Verfügung vom 29. September 2008 über die Verzugs-
zinsen an den Beschwerdeführer (act. Kasse EM/19) sowie die Verfü-
gung  über  die  Neuberechnung  der  Invalidenrente  der  Beschwerde-
führerin  vom 29.  September  2008  (act.  Kasse  EF/45)  mit  normaler 
Post an die Adresse der Beschwerdeführer in Kroatien geschickt. Die 
Beschwerdeführer haben je mit  Faxeingabe vom 10. November 2008 
und Posteingaben vom 13. November 2008 die Verfügungen angefoch-
ten. Da aus den Akten keine Hinweise auf den genauen Zustellungs-

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zeitpunkt  der Verfügungen hervorgeht  und die Vorinstanz diesbezüg-
lich keine Angaben macht, ist zu Gunsten der Beschwerdeführer von 
der Rechtzeitigkeit der Beschwerden auszugehen (vgl. Art. 60 ATSG). 
Da  auch die  auferlegten Kostenvorschüsse rechtzeitig  geleistet  wur-
den, ist auf die Beschwerden einzutreten.

2.
2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG),  so-
weit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  (ATSG;  SR  830.1)  anwendbar  ist.  Nach 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

2.2 Die  Beschwerdeführer  sind  kroatische  Staatsangehörige.  Nach 
Art. 4  des  Abkommens  vom 9. April  1996  zwischen der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  und  der  Republik  Kroatien  über  Soziale 
Sicherheit (SR 0.831.109.291.1; nachfolgend: Abkommen) stehen die 
Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten 
aus  den  in  Art.  2  genannten  Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die 
schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  Invalidenversicherung 
gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist (vgl. dazu 
Art. 29 Abs. 4 IVG, siehe unten E. 4.3.3). Bestimmungen, die hinsicht-
lich  der  Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische 
Invalidenrente von dem in Art. 4 des Abkommens aufgestellten Grund-
satz der Gleichstellung der jeweiligen Staatsangehörigen abweichen, 
finden sich weder im Abkommen selbst noch in den seither getroffenen 
schweizerisch-kroatischen Vereinbarungen.

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich 
demnach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für 
die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruchs sind daher die Fest-
stellungen  des  ausländischen  Versicherungsträgers  bezüglich  Invali-
ditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden 

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in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 
1996 S. 177 E. 1).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  materiellen 
Rechtssätze massgebend sind,  die bei  der Erfüllung des zu Rechts-
folgen  führenden  Tatbestandes  Geltung  haben,  und  weil  ferner  die 
Gerichte im Bereich der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines 
Falles grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefoch-
tenen  Verwaltungsaktes,  hier  der  Verfügungen  vom  29.  September 
2008, eingetretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 
V 1 E. 1.2 mit Hinweisen), sind die ab 1. Januar 2003 geltenden Be-
stimmungen anwendbar. 

Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem  Rechts-
wechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den 
neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Entspre-
chend ist  das IVG für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember  2007  in  der  Fassung  vom  21.  März  2003  (4. IV-Revision; 
AS 2003  3837,  nachfolgend  „aIVG“)  anwendbar,  ab  dem  1.  Januar 
2008 in der Fassung gemäss 5. IV-Revision (Änderungen vom 6. Okto-
ber 2006 [AS 2007 5129], nachfolgend „IVG“). Die IVV ist für den Zeit-
raum vom 1. Januar  2004  bis  31. Dezember  2007  in  ihrer  Fassung 
vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3859) anwendbar, ab dem 
1. Januar  2008  in  der  Fassung  gemäss  5.  IV-Revision  (Änderungen 
vom  28. September  2007  [AS  2007  5155]).  Ist  bereits  vor  dem 
1. Januar  2004  ein  Leistungsanspruch  entstanden,  sind  die  Bestim-
mungen  anwendbar,  welche  bis  zum  31.  Dezember  2003  Geltung 
hatten. 

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 

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sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen nicht. Das Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E.  2, je 
mit Hinweisen).

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Ver-
waltung  oder  das  Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung  zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die  
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsache streitig und vom Bun-
desverwaltungsgericht zu prüfen, ob die IV-Stelle dem Beschwerdefüh-
rer zu Recht nur eine Dreiviertelsrente statt einer ganzen Rente zuge-
sprochen hat. Ausserdem hat der Beschwerdeführer den Anspruchs-
beginn  per  1. Dezember  2004  angefochten  (unten  E.  4  und  5).  An-
schliessend ist  zu prüfen,  ob die Vorinstanz den Beschwerdeführern 
die  zugesprochenen  Invalidenrenten  rechtmässig  gekürzt  und  zu 
Recht  bereits  an  die  Beschwerdeführerin  bezahlte  Renten  mit  der 
rückwirkenden Leistung an den Ehemann verrechnet hat (E. 6).

Zunächst sind die zur Beurteilung der Hauptsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer invalid im Sinn des Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16 ATSG; 
Art. 4, 28, 29 aIVG, Art. 4, 28, 28a, 29 IVG) und beim Versicherungsfall 
mindestens während eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 aIVG) bzw. 

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während drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung geleistet  hat. Diese zwei Be-
dingungen müssen kumulativ erfüllt sein. Meldet sich ein Versicherter 
mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden 
die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die 
zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet  (Art.  48 
Abs. 2 aIVG).

Die Beschwerdeführer hat zwischen April 1973 bis Mai 1998 ununter-
brochen Beiträge an die schweizerische Alters-,  Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung  entrichtet  (act.  IVST  EM/123),  sodass  er  die 
gesetzliche Mindestbeitragsdauer erfüllt. Demnach ist nachfolgend zu 
prüfen, ob und wenn ja, in welchem Grad er im Sinne des Gesetzes in 
rentenbegründendem Ausmass invalid geworden ist. 

4.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 
Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli -
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil -
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-
tigkeit  in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

4.3 Der Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität beurteilt sich nach Art.  29 
Abs. 1  aIVG. Der  Rentenanspruch  entsteht  frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsun-
fähig geworden ist (Bst. a: Dauerinvalidität, Art. 7 ATSG) oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, Art. 6 
ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6). 

4.3.1 Nach  Art.  28  Abs.  1  IVG in  der  bis  zum 31.  Dezember  2003 
gültig gewesenen Fassung bestand bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 66 2/3  Prozent  Anspruch auf  eine ganze Rente. Bei  einem 

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Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent betrug der Anspruch einen 
Zweitel  und  bei  einem  solchen  von  mindestens  40  Prozent  einen 
Viertel  einer  ganzen  Rente. Die  seit  dem 1. Januar  2004 massgeb-
lichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali -
ditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, 
bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 60  Prozent  Anspruch  auf 
eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70  Prozent  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  (Art.  28  Abs.  1  aIVG, 
Art. 28 Abs. 2 IVG). 

4.3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art.  16  ATSG in  Verbindung  mit  Art.  28  Abs.  2  aIVG bzw. Art.  28a 
Abs. 1 IVG). 

4.3.3 Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 Prozent,  so werden 
die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt,  die ihren 
Wohnsitz  und  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  in  der  Schweiz  haben 
(Art. 29 Abs. 4 IVG; aArt. 28 Abs. 1 ter IVG und Art. 5 Ziff. 2 des Abkom-
mens). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt der bishe-
rige  aArt.  28  Abs.  1ter IVG nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift, 
sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE  121  V 
264 E. 6c).

4.3.4 Sofern  die  versicherte  Person  ihrer  Mitwirkungspflicht  vollum-
fänglich nachgekommen ist, werden die Sozialversicherungen für ihre 
Leistungen  nach  Ablauf  von  24  Monaten  nach  der  Entstehung  des 
Anspruchs  verzugszinspflichtig  (Art.  26  Abs.  2  ATSG).  Die  periodi-
schen Geldleistungen werden in der Regel monatlich ausbezahlt. Ren-
ten werden stets für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt 
(Art. 19 Abs. 1 und 3 Satz 1 ATSG).

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 

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Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz -
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 
versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt eingeschränkt ist.

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen  Angaben und unter  Berücksichtigung der  übrigen Fä-
higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber 
nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. 
von  der  Berufsberatung  zu  beantworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  I  457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen 
und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  des  Beweismittels  noch  die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme  als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil  des 
Bundesgerichts vom 26. Januar 2006  [I 268/2005] E. 1.2, mit Hinweis 
auf BGE 125 V 352 E. 3a). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf 
und soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache Rechnung tragen,  dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer  Patienten aussagen. 
Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt  der Umstand allein, dass 

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eine  ärztliche  Stellungnahme von  einer  Partei  eingeholt  und  in  das 
Verfahren eingebracht wird, nicht, Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 
1986 S. 189 E. 2a in fine) anzubringen. Den Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern 
sie  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  begründet  sowie  in  sich 
widerspruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuver-
lässigkeit  bestehen.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte  Arzt  in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es be-
darf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das  Misstrauen  in  die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 178 
E. 3.4  sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich  2009, 
Art. 43 Rz. 35). 

Die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Wür-
digung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizini-
schen Stichhaltigkeit  eines  Gutachtens müssen sich  Verwaltung  und 
Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Des-
halb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten 
medizinischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erfor-
derlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berich-
tenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausge-
setzt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2000 [I 178/00] E. 4a).

Auf Stellungnahmen eines RAD oder der ärztlichen Dienste kann in-
dessen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrecht-
lichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Bundes-
gericht] I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müs-
sen  sodann  über  die  im  Einzelfall  erforderlichen  persönlichen  und 
fachlichen  Qualifikationen  verfügen  (Urteile  des  Bundesgerichts 
9C_736/2009 vom 26. Januar 2009 E. 2.1, I 142/07 vom 20. November 
2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1).

5.
Vorliegend  ist  zu  prüfen,  ob  und  gegebenenfalls  seit  wann,  und  in 
welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden-
rente hat. 

Seite 12

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5.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  Vorinstanz  habe  ihre 
Begründungspflicht verletzt, da die Verfügungen nicht nachvollziehbar 
seien. Im Übrigen habe sie einen zu tiefen Invaliditätsgrad angenom-
men. 

5.1.1 Gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Verfügungen 
grundsätzlich  immer  begründet  werden.  Bei  der  Begründungspflicht 
handelt  es  sich  um  einen  Teilgehalt  des  Anspruchs  auf  rechtliches 
Gehör  (Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101];  ULRICH 
HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaats-
recht,  7. Aufl.,  Zürich  2008,  Rz. 838).  Nach  der  bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, dass sich die 
Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betroffe-
nen  ermöglichen,  die  Verfügung  gegebenenfalls  sachgerecht  anzu-
fechten.  Dies  ist  nur  dann  möglich,  wenn  sowohl  er  wie  auch  die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild 
machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überle-
gungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und  auf  welche  sich  ihre  Verfügung  stützt.  Dies  bedeutet  indessen 
nicht,  dass sie sich ausdrücklich mit  jeder  tatbeständlichen Behaup-
tung  und  jedem rechtlichen  Einwand  auseinandersetzen  muss. Viel-
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts -
punkte beschränken (BGE I 3/05 vom 17. Juni 2005 E. 3.1.3 mit Hin-
weisen, BGE 124 V 180 E. 1a, BGE 118 V 56 E. 5b). 

Vorliegend  hat  die  Vorinstanz  die  angefochtene  Verfügung  des  Be-
schwerdeführers nur knapp begründet und insbesondere nicht einläss-
lich dargelegt,  wie sie den Invaliditätsgrad berechnet hat. Weder auf 
dem Vorbescheid  noch auf  der  Verfügung  (act. IVST EM/120)  findet 
sich ein Verweis auf  Beilagen und es bestehen auch keine weiteren 
Hinweise  dafür,  dass  dem Beschwerdeführer  die  Akten,  auf  welche 
sich  die  Vorinstanz  für  die  Rentenberechnung  massgeblich  gestützt 
hat  (Beurteilung  des  RAD  inkl.  Beilagen  und  Erwerbsvergleich,  act.  
IVST EM 116, 117), zugestellt wurden. Dem Beschwerdeführer war es 
zwar möglich, die Tragweite des Entscheides zu erkennen; er konnte 
sich aufgrund der knappen Verfügungsbegründung jedoch nur ein un-
genügendes  Bild  der  massgebenden  vorinstanzlichen  Überlegungen 
machen. Die Vorinstanz ist ihrer Begründungspflicht daher nur teilwei-
se nachgekommen, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu 
erblicken ist.

Seite 13

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5.1.2 Nach ständiger Praxis kann eine nicht besonders schwerwiegen-
de Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  geheilt  werden,  wenn die  be-
troffene Person die Möglichkeit erhält,  sich vor einer Beschwerdeins-
tanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei 
überprüfen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll  aber  die 
Ausnahme bleiben (BGE I 193/04 vom 14. Juli 2006, BGE 126 V 130 
E. 2b). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des recht-
lichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Man-
gels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs  dann abzusehen,  wenn und soweit  die  Rückweisung  zu  einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförder-
lichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 116 V 
182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des EVG vom 14. Juli 2006, 
I 193/04, vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-2714/2008 
vom 16. August 2010).

5.1.3 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens begründete die  Vorins-
tanz ihre Verfügungen einlässlicher. Der Beschwerdeführer erhielt die 
Vernehmlassung zur Stellungnahme und hatte im Rahmen des Schrif-
tenwechsels Gelegenheit,  sich ausführlich zu äussern und zur Argu-
mentation  der  Vorinstanz  Stellung  zu  nehmen.  Diese  Gelegenheit 
nahm er indes nicht wahr. Ausserdem prüft das Bundesverwaltungsge-
richt die Beschwerde mit voller Kognition (Art. 49 VwVG). Eine Rück-
weisung würde im heutigen Zeitpunkt zu einer unnötigen Verfahrens-
verzögerung führen, weshalb hierauf verzichtet wird.

5.2 In den Akten findet sich eine sehr ausführliche medizinische Doku-
mentation  zum  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  ab  De-
zember 2002 bis Oktober 2007. Der Beschwerdeführer wurde im Auf-
trag des kroatischen Versicherers mehrfach begutachtet.

Das multidisziplinäre Gutachten vom August  bzw. Oktober/November 
2006 von Dr. E._______, Arbeitsmedizinerin, und F._______, Juristin, 
mit  Anhang,  enthält  pneumophysiologische,  internistische,  chirur-
gische  und  psychiatrisch-gerichtsmedizinisch-psychotherapeutische 
Beurteilungen  [neuropsychiatrisches  Spital  G._______,  U._______; 
act. IVST EM/75-89, 91-93]). Es finden sich ausserdem weitere multi-
disziplinäre  Begutachtungen  aus  dem  neuropsychiatrischen  Spital 
G._______ in U._______ vom April/Mai  2004 (psychiatrisch-neurolo-
gische,  radiologische,  internistische,  pneumologische  Beurteilungen, 

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psychiatrisch-neurologische  Testung  [act.  IVST EM/55-62]),  vom No-
vember/Dezember  2005  (internistische,  pneumologische,  psychiat-
rische Beurteilungen, act. IVST EM/69-74) und Oktober 2007 (pneu-
mologisch,  internistisch,  physikalisch-rehabilitative,  psychiatrisch-
psychotherapeutische  Behandlungen,  act.  IVST EM/106-113].  Weiter 
sind  orthopädische  Berichte  der  Poliklinik  des  Universitätsspitals 
V._______  vom 14. Mai  2004,  8. November  2005  und  4.  Dezember 
2006 (act. IVST EM/63-68, 102-103), pneumologische Untersuchungs- 
und  Verlaufsakten  vom  Dezember  2002  –  März  2004  (act.  IVST 
EM/41-42, 45-54) und umfangreiche psychiatrische Verlaufsakten von 
Juni 2004 bis Dezember 2005 und September 2006 bis August 2007 
(act. IVST EM/21-31, 33-35 und 94-99) sowie Laborbefunde, Lungen-
funktionsprüfungen und Elektrokardiogramme in den Akten. Zusätzlich 
hat  der  Beschwerdeführer  zwei  ophthalmologische  Berichte  vom 
11. November 2005 und vom 16. August 2007 (act. IVST EM/100-101, 
104-105) eingereicht.

Darüber hinaus nahm der Schweizer Hausarzt, welcher den Versicher-
ten in den Jahren 1986 bis 1999 behandelte, Stellung. Er führt  darin 
aus,  ausser  an  alltäglichen  Infekten  habe  der  Versicherte  oft  an 
Rückenschmerzen gelitten, welche in der schwierigen Arbeitssituation 
in der Fabrik mit anstrengender Dreischichtarbeit begründet gewesen 
seien (act. IVST EM/43-44).

5.3 Der Versicherte  gab im Anmeldungsformular  bei  der  IVSTA vom 
6. Dezember 2005 an, seine Erkrankung der Wirbelsäule sowie psychi-
schen Schwierigkeiten bestünden seit 1990 und seien in der Schweiz 
behandelt  worden,  die  restlichen  Erkrankungen  (Lungenproblematik, 
Augenkrankheit)  hätten  anfangs  2003  in  Kroatien  begonnen.  Seit 
1. Juli  2003  sei  er  voll  arbeitsunfähig,  und  nach  Ansicht  der  kroati-
schen  Fachärzte  sei  keine  weitere  Besserung  des  Gesundheitszu-
stands zu erwarten. Er werde aktuell  psychiatrisch sowie wegen der 
Rücken- und der Lungenproblematik behandelt. Weiter gab er an, er 
habe vom 15. Mai 2002 bis 30. September 2005 in Kroatien Beiträge 
an die freiwillige Rentenversicherung für Landwirte geleistet, um einen 
Anspruch auf Krankenversicherung zu erhalten (act. IVST EM/1 S. 2, 
5-7).

5.4 Am  18.  Dezember  2002  diagnostizierte  der  Radiologe  Dr. 
H._______  aufgrund  eines  Thoraxröntgens  (Teleradiographie)  eine 
chronische Bronchitis (ICD-10 J42) mit einer massiven Infiltration der 

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Lingula (zungenförmiger Teil des linken Lungenflügels), eine Infiltration 
im Zentrum des vorderen Segments des rechten Lungenoberlappens, 
diffuse  bronchopneumoläre  Läsionen  der  inneren  pneumonalen  Fel-
der,  eine Verdrängung der  Luftröhre  rechts  sowie  ein  kompensierter 
kardiovaskulärer Schatten. Der Arzt gab an, es sei eine Hospitalisation 
notwendig (act. IVST EM/41 f.).

Der Radiologe und Pneumologe Dr. I._______ stellte am 19.  Dezem-
ber  2003  im  Vergleich  zum Röntgenbild  vom Dezember  2002  chro-
nische Veränderungen des rechten Lungenoberlappens und damit eine 
Verschlechterung zur Situation vor einem Jahr fest (act. IVST EM/47-
48). Da dieser  Zustand unter  medikamentöser  Behandlung stationär 
geblieben war, wurde der Verdacht auf Bestehen einer akuten Tuber-
kulose gestellt, welcher sich in der Folge bestätigte (act. IVST EM/49-
54).

5.5 Aus  den  vom  kroatischen  Versicherer  veranlassten  und  vom 
August bis Oktober 2006 bzw. im Oktober 2007 erstellten Gutachten 
ergaben sich folgende Ergebnisse zur medizinischen Situation und zur 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten (act. IVST EM/74 ff.): 

5.5.1 Aus  pneumologischer  Sicht  blieb  die  Pneumophysiologin  Dr. 
J._______ am 2. August 2006 bei ihrer früheren Beurteilung vom 11. 
November  2005,  wonach  der  Patient  aufgrund  der  fortgeschrittenen 
Krankheit  nicht  in  der  Lage  sei,  irgend  eine  Arbeit  auszuüben. Auf-
grund  der  aktuellen  Spirometrie  reduziere  sich  die  Lungenfunktion 
weiter (act. IVST EM/72, 76).

Am 15.  Oktober  2007  stellte  sie  eine  erneute  Verschlechterung  der 
Lungenfunktion fest und führte weiter aus, aus pneumologischer Sicht 
sei der Versicherte weder in der Lage, eine körperliche Tätigkeit aus-
zuüben, noch sich in ungünstiger mikrologischer und makrologischer 
Umgebung aufzuhalten oder darin zu arbeiten (act. IVST EM/107).

5.5.2 Der Chirurg und Traumatologe Dr. K._______ hielt  am 2. Okto-
ber  2006  bezüglich  der  Arbeitsfähigkeit  fest,  aufgrund  der  degene-
rativen Veränderungen der Wirbelsäule und der beiden Hüften sei der 
Patient zu pensionieren, da er nicht mehr in der Lage sei, körperliche 
Arbeiten auszuüben (act. IVST EM/85).

Die  Fachärztin  für  physikalische  Medizin  und  Rehabilitation  Dr. 

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L._______ stellte am 24. Oktober 2007 fest,  aufgrund der klinischen 
Untersuchung  handle  es  sich  um  irreversible  Veränderungen  der 
Wirbelsäule.  Die  Arbeitsfähigkeit  des  Patienten  sei  definitiv  auf  das 
Minimum reduziert, d.h. er sei nicht in der Lage zu arbeiten. Die Ver-
änderungen der Wirbelsäule hätten im Übrigen die Tendenz,  sich zu 
verschlimmern (act. IVST EM/111).

5.5.3 Dr. M._______,  Internistin,  gab am 10. Oktober  2006 an,  auf-
grund der Behandlung der Lungenkrankheit und der weiteren internisti-
schen  Erkrankungen  sei  eine  kardiopneumonale  Kompensation  er-
reicht worden, es bestehe aber das Risiko für die Entwicklung kardio-
zerebrovaskulärer  Störungen.  Der  Patient  sei  nicht  in  der  Lage  zu 
arbeiten.  Eine  wesentliche  Verbesserung  der  Gesundheit  durch  Be-
handlung sei nicht mehr möglich (act. IVST EM/87).

5.5.4 Die  Psychiaterin,  Rechtsmedizinerin  und  Psychotherapeutin 
Dr. N._______  diagnostizierte  die  Entwicklung  eines  psychoorgani-
schen Syndroms sowie ein depressives Syndrom neben der ebenfalls 
festgestellten  neurologischen  und  pneumologischen  Diagnostik  und 
stellte fest, die Arbeitsfähigkeit des Patienten sei dauerhaft geschädigt 
(act. IVST EM/89). In ihrer Stellungnahme vom 29. Oktober 2007 hielt 
sie  an der  Feststellung einer  schwerwiegend und dauerhaft  geschä-
digten Arbeitsfähigkeit fest und gab weiter an, es bestehe auch keine 
Möglichkeit, dass der Zustand sich noch verbessern könne (act. IVST 
EM/113).

5.5.5 Zusammenfassend  stellte  Dr.  E._______,  Arbeitsmedizinerin, 
gestützt  auf  die umfangreiche Begutachtung am 28. November 2006 
zu Handen des kroatischen Versicherers fest, es bestehe eine volle Ar-
beitsunfähigkeit als Arbeiter in der Eisenindustrie, aber auch für jede 
andere Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit sei höher als 70% (act. IVST 
EM/92).

5.6 Dr. O._______, Facharzt FMH für innere Medizin, vom RAD gab in 
seiner Stellungnahme vom 20. Juni 2008 (act. IVST EM/117) gestützt 
auf die ausführliche medizinische Dokumentation an, die im Jahr 2004 
entwickelte  Infektionskrankheit  der  Lunge  habe  zweifellos  die  heute 
gemischte  Ateminsuffizienz  (obstruktiv  und  restriktiv)  verursacht.  Es 
bestehe eine glaubhafte funktionelle Einschränkung des Atemapparats 
von mittelschwerem Ausmass. Auch beim Bewegungsapparat und vor 
allem bei der Wirbelsäule beständen gut dokumentierte degenerative 
Strukturen und glaubhafte  funktionelle  Einschränkungen für  schwere 

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und mittelschwere Tätigkeiten. Auch glaubwürdig sei  die Entwicklung 
von  ängstlich-  depressiven  Symptomen  im  Zusammenhang  mit  der 
Lungeninfektion,  welche  chronisch  geworden  und  dokumentiert  sei 
durch  Psychotherapie  und  adäquate  medizinische  Behandlung.  In 
beiden  pluridisziplinären  Gutachten  aus  den  Jahren  2006  und  2007 
seien die Umstände der Diagnosen und Beurteilungen korrekt. Dem-
nach bestehe ab dem 19. Dezember 2003 gestützt  auf  diese Begut-
achtungen eine Arbeitsunfähigkeit von 80% (seit Anfang der Lungen-
erkrankung)  in  der  bisherigen  Tätigkeit  in  der  Metallfabrik  und  eine 
Arbeitsunfähigkeit  von  50%  in  jeder  angemessenen  Verweistätigkeit 
(halbes  Pensum,  wechselnde  Position,  auch  in  Staub  und  weiteren 
Emissionen ausser Lärm, in kalter, warmer und feuchter Umgebung, 
auch bei Schlechtwetter). Als Tätigkeiten seien leichte bis mittelschwe-
re Tätigkeiten, sitzend und in wechselnder Position denkbar wie Haus-
wart/Aufseher, Magaziner oder Reparaturtätigkeiten von kleinen Haus-
haltapparaten sowie in der internen Postverteilung.

5.7 Aufgrund der medizinischen Akten ist  unbestritten,  dass der Be-
schwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Arbeiter in der Metall -
fabrik zu 80% arbeitsunfähig ist.

Umstritten ist indes der Umfang einer noch zumutbaren Verweistätig-
keit. Während die Gutachter in Kroatien nur noch von sehr geringen 
Arbeitskapazitäten bis zum Ausschluss jeglicher Tätigkeiten ausgehen, 
definiert der RAD die verbleibende zumutbare Tätigkeit auf ein halbes 
Pensum  für  leichte  bis  mittelschwere  Tätigkeiten,  welche  der  Be-
schwerdeführer  auch  in  einer  Umgebung  von  Emissionen  (ausser 
Lärm) ausüben könne. Er stützt sich dabei auf die Beurteilungen der 
Fachärzte in Kroatien. Weshalb er bezüglich der Verweistätigkeiten zu 
einem anderen Schluss als die Gutachter kommt, begründet er indes-
sen nicht.

5.7.1 Bereits in der Beurteilung der Pneumophysiologin vom 11. No-
vember  2005 wird festgestellt,  der  Patient  leide dauernd unter  einer 
Dyspnoe (Atemnot), was praktisch tägliche Inhalationen in hoher Do-
sierung nötig mache und ihm körperliche Aktivitäten wie beschleunig-
tes Gehen oder Treppensteigen verunmögliche. Die Spirometrie zeige 
eine schwere chronische obstruktive Lungenkrankheit. In Vergleich zu 
den bereits früheren, extrem tiefen Ergebnissen der Lungenventilation 
sei jetzt eine erneute Verschlechterung zu beobachten. Der Patient sei 
deshalb nicht in der Lage, irgend eine Tätigkeit auszuüben (act. IVST 

Seite 18

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EM/72). Am 2. August 2006 stellte die Ärztin eine weitere Verschlech-
terung  gestützt  auf  ein  aktuelles  Röntgenbild  und  eine  neue  Spiro-
metrie fest (act. IVST EM/76). Im Bericht vom 15. Oktober 2007 stellte 
sie eine Verschlimmerung beim Patienten fest,  weshalb er  dauerhaft 
bereits  bei  geringer  körperlicher  Anstrengung  wie  schnellem Gehen 
unter Atemnot gerate. Seit den letzten Monaten sei er täglich auf das 
Inhalieren mit  Ventolin  angewiesen. In  der  Nacht  erwache er oft  mit 
Gefühlen des Erstickens und fehlender Luft sowie hörbarem Pfeifen in 
der Brust. Der Patient sei unter diesen Umständen nicht mehr in der 
Lage, irgend eine körperliche Aktivität auszuüben (act. IVST EM/107).

5.7.2 Im orthopädischen Bericht vom 8. November 2005 des Univer-
sitätsspitals  V._______  stellte  der  Physiater  und  Wirbelspezialist 
(specijalista fizijatar-vertebrolog) Dr. P._______ chronische radikuläre 
Kompressionen der  Lenden-  und Halswirbelsäule  sowie eine auf  die 
Hälfte eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und Schmerzen der Hüften, 
radiologisch eine diffuse Osteoporose der Wirbelsäule sowie polytopi-
sche und polymorphe degenerative Veränderungen der Bandscheiben 
und der kleinen Gelenke sowie multiple Schmorlknötchen (Verlagerung 
[Herniation]  von  Bandscheibengewebe  in  den  Wirbelkörper)  sowie 
arthrotische  Hüftveränderungen  fest.  Er  gab  weiter  eine  Schmerz-
symptomatik  der  rechten  Schulter  mit  Bewegungseinschränkungen 
und des rechten Knies an. Bezüglich früheren Beurteilungen des Be-
wegungsapparates sei eine Verschlimmerung festzustellen. Es verblei-
be keine Arbeitsfähigkeit  (act. IVST EM/68). Aus den ebenfalls  aus-
führlichen Angaben der Fachärztin für Physiologie und Rehabilitation 
ist  eine  weitere  Verschlechterung  der  orthopädischen  Situation  fest-
zustellen (act. IVST EM/111, siehe auch oben E. 5.5.2).

5.7.3 Gestützt  auf  diese  umfangreichen  und  für  das  Bundesverwal-
tungsgericht eingängigen fachärztlichen Beurteilungen aus den Jahren 
2004  –  2007  mit  hauptsächlich  invalidisierenden  Einschränkungen 
durch den pneumologischen und orthopädischen Gesundheitszustand, 
ist die nicht weiter begründete Einschätzung des RAD, dem Beschwer-
deführer  sei  noch  eine  leichte  bis  mittelschwere wechselbelastende 
Tätigkeit im Rahmen eines halben Pensums – auch unter Aussetzung 
von  Staub  oder  sonstiger  Emissionen  –  zumutbar,  nicht  nachzuvoll -
ziehen. Die Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit kann indes 
vorliegend offen gelassen werden, da – wie nachfolgend in E. 5.9 aus-
geführt wird – der Beschwerdeführer ohnehin Anspruch auf eine ganze 
Invalidenrente hat.

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5.8 Demnach  verbleibt  die  Überprüfung  des  von  der  Vorinstanz  er-
mittelten Einkommensvergleichs (unten E. 5.9). Indessen ist vorab zu 
prüfen, wann der Anspruch Rentenanspruch entstanden ist.

Gemäss den Akten wurde beim Beschwerdeführer am 18. Dezember 
2002 radiologisch eine „nicht näher bezeichnete chronische Bronchitis 
(ICD-10 J 42)“ festgestellt  und eine Hospitalisation als notwendig er-
achtet  (act. IVST EM/17,  42). Bis  im Dezember  2003 hatte  sich  die 
Situation trotz Behandlung verschlechtert. Im Januar 2004 wurde die 
Diagnose Tuberkulose gestellt (oben E. 5.3). Der RAD ging von einer 
Beeinträchtigung ab 19. Dezember 2003 gestützt auf die zweite radio-
logische Untersuchung aus. 

Es  ist  unbestritten,  dass  beim  Beschwerdeführer  bereits  seit  vielen 
Jahren eine Rückenproblematik bestand und Ende 2002 radiologisch 
eine  Lungenerkrankung  festgestellt  wurde.  Aus  den  Akten  ergeben 
sich indes nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  weder  aus  pneumologischer 
noch aus orthopädischer Sicht schlüssige Hinweise, ob und wenn ja, 
in welchem Umfang der Beschwerdeführer vor Dezember 2003/Januar 
2004 bzw. Mai 2004 (Gutachten vom 4. und 14. Mai 2004, act. IVST 
EM/45-66) in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Ebenfalls kei-
ne  weiteren  Erkenntnisse  bezüglich  einer  früher  als  im  Dezember 
2003  festgestellten  dauerhaften  Arbeitsunfähigkeit  von  mindestens 
50% (oben E. 4.3.1) sind aus den weiteren, insbesondere psychiatri-
schen Akten erkennbar. Demnach ist  –  wie  die  Vorinstanz zu Recht 
festgestellt  hat  –  auf  das  Untersuchungsdatum  vom  19.  Dezember 
2003 und die  in  diesem Zeitpunkt  belegte  Verschlechterung der  ge-
sundheitlichen  Situation  abzustellen.  Somit  entsteht  der  Rentenan-
spruch in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b aIVG in Verbindung mit 
Art. 28 Abs. 1ter aIVG per 1. Dezember 2004. Die Rüge des Beschwer-
deführers, er habe sich bereits am 15. Oktober 2003 bei der Invaliden-
versicherung angemeldet (Beschwerdeakte 3 S. 2), weshalb sein Ren-
tenanspruch früher entstanden sei, geht damit ins Leere.

5.9 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicher-
te Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbs-
einkommen  gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person  nach 
Eintritt  des  Gesundheitsschadens keine  oder  jedenfalls  keine ihr  an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach 

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der Rechtsprechung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabel-
lenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (nachfolgend: BFS) 
periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen heranzuziehen 
(vgl.  das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U 75/03 
vom 12. Oktober 2006 mit weiteren Hinweisen). Zu berücksichtigen ist 
dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung massgebenden Ver-
gleichseinkommen eines im Ausland wohnenden Versicherten auf den 
gleichen Arbeitsmarkt  beziehen müssen, weil es die Unterschiede in 
den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwischen den Län-
dern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in Frage stehen-
den Einkommen vorzunehmen (BGE 110 V 273 E. 4b, Urteil des Bun-
desgerichts  I 817/05  vom 5. Februar  2007  E.  8.1,  Urteil  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4). 
Da der Rentenanspruch im Jahr  2004 entstand,  ist  für  den Einkom-
mensvergleich entgegen der Annahmen der Vorinstanz auf die Listen-
löhne  und  Erhebungen  für  das  Jahr  2004  abzustellen  (siehe  unten 
E. 5.9.1 und 5.9.4).

5.9.1 Die Vorinstanz ging bei der Festsetzung des Valideneinkommens 
vom  letzten,  vollständig  geleisteten  Jahreseinkommen  1997  von 
Fr. 68'081.-- bzw. Fr. 5'673.42 pro Monat aus, welches sie gemäss dem 
jeweiligen Index der Nominallöhne der Männer von 1818 im Jahr 1997 
auf den Index von 2014 im Jahr 2006 (Basis: 1939 = 100, vgl. BFS, 
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Real-
löhne 1976 – 2009) indexierte, was für das Jahr 2006 ein monatliches 
Einkommen von Fr. 6'285.08 ergab. Für das vorliegend zu berücksich-
tigende Jahr 2004 ergibt sich bei einem Index von 1975 ein Validenein-
kommen von Fr. 6'163.37.

5.9.2 Der Berechnung des Invalideneinkommens legte die Vorinstanz 
gestützt auf die Angaben des RAD ab dem 19. Dezember 2003 (beim 
damals 52-jährigen Versicherten) einfache und repetitive Verweisungs-
tätigkeiten in öffentlichen und privaten Dienstleistungen, Dienstleistun-
gen im Grosshandel und Handelsvermittlung, Detailhandel und Repa-
ratur sowie Dienstleistungen für Unternehmen und des Detailhandels, 
Tabellenlöhne des BFS des Jahres 2006 (Monatlicher Bruttolohn [Zen-
tralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau 4 des Arbeits-
platzes und Geschlecht, Privater Sektor; vgl. BGE 126 V 75 E. 3b/bb 
[Verfügung vom 29. September 2008]) zu Grunde. In Anwendung der 
Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/02 
vom 16. Juli 2003 kann vom Durchschnitt dieser Werte ausgegangen 

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werden. 

Die  nach dem Stundenansatz  von 40 Wochenstunden angegebenen 
Tabellenlöhne wurden auf den im Dienstleistungssektor üblichen Stun-
denansatz von 41.7 Wochenstunden umgerechnet, was einen Durch-
schnittslohn von Fr. 4'690.47 ergab. Weiter berücksichtigte die Vorins-
tanz einen Leidensabzug von 15%. Somit ergab sich unter Berücksich-
tigung  eines  halben  Wochenpensums  ein  durchschnittliches  monat-
liches Invalideneinkommen von Fr. 1'993.45.

5.9.3 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-
ständen  des  konkreten  Einzelfalles  ab  (leidensbedingte  Einschrän-
kung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthaltskategorie  und  Be-
schäftigungsgrad),  welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-
haft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn 
von  insgesamt  höchstens  25%,  den  verschiedenen  Merkmalen,  die 
das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tra-
gen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzuges, 
der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begrün-
den ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 
126 V 75).

Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung der persönlichen und beruf -
lichen Umstände einen Leidensabzug von 15% vorgenommen. Sie hat 
indes nicht weiter begründet, wie sie diese Umstände wertet. Der vor-
genommene  Abzug  wird  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts, 
unter  Berücksichtigung  der  seit  Dezember  2003  aktenkundigen 
schwerwiegenden  Erkrankungen,  dem  sich  nachweislich  weiter  ver-
schlechternden Gesundheitszustand – hauptsächlich aus pneumologi-
scher und orthopädischer Sicht (oben E. 5.7) – und den damit verbun-
denen  Einschränkungen  in  einer  Verweistätigkeit  sowie  dem  fortge-
schrittenen  Alter  des  Beschwerdeführers  von  56  Jahren  im  Verfü-
gungszeitpunkt nicht gerecht,  weshalb vorliegend in den Ermessens-
spielraum der Vorinstanz einzugreifen und der Leidensabzug auf min-
destens 20% festzusetzen ist. 

5.9.4 Indexiert auf das Jahr 2004 (Entstehung des Rentenanspruchs) 
und unter Übernahme der Lohnkategorien der Vorinstanz (wobei frag-
lich ist, ob in Anbetracht des Beschwerdebildes Aktivitäten wie Abwart, 

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Hausmeister,  Magaziner  oder  interner  Kurier  dem Beschwerdeführer 
noch zumutbar sind [siehe oben E. 5.7.3]) wird das Invalideneinkom-
men wie  folgt  berechnet: Tabellenlöhne  2004,  Männer,  Grosshandel, 
Handelsvermittlung:  Fr.  4'672.--;  Detailhandel  und  Reparatur: 
Fr. 4'280.---; Dienstleistungen für  Unternehmen: Fr. 4'333.--; sonstige 
öffentliche  und  persönliche  Dienstleistungen:  Fr.  4'181.--;  Durch-
schnittswert: 4'366.50. Diese Tabellenlöhne beziehen sich auf eine 40-
Stundenwoche. Die übliche mittlere Wochenarbeitszeit bei einer 100%-
Beschäftigung für die oben berücksichtigten Tätigkeiten betrug im Jahr 
2004 durchschnittlich 41,8 Stunden, was vorliegend Fr. 4'562.99 ergibt 
(vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in 
Stunden pro Woche, 1990 – 2007). Abzüglich des Leidensabzugs von 
20% und umgerechnet auf ein Pensum von 50% ist das Invalidenein-
kommen auf Fr. 1'825.20 festzusetzen ([4'562.99 – 20%] x 50%). 

Somit  ergibt  sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 70% ([6'163.37 – 
1'825.20] x 100 /  6'163.37 = 70.39%),  was einen Anspruch auf  eine 
ganze Rente ergibt.

5.10 Zusammenfassend ist  damit festzustellen, dass dem Beschwer-
deführer ab Dezember 2004 eine ganze Invalidenrente zusteht. Da er 
seiner  Mitwirkungspflicht  unbestritten  vollumfänglich  nachgekommen 
ist, ist die Rente – wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat – in An-
wendung von Art. 26 Abs. 2 in Verbindung mit  Art. 19 Abs. 1 und 3 
Satz  1 ATSG ab dem 1. Dezember  2006 zu verzinsen (siehe unten 
E. 6.6).

6.
Weiter ist der Rüge des Ehepaares nachzugehen, die Vorinstanz habe 
ihre IV-Renten zu Unrecht gekürzt und Teile davon verrechnet.

6.1 Sind beide Ehegatten rentenberechtigt, so gilt für die Kürzung der 
beiden  Renten  Artikel  35  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1946  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR 
831.10) sinngemäss (Art. 37 Abs. 1bis IVG). 

6.1.1 Gemäss Art. 35 AHVG beträgt  die Summe der  beiden Renten 
eines Ehepaares maximal 150 Prozent des Höchstbetrages der Alters-
rente, wenn beide Ehegatten Anspruch auf eine Altersrente haben. Die 
Kürzung entfällt bei Ehepaaren, deren gemeinsamer Haushalt richter-
lich aufgehoben wurde. Die beiden Renten sind im Verhältnis ihrer An-
teile an der Summe der ungekürzten Renten zu kürzen. 

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Gemäss Rz. 5530 der Wegleitung über die Renten in der Eidgenös-
sischen  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  vom 
1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2008 (nachfolgend: RWL 2008) ist die 
Plafonierung der Renten nach den allgemeinen Regeln vorzunehmen, 
wenn beide Ehegatten den selben Bruchteil der Rente aufweisen.

Den Akten ist zu entnehmen, dass das Ehepaar in ungetrennter Ehe 
lebt, eine richterliche Trennung oder eine Scheidung wurde auch nicht 
geltend  gemacht.  Ausserdem  besteht  für  beide  Ehepartner  ein  An-
spruch auf  eine ganze Invalidenrente. Die  Renten sind demnach zu 
plafonieren. 

6.1.2 In der Invalidenversicherung werden die Renten frühestens auf 
den Beginn der Rentenzahlung gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG plafoniert  
(RWL 2008 Rz. 5514). 

Da  beim  Beschwerdeführer  der  Rentenanspruch  per  1.  Dezember 
2004 und bei der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2005 entstanden 
ist, sind die Renten – wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat – per  
1. Januar 2005 zu plafonieren. 

6.1.3 Soweit die Beschwerdeführer demnach die Plafonierung als sol -
che anfechten, dringen sie mit ihrer Beschwerde nicht durch. Indessen 
ist nachfolgend darzulegen, wie die Plafonierung vorliegend durchzu-
führen ist.

6.2 Die Berechnung der Höhe der Renten aufgrund der versicherten 
Verdienste  wurde  von  den  Beschwerdeführern  nicht  beanstandet. 
Angefochten wurde einzig  die Plafonierung und die  daraus folgende 
Kürzung der Rente der  Ehefrau. Demnach ist  zu überprüfen,  ob die 
Vorinstanz von den korrekten Berechnungsfaktoren ausgegangen ist. 

6.2.1 Für  die  Berechnung der  ordentlichen  Renten  sind die  Bestim-
mungen  des  AHVG sinngemäss  anwendbar  (Art.  36  Abs.  2  Satz  2 
IVG). Gemäss Art. 32 Abs. 1 IVV gelten die Art. 50  – 53bis der  Ver-
ordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters-  und Hinterlassenen-
versicherung  (AHVV,  SR  831.101)  sinngemäss  für  die  ordentlichen 
Renten der Invalidenversicherung.

Gemäss Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a AHVG werden Einkommen, welche 
die Ehegatten während der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe er-

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zielt haben, geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerech-
net (Splitting). Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn beide 
Ehegatten rentenberechtigt sind.

6.2.2 Ist  die Invalidenrente gemäss Artikel 37 Absatz 2 des IVG be-
messen worden,  so gilt  diese Bestimmung sinngemäss auch für  die 
Alters-  oder  Hinterlassenenrente,  die  auf  der  für  die  Invalidenrente 
massgebenden  Grundlage  berechnet  wird  (Art.  33bis Abs. 2  AHVG). 
Weiter  wird  für  die  Berechnung  der  Altersrente  einer  Person,  deren 
Ehegatte eine Invalidenrente bezieht  oder bezogen hat,  das im Zeit -
punkt  der  Entstehung der  Invalidenrente  massgebende durchschnitt-
liche Jahreseinkommen des invaliden Ehegatten während der  Dauer 
des Bezuges der Invalidenrente wie ein Erwerbseinkommen im Sinne 
von Artikel 29quinquies AHVG berücksichtigt. Beträgt der Invaliditätsgrad 
weniger als 60 Prozent, so wird nur ein entsprechend herabgesetzter 
Teil des durchschnittlichen Jahreseinkommens berücksichtigt (Art. 33bis 

Abs. 4 AHVG).

6.3
6.3.1 Beim Beschwerdeführer stellte die Vorinstanz bei Jahrgang 1951 
und einer  Beitragsdauer  von 25 Jahren und 2 Monaten in  der  Jahr-
gangstabelle  2004 den Faktor  32 (Rententabellen  des Bundesamtes 
für Sozialversicherung BSV, gültig ab 1. Januar 2004, S. 7) fest. Darauf 
gestützt  ergab  sich  eine  Rente  gemäss  Rentenskala  35  (Renten-
tabellen 2004 S. 10). Beim festgestellten massgebenden durchschnitt-
lichen Jahreseinkommen (Maximalbetrag) von Fr. 75'960.-- ergab sich 
beim  Beschwerdeführer  eine  Dreiviertelsrente  von  1'260.--  für  das 
Jahr  2004  (vor  Eintritt  des  Versicherungsfalls  der  Ehefrau;  Renten-
tabellen 2004 Skala 35 S. 37). 

Bei der Ehefrau sind folgende Faktoren und Tabellen anwendbar: Bei 
Jahrgang 1958 und einer Beitragsdauer von 22 Jahren und 6 Monaten 
ergibt sich auf der Jahrgangstabelle Faktor 26 und Skala 38 (Renten-
tabellen 2005 S. 7 und 10 sowie Skala 38 S. 30).

6.3.2 Mit Eintritt des zweiten Versicherungsfalls (Invalidenrente für die 
Ehefrau)  wurden die  Einkommen des  Ehepaars  gesplittet.  Demnach 
ergab sich beim Ehemann noch ein durchschnittliches anrechenbares 
jährliches Einkommen von Fr. 73'530.-- ab 2005 und von Fr. 75'582.-- 
ab 2007 und darauf  gestützt eine unplafonierte Dreiviertelsrente von 
Fr. 1'252.--  im Jahr  2005 bzw. Fr. 1'287.--  im Jahr  2007 (act. Kasse 

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EF/44.4, 44.5; Rententabellen 2005, Skala 35 S. 37). 

Bei der Ehefrau erhöhte sich das durchschnittliche anrechenbare jähr -
liche  Einkommen von  Fr. 63'648.--  (einzig  gestützt  auf  ihre  eigenen 
Beiträge)  mit  einer  Invalidenrente  von  Fr.  1'678.--  (2005)  bzw. 
Fr. 1'725.--  (ab  2007,  vgl.  Verfügung  vom 19.  Dezember  2006,  act. 
Kasse EF/41) durch das Splitting ihres Einkommens mit  demjenigen 
ihres  Ehemannes  auf  ein  massgebliches  durchschnittliches  Einkom-
men von Fr. 65'790.--  im Jahr  2005 bzw. Fr. 67'626.--  im Jahr  2007 
(act. Kasse EF/44.4,  44.5). Demnach erhöhte sich ihre ganze Invali-
denrente nach dem Splitting auf eine  unplafonierte ganze Rente von 
Fr. 1'723.-- ab 1. Januar 2005 bzw. Fr. 1'771.-- ab 1. Januar 2007 (act. 
Kasse EF/41,  44.4,  44.5;,  Rententabellen 2005 bzw. 2007,  Skala 38 
S. 30).

6.4 Seit  Januar  2005  haben  beide  Beschwerdeführer  Anspruch  auf 
eine Invalidenrente. Da bei beiden Beschwerdeführern ein IV-Grad von 
mehr als 60% besteht, sind die Renten gemäss Art. 37 Abs. 1bis IVG in 
Verbindung mit  Art. 35 und 33bis Abs. 4 AHVG zu plafonieren (oben 
E. 6.1 sowie 6.2.2). Dabei ergibt sich – wie die Vorinstanz im Grund-
satz richtig festgestellt hat – für die Jahre 2005 und 2006 eine Plafo-
nierungsgrenze für die beiden Renten der Ehegatten von Fr. 2'712.-- 
und ab 2007 von Fr. 2'788.--  (Rententabellen 2005 bzw. 2007,  Ren-
tenskala mit Plafonierungsgrenze bei Ehepaaren, Skala 35 [Ehemann] 
und Skala 38 [Ehefrau], S. 107). 

Dem Beschwerdeführer steht indessen statt einer Dreiviertelsrente seit 
1. Dezember 2004 eine ganze Rente zu. Auch wenn die Beschwerde-
führer ab 1. Januar 2005 wegen der Plafonierung in der Summe der 
Renten keinen Anspruch auf einen höheren Gesamtbetrag haben, sind 
ihre  Renten  –  wie  nachfolgend  ausgeführt  wird  –  neu  festzusetzen 
bzw. zu berechnen.

6.4.1 Soweit der Beschwerdeführer für Dezember 2004 Anspruch auf 
eine  ganze  (nicht  zu  plafonierende)  Rente  hat,  beträgt  diese 
Fr. 1'679.--  (Jahreseinkommen  von  Fr.  75'960.--  [Maximalbetrag], 
Rententabellen 2004, S. 36).

6.4.2 Seit  1.  Januar  2005  ergibt  sich  beim  Beschwerdeführer  nach 
dem Splitting und vor der Plafonierung der ganzen Rente für 2005 und 
2006 ein Betrag von Fr. 1'669.-- (Rententabellen 2005 S. 36) bzw. ab 

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2007 Fr. 1'716.-- (Rententabellen 2007 S. 36, oben E. 6.3.2).

Die Beschwerdeführerin hat ab dem 1. Januar 2005 nach dem Splitting 
und vor  der  Plafonierung  der  ganzen Rente  für  2005 und 2006 An-
spruch auf einen Betrag von Fr. 1'723.-- bzw. ab 2007 von Fr. 1'771.-- 
(oben E. 6.3.2). 

6.4.3 Plafoniert ergeben sich folgende Werte: Rentenberechnung beim 
Beschwerdeführer per 1. Januar 2005: Fr. 1'669.-- (ganze unplafonierte 
Rente) x Fr. 2'712.-- (150% der Maximalrente) /  Fr. 3'392.-- (Summe 
unplafonierte  Renten  Ehemann  und  Ehefrau)  =  Fr. 1'334.--;  per 
1. Januar 2007: Fr. 1'716.-- (ganze unplafonierte Rente) x Fr. 2'788.-- 
(150% der Maximalrente) / Fr. 3'487.-- (Summe unplafonierte Renten 
Ehemann und Ehefrau) = Fr. 1'372.--.

Bei  der  Beschwerdeführerin  ergibt  sich  folgende  Rentenberechnung 
per  1.  Januar  2005:  Fr.  1'723.--  (ganze  unplafonierte  Rente)  x 
Fr. 2'712.--  (150% der  Maximalrente)  /  Fr. 3'392.--  (Summe unplafo-
nierte  Renten  Ehemann  und  Ehefrau)  =  Fr. 1'378.--.  Per  1.  Januar 
2007: Fr. 1'771.-- (ganze unplafonierte Rente) x Fr. 2'788.-- (150% der 
Maximalrente)  /  Fr. 3'487.--  (Summe unplafonierte  Renten  Ehemann 
und Ehefrau) = Fr. 1'416.--.

Zusammenfassend  hatte  der  Beschwerdeführer  per  1.  Januar  2005 
Anspruch  auf  eine  ganze  plafonierte  Invalidenrente  von  Fr. 1'334.-- 
und  per  1.  Januar  2007  von  Fr.  1'372.--.  Die  Ehefrau  hatte  per 
1. Januar 2005 Anspruch auf eine ganze plafonierte Invalidenrente von 
Fr. 1'378.-- bzw. von Fr. 1'416.-- per 1. Januar 2007.

6.5 Die  Beschwerdeführer  machen  geltend,  die  Vorinstanz  habe  zu 
Unrecht einen Betrag von Fr. 4'878.-- (zu viel bezahlte Leistungen an 
die  Ehefrau)  mit  der  Nachzahlung der  Rente  an  den  Ehemann ver-
rechnet (C-7101/2008 act. 3, C-7103/2008 act. 4).

6.5.1 Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht ausführte 
(C-7103/2008 act. 6), leistete sie zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
für  die  Jahre 2005 und 2006 unplafonierte  Renten (2005 und 2006: 
Fr. 1'678.--  statt  Fr. 1'334.--  [Differenz:  Fr.  344.--];  2007  (Januar  bis 
September):  Fr. 1'725.--  statt  1'416.--  [Differenz:  Fr.  309.--];  oben 
E. 6.3.2, korrigierte Beträge: oben E. 6.4.3). 

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6.5.2 Unrechtmässig  bezogene  Leistungen  sind  zurückzuerstatten 
(Art. 25 Satz 1 ATSG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 Bst. a AHVG in Verbin -
dung mit Art. 50 Abs. 2 IVG können Forderungen mit fälligen Leistun-
gen  verrechnet  werden.  Dabei  ist  davon  auszugehen,  dass  diese 
Bestimmung zwingenden Charakter hat und die Ausgleichskassen im 
Rahmen der gesetzlichen Vorschriften nicht nur befugt, sondern auch 
verpflichtet sind, [...] zu verrechnen (BGE 115 V 341 E. 2a mit Hinweis 
auf BGE 111 V 99 E. 3b und weiteren Hinweisen). Durch Art. 20 Abs. 2 
AHVG wird für die Verrechnung eine eigene Ordnung geschaffen, wel-
che auf die Besonderheiten der Sozialgesetzgebung im AHV-Bereich 
zugeschnitten ist. Dabei geht die Verrechenbarkeit von Beiträgen mit 
Leistungen gemäss Art. 20 Abs. 2 AHVG über die obligationenrecht-
lichen Regeln (Art. 120 Abs. 1  des Obligationenrechts vom 30. März 
1911 [OR, SR 220]) hinaus; denn nach ständiger Rechtsprechung des 
Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  sind  versicherungsrechtlich 
bzw. versicherungstechnisch zusammenhängende Beiträge und Ren-
ten ohne Rücksicht auf die pflichtige bzw. berechtigte Person und un-
geachtet erbrechtlicher Gegebenheiten verrechenbar (BGE 115 V 341 
E. 2b mit weiteren Hinweisen).

Eine Verrechnung von Leistungen für Ehegatten ist möglich, wenn zwi-
schen den beiden Leistungen ein enger versicherungsrechtlicher Zu-
sammenhang besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der zwei -
te Versicherungsfall  eintritt  und die Rente des erstrentenberechtigten 
Ehegatten  wegen  der  Plafonierung  tiefer  ausfällt  (RWL  2008 
Rz. 10908). Das Bundesgericht hat in BGE 130 V 505 E. 2.9 festgehal-
ten, dass diese Weisung gesetzeskonform sei und die Ausgleichskas-
se auch verrechnen könne, auch wenn Schuldner und Gläubiger der 
Verwaltung nicht identisch seien. 

6.5.3 Vorliegend ist festzustellen, dass durch das Eintreten des zwei-
ten  Versicherungsfalls  (Zusprache  einer  Invalidenrente  an  den  Ehe-
mann)  und die  deshalb  verursachte  Plafonierung der  Ehepaarrenten 
der  Beschwerdeführerin  ab  1.  Januar  2005  bis  September  2008  zu 
hohe  Leistungen  ausbezahlt  wurden  (siehe  oben  E.  6.5.1).  Mit  der 
Zusprache  einer  (ganzen)  Invalidenrente  an  den  Beschwerdeführer 
werden die  zu  viel  bezahlten Leistungen an die  Beschwerdeführerin 
zur Rückerstattung fällig (vgl. RWL 2008 Rz. 10909 und Art. 25 Abs. 2 
ATSG), weshalb sie – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 
und wie die Vorinstanz zu Recht in der Vernehmlassung ausgeführt hat 
(C-7103/2008 act. 6) – zu verrechnen sind. In Anwendung von RWL 

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2008 Rz. 10908 ist es in der vorliegenden Konstellation zulässig, die 
der  Beschwerdeführerin  zu  viel  bezahlten  Beiträge  im  Rahmen  der 
Nachzahlung an den Beschwerdeführer zu verrechnen. Somit dringen 
die Beschwerdeführer in diesem Punkt ihrer Beschwerde nicht durch.

6.6 Abschliessend ist auf die – vom Beschwerdeführer ebenfalls ange-
fochtene – Verzinsung der geschuldeten Rentenbetreffnisse einzuge-
hen (act. Kasse EM/19). 

6.6.1 Wie  oben  ausgeführt  wurde,  sind  die  dem  Beschwerdeführer 
zugesprochenen Renten in  Anwendung von Art. 26  Abs. 2  ATSG in 
Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und 3 Satz 1 ATSG ab dem 1. Dezember 
2006 zu verzinsen (oben E. 4.3.4 und 5.10). 

Die  Vorinstanz  hat  indessen  in  ihrer  Verfügung  vom 29.  September 
2008 (act. Kasse EM/19) einzig die dem Beschwerdeführer zugespro-
chene Dreiviertelsrente für Dezember 2004 verzinst. 

6.6.2 Nach Art. 26 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und 3 
Satz  1  ATSG  und  Art.  7  Abs.  1  und  2  der  Verordnung  vom 
11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts  (ATSV,  SR  830.11)  ist  vorliegend  festzustellen,  dass 
grundsätzlich auch die dem Beschwerdeführer zustehenden weiteren 
Rentenleistungen  für  Januar  2005  bis  September  2006  (24-Monats-
frist, Verfügung vom 29. September 2008) zu verzinsen wären.

Wie  indes  das  Bundesgericht  in  seinem  Urteil  9C_244/2009  vom 
12. Mai 2009 (E. 3.3 f.) festgestellt  hat, entsteht in Fällen, bei denen 
wie vorliegend einerseits mit Eintreten des zweiten Versicherungsfalls 
beim einen Ehegatten ein Anspruch auf Nachzahlung von Renten ent-
steht,  während  andererseits  wegen  der  Plafonierung  beim  anderen 
Ehegatten  ein  Rückerstattungsanspruch  an  die  Vorinstanz  entsteht, 
kein Anspruch auf Verzugszins, da der betreffende Betrag dem Ehe-
mann  und  seiner  Ehefrau  bereits  zur  Verfügung  stand,  wenn  auch 
unter anderem Rechtstitel.

6.6.3 In Anwendung dieser Rechtsprechung ist demnach festzustellen, 
dass vorliegend einzig die ganze Invalidenrente des Beschwerdefüh-
rers für Dezember 2004 zu verzinsen ist. Der Satz für den Verzugszins 
beträgt  fünf  Prozent pro Jahr (Art. 7  Abs. 1 ATSV). Der Verzugszins 
wird  nach  den  allgemeinen  Regeln  gerundet  (vgl.  RWL  2008  Rz. 
10514 mit Verweis auf Art. 53 Abs. 2 AHVV in Verbindung mit Art. 32 

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Abs. 1 IVV). 

Da dem Beschwerdeführer für Dezember 2004 eine ganze Rente von 
Fr. 1'679.-- (statt einer Dreiviertelsrente, oben E. 5.10, 6.4.1) zusteht,  
berechnet sich der Zinsanspruch wie folgt: Verzinsung ab 1. Dezember 
2006 – 1. Oktober 2008 (vgl. act. Kasse EM/19): Fr. 1'679.-- x 5% / 12 
= Fr. 7.--; 7.-- x 23 Monate = Fr. 161.--. Dem Beschwerdeführer steht 
demnach für den in Frage stehenden Zeitraum bis am 29. September 
2008 (oben E. 2.3) ein Zins von Fr. 161.-- für die Invalidenrente vom 
Dezember 2004 zu.

6.7 Unter diesen Umständen ist zusammenfassend festzustellen, dass 
sich  die  vier  angefochtenen  Verfügungen  vom  29. September  2008 
(act. IVST EM/120, Kasse EM/19-21, Kasse EF/45) nicht als rechtmäs-
sig  erweisen.  Sie  sind  deshalb  aufzuheben. Dem Beschwerdeführer 
steht seit Dezember 2004 eine ganze Invalidenrente zu (oben E. 5.9 
f.). Die ihm für den Dezember 2006 zustehende Rente ist gemäss obi -
gen Ausführungen zu verzinsen (E. 6.6.3). Die Angelegenheit ist des-
halb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese anhand der oben 
dargelegten  Erwägungen über  die  Ansprüche  der  Beschwerdeführer 
neu verfüge und diese mit den bereits an die Beschwerdeführerin ge-
leisteten Renten verrechne. In diesem Sinn sind die Beschwerden gut-
zuheissen. Soweit die Beschwerdeführer die Plafonierung und die Ver-
rechnung der zurückzuerstattenden Renten beanstanden, ist  die Be-
schwerde abzuweisen.

7.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei -
entschädigung.

7.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan-
ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren 
festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Den  teilweise  unterliegenden  Beschwerdeführern  werden  reduzierte 
Verfahrenskosten  von  insgesamt  Fr. 300.--  auferlegt  (Art.  63  Abs. 1 
VwVG).  Die  am  29.  April  2009  darüber  hinausgehend  geleisteten 
Kostenvorschüsse in Höhe von je Fr. 300.-- sind zu je Fr. 150.-- zurück-

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zuerstatten.  Der  teilweise  unterliegenden  Vorinstanz  werden  keine 
Verfahrenskosten auferlegt (Art. 64 Abs. 2 VwVG).

7.2 Den teilweise obsiegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführern, 
welchen durch die Beschwerdeführung keine notwendigen, verhältnis-
mässig hohen Kosten erwachsen sind, ist  keine Parteientschädigung 
zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde C-7101/2008 wird insoweit gutgeheissen, als dass die 
die Invalidenrente betreffenden Verfügungen vom 29. September 2008 
aufgehoben und dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente ab 
1. Dezember 2004 nebst  Verzugszinsen im Sinne der  Erwägung 6.6 
zugesprochen wird. Darüber hinaus wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Beschwerde C-7103/2008 wird teilweise gutgeheissen und die Ver-
fügung vom 29. September 2008 betreffend die Rente der Beschwer-
deführerin wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird an die Vorinstanz 
zurückgewiesen,  damit  diese im Sinne der  Erwägungen neue Verfü-
gungen  über  die  Ansprüche  der  Beschwerdeführerin  sowie  den  zu 
verrechnenden  Betrag  erstellt.  Darüber  hinaus  wird  die  Beschwerde 
abgewiesen.

3.
Den  Beschwerdeführern  werden  reduzierte  Verfahrenskosten  von 
Fr. 300.--  auferlegt. Den  Beschwerdeführern  werden  die  geleisteten 
Kostenvorschüsse zu je Fr. 150.-- zurückerstattet. 

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nrn. [...] und [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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