# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67214cdf-eed5-5298-a62b-c05e1e8fde84
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.11.2010 UV 2010/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-14_2010-11-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 19.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2010
Art. 6 UVG, Art. 44 ATSG: Adäquanzprüfung nach Unfall mit HWS-Verletzung, 
nachdem die Unfallversicherung gerichtlich zu weiteren Abklärungen 
verpflichtet worden war. Verneinung der Adäquanz. Versicherungsinterne 
Ärzte wie Kreisärzte fallen nicht unter die Pflicht zur vorgängigen 
Namensbekanntgabe (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 19. November 2010, UV 2010/14).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 19. November 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Marktgasse 20, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17, 

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1956 geborene B.___ war auf Grund ihres ALV-Taggeldbezugs bei der Suva 

versichert, als sie am 25. November 2005 mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn 

in einen Verkehrsunfall verwickelt und verletzt wurde (Suva-act. 1, 13). Vom 25. bis 27. 

November 2005 war sie im Spital Wetzikon hospitalisiert. Im entsprechenden 

Austrittsbericht vom 28. November 2005 diagnostizierten die Ärzte eine HWS-

Distorsion und Kontusionen des cerviko-thorakalen Übergangs, des BWK 8/9 und der 

distalen LWS, eine Thoraxkontusion frontal basal beidseits, eine Sternumkontusion und 

"formal Contusio cordis" sowie eine Latexallergie (Status nach anaphylaktischem 

Schock, Suva-act. 9).

A.b   Nachdem die Suva ihre Leistungspflicht anerkannt hatte und weitere 

Behandlungen und Abklärungen durchgeführt worden waren, stellte sie die Leistungen 

mit Verfügung vom 3. Januar 2007 per 3. Januar 2007 ein. In der Begründung hielt sie 

fest, dass die noch geklagten Beschwerden organisch als Folge des erlittenen Unfalls 

nicht mehr erklärbar seien. Für die weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit und die 

allfällige Behandlungsbedürftigkeit seien unfallfremde Faktoren wie z.B. die psychische 

Verfassung der Versicherten verantwortlich. Eine Leistungspflicht für allfällige 

psychische Beschwerden sei nicht gegeben, da diese zum Unfall nicht in einem 

rechtserheblichen Zusammenhang stehen würden. Auch bestehe kein Anspruch auf 

eine Rente oder eine Integritätsentschädigung (Suva-act. 64). Die vom Rechtsvertreter 

der Versicherten erhobene Einsprache (Suva-act. 70) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 2. Juli 2007 ab (Suva-act. 77). Die gegen diesen 

Einspracheentscheid durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, St. Gallen, 

erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit 

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Urteil vom 18. August 2008 (UV 2007/97), soweit darauf eingetreten wurde, teilweise 

gut, und wies die Angelegenheit zur Durchführung von weiteren Abklärungen und 

allfälliger neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück (Suva-act. 85).

A.c   Nach Einholung von Berichten bei Dr. med. A.___, FMH Allgemeinmedizin, vom 7. 

November 2008 (Suva-act. 92) und Dr. med. C.___, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, 

vom 12. November 2008 (Suva-act. 93) sowie einer Röntgenuntersuchung der HWS bei 

E.___ vom 24. März 2009 (Suva-act. 101) wurde die Versicherte am 10. März 2009 vom 

Kreisarzt-Stellvertreter Prof. Dr. med. D.___, FMH Orthopädische Chirurgie, untersucht 

(Suva-act. 102).

A.d   Gestützt auf diese Abklärungsergebnisse verfügte die Suva am 11. Mai 2009 

erneut eine Einstellung der Versicherungsleistungen per 3. Januar 2007. Mangels 

Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf weitere 

Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung 

(Suva-act. 103).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 11. Juni 2009 durch den Rechtsvertreter der 

Versicherten erhobene Einsprache (Suva-act. 106) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 18. Januar 2010 ab (Suva-act. 116).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid erhob der Rechtsvertreter der Versicherten am 18. 

Februar 2010 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 11. Mai 2009 und der 

Einspracheentscheid vom 18. Januar 2010 seien vollumfänglich aufzuheben. Es sei 

festzustellen, dass die heutigen psychischen und physischen Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin, deren Behandlungsbedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit (100%) 

Folgen des Verkehrsunfalls vom 3. Januar 2007 (richtig: 25. November 2005) seien. Der 

Beschwerdeführerin seien weiterhin Leistungen aus UVG auszurichten, insbesondere 

Heilungskosten, Taggeldleistungen und eventualiter eine IV-Rente mit Zusatzrenten 

sowie eine Integritätsentschädigung. Die aufschiebende Wirkung sei wiederherzustellen 

und es seien der Beschwerdeführerin umgehend die Leistungen aus UVG auszurichten; 

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unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung machte der Rechtsvertreter 

unter anderem eine Gehörsverletzung durch die Beschwerdegegnerin geltend, indem 

der Beschwerdeführerin vor Durchführung der kreisärztlichen Untersuchung weder der 

Name des Gutachters bekannt, noch die Möglichkeit zu Ergänzungsfragen gegeben 

worden sei. Die kreisärztliche Untersuchung sei jedoch bereits vom Grundsatz her 

ungenügend, da vielmehr eine polydisziplinäre Abklärung erforderlich gewesen wäre. In 

Bezug auf die Adäquanzkriterien habe der Hausarzt Dr. C.___ bestätigt, dass die von 

ihm verordnete Therapie zweckmässig gewesen sei und bei der Beschwerdeführerin zu 

einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands geführt habe. Zudem seien die 

Kriterien einer fortgesetzten, spezifischen belastenden ärztlichen Behandlung, des 

Vorliegens erheblicher Beschwerden sowie einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen zu bejahen, andernfalls die Abklärungen lediglich durch 

den Kreisarzt für die Ablehnung des Entscheids nicht genügen würden.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Ausführungen im angefochtenen Entscheid und legte dar, dass es sich bei der 

kreisärztlichen Untersuchung nicht um eine Begutachtung im Sinn Gesetzes gehandelt 

habe, weshalb sie nicht zur vorgängigen Namensbekanntgabe des untersuchenden 

Arztes verpflichtet gewesen sei. Im Übrigen habe sich der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin aber auch nicht dazu geäussert, nachdem er über Zeit und Ort der 

kreisärztlichen Untersuchung informiert worden sei. Sodann seien die involvierten Ärzte 

gemäss Verpflichtung des Versicherungsgerichts zur Klärung der offenen Fragen 

angegangen worden. Für die Aufgabe des dreimonatigen Arbeitsversuchs der 

Beschwerdeführerin seien im Weiteren finanzielle und nicht medizinische Gründe 

massgebend gewesen. Insgesamt seien damit die Kriterien zur Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs nicht in gehäufter Zahl und massgebenden 

Intensität vorhanden gewesen.

C.c   Mit Replik vom 16. August 2010 bestätigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen. Zusätzlich beantragte er vor 

Erstellung eines Gerichtsgutachtens die Einholung einer umfassenden 

Berichterstattung zu den strittigen Adäquanzkriterien bei Dr. C.___. Ausserdem sei 

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beim RAV Wetzikon ein Amtsbericht zur Arbeitsunfähigkeit und den 

Arbeitsbemühungen der Beschwerdeführerin einzuholen.

C.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:

1.        

Umstritten und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auf Grund des 

Unfallereignisses vom 25. November 2005 auch über den 3. Januar 2007 hinaus 

Anspruch auf Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin hat.

2.        

Gemäss Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gibt der Versicherungsträger, der zur 

Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen 

Sachverständigen einholen muss, der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese 

kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. 

Zum Vorwurf des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 

habe bei der Durchführung der kreisärztlichen Untersuchung das rechtliche Gehör 

verletzt, indem sich die Beschwerdeführerin nicht zur untersuchenden Person habe 

äussern können, ist festzuhalten, dass es sich dabei nicht um eine Begutachtung nach 

Art. 44 ATSG handelte, da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 135 V 

258 f. E. 3.4.1) Art. 44 ATSG nicht auf versicherungsinterne Ärzte und Ärztinnen 

anzuwenden ist. Im Übrigen wurde im vorliegenden Verfahren aber auch nicht 

rechtsgenüglich dargetan, inwiefern weitere Fragen vom Kreisarzt hätten beantwortet 

werden müssen, um der sich aus dem rückweisenden Entscheid des 

Versicherungsgerichts ergebenden Verpflichtung rechtsgenüglich nachzukommen. 

Zudem wurden in Bezug auf die gesetzlichen Ausstands- und Ablehnungsgründe 

gemäss Art. 36 Abs. 1 ATSG bzw. Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), welche auch bei versicherungsinternen 

Gutachtern gelten, in der Beschwerde mit Bezug auf den Kreisarztbericht vom 31. März 

2009 ebenfalls keine substantiierten Einwendungen gemacht.

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3.        

3.1    Bezüglich der rechtlichen Voraussetzungen zum Leistungsanspruch nach dem 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) wird auf das Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. August 2008 (UV 2007/97) 

E. 1.1 sowie den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2010 

E. 2 Abs. 1, E. 3, E. 5 Abs. 1 und E. 6 verwiesen. Für den weiteren Sachverhalt kann 

ebenfalls darauf abgestellt werden.

3.2    An die rechtlichen Voraussetzungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers 

hinsichtlich des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs anzufügen bleibt, 

dass im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild 

gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle spielt. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne 

Weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 

365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht 

(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, können doch gerade 

klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen.

3.3    Wie bereits im Urteil vom 18. August 2008 festgehalten (Erwägung 2.1) und 

röntgenologisch am 24. März 2009 bei E.___ nochmals verifiziert (Suva-act. 101), sind 

die von der Beschwerdeführerin über den 3. Januar 2007 hinaus geklagten 

Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn 

nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar. Das Versicherungsgericht bejahte 

in der Folge aber - auch wenn die Angaben in den Akten nicht durchwegs miteinander 

in Einklang standen - ein für Schleudertrauma-Verletzungen typisches Beschwerdebild 

(vgl. Erwägungen 2.3 und 2.4), weshalb sich in der Folge die Adäquanzfrage stellt.

4.        

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4.1    Die Adäquanzprüfung hat nach Abschluss des normalen, unfallbedingt 

erforderlichen Heilungsprozesses zu erfolgen, und nicht solange von einer Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung noch immer eine namhafte Besserung erwartet werden kann 

(= Fallabschluss gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG; EVG-Urteil vom 11. Februar 2004 i/S K. 

[U 246/03]; BGE 134 V 112 ff.). Sind die Voraussetzungen für den Fallabschluss erfüllt, 

ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung 

des Anspruchs auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung 

abzuschliessen. Der Fallabschluss durch den Unfallversicherer bedingt laut Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2008 i/S G. (8C_467/2008) E. 5.2.2.2 lediglich, dass 

von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr 

erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist. Der Gesundheitszustand der versicherten Person ist dabei 

prognostisch und nicht auf Grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (RKUV 

2005 Nr. U 577 S. 388 E. 3).

4.2    Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin zur Klärung der gemäss dem 

Versicherungsgericht noch offenen Fragen, schrieb Dr. A.___ am 7. November 2008, 

dass ihm die Beantwortung des Fragenkatalogs nicht möglich sei, weil ihn die 

Beschwerdeführerin letztmals am 21. Dezember 2005 und damit mehr als ein Jahr vor 

Einstellung der Leistungen (3. Januar 2007) konsultiert habe (Suva-act. 92). Der 

Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. C.___, nahm dagegen mit Schreiben vom 12. 

November 2008 zu den an ihn gerichteten Fragen Stellung. Laut seinem Bericht habe 

die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung hauptsächlich 

Beschwerden im Bereich der HWS und des Kopfes beklagt. Sie habe über tägliche 

Schmerzen seit dem Unfallereignis berichtet, welche mit Dafalgan behandelt worden 

seien. Die regelmässig durchgeführten Physiotherapien vor dem 3. Januar 2007 hätten 

ihr bei den Verspannungen etwas Linderung verschafft. Dr. C.___ führte diese 

Beschwerden auf den Unfall zurück, da die Beschwerdeführerin vorher im Bereich der 

HWS und des Kopfes völlig beschwerdefrei gewesen sei. Zu wie viel Prozent die 

100%ige Arbeitsunfähigkeit dannzumal jedoch unfallkausal gewesen sei, könne er nicht 

beurteilen. Deshalb habe er bereits im Bericht vom 10. April 2006 eine Abklärung der 

Arbeitsfähigkeit in der Reha-Klinik Bellikon oder Valens empfohlen. Dem sei die 

Beschwerdegegnerin jedoch nicht gefolgt. Es sei aber nachvollziehbar, dass es bei der 

Beschwerdeführerin durch die Leistungseinstellung im Januar 2007 zu einer stärkeren 

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psychischen Reaktion gekommen sei, da sie diese Verfügung als ungerecht 

empfunden und sie so interpretiert habe, dass ihre Beschwerden nicht ernst 

genommen würden. Die im Januar 2007 mit neun Sitzungen durchgeführte 

Physiotherapie mit Polarity-Massage und Entspannungsübungen zu Lasten der 

Krankenversicherung habe zwar im Bereich der HWS und des Kopfes eine deutliche 

Besserung gebracht, dies jedoch nur für eine zeitlich beschränkte Dauer (Suva-act. 93). 

Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. März 2009 gab die 

Beschwerdeführerin gegenüber Prof. Dr. D.___ an, dass die Beschwerden im Rückblick 

praktisch gleich geblieben seien. Dr. D.___ kam gestützt auf seine Untersuchungen 

sowie die Akten zum Schluss, dass das diagnostizierte Cervical-Syndrom bei leichten 

degenerativen Veränderungen als nicht unfallkausal einzustufen sei, da Cervicalgien 

eine ausserordentlich häufige in der Normalbevölkerung anzutreffende 

Beschwerdesymptomatik seien. Ausserdem habe die bis Ende 2006 praktizierte 

Physiotherapie im Bereich der Halswirbelsäule respektive den Weichteilen des Halses 

lediglich dazu gedient, Verspannungen zu lösen. Im Hinblick auf die unfallkausalen 

Beschwerden sei daher ab dem 3. Januar 2007 von einer weiteren medizinischen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands und keine 

bedeutende Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten gewesen (Suva-

act. 102 S. 8). Da die weiteren Abklärungen somit in sich schlüssig ergeben haben, 

dass am 3. Januar 2007 von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr zu erwarten war, ist der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung 

per diesem Datum nicht zu beanstanden.

4.3    Nachdem auf Grund der medizinischen Unterlagen (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 18. August 2008 Erwägung 1.1) nicht belegt ist, dass bald 

nach dem Unfall eine psychische Überlagerung stattgefunden hatte, die das 

Beschwerdebild der ersten Monate nach dem Unfall, das durch HWS-Beschwerden 

geprägt war, ganz in den Hintergrund treten liess, ist die Adäquanz nach der 

sogenannten Schleudertrauma-Praxis gemäss BGE 134 V 109 zu prüfen. Wie das 

Versicherungsgericht im Urteil vom 18. August 2008 bereits festgehalten hat, handelt 

es sich beim Ereignis vom 25. November 2005 um einen mittelschweren Unfall. Die 

Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit oder dramatischer Begleitumstände, der 

Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen, der ärztlichen 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, oder des 

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schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen wurden dabei als nicht 

erfüllt qualifiziert (Erwägung 3).

4.3.1           Die Beschwerdeführerin stand seit dem Autounfall vom 25. November 2005 

soweit ersichtlich in mehr oder weniger regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer 

Behandlung (vgl. Suva-act. 44, 78, 79, 93). Die physiotherapeutische Behandlung im 

Zusammenhang mit dem HWS-Distorsionstrauma dauerte auch über den streitigen 

Einstellungszeitpunkt an (Suva-act. 79, 93). Gemäss eigenen Angaben der 

Beschwerdeführerin seien die Beschwerden dennoch praktisch gleich geblieben (vgl. 

Suva-act. 102 S. 3). Nach der bisherigen Rechtsprechung wurde eine ärztliche 

Behandlung von zwei bis drei Jahren bei einem Schleudertrauma jedoch nicht als 

ungewöhnlich erachtet (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 8. 

Februar 2005 i/S W. [U 314/04] E. 2.3). Zudem bestand die Heilbehandlung vorliegend 

in erster Linie in Physiotherapie und Medikation sowie in einer direkt nach dem Unfall 

erfolgten, lediglich zweitägigen Hospitalisation zur Überwachung (Suva-act. 9). Eine 

fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung ist damit nicht gegeben. 

Praxisgemäss werden an dieses Kriterium deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. 

SVR 2009 UV Nr. 22 S. 80 E. 5.4 [8C_209/2008]; Urteil des Bundesgerichts vom 13. 

Mai 2009 i/S M. [8C_30/2009] E. 5.2.3).

4.3.2           Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. März 2009 gab die 

Beschwerdeführerin an, dass die Beschwerden praktisch gleich geblieben seien und es 

immer noch zu plötzlichen Stürzen komme, da ihr die Beine wegknickten, dies häufiger 

links als rechts. Schnelles Aufstehen könne zu Schwächeanfällen führen und nach einer 

halben Stunde am Computer leide sie unter Konzentrationsschwierigkeiten; es komme 

zu vermehrten Nackenbeschwerden sowie Beschwerden im Lendenbereich. Es gebe 

Tage, an denen gehe es ihr gut, und an anderen gehe es ihr schlecht. Auch gebe es 

Tage, an denen sie extreme Kopfschmerzen verspüre. Die Beschwerdesymptomatik sei 

zudem wetterabhängig und bei Föhn zunehmend. Kopfschmerzen führten zu 

nächtlichem Aufwachen sowie der Notwendigkeit der Schmerzmitteleinnahme (Suva-

act. 102 S. 3 f. und 7). Angesichts dieser glaubhaften Beschwerdeschilderung ist das 

Vorliegen von erheblichen Beschwerden zwar in einfacher Form zu bejahen. Da sie 

jedoch nicht immer vorhanden sind und die Beschwerdeführerin nach eigenen 

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Angaben gelernt hat, sich mit ihnen zu arrangieren, liegt das Kriterium nicht in 

ausgeprägter Weise vor.

4.3.3           Was schliesslich das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen anbelangt, ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 

bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumen der HWS ein längerer oder gar 

dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als 

eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher 

massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden 

die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für 

die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig 

zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung 

des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive 

Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche 

Anstrengungen der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften 

Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei 

ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen 

zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen 

Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in 

der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse 

arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium 

erfüllen (BGE 134 V 129 E. 10.2.7 mit Hinweisen; BGE vom 16. Mai 2008 i/S M. 

[8C_252/2007] E. 7.7.1 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin erklärte nach 

Durchführung der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. März 2009 gegenüber der 

Beschwerdegegnerin, immer noch bei der Arbeitslosenkasse angemeldet zu sein. Sie 

mache dabei die von jener vorgeschriebenen Arbeitsbemühungen. Einmal habe sie 

eine Stelle im Aussendienst antreten können, welche sie aber nach ein paar Monaten 

wieder aufgegeben habe. Der Aufwand sei grösser als der Ertrag gewesen, da sie 

einfach nicht die dazu benötigte Leistung habe erbringen können. Weitere konkrete 

Arbeitsversuche habe es nicht gegeben. Sie habe ihren Hausarzt vor allem deshalb 

gebeten, sie arbeitsfähig zu schreiben, damit sie Arbeitslosenleistungen habe beziehen 

können (Suva-act. 98). Ihr Hausarzt Dr. C.___ hielt im Bericht vom 12. November 2008 

fest, dass ärztlicherseits ohne Rücksicht auf die Unfallkausalität eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 14. Februar 2008 bestätigt worden sei und danach eine solche 

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von 50%. Der von der Beschwerdeführerin vorgenommene Arbeitsversuch ab 1. Mai 

2008 habe jedoch nach drei Monaten abgebrochen werden müssen, da die Ausgaben 

höher als die Einnahmen gewesen seien. Theoretisch-medizinisch bestehe derzeit aber 

sicherlich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Über eine Erhöhung darüber hinaus sei nach 

Abbruch des Arbeitsversuchs nicht mehr gesprochen worden, es müsse daher die 

Gesamtsituation in einer multizentrischen Institution beurteilt werden. Gemäss 

Mitteilung der IV-Stelle St. Gallen vom 4. Februar 2010 schloss diese die 

Arbeitsvermittlung ab, nachdem die Beschwerdeführerin den am 16. Oktober 2009 

gemeinsam besprochenen Eingliederungsplan Arbeitsvermittlung trotz Aufforderung 

mit Fristansetzung nicht unterschrieben retourniert hatte (Suva-act. 118). Unter diesen 

Umständen ist nicht ersichtlich, dass sich die Beschwerdeführerin mit ausgewiesenen 

Bemühungen um eine Wiedereingliederung ins Berufsleben bemüht hätte. Da der 

adäquate Kausalzusammenhang selbst bei einer Bejahung des Kriteriums in einfacher 

Form nicht als erfüllt zu betrachten wäre, kann auf die beantragte Einholung eines 

Berichts beim RAV Wetzikon zur Frage der Arbeitsbemühungen verzichtet werden.

4.4    Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass von den sieben relevanten 

Kriterien lediglich eines (erhebliche Beschwerden) erfüllt ist, dieses jedoch nicht in 

ausgeprägter Weise. Dies genügt zur Bejahung der Adäquanz allfälliger noch 

vorhandener unfallbedingter Beschwerden bei vorliegendem Unfall im mittelschweren 

Bereich nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010 i/S S. [8C_897/2009] 

E. 4.5, wonach zur Bejahung der Adäquanz bei einem Unfall im mittleren Bereich 

mindestens drei Kriterien erfüllt sein müssen).

5.        

Dem Begehren des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, es sei ein ergänzendes 

polydisziplinäres Gutachten einzuholen, ist nicht stattzugeben. Da nicht anzunehmen 

ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend 

relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden 

(antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 I 157 E. 3, 124 V 94 E. 4b; Praxis 88/1999 

Nr. 117 S. 636 ff.; SVR UV 1996 Nr. 62 E. 3 S. 212 f.).

6.        

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Nachdem die über den 3. Januar 2007 hinaus geklagten Beschwerden nicht mehr 

adäquat kausal durch das Unfallereignis vom 25. November 2005 verursacht gelten, 

war die mit angefochtenem Einspracheentscheid vom 18. Januar 2010 bestätigte 

Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 3. Januar 2007 im Ergebnis 

rechtens. Damit wird indessen nicht das Vorhandensein der geklagten Beschwerden in 

Abrede gestellt, sondern lediglich deren Ursache als nicht (mehr) mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall in Zusammenhang stehend 

gesehen. Insbesondere ist festzuhalten, dass die Formel "post hoc ergo propter hoc", 

wonach eine gesundheitliche Schädigung schon deshalb als durch einen Unfall 

verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, nicht als Beweis betrachtet 

werden kann (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

7.        

Im Sinn obiger Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2010
	Art. 6 UVG, Art. 44 ATSG: Adäquanzprüfung nach Unfall mit HWS-Verletzung, nachdem die Unfallversicherung gerichtlich zu weiteren Abklärungen verpflichtet worden war. Verneinung der Adäquanz. Versicherungsinterne Ärzte wie Kreisärzte fallen nicht unter die Pflicht zur vorgängigen Namensbekanntgabe (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2010, UV 2010/14).

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