# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ba45014-a192-5042-8730-3eb3b518f951
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2009 UV 2008/120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-120_2009-09-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/120

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.04.2020

Entscheiddatum: 02.09.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2009
Art. 6 UVG: Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte zu Recht, 
nachdem der Status quo sine nach multiplen Kontusionen infolge eines 
Treppensturzes wieder erreicht worden war. Verneinung der Unfalladäquanz 
von psychischen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. September 2009, UV 2008/120).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 2. September 2009

in Sachen

G.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1957 geborene G.___ war als Selbstständigerwerbende im eigenen 

Unternehmen tätig und über die freiwillige Unternehmerversicherung gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Am 29. Januar 2004 stürzte sie auf vereister Strasse auf ihren 

Rücken und litt in der Folge an Sakralschmerzen (act. G 5.2.4). Bis zum 

Behandlungsabschluss vom 8. März 2004 erbrachte die Suva die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; vgl. act. G 5.2.4 ff.). Die 

Versicherte ging weiter ihrer freiwillig unfallversicherten selbstständigen 

Erwerbstätigkeit nach.

A.b   Am 24. Januar 2006 stürzte die Versicherte 15 Stufen einer Treppe hinunter und 

zog sich dabei Verletzungen am Rücken, Kopf und an den Beinen zu (act. G 5.1.1). Die 

Erstbehandlung der Unfallfolgen erfolgte am 1. Februar 2006 durch Dr. med. A.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie. Dieser diagnostizierte multiple Kontusionen und attestierte 

der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 24. Januar 2006 (act. G 5.1.2). In 

der Folge wurde ihr ab dem 1. Mai 2006 eine 60%ige (act. G 5.1.12) und ab 11. Juli 

2006 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.1.16) bescheinigt. Ab dem 17. August 

2008 war sie 100% arbeitsunfähig (act. G 5.1/20). Vom 20. September bis 26. Oktober 

2006 befand sich die Versicherte zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik 

Bellikon. Die behandelnden Ärzte der Rehaklinik diagnostizierten im Austrittsbericht 

vom 7. November 2006 einen Treppensturz mit multiplen Kontusionen bei gemäss 

Angaben der Versicherten kurzem Bewusstseinsverlust (ca. 10 Minuten), ein 

rechtsbetontes zerviko-brachiales und zerviko-okzipitales Schmerzsyndrom bei im MRI 

(3. Juli 2006) nachgewiesener medio-rechtslateraler Diskushernie C5/6 und C6/7 sowie 

Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2). Sie bescheinigten ab 

30. Oktober 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

(wiederholtes Hantieren bis schwerer Lasten) und empfahlen, ab 30. Oktober 2006 eine 

Arbeitsaufnahme zur Angewöhnung/Anpassung an die Arbeit sowie die Weiterführung 

der psychotherapeutischen Betreuung (act. G 5.1.30). Im psychosomatischen 

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Konsilium wird erwähnt, dass 2005 ein Brandanschlag auf das Unternehmen der 

Versicherten verübt worden sei und sie seither an Erstickungsgefühlen und Ängsten 

leide (act. G 5.1.28/3). Nach dem Austritt arbeitete die Versicherte ein bis zwei Stunden 

täglich. Die Suva ging ab 1. November 2006 von einer 20%igen, ab 1. Dezember 2006 

von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit aus (act. G 5.1.32/2).

A.c   Am 31. Januar 2007 rutschte die Versicherte in einem Sprudelbad aus und 

verletzte sich am Gesäss (Prellung am Becken links; act. G 5.3.1). Der behandelnde 

Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, beschrieb im Arztbericht vom 

17. Februar 2007 eine handtellergrosse Quetschung am Gesäss mit starken Schmerzen 

und Bewegungseinschränkung. Er bescheinigte der Versicherten ab 31. Januar 2007 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.3.3).

A.d   2007 wurde auf das Unternehmen der Versicherten ein weiterer Brandanschlag 

verübt und das Geschäft geschlossen (act. G 5.1.45 und 5.1.50).

A.e   Die seit 13. Dezember 2006 behandelnde Dr. med. B.___, Fachärztin FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 10. April 2007, dass bei der 

Versicherten im Rahmen des Unfalls "2/2006" zunächst eine depressiv/ängstlich 

getönte Belastungsreaktion vorgelegen habe, die sich zwischenzeitlich zu einer 

Anpassungsstörung entwickelt habe. Die geschilderten Ängste, ins Bodenlose zu 

stürzen oder entsprechende Albträume, seien zwar inhaltlich sicherlich direkte 

Unfallfolge, zum Teil aber auch passend zu ihren realen existenziellen Befürchtungen 

bezüglich des finanziellen Überlebens der Familie (act. G 5.1.47/4 f.).

A.f    Per September 2007 übernahm die Versicherte in I.___ ein Geschäft (act. 

G 5.1.59). Gegenüber der Suva gab sie an, wegen Schmerzen nach wie vor nur zu 20% 

arbeiten zu können. Sie beschäftige zwei Angestellte, die zusammen ein 100%iges 

Pensum erfüllten (act. G 5.1.61).

A.g   Der Kreisarzt berichtete am 4. März 2008 über eine verbliebene funktionelle 

Belastungseinschränkung des Arms bei Schmerzhaftigkeit, überlagert wahrscheinlich 

durch somatoforme Schmerzstörung bei funktionell auch Hyposensibilität der 

gesamten rechten Körperhälfte bei belastetem biopsychosozialem Kontext. Es zeigten 

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sich keine unfallbedingten organischen Befunde. Radiologisch seien pathologische 

Veränderungen degenerativer Art im HWS-Bereich vorhanden. Die Versicherte gebe 

wiederholt an, vor dem Unfallereignis, dort wo sie im Bereich des Kinns aufgeschlagen 

sei, keine Beschwerden gehabt zu haben. Es sei nicht auszuschliessen, dass das 

Manifestwerden der Degenerationen durch den Unfall im Verlauf des gesamten 

biopsychosozialen Kontextes erklärbar sei. Beim nachträglichen nochmaligen Studium 

des Röntgendossiers habe sich ergeben, dass die Versicherte entgegen ihren Angaben 

doch einen Vorzustand aufweise (act. G 5.1.84). Diesbezüglich nahm die Suva weitere 

Abklärungen vor, die ergaben, dass die Versicherte bereits seit 15. März 1999 wegen 

Kopf- und Schulterschmerzen, seit 27. August 2004 auch wegen Armbeschwerden 

rechts mehr als links mit ausstrahlenden Schmerzen von der Schulter bis in die Hand 

und seit 10. September 2004 auch wegen HWS-Beschwerden behandelt wurde (vgl. 

Auszug aus der Krankengeschichte vom 24. März 2008, act. G 5.1.93; zu den seit 

26. März 2003 vorgenommenen radiologischen Untersuchungen am Kopf und der 

Wirbelsäule vgl. act. G 5.1.86 ff.). Im ergänzenden Bericht vom 30. April 2008 führte der 

Kreisarzt in Würdigung der Röntgenbilder vom 10. September 2004, vom 11. Mai 2006 

und vom 15. April 2008 aus, es handle sich beim Beschwerdebild um einen 

bisegmental radiologisch nachweisbaren progredienten Verlauf eines HWS-Leidens, 

wobei die Progredienz seit dem Jahr 2004 in etwa linear verlaufe. Somit erscheine eine 

richtungsgebende Verschlimmerung durch das Unfallereignis vom 24. Januar 2006 

nicht wahrscheinlich. Es handle sich am ehesten um den natürlichen Verlauf eines der 

Versicherten nicht mehr in Erinnerung gebliebenen HWS-Problems (act. G 5.1.106).

A.h   Mit Verfügung vom 6. Mai 2008 stellte die Suva die seit 24. Januar 2006 

erbrachten Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) per 18. Mai 2008 ein und schloss 

den Fall ab (act. G 5.1.108).

B.       

B.a   Dagegen erhob die Versicherte am 22. Mai 2008 Einsprache und beantragte, es 

seien ihr über den 18. Mai 2008 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu 

erbringen (act. G 5.1.109). Mit Eingaben vom 13. Juni 2008 (act. G 5.1.112) und vom 

5. September 2008 (act. G 5.1.130) ergänzte sie ihre Einsprache.

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B.b   Mit Einspracheentscheid vom 26. September 2008 wies die Suva die Einsprache 

ab (act. G 5.1.132).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von der Beschwerdeführerin durch 

Rechtsanwalt Jürg Jakob am 31. Oktober 2008 erhobene Beschwerde. Sie lässt darin 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge dessen Aufhebung sowie die Erbringung der 

gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten, Taggelder, ev. Rente) über den 18. Mai 2008 

hinaus beantragen. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, dass zwischen dem 

mittelschweren Unfallereignis vom 24. Januar 2006 und den weiterhin bestehenden 

physischen und psychischen Beschwerden nach wie vor ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang bestehe. Die Beschwerdegegnerin bleibe daher für die 

fortbestehende Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit leistungspflichtig (act. G 1).

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2009 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeabweisung. Im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung vom 18. Mai 2008 sei neben der natürlichen auch die adäquate 

Unfallkausalität zu verneinen (act. G 5).

C.c   Mit Replik vom 20. Februar 2009 hält die Beschwerdeführerin unverändert an den 

bisherigen Anträgen fest (act. G 11).

C.d   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist vorliegend die Frage, ob die nach dem 18. Mai 2008 von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen und physischen Leiden eine 

natürliche und adäquate Folge des Unfallereignisses vom 24. Januar 2006 sind.

2.        

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2.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).

2.2    Ist die natürliche und adäquate Unfallkausalität für die ursprünglichen 

Beschwerden einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt 

die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 

manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes 

Leiden hat, beispielsweise Krankheit oder degenerative Veränderungen, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

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2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee).

3.        

Zunächst ist zu prüfen, ob über den 18. Mai 2008 hinaus noch leistungsbegründende 

somatische Unfallfolgen bestehen. Beim Ereignis vom 24. Januar 2006 erlitt die 

Beschwerdeführerin multiple Kontusionen ohne sichtbare Fraktur (act. G 5.1.2). Am 

schlimmsten waren das rechte Handgelenk und der Rücken betroffen (act. G 5.1.10).

4.        

4.1    Die von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Radiologie, vorgenommenen 

radiologischen Untersuchungen der Wirbelsäule vom 3. Juli 2006 (HWS und cervicale 

Kernspintomographie) ergaben eine klein- bis mittelvolumige medio-rechtslaterale 

Diskushernie C7/Th1 mit leichter Dekonfiguration des cervicalen Myelons auf diesem 

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Niveau mit möglicher Irritation der Nervenwurzel von Th1 rechts; spondylophytär discal 

bedingte medio-links und medio-rechtslaterale Vorwölbungen im Segment C5/C6 bei 

leichter Osteochondrose in diesem Segment mit begleitenden 

Spondylophytenbildungen mit zusätzlicher kleinvolumiger Diskushernie medio-

rechtslateral mit leichter Spinalkanaleinengung auf diesem Niveau, jedoch ohne 

Myelonverlagerung bzw. Zeichen einer Myelopathie; eine cervicale Streckfehlhaltung 

bei liegender Patientin; segmentale Bewegungseinschränkung im unteren HWS-

Abschnitt. Im Übrigen bestünden normale ossäre Strukturen der HWS und ein 

normales vertebrospinales cervicales Kernspintomogramm (act. G 5.1.13; vgl. auch 

den konsiliarischen Untersuchungsbericht von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

Neurochirurgie, Klinik Stephanshorn, vom 4. Juli 2006, act. G 5.1.15). Bei den 

genannten Gesundheitsschäden handelt es sich um klare organische Substrate, die 

grundsätzlich als Ursache der geklagten Schmerzen im Bereich der HWS in Erwägung 

zu ziehen sind (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 

4. Auflage, Bern 2002, S. 848 ff., 879 ff.). Zu prüfen ist demnach im Folgenden, 

inwieweit sie durch das Unfallereignis bzw. die Kontusionen vom 24. Januar 2006 

verursacht wurden oder inwieweit dieses Unfallereignis bzw. diese Kontusionen auf sie 

eingewirkt haben. In Frage kommen eine durch den Unfall verursachte organische 

Gesundheitsschädigung, eine richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen 

Vorzustandes oder ein durch den Unfall lediglich ausgelöster (nicht verursachter) oder 

vorübergehend verschlimmerter degenerativer Vorzustand. Beim Unfall als 

Auslösefaktor interessiert weiter die Frage, ob der Beschwerdeschub noch andauert 

bzw. bis zu welchem Zeitpunkt er angedauert hat (vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 378 

S. 190 und Nr. U 379 S. 192).

4.2     

4.2.1           Aktenmässig erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin bereits vor dem 

Unfallereignis u.a. wegen persistierender Schulterschmerzen, Armbeschwerden (rechts 

mehr als links) mit ausstrahlenden Schmerzen und HWS-Beschwerden in medizinischer 

Behandlung stand (act. G 5.1.93). In der röntgenologischen Beurteilung vom 6. Mai 

2003 wurde eine Streckhaltung der LWS im Sinn eines lumbalen vertebralen Syndroms, 

eine Osteochondrose L5/S1 und beginnend L4/L5 und eine mässige Spondylarthrose 

distal doch erheblich zunehmend festgestellt (act. G 5.1.87). Die Röntgenaufnahme der 

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HWS vom 10. September 2004 ergab eine initiale Osteochondrosis C5/C6 mit diskreter 

linksseitiger Unkarthrosis sowie spondylotische Marginalosteophyten C5 bis C7 (act. 

G 5.1.88). Im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Diskushernien in aller Regel degenerative Erkrankungen 

darstellen. Ein Bandscheibenvorfall kann indessen dann als weitgehend durch eine 

äussere Einwirkung entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft 

ausserordentlich hoch, der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch vollständig 

unauffällige Bandscheibe zu zerreissen (RKUV 2000 Nr. U 378 S.192 f. E. 2a mit 

Hinweisen). Diese Voraussetzung ist vorliegend weder hinsichtlich des 

Unfallereignisses noch bezüglich des prätraumatischen Gesundheitszustandes erfüllt, 

betrafen die erheblichen Vorzustände doch dieselben Segmente (C5/C6, C7), bei 

denen nach dem Unfallereignis Hernierungen der Bandscheibe erhoben wurden. Im 

Vordergrund stehen damit nicht traumatisch bedingte Veränderungen, sondern solche 

degenerativer Art. Diese Beurteilung deckt sich mit jener des Kreisarztes, der am 7. Juli 

2006 berichtete, der Treppensturz könne wohl zu einem Manifestwerden der 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen geführt haben. Die multisegmentale 

Lokalisierung deute aber auf eine degenerative Veränderung der Wirbelsäule hin und im 

Übrigen lasse sich das Ausmass der Beschwerden schlecht mit den klinischen 

Befunden erklären. Es fänden sich keine entsprechenden Pathologien, die direkt mit 

den radiologischen Befunden zu korrelieren seien (act. G 5.1.16/4). Vor diesem 

Hintergrund ist damit eine durch das Unfallereignis vom 24. Januar 2006 verursachte 

anhaltende organische Gesundheitsschädigung auszuschliessen (vgl. zum Ausschluss 

struktureller Unfallfolgen den kreisärztlichen Bericht vom 30. April 2008, act. 

G 5.1.106).

4.2.2           Ebenfalls auszuschliessen ist im Fall der Beschwerdeführerin eine 

richtunggebende, dauernde unfallbedingte Verschlimmerung ihrer degenerativen 

Gesundheitsschäden im Bereich der Wirbelsäule. Es entspricht einer medizinische 

Erfahrungstatsache, dass eine solche Verschlimmerung nur dann als erwiesen gelten 

kann, wenn ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und 

Verschlimmern von Verletzungen nach einem Trauma radioskopisch erstellt sind (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 f. E. 3a mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hier nicht 

erfüllt. Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Radiologie, Röntgeninstitut und MR-Zentrum 

St. Gallen, verglich die am 15. April 2008 neu erstellte Röntgenaufnahme der HWS mit 

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den Voraufnahmen vom 10. September 2004 und 11. Mai 2006. Er berichtete lediglich 

über eine diskrete Zunahme der Bandscheibenschmälerungen C5/C6 und C6/C7 sowie 

der spondylotischen Marginalosteophyten auf diesen Niveaus. Geringgradig 

progredient seien auch die leichten unkarthrotischen Degenerationen C5/C6 und C6/

C7 (Bericht vom 15. April 2008, act. G 5.1.104). Eine richtunggebende 

Verschlimmerung wird vom Kreisarzt im Bericht vom 30. April 2008 nachvollziehbar 

verneint: Es handle sich um einen bisegmental radiologisch nachweisbaren 

progredienten Verlauf eines HWS-Leidens, wobei die Progredienz in etwa seit dem 

Jahr 2004 linear verlaufe. Somit erscheine eine richtungsgebende Verschlimmerung 

durch das Unfallereignis vom 24. Januar 2006 nicht wahrscheinlich. Es handle sich 

doch am ehesten um den natürlichen Verlauf eines der Beschwerdeführerin bis anhin 

nicht mehr in Erinnerung gebliebenen HWS-Problems (act. G 5.1.106). Eine Kontusion 

der Wirbelsäule kann zwar ohne weiteres eine bisher stumme, vorbestehende 

Wirbelsäulenerkrankung symptomatisch machen, wobei es sich aber meist nur um eine 

vorübergehende Verschlimmerung (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2007, 

U 530/06, E. 4.2 mit Hinweis auf Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von 

Rückenschäden, Bern 1990, S. 5) und damit meist nicht um eine richtunggebende 

Verschlechterung handelt. Angesichts dessen, dass der Unfallversicherer nicht den 

Beweis für das Vorliegen unfallfremder Ursachen erbringen muss und es für die 

Verneinung der Unfallkausalität genügt, wenn eine Verschlimmerung nur als möglich 

bzw. nicht wahrscheinlich erachtet wird (vgl. vorstehende E. 2.2), ist vorliegend gestützt 

auf die genannte medizinische Aktenlage eine richtunggebende Verschlimmerung des 

degenerativen Vorzustandes vorliegend nicht dargetan.

4.2.3           Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschwerdeführerin mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch den fraglichen Unfall weder 

eine klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung noch eine 

richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes erlitten hat.

4.3    Wie erwähnt (vgl. E. 4.1), kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausgelöst oder 

vorübergehend verschlimmert werden. Diesfalls übernimmt die Unfallversicherung 

lediglich den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 

Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). Der Kreisarzt sprach in seiner Beurteilung vom 

7. Juli 2006 (act. G 5.1.16) und vom 4. März 2008 (act. G 5.1.84/6) denn auch 

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nachvollziehbar von "Manifestwerden" der vorbestehenden degenerativen 

Veränderungen durch den fraglichen Unfall. Damit korrespondiert, dass Dr. D.___ im 

Bericht vom 4. Juli 2006 den Treppensturz als Auslöser für die Beschwerden beschrieb 

- nicht jedoch als Ursache für den erhobenen Befund (act. G 5.1.15/2). Der Kreisarzt 

kam in Würdigung der Vorakten und den Ergebnissen der eigenen Untersuchungen am 

30. April 2008 zum Schluss, dass keine Unfallfolgen mehr vorhanden seien (act. 

G 5.1.106). Mit Blick darauf, dass dem geschilderten Unfallmechanismus - die 

Beschwerdeführerin stolperte und fiel die Treppe hinunter - keine besondere Schwere 

zu entnehmen ist (act. G 5.1.1), die Beschwerdeführerin weder strukturelle Läsionen 

noch Hämatombildungen aufwies, im Bereich ihrer Wirbelsäule erhebliche Vorzustände 

nachgewiesen sind und die Erstbehandlung ausserdem erst acht Tage nach dem 

fraglichen Unfallereignis stattfand (act. G 5.1.2), durfte die Beschwerdegegnerin 

gestützt auf die kreisärztliche Einschätzung, der am 30. April 2008 zu beurteilende 

Zustand entspreche am ehesten dem natürlichen Verlauf des vorbestehenden HWS-

Problems (act. G 5.1.106), zu Recht davon ausgehen, der Status quo sine sei 

spätestens am 18. Mai 2008 erreicht und somatische Unfallfolgen seien keine mehr 

vorhanden (act. G 5.1.108; vgl. auch die Einschätzung von Dr. med. F.___, Facharzt 

FMH für Chirurgie, SUVA Versicherungsmedizin, vom 2. Dezember 2008, act.  5.1.133).

4.4    Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt vermag zu keiner anderen 

Betrachtungsweise zu führen. Soweit sie geltend macht, sie habe vor dem Unfall vom 

24. Januar 2006 noch nicht an Wirbelsäulenbeschwerden gelitten, beruft sie sich auf 

die Beweisregel "Post hoc ergo propter hoc" im Sinn der natürlichen Vermutung, 

Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung der 

Wirbelsäule bis zum Unfall schmerzfrei war. Diese Beweisregel ist unfallmedizinisch 

jedoch nicht haltbar und beweisrechtlich untauglich, sofern der Unfall keine 

strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und namentlich keine Wirbelkörperfrakturen 

verursacht hat (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, E. 4.2.3 mit 

Hinweisen). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin bereits vor 

dem Treppensturz u.a. an einer Cervicobrachialgie (Nackenschmerzen mit 

Ausstrahlung in die Arme; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage, 

Berlin 2004, S. 255 und S. 298) und degenerativen Gesundheitsschäden an der 

Wirbelsäule litt (act. G 5.1.93). Auch der Bericht von Dr. D.___ vom 4. Juli 2006 (act. 

G 5.1.15) lässt an der kreisärztlichen Beurteilung vom 30. April 2008 keine Zweifel 

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aufkommen. Zum einen erklärt er darin nicht, dass die erhobenen Befunde 

(persistierende Cervikobrachialgie) durch den Treppensturz verursacht seien. Vielmehr 

spricht er davon, dass die Beschwerden durch den Treppensturz vom 24. Januar 2006 

"ausgelöst" worden seien. Selbst wenn im Übrigen aus dem Bericht von Dr. D.___ 

geschlossen werden könnte, er betrachte den Gesundheitsschaden als unfallkausal, 

vermöchte diese Einschätzung nicht zu überzeugen. Denn Dr. D.___ ging von der 

unzutreffenden Anamnese aus, dass die Beschwerdeführerin vor dem Treppensturz 

keine Beschwerden hatte. Er hatte somit offenbar keine Kenntnis von der 

vorbestehenden Cervikobrachialgie. Ferner ist die zeitlich weit zurückliegende 

Beurteilung vom 4. Juli 2006 nicht geeignet, die über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung vom 18. Mai 2008 hinaus geklagten Beschwerden weiterhin als 

unfallkausal darzulegen, bzw. den Status quo sine noch nicht als erreicht zu erklären.

5.        

Was die Handgelenkschmerzen anbelangt, so konnte anlässlich der handchirurgischen 

Untersuchung vom 1. Juni 2006 weder radiologisch noch klinisch eine Ursache für die 

Schmerzhaftigkeit festgestellt werden. Eine Band- oder Knochenverletzung wurde 

ausgeschlossen (act. G 5.1.12). Für diese von der Beschwerdeführerin geltend 

gemachten Beschwerden fehlt es mithin an einem organischen Substrat (vgl. act. 

G 5.1.16.4). Eine durch das Unfallereignis vom 24. Januar 2006 verursachte organische 

Gesundheitsschädigung ist somit auszuschliessen. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, 

dass die Beschwerdeführerin bereits seit anfangs März 2004 wegen 

Kribbelparästhesien in beiden Händen, Schmerzen in den Händen und subjektiver 

Sensibilitätsstörung der rechten Hand in medizinischer Behandlung stand (act. 

G 5.1.93). Eine durch das Unfallereignis vom 24. Januar 2006 verursachte organische 

Knieschädigung ist ebenfalls nicht ausgewiesen. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass 

die Beschwerdeführerin anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 6. Juli 2006 

nicht mehr über Kniebeschwerden klagte ("Die Knie seien in Ordnung.", act. G 5.1.16). 

Am 22. August 2007 berichtete die Beschwerdeführerin, dass seit vier bis fünf Monaten 

auch Schmerzen im Bereich der Kniegelenke bestünden (act. G 5.1.58). Diese neu 

hinzugetretenen Knieschmerzen führte der Kreisarzt auf eine femoropatelläre 

Schmerzproblematik im Sinn einer Arthrose, die wahrscheinlich im Rahmen des Valgus 

und im Sinn degenerativer Veränderungen und nur möglicherweise im Rahmen des 

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Unfalls zu interpretieren seien (act. G 5.1.84). Die leichte Arthrose wurde vom Suva 

Versicherungsmediziner Dr. F.___ als altersentsprechend beschrieben. Eine 

Unfallkausalität der Kniebeschwerden über den 18. Mai 2008 hinaus verneinte er (act. 

G 5.1.133). Vor diesem Hintergrund ist das Erreichen des Status quo sine spätestens 

zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung auch hinsichtlich der Kniebeschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu bejahen.

6.        

Da somit keine leistungsbegründenden somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen, bleibt 

die Unfallkausalität der geklagten psychischen Beeinträchtigungen (vgl. hierzu act. 

G 5.1.62) zu beurteilen. Bei der Prüfung, ob die bei der Beschwerdeführerin 

bestehenden psychischen Beschwerden als unfallkausal einzustufen sind, kann die 

Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs offen bleiben, wenn ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beeinträchtigungen und dem Unfall 

verneint werden muss (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67).

6.1    Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) 

nachweisbaren Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst 

abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV 

Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, 

gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung.

6.2    Den medizinischen Akten kann nicht entnommen werden, dass die 

Beschwerdeführerin anlässlich des Treppensturzes vom 24. Januar 2006 eine HWS-

Distorsion erlitten hat. Aus den medizinischen Akten ergeben sich weder ein 

Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung noch ein 

Schädel-Hirntrauma. Wie die Beschwerdegegnerin richtig bemerkt hat, ist in den Akten 

auch kein zu einem Schleudertrauma gehöriges typisches Beschwerdebild (vgl. hierzu 

BGE 117 V 360 E. 4b) ausgewiesen. Die Adäquanzbeurteilung hat deshalb gemäss 

BGE 115 V 140 E. 6c/aa zu erfolgen. Nach der dazu einschlägigen Rechtsprechung 

gelten psychische Beeinträchtigungen in der Regel nur bei schweren Unfällen als 

adäquate Folge. Banale Unfälle (z.B. geringfügiges Anschlagen des Kopfes oder 

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Übertreten des Fusses) oder leichte Unfälle (z.B. gewöhnlicher Sturz oder Ausrutschen) 

sind hingegen in der Regel nicht geeignet, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Ist ein Unfall als mittelschwer einzustufen, lässt 

sich die Frage der Adäquanz nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. 

Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien nennt die 

Rechtsprechung besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).

6.3    Gemäss eigenen Angaben stolperte die Beschwerdeführerin und fiel 15 Stufen 

einer mit Teppich überzogenen Treppe hinunter. Dabei habe sie sich mehrmals 

überschlagen und den Kopf, die Beine und den Rücken angeschlagen (act. G 5.1.1 und 

G 5.1.5/1). Anlässlich der Erstbehandlung vom 1. Februar 2006 wurden keine 

sichtbaren Körperschädigungen festgestellt (insbesondere kein Hämatom und keine 

Fraktur; act. G 5.1.2). Dass sie beim Unfallereignis das Bewusstsein während 

10 Minuten verloren habe - wie die Beschwerdeführerin erstmals während ihres 

Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon vom 20. September bis 26. Oktober 2006 auf 

Befragung hin angegeben hat (act. G 5.1.30/6) - ist nicht erstellt. Angesichts dessen, 

dass sie in den bis dahin ergangenen Unfallschilderungen nicht von einem 

Bewusstseinsverlust berichtete (vgl. etwa die ausführliche Unfallschilderung vom 1. Mai 

2006, act. G 5.1.5/1) und sie diesbezüglich während ihres Rehabilitationsaufenthaltes 

widersprüchliche Angaben machte (gemäss psychosomatischem Konsilium vom 

4. Oktober 2006 sei sie apathisch am Ende der Treppe gesessen, act. G 5.1.28/2; 

gemäss neurologischem Konsilium sei sie "wie bewusstlos" gewesen, habe sich dann 

aufgesetzt, sei aufgestanden und zu ihrem Mann gegangen, act. G 5.1.29/1) erscheint 

ein unfallbedingter 10-minütiger Bewusstseinsverlust nicht überwiegend 

wahrscheinlich.

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6.4    Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, das Unfallereignis vom 

24. Januar 2006 sei als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

zu qualifizieren (act. G 5), was mit Blick auf den augenfälligen Geschehensablauf und 

mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1) nicht zu 

beanstanden ist und sich im Rahmen der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei 

Sturzereignissen hält. Danach ist ein gewöhnlicher Sturz oder ein Ausrutschen im 

Allgemeinen dem Bereich der leichten Unfälle zuzuordnen, so etwa der Sturz einer im 

vierten Monat schwangeren Versicherten mit Supinationstrauma im linken oberen 

Sprunggelenk (OSG) und Kontusion der linken Schulter und Hüfte (Urteil des EVG vom 

18. Januar 2000, U 51/1999, E. 4b). Als mittelschwerer bis schwer im mittleren Bereich 

wurden Unfälle qualifiziert, bei denen die versicherte Person aus einer Höhe von 

mehreren Metern von Leitern, Gerüsten oder von einem Dach auf den Boden stürzte 

und erhebliche Verletzungen und Frakturen erlitt (vgl. die Übersicht über die 

Rechtsprechung zu Sturzunfällen in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 E. 3a; ferner RKUV 

1999 Nr. U 330 S. 122 ff.). Als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

wurde etwa ein Unfall qualifiziert, bei dem eine versicherte Person das Gleichgewicht 

verlor, von einem 1,2 m hohen Gerüst fiel und sich eine Calcaneusfraktur zuzog (nicht 

veröffentlichtes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 20. November 1991, 

zitiert in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449). Gleich beurteilt wurden der Sturz eines 

Bauarbeiters in einen Lichtschacht mit Kontusion der rechten Hüfte und Distorsion des 

rechten Knies sowie der Sturz auf einer schneeglatten Unterlage mit Läsion der 

Supraspinatussehne an der linken Schulter (Urteil des EVG vom 5. August 2003, 

U 232/02), ferner der Sturz über eine Treppe mit leicht dislozierter Nasenbeinfraktur 

und schwerer Commotio cerebri (nicht veröffentlichtes Urteil des EVG vom 

19. September 1994, U 141/92, zitiert in Urteil des EVG vom 15. November 2004, 

U 173/03, E. 4.2.2), der Sturz an einem steinigen Flussufer hangabwärts auf den 

Rücken ohne schwere Verletzungen (Urteil des EVG vom 15. November 2004, 

U 173/03, E. 4.2.2) und der Sturz auf einer Treppe mit Aufschlagen des Kopfes (Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. April 2008, 8C_402/07, E. 5.2; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Juli 2008, 8C_798/07, E. 4.1, wo ein Treppensturz kopfüber mit 

HWS-Kontusion/Distorsion und ein Distorsionstrauma der rechten Schulter zu 

beurteilen war).

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6.5    Da von einem mittelschweren Unfallereignis im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen auszugehen ist, ist die Adäquanz der Unfallkausalität praxisgemäss nur zu 

bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien in 

gehäufter und auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 141 E. 6c/bb).

6.5.1           Das Ereignis vom 24. Januar 2006 hat sich nicht unter besonders 

dramatischen Begleitumständen ereignet noch war es - objektiv betrachtet - von 

besonderer Eindrücklichkeit. Dass die Beschwerdeführerin, wie in der Beschwerde 

geltend gemacht wird, 10 Minuten lang bewusstlos gewesen sei, ist wie bereits 

erwähnt zu verneinen (vgl. vorstehend E. 6.3) und vermöchte am Kriterium der 

Eindrücklichkeit ohnehin nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin hat auch keine 

schweren Verletzungen oder Verletzungen erlitten, die erfahrungsgemäss geeignet 

sind, psychische Fehlentwicklungen herbeizuführen. Der Sturz war nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet, zu 

einer psychischen Fehlentwicklung zu führen, zumal er verhältnismässig glimpflich 

abgelaufen ist.

6.5.2           Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der 

ärztlichen Behandlung. Zwar wurde die Beschwerdeführerin nach dem Unfall 

wiederholt von medizinischen Fachpersonen gesehen und behandelt. Es handelte sich 

dabei jedoch nicht um eine anhaltende und intensive Behandlung. Die ärztlichen 

Besuche dienten denn auch grösstenteils der Abklärung oder der Behandlung 

psychischer Leiden. Ebenso kann nicht von einer ärztlichen Fehlbehandlung oder 

einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden, zumal bei der Behandlung 

keine erheblichen Komplikationen auftraten, die den weiteren Verlauf massgeblich 

beeinträchtigt hätten und im Übrigen erhebliche unfallfremde Faktoren im 

Heilungsverlauf mitspielten (act. G 5.1.62).

6.5.3           Demgegenüber kann das Kriterium der Dauerbeschwerden wohl bejaht 

werden. Allerdings waren diese Beschwerden zunehmend auf psychische Faktoren 

zurückzuführen (vgl. bereits die kreisärztliche Stellungnahme vom 7. Juli 2006, act. 

G 5.1.16/4, eingehend zu den im Vordergrund stehenden psychischen Faktoren vgl. die 

Berichte von Dr. B.___ vom 10. April 2007, act. G 5.1.47, und vom 6. September 2007, 

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act. G 5.1.62), weshalb dieses Kriterium höchstens in einem geringen Mass als erfüllt 

gelten kann. Ebenso verhält es sich mit dem Kriterium von Grad und Dauer der 

physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (vgl. hierzu RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.).

6.6    Zusammengefasst sind lediglich zwei Kriterien gegeben, davon keines in 

besonders ausgeprägter Weise. Damit ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 24. Januar 2006 und der psychischen Fehlentwicklung  zu 

verneinen, was zur Folge hat, dass der Unfall zwar unter Umständen eine natürlich 

kausale Teilursache der psychischen Beschwerden darstellt, diese ihm aber rechtlich 

nicht zugerechnet werden können. Da keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen 

und kein adäquater Kausalzusammenhang der psychischen Beschwerden zum Unfall 

vom 24. Januar 2006 besteht, sind die Versicherungsleistungen zu Recht per 18. Mai 

2008 eingestellt worden.

7.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 26. September 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2009
	Art. 6 UVG: Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte zu Recht, nachdem der Status quo sine nach multiplen Kontusionen infolge eines Treppensturzes wieder erreicht worden war. Verneinung der Unfalladäquanz von psychischen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2009, UV 2008/120).

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