# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8d1445d-3cf0-57fd-bcac-0ec4609a1c95
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.06.2021 B-667/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-667-2021_2021-06-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-667/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiber Diego Haunreiter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK),  

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 
 Diplomanerkennung. 

 

 

 

B-667/2021 

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Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), (…), erwarb nach ei-

ner vierjährigen Ausbildung (…) in Bosnien-Herzegowina das Diplom 

"Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe".  

A.b Auf Gesuch hin und nachdem die Beschwerdeführerin einen vom SRK 

(nachfolgend: Vorinstanz) geforderten Anpassungslehrgang von sechs 

Monaten erfolgreich absolviert hatte, anerkannte die Vorinstanz mit Verfü-

gung vom 11. Oktober 2018 das (…) in Bosnien-Herzegowina erworbene 

Diplom der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäkologie und 

Geburtshilfe" als gleichwertig mit der schweizerischen Ausbildung als 

Fachfrau Gesundheit. 

A.c Am 22. Mai 2020 beantragte die Beschwerdeführerin gestützt auf das 

(…) in Bosnien-Herzegowina erworbene Diplom "Krankenschwester für 

Gynäkologie und Geburtshilfe" den sog. "PreCheck" (eine kostenlose obli-

gatorische Online-Vorprüfung) für die Anerkennung ihrer ausländischen 

Ausbildung in der Schweiz als Pflegefachfrau.  

A.d Mit Schreiben vom 29. Mai 2020 teilte die Vorinstanz der Beschwerde-

führerin mit, dass eine Anerkennung als Pflegefachfrau voraussichtlich 

nicht möglich sein werde.  

A.e Mit Antragsformular vom 1. Juni 2020 bat die Beschwerdeführerin um 

einen formellen Entscheid bezüglich ihres Gesuchs um Anerkennung als 

Pflegefachfrau. 

A.f Mit Verfügung vom 20. Januar 2021 wies die Vorinstanz das Gesuch 

der Beschwerdeführerin um Anerkennung ihrer ausländischen Ausbildung 

als Pflegefachfrau ab. 

Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, dass die 

Schweiz bei der Anerkennung von reglementierten Berufen im Bereich der 

Pflege zwei verschiedene Bildungsstufen unterscheide: Fachfrau Gesund-

heit auf der Sekundarstufe II und Pflegefachfrau auf der Tertiärstufe. Das 

Diplom "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" von Bos-

nien-Herzegowina entspreche in der schweizerischen Bildungssystematik 

einem Abschluss auf der Sekundarstufe II. Ein solcher Bildungsabschluss 

auf der Sekundarstufe II sei die Voraussetzung für die auf der Tertiärstufe 

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angesiedelte dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau. Der Bildungsab-

schluss von Bosnien-Herzegowina der Beschwerdeführerin "Kranken-

schwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" befinde sich nicht auf dersel-

ben Bildungsstufe wie das schweizerische Diplom "Pflegefachfrau" (Ni-

veau Höhere Fachschule). Ein derartiger Unterschied der Bildungsstufe 

könne nicht mit Ausgleichsmassnahmen kompensiert werden, weshalb 

eine Anerkennung als Pflegefachfrau nicht möglich sei. 

B.  

Mit Eingabe vom 14. Februar 2021 erhob die Beschwerdeführerin beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Vor-

instanz vom 20. Januar 2021. Sie beantragt Folgendes: 

"Meine Forderung im Hinblick auf die vollständige Anerkennung meines Dip-

loms ist, dass es mindestens fair und richtig wäre das mir das SRK wenigstens 

die Möglichkeit gibt, entsprechende Ausgleichsmassnahmen zu absolvieren, 

damit mir mein Diplom vollständig anerkannt wird." 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 12. Mai 2021 beantragt die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. h VGG; vgl. Zwischenent-

scheid des BVGer B-1813/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2.2.4). Die Be-

schwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung zur Be-

schwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG), hat den einverlangten Kosten-

vorschuss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde frist- und 

formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Beschwerdeführerin verlangt vor dem Bundesverwaltungsgericht, dass 

ihr die Vorinstanz wenigstens die Möglichkeit geben müsse, entspre-

chende Ausgleichsmassnahmen zu absolvieren, um gestützt auf ihre Aus-

bildung und das entsprechende Diplom "Krankenschwester für Gynäkolo-

gie und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina die Anerkennung in der 

Schweiz als Pflegefachfrau erlangen zu können. Die Beschwerdeführerin 

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schränkt den Streitgegenstand damit insoweit ein, als dass sie nicht mehr 

auf eine "direkte" Anerkennung ihres Bildungsabschlusses ohne Aus-

gleichsmassnahmen abzielt, sondern von der Vorinstanz "wenigstens" die 

Anordnung von Ausgleichsmassnahmen verlangt, um die geforderte Aner-

kennung zu erhalten.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat nach dem Gesagten zu beurteilen, ob 

die Vorinstanz Ausgleichsmassnahmen hätte anordnen müssen, um der 

Beschwerdeführerin die von ihr anbegehrte Anerkennung in der Schweiz 

als Pflegefachfrau insoweit zu ermöglichen. Unbestritten ist somit, dass der 

Bildungsabschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynä-

kologie und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina ohne Ausgleichsmas-

snahmen nicht zu einer "direkten" Anerkennung in der Schweiz als Pflege-

fachfrau führt. Mit anderen Worten verlangt die Beschwerdeführerin was 

die Vorinstanz in der Regel zum Gegenstand eines Teilentscheides hin-

sichtlich einer späteren Anerkennung macht, sofern die angeordneten Aus-

gleichsmassnahmen erfolgreich umgesetzt werden (vgl. www.redcross.ch 

-> Gesundheit/Integration -> Anerkennung Gesundheitsberufe -> Der 

zweite Schritt zur Anerkennung; Urteil des BVGer B-2752/2018 vom 

13. November 2018 E. 4 ff.).  

3.  

3.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung, wie bereits er-

wähnt, festgehalten, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Bildungsab-

schluss "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" von Bos-

nien-Herzegowina die Voraussetzung für eine Anerkennung in der Schweiz 

als Pflegefachfrau (Niveau Höhere Fachschule) in Bezug auf die Bildungs-

stufe nicht erfülle. Ein derartiger Unterschied der Bildungsstufe könne nicht 

mit Ausgleichsmassnahmen kompensiert werden, weshalb eine Anerken-

nung als Pflegefachfrau (Niveau Höhere Fachschule) nicht möglich sei.  

Zum einen sei es die ständige Praxis der Vorinstanz, Personen mit Ausbil-

dungen auf der Sekundarstufe II, die wie die Beschwerdeführerin ein Ge-

such um Anerkennung als Pflegefachfrau/-mann stellen würden, als Fach-

frau/-mann Gesundheit anzuerkennen. Würde die Vorinstanz im konkreten 

Fall nun Ausgleichsmassnahmen verfügen, verletzte sie damit das Gleich-

behandlungsgebot. Zum anderen kämen Ausgleichsmassnahmen im kon-

kreten Fall gar nicht in Betracht, da sie der Absolvierung der gesamten bzw. 

eines bedeutenden Teils der schweizerischen Ausbildung zur Pflegefach-

frau gleichkämen. Das Anerkennungsgesuch der Beschwerdeführerin 

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müsse folglich abgewiesen werden. Die Frage der allfälligen Berücksichti-

gung von Berufserfahrung und Weiterbildungen im Rahmen der Festle-

gung der Ausgleichsmassnahmen stelle sich nach dem Gesagten vorlie-

gend nicht. Trotzdem sei darauf hinzuweisen, dass es sich bei den von der 

Beschwerdeführerin eingereichten Weiterbildungsbestätigungen um kurze, 

praxisorientierte, von ihrem Arbeitgeber durchgeführte Kurse im Rahmen 

ihrer Tätigkeit als Fachfrau Gesundheit handle, welche das Ausbildungsni-

veau nicht anheben würden.  

Der Unterschied zwischen einer Fachfrau Gesundheit und einer Pflege-

fachfrau (Niveau Höhere Fachschule) sei, so die Vorinstanz weiter, dass 

die Pflegefachfrau die fachliche Verantwortung für die Pflege trage und die 

Fachfrau Gesundheit ihr unterstellt sei. Im von der Beschwerdeführerin ein-

gereichten Zwischenzeugnis vom 9. Februar 2021 ihres aktuellen Arbeits-

gebers, (…), wird der Berufsbereich der Beschwerdeführerin geschildert, 

der dem Tätigkeitsfeld einer Fachfrau Gesundheit entspreche. Die Be-

schwerdeführerin sei gemäss dem eingereichten Zwischenzeugnis auch 

mit der Tagesverantwortung betraut. Es sei davon auszugehen, dass sie 

diese im Rahmen ihrer Kompetenzen als Fachfrau Gesundheit wahr-

nehme. Die Stationsleitung liege nicht bei ihr.  

3.2 Die Beschwerdeführerin führt aus, sie habe in Bosnien-Herzegowina 

die vierjährige medizinische Ausbildung "Krankenschwester für Gynäkolo-

gie und Geburtshilfe" absolviert und das entsprechende Diplom erhalten. 

Sie stellt sich auf den Standpunkt, in der Schweiz würde die Ausbildung zur 

Fachfrau Gesundheit, zu welcher ihre in Bosnien-Herzegowina absolvierte 

Ausbildung von der Vorinstanz mit Verfügung vom 11. Oktober 2018 als 

gleichwertig anerkannt worden sei, drei Jahre bzw. in verkürzter Form zwei 

Jahre dauern und es sei kein Abschluss mit einem Diplom. Mit anderen 

Worten sei ihr von der Vorinstanz mit der Anerkennung ihres Bildungsab-

schlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" als Fach-

frau Gesundheit ein Jahr ihrer Ausbildung in Bosnien-Herzegowina und ihr 

Diplom nicht anerkannt worden. Darüber hinaus habe sie sich in der 

Schweiz und in Bosnien-Herzegowina fundierte Kenntnisse aneignen kön-

nen, welche sie mit Diplomen, Zeugnissen und verschiedenen Kursab-

schlüssen belegen könne. Bei ihrem jetzigen Arbeitgeber, (…), arbeite sie 

in der Funktion als Tagesverantwortliche und wende alle Kompetenzen ei-

ner diplomierten Pflegekraft bereits an, was sie mit dem entsprechenden 

Zwischenzeugnis vom 9. Februar 2021 belegen könne. 

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3.3  

3.3.1 Das am 1. Februar 2020 in Kraft getretene Bundesgesetz über die 

Gesundheitsberufe vom 30. September 2016 (Gesundheitsberufegesetz, 

GesBG, SR 811.21) legt zum Zweck der im Interesse der öffentlichen Ge-

sundheit liegenden Qualitätssicherung national einheitliche Anforderungen 

an die Ausbildung und Ausübung der Gesundheitsberufe fest (vgl. Bot-

schaft zum Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe vom 18. November 

2015 [nachfolgend: Botschaft GesBG], BBl 2015 8715, 8716). Das GesBG 

regelt zum einen unter anderem die (Fach-)Hochschulstudiengänge der 

Gesundheitsfachpersonen in der Pflege, der Physiotherapie, der Ergothe-

rapie, der Ernährung und Diätetik, der Optometrie, der Osteopathie sowie 

für Hebammen (vgl. Art. 1 Bst. a GesBG [mit Verweis auf Art. 2 Abs. 2 

HFKG] und Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a-b GesBG; Botschaft GesBG, 

BBl 2015 8715, 8716 f. und 8723). Zum anderen normiert es namentlich 

die fachlich eigenverantwortliche Berufsausübung dieser Gesundheits-

fachpersonen. Die hierfür notwendige Berufsausübungsbewilligung 

(Art. 11 ff. GesBG) im Bereich der Pflege wird gemäss Art. 12 Abs. 2 Bst. a 

GesBG auch Personen erteilt, die – alternativ zu dem im GesBG reglemen-

tierten Fachhochschulabschluss – über einen entsprechenden Abschluss 

einer höheren Fachschule verfügen, welcher grundsätzlich vom Geltungs-

bereich des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 (BBG, 

SR 412.10) erfasst wird. Überschneidungen zwischen dem GesBG und 

dem BBG ergeben sich für den vorliegenden Fall also insofern, als die Aus-

bildung zur Pflegefachfrau, Niveau Höhere Fachschule, den (höheren) Be-

rufsbildungsbereich (Tertiär-B-Bereich) betrifft und, wie bereits erwähnt, 

grundsätzlich durch das BBG (bzw. die Berufsbildungsverordnung vom 

19. November 2013 [BBV, SR 412.101] und die Verordnung des WBF vom 

11. September 2017 über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bil-

dungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen [MiVo-HF, 

SR 412.101.61]) geregelt wird (vgl. Botschaft GesBG, BBl 2015 8715, 

8716 f., 8723 und 8748). Die Anerkennung von ausländischen Bildungsab-

schlüssen im Geltungsbereich des GesBG wird indessen, um entspre-

chend der Grundkonzeption des GesBG, harmonisierte Qualitätsstandards 

für den definierten Gesundheitsberufebereich sicherzustellen, einheitlich 

durch Art. 10 GesBG normiert (Art 2 Abs.2 Bst.c GesBG; vgl. Botschaft 

GesBG, BBl 2015 8715, 8716 f. und 8746). Im Lichte dessen, dass der 

Gesetzgeber in Art. 10 GesBG die Anerkennung von ausländischen Bil-

dungsabschlüssen im Gesundheitsberufebereich einheitlich geregelt hat, 

bleibt für die Anwendung des BBG, insbesondere auch von Art. 68 Abs. 1 

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BBG, welcher sich mit der Anerkennung ausländischer Diplome und Aus-

weise befasst, ausserhalb der Titelanerkennung auf der Sekundarstufe II 

kein Raum. Mit anderen Worten geht das GesBG im (höheren) Berufsbil-

dungsbereich (Tertiär-B-Bereich) als Spezialgesetz dem BBG vor, soweit 

es den Gesundheitsberuf der Pflegefachpersonen einheitlich, d.h. ohne 

Differenzierung zwischen den Bildungsgängen, reglementiert, was für den 

Bereich der Anerkennung ausländischer Abschlüsse – wie soeben darge-

legt – zutrifft (vgl. Zwischenentscheid B-1813/2020 E. 2.2.2 ff.). Gestützt 

auf das GesBG hat der Bundesrat sodann die Gesundheitsberufeanerken-

nungsverordnung vom 13. Dezember 2019 (GesBAV, SR 811.214) erlas-

sen, die im 2. Abschnitt (Art. 2 ff. GesBAV) die Anerkennung ausländischer 

Bildungsabschlüsse regelt, wofür die Vorinstanz zuständig ist (Art. 10 

Abs. 3 i.V. mit Art. 2 Abs.1 GesBAV). 

3.3.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 GesBG wird ein ausländischer Bildungsab-

schluss anerkannt, wenn seine Gleichwertigkeit mit einem inländischen Bil-

dungsabschluss nach Art. 12 Abs. 2 GesBG in einem Vertrag über die ge-

genseitige Anerkennung mit dem betreffenden Staat oder einer überstaat-

lichen Organisation festgelegt ist (Art. 10 Abs. 1 Bst. a GesBG) oder im 

Einzelfall nachgewiesen wird anhand von Bildungsstufe, -inhalt, -dauer und 

im Bildungsgang enthaltenen praktischen Qualifikationen (Art. 10 Abs. 1 

Bst. b GesBG).  

Beim im vorliegenden Verfahren gegenständlichen Bildungsabschluss 

"Pflegefachfrau" (Niveau Höhere Fachschule) handelt es sich um einen Ab-

schluss nach Art. 12 Abs. 2 GesBG (Art. 12 Abs. 2 Bst. a GesBG), zu wel-

chem die Gleichwertigkeit eines ausländischen Bildungsabschlusses ge-

mäss dem soeben erwähnten Art. 10 Abs. 1 GesBG geprüft wird.  

Am 1. Juni 2002 trat das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-

meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

(Freizügigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. Dieses hat un-

ter anderem zum Ziel, den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Eu-

ropäischen Union und der Schweiz ein Recht auf Einreise, Aufenthalt, Zu-

gang zu einer unselbständigen Erwerbstätigkeit und Niederlassung als 

Selbständige einzuräumen (Art. 1 Bst. a FZA). Der Grundsatz der Nichtdis-

kriminierung gewährleistet den Staatsangehörigen der Vertragsparteien 

das Recht, in der Anwendung des Abkommens nicht schlechter gestellt zu 

werden als die Angehörigen des Staates, der das Abkommen handhabt 

(Art. 2 FZA; vgl. BGE 140 II 364 E. 6.1-6.3). Bosnien-Herzegowina ist kein 

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Mitgliedstaat der Europäischen Union bzw. war kein Mitgliedstaat der Eu-

ropäischen Gemeinschaft. Das FZA kommt dementsprechend nicht zur An-

wendung. Demnach kommt auch die Richtlinie 2005/36 EG des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Aner-

kennung von Berufsqualifikationen nicht zur Anwendung. Ebenso wenig 

existiert ein anderer einschlägiger völkerrechtlicher Vertrag zwischen der 

Schweiz und Bosnien-Herzegowina. Die Anerkennung des Bildungsab-

schlusses der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäkologie 

und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina setzt nach dem Gesagten den 

einzelfallweisen Nachweis der Gleichwertigkeit mit dem schweizerischen 

Bildungsabschluss "Pflegefachfrau" (Niveau Höhere Fachschule) gemäss 

Art. 10 Abs. 1 Bst. b GesBG voraus (vgl. Botschaft GesBG, BBl 2015 8715, 

8746). 

3.3.3 Der einzelfallweise Nachweis der Gleichwertigkeit gemäss Art. 10 

Abs. 1 Bst. b GesBG erfordert, dass die Bildungsstufe (Art. 6 Abs. 1 Bst. a 

GesBAV) sowie die Bildungsdauer (Art. 6 Abs. 1 Bst. b GesBAV) des Bil-

dungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" 

von Bosnien-Herzegowina mit dem schweizerischen Bildungsabschluss 

"Pflegefachfrau" gleich und die Bildungsinhalte (Art. 6 Abs. 1 Bst. c Ges-

BAV) vergleichbar sind. Zudem setzt die Anerkennung eines ausländi-

schen Bildungsabschlusses im Berufsbildungsbereich voraus, dass der 

ausländische Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Qualifi-

kationen umfasst oder dass die Gesuchstellerin bzw. der Gesuchsteller 

über einschlägige Berufserfahrung verfügt (Art 6 Abs. 3 GesBAV); Art. 6 

Abs. 2 GesBAV enthält eine ähnliche Regelung für den im vorliegenden 

Fall nicht relevanten Fachhochschulbereich. 

Sind die Voraussetzungen nach Art. 6 Abs. 1 Bst. a oder b GesBAV, sprich 

die Gleichheit der Bildungsstufe und der Bildungsdauer, nicht erfüllt, so 

kann die Vorinstanz den ausländischen Bildungsabschluss als mit einem 

schweizerischen Bildungsabschluss nach dem BBG gleichwertig anerken-

nen (Art. 6 Abs. 4 GesBAV). Sind die soeben erwähnten Voraussetzungen 

hinsichtlich der Bildungsstufe (Art. 6 Abs. 1 Bst. a GesBAV) und der Bil-

dungsdauer (Art. 6 Abs. 1 Bst. b GesBAV) oder die weiteren Voraussetzun-

gen hinsichtlich der Bildungsinhalte (Art. 6 Abs. 1 Bst. c GesBAV) und der 

praktischen Qualifikation (Art. 6 Abs. 3 GesBAV) nicht alle erfüllt, sorgt die 

Vorinstanz für Massnahmen zum Ausgleich der Unterschiede zwischen 

dem ausländischen und dem entsprechenden schweizerischen Bildungs-

abschluss (Ausgleichsmassnahmen) namentlich in Form einer Eignungs-

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prüfung oder eines Anpassungslehrgangs; die Vorinstanz kann dazu Ex-

pertinnen und Experten beiziehen (Art. 7 Abs. 1 GesBAV). Käme der Aus-

gleich der Absolvierung eines bedeutenden Teils der schweizerischen Aus-

bildung gleich, so kommen Ausgleichsmassnahmen nicht in Betracht 

(Art. 7 Abs. 2 GesBAV). Die Kosten für die Ausgleichsmassnahmen tragen 

die Absolventinnen und Absolventen (Art. 7 Abs. 3 GesBAV). 

4.  

Die Vorinstanz siedelt, wie bereits erwähnt, den ausländischen Bildungs-

abschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäkologie 

und Geburtshilfe" in der schweizerischen Bildungssystematik auf der Se-

kundarstufe II und den schweizerischen Bildungsabschluss "Pflegefach-

frau" (Niveau Höhere Fachschule) auf der Tertiärstufe an.  

Im Folgenden ist erstens zu beurteilen, ob die in Frage stehenden Bil-

dungsabschlüsse, wovon die Vorinstanz ausgeht, tatsächlich unterschied-

liche Bildungsstufen betreffen. Zweitens ist der Frage nachzugehen, ob die 

Vorinstanz im vorliegenden Fall Ausgleichsmassnahmen zur Ermöglichung 

der Anerkennung des beschwerdeführerischen Bildungsabschlusses 

"Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" als Pflegefachfrau 

hätte anordnen müssen. 

4.1 Der einzelfallweise Nachweis der Gleichwertigkeit eines ausländischen 

Bildungsabschlusses mit einem schweizerischen Bildungsabschluss erfor-

dert gemäss Art. 10 Abs. 1 Bst. b GesBG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. a Ges-

BAV unter anderem, dass die Bildungsstufen gleich sind. Unbestritten ist, 

dass der schweizerische Bildungsabschluss "Pflegefachfrau" auf der Terti-

ärstufe anzusiedeln ist. Die Ansiedelung des ausländischen Bildungsab-

schlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" der Be-

schwerdeführerin in der schweizerischen Bildungssystematik auf der Se-

kundarstufe II begründet die Vorinstanz weder in der angefochtenen Ver-

fügung noch in der Vernehmlassung. Sie hält diesbezüglich lediglich fest, 

in der schweizerischen Bildungssystematik sei der in Frage stehende aus-

ländische Bildungsabschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester 

für Gynäkologie und Geburtshilfe" auf der Sekundarstufe II angesiedelt. 

Die Beschwerdeführerin setzt sich in der Beschwerdeschrift nicht mit der 

Ansiedlung ihres Bildungsabschlusses von Bosnien-Herzegowina in der 

schweizerischen Bildungssystematik auseinander. Die Beschwerdeführe-

rin verlangt vor dem Bundesverwaltungsgericht, wie bereits erwähnt, zu-

dem keine "direkte" Anerkennung ihres ausländischen Bildungsabschlus-

ses in der Schweiz als Pflegefachfrau (Niveau Höhere Fachschule). Damit 

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scheint die Beschwerdeführerin selber implizit davon auszugehen, dass 

nicht alle Voraussetzungen für den Nachweis der Gleichwertigkeit der in 

Frage stehenden Ausbildungen erfüllt sind, weshalb sie vor dem Bundes-

verwaltungsgericht nur noch Ausgleichsmassnahmen verlangt, nach deren 

Absolvierung eine Anerkennung ihres ausländischen Bildungsabschlusses 

als Pflegefachfrau möglich wäre. Aus der Begründung in der Beschwerde-

schrift in Verbindung mit dem Rechtsbegehren ist der Schluss naheliegend, 

dass die Beschwerdeführerin die Ansiedlung ihres in Bosnien-Herzego-

wina erworbenen Bildungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäkolo-

gie und Geburtshilfe" in der schweizerischen Bildungssystematik auf der 

Sekundarstufe II nicht bestreitet.  

Klarheit in Bezug auf die Ansiedlung des beschwerdeführerischen Bil-

dungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" 

schafft der bei den Akten liegende Teilentscheid der Vorinstanz vom 

11. Oktober 2018 betreffend die Anerkennung des Bildungsabschlusses 

der Beschwerdeführerin als Fachfrau Gesundheit, welcher in Rechtskraft 

erwachsen ist. Im genannten Entscheid der Vorinstanz wird der betroffene 

ausländische Bildungsabschluss "Krankenschwester für Gynäkologie und 

Geburtshilfe" der Beschwerdeführerin mit dem schweizerischen Bildungs-

abschluss "Fachfrau Gesundheit" verglichen. Es wird aufgezeigt, dass und 

weshalb für die Anerkennung des beschwerdeführerischen Bildungsab-

schlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" in der 

Schweiz als Fachfrau Gesundheit (Sekundarstufe II) ein Anpassungslehr-

gang von sechs Monaten notwendig ist. Namentlich erwähnt die Vor-

instanz, dass die Ausbildung in der Schweiz als Fachfrau Gesundheit eine 

Ausbildung mit insgesamt 3280 Stunden verlange, wovon 1280 Stunden 

theoretische und 2000 Stunden praktische Ausbildung seien. Der Bildungs-

abschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäkologie 

und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina habe gemäss der eingereich-

ten Bestätigung 2470 Stunden gedauert und es würde insbesondere prak-

tische Ausbildungszeit fehlen. Zudem seien auch die Inhalte der genannten 

Ausbildungen unterschiedlich. Namentlich in den Bereichen berufliches 

Handeln, Hygiene und Sicherheit, Pflege und Betreuung, medizinal-techni-

sche Verrichtungen, Krise und Notfall, Ressourcenerhaltung und Präven-

tion, Alltagsgestaltung, Ernährung, Kleidung und Wäsche, Haushalt, Admi-

nistration, Logistik und Arbeitsorganisation seien beim gegenständlichen 

Bildungsabschluss von Bosnien-Herzegowina "Krankenschwester für Gy-

näkologie und Geburtshilfe" im Vergleich zur schweizerischen Ausbildung 

als Fachfrau Gesundheit Inhalte nicht vorhanden oder ungenügend vertieft 

worden. Insgesamt hat die Vorinstanz im rechtskräftigen Teilentscheid vom 

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11. Oktober 2018 nachvollziehbar begründet, dass und weshalb für die An-

erkennung des beschwerdeführerischen Bildungsabschlusses "Kranken-

schwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" in der Schweiz als Fachfrau 

Gesundheit (Sekundarstufe II) ein Anpassungslehrgang von sechs Mona-

ten notwendig ist. Nach dem Gesagten trifft der Vorwurf der Beschwerde-

führerin nicht zu, dass von ihrer vierjährigen Ausbildung ein oder zwei 

Jahre nicht anerkannt worden seien, sondern der Vergleich des Bildungs-

abschlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" von 

Bosnien-Herzegowina und des schweizerischen Bildungsabschlusses 

"Fachfrau Gesundheit" hat einen gewissen Nachholbedarf auf Seiten der 

Beschwerdeführerin aufgezeigt. Mit anderen Worten überzeugt die Ansied-

lung des Bildungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und 

Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina durch die Vorinstanz in der 

schweizerischen Bildungssystematik auf der Sekundarstufe II, weil über-

zeugend begründet ist, dass sogar für die Anerkennung des ausländischen 

Bildungsabschlusses als Fachfrau Gesundheit, einer auf der Sekundar-

stufe II angesiedelten Ausbildung, ein Anpassungslehrgang von sechs Mo-

naten notwendig war.  

Das von der Beschwerdeführerin eingereichte Zwischenzeugnis des (aktu-

ellen Arbeitgebers) vom 9. Februar 2021 bestätigt die Anstellung der Be-

schwerdeführerin als Fachfrau Gesundheit (Hervorhebung durch das Bun-

desverwaltungsgericht). Das Zwischenzeugnis hält die Aufgaben der Be-

schwerdeführerin wie folgt fest: "(…)". Hervorzuheben ist, dass die Be-

schwerdeführerin im Rahmen der soeben genannten Aufgaben unter an-

derem auch die Tagesverantwortung übernimmt. Dies führt jedoch nicht 

automatisch zu einer Fachverantwortung oder zur Stationsleitung, was ge-

mäss den nachvollziehbaren und nicht bestrittenen Ausführungen der Vo-

rinstanz typische Aufgaben einer Pflegefachfrau wären. Vielmehr ist auf-

grund der Erwähnung der Übernahme der Tagesverantwortung im Rahmen 

der Aufzählung der übrigen Tätigkeiten der Beschwerdeführerin anzuneh-

men, dass sie die Tagesverantwortung als Fachfrau Gesundheit über-

nimmt. Die Beschwerdeführerin kann nach dem Gesagten aus dem einge-

reichten Zwischenzeugnis des (aktuellen Arbeitgebers) nichts zu ihren 

Gunsten ableiten.  

Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Bil-

dungsabschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäko-

logie und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina in der schweizerischen 

Bildungssystematik auf der Sekundarstufe II ansiedelt, zumal der Vor-

instanz in dieser Frage ohnehin ein gewisses Ermessen einzuräumen ist 

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(vgl. Erläuternder Bericht der Verordnung über die Anerkennung ausländi-

scher und die Gleichstellung inländischer Bildungsabschlüsse nach bishe-

rigem Recht in den Gesundheitsberufen nach dem GesBG [Gesundheits-

berufeanerkennungsverordnung, GesBAV], November 2019, nachfolgend: 

EB GesBAV, S. 3 sowie nachfolgend E. 4.3). Der Bildungsabschluss der 

Beschwerdeführerin "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" 

von Bosnien-Herzegowina ist damit zurecht nicht wie der schweizerische 

Bildungsabschluss "Pflegefachfrau" auf der Tertiärstufe angesiedelt. Mit 

der Bestätigung der unterschiedlichen Bildungsstufen der in Frage stehen-

den Bildungsabschlüsse wird im Übrigen die nicht streitgegenständliche 

Frage geklärt, dass eine "direkte" Anerkennung ohne Ausgleichsmassnah-

men des beschwerdeführerischen Bildungsabschlusses "Krankenschwes-

ter für Gynäkologie und Geburtshilfe" von Bosnien-Herzegowina als Pfle-

gefachfrau nicht möglich wäre (Art. 10 Abs. 1 Bst. b GesBG i.V.m. Art. 6 

Abs. 1 Bst. a GesBAV).  

4.2 Nach dem bisher Gesagten erfüllt die Beschwerdeführerin die Voraus-

setzung der gleichen Bildungsstufe gemäss Art. 10 Abs. 1 Bst. b GesBG 

i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. a GesBAV für die Anerkennung der Gleichwertigkeit 

ihres ausländischen Bildungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäko-

logie und Geburtshilfe" mit dem schweizerischen Bildungsabschluss "Pfle-

gefachfrau" (Niveau Höhere Fachschule) nicht.  

Wenn die Voraussetzungen hinsichtlich der Bildungsstufe nach Art. 6 

Abs. 1 Bst. a GesBAV nicht erfüllt sind, kann die Vorinstanz, wie bereits 

erwähnt (vgl. E. 3.3.3), den ausländischen Bildungsabschluss einem 

schweizerischen Bildungsabschluss gemäss dem BBG gleichsetzen (Art. 6 

Abs. 4 GesBAV). Nach Art. 7 Abs. 1 GesBAV sorgt die Vorinstanz zudem 

für Massnahmen zum Ausgleich der Unterschiede zwischen dem auslän-

dischen und dem entsprechenden schweizerischen Bildungsabschluss 

(Ausgleichsmassnahmen) namentlich in Form einer Eignungsprüfung oder 

eines Anpassungslehrgangs. Ausgleichsmassnahmen fallen jedoch ausser 

Betracht, wenn deren Absolvierung einem bedeutenden Teil der schweize-

rischen Ausbildung gleichkäme (Art. 7 Abs. 2 GesBAV). Nach der von der 

Vorinstanz hervorgehobenen Praxis werden Personen mit Ausbildungen 

auf der Sekundarstufe II, die ein Gesuch um Anerkennung als Pflegefach-

frau/-mann stellen, gestützt auf Art. 6 Abs. 4 GesBAV als Fachfrau/-mann 

Gesundheit anerkannt, nicht jedoch als Pflegefachfrau/-mann. Der auslän-

dische Bildungsabschluss der Beschwerdeführerin "Krankenschwester 

Gynäkologie und Geburtshilfe" wurde von der Vorinstanz, wie bereits er-

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wähnt, mit Verfügung vom 11. Oktober 2018 als Fachfrau Gesundheit an-

erkannt und somit einem schweizerischen Bildungsabschluss gemäss dem 

BBG gleichgesetzt. Es bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz im vorliegenden 

Verfahren, welches das Gesuch der Beschwerdeführerin um Anerkennung 

ihres ausländischen Bildungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäko-

logie und Geburtshilfe" als Pflegefachfrau zum Gegenstand hat, Aus-

gleichsmassnahmen gemäss Art. 7 GesBAV hätte anordnen müssen bzw. 

ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgeht, dass Ausgleichsmassnahmen 

nicht in Frage kommen, weil der Ausgleich der Absolvierung eines bedeu-

tenden Teils der schweizerischen Ausbildung gleichkäme.  

4.3 Die Vorinstanz verfügt hinsichtlich der stufengerechten Anerkennung 

einer ausländischen Ausbildung und der damit möglicherweise verbunde-

nen Anordnung von Ausgleichsmassnahmen über besonderes Fachwis-

sen. Sie vermag eine stufengerechte Anerkennung einer ausländischen 

Ausbildung daher sachgerechter zu beurteilen als das Bundesverwaltungs-

gericht. Insofern ist der Vorinstanz ein Ermessens- und Beurteilungsspiel-

raum zu belassen, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfas-

send durchgeführt hat. Das Bundesverwaltungsgericht weicht nicht ohne 

Not von der Auffassung der Vorinstanz ab. Es korrigiert nur unangemes-

sene Entscheidungen, überlässt aber der Vorinstanz die Wahl unter meh-

reren angemessenen Lösungen (vgl. BGE 133 II 35 E. 3; 131 II 680 

E. 2.3.2; Urteil des BVGer B-1989/2019 vom 19. August 2019 E. 3; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, S. 90 Rz. 2.154). Zudem ist bei der Abwägung gemäss 

Art. 7 Abs. 2 GesBAV, ob die Ausgleichsmassnahmen der Absolvierung ei-

nes bedeutenden Teils der schweizerischen Ausbildung gleichkäme und 

Ausgleichsmassnahmen damit ausgeschlossen wären, die Wendung "be-

deutender Teil" massgebend. Es handelt sich dabei um einen unbestimm-

ten Rechtsbegriff, dessen Auslegung und Anwendung das Bundesverwal-

tungsgericht als Rechtsfrage grundsätzlich frei zu überprüfen hat. Der Vor-

instanz ist jedoch, wiederum aufgrund ihres Fachwissens, mithin aufgrund 

ihrer Kompetenzen im Bereich der Pflege und der langjähren Erfahrung 

hinsichtlich der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, ein ge-

wisser Beurteilungsspielraum zuzugestehen (vgl. EB GesBAV, S. 6), wes-

halb das Bundesverwaltungsgericht bei der Überprüfung eine gewisse Zu-

rückhaltung walten lässt (vgl. Urteile des BVGer B-5988/2020 vom 28. April 

2021 E. 5.1; B-655/2016 vom 30. Juni 2017 E. 9.2). Es hat eine unange-

messene Entscheidung zu korrigieren, stellt im Zweifel aber nicht seine ei-

gene Einschätzung an die Stelle der für die kohärente Konkretisierung und 

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Anwendung des Gesetzes primär verantwortlichen Vorinstanz (vgl. Urteil 

des BVGer B-6879/2018 vom 29. Mai 2019 E. 6.2.2).  

Personen mit Ausbildungen auf der Sekundarstufe II, die ein Gesuch um 

Anerkennung als Pflegefachfrau/-mann stellen, werden gemäss der Praxis 

der Vorinstanz als Fachfrau/-mann Gesundheit und nicht als Pflegefach-

frau/-mann (Niveau Höhere Fachschule) anerkannt. Diese Praxis ist inso-

fern nachvollziehbar, weil die Schweiz im Bereich der Pflege zwischen Bil-

dungsabschlüssen auf der Sekundarstufe II und solchen auf der Tertiär-

stufe unterscheidet. Sachlich hat die Vorinstanz demnach zu prüfen, auf 

welcher Bildungsstufe ein ausländischer Bildungsabschluss anzusiedeln 

ist. Hinsichtlich des in Frage stehenden ausländischen Bildungsabschlus-

ses "Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" hat die Vor-

instanz, wie bereits in E. 4.1 dargestellt, zutreffend festgehalten, dass die-

ser ausländische Bildungsabschluss der Beschwerdeführerin in der 

schweizerischen Bildungssystematik auf der Sekundarstufe II anzusiedeln 

ist. Um eine Gleichbehandlung aller Gesuchstellenden zu gewährleisten, 

erscheint die Lösung der Vorinstanz, Personen mit einem ausländischen 

Bildungsabschluss auf der Sekundarstufe II grundsätzlich als Fachfrau Ge-

sundheit und nicht als Pflegefachfrau anzuerkennen, sachgerecht, zumal 

die wesentlichen Inhalte des ausländischen Bildungsabschlusses vorlie-

gend umfassend und sorgfältig beurteilt bzw. mit einem schweizerischen 

Bildungsabschluss verglichen wurden (vgl. E. 4.1). Nach Ansicht des Bun-

desverwaltungsgerichts ist es daher im vorliegenden Fall ohne weiteres 

vertretbar, dass die Vorinstanz das beschwerdeführerische Gesuch um An-

erkennung ihres ausländischen Bildungsabschlusses als Pflegefachfrau 

aufgrund der Ungleichheit der betroffenen Bildungsstufen abgewiesen und 

auf die Anordnung von Ausgleichsmassnahmen verzichtet hat, nachdem 

bereits für die Anerkennung des ausländischen Bildungsabschlusses 

"Krankenschwester für Gynäkologie und Geburtshilfe" als Fachfrau Ge-

sundheit (Sekundarstufe II) ein Anpassungslehrgang von sechs Monaten 

notwendig war. Mit anderen Worten wäre es nach Ansicht des Bundesver-

waltungsgerichts nicht einleuchtend, dass gestützt auf denselben auslän-

dischen Bildungsabschluss eine Anerkennung in der Schweiz auf zwei un-

terschiedlichen Bildungsstufen erfolgen könnte, zumal bereits die Anerken-

nung auf dem tieferen Niveau mit einem Anpassungslehrgang verbunden 

war.  

Aus dem gleichen Grund ist die Ansicht der Vorinstanz nachvollziehbar, 

dass für eine Anerkennung der Gleichwertigkeit mit dem Bildungsab-

schluss "Pflegefachfrau" auf der höheren Tertiärstufe viele Inhalte fehlen 

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würden und auch deshalb auf die Anordnung von Ausgleichsmassnahmen 

zu verzichten ist, da die Absolvierung derselben einem bedeutenden Teil 

der schweizerischen Ausbildung gleichkäme (Art. 7 Abs. 2 GesBAV). Mit 

anderen Worten ist aufgrund des bereits notwendigen Anpassungslehr-

gangs für die Anerkennung des in Frage stehenden ausländischen Bil-

dungsabschlusses auf der tieferen Sekundarstufe II die Auffassung der 

Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass die vorliegend zum Ausgleich nöti-

gen Massnahmen zeitlich und inhaltlich zumindest einem "bedeutenden 

Teil" der schweizerischen Ausbildung zur Pflegefachfrau gleichkäme. Die 

Anerkennung des ausländischen Bildungsabschlusses "Krankenschwester 

für Gynäkologie und Geburtshilfe" in der Schweiz als Pflegefachfrau würde 

in casu darauf hinauslaufen, dass ein Bildungsabschluss auf der Sekun-

darstufe II alleine durch Ausgleichsmassnahmen zur Anerkennung eines 

Bildungsabschlusses auf der Tertiärstufe führen würde. Das würde zu 

Rechtsungleichheiten gegenüber den Inhabern von entsprechenden 

schweizerischen Bildungsabschlüssen sowohl der Sekundarstufe II (Fach-

frau/-mann Gesundheit EFZ) als auch der Tertiärstufe (diplomierte Pflege-

fachfrau) führen. Es sind nach dem bisher Gesagten keine Anhaltspunkte 

ersichtlich, wonach die Anwendung von Art. 7 Abs. 2 GesBAV durch die 

Vorinstanz im konkreten Fall rechtsfehlerhaft sein könnte.  

Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin betrifft, sie habe sich in der 

Schweiz und in Bosnien-Herzegowina nach der Ausbildung "Kranken-

schwester Gynäkologie und Geburtshilfe" fundierte Kenntnisse aneignen 

können, was ebenfalls für die Anerkennung ihrer Ausbildung als Pflege-

fachfrau spreche, gilt Folgendes: Im Rahmen des Anerkennungsverfah-

rens wird ein ausländisches Diplom als "Endresultat" mit dem entsprechen-

den schweizerischen Titel verglichen. Zeitlich nach dem Diplom absolvierte 

Weiterbildungen und Berufserfahrungen stellen daher für die Anerkennung 

eines ausländischen Diploms keine rechtserheblichen Tatsachen dar 

(vgl. Urteile des BVGer B-6408/2009 vom 7. Oktober 2010 E. 4.8, 

B-6201/2011 vom 6. März 2013 E. 7.1). Diese Rechtsprechung behält auch 

nach Inkrafttreten der GesBAV ihre Gültigkeit, da sich die wesentlichen 

Punkte aus der früher anwendbaren Bestimmung (Art. 69a BBV) in den 

Art. 6 und 7 GesBAV wiederfinden und kein Grund für eine Änderung der 

Rechtsprechung ersichtlich ist. Im Übrigen ist der Vorinstanz zuzustimmen, 

dass es sich bei den Weiterbildungen gemäss den von der Beschwerde-

führerin eingereichten Bestätigungen eher um kurze, praxisorientierte, von 

ihrem Arbeitgeber durchgeführte Kurse im Rahmen ihrer Tätigkeit als Fach-

frau Gesundheit handelt. Es ist daher kein Grund ersichtlich, um von der 

Einschätzung der Vorinstanz abzuweichen, dass diese Weiterbildungen, 

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selbst wenn sie berücksichtigt würden, das Ausbildungsniveau der Be-

schwerdeführerin nicht entscheidwesentlich anheben würden.  

Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz keine 

Ausgleichmassnahmen zur Ermöglichung der Anerkennung des ausländi-

schen Bildungsabschlusses "Krankenschwester für Gynäkologie und Ge-

burtshilfe" der Beschwerdeführerin in der Schweiz als Pflegefachfrau an-

geordnet hat.  

5.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden. 

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

6.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerde-

führerin die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie 

Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Die Kosten sind in Anwendung der gesetzlichen Bemessungsfaktoren 

(Art. 63 Abs. 4 bis VwVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 VGKE) auf Fr. 1'000.– festzu-

setzen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Eine Par-

teientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'000.– werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrech-

net. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde); 

– die Vorinstanz ([…]; Gerichtsurkunde). 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Francesco Brentani Diego Haunreiter 

 

 

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Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 9. Juli 2021