# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0da06dbe-8f80-5cd4-9fd4-3831d6d40a17
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.08.2021 RT210146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT210146_2021-08-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT210146-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. M. Kriech, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. S. Janssen 

und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli 

Urteil vom 18. August 2021 

 

in Sachen 

 

A._____ ...-Stiftung,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch B._____ AG,  

 

gegen 

 

C._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 29. Juli 2021 (EB210201-G) 
 

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Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil vom 29. Juli 2021 wies die Vorinstanz das Rechtsöffnungsgesuch 

der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) vom 25. Juni 

2021 in der gegen den Gesuchsgegner und Beschwerdegegner (fortan Gesuchs-

gegner) angehobenen Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Pfannenstiel 

(Zahlungsbefehl vom 2. September 2020) ab (Urk. 13 S. 4 f. = Urk. 16 S. 4 f.). 

1.2. Hiergegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 9. August 2021 recht-

zeitig (vgl. Urk. 14/2) Beschwerde mit dem Antrag auf Erteilung der provisorischen 

Rechtsöffnung (Urk. 15). 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-14). Da sich die Be-

schwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unbegründet erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Die beschwerdeführende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Män-

geln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht 

beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz grundsätzlich nicht geprüft 

zu werden. 

2.2. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel (No-

ven) sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Was 

im erstinstanzlichen Verfahren nicht behauptet, bestritten oder eingereicht wurde, 

kann im Beschwerdeverfahren nicht mehr nachgeholt werden. Es herrscht grund-

sätzlich ein umfassendes Novenverbot sowohl für echte als auch unechte Noven 

(BGer 5A_872/2012 vom 22. Februar 2013, E. 3; BGer 5A_405/2011 vom 

27. September 2011, E. 4.5.3 m.w.H.; vgl. aber immerhin auch BGE 139 III 466 

E. 3.4 und BGer 4A_51/2015 vom 20. April 2015, E. 4.5.1; zum Ganzen ferner ZK 

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ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 326 N 4 f.; Steininger, DIKE-Komm-ZPO, Art. 326 

N 1 ff.). 

3. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchstellerin stütze ihr Rechtsöffnungsgesuch 

auf ein Urteil der Schlichtungsbehörde des Bezirksgerichts Dietikon vom 1. März 

2021, wovon sie jedoch nur die erste Seite eingereicht habe. Dies genüge jedoch 

nicht, da nur vollständige Dokumente die Qualität eines Rechtsöffnungstitels hät-

ten (mit Verweis auf Stücheli, Die Rechtsöffnung, Diss. Zürich 2000, S. 166). Ent-

sprechend verfüge die Gesuchstellerin mit dem eingereichten Urteil der Schlich-

tungsbehörde über keinen gültigen Rechtsöffnungstitel, der zur definitiven 

Rechtsöffnung berechtigen würde. Sodann lasse sich auch unter den weiteren 

von der Gesuchstellerin eingereichten Unterlagen (Mietvertrag vom August 2013 

[Urk. 3/1], Schlussabrechnung vom 25. Januar 2019 [Urk. 3/2] sowie Mahnungen 

vom 11. Oktober 2019 [Urk. 3/4] und vom 10. Januar 2020 [Urk. 3/5 und Urk. 3/6]) 

kein Rechtsöffnungstitel identifizieren, welcher den Anforderungen von Art. 80 

SchKG bzw. Art. 82 SchKG standhalte. Die Schlussabrechnung sowie die Mah-

nungen enthielten keine Unterschrift des Gesuchsgegners und seien keine öffent-

lichen Urkunden, weshalb sie keine Rechtsöffnungstitel darstellen würden. Der 

Mietvertrag berechtige zwar grundsätzlich zur Rechtsöffnung für die darin beziffer-

ten Nebenkosten, die Gesuchstellerin lege aber nicht dar, inwiefern es sich bei 

den offenen Nebenkostenrechnungen um eine Abrechnung von im Mietvertrag 

bezifferten Nebenkosten handle. Im Übrigen laute der Mietvertrag vom August 

2013  auf die "D._____ AG" als Vermieterin und den Gesuchsgegner und 

E._____ als Mieter (Urk. 3/1). Grundsätzlich dürfe nur dem durch den Rechtsöff-

nungstitel ausgewiesenen Gläubiger Rechtsöffnung erteilt werden. Da keine Iden-

tität zwischen der Vermieterin und der Gesuchstellerin und Betreibenden vorliege, 

und deren Berechtigung weder lückenlos durch Urkunden ausgewiesen worden 

sei noch sich aus dem Gesetz ergebe, stelle der Mietvertrag auch aus diesem 

Grund keinen tauglichen Rechtsöffnungstitel dar. Daher sei das Rechtsöffnungs-

begehren mangels Rechtsöffnungstitel für die in Betreibung gesetzte Forderung 

abzuweisen (Urk. 16 S. 2 ff.). 

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4. Die Gesuchstellerin bringt in ihrer Beschwerde lediglich vor, versehentlich 

sei nur die erste Seite des Urteils vom 1. März 2021 eingereicht worden. Dieses 

Urteil habe sie ihrer Beschwerde in vollständiger Ausführung beigelegt. Gestützt 

darauf ersuche sie um antragsgemässe Erteilung der Rechtsöffnung (Urk. 15 mit 

Verweis auf Urk. 18/3). 

5. Die erst im Beschwerdeverfahren eingereichte vollständige Kopie des Urteils 

der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des Bezirks Dietikon vom 1. März 2021 

(Urk. 18/3) kann vorliegend aufgrund des umfassenden Novenverbots (Art. 326 

Abs. 1 ZPO und oben Ziff. 2.2) nicht berücksichtigt werden. Damit bleibt es bei 

der zu Recht unangefochten gebliebenen Erwägung der Vorinstanz, dass die von 

der Gesuchstellerin im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Kopie des Urteils 

vom 1. März 2021 nicht als Rechtsöffnungstitel taugt, weil sie nicht vollständig ist 

und damit nicht dem Original entspricht (ZR 119/2020 Nr. 53, E. 3.2.6; OGer ZH 

RT190071 vom 20. Juni 2019, E. 3.7.2; OGer ZH RT170061 vom 7. April 2017, 

E. 2c; OGer ZH RT120142 vom 17. September 2012, E. 4d). Weiter blieb eben-

falls unangefochten, dass auch die übrigen von der Gesuchstellerin im vorinstanz-

lichen Verfahren eingereichten Urkunden keine tauglichen Rechtsöffnungstitel 

darstellen. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das 

Rechtsöffnungsgesuch mangels eines Rechtsöffnungstitels für die in Betreibung 

gesetzte Forderung abwies. Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich 

unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

6.1. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von 

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Ge-

richtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). 

6.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), dem 

Gesuchsgegner mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage 

der Doppel von Urk. 15, 17 und 18/3, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'195.60. Die Beschwer-
de an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristen-
laufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 

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Zürich, 18. August 2021 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
lm 

	Urteil vom 18. August 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage der Doppel von Urk. 15, 17 und 18/3, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...