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**Case Identifier:** c38734bd-c174-5acf-8d81-38a64d76d647
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2020 100 2020 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-139_2020-08-18.pdf

## Full Text

100.2020.139U
STE/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 18. August 2020

Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiber Zürcher 

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführende

gegen

C.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe, …

Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.08.2020, Nr. 100.2020.139U, 
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Einwohnergemeinde Diemtigen
Baubewilligungsbehörde, Diemtigtalstrasse 15, 3753 Oey

betreffend Baubewilligung; Nichteintreten auf Beschwerde (Entscheid der 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 26. März 2020; 
BVD 110/2019/221)

Sachverhalt:

A.

Am 23. Juli 2019 erteilte die Regierungsstatthalterin von Frutigen-Nieder-
simmental der C.________ AG eine Zusatzbewilligung zur Baubewilligung 
vom 21. Februar 2018 für den Neubau der … auf der in der Zone mit 
Planungspflicht (ZPP) «…» liegenden Parzelle Diemtigen 
Gbbl. Nr. 1________.   

B.

Dagegen erhoben A.________ und B.________ am 16. Dezember 2019 
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
(BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]). Mit Entscheid vom 
26. März 2020 trat die BVD auf die (nachträgliche) Beschwerde nicht ein. 

C.

Am 1. Mai 2020 haben A.________ und B.________ gegen den Entscheid 
der BVD Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der 
angefochtene Entscheid sei aufzuheben, auf die Beschwerde vom 
16. Dezember 2016 sei einzutreten und die Sache sei zur Durchführung des 

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Beschwerdeverfahrens und zum materiellen Entscheid an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

Die Beschwerdegegnerin hat sich nicht vernehmen lassen. Die BVD 
schliesst mit Beschwerdevernehmlassung vom 14. Mai 2020 auf Abweisung 
der Beschwerde. Die Einwohnergemeinde (EG) Diemtigen beantragt mit 
Stellungnahme vom 4. Juni 2020, auf die Beschwerde sie nicht einzutreten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist 
unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist auf den Streitgegen-
stand beschränkt. Ausgangspunkt für dessen Bestimmung bildet die ange-
fochtene Verfügung bzw. der angefochtene Entscheid, das sog. Anfech-
tungsobjekt. Dieses gibt den Rahmen des Streitgegenstands vor, d.h. der 
Streitgegenstand kann nicht über das hinausgehen, was die Vorinstanz ge-
regelt hat (zum Begriff des Streitgegenstands vgl. BVR 2011 S. 391 E. 2.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 72 N. 6 f.). – Angefochten ist der Entscheid der BVD vom 26. März 2020, 
wonach auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht eingetreten wurde. 
Streitgegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens kann somit nur 
die Frage bilden, ob die Vorinstanz die Beschwerde zu Recht nicht materiell 
geprüft hat. Soweit die Beschwerdeführenden beantragen, das Verwaltungs-

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gericht solle auf die Baubeschwerde vom 16. Dezember 2019 eintreten, ist 
auf die Beschwerde nicht einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

 

2.

2.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG; 
BSG 721.0) sind die Bauherrschaft, die Einsprecherinnen und Einsprecher 
und die zuständige Gemeindebehörde zur Baubeschwerde befugt. Be-
schwerdebefugt ist auch, wer zu Unrecht nicht als Einsprecherin oder Ein-
sprecher zugelassen worden ist oder sich am Baubewilligungsverfahren un-
verschuldet nicht beteiligen konnte (VGE 2009/262 vom 4.12.2009 E. 3.2; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4. Aufl. 
2013/2017, Art. 40-41 N. 4).

2.2 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführenden erst nachträglich 
vom Baubewilligungsverfahren für die Projektänderungen und von der Zu-
satzbewilligung vom 23. Juli 2019 Kenntnis erhielten. Das Regierungsstatt-
halteramt (RSA) hat auf eine Publikation des Baugesuchs verzichtet und die 
Bauherrschaft bloss die Zustimmung der Eigentümerinnen und Eigentümer 
von Nachbarparzellen mit Wohnbauten einholen lassen (Vorakten RSA 
act. 4C pag. 95). Die Beschwerdeführenden hatten im ursprünglichen Bau-
bewilligungsverfahren keine Einsprache eingereicht. Sie wohnen fast 2 km 
von … entfernt und auf ihren landwirtschaftlich genutzten Grundstücken in 
der Nähe des Bauvorhabens, die auf beiden Seiten an die D.________-
Strasse (Gbbl. Nr. …, …, …, … und …) bzw. unmittelbar an die Bauparzelle 
angrenzen (Gbbl. Nr. …), befinden sich keine Wohnbauten; die 
Beschwerdeführenden wurden nicht angefragt, ob sie den Projekt-
änderungen zustimmen.

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2.3 Die BVD hat zutreffend dargelegt, dass die Beschwerdeführenden 
gestützt auf Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG zur Einsprache befugt gewesen 
wären: Einerseits grenzt eines ihrer Grundstücke unmittelbar an die Bau-
parzelle und befinden sich weitere weniger als 100 m entfernt, so dass sie 
als Nachbarin und Nachbar vom Bauvorhaben betroffen sind. Anderseits be-
inhalten die Projektänderungen nicht nur Anpassungen im Gebäudeinnern 
(Raumanordnung, Geschosshöhen), die Vergrösserung des Unter-
geschosses, Fassadenänderungen, einen Rückkühler vor der Südfassade, 
eine teilweise grössere Gebäudehöhe sowie einen höheren Schottenlager-
tank, sondern auch eine mehr als doppelt so lange Versickerungsmulde ent-
lang der D.________-Strasse, an die die erwähnten Grundstücke der Be-
schwerdeführenden angrenzen und welche die Beschwerdeführenden regel-
mässig befahren, sowie die Verschiebung der Versickerungsmulde auf der 
Westseite des Neubaus an der Grenze eines Grundstücks der Beschwerde-
führenden (vgl. Projektänderungsgesuch und Begleitschreiben vom 
14.4.2019, Vorakten RSA act. 4C pag. 2 und 13 ff., Pläne zur Baubewilligung 
vom 21.8.2018, Vorakten RSA act. 4C pag. 77 ff., sowie Pläne zur Projekt-
änderung, Vorakten RSA act. 4D). Jedenfalls die Änderungen an den Ver-
sickerungsmulden betreffen die Beschwerdeführenden unmittelbar in 
eigenen schutzwürdigen Interessen. Da keine Zustimmungserklärung vorlag 
(Art. 27 Abs. 4 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungs-
verfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]), hätte das Regie-
rungsstatthalteramt den Beschwerdeführenden das Baugesuch schriftlich 
mitteilen müssen (Art. 27 Abs. 1 und 3 BewD), was unterblieben ist. Die BVD 
ist deshalb zu Recht zum Schluss gekommen, dass die Beschwerde-
führenden unverschuldet nicht am Baubewilligungsverfahren teilnehmen 
konnten und befugt waren, nachträglich Baubeschwerde zu erheben.

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3.

3.1 Gemäss Art. 40 Abs. 1 BauG können Bauentscheide innert 30 Tagen 
seit Eröffnung mit Baubeschwerde angefochten werden. Unterbleibt eine Er-
öffnung oder ist sie mangelhaft, darf der übergangenen Partei daraus kein 
Nachteil entstehen (Art. 44 Abs. 6 VRPG). Ihr gegenüber erwächst der Bau-
entscheid deshalb nicht in Rechtskraft (sog. hinkende Rechtskraft); sie kann 
den Entscheid auch noch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist anfechten (sog. 
nachträgliche Beschwerde). Fristauslösend ist für sie die Kenntnis des mass-
gebenden Sachverhalts. Diese liegt nach der Rechtsprechung dann vor, 
wenn die beschwerdeberechtigte Person im Besitz aller für die erfolgreiche 
Wahrung ihrer Interessen wesentlichen Informationen ist bzw. bei gebühren-
der Aufmerksamkeit sein könnte. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie alle 
Einzelheiten der behördlichen Anordnung erfährt; es genügt vielmehr, dass 
sie Kenntnis von den wesentlichen Elementen erhält. Sie ist alsdann nach 
Treu und Glauben verpflichtet, die ihr zumutbaren Schritte zur Fristwahrung 
zu unternehmen; übermässige Nachforschungen werden indessen nicht als 
zumutbar erachtet. Welches Mass an Aufmerksamkeit der übergangenen 
Partei zugemutet werden darf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab 
(statt vieler BVR 2010 S. 433 E. 4.1, 2008 S. 251 E. 4.1; Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 35-35c N. 11, Art. 38-39 N. 26, je mit Hinweisen; Merkli/
Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 41 
N. 5, Art. 44 N. 25).

3.2 Die BVD ist auf die nachträgliche Beschwerde nicht eingetreten, weil 
diese verspätet erfolgt sei. Die Beschwerdeführenden hätten spätestens am 
6. November 2019 Kenntnis von den wesentlichen Informationen erlangt. 
Die Beschwerdefrist habe deshalb am 7. November 2019 zu laufen be-
gonnen und am 6. Dezember 2019 geendet. Die nachträgliche Beschwerde 
sei jedoch erst am 16. Dezember 2019 und damit zu spät bei der Post auf-
gegeben worden.  Für diese Beurteilung stellte die Vorinstanz im Wesent-
lichen auf die Angaben der EG Diemtigen ab. Danach ist der Beschwerde-
führer am 6. November 2019 am Schalter der Bauverwaltung erschienen 
und hat sich nach Änderungen des Bauprojekts … erkundigt, weil er 
festgestellt habe, dass nicht nach den ursprünglichen Plänen gebaut werde. 
Die Bauverwalterin habe die Akten des ursprünglichen Baubewilligungs-

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verfahrens und jene der Projektänderungen geholt und sei die Pläne mit dem 
Beschwerdeführer durchgegangen. Die Zusatzbewilligung vom 23. Juli 2019 
habe der Beschwerdeführer nicht sehen wollen, weil die Änderungen aus 
den Plänen ersichtlich seien. Er habe keine Kopien verlangt, sondern die 
Pläne mit dem Mobiltelefon fotografiert. Er habe sich darüber beschwert, 
dass er im Unterschied zu anderen Nachbarn nicht um seine Zustimmung zu 
den Änderungen gebeten worden sei und dass bei den Bauarbeiten 
Drainageleitungen beschädigt worden seien. Aufgrund des detailliert 
geschilderten und durch verschiedene Unterlagen dokumentierten Sach-
verhalts hatte die BVD keinen Zweifel daran, dass das Gespräch, wie von 
der Bauverwalterin rapportiert, stattgefunden hat und die Behauptung des 
Beschwerdeführers nicht stimmt, wonach er erst am 18. November 2019 auf 
der Bauverwaltung vorgesprochen und die detaillierten Pläne zur Projekt-
änderung erst anlässlich des Augenscheins vom 3. Dezember 2019 ge-
sehen habe. 

4.

4.1 Vor Verwaltungsgericht machen die – nunmehr anwaltlich ver-
tretenen – Beschwerdeführenden vorab geltend, sie hätten am 6. November 
2019 in Deutschland vorbestelltes Tierfutter abgeholt. Sie schildern den 
Tagesablauf wie folgt: Fahrt nach … (ca. 2 Stunden), Mittagessen, Weiter-
fahrt nach …, Beladen des Anhängers, Einkauf und Tanken bei einem 
Grossverteiler in …, Zollformalitäten in …, Heimreise (ca. 2½ Stunden). Der 
Ausflug habe den ganzen Tag beansprucht. Es sei dem Beschwerdeführer 
somit unmöglich gewesen, an diesem Tag am Schalter der Gemeinde 
vorzusprechen, zumal zwischen 13.45 und 14.45 Uhr, wie die Bau-
verwalterin notiert habe. Dass das Projekt geändert worden sei, habe der 
Beschwerdeführer am 13. November 2019 anlässlich eines Anrufs beim 
Regierungsstatthalteramt erfahren. Worin die Änderungen bestehen, habe 
man ihm bei dieser Gelegenheit jedoch nicht mitgeteilt, sondern ihn auf den 
Augenschein verwiesen, den er verlangt hatte und zu dem das Regierungs-
statthalteramt am 14. November 2019 eingeladen habe. Am 18. November 
2019 habe er sich dann an die Gemeinde gewandt und sei summarisch über 

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die Projektänderung informiert worden; die Einzelheiten habe er erst anläss-
lich des Augenscheins am 3. Dezember 2019 erfahren.

4.2 Zunächst fällt auf, dass die Beschwerdeführenden erst vor Ver-
waltungsgericht behaupten, sie seien am 6. November 2019 den ganzen 
Tag unterwegs gewesen. Im vorinstanzlichen Verfahren haben sie (nur) gel-
tend gemacht, die umstrittene Unterredung mit der Bauverwalterin der 
EG Diemtigen vom 6. November 2019 habe nicht stattgefunden. Vielmehr 
habe der Beschwerdeführer erst am 18. November 2019 bei der Gemeinde 
vorgesprochen und, weil man ihm die Pläne nicht aushändigen wollte, an-
schliessend beim Regierungsstatthalteramt angerufen und eine Aussprache 
verlangt (Vorakten BVD pag. 35). Die konkreten Planänderungen habe er 
dann erst anlässlich der Begehung vom 3. Dezember 2019 im Detail ge-
sehen. Wie die Vorinstanz zutreffend argumentiert, kann dieser Ablauf nicht 
stimmen, weil der Beschwerdeführer sich bereits am 13. November 2019 
beim Regierungsstatthalteramt darüber beschwerte, dass er nicht zu den 
Projektänderungen angehört worden war (Telefonnotiz vom 13.11.2019, 
Vorakten RSA act. 4B pag. 2); die Einladung für die Begehung vom 3. De-
zember 2019 wurde am 14. November 2019 versandt. Das Telefonat beim 
Regierungsstatthalteramt am 13. November 2019 kann somit keine Reaktion 
auf einen Termin bei der Gemeinde vom 18. November 2019 gewesen sein. 
Das anerkennen die Beschwerdeführenden implizit, indem sie vor Ver-
waltungsgericht neu geltend machen, der Beschwerdeführer habe sich am 
18. November 2019 bei der Gemeinde nach den Projektänderungen er-
kundigt, um sich auf die bevorstehende Begehung am 3. Dezember 2019 
vorzubereiten. 

4.3 Als Beleg für ihre Einkaufstour in Deutschland reichen die Be-
schwerdeführenden sodann zwei Rechnungen für Tierfutter der E.________ 
GmbH in … ein. Als Rechnungsempfänger sind die Beschwerdeführenden 
aufgeführt, als Beleg- und Lieferdatum der 6. November 2019 und unter 
Versandart und -kosten ist «Abholung durch Kunden» vermerkt. Die 
Rechnungen sind ausserdem mit einem Stempel des deutschen 
Hauptzollamts … vom 6. November 2019 («6.11.1942») versehen. Gestützt 
auf diese Belege kann als erstellt gelten, dass am 6. November 2019 für die 
Beschwerdeführenden bestimmtes Tierfutter in Deutschland abgeholt und in 

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die Schweiz transportiert wurde. Der Gemeinde kann nicht gefolgt werden, 
soweit sie den Transport vom 6. November 2019 unter Hinweis auf eine 
mündliche Auskunft der E.________ GmbH anzweifelt. Gemäss dieser 
Auskunft führt die Unternehmung eine «tagfertige» Buchhaltung und sind am 
6. November 2019 weder eine Rechnung noch eine Zahlung auf die 
Beschwerdeführenden verbucht; im System der E.________ GmbH trügen 
die Rechnungen das Datum 8. November 2019. Es scheint wesentlich 
wahrscheinlicher, dass die Buchhaltung der Futtermühle eine Ungenauigkeit 
aufweist als dass das durch den Zollstempel untermauerte Rechnungsdatum 
falsch ist. Die Original-Buchhaltungsbelege versprechen keine zusätzlichen 
Erkenntnisse, weshalb darauf verzichtet werden kann, diese einzuholen; der 
entsprechende Beweisantrag der Gemeinde wird abgewiesen. Das Gericht 
geht somit davon aus, dass der Futtermittel-Transport am 6. November 2019 
stattgefunden hat. Die Rechnungen belegen allerdings nicht, dass der 
Beschwerdeführer persönlich dabei war; wie die Gemeinde zu Recht geltend 
macht, könnten die Beschwerdeführenden auch ein Familienmitglied oder 
Dritte damit beauftragt haben, der Vermerk «Abholung durch Kunden» 
schliesst das jedenfalls nicht aus. Im Weiteren weist die Gemeinde 
zutreffend darauf hin, dass die Rechnungen keine genauen Zeitangaben 
enthalten und die weiteren Aktivitäten an diesem Tag (Mittagessen, Einkauf 
und Tanken bei Grossverteiler) nicht belegt sind. Selbst wenn der 
Beschwerdeführer das Futter persönlich abgeholt hat, hätte er nach dem 
Mittag wieder in Diemtigen sein können, wenn er am Morgen zeitig 
losgefahren und den Transport ohne (grössere) Umwege und Pausen 
durchgeführt hätte. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführenden ist 
es somit nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer am 6. November 
2019 um 13.45 Uhr am Schalter der Bauverwaltung erschienen ist und sich 
nach den Projektänderungen erkundigt hat.

4.4 Die Gemeinde hat das bestrittene Gespräch vom 6. November 2019 
zwischen dem Beschwerdeführer und der Bauverwalterin sowie die an-
schliessenden Kontakte sodann von Anfang an ausführlich geschildert und 
mit Dokumenten untermauert. So hat die Bauverwalterin am 6. November 
2019 um 14.46 Uhr einen Eintrag im Outlook-Kalender mit dem Betreff 
«Schaltergespräch mit Herr A.________ wegen NPK und Baupolizeifällen» 
erfasst. Sie hat die Dauer (13.45 bis 14.45 Uhr) dieses Gesprächs notiert 

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und den Inhalt stichwortartig wiedergegeben (Vorakten BVD pag. 44 und 
46): 

«- Fenster und Türen auf Westseite anders als ursprünglich bewilligt – 
anscheinend wurden die Nachbarn angefragt für Unterschrift – er aber 
nicht

- Umgebung anders als ursprünglich bewilligt (Versickerung, Platz) – an-
scheinend wurden die Nachbarn angefragt für Unterschrift – er aber 
nicht

- Beim Bau wurden die Drainagen kaputt gemacht, nun staut sich das 
Wasser (…)

- Baupolizeifälle:

(…)»

Gleichentags hat sie um 17.22 Uhr ein Telefongespräch mit dem Re-
gierungsstatthalteramt erfasst, das unter anderem die Anfrage des Be-
schwerdeführers betraf (Vorakten BVD pag. 45 f.). In der Folge hat sie das 
Gespräch vom 6. November 2019 in weiteren E-Mails ausdrücklich erwähnt: 
Einerseits als sie das Regierungsstatthalteramt im Hinblick auf die Begehung 
vom 3. Dezember 2019 am 21. November 2019 zum Thema der angeblich 
beschädigten Drainagen mit Informationen und namentlich mit einem bereits 
am 12. November 2019 ausgedruckten Plan aus dem regionalen Geoinfor-
mationssystem (RegioGIS) Berner Oberland bediente (Vorakten BVD 
pag. 47 und 49), anderseits als sie die Aktennotiz der Begehung vom 3. De-
zember 2019 an zwei Gemeinderäte verschickte (Vorakten BVD pag. 50; 
zum Ganzen Stellungnahme der Gemeinde vom 25.2.2020, Vorakten BVD 
pag. 40 ff.). Soweit die Beschwerdeführenden diese Belege in Zweifel 
ziehen, kann ihnen nicht gefolgt werden. Zunächst ist nicht ersichtlich, aus 
welchen Gründen die Gemeinde «einseitig Partei für die C.________ 
ergreifen» (Beschwerde Ziff. 7b) und zu diesem Zweck die Abläufe falsch 
schildern und Beweismittel manipulieren sollte. Im Weiteren hat die 
Bauverwalterin nie behauptet, das Telefonat vom 6. November 2019 mit dem 
Regierungsstatthalteramt habe «wegen des Beschwerdeführers» statt-
gefunden (Beschwerde Ziff. 4b); vielmehr hat sie berichtet, es sei darin 
primär um ein anderes Baugesuch gegangen, sie habe nebenbei aber auch 
über das Schaltergespräch mit dem Beschwerdeführer informiert (Vorakten 
BVD pag. 42 und 45). Dass sie im Outlook um 17.22 Uhr eine Gesprächs-
dauer von 17.00 bis 17.30 Uhr eingetragen hat, macht ihre Angaben eben-
falls nicht unglaubwürdig: Zum einen ist es möglich, während eines Telefon-

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gesprächs eine kurze Notiz zu verfassen. Zum andern werden die Arbeiten 
nach den Angaben der Gemeinde auf eine Viertelstunde genau erfasst, d.h. 
die Gesprächsdauer könnte auch aufgerundet sein (vgl. act. 5 S. 3). Zudem 
dürfte allgemein bekannt sein, dass die gegen aussen kommunizierten 
Öffnungszeiten eines Regierungsstatthalteramts den Schalter- und Telefon-
dienst betreffen und nicht die Arbeitszeit der Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter. Dass das Regierungsstatthalteramt offiziell um 17.00 Uhr schliesst, 
spricht somit ebenfalls nicht gegen das umstrittene Telefongespräch. 
Schliesslich trifft nicht zu, dass die Stellen in den E-Mails vom 21. November 
und 12. Dezember 2019 fett gesetzt wurden, in denen das Gespräch vom 
6. November 2019 erwähnt wird (Beschwerde Ziff. 7). Wie aus den Vorakten 
hervorgeht, wurden die fraglichen Stellen in den Original-Beweisstücken 
bloss (nachträglich) mit Leuchtstift hervorgehoben (Vorakten BVD 
pag. 49 f.). Zudem waren Überlegungen zur Rechtzeitigkeit einer allfälligen 
nachträglichen Baubeschwerde in der E-Mail vom 12. Dezember 2019 
durchaus erwähnenswert, wenn der Beschwerdeführer bereits am 6. No-
vember 2019 Einsicht in die Pläne hatte. 

4.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass es den Beschwerdeführenden 
nicht gelingt, die Rechtzeitigkeit ihrer nachträglichen Baubeschwerde vom 
16. Dezember 2019 nachzuweisen oder auch nur glaubhaft zu machen. Die 
angeblichen Erkundigungen des Beschwerdeführers (erst) am 18. Novem-
ber 2019 sind durch nichts belegt und die Gemeinde hat konsequent be-
stritten, dass an diesem Tag überhaupt ein Treffen stattgefunden hat. 
Während die Beschwerdeführenden zunächst zeitliche Abläufe schilderten, 
die nicht stimmen können, ihre Vorbringen im Verlauf des Verfahrens dann 
anpassten und ergänzten, aber weiterhin nicht belegen konnten, hat die Ge-
meinde den massgeblichen Sachverhalt von Anfang an detailliert dargestellt 
und plausibel belegt. Der angefochtene Entscheid, wegen Verspätung auf 
die nachträgliche Baubeschwerde nicht einzutreten, ist folglich nicht zu be-
anstanden. 

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5.

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Be-
schwerdeführenden die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 
Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Diemtigen

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.