# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cd564c1-60f7-54cd-94e2-1f78f3587bcb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.07.2018 III 2018 122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-122_2018-07-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 122

Zwischenbescheid vom 27. Juli 2018
(Einspracheentscheid) 
im Hauptverfahren  III 2018 112

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________,
3. C.________, 
4. D.________,

Beschwerdeführer und Einsprachegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. R.,

Gegen
1. Gemeinderat Altendorf, Dorfplatz 3, Postfach 155, 8852 Alten-

dorf,
vertreten durch RA lic.iur. L., 

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. G.________ AG,
Beschwerdegegnerin und Einsprecherin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. P.,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Abbruch eines Mehrfamilienhauses; Ein-
sprache gegen den Zwischenbescheid VGE III 2018 113 vom 22. 
Juni 2018)

2

Sachverhalt:

A. Die G.________ AG liess im Amtsblatt Nr. __ vom _______ das Bauobjekt 
"Ersatzneubau Mehrfamilienhaus E.________, KTN I.________" ausschreiben 
und öffentlich auflegen. Hiergegen erhoben D.________ gemäss ihren Angaben 
am 26. Juli 2017 öffentlich-rechtliche Einsprache. Im Amtsblatt 
Nr. J.________vom ___________ wurde das Bauobjekt "Ersatzneubau Mehrfa-
milienhaus E.________ mit Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage, F.________, 
H.________, Altendorf, KTN I.________" ausgeschrieben und öffentlich aufge-
legt, wobei als Bauherrschaft ein P., und als Grundeigentümerin die "G. AG" ge-
nannt wurden. Gegen dieses zweite Baugesuch erhob eine Drittperson Einspra-
che, welche in der Folge vergleichsweise erledigt werden konnte (vgl. Gemeinde-
ratsbeschluss [GRB] Nr. 46 vom 26.1.2018 Erw. 1.4; entgegen der unzutreffen-
den Darstellung im Zwischenbescheid VGE III 2018 113 vom 22.6.2018 Ingress 
lit. A in Übernahme der Sachverhaltsdarstellung im Regierungsratsbeschluss 
[RRB] Nr. 460/2018 vom 19.6.2018 Sachverhalt lit. A.). 

Gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung (ARE) vom 
15. Januar 2018 erteilte der Gemeinderat Altendorf mit Beschluss (GRB) Nr. 46 
vom 26. Januar 2018 der G.________ AG die Baubewilligung für das im Amts-
blatt Nr.____________ ausgeschriebene Bauobjekt "Ersatzneubau Mehrfamili-
enhaus E.________ mit Luft-Wasser-Wärmepumpen-anlage, F.________, 
H.________, Altendorf, KTN I.________" (Neubau eines 4-stöckigen Wohnhau-
ses mit Untergeschoss). Dieser Beschluss ist unangefochten in Rechtskraft er-
wachsen.

Im Amtsblatt ____________ liess die G.________ AG das Bauobjekt "Pfählung 
Mehrfamilienhaus, F.________, Altendorf, KTN I.________" publizieren und öf-
fentlich auflegen. Hiergegen erhoben D.________ (nachstehend: Beschwerde-
führer) gemäss ihren Angaben Einsprache beim Gemeinderat Altendorf. Am 
7. Juni 2018 zog die Bauherrschaft ihr Baugesuch für die Pfählung zurück. 

B. Mit Schreiben vom 30. Mai 2018 orientierte die M. ag im Namen der Bau-
herrschaft die Nachbarn über den auf den Montag, 4. Juni 2018, geplanten Ab-
bruch der bestehenden Baute auf KTN I.________. Hierauf beantragten die Be-
schwerdeführer  am 31. Mai 2018 beim Gemeinderat Altendorf was folgt:

1. Es sei der im Gemeinderatsbeschluss mit unbekanntem Datum bewilligte 
Abbruch des Mehrfamilienhauses E.________, F.________, Altendorf, KTN 
I.________ (Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. ___________), zu widerrufen.

2. es sei der Bauherrschaft unter Strafandrohung im Unterlassungsfalle 
einstweilig zu verbieten, das Mehrfamilienhaus E.________, F.________, 
Altendorf, KTN I.________, abzubrechen.

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3. es sei dieses Verbot bereits superprovisorisch ohne Anhörung der 
Bauherrschaft anzuordnen.

4. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Bauherrschaft."

Nachdem dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer seitens der Gemeinde mit-
geteilt worden war, dass über das Gesuch frühestens am Montag, 4. Juni 2018 
entschieden werde, untersagte das Sicherheitsdepartement auf Antrag der Be-
schwerdeführer mit Zwischenbescheid vom 1. Juni 2018 den Abbruch des Ge-
bäudes.

C. Am 4. Juni 2018 lehnte der Gemeinderat Altendorf mit Beschluss Nr. 306 
das Gesuch vom 31. Mai 2018 betreffend "Widerruf Verfügung/Baustopp" ab und 
entzog einer allfälligen Beschwerde bezüglich der Aufhebung des Abbruchver-
bots die aufschiebende Wirkung. 

Hiergegen erhoben die Beschwerdeführer am 7. Juni 2018 rechtzeitig Beschwer-
de beim Regierungsrat mit folgenden Anträgen (Verfahren VB 104/2018). Mit 
Schreiben vom 7. Juni 2018 ordnete der Rechts- und Beschwerdedienst an, dass 
bis zum Entscheid des Regierungsrates alle Vorkehrungen zu unterbleiben hät-
ten, welche den Entscheid in der Hauptsache präjudizieren könnten.

Am 8. Juni 2018 reichten die Beschwerdeführer die begründete Beschwerde ge-
gen den GRB Nr. 306 vom 4. Juni 2018 nach und stellten die nachfolgenden An-
träge:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates Altendorf vom 4. Juni 2018 in 
Sachen 'Widerruf Verfügung / Baustopp' aufzuheben;

2. es sei der mit baurechtlichem Entscheid 2017-0056 / 62017-1051 vom 26. 
Januar 2018 bewilligte Abbruch des Mehrfamilienhauses E.________, 
F.________ in Altendorf zu widerrufen;

3. es sei die der vorliegenden Verwaltungsbeschwerde von der Vorinstanz 
entzogene aufschiebende Wirkung unverzüglich wiederherzustellen.

D. Am 8. Juni 2018 reichten die Beschwerdeführer beim Regierungsrat aus-
serdem eine Aufsichtsbeschwerde ein und stellten folgende Anträge (Verfahren 
VB 110/2018):

1. Es sei die von der Beschwerdegegnerin mit baurechtlichem Entscheid 2017-
0056 22017-1051 (GRB Nr. 46 vom 26. Januar 2018) erteilte baurechtliche 
Bewilligung für den Ersatzneubau Mehrfamilienhaus E.________ mit Luft- 
Wasser- Wärmepumpeanlage, F.________, H.________, Altendorf, KTN 
I.________, (Amtsblatt Nr. _______) zu widerrufen;

2. es sei der Bauherrschaft unter Strafandrohung im Unterlassungsfalle 
einstweilig zu verbieten, das Mehrfamilienhaus E.________, _____, 
H.________, Altendorf, KTN I.________, abzubrechen;

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3. es sei dieses Verbot bereits superprovisorisch ohne Anhörung der 
Bauherrschaft anzuordnen.

E. Mit Beschluss (RRB) Nr. 460/2018 vom 19. Juni 2018 entschied der 
Regierungsrat ohne Einholung von Vernehmlassungen wie folgt:

1. Die Beschwerde (VB 104/2018; Verfahren II) wird abgewiesen. 

2. Der Aufsichtsbeschwerde (VB 110/2018; Verfahren III) wird keine Folge 
geleistet.

3. Das Verwaltungsbeschwerdeverfahren (VB 101/2018; Verfahren II) wird als 
gegenstandslos geworden abgeschrieben.

4. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) werden wie folgt verlegt:

a) Die Verfahrenskosten für den Zwischenbescheid vom 1. Juni 2018 im 
Betrag von Fr. 500.-- werden der Gemeinde Altendorf auferlegt.

b) Die Verfahrenskosten für den vorliegenden Beschwerdeentscheid im 
Betrag von Fr. 1500.-- werden den Beschwerdeführern unter 
solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

(Zahlungsmodalitäten).

5. Die Gemeinde Altendorf hat den Beschwerdeführern eine 
Parteientschädigung von Fr. 600.-- zu bezahlen. Weitere 
Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

6. Gegen Ziffer 1, 3, 4 und 5 dieses Entscheides kann innert 20 Tagen seit 
dessen Zustellung Beschwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht (…) 
erhoben werden. 

(7./8. Zustellung). 

In den Erwägungen hielt der Regierungsrat unter anderem fest (Erw. 8.2), die 
Anordnung vom 7. Juni 2018, wonach bis zum Entscheid des Regierungsrates 
alle Vorkehrungen zu unterbleiben hätten, welche den Entscheid in der Hauptsa-
che präjudizierten, sei somit hinfällig. Vorbehalten blieben anderweitige vorsorgli-
che Massnahmen des Verwaltungsgerichts im Rahmen einer allfälligen Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde. 

F. Gegen diesen RRB Nr. 460/2018 vom 19. Juni 2018 lassen die Beschwer-
deführer mit Eingabe vom 21. Juni 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei der Beschluss Nr. 460/2018 des Regierungsrats des Kantons Schwyz 
vom 19. Juni 2018 aufzuheben und der baurechtliche Entscheid 2017-
0056/B2017-1051 vom 26. Januar 2018 des Gemeinderats Altendorf, mit 
welchem der Abbruch des Mehrfamilienhauses E.________, F.________ in 
Altendorf bewilligt wurde, zu widerrufen;

2. eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen zur 
Entscheidung im Sinne der Erwägungen;

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3. es sei der Bauherrschaft unter Strafandrohung im Unterlassungsfalle 
einstweilig zu verbieten, das Mehrfamilienhaus E.________, F.________, 
Altendorf, KTN I.________, abzubrechen;

4. es sei dieses Verbot bereits superprovisorisch ohne Anhörung der 
Bauherrschaft anzuordnen;

5. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7% 
zu Gunsten der Beschwerdeführenden.

G. Mit Zwischenbescheid vom 22. Juni 2018 (VGE III 2018 113) erkannte der 
Einzelrichter des Verwaltungsgerichts was folgt:

1. In Gutheissung der Beschwerdeanträge Ziff. 3 und 4 wird der Abbruch 
und/oder jede Veränderung des Gebäudes Mehrfamilienhauses E.________, 
F.________, Altendorf einstweilen unter Strafandrohung nach Art. 292 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) vom 21. Dezember 
1937 untersagt; vorbehalten bleiben einzig zwingende und unerlässliche 
Sicherungsmassnahmen infolge der bereits erfolgten Abbrucharbeiten.

2. Gegen diesen Zwischenbescheid kann innert zehn Tagen seit Zustellung 
Einsprache beim Verwaltungsgericht erhoben werden. Im Unterlassungsfall 
hat es mit diesem Zwischenbescheid sein Bewenden. Die Einsprache ist kurz 
zu begründen.

3. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides wird 
mit der Hauptsache (Verfahren III 2018 112) entschieden. 

4. Die Vorinstanzen sowie die Beschwerdegegnerin erhalten die Beschwerde 
vom 21. Juni 2018. 

Zur Einreichung einer Vernehmlassung (vierfach) samt Akten wird den Vor-
instanzen sowie der Beschwerdegegnerin Frist bis 12. Juli 2018 gesetzt. Im 
Säumnisfall wird Verzicht angenommen. Die Vorinstanzen haben die Akten 
betreffend die Abbruchbewilligung in jedem Fall innert der angesetzten Frist 
(12.7.2018) einzureichen. 

(5.  Zustellung). 

H. Mit Eingabe vom 2. Juli 2018 (Eingang am 3.7.2018) erhebt die Beschwer-
degegnerin Einsprache gegen den Zwischenbescheid vom 22. Juni 2018 mit den 
folgenden Anträgen:

A) Hauptanträge

1. Der Zwischenbescheid vom 22. Juni 2018 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei Ziff. 1 des Zwischenbescheids vom 22. Juni 2018 aufzuheben 
und es sei der Abbruch und/oder jede Veränderung des Gebäudes 
Mehrfamilienhaus E.________, F.________, Altendorf einstweilen unter 
Strafandrohung nach Art. 292 StGB zu untersagen, wobei explizit die 
zwingenden und unerlässlichen Sicherungsmassnahmen zu bezeichnen und 
infolge der bereits erfolgten Abbrucharbeiten zulässig zu erklären seien, was 
im Minimum den Abbruch bis auf die Grundmauern beinhaltet. 

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3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Beschwerdeführer. 

B) Verfahrensanträge

1. Der Beschwerdegegnerin sei eine Nachfrist von zehn Tagen zur 
Einspracheergänzung anzusetzen. 

I. Mit Schreiben vom 6. Juli 2018 informiert der Gemeinderat Altendorf das 
Verwaltungsgericht, dass die gerichtlichen Anordnungen, soweit ersichtlich, all-
seits eingehalten würden. Wegen des aktuellen Zustands werde die Gemeinde 
jedoch mit Reklamationen konfrontiert. Es gehe darum, dass wenigstens gewisse 
Entsorgungsarbeiten und weitere Sicherungsmassnahmen am Objekt vorge-
nommen werden könnten. Die in Frage kommenden Sicherungsmassnahmen 
wurden vom Gemeinderat konkretisiert. 

Diesem Ersuchen des Gemeinderates wurde am 9. Juli 2018 mit einer "Präzisie-
rung" des Zwischenbescheides VGE III 2018 113 vom 22. Juni 2018 Folge ge-
leistet. 

J. Mit Einspracheergänzung vom 12. Juli 2018 hält die Beschwerdegegnerin 
an den mit der Einsprache vom 2. Juli 2018 gestellten Anträgen vollumfänglich 
fest. 

K. Im Hauptverfahren reichen das Sicherheitsdepartement und der Gemeinde-
rat am 29. Juni 2018 sowie die Beschwerdegegnerin am 12. Juli 2018 je eine 
Vernehmlassung ein, wobei sie jeweils die Abweisung der Beschwerde unter 
Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer beantragen. Das Amt für Umwelt-
schutz (AfU) äussert sich mit Stellungnahme vom 11. Juli 2018 zur Sache, ohne 
einen Antrag zu stellen. 

L. Mit Einspracheantwort vom 20. Juli 2018 stellen die Beschwerdeführer fol-
gende Anträge:

1. Die Einsprache gegen den Zwischenbescheid vom 22. Juni 2018 sei 
vollumfänglich abzuweisen;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7% 
zu Gunsten der Beschwerdeführer/Einsprachegegner. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gegenstand dieses Einspracheverfahrens ist (wie bereits im VGE III 2018 
113 vom 22.6.2018 betreffend superprovisorische Massnahme) ausschliesslich 
das Verbot des einstweiligen Abbruchs des Mehrfamilienhauses. 

1.2 Im Zwischenbescheid vom 22. Juni 2018 (VGE III 2018 113) hat der Einzel-
richter die rechtlichen Grundlagen für die Anordnung vorsorglicher Massnahmen 
(unter Einschluss superprovisorischer Massnahmen) sowie der Zuständigkeit zur 
Beurteilung entsprechender Anträge dargelegt (Erw. 2.1 ff.). Hierauf ist 
grundsätzlich zu verweisen. Ergänzend ist auf den engen Bezug des Instituts 
vorsorglicher Massnahmen zu jenem der aufschiebenden Wirkung hinzuweisen. 
Für den Entzug der aufschiebenden Wirkung müssen überzeugende Argumente 
vorliegen. Es geht dabei um die Frage, ob die Gründe, welche für die sofortige 
Vollstreckung der Verfügung sprechen, gewichtiger sind als jene, welche für die 
gegenteilige Lösung angeführt werden können. Der vermutliche Ausgang des 
Verfahrens fällt dabei als Abwägungskriterium lediglich in Betracht soweit die 
Aussichten eindeutig sind. Bei dieser Abwägung steht dem Verwaltungsgericht 
ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. Aemisegger/Haag, Praxiskommen-
tar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, Zürich 2010, Art. 34 RPG N. 155). 
Bei tatsächlichen oder rechtlichen Unklarheiten drängt sich Zurückhaltung auf, 
müssen doch die Entscheidgrundlagen im Hauptverfahren erst beschafft werden 
(; BGE 130 II 149 Erw. 2.2; Bundesgerichtsurteil 1C_123/2009 vom 17.7.2009 
Erw. 3.2.4). 

1.3 Die Gutheissung des Antrages auf ein superprovisorisches einstweiliges 
Verbot des Abbruchs und/oder jeder Veränderung des streitbetroffenen Gebäu-
des wurde im Wesentlichen wie folgt begründet (Erw. 3.1 f.): 

Der Argumentation der Beschwerdeführer,
- aus den Baugesuchsunterlagen werde ersichtlich, dass das Neubauprojekt 

nicht nur auf eine Pfählung, sondern auch auf Rühlwände auf allen vier Sei-
ten der Baugrube angewiesen sei,

- mit Schreiben vom 7. Juni 2018 habe die Beschwerdegegnerin hiervon ab-
weichend vorgebracht, aufgrund zusätzlicher Abklärungen sei eine Pfählung 
nicht erforderlich,

- zu den in den Baugesuchsunterlagen enthaltenen Rühlwänden mache die 
Beschwerdegegnerin keine Aussagen,

- es sei klar, dass der Neubau auf Rühlwände angewiesen sei,

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- die (gewässerschutzrechtlichen) Verhältnisse hätten sich somit seit der bau-
rechtlichen Bewilligung geändert, womit die Widerrufsvoraussetzungen 
gemäss § 34 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 234.110; VRP) 
vom 6. Juni 1974 für die Baubewilligung gegeben seien,

- der mittlere Grundwasserspiegel werde unterschritten, erforderlich sei ein 
Durchflussnachweis,

- mit dem Abbruch entstehe in der H.________ (ISOS-Objekt [Bundesinventar 
der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz]) eine den öffentlichen Interes-
sen diametral entgegenlaufende Baubrache

könne nicht a priori jede Berechtigung abgesprochen werden. 

1.4 Die Beschwerdegegnerin argumentiert einspracheweise, 2013 sei eine 
geologisch-geotechnische Baugrunduntersuchung durch Dr. Gübeli gemacht 
worden, welche für ein viel grösseres und schwereres ursprüngliches Projekt 
vorgesehen gewesen sei, das sich auf zwei Parzellen erstreckt habe. In diesem 
Fall hätte es für die Baufreigabe einen Pfählungsplan gebraucht; um keine Zeit 
zu verlieren, sei das Baugesuch hierfür eingereicht worden. Im Rahmen der wei-
teren Vorbereitungsarbeiten sei am 15. Mai 2018 im Beisein des Geologen Dr. 
Gübeli ein Baggerschlitz gemacht worden; zuvor hätten nur Rammsondierungen 
stattgefunden. Dabei habe sich gezeigt, dass bei Verwendung einer Leichtbau-
weise eine Flachfundation möglich sei. Vor dem Gesuchsrückzug habe man 
noch den Eingang des Berichts von Dr. Gübeli abwarten wollen, der sich indes-
sen verzögert habe; auch angesichts des von den Beschwerdeführern erzeugten 
(medialen) Drucks habe man sich zum Rückzug des Gesuchs entschlossen. Die 
zur Pfählung erforderlichen Nachweise seien alle erbracht worden; das AfU wer-
de den Beschwerdeführern zeigen können, dass ihre Berechnungen der Durch-
flusskapazität einen Grundlagenfehler enthielten. Auch die für die Pfählung vor-
gesehene Rühlwand sei nicht mehr erforderlich; es werde höchstens eine tem-
poräre Rühlwand sein, welche keiner Baubewilligungspflicht unterstehe. Es kön-
ne keine Rede davon sein, dass es keine bewilligungsfähige Baute gebe und ei-
ne Baulücke entstünde (S. 3 Ziff. 4 ff.). 

Mit der Einspracheergänzung reicht die Beschwerdegegnerin einen Bericht von 
Dr. Gübeli vom 10. Juli 2018 ins Recht. Diesem sei zu entnehmen, dass die ver-
spriesste Rühlwand nur zum temporären Baugrubenabschluss verwendet werde. 
Hierfür sei auch kein Durchströmungsnachweis erforderlich. Er zeige auch, dass 
eine Leichtbauweise mit Flachfundation, wenn auch mit gewissen Vorkehrungen 
und Massnahmen, unter Verzicht auf eine Pfählung möglich sei. Die Ausführun-
gen des Gutachters zur Möglichkeit von Setzungen und Rissen beziehe sich 

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nicht spezifisch auf die Flachfundation; diese Risiken seien stets primär mit der 
Hinterfüllung verbunden. Alle bestehenden Gebäude auf den angrenzenden Par-
zellen sowie ein zum Baustart freigegebener Ersatzneubau seien ohne Pfählung 
erstellt bzw. bewilligt worden (S. 2 f. Ziff. 2 ff.). Im derzeitigen Zustand stelle das 
Haus eine Gefahr dar, was es auch zu beachten gelte (S. 3 Ziff. 8). 

1.5 Die Beschwerdeführer machen mit der Einspracheantwort vom 20. Juli 
2018 geltend, die Beschwerdegegnerin habe das Baugesuch betreffend die 
Pfählung aus verfahrenstaktischen Gründen zurückgezogen; ebenso hätten dem 
zweiten Baugesuch mit Publikation im Amtsblatt vom _______ verfahrenstakti-
sche Überlegungen zugrunde gelegen (S. 3 f. Ziff. 3 ff.). Die Begründung für den 
Rückzug des Baugesuchs für die Pfählung sei unglaubwürdig. Die Beschwerde-
gegnerin habe genügend Zeit gehabt, den Baugrund umfassend abzuklären, 
nachdem das Baugesuch für die Pfählung erst knapp neun Monate nach der Pu-
blikation des zweiten Baugesuchs publiziert worden sei. Mit verschiedenen Plä-
nen habe die Beschwerdegegnerin selbst nachgewiesen, dass der Neubau mit-
tels Pfählung und die Baugrube mittels Rühlwänden gesichert werden müsse 
(S. 5 Ziff. 6). Die Details der erwähnten Leichtbauweise mit Flachfundation wür-
den nicht näher dargelegt. Insbesondere sei unklar, ob sie nicht bereits für das 
zweite Baugesuch vorgesehen gewesen sei. Immerhin sei festzustellen, dass 
das dem ersten Baugesuch zugrunde liegende Bauvorhaben in Leichtbauweise 
hätte erstellt werden sollen (S. 6 Ziff. 7). Sofern dies für das zweite Baugesuch 
nicht der Fall sei, läge mit dem Wechsel zur Leichtbauweise mit Flachfundation 
eine Projektänderung vor, die allein schon in hydrologischer Hinsicht eine völlig 
neue Ausgangslage schaffe und deshalb hätte aufgelegt und publiziert werden 
müssen (S. 6 Ziff. 8). Die Beschwerdegegnerin wisse, dass sie den geforderten 
Durchströmungsnachweis nicht erbringen könne. Ihre Behauptung, die Rühl-
wandträger könnten unten und oben verspriesst werden, werde durch die abge-
bildeten Rühlwandträger widerlegt. Allein durch diese gebohrten Rühlwandträger 
werde die Durchflusskapazität um 12.26% vermindert (S. 6 f. Ziff. 9). Hinzu 
komme eine absehbar notwendige Absenkung des Grundwasserspiegels, zu de-
ren Zulässigkeit sich die kommunalen und kantonalen Bewilligungsbehörden 
noch nicht hätten äussern können (S. 7 f. Ziff. 10). Schliesslich seien die in der 
geologisch-geotechnischen Baugrunduntersuchung genannten Grundwasser-
spiegelverhältnisse wenig plausibel (S. 8 f. Ziff. 11). Der Abbruch des Mehrfamili-
enhauses sei mit der Gefahr einer Baulücke in einem Schutzobjekt des Bundes 
verbunden (S. 9 Ziff. 13). 

2. Im angefochtenen RRB Nr. 460/2018 hat der Regierungsrat unter anderem 
festgehalten, dass keine Anhaltspunkte bestünden, dass die Aussage der Be-

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schwerdegegnerin, wonach die Baute in der Leichtbauweise ohne Pfählung er-
stellt werden könne, nicht zutreffend sei. Es müsse beachtet werden, dass die 
aktuelle Bautechnik selbst bei schwierigen Baugrundverhältnissen einwandfreie 
Lösungen gestatte, ohne dass gleich eine umfassende Projektänderung, wie von 
den Beschwerdeführern behauptet, erforderlich werde. Es sei somit davon aus-
zugehen, dass in naher Zukunft auf dem Baugrundstück ein Ersatzbau erstellt 
werden könne, welcher mit den Bestimmungen des Grundwasserschutzes ver-
einbar sei. Die Befürchtung, es könne eine Baubrache entstehen, sei unbegrün-
det. Zudem sei die strittige Baute nicht im kantonalen Inventar geschützter Bau-
ten und und Objekte (KIGBO) inventarisiert. Der Regierungsrat erachte auch die 
bestehende Baute wie die vorgenommenen jüngeren Umbauten nicht als schüt-
zenswert; die bestehende Baute weise keine historische oder künstlerisch wert-
volle Substanz auf (Erw. 3.5.4). Es liege auch keine Verletzung des Grundsatzes 
von Treu und Glauben vor, welche eine Wiedererwägung der Baubewilligung 
rechtfertigen könnte. Während der Hängigkeit eines Baubewilligungsverfahrens 
ein weiteres Baugesuch für die Bauparzelle einzureichen, sei zulässig, ohne 
dass deswegen die Gegenstandslosigkeit des ursprünglichen Baugesuches an-
zunehmen sei. Beide Bauprojekte seien korrekt im Amtsblatt ausgeschrieben 
worden (Erw. 3.6). Die Voraussetzungen für einen Widerruf der Baubewilligung 
seien nicht gegeben (Erw. 4.7). 

3.1.1 Ausgangspunkt der vorliegenden Beurteilung ist die rechtskräftige Baube-
willigung vom 26. Januar 2018 sowie der Gesamtentscheid des ARE vom 
15. Januar 2018. Der Gesamtentscheid des ARE wiederum basiert auf der Beur-
teilung des AfU als Fachbehörde. Als solche hat das AfU zu prüfen, ob und allen-
falls unter welchen Auflagen und Bedingungen Bauten im Gewässerschutzbe-
reich zulässig sind (vgl. Art. 19 des Bundesgesetzes über den Schutz der Ge-
wässer [Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20] vom 24.1.1991, Art. 29 
Abs. 2 GSchG, Art.32 Abs. 3 f. der Gewässerschutzverordnung [GSchV; SR 
814.201] vom 28.10.1998; § 83 PBG, § 40 der Vollzugsverordnung zum Pla-
nungs- und Baugesetz [PBV; SRSZ 400.111] vom 2.12.1997). 

Das ARE bzw. das AfU hat als Auflage insbesondere verlangt, dass die im geo-
logisch-technischen Baugrundbericht Nr. 5.145 der Dr. Gübeli AG vom 6. No-
vember 2013 aufgeführten geotechnischen Empfehlungen zu Aushub, Fundation, 
Böschungen und Entwässerung zwingend zu beachten seien. Des Weiteren sei 
die Grundwasserfassung H.________ ab Beginn der Bautätigkeiten bis zwei Wo-
chen nach Fertigstellung der Bauarbeiten auf Mikrobiologie, Trübung und pH zu 
untersuchen. Die im Anhang S aufgeführten Gewässerschutzmassnahmen 
während der Ausführung von Bauten in der Schutzzone S bildeten einen integrie-

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renden Bestandteil der Verfügung und seien einzuhalten. In der Begründung 
wurde überdies festgehalten, dass die unterste Einbaukote (Unterkante UG) bei 
einem höchsten Grundwasserspiegel von 407.00 m.ü.M. bis auf rund 
406.20 m.ü.M. hinab reiche. Der Baukörper komme in diesem Fall unter den re-
levanten Grundwasserspiegel zu liegen. Da die Einbautiefe auf die gleiche Kote 
wie das bisherige Gebäude zu liegen komme, könne eine Ausnahmebewilligung 
im Sinne einer Bestandesgarantie erteilt werden. Eine Auflage betreffend eine 
Pfählung und/oder Rühlwände wurde nicht gemacht (vgl. RRB Nr. 460/2018 vom 
19.6.2018 Erw. 3.5.2). 

Laut dem angefochtenen RRB Nr. 460/2018 vom 19. Juni 2018 (Erw. 3.5.3) ging 
man bei der Erteilung der Baubewilligung (wie auch im Zeitpunkt der regierungs-
rätlichen Beurteilung) davon aus, dass die Baute - bis auf die von der Baubewilli-
gung erfasste Bautiefe auf der Kote der bestehenden Baute - ohne Pfählung rea-
lisierbar ist. Die Annahme ist berechtigt, dass dies auch unter Berücksichtigung 
der vorerwähnten Empfehlungen der Dr. Gübeli AG vom 6. November 2013 Gel-
tung hat. Nichts anderes ergibt sich aus dessen aktueller geologisch-
geotechnischer Baugrunduntersuchung vom 10. Juli 2018. Anzufügen ist, dass 
aufgrund der Akten alle Gebäude oder jedenfalls die Mehrheit der Gebäude in 
der H.________ ohne Pfahlfundationen erstellt wurden. 

3.1.2 Der Gesamtentscheid (wie auch die kommunale Baubewilligung vom 
26.1.2018) wurde von den Beschwerdeführern, die im Gegensatz zu einer Dritt-
partei (vgl. vorstehend Ingress lit. A) keine Einsprache gegen das Bauvorhaben 
erhoben hatten (vgl. vorstehend Ingress lit. A), nicht angefochten. Soweit sie mit 
ihrer Beschwerde vom 21. Juni 2018 nunmehr geltend machen, sie seien nach 
wie vor der Auffassung, dass das geplante Neubauvorhaben ohne Pfahlfundation 
nicht realisierbar sei (S. 5 oben), kann diese subjektive und belegmässig nicht 
substantiiert untermauerte Einschätzung die Beurteilung der Fachbehörden 
grundsätzlich nicht erschüttern. Unbehelflich ist der unter Hinweis auf den An-
hang der Baugrunduntersuchung ("Fundation+ Baugrube", Plan-Nr. 1) vorge-
brachte Einwand der Beschwerdeführer, die Rühlwandträger würden gebohrt. 
Der Legende ist zu entnehmen, dass diese wieder ausgebaut werden, was mithin 
für den von der Beschwerdegegnerin erwähnten temporären Charakter dersel-
ben spricht. 

3.1.3 Soweit sich im weiteren Verlauf herausstellen wird, dass aus gewässer-
schutzrechtlichen Gründen bauliche Massnahmen vorzukehren sind, welche 
durch die rechtskräftige Baubewilligung vom 26. Januar 2018 nicht abgedeckt 
sind, wird gegebenenfalls - wie auch für anderweitige Planänderungen - entspre-
chend ein neues bzw. ergänzendes Baugesuch erforderlich werden. In diesem 

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Zusammenhang ist zu beachten, dass Gegenstand der behördlichen Baukontrol-
le(n) die Bauarbeiten schlechthin sind, d.h. grundsätzlich muss der Vorgang der 
Projektrealisierung als Ganzes beaufsichtigt werden und nicht bloss einzelne Ar-
beitsgänge (Chr. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren, Zürich, 1991 Rz. 596 ff. 
zur "dynamischen" Baukontrolle vgl. U. Beeler, Die widerrechtliche Baute, Zürich 
1984, S. 52 f.). Es besteht kein Grund daran zu zweifeln, dass die kommunalen 
und kantonalen Baubewilligungs- und Baukontrollbehörden auf eine bewilli-
gungsgerechte und insbesondere gesetzeskonforme Bauausführung im sensi-
blen Gewässerschutzbereich ein besonderes Augenmerk legen werden. 

3.1.4 Es kann somit als Zwischenergebnis zusammenfassend festgehalten wer-
den, dass eine rechtskräftige Baubewilligung besteht, womit von der Realisier-
barkeit des bewilligten Bauvorhabens auch aus gewässerschutzrechtlicher Sicht 
ausgegangen werden kann. Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, bei Ver-
wendung einer Leichtbauweise sei eine Flachfundation möglich, ist anzufügen, 
dass die Beschwerdeführer dem offensichtlich nicht widersprechen, sondern nur 
davon ausgehen, dass eine Leichtbauweise eine Projektänderung darstellt, wel-
che wieder bewilligungspflichtig und auszuschreiben wäre (Beschwerde S. 6 
Ziff. 7 f.). Ob dies zutrifft und eine Projektänderung gegenüber dem bewilligten 
Bauvorhaben vorliegt, was einen Widerruf rechtfertigen könnte bzw. ein neues 
und/oder ergänzendes Baugesuch zur Folge haben müsste, ist indes im vorlie-
genden Verfahren nicht zu prüfen. 

3.2 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, durch den Abbruch drohe 
eine Baubrache, welche den öffentlichen Interessen, die unter anderem in der 
Schutzverordnung der Gemeinde normiert seien, zuwider laufe. 

3.2.1 Der Abbruch einer Baute wird im PBG nicht, jedenfalls nicht explizit, der 
Bewilligungspflicht unterstellt (anders z.B. § 59 Abs. 1 BauG-AG; Art. 1a Abs. 2 
BauG-BE; § 309 Abs. 1 lit. c BauG-ZH [betr. Gebäude in Kernzonen]; Art. 136 
Abs. 1 BauG-SG). Ebensowenig kennt das kommunale Baureglement (BauR) 
1996 vom 2. Dezember 1990 (mit Teilrevision vom 9.6.1996) eine entsprechende 
Regelung. Angesichts der Tatsache, dass auch der Abbruch von Bauten und An-
lagen Raum und Umwelt erheblich verändern kann und Art. 22 Abs. 1 RPG von 
einer wirkungsbezogenen Betrachtungsweise ausgeht, ist grundsätzlich von 
Bundesrechts wegen auch von einer Bewilligungspflicht des Abbruchs von Ge-
bäuden auszugehen (vgl. Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 22 
N 17; Baumann, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Aargau, Bern 2013, § 59 N 22). Die Frage stellt sich deshalb nicht häufig, weil in 
der Regel ein Abbruch mit einem Neubau verbunden ist. Bei der Beurteilung von 

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dessen Bewilligungsfähigkeit werden auch die Auswirkungen auf Raum und 
Umwelt mitberücksichtigt. 

3.2.2 Art. 40 BauR enthält Bestimmungen zur Seestattzone. In der Seestattzone 
sind Wohnhäuser und den örtlichen Verhältnissen entsprechende, nicht störende 
Gewerbebetriebe gestattet (Abs. 1). In dieser Zone sind die bauliche Einheit und 
die Eigenart zu erhalten. Neu- und Umbauten haben sich dem Landschafts- und 
Ortsbild einzufügen; insbesondere sind die Giebeldächer zu erhalten und bei 
Neubauten wieder zu erstellen. Vorbehalten bleibt für bauliche Änderungen in-
nerhalb des Seeabstandes von 20 m die Genehmigung des zuständigen kanto-
nalen Departementes (Abs. 2). Der historische Kern ist als besonders wertvolles 
Ortsbild von nationaler Bedeutung ausgeschieden (ISOS). Innerhalb dieses 
Kerns gilt die Schutzverordnung zur Erhaltung des Orts- und Landschaftsbildes 
der Gemeinde Altendorf (Abs. 3).

Die vom Gemeinderat erlassene Schutzverordnung (SchutzV) bezweckt die Be-
wahrung des Orts- und Landschaftsbildes, die Erhaltung, die Förderung und den 
Schutz der Kultur- und Naturobjekte, sowie der Natur- und Landschaftsschutzge-
biete (Art. 1 SchutzV). Sie gilt unter anderem für die geschützten Bauten und Ob-
jekte (KIGBO, ISOS; Art. 2 lit. a SchutzV). Art. 5 SchutzV unterstellt alle bauli-
chen Vorkehrungen, Änderungen und Erneuerungen an bestehenden Gebäuden 
und Anlagen, die der Verordnung unterstehen, einer Bewilligungspflicht. 

Unter Schutz gestellt sind gemäss Art. 6 Abs. 1 SchutzV namentlich zum einen 
alle im kantonalen Inventar der geschützten Bauten und Objekte (KIGBO) aufge-
führten Schutz-Objekte (gemäss Anhang) sowie anderseits der historische Kern 
der H.________, der im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 
(ISOS) als besonders wertvolles Ortsbild von nationaler Bedeutung ausgeschie-
den ist (gemäss Anhang). Der Abbruch von Gebäuden oder Gebäudeteilen ist 
nur zulässig (Art. 6 Abs. 2 SchutzV), wenn a) keine Beeinträchtigung von histo-
risch oder künstlerisch wertvoller Substanz eintritt oder ausnahmsweise, wenn 
deren Rekonstruktion gewährleistet ist und wenn b) überwiegende öffentliche In-
teressen den Abbruch erfordern. Mit dem Abbruch darf erst begonnen werden, 
wenn die Baubewilligung für einen Neubau vorliegt und die unverzügliche Durch-
führung der Bauarbeiten, die den Abbruch bedingen, gesichert ist (Art. 6 Abs. 3 
SchutzV). Zuständig für Bewilligungen im Rahmen der SchutzV ist der Gemein-
derat, der auch die Aufsicht über die Einhaltung der Vorschriften ausübt. Er kann 
die kantonale Denkmalpflege als beratende Instanz beiziehen (Art. 15 SchutzV). 

3.2.3 Die Liegenschaft KTN I.________ (Gasthaus E.________) ist im KIGBO 
nicht verzeichnet (vgl. SchutzV Anhang 1). Die H.________ als Weiler wurde als 

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schützenswertes Ortsbild von nationaler Bedeutung ausgeschieden (vgl. SchutzV 
Anhang 2); die Liegenschaft liegt zwar innerhalb des Schutzperimeters, ist je-
doch nicht als Einzelobjekt im ISOS inventarisiert. 

Der Gemeinderat hat in der Baubewilligung zutreffend erwogen (Erw. 13 ff.), 
beim bestehenden Gebäude handle es sich nicht um ein geschütztes Objekt; sei-
tens der Gemeinde und der kantonalen Denkmalpfleger sei eine Schutzwürdig-
keit stets verneint worden. Das Gebäude befinde sich in einem desolaten Zu-
stand. Ein hinreichendes öffentliches Interesse sei gleich wie in einem anderen 
die H.________ betreffenden Fall zu verneinen. Der Ersatzbau übernehme so-
wohl das Volumen als auch die Gestaltung vom bestehenden Gebäude. Der 
Schutzwürdigkeit des Ortsbildes der H.________ werde durch die Gestaltung 
des Neubauprojektes Rechnung getragen. Auf die Einholung einer Beurteilung 
einer überkantonalen Fachinstanz könne verzichtet werden. 

Mit dieser Beurteilung, welche angesichts der Rechtskraft der Baubewilligung ei-
ner Überprüfung (ohne Rückkommenstitel) entzogen ist, hat der Gemeinderat die 
in der SchutzV formulierten Voraussetzungen für einen Abbruch als erfüllt erach-
tet. Abgesehen davon tragen die Beschwerdeführer keine substantiierten Argu-
mente vor, welche diese gemeinderätliche Beurteilung in Frage stellten könnten. 
Namentlich machen sie nicht die Schutzwürdigkeit der bestehenden Baute gel-
tend. 

Die (rechtskräftige) Baubewilligung liegt vor und entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer steht mithin der unverzüglichen Durchführung des Neubau-
vorhabens, welches den Abbruch voraussetzt, grundsätzlich nichts (mehr) ent-
gegen. Mit der rechtskräftigen Baubewilligung ist - wie ausgeführt - gleichzeitig 
erstellt, dass die Realisation des bewilligten Neubaus unter Einhaltung der vom 
ARE/AfU formulierten Auflagen auch aus gewässerschutzrechtlicher Sicht mög-
lich ist, womit die Voraussetzungen (auch) für den Abbruch des bestehenden 
Gebäudes als erfüllt erachtet werden können. Die Befürchtung einer Baubrache 
im ISOS-Gebiet ist unbegründet. 

3.3 Zu beachten ist auch, dass gestützt auf die rechtskräftige Baubewilligung 
bereits mit dem Abbruch begonnen wurde und die Sicherheitsbedenken der 
Bauherrschaft angesichts des Teilabbruches nicht unbegründet sind. Indessen 
kann diesem Argument im Gesamtkontext keine Entscheidrelevanz zugebilligt 
werden. Einerseits wurde der Abbruch unverzüglich nach dem RRB Nr. 460/2018 
vom 19. Juni 2018 in Angriff genommen, obwohl die Bauherrschaft annehmen 
musste - wie dies auch der RRB erkennen liess (vgl. vorstehend Ingress lit. E) -, 
dass die Beschwerdeführer (auch) diesen Beschluss anfechten und wie bereits 
im regierungsrätlichen Verfahren eine superprovisorische Massnahme bzw. ei-

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nen Bau-/Abbruchstopp beantragen würden. Anderseits dürfte von einer fach-
kundigen und umsichtigen Bauherrschaft erwartet werden, dass sie in dieser Si-
tuation bei einem unverzüglichen Beginn des Abbruchs den Sicherheitsaspekt für 
den Fall eines behördlichen Abbruchstopps in ihr Kalkül miteinbezieht und allfäl-
lige Sicherungsmassnahmen (samt den damit verbundenen Risiken) nicht der 
Gemeinde (vgl. vorstehend Ingress lit. I) und dem bautechnisch nicht versierten 
(Verwaltungs-)Gericht (vgl. Eventualantrag Ziff. 2 der Einsprache vom 2.7.2018) 
anheimstellt und/oder abtreten will. 

3.4 Soweit der vermutliche Ausgang des (Haupt-)Verfahrens bei der vorliegen-
den Entscheidfindung mitberücksichtigt werden kann, gebietet das Erfordernis 
der Eindeutigkeit der Aussichten zwar Zurückhaltung bei der Beurteilung. Indes 
kann aufgrund der beschwerdeweisen Vorbringen der Beschwerdeführer prima 
vista auch nicht gesagt werden, der angefochtene RRB Nr. 460/2018 vom 
19. Juni 2018 sei (rechts-)fehlerhaft. 

3.5 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Einsprache gutzuheissen. 
Das mit dem Zwischenbescheid VGE III 2018 113 vom 22. Juni 2018 als super-
provisorische Massnahme angeordnete Verbot des Abbruchs und/oder jeder 
Veränderung des Gebäudes Mehrfamilienhaus E.________ wird aufgehoben. 

4. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides 
wird mit der Hauptsache (Verfahren III 2018 112) entschieden. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Einsprache der Beschwerdegegnerin vom 2. Juli 2018 wird gutgeheis-
sen. Das mit Zwischenbescheid III 2018 113 vom 11. Juni 2018 (superpro-
visorisch) angeordnete Verbot des Abbruches und/oder jeder Veränderung 
des Gebäudes Mehrfamilienhaus E.________, F.________, Altendorf, wird 
aufgehoben. 

2. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides 
wird mit der Hauptsache (Verfahren III 2017 157) entschieden. 

3. Die Vorinstanzen haben dem Verwaltungsgericht innert zehn Tagen seit 
Zustellung dieses Entscheides die vollständigen Akten in den Baubewilli-
gungsverfahren betreffend die Baugesuche vom 7. Juli 2017 und 11. Au-
gust 2017 sowie des Pfählungsgesuchs vom 4. Mai 2018 (jeweils Datum 
der Publikation im Amtsblatt) einzureichen. 

4. Gegen diesen Zwischenbescheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung die-
ses Zwischenbescheides Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 42 
und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110), 
wobei insbesondere die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zu be-
achten sind.

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von 
verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung:
- Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R; unter Beilage der Ein-

spracheantwort der Beschwerdeführer vom 20.7.2018)
- Rechtsvertreter des Gemeinderats Altendorf (2/R; unter Beilage der 

Einspracheantwort der Beschwerdeführer vom 20.7.2018)
- Regierungsrat des Kantons Schwyz 
- Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Einspracheantwort der 

Beschwerdeführer vom 20.7.2018)
- das ARE (EB; unter Beilage der Einspracheantwort der Beschwerdefüh-

rer vom 20.7.2018)
- und das Bundesamt für Kultur (BAK), Hallwylstrasse 15, 3003 Bern (A; 

z.K.).

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Schwyz, 27. Juli 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. August 2018