# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d6461fb-32d6-52a7-931d-f1499b875656
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.09.2016 IV 2014/205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-205_2016-09-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/205

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 27.09.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2016
Art. 16 ATSG. Würdigung von medizinischen Akten, insbesondere von zwei 
einander in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit widersprechenden Gutachten von 
IV und Suva. Prüfung von Indikatoren gemäss BGE 141 V 281. Der 
übereinstimmend diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren kommt keine invalidisierende 
Wirkung zu. Einkommensvergleich bei unterdurchschnittlichem 
Valideneinkommen, Parallelisierung. (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St Gallen vom 27. September 2016, IV 2014/205).

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane

Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichts-schreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.  

IV 2014/205

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728,

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9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Mai 2006 unter Hinweis auf einen Unfall mit 

Fingerverletzungen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (IV-

act. 1). Am 16. Juni 2005 hatte er sich bei der Arbeit an einer Stanzmaschine bei der 

B.___ AG eine komplexe Quetschverletzung der rechten Hand zugezogen, die 

insbesondere den Mittel-, Ring- und Kleinfinger betroffen hatte (vgl. etwa den 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 3. Februar 2006, wo sich der Versicherte 

vom 5. Dezember 2005 bis 11. Januar 2006 aufgehalten hatte; IV-act. 9-5 ff.). Am 12. 

Januar 2006 hatte er seine vor dem Unfall vollzeitlich ausgeübte Tätigkeit als 

angelernter Maschinenführer zu 50% wieder aufgenommen (IV-act. 10-2). In einem 

Bericht vom 21. Februar 2006 der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) war ein 

Arbeitsplatzwechsel empfohlen und unter näher umschriebenen Bedingungen eine 

volle Arbeitsfähigkeit bescheinigt worden (IV-act. 23-30).

A.b  Am 18. Mai 2006 wurden beim Versicherten eine Dermoidzyste am Hals und ein 

Ganglion am rechten Handgelenk operiert (Bericht KSSG vom 22. Mai 2006, IV-act. 

23-12; vgl. auch IV-act. 23-17 und 23-19). Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, 

hielt gegenüber der IV-Stelle am 30. Juli/10. August 2006 fest, seit 5. Juni 2006 belaufe 

sich die Arbeitsfähigkeit wiederum auf 50%. Die bisherige Tätigkeit sei dem 

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Versicherten während vier bis fünf Stunden täglich bei um 50% verminderter 

Leistungsfähigkeit zumutbar. Weniger handbelastende Tätigkeiten wären eventuell zu 

100% möglich (IV-act. 23-1 bis 23-4).

A.c  Der Handchirurg Dr. med. D.___ von der Klinik E.___ erstattete am 10. Oktober 

2006 im Auftrag der Unfallversicherung ein Gutachten. Darin nannte er insbesondere 

die Diagnosen Schmerzsyndrom rechts dominant bei komplexer Quetschverletzung 

rechts mit Quetschung des Endglieds Dig II mit Nagelluxation, Ablederungsverletzung 

volar Endglied und Mittelglied Dig III, Trümmerfraktur PIP IV, Endgliedfraktur Dig V. Der 

Gutachter attestierte an der angestammten Arbeitsstelle, an der der Versicherte an 

einer Maschine linkshändig arbeiten könne, eine Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 82). 

Der Neurologe Dr. med. F.___ untersuchte den Versicherten im Auftrag der 

Unfallversicherung und erwähnte im Bericht vom 28. Dezember 2006 chronifizierte 

Schmerzen im Bereich der rechten Hand, aber auch Beschwerden im Sinn eines 

Schulter-Arm-Syndroms rechts bei Dysfunktion der rechten Hand, hierdurch bedingter 

Fehlinnervation und musculo-skelettaler Dysfunktion im gesamten Schulter-Arm-

Bereich. Aufgrund der massiven funktionellen Einschränkungen müsse auch von 

neurologischer Seite her angenommen werden, dass in der momentanen 

Berufsausübung lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe, wobei diese in 

qualitativer Hinsicht wahrscheinlich noch darunter liege (IV-act. 81-9 f.).

A.d  Im Rahmen einer Suva-kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Mai 2007 erwähnte 

Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, eine fortgesetzte Bewegungseinschränkung der 

Langfinger rechts, Kraftminderung, Schmerzstörung und Überlastung. Für ihn sei 

aufgrund der Verhältnisse am aktuellen Arbeitsplatz und der objektiven Befunde nicht 

nachvollziehbar, weshalb der Versicherte nicht mehr als vier Stunden am Tag dort 

arbeiten könne (Bericht vom 22. Mai 2007, bei den Suva-Akten, act. G 5.2). Der Suva-

Arzt Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Chirurgie, nannte in einem Gutachten vom 31. 

Januar 2008 insbesondere die Diagnosen residuelles Schmerzsyndrom der rechten 

Hand mit Bewegungseinschränkung vor allem der Finger 3 bis 5, Faustschlussstörung, 

Störung der Feinmotorik sowie deutliche Verminderung der rohen Kraft. Allein aufgrund 

der organischen Unfallfolgen an der rechten Hand sei eine Steigerung der zeitlichen 

Präsenz der derzeit verrichteten angepassten beruflichen Tätigkeit auf mindestens 75% 

bei voller Leistung zumutbar (insbes. S. 16 und 23 des Gutachtens, bei den Suva-

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Akten, act. G 5.2; vgl. auch die neurologische Beurteilung von Dr. med. I.___, Facharzt 

für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2008, bei den 

Suva-Akten, act. G 5.2). Der IV-interne Regionale Ärztliche Dienst (RAD) schloss sich 

am 28. April 2008 dieser Auffassung an (IV-act. 38-2).

A.e  Die B.___ AG kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per Ende 

Dezember 2008 (IV-act. 47), woraufhin sich dieser bei der Arbeitslosenversicherung 

anmeldete (vgl. IV-act. 68-2). Vom 27. Juli 2009 bis 31. Dezember 2009 befand er sich 

in einem Einsatzprogramm (Projekt J.___; IV-act. 60). Er erbrachte bei 50% 

Anwesenheit eine Leistung von 50-75% (IV-act. 68-3).

A.f  Dr. F.___ ging gestützt auf eine Untersuchung des Versicherten vom 29. April 2010 

aus neurologischer Sicht in ideal angepasster, näher umschriebener Tätigkeit von einer 

Arbeitsfähigkeit von 60-70% aus (Bericht vom 28. Mai 2010, IV-act. 81-4). Der 

Hausarzt Dr. C.___ attestierte am 29. September 2010 eine um 50% verminderte 

Leistungsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (IV-act. 84-6; ebenso bereits am 19. April 

2010, IV-act. 84-9).

A.g  Mit Verfügung vom 30. September 2010 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch 

des Versicherten auf berufliche Massnahmen (IV-act. 83).

A.h  Im Auftrag der IV (IV-act. 91, vgl. auch IV-act. 87-2) begutachtete die Medas 

Zentralschweiz den Versicherten am 21./22. Juni und 1. Juli 2011 polydisziplinär. Im 

Gutachten vom 30. September 2011 wurden ein chronisches Schmerzsyndrom und 

eine Funktionseinschränkung von Hand und Fingergelenken II bis V rechts, 

ausstrahlend in den Schulter-Arm-Bereich, diagnostiziert. Ohne wesentliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren und ein chronisches lumbales 

Schmerzsyndrom. Die angestammte Tätigkeit als Maschinenführer sei dem 

Beschwerdeführer wahrscheinlich nicht mehr zumutbar. Auch mittelschwere bis 

schwere körperliche Arbeiten sowie feinmotorische Tätigkeiten mit der rechten Hand, 

Arbeiten mit Vibrationen und Schlägen sowie Sicherungsarbeiten seien nicht mehr 

zumutbar. Einfache, leichte Haltearbeiten, intermittierend auch mit dem rechten Arm, 

sowie Überwachungsarbeiten, bei denen die rechte Hand nur vereinzelt benötigt 

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werde, seien zumutbar. Aufgrund eines erhöhten Zeitbedarfs sei dabei von einer 20%-

igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 105-28 f.).

A.i Die Suva gab bei der Universitätsklinik Balgrist eine polydisziplinäre Begutachtung 

in Auftrag (dies, nachdem das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen einen 

Einspracheentscheid vom 2. Februar 2010 [Invalidenrente bei 12% Invaliditätsgrad] 

aufgehoben und die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die Suva 

zurückgewiesen hatte, vgl. IV-act. 99). Der psychiatrische Teilgutachter Dr. med. K.___ 

diagnostizierte eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren. Die Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Versicherten habe unter 

Berücksichtigung der psychischen Faktoren im Hauptgutachten zu erfolgen 

(Teilgutachten vom 14. Juli 2012 S. 40 ff., bei den Suva-Akten, act. G 5.2). Seitens der 

Handchirurgie wurde insbesondere der Diagnose komplexe Quetschverletzung Hand 

rechts Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugebilligt. Ideal adaptierte Tätigkeiten (siehe 

dazu S. 57 Ziff. 8.4 des Hauptgutachtens vom 15. Oktober 2012, bei den Suva-Akten, 

act. G 5.2) seien mit einer Leistungseinbusse von 50% möglich. Zur Erbringung einer 

50%-igen Leistung sei ein zeitlicher Umfang von mehr als einem halben Tag denkbar, 

sei aber angesichts der chronischen Schmerzstörung nur bedingt empfehlenswert und 

sollte eine Präsenzzeit von 75% nicht übersteigen (S. 60 des Hauptgutachtens; das 

rheumatologische Teilgutachten vom 7. November 2012 befindet sich auch in den 

Suva-Akten, act. G 5.2).

A.j Seitens des RAD wurde am 27. Februar 2013 unter Bezugnahme auf das Balgrist-

Gutachten festgehalten, dass nach wie vor auf das Medas-Gutachten abgestellt 

werden könne (IV-act. 119).

A.k  Die IV-Stelle stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. August 2013 die 

Abweisung des Rentengesuchs bei einem Invaliditätsgrad von 16% in Aussicht (IV-act. 

124). Trotz Einwands des Versicherten (IV-act. 125, 129) verfügte die IV-Stelle am 10. 

März 2014 gemäss Vorbescheid (act. G 1.2).

B.   

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B.a  Gegen die Verfügung vom 10. März 2014 richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. 

R. Niedermann, St. Gallen, für den Versicherten erhobene Beschwerde vom 10. April 

2014. Beantragt werden unter Kosten- und Entschädigungsfolgen deren Aufhebung 

und die Zusprache mindestens einer Dreiviertelsrente ab 1. Juni 2006. Der 

psychiatrische Teilgutachter der Universitätsklinik Balgrist Dr. K.___ stelle zwar 

dieselbe Diagnose wie der psychiatrische Teilgutachter der Medas, med. pract. L.___. 

Dr. K.___ weiche jedoch bei der Gewichtung dieser Diagnose bezogen auf die 

Einschätzung der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bei der Würdigung der 

Foerster-Kriterien erheblich vom Medas-Gutachten ab. Sinngemäss wird geltend 

gemacht, der Schlussfolgerung der Balgrist-Gutachter, die Leistungsfähigkeit auf 50% 

festzusetzen, sei der Vorzug zu geben. Diese Beurteilung stehe mit den 

Arbeitsversuchen und Arbeitseinsätzen des RAV im Einklang. Betreffend 

Invalideneinkommen wird die Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 25% 

beantragt (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Mit Blick auf die Foerster-Kriterien sei von einer 

zumutbaren Überwindbarkeit auszugehen, sodass die aufgrund der Schmerzstörung 

attestierte Minderung der Arbeitsfähigkeit von 50% gemäss Dr. K.___ im 

versicherungsrechtlichen Rahmen ausser Betracht bleiben müsse. Beim 

Einkommensvergleich sei ferner neben der vorgenommenen Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen kein Tabellenlohnabzug gerechtfertigt (act. G 5).

B.c  Dem Beschwerdeführer wurde am 6. Juni 2014 die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 6).

B.d  Der Beschwerdeführer lässt in der Replik vom 7. November 2014 (act. G 15) und 

die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 20. November 2014 (act. G 17) unverändert 

an den Anträgen festhalten.

Erwägungen

1. 

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Ausgangspunkt für die Bemessung 

der Invalidität bildet die Frage, ob und in welchem Ausmass es einer versicherten 

Person zumutbar ist, trotz ihres Gesundheitsschadens ein Erwerbseinkommen zu 

erzielen. In Art. 7 Abs. 2 ATSG, der mit der 5. IVG-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft 

getreten ist, wird festgelegt, dass eine Erwerbsunfähigkeit nur vorliegt, wenn sie aus 

objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Damit wurde gesetzlich verankert, dass die 

Zumutbarkeit nicht nach dem subjektiven Empfinden der versicherten Person, sondern 

nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen ist. Art. 7 Abs. 2 ATSG schreibt somit 

auf Gesetzesstufe das Erfordernis der Objektivierbarkeit fest, was nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 135 V 215 E. 7.3) seit jeher gilt (THOMAS 

GÄCHTER/EVA SIKI, Sparen um jeden Preis?, Kritische Würdigung der geplanten 

Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision, in: Jusletter vom 29. November 2010, S. 3).

1.2  Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG 

besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. 

Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe 

Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

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1.3  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2. 

2.1  Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt 

worden ist.

2.2  Uneinig sind sich die Parteien insbesondere über die Folgen der psychischen 

Einschränkung des Beschwerdeführers auf seine Arbeitsfähigkeit.

2.2.1  Der Beschwerdeführer hat sich nach Lage der Akten nie psychiatrisch oder 

psychologisch behandeln lassen. Im Rahmen der einzigen mehrwöchigen (somatisch 

ausgerichteten) stationären Behandlung Ende 2005/Anfang 2006 wurden seitens der 

Rehaklinik Bellikon keine psychischen Auffälligkeiten beschrieben. Erwähnt wurde 

lediglich, der Beschwerdeführer sei bei Eintritt psychisch etwas angeschlagen gewesen 

"(traurig wegen Unfall und Unfallfolgen)" (IV-act. 9-11). Im Recht liegen in 

psychiatrischer Hinsicht einzig die Beurteilungen von med. prac. L.___, der den 

Beschwerdeführer am 22. Juni 2011 für die Medas Zentralschweiz untersuchte (IV-act. 

105-33 ff.), und von Dr. K.___, der seine Begutachtung für die Universitätsklinik Balgrist 

am 28. April und 18. Mai 2012 vornahm (Suva-act. 335).

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2.2.2  Im Zusammenhang mit der Beschreibung des Psychostatus beobachtete med. 

pract. L.___ ein leicht eingeschränktes Vitalgefühl des Beschwerdeführers und leichte 

Insuffizienzgefühle. Den Schlaf beschrieb der Beschwerdeführer ihm gegenüber als 

eingeschränkt durch das Schmerzerleben. Die Mehrzahl der weiteren Aspekte 

(insbesondere betreffend Phobien, Zwängen, Misstrauen, Ich-Störung, Wahn und 

Sinnestäuschungen, Antrieb, Sozialverhalten, Suizidalität, Appetit, Panik) ist unauffällig. 

Bei einigen anderen ergeben sich aus der Beschreibung weitere eher leicht 

erscheinende subjektive Einschränkungen, so etwa beim formalen Denken (gewisse 

Grübelneigung), beim inhaltlichen Denken, bei der Affektivität (etwa stärkere 

Betroffenheit beim Beobachten eines Sturzes eines Kindes) und bei der Sexualität. 

Angst wurde nur im Zusammenhang mit Gebrauch und allfälliger Verschlechterung des 

Zustands der rechten Hand erwähnt (IV-act. 105-36). Die detaillierten Ausführungen 

von Dr. K.___ zum Psychostatus sind ebenfalls weitgehend unauffällig. Anzeichen von 

Ermüdung erkannte dieser Gutachter erst nach jeweils zwei Stunden konstant 

intensiver Beantwortung der Fragen. Bezüglich der Affektivität beschrieb er die 

Grundstimmung als ernst, mehrheitlich sachlich-unauffällig und zurückhaltend. Einzelne 

Affekte der Besorgnis erwähnte er bezüglich der weiteren persönlichen Zukunft des 

Beschwerdeführers, der resignierend-bitteren Hilflosigkeit angesichts des langjährigen 

juristisch-versicherungsmedizinischen Ablaufs und der pessimistischen Ängstlichkeit 

bezüglich der gesundheitlichen Verfassung; diese seien von der Grundstimmung 

konturiert und ständen in einem plausiblen Zusammenhang mit den Schilderungen des 

Beschwerdeführers. Wie bereits med. pract. L.___ stellte auch Dr. K.___ keine 

anhaltende Niedergeschlagenheit, wie sie für depressive Zustandsbilder typisch sei, 

fest. Dr. K.___ bezeichnete Antrieb und Psychomotorik den Äusserungen der 

Grundstimmung entsprechend, wies diesbezüglich aber lediglich auf eine ernste und 

angespannte Mimik und fast fehlende Gestik durch den rechten Arm hin (S. 33, siehe 

dazu auch S. 36). Daraus kann nicht auf eine eigentliche Antriebsproblematik oder 

auffällige Psychomotorik geschlossen werden.

2.2.3  Diagnostisch stimmen die beiden Gutachter überein: Sie erheben einzig eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Dr. K.___ 

leitete diese Diagnose unter Bezugnahme auf die entsprechenden Kriterien detaillierter 

her als med. pract. L.___ (wobei allerdings die allgemeinen Ausführungen deutlich 

umfangreicher ausgefallen sind als die konkrete Bezugnahme auf den 

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Beschwerdeführer; vgl. S. 34 f.). Doch auch dessen Ausführungen erlauben es, die 

Diagnosestellung nachzuvollziehen. So vermutete er im Sinn eines primären 

Krankheitsgewinns eine überproportionale Verstärkung des Schmerzerlebens, die dazu 

geführt habe, dass der Beschwerdeführer den rechten Arm nur noch schonend habe 

bei sich haben können. Weiter verneinte med. pract. L.___ zwar reaktivierte Ängste, 

erwähnte aber ständige Sorge/Angst, dass dem Arm etwas passieren könnte. Dies 

interpretierte er als Aufrechterhaltung des Schmerzerlebens durch psychische Muster 

(IV-act. 105-37). Das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung, wie Dr. F.___ in 

seinem Schreiben an den Rechtsanwalt des Beschwerdeführers vom 28. Mai 2010 

vermutet hatte (IV-act. 81-4), verneinten beide Gutachter übereinstimmend und mit 

plausibler Begründung (auch diesbezüglich ausführlicher Dr. K.___, S. 35; IV-act. 

105-38). Dr. K.___ diskutierte weiter das Vorliegen einer Symptomausweitung mit der 

Schlussfolgerung, das Gesamtbild einer solchen lasse sich anhand der vorgefundenen 

Einzelphänomene nicht eindeutig diagnostizieren (S. 37 f.). Zur selben Konklusion 

gelangt er in Bezug auf das Vorliegen einer dissoziativen Störung (S. 38). Die 

diesbezüglichen Aussagen sind nachvollziehbar. Sie stehen ferner nicht in Widerspruch 

zu den Ausführungen von med. pract. L.___.

2.2.4  Beide Gutachter haben schliesslich Bezug genommen auf die Rechtsprechung 

zur Überwindbarkeit von somatoformen Schmerzstörungen und ähnlichen 

Beschwerdebildern (BGE 130 V 352) und sich zu den sog. Foerster-Kriterien geäussert. 

Da das Bundesgericht diese Praxis unterdessen jedoch aufgegeben und durch ein sog. 

strukturiertes Beweisverfahren ersetzt hat (BGE 141 V 281), sind diese Ausführungen 

nur noch bedingt aussagekräftig. Den beiden Gutachten lassen sich jedoch Hinweise 

zu den vom Bundesgericht formulierten Indikatoren (siehe etwa die Übersicht im vom 

Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen IV-Rundschreiben Nr. 334) 

entnehmen.

2.2.5  Zur Eingrenzung des funktionellen Schweregrads der diagnostizierten 

chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ist in Bezug 

auf die Gesundheitsschädigung ersichtlich, dass die diagnoserelevanten Befunde nicht 

in einer intensiven Ausprägung vorliegen. Dafür sind die Erhebungen der beiden 

psychiatrischen Gutachter zu wenig gravierend (vgl. auch die diesbezüglichen obigen 

Ausführungen). Konkrete Hinweise auf eine Behandlungsresistenz finden sich nicht. 

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Med. pract. L.___ schloss zwar nicht aus, dass eine psychiatrische Therapie eine 

Verbesserung bewirken könnte, sprach sich aber jedenfalls nicht eindringlich für eine 

solche aus (vgl. IV-act. 105-38 letzter Absatz). Dr. K.___ äusserte sich dazu nicht (vgl. 

aber den Hinweis auf die diesbezügliche Kosten-Nutzen-Frage im Hauptgutachten, S. 

58). Offensichtlich gingen also weder die beiden psychiatrischen Gutachter noch 

sämtliche den Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht über Jahre intensiv 

behandelnden oder begutachtenden Ärzte von einer klar erkennbaren (psychiatrischen) 

Behandlungsindikation aus, ebenso wenig bereits von einer mutmasslichen 

Therapieresistenz. Dies spricht folglich nicht für eine gravierende Schwere der 

psychiatrischen Erkrankung bzw. jedenfalls nicht für einen wesentlichen Einfluss auf die 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Betreffend den Aspekt Eingliederungserfolg 

bzw. -resistenz ist festzuhalten, dass grundsätzlich so lange von einer erfolgreichen 

Wiedereingliederung nach dem Unfall ausgegangen werden konnte, als vom 

Beschwerdeführer seitens der Arbeitgeberin bzw. der Unfallversicherung nicht verlangt 

wurde, sein Pensum bei der B.___ AG auf über 50% zu steigern. So war er nach dem 

Unfall von Januar 2006 bis Dezember 2008, also während drei Jahren, eingegliedert. 

Dass die Wiedereingliederung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der B.___ 

AG scheiterte, könnte wesentlich auch arbeitsmarktlich begründet sein bzw. 

zusammenhängen mit einer erschwerten Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers 

aufgrund seiner wegen der rechten Hand gegenüber gesunden Stellensuchenden 

eingeschränkten Konkurrenzfähigkeit sowie mit ausbildungsmässigen, sprachlichen 

oder ethnischen Aspekten. Ein klarer Zusammenhang mit der psychischen Erkrankung 

ist jedenfalls nicht hinreichend wahrscheinlich. Im Übrigen haben beide psychiatrischen 

Gutachter das Vorliegen von mitwirkenden Komorbiditäten übereinstimmend verneint 

(IV-act. 105-38 Mitte; Gutachten K.___ S. 39 unten und S. 40 unten).

2.2.6  Im Zusammenhang mit den Indikatoren Persönlichkeit und sozialer Kontext des 

Beschwerdeführers fällt insbesondere auf, dass sich aus den beiden psychiatrischen 

Gutachten, aber auch aus den übrigen Akten Hinweise auf nicht unerhebliche 

Ressourcen ergeben. So erwähnte etwa Dr. K.___ explizit, dass der Beschwerdeführer 

über genügend persönliche, familiäre und soziale Ressourcen verfügt habe, um auch 

mit den vorliegenden Belastungen einen Weg zu finden (S. 35). Verschiedentlich 

erwähnt wird der hohe Stellenwert, den die Familie beim Beschwerdeführer einnimmt 

(etwa Gutachten K.___ S. 28 f., IV-act. 105-21; er hilft auch der Ehefrau gern im 

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Haushalt, Gutachten K.___ S. 30). Auch wird er als gut integriert beschrieben (Kontakte 

sowohl mit Schweizer als auch mit afrikanischen Familien [IV-act. 105-19]; sozialer 

Rückzug wird verneint [IV-act. 105-38]). Weiter wird die Zugehörigkeit und das Gefühl 

der Geborgenheit in der Glaubensgemeinschaft als Ressource betont (etwa Gutachten 

K.___ S. 35; IV-act. 105-19). Auch findet er wieder Energie für Sport (Jogging, 

Gutachten K.___, S. 30). Insgesamt verfügt er somit nach Lage der Akten über einige 

Ressourcen und ein tragfähiges soziales Umfeld.

2.2.7  Im Zusammenhang mit der Konsistenz ergeben sich nur wenige weitere Aspekte. 

Die Akten zeichnen ein insgesamt weitgehend konsistentes Bild des Verhaltens des 

Beschwerdeführers. Nicht ganz nachvollziehbar ist aus den Akten allerdings, weshalb 

der Beschwerdeführer während der drei Jahre Tätigkeit bei der B.___ AG nach dem 

Unfall nur noch halbtags mit voller Leistung und nicht mehr als halbtags mit allenfalls 

reduzierter Leistung arbeiten wollte/konnte (vgl. auch IV-act. 23-28; in IV-act. 23-21 

bestätigte die Arbeitgeberin, dass der Beschwerdeführer während der halbtägigen 

Präsenz eine volle, normale Leistung erbringe). Ganztägige Tätigkeit war seitens der 

Rehaklinik Bellikon empfohlen worden (IV-act. 9-7 f.). Auch Dr. D.___ war offenbar 

grundsätzlich von der Zumutbarkeit einer ganztägigen Anwesenheit am Arbeitsplatz 

ausgegangen, hatte er es doch als "etwas irritierend" bezeichnet, dass der 

Beschwerdeführer offensichtlich während vier Tagen eine volle Leistung erbringe (IV-

act. 82-6). Im Zusammenhang mit der Konsistenzprüfung fällt weiter auf, dass der 

rheumatologische Medas-Teilgutachter festhielt, die Muskulatur des rechtsdominanten 

Armes sei kräftig ausgebildet. Sowohl am Ober- wie auch am Unterarm seien die 

Umfänge rechts besser, der Habitus sei generell muskulös. Zusammen mit der recht 

ausgeprägten Beschwielung am rechten Daumen (nicht jedoch an den übrigen 

Fingerkuppen rechts) deute vieles darauf hin, dass der rechte Arm ausserhalb des 

gutachterlichen Rahmens besser gebraucht werde als vorgezeigt (IV-act. 105-48).

2.2.8  Die aktenkundigen Hinweise auf die vom Bundesgericht zusammengestellten 

Indikatoren ergeben zusammenfassend das Bild eines wegen der psychischen 

Erkrankung (chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren) 

mit Blick auf die objektive Zumutbarkeit nicht übermässig in der Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkten Versicherten. Somit erscheint die Beurteilung von med. pract. L.___, 

der Beschwerdeführer sei rein psychisch nicht relevant eingeschränkt, sofern er nicht 

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an derselben Maschine arbeiten müsse, an der er den Unfall erlitten habe (IV-act. 

105-39), plausibel. Dr. K.___ hat sich diesem Ergebnis zwar nicht klar angeschlossen. 

Eine eigene, differenzierte Beurteilung hat er jedoch nicht vorgenommen. Aus der von 

ihm erwähnten, gegenüber jener von med. pract. L.___ "differenten Einschätzung" 

einiger weniger Foerster-Kriterien (vgl. dazu Gutachten K.___ S. 39 f.) zieht er keine 

nachvollziehbaren Schlüsse. Der Vorwurf an med. pract. L.___, dieser habe keine 

Aktenlage dargelegt, "sodass ihm doch wesentliche Faktoren nicht vorgelegen 

haben" (S. 39 Mitte), ist unbegründet, hielt med. pract. L.___ doch fest, ihm habe der 

Medas-Aktenordner und der ausführliche Aktenauszug des fallführenden Gutachters 

zur Verfügung gestanden. Welche Faktoren ihm folglich nicht bekannt gewesen sein 

sollen, ist nicht ersichtlich. Aus welchen Faktoren Dr. K.___ weshalb zu anderen 

Schlussfolgerungen gelangt ist, hat dieser Gutachter ebenfalls nicht hinreichend 

verständlich dargelegt. Das Fazit seiner Begutachtung war, dass die alleinige 

Betrachtung der psychischen Faktoren keine Aussage über eine Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit erlaube, da diese psychischen Faktoren per definitionem nicht ein 

eigenständiges Erkrankungsbild darstellten, sondern nur im Zusammenhang mit der 

Verstärkung, Aufrechterhaltung einer somatischen Schmerzursache in ihrem 

pathologischen Gehalt erkennbar seien. Aus diesem Grund habe die Einschätzung der 

Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der psychischen Faktoren im 

Hauptgutachten zu erfolgen (Gutachten K.___ S. 42).

2.2.9  Im Balgrist-Hauptgutachten wurde nun unter Berücksichtigung der 

psychiatrischen Diagnose die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 50% 

festgelegt. Diese Quantifizierung wurde nicht nachvollziehbar begründet. Zudem ist 

nicht erkennbar, ob diese Beurteilung im Sinn einer Konsensfindung in Rücksprache 

mit Dr. K.___ abgegeben wurde, was aufgrund der speziellen Konstellation, dass sich 

primär die psychische Einschränkung auf die Leistungsfähigkeit auswirkt, angezeigt 

gewesen wäre. Dr. K.___ hat das Gutachten jedenfalls nicht mitunterschrieben, auch 

nicht die Ergänzung vom 28. Mai 2013, in der die rein somatische leistungsmässige 

Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit auf 25% geschätzt worden war (act. G 

19.1).

2.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei nach Lage der Akten aus 

psychiatrischer Sicht einzig plausibel gestellter Diagnose einer chronischen 

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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren eine relevante 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen nicht hinreichend 

nachvollziehbar begründet wurde und daher beweisrechtlich nicht als ausgewiesen 

betrachtet werden kann.

3. 

3.1  Der Beschwerdeführer war bis 31. Dezember 2008 bei der B.___ AG angestellt (IV-

act. 47) und in einem Pensum von 50% tätig. Dabei erbrachte er nach Angabe der 

Arbeitgeberin eine volle, normale Leistung (IV-act. 23-21). Seitens der Rehaklinik 

Bellikon wurde ab 12. Januar 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert (IV-act. 

9-6). Zur selben Einschätzung gelangte der im Auftrag der Suva begutachtende Dr. 

D.___ am 10. Oktober 2006 (IV-act. 82-7) sowie Dr. F.___ am 28. Dezember 2006 

(bezogen auf die damalige [angepasste] Tätigkeit bei der B.___ AG; IV-act. 81-11). Erst 

die Suva-Kreisärzte Dr. I.___ (Suva-act. 166-9) und Dr. H.___ (Suva-act. 165-26) 

gelangten nach ihren Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 15. Januar 2008 

zur Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 75%. Seitens der Medas Zentralschweiz 

wurde dies übernommen und zudem ab 28. September 2011 (Datum der 

Schlussbesprechung) von einer Arbeitsfähigkeit von 80% ausgegangen (IV-act. 

105-30). Vor dem Hintergrund dessen, dass der Beschwerdeführer bis Januar 2008 

keinen Anlass hatte anzunehmen, seitens der IV würde ihm die Verwertung einer 50% 

übersteigenden Arbeitsfähigkeit zugemutet, ist folglich bei der Invaliditätsbemessung 

bei Ablauf des Wartejahrs im Juni 2006 (Eintritt der Arbeitsunfähigkeit unstrittig am 16. 

Juni 2005) bis Januar 2008 von einer Arbeitsfähigkeit von 50% und von Februar 2008 

bis mindestens 27. Sep¬tember 2011 von einer solchen von 75% auszugehen. Ob sich 

die Arbeitsfähigkeit danach, also ab 28. September 2011, gemäss dem Medas-

Gutachten nochmals geringfügig auf 80% erhöht hat oder ob sie - gemäss den 

Balgrist-Gutachtern (act. G 19.1) - (somatisch) weiterhin auf 75% einzuschätzen ist, 

kann offen bleiben, wie sich nachfolgend ergibt.

3.2  Im Rahmen des unbestrittenermassen zur Anwendung gelangenden 

Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) ist vorab das Valideneinkommen festzusetzen. 

Im Jahr 2004, dem Jahr vor dem Unfall, erzielte der Beschwerdeführer bei der B.___ 

AG ein Einkommen von Fr. 52'102.30 (Arbeitgeberfragebogen in IV-act. 10-2). Der 

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Beschwerdeführer meldete sich im Mai 2006 und damit vor Inkrafttreten der 5. IV-

Revision und dessen Art. 29 Abs. 1 IVG zum Leistungsbezug an. Folglich liegt der 

frühestmögliche Rentenbeginn im Juni 2006 (Beginn Wartejahr mit dem Unfall im Juni 

2005; vgl. auch aArt. 48 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). 

Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2006 beläuft sich das 

Valideneinkommen folglich auf Fr. 53'131.15 (Index Männer 2004: 1975; 2006: 2014).

3.3  Mit Blick auf die Angaben der B.___ AG im Arbeitgeberfragebogen vom 16. Mai 

2006 (IV-act. 10-2 Ziff. 12 und 16) ist davon auszugehen, dass sie dem 

Beschwerdeführer bis zum Ende der Anstellung per 31. Dezember 2008 bei der zeitlich 

und inhaltlich halben Leistung das halbe des ursprünglichen Einkommens bezahlte. Für 

die vorliegend interessierende Zeit ab 1. Juni 2006 (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG in der 

damals gültig gewesenen Fassung) bis 30. April 2008 (vgl. die dreimonatige 

Verzögerung gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV) ist folglich von einer invaliditätsbedingten 

Einbusse und damit von einem Invaliditätsgrad von 50% auszugehen.

3.4  Spätestens ab Januar 2009 ist das Invalideneinkommen auf der Basis der vom 

Bundesamt für Statistik herausgegebenen Tabellenlöhne der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen, weil der Beschwerdeführer ab jenem 

Zeitpunkt kein konkretes Einkommen mehr erzielte. Im Jahr 2009 erzielten Männer im 

tiefsten Anforderungsniveau bei der betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 

41.6 Stunden ein Jahreseinkommen von Fr. 61'240.-. Nominallohnbereinigt bis 2009 

belief sich das Valideneinkommen 2009 auf Fr. 56'349.65 (Fr. 52'102.30 per 2004; 

Nominallohnindex Männer 2004: 1975; 2009: 2136). Es ist damit um 8% 

unterdurchschnittlich. Folglich ist praxisgemäss eine Parallelisierung von 3% 

vorzunehmen (zum Erheblichkeitsgrenzwert von 5% vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Die 

Beschwerdegegnerin hat keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen (zur 

Begründung mit Hinweisen auf die höchstrichterliche Rechtsprechung vgl. die 

Beschwerdeantwort Ziff. III/5, act. G 5). Der Beschwerdeführer erachtet den 

Maximalabzug von 25% als gerechtfertigt (act. G 15 S. 4). Dieser Maximalabzug 

erscheint aber jedenfalls als übersetzt. Die Beschwerdeführer konnte während 

mehrerer Jahre als weitgehend Einhändiger einem teilzeitlichen Erwerb nachgehen und 

kann die rechte Hand noch als Zudienhand bzw. Hilfshand einsetzen (vgl. etwa S. 57 

des Balgrist-Gutachtens, bei den Suva-Akten, act. G 5.2). Abgesehen von der 

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Problematik seiner Hand ist er nicht erheblich beeinträchtigt. Die von ihm erwähnten 

weiteren Faktoren, denen grundsätzlich Abzugsrelevanz zukommen könnte, sind 

jedenfalls nicht ausgeprägt erfüllt. So war er im Jahr 2009 erst 47 Jahre alt, ist in der 

Schweiz gut integriert, spricht sehr gut Französisch und ausreichend Deutsch. Dass er 

Ausländer ist, hat im ihm zur Verfügung stehenden Segment des Arbeitsmarkts 

ebenfalls keine grosse Relevanz. Der Maximalabzug ist somit jedenfalls zu hoch. Die 

konkrete Festsetzung kann jedoch offen bleiben, da selbst bei - ebenfalls übersetzt 

erscheinenden - 20% kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultierte. Dies selbst 

dann nicht, wenn man mit den Balgrist-Gutachtern von einer (somatisch) relevanten 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25% und nicht bloss wie die Medas-Gutachter 

von 20% ausginge. Das Invalideneinkommen beliefe sich dann nämlich auf Fr. 

35'641.70 (Fr. 61'240.- x 0.97 x 0.75 x 0.8). Verglichen mit dem Valideneinkommen von 

Fr. 56'349.65 erreichte der Invaliditätsgrad die rentenbegründende Mindestschwelle 

von 40% nicht (36.7%).

3.5  Spätestens ab Januar 2009 ist also kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr 

ausgewiesen. Da der Beschwerdeführer zwischen Mai 2008 und Ende Dezember 2008, 

also bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses mit der B.___ AG, seine Arbeitsfähigkeit 

von 75% nicht ausschöpfte, ist auch für diesen Zeitraum keine rentenbegründende 

Invalidität belegt. Dies unabhängig davon, ob man bereits ab Mai 2009 beim 

Invalideneinkommen auf die Tabellenlöhne abstellt oder ob das tatsächliche 

Einkommen für 50% Leistung auf 75% hochgerechnet wird.

3.6  Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer vom 1. Juni 2006 bis 30. April 2008 

bei einem Invaliditätsgrad von 50% Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Danach 

besteht kein Rentenanspruch mehr.

4. 

4.1  Bei diesem Verfahrensausgang ist von einem teilweisen Obsiegen des 

Beschwerdeführers auszugehen. Er hat zwar eine unbefristete Rente beantragt und ist 

daher mit der Zusprache einer befristeten Teilrente nur teilweise durchgedrungen. 

Dennoch musste er die Verfügung vom 10. März 2014 anfechten, um nicht rechtswidrig 

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behandelt zu werden. Insgesamt erscheint es ermessensweise gerechtfertigt, mit Blick 

auf die Kosten von einem hälftigen Obsiegen auszugehen.

4.2  Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint als angemessen. Den Parteien sind je Fr. 

300.- aufzuerlegen, wobei der Beschwerdeführer aufgrund der bereits bewilligten 

unentgeltlichen Prozessführung von der Bezahlung seines Anteils zu befreien ist.

4.3  Die Parteientschädigung, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1), wäre aufgrund des 

leicht überdurchschnittlichen Aufwands bei vollem Obsiegen auf Fr. 4'000.- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Dem 

Beschwerdeführer ist folglich eine Entschädigung von Fr. 2'000.- zuzusprechen. 

Aufgrund der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung übernimmt der Staat von den 

verbleibenden Fr. 2'000.- vier Fünftel (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 

963.70), also Fr. 1'600.-.

4.4  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Aufhebung der Verfügung vom 10. März 2014 wird die Beschwerde in dem Sinn 

teilweise gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer vom 1. Juni 2006 bis 30. April 2008 

eine halbe Invalidenrente zugesprochen wird. Die Sache wird zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

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2. 

Die Beschwerdegegnerin hat Gerichtskosten von Fr. 300.- zu bezahlen. Der 

Beschwerdeführer wird von der Bezahlung von Gerichtskosten von Fr. 300.- zufolge 

unentgeltlicher Prozessführung befreit.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2'000.- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. 

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 1'600.- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2016
	Art. 16 ATSG. Würdigung von medizinischen Akten, insbesondere von zwei einander in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit widersprechenden Gutachten von IV und Suva. Prüfung von Indikatoren gemäss BGE 141 V 281. Der übereinstimmend diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren kommt keine invalidisierende Wirkung zu. Einkommensvergleich bei unterdurchschnittlichem Valideneinkommen, Parallelisierung. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 27. September 2016, IV 2014/205).

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