# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edfa452b-2dfd-529c-ae29-2edf4026f1e5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.07.2017 200 2017 354
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-354_2017-07-12.pdf

## Full Text

200 17 354 IV
MAW/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juli 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) wies ein Leistungsge-
such des 1955 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) mit Verfügung vom 8. Juli 2010 ab (Akten der IVB [act. II] 59). Eine 
hiergegen erhobene Beschwerde (act. II 63) wies das Verwaltungsgericht 
mit Urteil vom 21. Januar 2011, IV/2010/925 (act. II 71), ab.

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 10. Dezember 2012 (act. II 77) sprach die 
IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 19. Dezember 2014 (Akten der 
IVB [act. IIA] 146) eine vom 1. November 2013 bis 31. Mai 2014 befristete 
ganze Invalidenrente zu und verneinte für die Zeit danach einen Rentenan-
spruch. Soweit den Rentenanspruch ab Juni 2014 betreffend, hob das 
Verwaltungsgericht die Verfügung auf Beschwerde hin (act. IIA 149) mit 
Urteil vom 20. Mai 2016, IV/2015/90 (act. IIA 165), auf und wies die Sache 
zur weiteren Abklärung an die IVB zurück. In der Folge ermittelte die IVB 
gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten (act. IIA 177.1) einen Invaliditäts-
grad von 10 % und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 28. De-
zember 2016 (act. IIA 182) die Abweisung des Leistungsgesuchs hinsicht-
lich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (act. IIA 
184, 188) und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; 
act. IIA 189) verneinte die IVB mit Verfügung vom 7. März 2017 (act. IIA 
190) entsprechend dem Vorbescheid einen Rentenanspruch.

C.

Mit Eingabe vom 6. April 2017 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, Beschwerde und beantragte, die angefoch-
tene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihm sei ab 1. Juni 2014 
mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die 

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Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen; subeventualiter seien vor Erlass einer neuen Verfügung berufliche 
Massnahmen bzw. eine arbeitsmarktlich-medizinische Abklärung (AMA) 
durchzuführen. Gleichzeitig ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vorbehalt 
der nachstehenden Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. März 2017 
(act. IIA 190). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch auf eine Invali-

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denrente ab 1. Juni 2014. Soweit sich das Subeventualbegehren auf 
Massnahmen beruflicher Art bezieht, stehen diese Ansprüche ausserhalb 
des Anfechtungs- und Streitgegenstandes, weshalb darauf nicht einzutre-
ten ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht basiert die angefochtene Verfügung vom 
7. März 2017 (act. IIA 190) auf dem bidisziplinären Gutachten der 
C.________ (MEDAS) vom 1. November 2016 (act. IIA 177.1). Darin ver-
merkten die Dres. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, sowie E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, die folgenden Diagnosen (act. 
IIA 177.1/24 f. Ziff. 5.1 f.):

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

 Chronische Hüftbeschwerden links (ICD-10: T93.9/Z96.6)
 anamnestisch Status nach während fünf Monaten mittels 

Becken-Beingipses behandelter Sportverletzung im Alter 
von 13 Jahren samt resultierender Ankylose des Hüftge-
lenks und Beinlängenverkürzung

 Status nach Desarthrodese durch einen transtrochantären 
Zugang einschliesslich Trochanter-Flip-Osteotomie mit Im-
plantation einer zementierten Hüft-Totalprothese am 17. Ja-
nuar 2013

 intraoperativ Läsion der distalen Arteria iliaca externa am 
Übergang zur Arteria femoralis communis links

 Status nach suprainguinalem Ausklemmen der Arteria iliaca 
externa und Naht der Arterie am Übergang der Arteria iliaca 
externa zur Arteria femoralis communis über einen zusätzli-
chen femoralen Zugang am 17. Januar 2013

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 radiologisch regelrechter Befund im Hüftbereich und Bein-
verkürzung links von 35mm (Röntgen vom 14. Januar und 
16. Dezember 2015)

 klinisch gute Beweglichkeit bei persistierender Beinlängen-
verkürzung

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

 Chronische Kniebeschwerden links (ICD-10: M79.66)
 radiologisch keine höhergradige Veränderung bei valgischer 

Beinachse (Röntgen vom 14. Januar und 16. Dezember 
2015)

 klinisch keine klar fassbare Läsion
 Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.80)

 radiologisch leichtgradige Diskopathie und moderate Spon-
dylarthrose im Segment L5/S1 ohne Hinweis auf Neurokom-
pression oder Instabilität bei im Verlauf deutlich geringerer 
lumbaler Lordose (MRI vom 22. Dezember 2009 und 
27. August 2014)

 keine höhergradige Bewegungseinschränkung sämtlicher 
Wirbelsäulenabschnitte bei erheblicher Fehlhaltung im Sinne 
eines Rundrückens mit massiver Protraktion von Kopf und 
Schultern

 Chronische Becken- und rechtsseitige Beinbeschwerden (ICD-
10: M79.65/M79.60)
 klinisch keine klar fassbare Läsion

Die Gutachter gelangten zusammengefasst zum Schluss, dass aus psych-
iatrischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
stehe, wogegen dem Beschwerdeführer aus orthopädischen Gründen 
schwere und mittelschwere, vor allem stehend bzw. gehend durchzu-
führende Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Spätestens ab Januar 
2014 seien körperlich leichte, überwiegend sitzende und adaptierte Tätig-
keiten vollschichtig mit einer Leistungsfähigkeit von 90 % möglich, während 
die Arbeitsfähigkeit vorangehend im Jahr 2013 postoperativ vollständig 
aufgehoben gewesen sei. Die bisherige Beschäftigung stuften sie als leicht 
bis selten mittelschwer ein, wobei das konkrete Tätigkeitsprofil variieren 
könne, dementsprechend sei die Einschätzung arbiträr und die Einschrän-
kung auf 25 % zu veranschlagen (act. IIA 177.1/25 f. Ziff. 6).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Die bidisziplinäre MEDAS-Expertise vom 1. November 2016 
(act. IIA 177.1) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb sich das 
beantragte Gerichtsgutachten (Beschwerde S. 11 Ziff. III lit. B Ziff. 5) erüb-
rigt (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Die 
Dres. med. D.________ und E.________ stützten ihre nachvollziehbare 
und überzeugende Beurteilung auf die wesentlichen Vorakten, die einge-
henden klinischen Explorationen sowie die labortechnische Zusatzab-
klärung (act. IIA 177.1/20 Ziff. 4.2.4). Die beschwerdeweise gegen das 
Gutachten vorgebrachte Kritik verfängt nicht.

3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer in Bezug auf die Begutachtung durch 
Dr. med. D.________ in formeller Hinsicht sinngemäss eine zu kurze Ex-
plorationsdauer rügt (Beschwerde S. 8 Ziff. III lit. B Ziff. 4.1), ist ihm nicht zu 
folgen. Die Dauer der Untersuchung von 60 Minuten (act. IIA 177.1/11 
Ziff. 3.2) war der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie 
nicht unangemessen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2), zumal der psychiatrische Gutachter 
Aktenkenntnis hatte und das klinische Explorationsgespräch zielgerichtet 
führen konnte. Auch inhaltlich ist das psychiatrische Teilgutachten schlüs-
sig, was der Beschwerdeführer denn auch anzuerkennen scheint. Dies 
zumal er – abgesehen von den somatischen Einschränkungen – haupt-

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sächlich über psychosoziale Belastungsfaktoren klagt (angespannte finan-
zielle Situation, psychische Beschwerden der Ehefrau sowie der beiden 
erwachsenen Söhne [act. IIA 177.1/10 f. Ziff. 3.1.2, 177.1/13 Ziff. 3.3]) und 
weder in psychiatrischer bzw. psychotherapeutischer Behandlung steht 
noch eine Pharmakotherapie in Anspruch nimmt (act. IIA 177.1/10 
Ziff. 3.1.2, 177.1/13 Ziff. 3.8, 177.1/15 Ziff. 3.10.3).

3.3.2 Aus welchen konkreten Gründen es dem orthopädischen Gutachter 
«offenkundig an der erforderlichen Objektivität» mangeln soll (Beschwerde 
S. 10 Ziff. III lit. B Ziff. 4.1), ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substan-
ziiert geltend gemacht. Jedenfalls kann nicht schon allein deshalb ange-
nommen werden, Dr. med. E.________ habe sich von aussermedizini-
schen Gesichtspunkten leiten lassen, weil er aus den diversen festgestell-
ten Inkonsistenzen entsprechende Schlüsse zog und zu einem von den 
behandelnden Ärzten abweichenden Ergebnis gelangte (Beschwerde 
S. 8 f. Ziff. III lit. B Ziff. 4.1). Es gehört zu den Aufgaben des Sachverstän-
digen medizinisch zu würdigen, dass bei der Funktionsprüfung deutliches 
Gegenspannen mit Schmerzangaben festgestellt (act. IIA 177.1/18 
Ziff. 4.2.1, 177.1/21 Ziff. 4.4), hingegen ein flüssiges Entkleiden des Explo-
randen ohne sichtbare Einschränkung beobachtet werden kann (act. IIA 
177.1/17 Ziff. 4.2.1). Ebenso relevant ist eine beidseits klar vermehrte Be-
schwielung der Hände (act. IIA 177.1/19 Ziff. 4.2.1, 177.1/21 Ziff. 4.4), die 
mit der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers kontrastiert, wonach er 
sich lediglich mit einem niederschwelligen Pensum in einer körperlich we-
nig belastenden Tätigkeit für arbeitsfähig hält (act. IIA 177.1/13 Ziff. 3.6). 
Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer sein Leiden sehr sprung-
haft beschrieb (act. IIA 177.1/17 Ziff. 4.2.1, 177.1/21 Ziff. 4.4), anamnes-
tisch im Rahmen der arbeitsmarktlichen Abklärung (AA) eine Selbstlimitati-
on erkennbar war (act. II 114/10 Ziff. 8; act. IIA 177.1/4 Ziff. 1.1, 177.1/6 
Ziff. 2.1.1) und vier von fünf Waddell-Zeichen positiv ausfielen (act. IIA 
177.1/21 Ziff. 4.4), was für eine nichtorganische Pathologie bzw. ein ab-
normes Schmerzverhalten spricht (vgl. WIDDER/GAIDZIK [Hrsg.], Begutach-
tung in der Neurologie, 2. Aufl. 2011, S. 80; VILLIGER/SEITZ [Hrsg.], Rheu-
matologie in Kürze, 2. Aufl. 2006, S. 166), ist in die Beurteilung durchaus 
miteinzubeziehen. 

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3.3.3 Dr. med. E.________ zeigte differenziert auf, dass die Rücken-
schmerzen bei fortbestehender Fehlhaltung der Wirbelsäule bzw. die Rest-
beschwerden am linken Hüftgelenk aufgrund der langjährig bestehenden 
Ankylose sowie bei unter anderem intraoperativ bestätigten Veränderungen 
der Glutealmuskulatur zwar nachvollziehbar seien, die erheblichen Inkon-
sistenzen jedoch an eine klare nicht-organische Beschwerdekomponente 
denken liessen (act. IIA 177.1/21 f. Ziff. 4.4). Er befasste sich überdies ein-
gehend mit den divergierenden Auffassungen der behandelnden Ärzte und 
legte einleuchtend dar, dass – und weshalb – diesen nicht zu folgen ist 
(act. IIA 177.1/22 ff. Ziff. 4.8). In diesem Zusammenhang gilt es anzufügen, 
dass das angerufene Gericht bereits im VGE IV/2015/90 erwog, die seitens 
des Spitals F.________ im Januar 2015 (act. IIA 148) bzw. im Dezember 
2015 (act. IIA 158) von Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, unverändert 
attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei, auch angesichts der durch die 
Operation vom Januar 2013 eingetretenen Verbesserung insbesondere der 
Rückensituation, nicht nachvollziehbar (VGE IV/2015/90 E. 3.3.2).

3.3.4 Die im Vorbescheidverfahren zusätzlich ins Recht gelegten Berichte 
des Spitals H.________ vom 10. Januar 2017 (act. IIA 184) bzw. des Spi-
tals F.________ vom 26. Januar 2017 (act. IIA 187) sind nicht geeignet, 
Zweifel am Beweiswert des Administrativgutachtens zu begründen. Im ers-
ten Bericht (act. IIA 184) hielt Prof. Dr. med. I.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ge-
stützt auf eine bildgebende Verlaufsuntersuchung insgesamt einen im Ver-
gleich zur Situation im Jahr 2014 unveränderten Befund fest. Er vermochte 
somit keine wichtigen – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 
entspringende – Aspekte zu benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind, weshalb es die unterschiedli-
che Natur seines Behandlungsauftrags einerseits und Begutachtungsauf-
trags des amtlich bestellten Dr. med. E.________ andererseits nicht 
zulässt, das Administrativgutachten in Frage zu stellen (vgl. SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Auf die von Prof. Dr. med. I.________ postulierte 
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit kann vor die-
sem Hintergrund nicht abgestellt werden. Dasselbe gilt für den zweiten Be-
richt (act. IIA 187), in welchem Prof. Dr. med. G.________ für Verwei-

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sungstätigkeiten weiterhin eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit bescheinigte. 
Auch er konnte sich nicht auf relevante neue Befunde stützen und setzte 
sich auch nicht näher mit dem orthopädischen MEDAS-Teilgutachten aus-
einander. Es kann sich deshalb hinsichtlich dieses neueren Berichts nicht 
anders verhalten als in Bezug auf die früheren Verlaufsberichte (act. IIA 
148, 158), welche im rechtskräftigen VGE IV/2015/90 gewürdigt wurden. 
Die durchgehend attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit lässt sich nach wie 
vor nicht mit der durch die Desarthrodese offensichtlich verbesserten Rü-
ckensituation vereinbaren (VGE IV/2015/90 E 3.3.2). Hinzu kommt, dass 
beide behandelnden Orthopäden im Rahmen ihrer Arbeitsunfähigkeits-
schätzung nicht nach Präsenzzeit bzw. Rendement differenzieren und aus 
ihrer Beurteilung deshalb nicht klar hervorgeht, ob – und aus welchen spe-
zifischen Gründen – die unbestrittenen funktionellen Einschränkungen eine 
überwiegend sitzende Tätigkeit zeitlich limitieren oder das Leistungsvermö-
gen erheblich herabsetzen. Die RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Fachärz-
tin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara-
tes, stellte in ihrer Stellungnahme vom 2. März 2017 (act. IIA 189) demnach 
zutreffend fest, dass die neu aufgelegten Berichte (act. IIA 184, 187) keinen 
weiteren Abklärungsbedarf begründen.

3.4 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass im hier zu beurteilenden 
Zeitraum (vgl. E. 1.2 hiervor; VGE IV/2015/90 E. 3.4; Art. 88a Abs. 1 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201]) medizinisch-theoretisch keine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
mehr vorlag, sondern dem Beschwerdeführer eine vollschichtige leidensa-
daptierte Tätigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 90 % zumutbar war. 
Damit steht gleichzeitig auch fest, dass der für die Befristung bzw. Abstu-
fung der Rente erforderliche materielle Revisionsgrund (vgl. E. 2.4 hiervor) 
vorliegt. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizini-
schen Ausgangslage.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

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Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 
E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 
2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

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zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.

5.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen von 
Fr. 59‘778.-- anhand der LSE ermittelt (act. IIA 190/1), was der Beschwer-
deführer beanstandet (Beschwerde S. 6 f. Ziff. III lit. B Ziff. 3). Tatsächlich 
erscheint fraglich, ob das letzte Arbeitsverhältnis mit der K.________ als … 
«aus organisatorischen Gründen» per 31. August 2010 arbeitgeberseitig 
aufgelöst wurde (act. II 108/3), oder nicht vielmehr die über längere Zeit 
attestierte Arbeitsunfähigkeit für die Kündigung ausschlaggebend war 
(act. IIA 177.1/10 Ziff. 3.1.2). Zudem ist auch unklar, ob der Beschwerde-
führer aus gesundheitlichen Gründen stets eine Teilzeitstelle innehatte. 
Jedenfalls liegt trotz den bereits in der Adoleszenz (iatrogen) entstandenen 
Hüftbeschwerden keine Frühinvalidität vor (vgl. Art. 26 Abs. 1 IVV; Bun-
desamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, 
Rz. 3035), war es dem Beschwerdeführer nach eigenen Angaben doch 
möglich, in seiner Heimat das Gymnasium zu besuchen und … zu studie-
ren, wobei er das Studium nicht aus medizinischen Gründen abbrach 
(act. IIA 177.1/10 Ziff. 3.1.2).

Ob für das Valideneinkommen auf die Angaben der bisherigen Arbeitgebe-
rin (act. II 16) abzustellen ist oder die statistischen Werte für Beschäftigun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 13

gen im Detailhandel (Wirtschaftszweig Abschnitt G [BFS, NOGA 2008, All-
gemeine Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen, S. 128]) heran-
zuziehen sind, kann letztlich offen bleiben. Bei einer wöchentlichen Arbeits-
zeit von 41 Stunden (act. II 16/3 Ziff. 2.9; Art. 12 Abs. 3 des Normalarbeits-
vertrages vom … für den …) und einem Stundenlohn von Fr. 25.87 im Jahr 
2009 (act. II 16/3 Ziff. 2.10) ergibt sich, angepasst an das Jahr 2014, ein 
Bruttojahreslohn von höchstens Fr. 62‘108.-- (Fr. 59‘843.-- [Fr. 25.87 x 8.2 
Stunden pro Tag x 21.7 Tage x 13 Monate] / 106.6 x 107.1 [BFS, Tabelle 
T1.1.05, Nominallohnindex, Männer, Abschnitt G/H, Index 2009 bzw. 2010] 
/ 100 x 103.3 [BFS, Tabelle 1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Abschnitt 
G, Indexbasis 2010 bzw. Index 2014]), was sich im Ergebnis nicht auswirkt. 
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 Ziff. III 
lit. B Ziff. 3 lit. b) ist die weitere Lohnentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 
nicht zu berücksichtigen, da der Einkommensvergleich aufgrund der Werte 
im Jahr 2014 vorzunehmen ist. Schliesslich bestehen weder Anhaltpunkte 
dafür noch wird geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer im hypotheti-
schen Validitätsfall nebst seiner (Teil-)Erwerbstätigkeit einem Aufgabenbe-
reich im Sinne von Art. 27 IVV nachginge, weshalb der Invaliditätsgrad an-
hand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (vgl. BGE 128 
V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136) zu bestimmen ist (Beschwerde-
antwort S. 3 lit. b Ziff. 8; vgl. E. 5.3 hiernach).

5.2 Der Beschwerdeführer verwertet seine medizinisch-theoretische 
Arbeitsfähig- bzw. Leistungsfähigkeit nicht (AB 61.6/12), womit das Invali-
deneinkommen anhand der LSE 2014 zu ermitteln ist, was ein hypotheti-
sches Bruttojahreseinkommen von Fr. 59‘808.-- ergibt (Fr. 5‘312.-- [BFS, 
LSE 2014, Tabelle TA1, Männer, Total, Kompetenzniveau 1 {einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art}] x 12 Monate / 40 Wo-
chenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche 
Arbeitszeit {BUA} 2014, Total] x 90 % Leistungsfähigkeit). Den behinde-
rungsbedingten Einschränkungen wird bereits mit der Wahl des Totalwer-
tes sowie dem reduzierten Rendement Rechnung getragen, weshalb sich 
unter diesem Aspekt kein Abzug vom Tabellenlohn für das Invalidenein-
kommen rechtfertigt. Werden nicht beide Vergleichseinkommen anhand 
statistischer Tabellenlöhne ermittelt (vgl. E. 5.1 hiervor), könnte aufgrund 
des Lebensalters des Beschwerdeführers ein Abzug von 10 % zugelassen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 14

werden, andernfalls fiele dieser invaliditätsfremder Gesichtspunkt von 
vornherein ausser Betracht, da er bei beiden Vergleichseinkommen zu 
berücksichtigen wäre (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Das Invalideneinkommen läge somit bei mindestens 
Fr. 53‘827.-- (Fr. 59‘808.-- ./. 10 %).

5.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert im 
für den Beschwerdeführer günstigsten Fall ein abgerundeter (vgl. BGE 130 
V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und rentenausschliessender (vgl. E. 2.2 hier-
vor) Invaliditätsgrad von 13 % ([Fr. 62‘108.-- ./. Fr. 53‘827.--] / Fr. 62‘108.-- 
x 100). Soweit der Beschwerdeführer als teilerwerbstätig ohne Aufgaben-
bereich qualifiziert würde (vgl. E. 5.1 hiervor), mithin eine Gewichtung im 
Umfang des hypothetisch-erwerblichen Teilzeitpensums zu erfolgen hätte 
(vgl. BGE 142 V 290; Entscheid des BGer vom 21. März 2017, 
9C_615/2016, E. 5.5), ergäbe sich ein entsprechend tieferer Invaliditäts-
grad. Dass die Verwaltung in der angefochtenen Verfügung vom 7. März 
2017 (act. IIA 190) einen Rentenanspruch ab Juni 2014 verneinte, ist im 
Ergebnis somit nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegen-
den Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 15

6.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann einer Partei überdies ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 61 lit. f 
ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2).

6.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (Akten 
des Beschwerdeführers [act. I] 6). Zudem kann das Verfahren nicht als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden und die Notwendigkeit einer 
Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ ist demnach 
gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der 
Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien. Festzusetzen 
bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt B.________.

6.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 5. Juli 2017 macht Rechtsanwalt B.________ einen 
Zeitaufwand von 8.5 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 2‘210.-- zuzüglich 
Auslagen von Fr. 45.-- sowie die Mehrwertsteuer von 8 % (auf Fr. 2‘255.--) 
im Betrag von Fr. 180.40, total Fr. 2‘435.40, geltend, was nicht zu bean-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 16

standen ist. Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für dieses 
Verfahren auf Fr. 2‘435.40 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt B.________ 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtli-
ches Honorar von Fr. 1‘700.-- (8.5 h x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 45.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 139.60 (8 % von Fr. 1‘745.--), total 
somit eine Entschädigung von Fr. 1‘884.60 auszurichten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO (vgl. 
Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt Dr. B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘435.40 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt Dr. B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘884.60 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2017, IV/17/354, Seite 17

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.