# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b318fdf0-f0e2-577e-b4cd-15131da4c7ea
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.02.2022 F-547/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-547-2022_2022-02-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-547/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Yannick Antoniazza-Hafner, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;   

Gerichtsschreiber Julius Longauer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), Türkei,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 27. Januar 2022 / N (…). 

 

 

 

F-547/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 15. November 2021 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte (Akten des SEM […] / N […] [SEM-act.] 1), 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Januar 2022 – eröffnet am 

28. Januar 2022 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 

142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz 

nach Italien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen 

(SEM-act. 27, 30), 

dass sie gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Februar 2022 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob (Akten 

des BVGer [Rek-act.] 1), 

dass er sinngemäss beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe-

ben und die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und 

es materiell zu behandeln, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Ergreifung von vorsorglichen 

Massnahmen und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersucht, 

dass er schliesslich darum ersucht, es sei ihm die unentgeltliche Rechts-

pflege zu gewähren, und es sei insbesondere davon abzusehen, einen 

Kostenvorschuss zu erheben, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

4. Februar 2022 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

dass der zuständige Instruktionsrichter am 4. Februar 2002 gestützt auf 

Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung superprovisorisch aussetzte 

(Rek-act. 2), 

F-547/2022 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass in der vorliegenden Streitsache als staatsvertragliche Grundlage die 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO, 

ABl. L 180/31 vom 29.6.2013), zur Anwendung gelangt, 

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Seite 4 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge), 

wie es vorliegend gegeben ist, die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) 

genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierar-

chie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwen-

den sind, und dabei von der Situation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen 

ist, in dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat 

gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich seiner Fingerabdrü-

cke mit der «Eurodac»-Datenbank (SEM-act. 9) und seinen eigenen Anga-

ben anlässlich des am 24. November 2021 durchgeführten Dublin-Ge-

sprächs (SEM-act. 9) am (…) 2021 über Italien illegal in das Hoheitsgebiet 

der Dublin-Mitgliedstaaten gelangte,  

dass nach Massgabe des Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO mit der illegalen Ein-

reise über Italien die Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates zur Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens begründet wurde, weil kein 

höherrangiges Zuständigkeitskriterium des Kapitels III der Dublin-III-VO 

auf einen anderen Mitgliedstaat verweist, 

dass die Vorinstanz somit am 24. November 2021 zu Recht die italieni-

schen Behörden gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO um Aufnahme des 

Beschwerdeführers ersuchte (SEM-act. 12), 

dass die italienischen Behörden das Aufnahmegesuch innert der Frist des 

Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO unbeantwortet liessen und damit die Zustän-

digkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass damit die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des Asyl- und (al-

lenfalls) des Wegweisungsverfahrens grundsätzlich gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer diese denn auch nicht bestreitet, sondern gel-

tend macht, es lägen Gründe für eine Übernahme der Zuständigkeit durch 

die Schweiz vor, 

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Seite 5 

dass es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine 

Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-

gungen für Antragsteller in Italien wiesen – trotz punktueller Schwachstel-

len – systemische Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-

lin-III-VO auf, weshalb eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die 

genannte Bestimmung nicht angezeigt ist auf (vgl. etwa Referenzurteil des 

BVGer F-6330/2020 vom 18. Oktober 2021 E. 9),  

dass sodann jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-

VO beschliessen kann, einen bei ihm gestellten Antrag auf internationalen 

Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgeleg-

ten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dub-

lin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es 

ins pflichtgemässe Ermessen der Vorinstanz legt, ein Gesuch aus humani-

tären Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, 

dass ein anderer Staat dafür zuständig ist, 

dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer 

Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich 

zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm 

des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil 

des BVGer E-2851/2021 vom 28.6.2021 E. 8.4.1; je m.H), 

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist, und seinen sich daraus ergebenden völkerrechtlichen 

Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze weiterhin 

die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäi-

schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 

2013) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen 

für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen 

(sog. Aufnahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013), ergeben, 

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Seite 6 

dass zwar die Vermutung, Italien halte seine völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber konkreter und 

ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffenen glaubhaft 

darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017 

vom 6. März 2018 E. 5.3.1),  

dass der Beschwerdeführer geltend macht, als ehemaliger höherer (…) sei 

er in der Türkei wegen angeblicher Mitgliedschaft in der FETÖ in ein (…) 

hängiges Strafverfahren involviert, an dem der türkische Präsident ein per-

sönliches Interesse habe, 

dass er vor seiner Flucht aus der Türkei erfahren habe, dass die italieni-

schen Behörden «in gewissen Fällen» Informationen über «gewisse 

Flüchtlinge» mit den türkischen Behörden geteilt hätten, er daher grosse 

Angst habe, von Italien in die Türkei abgeschoben zu werden, 

dass er sich zudem in Italien nicht sicher fühle, da bei seiner Ankunft in 

Italien von anwesenden Journalisten Bildmaterial auch von ihm angefertigt 

worden sei, die türkische Botschaft in Rom Erdogan-Kritiker ausspioniere 

und AKP-Sympathisanten in Italien auch schon einen Brandanschlag ge-

gen eine Einrichtung der Gülen-Bewegung verübt hätten, 

dass der Beschwerdeführer mit diesen Ausführungen nichts vorbringt, was 

die Vermutung einer völkerrechtskonformen Behandlung durch die italieni-

schen Behörden ernsthaft erschüttern könne, 

dass namentlich nichts die Annahme rechtfertigt, Italien könnte in seinem 

Fall den Grundsatz des menschen- oder flüchtlingsrechtlichen Grundsatz 

des Non-Refoulement missachten (Art. 3 EMRK, Art. 3 FoK, Art. 33 FK), 

dass sodann nichts vorgebracht wird, was eine konkrete Gefährdung in Ita-

lien zu begründen vermöchte, die Befürchtungen des Beschwerdeführers 

vielmehr rein hypothetischer Natur sind, 

dass Italien im Übrigen ein Rechtsstaat ist, der über eine funktionierende 

Polizeibehörde verfügt, die sowohl schutzfähig als auch schutzwillig ist und 

an die sich der Beschwerdeführer bei Bedarf wenden kann, 

dass der Beschwerdeführer schliesslich verkennt, dass auch die Schweiz 

nicht in der Lage ist, ihm vollständige Sicherheit vor kriminellen Übergriffen 

Dritter zu garantieren,  

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Seite 7 

dass den Ausführungen des Beschwerdeführers somit nichts entnommen 

werden kann, was der Schweiz Anlass geben könnte oder sie gar verpflich-

ten würden, von ihrem Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dub-

lin-III-VO Gebrauch zu machen,  

dass an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-

sungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung 

nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – aussichtslos waren, weshalb die 

Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner Julius Longauer 

 

 

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