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**Case Identifier:** 497b4742-818f-5095-9d03-681a9da0dd16
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2015 725 15 42 (725 2015 42)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-42_2015-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. August 2015 (725 15 42) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallähnliche Körperschädigung mangels sinnfälligen Ereignisses verneint 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Dufourstrasse 46, 
8034 Zürich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Martin Bürkle, 
Stiffler & Partner Rechtsanwälte, Postfach 1072, 8034 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen (03/52509/13) 
 
 
 
A.1 A.____ arbeitet als Maschinist und Techniker des B.____ und war aufgrund dieses 
Anstellungsverhältnisses bei der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG gegen die Folgen von 
Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 19. März 2012 suchte er wegen Schmerzen in 
der linken Schulter seinen Hausarzt Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin, auf. Dieser äusserte 
einen Verdacht auf eine aktivierte AC-Gelenksarthrose links und überwies den Versicherten 
gleichentags ans Spitals D.____, welches eine MRI-Untersuchung veranlasste. Im Bericht des 
Spitals D.____ vom 11. Mai 2012 wurden diskrete Zeichen einer AC-Gelenksarthrose mit wenig 

 

 
 
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Flüssigkeit im Gelenkspalt und eine Tendinose der Supraspinatussehne festgestellt. In der Fol-
ge wurde A.____ am 16. August und 30. August 2012 an der linken Schulter operiert.  
 
A.2 Die Arbeitgeberin meldete der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG am 24. Januar 
2013 ein Unfallereignis. Sie beschrieb den Sachverhalt dahingehend, dass der Versicherte am 
30. April (recte März) 2012 beim Lösen und Festziehen von Schrauben und Verstrebungen 
Schmerzen an der linken Schulter verspürt habe. Mit Verfügung vom 13. Januar 2014 lehnte die 
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG den Leistungsanspruch von A.____ ab. Zur Begründung 
gab sie im Wesentlichen unter Hinweis auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes 
Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin, vom 9. Juli 2013 an, dass das vom Versicherten ge-
schilderte Ereignis weder die Voraussetzungen eines Unfalls noch einer unfallähnlichen Kör-
perschädigung erfülle. Daran hielt die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG auch auf Einspra-
che von A.____ mit Entscheid vom 29. Dezember 2014 fest. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 
2. Februar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, dass der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
29. Dezember 2014 aufzuheben und diese zu verpflichten sei, für die Folgen der Schulterverlet-
zung vom März 2012 (Ruptur der Supraspinatussehne links) die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen zu erbringen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensmässiger Hinsicht beantragte der 
Beschwerdeführer die Durchführung einer Parteiverhandlung. Zur Begründung brachte er im 
Wesentlichen vor, dass die Beschwerdegegnerin nicht nachzuweisen vermöge, dass die Ruptur 
der Supraspinatussehne eindeutig auf eine Erkrankung zurückzuführen sei. Mangels dieses 
Nachweises gelte die Ruptur als unfallähnliche Körperschädigung. Entsprechend habe die Be-
schwerdegegnerin die Kosten für die gesetzlichen Leistungen zu tragen.  
 
C. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, vertreten durch Fürsprecher Martin Bürkle, 
reichte am 20. April 2015 ihre Beschwerdeantwort ein und beantragte die Abweisung der Be-
schwerde. Unter Hinweis auf die Verfügung und den Einspracheentscheid hielt sie fest, dass 
das Ereignis vom 30. April (recte: März) 2012 weder als Unfall noch als unfallähnlich zu be-
zeichnen sei.  
 
D. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung, an welcher der Beschwerdeführer und sein 
Rechtsvertreter sowie Fürsprecher Bürkle für die Beschwerdegegnerin teilnahmen, hielten die 
Parteien im Wesentlichen an ihren Standpunkten fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde ist einzutreten.  
 

 

 
 
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2.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 
1981 werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat 
kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung ein-
beziehen (Abs. 2). 
 
2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 
 
2.3 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 
nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die 
Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, 
unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen 
des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist 
also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschli-
chen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 
 
2.4 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren 
Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; 
ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 176 f.) be-
stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren 
Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den na-
türlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer 
solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der 
äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten 
Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 
Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen 
eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der 
Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht 
eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne unge-
wöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen 
von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Band-
läsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Kör-
perschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E.2b, je mit Hinweisen). 
 
3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen bei unfallähnlichen Körper-
schädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV zur Begründung der Leistungspflicht des Unfallversiche-
rers mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt 

 

 
 
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sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des äusseren Ereignisses zu, 
das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben 
unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in 
einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 mit Hinweisen, vgl. auch 
BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Das Auftreten von Schmerzen allein gilt noch nicht als äusserer Fak-
tor im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV, ein solcher ist also nicht gegeben, wenn 
die versicherte Person einzig das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine 
gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1). 
Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn das Auftreten 
von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Person beschriebenen gewöhnlichen Be-
wegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen, welchem ein gesteigertes 
Gefährdungspotenzial innewohnt, was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Be-
tätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies 
bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist. Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungs-
potenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit 
einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des 
Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Schmer-
zen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV fallen deshalb als massgebender 
äusserer Faktor nicht in Betracht, wenn sie bei einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, 
ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Moment mitspielen würde. Wer also etwa 
beim blossen Aufstehen, Absitzen, Abliegen, bei Bewegungen im Raum, Handreichungen usw. 
einen einschiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Kör-
perschädigung geltend machen. Die ausschliesslich physiologische Beanspruchung des Ske-
letts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein 
gegenüber der gewohnten, üblichen körperlichen Belastung gesteigertes Gefährdungspotenzial 
innewohnen würde (BGE 129 V 466 E. 4.2.2). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädi-
genden Faktors demgegenüber bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer 
Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufste-
hen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Ein-
flüsse unkontrollierbar gewordenen Positionsänderung (BGE 129 V 466 E. 4.2.3). Für die Beja-
hung eines äusseren Faktors ist demnach ein gesteigertes Schädigungspotenzial vonnöten, sei 
es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Un-
kontrollierbarkeit einer an sich alltäglichen Verrichtung führenden Elementes (BGE 139 V 327 
E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.3; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 8. Mai 2014, 8C_40/2014, 
E. 2.2.3, vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 2.4, vom 10. Oktober 2014, 8C_451/2014, 
8C/453/2014, E. 6 und vom 21. November 2014, 8C_620/2014, E. 2.2, je mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Gesche-

 

 
 
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hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. 
BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 
 
4.2 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person 
glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, unge-
naue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens 
als unglaubhaft erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im 
Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe-
griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist 
aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 
Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewie-
sen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 
114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 
 
5. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass es sich beim Ereignis vom März 2012 nicht 
um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelt, fehlt es doch an einem für den Unfallbegriff 
erforderlichen ungewöhnlichen äusseren Faktor auf den menschlichen Körper wie zum Beispiel 
einen Sturz (vgl. BGE 134 V 75 E. 2.3). Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob das Ereignis die 
Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in 
Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllt. Die Beschwerdegegnerin verneint dies und macht im 
Wesentlichen geltend, dass die geltend gemachten Schulterschmerzen ohne konkreten äusse-
ren Anlass eingetreten seien. Schmerzen die sich einzig nach/während der ausgeübten Tätig-
keit ohne einen besonderen Anlass oder eine bestimmte Einwirkung manifestieren würden, 
würden keine Anspruchsgrundlage zur Anerkennung einer unfallähnlichen Körperschädigung 
darstellen. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. 
 
6. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: 
 
6.1 Der Beschwerdeführer hielt in seiner Unfallschilderung vom 17. Dezember 2012 fest, 
dass seine Arbeit als Maschinist im B.____ aufwändig und mit körperlichem Kraftaufwand ver-
bunden sei. Bei dem in der Folge geschilderten Arbeitsablauf wurde auf das Lösen von Schrau-
ben mit dem verlängerten T-Steckschlüssel mit viel Kraftaufwand stehend und mit einer ruckar-
tigen Armbewegung hingewiesen. Auch die Tätigkeit als Techniker wurde beschrieben. Bei die-
ser Arbeit würden ruckartige und kraftzehrende Armbewegungen zum Ablauf gehören und eine 
plötzliche unbeabsichtigte Armbewegung sei schnell passiert. Durch den ständig anhaltenden 
Zug sowie die Belastungen habe sich die Rissläsion der Rotatorenmanschette vergrössert, was 
zu zunehmenden und anhaltenden Schmerzen in der Nacht geführt habe. Dadurch sowie we-
gen der schleichenden Kraftlosigkeit am Tage habe er den Arzt aufgesucht. Beim anschlies-
senden MRI habe man den Riss der Rotatorenmanschette erkannt. Betreffend die Ursache ha-
be er darauf hingewiesen, dass die Beschwerden von der Arbeit kämen, was der Oberarzt auch 
bestätigt habe. Dennoch sei die Rotatorenmanschettenruptur als Krankheit und nicht als Unfall 
behandelt worden. 
 

 

 
 
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Am 3. Februar 2013 ergänzte der Beschwerdeführer, dass eine plötzliche ruckartige Bewegung 
des Arms unter starker Kraftaufwendung zu den Beschwerden geführt habe. Die erste ärztliche 
Behandlung habe am 19. März 2012 beim Hausarzt Dr. C.____, stattgefunden. Dieser habe ihn 
ins Spital D.____ überwiesen.  
 
6.2 In der Schadenmeldung vom 24. Januar 2013 wurde zum Sachverhalt ausgeführt, der 
Beschwerdeführer habe beim Lösen von Schrauben und Verstrebungen Schmerzen an der lin-
ken Schulter verspürt. Der Zeitpunkt des Ereignisses wurde auf den 30. April 2012 (recte: März 
2012) datiert. 
 
6.3 Im Rahmen des Einspracheverfahrens führte der Beschwerdeführer zum Ereignis aus, 
dass er an seinem Arbeitsplatz mit grossem Kraftaufwand Schrauben habe lösen müssen. Da-
bei habe er sehr kraftvolle und ruckartige Bewegungen mit den Armen ausgeführt. Es sei offen-
sichtlich, dass sich die Verletzung bei diesem Vorgang ereignet habe. Ebenso deutlich sei, dass 
es sich bei diesem Vorgang, welcher mit grösster Anstrengung habe ausgeübt werden müssen, 
nicht um eine normale Körperbewegung handle, sondern um ein sinnfälliges Ereignis, welches 
ein Gefährdungspotential für eine Verletzung beinhalte. Schliesslich könne das Ereignis auch 
zeitlich genau zugeordnet werden, da er die erwähnten Arbeiten (Schrauben lösen unter gros-
sem Kraftaufwand) nicht permanent ausüben müsse. Im Zusammenhang mit dem strittigen Er-
eignis sei festzustellen, dass er zwischen dem 5. März 2012 und dem 18. März 2012 die besag-
ten Arbeiten habe ausführen müssen. 
 
6.4 An dieser Darstellung des Sachverhaltes hielt der Beschwerdeführer auch in der vor-
liegend strittigen Beschwerde vom 2. Februar 2015 fest.  
 
6.5 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung konkretisierte der Beschwerdeführer seine 
Aussage und liess verlauten, dass er die anstrengenden Arbeiten nur an einem Tag zwischen 
dem 5. März 2012 und dem 18. März 2012 habe ausüben müssen. Das Ereignis lasse sich un-
ter Zugrundelegung der Arbeitspläne zeitlich genau eingrenzen.  
 
6.6.1 Den medizinischen Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 
19. März 2012 bei seinem Hausarzt Dr. C.____ in Behandlung war. Dieser überwies ihn wegen 
eines Verdachts auf eine AC-Gelenksarthrose gleichentags ans Spital D.____. Gemäss dem 
Bericht vom 30. April 2012 sei die Überweisung wegen einer Krankheit erfolgt. Die am 11. Mai 
2012 durchgeführte MRI-Untersuchung ergab, dass beim Beschwerdeführer diskrete Zeichen 
einer AC-Gelenksarthrose mit wenig Flüssigkeit im Gelenksspalt und eine Tendinose der Sup-
raspinatussehne vorgelegen haben. Am 16. August und am 30. August 2012 wurde der Be-
schwerdeführer im Spital D.____ an der linken Schulter operiert. Im Sprechstundenbericht vom 
18. Januar 2013 zuhanden von Dr. C.____ führte das Spital D.____ aus, dass es in den letzten 
Wochen zu einer deutlichen Beschwerdebesserung gekommen sei. Erfreulicherweise könne 
der Beschwerdeführer seit dem 27. Dezember 2012 wieder 100% arbeiten. Noch immer beste-
he aber eine deutliche Schwäche in der linken Schulter. In seinem Bericht vom 31. Mai 2013 
hielt Dr. C.____ fest, dass der Beschwerdeführer ihn am 19. März 2012 aufgesucht habe, weil 

 

 
 
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er „in letzter Zeit“ Schmerzen im Bereich des linken AC-Gelenks verspürt habe. Er bejahte die 
Kausalität der Beschwerden und hielt fest, dass diese ausschliesslich Unfallfolgen seien.  
 
6.6.2 Die Beschwerdegegnerin holte für die Klärung des medizinischen Sachverhalts eine 
Stellungnahme von ihrem Vertrauensarzt Dr. med. E.____ ein. Am 9. Juli 2012 kam dieser zum 
Schluss, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen die aktuellen Behandlun-
gen nicht kausal oder teilkausal zum Ereignis vom 30. April (recte März) 2015 seien. Es werde 
vom Beschwerdeführer kein konkretes Ereignis genannt, sondern auf die Arbeit als Bühnen-
techniker verwiesen, bei welcher mit viel Kraftaufwand und mit ruckartigen Armbewegungen 
Arbeitsvorgänge ausgeführt würden. Auch in den medizinischen Berichten werde nicht auf ein 
einzelnes Ereignis hingewiesen. Die AC-Gelenksarthrose sowie die Supraspinatussehnenläsion 
seien unfallfremd und würden die Beschwerden erklären. Am 8. Juli 2014 holte die Beschwer-
degegnerin einen zusätzlichen Bericht bei Dr. med. F.____, FMH Physikalische Medizin und 
Rehabilitation, ein. Diese führte am 22. August 2014 im Wesentlichen aus, dass sich unter Be-
rücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde weder in der konventionellen Bildgebung der 
linken Schulter noch im MRI strukturelle Organkorrelate einer unfallbedingten Läsion objektivie-
ren lassen würden. Die Umstände bzw. der Zeitpunkt des Ereignisses seien unklar. Zudem feh-
le ein charakteristischer Verlauf der Beschwerdesymptomatik, welcher auf eine frische Schädi-
gung des linken Schultergelenks im Rahmen eines konkreten Ereignisses hinweise. Zudem sei 
der angebliche Unfallmechanismus dafür ungeeignet. Im Rahmen ihrer Untersuchung holte 
Dr. F.____ bei Dr. med. G.____, FMH Radiologie, eine Zweitbeurteilung ein. Dieser hielt am 
14. August 2014 unter anderem fest, dass eine eher geringe Traumatisierung des AC-Gelenks 
bei wenig Erguss und äusserst geringer Signalalteration denkbar wäre.  
 
7.1 In Würdigung der Aussagen und der medizinischen Berichte steht fest, dass es im vor-
liegenden Fall an einer echtzeitlichen Beschreibung des Hergangs des fraglichen Ereignisses 
fehlt. Die erste Hergangsschilderung findet sich in den Ausführungen des Beschwerdeführers 
vom 17. Dezember 2012. Darin beschrieb er seine Arbeit als Maschinist und Techniker im 
B.____. Insbesondere wies er auf das jeweils anstrengende Lösen von Schrauben mit dem ver-
längerten T-Steckschlüssel mit viel Kraftaufwand und mit einer ruckartigen Armbewegung hin. 
Ruckartige und kraftzehrende Armbewegungen würden zum Ablauf gehören und eine plötzliche 
unbeabsichtigte Armbewegung sei schnell passiert. Diese Tätigkeiten hätten die Rissläsion der 
Rotatorenmanschette vergrössert, was zu zunehmenden und anhaltenden Schmerzen in der 
Nacht geführt habe. Deshalb sowie wegen der schleichenden Kraftlosigkeit am Tage habe er 
den Arzt aufgesucht. Diese Angaben werden - wenn auch verkürzt - in der Unfallmeldung der 
Arbeitgeberin vom 24. Januar 2013 bestätigt.  
 
7.2 Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei den vorstehend zitierten Angaben lediglich um 
eine allgemeine Schilderung der konkreten Arbeitsabläufe handelt. Ein äusserer Faktor, der die 
konkrete Ursache der Sehnenruptur sein könnte und welcher auf einen bestimmten Zeitpunkt 
terminierte werden kann, wird nicht erwähnt. Die vom Beschwerdeführer in der Hergangsschil-
derung am 17. Dezember 2012 beschriebenen ruckartigen und kräftezehrenden Armbewegun-
gen erfüllen die Sinnfälligkeit im Sinne der Rechtsprechung nicht, gehören sie doch zur gängi-
gen Tätigkeit des Versicherten. Er kann in seinen Ausführungen keinen objektiv feststellbaren 

 

 
 
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bzw. sinnfälligen Vorfall wie beispielsweise ein Aus- oder Abrutschen mit dem T-Steckschlüssel, 
ein Stolpern oder ähnliches nennen, welcher bei diesen für ihn alltäglichen beruflichen Verrich-
tungen aufgetreten wäre und welcher ein deutliches und davon unterscheidbares äusseres Er-
eignis darstellen würde. Der von ihm formulierte Sachverhalt enthält daher keinen Verlauf mit 
gesteigertem Gefährdungspotential, welcher im direkten Anschluss daran die für die Anerken-
nung einer Rotatorenmanschettenruptur im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV typischen Symptome 
wie Kraftlosigkeit und Schmerzen unmittelbar ausgelöst hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
24. März 2011, 8C_743/2010, E. 4). Damit steht aber fest, dass die Beschwerden des Be-
schwerdeführers bei Ausübung eines normalen, üblichen Bewegungsablaufs auftraten. Etwas 
anderes ist weder im Rahmen des Verwaltungsverfahrens noch im vorliegenden Beschwerde-
verfahren geäussert worden und ist auch den Arztberichten nicht zu entnehmen. Auch hat der 
Beschwerdeführer gegenüber den behandelnden Ärzten nicht von einem solchen speziellen 
Ereignis als Ursache der Beschwerden gesprochen, sondern lediglich erwähnt, dass diese ihren 
Ursprung in der Arbeit hätten. Daher ist davon auszugehen, dass das Lösen der Schrauben 
zwar eine starke physiologische Beanspruchung darstellt, aber keine Programmwidrigkeit im 
Bewegungsablauf impliziert hat. Unter diesen Umständen handelt es sich beim Supraspinatus-
sehnenruptur nicht um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes.  
 
7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass aufgrund der vorstehenden Ausführungen 
die Voraussetzungen für die Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von 
Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erfüllt sind. Unter diesen Umständen erübrigen sich weitergehende Ausführungen zur Kritik des 
Beschwerdeführers an den medizinischen Unterlagen. Die Beschwerdegegnerin hat demnach 
ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom März 2012 zu Recht verneint, weshalb die Beschwer-
de abzuweisen ist. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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