# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96698f18-17c3-5d5f-af5a-1ab4b1ce31c2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2008 D-5161/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5161-2008_2008-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5161/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic,
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
C._______, geboren (...),
Ex-Serbien und Montenegro,
alle vertreten durch Frau Felicity Oliver, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 31. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5161/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
31. Juli 2008 - in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  die Asylgesuche der 
Beschwerdeführer  vom  23. Juni 2008  nicht  eintrat,  die  Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  die  Beschwerdeführer mit  Eingabe ihrer  Rechtsvertreterin  vom 
8. August 2008 beantragen liessen, die Verfügung des BFM sei aufzu-
heben und ihre Asylgesuche seien gutzuheissen; eventualiter sei  die 
Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme an-
zuordnen,

dass  sie  ferner  beantragen  liessen,  es  sei  ihnen  die  unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) zu gewähren,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme 
des Antrags  auf  Gutheissung  der  Asylgesuche (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.)  -  einzutreten und diese in  Anwendung 
des  AsylG,  der  Asylverordnung 1  vom 11. August 1999  über  Verfah-
rensfragen  (AsylV 1,  SR 142.311),  des  VwVG, des  Bundesgesetzes 
vom  17. Juni 2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG, 
SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht  (BGG,  SR 173.110),  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezem-
ber 2005 über die  Ausländerinnen und Ausländer (AuG,  SR 142.20), 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2) 
zu beurteilen ist,

dass  für  den  zur  Begründung  der  Asylgesuche  geltend  gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum Kreuzlingen vom 30. Juni 2008 und der Anhörung zu 
den Asylgründen vom 7. Juli 2008 sowie auf die angefochtene Verfü-

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gung zu verweisen ist  (vgl. daselbst,  Sachverhaltszusammenfassung 
S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt 
hat,  weshalb die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid 
gemäss Art. 34 Abs. 2  Bst. a  AsylG gegeben sind und weshalb  die 
Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug nach Deutschland anzu-
ordnen ist,

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung der Asylgesu-
che geltend gemachte Sachverhalt  wiederholt und angefügt wird, die 
Beschwerdeführer hätten Angst in Deutschland ein Asylgesuch zu stel-
len,  die  Beschwerdeführer  seien  Flüchtlinge  im  Sinne  von  Art. 1  A 
Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30)  und  sie  befürchteten,  bei  einer  Rück-
kehr  Behandlungen  ausgesetzt  zu  werden,  die  gegen  Art. 3  EMRK 
verstossen würden,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder unangemessen sein könnte,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass das BFM zu Recht auf die Asylgesuche nicht eingetreten ist, 
die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summa-
rischer  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit  Zustimmung 
eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist  und  die  Kosten des  Verfahrens  von Fr. 600.-- dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (vorab per Telefax; ein-
geschrieben; Beilage: Angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax zu den Akten Ref.-Nr. N (...))

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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