# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18c010a6-435e-5957-88a6-9c49e075297a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-25
**Language:** de
**Title:** Die einmalige Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge auf eine kapitaliserte Rente gemäss Art. 7 lit. q AHVV bewirkt nicht, dass in den folgenden Beitragsjahren die Beiträge des nichterwerbstätigen Ehegatten als durch Leistung des doppelten Mindestbeitrages bezahlt gelten. Er ist nach Art. 10 AHVG beitragspflichtig.
**Docket/Reference:** AB.2014.00014
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/AB.2014.00014.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
AB.2014.00014
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiber Hübscher
Urteil
vom
25. November 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Müller
Engel & Küng Rechtsanwälte
Schaffhauserstrasse
135, 8302 Kloten
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren
1951, und
Y.___
, geboren 1944, sind seit August 1977 verheiratet
(
Urk.
12/6/1-2
,
Urk.
12/11/4
).
Mit Wir
kung ab
1.
Juli 2009 richtet
die Ausgleichskasse Schweizerischer Baumeister
verband
Y.___
eine
AHV-Altersrente im Betrag von
Fr.
2‘280.--
aus
(
Urk.
12/3).
Daneben erhält
e
r unter anderem von seinem ehe
maligen Arbeitge
ber eine
R
ente von
Fr.
2‘900.-- pro Monat beziehungs
weise
von
Fr.
34‘800.-- pro Jahr (12/1/1).
Mit Verfügung vom 2
1.
Juli 2010 nahm die Ausgleichskasse Schweizerischer Bau
meisterverband eine Kapitalisierung dieser Rentenleistun
gen vor und erhob
auf dem
resultierenden Betrag von
Fr.
424‘560.--
vom
Arbeitgeber AHV/IV/EO
-
, ALV- und FAK-Lohnbeiträge sowie Ver
wal
tungskos
ten im Betrag von
total
Fr.
49‘558.50 (
Urk.
12/2).
Hiervon stellte sein ehe
maliger Arbeit
geber
Y.___
Fr.
21‘807.35 (AHV/IV/EO-Beiträge von
Fr.
21‘440.30 + ALV-Beiträge von
Fr.
734.10) in Rechnung
(Urk. 12/1/3).
Mit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
Aus
gleichskasse
,
am
9.
März 2011 eingegangenen Fragebogen meldete sich
X.___
als Nichterwerbstätige an (
Urk.
12/6).
In der Folge erhob
die
Ausgleichskasse mit Verfügungen vom 1
6.
Dezember 2011 (Urk. 12/14) beziehungsweise 23. Februar 201
2
(Urk. 7/22) von der Versicherten als Nichterwerbstätige
Akontobeiträge
für die Beitragsperioden 2011 und 201
2.
Dagegen
erhoben
die Ehegatten
X.___ und Y.___
am 25. Dezember 2011 (Urk. 12/15) und 7. März 2012 (Urk. 7/23) jeweils Ein
sprache. Die Ausgleichkasse hob die
angefochtenen
Akontobeitragsverfü
gungen
auf
und
schrieb die
Einspracheverfahren
m
it Ent
scheid vom 23. März 2012 als gegenstandslos geworden ab (
Urk.
7/27).
Mit Ein
gabe vom 1
7.
April 2012 gelangte der Rechtsvertreter
der Versicherten
an die Ausgleichskasse und bean
tragte,
es sei festzustellen, dass
die
Beiträge
der Versicherten
an die AHV, IV und EO für die Jahre
2010 und
2011 als bezahlt gelten würden. Sodann sei fest
zustellen, dass für den Fall, dass
X.___
weiterhin bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters nicht erwerbstätig sei, auch deren Bei
träge an die AHV, IV und EO für die Jahre 2012 bis zum Erreichen des ordentli
chen Rentenalters als bezahlt gelten würden (Urk. 7/29).
Mit Schreiben vom 1
6.
Juli 2012 nahm die Ausgleichskasse hierzu Stellung und lehnte das Gesuch um Erlass einer Feststellungsverfügung ab (Urk. 12/34).
Nach Eingang der Steuermeldung vom 2
8.
Mai 2013 (
Urk.
12/42) betreffend die Einkommens- und Vermögensverhältnisse in der Periode 2010
erliess die
Aus
gleichskasse
am 29. November 2013
eine Beitragsverfügung
,
mit
welcher
sie von
X.___
aufgrund eines Renteneinkommens von Fr. 804'920.-- (20 x Fr. 40‘246.--) und eines Rein
ver
mögens am 31. Dezember 2010 von
Fr. 805‘500.--
für die
Beitragsperiode
2010
persönliche Bei
träge
als
Nicht
er
werbstätige
(inkl. Verwaltungskosten) von total
Fr.
3‘225.20
einverlangte
(
Urk.
12/47
/1
).
Gleichzeitig
ergingen
entsprechende
Akontobeitragsver
fügungen
für die Beitragsjahre 2011 bis 2013 (
Urk.
12/47/2-4).
Gegen die Verfügungen vom 29. November 2013
liess
X.___
am 2
8.
Januar 2014
Einspra
che
erheben
(
Urk.
12/51)
. Die Ausgleichskasse
wies die Einsprache gegen die Verfügung betreffend das Beitragsjahr 2010 mit Entscheid vom 17.
Februar 2014 ab (
Urk.
2).
Mit Entscheid vom selben Tag hob sie
die
Akontobei
tragsver
fügungen
betreffend die Jahre 2011 bis 2013 auf und schrieb die Ein
sprachen gegen diese Verfügungen als gegenstandslos geworden ab (
Urk.
12/66).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
betreffend das Beitragsjahr 2010
vom 17.
Feb
ruar 2014
führte
X.___
am 2
0.
März
2014 Beschwerde und bean
tragte
,
dieser Entscheid sei aufzuheben und es sei
festzustellen, dass ihre Bei
träge an die AHV, IV und EO für das Jahr 2010 als bezahlt
gelten würden
.
Weiter
sei festzustellen, dass für den Fall, dass sie weiterhin und bis zum Er
rei
chen des ordentlichen Rentenalters nicht erwerbs
tätig sei, auch ihre Beiträge an die AHV, IV und EO für die Jahre 2011 bis zum Erreichen der ordentlichen Rentenalters im Jahre 2015 als bezahlt gelten würden (
Urk.
1 S. 2).
Mit Eingabe vom 22. April 2014 (
Urk.
7) liess die Beschwerdeführerin das
Renten
berechnungsblatt
der Ausgleichskasse Schweizerischer Baumeisterver
band betreffe
nd
Y.___
vom 12. August 2009 (Urk. 8/1) sowie einen Auszug aus ihrem individuellen Konto vom 27. März 2014 (Urk. 8/2) ein
reichen
.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
6.
Mai 2014 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
11, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
12/1-84]), was der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom
8.
Mai 2014 zur Kenntnis ge
bracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
3
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVG)
sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 6
4.
und Männer das 6
5.
Altersjahr vollendet haben.
Bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versicherten gelten die eigenen Beiträge als bezahlt, sofern der Ehegatte
Beiträge
von mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat (
Art.
3
Abs.
3
lit
.
a
AHVG). Gemäss dem am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen
Art.
3
Abs.
4
lit
. b AHVG findet
Art.
3
Abs.
3 AHVG auch für Kalenderjahre Anwendung, in denen der erwerbstätige Ehegatte eine Altersrente bezieht oder aufschiebt.
1.2
1.2.1
Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des Einkom
mens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (
Art.
4
Abs.
1 AHVG).
1.2.2
Nach
Art.
5
Abs.
1 und
Art.
14
Abs.
1 AHVG werden vom Einkommen aus un
selbständiger Erwerbstätigkeit, dem massgebenden Lohn, Beiträge erhoben. Als massgebender Lohn gemäss
Art.
5
Abs.
2 AHVG gilt jedes Entgelt für in un
selbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Zum massgebenden Lohn gehören begrifflich sämtliche Bezüge der Arbeit
neh
merin und des Arbeitnehmers, die wirtschaftlich mit dem Arbeitsverhältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbesteht oder gelöst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden oder freiwillig erfolgen. Als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit gilt so
mit nicht nur unmittelbares Entgelt für geleistete Arbeit, sondern grundsätzlich jede Entschädigung oder Zuwendung, die
sonstwie
aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenommen ist. Grundsätzlich unterliegen nur Einkünfte, die tatsächlich geflossen sind, der Beitragspflicht (BGE 133 V 549 E. 4 S. 558).
1.
2.
3
Zum
massgebenden
Lohn gehören insbesondere auch Leistungen des Arbeit
gebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisse
s, soweit sie nicht
gemäss
den
Art.
8
bis
oder 8
ter
der
Verordnung über die Alters-
und
Hinterlassenenversiche
rung
(AHVV)
hiervon
ausgenommen sind
; Renten werden in Kapital umgerech
net; das Bundesamt stellt dafür verbindliche Tabellen auf (
Art.
7
lit
. q AHVV)
.
1.3
Nichterwerbstätige
bezahlen gemäss Art. 10 AHVG einen
Beitr
a
g
nach ihren sozialen
Verhältnissen.
Im Jahre 20
10
war gemäss der seit 1. Januar 200
9
in Kraft stehenden Verordnung 0
9
über die Anpassungen an die Lohn- und Preis
entwicklung bei der AHV/IV/EO je nach den sozialen Verhältnissen ein Be
trag von
Fr. 382.-- bis Fr. 8'400.--
zu ent
richten. Der Bundesrat erlässt nähere Vor
schriften über die Be
messung der Beiträge (Art. 10 Abs. 3 AHVG). Gemäss Art. 28 Abs. 1 AHVV in der für d
as
Beitragsjahr
20
10
massgebenden Fassung be
messen sich die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche Mindest
beitrag vorgesehen ist, auf
grund ihres Vermögens und
Renteneinkom
mens
. Dabei werden das Vermögen und das mit 20 multiplizierte jährliche
Ren
teneinkommen
addiert; auf der Summe wird gemäss der in Art. 28 Abs. 1 AHVV enthaltenen Beitragstabelle der Jahresbeitrag ermittelt (Art. 28 Abs. 1 A
HVV). Verfügt eine nichterwerbs
tätige Person gleichzeitig über Vermögen und
Renten
einkommen
, so wird der mit 20 multiplizierte jährliche Rentenbetrag zum Ver
mögen hinzugerechnet (Art. 28 Abs. 2 AHVV).
Ist eine verheiratete Person als Nichterwerbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (
Art.
28 Abs. 4 Satz 1 AHVV).
Nach Art. 29 Abs. 1 AHVV werden die Beiträge für jedes
Bei
tragsjahr
festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten
Rentenein
kommens
und des Vermögens am 31. Dezember (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AHVV).
2
.
2.1
Die Beschwerdeführerin macht
im Wesentlichen
geltend
,
a
ufgrund der Beitrags
zah
lung ihres Ehegatten für die kapitalisierte Rente
seines
ehemaligen Arbeit
gebers im Betrag von Fr.
21‘807.35
würden
in Anwendun
g von
Art.
3 Abs. 3
lit
.
a
AHVG
ihre
Sozialversicherungsbeiträge für dieses
Beitragsjahr
wie auch die folgenden
Beitragsj
ahre bis zur Er
reichung ihres AHV-Rentenalter
s
im Jahr 2015
als bezahlt
gelten
(Urk.
1
S. 2,
S. 5 ff.
)
.
Unbestritten blieb
, dass
die
Beschwer
de
führerin als Nichterwerbstätige
zu
qualifizier
en
ist
. Sie geht seit Ende des Jahres 2007 keine
r
Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 12/6/1, Urk. 12/6/6-7; IK-Auszug vom 15.
März 2011 [
Urk.
12/9]). Ihr am
5.
Juni 194
4 geborene
r
Ehegatte
bezieht seit
dem
1.
Juli 2009 eine AHV-Altersrente (
Urk. 12/3
).
Von seinem ehemalige Arbeitgeber erhält er seit
demselben Tag
eine lebenslängliche Rente von monatlich
Fr.
2‘900.-- (Urk. 1
2
/2).
Diese
Rente
, wel
che gemäss den Ausführun
gen des Ehegatten der Beschwerdeführerin
als
Ergän
zung zur Rente der Pensionskasse vorgesehen ist (
Urk.
12/1/1),
qualifizierte
die Ausgleichskasse Schweizerischer Baumeisterverband
als
beitragspflichtige
Leis
tung des
Arbeits
gebers
bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
gemäss
Art.
7
lit
. q AHVV
(
vgl.
E. 1.2.3
vorstehend
)
und erhob entsprechend Sozialversiche
rungsbeiträge
(
Urk.
12/2),
wovon
der Ehegatten der Beschwerdeführerin am 1
3.
Juli 2010
die Hälfte
,
das heisst
Fr. 21‘807.35
,
bezahlte (Urk. 12/1/3).
2.2
Die
Kapitalisierung
von
Rentenleistungen des ehemaligen Arbeitgebers gemäss Art. 7
lit
. q AHVV
bewirkt, dass auch
die Erhebung der Beiträge ausnahmsweise bereits in einem Zeitpunkt vor der Realisierung des relevanten Einkommens beziehungsweise der Auszahlung der monatlichen
Rente
n
betreffnisse
erfolgt. Damit ist die Leistung des Arbeit
gebers in ihrer Eigenschaft als Einkommen
beitrags
mässig
abschliessend erfasst, und die einzelnen
Rentenbetreffnisse
unterliegend nicht mehr der Beitragspflicht
. Sie verlieren jedoch ihren durch
Art.
7
lit
. q AHVV festgelegten Charakter als massgebender Lohn nicht und stellen deshalb insbesondere kein Renteneinkommen im Sinne von
Art.
28 AHVV dar. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt eine Erfassung dieser Einkünfte nur noch insoweit in Betracht, als dadurch Vermögen gebildet wird
(Urteil des Bundesge
richts H 242/04 vom 8.
September 2005 E. 2.1).
2.3
Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Ehegatte der Beschwerde
führe
rin mit seiner Zahlung von Fr. 21‘807.35 seine Beitragspflicht hinsichtlich der
lebenslangen Rente seines ehemaligen Arbeit
ge
bers
per
1.
Juli 2009
erfüllt hat und
die Beiträge als für d
i
e Beitragsperiode
2009
ge
leistet gel
ten.
Da der Ehegatte
der Beschwerdeführerin
die
auf dem in Rentenform ausbe
zahlten massgebenden Lohn
geschuldeten Beiträge
auf Anrechnung
für die
Bei
trags
periode
2009 bezahlt hat, kommt
Art.
3 Abs. 3
lit
.
a
AHVG – selbst wenn
er
nach Erreichung des AHV-Rentenalters noch als Erwerbstätiger anzusehen wäre
(vgl. E. 2.4)
– im Beitragsjahr 2010 und in den folgenden Jahren mangels
einer effektiven
Bei
tragszahlung
und Realisierung von Erwerbseinkommen
in diesen Jahren
nicht zur Anwen
dung.
Die Qualifikation der Renteneinkünfte als massgebender Lohn per
1.
Juli 2009 führt nicht zur Qualifikation des Ehegatten der Beschwerdeführerin als Erwerbstätiger nach Auflösung des Arbeitsverhält
nisses. Die
Rentenbetreffnisse
des Arbeitgebers gründen nicht in einer fortge
setzten Erwerbstätigkeit, sondern in den bis zur Auflösung des Arbeitsverhält
nisses erfüllten und per
1.
Juli 2009 abgeschlossenen Arbeitsleistungen. Effektiv ist der Ehegatte der Beschwerdeführerin seither nicht mehr in relevantem Um
fang erwerbstätig (vgl. E. 2.4), gilt als Nichterwerbstätiger, weshalb die Anwen
dung von
Art.
3
Abs.
3
lit
. a AHVG versagt bleibt.
Das Vorbringen der Be
schwerde
führerin, ihr Ehegatte habe mit der
AHV/IV/EO-Beitragszahlung
von Fr. 21‘440.30
(vgl. Urk. 12/1/3)
von 2010 bis 2021 einen jährlichen Betrag von
Fr.
1‘757.40 geleistet (
Urk.
1 S.
6), geht
mithin
fehl.
Gegen diese Umverteilung
der Beitrags
zahlung
auf nachfolgende Jahre
ist z
udem
einzuwenden, dass
–
e
nt
gegen
der
Ansicht
der Beschwerde
führerin
–
der
gemäss
Tabelle im Anhang 1 zur Wegleitung
des Bundesamtes für Sozialversicherungen über den massge
benden Lohn in der AHV, IV und EO (WML; gültig ab
1.
Januar 2008, Stand: 1.
Januar 20
09
)
bei 65jährigen Männern zur Umrechnung von lebenslänglichen Renten in Kapitalien
ver
wendete Faktor von 12,2
nicht
mit
einer Dauer von
12
Beitragsjahren
gleich
gesetzt werden
kann
.
Auch die Annahme einer jährli
chen Beitrags
erfüllung
des Ehegatten der Be
schwer
deführerin
für die
Rente sei
nes Arbeit
gebers im Betrag von
Fr.
34‘900.--
pro Jahr
widerspricht der gesetzli
chen Regelung
.
Der Bundesrat hat in
Art.
7
lit
. q AHVV die Kapitalisierung der Rente angeordnet.
Die Kapita
li
sierung des mass
gebenden Jahres
betrages bei der Berechnung der ge
schul
deten Beiträge auf freiwilligen Vorsorge
leistun
gen gemäss Art. 7
lit
. q AHVV ist
nach der Recht
sprechung des Bundesgerichts
gesetzesmässig und stellt keine rechtsungleiche Beh
andlung dar (ZAK 1982 S. 312).
Der Beschwerdegegnerin kann mithin keine Verletzung der
Rechts
gleichheit
oder de
s
Willkürverbots (vgl. Urk. 1 S. 8 f.) vorgeworfen werden.
2.4
Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass
auf dem
vom Ehegatten der Beschwerdeführerin im Jahr 2010 erzielte
n
Nebener
werb aus un
selbständiger Tätigkeit von total Fr. 1‘600.-- (vgl. die Steuerer
klärung 2010 [Urk. 12/45/4]
sowie
die Berechnungs
mitteilung des Kantonalen Steueramtes Zürich vom 20. Juli 2012 [Urk. 12/45/17]) keine Bei
träge ge
schuldet sind, da
dieser den
Freibetrag von Fr. 16‘800.-- für erwerbstätige Ver
sicherte nach dem 6
5.
Alters
jahr (Art. 4
Abs.
2
lit
. b AHVG, Art. 6
quater
AHVV) nicht
übersteigt,
und im Übri
gen auf diesem Nebenverdienst
von
Fr.
1‘600.--
rein betragsmässig keine Bei
träge in der Höhe des doppelten Mindestbeitrages ge
schuldet
gewesen
wären.
2.5
Da die Beiträge der nichterwerbstätigen Beschwerdeführerin
nach dem Gesagten
für das Beitragsjahr 2010
nicht
in Anwendung von
Art.
3 Abs. 3
lit
.
a
AHVG als bezahlt gelten, ist sie gemäss Art.
10 AHVG
als Nichterwerbstätige
beitrags
pflichtig.
In
masslicher
Hinsicht blieb die Beitrag
s
verfügung
vom 29. November 2013 (Urk. 12/47/1)
unbestritten
und
gibt zu keinen B
eanstand
ungen An
lass
.
3
.
Bei diesem Ergebnis
wäre auch
das Rechtsbegehren der Beschwerde
führerin,
wonach festzustellen sei, dass für den Fall, dass sie weiterhin und bis zum Errei
chen des ordentlichen Rentenalters nicht erwerbstätig sei, auch ihre Beiträge an die AHV, IV und EO für die Jahre 2011 bis zum Erreichen der ordentlichen Rentenalters im Jahre 2015 als bezahlt gelten würden (Urk. 1 S. 2), abzuweisen
,
und es kann offen bleiben, ob a
uf dieses Feststellungsbegehren
einzutreten ist
(vgl. zum dies
bezüglich erforderlichen schützenswerten Interesse: Art. 49 Abs. 2 des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG]; BGE 132 V 257 E. 1, Urteil des Bundesgerichts 9C_477/2012 vom 21. September 2012 E. 2.1)
.
4
.
Diese Erwägungen führ
en zur Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie ein
zu
treten ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit auf sie einzutreten ist.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Rolf Müller
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHübscher