# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddd469bc-e9ce-5024-9c37-3d0bd936e325
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.05.2013 UV 2012/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-67_2013-05-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 24.05.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2013
Art. 24 UVG. Bade-Unfall mit Verletzung mit Verletzung der HWS. Frage der 
Höhe der Integritätsentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2013, UV 2012/67).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Ver-

sicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 24. Mai 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Simone Schmucki, Marktgasse 3, 9004 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Integritätsentschädigung

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Sachverhalt:

A.  

A.a  A.___ war als Bezüger von ALV-Taggeldleistungen bei der Suva unfallversichert, 

als er sich am 3. August 2009 bei einem Sprung ins Meer mit Kopfaufprall eine 

Jefferson-Fraktur (C1) und eine inkomplette Berstungsfraktur C7 zuzog (UV-act. 8, 16, 

29, 110). Am 18. Februar 2010 wurden beim Versicherten in der Schulthess Klinik, 

Spondylodesen C1/C2 und C6-Th1 durchgeführt (UV-act. 60). Die Suva anerkannte 

ihre Leistungspflicht.

A.b  Nach Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen eröffnete die 

Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 11. Januar 2012, aufgrund der 

kreisärztlichen Beurteilung (UV-act. 158) ergebe sich eine Integritätseinbusse von 20%. 

Auf dieser Basis habe er Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (UV-act. 163). Die 

gegen diese Verfügung von Rechtsanwältin S. Schmucki, St. Gallen, für den 

Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. 171) wies die Suva, nachdem sie eine 

ärztliche Stellungnahme von Suva-Arzt Dr. med. B.___, Chirurgie FMH, vom 23. April 

2012, eingeholt hatte (UV-act. 188), mit Einspracheentscheid vom 26. Juni 2012 ab 

(UV-act. 198). Die Verfügung vom 11. Januar war von der Suva am 7. Juni 2012 auch 

dem Krankenversicherer zugestellt worden mit dem Hinweis, dass eine Arthrose im 

Kiefergelenk nur als mögliche Unfallfolge betrachtet werde und hierfür keine Leistungen 

erbracht werden könnten (UV-act. 192). Die vom Krankenversicherer hierauf erhobene 

Einsprache (UV-act. 194) wurde wieder zurückgezogen (UV-act. 196).

B.  

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Juni 2012 erhob Rechtsanwältin 

Schmucki für den Versicherten mit Eingabe vom 29. August 2012 Beschwerde mit den 

Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, 

die Integritätsentschädigung neu festzusetzen. Im Gerichtsverfahren seien weitere 

medizinische Abklärungen zu treffen, und es sei gestützt auf die medizinische 

Einschätzung des Integritätsschadens die Integritätsentschädigung neu zu bemessen. 

Zur Begründung legte die Rechtsvertreterin unter anderem dar, neben den 

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orthopädischen Einschränkungen bestünden seit dem Unfall weitere Beschwerden, 

welche Einfluss auf die körperliche Integrität hätten. Es lägen zum einen 

Schluckbeschwerden mit gelegentlichen Aspirationen und eine Kieferarthrose vor. 

Gemäss Suva-Tabelle 17.5 sei auch bei leichten Schluckstörungen von einem 

Integritätsschaden auszugehen. Dieser werde vom Beschwerdeführer auf ca. 15-20% 

geschätzt, da er zwar nicht auf pürierte Kost angewiesen sei, aber keine harten Speisen 

zu sich nehmen könne und sich häufig verschlucke. Es werde eine kieferorthopädische 

Abklärung beantragt zur Frage des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall bzw. 

der Operation und den heutigen Kieferbeschwerden inklusive Arthrose sowie zur Frage 

der Höhe des Integritätsschadens. Aufgrund der Versteifung im HWS-Bereich seien 

sodann Schlafstörungen entstanden, welche ebenfalls eine dauernde Beeinträchtigung 

darstellen würden. Der Beschwerdeführer erwache mehrmals in der Nacht aus der 

Notwendigkeit heraus, die Schlafposition zur Verhinderung von Druckstellen zu 

verändern, weil durch die Versteifung der entsprechende Automatismus aufgehoben 

sei. Folge davon sei eine Tagesmüdigkeit mit entsprechend verminderter 

Leistungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe sich im Schlaflabor angemeldet, wo er 

am 24. September 2012 den ersten Termin erhalten habe. Es werde im Rahmen des 

Gerichtsverfahrens um Einholung eines Arztberichts beim Schlaflabor ersucht zur 

Klärung der Frage der Unfallkausalität sowie der Einschränkung der Integrität durch 

das gestörte Schlafverhalten. Im Weiteren bestünden eine begrenzte körperliche 

Belastbarkeit und Schmerzen bei Temperaturwechseln. Möglichlicherweise sei dies 

schon von den Werten nach Suva-Tabelle 7.2 erfasst. Wenn dies nicht der Fall sei, 

müssten die begrenzte körperliche Belastbarkeit und Schmerzen bei 

Temperaturwechseln zusätzlich bewertet werden. Es werde um diesbezügliche 

medizinische Abklärung im Gerichtsverfahren ersucht. Der Beschwerdeführer bleibe 

aufgrund des Unfalls nicht nur bezüglich der Funktion der Wirbelsäule mit 

entsprechenden Schmerzen beeinträchtigt, sondern müsse auch mit der Entwicklung/

Verschlimmerung einer Arthrose rechnen. Bei letzterer wäre die Beschwerdegegnerin 

zur Abklärung der Kausalität verpflichtet gewesen, zumal sie einen Wegfall des 

Kausalzusammenhangs nach ursprünglicher Übernahme der Leistungspflicht geltend 

mache, wofür sie beweisbelastet sei. Insgesamt schätze der Beschwerdeführer seinen 

Schaden in der körperlichen Integrität auf mindestens 50%, wenn nicht höher. 

Gemessen am Ausmass der Verletzungen und des Dauerschadens, welchen selbst die 

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Beschwerdegegnerin mit 20% bemesse, sei eine gutachterliche Abklärung durch einen 

unabhängigen Sachverständigen nicht unverhältnismässig. Es werde daher eine 

medizinische Überprüfung mit klinischer Untersuchung im Gerichtsverfahren verlangt. 

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 20. September 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im 

angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, aus den Akten ergebe sich 

unmissverständlich, dass der Unfall vom 3. August 2009 lediglich den 

Halswirbelbereich geschädigt habe. Der Mund-/Kieferbereich sei nicht betroffen 

gewesen. Diesbezüglich entfalle der Anspruch auf Integritätsentschädigung bereits 

mangels natürlicher Unfallkausalität. Aus medizinischer Sicht sei auch ein kausaler 

Zusammenhang zwischen den unfallkausalen Halswirbelfrakturen und den geltend 

gemachten Kiefer- und Schluckproblemen ausgeschlossen. Neben der Unfallkausalität 

fehle es auch an einer dauernden und erheblichen Schädigung. Die teilweise 

Schlaflosigkeit des Beschwerdeführers, die von ihm ins Feld geführte beschränkte 

körperliche Belastbarkeit und die Schmerzen bei Temperaturwechseln seien mit Suva-

Tabelle 7.2 bereits berücksichtigt. Die Annahme des Beschwerdeführers, ihm stehe 

eine Integritätsentschädigung von mindestens 50% zu, sei in Anbetracht seiner eher 

bescheidenen Einschränkungen und im Vergleich zu anderen Ansätzen der Suva-

Tabellen geradezu utopisch (vgl. Suva-Tabellen 3 und 4: Integritätsschaden von 50% 

bei vollständigem Verlust eines Armes oder eines Beines). Die Vorstellungen des 

Beschwerdeführers stünden auch in krassem Missverhältnis zu seiner vollen 

Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten und zu seiner Fähigkeit, eine 

Umschulung zum Sozialpädagogen zu absolvieren.

B.c  Mit Replik vom 17. Oktober 2012 bestätigte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers ihren Standpunkt und hielt insbesondere fest, dass der Umstand, 

wonach eine Stellungsänderung des Atlas Kieferprobleme auslösen könne, von der 

Beschwerdegegnerin medizinisch nicht untersucht worden sei, was nun im 

Gerichtsverfahren nachzuholen sei (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

eine Duplik (act. G 7).

Erwägungen:

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1.   

Zu prüfen ist die Höhe des unfallbedingten Integritätsschadens. Die 

Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen Voraussetzungen für das Vorliegen der 

Unfallkausalität von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und für die Zusprechung 

einer Integritätsentschädigung im angefochtenen Entscheid (E. 1) zutreffend dar. 

Darauf ist zu verweisen.

2.   

2.1 Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 13. Juli 2010 wurden als Diagnosen 

im Zusammenhang mit dem Unfall vom 3. August 2009 eine inkomplette 

Berstungsfraktur C7, eine Atlas (C1)-Jefferson-Fraktur mit im Verlauf Pseudoarthrose 

C1 sowie eine Kiefersperre festgehalten (UV-act. 85). Eine interdisziplinäre 

(internistisch-rheumatologisch-psychiatrische) Begutachtung des Beschwerdeführers 

ergab gemäss Bericht von Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 24. 

Februar 2011, unter anderem, dass der Beschwerdeführer weniger schmerz- als 

verspannungsbedingt mit seiner weitgehend eingesteiften HWS im Schlaf behindert 

sei; er erwache mehrmals und fühle sich morgens unausgeruht. Er könne seinen 

Haushalt selbst besorgen und uneingeschränkt Auto fahren. Das Sitzen sei mit 

gelegentlichem Entspannen (kurzes Aufstehen) uneingeschränkt möglich, ebenso das 

Stehen und Gehen. In unebenem Gelände seien Gehen und Stehen erschwert durch 

die HWS-Steife. Arbeiten am PC seien mit kurzen Pausen ausreichend möglich. 

Tätigkeiten an der Werkbank würden durch das gebückte Hinabsehen zu starken 

HWS-Verspannungen führen. Zu den früheren Einschätzungen der Rehaklinik Bellikon 

und der Schulthess Klinik bestünden keine Differenzen (UV-act. 137). Kreisarzt Dr. 

med. D.___ bestätigte im Bericht vom 15. Dezember 2011 die bisherigen Diagnosen 

und hielt unter anderem fest, subjektiv bestünden Verspannungen der Hals-/Nacken­

muskulatur und eine Bewegungseinschränkung der HWS. Objektiv finde sich eine 

deutliche Bewegungseinschränkung der HWS in allen Richtungen ohne jegliche 

neurologische Ausfälle (UV-act. 157). In der Beurteilung vom 21. Dezember 2011 hielt 

Dr. D.___ fest, dass gemäss Suva-Tabelle 7.2 Frakturen der LWS, BWS oder HWS 

inklusive Spondylodese, Kyphose oder Skoliose bei geringen Dauerschmerzen, bei 

Belastung verstärkt, auch in Ruhe, mit einem Kyphosewinkel von höchstens 10 Grad, 

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eine Integritätsentschädigung von 5-10% ergeben würden. Da zwei Segmente 

betroffen seien, seien hier 10% gerechtfertigt. Aufgrund der erheblichen funktionellen 

Einschränkung der HWS erscheine eine Erhöhung um weitere 10% angemessen, so 

dass insgesamt eine Integritätsentschädigung von 20% resultiere (UV-act. 158).

2.2 In der ärztlichen Beurteilung vom 23. April 2012 legte Suva-Arzt Dr. B.___ unter 

anderem dar, in der kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens seien bereits 

alle Unfallfolgen angemessen berücksichtigt worden. Speziell sei ein zukünftiges 

Arthroserisiko an der HWS nach stabilen Spondylodesen in anatomischer Stellung 

weder wahrscheinlich noch vorhersehbar. Das Rückfallmelderecht bleibe aber 

gewährleistet. Schluckstörungen wegen der flachen Platte  C6-Th1 ventral seien 

mechanisch nicht erklärbar. Bei der Abschlussuntersuchung vom 14. Dezember 2011 

sei davon auch keine Rede mehr gewesen (2010 nur nebenbei in Bellikon). Auch für die 

im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon erwähnte Kiefersperre könnte fachärztlich 

keine wahrscheinlich traumatische Ursache gefunden werden. Die im CT vom 5. 

August 2010 beschriebene Arthrose im Kiefergelenk links sei bloss eine mögliche 

Unfallfolge (erwähnt im rheumatologischen Gutachten für die IV vom 24. Februar 2011). 

Bei abstrakter und egalitärer Beurteilung sei keine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung gerechtfertigt. Subjektive Befindlichkeitsstörungen könnten 

nicht berücksichtigt werden (UV-act. 188). Eine Konsultation in der Schulthess Klinik 

vom 3. Juli 2012 ergab gemäss Bericht vom Folgetag ein unverändert gutes Ergebnis 

der Spondylodese. Dem Beschwerdeführer sei empfohlen worden, weiterhin 

Physiotherapie sowie Massagen, gegebenenfalls Osteopathie, durchzuführen (UV-act. 

200). 

3.   

3.1

3.1.1 Der Beschwerdeführer lässt eine höhere Integritätsentschädigung als 20% 

geltend machen mit der Begründung, dass er an Schluckbeschwerden und einer 

Kieferarthrose, an Schlafproblemen sowie einer begrenzten körperlichen Belastbarkeit 

und an Schmerzen bei Temperaturwechseln leide (act. G 1). Dazu ist festzuhalten, dass 

der Unfall vom 3. August 2009 zu einer Verletzung im Halswirbelbereich führte, der 

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Mund- bzw. Kieferbereich jedoch nach Lage der in den Monaten nach dem Unfall 

erstellten medizinischen Akten (vgl. UV-act. 12, 16, 17, 21, 33, 37, 42, 45, 47, 54, 55, 

60, 65) nicht betroffen war. In der Replik lässt der Beschwerdeführer mit Hinweis auf 

medizinische Informationen aus dem Internet festhalten, dass die Stellungsänderung 

des Atlas - rein mechanisch - Kieferprobleme auslösen könne. Dem Operationsbericht 

der Schulthess Klinik vom 19. Februar 2010 (UV-act. 55) könne zumindest entnommen 

werden, dass der Atlas habe belassen werden müssen, da eine Reposition nicht 

gelungen sei (act. G 5 S. 3).

3.1.2 Dazu ist festzuhalten, dass der vorerwähnte Operationsbericht (UV-act. 55) als 

Teil der Suva-Akten auch dem Kreisarzt und dem Suva-Arzt Dr. B.___ für ihre 

Beurteilungen zur Verfügung stand. Dem Operationsbericht kann lediglich entnommen 

werden, dass eine Kompression des gesprengten Atlasringes von lateral her kaum eine 

Stellungveränderung ergeben habe, weshalb man sich "zur Fixation in situ. Anlagern 

des Knochenblockes dorsal, zwischen Atlasbogen und Dornfortsatz C2 …" 

entschlossen habe (UV-act. 55). Eine Stellungsänderung des Atlas, wie sie vom 

Beschwerdeführer angesprochen wird, ergab sich somit anlässlich der Operation nicht 

bzw. "kaum" (UV-act. 55). Im Bericht vom 27. April 2010 hielt der operierende Arzt 

einen insgesamt günstigen Verlauf nach zunächst etwas schleppender Therapie bei 

doppelter Fraktur der HWS fest. Nun scheine aber die Situation geregelt, und es könne 

mit aktiver Therapie begonnen werden, um die Restbeweglichkeit möglichst gut 

auszunutzen und die Muskulatur zu kräftigen. Zu vermeiden seien schwere und 

anspruchsvolle körperliche Arbeiten; im Übrigen sei der Patient aber voll einsatzfähig 

(UV-act. 65). Beschwerden im Mund- und Kieferbereich waren vom Beschwerdeführer 

in der Zeit nach dem Unfall überhaupt nicht erwähnt worden (UV-act. 8, 15, 22, 25, 35, 

38, 41). Ein solcher Gesundheitsschaden kam erstmals in einem Bericht des Spital 

E.___ vom 1. Juli 2010 mit der Feststellung eines Verdachts auf Arthrose im Bereich 

des linken Kieferköpfchens und der Empfehlung zur Sprache, ein CT durchzuführen 

(UV-act. 85 Beilage). Hierauf bestätigten die Ärzte der Rehaklinik Bellikon im 

Abschlussbericht vom 13. Juli 2010 die Diagnose einer Kiefersperre (UV-act. 85). Im 

Gutachten von Dr. C.___ vom 24. Februar 2011 wurde sodann ein im Kantonsspital 

Aarau durchgeführtes CT des Kiefers vom 5. August 2010 zitiert mit folgendem Befund: 

"Kieferköpfchen links deformiert, hauptsächlich abgeflacht, in seiner Gelenksfläche 

deutlich unregelmässig und sklerosiert ohne Fraktur. Als vermutlich degenerative, 

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möglicherweise posttraumatische Veränderung" (UV-act. 138 S. 4). Anlässlich der 

Begutachtung durch Dr. C.___ im Februar 2011 und auch später äusserte sich der 

Beschwerdeführer jedoch nicht dahingehend, dass er an Kieferproblemen oder 

Schluckstörungen leide (vgl. UV-act. 137 S. 7 und 20, UV-act. 147 und 149 S. 1). Dr. 

C.___ beschrieb die Ursache der aktenkundigen Kiefersperre und Schluckstörung mit 

Hinweis auf das erwähnte kieferorthopädische Konsil im Kantonsspital Aarau wie folgt: 

"..vermutlich degenerativ, möglicherweise posttraumatische Deformation 

(Abflachung).." (UV-act. 137 S. 9). Gegenüber dem Kreisarzt gab der Beschwerdeführer 

am 15. Dezember 2011 an, er habe ab und zu Verspannungen im HWS-Bereich und 

könne zum Teil nicht einschlafen. Ab und zu spüre er, wenn er in Seitenlage schlafe, 

auch die Lendenwirbelsäule. Ansonsten habe er keine Beschwerden (UV-act. 157 S. 

4f).

3.1.3 Wenn Dr. B.___ Schluckstörungen wegen der flachen Platte C6-Th1 mechanisch 

als Unfallfolge nicht erklärbar erachtete und sich auf den Standpunkt stellte, dass für 

die im CT vom 5. August 2010 beschriebene Arthrose im Kiefergelenk keine 

überwiegend wahrscheinlich traumatische Ursache gefunden werden konnte (UV-act. 

188), so erscheint dies angesichts des geschilderten Hergangs nachvollziehbar und 

begründet. Eine bloss mögliche Unfallursache genügt den Beweisanforderungen 

(überwiegende Wahrscheinlichkeit) nicht. Aus dem vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Umstand, dass die Beschwerdegegnerin für kieferorthopädische 

Heilungskosten aufgekommen sei und Physiotherapiekosten bezahlt habe (act. G 1 S. 

4), lässt sich keine Anerkennung einer diesbezüglichen Unfallkausalität bzw. eines 

entsprechenden unfallkausalen Integritätsschadens ableiten. Die Unfallkausalität der 

Schluckbeschwerden bzw. der Kieferarthrose war entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers (act. G 1 S. 4 unten) zu keinem Zeitpunkt aktenmässig erstellt, so 

dass die Beschwerdegegnerin auch deren "Wegfall" nicht belegen muss. Die 

Anordnung weiterer medizinischer Abklärungen (kieferorthopädische Abklärung) durch 

das Gericht erscheint in dieser Situation, in welcher krankheits- und unfallbedingte 

Ursachen mit gleicher Wahrscheinlichkeit in Betracht kommen, nicht gerechtfertigt. 

Dies umso weniger, als eine ärztliche Meinung, welche auf eine Unfallkausalität der 

beim Beschwerdeführer bestehenden Kieferbeschwerden auch nur hindeuten würde, 

sich weder bei den Akten befindet noch vom Beschwerdeführer eingereicht wurde.

3.2

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3.2.1 Die vom Beschwerdeführer angeführte Schlaflosigkeit stellt nach Lage der Akten 

(UV-act. 137 S. 6, 7, 11; UV-act. 147 und 149 S. 1; UV-act. 157 S. 4f) eine Folge von 

Schmerzen und Verspannungen bzw. der Einsteifung im HWS-Bereich dar. Aus der 

Suva-Tabelle 7 (Integritätsschäden bei Wirbelsäulenaffektionen) lässt sich für den 

vorliegenden medizinischen Sachverhalt die Integritätseinbusse nicht unmittelbar 

entnehmen, weshalb der Schaden anhand von Annäherungen zu schätzen war. Suva-

Tabelle 7.2 beinhaltet eine Schmerzfunktionsskala, welche die Berücksichtigung von 

Schmerzen nach Dauer und Intensität ermöglicht. Dr. D.___ ging von einem 

Kyphosewinkel von höchstens 10° aus; hierfür ist gemäss Tabelle 7.2 bei mässigen 

Beanspruchungsschmerzen, welche in Ruhe selten bestehen, eine Integritätseinbusse 

von 0-5% vorgesehen. Der Kreisarzt verdoppelte den oberen Grenzwert (5%), da zwei 

Segmente betroffen sind. Aufgrund der erheblichen funktionellen Einschränkung sah er 

zudem einen Zuschlag von 10% vor. Mit diesem Zuschlag sind auch die durch die 

Verspannung/Einsteifung bedingten Schlafprobleme zureichend abgegolten, wenn 

beachtet wird, dass gemäss Tabelle 7.2 eine Integritätseinbusse von 20% für 

Kyphosewinkel vonbis 20° mit geringen Dauerschmerzen (bei Belastung verstärkt und 

auch in Ruhe bestehend; ++) vorgesehen ist. Die Kriterien der höchsten Schmerzskala 

(+++; starke Dauerschmerzen, Zusatzbelastung nicht möglich, auch nachts und in 

Ruhe) sind beim Beschwerdeführer nach Lage der Akten offensichtlich nicht erfüllt (vgl. 

dazu z.B. UV-act. 147 und 149 S. 1 oben), so dass hieraus sich kein höherer Zuschlag 

als 10% ableiten liesse. Dies umso weniger, als von weiteren physiotherapeutischen 

Massnahmen im Jahr 2011 mittelfristig noch eine Zustandsverbesserung erwartet 

wurde (UV-act. 137 S. 13, UV-act. 139 S. 3) und somit eine solche künftig nicht 

ausgeschlossen ist. In dieser Situation ist kein konkreter Anlass ersichtlich, aufgrund 

dessen sich weitere Abklärungen zu Unfallkausalität und Integritätsbeeinträchtigung 

der - unbestrittenen - Schlafprobleme aufdrängen würden.

3.2.2 Ebenfalls berücksichtigt sind mit dem erwähnten Zuschlag von 10% die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte beschränkte körperliche Belastbarkeit und 

Schmerzen bei Temperaturwechseln (act. G 1 S. 6). Die von den Ärzten der 

Beschwerdegegnerin angewendete Suva-Tabelle 7.2 ermöglicht wie dargelegt den 

differenzierten Einbezug von Schmerzen in die Integritätsschadenschätzung. Inwiefern 

hier weitere Abklärungen erforderlich oder gerechtfertigt sein sollten, wird weder vom 

Beschwerdeführer dargelegt noch ergeben sich diesbezügliche Anhaltspunkte aus den 

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Akten. Was im Übrigen das Ausmass der funktionellen Einschränkung betrifft, ist zu 

beachten, dass der Beschwerdeführer in der Lage war, eine Umschulung zum 

Sozialpädagogen zu absolvieren (vgl. UV-act. 148, 151, 152, 155, 164); sodann ist er in 

einer adaptierten Tätigkeit zu einem hohen Prozentsatz bzw. voll arbeitsfähig (UV-act. 

137 S. 12f; UV-act. 157 S. 7). Auch wenn die Frage der Arbeitsfähigkeit und diejenige 

des Integritätsschadens zu unterscheiden sind, zeigt der erwähnte Umstand doch, 

dass die unfallbedingte Integritätseinbusse die Absolvierung einer (anspruchsvollen) 

Umschulung nicht behinderte.

3.3 Hinsichtlich des in der Beschwerde angeführten Arthroserisikos (act. G 1 S. 4) ist 

festzuhalten, dass vorliegend die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Datum des 

angefochtenen Entscheids (26. Juni 2012) zu prüfen sind. Konkrete Anhaltspunkte 

dafür, dass sich die medizinischen Verhältnisse bezüglich Halswirbelsäule in der Zeit 

bis Ende Juni 2012 verschlechtert hätten, lassen sich den Akten nicht entnehmen. 

Jedenfalls fehlt es an ärztlichen Berichten, die solches bestätigen würden. Dr. B.___ 

erwähnte überdies, dass ein künftiges Arthroserisiko weder wahrscheinlich noch 

voraussehbar sei (UV-act. 188). Im Übrigen ist festzuhalten, dass die 

Integritätsentschädigung bei nicht voraussehbarer nachträglicher Verschlimmerung 

einer Revision bzw. einer nachträglichen Erhöhung zugänglich ist (SZS 1988, 274). 

4.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 26. Juni 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu er­

heben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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