# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8aa3a4b-9c51-5573-977b-b50f67600d7f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.05.2021 I 2020 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-104_2021-05-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 104

Entscheid vom 17. Mai 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Einstellung der Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren am ___19__, damals mit dem Familiennamen 
C.________) wurde am 2. Juli 1984 zum Bezug von IV-Leistungen für Minderjäh-
rige angemeldet; als gesundheitliche Beeinträchtigung wurde auf eine Epilepsie 
hingewiesen (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 11. September 1984 übernahm die 
IV-Stelle D.________ die Kosten für die notwendigen medizinischen Massnah-
men wegen eines Geburtsgebrechens Ziff. 387 (IV-act. 3). Am 26. April 1989 
gewährte die IV-Stelle D.________ Massnahmen pädagogisch-therapeutischer 
Art und übernahm die Kosten für eine heilpädagogische Förderung (IV-act. 8). In 
der Folge verlängerte die IV-Stelle D.________ den Anspruch auf medizinische 
Massnahmen (IV-act. 11, 31, 40). Zudem übernahm die IV-Stelle D.________ 
Kosten für Sonderschulmassnahmen (IV-act. 37). A.________ (bzw. damals 
noch C.________) besuchte die Oberstufe der Heilpädagogischen Schule 
E.________ (IV-act. 42). 

B. Im März 19__ zog die Familie C.________ in den Kanton Schwyz nach 
F.________, worauf die Tochter A.________ bei der kantonalen Sonderschule 
G.________ in H.________ angemeldet wurde (IV-act. 44). Die IV-Stelle Schwyz 
übernahm die Kosten für die entsprechenden Sonderschulmassnahmen (IV-act. 
45) und verlängerte den Anspruch auf medizinische Massnahmen (IV-act. 50). 
Gemäss Mitteilung vom 23. Februar 1999 erteilte die IV-Stelle Schwyz Kosten-
gutsprache für eine Schnupperlehre im Rahmen der Berufswahl in der Stiftung 
I.________ in J.________ (IV-act. 53). Daraufhin konnte A.________ (bzw. 
C.________) eine erstmalige berufliche Ausbildung in Form einer IV-Anlehre im 
Textilbereich der Stiftung I.________ antreten (IV-act. 55, bis 8.8.2001, vgl. IV-
act. 69). Zudem wurde eine IV-Taggeld zugesprochen (IV-act. 60). Ab 30. August 
2001 hatte sie einen geschützten Arbeitsplatz bei der BSZ in K.________ in der 
Hauswirtschaft (IV-act. 69, mit einem Stundenlohn von Fr. 1.30, IV-act. 71-2/2). 

C. Mit Verfügung vom 19. März 2002 hat die IV-Stelle Schwyz mit Wirkung ab 
1. August 2001 eine ganze IV-Rente zugesprochen (IV-act. 94%, vgl. IV-act. 73). 
Die Vormundschaftsbehörde F.________ hat mit Beschluss vom 12. Juni 2003 
A.________ (bzw. C.________) verbeiständet und einen Amtsvormund als Bei-
stand eingesetzt (IV-act. 76). Am 26. Oktober 2004 sowie am 30. Januar 2008 
teilte die IV-Stelle mit, dass unverändert Anspruch auf eine ganze IV-Rente be-
stehe (IV-Grad neu 92%, IV-act. 88, 96). 

D. Nachdem ein Gesuch um Zusprechung einer Hilflosenentschädigung (auf-
grund eines Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung) eingegangen war (IV-act. 
107), erfolgte am 17. Februar 2009 eine Abklärung des Hilfsbedarfs vor Ort (IV-

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act. 109). Nach einem Vorbescheid vom 17. März 2009 verfügte die IV-Stelle am 
18. Mai 2009, dass mit Wirkung ab 1. Juni 2007 Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung leichten Grades bestehe (IV-act. 114). Am 19. April 2011 teilte die 
IV-Stelle mit, dass weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten 
Grades bestehe (IV-act. 120).

E. Am 5. März 2012 heirateten A.________ und L.________ in Unteriberg (IV-
act. 121). 

Am 19. September 2012 verfügte die IV-Stelle, dass kein Anspruch auf einen As-
sistenzbeitrag bestehe (IV-act. 133). 

Am 15. Februar 2013 teilte die IV-Stelle mit, dass unverändert Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung leichten Grades bestehe (IV-act. 138). 

Am 4. September 2013 teilte der damals für A.________ eingesetzte Berufsbei-
stand mit, dass A.________ zwischenzeitlich genügend selbständig sei und ab 1. 
November 2013 die Begleitung nicht mehr benötige, weshalb die Hilflosenent-
schädigung per Ende Oktober 2013 eingestellt werden könne (IV-act. 147). Der 
gleiche Berufsbeistand teilte der IV-Stelle am 4. Oktober 2013 mit, dass die Bei-
standschaft für A.________ beendet worden sei (IV-act. 154). Mit Verfügung vom 
28. Oktober 2013 hat die IV-Stelle die Hilflosenentschädigung per Ende des fol-
genden Monats aufgehoben (IV-act. 158). Weil versehentlich die Hilflosenent-
schädigung bis Dezember 2014 weiterhin ausgerichtet wurde, hat die IV-Stelle 
mit Verfügung vom 20. Januar 2015 hinsichtlich der irrtümlich entrichteten Hilflo-
senentschädigungen insgesamt Fr. 6'084.-- zurückgefordert (IV-act. 167).

F. Am 14. Dezember 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass weiterhin Anspruch auf 
eine ganze IV-Rente bestehe (IV-act. 175). 

Am ____ 20__ ist A.________ Mutter von Zwillingen geworden (M.________ und 
N.________, vgl. IV-act. 189). Mit Verfügung vom 31. Januar 2020 hat die IV-
Stelle entsprechende Kinderrenten zugesprochen (IV-act. 193). 

Eine für den 17. März 2020 geplante Haushaltabklärung wurde aufgrund der Co-
rona-Situation vorerst abgesagt (IV-act. 197) und am 19. Mai 2020 nachgeholt 
(IV-act. 199). Im entsprechenden Bericht vom 25. Juni 2020 wurde nach der ge-
mischten Methode (25% Erwerbstätigkeit/ 75% Haushalt, Familie) ein IV-Grad 
von 30% ermittelt (IV-act. 200-2/3). Mit Vorbescheid vom 26. Juni 2020 kündigte 
die IV-Stelle an, die IV-Rente aufzuheben (IV-act. 201). Dagegen liess 
A.________ am 19. August 2020 Einwände erheben (IV-act. 206). Mit Verfügung 
vom 21. Oktober 2020 hat die IV-Stelle daran festgehalten, dass die bisher gan-
ze IV-Rente auf Ende des folgenden Monats eingestellt werde (IV-act. 214).

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G. Gegen diese am 26. Oktober zugestellte Verfügung hat A.________ fristge-
recht am 25. November 2020 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben mit 
den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21.10.2020 sei aufzuheben.

2. Es sei der Beschwerdeführerin weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurich-
ten.

3. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 
und sie sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheitsleistungen zu befreien. 
Zudem sei ihr die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch die Unterzeich-
nende zu gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2020 teilte die Rechtvertreterin der Beschwerde-
führerin dem Gericht mit, dass die KESB O.________ mit Beschluss vom 1. De-
zember 2020 die Beistandschaft für die beiden Kinder N.________ und 
M.________ verlängert habe.

H. Mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2021 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführe-
rin.

Ergänzend wird auf das Verfahren I 2021 20 verwiesen. Darnach hatte die IV-
Stelle mit Verfügung vom 4. Februar 2021 gegenüber A.________ einen An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades verneint. Dagegen liess 
A.________ am 5. März 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit 
dem Hauptbegehren, wonach ihr spätestens ab 1. Januar 2020 wieder eine Hilf-
losenentschädigung leichten Grades wegen lebenspraktischer Begleitung zuzu-
sprechen sei. Am 16. April 2021 hat die IV-Stelle die angefochtene Verfügung 
vom 4. Februar 2021 widerrufen und darauf hingewiesen, dass nach weiteren 
Abklärungen über diesen Leistungsanspruch neu verfügt werde. Daraufhin hat 
der zuständige Einzelrichter des Verwaltungsgerichts mit Entscheid I 2021 20 
vom 20. April 2021 jenes Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden 
am Protokoll abgeschrieben.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, so wird 
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 Bundesgesetz über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Anlass 
zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsächlichen      

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Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher 
nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben oder eine 
wesentliche Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen 
(hypothetischen) Sachverhalts eingetreten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_280/2020 vom 21.12.2020 Erw. 3.1 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 144 I 28 
Erw. 2.2). Liegt in diesem Sinn ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei 
keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 Erw. 2.3 S. 10f. 
und Erw. 6.1 S. 12; BGE 117 V 198 Erw. 4b S. 200).

1.2 Ausschlaggebend für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte 
Methode, Betätigungsvergleich) ist die Statusfrage, d.h. ob eine versicherte 
Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig 
einzustufen ist. Dies beurteilt sich danach, was die versicherte Person bei im 
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 
Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der 
Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden 
könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im 
Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie 
allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die 
beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen 
und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie 
sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die 
hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) 
Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (vgl. zit. Urteil 8C_591/2019 
vom 23.12.2019 Erw. 2.3 mit Verweis auf BGE 144 I 28 Erw. 2.3 S. 30; Urteil 
8C_133/2019 vom 20.8.2019 Erw. 4.1).

Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische 
Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten 
Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung 
wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien 
erschlossen werden (vgl. zit. Urteil 8C_591/2019 vom 23.12.2019 Erw. 2.3).

1.3.1  Den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass die Versicherte wegen 
einer nicht näher klassifizierbaren Epilepsie und Hirnfunktionsstörungen (einmal 

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abgesehen von einer IV-Anlehre in einer spezialisierten Einrichtung, IV-act. 55) 
keine auf dem 1. Arbeitsmarkt verwertbare berufliche Ausbildung absolvieren 
konnte und mit Wirkung ab 1. August 2001 eine ganze IV-Rente zugesprochen 
erhielt (vgl. IV-act. 25, 29, 44, 64, 75, 109). In der Folge wurde dieser Rentenan-
spruch bei den anschliessend durchgeführten Revisionsverfahren mehrmals 
bestätigt (siehe Ingress). 

1.3.2  In der angefochtenen Verfügung vom 21. Oktober 2020 hat die Vorinstanz 
die Aufhebung der bisher gewährten ganzen IV-Rente nicht mit einer Verände-
rung der gesundheitlichen Situation der Versicherten, sondern ausschliesslich mit 
der Änderung der Invaliditätsbemessungsmethode aufgrund der Geburt von Zwil-
lingen begründet. Bei dieser Sachlage sind sich die Parteien grundsätzlich einig, 
dass von keiner IV-revisionsrechtlich relevanten Veränderung des Gesundheits-
zustandes der Versicherten auszugehen ist (siehe auch vorinstanzliche Ver-
nehmlassung, Ziff. 3 in fine).

1.3.3  Ein familiär bedingter Statuswechsel der Versicherten von einer Voller-
werbstätigkeit (im Gesundheitsfall) hin zu einer Teilerwerbstätigkeit mit Aufga-
benbereich (Kinderbetreuung und Haushaltführung) hat grundsätzlich zur Folge, 
dass die Invalidität nicht mehr - wie vor der Geburt der Zwillinge - anhand der auf 
Vollerwerbstätige anwendbaren Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs (vgl. Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG), sondern nach der ge-
mischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) festzulegen ist. 

Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts verhält es sich so, dass 
mit dem neuen Berechnungsmodell des Art. 27bis IVV den Anforderungen des Ur-
teils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Sachen Di 
Trizio gegen die Schweiz (7186/09) vom 2. Februar 2016 Genüge getan wird und 
damit kein Anlass mehr besteht, einen Statuswechsel von der Voll- zur Teiler-
werbstätigkeit nicht als Revisionsgrund anzuerkennen, auch wenn einzig die Ge-
burt eines Kindes (oder hier von Zwillingen) für den Wechsel verantwortlich ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26.2.2021 Erw. 3.3.1 mit Ver-
weis auf das zur Publikation vorgesehene Urteil 9C_82/2020 vom 27.10.2020; 
vgl. auch Urteil 8C_280/2020 vom 21. Dezember 2020 Erw. 3.2ff.). 

1.4 Im Lichte dieser jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist im Ein-
klang mit der Vorinstanz hier in der Geburt der Zwillinge ein Grund für einen Sta-
tuswechsel von einer Voll- zur Teilerwerbstätigkeit und damit ein relevanter Revi-
sionsgrund zu erblicken, welcher zur Folge hat, dass der bisher gewährte An-
spruch auf eine ganze IV-Rente materiell zu überprüfen ist. 

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Nicht zu hören ist in diesem Zusammenhang die Argumentation in der Be-
schwerde (Ziff. 4), wonach (sinngemäss) bei Versicherten mit Frühbehinderung 
stets die Methode des Einkommensvergleichs beizubehalten sei, um eine Dis-
kriminierung gegenüber Versicherten ohne Frühbehinderung zu vermeiden. 
Diesbezüglich kann auf die Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlas-
sung (Ziff. 5) verwiesen werden, ohne dass sich Ergänzungen aufdrängen.

1.5 Eine andere Frage und anschliesslich zu prüfen ist, in welchem Umfange 
die Versicherte nach der Geburt der Zwillinge im Gesundheitsfall eine Teiler-
werbstätigkeit aufgenommen hätte bzw. nach den konkreten Umständen auf-
nehmen würde. Während die Vorinstanz von einem Erwerbsanteil von 25% aus-
gegangen ist (mithin für die Kinderbetreuung/ Haushaltführung 75% angenom-
men hat), wird in der Beschwerde ein deutlich höherer Erwerbsanteil (für den 
Gesundheitsfall) geltend gemacht. Welche generellen Aspekte dabei i.d.R. in die 
Beurteilung einzubeziehen sind, wurde bereits oben in Erwägung 1.2 aufgelistet.

2.1 Im Abklärungsbericht (Haushalt) vom 25. Juni 2020 wurde ein Erwerbsan-
teil im Gesundheitsfall von 25% wie folgt hergeleitet (vgl. IV-act. 199-4/9, unter-
halb der Mitte):

Die Versicherte bestätigt ausdrücklich, dass sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen 
würde oder will, da sonst der Haushalt stehen bleibt. Jetzt als Mutter der beiden 
Kinder ist sie voll ausgelastet.

Aufgrund ihrer Diagnose Debilität wurde im Nachhinein festgestellt, dass die Aus-
wirkungen bzw. die Bedeutung dieser Frage allenfalls der Versicherten nicht be-
wusst war. Deshalb wurde am 02. Juni 2020 ihr Ehemann telefonisch nochmals 
angefragt, ob die Versicherte im Gesundheitsfall - das heisst, ohne ihre Rente - 
aus finanziellen Gründen arbeiten müsste. Ihr Ehemann hat dies bejaht. Da er ein 
Einkommen hat von CHF 60'000.- würden ihnen mind. CHF 20'000.- fehlen, um die 
Familie zu ernähren. Die Versicherte müsste somit zusätzlich CHF 20'000.- verdie-
nen mit ihrer Erwerbstätigkeit, damit die Familie CHF 80'000.- als gemeinsames 
Einkommen erzielen würde. 

CHF 20'000.- Einkommen im Jahr ergibt unter Berücksichtigung des massgeben-
den durchschnittlichen Einkommens pro Jahr nach Art. 26 IVV für Frühinvalide von 
CHF 83'500.- ein 25% Pensum (gerundet).

Um CHF 20'000.- zu erreichen, könnte die Versicherte somit mit einem Pensum 
von 25% einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen.

Sie wird deshalb zu 25% als Erwerbstätige beurteilt.

Auf die Frage hin, wer die Betreuung der Zwillinge während dieser Zeit sicherstel-
len könnte, antwortete Herr L.________ dass dies seine Schwiegermutter (Frau 
…) nicht übernehmen könne, da sie selber bereits eine IV-Rente beziehe und sie 
gesundheitlich am Anschlag sei. Seine Familie sei in P.________, deshalb viel zu 
weit weg, um die Betreuung zu übernehmen. Sie müssten wohl eine Kita anfragen, 
wobei er nicht wisse, ob sie sich dies leisten könnten.

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2.2 In den in Erwägung 2.1 enthaltenen Ausführungen hat die 
Abklärungsperson der Vorinstanz zutreffend erkannt, dass die Versicherte 
aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht in der Lage war, bei 
der Haushaltabklärung die Tragweite der Befragung zur Situation im 
Gesundheitsfall ausreichend zu verstehen. Mit anderen Worten konnte die 
Versicherte aufgrund ihrer Beeinträchtigungen die Fragestellung nicht in einem 
verwertbaren Masse beantworten, wie es sich verhielte, wenn sie ohne die 
Hirnfunktionsstörungen nach einer normalen Schul- und Berufsausbildung vor 
der Geburt der Zwillinge erwerbstätig gewesen wäre und daraufhin nach der 
Geburt und nach dem Mutterschaftsurlaub in welchem Umfange - als Gesunde - 
wieder erwerbstätig geworden wäre. Insofern sind sich die Parteien grundsätzlich 
einig.

2.3 Plausibel ist die Argumentation der Vorinstanz, dass die Versicherte nach 
der Geburt der Zwillinge (und Beendigung des Mutterschaftsurlaubs) im 
Gesundheitsfall keine Vollzeitbeschäftigung aufgenommen hätte. Es leuchtet 
auch ohne weiteres ein, dass aufgrund des bescheidenen Einkommens des 
Ehemannes ein Zusatzverdienst der Versicherten im Gesundheitsfall geboten 
wäre (im Jahre 2019 betrug der Jahreslohn des Ehemanns brutto Fr. 64'550.--; 
nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge AHV/IV etc. und der beruflichen 
Vorsorge verblieb ein Nettolohn von Fr. 54'174.-- p.a., was monatlich Fr. 4'514.50 
ergibt, vgl. URP-Unterlagen, was offenkundig für eine vierköpfige Familie nicht 
ausreicht). Schwieriger zu beurteilen ist indessen die Frage, in welchem 
Umfange die Versicherte im Gesundheitsfall nach der Geburt von Zwillingen eine 
Teilerwerbstätigkeit wiederaufgenommen hätte.

2.4 Nach der Publikation des Bundesamts für Statistik mit der Überschrift 
"Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) Erwerbsbeteiligung der Frauen 
2010 - 2019" (von Nov. 2020) ist die Erwerbstätigenquote der Frauen zwischen 
2010 und 2019 kontinuierlich gestiegen, und dies u.a. insbesondere bei Müttern 
mit jüngstem Kind unter 7 Jahren (S. 1, Zusammenfassung). Unter Ziffer 3 dieser 
Publikation (mit der Überschrift "Beschäftigungsgrad der erwerbstätigen Frauen 
und Mehrfacherwerbstätigkeit") wird u.a. ausgeführt (S. 3 der zit. Publikation, 
rechte Spalte):

Werden statt aller erwerbstätigen Frauen nur die teilzeiterwerbstätigen Frauen 
betrachtet, so ist eine Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads von 
46% auf 49% zu verzeichnen. Dieser ist insbesondere bei Müttern gestiegen (mit 
jüngstem Kind unter 7 Jahren: von 42% auf 47%; …).

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Diese statistischen Untersuchungen sprechen grundsätzlich für die 
Argumentation in der Beschwerde, dass das von der Vorinstanz angenommene 
Pensum von 25% zu tief ausgefallen ist.

2.5 Nicht zu überzeugen vermag das vorinstanzlich angenommene Pensum 
von 25% auch deshalb, da bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 
41.7 h/Woche (siehe die entsprechende Statistik des Bundesamts für Statistik, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Totalwert) ein Pensum 
von 25% einer Wochenarbeitszeit von 10.425 h/Woche entspräche, mithin zu viel 
für einen üblichen Arbeitstag (von durchschnittlich 8.34 h [41.7 : 5]) und zu wenig 
für 1½ Arbeitstage pro Woche. Zwar wäre denkbar, dass beispielsweise bei 
einem Arbeitgeber mit 40 h/Woche ein täglicher Einsatz von 2 h (5x 2 = 10) 
einem Pensum von 25% entspräche, was beispielsweise für Reinigungsarbeiten 
in Betracht kommen könnte, allerdings fällt eine solche Herleitung allein schon 
deshalb ausser Betracht, weil hier für den Gesundheitsfall (ohne 
Hirnfunktionsstörungen) eine ordentliche Berufsausbildung (und nicht nur 
einfache Tätigkeiten ohne Ausbildung) anzunehmen wäre.

2.6 Hinzu kommen noch folgende Aspekte. Zum einen ist für den 
Gesundheitsfall mit ordentlicher Berufsausbildung zu berücksichtigen, dass ein 
Verbleib im erlernten Berufsbereich von Seiten der Arbeitgeberfirma 
grundsätzlich ein bestimmtes Mindestpensum erfordert, welches oft mehr als 
einen Arbeitstag pro Woche umfasst (was auch durch die in Erwägung 2.4 
angesprochenen Statistikwerte untermauert wird). Mit anderen Worten hätte die 
Versicherte, um die Berufskompetenz im erlernten Beruf trotz Mutterschaft nicht 
zu verlieren, glaubhaft ein von der Arbeitgeberfirma gefordertes Mindestpensum 
in ihrem Beruf zu behalten versucht. 

Zum andern ist in die Beurteilung einzubeziehen, dass das Bundesgericht 
unlängst in einer Reihe von Urteilen seine Rechtsprechung zur Festlegung des 
Unterhaltsanspruchs von Ehegatten nach einer Trennung bzw. Scheidung 
dahingehend geändert hat, dass Frauen vermehrt selber für sich sorgen müssen 
(mithin die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit in aller Regel zumutbar ist, vgl. 
NZZ-Artikel vom 12.3.2021, S. 10, mit Hinweisen auf die Urteile des 
Bundesgerichts 5A_907/2018, 5A_311/2019, 5A_891/2018, 5A_104/2018 und 
5A_800/2019). Nach Massgabe dieser geänderten Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist grundsätzlich zu erwarten, dass im Gesundheitsfall weibliche 
Versicherte ihren erlernten Beruf nach Möglichkeit nicht aufgeben, sondern eine 
Betreuungsregelung anstreben, welche es erlaubt, nach der Mutterschaftspause 
soweit als möglich eine Teilerwerbstätigkeit weiterzuführen, um nicht den 
beruflichen Anschluss zu verlieren, wenn die Ehe geschieden werden sollte.

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2.7 Im Lichte all dieser Aspekte erweist sich ein Erwerbspensum im 
Gesundheitsfall von lediglich 25% als zu tief. Soweit die Vorinstanz sich auf die 
Aussage des Ehemannes der Versicherten beruft, wonach sinngemäss (im 
Gesundheitsfall bzw. ohne IV-Leistungen) seine Gattin einen Zusatzverdienst 
von etwa        Fr. 20'000.-- generieren müsste, um (mit einem 
Familieneinkommen von rund   Fr. 80'000.-- bzw. rund Fr. 6'667.-- pro Monat) für 
die vierköpfige Familie ein adäquates Auskommen zu ermöglichen, verkennt sie, 
dass der Ehemann diese Aussage mit dem Zusatz "mindestens" ("ihnen würden 
mindestens CHF 20'000.-- fehlen", IV-act. 199-4/9) relativiert hat. Dies bedeutet 
für den Gesundheitsfall der Versicherten, dass durchaus auch noch ein über Fr. 
20'000.-- liegender Zusatzverdienst angestrebt worden wäre (u.a. abhängig von 
den konkreten Verdienst- und den Betreuungsmöglichkeiten und den damit im 
Zusammenhang stehenden Kosten). Was die von der Vorinstanz angezweifelte 
Unterstützung der Grossmutter mütterlicherseits bei der Kinderbetreuung 
anbelangt, wird grundsätzlich übersehen, dass die beeinträchtigte Versicherte im 
psychisch-geistigen Bereich verlangsamt ist und für jede Handlung mehr Zeit 
benötigt als gesunde Versicherte (IV-act. 109-2/5 oben), weshalb sie schon vor 
der Geburt der Zwillinge Unterstützung bei der Haushaltführung (Kochen, Einkauf 
etc.) benötigte (vgl. IV-act. 109-3/5; 111-2/3 unten; 119-1/2 unten; 126-3/12; 126-
5/12 betreffend Planung/ Organisation des Haushalts, Ernährung, 
Wohnungspflege, Einkauf und Besorgungen; siehe auch Vernehmlassung, S. 5 
oben, wonach die Mutter seit Jahren für die Versicherte kocht). Diese für die 
Versicherte nötige Unterstützung wird abgesehen vom Ehemann auch von der 
Mutter der Versicherten erbracht, welche im Erdgeschoss des gleichen 
Wohnhauses wie die Familie der Beschwerdeführerin wohnt (vgl. IV-act. 199-4/9 
oben). Für den Gesundheitsfall wäre davon auszugehen, dass die Versicherte 
keine Unterstützung im Haushaltbereich benötigen würde, d.h. die schon vor der 
Geburt der Zwillinge von der Mutter der Versicherten erbrachen 
Unterstützungsleistungen im Gesundheitsfall der Versicherten entfallen wären, 
mithin (wenn die Versicherte ohne Beeinträchtigungen wäre) die (vor der Geburt 
eingesparten Unterstützungsleistungen der Mutter) grundsätzlich mindestens 
teilweise für die Kinderbetreuung einsetzbar wären. Mit anderen Worten bezieht 
sich das Argument der bereits starken Belastung der Grossmutter der Zwillinge 
faktisch darauf, dass die Versicherte bereits vor der Geburt erheblich zu 
unterstützen war, was im Gesundheitsfall der Versicherten anders wäre. Damit 
wäre ein substantieller Beitrag der Grossmutter mütterlicherseits bei der 
Kindesbetreuung realistisch, auch wenn diese Grossmutter selber IV-Rentnerin 
ist, zumal sie aktuell unter der Woche (von Montag bis Samstag) täglich 

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"mehrere Stunden" bei der beeinträchtigten Tochter (Mutter der Zwillinge) 
verbringt und sie "sehr stark unterstützt" (IV-act. 199-2/9 Mitte). 

2.8 Aus den dargelegten Gründen ist der hypothetische Erwerbsanteil der 
Beschwerdeführerin nach den konkreten Umständen ermessensweise auf 40% 
(statt 25% gemäss Vorinstanz) festzulegen. An diesem dargelegten Ergebnis 
vermögen die weiteren Vorbringen der Vorinstanz nichts zu ändern. Unbehelflich 
ist namentlich auch der Einwand in der Vernehmlassung (Ziff. 9), wonach 
sinngemäss keine finanziellen Anreize für eine (teilweise) Betreuung der 
Zwillinge durch eine familienexterne Kindertagesstätte oder eine Tagesmutter 
bestünden. Diesbezüglich wird in der Beschwerde (Ziff. 6 in fine) überzeugend 
entgegengehalten, es sei nicht ersichtlich, weshalb die Versicherte ohne 
Gesundheitsschaden nicht in der Lage sein sollte, dass für eine 
Teilerwerbstätigkeit (von hier 40%) nötige Betreuungsnetz aufzubauen, wie es 
auch in vielen Familien der Fall ist, wo beide Eltern erwerbstätig sind. Sodann 
sind die Kosten einer Tagesmutter nicht tel quel mit den Kosten der 
Kindertagesstätte vergleichbar.

2.9 Unbestritten ist schliesslich, dass die Versicherte für den oben ermittelten 
hypothetischen Erwerbsanteil von 40% vollständig eingeschränkt ist (vgl. IV-act. 
200-2/3). Dies ergibt für einen solchen Erwerbsanteil einen Teilinvaliditätsgrad 
von 40% (100 x 0.40/ statt 25% gemäss angefochtener Verfügung). 

3. Zu prüfen sind noch die Einschränkungen der Versicherten für den mit 60% 
veranschlagten Aufgabenbereich (Haushalt mit Kinderbetreuung).

3.1 In der angefochtenen Verfügung berücksichtigte die Vorinstanz für den 
Aufgabenbereich einzig bei der (mit 20% veranschlagten) Wohnungspflege eine 
Einschränkung von 30% bzw. eine Behinderung von 6% (20 x 0.30), was gewich-
tet (bezogen auf den Haushaltanteil von 75%) einen Teilinvaliditätsgrad von 4.5% 
ergab (6 x 0.75). 

3.2 In der Vernehmlassung (Ziff. 16) anerkannte die Vorinstanz, dass die Ab-
klärungsperson in ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2020 zusätzlich zum Er-
gebnis gelangte, dass die Versicherte aufgrund ihres Gesundheitsschadens nicht 
in der Lage ist, die Kinderbetreuung selber zu übernehmen und diesbezüglich ei-
ne Unterstützung durch das Helfernetz nötig ist. Für diesen mit 35% veranschlag-
ten Bereich schätzte die Abklärungsperson die Einschränkung auf 20%, was eine 
Behinderung von 7% (35 x 0.20). Zusammen mit den 6% für die Wohnungspflege 
(siehe Erw. 3.1) resultiert nach der Berechnung in der Vernehmlassung (Ziff. 16) 
eine Einschränkung im Haushalt von 13% (6% + 7%), was bezogen auf den gel-

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tend gemachten Haushaltanteil von 75% einen Teilinvaliditätsgrad von 9.75% er-
gebe (13 x 0.75). In den weiteren Bereichen des Aufgabenbereichs verneint die 
Vorinstanz eine relevante Einschränkung.

3.3.1  Die Kritik in der Beschwerde an der vorinstanzlichen Beurteilung der Ein-
schätzungen im Aufgabenbereich mit Kinderbetreuung ist aus den folgenden 
Gründen mindestens teilweise begründet. Zu Recht wird gerügt, dass für den mit 
30% veranschlagten Bereich "Ernährung" überhaupt keine Einschränkung ange-
rechnet wurde, obwohl die Versicherte sich nach der Aktenlage aufgrund ihrer 
Beeinträchtigungen (ihre Handlungen sind sehr verlangsamt, d.h. sie benötigt für 
alles viel Zeit und auch Anleitung) im Alltag darauf zu beschränken hat, mittags 
und abends von Drittpersonen vorgekochtes Essen aufzuwärmen. Damit er-
scheint eine Einschränkung von ermessensweise mindestens 20% als gerecht-
fertigt, nachdem es zu weit ginge, das Kochen durch die Mutter der Versicherten 
(oder durch den Ehemann bei seiner Anwesenheit) ausschliesslich durch die 
Schadenminderungspflicht von Familienangehörigen wettzuschlagen. Damit re-
sultiert für den Ernährungsbereich eine anrechenbare Einschränkung von 6%.

3.3.2  Bei den weiteren Bereichen Wohnungspflege (Anteil 20%/ Einschränkung 
30% bzw. umgerechnet 6% [20 x 0.30]), Einkauf (Anteil 5%/ Einschränkung 0%) 
und Wäsche (Anteil 10%/ Einschränkung 0%) liegt an sich eine sehr strenge Be-
urteilung vor, welche indes grundsätzlich- entgegen der Argumentation in der 
Beschwerde - noch im Beurteilungsspielraum der abklärenden Fachperson liegt. 
Dies gilt namentlich, wenn und soweit praxisgemäss die Schadenminderungs-
pflicht bzw. die zumutbare Unterstützung durch Familienangehörige mitberück-
sichtigt werden.

3.3.3  Zusammen mit der in der Vernehmlassung angerechneten Korrektur beim 
Bereich Kinderbetreuung (+ 7%, siehe oben Erw. 3.2) und der Korrektur bei der 
Ernährung (+ 6%, siehe Erw. 3.3.1) und der in der angefochtenen Verfügung an-
gerechneten Einschränkung bei der Wohnungspflege (+ 6%) resultiert gesamt-
haft eine Einschränkung im Aufgabenbereich von 19% (7 + 6 + 6), was umge-
rechnet auf den massgebenden Haushaltanteil mit Kinderbetreuung einen Teilin-
validitätsgrad von 11.4% (19 x 0.60) ergibt.

4. Zählt man die beiden Teilinvaliditätsgrade zusammen, resultiert ein mass-
gebender IV-Grad von 51.4% (40 + 11.4). Damit besteht weiterhin ein Anspruch 
auf IV-Rentenleistungen, allerdings nicht mehr auf eine ganze IV-Rente, sondern 
im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens auf noch eine halbe IV-Rente 
(inkl. entsprechende Kinderrenten). Anzufügen ist, dass selbst dann kein höherer 
Rentenanspruch resultieren würde, wenn entgegen den vorstehenden Aus-

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führungen im Haushaltbereich hinsichtlich der unter Erwägung 3.3.2 angespro-
chenen Bereiche - ungeachtet des Fachermessens der Abklärungsperson - noch 
zu Gunsten der Versicherten eine etwas höhere Einschränkung anerkannt wür-
de. Im Übrigen ist zu betonen, dass das vorliegende Gesamtergebnis auch Züge 
einer vermittelnden Vergleichslösung aufweist, welche den Besonderheiten des 
konkreten Einzelfalles und damit letztlich auch einer Einzelfallgerechtigkeit 
Rechnung trägt.

5.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
den Parteien je zu Hälfte auferlegt. Auf das Inkasso des die Beschwerdeführerin 
betreffenden Anteils wird derzeit unter Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege verzichtet.

5.2 Analog wird der beanwalteten Beschwerdeführerin für das dargelegte 
Obsiegen zulasten der Vorinstanz eine (reduzierte) Parteientschädigung zuge-
sprochen. 

Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für Rechtsan-
wälte (GebTRA, SRSZ 280.411) abzustellen, welcher in Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht. 
Nach § 2 GebTRA ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer 
Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendi-
gen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte wird 
die reduzierte Parteientschädigung für das Teilobsiegen auf Fr. 1'000.-- (inkl. 
MwSt und Auslagen) festgelegt.

Soweit die Beschwerdeführerin vor Gericht nicht obsiegt, wird ihr die unentgeltli-
che Rechtsverbeiständung gewährt und das entsprechende Honorar nach den 
gleichen, vorerwähnten Grundsätzen auf Fr. 1'000.-- festgelegt (Total                
Fr. 2'000.--).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 
Die angefochtene Verfügung vom 21. Oktober 2020 wird dahingehend ab-
geändert, dass die bisherige ganze IV-Rente ab 1. Dezember 2020 nicht 
ganz eingestellt, sondern auf eine halbe IV-Rente (IV-Grad 51.4%) herab-
gesetzt wird. Die Nachzahlung der entsprechenden Rentenbeträge ist Sa-
che der Verwaltung. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
zu 1/2 (Fr. 250.--) sowie der Beschwerdeführerin zu 1/2 (Fr. 250.--) aufer-
legt. Die Vorinstanz hat ihren Verfahrenskostenanteil von Fr. 250.-- innert 
30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids auf das Konto der Postfinance 
60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu bezahlen. Der andere (der Be-
schwerdeführerin auferlegte) Verfahrenskostenanteil von Fr. 250.-- wird in-
folge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und mit Vorbehalt der 
Rückerstattungspflicht auf die Gerichtskasse genommen.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der IV-Stelle für das dargelegte 
Obsiegen im Verfahren vor Gericht eine reduzierte Parteientschädigung 
von Fr. 1'000.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zugesprochen. 

Soweit sie unterliegt, wird ihr die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und Advokatin B.________ als unentgeltliche Rechtsbeiständin be-
stellt. Das ihr zu Lasten des Verwaltungsgerichts zustehende Honorar wird 
auf Fr. 1'000.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

4. Die Beschwerdeführerin hat die Beträge von Fr. 250.-- (Verfahrenskosten-
anteil und Fr. 1'000.-- (unentgeltliche Rechtsverbeiständung) dem Gericht 
zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses 
Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. BGG, siehe 
aber auch Erwägung 7).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

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6. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 17. Mai 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. Mai 2021