# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8534ece4-ed67-5021-b17d-c3b98c1a2662
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-07
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 07.06.2021 S 2020 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-106_2021-06-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 7. Juni 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Solida Versicherungen AG, Saumackerstrasse 35, Postfach, 8048 Zürich
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch D.________

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 106

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Urteil S 2020 106

A. Die 1960 geborene Versicherte, A.________, war bei der C.________ GmbH in 
E.________ als Kauffrau angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Solida 
Versicherungen AG (nachfolgend Solida) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als ihre Arbeitgeberin die Solida mit Schadenmeldung UVG 
vom 28. März 2019 darüber informierte, dass die Versicherte am 14. März 2019 bei einem 
Sturz heftig mit dem Kopf an die Wohnungstür geschlagen sei. Bei beinaher 
Bewusstlosigkeit seien eine Beule, starke Kopfschmerzen und Schwindel entstanden, 
welche in den nachfolgenden zwei bis drei Tagen nicht mehr abgeklungen seien. Am 
17. März 2019 habe sie in das Kantonsspital F.________ überführt werden müssen (UV-
act. A1). Mit Schreiben vom 19. Juli 2019 teilte die Solida der Versicherten mit, sie habe 
Anspruch auf die gesetzlichen Versicherungsleistungen (UV-act. A16). In der Folge nahm 
die Solida weitere Abklärungen vor, wobei sie unter anderem auch ein neurologisches 
Aktengutachten bei Dr. G.________ in Auftrag gab (UV-act. M15). Gestützt darauf kam die 
Solida zum Schluss, dass ein Unfallereignis nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sei und der Kausalzusammenhang zwischen den noch geltend gemachten 
Beschwerden und dem bestrittenen Unfallereignis vom 14. März 2019 ohnehin verneint 
werden müsste. Dementsprechend kam die Solida auf ihre ursprüngliche Leistungszusage 
zurück und lehnte den Anspruch auf Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 
4. Oktober 2019 vollumfänglich ab (UV-act. A31). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid 
vom 8. Juli 2020 fest (UV-act. 44). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4. September 2020 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 8. Juli 2020 sei aufzuheben und die Solida sei 
zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen aus UVG zu erbringen. Eventualiter sei die 
Sache zu ergänzenden Abklärungen und neuer Verfügung an die Solida zurückzuweisen; 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In 
materieller Hinsicht liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen die Verneinung eines 
Unfallereignisses vom 14. März 2019 rügen.  

C. Mit Vernehmlassung vom 5. Oktober 2020 liess die Solida die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde beantragen. Begründend stellte sie sich im Wesentlichen auf 
den Standpunkt, die Indizien gegen einen durch die Beschwerdeführerin am 14. März 
2019 erlittenen Unfall würden überwiegen. Ein Unfall könne zwar nicht ausgeschlossen 
werden, sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. 

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Urteil S 2020 106

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen und Begründungen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 8. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Das hier zu beurteilende Ereignis hat sich am 
14. März 2019 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln – die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 83 ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 4. September 2020 der Post übergeben, weshalb die 
bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 

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Urteil S 2020 106

Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin 
hat Wohnsitz in H.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
8. Juli 2020. Dieser ging der Beschwerdeführerin frühestens am Folgetag zu. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 4. September 2020 der Post übergeben und ging am 
7. September 2020 beim Verwaltungsgericht ein. Unter Berücksichtigung von Art. 38 
Abs. 4 lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit dem 15. August – gilt die 
Beschwerde als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Die Beschwerdeschrift 
entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde und die 
Beschwerdeführerin ist als von der Verfügung des Unfallversicherers direkt Betroffene zur 
Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt 
– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch 
auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein 
Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).

3.2 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das 
Vorliegen eines Unfalls, einer unfallähnlichen Körperschädigung oder einer 
Berufskrankheit. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod 
zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Artikel 6 Abs. 2 UVG enumeriert abschliessend die 
Körperschädigungen, die, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt 
werden.

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Urteil S 2020 106

3.3 Praxisgemäss sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens von der 
versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem 
sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen 
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 
Leistungspflicht des Unfallversicherers. Insbesondere ist zu verlangen, dass die 
Schilderungen mit den vorhandenen Indizien im Wesentlichen übereinstimmen. Im 
Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des 
Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes 
wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die 
Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines 
Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit 
genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der 
versicherten Person auswirkt (BGer 8C_648/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.1 mit 
Hinweis auf BGE 116 V 136 E. 4b). 

3.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 
V 353 E. 5b). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den 
Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten 
spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 
sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn 
die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, 
die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach 
Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a). Der 
Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der 
freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur 
Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu 
erwarten sind (BGer 8C_648/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). 

3.5 Gemäss UVG setzt die Leistungspflicht eines Unfallversicherers zudem voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 

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Urteil S 2020 106

Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1). 

Die Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt des Weiteren voraus, dass zwischen dem 
Unfallereignis und der damit verursachten Gesundheitsschädigung neben dem natürlichen 
auch ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges 
also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). 

3.6 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass der 
Sozialversicherungsrichter bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich 
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3a). 

4. Vorliegend ist strittig, ob das von der Versicherten geltend gemachte 
Unfallereignis vom 14. März 2019 als nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit erstellt betrachtet werden kann. Den Akten ist dazu im Wesentlichen 
Folgendes zu entnehmen:

4.1 Am 28. März 2019 orientierte die C.________ GmbH die Unfallversicherung 
darüber, dass die Versicherte am 14. März 2019 bei einem Sturz heftig mit dem Kopf an 
die Wohnungstür geschlagen sei. Bei beinaher Bewusstlosigkeit seien eine Beule, starke 
Kopfschmerzen und Schwindel entstanden, welche in den nachfolgenden zwei bis drei 
Tagen nicht mehr abgeklungen seien (UV-act. A1). 

4.2 Am 17. März 2019 begab sich die Versicherte zur Behandlung in das 
Kantonsspital F.________. Gemäss Verlegungsbericht extern vom selben Datum 
berichtete die Versicherte, sie leide seit dem Morgen an einem wiederkehrenden 
Visusverlust rechts. Die Beschwerden hätten am Morgen um ca. 9:00 Uhr angefangen und 
würden seither im Sekundentakt kommen und gehen. Ebenfalls berichtete sie von einer 
Fallneigung im Verlaufe des Tages auf die linke Seite aufgrund eines Schwindels, welcher 
für kurze Zeit bestanden habe. Weiter habe sie pulsierende Kopfschmerzen an diversen 
Stellen im Kopf, welche kommen und gehen würden. Kopfschmerzen kenne die Patientin, 
die Symptomatik sei jedoch neu. Andere Veränderungen wurden verneint. Die Ärzte des 
Kantonsspitals F.________ diagnostizierten einen cerebrovaskulären Insult. Ein CT vom 
selben Tag zeigte eine beginnende Demarkierung eines Infarktes links okzipital bei 
Verschluss der Arteria cerebri posterior links sowie einen Verschluss oder eine 
hochgradige Stenose der linken Arteria vertebralis proximal. Als Differentialdiagnose 
wurde eine Dissektion festgehalten (UV-act. M2).

4.3 Noch am selben Tag wurde die Versicherte in das Kantonsspital I.________ 
überwiesen. Im Austrittsbericht vom 22. März 2019 wurde festgehalten, in der 
Zusammenschau der Befunde werde von einem thrombotischen Verschluss der Arteria 
cerebri posterior bei Vertebralisdissektion links ausgegangen. Als mögliche Ursache für 
die Dissektion käme ein starker Kopfanprall gegen eine Tür eine Woche vor dem Ereignis 
in Frage. Unter "Krankengeschichte" wurde festgehalten, die Patientin habe berichtet, 
heute um 8:00 Uhr beschwerdefrei aufgewacht zu sein. Um 9:00 Uhr habe sie ein 
Schwanken beim Gehen sowie eine Sehstörung bemerkt, so dass sie Gegenstände 
rechtsseitig im Gesichtsfeld nicht habe wahrnehmen können. Gegen Mittag habe sie neu 
Nackenschmerzen linksseitig entwickelt, welche sie zuvor nie gehabt habe. Ein Trauma, 
eine Manipulation der HWS oder starkes Husten in den letzten Wochen wurden verneint. 
Am 22. März 2019 wurde die Versicherte zurück in das Kantonsspital F.________ verlegt 

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(UV-act. M3), wo sie bis zum 2. April 2019 blieb (UV-act. M4), ehe sie in die Klinik 
J.________ zur Rehabilitation bis zum 16. Mai 2019 verlegt wurde (UV-act. M6).

4.4 Auf einem Fragebogen der Unfallversicherung gab die Versicherte am 8. April 
2019 an, sie sei am 14. März 2019 über den Tritt vor der Haustüre gestolpert und Kopf 
voran in die massive Türe gestürzt. Sie sei am Boden gelegen und habe kurzzeitig 
beinahe das Bewusstsein verloren. Nebst einer Beule habe sie Schwindel und sehr starke 
Kopfschmerzen verspürt. Sie habe auf eine baldige Besserung gehofft, weshalb sie nicht 
umgehend einen Arzt aufgesucht und stattdessen versucht habe, sich mit kalten 
Umschlägen Linderung zu verschaffen. Schwindel und Kopfschmerzen hätten jedoch in 
den folgenden Tagen nicht nachgelassen. Am Sonntag, 17. März 2019, habe ihr Mann sie 
in den Notfall des Kantonsspitals F.________ gefahren, wo ein Hirninfarkt diagnostiziert 
worden sei (UV-act. A5). 

4.5 Am 20. Mai 2019 nahm Vertrauensarzt Dr. med. K.________, Allgemeine Innere 
Medizin FMH, zur Frage der Unfallkausalität der erlittenen Vertebralisdissektion links 
Stellung. Beurteilend hielt er fest, bei einer arteriellen Dissektion entstehe durch einen 
Defekt der inneren Schichten des Gefässes und dem hohen Gefässinnendruck eine 
Blutung in die Gefässwand, sodass es zu einer Einengung oder einem Verschluss der 
Arterie komme. Dissektionen der hirnversorgenden Arterien würden eine häufige Ursache 
ischämischer Schlaganfälle bei jungen Personen darstellen. Die Möglichkeit einer 
Dissektion der hirnversorgenden Arterien bestehe auch ohne Unfall. In den meisten Fällen 
einer spontanen Dissektion bleibe die Ätiologie unklar. Als Beweis einer Unfallkausalität 
sei ein zeitnahes adäquates Schädel-Hirn-Trauma gefordert. Das Ereignis gemäss 
Unfallmeldung sei ein adäquates Ereignis, welches geeignet für das Zuziehen einer 
Vertebralisdissektion sei, welche schliesslich aufgrund eines thromboembolischen 
Geschehens zu einem posterioren Infarkt geführt habe. Aufgrund des adäquaten 
Ereignisses sei die Unfallkausalität des Hirnschlags gegeben. Diskrepant dazu sei jedoch, 
dass die Versicherte bei der notfallmässigen Selbstvorstellung im Kantonsspital 
F.________ am 17. März 2019 kein Ereignis erwähnt und sie auch bei der Verlegung an 
das Kantonsspital I.________ bei Klinikeintritt weder ein Trauma noch eine Manipulation 
der HWS oder ein starkes Husten in den letzten Wochen angegeben habe. Erst nach der 
Rückverlegung in das Kantonsspital F.________ sei eine posttraumatische 
Vertebralisdissektion diagnostiziert und ein adäquates Ereignis gemeldet worden. 
Aufgrund des Schadenbilds sei eine Vertebralisdissektion sowohl traumatisch als auch 
unfallfremd möglich. Bei der Versicherten würden zudem Risikofaktoren für einen 

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Gefässschaden in Form eines Nikotinabusus, einer frisch diagnostizierten Dyslipidämie 
und einer arteriellen Hypertonie bestehen. Werde auf die Unfallmeldung abgestellt, sei die 
Unfallkausalität überwiegend wahrscheinlich für die Vertebralisdissektion. Folge man 
hingegen den Echtzeitakten, sei eine Unfallkausalität lediglich möglich, nicht aber 
überwiegend wahrscheinlich. Der Hirnschlag führe zu einem Dauerschaden, der 
Vorzustand werde nicht mehr erreicht (UV-act. M7). 

4.6 Mit Schreiben vom 29. Mai 2019 machte die Solida die Versicherte auf die 
Widersprüche zum Unfallhergang aufmerksam und bat sie, erneut einen Fragebogen dazu 
auszufüllen (UV-act. A9). Dieser Bitte kam die Versicherte am 6. Juni 2019 nach. Zum 
Unfallhergang gab sie an, sie sei bei der Heimkehr nach einem Einkauf beim Öffnen der 
Haustüre Kopf voran über den Tritt vor der Türe gestolpert. Sie sei am Boden gelegen und 
habe wohl kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Anschliessend habe sie Schwindel, 
Übelkeit und sehr starke Kopf- und Nackenschmerzen verspürt. Zwischen dem 14. und 
17. März 2019 sei die Intensität der Beschwerden stark und nicht nachlassend gewesen. 
Die Schmerzen seien nach dem Sturz mehrheitlich konstant geblieben. Zu den 
Diskrepanzen merkte die Versicherte an, vor dem Austritt aus dem Kantonsspital 
I.________ habe sie den Arzt auf das Unfallereignis hingewiesen. Auch im Kantonsspital 
F.________ und in der Reha-Klinik J.________ habe sie dies getan. Beim ersten Eintritt in 
das Kantonsspital F.________ habe sie es in der ganzen Aufregung ihres Zustandes nicht 
genügend erwähnt (UV-act. A11–A11.3). 

4.7  Am 10. Juli 2019 erliess Dr. K.________ eine weitere versicherungsmedizinische 
Stellungnahme. Darin hielt er fest, die von der Versicherten in den nachgereichten 
Unterlagen angegebenen initialen Beschwerden würden gut zu einer milden traumatischen 
Hirnverletzung passen. Die in der Folge aufgetretenen neurologischen Ausfälle seien eine 
Folge der Vertebralisdissektion. Mit der Angabe der Versicherten eines relevanten 
Traumas und Symptomen einer Commotio cerebri sei eine Unfallkausalität der Dissektion 
anzuerkennen. Die Arteria vertebralis-Dissektion mit posteriorem Infarkt und den geltend 
gemachten Beschwerden sei überwiegend wahrscheinlich als kausal zum Ereignis vom 
14. März 2019 zu klassifizieren (UV-act. M9). 

4.8 Anlässlich eines Telefongesprächs mit der Unfallversicherung vom 19. Juli 2019 
sagte die Versicherte, sie habe den Kopf an der Tür "angetätscht", sei darauf aber nicht 
gestürzt, weil sie sich gerade noch habe halten können (UV-act. A15). 

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4.9 In der Folge liess die Unfallversicherung den medizinischen Sachverhalt durch 
einen externen Gutachter abklären. Doktor med. G.________, Facharzt für Neurologie 
FMH, erliess sein neurologisches Aktengutachten am 11. September 2019. Darin kam er 
zum Schluss, aus neurologischer Sicht könne keine überwiegend wahrscheinliche 
Unfallkausalität in Bezug auf den am 17. März 2019 erstmals diagnostizierten 
Posteriorinfarkt links infolge der stattgehabten Vertebralisdissektion formuliert werden. Zur 
Begründung führte er unter anderem aus, die subjektiven Angaben der Versicherten zur 
Symptomatik und deren Verlauf seien in den vorliegenden Berichten deutlich diskrepant. 
Im Notfallbericht des Kantonsspitals F.________ über die Erstvorstellung sei keinerlei 
Sturz oder Kopfanprall angegeben worden und auch kein akutes Ereignis am 14. März 
2019. Bei der klinischen Erstuntersuchung seien auch keinerlei Verletzungsfolgen 
gefunden worden. Nicht einmal eine Prellmarke am Kopf sei dokumentiert. Auch bei der 
gleichentags durchgeführten Untersuchung im Kantonsspital I.________ seien keine 
äusseren Verletzungen oder Prellmarken diagnostiziert worden. Anamnestisch sei dort 
ausdrücklich festgehalten worden, dass es in den letzten Wochen weder zu einem Trauma 
noch zu einer Manipulation der HWS gekommen sei und die Versicherte auch kein starkes 
Husten gehabt habe. Erst im Nachgang sei von der Versicherten ein angebliches 
Sturzereignis mit frontalem Kopfanprall gegen die Haustür am 13. bzw. 14. März 2019 
angegeben worden. Somit liege nicht einmal in Bezug auf das angebliche Ereignisdatum 
Einigkeit vor. Auch die Angaben zu einer stattgehabten Bewusstlosigkeit würden in den 
aktenkundigen Dokumenten variieren. Aus gutachterlicher Sicht sei aufgrund der 
erheblichen Inkonsistenzen hinsichtlich Beschwerdeverlauf, fehlenden äusseren 
Verletzungszeichen und erst "nachgeschobenem Trauma" unklaren Datums mit dem Grad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit kein stattgehabtes Unfallereignis belegt. Nach 
Literaturangaben würden spontane Dissektionen ohne vorausgehendes Trauma mehr als 
90 % der Fälle ausmachen. Da bei der Versicherten aufgrund der aufgezeigten 
Inkonsistenzen kein stattgehabtes Trauma mit dem Grad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit verifiziert werden könne, könne allenfalls über einen möglichen 
Kausalzusammenhang spekuliert werden. Weitaus wahrscheinlicher sei jedoch eine 
spontane Dissektion (UV-act. M15). 

5. Die oben enumerierten Fakten sind nun, auch unter Berücksichtigung der 
Beweismaxime der "Aussagen der ersten Stunde", entsprechend zu würdigen. Dabei ist 
mit der Beschwerdegegnerin festzustellen, dass die Beschwerdeführerin gegenüber den – 
drei Tage nach dem geltend gemachten Ereignis vom 14. März 2019 – aufgesuchten 
Ärzten des Kantonsspitals F.________ kein traumatisches Geschehen erwähnt hat (vgl. 

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Urteil S 2020 106

UV-act. M2). Dies wird selbst von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Ihre 
diesbezüglichen Erklärungen erscheinen zumindest insoweit teilweise nachvollziehbar, als 
dass der Fokus der Notfallbehandlung im Kantonsspital F.________ auf der medizinischen 
Erstversorgung lag und dass sich die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann angesichts 
der schwerwiegenden Funktionsausfälle (namentlich Visusstörung und 
Lähmungserscheinungen) nicht in erster Linie darum sorgten, mit Nachdruck auf das 
angebliche Unfallereignis hinzuweisen. Dass die Beschwerdeführerin oder zumindest ihr 
Ehemann das Unfallereignis aber mit keinem einzigen Wort erwähnt haben, lässt sich 
dadurch dennoch nicht erklären. Angesichts der Tatsache, dass sich das angebliche 
Sturzereignis lediglich drei Tage vor der notfallmässigen Selbstvorstellung im 
Kantonsspital F.________ ereignet hat und das Unfallgeschehen nicht als relativ harmlos, 
sondern vielmehr als starker Kopfanprall verbunden mit einer (beinahen) Bewusstlosigkeit 
und in der Folge anhaltend einschränkenden Beeinträchtigungen (Schwindel, Übelkeit, 
sehr starke Kopf- und Nackenschmerzen) beschrieben wird, wäre trotz der ganzen 
Aufregung zu erwarten gewesen, dass zumindest der Ehemann der Beschwerdeführerin 
dies in irgendeiner Art und Weise angesprochen hätte, zumal die Beschwerdeführerin ja 
offensichtlich zu ihren Beschwerden befragt wurde. Weshalb an dieser Stelle weder die 
Beschwerdeführerin selbst noch ihr Ehemann zumindest angemerkt haben, dass die 
Beschwerden bereits seit drei Tagen bestünden, ist schlicht nicht nachvollziehbar. 
Spätestens im Rahmen der Hospitalisation im Kantonsspital I.________ lässt sich die 
Nichterwähnung eines traumatischen Geschehens schliesslich nicht mehr mit den 
Umständen der Hospitalisation erklären. Aus dem Austrittsbericht vom 22. März 2019 
ergibt sich nämlich, dass die Ärzte des Kantonsspitals I.________ ein Trauma bzw. eine 
Manipulation der HWS als Ursache der Beschwerden in Betracht zogen und sie die 
Beschwerdeführerin ausdrücklich danach fragen. Spätestens an dieser Stelle hätte die 
Beschwerdeführerin oder ihr Ehemann ein Ereignis in der von ihnen geltend gemachten 
Schwere erwähnen müssen, was von den Ärzten ohne Weiteres in der Krankengeschichte 
und folglich auch im Austrittsbericht vom 22. März 2019 entsprechend festgehalten 
worden wäre. Gerade dies ist jedoch nicht geschehen. Vielmehr heisst es im Eintrag vom 
17. März 2019 einzig, "kein Trauma, Manipulation der HWS oder starkes Husten in den 
letzten Wochen" (vgl. UV-act. M3 S. 4). Mit der Beschwerdegegnerin ist somit einig zu 
gehen, dass die Beschwerdeführerin es nicht nur unterlassen hat, von sich aus auf ein 
Unfallereignis hinzuweisen, sondern dass sie ein Trauma oder eine Manipulation der HWS 
in den Wochen vor der Hospitalisation gegenüber den Ärzten des Kantonsspitals 
I.________ ursprünglich sogar explizit verneint hat. Erst im Verlaufe der Hospitalisation im 
Kantonsspital I.________ erwähnte die Beschwerdeführerin offenbar einen Kopfanprall 

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Urteil S 2020 106

gegen eine Tür, wurde im Austrittsbericht als mögliche Ursache für die Dissektion doch ein 
starker Kopfanprall gegen eine Tür eine Woche vor dem Ereignis festgehalten (vgl. UV-
act. M3 S. 2). Danach ist auch im Verlegungsbericht des Kantonsspitals F.________ vom 
2. April 2019 von einem frontal in eine Tür Hineinlaufen die Rede, wobei als Datum des 
Traumas der 13. oder 14. März 2019 erwähnt wird (vgl. UV-act. M4 S. 1 und 3). Zu diesem 
Zeitpunkt wird die Vertebralisdissektion erstmals als posttraumatisch diagnostiziert (vgl. 
UV-act. M4 S. 1). Nach dem soeben Dargelegten ist der Beschwerdegegnerin 
zuzustimmen, dass die echtzeitlichen Aufzeichnungen der erstbehandelnden Ärzte gegen 
ein am 14. März 2019 erlittenes Unfallereignis sprechen. 

Die Beschwerdegegnerin monierte sodann unterschiedliche Angaben in Bezug auf den 
Zeitpunkt der erstmaligen Beschwerden. In der Tat finden sich diesbezüglich in den Akten 
widersprüchliche Angaben. So berichtete die Beschwerdeführerin gegenüber den Ärzten 
der Notfallbehandlung, dass die Beschwerden am Morgen desselben Tages (17. März 
2019) begonnen hätten und seither kommen und gehen würden (vgl. UV-act. M2 S. 1). 
Gegenüber den Ärzten des Kantonsspitals I.________ gab die Beschwerdeführerin am 
Tag der Ersthospitalisation (17. März 2019) sogar an, sie sei am Morgen beschwerdefrei 
aufgewacht. Um 9:00 Uhr habe sie ein Schwanken beim Gehen sowie eine Sehstörung 
bemerkt und gegen Mittag hätten sich Nackenschmerzen entwickelt, welche sie nie zuvor 
gehabt habe (vgl. UV-act. M3 S. 4). Entgegen diesen echtzeitlichen Angaben ist in der 
Unfallmeldung vom 28. März 2019 die Rede davon, dass der Sturz zu beinaher 
Bewusstlosigkeit mit starken Kopfschmerzen und Schwindel geführt habe, welche in den 
nachfolgenden zwei bis drei Tagen nicht mehr abgeklungen seien (vgl. UV-act. A1.1). 
Auch auf dem Fragebogen vom 8. April 2019 gab die Beschwerdeführerin an, sie habe 
nach dem Sturz an Schwindel und sehr starken Kopfschmerzen gelitten, welche in den 
folgenden Tagen nicht nachgelassen hätten (vgl. UV-act. A5.2). Im Fragebogen vom 
6. Juni 2019 ist schliesslich für die Dauer vom 14. bis 17. März 2019 von Schwindel, 
Übelkeit und sehr starken Kopf- und Nackenschmerzen die Rede. Die Intensität der 
Schmerzen wird mit stark und nicht nachlassend angegeben. Nach dem Sturz seien die 
Schmerzen mehrheitlich konstant geblieben (vgl. UV-act. A11). Der Beschwerdeführerin 
ist somit zwar Recht zu geben, dass ihre Angaben betreffend das Auftreten der 
Beschwerden in der Unfallmeldung und den zwei Fragebögen übereinstimmen. Wie die 
Beschwerdegegnerin jedoch zutreffend festgestellt hat, erfolgten diese Angaben der 
Beschwerdeführerin frühestens 14 Tage nach dem angeblichen Ereignis, wohingegen im 
Rahmen der echtzeitlichen Aufzeichnungen ein in den letzten Wochen erlittenes Trauma 
explizit verneint wurde und einzig von am Morgen der Hospitalisation entstandenen 

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Urteil S 2020 106

Beschwerden die Rede war. Mit Blick auf den Umstand, dass die "Aussagen der ersten 
Stunde" beweisrechtlich höher zu gewichten sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 
Art beeinflusst sein können (vgl. E. 3.4 vorstehend), sprechen die echtzeitlichen 
Aufzeichnungen – in den Wochen vor der Hospitalisation weder ein Trauma noch eine 
Manipulation der HWS erlitten und Beschwerden erstmals am Morgen des 17. März 2019 
aufgetreten – gegen das Vorliegen eines Unfallereignisses. 

Ebenfalls widersprüchlich sind die Angaben betreffend Bewusstlosigkeit. Während in der 
Unfallmeldung und im Fragebogen vom 8. April 2019 von einer beinahen Bewusstlosigkeit 
die Rede ist (vgl. UV-act. A1.1 und A5.2), geht die Beschwerdeführerin im Fragebogen 
vom 6. Juni 2019 sowie in der Beschwerdeschrift von einer stattgehabten Bewusstlosigkeit 
aus (vgl. UV-act. A11.1 und act. 1 S. 2). Darüber hinaus ist insofern ein weiterer 
Widerspruch aktenkundig, als die Beschwerdeführerin anlässlich eines Telefonats mit der 
Unfallversicherung vom 19. Juli 2019 entgegen ihren ursprünglichen Ausführungen 
angegeben hat, sie sei am 14. März 2019 nicht gestürzt, sondern habe sich gerade noch 
halten können (vgl. UV-act. A15). Auch wenn in derselben Aktennotiz auch von Problemen 
mit dem Kurzzeitgedächtnis die Rede ist und sich somit die Frage stellt, ob diesen 
Angaben gefolgt werden kann, zeigt sich, dass auch der Ehemann anlässlich des 
Telefonats vom 2. Juli 2019 lediglich von einem frontalen Kopfanprall sprach, ohne indes 
einen Sturz zu erwähnen (vgl. UV-act. A13). Inwiefern den Telefonnotizen Beweiswert 
zukommt, kann an dieser Stelle offenbleiben. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
darauf hingewiesen hat, bestehen selbst dann erhebliche Diskrepanzen zwischen den 
Angaben der Beschwerdeführerin und den echtzeitlichen medizinischen Akten, wenn die 
genannten Telefonnotizen vollständig ausser Acht gelassen werden. 

In Anbetracht der Schwere des behaupteten Unfallereignisses ist es sodann nicht 
nachvollziehbar, weshalb in den Arztberichten keine äusseren Verletzungszeichen 
erwähnt werden. Da die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei mit dem Kopf in die 
massive Tür gestürzt und dadurch zu Boden gefallen, wobei sie das Bewusstsein 
(beinahe) verloren habe, wäre anzunehmen, dass sie sich bei diesem Unfall auch äussere 
Verletzungen wie eine Prellmarke oder eine Beule am Kopf zugezogen haben müsste, die 
auch sicherlich drei Tage nach dem Unfallereignis noch sichtbar gewesen wären. Solche 
Verletzungen werden allerdings in keinem einzigen Arztbericht dokumentiert, obwohl 
selbst die Beschwerdeführerin in der Unfallmeldung und im Fragebogen vom 8. April 2019 
zumindest eine Beule als äussere Verletzung angegeben hat (vgl. UV-act. A1.1 und A5.2). 

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Urteil S 2020 106

Soweit sie sich auf den Standpunkt stellt, es sei möglich, dass die Ärzte in der 
Notfallaufnahme am Kantonsspital F.________ und in der Neurologie des Kantonsspitals 
I.________ den allenfalls sichtbaren Unfallfolgen keine Beachtung schenkten, weil dies für 
sie irrelevant sei, oder dass solche Prellmarken bei der ärztlichen Untersuchung 
übersehen worden seien, kann ihr nicht gefolgt werden. Vielmehr ist mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass die erstbehandelnden Ärzte sichtbare 
Verletzungsfolgen festgestellt und dokumentiert hätten, wären solche vorhanden gewesen. 
Es darf jedenfalls davon ausgegangen werden, dass das bei dieser Sachlage jeder Arzt 
macht, unabhängig vom Wissen um die Wichtigkeit in einer nachfolgenden 
Versicherungssache. Der Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass auch das 
Fehlen jeglicher äusserer Verletzungszeichen, die auf einen heftigen Kopfanprall 
hindeuten würden, ein starkes Indiz gegen das Vorliegen eines Unfalles ist. 

Des Weiteren darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass gemäss dem neurologischen 
Aktengutachten von Dr. G.________ vom 11. September 2019 mehr als 90 % der 
Dissektionen spontan, also ohne vorausgehendes Trauma, entstehen. Doktor G.________ 
untermauert diese Annahme mit einer entsprechenden Literaturangabe (vgl. UV-act. M15 
S. 7). Zudem steht sie im Einklang mit der Auffassung von Dr. K.________, zeigt dieser in 
seiner Stellungnahme vom 20. Mai 2019 doch ebenfalls auf, dass eine 
Vertebralisdissektion sowohl traumatisch als auch unfallfremd entstehen kann und es sich 
meist um eine spontane Dissektion ohne ein Trauma handelt (vgl. UV-act. M7 S. 5 f.). Die 
Tatsache, dass ca. 10 % der erlittenen Dissektionen auf ein Trauma zurückzuführen sind, 
eröffnen zwar eine gewisse Möglichkeit für die Annahme einer posttraumatischen 
Schädigung, lassen diese aber in einer Gesamtwürdigung der bereits dargelegten 
Umstände nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Dies umso mehr, als bei der 
Beschwerdeführerin gleich drei unfallfremde Prädilektionsfaktoren für eine 
Gefässerkrankung/-schädigung aktenkundig sind, nämlich ein ausgeprägter 
Nikotinabusus, eine Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie) und eine arterielle Hypertonie 
(vgl. UV-act. M3 S. 1). Darauf haben sowohl Dr. K.________ als auch Dr. G.________ 
hingewiesen (vgl. UV-act. M7 S. 5 f. und M15 S. 8). Zudem litt die Beschwerdeführerin 
gemäss Dokumentation im Verlegungsbericht des Kantonsspitals F.________ vom 
17. März 2019 bereits vor dem angeblichen Unfallereignis unter nicht näher spezifizierten 
Kopfschmerzen (vgl. UV-act. M2 S. 1). Kommt Dr. G.________ unter diesen Umständen 
somit zum Schluss, dass eine spontane Dissektion weitaus wahrscheinlicher sei als eine 
traumatisch bedingte, überzeugt diese Einschätzung, zumal sie im Einklang mit dem 
bereits Ausgeführten steht. 

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Urteil S 2020 106

In Würdigung der soeben dargelegten Umstände ist mit der Beschwerdegegnerin somit 
einig zu gehen, dass es zwar möglich ist, dass sich der behauptete Unfall ereignet hat; mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit steht dies indessen nicht fest. 

Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, vor dem Ereignis vom 14. März 2019 nie 
ernsthaft krank und immer beschwerdefrei gewesen zu sein, kann sie damit ebenso wenig 
etwas zu ihren Gunsten ableiten wie aus dem Umstand, dass die IV-Stelle ihr inzwischen 
eine Rente ausrichtet (vgl. Bf-act. 4). Ein Unfallereignis ist damit jedenfalls nicht 
nachgewiesen. 

Zu guter Letzt vermag auch die schriftliche Bestätigung der Tochter der 
Beschwerdeführerin vom 30. August 2020, wonach sie die Mutter am 15. März 2019 über 
ihren Unfall vom Vortag informiert und dabei von einem Sturz mit heftigem Kopfanprall an 
der Haustüre verbunden mit heftigen Kopf- und Nackenschmerzen und Schwindelanfällen 
berichtet habe (vgl. Bf-act. 3), nicht zu einem anderen Ergebnis führen. Wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hingewiesen hat, kann der Beweisauskunft der 
Tochter im Lichte der freien richterlichen Beweiswürdigung nur beschränkt Gewicht 
zugemessen werden, ist doch aufgrund des engen Verwandtschaftsverhältnisses davon 
auszugehen, dass die Tochter eine aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht für ihre Mutter 
günstige Aussage machen dürfte. Ob es als aussergewöhnlich bezeichnet werden muss, 
dass sich die Tochter der Beschwerdeführerin über ein Jahr nach dem Ereignis noch 
genau an das Datum erinnern mag, kann an dieser Stelle offenbleiben. Die Bestätigung 
des Unfallgeschehens durch die Tochter, die im Übrigen beim Ereignis nicht anwesend 
war, genügt jedenfalls nicht, um die oben dargelegten Widersprüche auszuräumen und die 
gewichtigen gegen einen Unfall sprechenden Indizien umzustossen. Aus denselben 
Gründen ist auch der Beweisantrag auf Einvernahme der Tochter der Beschwerdeführerin 
als Zeugin in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen, ohne dass im Rahmen 
einer förmlichen Befragung mit einer abweichenden Aussage zu rechnen wäre. Nichts 
anderes hat schliesslich auch im Hinblick auf die beantragte Befragung des Ehemannes 
der Beschwerdeführerin zu gelten. Da nicht anzuzweifeln ist, dass der Ehemann anlässlich 
einer Zeugenbefragung wiederholen würde, was er bereits im Rahmen der Unfallmeldung 
verlauten liess, dies jedoch im Widerspruch zu den echtzeitlichen Aufzeichnungen steht, 
sind davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dabei ist ergänzend darauf 
hinzuweisen, dass die von der Rechtsprechung verlangte Unabhängigkeit der Zeugen 
namentlich bei (enger) Verwandtschaft oder enger Beziehungsnähe (Ehegatten, Partner) 

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ernsthaft in Zweifel gezogen wird (vgl. BGer 8C_256/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2). 
Insofern erscheinen sowohl eine Befragung der Tochter als auch des Ehemannes der 
Beschwerdeführerin nicht als angezeigt. Alsdann kann der Beschwerdegegnerin auch 
keine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG vorgehalten werden.

6. Nach dem Gesagten bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass ein 
Unfallereignis vom 14. März 2019 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen ist. Damit hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen im Einspracheentscheid vom 8. Juli 
2020 zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist 
abzuweisen. 

7. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Urteil S 2020 106

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an den 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (im Doppel) sowie an das Bundesamt für 
Gesundheit, Bern.

Zug, 7. Juni 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am