# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d880eb63-b1bf-5715-a071-3cb462340fe7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.10.2023 III 2023 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-10_2023-10-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 10

Entscheid vom 24. Oktober 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________

gegen

Gemeinde Lauerz, Husmatt 1, 6424 Lauerz,
Beklagte,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

Gegenstand Staatshaftung (Schadenersatz infolge zu Unrecht erteilter Baubewil-
ligung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (nachstehend Kläger) waren Miteigentümer (zu je ½) des 
Grundstückes KTN 001 (2'141 m2). Das Grundstück befindet sich an einem ge-
gen Norden zum C.________ (See) abfallenden Hang im Gebiet Nr. xy des Bun-
desinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN). Es wurde vor 1881 
mit einem Bauernhaus mit angebautem Ökonomieteil (Gadenhaus) überbaut.

B. Mit Verfügung vom 3. März 1986 erteilte das Justizdepartement des Kan-
tons Schwyz dem damaligen Eigentümer der Liegenschaft unter dem Titel "Aus-
nahmebewilligung für bestehende Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone" 
die Bewilligung für die umfassende Erneuerung des Gadenhauses unter den Auf-
lagen, dass die Laube nicht durch Heizung und Wasserinstallation etc. für Wohn-
zwecke ausgebaut werden darf und der Wiederaufbau des östlichen Stallanbau-
es untersagt ist. 1989 wurde durch das zuständige Amt die Bewilligung für die Er-
richtung einer Zufahrtsstrasse zum Gadenhaus erteilt. 1995 erwarben die Kläger 
die Liegenschaft. Am 4. Juli 2001 erteilte das zuständige Amt den Klägern die 
Ausnahmebewilligung zur Errichtung einer Garage auf dem ca. 100m nördlich 
des Baugrundstücks gelegenen Grundstück KTN 002. Mit Schreiben der Bau-
kommission Lauerz vom 24. Juni 2008 teilte diese den Klägern mit, das von ih-
nen bereits erstellte Gewächshaus sei im Sinne einer Baumeldung in Ordnung, 
wenn es kein festes Fundament erhalte und die nachbarliche Zustimmung zur 
Unterschreitung des Grenzabstandes vorliege. Die Laube sei bereits auf zwei 
oder mehr Seiten geschlossen und in der Berechnung der Bruttogeschossfläche 
(BGF) des kantonalen Amtes enthalten; eine Verglasung führe zu keiner Ver-
grösserung der BGF und könne als geringfügige Veränderung betrachtet werden. 
Für den gemäss Eingabe mit Gartenplatten oder Verbundsteinen geplanten Sitz-
platz werde eine Mauer von 0,5 m Höhe mit darauf befindlicher Glaswand von 
nochmals 1,0 m erstellt. Die Baukommission erachte die drei vorgenannten bau-
lichen Veränderungen im Rahmen einer Baumeldung als in Ordnung. Vorbehal-
ten bleibe jedoch eine allfällige Intervention kantonaler Amtsstellen (vgl. Sach-
verhalt VGE III 2020 38 vom 24.8.2020 sowie Urteil BGer 1C_572/2020 vom 
30.11.2021).

C. Am 30. August 2017 forderte das kantonale Amt für Raumentwicklung 
(ARE) die Gemeinde Lauerz zur Überprüfung auf, ob am Gebäude (Gadenhaus) 
bauliche Veränderungen ohne die erforderlichen Bewilligungen vorgenommen 
worden seien, nachdem die Liegenschaft in einem Verkaufsprospekt als "wahr-
gewordener Traum an romantischer Lage" angepriesen wurde. Die kommunale 
Baukommission ersuchte die Kläger am 14. September 2017, die ab 2008 

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getätigten Bauarbeiten zu dokumentieren und als Baueingabe mit den entspre-
chenden Formularen einzureichen. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2017 reichten 
die Kläger das Baugesuch betreffend "Ausbau" ein. Dieses Baugesuch wurde 
publiziert und öffentlich aufgelegt. Innert Frist wurden keine Einsprachen erho-
ben. Nach mehreren Schriftenwechseln sowie einem am 4. Juli 2018 durchge-
führten Augenschein vor Ort, liessen die Kläger mit Schreiben vom 9. Oktober 
2018 ihr Baugesuch vom 31. Oktober 2017 zurückziehen, was vom ARE als un-
zulässig beurteilt wurde, weil ein neuer Sachverhalt zu beurteilen sei und für den 
Ausbau keine Bewilligung erteilt werden könne. Mit Gesamtentscheid vom 
16. April 2019 beschloss das ARE was folgt:

1. Die kantonale Baubewilligung für den bereits erfolgten Ausbau des Gaden-
hauses (Baugesuch B2017-1443) von A.________ wird im Sinne der Erwä-
gungen und unter den Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen 
Stelle gemäss Kap. II, Ziffer 1 unter Anordnung von Rückführungsmassen 
teilweise erteilt.

2. Die nachträgliche kantonale Baubewilligung für den westlich des Gebäudes 
erstellten Sitzplatz wird im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und 
Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II, Ziffer 1 ff. er-
teilt.

3. Die nachträgliche kantonale Baubewilligung für die Terrassierung des Gelän-
des, für das Gewächshaus und den Windschutz aus Glas beim westlichen 
Sitzplatz wird im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und Neben-
bestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II, Ziffer 1 ff. verweigert. 
Auf die Anordnung von Rückführungen wird verzichtet.

4. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes sind folgende Rück-
führungsmassnahmen am Gadenhaus erforderlich:

Beim nordostseitigen Balkon im Erdgeschoss ist die Verglasung samt den 
Schienen zu entfernen.

Im Musikzimmer sind die Fenster an der Nord- und Westfassade auszubauen 
und die Trennwand zum Balkon zu entfernen. Der Zugang zur Laube (beste-
hend Musikzimmer, Wintergarten) hat über eine Aussentüre zu erfolgen. Die 
Durchreiche neben dieser Türe ist zuzumauern.

Der Dachboden im östlichen Gebäudeteil ist gemäss Variante 2 zu entfernen. 
Der Zugang zum verbleibenden Dachstock hat aus einem der Zimmer west-
lich der Gebäudemitte zu erfolgen (Verschiebung der Auszugstreppe nach 
Westen).

5. Für die Ausführung der Massnahmen gemäss Dispositiv-Ziffer 4 wird dem 
Gesuchsteller eine Frist von sechs Monaten ab Rechtskraft dieser Verfügung 
eingeräumt.

6. [Vollstreckungsmassnahmen] 

7. Die Gemeinde Lauerz wird mit dem Vollzug beauftragt. Die Gemeinde wird 
angehalten, den Rückbau nach Ablauf der sechsmonatigen Frist zu kontrollie-
ren und der Baugesuchszentrale zu melden (mit entsprechenden Fotos). 

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8. Die Überschreitung der GNF von 9 m2 wird einstweilen geduldet. Es besteht 
jedoch kein Bestandesschutz. Die Überschreitung wird auf Kosten des Bewil-
ligungsempfängers im Grundbuch angemerkt. 

[9./10./11. Bearbeitungsgebühr; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung].

Mit Beschluss (GRB) Nr. 2019-047 vom 15. Mai 2019 erteilte der Gemeinderat 
die Baubewilligung wie folgt:

1. Gestützt auf den kantonalen Gesamtentscheid Nr. 2017-1443 vom 16. April 
2019, welcher als integrierender Bestandteil dieser Verfügung gilt, wird die 
nachträgliche Bewilligung unter Auflagen und Nebenbestimmungen sowie un-
ter Anordnung von Rückführungsmassnahmen erteilt.

2. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes sind folgende Rück-
führungsmassnahmen am Gadenhaus erforderlich:

Beim nordostseitigen Balkon im Erdgeschoss ist die Verglasung samt 
den Schienen zu entfernen.

Im Musikzimmer sind die Fenster an der Nord- und Westfassade auszu-
bauen und die Trennwand zum Balkon zu entfernen. Der Zugang zur 
Laube (bestehend Musikzimmer, Wintergarten) hat über eine Aussentüre 
zu erfolgen. Die Durchreiche neben dieser Türe ist zuzumauern.

Der Dachboden im östlichen Gebäudeteil ist gemäss Variante 2 zu ent-
fernen. Der Zugang zum verbleibenden Dachstock hat aus einem der 
Zimmer westlich der Gebäudemitte zu erfolgen (Verschiebung der Aus-
zugstreppe nach Westen).

3. Das Gewächshaus ist mit der Pflanzung von einheimischen und standortge-
rechten Sträuchern zu kaschieren.

4. Bei der Windschutzverglasung sind geeignete Massnahmen zur Vermeidung 
von Kollisionen mit Vögeln vorzunehmen.

5. Für die Ausführung der oben aufgeführten Massnahmen/Auflagen wird eine 
Frist von sechs Monaten ab Rechtskraft dieser Verfügung eingeräumt.

6. Das Bauamt ist spätestens mit Ablauf der Frist für die Rückführungsmass-
nahmen zur Baukontrolle einzuladen.

[7./8./9. Vollstreckungsmassnahmen; Baubewilligungsgebühr; Rechtsmittelbeleh-
rung; Zustellung]. 

D. Gegen den Gesamtentscheid des ARE vom 16. April 2019 und den GRB 
vom 15. Mai 2019 erhoben die Kläger am 11. Juni 2019 Verwaltungsbeschwerde 
beim Regierungsrat des Kantons Schwyz, der diese mit RRB Nr. 50/2020 vom 
28. Januar 2020 abwies. 

Eine von den Klägern gegen den Regierungsratsbeschluss erhobene Beschwer-
de mit dem Hauptantrag, den Regierungsratsbeschluss aufzuheben und auf die 
angeordneten Rückbaumassnahmen zu verzichten, hiess das Verwaltungsge-
richt des Kantons Schwyz mit VGE III 2020 38 vom 24. August 2020 teilweise 
gut, indem es in Ziff. 1.1 des Dispositivs den Regierungsratsbeschluss vom 

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28. Januar 2020 insoweit aufhob, als damit die Rückführungsmassnahmen 
gemäss Ziff. 2 und Ziff. 5 bis 7 des GRB vom 15. Mai 2019 und Ziff. 4 bis 7 des 
Gesamtentscheides des ARE vom 16. April 2019 bestätigt wurden. Im Übrigen 
wies es die Beschwerde ab.

E. Gegen den Verwaltungsgerichtsentscheid erhob das Bundesamt für Rau-
mentwicklung Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bun-
desgericht mit den Anträgen, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 
2020 sei aufzuheben; der Gesamtentscheid des ARE vom 16. April 2019 sowie 
der GRB vom 15. Mai 2019 seien aufzuheben, soweit damit eine Bewilligung er-
teilt oder auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verzichtet wur-
de (reformatio in peius); die nachträgliche Baubewilligung für den bereits erfolg-
ten Ausbau des Gadenhauses und der Umgebung sei zu verweigern; die Akten 
seien zu neuem Entscheid in Bezug auf die Wiederherstellung des rechtmässi-
gen Zustands an die zuständige kantonale Behörde zurückzuweisen. Mit Urteil 
1C_572/2020 vom 30. November 2021 erkannte das Bundesgericht: 

1.1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Schwyz vom 24. August 2020 aufgehoben, soweit 
er in Ziff. 1.1 des Dispositivs die vom ARE/SZ und vom Gemeinderat ange-
ordneten und vom Regierungsrat bestätigten Wiederherstellungsmassnahmen 
in Bezug auf das Gadenhaus aufhob. Zudem werden Ziff. 2 und Ziff. 3 Satz 2 
des Dispositivs des Gesamtentscheids des ARE/SZ vom 16. April 2019 und 
der Beschluss des Gemeinderats Lauerz vom 15. Mai 2019 aufgehoben, so-
weit damit der westlich des Gebäudes errichtete Sitzplatz bewilligt und auf 
den Rückbau dieses Platzes, des Windschutzes aus Glas, des Gewächshau-
ses und der Terrassierung mit Löffelsteinen verzichtet wurde. Die Sache wird 
zur Regelung der Modalitäten der Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-
stands bezüglich dieser Gartenanlagen an das ARE/SZ zurückgewiesen. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

[1.2/2./3. Kosten- und Entschädigungsfolgen; Zustellung]

F. Am 9. Dezember 2022 erliess das ARE die Vollstreckungsverfügung betref-
fend KTN 001 und legte darin gestützt auf das Bundesgerichtsurteil und unter 
Androhung von Vollstreckungsmassnahmen die Ausführungsdetails der Rück-
baumassnahmen auf Grundstück KTN 001 fest (B-act. 2). Mit Beschluss Nr. 
2023-08 vom 13. Januar 2023 eröffnete der Gemeinderat Lauerz den Klägern die 
Vollstreckungsverfügung des ARE. Die Frist zur Umsetzung der Rückbaumass-
nahmen wurde auf vier Monate ab Rechtskraft festgesetzt unter Androhung von 
Vollstreckungsmassnahmen (B-act. 3). Die Vollstreckungsverfügungen erwuch-
sen unangefochten in Rechtskraft.

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G. Am 10. Januar 2023 lassen die Kläger beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz gegen die Gemeinde Lauerz Staatshaftungsklage einreichen mit 
den Anträgen:

1. Die Gemeinde Lauerz sei zu verpflichten, den Klägern Fr. 72'129.35 an Scha-
denersatz zzgl. Zins zu 5% seit 10.01.2023 zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gemeinde Lauerz.

Mit Klageantwort vom 10. Februar 2023 beantragt die Gemeinde Lauerz:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger, dies bei solida-
rischer Haftbarkeit.

Mit Replik vom 27. April 2023 halten die Kläger an den Klageanträgen fest und 
stellen neu den prozessualen Antrag:

1. Es sei eine Instruktions-/Einigungsverhandlung gemäss Art. 226 ZPO bzw. eine 
Hauptverhandlung gemäss Art. 228 ff. ZPO durchzuführen.

Am 26. Mai 2023 dupliziert die Beklagte; am 21. Juni 2023 reichen die Kläger 
Triplik ein, die Beklagte am 11. Juli 2023 die Quadruplik, wobei beide Parteien je 
an ihren Anträgen festhalten.

Am 24. Oktober 2023 erfolgte die öffentliche mündliche Hauptverhandlung mit 
einer Befragung der Kläger. Beide Parteien hielten an ihren Anträgen fest, eine 
einvernehmliche Streitbeilegung kam nicht zustande.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Kläger wurden durch die auf dem Bundesgerichtsurteil 1C_572/2020 
vom 30. November 2021 basierenden Vollstreckungsverfügungen des ARE und 
der Gemeinde Lauerz zu weitreichenden Rückführungsmassnahmen auf dem 
Grundstück KTN 001 verpflichtet; so namentlich auch zum Rückbau des Sitzplat-
zes westlich des Gadenhauses, des Gewächshauses und der Laubenverglasung 
(vgl. B-act. 2). Es handelt sich hierbei um jene drei baulichen Veränderungen, 
welche die kommunale Baukommission im Jahr 2008 im Rahmen einer Baumel-
dung als in Ordnung befand unter dem Vorbehalt allfälliger Intervention kantona-
ler Amtsstellen (vgl. Ingress Bst. B). 

Klageweise tragen die Kläger nun vor, sie hätten diese Bauten und Anlagen im 
Vertrauen auf die Prüfung des Baugesuches und die erteilte Baubewilligung der 
Gemeinde Lauerz im Jahr 2008 erstellt. Das Bundesgericht habe nun befunden, 
dass die Gemeinde nicht die Kompetenz gehabt habe, diese Bauten und Anla-
gen zu bewilligen, sie könnten auch nicht bewilligt werden und seien zurückzu-
bauen. Durch diesen Rückbau sei den Klägern ein Schaden in eingeklagter Höhe 

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entstanden. Für diesen Schaden müsse die Gemeinde haften, habe sie ihn den 
Klägern doch im Sinne von § 3 des Gesetzes über die Haftung des Gemeinwe-
sens und die Verantwortlichkeit seiner Funktionäre (Staatshaftungsgesetz, StHG; 
SRSZ 140.100) vom 20. Februar 1970 in Ausübung hoheitlicher Verrichtung wi-
derrechtlich zugefügt. Nachdem die Gemeinde Lauerz als Beklagte die Vorwürfe 
und Vorhaltungen bestreitet und auch anlässlich der mündlichen Verhandlung 
keine Einigung möglich war, gilt es nachfolgend die Haftpflicht der Gemeinde zu 
prüfen.

2.1 Das Verwaltungsgericht urteilt als einzige Instanz Streitigkeiten über öffent-
lich-rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber Gemeinwesen, andern Kör-
perschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, sofern eine Entschädigungs-
pflicht durch Rechtssatz vorgeschrieben ist (vgl. § 67 Abs. 1 lit. c des Gesetzes 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Dies ist 
u.a. dann der Fall, wenn sich die Klage auf das Staatshaftungsgesetz abstützt.

2.2 Klagen sind schriftlich beim Verwaltungsgericht einzugeben (§ 69 VRP). 
Vor Einreichung der Klage teilt der Kläger dem Beklagten sein Begehren schrift-
lich mit. Der Beklagte nimmt dazu innert angemessener Frist Stellung (§ 68 Abs. 
1 VRP). Bei diesem Vorverfahren handelt es sich nach konstanter Gerichtspraxis 
nicht um eine Gültigkeitsvoraussetzung für die Klageerhebung (vgl. VGE III 2009 
142 vom 18.5.2011 E. 1.4). Kommt eine Partei dieser Pflicht nicht nach, so kann 
das Verwaltungsgericht darauf bei der Kostenauflage Rücksicht nehmen (§ 68 
Abs. 2 VRP).

2.3 Für das verwaltungsgerichtliche Klageverfahren normiert § 70 VRP, dass 
für das Verfahren §§ 9 bis 33 VRP sowie § 60 VRP und im Übrigen die Bestim-
mungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) vom 19. De-
zember 2008, insbesondere jene über die Widerklage, die Rechtshängigkeit der 
Klage und die Säumnis, sinngemäss anwendbar sind.

2.4 Die Staatshaftungsklage reichten die Kläger schriftlich und formgerecht am 
10. Januar 2023 ein. Sie verweisen darin auf ihre Schreiben vom 28. Januar 
2022 und 16. März 2022, worauf die Gemeinde jedoch nicht geantwortet habe; 
ihrerseits hätten sie das Vorverfahren gemäss § 68 Abs. 1 VRP auf jeden Fall 
eingeleitet. Die Beklagte widerspricht dem mit dem Hinweis, Adressat des 
Schreibens vom 28. Januar 2022 sei das ARE und nicht die Gemeinde gewesen 
und auch das Schreiben vom 16. März 2022 sei an das Kassieramt und nicht an 
den Gemeinderat Lauerz gerichtet gewesen. Wie es sich damit verhält, kann of-
fenbleiben, handelt es sich doch beim Vorverfahren nicht um eine Gültigkeitsvor-
aussetzung für die Klageerhebung.

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2.5 Bei den Schadenersatzforderungen gegenüber dem Gemeinwesen handelt 
es sich rechtsprechungsgemäss um zivilrechtliche Ansprüche im Sinne von Art. 6 
EMRK (BGE 134 I 331 E. 2.1; BGE 130 I 388 E. 5.1 und 5.3). Stellt eine Partei 
rechtzeitig Antrag auf eine mündliche öffentliche Verhandlung, ist eine solche in 
der Regel durchzuführen (vgl. BGE 133 I 331 E. 2.3; VGE III 2021 17 vom 
29.3.2021 E. 3). Vorliegend hatten die Kläger die Durchführung einer Instrukti-
ons-/Einigungsverhandlung gemäss Art. 226 ZPO bzw. eine Hauptverhandlung 
gemäss Art. 228 ff. ZPO mit der Replik rechtzeitig beantragt (BGE 134 I 331 E. 
2.3.1); auch liegen keine Gründe vor, welche eine Ablehnung des Antrages 
rechtfertigen würden. Entsprechend erfolgte am 24. Oktober 2023 die öffentliche 
mündliche Hauptverhandlung. Eine Einigung zwischen den Parteien konnte an-
lässlich der Verhandlung nicht erzielt werden; auf die Parteivorträge wird - soweit 
erforderlich - nachfolgend eingegangen.

3. Kanton, Bezirke und Gemeinden sowie die weiteren öffentlich-rechtlichen 
Körperschaften und Anstalten haften für den Schaden, den ihre Organe oder An-
gestellten bei der Ausübung amtlicher Tätigkeit widerrechtlich verursachen (§ 46 
Abs. 1 der Verfassung des Kantons Schwyz [KV; SRSZ 100.100] vom 
24.11.2010). Die Staatshaftung ist gemäss § 3 StHG an die folgenden Voraus-
setzungen geknüpft, welche kumulativ erfüllt sein müssen:

- einen Schaden;
- die Zufügung dieses Schadens durch einen Funktionär des Gemeinwe-

sens in Ausübung hoheitlicher Verrichtungen, wobei der Kreis der Funkti-
onäre in § 1 Abs. 2 StHG umschrieben wird;

- die Widerrechtlichkeit der Schadenszufügung;
- einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des 

Funktionärs und dem eingetretenen Schaden;
- das Fehlen eines Haftungsbefreiungsgrundes gemäss § 12 StHG in Ver-

bindung mit Art. 44 Abs. 1 OR.

Schliesslich ist auch die Verjährung des Schadenersatzanspruchs zu beachten, 
soweit die entsprechende Einrede vorgetragen wird; sie ist nicht von Amtes we-
gen zu beachten (vgl. § 11 StHG; VGE III 2010 149 vom 21.9.2010 E. 3.4.1; VGE 
III 2009 65 vom 20.5.2010 E. 2.1; VGE 1012/98 vom 26.2.1999 E. 4.c und e).

4.1 Sachverhaltsmässig machen die Kläger geltend, die Baukommission habe 
am 24. Juni 2008 die Baubewilligung für das Gewächshaus, die Laubenvergla-
sung und den Sitzplatz mit Mauer wie folgt erteilt: "In diesem Sinne erachten wir 
die drei vorgenannten, baulichen Veränderungen im Rahmen einer Baumeldung 
als in Ordnung. Vorbehalten bleibt jedoch eine allfällige Intervention kantonaler 
Amtsstellen." Sie hätten im Vertrauen auf diese Prüfung des Baugesuches und 

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die erteilte Baubewilligung diese Anlagen im Jahr 2008 erstellt (Klageschrift Rz. 
10 f.). Nachdem 2017 von ihnen ein nachträgliches Baugesuch verlangt und die-
ses abgelehnt worden sei, habe das Bundesgericht letztinstanzlich entschieden, 
die Gemeinde habe nicht die Kompetenz gehabt, diese Anlagen zu bewilligen; 
Gewächshaus, Laubenverglasung und Sitzplatz müssten zurückgebaut werden. 
Daraus sei den Klägern nun ein Schaden entstanden, welchen die Beklagte zu 
ersetzen habe.

4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beklagte den Klägern am 3. Juni 2008 
unter dem Betreff "Bauliche Veränderungen" den Eingang "der Angaben bezüg-
lich dem Gartenhaus" und "der Gesuche für eine Verglasung und einen Garten-
sitzplatz" bestätigt hat. Man werde sich mit den Gesuchen befassen und im An-
schluss Bescheid geben, "ob und welches Verfahren zur Anwendung gelangt und 
welche Dokumente und Formulare allenfalls ergänzend noch beizubringen sind" 
(K-act. 21). Gemäss Aussage der Kläger hatten sie für die drei baulichen Mass-
nahmen ein förmliches Baugesuch eingereicht; die Beklagte konnte dies anläss-
lich der Verhandlung weder bestätigen noch dementieren. Am 24. Juni 2008 be-
dankte sich die Beklagte neuerlich für die eingereichten Angaben zum bereits er-
stellten Gewächshaus und der weiteren Mitteilung über den geplanten Sitzplatz 
und die Laubenverglasung. Die Beklagte gelangte nach Beurteilung der Unter-
langen zum Schluss, das bereits erstellte Gewächshaus benötige keine Bauein-
gabe, sei nicht bewilligungspflichtig (da Fahrnisbaute und Vorliegen nachbar-
schaftlicher Einwilligung in die Grenzabstandunterschreitung). Der geplante Sitz-
platz mit Mauer und Glaswand sei gerade noch eine geringfügige Veränderung; 
weitergehende Veränderungen würden eine ordentliche Baueingabe bzw. Bau-
bewilligung benötigen. Auch die Laubenverglasung könne als geringfügige Ver-
änderung betrachtet werden, da sie keine BGF-Vergrösserung ergebe. Absch-
liessend hielt die Baukommission der Beklagten fest: "In diesem Sinne erachten 
wir die drei vorgenannten, baulichen Veränderungen im Rahmen einer Baumel-
dung als in Ordnung. Vorbehalten bleibt jedoch eine allfällige Intervention kanto-
naler Amtsstellen" (K-act. 9). 

4.3 Im Zeitpunkt dieser Mitteilung galt für die Errichtung und Änderung von 
Bauten und Anlagen eine Bewilligungspflicht, wobei die Bewilligung im Melde-, 
vereinfachten oder ordentlichen Verfahren erteilt wurde (§ 75 Abs. 1 PBG in der 
Fassung vom 8.5.1996). Schon damals genügte für geringfügige Bauvorhaben 
die Erfüllung der Meldepflicht; blieb ein der zuständigen Bewilligungsbehörde 
gemeldetes Bauvorhaben innert 20 Tagen seit Eingang ohne Widerspruch, so 
galt es als bewilligt (§ 75 Abs. 6 PBG in der Fassung vom 8.5.1996). Bewilli-
gungsbehörde war der Gemeinderat, wobei Bauten und Anlagen ausserhalb der 

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Bauzonen einer Raumplanungsbewilligung des vom Regierungsrat bezeichneten 
Amtes bedurften (§ 76 Abs. 1 und 2 PBG in der Fassung vom 8.5.1996). Zum 
Baubewilligungsverfahren allgemein ordnete § 77 Abs. 3 PBG (in der Fassung 
vom 8.5.1996), dass die Gemeinde das vollständige Baugesuch nach einer ers-
ten Prüfung mit ihrem Bericht an die vom Regierungsrat bezeichnete kantonale 
Amtsstelle weiterleitet, wenn das Bauvorhaben auch der Bewilligung oder Zu-
stimmung weiterer Instanzen des Bundes, Kantons oder Bezirks bedarf. Und 
konkret zum Meldeverfahren regelte § 39 PBV (in der Fassung vom 2.12.1997), 
dass die Gemeinde gemeldete, geringfügige Bauvorhaben umgehend der kanto-
nalen Baukontrolle weiterzuleiten hat und ein einer unzuständigen Bewilligungs-
behörde gemeldetes, geringfügiges Bauvorhaben unverzüglich an die zuständige 
Stelle weiterzuleiten ist. 

4.4 Vorliegend ist unbestritten, dass die Gemeinde 2008 mit der Meldung der 
Kläger betreffend bereits erstelltem Gewächshaus bzw. noch zu erstellendem 
Sitzplatz und der Laubenverglasung nicht wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben 
vorgegangen ist. Nicht vollends klar ist dabei, ob die Gemeinde die Bauvorhaben 
als derart vernachlässigbar einstufte, dass sie nicht einmal baubewilligungspflich-
tig wären (vgl. zur Baubewilligungspflicht etwa Urteil BGer 1C_446/2022 vom 
17.8.2023 E. 4), oder ob sie das Meldeverfahren durchzuführen vermeinte und 
eine Baubewilligung erteilte, sich dabei aber nicht an die gesetzlichen Vorgaben 
hielt. Im ersten Fall läge eine fehlerhafte Rechtsanwendung derart vor, dass die 
Gemeinde die Baubewilligungspflicht falsch angewendet hat (indem sie die Bau-
vorhaben zu Unrecht als nicht bewilligungspflichtig beurteilte und sich hierfür 
auch zuständig hielt); im zweiten Fall läge eine fehlerhafte Durchführung des 
Meldeverfahrens vor (indem es die Gemeinde unterliess, das gemeldete Bauvor-
haben umgehend an die kantonale Baukontrolle weiterzuleiten). Da die Liegen-
schaft in der Nichtbauzone liegt, hätte die Gemeinde die Bauvorhaben indes so 
oder anders dem Kanton als zuständige Baubewilligungsbehörde vorlegen müs-
sen; d.h. sie hätte auch im ersten Fall nicht entscheiden dürfen, dass infolge Ge-
ringfügigkeit überhaupt keine Baubewilligung notwendig ist; auch dies hätte nur 
die zuständige Baubewilligungsbehörde feststellen können. Im Ergebnis führte 
indes ohnehin beides dazu, dass das Bundesgericht feststellte, es handle sich 
um unbewilligte, formell rechtswidrige Bauten und Anlagen, die nicht bewilli-
gungsfähig seien und zurückgebaut werden müssten, da sich die Kläger auch 
nicht auf den Vertrauensschutz berufen könnten und der Rückbau verhältnis-
mässig sei. 

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5. Damit die Gemeinde schadenersatzpflichtig wird, müssen die unter E. 3 
aufgeführten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein; ist auch nur eine Voraus-
setzung nicht gegeben, ist die Haftpflicht der Gemeinde zu verneinen.

5.1.1 Hinsichtlich der Haftungsvoraussetzung der Widerrechtlichkeit führen die 
Kläger aus, gemäss § 77 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes 
(PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 seien Baugesuche bei der Gemeinde 
einzureichen. Bedürfe das Bauvorhaben der Bewilligung oder Zustimmung weite-
rer Instanzen, leite die Gemeinde das vollständige Baugesuch nach einer ersten 
Prüfung an die vom Regierungsrat bezeichnete kantonale Amtsstelle weiter. § 76 
Abs. 2 PBG normiere, dass Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen eine 
Raumplanungsbewilligung des vom Regierungsrat bezeichneten Amtes benöti-
gen. Die Kläger seien 2008 an die Gemeinde gelangt und diese habe die Bau-
bewilligung erteilt, obwohl sie gemäss Gesetz das Gesuch an das ARE hätte wei-
terleiten müssen. Indem die Gemeinde den Klägern 2008, ohne Rechtsgrundlage 
und ohne hierfür zuständig zu sein, eine Baubewilligung ausserhalb der Bauzone 
zugesprochen habe, habe sie widerrechtlich gehandelt. Die Kläger hätten darauf 
vertrauen dürfen, dass die Baubewilligung rechtskräftig vorliege und dass die zu-
ständigen Instanzen die Baubewilligung rechtmässig erteilt hätten bzw. dass die 
Gemeinde ihrer Pflicht zur Weiterleitung des Baugesuches nachgekommen sei. 

5.1.2 Von Widerrechtlichkeit ist praxisgemäss zu sprechen, wenn das amtliche 
Verhalten der dem StHG unterstehenden Person gegen eine allgemeine Pflicht 
verstösst, indem das Verhalten entweder ein absolutes Recht der geschädigten 
Person verletzt (Erfolgsunrecht) oder durch Verstoss gegen eine einschlägige 
Schutznorm eine reine Vermögensschädigung hervorruft (Verhaltens- oder 
Handlungsunrecht; vgl. dazu BGE 144 I 318 E. 5.5; Häfelin/Müller/Uhlmann, All-
gemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Rz. 2114 ff.; Tschannen/Müller/Kern, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Rz. 1736; Uhlmann, Schweizerisches 
Staatshaftungsrecht, Rz. 117 ff.). 

Absolute Rechtsgüter sind Leib, Leben, Freiheit, Persönlichkeit, Eigentum und 
Besitz. Für Widerrechtlichkeit genügt bei der Verletzung von absoluten Rechts-
gütern der Eintritt des Schadens; eine Normverletzung ist nicht erforderlich (vgl. 
BGE 123 II 577 E. 4d; Urteil BGer 2E_3/2020 vom 11.11.2021 E. 7.2). Da das 
Vermögen kein absolutes subjektives Rechtsgut darstellt, ist eine reine Vermö-
gensschädigung nur widerrechtlich, wenn sie auf einen Verstoss gegen eine 
Verhaltensnorm zurückgeht, die dem Schutz vor solchen Schädigungen dient 
(BGE 144 I 318 E. 5.5; BGE 139 IV 137 E. 4.2; BGE 132 II 305 E. 4.1; Urteil 
BGer 2E_4/2019 vom 28.10.2021 E. 4.2.3). Widerrechtlichkeit liegt nur vor, wenn 
die ursächliche Handlung eine Verhaltensnorm verletzt, die nach ihrem haupt-

12

sächlichen Zweck vor derartigen (reinen) Vermögensschäden schützen will; die 
Norm muss nach ihrem eigentlichen hauptsächlichen Zweck auf den Vermö-
gensschutz abzielen (Tschannen/Müller/Kern, a.a.O., Rz. 1741 f.). 

Das widerrechtliche Verhalten kann entweder in einem Tun oder in einem Unter-
lassen bestehen. Die Haftung für eine Unterlassung setzt voraus, dass eine 
Pflicht zum Handeln bestanden hat. Eine Handlungspflicht ist dabei nur dann 
haftpflichtrechtlich von Bedeutung, wenn sie das Interesse der geschädigten 
Person verfolgt und sich aus einer Schutzvorschrift zu deren Gunsten ergibt. Die 
Widerrechtlichkeit einer Unterlassung setzt mithin eine Garantenpflicht voraus 
(vgl. BGE 144 I 318 E. 5.5; Urteil BGer 2C_3/2021 vom 14.3.2022 E. 4.3 mit wei-
teren Hinweisen). Schutznormen, die eine Garantenstellung begründen, können 
sich aus irgendeinem Teil des objektiven, selbst des ungeschriebenen Rechts 
ergeben (Urteil BGer 2C_46/2020 vom 2.7.2020 E. 6.1).

Eine haftungsbegründende Widerrechtlichkeit der Amtsperson liegt freilich nicht 
bei jeder noch so geringen Amtspflichtverletzung vor, sondern erst dann, wenn 
sie eine für die Ausübung ihrer amtlichen Funktion wesentliche Pflicht verletzt 
oder einen schweren und offensichtlichen Fehler begeht, der einer pflichtbewuss-
ten Amtsperson nicht unterlaufen wäre (Urteil BGer 2E_4/2019 vom 28.10.2021 
E. 4.2.2; VGE III 2015 197 vom 26.10.2016 E. 5.2.2). 

5.1.3 Vorliegend steht fest, dass kein absolutes Rechtsgut verletzt wurde. Derlei 
wird auch von den Klägern nicht behauptet. Geltend gemacht wird vielmehr ein 
Vermögensschaden. 

Nach dem eben Gesagten ist eine reine Vermögensschädigung nur dann wider-
rechtlich, wenn sie auf einen Verstoss gegen eine Verhaltensnorm zurückgeht, 
die dem Schutz vor solchen Schädigungen dient (vgl. oben E. 5.1.2). Dies gilt 
erst recht, wenn die vorgeworfene Handlung in einem Unterlassen liegt; die Haf-
tung für eine Unterlassung setzt eine Handlungspflicht voraus, die gerade das In-
teresse der geschädigten Person verfolgt, d.h. zum Schutz der geschädigten 
Person normiert ist.

Geht man davon aus, dass die Gemeinde die Bauvorhaben als dermassen ge-
ringfügig eingeschätzt hat, dass schon gar keine Baubewilligung notwendig ist 
(vgl. oben E. 4.4), hat sie Art. 22 des Bundesgesetzes über die Raumplanung 
(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 i.V.m. § 75 PBG und 
Art. 25 Abs. 2 RPG mit § 76 Abs. 2 PGB falsch angewendet. Zu Unrecht (da die 
Liegenschaft in der Nichtbauzone liegt) erachtete sie sich für diese Beurteilung 
als zuständig und auch die Einschätzung, es benötige keine Baubewilligung, war 
falsch. Sowohl die Pflicht, für Bauten und Anlagen eine Baubewilligung zu 

13

benötigen, als auch die Zuständigkeitsordnung (Gemeinde für Bauzonen, Kanton 
für Nichtbauzonen) sind aber keine Normen, die dem Schutz des Vermögens 
dienen. Weder Art. 22 RPG und § 75 PBG (Baubewilligungspflicht) noch Art. 25 
Abs. 2 RPG bzw. § 76 PBG (Zuständigkeit) dienen dem Schutz des Vermögens 
des Bauherrn, sondern verfolgen öffentliche Interessen. Sie bezwecken die Ein-
haltung der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet und die Sicherstellung 
der haushälterischen Nutzung des Bodens und Verwirklichung einer auf die er-
wünschte Entwicklung des Landes ausgerichteten Ordnung der Besiedlung (vgl. 
Art. 1 RPG). Wenn aber die verletzten Normen nicht den Schutz des Vermögens 
des Bauherrn bezwecken, sondern die Ziele der Raumplanung sicherstellen wol-
len, dann fehlt es vorliegend an der Widerrechtlichkeit im dargelegten Sinne, was 
die Haftpflicht der Gemeinde ausschliesst. Entgegen der Darstellung der Kläger 
reicht es für das Verhaltensunrecht nicht aus, dass die Schädigung unvermeidba-
re Folge des Verwaltungshandelns ist; vielmehr muss eine Norm verletzt sein, 
welche gerade dem Schutz des Vermögens diente, was vorliegend nach dem 
Gesagten nicht der Fall ist. 

Zum selben Schluss gelangt man, wenn man die Unterlassung der Gemeinde ins 
Zentrum stellt; ihr Versäumnis, die Baumeldung der für die Bewilligung zuständi-
gen kantonalen Behörde zuzustellen. Widerrechtlichkeit durch Unterlassung setzt 
eine Rechtspflicht zum Handeln voraus, welche gerade dem Schutz des Verletz-
ten dient. Die Pflicht, geringfügige Bauvorhaben umgehend der (damaligen) kan-
tonalen Baukontrolle weiterzuleiten bzw. an die dafür zuständige Baubewilli-
gungsbehörde weiterzuleiten (vgl. § 39 PBV in der Fassung vom 2.12.1997) stellt 
keine Handlungspflicht zum Schutz des Vermögens des Bauherrn dar; sie schafft 
keine Garantenstellung der Gemeinde gegenüber dem Bauherrn, sondern be-
zweckt wiederum die Sicherstellung der Ziele der Raumplanung. Mithin ist die 
Widerrechtlichkeit im Sinne des Staatshaftungsrechts auch zu verneinen, wenn 
die Pflichtwidrigkeit der Beklagten in deren Unterlassung der Weiterleitung des 
Baugesuchs gesehen wird. 

5.2 Fehlt es an der Verletzung einer dem Vermögen des Bauherrn dienenden 
Schutznorm, so kann sich die Widerrechtlichkeit allenfalls aus der Verletzung von 
Art. 9 BV und Art. 5 Abs. 3 BV, einer Verletzung des geschützten, berechtigten 
Vertrauens ergeben. 

5.2.1 Replizierend und insbesondere auch anlässlich der mündlichen Verhand-
lung betonen die Kläger, das Schreiben der Beklagten vom 28. Juni 2008 habe 
eine Vertrauensgrundlage geschaffen, auf welche sie sich hätten verlassen dür-
fen. Gestützt auf das Vertrauen, 2008 eine gültige Baubewilligung erhalten zu 
haben, seien die Bauten und Anlagen erstellt worden. Der Schaden sei nicht 

14

durch die widerrechtliche Widerrufsverfügung ausgelöst, sondern dies sei die 
Folge von Dispositionen, die im Vertrauen auf die erteilte Baubewilligung 2008 
getroffen worden seien und die sich nun als nutzlos erwiesen hätten. Das Un-
recht liege darin, dass wegen dieser und der früher geschaffenen Vertrauens-
grundlage ein Schaden eingetreten sei. Mit dem Widerruf sei die geschaffene 
rechtlich geschützte Vertrauensgrundlage entfallen und die gestützt darauf ge-
troffenen Dispositionen hätten ihren Wert verloren. Es sei geradezu unhaltbar, 
wenn sich der Bürger, welcher der Gemeinde ein Baugesuch einreiche und von 
dieser die Bewilligung erhalte, nicht darauf verlassen könne, dass das Gesuch 
ordnungsgemäss bearbeitet und bewilligt worden sei. Die Kläger hätten keine 
Anzeichen dafür gehabt, dass das Verfahren, welches die Beklagte gewählt hat-
te, nicht korrekt gewesen sein könnte. Bei der Garage im Jahr 2001 seien sie 
gleich vorgegangen, hätten das Gesuch bei der Gemeinde eingereicht, und es 
habe geklappt. 2008 hätten sie bei der Gemeinde erneut ein Gesuch eingereicht, 
die Gemeinde habe dann explizit noch bekräftigt, das Verfahren und das Gesuch 
in der Baukommission zu prüfen. Und wieder hätten sie eine Bewilligung erhal-
ten. Das Bundesgericht habe zwar gesagt, auch der Bürger müsse um den Ein-
bezug des kantonalen Amtes wissen. Aber wie könne dies ein Bürger wissen, 
wenn auch die Bürger im Gemeinderat und die Bürger im Bauamt das nicht wis-
sen würden. Diese Aussage des Bundesgerichts sei 'daneben'. Es sei tragisch, 
wenn man sage, der Bürger müsse wissen, wie das Verfahren ausserhalb der 
Bauzone sei, und eine Baukommission als Fachkommission und ein Gemeinde-
rat, welcher für die Baubewilligung zuständig sei, müsse es nicht wissen. So 
könne man kein Vertrauen auf eine Aussage, auf eine Bewilligung der Bau-
behörde haben. Man müsse doch einer Gemeinde, welcher man ein Baugesuch 
einreiche und die dieses bewillige, vertrauen können. Gestützt auf dieses Ver-
trauen mache man nun den Schaden gegenüber der Gemeinde geltend. 

5.2.2 Nach ständiger Rechtsprechung verleiht der in Art. 9 BV verankerte Grund-
satz von Treu und Glauben einen Anspruch auf Schutz des berechtigten Ver-
trauens, sofern eine Vertrauensgrundlage besteht, auf welche die Person, die 
sich auf diese beruft, berechtigterweise vertrauen durfte und sie gestützt darauf 
nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen 
kann (BGE 148 II 233 E. 5.5.1; BGE 143 V 95 E. 3.6.2; BGE 143 V 341 E. 5.2.1; 
BGE 137 I 69 E. 2.5.1; Urteil BGer 8C_458/2021 vom 25.1.2022 E. 3.2). Die 
Rechtsfolge des Vertrauensschutzes ist in erster Linie, dass die Behörde an die 
Vertrauensgrundlage gebunden ist. Es bleibt jedoch abzuwägen, ob ausnahms-
weise das öffentliche Interesse an der richtigen Rechtsanwendung dem Vertrau-
ensschutz vorzugehen hat. Wird von der begründeten Vertrauensgrundlage auf-
grund überwiegender entgegenstehender Interessen abgewichen, kann stattdes-

15

sen ein Anspruch auf Entschädigung entstehen (Urteile BGer 1C_400/2016 vom 
24.3.2017 E. 2.2; 2C_960/2013 vom 28.10.2014 E. 3.4.).

5.2.3 Der Vertrauensschutz war bereits Gegenstand des nachträglichen Baube-
willigungsverfahrens bis vor Bundesgericht. Für den Sitzplatz erteilten gestützt 
auf den Vertrauensschutz bereits das ARE und die Gemeinde die Baubewilli-
gung, resp. wurde auf den Rückbau verzichtet (vgl. oben Ingress Bst. C). Im Ver-
fahren VGE III 2020 38 vom 24. August 2020 erwog das Verwaltungsgericht un-
ter anderem, Gründe des Vertrauensschutzes könnten der Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustandes entgegenstehen; berechtigtes Vertrauen dürfe da-
bei nur anrufen, wer in guten Glauben annahm und unter Anwendung zumutba-
rer Sorgfalt annehmen durfte, die von ihm ausgeübte Nutzung sei rechtmässig 
bzw. stehe mit der Baubewilligung in Einklang (E. 4.1.2, E. 4.1.4). Im konkreten 
Fall erachtete das Verwaltungsgericht die Voraussetzungen für den Vertrauens-
schutz der Kläger als gegeben; in einer Gesamtbetrachtung der Umstände, das 
Gericht erwähnte namentlich auch das Schreiben der Gemeinde vom 24. Juni 
2008, wäre es stossend, die Kläger zu den von den Vorinstanzen angeordneten 
Rückführungsmassnahmen zu verpflichten (E. 4.4). Gegen diesen Entscheid er-
hob das Bundesamt für Raumentwicklung Beschwerde beim Bundesgericht und 
es beantragte (u.a.), der Verwaltungsgerichtsentscheid sei aufzuheben, soweit 
auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes verzichtet worden sei 
(Urteil BGer 1C_572/2020 vom 30.11.2021). Das Bundesgericht bestätigte, dass 
die Anordnung zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Einzelfall 
unzulässig sein könne, wenn sie allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und 
Verwaltungsrechts entgegenstehe, wozu namentlich der aus dem Grundsatz von 
Treu und Glauben abgeleitete Vertrauensschutz gehöre (E. 8.1). In Prüfung des 
konkreten Einzelfalles gelangte das Bundesgericht zum Schluss, das Verwal-
tungsgericht sei in Verletzung von Bundesrecht davon ausgegangen, gestützt auf 
das Vertrauensprinzip sei der Anspruch auf Wiederherstellung des rechtmässi-
gen Zustandes verwirkt (E. 9.3). In Bestätigung seiner langjährigen Rechtspre-
chung stellte das Bundesgericht fest, auf den Vertrauensschutz könne sich nur 
berufen, wer selbst im guten Glauben handelte, d.h. annahm und unter Anwen-
dung zumutbarer Sorgfalt annehmen durfte, die von ihm ausgeübte Nutzung sei 
rechtmässig bzw. stehe mit der Baubewilligung in Einklang (E. 8.1). Auch das 
ARE habe gestützt auf den Vertrauensgrundsatz von den Klägern keine Rück-
führung der Anlagen in den rechtmässigen Zustand verlangt. Auch dies gemäss 
Bundesgericht ebenso zu Unrecht, weil die Kläger auf die ihrer Meldung folgende 
schriftliche Mitteilung der Baukommission Lauerz, sie erachte die baulichen Ver-
änderungen im Rahmen einer Baumeldung als in Ordnung, nicht habe vertrauen 
dürfen, weil sie bei gehöriger Sorgfalt das Erfordernis einer kantonalen Bewilli-

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gung hätten erkennen müssen (E. 12.4). Rechtsprechungsgemäss dürfe die 
Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb 
der Bauzone grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden, was als Grund-
satz ebenso für die Kläger gelte (E. 9.3). "Die Beschwerdegegner [Kläger] durften 
daher nicht darauf vertrauen, die kommunale Baukommission Lauerz sei kompe-
tent gewesen, in ihrem Schreiben vom 24. Juni 2008 für das Gewächshaus, den 
Sitzplatz mit Windschutz und die Laubenverglasung im Sinne einer Baumeldung 
die Zustimmung zu erteilen. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Baukommissi-
on in diesem Schreiben eine allfällige Intervention kantonaler Amtsstellen aus-
drücklich vorbehielt, was erkennen liess, dass diese Amtsstellen offensichtlich 
keine vorgängige Genehmigung erteilt hatten" (E. 9.3). 

Nachdem das Verwaltungsgericht und das ARE das Vertrauen der Kläger in den 
genannten Verfahren noch schützten, dies dann ausdrücklich Gegenstand der 
Prüfung im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesgericht bildete und das Bun-
desgericht letztinstanzlich ausdrücklich zum Schluss gelangte, der den Klägern 
kantonal angerechnete Vertrauensschutz sei bundesrechtswidrig, besteht vorlie-
gend kein Raum für einen davon abweichenden Entscheid. Die Kläger durften 
nicht auf die ihrer Meldung folgende schriftliche Mitteilung der Baukommission 
Lauerz, sie erachte das Gewächshaus und den Sitzplatz im Rahmen einer Bau-
meldung als in Ordnung, vertrauen, weil sie bei gehöriger Sorgfalt das Erforder-
nis einer kantonalen Bewilligung erkennen mussten (E. 9.3 und E. 12.4 des Bun-
desgerichtsentscheides). Damit aber fehlt es an der Grundlage, um gegenüber 
der Gemeinde einen Vertrauensschaden geltend zu machen.

5.3 Fehlt es an der kumulativen Haftungsvoraussetzung der Widerrechtlichkeit, 
besteht kein Schadenersatzanspruch der Kläger gegenüber der Beklagten aus 
Staatshaftungsgesetz. Der Vollständigkeit halber sei dennoch kurz auf die Haf-
tungsvoraussetzung des Kausalzusammenhangs einzugehen.

5.4.1 Eine Haftung des Gemeinwesens setzt weiter voraus, dass das Verhalten 
des Funktionärs bei der Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit natürlich und 
adäquat kausal für den eingetretenen Schaden war. 

5.4.2 Die Kläger bejahen den notwendigen adäquaten Kausalzusammenhang. 
Durch das grobfahrlässige Verhalten der Gemeinde (Erteilung der Baubewilli-
gung ohne Kompetenz) und indem die Baubewilligung nun als materiell rechts-
widrig angesehen worden sei, sei den Klägern kausal ein Schaden entstanden.

5.4.3 Die natürliche Kausalität ist gegeben, wenn ein Handeln Ursache im Sinne 
einer nicht wegzudenkenden Bedingung (conditio sine qua non) für den Eintritt 

17

des Schadens ist. Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, wenn die Ursa-
che nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfah-
rung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen. Der 
adäquate Kausalzusammenhang fehlt oder ist unterbrochen, wenn eine Scha-
densursache gegenüber einer anderen völlig in den Hintergrund tritt. Dazu zählt 
insbesondere auch ein überwiegendes Selbstverschulden der Geschädigten oder 
ein überwiegendes Drittverschulden (Urteil BGer 2C_816/2017 vom 8.6.2018 mit 
Hinweis auf BGE 135 IV 56 E. 2.1; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 2127; 
Tschannen/Müller/Kern, a.a.O., Rz. 1724 ff.; Uhlmann, a.a.O., Rz. 135, 137). Ein 
Selbstverschulden, das nicht überwiegt, den Kausalzusammenhang somit nicht 
unterbricht, kann in Anwendung von § 12 StHG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 OR zur Kür-
zung eines allfälligen Schadenersatzanspruchs führen (Tschannen/Müller/Kern, 
a.a.O., Rz. 1726). 

Der adäquate Kausalzusammenhang kann auch durch eine Unterlassung be-
gründet werden. Rechtlich wird dem Haftpflichtigen dabei der Vorwurf gemacht, 
er habe die Änderung des Kausalablaufs unterlassen, zu der er verpflichtet ge-
wesen wäre. Dieser sogenannte hypothetische Kausalzusammenhang liegt vor, 
wenn rechtzeitiges Handeln mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Schädi-
gung verhindert hätte (Urteil BGer 2C_1059/2014 vom 25.5.2016 E. 5.2 mit Hin-
weisen; Uhlmann, a.a.O., Rz. 136). 

5.4.4 Dem Schreiben der Baukommission Lauerz vom 24. Juni 2008 kann ent-
nommen werden, dass im Zeitpunkt der Meldung durch die Kläger das Ge-
wächshaus bereits erstellt war. Die Kläger bestätigen dies anlässlich der Ver-
handlung. Damit aber fehlt es nicht nur am adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen den Bau- und Rückbaukosten und dem Schreiben der Gemeinde, son-
dern bereits am natürlichen Kausalzusammenhang. Für die Errichtung des Ge-
wächshauses bzw. dessen Rückbau war das Verhalten der Gemeinde in keinster 
Weise ursächlich. Das Gewächshaus erstellten die Kläger ohne jegliches Zutun 
der Beklagten; das Stehenlassen nach dem Schreiben vom 24. Juni 2008 ist für 
die spätere Rückbauverpflichtung ohne Bedeutung. Ebenso ergibt sich aus den 
Unterlagen, dass die Kläger den Auftrag für die Laubenverglasung bereits An-
fangs Mai 2008 erteilt hatten und bestätigt erhielten inkl. Auslieferung für Juli 
2008. Mithin verpflichteten sie sich bereits bevor die Gemeinde die Laubenver-
glasung am 24. Juni 2008 als in Ordnung befand. Dass sich die Kläger an diesen 
Umstand nicht mehr zu erinnern vermögen, ändert nichts an der schriftlich vorlie-
genden Auftragsbestätigung (K-act. 17). Die fix installierte Doppelstore auf dem 
Sitzplatz wiederum kauften die Kläger erst 2011; sie konnte gar nicht Gegen-

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stand des Schreibens der Gemeinde von 2008 bilden. Auch in diesen Fällen ist 
der Kausalzusammenhang daher ohne Weiteres zu verneinen.

5.4.5 Rechtsprechungsgemäss vermag ein bedeutendes Selbstverschulden den 
adäquaten Kausalzusammenhang zu unterbrechen. Vorliegend hatte - wie be-
reits dargelegt - das Bundesgericht den Klägern jegliche Gutgläubigkeit hinsicht-
lich rechtmässiger Erstellung der Bauten und Anlagen abgesprochen. Es kann 
darauf verwiesen werden (vgl. oben E. 5.2.3; vgl. Urteil BGer 1C_572/2020 vom 
30.11.2021 E. 9.3 und E. 12). Es fehlte den Klägern an einer Grundlage, glauben 
zu dürfen, die Bauten und Anlagen würden formell und materiell rechtmässig er-
stellt. Dass sie dennoch bauten, stellt dem entsprechend ein überwiegendes 
Selbstverschulden dar, welches den Kausalzusammenhang zwischen dem Ver-
halten der Beklagten und dem aus dem Rückbau resultierenden Schaden unter-
brach. 

Damit ist insgesamt auch der für eine Staatshaftung geforderte Kausalzusam-
menhang zwischen dem Verhalten der Beklagten und dem eingetretenen Scha-
den zu verneinen. 

6. Damit aber ergibt sich, dass mehrere Voraussetzungen für eine Haftung 
der Beklagten für die den Klägern durch die Bau- und Rückbaumassnahmen ent-
standenen Kosten nicht gegeben sind. Ihr Begehren um Schadenersatzzahlung 
durch die Beklagte ist damit abzuweisen.

7.1 Die Verfahrenskosten werden in Berücksichtigung der Durchführung einer 
öffentlichen mündlichen Verhandlung auf Fr. 3'000 (Gerichtsgebühr, Kanzleikos-
ten und Barauslagen) festgelegt und sind entsprechend dem Verfahrensausgang 
den Klägern in solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (§ 72 VRP).

7.2 Die Parteientschädigung richtet sich im verwaltungsgerichtlichen Klagever-
fahren gleich wie im Rechtsmittelverfahren nach § 74 VRP, wonach die unterlie-
gende der obsiegenden Partei eine dem Aufwand angemessene Entschädigung 
auszurichten hat, welche die Behörde festsetzt (§ 74 Abs. 1 VRP; EGV-SZ 2022 
B 1.3). Nachdem die beanwaltete Beklagte obsiegt, ist ihr zu Lasten der Kläger 
eine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 und 2 VRP). Die Parteien-
tschädigung ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Ver-
fahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-
- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Krite-
rien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden den Klägern in solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Sie 
haben am 17. Januar 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500 geleistet, 
so dass noch ein Restbetrag von Fr. 500 geschuldet ist. Dieser ist innert 30 
Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 
0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Die Kläger haben der anwaltschaftlich vertretenen Beklagten eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'000 (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann aufgrund des Streitwertes von > Fr. 30'000 
innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 82ff., insbesondere Art. 85 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- Rechtsvertreter der Kläger (2/R)
- Rechtsvertreter der Beklagten (2/R)

Schwyz, 24. Oktober 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. November 2023