# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1dc8d26b-0d68-56ed-97f7-7fa4fc3ad5ef
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 24.04.2024 HE240039
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE240039_2024-04-24.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
Einzelgericht  

Geschäfts-Nr.: HE240039-O U/mk

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, sowie der

Gerichtsschreiber Dr. Severin Harisberger

Urteil vom 24. April 2024

in Sachen

A._____ AG, 
Gesuchstellerin

gegen

Anlagestiftung B._____, 
Gesuchsgegnerin

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

- 2 -

Rechtsbegehren:
(act. 1)

"Das Grundbuchamt C._____, … Zürich sei im Sinne von Art. 961 ZGB 
(sofort und ohne Anhörung der Gegenpartei) einstweilen anzuweisen, 
zugunsten der gesuchstellenden Partei und zulasten des Grundstücks 
der Gegenpartei ein Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen 
auf Liegenschaft D._____-strasse  1, Nr. 2, Katasternummer 3, Plan 4 
für eine Pfandsumme von Fr 25'000.00 nebst Zins zu 5% seit 
28.11.2023 und Fr. 44'847.15 nebst Zins zu 5% seit 23.01.2024
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gegenpartei."

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:

1. Prozessverlauf

Mit Eingabe vom 30. März 2024 (Datum Poststempel) mitsamt Beilagen (act. 1; 

act. 2; act. 3; act. 4/2-11) machte die Gesuchstellerin ihr Gesuch um vorläufige Ein-

tragung eines Bauhandwerkerpfandrechts anhängig. Mit Verfügung vom 3. April 

2024 (act. 5) wurde dem Gesuch einstweilen entsprochen und das Grundbuchamt 

C._____ ohne Anhörung der Gesuchsgegnerin angewiesen, das Pfandrecht im be-

antragten Betrag vorläufig einzutragen. Mit nämlicher Verfügung wurde der Ge-

suchsgegnerin Frist zur schriftlichen Stellungnahme bis am 24. April 2024 ange-

setzt. Mit Eingabe vom 19. April 2024 (act. 10) teilte die Gesuchsgegnerin mit, dass 

sie einstweilen auf eine Stellungnahme zum Begehren der Gesuchstellerin ver-

zichte, da das vorliegende Verfahren nicht von ihr, sondern ihrer Mieterin verur-

sacht worden sei, sie sich aber Einreden und Einwendungen sowie eine Streitver-

kündung im Rahmen des Verfahrens auf definitive Eintragung des Bauhandwerker-

pfandrechts vorbehalte. Das Verfahren ist spruchreif.

2. Sachverhalt

2.1. Vorab ist festzuhalten, dass ein Verzicht auf eine Stellungnahme nicht mit 

der Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs gleichgesetzt werden kann. Ent-

sprechend bleibt zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht. Gemäss 

den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Gesuchstellerin ist von 

folgendem Sachverhalt auszugehen:

- 3 -

2.2. Die Gesuchstellerin als Unternehmerin schloss nach Erstellen eines Kosten-

vorschlags und mündlicher Beauftragung mit der E._____ AG als Bestellerin am 

6. September 2023 einen schriftlichen Werkvertrag betreffend Elektroinstallationen 

im Rahmen des Ausbaus einer Augenklinik (act. 1-2; act. 4/3). Eigentümerin des 

betreffenden Grundstücks ist die Gesuchsgegnerin (act. 1; act. 4/2).

2.3. Die Gesuchstellerin führte ihre Arbeiten gemäss der Vereinbarung sowie zu-

sätzliche, von der Bestellerin geforderte Arbeiten aus. Die letzten Arbeiten erfolgten 

am 8. Dezember 2023 (act. 1-2).

2.4. Der schriftliche Werkvertrag sieht eine Auftragssumme von CHF 86'646.– 

vor (act. 4/3). Unter Einschluss zusätzlicher, von der Bestellerin geforderter Arbei-

ten beträgt die Werklohnforderung der Gesuchstellerin CHF 114'847.15 (act. 1). 

Von den gestellten Teilrechnungen sind solche im Gesamtbetrag von 

CHF 69'847.15 noch offen (act. 1-2; act. 4/5-8).

2.5. Die Gesuchsgegnerin hat im vorliegenden Verfahren keine Einreden oder 

Einwendungen erhoben.

3. Rechtliche Grundlagen

3.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung ei-

nes gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder Un-

ternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Material 

und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen die jeweilige Eigentümerschaft des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in ihrem Auftrag erbracht worden 

sind. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Voll-

endung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn die Eigen-

tümerschaft für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet 

(Art. 839 Abs. 2 und 3 ZGB). Reine Materiallieferungen sind dann pfandberechtigt, 

wenn es sich um Baustoffe handelt, welche aufgrund einer individuellen Bestellung 

- 4 -

für das konkrete Bauwerk hergestellt worden sind (SCHUMACHER/REY, Das Bau-

handwerkerpfandrecht, 4. Aufl. 2022, Rz. 233 ff.).

3.2. Geht es lediglich um die vorläufige Eintragung des Pfandrechts, so muss die 

Gesuchstellerin ihr Begehren nur glaubhaft machen. An die Glaubhaftmachung 

sind nach konstanter Lehre und Praxis keine strengen Anforderungen zu stellen: 

Die vorläufige Eintragung eines gesetzlichen Pfandrechts darf nur dann verweigert 

werden, wenn der Bestand des Pfandrechts ausgeschlossen oder höchst unwahr-

scheinlich ist. Im Zweifelsfall ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die Ent-

scheidung über Bestand und Umfang des Pfandrechts dem ordentlichen Gericht 

vorzubehalten. Dies gilt insbesondere bei unklarer oder unsicherer Rechtslage 

(BGE 86 I 270; BGE 102 Ia 86; BGE 112 Ib 484; ZOBL, das Bauhandwerkerpfand-

recht de lege lata und de lege ferenda, ZSR 101 [1982] II Halbband, S. 158; ZR 79 

Nr. 80 E. 1; SCHUMACHER/REY, a.a.O., N 1530 ff.).

4. Würdigung

4.1. Glaubhaft und durch den eingereichten Werkvertrag belegt ist, dass die Ge-

suchstellerin mit der E._____ AG einen Werkvertrag abschloss, der sie zu Arbeiten 

auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin verpflichtete (act. 1-2; act. 4/3).

4.2. Weiter ist glaubhaft und unbestritten, dass die von der Gesuchstellerin er-

brachten Leistungen pfandberechtigt sind. Es handelt sich um Elektroinstallationen 

im Rahmen des Ausbaus einer Augenklinik (act. 1-2; act. 4/3; act. 4/7).

4.3. Sodann ist glaubhaft und unbestritten, dass und in welchem Umfang die Ar-

beiten ausgeführt wurden. Die entsprechenden Leistungen ergeben sich aus der 

Schlussrechnung sowie den Arbeitsrapporten (act. 1; act. 4/4; act. 4/7).

4.4. Gestützt auf die glaubhaften Ausführungen der Gesuchstellerin und die der 

Berechnung zugrundeliegenden Rechnungen resultiert – unter Berücksichtigung 

der geleisteten Akontozahlungen – eine offene (pfandberechtigte) Forderung der 

Gesuchstellerin von CHF 69'847.15 (act. 1-2; act. 4/5-8).

- 5 -

4.5. Glaubhaft und durch die eingereichten Arbeitsrapporte belegt ist schliess-

lich, dass die letzten, fristauslösenden Arbeiten am 8. Dezember 2023 erfolgten 

(act. 1-2: "Im OP-Raum Boden- und Potausgleich Erdungen gemacht"; act. 4/4 

S. 1). Entsprechend wurde die viermonatige Frist mit der superprovisorischen Ein-

tragung des Pfandrechts am 3. April 2024 (act. 6; act. 8) gewahrt.

4.6. Die Gesuchstellerin beantragt für den nicht bezahlten Teil der Aktontorech-

nung vom 27. Oktober 2023 (d.h. für CHF 25'000.–) eine Verzinsung zu 5% ab dem 

28. November 2023 und für den mit Schlussrechnung vom 22. Dezember 2023 fak-

turierten Betrag (d.h. für CHF 44'847.15) eine Verzinsung zu 5% ab dem 23. Januar 

2024. Die Höhe des Zinssatzes leitet die Gesuchstellerin zu Recht aus Art. 104 

Abs. 1 OR ab. Beide Rechnungen sehen als Zahlungskondition zehn Tage netto 

vor (act. 4/6-7). Für die vorläufige Eintragung ist einstweilen davon auszugehen, 

dass es sich dabei um Verfalltage handelt (vgl. Art. 102 Abs. 2 OR), ab welchen 

Verzugszinsen geschuldet sind (Art. 104 OR). Entsprechend sind die Verzugszin-

sen von 5% pro Jahr vorläufig wie von der Gesuchstellerin beantragt einzutragen.

5. Fristansetzung zur Prosequierung

Sodann ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung 

des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist 

ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 III 554 

E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonderten 

und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in einem kosten-

pflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Fristerstre-

ckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung der Ge-

genpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare Hinde-

rungsgründe anerkannt.

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen

6.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Ober-

gerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

- 6 -

Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 

lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 69'847.15 auszugehen, wobei 

die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG 

auf CHF 3'200.– festzusetzen ist.

6.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-

schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstel-

lerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren ledig-

lich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzelgerichts 

des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Verfahren be-

treffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstellerin zu be-

ziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vor-

behalten bleibt.

6.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den 

Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Par-

teientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen (BGE 139 III 334 

E. 4.3).

Das Einzelgericht erkennt:

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufi-

ger Eintragung gemäss Verfügung vom 3. April 2024 bis zur rechtskräftigen 

Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses

auf Liegenschaft Kat. Nr. 3, Plan 4, GBBl. 5,

D._____-strasse 1, … Zürich C._____,

für eine Pfandsumme von CHF 69'847.15 nebst Zins zu 5 %

a) seit 28. November 2023 für CHF 25'000.–; und

b) seit 23. Januar 2024 für CHF 44'847.15.

- 7 -

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 24. Juni 2024 angesetzt, um eine 

Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin 

anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen.

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'200.–.

Die weiteren Kosten betragen: CHF 55.– (Rechnung Nr. 181324.01 des 

Grundbuchamtes C._____ vom 8. April 2024 [act. 9]).

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezo-

gen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt.

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____, 

an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von act. 10.

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 69'847.15.

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG). 

- 8 -

Zürich, 24. April 2024

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH
Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

Dr. Severin Harisberger