# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0465507f-1fbb-5944-8012-3586e14b09c5
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-16
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2022
**Docket/Reference:** ST.2025.57
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-st.2025.57.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 ST.2025.57 

Entscheid 

16. September 2025 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsidentin Christina Hefti, Steuerrichter Michael Ochsner, Steuerrichter 
Marius Obertüfer und Gerichtsschreiber Sven Tschalèr 

1.  A ,    
2.  B ,    

Nr. 1 vertreten durch C AG,  

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrenten,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt, Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2022 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  In  ihrer  Steuererklärung  2022  deklarierten  A,  von  Beruf  selbstständiger 

Rechtsanwalt bei D (Unkostengemeinschaft), … 32 E/Kanton Zürich, und B (der bzw. 

die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen)  Einkünfte  von  Fr.  335'008.-,  wovon  Fr. 

334'815.- aus der selbstständigen Haupterwerbstätigkeit des Pflichtigen, entsprechend 

einem im Kanton Zürich steuerbaren Einkommen von Fr. 34'148.- (satzbestimmend Fr. 

278'496.-). Die Einkünfte aus selbstständigem Erwerb des Pflichtigen wurden nament-

lich im Umfang von Fr. 267'852.- nach F/Kanton H ausgeschieden. Bereits in der Vor-

periode hatte  der  Pflichtige geltend  gemacht,  seit  Dezember  2021  eine Betriebsstätte 

an  der ...strasse 35  in  F  zu haben,  was  vom  kantonalen  Steueramt  anerkannt  wurde, 

indem es eine interkantonale Steuerausscheidung aufgrund des verbuchten Umsatzes 

vornahm.  

Mit  Beweisauflage  vom  17.  Juli  2024  ersuchte  das  kantonale  Steueramt  die 

Pflichtigen  unter  anderem  um  Belege  und  Angaben  zum  Standort  in  F.  Die  Auflage 

wurde mit E-Mail vom 6. September 2024 beantwortet.  

Mit Entscheid vom 24. September 2024 schätzte das kantonale Steueramt die 

Pflichtigen  mit  einem  steuerbaren/satzbestimmenden  Einkommen  von  Fr. 300'500.- 

und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.- ein. Dabei ging es davon aus, dass keine 

ausserkantonale Betriebsstätte existiere.  

B.  Hiergegen  erhoben  die  Pflichtigen  am  25.  Oktober  2024  Einsprache  und 

reichten weitere Belege ein. Die Einsprache wurde am 26. Februar 2025 abgewiesen.  

C. Mit Rekurs vom 28. März 2025 ersuchten die Pflichtigen um Anerkennung 

der Betriebsstätte und Durchführung einer Steuerausscheidung ʺnach den Regeln des 

interkantonalen Steuerrechtsʺ. Sinngemäss ist der Eingabe der Antrag zu entnehmen, 

dass das Einkommen des Pflichtigen aus selbstständigem Erwerb deklarationsgemäss 

zu 80% nach F auszuscheiden sei.  

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Das kantonale Steueramt schloss am 7. Mai 2025 auf Abweisung des Rekur-

ses. Die Pflichtigen hielten mit Stellungnahme vom 26. Mai 2025 an ihren Standpunk-

ten fest.  

Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird,  sofern rechtserheblich,  in  den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Streitig  ist  vorliegend,  ob  der  Pflichtige  seine  Tätigkeit  als  selbstständiger 

Rechtsanwalt teilweise in einer Betriebsstätte in F ausübt und – wenn ja – in welchem 

Umfang.  

2.  a)  Unbestritten  haben  die  Pflichtigen  ihren  Wohnsitz  in  G,  weswegen  sie 

qua  persönlicher  Zugehörigkeit  zum  Kanton  Zürich  in  diesem  steuerpflichtig  sind  (§ 3 

Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Bei persönlicher Zugehörigkeit ist 

die  Steuerpflicht  unbeschränkt;  sie  erstreckt  sich  aber  nicht  auf  Geschäftsbetriebe, 

Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des Kantons (§ 5 Abs. 1 StG). Die in die-

sem  Rahmen  vorzunehmende  Steuerausscheidung  erfolgt  im  Verhältnis  zu  anderen 

Kantonen nach den Grundsätzen des Bundesrechts über das Verbot der interkantona-

len Doppelbesteuerung (§ 5 Abs. 3 StG). 

b) Voraussetzung für die Bejahung einer Betriebsstätte bilden nach bundesge-

richtlicher  Rechtsprechung  folgende  Elemente  (BGE  134  I  303  E.  2.2):  Ständige  kör-

perliche  Anlagen  und  Einrichtungen,  die  Teil  des  ausserkantonalen  Unternehmens 

bilden und in welchen dieses eine qualitativ und quantitativ erhebliche Tätigkeit entfal-

tet.  Eine  Betriebsstätte  im  Kanton  H  ist  demnach  dann  vorhanden,  wenn  sich  dort 

ständige Anlagen oder Einrichtungen (Warenlager, Büros, Werkstätten, Verkaufsläden, 

Automaten usw.) befinden, in derer sich ein qualitativ und quantitativ wesentlicher Teil 

des Betriebs vollzieht (vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zür-

cher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 4 N 13 StG). 

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c)  Die  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  zum  Hauptsteuerdomizil  kann 

nach  der  Praxis  des  höchsten  Gerichts  auch  dann  herangezogen  werden,  wenn  ein 

Nebensteuerdomizil, d.h. ein sekundäres Steuerdomizil oder ein Spezialsteuerdomizil, 

umstritten  ist.  Nach  dieser  Praxis  obliegt  es  grundsätzlich  der  Behörde,  das  Neben-

steuerdomizil als steuerbegründende Tatsache darzutun. Dem Pflichtigen kann freilich 

der  Gegenbeweis  für  die  behauptete  subjektive  Steuerpflicht  an  einem  neuen  Ort 

auferlegt  werden,  wenn  die  von  der  Behörde  angenommene  bisherige  subjektive 

Steuerpflicht  als  sehr  wahrscheinlich  gilt  (BGr,  1.  März  2012,  2C_785/2011,  E. 2.3; 

BGr,  25. Mai  2011,  2C_726/2010,  E.  2.3  und  3.1;  BGr,  4.  März  2009,  2C_667/2008, 

E. 3.1 f.; VGr, 4. Juni 2025, SB.2025.00037, E. 3.1).  

d)  Das  kantonale  Steueramt  ist  zu  Unrecht  davon  ausgegangen,  die  Pflichti-

gen  müssten  den  Nachweis  des  Bestehens  einer  Betriebsstätte  in  F  bzw.  der  Aus-

scheidung als steuermindernde Tatsache erbringen. Diese Auffassung wäre dann rich-

tig, wenn erstmals eine nur teilweise Steuerpflicht im Kanton Zürich aufgrund eines neu 

eröffneten  Spezialsteuerdomizils  in einem  anderen  Kanton  behauptet  würde (so  auch 

BGr, 25. Mai 2011, 2C_726/2010, E. 3.1). Vorliegend nahm indessen die Vorinstanz im 

Vorjahr  eine  Ausscheidung  von  40%  des  im  Dezember  2021  generierten  Umsatzes 

aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  nach  F  vor  und  anerkannte,  dass  der  Pflichtige 

seit … Dezember 2021 dort über eine Betriebsstätte verfügt. Will das kantonale Steu-

eramt diese Ausscheidung nun in Frage stellen, ist es hierfür beweisbelastet bzw. hat 

es  die  zugunsten  des  Spezialdomizils  der  Betriebsstätte  und  der  Ausscheidung  von 

40% des Einkommens bestehende Vermutung umzustossen. Aus der Rechtsprechung 

des Bundesgerichts ergibt sich auch, dass die Pflichtigen für einen 40% des Umsatzes 

übersteigenden  Ausscheidungsanteil  beweispflichtig  sind,  denn  die  natürliche  Vermu-

tung greift nur für das Bestehen einer Betriebsstätte im Umfang des Vorjahres.  

3.  a)  Das kantonale Steueramt  hielt  im  Einspracheentscheid fest, mit  Schrei-

ben vom 17. Juli 2024 seien die Pflichtigen aufgefordert worden, die Buchhaltungskon-

toauszüge der verbuchten Honorare aller Standorte aufzuzeigen und die Aufschlüsse-

lung  der  Honorare  substanziiert  nachzuweisen  (auch  zum  Folgenden).  Ebenfalls 

sollten  die  Pflichtigen  substanziiert  darlegen,  inwiefern  in  F  eine  Betriebsstätte  unter-

halten worden sei. Ebenso sei der Nachweis einverlangt worden, welche Tätigkeiten in 

F  ausgeübt  worden  seien.  Dazu  hätten  die  Pflichtigen  ausgeführt,  die  Honorarauftei-

lung sei nach Arbeitszeit erfolgt, wobei die Arbeiten zu 80% in F, zu 10% in E und zu 

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10%  in G (Homeoffice) vorgenommen  worden  seien.  Der  eingeforderte substanziierte 

Nachweis zur Aufschlüsselung sei damit nicht erbracht worden.  

Betreffend  die  von  den  Pflichtigen  verfochtene  Betriebsstätte  in  F  stellt  die 

Vorinstanz  im  Übrigen  nicht  in  Abrede,  dass  dem  Pflichtigen  dort  ein  Büro  zur  Verfü-

gung  steht.  Indessen  erachtet  es  eine  Präsenz  vor  Ort  als  (überhaupt)  nicht  nachge-

wiesen.  Die  gemieteten  Räumlichkeiten  in  F  seien  kaum  für  Repräsentationszwecke 

nutzbar.  Es  handle  sich  hierbei  um  ein  kleines  Büro  ohne  Sitzungszimmer.  Deshalb 

liege  es  nahe,  dass  Klientengespräche,  allgemeine  Besprechungen  und  die  Kunden-

akquisition in E stattgefunden hätten. Es seien zahlreiche Dokumente eingereicht wor-

den,  um  die  physische  Präsenz  in  F  zu  dokumentieren.  Jedoch  sei  die  tatsächliche 

Anwesenheit  in  F  und  I  an  lediglich  32 Tagen  im  Jahr  2022  nachgewiesen  worden, 

wobei der geschäftliche Zusammenhang nicht geklärt sei. Bei einer tatsächlich hohen 

geschäftlichen  Präsenz  in  F  sollte  es  ohne  weiteres  möglich  sein,  Klientenbesuche 

oder Besprechungen anhand von Korrespondenz nachzuweisen.  

b) Zum Hintergrund der Betriebsstätteneröffnung führen die Pflichtigen aus, im 

…  2020  seien  sie  von  J  nach  G  gezogen  (auch zum  Folgenden).  Der  Pflichtige habe 

aufgrund  dessen  nach  einem  neuen  Arbeitsplatz  gesucht,  der  schneller  zu  erreichen 

sei als der Arbeitsplatz E, und sei in F fündig geworden. Der Arbeitswegunterschied sei 

bei  10 km  (G  –  F)  im  Vergleich  zu  25  km  (G  –  E)  sowie  dem  Stadtverkehr  mehr  als 

erheblich.  Im  Jahr  2021  sei  eine  Ausscheidung  von  40%  der  Erträge  aus  der  An-

waltstätigkeit des Monats Dezember nach F deklariert und vom kantonalen Steueramt 

nach erhobener Einsprache zu 100% akzeptiert worden.  

Zu den Büroräumlichkeiten in F führt der Pflichtige aus, er habe bei der K AG, 

bei  der  er  auch  ein  Verwaltungsratsmandat  führe,  ein  Büro  gemietet  (auch  zum  Fol-

genden).  Als  Nachweis  dafür  verweist  er  auf  die  monatlichen  Mietzinszahlungen  und 

auf  die  eingereichten  Fotos.  Im  Weiteren  verfüge  er  über  einen  Aussenparkplatz.  Er 

habe  einen  eigenen  elektronischen  Schlüssel,  wobei  dieser  aufgrund  der  sehr  frühen 

und langen Öffnungszeiten des Gebäudes selten benutzt werden müsse. 

4.  a)  Aktenkundig  ist  ein  Untermietvertrag  zwischen  D  und  der  K  AG  für  ein 

Büro  à  20  m²  an  der  …strasse 35  in  F  mit  Mietbeginn  per  …  Dezember  2021  für 

Fr. 435.-  monatlich  (inkl.  Nebenkosten).  Die  Zahlung  der  Miete  für  2022  wurde  vom 

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Pflichtigen  im  Konto  …  verbucht.  Der  Einwand  der  Vorinstanz,  das  Büro  sei  nicht  zu 

Repräsentationszwecken nutzbar, überzeugt nicht: Weder erscheint das Büro zu klein 

für  die  Ausübung  des  Rechtsanwaltsberufs,  noch  ist  das  Vorhandensein  eines  Sit-

zungszimmers zwingend nötig. Die Arbeit eines Rechtsanwalts besteht primär aus dem 

Verfassen  von  Rechtsschriften  und  sonstigen  Eingaben.  Mandanten  werden  für  ge-

wöhnlich  im  eigenen  Büro  empfangen;  zu  diesem  Zweck  bieten  20m²  zweifelsohne 

hinreichend Platz. Ein Sitzungszimmer ist vor allem im Hinblick auf Verhandlungen mit 

mehreren  Teilnehmern/Gegenparteien  zweckdienlich.  Dem  Pflichtigen  steht  indessen 

für aussergerichtliche Vergleichsgespräche das Sitzungszimmer am E Geschäftsort zur 

Verfügung. Aus den Einwänden des kantonalen Steueramts lässt sich damit nicht fol-

gern,  dass  die  Räumlichkeiten  in  F  ungeeignet  zur  Führung  einer  Betriebsstätte  im 

steuerlichen Sinn sind. Ob die Räumlichkeiten im Kanton H als solches auch die dies-

bezüglichen  geltenden  gesetzlichen  und  standesrechtlichen  Bestimmungen  erfüllen 

(insbesondere Art. 13 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und 

Anwälte vom 23. Juni 2000; vgl. auch BGE 145 II 229 = Pra 2020 Nr. 21), braucht da-

bei vorliegend nicht geklärt zu werden. 

b)  Zu  seinen  Anwesenheiten  pro  2022  führt  der  Pflichtige  aus,  er  sei  durch-

schnittlich  maximal  einmal  in  der  Woche  im  eigenen  Büro  in  E  gewesen  (auch  zum 

Folgenden). Als Beleg für diese Aussage reichte er eine Auflistung der Ein- und Aus-

fahrten  zu  seinem  Geschäftsparkplatz  im  Parkhaus  L  ein.  An  den  übrigen  Tagen und 

Halbtagen habe er jeweils in F gearbeitet. Dazu legten die Pflichtigen zahlreiche Bele-

ge ins Recht, auf welche im Einzelnen einzugehen ist. 

aa)  aaa)  Aktenkundig  ist  eine  Auflistung von  29 Transaktionen  in  F,  die über 

das Privatkonto des Pflichtigen bei der M-Bank erfolgten. Bei diesen Transaktionen ist 

teilweise  ein  beruflicher  Zusammenhang  klar  zu  verneinen  (so  vor  allem  für  den  N); 

zum Teil lässt sich hingegen nicht ausschliessen, dass ein Zusammenhang zur Anwe-

senheit des Pflichtigen in F zu Arbeitszwecken besteht. Im Übrigen ist den Kontoaus-

zügen weder eine Anzahl von Transaktionen in E und/oder in der Gemeinde G zu ge-

wöhnlichen  Arbeitszeiten  zu  verzeichnen,  die  auf  eine  Ausübung  des  ganzen 

Arbeitspensums im Kanton Zürich schliessen liessen, noch genügend Transaktionen in 

F, um eine Anwesenheit im verfochtenen Umfang zu belegen.  

Einzelne  weitere  Anwesenheiten  des  Pflichtigen  in  F  und Umgebung  wurden 

durch Kopien seines Postbüchleins (15 Poststempel für I, 12 für F) und sechs Postquit-

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tungen  belegt.  Soweit  der  Pflichtige  hingegen  Anwesenheiten  in  F  durch  seinen  

E-Mailverlauf belegen will (mit der Erklärung, er habe die Post dem Substituten gemailt 

und durch diesen in E i.V. unterzeichnen und auf die Post bringen lassen), ist dem ent-

gegenzuhalten, dass die aktenkundigen E-Mails genauso gut im Homeoffice in G oder 

im Büro in E entstanden sein könnten.  

Ebenfalls  ins  Recht  gelegt  wurden  O-Abrechnungen,  aus  welchen  ersichtlich 

ist, dass der Pflichtige 2022 mit einer gewissen Regelmässigkeit in F tankte (einmal im 

Januar,  zweimal  im  April,  viermal  im  Mai,  dreimal  im  Juni,  einmal  im  Juli,  einmal  im 

August, zweimal im September und zweimal im Oktober).  

Wegen  ungenügend  substanziierter  Angaben  beweisuntauglich  sind  die  ein-

gereichten  Bestätigungen  vom  ...  Oktober  2024  von  P  und  Q.  Ersterer  attestiert  dem 

Pflichtigen, er sei seit Eröffnung der Niederlassung in F kaum noch in der Kanzlei in E 

anzutreffen, wobei er (P) die Anwesenheit des Pflichtigen in E seit Dezember 2021 auf 

durchschnittlich einen halben Tag pro Woche schätze. Nicht beantwortet wird dabei die 

Frage, inwiefern der Pflichtige und P überhaupt dieselben Arbeitszeiten haben und ob 

P  selbst  überhaupt  ausschliesslich  vom  Büro  in  E  aus  arbeitet  (und  nicht  etwa  z.B. 

teilweise  im  Homeoffice  ist).  Auch  werden  keine  Angaben  dazu  gemacht,  worauf  P 

seine  Erinnerungen  betreffend  die  Arbeitstage  des  Pflichtigen  2022  stützt  bzw.  ob  er 

überhaupt nahezu zwei Jahre später genaue Angaben dazu machen kann. Dieselben 

Einwände gelten selbstredend für die Bestätigung von Q, den Pflichtigen seit Dezem-

ber 2021 nahezu täglich im Büro in F angetroffen zu haben.  

bbb)  Zusammenfassend  ist  eine  Arbeitspräsenz  des  Pflichtigen  in  F  hinrei-

chend nachgewiesen, quantitativ lassen sich indessen dazu keine Aussagen machen.  

bb) Die Auswertung der Karte für das Parkhaus L für die Zeit 1.1 - 14.10.2022, 

in dem der Pflichtige seinen Geschäftsparkplatz für den Arbeitsort in  E hat, ergibt fol-

gende Anwesenheiten (jeweils von Einfahrt bis Ausfahrt): 3.1 7.46 Stunden, 14.1 1.85 

Stunden,  17.1  5.97  Stunden,  20.1  8.16  Stunden,  25.1  16.2  Stunden,  31.1  7.48  Stun-

den, 2.2 5.13 Stunden, 9.2 5.10 Stunden, 14.02 6.81 Stunden, 19.2 2.66 Stunden, 25.2 

9.2  Stunden,  1.3  6.55  Stunden,  4.3  9.58  Stunden,  9.3  5.81  Stunden,  10.3 6.02  Stun-

den,  15.3 5.75 Stunden,  16.3 9.55  Stunden,  21.3 10.23  Stunden,  22.3  5.61  Stunden, 

29.3  9.78  Stunden,  31.3  7.05  Stunden,  4.4  6.86  Stunden,  11.4  10.26  Stunden,  22.4 

5.25  Stunden,  28.4  10.48  Stunden,  2.5  10.6  Stunden,  10.5  8.22  Stunden,  18.5  8.6 

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Stunden, 19.5 1.82 Stunden, 1.6 2.92 Stunden, 16.6 7.7 Stunden, 27.6 7.75 Stunden, 

4.7 8.75 Stunden, 19.7 6.13 Stunden, 21.07 5.92 Stunden, 28.7 9.9 Stunden, 9.8 8.22 

Stunden,  19.8  9.95  Stunden,  24.8 und 30.8 jeweils  nur  Einfahrt  verzeichnet,  1.9 0.72 

Stunden, 8.9 6.72 Stunden, 12.09 4.82 Stunden, 16.9 4.6 Stunden, 22.9 7.23 Stunden, 

27.9 4.98 Stunden, 29.9 1.93 Stunden, 7.10 2.5 Stunden, 14.10 3.53 Stunden.  

Die Auswertung ist mit Vorbehalt zu nehmen. Anhand der Vorkommnisse am 

24.  und  30.  August  (nur  Einfahrt  verzeichnet)  zeigt  sich,  dass  es  Situationen  gibt,  in 

welchen die eigene Parkkarte nicht eingesetzt werden muss, sodass die erfassten Zei-

ten  nur  einen  Teil  der  Anwesenheiten  widerspiegeln.  Unter  Berücksichtigung  dieses 

Umstands ist festzuhalten, dass von einer Arbeitspräsenz des Pflichtigen in E von min-

destens 20% auszugehen ist. Über das Arbeitspensum des Pflichtigen im Homeoffice 

lassen die Akten keinen Rückschluss zu; immerhin ist aber diesbezüglich ein Mietauf-

wand  von  Fr. 6'000.-  (und  damit  mehr  als  für  das  Büro  in  F)  in  der  Erfolgsrechnung 

belastet worden. 

c) Nach dem Gesagten ist es dem kantonalen Steueramt nicht gelungen, die 

Aufgabe der Betriebsstätte in F nachzuweisen. Im Gegenteil erscheint eine Arbeitsprä-

senz  des  Pflichtigen  in  F  aufgrund  der  eingereichten  Belege  als  sehr  wahrscheinlich. 

Damit bleibt es erstmals bei der Vermutung des Weiterbestehens der Betriebsstätte in 

F  im  gleichen  Umfang  wie  im  Dezember  2021.  Eine  darüberhinausgehende  Präsenz 

des Pflichtigen in F wurde nicht nachgewiesen, sodass die Einkünfte aus selbstständi-

gem  Erwerb  im  Ergebnis  zu 40%  nach  F  auszuscheiden sind,  weswegen  der  Rekurs 

teilweise gutzuheissen ist.  

Unter  diesen  Umständen  muss  auf  den  durch  den  Pflichtigen  rekursweise 

angerufenen Vertrauensschutz nicht weiter eingegangen werden, da dieser keine Aus-

scheidung in einem höheren Umfang begründen könnte.  

5.  Damit  ist  das  Einkommen  samt  den  nicht  angefochtenen  Korrekturen  ge-

mäss  Einschätzungsentscheid  vom  24.  September  2024  folgendermassen  zwischen 

den Kantonen Zürich und H auszuscheiden:  

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Total Satz 

Kanton Zürich 

Kanton H 

EINKOMMEN 

Nettovermögensertrag 

-8 

-8 

0 

Selbst. Erwerbstätig-

340'774 

204'464 

136'310 

keit Pflichtiger 

Selbst. Erwerb Pflich-

-7'809 

-7'809 

tige 

Unselbst. Erwerb 

Beiträge Säule 3a 

Einkommensanteile 

Quote 

8'000 

-13'640 

327'317 

Versicherungsprämien 

-7'800 

und Zinsen 

8'000 

-8'184 

196'463 

60.02% 

-4'682 

-5'456 

130'854 

39.97% 

-3'118 

Abzug für fremdbe-

-988 

-593 

-395 

treute Kinder 

Sozialabzüge 

Steuerbares Einkom-

men 

Steuerbares Ein-

kommen gerundet 

-18'000 

300'529 

-10'804 

180'384 

-7'195 

120'146 

300'500 

180'300 

6. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Rekursverfahrens den 

Parteien  anteilsmässig  aufzuerlegen  (§ 151  Abs. 1  StG).  Eine  Parteientschädigung 

wurde  nicht  beantragt  (§ 152 StG  i.V.m.  § 17  Abs. 2  des  Verwaltungsrechtspflegege-

setzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats- 

und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2022,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen 

von  Fr. 180'300.-  (satzbestimmend  Fr.  300'500.-)  und  einem  steuerbaren  Vermö-

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gen von Fr. 0.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Ver-

heiratetentarif). 

[…] 

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