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**Case Identifier:** c12d8a63-95dc-5ab4-b119-e2194430a4ee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.09.2021 720 21 50/250
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-50-250_2021-09-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. September 2021 (720 21 50 / 250) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Verwaltungsexternes psychiatrisches Gutachten erweist sich als voll beweiskräftig, wes-

halb die IV-Stelle zu Recht darauf abstellte 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Martin Boltshauser, 
Rechtsanwalt, c/o Procap Schweiz, Froburgstrasse 4, Postfach, 
4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1993, absolvierte von 2012 bis 2015 eine Ausbildung zur Bewegungs-
pädagogin. Zuletzt arbeitete sie als Kioskverkäuferin. Mit Gesuch vom 20. Juni 2018 meldete sie 
sich unter Hinweis auf psychische Beschwerden und eine seit April 2018 attestierte 100 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an 
(IV-act. 26). In der Folge klärte die IV-Stelle die erwerblichen Verhältnisse ab und führte berufliche 

 

 
 
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Abklärungen durch, unter anderem ein Belastbarkeits- und Aufbautraining (vgl. Abschlussbericht 
der Eingliederungsmassnahme vom 12. November 2019 sowie Schlussbericht Aufbautraining, 
IV-act. 80 und 82). Zur Abklärung der medizinischen Verhältnisse wurde bei Dr. med. B.____, 
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine psychiatrische Begutachtung der Versicher-
ten in Auftrag gegeben (Gutachten vom 30. März 2020, IV-act. 101). Gestützt auf dieses Gutach-
ten wurde A.____ mit Vorbescheid vom 10. August 2020 vom 1. April 2019 bis 31. Mai 2020 eine 
ganze Rente zugesprochen (IV-act. 104). Nachdem die Versicherte dagegen Einwände erhoben 
hatte, bestätigte die IV-Stelle den Vorbescheid mit Verfügung vom 7. Januar 2021 (IV-act. 130). 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Boltshau-
ser, Procap Schweiz, am 8. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte unter o/e-Kostenfolge, es 
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr eine unbefristete ganze Invalidenrente 
zuzusprechen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 24. März 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 7. April 2021 überwies der instruierende Präsident der Abteilung So-
zialversicherungsrecht die Angelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung. 
 
Auf die Argumente in den Rechtsschriften sowie den Inhalt der Akten wird – soweit erforderlich – 
in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Kantonsgericht form- und fristgerecht ein-
gereichte Beschwerde vom 8. Februar 2021 ist einzutreten. 
 
2. In der angefochtenen Verfügung vom 7. Januar 2021 sprach die Beschwerdegegnerin 
der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. April 2019 bis 31. Mai 2020 eine ganze Rente 
zu. Strittig und zu prüfen ist, ob die Befristung des Rentenanspruchs korrekt ist. Massgebend für 
diese Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfü-
gung. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über-
prüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 

 

 
 
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3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). 
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 
7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von 
Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die 
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 V 
215 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank-
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem 
Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Di-
agnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt 
sein. Entscheidend ist dabei, ob es der leistungsbeanspruchenden, materiell beweisbelasteten 
versicherten Person gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich 
relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 143 V 409 E. 
4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare 
Selbsteinschätzungen und -limitierungen sind nicht als invalidisierende Gesundheitsbeeinträchti-
gungen anzuerkennen (BGE 141 V 281 E. 3.7.1). Der Rechtsanwender bzw. die Rechtsanwen-
derin prüft die medizinischen Angaben frei darauf hin, ob die Ärzte sich insbesondere an die 
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob respektive in welchem 
Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfä-
higkeit schliessen lassen (BGE 145 V 361 E. 3.2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. 
Februar 2020, 8C_423/2019, E. 3.2.2). 
 
3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Für die Be-
messung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a 
Abs. 1 IVG).  
 
3.5 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduk-
tion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits 

 

 
 
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deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt – entgegen der von der Beschwerdegegne-
rin in der Vernehmlassung vertretenen Auffassung – voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 
1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des 
analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 
17. Januar 1961 festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 
8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des 
Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Re-
visionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Ren-
tenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungs-
weise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E. 3.5). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf 
Unterlagen angewiesen, die ärztliche Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder 
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f.). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das kantonale Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.  
 
4.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1). Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstel-
lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsver-
fahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.4 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem kantonalen So-
zialversicherungsgericht sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. 
c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 
Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimm-
ten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Beurteilung der Gesundheit und der Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 30. März 2020 und die 
Stellungnahmen von Dr. med. C.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH und Fach-
arzt Allg. Innere Medizin FMH, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), vom 30. Juli 2020 
(IV-act. 103) und vom 16. November 2020 (IV-act. 120). 
 
5.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen eines Revisionsgrunds im Sinne von 
Art. 17 Abs. 1 ATSG und stellt sich auf den Standpunkt, dass die gutachterliche Einschätzung 
von Dr. B.____, wonach es ab Begutachtungszeitpunkt zu einer Verbesserung der Arbeitsfähig-
keit gekommen sei, nicht nachvollziehbar und aus heutiger Sicht falsch sei. Zur Begründung ver-
weist sie auf die anderslautende medizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die behan-
delnden Ärztinnen der Klinik D.____, Dres. med. E.____ und F.____, vom 20. Oktober 2020, und 
die diversen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. E.____. Die Arbeitsfähigkeit habe sich nur 
leicht gebessert, von ursprünglich 0 % auf 30 %. Sie habe somit weiterhin Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente.  
 
5.3.1 Dr. B.____ diagnostiziert mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte 
Angststörung (ICD-10: F41.1), DD soziale Phobien (ICD-10: F40.1), und eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0). Als Diagnosen ohne direkte Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit hält er eine Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsicher-ver-
meidenden, dependenten und unreifen Anteilen (ICD-10: Z73.1), psychische und Verhaltensstö-
rungen durch Hypnotika: Low-Dose-Abhängigkeit (ICD-10: F13.2) und psychische und Verhal-
tensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F17.2) fest. In der zuletzt ausgeüb-
ten Tätigkeit als Verkäuferin attestiert er aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von ca. 
50 % (bezogen auf ein Pensum von 100 %). Diese Arbeitsfähigkeit gelte ab dem Zeitpunkt der 
Untersuchung. Für die Dauer einer allfälligen zukünftigen stationären psychiatrischen Behand-
lung sei eine volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. In den Monaten vor der Untersuchung habe 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 20 % bis 30 % vorgelegen. 

 

 
 
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Der genaue Verlauf der Arbeitsfähigkeit lasse sich retrospektiv aber nicht festlegen. In einer be-
ruflichen Tätigkeit mit nur wenigen Kundenkontakten, mit gut strukturierten und klar kommunizier-
ten Arbeitsaufträgen, in einem kleinen und stabilen Team sowie mit der Möglichkeit zu kürzeren 
selbstgewählten Pausen, bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit (be-
zogen auf ein Pensum von 100 %). 
 
5.3.2 Das Gutachten von Dr. B.____ genügt sowohl formal wie inhaltlich vollumfänglich den 
bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweistaugliches Gutachten nach Art. 44 ATSG (vgl. dazu 
Erwägung 4.3 hiervor). Dr. B.____ listet sämtliche Vorakten auf und legt nach persönlicher Un-
tersuchung und beruflicher, familiärer, gesundheitlicher und sozialer Anamnese die von ihm er-
hobenen Befunde dar. Die Herleitung der Diagnosen ist nachvollziehbar und die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit schlüssig. Zudem setzt er sich mit den Indikatoren (Konsistenz und Plausibilität 
sowie Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen) auseinander. Damit kommt dem Gutachten 
vom 30. März 2020 grundsätzlich volle Beweistauglichkeit zu und es ist darauf abzustellen, so-
lange nicht konkrete Indizien Zweifel an der Beweistauglichkeit hervorrufen. 
 
5.4.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass Dr. B.____ die Verbesse-
rung der Arbeitsfähigkeit nicht begründet habe. Daher liege kein Revisionsgrund vor und die 
ganze Rente müsse auch über den Begutachtungszeitpunkt hinaus weiterlaufen. 
 
5.4.2 Dr. B.____ begründet die Verbesserung des Gesundheitszustands unter anderem ge-
stützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin selbst. In Bezug auf ihre jetzigen Leiden führte 
sie gegenüber dem Gutachter aus, dass diese ihren Ursprung bzw. den Beginn im Oktober 2017 
hätten. Damals habe ihr Freund die dreijährige Beziehung beendet. Nach der Trennung sei es 
bergab gegangen und sie habe begonnen, Schlaf- und Beruhigungsmittel zu nehmen. Die Medi-
kamente habe sie von einem Bekannten gekauft. Neben dem Grübeln über die Trennung hätten 
sie zudem die schwierigen Umstände bei der Arbeit belastet. Mithilfe der Medikamente habe sie 
den Druck bei der Arbeit besser ertragen können. Hinzu seien die schon seit Jahren bestehenden 
familiären Probleme gekommen. Schliesslich sei im Herbst 2017 auch noch ihre Grossmutter 
verstorben. Nach dem Tod ihrer ersten Grossmutter im Jahr 2010 sei sie in psychiatrische Be-
handlung gekommen und habe damals erstmals Schlaftabletten genommen. Nach mehrmonati-
ger tagesklinischer Behandlung sei es Anfang 2019 zu einem Therapeutenwechsel gekommen. 
In dieser Zeit seien verstärkt Kreislaufprobleme, Atemnot, Übelkeit und Zittern aufgetreten. Die 
Therapeutin habe die Beschwerden als Panikattacken bezeichnet. Im September und Oktober 
2019 seien diese Angstzustände erneut aufgetreten, als sie bei der Stiftung Z.____ gearbeitet 
habe. Bis Dezember 2019 habe sie noch unter wiederkehrendem Zittern, Atemnot und Kreislauf-
problemen gelitten. Bis dahin sei sie häufig zweimal pro Woche bei ihrer Therapeutin zu einem 
Gespräch gewesen. Mittlerweilen hätten sich diese Beschwerden gebessert, möglicherweise sei 
dies ein Erfolg der neuen Medikamente. Im Januar 2020 sei sie für eine stationäre Behandlung 
in der Klinik D.____ angemeldet worden. Sie sei auf einer Warteliste und rechne mit einem Eintritt 
Anfang April 2020. Die Verbesserung der vergangenen Monate spiegle sich vor allem darin wie-
der, dass sie nun im Kontakt zu Menschen weniger ängstlich sei. Die familiäre Situation habe 

 

 
 
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sich auch entspannt (S. 8, 20 und S. 12). Insoweit Dr. B.____ eine Verbesserung des Gesund-
heitszustands feststellt, ist dies aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin nachvoll-
ziehbar und mit den Angaben in Einklang zu bringen. Ein Widerspruch ist nicht erkennbar.  
 
5.4.3 Die Beschwerdeführerin verweist sodann auf die Stellungnahme ihrer behandelnden 
Ärztinnen vom 20. Oktober 2020. Diese sehen lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 30 % vor. Dres. 
med. E.____ und F.____ halten fest, dass die Testpsychologie bei Klinikeintritt im April 2020 auf 
eine schwere depressive Symptomatik hingewiesen habe. Es sei dann im Verlauf zu einer gra-
duellen Verbesserung der Symptomatik der Patientin gekommen. Weiter geht aus dem Bericht 
hervor, dass die Beschwerdeführerin selber eine Arbeitsstelle als Haushaltshilfe in der Senioren-
betreuung gefunden habe. Auch dieser Umstand deutet auf eine Verbesserung der Symptomatik 
hin, wie sie von Dr. B.____ festgestellt wurde. In Bezug auf die in der Stellungnahme präsentier-
ten Resultate der Mini-ICF betreffend Seniorenbetreuung ergeben sich keine (neuen) Erkennt-
nisse, die von Dr. B.____ nicht bereits berücksichtigt worden wären. Dr. C.____ führt dazu in 
seiner Stellungnahme vom 16. November 2020 nachvollziehbar aus, dass die von der Klinik 
D.____ attestierte schwere Beeinträchtigung bei Flexibilität und Umstellungsfähigkeit und Kon-
taktfähigkeit zu Dritten sowie die mittelschwere Beeinträchtigung bei der Planung und Strukturie-
rung von Aufgaben, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit und 
Gruppenfähigkeit von Dr. B.____ sowohl bei der Diagnosestellung als auch bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin berücksichtigt worden seien. Die Defizite der Versicherten 
seien somit berücksichtigt worden, was auch aus dem Beschrieb des Profils der Verweistätigkeit 
hervorgehe. Dr. C.____ weist zudem darauf hin, dass die mittelschweren Einschränkungen bei 
Planung und Strukturierung von Aufgaben und bei Spontan-Aktivitäten nicht wirklich nachvoll-
ziehbar seien, wenn man sich das Funktionsniveau im Alltag als Konsistenzprüfung in Erinnerung 
rufe. Letztlich spricht auch die Arbeitsstelle in der Seniorenbetreuung gegen eine mittelschwere 
Einschränkung bei Planung und Strukturierung von Aufgaben. Zusammenfassend ist damit die 
hohe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärztinnen nicht restlos nach-
vollziehbar, weshalb die Einschätzung von Dres. E.____ und F.____ die Beurteilung von 
Dr. B.____ nicht in Zweifel ziehen kann. Damit ist auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 30. 
März 2020 abzustellen. 
 
5.5 Die Beschwerdeführerin macht sodann den Eintritt einer Verschlechterung nach der Be-
gutachtung durch Dr. B.____ geltend und beantragt die Ausrichtung der Rente bis Ende Juni 
2020. Sie sei kurz nach der Begutachtung wegen einer schweren depressiven Episode erneut für 
zwei Wochen vom 11. April bis 24. April 2020 stationär in die Klinik D.____ eingetreten. Die gut-
achterlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % habe während dieses Aufenthalts offensichtlich 
nicht vorgelegen. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit könne damit frühestens per Austritt aus 
der Klinik und nicht bereits per Ende März 2020 angenommen werden. Diesem Einwand kann 
ebenfalls nicht gefolgt werden. Eine wesentliche und dauerhafte Verschlechterung des Gesund-
heitszustands aufgrund des Klinikeintritts ist nicht ausgewiesen. Zunächst hatte Dr. B.____ 
Kenntnis vom geplanten Aufenthalt in der Klinik D.____, da der Klinikeintritt seit langem geplant 
war und (erst) im April 2020 stattfand, weil es eine Warteliste gab. Das Eintrittsdatum ist daher 
eher zufällig gewählt und deutet nicht auf eine akute Verschlechterung hin. Der Klinikaufenthalt 
dauerte zudem nur zwei Wochen. Für diese zwei Wochen ist unbestrittenermassen eine 100 %-

 

 
 
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ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Für eine dauerhafte Verschlechterung im Sinne von Art. 88a 
Abs. 2 IVV, die in der Regel mind. drei Monate dauern muss, reicht ein zweiwöchiger Aufenthalt 
jedoch nicht aus. Nach Austritt und damit ab 25. April 2020 ist somit wieder von einer 80 %-igen 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen, wie von Dr. B.____ attestiert.  
 
6.1 Damit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Gutachten von 
Dr. B.____ vom 30. März 2020 abstellte, da es eine zuverlässige Grundlage zur Beurteilung des 
Rentenanspruchs in der relevanten Zeitspanne liefert. Anlass für weitere medizinische Abklärun-
gen besteht nicht. Folglich ist davon auszugehen, dass per Gutachtenszeitpunkt im März 2020 
eine wesentliche dauerhafte Verbesserung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
(neu: 80 % in einer leidensangepassten Tätigkeit) eintrat. 
 
6.2 Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen durch das Kantonsgericht eine andere Einschätzung der Vergleichs-
einkommen vorzunehmen wäre und die konkrete Berechnung auch von der Beschwerdeführerin 
nicht beanstandet wurde, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem in der ange-
fochtenen Verfügung dargelegten Einkommensvergleich. Es ist mit der Beschwerdegegnerin da-
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nach Ablauf der dreimonatigen Frist gemäss Art. 
88a Abs. 1 IVV ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen könnte. Damit ist die 
angefochtene Verfügung vom 7. Januar 2021 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.  
 
7. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Entscheiden wie dem vorliegenden, in denen ein durch-
schnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuer-
legen sind. Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 
 
 
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