# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e1babf3-18a6-597f-86b8-7a62c445d165
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.07.2020 I 2019 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-97_2020-07-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 97

Entscheid vom 10. Juli 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Marco Lacher, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. D.________,
, D.________, ,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geb. C.________1962, Automechaniker, von Mazedonien, 
seit 1986 in der Schweiz, vgl. IV-act. 7) arbeitete als Chauffeur für eine Getränke- 
und Transportfirma, als er am 15. November 2006 aus einem Meter zwischen 
Heberampe und einem Podest stürzte und auf die rechte Seite fiel. Ein weiterer 
Sturz folgte am 24. Januar 2007. Per 30. April 2007 wurde das Anstellungsver-
hältnis beendet. Am 3. Dezember 2007 hat er sich zum Bezug von IV-Leistungen 
angemeldet (vgl. IV-act. 1, 6). Zuvor hatte er am 5. Oktober 2007 einen Autoun-
fall erlitten (vgl. UV-act. 1-41/148).

Nach dem abgebrochenen Aufbautraining beim Werk- und Technologiezentrum 
Linthgebiet (WTL, Jona), das vom 3. März 2008 bis 2. Juni 2008 vorgesehen war 
(IV-act. 12ff.), gewährte die IV-Stelle C.________ Unterstützung durch Arbeits-
vermittlung (IV-act. 41). Am 3. September 2009 erteilte die IV-Stelle erneut Kos-
tengutsprache für ein Aufbautraining beim WTL und gewährte ein Taggeld (IV-
act. 51ff.). Auch das 2. Arbeitstraining wurde aus gesundheitlichen Gründen vor-
zeitig abgebrochen (IV-act.58-3/3). Mit Verfügung vom 21. Januar 2010 lehnte es 
die IV-Stelle ab, weitere Leistungen (namentlich eine IV-Rente) zuzusprechen 
(IV-act. 69). Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit 
Entscheid I 2010 49 vom 22. Juni 2010 abgewiesen (IV-act. 76).

B. Vom 21. Oktober 2014 bis 2. Dezember 2014 hielt sich C.________ erst-
mals in der Psychiatrischen Klinik Zugersee auf (IV-act. 90). Eine erneute IV-
Anmeldung erfolgte am 11. März 2015 wegen geltend gemachter Verschlechte-
rung des Gesundheitszustands (IV-act. 89). Zur Klärung der Leistungsansprüche 
veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung (IV-
act. 102). Der Begutachtungsauftrag wurde der MEDAS … zugelost (IV-act. 103), 
welche das interdisziplinäre Gutachten am 15. Juni 2016 erstattete (IV-act. 108). 
Mit Vorbescheid vom 30. August 2016 teilte die IV-Stelle mit, es sei vorgesehen, 
das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 110). Dagegen liess C.________ am 
28. und 30. September 2016 sowie am 22. November 2016 Einwände erheben 
(IV-act. 111, 112 und 115). Er beantragte namentlich die Durchführung zusätzli-
cher Abklärungen, die Neuberechnung des Invaliditätsgrads sowie die unentgelt-
liche Verbeiständung im Rahmen des Einwandverfahrens. Mit Verfügung vom 
23. Mai 2017 wies die IV-Stelle das Begehren um unentgeltliche Rechtsverbei-
ständung im Verwaltungsverfahren ab (IV-act. 122). Am 1. Juni 2017 teilte die IV-
Stelle mit, dass zur Klärung der Leistungsansprüche eine medizinische Verlaufs-
untersuchung als notwendig erachtet werde, welche ohne Gegenbericht innert 10 
Tagen bei der MEDAS … in Auftrag gegeben werde (IV-act. 124).

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C. Eine am 27. Juni 2017 von C.________ erhobene Beschwerde, welche 
sich gegen die von der IV-Stelle abgelehnte Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren richtete, ist vom Verwaltungsge-
richt mit Entscheid I 2017 64 vom 18. September 2017 abgewiesen worden (vgl. 
IV-act. 133). Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht mit 
Urteil 9C_750/2017 vom 2. Mai 2018 nicht eingetreten (IV-act. 137).

D. Am 6. Februar 2018 ging bei der IV-Stelle das von der MEDAS … am 
5. Februar 2018 fertiggestellte interdisziplinäre Verlaufsgutachten ein (IV-act. 
136). Mit Vorbescheid vom 2. Juli 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungs-
begehren abzuweisen (IV-act. 142). Mit Eingaben vom 4. September 2018 (= IV-
act. 145) und vom 3. Oktober 2018 (= IV-act. 147) liess C.________ Einwände 
gegen den Vorbescheid erheben. Am 17. Januar 2019 folgte eine Beurteilung der 
medizinischen Aktenlage durch den RAD-Arzt Dr.med. E.________ (Allgemein-
medizin FMH, IV-act. 148-11/12). Am 6. Mai 2019 nahmen zwei Gutachter der 
MEDAS … zu Einwänden von C.________ Stellung (IV-act. 151). Mit einem 
neuen Vorbescheid vom 31. Juli 2019 kündigte die IV-Stelle an, für den Zeitraum 
vom 1. September 2015 bis zum 30. Juni 2016 einen befristeten Anspruch auf 
eine ganze IV-Rente zu gewähren (ohne Rentenanspruch ab 1.7.2016, vgl. IV-
act. 156). 

E. Am 31. Oktober 2019 verfügte die IV-Stelle, dass C.________ für den Zeit-
raum vom 1. September 2015 bis zum 30. Juni 2016 Anspruch auf eine ganze 
IV-Rente habe sowie dass ab 1. Juli 2016 kein Anspruch mehr bestehe (IV-act. 
160). 

Gegen diese am 5. November 2019 eingegangene Verfügung liess C.________ 
rechtzeitig am 5. Dezember 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einrei-
chen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 31. Oktober 2019 betref-
fend Invalidenrente sei aufzuheben, soweit dem Beschwerdeführer ab 1. Juli 
2019 [gemeint ist wohl 2016] keine Invalidenrente zugesprochen wird.

2. Sollte dem Beschwerdeführer nicht eine unbefristete ganze Invalidenrente zuge-
sprochen werden, sei eine neue polydisziplinäre Begutachtung durch eine nicht 
vorbefasste Gutachterstelle in Auftrag zu geben, inkl. einer EFL.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 21. Februar 2020 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. 
Mit Replik vom 22. Mai 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 
gemäss seiner Beschwerde fest. Mit Schreiben vom 24. Juni 2020 verzichtete die 
IV-Stelle auf die Erstattung einer Duplik.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Welche Bestimmungen und Regelungen für die Herleitung eines Renten-
anspruchs der Invalidenversicherung von Bedeutung sind, wurde dem Versicher-
ten bereits im früheren Gerichtsentscheid I 2010 49 vom 22. Juni 2010 dargelegt. 
Es kann darauf verwiesen werden (vgl. IV-act. 76-3ff./26). Zu ergänzen ist, dass 
der Sozialversicherungsrichter in der Würdigung der Beweise frei ist (vgl. Art. 61 
lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisre-
geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 122 V 157 Erw. 
1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 
Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-
funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmässig volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis). Die Frage, ob ein 
Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf 
die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht (Urteil 
des Bundesgerichts 8C_318/2019 vom 14.10.2019 Erw. 4.1.2). Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.2 In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 

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vom 6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 
Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage für die juristische 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 
werden können (so die mit BGE 105 V 156 Erw. 1 S. 158 f. begründete, 
mehrfach bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.3 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

1.4 Der gerichtliche Überprüfungszeitraum erstreckt sich grundsätzlich nur auf 
den Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der streitigen Verfügung (hier die 
Verfügung der IV-Stelle vom 31.10.2019) verwirklicht hat. Spätere Arztberichte 
sind nicht in die Beurteilung einzubeziehen, soweit sie keine Rückschlüsse auf 
die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende 
Situation erlauben. Wird in einem nach dem massgebenden Zeitpunkt erstatteten 
Arztbericht von einer neuen Entwicklung des Gesundheitszustands gesprochen, 
so kann diese gegebenenfalls Grundlage einer Neuanmeldung sein (vgl. statt 
vieler Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25.5.2007 mit Verweis auf BGE 
131 V 242 Erw. 2.1 und BGE 121 V 362 Erw. 1b in fine S. 366). 

2.1 Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien insoweit einig, als in der 
angefochtenen Verfügung für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis zum 30. 
Juni 2016 eine ganze IV-Rente zugesprochen worden ist. Diese 
Rentenzusprechung wurde in der angefochtenen Verfügung sinngemäss damit 
begründet, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit der Hospitalisation in 
der Klinik Zugersee ab 21. Oktober 2014 von einer Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustands und einer psychiatrisch begründeten 
vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei (welche nach der 
Argumentation der Vorinstanz bis März 2016 andauerte, womit nach Art. 88a 
Abs. 1 IVV in fine spätestens nach drei Monaten bzw. ab 1.7.2016 bei einem 

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Vergleich des Validen- und Invalideneinkommens ein nicht rentenbegründender 
IV-Grad von 32% resultiere). 

2.2 Streitig und zu prüfen ist namentlich, wie es sich für den Zeitraum ab dem 
1. Juli 2016 verhält. Die Vorinstanz geht gestützt auf die Untersuchungen und 
Einschätzungen der Sachverständigen der MEDAS … von einer massgebenden 
Arbeitsfähigkeit von 80% für leidensangepasste Tätigkeiten aus. Demgegenüber 
bringt der Beschwerdeführer vor Gericht u.a. sinngemäss vor, 

- dass er unter sehr starken Schulterschmerzen rechts mit einer Schwäche leide 
(Beschwerde S. 4, unterhalb der Mitte);

- dass der Leidensdruck in den letzten Monaten zugenommen habe (Beschwerde 
S. 4, unterhalb der Mitte);

- dass sich 12 Jahre nach dem Unfall 2007 eine bereits grosse, deutlich retrahierte 
Rotatorenmanschetten-Ruptur zeige, weshalb die Universitätsklinik Balgrist die 
Indikation zur arthroskopischen Rekonstruktion der Rotatorenmanschette mit 
Bizepstenotomie stellte (Beschwerde, S. 4 unten);

- dass deswegen das MEDAS-Verlaufsgutachten nicht mehr aktuell sei (Beschwerde, 
S. 5 oben);

- dass bekanntlich jede Schulteroperation - je nach Verlauf/ Komplikationen - eine 
sechsmonatige bis neunmonatige Rehabilitation bedinge (Beschwerde, S. 5 Mitte);

- dass bei ihm atypische Thoraxschmerzen aufgetreten seien, welche den Torso 
belasten würden; zudem müsse er sich dauernden kardiologischen Kontrollen 
unterziehen und er sei wegen der massiven Medikation mit Nebenwirkungen 
eingeschränkt belastbar (Beschwerde, S. 6 Mitte);

- dass aufgrund persönlichkeitsverletzender Äusserungen im MEDAS-Gutachten die 
Gutachter als voreingenommen zu qualifizieren seien und dementsprechende beide 
Gutachten nicht beweiskräftig seien (Beschwerde S. 7);

- dass der psychiatrische Teilgutachter seine Beurteilung lediglich marginal begründe 
und zur stark divergierenden Einschätzung der behandelnden Psychiater Dres. … 
nicht Stellung nehmen würde (Beschwerde, S. 7f.), weshalb im Ergebnis auf die vom 
behandelnden Psychiater Dr.med. F.________ veranschlagte vollständige 
Arbeitsunfähigkeit abzustellen sei (Beschwerde, S. 8 unten).

3.1.1  Am interdisziplinären Gutachten der MEDAS … vom 15. Juni 2016 wirkten 
folgende Sachverständige mit (IV-act. 108-2/92):

- Dr.med. G.________ (Fachärztin für Orthopädische Chirurgie u. Traumatologie d. 
Bewegungsapparates FMH/ zertif. med. Gutachterin SIM);

- Dr.med. H.________ (Facharzt für Allg. Chirurgie u. Traumatologie des Bewe-
gungsapparates/ zertif. med. Gutachter SIM);

- Dr.med. I.________ (Facharzt für Innere Medizin/ zertif. med. Gutachter SIM);
- Dr.med. J.________ (Facharzt für Neurologie FMH/ zertif. med. Gutachter SIM/ 

zertif. Arbeitsfähigkeitsassessor SIM);
- Dr.med. K.________ (Facharzt für Kardiologie FMH);
- med.prakt. … (Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie/ Vertrauensarzt SGV).

3.1.2  Diese Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeits-
fähigkeit (IV-act. 108-21/92):

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- Chronische Schulterschmerzen rechts mit Bewegungseinschränkung leichten 
Grades bei/mit schwerer AC-Gelenksarthrose, SLAP Läsion II

- Beginnende Coxarthrose rechts mit CAM-Impingement
- Status nach Inguinalhernienoperation nach Shouldice rechts 1995, Rezidivopera-

tion nach Lichtenstein rechts 1998 und Rezidivoperation endoskopisch 2015 mit 
zusätzlicher Herniensanierung auf der linken Seite (asymptomatisch)
mit aktuell noch diskreter Restsymptomatik mit brennende Sensationen gegen 
das Skrotum zu, aktuell ohne Rezidiv (neurologisch als Residuum eines N. geni-
tofemoralis-Syndrom, nach Infiltration von 03/2016 weitgehend gebessert)

3.1.3  Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 
was folgt fest (IV-act. 108-21/92):

- Lumbovertebral-Syndrom mit altersentsprechenden degenerativen Veränderun-
gen ohne neurologische Reiz- oder Defizitsymptomatik

- Zervikalgien mit altersentsprechenden degenerativen Veränderungen, ohne neu-
rologische Reiz- oder Defizitsymptomatik

- Spannungskopfschmerz
- Obstruktives Schlafapnoesyndrom (effektiv mit CPAP-Marke versorgt), Erstdia-

gnose 11/2011
- Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (F68.0 ICD-10)
- (synonym aus neurologischer Sicht: deutliches aggravatorisches Verhalten, teil-

weise nicht authentische Symptompräsentation und negative Antwortverzerrung)
- Status nach Sigmaresektion und Rektopexie 1993, Status nach Naht einer Nar-

benhernie 2009
- St.n. Unfallereignissen ohne neurologische Folgen
- Status nach Commotio cerebri, Contusion labyrinthi, Sturz auf den Rücken und 

Hüfte rechts 2007 (Arbeitsunfall)
- Leichte Aortenstenose (hämodynamisch insignifikant), ED 05/21013
- Nikotinabusus ca. 30 PY
- Dyslipidämie

3.1.4  Hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter sinn-
gemäss aus, wegen der verminderten Schulterbelastbarkeit rechts sowie einer 
verminderten Belastbarkeit des Hüft-/Beckengürtels käme das Heben und Tra-
gen von schweren Lasten über 10 kg links und 5 kg rechts nicht mehr in Frage, 
unzumutbar seien auch Arbeiten mit monotoner Kopfhaltung und monotoner 
Rumpfhaltung sowie rein sitzende, rein gehende und rein stehende Arbeiten. 
Überkopfarbeiten rechts sowie das Hantieren mit schlagenden und vibrierenden 
Maschinen rechts seien nicht mehr zumutbar, analog auch das Gehen auf un-
ebenem Boden, ständiges Treppensteigen, gehockte und kauernde Arbeiten, 
keine langen Gehstrecken. In Betracht kämen wechselbelastende Tätigkeiten. In 
einer Verweistätigkeit, welche die erwähnten Vorgaben einhalte, sei eine Arbeits-
fähigkeit von 80% zu veranschlagen (derweil die angestammte Tätigkeit als 
Lastwagenchauffeur und Staplerfahrer nicht mehr zumutbar sei, vgl. IV-act. 108-
22/92). 

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3.1.5  Des Weiteren ergänzten die Gutachter, es bestünden insbesondere aus 
orthopädischer und teilweise chirurgischer Sicht objektivierbare Befunde, speziell 
eine eingeschränkte Schulterbelastbarkeit rechts sowie eine leichte Einschrän-
kung der Belastbarkeit im Hüft- und Leistenbereich rechts. Zusätzliche Ein-
schränkungen durch ein versicherungspsychiatrisch relevantes Leiden hätten 
nicht objektiviert werden können. Zu den IV-fremden Faktoren seien eine lang-
jährige Arbeitslosigkeit (ca. 9 Jahre), eine schwierige wirtschaftliche Lage, das Al-
ter mit verminderten Arbeitsmarktchancen sowie die Abhängigkeit von der Sozi-
alhilfe zu zählen. Die Ausprägung und Intensität der vom Versicherten angege-
benen Einschränkungen sowie die subjektiv empfundene Arbeitsunfähigkeit kön-
ne auf der Grundlage somatischer und psychischer krankheitswertiger Diagno-
sen nicht in diesem Ausmass begründet werden. Die Diskrepanz erkläre sich aus 
einem aggravatorischen Verhalten, teilweise auch aus nicht authentischer Sym-
ptompräsentation (z.B. REY-Test) und negativer Antwortverzerrung. Insbesonde-
re würden sich auch keine Hinweise für das Bestehen einer Persönlichkeitss-
törung ergeben. Es seien keine plausiblen Gründe ersichtlich, weshalb die früher 
vorhandenen und nachweislich eingesetzten persönlichen Ressourcen nicht wei-
ter verfügbar sein sollten. Vielmehr sei davon auszugehen, dass hier nicht krank-
heitswertige, versicherungsfremde Faktoren wie persönliche Lebensentwürfe und 
Zielsetzungen, psychosoziale und soziokulturelle Überlegungen in bewusster  
oder vorbewusster Form auch im Hinblick auf die unbefriedigende wirtschaftlich-
existenzielle Situation zu einer persönlichen Krankheitsüberzeugung und zu ei-
nem appellativen Rollenverhalten geführt hätten. Gleichwohl dürfe dies nicht mit 
einer gar schwergradigen depressiven Störung verwechselt werden (vgl. IV-act. 
108-23/92).

3.2.1  Am 13. September 2016 trat der Versicherte wegen Thoraxschmerzen ins 
Spital … ein, wo eine koronare Herzkrankheit (aktuell NSTEMI), eine schwere ka-
lzifizierte bikuspide Aortenklappenstenose, ein chronisches lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom sowie eine Depression diagnostiziert wurden (IV-act. 115-
9/30). Nach Rücksprache erfolgte eine Verlegung zur Bypass- und Aortenklap-
penersatz-Operation in die Klinik im Park, welche am 19. September 2016 
durchgeführt wurde. Am 27. September 2016 konnte der Versicherte in ordentli-
chem Allgemeinzustand in die stationäre Rehabilitation nach Wald entlassen 
werden (IV-act. 115-16f./30). Eine erneute Hospitalisation im Spital … (wegen 
Thorax- und Nackenschmerzen) erfolgte vom 24. bis 26. Oktober 2016 (IV-act. 
115-13/30). Vom 26. Oktober 2016 bis 1. November 2016 hielt sich der Versi-
cherte für eine Wundrevision/ Débridement/ VAC-Einlage in der Klinik im Park 
auf, wobei im Austrittsbericht vermerkt wurde: "Kein Heben von Lasten > 5 kg 
oder Kraftarbeiten mit den Armen für weitere 4 Wochen. Körperliche Schonung. 

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VAC-Entfernung und definitiver Wundverschluss nächste Woche" (IV-act. 115-
18f./30).

Eine ambulante kardiologische Untersuchung vom 18. Januar 2017 im Spital 
A.________ ergab einen erfreulichen Verlauf (IV-act. 119-4/6). 

3.2.2  Im Rahmen einer Aktenbeurteilung vom 23. Mai 2017 empfahl der RAD-
Arzt Dr.med. L.________ (Allgemeinmedizin FMH), dass ein polydisziplinäres 
medizinisches Verlaufsgutachten einzuholen sei (IV-act. 123-8/8), was am 1. Juni 
2017 von der IV-Stelle angeordnet wurde (IV-act. 124). 

3.3.1  Am Verlaufsgutachten der MEDAS … vom 5. Februar 2018 wirkten fol-
gende Sachverständige mit (IV-act. 136-2/182):

- Dr.med. J.________ (Facharzt für Neurologie FMH/ zertif. med. Gutachter SIM/ 
zertif. Arbeitsfähigkeitsassessor SIM);

- Dr.med. M.________ (Facharzt für Orthopäd. Chirurgie u. Traumatologie des 
Bewegungsappates/ zertif. med. Gutachter SIM)

- Dr.med. I.________ (Facharzt für Innere Medizin/ zertif. med. Gutachter SIM);
- med.prakt. … (Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie/ Vertrauensarzt SGV).
- Dr.med. H.________ (Facharzt für Allg. Chirurgie u. Traumatologie des Bewe-

gungsapparates/ zertif. med. Gutachter SIM);
- Dr.med. K.________ (Facharzt für Kardiologie FMH).

3.3.2  Diese Gutachter stellten im Verlaufsgutachten folgende Diagnosen mit Re-
levanz für die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 136-39/182):

- Chronische Schulterschmerzen rechts mit/bei schwerer AC-Gelenksarthrose, Ro-
tatorenmanschettenruptur und SLAP-Läsion Typ II C -MRI rechte Schulter 3/2016

- Beginnende Coxarthrose rechts mit CAM-Impingement - MRI rechte Hüfte 3/2016
- Andere depressive Episoden (ICD-10 F32.8)
- Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten 

Krankheiten (ICD-10 F54)

3.3.3  Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 
was folgt fest (IV-act. 136-39/182):

- Bekannte KHK mit Status nach 3fach-ACB-Operation und Status nach Aorten-
klappenersatzoperation mit Bioprothese wegen Aortenstenose 2016;

o Keine Hinweise auf eine Progredienz der KHK und mit einwandfrei funk-
tionierender biologischer Aortenklappenprothese

- Wiederkehrende Zervikalgien bei beginnenden degenerativen HWS-Verände-
rungen - MRI der HWS September 2017

- Geringe Wirbelsäulenfehlstatik
- Wiederkehrende Lumbalgien bei beginnenden degenerativen LWS-Verän-

derungen - MRI der LWS Oktober 2017
- Genua vara
- Spreizfuss bds.

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- Obstruktives Schlafapnoesyndrom (effektiv mit CPAP-Marke behandelt, Erstdia-
gnose 11/2011)

- Hypertonie, ED 08/2017
- Adipositas Grad I (BMI 32 kg/m2)
- Dyslipidämie
- St.n. Nikotinabusus ca. 30 PY
- Status nach Rektopexie und Sigmaresektion 2003
- Status nach Versorgung einer Narbenhernie durch Naht 2009
- Status nach Operation einer Inguinalhernie rechts 1995 durch Nacht nach Shoul-

dice, Status nach Revision bei Rezidivhernie 1998 durch eine Netzeinlage nach 
Lichtenstein, Status nach TAPP beidseits bei Rezidivinguinalhernie rechts und 
asymptomatischer Inguinalhernie links 2015, aktuell beginnende Rezidivinguinal-
hernie links

- Verdacht auf AC-Gelenksarthrose rechts, Impingement der rechten Schulter 
möglich Musculus supraspinatus, subscapularis

- St.n. Unfallereignissen ohne neurologische Folgen
- Stand nach Leistenhernien-OP mit Residuum eines leichten Schmerzsyndroms 

im Bereich des Ramus genitalis des Nervus genitofemoralis rechts sowie ein lo-
kaler dumpf-ziehender Schmerz, spätestens seit Infiltration 03/2016 nicht mehr 
als neuralgischer Schmerz im Bereich des Nervus ilioinguinalis

- Episodischer Spannungskopfschmerz
- Teilweise nicht authentische Symptompräsentation und negative Antwortverzer-

rung.

3.3.4  Dass im Verlaufsgutachten (anders als noch im 1. MEDAS-Gutachten) bei 
den Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit neu auch eine psychiatri-
sche Diagnose aufgeführt wurde (siehe vorstehend), wurde in der versiche-
rungsmedizinischen Diskussion damit begründet, hinsichtlich der neu aufgetrete-
nen, vom Versicherten angeführten und geltend gemachten psychischen seeli-
schen Belastung durch die Herzerkrankung könne ausgeführt werden, dass hier 
eine somatopsychische Auswirkung zu einer depressiven Herabgestimmtheit ge-
führt haben könne. Die hieraus resultierende Einschränkung der Leistungs- und 
Belastungsfähigkeit und damit der Arbeitsfähigkeit sei jedoch als eher gering zu 
bezeichnen (vgl. IV-act. 136-75/182 unten).

Im Ergebnis führten die Gutachter hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
sinngemäss aus, nicht mehr zumutbar seien Überkopfarbeiten und Arbeiten mit 
monotoner Kopfhaltung sowie monotoner Rumpfhaltung. Das Hebe- und Trage-
limit für den rechten Arm betrage 5 kg. Rein sitzende, rein gehende und rein ste-
hende Arbeiten seien nicht mehr zumutbar. Zu vermeiden sei auch das Hantieren 
mit schlagenden und vibrierenden Maschinen mit dem rechten Arm. Auch das 
Gehen auf unebenem Boden, ständiges Treppensteigen sowie Arbeiten in ge-
hockter oder kauernder Position seien nicht mehr zumutbar. Idealerweise arbeite 
der Versicherte in einer wechselbelastenden leichten körperlichen Tätigkeit, wo-

11

bei diesbezüglich bei einem Zeitpensum von 8.5 Stunden pro Tag eine Leistung 
von 80% zu veranschlagen sei (IV-act. 136-40/182). 

3.3.5  Dazu ergänzten die Gutachter, dass der Versicherte nach den abdomina-
len Eingriffen für maximal 6 bis 8 Wochen arbeitsunfähig gewesen sei, dies gelte 
auch nach dem letzten Eingriff 2015. Eine Schmerzsymptomatik bei Rezidiv-
inguinalhernie sei sicher verständlich. Es könne angenommen werden, dass der 
Versicherte vor den Operationen der Rezidivhernie weitere 2 bis 3 Wochen 100% 
arbeitsunfähig gewesen sei. Ansonsten gelte unverändert zur Vorbegutachtung 
die dargelegte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit Ausnahme der vorüberge-
henden Zeiten der Arbeitsunfähigkeit während der stationären Massnahmen im 
Zusammenhang mit dem NSTEMI vom 13.9.2016 (Klinik im Park) mit ACBP am 
10.9.2016 und Aortenklappenersatz am 24.9.2016 bis zum Abschluss der kardio-
logischen Rehabilitation (Austritt Reha-Zentrum Wald 23.10.2016, vgl. IV-act. 
136-40/182).

3.3.6  Im Übrigen empfahlen die Gutachter u.a. die Durchführung einer wir-
belsäulenstabilisierenden Gymnastik, eine deutliche Gewichtsreduktion (inkl. 
Ernährungsberatung) und eine weitere kardiologische Verlaufskontrolle (IV-act. 
136-40/182 in fine).

3.4 Mit Vorbescheid vom 2. Juli 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Rentenbe-
gehren abzuweisen (IV-act. 142). 

Dagegen liess der Versicherte mit Eingaben vom 4. September 2018 (IV-act. 
145) und vom 3. Oktober 2018 (IV-act. 147) Einwände erheben, wonach u.a. ge-
stützt auf die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr.med. F.________ 
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Versicherten auszugehen sei (da-
zu wurde ein neuer Bericht des behandelnden Psychiaters eingereicht = IV-act. 
147-9ff./12). Die Einwände prüfte der RAD-Arzt Dr.med. L.________ am 17. Ja-
nuar 2019 und empfahl die Einholung einer Stellungnahme der MEDAS-
Gutachter (vgl. IV-act. 148-11f./12), welche nach der Anfrage vom 21. Januar 
2019 sich bis zum 6. Mai 2019 verzögerte (IV-act. 151). In dieser Stellungnahme 
führten die Gutachter aus, dass die Angaben des behandelnden Psychiaters we-
der im Hinblick auf den psychopathologischen Status ausreichend formuliert 
worden seien noch verwertbare versicherungsmedizinische Aussagen enthalten 
würden (IV-act. 151-2/6 unten). 

4. Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden medizinischen Akten zeitigt 
die nachfolgend dargelegten Ergebnisse. 

12

4.1 Entgegen der Auffassung des Versicherten ist die Beweiskraft der beiden 
vorliegenden MEDAS-Gutachten vom 15. Juni 2016 und vom 5. Februar 2018 
nicht in Frage zu stellen. Beide interdisziplinären Gutachten erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Anforderungen in ausreichen-
dem Masse. Denn sie beruhen auf eigenen (fachärztlichen) Untersuchungen und 
eingehenden Anamneseerhebungen (IV-act. 108-4ff./92; IV-act. 136-5ff./182). 
Namentlich befassten sich die Gutachter im Einzelnen mit den geklagten Be-
schwerden (IV-act. 108-11/92; 108-15/92; 108-28/92; 108-38/92; 108-53/92; IV-
act. 136-21f./182; 136-29/182; 136-33/182; 136-50f./182; 136-65/182). Sodann 
erfolgte auch eine hinreichende Auseinandersetzung mit den anderen medizini-
schen Berichten (siehe u.a. IV-act. 108-15f./92; IV-act. 108-54/92; 108-55f./92; 
136-75/182), auch wenn es wünschbar gewesen wäre, dass der psychiatrische 
Gutachter sich noch etwas ausführlicher mit den Ausführungen des jeweils be-
handelnden Psychiaters befasst hätte. 

4.2 Ungeachtet dieses Umstandes ist im nachfolgend dargelegten Ausmass 
den Erkenntnissen der psychiatrischen Teilgutachten zu folgen. Soweit in der 
Beschwerde (S. 8f.) auf den Bericht des behandelnden Psychiaters vom 14. Sep-
tember 2017 Bezug genommen wird, drängen sich folgende Bemerkungen auf. 
In diesem Bericht diagnostizierte Dr.med. N.________ eine depressive Episode 
mittleren, intermittierend auch schweren Grades (F32.1, F32.2), eine generali-
sierte Angststörung (F41.1), eine soziale Phobie (F 40.1) sowie einen Status 
nach Herzinfarkt. Mit Verweis auf die komorbide Verkettung dieser Diagnosen 
veranschlagte der behandelnde Psychiater eine Arbeitsunfähigkeit von 60 bis 
70% (vgl. IV-act. 136-91/182). Allerdings nahm er in diesem Bericht mit keinem 
Wort Bezug auf das erste MEDAS-Gutachten vom 15. Juni 2016 und die darin 
thematisierten Inkonsistenzen, weshalb nicht ersichtlich ist, ob dem behandeln-
den Psychiater dieses erste MEDAS-Gutachten überhaupt bekannt ist bzw. war.

4.3 Nachdem sich der behandelnde Psychiater in seinem Bericht vom 14. Sep-
tember 2017 auch nicht ansatzweise mit den interdisziplinär festgestellten Inkon-
sistenzen befasste (vgl. IV-act. 108-19/92 unten; IV-act. 108-29/92 unten; 108-
31/92 Mitte; 108-33/92 Mitte; 108-51/92 unten; 108-53/92 Mitte), kann dieser Be-
richt nicht dazu dienen, die gutachtlichen Erkenntnisse als nicht nachvollziehbar 
zu betrachten. Ins Gewicht fällt dabei namentlich das Ergebnis aus dem durchge-
führten Symptomvalidierungstest (REY-Test), welches sowohl vom behandeln-
den Psychiater, als auch in der Argumentation gemäss Beschwerdeschrift zu Un-
recht übergangen wird (vgl. IV-act. 108-31/92).

13

4.4 Bei dieser Sachlage sind die (vom Gutachten abweichenden) Ausführun-
gen des behandelnden Psychiaters im Bericht vom 14. September 2017 der un-
terschiedlichen Natur von Begutachtungs- und Behandlungsauftrag zuzuordnen, 
wonach der therapeutisch tätige Psychiater mit seinem besonderen Vertrauens-
verhältnis zum Patienten die Angaben des Patienten als Faktum hinzunehmen 
hat, weshalb hier die Rechtsprechung zur Beweiswürdigung von Berichten von 
Hausärzten gilt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2007 vom 
4.8.2008 Erw. 4.2 mit Hinweisen). Jedenfalls sind diesem Bericht vom 14. Sep-
tember 2017 keine konkreten, objektiv fassbaren Aspekte zu entnehmen, welche 
dem psychiatrischen Gutachter entgangen wären (vgl. Meyer/ Reichmuth, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Rz. 224 zu Art. 28a IVG). Dass 
der (psychiatrische) Gutachter nicht der Arbeits(un)fähigkeitsbeurteilung des be-
handelnden Psychiaters (gemäss Bericht vom 14.9.2017) folgte, hat mithin mit 
der Berücksichtigung der festgestellten Inkonsistenzen (namentlich mit dem Er-
gebnis des Symptomvalidierungstests) zu tun, was einer gerichtlichen Überprü-
fung standhält. 

4.5 Was sodann den nach dem Verlaufsgutachten (vom 5.2.2018) erstatteten 
Bericht des behandelnden Psychiaters Dr.med. N.________ vom 9. September 
2018 anbelangt, wonach "seit langen Jahren nunmehr eine Arbeitsunfähigkeit 
von 100%" bestehe (= IV-act. 147-9ff./12), fällt auch hier auf, dass dieser Arzt mit 
keinem Wort auf die beiden MEDAS-Gutachten und die darin thematisierten In-
konsistenzen eingeht (siehe dazu namentlich IV-act. 135-26/182 unten; IV-act. 
136-27/182 Mitte; 136-28/182 Mitte; 136-30/182; 136-37/182 Mitte; 136-43/182 
Mitte; 136-58/182 Mitte). Ausschlaggebend ist sodann, dass der behandelnde 
Psychiater im betreffenden Bericht keinen leitliniengerechten psychopathologi-
schen Befund erhoben hat, wie die MEDAS-Gutachter im Ergänzungsbericht 
vom 6. Mai 2019 überzeugend dargelegt haben (vgl. IV-act. 151-2/6 unten). Da-
mit ist dieser Bericht des behandelnden Psychiaters vom 9. September 2018 
nicht geeignet, die Erkenntnisse des Verlaufsgutachtens vom 5. Februar 2018 in 
Frage zu stellen. Wie es sich für die weitere Entwicklung (ab 2019) verhält, dar-
auf ist nachfolgend zurückzukommen.

4.6 Des Weiteren ist festzuhalten, dass die beiden MEDAS-Gutachten in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchten und eine nachvoll-
ziehbare Begründung der Schlussfolgerungen enthalten. Hinsichtlich des Fach-
bereichs Neurologie ist zu berücksichtigen, dass die vom Versicherten im 2. Gut-
achten angegebenen Sensibilitätsstörungen aus fachärztlicher Sicht als "völlig 
konträr zur neuroanatomischen Erklärungsmöglichkeit" zu beurteilen sind (IV-act. 
136-26/182 unten; IV-act. 136-37/182 Mitte), was im Übrigen vom beanwalteten 

14

Beschwerdeführer vor Gericht nicht beanstandet wird (analog auch IV-act. 136-
43/182 Mitte). 

Aus orthopädischer Sicht wurden im 2. Gutachten hinsichtlich der Schultergelen-
ke folgende objektiven Befunde erhoben (IV-act. 136-49/182 oben):

Die Schultergelenke sind unauffällig konturiert. Beide Schultergelenke sind frei be-
weglich. Die Impingementzeichen sind bds. negativ. Die Bewegungsprüfungen an 
beiden Schultern lassen keine Schmerzen erkennen. Bds. finden sich keine Hin-
weise auf das Vorliegen einer Rotatorenmanschettenläsion. Der Jobe-Test, der 
Lift-off-Test, der Palm-Up-Test und der Test nach O'Brien sind bds. negativ. Auch 
der Abduktions-/Aussenrotationstest ist negativ. Die Muskelbemantelung des 
Schultergürtels ist physiologisch.

Auch dazu wird vor Gericht nichts beanstandet, auch nicht hinsichtlich der Beur-
teilung des objektivierbaren medizinischen Sachverhaltes, wie er auf Seite 51 
des 2. Gutachtens zusammengefasst wurde. Dort wurde ausgeführt, gemäss den 
Angaben des Versicherten stünden Schmerzen im Kopf und im Nacken mit 
Schmerzausstrahlungen in den rechten Arm und das rechte Bein im Vorder-
grund, derweil ihm "gegenwärtig seine rechte Schulter" "die geringsten Be-
schwerden bereite". Abgesehen davon wurde bei der aktuellen orthopädischen 
Begutachtung hinsichtlich der gesamten Wirbelsäule ein "gänzlich unauffälliger 
körperlicher Befund erhoben (vgl. IV-act. 136-51/182 Mitte; siehe auch IV-act. 
136-51/182 unten: "Als weniger gewichtig berichtet der Versicherte von Schmer-
zen in seiner rechten Schulter. Diesbezüglich passend ist der klinische Untersu-
chungsbefund am Schultergürtel gegenwärtig unauffällig…").

Auch die kardiologische Untersuchung zeigte gemäss dem 2. MEDAS-Gutachten 
ein gutes Zustandsbild, welches aus rein kardialer Sicht keine relevante Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit (für leichte leidensangepasste Tätigkeiten) ergab 
(vgl. IV-act. 136-81f./182). 

4.7 Entgegen der Argumentation in der Beschwerde (Ziff. 5, S. 6f.) kann aus 
den dort angeführten Formulierungen aus dem 2. MEDAS-Gutachten (wie bei-
spielsweise "vorwurfsvolle Haltung in der Schilderung", "mit Kopfschütteln", "lar-
moyante Stimme", "Tablette vor den Augen des Untersuchers eingenommen" 
etc.) keine Voreingenommenheit der Gutachter angenommen werden. Der Be-
schwerdeführer übersieht, dass es einem Gutachter grundsätzlich möglich sein 
muss, seine Eindrücke und auch gegebenenfalls für den Exploranden unvorteil-
hafte Untersuchungsergebnisse klar und deutlich festzuhalten bzw. auszuspre-
chen, ohne dass deshalb auf eine Voreingenommenheit geschlossen werden 
darf (vgl. VGE I 2020 16 vom 28.4.2020 Erw. 3.4; VGE I 2016 31 vom 14.6.2017 
Erw. 2.2; VGE I 2013 23 vom 4.12.2014 Erw. 6.3; VGE I 2010 116 vom 
25.10.2010 Erw. 3.1 mit Verweis auf das Bundesgerichtsurteil I 38/98 vom 

15

6.9.1999 Erw. 3b in fine). Dies gilt erst recht, wenn die Sachverständigen - wie im 
konkreten Fall - Inkonsistenzen festgestellt haben, welche vom beanwalteten 
Versicherten vor Gericht weder thematisiert, noch erklärt bzw. relativiert worden 
sind.

4.8 Soweit in der Beschwerdeschrift (vom 5.12.2019, S. 4) sinngemäss vorge-
bracht wird, dass in den letzten Monaten sehr starke Schulterschmerzen rechts 
aufgetreten seien, trifft es gemäss dem eingereichten Sprechstundenbericht der 
Klinik Balgrist vom 11. Oktober 2019 (= 20 Tage vor Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 31.10.2019) zu, dass "seit ca. 6 Wochen deutlich zunehmend 
ohne Bewegungseinschränkung und nicht belastungsabhängig" progrediente 
Schulterschmerzen (mithin seit rund anfangs September 2019) aktenkundig sind, 
weshalb der Hausarzt eine Zuweisung zur Abklärung an der erwähnten Klinik 
vornahm (vgl. Bf-act. 3). Im weiteren Verlauf änderte sich die Verdachtsdiagnose 
einer Rotatorenmanschettenruptur rechts (= Bf-act. 3) zur Diagnose eine grossen 
posterosuperioren Rotatorenmanschetten-Ruptur (SSP/ISP) rechts mit kleiner 
Läsion des Subscapularis-Oberrands (vgl. Bf-act. 4), was Anlass zur am 2. De-
zember 2019 (und mithin nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung) durch-
geführten Schulteroperation gab. Nachdem aber die gesundheitliche Verschlech-
terung, welche zur erwähnten Operation führte, bereits vor dem Erlass der ange-
fochtenen Verfügung einsetzte, ist dieser Umstand an sich im laufenden Verfah-
ren miteinzubeziehen, wie in der Beschwerdeschrift (S. 5) zutreffend darauf hin-
gewiesen wurde. Allerdings wird diese seit anfangs September 2019 aufgetrete-
ne Verschlechterung (mit anschliessender Schulteroperation) durch das Ver-
laufsgutachten (vom 5.2.2018) offenkundig nicht abgedeckt, weshalb diesbezüg-
lich ein weiterer Abklärungsbedarf besteht. 

Analoges gilt auch für die seit ca. Mitte Oktober 2019 (und mithin vor dem Erlass 
der angefochtenen Verfügung) aufgetretenen, nicht belastungsabhängigen Be-
schwerden im Brustbereich (mit Ausstrahlungen z.T. in den Hals und den linken 
Arm), welche im Bericht der Klinik Hirslanden vom 24. Oktober 2019 angespro-
chen werden (Bf-act. 6). Auch diesbezüglich vermag das vorgängige 2. MEDAS-
Gutachten keine schlüssigen Erkenntnisse zu vermitteln. 

5.1 Bei dieser konkreten Sachlage erweist es sich als unumgänglich, den Leis-
tungsanspruch des Versicherten abgestuft zu beurteilen. Für die seit anfangs 
September 2019 dokumentierte Verschlechterung der gesundheitlichen Situation 
(siehe vorstehend Erw. 4.8 i.V.m. mit Bf-act. 3 bis 8) ist eine Rückweisung der 
Sache geboten, damit die Vorinstanz diese Veränderungen und namentlich die 
Umstände/ Auswirkungen der angesprochenen Schulteroperation näher prüfen 
und somit über den Leistungsanspruch seit anfangs September 2019 neu befin-

16

den kann. Dabei wird es auch möglich sein, im gleichen Zeitraum den kardiologi-
schen Verlauf (anhand der eingereichten Unterlagen der Klinik Hirslanden sowie 
gegebenenfalls anhand weiterer medizinischen Unterlagen) in die Gesamtbeur-
teilung miteinzubeziehen. 

5.2 Demgegenüber ergibt eine gerichtliche Überprüfung der vorliegenden Ak-
ten für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis Ende August 2019, dass insoweit der 
Beweiswert der beiden MEDAS-Gutachten zu bestätigen ist und deswegen die 
Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung - bezogen auf diesen Zeitraum - von 
einem Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste Tätigkeiten von 80% ausge-
hen durfte.

5.3.1  Was den Einkommensvergleich anbelangt, ermittelte die Vorinstanz in der 
angefochtenen Verfügung ein Valideneinkommen von Fr. 71'096.75 (ausgehend 
von der angestammten Tätigkeit als Lastwagenchauffeur und hochgerechnet per 
2016). Diese Herleitung wird vom Beschwerdeführer vor Gericht nicht in Frage 
gestellt, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.

5.3.2  Bei der Festlegung des Invalideneinkommens stellte die Vorinstanz auf 
das Einkommen eines Hilfsarbeiters gemäss LSE-Tabellen von Fr. 67'022.-- (per 
2016) ab, was vom beanwalteten Beschwerdeführer ebenfalls nicht beanstandet 
wird. Ausgehend von einem (im erwähnten Zeitraum) massgebenden Arbeits-
fähigkeitsgrad von 80% für leidensangepasste Arbeiten resultiert als Zwische-
nergebnis ein Betrag von Fr. 53'617.60 (67'022 x 0.80). Davon hat die Vorinstanz 
einen leidensbedingten Abzug von 10% vorgenommen, wodurch sie ein Invali-
deneinkommen von Fr. 48'255.85 (53'617.60 x 0.90) ermittelt hat. 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer in seiner Replik (S. 5) den maximal 
möglichen Abzug von 25% geltend mit der Begründung, dass er u.a. seit 2008 
nicht mehr erwerbstätig gewesen sei, im angestammten Beruf nicht mehr arbei-
ten könne, bereits 58 Jahre alt sei und als Risikopatient mit Einschränkungen im 
Bewegungsapparat gelte.

5.3.3  Kann eine versicherte Person ihre gesundheitsbedingt eingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mutmasslich nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten, so ist von den 
Tabellenlöhnen gegebenenfalls ein Abzug vorzunehmen. Ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen 
und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab, die nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Relevante Merkmale 
sind leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

17

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_136/2019 vom 2.7.2019 Erw. 4.2.1 mit Verweis auf BGE 129 
V 472 Erw. 4.2.3 S. 481 und 126 V 75 Erw. 5b/aa-bb  S. 79f.). Bei der 
gerichtlichen Überprüfung der von der Verwaltung vorgenommenen, 
pflichtgemässen Schätzung des Abzuges vom Tabellenlohn kann es nicht darum 
gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle 
der Vorinstanz setzt (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 68/00 vom 
18.8.2000 Erw. 3a).

5.3.4  Im konkreten Fall ist zu beachten, dass bei der interdisziplinären Begut-
achtung erhebliche Inkonsistenzen (mit Anzeichen einer bewussten Selbstlimitie-
rung, vgl. IV-act. 136-27/182 Mitte; siehe auch IV-act. 136-28/182 betreffend 
REY-Test; IV-act. 136-30/182 betreffend Befundkonsistenz) festgestellt wurden. 
Von daher kann er aus dem Argument, dass er seit 2008 nicht mehr erwerbstätig 
gewesen sei, hier nichts zu seinen Gunsten ableiten. Abgesehen davon könnte 
aus dem Umstand, wonach Vorgesetzte oder Arbeitskollegen aus Gründen des 
psychischen Zustandes des Versicherten vermehrt Rücksicht nehmen müssten, 
kein Abzug vom Tabellenlohn hergeleitet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_233/2018 vom 11.4.2019 Erw. 3.2). Soweit es um krankheitsbedingte Ein-
schränkungen geht, sind diese hier grundsätzlich deshalb nicht abzugsrelevant, 
weil sie an sich bereits bei der Arbeitsfähigkeitseinschätzung als limitierende Fak-
toren Berücksichtigung fanden. Schliesslich ist auch die gesundheitlich bedingte 
Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, nicht ohne 
weiteres als Grund für eine weitere Verminderung des hypothetischen Invaliden-
einkommens heranzuziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_833/2017 vom 
20.4.2018 Erw. 5.1). Aus all diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass 
die Vorinstanz lediglich einen Abzug von 10% gewährt habe, wobei für dieses 
Ergebnis insbesondere die in den Rechtsschriften vom Beschwerdeführer aus-
geblendeten Inkonsistenzen ins Gewicht fallen. Abgesehen davon bliebe es 
selbst dann bei einem nicht rentenbegründenden IV-Grad von unter 40%, wenn 
zu Gunsten des Versicherten ein höherer Abzug von 15% gewährt würde (wobei 
hier offen bleiben kann, ob eine solche Erhöhung im konkreten Fall überhaupt 
gerechtfertigt wäre). 

Zusammenfassend führt der Einkommensvergleich zu keinem 
rentenbegründenden IV-Grad.

5.4 Was schliesslich das Begehren des Beschwerdeführers um Evaluation der 
funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) anbelangt, verhält es sich nach der höch-
strichterlichen Rechtsprechung so, dass eine solche Abklärung nur anzuordnen 
ist, wenn sie medizinisch indiziert ist, was hier nach der Aktenlage nicht der Fall 

18

ist, zumal gemäss den MEDAS-Untersuchungen deutliche Anhaltspunkte für eine 
Selbstlimitierung und Symptomausweitung (siehe die oben angesprochenen In-
konsistenzen) vorliegen. Bei dieser Sachlage wären hier durch eine EFL kaum 
valide Aussagen zu erwarten. Vielmehr könnte eine diesbezügliche neue Ab-
klärung sogar kontraproduktiv sein, indem der Explorand in seiner subjektiven 
Überzeugung, keine Leistung mehr erbringen zu können, noch bestärkt würde 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_324/2016 vom 25.7.2016 Erw. 3.2.2 mit wei-
teren Hinweisen).

6. Aus all diesen dargelegten Gründen erweist sich die Beschwerde insoweit 
als unbegründet, als der Versicherte für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 
31. August 2019 einen Rentenanspruch geltend macht. 

Was einen Leistungsanspruch für den Zeitraum ab 1. September 2019 anbe-
langt, ist die Sache - nachdem gesundheitliche Verschlechterungen seit anfangs 
September 2019 aktenkundig sind - zur Vornahme von weiteren Abklärungen 
(und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung) an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. 

7. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Zudem wird dem beanwalteten Beschwerde-
führer - soweit er eine Rückweisung (mit noch offenem Ausgang) erreicht - zu 
Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. Das 
Honorar wird in Beachtung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, 
SRSZ 280.411), welcher für Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 Geb-
TRA einen Honorarrahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter 
Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der 
Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung so-
wie dem notwendigen Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Er-
messens auf Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

8. Rückweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückgewiesen werden, sind in der Regel Zwischenentschei-
de, welche nur unter der Voraussetzung von Art. 92 und 93 BGG beim Bundes-
gericht anfechtbar sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_525/2013 und 
2C_526/2013 vom 2.7.2013 Erw. 2 mit Hinweisen). Im konkreten Fall ist fraglich, 
ob die Voraussetzungen von Art. 92 oder 93 BGG erfüllt sind. Ungeachtet des-
sen wird der vorliegende Entscheid mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, 
wobei die Parteien daraus im Falle eines Weiterzugs nichts zu ihren Gunsten ab-
leiten können.

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird - soweit für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 
31. August 2019 IV-Rentenleistungen beantragt werden - im Sinne der Er-
wägungen abgewiesen. Was den Zeitraum ab 1. September 2019 anbe-
langt, wird die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückgewie-
sen (mit anschliessender neuer Verfügung für den Leistungsanspruch ab 
dem 1.9.2019).

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien je 
zur Hälfte (je Fr. 250.--) auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so 
umgesetzt, dass das Gericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kos-
tenverschoss von Fr. 500.-- einbehält und die Vorinstanz der Rechtsvertre-
terin des Beschwerdeführers Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. BGG, siehe 
aber auch Erw. 8).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 10. Juli 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 23. Juli 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I