# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65d2b3c4-a4aa-5e05-abd5-e18892d57db6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 06.01.2015 S 2014 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-116_2015-01-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 116

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, Vizepräsidentin 

Moser und Verwaltungsrichter Audétat, Bott als Aktuar ad hoc

URTEIL 
vom 6. Januar 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ war als Maurer/Vorarbeiter durch die Schweizerische Unfallver-

sicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfall versichert, als er 

sich am 14. Dezember 1987 beim Abladen von Holzschwellen den zwei-

ten und dritten Lendenwirbel, das rechte Fersenbein sowie den rechten 

Knöchel brach. Wegen der Restfolgen der erlittenen Verletzungen bezog 

A._____ seit dem 1. August 1988 eine SUVA-Rente von 20 %. Am 

16. November 1988 wurde ihm eine Integritätsentschädigung von 20 % 

zugesprochen, wovon 10 % die Wirbelsäule betrafen. Nach dem Unfall 

arbeitete A._____ mit Einschränkungen wieder als Maurer/Vorarbeiter bei 

verschiedenen Bauunternehmungen.

2. Seit dem 30. März 1998 arbeitete A._____ als Polier. Am 13. November 

2012 erfolgte eine Rückfallmeldung an die SUVA, in welcher Dr. med. 

B._____, Facharzt FMH für Innere Medizin, bei A._____ eine chronische 

Lumbago diagnostizierte.

3. Vom 4. Februar 2013 bis zum 12. März 2013 weilte A._____ in einer Re-

haklinik. Im Austrittbericht derselben vom 12. März 2013 wurde festgehal-

ten, dass A._____ die bisherige Tätigkeit als Polier nicht mehr zumutbar 

sei. Zumutbar sei ihm eine leichte bis mittelschwere Arbeit. Einschrän-

kend wurde festgehalten, dass eine wechselbelastende Arbeit ohne 

Tätigkeiten mit länger dauernder vorgeneigter und/oder verdrehter 

Rumpfposition, ohne Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich der Wir-

belsäule zumutbar sei. Ausserdem sei die Arbeit in unebenem Gelände 

auf ein Minimum zu reduzieren (maximal eine Stunde am Stück) und es 

dürften keine Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich des rechten 

Fusses erfolgen. Schliesslich sei eine häufige Zwangshaltung desselben 

zu vermeiden.

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4. Am 19. März 2013 meldete sich A._____ zum Leistungsbezug (Renten-

leistung und berufliche Massnahmen) bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) an. Gemäss Bericht der kreisärztli-

chen Untersuchung durch Dr. med. C._____, Facharzt FMH für Orthopä-

dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 

24. Mai 2013, sei diesem die frühere Tätigkeit als Maurer/Polier nicht 

mehr zumutbar. Zumutbar sei ihm jedoch eine ganztägige Tätigkeit, bei 

der keine Gewichte über zehn bis 15 Kilogramm repetitiv gehoben werden 

müssten, eine solche in Wechselbelastung ohne Tätigkeiten mit länger-

dauernder, vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition, ohne Vibra-

tionsbelastung und ohne Schläge bezüglich der Wirbelsäule. Bezüglich 

des rechten Fusses seien kein Gehen auf unebener Unterlage, keine Vi-

brationsbelastung oder Schläge und keine häufigen Zwangshaltungen 

desselben zumutbar. 

5. Nach Prüfung der Verhältnisse erhöhte die SUVA ab dem 1. August 2013 

die SUVA-Rente von A._____ von bisher 20 % auf neu 29 %. Ausserdem 

wurde ausgeführt, dass sich aufgrund der ärztlichen Beurteilung eine In-

tegritätseinbusse von insgesamt 30 % ergebe. Davon seien 20 % bereits 

ausbezahlt worden, weshalb nun zusätzlich noch 10 % ausgerichtet wür-

den.

6. Gegen den negativen Vorbescheid der IV-Stelle vom 13. Februar 2014, 

mit welchem sowohl ein allfälliger Anspruch von A._____ auf berufliche 

Massnahmen als auch ein allfälliger Anspruch desselben auf eine Invali-

denrente verneint wurde, erhob A._____ am 13. März 2014 Einwand. Er 

sei damit nicht einverstanden und bitte um eine Fristverlängerung von 30 

Tagen, um weitere Abklärungen zu treffen. Daraufhin erstreckte die IV-

Stelle A._____ die Frist bis zum 28. April 2014, um zu ihrem Vorbescheid 

noch ergänzend schriftlich Stellung zu nehmen. Am 28. März 2014 ver-

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fügte die IV-Stelle, dass bei A._____ kein Anspruch auf berufliche Mass-

nahmen bestehe.

7. Gemäss Bericht von Dr. med. B._____ vom 4. April 2014, könne A._____ 

aufgrund der Verlaufsbeobachtungen in den vergangenen sechs bis zwölf 

Monaten eine Tätigkeit im Umfang von 50 % zugemutet werden. Dies un-

ter der Bedingung, dass das Heben von Lasten von mehr als fünf bis 

zehn Kilogramm, längeres Stehen und Sitzen sowie das Gehen in unebe-

nem Gelände vermieden würden. Am 28. April 2014 bestätigte die IV-

Stelle den Erhalt des Einwands vom 13. März 2014 und des obgenannten 

Berichts.

8. Im Bericht der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. C._____ vom 

30. Juni 2014 wurde ausgeführt, die Untersuchung erfolge gut ein Jahr 

nach der letzten kreisärztlichen Untersuchung. Naturgemäss habe sich in 

der Zwischenzeit nicht sehr viel verändert. Allerdings würden einerseits 

eine deutlich verminderte psychische Resistenz und eine gegenüber der 

Voruntersuchung deutlichere Haltungsschwäche auffallen. Die verminder-

te Kraft für die Körperhaltung wirke sich selbstverständlich auf die Belast-

barkeit der Wirbelsäule aus. Deshalb sei in Bezug auf die Zumutbarkeit 

eine Anpassung angezeigt. Zumutbar sei eine ganztägige Tätigkeit, bei 

der keine Gewichte über fünf bis zehn Kilogramm repetitiv gehoben wer-

den müssten, eine solche in Wechselbelastung ohne Tätigkeiten mit län-

gerdauernder, vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition, ohne Vi-

brationsbelastung und ohne Schläge bezüglich der Wirbelsäule. Bezüg-

lich des rechten Fusses seien kein Gehen auf unebener Unterlage, keine 

Vibrationsbelastung oder Schläge und keine häufigen Zwangshaltungen 

desselben zumutbar.

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9. Mit Verfügung vom 13. August 2014 wies die IV-Stelle das Leistungsbe-

gehren ab. Der Versicherte habe aufgrund eines am 14. Dezember 1987 

erlittenen Unfalls am 13. November 2012 einen Rückfall gemeldet. Auf-

grund des Unfalls habe er bereits ab dem 1. August 1988 eine Rente von 

20 % bezogen. Die SUVA sei für den Rückfall aufgekommen und habe 

Leistungen gewährt. Inzwischen habe sie den Fall abgeschlossen und 

dem Versicherten ab dem 1. August 2013 eine Rente von neu 29 % zu-

gesprochen. Da reine Unfallfolgen vorliegen würden, schliesse sich die 

IV-Stelle sowohl der Taxation als auch dem Invaliditätsgrad der SUVA an. 

Da der Invaliditätsgrad unter 40 % liege, bestehe kein Rentenanspruch. 

Aufgrund des erhobenen Einwands seien die Abklärungen erneut aufge-

nommen worden. Wie diese nun ergeben hätten, habe der Versicherte in-

zwischen wohl einen Rückfall erlitten und es bestünden gewisse zusätzli-

che Einschränkungen, die nur mehr die Ausübung von leichten Tätigkei-

ten ermöglichten. Daneben würden noch unfallfremde Beschwerden vor-

liegen. Diese unter „unfallfremd“ aufgeführten Diagnosen hätten aber kei-

ne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die dokumentierten psoriati-

schen Hautveränderungen hätten zwar zusätzliche qualitative, nicht aber 

quantitative Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zur Folge. Gesamt-

haft gesehen seien deshalb weiterhin adaptierte Tätigkeiten ganztägig voll 

zumutbar. Aus diesem Grund müsse am getroffenen Entscheid festgehal-

ten werden.

10. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 12. Sep-

tember 2014 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung und explizit die Zusprache einer IV-Rente. Begründend wurde 

ausgeführt, er könne beruflich nicht mehr als Maurer bzw. Polier arbeiten 

oder andere schwere Tätigkeiten ausüben. Aufgrund seines Unfalls vom 

14. Dezember 1987 befinde er sich körperlich und allgemein in einem 

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schlechten Zustand. Die Folgen seines Unfalls seien sehr starke Schmer-

zen, Unruhe, Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit. Zusätzlich habe er auch 

seelische Beschwerden. Ausserdem belaste ihn seine schlechte finanziel-

le Situation sehr.

11. Mit ihrer Vernehmlassung vom 23. September 2014 beantragte die IV-

Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwer-

de unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Zur Begründung 

führte sie aus, in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in 

seiner Beschwerde vom 12. September 2014 keine neuen rechtserhebli-

chen Vorbringen anführe, werde auf eine Wiederholung der Begründung 

verzichtet und auf die angefochtene Verfügung vom 13. August 2014 

verwiesen, an welcher vollumfänglich festgehalten werde.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Verfügung sowie die im Recht liegenden Beweismittel 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-

gen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 13. August 2014. Eine solche An-

ordnung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegt (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bun-

desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]), kann 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als kantonales Versi-

cherungsgericht angefochten werden (Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Als for-

meller und materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von 

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der angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung, womit er zur Be-

schwerdeführung legitimiert ist (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]). Da die Beschwerde dem Verwaltungsgericht überdies 

form- und fristgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.Vm. Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 19. Septem-

ber 2013 Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung hat, 

beziehungsweise ob die IV-Stelle die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit und damit das Invalideneinkommen korrekt festgelegt hat. Mass-

gebend für die Beantwortung dieser Frage ist der bis zum Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses am 13. August 2014 eingetretene Sachverhalt (BGE 

129 V 1 E.1.2). Unbestritten ist insbesondere, dass der Beschwerdeführer 

in seiner angestammten Tätigkeit als Maurer/Vorarbeiter/Polier seit dem 

14. November 2012 zu 100 % arbeitsunfähig ist. Ebenfalls unbestritten ist 

das Valideneinkommen von Fr. 79'300.-- für das Vergleichsjahr 2013.

2. a) Ist eine versicherte Person zu mindestens 40 % invalid, hat sie Anspruch 

auf eine Viertelsrente. Bei einer Invalidität von mindestens 50 % besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einer solchen von mindestens 

60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einer solchen von 70 % auf eine 

ganze Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Invalidität erwerbstätiger 

Versicherter wird nach der Methode des Einkommensvergleichs bemes-

sen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-

lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invaliden-

einkommen), in Beziehung gesetzt zum so genannten Valideneinkom-

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men, das heisst dem Erwerbseinkommen, das die versicherte Person er-

zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG 

i.V.m. Art. 16 ATSG). Für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist es 

unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich ausgeübt wird.

b) Grundsätzlich gilt für die verschiedenen Sozialversicherungszweige der-

selbe Invaliditätsbegriff (Art. 8 ATSG), und die Bemessung des Invali-

ditätsgrades erfolgt nach derselben Methode (Art. 16 ATSG). Bei glei-

chem Gesundheitsschaden soll die Invaliditätsbemessung in der Invali-

denversicherung, der obligatorischen Unfallversicherung und in der Mi-

litärversicherung denselben Invaliditätsgrad ergeben (BGE 133 V 549 

E.6.1). Diese Koordination der Invaliditätsbemessung geht aber nicht so 

weit, dass seitens der Invalidenversicherung eine absolute Bindung an die 

Entscheide des Unfallversicherers bestehen würde (BGE 133 V 549 E.6). 

Die IV-Stellen müssen die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall 

selbstständig vornehmen (BGE 133 V 549 E.6.1). Dabei müssen sie eine 

allfällige bereits abgeschlossene Invaliditätsfestlegung durch den Unfall-

versicherer mitberücksichtigen und dürfen von dieser nur abweichen, 

wenn triftige Gründe vorliegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2013 

vom 3. März 2014 E.6.2; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, 

N. 42 zu Art. 16 ATSG). Zu beachten ist allerdings, dass die Vorausset-

zungen für eine Rente in der Unfallversicherung und in der Invalidenversi-

cherung trotz des grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffes verschieden 

sind. Die Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung berücksichtigt le-

diglich die unfallkausalen Gesundheitsprobleme, während die Invaliden-

versicherung alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt, 

insbesondere auch krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwick-

lungen, für welche der Unfall keine adäquate kausale Ursache darstellt 

(BGE 133 V 549 E.6.2). Von einem von Seiten der Unfallversicherung 

rechtskräftig festgelegten Invaliditätsgrad darf und soll die IV-Stelle somit 

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dann abweichen, wenn nebst den vom Unfallversicherer berücksichtigten 

unfallkausalen Beschwerden weitere, krankheitsbedingte Leiden eine in-

validisierende Wirkung haben, oder wenn es sonstige triftige Gründe gibt 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_517/2007 vom 16. September 2008 E.4.1).

c) Ein wichtiger Faktor für die Festlegung des Invaliditätsgrades bezie-

hungsweise des Invalideneinkommens ist die Frage, inwieweit die versi-

cherte Person in einer zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig ist. Zur Beant-

wortung dieser Frage sind die IV-Stellen und die Sozialversicherungsge-

richte auf die Einschätzungen medizinischer Experten angewiesen. Sie 

können sich auf den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD, Art. 59 Abs. 2bis 

IVG), auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf ex-

terne medizinische Sachverständige stützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Bei der 

Würdigung der medizinischen Unterlagen ist das Versicherungsgericht 

frei (Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberich-

tes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 

ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-

den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 

worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge ein-

leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E.5.1).

3. a) Im vorliegenden Fall legte die SUVA mit Verfügung vom 26. Juli 2013 ab 

dem 1. August 2013 einen Invaliditätsgrad von 29 % fest. Sie ging dabei 

von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 100 % in einer ad-

aptierten Tätigkeit, bei welcher keine Gewichte über zehn bis 15 Kilo-

gramm repetitiv gehoben werden müssen, aus. Ebenfalls solle es sich um 

eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Beschäftigungen mit längerdau-

ernder, vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition, ohne Vibrations-

belastung und ohne Schläge bezüglich der Wirbelsäule handeln. Bezüg-

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lich des rechten Fusses sollten das Gehen auf unebener Unterlage, Vi-

brationsbelastungen oder Schläge sowie Zwangshaltungen vermieden 

werden. Dabei stützte sich die SUVA insbesondere auf die Einschätzun-

gen ihres Kreisarztes Dr. med. C._____ vom 24. Mai 2013 (IV-act. 26 S. 

10 ff.) und den Austrittsbericht der Rehaklinik vom 12. März 2013 (IV-act. 

26 S. 1 ff.). Die IV-Stelle übernahm diesen Invaliditätsgrad im Vorbe-

scheid vom 19. März 2013 mit der Begründung, es lägen reine Unfallfol-

gen vor. Nachdem der Beschwerdeführer dagegen Einwand erhoben hat-

te, reichte Dr. med. B._____ am 4. April 2014 einen Bericht über die aktu-

elle Situation des Beschwerdeführers ein (IV-act. 43). Am 30. Juni 2014 

erfolgte abermals eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. 

C._____ (IV-act. 57). Am 13. August 2014 erliess die IV-Stelle die ange-

fochtene Verfügung und hielt auch nach den erneuten Einschätzungen 

der medizinischen Experten an der Begründung ihres Vorbescheids fest. 

Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Ansicht, er habe einen 

Anspruch auf eine IV-Rente und bringt somit sinngemäss vor, es müsse 

von einer höheren Einschränkung seiner Erwerbsfähigkeit ausgegangen 

werden.

b) Aufgrund der Akten muss davon ausgegangen werden, dass sämtliche 

Beschwerden des Beschwerdeführers mit Auswirkung auf seine Arbeits-

fähigkeit reine Unfallfolgen darstellen. Die Hautveränderung hat keine 

quantitative Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Auch bezüglich einer 

möglichen Alkoholproblematik ergibt sich aus den Arztberichten keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Es ist daher auf die Einschätzung der 

SUVA abzustellen. Einzige Differenz zwischen der Einschätzung des 

Kreisarztes Dr. med. C._____ vom 30. Juni 2014 und der Einschätzung 

von Dr. med. B._____ vom 4. April 2014, ist, dass Letzterer dem Be-

schwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert, wohingegen Ers-

terer von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgeht. Der Kreisarzt hat den 

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Beschwerdeführer jedoch mehrmals über einen langen Zeitraum unter-

sucht. Seine unter Einbezug der Vorakten erfolgten Einschätzungen er-

scheinen nachvollziehbar, schlüssig und widerspruchsfrei. So adaptierte 

er in seiner letzten Einschätzung das Gewichts-Limit zum Heben von Las-

ten für den Beschwerdeführer und reduzierte dieses auf fünf bis zehn Ki-

logramm wegen deutlicher Haltungsschwäche. An seiner Einschätzung, 

wonach beim Beschwerdeführer bei leidensadaptierter Tätigkeit eine Ar-

beitsfähigkeit von 100 % vorliege, hielt er jedoch fest. D._____ vom RAD 

Ostschweiz folgte dieser Einschätzung. In ihrem Abschlussbericht vom 

6. August 2014 führte sie hinsichtlich der unter „unfallfremd“ angeführten 

Diagnosen aus, es bestünden keine solchen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit. Der kreisärztlich geäusserte Verdacht auf eine Äthylpro-

blematik sei in den bisherigen medizinischen Unterlagen insbesondere 

was relevante Folgen anbelange nicht dokumentiert, wobei vermehrter 

Alkoholkonsum allein, so ein solcher bestünde, keine längere oder über-

dauernde Arbeitsunfähigkeit rechtfertige. Die dokumentierten psoriati-

schen Hautveränderungen würden zwar zu zusätzlichen qualitativen, 

nicht aber quantitativen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit führen 

(IV-act. 59 S. 9 f.). Der Beschwerdeführer selbst bringt nichts anderes vor, 

indem er ausführt, er könne beruflich nicht mehr als Maurer bzw. Polier 

arbeiten oder andere schwere Tätigkeiten ausüben und aufgrund seines 

Unfalls vom 14. Dezember 1987 befinde er sich körperlich und allgemein 

in einem schlechten Zustand und die Folgen seines Unfalls seien sehr 

starke Schmerzen, Unruhe, Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit. Denn es 

ist unbestritten, dass ihm die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist 

und erhebliche Unfallfolgen vorliegen.

c) Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf „seelische Beschwerden“ 

und somit auf psychische Einschränkungen. Hierzu ist jedoch festzustel-

len, dass in keinem der bei den Akten liegenden ärztlichen Berichte eine 

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psychiatrische Diagnose gestellt wird oder sich Hinweise auf einen psy-

chischen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit er-

geben. Der Beschwerdeführer hat ebenfalls keine solchen Berichte einge-

reicht. Auch aus den nichtmedizinischen Akten ergeben sich keine Hin-

weise auf invalidisierende psychische Probleme. Vor diesem Hintergrund 

bestand für die IV-Stelle keine Veranlassung, den Beschwerdeführer 

psychiatrisch abklären zu lassen. Zu einer solchen Abklärung wäre die IV-

Stelle nur dann verpflichtet gewesen, wenn zumindest gewisse objektive 

Anhaltspunkte für ein psychisches Leiden vorgelegen hätten (BGE 127 V 

228 E.3b). Inwiefern das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach ihn 

seine schlechte finanzielle Situation sehr belaste, seine Arbeitsfähigkeit 

beeinflusst, wird von ihm nicht dargelegt und ist im Übrigen auch nicht er-

sichtlich, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.

d) Aufgrund der medizinischen Unterlagen steht vorliegend fest, dass der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeits-

fähig (ganztags verwertbar) ist. Der Vollständigkeit halber sei hierbei noch 

erwähnt, dass die wirtschaftliche Verwertbarkeit seiner 

(Rest-)Arbeitsfähigkeit aufgrund seines Alters und der damit verbleiben-

den Aktivitätsdauer und unter Würdigung aller Umstände (Ausbildung, 

deutsche Muttersprache, langjährige Berufserfahrung, nicht derart gravie-

rende gesundheitliche Einschränkungen, dass keine seinen Leiden ange-

passte Tätigkeit mehr möglich wäre) ohne Weiteres zu bejahen ist (BGE 

138 V 457 E.3).

e) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es keine triftigen 

Gründe gibt, welche ein Abweichen von dem von der SUVA festgelegten 

Invaliditätsgrad gebieten würden. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-

führers wurde zum massgeblichen Zeitpunkt am 13. August 2014 nur 

durch die unfallbedingten Beschwerden eingeschränkt, krankheitsbeding-

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te Beschwerden spielten keine relevante Rolle, weder auf körperlicher 

noch auf psychischer Ebene.

4. Die SUVA hat ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers in einer leidensadaptierten Tätigkeit von 100 %, einem Invalidenein-

kommen für das Vergleichsjahr 2013 von Fr. 56‘627.45 und einem Vali-

deneinkommen von Fr. 79‘300.-- einen Invaliditätsgrad von 29 % ermittelt 

(IV-act. 32 S. 2). Auf diesen Invaliditätsgrad hat die IV-Stelle zu Recht ab-

gestellt. Weil der Beschwerdeführer damit den für eine Invalidenrente er-

forderlichen Invaliditätsgrad von 40 % nicht erreicht, hat die IV-Stelle ei-

nen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente ebenfalls 

zu Recht verneint. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als 

rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG 

– kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- fest-

gelegt. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 500.-- angemes-

sen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten im 

Sinne von Art. 73 VRG zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers. 

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine aus-

sergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 500.-- gehen zu Lasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]