# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ef8f25a-f857-5805-bbfb-c83633ac16d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2008 D-5522/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5522-2008_2008-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5522/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro; 
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A.A._______, geboren (...),
B.A._______, geboren (...),
Nigeria,
beide vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 21. August 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5522/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  am 8. Dezember  2006  in  die  Schweiz 
einreiste und gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (...) vom 13. Dezember 2006 sowie der kantonalen Anhörung 
vom  26. Februar  2007  zur  Begründung  des  Asylgesuches  im  We-
sentlichen  geltend  machte,  ihre  Eltern  hätten  sie  2002  mit  einem 
älteren Mann verheiraten wollen, was sie jedoch abgelehnt habe,

dass sie von den Eltern daraufhin misshandelt worden sei,

dass ihre Eltern, da sie im August/September 2006 als unverheiratete 
Frau schwanger geworden sei, sehr verärgert  gewesen seien und ihr 
Vater sie deshalb in die Moschee zum Imam habe bringen wollen,

dass ihr in ihrem Heimatland gemäss Scharia die Steinigung drohe,

dass sie sich nach C._______ begeben habe, dort jedoch von mehre-
ren Männern gesucht worden sei,

dass sie dort  eine Frau kennengelernt habe, welche sie in der Folge 
ins Ausland gebracht,  jedoch von ihr – in Italien angekommen – die 
Rückzahlung der Reiseauslagen mittels Prostitution verlangte habe,

dass sie einen Mann getroffen habe, der Mitleid mit ihr gehabt und sie 
schliesslich in die Schweiz gebracht habe,

dass die Beschwerdeführerin am (...) den Sohn B._______ gebar,

dass beim BFM am 25. April 2008 ein Schreiben der Beschwerdefüh-
rerin unter Beilage einer Geburtsurkunde einging,

dass das BFM auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin in Anwen-
dung von Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 21. August 2008 – eröffnet am 
22. August 2008 – nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es der Beschwerdeführerin ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  die  Beschwerdeführerin  zudem  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage kei-
ne  zusätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  erforderlich 
seien,

dass ihre Schilderungen in wesentlichen Punkten der allgemeinen Er-
fahrung oder der Logik des Handelns widersprächen, widersprüchlich 
oder  –  aufgrund  fehlenden  zeitlichen oder  sachlichen Kausalzusam-
menhanges – nicht mehr relevant seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  (eigener)  Eingabe  vom 26. August 
2008  (Poststempel)  in  englischer  Sprache  sinngemäss  Beschwerde 
erhob und ankündigte, ihre Rechtsvertreterin werde eine Beschwerde-
schrift einreichen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. August 2008 beim Instruktions-
richter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art. 109  Abs. 2 
AsylG),

dass  die  Rechtsvertreterin  mit  Eingabe  vom 29. August  2008  (Post-
stempel) gegen den Entscheid des BFM beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mit der 
Anweisung, auf das Asylgesuch sei einzutreten, beantragte, eventuali-
ter  sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs 
der  Wegweisung  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,

dass die Beschwerdeführerin in prozessualer Hinsicht ferner die Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) sowie den Verzicht auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses beantragen liess,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

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2005  [VGG,  SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  eingereichte  Geburtsurkunde  kein  Identitätsdokument  dar-
stellt, welches geeignet ist, die Identität der Beschwerdeführerin nach-
zuweisen (vgl. BVGE 2007/7), weshalb ihre Identität nach wie vor un-
belegt ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass  die  Beschwerdeführerin  den  entsprechenden  vorinstanzlichen 
Ausführungen  in  ihrer  Beschwerdeschrift  nichts  Stichhaltiges  entge-

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genzubringen vermag und lediglich behauptet, ihr in Nigeria verbliebe-
ner Bruder habe den Reisepass im Elternhaus nicht gefunden,

dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
die  Beschwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht, da die Vorbringen der Beschwerdeführerin in 
wesentlichen Punkten der  allgemeinen Erfahrung und der  Logik  des 
Handelns widersprächen, teilweise widersprüchlich seien und – soweit 
Vorkommnisse aus dem Jahr 2002 geschildert  worden seien – ein in 
zeitlicher und sachlicher Hinsicht genügend enger Kausalzusammen-
hang zu verneinen sei,

dass die Ausführungen der Rechtsvertreterin in der Rechtsmitteleinga-
be,  wonach  die  allgemeine Situation  von Frauen in  Nigeria,  speziell 
diejenige alleinstehender  Frauen mit  Kleinkindern,  schwierig  sei,  zu-
treffend erscheinen,  jedoch die  Erwägungen der  Vorinstanz  nicht  zu 
entkräften vermögen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

dass vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen das Beste-
hen der Flüchtlingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden 
kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG nicht notwendig erscheinen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdefüh-
rerin nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihr und ihrem Sohn im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  insbesondere  den  überwiegenden  Teil 
ihres Lebens in Nigeria verbrachte und dort über ein Beziehungsnetz 
verfügt,

dass  sich  die  Eltern  und  der  Bruder  der  Beschwerdeführerin  immer 
noch in Nigeria aufhalten,

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dass aufgrund der nicht glaubhaften Angaben der Beschwerdeführerin 
davon auszugehen ist, sie werde – entgegen ihrer Behauptung – von 
den Eltern unterstützt,

dass – selbst wenn dies nicht der Fall wäre – von einem guten Verhält-
nis zum Bruder auszugehen ist  und die Beschwerdeführerin gemäss 
ihren Schilderungen über Freunde in Nigeria und deren Unterstützung 
verfügt,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren – wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (in Kopie)

- das Migrationsamt des Kantons (...) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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