# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ef502cd-9205-5165-97f7-46be52a483d5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 30.08.2001 U 214/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-214-99_2001-08-30.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 214/99 Hm 

 

 

III. Kammer 

 

Bundesrichter Schön, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter 

Ursprung; Gerichtsschreiber Grünvogel 

 

 

Urteil vom 30. August 2001 

 

in Sachen 

 

S.________, 1948, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecherin 

Daniela Mathys, Schwarztorstrasse 7, 3007 Bern, 

 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern 

 

 

 

A.- Der 1948 geborene S.________ war bei der Firma 

X.________ als Chauffeur angestellt und in dieser Eigenschaft 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) gegen Unfälle versichert. Am 1. Juli 1988 rutschte 

er beim Transport eines Klaviers als unterer von zwei Trägern 

auf einem Treppenabsatz aus, wodurch sich sein Traggurt 

verschob. Um nicht von der Last des Klaviers rückwärts 

die Treppe hinuntergestossen zu werden, stemmte der Versicherte 

mit dem Kopf gegen das Klavier. Seither klagt er 

über vermehrte Wirbelsäulenbeschwerden, insbesondere im 

Bereich der Halswirbelsäule (HWS) mit in den Nacken und den 

Hinterkopf ausstrahlenden Schmerzen. Die Arbeit setzte 

S.________ indessen deswegen nicht aus, begab sich aber zu 

Dr. C.________ in ärztliche Behandlung. Der Arzt bezeichnete 

die beim Unfall erlittene Verletzung als Verhebetrauma 

der HWS. Die von ihm beim Röntgen-Institut A.________ in 

Auftrag gegebene röntgenologische Untersuchung (vom 

15. Juli 1988) sowie die Computertomographie der HWS (vom 

3. November 1988) im Spital L.________ brachten diverse 

vorbestehende degenerative Veränderungen zu Tage. Bei persistierenden 

Beschwerden konnte die Behandlung am 17. Januar 

1989 abgeschlossen werden. 

Am 18. Juni 1990 meldete sich S.________ erneut bei 

Dr. C.________ wegen zunehmender Schmerzen im Schulter-Nackenbereich 

und wegen Parästhesien v.a. in den Beinen. 

Wegen der Diskopathie suchte er zudem Dr. H.________, Facharzt 

für Neurochirurgie, auf, welcher ihn untersuchte und 

anschliessend bis am 8. August 1990 medizinisch betreute. 

Eine von Dr. H.________ beim Röntgeninstitut M.________ in 

Auftrag gegebene MRI vom 19. Juni 1990 brachte neu zwei 

mediane Diskushernien C5/6 und C7/Th1 mit beidseitiger 

radikulärer Symptomatik zu Tage. Am 13. November 1990 nahm 

auch der SUVA-Kreisarzt Dr. O.________ eine Untersuchung 

vor. Danach wurde der erst am 12. September 1990 gemeldete 

Rückfall für erledigt betrachtet. 

Im März 1994 liess der Versicherte durch Dr. 

H.________ erneut einen Rückfall melden, nachdem der Arzt 

bereits am 12. November 1993 wiederum ein MRI der HWS sowie 

des zervikalen Spinalkanals in Auftrag gegeben hatte. Wegen 

der intermittierenden, von Dr. H.________ im Grunde genommen 

als persistierend bezeichneten Beschwerden beauftragte 

der Kreisarzt Dr. O.________ die Klinik B.________ mit der 

Klärung der Frage nach der Unfallkausalität des vorhandenen 

Leidensbilds. Im am 11. November 1994 erstatteten Bericht 

wird neben Benzodiazepinmissbrauch und einem 

chronisch-rezidivierenden Lumbovertebralsyndrom zufolge 

Osteochondrose L5/S1 auf ein chronisches zervikozephales 

Beschwerdesyndrom mit neurovegetativen Begleiterscheinungen 

(Nausea, unspezifischer Schwindel) und mnestischen 

Problemen zufolge Schmerzinterferenz bei vorbestehenden 

degenerativen Diskusveränderungen auf mehreren Etagen mit 

akuter Exazerbation am 1. Juli 1988 im Sinne einer 

Triggerung durch Unfall mit anschliessender Akzeleration 

des Geschehens sowie bei Diskushernie C7/Th1 mit Verdacht 

auf Radikulokompression C8 rechts geschlossen. Zuvor hatte 

u.a. bereits das medizinisch-radiologische Zentrum Klinik 

S.________ den Versicherten untersucht und bei dieser 

Gelegenheit von einem Status nach Schleudertrauma 1988 

gesprochen (Befundbericht vom 27. Juni 1994). Dr. 

H.________ äusserte in der Stellungnahme vom 21. Februar 

1995 die Überzeugung, der Unfall vom 1. Juli 1988 sei für 

die Herniation das auslösende Ereignis gewesen. 

Vom 25. Oktober bis 22. November 1995 begab sich 

S.________ auf Anraten des Kreisarztes Dr. O.________ in 

eine Badekur in der Klinik Z.________. Dies nachdem der 

Versicherte unmittelbar davor auf die Unterzeichnung eines 

Arbeitsvertrages bei der Firma W.________ verzichtet hatte, 

welche die (übrigen) Angestellten des in Konkurs gefallenen 

Arbeitgebers des Versicherten mit samt der Unternehmung 

übernahm. Bis dahin hatte er trotz der Beschwerden stets 

vollzeitig als Chauffeur gearbeitet. Seither übt er keine 

Tätigkeit mehr aus. Im Anschluss an die Badekur klagte er 

über eine Schmerzzunahme, worauf ihn der nunmehr behandelnde 

Allgemeinmediziner Dr. D.________ nach der Untersuchung 

vom 26. November 1995 zu 100 % arbeitsunfähig schrieb. Zur 

Klärung von therapeutischen Optionen ordnete der Kreisarzt 

Dr. O.________ eine ambulante Untersuchung bei der Klinik 

I.________ an, welche am 1. Juli 1996 durch den Oberarzt 

Dr. U.________ und die Assistenzärztin Dr. K.________ 

gemeinsam durchgeführt wurde. Im Bericht vom 2. Juli 1996 

äusserten sie den Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung, 

empfahlen ein neurochirurgisches Konsilium, eine 

medikamentöse Unterstützung sowie erneute physiotherapeutische 

Instruktion mit Mobilisationsübungen der HWS. Die 

Vorschläge wurden umgesetzt, ohne dass sie zu einer Verbesserung 

des Gesundheitszustandes geführt hätten. Der Verdacht 

einer Fehlverarbeitung der Schmerzen bestätigte sich, 

wie auch Dr. D.________ am 19. September 1996 zu berichten 

wusste. Zusätzlich entwickelte S.________ zunehmend wahnhafte 

Beeinträchtigungsideen, die in eine psychotische 

Krise mündeten, welche im Rahmen eines von ärztlicher Seite 

angeordneten fürsorgerischen Freiheitsentzuges in der Klinik 

P.________ vom 17. bis 31. Oktober 1996 behandelt werden 

musste. Die Medizinische Abteilung C.________, welche 

am 13. August 1997 über die Therapieversuche des chronischen, 

multifaktoriellen Schmerzsyndroms vom 9. Juni bis 

25. Juli 1997 berichtete, umschrieb die Schmerzverarbeitungsstörung 

näher als affektiv-motorischen, affektiv-vegetativen 

Schmerzmodus bei anamnestischen pain prone-Faktoren 

und Status nach paranoid gefärbter psychotischer Dekompensation 

im Oktober 1996. Nachdem von weiteren Behandlungen 

keine Besserung mehr erwartet werden durfte, fand am 

4. September 1997 die ärztliche Abschlussuntersuchung durch 

den Kreisarzt-Stellvertreter Dr. E.________ statt. Aus rein 

somatischer Sicht erhob er den Befund eines chronischen 

Zervikalsyndroms bei im vom Spital L.________ erstellten 

MRI vom 29. Mai 1997 nachgewiesenen degenerativen Veränderungen 

der unteren HWS mit Osteochondrosen C5/6, C6/7 und 

C7/Th1 sowie kleiner medianer Diskushernie C5/6 und auf 

Höhe C7/Th1 vorhandener Foramenstenose rechtsbetont und 

rechts mediolateraler Diskushernie, wodurch rechtsbetont 

eine Kompression der C8-Wurzel vorliege. Gleichzeitig 

schätzte der Arzt den unfallkausalen Integritätsschaden mit 

3,75 % ein. Die SUVA wartete die Ergebnisse der Abklärungen 

der Invalidenversicherung ab und richtete S.________ noch 

bis Ende April 1998 Taggelder aus, allerdings ab 1. März 

1998 nur noch auf der Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit. 

Mit Verfügung vom 11. Mai 1998 sprach die Anstalt 

S.________ mit Wirkung ab 1. Mai 1998 eine auf einer unfallbedingten 

Erwerbsunfähigkeit von 15 % basierende Invalidenrente 

sowie eine Integritätsentschädigung auf der 

Grundlage einer ereigniskausalen Integritätseinbusse von 

3,75 % zu. Auf Einsprache hin hielt die SUVA sowohl an der 

Verfügung vom 11. Mai 1998 als auch in Ausdehnung des 

Streitgegenstandes an der Reduktion der Taggeldleistungen 

per 1. März 1998 fest (Entscheid vom 16. September 1998). 

 

B.- Dagegen liess S.________ Beschwerde erheben, welche 

das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid 

vom 5. Mai 1999 abwies. 

 

C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt S.________ 

beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie 

des Einspracheentscheids vom 16. September 1998 sei die 

SUVA zu verpflichten, ihm die gesetzlich geschuldeten Leistungen 

zu erbringen, insbesondere ab März 1998 eine Invalidenrente 

auf der Basis einer vollen Erwerbsunfähigkeit 

und eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage eines 

Integritätsschadens von mehr als 3,75 %. Dabei wird u.a. 

ein Bericht des Dr. D.________ vom 14. August 1998 ins 

Recht gelegt. 

Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

Das Bundesamt für Sozialversicherung hat 

sich nicht vernehmen lassen. 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- a) Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem 

für die Leistungspflicht des Unfallversicherers zunächst 

vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 

Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 

289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Im angefochtenen Entscheid 

richtig wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zur weiter 

vorausgesetzten Adäquanz des Kausalzusammenhangs im 

Allgemeinen (BGE 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 461 Erw. 5a, 123 III 112 

Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c,) und bei psychischen 

Unfallfolgen (BGE 115 V 133) im Besonderen. Zutreffend 

sind auch die Erwägungen zu den gesetzlichen Bestimmungen 

und Grundsätzen über die Ermittlung des Invaliditätsgrades 

nach der Methode des Einkommensvergleichs 

(Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG) sowie den Anspruch auf Integritätsentschädigung 

(Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV) 

und deren Abstufung nach der Schwere des Integritätsschadens 

(Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV basierend auf 

Art. 36 Abs. 2 UVV; vgl. auch BGE 124 V 32 Erw. 1b mit Hinweisen). 

Darauf kann verwiesen werden. 

 

b) Ergänzend ist die Rechtsprechung zum Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 

bei Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung zu 

nennen. Danach ist ein natürlicher Zusammenhang in der 

Regel zu bejahen, wenn ein für diese Verletzung typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen 

usw. vorliegt (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Allerdings 

müssen die geklagten Beschwerden medizinisch einer 

fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben 

werden können und die Gesundheitsschädigung muss mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit dem versicherten Unfall stehen (BGE 

119 V 340 f. Erw. 2b/bb). Sodann findet die Rechtsprechung 

zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 Erw. 6) für 

die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs analog Anwendung. 

Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei 

den in der Gesamtwürdigung zu berücksichtigenden Kriterien 

auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen 

Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend 

ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer 

und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 

V 367 Erw. 6a). Dies gilt indessen nur, wenn die zum typischen 

Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden 

Beeinträchtigungen im Vergleich zu einer ausgeprägten 

psychischen Problematik nicht ganz in den Hintergrund 

treten: Andernfalls ist die Adäquanzbeurteilung unter dem 

Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall 

vorzunehmen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). 

Gründe, weshalb - wie vom Beschwerdeführer gefordert - 

nun neu auch bei der Frage nach der Adäquanz psychischer 

Unfallfolgen ohne Schleudertrauma der HWS oder äquivalente 

Verletzung nicht mehr zwischen psychischen und somatischen 

Komponenten zu differenzieren ist, sind keine ersichtlich. 

 

c) Bezüglich der Integritätsentschädigung ist ergänzend 

festzuhalten, dass falls mehrere, teils versicherte, 

teils nicht versicherte Ereignisse (worunter ausser nicht 

versicherte Unfälle auch ein Vorzustand oder eine interkurrente 

Erkrankung fallen) einen einheitlichen Integritätsschaden 

(Vorliegen eines Beschwerdebilds, das medizinischdiagnostisch 

nicht in einzelne, voneinander unterscheidbare 

Beeinträchtigungen aufgeteilt werden kann) verursachen, der 

Integritätsschaden gesamthaft nach Anhang 3 zur UVV oder 

allenfalls nach den SUVA-Tabellen einzuschätzen ist. In 

einem zweiten Schritt ist die Entschädigung nach Massgabe 

von Art. 36 Abs. 2 UVG entsprechend dem Kausalanteil der 

nicht versicherten Ereignisse am gesamten Integritätsschaden 

zu kürzen (BGE 116 V 157 Erw. 3c; Thomas Frei, Die Integritätsentschädigung 

nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung, Diss. Freiburg Schweiz 

1998, S. 44 ff., insbesondere S. 45). 

 

2.- a) Die somatischen Beschwerden sind unbestrittenermassen 

insoweit auf den Unfall zurückzuführen, als die 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen der HWS, wie sie 

im Bericht des Röntgen-Instituts A.________ vom 15. Juli 

1988 näher umschrieben sind (Discarthrose C6/7 mit Hinweis 

für eine Diskopathie auch zwischen C3/4 und C4/5, Einengung 

der Intervertebralräume C6/7, Randostheophyten C6/7, weniger 

C5/6), im Sinne einer Triggerung mit anschliessender 

Akzeleration beeinflusst wurden. Darüber hinaus bezeichnet 

der Beschwerdeführer den Unfall als ursächlich für die Diskushernien 

C5/6 und C6/Th1 mit radikulärer Symptomatik. 

Dabei stützt er sich in erster Linie auf die Stellungnahme 

des Neurochirurgen Dr. H.________ vom 21. Februar 1995, 

wonach die Herniation höchstwahrscheinlich mit dem Unfallereignis 

in Verbindung zu bringen sei. 

 

b) Wie von der SUVA in der Stellungnahme vom 6. September 

1999 zutreffend dargelegt, entspricht es einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien 

bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen 

entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, 

unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache 

in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann ein 

Bandscheibenvorfall betrachtet werden, wenn das Unfallereignis 

von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung 

der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der 

Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich 

und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten 

sind. Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, 

nicht aber (weitgehend) verursacht, übernimmt die 

Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige 

Brückensymptome gegeben sind (statt vieler: Urteil S. 

vom 12. April 2001, U 243/98, mit zahlreichen Hinweisen; 

vgl. auch Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden, 

Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere S. 56; Baur/ 

Nigst, Versicherungsmedizin, 2. Aufl., Bern 1985, S. 162 

ff.; Mollowitz, Der Unfallmann, 11. Aufl., Berlin 1993, 

S. 164 ff.). Insbesondere mit dem letztgenannten Kriterium 

werden auch jene Fälle aufgefangen, bei denen der Unfall 

neben weiteren Faktoren lediglich eine Teilursache für die 

im Anschluss an das Ereignis aufgetretenen Rückenbeschwerden 

darstellt. Vorausgesetzt ist indessen auch dort, dass 

die Symptome einer Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall auftreten (RKUV 

2000 Nr. U 379 S. 193 Erw. 2a; erwähntes Urteil S. vom 

12. April 2001; vgl. auch Debrunner/Ramseier, a.a.O., S. 55 

oben). 

 

c) Nicht nur, dass es an einem Unfallereignis von besonderer 

Schwere fehlt, sondern darüber hinaus traten die 

Symptome der Diskushernie erst mehrere Monate nach dem Unfall 

vom 1. Juli 1988 auf, erwähnte doch erstmals der den 

Versicherten seit dem 12. Juni 1990 betreuende Dr. 

H.________ mediane Diskushernien C5/6 und C7/Th1 als 

(mit-)ursächlich für das zervikobrachiale Syndrom. Dagegen 

finden sich in den bis zum erstmaligen Behandlungsabschluss 

erstellten Berichten des Hausarztes Dr. C.________ vom 

19. Oktober 1988 und 6. Januar 1989, des Röntgen-Instituts 

A.________ vom 15. Juli 1988 und des Spitals L.________ vom 

3. November 1988 - das allerdings nur die Segmente C3 bis 

C5 untersucht hatte - keine entsprechenden Hinweise. Das 

Unfallereignis ist somit in Nachachtung der in Erw. 2b dargelegten 

Rechtsprechung zum natürlichen Kausalzusammenhang 

bei Diskushernien nicht geeignet, Diskushernienrezidive zu 

verursachen. An diesem Ergebnis vermag auch die nicht näher 

begründete Einschätzung des Dr. H.________ vom 21. Februar 

1995 nichts zu ändern. 

 

3.- a) Die Vorinstanz hat das Vorliegen eines Schleudertraumas 

der HWS oder einer äquivalenten Verletzung als 

nicht ausgewiesen betrachtet und damit einen Zusammenhang 

zwischen den organisch nicht nachgewiesenen, aber vom 

Beschwerdeführer behaupteten Kopfschmerzen, dem Schwindel 

sowie den Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen und dem 

Unfall ausgeschlossen. Was das psychische Leiden anbelangt, 

erkannte sie auf eine teilweise natürliche Unfallkausalität, 

verneinte indessen die Leistungspflicht der SUVA in 

Anwendung der in BGE 115 V 138 Erw. 6 entwickelten und 

seither ständig angewandten Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts zur Frage der Adäquanz psychischer 

Beschwerden. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, beim Unfall ein 

Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente Verletzung 

erlitten zu haben, weshalb die Frage der Adäquanz zwischen 

dem Unfall und der unstrittig Auswirkungen auf die Arbeits- 

und Erwerbsfähigkeit zeigenden, anhaltenden Beschwerden 

anhand der Kriterien zu beurteilen sei, wie sie für Schleudertraumen 

der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle 

entwickelt wurde (BGE 117 V 359, insbesondere 

S. 367 Erw. 6a). Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfallereignis und dem psychischen Schaden sei aber so 

oder anders zu bejahen. Ferner sei davon auszugehen, dass 

die SUVA durch das Ausrichten von Taggeldern für eine unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit Oktober 1995 

nicht nur den natürlichen, sondern auch den adäquaten Kausalzusammenhang 

zwischen den psychischen Beschwerden und 

dem Unfall bereits anerkannt habe und daher nunmehr in Anlehnung 

an RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b die Adäquanz 

nur noch beim Vorliegen neuer medizinischer Erkenntnisse 

seit der Leistungsanerkennung verneint werden könnte. 

 

b) Was den letzten Einwand anbelangt, so ist dem Beschwerdeführer 

entgegenzuhalten, dass die differenzierende 

Praxis zur Adäquanz auf Fälle ausgerichtet ist, in denen 

die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs einige Zeit 

nach dem Unfallereignis stattfindet. Dies zeigt sich darin, 

dass verschiedene Adäquanzkriterien einen Zeitfaktor beinhalten 

(ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

Dauerbeschwerden, schwieriger Heilungsverlauf und Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit). Deshalb stellt sich die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zwischen schädigendem Ereignis 

und psychischen Fehlentwicklungen regelmässig erst nach 

einer längeren ärztlichen Behandlung und/oder nach einer 

länger dauernden, vollen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit 

(in BGE 127 V noch nicht veröffentlichtes Urteil J. vom 

2. März 2001, U 116/98). Wenn daher der Unfallversicherer 

- wie vorliegend - Taggelder auf der Basis einer die psychische 

Beeinträchtigung mitumfassenden Arbeitsunfähigkeit 

leistet, kann daraus nicht zugleich auf eine Anerkennung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs durch den Unfallversicherer 

geschlossen werden. Das vom Beschwerdeführer angerufene 

Urteil RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 steht diesen Ausführungen 

nicht entgegen, zumal dessen Erw. 3b ohnehin nicht den adäquaten, 

sondern den natürlichen Kausalzusammenhang betrifft. 

 

 

c) Die behandelnden Ärzte diagnostizierten initial ein 

Verhebetrauma der HWS (Dr. C.________ am 19. Oktober 1988) 

oder - nach präzisierter Schilderung des Geschehensablaufs 

durch den Versicherten - eine eindrückliche axiale Belastung 

der HWS (Kreisarzt Dr. O.________ am 13. November 

1990), was später von einigen Ärzten als ein Distorsions- 

bzw. genauer als ein Stauchungstrauma der HWS definiert 

wurde (wiederum Dr. O.________ am 11. April 1995, sowie 

u.a. Klinik Z.________ am 22. November 1995). Einzig im 

rund sechs Jahre nach dem Unfallereignis erstellten Befundbericht 

der Klinik S.________ vom 27. Juni 1994 wird eher 

beiläufig die Diagnose eines Status nach Schleudertrauma im 

Jahre 1988 erwähnt. Indessen findet diese auch in den später 

erstellen Arztberichten keine Stütze. Auch ist zwar 

angesichts der diagnostizierten massiven axialen Belastung, 

welche zu einer Stauchung der HWS geführt hat, davon auszugehen, 

dass physikalische Gesetze der Trägheit gewirkt 

haben, indem der Versicherte durch das Stemmen des Kopfes 

gegen das Klavier einen Treppensturz verhinderte. Von einem 

ruckartigen, schnellen Bewegungsablauf, vergleichbar einer 

für das Schleudertrauma der HWS charakteristischen Peitschenbewegung 

kann indessen keine Rede sein. Ebenso wenig 

klagte der Versicherte im Anschluss an das Unfallereignis 

über Beschwerden, wie sie nach einem Beschleunigungsmechanismus 

der HWS sonst typischerweise auftreten (Erw. 1b hievor), 

so dass gesamthaft gesehen weder ein Schleudertrauma 

der HWS noch eine äquivalente Verletzung ausgewiesen ist. 

Die Frage nach der Adäquanz zwischen dem Unfallereignis 

vom 1. Juli 1988 und der rund acht Jahre später, in der 

zweiten Jahreshälfte von 1996 verstärkt aufgetretenen, im 

natürlich kausalen Zusammenhang zum Unfall stehenden psychischen 

Beschwerden ist demnach in Übereinstimmung mit dem 

kantonalen Gericht nach den in BGE 115 V 138 Erw. 6 entwickelten 

Kriterien zu beantworten. 

 

d) Wie von der Vorinstanz zutreffend erwogen, ist der 

hier zur Diskussion stehende Unfall auf Grund des Hergangs 

und der erlittenen Verletzungen als mittelschwer zu qualifizieren 

und im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzuordnen. 

Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

muss daher eines der unfallbezogenen Beurteilungskriterien 

in besonders ausgeprägter Weise oder die zu berücksichtigenden 

Kriterien müssen in gehäufter oder auffallender 

Weise erfüllt sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). 

Der Unfall ist weder besonders eindrücklich noch hat 

er sich unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet. 

Von einer schweren oder besonderen Art der Verletzungen, 

die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, kann in Berücksichtigung der 

richtunggebend verschlimmerten vorbestehenden degenerativen 

Veränderungen der HWS nicht gesprochen werden. Ferner kann 

allein aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seit dem 

Aufenthalt vom 25. Oktober bis 22. November 1995 in der 

Klinik Z.________ über verstärkte Schmerzen im Bereich 

Nacken-Schulter-Arme bds. sowie Kribbeln und Hypästhesien 

in den Beinen klagt und dies der Elektrotherapie während 

der Kur zuschreibt, nicht auf eine Fehlbehandlung geschlossen 

werden. Objektive Anhaltspunkte finden sich diesbezüglich 

in den Akten keine. So konnte etwa Dr. D.________, der 

den Versicherten wenige Tage nach dem Klinikaufenthalt am 

26. November 1995 untersucht hatte, die behauptete Schmerzzunahme 

keinem medizinischen Korrelat zuordnen, bekräftigte 

gegenteils den Austrittsbefund der Klinik, wonach u.a. die 

Nacken- und Schultermuskulatur völlig entspannt sei. Zugleich 

wies der Allgemeinmediziner auf psychische Faktoren 

und den Arbeitsplatzverlust im Oktober/November 1995 hin. 

Die von Dr. K.________ am 1. Juli 1996 durchgeführten, vom 

Beschwerdeführer ebenfalls als Fehlbehandlung gerügten maximalen 

Bewegungsexkursionen der HWS führten objektiv gesehen 

ebenso wenig zu einer somatischen Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes, worauf Dr. D.________ im Bericht 

vom 19. September 1996 ausdrücklich verwies. Somit fehlt es 

an einer Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat. Das Kriterium Grad und Dauer der physischen 

Arbeitsunfähigkeit ist ebenfalls nicht erfüllt, konnte 

doch der Beschwerdeführer noch während Jahren nach dem 

Unfall voll arbeiten (Juli 1988 bis Oktober 1995). Dagegen 

ist, wie vom kantonalen Gericht treffend erwogen, von einer 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, körperlichen 

Dauerschmerzen sowie einem schwierigen Heilungsverlauf 

auszugehen, ohne dass eines dieser Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre. Insbesondere 

kann nicht gesagt werden, der Versicherte sei im gesamten 

Zeitraum in intensiver ärztlicher Behandlung gewesen, finden 

sich doch in den Akten für die Zeit von Ende 1990 

(Kreisärztliche Untersuchung vom 13. November 1990) bis 

Ende 1993 (MRI-Bericht vom 12. November 1993) keinerlei 

Hinweise auf eine ärztliche Therapie. Insgesamt hat die 

Vorinstanz die Adäquanz zu recht verneint. 

 

4.- a) Die Invalidität ist somit allein auf Grund der 

objektivierbaren organischen Unfallfolgen zu beurteilen. 

Hiefür kann mit dem kantonalen Gericht auf die Einschätzung 

des Dr. E.________ vom 4. September 1997 abgestellt werden, 

wonach dem Versicherten eine körperlich nicht schwer belastende 

Tätigkeit ganztägig zuzumuten sei. Dies mit der Einschränkung, 

dass eine ständige Zwangshaltung der Wirbelsäule, 

insbesondere der HWS, ein ständiges Tragen schwerer 

Lasten sowie das Führen von Motorfahrzeugen zu vermeiden 

seien. Dagegen sei ein vorübergehendes Heben und Befördern 

von Lasten bis zu 20 kg möglich wie auch eine ganztägige 

sitzende Tätigkeit ohne Zwangshaltung. Der vom Beschwerdeführer 

in diesem Zusammenhang letztinstanzlich ins Recht 

gelegte Bericht des Dr. D.________ vom 14. August 1998 - in 

der Verwaltungsgerichtsbeschwerde irrtümlich auf den 

18. Juni 1998 datiert - widerspricht dieser Einschätzung 

nicht, wird darin doch einzig der Gesundheitszustand als 

gesamtes, und damit einschliesslich der vorliegend auszuklammernden 

psychischen Beschwerden gewürdigt. 

 

b) Trotz der attestierten Einschränkungen verfügt der 

Beschwerdeführer über eine beträchtliche Restarbeitsfähigkeit, 

die er in zumutbarer Weise auf dem Arbeitsmarkt verwerten 

kann. Die SUVA hat mit dem Hinweis auf sieben in den 

von ihr verwendeten Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) 

näher beschriebenen Arbeitsstellen einige konkrete Beispiele 

aufgezeigt. Ob diese Stellen aktuell offen stehen, ist 

angesichts des weiten, dem Versicherten insgesamt offen 

stehenden Betätigungsfeldes ohne Belang. Ganz allgemein 

sind etwa Kontrollfunktionen, leichtere Sortier-, Prüf-, 

und Verpackungsarbeiten zu nennen, wie sie im als ausgeglichen 

unterstellten Arbeitsmarkt (Art. 18 Abs. 1 UVG) in 

ausreichender Anzahl zu finden sind. 

 

c) Was das Valideneinkommen anbelangt, so ist mit SUVA 

und Vorinstanz auf das Einkommen abzustellen, das der Versicherte 

im Jahre 1998 als gesunder Chauffeur bei der Firma 

W.________ mutmasslich erzielt hätte (Fr. 54'860.-). In der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dagegen nichts Konkretes 

vorgebracht. 

 

d) Für die Ermittlung des Lohnes, den der Beschwerdeführer 

bei vollschichtiger Verrichtung von in Erw. 4b hievor 

erwähnten Verweisungstätigkeiten zu erreichen vermöchte, 

hat die SUVA auf den Durchschnittsverdienst der in den 

sieben angesprochenen Blättern der DAP ausgewiesenen Tätigkeiten 

von Fr. 3550.- bis 3600.- monatlich oder 

Fr. 46'150.- bis 46'800.- im Jahr abgestellt, was von der 

Vorinstanz bestätigt worden ist. 

Werden für die Bemessung des Invaliditätsgrades die 

Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen 

1998 des Bundesamtes für Statistik (LSE) beigezogen (BGE 

126 V 76 Erw. 3b/bb), führt dies zu keinem anderen Ergebnis. 

Gemäss Tabelle TA1 belief sich der Zentralwert für 

Männer im privaten Sektor beim hier massgeblichen Anforderungsniveau 

4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) auf 

Fr. 4268.-. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche durchschnittliche 

Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden (Die Volkswirtschaft, 

Heft 12/1999, S. 27, Tabelle B 9.2) ergibt sich 

ein Einkommen von monatlich Fr. 4470.75 oder jährlich 

Fr. 53'648.75 (4470.75 x 12; LSE 1994 S. 30). Mit Blick 

darauf, dass der Beschwerdeführer unfallbedingt zwar an 

sich zu 100 % arbeitsfähig ist, sich die Einschränkung beim 

Heben und Tragen von schwereren Lasten aber im Vergleich zu 

den statistisch ermittelten Werten einkommensmindernd auswirken 

kann (vgl. BGE 126 V 79 f.), rechtfertigt sich vorliegend 

ein Abzug vom Tabellenlohn. Bei einer Reduktion 

von 10 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von rund 

Fr. 48'283.90, und im Vergleich zum Valideneinkommen 

(Fr. 54'860.-) ein Invaliditätsgrad von gegen 12 %. Der von 

der SUVA angenommene, vorinstanzlich bestätigte Invaliditätsgrad 

von 15 % lässt sich somit nicht beanstanden. 

 

5.- a) Bezüglich der Integritätsentschädigung haben 

Vorinstanz und SUVA auf die Einschätzung des Dr. E.________ 

vom 4. September 1997 abgestellt. Dr. E.________ hat der 

Bemessung des Integritätsschadens Tabelle 7 (Integritätsschaden 

bei Wirbelsäulenaffektionen) der von der SUVA unter 

dem Titel "Integritätsentschädigung gemäss UVG" veröffentlichten 

Richtwerte zu Grunde gelegt und in Anwendung des 

für Osteochondrosen über ein bis fünf Segmente ohne radikuläre 

Symptome bei Schmerzgrad ++ (geringe Dauerschmerzen, 

bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe) geltenden Richtwertes 

von 5-10 % den Integritätsschaden mit 7,5 % bemessen. 

Im Hinblick auf den Vorzustand hat Dr. E.________ die zu 

entschädigende unfallbedingte Integritätseinbusse auf 

3,75 % festgesetzt. 

 

b) Es besteht kein Grund, von dieser Einschätzung 

abzugehen. Nach ständiger Rechtsprechung stellen die von 

der SUVA herausgegebenen Tabellen eine geeignete Bemessungsgrundlage 

dar, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 

mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet 

werden soll (BGE 124 V 32 Erw. 1c). Offenbar 

hat der Arzt die den gesamten Integritätsschaden des Zervikalsyndroms 

ebenfalls beeinflussenden (nicht unfallbedingten) 

Diskushernien C5/6 und C7/Th1 mit radikulärer 

Symptomatik bereits in einem ersten Schritt vom gesamten 

Integritätsschaden ausgeklammert, ohne dies ausdrücklich zu 

erwähnen, indem er nicht von dem für Diskushernien bei 

Schmerzgrad ++ geltenden Richtwert von 10-20 %, sondern von 

dem um 50 % geringeren für Osteochondrosen ohne radikuläre 

Ausfälle ausgegangen ist und dessen Mittelwert allein wegen 

der (unfallfremden) Vorzustände (im Einzelnen Erw. 2a hievor) 

um die Hälfte gekürzt hat (Art. 36 Abs. 2 Satz 1 

UVG). 

Der Beschwerdeführer bringt keine triftigen Gründe 

vor, die eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender 

erscheinen liessen (Art. 132 lit. a OG; vgl. zur Ermessenskontrolle 

BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Er 

übersieht, dass die Integritätseinbusse auf Grund des chronischen 

Schmerzsyndroms mit Zervikalgie festzusetzen ist. 

Die Beeinträchtigungen auf Grund unfallfremder Vorzustände 

oder interkurrenten Erkrankungen, d.h. die nicht unfallbedingten 

Diskushernien C5/6 und C7/Th1 mit radikulärer Symptomatik, 

der Schwindel und die ebenfalls nicht mit dem Unfall 

in Verbindung zu bringenden neuropsychologischen Defizite 

sowie die psychogene Störung im Rahmen der Schmerzverarbeitungsproblematik 

sind hingegen nicht zu entschädigen. 

 

 

6.- Was endlich die Reduktion der Taggeldleistungen 

per 1. März 1998 sowie die Festsetzung des Rentenbeginns 

auf den 1. Mai 1998 anbelangt, ist auf die zutreffende 

Erwägung 7 im Einspracheentscheid vom 16. September 1998 zu 

verweisen, der das Eidgenössische Versicherungsgericht 

nichts beizufügen hat. Der Beschwerdeführer hat zu diesem 

Punkt weder im kantonalen Beschwerdeverfahren noch letztinstanzlich 

etwas Stichhaltiges vorgebracht. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht 

des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche 

Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung 

zugestellt. 

 

Luzern, 30. August 2001 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der III. Kammer: 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsschreiber: