# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa78126d-ec8e-5f9a-907a-517fe6991254
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2025 200 2024 719
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-719_2025-02-12.pdf

## Full Text

IV 200 2024 719 
FRC/SVE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2025, IV 200 2024 719

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Sachverhalt:

A.

Die 1976 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurde im August 2008 unter Verweis auf eine seit 27. Mai 2008 bestehen-
de Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) zur Früherfassung gemeldet (Akten der IVB [act. II] 2); im September 
2008 erfolgte unter Hinweis auf eine verminderte Merkspanne und einen 
erhöhten Zeitbedarf bei Denkprozessen die Anmeldung zum Leistungsbe-
zug (act. II 10). Die IVB tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche 
Abklärungen. Sie gewährte Frühinterventionsmassnahmen (act. II 12) so-
wie berufliche Massnahmen (act. II 25, 63, 70, 81, 82). Nachdem die Versi-
cherte eine Anstellung gefunden hatte, wurde die Arbeitsvermittlung am 
12. November 2014 abgeschlossen (act. II 112).

Im März 2021 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an 
(act. II 115, vgl. auch act. II 131). Die IVB führte wiederum erwerbliche und 
medizinische Erhebungen durch, gewährte Frühinterventionsmassnahmen 
(act. II 146, 157, 170) sowie berufliche Massnahmen (act. II 201, 219, 222, 
245) und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung (Gutachten vom 
5. Mai 2024 [act. II 287.1]). Gestützt darauf sprach sie der Versicherten mit 
Verfügung vom 10. Juli 2024 (act. II 293) eine ganze Rente zu. Weiter holte 
sie einen Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung (act. II 294) ein und 
verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 296) mit Ver-
fügung vom 26. September 2024 (act. II 297) einen Anspruch auf Hilflosen-
entschädigung.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
C.________, B.________, mit Eingabe vom 25. Oktober 2024 Beschwerde 
mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26.09.2024 sei aufzuheben.

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2. Der Beschwerdeführerin sei mit Wirkung ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt eine 
Hilflosenentschädigung zuzusprechen.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwert-
steuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 26. Novem-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2024 
(act. II 297). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG). Als hilflos gilt eine Per-
son, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-
bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-
chung bedarf (Art. 9 ATSG). Zu unterscheiden ist zwischen schwerer, mit-
telschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Massgebend für 
die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Ausmass der persönlichen 
Hilflosigkeit (Art. 42ter Abs. 1 Satz 1 IVG).

Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der 
Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begleitung 
angewiesen ist. Liegt ausschliesslich eine Beeinträchtigung der psychi-
schen Gesundheit vor, so gilt die Person nur als hilflos, wenn sie Anspruch 
auf eine Rente hat. Ist eine Person lediglich dauernd auf lebenspraktische 
Begleitung angewiesen, so liegt immer eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 
Abs. 3 IVG). 

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 38 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) liegt ein Bedarf an lebens-
praktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine voll-
jährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beein-
trächtigung der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbst-
ständig wohnen kann (lit. a), für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb 

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der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder 
ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). 

2.2.2 Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist, zu verhindern, dass Per-
sonen schwer verwahrlosen und/oder in ein Heim oder eine Klinik einge-
wiesen werden müssen. Die zu berücksichtigenden Hilfeleistungen müssen 
dieses Ziel verfolgen. Die Hilfeleistungen müssen absolut erforderlich sein, 
um selbstständig wohnen und den Heimeintritt vermeiden zu können. Le-
benspraktische Begleitung ist nur dann erforderlich, wenn eine Person un-
ter Berücksichtigung der Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht nicht 
fähig ist, ihre Grundversorgung sicherzustellen. Darunter ist zu verstehen: 
Nahrung, Körperpflege, angemessenen Kleidung, minimale Anforderungen 
an die Wohnungspflege usw. Ohne die Gewährleistung dieser Versorgung 
wäre eine Heimeinweisung unumgänglich (Rz. 2085 f. des Kreisschreibens 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Hilflosigkeit [KSH], 
gültig ab 1. Januar 2022, Stand: 1. Januar 2025; vgl. zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 
S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2.3 Gemäss dem Willen des Gesetzgebers soll der Anspruch auf Hilflo-
senentschädigung nicht bei jeglicher Form und Dauer der lebensprakti-
schen Begleitung gegeben sein. Vielmehr ist eine entsprechende Entschä-
digung durch die Invalidenversicherung nur bei einem bestimmten minima-
len Schweregrad der Hilflosigkeit gerechtfertigt. Nach der Rechtsprechung 
und der Verwaltungspraxis ist die Erheblichkeitsschwelle erreicht, wenn die 
lebenspraktische Begleitung gemäss Art. 42 Abs. 3 IVG in Verbindung mit 
Art. 38 IVV über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt 
während mindestens zwei Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 150 V 
334 E. 3.5 S. 337, 146 V 322 E. 6.1 S. 329; SVR 2024 IV Nr. 26 S. 86, 
9C_444/2023 E. 2.3). 

3.

3.1 In Bezug auf die Hilflosigkeit lässt sich den Akten – soweit für den 
vorliegenden Entscheid wesentlich – das Folgende entnehmen:

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3.1.1 Im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 15. Juli 2024 
(act. II 294) verneinte der Abklärungsdienst in allen sechs alltäglichen Le-
bensverrichtungen eine Hilflosigkeit (S. 4 ff. Ziff. 6). In Bezug auf die le-
benspraktische Begleitung wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin 
werde einmal wöchentlich für 90 Minuten durch D.________ unterstützt, 
etwa beim Ausmisten und Trennen von Gegenständen. Im Weiteren wür-
den Situationen besprochen, welche die Beschwerdeführerin beschäftigten 
und darüber geredet, was man machen könne, um aktiv zu werden. Dies 
falle ihr schwer. Hinsichtlich der Tagesstruktur gab die Beschwerdeführerin 
an, wenn es ihr gut gehe, der Antrieb da sei und das Wetter stimme, sei sie 
gerne unterwegs. So beispielsweise draussen am Laufen oder am … fah-
ren. In Phasen der Antriebslosigkeit sei es schwierig zu sagen. Die Wohn-
begleiterin erlebe die Situation seit dem letzten Jahr als instabil. Manchmal 
könne die Beschwerdeführerin sich motivieren und dann auch wieder nicht. 
In Bezug auf das Anfordern von Hilfe habe die Beschwerdeführerin, als es 
der Katze nicht gut gegangen sei, direkt den Tierarzt angerufen. Mit der 
persönlichen Hygiene habe sie keine Probleme. Die Beschwerdeführerin 
gab an, in der Wohnung sei die Hygiene schon ein Thema. Erhielte sie 
nicht regelmässig Besuch von der Wohnbegleiterin, hätte es beispielsweise 
viele Staubmäuse. Es helfe schon, dass die Wohnbegleiterin zu ihr komme. 
Sie mache vorher sauber. Danach gefragt, gab die Wohnbegleiterin an, die 
Beschwerdeführerin habe einen sehr aufgeräumten und sauberen Haus-
halt. Sie habe auch in den Schränken noch nie etwas angetroffen, was 
nicht vertretbar gewesen wäre. Es handle sich um einen durchschnittlichen 
bis überdurchschnittlichen Standard an Sauberkeit und Ordnung. Käme sie 
nicht, wäre es unter Umständen schon weniger sauber. Der Beschwerde-
führerin falle es schwer, für sich selbst Ordnung zu machen (S. 7 f. 
Ziff. 7.1). In Bezug auf das Einkaufen und Planen gab die Beschwerdefüh-
rerin an, sie koche für sich immer ähnliches. Sie mache sich beispielsweise 
Gemüse mit Reis. Wenn sie draussen unterwegs sei, esse sie auch ein 
Sandwich und Karotten. Sie habe auch Phasen, in denen es ihr nicht gut 
gehe und es zu Heisshungerattacken komme. Dann ernähre sie sich tage-
lang nur von Süssigkeiten. Dadurch habe sie grosse Gewichtsschwankun-
gen, etwa im Bereich von zehn Kilogramm. Die Wohnbegleiterin gab an, 
dass die Beschwerdeführerin Reinigungsarbeiten selbst erledige und hohe 
Ansprüche an sich habe. Die Beschwerdeführerin erklärte, auch die Wä-

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sche selbst zu machen. Sie könne jeden Freitagabend waschen. In Bezug 
auf administrative Arbeiten gab sie an, die Rechnungen selbst zu bezahlen 
und auch Belege bei der Krankenkasse einzureichen. Sie kümmere sich 
selbst um die finanziellen Angelegenheiten und könne den Wert einer Sa-
che einschätzen. Ohne Hilfe wäre es sicherlich weniger ordentlich in der 
Wohnung und es sammelten sich mehr Sachen an (S. 8 Ziff. 7.1). In Bezug 
auf die regelmässige Anwesenheit einer Drittperson zur Verhinderung einer 
dauernden Isolation von der Aussenwelt wurde ausgeführt, dass die Be-
schwerdeführerin in der Lage sei, selbst Termine zu vereinbaren und wahr-
zunehmen. Sie gehe regelmässig nach draussen und erledige die Einkäufe 
selbst (S. 9 Ziff. 7.3). Abschliessend wurde festgehalten, die Beschwerde-
führerin sei in der Lage, ihre Grundversorgung sicherzustellen und einen 
Haushalt zu führen sowie selbst die ausserhäuslichen Verrichtungen zu 
erledigen. Überdies liege keine dauernde Isolation von der Aussenwelt vor. 
Die Voraussetzungen der dauernden lebenspraktischen Begleitung gemäss 
Art. 42 Abs. 3 IVG seien aufgrund der angetroffenen Verhältnisse zur Zeit 
nicht erfüllt. Somit seien die Anspruchsvoraussetzungen für eine Hilflosen-
entschädigung gemäss Art. 42 IVG und Art. 37 IVV nicht erfüllt (S. 10 
Ziff. 8).

3.1.2 Im Bericht des Wohncoaching vom 23. Oktober 2024 zu Handen 
der Rechtsvertretung (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3) wurde aus-
geführt, dass die Beschwerdeführerin seit November 2022, mit sechsmona-
tigen Unterbruch, durch das Team der D.________ der psychiatrischen 
Dienste E.________ betreut werde. Die Termine fänden wöchentlich statt 
und dauerten jeweils 90 Minuten. Die Unterstützung und Beratung erstre-
cke sich auf die Bereiche Wohnen, Gesundheit, Tagesstruktur und soziale 
Kontakte. Der Schwerpunkt liege auf der Unterstützung im Sinne von Bera-
tung und Anleitung bei Haushaltsaufgaben, die der Beschwerdeführerin 
aufgrund von Handlungsblockaden schwer fielen, sowie auf stützende Ge-
spräche, die den Umgang mit alltäglichen Belastungen und Aufgaben er-
leichtern sollten. Daneben werde regelmässig an einer ausgewogenen 
Ernährung und einer dem Energieniveau entsprechenden Tages- und Frei-
zeitplanung gearbeitet. Auch die Förderung und Aufrechterhaltung sozialer 
Kontakte ausserhalb des professionellen Helfernetzes sei ein fortlaufendes 
Thema in der Begleitung. Darüber hinaus werde bei Bedarf Unterstützung 

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in administrativen Angelegenheiten geboten. Ebenso werde die Beschwer-
deführerin beim Aufbau einer geeigneten Tagesstruktur im zweiten Ar-
beitsmarkt begleitet. Die psychische Stabilität und die Vermeidung von so-
zialer Isolation könne nur durch eine konstante und engmaschige Betreu-
ung sichergestellt werden. Aus diesem Grund werde eine langfristige Be-
gleitung durch D.________ der psychiatrischen Dienste E.________ wei-
terhin erforderlich sein.

3.1.3 Im Bericht der ambulanten Pflegefachperson der Psychiatrie Spitex 
vom 24. Oktober 2024 (act. I 4), durch welche die Beschwerdeführerin 
wöchentlich seit dem 2. März 2023 während eineinhalb Stunden unterstützt 
wird, wurde ein Unterstützungsbedarf in zwischenmenschlichen Fertigkei-
ten, Umgang mit Gefühlen sowie Umgang mit Krisensituationen aufgeführt. 
Es würden soziale Herausforderungen angeschaut und nach möglichen 
Handlungsstrategien gesucht. Dabei gehe es hauptsächlich darum, zwi-
schenmenschliche Situationen vor- und nachzubesprechen. Themen seien 
Kontaktaufbau und -pflege, Hilfestellungen im Umgang mit verschiedenen 
Ämtern, Unterstützung, Formulare auszufüllen, Telefongespräche zu 
führen, Gefühle einzuordnen, um mit ihnen umgehen zu können. Ohne 
diese Unterstützung sei sie wiederholt in der Handlung blockiert, was zu 
Überforderung führe. Ebenfalls nähme die bereits bestehende Tendenz, 
soziale Kontakte zu vermeiden, weiter zu. All dies wirke sich nachteilig auf 
lebenspraktische Bereiche aus. Die Beschwerdeführerin reagiere sehr gut 
auf Unterstützung und arbeite sehr aktiv mit den Fachpersonen mit. Da-
durch habe einer sozialen Isolation bisher gut entgegengewirkt werden 
können und auch die vorhandene Tendenz zur Prokrastination werde durch 
die Unterstützung durch die Wohnbegleiterin in einem Rahmen gehalten, 
der mitunter zur Einschätzung von der Abklärungsfachperson der Hilflo-
senentschädigung als sehr gut eingeschätzt worden sei.

3.1.4 In der im Rahmen des Beschwerdeverfahren eingeholten Stellung-
nahme des Bereichs Abklärungen vom 22. November 2024 (in den Ge-
richtsakten) wurde ausgeführt, die Termine bei der ambulanten Pflegefach-
person der Psychiatrie Spitex würden durch die Beschwerdeführerin extern 
wahrgenommen. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie mit ihr 
über Probleme im Alltag und in der Arbeit spreche, im Weiteren Versiche-

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rungsangelegenheiten und die Tagesstruktur bespreche. In der Stellung-
nahme vom 24. Oktober 2024 (act. I 4) habe die Pflegefachperson ausge-
führt, dass der Unterstützungsbedarf bei den zwischenmenschlichen Fer-
tigkeiten, dem Umgang mit Gefühlen sowie mit Krisensituationen liege. 
Gespräche, welche den Psychiater oder Arzt ersetzten, könnten im Bereich 
der lebenspraktischen Begleitung nicht berücksichtigt werden. Im Weiteren 
habe die Beschwerdeführerin im persönlichen Gespräch angegeben, dass 
sie sehr pflichtbewusst sei und morgens rechtzeitig aufstehe, wenn sie zur 
Arbeit müsse. Zudem habe sie auch den Termin für das Abklärungsge-
spräch direkt vereinbaren und selbstständig die Teilnahme der Wohnbe-
gleiterin organisieren können. Die Hilfe bei der Tagesstrukturierung umfas-
se gemäss Rz. 2096 KSH beispielsweise die Aufforderung zum Aufstehen, 
Hilfe beim Festlegen und Einhalten von fixen Mahlzeigen, das Beachten 
eines Tages- und Nachtrhythmus, das Planen und Organisieren von Ter-
minen etc. Die Beschwerdeführerin koche selbst. Sie erledige auch selbst 
die Reinigungsarbeiten, es helfe schon, dass die Wohnbegleiterin wöchent-
lich komme. Sie mache zuvor selbst sauber. Gemäss Rz. 2098 KSH seien 
erforderliche Hilfeleistungen in den vorgenannten Bereichen unter dem 
Gesichtspunkt einer Verwahrlosung zu evaluieren. Die Beschwerdeführerin 
sei im Juni 2024 von einer zweiwöchigen …reise zurückgekehrt. Seit 2017 
habe sie bereits an etwa fünf weiteren Reisen teilgenommen. Sie vereinba-
re Termine selbstständig und nehme diese auch selbstständig wahr. Sie 
habe ein Generalabonnement und verwende auch die öffentlichen Ver-
kehrsmittel selbstständig. Eine lebenspraktische Begleitung sei notwendig, 
damit die versicherte Person in der Lage sei, das Haus für bestimmte not-
wendige Verrichtungen und Kontakte zu verlassen (Rz. 2013 KSH). Da die 
Beschwerdeführerin ausserhäusliche Wege selbstständig wahrnehme, lie-
ge keine Isolation im Sinne des Gesetzes vor.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene Faktoren 
zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizier-
ten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver-
hältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden 
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der 
versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen 
der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich 
muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Einschränkungen 
angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und 
Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbe-
richt voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der die Ab-
klärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschät-
zungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als 
das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 
130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 E. 3.2).

3.3

3.3.1 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 15. Juli 2024 
(act. II 294) samt Stellungnahme vom 22. November 2024 (in den Ge-
richtsakten) erfüllt die von der Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
solchen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor). Er wurde 
gestützt auf einen Hausbesuch durch eine Abklärungsperson verfasst und 
berücksichtigt die Angaben der Beschwerdeführerin. Damit ist er voll be-
weiskräftig und es besteht kein Anlass, in das Ermessen der Abklärungs-
fachperson einzugreifen. 

Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass keine Hilflosigkeit in den all-
täglichen Lebensverrichtungen vorliegt (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. II). Strei-
tig ist indessen die "Notwendigkeit der lebenspraktischen Begleitung". Be-
schwerdeweise wird vorgebracht, sowohl der Gutachter als auch die 
Wohnbegleiterin sowie die Pflegefachperson der Psychiatrie Spitex zeigten 
den engen Betreuungsbedarf der Beschwerdeführerin zur Sicherstellung 

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ihrer Grundversorgung auf, der mindestens drei Stunden pro Woche um-
fasse (Beschwerde S. 5 Ziff. 3). 

3.3.2 In Bezug auf Hilfeleistungen, ohne die das selbstständige Wohnen 
nicht möglich wäre (vgl. Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV), ist nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. zum Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; SVR 2022 UV Nr. 41 
S. 161, 8C_457/2021 E. 3.3), dass die Beschwerdeführerin aus gesund-
heitlichen Gründen nicht in der Lage ist, ohne die Hilfe von Drittpersonen 
alleine zu wohnen. Hilfeleistungen, ohne die das selbstständige Wohnen 
nicht möglich wäre, umfassen Hilfe bei der Tagesstrukturierung, Unterstüt-
zung bei der Bewältigung von Alltagssituationen (z.B. Fragen zu Gesund-
heit, Ernährung und Hygiene, einfache administrative Tätigkeiten) sowie bei 
der Haushaltsführung (Rz. 2095 KSH).

In Bezug auf die Hilfe bei der Tagesstrukturierung ist – wie die Abklärungs-
fachperson in der Stellungnahme vom 22. November 2024 (in den Ge-
richtsakten) zutreffend festhielt – beispielsweise die Aufforderung aufzuste-
hen, Hilfe beim Festlegen und Einhalten von fixen Mahlzeiten, das Beach-
ten eines Tages- und Nachtrhythmus sowie das Planen und Organisieren 
von Terminen erforderlich (Rz. 2096 KSH). Das Wohncoaching umfasst 
jedoch schwerpunktmässig die Beratung und Anleitung von Haushaltsauf-
gaben sowie stützende Gespräche im Umgang mit alltäglichen Belastun-
gen und Aufgaben (act. I 3), nicht aber konkrete Handlungsanweisungen 
zur Strukturierung des Tages. Die Beschwerdeführerin ist denn auch 
grundsätzlich in der Lage, morgens eigenständig aufzustehen, auch wenn 
ihr dies in Phasen besserer Stimmung und an Arbeitstagen deutlich besser 
gelingt (act. II 294 S. 4 Ziff. 6.2). So half ihr insbesondere etwa auch ihre 
Arbeitstätigkeit in der F.________, den Tag zu strukturieren (vgl. act. II 262 
S. 4 Ziff. 2.1). Sie benutzt den öffentlichen Verkehr, besitzt ein Generala-
bonnement, tätigt Einkäufe selbst und organisiert auch Termine beim Coif-
feur selbst, welche sie dann eigenständig – wie auch die Termine bei der 
Beschwerdegegnerin – wahrnimmt (act. II 294 S. 6 Ziff. 6.6). Es gelingt ihr 
folglich, ihren Tag ohne Hilfe zu strukturieren.

Was die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen anbe-
langt, litt die Beschwerdeführerin zwar phasenweise unter Essattacken, im 

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Rahmen derer sie sich auch tagelang nur von Süssigkeiten ernährte (vgl. 
auch act. II 287.1 S. 16 Ziff. 3.2.3), dies ist jedoch Jahre her. Grundsätzlich 
bereitet sie sich aber regelmässig – wenn auch einfache – Mahlzeiten zu. 
Sie versucht sich ausgewogen, d.h. mit allen Nahrungsmitteln, zu ernähren 
und nimmt an Arbeitstagen das vorbereitete Essen von zu Hause mit 
(act. II 287.1 S. 17 Ziff. 3.2.3). Gemäss Ernährungsberatung hat die Be-
schwerdeführerin ein gutes Grundwissen, mithin Kenntnis darüber, wie sich 
eine ausgewogene Mahlzeit zusammensetzt (vgl. hierzu auch Rz. 2097.1 
KSH). Weiter gelingt es ihr eigenständig Hilfe anzufordern, etwa wenn es 
der Katze nicht gut geht. Sie ist zudem in der Lage administrative und fi-
nanzielle Angelegenheiten selbst zu erledigen, so reicht sie beispielsweise 
Krankenkassenbelege selbstständig ein. Ferner stellt auch die persönliche 
Hygiene kein Probleme dar (vgl. hierzu auch act. II 287.1 S. 42 Ziff. 7.2). 
Folglich ist sie in der Lage Alltagssituationen eigenständig zu bewältigen.

Betreffend die Hilfe bei der Haushaltsführung umfasst das Wohncoaching 
zwar schwerpunktmässig die Beratung und Anleitung von Haushaltsaufga-
ben (act. I 3). So mag es auch hinsichtlich der Sauberkeit der Wohnung 
sein, dass sich die Beschwerdeführerin mehr zum Putzen motivieren kann, 
bevor die Wohnbegleiterin vorbeikommt. Entscheidend ist jedoch, dass die 
Beschwerdeführerin die Wohnungsreinigung sowie auch die Wäsche 
selbstständig erledigt. Sie hat gemäss eigenen Angaben hohe Ansprüche 
an sich selbst. Gemäss der Wohnbegleiterin handelt es sich denn auch um 
einen durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Haushalt bezüglich 
Sauberkeit und Ordnung (act. II 294 S. 7 f. Ziff. 7.1). Nach dem hiervor 
Dargelegten kann nicht von einer drohenden schweren Verwahrlosung 
i.S.v. Rz. 2085 KSH ausgegangen werden; auch die Mindeststandards 
i.S.v. Rz. 2098 KSH sind eingehalten. In diesem Zusammenhang ist weiter 
zu beachten, dass die Hilfeleistung absolut erforderlich sein müsste, um 
selbstständig wohnen und einen Heimeintritt vermeiden zu können 
(Rz. 2086). Ebenso reicht nicht, dass gewisse Tätigkeiten langsamer oder 
nur mit Schwierigkeiten oder nur in gewissen Momenten erledigt werden 
können (Rz. 2087 KSH). Die Pflegefachperson der Psychiatrie Spitex bietet 
Unterstützung in zwischenmenschlichen Fertigkeiten, Umgang mit Ge-
fühlen und Krisensituationen (act. I 4). Nicht berücksichtigt werden können 
aber – wie in der Stellungnahme der Abklärungsfachperson vom 22. No-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2025, IV 200 2024 719

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vember 2024 (S. 2) zutreffend festgehalten – diese Gespräche, welche den 
Psychiater oder den Arzt ersetzen oder auch Unterstützung beim Aussor-
tieren und Trennen von Gegenständen (vgl. act. II 294 S. 7 Ziff. 7.1). Mithin 
führt die Beschwerdeführerin ihren Haushalt ohne Hilfe.

3.3.3 Hinsichtlich der Notwendigkeit von Begleitung einer Drittperson für 
Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung (Art. 38 Abs. 1 lit. b 
IVV) ist die Beschwerdeführerin in der Lage, selbstständig mit den öffentli-
chen Verkehrsmitteln zu reisen und besitzt denn auch ein Generalabonne-
ment. Überdies hat sie seit 2017 schon an fünf Gruppenreisen teilgenom-
men. Sie erledigt Einkäufe eigenständig, ist in der Lage Termine beim Coif-
feur zu vereinbaren und diese dann selbstständig wahrzunehmen 
(act. II 294 S. 6 Ziff. 6.6). Auch fährt sie regelmässig zu einem Termin bei 
der Pflegefachperson der Psychiatrie Spitex und nimmt wöchentlich Termi-
ne bei der Psychotherapeutin und beim Psychiater wahr (S. 1 Ziff. 1). Mit-
hin ist die Erforderlichkeit einer Begleitung durch Dritte bei ausserhäusli-
chen Verrichtungen (vgl. hierzu auch Rz. 2103 KSH) nicht ersichtlich.

3.3.4 Was schliesslich die ernsthafte Gefahr betrifft, sich dauernd von der 
Aussenwelt zu isolieren (Art. 38 Abs. 1 lit. c IVV), muss sich zur Begrün-
dung einer lebenspraktischen Begleitung eine solche bereits manifestiert 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_543/2007 vom 28. April 
2008 E. 5.2.2; Rz. 2106 KSH), wobei selbst eine effektiv bereits eingetrete-
ne Isolation für sich alleine nicht genügt, solange sie überwiegend wahr-
scheinlich bloss vorübergehend ist, und keine Gefahr besteht, dass sie sich 
perpetuiert (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 42-42ter N. 50), was vorliegend nicht der Fall ist. Die 
Beschwerdeführerin lebt zwar zurückgezogen, reist jedoch selbstständig, 
geht Spazieren und pflegt das Hobby des ausserhäuslichen Fotografierens. 
Sie hat eine sehr gute Freundin und trifft sich selten noch mit ein oder zwei 
anderen Frauen (vgl. act. II 287.1 S. 18 Ziff. 3.2.3). Sie vereinbart Termine 
selbstständig, nimmt diese wahr und erledigt auch ihre Einkäufe selbst-
ständig (act. II 294 S. 9 Ziff. 7.3). Die Notwendigkeit einer Begleitung zur 
Vermeidung sozialer Isolation ist damit ebenfalls zu verneinen. 

3.3.5 Nach dem hiervor Dargelegten erweist sich der Sachverhalt als 
rechtsgenüglich abgeklärt und es kann auf weitere Abklärungen (Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2025, IV 200 2024 719

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schwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 3) verzichtet werden (vgl. zur antizi-
pierten Beweiswürdigung BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. Au-
gust 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Die Beschwerdegegnerin verneinte den Bedarf an le-
benspraktischer Begleitung und damit den Anspruch auf Hilflosenentschä-
digung zu Recht.

4.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 26. September 
2024 (act. II 297) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.-- werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwältin C.________ z.H. der Beschwerdeführe-

rin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.