# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a261d15-1535-516a-b535-f34ea9e70d2d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 15.07.2020 UV 2019/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-36_2020-07-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/36

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.03.2021

Entscheiddatum: 15.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2020
Art. 6 UVG: Gestützt auf die mit der Aktenlage bis Ende Dezember 2018 
übereinstimmenden kreisärztlichen Beurteilungen ist davon auszugehen, 
dass die Beschwerdegegnerin das Erreichen des Status quo sine zu Recht 
per Ende Dezember 2018 angenommen hat und ihre Leistungen zu Recht auf 
dieses Datum hin eingestellt hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2020, UV 2019/36).

Entscheid vom 15. Juli 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2019/36

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, 

Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der Arbeitslosenkasse des Kantons St. 

Gallen gemeldet und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) unfallversichert, als er am 16. Mai 2018 bei einem temporären Arbeitseinsatz aus 

einer Höhe von ca. zwei oder drei Metern von einer Leiter fiel (Suva-act. 1, 3 und 11). 

Noch am Unfalltag begab sich der Versicherte zu Dr. med. B.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin FMH, in Erstbehandlung. Dieser erhob als Befunde eine starke 

Dolenz an der unteren Lendenwirbelsäule (LWS) sowie eine Schwellung der Mittelhand. 

Er diagnostizierte eine Prellung bzw. Stauchung der LWS und eine Prellung einer 

Mittelhand, verschrieb dem Versicherten Analgetika sowie Physiotherapie und 

attestierte ihm eine voraussichtlich bis zum 10. Juli 2018 andauernde 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 15, 18 und 59). Am 23. Mai 2018 wurde beim 

Versicherten eine MRT-Untersuchung der LWS durchgeführt. Der untersuchende 

Radiologe konnte im Bereich der LWS kernspintomographisch keinen Frakturhinweis, 

jedoch folgende Befunde erkennen: Eine isolierte diskogene Radikulopathie von L4 

links, hervorgerufen durch eine kleine, linksseitige foraminale bis extraforaminale 

Diskushernie L4/5 mit direktem Kontakt zur foraminal austretenden Nervenwurzel L4 

links, eine leichte lumbale Spondylarthrose L3-S1 beidseits, eine Chondrose Th11-S1 

begleitet von einer ventralen Spondylose, insbesondere auf dem Niveau L2-4, eine 

mässige Diskusprotrusion L 4/5 mit medianer radiärer Anulus-Fissur sowie eine leichte 

Diskusprotrusion L5/S1 (Suva-act. 17). Mit Schreiben vom 30. Mai 2018 anerkannte die 

Suva gegenüber dem Versicherten ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 16. 

A.a. 

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Mai 2018 (Suva-act. 5). Am 4. Juli 2018 unterzog sich der Versicherte im 

Diagnosezentrum C.___ einer CT-gesteuerten Infiltrationsanästhesie L4/5 links (Suva-

act. 23), worüber Dr. B.___ die Suva anlässlich eines Telefonats vom 11. Juli 2018 

informierte. Auch teilte Dr. B.___ der Suva mit, dass der Versicherte weiterhin zu 100 % 

arbeitsunfähig sei (Suva-act. 22). In einem Telefoninterview mit der Suva gab der 

Versicherte am 17. Juli 2018 an, dass ihm die Spritze (gemeint wohl: Infiltration) nicht 

wirklich viel gebracht habe (Suva-act. 25). In einer gleichentags erstellten Beurteilung 

hielt Suva-Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, fest, 

dass die Diskopathie mit Bandscheibenvorfall nicht unfallkausal sei. Das Unfallereignis 

vom 16. Mai 2018 habe zu einer zeitlich limitierten, vorübergehenden Verschlimmerung 

eines unfallunabhängigen schweren, krankheitsbedingten Schadens an der LWS 

geführt, nicht jedoch zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung. Demnach sei die 

Behandlung bis zu einem Zeitraum von sechs Monaten nach dem Unfallereignis als 

unfallkausal zu übernehmen. Auch die Arbeitsunfähigkeit sei bis zu sechs Monate als 

unfallkausal ausgewiesen (Suva-act. 26).

Am 31. Juli 2018 überwies Dr. B.___ den Versicherten bei einer verbesserten 

Schmerzsituation über der LWS, jedoch anhaltenden Schmerzen von der LWS bis zum 

Fuss links, an die Klinik für Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) (Suva-

act. 29 S. 4). Anlässlich einer Sprechstunde vom 8. August 2018 konnten die 

behandelnden Ärzte in der MRT-Bildgebung vom 23. Mai 2018 keine wesentliche 

Nervenwurzelkompression durch eine Spinalkanalstenose oder den 

Bandscheibenvorfall erkennen. Sie beurteilten die Beschwerden in einer 

Zusammenschau der Befunde am ehesten als ein typisches, durch ein Trauma 

verursachtes ISG-Syndrom auf der linken Seite und empfahlen eine ISG-Infiltration 

links mit anschliessender Physiotherapie und Mobilisation des ISG (Suva-act. 35). Am 

13. August 2018 erfolgte die operative ISG-Infiltration links (Suva-act. 34). Die 

Diagnose eines ISG-Syndroms liess sich aufgrund des fehlenden Ansprechens auf die 

Infiltration nicht bestätigen. Aus diesem Grund empfahlen die behandelnden Ärzte der 

Neurochirurgie des KSSG anlässlich einer Sprechstunde anfangs September 2018 die 

Veranlassung einer erneuten Bildgebung (Suva-act. 36). In einer MRT-Untersuchung 

vom 14. September 2018 zeigte sich kein signifikanter Befundwechsel zur 

Untersuchung vom Mai 2018 bei allenfalls gering zunehmender breitbasiger 

A.b. 

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Diskushernie LWK5/SWK1 und geringen bis moderaten multisegmentalen 

degenerativen Veränderungen der LWS ohne Nachweis einer höhergradigen spinalen, 

rezessalen oder foraminalen Stenose bzw. einer Neurokompression bei geringer, 

osteodiskoligamentär bedingter Foraminalstenose für die Radix L5 links (Suva-act. 42). 

In einer Beurteilung vom 19. September 2018 kam Suva-Kreisarzt Dr. D.___ zum 

Schluss, dass die Berichte des KSSG nichts an seiner Beurteilung vom 17. Juli 2018 

änderten, sondern diese im Gegenteil noch bestärkten. Allerdings lagen ihm die 

Ergebnisse der MRT-Untersuchung vom September 2018 noch nicht vor, weshalb er 

deren Einholung anregte (Suva-act. 37). Am 27. September 2018 wurde der Versicherte 

bei Dr. med. E.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Wirbelsäulenzentrum F.___, vorstellig. Dieser hielt in der 

Beurteilung seines gleichentags verfassten Berichts fest, dass der Versicherte lokale 

Beschwerden, denen eine SIG-Irritation zu Grunde liegen könnte, beschreibe. Die 

Ausstrahlung in das linke Bein entspreche dem Dermatom S1. Ein Korrelat habe sich 

weder in der initialen MRT-Untersuchung noch in der Verlaufskontrolle gezeigt. Die 

Querfortsatzfrakturen seien fraglich frisch und zudem rechts. Die periradikuläre 

Infiltration habe, wie erwartet, nichts gebracht. Allerdings habe auch die SIG-Infiltration 

die Beschwerden nicht gelindert. Die diagnostischen Möglichkeiten seien erschöpft. 

Über die derzeit laufende Physiotherapie hinaus ergebe sich aktuell kein gezielter 

Behandlungsansatz (Suva-act. 39). Am 3. Oktober 2018 führte Suva-Kreisarzt Dr. D.___ 

aus, dass die MRT der LWS und des Beckens keine durch das Unfallereignis vom 16. 

Mai 2018 bedingten Schäden, sondern ausschliesslich degenerative krankhafte 

Schäden an der LWS, den Bandscheiben und Hüften zeige. Es lägen keine 

Querfortsatzfrakturen vor, schon gar keine frischen. Der Bericht des KSSG vom 

September 2018 sowie derjenige von Dr. E.___ würden die Beurteilung, wonach keine 

strukturellen Unfallfolgen vorlägen oder verursacht worden seien, bestätigen. Folglich 

sei auch die kreisärztliche Beurteilung vom 17. Juli 2018 zu bestätigen (Suva-act. 43).

Am 10. Oktober 2018 wurde der Versicherte bei Dr. med. G.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie 

H.___, vorstellig. Dieser hielt in einem gleichentags verfassten Bericht fest, dass beim 

Versicherten seit einem Sturz teilweise invalidisierende Schmerzen persistierten. 

Relevante strukturelle Verletzungen hätten nicht objektiviert werden können. 

A.c. 

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Infiltrationen seien ebenfalls ohne relevanten Erfolg geblieben. Durch das Sturzereignis 

sei es zu einer Dysfunktion des ISG sowie des unteren LWS-Bereichs gekommen. 

Durch das Schonen habe sich eine vollständige Dekonditionierung aufgebaut. Daher 

empfehle er einen Strategiewechsel. Er werde den Versicherten in die Physiotherapie 

einschleusen mit dem Ziel eines konsequenten funktionellen Belastungsaufbaus durch 

ein Krafttraining der Bauch- und Rückenmuskulatur. Damit sollten die Beschwerden 

mittelfristig günstig beeinflusst werden können (Suva-act. 47).

Mit einem Schreiben vom 15. Oktober 2018 stellte die Suva ihre 

Versicherungsleistungen per 20. November 2018 ein, da der Zustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe, spätestens am 20. November 2018 wieder 

erreicht sei. Aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung seien die noch bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt (Suva-act. 45).

A.d. 

In einem Bericht zu einer Verlaufskontrolle vom 14. November 2018 hielt Dr. G.___ 

fest, dass sich die Physiotherapie zu bewähren scheine. Der Versicherte berichte über 

einen deutlichen Beschwerderückgang und scheine mit der Behandlung sehr zufrieden 

zu sein. Zwar bestehe noch eine deutliche Druckdolenz über dem linksseitigen ISG, 

jedoch könne sich der Versicherte bereits wieder besser bücken. Noch immer bestehe 

eine Becken-Dysbalance. Die Hüftgelenke seien frei beweglich, wobei das linke 

Hüftgelenk in der Endphase noch schmerzhaft sei. Die Physiotherapie sei noch bis 

mindestens Ende Jahr weiterzuführen. Dem Schreiben der Suva, wonach der 

Vorzustand per 20. November 2018 wiederhergestellt sei, müsse er widersprechen. Der 

Heilungsverlauf sei günstig, jedoch gehe er davon aus, dass die Behandlung frühestens 

Mitte oder Ende Januar 2019 abgeschlossen werden könne (Suva-act. 51).

A.e. 

In einem Telefonat vom 29. November 2018 teilte der Versicherte bzw. dessen 

Sohn der Suva mit, mit der Leistungsterminierung nicht einverstanden zu sein. Dr. 

G.___ sei ganz klar der Meinung, dass die Beschwerden unfallbedingt seien. Die Suva 

werde gebeten, die Terminierung mit Blick auf den Bericht von Dr. G.___ vom 

14. November 2018 zu revidieren (Suva-act. 52).

A.f. 

In einer Beurteilung vom 30. November 2018 hielt Suva-Kreisarzt Dr. D.___ fest, 

dass das Datum der Leistungseinstellung nicht medizinisch, sondern durch die 

A.g. 

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Administration festgelegt worden sei. Eine medizinische Terminierung sei nur anhand 

von Befunden möglich. Zwar sei eine unfallkausale Behandlung bei einer 

vorübergehenden Verschlimmerung von LWS-Schäden während mindestens sechs 

Monaten ausgewiesen, jedoch jeweils im Einzelfall individuell zu beurteilen. Vorliegend 

werde die Beantwortung der Frage, ob und wann der Status quo sine erreicht werde, 

dadurch erschwert, dass keinerlei Unterlagen zu zwei vergleichbaren Vorschäden am 

Rücken vorlägen und der Versicherte vorbestehende Beschwerden verneine, jedoch 

keinen Nachweis dazu vorlege. Suva-Kreisarzt Dr. D.___ empfahl sodann die Einholung 

der kompletten Krankengeschichte des Versicherten bei Dr. B.___ zur Prüfung, ob 

bereits vor dem Unfallereignis Beschwerden dokumentiert seien. Ohne ausreichende 

Dokumentation sei ein Status quo sine nicht begründbar und die administrative 

Fallterminierung nicht haltbar (Suva-act. 53). In einer Stellungnahme vom 3. Dezember 

2018 erläuterte Suva-Kreisarzt Dr. D.___ ergänzend, dass die bisherigen kreisärztlichen 

Beurteilungen medizinisch korrekt gewesen seien, die Rechtsprechung jedoch 

medizinische Dokumente und Befunde als Grundalge für eine Beurteilung verlange. 

Das Fehlen von Unfallfolgen lasse sich nicht begründen, solange keine entsprechenden 

Unterlagen, insbesondere zum Status vor dem Unfallereignis, vorlägen (Suva-act. 55).

Auf eine entsprechende Nachfrage seitens der Suva (vgl. Suva-act. 56 ff.) liess Dr. 

B.___ der Suva am 11. Dezember 2018 die Krankengeschichte des Versicherten 

zukommen (Suva-act. 59). Überdies hielt er in einer E-Mail vom 12. Dezember 2018 

erklärend fest, dass bezüglich Rückenschmerzen früher keine speziellen Vorkommnisse 

stattgefunden hätten. Der Versicherte sei bei ihm im Jahr 2016 infolge eines akuten 

Schmerzsyndroms der LWS einmalig in Behandlung gewesen. Die Schmerzen seien 

innert weniger Tage abgeheilt. Am 29. November 2018 habe der Versicherte ihm 

mitgeteilt, dass es ihm viel besser gehe und er nur noch geringe Beschwerden habe. 

Der Fall sollte vermutungsweise in Kürze abgeschlossen werden können (Suva-act. 60).

A.h. 

In einer Beurteilung vom 17. Dezember 2018 hielt Suva-Kreisarzt Dr. D.___ fest, 

dass mit Bezug auf die von Dr. B.___ per E-Mail erteilten Auskünfte aus medizinischer 

Sicht davon auszugehen sei, dass der Status quo sine bis zum 31. Dezember 2018 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht sein sollte (Suva-act. 61).

A.i. 

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B.  

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2018 ersetze die Suva ihr Schreiben vom 15. 

Oktober 2018. Sie informierte den Versicherten darüber, dass sie die bisherigen 

Versicherungsleistungen neu per 31. Dezember 2018 einstellen werde, da der Zustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe, gemäss der medizinischen 

Beurteilung per Ende 2018 wieder erreicht sei (Suva-act. 62).

A.j. 

Am 11. Januar 2019 teilte der Versicherte der Suva mit, dass die Beurteilung, 

wonach der Zustand, wie er vor dem Unfall bestanden habe, per Ende 2018 wieder 

erreicht sei, weder sein Arzt noch er nachvollziehen könnten. Er reichte einen Bericht 

von Dr. G.___ vom 8. Januar 2019 ein und verlangte den Erlass einer einsprachefähigen 

Verfügung (Suva-act. 70 und 78).

A.k. 

Mit Verfügung vom 15. Januar 2019 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

per 31. Dezember 2018 ein, da die noch bestehenden Beschwerden gemäss der 

kreisärztlichen Beurteilung nicht mehr unfallkausal seien. Der Zustand, wie er sich auch 

ohne den Unfall vom 16. Mai 2018 eingestellt hätte, sei gemäss der medizinischen 

Beurteilung spätestens am 31. Dezember 2018 erreicht gewesen (Suva-act. 71).

A.l. 

In einer Stellungnahme vom 18. Januar 2019 hielt Suva-Kreisarzt Dr. D.___ fest, 

dass das Ablehnungsschreiben ungünstig formuliert gewesen sei, weil kein Status quo 

ante, sondern ein Status quo sine erreicht worden sei. In der Verfügung sei dies korrekt 

festgehalten worden. Bei Vorliegen der Einsprache bitte er um eine Wiedervorlage des 

Falles (Suva-act. 82).

A.m. 

Mit Schreiben vom 4. Februar 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung 

vom 15. Januar 2019 Einsprache (Suva-act. 84).

B.a. 

Am 11. Februar 2019 kam Suva-Kreisarzt Dr. D.___ in einer Aktenbeurteilung 

erneut zum Schluss, dass ab dem 1. Januar 2019 keine Unfallfolgen mehr vorlägen 

(Suva-act. 88).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 1. Mai 2019 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten mit Verweis auf die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 11. Februar 2019 

ab (Suva-act. 102).

B.c. 

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C.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. A. Fiechter, Widnau, am 31. 

Mai 2019 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 1. Mai 2019 sei 

aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm 

über den 1. Januar 2019 hinaus weiterhin sämtliche unfallversicherungsrechtlichen 

Leistungen zu erbringen, wobei die Angelegenheit zur Festlegung der Ansprüche an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei. Eventualiter sei ein neutrales orthopädisches 

Gutachten einzuholen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. In formeller Hinsicht beantragte er überdies die Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung sowie die Gewährung einer 

Nachfrist von 20 Tagen zur Einreichung einer zusätzlichen Beschwerdebegründung 

(act. G 1; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vgl. ferner act. G 4). Zusammen 

mit seiner Beschwerde reichte er einen Konsultationsbericht von Dr. med. I.___, 

Facharzt Wirbelsäulen-Neurochirurgie, Klinik J.___, vom 3. April 2019 (act. G 1.3) und 

einen Operationsbericht vom 20. Mai 2019 (act. G 1.4) ein. In seiner 

Beschwerdeergänzung vom 2. Juli 2019 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen unverändert fest (act. G 5). Weiter reichte er einen 

Austrittsbericht der Klinik J.___ bezüglich eines vom 19. bis 25. Mai 2019 dauernden 

stationären Aufenthaltes ein (act. G 5.1).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. August 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 13. Mai 2019 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 1. Mai 2019 (act. G 7).

C.b. 

Am 20. August 2019 entsprach das Versicherungsgericht dem Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht (act. G 8).

C.c. 

In seiner Replik vom 16. Oktober 2019 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 12). Zudem reichte er weitere 

Konsultationsberichte von Dr. I.___ vom September 2019 (act. G 12.1.5 f.) sowie einen 

MRT-Untersuchungsbericht vom 3. September 2019 (act. G 12.1.7) ein.

C.d. 

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Erwägungen

1.  

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Versicherungsleistungen für das Unfallereignis vom 16. Mai 2018 zu Recht per 31. 

Dezember 2018 eingestellt hat.

2. 

2.1. Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der 

Unfallversicherer hat aber auch nach der Anerkennung eines Unfallereignisses für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (vgl. 

BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Tatfrage nach 

dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das 

Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die 

Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 112 V 32 f. E. 1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 55 und 58 f.; André Nabold, in: Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, 

In ihrer Duplik vom 19. November 2019 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G 14).

C.e. 

Mit Schreiben vom 11. März 2020 reichte Rechtsanwalt Fiechter seine Honorarnote 

über Fr. 4'102.30 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein (act. G 16 und 16.1).

C.f. 

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N 53 und 59 zu Art. 6). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Haftung praktisch keine selbständige Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 

V 102 E. 3b, 118 V 291 f. E. 3a und 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

2.2. Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden 

einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht 

(mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies 

trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall 

früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Trifft ein Unfall auf 

einen vorgeschädigten Körper und steht medizinischerseits fest, dass weder der Status 

quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht werden können, liegt eine 

richtungsgebende Verschlimmerung vor. Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O. S. 54; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 54 zu Art. 6).

2.3. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

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Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352, E. 3a mit 

Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall 

jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 

an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 

4.4 und 4.6; bestätigt etwa in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 

8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als 

zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die Expertin imstande 

ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 2. Februar 2016, 8C_674/2015, E. 2.2.1 mit Hinweisen, 

und vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgericht [EVG] vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2; 

PVG 1996 Nr. 89 S. 267 E. 3b).

2.4. Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz 

schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Während bei der 

Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, demzufolge die 

versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten 

Wegfall der Kausalität der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Die Beweislast liegt jedoch nur bezüglich 

derjenigen Verletzungen beim Unfallversicherer, welche thematisiert worden waren und 

somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des Bundesgerichts vom 20. 

August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des EVG vom 27. April 2005, U 6/05, 

auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.).

3. 

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3.1. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis bis zum 

31. Dezember 2018 anerkannt (vgl. Suva-act. 96 und 102). Sie stellt sich jedoch auf 

den Standpunkt, dass der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 16. Mai 2018 

eingestellt hätte (Status quo sine), spätestens am 31. Dezember 2018 erreicht gewesen 

sei (act. G 7 und 14). Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass auch 

die über den 31. Dezember 2018 hinaus andauernden Beschwerden noch immer 

unfallkausal seien (vgl. act. G 1 und 12). Zu prüfen ist somit, ob der Wegfall der 

Unfallkausalität per 31. Dezember 2018 gestützt auf die medizinische Aktenlage mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist.

3.2. Suva-Kreisarzt Dr. D.___ ist in seinen Beurteilungen stets davon ausgegangen, 

dass der Beschwerdeführer durch das Unfallereignis keine strukturellen Verletzungen 

erlitten habe. Das Unfallereignis habe nur zu einer zeitlich limitierten vorübergehenden 

Verschlimmerung eines unfallunabhängigen, krankhaften Vorzustandes an der LWS 

geführt (Suva-act. 26, 37, 43, 61, 82 und 88). Aufgrund der Beurteilungen zu den MRT-

Untersuchungen der LWS vom 23. Mai und 14. September 2018 erscheint die 

kreisärztliche Einschätzung schlüssig. In der MRT-Bildgebung haben sich nämlich 

multisegmentale degenerative Veränderungen der LWS gezeigt, wie beispielsweise 

eine Spondylarthrose L3-S1 sowie eine Chondrose TH11-S1 (vgl. Suva-act. 17 und 42). 

Angesichts der mannigfaltigen degenerativen Veränderungen erscheint es 

einleuchtend, dass auch die Diskushernie L4/5 degenerativ entstanden ist, zumal es 

gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts einer medizinischen Erfahrungstatsache entspricht, dass 

praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen 

entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache in 

Betracht fällt (Urteile des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2009, 8C_523/2009, E. 2.2, 

und vom 4. Mai 2010, 8C_1009/2009, E. 3.1.1; je mit Hinweisen). Schliesslich hat Dr. 

G.___ in seinem Sprechstundenbericht vom 10. Oktober 2018 in Übereinstimmung mit 

den Einschätzungen von Suva-Kreisarzt Dr. D.___ ausdrücklich erwähnt, dass beim 

Beschwerdeführer seit dem Sturz teilweise invalidisierende Schmerzen persistierten, 

jedoch keine relevanten strukturellen Verletzungen objektiviert worden seien (Suva-

act. 47). Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass das Unfallereignis im Bereich 

der LWS zu keinen neuen strukturellen Unfallfolgen und keiner richtungsgebenden 

Verschlimmerung geführt hat.

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3.3. Zu prüfen bleibt nun, ob die von Suva-Kreisarzt Dr. D.___ angenommene 

unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung der LWS-Situation eine über den 31. 

Dezember 2018 hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu 

begründen vermag. Mangels objektivierbarer traumatisch bedingter Korrelate sind 

sowohl die Ärzte des KSSG als auch Dr. G.___ von einem durch den Unfall ausgelösten 

ISG-Syndrom bzw. einer ISG-Dysbalance ausgegangen (vgl. Suva-act. 35 und 47). 

Während eine ISG-Infiltration keine Beschwerdelinderung gebracht hat (vgl. Suva-

act. 36), hat der Beschwerdeführer von dem von Dr. G.___ empfohlenen aktiven 

Therapieansatz mit Physiotherapie und Krafttraining jedoch profitieren können. Sowohl 

Dr. G.___ als auch Dr. B.___ haben im November bzw. Dezember 2018 von einer 

deutlichen Beschwerdebesserung berichtet (vgl. Suva-act. 51 und 60). Dr. B.___ hat 

am 12. Dezember 2018 sodann angegeben, dass der Fall vermutungsweise in Kürze 

abgeschlossen werden könne (Suva-act. 60). Folglich leuchtet auch die durch Suva-

Kreisarzt Dr. D.___ vorgenommene Fallterminierung per Ende des Jahres 2018 ein. 

Diese steht denn auch in Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 

wonach eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen 

Vorzustandes an der Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, 

spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten ist (Urteile des 

Bundesgerichts vom 1. Oktober 2009, 8C_523/2009, E. 2.2, und vom 4. Mai 2010, 

8C_1009/2009, E. 3.1.1; je mit Hinweisen). Zwar hat Dr. G.___ in einem Bericht vom 8. 

Januar 2019 die Leistungseinstellung dahingehend kritisiert, dass beim 

Beschwerdeführer noch immer Beschwerden im Bereich der LWS bestünden, während 

er vor dem Unfallereignis keine relevanten LWS-Beschwerden aufgewiesen habe 

(vgl. Suva-act. 84). Dieser Einwand, welcher der Beschwerdeführer auch in seiner 

Beschwerdeschrift vorgebracht hat (vgl. act. G 1), ist allerdings nicht stichhaltig. Eine 

vor dem Unfall allfällig vorhandene Beschwerdefreiheit schliesst vorbestehende 

degenerative Veränderungen nämlich nicht aus, wie Suva-Kreisarzt Dr. D.___ in seiner 

ausführlichen Beurteilung vom 11. Februar 2019 schlüssig dargelegt hat (vgl. Suva-

act. 88). Im Übrigen geht aus der Krankengeschichte hervor, dass der 

Beschwerdeführer immerhin im Jahr 2016 Dr. B.___ bereits einmal wegen eines akuten 

Schmerzsyndroms an der LWS aufgesucht hatte (vgl. Suva-act. 59 f.). Überdies hat Dr. 

G.___ in seiner Beurteilung vom 8. Januar 2019 in erster Linie die Grundlage 

bemängelt, auf welcher die Beschwerdegegnerin ihren Entschluss zur Fallterminierung 

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gefasst hat. Er hat beanstandet, dass die Leistungseinstellung auf einer reinen 

Aktenbeurteilung beruhe und einer administrativen Beurteilung gleichkomme, weshalb 

er eine umfassende Beurteilung durch den medizinischen Dienst gefordert hat 

(vgl. Suva-act. 84). Daraufhin hat die Beschwerdegegnerin den Fall nochmals Suva-

Kreisarzt Dr. D.___ vorgelegt, welcher am 11. Februar 2019 eine umfassende 

medizinische Aktenbeurteilung vorgenommen hat (Suva-act. 88). Diese 

Aktenbeurteilung hat die Beschwerdegegnerin Dr. G.___ zugestellt (vgl. Suva-act. 89), 

ohne dass sich dieser nochmals dazu geäussert hätte. Aufgrund der gut 

dokumentierten Aktenlage ist es sodann nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf Aktenbeurteilungen entschieden hat, ohne eine 

persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers in Auftrag zu geben. Andere 

Anhaltspunkte für die Fallterminierung ergeben sich auch nicht aus dem mit der 

Beschwerde eingereichten Konsultationsbericht vom 3. April 2019, in welchem Dr. I.___ 

aufgrund der persistierenden Rückenschmerzen eine operative Therapieoption mit 

Dekompression der LWK2/3 sowie LWK4/5 links in Erwägung gezogen hat (vgl. act. G 

1.3). Gleiches gilt für den Operationsbericht (act. G 1.4) sowie den Austrittsbericht der 

Klinik J.___ (act. G 5.1). Denn wie oben dargelegt, ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die LWS-Veränderungen, aufgrund derer 

der operative Eingriff durchgeführt worden ist, degenerativ bedingt sind (vgl. E. 3.2). 

Nach dem Gesagten kann auf die in Einklang mit der medizinischen Aktenlage 

stehenden Beurteilungen von Suva-Kreisarzt Dr. D.___ abgestellt werden, womit sich 

die Leistungseinstellung per 31. Dezember 2018 hinsichtlich der LWS-Situation als 

rechtmässig erweist.

3.4. Was die Unfallkausalität der erstmals mit der Replik vorgebrachten, angeblich 

posttraumatisch bedingten Mehrspeicherung am Malleolus medialis links betrifft, ist 

festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin diesbezüglich nie eine Leistungspflicht 

anerkannt hat, da ihr im Zeitpunkt des Erlasses des Anerkennungsschreibens eine 

solche nicht bekannt gewesen ist (vgl. Suva-act. 5). In den Unfallmeldungen sind 

lediglich Verletzungen an den Händen, am Rücken und am Schädel bzw. Gehirn 

genannt worden (vgl. Suva-act. 1 und 11). Die Aktenlage hat im Zeitpunkt der 

Anerkennung des Leistungsfalls auf Rückenprobleme hingewiesen. Demnach trägt die 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Mehrspeicherung am Malleolus medialis links 

nicht die Beweislast für den Wegfall der Unfallkausalität. Vielmehr müsste für eine 

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Leistungspflicht die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(vgl. E. 2.4). Die Unfallkausalität dieser neu geltend gemachten Schädigung ist jedoch 

zweifelhaft. Zum einen hat die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hingewiesen 

(vgl. act. G 14), dass der im Bericht zur 3-Phasen-Skelettszintigraphie vom 3. 

September 2019 verwendete Begriff "posttraumatisch" (vgl. act. G 12.1.7) nicht mit 

"unfallbedingt" gleichzusetzen ist. Der Begriff "posttraumatisch" beschreibt nämlich 

grundsätzlich lediglich einen zeitlichen Aspekt bzw. bedeutet, dass eine 

gesundheitliche Schädigung nach dem Unfall aufgetreten ist (BGE 119 V 340 E. 2b/bb; 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2016, 

UV 2014/47, E. 3.1.3; je mit Hinweisen). Zum anderen ist nicht ersichtlich, warum es 

aufgrund des Unfallereignisses zu einer Mehrspeicherung am Knochenvorsprung am 

distalen Ende der Tibia gekommen sein soll, da in diesem Bereich keine 

unfallbedingten Frakturen oder sonstigen Verletzungen dokumentiert sind. Dr. I.___ 

erklärt denn auch in keiner Weise, warum er von einer Unfallkausalität ausgeht. In 

seinem Sprechstundenbericht vom 26. September 2019 hält er ohne konkrete 

Bezugnahme auf diese Mehrspeicherung pauschal fest, dass der von ihm genannte 

Befund auf eine unfallbedingte Diagnose hindeute, wobei nicht klar wird, welchen 

Befund er meint. Im selben Bericht hat er nämlich auch noch von einer 

Ansatztendinopathie am Trochanter major links gesprochen (vgl. act. G 12.1.6). 

Schliesslich ist auffallend, dass im Bericht zur Skelettszintigraphie eine pathologische 

Anreicherung nicht nur am Malleolus medialis links, sondern auch an der rechten 

Patella sowie in den beiden Akromioklavikulargelenken erwähnt ist (vgl. act. G 12.1.7 

S. 1), was ebenfalls dagegen spricht, dass der Unfall zu dieser Mehrspeicherung 

geführt hat. Die Patella rechts war vom Unfall nämlich nicht betroffen gewesen. Nach 

dem Gesagten ist eine Unfallkausalität der Mehrspeicherung am Malleolus medialis 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Demnach erweist sich die 

von der Beschwerdegegnerin per 31. Dezember 2018 vorgenommene 

Leistungseinstellung auch unter dem Gesichtspunkt dieses neu vorgebrachten Leidens 

als rechtmässig.

4.

4.1. Zusammenfassend erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Leistungseinstellung per 31. Dezember 2018 als rechtmässig, weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist.

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4.2. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle sowie unter Berücksichtigung 

der eingereichten Honorarnote (vgl. act. G 16.1) eine pauschale Parteientschädigung 

von Fr. 4'100.-- als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 

Anwaltsgesetz [AnwG; sGS 963.70]). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'280.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist 

zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'280.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2020
	Art. 6 UVG: Gestützt auf die mit der Aktenlage bis Ende Dezember 2018 übereinstimmenden kreisärztlichen Beurteilungen ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin das Erreichen des Status quo sine zu Recht per Ende Dezember 2018 angenommen hat und ihre Leistungen zu Recht auf dieses Datum hin eingestellt hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2020, UV 2019/36).

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