# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 727e66e1-dac6-5fd7-9af2-e1e55fded495
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.07.2013 S 2013 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2013-42_2013-07-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 42

Versicherungsgericht

Verwaltungsrichterin Moser als Einzelrichterin und Simmen als 

Aktuar 

URTEIL
vom 8. Juli 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, AHV-

Ausgleichskasse, 

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Beiträge

- 2 -

1. A._____ ist in O._____ wohnhaft und steuerpflichtig. Am 16. März 2012 

erhielt die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubünden 

(Ausgleichskasse) von der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 

die Meldung, A._____ habe im Jahr 2010 aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit ein Einkommen von Fr. 31‘430.-- erzielt. 

Bemessungsgrundlage dafür bildete die ordentliche Veranlagung über die 

direkte Bundessteuer 2010. Nach Rücksprache mit der kantonalen 

Steuerverwaltung und Mitteilung an A._____, dass er ab 1. Januar 2010 

als Selbständigerwerbender im Nebenerwerb der AHV-Ausgleichskasse 

angeschlossen sei, forderte die Ausgleichskasse gestützt auf die Meldung 

der kantonalen Steuerverwaltung von A._____ mit Beitragsverfügung für 

Selbständigerwerbende vom 1. November 2012 die für die 

Beitragsperiode vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 vom 

massgebenden Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in der 

Höhe von Fr. 31‘430.-- geschuldeten persönlichen Beiträge in der Höhe 

von Fr. 2‘136.--. Mit Bescheid vom 8. November 2012 verfügte die 

Ausgleichskasse für das Beitragsjahr 2010 sodann Verzugszinsen im 

Rahmen von Fr. 198.15, wobei der Zinsenlauf vom 1. Januar 2011 bis 

8. November 2012 berücksichtigt wurde. 

2. Gegen die Beitrags- sowie die Verzugszinsenverfügung erhob A._____ 

mit Schreiben vom 1. Dezember 2012 Einsprache und machte geltend, 

seit dem Jahre 2004 Rentner und nicht mehr berufstätig zu sein. Er erfülle 

keine einzige Voraussetzung für eine selbständige Tätigkeit. 

3. Mit Entscheid vom 11. März 2013 wies die Ausgleichskasse die 

Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, es seien sowohl auf 

Einkommen aus selbständiger wie auch aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit Beiträge geschuldet. Einkommen aus selbständiger 

Tätigkeit sei jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in 

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unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstelle. Als selbständiges 

Einkommen würden alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte aus 

einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, 

aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen 

Erwerbstätigkeit gelten. Der Begriff der Erwerbstätigkeit setze die 

Ausübung einer auf Erzielung von Einkommen gerichteten bestimmten 

Tätigkeit voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht 

werden solle. Es komme nicht darauf an, wie eine beitragspflichtige 

Person sich selber subjektiv qualifiziere. Entscheidend seien vielmehr die 

tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch 

eine Tätigkeit begründet würden oder in deren Rahmen eine solche 

ausgeübt werde. Weiter führte die Ausgleichskasse aus, dass 

grundsätzlich alle steuerbaren Einkünfte aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit der Beitragspflicht unterlägen, soweit das AHVG und die 

AHVV keine abweichenden Regelungen enthielten. Die Ausgleichskassen 

hätten ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des AHV-Rechts zu 

beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen 

beitragspflichtig sei. Allerdings sollten sich die Ausgleichskassen bei der 

Qualifikation gemeldeter Einkünfte in der Regel auf die Steuermeldungen 

verlassen und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen, wenn 

sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergäben. 

A._____ habe aus der selbständigen Erwerbstätigkeit als 

Vermögensverwalter für Bekannte und Freunde in der Schweiz ein 

Einkommen in der Höhe von Fr. 31‘430.-- erzielt. Die Veranlagung für die 

direkte Bundessteuer für das Jahr 2010 habe er nicht angefochten. Sie 

sei folglich in Rechtskraft erwachsen, weshalb die Unterstellung unter die 

AHV-Beitragspflicht zu Recht erfolgt sei. Die Verzugszinsen seien 

gestützt auf Art. 41bis lit. b AHVV auf den für das Beitragsjahr 2010 

nachgeforderten Beiträgen verschuldensunabhängig zu entrichten. 

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4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ am 25. März 2013 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragte sinngemäss die Aufhebung des Entscheids der 

Ausgleichskasse. Er wendete erneut ein, nicht mehr berufstätig zu sein 

und kein irgendwie geartetes Erwerbseinkommen zu erzielen.

5. In ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2013 beantragte die 

Ausgleichskasse die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

verwies sie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. März 

2013. Weiter wies sie darauf hin, dass im verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahren einzig die Beitragsverfügung für 

Selbständigerwerbende für das Jahr 2010 vom 1. November 2012 und die 

Verzugszinsverfügung für nachgeforderte persönliche Beiträge des 

Jahres 2010 vom 8. November 2012 den Streitgegenstand darstellten und 

zu prüfen und beurteilen seien. 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5‘000.-- nicht 

überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da sich der 

Streitwert in vorliegender Streitsache auf Fr. 2‘334.15 (AHV-Beiträge von 

Fr. 2‘136.-- zuzüglich Verzugszinsen von Fr. 198.15) beläuft und das 

Verwaltungsgericht nicht in Fünferbesetzung entscheiden muss, ist die 

Zuständigkeit der Einzelrichterin offensichtlich gegeben. 

2. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 11. März 2013 bzw. die diesem zugrunde 

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liegenden Beitrags- und Verzugszinsverfügungen vom 1. bzw. 

8. November 2012. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob für das aus der 

Vermögensberatungen für Bekannte und Freunde erzielte 

Erwerbseinkommen AHV-Beiträge zu entrichten sind bzw. ob sich die 

Ausgleichskasse bei der Bemessung der Beiträge zu Recht auf das von 

der kantonalen Steuerverwaltung auf Grund der rechtskräftigen 

Veranlagung für die direkte Bundessteuer 2010 ermittelte 

Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 31‘430.-- abgestützt hat. Nicht 

Streitgegenstand bilden dagegen - entgegen dem in diesem Punkt 

ungenauen Einspracheentscheid vom 11. März 2013 - die provisorischen 

Beitragsverfügungen für Selbständigerwerbende für die Jahre 2011, 2012 

und 2013 vom 13. Dezember 2012 und 15. Februar 2013 und die 

Verzugszinsverfügung für nachgeforderte persönliche Beiträge des 

Jahres 2011 vom 17. Dezember 2012. 

3. a) Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) sind die natürlichen 

Personen, die in der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohnsitz haben oder 

in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben, obligatorisch nach diesem 

Gesetz versichert. Nach Art. 4 Abs. 1 AHVG werden die Beiträge der 

erwerbstätigen Versicherten in Prozenten des Einkommens aus 

unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt. Zum 

Erwerbseinkommen gehört das im In- und Ausland erzielte Bar- oder 

Naturaleinkommen aus einer Tätigkeit einschliesslich der Nebenbezüge, 

soweit nicht ausdrücklich Ausnahmen vorgesehen sind (Art. 6 Abs. 1 der 

Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 

831.101]). 

b) Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist jedes 

Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung 

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geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG). Als selbständiges 

Einkommen gelten nach Art. 17 AHVV alle in selbständiger Stellung 

erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und 

Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und 

Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) und der Gewinne aus der 

Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 

18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen 

erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Vom Einkommen aus 

einer nebenberuflich ausgeübten selbständigen Erwerbstätigkeit, das 

Fr. 2‘200.-- im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf 

Verlangen des Versicherten erhoben (Art. 19 AHVV in der für das 

massgebende Beitragsjahr 2010 gültigen Fassung). Weiter bestimmt 

Art. 23 Abs. 1 AHVV, dass die kantonalen Steuerbehörden das für die 

Bemessung der Beiträge massgebende Erwerbseinkommen auf Grund 

der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im 

Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden 

rechtskräftigen kantonalen Veranlagung ermitteln. Die Angaben der 

kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich 

(Abs. 4). Dabei begründet nach der geltenden Rechtsprechung 

grundsätzlich jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit 

Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. 

Denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt den Steuerbehörden, 

in deren Aufgabenkreis der Sozialversicherungsrichter nicht mit eigenen 

Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Der selbständig erwerbende 

Versicherte hat demnach seine Rechte im Hinblick auf die AHV-rechtliche 

Beitragspflicht in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 

110 V 369 E.2a). Ein Abweichen der Ausgleichskasse von einer 

rechtskräftigen Steuerveranlagung ist in der Regel nicht möglich, selbst 

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dann nicht, wenn die Abklärung ergibt, dass die Veranlagung für die 

direkte Bundessteuer bei rechtzeitigem Einlegen eines Rechtsmittels 

wahrscheinlich korrigiert worden wäre. Denn einerseits hat jede 

rechtskräftige Steuerveranlagung die Vermutung für sich, sie entspreche 

dem wirtschaftlichen Sachverhalt. Andererseits ist zu beachten, dass der 

Sozialversicherungsrichter zum Steuerrichter würde, wenn er beurteilen 

sollte, ob bei rechtzeitiger Erhebung der gesetzlichen Rechtsmittel die 

Veranlagung für die direkte Bundessteuer mit praktischer Sicherheit 

korrigiert würde. Dies widerspräche indessen offensichtlich der vom 

Gesetz vorgenommenen Kompetenzabgrenzung zwischen den Steuer- 

und Sozialversicherungsorganen (Art. 23 Abs. 1 AHVV), an welcher 

festzuhalten ist (BGE 110 V 369 E.2b). 

c) Gemäss gefestigter Lehre und ständiger Rechtsprechung ist die in Art. 23 

Abs. 4 AHVV erwähnte „Verbindlichkeit“ nicht absolut zu verstehen. 

Vielmehr ist die absolute Bindungswirkung der Angaben der 

Steuerbehörden für die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete 

Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen 

Steuerveranlagungen auf die Bemessung des massgebenden 

Einkommens (ziffernmässige Betragshöhe) und des betrieblichen 

Eigenkapitals beschränkt. Die zitierte Verbindlichkeit betrifft aber gerade 

nicht die AHV-beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens und 

beschlägt deshalb namentlich auch nicht die Frage, ob überhaupt 

Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder 

unselbständiger Tätigkeit vorliegt. Die kantonalen Ausgleichskassen 

haben demnach ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des 

AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes 

Einkommen AHV-beitragspflichtig ist. Auch hinsichtlich der Beurteilung, 

ob selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, sind die 

Ausgleichskassen nicht an die Meldungen der kantonalen 

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Steuerbehörden gebunden. Allerdings sollen sie sich bei der Qualifikation 

des Erwerbseinkommens in der Regel auf die Steuermeldungen 

verlassen und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen, wenn 

sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben. 

Diese Beurteilungskompetenz der Ausgleichskasse gilt umso mehr dann, 

wenn bestimmt werden muss, ob ein Versicherter überhaupt erwerbstätig 

ist oder nicht. Daher rechtfertigt es sich, die Ausgleichskasse auch 

selbständig beurteilen zu lassen, ob ein von der Steuerbehörde 

gemeldetes Kapitaleinkommen als Erwerbseinkommen zu qualifizieren 

ist. Der Sozialversicherungsrichter darf daher stets dann von 

rechtskräftigen Steuerveranlagungen abweichen, wenn diese klar 

ausgewiesene Irrtümer enthalten, die ohne weiteres richtiggestellt werden 

können, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden müssen, die 

steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam 

sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuerveranlagung genügen 

hierzu nicht (BGE 102 V 27 E.3b, 101 V 81 E.3 in fine; HANSPETER KÄSER, 

Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., 

Bern 1996, Ziff. 8.3, S. 209 ff.; PETER FORSTER, AHV-Beitragsrecht, Zürich 

2007, § 9 S. 144 ff.; UELI KIESER, Rechtsprechung zur Alters- und 

Hinterlassenenversicherung, 2. Aufl., Zürich 2012, Art. 9 Rz. 82-91; PAUL 

CADOSCH, Die Verbindlichkeit der Steuermeldung für die AHV-

Beitragspflicht, in: ASA Bd. 62 S. 371 ff.). An dieser Rechtsprechung 

wurde auch in neuerer Zeit mehrfach festgehalten, indem jeweils betont 

wurde, dass die Steuerbehörden die Einkünfte und Vermögenszuflüsse 

nach steuerrechtlichen Grundsätzen zu bewerten und das Ergebnis der 

Ausgleichskasse zu melden hätten. Sache der Ausgleichskassen sei es 

dann, die erhaltenen Auskünfte weiter zu verarbeiten und insbesondere 

die AHV-Beitragsaufrechnung vorzunehmen (BGE 125 V 383 E.6b, 121 V 

80 E.2c mit Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden S 10 52 vom 17. August 2010 E.3). 

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4. a) Gegen die Erhebung der AHV-Beiträge bringt der Beschwerdeführer vor, 

er sei seit dem Jahr 2004 Rentner und als solcher nicht mehr berufstätig. 

Folglich erziele er auch kein Erwerbseinkommen, weshalb er auch nicht 

AHV-beitragspflichtig sei. Diese beschwerdeführerischen Aussagen 

stehen jedoch im Widerspruch zur AHV-Meldung für 

Selbständigerwerbende der kantonalen Steuerverwaltung vom 16. März 

2012, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2010 aus der selbständigen 

Erwerbstätigkeit als Vermögensverwalter für Bekannte und Freunde in der 

Schweiz ein Einkommen in der Höhe von Fr. 31‘430.-- erzielt habe. Im 

Schreiben vom 25. Juni 2012 führte der Beschwerdeführer auf 

entsprechende Anfrage der Ausgleichskasse - ohne dies jedoch mit 

entsprechenden Belegen zu untermauern - aus, sein erzieltes 

Einkommen habe aus einer Beratungstätigkeit in Deutschland resultiert. 

Die kantonale Steuerverwaltung qualifizierte diese Einkünfte jedoch - wie 

dem entsprechenden Schreiben vom 22. August 2012 zu entnehmen ist - 

als in der Schweiz erzieltes Einkommen, auch wenn die Freunde und 

Bekannten, welche der Beschwerdeführer beraten habe, im Ausland 

wohnten. Aus erwähntem Schreiben der kantonalen Steuerverwaltung 

geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer gegen die 

entsprechende Steuerveranlagung der direkten Bundessteuer 2010, worin 

das Einkommen als in der Schweiz erzielt qualifiziert wurde, keine 

Einsprache erhoben hat. Des Weiteren hat der Beschwerdeführer auch 

gegen das Schreiben der Ausgleichskasse vom 17. September 2012, mit 

welchem sie ihn aufforderte, Beweisdokumente einzureichen, aus 

welchen ersichtlich sei, dass auf dem aus der Beratungstätigkeit erzielten 

Einkommen in Deutschland bereits Beiträge an die Sozialversicherung 

bzw. Steuern auf diesem Einkommen abgerechnet worden seien, 

keinerlei Einwände erhoben. Vor diesem Hintergrund durfte die 

Ausgleichskasse ohne Weiteres davon ausgehen, dass der 

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Beschwerdeführer im Jahr 2010 in der Schweiz aus der selbständigen 

Tätigkeit effektiv ein entsprechendes Einkommen in der Höhe von 

Fr. 31‘420.-- erzielt hat. Ansonsten hätte sich der Beschwerdeführer 

gegen die entsprechende Steuerveranlagung sowie das erwähnte 

Schreiben der Ausgleichskasse vom 17. September 2012 gewiss zu Wehr 

gesetzt. Indem er dies unterlassen hat, muss er sich sein Untätigbleiben 

nun zum eigenen Nachteil anrechnen lassen. Dementsprechend hat die 

Ausgleichskasse das für die Berechnung der Beiträge 

Selbständigerwerbender massgebende Erwerbseinkommen zu Recht auf 

Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer 

festgesetzt. 

b) An diesem Ergebnis vermögen die beschwerdeführerischen Vorbringen, 

wonach die Voraussetzungen für eine selbständige Erwerbstätigkeit 

vorliegend nicht erfüllt seien, nichts zu ändern. Wie bereits vorstehend 

unter Erwägung 3b ausgeführt, gelten alle in selbständiger Stellung 

erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und 

Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit als Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit (Art. 17 AHVV). Die im Nebenerwerb ausgeführte 

Tätigkeit als Vermögensverwalter für Bekannte und Freunde fällt 

klarerweise unter die Begriffsdefinition der selbständigen Erwerbstätigkeit, 

handelt es sich bei der Vermögensverwaltung doch offensichtlich um 

einen freien Beruf, wie er in Art. 17 AHVV explizit erwähnt ist. Dies ergibt 

sich bereits aus der Tatsache, dass der Verband Schweizerischer 

Vermögensverwalter (VSV) als führender Branchenverband der 

unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz Mitglied des 

Schweizerischen Verbandes freier Berufe (SVFB) ist, welcher die Gruppe 

der Angehörigen der freien Berufe sowie deren Standesorganisationen 

auf nationaler Ebene vertritt. Vor diesem Hintergrund erweist sich das 

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Vorbringen des Beschwerdeführers als reine Schutzbehauptung, weshalb 

das aus der Tätigkeit als Vermögensberater erzielte Einkommen von 

Fr. 31‘430.--, wie im Übrigen auch jedes anders geartete Einkommen aus 

nebenberuflicher selbständiger Erwerbstätigkeit über Fr. 2‘200.-- (vgl. Art. 

19 AHVV in der für das massgebende Beitragsjahr 2010 gültigen 

Fassung), der AHV-Beitragspflicht unterliegt. 

c) Im Übrigen können auch in der Berechnung des massgeblichen 

Einkommens und der daraus folgenden Beitragsbemessung für das Jahr 

2010 durch die Ausgleichsbehörde keine offensichtlichen Unrichtigkeiten 

festgestellt werden. Gemäss rechtskräftiger Steuerveranlagung der 

direkten Bundessteuer des Jahres 2010 beträgt das im Jahr 2010 erzielte 

massgebende Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit Fr. 31‘430.-

-. Auf der Basis dieses Einkommens sind die noch ausstehenden 

persönlichen Beiträge in der Höhe von Fr. 2‘136.-- zu erheben. Der 

angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach - zumindest 

was die Erhebung der AHV-Beiträge in der Höhe von Fr. 2‘136.-- betrifft, 

als rechtmässig. 

5. a) Zu prüfen bleibt die Rechtsmässigkeit der infolge der nachgeforderten 

persönlichen Beiträge 2010 erhobenen Verzugszinsen in der Höhe von 

Fr. 198.15. Gemäss Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV haben Beitragspflichtige 

auf für vergangene Kalenderjahre nachgeforderte Beiträge Verzugszinsen 

zu entrichten. Nachdem vorliegend feststeht, dass der Beschwerdeführer 

für das vergangene Beitragsjahr 2010 AHV-beitragspflichtig war, hat die 

Ausgleichskasse grundsätzlich mit Recht entsprechende Verzugszinsen 

verfügt. Zu beantworten bleibt die Frage, ob die festgesetzten 

Verzugszinsen von der Ausgleichskasse auch der Höhe nach korrekt 

ermittelt wurden. 

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b) Der Zinsenlauf beginnt nach Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV am 1. Januar 

nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches die Beiträge geschuldet 

sind. Somit begann der Zinsenlauf für die Beiträge des Jahres 2010 am 

1. Januar 2011. Gemäss Art. 41bis Abs. 2 AHVV endet der Zinsenlauf mit 

der Rechnungsstellung. Im vorliegenden Fall verfügte die 

Ausgleichskasse mit Bescheid vom 8. November 2012 die Verzugszinsen 

für das Beitragsjahr 2010, weshalb der Zinsenlauf am 8. November 2012 

geendet hat. Der anzuwendende Zinssatz beträgt gemäss Art. 42 Abs. 2 

AHVV 5 % im Jahr, wobei die Zinsen tageweise berechnet werden 

(Abs. 3). Aufgrund vorstehender Ausführungen berechnen sich die 

Verzugszinsen wie folgt:

Beitragsjahr 2010
Betrag Fr. 2‘136.--
Beginn 1. Januar 2011
Ende 8. November 2012
Tage 668
Zinssatz 5 %
Zinsbetrag Fr. 198.15 ([Fr. 2‘136.-- x 5 x 668] / [100 x 360])

Dieser Betrag deckt sich mit dem von der Ausgleichskasse verfügten 

Verzugszins. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit 

auch hinsichtlich Erhebung und Höhe des Verzugszinses als rechtmässig. 

6. a) Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass das aus der selbständigen 

Erwerbstätigkeit als Vermögensberater herrührende Erwerbseinkommen 

des Beschwerdeführers AHV-beitragspflichtig ist und sich die 

Ausgleichskasse bei der Bemessung der Beiträge zu Recht auf das von 

der kantonalen Steuerverwaltung auf Grund der rechtskräftigen 

Veranlagung für die direkte Bundessteuer 2010 ermittelte 

Erwerbseinkommen abgestützt hat. Somit erweist sich der angefochtene 

Einspracheentscheid sowohl hinsichtlich der ihm zugrunde liegenden 

Beitragsverfügung vom 1. November 2012 als auch der 

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Verzugszinsverfügung vom 8. November 2012 als rechtens, weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist. 

b) Gemäss Art. 61 ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt die Einzelrichterin

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]