# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3dfc0d33-ab78-5491-a981-e9d422bc4c0b
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-11-29
**Language:** de
**Title:** Rente. Beweiskräftiges polydisziplinäres Gutachten, welches eine 100%ige resp. 70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausweist. In der Folge resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. (hängig)
**Docket/Reference:** IV.2024.00166
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2024.00166.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2024.00166
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Slavik
Ersatzrichterin Gasser Küffer
Gerichtsschreiber Müller
Urteil
vom
29. November 2024
in Sac
hen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson
ADVOMED
Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
,
geboren 1959, verfügt über keine berufliche Ausbildung (Urk.
9
/4 S.
1 und S.
5). Die Versicherte war ab 1.
Oktober 1989 als Mitarbeiterin im Hausdienst beim
Spital Y.___
tätig und da zuletzt in einem 85
%-Pensum angestellt
. Daneben war sie
in der Reinigung in Privathaushalten tätig
(vgl. Urk.
9
/3,
Urk.
9/9,
Urk.
9
/19 S.
3 unten, Urk.
9
/21 S.
1
f.
,
Urk.
9/110/24
).
Seit 22.
August 2016 arbeitete sie – abgesehen von Ende September bis Mitte Oktober 2016 und von Ende November bis Anfang Dezember 2016 – aufgrund ihrer Schmerzen nicht mehr (vgl. Urk.
9
/2 S.
5 unten, Urk.
9
/21/9). Unter Hinweis auf das im Auftrag der Pensionskasse
Z.___
erstellte vertrauensärztliche Gutachten von Dr.
med.
A.___
, Fachärztin für Phy
si
kali
sche Medizin und Rehabilitation FMH, vom 21.
Dezember 2016 (Urk.
9
/2), in welchem diese eine
Periarthropathia
humeroscapularis
, ein panvertebrales sowie ein
thorakolumbovertebrales
Schmerzsyndrom, eine
Achillessehnen
tendinopathie
sowie einen Diabetes mellitus Typ 2 diagnostiziert hatte (S.
2), meldete sich die Versicherte am 3.
April 2017 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk
. 9
/4). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die medizinische und erwerbliche Situation ab.
Mit Verfügung vom
9
.
Mai
2019
verneinte
sie
einen Rentenanspruch (Urk.
9
/
54
). Die
dagegen gerichtete
Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom
24
.
August
2020
in dem Sinne gut,
als
es in Aufhebung der Verfügung die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese, nach erfolgter Abklärung im
Sinne der Erwägung, neu verfüge (Verfahren IV.
2019
.
00426; Urk. 9/57)
.
1.2
In der Folge tätigte die IV-Stelle ergänzende medizinische Abklärungen
und
veranlasste
ein polydisziplinäres Gutachten beim
B.___
, welches am
28
.
Februar 2023
(Urk.
9
/
110
) erstattet
wurde
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk
. 9/115, Urk. 9/118, Urk. 9/122
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
16
.
Februar
2024
einen Renten
anspruch (Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
8
.
März 2024
(Urk.
1) Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom
16
.
Februar 2024
sei aufzuheben und es
sei
ihr eine volle Rente zuzusprechen; eventualiter
sei die Sache an die Beschwerdegeg
nerin
zur Vornahme weiterer Abklärungen
zurückzuweisen (S.
2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
28
.
April 2024
(Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung
vom 29
.
Mai 2024
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk
.
10
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten
anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Auf Grund der im
April 2017
anhängig gemachten Anmeldung bei der Invalidenversicherung könnten allfällige Leistungen frühestens ab
Oktober 2017
ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Verfügung vom
16
.
Februar
202
4
(Urk. 2) gestützt auf die gutachterliche Beurteilung des
B.___
aus,
der
Beschwerde
führer
in
sei
ihre
bisherige Tätigkeit als
Mitarbeiterin im Hausdienst beim
Spital Y.___
zwar nicht mehr möglich, jedoch sei
ihr
eine ihren körperlichen Einschränkungen angepasste Tätigkeit ab Oktober 2017, dem frühestmöglichen Rentenbeginn, voll und seit dem Jahr 2019 noch zu 70 % zumutbar
.
Bei einer Gegenüberstellung des Einkommens ohne gesundheitliche Einschränkung basierend auf dem Einkommen
beim
Spital Y.___
und des Einkommens mit gesundheitlicher Einschränkung gestützt auf die vom Bundes
amt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) resultiere
sowohl für die Zeit ab Oktober 2017 bei einem zumutbaren Pensum von 100 % als auch für die Zeit ab dem Jahr 2019 bei einem zumutbaren Pensum von 70 %
ein renten
ausschliessender Invaliditätsgrad von
10
%
bzw. 38 %.
Die gesundheitlichen Einschränkungen seien bereits mit dem verminderten Belastungsprofil berück
sichtigt, weshalb ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug nicht gewährt werde. Die Beschwerdeführerin habe seit jeher eine Hilfsarbeitertätigkeit ausgeübt. Es sei ihr daher zumutbar, dass sie die Restarbeitsfähigkeit von 70 % in einer anderen angepassten Hilfsarbeitertätigkeit
verwerte
(S.
2-
4
; vgl. auch die Beschwerde
antwort vom 28. April 2024 [Urk. 7]
).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
brachte
demgegenüber
in ihrer Beschwerde vom
8. März 2024 (Urk. 1)
im Wesentlichen vor
,
das
B.___
-Gutachten erweise sich als unvollständig und auch nicht schlüssig, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Die Beschwerdegegnerin habe in rechtswidriger Weise die geltende
Rechtslage zur Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund des fort
geschrittenen Alters ignoriert. Sollte wider Erwarten von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden,
sei
ihr ein leidensbedingter Abzug von mindestens 25 % vom Invalideneinkommen zu gewähren (S. 5-7).
2.3
Umstritten und zu prüfen ist damit, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenan
spruch
der
Beschwerdeführer
in
zu Recht verneint hat.
Ein Rentenanspruch k
ö
nnte frühestens ein halbes Jahr nach der Anmeldung vom
3
.
April
2017
, mithin im
Oktober
2017
(Art. 29 Abs.
1 IVG), entstehen.
3.
Dr. med.
C.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med.
D.___
, Facharzt FMH für Rheumatologie, Dr. med.
E.___
, Facharzt FMH für
Neurologie
, Dr. med.
F.___
, Facharzt FMH für
Otorhinolaryngologie
(ORL)
, und Dr. med.
G.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
B.___
nannten in ihrem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen polydis
ziplinären Gutachten vom
28
.
Februar
2023
in ihrer inter
disziplinären Gesamtbeur
teilung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 9/110
/1-16
S.
9
):
-
Gleichgewichtsstörung bei / mit zentraler vestibulärer Funktionsstörung
-
d
eutliche Gangataxie mit posturaler Instabilität sowie diskreter Ataxie der unteren Extremitäten unklarer Ätiologie überlagert mit Furcht vor weiteren Stürzen; Differentialdiagnose: mit funktioneller Überlagerung
Daneben nannten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeits
fähig
keit (S.
9
f.):
-
Diabetes mellitus
-
anamnestisch Hypercholesterinämie
-
unspezifische
Kreuzschmerzen mit begleitenden
ansatztendinotischen
Beschwerden am medialen dorsalen Beckenkamm beidseits (SIPS)
-
Status nach
lumboradikulärer
Reizsymptomatik S1 links 2014
-
Status nach rezidivierenden
periarthropathischen
Schulterbeschwerden rechts > links
-
muskuläre Dysbalance am Beckengürtel beidseits (Piriformis), dazu verkürzte Wadenmuskulatur beidseits
-
multilokuläres
Schmerzsyndrom mit klinischen Zeichen eines organisch nicht erklärbaren Beschwerdebildes (16/18 positive Fibromyalgie-Druck
punkte und 3/3 positive Kontrollpunkte), nicht einem rheumatologischen Krankheitsbild entsprechend
-
Verdacht auf dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4)
-
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
-
akzentuierte (histrionische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
-
chronische Sinusitis mit:
-
Zustand nach Nasen-Nasennebenhöhlen Revision
-
Altersentsprechend grenzwertige Vibrationsempfindung im Bereich der Grosszehen mit knapp auslösbarem ASR rechts und fehlendem ASR links, vereinbar mit einer leichten sensiblen wahrscheinlich diabetischen
Polyneuropathie sowie
Status nach
radikulärer S1-Symptomatik links
-
e
pisodische Kopfschmerzen vom Spannungsty
p
Die
B.___
-Gutachter
führten
im Wesentlichen
aus
,
s
ie hätten die komplexe Situation im Rahmen der Konsensbesprechung unter Einbezug aller Disziplinen eingehend besprochen und kämen zum Schluss, dass die angestammte Tätigkeit oder eine vergleichbare nicht adaptierte Tätigkeit seit 2019 nicht mehr möglich sei (S. 12 f.).
Weiter
hielten
die Gutachter
fest
, aus gutachterlicher rheumatolo
gischer Sicht bestünden weder klinische Befunde noch spezifische morpholo
gische Veränderungen am Bewegungsapparat, die eine mittelschwere Gewichts
belastung ausschliessen würden. Aus diesem Grund werde eine angepasste Tätigkeit aus gutachterlicher rheumatologischer Sicht umschrieben mit einer leichten bis mittelschweren Gewichtsbelastung mit vorzugsweise wechs
elbe
lastenden Tätigkeiten
ohne Zwangshaltungen im Sinne von läng
er dauernden Arbeitshaltungen vo
rnüber geneigt oder
rekliniert
oder
ständig deutlich über der
Schulterhorizontalen. Intermittierende Torsion
sbewegungen (z.B. mit Putz
maschinen) seien aus
rheumatologischer Sicht möglich
.
D
ie bisherige Tätigkeit
sei
nicht a
u
sserhalb dieser Limiten zu sehen.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit, wobei davon ausgegangen werden müsse, dass im Jahr 2019 aufgrund einer damals diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode kurzfristig eine vorüber
gehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40
%
vorgelegen habe (S. 12).
Keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergab sich aus der
allgemein-internistische
n
Begutachtung
(
Urk.
9/110/18-30 S. 11).
Entsprechend der neurologischen Beurteilung von
Dr.
E.___
und der ORL-Beurteilung von
Dr.
F.___
(
Urk.
9/110/32-52 S. 15 f. und
Urk.
9/110/52-66
S. 11 ff.) erachteten die Gutachter a
ufgrund der
2019 aufgetretenen
deutlichen Gangataxie Arbeiten auf Leitern und Gerüsten bzw. Tätigkeiten mit Absturz
gefahr
und damit die angestammte Tätigkeit als
nicht mehr möglich.
In einer angepassten vorwiegend statischen Tätigkeit bestehe, unter Berücksich
tigung der qualitativen Einschränkungen, bei anzunehmendem langsameren Arbeitstempo, eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30 %. Seitens der
otoneurologischen
Beschwerdesymptomatik könne der Beginn der qualitativen Einschränkung sowie der zusätzlichen partiell quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auf das Jahr 2019 festgelegt werden, mit Auftreten einer progre
dienten Gangunsicherheit. Leichte und mittelschwere körperliche Tätigkeiten, vorwiegend im Sitzen durchgeführte Tätigkeiten sowie administrative und organisatorische Tätigkeiten seien
zwar
aus neurologischer Sicht ganztags zu 100 % möglich.
Im Rahmen
des Konsenses
schlossen sich die Gutachter
indes
, was die quantitative Einschränkung der Leistungsfähigkeit anbelangt, den Schluss
folgerungen von
Dr.
F.___
in seinem ORL-Gutachten an
und schlossen
ab 2019
auf
eine Einschränkung von 30 % (S. 13 f.).
4.
4.1
Dem im Rahmen von Art. 44 ATSG eingeholten
B.___
-Gutachten vom
28
.
Februar
2023 (E. 3) lagen
internistische,
otorhinolaryngologische
, rheumatologische, psychiatrische und neurologische
Untersuchungen zugrunde. Es beruht damit auf den erforderlichen allseitigen klinischen Untersuchungen
–
hierbei unter anderem auf einer Funktionsdiagnose, welcher bei somatisch begründeten Funktionseinschränkungen zentrale Bedeutung zukommt (Urk.
9
/
110/67-84
S. 10
f.
; Urteil des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2) -,
einem Blutbild
(Urk. 9/110/
18-
31 S. 5 oben
und Urk. 9/110/127-128
), einem Reinton
- sowie
Sprachaudiogramm, einer
I
mpen
danzaudiometrie
und einer
o
toneurologi
schen
Untersuchung
(Urk. 9/110/3
2
-65 S. 8 f
.).
Das dem Gutachten zugrunde liegende psychiatrische Teilgutachten von Dr.
G.___
(Urk.
9
/
110
/
86
-
108
) entspricht mit Anamneseerhebung, Symptom
erfassung und Verhaltens
beobachtung bei der klinischen Exploration den bundesgerichtlichen Vorgaben an eine beweiskräftige psychiatrische Expertise (Urteil des Bundes
gerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis).
Das
B.___
-Gutachten wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet (
Urk.
9
/
110
/1-1
6
S.
5-9 und S. 12 f.
,
Urk. 9/110/1
8
-30
S.
3
,
Urk. 9/110/
32
-
50
S.
3
f.
und
S.
12
-
17
,
Urk. 9/110/
52
-
65
S.
2
-
4
,
Urk. 9/110/
67
-
84
S. 3
f.
und S.
12-16
.,
Urk. 9/110/86-108 S. 11 und S. 15-20
, Urk.
9
/1
10
/
110
-
122
).
Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten
der
Beschwerdeführer
in
auseinander
(
Urk. 9/110/1-16 S.
7
-9 und S. 12
-14
, Urk. 9/110/18-30 S.
6
, Urk. 9/110/32-50 S.
5
-7
und S. 13-18
, Urk. 9/110/52-65 S.
5 und S. 10-13,
Urk. 9/110/67-84 S.
4
f.
, S. 9
,
S. 12
f.
und S. 15 f.
,
Urk. 9/110/
86-108
S.
5-7, S. 12, S. 15
-20
).
Die
B.___
-Gutachter legten die medizinischen Zustände und Zusammenhänge aus
internistischer,
otorhinolaryngologischer
, rheumatologischer, psychiatrischer und neurologischer
Sicht einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfol
gerungen nachvollziehbar.
Einerseits zeigten die somatischen Gutachter gestützt auf ihre klinischen Untersuchungen mit Funktionsdiagnose,
die medizinischen Akten,
eine Venenpunktion
,
ein Reinton- sowie
ein
Sprachaudiogramm, eine
Impendanzaudiometrie
und eine
otoneurologische
Untersuchung
überzeugend auf,
dass
die
Beschwerdeführer
in
aufgrund der
Gleichgewichtsstörung mit zentraler vestibulärer Funktionsstörung und einer deutlichen Gangataxie
in der Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt ist, als
ihr
nurmehr eine körperlich leichte
bis mittelschwere
und
vorzugsweise
wechselbelastende Tätigkeit
vorwiegend im
Sitzen
ohne Zwangshaltung im Sinne von länger dauernden Arbeitshaltungen vornüber geneigt oder
rekliniert
oder ständig deutlich über der Schu
lt
erhorizon
talen
ab dem Jahr 2019 zu 70 % und zuvor vollschichtig
zumutbar ist
bzw. war
(E. 3
).
Dr.
G.___
zeigte sodann in seinem beweiskräftigen psychiatrischen Teil
gutachten bei einem von ihm erhobenen unauffälligen psychopathologischen Befund (Urk.
9
/
110
/
86-10
8
S.
13
) plausibel
auf, dass
die
Beschwerdeführer
in
unter keiner psychischen Erkrankung mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit leidet
und lediglich
im Jahr 2019 bei nur gerade drei Therapiesitzungen
bei ihrem
dannzumal
behandelnden Psychiater Dr. med.
H.___
wegen einer mittelgradigen depressiven Episode
vorübergehen
d
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen war (S. 19 und S. 21)
.
4.2
4.2.1
Die Beschwerdeführerin
bemängelte
die Schlussfolgerung
von
Dr.
D.___
,
wonach
sie in ihrer angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht arbeitsfähig
sei
.
Für ihre Kritik verwies
sie
auf
die
von der Pensionskasse im Jahr 2017 eingeholte
vertrauensärztliche Beurteilung
von Dr.
A.___
vom
10
.
Mai
201
7
(Urk. 9/
13
/
1-18
), worin
ihr
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in ihrer angestammten Tätig
keit attestiert worden war
, sowie auf den Arbeitgeberfragebogen vom 17. Juli 2017 (Urk. 9/21)
, worin die Arbeitstätigkeit beim
Spital Y.___
umschrieben wurde
.
Die Beschwerdeführerin
warf
Dr.
D.___
bezüglich der von ihm attestierten Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
vor,
von einem
realitätsfremd
en Arbeitsprofil in der angestammten Tätigkeit ausgegangen zu sein
(Urk. 1 S. 5).
Die Beschwerdeführerin
kritisierte
zu Recht weder das von Dr.
D.___
formulierte Belastungsprofil noch die von ihm postulierte Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit. Aus rein medizinischer Sicht weichen die Beurteilungen von Dr.
A.___
und Dr.
D.___
auch nicht voneinander ab, wie die Gutachter
der
B.___
selbst nachvollziehbar dargelegt haben (Urk.
9/110/1-16 S.
12).
Dr.
A.___
attestierte eine
volle
Arbeitsfähigkeit für leichte, wechselhafte Tätig
keiten ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg und ohne Zwangspositionen für über
zehn
Minuten (Urk. 9/13/1-18 S. 9). Die beschriebenen Einschränkungen
decken sich im Wesentlichen mit
dem rheumatologischen
Belastungsprofil
der
B.___
-Gutach
t
er (
vgl. E. 4.1 vorstehend
)
. Der Unterschied in den Beurteilungen von Dr.
D.___
und Dr.
A.___
liegt einzig in der nicht medizinischen
Interpre
tation
, ob das beschriebene Belastungsprofil mit dem Arbeitsprofil in der angestammten Tätigkeit
vereinbar ist
oder nicht
. Dies ist jedoch für den vorliegend
zu beurteilenden Rentenanspruch
letztlich
nicht entscheidend
(vgl. dazu E. 6.1 nachstehend). An der Beweiskraft des Gutachtens
in medizinischer Hinsicht
vermag das
Vorbringen
der Beschwerdeführerin
nichts zu ändern.
4.2.
2
In
der Beschwerde kritisierte der Beschwerdeführer das psychiatrische Teilgutach
ten
insofern, als dieses nicht
de
n
Qualitätsleitlinie
n
für psychiatrische Gutachten entsprechen würde (Urk. 1 S. 5)
.
Jedoch
verliert e
in Gutachten seine Beweiskraft
nicht
automatisch
, wenn es sich
etwa
nicht an die Qualitätsrichtlinien
der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP)
anlehnt, solange es – wie vorliegend
gegeben
(vgl. E. 4.1 vorstehend)
- den bundesgericht
lichen Voraussetzungen entspricht (Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2018 vom 28.
Juni 2018 E.
5.4). Inwiefern die SGPP
-
Qualitätsrichtlinien vorliegend nicht erfüllt sein sollten, ist zudem nicht ersichtlich.
Allein der Umstand, dass der im Gutachten erwähnte Mini-ICF-App-Ratingbogen dem Gutachten nicht beigelegt ist, lässt das Gutachten nicht als den SGPP-Qualitätsrichtlinien widerstehend erscheinen. Ebenso wenig dafür spricht die Tatsache, dass der Gutachter
in seiner beweiskräftigen Expertise
bei einem unauffällig
en
psychiatrischen Befund
und entsprechend keiner psychiatrischen Diagnose
keinerlei auf psychische Erkran
kungen zurückgehende
funktionelle Einschränkungen
aufführte
, wie die Beschwerdeführerin bemängelte
(
vgl.
Urk. 9/110/86-108
S. 13, S. 16-20).
4.2.3
Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S.
4 unten
) haben sich die Gutachter
auch zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor dem Jahr 2019 geäussert und sich eingehend mit dieser und dem
medizinischen Sachver
halt ab dem Jahr 2017 auseinandergesetzt (vgl. E. 3, Urk. 9/110/1-16
S. 7 f. und
S.
12-14, Urk. 9/110/32-50 S. 12-17, Urk. 9/110/52-65 S. 5 und S. 12 f., Urk. 9/110/67-84 S. 4 f., S. 12-17, Urk. 9/110/86-108 S. 11, S. 14-22).
4.3
Der von den
B.___
-
Gutachtern in ihrer polydisziplinären Gesamtbeurteilung gezogene Schluss, dass in einer Tätigkeit unter Berücksichtigung des somatischen Belastungsprofils von einer 100%igen
respektive
ab dem Jahr 2019
von einer
70%igen
Arbeitsfähigkeit
auszugehen
sei
, überzeugt
, wenn auch die quantitative
Einschränkung von 30
%
einzig
zufolge des langsameren Arbeitstempos
als
grosszügig erscheint
. Die Einwände
der
Beschwerdeführer
in
vermögen das Gutachten nicht in Frage zu stellen (vgl. E. 4.
2
vorstehend). Damit entspricht das schlüssige
B.___
-Gutachten vom
28
.
Februar
2023 sämtlichen bundesgericht
lichen Vorgaben an eine beweiskräftige Expertise (E. 1.
5
) und es ist darauf abzustellen.
Somit
erweist sich der medizinische Sachverhalt als abschliessend abgeklärt und von weiteren Abklärungen
- wie von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragt (Urk. 1 S. 2) -
sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E.
1d).
Es
ist
somit
festzustellen, dass gestützt auf das beweiskräftige
B.___
-Gutachten vom
28
.
Februar
2023 von einer für die Beurteilung des Renten
anspruches massgeblichen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit - unter Berücksichtigung des formulierten Belastungsprofils - von 100 % ab Oktober 2017 respektive von 70
% ab dem Jahr 2019
auszugehen ist
.
5.
5.1
Was die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit anbelangt (vgl. Urk. 1 S.
6 f.
),
wird das fortgeschrittene Alter
,
obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel oder starren Altersgrenze bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 145 V 2 E. 5.3.1, 138 V 457 E. 3.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2023 vom 14. November 2023 E. 8.1.1). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen
allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Der Zeitpunkt, in dem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, richtet sich nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer
(Teil-)Erwerbstätigkeit (BGE 146 V 16 E. 7.1, 145 V 2 E. 5.3.1, 138 V 457 E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachver
haltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1, 138 V 457 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2023 vom 14. November 2023 E. 8.1.2 mit Hinweisen).
5.2
Der am
18
.
September
1959
geborenen
Beschwerdeführer
in
(Urk.
9
/
4
/1
)
verblieb
im
massgeblichen Zeitpunkt (
Gutachten
der
B.___
vom 2
8.
Februar 2023) eine
Aktivitätsdauer von
sieben
Monaten
bis zum Erreichen des AHV-Alters
. Indes ist sie im Rahmen einer körperlich leichten
bis mittelschweren, vorwiegend sitzenden Tätigkeit
im ihr zumutbaren Pensum von 70
%
kaum zusätzlich
be
schränkt. Insbesondere ist sie weder in feinmotorischen Tätigkeiten noch in sitzend ausübbaren
leichten
Überwachungs
-, Prüf und Kontroll- oder Sortierarbeiten
eingeschränkt
. Gewisse feinmotorische Fähigkeiten konnte sie sich
zudem
in ihrer langjährigen Tätigkeit im Hausdienst und der Reinigung
aneignen.
Beim für die Ermittlung
des Invalideneinkommens heran
zuziehende
n
Tabellenlohn
(nachfolgende E. 6.2.1)
handelt es sich
sodann
um den statistischen Verdienst für einfache und repetitive Hilfsarbeitertätigkeiten (Kompetenz
-
niveau
1), die keiner besonderen Kenntnisse oder Anforderungen und auch keiner längeren Einarbeitungszeit bedürfen (Urteil
des Bundesgerichts
8C_535/2021 vom 2
5.
November 2021 E. 5.4.1 mit Hinweisen).
Entsprechend kann das
Alter der Beschwerdeführeri
n dafür keine unüberwindbare Hürde bilden (Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2023 vom 1
4.
März 2024 E. 5.2)
und fallen die fehlenden Vorkenntnisse nicht massgeblich ins Gewicht
.
Sodann
werden
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2021 vom 3.
März 2022 E.
4.3.3).
Unter zusätzlicher Berücksichtigung der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine Unverwertbarkeit der verbliebenen Leistungsfähigkeit nicht leichthin angenommen werden kann (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_39/2022 vom 24. März 2022 E.
4.2 mit Hinweisen),
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von der Verwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähig
keit
trotz nur kurzer Aktivitätsdauer
ausging
.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
6.
2
6.2.1
Für
die Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeits
fähigkeit kann auf den von der Beschwerdeführerin unbestritten gebliebenen Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin verwiesen werden
(
vgl. E. 2.1
,
Urk. 1, Urk. 2 S. 2-4 und Urk. 9/112)
.
Die
Beschwerdegegnerin
ging dabei
zu Gunsten
der
Beschwerdeführerin davon aus
, dass sie in der angestammten Tätig
keit in der relevanten Zeit ab dem Jahr 2017 nicht mehr arbeitsfähig
war
und errechnete den Invaliditätsgrad in Bezug auf
eine angepasste Tätigkeit
.
Sie
interpretierte also das von den
B.___
-
Gutachtern in Übereinstimmung mit Dr.
A.___
formulierte Belastungsprofil dahingehend, als dieses mit der angestammten Tätigkeit im Hausdienst im
Spital Y.___
nicht vereinbar ist
(vgl. E. 4.2.1 in
fine
vorstehend)
.
Zutreffend ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf
den
Lohn beim
Spital Y.___
in einem 85 %-P
ensum
im Jahr 2017
(vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 17. Juli 2017; Urk. 9/21 S. 5
)
von einem massgeblichen
Valideneinkommen
für das Jahr 2017 (frühestmöglicher Rentenbeginn; E. 2.3) von
Fr. 60'947.--
(100 %-Pensum)
und für das Jahr 2019 (gesundheitliche Verschlechterung; E. 3)
angepasst an die Nominallohnentwicklung
von Fr.
61’864.25
aus (
vgl.
Urk. 2 S. 2 f.,
Urk. 9/112).
Zu Recht
legte
die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen für die ungelernte Beschwerdeführerin, für welche Hilfsarbeitertätigkeiten in Frage kommen,
basierend auf der LSE-Tabelle
(2018)
TA1_tirage_skill_level, Total, Frauen, Kompetenzniveau 1
,
fest,
passte diesen an die betriebsübliche Arbeitszeit
an
und berücksichtigte die Nominallohnentwicklung, sodass für das Jahr 2017 bei einem zumutbarem Pensum von 100 % ein
massgebendes
Invalidenein
kommen von Fr.
54'785.59
und für das Jahr 2019
bei einem zumutbaren Pensum von 70 % von Fr. 38'664.13 resultierte (vgl. Urk. 2 S. 2 f., Urk. 9/112).
Bei der
von der Beschwerdegegnerin
korrekt
durchgeführten
Gegenüberstellung der
massgebenden
Vergleichseinkommen für das Jahr 201
7 und für das Jahr 2019 resultier
t
so eine Erwerbseinbusse von Fr.
6'161.41
im Jahr 2017 (Fr. 54'785.59
- Fr. 60'947.--) bzw. von Fr.
23'200.12
im Jahr
2019 (Fr. 38'664.13 - Fr. 61’864.25),
womit im Jahr 2017 und im Jahr 2019 jeweils rentenausschlies
sende Invaliditätsgrade von gerundet 10 % bzw. 38 % resultieren (vgl.
E. 1.3,
Urk. 2 S. 2 f., Urk. 9/112).
6.2.2
Die Beschwerdeführerin
bemängelte
am
Einkommensvergleich
einzig, es
sei i
h
r ein leidensbedingter Abzug von mindestens 25 % zu gewähren (vgl. Urk. 1 S. 6 f.).
Dazu ist anzumerken, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppel
ten Anrechnung desselben Gesichtspunktes führen dürfen (Urteil des Bundes
gerichts
8C_621/2023
vom
7
.
August
20
23
E.
4.1 in
fine
mit Hinweisen
). Die Einschränkungen fanden bereits Eingang in die Beurteilung der
B.___
-Gutachter und führten zur veranschlagten eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 70 % (vgl. E. 3).
Ebenso wenig vermag ihr Alter einen leidensbedingten Abzug zu rechtfertigen. Denn insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten muss sich ein fortgeschrittenes Alter auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt praxisgemäss nicht zwingend lohnsenkend auswirken. Gerade Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.3).
Gleiches gilt für die längere Anstellung beim gleichen Arbeitgeber vor Eintritt des Gesundheitsschadens gerade im Bereich der Hilfsarbeitertätigkeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3). Ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn ist
demnach
nicht angezeigt
.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
7.
Die Verfahrenskosten gemäss Art.
69 Abs.
1
bis
IVG sind auf Fr.
800.-- festzu
setzen. Ausgangsgemäss sind sie
der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubMüller