# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ecde85f-3fb5-5cf5-b158-4f06ce5a808d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 20.05.2021 UV 2019/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-40_2021-05-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.11.2021

Entscheiddatum: 20.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2021
Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch 
gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor; die Adäquanz der 
psychischen Beschwerden ist zu verneinen. Der Beschwerdeführer war in 
somatischer Hinsicht in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Kein 
Anspruch auf eine Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als 
bereits zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20.Mai 2021, UV 2019/40).

Entscheid vom 20. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.

UV 2019/40

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Frank Goecke, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, 

Postfach 9822, 8036 Zürich,

gegen

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AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte, 

Klausstrasse 33, 8024 Zürich,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ war im Nebenverdienst bei der B.___ AG tätig (hauptberuflich 

Sanitärmonteur; vgl. UV-act. A101) und dadurch bei der AXA Versicherungen AG 

(nachfolgend: AXA) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert, als er am 

13. Juni 2009 als Motorradfahrer mit einem Transporter kollidierte (UV-act. A1). Die 

erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) diagnostizierten eine 

intraarticuläre distale Radiusfraktur C3 links, eine Os pisiforme Luxation links und eine 

Thoraxkontusion rechts. Sie führten am Unfalltag eine offene Reposition mit innerer 

Fixierung (ORIF) und eine palmare Plattenosteosynthese links durch (UV-act. M1, M3, 

M101 ff.). Am 24. August 2009 befanden die behandelnden Ärzte des KSSG, der 

Versicherte sei für eine handwerkliche Tätigkeit weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig (UV-

act. M5).

A.a. 

Aufgrund einer Instabilität des Os pisiforme (vgl. UV-act. M14) unterzog sich der 

Versicherte am 9. April 2010 in der C.___ Klinik einer Exzision desselben. Gleichzeitig 

erfolgte eine Metallentfernung und die Entfernung zweier subkutaner Lipome am 

volaren proximalen Vorderarm links (UV-act. M16 f.). Nachdem Dr. med. D.___, 

Oberarzt Handchirurgie, C.___ Klinik, eine Pseudarthrose des Processus styloideus 

ulnae festgestellt hatte (vgl. UV-act. M22 f.), führte dieser am 19. Juli 2010 in der C.___ 

Klinik eine Resektion des Processus styloideus ulnae links durch (UV-act. M24). Am 13. 

Dezember 2010 äusserte Dr. D.___ einen Verdacht auf eine Kompressionsneuropathie 

A.b. 

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des Nervus ulnaris im Sulcus ulnaris und einen Verdacht auf ein Carpaltunnelsyndrom 

links. Er habe den Versicherten zu einer neurologischen Untersuchung angemeldet 

(UV-act. M35, vgl. auch frühere Berichte von Dr. D.___; UV-act. M28, M31). Dr. D.___ 

führte am 13. Januar 2011 aus, die ENMG-Untersuchung (vgl. UV-act. M37) habe 

unauffällige Befunde gezeigt. Die Restbeschwerdesymptomatik sei sehr vielschichtig 

einzuordnen. Eine komplette Befundbesserung durch einen erneuten Eingriff scheine 

ihm sehr ungewiss, weshalb er die Nachbehandlung in seiner handchirurgischen 

Sprechstunde abschliesse. Die Arbeitsunfähigkeit sei bei 100 % verblieben, könnte 

aber nach einer beruflichen Umorientierung angepasst werden (UV-act. M36).

Ab 31. Januar 2011 wurde der Versicherte in der Praxis E.___ mit myofaszialer 

Therapie und Frequenztherapie behandelt. Am 14. Dezember 2011 berichtete der 

zuständige Therapeut F.___, Dipl. RM Masseur/MFR, es zeige sich eine deutliche 

Besserung der Flexibilität des Handgelenks, der Beweglichkeit und der 

Schmerzempfindung. Während der Behandlung sei aufgefallen, dass die 

Vertebralsegmente C6/C7/Th1 eine übernatürliche Spannung aufgewiesen hätten und 

eine Verschiebung dieser Wirbelsegmente vorhanden sei. Es könne davon 

ausgegangen werden, dass eine Nervenwurzelirritation vorhanden sei, was einen 

negativen Einfluss auf die nervalen Dermatome habe. Während des Lösens der 

Vertebralsegmente hätten sich deutliche Reaktionen im Bereich des linken 

Handgelenks gezeigt, was auf eine deutliche unfallbedingte myofasziale Verspannung 

schliessen lasse. Aktuell konzentriere sich die Behandlung auf das Lösen der noch 

vorhandenen muskulären Verspannungen im Nacken-Thoraxübergang (UV-act. M40, 

vgl. UV-act. M39). Am 12. November 2012 hielt F.___ fest, während der nächsten fünf 

Behandlungen sollte eine nachhaltige Besserung der Schmerzempfindung im linken 

Handgelenk und der Wirbelsäulensegmente erzielt werden. Höchstwahrscheinlich 

werde eine leicht erhöhte Reizbarkeit im Handgelenk verbleiben (UV-act. M42, vgl. 

auch UV-act. M41, M43).

A.c. 

Im Auftrag der AXA wurde der Versicherte am 12. März 2013 durch Dr. med G.___, 

Orthopädie H.___ untersucht. Dieser befand am 15. April 2013, zum Erhalt der 

Erwerbsfähigkeit sei keine dauernde Behandlung notwendig. Der Integritätsschaden 

liege unter 5 % (UV-act. M44). Die AXA teilte dem Versicherten am 22. April 2013 mit, 

A.d. 

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sie sehe vor, ihm keine Integritätsentschädigung auszurichten (UV-act. A18). Der 

Versicherte erklärte sich damit nicht einverstanden (UV-act. A19).

Im Herbst 2013 schloss der Beschwerdeführer die 2011 begonnene, von der IV-

Stelle unterstützte Umschulung zum technischen Kaufmann ab. Er bestand die 

schulinterne Prüfung, nicht jedoch die eidgenössische Abschlussprüfung (vgl. UV-act. 

A12, A15, M52).

A.e. 

Dr. med. I.___, Neurologie FMH, untersuchte den Versicherten am 13. Mai 2014. 

Gleichentags hielt sie fest, es lägen wahrscheinlich alltagsrelevante 

neuropsychologische Funktionsstörungen als Folge des Unfalls vom 13. Juni 2009 vor. 

Am 22. November 2010 habe der Versicherte einen weiteren Autounfall erlitten, habe 

danach aber keine relevanten Beschwerden gehabt (UV-act. M50; bzgl. des zweiten 

Unfalls vgl. UV-act. M45, M60). Am 28. Mai 2014 wurde in der J.___ Klinik, ein MRI-

Untersuchung des Knies links durchgeführt, welche eine diskrete Chondropathia 

patellae Grad II zur Darstellung brachte. Als Indikation wurde unter anderem ein Status 

nach Knieprellung links 2009 aufgeführt (UV-act. M47).

A.f. 

Im Juni 2014 wurde der Versicherte in der K.___ Klinik konsiliarisch neuro­

psychologisch untersucht. Die zuständigen medizinischen Fachpersonen berichteten 

am 4. bzw. 8. Juli 2014 über leichte neuropsychologische Funktionsstörungen bei 

affektiver Störung mit Schlafstörung und einem chronifizierten cervicospondylogenen 

Schmerzsyndrom. Sie empfahlen dringend eine angemessene psychiatrische 

Behandlung der affektiven Problematik (UV-act. M52 f.)

A.g. 

Auf Nachfrage der AXA (vgl. UV-act. A28) berichtete Dr. med. L.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, am 14. Juli 2014 unter anderem, der Versicherte habe 

erstmals im Zusammenhang mit dem Unfall von 2009 Kniebeschwerden geäussert. Die 

neuropsychologischen und psychischen Beschwerden habe der Versicherte erstmals 

2012 beobachtet (UV-act. M55). Dr. med. M.___, Oberarzt am Psychiatrischen 

Zentrum, welcher den Versicherten ab 18. August 2014 behandelte, berichtete am 22. 

August 2014 über die vorläufige Arbeitsdiagnose einer mittelgradig depressiven 

Episode (ICD-10: F32.1; UV-act. M58).

A.h. 

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Dr. med. N.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, beratender Arzt der AXA, 

beurteilte am 5. November 2014, die Schmerzen und Überlastungserscheinungen im 

Bereich des linken Handgelenks und der linken Handwurzel seien überwiegend 

wahrscheinlich als Folge des Unfalls vom 13. Juni 2009 einzustufen. Das zweite 

Unfallereignis vom 22. November 2010 dürfte möglicherweise zu einer kurzen 

vorübergehenden Verschlimmerung der Vorzustände im Bereich der HWS geführt 

haben (UV-act. M61).

A.i. 

Dr. L.___ beurteilte am 23. September 2015 auf Nachfrage der AXA, die 

Beschwerden am Knie sowie am Handgelenk links seien "mit überwiegender Kausalität 

auf das Unfallereignis zurückzuführen". Die Beschwerden der Kognition und des 

Schwindels könnten eine Reaktion auf die Krankheitssituation respektive das 

chronische Schmerzsyndrom darstellen. Der Versicherte könne seine Arbeit zur 

kaufmännischen Umschulung in einem Pensum von 50 % (halbtags) ausführen (UV-act. 

M64).

A.j. 

PD Dr. med. O.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, untersuchte den Versicherten am 13. Oktober 2015. In seinem Bericht 

vom 15. Oktober 2015 hielt er als Diagnosen einen Verdacht auf ein posttraumatisches 

antero-mediales Hoffa- bzw. Plica-Impingement links, einen Status nach Kniekontusion 

links 2009 mit Rissquetschwunde (RQW) und einen Status nach mehrfachen 

Handgelenkseingriffen links bei komplizierter Radiusfraktur 2009 fest (UV-act. M67). Dr. 

L.___ berichtete am 11. November 2015, im Zusammenhang mit dem Unfall von 2009 

seien Fussbeschwerden aufgetreten. Die erste Konsultation betreffend die 

Fussprobleme habe am 23. September 2015 stattgefunden (UV-act. M69).

A.k. 

Der seit 2015 behandelnde Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, berichtete am 13. Januar 2016 über eine posttraumatische 

Belastungsstörung (PTBS) nach Motorradunfall (ICD-10: F43.1) und eine schwere 

depressive Episode (ICD-10: F32.2; UV-act. M76).

A.l. 

Dr. N.___, beratender Arzt der AXA, befand am 24. Februar 2016, eine 

neurologische Beurteilung sei dringend indiziert. Ohne kritische neurologische 

Beurteilung insbesondere der geltend gemachten Schmerzen im Handgelenk sei keine 

A.m. 

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unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr erklärbar. Der Versicherte könne sein 

Arbeitspensum an seinem optimalen Arbeitsplatz auf 100 % steigern. Er sehe keine 

weiteren therapeutischen Massnahmen (UV-act. M77).

Ab März 2016 wurde der Versicherte im Schmerzzentrum des KSSG behandelt. 

Die zuständigen Ärzte berichteten am 4. April 2016 über ein chronifiziertes komplexes 

regionales Schmerzsyndrom (CRPS) des Handgelenks bei Zustand nach 

Motorradunfall (UV-act. M83, vgl. auch Bericht vom 13. Oktober 2016; UV-act. M89). 

Dr. med. Q.___, Spezialarzt FMH für Chirurgie, attestierte dem Versicherten am 10. Mai 

2016 weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (UV-act. M84). Mit Bericht vom 25. 

August 2016 ging Dr. Q.___ sodann von einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % aus (UV-act. 

M87).

A.n. 

Nachdem der Versicherte ab Herbst 2015 an einer durch die IV-Stelle finanzierten 

Eingliederungsmassnahme teilgenommen hatte (UV-act. A46), hatte er per 1. April 2016 

eine Anstellung als Betreuer in einem Empfangs- und Verfahrenszentrum für 

Asylsuchende zu einem Pensum von 60 % erhalten (vgl. UV-act. A84 f.).

A.o. 

Die AXA teilte dem Versicherten am 25. November 2016 mit, sie sei bereit, dem 

Versicherten für das ganze Jahr 2016 ein Taggeld basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 40 % nachzuzahlen. Danach erhalte er bis Ende Juli 2017 

weiterhin ein Taggeld im Rahmen der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit, jedoch von 

maximal 40 % (UV-act. A76, vgl. auch UV-act. A88).

A.p. 

Dr. P.___ hielt mit Bericht vom 14. März 2017 als Diagnosen eine andauernde 

mittelschwere depressive Episode (ICD-10: F32.1) und Probleme in Verbindung mit 

ökonomischen Verhältnissen (ICD-10: Z59) fest. Die Symptomatik der ursprünglichen 

PTBS sei subklinisch noch vorhanden. Aus psychiatrischer Sicht betrage die 

Arbeitsfähigkeit maximal 60 %, die aktuelle Stelle sei für den Versicherten ideal (UV-

act. M94). Dr. O.___ führte am 4. Juli 2017 aus, die noch vorhandene 

Beschwerdesymptomatik am Knie links sei überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall 

zurückzuführen (UV-act. M100).

A.q. 

Dr. Q.___ berichtete am 23. August 2017, nachdem der Zustand längere Zeit 

stationär gewesen sei, habe ihn der Versicherte am 6. Juni 2017 wegen starker 

A.r. 

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Schmerzen im Bereich des Handgelenks ulnar und einer schmerzhaften Schwellung am 

Handgelenk palmar im Bereich der Operationsnarbe aufgesucht. Er habe dem 

Versicherten eine Ruhigstellung empfohlen und ihm vom 30. Mai bis 11. Juni 2017 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Seit 12. Juni 2017 sei er wieder im bisherigen 

Pensum von 60 % arbeitsfähig (UV-act. M99). Dr. med. R.___, Facharzt Neurologie 

FMH, untersuchte den Versicherten im August und September 2017. Am 7. September 

2017 befand er, die wiederkehrenden und belastungsabhängigen Dysästhesien / 

Hypästhesien im Versorgungsgebiet des Nervus ulnaris links seien vorwiegend auf ein 

sensibles Loge-de-Guyon-Syndrom links zurückzuführen (UV-act. M109).

Im Auftrag der AXA war der Versicherte im August 2017 durch Dr. med. S.___, 

Spezialarzt für Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie FMH, untersucht worden. In 

seinem Gutachten vom 20. Oktober 2017 diagnostizierte dieser als Beeinträchtigungen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine komplexe intraartikuläre Mehr­

fragmentluxationsfraktur Handgelenk links, ein posttraumatisches Stresssyndrom in 

Remission, eine Depression mit mittelschwerer Episode, ein degeneratives 

Wirbelsäulenleiden (derzeit asymptomatisch), eine Chondropathia patellae und OSG-

Schmerzen links. Der Versicherte sei in der derzeit ausgeübten sowie einer anderen 

adaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig. Die aktuelle 

Beeinträchtigung ergebe keinen über 5 % hinausgehenden Integritätsschaden (UV-act. 

M113).

A.s. 

Die AXA teilte dem Versicherten am 30. Oktober 2017 mit, der Fallabschluss könne 

erfolgen (UV-act. A120). Der Versicherte nahm am 13. Dezember 2017 Stellung zum 

Gutachten von Dr. S.___ und legte Zusatzfragen sowie unter anderem Berichte von Dr. 

Q.___ vom 23. August 2017 und 6. Dezember 2017 vor (UV-act. A124). Am 7. Februar 

2018 reichte der Versicherte eine Stellungnahme von Dr. Q.___ vom 17. Januar 2018 

ein und machte geltend, es sei eine zusätzliche Begutachtung notwendig (UV-act. 

A126, M 115). Am 26. März 2018 äusserte sich Dr. S.___ zu den Zusatzfragen der AXA 

bzw. des Versicherten (UV-act. M119, vgl. UV-act. A128).

A.t. 

Mit Verfügung vom 9. Juli 2018 verneinte die AXA einen Rentenanspruch und 

sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 5 % zu. Sie sicherte bis Ende 2022 die Übernahme der Kosten 

A.u. 

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B.  

C.  

von zwei Serien Ergotherapie jährlich zu und stellte die Übernahme der übrigen 

Heilbehandlungskosten per Ende Juni 2018 ein (UV-act. A159).

Dagegen erhob der Versicherte am 6. September 2018 Einsprache und 

begründete diese am 4. Oktober 2018 (UV-act. A164, A167).

B.a. 

Vom 7. Januar bis 2. März 2019 befand sich der Versicherte stationär in der Reha 

T.___. Die dort zuständigen medizinischen Fachpersonen hielten in ihrem 

Austrittsbericht vom 20. März 2019 als Diagnosen eine rezidivierende depressive 

Störung (ICD-10: F33.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) und Probleme in Verbindung mit ökonomischen 

Verhältnissen (ICD-10: Z59) fest. Während des Aufenthalts und bis zum 17. März 2019 

habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Danach sei eine Eingliederung 

empfohlen, die maximale Arbeitsfähigkeit sollte dauerhaft 50 % vom Wochenpensum 

betragen (vgl. UV-act. M125).

B.b. 

Dr. med. U.___, Spezialarzt FMH Chirurgie, beratender Arzt der AXA, befand am 

16. April 2019, das Gutachten von Dr. S.___ sei umfassend, nachvollziehbar und 

schlüssig. Weitere somatische Abklärungen seien nicht zielführend (UV-act. M126).

B.c. 

Mit Entscheid vom 9. Mai 2019 wies die AXA die Einsprache ab (UV-act. A172).B.d. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 9. Mai 2019 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. Juni 2019 die vorliegende Beschwerde. Er 

beantragte darin, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und das Verfahren sei an die 

AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen, damit diese eine 

unabhängige medizinische interdisziplinäre, insbesondere auch eine psychiatrische, 

Begutachtung in Auftrag gebe. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, sich am derzeit geplanten interdisziplinären Gutachten der IV-Stelle zu 

beteiligen und diesen Gutachtern die unfallrelevanten Fragen zu stellen. 

Subeventualiter sei das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 

diese ein orthopädisches Ergänzungsgutachten einhole, welches die offenen Fragen 

C.a. 

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und Widersprüche des Gutachtens von Dr. S.___ kläre; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G1). Am 18. Juni 2019 reichte der Beschwerdeführer einen 

Bericht von Dr. med. V.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Klinik H.___, vom 5. Juni 2019 ein (act. G2, G2.1). Mit Eingabe 

vom 2. Oktober 2019 legte er einen Bericht der Klinik H.___ über eine am 8. August 

2019 durchgeführte Knieoperation links sowie eine Zusammenfassung der 

Krankengeschichte durch die Klinik H.___ ins Recht (act. G8, G8.1).

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 2. Dezember 2019, die Beschwerde sei 

abzuweisen, sofern darauf einzutreten sei. Sie brachte vor, das Gutachten von Dr. 

S.___ sei voll beweiskräftig. Nur die Beschwerden am linken Handgelenk seien 

unfallkausal und der Beschwerdeführer sei diesbezüglich in einer angepassten Tätigkeit 

voll arbeitsfähig. Es resultiere kein rentenbegründender Invaliditätsgrad und der 

Integritätsschaden sei korrekt auf 5 % festgesetzt worden (act. G12).

C.b. 

Mit Replik vom 25. Januar 2020 bzw. Duplik vom 5. April 2020 hielten die Parteien 

an ihren Anträgen und Ausführungen fest (act. G14, G18).

C.c. 

Am 24. September 2020 reichte der Beschwerdeführer ein am 14. August 2020 im 

Auftrag der IV-Stelle (vgl. UV-act. A186) durch Ärzte der estimed AG erstelltes 

polydisziplinäres (internistisch, neurologisch, kardiologisch, chirurgisch, orthopädisch, 

neuropsychologisch, psychiatrisch) Gutachten ein (act. G22, G22.1). Diese hatten als 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine sonstige rezidivierende 

depressive Störung (somatisiert; ICD-10: F33.8), ein komplexes neuropathisches und 

somatisches Schmerzsyndrom im Bereich des linken Handgelenks/linken Unterarms 

und eine schmerzhafte Pseudarthrose Processus styloideus ulnae links aufgelistet. Sie 

hatten beurteilt, aus psychiatrischer Sicht bestehe für jegliche Tätigkeiten eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aus somatischer Sicht liege in der bisherigen sowie 

einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % vor (neuropsychologisch 

nicht beurteilbar; act. G22.1). Ebenfalls reichte der Beschwerdeführer ein im Auftrag 

der Helsana Zusatzversicherungen AG am 22. November 2019 durch Ärzte der 

medexperts AG erstelltes bidisziplinäres (orthopädisch, psychiatrisch) Gutachten ein, in 

welchem diese (aus psychiatrischer Sicht) von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in 

einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen waren (vgl. act. G22.1). Mit Eingabe vom 29. 

C.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine höhere Integritätsentschädigung, 

als die Beschwerdegegnerin ihm bereits zugesprochen hat. Dabei ist insbesondere 

umstritten, ob der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt ist.

Oktober 2020 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Gutachten der estimed AG. Er 

beantragte, das Gericht solle den Gutachtern der estimed AG im Sinne eines 

Gerichtsgutachtens die von ihm formulierten Zusatzfragen vorlegen (act. G24). Die 

Beschwerdegegnerin reichte am 15. März 2021 eine Stellungnahme zum Gutachten 

und den beiden Eingaben des Beschwerdeführers ein. Sie hielt darin an ihrem Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde fest und beantragte zusätzlich, der Antrag des 

Beschwerdeführers auf Vorlage von Zusatzfragen an die Gutachter der estimed AG sei 

abzuweisen (act. G33.1).

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch 

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

1.2. 

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Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2018, 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten 

(BGE 134 V 231) - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, CT, MRT, 

EEG) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 

8C_216/2009, E. 2). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-

Nabold, N 53 und 59 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55 und 58; BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht 

publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei 

physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, BGE 127 V 103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 

14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt 

die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133, E. 6c/aa 

vorzunehmen.

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/29

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2.

Am 22. November 2010 hat der Versicherte als Fahrer in einem Personenwagen eine 

Heckkollision erlitten, sich dabei jedoch unbestritten keine relevanten Verletzungen 

zugezogen (vgl. UV-act. M50, M60, M113, S. 50). Vorliegend zu prüfen sind damit nur 

die im Zusammenhang mit dem Unfall vom 13. Juni 2009 aufgetretenen Beschwerden. 

Vorab ist festzuhalten, dass der mit Verfügung vom 9. Juli 2018 mit Wirkung auf den 

30. Juni 2018 vorgenommene Fallabschluss (mit Ausnahme der Übernahme der Kosten 

von zwei Serien Ergotherapie jährlich bis Ende 2022) ausgewiesen und mindestens 

bezüglich der nachfolgend als unfallkausal anerkannten Beschwerden (vgl. E. 2.1 ff.) 

unbestritten ist (vgl. UV-act. A159, act. G1). Entsprechend erfolgte in zeitlicher Hinsicht 

die Prüfung eines Rentenanspruchs auf den 1. Juli 2018 zu Recht (vgl. Art. 19 Abs. 2 

UVG). Dasselbe gilt in Bezug auf den Zeitpunkt der Festlegung der 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 2 UVG). Im Folgenden ist zu prüfen, welche 

organisch objektivierbaren Unfallfolgen im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 30. Juni 

2018 beim Beschwerdeführer noch vorlagen.

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Dr. S.___ hielt in seinem Gutachten vom 20. Oktober 2017 fest, es lägen 

radioulnare und radiocarpale Arthroseveränderungen inklusive einer möglichen, nur 

knapp darstellbaren Instabilität am Handgelenk links vor. Zudem bestehe eine leichte 

Sensibilitätsstörung des sensiblen ulnaren Profundastes im Hypothenarbereich (UV-

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/29

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act. M113). Der handchirurgische Teilgutachter der estimed AG, Dr. med. W.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, stellte im Wesentlichen die gleiche Problematik fest und 

berichtete zusätzlich über Handgelenksbeschwerden ulnar bei Gelenksganglion und 

reaktiver Synovialitis, eine lokoregionäre Tenosynovialitis palmar und dorsal im Bereich 

des Handgelenkes links sowie einen Verdacht auf eine rezidivierende Neuropathie des 

Nervus ulnaris bei fokaler postoperativer Narbenbildung (act. G22.1, handchirurgisches 

Teilgutachten S. 12). Der Beschwerdeführer bemängelt das Gutachten von Dr. S.___ 

unter anderem insofern, als dieser die von behandelnden Ärzten, insbesondere Dr. 

Q.___ (vgl. UV-act. M115), festgestellten Schwellungen am Handgelenk und das 

Schnappphänomen nicht berücksichtigt habe (act. G1, G8). Dies ist jedoch insofern 

unzutreffend, als sich Dr. S.___ mit diesen Problemen auseinandersetzte. Er konnte 

anlässlich seiner persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers zwar weder eine 

Schwellung, noch ein Schnappen des Handgelenks erheben (vgl. UV-act. M113). In 

seiner Stellungnahme vom 26. März 2018 stellte er jedoch nicht in Abrede, dass diese 

Auffälligkeiten beim Beschwerdeführer zu anderen Zeitpunkten aufgetreten waren. Er 

führte überzeugend aus, gewisse "Schnappphänomene" seien bei Handgelenken sehr 

häufig. Er gehe jedoch von keiner relevanten Instabilität des Handgelenks aus. Die 

verbleibende Instabilität führe nur zu einer geringen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Er bezweifle nicht, dass Schwellungen des Handgelenks auftreten könnten (UV-act. 

M119).

Der Beschwerdeführer macht weiter unfallkausale Kniebeschwerden geltend (vgl. 

act. G1).

2.2. 

Nach dem Unfall vom 13. Juni 2009 wurde er mit dem Rettungsdienst ins KSSG 

gebracht und dort bis am 15. Juni 2009 stationär behandelt. In ihrem Austrittsbericht 

vom 18. Juni 2009 listeten die zuständigen Ärzte des KSSG als Diagnosen eine 

intraarticuläre distale Radiusfraktur C3 links, eine Os pisiforme Luxation links und eine 

Thoraxkontusion rechts auf. Beschwerden im Zusammenhang mit einer Knieverletzung 

sind nicht erwähnt (UV-act. M3). In der "Krankengeschichte" der zentralen 

Notaufnahme des KSSG wurden als Befund Schürfungen über dem linken Knie lateral 

und eine leichte Druckdolenz über dem Trochanter major festgehalten. Eine 

Röntgenuntersuchung des Knies ergab einen normalen Status ohne frische ossäre 

Läsion (UV-act. M101 f.). Zeitnah nach dem Unfall erfolgten keine weiteren 

Abklärungsmassnahmen oder Behandlungen bezüglich des Knies. Erstmals wurde am 

28. Mai 2014 ein MRT des Knies links erstellt (vgl. UV-act. M47). Dr. N.___ verneinte am 

5. November 2014 die Unfallkausalität der Kniebeschwerden und ging von 

degenerativen Befunden aus (UV-act. M61). Dementsprechend verneinte die 

2.2.1. 

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Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 19. November 2014 ihre diesbezügliche 

Leistungspflicht (UV-act. A39).

Dr. L.___ hielt am 14. Juli 2014 und 23. September 2015 fest, seit dem 

Unfallereignis bestünden mediale Knieschmerzen links (UV-act. M55, M64). Dr. O.___ 

berichtete am 15. Oktober 2015 über einen Verdacht auf ein posttraumatisches antero-

mediales Hoffa- bzw. Plica-Impingement links und einen Status nach Kniekontusion 

links 2009 mit RQW. Er hielt gestützt auf die anamnestischen Angaben des 

Beschwerdeführers fest, beim Unfall 2009 sei es zu einer Gewebequetschung am 

vorderen und mittleren Kniegelenk links gekommen. Die Wunde habe damals lange 

offen sezerniert. Seither bestehe ein undulierendes Schmerzphänomen am vorderen 

Kniegelenk, zum Teil aber auch im Bereich der hinteren Kniegelenkskapsel. Da die 

Handgelenksbeschwerden in den letzten Jahren im Vordergrund gestanden hätten, sei 

die gesamte Behandlung darauf fixiert gewesen. Das im Jahr 2014 durchgeführte MRT 

des Kniegelenks habe dann eine leichte Chondropathia patellae zweiten Grades 

gezeigt (UV-act. M67). Sowohl Dr. L.___ als auch Dr. O.___ stützten sich bei ihrer 

Beurteilung einer posttraumatischen Beschwerdesituation einzig auf die Angaben des 

Beschwerdeführers. In den echtzeitlichen medizinischen Unterlagen finden sich jedoch 

- wie gesagt - bis zum im Jahr 2014 durchgeführten MRT keine Hinweise auf 

Kniebeschwerden.

2.2.2. 

Insgesamt ist ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 13. Juni 

2009 und den erstmals im Frühjahr 2014, mithin knapp fünf Jahre nach dem Unfall, 

behandelten Beschwerden am Knie links nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Es 

ist zwar nachvollziehbar, dass in der ersten Zeit nach dem Unfall die Verletzung am 

Handgelenk links im Vordergrund stand und allfällige weitere Beschwerden zweitrangig 

waren. Trotzdem erscheint es nicht plausibel, dass - hätten Kniebeschwerden seit dem 

Unfall bestanden - diese während eines solch langen Zeitraums in den zahlreichen 

ärztlichen Berichten nicht einmal am Rande erwähnt wurden. Dr. S.___ ging 

vorwiegend aufgrund des grossen zeitlichen Abstands zwischen dem Unfall und den 

erstmals beklagten Beschwerden ebenfalls davon aus, dass kein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht (vgl. UV-act. M113). Daran ändert auch die Beurteilung 

von Dr. O.___ vom 4. Juli 2017 nichts. Er hatte ausgeführt, aufgrund des vom 

Beschwerdeführer geäusserten Beschwerdeverlaufs nach der zweifelsfrei erlittenen 

schweren Kniekontusion links sei die noch vorhandene Beschwerdesymptomatik 

überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall zurückzuführen. Der Beschwerdeführer sei 

vor dem Unfall nicht wegen einer Knieschmerzsymptomatik in hausärztlicher oder 

fachärztlicher Behandlung gewesen und habe des Weiteren bis vor dem Unfallereignis 

2.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/29

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keine kniebelastende Arbeitstätigkeit ausgeübt (UV-act. M100). Die von Dr. O.___ 

sinngemäss vorgebrachte Formel "post hoc ergo propter hoc", ist jedoch nach 

ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig (vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). 

Dasselbe trifft auch auf die Stellungnahme von Dr. V.___ vom 5. Juni 2019 zu, in 

welcher dieser festhielt, der Beschwerdeführer sei bis zum Unfall von Seiten des linken 

Kniegelenks beschwerdefrei gewesen. Die Beschwerden seien erst nach dem Unfall 

aufgetreten, damals seien jedoch diverse, akut interventionspflichtige andere 

Verletzungen im Vordergrund gestanden. Die von Dr. V.___ erwähnte höhergradige 

Knie-Kontusion beim Unfall vom 13. Juni 2009 ist zudem aktenmässig nicht 

ausgewiesen (act. G2.1, vgl. auch Operationsbericht vom 8. August 2019; act. G8.1).

Unter den Parteien ist inzwischen nicht mehr umstritten und im Übrigen 

aktenmässig ausgewiesen, dass allfällige noch bestehende Rückenbeschwerden nicht 

auf den Unfall vom 13. Juni 2009 zurückzuführen, sondern vorbestehend bzw. 

degenerativ bedingt sind (vgl. act. G1, UV-act. M49, M55 f., M61, M113). Auch die vom 

Beschwerdeführer erstmals am 23. September 2015, mithin über sechs Jahre nach 

dem Unfall, gegenüber Dr. L.___ geltend gemachten Fussbeschwerden links (vgl. UV-

act. M68) sind unbestritten nicht unfallkausal (vgl. act. G1, G8).  

2.3. 

Der Beschwerdeführer klagt über neurologische Probleme im Bereich des linken 

Handgelenks. Der neurologische Teilgutachter der estimed AG, Dr. med. X.___, 

Facharzt für Neurologie FMH, hielt als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

ein komplexes neuropathisches und somatisches Schmerzsyndrom im Bereich des 

linken Handgelenks bzw. des linken Unterarmes fest. Dieses sei nach der Radiusfraktur 

am 13. August (richtig: Juni) 2009 aufgetreten. Zudem bestehe ein dringender Verdacht 

auf ein stattgehabtes CRPS mit residuellen neuropathischen Schmerzen und eine 

schmerzhafte Pseudoarthrose Processus styloideus ulnae links. Dr. X.___ führte aus, es 

sei davon auszugehen, dass ein CRPS bestanden habe. Bei den vorangegangenen 

Untersuchungen habe keine weitere schwere Nervenaffektion gesehen werden können. 

Der Nervus radialis links sei sensibel und noch relativ langsam, was durchaus zum Bild 

eines stattgehabten CRPS passe. Es bestehe das Bild eines somatischen Schmerzes, 

das aber genauer von orthopädischer Seite beleuchtet werden müsse. Insgesamt 

ergebe sich bezüglich der Handgelenksproblematik ein glaubhaftes deutliches 

neuropathisches Schmerzsyndrom, am ehesten im Sinne eines residuellen CRPS (act. 

G22.1, neurologisches Teilgutachten, S. 21 f.). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

geltend macht (vgl. act. G33), überzeugt die Beurteilung von Dr. X.___ insofern nicht, 

als dieser bei seiner Diagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms im 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/29

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3.

Weiter ist die Adäquanz der psychischen Beschwerden zu prüfen. Der 

Beschwerdeführer befindet sich seit 2014 (mit Unterbrüchen) in psychiatrischer 

Behandlung (vgl. unter anderem UV-act. M58, M76, M94, M125). Entgegen den 

Ausführungen des Beschwerdeführers (act. G1) ist es rechtsprechungsgemäss 

zulässig, vorerst die Adäquanz zu prüfen und bei Verneinung derselben die Frage der 

Wesentlichen auf ein vermutungsweise stattgehabtes CRPS verwies. Die 

behandelnden Ärzte des Schmerzzentrums des KSSG hatten am 4. April 2016 erstmals 

über ein chronifiziertes CRPS des Handgelenks berichtet (UV-act. M83). Dr. S.___, Dr. 

U.___ sowie die Gutachter der medexperts AG hatten das Vorliegen eines CRPS 

hingegen übereinstimmend verneint (vgl. UV-act. M113, M126, act. G22.1). Die 

Diagnose eines Schmerzsyndroms mit Verweis auf ein residuelles, also gar nicht mehr 

bestehendes, und auch nur vermutungsweise zuvor stattgehabtes CRPS überzeugt 

damit nicht. Zudem hielt Dr. X.___ fest, die schmerzhafte Pseudarthrose müsse weiter 

orthopädisch beurteilt werden. Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht 

vorbrachte, hatten sowohl der orthopädische, als auch der handchirurgische 

Teilgutachter der estimed AG die Beschwerden am Handgelenk, insbesondere die 

geltend gemachten Schmerzen, umfassend abgeklärt und überzeugend keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (vgl. die entsprechenden 

Teilgutachten in act. G22.1). Dies entspricht auch dem Gutachten der medexperts AG 

und der Beurteilung von Dr. S.___, welche nach eingehender Abklärung der 

Beschwerden aus somatischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit (in einer adaptierten Tätigkeit) stellten (act. G22.1, UV-act. M113). Das 

Teilgutachten von Dr. X.___ ist damit als nicht nachvollziehbar zu betrachten. Es sind 

keine - über die bereits von den weiteren somatischen Gutachtern hinausgehenden - 

Beschwerden als neurologische kausale Unfallfolgen zu berücksichtigen. Schliesslich 

ist mit der Beschwerdegegnerin (act. G33.1) darauf hinzuweisen, dass das von Dr. 

X.___ diagnostizierte neuropathische Schmerzsyndrom aufgrund von klinischen 

Befunden und nicht gestützt auf bildgebende/apparative Methoden gestellt wird. Es 

handelt sich dabei folglich um eine nicht organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2019, 8C_647/2018, E. 5.2). Dr. X.___ 

stützte sich bei der Herleitung der Diagnosen im Wesentlichen auf die Angaben des 

Beschwerdeführers und schloss eine Nervenschädigung neurographisch aus (vgl. act. 

G22.1, neurologisches Teilgutachten, S. 18 ff.).

Zusammengefasst sind als unfallkausale somatische Beschwerden nur die 

Beeinträchtigungen am Handgelenk links (vgl. E. 2.1) zu berücksichtigen. 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/29

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natürlichen Kausalität offenzulassen (vgl. BGE 134 V 465, E. 5.1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. September 2016, 8C_685/2015, E. 4.2).

Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung 

der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 

mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle 

nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, 

eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in 

einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen 

kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen.

3.1. 

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

3.2. 

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schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Kommt keinem Einzelkriterium ein besonders bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien heran­

gezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung führt 

zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass nach 

weiteren Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte 

Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32).

Vorliegend war der Beschwerdeführer mit seinem Motorrad unterwegs, als er mit 

einem Transporter kollidierte, dessen Lenkerin den Vortritt missachtete (UV-act. A1; 

act. G22.1, psychiatrisches Teilgutachten, S. 18). Im angefochtenen 

Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin präzisierend ausgeführt, der 

Beschwerdeführer sei bei einem Brems-/Ausweichmanöver mit seinem Motorrad 

gestürzt und rutschend mit einem Lieferwagen kollidiert, da dessen Lenkerin ihn beim 

Abbiegen übersehen habe (vgl. UV-act. A172, S. 11). Aufgrund des Geschehensablaufs 

ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. UV-act. A172) von einem mittelschweren Ereignis 

im engeren Sinn auszugehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Juni 2016, 

8C_174/2016, und vom 28. Oktober 2013, 8C_372/2013).

3.3. 

Bei mittelschweren Ereignissen im engeren Sinn müssen für die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein 

einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung 

dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/

aa, Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).

3.4. 

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Vorliegend bestehen keine Hinweise auf eine 

besondere Eindrücklichkeit im Sinne der Rechtsprechung.

3.4.1. 

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Der Beschwerdeführer erlitt eine intraarticuläre distale Radiusfraktur C3 links, 

eine Os pisiforme Luxation links und eine Thoraxkontusion rechts (UV-act. M3). Diese 

Verletzungen können entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. act. G1) weder 

als besonders schwer, noch als Verletzungen besonderer Art eingestuft werden. Auch 

sind derartige Verletzungen in der Regel nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen.

3.4.2. 

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 

128, E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des 

Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung 

grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen 

kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Am Unfalltag 

wurde im KSSG eine ORIF sowie eine Plattenosteosynthese links durchgeführt (UV-act. 

M3). Am 9. April 2010 erfolgte die operative Entfernung des Os pisiforme sowie 

gleichzeitig eine Metallentfernung und die Entfernung zweier subkutaner Lipome am 

volaren proximalen Vorderarm links (UV-act. M16 f.). Dr. D.___ führte am 19. Juli 2010 

eine Resektion des Processus styloideus ulnae links durch (UV-act. M24). Ab 31. 

Januar 2011 bis Anfang 2014 wurde der Beschwerdeführer in der Praxis E.___ mit 

myofaszialer Therapie und Frequenztherapie behandelt, wobei der Behandler bereits 

am 12. November 2012 über eine Verbesserung der Situation berichtete und festhielt, 

während der nächsten fünf Sitzungen (eine pro Woche) sollte eine weitere nachhaltige 

Besserung der Schmerzempfindung im linken Handgelenk und der 

Wirbelsäulensegmente erzielt werden (UV-act. M40 ff.). Dr. G.___ hatte schon am 12. 

März 2013 befunden, zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit sei keine dauernde Behandlung 

notwendig (UV-act. M44). Ab März 2016 wurde der Beschwerdeführer im 

Schmerzzentrum des KSSG behandelt, wobei ein chronifiziertes CRPS des 

Handgelenks links diagnostiziert wurde (vgl. UV-act. M83). Die Übernahme der Kosten 

der vom Beschwerdeführer beanspruchten Ergotherapie sicherte die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 9. Juli 2018 bis Ende 2022 zu (vgl. UV-act. 

A159). Ab Frühjahr 2013, spätestens aber nach Ende der Behandlung in der Praxis 

E.___, hatten sich die medizinischen Massnahmen im Wesentlichen auf 

Kontrolluntersuchungen und die Erhaltung des somatischen Gesundheitszustandes 

3.4.3. 

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sowie Abklärungsmassnahmen beschränkt (vgl.  UV-act. M50, M52 f., M109). Dr. S.___ 

führte am 20. Oktober 2017 aus, bezüglich der Handfunktion habe schon seit Jahren 

kaum mehr ein wirklicher Fortschritt erzielt werden können (UV-act. M113). Das 

Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist damit als erfüllt zu erachten, 

jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise.

Der Beschwerdeführer äusserte gegenüber den behandelnden und abklärenden 

Ärzten wiederholt Schmerzen und wurde unter anderem im Schmerzzentrum des 

KSSG behandelt (vgl. UV-act. M83, M89). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

geltend macht (vgl. UV-act. A172), kam es nach dem Unfall zu einer wesentlichen 

Besserung der Beschwerden am Handgelenk links. Dr. D.___ hatte die Behandlung in 

seiner handchirurgischen Sprechstunde am 13. Januar 2011 abgeschlossen (UV-act. 

M36). Während der Behandlung in der Praxis E.___ konnte eine weitere Reduktion der 

Beschwerden am Handgelenk erzielt werden, der Fokus lag eher auf der Lösung von 

Verspannungen im Nackenbereich (UV-act. M39 ff.). Dementsprechend befand Dr. 

N.___ am 5. November 2014, es könne von einer optimalen Rehabilitation der 

Handverletzung gesprochen werden (UV-act. M61, S. 4). Dr. med. Y.___, FMH 

Chirurgie und Handchirurgie, Handchirurgische Praxis, befand am 15. Oktober 2015, 

die klinischen und radiologischen Untersuchungsbefunde könnten die persistierenden 

Schmerzen im Handgelenk nicht erklären. Mit weiteren operativen Massnahmen sei 

sicherlich keine Verbesserung zu erreichen. Es dürfte eigentlich sechs Jahre nach dem 

Trauma bei diesen Befunden für eine Bürotätigkeit mit einer zumindest 80%igen 

Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (UV-act. M65). Dr. Q.___ berichtete am 23. August 

2017, der Zustand sei längere Zeit stationär gewesen. Der Beschwerdeführer habe ihn 

am 6. Juni 2017 sodann wegen starker Schmerzen im Handgelenk aufgesucht, worauf 

er ihm eine Ruhigstellung empfohlen und ihm vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % attestiert habe (UV-act. M99). Somit beklagte der Beschwerdeführer keine 

seit dem Unfall andauernd bestehenden Schmerzen im Handgelenk links und solche 

waren auch nicht durchgehend medizinisch erklärbar. Das Kriterium der 

Dauerschmerzen ist zudem wegen der psychosomatischen Komponente (vgl. u.a. UV-

act. M125) und dem Umstand, dass die Schmerzen sich nicht ausschliesslich auf das 

unfallbedingt geschädigte Handgelenk links, sondern auch auf unfallfremde 

Gesundheitsschädigungen (Knie, Fuss, Rücken) bezogen, als nicht erfüllt zu 

betrachten.

3.4.4. 

Es bestehen keine Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte.

3.4.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/29

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Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Vorliegend deutet nichts auf einen besonders 

schwierigen Heilungsverlauf hin. Die Entwicklung eines CRPS - welches 

rechtsprechungsgemäss deutlich ausserhalb des normalen Heilungsverlaufs läge (vgl. 

Urteil des EVG vom 23. Juni 2006, U 304/05, E. 3.4) - ist vorliegend nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (vgl. dazu E. 2.4).

3.4.6. 

Der Beschwerdeführer war ab dem Unfalldatum vom 13. Juni 2009 zu 100 % 

arbeitsunfähig geschrieben (vgl. UV-act. M1, M5, M36). Bereits am 15. September 

2019 befand Dr. L.___ jedoch, in einer körperlich leichten Arbeit (Büro) wäre der 

Beschwerdeführer weitgehend arbeitsfähig (UV-act. M4). Dr. D.___ führte am 13. 

Januar 2011 aus, die Arbeitsunfähigkeit sei bei 100 % verblieben, könnte aber nach 

einer beruflichen Umorientierung angepasst werden (UV-act. M36). Es ist demnach 

davon auszugehen, dass schon damals in einer adaptierten Tätigkeit mindestens eine 

Teilarbeitsfähigkeit bestanden hätte. Ab 2011 wurde der Beschwerdeführer mit 

Unterstützung der IV-Stelle zum technischen Kaufmann umgeschult. Die Umschulung 

schloss er im Herbst 2013 mit der schulinternen Prüfung ab (vgl. UV-act. A12, A15, 

M52). Dr. N.___ befand am 5. November 2014, bezüglich der 

Handgelenksbeschwerden sei in diesem Beruf keine Arbeitsunfähigkeit verblieben (UV-

act. M61). Ab Herbst 2015 nahm der Beschwerdeführer an einer 

Eingliederungsmassnahme der IV-Stelle teil und war ab 1. April 2016 zu 60 % als 

Betreuer in einem Asylzentrum tätig (vgl. UV-act. A46, A48 f.). Dr. N.___ befand am 24. 

Februar 2016, ohne kritische neurologische Beurteilung, insbesondere der Schmerzen 

im Handgelenk, sei keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr erklärbar (UV-act. 

M77). Dr. Q.___ attestierte dem Beschwerdeführer bis am 10. Mai 2016 weiterhin eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 %, danach eine solche von 40 %. Er bezog sich dabei 

jedoch offenbar auf die damalige Tätigkeit des Beschwerdeführers und äusserte sich 

nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer anderen, adaptierten Tätigkeit (UV-act. M84, M87). 

Insgesamt ist davon auszugehen, dass bereits im Jahr 2011 (bzw. allenfalls schon 

früher) in einer adaptierten Tätigkeit bezüglich der unfallkausalen Beschwerden 

mindestens eine Teilarbeitsfähigkeit möglich gewesen wäre. Nach der Umschulung 

zum technischen Kaufmann hätte grundsätzlich eine volle Arbeitsfähigkeit vorgelegen 

(vgl. dazu auch die nachfolgenden Erwägungen). Die danach noch attestierte 

Arbeitsfähigkeit war im Wesentlichen auf unfallfremde Ursachen zurückzuführen. Von 

3.4.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/29

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4.

Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwerden am Handgelenk links ist 

nachfolgend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit 

zu prüfen.

einer besonders ausgeprägten Erfüllung des Kriteriums kann damit nicht gesprochen 

werden.

Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, keines 

jedoch in besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 13. Juni 2009 und den geklagten psychischen Beschwerden 

zu verneinen.

3.5. 

Dr. S.___ beurteilte am 20. Oktober 2017, Heben und Tragen sei funktionell im 

Normalbereich der haushaltlichen Tätigkeit und der Bürotätigkeit grundsätzlich 

zumutbar. Bei Heben von sehr schweren Lasten, möglicherweise auch bei massivem 

Druck mit der Hohlhand auf eine Unterfläche, die im Handgelenk einen 

Verschiebestress auslöse, und auch bei extremen Rotationen, die Supination oder 

Pronation im Anschlag belasteten, bedingten die vom Unfall herrührenden 

arthrosebedingten Schmerzen eine Einschränkung, die solche Arbeiten nicht mehr 

zumutbar machten. Auch bei repetitiver langdauernder Benützung der linken Hand 

könne es durch die arthrotischen Veränderungen zu Einschränkungen kommen. Dies 

zum Beispiel beim Schreiben am Computer oder bei der Mausbedienung mit der linken 

Hand während vieler Stunden. Die diesbezügliche Einschränkung sei jedoch nur 

relevant bei wirklich andauernder langer Tätigkeit. Ein abwechslungsweises Bedienen 

eines Computers bleibe zumutbar. Aufgrund der Stellenbeschreibung als Betreuer in 

einem Empfangs- und Verfahrenszentrum für Asylsuchende finde er keinen 

somatischen Grund, weshalb diese Tätigkeit nicht zu 100 % ausgeübt werden könnte. 

Die Belastungsdauer der linken Hand müsse durch Abwechslung der Arbeitsschritte 

möglichst kurzgehalten werden. Dies bedeute, dass zur Optimierung die Arbeit am 

Computer vielleicht in zwei Phasen aufgetrennt werden könnte. Eine andere ideal 

adaptierte Tätigkeit sei ebenfalls zu 100 % zumutbar (UV-act. M113).

4.1. 

 Der Beschwerdeführer nahm am 13. Dezember 2017 Stellung zum Gutachten von 

Dr. S.___, stellte an diesen gerichtete Ergänzungsfragen und reichte insbesondere eine 

durch seinen Vorgesetzten erstellte Arbeitsplatzbeschreibung als Betreuer im 

Asylzentrum ein (UV-act. A124 f.). Dieser ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 

rund dreieinhalb bis vier Stunden täglich vorwiegend am Computer arbeiten und die 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/29

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verbleibende Zeit von rund einer bis eineinhalb Stunden täglich bei den 

Heimbewohnern Dokumente einsammeln und weitere Individualaufträge wie 

beispielsweise Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie Instruieren oder Beaufsichtigen 

von Asylsuchenden bzw. deren Kinder durchführen musste (vgl. UV-act. A125). Am 7. 

Februar 2018 reichte der Beschwerdeführer zudem eine Stellungnahme von Dr. Q.___ 

vom 17. Januar 2018 ein (vgl. UV-act. A126, M115). Dieser hatte ausgeführt, offenbar 

bestehe doch eine Tendenz, dass der Beschwerdeführer zu viel am Computer arbeiten 

müsse und die verletzte linke Hand oftmals überdurchschnittlich eingesetzt werde. Bei 

der beschriebenen Stelle bestehe sicher keine 100%ige Arbeitsfähigkeit, es sei von 

einer Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 % auszugehen. Sollte an diesem Arbeitsplatz eine 

volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden, müsste die Stelle bzw. der Arbeitseinsatz 

modifiziert werden (UV-act. M115). Dr. S.___ nahm am 26. März 2019 Stellung zu den 

von den Parteien gestellten Ergänzungsfragen. Er führte aus, er sei vor allem basierend 

auf den Angaben des Beschwerdeführers davon ausgegangen, dass dieser nicht 

kontinuierlich am Computer arbeiten müsse, sondern im Wechsel. Dies hätte einen 

ideal adaptierten Arbeitsplatz bedeutet. Offenbar sei eine Ausdehnung des 

Arbeitspensums am konkreten Arbeitsplatz nur mit vermehrten Arbeiten mit stärkerer 

Handgelenksbelastung möglich. Er müsse also anerkennen, dass die derzeitige 

Arbeitstätigkeit mit viel Computerarbeit nicht ideal adaptiert sei im Hinblick auf die 

Ausdehnung auf ein 100 % Pensum. Eine ideal adaptierte Tätigkeit, welche nicht zur 

Hauptsache aus Bildschirmarbeit, sondern aus gemischten Handlungen mit 

intermittierender Entlastung des Handgelenks bestehe, sei jedoch zu 100 % zumutbar. 

Denkbar sei beispielsweise eine Kontrollarbeit mit leichterer Belastung, wobei durchaus 

dazwischen auch einmal hart zugelangt werden dürfe. Die verbleibende Instabilität des 

Handgelenks führe nur zu einer geringen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Stauchende Belastungen des Handgelenks könnten einschiessende Schmerzen 

verursachen und bei repetitiver Belastung auch eine entsprechende 

Schmerzerschöpfung mit sich bringen. Bei seiner Untersuchung habe sich keine 

Schwellung des Handgelenks gezeigt, er stelle aber nicht in Abrede, dass eine solche 

auftreten könne (UV-act. M119). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, Dr. S.___ 

habe offenbar nicht verstanden, wie seine konkrete berufliche Tätigkeit aussehe (vgl. 

act. G1, S. 6 ff.), ist dies unerheblich, zumal Dr. S.___ in seiner Stellungnahme 

einräumte, die ausgeübte Tätigkeit als Betreuer sei doch nicht ideal adaptiert und eine 

Ausdehnung auf ein Pensum von 100 % nicht möglich (vgl. UV-act. M119). 

Ausschlaggebend ist lediglich die Arbeitsfähigkeit in einer anderen, ideal adaptierten 

Tätigkeit. Diese schätzte Dr. S.___ nachvollziehbar auf 100 %. Auch der behandelnde 

Dr. Q.___ ging mindestens sinngemäss davon aus, dass in einer adaptierten Tätigkeit 

eine volle Arbeitsfähigkeit möglich sei (vgl. UV-act. M115). Insgesamt ist also davon 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/29

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5.

auszugehen, dass eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist, es sich bei der 

damals ausgeübten Tätigkeit als Betreuer jedoch nicht um eine solche handelte. Dass 

der Vorgesetzte in seiner Tätigkeit maximal ein Pensum von 60 % als zumutbar 

erachtete (vgl. act. G1, G1.3), ist insofern irrelevant, als sich diese Einschätzung (eines 

medizinischen Laien) auf die konkrete Arbeit und nicht eine ideal adaptierte Tätigkeit 

bezog.

Der neurologische Teilgutachter der estimed AG ging von einer Arbeitsunfähigkeit 

von 20 % in einer adaptierten Tätigkeit aus (vgl. act. G22.1). Wie bereits erwähnt, ist 

dieses Teilgutachten jedoch nicht als beweiskräftig zu erachten (vgl. E. 2.4). Die 

weiteren somatischen Teilgutachter der estimed AG gingen in Übereinstimmung mit Dr. 

S.___ von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit aus. Die 

neuropsychologische Teilgutachterin war aufgrund der mangelnden Mitwirkung des 

Beschwerdeführers und der dadurch nicht verwertbaren Testresultate nicht in der 

Lage, die Arbeitsfähigkeit zu schätzen (act. G22.1, neuropsychologisches 

Teilgutachten, S. 23). Auch der orthopädische Teilgutachter der medexperts AG ging in 

seinem Gutachten vom 22. November 2019 von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in 

einer adaptierten Tätigkeit aus (vgl. act. G22.1). Sodann betrachtete Dr. U.___ am 16. 

April 2019 das Gutachten von Dr. S.___ insgesamt als medizinisch schlüssig und 

nachvollziehbar (UV-act. M126). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, Dr. U.___ 

müsse mittlerweile ein sehr hohes Alter haben und sei offenbar häufig für die 

Beschwerdegegnerin tätig (act. G1, S. 18 f.), ist dies vorliegend nicht 

ausschlaggebend. Der Beschwerdeführer brachte keine konkreten, differenzierten 

medizinischen Einwände gegen die Einschätzung von Dr. U.___ vor. Zudem erstellte 

dieser vorliegend lediglich eine kurze Stellungnahme, in welcher er im Wesentlichen 

das Gutachten von Dr. S.___ als schlüssig erklärte (vgl. UV-act. M126). Die 

Stellungnahme enthält kaum eigene Erkenntnisse und ist für den vorliegenden Fall für 

sich allein nicht ausschlaggebend, zumal genügend andere medizinische 

Einschätzungen (Gutachten der estimed AG und der medexperts AG; act. G22.1) die 

Schlussfolgerungen von Dr. S.___ stützen.  

4.3. 

Insgesamt ist damit von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten 

Tätigkeit auszugehen. Weitere medizinische Abklärungen, insbesondere die Vorlage 

von Zusatzfragen an die Gutachter der estimed AG, erübrigen sich (vgl. die 

diesbezüglichen Anträge des Beschwerdeführers in act. G1, G8, G24).

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/29

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Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). 

Der Beschwerdeführer war vor seinem Unfall zuletzt hauptberuflich als Sanitärmonteur 

tätig (vgl. UV-act. A101). Gemäss Auskunft der damaligen Arbeitgeberin, der Z.___ AG, 

hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2018 ein Einkommen von Fr. 71'500.-- erzielt (Fr. 

5'500.-- x 13; vgl. UV-act. A158). 

5.1. 

Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen. 

Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht für dessen 

Ermittlung der Beizug von Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund 

(Kieser, a.a.O., N 67 zu Art. 16). Der Beschwerdeführer ist soweit aktenkundig nicht 

mehr erwerbstätig und schöpfte zuvor mit seiner teilzeitlichen Tätigkeit als Betreuer im 

Empfangs- und Verfahrenszentrum sein Erwerbspotential nicht voll aus. Der 

Beschwerdeführer ist gelernter Sanitärmonteur und hat ausserdem eine Umschulung 

zum technischen Kaufmann absolviert. Es rechtfertigt sich daher, das 

Invalideneinkommen gestützt auf die LSE 2014, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, 

Kompetenzniveau 2, Männer, zu bestimmen (die LSE 2016 und 2018 waren zum 

Zeitpunkt des Einspracheentscheids noch nicht publiziert und daher nicht anwendbar; 

vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1). Der 

entsprechende Lohn belief sich im Jahr 2014 auf Fr. 5'660.-- pro Monat bzw. Fr. 

67'920.-- jährlich. Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 

41.7 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2018 (Index 2014: 

2'220, 2018: 2'260) ergibt sich ein massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 72'082.--.

5.2. 

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter-)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/29

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Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der 

Beschwerdeführer hat gewisse qualitative Einschränkungen (insbesondere 

intermittierende Entlastung des linken Handgelenks, Vermeiden von repetitiven und 

schweren Handgelenksbelastungen; vgl. UV-act. M113, act. G22.1). Er ist im Vergleich 

zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen Philipp Geertsen, Der 

Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 

2014, 9C_796/2013, E. 3.1.2). Vorliegend rechtfertigt es sich, den Tabellenlohnabzug 

auf 5 % festzusetzen, womit ein Invalideneinkommen von Fr. 68'478.-- (0.95 x Fr. 

72'082.--) resultiert. Ein höherer Abzug rechtfertigt sich nicht.

Weiter umstritten ist die Berücksichtigung eines Nebenerwerbs. Der 

Beschwerdeführer war im Zeitpunkt seines Unfalls im Jahr 2009 stundenweise für die 

B.___ tätig (vgl. UV-act. A1). Bezüglich des Valideneinkommens sind bei der 

Bestimmung des zuletzt erzielten Einkommens sämtliche Erwerbseinkommen, auch 

etwa Nebeneinkünfte und regelmässig geleistete Überstunden, zu berücksichtigen. 

Dies mag einschliessen, dass gegebenenfalls von einer Arbeitszeit ausgegangen wird, 

welche weit über der üblichen liegt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 51 

zu Art. 16). Rechtsprechungsgemäss ist ein Nebenverdienst beim Valideneinkommen 

zu berücksichtigen, sofern er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin erzielt 

worden wäre, wenn die versicherte Person gesund geblieben wäre. Dies gilt ohne 

Rücksicht auf den hierfür erforderlichen zeitlichen oder leistungsmässigen Aufwand 

(Entscheide des EVG vom 29. November 2002, U 130/02, E. 3.2.1 [= RKUV 2003 

Nr. U 476]; vom 2. November 2004, U 66/02 [= RKUV 2005 Nr. U 538]; vom 3. Februar 

2006, I 181/05, E. 2 und vom 9. Mai 2007, I 130/06, E. 6). Der Beschwerdeführer führte 

anlässlich eines Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin am 9. Juli 2018 aus, es 

sei sein Ziel gewesen, im Alter von 45 Jahren ein Eigenheim zu haben. Bis dahin, also 

bis ins Jahr 2026, habe er vorgehabt, zwei Jobs gleichzeitig zu haben. Dies sei auch 

organisatorisch kein Problem gewesen mit einer Familie. Schon zum Unfallzeitpunkt 

habe er ein Kind gehabt und es habe sich gut organisieren lassen. Er habe bis 16:30 

Uhr jeweils als Sanitärmonteur gearbeitet und danach frei gehabt. Die Einsätze für die 

B.___ seien abends oder nachts gewesen (UV-act. A156). Es ist demnach davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Validenfall weiterhin seiner 

Nebenerwerbstätigkeit für die B.___ AG nachgehen würde. Beim Invalideneinkommen 

ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Zusatzeinkommen aus 

Nebenerwerb nur insoweit zu berücksichtigen, als eine versicherte Person ein solches 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/29

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6.

Schliesslich ist die Höhe des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm eine 

solche basierend auf einem Integritätsschaden von 5 % zu (UV-act. A159, A172).

trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise weiterhin erzielen kann. 

Hierfür ist gleich wie bei der Haupterwerbstätigkeit massgebend, welche 

Arbeitstätigkeiten und -leistungen der versicherten Person aufgrund ihres 

Gesundheitszustandes nach ärztlicher Beurteilung noch zugemutet werden können 

(Entscheid des EVG vom 28. August 2003, I 109/02, E. 3.3.2; vgl. Entscheide des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. März 2009, IV 2007/189, E. 4.3, 

und vom 24. Februar 2021, UV 2019/68, E. 6.2). Vorliegend sind keine Gründe 

ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer nicht auch im Invalidenfall stundenweise 

einer adaptierten Nebenerwerbstätigkeit sollte nachgehen können. Ob er - wie die 

Beschwerdegegnerin annimmt (vgl. UV-act. A159) - weiterhin bei der B.___ AG tätig 

sein könnte, ist aufgrund seiner Beschwerden am Handgelenk fraglich (vgl. act. G1, S. 

30). Jedoch könnte er - wie beim Haupterwerb - eine andere adaptierte Tätigkeit 

ausüben. Gemäss Angaben der B.___ AG vom 8. Mai 2012 hätte der Beschwerdeführer 

seit Juli 2009 einen Verdienst von Fr. 28.22 brutto pro Stunde erzielen können (vgl. UV-

act. A138 ff.). Im Vergleich dazu betrug der im Invalidenfall zumutbare Monatslohn 

gemäss Tabelle TA1 der LSE 2012, Kompetenzniveau 2, Total bei den Männern, Fr. 

5'633.--, was einem Stundenlohn von Fr. 32.50 (Fr. 5'633.-- / 4.33 Wochen / 40 

Stunden) entspricht. Dementsprechend resultiert - auch unter Berücksichtigung eines 

Tabellenlohnabzugs von 5% - beim Nebenverdienst keine Lohneinbusse und dieser ist 

beim Einkommensvergleich nicht zu berücksichtigen.

Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit bei 

einem Valideneinkommen von Fr. 71'500.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

68'478.-- resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 4 %.

5.5. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei einem gleichen medizinischen Befund 

ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 28/29

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7.  

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis).

Dr. S.___ beurteilte in seinem Gutachten vom 20. Oktober 2017, die 

posttraumatische Arthrose und die geringfügige Instabilität im linken Handgelenk 

stellten eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität dar. Derzeit 

bewirke diese nur eine geringfügige Beeinträchtigung der Funktion, bleibe aber 

langfristig mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Problem, möglicherweise auch in 

verstärktem Ausmass. Die derzeitige Beeinträchtigung ergebe aufgrund der Suva-

Tabellen keine über 5 % hinausgehende Integritätsentschädigung. Es sei schwierig, die 

voraussehbare Verschlimmerung zu berücksichtigen, da das Handgelenk bereits 

arthrotische Veränderungen zeige, welche sich verstärken könnten. Er schlage 

diesbezüglich vor, einen Vorbehalt zu machen (UV-act. M113, S. 61). Gemäss Suva-

Tabelle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen" rechtfertigt eine mässige 

Handgelenksarthrose einen Integritätsschaden von 5 bis 10 %. Im Zeitpunkt der 

Beurteilung durch Dr. S.___ bestand erst eine beginnende Arthrose (vgl. UV-act. M113) 

bzw. gemäss dem handchirurgischen Teilgutachter der estimed AG gar erst der 

Verdacht auf eine solche (vgl. act. G22.1, handchirurgisches Gutachten, S. 12). Mit 

dem von der Beschwerdegegnerin anerkannten Integritätsschaden von 5 % wurde 

damit auch einer möglichen zukünftigen Verschlechterung der Arthrose genügend 

Rechnung getragen. Für die vorliegende leichte Instabilität im Handgelenk sehen die 

Suva-Tabellen keine Integritätsentschädigung vor (vgl. Suva-Tabelle 1 

"Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten"). Dr. U.___ 

erachtete die Beurteilung von Dr. S.___ bezüglich Integritätsentschädigung ebenfalls 

für nachvollziehbar (UV-act. M126).

6.2. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 29/29

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

7.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2021
	Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor; die Adäquanz der psychischen Beschwerden ist zu verneinen. Der Beschwerdeführer war in somatischer Hinsicht in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Kein Anspruch auf eine Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20.Mai 2021, UV 2019/40).

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		2024-05-26T22:54:16+0200
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