# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5befd53f-c6dd-570a-aef4-06a80a7bb8d1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.10.2018 720 17 329/269
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-329-269_2018-10-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Oktober 2018 (720 17 329 / 269) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts; auf das polydisziplinäre Gutachten des 

BEGAZ kann abgestellt werden. Die Versicherte hat ab 1. November 2013 bis 30. Juni 

2015 Anspruch auf eine befristete volle Rente der IV. Einen weitergehenden Rentenan-

spruch ab 1. Juli 2015 hat die IV-Stelle zu Recht abgelehnt. 

 
 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advo-
kat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
Betreff IV-Rente 
 
 
A. Die 1960 geborene A.____ war zuletzt vom 1. April 2007 bis 31. Januar 2011 in einem 
80%igen Pensum als „Mitarbeiterin Verpflegung“ beim Spital B.____ beschäftigt. Am 19. Febru-
ar 2013 (Eingang) meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unter 
Hinweis auf eine Arthrose in den Knien sowie auf ein Mammakarzinom zum Leistungsbezug an. 

 

 
 
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Nach erfolglos vorgenommenen beruflichen Massnahmen und Abklärung der gesundheitlichen 
und beruflichen Verhältnisse sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ mit Verfügung vom 11. September 2017 eine vom 
1. November 2013 bis 30. Juni 2015 befristete ganze Rente zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, am 
29. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung auf-
zuheben und es sei ihr eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur 
Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die medizinische Gesamtbeurteilung im 
Gutachten des BEGAZ Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) vom 8. Dezember 2016 unzu-
reichend bzw. überhaupt nicht begründet werde; sie beschränke sich darauf, Kurzfassungen 
der Teilgutachten unkommentiert aufeinanderfolgen zu lassen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
D. Im Rahmen einer ersten Urteilsberatung ist das Kantonsgericht am 7. Dezember 2017 
zur Auffassung gelangt, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf 
die medizinische Aktenlage nicht möglich ist. Mittels Beschluss wurde der Fall ausgestellt und 
im Rahmen einer amtlichen Erkundigung eine ergänzende Stellungnahme beim BEGAZ einge-
holt.  
 
E. Am 28. März 2018 nahmen die Gutachter des BEGAZ Stellung zu den Ergänzungsfra-
gen des Gerichts. Mit Schreiben vom 11. April 2018 führte die IV-Stelle aus, dass die Stellung-
nahme des BEGAZ vom 28. März 2018 an ihren Einschätzungen in der angefochtenen Verfü-
gung nichts zu ändern vermöge. Sie würde daher an der Abweisung der Beschwerde im Sinne 
der Vernehmlassung festhalten. Am 7. Mai 2018 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass die 
Beantwortung der Rückfragen des Gerichts durch die Gutachter nicht überzeugen könne. Die 
im Rahmen der Beschwerde geltend gemachten Mängel des Gutachtens würden somit nicht 
behoben. Es könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden. Die Beschwerde sei antrags-
gemäss gutzuheissen. 
 
F. Nachdem die Gutachter am 21. Juni 2018 erneut Stellung zu einer Frage genommen 
hatten, bekamen die Parteien wiederum Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Die IV-Stelle hielt 
mit Schreiben vom 11. Juli 2018 an ihren Auffassungen und Anträgen fest. Auch die Beschwer-
deführerin hielt mit Stellungnahme vom 6. August 2018 an ihren bisherigen Ausführungen und 
Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

 

 
 
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rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und fristgerecht 
eingereichte – Beschwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 
Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
11. September 2017 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitli-
che Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit der Versicherten von November 2012 bis Ende März 2015 ist unbestritten. 
Das führt zum Anspruch auf eine befristete volle Rente ab 1. November 2013 bis 30. Juni 2015. 
Streitig ist hingegen der Rentenanspruch ab 1. Juli 2015. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 390 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 

 

 
 
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invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – so-
gar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1). 
 
4.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – 
nicht bestritten wird.  
 
5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra-
ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen arbeitsunfähig ist. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 

 

 
 
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die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-
weise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-
würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach-
ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-
gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung 
entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Ur-
teil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von 
behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts 
im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potenti-
ellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, 
dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als 
von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfas-
sende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der 
anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 

 

 
 
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tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, 
E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum An-
lass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit 
Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewür-
digt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinwei-
sen). 
 
6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin liegen im Wesent-
lichen folgende medizinische Unterlagen vor: 
 
6.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte das BEGAZ am 8. Dezember 2016 ein polydisziplinä-
res Gutachten mit den Fachdisziplinen Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Onkologie, Orthopädie 
und Kardiologie. 
 
Dr. med. C.____, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, stellte als Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein mässig differenziertes invasiv-duktales Karzinom der linken Mamma mit 
ausgedehnter muzinöser und herdförmiger mikropapillärer Komponente fest. Als Diagnose oh-
ne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden Blutungen per vaginam aufgeführt. Zur Arbeits-
fähigkeit aus gynäkologischer Sicht hielt Dr. C.____ fest, dass aufgrund der Anamnese und 
Befunde eine sicher 60%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sei. Zu berücksichtigen sei die leichte 
Einschränkung der Beweglichkeit des linken Armes. Einerseits fielen Überkopfarbeiten weg, 
andererseits sei das Heben von schweren Lasten nicht angezeigt. Diesbezüglich würde auf das 
parallel durchgeführte orthopädische Fachgutachten verwiesen. Die Versicherte halte sich 
selbst für absolut nicht arbeitsfähig, da sofort der linke Arm aufschwelle und sie von ihrem All-
gemeinzustand her nicht in der Lage sei, einer Arbeit nachzugehen, schon gar nicht in ihrer 
angestammten Arbeit in der Küche. Wenn sie nur kleine Arbeiten im Haushalt verrichte, leide 
sie sofort unter Herz- und Knieschmerzen sowie einer Atemnot. Im Weiteren besitze sie über-
haupt keine Kraft, um eine Arbeit zu verrichten. Trotz all dem ist Dr. C.____ der Ansicht, dass 
eine nicht allzu anstrengende Arbeit aus rein gynäkologischer Sicht für die Beschwerdeführerin 
im Rahmen von 70% durchaus möglich sei. 
 
Dr. med. D.____, FMH Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin, hielt als Diag-
nosen ein mässig differenziertes invasives duktales Mammakarzinom links mit ausgedehnter 
muzinöser und herdförmig mikropapillärer Komponente sowie ein cancer-related fatigue syn-
drome fest. Zur Arbeitsfähigkeit aus onkologischer Sicht hielt Dr. D.____ fest, dass sich die ver-
sicherte Person aktuell noch unter einer installierten adjuvanten antihormonellen Therapie ihres 
Mammakarzinoms mit einem Aromatase-Inhibitor befinde und in regelmässigen onkologischen 
Kontrollen bei den behandelnden Spezialisten am Spital E.____ zur Nachsorge sei. Gemäss 
den Unterlagen bestehe seit Abschluss der adjuvanten Radiotherapie im Juni 2013 weiterhin 
eine anhaltend komplette Remission. Die von der Beschwerdeführerin aktuell hauptsächlich 

 

 
 
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beklagte Fatigue- und Erschöpfungssymptomatik lasse sich im Rahmen der stattgehabten in-
tensiven Systemtherapien klar als therapieassoziiert erklären. Eine mögliche Cardiomyopathie 
als Ursache dieser Symptomatik wäre, wenn tatsächlich bestätigt, allerdings auch als therapie-
assoziiert zu interpretieren. Daher könne ab Diagnosestellung und Therapie-Einleitung des 
Mammakarzinoms im September 2012 bis zum Abschluss der kurativ-intendierten Radiothera-
pie im Juni 2013 sowie für eine anschliessende Rekonvaleszenz-Periode von sechs Monaten, 
also bis Ende 2013, aus onkologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. 
Ab diesem Zeitpunkt, ab Januar 2014, könne aus onkologischer Sicht aufgrund der persistie-
renden ausgeprägten chronischen Fatigue im Rahmen eines cancer related fatigue syndrome 
sowie im Rahmen der persistierenden Schmerzsymptomatik im ursprünglichen Operationsge-
biet gesamthaft eine Arbeitsunfähigkeit von 30% attestiert werden.  
 
Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie, diagnostizierte in seinem Teilgutachten mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom am linken Kniegelenk, 
angedeutet rechts sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, exazerbiert seit Juni 2016. 
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. F.____ ein beginnendes 
Impingementsyndrom an der linken Schulter bei einem Status nach Mammakarzinom links, ein 
Schmerzsyndrom der linken Hüfte, einen Status nach Sprunggelenks-Distorsion links sowie 
einen klinischen Verdacht auf einen Fersensporn rechts und beidseitig einen Spreizfuss fest. 
Zur Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht hielt Dr. F.____ fest, dass der Versicherten keine 
schweren körperlichen Tätigkeiten mit Heben von Lasten, die mehr als 15 kg wiegen würden 
und keine Tätigkeiten mit häufigem Bücken oder in die Hocke gehen, zuzumuten seien. Es sei-
en auch keine Tätigkeiten im Gehen oder im Stehen oder mit Steigen auf Leitern zuzumuten. 
Diese Einschätzung sei rückwirkend auf die Diagnosestellung der fortgeschrittenen beidseitigen 
Gonarthrose im Juni 2013 zurückzuführen. Die Arbeitsfähigkeit habe auch nicht durch die bei-
den durchgeführten Kniegelenks-Operationen verbessert werden können. Ebenfalls erschwe-
rend auf jegliche belastende körperliche Tätigkeit wirke sich neu auch die seit Juni 2016 beste-
hende lumbosacrale Diskopathie aus. Dagegen seien der Versicherten leichte bis mittelschwe-
re, teils sitzende, teils stehende Tätigkeiten vollschichtig möglich. In Übereinstimmung mit der 
postulierten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit durch den Arzt des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes beider Basel (RAD), Dr. med. G.____, vom 16. Dezember 2015, könne davon ausge-
gangen werden, dass laut Akten eine adaptierte Tätigkeit, vorwiegend im Sitzen, ab März 2015 
teilweise zumutbar gewesen sei. Mit Ausnahme der reduzierten Kniegelenksbeweglichkeit sei 
das Operationsergebnis ab März 2015 zufriedenstellend gewesen. Bezugnehmend auf die ge-
genwärtige Statuserhebung dürfe schmerzbedingt eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfä-
higkeit ab März 2015 bestehen. Eine 40%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, wie vom 
RAD-Arzt im Dezember 2015 festgestellt worden sei, sei nicht mehr gegeben. Es sei seither 
eine Besserung eingetreten.  
 
Dr. med. H.____, FMH Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin, stellte als Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein persistierendes tachykardes Vorhofflimmern fest. Un-
ter den Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. H.____ eine Adiposi-
tas auf. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht führte Dr. H.____ aus, 
dass er die Beschwerdeführerin aufgrund der Befunde aktuell für schwere und mittelschwere 

 

 
 
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körperliche Arbeiten seit September 2016 für 100% arbeitsunfähig erachte. Leichte körperliche 
Arbeiten mit teils sitzender teils stehender Position seien ihr zumutbar, Gehstrecken über 
50 Meter seien jedoch nicht zumutbar und das Heben von Lasten über 5 kg sei ebenfalls nicht 
möglich. Im Zeitraum von Dezember 2012 bis September 2016 habe bei nur seltenen Palpitati-
onen und noch normaler linksventrikulärer Funktion eine Arbeitsunfähigkeit aus kardiologischer 
Sicht nur für schwere körperliche Arbeiten bestanden, mittelschwere und leichte körperliche 
Arbeiten seien zu diesem Zeitpunkt zu 100% durchführbar gewesen.  
 
In der Konsensbeurteilung hielten die Gutachter fest, dass der Versicherten ab Diagnosestel-
lung des Mammakarzinoms bis Abschluss der Therapie inkl. der Rehabilitationsphase bis Ende 
2013 eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden müsse. Aus rein orthopädischer 
Sicht seien der Versicherten keine schweren körperlichen Tätigkeiten mit Heben von Lasten, 
die mehr als 15 kg wiegen und mit häufigem Bücken oder in die Hocke gehen, zuzumuten. Es 
seien auch keine Tätigkeiten, welche im Gehen oder im Stehen oder mit Steigen auf Leitern 
verbunden seien, zuzumuten. Aufgrund der aktuellen kardiologischen Problematik seien nur 
leichte körperliche Arbeiten mit teils sitzender teils stehender Position zumutbar, Gehstrecken 
über 50 Meter seien jedoch nicht zumutbar und das Heben von Lasten über 5 kg sei ebenfalls 
nicht möglich. Diesbezüglich würden sie auf die Feststellungen im Fachgutachten von 
Dr. H.____ verweisen. Je nach weiterem Verlauf der Behandlung könne sich die Arbeitsfähig-
keit aus rein kardiologischer Sicht deutlich verbessern. Somit seien der Beschwerdeführerin ab 
Gutachtensdatum lediglich leichte adaptierte Tätigkeiten zumutbar mit einer Einschränkung von 
30%. Bis September 2016 seien der Versicherten auch intermittierend mittelschwere adaptierte 
Tätigkeiten zuzumuten mit einer Einschränkung von 30%. 
 
6.2 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht 
von Prof. Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, vom 28. Februar 2017 ein. Prof. Dr. I.____ hielt fest, dass eine hartnäckige 
Schmerzsituation von Seiten des linken Oberschenkels vorliege, hüftumgreifend, bis zum lum-
bosacralen Übergang und zum linken Kniegelenk. Es lägen Zustände nach endoprothetischer 
Versorgung der Kniegelenke sowie auch Infiltrationen im Bereich der LWS vor. Bei der Patientin 
liege sicherlich keine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit mit stehender und gehender, 
körperlich leichter Beanspruchung vor. Die Versicherte sei über den Bewegungsapparat hinaus 
geplagt vom Zustand nach der Chemotherapie und Antihormontherapie aufgrund des 
Mammakarzinoms. Zuletzt klinisch im Vordergrund stünden zudem eine belastungsabhängige 
Dyspnoe und Arhythmie, weshalb sie sich weiterhin in kardiologischer Betreuung befinde. 
Prof. Dr. I.____ ist der Auffassung, dass eine maximale Arbeitsfähigkeit von 50% in einem Beruf 
mit überwiegend sitzender Tätigkeit vorliege.  
 
6.3 Dr. med. J.____, FMH Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin, berich-
tete am 30. März 2017, dass die Beschwerdeführerin seit 2012 wegen eines Mammakarzinoms 
in seiner Behandlung und zu 100% arbeitsunfähig sei. Sie habe initial eine Operation mit 
Lymphknotenentfernung und anschliessender Chemotherapie und Radiotherapie erhalten. Zu-
dem stehe sie seit Mai 2013 unter einer antihormonellen Therapie mit Femara. Die Patientin 
habe sich bisher nie richtig von den Behandlungen erholt. Sie berichte hauptsächlich von einer 

 

 
 
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ausgeprägten Müdigkeit und Fatigue, Schmerzen im Bereich des OP-Gebietes, vor allem auch 
in der Axilla und dem Arm, sie könne mit dem Arm nicht schwer arbeiten. Des Weiteren sei sie 
durch ihre Herzerkrankung mit Vorhofflimmern eingeschränkt. Zudem leide sie unter chroni-
schen Knieschmerzen bei Arthrose.  
 
6.4 Das Kantonsgericht ging bereits im Rahmen der ersten Urteilsberatung am 
7. Dezember 2017 von der grundsätzlichen Validität des polydisziplinären Gutachtens aus. Es 
stellte den Fall aber aus, um einige Unklarheiten in Bezug auf das Gutachten vom 8. Dezember 
2016 zu klären. Im Rahmen der amtlichen Erkundigung reichte das Kantonsgericht am 18. Ja-
nuar 2018 ein Schreiben bei der BEGAZ ein. Klärungsbedürftig sei, weshalb Dr. C.____ zuerst 
eine 60%ige und danach eine 70%ige Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Ausserdem sei eine Er-
klärung bezüglich des Ausdrucks „nicht allzu anstrengende Arbeit“ notwendig. Weiter gehe aus 
dem onkologischen Teilgutachten von Dr. D.____ nicht hervor, woraus der Gutachter eine Stei-
gerung der Arbeitsfähigkeit von 0% auf 70% herleite. Schliesslich werde zwar im Gutachten 
erwähnt, dass keine relevanten Wechselwirkungen der Diagnosen ersichtlich seien. Es fehle 
jedoch eine Begründung dafür, weshalb die einzelnen Einschränkungen nicht doch zu einer 
mindestens teilweisen Addition der von den Gutachtern in ihren Fachdisziplinen einzeln festge-
stellten Arbeitsfähigkeiten und damit zu einer Erhöhung der massgebenden „Gesamtarbeitsfä-
higkeit“ führen.  
 
Am 28. März 2018 nahmen die Gutachter Stellung zu den Ergänzungsfragen des Gerichts. 
Dr. C.____ führte aus, dass er im Konsens mit Dr. D.____ auf eine Arbeitsfähigkeit von 70% 
gegangen sei, was aus gynäkologischer Sicht auch zu verantworten sei. Leider habe er in sei-
nem Gutachten diese Korrektur nicht vorgenommen. Mit einer nicht allzu anstrengenden Arbeit 
sei gemeint, dass die Explorandin keine Überkopfarbeiten und keine längeren, gleichbleibenden 
Belastungen (mehr als 1,5 Stunden), welche mit dem linken Arm ausgeführt würden, ausüben 
sollte. Zusätzlich sollten keine Lasten über 15 kg gehoben werden. Das Brustleiden habe kei-
nen Einfluss auf die Diskopathie und die kardiale Problematik. Dr. D.____ hielt fest, dass sich 
die Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 0% während der laufenden Tumortherapie (von Sep-
tember 2012 bis Mitte 2013 einschliesslich Rekonvaleszenzperiode bis Ende 2013) auf 70% ab 
Januar 2014 einfach dadurch begründen lasse, dass zu diesem Zeitpunkt die Strapazen der 
anstrengenden Tumortherapie, mit ihren physischen und psychischen Belastungen im Wesent-
lichen abgeklungen sein dürften. Somit trügen nur noch die residuellen Therapie-assoziierten 
aber leider noch persistierenden Beschwerden (chronische Fatigue und Schmerzsyndrom) zu 
einer geringfügigeren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, entsprechend einer Arbeitsunfähig-
keit von 30% bei. 
 
6.5 Auf erneute Nachfrage hin reichten die Gutachter schliesslich am 21. Juni 2018 eine 
weitere Stellungnahme zur Frage allfälliger Wechselwirkungen ein. Dr. C.____ ist der Meinung, 
dass es keine Wechselwirkung zwischen den einzelnen Disziplinen gebe. Mit der höchsten Ar-
beitsunfähigkeit sei der Versicherten Genüge getan. Dr. D.____ führte aus, dass eine Addition 
oder Teiladdition der Arbeitsunfähigkeit ausgeschlossen sei. Die Beurteilung von Dr. C.____ 
bestätige eindeutig im Konsens seine Beurteilung einer Gesamt-Arbeitsunfähigkeit von kumula-

 

 
 
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tiv 30%, entsprechend einer resultierenden Gesamt-Arbeitsfähigkeit von 70% ab Januar 2014. 
Somit bestünden auch keine Wechselwirkungen. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 11. September 2017 bei 
der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverhalts und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf die Ausführungen im Gutachten des BEGAZ vom 
8. Dezember 2016. Sie ging deshalb davon aus, dass der Versicherten leichte, ihrem Leiden 
angepasste Tätigkeiten im Umfang von 70% zumutbar seien. Diese vorinstanzliche Beweiswür-
digung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen 
des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutach-
ten erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine taugliche medizinische Be-
urteilungsgrundlage. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom 
Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2) – für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der im 
Zeitpunkt der Exploration vorhandenen Vorakten abgegeben worden und leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge ein. Die auf diese Erkenntnisse gestützte Zumutbar-
keitsbeurteilung ist ebenfalls nicht zu beanstanden.  
 
7.2 Daran ändern die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts. 
 
7.3 Der Beschwerdeführerin ist zwar insofern Recht zu geben, als die von ihr geklagte 
Müdigkeit und Gelenkschmerzen als Nebenwirkungen des Medikaments Femara qualifiziert 
wurden, während der onkologische Gutachter bezüglich der Müdigkeit von einer cancer related 
Fatigue ausgeht. Ein Widerspruch besteht aber insoweit nicht, als bezüglich dieser onkologi-
schen Fachfrage der zuständige Facharzt den Vorrang geniesst. Die Müdigkeitsthematik hat 
denn auch beim gynäkologischen Teilgutachten zu keiner Diagnosestellung geführt, wohl aber 
beim onkologischen Teilgutachten, und letztere Diagnose ist denn auch in die Gesamtbeurtei-
lung aufgenommen worden.  
 
7.4 Zum Bericht von Prof. Dr. I.____ ist festzuhalten, dass diese zunächst gestützt auf die 
Knieproblematik eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer stehenden und gehenden, leichten kör-
perlichen Tätigkeit verneint. Zum einen ist anzumerken, dass dies gar nicht dem Belastungspro-
fil gemäss dem BEGAZ-Gutachten entspricht. Zum anderen begründet Prof. Dr. I.____ dies im 
Anschluss auch mit den weitergehenden Beschwerden und kommt zu einer maximalen Arbeits-
fähigkeit von 50% in überwiegend sitzender Tätigkeit. Dabei bleibt aber unklar, wie sie die Ar-
beitsfähigkeit aus rein orthopädischer Sicht beurteilt. Es fehlt insoweit auch eine Auseinander-
setzung mit dem orthopädischen Teilgutachten. Insbesondere wird nicht dargelegt, welche Be-
schwerden das Teilgutachten nicht oder zu wenig berücksichtigt hätte. Indem Prof. Dr. I.____ 
die Arbeitsfähigkeit gesamthaft auf 50% festlegt, handelt es sich um eine andere Beurteilung 
desselben Sachverhaltes.  

 

 
 
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7.5 Auch die in der ersten Urteilsberatung vorhandenen Unklarheiten in Bezug auf das 
Gutachten konnten im Rahmen der amtlichen Erkundigung allesamt geklärt werden. Bezüglich 
der Arbeitsfähigkeit erscheint die Schilderung des gynäkologischen Gutachters, wonach es sich 
um ein Versehen gehandelt habe, grundsätzlich nachvollziehbar, zumal in der Gesamtbeurtei-
lung im sonst weitgehend deckungsgleichen Text beide Male von einer 70%igen Arbeitsfähig-
keit ausgegangen wird. Im Übrigen ist es zulässig, dass ein Gutachter gestützt auf eine Kon-
sensbesprechung mit Kollegen seine ursprüngliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit korrigiert, 
solange dies in einem gewissen Rahmen bleibt. Dies ist hier mit einer 10%igen Abänderung 
sicherlich der Fall, auch wenn diese 10% letztlich anspruchsrelevant sind. Soweit die Be-
schwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 7. Mai 2018 kritisiert, dass der Gynäkologe ein 
schlichtes Versehen geltend mache, trifft dies zu. Es macht die Beurteilung aber nicht unrichtig.  
 
Was den starken Anstieg der Arbeitsfähigkeit von 0% auf 70% anbelangt, handelt es sich – ent-
gegen der Ansicht der Versicherten – bei der Begründung von Dr. D.____ nicht einfach um eine 
tautologische Aussage. Der Gutachter hat vielmehr dargelegt, dass nach einer halbjährigen 
Erholungsphase von einem starken Rückgang der Einschränkungen auszugehen sei. Dies ist 
als fachärztliche Beurteilung so hinzunehmen, zumal die Beschwerdeführerin selbst keine sub-
stanziierte gegenteilige Einschätzung vorzutragen vermag.  
 
Hinsichtlich allfälliger Wechselwirkungen zwischen den Diagnosen kann auf die Seite 50 des 
Gutachtens verwiesen werden. Es trifft zwar zu, dass das Fehlen von Wechselwirkungen dort 
nicht begründet wurde. Diesbezüglich ist aber daran zu erinnern, dass eine negative Tatsache 
schwierig zu begründen ist. Ausserdem hat der Gynäkologe am 28. März 2018 festgehalten, 
dass das Brustleiden, das heisst die Tumorerkrankung, keinen Einfluss auf die Diskopathie und 
die kardiale Problematik habe. Auch wenn die Renitenz von Dr. D.____ in der Beantwortung der 
Fragen zu kritisieren ist, vermag sie letztlich am Ergebnis nichts zu ändern. Es sind eben keine 
Wechselwirkungen ersichtlich. In ihrer Stellungnahme vom 6. August 2018 macht die Be-
schwerdeführerin geltend, dass die Gutachter übereinstimmend festhielten, dass keine Wech-
selwirkungen bezüglich Diagnosen und Befunden bestünden. Daraus folge, dass auch die 
Feststellungen bezüglich der Arbeitsunfähigkeit nicht deckungsgleich seien, was wiederum be-
deute, dass die Zumutbarkeitsbeurteilungen, anders als angenommen werde, nicht ohne weite-
res ineinander aufgehen würden. Vielmehr gebiete die Logik, dass die Arbeitsunfähigkeiten zu-
mindest teilweise zu addieren seien. Diese Kritik ist nicht nachvollziehbar, namentlich ist nicht 
schlüssig, wie aus dem übereinstimmend angenommenen Fehlen von Wechselwirkungen auf 
nicht deckungsgleiche Feststellungen der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden kann. Im Übri-
gen sind gemäss Rechtsprechung die unter verschiedenen medizinischen Titeln ausgewiese-
nen Teilarbeitsunfähigkeiten grundsätzlich nicht einfach zu addieren, weil in der Regel der Um-
fang der grössten Teileinschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 2018, 8C_893/2017, E. 5.3 mit Hinweisen). 
 
7.6 Schliesslich ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass eine Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit durch den Treppensturz vom Juni 2017 
nicht belegt wurde. In den Akten befindet sich kein Bericht von Prof. Dr. I.____ vom 12. Juni 

 

 
 
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2017. Ausserdem hat die Beschwerdeführerin auf die Stellungnahme der IV-Stelle nicht mehr 
reagiert. Dem Vorfall kommt somit für den vorliegenden Entscheid keine Bedeutung zu.  
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf das polydisziplinäre Gutachten des 
BEGAZ vom 8. Dezember 2016 abgestellt werden kann. Daraus folgt, dass der Versicherten 
leichte, leidensangepasste Tätigkeiten im Umfang von 70% zumutbar sind. Der von der Be-
schwerdegegnerin gestützt darauf erfolgte Einkommensvergleich in der angefochtenen Verfü-
gung wurde korrekt durchgeführt. Auf diesbezügliche Erläuterungen wird daher verzichtet, zu-
mal auch die Beschwerdeführerin die Berechnung nicht beanstandet. Im Ergebnis hat die Ver-
sicherte ab 1. November 2013 bis 30. Juni 2015 Anspruch auf eine befristete volle Rente der IV. 
Einen weitergehenden Rentenanspruch ab 1. Juli 2015 hat die IV-Stelle demgegenüber gestützt 
auf einen Invaliditätsgrad von 30% zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde ist demnach abzuwei-
sen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis 
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Versiche-

rungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen 
kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entsprechend dem Ausgang dieses Ver-
fahrens hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- zu tragen. 
Diese werden mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrech-
net. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 
9.2 Das BEGAZ hat im Rahmen der amtlichen Erkundigung für die Beantwortung der 
Rückfragen vom 28. März 2018 eine Rechnung in der Höhe von Fr. 600.-- eingereicht. Diese 
Kosten sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Die Kosten für die amtliche Erkundigung beim BEGAZ Begutachtungs-
zentrum BL in der Höhe von Fr. 600.-- werden der IV-Stelle Basel-
Landschaft auferlegt. 

 4. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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