# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f769815-a3f6-5fb8-bde0-f8c7d075b03a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 07.11.2023 110 2022 157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-157_2023-11-07.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/157

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 7. November 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

E.________
Beschwerdegegnerin 1

F.________
Beschwerdegegnerin 2

Beschwerdegegnerin 2 vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Oberaargau, Städtli 26, 3380 Wangen an der Aare

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Gondiswil, Gemeindeverwaltung, 4955 Gondiswil

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Waldabteilung Mittelland, Molkereistrasse 25, 
3052 Zollikofen

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 16. August 2022
(eBau Nummer 2021-6881 / 69945; Umbau Mobilfunkanlage mit neuem Mast) und die 
Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Abteilung Bauen, vom 22. Juni 
2022
(G.-Nr. 2022.DIJ.996)

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I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerinnen reichten am 22. September 2021 bei der Gemeinde Gondiswil 
ein Baugesuch ein für den Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage auf der Parzelle Gondiswil 
Grundbuchblatt Nr. J.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone und im 
Gewässerschutzbereich üB (übriger Bereich). Das Vorhaben umfasst den Abbruch des 
bestehenden Antennenmasts von ungefähr 35 m Höhe am aktuellen Standort auf der südlichen 
Seite des Technikgebäudes A.________ 160 und den Neubau eines 35 m hohen Masts auf der 
westlichen Seite des Technikgebäudes A.________ 160. Dabei plant die Beschwerdegegnerin 1, 
drei Antennenkörper mit je drei Sendeantennen in 29.60 m Höhe zu montieren. Die Antennen 
sollen gemäss dem Standortdatenblatt vom 4. Juni 2021 (Revision: 1.19) auf den 
Frequenzbändern 700 bis 900 Megahertz (MHz) und 1400 bis 2600 MHz sowie im Frequenzband 
3600 MHz senden. Davon sollen die drei Sendeantennen im Frequenzband 3600 MHz adaptiv mit 
Anwendung eines Korrekturfaktors betrieben werden. Die Beschwerdegegnerin 2 plant, drei 
Antennenkörper mit je zwei Sendeantennen in 32.50 m Höhe zu montieren. Die Antennen sollen 
auf den Frequenzbändern 700 bis 900 MHz und 1800 bis 2600 MHz senden, die Anwendung eines 
Korrekturfaktors ist nicht vorgesehen.

2. Die Gemeinde Gondiswil leitete das Baugesuch zuständigkeitshalber an das 
Regierungsstatthalteramt Oberaargau zur Behandlung weiter. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2021 
wies das Regierungsstatthalteramt Oberaargau das Bauvorhaben zur Verbesserung diverser 
Mängel zurück. Die Beschwerdegegnerinnen reichten am 28. Oktober 2021 die überarbeiteten 
Unterlagen ein. Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau liess das Baugesuch im Anzeiger 
Oberaargau in den Ausgaben vom 10. und 17. Februar 2022 sowie im Amtsblatt des Kantons Bern 
vom 9. Februar 2022 publizieren. Gegen das Bauvorhaben erhoben die Beschwerdeführenden 
Einsprache. Das Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, führte im 
Fachbericht Immissionsschutz vom 28. Februar 2022 aus, die geplante Mobilfunk-Basisstation 
erfülle die gesetzlichen Anforderungen, der Anlagegrenzwert werde rechnerisch bei sämtlichen 
Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten. Bezüglich der Anwendung des 
Korrekturfaktors hielt es fest, alle Voraussetzungen dazu seien erfüllt. Mit Amtsbericht vom 2. 
März 2022 erteilte das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Abteilung Walderhaltung 
Waldrecht Mittelland, die Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes. Das Amt 
für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Abteilung Orts- und Regionalplanung, beantragte im 
Fachbericht Landschaft vom 3. März 2022 das Vorhaben unter der Bedingung zu bewilligen, dass 
der Mast am bestehenden Standort ersetzt oder auf die Nordseite des Technikgebäudes 
verschoben werde. Die Gemeinde hielt im Amtsbericht vom 17. März 2022 fest, der Gemeinderat 
Gondiswil befürworte die Erteilung der Baubewilligung.

3. Aufgrund des Fachberichts Landschaft vom 3. März 2022 reichten die 
Beschwerdegegnerinnen am 10. Mai 2022 eine Projektänderung ein. Die Projektänderung sieht 
vor, den Antennenmast nicht auf der westlichen, sondern auf der nördlichen Seite des 
Technikgebäudes A.________ 160 in rund 8 m Abstand zum bisherigen Standort zu erstellen. 
Zusätzlich plant die Beschwerdegegnerin 1 gemäss dem Standortdatenblatt vom 18. März 2022 
(Revision: 1.22) 2620 W mehr Sendeleistung pro Senderichtung. Darüber hinaus blieb das 
Bauvorhaben gleich. Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau liess die Projektänderung im 
Anzeiger Oberaargau in den Ausgaben vom 19. und 25. Mai 2022 und im Amtsblatt des Kantons 
Bern vom 18. Mai 2022 publizieren. Innert Auflagefrist wurde eine weitere Einsprache erhoben. 
Mit Amtsbericht vom 8. Juni 2022 erteilte das AWN, Abteilung Walderhaltung Region Mittelland, 
die Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes. Die Gemeinde hielt im 
Amtsbericht 2 vom 10. Juni 2022 fest, der Gemeinderat Gondiswil befürworte die Erteilung der 
Baubewilligung. Das AUE, Abteilung Immissionsschutz, führte im Fachbericht Immissionsschutz 
vom 17. Juni 2022 aus, die geplante Mobilfunk-Basisstation erfülle die gesetzlichen 

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Anforderungen, der Anlagegrenzwert werde rechnerisch bei sämtlichen OMEN eingehalten. 
Bezüglich der Anwendung des Korrekturfaktors hielt es fest, alle Voraussetzungen dazu seien 
erfüllt. Mit Verfügung vom 22. Juni 2022 erteilte das AGR, Abteilung Bauen, für den geplanten 
Umbau die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG1 für das Bauen ausserhalb des Baugebiets. 
Mit Gesamtbauentscheid vom 16. August 2022 erteilte das Regierungsstatthalteramt Oberaargau 
für das Vorhaben die Baubewilligung.

4. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 15. September 2022 (Postaufgabe 
16. September 2022) gemeinsam Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons 
Bern (BVD) ein. Sie stellen folgende Rechtsbegehren:

1. Der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und die Baubewilligung für die Errichtung der 
Mobilfunkantenne sei der Beschwerdegegnerin zu verweigern. Die Baubewilligung sei zu widerrufen, 
ebenso wie die Ausnahmebewilligung betreffend verkürzten Waldabstand und die 
Ausnahmebewilligung zum Bauen ausserhalb der Bauzone.

2. Eventualiter sei der vorgenannte Entscheid aufzuheben und das Verfahren an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, die Vorinstanz aufzufordern, bei den Beschwerdegegnerinnen eine 
Standortevaluation einzuholen.

3. Der vorgenannte Entscheid sei aufzuheben und das Baugesuch zu sistieren bis ein Entscheid durch 
das Bundesgericht zu adaptiven Antennen vorliegt und die Konsequenzen aus der Studie «Mevissen-
Schürmann» gezogen wurden.

4. Die Verfassungs- und Gesetzeswidrigkeit von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 5 Bst. d und Ziff. 63 der NISV sei 
festzustellen.

Die Beschwerdeführenden stellen zudem folgende Verfahrensanträge:

5. Es sei ein Amtsbericht oder ein Gutachten zu den Fragen einzuholen, inwieweit bei adaptiven Antennen 
bereits Abnahmemessungen durchgeführt werden können, und die Gesuchstellerin ist aufzufordern, 
ein ihr vorliegendes Messprotokoll zur Einsicht vorzuweisen.

6. Es sei ein Amtsbericht oder ein Gutachten zu den Fragen einzuholen, inwieweit die Messmethode 
(welche sich an der Vorgehensweise bei der Messung konventioneller Antennen orientiert) und die 
Kontrollmechanismen im QS-System die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen können.

7. Es sei, gestützt auf die neusten Entwicklungen in Zusammenhang mit den gesundheitlichen 
Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung eine konkrete (akzessorische) Normenkontrolle durchzuführen. 
Sie soll prüfen, ob die Immissions- und Anlagegrenzwerte der NISV mit übergeordnetem Recht 
(Vorsorgeprinzip des USG, Verfassungsrecht) so noch vereinbar sind.

8. Das Verfahren sei zu sistieren, zumindest so lange, bis das Bundesgericht über die hängigen Verfahren 
betreffend adaptiven Antennen entschieden hat.

In formeller Hinsicht bemängeln die Beschwerdeführenden die Berechnung des 
Einspracheperimeters und die Publikation. Sodann machen sie eine mangelhafte 
Standortevaluation sowie schädliche Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen geltend. Weiter 
monieren sie die Rechtsmässigkeit des Korrekturfaktors sowie eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. Ausserdem rügen die Beschwerdeführenden eine Verletzung des Vorsorgeprinzips und 
gesundheitliche Beeinträchtigungen. Letztlich zweifeln sie an der Tauglichkeit des sog. 
Qualitätssicherungssystems (QS-System) und der Abnahmemessungen.

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Zudem gab es auch dem AUE Gelegenheit 
zur Stellungnahme. In seiner Stellungnahme vom 23. September 2022 beantragt das AGR die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist es auf seine Verfügung vom 22. Juni 2022. 
Die Gemeinde Gondiswil führt in ihrer Stellungnahme vom 13. Oktober 2022 aus, das Vorhaben 
erfülle alle durch die Gemeinde zu beurteilende Punkte gemäss den baurechtlichen Vorschriften 
der Gemeinde Gondiswil. Aus diesem Grund halte der Gemeinderat am positiven Amtsbericht zum 
Bauvorhaben fest. In seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 2022 (eingegangen beim Rechtsamt 
am 14. Oktober 2022) hält das AUE zusammenfassend fest, seine Beurteilung der geplanten 
Mobilfunk-Basisstation habe ergeben, dass die Anlage die Bestimmungen der NISV3 vollständig 
erfülle und mit Auflagen bewilligungsfähig sei. Es ergäben sich aus der Beschwerde keine neuen 
Erkenntnisse, welche eine Anpassung oder Ergänzung ihres Fachberichts vom 17. Juni 2022 
erforderlich machen würde. Das AWN kommt in seiner Stellungnahme vom 17. Oktober 2022 zum 
Schluss, es gäbe aus waldrechtlicher Sicht keinen Grund, der Beschwerde der 
Beschwerdeführenden Folge zu leisten. Im Schreiben vom 19. Oktober 2022 beantragt das 
Regierungsstatthalteramt Oberaargau die Abweisung der Beschwerde und verzichtet unter 
Verweis auf die amtlichen Akten auf das Einreichen einer förmlichen Vernehmlassungseingabe. 
In der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2022 beantragt die Beschwerdegegnerin 1 die 
Abweisung der Beschwerde und sämtlicher Anträge, soweit darauf einzutreten sei. Auch die 
Beschwerdegegnerin 2 beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2022 die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde.

6. Mit Schreiben vom 10. September 2023 (Postaufgabe 11. September 2023) nahmen die 
Beschwerdeführenden zu den Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten Stellung und wiesen 
darauf hin, dass sie an ihren Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde vom 15. September 
2022 vollumfänglich festhielten. Das Rechtsamt gab den übrigen Verfahrensbeteiligten mit 
Verfügung vom 12. September 2023 Gelegenheit, Stellung zur Eingabe der Beschwerdeführenden 
zu nehmen. Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau beantragt in seiner Stellungnahme vom 
3. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde soweit darauf einzutreten sei und verweist 
grundsätzlich auf die Erwägungen im angefochtenen Gesamtbauentscheid. Auch die 
Beschwerdegegnerinnen beantragen in ihren Schreiben vom 4. Oktober 2023 die Abweisung der 
Beschwerde.

Auf die Rechtsschriften, die vorhandenen Akten und die Stellungnahmen der beteiligten Behörden 
wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Der Entscheid des Regierungsstatthalteramts Oberaargau ist ein Gesamtentscheid im 
Sinne von Art. 9 Abs. 1 KoG4, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 
Abs. 2 Bst. b KoG. Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; 
SR 814.710).
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).

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mit Beschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG5 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur 
Beurteilung der Beschwerde zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden haben sich als Einsprechende am 
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt.6 Bei Mobilfunkanlagen gilt mit Bezug auf die Strahlung als 
einsprache- bzw. beschwerdeberechtigt, wer sich im Perimeter befindet, in welchem die konkret 
berechnete Strahlung 10 Prozent oder mehr des Anlagegrenzwertes beträgt.7 Vorliegend beträgt 
der Einspracheperimeter der Anlage 2022.02 m.8 Die Beschwerdeführenden wohnen in der 
I.________ und damit innerhalb des Einspracheperimeters von 2022.02 m. Die 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführenden ist somit zu bejahen. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Mit ihrem Rechtsbegehren 4 in der Beschwerde vom 15. September 2022 verlangen die 
Beschwerdeführenden die Feststellung der Verfassungs- und Gesetzwidrigkeit von Anhang 1 
Ziffer 62 Abs. 5 Bst. d und Ziffer 63 NISV. Bei diesem Antrag handelt es sich um ein reines 
Feststellungsbegehren. Solche sind nur ausnahmsweise zulässig, insbesondere wenn kein 
leistungsverpflichtendes oder rechtsgestaltendes Begehren gestellt werden kann.9 Hier kann die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Erteilung des Bauabschlags beantragt werden, 
weshalb kein schutzwürdiges Feststellungsinteresse besteht. Auf das Feststellungsbegehren 
kann daher nicht eingetreten werden. Vermutlich zielt das Feststellungsbegehren auf eine 
konkrete Normenkontrolle ab und entspricht somit inhaltlich dem Hauptbegehren (Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids und Abweisung des Baugesuchs). Auf die Thematik, ob Anhang 1 
Ziffer 63 NISV gesetzes- und verfassungswidrig ist, wird hinten in Erwägung 7.g eingegangen.

b) Im Übrigen gilt die Verfügung der Vorinstanz als Anfechtungsobjekt. Der Streitgegenstand 
braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses 
hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl 
für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige 
vorzeitige Beendigung gilt somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. 
Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur 
einschränken.10 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die Anwendung eines 
Korrekturfaktors sei in jedem Fall baubewilligungspflichtig und die gegenteilige Annahme sei 
verfassungswidrig, wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung eines Korrekturfaktors bei 
bestehenden adaptiven Sendeantennen (vgl. Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 5bis NISV) nicht Gegenstand 
dieses Verfahrens ist. Diese Rüge geht daher über den Streitgegenstand hinaus, weshalb darauf 
auch aus diesem Grund nicht einzutreten ist.

3. Publikation

5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
6 Vgl. Einsprache vom 22. Februar 2022, pag. 186 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c 
N. 17a Lemma 11.
8 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 18. März 2022 (Revision: 1.22), Ziff. 6 und 
Zusatzblatt 2, pag. 90 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
9 Vgl. Markus Müller, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 72 ff.; BVR 2010 S. 337 E. 3.2.
10 Vgl. Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.

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a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, da ein Korrekturfaktor zur Anwendung gelangen 
solle, müsse auch der Einspracheperimeter entsprechend der zusätzlichen Leistung angepasst 
werden. Folglich müsse das Baugesuch erneut ausgeschrieben werden. Den tatsächlich 
betroffenen Personen müsse das Recht gewährt werden, Einsprache zu erheben.

b) Diesbezüglich hält das AUE in seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 2022 fest, die 
Berechnung des Antennenperimeters und des Einspracheradius habe sich mit der Aktualisierung 
der NISV vom 1. Januar 2022 gegenüber früher nicht geändert. Es sei weiterhin die ERPSektor, 
welche als Summe der Sendeleistungen ERPn des höchstbelasteten 90° Sektors zu berechnen 
sei, zu verwenden. Die Berechnungen im vorliegenden Standortdatenblatt seien korrekt.

Die Beschwerdegegnerin 1 führt in der Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2022 aus, 
entscheidend sei in diesem Zusammenhang der sog. massgebende Betriebszustand, welcher den 
maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung beinhalte. Bei adaptiven 
Sendeantennen mit acht oder mehr Sub-Arrays (d.h. separat ansteuerbaren Antenneneinheiten) 
könne auf die maximale Leistung noch ein Korrekturfaktor angewendet werden, wenn die 
Sendeantennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung ausgestattet würden (vgl. Anhang 
1 Ziffer 63 Abs. 1 und 2 NISV). Die Anwendung ändere jedoch nichts an der bewilligten Leistung 
und diese fliesse in die Berechnung des Einspracheperimeters ein. Der allenfalls zur Anwendung 
gelangende Korrekturfaktor sei per se somit für den Einspracheperimeter nicht entscheidend, 
zumal sich dieser anhand der bewilligten Sendeleistung berechne, mithin dem massgebenden 
Betriebszustand. Die diesbezüglichen Behauptungen und Anträge der Beschwerdeführenden 
stiessen demnach ins Leere.

c) Bei adaptiven Antennen mit acht oder mehr separat ansteuerbaren Antenneneinheiten 
(Sub-Arrays) kann auf die maximale Sendeleistung ein Korrekturfaktor angewendet werden, wenn 
Sendeantennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung (Power Lock) ausgerüstet sind. 
Diese muss sicherstellen, dass die über sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die korrigierte 
Sendeleistung nicht überschreitet (Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2 NISV). Damit kann zwar nicht 
vollständig ausgeschlossen werden, dass es im schlechtesten Fall vorübergehend zu 
Überschreitungen des Anlagegrenzwertes kommt. Mit dem Mechanismus der 
Leistungsbegrenzung ist aber sichergestellt, dass eine allfällige Überschreitung des 
Anlagegrenzwertes einerseits nur kurzzeitig auftreten kann und andererseits der mögliche 
Feldstärkewert immer noch um ein Vielfaches tiefer liegt als die in der NISV festgelegten 
Immissionsgrenzwerte (vgl. hinten Erwägung 7 zum Korrekturfaktor im Detail).11

Bei der Berechnung des Einspracheperimeters wird die gesamte Sendeleistung (ERPn), die in 
einem Sektor von 90° abgestrahlt wird, summiert. Dabei ist derjenige 90°-Sektor massgebend, in 
den insgesamt am meisten Sendeleistung abgestrahlt wird.12 Somit ist für die Berechnung des 
Einspracheperimeters auf die massgebende Sendeleistung (ERPn) abzustellen. Zwar ist in der 
massgebenden Sendeleistung der Korrekturfaktor enthalten.13 Es ist jedoch weder vorgesehen 
noch bestehen vernünftige Gründe, bei der Berechnung des Einspracheperimeters den 
Korrekturfaktor aufzurechnen, zumal im Übrigen auf die massgebende Sendeleistung (ERPn) samt 

11 Vgl. BAFU, Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) 
vom 17. Dezember 2021, S. 4 (abrufbar unter: www.admin.ch > Dokumentation > Medienmitteilungen > Adaptive 
Antennen: Der Bundesrat schafft Klarheit und erhöht die Rechtssicherheit > Erläuterungsbericht zur NISV).
12 Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL, heute: BAFU], Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, 
Vollzugsempfehlung zur NISV, 2002, S. 27 Ziff. 2.4.2 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog 
und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).
13 Vgl. BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 10 (abrufbar 
unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > 
Mobilfunk: Vollzugshilfen).

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Korrekturfaktor abgestellt wird. Gegen eine Anpassung des Einspracheperimeters bei der 
Anwendung eines Korrekturfaktors spricht im Weiteren, dass zwar kurzzeitige Leistungsspitzen 
über der im Standortdatenblatt deklarierten (massgebenden) Sendeleistung ERPn dazu führen 
können, dass die konkret berechnete Strahlung ausserhalb des berechneten 
Einspracheperimeters kurzfristig 10 Prozent oder mehr des Anlagegrenzwertes beträgt. Aufgrund 
der automatischen Leistungsbegrenzung wird jedoch sichergestellt, dass im 6-Minuten-Mittel die 
konkret berechnete Strahlung ausserhalb des berechneten Einspracheperimeters weniger als 10 
Prozent des Anlagegrenzwerts beträgt. Des Weiteren ist die Einsprachelegitimation beim Bau und 
Betrieb von Mobilfunkanalgen grosszügig. Bei der Berechnung des Einspracheperimeters werden 
weder die Leistungsabschwächung gegenüber der Hauptstrahlrichtung noch eine allfällige 
Gebäudedämpfung berücksichtigt.14 Schliesslich wurde durch die Publikation im Anzeiger 
Oberaargau und im Amtsblatt des Kantons Bern einer Vielzahl von Personen die Möglichkeit zur 
Einsprache eingeräumt. Lediglich die Beschwerdeführenden und eine weitere Person haben 
davon Gebrauch gemacht. Bei der Vorinstanz gingen keine Einsprachen ein, die aufgrund 
fehlender Einsprachelegitimation abgewiesen wurden. Diese Rüge ist somit unbegründet und das 
Baugesuch muss nicht erneut publiziert werden.

d) Sodann rügen die Beschwerdeführenden, die Baupublikation habe keinen Hinweis darauf 
enthalten, dass ein Korrekturfaktor möglich sei. Im Gegenteil: Es habe geheissen, es handle sich 
bei der angegebenen Leistung um den «worst case», also den schlimmsten Fall. Für Betroffene 
sei nicht erkennbar, dass die im Baugesuch angegebene Leistung für konventionelle Antennen 
nicht mit jener für adaptive Antennen vergleichbar sei (der eine Wert sei der Spitzenwert, der 
andere sei der Durchschnittswert).

e) Art. 26 Abs. 3 BewD15 bestimmt, welche Bestandteile eines Baubewilligungsgesuches 
publiziert werden müssen. Die Publikation muss aussagekräftig sein und hat eine allgemeine 
Umschreibung des Bauvorhabens zu enthalten (Art. 26 Abs. 3 Bst. b BewD). An die Umschreibung 
dürfen jedoch keine überspannten Anforderungen gestellt werden.16 Es muss genügen, dass sie 
die potentiell einsprachewilligen Personen auf die kritischen Punkte des Projekts aufmerksam 
macht, sodass sich diese anhand der Akten eine eigene Meinung bilden können.17

f) Das Baugesuch wurde im Anzeiger Oberaargau in den Ausgaben vom 10. und 17. Februar 
2022 sowie im Amtsblatt des Kantons Bern vom 9. Februar 2022 publiziert. Im Publikationstext 
wurde das Bauvorhaben wie folgt umschrieben:

Umbau der best. Mobilfunkanlage mit neuem Standort für F.________ und E.________ mit neuem Mast und 
neuen Antennen, (5G)

Sodann wurde die Projektänderung im Anzeiger Oberaargau in den Ausgaben vom 19. und 
25. Mai 2022 und im Amtsblatt des Kantons Bern vom 18. Mai 2022 publiziert. Dabei wurde die 
Umschreibung des Bauvorhabens leicht abgeändert:

Umbau der best. Mobilfunkanlage für F.________ und E.________ mit neuem Mast und neuen Antennen, 
(5G)
Projektänderung: Neuer Standort

14 Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 163; vgl. auch René Wiederkehr/Stefan 
Eggenschwiler, Die allgemeine Beschwerdebefugnis Dritter, Eine Übersicht über die Rechtsprechung zur materiellen 
Beschwer Dritter im öffentlichen Verfahrensrecht, 2018, S. 30 N. 93 f.
15 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
16 BVR 2008 S. 251 E. 4.3, 2005 S. 156 E. 3.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c N. 8a.
17 VGE 2017/298 vom 28. Mai 2018 E. 3.2.

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Sowohl bei der Publikation des Baugesuchs als auch bei der Publikation der Projektänderung 
wurde auf den Mobilfunkstandard 5G hingewiesen. Es trifft zu, dass die Publikationen keinen 
Hinweis auf die Anwendung eines Korrekturfaktors enthielten. Jedoch machten sie entgegen der 
Darstellung der Beschwerdeführenden auch keine Angaben zur Beurteilung der 
Strahlenbelastung nach dem «worst case»-Szenario.

Es ist allgemein bekannt, dass sich die Anwendung des Korrekturfaktors nicht aus dem 
Publikationstext, sondern den Baubewilligungsakten ergibt. Vorliegend ist aktenkundig, dass das 
Standortdatenblatt während der Einsprachefrist öffentlich auflag. Die Beschwerdeführenden und 
weitere betroffene Personen hatten folglich die Möglichkeit, sich bei der Einsichtnahme in die 
Akten eine eigene Meinung über die Anwendung des Korrekturfaktors zu machen. Dass in der 
Publikation nicht auf die Anwendung eines Korrekturfaktors hingewiesen wurde, schadet somit 
nicht. Es genügt, wenn sich einsprachewillige Personen durch die Möglichkeit der Einsichtnahme 
in die Baugesuchsakten ein Bild über die Anwendung des Korrekturfaktors verschaffen können. 
Die Rüge der mangelhaften Bekanntmachung ist somit unbegründet.

4. Ausnahmebewilligung

a) Die Beschwerdeführenden bemängeln, auf die Eingabe einer Standortevaluation sei 
verzichtet worden. Dazu führen sie aus, die strittige Antenne solle in der Landwirtschaftszone zu 
stehen kommen. In der Nähe der geplanten Antenne sei ein Industriequartier. Es gelte als 
Kriterium, dass wenn eine Bauzone in der Nähe einer geplanten Antenne sei, eine 
Standortevaluation durch die Betreiber eingereicht werden müsse. Die blosse Nennung von zwei 
zu versorgenden Strassen allein reiche nicht, einen Standort zu begründen. Es müsse dargelegt 
werden, weshalb eine Anlage überhaupt notwendig sei und ob die Anlage beispielweise mit einer 
anderen zusammengelegt werden könnte, oder ob es aus funktechnischen Gründen bessere 
Standorte gäbe. Es müsse also ein Standort evaluiert werden. Zudem sind die 
Beschwerdeführenden der Ansicht, der geplante Standort sei für die Antenne ungeeignet. Zum 
einen sei das Gebiet nicht vorbelastet und daher bestehe keine unbedingte Standortgebundenheit. 
Ebenfalls aus funktechnischen Gründen sei die Standortgebundenheit nicht gegeben, denn die 
Antenne habe einen grossen Abstand zu den zu versorgenden Gebieten (die Betreiber sprächen 
jeweils von einem geeigneten Standort, wenn er sich im Abstand von 200 Metern zum Nutzer 
befinde). Stehe die Antenne an einem funktechnisch ungünstigen Ort, dann müsse sie sehr viel 
stärker als eigentlich nötig strahlen. Die Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der 
Bauzone sei somit zu widerrufen. In ihrem Schreiben vom 10. September 2023 bringen die 
Beschwerdeführenden weiter vor, zudem würde die bisherige Antenne durch die geplante Antenne 
ersetzt, wobei der neue Antennenmast erhöht, verstärkt und um rund 2.5 m verschoben würde. 
Dadurch würde auch das Erscheinungsbild der Anlage und deren Einfluss auf das Landschaftsbild 
verändert.

b) In der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2022 hält die Beschwerdegegnerin 1 fest, die 
bestehende Anlage sei aus topographischen und funknetztechnischen Gründen am aktuellen 
Standort erstellt worden, bilde einen integralen Bestandteil der Mobilfunknetze der 
Beschwerdegegnerinnen und sei auf die Nachbarstandorte abgestimmt. Aus der Netzkarte der 
Standortbegründung sei gut ersichtlich, wie sich die für die Versorgung des umliegenden Gebiets 
verantwortliche Anlage in das Mobilfunknetz integriere. Der Standort versorge bereits heute 
Gebiete ausserhalb der Bauzone und sei im Weiteren auch für die optimale Versorgung der 
Gebiete Gondiswil, Huttwil, einen Teil des Gebietes von Ufhusen, die Verkehrsachse Huttwil-
Hüswil und Gondiswil-Haltestelle konfiguriert. Weiter führt sie aus, wie aus ihrer 
Standortbegründung hervorgehe und den darin enthaltenen Abdeckungskarten entnommen 

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werden könne, solle die bestehende Mobilfunkanlage auch nach ihrem Umbau insbesondere der 
Versorgung von Gebiet ausserhalb der Bauzone dienen. Eine Versorgung dieses Gebiets würde 
sich selbst mit mehreren neu zu evaluierenden Standorten aus der Bauzone heraus als schwierig 
und vor allem nicht sinnvoll erweisen, handle es sich bei dem zu versorgenden Gebiet doch um 
ein weiträumiges, insbesondere landwirtschaftliches Gebiet. Sodann fügt sie an, das vorliegende 
Gesuch bezwecke den Umbau einer Mobilfunkanlage an einem bereits bestehenden Standort. 
Durch die Nutzung bestehender Infrastruktur werde kein zusätzliches Nichtbauzonenland 
zweckentfremdet. Die projektierte Antennenanlage werde sich auch nach ihrem Umbau 
entsprechend gut einordnen, und es werde sich im Vergleich zum Zustand heute weder am 
Erscheinungsbild der Anlage noch an deren Einfluss auf das Landschaftsbild massgeblich etwas 
ändern. Vor diesem Hintergrund verstehe es sich von selbst, dass das öffentliche Interesse daran, 
den vorbestehenden Standort ausserhalb der Bauzone für den vorgesehenen Dienstbetrieb 
(weiter) zu nutzen, anstatt eine oder sogar mehrere neue Standorte in der Bauzone zu evaluieren 
und zu bauen, deutlich überwiege. Durch den Umbau könne sowohl die bestehende 
Mobilfunkanlage als auch die langfristige Netzplanung aufrechterhalten werden. Ferner könne 
durch den massvollen Umbau den Anforderungen an die Technik und auch den Bedürfnissen der 
Behörden im Bereich Sicherheit, insbesondere der Notrufdienste, Rechnung getragen werden. 
Der massvolle Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage sei auch aus Sicht des Landschafts- und 
Ortsbildschutzes durchaus sinnvoll, führe doch der Ausbau zu wesentlich geringeren visuellen 
Auswirkungen als dies beim Bau von zusätzlichen Mobilfunkanlagen im Gemeindegebiet 
(innerhalb und ausserhalb der Bauzonen) der Fall wäre. Es sei mithin festzuhalten, dass es nach 
Ansicht der Beschwerdegegnerinnen weder zielführend noch sachgerecht wäre, die bisherigen 
Einrichtungen und Dienste auf dem bestehenden Mast zu belassen und für die neuen Dienste 
resp. die neuen Frequenzen in der näheren Umgebung einen oder mehrere weitere Standorte zu 
errichten.

Die Beschwerdegegnerin 2 bringt in der Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2022 vor, die 
Zonenkonformität sei vom AGR geprüft und gutgeheissen worden. Dabei seien insbesondere die 
Voraussetzungen von Art. 24 RPG geprüft worden. Zu berücksichtigen sei insbesondere, dass es 
sich nicht um eine neue Anlage, sondern eine bestehende Anlage handle. Die Notwendigkeit der 
Anlage ergebe sich bereits daraus. Es könne im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen in 
den vorinstanzlichen Entscheiden bzw. Verfügungen verwiesen werden (insbesondere 
Erwägung 11.4 des Gesamtbauentscheids sowie die Begründung des AGR in dessen Verfügung 
vom 22. Juni 2022). Hinzu komme, dass seitens der Beschwerdegegnerinnen eine 
Standortbegründung eingereicht worden sei, womit die Notwendigkeit des Standorts zusätzlich 
begründet worden sei. Darauf könne verwiesen werden. Sodann führt sie im Schreiben vom 4. 
Oktober 2023 weiter aus, wie aus der Standortbegründung der Beschwerdegegnerin 1 hervorgehe 
und den darin enthaltenen Abdeckungskarten entnommen werden könne, solle die bestehende 
Mobilfunkanlage auch nach ihrem Umbau insbesondere der Versorgung von Gebiet ausserhalb 
der Bauzone dienen. Eine Versorgung dieses Gebiets würde sich selbst mit mehreren neu zu 
evaluierenden Standorten aus der Bauzone heraus als schwierig und vor allem nicht als sinnvoll 
erweisen, handle es sich bei dem zu versorgenden Gebiet doch um ein weiträumiges, 
insbesondere landwirtschaftliches Gebiet. Es liege daher auf der Hand, dass ohne die strittige 
Anlage eine Deckungs- und Kapazitätslücke bestehen würde. Ferner entbehre die pauschale 
Behauptung, das Erscheinungsbild würde sich ändern, jeder Grundlage. Wie aus den Plänen 
ersichtlich sei, bleibe das Erscheinungsbild weitgehend identisch. Daran ändere auch die 
geringfügige Verschiebung der Anlage nichts. Hinsichtlich der Einordnung ändere sich insofern 
nichts.

c) Es ist unbestritten, dass das hier umstrittene Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone einer 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG bedarf. Eine solche setzt voraus, dass der Zweck der 
Baute oder Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (Bst. a) und dass dem 

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Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b). Diese Voraussetzungen 
müssen kumulativ erfüllt sein.18 Die Standortgebundenheit ist zu bejahen, wenn eine Anlage aus 
technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf 
einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist (sog. positive Standortgebundenheit) 
oder wenn sie aus bestimmten Gründen, namentlich wegen starker Immissionen, in einer Bauzone 
ausgeschlossen ist (sog. negative Standortgebundenheit).19 Mobilfunkantennen können nach der 
Rechtsprechung ausnahmsweise auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen sein, 
wenn eine Deckungs- oder Kapazitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem oder 
mehreren Standorten innerhalb der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt werden kann 
bzw. es bei einem Standort innerhalb der Bauzonen zu einer nicht vertretbaren Störung der in 
anderen Funkzellen des Netzes verwendeten Frequenzen kommen würde. Nicht ausreichend sind 
dagegen wirtschaftliche Vorteile des gewählten Standorts (z.B. geringere Landerwerbskosten; 
voraussichtlich geringere Zahl von Einsprachen) oder zivilrechtliche Gründe für die Standortwahl, 
wie z.B. die Weigerung von Eigentümern, einer Mobilfunkantenne auf ihren Grundstücken 
innerhalb der Bauzonen zuzustimmen. Unter besonderen qualifizierten Umständen kann sich 
allerdings ein Standort ausserhalb der Bauzonen unter Beachtung aller massgebenden Interessen 
als derart vorteilhaft erweisen, dass er ausnahmsweise in weiteren als den vorne genannten 
Fällen als standortgebunden im Sinne von Art. 24 Bst. a RPG anerkannt werden kann. Im 
Unterschied zu anderen Bauten und Anlagen (wie Strassen, Parkplätzen, Deponien, 
Materialgewinnungsanlagen, Sportanlagen usw.) können Mobilfunkantennen ausserhalb der 
Bauzonen angebracht werden, ohne dafür zwingend neues unüberbautes Nichtbauzonenland in 
Anspruch zu nehmen. Dies ist der Fall, soweit sie auf bestehende Bauten und Anlagen montiert 
werden. Diesem Umstand ist bei der im Rahmen der Standortevaluation vorzunehmenden 
Interessenabwägung, in welche namentlich Standorte innerhalb aber auch solche ausserhalb der 
Bauzonen einzubeziehen sind, Rechnung zu tragen. Bei den Standorten ausserhalb der 
Bauzonen können nach dem Gesagten somit nicht mehr nur solche ausgewählt werden, die für 
eine angemessene Abdeckung für die Mobiltelefonie aus technischen Gründen unentbehrlich 
sind. Vielmehr können sich bei der genannten Abwägung auch Standorte ausserhalb der 
Bauzonen gegenüber solchen innerhalb der Bauzonen als wesentlich geeigneter erweisen, soweit 
sie auf bestehenden Bauten und Anlagen angebracht werden können. Eine entsprechende auf 
die speziellen Verhältnisse der Mobilfunktechnik zugeschnittene Bejahung der 
Standortgebundenheit ist jedoch an die folgenden, streng zu beachtenden Bedingungen zu 
knüpfen: Grundvoraussetzung einer solchen erweiterten ausnahmsweisen Bejahung der 
Standortgebundenheit ist, dass die Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzonen keine erhebliche 
Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirkt und nicht störend in Erscheinung tritt.20

d) Nach Art. 84 Abs. 1 BauG ist das AGR für die Beurteilung von Bauvorhaben ausserhalb der 
Bauzone abschliessend zuständig. Das AGR hat mit Verfügung vom 22. Juni 2022 die 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erteilt und diese wie folgt begründet:

Es handelt sich um ein Bauvorhaben, das aus objektiven Gründen an den vorgesehenen Standort gebunden 
ist, weil es sich nicht um eine neue Anlage, sondern den Ersatz einer bestehenden handelt, das 
Abdeckungsziel die Verbindungsachse mit der Strasse sowie Bahnverbindung zwischen Zelg und Huttwil, 
sowie der Strasse Richtung Gondiswil betrifft und somit das Abdeckungsziel primär ausserhalb der Bauzone 
liegt sowie die Anlage von E.________ und F.________ gemeinsam genutzt wird.
Bezüglich Einordnung ins Landschaftsbild hat die Gesuchstellerin eine Projektänderung eingereicht, womit 
sie die Anforderungen aus dem Landschaftsbericht der Abteilung Orts- und Regionalplanung vom 3. März 
2022 erfüllt.

18 BGE 124 II 252 E. 4.
19 BGE 141 II 245 E. 7.6.1, 136 II 214 E. 2.1.
20 BGE 133 II 409 E. 4.2.

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Schliesslich kam das AGR zum Schluss, dass dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen 
entgegenstünden.

e) Die Begründung des AGR in der Verfügung vom 22. Juni 2022 ist schlüssig. Daraus folgt, 
dass hier die Abdeckung von Gebieten innerhalb der Bauzone nicht primäres Ziel der Anlage ist 
und das Gebiet auch nicht von Standorten innerhalb der Bauzonen versorgt werden kann. Das 
belegen die Abdeckungskarten, die die Beschwerdegegnerinnen ihren Standortbegründungen 
vom 19. Oktober 2021 und 20. April 2022 beifügten.21 Die Anlage steht somit in einem engen 
funktionellen Zusammenhang zum Gebiet in der Landwirtschaftszone. Die Abdeckungskarten der 
Beschwerdegegnerinnen belegen zudem, dass der Anlagestandort optimal in ihre Mobilfunknetze 
eingebunden ist und für eine angemessene Abdeckung für die Mobiltelefonie aus technischen 
Gründen unentbehrlich ist. Dazu kommt, dass der Mast im vorliegenden Fall von den 
Beschwerdegegnerinnen gemeinsam genutzt wird. Mit dieser Konzentration zweier 
Mitbewerberinnen auf einem Mast wird die Vorgabe des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE), 
wonach bei Erstellung mehrerer eigenständiger Netze wenn möglich die Antennenstandorte 
zusammengelegt werden sollen, Rechnung getragen.22 Aufgrund seiner topografischen Lage 
kann von diesem Standort aus auch ein relativ grosses Gebiet mit nur einer Anlage erschlossen 
werden. Damit erübrigt sich das Erstellen einer Mehrzahl von kleineren und nahe bei einander 
liegenden Anlagen. Durch den Neubau des Masts in rund 8 m Abstand zum bestehenden Standort 
wird zwar neues Nichtbauzonenland in Anspruch genommen. Jedoch wird durch den Abbruch des 
bestehenden Masts bisher in Anspruch genommenes Nichtbauzonenland wieder freigegeben. 
Dies führt im Ergebnis dazu, dass kein zusätzliches Nichtbauzonenland in Anspruch genommen 
wird. Ebenfalls findet keine zusätzliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland statt. Unter 
diesen Umständen wäre mit einer Verweigerung der Ausnahmebewilligung aus raumplanerischer 
Sicht nichts gewonnen. Denn eine Aufgabe bzw. ein Rückbau des aktuellen Standorts steht nicht 
zur Diskussion. Zwar soll der bestehende Mast gemäss dem Baugesuch zurückgebaut werden. 
Allerdings weist die Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Standortbegründung vom 20. April 2022 und 
in der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2022 indirekt darauf hin, dass bei einem Bauabschlag 
der bisherige Mast weiterbetrieben würde. Ebenso scheidet eine Verschiebung auf 
Nachbarstandorte aus funktechnischen Gründen aus, wie sich aus den Abdeckungskarten der 
Beschwerdegegnerinnen ergibt. Konkrete Alternativstandorte müssen bei dieser Ausgangslage 
keine geprüft werden. Der vorgesehene Standort präsentiert sich aufgrund der vorhanden Akten 
und unter Beachtung aller massgebenden Interessen als der vorteilhafte und ist einer oder 
mehreren zusätzlichen Antennen klar vorzuziehen. Mit einem oder mehreren neuen 
Antennenstandorten würden zudem weitere Gebiete zusätzlich belastet, ohne dass damit für die 
Nichtbauzone etwas gewonnen werden könnte. Die Behauptungen der Beschwerdeführenden, 
der gewählte Standort wirke sich schädlich auf die Bäume und die Milchqualität aus, vermögen 
daran nichts zu ändern (vgl. hinten Erwägung 6). Die Standortgebundenheit ist somit zu bejahen.

f) Als weitere Voraussetzung darf die Mobilfunkanlage nicht störend in Erscheinung treten 
bzw. dürfen dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Im vorliegenden 
Fall wird die Grundkonstruktion des Antennenmasts zwar durch einen etwas massiveren Mast 
ersetzt und der Antennenstandort auf die Nordseite des Technikgebäudes verschoben. Auch 
vergrössert sich die Ausladung der Antennen mit den neuen Modulen im Vergleich zu den alten 
Modulen etwas. Demgegenüber verändert sich die Höhe des Antennenmasts nicht. Aus den 
Projektplänen geht ausserdem hervor, dass die Remote Radio Head-Elemente (RRH’s) hinter den 
Antennenkörpern angebracht werden. Dies wirkt sich positiv auf das Erscheinungsbild der Anlage 

21 Vgl. pag. 32 ff. und 113 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
22 Merksätze zur Problematik von Mobilfunkanlagen und Raumplanung, BRP/ARE Juni 1998/Juli 2000/Dezember 2004 
(abrufbar unter: www.are.admin.ch > Medien & Publikationen > Publikationen > Infrastruktur).

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aus. Durch den Umbau der Anlage sind die Veränderungen des Erscheinungsbilds demnach nur 
gering und fallen kaum ins Gewicht. Durch den Ersatz des Antennenmasts in rund 8 m Abstand 
zum bestehenden Standort und den Austausch der Antennenkörper durch neue Antennenmodule 
wird das Orts- und Landschaftsbild somit nicht zusätzlich belastet. Dies umso mehr als sich die 
Anlage nicht in einer geschützten oder sensiblen Umgebung befindet. Ausserdem erfüllt die 
Mobilfunkanlage die vom AGR, Abteilung Orts- und Regionalplanung, im Fachbericht Landschaft 
vom 3. März 2022 auferlegten Bedingungen und Auflagen.23 So soll der neue Antennenmast nicht, 
wie ursprünglich geplant, auf der Westseite des Technikgebäudes A.________ 160 erstellt 
werden, sondern auf der Nordseite. Des Weiteren ist die Dimensionierung des Masts auf das 
technische Minimum reduziert worden und soll in einem matten Grünton (RAL 6003) eingefärbt 
werden. Schliesslich sehen die Beschwerdegegnerinnen auch vor, das Fundament des 
bestehenden Masts vollständig zu entfernen. Die vom AGR, Abteilung Orts- und Regionalplanung, 
geforderte Rekultivierung des Terrains ist aus den bewilligten Unterlagen jedoch nicht ersichtlich. 
Zumindest diese Rekultivierungspflicht muss daher noch als Auflage in den Gesamtentscheid 
einfliessen. Da der Fachbericht Landschaft vom 3. März 2022 nicht in den Gesamtentscheid vom 
16. August 2022 aufgenommen wurde, wird das Dispositiv des angefochtenen Gesamtentscheids 
von Amtes wegen angepasst. Soweit es aufgrund des Neubaus der Mobilfunkanlage mit einem 
massiveren Mast und ausladender Antennen zu einer zusätzlichen ästhetischen Belastung 
kommt, wird auf die Besonderheit hingewiesen, dass das Erscheinungsbild einer 
Mobilfunkantenne – namentlich Durchmesser und Höhe des Antennenmasts sowie die Anzahl der 
Antennen – primär durch technische Gegebenheiten bedingt sind; die Gestaltungsmöglichkeiten 
in Bezug auf diese Elemente sind gering. Folglich sind Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer Funktion 
in der Regel gut sichtbar, womit ihnen praktisch an jedem Standort von vornherein etwas 
Störendes anhaftet. Auch ist zu beachten, dass Mobilfunkantennen aufgrund der betrieblich 
bedingten Höhe regelmässig geeignet sind, Silhouetten zu brechen und Horizonte zu teilen. Dies 
allein vermag jedoch nach der Rechtsprechung nicht ohne Weiteres einen Bauabschlag zu 
rechtfertigen.24

Was die Emission nichtionisierender Strahlung betrifft, so nimmt diese zwar durch die Erhöhung 
der Sendeleistung zu. Gemäss dem Standortdatenblatt vom 18. März 2022 (Revision: 1.22) sind 
jedoch die entsprechenden Grenzwerte der NISV eingehalten, was die kantonale Fachstelle in 
ihrem Fachbericht Immissionsschutz vom 17. Juni 2022 und in der Stellungnahme vom 18. 
Oktober 2022 bestätigt hat. Mehr als die Einhaltung dieser Grenzwerte kann nicht verlangt 
werden.25 Dem Vorhaben stehen somit keine überwiegenden Interessen entgegen. Das AGR hat 
demzufolge die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG zu Recht erteilt.

5. Erschliessung

a) Die Beschwerdeführenden führen im Schreiben vom 10. September 2023 aus, für die 
Durchführung einer Standortevaluation spreche im Übrigen auch, dass der geplante, um 2.5 m 
verschobene Standort der Antenne nicht erschlossen sei. Zwar habe der frühere Eigentümer der 
Parzelle Gondiswil Grundbuchblatt Nr. K.________ – Herr B.________ – der damaligen 
M.________ ein unbeschränktes Geh- und Fahrwegrecht für den Bau und den Betrieb der 
bisherigen Antenne eingeräumt. Gemäss Bst. C Ziff. 4 des Dienstbarkeitsvertrags erlösche dieses 
Wegrecht jedoch, wenn die Anlage beseitigt werde. Zudem gelte diese Dienstbarkeit – sofern sie 
durch den geplanten Ersatz der Anlage nicht ohnehin untergehe – nur für die E.________ als 

23 Vgl. pag. 258 der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
24 Zum Ganzen BVR 2007 S. 126 (VGE 22095/22101/22102 vom 24. Oktober 2006) nicht publ. E. 4.7.3; 
VGE 2020/409 vom 15. Februar 2022 E. 4.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 29b.
25 Vgl. BGer 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 2.5 mit weiteren Hinweisen.

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Nachfolgerin der M.________, nicht aber für die F.________. Letztere sei somit gar nicht 
berechtigt, ihr Grundstück Gondiswil Grundbuchblatt Nr. K.________ für den Betrieb und den 
Umbau der Antenne zu benutzen.

b) Diesbezüglich hält die Beschwerdegegnerin 1 im Schreiben vom 4. Oktober 2023 fest, wie 
aus dem erwähnten Dienstbarkeitsvertrag hervorgehe, sei unter dessen Bst. C Ziff. 4 effektiv 
geschrieben, dass das Wegrecht «ab sofort» beginne «und erlischt, wenn die zu erstellende 
Radiocomanlage beseitigt wird.» Dass mit dem Umbau der vorliegend strittigen Anlage das 
Dienstbarkeitsobjekt nicht einfach «beseitigt» werde, verstehe sich von selbst. Es dürfte weder 
Sinn noch Zweck dieses Dienstbarkeitsvertrages gewesen sein, dass die Anlage nicht gewartet 
oder gegebenenfalls erneuert werden dürfe. Vielmehr sei aus dem Begriff «beseitigt» zu 
schliessen, dass die Anlage vollständige aufgehoben werden müsste, was vorliegend nicht der 
Fall sei. Aus Bst. B «Einräumung» gehe im Übrigen hervor, dass das Wegrecht für den Bau und 
Betrieb der Anlage erstellt worden sei. Dass im Rahmen des Betriebes einer Antenne auch ein 
Ersatz anfallen könne, sei dabei nicht aussergewöhnlich und komme immer wieder vor. Aufgrund 
dieser Ausgangslage zu behaupten, dass die Mobilfunkanlage nicht erschlossen sei, gehe damit 
fehl. Im Übrigen wäre der Zugang grundsätzlich auch über die «L.________strasse» möglich, 
wenn auch etwas weniger einfach als über die Parzelle Gondiswil Grundbuchblatt Nr. K.________, 
jedoch führe die Quartierstrasse relativ nahe an die Antenne heran. Der Unterhalt für die 
F.________-Antennen könnte somit auch ohne Weiteres über jenen Weg bewerkstelligt werden, 
verbunden mit einem kurzen Fussmarsch von ca. 60 Metern.

Die Beschwerdegegnerin 2 bringt im Schreiben vom 4. Oktober 2023 bezüglich des 
Dienstbarkeitsvertrags vor, dabei handle es sich um eine privatrechtliche Frage, welche nicht von 
Baubewilligungsbehörden zu behandeln sei. Dieser Aspekt sei somit auf den Zivilweg zu 
verweisen und könne von vornherein nicht zur Aufhebung der Baubewilligung führen. Sodann legt 
sie dar, die vorliegend strittige Mobilfunkanlage werde insbesondere auch nicht beseitigt, sondern 
es erfolge ein Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage. Von einer Beseitigung der 
Mobilfunkanlage könne nicht die Rede sein. Bst. C Ziff. 4 des Dienstbarkeitsvertrags sei entgegen 
der Behauptung der Beschwerdeführenden somit nicht einschlägig. Entsprechend erlösche das 
eingeräumte Wegrecht nicht, womit die Erschliessung nach wie vor gewährleistet sei. Schliesslich 
könne der Dienstbarkeitsberechtigte auch bei einer Personaldienstbarkeit die Rechtsausübung 
einem Dritten überlassen, sofern der Dienstbarkeitstext dies zulasse und/oder es nicht dem Sinn 
und Zweck der Dienstbarkeit widerspreche. Dienstbarkeiten seien nach deren Wortlaut sowie Sinn 
und Zweck auszulegen. Der Inhalt bestimme sich zudem nach den Bedürfnissen des Berechtigten 
(vgl. Art. 681 Abs. 2 und 3 i.V.m. Art. 738 ZGB26). Gemäss Bst. B sei das Geh- und Fahrwegrecht 
für den Bau und den Betrieb einer Mobilfunkanlage eingeräumt worden. Es sei notorisch, dass die 
Beschwerdegegnerin 1 sowohl den (Um-)Bau der Anlage als auch allfällige Wartungsarbeiten an 
der Anlage nicht selbst ausführe, sondern hierfür entsprechende Drittunternehmen beauftrage, 
welche den Weg nutzten. Dadurch liege offenkundig keine Verletzung der Dienstbarkeit vor, was 
von den Beschwerdeführenden denn auch nicht behauptet werde. Dass auch Dritte zur 
Rechtsausübung befugt seien, soweit die Nutzung im Rahmen des Dienstbarkeitszwecks erfolge, 
ergebe sich somit aus dem Sinn und Zweck der Dienstbarkeit. Die Dienstbarkeit werde jedoch 
auch nicht verletzt, wenn die Beschwerdegegnerin 2 die Bevölkerung über die Anlage mit 
Mobilfunk versorge. Die geplante Nutzung führe zu keiner relevanten bzw. – abgesehen von der 
Bauphase – zu gar keiner Mehrbelastung auf der Parzelle Gondiswil Grundbuchblatt Nr. 
K.________. Was den Baustellenverkehr anbelange, sei zudem darauf hinzuweisen, dass es sich 
hierbei um eine bloss vorübergehende Grundstücknutzung handle. Notfalls könne die Montage 
des ca. 35 m hohen Antennenmastes auch mit einem Helikopter geflogen werden, wodurch die 
Baustellenerschliessung ohne Weiteres sichergestellt werden könnte. Darüber hinaus könnten die 

26 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210).

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Mobilfunkbetreiberinnen verpflichtet werden, Anlagen gemeinsam zu nutzen (vgl. Art. 36 Abs. 3 
FMG27), weswegen sie – sofern es möglich sei – Anlagen gemeinsam nutzten. Der Betrieb der 
Anlage könne somit auch die Nutzung durch eine zweite Mobilfunkbetreiberin umfassen. 
Angesichts des Gesagten widerspreche die Nutzung der Anlage durch die Beschwerdegegnerin 
2 der Dienstbarkeit nicht.

c) Art. 19 Abs. 1 RPG verlangt zwar eine für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt. Da 
Mobilfunkanlagen keinen Verkehr auslösen und nicht wartungsaufwendig sind, sind an ihre 
Erschliessung jedoch keine übertriebenen Anforderungen zu stellen.28 Die Voraussetzung der 
Erschliessung stellt für die Bewilligung von Mobilfunkanlagen daher regelmässig kein Problem 
dar. Erforderlich sind insbesondere Stromanschluss und Zugänglichkeit für technisches 
Personal.29

d) Vorliegend kann offenbleiben, ob der Abbruch und Neubau des Antennenmasts zu einem 
Erlöschen des unbeschränkten Geh- und Fahrwegrechts auf der Parzelle Gondiswil 
Grundbuchblatt Nr. K.________ führt. Es handelt sich dabei um eine zivilrechtliche Angelegenheit, 
weshalb allfällige Streitigkeiten aus dem Dienstbarkeitsvertrag auf dem zivilrechtlichen Weg zu 
klären sind. Davon abgesehen, braucht die Mobilfunkanlage der Beschwerdegegnerinnen in ihrem 
Betrieb keine Zufahrt. Lediglich für den Bau und den Unterhalt der Anlage ist ein Zugang 
erforderlich. Wie von den Beschwerdegegnerinnen dargelegt, kann der Zugang auch über die 
«L.________strasse» erfolgen und der Antennenmast notfalls mit einem Helikopter geflogen 
werden. Auch bei einem allfälligen Dahinfallen des unbeschränkten Geh- und Fahrwegrechts, 
besteht dementsprechend eine genügende Erschliessung.

6. Tiere und Pflanzen

a) Die Beschwerdeführenden sind der Ansicht, der Standort sei ungeeignet, da sich direkt 
neben der Antenne ein Schutzwald befinde. Aus der Vergangenheit sei bekannt, dass in einem 
solchen Fall und bei den geplanten Sendeleistungen die Kronen der Bäume über zwei bis drei 
Jahre absterben würden, und die Bäume folgten. Der Schutzwald stehe zudem genau zwischen 
den zu versorgenden Strassen und der Antenne, womit das Signal zusätzlich ungünstig 
beeinflusst werde. In diesem Sinne sei die Ausnahmebewilligung für das Bauen im verkürzten 
Waldabstand ebenfalls zu widerrufen. Sodann bringen die Beschwerdeführenden vor, in der Nähe 
der geplanten Anlage befänden sich mehrere Landwirtschaftsbetriebe mit Kühen und Kälbern. Es 
sei hinreichend bekannt, dass die Milchqualität abnehme, sobald eine starke Mobilfunkantenne in 
Betrieb gehe. Erst kürzlich habe ein Gericht in Frankreich eine Beschwerde eines Landwirts 
gutgeheissen, der über schlechtere Milchqualität und über 40 tote Kühe klagte.

b) In der Stellungnahme vom 17. Oktober 2022 führt das AWN aus, ein Absterben der Kronen 
der Bäume sei ihnen nicht bekannt. Vielmehr weise es jedoch noch einmal auf die topografische 
Lage des Sendemasts hin. Dieser befinde sich auf einer Anhöhe. Der Mast überrage den Wald 
und dieser falle leicht ab. Aus diesem Grund sei davon auszugehen, dass auch eine angebliche 
Strahlung mehrheitlich nicht direkt den Wald betreffe. Ein Waldabstand von 6 m könne deshalb in 
diesem Fall bewilligt werden.

Das AUE hält in seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 2022 fest, das Bundesgericht habe 
mehrfach festgehalten, dass bisher keine konkreten Gefährdungen von Tieren oder Pflanzen 

27 Fernmeldegesetz des Bundes vom 30. April 1997 (FMG; SR 784.10).
28 Hans Rudolf Trüeb, Der Bau von Fernmeldeanlagen, Baurechtstagung 2001, S. 99 ff. Ziff. 5.2.
29 Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 89.

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durch nichtionisierende Strahlung von Mobilfunkantennen nachgewiesen werden konnte. Es 
berufe sich dabei auch auf das Bundesamt für Umwelt (BAFU) als zuständige Fachbehörde des 
Bundes, welches darauf hinweise, dass die Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf 
die Umwelt und auf die Tiere zwar nicht im Mittelpunkt der Arbeit der beratenden Expertengruppe 
NIS          (BERENIS) stünden, bedeutende Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet jedoch 
ebenfalls berücksichtigt würden. Vor diesem Hintergrund sehe das Bundesgericht keine 
Veranlassung, von der Einschätzung abzuweichen, dass von Mobilfunkanlagen keine 
massgebliche Gefährdung für die Tier- und Pflanzenwelt ausgehe (vgl. dazu z.B. BGer 
1C_375/2020 E. 3.5.2).

c) Die von der NISV festgelegten Immissionsgrenzwerte gelten überall, wo sich Menschen 
aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV); die vorsorglichen Emissionsbegrenzungen der NISV 
(Anlagegrenzwerte) sind an Orten mit empfindlicher Nutzung im Sinne von Art. 3 Abs. 3 NISV 
einzuhalten, namentlich in Räumen, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit 
aufhalten (Bst. a). Die Immissions- und Anlagegrenzwerte der Verordnung sind somit auf den 
Schutz von Menschen und nicht von Tieren und Pflanzen zugeschnitten (Art. 1 NISV). Der Schutz 
der Tiere und Pflanzen geht dabei im Schutz der Menschen auf. Dies trifft aber nur auf Tiere und 
Pflanzen zu, die sich an Orten aufhalten oder befinden, wo sich auch Menschen aufhalten. Nach 
der Rechtsprechung werden daher namentlich frei lebende Vögel und Fledermäuse von den 
Immissions- und Anlagegrenzwerten der NISV nicht erfasst, da sie sich im gesamten Luftraum 
aufhalten können. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die NISV keine abschliessende 
Regelung für den Schutz solcher Tiere gegen nichtionisierende Strahlung enthält.30

Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat durch 
Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG31). Fehlt wie beispielsweise für frei 
lebende Vögel und Fledermäuse eine entsprechende abschliessende Regelung, so ist im 
Einzelfall zu klären, ob die Immissionen schädlich oder lästig sind (Art. 12 Abs. 2 USG). Die 
Einzelfallbeurteilung hat sich an die materiellen Grundsätze für die verordnungsmässige 
Festsetzung der Immissionsgrenzwerte zu halten (Art. 13-15 USG). Danach sind die 
Immissionsgrenzwerte so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung 
Immissionen unterhalb dieser Werte Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaft und 
Lebensräume nicht gefährden und die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören 
(Art. 14 Bst. a und b USG). Ohne besonderen, wissenschaftlich erhärteten Bedarfsnachweis ist 
kaum vorstellbar, für den Artenschutz von Tieren und Pflanzen in Anwendung von Art. 14 Bst. a 
USG einen höheren Schutzstandard festzulegen als für Menschen.32 Zusammenfassend lässt 
sich festhalten, dass es das Bundesgericht abgelehnt hat, mit Blick auf die Tier- und Pflanzenwelt 
über die NISV hinausgehende Emissionsbegrenzungen zu verlangen.33

d) Bisher wurden keine schädlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Tiere und 
Pflanzen nachgewiesen.34 Die Beschwerdeführenden vermögen auch keine Belege darzulegen, 
die ihre Behauptungen untermauern. Aus dem vorgebrachten Entscheid eines Gerichts in 
Frankreich können sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dies vor allem unter dem Aspekt, dass 
sich Kühe nur dort aufhalten, wo sich auch Menschen aufhalten können, womit sie durch den 

30 BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5, 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 9, 1C_450/2010 vom 12. April 2011 
E. 3, 1C_338/2007 vom 24. April 2008 E. 3 und 4.
31 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
32 BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5.
33 Vgl. BGer 1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E. 5, 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 9, 1C_450/2010 vom 12. April 
2011 E. 3, 1C_338/2007 vom 24. April 2008 E. 3 und 4.
34 Vgl. Was weiss man über die Auswirkungen der Strahlung von Mobilfunkantennen auf Tiere und Pflanzen? (abrufbar 
unter: www.5g-info.ch > Gesundheit).

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Immissionsgrenzwert geschützt sind. Diese Rüge ist somit unbegründet und die Erteilung der 
Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes ist insofern nicht zu beanstanden.

7. Korrekturfaktor

a) Im Hinblick auf den Einsatz von adaptiv betriebenen Sendeantennen sowie den Ausbau der 
5G-Netze hat der Bundesrat am 17. April 2019 eine Änderung der NISV beschlossen, die am 
1. Juni 2019 in Kraft getreten ist. Im Anhang 1 Ziffer 63 in der Fassung der NISV vom 1. Juni 2019 
wurde unter anderem der Grundsatz festgelegt, dass bei der rechnerischen Beurteilung, ob 
adaptive Antennen den Grenzwert für die von ihr verwendete Strahlung einhält, die Variabilität 
ihrer Senderichtungen und Antennendiagramme zu berücksichtigen sind. Diesen Grundsatz hat 
das BAFU im Nachtrag vom 23. Februar 2021 «Adaptive Antennen» zur Vollzugsempfehlung zur 
NISV für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen konkretisiert. Danach darf ein Korrekturfaktor auf die 
maximale Sendeleistung angewendet werden. Voraussetzung für die Anwendung des 
Korrekturfaktors für adaptive Antennen ist, dass diese mit einer automatischen 
Leistungsbegrenzung ausgestattet sind, welche sicherstellt, dass die über einen Zeitraum von 
sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die bewilligte Sendeleistung (ERPn) nicht überschreitet. 
Um die Rechtssicherheit des Vollzugs zu stärken, hat der Bundesrat insbesondere den Anhang 1 
Ziffer 63 NISV angepasst. Die Änderung ist am 1. Januar 2022 in Kraft getreten. Im Anhang 1 
Ziffer 63 Abs. 2 NISV wurde neu definiert, dass bei adaptiven Sendeantennen mit acht oder mehr 
separat ansteuerbaren Antenneneinheiten (Sub-Arrays) auf die maximale Sendeleistung ein 
Korrekturfaktor KAA angewendet werden kann, wenn die Sendeantennen mit einer automatischen 
Leistungsbegrenzung ausgestattet werden.

Der Korrekturfaktor stellt sicher, dass die massgebende (korrigierte) Sendeleistung die realistisch 
auftretende Maximalleistung der adaptiven Antenne abbildet. Bei adaptiven Antennen mit acht 
oder mehr separat ansteuerbaren Antenneneinheiten kann deshalb für die Beurteilung, ob die 
Grenzwerte der NISV eingehalten werden, neu ein Korrekturfaktor angewendet werden. Er darf 
nur angewendet werden, wenn adaptive Antennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung 
(Power Lock) ausgerüstet sind.35 Bei der automatischen Leistungsbegrenzung handelt es sich um 
eine Softwareapplikation auf der Antenne. Diese detektiert dauernd die in einem Funksektor 
abgestrahlte Gesamtleistung der adaptiven Antenne. Sie muss während des laufenden Betriebs 
sicherstellen, dass die über sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die für die Beurteilung 
verwendete (bewilligte) Sendeleistung nicht überschreitet. Damit kann zwar nicht vollständig 
ausgeschlossen werden, dass es im schlechtesten Fall vorübergehend zu Überschreitungen des 
Anlagegrenzwertes kommt. Die automatische Leistungsbegrenzung sorgt jedoch dafür, dass 
wenn kurzzeitige Leistungsspitzen über der im Standortdatenblatt deklarierten (massgebenden) 
Sendeleistung ERPn auftreten, die Leistung der Antenne soweit gedrosselt wird, dass die über 
einen Zeitraum von sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die bewilligte Sendeleistung auch 
tatsächlich nicht überschreitet. Ist der Mittelwert der bewilligten Sendeleistung über einen 
Zeitraum von sechs Minuten eingehalten, ist gewährleistet, dass auch die mit dieser 
Sendeleistung berechneten Feldstärkewerte über sechs Minuten gemittelt rechnerische immer 
eingehalten sind (vgl. hinten Erwägung 9 zur Zulässigkeit des Korrekturfaktors unter dem Aspekt 
des Vorsorgeprinzips).36 Entgegen der Meinung der Beschwerdeführenden ist denn auch davon 

35 Vgl. BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 7-10; BAFU, 
Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 5 f., 12 und 21 f. (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > 
Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).
36 Vgl. BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 22 und 24; vgl. auch Baurekursgericht Zürich, 
BRGE III Nr. 0038/2022 vom 16. März 2022 E. 4.3.3.

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auszugehen, dass die Strahlungsexposition von adaptiven Antennen in der von ihr versorgten 
Funkzelle im Durschnitt im realen Betrieb tiefer liegt als bei konventionellen Antennen.37 
Entscheidend ist hier letztlich, dass die NISV die Anwendung des Korrekturfaktors im Rahmen der 
rechnerischen Strahlungsprognose von adaptiven Antennen ausdrücklich erlaubt.

b) Die Beschwerdeführenden rügen, bei der Anwendung des Korrekturfaktors werde der          
OMEN neben der adaptiven Antenne schlechter behandelt als jener OMEN neben der 
konventionellen Antenne. Oder anders gesagt, die adaptive Antenne werde privilegiert. Weiter 
führen sie aus, die Privilegierung werde vom BAFU damit begründet, dass bei adaptiven Antennen 
die für eine Antenne verfügbare Sendeleistung aufgeteilt werde, wenn Signale in verschiedene 
Richtungen fokussiert würden und dass die Sendeleistung ausserhalb dieser Richtungen während 
dieser Zeit zurückgingen. Diese Annahmen seien beide falsch. Die Herleitung der Privilegierung 
adaptiver Antennen basiere auf falschen Prämissen.

c) Die rechnerischen Prognosen basieren bei adaptiv betriebenen Antennen auf einem 
umhüllenden Antennendiagramm. Dieses schliesst sämtliche möglichen Ausprägungen des 
Antennendiagramms bzw. sämtliche möglichen «Beams» ein, die im massgebenden 
Betriebszustand auftreten können. Berechnungen basierend auf dem umhüllenden 
Antennendiagramm überschätzen jedoch die in der Realität auftretende Strahlung deutlich, da die 
unterschiedlichen Antennendiagramme, die dem umhüllenden Diagramm zugrunde liegen, nicht 
alle gleichzeitig auftreten können. Mit diesem bisher angewendeten «worst case»-Szenario kommt 
es folglich zu einer strengeren Beurteilung von adaptive Antennen gegenüber konventionellen 
Antennen. Damit adaptive Antennen im Vergleich zu konventionellen Antennen nicht benachteiligt 
werden, hat der Bundesrat in der Revision der NISV 2019 festgelegt, dass die Variabilität der 
Senderichtungen und der Antennendiagramme bei adaptiven Antennen im massgebenden 
Betriebszustand zu berücksichtigen ist (Anhang 1 Ziffer 63 NISV). Dies erfolgt, indem auf die 
maximale Sendeleistung ein Korrekturfaktor angewendet wird.38 Somit werden durch die 
Anwendung des Korrekturfaktors adaptive Antennen nicht privilegiert. Vielmehr führt es zu einer 
Gleichbehandlung von konventionellen und adaptiven Antennen.

d) Sodann bringen die Beschwerdeführenden vor, das BAFU schreibe in erster Linie, die 
adaptive Antenne würde entweder einen einzelnen starken Beam machen oder, wenn sie mehrere 
Beams gleichzeitig abgebe, die Leistung auf die Beams aufteilen. Dies sei jedoch falsch. Adaptive 
Antennen seien dazu gebaut, einem einzelnen Nutzer gleichzeitig auf mehreren Wegen Daten zu 
übermitteln, indem die Antenne mehrere Beams bilde. Dies sei das «Geheimnis», wie mehr Daten 
gleichzeitig übertragen werden könnten.

e) Die Beschwerdeführenden gehen bei der Beurteilung der Strahlenbelastung durch adaptive 
Antennen von einem «worst case»-Szenario aus. Dies entspricht jedoch nicht der Realität. 
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden, können adaptive Antennen nicht gleichzeitig in 
alle Richtungen die maximal mögliche Sendeleistung abstrahlen. Vielmehr wird die Sendeleistung 
für Signale, die in verschiedene Richtungen abgestrahlt werden, aufgeteilt. D.h. zu einem 
gewissen Zeitpunkt kann die maximale Sendeleistung nur in eine Richtung abgestrahlt werden.39 
Bei adaptiven Antennen ergibt sich zudem eine andere Verteilung der Feldstärke im Raum als bei 
konventionellen Antennen. Sie fokussieren das Signal tendenziell in die Richtung der Nutzerin 
oder des Nutzers bzw. des Mobilfunkgerätes und reduzieren es in andere Richtungen. Durch das 

37 Vgl. BAFU, Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) 
vom 17. Dezember 2021, S. 4.
38 BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 10 und 12.
39 BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 8.

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gezielte Senden der Strahlung zum verbundenen Mobiltelefon (beamforming) liegt die 
Strahlungsexposition in der von der adaptiven Antenne versorgten Funkzelle im Durschnitt tiefer 
als bei konventionellen Antennen.40 Diesbezüglich hält das Bundesamt für Kommunikation 
(BAKOM) folgendes fest:41

Die Beamforming-Antennen bestehen aus einer Anordnung von einzelnen Transmitterelementen, die jeweils 
mit einer maximalen Element-Sendeleistung abstrahlen können. Diese maximale Element-Sendeleistung ist 
durch die thermische Belastbarkeit vorgegeben. Werden alle Transmitterelemente so angesteuert, dass nur 
ein Beam entsteht, ergibt die Summe aller Element-Sendeleistungen die maximale Sendeleistung (und die 
maximale Sendeleistung multipliziert mit dem Antennengewinn ergibt die ERP).
Wenn diese Antenne zwei oder mehrere Beams aussendet, so werden diese Beams jeweils über eine 
bestimmte und möglicherweise unterschiedliche Anzahl Transmitterelemente ausgesendet. Somit wird eine 
Beam-Sendeleistung aus der Summe der Sendeleistung der jeweils involvierten Anzahl 
Transmitterelementen gebildet.
Bei den allermeisten installierten Anlagen ist die Sendeleistung der Antenne durch die Bewilligung auf einen 
bestimmten Wert limitiert. Somit wird die bewilligte Sendeleistung auf die Transmitterelemente und damit 
auch auf die einzelnen Beams aufgeteilt.

Das BAKOM konnte diese Theorie anhand von Messungen verifizieren.42

f) Schliesslich halten die Beschwerdeführenden sinngemäss fest, die Einführung eines 
Korrekturfaktors und eine über einen Zeitraum von sechs Minuten gemittelte Sendeleistung 
verletzten übergeordnetes Recht (USG und BV43).

g) Wird geltend gemacht, eine Behörde habe ein mit höherrangigem Recht nicht vereinbare, 
d.h. ungültige Vorschrift angewendet, so muss die Beschwerdebehörde diese Norm in einem 
ersten Schritt (vorfrageweise) auf ihre Gesetzes- bzw. Verfassungsmässigkeit überprüfen 
(konkrete Normenkontrolle). Art. 66 Abs. 3 KV44 verpflichtet alle Justizbehörden – also auch die 
BVD als verwaltungsinterne Justizbehörde im Sinne von Art. 60 ff. VRPG45 – zur konkreten 
Kontrolle kantonaler Erlasse. Auch wenn in Art. 66 Abs. 3 KV nicht erwähnt, sind kantonale 
Behörden, und damit auch die BVD, zur vorfrageweisen Überprüfung von eidgenössischen 
Erlassen berechtigt.46 Somit ist Anhang 1 Ziffer 63 NISV auf seine Gesetzes- und 
Verfassungsmässigkeit hin zu überprüfen.

Die NISV ist eine unselbständige Bundesratsverordnung, wodurch sie zwar vorbehaltslos auf 
Gesetzmässigkeit, jedoch nur eingeschränkt auf Verfassungsmässigkeit hin überprüft werden 
kann. Eine allfällige Verfassungswidrigkeit bleibt wegen Art. 190 BV folgenlos, wenn sie durch das 
Bundesgesetz, auf welches sich die Verordnung stützt, gedeckt ist.47 Die Beschwerdeführenden 
machen mehrfach geltend, die Einführung eines Korrekturfaktors verstosse gegen das 

40 BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 15; BAFU, Erläuterungen zur Änderung der Verordnung 
über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 17. Dezember 2021, S. 4.
41 BAKOM, Testkonzession und Messungen adaptive Antennen (GS-UVEK-325.1-9/2/1) vom 24. September 2020, 
S. 5 f. (abrufbar unter: www.bakom.admin.ch > Telekommunikation > Technologie > 5G > Erste Tests und Messungen 
des BAKOM mit adaptiven Antennen).
42 Vgl. BAKOM, Testkonzession und Messungen adaptive Antennen (GS-UVEK-325.1-9/2/1) vom 24. September 2020, 
S. 23 und 43.
43 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
44 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1).
45 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
46 Vgl. BVR 2008 S. 284 E. 5.2; Pierre Tschannen, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 4. Aufl. 2016, 
S. 199 N. 40.
47 Pierre Tschannen/Markus Müller/Markus Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, S. 161 N. 424.

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Vorsorgeprinzip. Sinngemäss rügen sie damit eine Verletzung von Art. 11 USG und Art. 74 BV. 
Zunächst ist daher zu prüfen, ob sich die Verordnung an das Gesetz bzw. an die gesetzliche 
Delegationsnorm hält. Wie die detaillierten Ausführungen in Erwägung 9 zeigen werden, verstösst 
die Einführung eines Korrekturfaktors nicht gegen das Vorsorgeprinzip und verletzt demnach 
weder Art. 11 USG noch Art. 74 BV. Sodann hat der Bundesrat nach Art. 38 Abs. 3 USG zu 
bestimmen, welche Prüf-, Mess- und Berechnungsmethoden beim Vollzug des USG anzuwenden 
sind. Die Einführung des Korrekturfaktors stellt einen weiteren Operator dar, der zur Berechnung 
der elektrischen Feldstärke an einem OMEN herangezogen wird, und fällt somit unter eine 
Berechnungsmethode im Sinne von Art. 38 Abs. 3 USG. Damit verstösst Anhang 1 Ziffer 63 NISV 
nicht gegen Art. 11 USG sowie Art. 74 BV und hält sich auch an die entsprechenden 
Delegationsnormen des USG. Somit ist Anhang 1 Ziffer 63 NISV sowohl gesetzes- als auch 
verfassungsmässig.

8. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, das Regierungsstatthalteramt verletze das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden, indem es die Argumente der zu erwartenden 
Schäden nicht einmal prüfe, sondern pauschal auf die Zuständigkeit des BAFU verweise.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der 
Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.48

c) Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau nimmt in Erwägung 11.1 des 
Gesamtbauentscheids vom 16. August 2022 zur Rüge der Beschwerdeführenden bezüglich der 
Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit durch 5G Stellung. Um seine Begründung zu 
untermauern verweist es auf den «Bericht Mobilfunk und Strahlung» der Arbeitsgruppe Mobilfunk 
und Strahlung vom 18. November 2019, die bundesgerichtliche Rechtsprechung und den 
Fachbericht Immissionsschutz. Solche Verweise sind zulässig, eine Begründung muss nicht 
wiederholen, was schon aktenkundig ist oder in der Rechtsprechung ausführlich behandelt wird.49 
Die Vorinstanz hat den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführenden nicht verletzt.

9. Vorsorgeprinzip und Gesundheit

a) Die Beschwerdeführenden äussern sodann gesundheitliche Bedenken und machen eine 
Verletzung des Vorsorgeprinzips geltend. Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im 
Umweltschutzgesetz (USG) und den darauf gestützten Verordnungen geregelt. Gemäss Art. 1 
Abs. 2 USG sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, im Sinne der Vorsorge 
frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch 
Emissionsgrenzwerte eingeschränkt (Abs. 1 Bst. a), die durch Verordnungen vorgeschrieben 
werden (Abs. 2). Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der 

48 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 52 N. 7; vgl. auch BGE 140 II 262 E. 6.2.
49 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 6.

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Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er berücksichtigt 
dabei auch die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit, 
wie Kinder, Kranke, Betagte oder Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG). Um die Bevölkerung vor der 
Strahlung von Mobilfunkanlagen zu schützen, hat der Bundesrat in der NISV Grenzwerte 
festgelegt. Dabei hat er die von der internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) 
empfohlenen Referenzwerte als Immissionsgrenzwerte übernommen. Diese sind überall dort, wo 
sich Menschen aufhalten können, einzuhalten (vgl. Art. 13 Abs. 1 NISV und Anhang 2 NISV). 
Gleichzeitig hat der Bundesrat im Rahmen des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG die 
Anlagegrenzwerte weiter so tief angesetzt, wie dies technisch und betrieblich möglich und 
wirtschaftlich tragbar ist, wobei er bezüglich möglicher Gesundheitsgefährdungen eine 
Sicherheitsmarge vorsah.50

b) Die Beschwerdeführenden halten fest, die neuen Passagen in der NISV höhlten mit der Idee 
des Korrekturfaktors und der zeitlichen Mittelung den Gesundheitsschutz (weiter) aus und 
verletzten das Vorsorgeprinzip zusätzlich. Sodann sind sie der Meinung, für die Einführung des 
Korrekturfaktors fehlten nachvollziehbare wissenschaftliche Erläuterungen. Es fehlten jegliche, 
auch nur ansatzweise Überlegungen zu gesundheitlichen Auswirkungen. Sie sind der Ansicht, das 
BAFU verkenne insbesondere, dass – im Gegensatz zu den thermischen Effekten – bei den 
biologischen Effekten nicht die Durchschnittswerte, sondern die Spitzenwerte ausschlaggebend 
seien. Gestützt auf mehrere Studien kommen sie zum Schluss, dass das BAFU die Privilegierung 
adaptiver Antennen auf falschen technischen Annahmen aufbaue und gleichzeitig biologisch-
medizinische Aspekte überhaupt nicht berücksichtige. Weiter bringen sie mit Verweis auf den 
Bericht «Gibt es Hinweise auf vermehrten oxidativen Stress durch elektromagnetische Felder?» 
von Prof. Dr. Meike Mevissen und Dr. David Schürmann vor, indem das BAFU trotz diesen 
Erkenntnissen die Grenzwerte gelockert habe (Stichwort: Korrekturfaktor), anstatt sie zu 
verschärfen, verletze es Art. 11 und 13 USG. Zudem befürchten die Beschwerdeführenden ein 
Entfallen der mit dem Anlagegrenzwert geschaffenen Sicherheitsmarge und führen mit Verweis 
auf weitere Studien und Dokumente aus, es gäbe sehr viele Hinweise aus der Wissenschaft und 
der Medizin darauf, dass strak gepulste, modulierte und variable Strahlung beträchtlich 
gefährlicher sei als konstante Strahlung. Die Beschwerdeführenden kommen zum Schluss, die 
Anlagegrenzwerte der NISV seien nicht (mehr) gesetzes- und verfassungsgemäss. Aufgrund 
dessen fordern sie eine Verschärfung der Grenzwerte der NISV für adaptive Antennen und 
machen eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts geltend.

c) Das BAFU, das für Fragen zur Strahlung von Mobilfunkantennen und deren Auswirkungen 
auf die Gesundheit zuständig ist, hat zur fachlichen Unterstützung die BERENIS einberufen. Diese 
sichtet die neu publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur 
detaillierten Bewertung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind 
oder sein könnten.51 Das BAFU würde dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte in der 
NISV empfehlen, wenn neue gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung oder aufgrund von 
Alltagserfahrungen dies erforderten. Auch aus den von den Beschwerdeführenden vorgelegten 
Studien und Dokumenten lässt sich kein Bedarf für eine Anpassung der Grenzwerte herleiten. Die 
für 5G verwendeten Frequenzen liegen im selben Bereich wie die bisher eingesetzten 
Mobilfunktechnologien oder WLAN. Nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand 
gibt es keine fundierten Hinweise, dass 5G andere biologische Wirkungen hat als bisher 
verwendete Mobilfunktechnologien.52 Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass 

50 Vgl. zum Ganzen BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 3.1.
51 Abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Newsletter > Beratende Expertengruppe 
NIS (BERENIS).
52 Vgl. Martin Röösli/Omar Hahad/Stefan Dongus/Nicolas Loizeau/Andreas Daiber/Thomas Münzel/Marloes Eeftens, 
Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung? Was ändert sich mit 5G?, in Aktuelle Kardiologie 2021, Ausgabe 6, S. 531 ff. 
(abrufbar unter: www.thieme-connect.com > Zeitschriften > Aktuelle Kardiologie); vgl. auch Martin Röösli, 

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aufgrund des Einsatzes von adaptiven Sendeantennen gemäss dem Mobilfunkstandard im 
Rahmen der geltenden Grenzwerte in der NISV keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung 
bestehen. Auch hat die BERENIS im Rahmen ihrer Tätigkeit bisher keine Studie sichten können, 
aufgrund welcher sie im Hinblick auf die Pulsation der Signale eine Grenzwertanpassung hätte 
empfehlen können und müssen.53 Auch das Bundesgericht hat sich im Leiturteil 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 ausführlich mit dem Vorsorgeprinzip in Bezug auf nichtionisierende 
Strahlung, und insbesondere mit dem Anlagegrenzwert auseinandergesetzt.54 Es kam zum 
Schluss, dass nach dem heutigen Wissensstand die vorsorgliche Emissionsbegrenzung durch die 
Anwendung der aktuellen Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip entspreche.55

In der Sonderausgabe des Newsletters vom Januar 2021 hat sich die BERENIS dem Thema 
«oxidativen Stress» gewidmet.56 Darin hielten die Autorin und der Autor fest, dass die Mehrzahl 
der Zell- und Tierstudien Hinweise auf vermehrten oxidativen Stress bei Exposition mit 
nichtionisierender Strahlung liefert, dies selbst bei niedrigen Intensitäten. Ob damit auch 
langfristige oder gesundheitliche Auswirkungen für den Menschen verbunden sind, ist nicht geklärt 
und lässt sich aus den Studien nicht ableiten.57 Um die Phänomene und Beobachtungen besser 
zu verstehen und zu bestätigen, sind gemäss BERENIS weitere Untersuchungen erforderlich.58 
Es ist nicht an der BVD als kantonale Rechtsmittelinstanz, internationale Forschung sowie 
technische Entwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der 
NISV zu beantragen und damit Abklärungen, die die BERENIS für notwendig erachtet, 
vorzugreifen.

d) Sodann können adaptive Antennen gezielt in Gebiete mit Datennutzung strahlen und in alle 
anderen Richtungen weniger stark emittieren. Die Strahlungsexposition von adaptiven Antennen 
liegt infolgedessen in der von ihr versorgten Funkzelle im Durchschnitt tiefer als bei 
konventionellen Antennen. Adaptive Antennen haben daher ein hohes Potential zur vorsorglichen 
Immissionsbegrenzung und tragen dem Verursacherprinzip besser Rechnung als die bisherigen 
Antennen.59 Wie erwähnt, darf nach Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2 NISV bei adaptiven Antennen mit 
acht oder mehr separat ansteuerbaren Antenneneinheiten ein Korrekturfaktor angewendet werden 
(vgl. Erwägung 7.a). Der Korrekturfaktor beruht auf wissenschaftlichen statistischen Studien. Für 
die Einführung und konkrete Ausgestaltung eines Korrekturfaktors waren verschiedene bzw. zum 
Teil verknüpfte Aspekte adaptiver Antennen ausschlaggebend. Namentlich die Fokussierung in 
Richtung der Nutzerinnen und Nutzer, die Aufteilung der Sendeleistung auf verschiedene Beams 
sowie die regelmässige Unterschreitung der an sich möglichen Maximalleistung.60 Zwar kann es 
vorkommen, dass im tatsächlichen Betrieb die massgebende Sendeleistung kurzzeitig 
überschritten wird. Der Korrekturfaktor darf daher nur angewendet werden, wenn adaptive 
Antennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung (Power Lock) ausgerüstet sind.61 Mit 

Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf Menschen, in URP 2021 S. 
124 ff.
53 Vgl. auch BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.6.
54 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.3 – 5.7.
55 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5 mit zahlreichen weiteren Hinweisen auf neuere Studien und 
Artikel zu diesem Thema.
56 Vgl. Prof. Dr. Meike Mevissen/Dr. David Schürmann, in Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021 (abrufbar unter: 
www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Newsletter).
57 Vgl. Martin Röösli, Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf 
Menschen, in URP 2021 S. 126 f.
58 Prof. Dr. Meike Mevissen/Dr. David Schürmann, in Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021, S. 8 f.
59 Vgl. Martin Röösli, Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf 
Menschen, in URP 2021 S. 117 ff.
60 Vgl. BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021.
61 Vgl. BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 7-10; BAFU, 

BVD 110/2022/157 

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dem Mechanismus der Leistungsbegrenzung wird sichergestellt, dass eine allfällige 
Überschreitung des Anlagegrenzwertes einerseits nur kurzzeitig auftreten kann und andererseits 
der mögliche Feldstärkewert immer noch um ein Vielfaches tiefer liegt als die in der NISV 
festgelegten Immissionsgrenzwerte (vgl. Erwägung 7 zum Korrekturfaktor im Detail). Mit dem 
Korrekturfaktor ist damit die grundlegende Konzeption der Unterscheidung zwischen Anlage- und 
Immissionsgrenzwert nicht infrage gestellt.62 Dabei ist anzumerken, dass auch die 
Immissionsgrenzwerte in den für den Mobilfunk   massgebenden Frequenzen nicht in jedem 
Moment, sondern ebenfalls über sechs Minuten ausgemittelt, eingehalten werden müssen.63 Mit 
der Anwendung des Korrekturfaktors und der obligatorischen Leistungsbegrenzung besteht nach 
wie vor eine Sicherheitsmarge, mit welcher in Umsetzung des Vorsorgeprinzips der Möglichkeit 
wissenschaftlich ungesicherter gesundheitlicher Effekte der Mobilfunk-Strahlung Rechnung 
getragen wird. Gleiches folgt aus den Erläuterungen zur Änderung der NISV.64 Eine Verletzung 
des umweltrechtlichen Vorsorgeprinzips, namentlich der Regelung von Art. 11 Abs. 3 und Art. 13 
Abs. 2 USG ist nicht erkennbar. Das Schutzkonzept der NISV ist nach dem gegenwärtigen 
Wissensstand mit dem übergeordneten Verfassungs- und Gesetzrecht vereinbar.

10. QS-System

a) Die Beschwerdeführenden zweifeln sodann an der Tauglichkeit des QS-Systems. Sie 
vertreten die Meinung, eine Manipulation der Software zur Erkennung von Prüfungssituationen sei 
ohne weiteres möglich und denkbar. Entsprechend sei das bisherige QS-System der E.________ 
untauglich, um Grenzwertüberschreitungen zuverlässig zu erfassen. Weiter bringen sie 
zusammengefasst vor, die bestehenden QS-Systeme seien von ihrer Konzeption her untauglich 
adaptive Antennen effektiv zu kontrollieren und überwachten keine tatsächlich abgestrahlte 
Sendeleistung. Schliesslich rügen sie, die bestehenden QS-Systeme könnten den Schutz der 
Bevölkerung vor hochfrequenten elektromagnetischen Felder (EMF)-Emissionen durch adaptive 
massive Multiple Input, Multiple Output (MIMO) Antennen in keiner Weise gewährleisten. Möglich 
wäre das nur durch eine Echtzeitüberwachung, was aber offenbar technisch noch nicht möglich 
beziehungsweise von den Messgerätherstellern noch nicht angeboten werden könne. Zudem 
beantragen die Beschwerdeführenden, es sei ein Amtsbericht oder ein Gutachten zu der Frage 
einzuholen, inwieweit die Kontrollmechanismen im QS-System die Einhaltung der Grenzwerte 
sicherstellen könnten.

b) Die QS-Systeme für Mobilfunkanlagen sollen sicherstellen, dass die Mobilfunkanbieter ihre 
Sendeanlagen bewilligungskonform betreiben und die Grenzwerte der NISV einhalten. Das QS-
System muss über eine automatisierte Überprüfungsroutine verfügen, die einmal je Arbeitstag die 
effektiv eingestellten Sendeleistungen und -richtungen sämtlicher Antennen des betreffenden 
Netzes mit den bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen vergleicht. Festgestellte 
Überschreitungen eines bewilligten Werts müssen innerhalb von 24 Stunden behoben werden, 
falls dies durch Fernsteuerung möglich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche. Stellt das 
QS-System solche Überschreitungen fest, wird automatisch ein Fehlerprotokoll erzeugt. Die 
Fehlerprotokolle müssen der Vollzugsbehörde alle zwei Monate zugestellt und mindestens 12 
Monate aufbewahrt werden. Das QS-System muss von einer unabhängigen, externen Prüfstelle 

Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 5 f., 12 und 21 f.
62 Vgl. BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 22 und 24; vgl. auch Baurekursgericht Zürich, 
BRGE III Nr. 0038/2022 vom 16. März 2022 E. 4.3.3.
63 Vgl. Anhang 2 Ziffer 11 Abs. 2 NISV.
64 Vgl. Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV), S. 4 f. 
und S. 8.

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periodisch auditiert werden. Zur Kontrolle haben die Vollzugsbehörden uneingeschränkte Einsicht 
in die QS-Datenbank.65

c) Der unbelegten Kritik der Beschwerdeführenden kann nicht gefolgt werden. Das 
Bundesgericht hat das QS-System in verschiedenen Urteilen, letztmals im Leiturteil vom 
14. Februar 2023 zu adaptiven Antennen, als wirksames und ausreichendes Instrument zur 
Kontrolle der Emissionsbegrenzungen bezeichnet.66 Die vorgebrachten Einwände der 
Beschwerdeführenden geben keinen Anlass, die grundsätzliche Tauglichkeit des QS-Systems in 
Zweifel zu ziehen.

Zwar hat das Bundesgericht im Entscheid 1C_97/2018 vom 3. September 2019 das BAFU 
aufgefordert, im Rahmen seiner Aufsichtspflicht erneut eine schweizweite Kontrolle des 
ordnungsgemässen Funktionierens der QS-Systeme für Mobilfunkantennen durchführen zu 
lassen oder zu koordinieren. Gleichzeitig hielt das Bundesgericht jedoch fest, dass aufgrund der 
im Kanton Schwyz festgestellten Abweichungen nicht auf ein generelles Versagen der QS-
Systeme geschlossen werden könne. So seien weder das Ausmass der Abweichungen noch 
deren Auswirkungen auf die Strahlenbelastung an OMEN bekannt. Zudem würden entsprechende 
Feststellungen bezüglich anderer Kantone fehlen. Das Bundesgericht hat im betreffenden Fall die 
Baubewilligung für die Mobilfunkanlage denn auch bestätigt. Das BAFU hat am 14. Oktober 2022 
den Zwischenstand der Kontrollen der QS-Systeme im Bericht «Qualitätssicherungssysteme für 
Mobilfunkanlagen: Zwischenstand Überprüfung und Vor-Ort-Kontrollen» veröffentlicht.67 Auch 
daraus lässt sich nicht schliessen, dass die QS-Systeme grundsätzlich untauglich sind, auch wenn 
im Zwischenbericht Stichproben weiterhin als notwendig erachtet werden.

d) Gemäss dem Nachtrag zur Vollzugsempfehlung müssen QS-Systeme mit weiteren 
Parametern ergänzt werden, wenn bei adaptiv betriebenen Sendeantennen der Korrekturfaktor 
angewendet wird. Die Betreiberinnen haben die QS-Systeme mit den für adaptive Antennen 
notwendigen Parametern gemäss den Vollzugsempfehlungen ergänzt. Es handelt sich dabei um 
Parameter, welche einen Einfluss auf die Sendeleistung und das Abstrahlverhalten haben. Auch 
diese müssen dokumentiert und überwacht werden. Das BAKOM hat in Validierungszertifikaten 
festgestellt, dass die QS-Systeme der Beschwerdegegnerinnen den Betrieb adaptiver Antennen 
korrekt überwachen.68 Zusätzlich wurden die QS-Systeme der Beschwerdegegnerinnen bezüglich 
Datenverarbeitung von einer unabhängigen, externen Prüfstelle, der H.________, überprüft.69 
Das Zertifikat der Beschwerdegegnerin 1 wurde am 15. Dezember 2022 ausgestellt und gilt bis 
zum 
14. Dezember 2025. Jenes der Beschwerdegegnerin 2 wurde am 30. August 2022 ausgestellt und 
gilt bis zum 29. August 2025. Dass das QS-System untauglich wäre, vermögen die 
Beschwerdeführenden nicht aufzuzeigen. Es besteht nach dem Gesagten kein Grund zur 
Annahme, dass die QS-Systeme der Beschwerdegegnerinnen das Einhalten der Grenzwerte – 
auch wenn ein Korrekturfaktor auf die adaptiv betriebenen Antennen angewendet wird – nicht 

65 Rundschreiben, Qualitätssicherung zur Einhaltung der Grenzwerte der NISV bei Basisstationen für Mobilfunk und 
drahtlose Teilnehmeranschlüsse, S. 3 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > 
Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Qualitätssicherung).
66 Vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14. Januar 2023 E. 9; 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 3.3, 1C_642/2013 vom 
7. April 2014 E. 6.1 und 1C_340/2013 vom 4. April 2014 E. 4, je mit Hinweisen.
67 Abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen 
Elektrosmog > Mobilfunk: Qualitätssicherung.
68 Vgl. Validierungsbericht vom 8. Juli 2021 zur automatischen Leistungsbegrenzung bei E.________ und 
Validierungsbericht vom 8. Juli 2021 zur automatischen Leistungsbegrenzung bei F.________(abrufbar unter: 
www.bakom.admin.ch > Telekommunikation > Technologie > 5G > Voraussetzungen zum Betrieb adaptiver Antennen 
sind erfüllt).
69 Vgl. QS-Zertifikate (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > 
Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Qualitätssicherung).

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genügend kontrollieren könnten. Entsprechend kann die bisherige Rechtsprechung des 
Bundesgerichts betreffend den QS-Systemen auch bezüglich adaptiver Antennen angewendet 
werden. Entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführenden ist somit von einem genügenden 
QS-System auszugehen. Es erübrigt sich daher, weitere Amtsberichte oder Gutachten zu den 
Kontrollmechanismen des QS-Systems einzuholen. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt 
unbegründet.

11. Abnahmemessungen

a) Die Beschwerdeführenden monieren, das Problem bestehe bei der Abnahmemessung, dass 
das Messresultat eigentlich eine Hochrechnung sei, zu der die Mobilfunkbetreiber die Angaben 
gleich selbst beisteuerten. Mit Verweis auf Abbildung 3 auf Seite 13 des technischen Berichts des 
Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im 
Frequenzbereich bis zu 6 GHz» vom 20. April 2020 bringen sie vor, so sei relativ ersichtlich, dass 
der Hochrechnungsfaktor bei der obersten Datenkeule etwa zwei sei, bei der untersten jedoch 
etwa 10-20. Wie oben dargelegt, könne der falsche Hochrechnungsfaktor zu einem falschen 
Resultat führen und die maximal mögliche Strahlung bis ums zehnfache unterschätzt werden. 
Daraus ergebe sich, dass Abnahmemessungen basierend auf dem technischen Bericht METAS 
nie objektiv seien. Sie kommen zum Schluss, ein solches Vorgehen sei absurd und verletze die 
Anforderungen von Art. 12 NISV. Zudem beantragen sie, ein Amtsbericht oder ein Gutachten zu 
den Fragen einzuholen, inwieweit bei adaptiven Antennen bereits Abnahmemessungen 
durchgeführt werden könnten und inwieweit die Messmethode (welche sich an der 
Vorgehensweise der Messung konventioneller Antennen orientiere) die Einhaltung der 
Grenzwerte sicherstellen könne. Darüber hinaus stellen sie den Verfahrensantrag, die 
Gesuchstellerin sei aufzufordern, ein ihr vorliegendes Messprotokoll zur Einsicht vorzuweisen.

b) Die Beschwerdegegnerin 1 hält zusammengefasst fest, der technische Bericht des METAS 
«Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenzbereich bis zu 6 GHz» vom 18. Februar 
2020 trage den Herausforderungen bei der Messung der von adaptiven Antennen im beam-
forming-Modus abgegebenen Strahlung sehr wohl Rechnung. So sehe die Messmethode 
insbesondere einen Antennenkorrekturfaktor vor (Kap. 4 des technischen Berichts).

Die Beschwerdegegnerin 2 bringt vor, das METAS habe am 18. Februar 2020 den 
entsprechenden technischen Bericht (Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im 
Frequenzbereich bis zu 6 GHz) publiziert, womit eine Messempfehlung der zuständigen Behörde 
vorliege. Demzufolge sei auch das Messverfahren für adaptive Antennen festgelegt. Dies sei so 
unterdessen auch bereits von kantonalen Gerichten bestätigt worden. Abnahmemessungen 
gemäss den Empfehlungen des METAS würden zudem bereits von entsprechend akkreditierten 
Messfirmen durchgeführt und zeigten eine gute Übereinstimmung mit den im Standortdatenblatt 
prognostizierten Werten.

c) Die Behörde überwacht die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen (Art. 12 Abs. 1 NISV). 
Nach Art. 12 Abs. 2 NISV führt die Behörde Messungen oder Berechnungen zur Kontrolle der 
Einhaltung des Anlagegrenzwerts nach Anhang 1 durch, lässt solche durchführen oder stützt sich 
auf die Ermittlungen Dritter. Das BAFU empfiehlt geeignete Mess- und Berechnungsmethoden.

Bei der rechnerischen Prognose der Strahlung, die auf dem Standortdatenblatt basiert, werden 
zwar die wesentlichen Einflussgrössen berücksichtigt. Dennoch ist die rechnerische Prognose, 
die im Baubewilligungsverfahren vorgenommen wird, mit gewissen Unsicherheiten behaftet, da 
sie nicht sämtlichen Feinheiten der Strahlungsausbreitung Rechnung trägt. Das BAFU empfiehlt 

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in der Vollzugsempfehlung aus diesem Grund, dass an den OMEN, an denen der Anlagegrenzwert 
gemäss der rechnerischen Prognose zu mindestens 80 Prozent ausgeschöpft wird, nach 
Inbetriebnahme der Anlage eine Abnahmemessung vorzunehmen ist.70

d) Vorliegend wird an sämtlichen OMEN der Anlagegrenzwert nicht zu 80 Prozent 
ausgeschöpft.71 Aus diesem Grund hat das AUE im Fachbericht vom 17. Juni 2022 darauf 
verzichtet, eine Abnahmemessung anzuordnen.72 Dennoch wird nachfolgend auf diese Rüge 
näher eingegangen.

e) Der technische Bericht des METAS «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im 
Frequenzbereich bis zu 6 GHz» vom 20. April 2020 erläutert, wie die Strahlung adaptiver Antennen 
gemessen und auf den Beurteilungswert hochgerechnet wird.73 Darauf wird im Nachtrag zur 
Vollzugsempfehlung zur NISV ausdrücklich verwiesen.74 Zugleich hat das METAS am 15. Juni 
2020 einen Nachtrag zum technischen Bericht publiziert.75 Dabei schlägt das METAS zwei 
Messmethoden, die codeselektive und die frequenzselektive, vor. Dafür besteht für Messfirmen 
eine Akkreditierungsmöglichkeit.76

Eine Abnahmemessung setzt zwangsläufig den Bau und den Betrieb einer Mobilfunkanlage vor-
aus, was notwendigerweise einer Baubewilligung bedarf. Mit einer Abnahmemessung wird 
überprüft, ob die Grenzwerte während des maximal bewilligten Betriebszustandes, d.h. unter 
voller Auslastung und bei maximaler Sendeleistung, in der realen Umgebung eingehalten sind. Da 
dieser maximale Betriebszustand im realen Betrieb nur selten auftritt, müssen die Messresultate 
von der aktuell gemessenen Sendeleistung auf die maximal bewilligte Sendeleistung 
hochgerechnet werden.77 Nur so lässt sich beurteilen, ob der Anlagegrenzwert eingehalten ist. 
Stellt sich aufgrund der Abnahmemessung heraus, dass der Anlagegrenzwert beim 
hochgerechneten Maximalbetrieb überschritten wird, ist die maximal zulässige Sendeleistung neu 
festzulegen und die Einhaltung der vorgeschriebenen Werte durch weitere Abnahmemessungen 
nachzuweisen. Das Risiko einer Fehlprognose im Baubewilligungsverfahren trägt somit die 
Bauherrschaft. Sie muss gegebenenfalls auch noch nachträglich, d.h. nach Inbetriebnahme der 
Anlage, Massnahmen zur Sicherstellung der Grenzwertkonformität treffen. Diese Vorgehensweise 
entspricht der langjährigen Praxis und ist auch vom Bundesgericht als zulässig erachtet worden.78 
Sie erlaubt, ergänzend zur rechnerischen Prognose, nach der Erstellung einer Mobilfunkanlage 
zu überprüfen, ob die Anlagegrenzwerte im bewilligten massgebenden Betriebszustand 
eingehalten sind.

f) Nach dem Gesagten ist die Messbarkeit der Strahlung auch beim Betrieb adaptiver 
Antennen möglich. Die Abnahmemessung erlaubt, ergänzend zur rechnerischen Prognose, nach 
Erstellung oder Umbau einer Mobilfunkanlage zu überprüfen, ob die Anlagegrenzwerte im 

70 Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL, heute: BAFU], Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, 
Vollzugsempfehlung zur NISV, 2002, S. 20 Ziff. 2.1.8.
71 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 18. März 2022 (Revision: 1.22), Ziff. 5 und 
Zusatzblatt 4a, pag. 90 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
72 Vgl. pag. 242 f. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Oberaargau.
73 Abrufbar unter: www.metas.ch > Dokumentation > Rechtliches > Messen im Bereich nichtionisierender Strahlung 
(NISV) > Technische Berichte.
74 Vgl. BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 14.
75 Vgl. METAS, Nachtrag vom 15. Juni 2020 zum technischen Bericht Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im 
Frequenzbereich bis zu 6 GHz (abrufbar unter: www.metas.ch > Dokumentation > Rechtliches > Messen im Bereich 
nichtionisierender Strahlung (NISV) > Technische Berichte).
76 www.sas.admin.ch > Wer ist akkreditiert? > Suche akkreditierte Stellen SAS > Suchbegriff «NISV».
77 Vgl. METAS, Technischer Bericht: Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenzbereich bis zu 6 GHz vom 
20. April 2020, Version 2.1, S. 4.
78 Vgl. BGer 1C_681/2017 vom 1. Februar 2019 E. 4.5.

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bewilligten massgebenden Betriebszustand eingehalten sind. Die Abnahmemessungen werden 
von fachkundigen Messfirmen durchgeführt, die bei der Schweizerischen Akkreditierungsstelle 
(SAS) akkreditiert sind. Im Leiturteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 befand auch das 
Bundesgericht, die vom METAS empfohlene Messmethode würde sich zum heutigen Zeitpunkt 
als tauglich erweisen.79 Die Beschwerdeführenden bringen nichts Stichhaltiges vor, dass das