# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b41b5e80-ea57-5e8a-a4c7-ae0fa768f99f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.02.2021 UV 2020/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-27_2021-02-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.09.2021

Entscheiddatum: 10.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2021
Art. 4 ATSG; Art. 6 Abs. 2 UVG: Bei einem Fussballspiel im Schnelllauf mit 
dem Knie auf die Seite eingeknickt. Diagnose einer Kniedistorsion und eines 
Meniskusrisses. Kreuzbandruptur als Vorzustand. Bejahung der 
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin infolge einer unfallähnlichen 
Körperschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 10. Februar 2021, UV 2020/27).

Entscheid vom 10. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2020/27

Parteien

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik, Schifflände 22, Postfach, 

8024 Zürich,

gegen

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Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 1. Oktober 2019 als 

Bürosachbearbeiterin bei der B.___ angestellt und dadurch bei der Helsana Unfall AG 

(nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung 

UVG vom 15. Oktober 2019 meldete die Arbeitgeberin der Helsana, die Versicherte sei 

am 13. Oktober 2019 bei einem […]-Fussballmeisterschaftsspiel der Frauen beim 

Rennen auf die Seite eingeknickt und habe danach starke Schmerzen im linken Knie 

gespürt. […] (UV-act. K1). Eine Erstbehandlung hatte am selben Tag im Spital C.___ 

stattgefunden. Dessen Ärzte hatten nach einer Röntgenuntersuchung, die 

altersentsprechend regelrechte osteoartikuläre Strukturen ohne Hinweis auf eine 

frische ossäre Läsion und eine zentrierte Patella gezeigt hatte (UV-act. M1), eine 

Kniedistorsion links vom 13. Oktober 2019 diagnostiziert (UV-act. M3). Am 14. Oktober 

2019 war in der Radiologie X.___ eine MRI-Untersuchung des linken Knies 

durchgeführt worden, bei welcher ein kleinvolumiges subchondrales postkontusionelles 

Knochenödem am posterioren Tibiakopf medial und lateral, ein nicht dislozierter 

kurzstreckiger horizontaler Riss des Innenmeniskus sowie eine alte Ruptur des 

vorderen Kreuzbandes (nachfolgend VKB) zur Darstellung gekommen war (UV-act. M2). 

Anlässlich einer Untersuchung vom 15. Oktober 2019 diagnostizierten die Ärzte des 

Spitals C.___ schliesslich einen basisnahen Riss Innenmeniskus Übergang Hinterhorn/

Intermediärzone Knie links vom 13. Oktober 2019 bei VKB-Ruptur (konservativ) 2017. 

Im Untersuchungsbericht vom 18. Oktober 2019 hielten sie fest, dass aus ihrer Sicht 

zur Prävention weiterer Schäden des Kniegelenks eine operative Versorgung mittels 

VKB-Ersatzplastik und Refixation des Innenmeniskus unumgänglich sei. Weiter 

A.a. 

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bescheinigten sie der Versicherten vom 13. bis 31. Oktober 2019 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M4). Am 16. Oktober 2019 wurde die Versicherte durch 

Ärzte der Klinik D.___ untersucht, welche folgende Diagnosen stellten: Erneute 

stattgehabte Kniedistorsion links mit/bei: Status nach diagnostischer 

Kniegelenksarthroskopie links, offener VKB-Refixation im Bereich der linken Eminentia 

mittels transossären PDS-Nähten am 24. Juni 2013 bei disloziertem ossärem Ausriss 

des VKB Knie links fecit Dr. med. E.___ und VKB-Ruptur Knie links am 16. Oktober 

2017 mit konservativem Vorgehen. Im Untersuchungsbericht vom 21. Oktober 2019 

empfahlen auch die Ärzte der Klinik D.___ eine VKB-Ersatzplastik (UV-act. M5). 

Anlässlich einer Untersuchung vom 6. November 2019 wünschte die Versicherte den 

operativen Eingriff (UV-act. M6). Am 24. Oktober 2019 reichte die Klinik D.___ der 

Helsana ein Kostengutsprachegesuch für einen Spitalaufenthalt mit Eintritt am 28. 

November 2019 zur Behandlung einer VKB-Ruptur und einer Meniskusläsion links und 

geplantem Austritt am 30. November 2019 ein (UV-act. K5 f.; vgl. auch UV-act. K13). 

Mit Schreiben vom 25. Oktober 2019 sandte die Helsana der Versicherten einen 

"Fragebogen: Mannschaftssport" mit der Aufforderung zu, diesen innert dreier Wochen 

ausgefüllt und unterzeichnet zurückzusenden (UV-act. K8). Am 29. November 2019 

füllte die Versicherte den Fragebogen aus (UV-act. K21).

Am 18. November 2019 legte die Helsana den Schadenfall ihrem beratenden Arzt 

Dr. med. Z.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vor, der bei der Diagnose einer medialen Meniskusläsion links 

eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) bejahte, jedoch davon ausging, dass die 

Listenverletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei (UV-

act. M7).

A.b. 

Mit Verfügung vom 20. November 2019 wies die Helsana ihre Leistungspflicht für 

die Kniebeschwerden links ab. Zur Begründung führte sie an, dass die 

Voraussetzungen für einen Unfall im Rechtssinne nicht erfüllt seien. Es fehle an einem 

ungewöhnlichen äusseren Faktor. Bezüglich Ereignis verwies die Helsana auf die 

Unfallmeldung vom 15. Oktober 2019 und den Fragebogen vom 29. November 2019. 

Zwar sei ein Meniskusriss und damit eine unfallähnliche Körperschädigung 

diagnostiziert worden, der Meniskusriss sei aber gemäss Beurteilung ihres beratenden 

A.c. 

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B.  

C.  

Arztes nicht auf das gemeldete Ereignis vom 13. Oktober 2019 zurückzuführen (UV-act. 

K16).

Gegen die Verfügung vom 20. November 2019 erhob die Krankenversicherung 

F.___ AG (nachfolgend: F.___) am 26. November 2019 als Krankenversicherer der 

Versicherten vorsorglich Einsprache (UV-act. K20), worauf die Helsana dieser mit 

Schreiben vom 13. Dezember 2019 Akteneinsicht gewährte (UV-act. K23). Die F.___ 

liess sich nicht mehr vernehmen.

B.a. 

Inzwischen hatte auch die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt M. Horschik, 

Zürich, mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 gegen die Verfügung vom 20. November 

2019 Einsprache erheben lassen (UV-act. K26).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 18. März 2020 wies die Helsana die Einsprache der 

Versicherten vom 19. Dezember 2019 ab (UV-act. K34).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 18. März 2020 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) durch Rechtsanwalt Horschik mit Eingabe vom 15. 

Mai 2020 (Eingang am 18. Mai 2020) fristgerecht (Covid-19 Fristenstillstand vom 21. 

März bis 19. April 2020) Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen: 1. Der 

Einspracheentscheid der Helsana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 18. März 

2020 sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen (Taggelder, 

Heilungskosten, evtl. eine Rente und eine Integritätsentschädigung) zu erbringen. 

Eventualiter sei vorliegend ein Gerichtsgutachten zu erstellen. Subeventualiter sei die 

Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 2. Es sei im vorliegenden 

Verfahren ein zweiter Schriftenwechsel - unter gleichzeitiger Zustellung der amtlichen 

Akten - zur weiteren Begründung der vorliegenden Beschwerde durchzuführen. 3. Es 

sei im vorliegenden Verfahren eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 

der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 

0.101) durchzuführen, wobei insbesondere die Beschwerdeführerin vorzuladen und 

anzuhören sei. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde reichte der 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das von 

der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin mit der Schadenmeldung UVG vom 15. 

Oktober 2019 gemeldete Ereignis vom 13. Oktober 2019 bzw. für die Knieverletzung 

links zu Recht verneint hat.

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine vom 19. Februar 2020 datierte 

Schilderung von H.___ über deren Beobachtungen des Ereignisses vom 13. Oktober 

2019 ein (act. G 1.3).

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.b. 

In seiner Replik vom 28. September 2020 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin an seinen Beschwerdeanträgen fest (act. G 7). Zusammen mit der 

Replik reichte er eine Stellungnahme von Dr. med. G.___ und Dr. med. I.___, beide 

Hüft- und Kniechirurgie Klinik D.___, vom 25. August 2020 ein, in welcher diese 

festgehalten hatten, die Beschwerdeführerin habe im Oktober 2017 eine Ruptur des 

VKB erlitten. Aus ihrer Sicht sei das erneute Distorsionstrauma vom 13. Oktober 2019 

auf eine Knieinstabilität als Folge der VKB-Ruptur 2017 zurückzuführen. Aus diesem 

Grund handle es sich aus ihrer Sicht um eine Unfallfolge (act. G 7.1). Weiter legte der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin der Beschwerde eine Leistungszusage der 

Versicherungen F.___ AG vom 19. Oktober 2017 für ein Taggeld aus der 

Unfallversicherung mit Beginn ab 18. Oktober 2017 bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit 

für ein Ereignis vom 15. Oktober 2017 bei (act. G 7.2). Die Ärzte der Klinik D.___ hielten 

in ihrer Stellungnahme insbesondere fest, die Beschwerdeführerin habe im Oktober 

2017 eine VKB-Ruptur erlitten. Aus ihrer Sicht sei das erneute Distorsionstrauma vom 

13. Oktober 2019 auf eine Knieinstabilität als Folge der Kreuzbandruptur 2017 

zurückzuführen. Aus diesem Grund handle es sich aus ihrer Sicht um eine Unfallfolge 

(act. G 7.1).

C.c. 

Mit Duplik vom 12. Oktober 2020 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 9).

C.d. 

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2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts Anderes 

bestimmt.

2.1. 

Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich gezogen hat (BGE 112 V 202 f. E. 1). Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn 

er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen 

überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die 

objektiven Umstände in Betracht fallen (André Nabold, N 22 zu Art. 6, in Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 32 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; BGE 134 V 76 E. 4.1 und 129 V 404 E. 2.1 E. 2.1; je mit Hinweisen). Das für den 

Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach 

Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei 

unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in 

der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam „programmwidrig“ beeinflusst hat, was beispielsweise dann zutrifft, wenn 

die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder 

wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt 

oder auszuführen versucht. Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird mithin 

nicht vorausgesetzt (BGE 130 V 118 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 

2014, 8C_783/2013, E. 4.2; je mit Hinweisen).

2.2. 

Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 mit Hinweis). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn 

dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 

1992 Nr. U 156 S. 258). Wenn sich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko 

2.3. 

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3.  

einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist 

auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 

Ausführung sich aber in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 

185 E. 4.4).

Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände, die zu einem 

Unfall geführt haben, nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Kommt sie dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, ist der Unfallversicherer nicht leistungspflichtig. Zur 

Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden 

nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern 

es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins 

Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in 

die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in 

objektiver Weise abzuklären. Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten 

Person über den Unfallhergang wird in der Praxis auf die Beweismaxime abgestellt, 

wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" kurze Zeit nach 

dem Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Diese Beweisregel 

kommt jedoch nur dann zur Anwendung, wenn der Sachverhalt nicht auf andere Weise 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt werden kann (zum 

Ganzen BSK UVG-Hofer, N 9 ff. zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 9 ff. zu Art. 6; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 29 f.; BGE 121 V 47 E. 

2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 2018, 8C_470/2018, E. 

4.1 mit Hinweisen).

2.4. 

Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin am 13. Oktober 2019 einen 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Diesbezüglich ist unter den 

Verfahrensparteien in erster Linie streitig, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf 

den Körper der Beschwerdeführerin eingewirkt hat.

3.1. 

Gemäss der von der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin am 15. Oktober 2019 

eingereichten Schadenmeldung UVG ist diese bei einem […]-Fussballmeisterschafts­

3.2. 

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spiel der Frauen beim Rennen auf dem Fussballplatz auf die Seite eingeknickt und hat 

danach starke Schmerzen im linken Knie verspürt (UV-act. K1). Nach Eingang der 

Schadenmeldung UVG hat die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt mit einem Frage­

bogen detailliert erhoben (UV-act. K8, K21). Darin schilderte die Beschwerdeführerin, 

ihr sei an einem […]-Fussballmatch, während sie am Ball gewesen sei, das Knie 

weggeknickt. Ein Zweikampf habe nicht stattgefunden. Die Frage, ob etwas 

Besonderes, Unvorhergesehenes (z.B. Ausrutschen, Sturz, Anstossen usw.) passiert 

sei, bejahte die Beschwerdeführerin und antwortete, ihr sei, wie bereits erwähnt, das 

Knie weggeknickt. Mit dieser Frage wird offensichtlich das Ungewöhnliche bzw. 

Programmwidrige ermittelt (vgl. Erwägung 2.2). Zur weiteren Frage, wann sich welche 

Beschwerden erstmals bemerkbar gemacht hätten, schrieb die Beschwerdeführerin 

"Kniebeschwerden, nach Knall im Innern des Knies". Die detaillierte Erhebung der 

tatsächlichen Verhältnisse erfolgt durch den Unfallversicherer oft mittels Frageblättern. 

Im Vordergrund stehen entsprechend - wie auch im konkreten Fall - Fragen betreffend 

die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen 

bezüglich des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen 

Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner Verpflichtung zur 

richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; vgl. BGE 125 

V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Der Fragebogen datiert zwar nach Erlass der Verfügung, 

was jedoch offensichtlich falsch ist, wird er doch in dieser erwähnt. Eine Beeinflussung 

der Beschwerdeführerin durch nachträgliche Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art ist demnach nicht anzunehmen. Die Sachverhaltsschilderung bzw. 

Angaben im Fragebogen stimmen jedoch ohnehin mit denjenigen in der 

Schadenmeldung UVG überein. Ein entsprechender Sachverhalt wird sodann auch in 

der Anamnese im Untersuchungsbericht der Ärzte der Klinik D.___ vom 21. Oktober 

2019 erwähnt (UV-act. M5). Gemäss dieser hatte die Beschwerdeführerin angegeben, 

am 13. Oktober 2019 beim Fussballspielen ein erneutes Kniedistorsionstrauma links 

erlitten zu haben. Sie sei ohne Fremdeinwirkung beim Rennen eingeknickt. Beim 

Mechanismus einer Distorsion sei es zu einem Reissen im Kniegelenk gekommen. Die 

erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ hatten davor im Untersuchungsbericht vom 

18. Oktober 2019 in der Anamnese geschrieben, die Beschwerdeführerin sei am 13. 

Oktober 2019 beim Fussball ohne gegnerische Einwirkung gefallen, nachdem sie sich 

das Knie verdreht habe (UV-act. M4). Auch der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

macht in der Beschwerde vom 15. Mai 2020 (act. G1) geltend, die Beschwerdeführerin 

sei gestürzt. Dazu sei es gekommen, als die Beschwerdeführerin beim Stürmen an 

einer Bodendelle hängen geblieben sei. Es habe zwar kein Zweikampf bzw. keine 

direkte Körperberührung mit einer Gegenspielerin stattgefunden, doch sei der äussere 

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Faktor nur schon deshalb gegeben, weil die Gegenspielerinnen auf die 

Beschwerdeführerin Druck gemacht hätten. Mit der Beschwerde wurde eine 

Beobachtungsschilderung des Ereignisses vom 13. Oktober 2019 von H.___ vom 19. 

Februar 2020, welche Zuschauerin beim Fussballspiel gewesen sein soll, eingereicht 

(act. G 1.3). In dieser ist festgehalten, die Beschwerdeführerin sei im Zuge eines 

Angriffs in Richtung Tor der Gegenmannschaft gewesen und habe den Ball vorwärts 

geführt. Die Gegenspielerinnen hätten von allen Seiten Druck auf die 

Beschwerdeführerin gemacht. Der Rasen sei holprig gewesen, da vorher auf dem 

Rasen bereits gespielt worden sei. Beim Vorwärtsstürmen mit dem Ball sei die 

Beschwerdeführerin plötzlich über eine braune Stelle gestolpert, die sich nachher als 

Bodendelle herausgestellt habe. Sie sei zu Boden gefallen und habe dabei laut 

geschrien.

Angesichts der obigen Sachverhaltsschilderungen darf davon ausgegangen 

werden, dass die Beschwerdeführerin während des Fussballspiels rennend am 

Angreifen war, als sie mit dem linken Knie auf die Seite einknickte bzw. ihr linkes Knie 

wegknickte. Eine Fremdeinwirkung durch eine Gegen- oder Mitspielerin hat dabei 

unbestrittenermassen nicht stattgefunden. Entsprechend haben sowohl die Ärzte des 

Spitals C.___ als auch diejenigen der Klinik D.___ anlässlich ihrer Untersuchungen vom 

13. und 16. Oktober 2019 eine Kniedistorsion links diagnostiziert (UV-act. M3, M5). Es 

ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf und insbesondere 

bei sportlichen Betätigungen Verdrehungen und ein gewisser Zug auf Sehnen, 

Muskeln, Bänder und Gelenke nichts Aussergewöhnliches darstellen, sondern die 

genannten Körperteile gerade ein normales und verletzungsfreies Funktionieren im 

täglichen Leben, wozu Bewegungen und Drehungen und dergleichen gehören, 

gewährleisten. Gerade Distorsionen zeichnen sich durch unterschiedliche 

Schweregrade aus (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. 

Aufl. 2005, S. 1097; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] 

vom 30. August 2001, U 277/99) und müssen nicht in jedem Fall einem Unfall mit 

unphysiologischer, programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors entsprechen. Fussball ist bekanntermassen eine 

Sportart, bei welcher die Kniegelenke beansprucht und belastet werden. Allein deshalb 

kann jedoch nicht von einem Überschreiten der physiologischen Bewegungsgrenze 

ausgegangen werden. Auch beim Rennen besteht das Fussballspiel in der Regel in 

ständigen Abfolgen plötzlicher Ereignisse wie Sprüngen, heftigen Bewegungen, 

Drehungen, Richtungs- und Tempowechseln und dergleichen. Damit die körpereigene 

Bewegung der Verdrehung des Knies das gemäss Art. 4 ATSG erforderliche 

Tatbestandsmerkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, muss diese damit zusätzlich eine 

3.3. 

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4.  

eindeutig programmwidrige Bewegung im Sinne der Erwägung 2.2 sein. Von einer 

programmwidrigen Bewegung und damit von einem Unfall ist laut bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung bei einem eigentlichen Fehltritt mit einem Abknicken des Fusses/

Knöchels auszugehen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2007, U 362/06, E. 4.3.2). 

Das Wegknicken des Knies beim Rennen während eines Fussballspiels ohne 

Fremdeinwirkung stellt zwar eine unphysiologische Bewegung dar. Das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit ist indes nicht gegeben, weil kein in der Aussenwelt begründeter 

Umstand den natürlichen Ablauf des Rennens programmwidrig gestört hat. Dass sich 

die Beschwerdeführerin auf den Ball konzentrieren und auf ihre Mitspielerinnen und 

Gegnerinnen achten musste und von letzteren unter Druck gesetzt wurde, sind beim 

Fussballspiel völlig normale Vorgänge. Zwar wurde in der Anamnese des 

Untersuchungsberichts der Ärzte des Spitals C.___ vom 18. Oktober 2019 (UV-act. M4) 

und damit noch vor Erlass der leistungsablehnenden Verfügung vom 20. November 

2019 (UV-act. K16) ein "Fallen" erwähnt. In der Schadenmeldung UVG (UV-act. K1) und 

insbesondere im Fragebogen (UV-act. K21) wurde jedoch kein Sturz beschrieben. Dass 

die Beschwerdeführerin im Fragebogen einen solch bedeutsamen, augenfälligen 

Umstand wie einen Sturz unerwähnt gelassen haben soll, als sie zu einer ausführlichen 

Schilderung des Ereignisses aufgefordert und nach besonderen bzw. 

unvorhergesehenen Geschehensabläufen (z.B. Sturz) gefragt worden war, ist nicht 

nachvollziehbar. Gleichwohl ist es nicht unwahrscheinlich, dass die 

Beschwerdeführerin aufgrund des Meniskusrisses (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 

4) und des damit verbundenen einschiessenden Schmerzes stürzte. Für die 

Beurteilung, ob der Unfallbegriff erfüllt ist, ist dies jedoch irrelevant. Die Knieverletzung 

passierte nämlich schon vorher, d.h. beim Wegknicken des Knies. Die Frage, ob sich 

tatsächlich ein Sturz, allenfalls wegen einer Unebenheit im Rasen, ereignet hat, kann 

somit letztlich offengelassen werden. Vor diesem Hintergrund kann auch von einer 

Befragung der Augenzeugin H.___ (vgl. act. G 1.3) abgesehen werden.

Nach dem Gesagten, ist das Merkmal eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

nicht erfüllt, weshalb das Ereignis vom 13. Oktober 2019 keinen Unfall im Rechtssinne 

darstellt.

3.4. 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) erbringt die Versicherung 

ihre Leistungen aber nicht nur bei einem Unfallereignis, sondern auch bei den 

folgenden, abschliessend aufgelisteten Körperschädigungen (vgl. dazu KOSS UVG-

Nabold, N 42 zu Art. 6), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen sind: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. 

4.1. 

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Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. 

Trommelfellverletzungen. Mit Art. 6 Abs. 2 lit. a bis h UVG wird die gesetzliche 

(Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der Unfallversicherer bei erfüllter 

Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht 

befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 64 ff. E. 8.2.2; Evalotta 

Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, das Beispiel des 

Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 358; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste 

Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33). Der 

Gegenbeweis der vorwiegend abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursachung 

beschlägt den natürlichen Kausalzusammenhang. Nur der Nachweis eines 

rechtsgenügenden, d.h. vorwiegend degenerativ oder krankhaft verursachten 

Schadens, kann zu einer Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers führen (Samuelsson, a.a.O., S. 358). Der 

(Gegen-)Beweis der vorwiegend krankhaften oder degenerativen Pathogenese der 

Listendiagnose ist erbracht, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50% auf Abnützung 

oder Erkrankung beruht (BGE 146 V 64 E. 8.2.2.1 mit Hinweisen). Aus der in Art. 6 Abs. 

2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich allerdings auch nach 

der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen UVG-Revision die Notwendigkeit der 

Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen 

Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer 

Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. 

Insoweit bleibt auch beim Vorliegen einer Listendiagnose die Frage nach einem initialen 

erinnerlichen und benennbaren Ereignis - nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung 

als zeitlicher Anknüpfungspunkt für Fragen der Versicherungsdeckung oder 

Zuständigkeit des Unfallversicherers - relevant (zum Ganzen BGE 146 V 69 f. E. 8.6 mit 

Hinweisen). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung 

der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die 

ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b 

mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S.  357 

f.).

Da die Beschwerdeführerin ein auslösendes Ereignis genannt hat, bleibt zu prüfen, 

ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aufgrund einer der in Art. 6 Abs. 2 

UVG abschliessend aufgelisteten unfallähnlichen Körperschädigungen besteht. Im 

vorliegenden Fall ist unbestritten, dass in der am 14. Oktober 2019 in der Radiologie 

4.2. 

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X.___ durchgeführten MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks ein kurzstreckiger 

horizontaler schrägverlaufender Riss des Innenmeniskushinterhorns erhoben wurde 

(UV-act. M2) und somit grundsätzlich die Listendiagnose eines Meniskusrisses (Art. 6 

Abs. 2 lit. c UVG) erfüllt ist. Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. Z.___, 

geht jedoch in seiner Aktenbeurteilung vom 18. November 2019, auf welche sich die 

Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht bei ihrer Leistungsablehnung abstützt, 

von einem vorbestehenden und vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführenden Meniskusriss aus. Zur Begründung bringt er vor, es würden für eine 

traumatisch ausgelöste Meniskusläsion das entsprechende bone bruise und die 

Begleitverletzungen fehlen. Ferner bestehe ein Status nach VKB-Ruptur (UV-act. M7).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäß zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 

351 E. 3a). Den Berichten versicherungsinterner oder beratender Ärzte und Ärztinnen 

kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden. Auf deren 

Ergebnis kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 229 E. 5.2, 135 V 470 E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2; 

SVR 2018 IV, Nr. 4, S. 12, E. 3.2). Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass auch eine 

reine Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. Z.___ vorgenommen 

wurde (UV-act. M7), beweiskräftig sein kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung 

mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 

18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Die Aktenbeurteilung von Dr. Z.___ befasst sich 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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mit der Meniskusproblematik und wurde offensichtlich nach Einsichtnahme in die bis 

zum 13. November 2019 aufgelaufenen Akten, insbesondere in den MRI-

Untersuchungsbericht vom 14. Oktober 2019 (UV-act. M2), abgegeben. Angesichts 

dessen sprechen keine formell-rechtlichen Gründe gegen den Einbezug der ärztlichen 

Aktenbeurteilung von Dr. Z.___. Ob letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im 

Rahmen der nachfolgenden materiell-rechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu 

prüfen.

 4.4. 

Der von Dr. Z.___ vertretene Standpunkt, ein traumatischer Meniskusriss könne 

nicht isoliert, sondern nur mit Begleitverletzungen auftreten, findet in der medizinischen 

Literatur und in der Rechtsprechung keine eindeutige Stütze. Zumindest wird der 

isolierte traumatische Meniskusriss kontrovers diskutiert. Dafür, dass das Auftreten von 

isolierten traumatischen Meniskusrissen im gesunden Meniskus grundsätzlich verneint 

werden müsste, gibt es jedenfalls keinen gesicherten Evidenznachweis. Der 

Meniskusriss sowie Verletzungen anderer Strukturen des Knies werden als 

Kombinationsverletzungen und auch als eigenständige bzw. isolierte Verletzungen 

beschrieben (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 950 f. 997, 

1146; Debrunner, a.a.O., S. 1060, 1098; Samuelsson, a.a.O., S. 345; vgl. auch Urteile 

des Versicherungsgerichts vom 10. Juli 2020, UV 2019/18, E. 5.4, und 11. September 

2018, UV 2017/56, E. 4.3). Dass ein Meniskus nicht isoliert reissen kann bzw. 

gleichzeitig mit einem traumatisch bedingten Meniskusriss Verletzungen verschiedener 

Strukturen auftreten müssen, kann mithin nicht generell angenommen werden. Im 

Übrigen ist zu sagen, dass im konkreten Fall in der MRI-Untersuchung vom 14. 

Oktober 2019 (UV-act. M2) im medialen Kompartiment, wo sich auch der Meniskusriss 

gezeigt hat, ein kleinvolumiges subchondrales Knochenmarködem am posterioren 

Aspekt des Tibiakopfs erhoben wurde. Letztlich kommt jedoch dem Knochenödem 

bzw. dem Bone bruise (= Knochenprellung [vgl. https://flexikon.doccheck. com/de/

Spezial: Suche? q=bone+bruise, abgerufen am 7. Dezember 2020]) als möglichem 

Kollateralschaden in Bezug auf die Frage der Ursächlichkeit einer Meniskusläsion 

insofern keine massgebende Bedeutung zu, als dieses zumindest kein typischer 

Befund einer Distorsion darstellt, wie sie die Beschwerdeführerin am 13. Oktober 2019 

erlitten hat (vgl. act. M3).

4.4.1. 

Als weiteres Kriterium für einen vorbestandenen, nicht traumatisch bedingten 

Meniskusriss nennt Dr. Z.___ schliesslich die VKB-Ruptur, welche die 

Beschwerdeführerin am 16. Oktober 2017 erlitten hat (UV-act. M3 ff.). Laut 

4.4.2. 

https://flexikon.doccheck

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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Stellungnahme der Dres. E.___ und G.___ vom 25. August 2020 lag bei der 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Unfalls vom 13. Oktober 2019 als Folge der 

Kreuzbandruptur vom 16. Oktober 2017 eine Knieinstabilität vor (act. G 7.1, vgl. auch 

UV-act. M4 f.). Doch hielten die Dres. E.___ und G.___ in ihrer Stellungnahme auch fest, 

dass die Beschwerdeführerin nach der Kreuzbandruptur zunächst erfolgreich 

konservativ therapiert worden sei. Zwischen den beiden Ereignissen liegen zwei Jahre 

ohne aktenkundige Brückensymptome, insbesondere Instabilitätssymptome, und ohne 

ärztlich belegte Behandlungen. Gegenüber den behandelnden Ärzten des Spitals C.___ 

hielt die Beschwerdeführerin subjektiv am 15. Oktober 2019 fest, das Kniegelenk sei 

stabil gewesen (UV-act. M4). Im Untersuchungsbericht der behandelnden Ärzte der 

Klinik D.___ vom 21. Oktober 2019 wird eine Destabilisierung lediglich 

vermutungsweise, im Rahmen einer längeren Sportpause und entsprechender 

Dekonditionierung, angenommen (UV-act. M5). Überdies spielte die 

Beschwerdeführerin immerhin wieder Fussball auf höherem Niveau. Vor diesem 

Hintergrund ist es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass für das geltend gemachte 

Wegknicken bzw. den Meniskusriss vorwiegend eine Kniegelenksinstabilität 

verantwortlich war.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung von Dr. Z.___ vom 18. 

November 2019 (UV-act. M7), es liege hinsichtlich des objektivierten Meniskusrisses 

ein Vorzustand und kein durch das Ereignis vom 13. Oktober 2019 ausgelöster 

Meniskusriss vor, nicht überzeugt.

4.4.3. 

Im Übrigen sprechen im vorliegenden Fall auch weitere Indizien für eine 

Entstehung des Meniskusrisses anlässlich des Ereignisses vom 13. Oktober 2019. So 

zeigte das linke Kniegelenk der Beschwerdeführerin anlässlich der MRI-Untersuchung 

vom 14. Oktober 2019 - abgesehen vom vorbestehenden Status nach VKB-Ruptur und 

von der fraglichen Meniskusläsion - keine weiteren auffälligen Befunde. Ein Kniegelenk 

mit umfassenden degenerativen Gesundheitsschäden, eine Situation also, die auf einen 

degenerativ entstandenen Meniskusriss hindeuten könnte, lag somit nicht vor. 

Ausserdem wurde der Riss des Innenmeniskushinterhorns im MRI-

Untersuchungsbericht vom 14. Oktober 2019 als neu aufgetreten bezeichnet (UV-act. 

M2). Ein weiterer wichtiger Hinweis für eine Entstehung des Meniskusrisses anlässlich 

des besagten Ereignisses stellt der Umstand dar, dass die Beschwerdeführerin laut 

Schadenmeldung vom 15. Oktober 2019 (UV-act. K1) einen starken Schmerz 

verspürte. Im Fragebogen beschrieb sie am 29. November 2019 Kniebeschwerden und 

einen Knall im Inneren des Knies und verneinte, schon früher unter ähnlichen 

Beschwerden gelitten zu haben (UV-act. K21). Diese Beschwerden passen zu den in 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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5.  

der medizinischen Literatur als für einen Meniskusriss als typisch beschriebenen 

Symptomen (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 1146; Debrunner, a.a.O., S. 1058 f.; Roche 

Lexikon, a.a.O., S. 1204; Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 142). Schliesslich spricht 

auch die zeitliche Nähe der Beschwerden und des entdeckten Meniskusrisses für einen 

Zusammenhang zum Ereignis vom 13. Oktober 2019. Eine Erstbehandlung hatte 

bereits am 13. Oktober 2019 im Spital C.___ stattgefunden (UV-act. M3). Die beteiligten 

Ärzte konnten zwar, wie auch in der nachfolgenden Untersuchung vom 15. Oktober 

2019 (UV-act. M4), keine besonders auffälligen Befunde erheben, doch wurde ein Tag 

danach ein Meniskusriss objektiviert (vgl. MRI-Untersuchungsbericht vom 14. Oktober 

2019, UV-act. M2).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass angesichts der Ausführungen in den 

Erwägungen 4.4 und 4.5 der überwiegend wahrscheinliche Nachweis, dass der 

Meniskusriss vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung bzw. auf ein 

vorgeschädigtes Knie zurückzuführen ist, von der Beschwerdegegnerin nicht erbracht 

werden konnte, womit sie für die Meniskusläsion die gesetzlichen Leistungen zu 

erbringen hat. Da die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht von Grund auf 

verneinte, nahm sie keine weiteren Abklärungen bezüglich ihrer Leistungspflicht vor. 

Diese Abklärungen wird sie nunmehr nachzuholen und über die Ansprüche auf 

Heilbehandlung und Taggeld zu befinden haben.

4.6. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 18. März 2020 (UV-act. K34) gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für den Meniskusriss die 

gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

5.2. 

Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die obsiegende Beschwerdeführerin 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen mit 

zweifachem Schriftenwechsel erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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6.  

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragte im vorliegenden Verfahren eine 

öffentliche Verhandlung (act. G 1). Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann 

jedoch von einer ausdrücklich beantragten öffentlichen Verhandlung abgesehen 

werden, wenn das kantonale Gericht aufgrund der Akten zum Schluss gelangt, dass 

dem materiellen Rechtsbegehren der bezüglich der Verhandlung Antrag stellenden 

Partei zu entsprechen ist (BGE 136 I 281, E. 1 mit Hinweis auf BGE 122 V 57 f. E. 3b/

ee; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2021, 8C_495/2020, E. 2.2; vgl. zum 

Ganzen: SVR 2017

UV Nr. 30 S. 99, 8C_723/2016, E. 2.3 mit Hinweisen).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 18. März 2020 auf­

gehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der Beschwerdeführerin für den 

Meniskusriss die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) der Bedeutung und der 

Komplexität der Streitsache angemessen (vgl. etwa die Entscheide des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2010, UV 2008/96, E. 

5.4, und vom 2. April 2019, UV 2017/37, E. 7.3).

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2021
	Art. 4 ATSG; Art. 6 Abs. 2 UVG: Bei einem Fussballspiel im Schnelllauf mit dem Knie auf die Seite eingeknickt. Diagnose einer Kniedistorsion und eines Meniskusrisses. Kreuzbandruptur als Vorzustand. Bejahung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin infolge einer unfallähnlichen Körperschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2021, UV 2020/27).

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	"9001 St.Gallen"
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