# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1900f706-2349-5c20-806f-c622ed615628
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.06.2013 735 2012 333 (735 12 333)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_735-2012-333_2013-06-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 20. Juni 2013 (735 12 333) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Berufliche Vorsorge 
 
 
Berechnung der Überentschädigung; mutmasslich entgangener Verdienst 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Michael Guex, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Kläger, vertreten durch Markus Schmid, Rechtsanwalt, Lan-
ge Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Pensions- & Sparkasse der Securitas Gruppe, Seilerstrasse 7, 
3011 Bern, Beklagte, vertreten durch Matthias Fluri, Rechtsanwalt, 
Die Securitas Gruppe, Rechtsabteilung, Alpenstrasse 20, 
3052 Zollikofen 
 

  
  
Betreff Forderung 
 
 
 
 
A. Der 1947 geborene A.____ war vom 1. Mai 1990 bis 31. März 2005 bei der B.___ mit 
Sitz in X.____ als Projektleiter für stationäre Löschanlagen tätig gewesen. Der Arbeitsort befand 

 
 
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sich im Büro der B.____ in Y.____. Am 13. März 2003 erlitt er einen Verkehrsunfall und zog 
sich dabei ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) zu. Mit Verfügungen vom 24. März 
2012 sprach ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft mit Wirkung ab 1. März 2004 gestützt auf einen 
Invaliditätsgrad von 100 % und mit Wirkung ab 1. November 2009 gestützt auf einen Invalidi-
tätsgrad von 74 % jeweils eine ganze Invalidenrente zu. Die Schweizerische Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) erbrachte für die Unfallfolgen bis 31. Oktober 2009 aufgrund einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit die gesetzlichen Taggelder. Am 21. Oktober 2009 gewährte sie 
ihm für die Unfallrestfolgen ab 1. November 2009 einen Anspruch auf eine Invalidenrente nach 
Massgabe eines Invaliditätsgrades von 74 %.  
 
B. Mit Schreiben vom 10. Dezember 2010 teilte die Pensions- & Sparkasse der Securitas 
Gruppe (Pensionskasse) A.____ mit, dass er grundsätzlich Anspruch auf eine Invalidenrente 
der Pensionskasse habe. Unter Berücksichtigung des zumutbarerweise noch erzielbaren Ein-
kommens gemäss IV-Verfügung in Höhe von Fr. 22'442.-- und der jährlichen Invalidenrenten 
der IV und der SUVA bestehe eine Überentschädigung. Es könnten ihm deshalb bis zum Errei-
chen des 65. Altersjahres keine Leistungen ausgerichtet werden. Ab 1. Juli 2012 sei das zu-
mutbarerweise noch erzielbare Einkommen nicht mehr in die Überentschädigungsberechnung 
einzubeziehen, weshalb er ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine reduzierte Invalidenrente 
von jährlich 12'269.40 habe.  
 
C. Am 29. Oktober 2012 liess der Versicherte, vertreten durch Advokat Markus Schmid, 
beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), gegen die Pensi-
onskasse Klage erheben. Er beantragte, die Pensionskasse sei zu verurteilen, ihm für die Zeit 
vom 1. November 2009 bis 30. Juni 2012 eine monatliche Invalidenrente von Fr. 1'022.45 zu-
züglich Zins zu 5 % seit Datum der Klageeinreichung zu bezahlen. Sie sei ausserdem zu ver-
pflichten, ihm mit Wirkung ab 1. Juli 2012 eine Altersrente von jährlich mindestens Fr. 25'404.-- 
zuzüglich Zins zu 5 % seit dem Datum der Klageeinreichung auszurichten; unter o/e Kostenfol-
ge. In der Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass bei der Berechnung der Über-
entschädigung das zumutbare noch erzielbare Resterwerbseinkommen nicht zu berücksichti-
gen sei. Die Beweislast dafür, dass ein solches Resterwerbseinkommen nicht erzielt werden 
könne, sei entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht dem Kläger zu überbinden. 
Dazu komme, dass der 1947 geborene Kläger aufgrund seines Alters und seines reduzierten 
Gesundheitszustandes keine Chance für eine Arbeitsstelle habe. Allein die mehrjährige Abwe-
senheit vom Arbeitsprozess reiche aus, um von einem nicht mehr realisierbaren Rester-
werbseinkommen auszugehen. Weiter habe der Gesetzgeber im Rahmen der 6. IV-Revision 
erkannt, dass eine Wiedereingliederung nach dem 55. Altersjahr faktisch ausgeschlossen sei. 
Demzufolge könne nicht angenommen werden, dass der seit 6 1/2 Jahren nicht mehr im Be-
rufsleben stehende 62-jährige Kläger mit einer stark reduzierten Restarbeitsfähigkeit ein Er-
werbseinkommen erzielen könne. Die Überentschädigungsberechnung ohne Anrechnung eines 
Resterwerbseinkommens ergebe bei einem mutmasslich entgangenen Verdienst von 
Fr. 102'200.-- eine jährliche Invalidenrente in Höhe von Fr. 12'269.40. Des Weiteren stelle sich 
die Frage, ob eine Kürzung der Invalidenrente infolge Erreichens des ordentlichen Rentenalters 
per 1. Juli 2012 und der damit einhergehenden Ablösung der Invalidenrente in eine Altersrente 

 
 
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gestützt auf Art. 24 Abs. 2bis der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge (BVV 2) vom 18. April 1984 zulässig sei.  
 
D. In ihrer Klagantwort vom 14. Dezember 2012 beantragte die Pensionskasse die Abwei-
sung der Klage. Sie wies darauf hin, dass als Grundlage für die Ermittlung des mutmasslich 
entgangenen Verdienstes das Einkommen massgebend sei, das zuletzt vor Eintritt der gesund-
heitlichen Beeinträchtigung des Klägers erzielt worden sei. Beim Kläger sei von einem Jah-
reseinkommen von Fr. 84'500.-- (13 x Fr. 6'500.--), d.h. bei 90 % Fr. 76'050.--, auszugehen. Die 
Pensionskasse habe grosszügigerweise und in Abweichung des Reglements anstelle des zu-
letzt erzielten Jahreseinkommens den von der SUVA ermittelten Jahreslohn von Fr. 102'200.-- 
als mutmasslich entgangenen Verdienst eingesetzt. Dies habe sie dem Kläger in ihrem Schrei-
ben vom 10. Dezember 2010 auch mitgeteilt. Würde der Berechnung der von der IV-Stelle er-
mittelte Jahreslohn von Fr. 86'359.-- zugrunde gelegt, so läge auch ohne Berücksichtigung  
eines Resterwerbseinkommens eine Überentschädigung vor. Der vom Kläger ab 1. Juli 2012 
vorgenommenen Überentschädigungsberechnung sei nicht zu folgen, weil die Pensionskasse 
bei der Festlegung der Altersrente wiederum kulanterweise vom zu hohen SUVA-Lohn als mut-
masslich entgangenen Verdienst ausgegangen sei. Bei entsprechender Korrektur bestände 
kein Anspruch auf eine Rente.  
 
E. Mit Replik vom 24. Januar 2013 hielt der Kläger vollumfänglich an seinen Rechtsbegeh-
ren fest. Er wies darauf hin, dass als mutmasslich entgangener Verdienst dasjenige Einkommen 
zu verstehen sei, das die versicherte Person ohne Eintritt des Vorsorgefalles erzielen würde 
und zwar im Zeitpunkt, in welchem sich die Kürzungsfrage stelle. Vorliegend liege dieser Zeit-
punkt infolge des UV-Taggeldbezugs im November 2009. Gemäss Erhebungen der SUVA bei 
der ehemaligen Arbeitgeberin hätte der Kläger im Jahr 2009 ein jährliches Einkommen von 
Fr. 102'200.-- erzielt.  
 
F. Mit Duplik vom 25. Februar 2013 schloss die Pensionskasse weiterhin auf Abweisung 
der Klage. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Höhe der berufsvorsorgerecht-
lichen Rente analog den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
(IVG) vom 19. Juni 1959 zu bestimmen. Demnach sei nicht der von der SUVA berechnete mut-
massliche Jahreslohn massgebend, sondern das von der IV-Stelle ermittelte Valideneinkom-
men.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Für die vorliegende Streitigkeit über Ansprüche einer versicherten Person gegenüber 
einer Vorsorgeeinrichtung ist nach Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Al-
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vom 25. Juni 1982 und § 54 des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 das 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht, zur Beurteilung sachlich zuständig. 
 
1.2 Art. 73 Abs. 3 BVG regelt die örtliche Zuständigkeit für die Entscheidung von Streitigkei-
ten berufsvorsorgerechtlicher Natur. Gerichtsstand ist demnach der schweizerische Sitz oder 

 
 
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Wohnsitz der beklagten Partei oder der Ort des Betriebes, bei dem der Versicherte angestellt 
wurde. Der Kläger war im Betrieb der B.____ in Y.____ tätig, welche sich für die berufliche Vor-
sorge der Pensions- & Sparkasse der Securitas Gruppe angeschlossen hatte. Damit ist das 
Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft für die Beurteilung der gegen die Beklagte erho-
benen Klage auch örtlich zuständig. 
 
2.1 Strittig sind die Überentschädigungsberechnungen per 1. November 2009 und per 1. Juli 
2012. Gemäss Schreiben vom 10. Dezember 2010 berechnete die Pensionskasse die Überent-
schädigung per 1. November 2009 wie folgt: 
 

Mutmasslich entgangener Verdienst gemäss SUVA = 

90 % von Fr. 102'200.--         Fr.  91'980.-- 

./. IV-Rente der IV       Fr. 20'424.-- 

./. IV-Rente der SUVA       Fr. 59'286.60 

./. zumutbarerweise noch erzielbares Erwerbseinkommen  

gemäss IV-Verfügung vom 24.3.2012     Fr. 22'442.-- Fr. 102'152.60 

Überentschädigung pro Jahr        Fr.   10'172.60 

 
Dabei führte sie zum mutmasslichen entgangenen Verdienst präzisierend aus, dass gemäss 
Auskunft der B.____ die von der SUVA ermittelte mutmassliche Lohnentwicklung von 
Fr. 102'200.-- das hypothetische Jahreseinkommen des Versicherten übersteigen würde. Trotz-
dem würde sie bei der Berechnung der Invalidenrente auf das von der SUVA ermittelte mut-
massliche Jahreseinkommen abstellen. Der Kläger bestreitet diese Berechnung insoweit, als er 
die Anrechnung des zumutbarerweise noch erzielbaren Erwerbseinkommens in Höhe von 
Fr. 22'442.-- beanstandet.  
 
2.2 Gemäss Art. 34a Abs. 1 BVG erlässt der Bundesrat Vorschriften zur Verhinderung unge-
rechtfertigter Vorteile des Versicherten oder seiner Hinterlassenen beim Zusammentreffen meh-
rerer Leistungen. Gestützt darauf bestimmt Art. 24 der Verordnung über die berufliche Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) vom 18. April 1984 in der bis 31. Dezember 
2011 gültig gewesenen Fassung, dass die Vorsorgeeinrichtung die Hinterlassenen- und Invali-
denleistungen kürzen kann, soweit sie zusammen mit anderen anrechenbaren Einkünften 90 % 
des mutmasslich entgangenen Verdienstes übersteigen (Abs. 1). Als anrechenbare Einkünfte 
gelten gemäss Abs. 2 Leistungen gleicher Art und Zweckbestimmung, die der anspruchsbe-
rechtigten Person aufgrund des schädigenden Ereignisses ausgerichtet werden, wie Renten 
oder Kapitalleistungen mit ihrem Rentenumwandlungswert in- und ausländischer Sozialversi-
cherungen und Vorsorgeeinrichtungen, mit Ausnahme von Hilflosenentschädigungen, Abfin-
dungen und ähnlichen Leistungen. Bezügern von Invalidenleistungen wird überdies das weiter-
hin erzielte oder zumutbarerweise noch erzielbare Erwerbs- oder Ersatzeinkommen angerech-
net. Desgleichen sieht das Reglement der Pensionskasse unter Verweis auf Art. 24 Abs. 1 BVV 
2 in Art. 11 Abs 6 eine Kürzungsregel beim Zusammentreffen mit Leistungen anderer Sozial-
versicherungen vor (vgl. Reglement der Pensions- und Sparkasse der Securitas Gruppe, Abtei-
lung Arbeitnehmer im Monatslohn, Ausgabe 2007). In Bezug auf die Anrechnung des zumut-
barerweise noch erzielbaren Erwerbseinkommens wird im Reglement der Verordnungstext von 

 
 
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Art. 24 Abs. 2 BVV 2 insofern erweitert, als zusätzlich angeführt wird, dass bei der Bestimmung 
des zumutbarerweise noch erzielbaren Erwerbseinkommens grundsätzlich auf das Invaliden-
einkommen gemäss IV-Entscheid unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls 
abzustellen ist.   
 
3. Als Erstes ist zu prüfen, ob die Pensionskasse zu Recht von einem mutmasslich ent-
gangenen Verdienst von Fr. 102'200.-- ausging. Dabei ist unbestritten, dass für die Überent-
schädigungsberechnung in zeitlicher Hinsicht das Jahr 2009 massgebend ist (vgl. zum Zeit-
punkt der Ermittlung des mutmasslich entgangenen Verdienstes: HANS-ULRICH STAUFFER, Be-
rufliche Vorsorge, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 375 mit weiteren Hinweisen; BGE 123 V 197, 
E. 5a). 
 
3.1 Als mutmasslich entgangener Verdienst gilt das hypothetische Einkommen, das die ver-
sicherte Person ohne Invalidität im Zeitpunkt, in welchem sich die Kürzungsfrage stellt, erzielen 
würde (BGE 129 V 150 E. 2.3 S. 154) respektive könnte (BGE 126 V 93 E. 3 S. 96). Der mut-
masslich entgangene Verdienst stimmt nicht notwendigerweise mit dem vor Eintritt des Vorsor-
gefalles effektiv bezogenen Verdienst überein (MARC HÜRZELER, BVG und FZG, Schnei-
der/Geiser/Gächter [Hrsg.], Bern 2010, S. 499). Es besteht eine weitgehende Parallelität zum 
Valideneinkommen nach Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, jedoch keine Kongruenz. Es ist den spezifi-
schen Gegebenheiten und tatsächlichen Chancen der versicherten Person auf dem jeweiligen 
Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen. Ausgehend vom zuletzt vor Eintritt der gesundheitlichen Be-
einträchtigung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erzielten Verdienst sind alle einkom-
mensrelevanten Veränderungen (Teuerung, Reallohnerhöhung, Karriereschritte usw.) zu be-
rücksichtigen, welche ohne Invalidität überwiegend wahrscheinlich eingetreten wären (Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. Oktober 2012, 9C_434/2012, E. 2.2.; BGE 137 V 20 E. 5.2.3.1 S. 27 
mit Hinweisen). Abzustellen ist jeweils auf das Bruttoeinkommen (vgl. STAUFFER, a.a.O., 
S. 375). 
 
3.2 Zu berücksichtigen ist weiter der funktionale Zusammenhang zwischen erster (Invali-
denversicherung) und zweiter Säule (berufliche Vorsorge), wie er in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 
26 Abs. 1 BVG positivrechtlich verankert ist. Er besteht darin, dass sich der Leistungsanspruch 
auf eine Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge an den sachbezüglichen Vor-
aussetzungen des IVG orientiert (Art. 23 lit. a BVG), die Höhe der berufsvorsorgerechtlichen 
Rente analog zu derjenigen nach IVG bestimmt wird (Art. 24 Abs. 1 BVG) und für den Beginn 
des Anspruches auf eine BVG-Invalidenrente gemäss Art. 26 Abs. 1 BVG sinngemäss die ent-
sprechenden invalidenversicherungsrechtlichen Bestimmungen (Art. 29 IVG) gelten. Zweck 
dieser gesetzlichen Konzeption ist es, einerseits eine weitgehende materiellrechtliche Koordina-
tion zwischen erster und zweiter Säule zu erreichen. Anderseits sollen damit die Organe der 
beruflichen Vorsorge von eigenen aufwändigen Abklärungen bezüglich der Voraussetzungen 
des Umfanges und des Beginns des Invalidenrentenanspruches in der zweiten Säule möglichst 
freigestellt werden (BGE 133 V 67 E. 4.3.2 S. 69, 132 V 1 E. 3.2 S. 4). 
 

 
 
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3.3 Sind nach der gesetzlichen Konzeption der Invalidenleistungen aus der ersten und zwei-
ten Säule die Festlegungen der IV-Stelle bezüglich Entstehung, Höhe und Beginn des Renten-
anspruches grundsätzlich für die Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge mass-
gebend und verbindlich, muss das im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren festgelegte 
Validen- und Invalideneinkommen dem Grundsatz nach auch in der berufsvorsorgerechtlichen 
Überentschädigungsberechnung Berücksichtigung finden. Ausgangspunkt für die Ermittlung 
des mutmasslich entgangenen Verdienstes nach Art. 24 Abs. 1 BVV 2 bildet somit grundsätz-
lich das von der IV-Stelle festgelegte Valideneinkommen (in SZS 2005 S. 321 zusammenge-
fasstes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 2. September 2004, 
B 17/03). Wie die nachfolgende Erwägung aufzeigen wird, kann das IV-Valideneinkommen je-
doch nicht unbesehen übernommen werden, sondern bedarf einiger Anpassungen.  
 
4.1 Mit Verfügung vom 24. März 2012 sprach die IV-Stelle dem Kläger auf der Basis eines 
Invaliditätsgrades von 100 % ab 1. März 2004 bzw. aufgrund eines Invaliditätsgrades von 74 % 
ab 1. November 2009 eine ganze Rente zu. Dabei ging sie davon aus, dass der Kläger ohne 
Invalidität ab 1. März 2004 in einem Vollzeitpensum weiterhin bei der B.____ als Projektleiter 
erwerbstätig gewesen wäre. Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin vom 1. April 2004 betrug 
der Jahreslohn seit 2002 Fr. 85'100.-- (13 x Fr. 6'500.--). Unter Berücksichtigung der in den Jah-
ren 2003 und 2004 erfolgten Nominallohnentwicklung von insgesamt 2,2 % (2003: 1,3 %; 2004: 
0.9 %; Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der 
Reallöhne, 1976 - 2012; Männer, T 39) ermittelte die IV-Stelle ein massgebendes Validenein-
kommen von Fr. 86'359.--. In dieser Hinsicht fragt sich jedoch, ob die IV-Stelle zu Recht das 
Jahreseinkommen der Teuerung für die Jahre 2003 und 2004 anpasste. Den Unterlagen des 
Unfallversicherers ist zu entnehmen, dass während der Jahre 2003 bis 2007 kein Teuerungs-
ausgleich durch die Arbeitgeberin erfolgte bzw. erfolgt wäre. Der Monatslohn des Versicherten 
belief sich demnach bis 2007 unverändert auf Fr. 6'500.-- (vgl. Angaben der B.____ vom 
28. November 2006 [SUVA-Akten 181 und 183]). Insbesondere geht aus dem von der ehemali-
gen Arbeitgeberin des Klägers am 28. November 2006 ausgefüllten und unterzeichneten For-
mular hervor, dass der Monatslohn auch im Jahr 2007 Fr. 6'500.-- - und nicht wie die SUVA 
annahm - Fr. 7'200.-- betragen hätte. Daran ändern auch die später erfolgten Lohnangaben der 
B.____ nichts (vgl. SUVA-Akte 249). Da die erste Aussage in der Regel unbefangener und zu-
verlässiger ist als spätere Darstellungen, ist der im Jahr 2006 angegebene mutmassliche Ver-
dienst für das Jahr 2007 als überwiegend wahrscheinlich zu erachten (THOMAS LOCHER, Grund-
riss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 68 Rz. 39). Anhaltspunkte für die 
Richtigkeit der späteren von der ehemaligen Arbeitgeberin angegebenen Einkommensentwick-
lung des Klägers sind nicht ersichtlich. Für die Jahre 2008 und 2009 berücksichtigte die SUVA 
weiter einen monatlichen Grundlohn in Höhe von Fr. 7'500.-- (2008) bzw. Fr. 7'700.-- (2009). 
Diese Angaben beruhen auf Erkundigungen bei der B.____, welche im Juni 2008 und Februar 
2009 gemacht wurden (vgl. SUVA-Akte 249; Klagebeilage 5). Diese beträchtlichen Lohnerhö-
hungen sind - wie im Übrigen auch für das Jahr 2007 - nicht begründet und aufgrund der Akten 
nicht nachvollziehbar. Hinweise für angekündigte, aber zum Zeitpunkt des Unfallereignisses 
noch nicht vollzogene Beförderungen oder beabsichtigte Weiterbildungen, die zu einer erhebli-
chen Einkommensverbesserung geführt hätten, wenn der Kläger nicht invalid geworden wäre, 
liegen nicht vor und werden auch nicht geltend gemacht. Es ist daher nicht anzunehmen, dass 

 
 
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im Gesundheitsfall Einkommenserhöhungen von Fr. 700.-- monatlich für das Jahr 2007 bzw. 
von über Fr. 1'000.-- ab 2008 realisiert worden wären. Zu Gunsten des Klägers wird jedoch da-
von ausgegangen, dass sein Lohn ab 2008 der Nominallohnentwicklung angepasst worden 
wäre. Diese betrug im Jahr 2008 2,2 % und im Jahr 2009 2,1 % (vgl. Bundesamt für Statistik, 
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 - 2012; Män-
ner, T 39), was ein für das Jahr 2009 massgebendes Valideneinkommen in der Höhe von 
Fr. 88'172.50 ergibt. Da keine Anhaltspunkte für zukünftige einkommensrelevante Veränderun-
gen ohne Invalidität vorliegen, ist dieses Valideneinkommen dem mutmasslich entgangenen 
Verdienst gleichzusetzen. 
 
4.2 Ein Vergleich mit den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik un-
termauert dieses Ergebnis. Der Kläger ist gelernter Sanitärinstallateur. In der B.____ arbeitete 
er seit 1. Mai 1990 als Projektleiter für die Erstellung von Sprinkler- und Gaslöschanlagen. Aus-
gangspunkt für das Valideneinkommen bildet somit die LSE 2008, Tabelle TA1, Baugewerbe, 
total Männer. Der Arbeitsbeschrieb der B.____ beinhaltet Tätigkeiten, die sowohl dem Anforde-
rungsniveau 3 (= Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) als auch demjenigen des 2  
(= Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten) entsprechen (vgl. SUVA-Akte 76). 
Allerdings umfasst der Tabellenlohn mit dem Anforderungsniveau 2 auch dasjenige des Niveau 
1 (= höchst anspruchsvolle und schwierigste Arbeiten). Es ist fraglich, ob die einst ausgeübte 
Tätigkeit des Klägers auch vom Anforderungsniveau 1 erfasst wird. Ohne die Frage abschlies-
send zu beantworten, wird trotzdem zu Gunsten des Klägers für die Ermittlung des Validenein-
kommens das Anforderungsniveau 1 + 2 zugrunde gelegt, was zu einem statistischen Mo-
natseinkommen von Fr. 6'381.-- beziehungsweise Fr. 76'572.-- jährlich führt. Dabei ist zu be-
achten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden 
beruht. Nach Anpassung an die für das Baugewerbe im Jahr 2009 geltende Arbeitszeit von 41,7 
Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 9-2011, B 9.2, S. 94) und unter Berücksichtigung der bis ins 
Jahr 2009 erfolgten Nominallohnentwicklung von + 2,0 % (Bundesamt für Statistik, Nominal-
lohnindex, Männer, 2007 - 2010) ergäbe sich aufgrund der LSE ein tieferes Jahreseinkommen 
von Fr. 81'423.--.  
 
4.3 Die Einwände des Klägers vermögen am hier massgebenden mutmasslich entgangenen 
Verdienst von Fr. 88'172.50 nichts zu ändern. Er macht geltend, dass für die Festsetzung des 
mutmasslich entgangenen Verdienstes auf dasjenige Einkommen abzustellen sei, welches die 
SUVA aufgrund ihrer Erhebungen für das Jahr 2009 ermittelt habe. Dieser Ansicht kann nicht 
gefolgt werden. Der von der SUVA berechnete mutmassliche Jahreslohn 2009 von  
Fr. 102'200.-- berücksichtigt ein Monatseinkommen von Fr. 7'700.--. Wie bereits in der Erwä-
gung 4.1 dargelegt, ist auf die von der SUVA berücksichtigten Einkommenserhöhungen in den 
Jahren 2007 bis 2009 nicht abzustellen. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass der Kläger mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit im Gesundheitsfall im Jahr 2009 einen Grundlohn von Fr. 7'700.-- 
monatlich erzielt hätte.  
 
4.4 Mit der Pensionskasse ist weiter festzustellen, dass der Kläger aus dem Umstand, dass 
die Beklagte in der Überentschädigungsberechnung vom 10. Dezember 2010 den von der 
SUVA ermittelten Jahreslohn von Fr. 102'200.-- als mutmasslich entgangener Verdienst 

 
 
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zugrunde legte, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Im genannten Schreiben wird aus-
drücklich darauf hingewiesen, dass sie aus Kulanzgründen ein solches Vorgehen wählte. Ent-
gegen der Ansicht des Klägers kann sie deshalb nicht darauf behaftet werden. 
 
4.5 Ausgehend von einem mutmasslich entgangenen Verdienst von Fr. 88'172.50 ergibt sich 
folgende Überentschädigungsberechnung:  
 
Mutmasslich entgangener Verdienst = 

90 % von Fr. 88'172.50         Fr.  79'355.25 

./. IV-Rente der IV       Fr. 20'424.-- 

./. IV-Rente der SUVA       Fr. 59'286.60 Fr.  79'710.60 

Überentschädigung pro Jahr        Fr.       355.35 

 
Demzufolge resultiert bereits unter Anrechnung der Renten der IV und der SUVA eine Überent-
schädigung. Aufgrund dieses Ergebnisses erübrigt es sich, die strittigen Fragen betreffend An-
rechenbarkeit des zumutbarerweise erzielbaren Resterwerbseinkommens gemäss Art. 24 Abs. 
2bis BVV 2 zu beurteilen. 
 
5. Zu prüfen bleibt der Rentenanspruch des Klägers ab Beginn des ordentlichen Rentenal-
ters per 1. Juli 2012. Seit diesem Zeitpunkt richtet die Pensionskasse dem Kläger eine Rente 
von jährlich Fr. 12'269.40 aus (vgl. Schreiben der Beklagten vom 10. Dezember 2010). Zu 
Recht führt der Kläger in diesem Zusammenhang an, dass der mutmasslich entgangene Ver-
dienst der bis ins Jahr 2012 erfolgten Nominallohnentwicklung anzupassen ist. Diese betrug im 
Jahr 2010 0,7 %, im Jahr 2011 1,0 % und im Jahr 2012 1,9 % (vgl. Bundesamt für Statistik, 
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreis und der Reallöhne, Männer, 1976 - 
2012, T 39), was einen mutmasslich entgangenen Verdienst für das Jahr 2012 von Fr. 90'395.-- 
ergibt. Desgleichen ist anstelle der bisher ausgerichteten Invalidenrente, die ab 1. Juli 2012 
ausgerichtete AHV-Rente in Höhe von monatlich Fr. 1'732.-- bzw. Fr. 20'784.-- pro Jahr zu be-
rücksichtigen. Da die Höhe der Invalidenrente der SUVA unverändert geblieben ist, ist nach wie 
vor ein Betrag von jährlich Fr. 59'286.60 anzurechnen. Unter diesen Voraussetzungen ergibt 
sich folgende Überentschädigungsberechnung: 
 
Mutmasslich entgangener Verdienst = 

90 % von Fr. 90'395.--         Fr.  81'355.50 

./. AHV-Rente        Fr. 20'784.-- 

./. IV-Rente der SUVA       Fr. 59'286.60 Fr.  80'070.60 

Deckungslücke pro Jahr         Fr.    1'284.90 

 
Bei einer Deckungslücke von Fr. 1'294.90 im Jahr ist festzustellen, dass die Pensionskasse 
dem Kläger eine höhere Rente ausrichtet, als ihm rechtlich zusteht. Aufgrund dieser Ausführun-
gen ergibt sich, dass der Kläger mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen ist, weshalb 
die Klage abzuweisen ist. 
 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6. Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
in der Regel kostenlos. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten ist demnach zu verzichten. Die 
ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Klage wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 30. September 2013 Beschwerde 
beim Bundesgericht (9C_714/2013) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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