# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff1c2ce8-a040-5f16-b7c7-2036d7ff00bd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.04.2022 LB210061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB210061_2022-04-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LB210061-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming 

Beschluss vom 27. April 2022 

 

in Sachen 

 

A._____ AG …,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend definitive Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts / Forde-
rung / Rückweisung  
 
Berufung gegen ein Urteil der III. Abteilung des Bezirksgerichtes Horgen 
vom 21. April 2020; Proz. CG140006  
Beschluss und Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zü-
rich vom 9. Dezember 2020; Proz. LB200023  
Urteil Bundesgericht vom 2. November 2021; Proz. 5A_86/2021 
 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
 

der Klägerin: 
(act. 1; act. 53; act. 65) 

 "1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 34'288.15 + 
CHF 46'272.35 + CHF 1'000.00 zzgl. Zins zu 5% auf 
CHF 34'288.15 seit 5. September 2013, zzgl. Zins zu 5% auf 
CHF 46'272.35 seit 28. Juli 2013, zzgl. Zins zu 5% auf 
CHF 1'000.00 seit 5. September 2013 zu bezahlen; 

2. Es sei festzustellen, dass der Bestand und Umfang des Bau-
handwerkerpfandrechtes in der Höhe von CHF 80'560.50 
zzgl. 5% Zins seit 8. November 2013 zugunsten der Klägerin be-
steht; 

3. Das Grundbuchamt C._____ sei gerichtlich anzuweisen, zu  
Gunsten der Klägerin und zu Lasten des Grundstücks des Be-
klagten, Grundbuch Blatt 1, Liegenschaft Kataster Nr. 2, D._____-
Strasse …, C._____, das bereits vorläufig eingetragene Bau-
handwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 80'560.50 
zzgl. 5% Zins seit 8. November 2013 definitiv im Grundbuch ein-
zutragen; 

4. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die Verfahrens-
kosten (Entscheidgebühr) der vorläufigen Eintragung des Bau-
handwerkerpfandrechts von CHF 2'500.00 gemäss Urteil des Be-
zirksgerichts Horgen vom 2. Dezember 2013 zu bezahlen;  

5. Es sei der Beklagte zu verpflichten, die Klägerin für das Verfahren 
zur vorläufigen Vormerkung des Bauhandwerkerpfandrechts mit 
einer Summe von CHF 4'642.50 zu entschädigen;  

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8% MwSt. zu 
Lasten des Beklagten." 

 
 

des Beklagten: 
(act. 9; act. 60; act. 68) 

 "1.  Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen. 
2.  Der klägerische Antrag 1 sei unter Berücksichtigung der Verrech-

nung mit den Kosten für die Ersatzvornahme, dem Mangelfolge-
schaden (inkl. Zins) sowie dem Minderungsbetrag vollumfänglich 
abzuweisen. 

3.  Es sei festzustellen, dass das provisorisch eingetragene Bau-
handwerkerpfandrecht in der Höhe von CHF 80'560.50 zuzüglich 
Zins von 5% seit 8. November 2013 zu Unrecht besteht; und 

- 3 - 

4.  es sei das Grundbuchamt C._____ gerichtlich anzuweisen, das 
zu Gunsten der Klägerin und zu Lasten des Grundstückes der 
Beklagten, Grundbuch Blatt 1, Kat.-Nr. 2, D._____-Strasse …, 
C._____, provisorisch eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht in 
der Höhe von CHF 80'560.50 zuzüglich Zins von 5% seit 8. No-
vember 2013 zu löschen. 

5. Es seien die klägerischen Anträge 4 und 5 umfassend abzuwei-
sen. 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. Mehrwertsteuer von 
8% zu Lasten der Klägerin." 

 

Beschluss und Urteil des Bezirksgerichtes: 
(act. 181) 

"Es wird beschlossen: 

1. Auf das Klagebegehren 2 wird nicht eingetreten. 

2./3. [Mitteilung / Rechtsmittel] 

Es wird erkannt: 

1. Die Klagebegehren 1 und 3 werden abgewiesen. 

2. Das Grundbuchamt C._____ wird angewiesen, das mit Urteil des Einzelge-

richts im summarischen Verfahren des Bezirkes Horgen vom 2. Dezember 

2013 (Geschäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der Klägerin und zu Lasten 

des Grundstücks des Beklagten, Grundbuch Blatt 1, Kat.-Nr. 2, D._____-

Strasse …, C._____, provisorisch eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht 

für eine Pfandsumme von CHF 80'560.50 zuzüglich Zins von 5% seit dem 

8. November 2013 zu löschen.  

- 4 - 

3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 14'980.00 ; die Barauslagen betragen: 

CHF 36'746.90   Gutachten/Expertise 

CHF 400.00   Zeugenentschädigung 

CHF 52'126.90   Total 
 

4. Die Gerichtskosten inkl. der Kosten des Massnahmeverfahrens werden der 

Klägerin auferlegt und mit dem gesamten geleisteten Vorschüssen der Par-

teien verrechnet. Es wird festgestellt, dass die Klägerin Vorschüsse in Höhe 

von gesamthaft CHF 31'900.– und der Beklagte solche in Höhe von 

CHF 11'600.– geleistet hat. Der Fehlbetrag von CHF 8'626.90 wird von der 

Klägerin nachgefordert. Im Umfang von CHF 11'600.– steht dem Beklagten 

für die geleisteten Vorschüsse ein Rückgriffsrecht gegen die Klägerin zu. 

5. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung von 

CHF 29'148.– (zzgl. 8% MwSt.) zu bezahlen. 

6./7. [Mitteilung / Rechtsmittel]" 

 

Berufungsanträge: 
(act. 178 S. 2 f. [Berufungsklägerin, Verfahren LB200023-O]) 

"1. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 21. April 2020 in Sa-
chen CG140006-F sei vollumfänglich aufzuheben und die Klage 
der Berufungsklägerin sei vollumfänglich gutzuheissen. 

2. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
die folgenden Beträge zu bezahlen: 
a.  CHF 34'288.15 zzgl. Zins von 5% seit 5. September 2013 
b.  CHF 46'272.35 zzgl. Zins von 5% seit 28. Juli 2013 
c.  CHF   1'000.00 zzgl. Zins von 5% seit 5. September 2013 

3. Das Grundbuchamt C._____ sei gerichtlich anzuweisen, zu  
Gunsten der Berufungsklägerin und zu Lasten des Grundstücks 
des Berufungsbeklagten, Grundbuch Blatt 1, Liegenschaft Katas-
ter Nr. 2, D._____-Strasse …, C._____, das bereits vorläufig ein-
getragene Bauhandwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von 
CHF 80'560.50 zzgl. Zins seit 8. November 2013 definitiv im 
Grundbuch einzutragen. 

- 5 - 

4. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklä-
gerin die Verfahrenskosten (Entscheidgebühr) der vorläufigen 
Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts von CHF 2'500.00 
gemäss Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 2. Dezember 
2013 zu bezahlen. 

5. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Berufungskläge-
rin für das Verfahren zur vorläufigen Vormerkung des Bauhand-
werkerpfandrechts mit einer Summe von CHF 4'642.50 zu ent-
schädigen. 

6. Eventualiter sei das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 
21. April 2020 mit der Geschäftsnummer CG140006-F aufzuhe-
ben und die Sache sei zur Durchführung weiterer Erhebungen 
und/oder zu neuer Entscheidung der Vorinstanz zurückzuweisen. 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher 
MwSt.) zulasten des Berufungsbeklagten." 

 

Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich: 
(act. 185 = act. 196) 

"1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 

21. April 2020 wird vollumfänglich bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 10'000.– festgesetzt.  

3. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden der Beru-

fungsklägerin auferlegt und aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 

bezogen. Im Mehrumfang wird der Kostenvorschuss zurückerstattet, unter 

Vorbehalt eines allfälligen Verrechnungsanspruches. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5./6. [Mitteilung / Rechtsmittel]" 

Urteil des Bundesgerichts: 
(act. 194 = act. 197) 

"1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Obergerichts 

des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 9. Dezember 2020 wird aufgeho-

ben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zu neuer Entscheidung, ein-

schliesslich der Neuverteilung der Kosten und Parteientschädigung des vor-

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angegangenen Verfahrens, an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen 

wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.– werden den Parteien je zur Hälfte aufer-

legt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. [Mitteilung]" 

Berufungsanträge: 
(act. 200 S. 2 f. [Berufungsbeklagter, Verfahren LB210061-O]) 

"1. Die Berufung der Berufungsklägerin (nachfolgend "Klägerin") sei 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil der Vi 
vom 21. April 2020 sei vollumfänglich zu bestätigen. 

 2. Eventualiter: Sollte für den Fall der (teilweisen) Gutheissung der 
Berufung das Obergericht der Klägerin einen Betrag von höher 
als CHF 38'276.98 zusprechen, so sei die mit der Klageantwort 
vor der Vi vom 23.5.2014 zur Verrechnung gebrachte Gegenfor-
derung des Beklagten mit CHF 58'354.95 zu beziffern, zuzüglich 
Verzugszins von 5% p.a. ab 23.5.2014 auf CHF 57'980.05. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu 
Lasten der Klägerin." 

Erwägungen: 

 1.1. Die Klägerin und Berufungsklägerin (nachfolgend Klägerin) machte mit 

Eingabe vom 17. Februar 2014 beim Bezirksgericht Horgen (nachfolgend Vorin-

stanz) eine Klage gegen den Beklagten und Berufungsbeklagten (nachfolgend 

Beklagter) hängig, mit welcher sie verlangte, der Beklagte sei gestützt auf zwei 

zwischen den Parteien geschlossene Werkverträge zu verpflichten, ihr 

Fr. 34'288.15 sowie Fr. 46'272.35 je zuzüglich Zins zu 5 % ab verschiedenen Da-

ten zu bezahlen. Im Weiteren sei festzustellen, dass ein Bauhandwerkerpfand-

recht im Umfang von Fr. 80'560.50 zuzüglich Zins bestehe und das Grundbuch-

amt C._____ sei anzuweisen, das bereits provisorisch eingetragene Bauhand-

werkerpfandrecht in diesem Umfang definitiv im Grundbuch einzutragen (act. 1 

- 7 - 

S. 2). Der Beklagte trug auf Abweisung der Klage und machte verrechnungsweise 

Gegenforderungen unter den Titeln Ersatzvornahme, Mangelfolgeschaden (inkl. 

Zins) sowie Minderung geltend (act. 9 S. 2). 

 Mit Urteil vom 21. April 2020 wies die Vorinstanz die Klage ab. Die Klägerin 

hatte vorab geltend gemacht, der Bauleiter des Beklagten habe die beiden 

Schlussrechnungen über Fr. 34'288.15 sowie Fr. 46'272.35 genehmigt. Die Vor-

instanz schützte indes den Standpunkt des Beklagten, wonach der Bauleiter die 

Schlussrechnung für diesen nicht habe rechtsverbindlich anerkennen können, da 

Art. 154 SIA-Norm 118, der die Vollmacht des Bauleiters zur Genehmigung der 

Schlussrechnung vorsehe, vorliegend nicht Vertragsbestandteil geworden sei. 

Diese Bestimmung sei dem branchenfremden und einmaligen Bauherrn nicht be-

kannt gewesen und weise einen geschäftsfremden Inhalt auf, weshalb sich der 

Beklagte auf die Ungewöhnlichkeitsregel berufen könne. Ob der Beklagte über-

dies, wie von diesem geltend gemacht, dem Bauleiter die Vollmacht entzogen hat-

te, war aufgrund dieses Ergebnisses nicht zu prüfen (act. 181 E. IV.2.1. S. 10 ff.). 

Die Vorinstanz prüfte daraufhin die klägerischen Forderungen aus den beiden 

Werkverträgen und kam zum Schluss, dass der Klägerin insgesamt aus dem ers-

ten Werkvertrag noch eine Forderung von Fr. 2'445.65 und aus dem zweiten 

Werkvertrag noch eine Forderung von Fr. 9'603.32 zustehe (act. 181 E. IV.2.2. f. 

S. 16 ff.). Ob der Klägerin, wie von dieser geltend gemacht, auf ihre Forderung 

Verzugszinse geschuldet seien (und wenn ja, ab wann), liess die Vorinstanz of-

fen, da sie zum Schluss kam, den klägerischen Werklohnforderungen in der Höhe 

von Fr. 12'048.97 (Fr. 2'445.65 + Fr. 9'603.32) ständen Gegenforderungen des 

Beklagten aus Ersatzvornahme in der Höhe von Fr. 38'276.98 entgegen. Bei die-

sem Ausgang waren auch die vom Beklagten weiter geltend gemachten Gegen-

forderungen aus Minderung und Mangelfolgeschaden nicht mehr zu prüfen 

(act. 181 E. IV.3.1. f. S. 43 ff.). Da demnach keine Forderung der Klägerin mehr 

bestand, für welche ein Pfandrecht definitiv im Grundbuch hätte eingetragen wer-

den können, wies die Vorinstanz ebenso die Klage auf definitive Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts ab. In einer Eventualbegründung hielt die Vorinstanz 

indes fest, dass im Übrigen ohnehin die provisorische Eintragung des Bauhand-

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werkerpfandrechts nicht innert Frist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB erfolgt sei  

(act. 181 E. IV.5. S. 63 f.). 

 1.2. Eine dagegen erhobene Berufung der Klägerin wies die Kammer mit 

Urteil vom 9. Dezember 2020 ab (act. 185 = act. 196; Geschäfts-Nr. LB200023-

O). Dagegen erhob die Klägerin Beschwerde beim Bundesgericht, welches diese 

mit Urteil vom 2. November 2021 teilweise guthiess, das angefochtene Urteil der 

Kammer aufhob und die Sache zu neuer Entscheidung an die Kammer zurück-

wies (act. 194 = act. 197, nachfolgend zitiert als act. 197).  

 2. Da im bisherigen obergerichtlichen Verfahren (LB200023-O) die Beru-

fung der Klägerin gestützt auf Art. 312 Abs. 1 ZPO ohne Einholung einer Beru-

fungsantwort abgewiesen worden war, wurde dem Beklagten mit Verfügung vom 

9. Dezember 2021 Frist zur Erstattung der Berufungsantwort angesetzt, soweit 

die Streitsache nicht bereits höchstrichterlich entschieden war (act. 198). Die Be-

rufungsantwort ging innert Frist am 17. Januar 2022 ein (act. 200). Mit Verfügung 

vom 19. Januar 2022 wurde der Klägerin das Doppel der Berufungsantwort zuge-

stellt (act. 202). Daraufhin wurden die Parteien auf den 10. März 2022 zu einer In-

struktionsverhandlung vorgeladen (act. 204/1-2), an welcher eine Gerichtsdelega-

tion eine einstweilige Einschätzung der Sach- und Rechtslage bekanntgab. Die 

Vergleichsgespräche führten vorerst zu keinem Ergebnis (Prot. S. 5).  

 3. Mit Schreiben vom 14. April 2022 reichte der Rechtsvertreter des Be-

klagten den zwischen den Parteien abgeschlossenen aussergerichtlichen Ver-

gleich vom 28. März 2022 ein (act. 207) und ersuchte, diesen in den Abschrei-

bungsbeschluss zu integrieren (act. 206). Die Vereinbarung lautet wie folgt:  

"1. Der Beklagte zahlt der Klägerin per Saldo aller Ansprüche 
CHF 8'000.00 (inkl. MWST, wo anfallend). Dieser Betrag wird in-
nert 5 Werktagen ab Rechtskraft des Abschreibungsbeschlusses 
des Obergerichts des Kantons Zürich zur Zahlung fällig. 

 Darüber hinaus zieht die Klägerin ihre Klage zurück. 

 2. Die Parteien ersuchen das Gericht, das Grundbuchamt C._____ 
anzuweisen, das mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren des Bezirkes Horgen vom 2. Dezember 2013 (Ge-
schäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der Klägerin und zu Lasten 

- 9 - 

des Grundstücks des Beklagten, Grundbuchblatt 1, Kat.-Nr. 2, 
D._____-Strasse …, C._____, provisorisch eingetragene Bau-
handwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 8'0560.50 
zuzüglich Zins von 5% seit dem 8. November 2013 zu löschen. 

 3. Die Parteien tragen die Gerichtskosten des Verfahrens vor Ober-
gericht Geschäfts-Nr. LB210061-O je zur Hälfte, wobei der Be-
klagte maximal CHF 2'500.00 und die Klägerin den Rest über-
nimmt, sollte die Hälfte den Betrag von CHF 2'500.00 überschrei-
ten. 

 4. Die Parteien schlagen im Verfahren vor Obergericht LB210061-O 
die Prozessentschädigungen wett. 

 5. Die Parteien halten der Vollständigkeit halber fest, dass die Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen, wie sie im früheren Verfahren bis 
hierhin ausgefällt worden sind, wirksam bleiben und durch diese 
Vereinbarung keine Änderung erfahren. Der Beklagte bestätigt, 
dass die Klägerin ihm aus den bisherigen Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (bis und mit Obergerichtsurteil vom 9. Dezember 
2020) nichts mehr schuldet. 

 6. Diese Vereinbarung wird mit gegenseitiger Unterzeichnung per 
email (pdf) wirksam. Je zwei Originale werden der Form halber 
ausgetauscht. Der Beklagte wird diese Vereinbarung nach Unter-
zeichnung mit Orientierungskopie an die Klägerin beim Oberge-
richt zwecks Abschreibung des Verfahrens einreichen." 

 

 4. Das Berufungsverfahren ist folglich als durch Vergleich erledigt abzu-

schreiben. Das Grundbuchamt C._____ ist vereinbarungsgemäss anzuweisen, 

das mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirksgerich-

tes Horgen vom 2. Dezember 2013 (Geschäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der 

Klägerin und zu Lasten des Grundstücks des Beklagten, Grundbuchblatt 1, Kat.-

Nr. 2, D._____-Strasse …, C._____, provisorisch eingetragene Bauhandwerker-

pfandrecht für die Pfandsumme von CHF 80'560.50 zuzüglich Zins von 5% seit 

dem 8. November 2013 zu löschen. 

 5.1 Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. 

LB200023-O ist bei einem für die Kosten massgebenden Streitwert von 

Fr. 162'121.– (vgl. act. 197 E. 5.) gestützt auf § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4 Abs. 1 GebV 

OG auf Fr. 10'000.– festzusetzen, der Klägerin aufzuerlegen und aus dem von ihr 

- 10 - 

geleisteten Kostenvorschuss im Verfahren LB200023-O (= Fr. 11'250.–) zu bezie-

hen.  

 Die Kosten des vorliegenden Berufungsverfahrens (Geschäfts-Nr. 

LB210061-O) sind unter Berücksichtigung der Verfahrenserledigung ohne An-

spruchsprüfung (§ 8 Abs. 1 GebV OG) auf Fr. 4'000.– festzusetzen und den Par-

teien vereinbarungsgemäss je zur Hälfte aufzuerlegen. Im Umfang von Fr. 1'250.– 

sind die von der Klägerin zu zahlenden Kosten (Fr. 2'000.–) aus dem von ihr im 

Verfahren LB200023-O geleisteten Kostenvorschuss zu beziehen. Im Restumfang 

stellt die Gerichtskasse den Parteien Rechnung.  

 5.2 Es werden für beide Berufungsverfahren (Geschäfts-Nrn. LB200023-O 

und LB210061-O) keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Berufungsverfahren wird abgeschrieben. 

2. Das Grundbuchamt C._____ wird angewiesen, das mit Urteil des Einzelge-

richts im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen vom 2. De-

zember 2013 (Geschäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der Klägerin und zu 

Lasten des Grundstücks des Beklagten, Grundbuchblatt 1, Kat.-Nr. 2, 

D._____-Strasse …, C._____, provisorisch eingetragene Bauhandwerker-

pfandrecht für die Pfandsumme von CHF 80'560.50 zuzüglich Zins von 5% 

seit dem 8. November 2013 zu löschen. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens LB200023-O werden auf 

Fr. 10'000.– festgesetzt, der Berufungsklägerin auferlegt und aus dem von 

ihr im Verfahren LB200023-O geleisteten Kostenvorschuss bezogen.  

4. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren wird auf Fr. 4'000.– fest-

gesetzt und den Parteien vereinbarungsgemäss je zur Hälfte auferlegt. Im 

Umfang von Fr. 1'250.– werden die von der Berufungsklägerin zu zahlenden 

Kosten (Fr. 2'000.–) aus dem von ihr im Verfahren LB200023-O geleisteten 

Kostenvorschuss bezogen. 

- 11 - 

5. Für beide Berufungsverfahren (Geschäfts-Nrn. LB200023-O und LB210061-

O) werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsklägerin unter Beila-

ge eines Doppels von act. 206, sowie – unter Rücksendung der erstinstanz-

lichen Akten – an das Bezirksgericht Horgen und im Dispositiv-Auszug Ziff. 2 

an das Grundbuchamt C._____, je gegen Empfangsschein sowie an die 

Obergerichtskasse. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 161'121–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des 
Begehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision 
beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 27. April 2022
	des Beklagten: (act. 9; act. 60; act. 68)
	Beschluss und Urteil des Bezirksgerichtes: (act. 181)
	"Es wird beschlossen:
	1. Auf das Klagebegehren 2 wird nicht eingetreten.
	2./3. [Mitteilung / Rechtsmittel]
	Es wird erkannt:
	1. Die Klagebegehren 1 und 3 werden abgewiesen.
	2. Das Grundbuchamt C._____ wird angewiesen, das mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirkes Horgen vom 2. Dezember 2013 (Geschäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der Klägerin und zu Lasten des Grundstücks des Beklagten, Grundbuch...
	3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Gerichtskosten inkl. der Kosten des Massnahmeverfahrens werden der Klägerin auferlegt und mit dem gesamten geleisteten Vorschüssen der Parteien verrechnet. Es wird festgestellt, dass die Klägerin Vorschüsse in Höhe von gesamthaft CHF 31'900.– u...
	5. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 29'148.– (zzgl. 8% MwSt.) zu bezahlen.
	6./7. [Mitteilung / Rechtsmittel]"
	Berufungsanträge: (act. 178 S. 2 f. [Berufungsklägerin, Verfahren LB200023-O])
	Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich: (act. 185 = act. 196)
	"1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 21. April 2020 wird vollumfänglich bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 10'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden der Berufungsklägerin auferlegt und aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Im Mehrumfang wird der Kostenvorschuss zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen Verrechnu...
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5./6. [Mitteilung / Rechtsmittel]"
	Urteil des Bundesgerichts: (act. 194 = act. 197)
	"1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 9. Dezember 2020 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zu neuer Entscheidung, einschliesslich der Neuverteilung der ...
	2. Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.– werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. [Mitteilung]"
	Berufungsanträge: (act. 200 S. 2 f. [Berufungsbeklagter, Verfahren LB210061-O])
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Berufungsverfahren wird abgeschrieben.
	2. Das Grundbuchamt C._____ wird angewiesen, das mit Urteil des Einzelge-richts im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen vom 2. Dezember 2013 (Geschäfts-Nr. ES130134-F) zu Gunsten der Klägerin und zu Lasten des Grundstücks des Beklagten, ...
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens LB200023-O werden auf Fr. 10'000.– festgesetzt, der Berufungsklägerin auferlegt und aus dem von ihr im Verfahren LB200023-O geleisteten Kostenvorschuss bezogen.
	4. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt und den Parteien vereinbarungsgemäss je zur Hälfte auferlegt. Im Umfang von Fr. 1'250.– werden die von der Berufungsklägerin zu zahlenden Kosten (Fr. 2'000.–) aus de...
	5. Für beide Berufungsverfahren (Geschäfts-Nrn. LB200023-O und LB210061-O) werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsklägerin unter Beilage eines Doppels von act. 206, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Horgen und im Dispositiv-Auszug Ziff. 2 an das Grundbuchamt C....
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...