# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bf9c0f4-75ab-5d99-abd8-226a0312bc1b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.02.2021 725 20 66/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-66-29_2021-02-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Februar 2021 (725 20 66 / 29) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 

infolge Bestätigung einer 100 %igen Erwerbsfähigkeit in angepasster Tätigkeit und eines 

Integritätsschadens von unter 5 %. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, Hauptstrasse 104, Postfach, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1986 geborene A.____ arbeitete seit dem 18. Mai 2015 als Lageristin für die inzwi-
schen konkursite B.____ in X.____ und war im Rahmen dieser Tätigkeit bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Nichtberufsunfäl-
len versichert. Am Abend des 4. Juli 2015 schnitt sich A.____ laut den Angaben in der Unfall-

 

 
 
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meldung beim Geschirrwaschen an einem zerbrochenen Teller. Dabei zog sie sich eine 
Schnittverletzung am linken Handgelenk volar mit einer Durchtrennung der FCR-Sehne, der 
Palmarus longus-Sehne, der Arteria radialis und des Ramus cutaneus nervi radialis zu. Nach-
dem die Suva für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggeldzahlungen entsprechend 
der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit geleistet hatte, verneinte sie mit Verfügung vom 10. Ap-
ril 2017 sowohl einen Anspruch auf eine Invalidenrente als auch einen solchen auf eine Integri-
tätsentschädigung. Infolge Einsprache wurde die Verfügung vom 10. April 2017 mit Schreiben 
der Suva vom 1. Juni 2017 zurückgezogen, mit der Begründung, dass der Fallabschluss zu früh 
erfolgt sei. Mit Schreiben vom 4. Dezember 2017 stellte die Suva die Heilkosten- und Taggeld-
zahlungen per 31. Januar 2018 ein. Mit Verfügung vom 12. Januar 2018 verneinte sie erneut 
einen Anspruch auf eine Invalidenrente wie auch auf eine Integritätsentschädigung, mit der Be-
gründung, dass keine unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsunfähigkeit bestehe und kei-
ne erhebliche Schädigung der Integrität vorliege. An dieser Ablehnung hielt die Suva gestützt 
auf das angeforderte polydisziplinäre Gutachten bei der Academy of Swiss Insurance Medicine 
(asim) auf Einsprache der Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2020 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Elisabeth 
Maier, mit Schreiben vom 7. Februar 2020 vorsorglich Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei-
en der Einspracheentscheid der Suva vom 13. Januar 2020 aufzuheben und ihr die gesetzli-
chen Leistungen zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht bean-
tragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit ihrer Rechtsvertreterin sowie, 
nach Vorliegen des Arztberichts der Klinik C.____, die Einräumung der Gelegenheit zur Be-
schwerdeergänzung, den Beizug der Verfahrensakten und die Gewährung des Replikrechts. 
 
C. Mit Verfügung vom 20. April 2020 wurde das Gesuch der Beschwerdeführerin um Sis-
tierung des Verfahrens abgewiesen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Mai 2020 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
E. Am 31. Juli 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein, in welcher sie an den 
in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren festhielt und zusätzlich die Anordnung eines Ge-
richtsgutachtens beantragte. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Die Suva teilte am 13. August 2020 mit, dass sie auf die Einreichung einer Duplik verzich-
te. 
 
F. Am 21. August 2020 zog das Kantonsgericht die Akten der IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) bei. 
 
 
 
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befand sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 2. Februar 2020 ist demnach 
einzutreten.  
 
2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet vorab, dass die Suva ihr rechtliches Gehör ver-
letzt habe, indem sie mit dem Einspracheentscheid nicht zugewartet habe, bis das Gutachten 
der asim einem Handchirurgen zur Stellungnahme unterbreitet werden konnte. Die Beschwer-
degegnerin führt demgegenüber aus, dass sie der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör in 
Bezug auf die Personen der Gutachter und in Bezug auf die Fragestellung des versicherungs-
externen Gutachtens gewährt habe. Das Gutachten der asim vom 14. Juni 2019 sei der Be-
schwerdeführerin zur Stellungnahme zugestellt worden. Trotz mehrfacher Fristerstreckungen 
hätte sie sich inhaltlich nie zum Gutachten geäussert, sondern lediglich festgehalten, dass sie 
mit dem Ergebnis nicht einverstanden sei. Die Begründung des fehlenden Einverständnisses 
der Beschwerdeführerin bestehe ausschliesslich darin, dass sie eine Zweitmeinung einholen 
wolle. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestehe allerdings kein Anspruch auf eine 
«second opinion». Beim vorliegenden Einwand handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. 
Sollte sich diese als zutreffend erweisen, kann dies zur Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids führen, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde. Der betreffende Einwand 
ist darum vorab zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E.3). 
 
2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Grundsätzlich hat 
jede Partei eines Verfahrens das Recht, Beweisanträge zu stellen oder selbst Beweise beizu-
bringen. Dieses prozessuale Recht ist ein Teilaspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Der 
Gehöranspruch ist grundsätzlich absolut, sodass eine Verletzung in der Regel zur Aufhebung 
der entsprechenden Verfügung führt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine 
nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn 
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Instanz zu äussern, welche sowohl 
die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 142 II 226 E. 2.8.1, 
137 I 197 E. 2.3.2, 135 I 285 E. 2.6.1; je mit Hinweisen). Unter dieser Voraussetzung ist selbst 

 

 
 
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bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Heilung 
des Mangels auszugehen, wenn die Rückweisung der Sache zu einem formalistischen Leerlauf 
und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen 
Parteien an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGE 142 II 226 E. 2.8.1, 137 I 197 E. 2.3.2, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 23. Janu-
ar 2019, 8C_305/2018, E. 2.1). Eine Gehörsverletzung kann somit geheilt werden, wenn der 
Mangel im Rechtsmittelverfahren kompensiert wird und die Rechtsmittelinstanz über dieselbe 
Kognition verfügt wie die untere Instanz.  
 
2.3 Es ist unbestritten, dass die Suva vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 13. Januar 2020 die angekündigte Stellungnahme des Handchirurgen zum asim Gutachten 
nicht abwartete. Damit hat sie das rechtliche Gehör verletzt, wenn auch nicht derart schwerwie-
gend, dass eine Rückweisung zu nochmaligem Entscheid unter Einhaltung der verfahrensmäs-
sigen Anforderungen gerechtfertigt wäre. Praxisgemäss kann eine derartige Gehörsverletzung 
im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, wenn das rechtliche Gehör nachträglich gewährt wird, 
die Rechtsmittelinstanz über freie Kognition in Rechts- und Sachverhaltsfragen verfügt, mithin 
eine Ermessensüberprüfung möglich ist, und dem Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte 
wie vor erster Instanz zustehen (BGE 127 V 437 E. 3d/aa sowie 126 V 132 E. 2b, je mit Hinwei-
sen). Im vorliegenden Fall konnte die Beschwerdeführerin den angekündigten Bericht des 
Handchirurgen im Rahmen ihrer Replik nachreichen. Das Kantonsgericht verfügt wie die Suva 
sowohl in tatsächlicher wie rechtlicher Hinsicht über freie Kognition (vgl. Art. 1 Abs. 1 UVG in 
Verbindung mit Art. 61 lit. c ATSG). Damit ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Be-
schwerdeführerin in jedem Falle geheilt. 
 
3. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden 
jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge-
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, 
weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug 
genommen wird. 
 
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeits-
unfähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 

 

 
 
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gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfälllige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, 
so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. 
Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Laut diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwal-
tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und –ärzte, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der 

 

 
 
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Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Suva mit Verfügung vom 12. Januar 2018 den An-
spruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsentschädigung 
zu Recht ablehnte.  
 
5.2 Die Suva beauftragte die asim mit einem polydisziplinären Gutachten in den Diszipli-
nen Neurologie, Handchirurgie und Angiologie. Am 14. Juni 2019 diagnostizierten die medizini-
schen Experten einen Status nach Schnittverletzung am linken Handgelenk vom 4. Juli 2015 
mit kompletter Durchtrennung der FCR-Sehne sowie der Palmarus longus-Sehne, mit Durch-
trennung der Arteria radialis sowie eines Astes des Ramus cutaneus nervi radialis links, mit 
Wundrevision, Spülung und Débridement der Palmaris longus-Sehne, mit Naht der FCR-Sehne 
nach Limtsai, mit mikrochirurgischer Naht der Arteria radialis sowie des Ramus cutaneus Nervi 
radialis am linken Handgelenk am 4. Juli 2015. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe 
klinisch und aktenanamnestisch eine axonale Affektion des Ramus cutaneus Nervi radialis 
links, ein multifaktorielles Schmerzsyndrom an der linken Hand ohne Anhaltspunkte für eine 
Allodynie oder ein CRPS (Complex Regional Pain Syndrome), eine regrediente sensible 
demyelinisierende Affektion des Nervus medianus im Handgelenksbereich links ohne Anhalts-
punkte für eine axonale Schädigung, wahrscheinlich im Rahmen eines transienten Karpaltun-
nelsyndroms. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine persistierend verschlossene 
Arteria radialis über eine Strecke von 2cm im Bereich des Handgelenks bei Ulnarisversorungs-
typ links mit kräftiger Arteria ulnaris links diagnostiziert. Unfallkausal würden sich lokale 
Schmerzen im palmaren Handgelenksbereich links radialseitig ohne Schmerzausstrahlung, oh-
ne Allodynie, ohne Hyperpathie und ohne neropathischen Schmerzcharakter objektivieren las-
sen. In der klinischen Untersuchung werde aktuell lediglich noch eine Hypästhesie im Bereich 
des linken Daumens dorsal wie volar und den Daumenansatz mitumfassend angegeben. Im 
Gegensatz zur neurologischen Voruntersuchung im Juli 2018 werde keine Hypästhesie der Fin-
ger II und III mehr angegeben. Auch bei der Kraftprüfung der Unterarm- und Handmuskeln habe 
die Beschwerdeführerin – vor einem plötzlichen Nachgeben – einen Kraftgrad von M5 entwi-
ckelt. In der Voruntersuchung sei die Kraftentfaltung deutlich geringer (M3 bis M4) gewesen, 
sodass von einer objektiven Befundbesserung oder einer verbesserten Kooperation auszuge-
hen sei. Die hypästhetischen Areale könnten direkt auf die Affektion des Ramus cutaneus nervi 
radialis links nach Astdurchtrennung dieses Nervs zurückgeführt werden. In der Gesamtsicht 
könne davon ausgegangen werden, dass einzelne Fasern des Nervus medianus zum Daumen 
mitlädiert worden seien. In der neurosonographischen Untersuchung des Nervus medianus ha-
be sich der Ast zum Dig I links erhalten gezeigt und es hätten sich auch neurosonographisch 
aktuell im Karpaltunnelbereich keine Anhaltspunkte für ein Karpaltunnelsyndrom mehr finden 
lassen. Für das Vorliegen eines CRPS gebe es keine Anhaltspunkte. Die Trophik der Finger sei 
symmetrisch. Bei den objektiv nachgewiesenen Nervenläsionen sei festzuhalten, dass die aktu-
ellen Schmerzbeschwerden primär lokaler Natur im Handgelenks-Narbenbereich seien und kein 
primär neuropathischer oder neuralgischer Schmerz eines grossen Nervs vorliege. Die ver-
schlossene Arteria radialis sei organisch nachweisbar, habe aber keinen Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit und sei auch nicht verantwortlich für die beklagten Beschwerden. Aus angiologi-

 

 
 
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scher Sicht könnten keine Massnahmen empfohlen werden, welche konkrete Aussicht hätten, 
die Funktion relevant zu verbessern. Entsprechend sei aus unfallkausaler Sicht die Behandlung 
abgeschlossen. Theoretisch wäre eine Testinfiltration mit Lidocain im Bereich der verletzten 
Nerven möglich. Abhängig vom Resultat könnte eine Diskussion bezüglich Neurolyse bzw. Neu-
rotomie und Einbringen eines Gleitgewebes geführt werden. Es sei aber völlig offen und letztlich 
zweifelhaft, ob dadurch eine relevante Verbesserung erzielt werden könne. Möglicherweise 
würde eine Beschwerdelinderung daraus resultieren, die aber keine realistische Aussicht auf 
eine wesentliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit oder Belastungsfähigkeit mit sich bringen 
würde. Dafür würden auch die vorhandenen Hinweise auf funktionelle Überlagerung und die 
diffusen Schmerzangaben sprechen. In ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Angestellte eines 
Transportunternehmens mit wiederholt erforderlichem Heben und Tragen von auch schweren 
Gewichten sei die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeitsfähig. Sie könne aber qualitativ mit der 
linken Hand noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten verrichten, primär im mittelmotorischen 
Bereich, wobei gelegentlich feinmotorische Anteile durchaus möglich seien. Überwiegend oder 
ausschliesslich feinmotorische und feinmotorisch sehr anspruchsvolle Tätigkeiten der linken 
Hand seien aufgrund der Gefühlsminderung im Daumenbereich jedoch nicht geeignet. Eben-
falls nicht geeignet seien Tätigkeiten, welche ein repetitives Beugen der linken Hand unter Be-
lastung erfordern. Quantitativ sei die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht für Tätigkei-
ten mit dem erwähnten Profil voll einsetzbar. Die angiologischen Diagnosen würden keine Ein-
schränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bewirken. Zur Frage der Integritätsentschä-
digung sei festzuhalten, dass aus neurologischer Sicht lediglich eine Gefühlsminderung im 
Daumenbereich bestehe. In Anlehnung an die Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funkti-
onsstörungen an den oberen Extremitäten), Abschnitt Lähmungen, könne bei isolierter partieller 
sensibler Schädigung von Ästen der Nervi radialis und medianus links höchstens ein Integri-
tätsschaden von 2.5% berücksichtigt werden. Aus Sicht der Handchirurgie und Angiologie wür-
den sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer funktionellen Einschränkung ergeben, welche 
die Schwelle eines Integritätsschadens erreichen würde. 
 
5.3 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. Januar 2020 auf 
das polydisziplinäre Gutachten der asim. Gestützt auf das besagte Gutachten ging die Suva 
implizit davon aus, dass spätestens ab Januar 2018 keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustands mehr erwartet werden konnte und der medizinische Endzustand erreicht war. 
Dies wird von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht beanstandet. Des Weiteren stützt sich die 
Suva auf die gutachterliche Beurteilung des massgeblichen unfallbedingten Zumutbarkeitspro-
fils ab. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und –ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Das Gutachten der asim vom 14. Juni 2019 weist weder formale noch in-
haltliche Mängel auf, es ist – wie vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.3 hiervor) – für die 
streitigen Belange umfassend und beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die 
geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein 

 

 
 
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und setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander. 
Dr. D.____, Dr. E.____ und Dr. F.____ untersuchten im Rahmen des polydisziplinären Gutach-
tens die Beschwerdeführerin persönlich und berücksichtigten die ganze Krankengeschichte, 
geben klare nachvollziehbare Antworten auf die gestellten Fragen und argumentieren insge-
samt widerspruchsfrei und schlüssig. Es ist demnach mit der Suva davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin nach Erreichen des Endzustandes per Januar 2018 bei leichten bis mittel-
schweren Tätigkeiten im primär mittelmotorischen Bereich, wobei gelegentlich feinmotorische 
Anteile durchaus möglich sind, voll einsetzbar ist. 
 
5.4 Die Beschwerdeführerin stellt einzig die Zumutbarkeitsbeurteilung des Gutachtens in 
Frage und erachtet aufgrund der Schmerzsituation eine vollschichtige Verweistätigkeit als nicht 
zumutbar. Zu diesem Zweck beruft sie sich auf den Bericht von Dr. med. G.____, FMH Hand-
chirurgie, Klinik C.____, vom 27. April 2020. In diesem Bericht wird festgehalten, dass bereits 
nach dem Unfall eine Verletzung des Nervus medianus nicht vorgelegen habe und auch in den 
aktuellen Untersuchungen im ENMG neurosonographisch und im MRT weiterhin nicht nachge-
wiesen werden könne. Bei Status nach Arteria radialis-Naht und positivem Allen-Test sei es im 
Verlauf scheinbar zu einem Verschluss der Arteria radialis gekommen. Die Perfusion der Hand 
über die Arteria ulnaris sei aber gegeben. Die von der Beschwerdeführerin nicht näher differen-
zierten Schmerzen seien am ehesten neuropathischer Ursache bei Status nach Durchtrennung 
des Ramus superficialis der Nervus radialis mit mikrochirurgischer Nervennaht. Neurome mit 
neuropathischen Schmerzen könnten auch nach fachgerecht durchgeführter Nervennaht auftre-
ten. Eine Revisionsoperation sei heikel und berge das Risiko einer Schmerzexazerbation. Bei 
ansonsten guter Handfunktion empfehle sich eine konservative, lokale und systemische neuro-
pathische Schmerzbehandlung sowie bedarfsweise ein lokales Anwenden von Lidocain Spray, 
der ohne Berührung appliziert werden könne. 
 
5.5 Ein Vergleich dieser Einschätzung mit den Beurteilungen im asim-Gutachten zeigt auf, 
dass die Einschätzungen weitestgehend kongruent und in keiner Weise widersprüchlich sind. 
Beide Berichte beschreiben die lokale Natur der Schmerzbeschwerden und auch das asim-
Gutachten stellt die neuropathische Natur des Schmerzes nicht in Abrede, es hält lediglich fest, 
dass kein primär neuropathischer und neuralgischer Schmerz eines grossen Nervs vorliege. 
Sowohl das asim-Gutachten wie auch Dr. G.____ raten von einer operativen Behandlung der 
Schmerzproblematik ab und beide sehen eine Lidocain-Behandlung als mögliche Option. Ent-
gegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin widerspricht Dr. G.____ dem asim-Gutachten 
keineswegs. Vielmehr nimmt Dr. G.____ gar keinen Bezug auf das asim-Gutachten und äussert 
sich auch nicht zur Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin. Damit liegt keine ärztliche Ein-
schätzung vor, die das asim-Gutachten in Frage stellt, sodass weiterhin davon auszugehen ist, 
dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist. 
 
6.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

 

 
 
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(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (BGE 128 V 30 E.1). Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegeben-
heiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222, 
128 V 174). Die Basis der Vergleichseinkommen wird im vorliegenden Fall nicht bestritten. Zu 
prüfen bleibt die Bemessung der Invalidität. 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet die Höhe des Invalideneinkommens insofern, als 
sie einen leidensbedingten Abzug von 5% als zu tief einschätzt und einen Abzug von mindes-
tens 10% verlangt. Begründet wird der höhere Abzug mit den erheblichen Einschränkungen 
beim Tätigkeitsprofil. 
 
6.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer-
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll 
der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 146 V 19 E. 4.1, 
142 V 181 E. 1.3, 124 V 322 E. 3b/aa). So drängt sich ein Abzug aufgrund funktioneller Ein-
schränkungen dann auf, wenn sie ihrer Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen 
vereinbar sind, wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen in einer leidensange-
passten Tätigkeit ergeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2008, 9C_119/2008, 
E. 2.3.1). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 79 E. 5b/aa; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 13. August 2020, 9C_226/2020, E. 5.1). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er 
ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 146 V 20 E. 4.1, 135 V 302 E. 5.3, 126 V 80 
E. 5b/bb). Das Gericht darf dabei sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desje-
nigen der Verwaltung setzen. Es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche 
seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 
E 6, 123 V 152 E. 2).  
 
6.4 Gemäss der Zumutbarkeitsbeurteilung sind der Beschwerdeführerin weiterhin alle 
leichten bis mittelschweren Tätigkeiten zumutbar mit der Einschränkung, dass mit der linken 
Hand ausschliesslich oder überwiegend feinmotorische Tätigkeiten sowie repetitives Beugen 
der linken Hand unter Belastung ausgeschlossen sind. Die bestehenden Einschränkungen sind 
somit nicht sehr einschneidend, und betreffen lediglich die linke, nicht dominante Hand. Die 
Suva hat sowohl das im polydisziplinären Gutachten der asim festgelegte Zumutbarkeitsprofil 
der Beschwerdeführerin als auch die bundesgerichtliche Rechtsprechung bei funktioneller Ein-
armigkeit oder Einhändigkeit, wonach nicht von einer generellen bzw. einheitlichen proportiona-
len Kürzung des Tabellenlohns auszugehen ist, sondern vielmehr auf die Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit in jedem konkreten Einzelfall aufgrund der medizinischen Vorgaben festzustel-
len und gestützt hierauf die massgebende Tabelle heranzuziehen ist (vgl. Urteil des Bundesge-

 

 
 
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richts vom 30. März 2017, 8C_31/2017, E. 6.2 mit Verweis auf BGE 129 V 472 E. 4.3. S. 483; 
Urteile vom 21. Dezember 2016, 8C_622/ 2016, E. 5.2.1 und vom 28. April 2010, 
8C_1050/2009, E. 3.5 i.f.), bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs berücksichtigt. Die 
Festlegung des Abzugs auf 5% bewegt sich innerhalb des Ermessensspielraums der Suva und 
ist nicht zu beanstanden. Somit ist unter Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs nach 
wie vor von einem rentenausschliessenden IV-Grad von unter 10% auszugehen. 
 
7.1 Gestützt auf das Gutachten der asim vom 14. Juni 2019, gemäss welchem bei isolier-
ter partieller sensibler Schädigung von Ästen der Nervi radialis und medianus links ein Integri-
tätsschaden von höchstens 2.5% gegeben werden kann, lehnte die Suva einen Anspruch auf 
Integritätsentschädigung ab. Dem entgegen erachtet die Beschwerdeführerin den erlittenen 
Unfallschaden als derart gravierend, dass eine Integritätsentschädigung gerechtfertigt sei.  
 
7.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).  
 
7.3 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 
darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel-
ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala 
(BGE 113 V 218 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungs-
praxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische 
Schäden prozentual gewichtet. 
 
7.4 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Integritätsschäden, die gemäss der in Anhang 3 UVV vorgesehenen 
Skala 5% nicht erreichen, geben gemäss Ziff. 1 Abs. 3 keinen Anspruch auf Entschädigung. 
 
7.5 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-

 

 
 
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teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Ur-
teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.6  Die asim hat in ihrem Gutachten nachvollziehbar begründet, weshalb in Anlehnung an 
die Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten), 
Abschnitt Lähmungen, bei einer isolierten partiellen sensiblen Schädigung von Ästen der Nervi 
radialis und medianus links höchstens ein Integritätsschaden von höchstens 2.5% vorliege. Die 
Beschwerdeführerin hat in keiner Weise begründet, weshalb diese Einschätzung nicht zutref-
fend sein soll. Insbesondere unterlässt sie es gänzlich, fachärztliche Berichte vorzulegen oder 
näher zu bezeichnen, in denen ein höherer Integritätsschaden ausdrücklich bejaht wird oder 
denen zumindest ausreichende Hinweise auf das Vorliegen einer höher zu bemessenden Integ-
ritätsschädigung entnommen werden können. Darüber hinaus lässt sich aber auch den medizi-
nischen Akten nichts entnehmen, das – unabhängig von den Vorbringen der Beschwerdeführe-
rin – im Rahmen der Sachverhaltsermittlung und Rechtsanwendung von Amtes wegen Anlass 
geben könnte, von der schlüssigen und nachvollziehbaren asim Beurteilung abzuweichen. So-
mit ist mit der Suva die Höhe des Integritätsschadens auf höchstens 2.5% anzusiedeln. Die 
vorinstanzliche Verneinung eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung erweist sich so-
mit als rechtens. 
 
8. Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Be-
schwerde vom 7. Februar 2020 gestellten Verfahrensantrag der Versicherten zu entsprechen, 
wonach ein unabhängiges medizinisches Gerichtsgutachten einzuholen sei. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die 
Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässi-
gen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entstehung der 
Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach-
verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be-
weismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach kon-
stanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 435 E. 3.1.3, 141 I 64 E. 3.3). 
 
9. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid der Suva vom 13. Januar 2020 nicht zu beanstanden ist. Die von der Versicherten 
hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen wer-
den muss.  
 
10.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegen-
de Verfahren keine Kosten zu erheben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.  
 

 

 
 
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10.2 Es bleibt über den in der Eingabe vom 7. Februar 2020 gestellten Antrag der Be-
schwerdeführerin zu befinden, es sei ihr die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrer Rechtsver-
treterin zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Per-
son, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Praxis-
gemäss ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu gewäh-
ren, wenn der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die 
anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 
4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 Rz. 183 bis 193 mit Hinweisen auf die Rechtspre-
chung). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit der Versicherten ist 
gestützt auf die eingereichten Unterlagen zu bejahen, die Beschwerde kann nicht als offensicht-
lich aussichtslos bezeichnet werden und die anwaltliche Vertretung ist geboten gewesen. Die 
Rechtsvertreterin der Versicherten ist mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. Okto-
ber 2020 aufgefordert worden, innert unerstreckbarer Frist bis 28. Oktober 2020 ihre detaillierte 
Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2020 wurde die 
detaillierte Honorarnote der Rechtsvertreterin der Versicherten dem Kantonsgericht eingereicht. 
Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 
beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 200 Franken pro Stunde. Der Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführerin ist deshalb für ihre Bemühungen im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren ein Honorar in Höhe von Fr. 1'720.85 (7 Stunden und 5 Minuten à Fr. 200.--
 + Auslagen von Fr. 181.10 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurich-
ten. 
 
10.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Advokatin 
Elisabeth Maier ein Honorar in Höhe von Fr. 1'720.85 (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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