# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c81b1889-99d5-511f-b35b-bb50d669c8be
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2009 C-3530/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3530-2009_2009-09-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3530/2009/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

T._______,
vertreten durch Integration Handicap, Rechtsdienst, 
Schützenweg 10, 3014 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Ausschluss aus der freiwilligen AHV-/IV-Versicherung; 
Einspracheentscheid der SAK vom 29. April 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3530/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK,  Vorinstanz) mit  Ein- 
spracheentscheid  vom 29. April  2009  auf  die  Einsprache  gegen  die 
SAK-Verfügung vom 19. Januar 2009 (Ausschluss aus der freiwilligen 
Versicherung)  wegen  Fehlen  der  Bevollmächtigung  der  Vertreterin 
nicht eingetreten ist,

dass T._______ (Beschwerdeführer) den Einspracheentscheid mit Be-
schwerde  vom  2.  Juni  2009  beim  Bundesverwaltungsgericht  ange-
fochten hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über 
die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR  831.10)  zur 
Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen 
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist,

dass die SAK eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdele-
gitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass bei Nichteintreten auf eine Einsprache im Beschwerdeverfahren 
die Überprüfung auf die Frage beschränkt bleibt, ob die Vorinstanz die 
Einsprache zu Recht mit  Nichteintreten erledigen durfte (BGE 118 V 
311 E. 2), 

dass die Vorinstanz ihren Nichteintretensentscheid mit  der fehlenden 
Vollmacht der Vertreterin begründete, 

dass der Versicherungsträger den Vertreter der Partei auffordern kann, 
sich durch schriftliche Vollmacht auszuweisen (Art. 37 Abs. 2 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]),

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dass die  Vertreterin  beschwerdeweise darauf  hinwies,  sie  habe sich 
genügend über ihr Vertretungsmandat ausgewiesen, die entsprechen-
de Vollmacht sei in Faxkopie eingereicht worden und der Anfechtungs-
wille  sowie  die  gewünschte  Vertretung  durch  Integration  Handicap 
gehe aus den beiden Telefax vom 5. Februar und 5. März 2009 deutlich 
hervor,

dass  die  Vorinstanz  vernehmlassungsweise  stillschweigend  von  der 
rechtsgenüglichen  Vertretung  des  Beschwerdeführers  auszugehen 
scheint und materiell zu den Ausschlussvoraussetzungen, die Gegen-
stand ihrer Verfügung vom 19. Januar 2009 waren, Stellung nimmt,

dass die Vorinstanz damit zu erkennen gibt,  auf die Einsprache vom 
11. März 2009 sei zu Unrecht nicht eingetreten worden, 

dass sich auch aus den Akten ergibt,  dass Integration Handicap mit 
Vollmacht vom 1. Juni 2009 rechtsgültig bevollmächtigt ist (act. 1 Beila-
ge 8, Telefax),

dass der Einspracheentscheid vom 29. April 2009 somit aufzuheben ist,

dass es in der Zuständigkeit der SAK liegt, im Sinne ihrer Erwägungen 
in der Vernehmlassung die Einsprache gutzuheissen, ihre Ausschluss-
verfügung  vom  19.  Januar  2009  wiedererwägungsweise  aufzuheben 
und eine neue Beitragsverfügung zu erlassen,

dass  die  Beschwerde  aus  den  obgenannten  Gründen  gutzuheissen, 
der Einspracheentscheid vom 29. April 2009 aufzuheben und die Sa-
che zur materiellen Prüfung im Sinne der Erwägungen an die Vorins-
tanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG),

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),

dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zusprechen kann, 

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, der anwaltlich vertreten ist, 
unter Berücksichtigung des – mangels Vorliegens einer Kostennote – 
abzuschätzenden  Aufwandes  für  Beschwerde  und  Replik  eine  Par-

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teientschädigung von Fr. 1'000.- auszurichten (Art. 14 Abs. 2 VGKE), 
welche der unterliegenden Vorinstanz aufzuerlegen ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Der Einspracheentscheid vom 29. April 2009 wird aufgehoben und die 
Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dem  Beschwerdeführer  wird  eine  Parteientschädigung  in  Höhe  von 
Fr. 1'000.- zugesprochen. Diese geht zu Lasten der Vorinstanz.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-

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aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-
tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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