# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03357c37-348b-522e-b8e8-c285cf228a50
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PF240046-O2
**Docket/Reference:** PF240046-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PF240046-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PF240046-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichterin Dr. C. Scho-

der sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Kappeler

Urteil vom 18. Dezember 2024

in Sachen

A._____ AG,  

Beschwerdeführerin (vor Vorinstanz Beschwerdegegnerin),

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ und / oder Rechtsanwalt MLaw, 

LL.M. X2._____

gegen

B._____, 

Beschwerdegegner (vor Vorinstanz Beschwerdeführer),

sowie

1.

2.

C._____, 

D._____, 

Verfahrensbeteiligte,

betreffend Aufsichtsbeschwerde betreffend Willensvollstreckermandat

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes 

Andelfingen vom 22. Mai 2024 (EA220001)

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Erwägungen:

1.

1.1. Am  tt.mm  2020  verstarb  die  am  tt. August  1932  geborene  E._____  geb. 

F._____ (nachfolgend Erblasserin), wohnhaft gewesen in G._____ (act. 25/2). Als 

gesetzliche Erben hinterliess sie ihre drei Söhne B._____ (im vorinstanzlichen Ver-

fahren  Beschwerdeführer  und  vorliegend  Beschwerdegegner,  nachfolgend  Be-

schwerdegegner),  C._____  (nachfolgend  Verfahrensbeteiligter  1)  und  D._____ 

(nachfolgend  Verfahrensbeteiligter  2;  vgl.  act. 53  E. I/1.).  Der  Nachlass  umfasst 

eine Liegenschaft am H._____-strasse …, G._____ (nachfolgend Nachlassliegen-

schaft). In ihrer letztwilligen Verfügung vom 16. März 2017 ernannte die Erblasserin 

I._____, J._____, und ersatzweise die A._____ AG (im vorinstanzlichen Verfahren 

Beschwerdegegnerin und vorliegend Beschwerdeführerin, nachfolgend Beschwer-

deführerin)  mit  der  Willensvollstreckung  (act. 3/1b  Ziff.  4).  Nachdem  I._____  das 

Amt  als  Willensvollstrecker  abgelehnt  und  die  Beschwerdeführerin  die  Annahme 

des Willensvollstreckermandates erklärt hatte, stellte das Einzelgericht im summa-

rischen  Verfahren  des  Bezirksgerichts  Andelfingen  (nachfolgend  Vorinstanz)  am 

23. November 2020 die Willensvollstrecker-Bescheinigung aus (act. 25/2). 

1.2. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2022 reichte der Beschwerdegegner bei der 

Vorinstanz eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Beschwerdeführerin ein und be-

antragte  die  Absetzung  der  Beschwerdeführerin  als  Willensvollstreckerin  bzw. 

eventualiter die Verhängung geeigneter Disziplinarmassnahmen sowie die Ausrich-

tung angemessener Abschlagszahlungen an die Erben (act. 1, act. 7). Die Verfah-

rensbeteiligten 1 und 2 nahmen mit Eingaben vom 24. Februar 2023 (act. 19) bzw. 

26. Februar 2023 (act. 21) Stellung und beantragten jeweils die Abweisung der Auf-

sichtsbeschwerde. Mit Eingabe vom 6. März 2023 reichte die Beschwerdeführerin 

ihre Stellungnahme ein und beantragte im Wesentlichen ebenfalls die Abweisung 

der  Aufsichtsbeschwerde  (act.  24).  Der  Beschwerdegegner  reichte  am  20. April 

2023 eine weitere Eingabe ein (act. 26), zu welcher sich der Verfahrensbeteiligte 1 

mit Eingabe vom 22. Dezember 2023 (act. 38), der Verfahrensbeteiligte 2 mit Ein-

gabe vom 27. Dezember 2023 (act. 40) und die Beschwerdeführerin mit Eingabe 

vom 29. Dezember 2023 (act. 42) äusserten. 

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1.3. Mit Urteil vom 22. Mai 2024 hiess die Vorinstanz die Aufsichtsbeschwerde 

teilweise gut und erliess folgendes Erkenntnis (act. 47 = act. 53 [Aktenexemplar] = 

act. 55, fortan zitiert als act. 53):

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird hinsichtlich der Vermie-

tung der Nachlassliegenschaft H._____-strasse …, G._____, zu einem 

zu tiefen, nicht kostendeckenden Mietzins von Fr. 800.– pro Monat, ge-

mäss Mietvertrag vom 4. Juli 2022, eine Pflichtverletzung der Beschwer-

degegnerin festgestellt, und es wird diesbezüglich eine Ermahnung ge-

gen die Beschwerdegegnerin ausgesprochen. 

2.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 8'400.– festgesetzt.

4. Die  Gerichtskosten  des  vorliegenden  Verfahrens  werden  dem  Be-

schwerdeführer  zu  11/12  und  der  Beschwerdegegnerin  zu  1/12  aufer-

legt. Sie werden aus dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvor-

schuss bezogen, sind dem Beschwerdeführer aber von der Beschwer-

degegnerin im Umfang des dieser auferlegten Anteils von 1/12 zu erset-

zen.

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6.

[Mitteilungen]

7.

[Rechtsmittelbelehrung]

1.4. Gegen  diesen  Entscheid  erhob  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom 

26. September 2024 fristgerecht (vgl. act. 48/2) Beschwerde beim Obergericht des 

Kantons Zürich und stellte folgende Anträge (act. 54 S. 2):

"1. Es seien die Dispositivziffern 1, 4 und 5 des Entscheides des Be-
zirksgerichts  Andelfingen  vom  22.  Mai  2024  (Geschäfts-Nr. 
EA220001) aufzuheben;

 2.

es sei die Aufsichtsbeschwerde des Beschwerdegegners B._____ 
in Abweichung der Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Entschei-

- 4 -

 3.

 4.

des vollständig abzuweisen, eventualiter sei die Sache zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; 

in  Abweichung  der  Dispositivziffern  4  und  5  des  vorinstanzlichen 
Entscheides seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens voll-
ständig dem Beschwerdegegner B._____ aufzuerlegen und es sei 
der Beschwerdegegner B._____ zu verpflichten, der Beschwerde-
führerin A._____ AG eine Entschädigung von CHF 5'500.00 (zzgl. 
MwSt.) für das vorinstanzliche Verfahren zu bezahlen;

es seien die Kosten des oberinstanzlichen Beschwerdeverfahrens 
dem Beschwerdegegner B._____ aufzuerlegen und es sei der Be-
schwerdegegner B._____ zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 
A._____  AG  für  das  oberinstanzliche  Beschwerdeverfahren  eine 
angemessene Entschädigung (zzgl. MwSt.) zu bezahlen."

1.5. Der von der Beschwerdeführerin einverlangte Kostenvorschuss ging fristge-

recht ein (act. 58 und act. 60). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 

1-51). Vom Einholen einer Beschwerdeantwort ist abzusehen (Art. 322 ZPO). Das 

Verfahren ist spruchreif.

2.

2.1.

Im Kanton Zürich wird die Aufsicht über Willensvollstrecker erstinstanzlich 

durch das Einzelgericht ausgeübt (§ 139 Abs. 2 GOG). Gegen den Beschwerde-

entscheid des Einzelgerichts kann nach § 84 GOG innert zehn Tagen seit der Mit-

teilung Aufsichtsbeschwerde beim Obergericht erhoben werden. Auf das Rechts-

mittelverfahren  sind  kraft  ausdrücklicher  Verweisung  die  Bestimmungen  der  Be-

schwerde nach Art. 319 ff. ZPO sinngemäss anwendbar (§ 84 i.V.m. § 85 GOG). 

2.2. Die Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist schriftlich, begründet und mit 

Rechtsbegehren versehen einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Mit der Beschwerde 

kann die unrichtige Rechtsanwendung oder die offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Das bedeutet, dass 

die  Frage,  ob  sich  ein  bestimmter  Sachverhalt  verwirklichte  oder  nicht,  mit  be-

schränkter Kognition zu prüfen ist. Die Einschätzung dagegen, ob ein solcher Sach-

verhalt eine schwere Pflichtverletzung darstellt, ist eine Rechtfrage und als solche 

frei  zu  prüfen  (vgl.  OGer  ZH  PF180017  vom  18. Oktober  2018,  E. II./1).  Die  Be-

schwerde  soll  sich  sachbezogen  mit  den  Erwägungen  des  angefochtenen  Ent-

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scheids  auseinandersetzen  und  darlegen,  inwieweit  der  angefochtene  Entscheid 

unrichtig sei (CHK ZPO-SUTTER-SOMM/SEILER, Zürich 2021, Art. 321 N 13 f.).

2.3. Auf  die  Aufsichtsbeschwerde  ist  das  summarische  Verfahren  anwendbar 

(§139 Abs. 2 i.V.m. §142 GOG). Die Aufsicht über die Willensvollstrecker gilt als 

Angelegenheit der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Der Sachverhalt ist von Amtes we-

gen festzustellen (§ 83 Abs. 3 GOG, Art. 255 lit. b ZPO; OGer ZH LF230084 vom 

15. März 2024, E. II./2.4.). Es gilt mithin der einfache Untersuchungsgrundsatz. Der 

Prozessstoff ist von den Parteien selbst zu beschaffen; sie müssen also das Gericht 

über den Sachverhalt informieren und dazu die Beweismittel nennen (vgl. BGE 141 

III 569, E. 2.3 = Pra 105 [2016] Nr. 99). 

2.4. Die Willensvollstreckerbeschwerde richtet sich gegen getroffene, unterlas-

sene  oder  beabsichtigte  Handlungen  des  Willensvollstreckers  (BK  ZGB-KÜNZLE, 

Bern 2011, Art. 517–518 N 522). Es können auch Ermessensentscheide des Wil-

lensvollstreckers angefochten werden (BGE 97 II 11 E. 4; KUKO ZGB-GRÜNINGER, 

2.  Aufl.,  Basel  2018,  Art.  517/518  N 9).  Allerdings  beschränkt  sich  die  Überprü-

fungsbefugnis der Aufsichtsbehörde auf das formelle Vorgehen des Willensvollstre-

ckers.  Demgegenüber  darf  die  Aufsichtsbehörde  materiellrechtliche  Fragen  nicht 

behandeln. Dafür ist das Zivilgericht zuständig (BGer 5D_136/2015 vom 6. (recte: 

18.)  April  2016,  E.  5.2;  BGE  91  II  52,  E. 1;  BGE  48  II  308,  E.  1;  BSK  ZGB-LEU, 

7. Aufl., Basel 2023., Art. 518 N 98).

3.

3.1. Der  Beschwerdegegner  warf  der  Beschwerdeführerin  im  vorinstanzlichen 

Verfahren  diverses  Fehlverhalten  vor.  Die  Vorinstanz  erachtete  diese  Vorwürfe 

mehrheitlich als nicht gerechtfertigt. Sie stellte aber bezüglich der Vermietung der 

Nachlassliegenschaft zu einem monatlichen Mietzins von Fr. 800.– an K._____, die 

Tochter des Verfahrensbeteiligten 1, und ihren Partner, L._____, eine Pflichtverlet-

zung der Beschwerdeführerin fest (vgl. act. 53 E. III/11.4.). 

Dazu erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, es ergehe aus den Akten, dass 

L._____ bereits mit der Erblasserin einen Mietvertrag über ein möbliertes Zimmer 

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mit Mitbenutzung der weiteren Gemeinschaftseinrichtungen für Fr. 400.– pro Monat 

abgeschlossen habe. Ebenso ergehe aus den Akten, dass der Beschwerdegegner 

nach dem Ableben der Erblasserin damit einverstanden gewesen sei, dass L._____ 

bis auf weiteres gratis in der Nachlassliegenschaft gewohnt habe. Es sei daher da-

von  auszugehen,  dass  die  Beschwerdeführerin  bis  zum  4. Juli  2022  auf  einstim-

mige Anweisung der Erben gehandelt habe (act. 53 E. III/5.3.a und b). Am 4. Juli 

2022 habe die Beschwerdeführerin sodann mit L._____ und K._____ einen neuen 

Mietvertrag über die Nachlassliegenschaft abgeschlossen. Darin sei festgehalten 

worden, dass der neue Mietvertrag mit der definitiven Zuweisung der Liegenschaft 

an einen Erben oder bei deren Verkauf enden würde. Der Mietzins sei auf Fr. 800.– 

festgesetzt worden (act. 53 E. III/5.3.a). Mit dem Abschluss dieser neuen Mietver-

einbarung über das gesamte Einfamilienhaus hätten sich die Vertragsbestimmun-

gen so bedeutend geändert, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr unbesehen 

habe davon ausgehen können, dass der neue Vertrag und der darin vereinbarte 

Mietzins weiter von der Zustimmung der Erben gedeckt sei. Die Beschwerdeführe-

rin habe mit dem neuen Mietvertrag gemäss unbestritten gebliebener Darstellung 

des Beschwerdegegners auf unbestimmte Frist einen Mietzins vereinbart, welcher 

nicht einmal die Nebenkosten der Nachlassliegenschaft von rund Fr. 11'480.– pro 

Jahr decke. Die Beschwerdeführerin habe damit einen Verlust im Nachlassvermö-

gen verursacht. Es erscheine nicht stichhaltig, dass diese überaus tiefe Miete auf-

grund  der  unsicheren  zeitlichen  Befristung  der  Zwischennutzung  bewusst  so  tief 

angesetzt worden sei. Es sei notorisch, dass sich mit einem freistehenden Einfami-

lienhaus in G._____ selbst bei ausgewiesenem Instandstellungsbedarf ein markt-

üblicher  Mietzins  von  mehr  als  Fr. 800.–  erzielen  lasse,  auch  wenn  eine  zeitlich 

begrenzte Zwischennutzung in Frage stehe. Zwar habe die Beschwerdeführerin bei 

der Vermietung der Nachlassliegenschaft ein gewisses Ermessen, was den Miet-

zins anbelange. Jedoch erscheine die Vermietung mit einem befristeten Vertrag zu 

einem  nicht  kostendeckenden  Mietzins  von  Fr. 800.–  als  nicht  mehr  vertretbar 

(act. 53 E. III/5.3.b). 

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt vorab die Verletzung des anzuwenden Unter-

suchungsgrundsatzes durch die Vorinstanz. Sie bemängelt dabei im Wesentlichen, 

die Vorinstanz habe den Sachverhalt abweichend von den Behauptungen der Par-

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teien und insbesondere des Beschwerdegegners festgestellt. Die Vorinstanz habe 

den Sachverhalt mehrheitlich aus den von der Beschwerdeführerin im vorinstanzli-

chen Verfahren eingereichten Akten zusammengetragen und die entsprechenden 

Feststellungen der Beschwerdeführerin zur Last gelegt (vgl. act. 54 Rz. 17 f.). Zwar 

ist es auch im Rahmen des gemässigten Untersuchungsgrundsatzes grundsätzlich 

Sache der Parteien, das Tatsächliche vorzutragen und die Beweismittel zu nennen 

(vgl. oben E. 2.3. und BSK ZPO-MAZAN, 4. Aufl., Basel 2024, Art. 255 N 5 ff.). Es 

ist dem Gericht dabei jedoch unbenommen, sich zur Festlegung des Sachverhaltes 

unter Würdigung der eingereichten Beilagen auf sämtliche Parteivorbringen, und 

nicht nur auf jene der klagenden Partei, zu beziehen. Dies führt die Beschwerde-

führerin auch selbst aus (vgl. act. 54 Rz. 18). Es ist vorliegend indessen nicht er-

sichtlich, dass die Vorinstanz den wesentlichen Sachverhalt losgelöst von den Vor-

bringen sämtlicher Parteien festgestellt hätte: So führten die Verfahrensbeteiligten 

1  und  2  aus,  dass  L._____  bereits  vor  Abschluss  des  Mietvertrages  vom  4. Juli 

2022  ein  Zimmer  in  der  Nachlassliegenschaft  zum  Mietpreis  von  Fr. 400.–  be-

wohnte (act. 19 Ziff. 3, act. 21 Ziff. 3). Zudem brachten sowohl die Beschwerdefüh-

rerin als auch die Verfahrensbeteiligten 1 und 2 vor, dass am 4. Juli 2022 ein neuer 

Mietvertrag über die gesamte Nachlassliegenschaft mit dem bestehenden Mieter 

sowie  dessen  Partnerin,  der  Tochter  des  Verfahrensbeteiligten  1,  zum  Mietpreis 

von Fr. 800.– abgeschlossen worden sei (act. 19 Ziff. 3, act. 21 Ziff. 3, act. 24 Ziff. 

II.C.3). Der Beschwerdegegner machte sodann Angaben zu den angefallenen Ne-

benkosten und zum realisierbaren Mietertrag (act. 7 Ziff. 3, vgl. dazu auch nachfol-

gend E. 3.3.1. und E. 3.3.2.). Wenn die Vorinstanz gestützt auf diese Vorbringen 

Wertungen vornahm (etwa, es handle sich um eine bedeutende Vertragsänderung, 

die vereinbarte Miete sei nicht kostendeckend, es sei ein Verlust im Nachlassver-

mögen verursacht worden, vgl. act. 54 Rz. 17), sind diese unter dem Aspekt der 

Untersuchungsmaxime nicht zu beanstanden. Auf diese wird jedoch nachfolgend 

noch einzugehen sein (vgl. E. 3.3.). Eine Verletzung des (eingeschränkten) Unter-

suchungsgrundsatzes ist jedenfalls nicht erkennbar.

3.3.

In Bezug auf den vorliegend für die Feststellung einer Pflichtverletzung we-

sentlichen Sachverhalt (vgl. nachfolgend E. 3.4) bestreitet die Beschwerdeführerin 

sodann konkret, dass die vereinbarte Miete von Fr. 800.– nicht kostendeckend sei 

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und mit der Vermietung der Nachlassliegenschaft überhaupt eine höhere Miete er-

zielt werden könnte . Sodann macht sie geltend, sie habe davon ausgehen können, 

der Beschwerdeführer sei mit der Vertragsanpassung im Juli 2022 einverstanden 

gewesen. Darauf ist nachfolgend einzugehen.

3.3.1. Die  Beschwerdeführerin  führt  aus,  der  Beschwerdegegner  habe  den  Um-

stand,  dass  die  vereinbarte  Miete  von  Fr. 800.–  nicht  kostendeckend  sei,  vor 

Vorinstanz weder vorgetragen noch bewiesen, weshalb nicht von einer unbestritten 

gebliebenen Darstellung gesprochen werden könne (vgl. act. 54 Rz. 17). Sodann 

handle es sich beim von der Vorinstanz für die Bezifferung der Nebenkosten aus 

einer  vom  Beschwerdegegner  eingereichten  Steuerbescheinigung  herangezoge-

nen Betrag von Fr. 11'480.– nicht um Neben-, sondern um Unterhaltskosten, und 

zwar für das vorliegend nicht interessierende Jahr 2021 (act. 54 Rz. 15). 

Der  Beschwerdegegner  behauptete  in  seiner  Aufsichtsbeschwerde,  für  die 

Nachlassliegenschaft würden Nebenkosten von Fr. 11'480.– in Rechnung gestellt 

(vgl. act. 7 Ziff. 3). Weder die Beschwerdeführerin (vgl. act. 24 Ziff. II.C.3) noch die 

Verfahrensbeteiligten  1  und  2  (vgl.  act. 19  Ziff.  3,  act. 22  Ziff. 3)  bestritten  diese 

Behauptung vor Vorinstanz. Dass es sich bei diesem Betrag um Unterhalts-, und 

nicht um Nebenkosten handeln würde, bringt die Beschwerdeführerin im Rechts-

mittelverfahren erstmals vor ist und ist als Novum entsprechend nicht zu beachten 

(Art. 326 Abs. 1 ZPO). Dies wäre aber auch gar nicht entscheidend, da ein kosten-

deckender Mietzins jedenfalls alle Aufwände der Liegenschaft, insbesondere auch 

für  nötige  Renovationsarbeiten,  abzudecken  hat  (vgl.  dazu  etwa  OGer  ZH 

PF220004 vom 19. Mai 2022, E. 3.3.), mithin also auch Unterhaltskosten. Ebenso 

neu und damit nicht zu beachten ist zudem das Vorbringen, die entsprechenden 

Kosten seien im Jahr 2021 angefallen und daher vorliegend nicht relevant. Sie eig-

nen  sich  zudem  durchaus  als  Referenz  um  zu  bestimmen,  welche  Miete  im  Juli 

2022 als (mutmasslich) kostendeckende Miete zu betrachten gewesen wäre, ins-

besondere da in diesem Zeitpunkt für das Jahr 2022 noch gar kein definitiver Wert 

für den Liegenschaftsaufwand vorliegen konnte. Zwar behauptete der Beschwer-

degegner vor Vorinstanz nicht ausdrücklich, mit den Mietzinsen von Fr. 800.– wür-

den  die  (Neben-)Kosten  der  Nachlassliegenschaft  nicht  gedeckt.  Er  setzte  diese 

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aber sehr wohl dem aus seiner Sicht nach wie vor gültigen Mietzins von Fr. 400.– 

gegenüber, womit er aufzeigen wollte, dass die Kosten jedenfalls den Mietertrag 

überstiegen. Davon abgesehen wäre auch ohne ausdrückliche Behauptung nicht 

zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausgehend von den nicht bestrittenen Kosten 

von Fr. 11'480.–, mithin rund Fr. 950.– monatlich, zum Schluss kam, diese seien 

durch den ebenfalls nicht bestrittenen Mietzins von Fr. 800.– monatlich nicht ge-

deckt.  Somit  ist  die  Feststellung  der  Vorinstanz,  Fr. 800.–  seien  keine  kostende-

ckende Miete, im Resultat jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig. 

3.3.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet in ihrer Beschwerde weiter sinngemäss, 

dass die Nachlassliegenschaft zu einem höheren Preis als Fr. 800.– hätte vermietet 

werden  können,  da  sie  unter  besonderen  Umständen  vermietet  worden  sei:  Der 

bisherige  Mieter  habe  die  Nachlassliegenliegenschaft  bereits  vor  Abschluss  des 

neuen Mietvertrages zu einem Mietzins von Fr. 400.– pro Monat bzw. gemäss Ein-

verständnis sämtlicher Erben gratis bewohnt, die Mieter dürften nur solange in der 

Nachlassliegenschaft verbleiben, bis sich die Erben auf eine Teilung einigen wür-

den,  die  Mieter  müssten  sich  um  die  Hausüberwachung/Hauswartung  kümmern 

und sich während der Nachlassabwicklung die jederzeitige Betretung durch die Er-

ben gefallen lassen, die Nachlassliegenschaft sei nur eingeschränkt nutzbar und 

weise einen hohen Instandsetzungsbedarf auf. Unter diesen Umständen sei eine 

Vermietung  an  einen  Dritten  gar  nicht  möglich  gewesen.  Sie  habe  somit  keinen 

Verlust im Nachlassvermögen verursacht (act. 54 Rz. 18 f.).

Gemäss unbeanstandet gebliebener Feststellung der Vorinstanz handelt es 

sich  bei  der  Nachlassliegenschaft  um  ein  freistehendes  5.5  Zimmer-Einfamilien-

haus mit Umschwung. Im vorinstanzlichen Verfahren bestritt die Beschwerdeführe-

rin  grundsätzlich  nicht,  dass  damit  ohne  Vorliegen  besonderer  Umstände  eine 

Marktmiete von Fr. 3'000.– bis Fr. 4'000.– erzielt werden könnte. Sie hielt jedoch 

die Herabsetzung der Miete auf monatlich Fr. 800.– aufgrund der zeitlichen Befris-

tung, des Instandsetzungsbedarfs, der Pflicht zur Hausüberwachung sowie des be-

reits bestehenden Mietverhältnisses mit L._____ für angemessen (vgl. act. 24 S. 4). 

Entgegen der Beschwerdeführerin machte sie vor Vorinstanz aber keine Ausfüh-

rungen dazu, die Liegenschaft könne auch seit Abschluss des neuen Mietvertrages 

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im Juli 2022 nur eingeschränkt genutzt werden. Ein solches Vorbringen könnte le-

diglich sinngemäss und bloss als vergangener Zustand aus den Eingaben der Ver-

fahrensbeteiligten 1 und 2 entnommen werden (act. 19 Ziff. 3 und act. 22 Ziff. 3), 

und stützt sich auf E-Mailkorrespondenz aus dem Jahr 2020 (vgl. act. 20/3). Damit 

handelt  es  sich  bei  der  eingeschränkten  Nutzungsfähigkeit  im  Juli  2022  um  ein 

neues Vorbringen, welches im Rechtsmittelverfahren nicht zu beachten ist (Art. 326 

Abs. 1 ZPO). Gleiches gilt für die Behauptungen, die Mieter hätten die jederzeitige 

Betretung durch die Erben zu dulden (was aus den vorinstanzlichen Akten nur sinn-

gemäss aus einer E-Mailkorrespondenz aus dem Jahr 2020 erginge, vgl. act. 20/3) 

und die Vermietung an einen Dritten sei gar nicht möglich gewesen. Somit ist im 

Rechtsmittelverfahren lediglich zu beurteilen, ob trotz der zeitlichen Befristung, des 

Instandsetzungsbedarfes, der Pflicht zur Hausbewachung sowie des bestehenden 

Mietverhältnisses  mit  L._____  mit  der  Vermietung  der  Nachlassliegenschaft  ein 

Mietzins von über Fr. 800.– erzielt werden könnte, wobei mangels Bestreitung vor 

Vorinstanz grundsätzlich davon auszugehen ist, dass ohne Einschränkungen ein 

Mietzins  von  Fr. 3'000.–  bis  Fr-  4'000.–  realisierbar  wäre.  Dazu  ist  festzuhalten, 

dass die Vereinbarung, die Mieter dürften nur solange in der Nachlassliegenschaft 

bleiben, bis sie einem Erben zugewiesen bzw. verkauft werde, sicherlich einige Un-

sicherheiten birgt und zu einer gewissen Reduktion der einträglichen Miete führt. 

Diese  Unsicherheit  wird  indessen  dadurch  abgeschwächt,  als  dass  im  Falle  des 

Eintritts dieser auflösenden Bedingung ungeachtet der mietvertraglichen Vereinba-

rung  zumindest  ein  Erstreckungsbegehren  durch  die  Mieter  möglich  sein  dürfte 

(vgl. BSK OR-WEBER, 7. Aufl., Basel 2020, Art. 255 N 3 f.), die Räumung der Lie-

genschaft also nicht unmittelbar mit der Zuweisung an einen Erben bzw. mit deren 

Verkauf vorgenommen werden müsste. Sodann ist in der Hausüberwachung keine 

Übernahme einer besonderen Pflicht zu sehen, würde diese doch auch durch jeden 

anderen  Mieter  durch  die  Bewohnung  der  Nachlassliegenschaft  sichergestellt. 

Nicht bestritten ist ein Instandhaltungsbedarf der Liegenschaft. Dass L._____ die 

Liegenschaft bereits vor Abschluss des neuen Mietvertrages bewohnte, hat keinen 

Einfluss auf eine allfällig erzielbare Marktmiete. Unter diesen Umständen ist mit der 

Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass mit der Vermietung der Nachlasslie-

genschaft  die  normalerweise  einträgliche  Miete  von  Fr. 3'000.–  bis  4'000.–  nicht 

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erzielt werden kann. Mit den besonderen Umständen lässt sich jedoch nicht  erklä-

ren, dass für ein Einfamilienhaus mit Umschwung lediglich eine Miete von Fr. 800.– 

monatlich, mithin eine Miete von nur rund einem Viertel der normalerweise erziel-

baren Miete, auf dem Markt realisiert werden könnte. Wenn die Vorinstanz daher 

feststellte,  selbst  bei  ausgewiesenem  Instandstellungsbedarf  und  zeitlicher  Be-

schränkung lasse sich ein marktüblicher Mietzins von mehr als Fr. 800.– erzielen, 

ist dies im Resultat nicht als offensichtlich unrichtig zu beanstanden. Damit ist auch 

die  vorinstanzliche  Feststellung,  die  Beschwerdeführerin  habe  einen  Verlust  im 

Nachlassvermögen  verursacht,  nicht  offensichtlich  unrichtig,  ist  dem  Nachlass 

durch die angesetzte Miete doch ein höherer Mietertrag entgangen bzw. wurden 

dessen Aktiven nicht vermehrt. 

3.3.3. Die  Beschwerdeführerin  macht  schliesslich  geltend,  entgegen  der 

vorinstanzlichen  Erwägungen  habe  sie  davon  ausgehen  dürfen,  dass  der  Be-

schwerdegegner  der  kostenlosen  Vermietung  an  L._____  zustimmen  würde,  da 

sich mit Abschluss des neuen Mietvertrages am 4. Juli 2022 die Vertragsbedingun-

gen  keineswegs  bedeutend  geändert  hätten.  Es  sei  lediglich  eine  neue  Mieterin 

hinzugetreten (act. 54 Rz. 19, Rz. 22). 

Die Beschwerdeführerin verkennt, dass im Mietvertrag vom 4. Juli 2022 nicht 

nur K._____ als zusätzliche Mieterin hinzugekommen ist. Vielmehr wurde das Miet-

verhältnis auch von einem Zimmer (und der Mitbenutzung von Gemeinschaftsein-

richtung)  auf  die  gesamte  Nachlassliegenschaft  ausgedehnt  (vgl.  act. 25/3  und 

act. 25/4).  Von  einer  Zustimmung  des  Beschwerdegegners  zu  einer  Vermietung 

der gesamten Liegenschaft an den bisherigen Mieter L._____ sowie neu der Toch-

ter des Verfahrensbeteiligten 1 zu einem nicht kostendeckenden Mietzins konnte 

die Beschwerdeführerin im Juli 2022 aufgrund der zerstrittenen Situation nicht ohne 

weiteres  ausgehen,  selbst  wenn  der  Beschwerdegegner  im  Jahr  2020  temporär 

damit einverstanden gewesen ist, L._____ im Rahmen des damals gültigen Miet-

vertrages (für ein Zimmer) kostenlos in der Nachlassliegenschaft wohnen zu las-

sen. Wenn die Vorinstanz daher feststellte, mit Abschluss der neuen Mietvereinba-

rung über das gesamte Einfamilienhaus hätten sich die Vertragsbedingungen so 

bedeutend geändert, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr unbesehen von der 

- 12 -

Zustimmung der Erben habe ausgehen können, ist dies nicht offensichtlich unrich-

tig.

3.3.4. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz im Wesentlichen davon auszuge-

hen, dass die Beschwerdeführerin am 4. Juli 2022 einen neuen Mietvertrag über 

die Nachlassliegenschaft abgeschlossen hat, welcher das bisherige Mietverhältnis 

bedeutend  änderte,  weshalb  die  Beschwerdeführerin  nicht  von  der  Zustimmung 

des Beschwerdegegners ausgehen durfte. Zudem durfte die Vorinstanz annehmen, 

dass der mit diesem Mietvertrag vereinbarte Mietzins von Fr. 800.– nicht kostende-

ckend ist, sich mit der Vermietung der Nachlassliegenschaft aber ein (voraussicht-

lich kostendeckender) Mietzins von über Fr. 800.– erzielen liesse. 

3.4. Die Beschwerdeführerin bestreitet, es liege durch diesen verwirklichten 

Sachverhalt überhaupt eine zu rügende Pflichtverletzung vor. 

3.4.1. Dazu  führt  die  Beschwerdeführerin  aus,  beim  Entscheid,  das  bestehende 

Mietverhältnis anzupassen, handle es sich um einen Ermessensentscheid der Wil-

lensvollstreckerin, in welchen nur mit grosser Zurückhaltung einzugreifen sei. An-

gesichts der vorübergehenden Natur des Mietverhältnisses, der strittigen Nachlass-

angelegenheit und der weiteren Umstände (Hausbewachungspflicht, Lagerung von 

Mobiliar des Nachlasses, eingeschränkte Nutzung, Begehungen der Liegenschaft 

durch die Erben und hoher Instandsetzungsbedarf) sei sie dabei zum Schluss ge-

kommen, ein Mietvertrag mit einem Mietzins von Fr. 800.– trage den Interessen der 

Erben angemessen Rechnung. Zwei der drei Erben würden das Vorgehen des Wil-

lensvollstreckers denn auch begrüssen. Es sei dahin gestellt, ob die Vermietung an 

eine  Drittperson  ökonomisch  sinnvoll  wäre  (act. 54  Rz. 22).  Es  könne  jedenfalls 

nicht davon ausgegangen werden, der Entscheid der Beschwerdeführerin betref-

fend  Neugestaltung  des  Mietverhältnisses  sei  nicht  vertretbar  und  sprenge  den 

Rahmen ihres Ermessens (act. 54 Rz. 23). 

3.4.2. Dem Willensvollstrecker steht die Vertretung der Erbengemeinschaft und die 

Verwaltungsbefugnis über den Nachlass zu. Er hat das Nachlassvermögen grund-

sätzlich zu bewahren. Im Rahmen der Vermögensverwaltung hat der Willensvoll-

strecker auch die Verwaltung von Liegenschaften zu besorgen, und nimmt dabei 

- 13 -

die Stellung des Vermieters ein. Der Willensvollstrecker geniesst bei der Verwal-

tung  des  Nachlassvermögen  einen  grossen  Ermessensspielraum,  welcher  nur 

durch die Haftung und Aufsicht begrenzt wird (BK ZGB-KÜNZLE, a.a.O., Art. 517-

518 N 125 und N 178; PraxKomm Erbrecht-CHRIST/EICHNER, 5. Aufl., Basel 2023, 

Art. 518 N 22). Vorliegend ist strittig, ob der von der Beschwerdeführerin neu abge-

schlossene  Mietvertrag  über  die  gesamte  Nachlassliegenschaft  zu  einem  nicht 

kostendeckenden Mietzins von Fr. 800.– eine unhaltbare Handlung darstellt, denn, 

wie  die  Beschwerdeführerin  richtigerweise  anmerkt,  hat  die  Aufsichtsbehörde  le-

diglich  bei  unangemessenen,  unsachlichen  bzw.  nicht  vertretbaren  Handlungen 

des Willensvollstreckers einzugreifen, wobei die Pflichtverletzung auch von gewis-

ser  Relevanz  zu  sein  hat  (BSK  ZGB-LEU,  a.a.O.,  Art. 518  N 98  mit  Verweis  auf 

Art. 595  N  22).  Während  dem  Willensvollstrecker  bei  der  Festlegung  der  Miete 

durchaus ein grosses Ermessen anzuerkennen ist, ihm etwa keine Vorgaben be-

züglich eines konkret zu realisierenden Mietertrages gemacht werden können, ist 

dieses Ermessen insoweit begrenzt, als dass ein vereinbarter Mietzins grundsätz-

lich zumindest kostendeckend zu sein hat, mithin sämtliche Aufwände zum Erhalt 

der Liegenschaft deckt (vgl. zur Vermietung einer Liegenschaft durch einen Erben-

vertreter  OGer  ZH  PF220004  vom  19.  Mai  2022,  E. III/3.).  Zwar  bringt  die  Be-

schwerdeführerin diesbezüglich verschiedene Gründe vor, weshalb vorliegend der 

vereinbarte  Mietzins  dennoch  vertretbar  sein  soll.  Diese  Umstände  eigenen  sich 

wie bereits ausgeführt durchaus, davon auszugehen, dass mit der Vermietung der 

Nachlassliegenschaft nicht die normalerweise erzielbare Miete von Fr. 3'000.– bis 

Fr. 4'000.–  realisiert  werden  kann.  Jedoch  vermögen  sie  nicht  zu  rechtfertigen, 

weshalb nicht zumindest eine kostendeckende Miete vereinbart worden ist. Daran 

ändert auch nichts, wenn die Vermietung der Liegenschaft im Rahmen einer stritti-

gen Nachlassabwicklung erfolgt. Vielmehr spricht gerade auch die zerstrittene Erb-

schaftsangelegenheit  dafür,  bei  der  Vermietung  der  Nachlassliegenschaft  darauf 

zu achten, dass kein Erbe – sei es bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt – 

besser gestellt würde, etwa durch eine zu günstige Vermietung an die Tochter des 

Verfahrensbeteiligten  1.  Da  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Mandatsausübung 

nicht an Wünsche der Erben gebunden ist, kann sie auch nichts daraus ableiten, 

dass zwei Erben mit ihrem Vorgehen einverstanden gewesen seien. Die Vorbehalte 

- 14 -

der  Beschwerdeführerin  gegen  eine  Drittvermietung  (vgl.  act. 54  Rz. 19  und  22) 

sind sodann neu aber auch nicht relevant, zumal es vorliegend genügt hätte, beim 

Abschluss des Mietvertrages den Mietzins auf ein zumindest kostendeckendes Ni-

veau anzuheben. Dass der Mietvertrag mit L._____ und K._____ im Jahr 2022 nicht 

zu einem kostendeckenden Mietzins hätte abgeschlossen werden können, macht 

dabei selbst die Beschwerdeführerin nicht geltend. Im Ergebnis ist damit der Vorin-

stanz beizupflichten, und die Vermietung der Nachlassliegenschaft zu einem nicht 

kostendeckenden Mietzins ist als nicht mehr vertretbar zu qualifizieren (vgl. act. 54 

Rz.  19).  Die  entsprechende  Abmahnung  der  Vorinstanz  ist  damit  nicht  zu  bean-

standen und die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen.

4.

4.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich weiter gegen die vorinstanzliche Ver-

legung  der  Prozesskosten.  Die  Vorinstanz  auferlegte  diese  zu  11/12  dem  Be-

schwerdegegner und zu 1/12 der Beschwerdeführerin. Dazu führte sie aus, die Pro-

zesskosten  seien  nach  Massgabe  des  Obsiegens  und  Unterliegens  zu verteilen. 

Der Beschwerdegegner habe in seiner Beschwerde elf verschiedene Verhaltens-

weisen, darunter die Vermietung der Nachlassliegenschaft, gerügt. Die Frage der 

angemessenen Vermietung sei dabei in zwei Teilaspekte zu unterteilen, womit für 

die Verlegung der Prozesskosten von zwölf gerügten Verhaltensweisen auszuge-

hen sei. Der Beschwerdegegner obsiege dabei in einem und unterliege in elf Punk-

ten (act. 53 E. V/2.). 

4.2. Die  Beschwerdeführerin  bringt  dagegen  vor,  mangels  Pflichtverletzung 

seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens vollständig dem Beschwerdegeg-

ner aufzuerlegen. Dies müsse aber auch gelten, wenn an der von der Vorinstanz 

ausgesprochenen Ermahnung festgehalten würde, da das zu tadelnde Verhalten 

im Vergleich zu den weitaus schwereren Anschuldigungen in den Hintergrund trete. 

Der  Logik  der  Vorinstanz  folgend,  dürften  sodann  nur  1/22  der  Kosten  der  Be-

schwerdeführerin auferlegt werden, da sämtliche elf Anschuldigen in zwei Teilas-

pekte  zu  unterteilen  wären,  damit  der  Teilaspekt  der  Wohnungsvermietung  nicht 

doppelt gerechnet werde (act. 54 Rz. 25).

- 15 -

4.3. Nachdem  die  vorinstanzlich  festgestellte  Pflichtverletzung  nicht  zu  bean-

standen  ist,  sind  die  Kosten  wie  von  der  Vorinstanz  korrekt  vorgenommen  nach 

Massgabe des Obsiegens bzw. Unterliegens zu verlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). 

Bei der Verteilung der Kosten steht dem Gericht ein weites Ermessen zu, dies ins-

besondere auch hinsichtlich der Gewichtung, das den verschiedenen streitigen An-

trägen  beigemessen  wird  (vgl.  BGer  5D_108/2020  vom  28.  Januar  2021,  E. 3.1 

m.w.H.). Die vorinstanzliche Kostenauflage ist unter diesem Blickpunkt nicht zu be-

anstanden: So kann nicht behauptet werden, die gerügte Pflichtverletzung trete so 

hinter  die  weiteren  gegen  die  Beschwerdeführerin  erhobenen  Vorwürfe  zurück, 

dass  auch  unbesehen  der  ausgesprochenen  Abmahnung  die  Kosten  vollständig 

dem Beschwerdegegner aufzuerlegen wären. Durch die nach einzelnen Teilaspek-

ten vorgenommene Kostenauflage hat die Vorinstanz den unterschiedlich gerügten 

Verhalten genügend Rechnung getragen. Die Vorinstanz vertrat dabei offensicht-

lich die Ansicht, der Abschluss eines neuen Mietvertrages im Juli 2022 zu einem 

nicht kostendeckenden Mietzins sei als eigene gerügte Verhaltensweise zu beur-

teilen,  weshalb  sie  zwecks  Kostenauflage  von  zwölf  gerügten  Verhaltensweisen 

ausging. Dies führt im Ergebnis aber nicht dazu, dass auch die weiteren elf Rügen 

in jeweils zwei Teilaspekte unterteilt werden könnten. Auch die Beschwerdeführerin 

zeigt  nicht  auf,  inwiefern  sich  die  weiteren  beanstandeten  Handlungen  jeweils  in 

mehrere eigene Verhaltensweisen gliedern liessen. Die Kostenauflage zu 1/12 an 

die Beschwerdeführerin verstösst damit nicht gegen das vorinstanzliche Ermessen 

und ist zu bestätigen.

4.4. Gegen die Höhe der vorinstanzlichen Entscheidgebühr wendet sich die Be-

schwerdeführerin nicht. Es erübrigen sich daher Ausführungen dazu. 

5.

5.1. Die  Beschwerdeführerin  beanstandet  weiter  den  Umstand,  dass  ihr  keine 

Parteientschädigung  zuerkannt  worden  ist.  Die  Vorinstanz  erwog  dazu,  mangels 

berufsmässiger  Vertretung  komme  nur  eine  Umtriebsentschädigung  gemäss 

Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO in Frage, was einer besonderen Begründung bedürfe. Die 

Beschwerdeführerin  mache  zwar  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 5'500.–  gel-

- 16 -

tend,  begründe  aber  nicht,  inwiefern  ihr  ersatzfähige  Kosten  erwachsen  wären 

(act. 53 E. V/3.). 

5.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen in ihrer Beschwerde im Wesentli-

chen ein, die Vorinstanz verkenne, dass der Beizug einer Mitarbeiterin des Rechts-

dienstes der den Prozess führenden juristischen Person einen begründeten Fall für 

eine Umtriebsentschädigung im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO darstelle. Dass 

dies auf den vorliegenden Fall zutreffe, ergebe sich bereits daraus, dass die bei der 

Beschwerdeführerin  angestellte  Juristin  M._____  die  Stellungnahmen  der  Be-

schwerdeführerin zur Aufsichtsbeschwerde unterzeichnet habe. Es bedürfe in die-

ser Konstellation keiner besonderen Begründung oder Bezifferung des Antrags auf 

Parteientschädigung, der entsprechende Antrag würde bereits ausreichen (act. 54 

Rz. 27). Ebenfalls bedürfe es vorliegend keiner besonderen Begründung, weil die 

Beschwerdeführerin als Willensvollstreckerin das Verfahren zwar in eigenem Na-

men, jedoch nicht in eigenem Interesse, sondern zur Vollstreckung des erblasseri-

schen Willens führe. Ein Rechtsanwalt, der als Willensvollstrecker eines Nachlas-

ses den Prozess führe, habe ohne besondere Begründung stets Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Analog müsse daher auch die Willensvollstreckerin, die als 

juristische Person und ohne Beizug einer Rechtsanwältin handle, voraussetzungs-

los Anspruch auf eine Umtriebsentschädigung haben. Der Beschwerdeführerin sei 

somit die vor Vorinstanz beantragte Parteientschädigung ohne weiteres zu gewäh-

ren. 

5.3. Es  ist  vorliegend  nicht  umstritten,  dass  die  Beschwerdeführerin  im 

vorinstanzlichen  Verfahren  nicht  berufsmässig  vertreten  war,  mithin  lediglich  die 

Ausrichtung einer Umtriebsentschädigung nach Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO in Frage 

kommt. Demnach wird in begründeten Fällen eine angemessene Umtriebsentschä-

digung ausgerichtet, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist. Die Rege-

lung zielt auf Fälle ab, wo rechtlich bewanderte Personen ohne Vertreter prozes-

sieren, oder wo ein Anwalt in eigener Sache auftritt, als Organ einer Partei oder 

Angestellter ihres Rechtsdienstes handelt (BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG, a.a.O., Art. 95 

N 21). Zwar ist der Beschwerdeführerin darin zuzustimmen, als dass die Vertretung 

durch  eine  Mitarbeiterin  des  eigenen  Rechtsdienstes  einen  begründeten  Fall  für 

- 17 -

eine Umtriebsentschädigung darstellen kann (vgl. OGer ZH LB170003 vom 9. März 

2017, E. 3.1.). Dies entbindet die antragstellende Partei jedoch nicht davon, zumin-

dest darzulegen, dass überhaupt eine Vertretung durch den eigenen Rechtsdienst 

besteht,  sofern  sich  dies  nicht  klarerweise  aus  den  Umständen  ergeben  würde. 

Dass sich die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren durch eine Mitar-

beiterin des eigenen Rechtsdienstes vertreten liess, ergibt sich aber gerade nicht 

aus  ihren  Eingaben.  So  kann  den  eingereichten  Stellungnahmen  insbesondere 

nicht entnommen werden, bei M._____ handle es sich um eine Juristin bzw. Mitar-

beiterin des eigenen Rechtsdienstes, auch eine entsprechende Funktionsbezeich-

nung oder die Angabe eines Titels findet sich nicht (vgl. act. 13 und act. 24). Zudem 

wurden  einige  Verfahrenshandlungen  der  Beschwerdeführerin  gar  nicht  von 

M._____ vorgenommen bzw. (mit-) unterzeichnet (vgl. act. 20, act. 21 und act. 42), 

weshalb zumindest teilweise keine Vertretung durch sie ersichtlich ist. Damit konnte 

die Vorinstanz ohne weitere Ausführungen durch die Beschwerdeführerin nicht dar-

auf schliessen, es liege ein begründeter Fall für eine Umtriebsentschädigung vor. 

Es ist somit nicht zu beanstanden, dass sie der Beschwerdeführerin für das vorin-

stanzliche Verfahren alleine aufgrund des Umstandes, dass sie sich durch einen 

Mitarbeiter des eigenen Rechtsdienstes vertreten lassen habe, keine Umtriebsent-

schädigung zusprach. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich der Be-

schwerdegegner ihrem Antrag nicht widersetzt habe (act. 54 Rz. 28). Der Vollstän-

digkeit halber ist auch darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwerdeführerin im 

vorinstanzlichen Verfahren nicht zu "Ohnehin-Kosten", also Kosten, welche ohne-

hin  angefallen  wären,  äusserte  (vgl.  OGer  ZH  LB170003  vom  9.  März  2017, 

E. 3.2.).  Sie  hätte  somit  auch  gar  nicht  dargetan,  inwiefern  ihr  ein  Mehraufwand 

entstanden wäre (vgl. OGer ZH LB210038 vom 30. Dezember 2021, E. VI/2.). 

5.4. Ebenso lässt sich kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Parteien-

tschädigung aus dem Umstand ableiten, dass sie den vorinstanzlichen Prozess als 

Willensvollstreckerin geführt hat: Zwar ist einem Rechtsanwalt, der einen erbrecht-

lichen Prozess als Willensvollstrecker für einen Nachlass führt, eine Parteientschä-

digung auszurichten, da er nicht in eigenem Interesse und somit nicht in eigener 

Sache im Sinne der Rechtsprechung zum Parteientschädigungsanspruch handelt 

(BGE 129 V 113, E. 4.3. und E. 4.4.). Dies gilt jedoch lediglich bei Aktiv- und Pas-

- 18 -

sivprozessen, die der Willensvollstrecker zu Gunsten oder zu Lasten des Nachlas-

ses führt. Dazu gehören erbrechtliche Prozesse, die von ihm geführt werden müs-

sen  oder  können,  einschliesslich  Ungültigkeitsklagen  betreffend  Bestand,  Inhalt 

oder Umfang seiner Einsetzung oder Aufgabe. Gegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens ist indessen eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Beschwer-

deführerin selbst, weshalb sie in der Prozessführung ihre eigenen Interessen ver-

tritt, geht es doch um die Frage, ob sie sich in ihrem Amt als Willensvollstreckerin 

unsachgemäss verhalten hat. Auch daraus lässt sich daher kein bedingungsloser 

Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  ableiten.  Entsprechend  kann  auch  offen 

bleiben, ob der Fall einer Willensvollstreckerin, die als juristische Person einen Pro-

zess ohne Beizug eines Rechtsanwaltes führt, mit dem Fall eines Rechtsanwaltes, 

der als Willensvollstrecker prozessiert, gleichzusetzen ist. Abschliessend ist noch 

darauf hinzuweisen, dass die Prozesskosten eines Aufsichtsverfahrens grundsätz-

lich von den Parteien zu tragen sind. In diesem Sinne kann ein Willensvollstrecker 

seinen Aufwand im Umfang des Obsiegens zwar dem Nachlass belasten, dies aber 

nur  insoweit,  als  dass  das  Aufsichtsverfahren  unberechtigt  war  (vgl.  BK  ZPO-

KÜNZLE, a.a.O., Art. 517-518 N 558; BSK ZGB-LEU, a.a.O., Art. 518 N 98 mit Ver-

weis auf Art. 595 N 37). Von einem unberechtigten Aufsichtsverfahren ist aber nicht 

schon  dann  auszugehen,  wenn  die  Aufsichtsbeschwerde  (teilweise)  abgewiesen 

wird.  Vielmehr  ist  dabei  zu  beurteilen,  ob  ein  Erbe  aus  berechtigtem  Anlass  Be-

schwerde erhebt, damit aber dennoch unterliegt. Dies ist jedoch vorliegend nicht 

zu beurteilen. 

6.

6.1. Nach  dem  Gesagten  ist  die  Beschwerde  vollumfänglich  abzuweisen.  Die 

Kosten  des  zweitinstanzlichen  Verfahrens  sind  damit  ausgangsgemäss  der  Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

6.2. Grundlage der Gebührenfestsetzung bilden der Streitwert bzw. das tatsäch-

liche Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts und die Schwierigkeit des Falls 

(§ 2 Abs. 1 GebV OG). Dem tragen die Tarife gemäss §§ 4 ff. GebV OG Rechnung. 

Aufsichtsverfahren gegen den Willensvollstrecker sind vermögensrechtlicher Natur 

(BGE 135 III 578, E. 6.3.). Der Streitwert kann dabei nicht mit dem Nachlasswert 

- 19 -

gleichgesetzt werden und seine Bestimmung ist vorliegend schwierig. Angesichts 

des  Volumens  des  Nachlasses  (gemäss  vorinstanzlicher  Erwägung  rund  Fr. 1.3 

Mio., vgl. act. 53 E. V/1.) sowie der Tragweite der strittigen Angelegenheit kommt 

dem Verfahren jedoch eine gewisse Bedeutung zu (vgl. BGer 5A_518/2014 vom 

24. November 2014, E. 1.). Die Beschwerdeführerin geht von einem Streitwert von 

Fr. 50'000.– aus (vgl. act. 54 Rz. 5). Dies scheint angemessen. In Anwendung von 

§ 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 und 8 Abs. 1 GebV OG sowie angesichts des 

nicht  unerheblichen  Aufwands  ist  die  zweitinstanzliche  Entscheidgebühr  auf 

Fr. 2'500.– festzusetzen. 

6.3. Parteientschädigungen  für  dieses  Beschwerdeverfahren  sind  keine  zuzu-

sprechen: der Beschwerdeführerin nicht, weil sie unterliegt, und dem Beschwerde-

gegner nicht, weil ihm keine entschädigungspflichtigen Umtriebe entstanden sind.

- 20 -

Es wird erkannt:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'500.– festgesetzt und 

der Beschwerdeführerin auferlegt.

Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden mit dem von der 

Beschwerdeführerin geleisteten Vorschuss von Fr. 2'500.– verrechnet.

3.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

4.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner und die 

Verfahrensbeteiligten je unter Beilage eines Doppels von act. 54, sowie an 

das Bezirksgericht Andelfingen, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen  von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert ist höher 
als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

- 21 -

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw L. Kappeler

versandt am: