# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92a03727-7d02-5eda-980c-c5e96d874622
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 28.09.2020 SB190244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190244_2020-09-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB190244-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

R. Affolter und Oberrichter lic. iur. B. Amacker sowie Gerichts-

schreiberin MLaw T. Künzle 

Beschluss vom 28. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Scherrer, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend versuchte schwere Körperverletzung  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung,  
vom 29. Januar 2019 (DG180062)

- 2 - 

 

Erwägungen: 

1. Am 7. Februar 2019 meldete der Beschuldigte gegen das Urteil des 

Bezirksgerichtes Bülach vom 29. Januar 2019 Berufung an (Urk. 25). Mit Eingabe 

vom 17. September 2020, eingegangen am 18. September 2020, hat der Be-

schuldigte die gegen das vorinstanzliche Urteil angemeldete Berufung zurückge-

zogen (Urk. 43), weshalb auch die von der Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 

12. Juni 2019 angemeldete Anschlussberufung dahinfällt (Urk. 37).  

2. Das Verfahren ist demgemäss unter ausgangsgemässer Regelung der Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen als erledigt abzuschreiben. Die Gerichtsgebühr ist 

auf Fr. 1'200.– festzusetzen. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten macht 

für seine Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren ein Honorar von 

insgesamt Fr. 3'698.70 (inkl. MwSt.) geltend (Urk. 45). Das geforderte Honorar ist 

ausgewiesen und angemessen, weshalb die amtliche Verteidigung antrags-

gemäss aus der Gerichtskasse unter Vorbehalt der Rückforderung nach Art. 135 

Abs. 4 StPO zu entschädigen ist.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. 

Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 29. Januar 2019 

rechtskräftig. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'698.70   amtliche Verteidigung. 

 
3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

- 3 - 

nommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vor-

behalten. 

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− RAin lic. iur. X._____ betr. SB190249 zur Kenntnisnahme 
− RAin lic. iur. Y._____ betr. SB190250 zur Kenntnisnahme 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 28. September 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw T. Künzle 
 

 

	Beschluss vom 28. September 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemä...
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 RAin lic. iur. X._____ betr. SB190249 zur Kenntnisnahme
	 RAin lic. iur. Y._____ betr. SB190250 zur Kenntnisnahme

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.