# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6380e7ec-a34b-52d0-bf1d-fba77df6f66f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.11.2014 IV 2012/234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-234_2014-11-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/234

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 04.11.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2014
Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Zweifel an der gutachterlichen 
Beurteilung verneint. Abweisung des Rentengesuchs bestätigt (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2014, IV 
2012/234).

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 4. November 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, Scheffel-

strasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___, meldete sich am 19. September 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an (act. 

G 6.1). Der Versicherte wurde am 21. Oktober 2008 von RAD-Arzt Dr. med. B.___, u.a. 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur Klärung der Eingliederungsfähigkeit 

untersucht. Im Bericht vom 23. Oktober 2008 diagnostizierte dieser eine derzeit leichte 

depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine akzentuierte Persönlichkeit mit 

psychasthenisch-ängstlichen Zügen (ICD-10: Z73.1) und operierte 

Bandscheibenvorfälle L4/L5 und L5/S1 im August 2003 mit Bandscheibenvorfall-

Rezidiv L5/S1 links im März 2004. Eine Arbeitsvermittlung an einen 

wechselbelastenden Arbeitsplatz mit insgesamt leichten bis allenfalls vorübergehend 

mittelschweren Tätigkeiten sei möglich (act. G 6.19). Nach durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 21. Oktober 2009, act. G 6.43) und nach 

Abschluss der Arbeitsvermittlung (Mitteilung vom 23. Oktober 2009, act. G 6.44) 

verfügte die IV-Stelle am 6. Dezember 2009 die Abweisung des Rentengesuchs, da der 

Versicherte in der freien Wirtschaft zu 100% arbeitsfähig sei (act. G 6.49).

A.b  Am 3. März 2010 meldete sich der Versicherte erneut zum IV-Leistungsbezug an 

(act. G 6.50). Auf Aufforderung der IV-Stelle (Schreiben vom 5. März 2010, act. G 6.53) 

hin berichtete der behandelnde Dr. med. C.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, am 

11. März 2010, der Versicherte leide neu an einem femoralen Aneurysma rechts 

unklarer Ätiologie (vgl. auch den beigelegten Bericht der Klinik für Chirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 3. März 2010, in der sich der Versicherte vom 

10. bis 18. Februar 2010 zur stationären Behandlung des Aneurysmas befunden hatte, 

act. G 6.54-2 ff.) und an einer unklaren Kardiopathie (act. G 6.54). Die im 

Psychiatrischen Zentrum D.___ behandelnden Ärztinnen führten im Bericht vom 

29. März 2010 (act. G 6.56) aus, der Versicherte leide an einer mittelgradigen bis 

schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.11/F32.2) 

und es bestehe Verdacht auf eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung 

(ICD-10: F60.6). Auf Empfehlung des RAD (act. G 6.57-2 und G 6.68-2) holte die IV-

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Stelle weitere Berichte der behandelnden medizinischen Fachpersonen ein (u.a. 

[Verlaufs-]Berichte von Dr C.___ vom 30. Juni 2010, act. G 6.59, der Abteilung Gefäss-, 

Thorax- und Transplantations-Chirurgie der Klinik für Chirurgie des KSSG vom 7. Juli 

2010, act. G 6.64, der im KSSG behandelnden Neurologen vom 2. November 2010, 

act. G 6.69, der im Psychiatrischen Zentrum behandelnden Ärztinnen vom 

29. November 2010, act. G 6.72, der Abteilung Rheumatologie/Rehabilitation des 

Departements Innere Medizin des KSSG vom 9. Dezember 2010, act. G 6.74). Die IV-

Stelle teilte dem Versicherten am 10. Januar 2011 mit, berufliche Massnahmen seien 

aufgrund seines Gesundheitszustands nicht möglich. Es werde der Anspruch auf 

Rentenleistungen geprüft (act. G 6.76).

A.c  RAD-Arzt Dr. B.___ führte bezüglich der eingeholten Berichte aus, die 

Rheumatologen würden zur Leistungseinschränkung ebenso wenig dezidiert Stellung 

beziehen wie die Neurologen, die immerhin erwähnt hätten, dass sich die 

neurologische Beschwerdesymptomatik nicht auf die Arbeitsfähigkeit relevant 

auswirke. Bis auf die Neurologie seien in den übrigen Berichten die aktuellen Leiden 

(Herz, Lunge) nicht festgehalten. Der psychiatrische Verlaufsbericht gehe ins andere 

Extrem, indem hauptsächlich wegen der körperlichen Beschwerden eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werde. Dies sei alles nicht schlüssig, weshalb eine 

umfassende Abklärung in einer MEDAS geboten sei (Stellungnahme vom 24. Januar 

2011, act. G 6.77). Die behandelnden Ärzte der Abteilung Gefäss-, Thorax- und 

Transplantations-Chirurgie des KSSG teilten dem RAD-Arzt am 24. Februar 2011 mit, 

aktuell sei der Versicherte sicherlich nicht voll belastbar, insbesondere bei Tätigkeiten, 

die eine hohe Belastung der unteren Extremität bedingen würden. Sitzende Tätigkeiten 

oder leichte Wechseltätigkeiten seien sicherlich möglich (act. G 6.81).

A.d  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte an mehreren Tagen im März 2011 in 

der MEDAS Inselspital Bern polydisziplinär (internistisch, kardiologisch, psychiatrisch, 

rheumatologisch und angiologisch) untersucht. Im Gesamtgutachten vom 29. April 

2011 diagnostizierten die Experten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen 

Morbus Behçet mit Aphthen oral und genital, vermuteten Vaskulitiden, mit möglicher 

neurovaskulärer Beteiligung, aber ohne Augenbeteiligung und negativem Patherige-

Test; ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen 

L4 - S1 und Status nach Bandscheibenoperation L4/5 und L5/S1 (2003 und 2004). 

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Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. ein chronisches 

Zervikalsyndrom ohne radikuläre Symptomatik, eine selbstunsichere ängstlich 

vermeidende Persönlichkeit (ICD-10: F60.69) und eine Angststörung nicht näher 

bezeichnet (ICD-10: F40.9). Aus der Sicht aller Gutachter sei die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt. Die bisherige 

körperlich belastende Arbeit als Hilfsarbeiter (vgl. hierzu act. G 6.16) sei dem 

Versicherten nicht mehr zumutbar (act. G 6.82). RAD-Arzt Dr. B.___ schloss sich der 

gutachterlichen Beurteilung an (Stellungnahme vom 3. Mai 2011, act. G 6.83).

A.e  Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. G 6.92) verfügte die IV-Stelle am 

4. November 2011 die Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen (act. 

G 6.93).

A.f   Dr. C.___ gab im Verlaufsbericht vom 24. November 2011 an, der 

Gesundheitszustand des Versicherten sei seit Juli 2010 stationär geblieben (act. 

G 6.99). E.___, Oberarzt am Psychiatrischen Zentrum D.___, bezeichnete den 

Gesundheitszustand seit dem letzten Verlaufsbericht vom 22. Oktober 2010 als 

stationär (Verlaufsbericht vom 21. Dezember 2011, act. G 6.101). Die im KSSG 

behandelnden Rheumatologinnen bezeichneten den Gesundheitszustand ebenfalls als 

stationär (Verlaufsbericht vom 29. Dezember 2011, act. G 6.102-1 ff.). Nach der 

Würdigung dieser Verlaufsberichte gelangte RAD-Arzt Dr. B.___ zum Schluss, es könne 

weiterhin auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden (act. G 6.103). 

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Februar 2012 in 

Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen (act. G 6.106). Dagegen erhob der 

Versicherte am 2. März 2012 Einwand (act. G 6.107), den er am 13. April 2012 

ergänzend begründete (act. G 6.114). Hierzu nahm RAD-Arzt Dr. B.___ am 30. April 

2012 Stellung (act. G 6.117). Am 15. Mai 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des 

Rentengesuchs (act. G 6.119).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 15. Mai 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 14. Juni 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

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Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer Rente. Im 

Wesentlichen bringt er vor, das MEDAS-Gutachten und die RAD-Stellungnahmen 

enthielten keine beweiskräftige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (act. G 1). Mit der 

Beschwerde reicht der Beschwerdeführer einen Bericht der Abteilung Gefäss-, Thorax- 

und Transplantations-Chirurgie, der Klinik für Chirurgie des KSSG vom 6. Juni 2012 

ein, worin dem Beschwerdeführer in seinem erlernten Beruf als Coiffeur eine höchstens 

50%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wird. Es liege eine extraanatomische 

Bypasssituation vor, die bei stärkerer Belastung aufgrund der Tatsache, dass nur eine 

eingeschränkte Blutmenge maximal transportiert werden könne, durchaus 

Beschwerden verursachen könne (act. G 1.2).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 28. September 

2012 die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass die 

gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beweiskräftig sei und gestützt auf 

diese medizinische Grundlage das Rentengesuch zu Recht abgewiesen worden sei 

(act. G 6).

B.c  In der Replik vom 7. Februar 2013 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 12).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 14).

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der am 3. März 2010 

(act. G 6.50) wieder angemeldete Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.1   Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

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Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.2   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Wenn der 

entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die 

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Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, N 62 zu Art. 61).

2.     

Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenüg­

liche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf das MEDAS-

Gutachten vom 29. April 2011 (act. G 6.119). Der Beschwerdeführer hält dieses aus 

verschiedenen Gründen für mangelhaft (act. G 1 und G 12).

2.1   Der Beschwerdeführer rügt, der bei den Untersuchungen beigezogene 

Dolmetscher sei stets schon wieder entlassen worden, bevor die jeweilige 

Untersuchung abgeschlossen gewesen sei (act. G 1, Rz 2).

2.1.1         Aus dem Gutachten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die das Vorbringen 

des Beschwerdeführers bestätigen bzw. auf eine sachfremd abgekürzte oder sonstwie 

ungenügende Übersetzungstätigkeit hinweisen. Vielmehr wird an verschiedenen Stellen 

auf die Tätigkeit der anwesenden Übersetzerin verwiesen ("Er nimmt jedoch dankbar 

die Hilfe der türkischsprachigen Übersetzerin in Anspruch", act. G 6.82-13; "Bei der 

Untersuchung ist eine Übersetzerin anwesend", act. G 6.82-29; "Untersuchung […], 

welche in Anwesenheit einer unabhängigen Übersetzerin erfolgte", act. G 6.82-32).

2.1.2         Entscheidend ist weiter, dass die Anamneseerhebung sowohl im Gesamt- 

sowie den Teilgutachten umfassend ist und insbesondere die geklagten Leiden des 

Beschwerdeführers ausführlich wiedergegeben werden (act. G 6.89-1 ff.). Hinzu 

kommt, dass der Beschwerdeführer keine Aspekte benennt, die aufgrund der von ihm 

als verkürzt gerügten Übersetzungstätigkeit ausser Acht gelassen worden wären. 

Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten. Ein den Beweiswert des Gutachtens 

schmälernder Mangel in der Übersetzung ist daher zu verneinen.

2.2   Sodann führt der Beschwerdeführer die Berichte der behandelnden medizinischen 

Fachpersonen gegen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung ins Feld (act. G 1, 

Rz 3 ff.).

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2.2.1         In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein den 

Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V 

351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und Anlass zu weiteren 

Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer 

anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 

9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der 

Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden 

psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 

innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 

zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis 

vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).

2.2.2         Zunächst ist festzustellen, dass sich aus sämtlichen Berichten der 

behandelnden medizinischen Fachpersonen keine objektiv wesentlichen 

Gesichtspunkte mit Auswirkung auf eine leidensangepasste Tätigkeit ergeben, die in 

der gutachterlichen Beurteilung unberücksichtigt geblieben wären, und solche vom 

Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht werden. Vielmehr beruhen die vom 

Beschwerdeführer ins Feld geführten Abweichungen in den Berichten der 

behandelnden Mediziner im Wesentlichen auf unterschiedlicher ärztlicher 

Interpretation.

2.2.3         Der Beschwerdeführer hält den psychiatrischen Teil des Gutachtens unter 

Hinweis auf den Bericht des behandelnden Psychiaters E.___ vom 21. Dezember 2011 

für mangelhaft (act. G 1, Rz 3). Dem kann nicht gefolgt werden. Vorweg ist zu 

bemerken, dass der behandelnde Psychiater angab, es sei seit dem Verlaufsbericht 

vom 22. Oktober 2010 zu keinen Veränderungen der Befunde gekommen (act. 

G 6.101-1), womit feststeht, dass er den gleichen Sachverhalt wie der psychiatrischer 

Gutachter - wenn auch abweichend - beurteilt hat. Eine Verschlechterung seit der 

Begutachtung und ein vom Beschwerdeführer geltend gemachtes "im Verlauf 

wechselhaftes Geschehen" lassen sich weder dem Bericht des Psychiaters E.___ noch 

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den übrigen Akten entnehmen und sind damit zumindest seit 22. Oktober 2010 

auszuschliessen. Zu berücksichtigen ist weiter, dass der behandelnde Psychiater bei 

der knapp begründeten Beantwortung der Frage nach der Leistungsfähigkeit das 

gesamte Beschwerdebild einbezog ("die psychischen wie auch physischen 

Einschränkungen", act. G 6.101-4). Seine Befunde ("depressive Symptomatik mit 

intermittierend auftretenden Panikattacken und Zukunftsängsten", gedrückte 

Stimmung, Interessenverlust und Antriebsminderung und sozialer Rückzug, act. 

G 6.101-1) entsprechen im Wesentlichen der Beurteilungsgrundlage des 

psychiatrischen Gutachters ("wirkt der Versicherte streckenweise deprimiert", leicht 

reserviert, gehemmt, ängstlich, zurückhaltend, besorgt und nachdenklich, jedoch nicht 

stärker depressiv", act. G 6.82-31, vgl. auch act. G 6.82-30). Es wird nicht begründet, 

weshalb der Beschwerdeführer für jegliche Tätigkeiten bloss noch über eine 25%ige 

Arbeitsfähigkeit (4 Stunden mit um 50% verminderte Leistungsfähigkeit, act. G 6.101-5) 

verfügen soll. Die Einschätzung des behandelnden Psychiaters ist ferner auch deshalb 

nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen, als er jene selbst für 

abklärungsbedürftig hielt und - offenbar in Unkenntnis der bereits getätigten MEDAS-

Beurteilung - ausdrücklich eine MEDAS-Abklärung empfohlen hat (act. G 6.101-5). 

Weiter ist zu beachten, dass - behandelnde und begutachtende - Psychiater, mit der 

gleichen Person in verschiedenen Zeitpunkten und Situationen konfrontiert, zu 

unterschiedlichen Beurteilungen der psychischen Beeinträchtigungen und - 

invalidenversicherungsrechtlich entscheidend - deren Schweregrades mitsamt den sich 

daraus ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gelangen können. Diese in 

der Natur der Sache begründete weitgehend fehlende Validierbarkeit ("Reliabilität") 

psychiatrischer Diagnosen, namentlich im depressiven Formenkreis, kann nicht 

automatisch zu Beweisweiterungen bei sich widersprechenden psychiatrischen 

Berichten und Expertisen führen, wenn die gutachterliche Einschätzung die 

Anforderungen an beweiskräftige Gutachten - wie vorliegend das psychiatrische 

Teilgutachten - erfüllt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2009, 9C_661/09, 

E. 3.2).

2.2.4         Am angiologischen Teilgutachten bemängelt der Beschwerdeführer in 

formeller Hinsicht, dass es von einem Assistenzarzt stamme, der laut Recherchen von 

Dr. C.___ nicht mehr am Inselspital arbeite (act. G 1, Rz 4). Bei diesem Einwand 

übersieht der Beschwerdeführer, dass das angiologische Teilgutachten von Prof. 

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Dr. med. F.___, Facharzt u.a. für Angiologie und Chefarzt beim Departement Herz und 

Gefäss der Angiologisch-Gefässchirurgischen Poliklinik des Inselspitals, 

mitunterzeichnet wurde, womit die fachärztliche angiologische Kompetenz ohne 

weiteres ausgewiesen ist, weshalb sich Weiterungen zur formellen Rüge erübrigen, 

zumal der Beschwerdeführer auch keine fachlichen Mängel benennt und solche sich 

auch nicht aus den Akten ergeben.

2.2.5         Der Beschwerdeführer sieht den Beweiswert des angiologischen 

Teilgutachtens sodann aufgrund des Berichts der Abteilung Gefäss-, Thorax- und 

Transplantations-Chirurgie des KSSG vom 6. Juni 2012 (act. G 1.2) erschüttert (act. 

G 1, Rz 4, und vgl. auch act. G 12, Rz 3). Bei dessen Würdigung fällt auf, dass die Ärzte 

einzig die Tätigkeit als Coiffeur zu 50% eingeschränkt halten, während diese Ärzte im 

Bericht vom 24. Februar 2011 angaben, eine Beurteilung der "Inalidität" sei ihnen nicht 

möglich (act. G 6.81). Der Bericht vom 6. Juni 2012 ist des Weiteren knapp begründet 

und es ist nicht ersichtlich, auf welchen Untersuchungen die Beurteilung beruht. 

Demgegenüber stützt sich das angiologische Teilgutachten auf die Ergebnisse einer 

arteriellen Ausmessung und Duplexsonographien vom 18. März 2011, die unauffällige 

Ergebnisse zeitigten (act. G 6.82-42 ff.). Die Bescheinigung einer höchstens 50%igen 

Arbeitsfähigkeit für den Beruf als Friseur erfolgte schliesslich "unter der 

Gesamtzusammenschau seiner Erkrankung" und nicht bloss aus angiologischer Sicht, 

weshalb der Bericht vom 6. Juni 2012 auch unter diesem Aspekt nicht geeignet ist, 

Zweifel an der angiologisch-gutachterlichen Einschätzung zu wecken. Zudem kann 

entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 4) nicht davon 

ausgegangen werden, dass die Tätigkeit als Friseur einer leidensangepassten 

entspricht, leidet der Beschwerdeführer doch an "Zittern der Hände" (act. G 6.82-13 

und G 6.82-28) und rascher Ermüdung in den Armen (act. G 6.82-34; zum geklagten 

zeitweisen Einschlafen beider Hände siehe act. G 6.82-35). Damit geht einher, dass Dr. 

C.___ im Bericht vom 24. November 2011 ausdrücklich darauf hingewiesen hat, gerade 

die Tätigkeit als Coiffeur sei nicht möglich (act. G 6.99-3). Ergänzend ist zu bemerken, 

dass die Zumutbarkeit der Friseurtätigkeit auch deshalb fraglich erscheint, weil eine 

"Exposition zu inhalativen Noxen" und "Staub" vermieden werden soll (act. G 6.102-3) 

und gerichtsnotorisch ist, dass bei der Tätigkeit als Friseur regelmässig Stoffe mit 

chemischen Substanzen (etwa bei Färbemittel) zur Anwendung gelangen und der 

Beschwerdeführer einer Umgebung mit abgeschnittenen Haarteilen ausgesetzt wäre. 

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Im Licht dieser Umstände vermag der Bericht vom 6. Juni 2012 weder am 

angiologischen Teilgutachten noch am Gesamtgutachten hinsichtlich der bescheinigten 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten Zweifel zu wecken.

2.3   Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, es bestehe ein multiples 

Beschwerdebild, das ständiger Behandlung bedürfe. Die daraus resultierenden 

Absenzen würden die Arbeitsfähigkeit einschränken (act. G 1, Rz 5). Die psychiatrische 

Behandlung findet gemäss Angaben des Beschwerdeführers in dreiwöchentlichen 

Abständen statt (act. G 1, Rz 5; gemäss Bericht des Psychiatrischen Zentrums vom 

21. Dezember 2011 findet die ambulante Therapie monatlich statt, act. G 6.101-1). 

Fraglich erscheint die nicht belegte Aussage des Beschwerdeführers, er suche seinen 

Hausarzt Dr. C.___ "jeden dritten bis fünften Tag" auf, gab doch Dr. C.___ im Bericht 

vom 24. November 2011 noch an, die letzte ärztliche Kontrolle habe am 14. November 

2011 stattgefunden (act. G 6.99-1). Was die rheumatologischen Kontrollbesuche 

anbelangt, so finden diese offenbar in mehrwöchigen Abständen statt (siehe Bericht 

vom 29. Dezember 2011, worin als Datum der letzten ärztlichen Kontrolle der 

21. November 2011 angegeben wurde, act. G 6.102-1; vgl. ferner den Bericht vom 

10. Juni 2011, worin der nächste Kontrolltermin auf den 25. August 2011 

vorgeschlagen wurde, act. G 6.102-19). Eine regelmässige überstündige wöchentliche 

Beanspruchung für Arztbesuche ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

verneinen (vgl. auch die entsprechenden Angaben des Beschwerdeführers anlässlich 

der Begutachtung in act. G 6.82-11). Nichts anderes ergibt sich aus den vom 

Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren eingereichten Unterlagen (vgl. hierzu act. 

G 6.114-14 f.), zumal eine regelmässige, in kurzen Abständen wahrzunehmende 

augenärztliche Behandlung nicht dargetan ist. Die Beschwerdegegnerin hat in diesem 

Zusammenhang zutreffend ausgeführt, dass die vom Beschwerdeführer in Anspruch 

genommenen Behandlungen ausserhalb der Arbeitszeit wahrgenommen werden 

können. Zumindest ergeben sich keine Hinweise dafür, dass die in Anspruch 

genommenen Behandlungen unter Berücksichtigung von Art. 329 Abs. 3 des 

Obligationenrechts (OR; SR 220; der den Arbeitnehmenden u.a. das Recht auf 

ausserordentliche Freizeit für dringende persönliche Angelegenheiten wie Arztbesuche 

einräumt; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 

Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Auflage, Zürich 2012, Rz 6 zu Art. 329) nicht 

so organisiert werden können, dass letztlich keine regelmässige quantitative 

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Leistungseinschränkung resultiert. Der im Vergleich zu vollständig gesunden 

Arbeitnehmenden höheren Beanspruchung von ausserordentlicher Freizeit für 

Arztbesuche durch den Beschwerdeführer ist allenfalls im Rahmen des 

Tabellenlohnabzugs Rechnung zu tragen.

2.4   Der Vorwurf von Dr. C.___, die Gutachter hätten das Lungenleiden ungenügend 

berücksichtigt (Bericht vom 4. April 2012, act. G 6.114-11), ist nicht gerechtfertigt, da 

die Gutachter Kenntnis von der in den Vorakten erwähnten "unklaren" Pneumopathie 

hatten (siehe die auszugsweise wiedergegebenen Vorakten in act. G 6.82-6). 

Diesbezüglich stellten sie keine auffälligen Befunde fest ("kein Husten, kein Auswurf, 

kein Asthma", act. G 6.82-11; "Thorax: symmetrisch beweglich, Zwerchfelle 

perkutorisch verschieblich, auskultatorisch normales Atemgeräusch, keine 

Nebengeräusche", act. G 6.82-14; eine in der Klinik für Pneumologie des Inselspitals 

durchgeführte Lungenfunktionsprüfung ergab normale statische und normale 

dynamische Lungenvolumina. Sowohl Diffusionskapazität und arterielle Blutgasanalyse 

seien normal. Es bestehe ein unauffälliger, normaler Befund; act. G 6.82-16). Damit ist 

vereinbar, dass der Beschwerdeführer nicht über Beeinträchtigungen seitens der 

Lungen klagte (zu den ausführlichen Angaben der versicherten Person zum 

Gesundheitszustand siehe act. G 6.82-12 f.).

2.5   Bei der Würdigung des MEDAS-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen polydisziplinären gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen 

Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Leiden berücksichtigt und gewürdigt. Die Attestierung 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv 

wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Es ist daher mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt der Begutachtung über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten verfügt hat.

2.6   Zu prüfen bleibt, ob die gutachterlich bescheinigte Arbeitsfähigkeit auch für den 

zurückliegenden Zeitraum übernommen werden kann und ob sich seit der 

Begutachtung die gesundheitliche Situation erheblich verändert hat.

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2.6.1  Was den zurückliegenden Zeitraum anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass 

ein allfälliger Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 6 Monate nach der 

am 3. März 2010 erfolgten Wiederanmeldung (act. G 6.50), das heisst per 1. September 

2010, entsteht. Wie bereits vorstehend ausgeführt, ist der psychische 

Gesundheitszustand seit 22. Oktober 2010 stationär (vgl. act. G 6.101-1 und 

vorstehende E. 2.2.3). Dem Verlaufsbericht des Psychiatrischen Zentrums D.___ vom 

29. November 2010, der sich auf die damals letzte ärztliche Kontrolle vom 22. Oktober 

2010 stützte, ist weiter zu entnehmen, dass der Gesundheitszustand seit dem letzten 

Bericht vom 29. März 2010 stationär geblieben ist (act. G 6.72-1).

Dr. C.___ gab im Verlaufsbericht vom 24. November 2011 an, der Gesundheitszustand 

sei seit Juli 2010 stationär geblieben (act. G 6.99-1). Deshalb und weil sich aus den 

übrigen medizinischen - insbesondere auch angiologischen - Akten keine 

anderslautenden Hinweise für einen verschlechterten Gesundheitszustand ergeben, ist 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die gutachterliche 

Beurteilung (100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten) für die bis 

September 2010 zurückliegende Zeit übernommen werden kann.

2.6.2   Für die Zeit nach der Begutachtung im März 2011 ist eine relevante 

Verschlechterung des Gesundheitszustands zu verneinen, da in den bei den 

behandelnden medizinischen Fachpersonen eingeholten Verlaufsberichten jeweils ein 

stationärer Gesundheitszustand bestätigt wurde (Berichte des behandelnden 

Psychiaters vom 21. Dezember 2011, act. G 6.101-1, der behandelnden 

Rheumatologinnen vom 29. Dezember 2011, act. G 6.102-1), sich aus den übrigen 

Berichten, namentlich dem angiologischen Bericht vom 6. Juni 2012 (act. G 1.2), keine 

Anhaltspunkte für eine Verschlechterung entnehmen lassen und der Beschwerdeführer 

im Übrigen eine nach der Begutachtung eingetretene leistungsrelevante 

Verschlechterung nicht substanziiert geltend macht (act. G 1 und G 12). Daher ist auch 

bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung auf die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abzustellen (vgl. zum Ausschluss einer gesundheitlichen 

Verschlechterung auch die ausführlich begründeten RAD-Stellung-nahmen vom 

13. Februar und 30. April 2012, act. G 6.103 und G 6.117).

3.    

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Nach dem Gesagten ist gestützt auf die beweiskräftige gutachterliche Beurteilung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer für 

eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Deshalb 

und da keine Hinweise bestehen, die für ein im Vergleich zu den statistischen 

Hilfsarbeiterlöhnen überdurchschnittliches Valideneinkommen sprechen (vgl. IK-

Auszug, act. G 6.11), kann auf die Vornahme eines Einkommensvergleichs verzichtet 

werden, da selbst bei Gewährung eines 25%igen Tabellenlohnabzugs offensichtlich 

kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Die Beschwerdegegnerin wies 

daher das Rentenbegehren zu Recht ab.

4.     

Die Beschwerde ist abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die 

Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange­

legenheit angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2014
	Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung verneint. Abweisung des Rentengesuchs bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2014, IV 2012/234).

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