# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42e5a00e-136f-590d-8bf1-afb023a21889
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.04.2024 D-2188/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2188-2024_2024-04-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2188/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer;   

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,   

alle vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, 

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
Gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Nichteintreten auf Wiedererwägungs-

gesuch);  

Verfügung des SEM vom 2. April 2024 / N (…). 

 

 

 

D-2188/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden suchten am 17. Mai 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach. Zur Begründung ihres Asylgesuches machte die Beschwerde-

führerin A._______ im Wesentlichen geltend, ihre Familie habe sie mit ih-

rem (…) verheiraten wollen, womit dessen (…) hätte vertuscht werden sol-

len. Im (…) habe sie, ohne das Einverständnis ihrer Familie einzuholen, 

einen anderen Mann, nämlich ihren heutigen Ehemann D._______ gehei-

ratet. Dieser sei der Vater ihrer beiden Kinder B._______ und C._______. 

Nach der «unbewilligten» Hochzeit sei sie von ihrem (…) und (…) im Jahr 

(…) telefonisch mit dem Tod bedroht worden. Auch nach ihrem Umzug 

nach E._______ seien sie weiterhin von Familienangehörigen telefonisch 

eingeschüchtert worden. Nachdem sie den Rechtsweg eingeschlagen hät-

ten, habe das Familiengericht im Jahr (…) gegen ihren (…) und dessen 

Sohn einen Schutzbefehl erlassen. Nachdem sie im (…) vor ihrer Haustüre 

eine von ihrem (…) deponierte (…) vorgefunden habe, habe sie sich zur 

Ausreise entschlossen. Am (…) habe sie den Vorfall der Polizei gemeldet 

und am (…) die Türkei gemeinsam mit ihren beiden Kindern verlassen.  

B.  

Mit Entscheid vom 7. August 2023 lehnte das SEM die Asylgesuche der 

Beschwerdeführenden ab und ordnete deren Wegweisung aus der 

Schweiz und den Vollzug an.  

C.  

Eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wurde vom Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil D-4762/2023 vom 20. September 2023 abge-

wiesen. Damit trat die Verfügung des SEM vom 7. August 2023 in Rechts-

kraft.  

D.  

Mit Eingabe vom 18. November 2023 reichten die Beschwerdeführenden 

bei der Vorinstanz ein Wiedererwägungsgesuch ein. Zur Begründung 

führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, entgegen der Darstel-

lung der Behörden im ordentlichen Verfahren sei die Schutzfähigkeit und 

die Schutzwilligkeit der türkischen Behörden nicht gegeben. Am 30. Okto-

ber 2023 sei es zudem unter Stammesmitgliedern der Beschwerdeführerin 

zu Auseinandersetzungen gekommen, wobei sie als (…) bezeichnet wor-

den sei. Als Beweismittel reichte sie einen Auszug aus einem Urteil des 

EGMR vom Juni 2009, einen Artikel (Zahl der «Ehrenmorde» in der Türkei 

D-2188/2024 

Seite 3 

höher als angenommen) vom Februar 2007 sowie einen Internet-Artikel 

vom 30. Oktober 2023 (samt Übersetzung) zu den Akten.  

E.  

Mit Verfügung vom 2. April 2024 – eröffnet am 3. April 2024 – trat die Vor-

instanz auf das Wiedererwägungsgesuch nicht ein. Gleichzeitig stellte das 

SEM fest, die Verfügung vom 7. August 2023 sei rechtskräftig und voll-

streckbar, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wir-

kung zu, und erhob eine Gebühr von Fr. 600.–.   

F.  

Mit Eingabe vom 10. April 2024 erhob die Beschwerdeführerin beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. Sie beantragte, die angefochtene Ver-

fügung sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf das Wiederer-

wägungsgesuch einzutreten. Es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustel-

len und ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzuläs-

sigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und als 

Folge davon sei der Beschwerdeführerin von Amtes wegen die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. Sodann sei auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten und der Beschwerde sei die aufschiebende Wir-

kung zu erteilen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet 

auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist – unter Vorbehalt von E. 4 – einzutreten. 

D-2188/2024 

Seite 4 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend 

aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb das 

Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Die Vorinstanz ist auf das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdefüh-

renden gestützt auf Art. 111b Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 

VwVG nicht eingetreten, womit die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob das SEM zu Recht 

auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2014/39 

E. 7.1). Falls die Beschwerdeinstanz den Nichteintretensentscheid als un-

rechtmässig erachtet, enthält sie sich daher einer selbständigen materiel-

len Prüfung; vielmehr hebt sie die angefochtene Verfügung auf und weist 

die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1 m.w.H.). Auf die Anträge auf Feststellung der Flüchtlingsei-

genschaft, Gewährung von Asyl und Anordnung der vorläufigen Aufnahme 

ist demnach nicht einzutreten.  

5.  

Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich geregelt 

(vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM innert 

30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich und 

begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). 

5.1 Kommt eine gesuchstellende Person dabei ihrer Begründungspflicht 

nicht nach, so hat die entscheidende Behörde die Möglichkeit, gestützt auf 

Art. 111b Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 VwVG auf das Wie-

dererwägungsgesuch nicht einzutreten (vgl. BVGE 2014/39 E. 7). Ein Wie-

dererwägungsgesuch ist gehörig begründet, wenn ihm genügend substan-

ziierte Wiedererwägungsgründe zu entnehmen sind (vgl. Entscheidungen 

und Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission 

D-2188/2024 

Seite 5 

[EMARK] 2003 Nr. 7 E. 4a; BVGE 2014/39 E. 5 ff., zumal gemäss BVGE 

2014/39 E. 5.5 zwischen Art. 111b und Art. 111c AsylG ein enger Zusam-

menhang besteht). Unter anderem liegt dann keine gehörige Begründung 

vor, wenn in einem Wiedererwägungsgesuch ausschliesslich Gründe an-

geführt werden, welche schon im Rahmen eines ordentlichen Beschwer-

deverfahrens hätten eingebracht werden können (vgl. Art. 66 Abs. 3 

VwVG). 

5.2 Eine Wiedererwägung ist nicht beliebig zulässig und darf namentlich 

nicht dazu dienen, blosse Urteilskritik zu üben, die Rechtskraft von Verwal-

tungs- und Gerichtsentscheiden immer wieder infrage zu stellen oder die 

Fristen für die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen (vgl. BGE 

136 II 177 E. 2.1). Auf ein Wiedererwägungsgesuch ist nicht einzutreten, 

wenn lediglich eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits 

bekannten Tatsachen herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt 

werden, die bereits in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die 

frühere Verfügung hätten geltend gemacht werden können (vgl. etwa Urteil 

BVGer D-3173/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.3 m.H.a. EMARK 2000 

Nr. 24 E. 5b). 

6.  

6.1 Zur Begründung ihres Nichteintretensentscheids hielt die Vorinstanz 

fest, die Eingabe vom 18. November 2023 sei als inhaltlich haltlos zu qua-

lifizieren. Sowohl das SEM als auch das Bundesverwaltungsgericht hätten 

in ihren Entscheiden bereits umfangreich begründet, dass von der Schutz-

willigkeit und Schutzfähigkeit des türkischen Staates für das von der Be-

schwerdeführerin geltend gemachte Asylmotiv (Übergriffe seitens ihrer Fa-

milienangehörigen wegen unerlaubter Heirat, Angst vor Ehrenmord) aus-

zugehen sei. Die Erwägungen würden nach wie vor zutreffen. An dieser 

Schlussfolgerung würden die von ihr eingereichten allgemeinen Berichte 

von Oktober und November 2023 bezüglich der Problematik von Ehren-

morden in der Türkei nichts ändern. Bezüglich ihrer Aussage, wonach sie 

anlässlich eines Streits unter Familienangehörigen als (…) bezeichnet wor-

den sei, sei festzuhalten, dass es sich zum einen um eine reine Parteibe-

handlung handle. Zum anderen stehe ihr bei allfälligen zukünftigen verba-

len Übergriffen eine vorhandene schutzwillige und -fähige Infrastruktur sei-

tens der türkischen Behörden zur Verfügung, welche sie bereits in der Ver-

gangenheit in Anspruch genommen habe.  

6.2 In der Rechtsmitteleingabe wird im Wesentlichen vorgebracht, entge-

gen der Ansicht der Vorinstanz spiele die Schutzfähigkeit und -willigkeit der 

D-2188/2024 

Seite 6 

türkischen Behörden im vorliegenden Fall keine Rolle beziehungsweise 

diese sei nicht gegeben. In Wiederholung des aktenkundigen Sachverhalts 

verwies die Beschwerdeführerin sodann erneut darauf, dass die Heirat ei-

ner Frau gegen den Willen des Familienoberhaupts eine Schande für die 

ganze Familie, sogar der ganzen Sippe der Frau darstelle. Daraus würden 

Familien-, Sippen- beziehungsweise Stammesfehden entstehen, die Jahr-

zehnte wenn nicht Jahrhunderte anhalten würden. Da es um die Wieder-

herstellung der Ehre gehe, würden strafrechtliche Massnahmen des Staa-

tes die Familien beziehungsweise die Clans nicht abschrecken. Der Staat 

könne Ehrenmorde nicht verhindern. Jährlich würden in der Türkei Hun-

derte von Frauen dem Ehrenmord zum Opfer fallen. Ihre Befürchtung, im 

Falle einer Rückkehr in die Türkei dem Ehrenmord zum Opfer zu fallen, sei 

gerechtfertigt. Es würden frauenspezifische Fluchtgründe im Sinne von Art. 

3 Abs. 2 AsylG vorliegen, die durch die Vorinstanz nicht berücksichtigt wor-

den seien.  

7.  

7.1 Die Ausführungen der Vorinstanz erweisen sich als zutreffend und sind 

nicht zu beanstanden. Die Vorbringen in der Beschwerde erschöpfen sich 

im Wesentlichen in Wiederholungen von bereits im ordentlichen Verfahren 

geltend gemachten und materiell geprüften Vorbringen. So weist die Be-

schwerdeführerin erneut auf in der Türkei herrschende Familien- bezie-

hungsweise Stammesfehden, welche der Sühnung verletzter Familienehre 

dienten. Damit führt die Beschwerdeführerin einerseits bereits Bekanntes 

und im ordentlichen Asylverfahren Abgehandeltes aus (Behelligungen ihrer 

Familienangehörigen sowie die Furcht vor einem Ehrenmord) und anderer-

seits führt sie keine neuen Gründe an, weshalb heute von einer individuel-

len begründeten Furcht vor zukünftiger Verfolgung auszugehen wäre. Die 

eingereichten Beweismittel (Zeitungsbericht zu einem familiären Streit mit 

Todesfolge sowie Internetausdruck zu Ehrenmorden) sind bereits bei der 

Vorinstanz eingereicht worden und sind insgesamt nicht geeignet, die 

Schlussfolgerungen im ordentlichen Verfahren umzustossen, weshalb da-

rauf verzichtet werden kann, auf die Dokumente weiter einzugehen. Es 

bleibt somit festzuhalten, dass die geltend gemachten Behelligungen ihrer 

Familienangehörigen, die Furcht vor einem Ehrenmord sowie auch die 

frauenspezifischen Fluchtgründe bereits im ordentlichen Verfahren materi-

ell geprüft worden sind. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht auf diese 

Vorbringen materiell nicht eingegangen.   

7.2 Die Beschwerdeführerin ist sodann darauf aufmerksam zu machen, 

dass ein Wiedererwägungsgesuch (wie auch ein Mehrfachgesuch oder 

D-2188/2024 

Seite 7 

eine Revision) nicht beliebig zulässig ist und namentlich nicht dazu dienen 

darf, blosse Urteilskritik zu üben, die Rechtskraft von Verwaltungs- und Ge-

richtsentscheiden immer wieder infrage zu stellen oder die Fristen für die 

Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen (vgl. E. 5.2). Soweit die Be-

schwerdeführerin die Einschätzung des SEM und des Bundesverwaltungs-

gerichts hinsichtlich der Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der türkischen 

Behörden beanstandet, stellt dies kein Wiedererwägungsgrund dar. 

7.3 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. Das 

SEM ist in Anwendung von Art. 111b AsylG und Art. 13 Abs. 2 VwVG zu 

Recht auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Die Be-

schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

8.  

Mit dem vorliegenden Endentscheid wird das Gesuch um Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses ebenso wie der Antrag auf Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 2'000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-2188/2024 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Regula Frey 

 

 

Versand: