# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 293d014b-86c9-5057-bc73-7621cb424012
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-06
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 06.03.2014 C1 13 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_C1-13-201_2014-03-06.pdf

## Full Text

C1 13 201 

 

 

URTEIL VOM 6. MÄRZ 2014 
 

Kantonsgericht Wallis 
I. Zivilrechtliche Abteilung 

 

Hermann Murmann, Einzelrichter; Dr. Rochus Jossen, Gerichtsschreiber 

 

in Sachen 
 

T_________, Berufungskläger 

 

gegen 
 

U1_________ bis U132_________ 
Berufungsbeklagte, alle vertreten durch Herr Rechtsanwalt Dr. A_________ 

 

sowie  

 

V_________, Berufungsbeklagte   
W_________, Berufungsbeklagter 
T_________ und Y_________, c/o B_________ AG 
Berufungsbeklagte 

Z_________, Berufungsbeklagter 
 

 

 

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(Bauhandwerkerpfandrecht / Vormerkung) 

Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts C_________ vom 12. August 2013 

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eingesehen 
 

das Gesuch um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts des Einzelunternehmens 

„D_________“ vom 25. Februar 2013 zur Sicherung eines Vergütungsanspruchs für 

Brandschutzarbeiten in E_________ und die superprovisorische Verfügung des Be-

zirksgerichts C_________ vom 8. März 2013, mit welcher dem Gesuch vorläufig statt-

gegeben wurde;  

das Urteil des Bezirksgerichts C_________ vom 12. August 2013, wonach das Grund-

buchamt des Kreises F_________ angewiesen wurde, die gemäss Verfügung vom 

8. März 2013 gleichentags vollzogene Vormerkung (Sub-Nr. xxx) zu Gunsten von 

T_________ und zu Lasten der Stockwerkeigentumsanteile der StWE-Gemeinschaft 

„G_________“ auf der Grundparzelle Nr. xxx, Plan Nr.xxx, gelegen auf Gebiet der Ge-

meinde E_________, zu löschen; 

die Berufung von T_________ vom 21. August 2013 mit folgenden Rechtsbegehren: 

1. Das Urteil Z2 13 20 des Bezirksgerichtes C_________ vom 12.8.2013 ist aufzuheben. 

2. Primär ist das Grundbuchamt F_________ anzuweisen, nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils die gemäss Verfügung vom 8.3.2013 vollzogene Vormerkung unter der Nr. xxx provisorisch zu 

Gunsten von T_________ und zu Lasten der Stockwerkeigentumsanteile der StWE-Gemeinschaft 

G_________ auf der Grundparzelle Nr. xxx, Plan Nr. xxx, Gemeinde E_________, im Grundbuch ein-

zutragen. 

 Subsidiär ist das Verfahren zur weiteren Beweisabnahme an das Bezirksgericht C_________ zurück 

zu weisen. 

3. Die Kosten des Verfahrens und des Entscheids gehen zulasten wem rechtens. 

4. T_________ ist eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. 

 

die Verfahrenssistierung des Kantonsgerichts vom 16. September 2013 sowie die Auf-

hebung dieser Sistierung am 6. Februar 2014; 

die Mitteilung des Rechtsvertreters von T_________ vom 27. November 2013, dass er 

sein Mandat mit sofortiger Wirkung niederlege; 

die verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts vom 6. und vom 21. Februar 

2014, mit welchen T_________ aufgefordert wurde, zwecks Überprüfung der Beru-

fungslegitimation den Vermögensübertragungsvertrag vom 24. Juni 2013 zu hinterle-

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gen, wonach die „D_________ AG“ das Geschäft des im Handelsregister eingetrage-

nen Einzelunternehmens „D_________“ (CH-xxx), in H_________, mit Aktiven von Fr. 

11'376'333.43 und Passiven von Fr. 7'510'236.21“ übernahm; 

die Schreiben der Treuhand I_________ AG vom 25. und vom 26. Februar 2014, mit 

welchen diese dem Gericht die gewünschten Unterlagen im Auftrag von T_________ 

zukommen liess; 

die übrigen Akten; 

 

erwägend 
 

dass der vorliegende erstinstanzliche Entscheid über vorsorgliche Massnahmen innert 

zehn Tagen mittels Berufung bei einem Einzelrichter des Kantonsgerichts angefochten 

werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. b, Art. 248 lit. d, Art. 249 lit. d Ziff. 5, Art. 314 Abs. 1 

ZPO; Art. 5 Abs. 1 lit. b und 2 lit. c EGZPO); 

dass das Gericht die Rechtsmittellegitimation als Prozessvoraussetzungen von Amtes 

wegen prüft (vgl. Art. 59 Abs. 1 sowie Abs. 2 lit. a, Art. 60 ZPO; vgl. Kunz, in: 

Kunz/Hoffmann-Nowotny/Stauber [Hrsg.], ZPO-Rechtsmittel Berufung und Beschwer-

de, Kommentar zu den Art. 308-327a ZPO, Basel 2013, N. 40 f., 56 ff. zu Vor. Art. 308 

ff. ZPO; Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. A., Zürich 2013, N. 5, 14 zu Art. 59 ZPO; 

Sterchi, Berner Kommentar, N. 15 ff. zu Vorbemerkungen zu Art. 308 ZPO); 

dass die ZPO die Legitimation zur Ergreifung eines Rechtsmittels nicht ausdrücklich 

regelt, jedoch Art. 76 Abs. 1 i.V.m. Art. 111 Abs. 1 BGG als Mindestanforderung neben 

der Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren verlangen, dass der Rechtsmittelkläger 

durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und er ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (vgl. Sterchi, a.a.O., N. 18 zu Vor-

bemerkungen zu Art. 308 ZPO; Kunz, a.a.O., N. 59 zu Vor Art. 308 ff. ZPO mit Hinwei-

sen); 

dass es sich beim schutzwürdigen Interesse um ein eigenes aktuelles Interesse han-

deln muss und dieses Rechtschutzinteresse im Rechtsmittelverfahren der Beschwer 

entspricht; fehlt ein Interesse auf Abänderung des angefochtenen Entscheids, ist auf 

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das Rechtsmittel nicht einzutreten (BGE 120 II 5 E. 2a; Zürcher, a.a.O., N. 14 zu Art. 

59 ZPO mit Hinweisen); 

dass nach Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB ein Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen 

Grundpfandes besteht für die Forderungen der Handwerker und Unternehmer, die auf 

einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Abbrucharbeiten, zum Gerüst-

bau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Material und Arbeit oder Arbeit allein 

geliefert haben, an diesem Grundstück, sei es, dass sie den Grundeigentümer, einen 

Handwerker oder Unternehmer, einen Mieter, einen Pächter oder eine andere am 

Grundstück berechtigte Person zum Schuldner haben; 

dass das Bauhandwerkerpfandrecht als akzessorisches Nebenrecht untrennbar mit 

dem baupfandrechtlichen Vergütungsanspruch verbunden ist, und deshalb nur der 

Forderungsgläubiger Pfandgläubiger sein kann für die Forderungen der Handwerker 

oder Unternehmer und als solcher aktivlegitimiert ist, den vorläufigen und definitiven 

Grundbucheintrag des Baupfandrechts zu beantragen und das Eintragungsverfahren 

fortzusetzen, weshalb der Bauunternehmer nach rechtsgültiger Forderungsabtretung 

dazu nicht mehr aktivlegitimiert ist (statt aller Schumacher, in: Breitschmid/Rumo-

Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2. A., Zürich 2012, N. 28 

zu Art. 837 ZGB mit Hinweisen);  

dass T_________ das Bezirksgericht um die Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-

rechts zur Sicherung des unbezahlten Vergütungsanspruchs für Arbeiten seiner Ein-

zelunternehmung „D_________“ ersuchte (S. 1 ff.); 

dass gemäss Handelsregisterauszug das Einzelunternehmen „D_________“ am 24. 

Juni 2013 im Handelsregister gelöscht wurde und gleichentags die „D_________ AG“ 

im Handelsregister eingetragen wurde, wobei die AG laut Handelsregistereintrag bei 

der Gründung das Geschäft des im Handelsregister eingetragenen Einzelunterneh-

mens „D_________“ (CH-xxx), in H_________, gemäss Vermögensübertragungsver-

trag vom 24.06.2013 mit Aktiven von Fr. 11'376'333.43 und Passiven von Fr. 

7'510'236.21“ übernahm; 

dass in Ziffer IV. der hinterlegten öffentlichen Urkunde über die Gründung der 

D_________ AG mit Sitz in H_________ vom 24. Juni 2013 festgehalten wird, dass die 

Aktiengesellschaft vom Einzelunternehmen D_________ gemäss dem vom 24. Juni 

2013 datierten Sacheinlage-/ Sachübernahmevertrag Aktiven von Fr. 11'376'333.43 

und Passiven von Fr. 7'510'236.21 im Sinne einer Vermögensübertragung gemäss Art. 

69 ff. FusG übernehme (S. 786); 

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dass gemäss Ziffer II. des erwähnten Vermögensübertragungsvertrags (Sacheinlage- 

und Sachübernahmevertrag) vom 24. Juni 2013 die D_________ AG vom Einzelunter-

nehmen D_________ Aktiven von Fr. 11'376'333.43 und Passiven von Fr. 

7'510'236.21 übernahm und gemäss Übernahmebilanz, welche integrierender Be-

standteil des Vermögensübertragungsvertrags bildete (S. 823), sämtliche Forderungen 

in der Höhe von Fr. 1'216'416.40 von der Einzelfirma auf die Aktiengesellschaft über-

gingen (S. 834); 

dass Art. 83 Abs. 4 Satz 2 ZPO, welcher den Parteiwechsel regelt, besondere gesetzli-

che Bestimmung über die Rechtsnachfolge vorbehält und die Vermögensabtretung 

nach Art. 69 ff. FusG als eine partielle Universalsukzession zu qualifizieren ist und 

nach der überwiegenden Lehrmeinung auf Klägerseite mit der Eintragung ins Handels-

register zu einem zwingenden Parteiwechsel ipso iure kraft Gesamtnachfolge führt, 

begrenzt auf die übertragenen Vermögenswerte (Gross/Zuber, Berner Kommentar, N. 

29 zu Art. 83 ZPO; Graber/Frei, Basler Kommentar, 2. A., N. 39 f. zu Art. 83 ZPO; Liv-

schitz, in: Baker & McKenzie, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Bern 2010, 

N. 14 zu Art. 83 ZPO mit Hinweisen; Zürcher, a.a.O., N. 71 zu Art. 59 ZPO; Seiler, Die 

Berufung nach ZPO, Zürich 2013, N. 139; Berger/Güngerich, Zivilprozessrecht, Bern 

2008, N. 378; Leuenberger/Uffer-Tobler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, Bern 

2010, N. 3.75; so bereits Brenner, Der Parteiwechsel im Zivilprozess als Folge des 

Bundesprivatrechts, Diss. St. Gallen 1992, S. 140 f., 146 f f.; teilweise abweichend 

Domej, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. A., Basel 2014, 

N. 16 zu Art. 83 ZPO, welche keinen Parteiwechsel, sondern ein Parteibeitritt annimmt 

sowie Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. A., Zürich 2013, § 13 N. 77, 

welche die Vermögensübertragung nach Art. 69 ff. FusG als Fall von Art. 83 ZPO an-

sehen), womit die ursprüngliche Partei nach erfolgtem Parteiwechsel nicht mehr 

rechtsmittellegitimiert ist (ausdrücklich Sterchi, a.a.O., N. 19, 21 zu Vorbemerkungen 

zu Art. 308 ZPO); 

dass folglich mit der Vermögensübertragung am 24. Juni 2013 die D_________ AG 

den Vergütungsanspruch für geleisteten Brandschutzarbeiten übernahm und im lau-

fenden Verfahren um provisorische Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts von 

Gesetzes wegen an die Stelle des übertragenden Einzelunternehmens D_________ 

bzw. von T_________ trat; 

dass die Berufung unter anderem die Bezeichnung der Parteien und allfälliger Vertreter 

enthalten muss (Art. 221 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 219 ZPO); 

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dass die Berufung vom 21. August 2013 vom damaligen Rechtsvertreter ausdrücklich  

„im Namen und Auftrag von T_________, Firmennummer CH-xxx, H_________“ hin-

terlegt wurde, das materielle Berufungsbegehren darauf abzielte, die gemäss Verfü-

gung vom 8. März 2013 vollzogene Vormerkung provisorisch zu Gunsten von 

T_________ im Grundbuch einzutragen und auch in der Berufungsbegründung aus-

schliesslich vom Gesuchsteller T_________ bzw. dessen Einzelfirma die Rede ist; 

dass gemäss Wortlaut der Berufung zweifelsfrei das Einzelunternehmen D_________ 

bzw. die natürliche Person T_________ als Berufungskläger auftritt und die „Maler- 

und D_________ AG“ mit keinem Wort erwähnt wird, so dass keine Zweifel über die 

Identität des Berufungsklägers bestehen; 

dass indes die Vergütungsforderung nach dem Ausgeführten bereits am 24. Juni 2013 

von der natürlichen Person T_________ auf die juristische Person D_________ AG 

übergegangen war und T_________ im Zeitpunkt der Berufungseinreichung durch den 

angefochtenen Entscheid vom 12. August 2013 nicht mehr berührt war und er kein In-

teresse mehr an einer Änderung dieses Urteils hat; 

dass daher mangels Legitimation auf die Berufung von T_________ nicht eingetreten 

werden kann und auf die Einholung einer Berufungsantwort verzichtet werden kann;  

dass ausgangsgemäss dem Berufungskläger die Kosten dieses Entscheids aufzuerle-

gen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO);  

dass diese auf Fr. 800.-- festgesetzt werden (Art. 13, 14 Abs. 1, Art. 16 Abs. 3 und 19 

GTar), wobei dem Berufungskläger nach Verrechnung mit dem Kostenvorschuss durch 

die Gerichtskasse Fr. 1'600.-- zurückzuerstatten sind (Art. 111 Abs. 1 ZPO); 

dass keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind (vgl. Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 

95 Abs. 1 und 3 ZPO); 

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das Kantonsgericht erkennt 
 

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- trägt der Berufungskläger. Nach Verrechnung 

mit dem Kostenvorschuss ist ihm Fr. 1'600.-- zurückzuerstatten.  

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen  

Sitten, 6. März 2014