# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac36e710-8e21-5a8d-aef2-519d775996cd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.11.2010 E-7927/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7927-2010_2010-11-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7927/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

F._____, geboren (...). August 1983, Pakistan,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 3. November 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7927/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  Pakistan eigenen Angaben zufolge am 
13. August 2010 in Begleitung von (...) und im Besitz eines mit einem 
italienischen  Schengen-Visum versehenen  pakistanischen  Reisepas-
ses auf dem Luftweg verlassen hat und gleichentags über den Flug-
hafen Genf in die Schweiz gelangt ist, wo sie am 16. August 2010 im 
A._____ um Asyl nachsuchte,

dass das BFM der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer  Aussagen  an-
lässlich  der  summarischen  Befragung  im  B._____  vom  30.  August 
2010  und  des  italienischen  Schengen-Visums  in  ihrem  Reisepass 
(gültig  vom  30.  Juli  2010  bis  25.  August  2010)  bezüglich  der  Zu-
ständigkeit Italiens für das vorliegende Asylverfahren und zu einer all -
fälligen Wegweisung dorthin das rechtliche Gehör gewährte,

dass diese ausführte, sie habe nicht gewusst,  dass Italien zuständig 
sei, es spiele keine Rolle, wo sie mit (...) hingehe, sie würden einfach 
Schutz brauchen,

dass das BFM mit  Verfügung vom 3. November  2010 in Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Beschwerdefüh-
rerin nach Italien wegwies,

dass das Bundesamt sie aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag 
nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und den Kanton Bern 
mit dem Vollzug der Wegweisungsverfügung beauftragte,

dass die Vorinstanz festhielt,  eine allfällige Beschwerde gegen diese 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, und die Aushändigung 
der  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  an  die  Be-
schwerdeführerin anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin sei im Besitz eines vom 30. Juli 2010 bis 25. August 
2010 gültigen italienischen Schengen-Visums,

dass folglich Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei,  dies  gestützt  auf  das  Dublin-Assoziierungsabkommen  (DAA, 
SR 0.142.392.68) und  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004 

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zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Republik Island 
und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung und 
Entwicklung des Schengen-Besitzstands und über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in der Schweiz, in Island oder in Norwegen gestellten Asylantrags,

dass Italien am 15 Oktober 2010 dem Ersuchen des Bundesamtes um 
Übernahme der Beschwerdeführerin vom 21. September 2010 gestützt 
auf  Art.  9  Dublin-II-Verordnung  (Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des 
Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren 
zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von ei-
nem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantra-
ges zuständig ist) zugestimmt habe,

dass die Rückführung (recte wohl: Überführung) – vorbehältlich einer 
allfälligen  Unterbrechung  oder  Verlängerung  –  bis  spätestens  am 
15. April 2011 zu erfolgen habe,

dass die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der Gewährung 
des rechtlichen Gehörs bei der Kurzbefragung nicht geeignet seien, die 
Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des Asylgesuchs zu verneinen 
oder ihre Überführung in diesen Signatarstaat zu verhindern,

dass sich  aus den Akten keine konkreten Hinweise darauf  ergäben, 
Italien halte sich nicht an die massgebenden völkerrechtlichen Bestim-
mungen oder die einschlägigen Normen der EMRK (Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [SR 0.101]),

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintre-
tens auf ein Asylgesuch sei (Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könne, in dem 
sie Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde,  
und  das  Non-Refoulement-Gebot  bezüglich  des  Heimatstaates  nicht 
zu prüfen sei,

dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 EMRK im 
Falle einer Überführung der Beschwerdeführerin nach Italien bestehen 
würden,

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dass weder die in Italien herrschende Situation noch andere Gründe 
gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen würden,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei, weil eine entsprechende Zustimmung Italiens vorlie-
ge,

dass die Beschwerdeführerin mit Rechtsmitteleingabe vom 11. Novem-
ber  2010  in  materieller  Hinsicht  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen 
Verfügung  und  die  Anweisung  an  das  BFM,  sie  nach  Irland  weg-
zuweisen, beantragt,

dass sie in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  den Erlass einer vorsorgli -
chen  Massnahme  (unverzügliche  Anweisung  an  die  Vorinstanz,  bis 
zum Entscheid über die Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Be-
schwerde von jeglichen Vollzugshandlungen nach Italien abzusehen), 
die Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und un-
ter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses die Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) beantragt,

dass sie zur Stützung ihrer Vorbringen Kopien von Geldtransfers in den 
Jahren 2007 bis 2010, mehrer Fotos, eines Schreibens des Vaters des 
Beschwerdeführers, eines Ausschnittes aus der Zeitung „Daily JURAT“ 
vom (...)  und  eine  Fürsorgebestätigung vom 10. November  2010 zu 
den Akten reichte,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und die eingereichten 
Dokumente,  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich,  in  den  nachfol-
genden Erwägungen eingegangen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit per Telefax übermittelter Ver-
fügung  vom  12.  November  2010  den  Vollzug  der  Wegweisung  per 
sofort aussetzte,

dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 17. November 2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eingingen,

und erwägt,

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgeset-
zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 
SR 172.021])  des BFM entscheidet  (Art. 105 AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
– mangels eines Beleges für den genauen Zeitpunkt der Eröffnung der 
angefochtenen  Verfügung  ist  praxisgemäss  von  der  Einreichung  der 
Beschwerde  innert  Frist  auszugehen  (vgl.  ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis,  Band  X,  Basel  2008, 
Rz.  3.150,  S.  166  f.)  –  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und 
Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- 
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (Entscheidungen 

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und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
–  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens von Vollzugshin-
dernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen 
Staat)  –  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintre-
tensentscheides stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass vorab entgegen der diesbezüglichen Rüge in der  Rechtsmittel-
eingabe festzustellen ist, dass die Vorinstanz mangels Vorhandenseins 
der diesbezüglichen Voraussetzungen – den Akten sind keine Anhalts-
punkte  dafür  zu  entnehmen,  die  Beschwerdeführerin  habe  beab-
sichtigt, sich auf eigene Initiative in den zuständigen Mitgliedstaat zu 
begeben – zu Recht darauf verzichtet hat, den Zeitpunkt und den Ort 
zu nennen, zu dem beziehungsweise an dem sich die Antragstellerin 
zu melden hat, womit den Anforderungen von Art. 19 Abs. 2 Dublin-II-
Verordnung Genüge getan wird,

dass Italien am 15. Oktober 2010 gestützt auf Art. 9 Abs. 2 Dublin-II-
Verordnung  dem  Ersuchen  des  BFM  vom  21. September  2010  um 
Übernahme der Beschwerdeführerin zugestimmt hat, weshalb die Zu-
ständigkeit für die Behandlung des Asylgesuchs auf dieses Land über-
gegangen ist,

dass die Beschwerdeführerin somit ohne weiteres in einen Drittstaat 
(vorliegend  Italien) ausreisen kann, welcher für die Prüfung des Asy-
lantrages staatsvertraglich zuständig ist,

dass sich die Entgegnung in der Beschwerde, Irland sei für das vor-
liegende  Asylverfahren  zuständig,  als  haltlos  erweist,  zumal  es  sich 
gemäss Angaben der Beschwerdeführerin beim Vater um einen briti-
schen Staatsangehörigen handle,  der in  Irland lebe (vgl. Akten BFM 
A1/11 S. 3), weshalb Art. 7 und Art. 8 Dublin-II-Verordnung offensicht -
lich nicht zur Anwendung gelangen,

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dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30),  der 
EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-
ter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Be-
handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass keine Hinweise dafür bestehen, wonach Italien sich nicht an die 
massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an das 
Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, hal-
ten würde,

dass das Abkommen zwischen Libyen und  Italien vom 10. Juni 2009 
nicht  Personen  betrifft,  die  sich  bereits  im  Europäischen  Raum be-
finden, weshalb die Beschwerdeführerin auch diesbezüglich nichts zu 
befürchten hat,

dass vor diesem Hintergrund das Vorbringen in der Rechtsmitteleinga-
be, Italien weise asylsuchende Personen systematisch (Kettenabschie-
bung) nach Libyen weg, jeglicher Grundlage entbehrt,  und an dieser 
Stelle einzig der Klarheit halber darauf hingewiesen wird, dass es ent-
sprechende Vorhaltungen an die Adresse Italiens einzig in Bezug auf 
sogenannte  Bootsflüchtlinge  gibt,  welche  auf  hoher  See  angehalten 
werden, 

dass für das Bundesverwaltungsgericht keine Gründe ersichtlich sind, 
die  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  der  Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung) hätten veranlassen sollen,

dass  zwar  das  italienische  Fürsorgesystem für  Asylsuchende  in  der 
Kritik steht, in den Aufenthalts- und Verfahrensbedingungen für Perso-
nen, welche sich im Rahmen eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, 
aber  entgegen den diesbezüglichen Ausführungen in  der  Rechtsmit-
teleingabe  insgesamt  kein  Vollzugshindernis  zu  erkennen  ist  (s. bei-
spielsweise Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-7542/2010 vom 
29. Oktober 2010 und D-7650/2010 vom 3. November 2010),

dass nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts Dublin-Rückkeh-
rende und verletzliche Personen bezüglich Unterbringung von den ita-
lienischen Behörden gar bevorzugt behandelt  werden und sich – ne-
ben  den  staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private  Hilfsorga-
nisationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen anneh-
men,

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dass es nicht Sache der Schweiz, sondern der für den Asylantrag zu -
ständigen italienischen Behörden sein wird, allenfalls die irischen Be-
hörden  im  Rahmen  der  Humanitären  Klausel  gestützt  auf  Art.  15 
Abs. 1 Dublin-II-Verordnung darum zu ersuchen, die Beschwerdeführe-
rin aus humanitären Gründen mit ihrem eigenen Angaben zufolge in Ir-
land wohnhaften Vater zusammenzuführen und deren Asylgesuch zu 
prüfen,

dass es sich aufgrund vorstehender Erwägungen erübrigt, auf die wei-
teren Ausführungen in der Beschwerde und die zur Stützung der Vor-
bringen eingereichten Dokumente einzugehen, zumal diese offensicht-
lich nicht geeignet sind, eine andere Beurteilung herbeizuführen,

dass das BFM demzufolge zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst.  d  AsylG auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 
Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zu- 
lässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  bereits  Voraus-
setzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheides 
und deshalb vorliegend nicht zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern  vor  der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Aus-
übung des Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Dublin-II-Verordnung) oder ge-
gebenenfalls – wenn sich Familienmitglieder in verschiedenen Dublin-
Mitgliedstaaten  befinden  und  zusammengeführt  werden  sollen  –  bei 
der Ausübung der Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin-II-Verordnung),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass die Beschwerdeführerin nicht darzutun vermag, inwiefern die an-
gefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen 
ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

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dass  mit  dem  Entscheid  in  der  Hauptsache  ohne  vorgängige  In-
struktion  die  Verfahrensanträge  (Erteilung  der  aufschiebenden  Wir-
kung  der  Beschwerde,  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses) hinfällig geworden sind,

dass sich die Rechtsbegehren aufgrund vorstehender Erwägungen als 
aussichtslos erweisen, weshalb der Antrag auf Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist und bei diesem Ausgang des 
Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− (Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand:

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