# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9675aedd-e3ab-5ac8-b70e-49b8e8c0bfee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2025 A-1826/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1826-2023_2025-08-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023,  
A-1835/2023, A-1837/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), 

Richterin Iris Widmer,  

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,    

Gerichtsschreiber Robert Weyeneth. 
 

 
 

Parteien 
 B.________,  

(...),   

vertreten durch 

 Stefan Wiesli, Rechtsanwalt LL.M., 

 und Dr. iur. Jasmin Malla, Rechtsanwältin, 

 Barandun AG, (...),  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (MAC). 

 

 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 12. Dezember 2021 stellte die Israel Tax Authority (nachfolgend: 

ITA) gestützt auf das Übereinkommen vom 25. Januar 1988 über die ge-

genseitige Amtshilfe in Steuersachen, geändert durch das Protokoll vom 

27. Mai 2010 (SR 0.652.1; nachfolgend: MAC), ein Ersuchen um Amtshilfe 

an die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: Vorinstanz oder 

ESTV). 

Die ITA ersuchte um Informationen über einzelne Bankkonten, die sie in 

einer Liste aufführt (sog. Listenersuchen). Die nachgesuchten Informatio-

nen betreffen in erster Linie die Identität der mit den Konten verbundenen 

Personen im relevanten Zeitraum ("all the account holder[s], the benefi-

cial[s] owner[s] and/or the authorized person[s], signatory[ries]"). Als Zweck 

des Ersuchens werden die Steuerveranlagung und die Durchführung eines 

Steuer(straf-)verfahrens ("[criminal] tax proceedings") genannt, als be-

troffene Steuer die Einkommenssteuer und als Besteuerungszeitraum der 

Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2020.  

Die ITA erklärte, sie habe aufgrund einer früheren Amtshilfe der ESTV 

Kenntnis von in Israel nicht deklarierten Konten (sog. Erstkonten) erhalten. 

Deren Guthaben seien auf andere Konten (sog. Zweitkonten) transferiert 

worden. Diese seien ihr gegenüber nicht deklariert worden und Gegen-

stand des Ersuchens. 

A.b Am 23. Dezember 2021 bat die Vorinstanz die ersuchende Behörde 

um die Erläuterung des Ersuchens in mehreren Punkten. Mit E-Mail vom 

3. Januar 2022 führte die ITA unter anderem aus, es bestehe der Verdacht, 

dass die mit den Zweitkonten verbundenen, in Israel ansässigen Personen 

Steuerpflichten im ersuchenden Staat verletzt hätten ("[...] there is a gene-

ral suspicion that any other Israeli resident linked to the same accounts 

could also be non-compliant"). 

A.c Mit Verfügung vom 8. April 2022 forderte die ESTV die Z._______ 

(nachfolgend: Z._______ oder Informationsinhaberin) auf, die ersuchten 

Informationen einzureichen. Diese kam der Aufforderung nach. 

A.d Die ESTV eröffnete in der Folge die folgenden Verfahren betreffend 

die Beschwerdeführerin: 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 3 

– Nr. (...) betreffend das Konto Nr. (...) (Z._______); 

– Nr. (...) betreffend das Konto Nr. (...) (Z._______); 

– Nr. (...) betreffend das Konto Nr. (...) (Z._______); 

– Nr. (...) betreffend das Konto Nr. (...) (Z._______); 

– Nr. (...) betreffend das Konto Nr. (...) (Z._______). 

A.e Mit Stellungnahmen vom 17. November 2022 und 23. Januar 2023 er-

hob die Beschwerdeführerin Einwände gegen die Übermittlung der sie be-

treffenden Informationen. 

B.  

Am 28. Februar 2023 erliess die Vorinstanz in den oben (Sachverhalt, A.d) 

genannten Verfahren ihre Schlussverfügung. Sie ordnete im Wesentlichen 

an, es seien die von der Informationsinhaberin herausgegebenen Unterla-

gen über die Beschwerdeführerin und das jeweils streitbetroffene Konto an 

die ITA zu übermitteln.  

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die Voraussetzungen für 

die Leistung der ersuchten Amtshilfe nach dem MAC seien erfüllt. Insbe-

sondere seien die nachgesuchten Informationen für die Beurteilung der 

Steuersituation der betroffenen Person im ersuchenden Staat voraussicht-

lich relevant. 

C.  

Am 31. März 2023 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen die 

jeweilige Schlussverfügung. Sie beantragt im Hauptantrag deren Aufhe-

bung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Bundes.  

Eventualiter seien bestimmte sie betreffende Informationen in den zu über-

mittelnden Unterlagen zu schwärzen. Subeventualiter sei die Verfügung 

aufzuheben und die Sache sei an die ESTV zur Neubeurteilung und zum 

Erlass einer neuen Schlussverfügung zurückzuweisen. 

Die Beschwerdeführerin beantragt weiter, es seien sämtliche Unterlagen 

im Zusammenhang mit diesem Amtshilfeverfahren nach Abschluss des 

Verfahrens zu vernichten oder ihrer Rechtsvertretung herauszugeben. 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 4 

Des Weiteren stellt die Beschwerdeführerin den Verfahrensantrag, es 

seien die Beschwerdeverfahren zu vereinigen, die sie und ihr (...) 

Z._______ im Zusammenhang mit dem Ersuchen der ITA anhängig ge-

macht hätten.  

Zur Begründung ihres Hauptbegehrens macht sie in erster Linie geltend, 

im ersuchenden Staat nie steuerpflichtig gewesen zu sein. 

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht eröffnete darauf die nachfolgenden Be-

schwerdeverfahren betreffend die Beschwerdeführerin: 

– A-1826/2023 betreffend das Verfahren der Vorinstanz Nr. (...) über das 

Konto Nr. (...) (Z._______); 

– A-1830/2023 betreffend das Verfahren der Vorinstanz Nr. (...) über das 

Konto Nr. (...) (Z._______); 

– A-1833/2023 betreffend das Verfahren der Vorinstanz Nr. (...) über das 

Konto Nr. (...) (Z._______); 

– A-1835/2023 betreffend das Verfahren der Vorinstanz Nr. (...) über das 

Konto Nr. (...) (Z._______); 

– A-1837/2023 betreffend das Verfahren der Vorinstanz Nr. (...) über das 

Konto Nr. (...) (Z._______). 

E.  

Mit Verfügung vom 29. Juni 2023 wies die damalige Instruktionsrichterin – 

nach einem zur Frage der Vereinigung durchgeführten Schriftenwechsel 

(Stellungnahmen der Vorinstanz vom 7. Juni 2023 und der Beschwerde-

führerin vom 16. Juni 2023) – den Antrag der Beschwerdeführerin auf Ver-

einigung der Verfahren ab, weil unterschiedliche Anträge der Verfahrens-

beteiligten vorlägen. Sie wies darauf hin, dass eine Vereinigung – sollte sie 

sich im Verlauf des Verfahrens aus prozessökonomischen Gründen als ge-

boten erweisen – auch zu einem späteren Zeitpunkt noch verfügt werden 

könne. 

F.  

Am 30. August 2023 reichte die Vorinstanz in den oben (vgl. Sachverhalt, 

D) aufgeführten Beschwerdeverfahren ihre Vernehmlassung ein. Sie 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 5 

beantragt jeweils, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter 

sei diese abzuweisen. 

G.  

Auf die weiteren Eingaben und Ausführungen der Verfahrensbeteiligten 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das innerstaatliche Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 28. 

September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen (StA-

hiG, SR 651.1; Art. 1 Abs. 1 Bst. b StAhiG). Soweit dieses Gesetz nichts 

anderes bestimmt, ist das VwVG anwendbar (Art. 5 Abs. 1 StAhiG). Vorbe-

halten bleiben abweichende Bestimmungen des vorliegend anwendbaren 

MAC (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss Art. 31 VGG zur Behand-

lung der Beschwerde zuständig, zumal keine Ausnahme im Sinne von 

Art. 32 VGG vorliegt (vgl. Art. 19 Abs. 1 und 5 StAhiG [SR 651.1]). 

2.2 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der jeweils angefochtenen 

Schlussverfügung und Person, deren Daten übermittelt werden sollen, be-

troffene Person im Sinne von Art. 3 Bst. a StAhiG und als solche zur Be-

schwerde legitimiert (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG i.V.m. Art. 48 VwVG). Amts-

hilfe kann auch über verstorbene Personen geleistet werden (Art. 18a StA-

hiG). Die nachgesuchten Informationen betreffen auch Q._______, (...) der 

Beschwerdeführerin. Diese ist als (...) zur Beschwerde gegen die Übermitt-

lung entsprechender Angaben legitimiert. 

2.3 Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf 

die Beschwerden insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Leistung von 

Amtshilfe richten. Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es seien 

sämtliche Unterlagen im Zusammenhang mit diesem Amtshilfeverfahren 

nach Abschluss des Verfahrens zu vernichten oder ihrer Rechtsvertretung 

herauszugeben, kann darauf nicht eingetreten werden. Die Vorinstanz hat 

hierüber keine Anordnung getroffen, weshalb der Antrag ausserhalb des 

Streitgegenstands liegt (vgl. in diesem Sinne Urteil des BVGer A-

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 6 

6680/2010 vom 27. September 2011 E. 6.2; ZIBUNG/HOFSTETTER, Praxis-

kommentar VwVG, 3. Aufl. 2023, Art. 49 N 51). 

2.4 Es erscheint aus prozessökonomischen Gründen sachgerecht, die 

oben (vgl. Sachverhalt, D) aufgeführten Beschwerdeverfahren, die alle-

samt die Beschwerdeführerin betreffen, zu vereinigen. Diese hängen sach-

lich eng zusammen, zumal sie dasselbe Ersuchen sowie dieselben Sach- 

und Rechtsfragen zum Gegenstand haben (vgl. Art. 24 Abs. 2 Bst. b BZP 

i.V.m Art. 4 VwVG; vgl. Urteil des BVGer A-3484/2018 vom 7. September 

2021 E. 1). Die Vereinigung der die Beschwerdeführerin betreffenden Be-

schwerdeverfahren entspricht auch ihrem diesbezüglichen Eventualantrag 

(vgl. deren Stellungnahme vom 16. Juni 2023). 

3.  

Einzugehen ist zuerst auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs.  

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz sei ihren Prüf- und Be-

gründungspflichten nicht nachgekommen. Sie argumentiert, die Schluss-

verfügung nehme keinen expliziten Bezug auf ihre Stellungnahmen.  

3.2 Die Vorinstanz hält in der angefochtenen Verfügung fest, sie lege in 

transparenter Weise alle Gründe dar, die sie für ihren Entscheid für relevant 

halte. Darüber hinaus sei es den Parteien zumutbar, die Schlussverfügung 

von Anfang bis Ende durchzulesen, um die Antworten auf ihre Argumente 

zu finden. 

3.3 Nach Art. 32 Abs. 1 VwVG würdigt die Behörde, bevor sie verfügt, alle 

erheblichen Vorbringen der Parteien. Dies muss sich auch in der Begrün-

dung der Verfügung niederschlagen (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Be-

hörde muss sich dabei nicht mit allen Parteistandpunkten ausdrücklich aus-

einandersetzen. Es genügt, wenn sie darlegt, welches die wesentlichen 

Gründe für ihre Entscheidung waren (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4; 138 I 

232 E. 5.1; Urteil des BVGer A-1883/2021 vom 22. Februar 2022 E. 2.2.2). 

3.4 Die Vorinstanz hat für jedes im Listenersuchen aufgeführte Bankkonto 

ein eigenes Verfahren eröffnet; insgesamt handelt es sich um elf Verfahren, 

die sie am 28. Februar 2023 und am 3. März 2023 mit diversen Schluss-

verfügungen abgeschlossen hat (vgl. Eingabe der Vorinstanz vom 7. Juni 

2023). Dass ihre Erwägungen weitgehend standardisiert sind, ist bei dieser 

Ausgangslage – auch mit Blick auf die Verfahrensökonomie – nicht zu be-

anstanden (vgl. Urteil des BVGer A-5662/2020 vom 10. Mai 2021 E. 1.5.4). 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 7 

Aus der Schlussverfügung geht hinreichend hervor, weshalb die Vorinstanz 

die Voraussetzungen für eine Amtshilfe als erfüllt erachtet. Die Verfügung 

ist klar aufgebaut, womit es der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 

zumutbar war, die für sie relevanten Erwägungen zu identifizieren. Dass 

die Beschwerdeführerin die Verfügung nicht sachgerecht anfechten 

konnte, ist denn auch nicht ersichtlich. Eine Verletzung der Prüf- und Be-

gründungspflicht liegt somit nicht vor. 

3.5 Selbst wenn im Übrigen die Vorinstanz ihre Prüf- und Begründungs-

pflicht verletzt hätte, wäre ein solcher Verstoss im Verfahren vor Bundes-

verwaltungsgericht, das volle Überprüfungsbefugnis hat (Art. 49 VwVG), 

geheilt worden (vgl. Urteil des BVGer A-5662/2020 vom 10. Mai 2021 

E. 1.5.4). Die Vorinstanz hat sich in ihrer Vernehmlassung zu den wesent-

lichen Einwänden der Beschwerdeführerin – wenn auch kurz und teilweise 

durch Verweis auf ihre Verfügung – geäussert, und diese hatte die Mög-

lichkeit, hierzu Stellung zu nehmen. 

4.  

In materieller Hinsicht erhebt die Beschwerdeführerin Einwände gegen die 

zeitliche Anwendbarkeit des MAC (vgl. nachfolgend E. 4.2) und die voraus-

sichtliche Erheblichkeit der nachgesuchten Bankinformationen (vgl. nach-

folgend E. 5 ff.).  

4.1 Vorweg ist festzuhalten, dass der räumliche und sachliche Geltungsbe-

reich des MAC eröffnet ist, weil sowohl Israel als auch die Schweiz Ver-

tragsparteien des MAC sind und das Ersuchen die Einkommenssteuer zum 

Gegenstand hat (vgl. Sachverhalt, A; Art. 2 Abs. 1 Bst. a MAC). 

4.2 Umstritten ist, ob das MAC in zeitlicher Hinsicht anwendbar ist.  

4.2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das MAC könne, wenn überhaupt, 

höchstens für Besteuerungsperioden ab dem 1. Januar 2018 anwendbar 

sein. Denn die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 7 MAC (vgl. zum Wortlaut 

E. 4.2.4) für eine Amtshilfe über frühere Besteuerungsperioden seien nicht 

gegeben. So sei die Voraussetzung des vorsätzlichen Handelns bei ihr of-

fensichtlich nicht erfüllt. Es sei nicht nachvollziehbar, wie die ITA ihr ein 

vorsätzliches Handeln vorwerfen könne, zumal sie im Zeitpunkt des Ersu-

chens ihre Identität nicht gekannt habe. Ein vorsätzliches HandeIn sei eng 

mit der betroffenen Person verknüpft und in jedem Einzelfall gesondert zu 

überprüfen.  

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A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 8 

4.2.2 Die Vorinstanz vertritt demgegenüber den Standpunkt, die Schweiz 

könne Israel gestützt auf Art. 28 Abs. 7 MAC Amtshilfe für den am 1. Januar 

2014 beginnenden Steuerzeitraum gewähren. Denn gemäss dem Ersu-

chen bestehe der Verdacht, dass die Personen, die mit den auf der Liste 

der ITA aufgeführten Konten verbunden seien, Einkünfte nicht deklariert 

hätten, die im ersuchenden Staat steuerbar seien. Ein solches Verhalten 

sei laut dem Ersuchen in Israel ein vorsätzliches Steuervergehen, das der 

strafrechtlichen Verfolgung unterliege. Es gebe mit Blick auf den Vertrau-

ensgrundsatz keinen Anlass, an diesen Angaben zu zweifeln. 

4.2.3 Der zeitliche Geltungsbereich des MAC wird zunächst in dessen 

Art. 28 Abs. 6 geregelt. Danach gilt das MAC für die Amtshilfe im Zusam-

menhang mit Besteuerungszeiträumen, die am oder nach dem 1. Januar 

des Jahres beginnen, das auf das Jahr folgt, in dem das Übereinkommen 

in der durch das Protokoll von 2010 geänderten Fassung für eine Vertrags-

partei in Kraft getreten ist. Der Zeitraum, für den die Amtshilfe zulässig ist, 

bestimmt sich dabei für jedes bilaterale Verhältnis separat. Das MAC muss 

für beide Parteien anwendbar sein, weshalb der spätere Zeitpunkt mass-

gebend ist (vgl. Botschaft zur Genehmigung des Übereinkommens des Eu-

roparats und der OECD über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen 

und zu seiner Umsetzung [Änderung des Steueramtshilfegesetzes] vom 

5. Juni 2015 [nachfolgend: Botschaft MAC], BBl 2015 5585, 5619 zu Art. 

28 Abs. 6 und 7). Für die Schweiz ist das Übereinkommen am 1. Januar 

2017 und für Israel am 1. Dezember 2016 in Kraft getreten. Die Schweiz 

kann Israel deshalb – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – 

für Besteuerungszeiträume ab dem 1. Januar 2018 Amtshilfe gewähren. 

4.2.4 Die ersuchende Behörde stützt ihr Ersuchen auf Art. 28 Abs. 7 MAC. 

Diese Bestimmung stellt eine Ausnahme zu Abs. 6 dar und lautet wie folgt:  

"Ungeachtet des Absatzes 6 gilt dieses Übereinkommen in der durch das Pro-

tokoll von 2010 geänderten Fassung für Steuersachen im Zusammenhang mit 

vorsätzlichem Verhalten, das nach dem Strafrecht der ersuchenden Vertrags-

partei der strafrechtlichen Verfolgung unterliegt, und zwar ab dem Zeitpunkt 

des Inkrafttretens für eine Vertragspartei im Zusammenhang mit früheren Be-

steuerungszeiträumen oder Steuerverbindlichkeiten."  

Demnach kann die Schweiz im Anwendungsbereich von Art. 28 Abs. 7 

MAC grundsätzlich auch für Besteuerungsperioden, die zeitlich vor der In-

kraftsetzung des Abkommens liegen, Amtshilfe leisten (vgl. Botschaft MAC, 

BBl 2015 5619; Urteil des BVGer A-6926/2019 vom 13. Dezember 2021 

E. 3.1.5). Konkret wird der zeitliche Anwendungsbereich des Abkommens 

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in jenen Fällen ausgeweitet, in denen dem Ersuchen vorsätzliches Verhal-

ten zu Grunde liegt, das nach dem Strafrecht der ersuchenden Vertrags-

partei der strafrechtlichen Verfolgung unterliegt. 

Die ITA führt – wie erwähnt (vgl. Sachverhalt, A) – den Verdacht an, dass 

die Personen, die mit den auf der Liste genannten Konten verbunden sind, 

in Israel steuerbare Einkünfte nicht deklariert hätten. Sie bezeichnet ein 

solches Verhalten als vorsätzliches Steuervergehen, das der strafrechtli-

chen Verfolgung unterliege.  

Sie führt diesbezüglich Folgendes aus: 

"The tax matters involving intentional conduct (failure to report income and 

assets abroad) are liable to prosecution under the criminal laws of Israel. (…) 

Income and/or capital derived from income of an Israeli taxpayer, even if de-

rived outside of Israel, should be declared and taxed under the Israel Tax Or-

dinance. Failure to comply provides a criminal offense under Article 217 of the 

Israel Tax order 2017, discussing wrongful or incomplete declaration/filing." 

In Erläuterung ihres Ersuchens präzisierte die ITA am 3. Januar 2022, dass 

mit "Israeli taxpayer" jede Person mit steuerlicher Ansässigkeit in Israel ge-

meint sei ("any other Israeli resident"). Der im Ersuchen dargelegte Ver-

dacht bezieht sich somit auf Personen, die in Israel beschränkt oder unbe-

schränkt steuerlich ansässig sind. 

4.2.5 Das Amtshilfeverfahren ist ein Hilfsverfahren zugunsten eines (allfäl-

ligen) Hauptverfahrens im ersuchenden Staat. Der ersuchte Staat hat des-

halb keine eigenen Untersuchungen anzustellen, ob der im Ersuchen dar-

gestellte Sachverhalt zutrifft; auch ist es Sache des ersuchenden Staats, 

seine Gesetzgebung auszulegen und anzuwenden (vgl. Urteil des BVGer 

A-1964/2022 vom 18. März 2024 E. 2.4). Nach dem völkerrechtlichen Ver-

trauensprinzip besteht dabei prinzipiell kein Anlass, an Sachverhaltsdar-

stellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (vgl. BGE 144 II 

206 E. 4.4). Die ESTV ist deshalb an die Sachverhaltsdarstellung im Ersu-

chen gebunden, soweit diese nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken 

oder Widersprüche sogleich entkräftet werden kann. Gleiches gilt für die 

vom ersuchenden Staat abgegebenen Erklärungen, deren Richtigkeit ver-

mutet wird (vgl. BGE 142 II 218 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3576/2020 vom 

1. März 2021 E. 2.2.5). Ist die Schwelle eines begründeten Anfangsver-

dachts erreicht, so ist die Amtshilfe lediglich dann zu verweigern, wenn es 

der betroffenen Person gelingt, den Verdacht mit Urkunden klar und 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 10 

entscheidend zu widerlegen (vgl. Urteil des BVGer A-1965/2023 vom 

18. März 2024 E. 2.3). 

4.2.6 Es bestehen vorliegend konkrete Anhaltspunkte, dass die mit den 

Zweitkonten verbundenen Personen – darunter die Beschwerdeführerin – 

sich in Israel steuerrechtswidrig verhalten haben. Dies wird im Rahmen der 

Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit näher darzulegen sein 

(vgl. nachfolgend E. 5.6). Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass die 

entsprechenden – nachvollziehbaren und plausibel erscheinenden – Anga-

ben der ITA offenkundig unzutreffend sind. Entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin muss sich der Verdacht auf vorsätzliche Missachtung 

steuerrechtlicher Verpflichtungen bei einem Listenersuchen nicht auf ein-

zelne Individuen beziehen. Dies gilt umso mehr, wenn – wie vorliegend – 

die betroffene Person der ersuchenden Behörde bei Einreichung ihres Lis-

tenersuchens nicht bekannt ist. Vielmehr genügt es, wenn er sich in allge-

meiner Weise auf die vom Ersuchen erfassten Personen bezieht (vgl. BGE 

146 II 150 E. 6.2.2; nachfolgend E. 5.3 ff.; Urteil des BVGer vom A-

1883/2021 vom 22. Februar 2022 E. 4.3.3.1, 4.4.2).  

Die ITA vermag daher einen begründeten Anfangsverdacht darzutun, dass 

die vom Ersuchen erfassten Personen, darunter die Beschwerdeführerin, 

Einkünfte im ersuchenden Staat vorsätzlich nicht deklariert haben könnten 

(vgl. nachfolgend E. 5.5 f.). Weiter ist davon auszugehen, dass ein solches 

Verhalten nach dem Recht des ersuchenden Staats der strafrechtlichen 

Verfolgung unterliegt (vgl. Urteil des BVGer A-1597/2022 vom 14. Juni 

2024 E. 5.1.3, Amtshilfe an Israel). Das MAC ist demnach gemäss Art. 28 

Abs. 7 rückwirkend anwendbar. 

Ob tatsächlich eine vorsätzliche und strafbare Steuerrechtsverletzung vor-

liegt, ist nicht im vorliegenden Amtshilfevollzugsverfahren, sondern in ei-

nem allfälligen Hauptverfahren im ersuchenden Staat zu entscheiden (vgl. 

Urteil des BVGer A-4300/2021 vom 13. Juli 2022 E. 3.9). 

4.2.7 Die Schweiz hat einen Vorbehalt nach Art. 30 Abs. 1 Bst. f MAC an-

gebracht: Sie hat erklärt, sie wende in Fällen, in denen es einen Besteue-

rungszeitraum gebe, Art. 28 Abs. 7 MAC nur auf Amtshilfe im Zusammen-

hang mit Besteuerungszeiträumen an, die am oder nach dem 1. Januar 

des dritten Jahres vor dem Jahr beginnen, in dem das Übereinkommen für 

eine Vertragspartei in Kraft getreten ist (vgl. Urteil des BVGer A-6857/2019 

vom 13. Dezember 2019 E. 3.1.5). 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 11 

Die Schweiz kann Israel entsprechend ihrem Vorbehalt für Besteuerungs-

zeiträume ab dem 1. Januar 2014 Amtshilfe leisten (vgl. Botschaft MAC, 

BBl 2015 5620 zu Art. 28 Abs. 6 und 7; Urteil des BVGer A-6857/2019 vom 

13. Dezember 2021 E. 3.1.5). Das Ersuchen bezieht sich auf den Besteu-

erungszeitraum vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2020 (vgl. Sachver-

halt, A) und ist damit zeitlich vom MAC erfasst. 

4.2.8 Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis darauf, dass die streit-

betroffenen Konten vor dem 1. Januar 2018 saldiert worden seien, die zeit-

liche Anwendbarkeit des MAC bestreitet, ist ihr Einwand unbegründet, zu-

mal die Saldierung jeweils nach dem 1. Januar 2014 erfolgte. Die nachge-

suchten Angaben fallen demzufolge in den relevanten und vom MAC er-

fassten Besteuerungszeitraum. Dies betrifft die folgenden Konten: 

– Das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1826/2023), Saldierungsda-

tum: 30. November 2014. 

– Das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1830/2023), Saldierungsda-

tum: 16. Januar 2015.  

– Das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1833/2023), Saldierungsda-

tum: 18. August 2015.  

– Die Konten Nr. (...) (A-1835/2023) und Nr. (...) (A-1837/2023) bei der 

Z._______, Saldierungsdatum: 30. Dezember 2016.  

5.  

Strittig und zu beurteilen ist sodann die Voraussetzung der voraussichtli-

chen Erheblichkeit der nachgesuchten Bankinformationen nach Art. 4 

Abs. 1 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 MAC. 

5.1 Die Beschwerdeführerin wendet gegen die voraussichtliche Erheblich-

keit zunächst ein, sie sei während des vom Ersuchen erfassten Zeitraums 

in Israel nicht steuerlich ansässig gewesen. Vielmehr habe sie ihren Le-

bensmittelpunkt seit dem Jahr 2003 bis heute ausschliesslich in (...). 

Im Einzelnen führt die Beschwerdeführerin aus, sie habe sich, wie die Ko-

pien ihres (...) und israelischen Passes zeigten, in der betreffenden Periode 

niemals in Israel aufgehalten. Sie sei denn auch nachweislich nicht im is-

raelischen Steuerregister registriert. Dasselbe gelte auch für Q._______. 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 12 

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die in den nachgesuchten 

Bankunterlagen als ihre Domiziladresse vermerkte Adresse in Israel habe 

ihr ausschliesslich als Korrespondenzadresse für die Banken gedient. Sie 

werde irrtümlicherweise als Domiziladresse ausgewiesen. Zu dieser Ad-

resse sei im israelischen Grundbuch ein Block (...) Parzelle (...) eingetra-

gen. Gemäss dem Grundbuchblatt zu dieser Parzelle sei der Grundeigen-

tümer der israelische Staat. Hinsichtlich der Parzelle bestehe ein Mietver-

hältnis (auf Hebräisch: "Chakira") mit D._______ (Israel ID Nr. ...), einem 

Verwandten der Beschwerdeführerin. Sie selbst habe nicht an dieser Ad-

resse gewohnt; auch habe die Liegenschaft nicht in ihrem Eigentum ge-

standen und sei von ihr auch nicht gemietet worden. 

Die Beschwerdeführerin wendet des Weiteren ein, es bestünden auch 

sonstwie keine Anhaltspunkte für ein steuerrechtswidriges Verhalten im er-

suchenden Staat. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine blosse Überwei-

sung von Vermögenswerten von einem (angeblich) der Deklaration in Is-

rael unterliegenden Konto auf ein Bankkonto, mit dem sie und Q._______ 

in Verbindung gestanden haben sollen, die Annahme begründen könnte, 

dass sie Steuerverpflichtungen in Israel nicht nachgekommen seien. 

Es bestehe zudem kein Konnex zwischen ihr bzw. Q._______ und dem 

jeweils streitbetroffenen Konto. Sie und ihr (...) seien an dem jeweiligen 

Konto nicht wirtschaftlich berechtigt gewesen. Im Einzelnen führt die Be-

schwerdeführerin Folgendes aus:  

– Zum Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1826/2023) bringt die Be-

schwerdeführerin vor, einzige am Konto wirtschaftlich berechtigte Per-

son sei P._______, ein (...) Staatsbürger, gewesen. Dies zeigten die 

Formulare A der R._______ vom 14. April 2016 und vom 18. Februar 

2022.  

– Zum Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1830/2023) bringt sie vor, 

Kontoinhaberin sei die Evergreen Property Management Ltd. mit Sitz 

auf den (...) gewesen. Als einzige natürliche Person an dieser beteiligt 

gewesen sei ein gewisser N._______. Dies zeige der Auszug aus dem 

"Register of Members" der Kontoinhaberin.  

– Zu den Konten Nr. (...) (A-1835/2023) und Nr. (...) bei der Z._______ 

(A-1837/2023) führt die Beschwerdeführerin aus, an diesen wirtschaft-

lich berechtigt gewesen seien nicht sie und Q._______, sondern zwei 

(...). Dies zeige das Formular A der Z._______ vom 10. Februar 2010.  

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 13 

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die jeweilige Höhe des 

letzten Endjahreskontostandes sei "mit Blick auf die daraus allfällig resul-

tierenden Steuerfolgen" irrelevant, zumal Israel keine Vermögenssteuer 

kenne. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern ein Bankkonto "ohne jegliches da-

rauf generiertes, steuerbares Einkommen während der relevanten Steuer-

periode bzw. ohne jegliches Vermögen bzw. ein bereits saldiertes Konto" 

voraussichtlich erheblich für die Erhebung von Steuern sein könnte. 

Das Ersuchen sei zudem äusserst pauschal gehalten und zeige lediglich 

die angebliche Rechtslage bei Nichteinhaltung bestimmter steuerrechtli-

cher Vorschriften in den Grundzügen auf. Es lege nicht ansatzweise dar, 

inwiefern diese Vorschriften für die Beschwerdeführerin einschlägig sein 

sollen bzw. mit welchem Verhalten sie welchen Tatbestand erfüllt haben 

soll. 

Es sei deshalb unwahrscheinlich, dass die einverlangten Unterlagen für die 

Beurteilung von Steuerangelegenheiten in Israel dienlich seien. 

5.2 Die Vorinstanz hält dafür, die nachgesuchten Informationen erfüllten 

die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit. Es sei erwiesen, 

dass die mit den Erstkonten verbundenen israelischen Steuerpflichtigen ih-

ren Steuerpflichten in Israel nicht nachgekommen seien. Da die nicht de-

klarierten Vermögenswerte auf diesen Konten direkt auf Zweitkonten trans-

feriert worden seien, bestehe ein konkreter Verdacht auf Steuerverstösse 

gegenüber allen Personen, die mit den Zweitkonten verbunden seien. 

Denn jene Personen, die durch ihre Verbindung zu den betroffenen Zweit-

konten identifiziert würden, hätten eine nachweisliche Verbindung zu nicht 

deklarierten Vermögenswerten in Israel und zu Personen, die ihre Steuer-

pflicht in Israel nicht erfüllt hätten. Dies reiche aus, um eine Steuerpflicht in 

Israel plausibel zu machen (vgl. Schlussverfügung, Ziff. 5.5, 5.9, S. 14 f.).  

Was die Identität der wirtschaftlich Berechtigten am jeweils visierten Konto 

angehe, seien nur die Informationen verbindlich, die bei der Bank registriert 

sind. Die Beschwerdeführerin sei gemäss den von der Bank erhaltenen 

Informationen während des vom Ersuchen erfassten Zeitraums bei der 

Bank als wirtschaftlich Berechtigte am visierten Konto registriert gewesen. 

Ein Fehler der Bank in der Verwaltung der persönlichen Daten der Be-

schwerdeführerin gehe aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten 

Dokumenten nicht hervor. Die ESTV könne die Angaben der Bank deshalb 

nicht in Frage stellen. 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 14 

5.3  

5.3.1 Gemäss Art. 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 MAC erteilt der ersuchte 

Staat auf Ersuchen des anderen Staates diesem alle Informationen, die für 

die Anwendung oder Durchsetzung seines innerstaatlichen Rechts betref-

fend die unter das MAC fallenden Steuern voraussichtlich erheblich sind. 

5.3.2 Die Rechtsprechung zur Amtshilfe nach Doppelbesteuerungsabkom-

men kann für das MAC insoweit übernommen werden, als die entsprechen-

den Bestimmungen unter rechtswesentlichen Aspekten inhaltlich vergleich-

bar sind (vgl. Urteil des BVGer A-3576/2020 vom 1. März 2021 E. 2.2.2). 

Dies betrifft namentlich die voraussichtliche Erheblichkeit (vgl. Botschaft 

MAC, BBl 2015 5604 zu Art. 5 und 5612 zu Art. 18; Urteil des BVGer A-

4300/2021 vom 13. Juli 2022 E. 4.2, 6.2).  

5.3.3 Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, 

wenn bei Einreichung des Ersuchens eine vernünftige Möglichkeit besteht, 

dass sich die verlangten Informationen als erheblich erweisen werden. 

Keine Rolle spielt, ob sich diese Informationen letzten Endes als nicht er-

heblich herausstellen. Ob eine Information tatsächlich erheblich ist, kann 

in der Regel nur der ersuchende Staat abschliessend feststellen (vgl. BGE 

144 II 206 E. 4.3; 143 II 185 E. 3.3.2). Die Rolle des ersuchten Staates 

beschränkt sich somit darauf, zu überprüfen, ob die vom ersuchenden 

Staat verlangten Informationen einen Zusammenhang mit dem im Ersu-

chen dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu ge-

eignet sind, den im Amtshilfegesuch geäusserten Verdacht zu beweisen. 

In diesem Sinne hat der ersuchte Staat lediglich eine Plausibilitätskontrolle 

vorzunehmen (vgl. BGE 145 II 112 E. 2.2.1; Urteil des BVGer A-2763/2019 

vom 26. Oktober 2021 E. 7.2 f.). 

5.3.4 Die Rechtsprechung hat die Voraussetzung der voraussichtlichen Er-

heblichkeit bei Amtshilfeersuchen, die die betroffenen Personen – wie vor-

liegend – nicht namentlich identifizieren, konkretisiert. Um unzulässige Be-

weisausforschungen, d.h. "fishing expeditions", auszuschliessen, muss die 

ersuchende Behörde in ihrem Ersuchen (vgl. BGE 143 II 136 E. 6.1.2; Ur-

teil des BGer 2C_695/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 5.2; Urteil des BVGer 

A-1965/2023 vom 18. März 2024 E. 2.2.1.3):  

(i) eine detaillierte Beschreibung der Gruppe geben und zudem die 

spezifischen Umstände aufführen, die zum Ersuchen geführt ha-

ben; 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 15 

(ii) das anwendbare (Steuer-)Recht erläutern und die Gründe aufzei-

gen, die annehmen lassen, die Steuerpflichtigen in der Gruppe hät-

ten ihre steuerrechtlichen Pflichten verletzt, wobei konkrete An-

haltspunkte für ein steuerrechtswidriges Verhalten vorliegen müs-

sen, und  

(iii) aufzeigen, dass die eingeforderten Informationen geeignet sind, die 

Erfüllung dieser Verpflichtungen herbeizuführen. 

Diese Kriterien gelten aus Kohärenzgründen nicht nur für die ursprünglich 

ins Auge gefassten Gruppenersuchen nach Art. 3 Bst. c StAhiG, sondern 

auch für Listenersuchen (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.1.3; Urteil des BVGer A-

1883/2021 vom 22. Februar 2022 E. 3.2.5.2). 

5.4  

5.4.1 Was den steuerlichen Bezug der betroffenen Person zum ersuchen-

den Staat anbelangt, hat der um Amtshilfe ersuchte Staat bloss zu prüfen, 

ob das Ersuchen Anhaltspunkte nennt, die im ersuchenden Staat eine – 

beschränkte oder unbeschränkte – Steuerpflicht begründen könnten. Lie-

gen solche Anhaltspunkte vor, ist zu beurteilen, ob die betroffene Person 

diese sogleich entkräften kann (vgl. Urteil des BVGer A-1762/2018 vom 15. 

Mai 2019 E. 4.2). Führt ein Bankdokument in Bezug auf eine mit einem 

Konto verbundene Person einen Domizilcode auf, stellt dies einen hinrei-

chenden Anknüpfungspunkt für eine potenzielle Steuerpflicht im betreffen-

den Staat dar (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.2.5 f.; Urteile des BVGer A-

5680/2023 vom 18. November 2024 E. 3.3.2; A-1562/2018 vom 3. August 

2020 E. 4.2, m.w.H.). Ob die betroffene Person im ersuchenden Staat tat-

sächlich steuerlich ansässig ist, ist eine materielle Frage, die von dessen 

Behörden zu beurteilen ist (vgl. BGE 145 II 112 E. 2.2.2; Urteil vom A-

5680/2023 vom 18. November 2024 E. 3.3.2). Der Zweck eines Ersuchens 

um Amtshilfe kann denn auch gerade darin bestehen, abzuklären, ob die 

betroffene Person im ersuchenden Staat steuerpflichtig ist. Es ist dabei 

möglich, dass mehrere nationale Rechtsordnungen die Steuerpflicht einer 

Person beanspruchen. Dies steht einer Amtshilfeleistung der Schweiz je-

doch nicht entgegen (vgl. Urteil des BVGer A-3072/2020 vom 14. Dezem-

ber 2021 E. 2.9). Ein zwischenstaatlicher Streit über die steuerliche Ansäs-

sigkeit einer Person ist in einem Verständigungsverfahren unter den direkt 

beteiligten Ländern – zu denen die Schweiz vorliegend soweit ersichtlich 

nicht gehört – zu entscheiden (vgl. BGE 142 II 218 E. 3.1, 3.6 f.; Urteil des 

BVGer A-1948/2019 vom 7. November 2019 E. 2.4.3 f.). 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 16 

5.4.2 Wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 5.1), wendet die Beschwerdefüh-

rerin gegen die voraussichtliche Erheblichkeit ein, sie sei während der re-

levanten Besteuerungsperiode im ersuchenden Staat nicht steuerpflichtig 

gewesen. 

Es bestehen indes genügende Anknüpfungspunkte für eine potentielle 

Steuerpflicht der Beschwerdeführerin im ersuchenden Staat: Die vorlie-

gend nachgesuchten Bankunterlagen führen als Domiziladresse ("Domi-

cile Address") der Beschwerdeführerin und von Q._______ eine Adresse 

in Israel auf. Im Amtshilfeverfahren ist die Richtigkeit dieser Angaben zu 

vermuten (vgl. Urteil des BVGer A-1597/2022 vom 14. Juni 2024 E. 7.2.2). 

Die Beschwerdeführerin kann weder stichhaltig dartun noch ist sonstwie 

ersichtlich, dass die in den zur Übermittlung bestimmten Unterlagen ange-

gebene Domiziladresse in Israel auf einem offensichtlichen Fehler der In-

formationsinhaberin beruht. Dasselbe gilt für die entsprechenden Angaben 

über Q._______. 

Zudem war die Beschwerdeführerin, die neben der (...) auch über die isra-

elische Staatsbürgerschaft verfügt, mit Konten verbunden, auf die Gutha-

ben von in Israel steuerbaren und nicht deklarierten Konten überwiesen 

wurden (vgl. nachfolgend E. 5.5).  

5.4.3 Die Ausführungen der Beschwerdeführerin und die von ihr einge-

reichten Unterlagen sind nicht geeignet, die vorhandenen Anhaltspunkte 

für eine steuerliche Ansässigkeit in Israel sogleich zu entkräften. Die Be-

schwerdeführerin reicht zwar für sich und ihren (...) Kopien ihres jeweiligen 

israelischen und (...) Passes ein, die keine relevanten Ein- und Ausreise-

stempel enthalten. Dies vermag jedoch die Anhaltspunkte für einen steuer-

lichen Bezug zum ersuchenden Staat nicht sogleich zu widerlegen, umso 

mehr als der Pass nicht bei jeder Ein- und Ausreise von den israelischen 

Behörden abgestempelt werden muss (vgl. Deutsche Botschaft in Israel, 

<tel-aviv.diplo.de> > Service > Hinweise zur Einreise nach Israel, abgeru-

fen am 25.8.2025). Hieran ändert im Lichte der aufgezeigten Praxis (vgl. 

vorstehend E. 5.4.1) auch nichts, dass die Beschwerdeführerin nicht im 

Steuerregister des ersuchenden Staats eingetragen ist. 

5.4.4 Aufgrund der erwähnten Anhaltspunkte besteht deshalb gesamthaft 

betrachtet eine vernünftige Möglichkeit, dass die Beschwerdeführerin und 

ihr (...) während der relevanten Besteuerungsperiode im ersuchenden 

Staat – unbeschränkt oder beschränkt – steuerlich ansässig waren. Ob ihre 

steuerliche Ansässigkeit im relevanten Zeitraum tatsächlich in Israel 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 17 

gelegen hat, ist – wie aufgezeigt – nicht im Rahmen dieses Amtshilfever-

fahrens zu klären. 

5.5 Die Beschwerdeführerin wendet gegen die voraussichtliche Erheblich-

keit weiter ein, sie und Q._______ seien am jeweils streitbetroffenen Konto 

nie wirtschaftlich berechtigt gewesen. 

5.5.1 Die nachgesuchten Bankunterlagen weisen die Beschwerdeführerin 

und Q._______ als wirtschaftlich Berechtigte am jeweils streitbetroffenen 

Konto im relevanten Besteuerungszeitraum aus. Was die Beschwerdefüh-

rerin dagegen vorbringt, ist – wie nachfolgend in Bezug auf die einzelnen 

Konten näher darzulegen ist – nicht geeignet, um ernsthafte Zweifel an der 

Richtigkeit dieser Angaben zu begründen. Im Übrigen ist mit der Vorinstanz 

davon auszugehen, dass die Informationsinhaberin als in der Schweiz zu-

gelassene und beaufsichtigte Bank die entsprechenden Informationen ge-

prüft hat. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, dass insoweit 

ein offenkundiger Fehler besteht. Es ist deshalb die Richtigkeit dieser In-

formationen zu vermuten (vgl. Urteil des BVGer A-1597/2022 vom 14. Juni 

2024 E. 7.2.2). 

5.5.2 Was das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1826/2023) anbelangt, 

hat die Beschwerdeführerin je ein Formular A der R._______ über die wirt-

schaftlich berechtigten Personen ("Declaration of identity of the beneficial 

owner") vom 14. April 2016 und vom 18. Februar 2022 eingereicht. Diese 

betreffen – nicht näher spezifizierte – Vermögenswerte der Edenbury Hol-

dings Limited mit Sitz in Zypern bei der R._______. Gemäss den nachge-

suchten Kontounterlagen war diese Gesellschaft Inhaberin des streitbe-

troffenen Kontos bei der Z._______. Dieses wurde am 30. November 2014 

saldiert und das Guthaben alsdann auf ein Konto der R._______ überwie-

sen. Das jeweilige Formular A weist zwar als an den Vermögenswerten bei 

der R._______ wirtschaftlich berechtigte Person einen (...) Staatsangehö-

rigen namens P._______ aus. Ein entsprechendes Formular über das 

streitbetroffene Konto bei der Z._______ hat die Beschwerdeführerin je-

doch nicht eingereicht.  

5.5.3 Was das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1830/2023) angeht, hat 

die Beschwerdeführerin einen – undatierten – Auszug aus dem "Register 

of Members" über die M._______ eingereicht. Diese Gesellschaft war ge-

mäss den nachgesuchten Kontounterlagen im relevanten Besteuerungs-

zeitraum Inhaberin des Kontos. Die eingereichte Unterlage weist zwar eine 

natürliche Person namens C._______ als einzige Aktionärin der 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 18 

Gesellschaft am 27. November 2013 aus. Sie betrifft jedoch lediglich die 

Beteiligungsverhältnisse an der Kontoinhaberin und nicht die wirtschaftli-

che Berechtigung am Konto. 

5.5.4 Was das Konto Nr. (...) bei der Z._______ (A-1833/2023) anbelangt, 

führt die Beschwerdeführerin ohne nähere Ausführungen an, es sei kein 

Konnex zwischen ihr und Q._______ einerseits und dem Konto anderer-

seits auszumachen.  

5.5.5 Was die Konten Nr. (...) (A-1835/2023) und Nr. (...) bei der Z._______ 

(A-1837/2023) betrifft, weist das eingereichte Formular A der Z._______ 

über die wirtschaftlich berechtigten Personen ("Establishment of the Be-

neficial Owner's ldentity") vom 10. Februar 2010 zwei (...) als wirtschaftlich 

Berechtigte an nicht näher spezifizierten Vermögenswerten der Weismar 

Finance Inc. mit Sitz auf den (...) bei der Z._______ aus. Diese Gesell-

schaft war gemäss den zur Übermittlung vorgesehenen Unterlagen Inha-

berin des jeweiligen Kontos bei der Z._______. Das eingereichte Formular 

wurde jedoch vier Jahre vor Beginn der relevanten Besteuerungsperiode 

erstellt. Es vermag schon aus diesem Grund die Angaben in den nachge-

suchten Kontounterlagen nicht in Frage zu stellen. 

5.6 Es ist des Weiteren zu prüfen, ob die von der Rechtsprechung entwi-

ckelten Kriterien zur Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit bei 

Listenersuchen (vgl. vorstehend E. 5.3.4) vorliegend erfüllt sind.  

5.6.1 Das Ersuchen beschreibt die anvisierte Gruppe hinreichend detail-

liert. So können die zur umschriebenen Gruppe gehörenden Personen, da-

runter die Beschwerdeführerin, anhand ihrer Verbindung mit einem be-

stimmten, im Listenersuchen aufgeführten Konto identifiziert werden (vgl. 

vorstehend E. 5.5). Konkret weisen die nachgesuchten Bankunterlagen – 

wie aufgezeigt – die Beschwerdeführerin als wirtschaftlich berechtigte Per-

son am jeweils streitbetroffenen Konto aus. 

Die Darstellung der Umstände, die zum Ersuchen geführt haben, erscheint 

ebenfalls genügend (vgl. Sachverhalt, A.a, sowie nachfolgend). Die erste 

Voraussetzung ist damit erfüllt. 

5.6.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist auch die zweite 

Voraussetzung erfüllt. Die zur umschriebenen Gruppe gehörenden Perso-

nen waren im relevanten Zeitraum mit (Zweit-)Konten verbunden, auf die 

Vermögenswerte von in Israel steuerrechtswidrig nicht deklarierten (Erst-

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 19 

)Konten transferiert worden waren. Die Zweitkonten sind im ersuchenden 

Staat ebenfalls nicht deklariert worden. Diese Umstände begründen kon-

krete Anhaltspunkte für ein steuerrechtswidriges Verhalten der mit den 

Zweitkonten verbundenen Personen in Israel (vgl. mutatis mutandis BGE 

146 II 150 E. 6.2.5 f.; Urteile des BVGer A-4300/2021 vom 13. Juli 2022 

E. 6.8; A-1883/2021 vom 22. Februar 2022 E. 4.3.3.1; vorstehend 

E. 4.2.5). Es bestehen zudem, wie dargelegt, hinreichende Anhaltspunkte 

für eine steuerliche Ansässigkeit der Beschwerdeführerin im ersuchenden 

Staat (vgl. vorstehend E. 5.4.2 ff.).  

Die ITA legt sodann – unter Hinweis auf die anwendbaren Bestimmungen 

des israelischen Steuerrechts (vgl. vorstehend E. 4.2.4) – rechtsgenüglich 

dar, dass das weltweite Einkommen einer in Israel steuerlich ansässigen 

Person in Israel steuerbar ist. 

5.6.3 Die dritte Voraussetzung ist ebenfalls gegeben. Wie erwähnt (vgl. 

vorstehend E. 5.5), waren die Beschwerdeführerin und Q._______ wäh-

rend des relevanten Besteuerungszeitraums am jeweils streitbetroffenen 

(Zweit-)Konto wirtschaftlich berechtigt. Die nachgesuchten Informationen 

ermöglichen es der ITA zu beurteilen, ob sie allfällige Steuerpflichten in Is-

rael missachtet haben. Für diese Beurteilung erscheinen die nachgesuch-

ten Bankunterlagen demnach als potentiell geeignet. 

5.6.4 Nicht stichhaltig ist das Vorbringen, die jeweilige Höhe des letzten 

Endjahreskontostandes sei "mit Blick auf die daraus allfällig resultierenden 

Steuerfolgen" irrelevant, zumal Israel keine Vermögenssteuer kenne. So-

weit die Beschwerdeführerin damit geltend macht, dass die streitbetroffe-

nen Konten keine in Israel steuerbaren Einkünfte generiert hätten, ist da-

rauf nicht näher einzugehen. Denn ob die Übermittlung der nachgesuchten 

Daten letzten Endes zur Nach- oder Strafsteuerpflicht des Beschwerdefüh-

rers führt, ist eine Frage des israelischen Steuerrechts. Materielle Fragen 

sind jedoch – unter Vorbehalt offenkundiger Fehler und Mängel – nicht im 

Amtshilfeverfahren zu beurteilen (vgl. Urteil des BVGer A-2360/2023 vom 

29. Januar 2024 E. 3.4.2; vorstehend E. 4.2.5). Dass die nachgesuchten 

Angaben für die Beurteilung ihrer Steuersituation in Israel offenkundig irre-

levant sind, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Sie hat ihren Einwand 

deshalb in einem allfälligen Hauptverfahren im ersuchenden Staat zu er-

heben.  

5.6.5 Dass im ersuchenden Staat kein steuerrechtliches Verfahren gegen 

die Beschwerdeführerin hängig ist, steht der nachgesuchten Amtshilfe 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 20 

ebenfalls nicht entgegen. Es ergibt sich weder aus dem MAC noch aus 

dem innerstaatlichen Recht, dass die Leistung von Amtshilfe ein bereits 

hängiges Steuerverfahren im ersuchenden Staat voraussetzt. Wollte man 

eine solche Voraussetzung aufstellen, dürfte dies die – gemäss Rechtspre-

chung grundsätzlich zulässige (vgl. Urteil des BVGer A-1965/2023 vom 

18. März 2024 E. 2.2.1.2) – Stellung eines Listenersuchens, bei dem die 

betroffenen Personen auf andere Weise als durch ihren Namen identifiziert 

werden, regelmässig verunmöglichen. Dies wäre jedoch nicht im Sinne des 

MAC, das einen wirksamen Informationsaustausch bezweckt (vgl. Bot-

schaft MAC, 5612 zu Art. 18; vgl. auch den OECD-Kommentar zu Art. 26 

Abs. 1, Ziff. 5: "The standard of 'foreseeable relevance' is intended to pro-

vide for exchange of information in tax matters to the widest possible ex-

tent"). Es sieht denn auch in Art. 18 Abs. 1 Bst. b MAC vor, dass die jeweils 

betroffene Person auch anderweitig als durch ihren Namen identifiziert 

werden kann. 

5.7 Es besteht demzufolge eine vernünftige Möglichkeit, dass die nachge-

suchten Informationen für die Beurteilung der Steuerbelange der Be-

schwerdeführerin in Israel erheblich sind. Gegenteiliges legt diese nicht 

überzeugend dar. Eine unzulässige Beweisausforschung liegt nicht vor.  

6.  

Dass weitere Voraussetzungen der Amtshilfe nicht erfüllt wären, macht die 

Beschwerdeführerin nicht stichhaltig geltend und ist auch nicht ersichtlich. 

Dies gilt auch für die weiteren formellen Anforderungen an den Inhalt eines 

Ersuchens nach Art. 18 Abs. 1 MAC. Die angefochtene Schlussverfügung 

ist deshalb zu bestätigen und die Beschwerden dagegen sind abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ergebnis ist auf das Eventualbe-

gehren auf Schwärzung bestimmter Informationen nicht weiter einzuge-

hen. 

7.  

Die Verfahrenskosten werden entsprechend dem Ausgang des Verfahrens 

der Beschwerdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie bemessen 

sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessfüh-

rung und finanzieller Lage der Parteien und betragen bei Streitigkeiten 

ohne Vermögensinteresse Fr. 200.– bis Fr. 5'000.– (Art. 63 Abs. 1 und 

Abs. 4bis VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Sie sind – unter Berücksichtigung von Synergien bei der Behandlung der 

Parallelverfahren – auf Fr. 7'000.– festzusetzen. Der Betrag ist den in 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 21 

diesem Umfang geleisteten Kostenvorschüssen zu entnehmen. Eine Par-

teientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e 

contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

8.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann innerhalb von zehn Tagen nur dann mit Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen 

werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt 

oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeuten-

den Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 84a und Art. 100 

Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet das Bundesgericht. 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 22 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerdeverfahren A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023,  

A-1835/2023 und A-1837/2023 werden vereinigt. 

2.  

Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 7'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Die einbezahlten Kostenvorschüsse werden zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet.  

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: 

 

 

Der Gerichtsschreiber: 

  

 

 

Mia Fuchs 

 

 

Robert Weyeneth 

 

 

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 23 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand:  

 

  

A-1826/2023, A-1830/2023, A-1833/2023, 

A-1835/2023, A-1837/2023 

Seite 24 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]); (Gerichtsurkunde)