# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9cb006c-4eb5-5033-8637-900fef69226e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.07.2021 UV 2020/39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-39_2021-07-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/39

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.01.2022

Entscheiddatum: 21.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2021
Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch 
gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor. Die natürliche 
Kausalität der psychischen Beschwerde lässt sich nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit beurteilen. Da die Adäquanz der psychischen 
Beschwerde möglicherweise zu bejahen ist, ist die Streitsache zu weiteren 
medizinischen Abklärungen in Bezug auf die psychischen Beschwerden und 
neuer Verfügungen zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2021, UV 2020/39).

Entscheid vom 21. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2020/39

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG in der Giesserei tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und 

Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Am 26. November 2011 stieg er auf einen 

Schmelzofen, um einen klemmenden Gegenstand vom Ofendeckel zu entfernen. Dabei 

rutschte er aus, stürzte aus rund drei Metern Höhe zu Boden und zog sich 

verschiedene Verletzungen zu (Suva-act. 1, 22-4, 102-2). Die gleichentags 

erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ diagnostizierten eine distale intraartikuläre 

Radiusfraktur links mit Abriss des Processus styloideus ulnae, eine Chauffeurfraktur 

ohne Dislokation des rechten Handgelenks, eine Kniekontusion links mit traumatisierter 

Patella bipartita mit mehrfacher lateraler, nicht dislozierter Patellalängsfraktur mit 

Knorpeleinrissen und einer Tendinopathie des medialen Retinaculums mit Verdacht auf 

Partialruptur unmittelbar am patellaren Ansatz und einem horizontal verlaufenden Riss 

des medialen Meniskuscorpus sowie eine Kontusion des rechten Vorderfusses und ein 

leichtes Supinationstrauma des oberen Sprunggelenks (OSG) rechts (Suva-act. 22-2 

ff.). Am 27. November 2011 unterzog sich der Versicherte im Spital C.___ einer 

Plattenosteosynthese am distalen Radius links (Suva-act. 21-2 f.). Am 29. November 

2011 erfolgte die Anlage von Unterarm-Scotchcasts beidseits. Die behandelnden Ärzte 

des Spitals C.___ attestierten dem Versicherten vom 26. November bis 8. Dezember 

A.a. 

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2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 22-2 ff., vgl. Suva-act. 16). Die Suva 

kam für die Folgen des Unfalls auf (Suva-act. 2, 6).

Nachdem ein ab 6. Februar 2012 mit einem Pensum von 50 % geplanter 

Arbeitsversuch aufgrund anterolateraler Knieschmerzen links gleichentags gescheitert 

war, attestierte Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, dem Versicherten ab 22. 

Februar 2012 wieder eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 35, 39, 43, 50-2). Ab 

12. März 2012 bescheinigte Dr. D.___ dem Versicherten sodann eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % (Suva-act. 44, 49, 63, 66).

A.b. 

Aufgrund des Verdachts auf eine lunotriquetrale (LT) Bandläsion am rechten 

Handgelenk (vgl. Suva-act. 77) unterzog sich der Versicherte am 29. August 2012 im 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) einer diagnostischen Arthroskopie rechts (Suva-act. 

84, 86). Dabei konnten die zuständigen Ärzte Dr. med. E.___, Oberarzt, und Prof. Dr. 

med. F.___, Chefarzt, den erwähnten Verdacht bestätigen und eine ausgeprägte LT-

Instabilität feststellen (Suva-act. 85). Am 17. September 2012 wurde im KSSG eine 

Arthrodese des LT-Gelenks mit Spongiosa vom distalen Radius rechts durchgeführt. 

Prof. F.___ attestierte dem Versicherten vom 17. September bis 1. Oktober 2012 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 90 f.).

A.c. 

Am 26. September 2012 berichteten die zuständigen Ärzte des KSSG über antero-

laterale Kniegelenksbeschwerden (Suva-act. 92). Nach Durchführung von zwei 

Infiltrationen (vgl. Suva-act. 93, 95, 98) und einer MRI-Untersuchung (vgl. Suva-act. 

114) befanden sie am 19. November 2012, die Fraktur sei vollständig konsolidiert und 

verheilt. Es bestehe nach dem Trauma ein Knorpeleinriss retropatellär, der sicher auch 

für die Kniebeschwerden verantwortlich sein könnte. Sie hofften, dass die 

Beschwerden mit Physiotherapie und muskelaufbauenden Übungen reduziert werden 

könnten (Suva-act. 104).

A.d. 

Prof. F.___ berichtete am 5. Februar 2013, es bestehe ein Verdacht auf ein Sulcus 

ulnaris Syndrom links mehr als rechts. Der Versicherte klage weiterhin über starke 

Schmerzen sowie ein hartnäckig persistierendes Schnappphänomen ulnar. Es bleibe 

vorerst unklar, wo die Schmerzen herrührten (Suva-act. 128). Nach Durchführung 

weiterer Untersuchungen (vgl. Suva-act. 134, 142, 144) unterzog sich der Versicherte 

A.e. 

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am 25. April 2013 im KSSG einer Osteotomie des Processus styloideus radii rechts und 

einer Denervierung des Nervus interosseus posterior. Prof. F.___ attestierte ihm vom 

25. April bis 25. Mai 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 154 f.).

Dr. med. G.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 21. Mai 

2013, sie behandle den Versicherten seit 14. Januar 2013. Dieser leide unter einer 

posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F41.1) nach dem Arbeitsunfall vom 26. 

November 2011 und einer mittelgradigen depressiven Episode ohne somatisches 

Syndrom (ICD-10: F32.1). Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Versicherte für die 

angestammte Tätigkeit als Gipser (gemeint wohl: Giesser) zu 100 %, in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsunfähig (Suva-act. 158).

A.f. 

Dr. E.___ und Prof. F.___ berichteten am 1. Juli 2013, die Handgelenksdenervation 

habe die Schmerzen nur gelindert, der Versicherte sei mit dem Resultat noch nicht 

ganz zufrieden. Die Handwurzelinstabilität sei komplex, im Moment schienen 

radiocarpale Inkongruenzen in den Vordergrund zu treten (Suva-act. 166). Am 2. 

September 2013 hielten sie fest, eine MRI-Untersuchung habe etwas degenerative 

Veränderungen im Radiocarpal-Bereich, vor allem in der Fossa scaphoidea und nur 

wenig in der Fossa lunata, gezeigt. Der Versicherte habe einen Schnappfinger. 

Betreffend die Tendovaginitis stenosans zeige sich eine exquisite Druckdolenz über 

dem A1-Ringband des Mittelfingers mit deutlichem Krepitieren bei Flexion und 

Extension. Es sei eine erweiterte Teilarthrodese mit 4-Corner-Fusion geplant (Suva-act. 

177). Im Sinne einer Zweitmeinung (vgl. Suva-act. 178) äusserte sich PD Dr. med. 

H.___, FMH Orthopädie und Handchirurgie, Bern, am 5. November 2013 zum 

geplanten operativen Eingriff (Suva-act. 190). Dr. med. I.___, Fachärztin für Chirurgie 

FMH, Kompetenzzentrum der Suva für Versicherungsmedizin, beurteilte am 19. 

Dezember 2013, es liege eine ausserordentlich komplexe Situation vor. Sie empfahl, 

den behandelnden Handchirurgen des KSSG die Entscheidung über eine weitere 

Operation zu überlassen (Suva-act. 196). Nach weiteren Untersuchungen durch Dr. 

E.___ und Prof. F.___ (vgl. Suva-act. 219, 221, 229) unterzog sich der Versicherte am 4. 

April 2014 im KSSG einer 4-Corner-Fusion mit Scaphoidektomie und einer Spaltung 

des A1-Ringbandes Dig III Hand rechts (Suva-act. 233). Prof. F.___ attestierte dem 

Versicherten vom 4. April bis 30. Mai 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-

act. 231 f.).

A.g. 

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Am 10. Juli 2014 berichtete Prof. F.___, der Versicherte klage über persistierende 

Schmerzen vor allem radial und ulnar im Handgelenk. Bei Verdacht auf ein 

radiocarpales Impingement am Processus styloideus radii sei eine Infiltration indiziert 

(Suva-act. 241). Am 28. August 2014 hielt er fest, es persistierten diffuse Schmerzen im 

rechten Handgelenk. Der Versicherte sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 

244). Nach einem Untersuch am 15. September 2014 befand Prof. F.___, es bestehe 

eine Subluxation des rechten Handgelenks, das radioskaphokapitale Band sei 

insuffizient (Suva-act. 252). Er führte deshalb am 24. September 2014 eine 

Handgelenks-Revision mit Rekonstruktion des radioskaphokapitalen Bandes mit 

Extensor carpi radialis brevis-Streifen durch (Suva-act. 258). Er attestierte dem 

Versicherten vom 25. September bis 31. Oktober 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 

% (Suva-act. 260). Prof. F.___ hielt sodann am 17. Dezember 2014 fest, die 

Handgelenksbeweglichkeit rechts sei weiterhin eingeschränkt. Auch kleinere 

Bewegungen verursachten Schmerzen und Schnappphänomene. Unter diesen 

Umständen sei der Versicherte nicht arbeitsfähig. Er glaube, um die Situation nun 

schmerzfrei zu einem Abschluss zu bekommen, bleibe nur noch eine 

Handgelenkseinsteifung übrig (Suva-act. 270, vgl. Suva-act. 272). Am 4. Februar 2015 

führte Prof. F.___ die vorgeschlagene Handgelenksarthrodese rechts sowie eine 

Metallentfernung durch (Suva-act. 280, 283).

A.h. 

Am 23. April 2015 berichtete Prof. F.___, radiologisch zeige sich eine konsolidierte 

Arthrodese ohne Hinweis auf Lockerung oder Dislokation. Aufgrund der geklagten 

Beschwerden im Ulnokarpalgelenk nehme er eine Infiltration vor. Derzeit sei der 

Versicherte noch zu 100 % arbeitsunfähig, eine Teilarbeitsfähigkeit könne aber geplant 

werden (Suva-act. 291). Prof. F.___ hielt am 22. Mai 2015 fest, er unterstütze den 

geplanten Arbeitsversuch sehr. Der Tätigkeit als Giesser in der Schmelzerei könne der 

Versicherte sicherlich nicht mehr nachgehen, für eine angepasste Tätigkeit sei aber 

eine Teilarbeitsfähigkeit vorhanden (Suva-act. 293). Ab 1. Juni 2015 unternahm der 

Versicherte bei der B.___ AG einen Arbeitsversuch, welcher jedoch gleichentags 

scheiterte (Suva-act. 294 f., 297 f.). 

A.i. 

Suva-Kreisarzt Dr. med. J.___, Facharzt für Chirurgie FMH, untersuchte den 

Versicherten am 16. Juni 2015 und beurteilte am 24. Juni 2015, es lägen noch 

Belastungsbeschwerden vor allem am rechten Handgelenk und weniger auch am 

A.j. 

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linken Handgelenk und am linken Knie vor. Bezüglich des Handgelenks rechts sei die 

Frage des Endzustandes wahrscheinlich zu bejahen. Falls Prof. F.___ anlässlich der 

nächsten Kontrolluntersuchung keine medizinischen Massnahmen mehr vorsehe, 

könne der Abschluss empfohlen werden. Am linken Knie sei die Situation soweit 

konsolidiert stabil, sodass keine weiteren medizinischen Massnahmen vorzusehen 

seien (Suva-act. 309).

Prof. F.___ befand am 29. Juni 2015, eine Metallentfernung sei frühestens im 

Frühjahr 2016 gestattet. Aufgrund der Schmerzen könne der Versicherte seiner alten 

Tätigkeit nicht nachgehen, er sei noch zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Prinzipiell 

dürfe das Handgelenk belastet und eingesetzt werden. Er bitte die Suva, dem 

Versicherten bei der Suche einer leichten Tätigkeit behilflich zu sein (Suva-act. 311). 

Nach einem weiteren gescheiterten Arbeitsversuch am 31. August 2015 (vgl. Suva-act. 

315, 319) kündigte die B.___ AG dem Versicherten mit Schreiben vom 22. September 

2015 per 31. Dezember 2015 (Suva-act. 323).

A.k. 

Dr. med. K.___, Facharzt FMH für Chirurgie und Handchirurgie, befand am 23. 

Oktober 2015, die Situation sei äusserst komplex. Es sei nicht sicher, ob die 

Schmerzen nach einer Metallentfernung besser würden. Allenfalls könnte eine 

Versteifung zwischen Handwurzel und Mittelhand und eine Verkürzungs- oder eine 

Umstellungsoperation im Bereich des Ellenköpfchens auch noch zusätzlich eine 

Verbesserung bringen. Die Arbeitsfähigkeit in seinem angestammten Beruf als Giesser 

sei mit dieser Hand nicht gegeben (Suva-act. 325).

A.l. 

Am 1. Juli 2016 befand Prof. F.___, aufgrund der persistierenden 

Schmerzhaftigkeit und bei computertomographisch nachgewiesener fehlender 

Durchbauung (vgl. Suva-act. 342) werde nun die operative Revision mittels 

Beckenkammspongiosa-Plastik geplant (Suva-act. 345). Am 10. August 2016 führte 

Prof. F.___ die genannte Operation durch und attestierte dem Versicherten vom 10. bis 

28. August 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 348 f.).

A.m. 

Prof. F.___ berichtete am 9. Februar 2017, es sei am linken Handgelenk zu einer 

deutlichen Synovialitis gekommen, er empfehle die Metallentfernung. Bezüglich des 

rechten Handgelenks berichte der Versicherte immer noch über Schmerzen. 

A.n. 

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Radiologisch zeige sich eine weiterhin bestehende ausbleibende Heilung und eine 

ausbleibende knöcherne Konsolidierung. Distal seien Schrauben gebrochen. Sollten 

die Beschwerden rechts nicht zur Ruhe kommen, wäre nochmals eine Revision mit 

Plattenwechsel und Spongiosa-Plastik erforderlich. Derzeit sei der Versicherte 

weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 360). Am 27. Februar 2017 führte Prof. 

F.___ eine Metallentfernung und eine Tenolyse am Handgelenk links durch (Suva-act. 

364).

Prof. F.___ hielt am 16. Mai 2017 fest, der Versicherte sei bezüglich des linken 

Handgelenks nun gut zufrieden. Rechts zeige sich immer noch eine 

Wackelbeweglichkeit und eine Schmerzhaftigkeit im Handgelenk. Um eine knöcherne 

Durchbauung zu erzielen, sei nun ein weiterer operativer Eingriff geplant (Suva-act. 

372). Am 23. Mai 2017 führte Prof. F.___ eine Metallentfernung, eine Spongiosaplastik 

vom rechten Becken sowie eine Re-Verplattung mit Aptus Handgelenksarthodesen-

Platte durch (Suva-act. 377). Er attestierte dem Versicherten vom 22. Mai bis 2. Juli 

2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 376).

A.o. 

Prof. F.___ berichtete am 15. August 2017, die Durchbauung am Handgelenk 

rechts sei zunehmend, dauere aber wahrscheinlich noch ein klein wenig länger. Der 

Verlauf sei derzeit sehr positiv, der Versicherte sei aber noch zu 100 % arbeitsunfähig 

(Suva-act. 380). Am 15. November 2017 hielt Prof. F.___ fest, beide Hände dürften im 

Wesentlichen eingesetzt werden (Suva-act. 384). Am 9. Januar 2018 befand Prof. F.___ 

sodann, aus seiner Sicht dürfe der Versicherte mit der rechten Hand alles machen. Eine 

Metallentfernung sei noch nicht indiziert, Hinweise auf eine Pseudarthroseentwicklung 

sehe er nicht. Der Versicherte sei aufgrund zahlreicher Beschwerden, derzeit auch einer 

Coxarthrose rechts und Kniegelenksarthrose, nicht mehr in der Lage, auch im Hinblick 

auf seine rechte Hand seiner alten Tätigkeit nachzugehen. Gegenwärtig sei er weiterhin 

arbeitsunfähig und eine "Invaliditätserklärung" sicherlich zu überlegen (Suva-act. 386).

A.p. 

Prof. F.___ berichtete am 19. März 2019, aufgrund einer linksbetonten Nervus 

ulnaris-Schwäche sei eine elektrophysiologische Untersuchung geplant. Er sehe keine 

Indikation zur Metallentfernung. Er glaube, dass dadurch die Arbeitsfähigkeit, die 

derzeit noch 100 % (gemeint wohl: 0 %) betrage, nicht verbessert werde (Suva-act. 

399). Die elektrophysiologische Untersuchung ergab einen grenzwertigen Befund, 

A.q. 

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B.  

weshalb Prof. F.___ am 16. April 2019 ausführte, eine Dekompression des Nervus 

ulnaris sei erst bei zunehmender Schwäche und Kribbelparästhesien empfehlenswert 

(Suva-act. 401).

Suva-Kreisarzt Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie, speziell Unfallchirurgie, 

führte am 2. Juli 2019 eine Abschlussuntersuchung durch und beurteilte am 15. Juli 

2019, es lägen noch Funktionseinschränkungen am rechten und linken Handgelenk 

sowie Restbeschwerden im linken Kniegelenk vor. Es bestehe ein stabiler 

medizinischer Dauerzustand, der nicht durch weitere Behandlungsmassnahmen 

gebessert werden könne. Daher könne der administrative Fallabschluss erfolgen. Über 

den Behandlungsabschluss hinaus sei lediglich die Schmerzmedikation mit Dafalgan 

nach Bedarf dauerhaft zu übernehmen. Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr 

zumutbar, eine angepasste Tätigkeit sei jedoch ganztags mit einem Pensum von 100 

% möglich (Suva-act. 417). Den Integritätsschaden schätzte Dr. L.___ gleichentags auf 

45 % (Suva-act. 418).

A.r. 

Am 14. Oktober 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie stelle die 

Heilkosten- und Taggeldleistungen per 1. November 2019 ein. Für die Kosten der 

Schmerzmedikation mit Dafalgan nach Bedarf werde sie jedoch weiterhin aufkommen 

(Suva-act. 428).

A.s. 

Dr. G.___ beurteilte am 23. Oktober 2019, aus rein psychiatrischer Sicht sei der 

Versicherte für seine angestammte Tätigkeit als Giesser zu 100 % arbeitsunfähig. In 

einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % (Suva-act. 433).

A.t. 

Mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. November 2019 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 17 % 

und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 45 % zu. 

Sie verneinte ihre Leistungspflicht hinsichtlich der psychogenen Störungen mangels 

Adäquanz (Suva-act. 438).

A.u. 

Dagegen erhob der Versicherte am 6. Dezember 2019 Einsprache (Suva-act. 443, 

vgl. Begründung vom 20. Januar 2020; Suva-act. 450).

B.a. 

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C.  

Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine höhere Invalidenrente und eine höhere 

Integritätsentschädigung als von der Beschwerdegegnerin bereits zugesprochen.

Mit Entscheid vom 5. Mai 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 455).B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 5. Mai 2020 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6. Juni 2020 Beschwerde. Er beantragte darin, 

dieser sei aufzuheben und es sei ihm mindestens eine 50%ige Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung wegen der psychischen Unfallfolgen zu gewähren. 

Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Streitsache 

zwecks Neuabklärung an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 17. August 2020 die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde (act. G3).

C.b. 

Mit Replik vom 22. September 2020 und Duplik vom 13. Oktober 2020 hielten die 

Parteien an ihren Anträgen fest (act. G5, G7).

C.c. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch 

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

1.1. 

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psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 und 59 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58; BGE 129 V 181 

E. 3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 

vom 28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 

BGE 127 V 103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen 

organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität 

nicht automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 133, E. 6c/aa, vorzunehmen.

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

1.3. 

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2.  

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Vorab ist festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin per 1. November 

2019 vorgenommene Fallabschluss (vgl. Suva-act. 428, 438) aktenmässig ausgewiesen 

(vgl. Suva-act. 417) und unbestritten ist. Entsprechend erfolgte in zeitlicher Hinsicht die 

Prüfung eines Rentenanspruchs per 1. November 2019 zu Recht (vgl. Art. 19 Abs. 2 

UVG). Dasselbe gilt in Bezug auf den Zeitpunkt der Festlegung der 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 2 UVG). Im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 1. 

November 2019 lagen beim Beschwerdeführer unbestritten noch organisch 

objektivierbare Unfallfolgen vor. Kreisarzt Dr. L.___ hatte am 15. Juli 2019 festgehalten, 

es bestünden eine Funktionseinschränkung des rechten Handgelenks nach 

konsolidierter Handgelenksarthrodese mit dadurch Minderbelastbarkeit des rechten 

Handgelenks, eine Funktionseinschränkung mit Minderbelastbarkeit des linken 

Handgelenks bei unfallkausaler mittelschwerer Handgelenksarthrose und 

Restbeschwerden im linken Kniegelenk (Suva-act. 417).

2.1. 

Ausserdem litt der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Fallabschlusses 

unbestritten unter psychischen Beschwerden. Er war seit Januar 2013 in 

psychiatrischer Behandlung bei Dr. G.___. Diese diagnostizierte eine posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10: F41.1) und eine mittelgradige depressive Episode ohne 

somatisches Syndrom (ICD-10: F32.1; Suva-act. 158, vgl. auch Suva-act. 210, 433). In 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

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ihrem Bericht vom 23. Oktober 2019 befand Dr. G.___, der Beschwerdeführer habe 

deutliche Konzentrationsschwierigkeiten, Albträume und Flashbacks. Er habe ein 

ausgeprägtes Vermeidungsverhalten bezüglich des Ortes des Geschehens 

(Arbeitsplatz) nach dem Unfall entwickelt und die Kontakte mit anderen Menschen im 

Allgemeinen reduziert. Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in 

seiner angestammten Tätigkeit als Giesser zu 100 % arbeitsunfähig. Für eine seiner 

Behinderung angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % (Suva-act. 

433). Dr. G.___ äusserte sich nicht konkret zur natürlichen Kausalität der psychischen 

Beeinträchtigungen. Abgesehen von zwei weiteren Berichten und einigen 

Arbeitsunfähigkeitsattesten von Dr. G.___ (vgl. Suva-act. 145, 156, 158, 170, 186, 210, 

328) liegen keine in psychiatrischer Hinsicht relevanten ärztlichen Beurteilungen im 

Recht. Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten 

Beschwerden und dem Unfall vom 26. November 2011 kann deshalb nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilt werden. Ausgehend von der neueren 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 

2021, 8C_289/2020, E. 6.1) kann im vorliegenden Fall die ungeklärte Tatbestandsfrage 

in Bezug auf die natürliche Kausalität der zur Diskussion stehenden psychischen 

Beschwerden nicht mit der Begründung offengelassen werden, der 

Kausalzusammenhang könne ohnehin nicht als adäquat qualifiziert werden. Wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, lässt sich die adäquate Kausalität jedenfalls nicht 

leichthin verneinen.

Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung 

der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 

mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle 

nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, 

eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in 

einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen 

kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken.

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Kommt keinem Einzelkriterium ein besonderes bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien 

herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung 

führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass 

nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte 

Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil 

vom 29. Januar 2010 (8C_897/2009, E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung 

zur Anzahl der zu erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern 

präzisiert, als bei mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien 

genügen, auch wenn sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise 

vorliegen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009 E. 

5 mit Hinweis).

2.4. 

Vorliegend stieg der Beschwerdeführer am 26. November 2011 bei der Arbeit in 

der Giesserei der B.___ AG auf einen Schmelzofen, um einen klemmenden Gegenstand 

vom Ofendeckel zu entfernen. Dabei rutschte er aus und stürzte aus rund drei Metern 

Höhe zu Boden. Der Beschwerdeführer konnte danach noch selbständig gehen, klagte 

jedoch bei Eintreffen der aufgebotenen Kantonspolizei St. Gallen über Schmerzen in 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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den Beinen und der Hand (Suva-act. 1, 22-4, 102-2 f.). In den Akten findet sich 

abweichend davon auch die Angabe einer Sturzhöhe von 2.2 Metern (vgl. Suva-act. 

102-2 f.). Unabhängig davon ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs von 

einem mittelschweren Ereignis im engeren Bereich auszugehen.

Bei mittelschweren Ereignissen im engeren Sinn müssen für die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein 

einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung 

dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/

aa, Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5).

2.6. 

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Im 

vorliegenden Fall scheinen keine Hinweise auf besonders dramatische 

Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls zu bestehen.

2.6.1. 

Der Beschwerdeführer erlitt eine distale intraartikuläre Radiusfraktur links mit 

Abriss des Processus styloideus ulnae, eine Chauffeurfraktur ohne Dislokation des 

rechten Handgelenks, eine Kniekontusion links mit traumatisierter Patella bipartita mit 

mehrfacher lateraler, nicht dislozierter Patellalängsfraktur mit Knorpeleinrissen, eine 

Tendinopathie des medialen Retinaculums mit Verdacht auf Partialruptur unmittelbar 

am patellaren Ansatz und einem horizontal verlaufenden Riss des medialen 

Meniskuscorpus sowie eine Kontusion des rechten Vorderfusses und ein leichtes 

Supinationstrauma des OSG rechts (Suva-act. 22-2 ff.). Diese Verletzungen können per 

se weder als besonders schwer, noch als Verletzungen besonderer Art eingestuft 

werden.

2.6.2. 

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 

128, E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des 

Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung 

grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen 

kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des 

2.6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die 

erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ führten am 27. November 2011 eine 

Plattenosteosynthese am distalen Radius links durch (Suva-act. 21-2 f.). Am 29. 

November 2011 erfolgte die Anlage von Unterarm-Scotchcasts beidseits. Die 

Verletzung des Kniegelenks links wurde konservativ behandelt (vgl. Suva-act. 22-3). 

Aufgrund des Verdachts auf eine LT-Bandläsion unterzog sich der Beschwerdeführer 

am 29. August 2012 im KSSG einer diagnostischen Arthroskopie rechts (Suva-act. 84, 

86). Nachdem sich der Verdacht bestätigt hatte (vgl. Suva-act. 85), führte Dr. E.___ am 

17. September 2012 eine Arthrodese des LT-Gelenks mit Spongiosa vom distalen 

Radius rechts durch (Suva-act. 90 f.). Am 25. April 2013 erfolgte sodann im KSSG eine 

Osteotomie des Processus styloideus radii rechts und eine Denervierung des Nervus 

interosseus posterior (Suva-act. 154 f.). Ein knappes Jahr später, am 4. April 2014, 

unterzog sich der Beschwerdeführer im KSSG einer 4-Corner-Fusion mit 

Scaphoidektomie und einer Spaltung des A1-Ringbandes Dig III der Hand rechts 

(Suva-act. 233). Am 24. September 2014 erfolgte eine Handgelenks-Revision mit 

Rekonstruktion des radioskaphokapitalen Bandes mit Extensor carpi radialis brevis-

Streifen (Suva-act. 258). Am 4. Februar 2015 führte Prof. F.___ eine Metallentfernung 

sowie eine Handgelenksarthrodese rechts durch (Suva-act. 280, 283). Am 10. August 

2016, mithin rund eineinhalb Jahre nach dem letzten operativen Eingriff, nahm Prof. 

F.___ eine Pseudarthosenausräumung am Handgelenk rechts, eine Beckenkamm-

Interposition und eine Schmerzkatheter-Einlage vor (Suva-act. 348). Bezüglich des 

Handgelenks links unterzog sich der Beschwerdeführer am 27. Februar 2017 einer 

Metallentfernung und einer Tenolyse (Suva-act. 264, vgl. Suva-act. 360). Am 23. Mai 

2017 führte Prof. F.___ schliesslich eine Metallentfernung, eine Spongiosaplastik vom 

rechten Becken sowie eine Re-Verplattung mit Aptus Handgelenksarthrodesen-Platte 

rechts durch (Suva-act. 377). Zwischen den operativen Eingriffen fanden diverse 

Abklärungen und Konsultationen bei den behandelnden Ärzten statt (vgl. u.a. Suva-act. 

77, 85, 93, 95, 98, 104, 114, 128, 134, 142, 144, 166, 177, 190, 219, 221, 229, 241, 

244, 252, 270, 291, 293, 311, 332, 345, 360, 372, 380, 384, 386, 399, 401). Ausserdem 

erhielt der Beschwerdeführer zeitweise Physio- und Ergotherapie (vgl. Suva-act. 27, 30, 

37, 47, 55, 58, 67, 96, 117, 213, 242, 262, 266, 278, 305). Insgesamt hatte sich der 

Beschwerdeführer innerhalb von rund sieben Jahren zehn Operationen zu unterziehen. 

Im Februar 2015 erfolgte schliesslich der Entscheid, eine Versteifung des rechten 

Handgelenks - ein nicht wieder rückgängig zu machender Eingriff - durchzuführen 

(Suva-act. 280, 283). Es erscheint damit zumindest nicht abwegig, das Kriterium der 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung zu bejahen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Der Beschwerdeführer beklagte wiederholt Schmerzen, wobei das rechte 

Handgelenk im Vordergrund stand. Die Erfüllung des Kriteriums der Dauerschmerzen 

ist folglich in Betracht zu ziehen. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass es im 

Zuge der ärztlichen Behandlung immer wieder zu Besserungen der Beschwerden und 

zum Rückgang der teilweise nur belastungsabhängigen Schmerzen kam. So berichtete 

Dr. E.___ unter anderem am 12. April 2013 über eine deutliche Schmerzreduktion nach 

mehreren Infiltrationen (Suva-act. 146-1, vgl. Suva-act. 148). Auch nach der 

Denervierung des Nervus interosseus posterior am 25. April 2013, der 

Handgelenksarthrodese rechts vom 4. Februar 2015 und der Spongiosaplastik mit Re-

Verplattung am 23. Mai 2017 (Suva-act. 377) kam es jeweils zu einer Reduktion der 

Schmerzen (Suva-act. 157, 166 f., 279, 379 f.).

2.6.4. 

Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, ergeben sich weder aus den Akten noch werden solche von den 

Parteien geltend gemacht.

2.6.5. 

Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des 

schwierigen Heilverlaufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ 

erfüllt sein (BGE 117 V 359 E. 7b S. 368 f., Urteil des Bundesgerichts vom 31. März 

2009, 8C_987/2008, E. 6.6), vorliegend erscheint aber die Bejahung mindestens eines 

der beiden als möglich. Nach einer anfänglichen Besserung der Beschwerden am 

rechten Handgelenk stellten die behandelnden Ärzte am 29. August 2012 eine 

ausgeprägte LT-Instabilität fest (Suva-act. 85). Am 5. Februar 2013 berichtete Prof. 

F.___ sodann über einen Verdacht auf ein Sulcus ulnaris-Syndrom, welcher sich in der 

Folge bestätigte und einen weiteren operativen Eingriff am 25. April 2013 nach sich zog 

(Suva-act. 128, 134, 142, 144, 154 f.). Die behandelnden Ärzte Dr. E.___ und Prof. F.___ 

sowie auch PD Dr. H.___ und Dr. I.___ bezeichneten die Situation bezüglich des 

Handgelenks rechts im Herbst 2013 als ausserordentlich komplex (Suva-act. 166, 190, 

196). Die behandelnden Ärzte des KSSG entschieden sich schlussendlich zu einer 4-

Corner-Fusion mit Scaphoidektomie und einer Spaltung des A1-Ringbandes Dig III 

Hand rechts, welche sie am 4. April 2014 durchführten (Suva-act. 233). Die 

Beschwerden persistierten jedoch auch im weiteren Verlauf, so dass es am 24. 

September 2014 und 4. Februar 2015 zu weiteren Operationen am rechten Handgelenk 

kam (Suva-act. 258, 280, 283). Bei weiterhin fehlender Durchbauung der 

2.6.6. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_987%2F2008&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&number_of_ranks=0#page359

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Chauffeurfraktur (Suva-act. 342) führte Prof. F.___ am 10. August 2016 eine 

Beckenspongiosa-Plastik durch (Suva-act. 348 f.). In der Folge blieben die Heilung und 

die knöcherne Konsolidierung weiter aus und zudem stellte Prof. F.___ distal 

gebrochene Schrauben fest (Suva-act. 360, 372), weshalb er am 23. Mai 2017 

schliesslich einen erneuten operativen Eingriff durchführte (Suva-act. 377).

Die behandelnden Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer ab dem Unfalldatum 

vom 26. November 2011 (mit einem kurzen Unterbruch einer 50%igen 

Teilarbeitsfähigkeit vom 6. bis 21. Februar 2012; vgl. Suva-act. 39) bis zum 11. März 

2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 39, 43). Vom 12. März bis 11. Juli 

2012 attestierte ihm Dr. D.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Suva-act. 48 f., 63, 66, 

71). Seither wurde dem Versicherten von den behandelnden Ärzten durchgehend eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (vgl. Suva-act. 72, 90 f., 154 f., 231 f., 244, 260, 

291). Prof. F.___ hielt am 22. Mai 2015 fest, er unterstütze den geplanten 

Arbeitsversuch sehr. Der Beschwerdeführer könne seiner Tätigkeit als Giesser 

sicherlich nicht mehr nachgehen, für eine angepasste Tätigkeit sei aber eine 

Teilarbeitsfähigkeit vorhanden (Suva-act. 293). Der ab 1. Juni 2015 geplante 

Arbeitsversuch scheiterte gleichentags (Suva-act. 294 f., 297 f.). Kreisarzt Dr. J.___ 

ging am 24. Juni 2015 (sinngemäss) von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer 

adaptierten Tätigkeit aus (vgl. Suva-act. 309). Prof. F.___ befand am 29. Juni 2015 

zwar, der Beschwerdeführer könne seiner alten Tätigkeit nicht mehr nachgehen. 

Prinzipiell dürfe das Handgelenk jedoch belastet und eingesetzt werden, weshalb er die 

Beschwerdegegnerin bitte, dem Beschwerdeführer bei der Suche einer leichten 

Tätigkeit behilflich zu sein (Suva-act. 311). Prof. F.___ attestierte dem 

Beschwerdeführer darauf weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, äusserte sich 

jedoch nicht zu einer solchen in einer adaptierten Tätigkeit (vgl. Suva-act. 332, 348 f., 

360, 376, 380, 399). Abhängig davon, wann von einer Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit ausgegangen wird, wäre das Kriterium der langdauernden 

Arbeitsunfähigkeit allenfalls auch zu bejahen.

2.6.7. 

Zusammengefasst besteht zumindest die realistische Möglichkeit, dass drei oder 

mehr der genannten Kriterien in ausreichendem Masse erfüllt sind. Damit wäre der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 26. November 2011 und 

den psychischen Beschwerden zu bejahen. Allenfalls könnte gar davon ausgegangen 

werden, dass eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, was 

ebenfalls zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs führen würde. Da sich, 

wie bereits erwähnt (vgl. E. 2.2), die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang 

gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht mit überwiegender 

2.6.8. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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3.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 5. Mai 2020 

im Sinne der Erwägungen insofern teilweise gutgeheissen, als die Sache zu 

Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt, erweist sich der Sachverhalt insgesamt als noch 

nicht spruchreif. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie 

die notwendigen Abklärungen durchführt. Sie wird insbesondere eine 

verwaltungsexterne Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers inklusive einer Arbeitsfähigkeitsschätzung und einer Beurteilung 

des Integritätsschadens einholen müssen. Anschliessend wird sie erneut über den 

Rentenanspruch und den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verfügen 

müssen. Diese Vorgehensweise steht auch im Einklang mit der neueren 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 

2021, 8C_289/2020, E. 6.1).

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. Mai 2020 dahingehend gutzuheissen, 

dass die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuer Verfügung im 

Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

3.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

3.2. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend 

anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30  HonO) pauschal 

Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

3.3. 

bis

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ergänzenden medizinischen Abklärungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2021
	Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor. Die natürliche Kausalität der psychischen Beschwerde lässt sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilen. Da die Adäquanz der psychischen Beschwerde möglicherweise zu bejahen ist, ist die Streitsache zu weiteren medizinischen Abklärungen in Bezug auf die psychischen Beschwerden und neuer Verfügungen zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2021, UV 2020/39).

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