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**Case Identifier:** 979e14f4-068a-5ab3-81f7-fd91f444aabe
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 01.12.2025 SST.2025.126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2025-126_2025-12-01.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 2. Kammer 

 

SST.2025.126 
(ST.2024.59; STA.2019.1482) 

 

 

Urteil vom 1. Dezember 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Plüss, Präsidentin  

Oberrichter Cotti 

Oberrichterin Möckli 

Gerichtsschreiberin Wanner 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, 

Untere Grabenstrasse 32, Postfach, 4800 Zofingen  

 

Privatklägerin   A._____ AG, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Brändli,  

[…] 

 

    
    

Beschuldigter   B._____,  

geboren am tt.mm.1973, von Zürich, 

[…] 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dominik Probst,  

[…]   

  

 
 

Gegenstand  Gewerbsmässiger Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm verurteilte den Beschuldigten mit 

Strafbefehl vom 12. Mai 2023 wegen gewerbsmässigen Betrugs und unge-

treuer Geschäftsbesorgung zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tages-

sätzen à Fr. 170.00, Probezeit von 2 Jahre, sowie zu einer Busse von 

Fr. 5'100.00, ersatzweise 30 Tage Freiheitstrafe. Dem Beschuldigten wird 

folgender Sachverhalt vorgehalten: 

 

Am 10.10.2014 wurde B._____ von seiner damaligen Arbeitgeberin, der 
A._____, schriftlich verwarnt, als Angestellter der A._____ AG (Enginee-
ring Manager) künftig an die D._____ GmbH Aufträge zu erteilen, für wel-
che er gleichzeitig als Geschäftsführer und Gesellschafter tätig war. Rund 
fünf Jahre später machte sich B._____ auf folgende Art und Weise straf-
bar: 
Im Zeitraum vom 29.08.2019 bis 18.03.2021 beschaffte B._____ als Ge-
schäftsführer und Gesellschafter der D._____ GmbH von der E._____ AG 
mehrfach Waren im Wert von rund CHF 34‘000.00. Anschliessend ver-
kaufte er die Ware an die A._____ AG, für welche er nach wie vor als En-
gineering Manager angestellt war, zu überhöhten Preisen von rund 
CHF 77‘000.00. 
Aufgrund der Abmahnung der A._____ vom 10.10.2014 erstellte und ver-
wendete B._____ fingierte Rechnungen der vermeintlichen F._____ 
(Scheinfirma), lautend auf G._____, um auf diese Weise die A._____ AG 
im Glauben zu lassen und zu täuschen, diese beziehe Waren von der 
F._____ und nicht (mehr) von der D._____ GmbH. Auf diese Weise 
täuschte B._____ arglistig seine damaligen Vorgesetzten, welche dessen 
Aufträge vorab visierten und damit die schädigenden Vermögensdispositi-
onen vermeintlich genehmigt haben. Der zum Nachteil der A._____ AG 
entstandene Vermögensschaden besteht aus der Differenz des Waren-
preises, wenn diese direkt von der wahrhaftigen Herstellerin, der E._____ 
AG, bezogen worden wäre und dem Preis, welcher durch die Scheinfirma 
F._____ in Rechnung gestellt wurden. Die Differenz in Höhe von rund 
CHF 43‘000.00 liess sich B._____ von der Scheinfirma F._____ auf das 
Konto der D._____ GmbH überweisen, in der Absicht die D._____ GmbH 
und sich unrechtmässig zu bereichern. B._____ missbrauchte seine Stel-
lung als Engineering Manager bei der A._____ AG und handelte in der 
Absicht, damit seinen Lebensunterhalt (mit-) zu finanzieren, mithin han-
delte er gewerbsmässig. Deliktsbetrag: CHF 43‘121.60. 

 

1.2. 

Der Beschuldigte erhob am 31. Mai 2023 Einsprache gegen den Strafbe-

fehl. 

 

1.3. 

Die Staatsanwaltschaft hielt am Strafbefehl fest und überwies diesen am 

8. Mai 2024 als Anklage an das Bezirksgericht Zofingen. 

 

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2. 

2.1. 

Mit Urteil vom 9. Dezember 2024 sprach der Präsident des Bezirksgerichts 

Zofingen den Beschuldigten unter Kostenfolgen wegen gewerbsmässigen 

Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung durch Missbrauch der Vertre-

tungsermächtigung schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Geld-

strafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 150.00, Probezeit 2 Jahre, und einer 

Busse von Fr. 2'500.00, ersatzweise 17 Tage Freiheitsstrafe. Ferner ver-

pflichtete die Vorinstanz den Beschuldigten unter solidarischer Haftbarkeit 

mit G._____ zur Bezahlung von Fr. 39'645.25 nebst Zins zu 5 % seit 

23. Juni 2021 sowie von Fr. 13'413.00 (Anwaltskosten) an die Privatkläge-

rin.  

 

2.2. 

Gegen das dem Beschuldigten am 23. Dezember 2024 im Dispositiv zuge-

stellte Urteil meldete dieser gleichentags Berufung an. Das begründete Ur-

teil wurde ihm in der Folge am 22. April 2025 zugestellt. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 9. Mai 2025 beantragte der Beschuldigte unter 

Kosten -und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.), dass er von Schuld und 

Strafe freizusprechen sei.  

 

3.2. 

Mit Eingabe vom 19. Mai 2025 erhob die Staatsanwaltschaft Anschlussbe-

rufung bezüglich der Bemessung der Strafe. Sie verlangt, der Beschuldigte 

sei zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 170.00, Pro-

bezeit 2 Jahre, und einer Busse von Fr. 5'100.00, ersatzweise 30 Tage 

Freiheitsstrafe, zu verurteilen.  

 

3.3. 

Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 16. Juni 2025 vorgän-

gig zur Berufungsverhandlung eine Begründung der Anschlussberufung 

einzureichen.  

 

3.4.  

Mit Verfügung vom 16. Juni 2025 wurde die E._____ AG aufgefordert, 

Rechnungen des Jahres 2018 an die Privatklägerin und eine Liste der emp-

fohlenen Verkaufspreise des Jahres 2018 einzureichen.  

 

3.5. 

Am 25. Juni 2025 reichte die E._____ AG verschiedene Unterlagen ein, 

welche den Parteien mit Verfügung vom 1. Juli 2025 zur Kenntnisnahme 

zugestellt wurden.  

 

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3.6. 

Der Beschuldigte verzichtete mit Eingabe vom 24. Juli 2025 innert zweimal 

erstreckter Frist vorgängig zur Berufungsverhandlung eine Begründung der 

Anschlussberufung einzureichen. Er behielt sich vor, eine solche unaufge-

fordert nachzureichen oder Ausführungen an der Hauptverhandlung vorzu-

bringen.  

 

3.7. 

Am 1. Dezember 2025 fand die Berufungsverhandlung mit Befragung des 

Beschuldigten und der Mitbeschuldigten G._____ statt. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Beschuldigte beantragt einen vollumfänglichen Freispruch und die 

Staatsanwaltschaft hat hinsichtlich der Strafzumessung Anschlussberu-

fung erhoben. Das vorinstanzliche Urteil ist somit vollständig angefochten 

und zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

2. 

Die Vorinstanz fasste zunächst die Aussagen des Beschuldigten, der Mit-

beschuldigten, der Zeugen H._____ und I._____ und der Auskunftsperson 

J._____ zusammen und zeigte anhand der Kontoauszüge die Geldflüsse 

auf. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Anschliessend stellte sie in Würdigung dessen den Sachverhalt fest (vo-

rinstanzliches Urteil E. 2). In einem nächsten Schritt kam die Vorinstanz in 

Subsumtion des festgestellten Sachverhalts zum Schluss, der Beschul-

digte habe sich des gewerbsmässigen Betrugs (vorinstanzliches Urteil E. 3) 

und der ungetreuen Geschäftsbesorgung (vorinstanzliches Urteil E. 4) 

schuldig gemacht.  

 

Der Beschuldigte verlangt einen Freispruch. Er bestreitet eine Täuschung 

und einen Schaden seitens der Privatklägerin.  

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der 

Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden 

durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt 

oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem 

Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Ver-

mögen schädigt.   

 

Angriffsmittel beim Betrug ist die Täuschung des Opfers. Die Täuschung ist 

eine unrichtige Erklärung über Tatsachen, die darauf gerichtet ist, bei 

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einem andern eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzu-

rufen (BGE 150 IV 169 E. 5.1; 147 IV 73 E. 3.1; 140 IV 11 E. 2.3.2; 135 IV 

76 E. 5.1).  

 

Die Täuschung muss zudem arglistig sein. Arglist ist nach ständiger Recht-

sprechung gegeben, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet 

oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Bei einfachen 

falschen Angaben ist das Merkmal erfüllt, wenn deren Überprüfung nicht 

oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, sowie dann, 

wenn der Täter den Getäuschten von der möglichen Überprüfung abhält 

oder nach den Umständen voraussieht, dass dieser die Überprüfung der 

Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen 

werde. Arglist scheidet aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem 

Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Auch unter dem 

Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erfüllung des Tat-

bestands indes nicht, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche Sorg-

falt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehrungen trifft. Arglist ist ledig-

lich zu verneinen, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen 

nicht beachtet (zum Ganzen: BGE 150 IV 169 E. 5 ff.; 147 IV 73 E. 3.2; 143 

IV 302 E. 1.3 und 1.3.1; 142 IV 153 E. 2.2.2; 135 IV 76 E. 5.2 mit Hinwei-

sen).  

 

Der Tatbestand des Betrugs setzt eine irrtumsbedingte Vermögensverfü-

gung des Getäuschten voraus (Urteil des Bundesgerichts 6B_129/2022 

vom 5. April 2023 E. 1.3.4). Zwischen Täuschung, Irrtum und Vermögens-

disposition muss ein Motivationszusammenhang bestehen (BGE 128 IV 

255 E. 2e/aa; 126 IV 113 E. 3.a). Ein Vermögensschaden liegt namentlich 

vor, wenn das Vermögen des Täuschungsopfers nach Vornahme der irr-

tumsbedingten Vermögensverfügung in seinem Gesamtwert tatsächlich 

verringert ist, wobei ein vorübergehender Schaden genügt (BGE 150 IV 

169 E. 5.2.1; 147 IV 73 E. 6.1; 142 IV 346 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 

6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.3, nicht publ. in: BGE 144 IV 52; 

je mit Hinweisen).  

 

Der subjektive Tatbestand von Art. 146 Abs. 1 StGB verlangt neben einem 

Handeln in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht Vorsatz in Bezug auf 

alle objektiven Tatbestandsmerkmale, wobei Eventualvorsatz bzw. Eventu-

alabsicht genügt (Urteile des Bundesgerichts 6B_813/2023 vom 24. Januar 

2024 E. 2.3.7; 6B_642/2023 vom 25. September 2023 E. 1.3.3; 

6B_1385/2021 vom 29. August 2023 E. 1.2.2; 6B_1314/2020 vom 8. De-

zember 2021 E. 2.5). Eventualabsicht bezüglich der Bereicherung wird in 

der Rechtsprechung angenommen, wenn sich der Täter der Möglichkeit ei-

nes unrechtmässigen Vermögensvorteils bewusst ist, er diesen für den Fall 

des Eintritts will und nicht bloss als eine notwendige, vielleicht höchst un-

erwünschte Nebenfolge eines von ihm angestrebten anderen Erfolgs hin-

nimmt (BGE 105 IV 330 E. 2.c; 101 IV 177 E. II.8; Urteile des 

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Bundesgerichts 6B_813/2023 vom 24. Januar 2024 E. 2.3.7; 

6B_1385/2021 vom 29. August 2023 E. 1.2.2; 6B_689/2010 vom 25. Okto-

ber 2010 E. 4.1).  

 

3.2.  

Nach der Rechtsprechung liegt der Ansatzpunkt für die Definition der Ge-

werbsmässigkeit im berufsmässigen Handeln. Der Täter handelt gewerbs-

mässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische 

Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines be-

stimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften 

ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt. 

Diese abstrakte Umschreibung hat Richtlinienfunktion. Die Einnahmequelle 

braucht nicht den hauptsächlichen oder regelmässigen Erwerb zu bilden. 

Eine nebenberufliche deliktische Tätigkeit kann als Voraussetzung für Ge-

werbsmässigkeit genügen, weil auch in diesem Fall die erforderliche sozi-

ale Gefährlichkeit gegeben sein kann. Wesentlich ist ausserdem, dass der 

Täter sich darauf einrichtet, durch sein deliktisches Handeln relativ regel-

mässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kos-

ten seiner Lebensgestaltung darstellen. Zudem muss er die Tat bereits 

mehrfach begangen haben und es muss aus den gesamten Umständen 

geschlossen werden, er sei zu einer Vielzahl unter den entsprechenden 

Tatbestand fallender Handlungen bereit gewesen (BGE 147 IV 176 

E. 2.2.1; 129 IV 253 E. 2.1; 129 IV 188 E. 3.1.2; Urteile des Bundesgerichts 

6B_693/2024 vom 27. November 2024 E. 2.1.4; 6B_1385/2023 vom 

19. September 2024 E. 1.3.1; je mit Hinweisen).   

 

3.3. 

Der Betrug im Sinne von Art. 146 StGB geht der ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung nach Art. 158 StGB vor. Erfüllt der Täter den Betrugstatbestand, 

weil er die Vermögensschädigung durch eine arglistige Täuschung herbei-

führte, ist unerheblich, dass er auch Geschäftsführer im Sinne von Art. 158 

StGB war (vgl. BGE 111 IV 60 E. 3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-

richts 6B_642/2013 vom 3. Februar 2014 E. 1.2).  

 

3.4. 

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Ver-

fahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüber-

windliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 

angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für den Beschuldigten güns-

tigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss abstrakte und theoreti-

sche Zweifel genügen nicht, weil solche immer möglich sind. Der Grundsatz 

"in dubio pro reo" verlangt indes nicht, dass bei sich widersprechenden Be-

weismitteln unbesehen auf den für den Angeklagten günstigeren Beweis 

abzustellen ist. Die Entscheidregel ist erst anwendbar, nachdem alle aus 

Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise ausgewertet worden 

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sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzem relevante Zweifel 

bestehen (BGE 148 IV 409 E. 2.2; 144 IV 345 E. 2.2.3). 

 

4. 

4.1. 

Ausgewiesen ist, dass der Beschuldigte im Tatzeitraum als Engineering 

Manager (Facility-Management) bei der Privatklägerin angestellt und bei ihr 

insbesondere auch für das Vorhangsystem von der E._____ AG verant-

wortlich war (UA [Untersuchungsakten] act. 158 Ziff. 14 f., vgl. auch 

UA act. 159 Ziff. 39). Unbestritten ist auch, dass der Beschuldigte mit Blick 

auf seinen Aufgabenbereich bei der Privatklägerin im Tatzeitraum verschie-

dene Bestellungen betreffend dieses Vorhangsystem bei der F._____ ver-

anlasst hat (vgl. GA [Gerichtsakten] act. 99).  

 

Gemäss Handelsregisterauszug war der Beschuldigte im Tatzeitraum zu-

dem Geschäftsführer und Gesellschafter der D._____ GmbH (UA act. 5). 

Die Privatklägerin wies den Beschuldigten bereits am 10. Oktober 2014 

schriftlich darauf hin, die D._____ GmbH dürfe bis auf Weiteres nicht als 

Lieferant berücksichtigt werden (UA act. 126, 158 Ziff. 25).  

 

Unbestritten ist schliesslich auch, dass die D._____ GmbH im Tatzeitraum 

Ersatzteile für das Vorhangsystem der E._____ AG bestellte und diese Wa-

ren anschliessend via die F._____ an die Privatklägerin verkauft wurden 

(vgl. GA act. 99, 111). Die F._____ lief über die Mitbeschuldigte G._____ 

(Bankkonti, Adresse; [eigenes Verfahren SST.2025.124]). Die Mitbeschul-

digte war zudem gleichzeitig Arbeitnehmerin bei der D._____ GmbH (vgl. 

IK-Auszug, UA act. 26, 48, 206 Ziff. 60 f.) und im Tatzeitraum auch die Le-

benspartnerin von J._____ (UA act. 222 f. Ziff. 4-6; GA act. 82). Dieser war 

im Tatzeitraum ebenfalls für die D._____ GmbH tätig (UA act. 224 Ziff. 13). 

Gemäss den Angaben von J._____ habe er primär Umsatz und Kunden-

betreuung machen müssen. Er habe geschaut, dass die Rechnungen stim-

men und der Einkauf laufe. Er habe eine Generalvollmacht gehabt (UA 

act. 224). 

 

4.2. 

Betreffend den Ablauf der Käufe lässt sich den Akten konkret Folgendes 

entnehmen:  

 

4.2.1. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 29. August 2019 4 Vorhangmoto-

ren (6060-15.5-CPS-W, Vorhangmotoreneinheit 6200 CPS 1.5Nm weiss) 

zu einem Preis von Fr. 1'004.50 je Stück (zuzüglich Porto Fr. 12.50, abzü-

glich Skonto von 4 % bei Bezahlung innert 4 Tagen), total Fr. 4'035.00 in 

Rechnung (UA act. 84). Die Privatklägerin zahlte auf das Konto der Mitbe-

schuldigten am 4. September 2019 Fr. 3'873.60 (= Fr. 4'035.00 - 4 % 

Skonto, UA act. 290). Die Mitbeschuldigte hob am 6. September 2019 

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Fr. 4'000.00 von ihrem PostFinance-Konto ab und meinte bei ihrer Einver-

nahme vom 23. August 2023 dazu, dass sie alsdann bei der D._____ 

GmbH vielleicht bar bezahlt habe (UA act. 206 Ziff. 57 f.). Zu Beginn habe 

sie Fr. 100.00 für die Bestellung erhalten (UA act. 204 Ziff. 40; vgl. Protokoll 

der Berufungsverhandlung S. 9). J._____ bestätigte bei seiner Befragung 

am 15. September 2023, dass die Mitbeschuldigte Fr. 100.00 je "Transak-

tion" erhielt (UA act. 230 Ziff. 99 ff.).  

 

Laut Rechnung der E._____ AG vom 15. September 2019 (Lieferung 

16. August 2019) hat die D._____ GmbH solche Motoren (vgl. UA act. 237) 

und anderes (vgl. E. 4.2.3 nachfolgend) zu einem Stückpreis von 

Fr. 956.42, was der Verkaufspreisempfehlung (ohne MwSt.) der E._____ 

AG entspricht (UA act. 237), zuzüglich Porto [anteilsmässig] Fr. 12.50 ge-

kauft, wobei diese darauf einen Rabatt von 50 % erhielt und bei Bezahlung 

innert 10 Tagen 2 % Skonto (UA act. 253). Am 24. Februar 2020 wurde 

diese Rechnung durch die D._____ GmbH beglichen (Fr. 4'169.27; 

UA act. 322).  

 

4.2.2. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 10. September 2019 Rechnung 

für eine Jalousie und einen Elektromotor für Jalousien über insgesamt 

Fr. 2'470.00 (abzüglich Skonto von 4 % bei Bezahlung innert 4 Tagen; UA 

act. 83). Die Privatklägerin zahlte auf das Konto der Mitbeschuldigten am 

13. September 2019 Fr. 2'371.20 (Fr. 2'470.00 - 4 % Skonto, UA act. 290). 

Am 17. September 2019 überwies die Mitbeschuldigte Fr. 2'271.20 auf ein 

anderes in ihrer Berechtigung stehendes Konto (UA act. 290) und von je-

nem Konto überwies sie am 18. September 2019 Fr. 2'271.20 an die 

D._____ GmbH (UA act. 283, 303).  

 

4.2.3. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 20. September 2019 2 Tandem-

vorhangmotoreinheiten (6065T-1.5-W, 6500/6700 Tandem, 2x1.5Nm 

weiss) zu einem Preis von Fr. 2'057.25 je Stück (zuzüglich Verpackung 

Fr. 4.50 und Porto Fr. 12.50, abzüglich Skonto von 4 % bei Bezahlung in-

nert 4 Tagen), total Fr. 4'131.50 in Rechnung (UA act. 82). Die Privatkläge-

rin zahlte auf das Konto der Mitbeschuldigten am 24. September 2019 

Fr. 3'966.25 (Fr. 4'131.50 - 4 % Skonto, UA act. 283). Am 26. September 

2019 überwies die Mitbeschuldigte Fr. 3'866.25 auf das Konto der D._____ 

GmbH (UA act. 283, 303).  

 

Den sich in den Akten befindenden Rechnungen der E._____ AG lässt sich 

eine Lieferung dieser Motoren an die D._____ GmbH nicht entnehmen (vgl. 

UA act. 252, 253, 255, 256, 257, 260, 477). Es gibt jedoch eine Rechnung 

der E._____ AG vom 15. September 2019 (Lieferung 16. August 2019) an 

die D._____ GmbH für 2 Tandemmotoren (6060T-1.5-W, Motoreneinheit 

6200 Tandem 2x1.5BNm Weiss 1 Satz) (und anderes, vgl. E. 4.2.1 hiervor) 

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zu einem Stückpreis von Fr. 1'958.35 (zuzüglich Porto [anteilsmässig] 

Fr. 12.50), die mit Blick auf den Liefertermin der E._____ AG zum Rech-

nungsdatum der F._____ passt. Auf diese Motoren zu einem Preis von 

Fr. 1'958.35 gewährte die E._____ AG der D._____ GmbH einen Rabatt 

von 50 % und bei Bezahlung innert 10 Tagen 2 % Skonto (UA act. 253). 

Am 24. Februar 2020 wurde diese Rechnung durch die D._____ GmbH be-

glichen (UA act. 322; vgl. E. 4.2.1 hiervor).  

 

Die E._____ AG empfiehlt (unverbindlich), beide obgenannten Tandemmo-

tore für Fr. 1'958.35 (ohne MwSt.) an den Endverbraucher zu verkaufen 

(UA act. 237).  

 

4.2.4. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 6. Juli 2020 5 Vorhangmotoren 

(6060-1.5-CPS-W, Vorhangmotoreneinheit 6200 CPS 1.5Nm weiss) zu ei-

nem Preis von Fr. 1'115.25 je Stück (zuzüglich Verpackung Fr. 6.50 und 

Porto Fr. 12.50, abzüglich Skonto von 4 % bei Bezahlung innert 4 Tagen), 

total Fr. 5'595.25 in Rechnung (UA act. 81). Die Privatklägerin zahlte auf 

das Konto der Mitbeschuldigten am 10. Juli 2020 Fr. 5'371.45 (Fr. 5'595.25 

- 4 % Skonto, UA act. 284). Am 14. Juli 2020 überwies die Mitbeschuldigte 

Fr. 2'121.45 an die D._____ GmbH (UA act. 284).  

 

Laut Rechnung der E._____ AG vom 23. Juni 2020 hat die D._____ GmbH 

solche Motoren zu einem Stückpreis von Fr. 956.42 gekauft, wobei diese 

darauf einen Rabatt von 45 % erhielt und bei Bezahlung innert 10 Tagen 

2 % Skonto (UA act. 255). Die D._____ GmbH zahlte diese Rechnung am 

9. September 2020 (Fr. 2'832.65; UA act. 333).  

 

Die E._____ AG empfiehlt (unverbindlich), diese Motoren für Fr. 956.42 

(ohne MwSt.) an den Endverbraucher zu verkaufen (UA act. 237).  

 

4.2.5. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 10. Dezember 2020 25 Vorhang-

motoren (6060-1.5-CPS-W, Vorhangmotoreneinheit 6200 CPS 1.5Nm 

weiss) zu einem Preis von Fr. 1'004.50 je Stück und 5 Tandemmotore 

(6065T-1.5-W, Tandemmotoreinheit 6500/6700, 2x1.5Nm weiss) zu einem 

Stückpreis von Fr. 2'057.25 (zuzüglich Verpackung Fr. 25.75 und Porto 

Fr. 35.20, abzüglich Skonto von 3 % bei Bezahlung innert 4 Tagen), total 

Fr. 34'218.60 in Rechnung (UA act. 80). Die Privatklägerin zahlte auf das 

Konto der Mitbeschuldigten am 4. Dezember 2020 Fr. 16'490.90 (Vor-aus-

zahlung) und am 14. Dezember 2020 Fr. 17'195.85 (Fr. 17'727.70 – 3 % 

Skonto, UA act. 287), total Fr. 33'686.75. Am 4. Dezember 2020 überwies 

die Mitbeschuldigte an die E._____ AG Fr. 17'967.18 und am 15. Dezem-

ber 2020 an die D._____ GmbH Fr. 16'895.85 (UA act. 287).  

 

 - 10 - 

 

 

Laut Rechnung der E._____ AG vom 30. November 2020 hat die D._____ 

GmbH die Vorhangmotoren zu einem Stückpreis von Fr. 956.42 und die 

Tandemmotoren (6060T-1.5-W und nicht wie von der F._____ in Rechnung 

gestellt 6065T-1.5-W) zu einem Stückpreis von Fr. 1'958.35 gekauft, wobei 

diese darauf einen Rabatt von 45 % und einen Sonderrabatt (inkl. Vor-

kasse/Skonto) von 10 % erhielt (UA act. 256). Wie bereits erwähnt, wurde 

diese Rechnung via das Konto der Mitbeschuldigten am 4. Dezember 2020 

bezahlt (Fr. 17'967.18; UA act. 287).  

 

Die E._____ AG empfiehlt (unverbindlich), Vorhangmotore zu Fr. 956.42 

(ohne MwSt.) und die Tandemmotore (Typ 6060T-1.5-W) zu Fr. 1'958.35 

(ohne MwSt.) an den Endverbraucher zu verkaufen (UA act. 237).   

 

4.2.6. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 23. Dezember 2020 weitere 

25 Vorhangmotoren (6060-1.5-CPS-W, Vorhangmotoreneinheit 6200 CPS 

1.5Nm weiss) zu einem Preis von Fr. 1'004.50 je Stück (zuzüglich Verpa-

ckung Fr. 25.00 und Porto Fr. 32.50), total Fr. 25'170.00 (abzüglich Skonto 

von 7 % bei Bezahlung der Hälfte des Kaufpreises innert 3 Tagen) in Rech-

nung (UA act. 79; vgl. auch Rechnung der F._____ vom 20. Januar 2021, 

UA act. 79). Am 24. Dezember 2020 überwies die Privatklägerin an die Mit-

beschuldigte Fr. 11'704.05 und am 26. Januar 2021 Fr. 12'207.50 (UA 

act. 287 f.). Die Mitbeschuldigte überwies an die D._____ GmbH am 

24. Dezember 2020 Fr. 11'604.05 und am 26. Januar 2021 Fr. 12'102.50 

(vgl. UA act. 287, 384, 386).  

 

Laut Rechnung der E._____ AG vom 23. Dezember 2020 hat die D._____ 

GmbH die Vorhangmotoren zu einem Stückpreis von Fr. 956.42 gekauft, 

wobei diese darauf einen Rabatt von 45 % und einen Sonderrabatt (inkl. 

Vorkasse/Skonto) von 10 % erhielt (UA act. 257). Diese Rechnung be-

zahlte die D._____ GmbH am 11. Januar 2021 (Fr. 12'747.05; UA 

act. 385).  

 

Die E._____ AG empfiehlt (unverbindlich), Vorhangmotore zu Fr. 956.42 

(ohne MwSt.) an den Endverbraucher zu verkaufen (UA act. 237).  

 

4.2.7. 

Die F._____ stellte der Privatklägerin am 18. März 2021 ein Transportband 

(GO-6220, 300m) zu einem Preis von Fr. 8'223.75 (Fr. 27.41 pro Meter; 

zuzüglich Verpackung und Porto Fr. 25.00), total Fr. 8'248.75 (abzüglich 

Skonto von 3 % bei Bezahlung innert 4 Tagen) in Rechnung (UA act. 77). 

Am 22. März 2021 überwies die Privatklägerin an die Mitbeschuldigte 

Fr. 8'001.30 (UA act. 289). Die Mitbeschuldigte überwies am 23. März 2021 

Fr. 7'900.00 an die D._____ GmbH (UA act. 289; 389).  

 

 - 11 - 

 

 

Laut Rechnung der E._____ AG vom 9. März 2021 hat die D._____ GmbH 

dieses Transportband für Fr. 3'999.48 zuzüglich Fr. 25.00 Postgebühren 

gekauft, wobei diese darauf einen Rabatt von 50 % und bei Bezahlung in-

nert 10 Tagen 2 % Skonto erhielt (UA act. 477). Am 23. März 2021 be-

zahlte die D._____ GmbH diese Rechnung (Fr. 2'137.02 = Fr. 2'180.64 – 

2 % Skonto).  

 

Die E._____ AG empfiehlt (unverbindlich), solche Transportbänder (Rolle 

mit 300 Meter) zu einem Preis von 13.34 pro Meter, d.h. Fr. 3'999.48 (ohne 

MwSt.) an den Endverbraucher zu verkaufen (UA act. 252). Die Privatklä-

gerin hat somit das Transportband von der F._____ für einen Preis gekauft, 

der deutlich über der Preisempfehlung der E._____ AG liegt.  

 

4.2.8. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Privatklägerin 

Fr. 81'182.10 an die F._____ bezahlte. Die Mitbeschuldigte leitete an die 

D._____ GmbH per Banküberweisung Fr. 56'761.30 weiter. Ebenso ist – 

auch mit Blick auf spätere Transaktionen (E. 4.2.3 und E. 4.2.6) – glaub-

haft, dass die Mitbeschuldigte hinsichtlich der ersten Transaktion (E. 4.2.1) 

Fr. 100.00 behielt und den Rest in bar an die D._____ GmbH weitergab. 

Die D._____ GmbH zahlte Fr. 21'885.99 (E. 4.2.1, 4.2.3, 4.2.4, 4.2.6, 4.2.7) 

und die Mitbeschuldigte Fr. 17'967.18 (E. 4.2.5) an die E._____ AG. Wer 

die der Privatklägerin am 10. September 2019 in Rechnung gestellten Wa-

ren beim Lieferanten einkaufte und zu welchen Konditionen ist aufgrund 

von fehlenden Belegen nicht ausgewiesen (E. 4.2.2).  

 

4.3. 

4.3.1. 

Zum Konstrukt – Einkauf über D._____ GmbH und Verkauf an die Privat-

klägerin über die F._____ – gaben die Beteiligten Folgendes an:  

 

4.3.1.1. 

Bei der Einvernahme vom 25. Januar 2022 verweigerte der Beschuldigte 

Aussagen (UA act. 106 ff.).  

 

Der Beschuldigte sagte bei der Einvernahme vom 23. August 2023 aus, er 

habe sich den Personalwechsel H._____/K._____ [bei der Privatklägerin] 

zwischen 2019 und Ende 2020 nicht zu Nutze gemacht (UA act. 160 

Ziff. 41). Weiter gab er an, er habe von [Herrn] J._____ gewusst, dass 

G._____ bzw. die F._____ neu mit den Vorhangsystemen handle. Dieser 

habe, um ihn zu informieren, gesagt, dass er das an die F._____ abgege-

ben habe. Dieser habe dazu nichts weiter gesagt. Er (der Beschuldigte) 

habe nicht nachgefragt (UA act. 160 f. Ziff. 49-52, 60). Auf den Vorhalt, bei 

der F._____ handle es sich um eine Scheinfirma, die zu überteuerten Prei-

sen an die Privatklägerin verkauft habe, meinte der Beschuldigte, er (der 

 - 12 - 

 

 

Beschuldigte) habe nichts verkauft. Die D._____ habe verkauft und es sei 

nicht überteuert gewesen, sondern der Katalogpreis (UA act. 161 Ziff. 55).  

 

Bei der Einvernahme im Rahmen der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

vom 9. Dezember 2024 sagte der Beschuldigte, der Wechsel zur F._____ 

sei erfolgt, weil sie mit dem Vorgänger nicht mehr zufrieden gewesen seien. 

Er sei durch Herrn J._____ auf die F._____ gekommen. Wie genau, könne 

er nicht mehr sagen. Er habe die Mitbeschuldigte nicht direkt gekannt. Er 

habe sie erst 2021 durch die D._____ kennengelernt, als er 2021 ins Ge-

schäft gekommen sei. Zum Ablauf und zur Übertragung des Geschäfts [mit 

den Vorhangsystemen] an die F._____ könne er nicht viel sagen. J._____ 

sei zuständig gewesen. Er als Inhaber [der D._____ GmbH] habe nicht über 

alles Bescheid gewusst. J._____ habe eine Vollmacht gehabt. Die Doppel-

rolle der Mitbeschuldigten [bei der D._____ GmbH und F._____] fände er 

nicht problematisch. Es sei so [über die F._____] gemacht worden vom 

Geschäftsaufbau her. Die Mitbeschuldigte oder F._____ sei durch die 

D._____ (J._____) supportet worden. Hinsichtlich des Einkaufs der Moto-

ren durch die F._____ bei E._____ glaube er, dass dies alles über Herrn 

J._____ gelaufen sei. Zur Befähigung der Mitbeschuldigten, das Geschäft 

[mit dem Vorhangsystem] zu führen, könne er nichts sagen (GA act. 85 ff.).  

 

Vor Obergericht verweigerte er Aussagen zur Sache und verwies auf seine 

letzten protokollierten Aussagen (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung 

S. 15 f.). 

 

4.3.1.2. 

Bei der Einvernahme vom 19. Januar 2022 verweigerte die Mitbeschuldigte 

die Aussagen (UA act. 106 ff.).  

 

Die Mitbeschuldigte sagte bei der Einvernahme vom 23. August 2023 aus, 

bei der F._____ handle es sich nicht um eine fiktive Firma. Die Idee dazu 

habe schon länger bestanden. Ursprünglich sei etwas mit Hunden die Idee 

gewesen. Sie habe den Bereich der Vorhangsysteme nicht gekannt, das 

sei eine Möglichkeit gewesen, die sich ergeben habe. Die D._____ GmbH 

habe gefragt, ob sie das übernehmen möchte (UA act. 202 f. Ziff. 9-15). Die 

Hintergründe dafür kenne sie nicht (UA act. 203 Ziff. 27, UA act. 205 

Ziff. 47). Die D._____, J._____, habe sie bei der Übernahme unterstützt 

und sie eingearbeitet. Er habe ihr im BusPro-System geholfen, damit sie 

dort selber die Buchhaltung und Rechnungen habe machen können 

(UA act. 203 Ziff. 17-20). Zu Beginn sei die Unterstützung 10 von 10 gewe-

sen, dann immer wie weniger (UA act. 205 Ziff. 48). Sie habe die Waren 

bei D._____ bestellt und daher dort bezahlt. Sie verneint, dass ihr die Wa-

ren von der D._____ einfach übergeben worden seien (UA act. 205 f. 

Ziff. 53-55). Auf die Frage, wie das Vorhangsystem funktioniere, antwortete 

die Mitbeschuldigte, sie habe die Motoren einkaufen müssen. Das Hotel 

habe diese dann einbauen und [die Vorhänge] automatisch auf- und 

 - 13 - 

 

 

zumachen können. Sie wisse nicht, was man bei diesen Motoren beachten 

müsse. Sie habe keinen Kontakt mit E._____ gehabt. Das wäre später er-

folgt, aber dann habe E._____ [das Geschäft] an I._____ verkauft (UA 

act. 204 Ziff. 36 f.). Zu ihrem Verdienst [im Zusammenhang mit dem Ver-

kauf der Vorhangsysteme] sagte die Mitbeschuldigte, zu Beginn habe sie 

Fr. 100.00 für die Bestellung erhalten. Sobald sie alles selber übernommen 

hätte, hätte sie dann die Differenz vom Einstandspreis zum Verkaufspreis 

erhalten (UA act. 204 Ziff. 40). Sie vertreibe das [Vorhang-]System seit 

2021 nicht mehr. I._____ habe dies übernommen und es sei für sie nicht 

mehr attraktiv gewesen (UA act. 204 Ziff. 32 f.).  

 

Bei der Einvernahme im Rahmen der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

vom 9. Dezember 2024 sagte die Mitbeschuldigte aus, sie habe den Be-

schuldigten nach ihrer Anstellung bei der D._____ 2017 bis 2021 nicht ge-

troffen. Sie habe schon gewusst, dass er der Inhaber [der D._____] sei, 

aber sie habe nichts gross mit ihm zu tun gehabt. Ursprünglich sei die Idee 

gewesen, über die F._____ etwas mit Hunden zu machen. Sie habe einfach 

noch etwas nebendran machen wollen. Die D._____ habe sie 2019 gefragt, 

ob sie Interesse habe, das mit den Vorhangmotoren zu übernehmen. Sie 

(D._____, J._____) hätten ihr am Anfang noch geholfen, weil sie sich nicht 

ausgekannt habe mit den Vorhangmotoren. Das Ziel sei gewesen, dass sie 

es nach und nach übernehme: Einkauf und Verkauf als Zwischenhändler. 

Sie habe nie bei E._____ direkt bestellt. Die Aufträge vom A._____ seien 

über Herrn J._____, die D._____ gelaufen, weil er den Kontakt gehabt 

habe. Auf die Frage, mit wem sie (die Mitbeschuldigte) Kontakt gehabt 

habe, sagte sie aus, bei E._____ sei es I._____ gewesen. Vom A._____ 

wisse sie es nicht mehr. Zuerst habe der Beschuldigte noch dort gearbeitet. 

Sie wisse nicht, über wen sie hätte gehen müssen. Zum Verdienst meinte 

die Mitbeschuldigte, als Übergangsregelung seien Fr. 100.00 pro Auftrag 

vereinbart gewesen. Auf Nachfrage führte sie weiter aus, sie kenne die 

Marge [betreffend das Vorhangsystem] nicht. Sie hätten eine Liste mit den 

empfohlenen Verkaufspreisen von E._____ gehabt. Das sei ihre Vorlage 

gewesen. Die Mitbeschuldigte bestreitet, dass es sich bei der F._____ um 

eine Scheinfirma handelte. Es sei ihr Geschäft gewesen. Sie habe die 

Rechnungen an die Privatklägerin über das BusPro-System, das sei ein 

Buchhaltungsprogramm, geschrieben. Sie habe von der D._____ ihre 

Buchhaltung auf diesem System separat eröffnen können. Die Lizenz [für 

das Buchhaltungsprogramm BusPro] habe die D._____ gehabt. Auf die 

Frage, wo sie die Rechnungen geschrieben habe, antwortete sie, sie habe 

auf das System der D._____ vom Geschäft oder zuhause zugreifen kön-

nen. Sie habe diese bei D._____ geschrieben (GA act. 77 ff.).  

 

Vor Obergericht sagte sie aus, sie habe nichts davon gewusst, dass 

B._____ in seiner Funktion beim A._____ keine Verträge mit der D._____ 

GmbH abschliessen durfte. Sie habe erst später davon erfahren (vgl. Pro-

tokoll der Berufungsverhandlung S. 8). Beim Motorengeschäft habe es sich 

 - 14 - 

 

 

um ein Nischengeschäft gehandelt und für sie sei es eine gute Möglichkeit 

gewesen, selbständig zu werden, wobei sie auf jeden Fall gehofft habe, 

Gewinn zu machen (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung S. 9). Zu-

nächst sei klar gewesen, dass sie bei den verschiedenen Verkäufen mit 

Unterstützung Fr. 100.00 Gewinn mache. Sie habe aber keine klare Vor-

stellung davon gehabt, ab wann sie das Ganze selbständig übernehmen 

werde (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung S. 9 Mitte). Sie habe im-

mer Kontakt mit J._____ gehabt (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung 

S. 9 f.). Sie habe sich technisch nichts angeeignet, weil die A._____ bereits 

eingespielt gewesen sei (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung S. 10 f.). 

Wenn es technische Probleme gegeben hätte, hätte sie sich Wissen holen 

müssen bzw. hätte sie fachlich bei B._____, J._____ oder bei E._____ 

nachgefragt. Allenfalls hätte sie auch geschaut, ob sie eine schnelle Aus-

bildung machen könnte (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung S. 11). 

Die Buchhaltung der F._____ habe sie über das Programm der D._____ 

GmbH gemacht, wobei sei teilweise zuhause oder in der D._____ GmbH 

gearbeitet habe (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung S. 11 f.). Sie 

habe kein wirtschaftliches Risiko getragen, da sie erst auf Bestellung den 

Motor bestellt und geliefert habe (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung 

S. 12 f.).  

 

4.3.1.3. 

Am 15. September 2022 wurde J._____ als Auskunftsperson befragt. Er 

sagte zur Entstehung der Zusammenarbeit zwischen der D._____ GmbH 

und der Privatklägerin, dass der Beschuldigte gefragt habe, ob sie die Mo-

toren einkaufen könnten und zu welchem Preis. Sie hätten diese günstiger 

beschaffen können und seien dann in "d Kränz" gekommen. Der Beschul-

digte habe ihn ganz klar in seiner Funktion bei der Privatklägerin (und nicht 

als Inhaber der D._____) gefragt (UA act. 227 f. Ziff. 60-63). Die Motoren-

geschichte hätten sie [D._____ GmbH] nicht lange behalten wollen. Es sei 

kein interessanter Geschäftszweig. Die Mitbeschuldigte habe ein zweites 

[Stand-]Bein gesucht. Sie hätten gesagt, mach du das. Ihnen sei es vor 

allem darum gegangen, dass die Privatklägerin einen guten Partner gehabt 

habe, bei welchem sie gewusst hätten, dass es funktioniere. Die Mitbe-

schuldigte habe keine Ausbildung. Als verlässlichen Nachfolger im Bereich 

Vorhangmotoren/-systeme habe sie sich präsentiert, da sie hervorragende 

Arbeitszeugnisse gehabt habe und sie sie hervorragend in die Geschichte 

eingeführt hätten (UA act. 228 Ziff. 65 f.). Seit wann es die F._____ gebe 

und was ihr Kerngeschäft sei, wusste J._____ nicht. Es handle sich nicht 

um eine Scheinfirma. Auf die Frage, wer entschieden habe, den Auftrag mit 

dem A._____ betreffend das E._____ Vorhangsystem an die F._____ wei-

terzugeben, meinte J._____, dass er das gewesen sei. Was der Beschul-

digte dazu gesagt habe: Solange es für die Privatklägerin keine Probleme 

gebe, alles gut. Sie hätten davon gewusst, dass der Beschuldigte 2014 ab-

gemahnt worden sei (UA act. 229 f. Ziff. 82-91). Sie htten die Waren einge-

kauft und an die Mitbeschuldigte verkauft und diese habe weiterverkauft 

 - 15 - 

 

 

(UA act. 230 Ziff. 99). Er habe schauen müssen, dass die Privatklägerin 

nach wie vor zufrieden sei. Sie hätten niemanden gefunden und eine in-

terne Lösung gesucht und gefunden (UA act. 231 Ziff. 103). Er habe die 

Mitbeschuldigte eingeführt und unterstützt, indem er ihr das ganze Rech-

nungswesen gezeigt habe. Wie man es erfasse, wie man es kalkuliere. Am 

Schluss mache man sie mit dem Lieferanten bekannt, wozu es nicht mehr 

gekommen sei (UA act. 231 Ziff. 106). Die Rechnungen habe die Mitbe-

schuldigte selbst herausgelassen. Es sei so, dass diese Rechnungen mit 

der gleichen Software wie bei der D._____ GmbH erstellt worden seien (UA 

act. 232 Ziff. 112-114). Auf die Frage, ob er noch etwas beizufügen oder zu 

berichtigen habe, meinte J._____, der Beschuldigte sei in einem Dilemma 

gewesen, dass er günstig habe einkaufen müssen und dies nicht mehr über 

die D._____ GmbH habe machen dürfen. Sie hätten deshalb eine Lösung 

finden müssen, damit es für die Privatklägerin nach wie vor stimme. Sein 

Job sei gewesen, zu schauen, ob es eine Lösung gebe. Wäre es mit der 

Mitbeschuldigten nicht gegangen, wäre fertig gewesen (UA act. 232 

Ziff. 116). Es seien andere Firmen angefragt worden, welche wollte 

J._____ nicht sagen (UA act. 233 Ziff. 134). Die D._____ GmbH habe das 

A._____ nicht beliefert, ganz klar nicht (UA act. 232 Ziff. 117).  

 

4.3.2. 

Der Beschuldigte durfte wegen der Abmahnung der Privatklägerin im Jahr 

2014 die D._____ GmbH als Lieferantin nicht berücksichtigen. Das war 

dem Beschuldigten wie auch J._____ gemäss ihren eigenen Aussagen be-

kannt. Aus den Ausführungen von J._____ ergibt sich weiter, dass der Be-

schuldigte gleichwohl über die D._____ GmbH eine Lösung für die Aufträge 

der Privatklägerin betreffend das Vorhangsystem suchte. J._____ schil-

derte, dass der Beschuldigte deshalb in einem Dilemma gewesen sei. Dass 

diesbezüglich eine Kommunikation zwischen dem Beschuldigten und 

J._____ geführt wurde, ist mit Blick auf die geschäftlichen Beziehungen 

zwischen den beiden sodann nachvollziehbar. Der Beschuldigte ist Inhaber 

der D._____ GmbH und J._____ arbeitete für dieses Unternehmen. Dass 

eine Lösung über die D._____ GmbH oder F._____ aufgrund von objekti-

ven Gründen notwendig gewesen wäre (gemäss dem Beschuldigten war 

die Privatklägerin mit dem Vorgänger nicht mehr zufrieden), ist als Schutz-

behauptung einzustufen. Wie Rechnungen der E._____ AG zu entnehmen 

ist, lieferte diese im Jahr 2018 direkt an die Privatklägerin (UA act. 252, 258 

f., 260), wobei dies mit Blick auf die Aussage von I._____ (vgl. E. 4.4.1.3 

nachfolgend) und einer Auskunft von N._____ (UA act. 472) weiterhin mög-

lich gewesen wäre (vgl. auch E. 4.4.2.1 nachfolgend). Die erfolgte Einset-

zung der Firma der Mitbeschuldigten stellt eine als Umgehung des Verbots 

der Privatklägerin dar, wonach die D._____ GmbH keine Aufträge erhalten 

soll. Der Beschuldigte scheint hier ausgenutzt zu haben, dass er einen 

neuen direkten Vorgesetzten erhielt. Die Einsetzung der F._____ war aus 

Sicht des Beschuldigten nötig, da dieser Rechnungen von mehr als 

Fr. 2'000.00, was auf die Rechnungen der F._____ zutrifft (vgl. E. 4.2 

 - 16 - 

 

 

hiervor), von seinem Vorgesetzten (H._____) bei der Privatklägerin visieren 

lassen musste (GA act. 84).  

 

Die Firma der Mitbeschuldigten wurde somit bloss gegen aussen für die 

Privatklägerin vorgeschoben. J._____ beschrieb die Einsetzung der 

F._____ denn auch als "interne Lösung" (UA act. 231 Ziff. 103). Vor den 

Aufträgen der Privatklägerin hat die Mitbeschuldigte in eigenem Namen 

(bzw. für die F._____) weder mit dem Vorhangsystem der E._____ AG 

(oder anderen Vorhangsystemen) gehandelt noch dafür geworben. Sie ver-

fügte ferner weder über das nötige Fachwissen, um Aufträge der Privatklä-

gerin zu bearbeiten, noch über die erforderliche Infrastruktur. Sie verwen-

dete das Buchhaltungssystem der D._____ GmbH an ihrem Arbeitsplatz 

bei der D._____ GmbH und wurde bei der Auftragserledigung von J._____, 

einem Mitarbeiter der D._____ GmbH, maximal unterstützt. Sie kannte das 

Vorhangsystem anfänglich gar nicht und selbst nachdem sie einige Auf-

träge für die Privatklägerin abgewickelt hatte, konnte sie zur Funktions-

weise der Vorhangmotoren der E._____ AG – abgesehen davon, dass da-

mit Vorhänge automatisch auf- und zugemacht werden können – keine An-

gaben machen (vgl. UA act. 204 Ziff. 36). Die Mitbeschuldigte hatte somit 

nicht das nötige Fachwissen, um als Zwischenhändlerin betreffend das 

Vorhangsystem der E._____ AG zu agieren. Auch die Verteilung des Brut-

togewinns (Marge) spricht dafür, dass die F._____ nur vorgeschoben 

wurde, tatsächlich jedoch die D._____ GmbH die Aufträge der Privatkläge-

rin ausführte. So ist ausgewiesen, dass der D._____ GmbH der Bruttoge-

winn aus dem Geschäft mit der Privatklägerin fast ausschliesslich zufloss 

(vgl. E. 4.2.8 hiervor). Es stellt somit eine Schutzbehauptung dar, dass eine 

Übergabe des Geschäfts mit den Vorhangsystemen an die Mitbeschuldigte 

bzw. die F._____ – losgelöst von der Abmahnung des Beschuldigten durch 

die Privatklägerin – erfolgt wäre. Das Geschäft mit den Vorhangsystemen 

war im Tatzeitpunkt lukrativ, denn anhand der Belege und Aussagen der 

Beteiligten ist ausgewiesen, dass aus 6 Transaktionen (ohne jene gemäss 

E. 4.2.2 hiervor) ein Bruttogewinn (Umsatz minus Einkaufskosten) von rund 

Fr. 40'000.00 erzielt werden konnte und davon (mindestens) Fr. 36'377.71 

an die D._____ GmbH floss (vgl. E. 4.2.8 hiervor). Auch die Faktoren, dass 

die Mitbeschuldigte (soweit ersichtlich) kein wirtschaftliches Risiko trug und 

pro Transaktion eine pauschale Entschädigung von Fr. 100.00 (und nicht 

eine vom Verkaufspreis abhängige Marge) bezog, sprechen für eine Um-

gehung des Verbots, dass der Beschuldigte bei der D._____ GmbH Waren 

bezieht. Faktisch agierte die Mitbeschuldigte nicht als Zwischenhändlerin 

mit eigenen wirtschaftlichen Risiken (wie Lagerhaltung, Preisänderungen, 

Absatzschwankungen; vgl. hierzu auch Protokoll der Berufungsverhand-

lung S. 12 f. und S. 19), sondern als Treuhänderin der D._____ GmbH, die 

ein Honorar für die Fakturierung der verkauften Ware und für Entgegen-

nahme und Weiterleitung des Kaufpreises bezog. 

 

 - 17 - 

 

 

4.4.  

Zu prüfen ist weiter, ob die Privatklägerin aufgrund der Lieferkette (Einkauf 

über D._____ GmbH, Verkauf über F._____) einen zu hohen Preis für die 

Waren der E._____ AG bezahlt hat und damit geschädigt wurde.  

 

4.4.1. 

Den Akten lässt sich Folgendes entnehmen:  

 

4.4.1.1. 

Es gibt drei Rechnungen der E._____ AG an die Privatklägerin, welchen 

sich Folgendes entnehmen lässt:  

- Gemäss Rechnung vom 16. April 2018 lieferte die E._____ AG an die 

Privatklägerin Transportband (10mm, Rolle 50m, Artikel 6220) zu 

Fr. 774.50 (zuzüglich Porto und Administrationskosten Fr. 15.00). Ein 

Rabatt ist nicht ausgewiesen, jedoch wurde ein Skonto von 2 % bei 

Zahlung innert 10 Tagen gewährt (UA act. 259).  

- Laut Rechnung vom 3. Oktober 2018 lieferte die E._____ AG an die 

Privatklägerin 5 Motoreinheiten 6200 (3. Generation modifi.; Artikel 

6260-1030-W) je Stück zu Fr. 695.80, 2 Motoreinheiten 6200 Tandem-

set (Artikel 6260-1030-W) zu Fr. 1'391.60 je Stück und Transportband 

(10mm, Rolle 50m) zu Fr. 645.50 (ohne Porto und Administrationskos-

ten). Ein Rabatt ist nicht ausgewiesen, jedoch wurde ein Skonto von 

2 % bei Zahlung innert 10 Tagen gewährt (UA act. 258).  

- Gemäss Rechnung vom 7. Juli 2020 lieferte die E._____ AG an die Pri-

vatklägerin Transportband (10mm, Rolle 50m, Artikel 6220-050) zu 

Fr. 666.58 abzüglich eines Rabatts von 40 %, mithin zu Fr. 399.948 

(zuzüglich Transportkosten Fr. 25.00). Ferner wurde ein Skonto von 

2 % bei Bezahlung innert 10 Tagen gewährt (UA act. 260).  

 

4.4.1.2. 

H._____, welcher ab 2019 der direkte Vorgesetzte des Beschuldigten bei 

der Privatklägerin war (GA act. 72 f.), bestätigte bei seiner Einvernahme 

vom 9. Dezember 2024, dass eine direkte Belieferung der Privatklägerin 

durch die E._____ AG aufgrund des vorhandenen Know-hows möglich ge-

wesen wäre (GA act. 75).  

 

Auch der Beschuldigte räumte ein, dass die Privatklägerin die Vorausset-

zungen mitbrachte, um von der E._____ AG direkt beliefert zu werden (GA 

act. 90).  

 

4.4.1.3. 

I._____, der am 28. November 2023 als Zeuge einvernommen wurde, 

führte im Tatzeitraum als Zwischenlieferant der E._____ AG ein eigenes 

Unternehmen (UA act. 244 Ziff. 7 f.). Er legte zu den Preisen der E._____ 

AG dar, die Fachhändler, welche eine Ausstellung betreiben und Support 

leisten würden, bekämen auf die Produkte auf den empfohlenen 

 - 18 - 

 

 

Verkaufspreis einen Rabattsatz zwischen 40-50 %. Je mehr Umsatz der 

Fachhändler mache, desto höher sei sein Rabattsatz. Unternehmen, die 

einen eigenen technischen Dienst hätten [und direkt beliefert würden, UA 

act. 244 Ziff. 10 f.], bezahlten den Bruttobetrag, also den empfohlenen 

Kaufpreis. Seit er bei der Firma E._____ dran sei, sei das immer so (UA 

act. 245 Ziff. 12-15). Er gab weiter an, er sei bei der [in Holland ansässigen] 

E._____ AG seit 3-4 Jahren im Zusammenhang mit der ungeklärten Nach-

folge von O._____ am Aushelfen gewesen. Seit 2 Jahren zu 100 % und ab 

2024 habe er die E._____ AG in seine Firma integriert. Bis Ende 2023 habe 

Holland über die Rabatte entschieden (UA act. 248 Ziff. 49 f.). Auf Vorhalt 

einer Rechnung an die Privatklägerin von der E._____ AG, die einen Rabatt 

von 40 % ausweist, sagte I._____, er könne das nicht beurteilen. P._____ 

müsste dazu befragt werden. Er (I._____) könne zur Gewährung von Ra-

batten auf das Transportband oder auch andere Produkte nichts sagen. Die 

Fakturierung sei über Holland gelaufen. Ob dies ein Ausreisser gewesen 

sei, wisse er nicht. Im Normalfall werde nicht mit dem Rabattsatz an Kun-

den geliefert (UA act. 247 Ziff. 39 f.).  

 

4.4.1.4. 

Auf schriftliche Anfrage führte P._____ (vgl. UA act. 471) aus, 2018 hätte 

der technische Dienst der Privatklägerin bei ihnen eine direkte Anfrage ge-

macht und es sei damals entschieden worden, die Privatklägerin direkt zu 

beliefern. Nach diesen Lieferungen habe ein Mitarbeiter der Privatklägerin 

angerufen und mitgeteilt, dass wegen einer Vereinbarung alle Lieferungen 

immer über Herrn J._____ / D._____ gehen müssten. Deshalb seien die 

Ersatzteile wieder über die D._____ zur Privatklägerin geliefert worden. Zu 

den Preisen der Motore und Transportbänder verwies P._____ auf die Um-

satzübersicht von 2011 bis 2020, eine Übersicht der an die D._____ und 

die Privatklägerin gelieferten Waren und die seit 2019 gültigen empfohle-

nen Verkaufspreise (EPV). Darauf gäben sie abhängig vom Kundentyp und 

Umsatz Rabatt bis zu 50 %. Das sei auch vom Jahresumsatz abhängig 

(UA act. 473).   

 

4.4.2. 

4.4.2.1. 

Aus den Angaben der Beteiligten ergibt sich, dass die Privatklägerin die 

Waren über die E._____ AG direkt hätte beziehen können und dies sicher-

lich zu den von der E._____ AG empfohlenen Verkaufspreisen. Mit der Vo-

rinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte dies unterbunden 

hat. Ferner ist mit Blick auf die drei Rechnungen der E._____ AG an die 

Privatklägerin davon auszugehen, dass die Privatklägerin jeweils 2 % 

Skonto bei Bezahlung innert 10 Tagen erhalten hätte (so die Rechnungen 

der E._____ AG an die Privatklägerin wie auch jene an die D._____ 

GmbH). Die Privatklägerin hat an die F._____ in zeitlicher Hinsicht stets so 

bezahlt, dass sie den Skonto erhielt. Sie hat sodann mit Blick auf einen 

höheren Skonto auch Vorauszahlungen an die F._____ geleistet. Es kann 

 - 19 - 

 

 

somit in einem ersten Schritt festgestellt werden, dass die Privatklägerin 

einen zu hohen Preis bezahlte, sofern sie an die F._____ mehr bezahlte 

als den von der E._____ AG empfohlenen Verkaufspreis (plus MwSt.) ab-

züglich 2 % Skonto bzw. Sonderrabatte in Folge Vorauszahlung.  

 

Es zeigt sich betreffend die verschiedenen Transaktionen Folgendes: 

- Die Privatklägerin hätte betreffend die 1. und 3. Transaktion (E. 4.2.1, 

E. 4.2.3 hiervor) bei einer Direktlieferung der E._____ AG Fr. 8'198.16 

(UA act. 253, ohne Rabatt) bezahlt. Effektiv bezahlt hat sie Fr. 8'001.25, 

mithin keinen über der Kaufpreisempfehlung liegenden Preis. 

- Hinsichtlich der Transaktion 2 (E. 4.2.2 hiervor) liegt keine Rechnung 

vor und die Produkte können keinem Artikel der Liste über die Verkaufs-

preisempfehlungen der E._____ AG zugeordnet werden.  

- Bezüglich der 4. Transaktion (E. 4.2.4 hiervor) hätte die Privatklägerin 

bei einer Direktlieferung Fr. 5'047.47 (UA act. 255, ohne Rabatt) be-

zahlt. Effektiv bezahlt hat sie Fr. 5'371.45. Mithin hat sie diese Lieferung 

überzahlt und eine Schädigung der Privatklägerin im Umfang von 

Fr. 323.98 ist ausgewiesen.  

- Betreffend die 5. Transaktion (E. 4.2.5 hiervor) hätte die Privatklägerin 

bei einer Direktlieferung (ohne [Sonder-]Rabatte) Fr. 35'571.38 bzw. 

mit Sonderrabatt von 10 % Fr. 32'667.59 (UA act. 256) bezahlt. Effektiv 

bezahlt hat sie Fr. 34'458.08. Für das Obergericht ist erstellt, dass die 

Privatklägerin auch einen Sonderrabatt mit Blick auf die von ihr geliste-

ten Vorauszahlung erhalten hätte. Eine Schädigung der Privatklägerin 

im Umfang von Fr. 1'790.49 ist ausgewiesen.  

- Bezüglich der 6. Transaktion (E. 4.2.6 hiervor) hätte die Privatklägerin 

bei einer Direktlieferung Fr. 25'236.58 bzw. mit Sonderrabatt von 10 % 

Fr. 21'519.45 bezahlt (UA act. 257). Tatsächlich bezahlt hat sie 

Fr. 23'911.55. Für das Obergericht ist wiederum erstellt, dass die Pri-

vatklägerin auch einen Sonderrabatt mit Blick auf die von ihr geleistete 

Vorauszahlung erhalten hätte, weshalb eine Schädigung der Privatklä-

gerin im Umfang von Fr. 2'392.10 ausgewiesen ist.  

- Bei der letzten Transaktion (E. 4.2.7 hiervor) hätte die Privatklägerin bei 

einer Direktlieferung Fr. 3'943.99 bezahlt. Effektiv bezahlt hat sie für 

diese Waren an die F._____ Fr. 8'001.30, womit eine Schädigung der 

Privatklägerin von Fr. 4'057.31 ausgewiesen ist.  

 

Gesamthaft ist mit Blick auf die Kaufpreisempfehlungen der E._____ AG 

ein Schaden bei der Privatklägerin von Fr. 8'563.88 erstellt.  

 

4.4.2.2. 

Weiter zu prüfen ist, ob bei der Privatklägerin betreffend die Transaktionen 

1-3 ein Schaden ausgewiesen ist, da sie von weitergehenden Rabatten, 

wie sie etwa eine Zwischenhändlerin von der E._____ AG erhalten hatte, 

nicht profitiert hat, und auch, ob deshalb betreffend die Transaktionen 4-7 

ein weitergehender Schaden festzustellen ist.  

 - 20 - 

 

 

 

Aus den Ausführungen von P._____ lässt sich auf diese Frage keine klare 

Antwort entnehmen. Die Aussage von I._____ spricht gegen einen weiter-

gehenden Schaden bei der Privatklägerin, wobei anzumerken ist, dass er 

im Tatzeitraum für die Preispolitik bei der E._____ AG nicht verantwortlich 

war.  

 

Es ist somit angezeigt, die Rechnungen der E._____ AG an die Privatklä-

gerin genauer zu analysieren. Die Privatklägerin zahlte im Jahr 2018 für 

das Transportband (10mm, Rolle 50m) einmal Fr. 775.50 und ein anderes 

Mal Fr. 645.50 (UA act. 258 f.). Eine Preisempfehlung betreffend dieses 

Transportband für das Jahr 2018 liegt nicht vor (vgl. Eingabe der E._____ 

AG vom 25. Juni 2025). Aus dem Umstand, dass die Privatklägerin nicht 

immer den gleichen Preis bezahlte, ist aber zu schliessen, dass ihr zumin-

dest teilweise ein Preisnachlass gewährt wurde. Entsprechend erhielt die 

Privatklägerin mit der Rechnung vom 7. Juli 2020 von der E._____ AG auf 

das Transportband auch einen Rabatt von 40 % (UA act. 260). Die Privat-

klägerin kaufte im Jahr 2018 u.a. auch den Motor "6260-1030-W" zu einem 

Stückpreis von Fr. 695.80, bei dem es sich gemäss P._____ um den Artikel 

"6060-1.5-CPS-W" handelt (vgl. UA act. 473 i.V.m. 481). Die E._____ AG 

empfiehlt diesen Motor zu einem Preis von Fr. 956.42 zu verkaufen (vgl. 

empfohlene Verkaufspreise 2018, in: Eingabe der E._____ AG vom 

25. Juni 2025), mithin hat die Privatklägerin diesen Motor für rund 

Fr. 250.00 (ca. 27 %) unter dem empfohlenen Kaufpreis erhalten. Ver-

gleichbares ist betreffend den von der Privatklägerin im Jahr 2018 bei der 

E._____ AG gekauften Tandemmotor (6260-1030-W für Fr. 1'391.60) fest-

zustellen. Es dürfte sich bei diesem Motor angesichts des Beschriebs in der 

Rechnung (UA act. 258) um den Artikel "6060T-1.5-W" gemäss Liste über 

die Kaufpreisempfehlung 2018 (Fr. 1'958.35) handeln, welchen auch die 

D._____ GmbH für die Privatklägerin einkaufte (UA act. 253, 256). Es ist 

somit davon auszugehen, dass die Privatklägerin auf diesen Motor einen 

Rabatt von etwas weniger als 30 % erhielt. Insgesamt lässt sich feststellen, 

dass davon auszugehen ist, dass die E._____ AG der Privatklägerin auf 

die Preisempfehlung regelmässig einen Preisnachlass gewährte. Aufgrund 

dieser Indizien ist für das Obergericht ausgewiesen, dass der Privatklägerin 

aufgrund des Einkaufkonstrukts (kein direkter Einkauf bei der E._____ AG, 

sondern über die D._____ GmbH bzw. F._____) auch betreffend der Trans-

aktionen 1-4 ein Schaden entstanden ist und der Schaden betreffend die 

Transaktionen 5-7 Fr. 8'563.88 übersteigt, da sie von zusätzlichen Rabat-

ten – wie sie etwa auch einer Zwischenhändlerin gewährt wurden – nicht 

profitieren konnte.  

 

4.5. 

4.5.1. 

Nach dem Dargelegten ist festzuhalten, dass der Beschuldigte sich betref-

fend die Auftragserledigung an die D._____ GmbH wandte, jene die 

 - 21 - 

 

 

Bestellungen bei der E._____ AG auslöste und diese auch den Grossteil 

des Gewinns einnahm. Faktisch war somit die D._____ GmbH die Zwi-

schenhändlerin. Dies verschleierte der Beschuldigte, indem die Mitbeschul-

digte und ihre Einzelfirma die F._____ dazwischengeschaltet wurden. Die 

Privatklägerin wurde somit darüber getäuscht, als ihr vorgespiegelt wurde, 

die D._____ GmbH habe mit den Aufträgen an die E._____ AG nichts zu 

tun.  

 

Diese Täuschung ist als arglistig zu qualifizieren. Um die Involvierung der 

D._____ GmbH zu verschleiern, wurden täuschende Machenschaften (mit 

Rechnungen der F._____, mit Adresse und Bankkonti der Mitbeschuldig-

ten) getätigt. Die Mitbeschuldigte und die F._____ wurden vorgeschoben, 

sodass die Privatklägerin nicht erkennen konnte, wer effektiv als Zwischen-

händlerin handelte.  

 

Die Privatklägerin irrte sich, da sie meinte, die F._____ sei (auch faktisch) 

die Zwischenhändlerin des Vorhangsystems der E._____ AG und die 

D._____ GmbH habe damit nichts zu tun. Entsprechend wurden die Auf-

träge/Rechnungen der F._____ auch vom Vorgesetzten des Beschuldigten 

freigegeben (vgl. GA act. 84).  

 

Die Privatklägerin hat aufgrund des täuschungsbedingten Irrtums verschie-

dene Vermögensverschiebungen in Form der Bezahlung der Rechnungen 

der F._____ vorgenommen (E. 4.2 hiervor), was sie nicht getan hätte, wenn 

sie gewusst hätte, dass dahinter die D._____ GmbH steht.  

 

Der Privatklägerin entstand im Zusammenhang mit den Transaktionen (1-

7) ein Schaden. Der objektive Tatbestand des Betrugs ist somit in 7 Fällen 

ausgewiesen.  

 

Der Beschuldigte handelte vorsätzlich. Er wusste, dass er der D._____ 

GmbH keine Aufträge erteilen darf und wollte daher die Privatklägerin über 

deren Beteiligung bei den Aufträgen täuschen, indem er eine andere Firma 

dazwischenschaltete. Er wollte dadurch über die D._____ GmbH, deren 

einziger Geschäftsführer und Gesellschafter er gemäss Handelsregister-

auszug war, einen unrechtmässigen Gewinn erzielen. Vorliegend ist ein 

solcher unrechtmässiger Gewinn der Mitbeschuldigten und der D._____ 

GmbH bzw. deren wirtschaftlich berechtigten Person (des Beschuldigten) 

betreffend die Transaktionen 1-7 von knapp Fr. 40'000.00 (Überweisungen 

der Privatklägerin an die Mitbeschuldigte minus Zahlungen der D._____ 

GmbH/Mitbeschuldigten an die E._____ AG; E. 4.2) ausgewiesen. Der 

D._____ GmbH bzw. dem Beschuldigten floss dieser Gewinn mehrheitlich 

zu, denn gemäss den mit Blick auf die Kontoauszüge glaubhaften Angaben 

der Mitbeschuldigten und von J._____ erhielt sie je Transaktion Fr. 100.00 

vom Gewinn. Der Beschuldigte strebte diesen unrechtmässigen Gewinn 

an. Somit ist auch der subjektive Tatbestand erfüllt.  

 - 22 - 

 

 

 

Der Beschuldigte hat sich des mehrfachen Betrugs (Transaktionen 1-7) 

schuldig gemacht.  

 

4.5.2.  

Das Handeln des Beschuldigten erweist sich zudem als gewerbsmässig. 

Bei 7 Aufträgen (E. 4.2) – die Rechnungen an die Privatklägerin von der 

F._____ datieren zwischen dem 29. August 2019 bis 18. März 2021 resul-

tierte ein unrechtmässiger Gewinn bei der D._____ GmbH bzw. dem Be-

schuldigten von etwas weniger als Fr. 40'000.00, mithin von monatlich et-

was über Fr. 2'000.00. Dieser Betrag stellt – neben dem Einkommen, wel-

ches der Beschuldigte im Rahmen seiner Anstellung bei der Privatklägerin 

verdient hat (Jahreseinkommen 2020 von Fr. 94'187.00 gemäss IK-Eintrag 

[UA act. 14] bzw. Jahresnettoeinkommen gemäss Steuerveranlagung 2020 

von Fr. 76'923.00 [UA act. 9]) – einen namhaften Beitrag an die Kosten sei-

ner Lebensgestaltung dar. Es liegt somit zumindest eine nebenberufliche 

Tätigkeit vor.  

 

4.5.3. 

Der Beschuldigte ist nach dem Dargelegten des gewerbsmässigen Betrugs 

(betreffend die Rechnungen von der F._____ an die Privatklägerin zwi-

schen dem 6. Juli 2020 bis 18. März 2021) schuldig zu sprechen. Nebst der 

Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs hat keine zusätzliche Ver-

urteilung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 StPO) zu erfol-

gen, wird dieser Tatbestand doch konsumiert, sofern ein Geschäftsführer 

eine Vermögensschädigung durch einen Betrug begeht (vgl. E. 3.3 hier-

vor). Das ist von Amtes wegen zu berücksichtigen ("iura novit curia"). Ent-

sprechend kann darauf verzichtet werden, zu prüfen, ob die Tatbestandse-

lemente dafür erfüllt sind.  

 

5.  

5.1. 

Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer bedingten Geldstrafe 

von 150 Tagessätzen zu Fr. 150.00, Probezeit 2 Jahre, und einer Busse 

von Fr. 2'500.00, ersatzweise 17 Tage Freiheitsstrafe.  

 

Der Beschuldigte verlangt einen Freispruch und äussert sich nicht zur Straf-

zumessung für den Fall einer Verurteilung.  

 

Die Staatsanwaltschaft, welche betreffend die Strafzumessung Anschluss-

berufung erhoben hat, beantragt, der Beschuldigte sei zu einer bedingten 

Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 170.00, Probezeit 2 Jahre, und ei-

ner Busse von Fr. 5'100.00, ersatzweise 30 Tage Freiheitsstrafe zu verur-

teilen.  

 

 - 23 - 

 

 

5.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; 144 IV 313; 144 IV 217; 

141 IV 61 E. 6.1.1; 136 IV 55 E. 5.4 ff.; je mit Hinweisen). Darauf kann ver-

wiesen werden. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass nach der Recht-

sprechung bei gewerbsmässigen Delikten als Kollektivdelikten Art. 49 

StGB – vorbehalten hier nicht einschlägiger Ausnahmen – nicht zur Anwen-

dung kommt, da die Strafschärfung bereits durch die Qualifizierung im be-

sonderen Teil des StGB vorgesehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.4.2 mit Hinweisen).  

 

5.3. 

Bei der neuen Strafzumessung ist zu beachten, dass die Sanktionsart 

(Geldstrafe), die Anzahl der Tagessätze und der bedingte Vollzug der Geld-

strafe nicht zuungunsten des Beschuldigten angefochten worden sind. Die 

Anschlussberufung hebt das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 

StPO) im von den Parteien bestimmten Streitgegenstand (Art. 404 Abs. 1 

StPO) nur im Umfang ihrer Anträge auf (vgl. BGE 147 IV 167 E. 1.5.2 f.). 

Daher gilt hier hinsichtlich der Sanktionsart (Geldstrafe), der Anzahl der Ta-

gessätze und des bedingten Vollzugs der Geldstrafe das Verschlechte-

rungsverbot (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_428/2013 vom 15. April 

2014 E. 3.4; JÜRG BÄHLER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Straf-

prozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 13 zu Art. 399 StPO). Auf Ausführungen 

zur Sanktionsart und zum bedingten Strafvollzug unter Ansetzung einer 

Probezeit im gesetzlichen Minimalmass von 2 Jahren kann daher verzich-

tet werden.  

 

5.4. 

5.4.1. 

Das Gesetz sah für den gewerbsmässigen Betrug in der im Tatzeitpunkt 

geltenden und da für den Beschuldigten günstigeren, mithin hier anzuwen-

denden Fassung (Art. 2 Abs. 2 StGB) einen Strafrahmen von Freiheits-

strafe bis zu 10 Jahren oder eine Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen 

vor (Art. 146 Abs. 2 StGB, in der bis zum 30. Juni 2023 geltenden Fas-

sung).  

 

Der Beschuldigte hat im Zeitraum vom 29. August 2019 bis 18. März 2021, 

mithin über rund 1 ½ Jahre die obgenannten 7 Transaktionen, mithin Be-

trugshandlungen vorgenommen. Der Privatklägerin ist dadurch ein be-

trächtlicher Schaden entstanden und der Beschuldigte hat die D._____ 

GmbH und gleichzeitig auch sich mit etwas weniger als Fr. 40'000.00 un-

gerechtfertigt bereichert. Hinsichtlich der Art und Weise der Tatausführung 

bzw. der Verwerflichkeit des Handelns ist zu berücksichtigen, dass der Be-

schuldigte mit anderen Personen – insbesondere mit der Mitbeschuldigten 

zusammenwirkte –, was sein planmässiges Vorgehen zeigt. Die rein mo-

netären Beweggründe des Beschuldigten werden beim Betrug bereits 

 - 24 - 

 

 

durch das Tatbestandsmerkmal der unrechtmässigen Bereicherung erfasst 

und sind jedem Vermögensdelikt immanent, so dass sie sich bei den Tat-

komponenten neutral auswirken (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.4.1). Verschuldenserhöhend wirkt sich 

jedoch das sehr grosse Mass an Entscheidungsfreiheit, über das der Be-

schuldigte verfügt hat, aus. Es sind keine inneren oder äusseren Umstände 

ersichtlich, welche seine Entscheidungsfreiheit eingeschränkt haben. Je 

leichter es aber für ihn gewesen wäre, von den betrügerischen Machen-

schaften abzusehen bzw. das Vermögen der Privatklägerin zu respektie-

ren, desto schwerer wiegt die Entscheidung dagegen und damit das Ver-

schulden (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2a; 117 IV 112 E. 1 S. 114; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.4.3). Insgesamt ist 

unter Berücksichtigung des breiten Spektrums möglicher Tathandlungen 

von einem in Relation zum Strafrahmen von bis zu 10 Jahren Freiheits-

strafe oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen vergleichsweise nicht 

mehr leichten Verschulden auszugehen, sodass hier eine Geldstrafe, wel-

che maximal 180 Tagessätze (plus Verbindungsbusse) umfassen kann 

(Art. 34 Abs. 1 StGB), als zu tief erscheint. Es hat jedoch wegen des gel-

tenden Verschlechterungsverbots dabei sein Bewenden (vgl. E. 5.4.3 

nachfolgend).  

 

5.4.2. 

Hinsichtlich der Täterkomponente zeigen sich keine straferhöhende oder 

strafreduzierende Umstände: Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, was 

den Normalfall darstellt und sich bei der Strafzumessung grundsätzlich 

neutral auswirkt (BGE 136 IV 1 E. 2.6). Der Beschuldigte ist nicht geständig 

und er zeigt auch keine Einsicht. Aus den persönlichen und familiären Ver-

hältnissen des Beschuldigten (verheiratet, erwerbstätig; GA act. 92 f.) er-

geben sich keine für die Strafzumessung relevanten Faktoren.  

 

5.4.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorinstanzlich ausgespro-

chene Geldstrafe von 150 Tagessätzen aufgrund des Verschlechterungs-

verbots zu bestätigen ist. Eine Reduktion ist nicht angemessen, auch wenn 

der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung vom Tatbestand des 

gewerbsmässigen Betrugs konsumiert wird.  

 

5.5. 

Die Höhe des Tagessatzes ist nach den persönlichen und wirtschaftlichen 

Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils zu bemessen, insbeson-

dere nach dem Einkommen, dem Vermögen, dem Lebensaufwand, allfälli-

gen Familien- und Unterstützungspflichten sowie dem Existenzminimum 

(Art. 34 Abs. 2 StGB). 

 

Die Vorinstanz stellte auf den vom Beschuldigten anlässlich der Hauptver-

handlung angegebenen Lohn (Fr. 5'900.00 x 12; GA act. 93) ab und 

 - 25 - 

 

 

ermittelte mit einem allgemeinen Abzug in Höhe von 20 % für Kranken-

kasse, Steuern und notwendige Berufskosten einen Tagessatz von 

Fr. 150.00 (vorinstanzliches Urteil E. 5.2.4 S. 17 f.). Unter Berücksichtigung 

der anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichten Lohnabrechnun-

gen für die Monate August bis Oktober 2025 sowie der Aussagen des Be-

schuldigten zu seinen persönlichen Verhältnissen (vgl. Protokoll der Beru-

fungsverhandlung S. 14 f.) gibt es keinen Grund zur Annahme, dass sich 

die finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten seither massgeblich verän-

dert haben. Angesichts dessen, dass der Beschuldigte zu einer hohen An-

zahl Tagessätzen Geldstrafe verurteilt wird, rechtfertigt sich ein weiterer 

Abzug von insgesamt 10 %. Der Tagessatz beträgt somit gerundet 

Fr. 140.00.  

 

5.6. 

Eine – wie hier – bedingt ausgesprochene Geldstrafe kann mit einer Busse 

verbunden werden (Art. 42 Abs. 4 StGB). Vorliegend ist die Verbindung der 

bedingt ausgesprochenen Geldstrafe mit einer Busse angezeigt, um dem 

Beschuldigten die Ernsthaftigkeit der Sanktion und die Konsequenzen sei-

nes Handelns deutlich vor Augen zu führen. Das Hauptgewicht hat dabei 

auf der bedingten Geldstrafe zu liegen, während der unbedingten Verbin-

dungsbusse nur untergeordnete Bedeutung zukommt. Der Anteil der Ver-

bindungsbusse an der gesamten Strafe, d.h. an der bedingt ausgesproche-

nen Geldstrafe und der Verbindungsbusse in ihrer Gesamtheit, soll grund-

sätzlich maximal einen Fünftel betragen (BGE 149 IV 321 E. 1.3.1 f.).  

 

Aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft ergibt sich, dass diese die von der 

Vorinstanz ausgefällte Verbindungsbusse von Fr. 2'500.00 (= 11.1 % der 

bedingten Geldstrafe von Fr. 22'500.00) generell als zu tief erachtet und 

dies nicht bloss auf die beantragte Erhöhung des Tagessatzes zurückzu-

führen ist (staatsanwaltschaftlich beantragte Busse: Fr. 5'100.00 = 20 % 

von 150 x Fr. 170.00). Das Verschlechterungsverbot steht somit – unab-

hängig davon, ob eine Anpassung der Tagessatzhöhe zu erfolgen hat – 

einer Erhöhung der Verbindungsbusse nicht entgegen.  

 

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse (Nettolohn von monatlich 

Fr. 5'900.00) und auch insgesamt aufgrund des Verschuldens erscheint 

hier eine Verbindungsbusse von Fr. 5'100.00 angemessen, um dem Be-

schuldigten die Konsequenzen und das Unrecht der Straftat klar vor Augen 

zu führen.  

 

Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse ist ge-

stützt auf Art. 106 Abs. 2 StGB, ausgehend vom als Umrechnungsschlüs-

sel zu verwendenden Tagessatzes von Fr. 140.00 (BGE 134 IV 60 

E. 7.3.3), auf 37 Tage Freiheitsstrafe festzusetzen. 

 

 - 26 - 

 

 

6.  

Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten unter solidarischer Haftbar-

keit mit der Mitbeschuldigten zur Bezahlung einer Zivilforderung von 

Fr. 39'645.25.  

 

In der Berufung des Beschuldigten finden sich für den Fall der ganz oder 

teilweisen Abweisung der Berufung keine Ausführungen zu der von der Vo-

rinstanz zugesprochenen Zivilforderung. Demgemäss ist darauf nicht wei-

ter einzugehen und es kann auf die unbestritten gebliebenen Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO), zumal hinsichtlich 

der adhäsionsweise geltend gemachten Zivilforderung die Dispositionsma-

xime gilt und vom Beschuldigten ein substantiiertes Bestreiten verlangt 

würde. 

 

7. 

7.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens bzw. Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Für die Bemes-

sung des auf die jeweilige Partei entfallenden Kostenanteils ist dabei von 

entscheidender Bedeutung, welchen Arbeitsaufwand die Beurteilung der 

einzelnen Punkte notwendig gemacht haben (und nicht die Wichtigkeit der 

Anträge für die Partei; Urteile des Bundesgerichts 6B_176/2019 vom 

13. September 2019 E. 2.2; 6B_642/2015 vom 17. August2015 E. 2.1.2). 

Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günsti-

geren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten u.a. auferlegt werden, 

wenn der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird 

(Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO).  

 

Der Beschuldigte dringt mit seiner Berufung, mit der er einen Freispruch 

verlangt, weitgehend nicht durch, auch wenn er nebst dem gewerbsmässi-

gen Betrug nicht auch noch wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung schul-

dig zu sprechen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es 

sich, das marginale Obsiegen (Tagessatzhöhe) bei der Kostenverlegung 

unberücksichtigt zu lassen, zumal dieser Punkt von Amtes wegen berück-

sichtigt wurde. Die Staatsanwaltschaft dringt mit ihrer Forderung, dass der 

Tagessatz zu erhöhen ist, nicht durch, jedoch betreffend die Erhöhung der 

Verbindungsbusse. Entsprechend diesem Verfahrensausgang rechtfertigt 

es sich, dem Beschuldigten den im Verhältnis zur Mitbeschuldigten auf ihn 

entfallenden Anteil (vgl. Art. 418 Abs. 1 StPO) der obergerichtlichen Ver-

fahrenskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Die andere rechtliche Einord-

nung (im Vergleich zum Antrag des Beschuldigten auf Freispruch) er-

scheint nämlich von untergeordneter Bedeutung, da dieser Tatbestand 

bloss konsumiert wird, und hat – gleich wie die Berechnung des Tagessat-

zes – den Aufwand des Obergerichts nicht massgeblich beeinflusst.  

 

 - 27 - 

 

 

7.2. 

Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage (BGE 147 IV 47 

E. 4.1; 137 IV 352 E. 2.4.2). Ausgangsgemäss hat der Beschuldigte seine 

Parteikosten selbst zu tragen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 

StPO e contrario). 

 

7.3. 

Die Privatklägerin hat sich am vorliegenden Berufungsverfahren beteiligt 

und obsiegt. Es ist ihr eine Parteientschädigung gemäss Art. 436 Abs. 1 

i.V.m. Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO zuzusprechen. Die anlässlich der Beru-

fungsverhandlung mit Honorarnote vom 1. Dezember 2025 geltend ge-

machte Entschädigung der Privatklägerin ist auf einen Stundenansatz von 

Fr. 240.00 zu reduzieren (§ 9 Abs. 2bis AnwT) und auf die effektive Dauer 

der Berufungsverhandlung (inkl. Weg sowie Vor- und Nachbesprechung) 

von 6 statt 9 Stunden anzupassen. Im Ergebnis resultiert ein Honorar von 

gerundet Fr. 3'105.00 (Fr. 2'772.00 [11.55 h à Fr. 240.00], Auslagenpau-

schale von 3 % [Fr. 83.15], Reisespesen [Fr. 18.80], MwSt. von 8.1 % 

[Fr. 232.80]), welche zulasten der Beschuldigten zuzusprechen ist. 

 

8. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung 

(Art. 428 Abs. 2 StPO). 

 

8.1. 

Die vorinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen er-

weist sich nach wie vor als korrekt und bedarf keiner Korrektur. Denn der 

Umstand, dass der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung vom 

Tatbestand des gewerbsmässigen Betrugs konsumiert wird, hat keine Aus-

wirkungen darauf, besteht doch betreffend dieser dem Beschuldigten mit 

der Anklage zur Last gelegten Handlungen ein enger und direkter Zusam-

menhang und waren alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich jeden An-

klagepunkts notwendig. Das gilt in solchen Konstellationen, selbst wenn ein 

teilweiser Freispruch zu erfolgen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_1254/2023 vom 10. April 2025 E. 3.3.2).  

 

8.2. 

Der Privatklägerin wurde vor Vorinstanz eine Parteientschädigung von 

Fr. 13'413.00 zugesprochen. Diese erscheint unter Berücksichtigung der 

Bedeutung und des Umfangs des vorinstanzlichen Verfahrens sowie der 

tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten als angemessen.  

 

10.  

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO).  

 - 28 - 

 

 

   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Der Beschuldigte ist schuldig des gewerbsmässigen Betrugs gemäss 

Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB. 

 

2. 

Der Beschuldigte wird hierfür gemäss der in Ziff. 1 genannten Gesetzesbe-

stimmungen sowie gestützt auf Art. 47 StGB, Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 

und Abs. 4 StGB, Art. 44 StGB und Art. 106 StGB 

 

zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen à Fr. 140.00, d.h. 

Fr. 21'000.00, Probezeit 2 Jahre, 

 

und zu einer Verbindungsbusse von Fr. 5'100.00, ersatzweise 37 Tage 

Freiheitsstrafe, 

 

verurteilt. 

 

3. 

Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftbarkeit mit G._____ verpflich-

tet, der Privatklägerin Fr. 39'645.25 nebst Zins zu 5 % seit 23. Juli 2021 zu 

bezahlen.  

 

4. 

4.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 3'000.00 und Auslagen von Fr. 136.00, gesamthaft 

Fr. 3'136.00, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

  

4.2. 

Der Beschuldigte hat seine obergerichtlichen Parteikosten selbst zu tragen.  

 

4.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin unter solidarischer 

Haftbarkeit mit G._____ für das Berufungsverfahren eine Entschädigung 

von Fr. 3'105.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

  

5. 

5.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten werden dem Beschuldigten in der 

Höhe von Fr. 2'200.00 auferlegt. 

  

5.2. 

Der Beschuldigte hat seine erstinstanzlichen Parteikosten selbst zu tragen.  

 

 - 29 - 

 

 

5.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin unter solidarischer 

Haftbarkeit mit G._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädi-

gung von Fr. 13'413.00 zu bezahlen. 

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 

  

 
  

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe 

(Art. 44 Abs. 3 StGB) 

  

Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgescho-

ben. Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. 

Hat sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene 

Strafe nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht zu 

bezahlen bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der 

Probezeit aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 

Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 

Abs. 1 StGB). 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der voll-

ständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweize-

rische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und 

Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerd-

elegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 
   

 - 30 - 

 

 

Aarau, 1. Dezember 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 2. Kammer 

Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Plüss     Wanner