# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 926a678c-ffb1-5fa5-84e0-2fe0ea9f0213
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.06.2021 200 2021 182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-182_2021-06-30.pdf

## Full Text

200 21 182 AHV
KNB/BRO/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 30. Juni 2021

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 29. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2021, AHV/21/182, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Beschwerdeführerin) wurde von der Aus-
gleichskasse des Kantons Bern (AKB bzw. Beschwerdegegnerin) mit 
Schreiben vom 8. Oktober 2018 rückwirkend für die Zeit von Januar 2014 
bis Dezember 2017 als Selbstständigerwerbende (… und …) erfasst (Akten 
der AKB, Antwortbeilage [AB] 44, 50 S. 1 ff.) und gleichzeitig aufgefordert, 
allfällige an Arbeitnehmer ausbezahlte Löhne für die Jahre 2014 bis 2017 
zu deklarieren (AB 40 ff.). A.________ vermerkte in den Formularen betref-
fend „Lohnbescheinigung und Abrechnung der Familienzulagen“ (AB 30 
ff.), es seien keine Löhne ausbezahlt worden. Dem mehrfachen Ersuchen 
der AHV-Zweigstelle …, zu den in den eingereichten Unterlagen ausgewie-
senen Entgelten für durchgeführte … Stellung zu beziehen, kam sie nicht 
nach (AB 29 S. 2 ff.). Daher forderte die AKB am 5. März 2019 gestützt auf 
die vorhandenen Unterlagen (Kassenbücher 2015 bis 2017 und diverse 
…abrechnungen [AB 26 ff.]) von A.________ AHV-/IV-/EO-, ALV-Beiträge 
sowie Beiträge an die Familienausgleichskasse, Verzugszinsen und Ver-
waltungskostenbeiträge von insgesamt Fr. 2'216.20 für das Jahr 2015, von 
Fr. 3'015.15 für das Jahr 2016 und von Fr. 929.90 für das Jahr 2017 nach 
(AB 20 ff.). Da A.________ diesen Forderungen nicht nachkam, reichte die 
AKB nach erfolglosen Mahnungen (AB 14 ff.) beim Betreibungsamt …, 
Dienststelle …, am 17. Mai 2019 drei Betreibungsbegehren für die Forde-
rungen von Fr. 2'216.20, Fr. 3'015.15 und Fr. 1'104.90 (Fr. 929.90 + Fr. 
175.-- Mahngebühren; AB 10 ff.) ein. Gegen die Zahlungsbefehle Nr. …, 
Nr. … und Nr. … (AB 6 ff.) erhob A.________ je Rechtsvorschlag. Mit drei 
separaten Verfügungen vom 26. Juni 2019 (AB 3 ff.) verlangte die AKB die 
Bezahlung der geschuldeten Beiträge und hielt fest, nach unbenutztem 
Ablauf der Einsprachefrist gälten die jeweiligen Rechtsvorschläge gegen 
die Betreibungen Nr. …, Nr. … respektive Nr. … (AB 6 ff.) ohne formelle 
Rechtsöffnung als aufgehoben. An den Forderungen hielt sie auf Einspra-
che (AB 2) hin mit Entscheid vom 29. Januar 2021 (AB 1) fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2021, AHV/21/182, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 4. März 2021 erhob A.________ Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss, es sei der Einspracheentscheid aufzuheben, auf die 
Beitragserhebung sei zu verzichten und die Betreibungen seien zu löschen.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. April 2021 führte die Beschwerdegegnerin 
aus, auf die Veranlagungen könnte zurückgekommen werden, wenn die 
Beschwerdeführerin die an die einzelnen … ausgerichteten Entschädigun-
gen nachvollziehbar darstelle und entweder den Nachweis erbringe, dass 
diese nicht den schweizerischen Rechtsvorschriften über die soziale Si-
cherheit unterstehen, oder sie deren aktuelle Adresse und Versicherten-
nummer oder die für die Erstellung einer solchen notwendigen Angaben 
mache. Im Übrigen sei die Beschwerdeführerin einzuladen, die Angaben in 
den Kassenbüchern, den Beschwerdebeilagen und der Beschwerde klar 
und nachvollziehbar in Übereinstimmung zu bringen, damit festgestellt 
werden könne, für welche … und welche Jahre der Betrag von Fr. 2'300.-- 
nicht überschritten worden sei und sich eine Beitragserhebung erübrige. 
Die Beschwerdeführerin sei aufzufordern, die Beschwerde im Sinne des 
Vorstehenden zu verbessern. Bei Ausbleiben der erforderlichen Angaben 
sei die Beschwerde abzuweisen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2021, AHV/21/182, Seite 4

Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hier-
nach).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 29. Januar 
2021 (AB 1). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit des auf den 
Verfügungen vom 26. Juni 2019 (AB 3 ff.) basierenden Einspracheent-
scheids vom 29. Januar 2021 (AB 1) und damit der Lohnbeiträge, inklusive 
Verwaltungskostenbeiträge, Verzugszinsen und Mahngebühren. Soweit die 
Beschwerdeführerin die Löschung im Betreibungsregister beantragt, ist 
darauf mangels Zuständigkeit des vorliegend urteilenden Gerichts nicht 
einzutreten.

1.3 Bei Lohnbeiträgen von Fr. 2'216.20, Fr. 3'015.15 und Fr. 1'104.90 
(inkl. Verzugszinsen) liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die 
Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Nach Art. 5 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 AHVG werden vom Einkom-
men aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit, dem massgebenden Lohn, 
Beiträge erhoben. Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in un-
selbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete 
Arbeit (Art. 5 Abs. 2 AHVG). 

2.1.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf-
grund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. 
Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivil-
rechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte 
für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlagge-
bend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu be-
trachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. ar-
beitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unter-
nehmerrisiko trägt. Die Hauptkriterien zur Bestimmung des Abhängigkeits-
verhältnisses im Hinblick auf die Arbeitsorganisation und aus betriebswirt-
schaftlicher Sicht sind das Weisungsrecht des Arbeitgebers, das Unterord-
nungsverhältnis des Arbeitnehmers zu diesem und seine Verpflichtung, die 
ihm anvertraute Aufgabe persönlich zu erfüllen. Ein weiteres Kriterium bil-
det die Verpflichtung des Arbeitnehmers, seine Dienste regelmässig für 
denselben Arbeitgeber zu erbringen. Darüber hinaus bedeutet die Möglich-
keit des Arbeitnehmers, seine Arbeitszeit zu gestalten, nicht unbedingt, 
dass es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Aus diesen 
Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schema-
tisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen 
Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche 
Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesam-
ten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale 
beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach 
richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 144 V 
111 E. 4.2 S. 112; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 12. August 
2020, 8C_38/2019, E. 3.2).

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2.2 Vom massgebenden Lohn, der je Arbeitgeber den Betrag von 
Fr. 2’300.-- im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf 
Verlangen des Versicherten erhoben (Art. 34d Abs. 1 der Verordnung vom 
31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenen-versicherung [AHVV; 
SR 831.101]).

2.3

2.3.1 Die Beiträge vom Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätig-
keit sind bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und vom Arbeitgeber 
zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten (Art. 14 
Abs. 1 AHVG).

Erhält eine Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Beitragspflichtiger 
keine Beiträge oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, so hat sie die Nach-
zahlung der geschuldeten Beiträge zu verlangen und nötigenfalls durch 
Verfügung festzusetzen. Vorbehalten bleibt die Verjährung nach Art. 16 
Abs. 1 AHVG (Art. 39 Abs. 1 AHVV). Die nachgeforderten Beiträge sind 
innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen (Art. 39 Abs. 2 AHVV).

2.3.2 Beiträge, die auf erfolgte Mahnung hin nicht bezahlt werden, sind 
ohne Verzug auf dem Wege der Betreibung einzuziehen, soweit sie nicht 
mit fälligen Renten verrechnet werden können (Art. 15 Abs. 1 AHVG).

2.3.3 Gemäss Art. 41bis Abs. 1 lit. c AHVV haben Arbeitgeber unter ande-
rem auf auszugleichenden Beiträgen, die sie nicht innert 30 Tagen ab 
Rechnungsstellung leisten, Verzugszinsen ab Rechnungsstellung durch die 
Ausgleichskasse zu entrichten. Der Satz für die Verzugs- und der Ver-
gütungszinsen beträgt 5 % im Jahr (Art. 42 Abs. 2 AHVV).

2.3.4 Setzt die Ausgleichskasse geforderte Beiträge in Betreibung, ohne 
vorgängig verfügt zu haben, und erheben die Beitragspflichtigen Rechts-
vorschlag, so hat die Ausgleichskasse nachträglich zu verfügen. Die Verfü-
gung muss auf die hängige Betreibung Bezug nehmen und den Rechtsvor-
schlag ausdrücklich ganz oder für einen bestimmten Betrag aufheben 
(Art. 79 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung 
und Konkurs [SchKG; SR 281.1]; Rz. 6016 und 6017 der Wegleitung über 
den Bezug der Beiträge in der AHV, IV und EO [WBB] des Bundesamtes 

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für Sozialversicherungen [BSV]). Sobald diese nachträglich erlassene Ver-
fügung (bzw. der Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts; 
Rz. 6019 WBB) formell in Rechtskraft erwachsen ist, kann ohne Durch-
führung des Rechtsöffnungsverfahrens direkt die Fortsetzung der Betrei-
bung verlangt werden (Rz. 6018 WBB; vgl. zum Ganzen auch BGE 119 V 
329 E. 2b S. 331). Die Verwaltungsbehörde hat demnach in ihrer Verfü-
gung nicht bloss einen sozialversicherungsrechtlichen Sachentscheid über 
die Verpflichtung des Versicherten zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern 
gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz über die Aufhebung des 
Rechtsvorschlags zu befinden (BGE 119 V 329 E. 2b S. 331). Gleiches gilt 
im Beschwerdefall für die Gerichte (SVR 2010 KV Nr. 6 S. 28 E. 2.1).

2.4 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die 
verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, 
aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen An-
spruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Ver-
waltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen 
nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten 
der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 
2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2). 

2.5 Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der So-
zialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken (Art. 28 Abs. 1 ATSG). 
Die Mitwirkungspflicht einer Partei erstreckt sich insbesondere auf Tatsa-
chen, welche diese besser kennt als die Verwaltung und welche diese ohne 
Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand 
erheben kann (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 9 E. 2.1).

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3.

Zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, dass die Beschwerdefüh-
rerin in den Jahren 2015 bis 2017 verschiedenen … ein Entgelt für durch-
geführte … entrichtete. Bestritten ist hingegen, ob es sich dabei um mass-
gebenden Lohn handelt, von dem Beiträge gemäss Art. 5 Abs. 1 AHVG zu 
erheben sind (vgl. E. 2.1.1 hiervor). Während die Beschwerdegegnerin dies 
in ihrem Einspracheentscheid vom 29. Januar 2021 (AB 1) mit dem Ver-
weis auf die beitragsrechtliche Qualifikation der … als Unselbstständige 
bejahte, bestreitet die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 4. 
März 2021, dass die … unselbstständigerwerbend sind (Beschwerde S. 1). 
Im Übrigen beruft sie sich darauf, dass unabhängig der beitragsrechtlichen 
Qualifikation auf die Erhebung der Beiträge zu verzichten sei, da die ausge-
richteten Entschädigungen gering seien (Beschwerde S. 2). In ihrer Be-
schwerdeantwort vom 12. April 2021 legte die Beschwerdegegnerin sodann 
hauptsächlich dar, auf die Veranlagung könnte dann zurückgekommen 
werden, wenn von der Beschwerdeführerin der Nachweis erbracht würde, 
dass die einzelnen … nicht den schweizerischen Rechtsvorschriften über 
die soziale Sicherheit unterstünden, die Adresse und Versichertennummer 
oder die für die Erstellung einer solchen notwendigen Angaben offengelegt 
würden respektive von ihr nachgewiesen würde, dass das jährliche Entgelt 
der einzelnen … den Betrag von Fr. 2'300.-- nicht überstiegen habe (Be-
schwerdeantwort S. 3 f. Ziff. 2). 

3.1 Demnach geht auch die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerde-
antwort vom 12. April 2021 davon aus, dass dem angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 29. Januar 2021 (AB 1) ein nicht hinreichend geklärter 
Sachverhalt zugrunde liegt und eine allfällige Beitragserhebung ergänzen-
der Abklärungen bedarf. Dabei ist es jedoch vorab Sache der Verwaltung, 
die nötigen Abklärungen vorzunehmen und es geht nicht an, diese ins Be-
schwerdeverfahren zu verlagern, wobei die Beschwerdeführerin ihrer Mit-
wirkungspflicht nachzukommen hat (vgl. E. 2.5 hiervor). Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 29. Januar 2021 (AB 1) ist demnach aufzuheben 
und die Sache ist ins Einspracheverfahren zurückzuversetzen, zur Klärung 
der von der Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Fragen (vgl. nachfol-
gend). Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung der Untersuchungs-

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maxime (vgl. E. 2.4 hiervor) namentlich die von ihr in der Beschwerdeant-
wort vom 12. April 2021 aufgezeigten weiteren Abklärungen hinsichtlich der 
Frage der beitragsrechtlichen Qualifikation der einzelnen … (vgl. E. 2.1.2 
hiervor), deren (allfällige) jeweilige Unterstellung unter die schweizerischen 
Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit und allenfalls hinsichtlich der 
Höhe ihrer jährlichen Entgelte (vgl. zum geringfügigen Lohn: E. 2.2 hiervor) 
zu tätigen haben. Da mit Verfügungen im Gebiet der paritätischen Beiträge 
eine Beitragsschuld sowohl des Arbeitgebers als auch der Arbeitnehmer 
festgestellt wird, wird die AKB – soweit unter Mitwirkung der Beschwerde-
führerin deren Adressen ausfindig gemacht werden können – auch die … in 
Nachachtung des rechtlichen Gehörs ins neuerliche Einspracheverfahren 
einzubeziehen und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen 
haben (vgl. BGE 113 V 1 E. 2 S. 3 mit Hinweisen; Entscheid des BGer vom 
30. Juli 2019, 9C_252/2019, E. 1.3). 

Die Beschwerdeführerin ihrerseits wird nochmals ausdrücklich auf ihre Mit-
wirkungspflicht hingewiesen. Sie ist angehalten, der Beschwerdegegnerin 
nun die für die Abklärungen nötigen, vollständigen Unterlagen und Informa-
tionen zukommen zu lassen. 

3.2 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde, soweit darauf einzutre-
ten ist, gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist aufzuhe-
ben und die Sache ist ins Einspracheverfahren zurückzuversetzen, damit 
die vorstehenden Abklärungen vorgenommen werden und danach ein neu-
er Einspracheentscheid erlassen wird. 

4.

4.1 Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 61 Ingress ATSG 
i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 24. März 2010 betref-
fend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret; VKD; 
BSG 161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrenskosten bestehen 
aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). Die Behörde 
setzt die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenordnung nach 
pflichtgemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die Gebühren für 

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die Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsgericht betragen 
auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis Fr. 2'500.-- 
(Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei 
denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verle-
gung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskos-
ten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Beschwerdeführerin hat das 
vorliegende Beschwerdeverfahren durch ihr Verhalten mit verursacht, in-
dem sie im Verwaltungsverfahren die für die Beurteilung des Sachverhalts 
notwendigen Unterlagen trotz mehrmaliger Aufforderung nicht (vollständig) 
einreichte (vgl. AB 29). Dieses Verhalten gebietet, ihr die Hälfte der Verfah-
renskosten aufzuerlegen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 500.--, haben demnach die Parteien je hälftig – ausmachend je 
Fr. 250.-- – zu tragen. Der Anteil der Beschwerdeführerin wird aus dem 
geleisteten Kostenvorschuss entnommen; die Restanz des Vorschusses 
von noch Fr. 250.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet. 

4.2 Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat nach kon-
stanter Praxis trotz ihres Obsiegens keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung, da der Aufwand zur Wahrung ihrer Interessen den Rahmen 
dessen nicht überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbare-
rweise nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf 
sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 
S. 51 E. 9.2.1).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird die Beschwerde gutgeheissen, der 
angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse des Kantons 
Bern vom 29. Januar 2021 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen verfahre und danach einen neuen Einspracheentscheid erlässt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden den Parteien je hälftig 
– ausmachend je Fr. 250.-- – zur Bezahlung auferlegt. Die der Be-
schwerdeführerin auferlegten Verfahrenskosten werden dem geleiste-
ten Kostenvorschuss entnommen. Der Rest des Kostenvorschusses, 
ausmachend Fr. 250.--, wird nach Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.