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**Case Identifier:** 6096db11-ff00-5925-b36e-4c2f9db85139
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.05.2008 IV 2006/252
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-252_2008-05-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/252

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.06.2020

Entscheiddatum: 08.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 08.05.2008
Art. 6 ATSG Beweiswert von Arztberichten. Die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in einem schlüssigen Arztbericht zum relevanten Zeitpunkt 
wird durch Arztberichte in einem späteren Zeitpunkt nicht erschüttert 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Mai 
2008, IV 2006/252).

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Marie 

Löhrer, Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Iris Scherer

Entscheid vom 8. Mai 2008

in Sachen

H.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Gemperli, LL.M., Museumstrasse 47, 

Postfach, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.   

A.a  H.___, geboren 1956, meldete sich am 23. Oktober 2003 bei der IV-Stelle zum 

Bezug von Leistungen (Umschulung und Rente) an. Dabei gab er an, seit zehn Jahren 

unter starken Schmerzen im Schulterbereich mit Ausstrahlung bis zu den Händen zu 

leiden. Zudem habe er einen Herzklappendefekt, der im April 2003 operiert worden sei. 

Seit der Operation würden die Schmerzen immer schlimmer, da er wegen der 

Blutverdünnung viele Medikamente nicht mehr einnehmen könne. Von 2001 bis 2002 

sei er bei Dr. med. A.___ in Behandlung gewesen. Seit Sommer 2001 werde er von Dr. 

med. B.___, und seit Sommer 2002 von C.___, praktischer Arzt, behandelt. Zum 

beruflichen Werdegang gab er an, dass er eine Lehre als Metallbauschlosser habe 

abbrechen müssen und seit April 2000 als Qualitätskontrolleuer der Warenannahme 

von D.___ arbeite, wofür er ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4'630.-- erhalte 

(act. G 7.1.1).

A.b Am 10. Februar 2003 diagnostizierte Dr. med. E.___, FMH Physikalische Medizin, 

eine fixierte Kyphose der BWS mit Protraktion des Kopfes und Überlastungsschmerzen 

sternocostal beidseits sowie PHS beidseits. Er habe dem Versicherten eine 

Physiotherapie verordnet zwecks Verbesserung der Haltung mit Kräftigungsübungen 

für die Rückenstrecker und die Interscapulärmuskulatur plus Dehnübungen für den 

Pectoralis und ferner Triggerpunktmassage und Behandlung der druckschmerzhaften 

Sternocostalgelenke. Ziel sei, dass der Versicherte ein Heimprogramm habe, das er zu 

Hause selbst durchführen könne. Längerfristig wäre allenfalls eine medizinische 

Trainingstherapie ins Auge zu fassen, wobei aber vorerst das Resultat der 

Herzoperation abgewartet werden müsse. Sollten bei der nächsten Kontrolle keine 

neuen Aspekte auftreten, betrachte er die Behandlung als abgeschlossen (act. G 

7.1.12).

A.c  Am 20. Oktober 2003 berichtete Dr. med. F.___, Rheumatologie im Silberturm, 

dass sie folgende Diagnosen gestellt habe: 1. Positionsabhängig intermittierend 

mögliche Armplexusreizung bds. bei Wirbelsäulenfehlform mit langgezogener BWS-

hyperkyphose (Status nach Morbus Scheuermann thorakal); 2. Adipositas; 3. Valvuläre 

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Herzkrankheit - Aortenklappenersatz (Carbomedics 27mm) und Verschluss des offenen 

Foramen ovale (7. April 2003). Physiotherapeutische Instruktionen zur Aufdehnung der 

vorderen Throraxapertur und Aufrichtübungen (Entgegenwirkung der Kyphose) habe 

der Versicherte offenbar bereits mehrfach erhalten, und es gehe um die tägliche 

Umsetzung. Der Einwand der Ehefrau, dass die Schichtarbeit dies verunmögliche, 

spreche für die vorderhand noch ungenügende Motivation. Die bestehende ungünstige 

Fehlstatik (Hyperkyphose der BWS, Kopf- und Schulterprotraktion) erfordere ein 

regelmässiges, möglichst aktives Entgegenwirken mit Dehnen der verkürzten 

Strukturen und Kräftigung der Rumpfmuskulatur. Aus rheumatologischer Sicht bestehe 

keine Arbeitsunfähigkeit; dies wäre lediglich bei einem mit häufigem Überkopfarbeiten 

verbundenen Beruf (z.B. Flachmaler) gegeben, da durch die Fehlhaltung 

Überkopfarbeiten erschwert seien (act. G 7.1.12).

A.d Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 19. November 2003 verdiente der 

Versicherte als Qualitätsprüfer bei D.___ in den Jahren 2001 Fr. 61'594.84, 2002 

Fr. 62'830.80 und 2003 Fr. 17'281.10 (AHV-pflichtiges Einkommen ohne 

Ersatzleistungen). Der aktuelle Monatslohn betrug Fr. 4'630.-- bei einem 100 Prozent 

Pensum (vgl. act. G 7.1.11).

A.e Am 16. Dezember 2003 beurteilte med. pract. C.___ den Gesundheitszustand des 

Versicherten als besserungsfähig. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit hielt er eine valvuläre Herzkrankheit mit Status nach 

Aortenklappenersatz und Verschluss des offenen foramen ovale am 7. April 2003, ein 

Schulter-/Armsyndrom bei Hyperkyphose der BWS und Fehlhaltung der HWS, 

Polyarthrosen sowie eine Migräne acompagnée und eine depressive Entwicklung mit 

depressiver Schmerzverarbeitung fest. Vom 9. Dezember 2002 bis 7. September 2003 

habe die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

zwischen 50 und 100 Prozent geschwankt. Seit dem 8. September 2003 betrage sie 50 

Prozent. Seitens der Herzerkrankung habe der Versicherte aber wieder die volle 

Leistungsfähigkeit erlangt, und die verbliebene Arbeitsunfähigkeit beruhe auf den 

Schulter- und Armbeschwerden. Er verweise auf die Berichte von Dr. E.___ und von Dr. 

F.___. Beide seien zum Schluss gekommen, dass die Beschwerden bei adäquater 

Selbsttherapie reduzierbar seien und nicht imstande wären, einen Fortbestand der 

Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Er habe dem Versicherten mitgeteilt, dass er nicht 

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weiter bereit sei, über den 1. April 2004 hinaus eine Arbeitsunfähigkeit von 50% 

hinzunehmen. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit müsste von einem rheumatologischen 

oder orthopädischen Fachkollegen attestiert werden. Damit es nicht zu einer 

depressiven Fixation der Arbeitsunfähigkeit komme, halte er eine 

Arbeitsplatzbeurteilung und eine Beratung des Versicherten und des Arbeitgebers zu 

einer Wiederetablierung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit durch die IV für 

zweckmässig. Die bisherige Tätigkeit sei beschränkt noch ganztags zumutbar. Müsse 

der Versicherte nicht in gekühlten Innenräumen arbeiten und keine grossen Lasten 

schleppen oder heben, sei eine volle Arbeitsleistung erreichbar. Eine Berentung halte er 

nicht für gerechtfertigt. Er sei überzeugt, dass bei einer adaptierten Tätigkeit keine 

Arbeitsfähigkeitsverminderung mehr bestehen würde (act. G 7.1.12 ; vgl. G 7.1.48).

A.f Am 21. Januar 2004 teilte Dr. med. B.___, FMH Kardiologie, mit, dass die 

Wiederaufnahme der früheren Arbeit aus kardialer Sicht seit dem 24. Juli 2003 möglich 

sei, wobei keine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe (act. G 7.1.16).

A.g Am 15. März 2004 teilte med. pract. C.___ mit, dass der Versicherte grundsätzlich 

zu 100 Prozent arbeitsfähig sei. Zur Zeit betrage die Arbeitsfähigkeit jedoch nur 50 

Prozent, da er sich wahrscheinlich Gewebe in der Schulter eingeklemmt habe, weshalb 

er ihn an einen Orthopäden überwiesen habe, der die Situation erst sichten müsse. Es 

sei auch möglich, dass eine Operation notwendig werde (act. G 7.1.19).

A.h Am 27. April 2004 berichtete Dr. med. G.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, 

dass er Folgendes diagnostiziert habe: Beidseitiges subcraniales Impingementsyndrom 

bei kernspintomographisch linksseitig nachgewiesenen degenerativen Veränderungen 

der Supraspinatussehne, Zustand nach Aortenklappenersatz und Antikoagulation mit 

Marcomar (7. April 2003). Wegen der Schulterproblematik sei der Versicherte zur Zeit 

nur zu 50 Prozent arbeitsfähig (act. G 7.1.22).

A.i  Am 29. Juli 2004 stellten Dr. med. I.___, Assistenzarzt, und Dr. med. J.___, 

Oberassistenzarzt Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen, 

anlässlich der Nachkontrolle folgende Diagnosen: Status nach Schulterarthroskopie mit 

subacromialer Dekompression links am 14.06.2004, Subacromiales Impingement 

Schulter rechts und Status nach mechanischem Herzklappenersatz. Von Seiten der 

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operierten linken Schulter hätten sich die Beschwerden des Versicherten verbessert. Es 

bestünden noch Restschmerzen bei Abduktion über die Horizontale. Bei der rechten 

Schulter würden weiterhin schmerzhafte Impingement-Zeichen bestehen. Sie würden 

das Fortführen der Physiotherapie auch mit einem Heimprogramm zur Steigerung der 

Beweglichkeit empfehlen. Der Versicherte wolle im kommenden Jahr auch die rechte 

Schulter operieren lassen (act. G 7.1.27).

A.j  Am 31. August 2004 teilte med. pract. C.___ mit, dass die bisherige Tätigkeit noch 

zumutbar sei. Er empfehle eine Abklärung des Arbeitsplatzes, um die Frage zu klären, 

ob und in welchem Umfang eine Arbeit am bisherigen Arbeitsplatz möglich sein werde. 

Er kenne die Arbeit in diesem Fall zu wenig. Andere Tätigkeiten seien dem Versicherten 

zumutbar, soweit es sich nicht um Arbeit in oder oberhalb der Horizontalen (Heben, 

Ziehen, Stossen schwerer Lasten) handle. Das Ausmass der verbleibenden 

Einschränkung könne erst dann korrekt beurteilt werden, wenn die aktuelle 

Rehabilitation der linken Schulter und der vermutlich noch bevorstehende Eingriff an 

der rechten Schulter gemacht sein würden. Letztlich aber werde dies nach Abschluss 

der Behandlung und nach Vorliegen der Arbeitsplatzabklärung am besten das 

Kantonsspital St. Gallen beurteilen können (act. G 7.27).

A.k  Dem Fragebogen für Arbeitgeber vom 1. Oktober 2004 lässt sich entnehmen, dass 

der Versicherte vom 11. Juni bis 25. Juli 2004 krankheitsbedingt am Arbeitsplatz 

abwesen war. Danach arbeitete er bis zum 31. Juli 2004 bei einer Arbeitsunfähigkeit 

von 50 Prozent (act. G 7.1.31). Ab dem August 2004 arbeitete der Versicherte wieder 

voll, wobei es seitdem keine krankheitsbedingte Ausfälle mehr gegeben habe, wie die 

Arbeitgeberin am 15. März 2005 berichtete (act. G 7.1.32).

A.l  Am 18. April 2005 teilte med. pract. C.___ mit Verlaufsbericht mit, dass sich die 

Diagnose nicht geändert, der Gesundheitszustand sich aber verbessert habe. Von 

Seiten des Herzens würden keine arbeitseinschränkenden Beschwerden mehr 

bestehen. Die Impingement-Symptomatik an der linken Schulter sei am 14. Juni 2004 

sehr erfolgreich operativ saniert worden. Nach seinen Kenntnissen sei kein weiterer 

diesbezüglicher operativer Eingriff mehr vorgesehen. Seit dem 2. August 2004 arbeite 

der Versicherte wieder zu 100 Prozent. Ständige therapeutische Massnahmen seien 

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nicht mehr erforderlich, allenfalls NSAR kurzzeitig bei Auftreten von 

Gelenkbeschwerden (act. G 7.1.34).

A.mMit Verfügung vom 12. Januar 2006 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen den 

Anspruch auf berufliche Massnahmen ab. Da der Versicherte gemäss ihren 

Abklärungen angemessen eingegliedert sei, seien berufliche Massnahmen nicht 

notwendig (act. G 7.1.39).

A.n Mit Verfügung vom 21. März 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten 

rückwirkend eine befristete ordentliche IV-Rente für die Zeit vom 1. Januar 2003 bis 31. 

Juli 2004 zu, wegen langdauernder Krankheit, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

50% (Valideneinkommen Fr. 61'100.--, Invalideneinkommen Fr. 30'500.--: act. G 

7.1.44).

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 21. März 2006 erhob der Versicherte am 15. April 2006 

Einsprache. Er sei zwar einverstanden mit der halben Rente, jedoch nicht mit der 

Befristung dieser Leistung, da sein gesundheitliches Problem unvermindert weiter 

bestehe und seine Angaben in der IV-Meldung weiterhin zutreffend seien. Durch die 

Operation im Juni 2004 hätten sich seine Gelenkschmerzen nicht wesentlich gebessert, 

und er müsse immer noch täglich Schmerztabletten schlucken, ansonsten könnte er 

überhaupt nicht arbeiten (act. G 7.1.47).

B.b Mit Entscheid vom 24. Oktober 2006 lehnte die IV-Stelle die Einsprache ab. Med. 

pract. C.___ habe im Verlaufsbericht vom 18. April 2005 bestätigt, dass sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten verbessert habe, dass die Schulteroperation 

sehr erfolgreich verlaufen sei und er seit August 2004 wieder am angestammten 

Arbeitsplatz arbeite. Ein davon abweichendes Zeugnis, das eine andere Einschätzung 

des Gesundheitszustands rechtfertigen würde, habe der Einsprecher nicht eingereicht. 

Er behaupte auch keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern 

bestätige sogar, dass er zu 100 Prozent arbeite, was eine invaliditätsbegründende 

Erwerbsunfähigkeit von vorneherein ausschliesse (act. G 7.1.51).

C.  

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C.a Am 23. November 2006 lässt der Versicherte Beschwerde führen und beantragen, 

der Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2006 sei aufzuheben, und dem 

Beschwerdeführer sei eine halbe und unbefristete Invalidenrente zuzusprechen, unter 

Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu 

gewähren sei. Eventualiter sei die verbleibende Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Erwerbstätigkeit durch ein MEDAS-Gutachten neu festzulegen. Das Verfahren vor dem 

Versicherungsgericht sei zu sistieren, bis ein ärztlicher Bericht des Schmerzzentrums 

des Kantonsspitals St. Gallen vorliege. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner 

wirtschaftlichen Situation gezwungen, eine Erwerbstätigkeit auszuführen, die ihm 

aufgrund seiner Beschwerdesituation nicht zumutbar sei und in Zukunft gesundheitlich 

auch nicht mehr möglich sein werde. Dies werde durch die nachzureichenden 

entsprechenden Atteste des Kantonsspitals belegt werden können. Entsprechend 

könne es auch keine Rolle spielen, ob der Beschwerdeführer zur Zeit ein 80-Prozent-

Pensum in der bisherigen Tätigkeit ausführe. Beim Einkommensvergleich sei die 

Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit massgebend. Die jetzige Tätigkeit sei nicht mehr 

zumutbar. Der Beschwerdeführer könne sie nur unter gleichzeitiger Einnahme von 

massivsten Schmerzmitteln bewältigen. Eine Überweisung an den Schmerzspezialisten 

sei bereits veranlasst worden, und die Befunde würden Klarheit schaffen (act. G 1).

C.b Mit Verfügung vom 24. November 2006 und vom 2. April 2007 sistiert die 

Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts vorübergehend das Beschwerdeverfahren 

(act. G 2 und 4).

C.c Am 29. Mai 2007 lässt der Beschwerdeführer die Berichte der Klinik "Orthopädie 

am See" in Kreuzlingen, des Röntgeninstituts und MR Zentrums in St. Gallen und des 

Hausarztes med. pract. C.___ einreichen. Bei Durchsicht der Berichte werde ersichtlich, 

dass die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers bereits im Zeitpunkt des 

Einspracheentscheids ungewiss bzw. nicht genügend eruiert gewesen sei und der 

Beschwerdeführer nach Einschätzung des Hausarztes im derzeitigen Zeitpunkt sowie 

für längere Zeit maximal zu 50 Prozent einsetzbar sein werde. Die Berichte der 

Orthopädie am See sowie des Röntgeninstituts würden das gleiche Bild zeigen. Die 

gesundheitliche Situation sei durch die Beschwerdegegnerin nicht genügend abgeklärt 

worden, und der Zustand habe sich nicht verbessert. Weitere Abklärungen seien 

unmittelbar geplant bzw. unerlässlich (vgl. act. G 5 und 5.1.1 bis 5.1.3).

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C.d Am 13. Juni 2007 reicht der Beschwerdeführer ein Attest von Dr. med. K.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Orthopädie am See, vom 24. Mai 2007 ein, 

wodurch die bereits getätigten Ausführungen untermauert würden (act. G 8).

C.e Mit Schreiben vom 4. Juli 2007 verzichtet der Beschwerdeführer auf eine Replik 

und hält an seinen Ausführungen fest (act. G 10). Mit Schreiben vom 11. Juli 2007 

verzichtet die Beschwerdegegnerin sinngemäss auf eine Duplik (act. G 12).

Erwägungen:

1.   

Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung 

einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen 

Einspracheentscheids (hier: 24. Oktober 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 

V 4 E. 1.2 neues Fenster mit Hinweis). Ferner sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich 

diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 

führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329 neues Fenster, 127 V 467 E. 1 

neues Fenster). Daher finden bei der Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs 

die auf den 1. Januar 2008 eingetretenen Änderungen des IVG keine Anwendung.

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

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https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx130xVx329_334&AnchorTarget=BGEx130xVx329
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx127xVx466_474&AnchorTarget=E1
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx127xVx466_474&AnchorTarget=E1

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2.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

2.3  Nach Art. 88a IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer 

Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Abs. 2), bei einer 

Verbesserung von dem Zeitpunkt an, in dem angenommen werden kann, dass sie 

voraussichtlich längere Zeit dauern wird, in jedem Fall nachdem sie ohne wesentliche 

Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 

wird (Abs. 1).

3.   

3.1  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. In diesem 

Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche 

Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a; BGE 100 V 52 = ZAK 1985, 53, 

E. 4a mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt in Bezug auf alle Unterlagen der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 122 V 157; BGE 123 V 331 E. 1c).

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3.2  Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch ab dem 1. August 2004. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass des Einspracheentscheids am 24. Oktober 

2006 auf den Verlaufsbericht des Hausarztes C.___ vom 18. April 2005. Diesem ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 2. August 2004 wieder zu 100 

Prozent arbeite und auch, dass keine ständigen therapeutischen Massnahmen mehr 

notwendig seien. Der Gesundheitszustand habe sich verbessert, wobei die letzte 

ärztliche Kontrolle am 18. April 2005 stattgefunden habe. Es gibt keinen Hinweis 

darauf, dass der Beschwerdeführer Arbeitsleistungen erbringen würde, die ihm 

aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht zumutbar wären. Bereits am 31. August 

2004 hatte der Hausarzt die bisherige Tätigkeit für grundsätzlich zumutbar erklärt, 

obwohl er betreffend Beurteilung der Arbeitsfähigkeit noch die vollständige 

Rehabilitation abwarten wollte. Die Arbeitgeberin hielt im Oktober 2004 im Fragebogen 

für Arbeitgeber fest, dass der Beschwerdeführer wieder voll arbeiten könne und es 

keine krankheitsbedingten Ausfälle mehr gebe. Der Lohn von Fr. 4'700.-- entspreche 

einer vollen Leistung (vgl. act. G 7.1.31). Abweichende Einschätzungen lassen sich den 

Akten nicht entnehmen. Es gibt auch keine Hinweise, die weitere medizinische 

Abklärungen notwendig gemacht hätten. Die Berichte des behandelnden Arztes sind 

für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 

berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten 

abgegeben worden. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein (BGE 125 V 352 E. 3a). Die 

entscheidenden Voraussetzungen für den Beweiswert eines Arztberichts sind damit 

erfüllt. Damit ist darauf abzustellen. Auch machte der Beschwerdeführer in der 

Einsprache keine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend noch 

protestierte er gegen den ablehnenden Entscheid betreffend berufliche Massnahmen, 

weil die von ihm ausgeübte Tätigkeit nicht zumutbar sei. Die vom Beschwerdeführer im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichte datieren alle aus dem Jahre 2007 und 

konnten daher im Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2006 nicht berücksichtigt 

werden. Doch auch ihnen lässt sich keine anspruchsbeeinflussende Änderung 

entnehmen, die bei Erlass des Einspracheentscheids bereits ohne wesentliche 

Unterbrechung drei Monate bestanden hätte und gemäss Art. 88a IVV hätte 

berücksichtigt werden müssen. Soweit beim Beschwerdeführer in der Zwischenzeit 

tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sein sollte, 

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steht ihm die Möglichkeit offen, sich erneut bei der IV-Stelle anzumelden. Im 

vorliegenden Verfahren besteht jedoch kein Grund, die Einschätzung des 

behandelnden Arztes anzuzweifeln.

3.3  Zusammenfassend lässt sich die von der Beschwerdegegnerin festgestellte 

zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100 Prozent ab 1. August 2004 auch unter 

Mitberücksichtigung der der Beschwerde beigelegten Berichte nicht beanstanden. 

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das 

Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter 

Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten 

an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, ist auf die Abnahme weiterer 

Beweise zu verzichten (antipizierte Beweiswürdigung; Urteil vom 27. April 2005 I 

769/04 E. 3 mit Hinweisen). Angesichts dessen, dass die Akten eine zuverlässige 

Beurteilung der Auswirkungen des Gesundheitszustands auf die Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit zulassen, kann das Gericht von den beantragten 

Abklärungsmassnahmen absehen, da von ihnen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten 

sind.

4.   

4.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2  Es besteht bei diesem Ausgang des Verfahrens kein Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Der Beschwerdeführer hat aber ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung stellen lassen. Aufgrund der eingereichten Unterlagen sind die 

Voraussetzungen erfüllt, sodass die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen 

ist. Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Gemperli, St. Gallen, wird zum Beistand bestimmt. 

Die Höhe der Entschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen. Eine 

Entschädigung von Fr. 3'500.-- erscheint als angemessen. Diese Entschädigung ist in 

Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes um 20 % auf 

Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu kürzen.

4.3  Gemäss lit. b der Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember 

2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen 

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Einsprachen das bisherige Recht. Somit gelangt Art. 69 Abs. 1  IVG zur Kostenpflicht 

von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen im 

kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur Anwendung. Gerichtskosten sind somit keine zu 

erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung entschädigt der 

Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.--.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.05.2008
	Art. 6 ATSG Beweiswert von Arztberichten. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einem schlüssigen Arztbericht zum relevanten Zeitpunkt wird durch Arztberichte in einem späteren Zeitpunkt nicht erschüttert (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Mai 2008, IV 2006/252).

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