# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 896ec8f4-2e9a-55f5-a18a-2ed38ea75374
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 29.02.2016 ZK2 2014 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2014-24_2016-02-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Februar 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 14 24 03. März 2016

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
Richter Hubert und Schnyder
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
HSG Daniel C. Walder, c/o Walder Anwaltskanzlei AG, Forchstrasse 33, Postfach 
1012, 8032 Zürich, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 28. Januar 2014, mitgeteilt am 10. 
April 2014, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen die 
Y . _ _ _ _ _ G m b H , Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. HSG David Brassel, c/o Mätzler & Partner, Grossfeldstrasse 45, 7320 
Sargans,

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 24./27. November 2009 schlossen X._____ (Arbeitnehmer) und die 
Y._____GmbH (Arbeitgeberin; nachfolgend Y._____GmbH) einen Arbeitsvertrag 
ab, welcher mit Änderungsvertrag vom 25. Januar 2010 angepasst wurde. 
Gemäss Arbeitsvertrag wurde X._____ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 als 
Shop-Manager des Y._____-Shops in O.1_____ angestellt. In der Stellenbe-
schreibung wurde die betreffende Stelle als Fachverkäufer bezeichnet, dessen 
Aufgabengebiet in der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung des Y._____-
Shops in O.1_____ bestand. Für diese Tätigkeit wurde ein Jahresgehalt in Höhe 
von Fr. 78'000.-- brutto vereinbart, welches nach Abzug der gesetzlichen Abgaben 
in 12 gleichen Teilbeträgen (Fr. 6'500.-- brutto pro Monat) ausgezahlt werden soll-
te. Für den Fall der erfolgreichen Erfüllung der von der Geschäftsführung festzu-
setzenden Kennziffern oder Schwerpunktaufgaben bestand ab dem Jahr 2010 
zudem die Möglichkeit des Erhalts einer Zielprämie von bis zu Fr. 5'000.-- pro 
Jahr. Mit Schreiben vom 20. Juni 2011 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsver-
hältnis per 30. September 2011. Aufgrund der Sperrfrist infolge Krankheit verlän-
gerte sich dieses bis zum 31. Dezember 2011. Nach Beendigung des Arbeitsver-
hältnisses verlangte X._____ eine Auszahlung von Überstunden, Überzeit sowie 
Ferientagen, was von Seiten der Y._____GmbH verweigert wurde.

B. In der Folge meldete X._____ seine Klage am 14. Dezember 2011 bei der 
Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja mit folgendem Rechtsbegehren an:

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 
29'900.00 abzüglich Sozialleistungen im gesetzlichen und vertraglichen 
Umfange zuzüglich 5% Zins seit 1. Oktober 2011 zu bezahlen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, innert 10 Tagen nach Rechtskraft des 
Urteils eine detaillierte Lohnabrechnung zu erstellen, aus der die Sozi-
alversicherungsabzüge sowie der auf die Beklagte als Arbeitgeberin 
entfallende Teil der Sozialversicherungsbeiträge hervorgeht. Den auf 
diese Weise resultierenden Gesamtbetrag habe die Beklagte mit den 
zuständigen Sozialversicherungsstellen abzurechnen und dem Kläger 
innert gleicher Frist eine detaillierte Lohnabrechnung zuzustellen.

3. Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich der Kläger die Geltendmachung 
weiterer Ansprüche (insb. Lohn-/Krankentaggelder ab Fälligkeit) ge-
genüber der Beklagten ausdrücklich vorbehält.

4. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge zuzüglich MWST zulasten der Beklagten."

Da die beklagte Partei zur auf den 9. August 2012 angesetzten Schlichtungsver-
handlung nicht erschien, wurde X._____ gleichentags die Klagebewilligung erteilt.

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C. Am 12. November 2012 legte X._____ dem Bezirksgericht Maloja seine 
unbegründete Klage vor, wobei er seine Forderung gemäss Rechtsbegehren 1 auf 
Fr. 29'000.-- reduzierte.

D.1. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Januar 2013, zu welcher mit pro-
zessleitender Verfügung vom 14. Januar 2013 vorgeladen worden war und an 
welcher der Kläger sowie die Rechtsvertreter beider Parteien teilnahmen, bestätig-
te der Kläger seine Rechtsbegehren. Zudem machte dessen Rechtsvertreter im 
Rahmen seines Parteivortrags erstmals geltend, dass der Kläger die Stelle bei der 
Beklagten bereits am 23. November 2009 und nicht erst am 1. Dezember 2009 
angetreten habe, infolgedessen ihm für sechs Arbeitstage im November 2009 ein 
Anspruch auf Lohn von insgesamt Fr. 1'793.10 zustehe. Die Beklagte liess die 
vollumfängliche Klageabweisung beantragen; unter voller gerichtlicher und aus-
sergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu 
Lasten des Klägers.

2. Im Anschluss an die Hauptverhandlung erliess das Bezirksgericht Maloja 
am 30. Januar 2013 die Beweisverfügung und nahm in der Folge weitere Beweis-
mittel ab.

3. Mit Schreiben vom 26. August 2013 teilte der Bezirksgerichtspräsident den 
Parteien mit, dass das Verfahren ohne ihren Gegenbericht bis zum 6. September 
2013 schriftlich weitergeführt werde. Gleichzeitig hielt er fest, dass sie die Gele-
genheit erhalten würden, ihre Schlussvorträge zu den Zeugeneinvernahmen und 
zu den eingeholten Editionen in schriftlicher Form einzureichen.

E. Nachdem die Parteien innert Frist keine Einwände gegen die vorgeschla-
gene Vorgehensweise angemeldet und ihre schriftlichen Schlussvorträge am 17. 
Oktober bzw. 11. November 2013 eingereicht hatten, führte das Bezirksgericht 
Maloja die Hauptverhandlung am 28. Januar 2014 weiter. Mit Entscheid vom sel-
ben Tag, mitgeteilt am 10. April 2014, erkannte es wie folgt:

"1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Kläger hat die Beklagte mit CHF 11'432.10 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

(Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

5. (Mitteilung)."

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Das Bezirksgericht Maloja kam in seiner Begründung zum Schluss, der Kläger 
habe nicht nachweisen können, dass er die Stelle bei der Beklagten als Shop-
Manager für den Laden in O.1_____ bereits am 23. November 2009 angetreten 
habe. Weiter sei auch der von ihm geltend gemachte Anspruch auf Entschädigung 
der Mehrarbeit sowie behaupteter, nicht bezogener Ferientage nicht ausgewiesen.

F. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 27. Mai 2014 Be-
rufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei er die folgenden 
Anträge stellte:

"1. Es sei in Gutheissung dieser Berufung der Entscheid des Bezirksge-
richts Maloja vom 28. Januar 2014 aufzuheben;

2. Die Berufungsbeklagte sei teilklageweise zu verpflichten, dem Beru-
fungskläger den Betrag von CHF 29'000.00 abzüglich Sozialleistungen 
im gesetzlichen und vertraglichen Umfange zuzüglich 5% Zins seit 1. 
Oktober 2011 zu bezahlen;

3. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, innert 10 Tagen nach 
Rechtskraft des Urteils eine detaillierte Lohnabrechnung zu erstellen, 
aus der die Sozialversicherungsabzüge sowie der auf die Berufungs-
beklagte als Arbeitgeberin entfallende Teil der Sozialversicherungsbei-
träge hervorgeht. Den auf diese Weise resultierenden Gesamtbetrag 
habe die Berufungsbeklagte mit den zuständigen Sozialversicherungs-
stellen abzurechnen und dem Berufungskläger innert gleicher Frist ei-
ne detaillierte Lohnabrechnung zuzustellen;

4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich der Berufungskläger die 
Geltendmachung weiterer Ansprüche (insb. Lohn-/Krankentaggelder 
ab Fälligkeit) gegenüber der Berufungsbeklagten ausdrücklich vor-
behält;

5. Eventualiter sei in Gutheissung dieser Berufung der Entscheid des Be-
zirksgerichts Maloja vom 28. Januar 2014 aufzuheben und die Sache 
im Sinne der Erwägungen zur neuen Beurteilung und Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen;

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) gemäss dem 
Ausgang des Verfahrens.

Prozessuale Anträge

7. Es seien die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens vor dem Bezirks-
gericht Maloja (Prozess Nr. _____) beizuziehen;

8. Es sei gem. Art. 316 Abs. 2 ZPO ein zweiter Schriftenwechsel anzu-
ordnen, eventualiter seien die Parteien gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO zu 
einer mündlichen Verhandlung vorzuladen."

Im Wesentlichen werden der Vorinstanz Verletzungen des rechtlichen Gehörs, der 
Beweisregeln, des Willkürverbots sowie zahlreicher Bestimmungen des Obligatio-
nenrechts, des Arbeitsgesetzes und der Zivilprozessordnung vorgeworfen. Entge-
gen der Annahme der Vorinstanz sei der Berufungskläger kein leitender Angestell-

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ter gewesen, weshalb er ohne weiteres Ansprüche aus Mehrarbeit geltend ma-
chen könne. Im Übrigen seien die Ansprüche des Berufungsklägers für diese 
Mehrarbeit sowie seine nichtbezogenen Ferien von der Berufungsbeklagten aner-
kannt. Ausgewiesen seien sodann auch die Ansprüche des Berufungsklägers auf 
Lohn für die Zeitdauer vom 23. bis 27. November 2009.

G. Mit Berufungsantwort vom 4. Juli 2014 beantragte die Y._____GmbH die 
vollumfängliche Abweisung der Berufung; unter vollumfänglicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklägers. In prozessualer Hinsicht stellte 
sie den Antrag, die Berufung aufgrund der Akten zu entscheiden und von der 
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer mündlichen Verhandlung 
abzusehen (Art. 316 ZPO). Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Malo-
ja sei korrekt und nicht zu beanstanden. Namentlich habe sich das Bezirksgericht 
als erste Instanz ausgiebig und mit der nötigen Sorgfalt mit dem Sachverhalt, den 
Parteianträgen und den Beweismitteln befasst und einen angemessenen und gut 
begründeten Entscheid gefällt.

H. Innert erstreckter Frist liess X._____ seine Replik mit Eingabe vom 25. Sep-
tember 2014 einreichen, in welcher an den in der Berufungsschrift vom 27. Mai 
2014 gestellten Anträgen festgehalten wurde. Ergänzend beantragte er was folgt:

"9. Die Vorinstanz sei aufzufordern, ein genaues Aktenverzeichnis zu er-
stellen, aus welchem hervorgeht, welche Akten Prozessgegenstand 
bilden, indem jedes Aktenstück benannt bzw. betitelt und mit einem 
Datum versehen wird. Sodann sei den Parteien noch einmal eine kurze 
Frist zur Stellungnahme/Äusserung anzusetzen."

Der Berufungskläger rügt, das vorinstanzliche Aktenverzeichnis sei offensichtlich 
immer noch nicht vollständig bzw. nicht genügend aufgeschlüsselt. Es könne nicht 
Aufgabe der Parteien sein, ein Aktenverzeichnis selbst noch einmal verfeinern 
oder die Arbeit der Vorinstanz kontrollieren zu müssen. Jedenfalls wisse er noch 
immer nicht, ob alle – auch für den Entscheid des Kantonsgerichts - relevanten 
Akten vorhanden seien.

I. Ebenfalls innert erstreckter Frist ging beim Kantonsgericht von Graubünden 
am 11. November 2014 die Duplik der Berufungsbeklagten, datiert vom 10. No-
vember 2014, ein, in welcher an den in der Berufungsantwort vom 4. Juli 2014 
gestellten Rechtsbegehren festgehalten wurde. In Bezug auf das vom Berufungs-
kläger mit Replik vom 25. September 2014 neu gestellte Rechtsbegehren Ziffer 9 
beantragte die Berufungsbeklagte die kosten- und entschädigungspflichtige Ab-
weisung.

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Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Maloja stellt einen erstin-
stanzlichen Endentscheid dar, welcher gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO mit Beru-
fung anfechtbar ist. Der für die Berufung in vermögensrechtlichen Angelegenhei-
ten erforderliche Streitwert von Fr. 10'000.-- (Art. 308 Abs. 2 ZPO) ist vorliegend 
ebenfalls erreicht, macht der Berufungskläger gegenüber der Berufungsbeklagten 
doch eine Forderung in Höhe von Fr. 29'000.-- geltend. Schliesslich ist das Kan-
tonsgericht von Graubünden gemäss Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) auch sachlich zur 
Beurteilung der Berufung zuständig. Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zu-
ständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Obligationen-
rechts bei der II. Zivilkammer (Art. 7 der Verordnung über die Organisation des 
Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

b. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift-
lich und begründet einzureichen. Der Berufungskläger reichte die Berufung gegen 
den Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 28. Januar 2014, mitgeteilt am 10. 
April 2014, unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom 13. bis 27. April 
2014 (Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO) mit Eingabe vom 27. Mai 2014 in jedem Fall frist-
gerecht ein. Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass 
darauf eingetreten werden kann. 

2. Gegenstand der vorliegenden Berufung bilden mehrere Fragen in Zusam-
menhang mit geltend gemachten Entschädigungsansprüchen aus Arbeitsvertrag. 
Unter den Parteien unbestritten ist, dass sie am 24./27. November 2009 einen 
schriftlichen und unbefristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen haben. Ebenfalls un-
bestritten ist, dass die Berufungsbeklagte das Arbeitsverhältnis am 20. Juni 2011 
per 30. September 2011 gekündigt hat und dass sich dieses aufgrund der Sperr-
frist infolge Krankheit des Berufungsklägers bis am 31. Dezember 2011 verlängert 
hat. Streitig sind hingegen der Beginn des Stellenantritts sowie die geltend ge-
machte Entschädigung für Überstunden, Überzeit und nicht bezogene Ferientage.

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3.a. In Bezug auf den vom Berufungskläger geltend gemachten Stellenanatritt 
zog die Vorinstanz in Erwägung, dieser habe nicht dargelegt, welche Urkunden 
den Stellenantritt per 23. November 2009 belegen sollen. Gegen einen Stellenan-
tritt per 23. November 2009 spreche auch das weitere Beweisergebnis. Zum einen 
sehe § 1 des am 24./27. November 2009 unterzeichneten Arbeitsvertrags vor, 
dass das Arbeitsverhältnis am 1. Dezember 2009 beginnen solle. Zum anderen 
habe die Personalleiterin der Berufungsbeklagten als Zeugin ausgesagt, der Beru-
fungskläger sei vom 24. bis 27. November 2009 in der Zentrale in Deutschland 
gewesen. Dieser Aufenthalt habe nicht zu seiner Einarbeitung gedient, sondern 
habe im Rahmen des Bewerbungsverfahrens stattgefunden. Dadurch habe die 
Berufungsbeklagte dem Berufungskläger die Möglichkeit geben wollen, das Un-
ternehmen kennenzulernen. Zudem sei die Idee gewesen, dass der Berufungsklä-
ger in dieser Zeit auch den Arbeitsvertrag unterzeichnen würde, was am 27. No-
vember 2009 geschehen sei. Für die Glaubwürdigkeit dieser Aussage spreche 
insbesondere, dass der Berufungskläger den Arbeitsvertrag am 27. November 
2011 (recte 2009) in der Zentrale in Deutschland unterzeichnet habe. Weitere Be-
weise, welche den Stellenantritt per 23. November 2009 belegen könnten, lägen 
nicht vor. Aufgrund des Gesagten stehe somit fest, dass der Stellenantritt per 23. 
November 2009 nicht ausgewiesen sei. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Par-
teien habe somit vom 1. Dezember 2009 bis 31. Dezember 2011 gedauert. Dem-
zufolge sei die Klage in der ersten vom Berufungskläger geltend gemachten Posi-
tion betreffend Lohn für die Zeit vom 23. bis 30. November 2009 in Höhe von Fr. 
1'793.-- nicht ausgewiesen (angefochtener Entscheid E. 4.b.bb und 4.c S. 6).

b. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar sieht § 1 (1) des zwi-
schen den Parteien abgeschlossenen Arbeitsvertrags – wie von der Vorinstanz 
zutreffend festgestellt – den Beginn des Anstellungsverhältnisses des Berufungs-
klägers mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 vor (KB 3 Beilage 2; BB 1). Aufgrund 
der Akten steht zugleich aber auch fest, dass sich der Berufungskläger bereits 
vom 24.-27. November 2009 in der Zentrale der Berufungsbeklagten in Y._____ 
aufgehalten hat, was von Letzterer denn auch ausdrücklich zugestanden wird. Be-
stritten wird hingegen die Behauptung des Berufungsklägers, wonach diese Tage 
der Einarbeitung gedient haben sollen. Es wird die Auffassung vertreten, dass es 
sich bei dieser Behauptung um eine neue Tatsache im Sinne von Art. 317 Abs. 1 
lit. b ZPO handle, welche im Berufungsverfahren zufolge verspäteten Vorbringens 
nicht mehr zu berücksichtigen sei. In diesem Zusammenhang ist zunächst zu prü-
fen, ob es sich beim Umstand, dass der Berufungskläger im vorinstanzlichen Ver-
fahren nebst einer Entschädigung für Überstunden, Überzeit und nicht bezogene 

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Ferientage neu zudem einen Lohnanspruch für die Zeit vom 23.-27. November 
2009 geltend gemacht hat, um eine zulässige oder eine unzulässige Klageände-
rung handelt. Während im ersten Fall einer Beurteilung der aufgeworfenen Frage 
durch die Vorinstanz nichts im Wege stand, hätte sie im letzten Fall auf diesen Teil 
der Klage mangels gehöriger Vermittlung gar nicht erst eintreten dürfen. Fakt ist, 
dass der Lohnanspruch für die Tage im November 2009 und somit für eine Zeit 
vor dem vertraglich vereinbarten Stellenantritt erstmals anlässlich der Hauptver-
handlung vor Bezirksgericht Maloja vom 29. Januar 2013 geltend gemacht wurde 
(Akten der Vorinstanz, Rechtsschriften, act. 3 S. 2) und hiervon im Rahmen der 
Vermittlungsverhandlung vom 9. August 2012 noch keine Rede war (KB 2). Die 
Vorinstanz hat darüber im angefochtenen Entscheid kein Wort verloren, obwohl 
dies seitens der Beklagten bemängelt wurde (Akten der Vorinstanz, Rechtsschrif-
ten, act. 3 S. 4).

c. Gemäss Art. 227 Abs. 1 ZPO ist eine Klageänderung zulässig, wenn der 
geänderte Grund oder neue Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurtei-
len ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang 
steht (lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt (lit. b). Der Begriff der Klageänderung 
meint Streitgegenstandsänderung, mithin Änderung des prozessualen Anspruchs 
während der Rechtshängigkeit vor Gericht (Daniel Willisegger, in: Spühler/Ten-
chio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. 
Aufl., Basel 2013, N 14 zu Art. 227 ZPO) bzw. die inhaltliche Änderung der Klage 
nach Eintritt der Rechtshängigkeit (Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 1 
und N 6 zu Art. 227 ZPO). Der Streitgegenstand ist eine prozessuale Form, die 
bestimmt, was das Gericht zu beurteilen hat und worüber die Parteien prozessie-
ren; er umreisst mithin das Streitprogramm. Der Bericht zum Vorentwurf zur ZPO 
hält fest, die Klageänderung könne in einer Änderung des Rechtsbegehrens oder 
in einer Änderung des Klagefundaments bestehen (Willisegger, a.a.O., N 5 f. zu 
Art. 227 ZPO; vgl. zum Ganzen auch Christoph Leuenberger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 1 zu Art. 227 ZPO). Ob die Vor-
aussetzungen für eine Klageänderung gegeben sind, stellt eine Prozessvoraus-
setzung dar (Art. 59 ZPO) und ist von Amtes wegen und somit ohne Parteiantrag 
zu prüfen. Sind die Voraussetzungen der Klageänderung nicht gegeben, tritt das 
Gericht auf die geänderten Teile der Klage nicht ein und beurteilt die ursprüngliche 
Klage, soweit diese nicht zurückgezogen wurde (Leuenberger, a.a.O., N 12 zu Art. 
227 ZPO; Willisegger, a.a.O., N 39 und N 55 f. zu Art. 227 ZPO). Im vorliegenden 

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Fall sind die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Klageänderung gemäss 
Art. 227 Abs. 1 lit. a ZPO erfüllt. Die eingeklagte Forderung wurde im Vergleich zur 
Vermittlungsverhandlung von Fr. 29'900.-- auf Fr. 29'000.-- reduziert, sodass auch 
für die Mitbeurteilung des neu geltend gemachten Lohnanspruchs nach wie vor 
das vereinfachte Verfahren (Art. 243 Abs. 1 ZPO) zur Anwendung gelangt. Im Üb-
rigen blieb das Rechtsbegehren unverändert. Zudem steht der geltend gemachte 
Lohnanspruch zweifelsohne in einem sachlichen Zusammenhang mit den vermit-
telten Ansprüchen, liegt doch allen eingeklagten Forderungen dasselbe Arbeits-
verhältnis zwischen denselben Parteien zugrunde. Damit erfüllt die Klageänderung 
die gesetzlichen Voraussetzungen für deren Zulässigkeit.

d. Mit Blick auf Art. 230 ZPO spricht auch in zeitlicher Hinsicht nichts gegen 
die Zulässigkeit der vorliegenden Klageänderung. Gemäss der genannten Be-
stimmung ist die Klageänderung in der Hauptverhandlung zwar nur noch zulässig, 
wenn die Voraussetzungen nach Art. 227 Abs. 1 ZPO gegeben sind (lit. a) und sie 
zudem auf neuen Tatsachen und Beweismitteln beruhen (lit. b). Wenngleich diese 
Bestimmung nach dem Wortlaut die Klageänderung an der Hauptverhandlung re-
gelt, handelt es sich genau genommen um die Klageänderung nach Aktenschluss 
(Leuenberger, a.a.O., N 1 zu Art. 230 ZPO; Thomas Engler, in: Gehri/Jent-Søren-
sen/Sarbach [Hrsg.], ZPO-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 1 zu Art. 230 
ZPO). Bei unmittelbarer Vorladung zur Hauptverhandlung ohne zweiten Schriften-
wechsel und Instruktionsverhandlung – wie es vorliegend der Fall war – tritt der 
Aktenschluss erst nach den ersten Parteivorträgen ein, denn in diesem Fall kön-
nen die Parteien noch bis zu den ersten Parteivorträgen an der Hauptverhandlung 
neue Tatsachen und Beweismittel vortragen, aber nicht mehr in den mündlichen 
Stellungnahmen dazu (Leuenberger, a.a.O., N 1a zu Art. 230 ZPO). Da der Beru-
fungskläger seine Lohnforderung für November 2009 nachweislich anlässlich sei-
nes ersten Parteivortrags im vorinstanzlichen Verfahren neu in den Prozess ein-
gebracht hat (Akten der Vorinstanz, Rechtsschriften, act. 3 S. 2), steht die recht-
zeitige Geltendmachung der Klageänderung ausser Frage. Handelt es sich nach 
dem Dargelegten aber um eine zulässige Klageänderung, erübrigt sich eine Aus-
einandersetzung mit der Frage, ob es sich bei der entsprechenden Behauptung 
um eine neue Tatsache im Sinne von Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO handelt, welche im 
Berufungsverfahren zufolge verspäteten Vorbringens nicht mehr zu berücksichti-
gen ist. Der betreffende Einwand der Berufungsbeklagten ist folglich unbegründet.

e. Wie bereits erwähnt, kann der vorinstanzlichen Schlussfolgerung in Bezug 
auf den geltend gemachten Lohnanspruch für die Zeit Ende November 2009 aus 
den folgenden Gründen nicht gefolgt werden. Aus dem im Recht liegenden Ar-

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beitsvertrag geht hervor, dass die Berufungsbeklagte, vertreten durch Dr. Christian 
Kurtzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, ihre Unterschrift bereits am 24. No-
vember 2009 – mithin bereits am ersten Tag der zugestandenen Anwesenheit des 
Berufungsklägers in der Zentrale in Deutschland – unter das Vertragsdokument 
gesetzt hat. Angesichts dessen ist es jedoch nicht nachvollziehbar, dass die dar-
auffolgenden Tage in Y._____ mit der Durchführung des Bewerbungsverfahrens 
verbracht worden sein sollen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Zeit vom 
24. bis 27. November 2009 der Bestimmung des Aufgabenbereichs des Beru-
fungsklägers gedient hat, worunter einerseits ein Kennenlernen der Produkte, Ab-
läufe und Zuständigkeiten im Betrieb in Y._____ und andererseits eine Präzisie-
rung der Spezifika seiner eigentlichen Arbeitsstelle in O.1_____ gefallen sein dürf-
ten. Dies folgt auch aus dem Umstand, dass sich die konkreten, dem Berufungs-
kläger in seiner Funktion als Shop-Manager zufallenden Aufgaben erst aus der 
Stellenbeschreibung ergeben, welche von den Parteien ebenfalls am 27. Novem-
ber 2009 unterzeichnet wurde (BB 12). Wie der Berufungskläger in diesem Zu-
sammenhang zu Recht vorbringt, erscheint es in der Tat lebensfremd, in der Wo-
che vor Stellenantritt einerseits ein mehrtägiges Bewerbungsverfahren durchzu-
führen und andererseits zeitgleich den Anstellungsentscheid zu fällen. Ein derarti-
ges Vorgehen ist weder praktikabel noch nachvollziehbar. Die Berufungsbeklagte 
hat im Übrigen auch nicht aufgezeigt, worin dieses mehrtägige Bewerbungsverfah-
ren im Einzelnen bestanden haben soll. Zudem ist wohl anzunehmen, dass in ei-
nem solchen Fall noch weitere Mitbewerber um die Stelle als Shop-Manager das 
Bewerbungsverfahren in Y._____ durchlaufen hätten, was von der Berufungsbe-
klagten jedoch weder geltend gemacht wurde noch sich andernorts aus den Akten 
ergibt. Auch unter diesem Aspekt ist die Aussage der Personalleiterin, wonach die 
Tage vom 24.-27. November 2009 in Y._____ im Rahmen des Bewerbungsverfah-
rens stattgefunden haben sollen, nicht glaubhaft. Nach dem Gesagten ist vielmehr 
davon auszugehen, dass sie dafür vorgesehen waren, dem Berufungskläger die 
innerbetrieblichen Abläufe am Hauptsitz der Arbeitgeberin nahe zu bringen sowie 
ihn mit seinem konkreten Tätigkeitsbereich in der Geschäftsstelle in O.1_____ 
vertraut zu machen. Diese Auffassung deckt sich denn auch mit der Aussage von 
Maritta Vetter, welche seit 1969 Arbeitnehmerin bei der Berufungsbeklagten ist 
und im Zuge des Beweisverfahrens ebenfalls als Zeugin einvernommen wurde. 
Auf die Frage, ob der Berufungskläger Ende November 2009 bei der Berufungs-
beklagten habe anwesend sein müssen, gab sie zur Antwort, dass er in dieser Zeit 
wohl zum Zwecke der Einführung in Y._____ gewesen sei. Es sei üblich gewesen, 
dass die entsprechenden Filialleiter so eingearbeitet worden seien (Zeugin Nr. 2 
S. 5). Vor diesem Hintergrund ist die Begründung der Vorinstanz, welche für die 

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Anwesenheit des Berufungsklägers in Y._____ vor vertraglich vereinbartem Stel-
lenantritt ein durchgeführtes Bewerbungsverfahren ins Feld führt, nicht aufrecht-
zuerhalten. Nach Auffassung des Kantonsgerichts hat demnach als erstellt zu gel-
ten, dass die Tage vom 24.-27. November 2009 der Einarbeitung des Berufungs-
klägers in seinen neuen Tätigkeitsbereich gedient haben. Dass er sich bereits am 
23. November 2009 in Y._____ aufgehalten haben soll, findet in den Akten hinge-
gen keine Stütze.

f. Da der angefochtene Entscheid – wie nachfolgend aufgezeigt wird – ohne-
hin aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen ist, kann vorliegend von einer weitergehenden Auseinandersetzung mit der 
Höhe der für die Zeit vom 24.-27. November 2009 geltend gemachten Entschädi-
gung abgesehen werden. Damit wird sich die Vorinstanz zu befassen haben. In 
diesem Zusammenhang wird sie zu beurteilen haben, ob es sich bei der vom Be-
rufungskläger während dieses Zeitraums erbrachten Leistung um eine üblicher-
weise entlöhnte Tätigkeit handelt und hierfür aufgrund von Art. 320 Abs. 2 OR und 
nach Massgabe von Art. 322 ff. OR Anspruch auf Lohn besteht. Bejahendenfalls 
wird zur konkreten Berechnung einer allfälligen Entschädigung der ab 1. Dezem-
ber 2009 verabredete Lohn von jährlich Fr. 78'000.-- bzw. monatlich Fr. 6'500.--, 
jeweils brutto (KB 3 Beilage 2; BB 1), als Grundlage heranzuziehen sein. Die Vor-
instanz wird in diesem Zusammenhang ebenfalls zu prüfen haben, ob ein allfälli-
ger Anspruch – wie von der Berufungsbeklagten vorgebracht – zwischenzeitlich 
verwirkt ist.

4.a. Was die vom Berufungskläger geforderte Entschädigung für während des 
Arbeitsverhältnisses geleistete Überstundenarbeit betrifft, steht nach Auffassung 
der Vorinstanz fest, dass dieser für den Laden in O.1_____ in Bezug auf den Ver-
kauf, das Sortiment, die Art der Führung des Geschäftes, die Teilnahme an loka-
len Events und die Buchhaltung verantwortlich gewesen sei. Er habe zudem die 
Arbeitszeit der zeitweise dort tätigen Mitarbeiterin zu kontrollieren bzw. ihre Stun-
denzettel gegenzuzeichnen gehabt. Die von ihm übernommenen Aufgaben seien 
somit umfassender gewesen als diejenigen eines gewöhnlichen Verkäufers. Dafür 
habe er auch überdurchschnittliche Vergünstigungen erhalten. Des Weiteren habe 
der Arbeitsvertrag keine Arbeitszeit des Berufungsklägers vorgesehen und er ha-
be diese selber einteilen bzw. die Öffnungszeiten abändern können. Durch den 
vertraglichen Ausschluss des Anspruchs auf Entschädigung der Mehrarbeit hätten 
die Parteien zum Ausdruck bringen wollen, dass die Leistung eines überdurch-
schnittlichen Pensums durch den höheren Lohn inklusive Zielprämie als abgegol-
ten zu gelten habe. Aufgrund der gesamten Umstände stehe somit fest, dass der 

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Berufungskläger leitender Angestellter gewesen sei, demzufolge er keinen An-
spruch auf eine Entschädigung für die geltend gemachten Überstunden habe. Die 
Klage sei deshalb auch bezüglich der zweiten Position abzuweisen (angefochte-
ner Entscheid E. 5.d S. 10 f.).

b. Der Berufungskläger wirft der Vorinstanz vor, ihn völlig zu Unrecht als lei-
tenden Angestellten, der keinen Anspruch auf Überstunden haben soll, qualifiziert 
zu haben. Dadurch habe sie Art. 321c OR sowie Art. 3 lit. d in Verbindung mit Art. 
9 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (ArGV 1; SR 822.111) verletzt (recte wohl 
Art. 3 lit. d des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel 
[Arbeitsgesetz, ArG; SR 822.11] in Verbindung mit Art. 9 ArGV 1) und diesbezüg-
lich den Sachverhalt falsch festgestellt. Zur Begründung wird vom Berufungskläger 
ausgeführt, dass er tatsächlich keinerlei selbständige Kompetenzen gehabt habe. 
Ihm sei vorgeschrieben worden, wann er den Laden geöffnet halten müsse, so-
dass insofern von einer freien Einteilung der Arbeitszeit nicht ernsthaft die Rede 
sein könne. Er habe von sich aus keinerlei Rabatte geben dürfen und habe keiner-
lei Zeichnungsberechtigung gehabt. Ständige Mitarbeiter, die es zu führen gege-
ben habe, seien nicht vorhanden gewesen. Mit anderen Worten habe er in we-
sentlichen Angelegenheiten des Unternehmens bzw. des Ladens in O.1_____ 
keine Entscheidungsmacht gehabt. Selbst wenn im Arbeitsvertrag und/oder Stel-
lenbeschrieb etwas anderes stünde, würde dies nichts ändern. Er sei definitiv kein 
leitender Angestellter gewesen (act. A.1 Rz. 27 f. S. 9).

c. Diesbezüglich ist zunächst mit der Berufungsbeklagten festzuhalten, dass 
der Berufungskläger aus der Definition der höheren leitenden Tätigkeit gemäss 
Art. 9 ArGV 1 zumindest insofern nichts zu seinen Gunsten herzuleiten vermag, 
als er damit aufzeigen will, dass er kein leitender Angestellter gewesen sein soll. 
Die erwähnte Bestimmung spricht ausdrücklich von "höherer" leitender Tätigkeit. 
Dass der Berufungskläger aufgrund des zwischen den Parteien abgeschlossenen 
Arbeitsvertrags ein "höherer" leitender Angestellter gewesen sein soll, wird jedoch 
nicht einmal von der Berufungsbeklagten geltend gemacht. Dass dem nicht so ist 
bzw. war, ist aufgrund der konkreten Umstände offensichtlich. Seitens der Beru-
fungsbeklagten ist denn auch ausschliesslich von einer "leitenden Tätigkeit" des 
Berufungsklägers die Rede. Angesichts dessen ist für die Beurteilung der strittigen 
Frage, ob der Berufungskläger ein leitender Angestellter war, nicht massgeblich, 
ob er "aufgrund seiner Stellung und Verantwortung sowie in Abhängigkeit von der 
Grösse des Betriebs über weitreichende Entscheidungsbefugnisse verfügte oder 
Entscheide von grosser Tragweite massgeblich beeinflussen und dadurch auf die 
Struktur, den Geschäftsgang und die Entwicklung eines Betriebs oder Betriebsteils 

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einen nachhaltigen Einfluss nehmen konnte" (vgl. Art. 9 ArGV 1). Dieser Begriff 
des "höheren leitenden Angestellten" ist sehr eng gefasst und zudem einschrän-
kend auszulegen (Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 
Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, N 6 zu Art. 321c OR 
mit Hinweisen). Von (gewöhnlichen) leitenden Angestellten wird gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung erwartet, dass sie etwas mehr leisten als nur das 
übliche Pensum. Wegleitend sei die Überlegung, dass mit der Übernahme einer 
leitenden Funktion der Umfang und das Gewicht der vom Arbeitnehmer zu erfül-
lenden Aufgaben die Gegenleistung des Arbeitgebers in bedeutenderem Masse 
bestimmen als die wöchentliche Arbeitszeit und leitende Angestellte ihrer verant-
wortungsvollen und selbständigen Stellung entsprechend die Arbeitszeit weitge-
hend frei einteilen können (BGE 129 III 171 E. 2.1 S. 173). Da dies in der Arbeits-
wirklichkeit auch auf weitere, gut bezahlte Hierarchiestufen als nur die obersten 
Entscheidungsebenen des Art. 9 ArGV 1 zutrifft, muss von einem eigenen, privat-
rechtlichen Begriff des leitenden Angestellten ausgegangen werden, wobei dessen 
Konturen noch unscharf sind. Allgemein kann gesagt werden, dass für eine Leis-
tungsfunktion spricht, wenn der Betreffende seine Arbeitszeit weitgehend frei ein-
teilen kann, wohingegen die Pflicht zum Stempeln bei Arbeitsbeginn und -ende ein 
Indiz gegen eine solche Stellung ist. Ein relativ hoher Lohn spricht gegen, ein rela-
tiv niedriger für einen Anspruch auf Überstundenentschädigung. Unwesentlich ist 
die Bezeichnung einer Position; massgebend sind die (Mit-)Entscheidungsrechte. 
Dabei sind sämtliche Merkmale einer bestimmten Stelle miteinzubeziehen; ein 
einzelner Aspekt wie Lohnhöhe, Zeichnungsberechtigung etc. ist somit nicht ent-
scheidend (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 6 zu Art. 321c OR; Jürg Brühwi-
ler, Einzelarbeitsvertrag, Kommentar zu den Art. 319-343 OR, 3. Aufl., Basel 2014, 
N 2 zu Art. 321c OR; Wolfgang Portmann/Roger Rudolph, in: Honsell/Vogt/Wie-
gand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Aufl., Basel 2015, N 10 f. 
zu Art. 321c OR).

d. Für die Frage, ob der Berufungskläger als leitender Angestellter anzusehen 
ist, ist nicht auf die von den Parteien im Arbeitsvertrag oder in der Stellenbe-
schreibung verwendeten Begriffe abzustellen, sondern auf die tatsächliche Ausge-
staltung des Arbeitsverhältnisses. Ausschlaggebend sind dabei insbesondere die 
Entscheidungsfreiheit bzw. der Entscheidungsspielraum, über den er verfügt hat, 
namentlich auch im Budgetbereich, sowie die mit Verantwortung verbundene 
selbständige Stellung im Betrieb, die eine freie Gestaltung der Arbeitszeit ermög-
licht (Urteil des Bundesgerichts 4A_86/2007 vom 5. Juni 2007 E. 2.1 mit Hinwei-
sen). Aufgrund der im Recht liegenden Unterlagen (KB 3 Beilage 3; BB 12; Ordner 

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1-4) sowie den aktenkundigen Aussagen (Zeugen Nr. 1 und 2) kann nachstehend 
im Sinne eines Zwischenfazits festgehalten werden, dass der Berufungskläger 
keine Führungsaufgabe bekleidete, über keinerlei Entscheidkompetenzen verfügte 
und die Berufungsbeklagte auch nicht rechtlich vertreten konnte, sprich keine 
Zeichnungsberechtigung besass. Ferner waren dem Berufungskläger keine weite-
ren Mitarbeiter direkt unterstellt und er verfügte auch über keinerlei zusätzliche 
fachliche Weisungsbefugnisse (vgl. Stellenbeschreibung, KB 3 Beilage 3; BB 12). 
Von besonderer Bedeutung ist zudem, dass der Berufungskläger die Öffnungszei-
ten entgegen der bei der Berufungsbeklagten vorherrschenden Auffassung gerade 
nicht eigenverantwortlich bestimmen konnte, sondern diese von Letzterer festge-
legt wurden (vgl. Aussagen der Zeugin Nr. 1 S. 5 sowie der Zeugin Nr. 2 S. 3 f. 
und S. 6). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass er gemäss Aussage der 
Personalleiterin die Befugnis gehabt haben soll, den Laden ausserhalb der Saison 
nach seinem Ermessen bereits um 18.00 Uhr – und somit eine Stunde früher als 
vorgegeben – zu schliessen sowie den Laden einfach zu schliessen, wenn er pri-
vate Erledigungen, wie beispielsweise Arztbesuche, gehabt habe (Zeugin Nr. 1 S. 
5). Wie die Vorinstanz allein aufgrund dieser nicht sehr weitreichenden Befugnisse 
zur Feststellung gelangen konnte, dass der Berufungskläger nicht an die vorgege-
benen Öffnungszeiten gebunden gewesen sei, sondern diese und somit auch sei-
ne Arbeitszeit vielmehr habe abändern bzw. auch selbständig habe festlegen kön-
nen, vermag sich dem Kantonsgericht nicht zu erschliessen. Von einer selbständi-
gen Festlegung der Öffnungszeiten bzw. Einteilung der Arbeitszeit kann unter den 
gegeben Umständen keine Rede sein. Ebenso wenig wie die gute Entlöhnung 
machen auch die eigenverantwortlich wahrzunehmenden Aufgaben gemäss Stel-
lenbeschreibung den Berufungskläger noch nicht zu einem leitenden Angestellten. 
Gemäss Aussagen der Personalleiterin erhielt er von seinem unmittelbaren Vor-
gesetzten in Y._____, A._____, denn auch laufend Anweisungen betreffend das 
tägliche Geschäft und die Sortimentspolitik. Ferner stand es ihm auch nicht frei, 
bestimmten Kunden von sich aus und ohne Rücksprache mit A._____ Rabatte zu 
gewähren (Zeugin Nr. 1 S. 3). Ein Blick auf die umfangreiche E-Mail-
Korrespondenz verdeutlicht dieses Bild der fehlenden (Mit-)Entscheidungsrechte 
des Berufungsklägers (Ordner 1-4). Beispielweise lässt sich daraus entnehmen, 
dass dieser selbst bei Finanzausgaben im dreistelligen Frankenbereich – Fr.  
400.-- bis Fr. 500.-- für die Teilnahme an einer Charity Gala im B._____ Hotel (E-
Mail vom 22. Dezember 2009, Ordner 3), Fr. 800.-- für die Teilnahme an einem 
Christmas Gala Dinner im C._____ (Mail vom 3. Januar 2010, Ordner 2) sowie Fr. 
950.-- für Pflanzendekoration im Laden (E-Mail vom 22. Juni 2010, Ordner 1) – 
vorgängig die Erlaubnis aus Y._____ einholen musste. Hätte der Berufungskläger 

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tatsächlich eine leitende Stellung innegehabt, wäre wohl davon auszugehen, dass 
er Geschäftsausgaben in der genannten Grössenordnung in eigenständiger Kom-
petenz und ohne Rücksprache hätte beschliessen können. Dass dem nicht so 
war, spricht daher eher gegen eine leitende Stellung. Erstaunlicherweise wurde im 
bisherigen Verfahren zu keinem Zeitpunkt thematisiert, wie der Berufungskläger in 
der Firmenhierarchie der Berufungsbeklagten eingereiht war. Dies erstaunt auch 
deshalb, weil die Stelle als Shop-Manager in der Stellenbeschreibung in Rangstu-
fe 3 eingeordnet wurde (vgl. KB 3 Beilage 3; BB 12). Welche Bedeutung dieser 
Rangstufeneinteilung mit Bezug auf die Hierarchie bei der Berufungsbeklagten 
zukommt, lässt sich aufgrund der im Recht liegenden Akten jedoch nicht beurtei-
len. Namentlich fehlt es an einem Dokument, welchem einerseits die einzelnen 
Rangstufen und andererseits die sich für den in der jeweiligen Rangstufe eingeteil-
ten Mitarbeiter ergebenden Kompetenzbereiche zu entnehmen sind. Es wird Sa-
che der Vorinstanz sein, die Rangeinstufung bei der Berufungsbeklagten edieren 
zu lassen, um in Kenntnis auch dieses – für die Beurteilung der strittigen Frage 
bedeutenden – Elements die Qualifikation der Funktion des Shop-Managers vor-
nehmen zu können und gestützt darauf zu beurteilen, ob der Berufungskläger 
tatsächlich leitender Angestellter im Betrieb der Berufungsbeklagten gewesen ist. 
In diesem Zusammenhang ist die Vorinstanz an die in arbeitsrechtlichen Streitig-
keiten bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.-- zur Anwendung gelangende abge-
schwächte Untersuchungsmaxime zu erinnern (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO), 
gemäss welcher das Gericht gehalten ist, den Sachverhalt mit eigenen Mitteln ab-
zuklären und mit vertretbarem Aufwand zu einem hinreichend sicheren Beweiser-
gebnis zu gelangen, in dessen Rahmen es auch von sich aus Beweise erheben 
kann (Bernd Hauck, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 33 zu 
Art. 247 ZPO). Es verhält sich nämlich so, dass das Gericht im Geltungsbereich 
des abgeschwächten Untersuchungsgrundsatzes eine (Mit-)Verantwortung für die 
Erstellung des Sachverhalts trägt. Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die Be-
hauptungen und Beweisofferten der Parteien unvollständig sind, ist das Gericht 
verpflichtet, auf deren Ergänzung hinzuwirken (Laurent Killias, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 
2012, N 31 zu Art. 247 ZPO). Mit Blick darauf hätte die Vorinstanz die entspre-
chenden Unterlagen bereits vor Erlass des angefochtenen Entscheids edieren 
lassen und in die Beurteilung der betreffenden Streitfrage miteinbeziehen müssen. 
Dies wird sie nunmehr nachzuholen haben.

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e. Hält die Vorinstanz an ihrer Einschätzung, dass es sich beim Berufungsklä-
ger um einen leitenden Angestellten gehandelt haben soll, fest, so wird sie in der 
Folge zu beurteilen haben, inwieweit ihm unter diesen Umständen ein Anspruch 
auf Überstundenentschädigung zusteht (vgl. hierzu Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
a.a.O., N 6 zu Art. 321c OR). Sollte sie hingegen zum Schluss kommen, dem Be-
rufungskläger sei doch keine leitende Funktion zugekommen, wird die Frage nach 
der im konkreten Fall verabredeten bzw. üblichen Arbeitszeit im Zentrum stehen. 
Nach Art. 321c Abs. 1 OR ist der Arbeitnehmer nämlich zur Leistung von Über-
stunden verpflichtet, wenn Überstundenarbeit gegenüber dem zeitlichen Umfang 
der Arbeit, der verabredet oder üblich oder durch Normalarbeitsvertrag oder Ge-
samtarbeitsvertrag bestimmt ist, notwendig ist, soweit er sie zu leisten vermag und 
sie ihm nach Treu und Glauben zugemutet werden kann. Als Überstundenarbeit 
gilt Arbeit, die über die im Einzelarbeits-, Normal- oder Gesamtarbeitsvertrag ver-
einbarte, im Betrieb geltende oder in der Branche übliche Stundenzahl hinaus ge-
leistet wird (BGE 129 V 105 E. 3.1 S. 107; Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 4 
zu Art. 321c OR). Erst wenn keine entsprechende Vereinbarung vorliegt, ist von 
der üblichen Arbeitszeit auszugehen (Portmann/Rudolph, a.a.O., N 1 zu Art. 321c 
OR). Lässt sich keine vertragliche oder übliche Arbeitszeit nachweisen, gibt es 
auch keine Überstunden (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 4 zu Art. 321c 
OR).

Im konkreten Fall fehlt eine vertraglich vereinbarte feste Arbeitszeit. § 3 des Ar-
beitsvertrags bestimmt lediglich, dass der Berufungskläger seine Arbeitskraft im 
Interesse der Berufungsbeklagten einzusetzen und im Falle der Erforderlichkeit 
auch über die betriebsübliche Arbeitszeit hinaus zu arbeiten hat. Die regelmässige 
Arbeitstätigkeit wurde auf fünf Arbeitstage in der Woche festgelegt, wobei bei Er-
fordernis auch Samstag und Sonntag sowie Feiertage als Arbeitstage einbezogen 
werden sollten. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass sich die Arbeitszeit im We-
sentlichen nach den festgelegten Öffnungszeiten für den Shop in O.1_____ zu 
richten habe (KB 3 Beilage 2; BB 1). Aus dem Arbeitsvertrag selbst lässt sich so-
mit keine feste Arbeitszeit entnehmen, weshalb, wenn möglich, von der im Betrieb 
der Berufungsbeklagten üblichen Arbeitszeit auszugehen ist. In den Akten lässt 
sich diesbezüglich nichts finden. Unter Umständen wird sich aus der zu edieren-
den Rangeinstufung eine für die Arbeitnehmer der Rangstufe 3 übliche wöchentli-
che Arbeitszeit ergeben. Ansonsten wird die Vorinstanz von der Berufungsbeklag-
ten zusätzliche Dokumente zu edieren haben, welche über die in ihrem Betrieb 
üblichen Arbeitszeiten Aufschluss geben könnten. Dabei fällt namentlich die sich 
nicht im Recht befindliche Arbeitsordnung der Y._____GmbH in Betracht, welche 

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gemäss § 15 (1) des Arbeitsvertrags Bestandteil desselben bildet. Lässt sich auch 
anhand dieser Unterlagen keine feste Arbeitszeit nachweisen, sind im Lichte der 
vorgenannten Erwägungen auch keine Überstunden möglich und eine entspre-
chende Entschädigung demzufolge ausgeschlossen.

5.a. Selbst wenn die Vorinstanz den Berufungskläger nach umfassender Würdi-
gung sämtlicher funktionsbestimmender Elemente auch in einem neuen Entscheid 
noch als leitenden Angestellten qualifizieren sollte, welcher keinen Anspruch auf 
Überstundenentschädigung haben soll bzw. eine Überstundenentschädigung aus 
anderen Gründen weiterhin ablehnen sollte, wird sie in einem nächsten Schritt zu 
prüfen haben, ob die vertragliche Regelung der Wegbedingung der Entschädigung 
für Mehr-, Samstags- und Sonntagsarbeit inklusive Feiertage und die tatsächlich 
erfolgte Umsetzung mit den einschlägigen arbeitsgesetzlichen Schutzbestimmun-
gen in Einklang stehen. Im Gegensatz zur Überstundenarbeit, bei welcher Art. 
321c Abs. 3 OR ausdrücklich vorsieht, dass von der Zuschlagszahlung abwei-
chende Vereinbarungen getroffen werden dürfen, ist bei Überzeit Zeitkompensati-
on oder die Bezahlung eines Zuschlags von 25% und nach dem Sinn von Art. 13 
ArG über dessen strikten Wortlaut hinaus auch des Grundlohnes nämlich zwin-
gend vorgeschrieben (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 5 zu Art. 321c OR mit 
Hinweisen; vgl. auch Portmann/Rudolph, a.a.O., N 17 zu Art. 321c OR). Wie an 
vorangegangener Stelle ausgeführt wurde, ist im vorliegenden Fall nicht vom Be-
griff des "höheren leitenden Angestellten" gemäss Art. 9 ArGV 1 auszugehen. 
Folglich ist entgegen der Meinung der Berufungsbeklagten (vgl. act. A.2 Ziff. 17 S. 
19) das Arbeitsgesetz (ArG) im vorliegenden Fall sehr wohl massgeblich, ist des-
sen Anwendbarkeit doch nur für Arbeitnehmer, die eine höhere leitende Tätigkeit 
ausüben, ausgeschlossen (Art. 3 lit. d ArG; vgl. auch Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
a.a.O., N 6 zu Art. 321c OR). Entsprechend sind auch die im Arbeitsgesetz enthal-
tenen zwingenden Arbeits- und Ruhezeitvorschriften zu beachten (Streiff/von 
Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 2 zu Art. 321c OR). Der zwingende Charakter von Art. 
13 ArG äussert sich mitunter auch darin, dass ein Verzicht des Arbeitnehmers auf 
Bezahlung von Überstunden kein Verzicht auf die Entgeltung von Überzeitarbeit 
darstellt (Jean-Philippe Dunand, in: Geiser/von Kaenel/Wyler [Hrsg.], Stämpflis 
Handkommentar zum Arbeitsgesetz, Bern 2005, N 14 zu Art. 13 ArG). Nach dem 
Gesagten kann sich die Frage nach einer Überschreitung der wöchentlich zulässi-
gen Höchstarbeitszeit gemäss Art. 9 ff. ArG und damit nach einer allfälligen Über-
zeitentschädigung unabhängig davon stellen, ob eine feste Arbeitszeit vereinbart 
wurde oder nicht bzw. ob ein Überstundenanspruch besteht oder nicht.

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b. Unter Überzeitarbeit versteht man die Arbeit, die über die gesetzliche 
wöchentliche Höchstarbeitszeit hinausgeht. Für ihre Zulässigkeit und ihr Ausmass 
ist – wie bereits erwähnt – das zwingende öffentliche Recht (Art. 9 ff. ArG) mass-
gebend (Brühwiler, a.a.O., N 2 zu Art. 321c OR). Gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. b ArG 
darf die wöchentliche Höchstarbeitszeit für alle nicht unter lit. a fallenden Arbeit-
nehmer 50 Stunden betragen. Der Berufungskläger fällt deshalb nicht unter die 
Bestimmung von Art. 9 Abs. 1 lit. a ArG, weil der Verkaufsshop in O.1_____ kei-
nen Grossbetrieb des Detailhandels darstellt. Definitionsgemäss handelt es sich 
bei Grossbetrieben des Detailhandels um Betriebe, die im gleichen Gebäude oder 
in benachbarten Gebäuden einschliesslich des Kassenpersonals insgesamt mehr 
als 50 Arbeitnehmer im Detailverkauf beschäftigen (Adrian von Kaenel, in: Gei-
ser/von Kaenel/Wyler [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Arbeitsgesetz, Bern 
2005, N 35 zu Art. 9 ArG mit Hinweisen auf Art. 2 ArGV 1 und die Wegleitung des 
seco). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da der Berufungskläger – von einigen Mo-
naten abgesehen – der einzige Arbeitnehmer im Shop in O.1_____ war. Die vor-
genannte wöchentliche Höchstarbeitszeit darf ausnahmsweise überschritten wer-
den, wegen (a.) Dringlichkeit der Arbeit oder ausserordentlichen Arbeitsandran-
ges, (b.) für Inventaraufnahmen, Rechnungsabschlüsse und Liquidationsarbeiten 
sowie (c.) zur Vermeidung oder Beseitigung von Betriebsstörungen, soweit dem 
Arbeitgeber nicht andere Vorkehren zugemutet werden können (Art. 12 Abs. 1 
ArG). Dabei darf die Überzeit für den einzelnen Arbeitnehmer zwei Stunden im 
Tag nicht überschreiten und für Arbeitnehmer mit einer wöchentlichen Höchstar-
beitszeit von 50 Stunden im Kalenderjahr insgesamt nicht mehr betragen als 140 
Stunden (Art. 12 Abs. 2 lit. b ArG). Und wie gesehen schreibt Art. 13 Abs. 1 ArG 
vor, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmern für die Überzeitarbeit einen Lohnzu-
schlag von wenigstens 25% auszurichten hat. Gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung ist Art. 13 Abs. 1 ArG zwingend, was jede abweichende Vereinbarung 
betreffend Überzeit ausschliesst, auch solche, wonach die Überzeit im Lohn inbe-
griffen sei oder durch andere Sonderleistungen abgegolten werde. Das entspricht 
auch dem Zweck des Arbeitsgesetzes. Wäre es nämlich zulässig zu vereinbaren, 
die Entschädigung für Überzeitarbeit sei im Lohn bereits enthalten oder durch ge-
wisse Sonderleistungen pauschal entschädigt, bestünde für den Arbeitgeber kei-
nerlei Anreiz, auf Überzeitarbeit zu verzichten oder die geleistete Überzeitarbeit 
mit Freizeit auszugleichen (BGE 138 I 356 E. 5.4.5.1 S. 364). Im Lichte dieser 
Rechtsprechung erweist sich der Hinweis der Berufungsbeklagten auf § 4 (3) des 
Arbeitsvertrags, wonach Mehr-, Sonn- und Feiertagsarbeit mit der Vergütung von 
Fr. 78'000.-- abgegolten sein soll, jedenfalls mit Blick auf allfällig geleistete Über-
zeitarbeit bereits zum Vorhinein als unbehelflich.

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c. Wie bereits erwähnt, bestimmt § 3 des Arbeitsvertrags, dass der Berufungs-
kläger seine Arbeitskraft im Interesse der Berufungsbeklagten einzusetzen und im 
Falle der Erforderlichkeit auch über die betriebsübliche Arbeitszeit hinaus zu arbei-
ten hat. Die regelmässige Arbeitstätigkeit wurde auf fünf Arbeitstage in der Woche 
festgelegt, wobei bei Erfordernis auch Samstag und Sonntag sowie Feiertage als 
Arbeitstage einbezogen werden sollten. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass sich 
die Arbeitszeit im Wesentlichen nach den festgelegten Öffnungszeiten für den 
Shop in O.1_____ zu richten habe (KB 3 Beilage 2; BB 1). Aufgrund der seitens 
der Berufungsbeklagten unbestritten gebliebenen Aussage der Personalleiterin 
D._____ steht sodann fest, dass die Öffnungszeiten für den Shop in O.1_____ 
montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19.00 
Uhr festgelegt wurden. Zusätzlich wurde vom Berufungskläger anlässlich von 
abendlichen Kundenveranstaltungen erwartet, dass er den Laden länger geöffnet 
hielt. Gleiches galt an Abenden, an denen die Öffnungszeiten in ganz O.1_____ 
länger ausgestaltet waren. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch, 
dass diese Öffnungszeiten von der Berufungsbeklagten und nicht vom Berufungs-
kläger festgelegt wurden (Zeugin Nr. 1 S. 5). Letzterer war weder gemäss Stellen-
beschreibung noch gestützt auf eine andere Grundlage befugt, über die Erforder-
lichkeit von Mehrarbeit oder der Öffnung des Ladens an Samstagen, Sonntagen 
oder Feiertagen zu bestimmen. So ist BB 14 zu entnehmen, dass der Berufungs-
kläger beispielweise vom 1. bis 11. Dezember 2010 (11 Tage), vom 13. bis 24. 
Dezember 2010 (12 Tage), vom 2. bis 10. Januar 2011 (9 Tage) und vom 24. Ja-
nuar bis 19. Februar 2011 (27 Tage) jeweils durchgehend gearbeitet hat, und dies 
wohlbemerkt ohne Stellvertretung. Da ihm betreffend Öffnungszeiten keine Kom-
petenzen zustanden, ist davon auszugehen, dass die entsprechenden Anordnun-
gen der Ladenöffnungszeiten in den aufgeführten Zeiträumen von der Berufungs-
beklagten ausgingen. Angesichts dessen erscheint die Aussage der Personalleite-
rin, welcher zufolge sie nicht gewusst hätten, dass der Berufungskläger die Ruhe-, 
Feier- und Ferientage nicht vollständig habe beziehen können (Zeugin Nr. 1 S. 3), 
wenig glaubwürdig. Dass bei diesen vom Berufungskläger geleisteten Arbeits-
einsätzen – namentlich wenn berücksichtigt wird, dass ihm kein Stellvertreter zur 
Seite stand – zwangsläufig Konflikte mit den zwingenden gesetzlichen Vorgaben 
betreffend Arbeits- und Ruhezeiten bestehen, welche nicht über eine allfällige Ab-
geltung für Mehrarbeit etc. ausgehebelt werden können, ist von der Vorinstanz 
nicht behandelt worden und deshalb zwingend nachzuholen. Sie wird sich na-
mentlich mit der Frage auseinanderzusetzen haben, ob und inwiefern die arbeits-
zeitliche Regelung der Anstellung des Berufungsklägers die zwingenden gesetzli-
chen bzw. arbeitsrechtlichen Vorgaben berücksichtigt und ob sich die geleisteten 

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Arbeitseinsätze mit diesen in Einklang bringen lassen. Dabei wird sie sich nebst 
den Bestimmungen betreffend Überzeitarbeit (Art. 9 ff. ArG) auch mit den Bestim-
mungen betreffend Ruhezeit gemäss den Art. 15 ff. ArG, namentlich den Art. 20 
und 21 ArG, auseinanderzusetzen haben. Erst im Anschluss wird die Vorinstanz 
darüber zu befinden haben, ob dem Berufungskläger eine Entschädigung zusteht 
und wie sich diese berechnet. In Zusammenhang mit der Beweiswürdigung als 
zutreffend erweist sich der Hinweis der Berufungsbeklagten, wonach die Verpflich-
tung des Arbeitgebers zur Dokumentation der täglichen bzw. wöchentlichen Ar-
beitszeit des Arbeitnehmers (Art. 46 ArG in Verbindung mit Art. 73 Abs. 1 ArGV 1) 
in Anbetracht von Art. 8 ZGB und der Tatsache, dass die Aufzeichnungspflicht aus 
Art. 46 ArG als Pflicht gegenüber den Behörden konzipiert ist, keine Beweislast-
umkehr zur Folge hat (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 10 zu Art. 321c OR; 
Urteil des Bundesgerichts 4C.307/2006 vom 26. März 2007 E. 3.1). Sollte die Be-
rufungsbeklagte im vorliegenden Fall ihrer Dokumentationspflicht somit nicht bzw. 
nicht genügend nachgekommen sein, kann ihr allein aufgrund dessen nicht vor-
geworfen werden, die Beweisführung des Berufungsklägers vereitelt zu haben. 
Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers vermag die betreffende Verlet-
zung somit keine Beweislastumkehr zu Lasten der Berufungsbeklagten zu bewir-
ken. Vielmehr liegt die Beweislast dafür, dass Überstunden tatsächlich geleistet 
wurden und zur Erledigung der anfallenden Arbeit im Interesse des Arbeitgebers 
notwendig waren, beim Arbeitnehmer (BGE 129 III 171 E. 2.4 S. 176). Dieser 
Nachweis kann ihm aber durch die analoge Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR 
erleichtert werden, sofern nach der Natur der Sache ein strikter Beweis nicht mög-
lich oder nicht zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts 4A_42/2011 vom 15. Juli 
2011 E. 6). Wie es sich damit im vorliegenden Fall verhält bzw. inwieweit hierfür 
die sich bei den Akten befindlichen Kassendaten (BB 14) und der vom Berufungs-
kläger selbst erstellte Arbeitszeitnachweis (BB 15) sowie die noch zu edierenden 
Unterlagen herangezogen werden können, wird die Vorinstanz zu beurteilen ha-
ben. Jedenfalls kann von einer Anerkennung der geltend gemachten Mehrarbeit 
seitens der Berufungsbeklagten vorliegend keine Rede sein, auch wenn dies vom 
Berufungskläger in seiner Rechtsschrift wiederholt geltend gemacht wird. Dass 
dem nicht so ist, geht aus sämtlichen Rechtsschriften sowie dem Verhalten der 
Berufungsbeklagten insgesamt hervor.

d. Nach dem Gesagten ist die Berufung gutzuheissen, der angefochtene Ent-
scheid aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu 
neuem Entscheid zurückzuweisen. Diese wird vor erneuter Entscheidfindung bei 
der Berufungsbeklagten die Rangeinstufung, deren Arbeitsordnung sowie allen-

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falls weitere sachdienliche Unterlagen zu edieren haben, welche Aufschluss über 
die Qualifikation der Anstellung des Berufungsklägers als Shop-Manager und über 
die im Betrieb der Berufungsbeklagten übliche wöchentliche Arbeitszeit geben 
könnten. Gestützt auf das neue Beweisergebnis wird sie alsdann einen neuen 
Entscheid über die geltend gemachten Entschädigungsansprüche zu fällen haben.

6. Unangefochten blieb der vorinstanzliche Entscheid schliesslich in Bezug auf 
den vormals geltend gemachten Ferienlohn. Wie das Bezirksgericht Maloja zutref-
fend festgestellt hat, hatte der Berufungskläger nach § 5 des Arbeitsvertrags An-
spruch auf einen Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen (KB 3 Beilage 2; BB 1). Auf-
grund der glaubwürdigen Aussage der Personalleitern D._____, welcher zufolge 
der Berufungskläger seinen Urlaub in den Jahren 2009 und 2010 vollständig in 
Anspruch genommen habe (Zeugin Nr. 1 S. 4), durfte die Vorinstanz diesbezüglich 
ohne weiteres von diesem Sachverhalt ausgehen. Was das Jahr 2011 betrifft, 
steht aufgrund der Akten fest, dass der Berufungskläger einerseits vom 2. bis 21. 
Mai 2011 15 Tage Ferien bezogen hat (vgl. BB 14) und ihm andererseits die restli-
chen 15 Tage mit dem Septemberlohn 2011 ausbezahlt wurden (vgl. KB 4 Beilage 
2a). Demzufolge hat die Vorinstanz einen Anspruch des Berufungsklägers auf Fe-
rienlohn zu Recht verneint, was dieser wohl auch selbst eingesehen und von einer 
Anfechtung des angefochtenen Entscheids in diesem Punkt daher abgesehen hat.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens – Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids und Rückweisung zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz – erübrigt es 
sich grundsätzlich, die Frage der behaupteten Verletzung des rechtlichen Gehörs 
näher zu prüfen. Lediglich der Vollständigkeit halber wird an dieser Stelle in der 
gebotenen Kürze auf die Rügen des Berufungsklägers eingegangen.

a. In seiner Duplik vom 25. September 2014 stellt der Berufungskläger den 
Antrag, die Vorinstanz sei aufzufordern, ein genaues Aktenverzeichnis zu erstel-
len, aus welchem hervorgehe, welche Akten Prozessgegenstand bildeten, indem 
jedes Aktenstück benannt bzw. betitelt und mit einem Datum versehen werde. Er 
hält dafür, dass das Aktenverzeichnis der Vorinstanz immer noch nicht vollständig, 
jedenfalls aber nicht genügend aufgeschlüsselt sei. So finde sich unter Ziffer VI. 
ein Verweis "Korrespondenz K1 bis K37", wobei nicht klar sei, was darunter zu 
verstehen sei. Es könne nicht Aufgabe der Parteien sein, ein Aktenverzeichnis 
selbst noch einmal zu verfeinern oder die Arbeit der Vorinstanz kontrollieren zu 
müssen. Jedenfalls wisse er immer noch nicht, ob alle, auch für den Entscheid des 
Kantonsgerichts, relevanten Akten vorhanden seien. Daher solle die Vorinstanz 
antragsgemäss aufgefordert werden, ein genaues Aktenverzeichnis vorzulegen, 

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stelle nach Lehre und Rechtsprechung ein fehlendes Aktenverzeichnis doch ohne 
weiteres eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Dem kann nicht gefolgt wer-
den. Zwar setzt die Wahrnehmung des Akteneinsichts- und Beweisführungsrechts 
durch den von einer Verfügung oder einem Entscheid Betroffenen eine Akten-
führungspflicht der Gerichte voraus, welche alles in den Akten festzuhalten haben, 
was zur Sache gehört und entscheidwesentlich sein kann (BGE 124 V 372 E. 3.b 
S. 375 f.). Dieser ursprünglich für das Strafverfahren entwickelte Grundsatz gilt als 
Gehalt von Art. 29 Abs. 2 BV für alle Verfahrensarten (BGE 130 II 473 E. 4.1 S. 
477), insbesondere auch für das Zivilrecht (BGE 112 Ia 369 E. 2.b S. 370 f.). 
Grundlage einer effektiven Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts ist eine 
vollständige, geordnete und übersichtliche Aktenführung (Gerold Steinmann, in: 
Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar, Die Schweizerische Bundesver-
fassung, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2014, N 55 zu Art. 29 BV). Der verfassungs-
mässige Anspruch auf geordnete und übersichtliche Aktenführung verpflichtet 
selbstredend die Behörden und Gerichte, die Vollständigkeit der im Verfahren ein-
gebrachten und erstellten Akten sicherzustellen. Indessen ergibt sich daraus keine 
allgemeine Pflicht der Gerichte zur Erstellung eines Aktenverzeichnisses (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_341/2009 vom 30. Juni 2009 E. 5.2; vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_319/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 2.2.2). Im vorliegenden 
Fall hat das Bezirksgericht Maloja ein Aktenverzeichnis erstellt, welches aufge-
gliedert ist in (I.) Rechtsschriften, (II.) Klägerische Beweisurkunden, (III.) Beklagti-
sche Beweisurkunden, (IV.) Editionen, (V.) Zeugen, (VI.) Korrespondenz und (VII.) 
weisses Fallprotokoll. Mit Blick darauf, dass für die Gerichte zwar eine Akten-
führungspflicht, jedoch keine allgemeine Pflicht zur Erstellung von Aktenverzeich-
nissen besteht, kann der Vorinstanz unter dem Gesichtspunkt von Art. 29 Abs. 2 
BV schon deshalb keine Verletzung des rechtlichen Gehörs zum Vorwurf gemacht 
werden, weil nachweislich ein Aktenverzeichnis erstellt wurde und sich dieses 
auch bei den Akten befindet. Die entsprechende Kritik des Berufungsklägers ist 
mithin unbegründet.

b. Weiter rügt der Berufungskläger bzw. sein Rechtsvertreter, dass ihm von 
der Vorinstanz nicht ausreichend Zeit eingeräumt worden sei, um zu edierten Ak-
ten im Umfang von vier Bundesordnern sowie zu zwei Zeugeneinvernahmen 
schriftlich Stellung zu nehmen. Unter derartigen zeitlichen Verhältnissen sei eine 
substantiierte schriftliche Stellungnahme zu den edierten Beweismitteln nicht in 
Ansätzen möglich gewesen, was eine Gehörsverletzung darstelle. Auch in diesem 
Punkt kann ihm mit Blick auf den Verfahrensablauf nicht gefolgt werden. Aufgrund 
der Akten ergibt sich nämlich folgendes Bild: Nach Erhalt des gesamten über die 

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Geschäftsadresse des Berufungsklägers abgewickelten E-Mail-Verkehrs aus 
Händen der Berufungsbeklagten liess der Bezirksgerichtspräsident Maloja dem 
Berufungskläger die vier Bundesordner umfassende Korrespondenz am 6. Juni 
2013 zukommen, welcher die entsprechenden Unterlagen am 20. Juni 2013 re-
tournierte (act. K11-K13). Mit Schreiben vom 26. August 2013 orientierte der Be-
zirksgerichtspräsident die Parteien sodann darüber, dass das Verfahren ohne de-
ren Gegenbericht bis zum 6. September 2013 schriftlich weitergeführt werde, 
wofür sie Gelegenheit erhielten, bis am 26. September 2013 ihren Schlussvortrag 
zu den Zeugeneinvernahmen und den eingeholten Editionen in schriftlicher Form 
zu halten (act. K22). In der Folge ersuchten sowohl der klägerische als auch der 
beklagtische Rechtsvertreter um Fristerstreckung bis am 16. bzw. 25. Oktober 
2013 (act. K23-K24), welche gewährt wurden. Mit Schreiben vom 16. Oktober 
2013 reichte Rechtsanwalt Walder ein weiteres Gesuch um Fristerstreckung bis 
zum 5. November 2013 ein, wogegen der Gegenanwalt opponierte (act. K25-27). 
Daraufhin wurde Rechtsanwalt Walder mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 mit-
geteilt, dass praxisgemäss eine Fristerstreckung von 20 Tagen gewährt werde und 
weiteren Fristerstreckungsgesuchen in der Regel lediglich mit Zustimmung der 
Gegenpartei entsprochen würde. Da sich die Gegenseite einer weiteren Frister-
streckung widersetze, werde ihm für die Stellungnahme eine Notfrist von fünf Ta-
gen eingeräumt (act. K28). Hiergegen setzte sich Rechtsanwalt Walder mit 
Schreiben vom 23. Oktober 2013 zur Wehr und rügte eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs (act. K29). Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 2013 
erachtete der Bezirksgerichtspräsident in Anbetracht der gesamten Umstände und 
um die Behandlung des vorliegenden Falles nicht unnötig zu verzögern aus-
nahmsweise eine letztmalige Frist von fünf Tagen für die Einreichung der Stel-
lungnahme als gerechtfertigt. Gehe innert dieser Frist keine Stellungnahme ein, 
werde das Verfahren in Anwendung von Art. 147 Abs. 2 ZPO ohne weiteres fort-
geführt (act. K31). Ungeachtet dieser letztmaligen Fristerstreckung wurden in der 
Folge zwei weitere Fristerstreckungsgesuche bis am 9. bzw. 11. Dezember 2013 
bewilligt (act. K32-K33). Insgesamt standen dem Rechtsvertreter des Berufungs-
klägers demnach rund 3½ Monate (26. August bis 11. Dezember 2013) für die 
Ausfertigung der Stellungnahme zur Verfügung. Inwiefern dem Vorderrichter unter 
diesen Umständen eine unzureichende Fristeinräumung und damit eine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs vorgeworfen werden sollte, ist schlechterdings nicht 
erkennbar. Vielmehr hat er Rechtsanwalt Walder gleich mehrmals Fristerstreckun-
gen gewährt, obschon unter dem Gesichtspunkt der Verfahrensbeschleunigung im 
vereinfachten Verfahren an die zureichenden Gründe gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO 
höhere Anforderungen gestellt werden dürfen (Stephan Mazan, in: Spühler/Ten-

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chio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. 
Aufl., Basel 2013, N 6 zu Art. 246 ZPO) und selbstverschuldete zeitliche Bedräng-
nis keinen Grund für die Gewährung von Fristerstreckungen darstellt (Jurij Benn, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 10 zu Art. 144 ZPO). Nach dem Gesagten 
erweist sich auch diese Rüge als unbegründet.

8. Gestützt auf Art. 114 lit. c ZPO verbleiben die Kosten des vorliegenden Be-
rufungsverfahrens, welche auf Fr. 4'000.-- festgesetzt werden (vgl. Art. 9 der Ver-
ordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), beim 
Kanton Graubünden. Mangels Einreichung einer Honorarnote wird die Parteien-
tschädigung des Berufungsklägers praxisgemäss nach richterlichem Ermessen 
festgesetzt. Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie in An-
betracht des Aufwands für die Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Ent-
scheid und für die Ausfertigung der Berufungsschrift erscheint eine aussergericht-
liche Entschädigung in Höhe von Fr. 3'000.-- (inkl. Spesen und MWSt) als ange-
messen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid des Bezirks-
gerichts Maloja vom 28. Januar 2014 wird aufgehoben und die Sache wird 
im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 4'000.-- verbleiben beim Kan-
ton Graubünden.

3. Die Porzellan-Manufaktur Y._____GmbH hat X._____ für das Berufungs-
verfahren mit Fr. 3'000.-- (inkl. Spesen und MWSt) aussergerichtlich zu ent-
schädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens Fr. 15'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG Beschwer-
de an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt wer-
den. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: