# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70a8e06b-9ead-58d4-86b0-c364664af5a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2009 D-6251/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6251-2009_2009-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6251/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Ufficio federale della migrazione (UFM),
Quellenweg 6, 3003 Berna,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. September 2009 /
N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6251/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
20. Juni 2009 auf dem Schiffsweg Richtung Frankreich verliess, in der 
Folge im Zug in die Schweiz einreiste und hier am  15. Juli  2009  um 
Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer am 5. August 2009 – nach einer Kurzbe-
fragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ)  Z._______  vom 
29. Juli 2009 – für die Dauer des Verfahrens dem Kanton Y._______ 
zugewiesen wurde,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  am  15.  September  2009 in 
X._______ direkt zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend machte, er habe zusammen mit 3 weiteren Männern (ein Freund 
und  zwei  Sicherheitsleute  des  Friedhofs)  auf  dem  Friedhof  von 
W._______ Leichen ausgegraben und deren Köpfe auf Bestellung an 
Priester von magischen Kulten (beispielsweise die "Cherubin" und die 
"Seraphim") verkauft,

dass zwei seiner Kollegen, als sie am 10. Juni 2009 zwei Köpfe be-
sorgt  hätten,  anschliessend  von  der  Polizei  verhaftet  worden  seien, 
während er habe flüchten können,

dass er nach zwei Tagen erfahren habe, dass die beiden Verhafteten 
ihre Taten gestanden hätten und die Polizei ihn und den dritten Kolle-
gen suche,

dass die Polizei in der Folge den dritten Kollegen verhaftet habe und 
ihn  an  seinem  Wohnort  W._______  gesucht  habe,  er  aber  nach 
V._______ geflüchtet sei,

dass er später vor diesem Hintergrund Nigeria über Lagos verlassen 
habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2009 – eröffnet am 
26. September  2009 – in  Anwendung von  Art. 32  Abs. 2 Bst. a des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-

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such  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer namentlich stereotype und vage Ausfüh-
rungen über  die Organisation und die Kosten der Ausreise  gemacht 
habe,

dass er ferner weder den Namen des Schiffes, mit welchem er nach 
Frankreich gelangt sei, noch die Namen der Städte, wo er das Schiff 
verlassen habe respektive in den Zug Richtung Schweiz gestiegen sei, 
habe nennen können,

dass  es  daher  unglaubhaft  sei,  der  Beschwerdeführer  habe  die  ge-
schilderte Reise ohne Identitätspapiere bewerkstelligt,

dass der Beschwerdeführer weiter offensichtlich vage, unlogische und 
widersprüchliche Angaben hinsichtlich seiner Asylvorbringen gemacht 
habe (er kenne weder die Namen noch die Übernamen der zwei Ange-
stellten des Friedhofes; er könne die Adresse des Friedhofs nicht an-
geben; der geschilderte Ablauf der Enthauptungen sei unlogisch),

dass er sich schliesslich widersprüchlich über den Zeitpunkt geäussert 
habe, in dem er W._______ verlassen habe (10. Juni 2009 respektive 
15. Juni 2009),

dass  der  Beschwerdeführer mit  in  deutsch  verfasster  Eingabe  vom 
1. Oktober 2009 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerde erhob und unter  Kosten-  und Entschädigungsfolge 
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die vorin-
stanzliche Behörde sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten,

dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 

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das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. Oktober 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass das Urteil im vorliegenden Fall in deutscher Sprache ergeht (vgl. 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 33A Abs. 2, Satz 2 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ Z._______  bzw. in  den  48 Stunden nach 

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der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt  eines Informationsblat-
tes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass er von Nigeria in die Schweiz auf dem See- und Landweg gereist 
sei, wobei er weder im Besitz von Ausweispapieren gewesen noch je-
mals kontrolliert worden sei,

dass das Bundesamt die Ausführungen des Beschwerdeführers zutref-
fend als stereotyp bezeichnete und weiter ausführte, die unsubstanzi-
ierte  und unrealistische Beschreibung des Reisewegs von Nigeria  in 
die Schweiz lasse darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer auf 
einer anderen als der von ihm genannten Route nach Europa gelangt 
und nicht bereit sei, seine wahren Reiseumstände und den wirklichen 
Verbleib seiner Identitätspapiere offenzulegen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  mit  der 
vorinstanzlichen Argumentation in diesem Zusammenhang nicht aus-
einandersetzt,  sondern  lediglich  pauschal  vorbringt,  das  Fehlen  von 
Identitätspapieren anlässlich der Anhörungen plausibel erklärt  zu ha-
ben,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  der  überzeugenden  Argumentation  des 
BFM in der Rechtsmitteleingabe keine stichhaltigen Gründe entgegen 
zu setzen hat, 

dass er es bei blossen Behauptungen oder unbehelflichen Erklärungs-
versuchen bewenden lässt (Unmöglichkeit Beweismittel für die geltend 
gemachte  Verfolgung zu organisieren,  da  er  niemanden habe finden 
können; er  gehe aber davon aus,  dass dies nächstens möglich  sein 
werde;  aufgrund  der  oberflächlichen  Befragung  im  EVZ  hätten  sich 
vielleicht Ungenauigkeiten eingeschlichen im Gegensatz zur Bundes-

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befragung, bei der keine erheblichen Widersprüche auszumachen sei-
en), 

dass es der Beschwerdeführer insgesamt unterlässt nähere Hinweise 
oder Aufschlüsse für die von ihm behauptete (asylrelevante)  Gefähr-
dungssituation zu liefern, insbesondere unterbleibt eine Auseinander-
setzung mit den in diesem Zusammenhang ergangenen Erwägungen 
in der angefochtenen Verfügung,

dass sich bei dieser klaren Sachlage weitere Erörterungen erübrigen 
und ferner auch kein Anlass besteht, die vom Beschwerdeführer äus-
serst vage in Aussicht gestellten Beweismittel abzuwarten oder einzu-
fordern,  zumal  diese  in  keiner  Weise  näher  bezeichnet  werden  und 
auch nicht dargelegt wird, von wem und auf welchem Weg er sie bei-
zubringen gedenke,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

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einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass der junge und – soweit aktenkundig – gesunde Beschwerdeführer 
vor seiner Ausreise Erfahrungen im Erwerbsleben als  Taxifahrer und 
bei der Mithilfe bei Feldarbeit sammelte (A1 S. 2 f.) und im Falle einer 
Rückkehr  auf  ein  familiäres  Beziehungsnetz  zurückgreifen  kann  (A1 
S. 4), was eine Reintegration zusätzlich erleichtert,

dass unter diesen Umständen der Vollzug der Wegweisung somit nicht 
unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  mit  dem vorliegenden  letztinstanzlichen  Endentscheid  das  Ge-
such um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegen-
standslos geworden ist,

dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine 
ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der 
Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein )
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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