# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44b8fc88-ca63-5c58-8ec7-c9a2f65bb2bf
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 03.06.2019 604 2019 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2019-12_2019-06-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2019 12
604 2019 13

Urteil vom 3. Juni 2019

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux 
Richterinnen: Dina Beti, Daniela Kiener 
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin,

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz    

Gegenstand Gewinn- und Kapitalsteuer der juristischen Personen (Wertberichtigung)

Beschwerde vom 14. Februar 2019 gegen den Einspracheentscheid vom 
8. Januar 2019; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2014-2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Am 18. Februar 2014 wurde die Firma A.________ AG mit Sitz in B.________ ins 
Handelsregister des Kantons Freiburg eingetragen. Der Zweck der Gesellschaft wurde wie folgt 
definiert: Ausführung jeglicher Tätigkeiten im Zusammenhang mit Sanitär-, Heizungs- und 
Lüftungsarbeiten sowie mit Solaranlagen, Isolationen und Klimaanlagen (Nebenzweck gemäss 
Statuten). Als Mitglieder des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift zu zweien wurden 
C.________ (Präsident des Verwaltungsrates) und D.________ (Mitglied des Verwaltungsrates) 
bezeichnet.

Am 19. Dezember 2016 wurde die Firma in A.________ AG umbenannt.

Mit Eintrag vom 20. April 2017 wurde D.________ als Mitglied des Verwaltungsrats aus dem 
Handelsregister gelöscht. Fortan war C.________ als einziges Mitglied des Verwaltungsrates mit 
Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen.

Aufgrund der Sitzverletzung nach E.________ (Kanton Bern) wurde der Eintrag im Handelsregister 
des Kantons Freiburg per 3. August 2018 gelöscht und die Gesellschaft im Handelsregister des 
Kantons Bern eingetragen. Gleichzeitig wurde auch der Zweck der Gesellschaft wie folgt neu defi-
niert: Die Gesellschaft bezweckt die Ausführung jeglicher Tätigkeiten im Zusammenhang mit Sani-
tär-, Heizungs- und Lüftungsarbeiten sowie mit Solaranlagen, Isolationen und Klimaanlagen. Die 
Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmungen des In- und Auslandes beteiligen, Zweignie-
derlassungen und Tochtergesellschaften errichten, gleichartige oder verwandte Unternehmungen 
übernehmen oder errichten sowie alle Geschäfte eingehen und Verträge abschliessen, die geeig-
net sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern oder die direkt oder indirekt damit im Zusammen-
hang stehen. Die Gesellschaft kann Grundstücke erwerben, halten und veräussern.

B. Am 15. Mai 2018 wurde die Gesellschaft (nachfolgend: Steuerpflichtige) für die Jahre 2014 
bis 2016 ermessensweise veranlagt; dies nachdem sie für die Jahre 2014 und 2015 keine Steuer-
erklärungen eingereicht und die für das Jahr 2016 (Steuererklärung vom 18. Dezember 2017) von 
der Kantonalen Steuerverwaltung zusätzlich einverlangten Unterlagen nicht beigebracht hatte.

Gegen die Ermessensveranlagungen erhob die Steuerpflichtige am 7. Juni 2018 Einsprache. Sie 
kritisierte die Aufrechnung diverser Positionen (Miete, Treuhand- und Anwaltskosten, AHV-Beiträ-
ge). Weiter machte sie geltend, D.________ habe sich unrechtmässig am Geschäftsvermögen 
bereichert und die Firma durch dieses Verhalten in arge Bedrängnis gebracht. Gegen ihn laufe ein 
Gerichtsverfahren. Da die unrechtmässigen Bezüge wahrscheinlich nicht mehr einbringbar seien, 
müssten diese wertberichtigt werden.

Mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 wurden die Einsprachen, was die beanstandete 
Aufrechnung der Miete, der Treuhand- und Anwaltskosten sowie der ausstehenden AHV-Beiträge 
anbelangt, gutgeheissen. An der Aufrechnung der Wertberichtigung KK D.________ in der Höhe 
von CHF 295‘625.- (Jahr 2015) und CHF 102‘947.- (Jahr 2016) wurde aber mit der Begründung 
festgehalten, es handle sich dabei nicht um einen geschäftsmässig begründeten Aufwand, 
weshalb die Wertberichtigung als versteuerte stille Reserve aufzurechnen sei.

Am 21. Januar 2019 wurden die Ermessensveranlagungen vom 15. Mai 2018 annulliert und durch 
neue ordentliche Veranlagungsanzeigen ersetzt. Die steuerbaren Elemente wurden wie folgt fest-
gesetzt:

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Steuerjahr 2014 2015 2016

Total Kapital (per Ende Jahr) 50‘690.00 287‘067.00 339‘969.00
Steuerbarer Gewinn Schweiz 690.00 236‘377.00 52‘901.00

Geschuldete Steuer
Kantonalsteuer (Kapital- und Gewinnsteuer) 95.50 20‘544.70 5‘040.35
Direkte Bundessteuer 51.00 20‘085.50 4‘496.50

C. Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 erhob die Steuerpflichtige mit Eingabe 
vom 14. Februar 2019 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie 
beantragt sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und von einer 
Aufrechnung der Wertberichtigung KK D.________ abzusehen. Zur Begründung der Beschwerde 
wird im Wesentlichen ausgeführt, D.________ habe sich unrechtmässig am Geschäftsvermögen 
bereichert. Aufgrund seiner hälftigen Aktienbeteiligung an der Gesellschaft habe eine „Pattsitua-
tion“ geherrscht, weshalb der Geschäftspartner (C.________) D.________ nicht habe stoppen 
können. Erst als alles abgeräumt gewesen sei, sei D.________ bereit gewesen, aus der Firma 
auszutreten. Das Geld, das D.________ unrechtmässig bezogen habe, sei bei ihm nicht mehr 
vorhanden und deshalb weder mittels Betreibung noch Anzeige einbringbar. Zudem habe 
D.________ in der Vergangenheit grossen psychischen Druck (bis hin zu Morddrohungen) auf 
seinen Geschäftspartner (C.________) und dessen Familie ausgeübt, weshalb dieser bislang 
davon abgesehen habe, rechtliche Schritte gegen D.________ einzuleiten. Erschwerend komme 
hinzu, dass D.________ psychisch sehr labil sei und bereits einige Delikte auf seinem Konto habe.

Der mit Verfügung vom 18. Februar 2019 auf CHF 1‘250.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
20. März 2019 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 10. April 2019 hält die Steuerverwaltung am angefochtenen Einspra-
cheentscheid fest und schliesst auf Abweisung der Beschwerde.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen

Prozessuales

1.

1.1. Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann die steuerpflichtige Person 
innert 30 Tagen nach Zustellung beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erheben (Art. 140 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; 
SR 642.11]; Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung 
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; Art. 180 Abs. 1 des Geset-
zes vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern [DStG; SGF 631.1]). Die Beschwerde-
schrift muss die Begehren der beschwerdeführenden Person und deren Begründung enthalten 
(vgl. Art. 140 Abs. 2 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 2 DStG). Mit der Beschwerde können 
alle Mängel des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden 

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(Art. 140 Abs. 3 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 3 DStG). Das Beschwerdeverfahren 
richtet sich nach dem Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 
150.1) (Art. 182 DStG).

Die Beschwerde vom 14. Februar 2019 gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 ist 
durch die Beschwerdeführerin frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen 
Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin ist als Steuerschuldnerin durch 
den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ohne Weiteres ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 76 lit. a VRG).

1.2. Mit vorliegender Beschwerde wehrt sich die Beschwerdeführerin gegen die Aufrechnung der 
Wertberichtigung KK D.________ im Gesamtbetrag von CHF 398‘572.-. Die Wertberichtigung 
resp. deren Aufrechnung betrifft die Steuerperioden 2015 und 2016, nicht aber die Steuerperiode 
2014. Was die Steuerperiode 2014 anbelangt, wurde mit Einsprache vom 7. Juni 2018 einzig die 
Aufrechnung der Miete beanstandet (Vorakten 5.1). Diesem Einwand wurde stattgegeben und 
damit die gegen die Veranlagungsanzeige 2014 erhobene Einsprache vollumfänglich gutgeheis-
sen (vgl. hierzu auch die ordentliche abgeänderte Veranlagungsanzeige vom 21. Januar 2019, 
Vorakten 4.1.B). 

Soweit die vorliegende Beschwerde auch das Steuerjahr 2014 beschlägt, ist darauf mangels eines 
schutzwürdigen Interesses nicht einzutreten.

Direkte Bundessteuer (604 2019 12)

2.

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin bilanzierte 
Wertberichtigung KK D.________ im Gesamtbetrag von CHF 398‘572.- zu Recht aufgerechnet und 
besteuert hat.

2.1. Gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG setzt sich der steuerbare Reingewinn der juristischen Perso-
nen zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrages 
des Vorjahres (lit. a), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen 
Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem 
Aufwand verwendet werden (lit. b) sowie den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträ-
gen mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne (lit. c). Nicht zur Deckung 
von geschäftsmässig begründetem Aufwand gehören gemäss Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG insbeson-
dere die Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Gegenständen des 
Anlagevermögens, die geschäftsmässig nicht begründeten Abschreibungen und Rückstellungen, 
die Einlagen in die Reserven, die Einzahlungen auf das Eigenkapital aus Mitteln der juristischen 
Person, soweit sie nicht aus als Gewinn versteuerten Reserven erfolgen, sowie die offenen und 
verdeckten Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründeten Zuwendungen an 
Dritte. Zum steuerbaren Reingewinn gehören praxisgemäss namentlich Zuwendungen der Gesell-
schaft an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht 
oder zumindest nicht im gleichen Masse gewährt würden. Solche geldwerten Leistungen sind nach 
der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine gleich-
wertige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär bzw. Gesellschafter direkt oder indirekt (z.B. über 
eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der einem Dritten unter 
gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern ungewöhnlich ist, 
und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE 131 II 593 

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E. 5.1; Urteil BGer 2C_273 und 274/2013 vom 16. Juli 2013 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen; 
HEUBERGER, Die verdeckte Gewinnausschüttung aus Sicht des Aktienrechts und des Gewinnsteu-
errechts, 2001, S. 182).

2.2. Der Wert eines Aktivpostens in der Bilanz kann mittels Abschreibungen oder Wertberichti-
gungen herabgesetzt werden (vgl. dazu auch Urteil BGer 2C_142/2012 vom 12. Dezember 2013). 
In beiden Fällen wird die Verbuchung erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung 
vorgenommen, wodurch der ausgewiesene Gewinn entsprechend herabgesetzt wird.

Mit der Abschreibung wird der massgebende Buchwert eines Vermögensobjekts herabgesetzt, um 
eingetretenen Wertverminderungen Rechnung zu tragen. Es wird angenommen, die Entwertung 
sei bis zum Bilanzstichtag tatsächlich eingetreten. Dementsprechend hat die Abschreibung definiti-
ven Charakter. Demgegenüber wird mit der Wertberichtigung vorübergehenden Wertveränderun-
gen auf Anlage- oder Umlaufvermögen Rechnung getragen. Insofern wird in den Passiven ein 
Korrekturposten vorübergehender Natur gebildet, welcher wieder aufgelöst werden kann bzw. 
muss, wenn er nicht mehr gerechtfertigt ist. Die Terminologie ist allerdings uneinheitlich. So 
werden Wertberichtigungen oft auch als Rückstellungen bezeichnet, nicht zuletzt durch den 
Gesetzgeber selber, wenn etwa die mit Aktiven des Umlaufvermögens verbundenen Verlustrisiken 
erfasst werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Art. 63 Abs. 1 lit. b DBG). Die echte Rückstellung 
bezieht sich jedoch nicht auf ein Aktivum. Sie besteht vielmehr in der Bildung eines Passivpostens 
(zu Lasten der Erfolgsrechnung), mit dem im Rechnungsjahr entstandenen Verbindlichkeiten oder 
unmittelbar drohenden Verlustrisiken, die in ihrem Bestand oder ihrer Höhe nach noch nicht genau 
feststehen, Rechnung getragen wird. Wie die Wertberichtigung ist die Rückstellung im engeren 
Sinne provisorischer Natur (siehe im Einzelnen insbesondere BLUMENSTEIN/LOCHER, System des 
Steuerrechts, 7. Auflage 2016, S. 306 ff.; REICH/ZÜGER/BETSCHART, in Zweifel/Beusch, Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Auflage 2017, Art. 29 N. 4; LOCHER, Kommentar zum DBG, 
I. Teil, 2001, Art. 28 N. 2 f., Art. 29 N. 12 und 25; VGer FR in FZR 2001 396 E. 3 sowie die dort 
erwähnten Autoren und Entscheide; vgl. auch FZR 2002 190 E. 7a sowie FZR 2003 161).

2.3. Steuerrechtlich werden Abschreibungen als zulässig anerkannt, sofern sie geschäftsmässig 
begründet und buchmässig oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, in besonderen 
Abschreibungstabellen ausgewiesen sind (Art. 28 Abs. 1 und Art. 62 Abs. 1 DBG). In der Regel 
werden die Abschreibungen nach dem tatsächlichen Wert der einzelnen Vermögensteile oder nach 
ihrer voraussichtlichen Gebrauchsdauer angemessen verteilt (Abs. 2 der erwähnten Bestimmun-
gen).

Die Frage, ob ein Aufwand geschäftsmässig begründet ist, beantwortet die Betriebs- oder Unter-
nehmungswirtschaftslehre. Geschäftsmässig begründet sind Kosten, wenn sie aus unterneh-
mungswirtschaftlicher Sicht vertretbar erscheinen; nach der Rechtsprechung sind Aufwendungen 
dann geschäftsmässig begründet, wenn sie mit dem erzielten Erwerb unternehmungswirtschaftlich 
in einem unmittelbaren und direkten (organischen) Zusammenhang stehen (BGE 124 II 29 E. 3c; 
113 lb 114 E. 2c; Urteil BGer 2C_104/2010 vom 23. Juni 2010 E. 2.2.1). Somit muss alles, was 
nach kaufmännischer Auffassung in guten Treuen zum Kreis der Unkosten gerechnet werden 
kann, steuerlich als geschäftsmässig begründet anerkannt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob 
ein Betrieb auch ohne den infrage stehenden Aufwand ausgekommen wäre und ob dieser 
Aufwand im Sinne einer rationellen und gewinnorientierten Betriebsführung zweckmässig war (vgl. 
auch BGE 113 Ib 114 E. 2c; Urteil BGer 2P.153/2002 vom 29. November 2002 E. 3.2). Nicht dazu 
zählen namentlich Aufwendungen, welche die Gesellschaft einzig für den privaten Lebensaufwand 
des Aktionärs oder einer ihm nahestehenden Person erbringt. Sie dürfen nicht unter dem Vorwand 

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von Geschäfts- oder Repräsentationsspesen als Geschäftsaufwand verbucht werden (Urteile BGer 
2C_273 und 274/2013 vom 16. Juli 2013 E. 3.2; 2P.195/2005 vom 16. Februar 2006 E. 3.2; 
2P.250/2004 vom 13. Juni 2005 E. 3.2; 2P.153/2002 vom 29. November 2002 E. 3.2 in fine; 
LOCHER, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Art. 58 N. 111).

2.4. Was die Beweislast betrifft, so gilt die Grundregel, dass die Steuerbehörde die Beweislast 
für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person die Beweislast 
für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen trägt (BGE 133 II 153 E. 4.3; Urteil BGer 
2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 4.3 mit Hinweisen). Bei einem von der steuerpflichtigen 
Gesellschaft erfolgswirksam verbuchten Aufwandposten liegt es damit grundsätzlich an dieser, den 
Nachweis zu erbringen, dass diese Erfolgsminderung geschäftsmässig begründet ist (Urteil BGer 
2C_273 und 274/2013 vom 16. Juli 2013 E. 3.3).

3.

Vorliegend hat die Beschwerdeführerin in ihrer Bilanz eine Wertberichtigung in der Höhe von 
insgesamt CHF 398‘572.50 vorgenommen. Sie gibt an, D.________ habe sich unrechtmässig am 
Geschäftsvermögen bereichert. Das Geld sei nicht mehr vorhanden und deshalb auch nicht mehr 
einbringbar.

3.1. Es ist unbestritten, dass die von D.________ an sich selbst veranlassten Zuwendungen 
nicht geschäftsmässig begründet waren, sondern einzig der Befriedigung des privaten Lebensauf-
wandes von ihm und seinen ihm nahestehenden Personen dienten. Namentlich hat die Gesell-
schaft für die Zuwendungen keine oder zumindest keine gleichwertige Gegenleistung erhalten. 
Auch lassen sich die durch D.________ veranlassten Zuwendungen nur durch seine bedeutende 
Stellung innerhalb der Gesellschaft, die auf einer engen wirtschaftlichen und persönlichen Bezie-
hung beruhte (Gesellschafter und Verwaltungsratsmitglied), erklären, weshalb diese einem Dritt-
vergleich nicht standhalten. Schliesslich war der Charakter der Bezüge den Gesellschaftsorganen 
(namentlich dem Verwaltungsratspräsidenten) bekannt. Dieser hat, obschon er um die Machen-
schaften von D.________ wusste, diesen gewähren lassen und seinen über zweieinhalb Jahre 
andauernden (unrechtmässigen) Dispositionen keinen Einhalt geboten. Auch wurde auf die 
Geltendmachung des der Gesellschaft gegen D.________ zustehenden Schadenersatzanspruchs 
bislang verzichtet.

Da die von D.________ an sich selbst veranlassten Zuwendungen offensichtlich nicht geschäfts-
mässig begründet waren, sie mithin weder mittelbar noch unmittelbar dem geschäftlichen bzw. 
unternehmerischen Zweck der Gesellschaft dienten, sondern einzig dem privaten Lebensaufwand 
von D.________ und seinen ihm nahestehenden Personen, erfolgte die Aufrechnung der Wertbe-
richtigung zu Recht (vgl. Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG).

3.2. Was von der Beschwerdeführerin dagegen vorgebracht wird, vermag an dieser Beurteilung 
nichts zu ändern.

Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin weder den rechtsgenüglichen Nachweis zu 
erbringen vermag, dass der Verwaltungsratspräsident (C.________) durch Drohungen psychisch 
unter Druck gesetzt worden war (Polizeirapporte, Strafanzeigen), noch dass das von D.________ 
entwendete Geld nicht mehr einbringbar ist (Zahlungsaufforderungen, Betreibungen).

Wenn sich die Beschwerdeführerin darauf beruft, es habe aufgrund der hälftigen Aktienbeteiligung 
eine „Pattsituation“ geherrscht, weshalb das die Gesellschaft schädigende Verhalten von 

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D.________ durch den anderen Gesellschafter (C.________) nicht habe gestoppt werden können, 
muss sie sich sodann entgegenhalten lassen, dass dies aus steuerrechtlicher Sicht nicht entschei-
dend ist. Massgebend ist einzig, ob aus Sicht der Gesellschaft das Vorliegen einer verdeckten 
Gewinnausschüttung zu bejahen ist. Dies ist nach dem Gesagten der Fall (vgl. hierzu E. 3.1).

Damit erweisen sich die gegen die Aufrechnung der Wertberichtigung vorgebrachten Argumente 
allesamt als nicht stichhaltig, weshalb die Beschwerdeführerin damit nicht zu hören ist.

3.3. Insgesamt ist festzustellen, dass die Steuerverwaltung die hier streitige Wertberichtigung im 
Gesamtbetrag von CHF 398‘572.- zu Recht aufgerechnet und besteuert hat.

Die gegen den angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 erhobene Beschwerde ist 
folglich abzuweisen.

4.

4.1. Die Kosten des Verfahrens sind der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 
DBG).

Die Höhe der Verfahrenskosten wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). 
Das heisst, dass insbesondere der Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und 
Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ) zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 146 und 
Art. 147 VRG sowie Art. 4 Abs. 3 des kantonalen Ausführungsbeschlusses zum Bundesgesetz 
über die direkte Bundessteuer vom 5. Januar 1995; SGF 634.1.11).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 625.- festzusetzen. 
Diese Gerichtsgebühr ist der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleis-
teten Kostenvorschuss zu verrechnen.

4.2. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Kantonssteuer (604 2019 13)

5.

Die vorne dargelegten Grundsätze gelten auch im Bereich der Kantonssteuern. Die entsprechen-
den, praktisch gleich lautenden Gesetzesbestimmungen sind in Art. 29 Abs. 1 und 2, Art. 100 
Abs. 1 und Art. 104 Abs. 1 und 2 DStG enthalten (vgl. auch Art. 24 StHG). 

Angesichts der mit dem Recht der direkten Bundessteuer übereinstimmenden gesetzlichen kanto-
nalen Regelung kann für die Rechtsanwendung auf die Ausführungen in den Erwägungen 2 und 3 
verwiesen werden. Demzufolge ist auch die Beschwerde betreffend die Kantonssteuer abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist. 

6.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die gesamten Kosten der unterliegenden 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG). Dabei gelangt der Tarif VJ zur Anwen-
dung (vgl. Art. 146 und Art. 147 VRG).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 625.- festzusetzen. 
Diese Gerichtsgebühr ist der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleis-
teten Kostenvorschuss zu verrechnen.

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Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Der Hof erkennt:

I. Direkte Bundessteuer (604 2019 12)

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten (Gebühr: CHF 625.-) werden der A.________ AG auferlegt. Diese Gerichtsge-
bühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

II. Kantonssteuer (604 2019 13)

4. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

5. Die Kosten (Gebühr: CHF 625.-) werden der A.________ AG auferlegt. Diese Gerichtsge-
bühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

6. Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

III. Zustellung

Das vorliegende Urteil kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuern als auch 
der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. Art. 73 StHG und Art. 82 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Lausanne, ange-
fochten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 3. Juni 2019/dki

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: