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**Case Identifier:** 7c17658c-2493-50c8-9e31-8e387640d3b2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.08.2013 100 2013 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-58_2013-08-15.pdf

## Full Text

100.2013.58U   publiziert in BVR 2014 S. 180
DAM/BAA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. August 2013

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Bärtschi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3000 Bern 7

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit sowie Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
15. Januar 2013; BD 095/12)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1982, Staatsangehöriger von Bosnien und 
Herzegowina, reiste am 15. April 1992 zusammen mit seiner Mutter im 
Rahmen des Familiennachzugs zu seinem Vater in die Schweiz ein und 
erhielt Mitte September 2000 die Niederlassungsbewilligung. Er wurde 
mehrfach strafrechtlich verurteilt und verbüsste zuletzt eine Freiheitsstrafe 
in den Anstalten Witzwil. Heute lebt er wieder in Freiheit. Mit Verfügung 
vom 27. Februar 2012 widerrief die Einwohnergemeinde (EG) Bern, 
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die Nieder-
lassungsbewilligung von A.________ und verweigerte eventualiter die 
Aufenthaltsbewilligung. Zudem wies sie ihn aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 27. März 2012 Beschwerde 
bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies 
die Beschwerde mit Entscheid vom 15. Januar 2013 ab und auferlegte ihm 
die Verfahrenskosten. Zudem setzte sie eine Ausreisefrist auf «den 
Zeitpunkt der Entlassung aus dem Strafvollzug» fest. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 14. Februar 2013 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben. Er stellt den Antrag, der Entscheid der POM 
sei in der Sache und hinsichtlich der Regelung der Verfahrenskosten auf-
zuheben und es seien ihm die Kosten für das vorinstanzliche Verfahren zu 
erlassen. A.________ ersucht weiter um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung eines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt.

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Mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2013 beantragt die POM, die Be-
schwerde sei abzuweisen. Mit Stellungnahme vom 21. Februar 2013 
schliesst die EG Bern ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 18. Juli 2013 hat der Instruktionsrichter festgestellt, 
dass A.________ – trotz zweimal erstreckter Frist – darauf verzichtet hat, 
sich zu den Vernehmlassungen der POM sowie der EG Bern zu äussern.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid 
auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die POM habe die Begrün-
dungspflicht und somit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Die 
Vorinstanz habe seine Eingaben nicht gewürdigt, worin er nachgewiesen 
habe, dass er in Bosnien und Herzegowina keine Verwandten habe. Auch 
sei sie auf seinen Antrag auf Erteilung einer Härtefallbewilligung nicht ein-
gegangen bzw. habe die Verneinung eines Härtefalls nicht begründet (Be-

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schwerde, S. 3 und 5). – Der Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinn von 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101), Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und Art. 21 Abs. 1 VRPG 
verpflichtet die Behörde, ihre Verfügung oder ihren Entscheid zu begründen 
(vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss zumindest 
kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten 
lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Dagegen wird nicht verlangt, 
dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-
einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (statt 
vieler BGE 136 I 229 E. 5.2; BVR 2012 S. 109 E. 2.3.3; Merkli/Aeschli-
mann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5). 

2.2 Inwiefern die Vorinstanz nicht auf die Eingaben des Beschwerde-
führers eingegangen sein soll, ist nicht ersichtlich; insbesondere hat sie zur 
Kenntnis genommen, dass dessen Grossvater offenbar verstorben ist (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 3e/bb; Eingabe des Beschwerdeführers vom 
5.1.2013, Akten EMF, pag. 92). Ob die Würdigung der Vorinstanz zutref-
fend ist, ist Gegenstand der materiellen Prüfung und nicht des rechtlichen 
Gehörs. Weiter trifft zwar zu, dass die POM die Frage des Härtefalls nach 
Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG nicht (ausdrücklich) behandelt hat. In seiner Be-
schwerde an die Vorinstanz hat der Beschwerdeführer aber auch keinen 
solchen geltend gemacht, indem er die eventualiter verweigerte Aufent-
haltsbewilligung zur Diskussion gestellt hätte; vielmehr hat er (nur) den 
Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung beanstandet (vgl. Beschwerde 
vom 27.3.2012, Akten POM, pag. 12 ff., insbesondere Rechtsbegehren). Im 
Übrigen ergibt sich aus den Erwägungen der POM hinreichend klar, dass 
eine ermessensweise Bewilligung für den Beschwerdeführer nach Ansicht 
der Vorinstanz nicht in Betracht kommt (vgl. auch Vernehmlassung, S. 1). 
Aus der Gesamtheit der Begründung ist klar ersichtlich, von welchen 
Überlegungen sie sich hat leiten lassen und auf welche Argumente sich ihr 
Entscheid stützt. Eine Gehörsverletzung wegen ungenügender Begründung 
ist deshalb zu verneinen. 

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3.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedin-
gungen erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann 
widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer län-
gerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, 
verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht kumuliert 
werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b 
AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist sodann, dass das Strafurteil 
in Rechtskraft erwachsen ist (VGE 2011/170 vom 3.1.2012, E. 2.1 [be-
stätigt durch BGer 2C_135/2012 vom 29.10.2012]). 

3.2 Gemäss dem angefochtenen Entscheid wurde der Beschwerde-
führer erstmals im Jahr 1996 vom Jugendgericht wegen Führens eines 
Mofas ohne entsprechenden Führerausweis und falscher Namensangabe 
zu einer Arbeitsleistung verurteilt (angefochtener Entscheid, E. 3d/aa). So-
dann wurde er in den Jahren 2002 bis 2011 wiederholt wegen Diebstahls 
und Versuchs dazu (mehrfach), Sachbeschädigung (mehrfach), Betrugs 
und Versuchs dazu (mehrfach), betrügerischen Missbrauchs einer Daten-
verarbeitungsanlage und Versuchs dazu (mehrfach), Hehlerei, Haus-
friedensbruchs, Urkundenfälschung (mehrfach), Begünstigung, Entwen-
dung zum Gebrauch (mehrfach), wiederholten Verstössen gegen das 
Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01), 
mehrfacher Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 
1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG; 
SR 812.121), Übertretung des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über 
den Transport im öffentlichen Verkehr (Transportgesetz; AS 1986 S. 1974; 
aufgehoben am 20.3.2009) sowie mehrfacher Widerhandlungen gegen das 
Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Ge-
wässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) verurteilt. Als Strafen wurden 
Freiheitsstrafen (5, 18 und 15 Monate), Geldstrafen (Fr. 750.-- bis 
Fr. 10'800.--) sowie Bussen ausgesprochen (angefochtener Entscheid, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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E. 3d/aa, Tabelle; Akten EMF, pag. 193-197; Akten POM, pag. 87-91). 
Schliesslich verurteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland den Beschwer-
deführer am 3. November 2011 im abgekürzten Verfahren gemäss 
Art. 358 ff. der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 
(StPO; SR 312.0) wegen Widerhandlungen gegen das BetmG, mehrfach 
und mengenmässig qualifiziert begangen durch Besitz und Anstaltentreffen 
zum Verkauf von 1'004,2 Gramm Heroingemisch (Reinheitsgrad 4,9-
5,6 %), sowie wegen (mehrfacher) Widerhandlungen gegen das SVG zu 
einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten. Das Urteil ist in Rechtskraft 
erwachsen (Akten EMF, pag.182 ff. und  211 f.).

3.3 Da die letztgenannte rechtskräftige Freiheitsstrafe die Dauer eines 
Jahres übersteigt, hat die Vorinstanz zu Recht auf das Vorliegen eines 
Widerrufsgrunds im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG 
geschlossen. Das stellt der Beschwerdeführer auch nicht in Frage.

3.4 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, 
wenn er aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung 
als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 AuG). Im Rah-
men dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der Entfernungs-
massnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die 
privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der 
Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit 
der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere 
des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und 
Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der betroffenen Person und 
ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. 
BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; BVR 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 
S. 193 E. 2.2 und 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere 
Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. des inhaltlich 
deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, bilden Art. 8 Ziff. 2 
EMRK und Art. 36 BV Grundlage dieser Interessenabwägung (vgl. etwa 
BGE 137 I 247 E. 4.1, 134 II 10 E. 4.1 [Pra 97/2008 Nr. 87]; Europäischer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR] 15.11.2012 i.S. Shala gegen die 
Schweiz, Ziff. 39 f. [Nr. 52873/09]; BVR 2011 S. 289 E. 5.1).

4.

Für die Beurteilung des öffentlichen Interesses am Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung sind die Schwere des Verschuldens, das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit 
im Allgemeinen und die Rückfallgefahr zu berücksichtigen. 

4.1 Ausgangspunkt für die fremdenpolizeiliche Beurteilung des öffentli-
chen Interesses am Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist das Ver-
schulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Freiheits-
strafe auf sich geladen hat. Die Schwere des Verschuldens bemisst sich 
regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (vgl. 
statt vieler BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 E. 3.1). – 
Die Vorinstanz geht davon aus, dass die Schuldsprüche gemäss dem Urteil 
des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 3. November 2011 für ein erheb-
liches Verschulden des Beschwerdeführers sprechen (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 3d/aa). Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass seine 
Taten nicht «schlimm» gewesen seien (vgl. Beschwerde, S. 5). – Bezüglich 
der Betäubungsmitteldelinquenz ist dem Beschwerdeführer insbesondere 
die besessene Drogenmenge von 1'004,2 Gramm Heroingemisch, was bei 
einem Reinheitsgrad von 4,9-5,6 % zwischen 49,2 Gramm und 56,2 
Gramm ausmacht, anzulasten; er hat damit den Grenzwert eines mengen-
mässig schweren Falls (12 Gramm) klar überschritten (BGE 120 IV 334 
E. 2a, 109 IV 143 E. 3b; Akten EMF, pag. 186). Dazu kommt, dass aus den 
Akten keine andern als finanzielle Motive – mithin keine persönliche 
Zwangslage, wie z.B. eigene Drogenabhängigkeit oder andere Notlage – 
für die Drogendelinquenz ersichtlich sind. Auch die Versuche des Be-
schwerdeführers, seine Tat dahingehend zu rechtfertigen, dass er kein 
Gramm der Drogen verkauft habe (Beschwerde, S. 5), vermögen die 
Schwere seines Verschuldens nicht zu mindern. Im ausländerrechtlichen 
Verfahren besteht regelmässig kein Raum, die Beurteilung des Straf-
gerichts zu relativieren (vgl. z.B. BGer 2C_888/2012 vom 14.3.2013, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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E. 4.2.3; BVR 2012 S. 193 E. 4.4.4; Silvia Hunziker, in Caroni/Gächter/
Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar AuG, 2010, Art. 63 N. 11). Dies umso 
weniger, als das durchgeführte abgekürzte Strafverfahren gerade voraus-
setzt, dass der Beschwerdeführer die Anklageschrift anerkannt hat (vgl. 
Art. 361 StPO und vorne E. 3.2). Zudem ist festzuhalten, dass das Bun-
desgericht und der EGMR mit Blick auf den Kampf gegen den Drogen-
handel sowie auf die mit diesem zusammenhängende Gefährdung der Ge-
sundheit einer Vielzahl von Menschen bei ausländerrechtlichen Entfer-
nungsmassnahmen eine strenge Praxis verfolgen. Demgemäss besteht im 
Fall von schweren oder wiederholten derartigen Straftaten ein ganz erheb-
liches öffentliches Interesse an der Fernhaltung der ausländischen Person 
(BGE 139 I 16 E. 2.2 und 31 E. 2.3; BVR 2008 S. 193 E. 6.2.1). Insgesamt 
ist daher die Würdigung der Vorinstanz, es liege ein schweres Verschulden 
vor, nicht zu beanstanden.

4.2 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffent-
lichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach 
oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Ein-
sichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der 
Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt 
in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person von Strafurteilen 
nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten 
(BGE 122 II 433 E. 2d; statt vieler VGE 2011/170 vom 3.1.2012, E. 4.3 [be-
stätigt durch BGer 2C_135/2012 vom 29.10.2012]). 

4.2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer sei während 
seines bisherigen Aufenthalts in der Schweiz regelmässig straffällig gewor-
den und habe sich weder durch die Strafverfahren noch die Strafurteile 
beeindrucken lassen (angefochtener Entscheid, E. 3d/bb). Der Beschwer-
deführer hält dem entgegen, dass die aus dem Strafregister entfernten 
Vorstrafen nicht mehr berücksichtigt werden dürften (Beschwerde, S. 4). 
– Dieser Einwand ist unbehelflich: Zwar darf ein Bewilligungswiderruf nicht 
gestützt auf ein gelöschtes Strafurteil verfügt werden (Art. 369 Abs. 7 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]). Im Rahmen der 
Interessenabwägung ist es den Fremdenpolizeibehörden nach der bundes-

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gerichtlichen Rechtsprechung aber nicht verwehrt, strafrechtlich relevante 
Daten, die sich in ihren Akten befinden oder ihnen anderweitig bekannt sind 
bzw. werden, nach deren Löschung im Strafregister in die Beurteilung des 
Verhaltens der ausländischen Person während ihrer gesamten Anwesen-
heit in der Schweiz einzubeziehen; dies gilt namentlich für Daten, die An-
lass zu einer fremdenpolizeilichen Verwarnung gaben. Weit zurück liegen-
den Straftaten kommt allerdings in der Regel keine grosse Bedeutung mehr 
zu, insbesondere wenn es sich um relativ geringfügige Verfehlungen han-
delt (grundlegend BGer 2C_477/2008 vom 24.2.2009, E. 3.2.1 und 3.2.2; 
diese Praxis bestätigend etwa BGer 2C_389/2011 vom 22.12.2011, E. 3.3, 
2C_711/2011 vom 27.3.2012, E. 5.2; VGE 2012/86 vom 9.1.2013, E. 4.3.1 
[noch nicht rechtskräftig]).

4.2.2 Im Licht dieser Rechtsprechung ist nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz auch die (im Strafregister gelöschten) Vorstrafen des Be-
schwerdeführers in die Interessenabwägung einbezogen hat. Diese ver-
deutlichen, dass der Beschwerdeführer wiederholt delinquiert hat und sich 
durch die zahlreichen ausgesprochenen Strafen nicht hat beeindrucken 
lassen. Zwar sind ihm vor allem die dem zuletzt ergangenen Strafurteil zu-
grunde liegenden Taten anzulasten. Aber auch die davor begangenen De-
likte, von denen er einige mehrmals begangen hat, zeugen von einer inak-
zeptablen Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung. Auch 
wenn sich darunter geringe Bussen vorab im Strassenverkehrsbereich be-
finden, hat der Beschwerdeführer über einen langen Zeitraum delinquiert 
und auch schwerere Straftaten begangen, insbesondere Vermögensdelikte 
(vgl. BGer 2C_711/2011 vom 27.3.2012, E. 5.2). Angesichts dessen ist 
davon auszugehen, dass das Verhalten des Beschwerdeführers mit insge-
samt mindestens 17 Verurteilungen seit dem Jahr 2002 gegenüber der 
öffentlichen Ordnung dem sicherheitspolizeilichen Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung zusätzliches Gewicht verleiht. 

4.3 Mit Blick auf die Zukunft ist des Weiteren die Rückfallgefahr zu 
beurteilen. 

4.3.1 Die Vorinstanz geht, insbesondere aufgrund der mehrfachen und 
regelmässigen Delinquenz, der mehrmaligen Rückfälligkeit während der 
Probezeit nach bedingter Entlassung und der dadurch gezeigten Unbelehr-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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barkeit des Beschwerdeführers, von einer erheblichen Rückfallgefahr aus 
(angefochtener Entscheid, E. 3/d/cc). Der Beschwerdeführer beteuert da-
gegen, dass er sich während des Vollzugs gebessert habe und eingesehen 
habe, dass ihm die Straffälligkeit nur geschadet habe. Deshalb bestehe 
kein Rückfallrisiko (Beschwerde, S. 5). 

4.3.2 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso 
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische 
Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, 
Sexual- und schweren Betäubungsmitteldelikten, muss, angesichts der von 
diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, 
ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hinge-
nommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 31 E. 2.3.2, 137 II 233 
E. 5.2.2). Da Art. 5 Anhang I des Abkommens zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft 
und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; 
SR 0.142.112.681) hier nicht Anwendung findet, ist zudem das Vorliegen 
einer gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung einer Wegweisungs-
massnahme. Vielmehr dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitbe-
rücksichtigt werden (vgl. zum Ganzen BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hin-
weisen; aus der neueren Rechtsprechung vgl. etwa BGer 2C_856/2012 
vom 25.3.2013, E. 6.9; VGE 2012/319 vom 22.5.2013, E. 3.4.4 [noch nicht 
rechtskräftig]). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und somit 
der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts 
ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Interessen-
abwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände geben 
aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2, 125 II 105 E. 2c 
mit Hinweisen).

4.3.3 Der Beschwerdeführer hat sich eines schweren Betäubungsmittel-
delikts schuldig gemacht (vgl. vorne E. 3.2). Ausserdem hat er durch seine 
Delinquenz gezeigt, dass er über einen längeren Zeitraum nicht willens 
oder nicht fähig war, die hiesige Rechtsordnung zu respektieren, und sich 
weder durch fremdenpolizeiliche Verwarnungen (Akten EMF, pag. 21, 
89 ff., 101, 137 und 148) noch durch die wiederholt verhängten Strafen be-

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eindrucken liess. Vielmehr mussten die in den Jahren 2002 und 2004 aus-
gesprochenen mehrmonatigen bedingten Freiheitsstrafen wegen erneuter 
Straffälligkeit widerrufen werden (Akten EMF, pag. 143). Auch die Zeit des 
Electronic Monitoring vom 28. Januar bis 7. August 2006 schien ihn nicht 
positiv zu beeinflussen: Zwar zeigte er sich in der Zusammenarbeit mit der 
Bewährungshilfe höflich und korrekt und hielt die Termine ein; ebenso war 
der Arbeitgeber, welcher ihn während dieser Zeit an einem geschützten 
Arbeitsplatz beschäftigte, mit seinem Verhalten und der Arbeitsleistung zu-
frieden (Akten EMF, pag. 76 und 77). Dessen ungeachtet wurde er erneut 
in der Probezeit rückfällig und die Strafvollzugsbehörde ordnete den Voll-
zug der Reststrafe an (Akten EMF, pag. 144). Während des darauf folgen-
den Vollzugs der Reststrafe in den Anstalten Witzwil vom 10. September 
2008 bis zu seiner bedingten Entlassung am 21. Mai 2009 beteiligte er sich 
zwar an der Tataufarbeitung (Akten EMF, pag. 131); dennoch äusserte sich 
der Führungsbericht zur Gewährung einer bedingten Entlassung eher kri-
tisch (Akten EMF, pag. 130 ff.). Nach seiner bedingten Entlassung am 
21. Mai 2009 und während der einjährigen Probezeit wurde er abermals 
mehrfach straffällig (Akten POM, pag. 88). Zwar zeigt er in Bezug auf die 
zuletzt begangenen Delikte vordergründig eine gewisse Reue. Allerdings 
scheint er eher den Schaden, den er sich selbst zugefügt hat, zu bedauern, 
als die Schädigung oder Gefährdung anderer; dazu kommt, dass er das 
begangene Unrecht bis heute nicht einzusehen scheint (vgl. Beschwerde, 
S. 5). Aus seinem Verhalten im Strafvollzug – welches nicht immer ganz 
tadellos war (Disziplinarverstösse; Akten POM, pag. 63; vgl. auch Akten 
EMF, pag. 131) – kann der Beschwerdeführer im Übrigen nichts zu seinen 
Gunsten ableiten (vgl. BGE  137 II 233 E. 5.2.2; BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1). 
Angesichts der früheren Beteuerungen erscheint das erneute Bekenntnis, 
er werde sich bessern, zudem wenig glaubhaft. Der Vorinstanz ist somit 
beizupflichten, dass insgesamt ein erhebliches, nicht hinnehmbares Rest-
risiko erneuter Straffälligkeit besteht. 

4.4 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vor-
instanz angesichts des schweren Verschuldens, der wiederholten Straffäl-
ligkeit und der erheblichen Rückfallgefahr ein gewichtiges öffentliches Inte-
resse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbunde-

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nen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz angenommen 
hat. 

5.

Dem öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
an der Wegweisung sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers 
am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer der An-
wesenheit und die Integration in der Schweiz sowie die dem Beschwerde-
führer drohenden Nachteile zu berücksichtigen sind. 

5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, 
desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines 
Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer 
ist insofern zu relativieren, als die Jahre, welche die ausländische Person in 
Illegalität, im Strafvollzug oder aufgrund einer vorläufigen Duldung hier ver-
bracht hat, für die Interessenabwägung nicht ausschlaggebend sein kön-
nen (BGE 137 II 10 E. 4.4, 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]). 
Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die ausländische Person in 
die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem Ausländer, der bereits hier ge-
boren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat 
(Ausländer der «zweiten Generation»), ist der Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht aus-
geschlossen. Erst recht gilt dies für ausländische Personen, die erst als 
Kind – wie der Beschwerdeführer – oder Jugendliche in die Schweiz ge-
langt sind. So ist bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, 
Sexual- und schweren Betäubungsmitteldelikten, und erst recht bei Rückfall 
bzw. wiederholter Delinquenz ein wesentliches öffentliches Interesse am 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung gegeben (BGE 135 II 110 E. 2.1, 
125 II 521 E. 2b; BGer 2C_1257/2012 vom 18.4.2013, E. 4.2, 2C_267/2013 
vom 6.5.2013, E. 2.1; VGE 2011/170 vom 3.1.2012 [bestätigt durch 
BGer 2C_135/2012 vom 29.10.2012], E. 5.1, auch zum Folgenden). Der 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch nach längerem Aufenthalt 
in der Schweiz eher zulässig, wenn die ausländische Person in der 
Schweiz nicht integriert ist (BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001, E. 2b; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
Seite 13

VGE 2009/315 vom 13.10.2010 [bestätigt durch BGer 2C_893/2010 vom 
24.3.2011], E. 5.1).

5.1.1 Der Beschwerdeführer ist im April 1992 als Neunjähriger im Rah-
men des Familiennachzugs in die Schweiz eingereist und hält sich in-
zwischen faktisch seit 21 Jahren hier auf (vgl. Bst. A vorne). Der Vorinstanz 
ist darin zu folgen, dass die Aufenthaltsdauer um die Zeit, welche der Be-
schwerdeführer in Untersuchungshaft bzw. im Strafvollzug verbracht hat 
und welche er kraft aufschiebender Wirkung der gegen den Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt, zu relati-
vieren ist (angefochtener Entscheid, E. 3e/aa). Dennoch ist – auch wenn 
der Beschwerdeführer nicht als Ausländer der «zweiten Generation» be-
zeichnet werden kann (vgl. BGer 2A.571/2005 vom 17.1.2006, E. 2.4) – 
seine Aufenthaltsdauer als lang zu bezeichnen.

5.1.2 Zu seiner Integration ist Folgendes festzuhalten: Hinsichtlich der 
wirtschaftlichen Situation des Beschwerdeführers ist der Vorinstanz darin 
zu folgen, dass seine Verschuldung eher negativ ins Gewicht fällt, zumal 
ein Abbau nicht ersichtlich und nicht dargetan ist (angefochtener Entscheid, 
E. 3e/aa; Akten EMF, pag. 210; Akten POM, pag. 39 f.). In Bezug auf die 
berufliche Situation ist das Bemühen des Beschwerdeführers um Auf-
nahme einer Erwerbstätigkeit sowie der Erwerb des «Bürofachdiploms 
VSH» zwar anzuerkennen (Akten POM, pag. 41). Insgesamt ist der Vor-
instanz allerdings darin zuzustimmen, dass angesichts des Lehrabbruchs, 
des Abbruchs der Handelsschule und der diversen bisher ausgeübten 
kurzfristigen Tätigkeiten im Auto-, Gast- und Baugewerbe eine stabile Er-
werbssituation nicht dargelegt ist (angefochtener Entscheid, E. 3e/aa; 
Akten EMF, pag. 57, 77, 79, 85 f., 179). Vielmehr musste der Beschwer-
deführer in den Jahren 2005 und 2006 sowie ab Juni 2008 durch den Sozi-
aldienst (teil-)unterstützt werden (Akten EMF, pag. 32, 37 f., 126, 191). In 
sozialer Hinsicht gibt der Beschwerdeführer zwar an, seine Familie, d.h. 
seine Eltern und Geschwister, lebe in der Schweiz (vgl. Beschwerde S. 3 
und 10); konkrete engere Beziehungen zu Schweizer Bürgerinnen und 
Bürgern, deren Abbruch ihn besonders hart treffen würde, macht er aller-
dings keine namhaft. Die soziale Integration erreicht somit kaum das Mass, 
das angesichts der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz erwartet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
Seite 14

werden kann (vgl. VGE 2009/267 vom 17.5.2009 [bestätigt durch 
BGer 2C_521/2010 vom 30.11.2010], E. 6.3 mit Hinweis auf 
BGer 2C_72/2009 vom 5.3.2009, E. 1.3; VGE 2009/30 vom 14.12.2009 
[bestätigt durch BGer 2C_74/2010 vom 10.6.2010], E. 5.3.1). Daran ändern 
die guten Deutschkenntnisse nichts. Die Vorinstanz folgert zudem zu 
Recht, dass mit Blick auf die wiederholte Straffälligkeit zum vornherein 
nicht von einer gelungenen Integration gesprochen werden kann, ist doch 
die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt je-
glicher Integration (Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). 
Durch sein andauerndes kriminelles Verhalten hat der Beschwerdeführer 
seine Integrationsbemühungen wesentlich relativiert (vgl. VGE 2012/255 
vom 26.2.2013, E. 4.2 [noch nicht rechtskräftig], 2009/424 vom 28.5.2010, 
E. 4.4.2 mit Hinweis auf BGer 2C_425/2008 vom 27.1.2009, E. 3.3 und 
2C_477/2008 vom 24.2.2009, E. 3.3.2).

5.2 Was die bei einer Rückkehr nach Bosnien und Herzegowina 
drohenden Nachteile betrifft, wendet der Beschwerdeführer ein, dass er mit 
den Verhältnissen und der Sprache in seinem Heimatland nicht mehr 
vertraut sei. Zudem habe er weder Verwandte noch eine Wohnmöglichkeit 
in seinem Herkunftsland (vgl. Beschwerde S. 9). – Zwar ist nach faktisch 
21-jährigem Aufenthalt in der Schweiz die Rückkehr für den Beschwerde-
führer in sein Heimatland gewiss nicht einfach. Wie aber den Akten zu ent-
nehmen ist, leben eine Tante mit ihrer Familie sowie zeitweise ein Onkel 
dort (Akten EMF, pag. 179, 230; Akten POM, pag. 44; Beschwerde, S. 3). 
Der Einwand des Beschwerdeführers, der Wohnort seiner Tante (…) be-
finde sich in einem andern Staat als sein Heimatort …, ist unbehelflich: 
Beide Ortschaften liegen nicht sehr weit voneinander in Bosnien und 
Herzegowina; die Serbische Republik (Republica Srpska) ist eine 
Teilrepublik des Staates Bosnien und Herzegowina (vgl. <www.wikipe-
dia.org>). Der Beschwerdeführer kann daher auf – wenn auch entfernte – 
verwandtschaftliche Beziehungen zurückgreifen. Es ist nicht erkennbar, 
inwiefern die POM den Sachverhalt in diesem Zusammenhang falsch 
festgestellt haben soll. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer in einer 
bosnischen Familie aufwuchs, welche ihm die Bräuche und die Mutter-
sprache – zumindest mündlich – vermitteln konnte. Aufgrund dieser Um-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
Seite 15

stände ist der Vorinstanz darin zu folgen, dass ihm die Verhältnisse in 
seinem Heimatland nicht gänzlich fremd sind und er sich wieder zu-
rechtfinden wird, auch wenn er sich ein neues soziales Umfeld aufbauen 
muss. Was die berufliche Eingliederung in Bosnien und Herzegowina an-
geht, ist dem Beschwerdeführer zwar zuzugestehen, dass der dortige 
Berufseinstieg womöglich herausfordernd sein wird. Er ist aber als arbeits-
fähiger gesunder Mann um die dreissig mit – zumindest mündlichen – 
Kenntnissen einer Landesprache in der Lage, dort einer Arbeit nachzu-
gehen, wobei ihm das in der Schweiz erworbene Bürofachdiplom sowie die 
gewonnene berufliche Erfahrung im Auto-, Gast- und Baugewerbe einen 
Einstieg ins Berufsleben erleichtern dürften (vgl. E. 5.1.2 vorne). Auch dass 
er die gesprochene Sprache erst noch schreiben lernen muss, kann kein 
Hinderungsgrund für eine Arbeitstätigkeit sein; das gilt gerade für die ihm 
vertrauten Branchen. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, weshalb sich der 
Beschwerdeführer in seiner Heimat keine Wohngelegenheit verschaffen 
können sollte. Der beruflichen und sozialen Integration des Beschwerde-
führers in seinem Heimatland stehen somit keine unüberwindbaren Hinder-
nisse entgegen. 

5.3 Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss die Unzumutbarkeit der 
Wegweisung geltend machen will (Art. 83 Abs. 4 AuG), ist der Einwand 
unbegründet: Bosnien und Herzegowina ist zum heutigen Zeitpunkt nicht 
von einer allgemeinen Situation der Gewalt oder von kriegerischen oder 
bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen betroffen, die eine konkrete Ge-
fährdungssituation für den Beschwerdeführer darstellen würden (vgl. 
BVGer D-5626/2012 vom 16.4.2013, E. 6.2). Damit sind keine Unzumut-
barkeitsgründe dargetan, welche bei der ausländerrechtlichen Gesamt-
interessenabwägung zu berücksichtigen wären (vgl. dazu BGE 135 II 110 
E. 4.2). 

5.4 Zu würdigen sind schliesslich die der Familie des Beschwerde-
führers durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile.

5.4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, eine Wegweisung sei ihm auf-
grund der Ansässigkeit seiner Eltern und Geschwister und der Beziehung 
zu seiner Familie mit Blick auf Art. 8 EMRK nicht zumutbar (Beschwerde, 
S. 10). Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang erwogen, die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
Seite 16

ziehungen des Beschwerdeführers zu seinen hier lebenden Verwandten 
fielen nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, da die Genannten 
nicht zur Kernfamilie im Sinn dieser Bestimmung zählten und kein beson-
deres Abhängigkeitsverhältnis bestehe. Soweit der Beschwerdeführer im 
vorinstanzlichen Verfahren geltend machte, er habe eine 2 ½-jährige in der 
Schweiz lebende Tochter, verwies die POM darauf, dass die Vaterschaft 
nicht erstellt sei. Was die angeblich geplante Verheiratung mit der Kinds-
mutter angehe, lägen überdies keine Anhaltspunkte für eine Konkubinats-
beziehung vor, welche unter dem Blickwinkel von Art. 8 Ziff. 1 EMRK rele-
vant sein könnte (angefochtener Entscheid, E. 3e/cc). 

5.4.2 Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV gewährleisten das Recht auf Achtung 
des Privat- und Familienlebens. Hat eine ausländische Person nahe Ver-
wandte mit gefestigtem Anwesenheitsrecht in der Schweiz, kann es – eine 
intakte und tatsächlich gelebte Beziehung vorausgesetzt – diese Garantien 
verletzen, wenn ihr die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit 
das Familienleben vereitelt wird (statt vieler BGE 135 I 143 E. 1.3.1; vgl. 
auch BVR 2007 S. 529 E. 2.1). Geschützt wird in erster Linie die Kernfami-
lie, d.h. die Gemeinschaft der Eheleute mit ihren minderjährigen Kindern 
(BGE 137 I 154 E. 3.4.2, 135 I 143 E. 1.3.2; BVR 2003 S. 289 E. 2b). 
– Dass durch die Wegweisung des Beschwerdeführers die persönlichen 
Kontakte zwischen ihm und seinen Eltern bzw. Geschwistern erschwert 
werden, ist bedauerlich, unter den gegebenen Umständen aber nicht von 
entscheidender Bedeutung: Da diese nicht zur Kernfamilie des Beschwer-
deführers zu rechnen sind, müsste zwischen dem Beschwerdeführer und 
den genannten Familienmitgliedern ein besonderes Abhängigkeitsverhält-
nis bestehen, das über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht, 
damit eine konventions- bzw. verfassungsrechtlich geschützte familiäre 
Beziehung vorläge (statt vieler BGE 137 I 154 E. 3.4.2; BVR 2003 S. 289 
E. 2b). Dass ein solches Abhängigkeitsverhältnis hier bestehen würde, ist 
weder ersichtlich noch geltend gemacht. Soweit der Beschwerdeführer 
ausserdem mit der «Familie» weiterhin die im vorinstanzlichen Beschwer-
deverfahren geltend gemachten Beziehungen zu seiner angeblichen 
Tochter und deren Mutter meint, ist der Vorinstanz darin zu folgen, dass die 
Vaterschaft – wie vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten – nicht er-
stellt ist. Ausserdem fällt die Beziehung zur angeblichen Verlobten des Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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schwerdeführers nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK: Aus dieser 
Bestimmung ergibt sich nur dann ein Bewilligungsanspruch, wenn eine lang 
dauernde und gefestigte Partnerschaft vorliegt und eine Heirat unmittelbar 
bevorsteht (vgl. BGer 2C_53/2012 vom 25.1.2012, E. 2.2.3 mit Hinweisen). 
Der Beschwerdeführer macht weder geltend noch belegt er näher, dass 
diese Voraussetzungen hier erfüllt sein könnten.

5.5 Mit Blick auf die privaten Interessen des Beschwerdeführers ist 
zusammenfassend festzuhalten, dass trotz langjähriger Anwesenheit  in 
der Schweiz gesamthaft nicht von einer gelungenen Integration gesprochen 
werden kann. Einer Rückkehr und Wiedereingliederung des Beschwerde-
führers in sein Heimatland stehen keine unüberwindbaren Hindernisse ent-
gegen. 

6.

6.1 Eine Gesamtschau der massgeblichen öffentlichen und privaten 
Interessen ergibt Folgendes: Die Vorinstanz ist mit Blick auf das schwere 
Verschulden, das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und 
Sicherheit und die nicht hinzunehmende Rückfallgefahr zu Recht von 
einem gewichtigen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung und der damit verbundenen Wegweisung des Beschwerde-
führers aus der Schweiz ausgegangen. Die Interessen des Beschwerdefüh-
rers an einem Verbleib in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen: Für 
einen Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz spricht praktisch nur 
seine lange Aufenthaltsdauer. Allerdings ist auch dieser Umstand ange-
sichts der nicht gelungenen Integration zu relativieren. Insbesondere ste-
hen einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung 
keine entscheidenden familiären Nachteile entgegen. Die angeordnete 
Massnahme erweist sich somit als verhältnismässig. 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer die Erteilung einer Aufenthaltsbe-
willigung (Härtefallbewilligung) beantragt, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt 
werden: Unter den gegebenen Umständen liegt kein persönlicher auslän-
derrechtlicher Härtefall vor (vgl. zum Begriff Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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BGE 136 I 254 E. 5.3.1 [Pra 100/2011 Nr.13]), zumal selbst eine lang-
dauernde Anwesenheit für sich allein keinen solchen Härtefall zu begrün-
den vermag (BGE 130 II 39 E. 3 [Pra 93/2004 Nr. 140]). 

6.3 Der angefochtene Entscheid hält nach dem Gesagten in der 
Sache der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde ist somit insoweit unbe-
gründet und dem nunmehr aus dem Strafvollzug entlassenen Beschwer-
deführer ist praxisgemäss eine Ausreisefrist anzusetzen (Art. 64d Abs. 1 
AuG).

7.

Umstritten ist schliesslich, ob die POM dem Beschwerdeführer für das vor-
instanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege hätte gewähren 
müssen.

7.1 Die unentgeltliche Rechtspflege wird nach Art. 111 Abs. 1 VRPG 
nur auf Gesuch hin gewährt, nicht aber von Amtes wegen (Merkli/
Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 111 N. 15; Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 252, insbes. Fn. 518; vgl. auch 
Martin Kayser, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 
2008, Art. 65 N. 11). Art. 29 Abs. 3 BV vermittelt keinen weiter gehenden 
Anspruch (Gerold Steinmann, in St. Galler Kommentar BV, 2. Aufl. 2008, 
Art. 29 N. 35 mit Hinweis auf BGE 131 I 350 E. 3; Kiener/Rütsche/Kuhn, 
Öffentliches Verfahrensrecht, 2012, N. 1594); Art. 26 Abs. 3 KV geht nicht 
über die bundesverfassungsrechtliche Garantie hinaus (Kälin/Bolz, Hand-
buch des bernischen Verfassungsrechts, 1995, Art. 26 N. 7a). – Der Be-
schwerdeführer hat es unterlassen, im vorinstanzlichen Verfahren ein Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege zu stellen. Auch ein in diese Richtung 
sinngemäss gestellter Antrag lässt sich seiner Beschwerdeschrift sowie 
den weiteren (Laien-)Eingaben nicht entnehmen. Es ist somit nicht zu be-
anstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer Verfahrenskosten 
auferlegt hat, ohne ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.

7.2 Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. März 2002 über die 
Steuerung von Finanzen und Leistungen (FLG; BSG 620.0) i.V.m. Art. 13 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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Abs. 1 der Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kan-
tonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21) kann auf Ge-
such hin im Einzelfall von der Gebührenerhebung ganz oder teilweise ab-
gesehen werden, wenn die Gebührenpflichtigen nachweisen, dass sie be-
dürftig sind. – Soweit das Begehren des Beschwerdeführers als Erlass-
gesuch in diesem Sinn zu verstehen ist, hat sich das Verwaltungsgericht im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht dazu zu äussern; zuständig für 
eine derartige Anordnung wäre die Behörde, welche die Gebühr erhoben 
hat, hier also die POM (Art. 13 Abs. 2 GebV). Da der Beschwerdeführer 
seinen Antrag ausdrücklich unter dem Gesichtswinkel der unentgeltlichen 
Rechtspflege stellt (Beschwerde, S. 10), ist im Übrigen von der Weiter-
leitung eines allfälligen Erlassgesuchs an die Vorinstanz abzusehen, zumal 
die Kostenverlegung der POM auch noch nicht rechtskräftig ist. Es bleibt 
dem Beschwerdeführer unbenommen, bei der POM ein begründetes und 
belegtes Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten einzureichen (vgl. 
VGE 2009/103 vom 11.5.2009, E. 2.7).

7.3 Die Beschwerde ist auch im Kostenpunkt unbegründet und des-
halb abzuweisen.

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf 
Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indes für das ver-
waltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Bei-
ordnung eines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht. Die Verwal-
tungsjustizbehörde befreit eine Partei von den Kostenpflichten, wenn sie 
nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht 
aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG). Unter den gleichen Voraus-
setzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beige-
ordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es 
rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, 
wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Ge-
winnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
Seite 20

jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach der bun-
desgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei 
denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlust-
gefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. 
Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 
sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder 
aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 
eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen 
können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 138 III 217 
E. 2.2.4; vgl. zum Ganzen auch Mekli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 111 
N. 12).

8.2 Die vorstehenden Erwägungen haben gezeigt, dass der Be-
schwerde kaum Erfolgsaussichten beschieden waren. In Bezug auf die 
Verhältnismässigkeit des Bewilligungswiderrufs steht der Vielzahl negativer 
Aspekte (schweres Verschulden bei der verfahrensauslösenden Verurtei-
lung, mehrere weitere Verurteilungen zu nicht nur geringfügigen Strafen, 
Rückfälle in den Probezeiten, erhebliche Rückfallgefahr, Bestehen von 
Schulden, geringe soziale und berufliche Integration) im Wesentlichen nur 
die lange Aufenthaltsdauer gegenüber, welche für einen Verbleib in der 
Schweiz spricht. Bereits die Vorinstanz hat zudem eingehend und zutref-
fend begründet, warum die Entfernungsmassnahme verhältnismässig ist. 
Die Beschwerde muss somit als von vornherein aussichtslos bezeichnet 
werden (vgl. auch BGer 2C_655/2012 vom 13.2.2013, E. 8.1). Das Gesuch 
um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege ist somit abzuweisen, ohne 
dass geprüft werden muss, ob der Beschwerdeführer prozessbedürftig ist. 

8.3 Der Beschwerdeführer hat somit die Verfahrenskosten zu tragen. 
Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Endentscheid 
befunden wird und er deshalb keine Gelegenheit hatte, sein Rechtsmittel 
nach Abweisung dieses Begehrens zurückzuziehen und damit Kosten zu 
sparen, sind diese praxisgemäss bloss im Rahmen der üblichen Abschrei-
bungsgebühren zu erheben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2013, Nr. 100.2013.58U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
Ausreisefrist angesetzt auf den 30. September 2013.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.