# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02b9dc2c-dca4-5dcc-acfb-1692bbe08bf6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.05.2025 D-3312/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3312-2025_2025-05-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3312/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber;   

Gerichtsschreiberin Irène Urscheler Urstadt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintretensentscheid);  

Verfügung des SEM vom 29. April 2025 / N (…). 

 

 

 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im Januar 2022 sei-

nen Heimatstaat verliess und über den Iran sowie die Türkei am 28. Juni 

2022 nach Griechenland gelangte, wo er bis zum 29. September 2023 

lebte,  

dass er am 2. Oktober 2023 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich mit der zentralen Fin-

gerabdruckdatenbank der Europäischen Union (Eurodac) am 12. Septem-

ber 2022 in Griechenland ein Asylgesuch stellte und ihm dort am 5. De-

zember 2022 ein Schutzstatus gewährt wurde,  

dass die griechischen Behörden am 19. Oktober 2023 mitteilten, der Be-

schwerdeführer habe am 5. Dezember 2022 den Flüchtlingsstatus («refu-

gee status») erhalten und verfüge in Griechenland über eine bis zum 

19. Dezember 2025 gültige Aufenthaltsbewilligung, 

dass sie gleichzeitig einem Ersuchen der Vorinstanz um Rückübernahme 

vom 6. Oktober 2023, gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europä-

ischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemein-

same Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal 

aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Ab-

kommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat 

und der Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme 

von Personen mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) zustimmten, 

und mit Schreiben vom 27. August 2024 die Gültigkeit dieser Zustimmung 

bestätigten, 

dass der Beschwerdeführer am 20. Oktober 2023 die ihm zugewiesene 

Rechtsvertretung mandatierte, 

dass am 4. Dezember 2023 eine Erstbefragung unbegleiteter, minderjähri-

ger Asylsuchender (EB UMA) in Anwesenheit der zugewiesenen Rechts-

vertretung durchgeführt wurde, 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer am 14. Februar 2024 dem Kan-

ton B._______ zuwies, 

dass der Beschwerdeführer am 27. Mai 2024 das rechtliche Gehör zu ei-

nem Nichteintretensentscheid sowie zum Vollzug der Wegweisung nach 

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Griechenland erhielt, und er mit Schreiben vom 12. Juni 2024 dazu vor-

brachte, er habe in Griechenland Rassismus erlebt, sei zweimal von Poli-

zisten angehalten, beschimpft sowie geschlagen und in einem Heim, wo er 

gewohnt habe, nicht mehr unterstützt worden, er habe pro Tag bloss zwei 

Mahlzeiten und einen Euro Taschengeld erhalten, Hilfsorganisationen hät-

ten ihm zudem nicht helfen können, als er Kleider gebraucht habe, weshalb 

er sich aus Angst vor Obdachlosigkeit, existenzbedrohender Armut und 

Gewalt für eine Weiterreise in die Schweiz entschieden habe, 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. Juli 2024 zudem mit-

teilte, er sei von der griechischen Polizei während zweier Tage und Nächte 

ohne angemessene Nahrung festgehalten, mit Metall-Stöcken und Elektro-

Geräten misshandelt und unter Androhung der Deportation gezwungen 

worden, Arbeiten zu verrichten, was auf organisierten Menschenhandel 

hinweise,  

dass er mit Schreiben vom 14. August 2024 vorbrachte, die erwähnten Er-

eignisse hätten nicht in Griechenland, sondern ausserhalb des Schengen-

raums stattgefunden, worauf die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 1. Oktober 2024 das rechtliche Gehör zu einer möglichen 

Situation von Menschenhandel gab, und er mit Schreiben vom 15. Oktober 

2024 unter anderem ausführte, die Ereignisse hätten in der Türkei stattge-

funden, 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mitteilen liess, es handle sich 

vorliegend nicht um eine Situation von Menschenhandel, weshalb diesbe-

züglich keine weiteren Schritte erfolgen würden, 

dass im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens verschiedene medizinische 

Berichte zu den Akten genommen wurden, 

dass die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers sich am 5. Ja-

nuar 2024, am 8. Mai 2024 und 31. Januar 2025 nach dem Verfahrens-

stand erkundigte, und ihr die Vorinstanz diesbezüglich am 19. Januar 2024, 

27. Mai 2024 und 17. März 2025 antwortete, 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 25. April 2025 den Ent-

scheidentwurf zur Stellungnahme aushändigte und dieser mit Schreiben 

vom 28. April 2025 hauptsächlich ausführte, er sei aufgrund seines jungen 

Alters, seiner psychischen Beschwerden und der in Griechenland erlebten 

Gewalt als vulnerabel einzustufen, für Personen mit internationalem 

Schutzstatus sei es in Griechenland zudem praktisch unmöglich, eine 

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Unterkunft zu finden, weshalb Gefahr bestehe, in die Obdachlosigkeit und 

extreme Armut zu geraten, der Zugang zum Arbeitsmarkt sei erschwert und 

sie seien überdies faktisch von Sozialleistungen ausgeschlossen, da dafür 

Dokumente nötig seien, deren Ausstellung an hohe Voraussetzungen ge-

knüpft sei, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 29. April 2025 – gleichentags eröff-

net – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie deren Vollzug nach Griechenland anordnete und dem 

Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten aushändigte,  

dass die bisherige Rechtsvertretung das Mandatsverhältnis am 30. April 

2025 beendete,  

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit zwei separaten 

Eingaben vom 6. Mai 2025 mit unterschiedlichem Wortlaut, wovon eine 

nicht unterzeichnet wurde, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

erhob und beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, die 

Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten, es sei festzu-

stellen, dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden sei, eventualiter 

sei ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren, subeventualiter sei die Sa-

che zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, sub-subeven-

tualiter seien spezifische Garantien von den griechischen Behörden einzu-

holen, um eine angebrachte Unterbringung und medizinische Versorgung 

sicherzustellen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei 

die aufschiebende Wirkung zu gewähren, die Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzuges sei superprovisorisch zu erlassen, der Kanton B._______ 

sei über die Aussetzung der Wegweisung bis zum Entscheid über die vor-

liegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen, ihm sei zufolge Mittellosigkeit 

die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses sei zu verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand sei 

einzusetzen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Mai 2025 die auf der ein-

gereichten Beschwerde fehlende Unterschrift nachreichte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 7. Mai 

2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

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und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass das Verfahren sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die unterzeichnete Eingabe des Beschwerdeführers vom 6. Mai 2025 

als frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde zu qualifizieren ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 52 VwVG), während die 

zunächst nicht unterzeichnete und am 7. Mai 2025 unterzeichnet einge-

reichte Beschwerdeeingabe als Beschwerdeergänzung zu qualifizieren ist, 

dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG), weshalb auf die Beschwerde – unter nachstehen-

den Vorbehalten – einzutreten ist, 

dass die Beschwerde in Verwaltungssachen gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG 

aufschiebende Wirkung hat und die Vorinstanz der Beschwerde vorliegend 

die aufschiebende Wirkung nicht entzog (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb 

auf die Anträge, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu gewähren 

und die Vollzugsbehörden seien superprovisorisch anzuweisen, von Voll-

zugshandlungen abzusehen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-

zutreten ist, 

dass die Beschwerdeberechtigung bei Feststellungsbegehren nach Art. 25 

Abs. 2 VwVG ein schutzwürdiges Feststellungsinteresse voraussetzt, wo-

bei dieses Interesse an der Überprüfung des Entscheides aktuell und prak-

tisch sein muss, 

dass das Interesse aktuell und praktisch ist, wenn der durch den Entscheid 

erlittene Nachteil im Zeitpunkt des Entscheids noch besteht und bei Gut-

heissung der Beschwerde beseitigt würde (vgl. dazu Urteil des BVGer  

B-6641/2019 vom 25. August 2020, E. 4 m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer die lange Verfahrensdauer und Ungewissheit 

als Nachteil geltend machte,  

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dass dieser Nachteil mit dem Erlass der vorinstanzlichen Verfügung besei-

tigt worden ist,  

dass derzeit somit kein aktuelles Feststellungsinteresse besteht, weshalb 

auf das diesbezügliche Feststellungsbegehren nicht einzutreten ist,  

dass die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich 

auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylge-

such nicht eintrat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass demnach die Beschwerdeinstanz sich – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materi-

ellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache 

zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 

E. 3 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Weg-

weisungsvollzugs eine materielle Prüfung vornahm, weshalb dem Bundes-

verwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,  

dass die Beschwerde sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-

keit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zwei-

ten Richterin ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summa-

rischer Begründung zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a 

Abs.1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer rügte, die Vorinstanz habe es unterlassen, ein-

gehende Abklärungen zu seiner konkreten Situation in Griechenland zu tä-

tigen und seine diesbezüglichen Aussagen zu würdigen,  

dass in den Akten nichts dafür spricht, die Vorinstanz hätte den relevanten 

Sachverhalt unvollständig oder fehlerhaft festgestellt oder gewürdigt, viel-

mehr gab sie dem Beschwerdeführer insbesondere ausreichend Gelegen-

heit, sich zu einer Rückkehr nach Griechenland, seinem dortigen Leben 

nach Erhalt des Schutzstatus sowie zu seinem Gesundheitszustand zu 

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äussern und ging auf sämtliche wesentlichen Vorbringen ausführlich ein, 

weshalb dem Beschwerdeführer eine sachgerechte Anfechtung möglich 

war, was die Beschwerde selbst zeigt,  

dass das rechtliche Gehör mithin nicht verletzt wurde, weshalb kein Grund 

für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht und das ent-

sprechende Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Regel 

nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, 

in welchem sie sich vorher aufgehalten hat,  

dass es sich bei Griechenland – einem Mitgliedstaat der EU – um einen 

sicheren Drittstaat im Sinne der erwähnten Bestimmung handelt (Be-

schluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007; in Kraft seit dem 1. Ja-

nuar 2008),  

dass der Beschwerdeführer sich gemäss den vorliegenden Akten zuvor 

dort aufhielt und von Griechenland am 5. Dezember 2022 als Flüchtling 

anerkannt wurde, er dort über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt 

und die griechischen Behörden seiner Rückübernahme explizit zustimm-

ten, er folglich nach Griechenland zurückkehren kann,  

dass die Vorinstanz mithin in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eintrat,  

dass die Vorinstanz die Wegweisung aus der Schweiz verfügt und den Voll-

zug anordnet, wenn sie auf ein Asylgesuch nicht eintritt (Art. 44 AsylG), der 

Beschwerdeführer in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen verfügt, die Wegweisung demnach zu Recht angeordnet wurde 

(Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4.), 

dass die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt (im Sinne von Art. 44 

[zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AIG [SR 142.20]), wenn der 

Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich 

ist,  

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise in den Drittstaat entgegenstehen 

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(vgl. Art. 83 Abs. 3 AIG), von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs auszugehen wäre, wenn dem Beschwerdeführer im Drittstaat auf-

grund von Krieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage 

konkret Gefahr drohen würde (vgl. Art. 83 Abs. 4 AIG) und schliesslich der 

Vollzug nicht möglich wäre, wenn der Beschwerdeführer nicht in den Dritt-

staat verbracht oder freiwillig dorthin reisen könnte (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung im Wesentlichen festhielt, weder die 

in Griechenland herrschende Situation noch andere Gründe sprächen ge-

gen die Zulässigkeit oder Zumutbarkeit der Wegweisung in diesen Staat 

und insbesondere seien keine Gründe ersichtlich, der Beschwerdeführer 

würde bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage 

geraten, 

dass Personen mit Schutzstatus in Griechenland griechischen Bürgerinnen 

und Bürgern gleichgestellt seien in Bezug auf Fürsorge, den Zugang zu 

Gerichten und den öffentlichen Schulunterricht, sowie anderen Ausländern 

und Ausländerinnen gleichgestellt seien beispielsweise in Bezug auf Er-

werbstätigkeit oder die Gewährung einer Unterkunft, 

dass Unterstützungsleistungen und weitere Rechte bei den zuständigen 

Behörden eingefordert werden müssten, falls notwendig auf dem Rechts-

weg, 

dass sich der Beschwerdeführer zudem mit einer Beschwerde an die zu-

ständigen staatlichen Stellen wenden könne, sollte er sich durch die grie-

chischen Behörden ungerecht oder rechtswidrig behandelt fühlen, zumal 

Griechenland ein Rechtsstaat mit funktionierendem Justizsystem sei,  

dass überdies davon auszugehen sei, für seine aktuellen Leiden seien dort 

adäquate Behandlungen gegeben, da für Personen mit Schutzstatus allge-

mein- und fachmedizinische Behandlung gewährleistet sei, 

dass er schliesslich in der Schweiz weder rechtlich relevante familiäre Bin-

dungen habe noch verwurzelt sei, da er sich hier doch lediglich seit einein-

halb Jahren aufhalte, 

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich technisch möglich und prak-

tisch durchführbar sei, da die entsprechende Zustimmung von Griechen-

land vorliege, 

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dass der Beschwerdeführer in seinen Eingaben dagegen vorwiegend das 

bereits Vorgebrachte wiederholte und ausführte, es gäbe in Griechenland 

keine staatliche Unterstützung oder finanziellen Leistungen, Personen mit 

Schutzstatus könnten grundlegende soziale Rechte faktisch nicht wahr-

nehmen und psychologische sowie psychiatrische Angebote fehlten gänz-

lich, sie seien mit Obdachlosigkeit konfrontiert und kämpften damit, ihre 

elementarsten Bedürfnisse befriedigen zu können, 

dass er als vulnerable Person einzustufen sei und bei einer Rückkehr nach 

Griechenland einem realen Risiko von gravierenden Menschenrechtsver-

letzungen sowie der Obdachlosigkeit ausgesetzt wäre, ihm medizinische 

Hilfeleistung verwehrt werden und er in eine existenzielle Notlage geraten 

würde,  

dass das Bundesverwaltungsgericht sich im Referenzurteil E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 einlässlich mit der Situation in Griechen-

land auseinandersetzte und an seiner bisherigen Rechtsprechung festhält,  

dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die 

dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig und zumut-

bar ist,  

dass trotz existierender Schwachstellen gemäss dieser nach wie vor gülti-

gen Praxis und entgegen den Beschwerdevorbringen nicht von einer Situ-

ation extremer materieller Not oder eines «real risk» für alle dort Schutzbe-

rechtigten gesprochen werden kann,  

dass auch individuell nicht davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer 

drohe in Griechenland eine Situation extremer materieller Not oder eines 

«real risk», zumal er sich bei Bedarf an die griechischen Behörden wenden 

könnte,  

dass der Vollzug der Wegweisung demnach sowohl im Sinne der asyl- als 

auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  

dass die Vorinstanz sodann zu Recht von der Zumutbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung ausgegangen ist und auf die zutreffenden Erwägungen 

verwiesen werden kann,  

dass das Gericht es zwar als glaubhaft erachtet, dass der inzwischen voll-

jährig gewordene Beschwerdeführer in Griechenland unter schwierigen 

Bedingungen lebte, es ihm praxisgemäss aber zuzumuten ist, sich für eine 

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Unterkunft und Sozialleistungen an die entsprechenden Stellen zu wen-

den, im Bedarfsfall seine Rechte einzufordern sowie nötigenfalls die unent-

geltliche Hilfe der zahlreich vorhandenen Nichtregierungsorganisationen 

zu beanspruchen,  

dass sodann das Fehlen eines sozialen und familiären Netzwerks ihn nicht 

dauerhaft davon abhalten wird, eine Arbeitsstelle zu finden,  

dass er sich schliesslich gesundheitlich nicht in einer Situation befindet, die 

zu einer anderen Einschätzung der Sachlage führt, zumal er derzeit zwar 

gewisse Beschwerden aufweist, diese indessen auch in Griechenland be-

handelt werden könnten, sollte er diesbezüglich einer Behandlung bedür-

fen,  

dass der Beschwerdeführer mithin nicht als vulnerable oder gar als beson-

ders verletzliche Person zu qualifizieren ist und es ihm damit nicht gelingt, 

die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach 

Griechenland umzustossen,  

dass entsprechend kein Raum besteht für die Einholung individueller Ga-

rantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung des Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach 

Griechenland, womit der diesbezügliche Antrag abzuweisen ist,  

dass der Vollzug der Wegweisung sich schliesslich auch als möglich er-

weist, nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be-

schwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben,  

dass die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zusammenfassend zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, weshalb eine Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AIG) und 

folglich das entsprechende Eventualbegehren abzuweisen ist,  

dass demzufolge die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt 

sowie den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG) und die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf 

einzutreten ist,  

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid in der Sache das Gesuch des 

Beschwerdeführers betreffend Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses gegenstandslos geworden ist,  

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-

geachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen 

ist, da die Beschwerde sich entsprechend den vorstehenden Erwägungen 

als von vornherein aussichtslos erwies (Art. 65 Abs. 1 VwVG),  

dass damit auch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbei-

ständung abzuweisen ist, 

dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– mithin dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Ver-

beiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Irène Urscheler Urstadt 

 

 

Versand: