# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18c66210-b4da-5d9a-ab15-83fc45639bac
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.06.2017 200 2017 360
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-360_2017-06-22.pdf

## Full Text

200 17 360 IV
SCJ/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Juni 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals am 2. Mai 2000 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) an und beantragte die Ausrichtung von Leistungen, da 
sie seit sechs Jahren an Diabetes mellitus Typ 1 verbunden mit grossen 
Ängsten vor Unterzuckerung (Hypoglykämie) leide (Akten der Invalidenver-
sicherung, Antwortbeilage [AB] 1). Mit Verfügung vom 5. September 2000 
lehnte die IVB das Leistungsbegehren ab (AB 9). Diese Verfügung blieb 
unangefochten.

Am 18. Juni 2004 stellte die Versicherte erneut einen Antrag auf Ausrich-
tung einer Invalidenrente, da sie infolge ihrer Diabeteserkrankung und der 
damit verbundenen Angststörung mit psychovegetativen Störungen zu 
40 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei (AB 10). Nach einer 
fachärztlichen Begutachtung durch Dr. med. C.________, Fachärztin FMH 
für Innere Medizin, Endokrinologie – Diabetologie (vgl. Gutachten vom 
17. November 2006 [AB 32]), sowie durch Dr. med. D.________, Facharzt 
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. Gutachten vom 20. Februar 
2007 [AB 37]), lehnte die IVB mit Verfügung vom 2. Mai 2007 das Leis-
tungsbegehren der Versicherten ab (AB 42). Die hiergegen erhobene Be-
schwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 
10. Juni 2008 (IV/07/68236) ab (AB 48).

Die Versicherte meldete sich im Juni 2011 erneut bei der IVB zum Bezug 
von Leistungen der Invalidenversicherung an (AB 55). Mit Verfügung vom 
30. November 2011 trat die IVB auf das neue Leistungsbegehren nicht ein 
(AB 79). Die Verfügung blieb unangefochten.

B.

Im Dezember 2015 stellte die Versicherte ein weiteres Gesuch um Zuspre-
chung von Leistungen der Invalidenversicherung (AB 82). Die IVB holte das 

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von der Taggeldversicherung veranlasste bidisziplinäre (psychiatrisch-
rheumatogische) Gutachten der Dres. med. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, und G.________, Facharzt für Rheumato-
logie und Innere Medizin, vom 22. August 2016 ein (AB 118.2). Die Versi-
cherte reichte weiter die Berichte des Spitals F.________ vom 16. Septem-
ber 2016 und 25. Oktober 2016 (AB 122) ein. Nach Einholung einer Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 15. November 
2016 (AB 124) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 23. November 2016 die 
Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht, da eine Invalidität im Sinne 
des Gesetzes nicht vorliege (AB 125). Hiergegen erhob die Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Einwände (AB 128). Nach einer 
Stellungnahme des RAD vom 2. März 2017 (AB 136) lehnte die IVB mit 
Verfügung vom 7. März 2017 das Leistungsbegehren ab mit der Begrün-
dung, es liege keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vor (AB 137). 

C.

Am 7. April 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Die 
Versicherte beantragt, die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 7. März 2017 
sei aufzuheben. Es sei ihr mindestens eine Dreiviertels-IV-Rente auszurich-
ten. Eventualiter sei die Sache an die IV-Stelle Bern zur Neubeurteilung 
des Rentenanspruchs nach Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuwei-
sen. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege und 
Verbeiständung für das Beschwerdeverfahren zu erteilen.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2017 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Mai 2017 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut unter Beiordnung 
von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt.

Am 24. Mai 2017 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine 
Stellungnahme ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
7. März 2017 (AB 137), mit welcher die Beschwerdegegnerin den Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf Leistungen der IV abgewiesen hat. Streitig sind 
Leistungen der IV, namentlich eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 

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längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt 
der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestan-
den hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 
V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

Erfolgte nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle 
Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs und wurde dieser nach 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durch-
führung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Ände-
rung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) aber-
mals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Person 
dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
oder prozessualen Revision – bei einer weiteren Neuanmeldung entgegen 
halten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77).

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2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 9. Dezem-
ber 2015 (AB 82) eingetreten, weshalb das Eintreten praxisgemäss nicht zu 
beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob seit der – mit 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2008 (AB 
48) bestätigten – Verfügung vom 2. Mai 2007 (AB 42), mit welcher ein An-
spruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der IV letztmals materiell 
geprüft wurde, eine revisionsrechtlich relevante Änderung des Sachverhalts 
eingetreten ist und wenn ja, ob nunmehr eine leistungsbegründende Invali-
dität vorliegt. Der Nichteintretensverfügung vom 30. November 2011 (AB 
79) kommt in diesem Zusammenhang keine Bedeutung zu, jedoch würde 
mangels Sachverhaltsänderung sich nichts ändern, wenn dieser Hoheitsakt 
– ergangen nach einer Untersuchung durch den RAD (AB 76) – Ver-
gleichszeitpunkt wäre.

3.2 Die Verfügung vom 10. Juni 2008 (AB 48) stützte sich im Wesentli-
chen auf das Folgende:

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 8

3.2.1 Aus somatischer Sicht diagnostizierte Dr. med. C.________, 
Fachärztin Innere Medizin, Endokrinologie - Diabetologie, am 17. Novem-
ber 2006 einen schwer einstellbaren Diabetes mellitus Typ 1 mit psycho-
somatischer Störung und ausgeprägter Hypoglykämie-Angst, eine genera-
lisierte Angststörung mit Agoraphobie und Klaustrophobie sowie einen Sta-
tus nach psychosozialer Dekompensation im Jahr 2004 (AB 32 S. 2). Es 
bestehe eine ausgeprägte Angststörung mit Angst vor Hypoglykämien, 
welche die Patientin in ihrem Alltag stark beeinträchtige. Sie verspüre in 
diesem Zusammenhang ein deutliches Schwindelgefühl, eine vermehrte 
Müdigkeit sowie eine Abnahme der Konzentration. Es bestehe eine 
50 %ige Arbeitsfähigkeit (AB 32 S. 3).

3.2.2 In der Stellungnahme vom 7. Dezember 2006 hielt der RAD fest, 
das Gutachten von Dr. med. C.________ sei schlüssig und nachvollzieh-
bar. Die Beschwerdeführerin arbeite nicht genügend mit (die Compliance 
sei ungenügend), halte sich nicht an die therapeutischen Bedingungen; der 
Diabetes sei deshalb schlecht eingestellt. Ansonsten sei der Diabetes kein 
Problem und schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein (AB 34 S. 2).

3.2.3 Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierte Dr. med. D.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Gutachten vom 20. Febru-
ar 2007 anamnestisch eine rezidivierende depressive Störung mit Angst – 
zurzeit sei die Patientin nicht depressiv – und eine abhängige Persönlich-
keit (ICD-10 F60.7). Die Persönlichkeitsstörung habe vor allem Auswirkun-
gen auf die persönliche Entwicklung gehabt. Am Arbeitsplatz sei die Patien-
tin in einem Rahmen, wo diese abhängige Persönlichkeitsstörung nicht 
zum Tragen komme; sie könne im strukturierten Ablauf ihre Arbeitskraft 
einsetzen. Es lägen psychosoziale Faktoren vor. Die Patientin leide körper-
lich an einem Diabetes mellitus, psychisch sei sie zur Zeit der Untersu-
chung nicht eingeschränkt (AB 37 S. 13). Die bisherige Tätigkeit könne sie 
in einem vollzeitlichen Rahmen ohne verminderte Leistungsfähigkeit aus-
führen (AB 37 S. 14).

3.3

3.3.1 Die angefochtene Verfügung vom 7. März 2017 (AB 137) stützt sich 
auf das bidisziplinäre Gutachten vom 22. August 2016 (AB 118.2). Darin 

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diagnostizierten die Dres. med. E.________ und G.________ eine rezidi-
vierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger depressiver 
Episode (ICD-10 F33.1) und Psoriasis (ICD-10 L40.0). Auf somatischem 
Gebiet könnten die beklagten Beschwerden nur zu einem kleinen Teil ob-
jektiviert werden (objektivierbare Tendinitis der Flexorsehne Finger II 
rechts), während die geklagten Ganzkörperschmerzen im Rahmen der 
rheumatologischen Untersuchung nicht objektiviert werden konnten. Auf 
psychiatrischem Gebiet könnten die subjektiv beklagten Beschwerden ob-
jektiviert werden, soweit dies bei psychischen Beschwerden überhaupt 
möglich sei (AB 118.2 S. 19 Ziff. 6). Auf psychiatrischem Gebiet könne 
grundsätzlich trotz ungünstiger Kontextfaktoren mit einer Besserung, viel-
leicht sogar mit einer Remission der aktuellen, ängstlich gefärbten depres-
siven Episode gerechnet werden, wobei aber noch mit einem längeren Ver-
lauf zu rechnen sei. Dabei sollte die medizinische Behandlung intensiviert 
werden. Zusätzlich sollte die Patientin sozialtherapeutisch begleitet werden. 
Ein allfälliger Erfolg der vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen mit 
Rückgang der depressiven Symptomatik und Angstsymptomatik sollte in 
zwei bis drei Monaten zu erreichen und zu erkennen sein (AB 118.2 S. 19 
Ziff. 8). Aus rein rheumatologischer Sicht könne die Patientin ihre Tätigkeit 
im bisherigen Umfang ohne Einschränkungen ausüben. Aus psychiatri-
scher Sicht bestehe dagegen in der bisherigen Tätigkeit zurzeit eine einge-
schränkte Arbeitsfähigkeit auf zwei halbe Arbeitstage pro Woche. Zumutbar 
wäre versuchsweise eine Erhöhung um einen halben Arbeitstag auf drei 
halbe Arbeitstage pro Woche, was im aktuellen Zustand im Moment wohl 
die obere Belastungsgrenze darstelle. Aus psychiatrischer Sicht sollte der-
zeit aber einer Intensivierung der therapeutischen Massnahmen der Vorzug 
gegeben und die aktuelle Arbeitsfähigkeit von zwei halben Arbeitstagen pro 
Woche für die nächsten zwei bis drei Monate zugunsten der Teilnahme an 
einem individuellen Teilprogramm in einer Tagesklinik belassen werden 
(AB 118.2 S. 19 Ziff. 9). Aus rein rheumatologischer Sicht könne die Patien-
tin alle Tätigkeiten, welche die Handfunktionen der rechten Hand nicht 
übermässig beanspruchen, mit vollem zeitlichem und leistungsmässigen 
Pensum (100 %) ausüben. Aus psychiatrischer Sicht könne die Patientin in 
einer kognitiv wenig anspruchsvollen Verweistätigkeit an einem ruhigen, 
geschützten Arbeitsplatz ohne Kundenkontakt medizinisch-theoretisch, 
bezogen auf eine Tätigkeit von 100 %, ein zeitliches und leistungsmässiges 

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Arbeitspensum von knapp 50 % erreichen, entsprechend einer zeitlichen 
Belastbarkeit von fünf Halbtagen zu vier Stunden pro Woche (AB 118.2 
S. 9).

3.3.2 Im Bericht des Spitals F.________ vom 25. Oktober 2016 (AB 122) 
hielten die Ärzte fest, es würden unveränderte Beschwerden am ganzen 
Achsenskelett und peripheren Skelett persistieren. In der zwischenzeitlich 
erfolgten Sonographie der Hände sei eine Tendovaginitis des Dig. II rechts 
festgestellt worden. Es sei von einer rezidivierenden Tendovaginitis der 
Beugesehnen der Hände auszugehen, welche einerseits durch eine 
schlecht eingestellte Blutzuckerkontrolle im Rahmen einer diabetischen 
Cheiropathie erklärbar sei, in Frage komme ebenso ein rein mechanisches 
Problem. Auf der anderen Seite bestünden Ganzkörperschmerzen, welche 
die Ärzte im Rahmen eines fibromyalgieformen Schmerzsyndroms mit 
Schmerzausweitung interpretierten. Sie sähen keine Hinweise auf eine 
entzündliche Gelenkserkrankung im Sinne einer Polyarthritis oder rheuma-
toiden Arthritis (AB 122 S. 2).

3.3.3 In der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
vom 15. November 2016 (AB 124) wurde festgehalten, dass keine neuen 
Erkenntnisse ersichtlich seien. Der Fachgutachter habe erläutert, weshalb 
er die Diagnose Psoriasis stelle, in welchem Kontext er als erfahrener In-
ternist und Rheumatologe den Diabetes sehe und wie er zum Zumutbar-
keitsprofil komme (AB 124 S. 3).

3.3.4 Am 20. Dezember 2016 bestätigten die Ärzte des Spitals 
F.________, dass sie die Beschwerden am ehesten auf die diabetische 
Cheiropathie bei langjährigem Diabetes mellitus mit Spätkomplikationen 
zurückführten (AB 134 S. 4). Im Bericht vom 9. Januar 2017 empfahlen die 
Ärzte die konsequente Durchführung einer Ergotherapie und die Optimie-
rung der Blutzuckerlage (AB 134 S. 2).

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 6.1.2). 

3.4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.5 Die Dres. med. E.________ und G.________ erstellten das bidiszi-
plinäre Gutachten vom 22. August 2016 (AB 118.2) im Auftrag der Tag-

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geldversicherung; sie hatten deshalb keine Kenntnis der medizinischen 
Akten für die Zeit vor Oktober 2015. Das interdisziplinäre Gutachten vom 
22. August 2016 ist deshalb zur Beurteilung einer revisionsrechtlich be-
gründenden Veränderung nicht vollständig beweistauglich (vgl. E. 3.4.2 
hiervor). Weil aber im interdisziplinären Gutachten vom 22. August 2016 
(AB 118.2) die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit 
mittelgradiger depressiver Episode gestellt wurde, ist im Vergleich zum 
Referenzzeitpunkt (vgl. Diagnosen im Gutachten von Dr. med. D.________ 
[AB 37 S. 13]) evident, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse verän-
dert haben. Damit ist ein medizinischer Revisionsgrund hinreichend erstellt, 
so dass eine freie Prüfung des Leistungsanspruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 
2.3.4 hiervor). Im Übrigen macht auch die Beschwerdegegnerin nicht gel-
tend, ein Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin sei bereits wegen 
Fehlens eines Revisionsgrundes abzuweisen (AB 137).

Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes erfüllt das bidiszi-
plinäre Gutachten die Voraussetzungen der Rechtsprechung an medizini-
sche Berichte (vgl. E. 3.4.1 hiervor), weshalb ihm voller Beweiswert zu-
kommt. Die Gutachterin hat ausführlich begründet, weshalb eine mittel-
schwer ausgeprägte depressive Störung vorliegt und psychosoziale Belas-
tungen und Umstände vorhanden sind, welche möglicherweise die depres-
sive Symptomatik aufrechterhalten (AB 118.2 S. 17). Die Einschätzung der 
Gutachter, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht in einer 
angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist und aus psychiatrischer Sicht 
eine Arbeit zu 50 % zumutbar ist, ist schlüssig begründet (AB 118.2 S. 19 
f.). Der Beweiswert des Gutachtens wird von der Beschwerdeführerin 
grundsätzlich zu Recht nicht bestritten; in der Beschwerde (S. 5) liess sie 
denn auch ausführen, es gebe keinen Grund, nicht auf das bidisziplinäre 
Gutachten abzustellen. 

Aus rein rheumatologischer Sicht liegt für die bisherige Tätigkeit eine volle 
Arbeitsfähigkeit vor. Die nach dem Gutachten datierenden Berichte des 
Spitals F.________ (AB 122, 134), ändern nichts an diesem Ergebnis, wie 
die RAD-Ärztin in der Aktenbeurteilung vom 2. März 2017 zu Recht festhielt 
(AB 124 S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 13

Aus psychiatrischer Sicht hat die Gutachterin eine rezidivierende depressi-
ve Störung mit mittelgradiger depressiver Episode diagnostiziert (AB 118.2 
S. 18) und in einer kognitiv wenig anspruchsvollen Verweistätigkeit medizi-
nisch-theoretisch ein zeitliches und leistungsmässiges Arbeitspensum von 
knapp 50 % als zumutbar erachtet. Diese Einschätzung überzeugt und wird 
von der Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht beanstandet. Auch die 
Beschwerdegegnerin hält dafür, dass das bidisziplinäre Gutachten vom 22. 
August 2016 schlüssig ist (vgl. Beschwerdeantwort Ziff. 3). Umstritten ist 
jedoch, ob die rezidivierende, gegenwärtig mittelgradige depressive Episo-
de invalidisierend im rechtlichen Sinne ist.

3.6

3.6.1 Bei depressiven Störungen im mittelgradigen Bereich ist die invali-
disierende Wirkung besonders sorgfältig zu prüfen. Es darf nicht unbese-
hen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine vor-
aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsun-
fähigkeit zu bewirken (Urteile 8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 4.2, 
9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.2.1, 9C_484/2012 vom 
26. April 2013 E. 4.3.2.2). Bei leichten bis mittelschweren Störungen aus 
dem depressiven Formenkreis, seien sie im Auftreten rezidivierend oder 
episodisch, wird praxisgemäss angenommen, dass – aufgrund der nach 
gesicherter psychiatrischer Erfahrung regelmässig guten Therapierbarkeit – 
hieraus keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit resultiert (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; SVR 2016 IV 
Nr. 52 S. 176, 9C_13/2016). Den hier interessierenden leichten bis mittel-
schweren depressiven Erkrankungen fehlt es, solange sie therapeutisch 
angehbar sind, an einem hinreichenden Schweregrad der Störung, um die-
se als invalidisierend anzusehen. Nur in der – seltenen, gesetzlich verlang-
ten Konstellation mit Therapieresistenz – ist den normativen Anforderungen 
des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- 
und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3 
S. 295 f.). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und 
darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Zudem muss die Therapie in 
dem Sinne konsequent gewesen sein, als die aus fachärztlicher Sicht indi-
zierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkei-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 14

ten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft worden sind 
(BGE 140 V 193 E. 3.3, 137 V 64 E. 5.2; vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 
3.7.3 S. 295 f.; Entscheid des Bundesgerichts vom 15. Mai 2017, 
8C_753/2016, E. 4.3).

3.6.2 Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung vom 
7. März 2017 (AB 137) davon aus, dass keine Invalidität im Sinne des Ge-
setzes vorliegt. In der Beschwerdeantwort (S. 2 Ziff. 4) weist sie zu Recht 
auf das bidisziplinäre Gutachten vom 22. August 2016 hin, worin die psych-
iatrische Gutachterin die Therapierbarkeit der mittelgradig depressiven Epi-
sode bejahte (AB 118.2 S. 17 unten, S. 18 Ziff. 4, S. 19 Ziff. 8). Damit kann 
nicht von einer Therapieresistenz ausgegangen werden, weshalb der de-
pressiven Störung rechtsprechungsgemäss kein invalidisierender Charak-
ter zukommt (vgl. E. 3.6.1 hiervor). 

Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, die Ursache der rezidivierenden 
depressiven Störung seien keinesfalls psychosoziale Faktoren; die depres-
sive Störung habe einen endogenen Ursprung und eine genetische Kom-
ponente (Beschwerde S. 4). Die Beschwerdegegnerin hält indessen zu 
Recht fest, dass aufgrund der ausgewiesenen psychosozialen Belastungs-
situation hinsichtlich der depressiven Störung kein verselbständigter Ge-
sundheitsschaden vorliegt (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Im bidiszi-
plinären Gutachten vom 22. August 2016 wurde denn auch festgehalten, es 
seien psychosoziale Faktoren für den protrahierten Heilverlauf der depres-
siven Episode mitverantwortlich (AB 118.2 S. 19 Ziff. 7). Die Frage nach 
dem Ausmass der psychosozialen Belastungsfaktoren respektive der Be-
deutung der im bidisziplinären Gutachten vom 22. August 2016 erwähnten 
endogenen und möglichen genetischen Komponenten der psychischen 
Störung (AB 118.2 S. 19 Ziff. 7) kann letzten Endes offen bleiben, weil die 
mittelgradige Depression nach den Ausführungen hiervor ohnehin nicht 
invalidisierend ist.

3.7 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 7. März 2017 (AB 137) als korrekt und die Beschwerde ist abzuwei-
sen.

4.

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 15

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Beschwerdeführerin ist aufgrund der mit Ver-
fügung vom 22. Mai 2017 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege – unter 
Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – von der 
Zahlungspflicht der Verfahrenskosten von Fr. 800.-- befreit.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

4.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Der mit Kostennote vom 24. Mai 2017 geltend gemachte zeitliche Aufwand 
von 11,16 Stunden ist angemessen. Der tarifmässige Parteikostenersatz ist 
in diesem Verfahren auf Fr. 3‘128.65 (Honorar von Fr. 2‘790.--, zuzüglich 
Auslagen von Fr. 106.90 und MWSt. von Fr. 231.75) festzusetzen. Das 
Honorar des amtlichen Anwalts beträgt Fr. 2‘232.-- (11,16 Stunden à 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 16

Fr. 200.--), zuzüglich Auslagen von Fr. 106.90 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 187.10 (8% auf Fr. 2‘338.90), total Fr. 2‘526.--, und ist nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘128.65 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘526.-- festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juni 2017, IV/17/360, Seite 17

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24. Mai 

2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.