# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9f74f67-1b26-5a4a-991e-59f7c44ef91c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2018 III 2017 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-171_2018-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 171

Entscheid vom 26. Januar 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) A.________ 
(SZ),
Beschwerdeführerin,

und

KESB B.________ (SG),
Beigeladene,

Gegenstand ZGB (Prüfung der Zuständigkeit nach Art. 444 Abs. 4 ZGB hinsicht-
lich C.________, geboren am 31. Mai 2017 im Spital D.________ 
(SG))

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Sachverhalt:

A. E.________ (geb. ________) suchte am 30. Mai 2017 notfallmässig ohne 
Voranmeldung das Spital B.________ (SG) in D.________ (SG) auf und brachte 
in der Nacht um 02.06 Uhr (31.5.2017) ihren zweiten Sohn C.________ zur Welt 
(Vi-act. 1.8 i.V.m. 1.4/ Rückseite). Während der Schwangerschaft lebte die Kin-
desmutter (nach der knappen Aktenlage) offenbar in D.________ (SG), ohne 
dass sie sich beim Einwohneramt von D.________ (SG) angemeldet hatte.
Für den ersten, am 2. August 2014 geborenen Sohn F.________ hatte die KESB 
A.________ (SZ) (nachdem die Kindesmutter damals ihren letztmalig bekannten 
Wohnsitz in der Gemeinde I.________ (SZ) aufwies) mit Beschluss Nr. 
IIA/006/18/2015 vom 6. Mai 2015 der Kindesmutter die elterliche Sorge entzogen 
und eine Vormundschaft nach Art. 327a ZGB errichtet (Vi-act. 1.2).

B. Am 1. Juni 2017 (nachmittags um 14.45 Uhr) erschien J.________ (Halb-
schwester von E.________) unangemeldet bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) A.________ (SZ) und teilte u.a. sinngemäss mit (vgl. Vi-
act. 1.1):

dass ihre Halbschwester (E.________, KM) zurzeit im Spital B.________ (SG) in 
D.________ (SG) sei. Sie habe am 31. Mai 2017 einen Sohn namens C.________ 
geboren. Der KV sei jedoch unbekannt. Die Familie sei sehr besorgt um das Kind, 
da der andere Sohn von E.________, F.________, ja bereits bevormundet sei und 
bei den Grosseltern lebe.
Die Grosseltern seien aber eigentlich nicht bereit, nochmals ein Kind aufzuneh-
men. (…)

C. Am Morgen des 2. Juni 2017 nahm der Vorsteher der KESB A.________ 
(SZ) telefonisch Kontakt mit der KESB B.________ (SG) auf, um die Zuständig-
keitsfrage zu klären. Der genaue Inhalt dieses Telefongesprächs ist nicht akten-
kundig. Aktenkundig ist hingegen, dass der Vorsteher gleichentags um 09.43 Uhr 
per Email der KESB B.________ (SG) diese Zuständigkeitsfrage unterbreitete 
(Vi-act. 1.3.2 = act. 1 der Beigeladenen, nachfolgend B-act. abgekürzt).

Am Nachmittag des 2. Juni 2017 teilte der Präsident der KESB B.________ (SG) 
dem Vorsteher der KESB A.________ (SZ) um 13.22 Uhr per Email sinngemäss 
mit, dass nach seiner Einschätzung die KESB A.________ (SZ) und nicht die 
KESB B.________ (SG) zuständig sei. Eine solche Information enthielt auch die 
schriftliche Mitteilung der KESB B.________ (SG) per Email von 13.40 Uhr ans 
Spital B.________ (SG) in D.________ (SG), wobei auf ein mündliches Ge-
spräch mit der Ärztin Dr. H.________ Bezug genommen wurde (vgl. Vi-act. 1.3.3 
= B-act. 3).

Ebenfalls am 2. Juni 2017 führte um 16.30 Uhr ein Mitarbeiter der KESB 
A.________ (SZ) im Spital B.________ (SG) in D.________ (SG) eine Bespre-

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chung mit der Kindesmutter E.________ und der zuständigen Oberärztin 
(Dr.med. G.________) durch. Dabei ging es u.a. darum, dass die KESB 
A.________ (SZ) sich vorsorglich (bis zur definitiven Klärung der Zuständigkeits-
frage) als zuständig betrachte und das Kind vorläufig im Spital zu bleiben habe, 
bis eine Anschlusslösung gefunden sei (Vi-act. 1.4).

D. Mit Beschluss Nr. IIA/001/26-1/2017 vom 8. Juni 2017 hat die KESB 
A.________ (SZ) der Kindesmutter E.________ die elterliche Sorge über 
C.________ entzogen, für diesen Sohn eine Vormundschaft nach Art. 327a ZGB 
errichtet und als Vormund K.________ ernannt (sowie den Aufgabenkatalog de-
finiert, vgl. Vi-act. 1.13, wobei in den Erwägungen thematisiert wurde, dass es 
sich um eine vorläufige Regelung handle, bis die örtliche Zuständigkeit definitiv 
geklärt sei).

E. Als E.________ am 12. Juni 2017 beim Polizeistützpunkt in L.________ 
(SG) erschien, um für eine Drittperson eine Busse zu begleichen, wurde sie ver-
haftet, weil sie durch Behörden von fünf Kantonen wegen verschiedenen Tat-
beständen zur Verhaftung ausgeschrieben war (vgl. Vi-act. 1.16). In der Folge 
wurde E.________ ins Gefängnis M.________ verlegt (offenbar bis ca. Ende 
September 2017, vgl. Vi-act. 1.31). 

F. Der Vorsteher der KESB A.________ (SZ) holte zur Zuständigkeitsfrage 
eine Stellungnahme eines Spezialisten für Kindesrecht ein. Lic.iur. N.________ 
(Autor bzw. Mitautor diverser Publikationen im Kindesrecht ________) äusserte 
sich in einem Kurzbericht vom 16. Juni 2017, welcher am 23. Juni 2017 dem 
Präsidenten der KESB B.________ (SG) zur Kenntnis gebracht wurde (Vi-act. 
1.17f.). Dazu äusserte sich der Präsident der KESB B.________ (SG) per Email 
am 27. Juni 2017 (Vi-act. 1.20).

G. Mit Eingabe vom 28. Juni 2017 an das Verwaltungsgericht Schwyz er-
läuterte die KESB A.________ (SZ) den Streit zwischen der KESB B.________ 
(SG) und der KESB A.________ (SZ) bezüglich der Zuständigkeit und ersuchte 
das Gericht um eine Klärung dieser offenen Frage (Vi-act. 1.21).

In der Antwort vom 29. Juni 2017 vertrat der zuständige Richter des Verwal-
tungsgerichts sinngemäss den Standpunkt, dass für einen solchen Zuständig-
keitsstreit zwischen zwei Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden aus zwei 
verschiedenen Kantonen das Bundesgericht auf dem Klageweg zuständig sei 
(vgl. Vi-act. 1.22).

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H. Daraufhin reichte der Kanton Schwyz (handelnd durch den Regierungsrat 
bzw. vertreten durch die KESB A.________ (SZ)) am 19. Juli 2017 beim Bundes-
gericht eine entsprechende Klage ein (vgl. Vi-act. 1.27). 

Mit Urteil 5E_1/2017 vom 31. August 2017 ist das Bundesgericht auf die Klage 
des Kantons Schwyz nicht eingetreten. Für das weitere Vorgehen hielt das Bun-
desgericht in Erwägung 5 was folgt fest:

Das Verwaltungsgericht wird seinen Beschwerdeentscheid nachzuholen haben, 
wobei es vorab die beteiligten Behörden zur Durchführung des von Art. 444 Abs. 3 
ZGB vorgeschriebenen Meinungsaustausches anzuhalten hätte, wenn es zum 
Schluss käme, dass der bislang erfolgte, doch eher rudimentäre Mailverkehr den 
Anforderungen, wie sie an einen Meinungsaustausch zu stellen sind, nicht genügt. 
Ein solcher hat die beidseitige Darlegung der Standpunkte und ein Bemühen bei-
der Seiten um eine Lösung zu enthalten. Insbesondere von Seiten der KESB 
B.________ (SG) ist nur ansatzweise eine Begründung ihres Standpunktes akten-
kundig, obwohl gerade im vorliegenden Kontext die Vornahme näherer Abklärun-
gen zum Lebensmittelpunkt, in welcher Hinsicht die KESB B.________ (SG) sich 
verweigerte, auch zu einem Meinungsaustausch gehören dürfte. Dessen Sinn ist, 
unbürokratisch und rasch die notwendigen Grundlagen für eine Einigung zu schaf-
fen. (…)

Im Kanton Schwyz wurde dieses Bundesgerichtsurteil am 8. September 2017 per 
Post der KESB A.________ (SZ) ausgehändigt. 

I. Daraufhin reichte die KESB A.________ (SZ) am 19. September 2017 dem 
Verwaltungsgericht Schwyz ein neues Begehren zur Prüfung der Zuständigkeit 
nach Art. 444 Abs. 4 ZGB ein (Eingang am 20. September 2017).

Mit verfahrensleitender Anordnung vom 20. September 2017 wurde die KESB 
B.________ (SG) in das neu eröffnete Verfahren III 2017 171 nach § 14 VRP-SZ 
beigeladen und aufgefordert, zur streitigen Zuständigkeitsfrage schriftlich Stel-
lung zu nehmen, einen gerichtlichen Fragenkatalog zu beantworten sowie die in 
der Sache vorhandenen Unterlagen zur Einsichtnahme zuzustellen.

Am 17. Oktober 2017 nahm die KESB B.________ (SG) schriftlich Stellung, be-
antwortete kurz die gestellten Fragen und reichte drei Beilagen (Email-
Schreiben) ein.

Dazu äusserte sich die KESB A.________ (SZ) in einer Eingabe vom 31. Okto-
ber 2017. Innert angesetzter Frist bis zum 30. November 2017 liess sich die 
KESB B.________ (SG) nicht mehr vernehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im konkreten Fall bestanden nach der Geburt von C.________ am 31. Mai 
2017 im Spital in D.________ (SG) Unklarheiten, wie vorzugehen ist, wenn zwei 

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mögliche, nicht aus dem gleichen Kanton stammende Kindesschutzbehörden 
den Standpunkt vertreten, dass jeweils die andere Behörde für das schutzbedürf-
tige Kind zuständig sei. Das Bundesgericht hat im erwähnten Urteil vom 31. Au-
gust 2017 dargelegt, wie bei solchen Zuständigkeitskonflikten vorzugehen ist. 
Konkret führte es in Erwägung 2 aus (Kursivdruck nicht im Original):

Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind 
für Kindesschutzmassnahmen sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Das 
Vorgehen bei Kompetenzkonflikten richtet sich somit nach Art. 444 ZGB. Danach 
prüft die KESB ihre Zuständigkeit von Amtes wegen (Abs. 1) und überweist die 
Sache unverzüglich der Behörde, die sie als zuständig erachtet, wenn sie sich 
nicht für zuständig hält (Abs. 2). Zweifelt sie an ihrer Zuständigkeit, so pflegt sie 
einen Meinungsaustausch mit der Behörde, deren Zuständigkeit in Frage kommt 
(Abs. 3). Kann im Meinungsaustausch keine Einigung erzielt werden, so unterbrei-
tet die zuerst befasste Behörde die Frage ihrer Zuständigkeit der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz (Abs. 4). 

2. Nach der Aktenlage steht fest, dass die beiden involvierten Kindesschutz-
behörden hinsichtlich der Zuständigkeit ungeachtet des ursprünglichen Mei-
nungsaustausches und der nachfolgenden Eingaben vor Verwaltungsgericht wei-
terhin uneinig sind, wer für den schutzbedürftigen, in D.________ (SG) zur Welt 
gekommenen C.________ letztlich zuständig ist. Unzutreffend ist die Behaup-
tung der KESB B.________ (SG) in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2017, 
es bestehe gar kein Zuständigkeitskonflikt mehr. Die KESB B.________ (SG) 
übersieht in ihrer Argumentation, dass die KESB A.________ (SZ) nach der Ak-
tenlage vorläufig gehandelt hat, um dem betroffenen Kind die Folgen eines nega-
tiven Kompetenzkonfliktes zu ersparen (siehe auch Erwägung 1.4 in fine des 
KESB-Beschlusses vom 8. Juni 2017 = Vi-act. 1.13; anzufügen ist, dass es der 
Klarheit gedient hätte, wenn dieses vorsorgliche Vorgehen noch im betreffenden 
Dispositiv thematisiert worden wäre). Wie bereits im verwaltungsgerichtlichen 
Schreiben vom 29. Juni 2017 (= Vi-act. 1.22) mit Nachdruck hervorgehoben wur-
de, wäre es mit dem Kindswohl unvereinbar, nichts zu tun und das betreffende 
(schutzbedürftige) Kind dem Schicksal zu überlassen, nur weil sich die involvier-
ten KESB-Behörden nicht einig werden können, wer effektiv zuständig ist. Dies-
bezüglich hat sich die KESB A.________ (SZ) richtig verhalten.

3.1 Nachdem im Meinungsaustausch keine Einigung erzielt werden konnte, 
verhält es sich gestützt auf Art. 444 Abs. 4 ZGB (und das erwähnte Bundes-
gerichtsurteil) so, dass die zuerst befasste Behörde die Frage ihrer Zuständigkeit 
ihrer gerichtlichen Beschwerdeinstanz zu unterbreiten hat.

3.2 In der Folge ist die Frage zu beantworten, welche Behörde sich zuerst mit 
C.________ befasst hat.

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3.2.1  Nach der Aktenlage befasste sich die KESB A.________ (SZ) am 1. Juni 
2017 ab 14.45 Uhr mit der Geburt von C.________ (Vi-act. 1.1). Mithin hatte sich 
diese schwyzerische Behörde ab 1. Juni 2017 (nachmittags) damit zu befassen. 

3.2.2  Wann die KESB B.________ (SG) erstmals Kenntnis von der Geburt von 
C.________ im Spital in D.________ (SG) erhielt, ist nach der Aktenlage unklar. 

Mit Sicherheit hatte die KESB B.________ (SG) seit der per Email vom 2. Juni 
2017 (um 09.43 Uhr) eingegangenen und alsdann gelesenen Mitteilung der 
KESB A.________ (SZ) Kenntnis von dieser Geburt und der damit im Zusam-
menhang stehenden Gefährdungsmeldung (wobei offenbar zuvor noch ein Tele-
fongespräch stattgefunden hatte, vgl. Vi-act. 1.3.2 unten). 

Fraglich (aber nicht völlig auszuschliessen) ist, dass die KESB B.________ (SG) 
bereits früher davon Kenntnis erhielt, denn im Schreiben per Email vom 2. Juni 
2017 (13.40 Uhr) nahm der Präsident dieser KESB Bezug auf ein Telefonge-
spräch mit der Ärztin Dr.med. H.________ vom Spital D.________ (SG) (siehe 
Vi-act. 1.3.3: „Im Anschluss an unser Gespräch“…). Der genaue Zeitpunkt und 
Inhalt dieses Telefongesprächs zwischen dieser Spitalärztin und der KESB 
B.________ (SG) sind nicht dokumentiert, jedenfalls hat die KESB B.________ 
(SG) ungeachtet des gerichtlichen Akteneditionsbegehrens (einmal abgesehen 
von B-act. 3, S. 2) keine Aktennotiz von diesem Telefongespräch zwischen die-
ser Spitalärztin und der KESB B.________ (SG) eingereicht. 

Soweit es sich so verhielte, dass diese Spitalärztin schon vor dem 2. Juni 2017 
(und namentlich vor dem in Erwägung 3.2.1 aufgeführten Zeitpunkt vom 1. Juni 
2017 per 14.45 Uhr) mit der KESB B.________ (SG) telefonisch Kontakt aufge-
nommen hatte (was durchaus möglich wäre, nachdem die in der aktenkundigen 
Geburtsanmeldung vom 31. Mai 2017 von der Kindesmutter angegebene Wohn-
sitzgemeinde D.________ (SG) von einem bisherigen Aufenthalt der Kindesmut-
ter im Gemeindegebiet nichts wusste) wäre für diesen Fall die KESB B.________ 
(SG) „als die zuerst befasste Behörde“ im Sinne von Art. 444 Abs. 4 ZGB zu qua-
lifizieren. Für einen solchen Fall hätte die KESB B.________ (SG) - nach einem 
ergebnislosen Meinungsaustausch im dargelegten Sinne - ihre (umstrittene) Zu-
ständigkeit nach Massgabe der höchstrichterlichen Rechtsprechung der im Kan-
ton St. Gallen zuständigen Gerichtsinstanz unterbreiten müssen.

3.2.3  Im hier zu beurteilenden Fall ist es müssig darüber zu spekulieren, ob der 
Zuständigkeitsstreit allenfalls in einem Verfahren vor dem zuständigen Gericht 
des Kantons St. Gallen zu behandeln gewesen wäre. Es wird im Ergebnis davon 
abgesehen, zusätzliche Abklärungen zur Fragestellung vorzunehmen, welche 
Behörde sich erstmals mit dem schutzbedürftigen C.________ befasst hat.

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4.1 Zur Beantwortung der Zuständigkeitsfrage ist hier an Art. 311 Abs. 3 ZGB 
anzuknüpfen. Nach dieser Bestimmung gilt, dass die Entziehung der elterlichen 
Sorge, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil angeordnet wurde, gegenüber al-
len, auch den später geborenen Kindern wirksam ist.

4.2.1  Im vorliegenden Fall hat die KESB A.________ (SZ) in ihrem Beschluss 
vom 6. Mai 2015 gegenüber dem ersten Sohn (F.________, geb. ________) den 
Entzug der elterlichen Sorge nach Art. 311 ZGB angeordnet und einen Beistand 
ernannt, ohne dass im Dispositiv dieses Beschlusses Bezug auf später geborene 
Kinder genommen wurde (vgl. Vi-act. 1.2). 

4.2.2  Damit gilt von Gesetzes wegen, dass für nach F.________ von der glei-
chen Kindesmutter geborene Kinder grundsätzlich ohne neuen Beschluss die el-
terliche Sorge entzogen ist (zumal wenn der Vater unbekannt ist). Die ratio legis 
für eine solche vom Gesetzgeber vorgesehene Konsequenz ist darin zu erbli-
cken, dass das Unvermögen eines Elternteils, die elterliche Sorge wahrnehmen 
zu können, i.d.R. nicht auf ein einzelnes Kind zu beziehen ist (und wenn dies 
dennoch der Fall ist - namentlich wenn es sich um eine Überforderung gegenü-
ber einem einzelnen Kind mit speziellem Erziehungsbedarf handelt - besteht die 
adäquate Lösung darin, beim betreffenden Beschluss über die Entziehung der el-
terlichen Sorge zu präzisieren, dass sich diese Massnahme nur auf dieses be-
stimmte Kind bezieht; vgl. Kurt Affolter-Fringeli/ Urs Vogel, in: Berner Kommentar 
zum schweiz. Privatrecht, Bern 2016, N33ff. zu Art. 311/312 ZGB; siehe auch Pe-
ter Breitschmid, in: Basler Kommentar zum ZGB, Basel 2014, N5ff. zu Art. 
311/312 ZGB).

4.2.3  Nachdem im konkreten Fall von Gesetzes wegen der Kindesmutter die el-
terliche Sorge (gestützt auf Art. 311 Abs. 3 ZGB i.V.m. dem erwähnten Beschluss 
vom 6. Mai 2015 betreffend den ersten Sohn F.________) ohne neuen Be-
schluss entzogen war, ging es zunächst darum, dem zweiten Kind (C.________) 
nach Art. 327a ZGB einen Vormund zu ernennen. 

4.2.4  Damit stellt sich die nächste Frage, welche örtliche Behörde für die Ernen-
nung eines Vormundes in einer solchen Konstellation im Vordergrund steht. 

Gemäss Art. 315 Abs. 1 ZGB werden Kindesschutzmassnahmen von der Kin-
desschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes angeordnet.

4.2.5  Zutreffend ist die Argumentation der KESB A.________ (SZ) in ihrer Klage 
ans Bundesgericht (Ziff. 3.2), dass sich beim Entzug der elterlichen Sorge für 
nachgeborene Kinder der Wohnsitz des Kindes nicht nach Art. 25 Abs. 1 ZGB 
vom Inhaber der elterlichen Sorge ableiten lässt. 

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4.2.6  Nach Art. 25 Abs. 2 ZGB haben bevormundete Kinder ihren Wohnsitz am 
Sitz der Kindesschutzbehörde. 

4.2.7 Die KESB A.________ (SZ) hat in ihrer Klage ans Bundesgericht (unter 
Ziff. 3.2, 2. Abs.) an sich nachvollziehbar argumentiert, dass der Wohnsitz des 
nach Entzug der elterlichen Sorge nachgeborenen Kindes - solange noch keine 
Vormundschaft errichtet wurde -  nicht automatisch vom Sitz der KESB abzulei-
ten sei, die den Entzug der elterlichen Sorge für das ältere Kind ausgesprochen 
habe. Denn es finde mit der Geburt des Kindes keine automatische Bevormun-
dung statt, sondern dies erfordere noch einen behördlichen Akt, die Errichtung 
der Vormundschaft und die Ernennung des Vormunds (vgl. den zutreffenden 
Verweis der KESB A.________ (SZ) auf den Basler Kommentar zum ZGB, N31 
zu Art. 327a ZGB mit weiteren Hinweisen).

4.2.8  Auch wenn nach dem Gesagten die den Entzug der elterlichen Sorge für 
das ältere Kind anordnende KESB nicht automatisch bzw. nicht zwingend für die 
erwähnten kindesschutzrechtlichen Massnahmen zuständig ist, sprechen im 
Rahmen einer Würdigung aller involvierten Interessen die gewichtigeren Argu-
mente für den Standpunkt der KESB B.________ (SG), wonach sinngemäss für 
beide Geschwister ein und dieselbe Behörde zuständig sein soll. Darin ist jeden-
falls für den vorliegenden Fall (in welchem die Kindesmutter nach der Aktenlage 
im Zeitpunkt der Geburt nirgends angemeldet war) eine sachgerechte Lösung zu 
erblicken, zumal die Anknüpfung an den Geburts- und Aufenthaltsort des zweiten 
Kindes (Spital D.________ (SG)) sehr zufällig sein kann. Schliesslich ist akten-
kundig, dass die Kindesmutter seit der Entlassung aus dem Gefängnis (in 
M.________) sich am 5. Oktober 2017 in der Gemeinde I.________ (SZ) ange-
meldet hat und damit die Bezüge der betreffenden Familienangehörigen zum 
Kanton Schwyz im Vergleich zu den Bezügen zu D.________ (SG) grundsätzlich 
überwiegen (vgl. Eingabe vom 31.10.2017).

5. Aus diesen dargelegten Gründen ist die Eingabe der KESB A.________ 
(SZ) vom 19. September 2017 zur Zuständigkeitsfrage dahingehend zu beant-
worten, dass die Zuständigkeit der KESB A.________ (SZ) für C.________ (geb. 
31.5.2017) (derzeit) zu bejahen ist. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens bildet die Fragestellung, ob und gegebenenfalls inwiefern bei einer dauer-
haften Platzierung des Kindes in einer (ausserkantonalen) Pflegefamilie unter 
Umständen eine Übertragung der Massnahme an die am Lebensmittelpunkt des 
Kindes örtlich zuständige KESB in Frage käme.

6. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

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7. Ob die Beschwerdeführerin als kantonale Behörde (§ 5 Abs. 1 EGzZGB) zu 
einer Beschwerde ans Bundesgericht befugt wäre, ist fraglich (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_388/2015 vom 7.9.2015 Erw. 5.2). Um allen Eventualitäten 
gerecht zu werden, wird im Dispositiv dennoch eine Rechtsmittelbelehrung an-
gegeben. Daraus kann die Beschwerdeführerin indes bei einem Weiterzug nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das Verwaltungsgericht entscheidet die gestützt auf Art. 444 Abs. 4 ZGB 
unterbreitete Frage der Zuständigkeit dahingehend, dass die KESB 
A.________ (SZ) im Sinne der Erwägungen für den am 31. Mai 2017 im 
Spital D.________ (SG) geborenen Sohn C.________ der E.________ 
(weiterhin) zuständig ist. Das sinngemässe Begehren, wonach die KESB 
A.________ (SZ) als unzuständig zu erklären sei, wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110; siehe auch Erwägung 7).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die KESB A.________ (SZ) (2/R für sich und den Vormund)
- die KESB B.________ (SG) (2/R)
- das Departement des Innern (z.K.)
- und das Amt für Soziales des Kantons St. Gallen (z.H.v. ________/ A).

Schwyz, 26. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. Februar 2018