# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cce1cdf2-ab4b-5eec-a7c7-c2cac6b62b07
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 14.03.2024 SBK.2023.347
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2023-347_2024-03-14.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2023.347  
(STA.2023.7958)  

Art. 83 

 

 

Entscheid vom 14. März 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari 

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli 

 

 
   

Beschwerde-

führer 1 

 A._____,  

[…]  

 

Beschwerde-

führer 2 

 B._____,  

[…] 

1 und 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Brändli,  

[…] 

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau,  

Seetalplatz, Bahnhofstrasse 4, 5600 Lenzburg  

 

 

Beschuldigte   C._____,  

[…] 

verteidigt durch Rechtsanwalt John Wyss,  

[…] 

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau 

vom 8. November 2023 

 

in der Strafsache gegen C._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 26. Mai 2023 meldete B._____ der kantonalen Notrufzentrale, dass 

sein Weidezaun beschädigt worden sei. Der vor Ort anwesende Jäger 

D._____ habe bemerkt, wie jemand etwas an diesem Zaun "gemacht" 

habe. Als dieser die verdächtigte Person aufgefordert habe, auf die Strasse 

hinunterzutreten, sei C._____ mit ihrer Tochter erschienen. C._____ wurde 

in der Folge verdächtigt, das Privatgrundstück von A._____ am 

26. Mai 2023 passiert und anschliessend den Weidezaun von B._____ mit-

tels unbekannten Werkzeugs durchtrennt zu haben. Sowohl B._____ als 

auch A._____ stellten am 26. Mai 2023 Strafantrag gegen C._____ wegen 

des gleichentags erfolgten Ereignisses. 

 

Im Zusammenhang mit zwei weiteren Sachbeschädigungen an seinem 

Weidezaun stellte B._____ am 18. Juli 2023 (Ereignis zwischen dem 1. und 

dem 18. Juli 2023) sowie am 15. August 2023 (Ereignis zwischen dem 

6. und dem 8. August 2023) zwei weitere Strafanträge gegen Unbekannt. 

Betreffend die gegen unbekannte Täterschaft geführte Strafuntersuchung 

wegen mehrfacher Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs vom 

26. Mai 2023 bis 8. August 2023 wurde die Strafuntersuchung mit Verfü-

gung der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 8. November 2023 sis-

tiert. Begründet wurde dies damit, dass die durchgeführten Ermittlungen 

keinen Aufschluss über die Identität der unbekannten Täterschaft hätten 

bringen können. 

 

2. 

Mit Verfügung vom 8. November 2023 erledigte die Staatsanwaltschaft 

Lenzburg-Aarau das Verfahren gegen die Beschuldigte wegen mehrfacher 

Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs, begangen im Zeitraum vom 

26. Mai 2023 bis 8. August 2023 in Q._____ durch Nichtanhandnahme. Die 

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau genehmigte die Nichtanhand-

nahmeverfügung am 10. November 2023. 

 

3. 

3.1. 

Mit elektronischer Eingabe vom 27. November 2023 erhoben B._____ und 

A._____ gegen die ihnen am 17. November 2023 bzw. 16. November 2023 

zugestellte Nichtanhandnahmeverfügung Beschwerde bei der Beschwer-

dekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau und be-

antragten:  

 

"  1.  
Die Beschwerde sei gutzuheissen und die Nichtanhandnahmeverfügung 
STA1 ST.2023.7958 bzgl. Strafverfahren wegen mehrfacher Sachbeschä-
digung und Hausfriedensbruch gegen Frau C._____ sei aufzuheben. 
 

 - 3 - 

 

 

2. 
Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, ein entsprechendes Strafverfah-
ren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gegen Frau 
C._____ zu eröffnen und eine Strafuntersuchung durchzuführen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerinnen." 
 

3.2. 

Mit Verfügung vom 7. Dezember 2023 forderte die Verfahrensleiterin die 

Beschwerdeführer auf, innert 10 Tagen ab Zustellung der Verfügung eine 

Sicherheit für allfällige Kosten in Höhe von Fr. 1'000.00 in die Obergerichts-

kasse einzubezahlen. Diese Verfügung wurde den Beschwerdeführern am 

8. Dezember 2023 zugestellt. Die Sicherheit ging am 11. Dezember 2023 

bei der Obergerichtskasse ein. 

 

3.3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Dezember 2023 beantragte die Staatsan-

waltschaft Lenzburg-Aarau die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.4. 

Mit Eingabe vom 20. Dezember 2023 verzichtete die Beschuldigte auf eine 

Stellungnahme zur Beschwerde unter Verweis auf die Begründung in der 

angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft 

Lenzburg-Aarau vom 8. November 2023, mit welcher die Strafanzeigen ge-

gen die Beschuldigte wegen Vorfällen im Zeitraum vom 26. Mai 2023 bis 

8. August 2023 nicht an die Hand genommen wurden. Da der Entscheid 

vor Inkrafttreten der revidierten Schweizerischen Strafprozessordnung am 

1. Januar 2024 ergangen ist, ist die Beschwerde nach bisherigem Recht zu 

beurteilen (Art. 453 Abs. 1 StPO). 

 

1.2. 

Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft sind gemäss 

Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit 

Beschwerde anfechtbar. Beschwerdeausschlussgründe i.S.v. 

Art. 394 StPO liegen nicht vor. 

 

 

 - 4 - 

 

 

1.3. 

1.3.1. 

Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 

Änderung eines Entscheids hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (vgl. 

Art. 382 Abs. 1 StPO). Partei im Strafverfahren ist u.a. die Privatkläger-

schaft (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschä-

digte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- 

oder Zivilklägerin oder -kläger zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Der 

Strafantrag ist dieser Erklärung gleichgestellt (Art. 118 Abs. 2 StPO). Als 

geschädigte Person gilt nach Art. 115 Abs. 1 StPO die Person, die durch 

die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt ist. 

 

1.3.2. 

Der Tatbestand der Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) schützt die unbe-

einträchtigte tatsächliche Herrschaftsmacht über eine Sache. Geschädigte 

– und entsprechend auch antragsberechtigt (Art. 30 Abs. 1 StGB) – sind 

Personen, die in ihrem Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzungsrecht ver-

letzt wurden (PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 

4. Aufl. 2019, N. 2 und N. 96 zu Art. 144 StGB). 

 

1.3.3. 

Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) schützt das Haus-

recht, d.h. die Befugnis, über die "bestimmten Räume ungestört zu herr-

schen und darin den eigenen Willen frei zu betätigen". Geschützt wird das 

Hausrecht als Freiheit, selbst zu bestimmen, wer sich in den eigenen Räu-

men aufhalten darf und als Element der Privatsphäre. Träger des Rechts 

ist derjenige, dem die Verfügungsgewalt über die Räume zusteht. Ge-

schützt wird auch der unmittelbar zu einem Haus gehörende umfriedete 

Platz, Hof oder Garten. Umfriedet bedeutet, dass solche Flächen um-

schlossen sein müssen, etwa durch Zäune oder Hecken. Massgebend ist 

die Erkennbarkeit der Abgrenzung, nicht deren Lückenlosigkeit. Nach dem 

Gesetzeswortlaut ist ein enger Konnex zu einem Haus vorausgesetzt, so-

dass z.B. eine vom Haus entfernte, eingezäunte Wiese nicht geschützt ist 

(VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 

4. Aufl. 2019, N. 5 und 16 zu Art. 186 StGB).  

 

1.3.4. 

Mit "Strafantrag für Antragsdelikte/Privatklage" vom 26. Mai 2023 (act. 42 f. 

bzw. 44 f.) konstituierten sich die Beschwerdeführer als Privatkläger. 

 

Dazu waren die Beschwerdeführer gemäss Art. 30 Abs. 1 StGB und 

Art. 118 Abs. 1 StPO auch berechtigt, da Sachbeschädigungen 

(Art. 144 StGB) am Eigentum des Beschwerdeführers 2, namentlich sei-

nem Weidezaun in Q._____ (vgl. dazu act. 19 sowie Beschwerde S. 4), 

bzw. ein Hausfriedensbruch am Grundstück des Beschwerdeführers 1 (vgl. 

dazu Beschwerde S. 4; entgegen seinem Strafantrag wird in der 

 - 5 - 

 

 

Beschwerde eine Sachbeschädigung zu seinen Lasten nicht mehr geltend 

gemacht) infrage stehen und die Beschwerdeführer folglich als geschädigte 

Personen i.S.v. Art. 115 Abs. 1 StPO zu betrachten sind (vgl. E. 1.3.1 hier-

vor). 

 

1.4. 

Die übrigen Voraussetzungen für ein Eintreten auf die Beschwerde sind 

erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die Be-

schwerde einzutreten ist.  

 

2. 

2.1. 

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau begründete die angefochtene Ver-

fügung damit, dass eine "Aussage gegen Aussage"-Situation vorliege, wo-

bei weder die Beschwerdeführer noch die Beschuldigte eine erhöhte 

Glaubwürdigkeit beanspruchen könnten und weitere Beweise fehlten. Der 

Beschuldigten könne demzufolge nicht nachgewiesen werden, dass sie 

sich des Hausfriedensbruchs und der wiederholten Sachbeschädigung 

zum Nachteil der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 26. Mai 2023 bis 

8. August 2023 strafbar gemacht habe. Das Verfahren sei daher gemäss 

Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nicht an Hand zu nehmen.  

 

2.2. 

Die Beschwerdeführer machten in der Beschwerde zusammengefasst gel-

tend, der Sachverhalt sei unvollständig und unrichtig festgestellt und das 

anwendbare Recht unrichtig angewandt worden. So seien sie beide nie zur 

Sache einvernommen und D._____, der die Geschehnisse direkt mitbe-

kommen habe und die Beschuldigte und ihre Tochter gestellt habe, sei nie 

als Zeuge zum Vorfall vom 26. Mai 2023 befragt worden. Die Beschuldigte 

habe selbst widersprüchliche Aussagen gemacht. Sodann ergäben sich 

aus den Akten die örtlichen Verhältnisse nicht. Aufgrund des Polizeirap-

ports und der bisherigen Ermittlungen könne keine Rede davon sein, dass 

eindeutig kein Straftatbestand erfüllt sei. Schliesslich sei auch das tatsäch-

liche Verhältnis zwischen der Beschuldigten und dem Beschwerdeführer 2 

nicht effektiv beleuchtet worden. So seien sie nie ein Paar gewesen, was 

von der Beschuldigten aber behauptet werde. Erwähnenswert sei in diesem 

Zusammenhang auch eine Strafanzeige des Beschwerdeführers 2 vom 

1. April 2023 gegen unbekannte Täterschaft wegen einer Sachbeschädi-

gung vom 31. März 2023 in Q._____ an seinem Wohnort. Insgesamt seien 

klar zu wenige Ermittlungen getätigt resp. Beweise erhoben worden und es 

könne nicht mit der von Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO vorausgesetzten Klarheit 

gesagt werden, dass aufgrund des Polizeirapports vom 2. Oktober 2023 

eindeutig kein Straftatbestand erfüllt sei.  

 

 - 6 - 

 

 

2.3. 

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau verwies in ihrer Beschwerdeant-

wort vollumfänglich auf die Nichtanhandnahmeverfügung. 

 

3. 

3.1. 

Sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass 

die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeu-

tig nicht erfüllt sind, verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme 

(Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Die Situation muss sich folglich so präsentie-

ren, dass gar nie ein Verdacht hätte angenommen werden dürfen oder der 

Anfangsverdacht vollständig entkräftet wurde (NATHAN LANDSHUT/THOMAS 

BOSSHARD, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 

3. Aufl. 2020, N. 4 zu Art. 310 StPO). Es muss mit anderen Worten sicher 

sein, dass der Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt, was etwa der 

Fall ist bei rein zivilrechtlichen Streitigkeiten. Eine Nichtanhandnahme darf 

nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Im Zwei-

felsfall ist folglich eine Untersuchung zu eröffnen. Ergibt sich nach durch-

geführter Untersuchung, dass kein Straftatbestand erfüllt ist, stellt die 

Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gestützt auf Art. 319 StPO ein 

(BGE 137 IV 285 E. 2.3).  

 

Die Staatsanwaltschaft eröffnet insbesondere dann eine Untersuchung, 

wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Straf-

anzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Ein hinreichender Tatverdacht 

setzt voraus, dass die erforderlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung 

konkreter Natur sind. Konkret ist der Tatverdacht dann, wenn eine gewisse 

Wahrscheinlichkeit für eine strafrechtliche Verurteilung des Beschuldigten 

spricht. Die Gesamtheit der tatsächlichen Hinweise muss die plausible 

Prognose zulassen, dass der Beschuldigte mit einiger Wahrscheinlichkeit 

verurteilt werden wird. Diese Prognose geht über die allgemeine theoreti-

sche Möglichkeit hinaus. Ein blosser Anfangsverdacht, d.h. eine geringe 

Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung aufgrund vager tatsächlicher An-

haltspunkte (z.B. ungenaue Schilderungen eines Anzeigeerstatters), ge-

nügt nicht (LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., N. 25 f. zu Art. 309 StPO). 

 

Stehen sich gegensätzliche Aussagen (der Parteien) gegenüber ("Aussage 

gegen Aussage"-Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussa-

gen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem 

Grundsatz "in dubio pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Dies gilt 

insbesondere, wenn typische "Vier-Augen-Delikte" zu beurteilen sind, bei 

denen oftmals keine objektiven Beweise vorliegen. Auf eine Anklageerhe-

bung kann verzichtet werden, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches 

Aussageverhalten offenbarte und seine Aussagen daher wenig glaubhaft 

sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände 

 - 7 - 

 

 

aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint 

(BGE 143 IV 241 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 

 

3.2. 

Massgebend sind hinsichtlich des Vorfalls vom 26. Mai 2023 die gleichen-

tags beanzeigten Beschädigungen am Weidezaun, welche in act. 26 abge-

bildet sind und deren Standort in act. 25 (Bild 2) rot markiert ist. Hinsichtlich 

des Hausfriedensbruchs geht es um das Grundstück D in Q._____, wel-

ches im Eigentum des Beschwerdeführers 1 steht, der an der R-Strasse in 

Q._____, G, wohnt (vgl. AGIS-Auszug der D, GB Q._____, Beschwerde-

beilage 8 bzw. act. 25).  

 

3.3. 

3.3.1. 

Des Hausfriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB macht sich schuldig, wer ge-

gen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen 

abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem 

Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werk-

platz unrechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtig-

ten, sich zu entfernen, darin verweilt. Eindringen ist das Betreten des Hau-

ses oder der anderen durch Art. 186 StGB geschützten Bereiche gegen 

den Willen des Berechtigten. Vollendet ist das Delikt nach der ersten Be-

gehungsvariante, wenn der Täter gegen den Willen des Berechtigten mit 

einem Teilbereich seines Körpers in den geschützten Raum eindringt bzw. 

diesen ohne dessen Einwilligung betritt (DELNON/RÜDY, a.a.O., N. 22 und 

24 zu Art. 186 StGB). 

 

3.3.2. 

Der Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer 

eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutznies-

sungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. 

 

Als Tatobjekt der Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB kommen 

bewegliche oder unbewegliche körperliche Sachen in Betracht, an denen 

ein Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht eines anderen be-

steht (WEISSENBERGER, a.a.O., N. 3 ff. zu Art. 144 StGB m.H.). Die Tat-

handlung besteht im Beschädigen, Zerstören oder Unbrauchbarmachen 

der Sache. Als Beschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB gilt jedes Herbei-

führen einer mehr als nur belanglosen Mangelhaftigkeit der Sache. Der 

Mangel kann durch erhebliche Verletzung der Substanz der Sache hervor-

gerufen werden sowie durch körperliche Einwirkung, welche die bestim-

mungsgemässe Funktionsfähigkeit bzw. Brauchbarkeit, die äussere Er-

scheinung bzw. Ansehnlichkeit oder den Zustand der Sache wesentlich be-

einträchtigt (WEISSENBERGER, a.a.O., N. 20 und N. 22 zu Art. 144 StGB; 

vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_998/2019 vom 20. November 2020, 

E. 3.1). Dabei wird jeweils eine gewisse Erheblichkeit der Beeinträchtigung 

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vorausgesetzt; bloss unbedeutende oder leicht bzw. innerhalb kurzer Zeit 

behebbare Eingriffe sind grundsätzlich nicht erfasst (vgl. WEISSENBERGER, 

a.a.O., N. 24, N. 38 ff. und N. 66 ff. zu Art. 144 StGB m.H.). 

 

Die Sachbeschädigung nach Art. 144 StGB ist ein Vorsatzdelikt, wobei 

Eventualvorsatz genügt. Zum Vorsatz gehört insbesondere das Wissen 

und Wollen, dass die Einwirkung auf die Sache bzw. das Untätigbleiben die 

Beschädigung oder Zerstörung kausal bewirkt (vgl. WEISSENBERGER, 

a.a.O., N. 81 zu Art. 144 StGB). 

 

3.4. 

Unstrittig ist im vorliegenden Fall, dass es sich bei der Parzelle D um eine 

zum Haus des Beschwerdeführers 1 gehörende (Ziegen-)Weide handelt, 

wobei diese aufgrund eines Zaunes erkennbar – wenn auch aufgrund der 

vorhandenen Akten nicht erkennbar lückenlos auf alle Seiten hin – abge-

grenzt (vgl. act. 25 f.) und somit umfriedet war (vgl. dazu oben, E. 1.3.3). 

Keine konkreten Hinweise liegen in Bezug auf das Tatbestandselement des 

Eindringens vor. Gemäss Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 2. Okto-

ber 2023 gelangte die Beschuldigte mit ihrer Tochter über den frei zugäng-

lichen Weg (vgl. act. 25 sowie Beschwerdebeilage 8; Hinweise dafür, dass 

dieser Weg bzw. die R-Strasse [vgl. act. 34] ein "Privatgrundstück" des Be-

schuldigten darstellen sollte [vgl. act. 21 unten] liegen ausweislich der Ak-

ten nicht vor) zum oberhalb (der Weide) gelegenen Waldstück (act. 20 un-

ten/21 oben, 21 unten und 25) und sie kam gemäss mündlicher Aussage 

von D._____ über denselben Weg (act. 21 oben) bzw. diese Strasse auch 

wieder hinunter (act. 20). Ein Eindringen in die Weide, als möglicherweise 

durch Art. 186 StGB geschützten Raum, kann somit selbst nach Darstel-

lung von D._____, der das Geräusch einer Sachbeschädigung gehört ha-

ben will, nicht nachgewiesen werden (act. 20). Dieser gab mündlich an, 

dass er nicht gesehen habe, was die Beschuldigte oberhalb der Weide ge-

tan habe (act. 20 unten) und machte nicht geltend, dass die Beschuldigte 

innerhalb des Geheges gewesen sei. Insofern muss nicht weiter auf deren 

Aussagen und den Ort von ihrem Absitzen im Wald/am "Bord" (vgl. act. 30, 

31 und 32 bzw. 34) bzw. auf den Standort der von ihr erwähnten (und sich 

noch weiter oberhalb befindenden) Sitzbank (vgl. dazu act. 30 sowie Be-

schwerde S. 7) eingegangen werden. 

 

Die Gesamtheit der tatsächlichen Hinweise lässt vorliegend die plausible 

Prognose, dass die Beschuldigte mit einiger Wahrscheinlichkeit wegen 

Hausfriedensbruchs verurteilt werden wird, nicht zu. In Bezug auf diesen 

Tatbestand ist die Nichtanhandnahmeverfügung vom 8. November 2023 

somit im Ergebnis zu bestätigen. 

 

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3.5. 

3.5.1. 

Betreffend die beanzeigten Sachbeschädigungen vom 26. Mai 2023 er-

scheinen die unterschiedlichen Sachverhaltsschilderungen der Beschwer-

deführer und der Beschuldigten grundsätzlich gleichermassen möglich. 

 

Die Beschuldigte gab an, mit ihrer Tochter spazieren gegangen zu sein, 

weil diese nervös gewesen sei und nicht habe schlafen können. Als sie 

noch am S-weg gewohnt hätten, seien sie oft "dort" auf der Sitzbank gewe-

sen oder seien "dort" durchgelaufen. Und als sie mit dem Beschwerdefüh-

rer 2 zusammen gewesen sei – von August 2022 bis Februar oder 

März 2023 –, hätten sie oft "dort" den Geissen zugeschaut. Als die Bezie-

hung auseinandergegangen sei, seien sie und ihre Tochter oft einfach 

"dort" im Wald in der Nähe gesessen und hätten den Glocken zugehört. 

Darauf angesprochen, dass der Jäger D._____, als er bei der Weide vor-

beigegangen sei, etwas gehört habe, und dies getönt habe, als würde an 

etwas Metallischem gearbeitet werden, gab sie an, sie hätten nichts "Me-

tallisches" gemacht. Sie habe nicht einmal Werkzeug für so etwas. Sie hät-

ten nichts beschädigt und sie wolle mit dem Beschwerdeführer 2 nichts 

mehr zu tun haben. Sie habe nicht einmal eine Ahnung von Beschädigun-

gen, wobei der Beschwerdeführer 2 schon etwas gesagt habe davon. Aber 

sie mache nichts kaputt, schon gar nichts, was sie geholfen habe aufzu-

bauen. Sie verneinte, an diesem Abend im Gehege gewesen zu sein. Sie 

habe keine Ahnung, wer diese Sachbeschädigungen begangen habe. Sie 

habe niemandem etwas zu Leide getan und sie habe keine anderen Sach-

beschädigungen zum Nachteil des Beschwerdeführers 2 begangen. Sie sei 

zusammen mit dem Beschwerdeführer 2 in der Feuerwehr und er habe sie 

an der letzten Übung vor der halben Mannschaft "fertiggemacht" (Einver-

nahmeprotokoll vom 12. Juni 2023, act. 29 ff.). In ihrer zweiten Einver-

nahme vom 19. September 2023 gab die Beschuldigte mehrfach an, dass 

sie es nicht gewesen sei. Sie sei mit ihrer Tochter mit dem Fahrrad "dort" 

gewesen und habe gesehen, dass die Ziegen "dort" seien und sie seien 

dann "dort" oben beim "Hag" hingesessen. Sie seien dann verdächtigt wor-

den, den Zaun beschädigt zu haben. Auf die Frage, wie sie sich erklären 

könne, dass der Beschwerdeführer 2 zwei weitere Sachbeschädigungen 

gemeldet habe, gab sie an, dass sie seit dem 26. Mai 2023 nie mehr "dort" 

oben gewesen sei. Sie habe eine Vermutung, wer das gewesen sein 

könnte, wolle sich aber nicht strafbar machen, da sie nicht wisse, ob es so 

sei. Sie wisse nicht, ob es die "Ex" des Beschwerdeführers 2, E._____, 

gewesen sei. Er habe mit ihr den Hof zusammen gepachtet. Sie sei auch 

Mitpächterin von dieser Weide. Es habe dort schon im Oktober 2022 eine 

Beschädigung an einem Tränkefass gegeben und damals sei der Be-

schwerdeführer 2 davon ausgegangen, dass sie es gewesen sei. Sie wisse 

aber nicht, ob das stimme. Sie habe nicht einmal gewusst, dass im 

Juli 2023 noch einmal etwas gewesen sei. Sie habe mit den drei Sachbe-

schädigungen nichts zu tun und anerkenne den Sachverhalt nicht, weil sie 

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es nicht gewesen sei. Sie stellte den Beweisergänzungsantrag, dass man 

beim Beschwerdeführer 1 anfrage, ob es früher schon Sachbeschädigun-

gen am Zaun gegeben habe. Sie habe von ihm gehört, dass es schon frü-

her Sachbeschädigungen am Zaun gegeben habe und der Beschwerde-

führer 2 da völlig "ausgetickt" sei (act. 37 ff.). 

 

Der Beschwerdeführer 2 sagte gegenüber der Polizei mündlich aus, dass 

sein Nachbar die Täterschaft der Sachbeschädigung in flagranti erwischt 

habe. Der Jäger D._____ habe bemerkt, wie jemand etwas am Zaun ge-

macht habe. Als D._____ die Person aufgefordert habe, auf die Strasse 

hinunterzutreten, sei die Beschuldigte mit ihrer Tochter erschienen. Diese 

habe auf den Vorhalt angesprochen, angegeben, nichts am Zaun gemacht 

zu haben. Der Beschwerdeführer 2 habe, als er über den Vorfall informiert 

worden sei und Nachschau gehalten habe, den aufgeschnittenen Zaun 

festgestellt. Der Beschwerdeführer 2 gab an, dass er die Beschuldigte aus 

der Feuerwehr kenne. Sie seien eine gewisse Zeit gut befreundet gewesen. 

Als die Beschuldigte jedoch mehr als nur Freundschaft gewollt habe, habe 

er den Kontakt zu ihr fast vollständig abgebrochen. Er könne sich vorstel-

len, dass dies das Motiv zur Tat gewesen sei (Polizeirapport vom 2. Okto-

ber 2023, act. 20). 

 

D._____, der Jäger, gab mündlich gegenüber der Polizei an, dass er nicht 

gesehen habe, was die Beschuldigte oberhalb der Weide getan habe. Er 

habe jedoch einfach gehört, dass es töne, als würde jemand mit etwas "Me-

tallischem" arbeiten. Da der Zaun folglich beschädigt worden sei, sei er da-

von ausgegangen, dass die Beschuldigte für die Beschädigung verantwort-

lich sei, da sie mit ihrer Tochter den Weg hinabgekommen sei (Polizeirap-

port vom 2. Oktober 2023, act. 20 f.). 

 

Der Beschwerdeführer 1 bestätigte mündlich gegenüber der Polizei, dass 

es schon früher, am 14. Mai 2023, zu einer Sachbeschädigung am Zaun 

(nicht an der gleichen Örtlichkeit; vgl. dazu act. 25, Bild 2, grüner Kreis) 

gekommen sei (Polizeirapport vom 2. Oktober 2023, act. 21). 

 

3.5.2. 

Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 2 wurde die Täterschaft 

der Sachbeschädigungen vom 26. Mai 2023 nicht in flagranti erwischt. Viel-

mehr stehen sich – bezogen auf die mündlichen Aussagen der Geschädig-

ten gegenüber dem rapportierenden Polizisten; polizeiliche Einvernahmen 

der Geschädigten haben nicht stattgefunden – vorliegend gegensätzliche 

Aussagen (der Parteien) gegenüber und es ist – zumindest derzeit – nicht 

möglich, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu 

bewerten. Es liegen keine objektiven Beweise vor und sowohl der Be-

schwerdeführer 2 als auch die Beschuldigte geben ein mögliches Motiv für 

die Tat an. So könnte die Beschuldigte aufgrund der nicht (fort-)geführten 

Beziehung gekränkt gewesen sein. Ebenso gut möglich ist die Erklärung 

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der Beschuldigten, wonach die Ex-Partnerin des Beschwerdeführers 2 die 

Täterin gewesen sein könnte, zumal es schon im Oktober 2022 zu einer 

Beschädigung (an einem Tränkefass) gekommen sei. Letzteres ist aus-

weislich der Akten lediglich eine Behauptung, im Gegensatz zur vom Be-

schwerdeführer 1 bestätigten Aussage der Beschuldigten, dass es schon 

vor dem 26. Mai 2023 zu einer Sachbeschädigung gekommen sei. Die of-

fenbar am 14. Mai 2023 erfolgte Sachbeschädigung am selben Zaun 

könnte allerdings wiederum aus dem genannten Kränkungsmotiv der Be-

schuldigten durch diese entstanden sein. Der damalige Schaden wurde – 

abgesehen vom Deliktsort (vgl. dazu act. 25) – ebenso wenig polizeilich 

dokumentiert wie bei den beiden nach dem 26. Mai 2023 erfolgten Ereig-

nissen (vom Juli und August 2023). Der Beschwerdeführer 2 bringt diesbe-

züglich zu Recht vor, dass sich aus dem Schadensbild allenfalls Schlüsse 

ableiten liessen, ob es sich um dieselbe Täterschaft handle oder nicht (vgl. 

Beschwerde S. 7). Unklar bleibt insbesondere auch das tatsächliche Ver-

hältnis zwischen dem Beschwerdeführer 2 und der Beschuldigten und da-

mit zusammenhängend ein allfälliges Motiv der Beschuldigten. Aufgrund 

der Häufigkeit der Sachbeschädigungen zu Lasten des Beschwerdefüh-

rers 2 – insgesamt vier beanzeigte Ereignisse (26. Mai 2023, 1. bis 

18. Juli 2023, 6. bis 8. August 2023 sowie 1. April 2023 [vgl. zu Letzterem 

Beschwerde Rz. 18: Der Beschwerdeführer 2 stellte Strafantrag gegen un-

bekannte Täterschaft wegen einer Sachbeschädigung vom 31. März 2023, 

begangen an seinem Wohnort, T-Strasse, in Q._____; sein Fahrzeug soll 

mit roter Farbe versprüht worden sein]), ein vom Beschwerdeführer 1 be-

stätigtes Ereignis vom 14. Mai 2023 zu seinen Lasten und ein von der Be-

schuldigten behauptetes Ereignis vom Oktober 2022 – ist jedenfalls eine 

Gesamtwürdigung unerlässlich. 

 

Nach dem Gesagten bedarf die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beteilig-

ten einer vertieften Abklärung im Rahmen einer (weiteren) Einvernahme 

und weiterer Ermittlungen. Insbesondere ist D._____ als Zeuge zu befra-

gen. Eine Nichtanhandnahme darf, wie erwähnt, nur in sachverhaltsmässig 

und rechtlich klaren Fällen ergehen. Dass diese Voraussetzung hier gege-

ben wäre, lässt sich nach dem Gesagten derzeit nicht feststellen. Es kann 

beweismässig nicht von einer eigentlichen Pattsituation gesprochen wer-

den bzw. es liegt – da die Beteiligten mit Ausnahme der Beschuldigten nicht 

schriftlich einvernommen worden sind – entgegen der Auffassung der 

Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau keine "Aussage gegen Aussage"-Situ-

ation vor.  

 

3.5.3. 

Damit steht nicht fest, dass der Tatbestand der mehrfachen Sachbeschä-

digung eindeutig nicht erfüllt ist (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO).  

 

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3.6. 

Nach dem Gesagten sind die in E. 3.1 hievor dargestellten Voraussetzun-

gen für den Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung nur in Bezug auf den 

Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt, weshalb Ziff. 1 der Nichtan-

handnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 

8. November 2023 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde in Bezug auf 

die mehrfache Sachbeschädigung aufzuheben und das Strafverfahren 

diesbezüglich weiterzuführen ist. 

 

4. 

4.1. 

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Hebt die 

Rechtsmittelinstanz einen Entscheid auf und weist sie die Sache zur neuen 

Entscheidung an die Vorinstanz zurück, so trägt der Kanton die Kosten des 

Rechtsmittelverfahrens und, nach Ermessen der Rechtsmittelinstanz, jene 

der Vorinstanz (Art. 428 Abs. 4 StPO).  

 

Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer 1 die Hälfte der 

Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen. Die andere Hälfte der Kosten 

des Beschwerdeverfahrens sind auf die Staatskasse zu nehmen, zumal der 

Beschwerdeführer 2 obsiegt. 

 

4.2. 

Der Beschwerdeführer 1 unterliegt im vorliegenden Beschwerdeverfahren, 

weshalb ihm kein Anspruch auf Entschädigung zusteht. Der Anspruch des 

Beschwerdeführers 2 auf angemessene Entschädigung für notwendige 

Aufwendungen richtet sich nach Art. 433 StPO und hängt vom Ausgang 

des Strafverfahrens ab. Dieser ist derzeit noch offen. Es ist deshalb zurzeit 

nicht möglich, die Entschädigung für das vorliegende Beschwerdeverfah-

ren festzulegen. Das Beschwerdeverfahren wird im Rahmen der Regelung 

der Entschädigung im Endentscheid zu berücksichtigen sein (Art. 421 

Abs. 1 StPO; vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_531/2012 vom 27. Novem-

ber 2012 E. 3). 

 

4.3. 

Die Beschuldigte hat auf eine Stellungnahme verzichtet. Ihr ist damit keine 

Entschädigung zuzusprechen. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Nichtanhandnahmever-

fügung der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 8. November 2023 in 

 - 13 - 

 

 

Bezug auf die mehrfache Sachbeschädigung aufgehoben und die Strafsa-

che zur Fortführung des Verfahrens an die Staatsanwaltschaft Lenzburg-

Aarau zurückgewiesen. 

 

1.2. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 

2. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 68.00, zusammen 

Fr. 1'068.00, werden zur Hälfte, d.h. mit Fr. 534.00, dem Beschwerdefüh-

rer 1 auferlegt und mit der geleisteten Kostensicherheit in der Höhe von 

Fr. 1'000.00 verrechnet. Die andere Hälfte, d.h. Fr. 534.00, wird auf die 

Staatskasse genommen.  

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 - 14 - 

 

 

 
   

Aarau, 14. März 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Groebli Arioli