# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a10184-bf59-5ad6-8249-eda08fe694d5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.02.2025 SB240062
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240062_2025-02-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240062-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und lic. iur. 

B. Amacker sowie Gerichtsschreiber MLaw F. Herren

Urteil vom 10. Februar 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfache Veruntreuung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, 
vom 20. Dezember 2022 (DG210018)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 17. Dezember 

2021 (Urk. 31) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz
(Urk. 72 S. 131 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB hin-
sichtlich Anklageschrift:

- Rz. 8 und 9: 

- Rz. 10 und 11

- Rz. 12:

- Rz. 14:

-   3   -

- der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 
in Verbindung mit Abs. 3 StGB hinsichtlich Anklageschrift Rz. 6 und 7

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB hin-
sichtlich Anklageschrift Rz. 9 ohne Rechnungen der Begünstigten R._____ AG

2. Von den übrigen Vorwürfen wird der Beschuldigte freigesprochen.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch 

Haft erstanden sind.

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

5. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Bemühungen und Auslagen als amtli-

che Verteidigerin mit Fr. 51'597.85 (inkl. Fr. 3'689.00 Mehrwertsteuer) aus der Ge-

richtskasse entschädigt.

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 12'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'100.00  Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 51'597.85   amtliche Verteidigung

Verlangt keine der Parteien eine Begründung, ermässigt sich die Entscheidgebühr 

um einen Drittel. 

7. Dem Beschuldigten wird keine Genugtuung zugesprochen.

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu zwei Dritteln auferlegt 

und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Vertei-

digung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachfor-

derung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von zwei Dritteln.

9. (Mitteilungen)

10. (Rechtsmittel)"

-   4   -

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 3)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 83 S. 1):

1. A._____ sei vollumfänglich freizusprechen.

2. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens und des 

Berufungsverfahrens sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung seien voll-

umfänglich und definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Ferner ist meinem 

Mandanten für die erstandene Untersuchungshaft von 1 Tag eine Genugtu-

ung von CHF 200.00 zuzusprechen.

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 77 S. 1):

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem angefoch-

tenen Entscheid (Urk. 72 S. 8 ff. E. I.). Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz 

am 20. Dezember 2022 gemäss dem vorab wiederholten Urteilsdispositiv teilweise 

schuldig gesprochen und bestraft (a.a.O., S. 131 ff.). Innert Frist liess er Berufung 

anmelden und erklären (Urk. 62 und 74; vgl. dazu auch Urk. 71/2). Mit Verfügung 

vom 19. Februar 2024 ging die Berufungserklärung an die Staatsanwaltschaft und 

wurde dieser Frist angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben wird, 

oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 75). Mit 

Eingabe vom 21. Februar 2024 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschluss-

berufung (Urk. 77). 

Am 10. Februar 2025 fand die Berufungsverhandlung statt. Es erschienen der 

Beschuldigte in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin lic. iur. X._____ (Prot. II 

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S. 3 ff.). Vorfragen und Beweisanträge waren keine zu behandeln. Das Verfahren 

ist spruchreif.

2. Umfang der Berufung

Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 2, 5, 6 und 7 des vorinstanzlichen 

Urteils, in welchem Umfang dieses in Rechtskraft erwuchs, was mit Beschluss fest-

zuhalten ist. Im übrigen Umfang steht der Entscheid zur Disposition. Es gilt das 

Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO). Letzteres gilt insbesondere in 

Bezug auf die vorinstanzlichen Freisprüche. Diese wurden im vorinstanzlichen 

Urteilsdispositiv nicht näher spezifiziert, was notwendig gewesen wäre. Sie erge-

ben sich aber ohne Weiteres aus der vorinstanzlichen Urteilsbegründung. Zur 

Verdeutlichung seien sie hier nochmals erwähnt: Dossier 1, Urk. 31 [Anklageschrift] 

S. 6 f. Rz. 8 f., erster Abschnitt Position "R._____ AG" und zweiter Abschnitt Posi-

tionen "S._____" [vgl. im Einzelnen Urk. 72 S. 47-50], Urk. 31 S. 8 ff. Rz. 12, diverse 

Positionen [vgl. im Einzelnen Urk. 72 S. 58-73], Urk. 31 S. 10 f. Rz. 13 [vgl. im Ein-

zelnen Urk. 72 S. 73-80], Urk. 31 S. 12 Rz. 14, diverse Positionen, mit Ausnahme 

der Barbezüge [vgl. im Einzelnen Urk. 72 S. 81-87], Dossier 2, Urk. 31 S. 3 f. und 

S. 14-16 Rz. 4 f. und 17-19 [vgl. im Einzelnen Urk. 72 S. 87-108]).

3. Prozessuales

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhal-

tes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwen-

dung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung 

findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus-

drücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand aus-

einandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivationsaufwand 

kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der 

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Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde 

(BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; BGer 6B_689/2019 

vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).

II. Schuldpunkt

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage

Die heute noch zur Diskussion stehenden Vorwürfe ergeben sich aus der beigehef-

teten Anklageschrift (Urk. 31 S. 2 ff.), darauf kann verwiesen werden. Dem 

Beschuldigten wird strafrechtlich relevantes Handeln in seiner Funktion als Organ 

einer Gesellschaft vorgeworfen, konkret im Zusammenhang mit seiner Funktion bei 

der T._____ AG in Liquidation [T._____]. Soweit sich der Beschuldigte nicht 

geständig zeigte, ist der Sachverhalt zu erstellen, wobei zunächst zu prüfen ist, ob 

sich der unter "Tatsächliche Abläufe" eingeklagte Sachverhalt (Urk. 31 S. 2 f.) 

erstellen lässt, und hernach, ob sich die einzelnen Vorwürfe (a.a.O., S. 4 ff.) bewei-

sen lassen, namentlich die dem Beschuldigten angelastete mehrfache ungetreue 

Geschäftsbesorgung, die mehrfache Veruntreuung und die mehrfache Urkunden-

fälschung [vgl. zu letzterem Prot. I S. 6 f.].

2. Allgemeines zur Sachverhaltserstellung

Die Vorinstanz machte zutreffende allgemeine Ausführungen zu den Grundsätzen 

der Beweiswürdigung (Urk. 72 S. 19-21 E. II.1.2.5.), darauf kann verwiesen werden. 

Ergänzend ist dazu festzuhalten, dass nach konstanter Rechtsprechung für den 

Schuldbeweis auch ein indirekter Beweis zulässig ist, wenn keine direkten Beweise 

vorliegen. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittel-

bar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmit-

telbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche 

für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder 

die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Andersseins offen las-

sen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrachtung 

keine Zweifel bestehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Der 

Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig (vgl. dazu statt Weiterer 

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BGer 6B_1427/2016 vom 27. April 2017 E. 3., mit Verweisen, sowie in diesem 

Sinne auch BGer 6B_931/2021 vom 15. August 2022 E. 4.3.1.). Die Vorinstanz hat 

sodann unter dem Titel "Glaubwürdigkeit" an sich zutreffende Ausführungen 

gemacht (Urk. 72 S. 21 f. E. II.1.2.6. und S. 38 f. E. II.1.3.4.), wobei dazu anzumer-

ken ist, dass in erster Linie die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Befragten für die 

Sachverhaltserstellung relevant ist. 

3. Tatsächliche Abläufe

Die Vorinstanz hat unter zutreffender Würdigung der relevanten Beweismittel 

richtige Ausführungen zu den eingeklagten "Tatsächlichen Abläufen" betreffend 

Dossier 1 gemacht (Urk. 72 S. 11-15 E. II.1.1.), diese können vorbehaltlos über-

nommen werden. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der vorinstanzlichen Ausfüh-

rungen zur Rolle von U._____, wobei mit ihr (a.a.O., S. 15 E. II.1.1.7.) festzuhalten 

ist, dass der unter "tatsächliche Abläufe" umschriebene Anklagesachverhalt mit 

Ausnahme der wirtschaftlichen Berechtigung von U._____ an der V._____ Ltd. er-

stellt ist. Zweifelsfrei steht damit unter anderem fest, dass der Beschuldigte im ein-

geklagten Zeitraum nicht nur für die Oberleitung und Beaufsichtigung der T._____ 

zuständig war, sondern als deren einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer 

auch deren operativen Belange leitete und im eingeklagten Zeitraum in diesem Un-

ternehmen die zentrale und prägende Persönlichkeit sowie der massgebliche Ent-

scheidungsträger war. Davon ist auszugehen.

Auch heute brachte die Verteidigung nichts Relevantes vor, was zu einem anderen 

Schluss führen würde. Sämtliche eingereichten Unterlagen ändern nichts an den 

Ausführungen der Vorinstanz, die sich entlang der Aktenlage präsentieren.

4. Anklagevorwurf 1: Abredewidrige Lohnzahlungen (Urk. 31 Rz. 6 f.)

4.1. Vorwurf

Dem Beschuldigten wird in einem ersten Punkt zusammengefasst vorgeworfen, er 

habe sich in seiner Funktion als Präsident des Verwaltungsrates und Geschäfts-

führer mit Einzelunterschrift der T._____ einen Lohn ausbezahlt, obwohl eine ge-

genteilige Vereinbarung bestanden habe. Konkret habe es rund zwei Monate vor 

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der Gründung der T._____ eine Sitzung in den Büroräumlichkeiten der W._____ in 

AA._____ [Stadt in Tschechien] gegeben. An dieser seien nebst den drei weiteren 

Aktionären der V._____ Ltd. – AB._____, AC._____ und AD._____ – auch U._____ 

und der Beschuldigte anwesend gewesen. An dieser Sitzung sei vereinbart worden, 

dass der Beschuldigte als Präsident des Verwaltungsrates und Geschäftsführer der 

T._____ eingesetzt werde und für das operative Geschäft der Gesellschaft verant-

wortlich sein solle. Ziel seiner Tätigkeit sollte es sein, ein bestimmtes Produkt für 

die T._____ zu entwickeln. In finanzieller Hinsicht sei vereinbart worden, dass die 

V._____ Ltd. als Investorin für die Finanzierung der geplanten Produktentwicklung 

aufkommen und ihre Investition vollumfänglich in die Produktentwicklung fliessen 

sollte. Die geplanten Tätigkeiten des Beschuldigten für die T._____ sollten nicht 

durch einen Lohn abgegolten werden, sondern er sollte mit einem beträchtlichen 

Aktienpaket an der T._____ entschädigt werden (anfangs 95%, nach zweimaliger 

Kapitalerhöhung noch 68%). Der Beschuldigte sollte im Erfolgsfall über den Wert-

zuwachs seiner Aktienanteile profitieren. Diese Vereinbarung sei vor dem Hinter-

grund getroffen worden, dass er anlässlich der Sitzung ausgeführt habe, aus seiner 

Tätigkeit bei der AE._____ AG bereits ein genügendes Einkommen zu erzielen und 

darüber hinaus aus dem Verkauf einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Sin-

gapur über gewisse Vermögenswerte zu verfügen. Entgegen der getroffenen Ver-

einbarung habe der Beschuldigte am 20. August 2016 einen mit sich selbst kontra-

hierten schriftlichen Arbeitsvertrag abgeschlossen und darin für sich selbst einen 

monatlichen Bruttolohn von CHF 8'000.– vorgesehen. Gestützt auf diesen Arbeits-

vertrag habe er sich in der Folge den Lohn vom Geschäftskonto der T._____ in 

vollem Umfang ausbezahlt, soweit dies die Liquiditätslage der Gesellschaft zuge-

lassen habe. Habe die Liquiditätslage der Gesellschaft keine volle Auszahlung des 

Lohnes erlaubt, habe sich der Beschuldigte jeweils einen tieferen Lohn ausbezahlt. 

Insgesamt habe er sich vom Geschäftskonto der T._____ bei der PostFinance AG 

einen Lohn in Höhe von total CHF 76'087.25 ausbezahlt (Urk. 31 S. 4 f. Rz. 6 f.).

4.2. Positionen des Beschuldigten und der übrigen der Beteiligten

Die Vorinstanz hat die Positionen des Beschuldigten und seiner Verteidigung sowie 

jene von U._____ und AF._____ (Sohn des U._____) richtig dargestellt (Urk. 72 S. 

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17-19, E. II.1.2.2.-1.2.4.), darauf ist zu verweisen. Was die Position des Beschul-

digten betrifft, so führte dieser in der Untersuchung und vor Vorinstanz zusammen-

gefasst aus, was folgt: Er stellte nicht in Abrede, mit sich selbst – einmal im Namen 

der T._____ und einmal in eigenem Namen handelnd – am 20. August 2016 einen 

Arbeitsvertrag abgeschlossen und die eingeklagten Lohnzahlungen getätigt zu ha-

ben. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass die besagte Sitzung in AA._____ statt-

gefunden habe, dass anlässlich dieser Sitzung aber keine Vereinbarung getroffen 

worden sei, wonach er lediglich über die Aktien der T._____ für seine Tätigkeit ent-

löhnt werden sollte. Vielmehr sei an der Sitzung in AA._____ nur eine Beteiligung 

am Unternehmen einer Designerin, AG._____, besprochen worden. Dies beweise 

eine vom Tag der Sitzung datierende E-Mail von U._____ an den Beschuldigten, 

der ein Template für eine Investitionsvereinbarung mit der Designerin angefügt sei. 

Er habe diese E-Mail der Staatsanwaltschaft übergeben. Darüber hinaus gebe es 

von der Sitzung in AA._____ nichts Schriftliches. Sodann führte der Beschuldigte 

wiederholt aus, U._____ habe von den Lohnzahlungen gewusst und diese akzep-

tiert, was insbesondere ein E-Mail-Verkehr zwischen ihm und U._____ vom April 

2017 beweise, dem ein Budgetplan angehängt sei, der einen Lohn für den Beschul-

digten enthalte. Das Budget und damit auch sein Lohn seien von U._____ gemäss 

dem E-Mail-Verkehr genehmigt worden. Im Übrigen sei U._____ praktisch jedes 

Quartal zu Besuch bei der T._____ gewesen und habe sich jeweils alle Verträge, 

auch den Arbeitsvertrag, und teilweise die Buchhaltung zeigen lassen. Der selbst-

kontrahierte Arbeitsvertrag sei unproblematisch, weil der Beschuldigte als einziger 

Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens einen Arbeitsvertrag gebraucht 

habe und er als einzig Zeichnungsberechtigter niemanden gehabt habe, der den 

Vertrag im Namen der T._____ hätte unterzeichnen können (Urk. 72 S. 17 E. 

II.1.2.2.1, unter Hinweis auf die Akten). Anlässlich der Berufungsverhandlung blieb 

der Beschuldigte bei seiner Sachdarstellung (Urk. 82 S. 1 ff.). Was die Positionen 

von U._____ und AF._____ betrifft, so entsprechen diese im Wesentlichen jener, 

die Eingang in die Anklage fand (Urk. 72 S. 18 f. E. II.1.2.3. f., unter Hinweis auf die 

Akten).

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4.3. Würdigung

4.3.1. Zunächst ist festzuhalten, dass die Beziehung zwischen dem Beschuldigten 

und U._____ und AF._____ aufgrund der gescheiterten Geschäftsbeziehung stark 

zerrüttet ist, was insbesondere bei der Würdigung der den Beschuldigten 

belastenden Sachdarstellungen von U._____ und AF._____ zu berücksichtigen ist. 

Beachtlich ist weiter, dass U._____ als Investor der T._____ fungierte und über das 

eigentliche "Tagesgeschäft" der T._____ keine Aussagen machen kann. Demge-

genüber kann sein Sohn AF._____ als ehemaliger Angestellter der T._____ sehr 

wohl über das Tagesgeschäft bzw. die "inneren Angelegenheiten" der T._____ 

Auskunft geben (vgl. in diesem Sinne bereits Urk. 72 S. 21 E. II.1.2.6.3 f.). Unab-

hängig davon lässt sich ihre Darstellung – wie dies auch die Vorinstanz anhand 

diverser Beispiele aufzeigte – mit den vorliegenden Akten weit schlüssiger in Ein-

klang bringen als jene des Beschuldigten, worauf zurückzukommen sein wird.

4.3.2. Was den zu erstellenden Sachverhalt betrifft, so ist anhand des aktenkundi-

gen Arbeitsvertrages und der Aussagen des Beschuldigten erstellt, dass dieser am 

20. August 2016 einen Arbeitsvertrag mit sich selber kontrahierte, indem er diesen 

einmal als Vertreter der T._____ und einmal im eigenen Namen unterzeichnete. 

Aus den edierten Bankunterlagen ergibt sich sodann, dass die eingeklagten Über-

weisungen vom Geschäftskonto der T._____ auf das Privatkonto des Beschuldig-

ten ausgeführt wurden. Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen des Beschul-

digten und AF._____ ist weiter erstellt, dass der Beschuldigte bis im Mai 2018 als 

einziger Zugang zum Geschäftskonto der T._____ hatte. Letzterer stellt denn auch 

nicht in Abrede, die entsprechenden Überweisungen veranlasst zu haben. 

Schliesslich ist aufgrund der übereinstimmenden Aussagen des Beschuldigten 

sowie von U._____ und AF._____ erstellt, dass die in der Anklage genannte 

Sitzung in AA._____ stattfand. Aufgrund der in diesem Punkt abweichenden Aus-

sagen ist hingegen nicht erstellt, was an dieser Sitzung konkret vereinbart wurde 

(vgl. zum Ganzen in diesem Sinne bereits Urk. 72 S. 22 f. E. II.1.2.7., unter Hinweis 

auf die Akten). Es bleibt deshalb insbesondere zu prüfen, ob erstellt werden kann, 

dass der Beschuldigte für die Tätigkeit bei der T._____ über seine Aktienanteile 

hätte entschädigt werden sollen und kein zusätzlicher Lohn vereinbart war.

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4.3.3. Die Vorinstanz hat das umfangreiche Beweismaterial unter Bezugnahme auf 

die Einwände des Beschuldigen und unter Abhandlung der Vorbringen seiner Ver-

teidigung im Hinblick auf den strittigen Sachverhalt minuziös, umfassend und über-

zeugend gewürdigt, weshalb zur Vermeidung entbehrlicher Wiederholungen vorab 

vollumfänglich auf deren zutreffende Ausführungen verwiesen werden kann 

(Urk. 72 S. 23-35 E. II.1.2.8. f.). Vor dem Hintergrund der sehr sorgfältigen und 

zutreffenden Beweiswürdigung der Vorinstanz sind die nachfolgenden Erwägungen 

lediglich als teilweise rekapitulierende und ergänzende zu verstehen.

4.3.4. Auffällig ist, dass der Beschuldigte einen signifikanten Aktienanteil an der 

T._____ hielt und dafür einen vergleichsweise kleinen finanziellen Beitrag leisten 

musste. So ist erstellt, dass die V._____ Ltd. als Investition einen Betrag von 

EUR 305'000.–, der Beschuldigte einen Betrag von CHF 50'000.– auf das Ge-

schäftskonto der T._____ überwies, wobei dem Aktienbuch der T._____ 

(Urk. D1/2/27) zu entnehmen ist, dass die V._____ Ltd. für ihre geleisteten 

EUR 305'000.– Aktien im Umfang von 5% erhielt und der Beschuldigte für die von 

ihm geleisteten CHF 50'000.– Aktien im Umfang von zunächst 95%, nach zwei Ka-

pitalerhöhungen noch 68% (Urk. 72 S. 23 f. E. II.1.2.8.2, unter Hinweis auf die Ak-

ten). Mit anderen Worten ist erstellt, dass die V._____ Ltd. auf Grundlage einer 

entsprechenden, noch vor der Gründung der T._____ getroffenen Vereinbarung 

eine Investition von EUR 305'000.– leistete und dafür im Gegenzug 30% der Aktien 

der T._____ erhielt. Der Anteil der vom Beschuldigten erhaltenen Aktien an der 

T._____ war damit viel höher als seine Investition. Auch wenn ihm zuzugestehen 

ist, dass eine Investition in eine Gesellschaft stets auch eine Investition in den Grün-

der und dessen Know-How darstellt, und dass es üblich ist, dass der Gründer zu-

nächst über sehr hohe Gesellschaftsanteile verfügt und diese mit dem Eintritt von 

Investoren kontinuierlich abnehmen (Prot. I S. 19 und 63), so ist doch festzuhalten, 

dass eine Bewertung der von der V._____ Ltd. getätigten Investition unter wirt-

schaftlichen Gesichtspunkten ein gewichtiges Indiz dafür darstellt, dass die Schil-

derung von U._____ und AF._____ den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht, 

nämlich dass der Beschuldigte für seine Tätigkeit nicht noch zusätzlich entlöhnt 

werden sollte.

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4.3.5. Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung 

zutreffend ausgeführt, dass unter den vorliegenden Umständen der durch den 

Beschuldigten selbstkontrahierte Arbeitsvertrag (Urk. D1/2/28) der (wenigstens 

stillschweigenden) Genehmigung eines Vertreters der V._____ Ltd. (wohl U._____) 

bedurft hätte (Urk. 72 S. 25-27 E. II.1.2.8.4-1.2.8.5). Die Vorinstanz hat sodann 

nach einlässlicher Würdigung des vorliegenden Aktenmaterials sowie der Aussa-

gen der Beteiligten (a.a.O., S. 27-31 E. II.1.2.8.6-1.2.8.10) zutreffend festgehalten, 

dass sich in den Akten kein Dokument findet, aus dem sich eine ausdrückliche oder 

implizite bzw. stillschweigende Genehmigung des Arbeitsvertrages bzw. der Lohn-

zahlungen ergäbe (a.a.O., S. 31 f. E. II.1.2.8.11). Dafür konnte der Beschuldigte 

nie eine auch nur ansatzweise plausible Erklärung liefern. Vielmehr erscheinen 

seine diesbezüglichen Vorbringen mit der Vorinstanz als Schutzbehauptungen (vgl. 

in diesem Sinne u.a. a.a.O., S. 32 E. II.1.2.8.11, am Ende, sowie a.a.O., S. 33 E. 

II.1.2.8.12). In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz weiter richtig aufgezeigt, 

dass demgegenüber verschiedene Finanzaufstellungen mit wiederkehrenden Aus-

gaben vorliegen, in denen kein Lohn für den Beschuldigten enthalten ist, was die 

Darstellung von U._____ und AF._____ ebenfalls stützt (a.a.O., S. 32-34 

E. II.1.2.8.12), der vor dem Hintergrund sämtlicher Ermittlungsergebnisse letztlich 

gefolgt werden kann.

4.3.6. Anlässlich der Berufungsverhandlung hat der Beschuldigte bestätigt, dass 

die von ihm als Beweis vorgelegte Budgetaufstellung "Round B" bloss eine Bud-

getaufstellung für die zweite Phase gewesen sei (Urk. 82 S. 8 unten). Dabei han-

delte es sich, wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat, um eine zukünftige Planung 

im Hinblick auf eine weitere Investitionsrunde, wobei letzten Endes nie ein weiterer 

Investor gefunden werden konnte (a.a.O. S. 29 f. E. II.1.2.8.8). Des Weiteren hat 

der Beschuldigte ausgesagt, dass kein Beleg für eine Lohnvereinbarung mit den 

Investoren existiere und eine solche auch nie explizit mit diesen besprochen 

worden sei, da man "über solche Details" nicht wirklich gesprochen habe (Urk. 82 

S. 9 oben). Damit bestätigte der Beschuldigte, dass die Lohnvereinbarung ohne 

das Wissen der anderen Investoren zustande kam. Schliesslich ändern auch die 

anlässlich der Berufungsverhandlung in diesem Zusammenhang eingereichten 

Dokumente am Beweisergebnis nichts. In den Mehrwertsteuerabrechnungen der 

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AH._____ AG für das 1. und 2. Quartal 2017 sind keine Lohnzahlungen an den 

Beschuldigten ersichtlich (Urk. 84/5). Aus dem Lohnausweis für das Jahr 2016 geht 

sodann nicht hervor, dass dieser durch die AH._____ AG ausgestellt worden wäre 

(Urk. 84/6). Es gibt daher weiterhin keinen Hinweis in den Akten, dass der Beschul-

digte seinen Lohn der externen Buchhalterin AH._____ AG kommuniziert hätte.

4.3.7. Die Verteidigung bringt vor, die rechtliche Problematik von Insichgeschäften 

sei dem Beschuldigten bei der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags sowohl für sich 

als auch für die Firma nicht bewusst gewesen (Urk. 83 S. 9; so auch der Beschul-

digte: Urk. 82 S. 6 f.). Dem ist entgegenzuhalten, dass die Problematik im vor-

liegenden Fall offensichtlich ist. Die T._____ war im Zeitpunkt der Unterzeichnung 

des Arbeitsvertrags (20. August 2016) gerade gegründet worden und hatte zwei 

Investoren, die V._____ und den Beschuldigten, wobei die V._____ die Hauptin-

vestorin war. Einnahmen generierte die T._____ damals und auf absehbare Zeit 

nicht; das Kapital der T._____ bestand einzig aus den investierten Geldern. Aus-

zahlungen an einen Investor in Form von Lohn verminderten daher unmittelbar das 

gemeinsam investierte Kapital zuungunsten des anderen Investors. Dass dies einer 

expliziten oder stillschweigenden Genehmigung des anderen Investors bedurft 

hätte, ist angesichts dessen offensichtlich und für jedermann erkennbar, zumal es 

sich beim Lohn des Beschuldigten um einen bedeutenden Mittelabfluss von rund 

CHF 100'000.– pro Jahr (12 x CHF 8'000.– brutto zzgl. Arbeitgeberbeiträge) 

handeln sollte.

4.4. Ergebnis

Im Ergebnis kann mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 35 E. II.1.2.9.) festgehalten wer-

den, dass der Anklagevorwurf 1 (Abredewidrige Lohnzahlungen; Urk. 31 Rz. 6 f.) 

– mit nachfolgender Präzisierung – erstellt ist. Die Anklage ist in einem Punkt zu 

präzisieren, nämlich dahingehend, dass an der Sitzung in AA._____ auch 

AF._____ anwesend war. Zwar hat dies der Beschuldigte – entgegen der Vorin-

stanz (a.a.O. S. 35 E. II.1.2.9.2) – nicht ausgesagt. Hingegen haben dies – entge-

gen der Verteidigung (Urk. 83 S. 11) – sowohl U._____ als auch AF._____ über-

einstimmend zu Protokoll gegeben (vgl. Urk. D1/11 F/A 35; Urk. D1/12 F/A 15 und 

46), deren Aussagen nach Würdigung aller Beweismittel auch in diesem Punkt 

-   14   -

glaubhaft sind. Von dieser Ergänzung abgesehen braucht auf die Frage, inwieweit 

nebst den im Anklagesachverhalt genannten Personen noch weitere Personen an 

der Sitzung in AA._____ anwesend waren (in dieser Hinsicht gehen die Darstellun-

gen auseinander) nicht weiter eingegangen zu werden. Erstellt ist, dass der Be-

schuldigte und AF._____ und U._____ an der Sitzung waren. Dieser Sachverhalt 

ist der rechtlichen Würdigung zu Grunde zu legen.

5. Anklagevorwurf 2: Bezahlung von Rechnungen adressiert an AE._____ AG in 

Liquidation (Urk. 31 Rz. 8 f. erster Abschnitt)

5.1. Vorwurf

Die Anklage wirft dem Beschuldigten in diesem Punkt weiter zusammengefasst vor, 

er habe die Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung seiner privaten Lebens-

haltungskosten sowie der finanziellen Aufwendungen der AE._____ AG [AE._____] 

in Liquidation verwendet. Konkret habe er Rechnungen für von der AE._____ in 

Anspruch genommene Dienstleistungen, welche aus diesem Grund auch an diese 

Firma adressiert gewesen seien, mit Klebeetiketten der "AI._____ AG", der Vorläu-

ferin der T._____, überklebt. Anschliessend habe er die überklebten Rechnungen 

an die für die Erstellung der Buchhaltung der T._____ zuständige Treuhandfirma 

AH._____ AG weitergeleitet. Insgesamt habe der Beschuldigte damit im Umfang 

von CHF 41'711.34 Rechnungen der AE._____ über das Geschäftskonto der 

T._____ bezahlt bzw. abgewickelt (Urk. 31 S. 6 Rz. 8 f.). Hinsichtlich der Position 

"R._____ AG" im Umfang von CHF 8'230.– wurde der Beschuldigte rechtskräftig 

freigesprochen (vgl. dazu vorne unter E. I.2.).

5.2. Positionen des Beschuldigten und der übrigen der Beteiligten

Die Vorinstanz hat die Positionen des Beschuldigten und seiner Verteidigung sowie 

jene seiner Lebenspartnerin AJ._____ und jene von AK._____, einer Mitarbeiterin 

der AH._____ AG, zutreffend zusammengefasst (Urk. 72 S. 36-38, E. II.1.3.1.-

1.3.3.), darauf kann verwiesen werden. Was die Position des Beschuldigten betrifft, 

so führte er in der Untersuchung aus, er wisse nicht, wer die Klebeetiketten ange-

bracht und an die AH._____ AG weitergeleitet habe. Wahrscheinlich sei dies seine 

-   15   -

Partnerin gewesen. Einzig auf den Rechnungen der R._____ AG habe er die Kle-

beetiketten angebracht. Als Geschäftsführer übernehme er indessen die Verant-

wortung für das Anbringen der Klebeetiketten durch seine Partnerin. Vor Vorinstanz 

erklärte der Beschuldigte dann, der Anklagesachverhalt treffe insofern zu, als die 

Rechnungsadressen durch ihn bzw. durch seine Partnerin überklebt worden und 

die Rechnungen an die AH._____ AG weitergeleitet worden seien. Es stimme al-

lerdings nicht, dass dies zu Gunsten der AE._____ bzw. ihm privat erfolgt sei. Die 

Rechnungsadresse sei jeweils aus zwei Gründen überklebt worden: Einerseits 

seien die Investitionen seitens der V._____ Ltd. nicht so geflossen, wie sie hätten 

fliessen sollen, so dass er sich keinen Lohn habe auszahlen können. Deshalb habe 

er die von der T._____ für die AE._____ bezahlten Rechnungen von seinem Lohn 

"abgezogen" bzw. seinen Lohnanspruch mit Zahlungen zu Gunsten der AE._____ 

verrechnet. Andererseits seien einige Rechnungen falsch ausgestellt worden und 

hätten korrekterweise auf die T._____ lauten müssen. Da der Rechnungssteller 

nicht reagiert habe, habe er seine Partnerin angewiesen, mit der zuständigen Per-

son bei der AH._____ AG, Frau AK._____, Rücksprache zu halten. Nachdem diese 

erklärt habe, dass das Überkleben der Rechnungen in Ordnung sei, habe seine 

Partnerin die Klebeetiketten angebracht (Urk. 72 S. 36 f. E. II.1.3.2.1, unter Hinweis 

auf die Akten). Anlässlich der Berufungsverhandlung blieb der Beschuldigte im 

Wesentlichen bei seiner Sachdarstellung (Urk. 82 S. 9 ff.).

5.3. Würdigung

5.3.1. Ausgangslage

Mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 39 f. E. II.1.3.5.1 f., unter Hinweis auf die Akten) ist 

erstellt, dass die in der Anklage aufgeführten Rechnungen ursprünglich an die 

AE._____ adressiert waren, die Rechnungsadresse aber mit einem Klebeetikett 

lautend auf die "AI._____ AG" überklebt wurde. Die angebrachten Klebeetiketten 

überdecken die ursprüngliche Rechnungsadresse nicht komplett, sondern diese 

schimmert durch. Weiter ist anhand der Buchungsbelege erstellt, dass die Rech-

nungen mit dem auf dem Geschäftskonto der T._____ vorhandenen Guthaben be-

zahlt wurden (vgl. dazu im Einzelnen in Urk. D1/2/7 ff.). Da bis im Mai 2018 einzig 

der Beschuldigte Zugang zum Geschäftskonto der T._____ hatte und alle Rech-

-   16   -

nungen bzw. unter diesem Anklagevorwurf aufgeführten Abbuchungen vor Mai 

2018 datieren, ist ebenfalls erstellt, dass der Beschuldigte diese Rechnungen vom 

Geschäftskonto der T._____ bezahlte. Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen 

des Beschuldigten, von AJ._____ und AK._____ ist weiter erstellt, dass die Klebe-

etiketten entweder durch den Beschuldigten selbst oder auf dessen Anordnung 

bzw. Genehmigung hin durch AJ._____ angebracht und an die AH._____ AG wei-

tergeleitet wurden. Das Anbringen der Klebeetiketten hat der Beschuldigte damit 

übereinstimmend eingestanden. Schliesslich ist erstellt, dass es zwischen der 

AE._____ und der T._____ keinen geschäftlichen Zusammenhang gab. So erklärte 

der Beschuldigte an der Hauptverhandlung, die einzige Verbindung zwischen den 

beiden Gesellschaften sei gewesen, dass er bei beiden als Geschäftsführer fungiert 

habe (Prot. I S. 24). Weiter ist erstellt, dass die Rechnungen bezahlt wurden und 

dass einzig der Beschuldigte die Bezahlung dieser Rechnungen auslösen konnte 

(Urk. D1/9 F/A 58 f. und Urk. D1/12 F/A 27). Der Beschuldigte bestreitet, dass er 

mit dem Überkleben bzw. Weiterleiten einen persönlichen Vorteil für sich oder die 

AE._____ verfolgte. Soweit er behauptet, die Rechnungen seien falsch ausgestellt 

worden und hätten richtigerweise auf die T._____ lauten müssen, ist demnach zu 

erstellen, dass kein Fehler vorlag und die Rechnungen korrekt auf die AE._____ 

ausgestellt wurden. Soweit der Beschuldigte eine Verrechnung mit seinem Lohnan-

spruch geltend macht bzw. geltend macht, schlicht einen Fehler gemacht zu haben, 

beziehen sich seine Vorbringen auf die Bereicherungsabsicht bzw. den Vorsatz. 

Inwieweit ihn diese Vorbringen entlasten, ist nachfolgend im Einzelnen zu prüfen.

An dieser Stelle ist jedoch vorab zu bemerken, dass die Ausführungen des 

Beschuldigten betreffend Verrechnung mit seinem Lohnanspruch insgesamt 

schwer nachvollziehbar sind. Der Beschuldigte hat wiederholt vorgebracht – so 

auch anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 82 S. 10) –, dass er sich keinen 

Lohn habe auszahlen können, weil die Investitionen nicht geflossen seien und die 

Firma daher nicht liquid gewesen sei. Bei solchen finanziellen Engpässen ist es 

indes nicht plausibel, wenn der Beschuldigte in diesem Zeitpunkt mit den Geldern 

der T._____ in Verrechnung seines Lohnanspruchs fremde Rechnungen begleicht. 

Des Weiteren spricht das systematische Vorgehen beim Umadressieren der Rech-

nungen dafür, dass es sich bei den verschiedenen Erklärungen der Verteidigung 

-   17   -

für das Überkleben der Rechnungsadressen ("Versehen" bzw. "Fehler" oder "ein-

fachere Lösung", vgl. Urk. 83 Rz. 19, 21) um Schutzbehauptungen handelt.

5.3.2. Position B._____ GmbH - 4. Oktober 2016, Fr. 7'495.20

5.3.2.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschuldigten zu diesem Punkt 

wiedergegeben (Urk. 72 S. 40 f. E. II.1.3.6.1.1), darauf kann verwiesen werden. Die 

Vorinstanz erwog, die Darstellung des Beschuldigten sei unglaubhaft. In Überein-

stimmung mit seiner Darstellung zeige die vorliegende Rechnung zwar, dass die 

B._____ GmbH Mobiliar und Zelte für eine Feier zur Verfügung gestellt und diese 

auf- und abgebaut habe. Der Rechnung sei indessen ein Schreiben beigelegt, das 

den Titel "Event support tt.mm.2016" trage und auszugsweise die folgende Pas-

sage enthalte: "Hallo A._____ (…) Betreffend dem Event, wie waren die Rückmel-

dungen? Bestimmt kannst Du Dich vor lauter Bestellungen nicht mehr retten (…)". 

Bei der T._____ habe es sich gemäss der übereinstimmenden Darstellung des Be-

schuldigten und von U._____ und AF._____ nicht um eine operativ tätige Gesell-

schaft gehandelt, weshalb es (noch) kein Produkt gegeben habe, das von Kunden 

hätte bestellt werden können. Die AE._____ hingegen habe nachhaltige … vertrie-

ben, weshalb allfällige Bestellungen im Nachgang zu der Feier einzig der AE._____ 

hätten gelten können. Dies sei als gewichtiges Indiz dafür zu werten, dass die 

bestellten Zelte bzw. die Feier nur für die AE._____ gedacht gewesen sei und die 

Rechnung damit keinen Bezug zur T._____ aufgewiesen habe. Ein eigentlicher Be-

zug zur T._____ ergebe sich denn auch in keiner Weise aus der Rechnung selbst, 

ausser dass das Eventdatum vom tt.mm.2016 in zeitlicher Nähe zur Gründung der 

T._____ am tt.mm.2016 liege. Weiter hätten die T._____ und die AE._____ thema-

tisch keine Berührungspunkte gehabt: So sollte bei der einen Gesellschaft ein 

…messungsgerät zwecks … entwickelt, bei der anderen nachhaltige … vertrieben 

werden. Auch vor diesem Hintergrund erscheine eine gemeinsame Feier für beide 

Gesellschaften unplausibel. Weiter wäre zu erwarten gewesen, dass sich – wenn 

es denn eine gemeinsame Feier gegeben hätte –, die Aktionäre der jeweiligen Ge-

sellschaften untereinander kennen würden. Dies sei indessen nicht der Fall gewe-

sen, wie sowohl U._____ und AF._____ als auch AL._____, Gesellschafter der 

AE._____, anlässlich ihrer Einvernahmen ausgeführt hätten. Schliesslich habe der 

-   18   -

Beschuldigte die Geschichte einer gemeinsamen Gründungsfeier erst anlässlich 

der Hauptverhandlung vorgebracht und habe seine Aussagen nicht mit Belegen 

untermauern können. So habe er weder die angeblich auf die AE._____ lautende 

Rechnung für das Catering dieser Feier, noch allfällige im Zusammenhang mit der 

Feier stehende Presseartikel zu den Akten gereicht, was zu erwarten gewesen 

wäre, wenn es denn solche entlastende Beweise gegeben hätte. Aus all diesen 

Gründen sei die Darstellung des Beschuldigten als Schutzbehauptung zu werten. 

Damit sei erstellt, dass die Rechnung korrekterweise auf die AE._____ gelautet 

habe und der Beschuldigte die korrekte Rechnungsadresse mit einer Klebeetikette 

der "AI._____ AG" bzw. der T._____ überklebt habe, obwohl die in der Rechnung 

genannte Dienstleistung nicht für die T._____ erbracht worden sei (Urk. 72 S. 40-

42 E. II.1.3.6.1.2 f., unter Hinweis auf die Akten).

5.3.2.2. Die vorinstanzliche Begründung überzeugt und kann übernommen werden. 

Auch im vorliegenden Zusammenhang überzeugen die Vorbringen des Beschul-

digten nicht und erscheinen als blosse Schutzbehauptungen. Zweifelsfrei steht fest, 

dass die erbrachte Dienstleistung nichts mit der T._____ zu tun hatte und der 

Beschuldigte die Adressänderung auf der nämlichen Rechnung vornahm, um die 

Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen der 

AE._____ zu verwenden.

5.3.2.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 20).

5.3.3. Position C._____ - 26. Januar 2017, Fr. 15'016.42

5.3.3.1. Die Vorinstanz führte dazu aus, der Beschuldigte stelle hinsichtlich dieser 

Rechnung nicht in Abrede, dass sie für eine an die AE._____ erbrachte Dienstleis-

tung ausgestellt und korrekt an die AE._____ adressiert gewesen sei. Die Rech-

nung zeige denn auch, dass diese in Zusammenhang mit einem für die AE._____ 

erbrachten Fotoshooting ausgestellt worden sei ("Shooting for your AE._____ 

brand", mit diversen aufgeführten Posten, z.B. Makeup, Styling, etc.). Der Beschul-

digte habe ausgeführt, AM._____ habe den Namen "T._____ AG" sowie das 

T._____-Logo entwickelt und darüber hinaus weitere Marketingarbeiten für die 

-   19   -

T._____ erbracht. Die in der Anklage genannte Rechnung für das Fotoshooting der 

AE._____ sei für diese Namensgebung, das T._____-Logo und das Marketing über 

die T._____ verbucht bzw. bezahlt worden. Der Hintergrund sei gewesen, dass der 

Beschuldigte mit AM._____ vereinbart habe, dass er bei ihm das Fotoshooting für 

die AE._____ mache, die Kosten für die Arbeiten für die T._____ jedoch in den 

Kosten dieses Fotoshootings inkludiert seien. Insgesamt habe er damit statt der im 

Budget der T._____ veranschlagten Marketingkosten in Höhe von CHF 50-

60'000.– weitaus weniger für das Marketing der T._____ bezahlen müssen. Zu die-

sen Ausführungen erwog die Vorinstanz, diese leuchteten nicht ein. Wenn der Be-

schuldigte mit AM._____ tatsächlich einen "Deal" für tiefere Marketingkosten der 

T._____ ausgehandelt gehabt hätte, sei nicht nachvollziehbar, weshalb der 

AE._____ aus dieser Vereinbarung ein Vorteil zukommen bzw. weshalb die 

AE._____ das Fotoshooting gratis erhalten sollte. Die T._____ und die AE._____ 

seien zwei Gesellschaften, die – ausser der Geschäftsführerstellung des 

Beschuldigten – keine Berührungspunkte aufwiesen. Jeglicher "Benefit", der einer 

besonderen Vereinbarung zwischen dem Beschuldigten und AM._____ ent-

stamme, müsste der T._____, und nicht einer anderen Gesellschaft des Beschul-

digten zukommen, die mit der T._____ nichts zu tun habe. Es sei kein Grund er-

sichtlich, weshalb die Kosten für ein Fotoshooting, das für die AE._____ erbracht 

worden sei, von der T._____ hätten bezahlt werden sollen. Erstellt sei damit, dass 

der Beschuldigte eine korrekterweise an die AE._____ lautende Rechnung unge-

rechtfertigter Weise mit einer Klebeetikette der "AI._____ AG" bzw. der T._____ 

überklebt habe (Urk. 72 S. 42 f. E. II.1.3.6.2.1 ff., unter Hinweis auf die Akten).

5.3.3.2. Die vorinstanzliche Begründung überzeugt und kann übernommen werden. 

Auch im vorliegenden Zusammenhang erscheinen die Vorbringen des Beschuldig-

ten als blosse Schutzbehauptungen und steht zweifelsfrei fest, dass die erbrachte 

Dienstleistung nichts mit der T._____ zu tun hatte und der Beschuldigte die Adress-

änderung auf der Rechnung vornahm, um die Vermögenswerte der T._____ zur 

Finanzierung der finanziellen Aufwendungen der AE._____ zu verwenden.

5.3.3.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 21).

-   20   -

5.3.4. Position D._____ - 9. Februar 2017, Fr. 2'527.40

5.3.4.1. Die Vorinstanz führte aus, zu dieser Rechnung habe sich der Beschuldigte 

nicht geäussert. Von der Verteidigung sei nicht in Abrede gestellt worden, dass es 

sich um eine korrekterweise auf die AE._____ ausgestellte Rechnung gehandelt 

habe, da die darin genannte Dienstleistung auch für die AE._____ erbracht worden 

sei, sondern habe stattdessen erklärt, diese Rechnung sei mit dem Lohnanspruch 

des Beschuldigten verrechnet worden. Die in der Rechnung bezeichnete Dienst-

leistung laute: "Membership to D._____ and Licensing of the Trust Button 

2016/2017". In anderem Zusammenhang habe der Beschuldigte erklärt, über die 

D._____ sei eine Zertifizierung als nachhaltige Marke für die AE._____ erlangt wor-

den. Insofern decke sich die Darstellung des Beschuldigten, dass diese Rechnung 

korrekterweise auf die AE._____ ausgestellt worden sei, mit den Akten. Soweit der 

Beschuldigte "Verrechnung" mit seinem Lohnanspruch geltend mache, greife dies 

nicht, da kein Lohnanspruch des Beschuldigten bestanden habe und auch weil er 

sich in diesem Zeitraum den Lohn habe auszahlen lassen. Hinsichtlich dieser Rech-

nung sei erstellt, dass diese korrekterweise auf die AE._____ gelautet habe 

(Urk. 72 S. 43 E. II.1.3.6.3, unter Hinweis auf die Akten).

5.3.4.2. Die vorinstanzliche Begründung kann übernommen werden. Es steht zwei-

felsfrei fest, dass die erbrachte Dienstleistung nichts mit der T._____ zu tun hatte 

und es muss davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte die Adressände-

rung auf der Rechnung bzw. die geltend gemachte "Verrechnung" vornahm, um 

den eingeklagten Betrag letztlich zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen 

der AE._____ zu verwenden. Ein Lohnanspruch des Beschuldigten bestand wie 

gesehen nicht.

5.3.4.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 18, 22).

5.3.5. Position E._____ GmbH - 17. Februar 2017, Fr. 49.80

5.3.5.1. Die Vorinstanz führte aus, diese Rechnung weise als erbrachte Dienstleis-

tung die Ausstellung zweier Domains aus: einerseits die Domain AE._____-….com, 

-   21   -

andererseits die Domain AE._____.com. Ausser Frage stehe damit, dass die Rech-

nung im Nachgang zu einer für die AE._____ erbrachten Dienstleistung ausgestellt 

worden sei. Der Beschuldigte habe sich nicht zu dieser Rechnung geäussert. Die 

Verteidigung habe erklärt, es habe sich beim Abbuchen dieser Rechnung über das 

T._____-Geschäftskonto um ein Versehen gehandelt, dem jeglicher deliktischer 

Charakter abgehe. Aufgrund des Umstandes, dass die Darstellung eines "Verse-

hens" erst an der Hauptverhandlung vorgebracht worden sei sowie des systemati-

schen Vorgehens des Beschuldigten bzw. seiner Lebenspartnerin – es seien zahl-

reiche Rechnungsadressen mit Etiketten überklebt worden, die Rechnung der 

E._____ GmbH sei nur acht Tage nach der letzten ungerechtfertigterweise über die 

T._____ abgebuchten Rechnung der D._____ über das T._____-Geschäftskonto 

bezahlt worden –, erscheine dies indessen als nachgeschobene Schutzbehaup-

tung. Der Sachverhalt sei auch in diesem Punkt erstellt (Urk. 72 S. 44 E. II.1.3.6.4, 

unter Hinweis auf die Akten).

5.3.5.2. Die vorinstanzliche Begründung kann auch in diesem Punkt übernommen 

werden. Es steht zweifelsfrei fest, dass die erbrachte Dienstleistung nichts mit der 

T._____ zu tun hatte und die Adressänderung bewusst vorgenommen wurde, um 

die Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen 

der AE._____ zu verwenden.

5.3.5.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 19).

5.3.6. Position F._____ - 16. Mai 2017, Fr. 517.10

5.3.6.1. Die Vorinstanz erwog, mit der Rechnung der F._____ verhalte es sich wie 

mit der Rechnung der E._____ GmbH: Der Beschuldigte habe sich nicht dazu ge-

äussert und erst an der Hauptverhandlung habe die Verteidigung ausgeführt, es 

habe sich bei deren Überklebung und Abbuchung über das T._____-Geschäfts-

konto um ein Versehen gehandelt. Die Rechnung der F._____ zeige ein Inkasso 

im Zusammenhang mit einem europäischen Mahnbescheid, wobei Gläubigerin die 

Firma "AN._____ GmbH" in AO._____ (D) sei. Diese Firma biete als Dienstleistung 

das Bedrucken von Stoffen an. Insofern könne es sich nur um eine Dienstleistung 

-   22   -

für die AE._____ als Geschäft für nachhaltige … gehandelt haben. Da die Darstel-

lung eines "Versehens" erst an der Hauptverhandlung vorgebracht worden sei und 

aufgrund des systematischen Vorgehens des Beschuldigten könne dieser Darstel-

lung auch hier nicht gefolgt werden. Sie sei als Schutzbehauptung zu werten, wes-

halb auch dieser Anklagepunkt erstellt sei (Urk. 72 S. 44 f. E. II.1.3.6.5, unter Hin-

weis auf die Akten).

5.3.6.2. Die vorinstanzliche Begründung kann auch in diesem Punkt übernommen 

werden. Auch hier steht zweifelsfrei fest, dass die erbrachte Dienstleistung nichts 

mit der T._____ zu tun hatte und die Adressänderung bewusst vorgenommen 

wurde, um die Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Auf-

wendungen der AE._____ zu verwenden.

5.3.6.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 19).

5.3.7. Position G._____ - 17. Mai 2017, Fr. 168.54

5.3.7.1. Die Vorinstanz erwog, die G._____ habe folgende Dienstleistung in 

Rechnung gestellt: "Verrechnung Terminal Mietgebühren, Filiale: AE._____ AG, 

AP._____-strasse 1, AQ._____", womit ausser Frage stehe, dass diese für die 

AE._____ erbracht und die Rechnung korrekt ausgestellt worden sei. Der Beschul-

digte habe sich auch hinsichtlich dieser Rechnung auf den Standpunkt gestellt, 

diese sei versehentlich über die T._____ bezahlt worden. In dieser Hinsicht gelte 

ebenfalls, dass die Darstellung eines "Versehens" erst anlässlich der Hauptver-

handlung vorgebracht worden und aufgrund des systematischen Überklebens der 

Rechnungsadressen nicht glaubhaft sei. Der Sachverhalt sei in diesem Punkt er-

stellt (Urk. 72 S. 45 E. II.1.3.6.6, unter Hinweis auf die Akten).

5.3.7.2. Die vorinstanzliche Begründung kann auch in diesem Punkt übernommen 

werden. Auch hier steht fest, dass die erbrachte Dienstleistung nichts mit der 

T._____ zu tun hatte und die Adressänderung bewusst vorgenommen wurde, um 

die Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen 

der AE._____ zu verwenden.

-   23   -

5.3.7.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 19).

5.3.8. Position H._____ AG - 17. Mai 2017, Fr. 4'587.30

5.3.8.1. Die Vorinstanz hielt hierzu fest, mit dieser Rechnung sei ein Werbeinserat 

in der Zeitung "AR._____" in Rechnung gestellt worden ("1 Stück zu 8'495.00 CHF, 

¼ Seite Textanschluss Block, Sujet/Stichwort (A): folgt, AR._____ / AR._____ Zü-

rich / Empfehlungen"). Als Debitor sei auf der Rechnung die AE._____ genannt 

("Debitornummer: 2 AE._____ AG"). Aus diesen Angaben und dem Umstand, dass 

nur die AE._____ Produkte vertrieben habe – weshalb es einzig für sie Sinn mache 

ein Werbeinserat zu schalten –, sei erstellt, dass die Rechnung korrekterweise auf 

die AE._____ ausgestellt worden sei. Die vom Beschuldigten hinsichtlich dieses 

Punktes vorgebrachte Verrechnung mit seinem Lohnanspruch greife nicht, da er, 

wie dargelegt, über keinen Lohnanspruch verfügt habe und auch weil er sich in 

diesem Zeitraum den Lohn habe auszahlen lassen (Urk. 72 S. 45 f. E. II.1.3.6.7, 

unter Hinweis auf die Akten).

5.3.8.2. Die vorinstanzliche Begründung kann auch in diesem Punkt übernommen 

werden. Es steht zweifelsfrei fest, dass die erbrachte Dienstleistung nichts mit der 

T._____ zu tun hatte und es muss davon ausgegangen werden, dass der Beschul-

digte die Adressänderung auf der Rechnung bzw. die geltend gemachte "Verrech-

nung" vornahm, um den eingeklagten Betrag letztlich zur Finanzierung der finanzi-

ellen Aufwendungen der AE._____ zu verwenden. Über einen Lohnanspruch ver-

fügte der Beschuldigte nicht.

5.3.8.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 18).

5.3.9. Position I._____ - 23. Mai 2017, Fr. 317.50

5.3.9.1. Die Vorinstanz erwog, hinsichtlich dieser Rechnung habe der Beschuldigte 

erklärt, dass es sich vermutlich um eine falsch adressierte Sendung gehandelt 

habe. Genaueres könne er nicht mehr sagen. Die Rechnung – so die Vorinstanz – 

zeige indessen, dass es sich um eine von AJ._____ aufgegebene Sendung an die 

-   24   -

D._____ gehandelt habe. Wie zuvor ausgeführt, stehe die D._____ einzig in einem 

Zusammenhang mit der AE._____. Entsprechend sei auch diese Rechnung korrekt 

auf die AE._____ ausgestellt worden, der Sachverhalt sei erstellt (Urk. 72 S. 46 E. 

II.1.3.6.8, unter Hinweis auf die Akten).

5.3.9.2. Die vorinstanzliche Begründung kann auch in diesem Punkt übernommen 

werden. Fest steht auch hier zweifelsfrei, dass die erbrachte Dienstleistung nichts 

mit der T._____ zu tun hatte und die Adressänderung bewusst vorgenommen 

wurde, um die Vermögenswerte der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Auf-

wendungen der AE._____ zu verwenden.

5.3.9.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 19).

5.3.10. Position J._____ - 17. Oktober 2017, Fr. 1'506.32

5.3.10.1. Die Vorinstanz erwog, die Rechnung von "J._____" zeige, dass verschie-

dene Drucke mit dem AE._____-Logo angefertigt worden seien. Damit zeige auch 

diese Rechnung eine an die AE._____ erbrachte Dienstleistung und sei korrekt 

ausgestellt worden. Auch diesbezüglich habe der Beschuldigte eine Verrechnung 

mit seinem Lohnanspruch geltend gemacht, was indessen nicht greife, da kein 

Lohnanspruch bestanden habe. Der Sachverhalt sei erstellt (Urk. 72 S. 46 

E. II.1.3.6.9, unter Hinweis auf die Akten).

5.3.10.2. Diese Begründung gilt ebenfalls. Es steht zweifelsfrei fest, dass die 

erbrachte Dienstleistung nichts mit der T._____ zu tun hatte und es muss davon 

ausgegangen werden, dass der Beschuldigte die Adressänderung auf der Rech-

nung bzw. die geltend gemachte "Verrechnung" vornahm, um den eingeklagten Be-

trag letztlich zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen der AE._____ zu ver-

wenden.

5.3.10.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 18 f.).

-   25   -

5.3.11. Position K._____ - 8. November 2017, Fr. 1'295.76

5.3.11.1. Die Vorinstanz erwog, diese Rechnung sei für Sonnenbrillen ("Descri-

zione: SUN GLASSES SAMPLES") ausgestellt worden. Damit könne sie nur im 

Zusammenhang mit der AE._____ stehen, die nachhaltige … angeboten habe, und 

nicht mit der T._____, bei der ein … entwickelt werden sollte. Weder der Beschul-

digte noch seine Verteidigerin hätten sich zu dieser Rechnung geäussert. Auch in 

diesem Punkt sei der Sachverhalt erstellt (Urk. 72 S. 46 E. II.1.3.6.10, unter Hinweis 

auf die Akten).

5.3.11.2. Diese Begründung gilt ebenfalls. Es steht auch hier zweifelsfrei fest, dass 

die erbrachte Dienstleistung ganz offensichtlich nichts mit der T._____ zu tun hatte 

und die Adressänderung bewusst vorgenommen wurde, um die Vermögenswerte 

der T._____ zur Finanzierung der finanziellen Aufwendungen der AE._____ zu ver-

wenden.

5.3.11.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 19).

5.4. Ergebnis

Mit der Vorinstanz steht fest, dass der Anklagevorwurf 2, Bezahlung von Rechnun-

gen adressiert an AE._____ AG in Liquidation (Urk. 31 Rz. 8 f. erster Abschnitt), im 

noch zu beurteilenden Umfang erstellt ist.

6. Anklagevorwurf 4: Mietzinszahlungen zur Finanzierung der Privatwohnung, 

erster Teil (Urk. 31 Rz. 10)

6.1. Vorwurf

Einleitend führt die Anklage aus, der Beschuldigte habe seinen privaten Wohnsitz 

und die Geschäftsräume sowohl der AE._____ als auch der T._____ in der gleichen 

Liegenschaft domiziliert. Dazu habe er eine 4-Zimmer Wohnung im Parterre der 

Liegenschaft AP._____-strasse 1 in AQ._____ für einen Mietzins von CHF 3'900.– 

pro Monat gemietet. Der Vorwurf gliedert sich sodann in zwei Sachverhaltskom-

-   26   -

plexe: Im ersten Sachverhaltskomplex (Urk. 31 Rz. 10), welcher nachfolgend 

behandelt wird, wird dem Beschuldigten im Wesentlichen vorgeworfen, er habe 

seine privaten Mietkosten über das Geschäftskonto der T._____ bezahlt. Er habe 

dies getan, obwohl nie eine entsprechende Vereinbarung bestanden habe, dass 

die T._____ für die privaten Mietzinskosten des Beschuldigten aufkommen solle. 

Insgesamt habe der Beschuldigte vom Geschäftskonto der T._____ einen Betrag 

von CHF 27'300.– an die Vermieterin überwiesen, was Mietzinszahlungen von 

7 Monaten entspreche (7 x CHF 3'900 = CHF 27'300.–).

6.2. Positionen des Beschuldigten und der übrigen der Beteiligten

Die Vorinstanz hat die Positionen des Beschuldigten und seiner Verteidigung sowie 

jene seiner Lebenspartnerin AJ._____ zutreffend zusammengefasst (Urk. 72 S. 51 

f., E. II.1.5.2), darauf kann verwiesen werden. Der Beschuldigte macht im Wesent-

lichen geltend, die T._____ sei bei ihm privat bzw. bei der AE._____ domiziliert 

gewesen. Dies sei zunächst gratis erfolgt, ab Januar 2017 sei dafür aber ein Miet-

zins veranschlagt worden, was mit U._____ abgemacht gewesen bzw. von ihm ge-

nehmigt worden und auch budgetiert worden sei. Anlässlich der Berufungsverhand-

lung blieb der Beschuldigte bei seiner Sachdarstellung (Urk. 82 S. 11 f.).

6.3. Würdigung

6.3.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 52 f. E. II.1.5.3, unter Hinweis auf die Akten) 

ist zunächst festzuhalten, dass sich in den Akten ein auf die AE._____ lautender 

Mietvertrag für Geschäftsräumlichkeiten an der AP._____-strasse 1 in AQ._____ 

findet. Dem angehängten Plan ist zu entnehmen, dass es sich dabei um eine 4-

Zimmer-Räumlichkeit handelte. Dem Mietvertrag ist weiter zu entnehmen, dass der 

Mietzins total CHF 3'900.– betrug. Insofern ist der eingeklagte Sachverhalt erstellt. 

Aufgrund der vorliegenden Handelsregisterauszüge und der übereinstimmenden 

Aussagen des Beschuldigten, AJ._____ und U._____ und AF._____ ist weiter er-

stellt, dass in diesen Räumlichkeiten sowohl die AE._____ als auch die T._____ 

domiziliert waren. Auch in dem Punkt, dass die Räumlichkeiten als privater Wohn-

raum vom Beschuldigten und seiner Familie genutzt wurden, stimmen die Aussa-

gen überein. Weiter ist erstellt, dass vom Geschäftskonto der T._____ Zahlungen 

-   27   -

im Umfang von CHF 27'300.– an die Vermieterin flossen. Dass die Empfängerin 

dieser Zahlungen die Vermieterin war, ergibt sich daraus, dass die ersten Überwei-

sungen den Vermerk "Miete AP._____-strasse 1, AQ._____" trugen. Die Zahlun-

gen vom Geschäftskonto der T._____ wurden von Januar  bis November 2017 ge-

tätigt. Weiter ist davon auszugehen, dass die Zahlungen vom Beschuldigten getä-

tigt wurden, da er als einziger Zugang zum Geschäftskonto der T._____ hatte, wo-

bei er Letzteres nicht in Abrede stellt. Er bestreitet indes, dass die T._____ wie 

eingeklagt im Umfang von CHF 27'300.– für seine privaten Mietzinskosten aufge-

kommen ist. Wie gesehen behauptet er im Wesentlichen, es sei vereinbart gewe-

sen, dass die T._____ ab Januar 2017 Miete im Umfang von CHF 2'000.– leiste 

(vgl. zu Letzterem soeben unter E. II.6.2.). Zu erstellen ist damit, dass der Beschul-

digte die T._____ im Umfang von CHF 27'300.– private Mietzinskosten überneh-

men liess, obwohl keine entsprechende Abrede bestand.

6.3.2. Die Vorinstanz erwog, die Darstellung von U._____ und AF._____, wonach 

vereinbart gewesen sei, dass die von der V._____ Ltd. getätigte Investition vollum-

fänglich in die Produktentwicklung fliessen sollte, sei wie ausgeführt glaubhaft. Da-

mit sei auch glaubhaft, dass vereinbart gewesen sei, dass keine Mietkosten anfal-

len sollten und die Räumlichkeiten für die T._____ vom Beschuldigten unentgeltlich 

zur Verfügung gestellt würden. Dass sich diese Vereinbarung – wie vom Beschul-

digten geltend gemacht – später verändert haben soll, sei weder von U._____ noch 

von AF._____ je erwähnt worden und ergebe sich auch nicht aus den Akten. Zwar 

berufe sich der Beschuldigte auf dieselbe Budgetplanung vom April 2017 wie im 

Kontext der Lohnzahlungen [vgl. dazu vorne unter E. II.4.] und zeige dieses Budget 

tatsächlich einen "Office CH" in Höhe von CHF 2'000.–. Diesbezüglich gälten indes 

dieselben Vorbehalte wie im Kontext der Lohnzahlungen, nämlich dass diese als 

künftige Budgetplanung eingestuft worden sei. Die zwei weiteren, ebenfalls im Zu-

sammenhang mit den Lohnzahlungen erwähnten Budgets vom September 2017 

und Dezember 2017 zeigten demgegenüber keinen Budgetposten für eine Miete in 

der Schweiz. Das Budget vom September 2017, das als eine eigentliche "Bestan-

desaufnahme" der aktuellen Budgetposten bewertet worden sei, enthalte lediglich 

einen Posten für ein Büro in AS._____ [Stadt in den USA]. Die Budgetaufstellung 

vom Dezember 2017, die im Hinblick auf die finanziellen Probleme der T._____ 

-   28   -

erstellt und verglichen mit dem Budget vom September 2017 um die Hälfte der Kos-

ten "heruntergetrimmt" worden sei, zeige, dass die Kosten für das Büro in AS._____ 

gestrichen worden und neu nur ein Büro in AT._____ budgetiert gewesen sei. Vor 

diesem Hintergrund sei die Darstellung des Beschuldigten einer genehmigten Bud-

getierung der Mietkosten in Höhe von CHF 2'000.– nicht glaubhaft. Vielmehr sei 

davon auszugehen, dass der Beschuldigte – wie auch bei den Lohnzahlungen – 

eigenmächtig gehandelt habe. Entsprechend sei erstellt, dass es die vom Beschul-

digten behauptete Vereinbarung mit bzw. Genehmigung durch U._____ nicht ge-

geben habe. Daher habe es auch keinen Grund gegeben, weshalb die T._____ die 

Miete im Umfang von insgesamt CHF 27'300.– hätte übernehmen sollen. Die Über-

nahme dieser Mietkosten sei dem Beschuldigten zu Gute gekommen, der die Mie-

träumlichkeiten ebenfalls als private Wohnung genutzt habe. Damit sei erstellt, 

dass er das Geschäftskonto der T._____ im Umfang von CHF 27'300.– für seine 

privaten Mietzinskosten belastet habe (Urk. 72 S. 53 f. E. II.1.5.4, unter Hinweis auf 

die Akten).

6.3.3. Die Begründung der Vorinstanz ist überzeugend und zu übernehmen. Auch 

im vorliegenden Zusammenhang erscheint die Sachdarstellung des Beschuldigten 

als reine Schutzbehauptung. Ein weiteres Mal steht zweifelsfrei fest, dass er eigen-

mächtig über Gelder der T._____ verfügte, um private Aufwendungen zu decken. 

6.3.4. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 25 ff.).

7. Anklagevorwurf 4: Mietzinszahlungen zur Finanzierung der Privatwohnung, 

zweiter Teil (Urk. 31 Rz. 11)

7.1. Vorwurf

Im zweiten Sachverhaltskomplex dieses Vorwurfs (Urk. 31 Rz. 11) wird einleitend 

ausgeführt, die T._____ habe ab Oktober 2017 einen Mietvertrag für das Ober-

geschoss (8-Zimmer-Wohnung) in der Liegenschaft an der AP._____-strasse 1 in 

AQ._____ abgeschlossen. Zusammengefasst habe sich Folgendes ereignet: Am 

22. Februar 2018 sei im Zusammenhang mit diesem Mietverhältnis vom 

-   29   -

Geschäftskonto der T._____ eine Teilzahlung von CHF 24'000.– an die Vermieterin 

geleistet worden, was in der Buchhaltung der T._____ als Mietaufwand aufgeführt 

worden sei. Der Beschuldigte habe diese CHF 24'000.– anschliessend dazu 

verwendet, seine privaten Mietzinskosten bzw. die Mietzinskosten der AE._____ zu 

decken. So habe er sich am 8. März 2018 telefonisch an die Verwaltung gewandt 

und darum gebeten, dass von den von der T._____ geleisteten CHF 24'000.– ein 

Teilbetrag von CHF 11'850.– vom Mietzinskonto der T._____ seinen privaten 

Mietzinskosten bzw. dem Mietzinskonto der AE._____ gutgeschrieben werde. Dies 

sei von der Vermieterin entsprechend umgebucht worden. Damit habe der Beschul-

digte seinen privaten Mietzins bzw. den Mietzins der AE._____ über die T._____ 

bezahlen lassen.

7.2. Position des Beschuldigten

Die Vorinstanz hat die Position des Beschuldigten zutreffend dargestellt (Urk. 72 

S. 55 f., E. II.1.6.1), darauf kann verwiesen werden. Der Beschuldigte bestreitet den 

Vorwurf und macht – zusammengefasst – geltend, sich nicht mehr genau an das 

Vorgefallene zu erinnern, wobei unabhängig davon auch hier eine Verrechnung mit 

seinen Lohnansprüchen zulässig gewesen wäre. Anlässlich der Berufungsverhand-

lung blieb der Beschuldigte bei seiner Sachdarstellung (Urk. 82 S. 11 f.).

7.3. Würdigung

7.3.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 56 f. E. II.1.6.2. f., unter Hinweis auf die Akten) 

ist festzuhalten, dass sich der Mietvertrag der T._____ nicht in den Akten befindet. 

Aufgrund anderer Beweismittel lässt sich jedoch erstellen, dass die T._____ ab 

Oktober 2017 an der AP._____-strasse 1 in AQ._____ im Obergeschoss 8 Zimmer 

gemietet hat: So ist ein an die T._____ adressiertes Schreiben der AU._____ AG 

vom 8. Juni 2018 mit dem Titel "8 Zimmerwohnung AP._____-strasse 1, AQ._____" 

überschrieben und hält Folgendes fest: "Die Wohnung ist nach wie vor in einem 

ungekündigten Verhältnis". Weiter findet sich in den Akten ein Auszug des bei der 

Vermieterin geführten Mietzinskontos der T._____, das zeigt, dass ab Oktober 

2017 ein Mietzins von CHF 5'950.– geschuldet gewesen wäre. Dieses Mietzins-

Soll wurde von der Vermieterin bis zum Dezember 2017 buchhalterisch storniert, 

-   30   -

was sich mit einem in den Akten liegenden Anwaltsschreiben der T._____ an die 

Vermieterin deckt, wonach die Umbauten nicht ordnungsgemäss durchgeführt wor-

den seien und die Räumlichkeiten erst ab Dezember 2017 bezugsbereit gewesen 

seien. Weiter ist aus dem Geschäftskonto der T._____ ersichtlich, dass am 22. Fe-

bruar 2018 eine Zahlung in Höhe von CHF 24'000.– an die Vermieterin geleistet 

wurde, die tags darauf der T._____ auf dem Mietzinskonto der Vermieterin gutge-

schrieben wurde. Weiter zeigen die vorhandenen buchhalterischen Unterlagen, na-

mentlich eine vom 10. Juli 2018 datierende Erfolgsrechnung, dass die 

CHF 24'000.– wie eingeklagt als Mietaufwand erfasst wurden. Schliesslich zeigt 

das Mietzinskonto der Vermieterin, dass am 8. März 2018 eine Umbuchung in Höhe 

von CHF 11'850.– stattfand. Konkret wurde dies wie folgt vermerkt: "Umbuchung 

man ESR Zahlung Mieterwunsch". Damit sind die eingeklagten Sachverhaltsele-

mente anhand der Akten erstellt. Diese Elemente werden vom Beschuldigten nicht 

in Abrede gestellt. Er stellt indes in Abrede, dass er ein entsprechendes Telefonat 

mit der Verwaltung geführt habe, um die CHF 11'850.– zum Vorteil der AE._____ 

bzw. zu seinem eigenen Vorteil umbuchen zu lassen. Damit ist zu erstellen, dass 

der Beschuldigte die CHF 11'850.– umbuchen liess, um seine privaten Mietzins-

kosten bzw. diejenigen der AE._____ durch die T._____ bezahlen zu lassen.

7.3.2. Die Vorinstanz hielt dazu fest, die Darstellung des Beschuldigten sei nicht 

glaubhaft. Der vom 8. Juni 2018 datierende Auszug des Mietzinskontos der 

T._____ bei der Vermieterin zeige, dass bis Juni 2018 jeweils ein Mietzins-Soll von 

CHF 5'950.– aufgeführt gewesen sei. Das vom gleichen Tag datierende Schreiben 

der Vermieterin halte ausdrücklich fest: "Die Wohnung ist nach wie vor in einem 

ungekündigten Verhältnis." Das Schreiben enthalte zudem mehrere Passagen zu 

einer vorzeitigen Auflösung des Mietverhältnisses, exemplarisch sei die folgende 

genannt: "Eine vorzeitige Auflösung des Mietverhältnisses bedingt einen Nach-

folgemieter. Sofern Sie keinen suchen, werden wir ein Inserat starten. Die Kosten 

für die Inserierung und unseren Aufwand werden Ihnen weiterverrechnet". Im 

Sommer 2018 sei somit offenbar eine vorzeitige Kündigung seitens der Mieterin 

T._____ angedacht gewesen, eine solche sei dann aber doch nicht ausgesprochen 

worden. Die Umbuchung vom Februar 2018 lasse sich damit nicht, wie vom 

Beschuldigten vorgebracht, durch die Kündigung des Mietverhältnisses erklären. 

-   31   -

Aus dem Auszug des Mietzinskontos gehe deutlich hervor, dass die CHF 11'850.– 

auf Mieterwunsch umgebucht worden seien. Da Mieter in dieser Liegenschaft 

einerseits die AE._____ bzw. der Beschuldigte selbst und andererseits die T._____ 

gewesen und beide Gesellschaften durch den Beschuldigten vertreten worden 

seien, sei klar, dass es der Beschuldigte gewesen sein müsse, der diese Umbu-

chung angeregt habe. Eine Umbuchung auf Mieterwunsch hin könne sodann nur 

auf das Mietzinskonto der anderen Mieter der Liegenschaft erfolgt sein, sprich zu 

Gunsten der AE._____ bzw. des Beschuldigten privat. Die Darstellung des Be-

schuldigten sei somit als Schutzbehauptung zu werten. Den Beschuldigten entlaste 

auch nicht sein Vorbringen, er habe die Umbuchung in Höhe von CHF 11'850.– mit 

seinem Lohn verrechnet: Einerseits treffe die Darstellung des Beschuldigten nicht 

zu, dass er von Januar bis Mai 2018 keinen Lohn erhalten habe, zumal er sich am 

21. Februar 2018 einen Lohn ausbezahlt habe, andererseits habe er – wie darge-

legt – gar keinen Lohnanspruch gehabt. Damit sei der Sachverhalt erstellt (Urk. 72 

S. 57 f. E. II.1.6.3., unter Hinweis auf die Akten).

7.3.3. Auch diese Begründung der Vorinstanz überzeugt und kann übernommen 

werden. Einmal mehr steht zweifelsfrei fest, dass der Beschuldigte zur Deckung 

privater Aufwände freimütig in Selbstbedienungsladenmanier der T._____ 

zustehende Gelder zweckentfremdete, um darüber zu verfügen.

7.3.4. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 29 ff.).

8. Anklagevorwurf 5: Nicht geschäftsmässig begründete Bezüge von Waren und 

Inanspruchnahme von Dienstleistungen, erster Teil (Urk. 31 Rz. 12)

8.1. Vorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, diverse 

privat bezogene Waren und Lebensmittel über das Geschäftskonto der T._____ 

bezahlt und weiter für sich und/oder die AE._____ in Anspruch genommene Dienst-

leistungen über das Geschäftskonto der T._____ bezahlt zu haben (Urk. 31 Rz. 

12). Hinsichtlich diverser Positionen wurde der Beschuldigte in diesem Zusammen-

-   32   -

hang rechtskräftig freigesprochen (vgl. dazu vorne unter E. I.2.). Zur Disposition 

stehen noch die folgenden Positionen:

05.10.2016 L._____ GmbH CHF 2'082.40
16.05.2017 M._____ AG CHF 578.40
18.05.2017 N._____ AG CHF 167.40
14.06.2017 O._____ CHF 345.30
21.09.2017 L._____ GmbH CHF 480.40
21.02.2018 P._____ CHF 29'367.12

8.2. Position des Beschuldigten

Vor Vorinstanz liess der Beschuldigte durch seine Verteidigung in allgemeiner 

Hinsicht ausführen, dass es sich um geschäftsmässig begründete Ausgaben 

gehandelt habe, die für die Firma angefallen seien, und der Vorhalt "völlig haltlos 

und lebensfremd" sei (Urk. 59 Rz. 41). Anlässlich der Berufungsverhandlung hielt 

die Verteidigung teilweise an diesem Standpunkt fest (betreffend die Rechnungen 

von L._____ GmbH), teilweise machte sie ein Versehen (Rechnungen von M._____ 

AG und O._____) oder Verrechnung mit dem Lohnanspruch des Beschuldigten 

(Rechnung von P._____) geltend (Urk. 83 Rz. 32 ff.). Nachfolgend wird im Einzel-

nen auf diese Vorbringen einzugehen sein.

8.3. Vorbemerkung

Dass die eingeklagten Beträge vom Geschäftskonto der T._____ an die genannten 

Empfänger abgebucht wurden, ergibt sich mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 60 

E. II.1.7.2) aus den aktenkundigen Buchungsbelegen (Urk. D1/2/23). Da alle 

Abbuchungen vor dem Mai 2018 und damit von einer Zeit datieren, als der Beschul-

digte als Einziger Zugang zum Geschäftskonto der T._____ hatte, ist mit der 

Vorinstanz weiter erstellt, dass der Beschuldigte diese Zahlungen ausgeführt hat, 

was von ihm auch nicht in Abrede gestellt wird. Zu erstellen ist damit bei den 

einzelnen Posten, dass diese dem Vorteil des Beschuldigten privat bzw. der 

AE._____ dienten und keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand der T._____ 

darstellten.

-   33   -

8.4. Position L._____ GmbH - 5. Oktober 2016, Fr. 2'082.40

8.4.1. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschuldigte habe in der polizeilichen Einver-

nahme erklärt, dass es sich hierbei um Wein und Senf für eine Feier der T._____ 

gehandelt habe. An der Hauptverhandlung habe die Verteidigung hinsichtlich der 

Rechnungen der L._____ GmbH ausgeführt, dass der Wein für die Bewirtung von 

Geschäftskunden, potenziellen Investoren und vor allem von U._____ und 

AF._____ anlässlich ihrer Geschäftsbesuche gebraucht worden sei. Die dazugehö-

rige Rechnung – so die Vorinstanz weiter – stütze die erstgenannte Darstellung des 

Beschuldigten und zeige, dass effektiv Wein und Senf in grossen Mengen bestellt 

worden sei. Aufgrund des Rechnungsdatums vom 28. Juni 2016 sei naheliegend, 

dass diese Bestellung für die Feier getätigt wurde, die Mitte Juni 2016 stattgefunden 

habe. In einem anderen Zusammenhang sei hinsichtlich dieser Feier erstellt, dass 

diese nur der AE._____ gewidmet gewesen sein könne [vgl. dazu vorne unter 

E. II.5.3.2.]. Da auch die vorliegende Zahlung mit dieser Feier zusammenhänge, 

sei erstellt, dass diese keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand der T._____ 

dargestellt habe. Somit sei der Sachverhalt in diesem Punkt erstellt (Urk. 72 S. 63 

E. II.1.7.3.8, unter Hinweis auf die Akten).

8.4.2. Die vorinstanzliche Begründung überzeugt und kann übernommen werden. 

Auch im vorliegenden Zusammenhang überzeugen die Vorbringen des Beschul-

digten nicht und erscheinen als blosse Schutzbehauptungen. Zweifelsfrei steht fest, 

dass die Zahlung nicht mit einem geschäftsmässig begründeten Aufwand der 

T._____ in Verbindung steht.

8.4.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 34).

8.5. Position M._____ AG - 16. Mai 2017, Fr. 578.40

8.5.1. Die Vorinstanz erwog hierzu, der Beschuldigte habe bei der Polizei angege-

ben, es habe sich um eine notarielle Übersetzung gehandelt, er wisse jedoch nicht, 

welchen Zusammenhang die Rechnung mit der T._____ habe. An der Hauptver-

handlung habe die Verteidigung ausgeführt, die Rechnung sei vermutlich falsch 

-   34   -

verbucht worden und es handle sich um ein strafrechtlich nicht relevantes Verse-

hen. Dies wäre von der externen Buchhalterin sicherlich korrigiert worden, hätte 

diese ihre Arbeit nicht wegen fehlender Zahlungseingänge seitens der T._____ ein-

stellen müssen. Die Vorinstanz hielt dazu fest, der Beschuldigte bestreite demnach 

nicht, dass die Rechnung bzw. die getätigte Zahlung keinen Zusammenhang mit 

der T._____ aufgewiesen habe. Die Rechnung zeige, dass eine Geburtsurkunde 

übersetzt worden sei. Inwieweit dies einen Zusammenhang mit der T._____ habe 

und einen berechtigten, geschäftsmässigen Aufwand darstelle, sei nicht erkennbar. 

Soweit der Beschuldigte ein Versehen geltend mache, sei dies infolge seines über 

alle Sachverhaltskomplexe hin betrachtet systematischen Vorgehens als Schutz-

behauptung zu qualifizieren. Damit sei der eingeklagte Sachverhalt erstellt (Urk. 72 

S. 66 E. II.1.7.3.20, unter Hinweis auf die Akten).

8.5.2. Auch diese überzeugende Begründung der Vorinstanz kann übernommen 

werden.

8.5.3. Sodann brachte auch die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 35 f.). Entgegen der Meinung der Verteidigung musste nicht die AH._____ AG 

überprüfen, ob es sich bei der Rechnung um einen geschäftsmässigen Aufwand 

der T._____ handelt, sondern der Beschuldigte als Geschäftsführer.

8.6. Position N._____ AG - 18. Mai 2017, Fr. 167.40

8.6.1. Die Vorinstanz führte dazu aus, der Beschuldigte habe zu dieser Ausgabe in 

der polizeilichen Einvernahme erklärt, dass es sich um einen Schrittzähler gehan-

delt habe. Ein Schrittzähler sei von der Verteidigung an der Hauptverhandlung nicht 

mehr erwähnt worden. Diese habe im Allgemeinen darauf hingewiesen, dass bei 

der N._____ AG Elektronik für die T._____ gekauft worden sei. Im Unterschied zu 

den anderen Ausgabeposten für die N._____ AG – so die Vorinstanz – finde sich 

hierzu jedoch ein Kaufbeleg, der genau ausweise, was bestellt worden sei, nämlich: 

"AVENT SCD620". Hierbei handle es sich um ein Babyfon. Diese Ausgabe weise 

keinen Bezug zur T._____ auf und sei offensichtlich eine private Ausgabe des Be-

-   35   -

schuldigten, der im mm. 2016 Vater geworden sei. Der Sachverhalt sei damit er-

stellt (Urk. 72 S. 67 E. II.1.7.3.21, unter Hinweis auf die Akten).

8.6.2. Diese Begründung der Vorinstanz ist ebenfalls richtig und kann übernommen 

werden, zumal sich die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung dazu 

nicht äusserte (vgl. Urk. 83 Rz. 32 ff.).

8.7. Position O._____ - 14. Juni 2017, Fr. 345.30

8.7.1. Die Vorinstanz führte aus, der Beschuldigte habe zunächst erklärt, es habe 

sich um zwei Übersetzungen gehandelt, es sei eine Übersetzung vom Tschechi-

schen ins Deutsche für zukünftige Mitarbeiter gewesen. Die Verteidigung habe aus-

geführt, diese Rechnung sei vermutlich falsch verbucht worden und der Vorgang 

sei strafrechtlich nicht relevant. Der Beschuldigte – so die Vorinstanz – stelle die 

fehlende geschäftsmässige Begründetheit nicht in Abrede. Die in den Akten 

liegende Rechnung bezeichne als Leistung Folgendes: "Rechnung für amtliche 

Übersetzungen aus der deutschen in die tschechische Sprache im Auftrag von 

AJ._____, 2 Übersetzungen von Zivilstandsurkunden à je 3 Seiten". Übersetzungen 

von Zivilstandsurkunden ins Tschechische wiesen offenkundig keinen Bezug zur 

Geschäftstätigkeit der T._____ auf. Dass es sich auch hier um ein Versehen ge-

handelt haben soll, sei aufgrund des systematischen Vorgehens des Beschuldigten 

innerhalb der T._____, wonach er sich in vielerlei Hinsicht einen persönlichen 

finanziellen Vorteil bzw. finanziellen Vorteil der AE._____ verschafft habe, nicht 

glaubhaft. Die Darstellung eines "Versehens" sei als Schutzbehauptung zu werten. 

Der Sachverhalt sei erstellt (Urk. 72 S. 67 E. II.1.7.3.22, unter Hinweis auf die Ak-

ten).

8.7.2. Diese Begründung der Vorinstanz ist richtig und kann übernommen werden. 

Auch in diesem Zusammenhang kann nicht auf die unglaubhaften Angaben des 

Beschuldigten abgestellt werden.

8.7.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 35 f.). 

-   36   -

Betreffend Überprüfung der Rechnung durch die AH._____ AG kann auf vorste-

hend E. II.8.5.3. verwiesen werden.

8.8. Position L._____ GmbH - 21. September 2017, Fr. 480.40

8.8.1. Die Vorinstanz erwog zu diesem Punkt, bei der Polizei habe der Beschuldigte 

ausgesagt, dies sei Wein für die Mitarbeiter der T._____, für potenzielle Investoren 

und für U._____ gewesen. Gleiches sei von der Verteidigung vorgebracht worden. 

Da sich bereits eine vorangehende Bestellung bei der L._____ GmbH als private 

Ausgabe bzw. Ausgabe für die AE._____ herausgestellt hat [vgl. dazu vorne unter 

E. II.8.4.] und U._____ zudem glaubhaft ausgeführt habe, nie Wein vom Beschul-

digten erhalten zu haben, sei die Darstellung des Beschuldigten als Schutzbehaup-

tung zu werten. Damit sei erstellt, dass es sich um eine geschäftsmässig nicht be-

gründete Ausgabe gehandelt habe und der Sachverhalt sei erstellt (Urk. 72 S. 68 

E. II.1.7.3.24, unter Hinweis auf die Akten).

8.8.2. Diese Begründung der Vorinstanz ist richtig und zu übernehmen. Der nicht 

überzeugenden Darstellung des Beschuldigten kann nicht gefolgt werden.

8.8.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 37 f.).

8.9. Position P._____ - 21. Februar 2018, CHF 29'367.12

8.9.1. Hinsichtlich dieser Ausgabe, so die Vorinstanz, habe sich der Beschuldigte 

durchwegs auf den Standpunkt gestellt, dass es sich um eine Verrechnung mit 

seinem Lohnguthaben gehandelt habe, womit er nicht in Abrede gestellt habe, dass 

die Ausgabe nicht geschäftsmässig begründet gewesen sei. Da der Beschuldigte, 

wie an anderer Stelle bereits ausgeführt, über keinen Lohnanspruch verfügt habe, 

könne er auch nicht Verrechnung geltend machen. Seine diesbezüglichen Vorbrin-

gen seien unbeachtlich, der Sachverhalt sei erstellt (Urk. 72 S. 69 E. II.1.7.3.28, 

unter Hinweis auf die Akten).

8.9.2. Diese vorinstanzliche Begründung ist auch zutreffend und kann ebenfalls 

übernommen werden. Diese Rechnung hatte unbestrittenermassen nichts mit der 

-   37   -

T._____ zu tun (Urk. 83 Rz. 40). Dennoch liess der Beschuldigte sie unberechtig-

terweise in Verrechnung eines angeblichen Lohnguthabens durch die T._____ be-

zahlen.

8.9.3. Weiter brachte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung nichts 

Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 Rz. 39 ff.).

8.10.Ergebnis

Zusammenfassend ist hinsichtlich der genannten Zahlungen in der Höhe von total 

CHF 33'021.02 mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 70 E. II.1.7.4.) erstellt, dass es sich 

um geschäftsmässig nicht begründeten Aufwand der T._____ handelte.

9. Anklagevorwurf 6: Nicht geschäftsmässig begründete Bezüge von Waren und 

Inanspruchnahme von Dienstleistungen, zweiter Teil (Urk. 31 Rz. 12)

9.1. Vorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zusätzlich zu den unter dem 

Anklagevorwurf 5 aufgeführten Zahlungen vor, ab dem Geschäftskonto der 

T._____ weitere nicht geschäftsmässig begründeten Zahlungen getätigt zu haben 

(Urk. 31 Rz. 12), wobei er auch in diesem Zusammenhang hinsichtlich diverser Po-

sitionen rechtskräftig freigesprochen wurde (vgl. dazu vorne unter E. I.2.). Zur Dis-

kussion steht heute nur noch eine Position.

9.2. Vorbemerkung

Analog zu den Zahlungen unter dem Anklagevorwurf 5 ist erstellt, dass die noch 

zur Beurteilung stehende Zahlung vom Geschäftskonto der T._____ durch den 

Beschuldigten ausgelöst wurde. Zu erstellen bleibt, dass ihm dadurch privat bzw. 

der AE._____ ein Vorteil zukam und die Zahlung entsprechend keinen geschäfts-

mässig begründeten Aufwand der T._____ darstellte.

-   38   -

9.3. Position Q._____ AG - 26. Januar 2017, Fr. 602.65

9.3.1. Die Vorinstanz führte aus, der Beschuldigte habe zunächst ausgesagt, er 

wisse nicht mehr, wofür diese Zahlung getätigt worden sei. An der Hauptverhand-

lung habe er ausführen lassen, dies sei ein geschäftsmässig begründeter Aufwand 

für eine Schiene für die Aussentreppen an der AP._____-strasse 1 in AQ._____ 

gewesen. Auf den zeitlichen Zusammenhang mit der Geburt seiner Tochter ange-

sprochen – der Auftrag sei am 10. November 2016 ausgeführt worden, die Tochter 

des Beschuldigten sei im mm. 2016 zur Welt gekommen – habe der Beschuldigte 

erklärt, die Rampe sei für Pakete gedacht gewesen. Die Treppen seien bei Anlie-

ferungen jeweils beschädigt worden, deshalb hätten sie eine Rampe installieren 

lassen. Später sei diese auch als Kinderwagenrampe benutzt worden. Aufgrund 

des offenkundigen zeitlichen Zusammenhangs zwischen der Auftragserteilung und 

der anstehenden Geburt der Tochter des Beschuldigten sowie aufgrund der Tat-

sache, dass die Liegenschaft hauptsächlich durch den Beschuldigten und seine 

Familie privat genutzt worden sei, sei – so die Vorinstanz – erstellt, dass die Rampe 

als Kinderwagenrampe bzw. hauptsächlich privaten Zwecke dienen sollte. Die 

Darstellung des Beschuldigten sei eine Schutzbehauptung. Weiter sei nicht ersicht-

lich sei, weshalb für die Geschäftstätigkeit der T._____ derart viele Lieferungen 

hätten eintreffen sollen, welche den Bau einer Rampe erfordert hätten. Damit sei 

erstellt, dass der Beschuldigte vom Geschäftskonto der T._____ eine Zahlung tä-

tigte, die für ihn einen persönlichen Vorteil bedeutet und einen geschäftsmässig 

nicht begründeten Aufwand für die T._____ dargestellt habe. Der Sachverhalt sei 

damit erstellt (Urk. 72 E. II.1.8.3.2, unter Hinweis auf die Akten).

9.3.2. Diese Begründung der Vorinstanz ist zutreffend und kann übernommen 

werden. Es ist nicht einzusehen, weshalb für die Anlieferung eines 3D-Druckers 

und Plastik für den Drucker sowie für einige Möbel eine Rampe hätte angebaut 

werden müssen, wie es der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung 

geltend machte (Urk. 82 S. 11). 

9.3.3. Sodann brachte auch die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 44 f.).

-   39   -

10. Anklagevorwurf 8: Barbezüge und Überweisungen an den Beschuldigten 

(Urk. 31 Rz. 14)

10.1.Vorwurf

Der letzte Anklagevorwurf in Dossier 1 ist zusammengefasst der Folgende: Der 

Beschuldigte habe ab dem Geschäftskonto der T._____ Barbezüge und Überweis-

ungen getätigt, die keinen Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der T._____ 

aufwiesen. Was die Barbezüge betrifft, so wurde der Beschuldigte rechtskräftig 

freigesprochen (vgl. dazu vorne unter E. I.2.).

10.2.Position des Beschuldigten

Der Beschuldigte erklärte bei der Polizei, dass es sich bei der ersten Überweisung 

um ein zinsloses Aktionärsdarlehen gehandelt habe. Dabei gehe es darum, dass 

bei der Gründung zuerst eine Zahlung zur Äufnung des Stammkapitals geleistet 

werden müsse. Es bestehe dann die Möglichkeit für den Gründer, sich den Betrag 

als zinsloses Darlehen wieder auszahlen zu lassen. An der Hauptverhandlung 

bestätigte die Verteidigung, dass es sich um ein Aktionärsdarlehen gehandelt habe, 

was zulässig sei und in Schweizer KMUs häufig vorkomme. Der Beschuldigte habe 

hierfür einen schriftlichen Darlehensvertrag aufgesetzt, der jedoch von seinen 

Nachfolgern verschwiegen worden sei. Das Darlehen verstosse nicht gegen das 

Verbot der Einlagenrückgewähr, da die Gesellschaft im Sommer 2016 als Folge 

der Investitionen und Kapitalerhöhungen finanziell gut aufgestellt gewesen sei. 

Hinsichtlich der weiteren Positionen gab der Beschuldigte an, dass er damit Spesen 

für die T._____ gedeckt habe. Hierzu müsse es zahlreiche Belege geben. Gleiches 

liess er an der Hauptverhandlung ausführen. Damit habe er ZVV-Billetts und 

Geschäftsessen in der Schweiz und im Ausland bezahlt (Urk. 72 S. 81 f. 

E. II.1.10.1., unter Hinweis auf die Akten). Anlässlich der Berufungsverhandlung 

blieb der Beschuldigte bei seiner Sachdarstellung (Urk. 82 S. 7 und 11 f.).

10.3.Vorbemerkung

Aufgrund der Akten ist mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 82 E. II.1.10.2., unter Hinweis 

auf die Akten) erstellt, dass die in der Anklage erwähnten Überweisungen vom 

-   40   -

Konto der T._____ getätigt wurden. Diese betrafen allesamt einen Zeitraum, in dem 

der Beschuldigte als Einziger Zugang zum Geschäftskonto der T._____ hatte. Er 

stellt denn auch nicht in Abrede, dass er diese getätigt hat, sondern behauptet, 

dass diese einen Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der T._____ aufgewie-

sen hätten. Damit ist zu erstellen, dass die Überweisungen keinen geschäftlichen 

Zusammenhang mit der T._____ hatten.

10.4.Würdigung

10.4.1. Aktionärsdarlehen

10.4.1.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 72 S. 82 f. E. 1.10.3.1.1, unter Hinweis auf die 

Akten) ist zunächst zum Aktionärsdarlehen festzuhalten, dass erstellt und unbe-

stritten ist, dass der Beschuldigte bei der Gründung der T._____ CHF 50'000.– als 

Aktienkapital für die Liberierung einbrachte. Anhand des Buchungsnachweises der 

PostFinance AG ist nachgewiesen, dass vom Geschäftskonto der T._____ (Konto-

nummer 3) am 1. Juli 2016 eine Summe von CHF 20'000 abgebucht und auf das 

Konto des Beschuldigten (IBAN: CH 4) überwiesen wurde. Es stellt sich die Frage, 

ob diese Überweisung tatsächlich im Sinne eines (zinslosen) Darlehens erfolgte 

und ob die Gewährung dieses zinslosen Darlehens einen geschäftlichen Zusam-

menhang mit der T._____ aufwies.

10.4.1.2. Die Vorinstanz erwog in diesem Zusammenhang, in den Akten befänden 

sich keine Belege, welchen entnommen werden könnte, zu welchem Zweck die 

Überweisung von CHF 20'000.– am 1. Juli 2016 vom Firmenkonto der T._____ auf 

das Konto des Beschuldigten erfolgt sei. Im Buchungsnachweis stehe einzig, dass 

die Überweisung an den Beschuldigten erfolgt sei, ohne Angabe des Buchungs-

zweckes. Der Beschuldigte habe an der Hauptverhandlung ausgeführt, dass diese 

Überweisung als Aktionärsdarlehen verbucht worden sei, er dies jedoch nicht mehr 

genau wisse. Zudem glaube er, dass er dies in seiner Steuererklärung auch als 

Schuld angegeben habe. Weiter habe es auch einen schriftlichen Darlehensvertrag 

gegeben, der sich jedoch nicht in den Akten befinde, da er den Vertrag mit sämt-

lichen Unterlagen an AF._____ gegeben habe und er nun nicht mehr sagen könne, 

ob es den Vertrag noch gebe oder nicht. Zudem habe der Beschuldigte angegeben, 

-   41   -

es habe keinen Beschluss des Verwaltungsrates gegeben, der diesem Aktionärs-

darlehen zugestimmt hätte. An der Hauptverhandlung habe die Verteidigung des 

Beschuldigten bestätigt, dass es sich um ein Aktionärsdarlehen gehandelt habe, 

was zulässig sei und in Schweizer KMUs häufig vorkomme. Der Beschuldigte habe 

hierfür einen schriftlichen Darlehensvertrag aufgesetzt, der indessen von seinen 

Nachfolgern verschwiegen worden sei. Das Darlehen verstosse auch nicht gegen 

das Verbot der Einlagenrückgewähr, da die Gesellschaft im Sommer 2016 als 

Folge der Investitionen und Kapitalerhöhungen finanziell gut aufgestellt gewesen 

sei. Der Beschuldigte habe den Bezug dieses Aktionärsdarlehens damit erklärt, 

dass er erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Lohn habe beziehen können, weil 

die Investitionen nicht wie vereinbart gleich nach der Gründung geflossen seien. 

Letzteres – so die Vorinstanz – stelle eine reine Schutzbehauptung dar, da der 

Beschuldigte – wie bereits festgestellt – gar keinen Anspruch auf einen Lohn gehabt 

habe (Urk. 72 E. II.1.10.3.1.2, unter Hinweis auf die Akten). Diese Ausführungen 

können übernommen werden. Die Vorbringen des Beschuldigten sind auch wider-

sprüchlich. Wenn die Investitionen nicht geflossen sind und der angebliche Lohn 

des Beschuldigten nicht hätte ausbezahlt werden können, dann hätte gleichermas-

sen auch kein Aktionärsdarlehen über CHF 20'000.– gewährt werden können.

10.4.1.3. Die Vorinstanz vertrat unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung 

und Lehre die Ansicht, dass das zinslose Aktionärsdarlehen nicht nur im Hinblick 

auf das zivilrechtlich heikle Insichgeschäft problematisch erscheine. Vielmehr 

erscheine dieses zinslose Darlehen nicht marktkonform und wäre einem Dritten in 

dieser Form nicht gewährt worden (Urk. 72 S. 83 f. E. II.1.10.3.1.3 f.). Diese 

Ausführungen – namentlich auch die theoretischen – können vollumfänglich über-

nommen werden. Die Vorinstanz erwog sodann, da es sich um ein Insichgeschäft 

gehandelt habe, hätte das zinslose Aktionärsdarlehen zu seiner zivilrechtlichen 

Gültigkeit einer Genehmigung durch ein neben- oder übergeordnetes Organ 

bedurft. Betreffend die Genehmigung dieses zinslosen Aktionärsdarlehens gelte 

gleiches wie beim selbstkontrahierenden Arbeitsvertrag [vgl. dazu vorne unter 

E. II.4.], das heisst, es hätte eine nachträgliche Genehmigung des Aktionärsdar-

lehens durch AF._____ bedurft. Hinsichtlich der Frage, inwieweit die anderen Ge-

sellschafter über das Aktionärsdarlehen des Beschuldigten informiert gewesen 

-   42   -

seien, gingen die Darstellungen auseinander. Der Beschuldigte habe sich auf den 

Standpunkt gestellt, dass es einen schriftlichen Darlehensvertrag gegeben habe, 

welchen er mit sämtlichen Unterlagen an AF._____ gegeben hätte. AF._____ habe 

ausgesagt, dass es kein zinsloses Darlehen gegeben habe. Der Beschuldigte habe 

CHF 50'000.– und die anderen Investoren hätten EUR 300'000.00 einbezahlt, wo-

bei es sich um Kapital des Unternehmens gehandelt habe, damit das Geschäft ge-

führt werden konnte. Es sei nie von einem Darlehen gesprochen worden (Urk. 72 

S. 84 f. E. II.1.10.3.1.5.). Angesichts der zuvor dargelegten rechtlichen Problematik 

von Insichgeschäften wäre vom Beschuldigten zu erwarten gewesen, dass er eine 

ausdrückliche schriftliche Ermächtigung bzw. Genehmigung des Aktionärsdarle-

hens einhole, sei dies durch einen formellen Generalversammlungsbeschluss oder 

schriftlich durch U._____ bzw. ab Ende April 2017 durch U._____ und AF._____. 

Weshalb er dies nicht getan habe, sei nicht nachvollziehbar [vgl. in diesem Sinne 

bereits vorne unter E. II.4.]. Bereits ein entsprechendes Kürzel auf dem Aktionärs-

darlehen hätte die Darstellung des Beschuldigten gestützt. Das Fehlen einer schrift-

lichen Ermächtigung bzw. Genehmigung lasse darauf schliessen, dass es sich 

nicht um ein echtes Aktionärsdarlehen gehandelt habe und der Beschuldigte keine 

Rückzahlungsabsicht gehabt habe, sondern er sich seine Kapitaleinlage wieder 

habe ausbezahlen wollen. Dazu sei er nicht ermächtigt worden und es habe auch 

nicht im Interesse der Gesellschaft gelegen. Die Ausbezahlung dieser 

CHF 20'000.– an den Beschuldigten habe somit keinen Zusammenhang mit der 

Geschäftstätigkeit der T._____ gehabt. Der Sachverhalt sei damit erstellt (Urk. 72 

S. 85 E. II.1.10.3.1.6., unter Hinweis auf die Akten). Auch diese Erwägungen der 

Vorinstanz sind zutreffend und können übernommen werden. Für sein Verhalten 

konnte der Beschuldigte auch im vorliegenden Zusammenhang nie eine überzeu-

gende Erklärung geschweige denn schlüssige, handfeste Belege liefern. Vielmehr 

erscheinen seine diesbezüglichen Vorbringen auch hier als Schutzbehauptungen, 

denen nicht geglaubt werden kann.

10.4.1.4. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 50).

-   43   -

10.4.2. Überweisungen an den Beschuldigten

10.4.2.1. Die Vorinstanz hielt fest, für die Überweisungen an den Beschuldigten sei 

kein Grund ersichtlich und ein solcher sei auch nicht dargelegt worden. Der 

Beschuldigte habe nicht einmal in allgemeiner Weise darlegen können, weshalb es 

einen Grund dafür gegeben haben könnte, Überweisungen vom Geschäftskonto 

der T._____ auf sein Privatkonto zu machen. Er hätte zu diesen Überweisungen 

nähere Ausführungen machen können, habe dies aber nicht getan. Aus diesen 

Gründen sei es naheliegend, dass er diese Überweisungen an sich selbst gemacht 

habe, um diese zu privaten Zwecken zu verwenden. Damit sei erstellt, dass die 

Überweisungen an den Beschuldigten keinen geschäftlichen Zusammenhang mit 

der T._____ aufwiesen. Der Sachverhalt sei entsprechend in diesem Punkt erstellt. 

Der Verteidigung könne nicht gefolgt werden, wenn sie ausführe, diese Überwei-

sungen seien allesamt falsch verbucht worden, weshalb man in der Anklage auch 

eine Rückzahlung von CHF 3'050.– angeführt habe. Zunächst einmal betrügen die 

Überweisungen an den Beschuldigten total CHF 4'000.– und nicht CHF 3'050.–, 

weshalb diese schon aus diesem Grund nicht vollumfänglich zurückgezahlt worden 

seien. Zudem ergebe sich aus dem Geschäftskontoauszug der T._____, dass der 

Beschuldigte zwar effektiv CHF 3'050.– auf das Konto einbezahlt habe, dies aber 

noch vor den in der Anklageschrift unter Rz. 14 aufgeführten Positionen erfolgt sei. 

Insofern könnten darin keine Rückzahlungen erkannt werden. Aus dem Geschäfts-

konto ergebe sich indessen eine vom 29. Mai 2017 datierende Überweisung des 

Beschuldigten in der Höhe von CHF 600.– sowie eine Überweisung des Beschul-

digten vom 7. November 2017 in der Höhe von CHF 50.– (Ordner [T._____ AG 

Bankbelege]). Da diese nach den Überweisungen an den Beschuldigten datiert 

seien, könnten diese vor dem zeitlichen Hintergrund als Rückzahlungen erkannt 

werden und seien entsprechend zu berücksichtigen (Urk. 72 S. 86 f. E. II.1.10.3.3, 

unter Hinweis auf die Akten).

10.4.2.2. Die vorinstanzlichen Ausführungen überzeugen auch in diesem Punkt. Es 

ist kein nachvollziehbarer Grund für die Überweisungen auf das Privatkonto des 

Beschuldigten ersichtlich und dieser konnte sie nie plausibel erklären. Nicht zuletzt 

vor dem Hintergrund der übrigen Ermittlungsergebnisse steht damit zweifelsfrei 

-   44   -

fest, dass die Überweisungen an den Beschuldigten keinen geschäftlichen Zusam-

menhang mit der T._____ aufwiesen.

10.4.2.3. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung 

nichts Relevantes vor, was zu einem anderen Schluss führen würde (Urk. 83 

Rz. 46 ff.). Die Mutmassung, dass es sich bei den Überweisungen um Spesener-

satz mit Bezug auf zwei Geschäftsreisen (USA und Chile) gehandelt haben könnte 

(Urk. 83 Rz. 48), wirkt nachgeschoben. Dies hat der Beschuldigte so nie ausgesagt. 

Entgegen der Meinung der Verteidigung verhält es sich hier auch anders als bei 

den Barbezügen, bei welchen sich nicht anhand von Kontoauszügen nachvollzie-

hen lässt, wofür das Geld ausgegeben wurde (Urk. 83 Rz. 47 f.). Der Beschuldigte 

hätte daher durchaus aufzeigen können, dass das Geld geschäftsmässig verwen-

det worden ist. Solches ist aber nicht ersichtlich. 

10.5.Ergebnis

Hinsichtlich aller unter diesem Anklagevorwurf genannten Überweisungen an den 

Beschuldigten ist erstellt, dass diese nicht in einem Zusammenhang mit der 

Geschäftstätigkeit der T._____ erfolgten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der 

Beschuldigte Rückzahlungen in Höhe von insgesamt CHF 650.– geleistet hat.

11. Rechtliche Würdigung

11.1.Veruntreuung (Urk. 31 Rz. 8-15)

Die Vorinstanz hat unter diesem Titel zunächst zutreffende theoretische Ausführun-

gen zum eingeklagten Tatbestand der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 

StGB gemacht (Urk. 72 S. 109 f. E. III.2.1.), die ergänzungslos übernommen 

werden können.

11.2.Anklagevorwurf 2: Bezahlung von Rechnungen adressiert an AE._____ AG in 

Liquidation (Urk. 31 Rz. 8 f. erster Abschnitt)

Die unter diesem Titel vorgenommene zutreffende rechtliche Würdigung der 

Vorinstanz (Urk. 72 S. 111 E. III.2.2.) kann übernommen werden. 

-   45   -

Der Beschuldigte hat sich betreffend Anklagevorwurf 2 (Urk. 31 Rz. 8 f. erster 

Abschnitt) – soweit er nicht rechtskräftig freigesprochen worden ist – der mehrfa-

chen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig gemacht.

11.3.Anklagevorwurf 4: Mietzinszahlungen zur Finanzierung der Privatwohnung 

(Urk. 31 Rz. 10 f.)

Die unter diesem Titel vorgenommene zutreffende rechtliche Würdigung der 

Vorinstanz (Urk. 72 S. 111 f. E. III.2.3.) kann übernommen werden. 

Der Beschuldigte hat sich betreffend Anklagevorwurf 4 (Urk. 31 Rz. 10 f.) der mehr-

fachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig gemacht.

11.4.Anklagevorwurf 5: nicht geschäftsmässig begründete Bezüge von Waren und 

Inanspruchnahme von Dienstleistungen, erster Teil (Urk. 31 Rz. 12)

Die unter diesem Titel vorgenommene zutreffende rechtliche Würdigung der 

Vorinstanz (Urk. 72 S. 112 f. E. III.2.4.) kann übernommen werden. 

Der Beschuldigte hat sich betreffend Anklagevorwurf 5 (Urk. 31 Rz. 12) – soweit er 

nicht rechtskräftig freigesprochen worden ist – der mehrfachen Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig gemacht.

11.5.Anklagevorwurf 6: nicht geschäftsmässig begründete Bezüge von Waren und 

Inanspruchnahme von Dienstleistungen, zweiter Teil (Urk. 31 Rz. 12)

Die unter diesem Titel vorgenommene zutreffende rechtliche Würdigung der 

Vorinstanz (Urk. 72 S. 113 E. III.2.5.) kann übernommen werden. 

Der Beschuldigte hat sich betreffend Anklagevorwurf 6 (Urk. 31 Rz. 12) – soweit er 

nicht rechtskräftig freigesprochen worden ist – der mehrfachen Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig gemacht.

11.6.Anklagevorwurf 8: Überweisungen an den Beschuldigten (Urk. 31 Rz. 14)

Die unter diesem Titel vorgenommene zutreffende rechtliche Würdigung der 

Vorinstanz (Urk. 72 S. 113 f. E. III.2.6.) kann übernommen werden. 

-   46   -

Der Beschuldigte hat sich betreffend Anklagevorwurf 8 (Urk. 31 Rz. 14) – soweit er 

nicht rechtskräftig freigesprochen worden ist – der mehrfachen Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht.

11.7.Ungetreue Geschäftsbesorgung (Urk. 31 Rz. 6 f. [Anklagevorwurf 1])

Die Vorinstanz hat unter diesem Titel zunächst zutreffende theoretische Ausführun-

gen zum eingeklagten Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne 

von Art. 158 Ziff. 1 StGB gemacht, die übernommen werden können. Die sodann 

unter diesem Titel zutreffende rechtliche Würdigung bzw. Subsumption der 

Vorinstanz kann ebenfalls übernommen werden (Urk. 72 S. 114 ff. E. III.3.).

Der Beschuldigte hat sich der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB schuldig gemacht.

11.8.Urkundenfälschung (Urk. 31 Rz. 9)

Die Vorinstanz hat unter diesem Titel zunächst zutreffende theoretische Ausführun-

gen zum Tatbestand der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 StGB gemacht, 

die übernommen werden können. Die sodann unter diesem Titel zutreffende recht-

liche Würdigung bzw. Subsumption der Vorinstanz kann ebenfalls übernommen 

werden (Urk. 72 S. 117 ff. E. III.4.).

Der Beschuldigte hat sich somit – soweit er nicht rechtskräftig freigesprochen 

worden ist – der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

schuldig gemacht.

12. Ergebnis

Der vorinstanzliche Schuldspruch ist vollumfänglich zu bestätigen.

-   47   -

III. Strafpunkt

1. Strafzumessung

1.1. Vorbemerkungen

1.1.1. Die Vorinstanz hat richtige Ausführungen zum Strafrahmen, zur angezeigten 

Strafart und zu den Strafzumessungsregeln gemacht (Urk. 72 S. 120-123 

E. IV.3.ff.), darauf ist zunächst zu verweisen.

1.1.2. Was den Strafrahmen betrifft, so ist ergänzend zu den vorinstanzlichen 

Erwägungen zu bemerken, dass sich daran gemäss Bundesgesetz vom 

17. Dezember 2021 über die Harmonisierung der Strafrahmen, in Kraft seit 1. Juli 

2023 (AS 2023 259; BBl 2018 2827), nichts Wesentliches geändert hat. Bei Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 3 StGB wurde die Untergrenze von einem Jahr Freiheitsstrafe aufge-

hoben.

1.1.3. Mit der Vorinstanz ist eine Gesamtfreiheitsstrafe auszufällen. Aufgrund des 

Verschuldens, namentlich der hohen und gleichgelagerten kriminellen Energie und 

der erheblichen Deliktssumme (vgl. dazu nachfolgend unter E. III.1.2. ff.), sowie 

des engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs der abzuurteilenden Delikte 

ist es angemessen, für die mehrfache Veruntreuung, die ungetreue Geschäftsbe-

sorgung sowie die mehrfache Urkundenfälschung jeweils auf eine Freiheitsstrafe 

zu erkennen. 

1.1.4. Teilweise ergänzend und rekapitulierend zu den Ausführungen der 

Vorinstanz ist zu den Strafzumessungsregeln festzuhalten, was folgt: Hat der Täter 

durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleich-

artige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straf-

tat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten 

Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche 

Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Gemäss neuerer bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung ist bei einer Mehrzahl von begangenen Delikten 

im Rahmen der Festlegung der a