# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 418bbe6b-226b-55c9-ae6e-726a74717e1d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2009 D-5854/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5854-2009_2009-09-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5854/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. September 2009 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5854/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – 
seinen  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  im  Mai  2009  verliess 
und  am  2.  Juli  2009  via  ein  ihm  unbekanntes  Land  illegal  in  die 
Schweiz gelangte, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ) B. ein Asylgesuch einreichte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung vom 6. Juli 
2009 sowie der Anhörung zu den Asylgründen vom 28. Juli  2009 im 
EVZ B. insbesondere geltend machte, eines Abends sei sein Vater, ein 
dem  Schrein  dienender  Medizinmann,  gestorben,  nachdem  er  mit 
einem Freund ein Getränk zu sich genommen habe,

dass der Leichnam des Vaters von den Alten des Dorfes an einen un-
bekannten Ort gebracht worden sei,

dass er und sein Bruder am folgenden Tag den Schrein verbrannt hät-
ten,

dass sein Bruder daraufhin von Dritten, die auch sein Haus in Brand 
gesteckt hätten, erstochen worden sei,

dass er selbst aus Wut den Mörder seines Bruders, ein Medizinmann, 
und dessen Sohn erstochen habe, bevor er in den Wald gegangen sei, 
um sich dort zu verstecken,

dass ein Freund ihm mitgeteilt habe, beinahe das ganze Dorf, die Fa-
milie des zweiten Medizinmannes und Politiker, die von seinem Vater 
behandelt worden seien, suchten nach ihm,

dass  er  infolgedessen  nach  C. geflüchtet  sei,  wo die  nach  ihm Su-
chenden seine Spur jedoch wieder aufgenommen hätten,

dass  er  sein  Heimatland  sodann  an  Bord  eines  Schiffes  verlassen 
habe und damit in ein ihm unbekanntes Land gelangt sei,

dass das BFM mit  Verfügung vom 7. September 2009 – eröffnet am 
8. September 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei bei seiner Ankunft im EVZ B. sowie anlässlich der 
Kurzbefragung  aufgefordert  worden,  innert  48  Stunden  rechts-
genügliche Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, wobei er dieser 
Aufforderung bis dato keine Folge geleistet habe,

dass  er,  nachdem er  bei  der  Anhörung  zu den Asylgründen gefragt 
worden sei, welche Schritte er zur Beschaffung von Reise- oder Identi-
tätspapieren  unternommen habe,  angegeben habe,  er  habe  gehofft, 
jemanden  zu  treffen,  der  seine  Angehörigen  in  Nigeria  kontaktieren 
könne (vgl. Anhörungsprotokoll vom 28. Juli 2009; A8/8, S. 2),

dass eine solche Antwort  zusätzlich dazu beitrage, die Überzeugung 
zu  verstärken,  wonach  die  Ausführungen  zur  kostenlosen  Reise  mit 
dem Schiff in ein unbekanntes Land stereotyp seien,

dass somit darauf zu schliessen sei, der Beschwerdeführer versuche, 
die wahren Umstände seiner Reise in die Schweiz zu verheimlichen,

dass er in Wirklichkeit wohl mit seinen Papieren gereist sei und mit de-
ren Nichtabgabe beabsichtige, seine Identität zu verbergen oder eine 
allfällige Wegweisung zu erschweren,

dass  daher  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem  Beschwerdeführer  verunmöglichten,  gültige  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer keinen der in Art. 3 Abs. 1 AsylG abschlie-
ssend aufgeführten Verfolgungsgründe geltend gemacht habe,

dass  ihm demnach wegen der  geltend gemachten Probleme im Zu-
sammenhang mit der Vernichtung des Schreins nicht der einem Flücht-
ling im Sinne von Art. 3 AsylG zu gewährende Schutz zukommen kön-
ne,

dass es sich darüber hinaus eigentlich erübrigen würde, die Vorbrin-
gen  des  Beschwerdeführers  auf  ihre  Glaubhaftigkeit  im  Sinne  von 
Art. 7 AsylG zu überprüfen,  zumal es sich um blosse Behauptungen 
handle, die durch keinerlei Beweismittel untermauert würden,

dass sich die Aussagen auf einen allgemeinen Kontext beziehen wür-
den, der nachweisbar wäre, falls sich die geschilderten Ereignisse tat-

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sächlich  zugetragen  hätten  (Angriffe,  Brandstiftung,  Mord  mehrerer 
Personen),

dass es im Weiteren gemäss der Rechtsprechung für die Annahme ei-
ner  begründeten  Furcht  vor  Verfolgung  nicht  genüge,  seitens  Dritter 
von der Suche nach der eigenen Person erfahren zu haben,

dass der Beschwerdeführer angegeben habe, sein Freund habe ihm 
mitgeteilt, dass er gesucht werde (vgl. a.a.O., S. 5),

dass er darüber hinaus geltend gemacht habe, die Frau, bei der er in 
einem Restaurant angestellt gewesen sei, habe ihn angerufen und ge-
warnt, man suche ihn (vgl. Befragungsprotokoll vom 6. Juli 2009; A4/9, 
S. 5),

dass  die  Furcht  des  Beschwerdeführers  vor  Verfolgung  somit  einzig 
auf Aussagen Dritter beruhe, und seine Vorbringen durch keinerlei Be-
weismittel gestützt würden,

dass die Vorbringen angesichts ihrer Unhaltbarkeit als unglaubhaft zu 
qualifizieren seien,

dass  er  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  und  Art.  7  AsylG 
nicht erfülle, und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  auf-
grund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass infolgedessen in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. September 2009 ge-
gen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vollum-
fänglich aufzuheben und sein Asylgesuch vom 2. Juli 2009 gutzuhei-
ssen,  eventuell  sei  die  Wegweisungsverfügung  aufzuheben  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 

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20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde - mit  Ausnahme des Antrags auf  Gutheissung des Asylge-
suchs (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73, E. 5.6.5 S. 90 f.) - einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingsei-
genschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf-
grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten da-
von ausgeht, dass der Beschwerdeführer die ihm obliegende gesetzli-
che Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) missachtet hat,

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dass  darüber  hinaus  in  der  angefochtenen  Verfügung  überzeugend 
dargelegt  wurde,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass sich der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe insbeson-
dere mit der Wiederholung des Sachverhalts begnügt und darauf ver-
zichtet, sich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen,

dass der Beschwerdeführer – bei Wahrunterstellung seiner Vorbringen 
– als  einzigen Grund für  seine Ausreise Probleme mit  Drittpersonen 
nannte,

dass die  Verfügbarkeit  des staatlichen Schutzes  zu  prüfen ist,  wenn 
die Verfolgung nicht dem Staat oder Quasi-Staat zuzurechnen ist (vgl. 
WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in:  PETER UEBERSAX/BEAT RUDIN/THOMAS HUGI 
YAR/THOMAS GEISER {Hrsg.}  Ausländerrecht,  Handbücher  für  die  An-
waltspraxis, Band VIII, Basel 2009, S. 527 Rz. 11.9),

dass sich der Beschwerdeführer jedoch zur Ausreise entschloss, statt 
bei den heimatlichen Behörden Schutz zu suchen,

dass seine diesbezüglichen Vorbringen deshalb nicht als asylrelevant 
zu qualifizieren sind,

dass im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass sich sodann die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen 
klar präsentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
der eindeutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer 
erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

dass der Beschwerdeschrift nicht zu entnehmen ist, weshalb das Bun-
desverwaltungsgericht zu einer anderen Einschätzung als die Vorins-
tanz gelangen sollte,  zumal  nicht  dargetan wird,  inwiefern die Erwä-
gungen des Bundesamtes unzutreffend sein sollen,

dass sich angesichts  der gesamten Umstände die Erkenntnis  ergibt, 
es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses noch gar zur direkten Feststellung der Flüchtlingsei-

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genschaft  (Art.  32  Abs. 3  Bstn. b  und c  AsylG sowie  BVGE 2007/8 
E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

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dass darüber hinaus keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswid-
rige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatstaat 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass insbesondere davon auszugehen ist, der junge und gesunde Be-
schwerdeführer werde in seiner Heimat eine neue Existenz aufbauen 
können,  zumal  er  die  Schule  besuchte  und  über  Sprachkenntnisse 
(Englisch) verfügt,

dass aufgrund des Umstands, wonach er seit  seiner frühen Kindheit 
bis zur Ausreise in D., Nigeria, gelebt haben will, darauf zu schliessen 
ist, er verfüge dort über ein soziales Beziehungsnetz, welches ihm bei 
der Wiedereingliederung behilflich sein kann,

dass ihm ausserdem seine Tante mütterlicherseits wird behilflich sein 
können, zumal diese nach wie vor in D. lebt,

dass im Übrigen keine anderen persönlichen Gründe ersichtlich sind, 
aufgrund derer unter Umständen geschlossen werden könnte, der Be-
schwerdeführer  gerate  im Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenzbedro-
hende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung - übereinstim-
mend mit der Vorinstanz - als zumutbar zu bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

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dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Wegweisungs-
vollzug zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Aufnah-
me ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unbesehen einer allfälligen Bedürftig-
keit  des Beschwerdeführers abzuweisen ist,  da sich die Beschwerde 
als aussichtslos erwiesen hat,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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