# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 392dfbbd-f9c4-5f3d-ab24-548770b2e6f2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.01.2024 NT230001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NT230001_2024-01-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: NT230001-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Gautschi 

Urteil vom 12. Januar 2024 

 

in Sachen 

 

A._____ B._____,  
Gesuchstellerin, Rekurrentin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur., Executive MBA HSG X._____ 

 

betreffend Namensänderung 
 
Berufung gegen eine Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kan-

tons Zürich vom 13. Januar 2023 (2022-2961) 

 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 25/1.1, sinngemäss) 

Es sei das Gesuch um Änderung des Familiennamens nach Art. 30 
Abs. 1 ZGB von "B._____" zu "C._____" zu bewilligen. 

Verfügung des Gemeindeamtes des Kantons Zürich: 
(act. 2/1 = 25/19) 

I. Das Gesuch von B._____, A._____, geboren am tt. Januar 2000 in D._____ 
ZH, von Zürich ZH, wohnhaft in E._____ wird abgewiesen. 

 
II. Die Kosten des Verfahrens betragen 900.00 Franken und werden der Ge-

suchstellerin auferlegt. 
 
III [Rechtsmittel.] 
 
IV. [Mitteilung.] 
 

Verfügung der Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Zürich: 
(act. 15) 

I. Der Rekurs von A._____ [Vorname] B._____ [Nachname] gegen die Verfü-
gung des Gemeindeamtes des Kantons Zürich, Abteilung Zivilstandswesen, 
vom 22. August 2022 betreffend Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 1 
ZGB wird abgewiesen. 

 
II. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus 

a) einer Staatsgebühr von  Fr.  600.00 
b) den Schreibgebühren von Fr.  140.00 
c) den Kanzleiauslagen von Fr.  10.00 

Total  Fr.  750.00 
 
 werden der Rekurrentin auferlegt. Über die auferlegten Kosten stellt die 

Zentrale Inkassostelle am Obergericht des Kantons Zürich nach Eintritt der 
Rechtskraft separat Rechnung. 

 
III. Der Rekurrentin wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
IV [Rechtsmittel.] 
 
V. [Mitteilungen.] 

- 3 - 

 

Berufungsanträge: 
(act. 17 S. 2) 

"1. Die Verfügung des Kantons Zürich, Direktion der Justiz und des 
Innern, Generalsekretariat, vom 13. Januar 2023 (2022-
2961/SJILM) sei aufzuheben und das Gesuch um Namensände-
rung der Berufungsklägerin von bisher 'B._____' zu neu 'C._____' 
sei gutzuheissen. 

 2. Eventualiter sei die Verfügung des Kantons Zürich, Direktion der 
Justiz und des Innern, Generalsekretariat, vom 13. Januar 2023 
(2022-2961/SJ/LM) aufzuheben und die Sache im Sinne der Er-
wägungen zur Neubeurteilung und ggf. Ergänzung des Sachver-
halts an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten 
der Vorinstanzen bzw. des Kantons Zürich." 

Erwägungen: 

I.  

1.1. Die Gesuchstellerin, Rekurrentin und Berufungsklägerin (nachfolgend: Be-

rufungsklägerin) möchte ihren Familiennamen in Anwendung von Art. 30 Abs. 1 

ZGB von "B._____" zu "C._____" ändern. Hierfür reichte sie mit Eingabe vom 

27. Januar 2022 beim Gemeindeamt des Kantons Zürich (nachfolgend: Gemein-

deamt) ein Gesuchsformular, eine separate Begründung sowie weitere Beilagen 

ein (act. 25/1.1-1.3). Nachdem das Gemeindeamt der Berufungsklägerin mitgeteilt 

hatte, sie beabsichtige das Gesuch abzuweisen, und ihr eine Frist angesetzt hat-

te, um sich zu dieser geplanten Ablehnung im Sinne des rechtlichen Gehörs 

schriftlich zu äussern (act. 25/4), nahm sie mit Eingabe vom 21. März 2022 innert 

Frist Stellung (act. 25/5). Zudem ergänzte sie ihr Gesuch mit den Eingaben vom 

28. April 2022, 30. Mai 2022 und 30. Juni 2022 (act. 25/11.1, act. 25/15.1 und 

act. 25/17.1). Das Gemeindeamt wies das Gesuch der Berufungsklägerin mit Ver-

fügung vom 22. August 2022 ab (act. 2/1 = act. 15/19). 

1.2. Gegen diese Verfügung erhob die Berufungsklägerin mit Eingabe vom 

22. September 2022 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern (nachfol-

- 4 - 

gend: Vorinstanz; act. 1). Die Stellungnahme des Gemeindeamtes zum Rekurs 

erfolgte mit Eingabe vom 29. Oktober 2022 (act. 4). Nach Zustellung dieser Ein-

gabe an die Berufungsklägerin äusserte sie sich mit Eingabe vom 13. Oktober 

2022 erneut (act. 8). In der Folge wies die Vorinstanz den Rekurs mit Verfügung 

vom 13. Januar 2023 ab (act. 11 = act. 15 [Aktenexemplar] = act. 18).  

1.3. Mit Eingabe vom 16. Februar 2023 (Datum Poststempel) erhob die Beru-

fungsklägerin fristgerecht Berufung gegen die vorinstanzliche Verfügung (act. 17). 

Zudem stellte sie den prozessualen Antrag, es seien die für die Erstellung des  

vorinstanzlich behaupteten Sachverhaltes angebotenen Beweise abzunehmen 

und zu würdigen, soweit das Gesuch um Namensänderung nach Auffassung der 

angerufenen Rechtsmittelinstanz ohne Durchführung eines Beweisverfahrens 

nicht gutgeheissen werden könne (act. 17 S. 2). Die Akten der Vorinstanz und des 

Gemeindeamtes wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 1-13 und act. 25/1-

19). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

II. 

1.1. Namensänderungen stellen Sachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit dar; die 

Verfahren sind summarischer Natur (Art. 248 lit. e ZPO; vgl. BÜHLER, in: Gei-

ser/Fountoulakis, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Auflage, 2022, Art. 30 

N 13; BÜCHLER, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser, ZGB Kommentar, 

4. Auflage, 2021, Art. 30 N 7; OGer ZH NT160001 vom 29. Juni 2016 E. 2.2). Sie 

erfolgen nicht von Amtes wegen, sondern nur auf ein Gesuch hin. Für die Bewilli-

gung solcher Gesuche ist im Kanton Zürich der Regierungsrat zuständig (Art. 30 

Abs. 1 ZGB, § 45 Abs. 1 Ziffer 15 EG ZGB/ZH). Genauer gesagt besteht ein 

zweistufiger verwaltungsinterner Instanzenzug: Zunächst entscheidet das Ge-

meindeamt des Kantons Zürich über die Namensänderung (§ 66 und Anhang 3 

Ziff. 1.1 lit. b der Verordnung über die Organisation des Regierungsrates und der 

kantonalen Verwaltung [VOG RR], LS 172.11). Gegen dessen Entscheid steht der 

Rekurs an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich, General-

sekretariat, zur Verfügung (§ 19 b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspfle-

gegesetzes [VRG], LS 175.2). Der Entscheid der Direktion betreffend Namensän-

- 5 - 

derung kann mit Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich angefochten 

werden (§ 45 EG ZGB/ZH, § 50 lit. c GOG/ZH und § 176 GOG/ZH, Art. 308 

Abs. 1 lit. a ZPO), wobei sich dieses Verfahren nach den Bestimmungen der ZPO 

und den für den Zivilprozess geltenden Verfahrensbestimmungen des GOG rich-

tet (§ 176 Abs. 2 GOG/ZH).  

1.2. Die Berufung ist innert Frist schriftlich, mit Anträgen versehen und begrün-

det einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO; Art. 314 ZPO). Es kann die unrichtige 

Rechtsanwendung sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend 

gemacht werden (Art. 310 ZPO). Gerügt werden kann jede Rechtsverletzung und 

insbesondere auch die Unangemessenheit. Bei der Angemessenheitskontrolle hat 

sich die Rechtsmittelinstanz allerdings Zurückhaltung aufzuerlegen und insbeson-

dere nicht ohne Weiteres eigenes Rechtsfolgeermessen an die Stelle desjenigen 

der Vorinstanz zu setzen (vgl. BLICKENSDORFER, in: Brunner/Gasser/Schwander, 

ZPO Kommentar, 2. Auflage, 2016, Art. 310 N 8 ff.). Die Berufungsbegründung 

hat sich sachbezogen mit der Begründung des angefochtenen Entscheides aus-

einanderzusetzen; es ist konkret zu rügen und aufzuzeigen, weshalb und in wel-

chen Belangen der angefochtene Entscheid falsch sein soll und welche Doku-

mente diese Argumentation stützen (REETZ/THEILER, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-

ordnung, 3. Auflage, 2016, Art. 311 N 34 ff.). Neue Tatsachen und Beweismittel 

werden im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 

vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor Vorinstanz vor-

gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).  

1.3. Der bürgerliche Name einer Person ist grundsätzlich unveränderlich (BGE 

140 III 577 E. 3.2). Nach Art. 30 Abs. 1 ZGB kann allerdings die Regierung des 

Wohnsitzkantons einer Person die Änderung ihres Namens bewilligen, wenn 

"achtenswerte Gründe" vorliegen. Ob im Einzelfall solche Motive für eine Na-

mensänderung gegeben sind, ist eine Ermessensfrage, die von der zuständigen 

Behörde nach Recht und Billigkeit zu beantworten ist (Art. 4 ZGB). Dazu sind alle 

Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen und abzuwägen. Von 

vornherein für eine Namensänderung ausser Betracht fallen müssen Gründe, die 

- 6 - 

rechtswidrig, missbräuchlich oder sittenwidrig sind. Als Gründe für eine Namens-

änderung sind etwa solche moralischer, geistiger, seelischer, wirtschaftlicher oder 

administrativer Natur denkbar. Neben objektiven Gründen ist auch die subjektive 

oder gefühlsmässige Komponente der Begründung der gesuchstellenden Person 

zu berücksichtigen. Rein subjektive Empfindungen und Unannehmlichkeiten be-

gründen demgegenüber keinen Namensänderungsanspruch. Die angerufenen 

Gründe müssen objektiv nachvollziehbar bzw. einsichtig und in diesem Sinne von 

einer gewissen Schwere sein. Denn der Name darf seine identifizierende Funktion 

nicht verlieren und es geht nicht darum, den Grundsatz seiner Unveränderlichkeit 

zu umgehen. Die Bewilligung der Namensänderung darf sich nur auf Tatsachen 

stützen, von deren Vorhandensein sich die Behörde überzeugt hat. Wer eine Na-

mensänderung begehrt, muss beweisen, dass deren Voraussetzungen und dazu 

gehörigen Sachverhalte, die als achtenswerte Gründe angerufen werden, vorlie-

gen (BGE 145 III 49, E. 3.2 in: Pra 108 [2019] Nr. 76; OGer ZH NT160001 vom 

29. Juni 2016 E. III.1, m.w.H.; OGer ZH NT190001 vom 2. Oktober 2019 E. III/1; 

OGer ZH NT200002 vom 22. Dezember 2020 E. 3.3).  

III. 

1.  

1.1. Das Gemeindeamt wies das Gesuch der Berufungsklägerin um Namens-

änderung ab. Es erwog zunächst, dass für eine Familiennamensänderung die In-

tensität der Verbindung zum Elternteil, welcher den gewünschten Familiennamen 

trage, von entscheidender Bedeutung sei. Der engere Bezug zu einem Elternteil 

entstehe in der Regel in den Kinder- und Jugendjahren. Da die Berufungsklägerin 

während diesen Jahren bei ihrer Mutter gelebt und ihr Vater seit ihrem zweiten 

Lebensjahr in F._____ [Staat in Osteuropa] bzw. in G._____ [Staat in Osteuropa] 

gewohnt habe, sei der Bezug zum Familiennamen der Mutter, bei der sie (haupt-

sächlich) aufgewachsen sei, enger (act. 2/1 E. 2.3).  

1.2. Weiter seien die Vorbringen der Berufungsklägerin zu den möglichen Vor-

teilen des Familiennamens "C._____" bzw. die Nachteile des Familiennamens 

"B._____" in G._____ zurzeit nur hypothetischer Natur und könnten entsprechend 

- 7 - 

nicht rechtsgenügend überprüft werden. Solche Gründe würden den Beweisan-

forderungen nach Art. 30 ZGB keineswegs genügen. Daran könne auch ein Gut-

achten bzw. der Beizug eines Sachverständigen nichts ändern. Die Berufungsklä-

gerin müsse tatsächliche Nachteile mit dem Familiennamen "B._____" bzw. Vor-

teile mit dem Familiennamen "C._____" geltend machen können. Mögliche künfti-

ge Vor- bzw. Nachteile würden von vornherein ausser Betracht fallen. Sollte die 

Berufungsklägerin tatsächlich Nachteile aufgrund der Schreibweise "B._____" in 

G._____ erfahren (aufgrund der Buchstabenkombination "sch"), könne der Fami-

lienname – unter Nachweis des entsprechenden Nachteils – zu "B1._____" geän-

dert werden (act. 2/1 E. 2.4).  

1.3. Zur vorgebrachten Bedeutung der Namensänderung in emotionaler Hin-

sicht und mit Blick auf die weitere Persönlichkeitsentwicklung, die Identitätsbil-

dung und das Selbstwertgefühl der Berufungsklägerin erwog das Gemeindeamt, 

dass die Therapeutin der Berufungsklägerin, H._____, in ihrem Schreiben vom 

28. Juni 2022 in erster Linie die Gefühle und Wünsche der Berufungsklägerin 

wiedergegeben habe, ohne eine Diagnose zu stellen. Die Hinweise auf mögliche 

Vorteile auf dem Arbeitsmarkt und die Eröffnung eines Bankkontos hätten nichts 

mit einer psychotherapeutischen Einschätzung zu tun. Eine medizinische Not-

wendigkeit zur Änderung des Familiennamens gehe aus dem Schreiben nicht 

hervor. Auf das Schreiben der Therapeutin könne somit nicht abgestellt werden. 

Ausserdem sei die Therapeutin der Berufungsklägerin nicht im Psychologiebe-

rufsregister (PsyReg) eingetragen. Ohne diese Eintragung sei nicht überprüfbar, 

welche fachliche Qualifikation die betreffende Person ausweise, weshalb dem Be-

richt nur ein verminderter Beweiswert zukomme (act. 2/1 E. 2.7).  

1.4. Schliesslich spiele das Interesse der Eltern an der Namensänderung der 

volljährigen und urteilsfähigen Berufungsklägerin keine Rolle. Der blosse Wunsch 

an einer Namensänderung – auch wenn die Eltern diesen teilen – stelle keinen 

achtenswerten Grund zur Namensänderung dar (act. 2/1 E. 2.8).  

1.5. Als Fazit hielt das Gemeindeamt fest, dass keine achtenswerten Gründe 

i.S.v. Art. 30 Abs. 1 ZGB für eine Familiennamensänderung der Berufungskläge-

rin vorlägen (act. 2/1).  

- 8 - 

2.  

2.1. Die Vorinstanz erwog im Rekursverfahren zusammengefasst, es liege kei-

ne Verletzung des rechtlichen Gehörs der Berufungsklägerin vor. Das Gemeinde-

amt habe schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass auf gewisse Beweisan-

träge nicht eingegangen worden sei, weil sie für die Sachverhaltsermittlung unge-

eignet seien (act. 15 E. 5.3.).  

2.2. Weiter führte die Vorinstanz aus, es sei nachvollziehbar und nicht zu bean-

standen, dass das Gemeindeamt den geltend gemachten engeren Bezug zum 

Vater als zur Mutter nicht als nachgewiesen erachte. Die Berufungsklägerin sei 

nach der Trennung ihrer Eltern in der Schweiz bei der Mutter aufgewachsen, wäh-

rend sich ihr Vater seit ihrem zweiten Lebensjahr im Ausland befunden habe. Der 

blosse Wunsch der Stärkung der Beziehung zu einem Elternteil vermöge sodann 

klarerweise nicht als achtenswerter Grund für eine Namensänderung zu gelten.  

2.3. Zudem erwog die Vorinstanz, die Behauptung, die Berufungsklägerin habe 

mit ihrem angestammten Namen "B._____" (vor allem in G._____) Nachteile bzw. 

mit dem Familiennamen "C._____" Vorteile, überzeuge nicht. Es sei unklar, wann 

die Berufungsklägerin plane nach G._____ zu ziehen, und sie halte sich diesbe-

züglich auch vage. Damit sei nicht genügend konkret, dass ihr mit dem ange-

stammten Nachnamen "B._____" in G._____ tatsächlich Nachteile entstehen 

könnten. Bisher seien ihr keine solchen Nachteile widerfahren. Dass ein anderer 

Name im Alltag als praktischer angesehen werde, könne nicht als achtenswerter 

Grund für eine Namensänderung gelten. Gleich verhalte es sich selbstredend mit 

den geltend gemachten wirtschaftlichen Vorteilen des Namens "C._____". Dass 

der Familienname "C._____" in G._____ hohes gesellschaftliches Ansehen ge-

niesse, vermöge klarerweise keine Namensänderung zu begründen (act. 15 

E. 6.3 f.).  

2.4. Schliesslich hielt die Vorinstanz fest, die Berufungsklägerin bringe insge-

samt keine achtenswerten Gründe im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB für die Able-

gung des angestammten und die Annahme des neuen Nachnamens vor (act. 15 

E. 6.5). Entsprechend wies sie den Rekurs ab (act. 15 Dispositivziffer 1). 

- 9 - 

3.  

3.1. Die Berufungsklägerin beanstandet in der Berufungsschrift im Wesentli-

chen, die Vorinstanz habe den rechtlich erheblichen Sachverhalt falsch bzw. un-

vollständig festgestellt und das Recht unrichtig angewandt. Die Vorinstanz sei auf 

diverse ihrer Beanstandungen nicht eingegangen, weshalb sie nicht nur den 

Sachverhalt falsch festgestellt, sondern auch die Begründungspflicht und ihren 

Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe (act. 17 Rz. 19 ff.).  

3.2. Nachfolgend wird gegliedert nach den geltend gemachten achtenswerten 

Gründen im Einzelnen auf die Beanstandungen der Berufungsklägerin eingegan-

gen. Hinsichtlich der behaupteten Verletzungen der Begründungspflicht und des 

rechtlichen Gehörs ist vorab festzuhalten, dass sich aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV die Pflicht der Behörde ergibt, die Vor-

bringen einer Partei tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung 

zu berücksichtigen sowie die von ihnen angebotenen Beweismittel über erhebli-

che Tatsachen abzunehmen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass die Behörde 

sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne 

Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf für den Entscheid 

wesentliche Punkte beschränken. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, 

wenn die dargelegten Überlegungen eine sachgerechte Anfechtung des Ent-

scheides erlauben (VGer ZH VB.2021.00617 vom 16. Dezember 2021, E. 2.2 

m.w.H.). In Rekursentscheiden nach § 28 Abs. 1 VRG sind der Tatbestand kurz 

zu umschreiben und die Erwägungen zusammenzufassen. Soweit der Darstellung 

des Tatbestandes und den Erwägungen der Vorinstanz zugestimmt wird, kann auf 

sie verwiesen werden (§ 28 Abs. 2 VRG). Damit kann die Rekursinstanz im Ge-

gensatz zum erstinstanzlichen Entscheid aus Gründen der Verfahrensökonomie 

auf die Erwägungen der vorgehenden Instanz verweisen, wenn sie diesen Über-

legungen zustimmt (GRIFFEL, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz 

des Kantons Zürich, 3. Auflage, 2014, § 28 Rz. 5). 

- 10 - 

4.  

4.1. Bedeutung in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf die Persönlichkeits-

entwicklung, die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl 

4.1.1. Die Berufungsklägerin bringt vor, dass die beantragte Namensänderung für 

sie in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf ihre weitere Persönlichkeitsentwick-

lung, ihre Identitätsbildung und ihr Selbstwertgefühl im Allgemeinen von sehr 

grosser Bedeutung sei. Auf diese Tatsachenbehauptung habe die Vorinstanz zu 

Unrecht nicht abgestellt und die offerierten Beweise nicht abgenommen.  

4.1.2. Hinsichtlich der Nichtabnahme der angebotenen Beweismittel beanstandet 

die Berufungsklägerin, die Vorinstanz setze sich nicht genügend mit ihren Vor-

bringen auseinander. Zudem seien die vorinstanzlichen Erwägungen falsch 

(act. 17 Rz. 17 ff.). Die Vorinstanz hielt zu den offerierten Beweismitteln generell 

fest, das Gemeindeamt habe schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, weshalb 

auf gewisse Beweisanträge nicht eingegangen worden sei bzw. diese ungeeignet 

seien. Hierbei verwies sie auf die Erwägungsziffer 1 der Verfügung des Gemein-

deamtes (act. 2/1; act. 17 E. 5.3). Wie erwähnt, reicht ein solcher Verweis auf die 

Erwägungen der ersten Instanz aus verfahrensökonomischen Gründen als Be-

gründung des Entscheides aus, wenn die Rekursinstanz den Überlegungen der 

ersten Instanz zustimmt (siehe E. III.3.2). Entsprechend sind bei der Überprüfung 

der Beanstandungen – neben den Erwägungen der Vorinstanz – auch die Erwä-

gungen des Gemeindeamtes, auf die verwiesen wird, zu berücksichtigen. 

4.1.3. Zu den beantragten Befragungen der Eltern macht die Berufungsklägerin 

einerseits geltend, indem die Vorinstanz auf die Befragung ihres Vaters verzichtet 

habe, habe sie eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen. 

Andererseits habe es die Vorinstanz unterlassen, den Verzicht auf die offerierte 

Befragung der Mutter überhaupt zu begründen (act. 17 Rz. 20.2). Eine solche Be-

fragung beider Elternteile könne aber durchaus Aufschluss zur Behauptung, die 

Namensänderung vermöge die seelische Not der Berufungsklägerin zu lindern 

sowie ihr Identitäts- und Selbstwertgefühl weiter zu formen und zu verbessern, 

geben (act. 17 Rz. 20.2 mit Verweis auf Rz. 17). Das Gemeindeamt erwog hin-

- 11 - 

sichtlich der Abweisung der beantragten Befragung des Vaters, dass für die ent-

scheidende Behörde alleine der Wille der volljährigen und urteilsfähigen Beru-

fungsklägerin – und nicht derjenige ihrer Eltern – massgebend sei. Eine Befra-

gung des Vaters würde – wie auch die eingereichte Bestätigung des Vaters 

(act. 25/11.2) – keine entscheidrelevanten Erkenntnisse bringen (act. 2/1 E. 1.3). 

Nicht ausdrücklich begründet wurde der Verzicht auf eine Befragung der Mutter. 

Diesbezüglich gilt jedoch selbstredend dasselbe. Für die Namensänderung sind 

bei der volljährigen und urteilsfähigen Berufungsklägerin liegende Gründe ent-

scheidend. Inwiefern die Eltern zur Bedeutung der beantragten Namensänderung 

für die Berufungsklägerin in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf ihre Persön-

lichkeitsentwicklung, ihre Identitätsfindung und ihr Selbstwertgefühl tatsachenre-

levante Angaben machen könnten (vgl. act. 17 Rz. 20.2), legt die Berufungskläge-

rin nicht näher dar. Ausserdem liegen von beiden Elternteilen schriftliche Erklä-

rungen in den Akten, worin keinerlei Ausführungen zur möglichen Wirkung der 

Namensänderung auf die Persönlichkeitsentwicklung, die Identitätsfindung und 

das Selbstwertgefühl der Berufungsklägerin enthalten sind (act. 25/11.2 und 

act. 25/11.20). Da aus prozessökonomischen Gründen die behördliche Sachver-

haltsabklärung nicht weiter gehen soll, als zur Abklärung des rechtlich relevanten 

Sachverhaltes erforderlich (PLÜSS, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwal-

tungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Auflage, § 7 N 18), ist der vor-

instanzliche Verzicht auf eine Befragung der Eltern nicht zu beanstanden. Auch 

im Berufungsverfahren besteht hierzu kein Anlass.  

4.1.4. Weiter hat die Vorinstanz die Einholung eines Gutachtens bzw. den Beizug 

von Sachverständigen als Beweismittel zur Bedeutung der beantragten Namens-

änderung für die Berufungsklägerin in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf ihre 

weitere Persönlichkeitsentwicklung, ihre Identitätsbildung und ihr Selbstwertgefühl 

unterlassen. Zur Begründung verwies sie wiederum auf die Erwägungen des Ge-

meindeamtes (act. 2/1 Ziff. 1) und erwog zusätzlich, dass aus dem Empfehlungs-

schreiben der Psychotherapeutin (act. 25/17.2) nicht hervorgehe, dass die Beru-

fungsklägerin mit ihrem angestammten Familiennamen belastet sein sollte. Aus-

serdem sei in der Rekursschrift unbestritten geblieben, dass kein medizinischer 

- 12 - 

Notfall vorliege. Das Einholen eines psychologischen Gutachtens hätte den Rah-

men der Sachverhaltsermittlung somit gesprengt (act. 15 E. 5.3).  

 Die Berufungsklägerin beanstandet hierzu, dass – entgegen der Ansicht der 

Vorinstanz – die Namensänderung für sie aufgrund ihrer grossen Bedeutung in 

emotionaler Hinsicht durchaus medizinisch notwendig sei (act. 17 Rz. 42). Inwie-

fern dies der Fall sein soll legt sie aber nicht näher dar. Allein die pauschale Be-

hauptung, die beantragte Namensänderung würde dazu beitragen, ihr Identitäts- 

und Selbstwertgefühl weiter zu formen und zu verbessern (vgl. act. 17 Rz. 17 und 

Rz. 42), reicht als Begründung nicht aus. Es wäre im Rahmen der Mitwirkungsob-

liegenheit an der Berufungsklägerin gewesen, zumindest in den Grundzügen die 

relevanten psychischen Folgen und deren Zusammenhang mit dem Familienna-

men darzulegen. Denn es liegt trotz des geltenden Untersuchungsgrundsatzes 

nicht an der entscheidenden Behörde, eine mögliche psychopathologische Er-

krankung und deren allfälligen Zusammenhang mit dem Familiennamen der Beru-

fungsklägerin (vgl. act. 17 Rz. 42) zu erforschen. Die entscheidende Behörde ist 

zwar für die Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes verantwortlich, die be-

troffene Partei hat aber, insbesondere sofern sie – wie vorliegend – ein Gesuch 

gestellt hat, die dieses stützenden Tatsachen substantiiert darzulegen und die 

entsprechenden Beweismittel einzureichen (PLÜSS, a.a.O., § 7 N 3, 5 und 33; 

VGer ZH VB.2021.00617 vom 16. Dezember 2021, E. 2.2). Zudem ist anzumer-

ken, dass im Falle der anwaltlichen Vertretung einer verfahrensbeteiligten Person 

an den Untersuchungsgrundsatz tendenziell geringere Anforderungen zu stellen 

sind (PLÜSS, a.a.O., § 7 N 6 und 15). Entsprechend ist den Vorinstanzen zuzu-

stimmen, dass es der Berufungsklägerin nicht gelang, eine medizinische Notwen-

digkeit rechtsgenügend darzulegen (vgl. act. 2/1 E. 1.3; act. 15 E. 5.3), und ist der 

Verzicht auf die Anordnung eines Gutachtens bzw. Beizug eines Sachverständi-

gen nicht zu beanstanden. Dasselbe gilt auch für das vorliegende Berufungsver-

fahren. 

 Ferner bringt die Berufungsklägerin vor, dass – selbst wenn von ihr keine 

medizinische Notwendigkeit zur Änderung des Familiennamens behauptet wor-

den sei – ihre diesbezüglichen Tatsachenbehauptungen alleine bereits achtens-

- 13 - 

werte Gründe für die Namensänderung darstellten (act. 17 Rz. 20.4 und Rz. 43). 

Sie stellt sich auf den Standpunkt, die Namensänderung sei für sie in emotionaler 

Hinsicht und mit Blick auf ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung, ihre Identitäts-

bildung und ihr Selbstwertgefühl wichtig (act. 17 Rz. 43). Die subjektiven bzw. 

emotionalen Gründe für eine Namensänderung sind nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung unter dem Begriff der "achtenswerten Gründe" nicht ausser Acht 

zu lassen. Sie bedürfen aber – wie bereits erwähnt – einer gewissen Schwere 

(BGE 145 III 49, E. 3.2; BGer 5A_336/2020 vom 12. Juli 2021, E. 4.2; BGer 

5A_143/2023 vom 7. Juni 2023, E. 3.1). Die Vorbringen der Berufungsklägerin 

bleiben hinsichtlich ihrer emotionalen Gründe für die Namensänderung wenig 

konkret. Sie führt hierzu einzig aus, dass die Namensänderung dazu beitragen 

würde, ihre seelische Not aufgrund des in der Vergangenheit Versäumten zu lin-

dern sowie ihr Identitäts- und Selbstwertgefühl weiter zu formen und zu verbes-

sern. Sie wäre somit in emotionaler Hinsicht sowie mit Blick auf ihre weitere per-

sönliche Entwicklung und ihre Identitätsbildung, die mit ihren 23 Jahren noch nicht 

zum Abschluss gekommen sei, von sehr grosser Bedeutung. Die Berufungskläge-

rin unterlässt es näher zu beschreiben, worin diese "seelische Not" liege und wie 

sich diese auf ihr Leben und ihre Psyche auswirke. Ebenso geht aus den Einga-

ben der Berufungsklägerin – wie bereits oben erwogen – nicht hervor, inwiefern 

die Namensänderung für ihre persönliche Entwicklung, ihre Identitätsbildung und 

ihr Selbstwertgefühl entscheidend sei und sie mit der erforderlichen Intensität be-

einflussen könnte. Es wäre an der Berufungsklägerin gelegen, konkret und in 

nachvollziehbarer Weise zu beschreiben, in welcher Art und Intensität die Na-

mensänderung die persönliche Entwicklung und Identitätsbildung positiv beein-

flussen würde. Die Konkretisierung bzw. Substantiierung der vorgebrachten Tat-

sachenbehauptung kann nicht mittels Beweisofferten an einen Sachverständigen 

delegiert werden. Nach dem Gesagten ist der vorinstanzliche Verzicht auf die 

Einholung eines Gutachtens bzw. den Beizug eines Sachverständigen zur Bedeu-

tung der beantragten Namensänderung für die Berufungsklägerin in emotionaler 

Hinsicht und mit Blick auf ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung, ihre Identitäts-

bildung und ihr Selbstwertgefühl nicht zu beanstanden. Auch im vorliegenden Be-

- 14 - 

rufungsverfahren ist auf die Einholung eines Gutachtens bzw. das Beiziehen ei-

nes Sachverständigen zu verzichten. 

4.1.5. Festzuhalten ist, dass die pauschal geltend gemachten Auswirkungen der 

Namensänderung auf die persönliche Entwicklung, die Identitätsbildung und das 

Selbstwertgefühl der Berufungsklägerin nicht genügend nachvollziehbar und sub-

stantiiert behauptet wurden. Damit ist nicht zu sehen, dass die angeführten Grün-

de die notwendige Intensität und Schwere für die Bejahung eines achtenswerten 

Grundes im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB erreichen.  

4.2. Bedeutung für die Beziehung und Verbindung mit bzw. zum Vater 

4.2.1. Die Berufungsklägerin beanstandet, dass der Sachverhalt hinsichtlich der 

Bedeutung der beantragten Namensänderung für die Beziehung und Verbindung 

der Berufungsklägerin mit bzw. zu ihrem Vater im Besonderen unrichtig bzw. un-

vollständig festgestellt worden sei. Die Vorinstanz habe einzig angesichts des 

Umstandes, dass die Berufungsklägerin nach der Trennung der Eltern in der 

Schweiz bei ihrer Mutter und nicht bei ihrem im Ausland lebenden Vater aufge-

wachsen sei, auf einen engeren Bezug der Berufungsklägerin zur Mutter bzw. zu 

deren Familiennamen als zum Vater bzw. zu dessen Familiennamen geschlos-

sen. In der Rekursschrift habe die Berufungsklägerin diverse Beweismittel für ei-

nen engeren Bezug zu ihrem Vater bzw. zu dessen Familiennamen als zu ihrer 

Mutter bzw. zu deren Familienname offeriert, auf welche die Vorinstanz wiederum 

ohne schlüssige oder nachvollziehbare Begründung nicht eingegangen sei 

(act. 17 Rz. 23).  

 Weiter legt die Berufungsklägerin dar, dass sie unabhängig davon, mit wem 

sie eine engere Beziehung aufweise, das Bedürfnis habe, die Beziehung zu ihrem 

Vater zu leben, zu pflegen und zu stärken. Durch die Annahme von dessen Na-

men werde sie sich näher mit ihm verbunden fühlen. Dies stelle für sich alleine  

oder zumindest im Rahmen einer Gesamtbetrachtung sämtlicher Vorbringen ei-

nen achtenswerten Grund für die Namensänderung dar. Die Erwägung der Vo-

rinstanz, dass der blosse Wunsch der Stärkung der Beziehung zu einem Elternteil 

nicht als achtenswerter Grund für eine Namensänderung zu gelten vermöge, sei 

- 15 - 

falsch. Ausserdem sei der Sachverhalt von der Vorinstanz verkürzt dargestellt 

worden, da neben diesem geltend gemachten Grund noch verschiedene weitere 

achtenswerte Gründe für die beantragten Namensänderung vorlägen (act. 17 

Rz. 49).  

4.2.2. Zunächst ist festzuhalten, dass die Berufungsklägerin die Feststellung der 

Vorinstanz, wonach sie ab der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter aufgewachsen 

sei und sich ihr Vater seit ihrem zweiten Lebensjahr im Ausland befunden habe 

(act. 15 E. 6.3), nicht beanstandet. Die Berufungsklägerin hat demnach ihre ge-

samten Kindes- und Jugendjahre bei ihrer Mutter in der Schweiz verbracht. Inwie-

fern sie – wie von ihr behauptet (act. 17 Rz. 23 mit Verweis auf act. 1 Rz. 33 und 

act. 8 Rz. 3) – insbesondere während ihren Jugendjahren emotional eine engere 

Nähe zu ihrem Vater gehabt haben soll, ist mangels konkreter Angaben nicht 

nachvollziehbar. Zentral ist vorliegend die Tatsache, dass die Berufungsklägerin 

wie ausgeführt faktisch seit ihrer frühesten Kindheit bei ihrer Mutter in der 

Schweiz aufgewachsen ist und auch ihre Jugendjahre bei ihr in der Schweiz ver-

bracht hat. Eine enge emotionale Beziehung mit dem im Ausland lebenden Vater 

ist der Berufungsklägerin keineswegs abzusprechen, diese ist jedoch grundsätz-

lich nicht mit der Beziehung eines Kindes zum Elternteil vergleichbar, mit wel-

chem es hauptsächlich aufwächst (vgl. auch OGer ZH NT210001 vom 

2. Dezember 2021, E. 5.3). Aus den Vorbringen der Berufungsklägerin sind keine 

besonderen Umstände erkennbar, um ausnahmsweise Gegenteiliges anzuneh-

men. Insbesondere wird von der Berufungsklägerin nicht geltend gemacht, dass 

die Beziehung zur Mutter in irgendeiner Form zerrüttet sei, sodass für sie die Na-

menstragung nicht mehr zumutbar wäre. Ferner ist die Vorinstanz darin zu bestä-

tigen (act. 15 E. 6.3), dass das alleinige Bedürfnis der Berufungsklägerin, mit der 

Namensänderung die emotionale Beziehung zu ihrem Vater zu stärken, nicht die 

notwendige Schwere für die Annahme eines achtenswerten Grundes im Sinne 

von Art. 30 Abs. 1 ZGB zu erreichen vermag. Vielmehr führen eine Vielzahl von 

Personen eine emotional enge Beziehung zu einem ihrer Elternteile, ohne den-

selben Familiennamen zu teilen. Demnach erübrigt es sich, die offerierten Bewei-

se hierzu abzunehmen und es ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass die vorge-

brachte emotionale Bindung zum Vater und dessen Familiennamen nicht als aus-

- 16 - 

reichender achtenswerter Grund im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB zu qualifizieren 

ist. Auf die Gesamtwürdigung der Umstände wird nachfolgend eingegangen.  

4.3. Bedeutung mit Blick auf das wirtschaftliche, gesellschaftliche und ander-

weitige Fortkommen 

4.3.1. Zur Bedeutung der beantragten Namensänderung mit Blick auf ihr wirt-

schaftliches, gesellschaftliches und anderweitiges Fortkommen bringt die Beru-

fungsklägerin vor, im erstinstanzlichen Verfahren sei nie in Zweifel gezogen wor-

den, dass sie nach G._____ auswandern werde. Soweit dies von der Vorinstanz 

nun in Zweifel gezogen werde, seien erst die angebotenen Beweismittel abzu-

nehmen und zu würdigen (act. 25/11.1 Rz. 9). Dass sie vor der effektiven Aus-

wanderung die rechtskräftige Erledigung des vorliegenden Verfahrens abwarte 

bzw. bei Gutheissung ihres Gesuchs um Namensänderung mit dem neuen Na-

men ihr Leben in G._____ starten wolle, dürfe ihr nicht zum Nachteil gereichen. 

Die Erwägung der Vorinstanz, sie – die Berufungsklägerin – habe es unterlassen, 

ein konkretes Auswanderungsdatum zu nennen, verletze ihr Recht auf ein faires 

Verfahren. Sie habe auch ohne Nennung eines konkreten Auswanderungsdatums 

ihre Auswanderungsabsicht klar zum Ausdruck gebracht. Als Beweismittel hierfür 

habe sie die Befragung der Eltern und von ihr selbst, die schriftliche Erklärung des 

Vaters vom 26. April 2022 (act. 25/11.2) sowie die Bestätigung von I._____ Ltd. 

vom 11. April 2022 (act. 25/11.17) offeriert (act. 17 Rz. 26).  

 Weiter bringt die Berufungsklägerin vor, dass – entgegen den Erwägungen 

der Vorinstanz – die hypothetischen oder in Zukunft liegenden Nachteile des Na-

mens "B._____" bewiesen werden könnten. Ausserdem seien ihr bereits in der 

Vergangenheit bei der Verwendung des Namens "B._____" in G._____ regel-

mässig Nachteile entstanden (act. 17 Rz. 27 ff. und Rz. 51). Aus der schriftlichen 

Auskunft der Anwaltskanzlei J._____ (act. 25/13.1) gehe unter anderem hervor, 

dass der Name "C._____" – wegen seines Ansehens in G._____ – für die Beru-

fungsklägerin und ihre künftigen Pläne nützlich und praktisch sein könnte. Zudem 

schreibe das … Recht [des Staates G._____] im Amtsverkehr die … Sprache [des 

Staates G._____] und das kyrillische Alphabet vor. Dies sei bei ausländischen 

Namen mit Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet, die im kyrillischen Alpha-

- 17 - 

bet nicht bekannt seien, problematisch. Der Name "B._____" werde in der … 

Sprache [des Staates G._____] – aufgrund dessen Aussprache im lateinischen 

Alphabet – mit der Buchstabenkombination "B1._____" geschrieben. Damit wür-

den gewisse … Behörden [des Staates G._____] im Amtsverkehr – neben dem 

kyrillischen Alphabet – die lateinisch-… Schreibweise des Namens ("B1._____") 

und andere die ursprüngliche lateinische Schreibweise des Namens ("B._____") 

verwenden. Die damit einhergehenden erforderlichen Korrekturen wären mit ho-

hen Kosten und zeitlichen Verzögerungen verbunden (act. 17 Rz. 31). Diese 

schriftliche Auskunft der Anwaltskanzlei J._____ und die darin enthaltenen Vor-

bringen habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt. Somit sei der Sachverhalt un-

richtig bzw. unvollständig festgestellt worden (act. 17 Rz. 32).  

4.3.2. Wie die Vorinstanz richtig feststellte und auch die Berufungsklägerin in der 

Berufungsschrift nochmals bestätigt, handelt es sich bei den vorgebrachten Nach-

teilen des Familiennamens "B._____" um hypothetische Nachteile, welche eintre-

ten könnten, falls sie nach G._____ auswandern würde. Welche konkreten Nach-

teile die Berufungsklägerin in Vergangenheit mit dem Familiennamen "B._____" 

tatsächlich gehabt haben soll, geht aus der Berufungsschrift nicht hervor. Ob die 

behaupteten zukünftigen hypothetischen Nachteile tatsächlich entstehen werden, 

ist zurzeit offen. Den Nachteilen fehlt es zudem an der erforderlichen Intensität. 

Die von der Berufungsklägerin dargestellten möglichen praktischen Schwierigkei-

ten wegen des Unterschiedes zwischen der Schreibweise und der Aussprache 

des Namens stellen sich sowohl im In- wie auch im Ausland einer Vielzahl von 

Personen. Es entspricht einer alltäglichen Situation, dass ein Name gegenüber 

Drittpersonen buchstabiert werden muss. Die vorliegenden von der Berufungsklä-

gerin geltend gemachten hypothetischen Nachteile aufgrund der lateinischen 

Schreibweise und der … Aussprache [des Staates G._____] erreichen insgesamt 

eindeutig nicht die notwendige Schwere für die Annahme eines achtenswerten 

Grundes im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB. Zudem ist der Vorinstanz zuzustim-

men, dass zurzeit noch keineswegs klar ist, ob zukünftig tatsächlich Nachteile 

entstehen und in welchem Ausmass diese ausfallen werden. Demnach ist es un-

erheblich, ob die Berufungsklägerin genügend nachwies, ob und wann sie nach 

- 18 - 

G._____ auswandern werde. Die Abnahme von Beweismitteln zum Nachweis der 

Auswanderungsabsichten erübrigen sich damit.  

4.3.3. Offen gelassen werden kann, ob es der Berufungsklägerin – wie vom Ge-

meindeamt und der Vorinstanz erwogen – zumutbar wäre, die Schreibweise des 

Namens "B._____" in "B1._____" anzupassen, da die Namensänderung von 

"B._____" zu "B1._____" vorliegend nicht zu prüfen ist.  

4.3.4. Schliesslich ist hinsichtlich der geltend gemachten Vorteile der Vorinstanz 

zuzustimmen, dass die angebliche (nicht weiter konkretisierte) Verwandtschaft zu 

K._____ [Vorname] C._____ und das behauptete hohe gesellschaftliche Ansehen 

des Familiennamens "C._____" alleine keine achtenswerten Gründe zur Na-

mensänderung darstellen. Eine gegenteilige Ansicht würde die Identifikationsfunk-

tion und den Grundsatz der Unveränderlichkeit des Namens aushöhlen. Da nur 

über rechtserhebliche Tatsachenbehauptungen Beweise abzunehmen ist, hat die 

Vorinstanz – entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin – zu Recht auf die offe-

rierte Einholung eines Amtsberichts und einer schriftlichen Bestätigung der kroati-

schen Gemeinde L._____ zum Beweis der Verwandtschaft zu K._____ C._____ 

verzichtet (act. 17 Rz. 20.1; act. 15 E. 5.2 f. und E. 6.4). Worin die behaupteten 

wirtschaftlichen Vorteile des Namens "C._____" für die Berufungsklägerin konkret 

liegen würden, führt die Berufungsklägerin im Übrigen in der Berufungsschrift 

nicht aus. Demnach gelingt es ihr auch hinsichtlich der behaupteten wirtschaftli-

chen Vorteile nicht, achtenswerte Gründe im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB darzu-

tun. 

4.4. Abschliessend ist festzuhalten, dass die von der Berufungsklägerin vorge-

brachten Gründe – weder für sich genommen, noch in einer Gesamtbetrachtung – 

ausreichen, um eine Namensänderung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB zu recht-

fertigen. Entsprechend ist die Berufung abzuweisen und die Verfügung der Direk-

tion der Justiz und des Innern vom 13. Januar 2023 zu bestätigen.  

- 19 - 

IV. 

Die unterliegende Partei trägt die Prozesskosten (Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Da 

die Berufung vollumfänglich abzuweisen ist, sind diese Kosten der Berufungsklä-

gerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 700.– festzusetzen (§ 12 Abs. 1 

i.V.m. § 2 lit. a, c und d sowie § 8 Abs. 4 GebV OG). Ausgangsgemäss hat die 

Berufungsklägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Es wird beschlossen: 

1. Der prozessuale Antrag auf Abnahme der offerierten Beweise wird abgewie-

sen. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. Die Verfügung der Direktion der Justiz und 

des Innern vom 13. Januar 2023 wird bestätigt. 

2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 700.– 

festgesetzt und der Berufungsklägerin auferlegt. 

Für die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens wird der von der 

Berufungsklägerin geleistete Vorschuss von Fr. 700.– herangezogen. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Berufungsklägerin, an die Direktion der Justiz 

und des Inneren des Kantons Zürich und an das Gemeindeamt des Kantons 

Zürich, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die vorinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz und an das Gemeindeamt zurück. 

- 20 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw N.Gautschi 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 12. Januar 2024
	Rechtsbegehren: (act. 25/1.1, sinngemäss)
	Verfügung des Gemeindeamtes des Kantons Zürich: (act. 2/1 = 25/19)
	Verfügung der Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Zürich: (act. 15)
	Berufungsanträge: (act. 17 S. 2)
	Erwägungen:
	I.
	1.1. Die Gesuchstellerin, Rekurrentin und Berufungsklägerin (nachfolgend: Berufungsklägerin) möchte ihren Familiennamen in Anwendung von Art. 30 Abs. 1 ZGB von "B._____" zu "C._____" ändern. Hierfür reichte sie mit Eingabe vom 27. Januar 2022 beim Gem...
	1.2. Gegen diese Verfügung erhob die Berufungsklägerin mit Eingabe vom 22. September 2022 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern (nachfolgend: Vorinstanz; act. 1). Die Stellungnahme des Gemeindeamtes zum Rekurs erfolgte mit Eingabe vom 29...
	1.3. Mit Eingabe vom 16. Februar 2023 (Datum Poststempel) erhob die Berufungsklägerin fristgerecht Berufung gegen die vorinstanzliche Verfügung (act. 17). Zudem stellte sie den prozessualen Antrag, es seien die für die Erstellung des  vorinstanzlich ...
	II.
	1.1. Namensänderungen stellen Sachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit dar; die Verfahren sind summarischer Natur (Art. 248 lit. e ZPO; vgl. Bühler, in: Geiser/Fountoulakis, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Auflage, 2022, Art. 30 N 13; Büchler, ...
	1.2. Die Berufung ist innert Frist schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO; Art. 314 ZPO). Es kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Ar...
	1.3. Der bürgerliche Name einer Person ist grundsätzlich unveränderlich (BGE 140 III 577 E. 3.2). Nach Art. 30 Abs. 1 ZGB kann allerdings die Regierung des Wohnsitzkantons einer Person die Änderung ihres Namens bewilligen, wenn "achtenswerte Gründe" v...
	III.

	1.
	1.1. Das Gemeindeamt wies das Gesuch der Berufungsklägerin um Namensänderung ab. Es erwog zunächst, dass für eine Familiennamensänderung die Intensität der Verbindung zum Elternteil, welcher den gewünschten Familiennamen trage, von entscheidender Bede...
	1.2. Weiter seien die Vorbringen der Berufungsklägerin zu den möglichen Vorteilen des Familiennamens "C._____" bzw. die Nachteile des Familiennamens "B._____" in G._____ zurzeit nur hypothetischer Natur und könnten entsprechend nicht rechtsgenügend üb...
	1.3. Zur vorgebrachten Bedeutung der Namensänderung in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf die weitere Persönlichkeitsentwicklung, die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl der Berufungsklägerin erwog das Gemeindeamt, dass die Therapeutin der ...
	1.4. Schliesslich spiele das Interesse der Eltern an der Namensänderung der volljährigen und urteilsfähigen Berufungsklägerin keine Rolle. Der blosse Wunsch an einer Namensänderung – auch wenn die Eltern diesen teilen – stelle keinen achtenswerten Gru...
	1.5. Als Fazit hielt das Gemeindeamt fest, dass keine achtenswerten Gründe i.S.v. Art. 30 Abs. 1 ZGB für eine Familiennamensänderung der Berufungsklägerin vorlägen (act. 2/1).

	2.
	2.1. Die Vorinstanz erwog im Rekursverfahren zusammengefasst, es liege keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Berufungsklägerin vor. Das Gemeindeamt habe schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass auf gewisse Beweisanträge nicht eingegangen wo...
	2.2. Weiter führte die Vorinstanz aus, es sei nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, dass das Gemeindeamt den geltend gemachten engeren Bezug zum Vater als zur Mutter nicht als nachgewiesen erachte. Die Berufungsklägerin sei nach der Trennung ihrer...
	2.3. Zudem erwog die Vorinstanz, die Behauptung, die Berufungsklägerin habe mit ihrem angestammten Namen "B._____" (vor allem in G._____) Nachteile bzw. mit dem Familiennamen "C._____" Vorteile, überzeuge nicht. Es sei unklar, wann die Berufungskläger...
	2.4. Schliesslich hielt die Vorinstanz fest, die Berufungsklägerin bringe insgesamt keine achtenswerten Gründe im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB für die Ablegung des angestammten und die Annahme des neuen Nachnamens vor (act. 15 E. 6.5). Entsprechend wi...

	3.
	3.1. Die Berufungsklägerin beanstandet in der Berufungsschrift im Wesentlichen, die Vorinstanz habe den rechtlich erheblichen Sachverhalt falsch bzw. unvollständig festgestellt und das Recht unrichtig angewandt. Die Vorinstanz sei auf diverse ihrer Be...
	3.2. Nachfolgend wird gegliedert nach den geltend gemachten achtenswerten Gründen im Einzelnen auf die Beanstandungen der Berufungsklägerin eingegangen. Hinsichtlich der behaupteten Verletzungen der Begründungspflicht und des rechtlichen Gehörs ist vo...

	4.
	4.1. Bedeutung in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf die Persönlichkeitsentwicklung, die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl
	4.1.1. Die Berufungsklägerin bringt vor, dass die beantragte Namensänderung für sie in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung, ihre Identitätsbildung und ihr Selbstwertgefühl im Allgemeinen von sehr grosser Bede...
	4.1.2. Hinsichtlich der Nichtabnahme der angebotenen Beweismittel beanstandet die Berufungsklägerin, die Vorinstanz setze sich nicht genügend mit ihren Vorbringen auseinander. Zudem seien die vorinstanzlichen Erwägungen falsch (act. 17 Rz. 17 ff.). ...
	4.1.3. Zu den beantragten Befragungen der Eltern macht die Berufungsklägerin einerseits geltend, indem die Vorinstanz auf die Befragung ihres Vaters verzichtet habe, habe sie eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen. Andererseits habe...
	4.1.4. Weiter hat die Vorinstanz die Einholung eines Gutachtens bzw. den Beizug von Sachverständigen als Beweismittel zur Bedeutung der beantragten Namensänderung für die Berufungsklägerin in emotionaler Hinsicht und mit Blick auf ihre weitere Persönl...
	Die Berufungsklägerin beanstandet hierzu, dass – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – die Namensänderung für sie aufgrund ihrer grossen Bedeutung in emotionaler Hinsicht durchaus medizinisch notwendig sei (act. 17 Rz. 42). Inwiefern dies der Fall s...
	4.1.5. Festzuhalten ist, dass die pauschal geltend gemachten Auswirkungen der Namensänderung auf die persönliche Entwicklung, die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl der Berufungsklägerin nicht genügend nachvollziehbar und substantiiert behaupt...
	4.2. Bedeutung für die Beziehung und Verbindung mit bzw. zum Vater
	4.2.1. Die Berufungsklägerin beanstandet, dass der Sachverhalt hinsichtlich der Bedeutung der beantragten Namensänderung für die Beziehung und Verbindung der Berufungsklägerin mit bzw. zu ihrem Vater im Besonderen unrichtig bzw. unvollständig festgest...
	Weiter legt die Berufungsklägerin dar, dass sie unabhängig davon, mit wem sie eine engere Beziehung aufweise, das Bedürfnis habe, die Beziehung zu ihrem Vater zu leben, zu pflegen und zu stärken. Durch die Annahme von dessen Namen werde sie sich nähe...
	4.2.2. Zunächst ist festzuhalten, dass die Berufungsklägerin die Feststellung der Vorinstanz, wonach sie ab der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter aufgewachsen sei und sich ihr Vater seit ihrem zweiten Lebensjahr im Ausland befunden habe (act. 15 E...
	4.3. Bedeutung mit Blick auf das wirtschaftliche, gesellschaftliche und anderweitige Fortkommen
	4.3.1. Zur Bedeutung der beantragten Namensänderung mit Blick auf ihr wirtschaftliches, gesellschaftliches und anderweitiges Fortkommen bringt die Berufungsklägerin vor, im erstinstanzlichen Verfahren sei nie in Zweifel gezogen worden, dass sie nach G...
	Weiter bringt die Berufungsklägerin vor, dass – entgegen den Erwägungen der Vorinstanz – die hypothetischen oder in Zukunft liegenden Nachteile des Namens "B._____" bewiesen werden könnten. Ausserdem seien ihr bereits in der Vergangenheit bei der Ve...
	4.3.2. Wie die Vorinstanz richtig feststellte und auch die Berufungsklägerin in der Berufungsschrift nochmals bestätigt, handelt es sich bei den vorgebrachten Nachteilen des Familiennamens "B._____" um hypothetische Nachteile, welche eintreten könnten...
	4.3.3. Offen gelassen werden kann, ob es der Berufungsklägerin – wie vom Gemeindeamt und der Vorinstanz erwogen – zumutbar wäre, die Schreibweise des Namens "B._____" in "B1._____" anzupassen, da die Namensänderung von "B._____" zu "B1._____" vorlieg...
	4.3.4. Schliesslich ist hinsichtlich der geltend gemachten Vorteile der Vorinstanz zuzustimmen, dass die angebliche (nicht weiter konkretisierte) Verwandtschaft zu K._____ [Vorname] C._____ und das behauptete hohe gesellschaftliche Ansehen des Famili...
	4.4. Abschliessend ist festzuhalten, dass die von der Berufungsklägerin vorgebrachten Gründe – weder für sich genommen, noch in einer Gesamtbetrachtung – ausreichen, um eine Namensänderung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB zu rechtfertigen. Entsprechend...
	IV.
	Die unterliegende Partei trägt die Prozesskosten (Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Da die Berufung vollumfänglich abzuweisen ist, sind diese Kosten der Berufungsklägerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 700.– festzusetzen (§ 12 Abs. 1 i.V.m. §...

	Es wird beschlossen:
	1. Der prozessuale Antrag auf Abnahme der offerierten Beweise wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen. Die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern vom 13. Januar 2023 wird bestätigt.
	2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 700.– festgesetzt und der Berufungsklägerin auferlegt.
	3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Berufungsklägerin, an die Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Zürich und an das Gemeindeamt des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...