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**Case Identifier:** 0176581e-0102-57a2-a204-9622f714e6ad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2022 200 2021 678
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-678_2022-03-17.pdf

## Full Text

200 21 678 IV
SCI/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. März 2022

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Stiftung C.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 25. August 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte …, meldete sich erstmals im November 2010 unter Hinweis auf 
körperliche Schmerzen, wechselnde Symptome (Schlafstörungen, Rücken-
schmerzen, schlechtes Hören, Leistenprobleme) bei der Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Am 14. Dezember 2012 unter-
zog sich die Versicherte einer Operation an der Hüfte (vgl. AB 36/6). Die 
IVB traf erwerbliche und medizinische Abklärungen und sprach der Versi-
cherten unter anderem eine vom 1. Februar 2016 bis am 28. Februar 2018 
dauernde Umschulung zur … zu (AB 104; Beschwerdebeilage [BB] 5). Per 
9. Juli 2018 trat die Versicherte eine Stelle als … in einem Pensum von 
zunächst 100 % und ab 1. November 2018 von 80 % an (AB 152/2, 160/2), 
worauf die IVB die Arbeitsvermittlung abschloss (AB 159). Mit Verfügung 
vom 25. September 2018 (AB 157) sprach die IVB der Versicherten für den 
Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2013 eine befristete 
ganze Rente zu und verneinte einen darüber hinausgehenden Rentenan-
spruch. Die Verfügung wurde nicht angefochten. Auf eine erneute Anmel-
dung zum Leistungsbezug von November 2019 (AB 161) trat die IVB mit 
Verfügung vom 10. August 2020 (AB 174) mangels einer glaubhaft ge-
machten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht ein.

B.

Im September 2020 meldete sich die Versicherte abermals zum Leistungs-
bezug an und machte eine Verschlechterung ihres psychischen Gesund-
heitszustandes geltend (AB 179). Die IVB tätigte medizinische und erwerb-
liche Abklärungen. Insbesondere holte sie ein psychiatrisches Gutachten 
(Expertise vom 3. Februar 2021, AB 201.1) und einen vom 13. April 2021 
datierenden Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (AB 204) ein. Gestützt 
darauf, nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 206, 216) und 
diesbezüglicher Stellungnahme des Bereichs Abklärungen (AB 219) ver-

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neinte die IVB mit Verfügung vom 25. August 2021 (AB 221) bei einem 
Invaliditätsgrad von 34 % einen Rentenanspruch.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 27. September 2021 Beschwerde. Sie bean-
tragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache der 
gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer 
Abklärungen und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Oktober 2021 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 18. Januar 2022 wurde die Stiftung C.________ (Beige-
ladene) zum Verfahren beigeladen und die Beschwerdeführerin aufgefor-
dert, Unterlagen betreffend den Abschluss der Umschulung zur … und ent-
sprechende Diplome einzureichen.

Mit Eingabe vom 26. Januar 2022 teilte die Beigeladene mit, dass sie eine 
Leistungspflicht gegenüber der Beschwerdeführerin nicht nur deshalb ver-
neint habe, weil der erforderliche Invaliditätsgrad nicht erreicht worden sei, 
sondern auch, weil sie für den betreffenden Gesundheitsschaden nicht zu-
ständig sei.

Mit Eingabe vom 7. Februar 2022 reichte die Beschwerdeführerin ein Di-
plom über die absolvierte Umschulung sowie weitere medizinische Unter-
langen ein.

Mit Stellungnahme vom 14. Februar 2022 hielt die Beschwerdegegnerin an 
ihrem Abweisungsantrag fest. Die Beschwerdeführerin liess sich nicht er-
neut vernehmen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. August 2021 
(AB 221). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. Da sich die ange-
fochtene Verfügung darauf beschränkt, bildet demgegenüber ein allfälliger 
(erneuter) Anspruch auf berufliche Massnahmen nicht Streitgegenstand 
des vorliegenden Verfahrens (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV 
Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ord-
nenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213) und die ange-
fochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung vom 
19. Juni 2020 datiert, ist der Rentenanspruch nach den bis 31. Dezember 
2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 

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2.4 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung).

2.5.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheb-
lichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invali-
denversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Wurde eine 
Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine 
neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt 

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ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Erheblich 
ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der An-
spruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls 
sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 
2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). 

2.5.2 Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung oder dem Re-
visionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen. 
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 69).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 110 E. 3.1). Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann 
eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine 
weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn 
diese veränderten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 
E. 5.2 S. 12; SVR 2020 IV Nr. 25 S. 84 E. 3). Unerheblich unter revisions-

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rechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 
147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105). 

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach aArt. 17 Abs. 1 
ATSG – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten 
materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung von September 
2020 (AB 179) eingetreten und hat in der angefochtenen Verfügung vom 
25. August 2021 (AB 221) materiell über den Rentenanspruch befunden, 
weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu prüfen ist (vgl. vorne 
E. 2.5.1 f.; BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Aufgrund der insoweit übereinstimmenden medizinischen Akten ist erstellt 
und zwischen den Parteien denn auch zu Recht unbestritten, dass im mass-
gebenden Vergleichszeitraum (vgl. vorne E. 2.5.4) zwischen der Verfügung 
vom 25. September 2018 (AB 157) und der angefochtenen Verfügung vom 
25. August 2021 (AB 221) zufolge einer Verschlechterung des psychischen 
Gesundheitszustandes mit Eintritt in die psychiatrische Tagesklinik am 
24. Juni 2020 eine für den Rentenanspruch potentiell relevante Verände-
rung des medizinischen Sachverhalts eingetreten ist (vgl. AB 180, 182/4 f., 
201.1/26). Der Rentenanspruch ist daher nachfolgend allseitig frei zu prü-
fen (vgl. vorne E. 2.5.2).

3.2 Die Beschwerdegegnerin veranlasste zur Klärung des medizini-
schen Sachverhaltes eine versicherungsexterne psychiatrische Begutach-
tung. Im Gutachten vom 3. Februar 2021 (AB 201.1) diagnostizierte 
Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig knapp mittelgradige Episo-

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de ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.10), mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
nannte er den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-
10 F43.1), Differenzialdiagnose: Verdacht auf komplexe chronifizierte post-
traumatische Belastungsstörung (AB 201.1/15 f. Ziff. 6).

Zusammenfassend hielt er fest, in der aktuellen Untersuchung lasse sich 
eine knapp mittelgradige depressive Episode nachweisen. Ein Vergleich 
mit früheren Berichten lasse sich nicht wirklich machen, da sowohl im Be-
richt der behandelnden Psychologin als auch in demjenigen der mobilen 
Akutbehandlung keine Befunde beschrieben würden (AB 201.1/16-18 und 
21 in fine). Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung 
(PTBS) könne nicht bestätigt werden. Gleichzeitig müsse jedoch erwähnt 
werden, dass die Beschwerdeführerin die traumatisierenden Erlebnisse des 
sexuellen Missbrauchs im Alter von 13 Jahren bis heute noch nicht wirklich 
habe verarbeiten können. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren lasse 
sich demnach lediglich ein Verdacht auf eine PTBS diagnostizieren. Diffe-
rentialdiagnostisch wäre an eine komplexe chronifizierte posttraumatische 
Belastungsstörung zu denken, wie sie von der aktuellen Therapeutin dia-
gnostiziert werde. Trotz dieser Diagnosen und auch der diversen depressi-
ven Episoden sei es der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit möglich 
gewesen, im Rahmen von 100 % zu arbeiten. Auch lasse sich aufgrund der 
aktuellen Untersuchung die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung nicht stellen (AB 201.1/18-21).

In der Tätigkeit als … sowie in einer anderweitigen angepassten Tätigkeit 
bestehe eine zumutbare Präsenz von 5.6 Stunden pro Tag ohne weiterge-
hende Einschränkungen der Leistungsfähigkeit entsprechend einer Arbeits-
fähigkeit von 70 %. Voraussetzung dafür sei, dass die Beschwerdeführerin 
bei ihrer Tätigkeit als … nicht sehr viel, respektive in einer angepassten 
Tätigkeit keine ausgeprägte Verantwortung übernehmen müsse und einer 
geregelten sowie strukturierten Tätigkeit nachgehen könne. Optimal wäre 
es, wenn die Beschwerdeführerin langsam in ihre Berufstätigkeit einsteigen 
könnte. Zum zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit liessen sich aufgrund 
der diesbezüglich unpräzisen Angaben der Beschwerdeführerin und der 
fehlenden Verlaufsangaben in den vorliegenden psychiatrischen Berichten 

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retrospektiv keine verlässlichen Aussagen machen. Approximativ könne 
davon ausgegangen werden, dass seit der Krankschreibung im Mai 2019 
bis zum aktuellen Untersuchungsdatum (25. Januar 2021 [AB 201.1/3 
Ziff. 1.3.3]) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben dürfte. Ab 
dem Untersuchungsdatum sei noch von einer 30%igen Einschränkung der 
Arbeitsunfähigkeit auszugehen, wobei der Übergang von der 100%igen zur 
noch 30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit selbstredend fliessend 
gewesen sei. Aus gutachterlicher Sicht werde eine Weiterführung der be-
stehenden Gesprächstherapie sowie eine zusätzliche medikamentöse anti-
depressive Behandlung empfohlen. Von diesen Massnahmen könne mit 
grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Be-
schwerdeführerin mittelfristig wieder ein zumindest 80%iges Arbeitspensum 
werde erreichen können (AB 201.1/24 ff.).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-

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ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2019 UV Nr. 31 S. 117 
E. 3, 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5).

3.4

3.4.1 Das psychiatrische Gutachten vom 3. Februar 2021 (AB 201.1) er-
füllt die Anforderungen der Rechtsprechung an eine beweiskräftige versi-
cherungsexterne Expertise (vgl. E. 3.3 hiervor). Die darin enthaltenen Fest-
stellungen und Ausführungen beruhen auf eingehenden fachärztlichen Ab-
klärungen und sind in Kenntnis bzw. Würdigung der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Ge-
stützt darauf hat der Gutachter die Befundlage, die medizinischen Zusam-
menhänge und die daraus zu ziehenden Schlüsse zum Gesundheitszu-
stand sowie zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nach-
vollziehbar dargestellt und überzeugend begründet. Er hat sich dabei aus 
medizinischer Sicht auch zu den Ressourcen und Beschränkungen unter 
Berücksichtigung der Standardindikatoren geäussert (vgl. dazu vorne 
E. 2.3). Das Gutachten ist in sich widerspruchsfrei, schlüssig und überzeu-
gend.

3.4.2 Weder die übrigen medizinischen Akten, welche dem psychiatri-
schen Sachverständigen vorlagen (vgl. AB 201.1/3 ff.), noch der von der 
Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht vom 
14. September 2021 (BB 3) des behandelnden Psychiaters, med. pract. 
E.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, sind geeignet, konkrete Zweifel an der Vollständigkeit und Schlüssig-
keit des psychiatrischen Gutachtens zu wecken. So sind den besagten Be-
richten keine wichtigen Aspekte, insbesondere hinsichtlich der Befundlage 
oder deren diagnostischen Bedeutung, zu entnehmen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Die gestützt 

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auf denselben medizinischen Sachverhalt erfolgte abweichende Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit durch den behandelnden Psychiater gibt keinen 
Anlass, die gutachterlichen Schlussfolgerungen in Frage zu stellen (vgl. 
vorne E. 3.3). Med. pract. E.________ stützte sich hinsichtlich der von ihm 
attestierten deutlich höheren Arbeitsunfähigkeit massgeblich auf die Dia-
gnose einer PTBS (ICD-10 F43.1 [BB 3]). Dabei zählte er zwar die hierfür 
diagnostisch erforderlichen Symptome (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Inter-
nationale Klassifikation psychischer Störungen ICD-10 Kapitel V [F], 10. 
Aufl. 2015, S. 208) stichwortartig auf (vgl. BB 3 "Befund und Diagnose" am 
Ende), ohne diese jedoch überzeugend mit entsprechenden Befunden im 
konkreten Fall zu unterlegen und in einen nachvollziehbaren medizinischen 
Kontext zu stellen. Die von ihm angenommene Arbeitsunfähigkeit hat er 
zudem nicht nach Massgabe der sog. Standardindikatoren des strukturier-
ten Beweisverfahrens (vgl. vorne E. 2.3) verifiziert, was rechtsprechungs-
gemäss in Bezug auf die diagnostizierte PTBS von besonderer Bedeutung 
ist (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. Januar 2020, 
9C_548/2019, E. 6.3.1). 

Dr. med. D.________ setzte sich im Rahmen der Herleitung seiner Diagno-
sen ausführlich und differenziert begründet mit der Frage nach dem Vorlie-
gen einer PTBS auseinander. Er gelangte überzeugend begründet zum 
Schluss, dass sich in einer gesamthaften Würdigung des medizinischen 
Sachverhaltes lediglich der Verdacht auf eine PTBS ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse (AB 201.1/18 f.). Dabei legte er 
die bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der (retrospektiven) Befundla-
ge sowie der diagnostischen Abbildung offen, was – entgegen der Kritik 
des behandelnden Psychiaters – nicht gegen, sondern vielmehr ganz 
grundsätzlich für den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens spricht 
(vgl. Entscheide des BGer vom 21. Juni 2016, 9C_614/2015, E. 5.1 und 
vom 27. Juni 2016, 8C_261/2016, E. 4; SUSANNE BOLLINGER, Der Beweis-
wert psychiatrischer Gutachten in der Invalidenversicherung unter beson-
derer Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, Jusletter 
vom 31. Januar 2011, Rz. 24 mit Hinweisen). Invalidenversicherungsrecht-
lich kommt es zudem nicht in erster Linie auf die (genaue) Diagnose an, 
sondern darauf, welche Auswirkungen eine gesundheitliche Störung mit 
ihrer Beschwerdesymptomatik auf die Arbeitsfähigkeit hat (statt vieler: Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 13

scheid des BGer vom 28. Mai 2019, 9C_867/2018, E. 5.2.1 in fine). Zu den 
entsprechenden funktionellen Auswirkungen des psychischen Gesund-
heitsschadens nahm Dr. med. D.________ unter Bezugnahme auf die Er-
werbsbiografie der Beschwerdeführerin überzeugend begründet Stellung. 
Ferner ist auch bei der Beweiswürdigung zu beachten, dass die psychiatri-
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen 
kann. Sie eröffnet daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, inner-
halb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen 
möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte – wie vorlie-
gend der Fall – lege artis vorgegangen ist (statt vieler: Entscheid des BGer 
vom 8. Januar 2021, 8C_720/2020, E. 4.2 mit Hinweisen). Insoweit erge-
ben sich keine Anhaltspunkte, die begründete Zweifel an der gutachterli-
chen Beurteilung zu wecken vermöchten.

3.4.3 Sodann vermag auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin 
im Rahmen einer nach Erlass der angefochtenen Verfügung aufgenomme-
nen Arbeitsmarktlichen Massnahme (AMM) der Arbeitslosenversicherung 
lediglich ein Pensum von 40 % als … ausübte bzw. ausübt (vgl. Beschwer-
de S. 6; BB 4) keine Zweifel an der Einschätzung der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Gutachten zu wecken. 
Denn das dort wahrgenommene Pensum orientiert sich offensichtlich an 
der Einschätzung des behandelnden Psychiaters, welcher – in Abweichung 
vom psychiatrischen Gutachten – von einer höchstens 40%igen Leistungs-
fähigkeit ausging (vgl. BB 3/2; siehe dazu vorne E. 3.4.2). Die Frage nach 
den medizinisch-theoretisch noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleis-
tungen ist im Übrigen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesund-
heitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Einglie-
derungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven 
Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. etwa Entscheid des BGer vom 8. Ja-
nuar 2019, 8C_334/2018, E. 4.2.1). Zur subjektiven Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit (vgl. AB 201.1/14 Ziff. 3.2.11) nahm der Gutachter im Rah-
men der diagnostischen Herleitung sowie der Begründung der Arbeits-
fähigkeit ebenfalls Stellung (vgl. AB 201.1/19 und 23 f.).

Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich in diesem Zusammenhang 
sinngemäss rügt, dass vonseiten der IV keine beruflichen Massnahmen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 14

durchgeführt worden seien betrifft dies vorliegend nicht den Streitgegen-
stand (vgl. vorne E. 1.2) und es ist darauf hinzuweisen, dass die Be-
schwerdegegnerin mit Mitteilung vom 30. April 2021 (AB 207) einen ge-
genwärtigen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen verneinte, was von 
der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wurde. Vorliegend ist daher 
nicht weiter darauf einzugehen. Sollte sich die Beschwerdeführerin dem 
medizinischen Zumutbarkeitsprofil (vgl. hinten E. 3.5) entsprechend arbeits- 
und leistungsfähig fühlen, steht es ihr frei, sich erneut zum Bezug von Ein-
gliederungsmassnahmen der IV anzumelden.

3.5 Das psychiatrische Gutachten vom 3. Februar 2021 (AB 201.1) bil-
det eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung des anspruchsrelevan-
ten medizinischen Sachverhalts. Die Beschwerdeführerin ist demnach in 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … sowie einer anderweitigen ange-
passten strukturierten Tätigkeit ohne ausgeprägte Verantwortung ab dem 
25. Januar 2021 (Datum der gutachterlichen Untersuchung [AB 201.1/3 
Ziff. 1.3.3]) zu mindestens 70 % arbeitsfähig (AB 201.1/24 f.). Im erlernten 
Beruf als ... besteht unverändert eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus 
somatischer Sicht (vgl. AB 26, 39/2, 41/2). Angesichts der bereits vom Gut-
achter vorgenommenen Prüfung auch anhand der Standardindikatoren 
bedarf es keines (parallelen) gerichtlichen strukturierten Beweisverfahrens. 
Da selbst bei der Annahme, die aus psychiatrischer Sicht attestierte Ein-
schränkung sei invalidenversicherungsrechtlich relevant und damit bei der 
Bemessung des Invaliditätsgrades zu berücksichtigen, kein rentenbegrün-
dender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. hinten E. 5), kann derzeit auch offen 
gelassen werden, ob und wann mit einer verbesserten Therapie die 80%ige 
Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnte (vgl. AB 201.1/26).

4.

4.1 Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsscha-
dens ist vorab der erwerbliche Status der Beschwerdeführerin zu prüfen: 
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
25. August 2021 (AB 221) – gestützt auf die Beurteilung im Abklärungsbe-
richt Haushalt/Erwerb vom 13. April 2021 (AB 204) sowie die ergänzende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 15

Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 2. August 2021 (AB 219) – 
von der Anwendung der gemischten Methode zur Berechnung des Invali-
ditätsgrades (vgl. aArt. 28a Abs. 3 IVG) und einem Status von 80 % Er-
werbstätigkeit sowie 20 % Aufgabenbereich aus. Die Beschwerdeführerin 
macht geltend, dass sie im Gesundheitsfall vollzeitlich einer Erwerbstätig-
keit nachgehen würde, weshalb der Invaliditätsgrad anhand der allgemei-
nen Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen habe (Beschwerde 
S. 5 f.).

4.2 Vor der erstmaligen Anmeldung zum Leistungsbezug im November 
2010 (AB 1) absolvierte die Beschwerdeführerin zwischen 2005 und 2008 
die Berufslehre zur … EFZ (AB 31/3) und war daran anschliessend bis No-
vember 2009 zu 100 % bzw. danach noch zu 80 % auf dem erlernten Beruf 
erwerbstätig (vgl. AB 1/5 Ziff. 5.4, AB 10). Zum Grund der Pensumsredukti-
on gab die Beschwerdeführerin in der erstmaligen Anmeldung an, diese sei 
krankheitsbedingt erfolgt (AB 1/7 Ziff. 6.4). Hierzu ist auch dem Brief der 
psychiatrischen Dienste F.________ vom 30. November 2010 zu entneh-
men, dass die Pensumsreduktion vorgenommen worden sei, damit die Be-
schwerdeführerin mittels Therapien ihre Probleme besser angehen könne 
(AB 6; vgl. auch AB 12/3 Ziff. 1.4, 12/11). Am 14. Dezember 2012 unterzog 
sich die Beschwerdeführerin einer chirurgischen Hüftluxation links mit 
Pfannenrandtrimmung und Labrumrefixation (vgl. AB 36/6). Aufgrund der 
auch nach dem operativen Eingriff fortbestehenden körperlichen Ein-
schränkungen war die Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit als … 
aus somatischer Sicht dauerhaft nicht mehr zumutbar (AB 26, 39/2, 41/2), 
weshalb die Beschwerdeführerin mit Unterstützung der IV vom 1. Februar 
2016 bis am 28. Februar 2018 eine Umschulung zur … absolvierte 
(AB 104; BB 5). Während der Dauer der Umschulung wurde das Pensum 
auf 80 % festgelegt (AB 106/3), da gemäss den Erkenntnissen des vorgän-
gig absolvierten mehrmonatigen Aufbautrainings (vgl. AB 67, 75, 87) bei 
einem höheren Pensum die Gefahr einer psychischen Dekompensation 
bestanden hätte (AB 97/3). Nach Abschluss der Umschulung arbeitete die 
Beschwerdeführerin ab dem 9. Juli 2019 als … in einem Pensum von 
zunächst 100 % im Stundenlohn und ab dem 1. November 2018 von 80 % 
(AB 152/2, 160/2). Am 24. Mai 2019 leistete die Beschwerdeführerin krank-
heitsbedingt ihren letzten Arbeitstag; das Arbeitsverhältnis wurde von der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 16

Arbeitgeberin per 31. Juli 2019 zufolge der andauernden Arbeitsunfähigkeit 
gekündigt (AB 194/3 Ziff. 2.1-2.3). 

4.3 Aus dem voranstehend dargelegten Verlauf der Erwerbstätigkeit der 
Beschwerdeführerin erhellt, dass sowohl die Reduktion des ursprünglichen 
Vollzeitpensums im November 2009 wie auch die spätere Aufgabe der ur-
sprünglichen Berufstätigkeit als … aus gesundheitlichen Gründen erfolgten. 
Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesund-
heitsfall ihre vormalige Beschäftigung als … zugunsten einer Weiterbildung 
oder einer anderen Tätigkeit aufgegeben oder ihr Pensum aus freien Stü-
cken reduziert hätte, ergeben sich demgegenüber weder aus den Akten 
noch den echtzeitlichen Angaben der Beschwerdeführerin. Sie arbeitete im 
Zeitpunkt der Pensumsreduktion denn auch erst rund ein Jahr auf dem 
erlernten Beruf und hatte keine anderweitigen (familiären) Verpflichtungen. 
Damit übereinstimmend gab die – in diesem Zeitpunkt noch nicht anwaltlich 
vertretene – Beschwerdeführerin auch im Rahmen der Abklärung des er-
werblichen Status am 13. April 2021 an, dass sie im Gesundheitsfall in ei-
nem 100 %-Pensum erwerbstätig sein würde (AB 204/4 Ziff. 3.4). Insge-
samt ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Weiter-
führung der vollzeitlichen Beschäftigung als … im Gesundheitsfall auszu-
gehen. Soweit die Abklärungsperson bzw. der Bereich Abklärungen auf-
grund der zuletzt von der Beschwerdeführerin zwischen Juli 2018 und Mai 
2019 ausgeübten Beschäftigung als … in einem Pensum von 80 % von 
einem ebenso hohen erwerblichen Status ausgingen (vgl. AB 204/4 
Ziff. 3.4, 219/4), kann ihnen nicht gefolgt werden, weil es sich bei dieser 
Tätigkeit nicht um die Tätigkeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens han-
delt, sondern um die im Rahmen der Massnahmen der Invalidenversiche-
rung erlernte angepasste Tätigkeit. Dass die Beschwerdeführerin die Um-
schulung zur … sowie die nachfolgende Beschäftigung in einem reduzier-
ten Pensum absolvierte, war – in Übereinstimmung mit der Beurteilung der 
medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Gutachten 
(vgl. AB 201.1/25 f.) – durch die ausgewiesene psychische Instabilität und 
nicht durch die arbeitsmarktlichen Gegebenheiten oder persönlichen Nei-
gungen begründet. Die Beschwerdeführerin ist folglich als vollzeitlich Er-
werbstätige zu betrachten und der Invaliditätsgrad ist nach der allgemeinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 17

Methode des Einkommensvergleichs (vgl. dazu vorne E. 2.4) vorzuneh-
men.

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Die Neuanmeldung zum Leistungsbezug ist im Sep-
tember 2020 erfolgt (AB 179), weshalb unter Berücksichtigung der sechs-
monatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. vorne E. 2.4) der 
frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. März 2021 fällt, womit der Ein-
kommensvergleich grundsätzlich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. 
Da jedoch für das Jahr 2021 im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch 
nicht alle relevanten lohnstatistischen Zahlen vorgelegen haben, ist der 
Einkommensvergleich anhand der Zahlen für das Jahr 2020 vorzunehmen.

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BfS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 18

im Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes aktuellsten statistischen 
Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; Entscheid des BGer 
vom 27. November 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1). Da den Tabellenlöhnen 
generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine 
Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit 
erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

5.2.3 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskate-
gorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV 
Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurtei-
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

5.3 Die Beschwerdeführerin arbeitete im Anschluss an ihre berufliche 
Erstausbildung als gelernte … EFZ in einem Vollzeitpensum (AB 10), wobei 
davon auszugehen ist, dass sie im Gesundheitsfall weiterhin dieser Tätig-
keit nachgehen würde (vgl. vorne E. 4.3). Als … EFZ hätte sie im Zeitpunkt 
des Einkommensvergleichs pro 2020 mehr als drei Jahre Berufserfahrung 
und damit gemäss Art. 9.1 i.V.m. 9.3 des für allgemeinverbindlich erklärten 
(vgl. BBl 2020 8401) Gesamtarbeitsvertrags für das …- und … (GAV; ab-
rufbar:<https://www....) Anspruch auf einen Mindestlohn von Fr. 4'871.-- pro 
Monat zzgl. 13. Monatslohn (Art. 9.6 GAV), mithin Fr. 63'323.-- (Fr. 4'817.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 19

x 13). Demgegenüber würde das ausgehend von einem gemäss Angaben 
der vormaligen Arbeitgeberin im Gesundheitsfall im Jahr 2011 in einem 
Vollzeitpensum erzielte monatliche Einkommen von Fr. 4'495.-- zzgl. 
13. Monatslohn (vgl. AB 10/2 Ziff. 16) branchenspezifisch auf das Jahr 
2020 indexierte Valideneinkommen (BfS, Schweizerischer Lohnindex: In-
dex und Veränderung auf der Basis 2010 = 100, Nominallohnindex 2011-
2020, Ziff. 41-43 Baugewerbe/Bau: 101.0 [2011] bzw. 105.6 [2020]) 
Fr. 61'096.-- (Fr. 4'495.-- x 13 x 105.6 / 101.0) betragen, wobei für die Inde-
xierung mangels eines verfügbaren Indexwertes für Frauen auf den ge-
schlechterunabhängigen Totalwert abzustellen ist. Das indexierte Validen-
einkommen würde unterhalb des für die Branche geltenden Minimallohnes 
liegen, weshalb es für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nicht heran-
gezogen werden kann. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Be-
schwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall im Jahr 2020 als … 
zumindest ein dem branchenüblichen Mindestlohn entsprechendes Er-
werbseinkommen von Fr. 63'323.-- erzielt hätte. 

Für die Berechnung des Valideneinkommens nicht massgebend ist dem-
gegenüber das von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Tätigkeit als … 
in einem 80 %-Pensum erzielte Monatseinkommen von Fr. 5'200.-- (zzgl. 
13. Monatslohn; vgl. AB 194/5 Ziff. 2.11; 160/2). Denn hierbei handelte es 
sich – wie bereits erwähnt (vgl. vorne E. 4.3) – um eine leidensangepasste 
Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin erst im Anschluss an eine ent-
sprechende Umschulung mit Unterstützung der IV (vgl. AB 104; BB 5) auf-
nahm. Aus den Akten respektive den Angaben der Beschwerdeführerin 
ergeben sich keinerlei Anhaltpunkte, dass sie im Gesundheitsfall als … 
eine berufliche Entwicklung und ein entsprechend höheres Erwerbsein-
kommen realisiert hätte. Es kann daher nicht alleine aufgrund des Umstan-
des, dass die Beschwerdeführerin mit der erst nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens aufgenommenen Beschäftigung als … ein nunmehr höheres 
Erwerbseinkommen erzielen konnte, angenommen werden, sie hätte im 
Gesundheitsfall in der angestammten Tätigkeit als … eine vergleichbare 
Position bzw. ein entsprechendes Erwerbseinkommen erzielt (vgl. BGE 145 
V 141 E. 5.2.1 S. 144; SVR 2021 IV Nr. 29 S. 92 E. 2.2, 2018 IV Nr. 48 S. 
153 E. 4.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 20

5.4 Für das Invalideneinkommen ist angesichts der nicht verwerteten 
medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit auf die LSE-Tabellenlöhne 
abzustellen (vgl. vorne E. 5.2.2). Ausgehend vom gutachterlichen Zumut-
barkeitsprofil (vgl. AB 201.1/25) ist dabei auf den in der Regel anwendba-
ren Totalwert der allgemeinen LSE-Tabelle TA1 für Frauen (vgl. Entscheid 
des BGer vom 13. Juni 2018, 8C_212/2018, E. 4.4.1) im Kompetenzniveau 
1 abzustellen, entsprechend monatlich Fr. 4'371.-- (BfS, LSE 2018, Monat-
licher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau 
und Geschlecht, privater Sektor, TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 
1, Frauen, Total). Hochgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die wöchentli-
che Normalarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2020 (vgl. BfS, Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2020, Total) und indexiert 
auf das Jahr 2020 (BfS, Nominallohnindex, Frauen 2016-2020, T1.2.15, 
Total: 101.7 [2018] bzw. 103.6 [2020]) ist von einem Invalideneinkommen 
von Fr. 38’991.-- (Fr. 4’371.-- x 12 x 41.7 / 40.0 x 103.6 / 101.7 x 0.7) aus-
zugehen.

Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. vorne E. 5.2.3) ist vorliegend angesichts 
des breiten Zumutbarkeitsprofils (vgl. AB 201.1/25) und der mit der Um-
schulung erlangten, über das Kompetenzniveau 1 hinausgehenden und 
weiterhin verwertbaren Fähigkeiten nicht angezeigt. Auch sonst sind keine 
Umstände ersichtlich, die einen Abzug rechtfertigen vermöchten. So wirkt 
sich die verbleibende Restarbeitsfähigkeit unabhängig davon, ob sie voll-
schichtig umsetzbar ist, gemessen an der rechtsprechungsgemäss heran-
zuziehenden LSE-Tabelle T18 (Entscheid des BGer vom 15. April 2020, 
9C_782/2019, E. 3.2) gegenüber einer Vollzeitbeschäftigung nicht lohnsen-
kend aus (vgl. BfS, T18 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäf-
tigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, Schweiz 2018, ohne Ka-
derfunktion, Frauen, Teilzeit [50 % - 74 %]). Schliesslich wäre aufgrund 
einer allfällig erforderlichen verstärkten Rücksichtnahme vonseiten der 
Vorgesetzten und Arbeitskollegen – die im vorliegenden Fall nicht beson-
ders umfangreich wäre – kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt (Ent-
scheid des BGer vom 11. April 2019, 9C_233/2018, E. 3.1). Damit hat es 
beim Invalideneinkommen von Fr. 38'991.-- sein Bewenden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 21

5.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 24'332.-- (Fr. 63'323.-- ./. Fr. 38'991.--), ent-
sprechend einem rentenausschliessenden (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG) Invali-
ditätsgrad von 38 % (zur Rundungspraxis siehe BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123). Die Abweisung des Rentengesuchs mit Verfügung vom 
25. August 2021 (AB 221) erfolgte demnach im Ergebnis zu Recht. Die 
Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen. 

6.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Stiftung C.________

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2022, IV/21/678, Seite 23

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.