# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f9bd22e-fa37-5c44-bdc0-eacb01abc101
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.01.2024 UE230091
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230091_2024-01-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE230091-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., Oberrichter lic. iur. 

D. Oehninger und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie 

Gerichtsschreiber Dr. iur. D. Hasler 

Verfügung und Beschluss vom 12. Januar 2024

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

1. B._____, 
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
Beschwerdegegnerinnen

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____

betreffend Einstellung  

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
See/Oberland vom 8. März 2023, A-5/2021/10042219

- 2 -

Erwägungen:

I.

Am 7. Oktober 2021 ging bei der Polizei eine telefonische Anzeige durch die Ein-

satzzentrale Schutz & Rettung ein. A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

hatte in der Produktion von Backwaren in der Firma C._____ AG eine Walze beim 

Ofen 14 zu reinigen. Als die Beschwerdeführerin die Walze und das Förderband 

gereinigt habe, sei ihr rechter Arm in die Walze geraten, wodurch sie sich Frakturen 

des Ober- und Unterarms zugezogen habe. Gemäss Polizeirapport sei die Be-

schwerdeführerin von B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) aufgefordert 

worden, das Förderband und die Walze zu reinigen. Die Beschwerdegegnerin 1 

habe jedoch pflichtwidrig das betroffene Förderband nicht abgestellt (vgl. Urk. 8/1).

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland führte in der Folge eine Untersuchung durch, 

einerseits gegen die Beschwerdeführerin wegen Verletzung von Vorschriften über 

die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten i.S. des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung und andererseits gegen die Beschwerdegegnerin 1 we-

gen Körperverletzung etc. Die Staatsanwaltschaft kündigte den Parteien am 

30. August 2022 den Abschluss der Untersuchung an (Urk. 9) und stellte die Un-

tersuchungen schliesslich mit Einstellungsverfügungen vom 8. März 2023 ein 

(Urk. 8/11 = Urk. 3/3 = Urk. 4; Urk. 8/13).

Mit Eingabe vom 23. März 2023 liess die Beschwerdeführerin fristgerecht Be-

schwerde gegen die Einstellungsverfügung erheben, mit welcher das Verfahren ge-

gen die Beschwerdegegnerin 1 eingestellt wurde (Urk. 2, vgl. Urk. 8/14, Urk. 3/2). 

Sie stellte folgende Anträge:

"1. Es sei die angefochtene Einstellungsverfügung vom 8. März 2023 voll-

umfänglich aufzuheben und die Sache an die Staatsanwaltschaft See / 

Oberland zurückzuweisen verbunden mit der Weisung, die Untersu-

chung weiterzuführen und den mit der Eingabe vom 8. September 2022 

beantragten Beweisanträgen stattzugeben, sowie anschliessend An-

klage beim zuständigen Gericht zu erheben.

- 3 -

2. Es sei der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfah-

ren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und ihr sei ein unent-

geltlicher Rechtsbeistand in der Person des Unterzeichnenden zu be-

stellen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7 % Mehrwert-

steuer zulasten der Beschwerdegegnerinnen."

In Anwendung von Art. 390 Abs. 2 StPO konnte darauf verzichtet werden, die Be-

schwerdeschrift den Parteien zur Stellungnahme zuzusenden.

II.

Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO die Einstellung 

des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. 

Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz 

"in dubio pro duriore" zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die Staatsan-

waltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden 

Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, sofern die Erledigung 

mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn eine Ver-

urteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso 

wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei 

schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder 

Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrecht-

lichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung zustän-

dige Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1, Urteil des Bundesgerichts 6B_384/2019 

vom 21. August 2019 E. 3.1).

Die Beschwerdeführerin schilderte am 16. Oktober 2021 bei der Polizei, dass die 

Bänder zum Putzen verlangsamt werden müssen, an anderen Stellen müssten sie 

abgeschaltet sein. Wenn man in eine Maschine [zum Putzen] hinein müsse, dann 

müsse man die Maschine abschalten. Bei einigen Maschinen sei das automatisch, 

wenn man eine Türe zur Maschine öffne. Beim Band müsse abgeschaltet werden. 

"Oder verlangsamt, so dass man eben nicht verletzt wird." Beim ersten Mal, als sie 

- 4 -

am Ofen 14 geputzt habe, da habe die Maschinenfrau [die Beschwerdegegnerin 1] 

"verlangsamt, extrem verlangsamt" (Urk. 8/4/2 F/A 24 f.). An anderer Stelle sagte 

sie aus, beim ersten Mal habe sie am gleichen Ort geputzt, damals sei die Maschine 

sehr langsam gewesen. Die Beschwerdegegnerin 1 habe ihr damals gezeigt, wie 

es gehe mit dem Lumpen. Sie habe ihr gesagt, dass sie es sehr gut gemacht habe 

(Urk. 8/4/2 F/A 19). Gefragt nach dem Grund hierfür gab die Beschwerdeführerin 

an, sie nehme an, damit Leute nicht verletzt würden und damit man putzen könne 

(Urk. 8/4/2 F/A 26).

Zum Vorfall vom 11. Oktober 2021 führte sie gegenüber der Polizei telefonisch aus, 

dass sie nur wisse, dass sie habe putzen müssen. Sie wisse nicht, wie es genau 

passiert sei. Es sei alles sehr schnell gegangen. "Niemand hat mir gesagt, dass ich 

dort putzen solle." Es seien alle irgendwo am Putzen gewesen. Sie sei dann dort 

auf diese Seite gegangen. "Dafür war ich selber verantwortlich." Sie habe schon 

etwa dreimal an dieser Maschine gearbeitet und habe glaublich die Sicherheits-

schulung gehabt. Bis jetzt habe sie aber immer erst auf der anderen Seite geputzt. 

Die Maschine sei nicht abgeschaltet gewesen. Dort an dieser Maschine werde es 

nur schwer sauber. Bei anderen Maschinen, wo sie schon geputzt habe, sei die 

Maschine jeweils abgeschaltet gewesen oder sei ganz langsam gelaufen 

(Urk. 8/4/2 F/A 28).

Am 16. Oktober 2021 schilderte sie, die Beschwerdegegnerin 1 habe ihr am Unfall-

tag gesagt, dass sie dort putzen solle. Sie (die Beschwerdeführerin) verstehe, dass 

sie ihr (der Beschwerdegegnerin 1) auch hätte sagen sollen, sie solle die Maschine 

langsamer machen (Urk. 8/4/2 F/A 19). In der Folge wurde die Beschwerdeführerin 

darauf hingewiesen, dass sie das heute ein bisschen anders schildere als zum Zeit-

punkt der Anzeigeerstattung. Die Beschwerdeführerin antwortete, dass sie jetzt die 

Wahrheit gesagt habe. Am Telefon habe sie das so gesagt, weil sie niemanden in 

Schwierigkeiten habe bringen wollen. "Aber wenn ich jetzt verzeigt werde, muss ich 

die Wahrheit sagen." (Urk. 8/4/2 F/A 28). Sie habe schon immer gedacht, dass man 

[das Band] entweder abschalten müsse oder verlangsamen. "Das habe ich so ge-

lernt." Sie habe sich an dem Abend vom Unfall gefragt, warum sie (gemeint: die 

Beschwerdegegnerin 1) das nicht gemacht habe. Wahrscheinlich habe sie zu viel 

- 5 -

Stress gehabt. Sie habe der Maschinenfrau (Beschwerdegegnerin 1) nicht gesagt, 

sie solle das Band verlangsamen. "Es ging alles so schnell. Ich ging putzen und 

der Unfall passiert." Die Beschwerdegegnerin 1 sei ja dann als Erste bei ihr gewe-

sen und habe geschrien, aber den Stoppknopf nicht gedrückt (Urk. 8/4/2 F/A 37 f.). 

Die Beschwerdeführerin führte zum Putzvorgang aber auch aus, sie habe versucht 

das Band zu putzen, aber es sei nicht sauber geworden. Das sei manchmal, weil 

die Welle stark verschmutzt sei. Eine Kollegin von der Nachtschicht habe ihr einmal 

gezeigt gehabt, dass man dann erst mit der Luft die Welle, die sich dreht, putzen 

müsse. Sie habe das gemacht, aber es habe nichts genutzt. Sie habe dann mit dem 

Lumpen die Welle putzen wollen, die sich drehe, damit diese Verschmutzung weg-

gehe. Dann sei es passiert (Urk. 8/4/2 F/A 30).

Der Beschwerdeführerin wurde sodann ein von ihr unterschriebenes Formular be-

treffend das Sicherheitstraining an der Linie Ofen 14 vorgelegt, wonach das kor-

rekte Verhalten sei, dass die Maschine vor einem Eingriff abgestellt werden soll 

(Urk. 8/4/2 Beilage 3). Die Beschwerdeführerin antwortete, dass ihr dies nicht ge-

sagt worden sei und sie das nicht gewusst habe. "Aber ich bin auch kein Kind. Ich 

habe ja die Leute dort bei der Arbeit gesehen und habe gesehen, dass die Maschi-

nen abgestellt sind oder ganz langsam laufen." (Urk. 8/4/2 F/A 40).

Die Beschwerdeführerin hat innert Frist keinen Strafantrag wegen fahrlässiger Kör-

perverletzung gestellt (Urk. 8/11 S. 1). Dies wird von der Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde anerkannt (Urk. 2 S. 13). Soweit mit der Beschwerde geltend gemacht 

wird, die Beschwerdegegnerin 1 habe eventualvorsätzlich gehandelt bzw. eine 

eventualvorsätzliche Körperverletzung begangen (Urk. 2 S. 13), fehlen dafür An-

haltspunkte. 

Die Beschwerdeführerin mag von der Beschwerdegegnerin 1 zum Putzen aufge-

fordert worden sein. Dies allein ist jedoch keine Handlung, die nach dem üblichen 

Lauf der Dinge zu einer Körperverletzung führt. Die Beschwerdeführerin wusste 

nach eigenen Angaben, dass das Band lief und zum Putzen hätte verlangsamt oder 

gestoppt werden müssen. Davon konnte (insbesondere ausgehend von den Aus-

sagen der Beschwerdeführerin selbst) auch die Beschwerdegegnerin 1 ausgehen. 

Sie konnte sich gestützt auf die Schulung und Erfahrung der Beschwerdeführerin 

- 6 -

darauf verlassen. Umgekehrt konnte sie nicht damit rechnen, dass die Beschwer-

deführerin in die normal laufende Maschine greift und nicht wartet, bis diese abge-

stellt oder verlangsamt ist, hat die Beschwerdegegnerin 1 der Beschwerdeführerin 

doch nach deren eigenen Aussagen das Putzen mit dem Lappen bei sehr langsa-

mer Maschine gezeigt.

Würde der Beschwerdegegnerin 1 ein Verletzungswille oder Eventualvorsatz un-

terstellt, so hätte sie bei der Anweisung wissen oder in Kauf nehmen müssen, dass 

die Beschwerdeführerin nicht abwarten würde, bis das Band in einem reinigungs-

tauglichen Zustand bzw. verlangsamt oder gestoppt war. Dafür bestehen keine An-

haltspunkte. Vielmehr ist zu erwarten, dass eine Person, die zur Reinigung einer 

Maschine oder eines Förderbandes aufgefordert wird, mit dieser Reinigung erst be-

ginnt, wenn es dafür sicher ist. Davon konnte die Beschwerdegegnerin 1 auch aus-

gehen. So begann die Beschwerdeführerin auch zunächst mit Luft zu reinigen, und 

erst, als sie das Band dadurch nicht sauber brachte, griff sie zum Lappen und in 

die Maschine, ohne jedoch die Abschaltung oder zumindest die Verlangsamung 

der Maschine bei der Beschwerdegegnerin 1 zu verlangen, obwohl die Beschwer-

degegnerin 1 der Beschwerdeführerin die Reinigung mit dem Lappen nur bei sehr 

langsamer Maschine gezeigt hatte. Die Beschwerdeführerin macht sodann nicht 

geltend, sie sei gedrängt worden, die Reinigung durchzuführen, ohne das Verlang-

samen des Bandes abzuwarten.

Unter diesen Umständen mangelt es an einem Tatverdacht wegen eventualvor-

sätzlicher Körperverletzung durch die Anweisung, das Band zu putzen. Auch für 

eine fahrlässige schwere Körperverletzung, welche die Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde vorbringen lässt (Urk. 2 S. 14), fehlt es an genügenden Anhaltspunk-

ten für eine weitere Untersuchung. Einerseits durfte die Beschwerdegegnerin 1 sich 

darauf verlassen, dass die Beschwerdeführerin mit dem Lappen nur bei sehr lang-

samer Maschine reinigt, wie die Beschwerdegegnerin 1 ihr das gezeigt hatte. An-

dererseits reicht die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde keine ärztlichen Be-

richte ein, die objektiv eine schwere Körperverletzung belegen könnten, obwohl sie 

solche Berichte über ihre eigene Behandlung ohne Weiteres einreichen könnte und 

dafür nicht auf eine Beweiserhebung durch die Staatsanwaltschaft angewiesen ist. 

- 7 -

Mithin kann offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin eine einfache oder gar eine 

schwere Körperverletzung erlitten hat, wie in der Beschwerde vorgebracht wird 

(Urk. 2 S. 14).

Nicht weiter einzugehen ist auf die Ausführungen in der Beschwerde, es sei abzu-

klären, ob sich die Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin allenfalls wegen Verlet-

zung der Pflichten zum Schutz der Arbeitnehmer strafbar gemacht hat (vgl. Urk. 4 

S. 15 f.). Die angefochtene Einstellungsverfügung bezieht sich nur auf die Be-

schwerdegegnerin 1 und nicht auf weitere Personen.

Zusammenfassend besteht bereits gestützt auf die Aussagen der Beschwerdefüh-

rerin kein hinreichender Tatverdacht gegen die Beschwerdegegnerin 1 wegen 

eventualvorsätzlicher einfacher oder (auch nur fahrlässiger) schwerer Körperver-

letzung, der die Vornahme weiterer Untersuchungshandlungen oder gar die Erhe-

bung einer Anklage rechtfertigen würde. Die Aufforderung, ein Band zu putzen, ist 

offenkundig keine strafbare Handlung, wenn die aufgeforderte Person bewusst und 

aus freien Stücken nicht abwartet, bis es genügend verlangsamt oder gestoppt ist. 

Daran vermögen die Beweisanträge der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, zu-

mal vorliegend auf die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin abgestellt wird. 

Mithin hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchung zu Recht eingestellt. Dies führt 

zur Abweisung der Beschwerde.

III.

Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege sowie die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (Urk. 2 S. 2 und 

S. 16 f.).

Im Sinne einer Minimalgarantie hat gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV jede Person, die 

nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Der Privatkläger-

schaft wird gemäss Art. 136 Abs. 1 StPO die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, 

wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Zivilklage nicht als aus-

sichtslos erscheint. Aussichtslosigkeit ist anzunehmen, wenn die Gewinnaussich-

- 8 -

ten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernst-

haft bezeichnet werden können (BSK StPO-Mazzucchelli/Postizzi, 3. Aufl. 2023, 

Art. 136 N 14; Urteil des Bundesgerichts 1B_426/2020 vom 5. Januar 2021 

E. 3.3.2).

Der Standpunkt der Beschwerdeführerin erweist sich nach dem Dargelegten offen-

sichtlich als unbegründet, weshalb sich die Beschwerde (wie auch eine allfällige 

Zivilklage) von vornherein als aussichtslos erweist. Dementsprechend ist das Ge-

such der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-

zuweisen. Es erübrigen sich folglich Ausführungen zur Frage, ob die Beschwerde-

führerin ihre Mittellosigkeit hinreichend dargelegt hat.

Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b–d 

GebV OG auf Fr. 800.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Infolge Unterliegens ist der Beschwerde-

führerin weiter keine Entschädigung zuzusprechen. Die Beschwerdegegnerin 1 

hatte sich nicht vernehmen zu lassen; es besteht dementsprechend kein Entschä-

digungsanspruch.

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. A. Flury) 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Be-

schluss.

- 9 -

Sodann wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und der Beschwerdeführe-

rin auferlegt.

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an

 Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die 
Beschwerdeführerin

 Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, zweifach, für sich und die 
Beschwerdegegnerin 1, unter Beilage einer Kopie von Urk.  2 (gegen 
Empfangsbestätigung)

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad A-5/2021/10042219, unter 
Beilage einer Kopie von Urk.  2 (gegen Empfangsbestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad A-5/2021/10042219 (unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 8]; gegen Empfangsbestä-
tigung) 

 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bun-

desgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post 

- 10 -

oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben werden.

Zürich, 12. Januar 2024

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

lic. iur. A. Flury

Der Gerichtsschreiber:

Dr. iur. D. Hasler