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**Case Identifier:** 02630b25-daae-5e26-946a-4665d675f28b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.01.2024 I 2022 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-73_2024-01-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 73

Entscheid vom 12. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ meldete sich am 21. Oktober 1986 mit einer seit Geburt be-
stehenden "leichte[n] cerebrale[n] Bewegungsstörung / Kleinwuchs" bei der IV-
Stelle (erneut, vgl. frühere Leistungen insbesondere infolge Geburtsgebrechen, 
IV-act. 7) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1ff.). Mit Verfügung vom 30. Juni 1987 
wurde A.________ mit Wirkung ab 1. Juni 1986 bei einem IV-Grad von 35% eine 
Invalidenrente zugesprochen (IV-act. 9f.). Mit Verfügung vom 31. Januar 1989 
wurde die Verfügung vom 30. Juni 1987 ersetzt und A.________ mit Wirkung ab 
1. Juni 1986 eine IV-Rente bei einem IV-Grad von 40% zugesprochen (IV-act. 
19f.). Bei späteren Rentenrevisionen wurde der Gesundheitszustand (Klein-
wuchs, Status nach Diplegia spastica, Status nach Entwicklungsverzögerung, ab 
29.9.1998 zudem Sinusarrhythmie, IV-act. 51) jeweils als stationär beurteilt, eine 
rentenbeeinflussende Änderung wurde verneint bzw. ein veränderter IV-Grad 
(47%, IV-act. 46; 45%, IV-act. 50; 43%, IV-act. 56) wurde jeweils lediglich auf-
grund von Einkommensveränderungen ermittelt (vgl. IV-act. 38, 43, 52, 57). 

Nach Geburt ihres Kindes im Juli 2004 erfolgte am 17. Dezember 2004 eine 
Haushaltsabklärung (IV-act. 62f.), gestützt worauf die IV-Rente mit Verfügung 
vom 3. Februar 2005 per 1. April 2005 aufgehoben wurde. Die Bemessung er-
folgte aufgrund einer 100%-igen Tätigkeit im Haushalt ohne Einschränkungen 
(IV-act. 65).

B. Ab 24. November 2008 war A.________ wieder zu ca. 20% bis 30% als 
Reinigungs- und Küchenhilfskraft tätig. Am 29. August 2011 meldete sie sich bei 
der IV-Stelle zur Früherfassung an, aufgrund einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit 
seit 23. Dezember 2010 bei Müdigkeit, Schläfrigkeit und Erschöpfung (IV-act. 
66). Am 15. November 2011 (Posteingang) meldete sich A.________ bei der IV-
Stelle aufgrund von Müdigkeit und Durchfall erneut zum Leistungsbezug an (IV-
act. 74).

C. Nach Abklärungen bei den behandelnden Ärzten, beim Regionalen ärztli-
chen Dienst (RAD) sowie einem Abklärungsbericht Haushalt / Rente vom 
12. September 2013 (welcher sich nicht in den Akten befindet) bzw. einem Nach-
trag zum Abklärungsbericht vom 4. April 2014 (IV-act. 80ff., 111) sprach die IV-
Stelle A.________ mit Verfügung vom 23. Juli 2014 eine IV-Viertelsrente bei ei-
nem IV-Grad von 41% ab 1. Mai 2012 zu (IV-act. 119f.).

D. Im Februar 2018 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision (mit dem Revisi-
onsgrund Verordnungsänderung / Statusänderung) ein (IV-act. 123, 141-3/3). 
Nach einer Augenoperation aufgrund einer Cataracta senilis rechts am 14. No-
vember 2018 wurde am 26. April 2019 ein Haushaltsabklärungsbericht erstattet 

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(IV-act. 130, 132). Nach Beurteilung des RAD vom 27. Mai 2019 und 5. Novem-
ber 2019 erachtete die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung 
als notwendig (IV-act. 134, 143). Am 5. August 2020 erstattete die C.________ 
das MEDAS-Gutachten (IV-act. 162). Gestützt darauf lud die IV-Stelle 
A.________ mit Schreiben vom 18. September 2020 zur Förderung der Wieder-
eingliederung zum Gespräch ein (IV-act. 172). Nach einem Erstgespräch am 
28. September 2020 reichte A.________ vom 22. April 2021 bis 2. Juli 2021 je-
weils Arztzeugnisse bei 100%-iger und ab 3. Juli 2021 bei 75%-iger Arbeitsun-
fähigkeit ein (IV-act. 174ff., 195, 206-7/7, 207ff., 212, 218f., 221). Gleichzeitig 
wurde ein Job-Coaching gestartet, welches per 30. Oktober 2021 beendet wurde; 
A.________ hat eine Anstellung im Stundenpensum (als Reinigungsfachkraft für 
zunächst 2-3 Stunden alle 2 Wochen) erhalten (IV-act. 175, 177, 186, 188, 191). 
Daraufhin wurde am 10. November 2021 die Wiedereingliederung abgeschlos-
sen (IV-act. 192). Am 8. Februar 2022 unterzeichnete A.________ zudem einen 
Einsatzvertrag als Hilfsarbeiterin Reinigung auf Abruf (IV-act. 198).

E. Nach Einholung eines Verlaufsberichts beim Hausarzt sowie einer weiteren 
Stellungnahme des RAD am 29. März 2022 sah die IV-Stelle mit Vorbescheid 
vom 7. April 2022 vor, die bisherige Viertelsrente aufzuheben (IV-act. 195, 201, 
203). Dagegen liess A.________ am 23. Mai 2022 Einwände erheben (IV-act. 
206). Am 6. September 2022 erfolgte ein weiterer Abklärungsbericht Haushalt 
(IV-act. 211). Am 9. September 2022 ging ein Verlaufsbericht des Hausarztes ein 
(IV-act. 213) und am 19. September 2022 ging eine weitere Stellungnahme des 
RAD ein (IV-act. 215). Mit Vorbescheid vom 19. September 2022 (welcher den 
Vorbescheid vom 7.4.2022 ersetzte) sah die IV-Stelle weiterhin vor, die bisherige 
Viertelsrente aufzuheben (IV-act. 217). Dagegen liess A.________ keine Ein-
wände erheben. Mit Verfügung vom 9. November 2022 hob die IV-Stelle die bis-
herige Viertelsrente von A.________ nach Zustellung der Verfügung auf Ende 
des folgenden Monats auf (IV-act. 220).

F. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2022 (Postaufgabe) lässt A.________ ge-
gen die Verfügung vom 9. November 2022 fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:

1. ln Aufhebung der Verfügung vom 9. November 2022 sei der Versicherten 
weiterhin eine lV-Rente zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und zum Erlass 
einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz.
4. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung zu gewähren.

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G. Mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2023 beantragt die IV-Stelle die 
Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der 
Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit Vorbescheid vom 7. April 2022 sah die Vorinstanz die Aufhebung der 
bisherigen Viertelsrente bei Beurteilung nach der gemischten Methode mit 60% 
als Erwerbstätige und 40% im Aufgabenbereich Haushalt sowie einem ermittel-
ten IV-Grad von 7% (mit 1.5% Einschränkung im Haushalt und einem IV-Grad 
von 10% beim Erwerb gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 5.8.2020) vor 
(IV-act. 203). Dagegen liess die Beschwerdeführerin Einwände erheben und ins-
besondere geltend machen, dass ihr Sohn inzwischen volljährig sei und sie ei-
nem Vollpensum nachgehen würde, weshalb nicht mehr auf die im Jahr 2019 
vorgenommene Beurteilung abgestellt werden könne. Betreffend Ergebnis des 
MEDAS-Gutachtens liess die Beschwerdeführerin geltend machen, dass sie der-
zeit teilzeitlich als Reinigungsmitarbeiterin arbeite. Diese Tätigkeit sei ihr in einem 
Vollpensum nicht zumutbar, was durch die gutachterliche Umschreibung der zu-
mutbaren Tätigkeiten bestätigt werde. Der behandelnde Arzt attestiere und habe 
der Beschwerdeführerin denn auch seit Monaten eine 100%-ige bzw. 75%-ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die gutachterliche Beurteilung aus dem Jahre 2020 
sei somit aktuell nicht mehr gültig. Vielmehr dränge sich angesichts der Einschät-
zungen des Hausarztes eine ergänzende Sachverhaltsabklärung auf (IV-act. 
206).

1.2 Gestützt auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin liess die Vorinstanz 
eine weitere Abklärung im Haushalt vornehmen. Der Bericht wurde am 6. Sep-
tember 2022 erstattet (IV-act. 2011). Zudem holte sie eine ergänzende Stellung-
nahme des RAD ein (IV-act. 215). In der Folge ersetzte die Vorinstanz den Vor-
bescheid vom 7. April 2022, wobei ein Rückkommen auf einen Vorbescheid 
zulässig ist (vgl. Urteile BGer 9C_115/2007 vom 22.1.2008 E. 5; 9C_312/2014 
vom 19.9.2014 E. 2.2.1; Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversi-
cherung, Bern 2010). Mit Vorbescheid vom 19. September 2022 sah die Vorin-
stanz neu vor, die Beschwerdeführerin ab 1. August 2022 zu 100% als Erwerbs-
tätige zu beurteilen. Insoweit hat die Vorinstanz den Einwänden der Beschwerde-
führerin stattgegeben, was die Beschwerdeführerin mit Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde vom 12. Dezember 2022 anerkennt (vgl. Ziff. 2). Soweit die Beschwer-
deführerin die von der Vorinstanz angenommene Arbeitsfähigkeit bestritten und 
weitere Abklärungen verlangt hat, hat die Vorinstanz dem nicht stattgegeben und 

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weiterhin auf das MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 abgestellt. Die Vorin-
stanz ist neu von einem IV-Grad von 10% ab 1. August 2022 ausgegangen (IV-
act. 217).

1.3 Bei diesem geschilderten Verfahrensablauf ist es nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdeführerin daraufhin keine Einwände mehr gegen den Vorbe-
scheid vom 19. September 2022, sondern (erst) Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 9. November 2022 erhoben hat. Zum 
einen sieht Art. 59 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 die Teilnahme am vorin-
stanzlichen Verfahren nicht explizit vor, womit die Beschwerdelegitimation daher 
auch gegeben sein kann, wenn sich eine Partei nicht durchgehend und explizit 
am kantonalen bzw. verwaltungsinternen Verfahren beteiligt hat (vgl. hierzu Bol-
linger, BSK ATSG, Art. 59 N 7f. m.V.a. BGE 127 V 107 E. 2). Zum andern hat 
sich die Beschwerdeführerin am verwaltungsinternen Verfahren beteiligt und 
Einwände gegen den ersten Vorbescheid erhoben. Nachdem die Vorinstanz er-
gänzende Abklärungen getätigt und in diesem Punkt den Vorbringen der Be-
schwerdeführerin stattgegeben hat, während sie im anderen Punkt auf weitere 
Abklärungen verzichtet und an ihrem Standpunkt des ersten Vorbescheides fest-
gehalten hat, hätte die Beschwerdeführerin somit keine neuen Ausführungen 
vorbringen können. Damit kann auf die vorliegende Beschwerde ohne weiteres 
eingetreten werden. Von der Vorinstanz wird denn auch nichts Anderes geltend 
gemacht.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann 
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] vom 19.6.1959). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti-
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be-
dingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 

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Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 
ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 
invalid sind (lit. c).

2.3 Am 1. Januar 2018 traten die geänderten Bestimmungen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vom 17. Januar 1961 zur Er-
mittlung des Invaliditätsgrades bei Teilerwerbstätigen in Kraft. Gemäss der 
Übergangsbestimmung zur Änderung (Abs. 1) war für zum Zeitpunkt des Inkraft-
tretens der Änderung vom 1. Dezember 2017 laufende Dreiviertelsrenten, halbe 
Renten und Viertelsrenten, die in Anwendung der gemischten Methode zuge-
sprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung ei-
ne Revision einzuleiten.

2.4 Des Weiteren sind am 1. Januar 2022 die geänderten Bestimmungen des 
ATSG, der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV; SR 830.11) vom 11. September 2002, des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG; SR 831.20) vom 19. Juni 1959 sowie der IVV in Kraft 
getreten (Weiterentwicklung der IV). Die Revision umfasst u.a. eine Änderung 
der Bestimmung von Art. 17 Abs. 1 ATSG. Mit dem Wegfall der Rentenstufen der 
IV wurde eine Neudefinition der Erheblichkeitsschwelle einer Änderung des Inva-
liditätsgrades erforderlich. Anstelle der Verwendung des Begriffs der "Erheblich-
keit" werden die revisionsauslösenden Invaliditätsgradänderungen neu direkt im 
Gesetz aufgezählt. Der revidierte Art. 17 Abs. 1 ATSG sieht nun – anknüpfend an 
die Rechtsprechung im Bereich der UV – dementsprechend vor, dass Invaliden-
renten für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn der 
Invaliditätsgrad der rentenbeziehenden Person sich um mindestens 5 Prozent-
punkte ändert (lit. a) oder auf 100% erhöht (lit. b). Für den Bereich der IV, welche 
ja bereits ab einem Invaliditätsgrad von 70% eine ganze Rente vorsieht, ist lit. b 
allerdings bedeutungslos (vgl. Studhalter, Ausgewählte IV-Leistungen nach In-
krafttreten der WE IV samt einigen Koordinationsaspekten / I. - III., in: Beck / Dé-
caillet / Rothenberger, 3. Tagung zum Koordinationsrecht, HAVE 2022, S. 7).

Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Weite-
rentwicklung der IV) lit. c gilt für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Ren-

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tenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkraft-
treten dieser Änderung das 55. Altersjahr vollendet haben, das bisherige Recht.

Die Beschwerdeführerin war am 1. Januar 2022 57 Jahre alt. Der Rentenan-
spruch entstand bereits ab 1. Mai 2012. Dementsprechend ist die Rechtmässig-
keit der Verfügung vom 9. November 2022 grundsätzlich nach bisherigem Recht 
zu prüfen. Im Ergebnis hat die Rechtsänderung jedoch keine Auswirkungen auf 
das vorliegende Verfahren. 

Die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Rentenrevision bleibt im 
Übrigen weiterhin anwendbar, da sich die Revision von Art. 17 Abs. 1 ATSG auf 
eine Neudefinition der Erheblichkeitsschwelle beschränkt.

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, wird die 
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend er-
höht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Renten-
revision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit 
Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den An-
spruch zu beeinflussen. Rechtsprechungsgemäss ist die Invalidenrente nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands revidierbar, son-
dern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 
gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben oder eine wesent-
liche Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypotheti-
schen) Sachverhalts eingetreten ist (vgl. Urteil BGer 8C_591/2019 vom 
23.12.2019 E. 2.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 144 I 28 E. 2.2; BGE 144 I 21 E. 
2.2; BGE 130 V 343 E. 3.5; BGE 117 V 198). Liegt in diesem Sinn ein Revisions-
grund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht um-
fassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen be-
steht (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; BGE 117 V 198 E. 4b).

2.6 Die Invalidität bemisst sich rechtsprechungsgemäss nicht nach medizini-
schen, sondern nach wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbs-
unfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die 
versicherte Person in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die ver-
bliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 
109 V 25 E. 3d). Wer nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch 
nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 E. 1b).

2.7 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 

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zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelieren 
die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung des 
Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung IVG, 4. Aufl., 
Zürich 2022, Art. 53-57 IVG N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 E. 1a).

2.8.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1 f.; BGE 
125 V 256 E. 4).

2.8.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 
157 E. 1c). 

2.8.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 
134 V 231 E. 5.1).

2.8.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und Arzt-
person im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt worden: 
Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschrei-
ben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksich-
tigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 

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die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Auf-
gabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall Gerichte nicht kompetent sind (z.B. 
Urteil BGer 9C_437/2012 vom 6.11.2012 E. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der 
erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt 
der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Viel-
mehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 
Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage für die juristische Beurtei-
lung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (so die mit BGE 105 V 156 E. 1 begründete und in zahllosen Urteilen 
bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 E. 4).

2.8.5  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

2.9 Für die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Leiden definiert 
das strukturierte Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 systematisierte Indi-
katoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs-
faktoren einerseits und allfälliger Kompensationspotentiale (Ressourcen) ander-
seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen 
(vgl. BGE 143 V 409 bzw. BGE 143 V 418 betr. Anwendbarkeit des strukturierten 
Beweisverfahrens auf depressive Störungen leicht bis mittelgradiger Natur bzw. 
grundsätzlich auf sämtliche psychischen Erkrankungen). Bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch 
die Organe der Rechtsanwendung in ihrer Einschätzung des Leistungsvermö-
gens an den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall 
gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). 

2.10 Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht er-
messensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak-
tisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteile BGer 9C_77/2015 vom 
27.3.2015 E. 5.4; 9C_78/2014 vom 18.3.2014 E. 4; I 676/05 vom 13.3.2006 E. 
2.4 mit Hinweisen).

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2.11 Gelangt der Rechtsanwender nach der Beweiswürdigung zum Schluss, ein 
Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungsmedi-
zinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforderungen 
(E. 2.8.1 ff.), ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellungnahmen zur 
Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische Parallel-
überprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht statt-
finden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3; Urteil BGer 8C_260/2017 vom 1.12.2017 E. 
4.2.5 m.H.).

2.12 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Rz. 153; Urteil BGer 8C_424/2010 vom 
19.7.2010 E. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 E. 5.3).

3. Im konkreten Fall ist ein Revisionsgrund unbestritten bereits durch die Ver-
ordnungsänderung per 1. Januar 2018 sowie in der Folge durch Statusänderung 
(ab 1.8.2020: 60% erwerbstätig und 40% Haushalt; ab 1.8.2022: 100% erwerbs-
tätig) gegeben, weshalb die Vorinstanz zu Recht eine umfassende Prüfung des 
Rentenanspruchs vorgenommen hat. Zu prüfen ist somit, ob die Vorinstanz zu 
Recht gestützt auf das MEDAS-Gutachten ab 1. August 2020 einen IV-Grad von 
7% bzw. ab 1. August 2022 einen IV-Grad von 10% ermittelt und somit den bis-
herigen Anspruch auf eine Viertelsrente aufgehoben hat.

Die Rentenzusprache sowie in der Folge die Rentenaufhebung stützt sich auf 
folgenden Sachverhalt.

3.1.1 Die Beschwerdeführerin war ab 9. Dezember 2010 bei ihrem Hausarzt, 
Dr.med. D.________, in Behandlung. In seinem Bericht, welcher bei der Vorin-
stanz am 14. Februar 2012 einging, hielt er folgende Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 82-1/17):

1. Mikroskopische Kolitis dd M. Crohn / Kolitis ulcerosa
- Vit. D- und Folsäuremangel
- St.n. Eisenmangelanämie

2. Chronic fatigue-Syndrom dd bei Dg. 1
3. Malabsorptionssyndrom
4. St.n. Früh- und Mangelgeburt. Kleinwuchs

Die Beschwerdeführerin habe ihn wegen körperlicher Schwäche, extremer Mü-
digkeit, vegetativen Beschwerden wie Schwitzen, Herzklopfen, Gelenkbeschwer-

11

den, rez. Diarrhoe und Bauchschmerzen konsultiert. Es hätten Konsilien mit 
Dr.med. E.________ (Fachärztin FMH Rheumatologie; IV-act. 82-14f./17), 
Dr.med. F.________ (Fachärztin FMH für Neurologie; IV-act. 82-16f./17) und 
Dr.med. G.________ (FMH Gastroenterologie / Innere Medizin) stattgefunden. 
Subjektiv im Vordergrund sei die extreme Müdigkeit, sehr störend seien auch die 
häufigen Durchfälle. Bisher werde auf die Therapie der Kolitis nicht sehr gut an-
gesprochen. Durch die medikamentöse Behandlung der Kolitis sollte mit der Zeit 
eine Stabilisierung erzielt werden. Der Hausarzt beurteilte die Beschwerdeführe-
rin ab dem 23. Dezember 2010 als zu 100% arbeitsunfähig (vgl. auch KV-act. 1-
3/17).

3.1.2 Ab 1. März 2011 war die Beschwerdeführerin in Behandlung bei Dr.med. 
G.________ zur Abklärung einer starken Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Hier-
zu war sie vom 1. bis 5. März 2011 hospitalisiert (IV-act. 80, 82-10f./17). Gemäss 
Beurteilung bestehe das Bild einer entzündlichen Darmerkrankung (lymphozytäre 
Kolitis). Unter antientzündlicher Therapie habe sich die Symptomatik nicht we-
sentlich gebessert, aber die Entzündungsparameter hätten sich zurückgebildet. 
Aufgrund des mangelhaften Ansprechens auf das Budesonid sei eine Steroid-
Behandlung eingeleitet worden. Am 26. April 2011 und am 25. August 2011 er-
folgten weitere Verlaufsberichte (KV-act. 1-4ff./17).

Vom 13. bis 22. Dezember 2011 war die Beschwerdeführerin bei wieder zuge-
nommener Stuhlfrequenz nach ausgeschlichener, einmonatiger Spiricorttherapie 
erneut hospitalisiert (IV-act. 82-5ff./17, 88).

3.1.3 Mit Verlaufsbericht vom 29. Juni 2012 berichtete Dr.med. G.________ von 
einem leicht verbesserten Gesundheitszustand bei unveränderter Diagnose. Die 
Abklärungen würden die Diagnose einer entzündlichen Darmerkrankung (lym-
phozytäre Kolitis) sowie Vitaminmangelzustände bestätigen. Unter einer antient-
zündlichen Therapie habe die Entzündung gebessert werden können. Auch habe 
die Beschwerdeführerin weniger Stuhlgänge (3-4x täglich) und 6kg an Gewicht 
zugenommen. Sollte es gelingen, die Entzündungsaktivität unter Kontrolle zu 
bringen, sei die Prognose gut (IV-act. 88).

3.1.4 Am 30. Oktober 2012 berichtete Dr.med. G.________ erneut von einer 
Verbesserung. Unter der aktuellen Behandlung sei die lymphozytäre Kolitis in ei-
ner weitgehenden klinischen Remission. Die Beschwerdeführerin beklage noch 
mehrere morgendliche repetitive Stuhlentleerungen, ansonsten habe sie keine 
Defäkationen mehr. Die Behandlung in der Sprechstunde von Dr.med. 
G.________ werde abgeschlossen (IV-act. 91).

12

3.1.5 Der RAD erachtete den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin am 
22. November 2012 noch nicht als stabil, die Medikamente müssten noch ausge-
schlichen werden. Blieben dann die Entzündungsparameter im Stuhl unauffällig 
sei die Prognose gut. Die medizinischen Unterlagen genügten noch nicht für ei-
nen Entscheid. Es sei in zwei bis drei Monaten ein Verlaufsbericht beim Hausarzt 
einzuholen (IV-act. 92).

3.1.6 Am 29. März 2013 berichtete Dr.med. D.________ einen stationären Ge-
sundheitszustand mit folgenden neuen Diagnosen (IV-act. 95-1/7): "Epicondylitis 
re Ellbogen, Akute Periarthropathia calcarea li Schulter [Feb. 2013])". Bezüglich 
der chronischen Darmerkrankung habe sich die Situation gebessert bei noch 
gehäuften morgendlichen Stuhlentleerungen. Er überwies die Beschwerdeführe-
rin an den Orthopäden Dr.med. H.________, welcher zunächst eine konservative 
Therapie bzw. Physiotherapie empfahl (IV-act. 95-2f./7). Einen weiteren Ver-
laufsbericht findet sich in den Akten nicht bzw. wird am 10. Oktober 2013 ledig-
lich der Bericht vom 30. Oktober 2012 wiederholt (IV-act. 102-2f./3).

3.1.7 Gemäss Verlaufsbericht vom 7. Februar 2014 von Dr.med. D.________ sei 
die Therapie mit Budenofalk gemäss Empfehlung von Dr.med. G.________ bis 
Frühling 2013 durchgeführt worden. Die Situation sei stabiler geworden, ganz 
beschwerdefrei sei die Beschwerdeführerin nie gewesen. Ab Dezember 2013 sei 
es wieder zu vermehrten Durchfällen, Gewichtsabnahme sowie erhöhten Ent-
zündungsparametern gekommen (IV-act. 108).

3.1.8 Mit Stellungnahme vom 17. Februar 2014 erachtete die RAD-Ärztin 
P.________ die vom Hausarzt attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100% ab 20. 
Dezember 2010 als nachvollziehbar (IV-act. 109-3/3; vgl. bereits IV-act. 96). 

Bei einem Erwerbsanteil von 40% (mit 100% Einschränkung) und einem Haus-
haltanteil von 60% (mit 1.5% Einschränkung) ermittelte die Vorinstanz einen In-
validitätsgrad von 41% und sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
23. Juli 2014 eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Mai 2012 zu (IV-act. 119f.).

3.2.1 Im Fragebogen zur Rentenrevision vom 26. Februar 2018 bejahte die Be-
schwerdeführerin die Frage nach Veränderungen beim Gesundheitszustand in 
den letzten Jahren. Demgemäss sei sie wieder vermehrt müde, u.a. durch die 
Erkrankung des Sohnes sowie der Betreuung Tag und Nacht. Als Hausarzt wur-
de Dr.med. D.________ angegeben. Aktuell nehme sie keine Medikamente ein 
und befinde sich nicht in einer Therapie (IV-act. 124).

3.2.2 Gemäss Verlaufsbericht von Dr.med. D.________, welcher bei der Vorin-
stanz am 1. Juni 2018 einging, sei die letzte Konsultation am 23. April 2018 er-

13

folgt. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert, 
bei unveränderter Diagnose. Die Beschwerdeführerin habe vermehrte Bauch-
schmerzen und häufiger Diarrhoe, mitbedingt durch die familiäre Situation (der 
________ Ehemann sei in seine Heimat zurück und der 13-jährige Sohn habe 
Diabetes mellitus Typ1 seit Dezember 2017). Im März 2018 erhöhte Entzün-
dungswerte mit Besserung unter Kortison (IV-act. 126).

3.2.3 Gegenüber der Abklärungsperson berichtete die Beschwerdeführerin am 
25. April 2019, dass ihre gesundheitliche Situation grundsätzlich unverändert sei. 
Verbessert habe sich sicher nichts. Die Medikamente hätten nichts genutzt, wes-
halb sie in Absprache mit dem Hausarzt abgesetzt worden seien. Zu schaffen 
mache ihr die Situation mit dem diabeteserkrankten Sohn, welcher eine intensive 
Betreuung, vor allem betreffend Zucker messen und Insulin spritzen, benötige 
(IV-act. 130-2/7).

3.2.4 Am 14. November 2018 erfolgte bei einer Cataracta senilis rechts eine 
Phakoemulsifikation und Implantation einer +24.0 Dptr. Starken Hinterkammer-
linse in den Kapselsack in clear-cornea-Technik (IV-act. 132). Am 6. Mai 2020 
war zudem eine weitere Augenoperation geplant, wozu sich jedoch kein Bericht 
in den Akten findet (IV-act. 155).

3.2.5 Die Stellungnahme des RAD vom 27. Mai 2019 lautete wie folgt (IV-act. 
134):

Nach AB für die IV mit Befundeingang vom 01.06.18 mit letzter ärztlicher Kontrolle 
vom 23.04.2018 wird seitens des HA eine Verschlechterung angegeben, ohne 
Benennung der Gründe hierfür. Ein akuter Schub der vorbekannten lymphozytären 
Colitis konnte nach seinen Angaben erfolgreich behandelt werden mittels üblicher 
Therapien. Weitere ergänzende medizinische Abklärungen wurden für nicht 
angezeigt erachtet. Schlussendlich ist diese Darmerkrankung therapeutischen 
Optionen zugänglich. Die derzeitige Krankheitsaktivität ist unbekannt. 

Die Augenoperation stellt aufgrund des gut therapierbaren Befundes keinen 
langandauernden AU-relevanten Gesundheitsschaden dar.

Anhand der vorliegenden Aktenlage kann aus medizinischer Sicht eine 100%-ige 
AUF nicht nachvollzogen werden. Jedoch liegt keine aussagekräftige medizinische 
Befundlage vor, sodass eine abschliessende versicherungsmedizinische 
Stellungnahme nicht möglich ist.

Ggf. kann eine Rückfrage formuliert werden an den Behandler betreffend der AUF-
relevanten Diagnosen, Beschrieb der derzeitigen Krankheitsaktivität, Therapien, 
Prognose.

3.2.6 Am 16. Oktober 2019 berichtete Dr.med. D.________ nach telefonischer 
Rückfrage, dass keine aktuellen spezialärztlichen Berichte aus dem Jahr 2019 
vorliegen würden (IV-act. 140). In der Folge erachtete die Vorinstanz, u.a. 

14

gestützt auf die Stellungnahme des RAD vom 5. November 2019, eine 
polydisziplinäre Begutachtung als angezeigt (IV-act. 142f.).

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten wurde am 5. August 2020 erstattet 
und erfolgte in den Disziplinen Innere Medizin (Dr.med. I.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin und Hämatologie), Neuropsychologie (lic.phil. 
J.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie), Gastroenterologie (Dr.med. 
K.________, Facharzt für Gastroenterologie), Psychiatrie (Dr.med. L.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) sowie Orthopädie (Dr.med. 
M.________, Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates) (IV-act. 162). Die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung 
(Konsensbeurteilung), insbesondere die Diagnose sowie die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit, lautet wie folgt (IV-act. 162-8ff./100):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)
1. Subjektiv chronisches Müdigkeitssyndrom
2. Multidirektionale Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenkes im 

Sinne eines Impingementsyndroms respektive einer adhäsiven Kapsulitis auf 
dem Boden degenerativer Veränderungen

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)
1. Makrozytäre Anämie mit Vitamin B12-Mangel
2. Rezidivierende Sinusarrhythmie
3. Mässige degenerative Veränderung der unteren Halswirbelsäule mit dorsaler 

Diskusprotrusion und foraminalen Engen beidseits ohne klinisch relevante 
Bewegungseinschränkung und Symptomatik

4. Lymphozytäre Kolitis (mikroskopische Kolitis)
5. St. n. Malabsorptionssyndrom
6. Mittelgradige neuropsychologische Störung im Rahmen einer Früh- und 

Mangelgeburt mit Entwicklungsverzögerung

4.3 Funktionelle Auswirkungen der Befunde / Diagnosen
Die angestammte Tätigkeit als Konditoreiassistentin ist zum jetzigen Zeitpunkt 
nicht möglich, dies aufgrund der seit circa sechs Monaten bestehenden 
Schmerzen des rechten Schultergelenkes im Sinne eines Impingementsyndroms 
respektive einer adhäsiven Kapsulitis auf dem Boden degenerativer 
Veränderungen. Eine entsprechende bildgebende Abklärung ist im Rahmen der 
vorliegenden Begutachtung im Sinne einer MRI-Arthrographie am 10.06.2020 
erfolgt.
Aus internistischer Sicht besteht darüber hinaus eine Einschränkung von maximal 
10% auch für angepasste Tätigkeiten bei subjektiver Angabe eines chronischen 
Fatigue-Syndroms. Sichere klinische Hinweise hierzu fehlen, die Empfehlung zur 
Krebsvorsorge/Ausschluss einer konsumierenden Erkrankung bei Gewichtsverlust 
wurde bereits oben gegeben. In Anbetracht des Gewichtsverlustes ist der 
Versicherten, die sich klinisch in einem sehr guten Allgemeinzustand befindet, ein 
Ausschluss einer konsumierenden Erkrankung über den Hausarzt zu empfehlen Im 
Labor hier zeigt sich lediglich eine geringe makrozytäre Anämie bei Vitamin B12-

15

Mangel, der weiter abgeklärt (Gastro-/Ileocoloskopie) und substituiert werden 
sollte.
Auf Basis der aktuell erhobenen Befunde, eigenanamnestischer Angaben sowie 
der zum Untersuchungszeitpunkt verfügbaren Aktenlage konnte eine originäre 
Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebiets gemäss den im Katalog der 
ICD-10 definierten Kriterien nicht verifiziert werden. Es besteht keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus isolierter psychiatrischer Indikation.
4.4 Diskussion eventuell relevanter Persönlichkeitsaspekte
Es fand sich kein Anhalt für das Bestehen einer Persönlichkeitsstörung im Sinne 
der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien.
4.5 Diskussion von Belastungsfaktoren und Ressourcen
Die Versicherte ist in der Lage, körperlich nur leichte Tätigkeiten auszuüben. Keine 
Gerüst- und Leitertätigkeiten, keine über Kopf-Tätigkeiten. Keine Zwangshaltung 
für die oberen Extremitäten. Dies aufgrund zum einen der festgestellten 
degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule, zum anderen aufgrund der 
relativ akuten Situation des rechten Schultergelenks mit einer bestehenden 
schmerzhaften Bewegungseinschränkung.
Aus internistischer Sicht bestehen keine spezifischen Einschränkungen, bei 
subjektiver Angabe eine Fatigue-Syndroms (siehe Diskussion oben) besteht eine 
Einschränkung von allenfalls 10% der Leistungsfähigkeit.
In Anlehnung an das Mini-ICF-APP liegen bei der Versicherten aus psychiatrischer 
Sicht derzeit keine Beeinträchtigungen der Fähigkeit zur Anpassung an Regeln 
und Routinen, der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, der 
Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, der Durchhaltefähigkeit, der 
Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfähigkeit zu Dritten, der Gruppenfähigkeit, 
der Fähigkeit zu familiären beziehungsweise intimen Beziehungen, der Fähigkeit 
zu Spontan-Aktivitäten, der Fähigkeit zur Selbstpflege, der Verkehrsfähigkeit sowie 
leichte Beeinträchtigungen der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von 
Aufgaben bzw. der Flexibilität und der Umstellungsfähigkeit vor.
Aus neuropsychologischer Sicht verfügt die Versicherte aktuell, aufgrund der 
intensiven Betreuung des Sohnes sowie der somatischen Beschwerden, über 
insgesamt zwar wenig, auf rein kognitiver Ebene jedoch durchaus über einige 
Ressourcen. So kann sie Instruktionen und Anweisungen aufmerksam folgen und 
diese adäquat umsetzen. Auch einfache Texte versteht sie gut. Zudem ist das 
allgemeine Arbeitstempo - trotz leichter mentaler Verlangsamung - unter einfachen 
Anforderungen kaum reduziert. Nicht geeignet sind Tätigkeiten, bei denen sie 
schriftliche oder administrative Aufgaben erledigen müsste oder solche mit 
mittleren bis hohen Anforderungen an das Gedächtnis sowie die Flexibilität. Es gibt 
keine Hinweise, dass sich das kognitive Leistungsniveau im Verlauf der letzten 
Jahre verändert haben sollte.
4.6 Konsistenzprüfung
Es besteht eine gewisse Inkonsistenz bezüglich der Angabe eines 
Müdigkeitssyndroms und der Angaben sich morgens nach dem Aufstehen topfit zu 
fühlen, sowie die fehlende Notwendigkeit zusätzlicher Schlafphasen über den Tag. 
Ansonsten sind die Einschränkungen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen aus 
internistischer Sicht vergleichbar. Auf orthopädisch-traumatologischem Fachgebiet 
ergeben sich keine Widersprüche.

16

Die Angaben der Versicherten wirkten insgesamt authentisch und plausibel. Es 
ergaben sich keinerlei Hinweise auf etwaig bestehende Inkonsistenzen oder eine 
bewusste Aggravationstendenz.
4.7 AF gesamthaft in der bisherigen Tätigkeit in %
0% (zeitlich limitiert, siehe unten)
Zeitlicher Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit: 
Ab 01/2020 besteht nach Angaben des behandelnden Arztes, beziehungsweise 
der Versicherten selbst, die zunehmende schmerzhafte Bewegungseinschränkung 
des rechten Schultergelenks, die massgeblich ist für die vorliegende 
versicherungsmedizinische Beurteilung. Hierbei handelt es sich um ein 
Impingementsyndrom, respektive eine adhäsive Kapsulitis auf dem Boden 
degenerativer Veränderungen. Es sollten nun zügig entsprechende konservative 
Therapiemassnahmen einsetzen.
Die Schulterschmerzen sollten kein dauerhaftes versicherungsmedizinisch 
relevantes Problem darstellen. Es ist davon auszugehen, dass unter 
entsprechender Therapie die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab 
01.10.2020 wieder eintreten wird.
Das Fatiguesyndrom besteht seit etwa 2011. Nach Verfügung vom 23.07.2014 
sind medizinische Akten erst wieder ab dem 26.02.2018 vorhanden. Eine exakte, 
auf der klinischen Untersuchung basierende Einschätzung, ist für diesen Zeitraum 
retrospektiv nicht seriös möglich. Ab 02/2018 dürfte die Einschränkung von 10% 
aufgrund von Fatigue der aktuellen Einschätzung entsprechen, soweit aus 
aktueller Sicht retrospektiv beurteilbar.
4.8 AF gesamthaft in leidensangepassten Tätigkeiten in %
90% (8.5 Stunden pro Tag, 90% Leistungsvermögen).
Zeitlicher Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten 
Tätigkeiten: Das Fatiguesyndrom besteht seit etwa 2011. Nach Verfügung vom 
23.07.2014 sind medizinische Akten erst wieder ab dem 26.02.2018 vorhanden. 
Eine exakte, auf der klinischen Untersuchung basierende Einschätzung, ist für 
diesen Zeitraum retrospektiv nicht seriös möglich. Ab 02/2018 dürfte die 
Einschränkung von 10% aufgrund von Fatigue der aktuellen Einschätzung 
entsprechen, soweit aus aktueller Sicht retrospektiv beurteilbar.
4.9 Begründung der Gesamt-Arbeitsunfähigkeit und Gesamt-Arbeitsfähigkeit
Die derzeitige Tätigkeit ist aus orthopädischer Sicht nicht möglich, somit auch im 
Konsens. Die Einschränkung der angepassten Tätigkeit wird ausschliesslich 
internistisch begründet, zusätzliche Einschränkungen anderer Fachgebiete 
bestehen nicht.

Betreffend die von der Beschwerdeführerin berichtete chronische Müdigkeit lässt 
sich der Konsensbeurteilung zudem entnehmen, dass diese sich in der 
Anamnese nicht mit den Alltagstätigkeiten korrelieren lasse. Die Schlafqualität 
sei ausreichend, die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie sich morgens topfit 
fühle. Die allgemeinen Tätigkeiten des Alltags (Haushaltstätigkeiten, Einkäufen 
etc.) bewältige sie nach gutachterlicher Einschätzung im Wesentlichen 
unbeeinträchtigt. In der klinischen Untersuchung zeigten sich ebenfalls keine 
wesentlichen Hinweise auf eine chronische Müdigkeitssituation, besondere 
Ruhephasen über den Tag würden nicht angegeben. Die Untersuchung habe 

17

ohne Angabe von Müdigkeit und auch ohne objektive Anzeichen von 
Erschöpfung problemlos durchgeführt werden können, die kognitive 
Leistungsfähigkeit sei ausreichend gewesen. Von gutachterlicher Seite fänden 
sich keine relevanten Hinweise auf eine seit zumindest 2011 beschriebene 
chronische Fatigue-Symptomatik. Die leichte makrozytäre Anämie mit Vitamin 
B12-Mangel vermöge eine erhebliche Fatiguesymptomatik nicht zu begründen. 
Da das Müdigkeitssyndrom jedoch auch eine recht subjektive Einschätzung sei, 
könne ein Chronisches Fatigue Syndrom nicht grundsätzlich ausgeschlossen 
werden. Gemäss Beurteilung auf orthopädisch-traumatologischem Fachgebiet 
bestünden die in der Vergangenheit beschriebenen Schmerzen des linken 
Schultergelenks (beschriebene Periarthropathie) nicht mehr. Ebenfalls nicht die 
Schmerzen des rechten und linken Ellenbogengelenkes, welche im Jahr 2012 
dokumentiert worden seien (beschriebene Epicondylitis humeri). 

In der Neuropsychologischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin eine 
sehr gute Kooperationsbereitschaft gezeigt und sich bis zum Ende der Erhebung 
um gute Leistungen bemüht. Das standardisierte 
Beschwerdevalidierungsverfahren habe unauffällige Werte ergeben. Insofern 
habe davon ausgegangen werden können, dass die erhobenen Befunde das 
tatsächliche kognitive Leistungsvermögen angemessen abbildeten. Insgesamt 
habe eine mittelgradige neuropsychologische Störung objektiviert werden 
können. Es sei davon auszugehen, dass die objektivierten kognitiven 
Einschränkungen und die beobachteten Auffälligkeiten sich mit grosser 
Wahrscheinlichkeit durch die Früh- respektive Mangelgeburt begründeten. Aus 
neuropsychologischer Sicht bestünden in der angestammten Tätigkeit als 
Konditoreiassistentin keine Einschränkungen. Diese Einschätzung stütze sich 
auch auf die Tatsache, dass sich das kognitive Leistungsniveau der Versicherten 
seit Beendigung ihrer Arbeitstätigkeit am 8. Dezember 2010 nicht verändert 
habe.

3.4 Mit Stellungnahme vom 11. August 2020 erachtete der RAD das polydiszi-
plinäre MEDAS-Gutachten als umfassend im Hinblick auf die strittigen Belange. 
Es habe eine vollständige Voraktenlage mit chronologisch angeführten Berichten 
vorgelegen, es sei eine schlüssige Herleitung der Diagnosen in allen fachärztli-
chen Teilaspekten anhand der Anamnese und der klinischen Befunde erfolgt und 
die funktionellen Auswirkungen seien im Abgleich mit sämtlichen Lebensberei-
chen nachvollziehbar hergeleitet worden; insbesondere auch unter Einbezug der 
Ressourcen im persönlichen und sozialen Umfeld. Zum therapeutischen - und 
Eingliederungspotential, sowie zur Prognose sei Stellung genommen worden und 

18

die Schlussfolgerungen im Gutachten seien differenziert begründet und nachvoll-
ziehbar (IV-act. 164).

Es sei davon auszugehen, dass unter entsprechender Therapie die Arbeitsfähig-
keit in der angestammten Tätigkeit ab 1. Oktober 2020 wieder eintreten werde. 
Derzeit sei davon auszugehen, dass es sich hinsichtlich der Schulterproblematik 
nur um einen vorübergehenden Gesundheitsschaden handle. Die Beschwerde-
führerin sei angehalten, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht, die entsprechenden 
Therapieempfehlungen umzusetzen. Die RAD Ärztin bat demnach um Wieder-
vorlage mit einem orthopädischen Facharztbefund im September 2020.

Schliesslich wurde eine 90%-ige Arbeitsfähigkeit mit folgendem ergonomischen 
Profil bestätigt: "Körperlich leichte Tätigkeiten, keine Gerüst- und Leitertätigkei-
ten, keine über Kopf-Tätigkeiten. Keine Zwangshaltung für die oberen Extre-
mitäten. Nicht geeignet sind zudem Tätigkeiten, bei denen sie schriftliche oder 
administrative Aufgaben erledigen müsste oder solche mit mittleren bis hohen 
Anforderungen an das Gedächtnis sowie die Flexibilität." Zudem sollte eine Toi-
lette in erreichbarer Nähe sein.

3.5 Nach einem ersten Eingliederungsgespräch am 28. September 2020 reich-
te die Beschwerdeführerin der Vorinstanz Arztzeugnisse ein, welche eine 100%-
ige und ab 3. Juli 2021 eine 75%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierten (vgl. Ingress 
lit. D). Im Oktober 2021 konnte die Beschwerdeführerin ihre Stelle als Unterhalts-
reinigerin im Bereich Privat-, Büro-, Unterhalts- und Umzugsreinigung antreten 
und in einer Privatwohnung mit zwei bis drei Stunden Tätigkeit alle zwei Wochen 
beginnen (IV-act. 191, 192-8/9).

3.6 Der Hausarzt berichtete mit Verlaufsbericht vom 20. Januar 2022 von ei-
nem stationären Gesundheitszustand seit dem MEDAS-Gutachten vom 5. Au-
gust 2020 (IV-act. 195, unter Beilage der Berichte des Gastroenterologen 
Dr.med. G.________ vom 27.10.2021, der Neurochirurgin Dr.med. N.________ 
vom 2.3.2021 und des Orthopäden Dr.med. O.________ vom 23.11.2020). Seit-
her seien vor allem wechselnde Schmerzen des Bewegungsapparates (Schulter-
schmerzen, Lumbalgien, radikuläre Schmerzen rechts, Schmerzen in den Bei-
nen) im Vordergrund gestanden. Eine epidurale Infiltration im Februar 2021 hät-
ten hier etwas Erleichterung gebracht. Bei erhöhtem Analgetikaverbrauch sei es 
zwischenzeitlich zu einer starken Verschlimmerung der lymphozytären Kolitis ge-
kommen, welche unter topischen Steroiden gebessert habe. Zudem würden eine 
starke Fatigue persistieren, was neben den Schmerzen für die Beschwerdeführe-
rin der Grund sei, aktuell nur 25% zu arbeiten. Die Arbeitsunfähigkeit von 75% 
sei bis zum 28. Februar 2022 verlängert worden. Mit Unterstützung sei eventuell 
50% realistisch. Aktuell arbeite die Beschwerdeführerin alle zwei Wochen für 

19

zwei Stunden als Reinigungskraft. Sie habe in baldiger Zukunft eine Anstellung 
als Reinigungskraft in Aussicht für zwei Stunden pro Woche (IV-act. 198). Phy-
siotherapeutische Massnahmen hätten zudem etwas Erleichterung gebracht, wie 
auch zum Teil Opiate gegen die Schmerzen.

3.7 Unter Berücksichtigung der erwähnten Verlaufsberichte sowie nach Ab-
schluss der Eingliederungsmassnahmen ohne Ausschöpfung der Resterwerbs-
fähigkeit gemäss MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 nahm der RAD am 
29. März 2022 wie folgt Stellung (IV-act. 201):

Seitens der ärztlichen Behandler werden keine neuen, vom Gutachten 
abweichenden medizinischen Fakten genannt. Die Bewertung der Fatigue in 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wird durch die vP subjektiv höher eingeschätzt, als 
im Medas-Gutachten gesamtheitlich unter Berücksichtigung der gutachterlichen 
Standards (Konsistenzprüfung, Standardindikatorenprüfung, etc) festgestellt 
wurde.

Offenbar besteht auch eine soziofamiliäre Belastungssituation.

Hinsichtlich der relevanten Diagnosen mit und ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit haben sich im Vergleich zum Medas-Gutachten vom 05.08.20 
keine neuen Änderungen ergeben.

90 %ige AF und LF in angepassten Tätigkeiten?

Ja.

3.8 Der Verlaufsbericht des Hausarztes vom 5. September 2022 lautete wie 
folgt (IV-act. 213):

1. Gesundheitszustand stationär

2. Keine Änderung der Krankheitsdiagnose: Lymphozytäre Kolitis, somatoformes 
Schmerzsyndrom, Chronic Fatigue Syndrom.

3. Es bestehen weiterhin die Lokalisation wechselnde Schmerzen, aktuell wieder 
starke zervikale Schmerzen. Aufgrund der lymphozytären Kolitis ist es sehr 
schwierig, diese Schmerzen zu behandeln, da viele Medikamente eine 
Diarrhoe auslösen. Zudem besteht weiterhin eine Chronic Fatigue. Die 
Beschwerden haben sicher eine sehr starke psychosoziale Komponente bei 
sehr schwierigen familiären Verhältnissen. Der Ehemann lebt ja seit sechs 
Jahren in Q.________. Sie und der Sohn haben weiterhin Kontakt zu ihm. Der 
Sohn hatte letztes Jahr einen Suizidversuch.

4. AUF seit Anfang Jahr weiterhin bei 75%.

5. Aktuell Versuch mit schmerzdistanzierendem Antidepressiva Duloxetin. 
Physiotherapie.

6. 05.09.2022

3.9 Gemäss Stellungnahme des RAD vom 19. September 2022 könne aus 
medizinischer Sicht weiterhin von einer 90%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen 
werden. Es liege ein Verlaufsbericht des hausärztlichen Behandlers vor vom 

20

5. September 2022. Demnach sei der Gesundheitszustand stationär. Es sei kei-
ne Änderung der Krankheitsdiagnosen eingetreten. Demnach ergebe sich unter 
Bezugnahme auf das MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 keine andere ver-
sicherungsmedizinische Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes und der 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (IV-act. 215).

4.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet die von der Vorinstanz angenommene 
Arbeitsfähigkeit und verlangt ergänzende Abklärungen. Sie leide unter ständigen 
Schmerzen an beiden Schultern, am Hals, am Schlüsselbein rechts sowie an 
beiden Hüften. Die Schmerzen führten zu erheblichen Schlafstörungen, so dass 
die Beschwerdeführerin unter ständigen Ermüdungserscheinungen leide. Durch 
das MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 sei eine multidirektionale Bewe-
gungseinschränkung des rechten Schultergelenkes und eine mässige degenera-
tive Veränderung der unteren Halswirbelsäule ausgewiesen. Im Weiteren sei 
durch den Bericht von Dr.med. N.________ vom 2. März 2021 ein intermittieren-
des Lumbovertebralsyndrom mit lumboradikulärem Reizsyndrom ausgewiesen. 
Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 30. August 2022 habe die Beschwerde-
führerin zudem angegeben, noch immer Probleme mit dem Schlüsselbein und 
dem Kopfwenden zu haben. Durch die Akten sei auch ausgewiesen, dass die 
Beschwerdeführerin wegen der Schmerzen an Schlafstörungen leide. Seit der 
Begutachtung seien somit neue gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgetreten 
bzw. diese hätten sich verschlimmert. Bereits aus diesem Grunde hätte die IV-
Stelle eine neue eingehende Sachverhaltsabklärung vornehmen müssen. Die 
Schmerzen und die dadurch verursachten Schlafstörungen würden die Arbeits-
fähigkeit wesentlich einschränken. Der behandelnde Arzt habe der Beschwerde-
führerin denn auch wegen der Erkrankung seit 2021 eine vollständige bzw. 75%-
ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auch angesichts der mehrmonatigen Bescheini-
gung einer weitgehenden Arbeitsunfähigkeit hätte sich zumindest eine ergänzen-
de Sachverhaltsabklärung aufgedrängt.

4.2 Im konkreten Fall bestätigt die Beschwerdeführerin bereits mit ihren Vor-
bringen, dass die Beschwerden an Schultern und Hals sowie die Müdigkeit be-
reits im MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 berücksichtigt wurden, weshalb 
diesbezüglich nicht von neuen gesundheitlichen Beeinträchtigungen seit dem 
Gutachten ausgegangen werden kann. Im Gegenteil, gemäss Gutachten war die 
ab Januar 2020 zunehmende schmerzhafte Bewegungseinschränkung des rech-
ten Schultergelenks massgeblich für die versicherungsmedizinische Beurteilung, 
insbesondere die vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, wo-
bei davon ausgegangen wurde, dass unter entsprechender Therapie die Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab 1. Oktober 2020 wieder eintreten 

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werde. In der Folge kam es unter Behandlung denn auch zu einer Verbesserung 
bei der rechten Schulter, namentlich praktisch zu Schmerzfreiheit seit spätestens 
am 23. November 2020 (vgl. IV-act. 195-8f./9). 

Die Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens wird sodann von der Beschwerdefüh-
rerin zu Recht nicht in Frage gestellt. Im MEDAS-Gutachten wird ausgeführt, 
dass die Beschwerdeführerin aufgrund der festgestellten degenerativen Verände-
rungen der Halswirbelsäule und der relativ akuten Situation des rechten Schul-
tergelenks mit einer bestehenden schmerzhaften Bewegungseinschränkung in 
der Lage sei, körperlich nur leichte Tätigkeiten (keine Gerüst- und Leitertätigkei-
ten, keine über Kopf-Tätigkeiten, keine Zwangshaltung für die oberen Extre-
mitäten) auszuüben. Aufgrund der Müdigkeit wurde eine Einschränkung von ma-
ximal 10% der Leistungsfähigkeit berücksichtigt (IV-act. 162-9/100), was nach-
vollziehbar ist, war doch die Beschwerdeführerin in der Lage, an einer 3.5-
stündigen Untersuchung teilzunehmen, ohne Zeichen von Müdigkeit zu zeigen. 
Sodann haben die Gutachter auch den von der Beschwerdeführerin geschilder-
ten Tagesablauf berücksichtigt. Die Schmerzen des linken Schultergelenks be-
standen zum Untersuchungszeitpunkt nicht mehr und den Akten lässt sich auch 
nicht entnehmen, dass solche nach dem Begutachtungszeitpunkt wieder einge-
treten sein sollen (IV-act. 162-6/100). 

In der Folge attestierte der Hausarzt der Beschwerdeführerin jeweils eine 100%-
ige bzw. 75%-ige Arbeitsunfähigkeit ohne dies (zunächst) weiter zu begründen 
(vgl. Ingress lit. D). Beim Jobcoaching (u.a. im Schlussbericht) wird hierzu ausge-
führt, dass es - neben den schon länger bestehenden Schlafstörungen - zu star-
ken Schmerzen in den Beinen (auch im Rücken) gekommen sei, welche sich in-
des (betreffend beide Körperbereiche) Ende September 2021 (bzw. bereits im 
August) wieder gebessert hätten, es sei in der Folge jedoch zu einer Verschlech-
terung des bestehenden Morbus Crohn gekommen bzw. äusserte die Beschwer-
deführerin gegenüber dem Jobcoach, dass die ständige Müdigkeit das Haupt-
thema sei (IV-act. 188-2/3; vgl. auch IV-act. 192-2+4f./9). Diese Ausführungen 
lassen sich durch die Akten insoweit verifizieren, als - wie die Beschwerdeführe-
rin zutreffend erwähnt - von Dr.med. N.________ ein intermittierendes Lumbo-
vertebralsyndrom mit lumboradikulärem Reizsyndrom dem Dermatom L5 rechts 
entsprechend diagnostiziert wurde. Nach epiduraler Infiltration im Februar 2021 
kam es indes gemäss Bericht vom 2. März 2021 zu einer deutlichen Besserung 
der Beschwerden. Die Lumbalgien und auch die radikulären Schmerzen rechts 
wurden als vollständig regredient beschrieben. Zudem wurde von störenden 
Oberschenkel-Schmerzen berichtet, welche gemäss der Ärztin indes muskulärer 
Genese seien, da sie keine radikulären Komponenten hätten (IV-act. 195-6f./9). 
Bei einem Gespräch am 22. September 2021 äusserte die Beschwerdeführerin, 

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dass ein Pensum von höher als 25 bis 30% wegen der Müdigkeit, des Durchfalls 
und der Einschränkungen nicht gehen würde (IV-act. 192-7/9). Damit wurden in 
den Akten zwar weitere Beschwerden bzw. Schmerzen im Bewegungsapparat 
erwähnt, welche sich jedoch stets wieder veränderten, insbesondere verbesser-
ten, analog der im MEDAS-Gutachten erwähnten Beschwerden des linken Schul-
tergelenkes und der Schmerzen in den Ellbogengelenken sowie nach Behand-
lung auch die Schmerzen im rechten Schultergelenk, im Rücken sowie in den 
Beinen. Weitere von der Beschwerdeführerin vorliegend geäusserte Schmerzen 
finden sich indes in den aktenkundigen Arztberichten nicht. Die Arbeitsunfähig-
keit wurde beim Jobcoaching sodann hauptsächlich mit der Müdigkeit, dem 
Durchfall sowie den Einschränkungen begründet, was unbestritten bereits bei der 
Beurteilung im MEDAS-Gutachten berücksichtigt wurde. Der Fallabschluss bei 
der beruflichen Integration erfolgte schliesslich, weil die subjektive Arbeitsun-
fähigkeit wesentlich grösser sei als diejenige im MEDAS-Gutachten (IV-act. 192-
8/9). Auch der Hausarzt hat im Bericht vom 20. Januar 2022 an die Vorinstanz 
von einem stationären Gesundheitszustand seit dem MEDAS-Gutachten vom 
5. August 2020 berichtet (IV-act. 195-1f./9). Auch er berichtet von wechselnden 
Schmerzen beim Bewegungsapparat, welche im Vordergrund standen, woraufhin 
jedoch eine epidurale Infiltration zu einer Erleichterung geführt habe. Die (vom 
Jobcoach ebenfalls erwähnte) Verschlimmerung der lymphozytären Kolitis habe 
unter topischen Steroiden gebessert werden können. Schliesslich persistierte ei-
ne starke Fatigue, was neben den Schmerzen für die Beschwerdeführerin der 
Grund sei, aktuell nur 25% zu arbeiten. Daraus lässt sich ebenfalls entnehmen, 
dass sich die vom Hausarzt attestierte Arbeitsfähigkeit von 25% an der subjekti-
ven Einschätzung der Beschwerdeführerin orientiert. Dabei ist - wie die Vorin-
stanz vernehmlassend zutreffend ausführt - vorliegend auf die höchstrichterliche 
Rechtsprechung hinzuweisen, wonach in Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass 
die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb den (unab-
hängigen) Fachärzten mehr Gewicht zukommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 
vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; BGE 135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 
3b/cc). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungs-
auftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden 
(Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 
5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen).

An der vorangehenden Beurteilung ändert sodann auch der Arztbericht des 
Hausarztes vom 5. September 2022 nichts (vgl. IV-act. 213, sowie die Stellung-
nahme der RAD-Ärztin vom 19.9.2022, IV-act. 215).

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4.3 Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das MEDAS-
Gutachten in der Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin 
sowie der Arbeitsfähigkeit nach wie vor als schlüssig und nachvollziehbar erach-
tete und darauf abstellte. In der RAD-Stellungnahme vom 29. März 2022 wird - 
nach dem in der vorangehenden Erwägung Erwähnten - zutreffend ausgeführt, 
dass seitens der ärztlichen Behandler keine neuen, vom Gutachten abweichen-
den medizinischen Fakten genannt werden und sich keine Änderungen hinsicht-
lich der relevanten Diagnosen mit und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit ergeben hätten. Die Beschwerdeführerin bewertet die Müdigkeit in Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit subjektiv höher als die MEDAS-Gutachter (gesamtheitlich un-
ter Berücksichtigung der gutachterlichen Standards). Die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin vermögen daran keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken.

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Auf das MEDAS-Gutachten vom 5. August 2020 kann nach 
wie vor abgestellt werden. Ergänzende Sachverhaltsabklärungen sind entgegen 
den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht erforderlich. Sodann rügt die Be-
schwerdeführerin zu Recht nicht die Ermittlung von Validen- und Invalidenein-
kommen, weshalb sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. Die Vorinstanz 
hat die bisherige Invalidenrente (Viertelsrente) bei einem IV-Grad von 7% ab 
1. August 2020 bzw. 10% ab 1. August 2022 zu Recht aufgehoben.

6. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren in Abweichung 
von Art. 61 lit. a ATSG bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Dem vorliegenden Er-
gebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- der Beschwer-
deführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Die Behandlung des Antrags auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsver-
beiständung entfällt, nachdem die Beschwerdeführerin innert Nachfrist den Kos-
tenvorschuss bezahlt sowie innert Frist darauf verzichtet hat, das Formular "Aus-
künfte zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege" ausgefüllt dem Verwal-
tungsgericht zu retournieren; dies trotz Androhung des Verwaltungsgerichts im 
Säumnisfall auf das Gesuch nicht einzutreten.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin auferlegt. Sie hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe be-
zahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. Januar 2024