# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cd0a1c1-b1f4-535c-b976-5af5f4629ff9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.05.2018 C-1504/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1504-2017_2018-05-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1504/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiberin Brigitte Blum-Schneider. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Ungarn), 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV Neuanmeldung; Verfügung der IVSTA vom  

21. Februar 2017. 

 

 

 

C-1504/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die ungarische Staatsangehörige, A._______ (nachfolgend: Versicherte o-

der Beschwerdeführerin), geboren am (…) 1957, geschieden, wohnhaft in 

(…), Ungarn, arbeitete seit 1981 mit Unterbrüchen bis September 1999 in 

der Schweiz, zuletzt als Galerieaufseherin bei der B._______ in (…) 

(Vorakten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland [IV-act.] 2, 3). Diese Tä-

tigkeit kündigte sie auf eigenen Wunsch per 30. September 1999 (IV-act. 

3).  

B.  

Am 24. Oktober 2011 stellte die Versicherte bei der Invalidenversiche-

rungs-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA) ein erstes Ge-

such um Ausrichtung einer Rente (IV-act. 1). Nach Abklärungen in medizi-

nischer und erwerblicher Hinsicht durch die IVSTA, der Beurteilung der me-

dizinischen Situation durch deren medizinischen Dienst, ergab das Vorbe-

scheidsverfahren vom 13. Juni 2012 (IV-act. 40), dass die Gesundheitsbe-

einträchtigungen (Colitis ulcerosa, Osteoporose und Polyarthralgien [IV-

act. 38]) eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich sowie eine dem 

Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Teilzeittätigkeit noch 

immer in rentenausschliessender Weise ermöglichten. Mit Verfügung (IV-

act. 41) vom 16. August 2012 bestätigte die Vorinstanz ihren Entscheid mit 

derselben Begründung. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in 

Rechtskraft.  

C.  

C.a Am 18. August 2016 stellte die Versicherte einen weiteren Rentenan-

trag (IV-act. 4). Der daraufhin einverlangte Arztbericht von Dr. C._______ 

(E 213; IV-act. 49) des Verwaltungsbüros D._______ vom 30. August 2016 

wurde Dr. E._______, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH des ärztlichen 

Dienstes (RAD F._______), zur Stellungnahme vorgelegt (IV-act. 55). 

Demgemäss präsentierten sich bei der Versicherten mehrere neue Patho-

logien bzw. hatten sich diese seit 2012 verschlechtert. Dennoch bestehe 

eine unveränderte Arbeitsfähigkeit für die üblichen Tätigkeiten. Mit Vorbe-

scheid vom 6. Dezember 2016 (IV-act. 57) teilte die IVSTA der Versicherten 

das Nichteintreten auf das Gesuch um Ausrichtung einer Rente mit der Be-

gründung mit, es sei ihr nicht gelungen, glaubhaft zu machen, dass sich 

der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geän-

dert hätte.  

C-1504/2017 

Seite 3 

C.b Dagegen erhob die Versicherte am 16. Dezember 2016 Einwand und 

machte eine weitere Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes gel-

tend (IV-act. 57). Nach Stellungnahme von Dr. E._______ (RAD 

F._______) vom 15. Februar 2017 bestätigte die Vorinstanz das Nichtein-

treten mit Verfügung vom 21. Februar 2017 (IV-act. 66). Die Vorinstanz be-

gründete das Nichteintreten – wie bereits beim Vorbescheid – damit, dass 

es der Versicherten nicht gelungen sei, glaubhaft zu machen, dass sich der 

Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 

hätte. 

D.  

D.a Am 6. März 2017 erhob die Versicherte Beschwerde (Beschwerdeak-

ten [B-act.] 1) und stellte sinngemäss Antrag, es sei die Verfügung der IV-

STA vom 21. Februar 2017 aufzuheben. Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege. 

D.b Die mit Zwischenverfügung vom 16. März 2017 (B-act. 4) bei der Be-

schwerdeführerin eingeforderten Formulare zum Nachweis der Bedürftig-

keit reichte sie am 22. März 2017 (B-act. 5) ein.  

D.c Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 22. Juni 2017 (B-

act 11) die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung der ange-

fochtenen Verfügung vom 21. Februar 2017. 

D.d Mit Zwischenverfügung vom 26. Juni 2017 (B-act. 12) wurde das Ge-

such um unentgeltliche Prozessführung gutgeheissen.  

D.e Die Beschwerdeführerin machte mit Replik vom 31. Juli 2017 (B-act. 

14) keine neuen Ausführungen, worauf der Schriftenwechsel mit Zwischen-

verfügung vom 8. August 2017 (B-act. 15) abgeschlossen wurde.  

D.f Mit Schreiben vom 2. Mai 2018 stellte die IVSTA dem Bundesverwal-

tungsgericht verschiedene Übersetzungen zu (B-act. 18). 

E.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

C-1504/2017 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland 

gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 

liegt nicht vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist.  

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; sie ist durch die angefochtene Verfügung vom 21. Februar 2017 be-

rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 

ATSG). Daher ist sie zur Beschwerde legitimiert.  

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 

wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten (60 ATSG und Art. 52 VwVG). 

2.   

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Gericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebun-

den (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung 

bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. Urteil des BGer 

2C_393/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.2; BGE 132 II 47 E. 1.3 m.H.). 

C-1504/2017 

Seite 5 

2.3 Nach ständiger Rechtsprechung beschränkt sich die Prüfung des So-

zialversicherungsgerichts auf die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass 

der angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. Urteil des 

BGer 8C_489/2016 vom 29. November 2016 E. 5.2 m.H. auf BGE 132 V 

215 E. 3.1.1; 130 V 138 E. 2.1; 121 V 362 E. 1b). Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-

ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.  

3.1  

3.1.1 Die Beschwerdeführerin hat Wohnsitz in Ungarn, weshalb das am 

1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-

meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

(FZA, SR 0.142.112.681), welches per 1. April 2006 auf die neuen EG-Mit-

gliedstaaten wie Ungarn ausgedehnt wurde (AS 2006 995), und dabei ins-

besondere dessen Anhang II betreffend Koordinierung der Systeme der 

sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 1 Abs. 1 des 

auf der Grundlage von Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Ab-

kommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme 

der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses An-

hangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Ver-

ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung 

der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige 

sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und 

abwandern (SR 0.831.109.268.1 [ausser Kraft gesetzt per 1. April 2012]; 

nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), und die (EWG) Verordnung Nr. 

574/72 (SR 0.831.109.268.11 [ausser Kraft gesetzt per 1. April 2012]) oder 

gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-

heit (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 883/2004) sowie 

(EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. 

September 2009 (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: Verordnung Nr. 

987/2009) zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Ver-

ordnung Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit abgelöst worden.  

C-1504/2017 

Seite 6 

3.1.2 Nach Art. 4 der Verordnung Nr. 883/2004 haben Personen, für die 

diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglied-

staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 Anhang II des FZA). Überdies sind gemäss dem seit 1. Januar 1998 

in Kraft getretenen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und der Republik Ungarn über Soziale Sicherheit (SR 

0.831.109.418.1) vom 4. Juni 1996 die Staatsangehörigen der Vertrags-

parteien einander bezüglich der Leistungen der IV gleichgestellt (Art. 2 

Abs. 1 Bst. b in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 des Abkommens). Gemäss 

Art. 8 der Verordnung Nr. 883/2004 gelangen einzelne Bestimmungen von 

Abkommen über soziale Sicherheit weiterhin zur Anwendung, sofern diese 

von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verord-

nung geschlossen wurden und sofern sie für die Berechtigten günstiger 

sind oder sich aus besonderen historischen Umständen ergeben und ihre 

Geltung zeitlich begrenzt ist. Hinsichtlich der Voraussetzungen des An-

spruchs auf eine schweizerische Invalidenrente sowie der anwendbaren 

Verfahrensvorschriften sieht das Abkommen keine im vorliegenden Verfah-

ren relevanten Abweichungen vom Grundsatz der Gleichstellung vor. Die 

Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der Inva-

lidenversicherung besteht, bestimmt sich daher vorliegend alleine auf 

Grund der schweizerischen Rechtsvorschriften, insbesondere des IVG. 

3.1.3 Laut Art. 46 Abs. 3 der Verordnung Nr. 883/2004 ist eine vom Träger 

eines Mitgliedstaats getroffene Entscheidung über den Grad der Invalidität 

eines Antragstellers für den Träger jedes anderen in Betracht kommenden 

Mitgliedstaats verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Mit-

gliedstaaten festgelegten Definitionen des Grads der Invalidität in An-

hang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind. Letzteres 

ist mit Bezug auf das Verhältnis zwischen Ungarn und der Schweiz nicht 

der Fall. Eine entsprechende Regelung sah bereits Art. 40 Abs. 4 und An-

hang V der Verordnung Nr. 1408/71 vor.  

3.1.4 Der Träger eines Mitgliedstaats hat jedoch gemäss Art. 49 Abs. 2 der 

Verordnung Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 

574/72 die von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztli-

chen Unterlagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte 

ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mitgliedstaat 

erstellt worden. Jeder Träger behält indessen die Möglichkeit, die antrag-

C-1504/2017 

Seite 7 

stellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersu-

chen zu lassen. Es besteht hingegen keine Pflicht zur Durchführung einer 

solchen Untersuchung. 

3.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 21. Februar 2017 in Kraft standen (so auch die Normen 

des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revi-

sion [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, die zu 

jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beur-

teilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 

3.3  

3.3.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so ent-

steht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Die Be-

schwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren 

Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet (Formular E 205, IV-act. 

54), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den An-

spruch auf eine ordentliche Invalidenrente auch im Neuanmeldungsverfah-

ren erfüllt ist. 

3.3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die 

Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-

unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

C-1504/2017 

Seite 8 

3.3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 

eine Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf-

gabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-

nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und 

die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. b und c). 

3.3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 

Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invalidi-

tätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-

telsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden jedoch Renten, die einem Invali-

ditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausge-

richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in 

der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchs-

voraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von 

diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staats-

angehörige der EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine 

Rente ausgerichtet wird, wenn sie – wie die Beschwerdeführerin – in einem 

Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. 

3.4  

3.4.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist auf dem Gebiet 

der Invalidenversicherung der örtlich zuständigen Invalidenversicherungs-

stelle die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Unter-

suchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass 

gestützt darauf die Verfügung im Sinn von Art. 49 ATSG über die jeweils in 

Frage stehende Leistung ergehen kann (BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be-

schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

C-1504/2017 

Seite 9 

der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-

mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; BGE 125 V 256 E. 4).  

3.4.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; BGE 125 V 351 

E. 3a) und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver-

fügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). Aus-

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

kunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. 

dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis 

auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

3.4.3 Auf Stellungnahmen der RAD resp. der medizinischen Dienste kann 

für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur 

abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforde-

rungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 

15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Ein-

zelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, 

spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Wür-

digung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen 

Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf 

die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die 

Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Dis-

ziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zu-

mindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des EVG 

I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. 

September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 

362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 

E. 3.3.2 [nicht publizierte Textpassage der E. 3.3.2 des Entscheides BGE 

135 V 254]). 

3.4.4 Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person durch 

den RAD untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die 

Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs 

C-1504/2017 

Seite 10 

nur "bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fäl-

len stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen 

ab. Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die 

Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen 

Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbe-

fund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhande-

ner Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können. Das Ab-

sehen von eigenen Untersuchungen an sich ist somit kein Grund, um einen 

RAD-Bericht in Frage zu stellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_641/2011 

vom 22. Dezember 2011, 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und 

I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen; RKUV 2006 

U 578 S. 175 E. 3.4 und 1988 U 56 S. 371). 

4.  

4.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich 

nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu 

denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form 

einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-

gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. 

Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 

Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen 

ist (BGE 131 V 164 E. 2.1). Liegt eine Verfügung im Streit, mit welcher die 

Vorinstanz auf eine Neuanmeldung nicht eingetreten ist, so hat das Bun-

desverwaltungsgericht lediglich die Eintretensfrage zu prüfen (vgl. BGE 

132 V 74 E. 1.1 m.w.H.). Auf weitergehende Rechtsbegehren (bspw. Ge-

währung einer Invalidenrente, Durchführung von weiteren Sachverhaltsab-

klärungen) kann mangels eines entsprechenden Anfechtungsgegenstan-

des nicht eingetreten werden. Die Beschwerdeführerin beantragt sinnge-

mäss, die Nichteintretensverfügung der IVSTA vom 21. Februar 2017 auf-

zuheben. Deshalb gilt es zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf 

die Neuanmeldung eingetreten ist.  

4.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei-

gert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, 

wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. 

Demnach ist in der Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der 

Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen 

Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 IVV in Verbindung mit Art. 17 Abs. 

1 ATSG; vgl. hierzu BGE 130 V 343 E. 3.5.3). Ist diese Voraussetzung nicht 

erfüllt, tritt die Verwaltung auf das Gesuch nicht ein und eröffnet dies mittels 

C-1504/2017 

Seite 11 

einer Nichteintretensverfügung (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; 109 V 108 E. 2b). 

Ist dagegen in einem für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachen-

spektrum eine Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, 

auf das Gesuch einzutreten und in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht 

allseitig zu prüfen, ob die vom Versicherten glaubhafte Veränderung des 

Invaliditätsgrades tatsächlich eingetreten ist (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b).  

4.3 Die in Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV genannte Eintretensvoraussetzung soll 

verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 

und nicht näher begründeten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 

V 108 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Art. 87 Abs. 3 IVV beruht auf dem Grundge-

danken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer neuen Prüfung 

so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der 

Zwischenzeit nicht in rechtserheblicher Weise verändert hat. Um zu verhin-

dern, dass sich die Verwaltung mit gleich lautenden und nicht näher be-

gründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhaltes darlegenden 

Rentengesuchen befassen muss, ist sie nach Eingang einer Neuanmel-

dung demnach zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 

versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 

sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.  

4.4 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 

materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 

Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat-

sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem 

Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 141 V 585, E. 

5.3, BGE 130 V 71 E. 3, AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie 

fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Ver-

fügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. 

Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Verände-

rung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja-

hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche 

materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E.3.2.2 f.).  

4.5 Ob eine erhebliche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den 

Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicher-

ten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materi-

ellen Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs mit rechtskonfor-

mer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den er-

C-1504/2017 

Seite 12 

werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht, mit demje-

nigen zur Zeit der streitigen Verfügung; vorbehalten bleibt die Rechtspre-

chung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 

3.2.3).  

4.6 Unter Glaubhaftmachung ist nicht der Beweis nach dem im Sozialver-

sicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind vielmehr her-

abgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung 

der Verwaltung begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechts-

kräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. 

Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachum-

stand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus 

noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde 

sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (Urteil des BGer 

9C_635/2015 vom 16. Oktober 2015 E. 2.1; Urteil des BVGer C-7544/2014 

vom 13. Oktober 2016 E. 2.2.2). Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbrin-

gen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Verwaltung 

unter anderem, ob seit der rechtskräftigen Erledigung des letzten Renten-

gesuches lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nach-

dem sind an das Glaubhaftmachen einer Änderung des rechtserheblichen 

Sachverhalts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen (Urteile 

des BGer 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.2 und 9C_286/2009 vom 

28. Mai 2009 mit Hinweis auf BGE 109 V 262 E. 3). Bereits ab einer Zeit-

spanne von 15 Monaten dürfen nach der bundesgerichtlichen Praxis keine 

allzu hohen Anforderungen an die Glaubhaftmachung gestellt werden 

(BGE 130 V 64 E. 6.2). Insofern steht der Verwaltung ein gewisser Beur-

teilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. 

Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden 

kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei be-

gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 

sollten (SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 E. 2.2 und 2.3, 2002 IV Nr. 10 S. 25 E. 

1c/aa). Vorliegend gilt als massgebende zeitliche Vergleichsbasis der Zeit-

punkt der rechtskräftigen Verfügung der Vorinstanz vom 16. August 2012 

und der Zeitpunkt der Nichteintretensverfügung vom 21. Februar 2017, 

dementsprechend sind bei einer Zeitspanne von mehr als vier Jahren an 

die Glaubhaftmachung keine allzu hohen Anforderungen zu stellen (vgl. 

BGE 130 V 64 E. 6.2). 

4.7 Für den Fall, dass einer Neuanmeldung zwar ärztliche Berichte beige-

legt sind, diese indessen so wenig substanziiert sind, dass sich eine neue 

C-1504/2017 

Seite 13 

Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, 

ist die IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben nur verpflichtet, wenn 

den – für sich allein genommen den Anforderungen der Glaubhaftmachung 

nicht genügenden – Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden 

können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare 

rechtserhebliche Änderung vorliegt. Der Verwaltung ist es aber auch hier 

unbenommen, entsprechende Erhebungen selber anzustellen, ohne dass 

deswegen bereits auf ein materielles Eintreten auf die Neuanmeldung zu 

schliessen wäre (vgl. Urteil des BGer 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 

2.1 m.w.H.).  

4.8 Arztberichte, welche aus der Zeit nach Erlass der angefochtenen Ver-

fügung datieren und erst im Beschwerdeverfahren aufgelegt wurden, sind 

bei der Beurteilung der Frage, ob die Verwaltung auf das Revisionsgesuch 

hätte eintreten müssen, grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (vgl. BGE 

130 V 64 E. 5.2.5 und Urteil des BGer 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 

2.2). Unterlässt die IV-Stelle die Nachforderung weiterer Angaben trotz er-

kennbarer Hinweise für eine rechtserhebliche Änderung des Sachverhalts, 

steht der Berücksichtigung von im Gerichtsverfahren beigebrachten Be-

weismitteln nichts entgegen (vgl. analog dazu BGE 130 V 64 E. 5.2.2 und 

E.6). 

5.  

Streitig und zu prüfen ist, ob eine erhebliche Verschlechterung des Ge-

sundheitszustandes zwischen der Verfügung der Vorinstanz vom 16. Au-

gust 2012 (IV-act. 41; rechtskräftige erste Verfügung auf Ablehnung des 

Antrags auf Rentenleistung) und der angefochtenen Verfügung vom 21. 

Februar 2017 glaubhaft gemacht worden ist. 

5.1 Beim Erlass der Verfügung vom 16. August 2012 (IV-act. 41) betreffend 

die Ausrichtung einer Invaliditätsrente stützte sich die Vorinstanz auf die 

Stellungnahme von Dr. G._______ des ärztlichen Dienstes (IV-act. 38) vom 

10. Mai 2012 und dabei insbesondere auf die folgenden Arzt- und 

Untersuchungsberichte: 

 Endoskopieberichte vom 11. November 1987 (IV-act. 12) und vom 

24. Januar 1994 (IV-act. 16), beide durchgeführt von Dr. med. 

H._______, Innere Medizin FMH, Magen – Darm Krankheiten in 

(…), 

 Angiologischer Bericht vom 6. Oktober 1998 (IV-act. 21/2) 

durchgeführt von Dr. med. I._______, Angiologie FMH, (…), 

C-1504/2017 

Seite 14 

 Medizinisches Gutachten (E213) vom 24. November 2011 (die 

Begutachtung wurde am 21. September 2011 durchgeführt) von 

Dr. J._______, Nemzeti Rehabilitációs és Szociális Hivatal, (…) 

(IV-act. 8, Übersetzung 34) 

Mit der Aktenbegutachtung bestätigte Dr. G._______ die folgenden Haupt-

diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Colitis ulcerose, Os-

teoporose und Polyarthralgien. Als Nebendiagnose wurde ein Glaukom 

ohne Visusverminderung gestellt, welches allerdings keine Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit habe. Darauf ableitend legte die Vorinstanz (IV-act. 39) 

eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % rückwirkend ab 21. September 2011 für 

die erwerbliche Tätigkeit sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 29 % ebenso 

rückwirkend ab 21. September 2011 für den Aufgabenbereich fest.  

5.2 Im Hinblick auf die Prüfung der Frage, ob für das Neuanmeldeverfahren 

eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

glaubhaft gemacht worden ist, lagen der Vorinstanz die folgenden 

medizinischen Berichte und Gutachten vor:  

5.2.1 Ein ausführliches medizinisches Gutachten (IV-act. 58, Übersetzung 

IV-act. 59) von Dr. C._______ und Dr. K._______ des Verwaltungsbüros 

D._______ vom 18. Juli 2016. Im Gutachten wurden folgende Diagnosen 

festgehalten: 

 Wegener-Granulomatose (ICD-10 M31.3), 

 Colitis ulcerosa, nicht näher bezeichnet (ICD-10 K51.9), 

 Chronische obstruktive Lungenkrankheit, nicht näher bezeichnet 

(ICD-10 J44.9) 

 Essentielle (primäre) Hypertonie (ICD-10 I10),  

 Diabetes mellitus, Typ 2, ohne Komplikationen (ICD-10 E11.9),  

 Optikusatrophie (ICD-10 H47.2), 

 Primäres Weitwinkelglaukom (ICD-10 H40.1), 

 Beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung (ICD-10 

H90.3) 

Die begutachtenden Ärzte hielten eine Teilgesundheitsschädigung von 60 

% ab 1. Januar 2016 fest. Eine berufliche Wiedereingliederung sei langfris-

tig notwendig, dies sei jedoch wegen der schwierigen Bedingungen der 

Patientin kontraindiziert. So müssten insbesondere verschiedene Kriterien 

an ein mögliches Arbeitsumfeld eingehalten werden wie, keine Arbeit in der 

Kälte, weder dürften Rauch, Staub, Gase, Dämpfe oder Feuchtigkeit auf 

C-1504/2017 

Seite 15 

die Patientin einwirken, noch dürfte sie in Kontakt mit Chemikalien und Al-

lergenen gelangen. Die Patientin sollte sich weder zu oft bücken, gehen, 

Gegenstände heben und zu lange stehen oder auch nicht eine statisch er-

zwungene Haltung einnehmen müssen und ausserdem dürfe sie sich nicht 

körperlich erheblich anstrengen müssen. Schliesslich müssten variable Ar-

beitszeitfenster möglich sein.  

5.2.2 In einem weiteren medizinischen Gutachten (mittels Formular E213) 

(IV-act. 49, Übersetzung IV-act. 51) des Verwaltungsbüros D._______ vom 

30. August 2016 bestätigte Dr. C._______ dieselben Diagnosen wie bereits 

im Bericht vom 18. Juli 2016. Zusätzlich hielt sie in diesem Gutachten fest, 

die Versicherte könne zu Hause Arbeiten ohne Hilfe einer Drittperson ver-

richten (Formular E213, Ziff. 11.3), eine adaptierte Arbeit sei mit einem Voll-

zeitpensum möglich (Ziff. 11.4 und 11.5) und für die zuletzt in Ungarn aus-

geübte Tätigkeit bestehe eine Teilinvalidität zu 60% (Formular E213, Ziff. 

11.7). 

5.2.3 Der medizinische Röntgenbericht (IV-act. 58/7, Übersetzung IV-act. 

60 – Page 1) von Dr. L._______ vom 13. September 2016 zeigt eine He-

patomegalie sowie eine hepatische Steatose. 

5.3 Die Vorinstanz gelangte mit Anfrage (IV-act. 53) vom 16. November 

2016 an den ärztlichen Dienst der IV, ob sich die bisherige Einschätzung 

bezüglich Arbeitsunfähigkeit von 30 % (ab 21. September 2011) in der 

angelernten Tätigkeit (bisheriger Aufgabenbereich) sowie die 

Arbeitsunfähigkeit von 29% (ab 21. September 2011) für Tätigkeiten im 

Haushalt in erheblicher Weise verändert habe  (Art. 87 Abs. 3 IVV).  

5.3.1 Zu diesen Fragen nahm Dr. E._______, Facharzt für Allgemeinmedi-

zin FMH, mit Bericht vom 1. Dezember 2016 (IV-act. 55) Stellung. Er stützte 

sich dabei auf das medizinische Gutachten vom 30. August 2016 von Dr. 

C._______ (IV-act. 49, Übersetzung IV-act. 51, siehe E. 5.2.2 hiervor) und 

verglich dieses mit dem medizinischen Gutachten von Dr. G._______ des 

ärztlichen Dienstes (IV-act. 38) IVSTA vom 10. Mai 2012. Als Hauptdiag-

nose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde weiterhin festgehal-

ten an: 

 Colitis ulcerosa (ICD-10 K51.9). 

Als Nebendiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden die 

folgenden bestätigt:  

C-1504/2017 

Seite 16 

 Chronische obstruktive Lungenkrankheit, nicht näher bezeichnet 

(ICD-10 J44.9) 

 Primäres Weitwinkelglaukom (ICD-10 H40.1), 

 Optikusatrophie (ICD-10 H47.2), 

 Beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung (ICD-10 

H90.3) 

Die beiden Nebendiagnosen Essentielle (primäre) Hypertonie (ICD-10 I10) 

und Diabetes mellitus, Typ 2, ohne Komplikationen (ICD-10 E11.9) hätten 

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Für den massgebenden zu 

vergleichenden Zeitraum ergebe sich demgemäss zwar eine Verschlech-

terung durch mehrere neue Pathologien, die seit 2012 hinzugekommen 

seien bzw. sich diese seither verschlechtert hätten. Dennoch hielt Dr. 

E._______ fest, es ergebe sich aus den aktuellen medizinischen Gutach-

ten, dass die Arbeitsfähigkeit für die üblichen Tätigkeiten insgesamt unver-

ändert bei 30 % bestehen blieben. Im Übrigen sei für die Invaliditätsbemes-

sung der Haushaltstätigkeit die Diagnose Chronische obstruktive Lungen-

krankheit (ICD-10 J44.9; Chronic obstructive pulmonal disease [COPD]) 

bereits berücksichtigt worden (IV-act. 38 – Page 3/3). Inwieweit die Diag-

nose mitberücksichtigt wurde, ist aus dem medizinischen Bericht nicht er-

sichtlich. In seiner Stellungnahme wurde zudem die im Gutachten von Dr. 

C._______ und von Dr. K._______ (IV-act. 58) gestellte Diagnose Wege-

ner-Granulomatose (ICD-10 M31.3) nicht berücksichtigt. Dr. E._______ 

thematisiert zwar neue Pathologien, bleibt jedoch bei der seit September 

2011 massgebenden Arbeitsunfähigkeit. Er thematisiert auch die Verände-

rung der Gesundheitsschädigung von 40 % (gemäss Begutachtung vom 

21. September 2011; IV-act. 8, Übersetzung 34) zu der Gesundheitsschä-

digung von 60 % (IV-act. 58, Übersetzung IV-act. 59) ab 1. Januar 2016 

und auf deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht. Hinsichtlich die-

ser drei unerwähnten Punkte muss der medizinische Bericht des RAD-Arz-

tes als nicht umfassend betrachtet werden. 

5.4 Mit Einwand vom 29. Dezember 2016 ([Datum Postaufgabe]; IV-act. 

57) machte die Beschwerdeführerin eine weitere Verschlechterung ihrer 

Gesundheit geltend. Insbesondere habe sich ihr Gesundheitszustand 

wegen der Wegener-Granulomatose verschlechtert und sie sei auch bei 

alltäglichen Verrichtungen im Haushalt auf Dritthilfe angewiesen. Bereits 

2012 habe die ungarische Behörde den Invaliditätsgrad bei 44 % 

festgelegt, inzwischen sei der Grad der Invalidität auf 60 % korrigiert 

worden. Sie verstehe deshalb nicht, warum die Vorinstanz (sinngemäss) 

auf das Gesuch um Neuanmeldung nicht eingetreten sei. 

C-1504/2017 

Seite 17 

5.4.1 In der Folge gelangte die Vorinstanz am 26. Januar 2017 (IV-act. 61) 

unter Beigabe neuer medizinischer Berichte (insbesondere IV-act. 59 und 

60) wiederum an den RAD F._______ und bat um Stellungnahme (IV-act. 

61) wegen erneuter Verschlechterung des Gesundheitszustandes. 

5.4.2 Neben den bereits bekannten Diagnosen nahm Dr. E._______ (IV-

act. 65) des RAD F._______ laut Stellungnahme vom 15. Februar 2017 

Bezug auf den Arztbericht von Dr. C._______ und von Dr. K._______ (IV-

act. 58, Übersetzung 59) vom 18. Juli 2016. Aus diesem Arztbericht gehe 

hervor, dass die Versicherte bezüglich der Chronisch Obstruktiven Lungen-

krankheit (COPD) gemäss Lungenfunktionstest einen FEF1 Wert von 73% 

erreiche, dies korrespondiere mit den Röntgenbildern des Thorax zur We-

gener Granulomatose. Die Patientin profitiere von einer Kortikosteroid-

Therapie mit variabler Dosierung. Im Weiteren erwähnte er den medizini-

schen Röntgenbericht (IV-act. 58/7, Übersetzung IV-act. 60 – Page 1) von 

Dr. L._______ vom 13. September 2016, mit welchem die Diagnose der 

Hepatomegalie gestellt wurde. Im Übrigen sei die Einschätzung von Dr. 

C._______ und von Dr. K._______ vom 18. Juli 2016 zur Teilarbeitsfähig-

keit hervorzuheben. Somit sei weiterhin an der früheren Beurteilung fest-

zuhalten. Diese beiden letzten Aussagen sind nicht wirklich schlüssig. Ei-

nerseits verweist Dr. E._______ auf die Einschätzung zur Teilarbeitsfähig-

keit von Dr. C._______ und von Dr. K._______, ohne diese zu würdigen, 

andererseits hält er an seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für die üb-

lichen Tätigkeiten insgesamt unverändert bei 30 % fest (vgl. IV-act. 65 mit 

IV-act. 55 und IV-act. 38). Er begründet nicht, warum weiterhin von der Ar-

beitsunfähigkeit von 30 % auszugehen sei und insbesondere in Anbetracht 

der neuen Diagnosen und der vom ungarischen Versicherungsträger attes-

tierten Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht von einer höhe-

ren Arbeitsunfähigkeit. Da Dr. E._______ nicht auf die veränderte Gesund-

heitsschädigung von 44 % auf 60 % einging, ist der medizinische Bericht 

auch in diesem Punkt nicht als umfassend zu bezeichnen. 

5.5 In Verbindung mit der Beschwerde vom 6. März 2017 (B-act. 1) reichte 

die Beschwerdeführerin folgende weitere – bisher nicht erwähnte – medi-

zinische Berichte ein: 

 Spitalaustrittsbericht vom 22. April 2014 (B-act. 1/2 =18/2) von 

Dr. M._______ und Dr. N._______, Spital O._______, (…),  

 Spitalaustrittsbericht vom 25. April 2014 (B-act. 1/3 =18/3), von 

Dr. P._______ und Dr. Q._______, Institution R._______, (…),  

C-1504/2017 

Seite 18 

 Laborbericht vom 27. April 2014 (B-act. 1/6 =18/6) von Dr. 

S._______, Institution R._______, (…),  

 Spitalaustrittsbericht vom 6. Mai 2014 (B-act. 1/1 =18/1) von 

Dr.  M._______ und Dr. N._______, Spital O._______, (…), 

 Med. Bericht vom 6. Mai 2014 (B-act. 1/7 =18/7) von Dr. 

S._______, Institution R._______, (…),  

 Laborbericht vom 7. Mai 2014 (B-act. 1/5 =18/5) von Dr. 

T._______, Klinik U._______,  

 Spitalaustrittsbericht vom 4. September 2014 (B-act. 1/4 =18/4) 

von Dr. P._______ und Dr. Q._______, Institution R._______, (…)  

 Arztbericht vom 29. Mai 2015 (B-act. 1/13 =18/13) von Dr. 

V._______, Klinik W._______, (…),  

 Spitalbericht vom 4. Juni 2015 (B-act. 1/12 =18/12) von 

Dr. X._______, Spital O._______, (…), 

 Arztbericht vom 5. Oktober 2015 (B-act. 1/9 =18/9) von Dr. 

Y._______, Spital Z._______, (…) 

 Arztbericht vom 2. Mai 2016 (B-act. 1/10 =18/10) von Dr. 

Aa._______, Spital Bb._______, (…) 

 Arztbericht vom 24. Mai 2016 (B-act. 1/11 =18/11) von Dr. 

P._______, Klinik Cc._______, 

 Medizinischer Bericht vom 27. Februar 2017 (B-act. 1/8 =18/8) 

von Dr. Dd._______, Spital Ee._______ 

5.6 Mit der Zwischenverfügung vom 16. März 2017 wurde die Vorinstanz 

zur Vernehmlassung (B-act. 3) eingeladen sowie die eben erwähnten me-

dizinischen Berichte zugänglich gemacht. Die Vorinstanz bat wiederum Dr. 

E._______ des RAD F._______ um Stellungnahme, ob die eingereichten 

Facharztberichte glaubhaft machen könnten, dass sich der Invaliditätsgrad 

in erheblicher Weise verändert habe. Dr. E._______ liess mit Stellung-

nahme vom 31. Mai 2017 (IV-act. 68) verlauten, auch nach Lektüre der neu 

eingereichten Dokumente liessen sich keine neuen objektiven medizini-

schen Elemente bezüglich der Frage, ob eine signifikante Veränderung des 

Gesundheitszustandes eingetreten sei, erkennen. Deshalb sei weiterhin an 

den Schlussfolgerungen früherer Stellungnahmen oder Berichte des RAD 

F._______ festzuhalten. 

5.7 Es bleibt damit zu prüfen, ob mit den zusätzlich eingereichten Arztbe-

richten eine Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (ge-

mäss Anmerkungen in E. 5.4 hiervor) glaubhaft gemacht worden ist. Wie 

bereits (vgl. E. 2 hiervor) angemerkt, ist eine vom Träger eines Mitglied-

C-1504/2017 

Seite 19 

staats getroffene Entscheidung über den Grad der Invalidität eines Antrag-

stellers für den Träger jedes anderen in Betracht kommenden Mitglied-

staats nur verbindlich, wenn gemäss Art. 46 Abs. 3 der Verordnung Nr. 

883/2004 die in den Rechtsvorschriften dieser Mitgliedstaaten festgelegten 

Definitionen des Grads der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung als 

übereinstimmend anerkannt wurden. Da dies im Verhältnis zwischen Un-

garn und der Schweiz nicht der Fall ist, ist die Vorinstanz auch in der vor-

liegenden Beurteilung nicht an die Invaliditätsbemessung der ungarischen 

Behörden gebunden. Da jedoch an die Glaubhaftmachung i.S.v. Art. 87 

Abs. 3 IVV herabgesetzte Beweisanforderungen gestellt werden (vgl. E. 

4.6 hiervor), ergibt die Veränderung in der Beurteilung des ungarischen 

Versicherungsträgers (60 % statt wie bisher 44 % seit 1. Januar 2016) zu-

mindest ein gewichtiges Indiz, wonach eine relevante Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes eingetreten sein könnte und damit auf die Neu-

anmeldung einzutreten und eine materielle Prüfung des Gesuchs vorzu-

nehmen wäre.  

5.8 Wie die im Beschwerdeverfahren beigebrachten medizinischen Be-

richte und Gutachten (B-act. 18/1-18/13) – so auch das bereits im Gesuch-

verfahren erstellte medizinischen Gutachten von Dr. C._______ und von 

Dr. K._______ vom 18. Juli 2016 (IV-act. 58) – belegen, zeigt sich bei der 

Beschwerdeführerin bedingt durch diverse Diagnosen (Colitis ulcerosa, 

Chronische obstruktive Lungenkrankheit [COPD], Glaucom, Hörverlust, 

Wegener-Granulomatose) ein komplexes Krankheitsbild.  

5.9 Die Wegener-Granulomatose (ICD-10 M31.3) wird als rheumatische 

Autoimmunerkrankung beschrieben, die mit Entzündungen der Blutge-

fässe einhergeht (siehe www.netdoktor.ch/krankheit/wegener-granulo-

matose-7973; letztmals abgefragt am 15. Mai 2018). Im klinischen Verlauf 

(Initialstadium) manifestiert sich die Krankheit erst an Hals, Nase oder Oh-

ren mit schwer heilenden Wunden oder Blutungen, im weiteren Verlauf der 

Krankheit (Generalisationsstadium) können Entzündungen an Haut, 

Lunge, Auge und Nieren auftreten. Die Wegener-Granulomatose kann 

auch einen vital bedrohlichen Verlauf mit Nierenversagen, Lungenblutung, 

Lungenversagen oder einem pulmo-renalen Syndrom nehmen (siehe 

www.pschyrembel.de/Wegener%20Granulomatose/K0P28/doc/; letztmals 

abgefragt am 15. Mai 2018). Gemäss Spitalaustrittsbericht (Spital 

O._______, […]) vom 6. Mai 2014 (B-act. 1/1 =18/1) beschreiben die be-

handelnden Ärzte, Dr.  M._______ und Dr. N._______, die Symptome der 

Patientin als komplex mit grossen Auswirkungen auf ophthalmologische, 

otologische (HNO) und respiratorische Beschwerden. Zudem behindere 

http://www.netdoktor.ch/krankheit/wegener-granulomatose-7973
http://www.netdoktor.ch/krankheit/wegener-granulomatose-7973
http://www.pschyrembel.de/Wegener%20Granulomatose/K0P28/doc/

C-1504/2017 

Seite 20 

der Hörverlust die Kommunikation mit der Patientin. Während dieser 

akuten Phase wurde die Patientin mit Methylprednisolon (1000 mg) behan-

delt, auf diese Therapie sprach die Patientin gut an. Diese komplexen 

Symptome werden auch mit dem Anamnesebericht von Dr. C._______ 

vom 30. August 2016 (E213; IV-act. 49, Übersetzung IV-act. 51) beschrie-

ben. So sehe die Patientin rechts praktisch nichts mehr und links nur ein-

geschränkt. Auf die Ernsthaftigkeit einer Erkrankung an der Wegener-Gra-

nulomatose, den vorliegenden Verlauf und aktuellen (bereits fortgeschrit-

tenen) Stand derselben sowie die damit verbundenen Begleiterkrankungen 

ist der RAD-Arzt auch mit ergänzender Stellungnahme vom 31. Mai 2017 

nicht eingegangen; er hat auch keine diesbezügliche Gesamtbeurteilung 

vorgenommen. 

5.10 Bei dieser Sachlage ist – über die festgestellte Unvollständigkeit der 

RAD-Beurteilung hinaus – auch glaubhaft gemacht worden, dass sich der 

Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen 

Weise (vgl. E. 4.2) geändert hat. Auf das Gesuch ist daher einzutreten und 

diesbezüglich sind weitere Abklärungen zu treffen. 

5.11 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 3.4.3 hiervor) müssen RAD-Ärzte über 

die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen ver-

fügen. Zudem müssen sich Verwaltung und Gerichte bezüglich der medizi-

nischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens auf die Fachkenntnisse des Ex-

perten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gut-

achter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender 

spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht vi-

sierenden Arztes vorausgesetzt SVR 2009 IV Nr. 56 = 9C_323/2009 E. 

4.3.1). Um im konkreten Fall die gesundheitlichen Auswirkungen auf die 

funktionale Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, muss die Vorinstanz 

deshalb Fachärzte der Fachbereiche Pneumologie, Rheumatologie, Oph-

thalmologie und HNO (vgl. Auflistung Gesundheitsschaden, IV-act. 59 – 

Page 5/12) hinzuziehen. Der Beizug weiterer Fachspezialisten ist der Gut-

achterstelle überlassen (vgl. dazu Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. 

Oktober 2008 E. 6.3.1). 

5.12 Zusammengefasst ergibt sich, dass die Vorinstanz aufgrund der 

glaubhaft gemachten rentenrelevanten Verschlechterung des Gesund-

heitszustandes auf die Neuanmeldung eintreten und weitere (umfassende) 

Abklärungen hätte veranlassen müssen. Die Beschwerde ist demnach – 

soweit darauf einzutreten ist – in dem Sinne gutzuheissen, als dass die 

angefochtene Verfügung vom 21. Februar 2017 aufzuheben und die Sache 

C-1504/2017 

Seite 21 

zur materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Diese ist anzuweisen, in der Schweiz 

ein polydisziplinäres Gutachten im Sinne von Art. 72bis IVV einzuholen. Da-

bei sind für die Beurteilung der genannten Beschwerden neben einem 

Facharzt für Rheumatologie zusätzlich ein Facharzt Pneumologie, Oph-

thalmologie sowie ein Facharzt HNO beizuziehen. Ob allenfalls weitere 

Spezialisten zu involvieren sind, wird in das pflichtgemässe Ermessen der 

Vorinstanz bzw. der Gutachter gestellt. Im Rahmen der polydisziplinären 

Begutachtung werden die Gutachter insbesondere auch im Hinblick auf 

das Zusammenwirken der verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchti-

gungen eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen haben. Die beauftragten 

Sachverständigen sind letztverantwortlich einerseits für die fachliche Güte 

und die Vollständigkeit der interdisziplinär erstellten Entscheidungsgrund-

lage, anderseits aber auch für eine wirtschaftliche Abklärung (BGE 139 V 

349 E. 3.2 f.).  

6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 

Parteientschädigung. 

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall der Beschwerde-

führerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Mit Blick auf diesen Verfah-

rensausgang greift die (subsidiäre) unentgeltliche Prozessführung somit 

nicht. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

6.2 Der obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 

sind keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr keine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

 

 

 

 

C-1504/2017 

Seite 22 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, in dem Sinne gutge-

heissen, als die angefochtene Verfügung vom 21. Februar 2017 aufgeho-

ben und die Sache zur materiellen Prüfung des Leistungsbegehrens an die 

Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Brigitte Blum-Schneider 

 

 

 

 

C-1504/2017 

Seite 23 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist 

in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: