# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb07c489-aa79-58a4-9890-7da7a148ea1c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 23.10.2017 I 2017 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-55_2017-10-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 55

Entscheid vom 23. Oktober 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien D.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Willi Füchslin,
Zürcherstrasse 49, Postfach 644, 8853 Lachen,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Einstellung der IV-Rente)

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Sachverhalt:

A. D.________ (geb. ________) hat verschiedene Erwerbstätigkeiten aus-
geübt (u.a. als Serviceangestellte, im Verkauf einer Bäckerei und in der Land-
wirtschaft). Nach einer IV-Anmeldung (wegen Multipler Sklerose) im November 
2007 und diversen Abklärungen wurde mit Verfügung vom 5. September 2008 
mit Wirkung ab 1. April 2008 eine ganze IV-Rente zugesprochen.

B. Im Rahmen eines IV-Revisionsverfahrens gelangte die IV-Stelle mit Vorbe-
scheid vom 10. Februar 2015 zum Ergebnis, dass die bisherige ganze IV-Rente 
auf eine halbe IV-Rente herabzusetzen sei. Nachdem D.________ dagegen op-
poniert und im Eventualstandpunkt weitere Abklärungen gefordert hatte, empfahl 
die zuständige RAD-Ärztin die Durchführung einer interdisziplinären Begutach-
tung. Damit war D.________ nicht einverstanden, worauf die IV-Stelle mit Zwi-
schenverfügung vom 8. Januar 2016 an der Begutachtung festhielt. Eine dage-
gen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht am 6. April 2016 abge-
wiesen (VGE I 2016 10 vom 6.4.2016, IV-act. 100).

C. In der Folge wurden der Begutachtungsauftrag einer Gutachterstelle in 
S.________ zugelost und die Namen der Gutachter sowie die Untersuchungs-
termine bekanntgegeben (IV-act. 102 bis 109). Die beauftragte A.________ er-
stattete ihr Gutachten am 22. November 2016. Gestützt darauf teilte die IV-Stelle 
mit Vorbescheid vom 31. Januar 2017 mit, dass eine Einstellung der Rente vor-
gesehen sei (IV-act. 112). Dagegen liess D.________ am 5. April 2017 Einwände 
erheben (IV-act. 116). Am 5. Mai 2017 verfügte die IV-Stelle, dass die bisherige 
Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats aufgeho-
ben werde (IV-act. 118).

D. Gegen diese am 9. Mai 2017 eingegangene Verfügung liess D.________ 
rechtzeitig am 1. Juni 2017 (= Datum der Postaufgabe) beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 5. Mai 2017 sei dahin-
gehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin weiterhin (über Ende Juni 
2017 hinaus) eine Invalidenrente zusteht.

2. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 5. Mai 2017 zu ergänzenden Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen.

3. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 
5. Mai 2017 dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin Einglie-
derungsmassnahmen zustehen, insbesondere eine Umschulung.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

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E. Mit Vernehmlassung vom 12. Juli 2017 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Mit Replik vom 25. August 2017 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 
fest. Die IV-Stelle verzichtete am 30. August 2017 auf die Erstattung einer Duplik.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, so wird 
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Anlass 
zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer 
wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch 
bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen 
auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die 
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung 
an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines 
im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen 
Kontext unbeachtlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3.4.2017 
Erw. 1.1.1 mit Verweis auf BGE 141 V 9 Erw. 2.3 S. 10 f. mit Hinweisen). 

1.2 Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts prüft die Verwaltung − wenn 
ein Revisionsgrund gegeben ist − den Rentenanspruch in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht umfassend ("allseitig"), wobei keine Bindung an frühere 
Beurteilungen besteht. Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte 
Tatsache zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich 
bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes 
Anspruchs-element zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der 
Invalidenrente führt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_668/2016 vom 5.12.2016 
Erw. 5.2.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 141 V 9 Erw. 2.3 S. 11; 139 V 28 Erw. 
3.3.1 S. 30).

2.1 Im vorliegenden Fall wurde der massgebende Invaliditätsgrad für die 
ursprünglich im Jahre 2008 zugesprochene Rente nach einer Abklärung vor Ort 
(auf dem Landwirtschaftsbetrieb B.________) nach der gemischten Methode 
ermittelt, wobei die Einschränkungen wie folgt festgelegt wurden (vgl. IV-act. 43):

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Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Gastbetrieb (________-Übernachtungen) 30% 75% 22.5%
Mitarbeit im Bauernbetrieb 50% 100% 50.0%
Haushalt 20% 40% 8.0%

2.2 Nach der Aktenlage hat die Beschwerdeführerin den Bergbauernbetrieb 
des Vaters der gemeinsamen Kinder Ende Mai 2014 verlassen und sie ist mit 
dem Sohn (Jahrgang ________) in eine Wohnung in C.________ umgezogen, 
derweil die Tochter in P.________ beim Vater verblieb (vgl. IV-act. 69-2/12 
unten). Mit diesem Wegzug hat offenkundig eine wesentliche Änderung der 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse stattgefunden. Die Versicherte hat 
die Wohngemeinschaft auf dem ________ (4-Personenhaushalt) aufgegeben 
und sich vom ________-Betrieb sowie dem Bergbauernbetrieb getrennt, was 
grundsätzlich Auswirkungen auf den Erwerbs- und Aufgabenbereich (neu 2-
Personenhaushalt) mit sich brachte. Darin ist eindeutig ein hinreichender 
Revisionsgrund zu erblicken, auch wenn die Versicherte in C.________ (in einem 
anderen Bereich) selbständig erwerbstätig blieb bzw. bleibt (Malatelier/ 
Kursangebote, vgl. IV-act. 69-5/12). Anzufügen ist, dass das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes noch nicht zwingend eine Änderung des bisherigen 
Rentenanspruchs zur Folge hat. Vielmehr geht es darum, dass aufgrund der 
dargelegten Änderung der Verhältnisse (und mithin aufgrund des Vorliegens 
eines Revisionsgrundes) eine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs 
geboten ist (vgl. oben, Erw. 1.2).

2.3 An diesem dargelegten Ergebnis vermögen die Vorbringen in der 
Beschwerdeschrift nichts zu ändern. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf das 
Urteil des Bundesgerichts 9C_193/2015 vom 7. August 2015 und die dort 
enthaltene Erwägung 2.2 beruft, übersieht sie, dass der vorliegende Fall mit 
demjenigen des Bundesgerichts sachverhaltsmässig nicht vergleichbar ist. Im 
konkreten Fall waren die massgebenden Verhältnisse bei der 
Rentenzusprechung derart, dass die Versicherte in einem 4-Personenhaushalt 
(zusammen mit den 2 Kindern und dem Vater der Kinder) lebte und es um die 
Mitarbeit im Bergbauernbetrieb sowie dem Gastbetrieb (Verpflegung von Gästen, 
welche in den vermieteten Q.________ übernachten) ging. Demgegenüber sind 
im betreffenden Urteil des Bundesgerichts keine Kinder aktenkundig. Der 
erwähnte Wechsel der Beschwerdeführerin vom erwähnten 4-Personenhaushalt 
(mit angegliederter Verpflegung von Gästen ________) in einen 2-
Personenhaushalt (ohne eine solche Gästeverpflegung) wirkt sich offensichtlich 
auf den Aufgabenbereich aus, da der wesentlich kleinere Haushalt eine 
Entlastung der für diesen Aufgabenbereich verantwortlichen Person bedeutet, 

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indem beispielweise weniger eingekauft, gekocht, geputzt, Wäsche besorgt etc. 
werden muss. Im Gegenzug fällt eine allfällige Mithilfe der nicht mehr im selben 
Haushalt wohnenden Personen weg. Solche Änderungen stellen nach Massgabe 
des Urteils 9C_410/2015 vom 13. November 2015, welcher ausdrücklich (in Erw. 
2) auf das Urteil 9C_193/2015 vom 7. August 2015 Bezug nimmt, einen 
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (zit. Urteil 9C_410/2015 
Erw. 4.2.1).

2.4 Zusammenfassend ist die Vorinstanz zu Recht vom Vorliegen eines 
Revisionsgrundes ausgegangen und es kann hier offen bleiben, ob ein 
veränderter Gesundheitszustand ebenfalls Anlass zu einer Rentenrevision 
gegeben hätte. Anzufügen ist, dass im verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahren I 2016 10 nicht die Frage zu prüfen war, ob ein 
Revisionsgrund vorliege, sondern ob die IV-Stelle eine medizinische 
Begutachtung veranlassen durfte (oder nicht). Im Übrigen hatte die 
Beschwerdeführerin selber Anlass zur Durchführung einer Begutachtung 
gegeben, indem sie in ihrer Stellungnahme vom 26. März 2015 zum Vorbescheid 
vom 10. Februar 2015 im Eventualstandpunkt ergänzende Abklärungen 
beantragt hatte (vgl. IV-act. 86-2/12 oben).

3.1 Als nächstes ist die Fragestellung zu beantworten, nach welcher Methode 
die Invaliditätsbemessung vorzunehmen ist. Die Vorinstanz ist in der 
angefochtenen Verfügung davon ausgegangen, dass die ________ Versicherte 
im Gesundheitsfall eine Vollzeiterwerbstätigkeit ausüben würde, womit der 
Invaliditätsgrad nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
vorzunehmen sei.

3.2 Demgegenüber wird in der Beschwerdeschrift (S. 8f.) sinngemäss 
eingewendet, dass die Versicherte wegen ihrer Erziehungs- und 
Betreuungsaufgaben im Gesundheitsfall nicht zu 100% erwerbstätig wäre. Die 
Versicherte verweist diesbezüglich auf ihren (im Verfügungszeitpunkt noch 13-
jährigen, zwischenzeitlich 14-jährigen) Sohn, welcher sprachliche Probleme 
habe, deswegen die Sprachheilschule in T.________ besuchte und immer noch 
Logopädie sowie Nachhilfestunden (für die Schule) benötige (siehe auch IV-act. 
110-20/47, 3. Abs., wonach der Sohn seine Mutter stark beanspruche). Bei 
dieser konkreten Sachlage ist es glaubhaft, dass die alleinerziehende Versicherte 
sich im Gesundheitsfall etwas mehr Zeit für die Unterstützung ihres Sohnes (mit 
Sprachproblemen) genommen und deswegen keine Vollzeiterwerbstätigkeit 
angestrebt hätte (ganz abgesehen davon, dass die Versicherte im 
Gesundheitsfall ihre ursprüngliche Lebenssituation ________ wohl nicht 
geändert hätte, wie sie nachvollziehbar anlässlich eines Hausbesuchs vom 16. 

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Juli 2014 durch eine Abklärungsperson schilderte, siehe IV-act. 69-3f./12; IV-act. 
66-2f./4). Für die Fortführung eines Verhältnisses von 80% Erwerbsanteil und 
20% Haushaltanteil im Gesundheitsfall spricht sodann insbesondere auch, dass 
bei der Haushaltabklärung vom 16. Juli 2014 die Abklärungsperson angesichts 
der Erziehungs- und Betreuungsaufgaben ebenfalls von einem Verhältnis von 
80% (Erwerb) zu 20% (Haushalt) ausgegangen ist (vgl. IV-act. 69-4f./12).

3.3 Nach dem Gesagten ist die Invaliditätsbemessung nicht ausschliesslich 
nach der Einkommensvergleichsmethode, sondern vielmehr nach der 
gemischten Methode vorzunehmen. Insofern erweist sich die angefochtene 
Verfügung als mangelhaft, weshalb grundsätzlich eine Rückweisung an die 
Vorinstanz geboten erscheint, zumal fraglich ist, ob die Ergebnisse der letzten 
Haushaltabklärung vom 16. Juli 2014 (mit Bericht vom 22.7.2014) drei Jahre 
später tel quel übernommen werden können.

3.4 Für eine Rückweisung spricht sodann, dass der vorliegende Fall erhebliche 
Anhaltspunkte für den Abschluss einer Vergleichslösung im Sinne von Art. 50 
ATSG enthält, wie noch nachfolgend dargelegt wird.

3.4.1  Als Ausgangslage ist zu berücksichtigen, dass die IV-Stelle der an 
Multipler Sklerose (MS) erkrankten Versicherten nach der IV-Anmeldung im 
November 2007 mit Verfügung vom 5. September 2008 eine ganze IV-Rente 
zugesprochen hat (IV-Grad 81%, vgl. IV-act. 49 i.V.m. IV-act. 43-1/3).

3.4.2  Am 22. Mai 2013 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie eine 
Kunstschule absolviert habe und nun mittwochs ein Malatelier leite, wofür sie im 
Industriequartier von U.________ einen Container gemietet habe. Die zuständige 
Person des Abklärungsdienstes notierte, dass sich ein IV-Revisionsverfahren 
aufdränge (IV-act. 53; siehe auch IV-act. 58). 

3.4.3  Dr.med. E.________ (Fachärztin für Neurologie) berichtete am 15. Juli 
2013 dem Hausarzt Dr.med. F.________ (FMH Allgemeine Medizin) vom 
Ergebnis der gleichentags erfolgten Verlaufskontrolle, wonach hinsichtlich der 
schubförmigen MS (ED 2007) weder anamnestisch noch klinisch-neurologisch 
wesentliche Änderungen zum Vorbefund von Oktober 2012 aufgetreten seien. 
Die Arbeitsfähigkeit bestehe aus neurologischer Sicht bei ca. 50% (IV-act. 61-
4/4). 

3.4.4  Dr.med. G.________ (FMH Innere Medizin) führte in seinem Bericht vom 
16. Juli 2013 an die IV-Stelle u.a. sinngemäss aus, die Symptomatik umfasse bei 
der Versicherten Erschöpfung, geringe Leistungsfähigkeit, Schwindel mit 
Übelkeit, Taubheitsgefühl auf der rechten Seite (schlimmer bei Tätigkeiten), 

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Augenblitzen bei Überforderung. Sie habe einen grossen Pausenbedarf. In 
Anbetracht der Grunddiagnose sei die Prognose längerfristig eher ungünstig (IV-
act. 62).

3.4.5  Im Abklärungsbericht vom 22. Juli 2014 wies die vorinstanzliche 
Fachperson u.a. daraufhin, dass die Versicherte Eingliederungspotential habe 
und dass aus medizinisch-theoretischer Sicht aktuell in einer dem Leiden 
angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 69-11/12).

3.4.6  Anlässlich eines Abklärungsgesprächs vom 30. September 2014 (unter 
Mitwirkung einer Vertreterin der Pro Infirmis) umschrieb die Versicherte die 
Beeinträchtigungen mit "Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, 
Vergesslichkeit, Kopfschmerzen" (IV-act. 73-3/4 oben). Auf die Frage, ob sich die 
gesundheitliche Situation seit der Rentenzusprache verbessert habe, antwortete 
die Versicherte gemäss den Angaben im Verlaufsprotokoll (IV-act. 73-3/4 oben):

Ja - Damals hatte ich gerade einen Schub und ich konnte meine bisherige Tätigkeit 
nicht mehr ausführen.

3.4.7  Die RAD-Ärztin med.pract. H.________ (Allgemeinmedizin D/ 
Vertrauensärztin SGV) hielt in einer Kurzbeurteilung vom 13. November 2014 
nach Sichtung der Akten fest, dass weiterhin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 
auszugehen sei; eine Erhöhung des Arbeitsfähigkeitsgrades auf 75% sei aus 
medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar (IV-act. 75-3/3).

3.4.8  Im Abklärungsbericht vom 30. Januar 2015 ermittelte die vorinstanzliche 
Fachperson im Rahmen eines Einkommensvergleichs eine 
behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von 50% (IV-act. 77-3/3). Gestützt 
darauf eröffnete die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 10. Februar 2015, dass eine 
Herabsetzung der bisher ganzen IV-Rente auf eine halbe IV-Rente vorgesehen 
sei.

3.4.9  Hätte die Versicherte nicht gegen diesen Vorbescheid opponiert, würde sie 
weiterhin IV-Rentenleistungen beziehen, nachdem mit diesem Vorbescheid eine 
halbe IV-Rente in Aussicht gestellt wurde. Mit anderen Worten droht der 
Versicherten, weil sie sich als MS-Patientin für den Erhalt der ganzen IV-Rente 
einsetzte, nach Massgabe der angefochtenen Verfügung der Verlust sämtlicher 
IV-Rentenleistungen, was faktisch auf eine "Bestrafung" (reformatio in peius) 
hinausliefe, weil sie damals dem Vorbescheid nicht zustimmte.

3.4.10 Besonders ins Gewicht fällt schliesslich, dass das eingeholte MEDAS-
Gutachten vom 22. November 2016 nicht in allen Teilen zu überzeugen vermag. 

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3.4.10.1 Die MEDAS-Gutachter stellten (nachvollziehbar) folgende 
Hauptdiagnose mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (IV-act. 110-
32/47): 

Multiple Sklerose vom schubförmig-remittierenden Verlaufstyp mit
 MS-assoziiertem chronischen Fatigue-Syndrom und
 MS-assoziierte leichte neurokognitive Einschränkung

Gestützt darauf und unter Auswertung der Befunde der Unterlagen 
veranschlagten die MEDAS-Gutachter für adaptierte Tätigkeiten eine 
Arbeitsfähigkeit von 80% (2x 3 Stunden täglich), und zwar ab September 2007 
(IV-act. 110-38/47, Ziff. 8.2.1). Im gleichen Gutachten wurden unter Ziffer 6.10 
(Stellungnahme zu früheren internistischen Einschätzungen bezüglich der 
Arbeitsfähigkeit) ausdrücklich die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen des 
Hausarztes Dr.med. F.________ festgehalten (u.a. wonach ab 1.9.2007 bis auf 
weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe) und dazu vermerkt: "Dies 
erscheint korrekt" (vgl. IV-act. 110-32/47 oben). Wie aber dieser Widerspruch zu 
verstehen ist (einerseits attestierte der Hausarzt für September 2007 eine 
vollständige, als korrekt bezeichnete Arbeitsunfähigkeit, andererseits schätzten 
die MEDAS-Gutachter die Arbeitsfähigkeit der Versicherten für adaptierte 
Tätigkeiten ab September 2007 auf 80%), wurde im Gutachten nicht thematisiert.

3.4.10.2 Auch nicht thematisiert wurde im MEDAS-Gutachten, dass die 
konsultierte Neurologin (Dr.med. E.________) die Arbeitsfähigkeit der 
Versicherten als MS-Patientin auf 50% einschätzte. Es fehlt eine substantiierte 
Auseinandersetzung mit dieser abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung (vgl. 
namentlich den Abschnitt der Angaben des MEDAS-Neurologen Dr.med. 
K.________, ab IV-act. 110-12/47).

3.4.10.3 Es fällt sodann insbesondere auf, dass mindestens zweimal im 
Gutachten ausdrücklich festgehalten wurde, dass "keine Anhaltspunkte für 
Verdeutlichung und/oder Aggravation" bestünden (siehe IV-act. 110-21/47 oben 
betreffend Psychostatus vom 10.10.2016; siehe auch IV-act. 110-17/47 unten, 
wonach der Neurologe bei der Prüfung des neurologischen Status vom 
12.10.2016 ausführte, hinsichtlich der Beschwerdeangaben seien keine 
Verdeutlichungstendenzen festzustellen). Demgegenüber gelangte die dipl. 
Psychologin J.________ anlässlich der neuropsychologischen Untersuchungen 
zum Ergebnis, dass eine verminderte Anstrengungsbereitschaft oder eine 
Verdeutlichung der Beschwerden nicht ausgeschlossen werden könne (vgl. IV-
act. 110-21/47 unten). Eine Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen 
Wahrnehmungen der Gutachter fehlt im erwähnten MEDAS-Gutachten, was als 
weiterer Mangel zu qualifizieren ist.

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3.4.10.4 Ein weiterer Erklärungsbedarf wäre im Kontext mit der Feststellung des 
MEDAS-Psychiaters Dr.med. I.________ in Ziffer 5.4.3 des Gutachtens zu 
erblicken, dass eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bislang 
nicht stattgefunden habe und dass es keine Indikation dazu gebe (vgl. IV-act. 
110-22/47). Diesen Feststellungen ist zum einen der Umstand entgegenzuhalten, 
dass gemäss Bericht der R.________ vom 16. Juli 2013 (unterzeichnet von 
Dr.med. G.________) auch eine psychotherapeutische Begleitung angeführt 
wurde (vgl. IV-act. 62-2/2 oben; anzufügen ist, dass die Versicherte diese 
Begleitung gegenüber dem MEDAS-Gutachter erwähnte − siehe IV-act. 110-
22/47, Ziff. 5.4.2 − was vom Gutachter ausgeblendet wurde mit der Begründung, 
dass Dr.med. G.________ Internist sei. Dass Dr.med. G.________ als damals 
leitender Oberarzt chronische Erkrankungen der R.________ auch im 
psychiatrischen Bereich relevante Erfahrungen aufweist − was notabene 
gerichtsnotorisch ist − wurde vom Gutachter schlichtweg übersehen). Zum 
andern ist die Schlussfolgerung des MEDAS-Gutachters, wonach es keine 
Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung gebe, deshalb in Frage zu 
stellen, weil bei MS-Patienten und auch bei der Versicherten bei der 
vorliegenden Diagnose grundsätzlich mit einem neuen MS-Schub zu rechnen 
sein wird, was für prophylaktische Massnahmen (auch im psychischen Bereich) 
spricht.

4. Im Lichte all dieser dargelegten Aspekte drängt es sich auf, im Rahmen der 
Rückweisung eine Vergleichsmöglichkeit im Sinne von Art. 50 ATSG ernsthaft 
näher zu prüfen. Dabei stünde prima vista eine Fortsetzung des Rentenan-
spruchs auf der Basis des erwähnten Vorbescheides im Vordergrund.

5.1 Aus all diesen Gründen wird die angefochtene Verfügung aufgehoben und 
die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen vorgehen und alsdann neu entscheiden kann. Gegen den neuen Entscheid 
der Vorinstanz wird wiederum der Rechtsweg offen stehen, und zwar auch dann, 
wenn der vom Gericht angeregte Vergleich zustande kommen sollte (vgl. Art. 50 
Abs. 2 ATSG). In der Erwartung, dass ein solcher Vergleich zustande kommen 
sollte, wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet.

5.2 Eine Rückweisung der Sache (nach Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung) zu neuer Entscheidfindung wird praxisgemäss als Obsiegen qualifiziert, 
ungeachtet dessen, wie der neue Entscheid ausfallen wird. Demnach wird der 
beanwalteten Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung zugesprochen, welche in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (SRSZ 280.411), der für das Honorar im Verfahren vor Verwal-
tungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8‘400.-- vorsieht sowie 

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unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit 
der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung, notwendiger 
Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2‘000.-- 
(inkl. MwSt und Barauslagen) festgelegt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-
gung vom 5. Mai 2017 aufgehoben und die Sache zurückgewiesen wird, 
damit die Vorinstanz im Sinne der Erwägungen vorgehen und neu ent-
scheiden kann.

2. Es werden im Sinne der Erwägungen keine Verfahrenskosten erhoben. Der 
von der Beschwerdeführerin bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 500.-- wird 
ihrem Rechtsvertreter aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der IV-Stelle eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2‘000.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 23. Oktober 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 30. Oktober 2017