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**Case Identifier:** 1fab17a2-9c60-5070-ab94-d3d497640622
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2023 200 2023 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-54_2023-11-06.pdf

## Full Text

200 23 54 UV
WIS/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2023

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 16
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2022 (Ref.: 22.041956)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Visana 
Versicherungen AG (nachfolgend Visana oder Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch nach dem Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) versichert, als er sich gemäss 
Bagatellunfall-Meldung UVG vom 12. April 2022 am 7. April 2022 bei der 
beruflichen Tätigkeit eine Knieprellung rechts zugezogen habe (Akten der 
Visana, Antwortbeilage [AB] 1). Die Visana anerkannte in der Folge ihre 
Leistungspflicht (AB 2) und richtete Versicherungsleistungen in Form von 
Heilbehandlung aus (AB 12). Nachdem der Versicherte die Visana über 
eine für den 20. Mai 2022 geplante Operation informiert hatte (AB 8), tätigte 
diese weitere Abklärungen. Insbesondere holte sie eine Aktenbeurteilung 
ihres beratenden Arztes Dr. med. C.________, Facharzt für 
Intensivmedizin und Chirurgie, vom 2. Juni 2022 (AB 39-40) ein. Mit 
Schreiben vom 9. Juni 2022 (AB 42) stellte die Visana formlos ihre 
Leistungen per 19. Mai 2022 ein, womit sich der Versicherte nicht 
einverstanden erklärte (AB 44). Mit Verfügung vom 30. Juni 2022 (AB 49-
51) und der Begründung, die gesundheitliche Beeinträchtigung sei seit dem 
20. Mai 2022 nicht mehr auf das Ereignis vom 7. April 2022, sondern 
ausschliesslich auf ereignisfremde Faktoren zurückzuführen, stellte die 
Visana die UVG-Versicherungsleistungen per 19. Mai 2022 ein. Am 6. Juli 
2022 (AB 54-55) wies sich Rechtsanwalt B.________ als Rechtsvertreter 
des Versicherten aus und erhob am 3. August 2022 (AB 64-66) 
Einsprache. Am 11. November 2022 (AB 110-111) unterzog sich der 
Versicherte einem weiteren operativen Eingriff. Die Visana holte in der 
Folge bei ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
eine Aktenbeurteilung vom 11. Dezember 2022 (AB 113-118) ein und wies 
mit Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2022 (AB 120-127) die 
Einsprache ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 23. Januar 2023 erhob der Versicherte – weiterhin 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ – dagegen Beschwerde. Er 
beantragte, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 13. Dezember 
2022 seien ihm weiterhin, d.h. über den 19. Mai 2022 hinaus, UVG-
Versicherungsleistungen, insbesondere Taggelder und Heilungskosten, 
auszurichten. Eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und die 
Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Der Beschwerde beigelegt war u.a. eine chirurgisch-
versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Chirurgie, vom 18. Januar 2023 (Akten des 
Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 4). 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2023 schloss die 
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Der 
Beschwerdeantwort beigelegt war eine Stellungnahme von Dr. med. 
D.________ vom 2. März 2023 (AB 210-219).

Mit Replik vom 27. April 2023 bestätigte der Beschwerdeführer seine 
Rechtsbegehren. Dieser war eine Stellungnahme von Dr. med. E.________ 
vom 22. April 2023 beigelegt (BB 5).

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 29. Juni 2023 an ihren Anträ-
gen vom 15. März 2023 fest. Der Eingabe beigelegt war eine 
Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 26. Juni 2023 (in den 
Gerichtsakten). 

Hierzu nahm der Beschwerdeführer am 4. Juli 2023 Stellung. Diese 
Stellungnahme wurde der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender 
Verfügung vom 13. Oktober 2023 zur Kenntnis zugestellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, 
durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 
59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da unter 
Berücksichtigung des Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgenstand bildet der Einspracheentscheid vom 13. 
Dezember 2022 (AB 120-127). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 19. Mai 2022 
hinaus und dabei insbesondere, ob die weiterhin geklagten Beschwerden 
noch kausal zum Ereignis vom 7. April 2022 waren.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 5

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 
UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 
Schaden voraus (BGE 147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 
S. 181; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 12. Juli 2022, 
8C_596/2021 [zur Publikation vorgesehen], E. 3).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al-
le Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele („conditio sine qua non“; BGE 147 V 161 
E. 3.2 S. 163).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht 
im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

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Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall 
verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften 
Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (BGE 
146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, 
insbesondere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 7

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 
195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Es steht fest und ist unter den Parteien unbestritten, dass das Ereig-
nis vom 7. April 2022 einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) darstellt 
(vgl. etwa Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2022 [AB 122] E. 5). 
Die Beschwerdegegnerin hat in der Folge zu Recht einen natürlichen 
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und den geklagten 
Beschwerden anerkannt und die gesetzlichen Leistungen bis am 19. Mai 
2022 ausgerichtet (vgl. AB 2, 12, 49-51), was nicht zu beanstanden ist. Es 
lagen anfänglich ärztliche Berichte vor, die mit Nennung einer Schwellung 
und Druckdolenz medial, persistierender Knieschmerzen vor allem bei 
Rotation, Knien und Treppensteigen, eines zusätzlichen Nachtschmerzes 
(Bericht von Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin, vom 1. Oktober 2022 [AB 3]) sowie persistierender Schmerzen 
über dem medialen Gelenkspalt vor allem bei Drehbewegungen und 
vollständiger Extension nach Schlag auf Knie am 7. April 2022 (vgl. MRI-
Bericht von Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie, vom 29. April 
2022 [AB 4]) auf einen zumindest initialen Kausalzusammenhang 
schliessen lassen. Auch die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin 
bejahen einen initialen natürlichen Kausalzusammenhang (vgl. etwa 
Beurteilungen der Dres. med. C.________ und D.________ vom 2. Juni 
2022 [AB 40] und 11. Dezember 2022 [AB 118]). 

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist hingegen die Rechtmässigkeit der 
Einstellung der UVG-Versicherungsleistungen per 19. Mai 2022, d.h. ob 
über dieses Datum hinaus unfallkausale Beschwerde vorlagen oder ob in-
folge Erreichen des Status quo ante vel sine eine Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin per dann endete. Aus den medizinischen Akten ergibt 
sich diesbezüglich im Wesentlichen das Folgende: 

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3.1.1 Dr. med. C.________, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, 
führte in der Aktenbeurteilung vom 2. Juni 2022 (AB 39-40) aus, im 
persönlich eingesehenen Bilddatensatz zur MRI-Untersuchung des rechten 
Knies vom 29. April 2022 finde sich eine komplexe und multidirektional 
verlaufende Rissbildung im Bereich des Hinterhorns. In den benachbarten 
Knochenabschnitten zur dokumentierten Meniskusläsion finde sich kein 
Knochenmarködem. Es finde sich auch im Bereich der Weichteile des 
rechten Knies keine ödematöse Veränderung als Hinweis für eine 
stattgehabte schwere Knieprellung. Die geringe Ödembildung im Bereich 
der Kniekehle in Nachbarschaft zur komplexen Meniskusläsion sei in 
Übereinstimmung mit der Beurteilung des Radiologen Ausdruck einer 
lokalen Stressreaktion und nicht durch die geltend gemachte direkte 
Knieprellung begründet worden. Eine direkte Knieprellung, somit explizit 
keine Kniedistorsion, führe spätestens nach vier bis sechs Wochen, d.h. 
spätestens am 19. Mai 2022, zu einem Status quo. 

3.1.2 Nach der formlosen Leistungseinstellung vom 9. Juni 2022 (AB 42) 
führte der operierende Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Chirurgie, im 
Bericht vom 21. Juni 2022 (AB 45-46) aus, aus orthopädischer Sicht sei die 
Ablehnung der Beschwerdegegnerin nicht nachvollziehbar. Es handle sich 
um ein schweres Unfallereignis mit festgestelltem Meniskusschaden und 
einer retropatellaren Fissur. Degenerative Veränderungen des rechten 
Kniegelenkes seien im MRI vom 29. April 2022 nicht nachweisbar 
gewesen. Dr. med. C.________ gehe auf den Knorpelriss der Kniescheibe 
nicht ein und bleibe eine Erklärung schuldig, wieso in einem Knie ohne 
degenerative Schäden ein degenerativer Meniskusschaden bestehen solle.

3.1.3 Nach Erlass der leistungseinstellenden Verfügung vom 30. Juni 
2022 (AB 49-51) äusserte sich Dr. med. H.________ im Schreiben vom 
17. Juli 2022 (AB 71) an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
bezüglich der Leistungseinstellung per 19. Mai 2022 im Wesentlichen 
gleich wie in seinem vorhergegangenen Bericht vom 21. Juni 2022. 
Ergänzend hielt er fest, der Unfallmechanismus sei nicht so klar wie in der 
Beurteilung von Dr. med. C.________ angegeben. Weiter habe der 
intraoperative Befund eher für einen Riss als für eine Degeneration 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 9

gesprochen. Aus orthopädischer Sicht sei das Ereignis vom 29. (recte: 7.) 
April 2022 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal für den Meniskus- 
und Knorpelriss. 

3.1.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die 
Beschwerdegegnerin bei ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.________ eine 
Aktenbeurteilung vom 11. Dezember 2022 (AB 113-118) ein. Darin führte 
dieser aus, insgesamt liessen sich sämtliche von Dr. med. H.________ 
vorgebrachten Argumente anhand objektiver Fakten schlüssig widerlegen, 
weshalb der Einsprache eine stichhaltige medizinische Basis fehle. Was 
den Knorpelriss betreffe, habe sich ein solcher im Rahmen der 
Arthroskopie vom 20. Mai 2022 gar nicht nachweisen lassen und sei somit 
als MR-tomografische „Überinterpretation“ von Dr. med. G.________ zu 
bewerten. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherte am 7. April 2022 
eine direkte Kontusion seines rechten Kniegelenks von ventral erlitten 
habe, wodurch es zu einer entsprechenden Quetschung der präpatellaren 
Weichteile und einer passageren intraartikulären Reizung mit der Bildung 
von diskret vermehrter Gelenkflüssigkeit gekommen sei. Bei der 
Komplexläsion am medialen Meniskushinterhorn habe es sich überwiegend 
wahrscheinlich um eine chronisch-degenerative Veränderung gehandelt, 
die weder beim Ereignis vom 7. April 2022 entstanden noch dabei in 
erkennbarer Weise richtunggebend beeinflusst worden sei. Dies lasse sich 
einerseits an deren Morphologie erkennen, wie sie für degenerative 
Meniskusläsionen typisch sei. Andererseits komme eine direkte Kontusion 
von ventral als Auslöser für eine Verletzung im medialen 
Meniskushinterhorn kaum ernsthaft in Frage, wenn man sich am heutigen 
Stand der versicherungsmedizinisch anerkannten traumabiologischen 
Erkenntnisse orientiere. Unter diesen Voraussetzungen sei ein folgenloses 
Ausheilen der strukturellen Folgen des Ereignisses vom 7. April 2022 ohne 
spezifische Therapiemassnahmen nach Ablauf von vier bis sechs Wochen 
zu erwarten gewesen. Sämtliche nach dem 19. Mai 2022 durchgeführten 
Abklärungen und Behandlungen, namentlich auch die Operation vom 20. 
Mai 2022, sowie deswegen attestierte Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit seien somit überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich 
unfallfremd gewesen. 

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3.1.5 Im Konsultationsbericht vom 20. Dezember 2022 (AB 128-129) 
führte Dr. med. H.________ aus, Dr. med. D.________ haben den 
Unfallmechanismus falsch interpretiert, die unmittelbaren Folgen ignoriert 
und die intraoperativen Befunde als degenerativ abgetan. Nach Angaben 
des Versicherten sei das rechte Knie mit Wucht angeschlagen und flektiert 
worden. Dabei sei das Innenmeniskushinterhorn geschädigt worden, was 
das MRI vom 22. (recte: 29.) April 2022 eindrucksvoll dokumentiere. 
Anschliessend hätten sofort Schmerzen bestanden und der Versicherte 
habe kaum noch gehen können. Er habe mit diesen Schmerzen 
weitergearbeitet. Die vorliegenden Bilder der Operation vom 20. Mai 2022 
zeigten keine degenerativen Veränderungen an den medialen 
Knorpelflächen. Der Meniskusriss sei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eine Folge des schweren Unfalles vom 29. (recte: 7.) 
April 2022. 

3.1.6 Die vom Beschwerdeführer beauftragte Dr. med. E.________ führte 
in der chirurgisch-versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 18. Januar 
2023 (BB 4) aus, sie gehe mit Dr. med. D.________ einig, dass keine 
traumatische Knorpelläsion vorliege, sondern eine leichte 
Knorpeldegeneration sowie ein Knorpelschaden. Anders als Dr. med. 
D.________ könne sie jedoch eine Quetschung der präpatellaren 
Weichteile in der Bildgebung nicht nachvollziehen. Eine stattgehabte 
Direktkontusion von ventral sei in keiner Weise ausgewiesen. Es sei auch 
keine Prellmarke dokumentiert worden. Ebenfalls leuchte nicht ein, wie es 
in kniender Position gemäss Sachverhalt zu einer Direktkontusion am 
Scheitel der Kniescheibe (Patella) kommen könne. Die Meniskussubstanz 
des medialen Meniskus rechts weise beim Versicherten auch im Bereich 
des medialen Hinterhorns keine konkrete mukoide Degeneration auf. 
Zudem sei keine Horizontalläsion sichtbar, die gemäss evidenz-basierter 
Literatur auf eine degenerative Meniskusläsion weisen würde. Die 
Voraussetzungen an den Unfallmechanismus für eine mediale 
Meniskushinterhornläsion seien vorliegend mit dem Hochschaukeln und 
anschliessendem Aufschlagen des Bootes auf das Wasser erfüllt. Weiter 
könne nicht mit dem notwendigen Beweisgrad beurteilt werden, dass das 
posteromediale Weichteilödem vorbestehend sei und im Zusammenhang 
mit einer degenerativen medialen Meniskushinterhornläsion stehen solle. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 11

Vielmehr liege eine traumatische Kapselzerrung vor im Zusammenhang mit 
einer frischen Schädigung des Hinterhorns. Ein Bone bruise sei nicht 
nachweisbar; dies schliesse die Unfallkausalität der medialen 
Meniskusläsion nicht aus. 

3.1.7 Dr. med. D.________ verfasste am 2. März 2023 (AB 210-219) eine 
weitere Stellungnahme. Darin machte er Ausführungen zu den 
Einschätzungen der Dres. med. H.________ und E.________. Es würden 
sich keine namhaften Zweifel ergeben, dass es beim Ereignis vom 7. April 
2022 zu einem Direktanprall von ventral gegen das rechte Knie gekommen 
sei. Die davon abweichende Interpretation von Dr. med. E.________ 
widerspreche vollumfänglich den Angaben des Versicherten sowie 
denjenigen der behandelnden Ärzte. Zudem basiere sie auf einer nicht 
ausreichend differenzierten Betrachtung der MRI vom 29. April 2022 und 
lasse sich auch objektiv widerlegen. Des Weiteren seien die theoretischen 
Überlegungen von Dr. med. E.________ im Hinblick auf die Entstehung 
von Meniskusläsionen zwar korrekt, hätten jedoch keinen erkennbaren 
Bezug zum konkreten Fall des Versicherten. So zeigten sich in der MRI 
vom 29. April 2022 mehrere nahezu unwiderlegbare Befunde für eine 
chronisch-degenerative Entstehung der bestehenden Alterationen, 
hingegen sei kein einziger zu finden gewesen, der eine traumatische 
Genese überwiegend wahrscheinlich machen würde. Die davon 
abweichende Argumentation von Dr. med. E.________ basiere auf einer 
überwiegend wahrscheinlich zu wenig differenzierten Analyse der 
erwähnten Bildgebung. Zudem sei davon auszugehen, dass Dr. med. 
E.________ bei ihrer Beurteilung die intraoperativen Bilder der 
Arthroskopie vom 23. (recte: 20.) Mai 2022 nicht zur Verfügung gestanden 
hätten, da sie jedenfalls in der Aktenauflistung nicht erwähnt würden. Es 
würden sich auch keine Hinweise darauf ergeben, dass Dr. med. 
E.________ mit dem weiteren klinischen Verlauf vertraut gewesen sei und 
Einblick in die Verlaufs-MRI vom 30. September 2022 sowie die Bilder der 
Arthroskopie vom 11. November 2022 gehabt hätte. Insbesondere die 
Letztgenannten hätten sie ansonsten fast zwingend erkennen lassen, dass 
nach dem Eingriff vom 23. (recte: 20.) Mai 2022 eine markante 
Verschlechterung des Befundes am medialen Meniskus eingetreten sei und 
insbesondere eine Rissbildung erst im Rahmen des Zweiteingriffs 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 12

überhaupt erst zu erkennen gewesen sei. Dass diese nicht auf das Ereignis 
vom 7. April 2022 zurückgeführt werden können, verstehe sich dabei fast 
von selbst. An den Schlussfolgerungen, wie sie in der Stellungnahme vom 
11. Dezember 2022 festgehalten worden seien, könne somit 
uneingeschränkt festgehalten werden. Die im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 7. April 2022 entstandenen, ausschliesslich extraartikulären 
Verletzungen am rechten Knie seien nach Ablauf von vier bis sechs 
Wochen folgenlos ausgeheilt gewesen. Sämtliche in der Folge 
durchgeführten Abklärungen und Behandlungen, namentlich auch die 
Operation vom 20. Mai 2022 sowie deswegen attestierte Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit, seien somit überwiegend wahrscheinlich 
ausschliesslich unfallfremd gewesen.

3.1.8 Dr. med. E.________ führte in der Stellungnahme vom 22. April 
2023 (BB 5) aus, das rechte Innenmeniskushinterhorn zeige keine 
vorwiegende Abnützung. Der Ereignismechanismus sei adäquat, um eine 
traumatische Innenmeniskushinterhornläsion zu verursachen. Unter 
Zugeständnis einer altersentsprechenden leichten Abnützung der 
Innenmeniskussubstanz rechts liege hier überwiegend wahrscheinlich 
mindestens eine richtunggebende Verschlimmerung vor. 

3.1.9 Dr. med. D.________ führte in der Stellungnahme vom 26. Juni 
2023 (in den Gerichtsakten) aus, es sei in keiner Weise zu einer 
unphysiologischen Belastung der Menisken gekommen und sie seien 
demnach auch nicht mit einem relevanten Risiko für eine traumatische 
Schädigung ausgesetzt gewesen. Es fehle jeglicher objektive Beleg, dass 
sich der Versicherte beim Ereignis vom 7. April 2022 an seinem rechten 
Knie ausser den rein extraartikulären Prellungen irgendeine intraartikuläre 
Läsion zugezogen habe. Insgesamt könne weiterhin uneingeschränkt an 
seinen Schlussfolgerungen in den Stellungnahmen vom 11. Dezember 
2022 und 2. März 2023 festgehalten werden. Die beim Ereignis vom 7. 
April 2022 entstandenen ausschliesslich extraartikulären Verletzungen am 
rechten Knie seien nach Ablauf von vier bis sechs Wochen folgenlos 
ausgeheilt gewesen. Sämtliche nachfolgend durchgeführten Abklärungen 
und Behandlungen, namentlich auch die Operationen vom 20. Mai 2022 
und 11. November 2022, sowie deswegen attestierte Einschränkungen der 

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Arbeitsfähigkeit seien somit überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich 
unfallfremd gewesen. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Beratende Ärzte eines Versicherungsträgers sind, was den Beweiswert ih-
rer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten 
gleichzusetzen (Entscheid des BGer vom 15. April 2021, 8C_672/2020, 
E. 2.3). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 14

Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten 
Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 
Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der 
pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV 
Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin stellt vorliegend auf die 
Aktenbeurteilungen ihrer beratenden Ärzte Dres. med. C.________ und 
D.________ vom 2. Juni 2022 (AB 39-40), 11. Dezember 2022 (AB 113-
118), 2. März 2023 (AB 210-219) und 26. Juni 2023 (in den Gerichtsakten) 
ab. Danach sei die Meniskusläsion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
degenerativer Genese und durch das Ereignis vom 7. April 2022 sei es 
lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung von maximal vier bis 
sechs Wochen gekommen, bis der Status quo ante vel sine wieder erreicht 
gewesen sei.

Demgegenüber geht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die 
Einschätzungen des behandelnden und operierenden Arztes Dr. med. 
H.________ vom 21. Juni 2022 (AB 45-46), 17. Juli 2022 (AB 71) und 20. 
Dezember 2022 (AB 128-129) sowie der von ihm selbst beauftragten Dr. 
med. E.________ vom 18. Januar 2023 (BB 4) und 22. April 2023 (BB 5) 
davon aus, dass der Meniskusriss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 
einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 7. April 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 15

2022 stehe bzw. es durch das Ereignis mindestens zu einer 
richtunggebenden Verschlimmerung eines Vorzustandes gekommen sei. 

3.3.2 Die Berichte der Dres. med. C.________ und D.________ sind für 
sich allein genommen zwar stimmig, doch begründen die weiteren Akten, 
insbesondere die bildgebenden Abklärungen sowie die Beurteilungen der 
Dres. med. H.________ und E.________ zumindest geringe Zweifel an den 
Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin. 

Mittels MRI-Abklärung des rechten Kniegelenkes vom 29. April 2022 
konnte eine komplexe Risskomponente im Bereich des medialen 
Meniskushinterhornes mit perifokalem Weichteilreizzustand und diskretem 
Gelenkerguss verifiziert werden. Der laterale Meniskus und die Bänder 
wurden als intakt beschrieben und angegeben, der Knorpel sei abgesehen 
von einer kleinen Grad II Knorpelfissur retropatellar medial allseits gut 
erhalten (AB 4). Degenerative Schäden oder Befunde wurden weder 
erhoben noch in irgendeiner Weise beschrieben oder angedeutet. Der 
operierende Dr. med. H.________ bezeichnete in seinen Stellungnahmen 
vom 21. Juni 2022 (AB 45) und 17. Juli 2022 (AB 71) die Ablehnung der 
Beschwerdegegnerin aus orthopädischer Sicht als nicht nachvollziehbar 
und bringt Einwendungen gegen die Aktenbeurteilung von Dr. med. 
C.________ vom 2. Juni 2022 (AB 60-61) vor. Insbesondere seien im MRI 
vom 29. April 2022 degenerative Veränderungen des rechten Knies nicht 
nachweisbar gewesen. Bezüglich der Beurteilung von Dr. med. 
D.________ vom 11. Dezember 2022 bringt Dr. med. H.________ im 
Konsultationsbericht vom 20. Dezember 2022 (AB 128-29) vor, der 
Unfallmechanismus werde darin falsch interpretiert, die unmittelbaren 
Folgen ignoriert und die intraoperativen Befunde als degenerativ abgetan. 
Die ihm vorliegenden Operationsbilder vom 20. Mai 2022 zeigten keine 
degenerativen Veränderungen an den medialen Knorpelflächen. Damit 
geht Dr. med. H.________ in Bezug auf den Meniskusriss davon aus, dass 
er unfallbedingt entstanden ist und widerspricht damit sowohl Dr. med. 
C.________ wie auch Dr. med. D.________. Gleich verhält es sich mit den 
Beurteilungen von Dr. med. E.________. Die bis zum Auftrag des 
Beschwerdeführers nicht involvierte Privatgutachterin kam am 18. Januar 
2023 zum Schluss, es liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 16

unfallkausale und weder überwiegend noch vorwiegend auf 
Abnützung/Degeneration zurückzuführende mediale Meniskusläsion rechts 
vor (BB 4/5). Wie beschwerdeweise zu Recht vorgebracht wird, sieht Dr. 
med. E.________ bei der Analyse der bildgebenden Befunde eine andere 
Morphologie als Dr. med. D.________ (Beschwerde S. 5). So bestätigt 
Letzterer eine am 7. April 2022 stattgehabte direkte Kontusion des rechten 
Kniegelenks von ventral, welche er mit einer entsprechenden Quetschung 
der präpatellaren Weichteile und einer passageren intraartikulären Reizung 
mit konsequenter Bildung von diskret vermehrter Gelenkflüssigkeit 
begründet (AB 115, 118; vgl. auch AB 217). Dr. med. E.________ konnte 
eine Quetschung der präpatellaren Weichteile in der Bildgebung jedoch 
nicht nachvollziehen und begründete dies wie folgte: Es finde sich eine 
diskreteste umschriebene Gewebeverdichtung in den koronaren 
Schichtbildern, welche nicht alle Schichten betreffe und insbesondere nicht 
an die Oberfläche reiche. Eine stattgehabte Direktkontusion von ventral sei 
damit in keiner Weise ausgewiesen. Es sei auch keine Prellmarke 
dokumentiert worden. Ebenfalls leuchte nicht ein, wie es in kniender 
Position zu einer Direktkontusion am Scheitel der Kniescheibe (Patella) 
kommen könne (BB 4/3). Die vorliegenden Akten erlauben dem Gericht 
keine abschliessende Beurteilung dieses Widerspruchs und es besteht 
Klärungsbedarf. Wie der Beschwerdeführer des Weiteren zu Recht 
vorbringt (vgl. Replik S. 2 f. Ziff. 2), ist der grundsätzliche 
Geschehensablauf vom 7. April 2022 (auf Boot bei hohem Wellengang mit 
Anschlagen des rechten Knies) unbestritten. Die ärztlichen Meinungen und 
Interpretationen gehen jedoch was die genauen Umstände betrifft 
auseinander. Die Frage der genauen Ereignisumstände braucht jedoch mit 
Blick auf das Ergebnis (vgl. E. 3.4 hiernach) mit vorliegendem Urteil nicht 
abschliessend geklärt zu werden. Diesbezüglich sei aber darauf 
hingewiesen, dass die Dres. med. H.________ und E.________ mit dem 
Beschwerdeführer persönlich über den Unfallhergang gesprochen haben 
(vgl. etwa Replik S. 3 sowie BB 5/3), während die beratenden Ärzte der 
Beschwerdegegnerin ihre Informationen lediglich den Akten entnommen 
haben.

Soweit sich schliesslich die Beschwerdegegnerin auf die 
Schlussfolgerungen von Dr. med. D.________ beruft, wonach gemäss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 17

„dem heutigen Stand der versicherungsmedizinisch anerkannten 
traumabiologischen Erkenntnisse“ das Ereignis vom 7. April 2022 kaum 
geeignet sei, eine Verletzung im Hinterhorn des medialen Meniskus zu 
verursachen (AB 181, 183), was dafür spreche, dass die besagte 
Verletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ bedingt 
gewesen sei bzw. wonach die bildgebend gefundenen Alterationen gemäss 
„dem aktuellen medizinwissenschaftlichen Kenntnisstand“ überwiegend 
wahrscheinlich ausschliesslich chronisch-degenerativer Natur gewesen 
seien (Beschwerdeantwort S. 5 sowie Duplik S. 2), lassen sowohl Dr. med. 
D.________ wie auch die Beschwerdegegnerin die Nennung irgendwelcher 
Quellen vermissen, welche ihre Schlussfolgerungen stützen würden bzw. 
dem Gericht erlauben würde diese zu verifizieren.

3.3.3 Zusammenfassend sind – wie der Beschwerdeführer zu Recht 
vorbringt (vgl. etwa Replik S. 3) – die Ausführungen der Dres. med. 
E.________ und H.________ ebenso plausibel wie jene der Dres. med. 
D.________ und C.________. Es liegen im vorliegenden Fall gleichwertige 
Expertenmeinungen vor, welche sich widersprechen und keine 
abschliessende Beurteilung zulassen, sodass nicht willkürfrei und ohne 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auf nur eine der beiden 
Meinungen abgestellt werden kann (Entscheid des BGer vom 13. Januar 
2016, 9C_578/2015, E. 2.3). Insbesondere vermag die 
Beschwerdegegnerin mit den Stellungnahmen der Dres. med. D.________ 
und C.________ nicht, den Beweis zu erbringen, dass die hier 
interessierende Meniskusläsion vorwiegend geschweige denn überwiegend 
wahrscheinlich auf Abnützung/Degeneration zurückzuführen ist. Das 
Gleiche ergibt sich in Bezug auf ihre Annahme, spätestens per 19. Mai 
2022 sei ein Status quo ante vel sine erreicht gewesen. Aber auch die 
Beurteilungen der Dres. med. H.________ und E.________ vermögen 
nicht, die besagten Fragen zu beantworten. Damit bestehen gestützt auf 
die derzeitige Aktenlage und mit Blick auf den massgebenden Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.2.2 hiervor) zumindest 
geringe Zweifel an den Einschätzungen der Dres. med. C.________ und 
D.________. Der Sachverhalt erweist sich hinsichtlich dieser Punkte als 
nicht rechtsgenüglich erstellt, weshalb ein reformatorisches Urteil zum 
jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Folglich bleiben die vorliegend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 18

beweisrechtlich relevanten Fragen insgesamt ungeklärt und es bedarf 
weiterer (erstmalig umfassender) Abklärungen in Form eines 
versicherungsexternen Gutachtens. Insgesamt ist die Beschwerdegegnerin 
ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ff. ATSG nicht hinreichend 
nachgekommen und es wäre an ihr gewesen, auf die Veranlassung 
weiterer Abklärungen hinzuwirken. Dies hat sie nun nachzuholen.

3.4 Aufgrund des Dargelegten ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2022 (AB 120-127) aufzuheben 
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach 
Veranlassung einer Begutachtung im Sinne der Erwägungen über den 
Leistungsanspruch neu verfüge. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 
lit. g ATSG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 26. April 2023 sowie deren Ergänzung vom 4. Juli 2023 
wird die Parteientschädigung auf Fr. 4‘704.55 (Honorar zuzüglich Auslagen 
und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2023, UV/23/54, Seite 19

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Visana Versicherungen AG vom 13. Dezember 2022 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'704.55 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.