# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cfad4b8-5d37-5837-943e-bfd3ff539b10
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.07.2019 UE190072
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE190072_2019-07-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE190072-O/U/WID 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. A. Meier 

und Oberrichter lic. iur. D. Oehninger sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw S. Breitenstein 

 

Beschluss vom 29. Juli 2019 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Beschwerdeführer 

 

1, 2 vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge C._____,  

1, 2 vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Einstellung/Beweisergänzung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung und den 
Beweisergänzungsentscheid der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 
4. März 2019, C-3/2018/10022355 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am tt. Juni 2018 verschluckte sich †D._____ anlässlich eines 

Geschäftsessens in einem Restaurant auf Ibiza an einem Stück Fleisch und erlitt 

einen Herzkreislaufstillstand. †D._____ konnte vor Ort reanimiert werden und 

wurde hernach in ein Spital in Spanien verbracht. Am 10. Juni 2018 wurde er mit 

der REGA in die Schweiz repatriiert und ins Universitätsspital Zürich eingewiesen, 

wo er am tt.mm.2018 infolge sauerstoffmangelbedingter Hirnschäden verstarb 

(vgl. Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/3/2). Die Kantonspolizei Zürich rapportierte in der 

Folge zuhanden der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wegen eines 

aussergewöhnlichen Todesfalls (Urk. 11/1). 

Mit Schreiben vom 24. Juli 2018 wendete sich Rechtsanwalt Dr. Y._____ an die 

Staatsanwaltschaft und teilte mit, dass er von den minderjährigen gesetzlichen 

Nachkommen von †D._____, A._____ und B._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), beide vertreten durch ihre Mutter und gesetzliche Vertreterin, 

C._____, mandatiert worden sei und reichte diverse Unterlagen ein 

(Urk. 11/5/2/1–4). Mit Schreiben vom 30. November 2018 teilte Rechtsanwalt 

lic. iur. X._____ der Staatsanwaltschaft mit, die Vertretung der Beschwerdeführer 

übernommen zu haben (Urk. 11/5/4).  

Nachdem die Staatsanwaltschaft am 18. Januar 2019 dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer den Abschluss des Verfahrens mittels Erlass einer 

Einstellungsverfügung angekündigt und Frist zur Stellung von Beweisanträgen 

angesetzt hatte (Urk. 11/4), liessen die Beschwerdeführer am 12. Februar 2019 

diverse Beweisanträge stellen und die Ausdehnung des Verfahrens betreffend 

aussergewöhnlichen Todesfall auf Unterlassung der Nothilfe, eventualiter auf 

vorsätzliche, eventualiter fahrlässige Tötung, begangen durch E._____ 

(nachfolgend: E._____) und allenfalls weitere damals anwesende Personen, 

beantragen (Urk. 11/5/8). Die Staatsanwaltschaft wies mit Verfügung vom 4. März 

2019 sämtliche Beweisanträge ab und stellte gleichentags das Verfahren 

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betreffend aussergewöhnlichen Todesfall ein (Urk. 3/1 = Urk. 11/7 und Urk. 3/2 = 

Urk. 11/6). Die Einstellungsverfügung sowie der Beweisergänzungsentscheid 

gingen den Beschwerdeführern am 14. März 2019 zu (Urk. 12 i. V. m. Urk. 11/8).  

2. Mit Eingabe vom 22. März 2019 liessen die Beschwerdeführer rechtzeitig 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung und den 

Beweisergänzungsentscheid erheben und die folgenden Anträge stellen (Urk. 2): 

" 1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
vom 4.3.2019, erhalten am 14.3.2019, sei aufzuheben und die 
Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die Strafuntersuchung wieder 
an die Hand zu nehmen sowie wegen dem Verdacht auf 
Unterlassung der Nothilfe weiterzuführen, 

 2. die Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 
4.3.2019 über die Abweisung der Beweisanträge vom 12.2.2019, 
erhalten am 14.3.2019, sei aufzuheben und die 
Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die Beweisanträge 
anzunehmen und einer vertieften Prüfung zu unterziehen sowie in 
das laufende Strafverfahren zu integrieren, 

 3. die amtlichen Akten seien durch das Obergericht von der 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zu edieren, 

 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse." 

Am 12. April 2019 leisteten die Beschwerdeführer den mit Verfügung vom 

28. März 2019 verlangten Prozesskostenvorschuss (Urk. 5 und Urk. 7). Die 

Staatsanwaltschaft verzichtete am 24. März 2019 auf Vernehmlassung und 

reichte ihre Untersuchungsakten ein (Urk. 10 und Urk. 11). 

3. Lediglich soweit erforderlich, d. h. für die Entscheidfindung notwendig, ist 

nachfolgend auf die Vorbringen der Parteien näher einzugehen. 

II. 

1. Zur Anfechtung der Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügung sind die 

Parteien befugt (Art. 310 Abs. 2 i. V. m. Art. 322 Abs. 2 StPO), mithin 

insbesondere die beschuldigte Person und die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 

lit. a und lit. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die 

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ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu 

beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Volle Parteirechte sind der geschädigten 

Person auch dann einzuräumen, wenn sie – wie im Falle einer frühen 

Verfahrenseinstellung – noch keine Gelegenheit hatte, sich als Privatklägerschaft 

zu konstituieren (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 21. 

Dezember 2005, BBl 2006, 1308 Fn 427; ZR 110 [2011] Nr. 76 S. 240 mit 

weiteren Hinweisen auf die Literatur; Urteil des Bundesgerichts 1B_298/2012 vom 

27. August 2012 E. 2.1). Die Staatsanwaltschaft weist die geschädigte Person 

nach Eröffnung des Vorverfahrens auf die Möglichkeit hin, dass sich diese als 

Privatklägerin konstituieren kann (Art. 118 Abs. 4 StPO). Als geschädigt gilt die 

durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzte Person (Art. 115 Abs. 1 

StPO). Gemäss Art. 121 StPO gehen die Rechte der verstorbenen geschädigten 

Person auf die Angehörigen in der Reihe ihrer Erbberechtigung über. Machen 

Angehörige eines Opfers i. S. v. Art. 116 StPO Zivilansprüche geltend, so stehen 

ihnen die gleichen Rechte wie dem Opfer zu (Art. 117 Abs. 3 StPO). 

2. Die Beschwerdeführer beantragten bei der Staatsanwaltschaft die 

Ausdehnung des Verfahrens auf Unterlassung der Nothilfe, damals auch noch 

eventualiter auf vorsätzlich, eventualiter fahrlässige Tötung. Da damit das 

Vorliegen eines Gefährdungs- bzw. Tötungsdelikts behauptet wird, ist †D._____ 

nicht nur Geschädigter, sondern Opfer im Sinne von Art. 116 Abs. 1 StPO. 

Opferangehörige, die eigene privatrechtliche Ansprüche geltend machen, können 

sich auch im Strafpunkt konstituieren (MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler 

Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N 11 zu Art. 115 

StPO). Die Rechte von †D._____ sind sodann gemäss Art. 121 Abs. 1 StPO mit 

dessen Tod auf seine Kinder und somit die Beschwerdeführer übergegangen.  

3. Die Beschwerdeführer haben sich im Vorverfahren nicht als Privatkläger 

konstituiert. Die Staatsanwaltschaft zeigte ihnen mit Schreiben vom 18. Januar 

2019 an, dass sie die Untersuchung einstellen werde und gab Gelegenheit, 

Beweisanträge zu stellen. Ein Hinweis im Sinne von Art. 118 Abs. 4 StPO erfolgte 

dabei nicht (vgl. Urk. 11/4). Die Aufklärungspflicht gilt auch gegenüber dem 

Rechtsnachfolger gemäss Art. 121 StPO. Unterlässt die Strafverfolgungsbehörde 

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jegliche Aufklärung, so ist in Anwendung des Prinzips von Treu und Glauben die 

verspätete Erklärung der geschädigten Person – etwa im Rahmen einer 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung – als rechtsgültige Konstituierung 

anzuerkennen (MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler Kommentar, Schweizerische 

Strafprozessordnung , a. a. O., N 12 f. zu Art. 118 StPO). Die Beschwerdeführer 

haben in ihrer Beschwerdeschrift erklärt, sich als Privatkläger konstituieren zu 

wollen (Urk. 2 S. 5). Sie sind damit zur vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

III. 

1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, 

den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass 

das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet 

unter anderem, dass die Staatsanwaltschaft nicht jeder Spur und jedem Hinweis 

nachzugehen hat, auch wenn sich eine beschuldigte Person oder ein 

Geschädigter solches vorstellt. Die Staatsanwaltschaft hat diejenigen 

Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentliches beizutragen 

vermögen. Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens entscheidet die 

Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu erheben oder das 

Verfahren einzustellen sei (Art. 318 StPO). Eine vollständige oder teilweise 

Einstellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 StPO unter anderem, wenn sich ein 

Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten lässt, das eine Anklage rechtfertigt 

(lit. a). Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend 

Anhaltspunkte vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, 

und die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe bzw. Massnahme 

im Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. Keine Anklage ist zu 

erheben, wenn mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem 

Freispruch zu rechnen ist. Des Weiteren hat eine Einstellung nach Art. 319 Abs. 1 

StPO u. a. zu ergehen, wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Sinn und 

Zweck des Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte Person vor Anklagen zu 

schützen, die mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen führen müssten. 

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Bei zweifelhafter Beweis- bzw. Rechtslage hat jedoch nicht die 

Untersuchungsbehörde über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu 

entscheiden, sondern das für die materielle Beurteilung zuständige Gericht. Der 

Grundsatz "in dubio pro reo" nach Art. 10 Abs. 3 StPO spielt hier nicht. Vielmehr 

gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Grundsatz "in dubio pro 

duriore" (BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 114; BGE 137 IV 219 E. 7). 

Eine zu restriktive Rechtsanwendung würde allerdings dazu führen, dass selbst 

bei geringer Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ein Anklagezwang bestünde. 

Der Grundsatz "in dubio pro duriore" verlangt lediglich, dass bei Zweifeln (über die 

Straflosigkeit bzw. betreffend Prozesshindernisse) eine gerichtliche Beurteilung 

erfolgt. Als praktischer Richtwert kann daher gelten, dass Anklage erhoben 

werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein 

Freispruch (BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 114; BGE 137 IV 219 

E. 7; Urteile des Bundesgerichts 1B_534/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.1, 

1B_184/2012 vom 27. August 2012 E. 3.3 und 1B_528/2011 vom 23. März 2012 

E. 2.3 f.; vgl. zum Ganzen auch: LANDSHUT/BOSSHARD, in: 

Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N 1 ff. zu Art. 308 und N 15 ff. zu Art. 319 

StPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2018, N 5 

zu Art. 319 StPO). Bei schweren Delikten drängt sich in der Regel eine 

Anklageerhebung auf, wenn sich die Wahrscheinlichkeiten eines Freispruchs oder 

einer Verurteilung in etwa die Waage halten (BGE 138 IV 186 E. 4.1 und 

BGE 138 IV 86 E. 4.1.2, je m. w. H.).  

2.1 Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung im Wesentlichen damit, 

dass die Untersuchung keinerlei Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes 

Verhalten Dritter beim Tode von †D._____ ergeben habe. Gemäss 

Obduktionsgutachten sei als Todesart von einem Unfallgeschehen auszugehen, 

wobei keine Anhaltspunkte für eine todesursächliche, mechanische 

Fremdeinwirkung vorlägen. Eine Hilfeleistungspflicht gemäss Art. 128 StGB 

entfalle, wenn sich Dritte der Hilfeleistung hinreichend annehmen, was vorliegend 

der Fall gewesen sei. Aus den beigezogenen Unterlagen gehe hervor, dass bis 

zum Eintreffen der Rettungskräfte in Spanien für ca. 10 Minuten eine 

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Laienreanimation durchgeführt worden sei. Das selbe gehe auch aus der von 

Rechtsanwalt X._____ eingereichten "privaten" Einvernahme des 

Restaurantmanagers in Ibiza hervor. Es bestehe somit kein hinreichender 

Tatverdacht hinsichtlich des Vorwurfs der Unterlassung der Nothilfe gegen 

E._____ oder weitere Personen (Urk. 3/1).  

2.2 Die Beschwerdeführer lassen dagegen vorbringen, die Staatsanwaltschaft 

habe keine gründlichen Abklärungen hinsichtlich des Vorwurfs der Unterlassung 

der Nothilfe getätigt. Mit den in der Beweiseingabe vorgebrachten 

Verdachtsgründen habe sich die Staatsanwaltschaft nicht auseinandergesetzt, 

was einer Verletzung des rechtlichen Gehörs gleichkomme. Es werde nicht 

bestritten, dass bis zum Eintreffen der Sanität in Ibiza eine Laienreanimation 

durchgeführt worden sei. Diese habe jedoch durch den Geschäftsführer des 

Restaurants durchgeführt werden müssen, weil sich allen voran E._____ nach 

dem Feststellen der gesundheitlichen Probleme von †D._____ "aus dem Staub 

gemacht" und keinerlei Anstalten getroffen habe, seinem Freund und Kollegen 

beizustehen. Dies gehe aus der privat durchgeführten Einvernahme mit dem 

Geschäftsführer des Restaurants hervor. Demnach würden die Überlegungen der 

Staatsanwaltschaft auf den Sachverhalt nicht zutreffen, da diverse Leute um den 

körperlich sich in höchster Not befindenden †D._____ herum gestanden seien 

und nicht geholfen hätten, weshalb der Geschäftsführer habe eingreifen müssen. 

E._____ sei zur damaligen Situation entgegen den Ausführungen der 

Staatsanwaltschaft auch nicht "einvernommen", sondern von der Polizei lediglich 

telefonisch befragt worden. Seine Aussagen würden zu jenem des 

Geschäftsführers in Widerspruch stehen. Die Vorgehensweise der Kantonspolizei 

sei rechtsstaatlich nicht tolerierbar. Solche Aussagen seien am unteren Rand der 

"Beweiswürdigungsskala" anzusiedeln, weshalb eine prozessual formell und 

inhaltlich auswertbare Einvernahme mit E._____ durchzuführen sei 

(Urk. 2 S. 6 ff.).  

3.1 Vorliegend ist unbestritten, dass †D._____ an einem 

sauerstoffmangelbedingten Hirnschaden bei Ersticken mit Nahrungsbrei bzw. -

resten verstarb (vgl. auch Urk. 11/3/4 S. 6). Zudem geht aus den diversen 

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Unterlagen sowie dem Obduktionsgutachten hervor, dass an †D._____ vor dem 

Eintreffen der Sanität während ca. 10 Minuten eine Laienreanimation durchgeführt 

wurde (vgl. Urk. 11/2/2, Urk. 11/2/3 S. 2, Urk. 11/2/4 S. 1, und Urk. 11/2/5 S. 1). 

Dies wird von den Beschwerdeführern ebenfalls nicht bestritten.  

3.2 Von den Beschwerdeführern wird jedoch geltend gemacht, dass die 

Kollegen von †D._____, insbesondere E._____, keine Anstalten getroffen hätten 

um zu helfen, so dass der Geschäftsführer des Restaurants auf Ibiza, F._____, 

eingegriffen und versucht habe, ihn zu reanimieren. Damit hätten sich die 

Kollegen der Unterlassung der Nothilfe strafbar gemacht.  

3.3 Gemäss Art. 128 Abs. 1 StGB macht sich der Unterlassung der Nothilfe 

strafbar, wer einem Menschen, den er verletzt hat, oder einem Menschen, der in 

unmittelbarer Lebensgefahr schwebt, nicht hilft, obwohl es ihm den Umständen 

nach zugemutet werden könnte. Bei der Tatbestandsvariante der unterlassenen 

allgemeinen Nothilfe gemäss Abs. 1, 2. Halbsatz der Strafbestimmung – welche 

vorliegend zur Diskussion steht – können in vielen Fällen mehrere Personen 

hilfspflichtig sein und als Täter in Frage kommen. Grundsätzlich trifft die Pflicht 

jede von ihnen und sie entfällt erst, wenn das Erforderliche geschehen ist. Dass 

eine hilfspflichtige Person Hilfe unterlässt, im Vertrauen darauf, andere 

unterstünden der gleichen Pflicht, vermag sie nicht zu entlasten. Untätigkeit der 

anderen ist keine Entschuldigung (BGE 121 IV 18 E. 2b; DONATSCH, in: 

Kommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 18. Aufl. 2010, N 5 zu Art. 128 

StGB). Der subjektive Tatbestand erfordert Vorsatz. Dies schliesst insbesondere 

die Kenntnis der eigenen Verpflichtung (dass das Opfer in unmittelbarer 

Lebensgefahr schwebt), der eigenen Hilfsmöglichkeit und die Tatsache, dass das 

Opfer noch keine ausreichende Hilfe erhält, ein (BGE 121 IV 18 E. 2a; DONATSCH, 

a. a. O., N 9 zu Art. 128 StGB).  

3.4 E._____ wurde am 20. Juni 2018 durch einen Kantonspolizisten, nachdem 

er auf seine strafprozessualen Rechte und Pflichten aufmerksam gemacht worden 

war, mündlich telefonisch befragt. In Bezug auf die Verwertbarkeit dieser 

Aussagen ist anzumerken, dass im Polizeirapport aufgenommene Aussagen von 

Auskunftspersonen ohne Weiteres zur Abklärung des Sachverhalts berücksichtigt 

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werden können. Eine formelle Einvernahme drängt sich lediglich auf, wenn aus 

Sicht der Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungshandlungen zur Abklärung des 

Sachverhalts notwendig erscheinen. Die Aussagen von E._____ können damit 

auch zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde herangezogen werden. 

E._____ gab gemäss Polizeirapport an, sie hätten am tt. Juni 2018 in Ibiza 

zusammen mit ca. 15 Personen ein inoffizielles Firmenessen gehabt. †D._____ 

sei – seiner Art entsprechend – immer wieder aufgestanden, habe den Platz 

gewechselt und telefoniert. Es sei daher niemandem aufgefallen, als er um ca. 

01.00 Uhr aufgestanden sei und sich vom Tisch entfernt habe. Er habe sich für 

einige Minuten in etwas gekrümmter Haltung an einen Zaun gelehnt. Dann sei er 

an den Tisch zurückgekehrt und über Stühle gestolpert, bevor er in sich 

zusammengebrochen sei. Alle seien zu ihm gelaufen, er, E._____, habe ihn dabei 

gehalten und mit ihm geredet. Sie hätten danach mit dem Finger seinen 

Rachenraum abgetastet, jedoch nichts Aussergewöhnliches dabei festgestellt. 

Nach ca. 10 Minuten sei die Sanität eingetroffen, welche sich um †D._____ 

gekümmert habe. Er habe bemerkt, dass auf dem Teller von †D._____ das 

Fleisch gefehlt habe, was er der Sanität mitgeteilt habe. Diese habe daraufhin mit 

einer langen Zange ein Fleischstück aus dessen Rachen extrahiert (Urk. 11/1 

S. 2 f.).  

Inwiefern die durch den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer privat 

vorgenommene Einvernahme von F._____ (vgl. Urk. 11/5/9) in einem 

Strafverfahren verwertbar wäre, kann vorliegend offen bleiben. Aus diesen 

Aussagen lässt sich jedenfalls – wie sich nachfolgend zeigt – keine andere 

Darstellung des Sachverhalts ableiten. 

F._____ führte anlässlich dieser "Befragung" zusammengefasst aus, als die 

Gruppe aufgebrochen sei, habe er plötzlich mitbekommen, dass †D._____ etwas 

zugestossen sei. Er habe ihn auf den Boden gelegt und ihn gefragt, was passiert 

sei. Er habe seinen Finger in den Hals gesteckt und versucht, den Gegenstand 

herauszuziehen, was ihm nicht gelungen sei. Danach habe er ihn von hinten 

umklammert und das Zwerchfell hochgedrückt. Auch dies habe nicht geholfen. Er 

habe ihm daraufhin einen Faustschlag gegeben, um ihn dadurch zum Erbrechen 

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zu bringen, was ebenfalls nichts genützt habe. E._____ habe vorgeschlagen, 

†D._____ auf einen Stuhl zu setzen, woraufhin dieser wieder versucht habe, 

aufzustehen, wovon er aber abgehalten worden sei. Er, F._____, habe danach 

eine Mund zu Mund-Beatmung gemacht, danach eine Mund zu Nase-Beatmung. 

Er habe die Beatmung fortgeführt, bis die Ambulanz gekommen sei. Während 

seiner Reanimationsversuche und als die Ambulanz dort war, habe niemand von 

der Gruppe Hilfe geleistet. Zwischen dem Ereignis und der Alarmierung der 

Sanität seien etwa zwei bis drei Minuten vergangen, (Urk. 11/5/9, insb. S. 5 f.).  

3.5 Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer geht aus diesen Aussagen 

nicht hervor, dass E._____ sich – ohne sich zuvor um †D._____ zu kümmern – 

"aus dem Staub gemacht" hätte. Vielmehr war dieser auch gemäss den Angaben 

von F._____ anwesend und hatte versucht, zu helfen. Zudem geht aus diesen 

Schilderungen hervor, dass F._____ wohl unmittelbar nachdem sich †D._____ 

verschluckt hatte bzw. dies bemerkt wurde, Hilfe leistete und die Reanimation 

fortsetzte, bis die Ambulanz eintraf. Aus seinen Aussagen kann alsdann auch 

nicht geschlossen werden, F._____ habe lediglich eingegriffen, weil niemand 

anderes Hilfe geleistet hätte. Vor diesem Hintergrund kann den Kollegen von 

†D._____ nicht vorgeworfen werden, selbst keine Hilfe geleistet zu haben. Wie 

die Staatsanwaltschaft zutreffend ausführte, entfällt eine Hilfeleistungspflicht, 

wenn bereits andere Personen Hilfe leisten. Ein strafrechtlich relevantes 

Verhalten seitens E._____ – insbesondere eine Unterlassung der Nothilfe – ist 

unter diesen Umständen nicht erkennbar. Da kein Anfangsverdacht bestand, war 

die Staatsanwaltschaft auch nicht gehalten, weitere Abklärungen zu treffen.  

3.6 Daran vermögen auch die von den Beschwerdeführern in ihrem Schreiben 

vom 12. Februar 2019 (vgl. Urk. 11/5/8) vorgebrachten "Verdachtsgründe" nichts 

zu ändern. Weder ist für ein strafrechtlich relevanter Vorgang von Belang, ob der 

Verstorbene vor dem Restaurantbesuch die Dienste von Escort-Damen oder 

Prostituierten in Anspruch nahm, noch ob er unter dem Einfluss von Drogen 

stand. Als reine Mutmassung wenn nicht gar abstrus erscheint die unterschwellige 

Anschuldigung, dass E._____ den Verstorbenen absichtlich gestreckte Drogen 

hätte konsumieren lassen, im Hinblick darauf, dass dieser daran versterben 

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könnte (vgl. Urk. 11/5/8 S. 3 f.). Ohnehin genügte ein reiner Verweis auf jene 

Eingabe (vgl. Urk. 2 S. 7) den Anforderungen an eine Beschwerdebegründung 

nicht. Das Verfahren wurde damit zu Recht eingestellt. 

3.7 Unter diesen Umständen sind auch die von den Beschwerdeführern 

gestellten Beweisanträge als nicht zielführend und zweckmässig zu beurteilen. Es 

ist nicht davon auszugehen, dass eine formelle Befragung von E._____ weitere 

Erkenntnisse liefern würde. Auch die Befragung weiterer am Essen 

teilnehmenden Personen erscheint unter diesen Umständen nicht zielführend, da 

auch von diesen keine anderen Angaben zu erwarten sind, welche auf ein 

strafbares Verhalten hinweisen könnten. Da wie oben ausgeführt die Frage, ob 

†D._____ unter dem Einfluss von Drogen stand, für das Strafverfahren nicht von 

Bedeutung ist, erscheinen auch die Durchführung einer Haaranalyse sowie die 

Fragen nach einer Urin- und Blutprobe des Verstorbenen als nicht zweckmässig. 

Die Staatsanwaltschaft hat die Beweisanträge demnach zu Recht abgelehnt. 

4. Zusammenfassend ist auszuführen, dass beim Tod von †D._____ von 

einem tragischen Unfall auszugehen ist und keine Anhaltspunkte für ein 

strafbares Verhalten von E._____ oder weiteren Beteiligten bestehen. Die 

Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung damit zu Recht eingestellt, weshalb 

auch die Abweisung der Beweisanträge nicht zu beanstanden ist. Die 

Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. 

IV. 

Die unterliegenden Beschwerdeführer haben ausgangsgemäss die Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist 

in Anwendung von § 2 und § 17 GebV OG auf Fr. 1500.– festzusetzen und aus 

der geleisteten Prozesskaution zu beziehen; im übersteigenden Betrag ist die 

Kaution den Beschwerdeführern, unter Vorbehalt allfälliger 

Verrechnungsansprüche des Staates, zurückzuerstatten. Unter diesen 

Umständen sind auch keine Entschädigungen auszurichten. 

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Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1500.– festgesetzt, den Beschwerdeführern 

auferlegt und aus der von ihnen geleisteten Prozesskaution bezogen. 

Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird den Beschwerdeführern nach 

Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet, unter Vorbehalt allfälliger 

Verrechnungsansprüche des Staates. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozessentschädigungen 

zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwalt lic. iur. X._____, dreifach, für sich und zuhanden der 
Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2018/10022355 (gegen 
Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2018/10022355, unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 11; gegen 
Empfangsbestätigung). 

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben 
werden.  

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen.  

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 29. Juli 2019 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw S. Breitenstein 
 
 

	Beschluss vom 29. Juli 2019
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1500.– festgesetzt, den Beschwerdeführern auferlegt und aus der von ihnen geleisteten Prozesskaution bezogen. Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird den Beschwerdeführern nach Rechtskraft dieses Beschlusses zur...
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____, dreifach, für sich und zuhanden der Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2018/10022355 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2018/10022355, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 11; gegen Empfangsbestätigung).

	5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.  Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset...
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.