# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99631655-4c40-57fc-976a-9bb9097747ed
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 11.06.2024 HG220206
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG220206_2024-06-11.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG220206-O U2 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Stephan Mazan, Vizepräsident, Oberrichterin Judith 

Haus Stebler, Handelsrichter Ivo Eltschinger, Handelsrichter Jakob 

Haag und Handelsrichter Christoph Pfenninger sowie Gerichts-

schreiber Dario König 

 

Urteil vom 11. Juni 2024 

 

in Sachen 

 

A._____ AG, 
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ SA, 
Beklagte 

 

betreffend Forderung 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2 f.) 

"1.  Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 105'852.20 sowie CHF 203.30 Kosten des Zahlungsbefehls 
Nr. 1 des Betreibungsamtes Genf und Verzugszins von 5% auf 
die nachstehend aufgelisteten Beträge zu bezahlen: 

 
auf den Betrag von CHF  seit 
 

3'004.85 22.03.2018 
3'004.85 23.03.2018 
2'770.60 11.10.2018 
3'077.55 15.11.2018 
2'722.10 30.11.2018 
1'015.05 29.12.2018 
1'458.00 30.12.2018 
4'757.25 13.02.2019 
1'302.65 13.02.2019 
2'543.05 27.02.2019 
4'965.50 09.03.2019 

807.75 10.03.2019 
4'226.15 03.04.2019 

189.05 12.04.2019 
2'289.15 02.05.2019 
1'591.25 02.05.2019 
1'173.65 12.05.2019 
1'402.00 01.06.2019 
1'600.95 02.06.2019 
1'712.45 06.06.2019 
1'753.20 12.06.2019 
4'194.90 21.06.2019 

758.75 27.06.2019 
2'872.10 11.07.2019 
2'818.50 18.07.2019 

109.05 22.07.2019 
1'676.10 24.07.2019 
4'560.85 03.08.2019 
2'019.40 07.08.2019 
1'684.80 29.08.2019 
1'291.85 13.09.2019 
2'178.50 27.09.2019 

893.35 17.10.2019 
1'254.95 03.11.2019 
2'490.55 09.11.2019 
1'812.05 17.11.2019 

- 3 - 

1'045.85 28.11.2019 
630.05 01.12.2019 

1'423.80 08.12.2019 
1'433.75 11.12.2019 

166.95 18.12.2019 
707.05 19.12.2019 

1'042.00 20.12.2019 
1'153.45 02.01.2020 

169.65 04.01.2020 
1'755.50 16.01.2020 
   226.70 27.03.2020 
2'159.65 28.03.2020 
   150.80 28.03.2020 
   208.15 02.04.2020 
1'621.40 03.04.2020 

      96.50 22.04.2020 
4'318.75 26.05.2020 
3'051.70 26.05.2020 
2'941.15 26.05.2020 
3'550.85 26.05.2020 
     15.75 21.07.2019 

 
2.  Der Rechtsvorschlag der Beklagten in der Betreibung Nr. 1 des 

Betreibungsamtes Genf sei zu beseitigen und der Klägerin 
Rechtsöffnung im Betrag der Betreibung zu erteilen. 

3.  Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 82'333.00 zu 
bezahlen zzgl. Schadenszins von 5% seit dem 16. Juni 2020. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten." 
 

  

- 4 - 

Überblick 

Sachverhalt und Verfahren .................................................................................... 5 
A. Sachverhaltsübersicht ................................................................................... 5 

a. Parteien ................................................................................................ 5 
b. Prozessgegenstand .............................................................................. 5 

B. Prozessverlauf .............................................................................................. 6 
Erwägungen .......................................................................................................... 7 
1. Formelles ...................................................................................................... 7 

1.1. Zuständigkeit ........................................................................................ 7 
1.2. Änderung der Gerichtsbesetzung ......................................................... 8 

2. Vertragsschluss ............................................................................................ 8 
2.1. Streitpunkte .......................................................................................... 8 
2.2. Rechtliches ........................................................................................... 9 
2.3. Würdigung ............................................................................................ 9 
2.4. Fazit .................................................................................................... 11 

3. Forderungen aus Materiallieferungen (Rechtsbegehren Ziff. 1) .................. 11 
3.1. Streitpunkte ........................................................................................ 11 
3.2. Rechtliches ......................................................................................... 11 
3.3. Würdigung .......................................................................................... 12 
3.4. Fazit .................................................................................................... 40 

4. Beseitigung des Rechtsvorschlags (Rechtsbegehren Ziff. 2) ...................... 42 
4.1. Streitpunkte ........................................................................................ 42 
4.2. Rechtliches ......................................................................................... 43 
4.3. Würdigung .......................................................................................... 44 

5. Vorzeitentschädigung (Rechtsbegehren Ziff. 3) .......................................... 45 
5.1. Unstrittiger Sachverhalt ...................................................................... 45 
5.2. Streitpunkte ........................................................................................ 46 
5.3. Rechtliches ......................................................................................... 47 
5.4. Würdigung .......................................................................................... 47 
5.5. Fazit .................................................................................................... 51 

6. Zusammenfassung ...................................................................................... 51 
7. Kosten- und Entschädigungsfolgen............................................................. 52 

7.1. Gerichtskosten .................................................................................... 52 
7.2. Parteientschädigung ........................................................................... 52 
 

  

- 5 - 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien  

Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in C._____ und hat zufolge Fusion 

am tt. Juli 2022 sämtliche Aktiven und Passiven der D._____ AG (UID 2) übernom-

men. Die Klägerin bezweckt insbesondere die Entwicklung, die Herstellung und den 

Verkauf von …, inklusive von damit verbundenen Produkten (Klägerin: act. 1 N. 2 

und act. 3/1): 

Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in E._____. Sie bezweckt den Be-

trieb eines Labors für biologische, pharmakologische und medizinische Analysen 

(Klägerin: act. 1 N. 3; act. 3/3-4) 

b. Prozessgegenstand 

Nach Darstellung der Klägerin hat sie mit der Beklagten am 2. August 2018 einen 

Vertrag abgeschlossen, gemäss welchem sie der Beklagten für die Dauer von fünf 

Jahren zwei Analysegeräte zur Verfügung stellt und die Beklagte von der Klägerin 

im Gegenzug Hilfs- und Verbrauchsmaterialien für den Analysebetrieb im Betrag 

von mindestens CHF 176'061.31 pro Jahr bezieht. Gestützt darauf verlangt die Klä-

gerin einerseits die Bezahlung von insgesamt 57 offenen Rechnungen im Gesamt-

betrag CHF 105'852.20 für zwischen dem 19. Februar 2018 und 25. August 2020 

bestelltes und geliefertes Material (Rechtsbegehren Ziff. 1). Andererseits macht die 

Klägerin eine vertragliche Entschädigung in der Höhe von CHF 82'333.– dafür gel-

tend, dass die Beklagte den Vertrag am 16. Juni 2020 vorzeitig beendet habe 

(Rechtsbegehren Ziff. 3).  

Die Beklagte beantragt die Abweisung der Klage. Sie wendet gegen die Klage zu-

sammengefasst ein, sie habe die streitgegenständlichen Rechnungen erstmals im 

Zusammenhang mit der Verhandlung vom 22. November 2022 im Rechtsöffnungs-

verfahren erhalten; auch die von der Klägerin zur Anwendung gebrachte Preisliste 

habe sie nie anerkannt, im Übrigen würden die meisten in Rechnung gestellten 

Artikel auf dieser Liste ohnehin fehlen. Weiter bestreitet die Beklagte "den Inhalt 

- 6 - 

und die Anhänge" des genannten Vertrags und bringt vor, dass sie sich nicht alle 

auf den fraglichen Rechnungen aufgeführten Artikel habe liefern lassen und die 

Klägerin die Beanstandungen der gelieferten Ware nie berücksichtigt habe. 

B. Prozessverlauf  

Mit Eingabe vom 25. November 2022 (act. 1; Datum Poststempel) machte die Klä-

gerin die Klage rechtshängig. Mit Verfügung vom 28. November 2022 (act. 4) wurde 

die Klage der Beklagten zugestellt und der Klägerin Frist angesetzt, um für die Ge-

richtskosten einen Kostenvorschuss von CHF 9'000.– zu leisten. Die Klägerin leis-

tete den Kostenvorschuss fristgerecht (vgl. act. 6). Mit Verfügung vom 20. Dezem-

ber 2022 (act. 7) wurde der Beklagten Frist zur Einreichung ihrer Klageantwort an-

gesetzt. Mit Eingabe vom 10. Februar 2023 (act. 9) ersuchte die Beklagte um Fris-

terstreckung. Am 14. Februar 2023 teilte RAin Y._____ telefonisch mit, dass sie 

neu die Beklagte vertrete und zum Verfassen der Klageantwort und zur anschlies-

senden Übersetzung auf eine Fristerstreckung angewiesen sei (vgl. Prot. S. 5). Das 

entsprechende, schriftliche Fristerstreckungsgesuch datiert vom 15. Februar 2023 

(act. 10). Mit Verfügung vom 17. Februar 2023 (act. 12) wurde der Beklagten zur 

Einreichung der Klageantwort eine Nachfrist bis zum 23. März 2023 angesetzt. Die 

Beklagte reichte ihre Klageantwort mit Eingabe vom 23. März 2023 (act. 14) innert 

Nachfrist ein und erhob gleichzeitig Widerklage. Mit Beschluss vom 14. April 2023 

(act. 16) wurde auf die Widerklage nicht eingetreten. Mit Verfügung vom 12. Juni 

2023 (act. 18) wurde die Prozessleitung an Oberrichterin Judith Haus Stebler dele-

giert. Die Parteien wurden in der Folge auf den 4. Dezember 2023 zur Vergleichs-

verhandlung vorgeladen (act. 20). Mit Schreiben vom 24. November 2023 (act. 21) 

teilte RAin Y._____ mit, dass sie die Beklagte nicht mehr vertrete. Mit Schreiben 

(act. 22) und E-Mail (act. 23) vom 27. November 2023 wurde RAin Y._____ gebeten 

zu bestätigen, dass sie die Vorladung an die Beklagte weitergeleitet habe, und mit-

zuteilen, wer seitens der Beklagten zur Verhandlung erscheinen werde. Gleichen-

tags gab die Beklagte an, dass sie an der Verhandlung von F._____ vertreten 

werde (act. 24). Am 4. Dezember 2023 teilte diese mit, dass sie infolge Krankheit 

nicht zur Verhandlung erscheinen könne (act. 26). Mit Verfügung (act. 29) und 

Schreiben (act. 27) vom gleichen Tag wurde die Beklagte zur Einreichung eines 

- 7 - 

Arztzeugnisses aufgefordert und die Verschiebung der Verhandlung auf den 

18. Dezember 2023 mitgeteilt. Mit E-Mail vom 7. Dezember 2023 (act. 32) übermit-

telte F._____ ihr Arztzeugnis und teilte mit, dass sie am 18. Dezember 2023 nicht 

zur Verhandlung erscheinen könne. Die Vergleichsverhandlung fand schliesslich 

am 2. Februar 2024 statt (Prot. S. 11 ff.). Anlässlich der Verhandlung schlossen die 

Parteien einen Vergleich (act. 35), stellten dessen Gültigkeit aber unter die Bedin-

gung, dass die Beklagte den Vergleichsbetrag rechtzeitig bezahlt. Mit Eingabe vom 

18. März 2024 (act. 36) teilte die Klägerin mit, dass die Beklagte die Zahlung nicht 

geleistet habe, ersuchte um Fortsetzung des Verfahrens und verzichtete gleichzei-

tig auf die Erstattung einer Replik sowie auf die Durchführung einer Hauptverhand-

lung. Mit Verfügung vom 21. März 2024 (act. 37) wurde der Beklagten Frist ange-

setzt, um zu erklären, ob sie – unter dem Vorbehalt eines allfälligen Beweisverfah-

rens – auf Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung (Parteivorträge, 

Schlussvorträge) verzichtet. Die Beklagte wurde darauf hingewiesen, dass bei Still-

schweigen von einem Verzicht ausgegangen werde. Die Beklagte liess sich in der 

Folge nicht vernehmen.  

Weitere Eingaben ergingen nicht. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, wes-

halb ein Urteil zu fällen ist (Art. 236 Abs. 1 ZPO). Auf die einzelnen Parteivorbingen 

sowie auf die Akten ist in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen, soweit sich 

dies zur Entscheidfindung als notwendig erweist. 

 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Zuständigkeit 

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit für die Beurteilung der vorliegenden Klage 

ist gegeben und seitens der Beklagten auch unbestritten geblieben (Art. 17 f. ZPO, 

act. 3/5 Annexe A Ziff. 15.1; Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG; Klägerin: 

act. 1 N. 4 f.). 

  

- 8 - 

1.2. Änderung der Gerichtsbesetzung 

Der Beschluss vom 14. April 2023 (act. 16) wurde – nebst den unverändert am 

vorliegenden Urteil mitwirkenden Handelsrichtern – durch Oberrichter Roland 

Schmid als Vorsitzender und Oberrichterin Nicole Klausner gefällt. Mit Verfügung 

vom 12. Juni 2023 (act. 18) wurde die Prozessleitung an Oberrichterin Judith Haus 

Stebler delegiert, was den Parteien bekannt ist. Im Verlaufe des Verfahrens über-

nahm Oberrichter Dr. Stephan Mazan das Amt des Vizepräsidenten und wirkt des-

halb vorliegend anstelle von Oberrichter Roland Schmid als Vorsitzender mit, wie 

die Parteien auch bereits der Verfügung vom 21. März 2024 (act. 37) entnehmen 

konnten. Solche Änderungen sind ohne Weiteres zulässig (vgl. BGer-Urteil 

4A_271/2015 vom 29. September 2015 Erw. 6.2).  

2. Vertragsschluss 

2.1. Streitpunkte 

Die Klägerin bringt vor, sie bzw. ihre Rechtsvorgängerin habe mit der Beklagten am 

2. August 2018 einen Vertrag über die Bereitstellung von Geräten und den Kauf 

von Materialien abgeschlossen ("Contrat de mise à disposition d'instruments et 

d'achat des reactifs", fortan: "Vertrag"). Bestandteil dieses Vertrags seien als An-

nexe A die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Klägerin sowie als Annexe B 

eine Preisliste für die einzelnen Lieferposten (fortan: "Anhang B"); diese Anhänge 

seien der Beklagten zusammen mit dem Vertrag am 10. Juli 2018 zugesendet wor-

den. Der Vertrag – so die Klägerin weiter – nehme auch an verschiedenen Stellen 

Bezug auf die Preisliste, insbesondere habe sich die Beklagte gemäss Ziffern 3.2 

und 4.1 des Vertrags verpflichtet, das Verbrauchsmaterial gemäss dieser Preisliste 

zu beziehen (act. 1 N. 4, 14 ff.). 

Die Beklagte bestreitet sinngemäss sämtliche Ausführungen in der Klage mit der 

Begründung, die Klage beinhalte jeweils mehr als eine Tatsache pro Behauptung, 

sodass ihr eine konkrete Bestreitung unmöglich sei (act. 14 S. 3). Hinsichtlich des 

Vertrags wendet die Beklagte sodann ein, sie bestreite dessen Inhalt und Anhänge. 

- 9 - 

Die Parteien hätten den Vertrag nur auf der letzten Seite unterzeichnet, eine Para-

phierung auf jeder Seite fehle. Auf Seiten der Klägerin sei der Vertrag sodann von 

G._____ und H._____ unterzeichnet worden, wobei deren Zeichnungsberechti-

gung aus dem klägerischen Handelsregisterauszug nicht hervorgehe. Den Anhang 

B habe die Beklagte sodann nie unterschrieben (act. 14 N. 110 ff.). 

2.2. Rechtliches 

Zum Abschluss eines Vertrags ist die übereinstimmende gegenseitige Wil-

lensäusserung der Parteien erforderlich (Art. 1 Abs. 1 OR). Eine juristische Person 

handelt dabei gemäss Art. 718 OR durch ihre Organe, kann sich aber auch durch 

Handlungsbevollmächtigte im Sinne von Art. 721 OR (Art. 458 und 462 OR) vertre-

ten lassen. Schliesslich kann eine juristische Person ebenso wie eine natürliche 

Person nach Art. 32 ff. OR einen Vertreter bestellen, um in ihrem Namen eine oder 

mehrere bestimmte Handlungen vorzunehmen, oder solche Handlungen eines voll-

machtlosen Vertreters nachträglich genehmigen (Art. 38 OR). Liegt keine solche 

Genehmigung vor, wird die Dritte in ihrem Vertrauen auf die Vollmacht des (tat-

sächlich vollmachtlosen) Vertreters geschützt, wenn die Vertretene ein Verhalten 

an den Tag gelegt hat, welches die Gegenseite in guten Treuen als Kundgabe der 

Vollmacht des Vertreters verstehen durfte (BGE 146 III 37 ff. Erw. 7.1; BGE 131 III 

511 ff. Erw. 3.3; BGE 120 II 197 ff. Erw. 2b). 

2.3. Würdigung 

2.3.1. Die Kritik der Beklagten an der Gliederung der klägerischen Tatsachenbe-

hauptungen ist pauschal und unbegründet. Der Behauptungs- und Substantiie-

rungslast ist genüge getan, wenn die Vorbringen in Einzeltatsachen zergliedert so 

umfassend und klar dargelegt sind, dass darüber Beweis abgenommen oder dage-

gen der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 144 III 519 Erw. 5.2.1.1 und 

BGer-Urteil 5A_745/2021 vom 26.04.2022 Erw. 2.2.1, je mit Hinweisen). Die Klage 

genügt diesen Anforderungen grundsätzlich. Die Klageantwort veranschaulicht 

denn auch, dass der Beklagten ein Bestreiten der einzelnen Behauptungen ohne 

weiteres möglich war.  

- 10 - 

2.3.2. In Bezug auf den konkreten Vertragsschluss ist festzuhalten, dass der Ver-

trag (act. 3/5) am 9. Juli 2018 von G._____ und H._____ für die D._____ AG und 

am 2. August 2018 von I._____ für die Beklagte unterzeichnet wurde. Die Beklagte 

bringt verschiedene, indes unsubstantiierte Einwände vor, ohne daraus etwas ab-

zuleiten. So schliesst sie weder aus der fehlenden Paraphierung noch aus der Un-

terzeichnung des Vertrags durch angeblich für die Klägerin nicht zeichnungsbe-

rechtigte Personen konkret auf die Unverbindlichkeit des Vertrags oder spezifischer 

Bestimmungen, sondern bestreitet pauschal den "Inhalt". Das genügt nicht. Die Pa-

raphierung jeder Seite des Vertrags stellt mangels entsprechender Parteiabrede 

kein Gültigkeitserfordernis (vgl. Art. 16 Abs. 1 OR) dar. Die Beklagte hätte somit 

dartun müssen, inwiefern der konkrete Vertragsinhalt nicht mit ihrem Vertrags-

exemplar übereinstimmt. Sodann kann aus dem Handelsregisterauszug der Kläge-

rin von vornherein nichts über die Zeichnungsberechtigungen bei ihrer Rechtsvor-

gängerin geschlossen werden, weshalb die Bestreitung der Beklagten bereits aus 

diesem Grund unbeachtlich ist. Nur der guten Ordnung halber ist deshalb anzumer-

ken, dass sich die damalige Zeichnungsberechtigung von G._____ für die D._____ 

AG (Kollektivunterschrift zu zweien) aus dem Handelsregister ergibt, nicht aber 

eine solche für H._____. Die Klägerin kann wie vorstehend ausgeführt aber auch 

Personen zum Vertragsschluss bevollmächtigen, welche nicht im Handelsregister 

eingetragen sind. Selbst wenn es vorliegend an einer solchen Bevollmächtigung 

gefehlt hätte, würde eine Genehmigung im Sinne von Art. 38 OR vorliegen. Der 

Vertrag ist somit gültig vereinbart. 

2.3.3. Gleiches gilt für die Anhänge. Aus den Ausführungen der Beklagten er-

schliesst sich nicht, weshalb sie deren Gültigkeit bestreitet. So verweist der Vertrag 

(act. 3/5) an mehreren Stellen ausdrücklich auf den Anhang B (Ziffern 3.2, 4.2 und 

11.2) und bezeichnet in seiner Ziffer 17 ("Eléments du contrat") die Anhänge A-D 

ausdrücklich als Vertragsbestandteile ("Les Annexes suivantes font partie du cont-

rat"). Die Anhänge waren dem Vertrag schliesslich unbestrittenermassen beigelegt, 

als die Klägerin der Beklagten letzteren zur Unterzeichnung zusandte (Klägerin: 

act. 1 N. 15). Die Anhänge A-D wurden somit ebenfalls gültig vereinbart. 

 

- 11 - 

2.4. Fazit  

Der Vertrag samt Anhängen A-D wurde gültig vereinbart. 

3. Forderungen aus Materiallieferungen (Rechtsbegehren Ziff. 1) 

3.1. Streitpunkte 

Die Klägerin macht geltend, sie habe der Beklagten gemäss Vertrag vom 2. August 

2018 (act. 3/5) zwei Analysegeräte gratis zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug 

habe sich die Beklagte zur exklusiven Abnahme der Hilfs- und Verbrauchsmateria-

lien für den Betrieb der beiden Geräte verpflichtet. Nach Darstellung der Klägerin 

hat die Beklagte während der Vertragsdauer sowie bereits kurz vor Vertragsschluss 

solches Material bestellt und empfangen, wobei die bestellten Artikel gemäss An-

hang B oder – sofern die bestellten Artikel in diesem nicht enthalten waren – ge-

mäss der der Beklagten bekannten "Allgemeinen Tarifliste" in Rechnung gestellt 

worden seien. Dabei seien Rechnungen im Gesamtbetrag von CHF 105'635.45 un-

bezahlt geblieben (act. 1 N. 7 ff.). 

Die Beklagte wendet gegen alle Forderungen der Klägerin ein, diese habe ihr die 

jeweiligen Rechnungen vor der Rechtsöffnungs-Verhandlung vom 22. November 

2022 (recte: 2021) nie zugestellt, wodurch ihr die Klägerin die Überprüfung der ge-

lieferten Ware verunmöglicht habe. Die Rechnungen würden – so die Beklagte – 

sodann vom Tag der Lieferung oder gar einige Tage vor der Lieferung datieren, sie 

seien demnach vor jeglicher Kontrolle der Ware durch die Beklagte erstellt worden. 

Die Beklagte bestreitet sodann hinsichtlich aller Rechnungen die in Rechnung ge-

stellten Preise sowie die Lieferung aller in der jeweiligen Rechnung aufgeführten 

Artikel. Zusätzlich bringt sie bei einzelnen Rechnungen vor, die fraglichen Artikel 

nie bestellt zu haben (act. 14 N. 102, 115, 132 ff.).  

3.2. Rechtliches 

Unter Geltung der Verhandlungsmaxime obliegt es den Parteien, dem Gericht die 

Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel an-

zugeben (Art. 55 Abs. 1 ZPO).  

- 12 - 

Inwieweit Tatsachen zu behaupten und zu substantiieren sind, ergibt sich einerseits 

aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem 

prozessualen Verhalten der Gegenpartei (BGE 144 III 519 ff. Erw. 5.2.1.1; BGE 

127 III 365 ff. Erw. 2b). Es genügt, wenn diese Tatsachen in ihren Grundzügen 

behauptet werden (BGE 136 III 322 ff. Erw. 3.4.2; BGer-Urteile 4A_210/2009 vom 

7. April 2010 Erw. 3.2 m.H., 4A_591/2012 vom 20. Februar 2013 Erw. 2.1 und 

4A_443/2017 vom 30. April 2018 Erw. 2.1). Eine über die Behauptungslast hinaus-

gehende Substantiierungslast greift, soweit der Prozessgegner den schlüssigen 

Tatsachenvortrag bestreitet. Diesfalls sind die Vorbringen in Einzeltatsachen zer-

gliedert so umfassend und klar darzulegen, dass substantiiertes Bestreiten möglich 

ist und darüber Beweis abgenommen werden könnte (BGE 144 III 519 Erw. 5.2.1.1; 

vgl. auch BGE 136 III 322 ff. Erw. 3.4.2 und BGE 127 III 365 ff. Erw. 2b).  

Das Gegenstück zur Behauptungslast ist die Bestreitungslast. Die andere Partei 

hat im Einzelnen darzutun, welche behaupteten Tatsachen sie anerkennt und wel-

che sie bestreitet. Je detaillierter die Behauptungen sind, umso höher sind die An-

forderungen an die Bestreitungen. Eine pauschale Bestreitung genügt nicht (BGE 

144 III 519 ff. Erw. 5.2.2.1 ff.; BGE 141 III 433 ff. Erw. 2.6). Bestreitet die andere 

Partei eine schlüssige Tatsachenbehauptung der behauptungsbelasteten Partei 

nicht, gilt diese als unbestritten und die betreffende Tatsache kann dem Entscheid 

ohne Weiteres zugrunde gelegt werden, da über nicht bestrittene Tatsachen kein 

Beweis geführt wird (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO).  

3.3. Würdigung 

3.3.1.  Zustellung der Rechnungen 

3.3.1.1. Das Vorbringen der Beklagten, wonach ihr mangels Rechnung die Über-

prüfung der Ware nicht möglich gewesen sei, überzeugt nicht. Einerseits macht die 

Beklagte – freilich überwiegend unsubstantiiert (dazu nachfolgend) – geltend, die 

Ware beanstandet zu haben, was widersprüchlich ist. Andererseits ist es üblich, 

dass Rechnungen bereits bei der Bereitstellung der Ware oder im Rahmen der Be-

auftragung des Spediteurs erstellt werden. Die Klägerin traf eine Obliegenheit, die 

- 13 - 

empfangene Ware zeitnah hinsichtlich Qualität und Übereinstimmung mit ihrer Be-

stellung zu prüfen (Art. 201 Abs. 1 OR). Für diese Prüfung ist die Rechnung nicht 

erforderlich und die Beklagte durfte damit nicht bis zum Erhalt der Rechnung zu-

warten, zumal es sich bei den gelieferten Artikeln grösstenteils um gekühlt zu trans-

portierende und lagernde Ware mit einer beschränkten Haltbarkeitsdauer handelte. 

Soweit die Beklagte nachfolgend bei den einzelnen Lieferungen nicht substantiiert 

eine Beanstandung der Ware behauptet, gilt die gelieferte Ware folglich als geneh-

migt (Art. 201 Abs. 2 und 3 OR) und wird auf diesen Einwand der Beklagten nicht 

mehr eingegangen.  

3.3.1.2. Was die Rechnungen anbelangt, macht die Klägerin geltend, sie habe 

diese jeweils am Tag der Ausstellung per Post versendet (act. 1 N. 83). Ausführun-

gen dazu, wann die Beklagte die Rechnungen erhalten haben soll, fehlen. Eine 

Zustellung der Rechnungen vor der genannten Verhandlung vom 22. November 

2021 ist deshalb nicht ausreichend substantiiert behauptet und im Übrigen auch 

nicht mit Beweisofferten versehen. Somit ergibt sich entgegen der Ansicht der Klä-

gerin (act. 1 N. 36, 97) jedenfalls daraus, dass die Beklagte die in Rechnung ge-

stellten Preise nie beanstandet habe, keine diesbezügliche Anerkennung oder Ge-

nehmigung. Der guten Ordnung halber ist anzufügen, dass die Beklagte aus dem 

Zuwarten mit der Rechnungs-(Zu)Stellung aber zu Recht auch keinen Verzicht der 

Klägerin auf die streitgegenständlichen Forderungen ableitet. Sofern keine anderen 

Umstände auf einen Verzicht schliessen lassen, leitet das Gesetz nämlich aus der 

Nichtgeltendmachung eines Anspruches während längerer Zeit auch im kaufmän-

nischen Verkehr grundsätzlich nur die Verjährung ab (vgl. Urteil HG200001 vom 

22. April 2021 Erw. 2.3.4.3).  

3.3.1.3. Die einzelnen Bestellungen und Rechnungen sind im Folgenden zu prüfen. 

3.3.2.  Rechnungen Nr. 9203274204 vom 20. Februar 2018 (act. 3/15c, 

CHF 3'004.85) und Nr. 9203274264 vom 21. Februar 2018 (act. 3/16c, 

CHF 3'004.85) 

Die Beklagte wendet ein, es handle sich um dieselbe Bestellung, die zwei Mal ver-

rechnet worden sei (act. 14 N. 124 ff.). Zwar legt die Klägerin zwei Lieferscheine 

- 14 - 

(act. 3/15b und act. 3/16b) und zwei Rechnungen (act. 3/15c und act. 3/16c) vor. 

Während sich die Rechnung Nr. 9203274204 (act. 3/15c) auf eine Fax-Bestellung 

vom 19. Februar 2018 bezieht, referenziert die Rechnung Nr. 9203274264 

(act. 3/16c) eine solche vom 20. Februar 2018. Die beigelegten Bestellungen 

(act. 3/15a und 3/16a), auf welche sich die Klägerin stützt, sind jedoch inhaltlich 

und optisch identisch und datieren vom 16. Februar 2018. Diesbezügliche Ausfüh-

rungen der Klägerin fehlen, weshalb sich nur die einmalige Bestellung der in Rech-

nung gestellten Artikel erstellen lässt. Sodann ist durch die Lieferscheine die Ent-

gegennahme zweier Pakete belegt, nicht aber, dass jedes Paket alle bestellten Ar-

tikel enthielt, mithin alle Artikel zweimal geliefert wurden. Unsubstantiiert ist indes 

der Einwand der Beklagten, sie habe nicht alle Artikel erhalten und die Ware bean-

standet (act. 14 N. 128 f.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelie-

ferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Be-

klagte dies beanstandet haben will. Die Klage ist deshalb im Umfang von 

CHF 3'004.85 gutzuheissen und im Umfang desselben Betrags gemäss der zwei-

ten Rechnung abzuweisen. 

3.3.3.  Rechnung Nr. 9203284866 vom 11. September 2018 (act. 3/17d, 

CHF 2'770.60) 

Die Beklagte bestreitet mit Ausnahme des Artikels Nr. 3 (CHF 1'290.–) nicht, die in 

Rechnung gestellten Artikel bestellt zu haben (act. 14 N. 132 ff.). In Bezug auf die-

sen Artikel trifft zu, dass die Beklagte 200 Stück eines "J._____" Kits mit der Nr. 4 

bestellt hat (act. 3/17a) und die Rechnung (act. 3/17d) 200 Stück eines "K._____" 

mit der Nr. 3 aufführt. Die Beklagte erläutert aber nicht, inwiefern es sich abgesehen 

von der Artikelnummer beim in Rechnung gestellten Artikel nicht um den bestellten 

und gelieferten Artikel handelt. Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 

12. September 2018 (act. 3/17b-c) entgegen genommen und bringt nur in unsub-

stantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu ha-

ben. Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit 

ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet 

haben will. Die Differenz bei der Artikelnummer des genannten "K._____" ist unter 

- 15 - 

diesen Umständen unbeachtlich, zumal auf dem Bestellformular keine weiteren Po-

sitionen mit einer ähnlichen Bezeichnung vorhanden sind. 

Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.4.  Rechnung Nr. 9203286651 vom 16. Oktober 2018 (act. 3/18d, 

CHF 3'077.55) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 17. Oktober 2018 entgegen ge-

nommen (act. 3/18b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 140 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, die Artikel Nr. 3 und Nr. 5 seien nicht im Anhang B ent-

halten, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, 

diese Artikel ergäben sich nicht aus dem Anhang B, sondern aus der allgemeinen 

Tarifliste, welche die Beklagte zum Ausfüllen der Bestellung habe konsultieren 

müssen (Klägerin: act. 1 N. 35). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im 

Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.5.  Rechnung Nr. 9203287495 vom 31. Oktober 2018 (act. 3/19d, 

CHF 2'722.10)  

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 1. November 2018 entgegen ge-

nommen (act. 3/19b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 148 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, die Artikel Nr. 6 und Nr. 5 seien im Anhang B nicht auf-

geführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Nach Darstellung der Kläge-

rin ergeben sich Bezeichnung und Preis dieser beiden Artikel aus der allgemeinen 

- 16 - 

Tarifliste (act. 1 N. 36). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang 

des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.6.  Rechnungen Nr. 9203289187 vom 29. November 2018 (act. 3/20b, 

CHF 1'015.05) und Nr. 9203289268 vom 30. November 2018 (act. 3/20e, 

CHF 1'458.–)  

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 3. Dezember 2018 entgegen ge-

nommen (act. 3/20c-d) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 156 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. 

Schliesslich ist unbestritten, dass sich die in Rechnung gestellten Preise aus dem 

Anhang B bzw. der allgemeinen Tarifliste ergeben (so die Klägerin in act. 1 N. 37). 

Die Klage ist deshalb im Umfang der Rechnungsbeträge gutzuheissen. 

3.3.7.  Rechnungen Nr. 9203291578 vom 14. Januar 2019 (act. 3/21d, 

CHF 4'757.25) und Rechnung Nr. 9203291579 vom 14. Januar 2019 

(act. 3/21g, CHF 1'302.65) 

Die Klägerin übersieht (so zu Recht die Beklagte in act. 14 N. 162), dass es sich 

bei L._____ um ihre eigene Mitarbeiterin handelt. Der Einwand der Beklagten, wo-

nach L._____ ohne Zustimmung der Beklagten Bestellungen ausgelöst hat (act. 14 

N. 163), überzeugt aber nicht. So blieb unbestritten (vgl. act. 14 N. 164 ff.) und ist 

belegt (act. 3/21a), dass die Bestellung mittels elektronischem Formular erfolgte 

und es sich um die Erstausstattung für das neu bei der Beklagten installierte Gerät 

"M._____" handelte, wobei auf diese Artikel ein teilweiser Rabatt von 50% gewährt 

wurde (Klägerin: act. 1 N. 38). Das interne Bestätigungs-E-Mail von L._____ hat 

die Beklagte zudem in Kopie erhalten. Die Beklagte hat die Pakete sodann am 

15. Januar 2019 entgegen genommen (act. 3/21b-c,e-f). Zutreffend ist (so die Be-

klagte in act. 14 N. 164), dass die Artikelbezeichnung "N._____" auf der Rechnung 

(act. 3/21g) nicht mit derjenigen im Anhang B ("O._____") übereinstimmt. Es wäre 

- 17 - 

indessen der Beklagten oblegen darzutun, inwiefern sie unabhängig von der Be-

zeichnung nicht die bestellte Ware erhalten hat, zumal der Preis der beiden Artikel 

(CHF 300.–) übereinstimmt. Die Klage ist deshalb im Umfang der Rechnungsbe-

träge gutzuheissen. 

3.3.8.  Rechnung Nr. 9203292384 vom 28. Januar 2019 (act. 3/22d, 

CHF 2'543.05) 

Die Beklagte wendet ein, der bestellte Artikel Nr. 7 sei nicht geliefert und der auf 

der Rechnung aufgeführte Artikel Nr. 8 nicht bestellt worden (act. 14 N. 172 ff.). Die 

fraglichen Artikel befinden sich im Bestellformular direkt nebeneinander, bestellt hat 

die Beklagte in der Tat den Artikel Nr. 7, nicht den auf der Rechnung aufgeführten 

Artikel Nr. 8 (vgl. act. 3/22a). Unklar bleibt, inwiefern sich die beiden Artikel mit den 

Bezeichnungen "P._____" und "Q._____" unterscheiden, sowie ob und wann die 

Beklagte eine allfällige Falschlieferung beanstandet hat. Die Beklagte hat die ent-

sprechenden Pakete am 29. Januar 2019 entgegen genommen (act. 3/22b-c) und 

bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, die Ware beanstandet zu haben. Das ge-

nügt nicht. Der Preis von CHF 730.– für den Artikel Nr. 8 findet sich sodann im 

Anhang B. Hinsichtlich des Preises für der Artikel Nr. 9, dessen Fehlen im Anhang 

B die Beklagte feststellt, blieb schliesslich unbestritten, dass sich der Preis aus der 

klägerischen Tarifliste ergibt (Klägerin: act. 1 N. 39). Die Klage ist deshalb im Um-

fang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.9.  Rechnung Nr. 9203293031 vom 7. Februar 2019 (act. 3/23d, 

CHF 4'965.50) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 8. Februar 2019 entgegen genom-

men (act. 3/23b-c), moniert aber, der Artikel Nr. 10 sei nicht geliefert worden, und 

bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, die Ware beanstandet zu haben (act. 14 

N. 182 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, was die Beklagte wann und wie 

beanstandet haben will. Soweit die Beklagte sodann den in Rechnung gestellten 

Preis bemängelt, übersieht sie, dass die Klägerin einen Rabatt von 25% abzog 

("Remise produit") und den Preis von CHF 225.75 gemäss Anhang B in Rechnung 

- 18 - 

stellte. Hinsichtlich der übrigen Artikel bestreitet die Beklagte die in Rechnung ge-

stellten Preise nicht, zumindest nicht substantiiert. Die Klage ist deshalb im Umfang 

des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.10.  Rechnung Nr. 9203293081 vom 8. Februar 2019 (act. 3/24b, 

CHF 807.75) 

Die Klägerin bezeichnet diese Lieferung als Ergänzung der Bestellung vom 25. Ja-

nuar 2019, eine konkrete Bestellung durch die Beklagte behauptet sie aber nicht 

(act. 1 N. 41: "offenbar handelt es sich um Ware, die […] von der Beklagten nach-

bestellt worden ist"). Allerdings hat die Beklagte die Pakete am 11. Februar 2019 

entgegen genommen (act. 3/24a), obwohl keine andere Bestellung mehr offen war. 

Wiederum bringt die Beklagte nur in unsubstantiierter Weise vor, die Ware bean-

standet zu haben (act. 14 N. 191 ff.). Das genügt nicht, hätte sie doch darlegen 

müssen, wer gegenüber der Klägerin wann die Lieferung nicht bestellter Ware be-

anstandet hat, zumal es nur um einen einzigen Artikel geht. Aus der vorbehaltlosen 

Entgegennahme der Ware ist deshalb auf eine tatsächlich erfolgte Bestellung zu 

schliessen. Selbst im gegenteiligen Fall wäre die Zustellung nicht bestellter Ware 

im vorliegenden kaufmännischen Verkehr als Antrag und deren vorbehaltlose Ent-

gegennahme als konkludente Annahme zu qualifizieren (Art. 6 OR). Schliesslich ist 

unbestritten, dass sich der Preis aus dem Anhang B ergibt (so die Klägerin in act. 1 

N. 41). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.11.  Rechnung Nr. 9203294280 vom 4. März 2019 (act. 3/25d, CHF 4'226.15) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 5. März 2019 entgegen genom-

men (act. 3/25b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, dass nicht alle 

Artikel geliefert worden seien und sie die Ware beanstandet habe (act. 14 N. 196 

ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, welche Artikel gefehlt haben sollen sowie 

wann und wie die Beklagte dies gegenüber der Klägerin beanstandet haben will. 

Schliesslich ist unbestritten, dass sich die Preise aus dem Anhang B bzw. der all-

gemeinen Tarifliste ergeben (so die Klägerin in act. 1 N. 42). Die Klage ist deshalb 

im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

- 19 - 

3.3.12.  Rechnung Nr. 9203294804 vom 13. März 2019 (act. 3/26c, CHF 189.05) 

Die Klägerin übersieht wiederum (so zu Recht die Beklagte in act. 14 N. 202), dass 

es sich bei L._____, welche sowohl die Bestellung erfasst als auch für die Beklagte 

den Empfang des Pakets quittiert hat, um ihre eigene Mitarbeiterin handelt. Wes-

halb L._____ insbesondere die Warenlieferung für die Beklagte entgegen genom-

men haben will, ist mangels Erklärungen der Klägerin nicht nachvollziehbar. Nach-

dem die Beklagte die Bestellung und den Erhalt sämtlicher Artikel bestreitet, lässt 

sich dieser Anspruch nicht erstellen. Die Klage ist deshalb insoweit abzuweisen. 

3.3.13.  Rechnung Nr. 9203295770 vom 2. April 2019 (act. 3/27d, CHF 2'289.15) 

Die Bestellung der fraglichen Artikel wird von der Beklagten bestritten, ist indessen 

belegt (act. 3/27a). Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 3. April 2019 

entgegen genommen (act. 3/27b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, 

dass die Artikel nicht geliefert worden seien. Gleichzeitig behauptet sie, die erhal-

tene Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 211 ff.). Das ist widersprüchlich und 

deshalb unbeachtlich. Schliesslich ist unbestritten, dass sich die in Rechnung ge-

stellten Preise aus dem Anhang B ergeben (so die Klägerin in act. 1 N. 44). Die 

Klage ist im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.14.  Rechnung Nr. 9203295771 vom 2. April 2019 (act. 3/28c, CHF 1'591.25) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel am 1. April 

2019 bestellt hat. Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 3. April 2019 ent-

gegen genommen (act. 3/28b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, dass 

nicht alle Artikel geliefert worden seien und sie die Ware beanstandet habe (act. 14 

N. 217 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, welche Artikel gefehlt haben sollen 

sowie wann und wie die Beklagte dies gegenüber der Klägerin beanstandet haben 

will. Es blieb sodann unbestritten, dass sich die Preise für die Artikel Nr. 5 und 

Nr. 11 aus der klägerischen Tarifliste ergeben (Klägerin: act. 1 N. 45). Die Feststel-

lung der Beklagten, wonach sich diese Preise nicht aus dem Anhang B ergäben, 

ist demnach nicht relevant. Die Klage ist im Umfang des Rechnungsbetrags gutzu-

heissen. 

- 20 - 

3.3.15.  Rechnung Nr. 9203296343 vom 12. April 2019 (act. 3/29d, CHF 1'173.65) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 15. April 2019 entgegen genom-

men (act. 3/29b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel 

erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 225 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Nicht über-

zeugend ist sodann der Einwand der Beklagten, wonach die Preise der Artikel Nr. 

12, Nr. 13, Nr. 14 und Nr. 15 nicht mit dem Anhang B übereinstimmten, bestreitet 

sie doch nicht, dass in der Bestellung und deshalb auch in der Rechnung wiederum 

falsche Artikelnummern verwendet worden sind (so die Klägerin in act. 1 N. 46). 

Dies deckt sich mit den ebenfalls unbestrittenen, klägerischen Ausführungen in den 

Randnoten 42, 48, 59, 65, 66 und 70 der Klage. Artikel Nr. 15 ist demgemäss 

Nr. 16, Nr. 14 ist Nr. 12, Nr. 13 ist Nr. 17 und Nr. 12 ist Nr. 18 bzw. 19. Die in 

Rechnung gestellten Preise entsprechen somit dem Anhang B (vgl. dessen S. 3). 

Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.16.  Rechnung Nr. 9203297225 vom 2. Mai 2019 (act. 3/30c, CHF 1'402.–) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 3. Mai 2019 entgegen genommen 

(act. 3/30b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten 

und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 235 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Schliesslich ist un-

bestritten, dass sich die in Rechnung gestellten Preise aus dem Anhang B ergeben 

(so die Klägerin in act. 1 N. 47). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungs-

betrags gutzuheissen. 

3.3.17.  Rechnung Nr. 9203297321 vom 3. Mai 2019 (act. 3/31d, CHF 1'600.95) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 6. Mai 2019 entgegen genommen 

- 21 - 

(act. 3/31b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhal-

ten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 241 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Soweit die Beklagte 

moniert, sowohl die Artikelbezeichnung als auch der Preis des Artikels Nr. 14 

stimme nicht mit dem Anhang B überein, übersieht sie die diesbezüglichen kläge-

rischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, die Artikelnummer sei wie im-

mer bei diesem Formular und auch auf der Rechnung falsch, gemeint sei Nr. 12. 

Dies bestreitet die Beklagte nicht, zumindest nicht substantiiert, und deckt sich so-

wohl mit der Bestellung als auch mit der klägerischen Rechnung. So hatte die Be-

klagte "R._____ 14" bestellt, beim Artikel Nr. 14 handelt es sich im Gegensatz zum 

Artikel Nr. 12 ("S._____") aber nicht um ein Reinigungsmittel, sondern um 

"O._____" (Anhang B, act. 3/5). Der von der Klägerin in Rechnung gestellte Preis 

für den Artikel Nr. 12 (CHF 132.75) stimmt sodann mit dem Anhang B überein. Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.18.  Rechnung Nr. 9203297482 vom 7. Mai 2019 (act. 3/32d, CHF 1'712.45) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 8. Mai 2019 entgegen genommen 

(act. 3/32b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhal-

ten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 251 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Schliesslich ist un-

bestritten, dass sich die in Rechnung gestellten Preise aus dem Anhang B ergeben 

(so die Klägerin in act. 1 N. 49). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungs-

betrags gutzuheissen. 

3.3.19.  Rechnung Nr. 9203297715 vom 13. Mai 2019 (act. 3/33c, CHF 1'753.20) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 14. Mai 2019 entgegen genommen 

(act. 3/33b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten 

und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 257 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

- 22 - 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Nicht nachvollzieh-

bar ist der Einwand der Beklagten, wonach die Preise der Artikel Nr. 20 und 21 

nicht mit denjenigen im Anhang B überein stimmten. Diese beiden Artikel sind im 

Anhang B nicht aufgeführt, weshalb die Klägerin gerade behauptet, die Preise ergä-

ben sich aus der allgemeinen Tarifliste (act. 1 N. 50). Dies blieb unbestritten. Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.20.  Rechnung Nr. 6203298221 vom 22. Mai 2019 (act. 34d, CHF 4'194.90) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das erste Paket am 23. Mai 2019 entgegen genommen (act. 

3/34b). Nicht relevant ist, dass die Beklagte die Lieferung Nr. 22 nicht erhalten hat. 

Dies stimmt mit der klägerischen Darstellung (act. 1 N. 51) überein und war der 

Grund für die Neulieferung am 27. Mai 2019 gemäss act. 3/34c. Darüber hinaus 

bringt die Beklagte nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten und 

die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 265 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch 

unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte so-

wie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Die in Rechnung ge-

stellten Preise sind sodann unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang des 

Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.21.  Rechnung Nr. 9203298536 vom 28. Mai 2019 (act. 3/35c, CHF 758.75) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 29. Mai 2019 entgegen genommen 

(act. 3/35b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten 

und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 272 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Zutreffend ist hin-

gegen der Einwand der Beklagten, wonach der Artikel Nr. 23 im Anhang B nicht 

enthalten sei. Wie die Klägerin aber an anderer Stelle vorbringt (act. 1 N. 43, 60, 

68) und seitens der Beklagten unbestritten blieb, ist der Preis für diesen Artikel der 

- 23 - 

allgemeinen Tarifliste zu entnehmen. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rech-

nungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.22.  Rechnung Nr. 9203299045 vom 11. Juni 2019 (act. 3/36d, CHF 2'872.10) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 12. Juni 2019 entgegen genom-

men (act. 3/36b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, dass die Artikel 

nicht geliefert worden seien. Gleichzeitig behauptet sie, die erhaltene Ware bean-

standet zu haben (act. 14 N. 280 ff.). Das ist widersprüchlich und deshalb unbe-

achtlich. Soweit die Beklagte moniert, die Bezeichnungen und die Preise der Artikel 

Nr. 14 und Nr. 15 in der Rechnung würden nicht mit denjenigen im Anhang B über-

ein stimmen, übersieht sie die klägerischen Ausführungen (act. 1 N. 53). In Bezug 

auf diese Artikel macht die Klägerin nämlich geltend, es seien wiederum die fal-

schen Artikelnummern verwendet, aber die richtigen Artikel geliefert und in Rech-

nung gestellt worden. Das blieb unbestritten und deckt sich mit den klägerischen 

Ausführungen in den Randnoten 48, 59, 65, 66 und 70 der Klage (Nr. 15 ist Nr. 16, 

Nr. 14 ist Nr. 12) sowie mit den Preisen und Artikelbezeichnungen im Anhang B. 

Richtig ist hingegen, dass Bezeichnung und Preis für den Artikel Nr. 13 nicht mit 

dem Anhang B übereinstimmen. Wie die Klägerin aber bereits in Randnote 42 der 

Klage darlegte und – wie ausgeführt – unbestritten blieb, handelt es sich auch hier 

um eine falsche Artikelbezeichnung. Richtig ist die Artikelnummer 17, was sowohl 

hinsichtlich Preis als auch hinsichtlich Bezeichnung mit dem Anhang B überein-

stimmt. Die Bezeichnung in der Rechnung ("T._____ […]) gleicht denn auch derje-

nigen in der Bestellung der Beklagten (act. 3/36a: "U._____"). Die Klage ist deshalb 

im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.23.  Rechnungen Nr. 9203299426 vom 18. Juni 2019 (act. 3/37d, 

CHF 2'818.50) und Nr. 9203299641 vom 21. Juni 2019 (act. 3/37f, 

CHF 109.05) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 19. und 24. Juni 2019 entgegen 

genommen (act. 3/37b-c,e) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle 

- 24 - 

Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 290 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. An 

der Sache vorbei geht das Vorbringen der Beklagten, wonach die Bezeichnungen 

und die Preise der Artikel Nr. 24 [recte: 24] und Nr. 25 nicht mit denjenigen im 

Anhang B übereinstimmten. Hinsichtlich des Artikels Nr. 24 übersieht sie die kläge-

rischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend (act. 1 N. 54), es handle sich 

dabei wiederum um falsche Artikelbezeichnungen, korrekt – d.h. bestellt, geliefert 

und in Rechnung gestellt – sei Nr. 25 (anstatt Nr. 24). Dies blieb unbestritten. Des-

sen Preis (CHF 284.25) stimmt im Übrigen mit dem Anhang B überein und auch 

die Artikelbezeichnung scheint korrekt (Rechnung [act. 3/37d]: "V._____"; Anhang 

B [act. 3/5]: "V'._____ [französischer Begriff]"). Beim früher als Nr. 25 bezeichneten 

Artikel handelt es sich sodann um den Artikel Nr. 26 (vgl. act. 3/37d); die Bezeich-

nungen sind ähnlich (Bestellung [act. 37a]: "W._____"; Rechnung: "… W._____"; 

Anhang B: "S'._____") und die Differenz im Stückpreis (Rechnung: CHF 109.05; 

Anhang B: CHF 109.50) legt einen Tippfehler nahe. Nachdem der in Rechnung ge-

stellte Preis tiefer ist, ist die Klage im Umfang der Rechnungsbeträge gutzuheissen. 

3.3.24.  Rechnung Nr. 9203299721 vom 24. Juni 2019 (act. 3/38d, CHF 1'676.10) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 25. Juni 2019 entgegen genom-

men (act. 3/38b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel 

erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 301 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Soweit die 

Beklagte moniert, die Artikel Nr. 3 und Nr. 6 seien im Anhang B nicht aufgeführt, 

übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Nach Darstellung der Klägerin erge-

ben sich Bezeichnung und Preis dieser beiden Artikel aus der allgemeinen Tarifliste 

(act. 1 N. 55). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rech-

nungsbetrags gutzuheissen. 

 

- 25 - 

3.3.25.  Rechnung Nr. 9203300340 vom 4. Juli 2019 (act. 3/39d, CHF 4'560.85) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 5. Juli 2019 entgegen genommen 

(act. 3/39b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhal-

ten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 309 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Soweit die Beklagte 

moniert, die Bezeichnungen und Preise der Artikel Nr. 14 und Nr. 17 und würden 

nicht mit dem Anhang B übereinstimmen, übersieht sie die diesbezüglichen Aus-

führungen der Klägerin. Diese macht geltend, dass der Artikel Nr. 12 fälschlicher-

weise als Nr. 14 und der Artikel Nr. 14 fälschlicherweise als Nr. 17 bezeichnet wor-

den sei (act. 1 N. 56). Dies blieb unbestritten und deckt sich auch mit den Preisen 

und Artikelbezeichnungen im Anhang B. Die Kritik der Beklagten in Bezug auf den 

Artikel mit der früheren Nr. 27 geht sodann fehl. Wie aus der Rechnung (act. 3/39d) 

ohne weiteres ersichtlich ist, handelt es sich um den Artikel Nr. 10. Dessen Stück-

preis (CHF 225.75) stimmt mit dem Anhang B überein und auch die Bezeichnung 

scheint korrekt (Bestellung [act. 39a]: "AA._____ [sic]"; Rechnung: "… AA'._____"; 

Anhang B: "AA''._____"). Soweit die Beklagte weiter moniert, der Artikel Nr. 28 sei 

im Anhang B nicht aufgeführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die 

Klägerin macht geltend (act. 1 N. 56), es handle sich um den Artikel Nr. 29. Dies 

blieb unbestritten. Dessen Stückpreis (CHF 108.75) stimmt mit dem Anhang B 

überein und auch die Bezeichnung scheint korrekt (Rechnung: "AB._____"; An-

hang B: " AC._____"). Zutreffend ist hingegen der Einwand der Beklagten, wonach 

Bezeichnungen und Preis des Artikels Nr. 13 nicht mit dem Anhang B übereinstim-

men. In Rechnung gestellt wurde indes wie bei der Bestellung vom 1. März 2019 

der (günstigere) Artikel Nr. 17 (Anhang B: "AD._____"; Rechnung: "T._____"), was 

im Gegensatz zum Artikel Nr. 13 (Anhang B: "AE._____") zur Bestellung (act. 

3/39a: "U._____") passt. Der Artikel Nr. 13 gemäss Anhang B findet sich auf der-

selben Seite des Bestellformulars unter der Artikelbezeichnung Nr. 30 ("AF._____") 

und wurde von der Beklagten gerade nicht bestellt.  

Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

- 26 - 

3.3.26.  Rechnung Nr. 9203300482 vom 8. Juli 2019 (act. 3/40c, CHF 2'019.40) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 9. Juli 2019 entgegen genommen 

(act. 3/40b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten 

und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 320 ff.). Das genügt nicht, bleibt 

doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte 

sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Die Beklagte be-

streitet sodann nicht, zumindest nicht substantiiert genug, dass die in Rechnung 

gestellten Preise dem Anhang B entsprechen (so die Klägerin in act. 1 N. 57). Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.27.  Rechnung Nr. 9203301534 vom 30. Juli 2019 (act. 3/41d, CHF 1'684.80) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 31. Juli 2019 entgegen genom-

men (act. 3/41b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel 

erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 326 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. An der Sa-

che vorbei geht vor diesem Hintergrund das Vorbringen der Beklagten, wonach 

Bezeichnung und Preis des Artikels Nr. 12 nicht mit dem Anhang B übereinstimm-

ten. Dies trifft zwar zu, in Rechnung gestellt wurde aber tatsächlich nicht der Artikel 

Nr. 12, sondern der (günstigere) Artikel Nr. 18 bzw. 19 (Anhang B: "AG._____"; 

Rechnung: "AH._____"). Dies korrespondiert mit der Bestellung (act. 3/41a: 

"AI._____"), was die Beklagte wie ausgeführt nicht bestreitet. Nicht nachvollziehbar 

ist sodann der Einwand der Beklagten, der Artikel Nr. 20 sei im Anhang B nicht 

aufgeführt. Dies trifft zu, weshalb die Klägerin gerade behauptet, der Preis ergäbe 

sich aus der allgemeinen Tarifliste (act. 1 N. 58). Dies blieb unbestritten. Die Klage 

ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

 

- 27 - 

3.3.28.  Rechnung Nr. 9203302251 vom 14. August 2019 (act. 3/42d, 

CHF 1'291.85) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 15. August 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/42b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 337 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, die Bezeichnung und der Preis der Artikel Nr. 14 und 

Nr. 15 stimmten nicht mit Anhang B überein, übersieht sie die klägerischen Ausfüh-

rungen. Die Klägerin macht geltend (act. 1 N. 59), dass diese Artikelbezeichnungen 

falsch seien; tatsächlich bestellt, geliefert und in Rechnung gestellt worden seien 

wiederum die Artikel Nr. 12 (anstatt Nr. 14,) und Nr. 16 (anstatt Nr. 15). Dies blieb 

unbestritten und deckt sich mit den Preisen im Anhang B. Die Klage ist deshalb im 

Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.29.  Rechnung Nr. 9203302933 vom 28. August 2019 (act. 3/43d, 

CHF 2'178.50) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 29. August 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/43b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 347 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, die Artikel Nr. 5, Nr. 31 [recte: 23] und Nr. 14 seien nicht 

im Anhang B aufgeführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Nach Dar-

stellung der Klägerin ergeben sich Bezeichnung und Preis der Artikel Nr. 5 und 

Nr. 23 aus der allgemeinen Tarifliste (act. 1 N. 60). Dies blieb unbestritten, ebenso 

wie das Vorbringen, wonach es sich beim Artikel Nr. 14 wiederum um den Artikel 

Nr. 12 handle, welcher geliefert und in Rechnung gestellt worden sei. Die Klage ist 

deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

- 28 - 

3.3.30.  Rechnung Nr. 9203303996 vom 17. September 2019 (act. 3/44d, 

CHF 893.35) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 18. September 2019 entgegen 

genommen (act. 3/44b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle 

Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 355 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis der Artikel Nr. 18 und Nr. 17 

stimmten nicht mit dem Anhang B überein, übersieht sie die klägerischen Ausfüh-

rungen. Die Klägerin macht geltend (act. 1 N. 61), es seien wiederum die falschen 

Artikelnummern verwendet worden, richtig seien Nr. 27 (anstatt Nr. 18), Nr. 14 (an-

statt Nr. 17) und Nr. 16 (anstatt Nr. 32). Dies blieb unbestritten. Gleiches gilt auch 

für die klägerischen Ausführungen an anderer Stelle, dass es sich beim von der 

Beklagten ebenfalls beanstandeten Artikel Nr. 13 um Nr. 17 (act. 1 N. 42) und beim 

Artikel Nr. 15 tatsächlich um Nr. 16 handelt (act. 1 N. 59, 66, 70), und deckt sich 

mit den Preisen im Anhang B. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbe-

trags gutzuheissen. 

3.3.31.  Rechnung Nr. 6203304985 vom 4. Oktober 2019 (act. 3/45c, 

CHF 1'254.95) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 7. Oktober 2019 entgegen genom-

men (act. 3/45b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel er-

halten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 366 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Soweit die 

Beklagte moniert, der Artikel Nr. 21 sei im Anhang B nicht aufgeführt, übersieht sie 

die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, dass sich der Preis 

aus der allgemeinen Tarifliste ergebe (act. 1 N. 62). Dies blieb unbestritten. Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

- 29 - 

3.3.32.  Rechnung Nr. 9203305281 vom 10. Oktober 2019 (act. 3/46c, 

CHF 2'490.55) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 11. Oktober 2019 entgegen genom-

men (act. 3/46b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel er-

halten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 374 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Soweit die 

Beklagte moniert, der Artikel Nr. 6 sei im Anhang B nicht aufgeführt, übersieht sie 

die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, dass sich der Preis 

aus der allgemeinen Tarifliste ergebe (act. 1 N. 63). Dies blieb unbestritten. Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.33.  Rechnung Nr. 6203305681 vom 18. Oktober 2019 (act. 3/47d, 

CHF 1'812.05) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 21. Oktober 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/47b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 382 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, die Artikel Nr. 44 und Nr. 45 seien im Anhang B nicht 

aufgeführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht gel-

tend, dass sich die Preise nicht aus dem Anhang B, sondern aus der allgemeinen 

Tarifliste ergäben (act. 1 N. 64). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im 

Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

  

- 30 - 

3.3.34.  Rechnungen Nr. 9203306187 vom 29. Oktober 2019 (act. 3/48d, 

CHF 1'045.85), Nr. 9203306410 vom 1. November 2019 (act. 3/48f, 

CHF 630.05) und Nr. 9203308450 vom 5. Dezember 2019 (act. 3/48h, 

CHF 169.65) 

Es ist mit Ausnahme des Artikels Nr. 46 unbestritten, dass die Beklagte die in Rech-

nung gestellten Artikel bestellt hat. Was diesen Artikel anbelangt, trifft zu (so die 

Beklagte in act. 14 N. 395), dass die Beklagte diesen Artikel gemäss ihrer Bestel-

lung vom 28. Oktober 2019 (act. 3/48a) nicht bestellt hat. Es besteht denn auch 

eine entsprechende Diskrepanz bei der Anzahl Artikel (neun Artikel bestellt, zehn 

Artikel in Rechnung gestellt). Allerdings hat die Beklagte die entsprechenden Pa-

kete am 30. Oktober 2019, 4. November 2019 und 6. Dezember 2019 entgegen 

genommen (act. 3/48b-c,e,g) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht 

alle – nicht etwa einen zusätzlichen – Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu 

haben (act. 14 N. 390 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelie-

ferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Be-

klagte dies beanstandet haben will. Die Beklagte bestreitet im Übrigen jedenfalls 

nicht, den nicht bestellten Artikel erhalten zu haben. Dessen Zustellung ist im vor-

liegenden kaufmännischen Verkehr als Antrag zum Vertragsschluss und die vorbe-

haltlose Entgegennahme und der Verbrauch als konkludente Annahme zu qualifi-

zieren (Art. 6 OR). Soweit die Beklagte weiter moniert, Bezeichnung und Preis der 

Artikel Nr. 14 und Nr. 17 stimmten nicht mit denjenigen für dieselben Artikel im 

Anhang B überein, übersieht sie die klägerischen Ausführungen (act. 1 N. 65). Die 

Klägerin macht geltend, dass diese Artikelbezeichnungen falsch seien; tatsächlich 

bestellt, geliefert und in Rechnung gestellt worden seien wiederum die Artikel Nr. 12 

(anstatt Nr. 14) und Nr. 14 (anstatt Nr. 17). Dies blieb unbestritten. Richtig ist hin-

gegen, dass Bezeichnung und Preis für den Artikel Nr. 13 nicht mit dem Anhang B 

übereinstimmen. Wie die Klägerin aber bereits in Randnote 42 der Klage darlegte 

und wie ausgeführt unbestritten blieb, handelt es sich auch hier um eine falsche 

Artikelbezeichnung. Richtig ist die Artikelnummer Nr. 17, was sowohl hinsichtlich 

Preis als auch hinsichtlich Bezeichnung mit dem Anhang B übereinstimmt. Die Be-

zeichnung in der Rechnung ("T._____ […]) gleicht denn auch derjenigen in der Be-

- 31 - 

stellung der Beklagten (act. 3/36a: "U._____"). Soweit die Beklagte schliesslich mo-

niert, die Artikel Nr. 33 und Nr. 20 seien im Anhang B nicht aufgeführt, übersieht sie 

die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, dass sich der Preis 

nicht aus dem Anhang B, sondern aus der allgemeinen Tarifliste ergebe. Dies blieb 

unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheis-

sen. 

3.3.35.  Rechnung Nr. 9203306760 vom 8. November 2019 (act. 3/49d, 

CHF 1'423.80) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 11. November 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/49b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 402 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis der Artikel Nr. 15, Nr. 34 und 

Nr. 14 stimmten nicht mit denjenigen für dieselben Artikel im Anhang B überein, 

übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend (act. 1 

N. 66), dass diese Artikelbezeichnungen falsch seien; tatsächlich bestellt, geliefert 

und in Rechnung gestellt worden seien wiederum die Artikel Nr. 12 (anstatt  Nr. 14) 

und Nr. 16 (anstatt Nr. 15). Dies blieb unbestritten. Bestellt und in Rechnung gestellt 

wurde sodann kein Artikel mit der Nummer Nr. 34, aber einer mit der Nummer 

Nr. 21, weshalb von einem Versehen der Beklagten auszugehen ist. Die Klägerin 

macht geltend, dieser Artikel sei der allgemeinen Tarifliste zu entnehmen (act. 1 

N. 66), was unbestritten blieb. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbe-

trags gutzuheissen. 

  

- 32 - 

3.3.36.  Rechnungen Nr. 9203306816 vom 11. November 2019 (act. 3/50d, 

CHF 1'433.75) und Nr. 9203307280 vom 20. November 2019 (act. 3/50f, 

CHF 1'042.–) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 12. und 21. November 2019 ent-

gegen genommen (act. 3/50b-c,e) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, 

nicht alle Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 413 ff.). 

Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer 

Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet ha-

ben will. Falsch ist die Behauptung der Beklagten (act. 14 N. 413), wonach der 

Artikel Nr. 47 im Anhang B nicht aufgeführt sei (vgl. zweitletzte Zeile des Anhangs 

B). Nicht relevant ist sodann, dass die Artikel Nr. 5 und Nr. 3 im Anhang B nicht 

aufgeführt werden (so die Beklagte in act. 14 N. 413). Die Klägerin macht geltend, 

deren Preise würden sich aus der allgemeinen Tarifliste ergeben (act. 1 N. 67). 

Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang der Rechnungsbeträge 

gutzuheissen. 

3.3.37.  Rechnung Nr. 9203307142 vom 18. November 2019 (act. 3/51c, 

CHF 166.95) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 19. November 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/51b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel 

erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 421 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will, zumal es 

nur um einen einzigen Artikel geht. Die Beklagte bestreitet schliesslich nicht, zu-

mindest nicht substantiiert genug, dass ein Kleinmengenzuschlag von CHF 50.– 

geschuldet ist und der in Rechnung gestellte Preis der allgemeinen Tarifliste ent-

spricht (so die Klägerin in act. 1 N. 68). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rech-

nungsbetrags gutzuheissen. 

- 33 - 

3.3.38.  Rechnung Nr. 9203307206 vom 19. November 2019 (act. 3/52c, 

CHF 707.05) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 20. November 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/52b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel 

erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 427 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Die Be-

klagte bestreitet sodann nicht, zumindest nicht substantiiert genug, dass die in 

Rechnung gestellten Preise dem Anhang B entsprechen (so die Klägerin in act. 1 

N. 69). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.39.  Rechnung Nr. 9203308198 vom 3. Dezember 2019 (act. 3/53d, 

CHF 1'153.45) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 6. Dezember 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/53b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 433 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. So-

weit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis der Artikel Nr. 15 und 14 würden 

nicht mit denjenigen für dieselben Artikel im Anhang B übereinstimmen, übersieht 

sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend (act. 1 N. 70), dass 

diese Artikelbezeichnungen falsch seien; korrekt seien wiederum Nr. 12 (anstatt  

Nr. 14) und Nr. 16 (anstatt Nr. 15). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im 

Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

  

- 34 - 

3.3.40.  Rechnung Nr. 9203309150 vom 17. Dezember 2019 (act. 3/54d, 

CHF 1'755.50) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel bestellt hat. 

Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 18. Dezember 2019 entgegen ge-

nommen (act. 3/54b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 443 ff.). Das genügt 

nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung 

übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. 

Falsch ist sodann die Behauptung der Beklagten, wonach der Artikel Nr. 48 im An-

hang B nicht aufgeführt sei (vgl. drittletzte Zeile des Anhangs B). Sodann wendet 

die Beklagte ein, der Artikel Nr. 28 fehle im Anhang B. Dabei übersieht sie die klä-

gerische Behauptung, wonach es sich dabei um der Artikel Nr. 29 handle (act. 1 N. 

71), was unbestritten blieb. Dieser Artikel ist auf S. 1 des Anhangs B ebenfalls mit 

passender Bezeichnung und dem entsprechenden Preis (CHF 108.75) enthalten. 

Soweit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis des Artikels Nr. 49 stimmten 

nicht mit denjenigen für denselben Artikel im Anhang B überein, übersieht sie die 

klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, dass diese Artikelbezeich-

nung falsch sei; bestellt und geliefert worden sei der Artikel Nr. 14 (act. 1 N. 71). 

Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags 

gutzuheissen. 

3.3.41.  Rechnung Nr. 418S9005257852 vom 26. April 2020 (act. 3/55d, 

CHF 2'941.15) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel am 3. Ja-

nuar 2020 bestellt hat. Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 8. Januar 

2020 entgegen genommen (act. 3/55b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise 

vor, nicht alle Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 454 

ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer 

Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet ha-

ben will. Soweit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis des Artikels Nr. 15 

würden nicht mit denjenigen für denselben Artikel im Anhang B übereinstimmen, 

- 35 - 

übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin macht geltend, die rich-

tige und auch in der Rechnung vermerkte Nummer sei 43 (act. 1 N. 72). Dies blieb 

unbestritten. Der Artikel mit dieser Nummer ist im Anhang B mit dem in der Rech-

nung genannten Preis und passender Bezeichnung aufgeführt (S. 3, letzte Zeile). 

Gleiches gilt für den von der Beklagten ebenfalls beanstandeten Artikel Nr. 35. Die-

ser ist unter der in der Rechnung genannten Nummer 50 mit übereinstimmender 

Bezeichnung und entsprechenden Preis im Anhang B aufgeführt. In Bezug auf den 

Artikel Nr. 36 (recte: 37) übersieht die Beklagte schliesslich die klägerischen Aus-

führungen, gemäss welchen sich dieser Artikel mit der auch auf der Rechnung auf-

geführten Nr. 51 aus der allgemeinen Tarifliste ergebe. Dies blieb unbestritten. Die 

Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.42.  Rechnung Nr. 418S9005254791 vom 3. März 2020 (act. 3/56c, 

CHF 208.15) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel am 13. Ja-

nuar 2020 bestellt hat. Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 15. Januar 

2020 entgegen genommen (act. 3/56b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise 

vor, nicht alle Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 463 

ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer 

Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet ha-

ben will. Die Beklagte bestreitet sodann nicht, zumindest nicht substantiiert genug, 

dass die in Rechnung gestellten Preise dem Anhang B entsprechen (so die Kläge-

rin in act. 1 N. 73). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzu-

heissen. 

  

- 36 - 

3.3.43.  Rechnung Nr. 418S9005257848 vom 26. April 2020 (act. 3/57d, 

CHF 3'051.70) 

Die Beklagte bestreitet, die in der Rechnung aufgeführten Artikel am 24. Januar 

2020 bestellt und erhalten zu haben (act. 14 N. 467 ff.). Das überzeugt nicht. Die 

Beklagte hat am 28. Januar 2020 zwei und am 29. Januar 2020 ein Paket entgegen 

genommen (act. 3/57a-c). Die Beklagte erklärt nicht, weshalb sie angeblich nicht 

bestellte Artikel entgegen nimmt und behält, ohne dies gegenüber der Klägerin zu 

beanstanden. Andere Bestellungen waren im fraglichen Zeitraum nicht offen. Somit 

muss davon ausgegangen werden, dass die Beklagte die Artikel wie von der Klä-

gerin behauptet am 24. Januar 2020 bestellt hat. Eventualiter wäre die Zustellung 

nicht bestellter Ware im vorliegenden kaufmännischen Verkehr als Antrag zum Ver-

tragsschluss und deren vorbehaltlose Entgegennahme und Verbrauch als konklu-

dente Annahme zu qualifizieren (Art. 6 OR). Soweit die Beklagte moniert, Bezeich-

nung und Preis der Artikel Nr. 15 und Nr. 38 stimmten nicht mit dem Anhang B 

überein bzw. seien darin nicht enthalten, übersieht sie die in der Rechnung (act. 

3/57d) vermerkten, aktuellen Artikelnummern 43 (für Nr. 15) und 52 (für Nr. 46). 

Der Artikel Nr. 43 ist auf S. 3 des Anhangs B mit passender Bezeichnung 

("AJ._____") und dem entsprechenden Preis (CHF 28.50) aufgeführt. Der Artikel 

Nr. 52 ist auf S. 1 des Anhangs B mit passender Bezeichnung ("AK._____") und 

dem entsprechenden Preis (CHF 90.--) aufgeführt. Soweit die Beklagte weiter be-

anstandet, die Artikel Nr. 31 [recte: 23] und Nr. 39 [recte: 40] seien nicht im Anhang 

B aufgeführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Nach Darstellung der 

Klägerin ergeben sich Bezeichnung und Preis dieser Artikel aus der allgemeinen 

Tarifliste (act. 1 N. 74). Dies blieb unbestritten. Die Klage ist deshalb im Umfang 

des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.44.  Rechnung  Nr. 418S9005257830 vom 26. April 2020 (act. 3/58d, 

CHF 4'318.75) 

Die Beklagte bestreitet mit Ausnahme des Artikels Nr. 53 nicht, die in Rechnung 

gestellten Artikel bestellt zu haben (act. 14 N. 477 ff.). Die Beklagte hat auch diesen 

Artikel bestellt: Gemäss Anhang B und der Rechnung handelt es sich um 

"AL._____" bzw. "AL'._____" mit der früheren Artikelnummer 54. Diesen hat die 

- 37 - 

Beklagte bestellt (vgl. act. 3/58a S. 4: 1x "AL._____ 54") und er wurde mit dem 

korrekten Preis gemäss Anhang B (CHF 134.25) in Rechnung gestellt. Die Be-

klagte hat die entsprechenden Pakete sodann am 12. Februar 2020 entgegen ge-

nommen (act. 3/58b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Ar-

tikel erhalten zu haben (act. 14 N. 480 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, 

inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann 

und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Die Beklagte bestreitet schliess-

lich nicht, zumindest nicht substantiiert genug, dass die in Rechnung gestellten 

Preise dem Anhang B bzw. der allgemeinen Tarifliste entsprechen (so die Klägerin 

in act. 1 N. 75). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzu-

heissen.  

3.3.45.  Rechnung Nr. 418S9005254637 vom 27. Februar 2020 (act. 3/59d, 

CHF 2'159.65) 

Es ist unbestritten, dass die Beklagte die in Rechnung gestellten Artikel am 14. Feb-

ruar 2020 bestellt hat. Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 19. Februar 

2020 entgegen genommen (act. 3/59b-c) und bringt nur in unsubstantiierter Weise 

vor, nicht alle Artikel erhalten und die Ware beanstandet zu haben (act. 14 N. 484 

ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer 

Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet ha-

ben will. Soweit die Beklagte moniert, die Artikel Nr. 21 und Nr. 24 seien im Anhang 

B nicht aufgeführt, übersieht sie die klägerischen Ausführungen. Die Klägerin 

macht geltend, der Artikel Nr. 41 (recte: 21) sei der allgemeinen Tarifliste zu ent-

nehmen (act. 1 N. 76). Dies blieb unbestritten. Der Artikel mit der früheren Nr. 24 

trägt gemäss Rechnung sodann die Nr. 42 und ist damit auch im Anhang B aufge-

führt (S. 3); der Preis ist korrekt (CHF 284.25) und die Bezeichnung ("V'._____") 

passt zu derjenigen in der Rechnung (act. 3/59d: "V._____") und der handschriftli-

chen Bestellung (act. 3/59a: "V._____"). Die Klage ist deshalb im Umfang des 

Rechnungsbetrags gutzuheissen.  

 

- 38 - 

3.3.46.  Rechnung Nr. 418S9005254582 vom 26. Februar 2020 (act. 3/60c, 

CHF 226.70) 

Die Beklagte bestreitet, den in Rechnung gestellten Artikel am 17. Februar 2020 

telefonisch bestellt zu haben. Es trifft zwar zu, dass diese angebliche Bestellung 

einzig durch ein internes E-Mail der Klägerin (act. 3/60a) dokumentiert ist, mit wel-

chem die Bestellung intern weiter geleitet wurde. Die Beklagte hat das entspre-

chende Paket aber am 19. Februar 2020 entgegen genommen (act. 3/60b) und 

bringt nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten zu haben (act. 

14 N. 515 ff.). Das genügt nicht, zumal es nur um einen einzigen Artikel geht. Die 

Beklagte erklärt nicht, weshalb sie einen nicht bestellten Artikel entgegen nimmt 

und behält, ohne dies gegenüber der Klägerin zu beanstanden. Somit muss davon 

ausgegangen werden, dass die Beklagte den Artikel wie von der Klägerin behaup-

tet am 17. Februar 2020 bestellt hat. Eventualiter wäre die Zustellung nicht bestell-

ter Ware im vorliegenden kaufmännischen Verkehr als Antrag und deren vorbehalt-

lose Entgegennahme und Verbrauch als konkludente Annahme zu qualifizieren 

(Art. 6 OR). Der Preis (CHF 160.50, Anhang B S. 2) und der Kleinmengenzuschlag 

(act. 3/5 Vertragsziffer 4.3) wurden schliesslich vertraglich vereinbart (so zu Recht 

die Klägerin in act. 1 N. 77). Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbe-

trags gutzuheissen. 

3.3.47.  Rechnung Nr. 418S9005254663 vom 27. Februar 2020 (act. 3/61c, 

CHF 150.80) 

Die Beklagte bestreitet nicht, die in Rechnung gestellten Artikel am 19. Februar 

2020 bestellt zu haben. Die Beklagte hat das entsprechende Paket am 21. Februar 

2020 entgegen genommen (act. 3/61b) und bringt nur in unsubstantiierter Weise 

vor, nicht alle Artikel erhalten zu haben (act. 14 N. 496 ff.). Das genügt nicht, zumal 

die Beklagte nur einen einzelnen Artikel bestellt hat. Es bleibt unklar, inwiefern die 

gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die 

Beklagte dies beanstandet haben will. Die Beklagte bestreitet zu Recht (vgl. act. 

3/5 Vertragsziffer 4.3) nicht, zumindest nicht substantiiert genug, dass ein Klein-

mengenzuschlag von CHF 50.– geschuldet ist und der in Rechnung gestellte Preis 

- 39 - 

dem Anhang B entspricht (so die Klägerin in act. 1 N. 78). Die Klage ist deshalb im 

Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.48.  Rechnung Nr. 418S9005254912 vom 4. März 2020 (act. 3/62d, 

CHF 1'621.40) 

Die Beklagte bestreitet nicht, die in Rechnung gestellten Artikel am 19. Februar 

2020 bestellt zu haben. Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 27. Feb-

ruar 2020 entgegen genommen (act. 3/62b-c) und bringt nur in unsubstantiierter 

Weise vor, nicht alle Artikel erhalten zu haben (act. 14 N. 500 ff.). Das genügt nicht, 

bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit ihrer Bestellung überein-

stimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet haben will. Nicht zu-

treffend ist, dass der Artikel Nr. 28 im Anhang B nicht aufgeführt sei. Gemäss Rech-

nung (act. 3/62d) trägt der Artikel die Nummer 29. Dieser Artikel ist auf S. 1 des 

Anhangs B ebenfalls mit passender Bezeichnung ("AC._____") und dem entspre-

chenden Preis (CHF 108.75) aufgeführt. Die Klage ist deshalb im Umfang des 

Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.49.  Rechnung Nr. 418S9005257857 vom 26. April 2020 (act. 3/63g, 

CHF 3'550.85) 

Die Beklagte bestreitet nicht, die in Rechnung gestellten Artikel am 9. März 2020 

bestellt zu haben. Die Beklagte hat die entsprechenden Pakete am 12.,13. und 16. 

März 2020 sowie am 16. April 2020 entgegen genommen (act. 3/62b-f) und bringt 

nur in unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten zu haben (act. 14 N. 

506 ff.). Das genügt nicht, bleibt doch unklar, inwiefern die gelieferte Ware nicht mit 

ihrer Bestellung übereinstimmte sowie wann und wie die Beklagte dies beanstandet 

haben will. Soweit die Beklagte moniert, Bezeichnung und Preis des Artikels Nr. 15 

stimmten nicht mit denjenigen für dieselben Artikel im Anhang B überein (act. 14 N. 

506 ff.), übersieht sie die in der Rechnung (act. 3/63g) vermerkte, aktuelle Artikel-

nummer 43. Dieser Artikel ist auf S. 3 des Anhangs B ebenfalls mit passender Be-

zeichnung ("AJ._____") und dem entsprechenden Preis (CHF 28.50) aufgeführt. 

Nicht relevant ist weiter, dass der Artikel 6/40 im Anhang B nicht aufgeführt ist (so 

die Beklagte in act. 14 N. 509 f.). Die Klägerin macht geltend, dass sich dieser 

- 40 - 

Artikel aus der allgemeinen Tarifliste ergebe (act. 1 N. 80), was unbestritten blieb. 

Die Klage ist deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.3.50.  Rechnung Nr. 418S9005255678 vom 23. März 2020 (act. 3/64c, 

CHF 96.50) 

Die Beklagte bestreitet, den in Rechnung gestellten Artikel am 12. März 2020 tele-

fonisch bestellt zu haben. Es trifft zwar zu, dass diese angebliche Bestellung einzig 

durch ein internes E-Mail der Klägerin (act. 3/64a) dokumentiert ist, mit welchem 

die Bestellung intern weiter geleitet wurde. Die Beklagte hat das entsprechende 

Paket aber am 16. März 2020 entgegen genommen (act. 3/64b) und bringt nur in 

unsubstantiierter Weise vor, nicht alle Artikel erhalten zu haben (act. 14 N. 515 ff.). 

Das genügt nicht, zumal es nur um einen einzigen Artikel geht. Die Beklagte erklärt 

nicht, weshalb sie einen nicht bestellten Artikel entgegen nimmt und behält, ohne 

dies gegenüber der Klägerin zu beanstanden. Die Beklagte hatte diesen Artikel 

auch nicht im Rahmen der Bestellung gemäss act. 3/63a bestellt, welche am 12. 

März 2020 noch nicht vollständig geliefert worden war. Somit muss davon ausge-

gangen werden, dass die Beklagte den Artikel wie von der Klägerin behauptet am 

12. März 2020 bestellt hat. Eventualiter wäre die Zustellung nicht bestellter Ware 

im vorliegenden kaufmännischen Verkehr als Antrag und deren vorbehaltlose Ent-

gegennahme und Verbrauch als konkludente Annahme zu qualifizieren (Art. 6 OR). 

Schliesslich bestreitet die Beklagte nicht, zumindest nicht substantiiert genug, dass 

sich der Preis des Artikels aus der allgemeinen Tarifliste und der Kleinmengenzu-

schlag aus dem Anhang B ergibt (so die Klägerin in act. 1 N. 81). Die Klage ist 

deshalb im Umfang des Rechnungsbetrags gutzuheissen. 

3.4. Fazit 

Folgende Forderungen aus Materiallieferungen sind somit unbestritten oder belegt: 
Rechnung act. Betrag 
Nr. 9203274204 vom 20. Februar 2018 act. 3/15c CHF 3'004.85 
Nr. 9203284866 vom 11. September 2018 act. 3/17d CHF 2'770.60 
Nr. 9203286651 vom 16. Oktober 2018 act. 3/18d CHF 3'077.55 
Nr. 9203287495 vom 31. Oktober 2018 act. 3/19d CHF 2'722.10 
Nr. 9203289187 vom 29. November 2018 act. 3/20b CHF 1'015.05 
Nr. 9203289268 vom 30. November 2018 act. 3/20e CHF 1'458.– 
Nr. 9203291578 vom 14. Januar 2019 act. 3/21d CHF 4'757.25 

- 41 - 

Nr. 9203291579 vom 14. Januar 2019 act. 3/21g CHF 1'302.65 
Nr. 9203292384 vom 28. Januar 2019 act. 3/22d CHF 2'543.05 
Nr. 9203293031 vom 7. Februar 2019 act. 3/23d CHF 4'965.50 
Nr. 9203293081 vom 8. Februar 2019 act. 3/24b CHF 807.75 
Nr. 9203294280 vom 4. März 2019 act. 3/25d CHF 4'226.15 
Nr. 9203295770 vom 2. April 2019 act. 3/27d CHF 2'289.15 
Nr. 9203295771 vom 2. April 2019 act. 3/28c CHF 1'591.25 
Nr. 9203296343 vom 12. April 2019 act. 3/29d CHF 1'173.65 
Nr. 9203297225 vom 2. Mai 2019 act. 3/30c CHF 1'402.– 
Nr. 9203297321 vom 3. Mai 2019 act. 3/31d CHF 1'600.95 
Nr. 9203297482 vom 7. Mai 2019 act. 3/32d CHF 1'712.45 
Nr. 9203297715 vom 13. Mai 2019 act. 3/33c CHF 1'753.20 
Nr. 6203298221 vom 22. Mai 2019 act. 3/34d CHF 4'194.90 
Nr. 9203298536 vom 28. Mai 2019 act. 3/35c CHF 758.75 
Nr. 9203299045 vom 11. Juni 2019 act. 3/36d CHF 2'872.10 
Nr. 9203299426 vom 18. Juni 2019 act. 3/37d CHF 2'818.50 
Nr. 9203299641 vom 21. Juni 2019 act. 3/37f CHF 109.05 
Nr. 9203299721 vom 24. Juni 2019 act. 3/38d CHF 1'676.10 
Nr. 9203300340 vom 4. Juli 2019 act. 3/39d CHF 4'560.85 
Nr. 9203300482 vom 8. Juli 2019 act. 3/40c CHF 2'019.40 
Nr. 9203301534 vom 30. Juli 2019 act. 3/41d CHF 1'684.80 
Nr. 9203302251 vom 14. August 2019 act. 3/42d CHF 1'291.85 
Nr. 9203302933 vom 28. August 2019 act. 3/43d CHF 2'178.50 
Nr. 9203303996 vom 17. September 2019 act. 3/44d CHF 893.35 
Nr. 6203304985 vom 4. Oktober 2019 act. 3/45c CHF 1'254.95 
Nr. 9203305281 vom 10. Oktober 2019 act. 3/46c CHF 2'490.55 
Nr. 6203305681 vom 18. Oktober 2019 act. 3/47d CHF 1'812.05 
Nr. 9203306187 vom 29. Oktober 2019 act. 3/48d CHF 1'045.85 
Nr. 9203306410 vom 1. November 2019 act. 3/48f CHF 630.05 
Nr. 9203308450 vom 5. Dezember 2019  act. 3/48h CHF 169.65 
Nr. 9203306760 vom 8. November 2019 act. 3/49d CHF 1'423.80 
Nr. 9203306816 vom 11. November 2019 act. 3/50d CHF 1'433.75 
Nr. 9203307280 vom 20. November 2019 act. 3/50f CHF 1'042.– 
Nr. 9203307142 vom 18. November 2019 act. 3/51c CHF 166.95 
Nr. 9203307206 vom 19. November 2019  act. 3/52c CHF 707.05 
Nr. 9203308198 vom 3. Dezember 2019 act. 3/53d CHF 1'153.45 
Nr. 9203309150 vom 17. Dezember 2019 act. 3/54d CHF 1'755.50 
Nr. 418S9005257852 vom 26. April 2020  act. 3/55d CHF 2'941.15 
Nr. 418S9005254791 vom 3. März 2020 act. 3/56c CHF 208.15 
Nr. 418S9005257848 vom 26. April 2020 act. 3/57d CHF 3'051.70 
Nr. 418S9005257830 vom 26. April 2020  act. 3/58d CHF 4'318.75 
Nr. 418S9005254637 vom 27. Februar 2020 act. 3/59d CHF 2'159.65 
Nr. 418S9005254582 vom 26. Februar 2020 act. 3/60c CHF 226.70 
Nr. 418S9005254663 vom 27. Februar 2020 act. 3/61c CHF 150.80 
Nr. 418S9005254912 vom 4. März 2020 act. 3/62d CHF 1'621.40 
Nr. 418S9005257857 vom 26. April 2020 act. 3/63g CHF 3'550.85 
Nr. 418S9005255678 vom 23. März 2020  act. 3/64c CHF 96.50 
Total CHF 102'642.55 

- 42 - 

Unklar bleibt der von der Klägerin in ihrer Übersicht (act. 1 N. 27) am Ende zusätz-

lich aufgeführte Rechnungsbetrag von CHF 15.75 ("AM._____" 44). Diesbezügli-

che Ausführungen fehlen vollständig, weshalb die Klage insoweit abzuweisen ist.  

Nach unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin (act. 1 N. 30 f.) haben die 

Parteien in Ziff. 7.1 des Vertrags und Ziff. 3.2 des Anhangs A eine Zahlungsfrist von 

30 Tagen vereinbart, nach deren Ablauf die Beklagte ohne Mahnung in Verzug fällt 

und einen Verzugszins von 5% schuldet. Wie vorstehend dargelegt ist von einer 

Zustellung der Rechnungen an der Rechtsöffnungsverhandlung vom 22. November 

2021 auszugehen. Die Beklagte befand sich demnach ab dem 22. Dezember 2021 

in Verzug und schuldet ab diesem Datum Verzugszins von 5%. 

Soweit die Klägerin Ersatz der Kosten des Zahlungsbefehls in der Höhe von 

CHF 203.30 verlangt, ist die Klage abzuweisen. Die Klägerin als Gläubigerin hat 

bei (mindestens teilweise) erfolgreicher Betreibung – wie vorliegend – von Geset-

zes wegen einen Anspruch auf Ersatz der Betreibungskosten. Sie ist deshalb be-

rechtigt, von den Zahlungen der Beklagten als in der Zwangsvollstreckung die Be-

treibungskosten vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG). Die Betreibungskosten 

werden im Ergebnis zur Schuld geschlagen und sind von der Schuldnerin zusätz-

lich zum Betrag, welcher der Gläubigerin zugesprochen worden ist, zu bezahlen 

(Urteil des Bundesgerichts 5A_455/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 3.). Einer Ver-

pflichtung im vorliegenden Urteil bedarf es dazu nicht. 

Das klägerische Rechtsbegehren Ziff. 1 ist demnach im Betrag von 

CHF 102'642.55 zuzüglich Zins von 5% seit dem 22. Dezember 2021 gutzuheissen, 

im Restbetrag ist es abzuweisen. 

4. Beseitigung des Rechtsvorschlags (Rechtsbegehren Ziff. 2) 

4.1. Streitpunkte 

Die Klägerin verlangt mit ihrem Rechtsbegehren Ziff. 2 die Beseitigung des Rechts-

vorschlags in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes Genf sowie die Erteilung 

der Rechtsöffnung im Betrag der Betreibung.  

- 43 - 

Die Beklagte wendet ein, die Klägerin sei nicht identisch mit der betreibenden 

D._____ AG. Zudem sei das Recht, die Aufhebung des Rechtsvorschlags zu ver-

langen, seit dem 22. Juni 2022 und damit vor Klageeinleitung am 25. November 

2022 verfallen (act. 14 N. 99 ff.). 

4.2. Rechtliches 

Mit dem Rechtsvorschlag bringt die Schuldnerin die Betreibung zum Stillstand 

(Art. 78 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei 

Wege offen. Verfügt die Gläubigerin über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im 

Rechtsöffnungsverfahren die Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 ff. SchKG). Hat die 

Gläubigerin keinen Rechtsöffnungstitel, so muss sie ihren Anspruch im Zivilprozess 

oder im Verwaltungsverfahren geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zu-

gleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Nicht möglich 

ist indes die Erteilung der Rechtsöffnung innerhalb des ordentlichen oder verein-

fachten Verfahrens, da ein Rechtsöffnungsentscheid im summarischen Verfahren 

getroffen wird (Art. 251 lit. a ZPO), die objektive Klagehäufung aber voraussetzt, 

dass für die gehäuften Ansprüche die gleiche Verfahrensart anwendbar ist (Art. 90 

lit. b ZPO; vgl. dazu auch ZR 90/1991 Nr. 80). Für die Beurteilung von Rechtsöff-

nungsbegehren wäre das Handelsgericht ausserdem sachlich nicht zuständig (vgl. 

BGE 140 III 355 ff. Erw. 2.3.3). 

Ist Rechtsvorschlag erhoben worden, steht die einjährige Frist zur Stellung des 

Fortsetzungsbegehrens zwischen der Einleitung und der Erledigung des durch den 

Rechtsvorschlag veranlassten Gerichts- oder Verwaltungsverfahrens still (Art. 88 

Abs. 2 SchKG). Die Klage gemäss Art. 79 SchKG muss folglich innerhalb eines 

Jahres ab Zustellung des Zahlungsbefehls an die Gläubigerin erhoben werden. Das 

Gericht hat – wie im Rechtsöffnungsverfahren – von Amtes wegen zu prüfen, ob 

die gemäss Urteil Berechtigte mit der betreibenden Gläubigerin identisch ist, ob 

zwischen der in Betreibung gesetzten und der eingeklagten Forderung Identität be-

steht, und ob auch die im Urteil Verpflichtete mit der Betriebenen identisch ist (BGE 

142 III 720 ff. Erw. 4.1; BGE 141 I 97 ff. Erw. 5.2; BGE 139 III 444 ff. Erw. 4.1.1). 

  

- 44 - 

4.3. Würdigung 

4.3.1. Vorliegend verlangt die Klägerin nebst Beseitigung des Rechtsvorschlags 

ausdrücklich auch die "Rechtsöffnung". Es ist davon auszugehen, dass ihr Begeh-

ren auf Beseitigung des Rechtsvorschlages gerichtet ist, und sie nicht die Durch-

führung eines summarischen Rechtsöffnungsverfahrens verlangt. Das Begehren 

ist deshalb ungeachtet der Formulierung als Begehren im Sinne von Art. 79 SchKG 

entgegenzunehmen. 

4.3.2. Der Zahlungsbefehl datiert vom 23. Juni 2021, zugestellt wurde er am 

30. Juni 2021 (vgl. act. 3/11). Das vorliegende Verfahren wurde am 25. November 

2022 rechtshängig, also rund 17 Monate nach Zustellung des Zahlungsbefehls. Wie 

aber die Beklagte ausführt, standen sich die Parteien bereits in einem Rechtsöff-

nungsverfahren gegenüber, welches vom 21. Juli 2021 bis zum 7. Februar 2021 

dauerte (vgl. act. 15/66). Während dieser Zeit stand die Frist gemäss Art. 88 Abs. 2 

SchKG ebenfalls still, weshalb die vorliegende Klage fristgerecht eingereicht wurde. 

4.3.3. Sodann trifft zwar zu, dass die Betreibung von der Rechtsvorgängerin der 

Klägerin, der D._____ AG, angehoben worden war (vgl. act. 15/66). Wie vorstehend 

ausgeführt, übernahm die Klägerin aber infolge Fusion sämtliche Aktiven und Pas-

siven der D._____ AG. Es liegt somit Identität zwischen der aus dem vorliegenden 

Urteil Berechtigten und der betreibenden Gläubigerin vor. 

4.3.4. Betrieben wurde die Beklagte mit genanntem Zahlungsbefehl für "Factures 

impayées" im Betrag von CHF 113'898.65 zuzüglich Zins von 5% ab 22. März 2018, 

was die gemäss Rechtsbegehren Ziff. 1 eingeklagte Forderungssumme übersteigt. 

Ein Bezug der Betreibung zur nachfolgend zu prüfenden Vorzeitentschädigung ist 

indes weder behauptet noch ersichtlich. Anknüpfend an die vorstehenden Erwä-

gungen ist der Rechtsvorschlag folglich im Umfang von CHF 102'642.55 zuzüglich 

Zins von 5% seit dem 22. Dezember 2021 zu beseitigen, im darüber hinausgehen-

den Umfang ist das Rechtsbegehren Ziff. 2 abzuweisen. Wie vorstehend ausge-

führt, ist die Klägerin berechtigt, von den Zahlungen der Beklagten in der Zwangs-

vollstreckung die Betreibungskosten vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG). Die 

Betreibungskosten sind von der Schuldnerin zusätzlich zum Betrag, welcher der 

- 45 - 

Gläubigerin zugesprochen worden ist, zu bezahlen (Urteil des Bundesgerichts 

5A_455/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 3.), weshalb sich zur Durchsetzung der 

Kostenersatzpflicht die Beseitigung des Rechtsvorschlages als überflüssig erweist 

(BGE 147 III 358 ff. Erw. 3.4.1; BGE 144 III 360 ff. Erw. 3.6.2). 

5. Vorzeitentschädigung (Rechtsbegehren Ziff. 3) 

5.1. Unstrittiger Sachverhalt 

Die Beklagte hat sich im Vertrag vom 2. August 2018 im Gegenzug zur kostenlosen 

Überlassung der beiden Analysegeräte zur exklusiven Abnahme der Hilfs- und Ver-

brauchsmaterialien für den Betrieb der beiden Geräte verpflichtet, und zwar zu ei-

nem Mindestbestellwert von CHF 176'061.31 pro Jahr (CHF 880'306.55 für die 

fünfjährige Vertragsdauer). Die Beklagte erreichte die jährliche Mindestbestell-

menge nie und stellte ihre Bestellungen im Juni 2020 ganz ein, nachdem die Klä-

gerin aufgrund der Zahlungsausstände auf einer Vorauszahlung der bestellten Ar-

tikel bestanden hatte. 

Der Vertrag sieht in Ziffer 16 Regelungen betreffend "Résiliation" wie folgt vor (act. 

3/5):  

"16.1 Le contrat peut être résilié par les PARTIES au plus tôt à l'échéance de la durée convenue 

dans le chiffre 2, avec un préavis de trois (3) mois, par l'envoi d'une lettre en recommandé. 

Si le contrat n'est pas résilié, il est tacitement reconduit pour une nouvelle période d'une an-

née. 

16.2 Si le CLIENT souhaite résilier le contrat avant l'échéance de la durée convenue dans le chiffre 

2, il devra en informer A._____ par écrit et avec un préavis de trois (3) mois. Le CLIENT devra 

en outre verser à A._____ une indemnité compensatoire calculée selon la formule suivante: 

  

- 46 - 

16.3  A la fin du contrat au sens du chiffre 2 ou en cas de fin anticipée, le CLIENT doit dans tous 

les cas régler, outre les éventuelles indemnités compensatoires mentionnées au chiffre 16.2, 

les factures mises dans le cadre du présent contrat. 

16.4  A._____ a le droit de résilier le contrat sans observer le délai prévu pour motif grave et parti-

culièrement en cas d'utilisation contraire au contrat de l'équipement par le CLIENT et de non-

exécution d'une obligation légale ou contractuelle par le CLIENT en dépit d'un avertissement 

écrit, de dissolution de la société du CLIENT, d'arrêt de son activité commerciale ou à son 

décès, d'arrêt de ses paiements, de demande de délai de paiement ou d'établissement d'un 

concordat par le CLIENT, de diminution des garanties, de protêt à charge du CLIENT ou de 

saisie de ses biens." 

 

5.2. Streitpunkte 

Die Klägerin macht geltend, die auf den Materialbestellungen erzielte Marge hätte 

die Kosten der zur Verfügung gestellten Geräte decken sollen; diese Abnahmever-

pflichtung habe eine sonst übliche Leasinggebühr ersetzt. Für den Fall einer vor-

zeitigen Vertragsauflösung hätten die Parteien vor diesem Hintergrund in Ziffer 16 

des Vertrags eine pauschalisierte Regelung vereinbart. Die Beklagte habe demge-

mäss eine Entschädigung an die Klägerin zu zahlen, die sich an der vertraglichen 

Restlaufzeit und am Wert des zur Verfügung gestellten Geräts orientiere. Gestützt 

auf die Berechnungsformel in Ziff. 16.2 verlangt die Klägerin für das Gerät M._____ 

eine vertragliche Vorzeitentschädigung von CHF 82'333.–. Dabei legt sie ihrer Be-

rechnung einen Neuwert/Katalogpreis des Geräts von CHF 130'000.– und die ver-

einbarte Vertragsdauer von 60 Monaten zugrunde. Die Klägerin geht von einer fak-

tischen Vertragsbeendigung durch die Beklagte per 16. Juni 2020 aus, als die letzte 

Bestellung erfolgte. Ab diesem Zeitpunkt hätte die verbleibende Laufzeit 38 Monate 

betragen (act. 1 N. 86 ff.). 

Die Beklagte wendet ein, dass die Klägerin den Vertrag mit Schreiben vom 23. März 

2021 schriftlich und mit sofortiger Wirkung gekündigt habe; die Klägerin verändere 

die Sachlage zu ihrem Vorteil (act. 14 N. 523 ff.). 

  

- 47 - 

5.3. Rechtliches 

Bei der Auslegung eines Vertrags ist der übereinstimmende wirkliche Wille und 

nicht die unrichtige Bezeichnung oder Ausdrucksweise zu beachten, die von den 

Parteien aus Irrtum oder in der Absicht gebraucht wird, die wahre Beschaffenheit 

des Vertrages zu verbergen (Art. 18 Abs. 1 OR). Dieser für die Sonderfälle der fal-

schen Ausdrucksweise (falsa demonstratio) und der Simulation kodifizierte Grund-

satz gilt nach herrschender Auffassung als allgemeine Auslegungsmaxime für Ver-

träge (anstatt vieler: WIEGAND WOLFGANG, in: Basler Kommentar, Obligationenr