# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 807669c1-0b75-53ea-a23d-fa920dacf0dd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2009 D-5985/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5985-2009_2009-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5985/2009
law/joc/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A.________, geboren (...),
Irak,
vertreten durch lic. iur. Anita Biedermann,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Mai 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5985/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 3. April 2009 
in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Basel vom 9. April  2009 sowie der direkten Anhörung durch 
das BFM vom 27. April 2009 zur Begründung seines Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte, in seinem Heimatstaat drei Jahre lang 
eine Beziehung mit einer Frau geführt zu haben, 

dass er nach (...) im September 2008 Probleme bekommen habe, da 
die Familie seiner Freundin - bei der „Stammeskultur“ herrsche - von 
ihrer Beziehung erfahren und ihn in der Folge wiederholt bedroht habe, 

dass  er  deshalb  im  Oktober  2008  für  zirka  zwei  Wochen  nach 
Z._______ zu einem Freund gereist  sei,  danach aber  wieder in  den 
Irak zurückgekehrt sei, 

dass er am 29. März 2009 durch Unbekannte in Polizeiuniform festge-
halten, nach seiner Beziehung zu der Frau, mit der er am 14. Februar 
2009 gesehen worden sei, befragt und misshandelt worden sei, indem 
man ihn an einen Stuhl gefesselt, ihm den Rücken verbrannt und ihn 
geschlagen habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Mai 2009 - eröffnet am gleichen 
Tag  - feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigen-
schaft nicht, sein Asylgesuch vom 3. April 2009 ablehnte, die Wegwei-
sung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass das BFM diesen Entscheid im Wesentlichen damit  begründete, 
erwähnte  Sachverhaltsschilderungen  des  Beschwerdeführers  seien 
zufolge unsubstanziierter, realitätsfremder und nicht nachvollziehbarer 
Angaben als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu erachten, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit  Eingabe vom 
15. Juni 2009 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  es  sei 
ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und 
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, sub-

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eventualiter sei festzustellen, dass die Wegweisung unzulässig und un-
zumutbar sei und es sei ihm in der Folge die vorläufige Aufnahme zu 
gewähren,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die un-
entgeltliche Rechtspflege zu bewilligen es sei auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwi-
schenverfügung vom  24. Juni 2009 sowohl  die Gesuche um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 
2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021)  als  auch das Gesuch um Erlass von 
der Kostenvorschusspflicht im Sinne von Art. 63 Abs. 4 VwVG abwies 
und  den  Beschwerdeführer  aufforderte,  bis  zum  9.  Juli  2009  einen 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen, mit der An-
drohung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht einge-
treten,

dass  er  den  Beschwerdeführer  zudem  aufforderte,  innert  derselben 
Frist  den  den  eingereichten  Fotos  in  arabischer  Schrift  beigefügten 
Text in eine der Amtssprachen zu übersetzen, ansonsten aufgrund der 
Akten entschieden werde, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  D-3849/2009  vom 
17. Juli  2009  in  Anwendung  von  Art.  12  Abs.  1  AsylG auf  die  Be-
schwerde nicht eintrat, weil innert Frist der Kostenvorschuss nicht be-
zahlt wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. August 2009 (Post-
stempel) sinngemäss um Wiederherstellung der Frist zur Zahlung des 
Kostenvorschusses im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG ersuchte,

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgericht mit - vorab 
per Telefax zugestellter - Verfügung vom 4. August 2009 die zuständige 
kantonale Behörde anwies, einstweilen von Vollzugsmassnahmen ab-
zusehen,

dass er den Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 11. August 
2009 aufforderte, bis zum 1. September 2009 einen Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 600.-- zu zahlen, ansonsten auf das Gesuch um 

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Wiederherstellung der Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses nicht 
eingetreten werde, 

dass  der  Beschwerdeführer  den  geforderten  Kostenvorschuss  am 
27. August 2009 leistete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  D-4941/2009  vom 
18. September 2009 das Fristwiederherstellungsgesuch vom 2. August 
2009 guthiess, das Urteil  D-3849/2009 vom 17. Juli 2009 aufhob und 
in der Folge auf die Beschwerdeeingabe vom 15. Juni 2009 eintrat und 
das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  weiter-
führte, 

und zieht in Erwägung,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG), 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig  begründet  oder in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7  Abs.  3 
AsylG),

dass  in  Übereinstimmung mit  der  Beurteilung des  BFM festzuhalten 
ist, dass vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer drei Jahre 
lang eine verbotene Beziehung zu einer Frau geführt haben will (vgl. 
act.  A1/10 S. 5, A6 S. 4), seine diesbezüglichen Angaben insgesamt 
als unsubstanziiert zu bezeichnen sind, 

dass der Beschwerdeführer lediglich den Vornamen des Vaters seiner 
Freundin,  nicht  aber  etwa  deren  Familiennamen anzugeben  vermag 
(vgl. act. A6/23 S. 6),  weder  die  genaue Tätigkeit  des  Vaters  seiner 
Partnerin kennt, noch dessen konkrete Stellung innerhalb der Patriotic 
Union of Kurdistan (PUK) angeben kann (vgl. act. A6/23 S. 6 und 16) 
und darüber hinaus auch nicht in der Lage ist, das Geburtsdatum sei-
ner Freundin zu nennen (vgl. act. A6/23 S.9), 

dass übereinstimmend mit dem BFM festzuhalten ist, dass nicht realis-
tisch erscheint,  dass sich  der Beschwerdeführer und seine Freundin 
trotz ihrer heimlichen Liebesbeziehung stets in der Öffentlichkeit zeig-
ten,  indem  sie  sich  unter  anderem  oftmals  im  Stadtpark  von 
X._______  trafen  und  auch  nach  Entdeckung  der  angeblich 
verbotenen Beziehung durch den Bruder der Freundin im Herbst 2008 
als  Treffpunkt  den  Stadtpark  und  damit  einen  öffentlichen  Platz 
wählten (vgl. act. A6/23 S. 8, 12 und 16), 

dass  die  Entgegnung  des  Beschwerdeführers,  der  Bruder  seiner 
Freundin  habe  sich  in  jenem  Zeitpunkt  nicht  im  Irak  befunden  und 
habe  niemandem  etwas  von  der  Beziehung  erzählt  (vgl.  act.  A6/23 
S. 16), im islamischen Kontext nicht überzeugt, da der Bruder im Inter-
esse des Erhalts der Familienehre seiner Familie von einer allfälligen 
verbotenen  Beziehung  seiner  Schwester  zu  einem  Mann  berichtet 
hätte, 

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dass auch die weitere Feststellung des BFM, wonach der Beschwerde-
führer auch nicht in der Lage sei, die exakten Umstände, aufgrund de-
rer der Bruder seiner Freundin von der Liebesbeziehung erfahren ha-
ben soll, zu beschreiben (vgl. A6 S. 9), zu bestätigen ist, 

dass  dem BFM ebenfalls  beizupflichten  ist,  dass  nicht  plausibel  er-
scheint, weshalb der Beschwerdeführer - der nach einjähriger Bezie-
hung, das heisst im Jahre 2007 (vgl. act. A6/23 S. 7), Heiratsabsichten 
pflegte, die seine Freundin teilte -  im Gegensatz zu seiner Partnerin 
keine Kenntnis darüber gehabt habe, dass diese bereits einem Cousin 
versprochen gewesen sei (vgl. act. A6/23 S. 10), sondern davon erst 
im Zeitpunkt seiner angeblichen Entführung im März 2009 durch seine 
Peiniger von diesem Versprechen erfahren habe (vgl. act. A6/23 S. 10), 
zumal davon auszugehen ist, dass ein Paar mit ernsthaften Heiratsab-
sichten allfällige Ehehindernisse bespricht, 

dass ebenso wenig nachvollziehbar ist, weshalb sich der Beschwerde-
führer weder nachdem seine Beziehung im Herbst 2008 bekannt ge-
worden  war,  noch  aber  nach  seiner  Flucht  im  April  2009  nach  der 
Situation seiner Freundin erkundigte (vgl. act. A6/23  S. 7, 14 und 20),

dass sich weitere Unglaubhaftigkeitselemente in den Sachvorbringen 
des Beschwerdeführers feststellen lassen, indem der Beschwerdefüh-
rer anlässlich der Erstbefragung angab, im Jahre 2008 habe die Fami-
lie seiner  Freundin  von  ihrer  Beziehung  erfahren,  woraufhin sie  ihn 
wiederholt bedroht hätten (vgl. A1 S. 5), er demgegenüber im Rahmen 
der Direktbefragung lediglich von einer Bedrohung durch ein einzelnes 
Familienmitglied, das heisst dem Bruder seiner Freundin, spricht (vgl. 
act. A6/23 S. 4 und 11), 

dass er zudem einmal erklärt, nachdem er bedroht worden sei, sei er 
im Oktober 2008 für zirka ein bis zwei Wochen nach Z._______ gereist 
(vgl. act. A1/10 S. 7),  hingegen an anderer  Stelle  darlegt,  nachdem 
seine Freundin durch ihren Bruder bedroht worden sei, sei er für zirka 
zwei bis  drei Wochen  nach  Z._______  gereist,  da  er  nicht  gewollt 
habe, dass sie wegen ihm Probleme kriege (vgl. act. A6/23 S. 4), 

dass er zudem als Grund seiner Ausreise aus Z._______ an der Erst-
befragung angibt, er sei erwischt und polizeilich aufgefordert worden, 
das Land zu verlassen (vgl. act. A1/10 S. 7), demgegenüber an der Di-
rektanhörung als Grund für seine Rückkehr in den Irak seine Liebe zu 
seiner Freundin angibt (vgl. act. A6/23 S. 5), 

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dass angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer seinen Angaben 
zufolge seit zirka April 2006 mit seiner Freundin eine Liasion hatte (vgl. 
act. A6/23 S. 7), ebenfalls nicht einleuchtet, weshalb er erst im Herbst 
2008  erfahren  haben  soll,  welchem  Stamm  diese  angehört  (vgl. 
act. A6/23 S. 7),

dass in diesem Zusammenhang auch nicht erhellt, weshalb die Familie 
des  Beschwerdeführers,  die  bereits  nach anderthalb  Beziehungsjah-
ren und damit im Jahre 2007 von den Heiratsabsichten des Beschwer-
deführers  gewusst  und  die  Freundin  gesehen  habe  (vgl.  act.  A6/23 
S. 9), aufgrund der von ihr angeblich durchgeführten Recherchen (vgl. 
act. A6/23 S. 10) einen solchen Umstand - ebenso wie jenen des Ehe-
versprechens  an  den  Cousin  -  nicht  hätte  feststellen  und  dem  Be-
schwerdeführer mitteilen können, 

dass die Ausführungen in der Beschwerde nicht überzeugend erschei-
nen, da darin im Wesentlichen bereits bekannte Sachverhaltselemente 
wiederholt werden, 

dass die Argumentation, der Beschwerdeführer habe sich nicht für die 
Familie seiner Freundin, die zwei Stunden von ihrer Familie entfernt in 
X._______  bei ihrem Onkel und Grossmutter gewohnt habe, sondern 
für seine Partnerin interessiert,  angesichts der aufgezeigten Unsubs-
tanziiertheit in den diesbezüglichen Aussagen des Beschwerdeführers, 
nicht überzeugt, 

dass auch der Einwand, sie hätten sich im Stadtpark von X._______ 
ungestört  treffen  können,  da  die  Familie  seiner  Freundin  aus 
B.________  stamme,  nicht  stichhaltig  erscheint,  zumal  die  Freundin 
mit  ihrer  Grossmutter  und ihrem Onkel,  bei  denen sie in  X._______ 
gewohnt habe, über enge Verwandte ihrer Kernfamilie verfügte, 

dass ebenso wenig die Erklärung, aufgrund der Misshandlungen und 
wegen seiner Flucht habe der Beschwerdeführer keine Möglichkeit ge-
habt,  sich  nach  seiner  Freundin  zu  erkundigen,  nicht  zur  plausiblen 
Entkräftung der dargelegten Unglaubhaftigkeitselemente beiträgt,  zu-
mal der Beschwerdeführer bei der direkten Anhörung dazu unter ande-
rem erklärte, er habe es satt gehabt und deshalb nicht mehr mit seiner 
Freundin telefoniert (vgl. act. A6/23 S. 20),

dass die - lediglich in Kopie - eingereichten Farbfotos, auf denen (...) 
zu sehen sind, angesichts der dargelegten Unglaubhaftigkeitselemente 

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nicht zu einer von derjenigen des BFM abweichenden Beurteilung der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers führen, 

dass sich der Beschwerdeführer diese - bereits dem Befrager der Vor-
instanz gegenüber persönlich gezeigten (vgl. act. act. A6/23 S. 18) - 
(...), welche darstellungsgemäss von (...) herrühren sollen, vielmehr in 
einem anderen Zusammenhang zugezogen haben muss,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen  und  daher  das 
BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm im Irak droht,

dass  im  Übrigen  auch  die  allgemeine  Sicherheits-  und  Menschen-
rechtslage im kurdischen Nordirak den Wegweisungsvollzug zum heu-
tigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig  erscheinen  lässt  (vgl.  BVGE 
2008/4 E. 6.2 - 6.6 S. 42 ff.), 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in den nordirakischen Provinzen Dohuk,  Suleymaniya und Erbil 
keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, und die dortige politische 
Lage nicht dermassen angespannt ist, dass eine Rückführung dorthin 
als generell unzumutbar betrachtet werden müsste, und die Anordnung 
des  Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinstehende,  gesunde 
und  junge  kurdische  Männer,  die  ursprünglich  aus  einer  der  drei 
Provinzen stammen oder eine längere Zeit dort gelebt haben und dort 
nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibeziehungen verfügen, 
nicht  als  unzumutbar  zu  erachten  ist(vgl.  BVGE 2008/5  E. 7.5  und 
insbesondere 7.5.8 S. 65 ff.), 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen alleinstehenden gesun-
den, gebildeten, jungen Mann kurdischer Ethnie handelt, der eigenen 
Angaben zufolge aus der Provinz Suleymaniya stammt (vgl. act. A1/10 
S. 1 f.) und dort über ein tragbares familiäres Beziehungsnetz verfügt 
(vgl. act. A1/10 S. 3), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  auch  möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der  Beschaffung  allfälliger  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG), 

dass die Verfahrenskosten durch den am 27. August 2009 geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe gedeckt und mit diesem zu verrech-
nen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Diese sind  durch den in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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