# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f708a14-1211-588f-8642-e34e055f60c3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.11.2016 LC160008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC160008_2016-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: LC160008-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck 

Beschluss und Urteil vom 11. November 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchsteller und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

betreffend Ehescheidung 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach 

vom 7. Dezember 2015; Proz. FE110318 

- 2 - 

Rechtsbegehren der Klägerin: 
(act. 82) 

1. Es sei die Ehe der Parteien gemäss dem gemeinsamen Schei-
dungsbegehren von 4. Juni/ 25. Juli 2011 zu scheiden.  

2. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz wie 
folgt vorzunehmen:  

2.1 Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung unter Zuweisung 
der Liegenschaft C._____-Strasse …, D._____, ins Alleineigen-
tum der Klägerin sowie unter Festsetzung einer Ausgleichszah-
lung im Betrag von Fr. 85'000.00 vorzunehmen.  

2.2 Eventuell sei die güterrechtliche Auseinandersetzung unter Bei-
behaltung der Liegenschaft C._____-Strasse …, D._____, im je 
hälftigen Gesamteigentum der Parteien (mit Einsetzung einer 
neutralen Liegenschaftsverwaltung) unter Verpflichtung des Be-
klagten zu einer Ausgleichszahlung im Betrag von Fr. 50'000.00 
an die Klägerin vorzunehmen. 

2.3 Subeventuell sei die güterrechtliche Auseinandersetzung unter 
vorgängiger Liquidation der einfachen Gesellschaft (Ehegatten-
Gesellschaft) C._____-Strasse …, D._____, vorzunehmen, wobei 
die Liegenschaft C._____-Strasse …, D._____, durch einen Frei-
handverkauf oder durch eine öffentliche Versteigerung zu veräus-
sern sei und der Klägerin im Rahmen der güterrechtlichen Ausei-
nandersetzung aus dem Verkaufserlös mindestens Fr. 361'733.00 
- bei einem Verkauf der Liegenschaft zu einem über Fr. 1.4 Mio. 
liegenden Verkaufspreis entsprechend prozentual mehr - zuzu-
weisen sei.  

3. Es sei auf eine Aufteilung der während der Ehe geäufneten Vorsorge-
guthaben der Pensionskassen gemäss Art. 123 Abs. 2 ZGB der Partei-
en zu verzichten.  

Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) 
zulasten des Beklagten. 

Rechtsbegehren des Beklagten: 
(act. 90) 

1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden; 

2. Die im Gesamteigentum der Parteien stehende Liegenschaft an 
der C._____-Strasse … in D._____ sei dem Beklagten zu alleini-
gem Eigentum zuzuweisen;  

3. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei nach Gesetz vorzu-
nehmen; 

4. Der Vorsorgeausgleich sei gemäss Art. 122 ZGB vorzunehmen; 

- 3 - 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 8% Mehr-
wertsteuer, zulasten der Klägerin. 

 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Bülach: 

1. Die Ehe der Gesuchsteller wird geschieden. 
 
2. Es werden gegenseitig keine Unterhaltsbeiträge zugesprochen. 
 
3. Die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich, Obstgartenstrasse 21, Post-

fach, 8090 Zürich, wird angewiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils 
vom Vorsorgekonto der Gesuchstellerin (geb. 14. Februar 1951, whft. ...-
Gässli …, D._____, AHV-Nr. …, Policen-Nr. …) Fr. 107'509.35 auf ein auf 
den Gesuchsteller (geb. 10. Oktober 1956, whft. …-Str. …, D._____, AHV-
Nr. … lautendes und von der Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonal-
bank, Postfach, 8010 Zürich, noch zu eröffnendes Freizügigkeitskonto zu 
überweisen. 

 
4. Das Gemeindeammannamt D._____-…, … [Adresse], wird angewiesen, 

nach Rechtskraft des Scheidungsurteils und auf Verlangen eines Gesuch-
stellers die im Gesamteigentum der Gesuchsteller als einfacher Gesellschaft 
stehende Liegenschaft in der Gemeinde D._____, C._____-Strasse …, 
Grundbuch Blatt …, Liegenschaft, Kataster Nr. …, unter den Gesuchstellern 
zu versteigern. Die Versteigerung ist innert drei Monaten nach Eingang des 
Versteigerungsgesuches eines Gesuchstellers durchzuführen. Das Gemein-
deammannamt wird ermächtigt, an der Versteigerung auf das höchste An-
gebot, das den Wert von Fr. 1'077'500.– übersteigt, den Zuschlag zu erklä-
ren. Die übrigen Steigerungsbedingungen werden vom Gemeindeammann-
amt D._____-… festgesetzt.  
Sollte innert drei Monaten die Versteigerung unter den beiden Gesamteigen-
tümern nicht zustande kommen, ist das Gemeindeammannamt D._____-… 
berechtigt, die Liegenschaft wiederum innert dreier Monate öffentlich zu ver-
steigern. Dabei bestimmt sich das Mindestangebot nach der am Steige-
rungstag fälligen Grundpfandforderung der Hypothekargläubigerin. Unter 
diesem Mindestangebot darf der Zuschlag nicht erteilt werden. Im Übrigen 
wird auf die vom Gemeindeammannamt D._____-… zu erstellenden Steige-
rungsbedingungen verwiesen. 

 
5. Das Gemeindeammannamt ist berechtigt, seine eigenen Auslagen nach 

entsprechender Rechnungsstellung vorweg vom Verwertungserlös abzuzie-
hen und, soweit dies als notwendig erscheint, diese durch tunliche Mittel be-
reits im Voraus sicherzustellen. Das Amt ist insbesondere berechtigt, einen 
Kostenvorschuss von den Gesuchstellern zu verlangen. Allfällige Vorschüs-
se sind von den Gesuchstellern in gleicher Höhe zu leisten. Leistet ein Ge-
suchsteller keinen oder nur einen ungenügenden Kostenvorschuss, ist dem 
anderen Gesuchsteller Gelegenheit zu geben, den fehlenden Kostenvor-

- 4 - 

schuss nachzubringen. Wird der Kostenvorschuss nicht bezahlt, tritt nach 
Ablauf der Frist gemäss Ziffer 4 vorstehend die öffentliche Versteigerung in 
Kraft. Diesfalls sind dem Gemeindeammannamt alle notwendigen Unterla-
gen (Bankunterlagen betreffend Hypotheken, Liegenschaftenschätzung etc.) 
und die Liegenschaft C._____-Strasse …, D._____, für zwei Besichtigungs-
termine zur Verfügung zu stellen.  

 
6. Der Nettoerlös, d.h. der Erlös nach Abzug der Hypothekarschulden sowie 

sämtlicher mit der Verwertung zusammenhängender Kosten (Auslagen, Ge-
bühren, Steuern u.ä.) sowie der Eigengutseinlagen der Gesuchsteller, wird 
den Massen der Gesuchsteller wie folgt zugewiesen: 

 
Eigengut Gesuchsteller:  (100/169) × (1/2) =  500/1690 
Errungenschaft Gesuchsteller: (69/169) × (1/2)  =  345/1690 
Eigengut Gesuchstellerin:  (4/5) × (1/2)  =  676/1690 
Errungenschaft Gesuchstellerin:(1/5) × (1/2)  = 169/1690 

 
Ein allfällig resultierender Verlust ist von den jeweiligen Massen der Ge-
suchsteller ebenfalls in diesem Verhältnis zu tragen. 

 
7. Die in Zusammenhang mit der Liegenschaft C._____-Strasse …, D._____, 

eröffneten Hauskonti (UBS Privatkonto Nr. 1; UBS Sparkonto Nr. 2; UBS 
Privatkonto Nr. 3; UBS AG Sparkonto Nr. 4) werden per Stichtag Versteige-
rung saldiert und der Erlös den Gesuchstellern je zur Hälfte der Errungen-
schaft zugewiesen. 

 
8. Der Vorschlag der Gesuchstellerin berechnet sich wie folgt: 
  Anteil Hauserlös:  Fr. 100'000 ± 1/2 des Nettoversteigerungserlöses 
 +  Anteil Hauskonti:  1/2 des Saldos per Versteigerungsdatum 
 +  Hinzurechnung:  Fr. 85'000.00 
 +  Persönliche Konti: Fr. 53'292.93 
 - Eigengut Haus:  Fr. 80'000 ± 676/1690 des Nettoversteige-  
      rungserlöses 
 - Eigengut per Heirat: Fr. 32'073.90 
 
9. Der Vorschlag des Gesuchstellers berechnet sich wie folgt: 
  Anteil Hauserlös:  Fr. 169'000 ± 1/2 des Nettoversteigerungserlöses  
 + Anteil Hauskonti:  1/2 des Saldos per Versteigerungsdatum  
 + Hinzurechnung:  Fr. 30'000.00 
 + Persönliche Konti: Fr. 104'448.88 
 

- Eigengut Haus:  Fr. 100'000 ± 500/1690 des Nettoversteigerungs- 
       erlöses 
 - Eigengut per Heirat: Fr. 21'800.00 
 - Eigengut Pax:  Fr. 31'985.00 
 
10. Beiden Gesuchstellern steht die Hälfte des Vorschlags des anderen zu. Die 

Forderungen werden verrechnet. 

- 5 - 

 
11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 
 Fr. 13'000.--;  die weiteren Auslagen betragen 
 Fr.   3'384.--  Gutachten/Expertise 
 Fr.      200.--  Zeugenentschädigung 
 Fr. 16'584.-- 
 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten 
 
12. Die Entscheidkosten werden der Gesuchstellerin zu 11/20 und dem Ge-

suchsteller zu 9/20 auferlegt und mit den von ihnen geleisteten Vorschüssen 
verrechnet. Der Fehlbetrag wird von der Gesuchstellerin in Höhe von 
Fr. 2'050.– und vom Gesuchsteller in Höhe von Fr. 3'450.– nachgefordert.  

 
Die Kosten der beiden Verkehrswertschätzungen in Höhe von total 
Fr. 3'384.– werden beiden Gesuchstellern je zur Hälfte auferlegt. 
 
Die Kosten für die Zeugenentschädigung in Höhe von Fr. 200.– werden der 
Gesuchstellerin auferlegt. 

 
13. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller eine reduzierte Par-

teientschädigung in Höhe von Fr. 1'600.– zzgl. 8% Mehrwertsteuer zu be-
zahlen. 

 
14./15.  (Mitteilungen und Rechtsmittelbelehrung) 
 
 
 

Berufungsanträge: 

des Gesuchstellers (act. 198): 
 
1. Die Ziffern 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 sowie 11, 12 und 13 des Urteils des Be-

zirksgerichts Bülach vom 7. Dezember 2015 seien aufzuheben; 
 
2. Der Vorsorgeausgleich sei gemäss Art. 122 ZGB vorzunehmen, das heisst, 

die Vorsorgeeinrichtung der Berufungsbeklagten sei anzuweisen, die Hälfte 
der für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung der Berufungsbeklag-
ten auf die Freizügigkeitskonto des Berufungsklägers zu überweisen; 

 
3. Das Gesamteigentum der Parteien an der ehelichen Liegenschaft an der 

C._____-Strasse … in D._____ sei aufzuheben; 
 
4. Es sei die eheliche Liegenschaft an der C._____-Strasse … in D._____ dem 

Berufungskläger zu alleinigem Eigentum zu übertragen, und es sei das 
Grundbuchamt D._____ anzuweisen, die entsprechende Handänderung im 
Grundbuch einzutragen; 

 

- 6 - 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteuer von 
8%, zulasten der Berufungsbeklagten. 

 
 
der Gesuchstellerin (act. 203/198): 
 
1. Es sei Ziff. 7 Dispositiv Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 

7. Dezember 2015 2015, Geschäfts-Nr. FE110318-C, aufzuheben und wie 
folgt neu zu fassen: 

 
[7]  Die in Zusammenhang mit der Liegenschaft C._____-Strasse …, 
D._____, eröffneten Hauskonti (UBS Privatkonto Nr. 1; UBS Sparkonto Nr. 
2; UBS Privatkonto Nr. 3; UBS AG Sparkonto Nr. 4) werden per Stichtag 
Versteigerung saldiert und der Erlös den Gesuchstellern je zur Hälfte der Er-
rungenschaft zugewiesen. 
 
Der Errungenschaft der Gesuchstellerin ist zusätzlich ein Betrag von 
Fr. 31'878.-- (= 46 Monate à Fr. 693.--) sowie eine Summe, die sich aus der 
Anzahl Monate ab Februar 2016 bis zur Versteigerung multipliziert mit dem 
nicht bezahlten Mietzins von Fr. 693.-- pro Monat errechnet, zuzuweisen. 

 
2. Es sei Ziff. 8 Dispositiv Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 

7. Dezember 2015 2015, Geschäfts-Nr. FE110318-C, aufzuheben und wie 
folgt neu zu fassen: 

 
   [8] Der Vorschlag der Gesuchstellerin berechnet sich wie folgt: 

Anteil Hauserlös:  Fr. 100'000 ± 1/2 des Nettoversteigerungs-
erlöses 

+  Anteil Hauskonti:  1/2 des Saldos per Versteigerungsdatum 
  +  Hinzurechnung:  Fr. 55'000.00 
  +  Persönliche Konti: Fr. 53'292.93 
  - Eigengut Haus:  Fr. 80'000 ± 676/1690 des Nettoversteige- 
       rungserlöses 
  - Eigengut per Heirat: Fr. 32'073.90 
 

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3. Es sei Ziff. 9 Dispositiv Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 
7. Dezember 2015 2015, Geschäfts-Nr. FE110318-C, aufzuheben und wie 
folgt neu zu fassen: 

 
[9] Der Vorschlag des Gesuchstellers berechnet sich wie folgt: 

  Anteil Hauserlös:  Fr. 169'000 ± 1/2 des Nettoversteigerungserlöses  
 + Anteil Hauskonti:  1/2 des Saldos per Versteigerungsdatum  
 + Hinzurechnung:  Fr. 52'751.20 
 + Hinzurechnung:  Fr. 31'878.-- (nicht bezahlte Mietzinse von April 

2012 bis Januar 2016) + Summe der nicht be-
zahlten Mietzinse, welche sich aus der Anzahl 
Monate von Februar 2016 bis Versteigerungsda-
tum multipliziert mit dem monatlichen Mietzins 
von Fr. 693.-- errechnet 

+ Persönliche Konti: Fr. 104'448.88 
- Eigengut Haus:  Fr. 100'000 ± 500/1690 des Nettoversteigerungs- 
      erlöses 

 - Eigengut per Heirat: Fr. 21'800.00 
 - Eigengut Pax:  Fr. 31'985.00 
 
 
   und Anschlussberufung (act. 214): 
 

   Es sei Urteilsdispositiv Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 
7. Dezember 2015 (Geschäfts-Nr. FE110318-C) aufzuheben, und es sei auf 
eine Aufteilung des Vorsorgeguthabens der (Zweit-)Berufungsklägerin voll-
umfänglich zu verzichten. 

 
 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulas-
ten des Gesuchstellers und Appellaten.  
 

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Erwägungen: 

1. Die Parteien heirateten im Jahr 1988 und trennten sich im Jahr 2001. 

Ihre Kinder sind erwachsen. Der Gesuchsteller1 ist selbständiger Architekt, die 

Gesuchstellerin ist Primarlehrerin. Im Scheidungsprozess ist nur Finanzielles 

streitig. 

Gegen das vorstehend wiedergegebene Urteil der Einzelrichterin richten 

sich die von beiden Parteien erhobenen Berufungen, welche am 10. Februar 2016 

vereinigt wurden (act. 202). Am 4. resp. 10. März 2016 äusserten sich die Partei-

en aufforderungsgemäss zum Streitwert ihrer Anträge (act. 206 und 207), und die 

auferlegten Vorschüsse zahlten sie am 24. März 2016 (Frau) resp. am 8. April 

2016 (Mann) ein. Mit Verfügung vom 12. April 2016 wurde beiden Parteien Frist 

zur Beantwortung der Berufung der Gegenpartei angesetzt (act. 212). Die Frau 

beantragte mit Eingabe vom 14. Mai 2016 die Abweisung der gegnerischen Beru-

fung und erhob Anschlussberufung mit dem Antrag, auf eine Aufteilung des Vor-

sorgeguthabens sei gänzlich (und nicht nur für die Zeit des Scheidungsprozesses) 

zu verzichten (act. 214). Der Mann beantwortete die gegnerische Berufung am 

17. Mai 2016 mit dem Antrag auf Abweisung (act. 217). Die Scheidung wurde 

demnach mit Ablauf des 17. Mai 2016 (Frist zur Beantwortung der Berufung und 

damit zum Erheben einer allfälligen Anschlussberufung im Scheidungspunkt) 

rechtskräftig. Zur Anschlussberufung nahm der Mann am 22. Juni 2016 mit dem 

Antrag auf Abweisung Stellung (act. 225). Die vollständigen Berufungsantworten 

wurden den Parteien am 3. August 2016 zugestellt (act. 230). 

Mit Ablauf der Fristen für die Anschlussberufungen wurden die nicht ange-

fochtenen Teile des bezirksgerichtlichen Urteils rechtskräftig. Das betrifft den 

Scheidungspunkt (Dispositiv Ziffer 1) und den nachehelichen Unterhalt (Dispositiv 

Ziffer 2). Nicht angefochten ist auch Dispositiv Ziffer 10. Diesbezüglich trifft das 

angefochtene Urteil eine rechtlich unmögliche und damit von Anfang an unwirk-

                                                 
1 Der besseren Lesbarkeit halber wird der Gesuchsteller im Folgenden mit "Mann", die Gesuch-
stellerin mit "Frau" bezeichnet. 

- 9 - 

same Anordnung. "Beiden Gesuchstellern steht die Hälfte des Vorschlages des 

anderen zu" und "Die Forderungen werden verrechnet" gibt die gesetzliche An-

weisung an den Richter wieder, die mit einem Urteil eben umgesetzt werden 

muss. Für sich allein hat sie keine umsetzbare / vollstreckbare Konsequenz. Sie 

kann rein prozessual als nicht angefochten stehen bleiben, ohne dass das mate-

riell etwas bedeutete. 

Am 22. August 2016 fand ein Instruktionstermin mit Vergleichsverhandlung 

statt. Ein im Anschluss daran den Parteien vereinbarungsgemäss unterbreiteter 

Vorschlag für eine Einigung wurde nicht angenommen (act. 239).  

Mit Eingabe vom 4. Oktober 2016 stellte die Frau den Antrag, den Mann zur 

Offenlegung bestimmter Bankkonti zu verpflichten (act. 244), und das wurde mit 

gewissen Einschränkungen so verfügt (act. 245). In einer mündlichen Verhand-

lung vom 18. Oktober 2016 nahmen beide Seiten abschliessend zum Prozessstoff 

Stellung (Prot. II S. 11 ff., act. 248 und 250; eine Vereinbarung kam auch an die-

sem Termin nicht zustande). 

Ein weiterer Vorschlag für eine gütliche Einigung (act. 251) war ebenfalls 

nicht erfolgreich (act. 252).  

 Die Frau stellte den Antrag, das Verfahren bis zum Inkrafttreten der revidier-

ten Bestimmungen über den Vorsorgeausgleich zu sistieren (act. 214), der Mann 

wendet sich dagegen (act. 225). Das Recht des Vorsorgeausgleichs ist revidiert 

worden, und naturgemäss ergeben sich für Betroffene daraus je nach Standpunkt 

Vor- oder Nachteile. Mit einer Sistierung würde in diese Verhältnisse eingegriffen, 

was dem Gericht nicht zusteht. Das Verfahren war daher ordentlich weiter zu füh-

ren.  

2. Im Scheidungsverfahren gilt für die güterrechtliche Auseinanderset-

zung der Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Damit haben die Partei-

en dem Gericht die Tatsachen darzulegen, auf die sie ihre Begehren stützen, und 

ihre Beweismittel anzugeben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Ergänzende Fragen des Ge-

richts im Sinne von Art. 56 ZPO kommen bei anwaltlich vertretenen Parteien nur 

- 10 - 

ganz ausnahmsweise in Frage (BGer 5A_705/2013 vom 29. Juli 2014). In der Be-

rufung sind neue Vorbringen nur dann zulässig, wenn sie vor erster Instanz trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht vorgetragen werden konnten und so bald das möglich 

ist unverzüglich ins Verfahren eingebracht werden (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Die Kri-

tik am erstinstanzlichen Urteil muss detailliert und präzis sein: "il ne […] suffit ce-

pendant pas de renvoyer aux moyens soulevés en première instance, ni de se li-

vrer à des critiques toutes générales de la décision attaquée. [La] motivation doit 

être suffisamment explicite pour que l'instance d'appel puisse la comprendre ai-

sément, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision que 

le recourant attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose [la] critique." 

(BGE 138 III 374, E. 4.3.1, BGE 141 III 576). Ein neuer Antrag im Sinne einer 

Klageänderung ist ausnahmsweise zulässig, wenn die Voraussetzungen der letz-

teren (Art. 227 Abs. 1 ZPO) erfüllt sind und sie auf neuen (zu ergänzen: zulässi-

gen neuen) Tatsachen und Beweismitteln beruht (Art. 317 Abs. 2 ZPO). 

Für die Massnahmen bezüglich berufliche Vorsorge gilt der Untersuchungs-

grundsatz (Art. 277 Abs. 3 ZPO), das Gericht muss also den Sachverhalt von Am-

tes wegen feststellen und die erforderlichen Beweise von sich aus erheben 

(Art. 55 Abs. 2 ZPO). Die Einschränkungen bezüglich neuer Vorbringen in der Be-

rufung gelten aber auch hier (BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, E. 2). 

3.1 Die Frau ist bei der kantonalen Beamtenversicherungskasse (BVK) 

rentenversichert, wogegen der Mann als selbständiger Architekt an keine Einrich-

tung der beruflichen Vorsorge angeschlossen ist. Die Einzelrichterin hat erwogen, 

grundsätzlich seien die Deckungskapitalien der beruflichen Vorsorge hälftig zu tei-

len; nur in ganz besonderen Ausnahmefällen könne davon abgesehen werden, 

und dass der Mann sich keiner Pensionskasse angeschlossen habe, sei für eine 

Verweigerung der ordentlichen Teilung kein ausreichender Grund (Urteil S. 9 ff.).  

Dem ist jedenfalls unter dem geltenden Recht beizupflichten. Auf den 1. Ja-

nuar 2017 wird eine Gesetzesrevision in Kraft treten, welche die Verweigerung 

der hälftigen Teilung etwas anders limitiert: neu soll das "aus wichtigen Gründen" 

möglich sein, und beispielhaft wird dafür genannt, dass die güterrechtliche Ausei-

nandersetzung oder die wirtschaftlichen Verhältnisse nach der Scheidung dage-

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gen sprechen, oder dass die Vorsorgebedürfnisse unterschiedlich sind, insbeson-

dere unter Berücksichtigung des Altersunterschiedes zwischen den Ehegatten 

(Art. 124b revZGB). Grundsatz soll die hälftige Teilung bleiben, hingegen wird 

dem Gericht ein grösserer Spielraum eingeräumt (Botschaft 4901 f.; namentlich 

übernahm der Bundesrat den Vorschlag des Vorentwurfes nicht, die hälftige Tei-

lung müsste nach wie vor "offensichtlich" unbillig sein). Die neue Fassung ist aber 

noch nicht in Kraft. Nach dem geltenden Recht besteht kein ausreichender An-

lass, im Fall der Parteien von der hälftigen Teilung abzugehen. Die Regelung der 

beruflichen Vorsorge soll nicht die Aufgabenteilung der Ehegatten nachträglich 

korrigieren und schon gar nicht indirekt wieder eine Verschuldensprüfung in den 

Scheidungsprozess einführen. Der Mann ist mit Jahrgang 1956 etwas jünger als 

die Frau mit Jahrgang 1951, doch ist der Unterschied mit fünf Jahren nicht be-

sonders gross. Die Frau wird in der heutigen Situation des Mangels an erfahrenen 

Lehrkräften auch die Möglichkeit haben, mindestens vertretungsweise oder in ei-

nem Teilpensum weiter erwerbstätig zu bleiben, wenn sie das möchte. Sie hat 

geltend gemacht, der Mann habe gegenüber seinen Eltern noch eine Erbanwart-

schaft. Das ist allerdings kein Grund, vom Normalfall der hälftigen Teilung abzu-

rücken. Aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung und den absehbaren wirt-

schaftlichen Verhältnissen nach der Scheidung ergibt sich kein so aussergewöhn-

liches Ungleichgewicht, dass die Regelung der beruflichen Vorsorge zu korrigie-

ren wäre. 

Die Einzelrichterin hat dem Mann vorgeworfen, er habe auch nach Einlei-

tung des Scheidungsprozesses nichts unternommen, um sich einer Einrichtung 

der beruflichen Vorsorge anzuschliessen, und hat ihm gestützt darauf die Partizi-

pation am Deckungskapital der Frau verweigert, so weit dieses nach dem 7. Ok-

tober 2011 geäufnet wurde (Urteil S. 12). Das ist nicht überzeugend. Wenn die 

Teilung für die Ehedauer vorzunehmen ist, gilt das nach geltendem Recht auch 

für die Zeit des Prozesses. Ein wichtiger Grund, der die weitere Teilung unbillig 

erscheinen liesse, liegt nicht vor. Im Ergebnis ist es für die Zeit des Überganges 

nicht recht befriedigend, dass die neue Regelung der Teilung nur bis zur Einlei-

tung des Scheidungsverfahrens (Art. 122 revZGB) auch für alle Scheidungsver-

fahren gilt, welche beim Inkrafttreten des neuen Rechts in einer kantonalen In-

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stanz hängig sind (Art. 7d revSchlT ZGB). Das wird wohl zu Verzögerungsversu-

chen interessierter Parteien in den Monaten vor dem Inkrafttreten führen, aber es 

wäre willkürlich und für die jeweilige Gegenpartei unannehmbar, wenn die Gerich-

te dem Vorschub leisteten. Die Frage nach dem Stichtag unterliegt keinem Er-

messen, und eine Vorwirkung des neuen Rechts im Sinne einer gewissen Anpas-

sung der Praxis (wie es die Kammer bei Art. 301a Abs. 2 ZGB hielt) kommt daher 

nicht in Frage. Es muss daher heute offen bleiben, ob das Übergangsrecht er-

laubt, auch eine bereits rechtskräftig gewordene Scheidung nachträglich für den 

Bereich des Vorsorgeausgleichs wieder in Frage zu stellen, oder ob Art. 7d rev-

SchlT ZGB nicht (was nahe liegt) nur Verfahren erfasst, in welchen der Schei-

dungspunkt beim Inkrafttreten des neuen Rechts noch nicht rechtskräftig ist.  

Die Berufung des Mannes ist daher insoweit begründet, als er die Teilung 

des Austrittsguthabens der Frau bei der BVK auch für die Zeit des Scheidungs-

prozesses verlangt. Der Scheidungspunkt ist mit Ablauf der Frist für die Beru-

fungsantwort/Anschlussberufung der Frau am 17. Mai 2016 rechtskräftig gewor-
den. Die zu teilende Leistung beträgt nach Mitteilung der BVK Fr. 339'819.25 

(act. 229); die Hälfte davon sind Fr. 169'909.60. 

Nach Erlass des angefochtenen Urteils ist die Frau nun 65-jährig und als 

Lehrerin pensioniert worden, und seit dem 1. August 2016 bezieht sie die Alters-

rente der Vorsorgeeinrichtung (act. 214 S. 6). Damit kann unter geltendem Recht 

keine Überweisung von der einen Vorsorgeeinrichtung an die andere resp. an die 

Auffang-Einrichtung mehr erfolgen. In der gegebenen Situation, wo die Scheidung 

schon vor der Pensionierung rechtskräftig wurde, bedeutet die "angemessene 

Entschädigung" im Sinne von Art. 124 ZGB freilich ohne Weiteres die Auszahlung 

des Kapitals durch die Frau (wozu sie in der Lage ist, vgl. nachstehende Erwä-

gungen). Der Mann hat mit seinem entsprechenden Berufungsantrag - noch vor 

der Pensionierung der Frau - verlangt, die Überweisung habe auf ein Freizügig-

keitskonto zu erfolgen. Nachdem nun bei der Frau der Vorsorgefall eingetreten ist, 

kann die Überweisung nach geltendem Recht nicht (mehr) auf ein Freizügigkeits-

konto erfolgen (FamKomm Scheidung-Baumann/Lauterburg, 2. Aufl. 2011, N. 90 

- 13 - 

zu Art. 122 und N. 68a zu Art. 124 ZGB). Die Interessen der Frau werden dadurch 

nicht tangiert. 

3.2 Die Liegenschaft C._____-Strasse … in D._____ (ein Mehrfamilien-

haus) wurde von den Parteien während der Ehe erworben und steht in ihrem Ge-

samteigentum. Dieses wird im Fall der Scheidung nach überwiegender Ansicht 

wie Miteigentum unter Ehegatten aufgelöst (FamKomm Scheidung-Steck, 2. Aufl. 

2011, N. 8 zu Art. 205; BSK ZGB I-Hausheer/Aebi, 5. Aufl. 2014-2015, N. 11 zu 

Art. 205). Damit wird insbesondere die Auflösung auf die Einleitung des Schei-

dungsverfahrens zurück bezogen (Art. 204 Abs. 2 ZGB; das ergibt sich auch aus 

der Überlegung der Einzelrichterin, die Ehegatten-Gesellschaft trete mit Einleiten 

des Scheidungsverfahrens in Liquidation, Art. 545 OR), und es sind Begehren um 

ungeteilte Zuweisung möglich (Art. 205 Abs. 2 ZGB). Das Letztere verdrängt ge-

gebenenfalls die subsidiär anzuordnende Versteigerung der Sache (Art. 651 in 

Verbindung mit Art. 654 Abs. 2 ZGB).  

Die Einzelrichterin gestand dem Mann das erforderliche Interesse an der 

Übernahme zu, weil er es als Bestandteil seiner Altersvorsorge erworben habe, 

im Objekt wohne, und weil ihm als Architekt Verwaltung und Unterhalt besonders 

nahe lägen. Sie kam seinem Antrag nicht nach, weil er nicht nachgewiesen habe, 

wie er die Übernahme finanzieren wollte. Gegenüber der Frau erwog die Einzel-

richterin, nach dem Ergebnis des Beweisverfahrens könnte sie den Mann gar 

nicht abfinden, und zudem sei ihr Beweis gescheitert, dass der Mann dem ge-

meinsamen Sohn keinen Unterhalt zahle. Als Ergebnis ordnet die Einzelrichterin 

daher die Versteigerung an (Urteil S. 16 ff.). 

 In der Berufung hält die Frau den Antrag auf Zuweisung der Liegenschaft an 

sie nicht aufrecht (act. 203/198 S. 2 f. und act. 214 S. 2 und insbesondere S. 18 

vor Ziff. 7. "Die Vorinstanz … hat … zu Recht eine private … Versteigerung … 

angeordnet"), und mit dem Antrag, das angefochtene Urteil in diesem Punkt zu 

bestätigen, macht sie sinngemäss die Anordnung der Versteigerung unter den 

Parteien zu ihrem Antrag. In der Antwort auf die Berufung des Mannes beruft sie 

sich neu darauf, die Credit Suisse würde ihr die Übernahme zu einem Wert von 

Fr. 1,52 Mio. finanzieren (act. 214 S. 20). Entgegen ihrer Auffassung ist das aller-

- 14 - 

dings neu und darum unzulässig. Die Bestätigung der Bank an sich ist angesichts 

des Datums 29. April 2016 wohl neu, aber die Frage der Übernahme oder Zuwei-

sung der Liegenschaft war im erstinstanzlichen Verfahren durchaus Thema, so-

dass es für die Frau nahe gelegen hätte und möglich gewesen wäre, sich schon 

dort um eine mögliche Finanzierung zu kümmern. Der Ausnahmefall von Art. 317 

Abs. 1 lit. b ZPO ist daher nicht gegeben, und die neue Behauptung muss unbe-

rücksichtigt bleiben. 

Die Zuweisung der Liegenschaft an den Mann war und ist streitig. 

Wie die Frage der Unterhaltszahlungen an den Sohn die Frage der Zuteilung 

der Liegenschaft beeinflussen kann, leuchtet nicht ganz ein. Selbst wenn die Frau 

Studium und Lebenshaltung des Sohnes alleine bestritte (was im Beweisverfah-

ren der ersten Instanz widerlegt wurde), fiele ihr das mit der Übernahme der Lie-

genschaft kaum leichter, da sie diesfalls den Mann auf der Basis des Verkehrs-

wertes abzufinden hätte. Dem gegenüber steht der Umstand, dass der Erwerb der 

Liegenschaft für den Mann, der sonst keine Altersvorsorge äufnete, einen Be-

standteil seiner Altersvorsorge darstellt. Wohl erhält er wie vorstehend erwogen 

unter dem Titel Altersvorsorge eine "angemessene Entschädigung" im Sinne von 

Art. 124 ZGB. Diese erhält er aber aus dem freien Vermögen der Frau, und diese 

muss ihre Rente der Versicherungskasse für das Staatspersonal dafür nicht an-

greifen. Übernähme sie die Liegenschaft (allenfalls auf dem Weg der Versteige-

rung), hätte sie gewissermassen eine doppelte Vorsorge und er unter diesem Titel 

gar nichts. Geht die Liegenschaft an den Mann, hat jede Seite unter dem Titel 

Vorsorge etwas. Die Frau argumentiert, die Eltern des Mannes seien vermögend 

und besässen selber eine Rendite-Liegenschaft, welche er dereinst erben werde 

und deren Erträge seine Bedürfnisse ausreichend abdeckten (act. 248 S. 4, 

act. 82 S. 23). Eine solche Anwartschaft ist naturgemäss unsicher - wann der 

Erbgang eintritt, ist offen, das Haus kann an Wert verlieren, die Eltern können ge-

zwungen sein, es für die Bedürfnisse des eigenen Alters zu veräussern - und 

kann für die heute zu entscheidende Frage der Zuweisung nicht entscheidend 

sein. Zusätzlich kann der Mann ein legitimes Interesse an der Übernahme daraus 

ableiten, dass er schon seit mehreren Jahren im Haus wohnt, und dass er als Ar-

- 15 - 

chitekt die Verwaltung und den Unterhalt fachmännisch und auch günstig besor-

gen kann. Die Frau hält dem zwar entgegen, er sei ohne ihr Wissen ins Haus ge-

zogen und habe keinen Zins bezahlt. Das erstere ist aber unerheblich, weil der 

Mann das Haus verwaltete - darum war er ohne Weiteres befugt zu bestimmen, 

wer in dem (Rendite-)Objekt wohnen solle; die Frage der Entschädigung wird se-

parat erörtert werden (und zu einer erheblichen Verpflichtung des Mannes gegen-

über der einfachen Gesellschaft führen). Unter allen diesen Umständen ist ein 

überwiegendes Interesse des Mannes an der Übernahme der Liegenschaft zu be-

jahen.  

Die Einzelrichterin sieht von der Zuweisung an den Mann ab, weil er die fi-

nanzielle Durchführbarkeit der Übernahme nicht nachgewiesen habe (Urteil 

S. 23). Er kritisiert das, weil es die Verhandlungsmaxime verletze: dass er zur 

Übernahme in der Lage sei, habe die Frau gar nicht bestritten (act. 198 S. 11). 

Richtig ist, dass die übernahmewillige Partei zur Übernahme der Sache finanziell 

in der Lage sein muss (BGer 5C.325/2001 vom 4. März 2002). Die Einzelrichterin 

stellt wesentlich darauf ab, dass der Mann nicht nachgewiesen habe, wie er die 

Finanzierung bewerkstelligen wolle. Aus dem Umstand, dass er keine Bestätigung 

der Bank dazu vorlegte, schliesst sie, es sei nicht möglich (Urteil S. 25 E. 3.1.3.3). 

Richtig ist wohl, dass nach neuem Prozessrecht keine eigene Beweisauflagever-

fügung (§ 136 ZPO/ZH) mehr erfolgt, gestützt auf welche die Parteien ihre Be-

weismittel nennen können. Wenn eine Partei auf das Nennen von Beweismitteln 

in ihrer letzten Rechtsschrift entgegen Art. 221 Abs. 1 lit. e ZPO verzichtet, riskiert 

sie, dass eine Bestreitung der Gegenseite erfolgreich ist, weil mangels Beweismit-

teln kein Beweis erhoben wird. Die finanziellen Konsequenzen der Scheidung un-

ter den Ehegatten unterliegt aber mit Ausnahme des Vorsorgeausgleichs der Ver-

handlungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 ZPO), und das bedeutet, dass zu Unbestritte-

nem kein Beweis erhoben wird. Wenn der Mann den Antrag auf Zuweisung an 

sich selber stellte, behauptete er damit jedenfalls sinngemäss, er sei dazu auch in 

der Lage. Die Frau hat das nicht bestritten, sie tut es in der Berufung nicht, und 

das gewiss zu Recht, nachdem sie dem Mann im Punkt der Vorsorgeteilung vor-

hält, er habe ein substanzielles Erbe in Aussicht. Dass der Mann den Nachweis 

- 16 - 

der Finanzierbarkeit nicht erbracht habe (act. 214 S. 16 Ziff. 6.6), spielt daher kei-

ne Rolle.  

Demzufolge ist die Liegenschaft dem Mann ungeteilt zuzuweisen. Dafür 

muss der Übernahmewert festgelegt werden. Die Einzelrichterin musste das nicht 

tun, weil sie eine Versteigerung anordnete. Der Mann beantragt, den Übernahme- 

resp. Anrechnungswert auf Fr. 1'077'500.-- festzusetzen (act. 198 S. 13). Die Frau 

will den Wert auf "mindestens" Fr. 1,4 Mio. angesetzt haben (act. 214 S. 19 f.) 

und beruft sich dafür auf ihre Vorbringen in der ersten Instanz. Sie beantragt al-

lerdings nicht, es sei zu den beiden von der Einzelrichterin eingeholten Gutachten 

ein weiteres Gutachten einzuholen. Es ist demnach zu prüfen, was aus den be-

reits vorhandenen Beweismitteln für Schlüsse zu ziehen sind. In erster Instanz la-

gen zwei Gutachten vor, welche Werte von Fr. 1'055'000.-- (act. 38 S. 3) resp. 

Fr. 1,1 Mio. (act. 129 S.11) schätzen. Die Gutachten scheinen sorgfältig erstellt zu 

sein und die üblichen Kriterien für eine solche Schätzung zu berücksichtigen. Von 

der Frau privat eingeholte Auskünfte kommen auf Fr. 1,15 bis Fr. 1,2 Mio. 

(act. 49/1) resp. Fr. 1,185 Mio. (act. 49/2); sie sind als Parteibehauptungen nicht 

direkt beweistauglich, bestätigen aber doch die Grössenordnung der von den 

Gutachten abgegebenen Schätzungen. Die Frau legte verschiedene Inserate der 

Plattform "homegate" ins Recht, welche höhere Preise nennen (act. 83/7). Solche 

Inserate sind zum Beweis nicht tauglich; sie können durchaus allgemeine Hinwei-

se geben, berücksichtigen aber nicht die Besonderheiten eines zu schätzenden 

Objektes und reflektieren vor allem, was die Verkaufswilligen zu erhalten hoffen - 

und nicht, was Käufer zu zahlen bereit sind. Die in der Berufungsantwort neu ein-

gebrachte Finanzierungsbestätigung der Credit Suisse ist wie vorstehend erwo-

gen prozessual unzulässig und nicht zu beachten. Wesentlich ist dem gegenüber 

die konkrete Offerte der E._____ AG, welche für das Objekt Fr. 1,4 Mio. bot 

(act. 49/3 und 83/11). Das war keine in dem Sinn verbindliche Offerte, dass sie 

durch blosses Akzept zum Vertragsschluss geführt hätte - dafür fehlte nur schon 

die öffentliche Beurkundung (Art. 216 OR). Im Unterschied zu Schätzungen, wel-

che immer ein gewisses spekulatives Moment aufweisen, zeigt eine Offerte aber 

ganz konkret, was der Interessent zu zahlen bereit ist. Im erstinstanzlichen Ver-

fahren wurde denn auch der bei der E._____ AG für Käufe und Verkäufe von Im-

- 17 - 

mobilien zuständige F._____ als Zeuge befragt; er bestätigte, dass die E._____ 

AG (die er zusammen mit seinem Bruder halte) das Objekt nach wie vor zu dem 

Preis kaufen würde, um es zu renovieren und zu halten (Prot. I S. 55 ff.). Es ist 

daher davon auszugehen, dass die E._____ AG die Liegenschaft für 1,4 Mio. kau-

fen würde. Das ist etwas mehr als die referierten Schätzungen, hält sich allerdings 

durchaus in dem Rahmen, wie ein effektiver Abschluss gegenüber einer (in der 

Regel eher vorsichtigen) Schätzung liegen kann. Von diesen Fr. 1,4 Mio. ist aus-

zugehen. 

3.3 Es ist nun die konkrete Rechnung für die Anteile der Parteien an der 

Liegenschaft aufzustellen. Dabei sind die Korrektur- und Ausgleichspositionen zu 

diskutieren, welche sich auf die Liegenschaft selber beziehen. Ferner ist es 

zweckmässig, die güterrechtlichen Operationen der Beteiligung an der Errungen-

schaft in diesem Zusammenhang vorzunehmen.  

 3.3.1  Ausgangspunkt sind die Fr. 1'400'000.-- Anrechnungswert. Die 

hypothekarische Belastung beträgt per heute Fr. 812'500.--. Am Eigenkapital von 

bis hierher Fr. 587'500.-- sind die Gütermassen zu folgenden Quoten beteiligt (Ur-

teil S. 34):  

 Frau  Eigengut   Fr.   80'000.--/ 80 
   Errungenschaft  Fr.   20'000.--/ 20 
 
 Mann Eigengut   Fr. 100'000.--/100 
   Errungenschaft  Fr.   69'000.--/  69 (zusammen 269) 

 Stammen Investitionen für eine Sache überwiegend aus einer Gütermasse, 

wird für die Liquidierung in der Regel nur diese berücksichtigt, und andere Beiträ-

ge werden vorweg abgerechnet, allerdings auch zum aktuellen Wert (Art. 206 

ZGB folgend). Hier ist es angemessen und im Ganzen auch einfacher, die Beiträ-

ge für alle vier Gütermassen zu berechnen und sie anteilsmässig aufzuwerten 

(BGE 131 III 559, 141 III 53). Berechnet je mit der Operation ./. 269 x 587,5 erge-

ben sich folgende Zahlen: 

 
 Frau  Eigengut   Fr. 174'721.-- 
   Errungenschaft  Fr.   43'680.-- 
 
 Mann Eigengut   Fr. 218'402.-- 

- 18 - 

   Errungenschaft  Fr. 150'697.-- (= 587'500.--) 

 Die Anteile "Errungenschaft" sind zu teilen (Art. 215 ZGB). Beide zusammen 

belaufen sich auf Fr. 194'377.--, die Hälfte ist Fr. 97'188.50. Der Mann hat also 

neben der Übernahem der Hypotheken der Frau unter dem Titel Errungenschaft 

Fr. 97'188.50, unter dem Titel Eigengut Fr. 174'721.--, zusammen Fr. 271'909.50  

zu bezahlen. 

3.3.2  a) Die Einzelrichterin stellt fest, es gebe mehrere Bankkonti, welche 

mit der gemeinsamen Liegenschaft der Parteien zusammen hängen. Sie ordnet 

an, dass diese Konti per Datum der Veräusserung zu saldieren sind und die Erlö-

se je hälftig den Errungenschaften der Parteien gutgeschrieben werden (Disposi-

tiv Ziff. 8 und 9). Die Frau findet das richtig (act. 203/198, Anträge). Der Mann be-

antragt, die Ziffern 8 und 9 des Dispositivs aufzuheben (act. 198, Anträge); seiner 

Ansicht nach sind die Konti nach dem Wert bei Beginn des Scheidungsprozesses 

einzusetzen und in den Wert der Liegenschaft einzurechnen (act. 198 S. 13). 

Mit der Einleitung des Scheidungsprozesses trat die Ehegattengesellschaft 

wohl ins Stadium der Liquidation, wie es die Einzelrichterin zutreffend festhält (Ur-

teil S. 16 f.). Das bedeutet nicht, dass die Konti auf jenen Zeitpunkt zu bewerten 

und nach jenen Werten zu teilen wären; Veränderungen im Rahmen der Liquida-

tion sind sehr wohl beachtlich. In der Berufung wurden die aktuellen Saldi genannt 

und belegt, sie belaufen sich auf Fr. 1'839.47 und Fr. 90'636.61, zusammen 

Fr. 92'476.10 (act. 247/1 und 2).  

Diese Konti stehen in einem so engen Zusammenhang mit der Liegenschaft, 

dass sie nach den nämlichen Grundsätzen aufzuteilen sind wie das im Wert der 

Liegenschaft enthaltene Eigenkapital. Dafür sind die streitigen Korrekturpositionen 

zu diskutieren. 

Die Einzelrichterin behandelt die von den Parteien diskutierten Bezüge von 

den Konti unter dem Gesichtspunkt von Art. 208 Ziff. 2 ZGB (Urteil S. 28). Das ist 

ein möglicher Ansatzpunkt. Bezüge von einem Konto der Liegenschaften-

Gesellschaft haben allerdings nur indirekt die Errungenschaft des betreffenden 

Gesellschafters geschmälert. In erster Linie gingen sie zu Lasten der gemeinsa-

- 19 - 

men Gesellschaft, und sie sind daher auch dieser wieder zu erstatten (Gian 

Sandro Genna, Auflösung und Liquidation der Ehegattengesellschaft, Diss. Bern 

2008, S. 22 und 23). Das hat Auswirkungen auf die Beweislast: der Beziehende 

kann behaupten und im Bestreitungsfall beweisen, dass der Bezug im Interesse 

der Gesellschaft erfolgte. Die Frage der Beweislast bleibt allerdings gegenstands-

los, wenn die von den Parteien (abschliessend: Art. 221 und 229 ZPO) genannten 

Beweismittel die Feststellung des relevanten Sachverhalts erlauben. Bei gewis-

sen Beweismitteln kann die Beweislast sodann wesentlich sein: ob eine Partei 

das zum Gegenbeweis vorsorglich genannte Gutachten bevorschussen will, wird 

sie davon abhängig machen, für wie stark sie die Hauptbeweismittel einschätzt, 

und ob man einem sich nur vage ausdrückenden Zeugen Ergänzungsfragen stellt, 

überlegt man sich taktisch - je nachdem ob man in der Position des Beweisführers 

oder des Beweisgegners ist. Im vorliegenden Fall scheinen aber keine solchen 

Gesichtspunkte mitzuspielen, und gegen eine Würdigung der Beweismittel auch 

unter dem Aspekt der umgekehrten Beweislast wird in der Berufung nichts einge-

wendet. 

Die Bezüge der Frau belaufen sich auf insgesamt Fr. 85'000.-- (Urteil 

S. 46 f.).   

Beim Mann waren und blieben (act. 203/198 S. 16, Ziff. 4.7) zahlreiche Posi-

tionen streitig: 

- Bei einem Bezug von Fr. 10'694.-- anfangs Januar 2005 kommt die 

Einzelrichterin zum Schluss, er sei nicht zurückzuerstatten (Urteil S. 39). Die Frau 

kritisiert das hinsichtlich des Anteils von Fr. 2'624.--, weil der Mann seine Behaup-

tung nicht habe beweisen können, dass es insoweit um Spesen ging. Richtig ist, 

dass ein Beleg nur für Fr. 1'667.80 existiert, und dass die Erklärung des Mannes 

in der Befragung, er habe Unkosten beglichen, nicht zum Beweis reicht (Urteil 

a.a.O.). Auch wenn die Frau den Punkt hätte früher erkennen und beanstanden 

können (was sie bestreitet), wäre es dem Mann zumutbar und möglich gewesen, 

die Unterlagen für seine Bezüge zu sichern; eine "Plausibilität" der Mittelverwen-

dung (act. 217 Rz. 28) genügt nicht. Die Differenz von Fr. 956.20 hat der Mann 

auszugleichen. Der zweite Teilbetrag von Fr. 8'070.-- wurde gemäss den Anga-

- 20 - 

ben des Mannes dafür verwendet, den Parteien eine anteilige Verzinsung ihres 

investierten Kapitals auszuzahlen. In der Berufung anerkennt die Frau, dass sie 

unter diesem Titel (und zusätzlich für "SWICA Anteil Kinder") anfangs Januar 

2005 eine Vergütung erhalten habe, welche im Anteil von Fr. 3'000.-- der Verzin-

sung ihres Eigenkapitals diente. Weitere Ausführungen macht sie dazu nicht. 

Fr. 3'000.-- sind 3% ihrer investierten Fr. 80'000.-- und Fr. 20'000.--. Damit ist an-

zunehmen, dass sie die Verwendung der Fr. 8'070.-- unter dem Titel Verzinsung 

des investierten Kapitals pro 2004 nicht nur für sich, sondern auch für den Mann 

anerkannt hat, und eine weitere Hinzurechnung erfolgt nicht. 

- Anfangs 2006 überwies sich der Mann Fr. 8'295.-- (Urteil S. 40), und 

am 12. Januar 2006 figuriert auf seinem Privatkonto ein Bezug von Fr. 3'000.--, 

mit den handschriftlichen Vermerken "F. Zins A._____ und "BARABGABE AN 

A._____" (act. 72/13). Die Frau bestätigte die Behauptung nicht, dass sie diese 

Fr. 3'000.-- in bar erhalten habe; sie erinnerte sich ohne Zeitangabe nur an Zah-

lungen von einmal Fr. 4'000.-- und einmal Fr. 1'500.-- (Prot. I S. 94). Der Mann 

erklärte bestimmt, diese Zahlung sei bar erfolgt, die Frau habe das Geld im 

Schrank gelagert (Prot. I S. 95). Das wäre an sich möglich, und der behauptete 

Betrag von Fr. 3'000.-- würde mit dem des Vorjahres übereinstimmen. So ganz 

präzis ist die Übereinstimmung aber auch nicht, denn der konkrete Bezug ist et-

was (wenn auch nicht viel) höher als der des Vorjahres. Auch hier reicht eine 

"glaubhafte Erklärung" (act. 217 Rz. 31) zum Beweis nicht. Konnte der Mann nicht 

nachweisen, wofür er das Geld verwendet hat, muss er diese Fr. 8'295.--  erset-

zen. 

- Am 31. Juli 2006 bezog der Mann bar Fr. 5'000.-- (Urteil S. 41). Seine 

Behauptung, er habe damit Steuern für beide Parteien bezahlt oder allenfalls der 

Frau Fr. 2'500.-- für ihre Steuern übergeben, konnte er nicht schlüssig beweisen. 

Allerdings hat die Frau eingeräumt, es sei "möglich", dass der Betrag "für die 

Steuern" verwendet habe (Prot. I S. 74). Damit hat sie ihre Bestreitung zurückge-

nommen, und unter dieser Position gibt es nichts auszugleichen. Die Beanstan-

dungen in der Berufung (act. 203/198 S. 13 f.) können das nicht ändern. 

- 21 - 

-  Am 5. Februar 2008 zahlte sich der Mann Fr. 8'500.-- aus, und kurz 

danach überwies er dem Steueramt D._____ Fr. 8'261.25. Er erklärt das damit, 

dass er ursprünglich für gemeinsam geschuldete Steuern die Fr. 8'500.-- geleistet 

und die dann nach der Bekanntgabe der Trennung wieder bezogen habe (Urteil 

S. 43). Als Gegenbeweis könnte das eine gewisse Bedeutung haben. Für den 

Beweis, dass der Betrag für Zwecke der Gesellschaft oder allenfalls mit Zustim-

mung der Frau erfolgt sei, kann es nicht genügen; der Mann verzichtet denn auch 

in der Berufungsantwort darauf, zu seinem Beweis zu argumentieren und verweist 

lediglich darauf, die Frau habe den Nachweis seiner Schädigungsabsicht nicht er-

bracht (act. 217 Rz. 41 ff.) - worauf es nicht ankommt. Die Fr. 8'500.-- sind zu-

rückzuerstatten. 

- Einen weiteren Bezug von Fr. 30'000.-- (vom 11. August 2011) erklärt 

der Mann damit, dass er das ohne Absprache mit der Frau als "Sicherstellung" 

bezogen habe (Prot. I S. 99). Die Einzelrichterin hält daher richtig dafür, dass er 

den Betrag einzuwerfen habe (Urteil S. 45). 

-  Die Frau will mit ihrer Berufung weitere Fr. 30'000.-- hinzu gerechnet 

haben: Bezüge des Mannes von zweimal je Fr. 10'000.-- (am 9. April und 21. Juli 

2014) und zweimal je Fr. 5'000.-- (am 1. Oktober und 14. November 2014), wel-

che der Mann ausdrücklich anerkannte und als Kompensation von Bezügen der 

Frau bezeichnete (act. 168). Sie beanstandet, dass das angefochtene Urteil diese 

Beträge nicht berücksichtige, ihre eigenen Bezüge aber sehr wohl (act. 203/198 

S. 16 f.). Der Mann hält die Kritik nicht für gerechtfertigt, denn das angefochtene 

Urteil rechne beiden Parteien Fr. 30'000.-- hinzu, was richtig sei (act. 217 Rz. 50 

f.). Das angefochtene Urteil berücksichtigt aber in der Tat wohl aus Versehen nur 

einmal Fr. 30'000.--, während es sich um verschiedene Bezüge handelt - einen 

aus dem Jahr 2011 von Fr. 30'000.-- (im vorstehenden Absatz behandelt) und vier 

aus dem Jahr 2014 in der Summe von Fr. 30'000.--. Die zweiten Fr. 30'000.-- 

müssen also zusätzlich berücksichtigt werden.  

Zusammengefasst sind dem Posten "Hauskonti" also Bezüge der Frau von 

Fr. 85'000.-- und solche des Mannes von Fr. 77'751.20 hinzuzurechnen. 

- 22 - 

 Die konkrete Rechnung stellt sich also wie folgt dar: den Kontogutha-

ben von Fr. 92'476.10 sind die Bezüge hinzuzurechnen (Frau Fr. 85'000.--, Mann 

Fr. 77'751.20), das gibt ohne Rappen Fr. 255'227.--. Verhältnismässig den betei-

ligten Gütermassen zugewiesen ergeben sich 

 Frau  Eigengut  (Fr.   80'000.--)    Fr. 75'904.-- 
   Errungenschaft (Fr.   20'000.--)    Fr. 18'976.-- 

Mann Eigengut  (Fr. 100'000.--)    Fr. 94'880.-- 
   Errungenschaft (Fr.   69'000.--)    Fr. 65'467.--  (= Fr. 255'227.--) 

Die Anteile an der Errungenschaft fielen noch vor dem Scheidungsprozess 

an und sind darum zu teilen (Art. 215 ZGB), also stehen der Frau unter diesem Ti-

tel (Fr. 65'467.-- + Fr. 18'976.-- = 84'443.-- ./. 2 =) Fr. 42'222.-- zu, ferner der An-

teil entsprechend ihrem Eigengut von Fr. 75'904.--, das sind Fr. 118'126.--. Unter 

Berücksichtigung ihrer Bezüge von Fr. 85'000.-- gibt das als Zwischenergebnis 

einen Saldo zu ihren Gunsten von Fr. 33'126.--. 

 3.3.2 b) Der Mann wohnt wie erwähnt in der Liegenschaft und zahlt keine 

Miete. Wäre er ein beliebiger Dritter, der den Mietzins schuldig geblieben ist, wäre 

die Forderung neben dem aktuellen Wert der Liegenschaft als Guthaben der Ge-

sellschaft zu behandeln und unter die Gesellschafter aufzuteilen. Nicht anders ist 

hier zu verfahren: wenn ein Anspruch der Gesellschaft besteht, ist er zu den Kon-

toguthaben hinzuzurechnen. 

 In der Berufung verlangt die Frau, es seien der Errungenschaft des Mannes 

Fr. 31'878.-- (nämlich 46 Monate à Fr. 693.--) zuzurechnen sowie für jeden Monat 

ab Februar 2016 bis zur Versteigerung der Liegenschaft ebenfalls je Fr. 693.-- 

(act. 203/198 S. 2). Sie begründet das damit, dass die Wohnung bis zum Einzug 

des Mannes für Fr. 960.-- fremdvermietet war und nie eine Einigung über die un-

entgeltliche Nutzung getroffen worden sei. Sie sei bereit, die Verwaltung der Lie-

genschaft mit Fr. 3'200.-- im Jahr einzusetzen und anzurechnen, aber nicht ihre 

eigenen Bezüge, welche separat berücksichtigt würden (act. 203/198 S. 8 f.). Der 

Mann anerkennt, dass er keinen Mietzins in Geld leistet, er verweist aber darauf, 

dass er gemäss einer Vereinbarung mit der Frau ein Entgelt in Form von Verwal-

tung, Bauführung und technischer Hauswartung erbringe; im Übrigen sei nicht auf 

- 23 - 

die Fr. 960.-- des Vormieters abzustellen, denn dort sei eine Rendite eingerech-

net, welche er sich selber ja nicht zahlen müsse (act. 217 Rz. 10 ff.). 

 Die Einzelrichterin hat Beweis dazu erhoben, ob der Mann "ungerechtfertigt 

keinen Mietzins bezahle" (Urteil S. 24). Das verstellt eine Rechtsfrage zum Be-

weis und ist angesichts der Art. 150 und 57 ZPO nicht zulässig. Abgesehen davon 

wurde die Beweislast dafür der Frau zugeteilt, und das ist wohl auch nicht richtig. 

Wenn Ehegatten gemeinsam eine Renditeliegenschaft halten und nur einer von 

ihnen darin Wohnsitz nimmt, besteht vorweg keine Vermutung der unentgeltlichen 

Überlassung. Der Mann hat denn auch betont, er wohne nicht gratis, sondern es 

bestehe eine Übereinkunft, wonach er durch seine Arbeit für das Haus (und damit 

für die gemeinsame Gesellschaft) eine Nutzungsentschädigung leiste. Eine sol-

che Übereinkunft muss er beweisen. Die Einzelrichterin argumentiert im Urteil mit 

den Befragungen der Parteien (wie sie das im Beweisbeschluss festhielt, act. 143 

S. 7), und der Mann macht in der Berufung nicht geltend, er habe weitere Be-

weismittel genannt. Er erklärte in der Befragung ohne betragsmässige Präzisie-

rung, man habe sich auf "ein Verwaltungshonorar" geeinigt (Prot. I S. 104), und 

die Frau erklärte, in einem "vernünftigen Rahmen" resp. mit höchstens Fr. 5'000.-- 

im Jahr wäre sie einverstanden (Prot. I S. 82 und 83 f.). In früheren Jahren hatte 

sich der Mann nach eigener Darstellung ein Verwaltungshonorar von Fr. 3'200.-- 

ausbezahlt. In der Berufung erklärt er nun, seine aktuelle Tätigkeit für die Liegen-

schaft sei ohnehin mehr wert als ein angemessener Mietzins (act. 217 Rz. 11). 

Schon in der ersten Instanz hatte er diesen Standpunkt vertreten, allerdings ohne 

jede Präzisierung (act. 103 S. 4). Dazu konnte und kann kein Beweis erhoben 

werden. 

 Damit steht zunächst fest, dass die Nutzung der Wohnung als entgeltlich 

verstanden wurde. Auf einen bestimmten Betrag einigte man sich nicht - aber 

auch nicht darauf, was für konkrete Tätigkeiten das Entgelt bilden sollten. Damit 

ist kein Mietvertrag zustande gekommen, da für diesen der bestimmte oder be-

stimmbare Mietzins (in Geld oder Arbeit) einen "wesentlichen Punkt" im Sinne des 

Vertragsrechts darstellt. Mit dem Wohnen wurde und wird der Mann aus den Akti-

ven der Gesellschaft ungerechtfertigt bereichert (Art. 62 Abs. 1 OR), und es ist 

- 24 - 

daher eine Nutzungs-Entschädigung festzusetzen. Dafür kann auf den unstreitig 

vom Vormieter bezahlten Zins von Fr. 960.-- im Monat abgestellt werden. Zwar ist 

der Einwand des Mannes richtig, dass er sich selber keinen Gewinn zahlen muss, 

der Gesellschaft allerdings sehr wohl - und sein Anteil an dem Gewinn fliesst ja 

über seine Beteiligung wieder an ihn zurück. Von den Fr. 960.-- ist abzuziehen, 

was die Frau als aktuelles Entgelt für die Verwaltungstätigkeit anerkennt: 

Fr. 5'000.-- im Jahr oder Fr. 417.-- im Monat. Es bleiben auszugleichen Fr. 543.-- 

monatlich. Ab April 2012 und bis und mit November 2016 gerechnet (56 Monate) 

gibt das insgesamt Fr. 30'408.--. 

 Der Korrekturposten von Fr. 30'408.-- steht wie erwähnt nicht der Frau zu, 

sondern der Gesellschaft, sodass der Betrag auf die einzelnen Gütermassen auf-

zuteilen ist. Die Korrektur für das Wohnen des Mannes betrifft einen Zeitraum 

nach Beginn des Scheidungsprozesses, und eine Beteiligung an der Errungen-

schaft ist demnach nicht zu ermitteln (Art. 204 Abs. 2 ZGB). Die Rechnung stellt 

sich demnach wie folgt dar: 

 Frau  Eigengut  (Fr.  80'000.--) Fr.   9'043.-- 
   Errungenschaft (Fr.  20'000.--) Fr.   2'261.-- 

Mann Eigengut  (Fr.100'000.--) Fr. 11'304.-- 
   Errungenschaft (Fr.  69'000.--) Fr.   7'800.-- (= Fr. 30'408.--) 

 Die Frau hat unter diesem Titel also (Fr. 9'043.-- und Fr. 2'261.-- =) 

Fr. 11'304.-- zugut.  

 3.3.3  Neben der Übernahme der Hypotheken ergeben sich demnach 

bei der Zuweisung der Liegenschaft an den Mann folgende Ansprüche: 

 Der Anspruch der Frau als Anteil am Eigenkapital ist Fr. 271'909.50, zuzüg-

lich die Fr. 11'304.-- unter dem Titel Miete sowie des Saldos aus dem Stand der 

Konti und der diversen Korrekturposten und der bereits erfolgten Vorbezüge von 

Fr. 33'126.-- ergibt Fr. 316'339.50, welche ihr der Mann bei der Übernahme der 

Liegenschaft zu zahlen hat. 

 3.4 Wird die Liegenschaften-Gesellschaft selbständig liquidiert, bleiben die 

Errungenschaften der Eheleute auszugleichen, soweit sie nicht im Haus investiert 

sind. 

- 25 - 

Bei der Frau sind zu berücksichtigen ihre "persönlichen Konti", nach dem 

angefochtenen Urteil Fr. 53'292.93, abzüglich das Eigengut von Fr. 32'073.90, 

das ergibt Fr. 21'219.--. Beim Mann sind es Kontoguthaben von Fr. 104'448.88 

gegenüber Eingebrachtem von Fr. 21'800.-- und Fr. 31'985.--, das ergibt 

Fr. 50'664.--. Die Summe der Errungenschaften ist Fr. 71'883.--, die Hälfte 

Fr. 35'941.50. Die Frau hat also vom Mann in Anwendung von Art. 215 ZGB noch 

Fr. 14'722.50 zu gut. 

4. Es bleiben die Kostenfolgen zu regeln.  

4.1 Das Bezirksgericht legte seine Entscheidgebühr von Fr. 13'000.-- der 

Frau zu 11/20 und dem Mann zu 9/20 auf und verrechnete so weit als möglich mit 

den geleisteten Vorschüssen (Frau Fr. 5'100.--, Mann Fr. 2'400.-- ). Die Kosten 

der Verkehrswertschätzungen (Fr. 3'384.--) bürdete es den Parteien je zur Hälfte 

auf, die Fr. 200.-- für einen Zeugen nur der Frau. Zudem sprach es dem Mann 

ausgehend von einer vollen Entschädigung von Fr. 16'000.-- (ohne Mehrwert-

steuer) den reduzierten Betrag von Fr. 1'600.-- zuzüglich Mehrwertsteuer zu.  

Nach dem Ausgang des Berufungsverfahrens haben sich die Gewichte et-

was verschoben. Der Mann erhält einen etwas grösseren Anteil unter dem Titel 

berufliche Vorsorge und kann die Liegenschaft übernehmen, die Frau dringt mit 

der Anrechnung weiterer Korrekturpositionen beim Aufteilen der Haus-Konti und 

mit der Anrechnung einer Entschädigung für die Miete durch. Betragsmässig fällt 

die Zuweisung der Liegenschaft weitaus am stärksten ins Gewicht, allerdings 

spiegelt das nicht den Bearbeitungsaufwand. Angemessen ist die Kostenverle-

gung je zur Hälfte. Damit gibt es für die erste Instanz auch keine Parteientschädi-

gung. 

4.2 In der Berufung obsiegt der Mann mit seinen Anträgen zur beruflichen 

Vorsorge, wogegen die Frau hier vollständig unterliegt. Der Mann dringt durch mit 

seinem Antrag auf Zuweisung der Liegenschaft, nicht aber mit dem Anrech-

nungswert. Er unterliegt mit Korrekturen bei der Aufteilung der Hauskonti und ins-

besondere mit der Entschädigung für das Wohnen. Auch hier macht die Zuwei-

sung der Liegenschaft streitwertmässig den weitaus grössten Anteil aus, stimmt 

- 26 - 

das mit dem Aufwand für Gericht und Gegenpartei aber nicht überein. Angemes-

sen ist die Verlegung der Kosten zu einem Drittel an den Mann, zu zwei Dritteln 

an die Frau. Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 24'000.-- festzusetzen. 

Dem Mann ist entsprechend eine reduzierte Parteientschädigung (unter Be-

rücksichtigung der mehreren Eingaben und der mündlichen Verhandlungen) von 

Fr. 9'000.-- zuzüglich Mehrwertsteuer zuzusprechen.  

Im Berufungsverfahren sind Vorschüsse von Fr. 8'000.-- (Frau), und 

Fr. 20'000.-- (Mann) geleistet worden. 

Es wird beschlossen: 

 Es wird vorgemerkt, dass die Ziffern 1 und 2 des angefochtenen Urteils nicht 

angefochten und ab 18. Mai 2016 rechtskräftig sind. 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufungen werden teilweise gutgeheissen. Die Dispositiv-Ziffern 3 - 9 

und 11 - 13 des angefochtenen Urteils werden aufgehoben. 

2. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller Fr. 169'909.60 zu 

bezahlen. 

3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin Fr. 14'722.50 zu be-

zahlen. 

4. Die im Gesamteigentum der Gesuchsteller als einfacher Gesellschaft ste-

hende Liegenschaft C._____-Strasse …, Grundbuch Blatt …, Liegenschaft, 

Kataster Nr. …, in der Gemeinde D._____ wird dem Gesuchsteller mit Wir-

kung am Tag nach unbenütztem Ablauf der Frist zum Weiterzug dieses Ur-

teils an das Bundesgericht (Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG) zu alleinigem Eigen-

tum zugewiesen.  

- 27 - 

Die Eintragung dieser Handänderung im Grundbuch hat gemäss den nach-

stehenden Bestimmungen zu erfolgen: 

4.1 Das Grundbuchamt hat die Liegenschaft auf Begehren des Gesuch-

stellers mit Rechten und Pflichten, Schaden und Nutzen als dessen Al-

leineigentum einzutragen. 

4.2  Der Anrechnungswert für die Übernahme beträgt Fr. 1,4 Mio. Er wird 

getilgt durch Übernahme des Namenschuldbriefs über nominal 

Fr. 955'000.-- (mit einem Maximalzins von 10%, errichtet an erster 

Pfandstelle am 28. Juli 1965, und der aktuellen Verpflichtung von 

Fr. 812'500.--) durch den Gesuchsteller, durch Zahlung von 

Fr. 316'339.50 des Gesuchstellers an die Gesuchstellerin und im Übri-

gen durch Verrechnung mit dem Anteil des Gesuchstellers an der ein-

fachen Gesellschaft der beiden Gesuchsteller, unter welcher sie die 

Liegenschaft bisher hielten.  

4.3 Gleichzeitig mit dem Begehren hat der Gesuchsteller schriftlich nach-

zuweisen, dass die Gesuchstellerin aus der Haftung für den vorstehend 

genannten Schuldbrief und für die grundpfändlich gesicherten Schul-

den von ursprünglich Fr. 700'000.-- zu 2.25% (Festhypothek) resp. 

Fr. 170'000.-- zu 1,07% (Libor-Hypothek) gegenüber der UBS AG ent-

lassen wird. 

4.4  Gleichzeitig mit dem Begehren hat der Gesuchsteller ein unbedingtes 

Zahlungsversprechen einer schweizerischen Bank zu Gunsten der Ge-

suchstellerin über Fr. 316'339.50 vorzulegen.  

Unter anderen Titeln schuldet die Gesuchstellerin dem Gesuchsteller 

Fr. 169'909.60 resp. der Gesuchsteller der Gesuchstellerin 

Fr. 14'722.50. Weist der Gesuchsteller schriftlich nach, dass seit Erlass 

des heutigen Urteils Verrechnung erklärt worden ist, beträgt die vom 

Zahlungsversprechen zu deckende Summe Fr. 146'429.90 (wenn nur 

der Gesuchsteller verrechnete) resp. Fr. 161'152.40 (wenn beide Sei-

ten verrechneten).  

- 28 - 

4.5 Die grundbuchamtlichen Kosten sind von den Parteien je hälftig zu be-

gleichen. 

5. So weit die Parteien mehr und anderes verlangten, werden die Berufungen 

abgewiesen. 

6. Die erstinstanzlichen Kosten  (Dispositiv-Ziffer 11) werden bestätigt und den 

Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

7. Für das Verfahren der ersten Instanz wird keine Parteientschädigung zuge-

sprochen. 

8. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird festgesetzt auf 

Fr. 24'000.--. Sie wird der Gesuchstellerin zu zwei Dritteln und dem Gesuch-

steller zu einem Drittel auferlegt und mit den im Berufungsverfahren geleis-

teten Kostenvorschüssen verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, 

dem Gesuchsteller Fr. 8'000.-- zu ersetzen. 

9. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Berufungs-

verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 9'720.-- (Mehrwert-

steuer eingeschlossen) zu bezahlen.  

10. Schriftliche Mitteilung gegen Empfangsschein an die Parteien und an das 

Bezirksgericht Bülach, ferner nach Ablauf der in Dispositiv Ziffer 4 genann-

ten Frist und unter Angabe des konkreten Datums im Teilauszug (Dispositiv 

Ziffer 4) an das Grundbuchamt D._____, mit Formular an das zuständige Zi-

vilstandsamt und an die Obergerichtskasse. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

11. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 29 - 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

 
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.--. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung, so weit die-
ser Entscheid kein Gestaltungsurteil ist (Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG). 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw C. Funck 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 11. November 2016
	3. Es sei auf eine Aufteilung der während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der Pensionskassen gemäss Art. 123 Abs. 2 ZGB der Parteien zu verzichten.
	Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten des Beklagten.

	Rechtsbegehren des Beklagten: (act. 90)
	Urteil des Bezirksgerichtes Bülach:
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufungen werden teilweise gutgeheissen. Die Dispositiv-Ziffern 3 - 9 und 11 - 13 des angefochtenen Urteils werden aufgehoben.
	2. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller Fr. 169'909.60 zu bezahlen.
	3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin Fr. 14'722.50 zu bezahlen.
	4. Die im Gesamteigentum der Gesuchsteller als einfacher Gesellschaft stehende Liegenschaft C._____-Strasse …, Grundbuch Blatt …, Liegenschaft, Kataster Nr. …, in der Gemeinde D._____ wird dem Gesuchsteller mit Wirkung am Tag nach unbenütztem Ablauf d...
	4.1 Das Grundbuchamt hat die Liegenschaft auf Begehren des Gesuchstellers mit Rechten und Pflichten, Schaden und Nutzen als dessen Alleineigentum einzutragen.
	4.2  Der Anrechnungswert für die Übernahme beträgt Fr. 1,4 Mio. Er wird getilgt durch Übernahme des Namenschuldbriefs über nominal Fr. 955'000.-- (mit einem Maximalzins von 10%, errichtet an erster Pfandstelle am 28. Juli 1965, und der aktuellen Verpf...
	4.3 Gleichzeitig mit dem Begehren hat der Gesuchsteller schriftlich nachzuweisen, dass die Gesuchstellerin aus der Haftung für den vorstehend genannten Schuldbrief und für die grundpfändlich gesicherten Schulden von ursprünglich Fr. 700'000.-- zu 2.25...
	4.4  Gleichzeitig mit dem Begehren hat der Gesuchsteller ein unbedingtes Zahlungsversprechen einer schweizerischen Bank zu Gunsten der Gesuchstellerin über Fr. 316'339.50 vorzulegen.  Unter anderen Titeln schuldet die Gesuchstellerin dem Gesuchsteller...
	4.5 Die grundbuchamtlichen Kosten sind von den Parteien je hälftig zu begleichen.
	5. So weit die Parteien mehr und anderes verlangten, werden die Berufungen abgewiesen.
	6. Die erstinstanzlichen Kosten  (Dispositiv-Ziffer 11) werden bestätigt und den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	7. Für das Verfahren der ersten Instanz wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	8. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 24'000.--. Sie wird der Gesuchstellerin zu zwei Dritteln und dem Gesuchsteller zu einem Drittel auferlegt und mit den im Berufungsverfahren geleisteten Kostenvorschüssen verrec...
	9. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Berufungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 9'720.-- (Mehrwertsteuer eingeschlossen) zu bezahlen.
	10. Schriftliche Mitteilung gegen Empfangsschein an die Parteien und an das Bezirksgericht Bülach, ferner nach Ablauf der in Dispositiv Ziffer 4 genannten Frist und unter Angabe des konkreten Datums im Teilauszug (Dispositiv Ziffer 4) an das Grundbuch...
	11. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 f...