# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01d42e5b-7546-5d0a-b32a-22e18971e5a8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2008 C-4737/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4737-2007_2008-08-29.pdf

## Full Text

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Abtei lung II I
C-4737/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Bernard Vaudan, 
Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreisebewilligung in Bezug auf Z._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4737/2007

Sachverhalt:

A.
Die  1952  geborene  mongolische  Staatsangehörige  Z._______ 
(nachfolgend:  Gesuchstellerin)  beantragte  am  4. April  2007  bei  der 
Schweizer Botschaft in Peking die Erteilung eines Einreisevisums für 
einen dreimonatigen Besuchsaufenthalt  bei  A._______ (nachfolgend: 
Gastgeber  bzw.  Beschwerdeführer).  Nach  formloser  Verweigerung 
übermittelte die Vertretung das Gesuch der Vorinstanz zum Entscheid.

B.
Nachdem die zuständige Behörde der Stadt Bern (Einwohnerdienste, 
Migration und Fremdenpolizei [EMF]) beim Gastgeber weitere Abklä-
rungen vorgenommen und in der Folge die Ablehnung des Gesuchs 
empfohlen hatte, wies die Vorinstanz das Gesuch um Bewilligung der 
Einreise mit Verfügung vom 29. Juni 2007 ab. Zur Begründung führte 
sie im Wesentlichen aus, dass die Wiederausreise der Gesuchstellerin 
aufgrund der wirtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse in der 
Mongolei nicht als gesichert  angesehen werden könne. Der Gesuch-
stellerin würden in ihrem Herkunftsland zudem weder zwingende be-
rufliche oder  gesellschaftliche  Verpflichtungen  noch familiäre  Verant-
wortlichkeiten obliegen,  welche für  eine fristgerechte Wiederausreise 
Gewähr bieten könnten.

C.
Gegen diese Verfügung erhob der Gastgeber am 10. Juli  2007 beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag 
um Aufhebung der Verfügung und um Erteilung des gewünschten Be-
suchervisums. Als Begründung bringt er im Wesentlichen vor, es treffe 
nicht  zu,  dass  der  Gesuchstellerin  in  ihrem  Herkunftsland  keine 
familiären Verpflichtungen obliegen würden. Sie sei zwar geschieden, 
doch lebten praktisch alle ihre Bezugspersonen in der Mongolei, ins-
besondere ihre beiden erwachsenen Söhne und ihre sieben Geschwis-
ter. Auch sei sie bereits Grossmutter geworden. Zudem lebe sie in ge-
ordneten finanziellen Verhältnissen,  so dass kaum ein  Grund für  sie 
bestehe, in der Schweiz zu bleiben.

D.
Mit Vernehmlassung vom 10. August 2007 spricht sich die Vorinstanz 
unter Erläuterung der bereits erwähnten Gründe für die Abweisung der 
Beschwerde aus. Die Gesuchstellerin stamme aus einer Region, aus 

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der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturel-
len Verhältnisse der Zuwanderungsdruck grundsätzlich stark anhalte. 
Sie sei zudem geschieden und auch im Übrigen ohne verbindliche fa-
miliäre  Verpflichtungen,  da ihre  Söhne bereits  erwachsen seien und 
auf  eigenen Füssen stehen würden. Somit  würden ihr  im Herkunfts-
land auch nicht besondere familiäre, gesellschaftliche oder berufliche 
Verpflichtungen obliegen, die für eine anstandslose und fristgerechte 
Wiederausreise Gewähr bieten könnten.

E.
Mit  verfahrensleitender  Anordnung vom 14. August  2007 wurde dem 
Beschwerdeführer  die  Möglichkeit  gewährt,  zur  Vernehmlassung  der 
Vorinstanz Stellung zu nehmen. Die hierfür gesetzte Frist blieb unge-
nutzt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht – un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen – Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Dazu gehört auch das BFM, das mit der in Frage stehenden Verweige-
rung der Einreisebewilligung eine Verfügung im erwähnten Sinne und 
daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat. Eine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ent-
scheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Gemäss Artikel 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht nach dem VwVG, sofern das Gesetz nichts an-
deres bestimmt.

1.3 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 VwVG zur Beschwerde 
legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 49 ff. VwVG).

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2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  – soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat  – die Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet 
im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den 
geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 
ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. 
E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 
vom  28. März  2003,  sowie  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-135/2006 vom 20. Dezember 2007, E. 2 mit weiteren Hinweisen).

3.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazu gehörenden Ausführungsverordnungen in Kraft (u.a. die Ver-
ordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren 
[VEV, SR 142.204]). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, 
die vor dem Inkrafttreten des AuG eingereicht worden sind, das bishe-
rige Recht anwendbar. Das Gesuch, auf welches sich die angefochte-
ne Verfügung bezieht,  wurde vor dem Inkrafttreten des AuG gestellt. 
Die materielle Beurteilung der vorliegenden Beschwerde erfolgt somit 
nach der altrechtlichen Regelung. Massgebend sind daher insbeson-
dere das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Nie-
derlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quel-
lennachweis  vgl. Ziff. I  des  Anhangs zum AuG) und die  Verordnung 
vom 14. Januar 1998 über die Einreise und Anmeldung von Auslän-
derinnen und Ausländern (VEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quel-
lennachweis vgl. Art. 39 VEV).

4.
Ausländer und Ausländerinnen sind zur Anwesenheit  in der Schweiz 
berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung 
haben oder keiner solchen bedürfen (Art. 1a ANAG). Gewisse Gruppen 
von Ausländerinnen und Ausländern benötigen für die Einreise in die 
Schweiz ein Visum (vgl. Art. 3 ff. VEA).

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4.1 Für die Erteilung von Einreisevisa ist das BFM zuständig (Art. 18 
VEA), welches im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Ver-
träge mit dem Ausland nach freiem Ermessen entscheidet (Art. 4 und 
Art. 16 Abs. 1 ANAG, Art. 9 VEA). Das schweizerische Recht räumt so-
mit weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch einen Anspruch auf 
Erteilung eines Visums ein (vgl.  PETER UEBERSAX,  Einreise und Anwe-
senheit in: Peter Uebersax/Peter Münch/Thomas Geiser/Martin Arnold 
(Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen 
Recht,  Privatrecht,  Steuerrecht  und  Sozialrecht  der  Schweiz, 
Basel/Genf/München  2002,  Rz.  5.28).  Dem  behördlichen  Ermessen 
steht deshalb im Falle der Erteilung einer Einreisebewilligung ein wei-
terer Spielraum offen als beispielsweise bei der Verlängerung einer all-
mählich den Vertrauensschutz verfestigenden Anwesenheitserlaubnis. 
Dies gilt namentlich für die Beurteilung von Einreisegesuchen für tou-
ristische bzw. besuchsweise Aufenthalte von bis zu drei Monaten, die 
bewilligungsfrei  sind,  aber  der  Visumspflicht  unterliegen  (vgl.  Art.  2 
Abs. 1 ANAG i.V.m. den massgeblichen Visumsbestimmungen).

4.2 Ein Einreisevisum wird verweigert, wenn die in Art. 1 VEA aufge-
führten Voraussetzungen nicht  erfüllt  sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). 
Insbesondere  müssen  Gesuchstellerinnen  und  Gesuchsteller,  die  in 
die Schweiz reisen möchten, Gewähr bieten, dass sie fristgerecht wie-
der ausreisen werden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA).

5.
Zwischen der Schweiz und der Mongolei  besteht  kein Staatsvertrag, 
welcher der Gesuchstellerin einen Anspruch auf Einreise und Aufent-
halt  in der Schweiz vermitteln würde. Sie unterliegt  den allgemeinen 
Einreisevoraussetzungen (vgl. Art. 1-5 VEA),  namentlich der Visums-
pflicht, da mongolische Staatsangehörige davon nicht befreit sind.

6.
Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein 
zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der Regel 
keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen ma-
chen. Dabei rechtfertigt es sich, Einreisegesuchen von Personen aus 
Staaten mit  politisch  oder  wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen 
Verhältnissen mit einer gewissen Zurückhaltung zu begegnen, da die 
persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht mit dem Ziel 
und  Zweck  einer  zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in  Einklang 
steht. Es sind dabei jedoch auch die Umstände des konkreten Einzel-

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falls  zu würdigen. Insbesondere ist  zu überprüfen,  ob die Vorinstanz 
unter Berücksichtigung der Verhältnisse im Herkunftsland der Gesuch-
stellerin und ihrer persönlichen Lebensumstände einen ermessensfeh-
lerfreien Entscheid getroffen hat.

6.1 Nach einer starken Rezession in den 1990er-Jahren, welche na-
mentlich auf  die Einstellung der finanziellen Unterstützung durch die 
ehemalige UdSSR zurückzuführen war, stieg das Wirtschaftswachstum 
vor allem ab dem Jahr 2002 in beachtlicher Weise an und belief sich in 
den Jahren 2006 und 2007 auf 7.5 % respektive 9.9 % (Quelle: U.S. 
Departement  of  State,  <http://www.state.gov      >      ,  Countries  > Back-
ground Notes  > Mongolia,  Stand: Februar 2008,  besucht am 30. Juli 
2008). Dennoch bleibt die Mongolei, mit einem Bruttoinlandprodukt pro 
Kopf von USD 1'500 im Jahre 2007, eines der Länder mit dem weltweit 
tiefsten Entwicklungsstandard. Die Wirtschaft wächst langsam, da sie 
durch eine starke Abhängigkeit von Rohstoff-Vorkommen und Viehwirt-
schaft gehemmt wird. Die Kräfte des Marktes haben den Graben zwi-
schen den Lebensstandards der ländlichen und der städtischen Bevöl-
kerung vertieft. Geschätzte 36 % der Bevölkerung leben heute unter 
der  Armutsgrenze.  Mehr  als  23 %  der  Gesamtbevölkerung  leben  in 
extremer Armut mit einem Einkommen von weniger als USD 0.40 pro 
Tag. Die arme Bevölkerung in den Städten wie der Hauptstadt Ulaan-
baatar ist  aufgrund der höheren Wohnkosten und Lebensmittelpreise 
besonders  gefährdet  (Quellen:  Weltbank,  <www.worldbank.org  >, 
Countries > Mongolia > Country Overview > Country Brief, Stand: Fe-
bruar 2008,  sowie Deutsches Auswärtiges Amt,  <www.auswaertiges-
amt.de  >, Länder, Reisen und Sicherheit > Mongolei, Stand: April 2008, 
beide besucht am 30. Juli 2008). Im Jahre 2007 war zudem aufgrund 
insbesondere  der  Verteuerung  von  Treibstoff  und  Lebensmitteln  ein 
sehr  starker  Anstieg  der  Inflationsrate  auf  15.1 %  zu  verzeichnen 
(Quelle:  Deutsches  Auswärtiges  Amt,  <www.auswaertiges-amt.de  >, 
Länder, Reisen und Sicherheit > Mongolei > Wirtschaftspolitik, Stand: 
April 2008, besucht am: 30. Juli 2008). Aus diesen Ausführungen wird 
deutlich,  dass  die  wirtschaftliche  Lage  nach  wie  vor  angespannt  ist 
und  breite  Bevölkerungsschichten  von  vergleichsweise  schwierigen 
ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen betroffen  sind. Ent-
sprechend hoch ist der Anteil jener, die versuchen, nach Westeuropa – 
und unter anderem auch in die Schweiz – zu gelangen, um sich unter 
günstigeren  Lebensbedingungen  eine  bessere  Existenz  aufzubauen. 
Die Tendenz zur Auswanderung wird vor allem dann noch begünstigt, 
wenn bereits Verwandte oder Bekannte im Ausland leben und dement-

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http://www.state.gov/
http://www.auswaertiges-amt.de/
http://www.worldbank.org/
http://www.worldbank.org/
http://www.worldbank.org/
http://www.state.gov/

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sprechend  ein  minimales  Beziehungsnetz  besteht.  Im  Falle  der 
Schweiz führt dies angesichts der restriktiven fremdenpolizeilichen Zu-
lassungsregelung nicht selten zur Umgehung ausländerrechtlicher Be-
stimmungen.

6.2 Bei  der  Risikoanalyse  betreffend  die  gesicherte  Wiederausreise 
sind  aber  nicht  nur  solch  allgemeine  Umstände  zu  berücksichtigen, 
sondern – wie vorstehend ausgeführt  – sämtliche Gesichtspunkte des 
konkreten  Einzelfalles.  Obliegt  einem  Beschwerdeführer  im  Heimat-
staat beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder 
familiäre Verantwortung, kann dieser Umstand die Prognose begünsti-
gen. Umgekehrt muss bei Beschwerdeführern, die in ihrem Heimatland 
keine  besonderen  Verpflichtungen  haben,  das  Risiko,  dass  sie  sich 
nach einer bewilligten Einreise nicht gemäss den ausländerrechtlichen 
Regeln verhalten, als hoch eingeschätzt werden.

6.2.1 Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um eine 56-jährige ge-
schiedene Frau. Gemäss den Angaben des Gastgebers sind ihre bei-
den  Söhne  (mittlerweile  19-  und  26-jährig)  erwachsen  (vgl.  Beiblatt 
zum Schreiben des Beschwerdeführers vom 1. Juni 2007). Beschwer-
deweise  wird  vorgebracht,  praktisch  alle  ihre  Bezugspersonen,  na-
mentlich ihre Söhne sowie ihre sieben Geschwister, lebten in der Mon-
golei. Auch sei sie bereits Grossmutter geworden. Zwar ist die Gesuch-
stellerin in einem Alter, in welchem der Wunsch, die Heimat und dort 
lebende  Familienmitglieder  zu  verlassen  und  an  einem anderen  Ort 
ein neues Leben anzufangen,  nicht  mehr so ausgeprägt  sein dürfte. 
Jedoch  lassen  die  Akten  nicht  erkennen  – und  es  wird  im  Übrigen 
auch nicht geltend gemacht – dass der Gesuchstellerin besondere Be-
treuungs- oder sonstige familiäre Pflichten in ihrem Herkunftsland ob-
liegen, die ihre Rückkehr erfordern würden. Insofern ist zu bezweifeln, 
dass der Gesuchstellerin in ihrem Herkunftsland zwingende Verpflich-
tungen obliegen, weshalb ihre Wiederausreise dennoch nicht als gesi-
chert betrachtet werden kann.

6.2.2 In beruflicher Hinsicht hat sich die Gesuchstellerin anlässlich der 
Antragstellung  als  "Managerin"  eines  Unternehmens  namens 
"B._______" mit  Sitz  in  Ulaanbataar  bezeichnet. Dies bestätigen die 
beiden im vorinstanzlichen Verfahren beigebrachten Bescheinigungen 
des betreffenden Unternehmens vom 2. Februar 2007. In einer der bei-
den  Bestätigungen  gibt  die  B._______  an,  sie  werde  die  Stelle  der 
Gesuchstellerin während ihrer geplanten Abwesenheit nicht besetzen, 

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sondern  diese nach ihrer  Rückkehr  weiterbeschäftigen. Jedoch geht 
aus  den  beiden  Dokumenten  weder  hervor,  wie  lange  die  Ge-
suchstellerin  bereits  beim  betreffenden  Unternehmen  angestellt  ist, 
noch wie hoch der dort von ihr erzielte Verdienst ist. Auch die Gesuch-
stellerin hat keine entsprechenden Belege eingereicht. So lassen sich 
aus der beruflichen Tätigkeit keine Rückschlüsse auf ihre wirtschaftli-
chen Verhältnisse ziehen und es kann daher nicht davon ausgegangen 
werden,  diese seien günstig. Der  Beschwerdeführer  nimmt  zwar  an, 
die Gesuchstellerin lebe in geordneten finanziellen Verhältnissen (vgl. 
Beschwerde). Doch scheint er über diese jedenfalls nicht näher orien-
tiert  zu  sein  und  er  belegt  sein  Vorbringen  dementsprechend  auch 
nicht weiter. Im Übrigen zeigt die Erfahrung ganz allgemein, dass bei 
Bestehen  eines  Lohngefälles  zwischen  der  Schweiz  und  dem  Her-
kunftsland einer beschwerdeführenden Person selbst eine für einhei-
mische Verhältnisse gut entlöhnte Tätigkeit nicht nachhaltig davon ab-
halten kann, das Land dauerhaft zu verlassen (Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts  C-4178/2007  vom  31. Oktober  2007  E. 3.5.3).  Auf-
grund  der  Aktenlage  kann  daher  nicht  davon  ausgegangen  werden, 
die  Gesuchstellerin  befinde  sich  in  vorteilhaften  und  stabilen  wirt-
schaftlichen Verhältnissen, die sie verlässlich von einer Emigration ab-
halten könnten.

6.2.3 Im Weiteren gilt es zu berücksichtigen, dass die Gesuchstellerin 
offenbar bereits über Bezugspersonen in der Schweiz verfügt. So le-
ben gemäss Angaben des Gastgebers Verwandte und Bekannte der 
Gesuchstellerin in der Schweiz. Über ihre Nichte, die in der Schweiz 
studiert, kam auch der erste Kontakt zwischen der Gesuchstellerin und 
dem  Beschwerdeführer  zustande  (vgl.  Beiblatt  zum  Schreiben  vom 
1. Juni 2007 sowie Beschwerde). Die Gesuchstellerin könnte auch aus 
diesem  Grund  versucht  sein,  einen  dauerhaften  Verbleib  in  der 
Schweiz in Betracht zu ziehen. Im Übrigen hegte schon die Schweizer 
Vertretung in Peking, welche mit den Verhältnissen vor Ort gut vertraut 
ist,  Bedenken hinsichtlich der anstandslosen und fristgerechten Wie-
derausreise und verweigerte daher die Einreisebewilligung formlos.

7.
Der Beschwerdeführer hat sich verpflichtet, für die Lebensunterhalts-
kosten der Gesuchstellerin während des geplanten Besuchsaufenthal-
tes aufzukommen (vgl. Unterhaltsverpflichtung vom 1. Juni 2007). Wei-
ter will  er für ihre anstandslose und fristgerechte Wiederausreise ga-
rantieren. Die Integrität des Beschwerdeführers in seiner Eigenschaft 

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als Gastgeber wird nicht in Zweifel gezogen. Indessen sind bei der Ab-
wägung des Risikos einer nicht fristgerechten Wiederausreise nicht so 
sehr die Einstellung und Absichten des Gastgebers, sondern in erster 
Linie das mögliche Verhalten des Gastes selbst  von Bedeutung. Nur 
Letzterer  ist  in  der  Lage,  hinreichend  Gewähr  für  eine  fristgerechte 
und anstandslose Wiederausreise zu bieten. Der Gastgeber kann zwar 
für gewisse finanzielle Risiken Garantie leisten, nicht aber  – mangels 
rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit  – für ein bestimmtes Ver-
halten des Gastes (vgl. anstelle vieler: Urteile des Bundesverwaltungs-
gerichts C-801/2006 vom 29. November 2007 E. 5.4 und C-790/2006 
vom 20. November 2007 E. 5.4).

8.
Gestützt  auf  vorstehende  Erwägungen  durfte  die  Vorinstanz  davon 
ausgehen, die fristgerechte und anstandslose Wiederausreise sei nicht 
gewährleistet (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Da-
raus  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  nicht  ver-
letzt.  Der  rechtserhebliche Sachverhalt  wurde  richtig  und  vollständig 
festgestellt  und  die  Vorinstanz  hat  das  ihr  zustehende  Ermessen 
pflichtgemäss und zutreffend ausgeübt (Art. 49 VwVG). Die Beschwer-
de ist daher abzuweisen.

9.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdefüh-
rer die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskos-
ten sind auf Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 10)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem am 27. Juli 2007 geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)
- die EMF der Stadt Bern (Ref-Nr. [...])

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Viviane Eggenberger

Versand:

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