# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adf01896-4f2a-54e8-add1-41457f1a6a00
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-07-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.07.2020 C-331/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-331-2020_2020-07-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-331/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  J u l i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiber Daniel Golta. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 AHV, Rückvergütung AHV-Beiträge;  

Einspracheentscheid der SAK vom 9. Januar 2020. 

 

 

 

C-331/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass A._______ mit Formular vom 28. Mai 2019 einen Antrag auf Rückver-

gütung von AHV-Beiträgen stellte und die Schweizerische Ausgleichskasse 

(nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) die Beitragsrückvergütung mit Verfü-

gung vom 11. Juni 2019 ablehnte, weil A._______ (nachfolgend Beschwer-

deführer) sowohl die Staatsangehörigkeit Bosnien und Herzegowinas als 

auch die kroatische Staatsangehörigkeit besitze und damit die Staatsan-

gehörigkeit zweier Vertragsstaaten mit der Schweiz, was eine Rückvergü-

tung der AHV-Beiträge ausschliesse (vgl. Akten der SAK [SAK-act.] 47, 56), 

dass die SAK eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 

17. Juni 2019 abwies und mit Einspracheentscheid vom 9. Januar 2020 

bestätigte, dass gestützt auf Art. 18 Abs. 3 AHVG (SR 831.10) die Beiträge 

nicht rückvergütet werden könnten, die Beiträge bei Erreichen des Renten-

alters jedoch zur Berechnung der Altersrente berücksichtigt würden, 

dass A._______ am 15. Januar 2020 (Datum Postaufgabe) beim Bundes-

verwaltungsgericht eine Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid 

einreichte, die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückvergü-

tung der AHV-Beiträge verlangte und zur Beschwerdebegründung auf 

seine frühere Ausbeutung durch den Arbeitgeber sowie die Notwendigkeit, 

seine Familie finanziell unterstützen zu können, hinwies, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischen-

verfügung vom 21. Januar 2020 dazu aufforderte, innert fünf Tagen ab Er-

halt der Zwischenverfügung eine Beschwerdeverbesserung im Sinne der 

Erwägungen nachzureichen, ansonsten auf die Beschwerde nicht einge-

treten werde, 

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde mit Schreiben vom 24. Ja-

nuar 2020 (Datum Poststempel: 27. Januar 2020) ergänzte (Akten des Be-

schwerdeverfahrens [B-act.] 3), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 30. Ja-

nuar 2020 seine Zwischenverfügung vom 21. Januar 2020 mit der Begrün-

dung aufhob, dass diese keine Rechtsmittelbelehrung enthalten habe, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer gleichzeitig 

aufforderte, innert fünf Tagen ab Erhalt der Zwischenverfügung vom 30. 

Januar 2020 eine Beschwerdeverbesserung im Sinne der Erwägungen 

nachzureichen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde,  

C-331/2020 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer sich mit Schreiben vom 6. Februar 2020 beim 

Bundesgericht über die Zwischenverfügung vom 30. Januar 2020 be-

schwerte und um Rückvergütung seiner Versicherungsbeiträge ersuchte 

(B-act. 8 Beilagen),  

dass das Bundesgericht am 11. Februar 2020 das Schreiben des Be-

schwerdeführers vom 6. Februar 2020 an das Bundesverwaltungsgericht 

weiterleitete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 13. Februar 2020 der SAK je ein 

Doppel der Beschwerdeschrift, der Beschwerdeverbesserung vom 24. Ja-

nuar 2020 und der Eingabe an das Bundesgericht vom 6. Februar 2020 (je 

inkl. Beilagen) zukommen liess und die Vorinstanz um eine Vernehmlas-

sung ersuchte, 

dass die SAK mit Vernehmlassung vom 13. März 2020 die Abweisung der 

Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids 

beantragte (B-act. 10), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 4. Juni 

2020 zur Kenntnis nahm und gab, dass der Beschwerdeführer keine Replik 

zur Vernehmlassung eingereicht habe, und infolgedessen den Schriften-

wechsel abschloss (B-act. 11-13), 

dass das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig ist (vgl. Art. 85bis Abs. 1 AHVG sowie Art. 31, 32 und 

33 Bst. d VGG), 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG (SR 830.1) be-

schwerdelegitimiert ist, 

dass die Beschwerde im Übrigen – unter Berücksichtigung der Eingaben 

vom 24. Januar und 6. Februar 2020 – frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG 

und Art. 52 VwVG) eingereicht wurde, weshalb darauf einzutreten ist, 

dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefoch-

tenen Einspracheentscheids in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, 

der zur Zeit seines Erlasses (vorliegend: 9. Januar 2020) gegeben war; 

Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Nor-

malfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 

138 E. 2.1), 

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Seite 4 

dass in zeitlicher Hinsicht die Rechtssätze im Zeitpunkt der Rückvergü-

tungsantragsstellung massgebend sind (vorliegend 28. Mai 2019; vgl. BGE 

136 V 24 E. 4.4; Urteil des BVGer C-1128/2018 vom 7. Mai 2020 E. 3.2.3; 

Art. 1 Abs. 2 RV-AHV), 

dass den Ausländern, die ihren Wohnsitz im Ausland haben und mit deren 

Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, sowie ihren 

Hinterlassenen die gemäss den Artikeln 5, 6, 8, 10 oder 13 AHVG bezahl-

ten Beiträge rückvergütet werden und der Bundesrat die Einzelheiten re-

gelt (vgl. Art. 18 Abs. 3 AHVG), was er in der Verordnung vom 29. Novem-

ber 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge (RV-AHV, SR 831.131.12) 

getan hat, 

dass in Bezug auf den Rückvergütungsanspruch die Staatsangehörigkeit 

im Zeitpunkt der Rückforderung massgebend ist (vgl. Art. 1 Abs. 2 

RV-AHV), 

dass unbestritten und dokumentiert ist, dass der Beschwerdeführer am 

28. Mai 2019 (Zeitpunkt der Rückvergütungsantragsstellung) als Doppel-

bürger einerseits Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina und 

andererseits Staatsangehöriger der Republik Kroatien war (vgl. die Aus-

zugskopien aus dem kroatischen Pass des Beschwerdeführers 

[SAK-act. 36, 49; Beilagen zu B-act. 1 und 3] und die Selbstdeklarationen 

des Beschwerdeführers [namentlich in SAK-act. 11, SAK-act. 47 S. 1, 

B-act. 3]), 

dass nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien die Best-

immungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien 

über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1; im Folgenden: Sozialversi-

cherungsabkommen Jugoslawien) für alle Staatsangehörigen des ehema-

ligen Jugoslawiens zunächst anwendbar blieben (BGE 126 V 198 E. 2b, 

122 V 381 E. 1 mit Hinweis),  

dass das Sozialversicherungsabkommen Jugoslawien für Staatsangehö-

rige der Republik Kroatien durch das am 1. Januar 1998 in Kraft getretene 

Abkommen vom 9. April 1996 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und der Republik Kroatien über Soziale Sicherheit (SR 

0.831.109.291.1; im Folgenden: Sozialversicherungsabkommen Kroatien) 

abgelöst worden ist (vgl. Art. 40 des Abkommens), 

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Seite 5 

dass das am 1. Oktober 2018 abgeschlossene Abkommen zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und Bosnien und Herzegowina über 

Soziale Sicherheit (nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen Bosnien 

und Herzegowina) noch nicht von beiden Parlamenten ratifiziert worden 

und noch nicht in Kraft getreten ist (vgl. Medienmitteilung des Bundesam-

tes für Sozialversicherungen [BSV] vom 05.06.2020, < https://www.bsv.ad-

min.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-

anzeigeseite.msg-id-79339.html > und BSV: Zwischenstaatliche Vereinba-

rungen der Schweiz über Soziale Sicherheit, < https://www.bsv.ad-

min.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/int/grundlagen-und-abkom-

men/sozialversicherungsabkommen.html > Dokumente, abgerufen am 

02.07.2020), 

dass das Sozialversicherungsabkommen Bosnien und Herzegowina das 

Sozialversicherungsabkommen Jugoslawien im Verhältnis zwischen der 

Schweiz einerseits und Bosnien und Herzegowina andererseits noch nicht 

abgelöst hat (vgl. Art. 42 des Abkommens), 

dass daher im Verhältnis zur Schweiz das Sozialversicherungsabkommen 

Jugoslawien weiterhin für Staatsangehörige Bosnien und Herzegowinas 

zur Anwendung kommt, 

dass im Zeitpunkt der Rückvergütungsantragsstellung sowohl für Staats-

angehörige Kroatiens als auch für Staatsangehörige Bosnien-Herzego-

winas je eine zwischenstaatliche Vereinbarung im Sinne von Art. 18 Abs. 3 

AHVG und Art. 1 Abs. 1 RV-AHV e contrario besteht, die eine Rückvergü-

tung von AHV-Beiträgen ausschliesst, 

dass daher eine Rückvergütung von AHV-Beiträgen an den Beschwerde-

führer sowohl deswegen ausser Betracht fällt, weil er die Staatsangehörig-

keit Bosnien und Herzegowinas besitzt, als auch deswegen, weil er die 

kroatische Staatsangehörigkeit besitzt, 

dass daran die vom Beschwerdeführer in der Beschwerde und in seinen 

Eingaben vom 24. Januar 2020 und 6. Februar 2020 vorgebrachten Argu-

mente und die damit eingereichten Dokumente, nichts ändern, 

dass namentlich gemäss Art. 18 Abs. 3 AHVG für den Ausschluss eines 

Rückvergütungsanspruchs massgebend ist, dass zwischen der Schweiz 

und dem Heimatstaat der versicherten Person keine zwischenstaatliche 

Vereinbarung besteht, 

C-331/2020 

Seite 6 

dass hingegen nicht relevant ist, wie und zu welchem Zeitpunkt (vor dem 

Rückvergütungsantrag) die einschlägigen Staatsangehörigkeiten erwor-

ben wurden, 

dass der Rückvergütungsausschluss auch nicht voraussetzt, dass die ver-

sicherte Person in den betroffenen Heimatstaaten gelebt und/oder gearbei-

tet und/oder deren Sozialversicherungssystem oder sonstigen Versiche-

rungen angehört hat, und/oder nicht beabsichtigt, dies jemals zu tun, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen diesbezüglichen Ausführungen da-

her nicht durchdringt, 

dass für den Rückvergütungsausschluss auch nicht relevant ist, ob der Be-

schwerdeführer – wie er angibt – zwar in der Schweiz Steuern und Versi-

cherungsbeiträge bezahlt hat, aber nie in der Schweiz (sondern nur auf 

Flussschiffen) gearbeitet hat, und ob er (nicht) beabsichtigt, jemals in der 

Schweiz zu arbeiten, 

dass der Beschwerdeführer auch aus seinen Behauptungen, fünf Jahre in 

Irland gearbeitet und gelebt zu haben und vorübergehend in Deutschland 

zu leben, nicht zu seinen Gunsten ableiten kann, 

dass der Anspruch auf Beitragsrückvergütung sozialversicherungsrechtli-

cher Natur ist und keine Hilfe- oder Unterstützungsleistung darstellt, wes-

halb auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte finanzielle Bedürf-

tigkeit seiner Familie keinen Rückvergütungsanspruch zu begründen ver-

mag, 

dass die Beitragsrückvergütung auch nicht dazu dient, während des Ar-

beitslebens bzw. während der Bezahlung von AHV-Beiträgen erlittene 

Nachteile oder Ungerechtigkeiten – wie die vom Beschwerdeführer be-

hauptete Ausbeutung durch den Arbeitgeber – auszugleichen oder zu ent-

schädigen, 

dass im Ergebnis festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer offensicht-

lich keinen Anspruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge und die SAK die 

Rückvergütung der Beiträge zu Recht verweigert hat, 

dass unter diesen Umständen die Beschwerde im einzelrichterlichen Ver-

fahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 AHVG 

abzuweisen ist, 

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Seite 7 

dass das Verfahren gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG kostenlos ist, sodass 

keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass der unterliegende Beschwerdeführer und die Vorinstanz keinen An-

spruch auf Parteientschädigung haben (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra-

rio und Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Daniel Golta 

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Seite 8 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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