# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f8c3314-e5e0-5cf4-8c94-07dc0d92b71c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.08.2018 RR.2018.195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2018-195_2018-08-30.pdf

## Full Text

Entscheid vom 30. August 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Andreas J. Keller, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler,     

Gerichtsschreiberin Inga Leonova  

   
 

Parteien 

  

1. A., 

2. B., 

beide vertreten durch Rechtsanwälte Andrea  

Taormina und/oder Olivia Pelli, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT III DES KANTONS  

ZÜRICH,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an  

Tschechien 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);  

Akteneinsicht (Art. 80b IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: RR.2018.195; 

                              RR.2018.196 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Bezirksstaatsanwaltschaft Hradec Králové (nachfolgend „StA Hradec 

Králové“) führt gegen A. ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Kür-

zung der Körperschaftssteuer nach tschechischem Recht. In diesem Zusam-

menhang gelangte die StA Hradec Králové mit Rechtshilfeersuchen vom 

15. Juni 2015 an die Schweiz und ersuchte unter anderem um Erhebung von 

Informationen und Unterlagen zum Konto Nr. 1 bei der Bank C. sowie von 

auf A. und B. lautenden Konten (Verfahrensakten, Ordner 1/7, Lasche 2, 

Urk. 2).  

 

 

B. Am 16. September 2015 übermittelte die Staatsanwaltschaft des Kantons 

Zürich (nachfolgend „StA ZH“) das Rechtshilfeersuchen der Eidgenössi-

schen Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“) und bat um Prüfung, ob der 

darin geschilderte Sachverhalt einen Abgabebetrug nach Schweizer Recht 

darstelle (Verfahrensakten, Ordner 1/7, Lasche 5, Urk. 5/1). Das ESTV kam 

am 29. September 2015 zum Schluss, dass die Rechtshilfe hinsichtlich der 

direkten Steuer gewährt werden könne (Verfahrensakten, Ordner 1/7, La-

sche 5, Urk. 5/4).  

 

 

C. Mit Eintretensverfügung vom 30. November 2015 entsprach die StA ZH dem 

Ersuchen und forderte die Bank C. auf, ihr die von den tschechischen Be-

hörden anbegehrten Dokumente zu übermitteln und Informationen mitzutei-

len (Verfahrensakten, Ordner 1/7, Lasche 6, Urk. 6). Dieser Aufforderung 

kam die Bank C. am 18. Dezember 2015 nach (Verfahrensakten, Ordner 2/7, 

Urk. 8/1). 

 

 

D. Am 17. Mai 2018 ordnete die StA ZH unter anderem mit Schlussverfügungen 

Nr. 1 und 2 die Herausgabe der ihr eingereichten Bankunterlagen zu den auf 

A. und B. lautenden Konten an (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 1.A).  

 

 

E. Dagegen liessen A. und B. bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-

richts am 25. Juni 2018 zwei separate Beschwerden erheben. Sie beantra-

gen im Hauptbegehren, die Schlussverfügungen Nr. 1 und 2 seien unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Eventualiter sei das Rechtshil-

feverfahren bis zur Entscheidung des tschechischen Obergerichts in Hradec 

Králové zu sistieren. Ebenfalls eventualiter seien die in den Beschwerden 

bezeichneten Unterlagen nicht herauszugeben und die Namen der in den 

- 3 - 

 

 

Beschwerden genannten Personen in den herauszugebenden Unterlagen zu 

schwärzen (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 1).  

 

 

F. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) beantragt mit Eingaben vom 

10. Juli 2018 die kostenfällige Abweisung der Beschwerden, soweit auf diese 

eingetreten werden könne (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 6). Die 

StA ZH nahm zu den Beschwerden mit Eingaben vom 12. Juli 2018 Stellung 

und beantragt deren kostenfällige Abweisung (RR.2018.195 und 

RR.2018.196, je act. 7). 

 

 

G. Die Eingaben vom 30. Juli 2018, mit welchen A. und B. zu den Beschwerde-

antworten unaufgefordert Stellung nahmen und an den in den Beschwerden 

gestellten Rechtsbegehren festhielten, wurden dem BJ und der StA ZH am 

31. Juli 2018 zur Kenntnis gebracht (RR.2018.195 und RR.2018.196, je 

act. 9-10).  

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, sofern 

erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Tschechien und der Schweiz sind in erster Linie 

das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) und das zweite Zusatzprotokoll vom 8. No-

vember 2001 zum EUeR (ZP II EUeR; SR 0.351.12) massgeblich. Günsti-

gere Bestimmungen bilateraler oder multilateraler Übereinkünfte zwischen 

den Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 26 Ziff. 2 und 3 EUeR).  

Soweit das Übereinkommen und Zusatzprotokoll bestimmte Fragen weder 

ausdrücklich noch stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landes-

recht geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (sog. 

Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 

135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en 

matière pénale, 4. Aufl. 2014, N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 

1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und 

die dazugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) an-

wendbar (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 

- 4 - 

 

 

337 E. 1; vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Men-

schenrechte (BGE 139 II 65 E. 5.4; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; 

TPF 2008 24 E. 1.1; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 681 ff.). 

 

1.2 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 12 Abs. 1 IRSG, Art. 39 Abs. 2 lit. b 

i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 

Organisation des Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisations-

gesetz, StBOG; SR 173.71]). 

 

 

2.  

2.1 Nach dem Grundsatz der Prozessökonomie sind Verfahren möglichst ein-

fach, rasch und zweckmässig zum Abschluss zu bringen (BGE 126 V 283 

E. 1 S. 285; Urteile des Bundesgerichts 6S.709/2000 und 6S.710/2000 vom 

26. Mai 2003 E. 1; 1A.60-62/2000 vom 22. Juni 2000 E. 1a; Entscheide des 

Bundesstrafgerichts RR.2016.245 vom 19. Mai 2017 E. 2.1; RR.2016.332 

vom 16. März 2017 E. 2; je m.w.H). Es steht im Ermessen des Gerichts, 

Verfahren nach diesem Grundsatz zu vereinen (Beschluss des Bundesstraf-

gerichts BV.2014.13, BV.2014.22, BP.2014.27 vom 15. September 2014 

E. 1).  

 

2.2 Die angefochtenen Schlussverfügungen gehen auf dasselbe Rechtshilfeer-

suchen der StA Hradec Králové vom 15. Juni 2015 zurück und die beinahe 

gleichlautenden Beschwerden werfen im Wesentlichen dieselben Rechtsfra-

gen auf. Zudem werden die Beschwerdeführer durch dieselben Rechtsan-

wälte vertreten. Daher rechtfertigt es sich, die Beschwerdeverfahren 

RR.2018.195 und RR.2018.196 zu vereinigen und mit einem einzigen Ent-

scheid zu erledigen. 

 

 

3.  

3.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver-

fügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-

richts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist beträgt 

30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persön-

lich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b 

IRSG). Als persönlich und direkt betroffen im Sinne von Art. 21 Abs. 3 und 

http://links.weblaw.ch/BSTGER-BV.2014.22
http://links.weblaw.ch/BSTGER-BP.2014.27

- 5 - 

 

 

Art. 80h lit. b IRSG gilt bei der Erhebung von Kontoinformationen der Konto-

inhaber (Art. 9a lit. a IRSV) und bei der Hausdurchsuchung der Eigentümer 

oder der Mieter (Art. 9a lit. b IRSV). Nicht zur Beschwerde befugt ist dagegen 

der Verfasser von Schriftstücken, die im Besitze eines Dritten beschlag-

nahmt wurden (BGE 130 II 162 E. 1.1; 123 II 161 E. 1d; 116 Ib 106 E. 2a). 

Persönlich und direkt betroffen ist nur, wer sich in der Schweiz selber einer 

bestimmten Rechtshilfemassnahme zu unterwerfen hat (BGE 116 Ib 106 

E. 2a).  

 

3.2 Bei den hier angefochtenen Entscheiden handelt es sich um Schlussverfü-

gungen der ausführenden kantonalen Behörde in internationalen Rechtshil-

feangelegenheiten. Die von der Rechtshilfemassnahme betroffenen Konten 

mit den Stamm-Nrn. 2, 3 und 4 bei der Bank C. lauten auf die Beschwerde-

führer. Damit sind sie zur Erhebung der vorliegenden Beschwerden legiti-

miert und auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobenen Beschwerden 

ist einzutreten. 

 

 

4. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh-

rung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die 

aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 

E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; 

TPF 2011 97 E. 5). Ebenso wenig muss sich die urteilende Instanz mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen. Sie kann sich auf die für 

ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die 

Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten 

liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 

IV 179 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_143/2016 vom 2. Mai 2016 E. 2 

mit Hinweisen). 

 

 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer 1 rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtli-

ches Gehör und bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe ihm die Aktenein-

sicht in weitere von ihr geführte Rechtshilfeverfahren verweigert, in denen er 

als Beschuldigter bezeichnet werde, die Kontoinhaber jedoch diverse Ge-

sellschaften seien (RR.2018.195, act. 1, S. 14 f.). 

 

5.2 Im Bereich der internationalen Rechtshilfe wird der in Art. 29 Abs. 2 BV ver-

ankerte Anspruch auf rechtliches Gehör in Art. 80b IRSG und ergänzend in 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=1A.123%2F2006&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-162%3Ade&number_of_ranks=0#page162
http://links.weblaw.ch/BGE-130-II-162
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=1A.123%2F2006&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-II-161%3Ade&number_of_ranks=0#page161
http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-161
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=1A.123%2F2006&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-IB-106%3Ade&number_of_ranks=0#page106
http://links.weblaw.ch/BGE-116-IB-106
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=1A.123%2F2006&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-IB-106%3Ade&number_of_ranks=0#page106
http://links.weblaw.ch/BGE-116-IB-106
http://links.weblaw.ch/BGE-132-II-81
http://links.weblaw.ch/BGE-130-II-337
http://links.weblaw.ch/1A.1/2009
http://links.weblaw.ch/TPF_2011_97

- 6 - 

 

 

Art. 26 ff. VwVG (durch Verweis in Art. 12 Abs. 1 IRSG) konkretisiert (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 1A.57/2007 vom 24. September 2007 E. 2.1; 

TPF 2010 142 E. 2.1; 2008 91 E. 3.2), welche sowohl in Verfahren vor den 

Bundesbehörden als auch vor kantonalen Behörden zur Anwendung gelan-

gen (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2016.60 vom 10. Au-

gust 2016 E. 4.2.1 m.w.H.). Die Berechtigten können, soweit dies für die 

Wahrung ihre Interessen notwendig ist, Einsicht in die Akten nehmen 

(Art. Art. 80b Abs. 1 IRSG). Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichts-

rechts als Teil des Gehörsanspruchs folgt nach der Rechtsprechung, dass 

grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt 

werden müssen, sofern in der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf 

abgestellt wird. Denn die betroffene Partei kann sich nur dann wirksam zur 

Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihr 

die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich 

die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 387 E. 3.1; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_631/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4.2.1.1).  

 

Das Recht auf Akteneinsicht ist wie das Recht, angehört zu werden, formel-

ler Natur, weshalb dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung führt. Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die 

Verletzung nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die 

Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, Akteneinsicht und die Mög-

lichkeit erhält, sich vor einer Instanz zu äussern, welche sowohl die Tat- als 

auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115 V 297 E. 2h 

S. 305 m.H.). 

 

5.3 Den Beschwerdeführern wurde gestützt auf das Gesuch vom 6. Septem-

ber 2017 Einsicht in das Rechtshilfeersuchen und in die ihre jeweiligen Kon-

ten betreffenden Bankunterlagen gewährt (Verfahrensakten, Ordner 1/7, La-

sche 22, Urk. 22 und Lasche 23, Urk. 23). Hierzu liessen sie sich mit Eingabe 

vom 26. Januar 2018 ausführlich vernehmen (Verfahrensakten, Ordner 1/7, 

Lasche 37, Urk. 37). Eine Gehörsverletzung wird in diesem Zusammenhang 

zurecht nicht behauptet.  

 

5.4 Infolge eines weiteren Akteneinsichtsgesuchs wurde der damaligen Vertre-

terin der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 5. Oktober 2017 mitgeteilt, dass 

dem Gesuch, in die Rechtshilfeunterlagen betreffend die gelöschten (Off-

shore-)Gesellschaften Einsicht nehmen zu können, nur unter bestimmen Vo-

raussetzungen entsprochen werden könne. Namentlich wurden die Be-

schwerdeführer darauf hingewiesen, dass hierfür sowohl die Auflösungsdo-

http://links.weblaw.ch/1A.57/2007
http://links.weblaw.ch/TPF_2010_142
http://links.weblaw.ch/TPF_2008_91
http://links.weblaw.ch/BSTGER-RR.2016.60
http://links.weblaw.ch/BGE-132-V-387
http://links.weblaw.ch/8C_631/2014
http://links.weblaw.ch/BGE-115-V-297

- 7 - 

 

 

kumente der Gesellschaften als auch die Vollmacht(en) derjenigen Perso-

nen, die gemäss den Auflösungsdokumenten als wirtschaftlich Berechtigte 

gelten, notwendig seien (Verfahrensakten, Ordner 1/7, Lasche 25, Urk. 25 

und Lasche 27, Urk. 27). In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerde-

führer 1 eine Gehörsverletzung (RR.2018.195, act. 1, S. 14 f.). 

 

Der Beschwerdeführer 1 bestreitet seine mangelnde Beschwerdelegitima-

tion in Bezug auf die Rechtshilfeverfahren betreffend die (liquidierten) Ge-

sellschaften nicht. Er bringt vor, er habe ein erhebliches Interesse, in die Ak-

ten der Parallelverfahren, in denen er als Beschuldigter gelte und die mit dem 

vorliegenden Verfahren eng verbunden seien, Einsicht nehmen zu können 

(act. 1, S. 14). Seiner Argumentation kann nicht gefolgt werden. Es ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die Akteneinsicht in die Parallelverfahren für die An-

fechtung der hier zu beurteilenden Schlussverfügungen von Bedeutung sein 

könnte. Soweit ersichtlich, nehmen die hier angefochtenen Schlussverfügun-

gen auf weitere Rechtshilfeverfahren und deren Unterlagen keinen Bezug, 

weshalb die Akten aus den Parallelverfahren als nicht entscheidrelevant zu 

gelten haben (vgl. statt vieler Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2017.288 vom 27. Juni 2018 E. 2.1 m.w.H.). Die Einsicht in die Verfah-

rensakten der den Beschwerdeführer 1 nicht betreffenden Rechtshilfeverfah-

ren ist bereits aus diesem Grund zu verweigern. Bei diesem Ergebnis erüb-

rigt sich die Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer 1 in den Ver-

fahren betreffend die liquidierten Gesellschaften beschwerdelegitimiert ist 

bzw. wie der diesbezügliche Nachweis zu erbringen wäre (vgl. Entscheide 

des Bundesstrafgerichts RR.2017.90 vom 19. September 2017 E. 2.2 und 

2.3; RR.2015.105 vom 23. Juni 2015 E. 2.4; RR.2012.238-241 vom 14. März 

2013 E. 3.1). Die Rüge des Beschwerdeführers 1 ist unbegründet.  

 

 

6.  

6.1 In materieller Hinsicht bringen die Beschwerdeführer zunächst vor, der im 

Ersuchen dargelegte Sachverhalt sei fehlerhaft und unzureichend dargestellt 

worden (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 1, S. 6 ff.).  

 

6.2  

6.2.1 Gemäss Art. 14 EUeR müssen die Rechtshilfeersuchen insbesondere Anga-

ben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 

lit. b). Ausserdem müssen sie in Fällen wie vorliegend die strafbare Handlung 

bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). 

Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende 

Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der 

- 8 - 

 

 

ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gege-

ben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen wegen denen um 

Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein politisches oder fiskalisches Delikt darstel-

len (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ge-

wahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1; TPF 2015 110 E. 5.2.1 S. 112; 2011 194 

E. 2.1 S. 195 f.). 

6.2.2 Die Vertragsparteien des EUeR können sich das Recht vorbehalten, die Er-

ledigung von Ersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme der Bedin-

gung zu unterwerfen, dass die dem Ersuchen zugrunde liegende strafbare 

Handlung sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des 

ersuchten Staates strafbar ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR). Die Schweiz hat für 

die Durchführung prozessualer Zwangsmassnahmen eine entsprechende 

Erklärung angebracht. Art. 64 Abs. 1 IRSG bestimmt (für die akzessorische 

Rechtshilfe), dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur angewendet wer-

den dürfen, wenn aus der Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen hervor-

geht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven Merkmale eines 

nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes aufweist.  

Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 

der im Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie 

wenn die Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren ein-

geleitet hätte (BGE 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90; 129 II 462 E. 4.4). Zu prüfen ist 

mithin, ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachverhalt, sofern er  

– analog – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbestandsmerk-

male einer schweizerischen Strafnorm erfüllen würde. Die Strafnormen brau-

chen nach den Rechtssystemen der Schweiz und des ersuchenden Staates 

nicht identisch zu sein (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 84; 129 II 462 E. 4.6; 124 II 

184 E. 4b/cc; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Dabei genügt es, wenn der im 

Rechtshilfeersuchen geschilderte Sachverhalt unter einen einzigen Straftat-

bestand des schweizerischen Rechts subsumiert werden kann. Es braucht 

dann nicht weiter geprüft zu werden, ob darüber hinaus auch noch weitere 

Tatbestände erfüllt sein könnten (BGE 129 II 462 E. 4.6). 

 

6.2.3 Art. 3 Abs. 3 IRSG sieht in Übereinstimmung mit Art. 2 lit. a EUeR vor, dass 

Rechtshilfebegehren abzulehnen sind, wenn der Gegenstand des Verfah-

rens eine Tat bildet, die auf eine Verkürzung fiskalischer Abgaben gerichtet 

ist. Jedoch kann einem Ersuchen um Rechtshilfe nach dem dritten Teil des 

Gesetzes (andere Rechtshilfe) entsprochen werden, wenn das Verfahren 

einen Abgabebetrug betrifft (Art. 3 Abs. 3 lit. a IRSG). In diesem Fall besteht 

trotz des Wortlauts des Gesetzes (Kann-Vorschrift) eine Pflicht zur Rechts-

hilfeleistung, wenn die übrigen Voraussetzungen dafür erfüllt sind (BGE 125 

- 9 - 

 

 

II 250 E. 2 S. 252; TPF 2008 128 E. 5.4 S. 130; Entscheid des Bundesstraf-

gerichts RR.2011.143 vom 30. Januar 2012 E. 3.2.2; KOCHER, Basler Kom-

mentar, Internationales Strafrecht, 2015, Art. 3 IRSG N. 277 f.). Der Begriff 

des Abgabebetruges bestimmt sich hierbei nach Art. 14 Abs. 2 VStrR (Art. 24 

Abs. 1 IRSV; BGE 125 II 250 E. 3a; TPF 2008 68 E. 2.2 in fine). Den Tatbe-

stand gemäss Art. 14 Abs. 2 VStrR erfüllt, wer durch sein arglistiges Verhal-

ten bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtmässig und in einem erhebli-

chen Betrag eine Abgabe, ein Beitrag oder eine andere Leistung vorenthal-

ten oder dass es sonst am Vermögen geschädigt wird. Als erheblich im Sinne 

dieser Bestimmung gelten vorenthaltene Beträge ab Fr. 15'000.-- (BGE 139 

II 404 E. 9.4 S. 435 m.H.). Ein Abgabebetrug muss nicht notwendig durch 

Verwendung falscher oder verfälschter Urkunden begangen werden, son-

dern es sind auch andere Fälle arglistiger Täuschung denkbar (BGE 139 II 

404 E. 9.4 S. 435; 137 IV 25 E. 4.4.3.2 m.w.H.; TPF 2015 110 E. 5.2.3 

S. 113 f.; 2008 128 E. 5.4 S. 130).  

6.2.4 Zur Auslegung des Betrugsbegriffes ist auf die Umschreibung des Tatbe-

standes in Art. 146 StGB und die hierzu bestehende bundesgerichtliche 

Rechtsprechung abzustellen (TPF 2015 110 E. 5.2.3 S. 114 m.w.H.; 

2008 128 E. 5.4 S.130). Insbesondere die dabei erforderliche Arglist wird in 

ständiger Rechtsprechung bejaht, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude 

errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Ein Lü-

gengengebäude liegt vor, wenn mehrere Lügen derart raffiniert aufeinander 

abgestimmt sind und von besonderer Hinterhältigkeit zeugen, dass sich 

selbst ein kritisches Opfer täuschen lässt. Als besondere Machenschaften 

gelten Erfindungen und Vorkehren sowie das Ausnützen von Begebenhei-

ten, die allein oder gestützt durch Lügen oder Kniffe geeignet sind, das Opfer 

irrezuführen. Es sind eigentliche Inszenierungen, die durch intensive, plan-

mässige und systematische Vorkehren, nicht aber notwendigerweise durch 

eine besondere tatsächliche oder intellektuelle Komplexität gekennzeichnet 

sind. Arglist wird aber auch schon bei einfachen falschen Angaben bejaht, 

wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder 

nicht zumutbar ist, und wenn der Täter das Opfer von der möglichen Prüfung 

abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass dieses die Überprüfung 

der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlas-

sen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f. m.w.H.; TPF 2015 110 E. 5.2.3 

S. 114 m.w.H.).  

Ob eine Tat als Abgabebetrug zu qualifizieren ist, beurteilt sich allein nach 

den erwähnten Grundsätzen des schweizerischen Rechts und es ist uner-

heblich, ob das fragliche Verhalten nach dem Recht des ersuchenden 

Staates ebenfalls als Abgabebetrug gilt oder als Steuerhinterziehung geahn-

det wird (BGE 125 II 250 E. 3b; TPF 2015 110 E. 5.2.3 S. 114 m.H.). 

- 10 - 

 

 

6.2.5 Liegt dem Rechtshilfeersuchen der Verdacht zugrunde, der Beschuldigte 

habe sich eines Abgabebetrugs schuldig gemacht, so haben sich die 

Schweizer Behörden beim Entscheid über die Frage, ob die Täuschung, wel-

che dem Beschuldigten vorgeworfen wird, arglistig sei, allein an die Darstel-

lung des Sachverhalts im Rechtshilfeersuchen und dessen allfällige Beilagen 

zu halten, soweit dieses nicht offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprü-

che enthält. Einerseits haben sich die schweizerischen Behörden grundsätz-

lich nicht darüber auszusprechen, ob die darin angeführten Tatsachen zu-

treffen oder nicht. Andererseits verlangt die Rechtsprechung, dass hinrei-

chende Verdachtsmomente für den im Rechtshilfeersuchen enthaltenen 

Sachverhalt bestehen. Damit soll verhindert werden, dass sich die ersu-

chende Behörde unter dem Deckmantel eines von ihr ohne Vorhandensein 

von Verdachtsmomenten lediglich behaupteten Abgabebetrugs Beweise 

verschafft, die zur Ahndung anderer Fiskaldelikte dienen sollen, für welche 

die Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 3 IRSG keine Rechtshilfe gewährt. Demnach 

ist es Sache der um Rechtshilfe ersuchenden ausländischen Behörde, in ih-

rem Ersuchen die Umstände darzulegen, aus welchen sich ergeben soll, 

dass der Beschuldigte arglistig gehandelt hat (BGE 139 II 404 E. 9.5 S. 436; 

125 II 250 E. 5b; TPF 2015 110 E. 5.2.4 S. 114 f. m.w.H). Der ersuchende 

Staat hat seinem Gesuch nicht notwendigerweise die Beweismittel beizule-

gen; es genügt, wenn er diese bezeichnet und deren Existenz glaubhaft 

macht (BGE 116 Ib 96 E. 4c S. 103; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 645). Bestehen 

Zweifel über die Merkmale der im Ersuchen erwähnten Abgaben, so holt ge-

mäss Art. 24 Abs. 3 IRSV das BJ oder die kantonale Vollzugsbehörde die 

Stellungnahme der Eidgenössischen Steuerverwaltung ein. Deren Bericht 

bindet allerdings weder die ausführende Behörde noch die Beschwer-

deinstanz (TPF 2015 110 E. 5.2.4 S. 114 f.; 2008 128 E. 5.5, je m.w.H.).  

6.3 Dem tschechischen Ersuchen vom 15. Juni 2015 liegt folgender Sachverhalt 

zu Grunde (Verfahrensakten, Ordner 1/7, Lasche 2, Urk. 2):  

 

Der Beschwerdeführer 1 sei Alleingesellschafter und Geschäftsführer der 

tschechischen Handelsgesellschaft D. gewesen. Die D. habe in den Jahren 

2008, 2009 und 2010 in Tschechien Forderungen gekauft und diese an-

schliessend mit Gewinn weiterverkauft. Diese Transaktionen habe die D. in 

Tschechien nicht versteuert, obschon der Körperschaftssteuer Einkommen 

aus sämtlicher Tätigkeit und Vermögen unterstünden. Dadurch sei ein Scha-

den von CZK 32‘774‘390.-- entstanden. Der Beschwerdeführer 1 habe die 

unterlassene Besteuerung damit begründet, dass die D. sämtliche Forfaitie-

rungsgeschäfte nicht zu ihrem Vorteil, sondern zu Gunsten der in Grossbri-

tannien ansässigen E. Ltd. getätigt habe. Zudem sei der Steuerbehörde der 

zwischen D. und E. Ltd. abgeschlossene Kommissionsvertrag vom 1. Ju-

- 11 - 

 

 

ni 2006 vorgelegt worden, wobei die E. Ltd. von einem britischen Staatsan-

gehörigen, F., vertreten worden sei. Gemäss dem Kommissionsvertrag habe 

die D. als Kommissionärin auf Rechnung der E. Ltd. und mit deren Finanz-

mitteln und gestützt auf ihre Anweisungen in Tschechien Forderungen auf-

kaufen sollen. Die D. habe diese Forderungen zudem verwalten, verkaufen 

und betreiben sowie auf einen maximalen Ertrag gerichtete administrative 

und rechtliche Schritte tätigen sollen. Die tschechischen Behörden haben 

den Verdacht, dass der Kommissionsvertrag seitens der D. lediglich fiktiv 

abgeschlossen worden sei, gestützt auf welchen die D. den zuständigen 

Steuerverwalter in einen Irrtum versetzt habe. Die Absicht der D. habe nicht 

darin bestanden, eine Tätigkeit als Kommissionärin für die E. Ltd. auszu-

üben. Sie habe vortäuschen wollen, nicht die Eigentümerin der gehandelten 

Forderungen zu sein und habe sich dadurch der Steuerpflicht zu entziehen 

beabsichtigt.  

 

Auf einen fiktiven Vertragsabschluss deutet gemäss Ersuchen Folgendes 

hin: Zunächst unterscheide sich die auf dem nicht amtlich beglaubigten Kom-

missionsvertrag befindliche Unterschrift von F. auf den ersten Blick von an-

deren, von ihm unterzeichneten, amtlich beglaubigten Urkunden. Weiter sei 

die D. als Eigentümerin der Forderungen aufgetreten und die Schuldner hät-

ten weder Informationen darüber verfügt, dass die E. Ltd. deren Eigentüme-

rin gewesen sei, noch hätten sie Kenntnis von der Existenz des Kommissi-

onsvertrages gehabt. Die im Kommissionsvertrag vereinbarte Vergütung von 

1 % des aus dem Forfaitierungsgeschäft kassierten Betrages sei erheblich 

geringer, als die üblicherweise vereinbarten Vergütungen. Zudem habe F. 

weder ein Verfügungs- noch Kontrollrecht über das auf die E. Ltd. lautende 

tschechische Bankkonto gehabt. Das Verfügungsrecht über die Finanzmittel 

hätte der Beschwerdeführer 1 bzw. die mit ihm zusammenarbeitenden Per-

sonen (Beschwerdeführer 2 und G.) gehabt. Der Beschwerdeführer 1 habe 

behauptet, dass die Forderungen mit den Mitteln der E. Ltd. erworben wor-

den seien. Indes habe H., die Ehefrau von I., ein Darlehen zur Verfügung 

gestellt. I. kenne den Beschwerdeführer 1 bereits seit 2003. H. habe auf das 

Bankkonto der D. einen Betrag von CZK 64‘950‘000.-- überwiesen. Auf das 

Konto von H. seien insgesamt CZK 113‘215‘000.-- überwiesen worden und 

der Auftraggeber sei der Beschwerdeführer 1 gewesen. Es sei unwahr-

scheinlich, dass die E. Ltd. H. als Investorin vermittelt habe, da der Be-

schwerdeführer 1 noch vor Abschluss des Kommissionsvertrages ein guter 

Bekannter ihres Ehemannes gewesen sei. Weiter hätten die tschechischen 

Steuerbehörden festgestellt, dass im Zeitraum von 2008 bis 2010 die Erträge 

aus den Forfaitierungsgeschäften in Höhe von mehr als CZK 100‘000‘000.-- 

vom auf die D. lautenden Konto bei der tschechischen Raiffeisenbank auf 

das Konto Nr. 1 bei der Bank C. überwiesen worden seien.  

- 12 - 

 

 

 

6.4 Wie vorgängig ausgeführt, haben sich die Rechtshilfebehörden allein an die 

Darstellung des Sachverhalts im Rechtshilfeersuchen zu halten, sofern darin 

keine offensichtlichen Fehler, Lücken oder Widersprüche enthalten sind (vgl. 

E. 6.2.4 hiervor). Solche sind vorliegend nicht zu erkennen. Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführer genügt die Sachverhaltsdarstellung im 

Rechtshilfeersuchen den Anforderungen von Art. 14 EUeR und Art. 28 

Abs. 3 lit. a IRSG. Daraus gehen hinreichende Elemente für die Annahme 

eines Abgabebetruges hervor. Insbesondere wird dem Beschuldigten im 

Wesentlichen vorgeworfen, mittels eines inhaltlich unwahren Kommissions-

vertrages die tschechischen Steuerbehörden hinsichtlich der Eigentumsver-

hältnisse an den erworbenen Forderungen getäuscht zu haben. Die E. Ltd. 

sei vom Beschwerdeführer 1 als angebliche Eigentümerin der Forderungen 

dargestellt worden, obschon die tschechischen Behörden ermitteln konnten, 

dass nach aussen die D. als Eigentümerin aufgetreten sei und der angebli-

che Vertreter der E. Ltd. in Bezug auf das auf die E. Ltd. lautende Konto 

keine wirtschaftliche Berechtigung hatte. Zudem sei die im Kommissionsver-

trag vereinbarte Vergütung nicht geschäftsüblich. Damit vermochte die ersu-

chende Behörde einen Abgabebetrug glaubhaft darzulegen. Somit ist auf 

den im Ersuchen dargelegten Sachverhalt abzustellen.  

 

 

7.  

7.1 In einem weiteren Punkt bestreiten die Beschwerdeführer die doppelte Straf-

barkeit (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 1, S. 10 ff.). 

 

7.2 Unabhängig von der Frage, wer die E. Ltd. bei der Unterzeichnung des Kom-

missionsvertrages vertreten hatte, lassen die Ausführungen im Ersuchen 

den Schluss zu, dass die tatsächliche Geschäftstätigkeit in Tschechien statt-

fand und die D. Eigentümerin der erworbenen Forderungen war. Obschon 

der Kommissionsvertrag formell die E. Ltd. als Eigentümerin der Forderun-

gen darstellen sollte, deutet insbesondere der im Ersuchen erwähnte Um-

stand, dass die vereinbarte Vergütung von 1 % für die D. als angebliche 

Kommissionärin der E. Ltd. nicht geschäftsüblich sei und nicht einmal zur 

Deckung der Ausgaben der D. ausreichte (Verfahrensakten, Ordner 1/7, La-

sche 2, Urk. 2.), auf ein Umgehungsgeschäft hin. Des Weiteren soll das Ver-

fügungsrecht über das in Tschechien auf die E. Ltd. lautende Bankkonto den 

Beschwerdeführern und nicht F. zugestanden haben. Hinzu kommt, dass die 

finanziellen Mittel, mit denen die D. die Forderungen zu Gunsten der E. Ltd. 

erworben haben soll, gemäss dem Ersuchen von in Tschechien lebenden 

Privatpersonen zur Verfügung gestellt worden seien. Namentlich soll H. ein 

- 13 - 

 

 

Darlehen gewährt haben, deren Ehemann dem Beschwerdeführer 1 seit lan-

ger Zeit nahe stehen soll. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, 

dass die tatsächliche Geschäftstätigkeit in Tschechien stattfand und die Ei-

gentümerin der veräusserten Forderungen die D. war. Damit hätten Einnah-

men aus dem Verkauf der Forderungen laut dem Ersuchen in Tschechien 

versteuert werden müssen. Die Verwendung von inhaltlich unwahren Urkun-

den zur Täuschung von Steuerbehörden wäre nach Schweizer Recht als 

Steuerbetrug zu qualifizieren, weshalb die doppelte Strafbarkeit zu bejahen 

ist.  

 

7.3 Was die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, vermag nicht zu überzeu-

gen. Soweit die Beschwerdeführer Ausführungen zur allfälligen Strafbarkeit 

in Tschechien machen, sind sie darauf hinzuweisen, dass sich die Schweizer 

Behörden grundsätzlich nicht darüber auszusprechen haben, ob die im Er-

suchen angeführten Tatsachen zutreffen oder nicht. Sie haben im Anwen-

dungsbereich des EUeR auch die Strafbarkeit nach dem Recht des ersu-

chenden Staates nicht zu überprüfen (Urteil des Bundesgerichts 

1C_62/2011 vom 8. Februar 2011 E. 1.3 m.w.H.). Die materielle Beurteilung 

des Vorwurfs hat der Sachrichter im ersuchenden Staat vorzunehmen. Das 

gilt insbesondere für den Vorwurf der Urkundenfälschung im Zusammen-

hang mit der Unterzeichnung des Kommissionsvertrages vom 1. Juni 2006. 

Entsprechend wird im tschechischen Verfahren zu prüfen sein, wer den 

Kommissionsvertrag unterzeichnete und ob es sich dabei um eine Urkunde 

mit unwahrem Inhalt handelt. Insbesondere wird die ausländische Behörde 

zu prüfen haben, ob und in welchem Umfang die darin vereinbarten Leistun-

gen erbracht wurden und inwiefern diese als geschäftsüblich bezeichnet 

werden können. Dasselbe gilt in Bezug auf die Herkunft der finanziellen Mit-

tel, die der E. Ltd. zwecks Erwerbs von Forderungen zur Verfügung gestellt 

worden seien.  

 

7.4 Nach dem Gesagten ist die doppelte Strafbarkeit zu bejahen. Bei diesem 

Ergebnis ist von der beantragten Sistierung des Beschwerdeverfahrens ab-

zusehen.  

 

8.  

8.1 Weiter machen die Beschwerdeführer eine Verletzung des Verhältnis- 

mässigkeitsgrundsatzes geltend (RR.2018.195, act. 1, S. 15 ff.; 

RR.2018.196, act. 1, S. 14 ff.). 

  

8.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., N. 717 ff., mit Verweisen auf die 

Rechtsprechung; DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, Internationale 

- 14 - 

 

 

Rechtshilfe, 2. Aufl. 2015, S. 92 ff.; POPP, Grundzüge der internationalen 

Rechtshilfe in Strafsachen, 2001, N. 404; siehe statt vieler den Entscheid 

des Bundesstrafgerichts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die interna-

tionale Zusammenarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten 

Unterlagen mit der verfolgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und 

offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass 

das Ersuchen nur als Vorwand für eine unzulässige Beweisausforschung 

(«fishing expedition») erscheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2 S. 166 f.; 139 II 404 

E. 7.2.2 S. 424; 136 IV 82 E. 4.1 S. 85). Ob die verlangten Auskünfte für das 

Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, 

deren Beantwortung grundsätzlich dem Ermessen der Behörden dieses 

Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte Staat ist verpflichtet, dem ersuchen-

den Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im 

Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu 

übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfah-

ren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit; 

BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 S. 163 

m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische Strafver-

fahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweismittel von Be-

deutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfalls zu widerle-

gen (TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.).  

Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen 

gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 

E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern 

präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der an-

gestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Vorausset-

zungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann 

eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermie-

den werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 86; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 

161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf 

welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben 

worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich 

über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über 

Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind 

(BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 

 

8.3 Die herauszugebenden Bankunterlagen könnten für das ausländische Straf-

verfahren von Bedeutung sein und sind daher herauszugeben. Insbesondere 

handelt es sich um Kontoeröffnungsunterlagen, woraus unter anderem Be-

rechtigungen hervorgehen, sowie um Kontoauszüge (inkl. Detailbelege) für 

die Jahre 2008 bis 2015. Nachdem die ersuchende Behörde den Geldfluss 

zu ermitteln versucht, ist eine Verletzung des Übermassverbotes nicht zu 

- 15 - 

 

 

erkennen. Jedenfalls befinden sich unter den herauszugebenden Beweismit-

teln keine Unterlagen, die für das tschechische Strafverfahren mit Sicherheit 

nicht potentiell erheblich wären. Wie im Rechtshilfeersuchen zutreffend aus-

geführt wird, können die angeforderten Informationen auch zur Entlastung 

der beschuldigten Person dienen (vgl. TPF 2011 07 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 

Aus diesem Grund ist die Herausgabe der Bankunterlagen für den Zeitraum 

von 2008 bis 2015 nicht zu beanstanden und der entsprechende Eventual-

antrag ist abzuweisen. 

 

Angemerkt sei, dass die Beschwerdegegnerin ihre Überlegungen, weshalb 

sie die Bankunterlagen bis 2015 und die darin aufgeführten Transaktionen 

für die ersuchende Behörde als relevant erachtet, in den angefochtenen 

Schlussverfügungen darlegte. Der Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe 

ihre Entscheide nicht ausreichend begründet, stösst deshalb ins Leere.  

 

8.4 Ebenfalls abzuweisen ist der Eventualantrag der Beschwerdeführer auf 

Schwärzung der in den Bankunterlagen erwähnten Personen. Zum einen 

sind die Beschwerdeführer nicht berechtigt, Interessen von Dritten geltend 

zu machen. Zum anderen ersuchten die tschechischen Behörden um Über-

mittlung von Informationen zu Bankkonten, an denen die Beschwerdeführer 

wirtschaftlich und/oder zeichnungsberechtigt sind bzw. waren. Dies ist bei 

den Gesellschaften J. Inc., K. S.A., L., M. und N. Ltd. der Fall (Verfahrens-

akten, Ordner 2/7, Urk. 8/5 und 8/8; Ordner 3/8, Urk. 8/23 und 8/26). Da die 

tschechischen Behörden nebst anderem zu ermitteln versuchen, ob weitere 

Personen an der Straftat beteiligt sein könnten, sind die Namen von natürli-

chen Personen in den Bankunterlagen ebenfalls nicht zu schwärzen.  

 

 

9.  

9.1 Schliesslich rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 2 lit. d 

IRSG und bringen vor, die ersuchende Steuerbehörde habe die angebote-

nen Belege zur Entlastung des Beschwerdeführers 1 ohne Angabe von 

Gründen nicht in die Akten aufgenommen. Damit seien die Verteidigungs-

rechte des Beschuldigten grob verletzt worden und das tschechische Ver-

fahren weise schwere Mängel auf (RR.2018.195 und RR.2018.196, je act. 1, 

S. 9 und act. 9, S. 3 f.).  

 

9.2 Einem Ersuchen um Zusammenarbeit in Strafsachen wird gemäss Art. 2 lit. a 

IRSG nicht entsprochen, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass das 

Verfahren im Ausland den in der EMRK oder dem UNO-Pakt II festgelegten 

Verfahrensgrundsätzen nicht entspricht. Art. 2 IRSG soll verhindern, dass 

die Schweiz die Durchführung von Strafverfahren unterstützt, in welchen den 

- 16 - 

 

 

verfolgten Personen die ihnen in einem Rechtsstaat zustehenden und insbe-

sondere durch die EMRK und den UNO-Pakt II umschriebenen Minimalga-

rantien nicht gewährt werden oder welche den internationalen Ordre public 

verletzen. Dies ist von besonderer Bedeutung im Auslieferungsverfahren, gilt 

aber grundsätzlich auch für andere Formen von Rechtshilfe (BGE 130 II 217 

E. 8.1; 129 II 268 E. 6.1 S. 270 f.; TPF 2010 56 E. 6.3.2 S. 62). Geht es wie 

vorliegend um die sog. andere Rechtshilfe, kann sich nur der Beschuldigte 

auf Art. 2 IRSG berufen, der sich auf dem Gebiet des ersuchenden Staates 

aufhält, sofern er geltend machen kann, konkret der Gefahr einer Verletzung 

seiner Verfahrensrechte ausgesetzt zu sein. 

 

9.3 Obschon sich beide Beschwerdeführer im ersuchenden Staat aufhalten, 

kann sich lediglich der in Tschechien beschuldigte Beschwerdeführer 1 auf 

den Ausschlussgrund i.S.v. Art. 2 IRSG berufen.  

 

Tschechien ist sowohl Vertragsstaat der EMRK als auch des UNO-Pakts II. 

Deshalb ist grundsätzlich zu vermuten, dass Tschechien die Verletzung 

schwerer Menschenrechtsverletzungen überprüft. Vorliegend sind keine An-

haltspunkte ersichtlich, welche es erlauben, die Vertragstreue Tschechiens 

in Zweifel zu ziehen. So sind grundsätzlich allfällige Verfahrensfehler (man-

gelnde Eröffnung des Strafverfahrens gegenüber dem Beschuldigten und all-

fällige noch nicht erfolgte Einvernahme) im tschechischen (Rechtsmittel-) 

Verfahren geltend zu machen. 

 

 

10. Die Beschwerden erweisen sich nach dem Gesagten in all ihren Punkten als 

unbegründet. Andere Hindernisse, welche der zu gewährenden Rechtshilfe 

entgegenstehen würden, werden weder geltend gemacht noch sind solche 

ersichtlich. Die Beschwerden sind daher vollumfänglich abzuweisen.  

 

 

11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Beschwer-

deführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 6‘000.-- festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie 

Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-

desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). Daran anzurechnen ist der 

entsprechende Betrag aus dem von den Beschwerdeführern geleisteten 

Kostenvorschuss von je Fr. 4‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzu-

weisen, den Beschwerdeführern den Kostenvorschuss von je Fr. 1‘000.-- zu-

rückzuerstatten.  

- 17 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Verfahren RR.2018.195 und RR.2018.196 werden vereinigt.  

 

2. Der Sistierungsantrag der Beschwerdeführer wird abgewiesen. 

 

3. Die Beschwerden werden abgewiesen.  

 

4. Die Gerichtsgebühr von Fr 6‘000.-- wird den Beschwerdeführern auferlegt, un-

ter Anrechnung des entsprechenden Betrages aus dem von ihnen geleisteten 

Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 8‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse 

wird angewiesen, den Beschwerdeführern den Kostenvorschuss von je 

Fr. 1‘000.-- zurückzuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 30. August 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Andrea Taormina und/oder Olivia Pelli 

- Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe II 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).