# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5cdb5fd-f0b5-5dab-be29-12223ed4414e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 21.03.2013 S 2012 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-24_2013-03-21.pdf

## Full Text

S 12 24

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 30. Oktober 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. Der Beschwerdeführer … (1975) war seit November 2000 zu 100 % als 

Operator im Schichtbetrieb bei der … AG tätig. Per Ende März 2008 wurde der 

Arbeitsvertrag aufgelöst. Am 18. August 2006 meldete sich der 

Beschwerdeführer bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) zum 

Bezug einer IV-Rente wegen Schmerzen nach einer Leberbiopsie vom 15. Juli 

2005 an. Seit dem 5. Juli 2005 war der Beschwerdeführer ganz oder teilweise 

arbeitsunfähig. Gemäss Arztbericht von Dr. med. … vom 9. Oktober 2006 litt 

der Beschwerdeführer seit Juli 2005 unter einem chronischen Schmerzsyndrom 

im Bereich des Thorax rechts sowie vorübergehend an Depressionen, welche 

mittlerweile stark nachgelassen hätten. Zum Zeitpunkt des genannten 

Arztberichts arbeitete der Beschwerdeführer zu ungefähr 80 %. Ein Arztbericht 

der Dres. med. … und … des Kantonsspitals … vom 22. September 2006 

attestierte dem Beschwerdeführer einen nozizeptiven Schmerz, welcher am 

ehesten durch Einblutung in die Muskulatur, allenfalls auch durch Verklebungen 

der Pleura viszeralis und parietalis bedingt sein könnte. Laut einem Bericht des 

Hausarztes Dr. med. … vom 4.Mai 2007 liege beim Beschwerdeführer eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion vor. Seit Oktober 2006 

habe der Beschwerdeführer wieder voll gearbeitet mit Ausnahme einzelner 

Tage. Es sei ihm auch eine andere Tätigkeit zu 100 % zumutbar, sofern sie in 

etwa der gleichen körperlichen Belastung entspräche wie bei der aktuellen 

Tätigkeit. Dem Verlaufsbericht von Dr. med. … vom 4. Februar 2008 ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer durchschnittlich seit November 2007 

zu 50 % arbeitsfähig war, bei weniger Schmerzen bis zu 100 %.

2. Ein polydisziplinäres Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts (ABI) 

Basel vom 18. November 2008 attestierte dem Beschwerdeführer aus 

internistischer/allgemeinmedizinischer, psychiatrischer sowie neurologischer 

Sicht eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % für körperlich leichte bis 

intermittierend mittelschwere Tätigkeiten, in einem Ganztagspensum 

verwertbar. Diese Einschätzung würde auch auf die zuletzt durchgeführte 

Tätigkeit (Airbagzünderproduktion) zutreffen. Das ABI ging dabei davon aus, 

dass die festgestellte Arbeitsunfähigkeit seit November 2007 im erwähnten 

Ausmass bestanden habe. Wie der Arztbericht der Dres. med. … und … des 

Kantonsspitals … vom 22. September 2006, hielt auch das ABI fest, dass keine 

organische Ursache für das Schmerzerleben des Beschwerdeführers 

festgestellt werden konnte. Neben dem Gutachten des ABI finden sich in den 

Akten ein Austrittbericht der Dres. med. … und … der Klinik … vom 10. 

November 2008 betreffend den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers 

vom 23. – 30. Oktober 2008 und ein psychiatrisches Gutachten von Dr. med. 

…, Chefarzt der Klinik …, vom 31. August 2009. In Letzterem wurden die 

Diagnosen einer leichten depressiven Episode mit somatischen Symptomen 

sowie eine Akzentuierung der emotional instabilen Persönlichkeitszüge 

festgehalten.

3. Mit Vorbescheid der IV-Stelle vom 9. Februar 2010 wurde dem 

Beschwerdeführer für die aufgeführten Zeitperioden ab 1. Juli 2006 ein 

Anspruch auf befristete IV-Renten wie folgt in Aussicht gestellt:

4. Juli 2006 – 31. Januar 2007 40 % Viertelsrente

1. Februar 2007 – 31. März 2009 0 % / 20 % Kein Anspruch

1. April 2009 – 30. Juni 2009 40 % Viertelsrente

1. Juli 2009 – 30. November 2009 100 % Ganze Rente

1. Dezember 2009 – 28. Februar 2010 59 % Halbe Rente

Ab 1. März 2010 20 % Kein Anspruch

Im Rahmen des Einwandverfahrens holte die IV-Stelle einen Arztbericht, 

welcher am 28. September 2010 erstellt wurde, bei Dr. med. … und Dr. phil. …, 

Klinik … ein, wo der Beschwerdeführer vom 10. November 2009 bis 3. Mai 

2010 teilstationär behandelt wurde. Ebenso liegen bei den Akten ein 

Austrittsbericht der Dres. med. ... und … der Klinik … vom 20. April 2010 über 

die stationäre Behandlung vom 29. März bis 7. April 2010 sowie ein Arztbericht 

von Dr. med. … vom Kantonsspital Graubünden vom 27. September 2010. 

Zudem holte die IV-Stelle beim ABI ein Verlaufsgutachten ein. Der 

Beschwerdeführer wurde dort am 11. Januar 2011 

internistisch/allgemeinmedizinisch, psychiatrisch und orthopädisch untersucht. 

Das ABI hielt im entsprechenden Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 fest, 

dass beim Beschwerdeführer keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für körperlich 

schwerbelastende berufliche Tätigkeiten bestehe. Für körperlich leichte bis 

mittelschwer belastende, angepasste Tätigkeiten sowie für die angestammte 

Tätigkeit als Operator bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % mit nicht 

relevant eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei auch 

rückwirkend keine länger andauernde, höhergradige Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit festzustellen.

4. Mit Vorbescheid vom 8. April 2011, welcher den Vorbescheid vom 9. Februar 

2010 ersetzte, wurde dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2006 bis 31. 

Januar 2007 ein Anspruch auf eine befristete Viertelsrente in Aussicht gestellt. 

Im Rahmen des zweiten Einwandverfahrens holte die IV-Stelle beim ABI eine 

ergänzende Stellungnahme ein, welche vom 22. September 2011 datiert. Der 

Beschwerdeführer äusserte sich dazu unter Einreichung zweier Arztberichte 

von Dr. med. … vom 25. Oktober 2011 und von Dr. med. … vom 17. November 

2011.

5. Mit Verfügung vom 25. Januar 2012 bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid, 

indem dem Beschwerdeführer ab 1. Juli 2006 bis 31. Januar 2007 ein Anspruch 

auf eine befristete Viertelsrente zugesprochen wurde. In ihrer Begründung hielt 

die IV-Stelle fest, der Beschwerdeführer sei seit 5. Juli 2005 in seiner 

Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Nach Ablauf des Wartejahres sei ihm 

sowohl die Ausübung der angestammten als auch jeder leidensangepassten 

Tätigkeit zu einem Pensum von 60 % weiterhin zumutbar. Ohne 

Gesundheitsschaden könnte der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit als 

Operator im Schichtbetrieb unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung 

ein Jahreseinkommen von Fr. 65‘571.10 (Valideneinkommen) erzielen. Dem 

Invalideneinkommen entspräche demnach im Rahmen des erwähnten 

Pensums ein Einkommen in der Höhe von Fr. 39‘342.66 (60 % von 

Fr. 65‘571.10), was einen Invaliditätsgrad von 40 % ergebe. In der Folge habe 

sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert und ab 10. 

Oktober 2006 habe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für die angestammte 

Tätigkeit bestanden. Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Wartezeit bei 

Verbesserung des Gesundheitszustandes erlösche somit der Rentenanspruch 

per 31. Januar 2007. Ab dem 1. November 2007 bis 10. Januar 2011 habe für 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, wie z.B. für die angestammte 

Tätigkeit als Operator im Schichtbetrieb, eine ununterbrochene, ganztägig 

verwertbare Leistungsfähigkeit von 80 % bestanden. Da der Invaliditätsgrad 

somit unter 40 % liege, bestehe kein Rentenanspruch. Seit dem 11. Januar 

2011 sei dem Beschwerdeführer die angestammte sowie jede 

leidensangepasste Tätigkeit (körperlich leicht bis mittelschwer) ohne zeitliche 

oder leistungsmässige Einschränkung vollumfänglich zumutbar. In der 

medizinischen Beurteilung stellte die IV-Stelle insbesondere auf das 

Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 und auf eine Stellungnahme 

von Dr. med. … des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Ostschweiz vom 1. 

März 2011 ab. Gemäss dem Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 

sei eine Reduktion der Einnahme opiathaltiger Schmerzmittel respektive 

Methadon zumutbar. Die geklagten Schmerzen des Beschwerdeführers würden 

sich durch die somatischen Befunde kaum objektivieren lassen, weshalb es 

auch nicht notwendig sei, dass er derart hohe Dosen opiathaltiger 

Schmerzmittel einnehme. Der Beschwerdeführer leide unbestrittenermassen an 

einer somatoformen Schmerzstörung. Der ärztliche Bericht von Dr. med. … und 

Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010, welcher eine mittelgradige 

depressive Episode festgehalten habe, widerspreche allen anderen 

fachärztlichen psychiatrischen Berichten. Wie im Verlaufsgutachten des ABI 

vom 7. Februar 2011 festgehalten, sei es mit Blutuntersuchungen erwiesen, 

dass der Beschwerdeführer das verordnete Antidepressivum entgegen seinen 

Angaben nicht regelmässig oder zu niedrig dosiert einnehme. Da weder eine 

mitwirkende, psychisch ausgewiesene Komorbidität vorhanden sei noch andere 

qualifizierte, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Kriterien, die es für 

den Beschwerdeführer unzumutbar machen würden, seine Schmerzen zu 

überwinden, gegeben seien, würden aus rechtlicher Sicht keine hinreichenden 

Gründe dafür sprechen, dass die psychischen Ressourcen es dem 

Beschwerdeführer nicht erlaubten, trotz seiner Schmerzen in vollem Umfange 

arbeitstätig zu sein.

6. a) Gegen die Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 23. Februar 2012 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem 

Begehren, die Verfügung vom 25. Januar 2012 sei insofern abzuändern, als 

dem Beschwerdeführer zusätzlich mit Wirkung ab 1. April 2008 eine 

Viertelsrente und ab 1. Januar 2009 eine unbefristete ganze Invalidenrente 

zuzusprechen sei. Eventuell sei ein polydisziplinäres Obergutachten unter 

Einschluss einer psychiatrischen Begutachtung einzuholen und dem 

Beschwerdeführer sei nach Vorliegen des Gutachtens die Möglichkeit 

einzuräumen, Anträge betreffend die Höhe des Invaliditätsgrades zu stellen. 

Prozessual wurde beantragt, dem Beschwerdeführer sei für das Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht die unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung zu bewilligen und es sei ihm in der Person der 

unterzeichnenden Rechtsanwältin ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu 

bestellen.

b) In der Begründung der Beschwerde wurde festgehalten, dass der 

Invaliditätsgrad für die Zeit ab 1. Februar 2007 streitig sei. Das von der IV-Stelle 

angenommene Valideneinkommen werde nicht bestritten. Somit sei per 2011 

von einem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 65‘571.10 auszugehen. 

Streitig sei die Bemessung des Invalideneinkommens, welches massgeblich 

von der ärztlichen Beurteilung des Arbeitsfähigkeitsgrades abhänge. Vom 

Beschwerdeführer wurde insbesondere hervorgehoben, dass die 

psychiatrischen Diagnosen im Vordergrund stünden, nachdem die von ihm 

genannten Schmerzen nicht objektivierbar seien. Tatsache sei aber, dass diese 

seit der Leberpunktion im Juli 2005 bestünden, er aufgrund dieser Schmerzen 

unter ärztlicher Aufsicht mit starken Medikamenten behandelt werde, er von 

morphinhaltigen Schmerzmitteln auf Methadon eingestellt worden sei, und er 

antidepressiv wirkende Medikamente einnehme und zudem in regelmässiger 

psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. … stehe. Der Beschwerde wurde 

diesbezüglich ein ärztlicher Bericht von Dr. med. … vom 8. Februar 2012 

beigelegt.

c) Weiter ist der Beschwerde zu entnehmen, die IV-Stelle sei gestützt auf das 

Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 der Auffassung, dem 

Beschwerdeführer sei es zumutbar, die somatoforme Schmerzstörung zu 

überwinden. Allerdings stehe das Verlaufsgutachten des ABI im Widerspruch zu 

den Berichten der behandelnden Ärzte und vor allem auch zu jenem von Dr. 

med. … der Klinik … vom 31. August 2009. Überdies sei das Gutachten aber 

auch in sich selbst widersprüchlich: Im Gutachten (Seite 13) würden die 

Diagnosen einer Opiatabhängigkeit mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

genannt. Auf Seite 14 des Gutachtens unter Ziffer 4.1.4 werde dargestellt, dass 

die Arbeitsfähigkeit einzig durch die Opiatabhängigkeit beeinträchtigt sei, da 

„der Explorand täglich hohe Dosen von Opiaten einnehme, die seine 

Leistungsfähigkeit deutlich vermindere“. In Ziffer 4.1.5 des Gutachtens (Seite 

14) werde dann aber die Leistungsfähigkeit durch die Opiatabhängigkeit als 

geringgradig beeinträchtigt beschrieben. Wäre nur eine geringgradige 

Leistungsreduktion wegen der behaupteten Opiatabhängigkeit gegeben, 

bestünde kein Anlass, die Dosis der opiathaltigen Schmerzmittel zu reduzieren, 

wie im Gutachten vorgeschlagen werde. Festzuhalten sei, dass nicht eine 

Opiatabhängigkeit zur Leistungsreduktion führe, sondern die psychische 

Krankheit. Zur vermeintlichen Opiatabhängigkeit sei anzumerken, dass der 

Beschwerdeführer – von den Gutachtern offenbar nicht wahrgenommen – 

Methadon erhalte. Diese Therapie gelte als anerkannt und bezwecke gerade, 

von opiathaltigen Schmerzmitteln wegzukommen. Im Übrigen sei das Blut des 

Beschwerdeführers offenbar gar nicht auf Opiate untersucht worden, so dass 

die diesbezügliche Behauptung des Gutachters Erstaunen erwecke. Das 

Gutachten müsse als unsorgfältig redigiert bezeichnet werden. 

Schlussfolgerungen, wie die im Zusammenhang mit einer behaupteten 

Opiatabhängigkeit gemachten, fänden keine Stütze in den Aussagen des 

Beschwerdeführers und den Untersuchungsergebnissen.

d) Der Beschwerdeführer stellte in der Beschwerde weiter fest, alle behandelnden 

Ärzte hätten eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert, während das 

ABI im Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 lediglich von einer leichten 

Depression ausgegangen sei. Die Diagnose einer Depression begleite den 

Beschwerdeführer seit mindestens 2007, weshalb es immer wieder zu 

stationären und teilstationären Klinikaufenthalten gekommen sei und der 

Beschwerdeführer mit antidepressiv wirkenden Medikamenten behandelt 

werde. Die Behauptung des ABI, das Antidepressivum werde nicht 

eingenommen, sei unüberlegt und nicht nachvollziehbar und stehe im 

Widerspruch zu den Berichten der Dres. med. … vom 25. Oktober 2011 und … 

vom 17. November 2011. Die Schlussfolgerung des ABI, dass sich der 

Beschwerdeführer nicht depressiv fühle und keine Depression vorliege, sei 

nicht fundiert. Diese Schlussfolgerung des Gutachters lasse Zweifel an dessen 

Qualifikation und an der Neutralität der Gutachterstelle aufkommen. 

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass neben der somatoformen 

Schmerzstörung auch eine psychische Komorbidität zu bejahen sei und der 

Beschwerdeführer nicht über die notwendigen Ressourcen verfüge, um die 

Schmerzstörung zu überwinden und einer Arbeit nachzugehen, um eine 

Invalidität zu vermeiden.

e) Da sich das Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 als 

widersprüchlich und unvollständig erweise und auch im Widerspruch zu den 

Berichten der Fachärzte stehe, welche den Beschwerdeführer teilweise seit 

mehreren Jahren behandelten, verlangte der Beschwerdeführer in seiner 

Beschwerde, es sei ein gerichtliches Obergutachten einzuholen, welches sich 

über die zu stellenden Diagnosen und deren Einfluss auf die Arbeits- 

beziehungsweise Erwerbsfähigkeit ausspreche. Erst nach Vorliegen des 

angeforderten Gutachtens seien Aussagen über den Rentenanspruch möglich. 

Aufgrund der heutigen Aktenlage, namentlich der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte, sei von einer Arbeitsunfähigkeit 

von 40 % seit 1. April 2008 und von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit 

mindestens seit 1. Januar 2009 auszugehen. Selbst wenn dem 

Beschwerdeführer das Ausüben einer Tätigkeit in einem geringen Umfang 

zumutbar wäre, wäre festzustellen, dass der Beschwerdeführer auch auf dem 

sogenannten ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar wäre. Bezüglich 

des Rentenanspruchs ab 1. Februar 2007 bis zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung sei anzumerken, dass die Arbeitsunfähigkeit auf denselben 

Gesundheitsschaden zurückzuführen sei, welcher dem Anspruch auf eine 

Rente ab 1. Juli 2006 zugrunde gelegen habe. Offenbar gehe die IV-Stelle 

davon aus, die Arbeitsunfähigkeit sei ab 5. Juli 2006 als Folge eines physischen 

Gesundheitsschadens (Leberbiopsie) zu bejahen. Nur weil der 

Beschwerdeführer anfänglich – allerdings mit vielen Absenzen und 

Arztbesuchen – wieder habe arbeiten können, sei nicht davon auszugehen, 

dass ein neues gesundheitliches Problem Ursache der zunächst teilweisen und 

dann vollständigen und dauernden Arbeitsunfähigkeit sei. Dies ergebe sich 

auch aus dem Verlaufsbericht der IV-Stelle und dem Bericht von Dr. med. … 

und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010, gemäss welchem die 

psychischen Probleme, die für die Invalidität verantwortlich seien, seit 2005 

bestünden. Dementsprechend habe der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 

29bis IVV kein weiteres Wartejahr zu bestehen, sondern die früher 

zurückgelegten Wartezeiten seien zu berücksichtigen. Noch während des 

Anstellungsverhältnisses bei der … AG sei er auch in den Jahren 2007 und 

2008 immer wieder ganz oder teilweise arbeitsunfähig gewesen, namentlich 

während den Zeiten, in denen er sich in der Klinik aufgehalten habe. 

Dementsprechend werde der Antrag gestellt, dem Beschwerdeführer die Rente 

ab 1. April 2008 ohne zeitlichen Unterbruch und unbefristet zu gewähren.

7. In ihrer Vernehmlassung vom 14. März 2012 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde vom 23. Februar 2012. Für die Begründung wurde 

auf die Verfügung vom 25. Januar 2012 verwiesen, an welcher die IV-Stelle 

vollumfänglich festhalte. Ergänzend wurde festgehalten, dass insbesondere 

streitig sei, ob dem Beschwerdeführer die Überwindung seiner Schmerzen – 

welche unbestrittenermassen nicht objektivierbar seien – zumutbar sei. Dazu 

habe die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die 

vorhandenen medizinischen Unterlagen ausführlich Stellung genommen. Dem 

Beschwerdeführer sei aus IV-rechtlicher Sicht eine Überwindung seiner 

somatoformen Schmerzstörung zumutbar. Weitere medizinische Abklärungen 

seien, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, zur Beantwortung dieser 

rechtlichen Frage nicht notwendig.

8. In der freigestellten Replik vom 20. März 2012 hielt der Beschwerdeführer fest, 

die rechtliche Frage in Bezug auf die Überwindung der somatoformen 

Schmerzstörung könne nur beantwortet werden, wenn der Sachverhalt 

hinreichend abgeklärt worden sei. Die in der Beschwerde geübte Kritik am 

Gutachten beziehe sich insbesondere darauf, dass das Gutachten in Bezug auf 

die Frage, ob eine psychische Komorbidität bestehe, nicht schlüssig sei. Die 

Gutachter seien nicht auf die Diagnosen der behandelnden Psychiaterin 

eingegangen und hätten sich insbesondere auch nicht mit der schweren 

lebensgeschichtlichen Belastung, welcher der Beschwerdeführer im 

Zusammenhang mit seinem Lageraufenthalt und dem Miterleben der Tötung 

der Grosseltern und weiterer Gräueltaten, ausgesetzt gewesen sei, befasst. 

Das Einholen eines polydisziplinären medizinischen Obergutachtens sei 

deshalb unumgänglich.

9. Mit Schreiben vom 26. März 2012 verzichtete die IV-Stelle auf das Einreichen 

einer Duplik.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie auf die angefochtene 

Verfügung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-

Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. 

Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 25. Januar 2012 

betreffend IV-Rente stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 

Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich überdies aus Art. 

49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Auf die zudem fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Anspruch auf eine 

IV-Rente ab dem 1. Februar 2007 zu Recht verneint hat. Im Zentrum steht 

dabei die Frage nach der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers – und 

damit das Invaliditätseinkommen und der IV-Grad – insbesondere aus 

psychischer Sicht. Dabei ist insbesondere streitig, ob dem Beschwerdeführer 

die Überwindung seiner Schmerzen zumutbar ist. Nicht bestritten ist das 

Valideneinkommen.

2. a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent 

Anspruch auf eine ganze Rente. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der 

Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG 

aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der IV-Grad bestimmen lässt (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 E.3.4.2, mit Hinweisen).

b) Für die Ermittlung des IV-Grades kommt es primär auf die wirtschaftliche 

Erwerbsunfähigkeit und nicht auf die medizinische Arbeitsunfähigkeit an (BGE 

132 V 395 E.2.1). Ohne zuverlässige und beweistaugliche Bestimmung der 

prozentualen Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte (Zumutbarkeitsprofil als 

Beurteilungsgrundlage) ist eine seriöse Ermittlung der Erwerbsunfähigkeit (IV-

Grad) indes von vorneherein gar nicht möglich (BGE 125 V 261 E.4, 122 V 160 

f. E.1c, 115 V 134 E.2). Das Bundesrecht schreibt dabei nicht vor, wie die in 

den Akten liegenden Arztberichte oder medizinischen Unterlagen als 

Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt daher der allgemeine Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Versicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es 

bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (vgl. BGE 125 V 352 E.3a). Für den Beweiswert von Arztberichten ist 

entscheidend, ob die Berichte für die streitigen Belange umfassend sind, auf 

allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden sind, 

in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet 

sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 134 

V 231 E.5.1, 125 V 352 E.3a).

3. a) Im konkreten Fall ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab dem 1. 

April 2008 und damit die für die Berechnung des Invalideneinkommens 

massgebende medizinische Arbeitsunfähigkeit sowie deren Auswirkungen auf 

die wirtschaftliche Erwerbsunfähigkeit (IV-Grad) ab 1. Februar 2007 umstritten. 

In der angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2012 steht die psychische 

Diagnose im Vordergrund, die subjektiven Schmerzen des Beschwerdeführers, 

bestehend seit der Leberbiopsie im Juli 2005, sind unbestrittenermassen nicht 

objektivierbar und es ist keine organische Ursache für das Schmerzerleben 

auszumachen (vgl. das ABI-Gutachten vom 18. November 2008 S. 15, den 

Arztbericht der Dres. med. … und … des Kantonsspitals … vom 22. September 

2006 S. 3 sowie die Beschwerde S. 6 Rz. 11). Der Beschwerdeführer rügt, das 

Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011, auf welches die IV-Stelle 

abstelle, sowie die Stellungnahme des ABI vom 22. September 2011 stünden 

im Widerspruch zu den Berichten der behandelnden Ärzte, vor allem zu jenem 

von Dr. med. … der Klinik … vom 31. August 2009. Das Verlaufsgutachten des 

ABI vom 7. Februar 2011 sei auch bezüglich der behaupteten 

Opiatabhängigkeit in sich widersprüchlich. Entgegen dem Verlaufsgutachten sei 

die somatoforme Schmerzstörung nicht überwindbar, eine psychische 

Komorbidität (Depression) und weitere Kriterien wie der soziale Rückzug, der 

primäre Krankheitsgewinn und unbefriedigende Behandlungsergebnisse seien 

gegeben. Die Gutachter hätten zudem die chronische körperliche Erkrankung 

als Ursprung der Arbeitsunfähigkeit nicht bewertet.

b) Es stellt sich für das Gericht somit die Frage, ob die Einschätzungen der 

behandelnden Ärzte, insbesondere der Psychiaterin Dr. med. … vom 8. Februar 

2012, des Hausarztes Dr. med. … vom 25. Oktober 2011, des Leitenden Arztes 

Medizin des Kantonsspitals Graubünden Dr. med. … vom 17. November 2011 

sowie des Chefarztes der Klinik … Dr. med. … vom 31. August 2009, genügend 

Zweifel am Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 wecken, sodass 

nicht darauf abzustellen und ein unabhängiges Gutachten – wie vom 

Beschwerdeführer beantragt – einzuholen ist.

4. a) Bezüglich der opiathaltigen Schmerzmittel beziehungsweise der Reduktion 

derselben mittels Methadon wird in der Verfügung vom 25. Januar 2012 

ausgeführt, dass die Gutachter des ABI Basel der Ansicht seien, dass es dem 

Beschwerdeführer zumutbar sei, die Dosis der opiathaltigen Schmerzmittel zu 

reduzieren. Da sich die geklagten Schmerzen des Beschwerdeführers durch die 

somatischen Befunde kaum objektivieren liessen, sei es nicht notwendig, dass 

der Beschwerdeführer opiathaltige Schmerzmittel in hohen Dosen einnehme. 

Eine aufgrund der Schadenminderungspflicht zumutbare Reduktion der 

opiathaltigen Schmerzmittel würde eine deutliche Aktivierung des 

Beschwerdeführers zur Folge haben. Es liege aus psychiatrischer Sicht kein 

Grund beziehungsweise keine Diagnose vor, die ein derartiges Unterfangen 

unzumutbar erachten liessen.

b) Dieser Einschätzung des ABI Basel beziehungsweise der Argumentation der 

IV-Stelle widerspricht der Beschwerdeführer. Er bringt vor, dass die Gutachter 

selbst von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen 

seien. Mit anderen Worten hätten die Gutachter anerkannt, dass er Schmerzen 

empfinde. Die Einstellung auf Methadon sei unter der Kontrolle von Dr. med. … 

erfolgt.

c) Dem ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 17. November 2011 kann 

entnommen werden, dass das Methadon so dosiert worden sei, dass der 

Beschwerdeführer nicht unaufmerksamer oder müder oder weniger 

leistungsfähig sei. Eine Reduktion oder Absetzen des Methadons würde nur 

eine grössere Schmerzsymptomatik verursachen. Deshalb sei es aus seiner 

Sicht absolut unethisch und medizinisch falsch, das Methadon abzusetzen. Zu 

einer möglichen Interaktion zwischen Methadon und Duloxetin sagte Dr. med. 

…, dass es keine geeigneten Laboruntersuchungen gebe, welche eine 

Beeinflussung untermauerten. Jedoch wisse man sicher, dass Methadon und 

Duloxetin über das gleiche Enzym abgebaut würden. Deshalb sei es möglich, 

dass der Spiegel von Methadon oder von Duloxetin im Blut höher sein könne 

als erwartet. Falls Nebenwirkungen auftreten würden, müsste der Blutspiegel 

von beiden Medikamenten gemessen werden, was rein technisch möglich sei. 

Man wisse also, dass es möglich sei, dass das Methadon den Abbau von 

Duloxetin verzögern könne und somit höhere Spiegel im Blut des Patienten 

messbar seien (vgl. den Arztbericht von Dr. med. … vom 17. November 2011).

d) Auch Dr. med. … hat in seinem ärztlichen Bericht vom 25. Oktober 2011 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer die Schmerzmittel aufgrund der 

chronischen Schmerzen einnehmen müsse. Nur weil kein somatisches Korrelat 

für die Schmerzen gefunden werde, heisse dies nicht, dass er keine oder 

zumindest keine starken Schmerzen hätte. Zudem nehme er opiathaltige 

Schmerzmittel ein, weil Klasse I und II Schmerzmittel bei ihm zu keinerlei 

Beschwerdeverminderung führten. Dies sei über all die Jahre nun wiederholt 

schon genügend ausprobiert und belegt worden. Ein Patient, welcher scheinbar 

nur eine Aggravation der Beschwerden machen wolle, nehme diese Klasse III 

Schmerzmittel nicht über Jahre freiwillig ein, dies wegen den vorhandenen 

Nebenwirkungen von Übelkeit, Müdigkeit, Schlappheit und anderen teils 

unangenehmen Symptomen, welche beim Beschwerdeführer auch alle 

vorhanden seien. Überdies nehme er das Methadon grad nicht ein, weil eine 

Suchtproblematik bestehen würde, sondern weil – nachdem alle anderen 

Klasse III Schmerzmittel wegen für ihn ungünstigem Wirkungs-

/Nebenwirkungsverhältnis nicht längere Zeit eingesetzt werden konnten – er 

von Dr. med. … auf Methadon eingestellt worden sei. Gemäss Dr. med. … 

hätten die Gutachter überdies den Umstand nicht berücksichtigt, dass es bei 

der aktuellen Medikamentenkombination auch zu einer Enzyminduktion 

kommen könne, welche als Folge der Induktion einen schnelleren Abbau des 

Antidepressivums Duloxetin zur Folge habe. Durch einen erniedrigten 

Medikamentenspiegel liesse sich deshalb nicht einfach auf eine 

Medikamentenmalcompliance schliessen. Zusammenfassend würden gemäss 

Dr. med. … im Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 zwar 

medizinische Massnahmen empfohlen, allerdings nicht von orthopädischer und 

allgemein-internistischer Seite her. Es werde nur aus psychiatrischer Sicht zu 

einer Reduktion der opiathaltigen Schmerzmittel geraten. Diese Empfehlung sei 

für ihn jedoch nicht nachvollziehbar und nicht seriös bis lächerlich (vgl. den 

Arztbericht von Dr. med. … vom 25. Oktober 2011).

e) Wie in der Verfügung der IV-Stelle vom 25. Januar 2012 festgehalten, ist somit 

der entscheidende Punkt, ob dem Beschwerdeführer eine Reduktion des 

Methadons zumutbar ist beziehungsweise ob den soeben in Erwägung 4 lit. a, c 

und d dargelegten Ansichten der Gutachter des ABI oder der Dres. med. … und 

… gefolgt werden kann. Dr. med. … vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) 

Ostschweiz hielt diesbezüglich mit Stellungnahme vom 13. Dezember 2011 

fest, dass Schmerzen, die kein organisches Korrelat hätten oder aber mit einem 

organischen Korrelat nicht ausreichend erklärbar seien, nach allgemeinem 

wissenschaftlichen Forschungsstand auch nicht (ausreichend) auf 

Medikamente ansprechen würden, deren Angriffspunkt die Opiatrezeptoren 

seien. Hierfür spreche umso mehr, als Dr. med. … beschreibe, dass die 

Schmerzen schon vor der Leberpunktion bestanden hätten – demnach sei die 

Punktion respektive das organische Korrelat gar nicht der Auslöser der 

Beschwerden gewesen (vgl. die Stellungnahme von Dr. med. …, RAD 

Ostschweiz, vom 13. Dezember 2011).

f) Gemäss den Beurteilungen im Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 

und auch der Stellungnahme des ABI vom 22. September 2011 kann dem 

Beschwerdeführer eine Reduktion der opiathaltigen Medikamente zugemutet 

und damit eine Steigerung der Leistungsfähigkeit erreicht werden. Die 

Gutachter des ABI Basel sind vorliegend auch nicht die ersten Ärzte, die eine 

Reduktion der opiathaltigen Schmerzmittel angeregt haben, bereits die Dres. 

med. … und … der Klinik … haben im Austrittsbericht vom 10. November 2008 

festgehalten, dass unbedingt die vermutete Opiatabhängigkeit behandelt 

werden sollte (vgl. den Austrittsbericht der Klinik … vom 10. November 2008 S. 

2) und im Austrittsbericht der Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 

2010 ist ebenfalls ein ambulanter Methadonabbau empfohlen worden (vgl. den 

Austrittsbericht der Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 2010 S.3). 

Die Klinik … empfiehlt allerdings einen Ersatz durch ein anderes Opioid als 

Methadon. Die Beurteilungen durch das ABI vom 7. Februar 2011 und vom 22. 

September 2011 werden zudem gestützt durch die Beurteilung von Dr. med. … 

vom RAD Ostschweiz vom 13. Dezember 2011, als dass Schmerzen, die kein 

organisches Korrelat haben oder aber mit einem organischen Korrelat nicht 

ausreichend erklärbar sind – was vorliegend der Fall ist –, nach dem 

allgemeinen wissenschaftlichen Forschungsstand nicht (ausreichend) auf 

Medikamente ansprechen, deren Angriffspunkt die Opiatrezeptoren sind. Der 

ärztliche Bericht vom 17. November 2011 von Dr. med. … – aus dessen Sicht 

die Absetzung des Methadons absolut unethisch und medizinisch falsch wäre – 

genügt folglich nicht, um Zweifel am Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 

2011 beziehungsweise der Stellungnahmen des ABI vom 22. September 2011 

und des RAD vom 13. Dezember 2011 zu wecken. Schliesslich ist in den 

Berichten des ABI vom 7. Februar beziehungsweise 22. September 2011 auch 

nicht die Rede von gänzlichem Absetzen der medikamentösen Behandlung mit 

Methadon, sondern nur von einer Reduktion, und eine solche erscheint 

insgesamt als zumutbar. Auch im Bericht von Dr. med. … vom 25. Oktober 

2011 finden sich keine wissenschaftlichen Argumente, welche für eine 

Einnahme von opiathaltigen Schmerzmitteln zur Behandlung von Schmerzen, 

die kein organisches Korrelat haben oder aber mit einem organischen Korrelat 

nicht ausreichend erklärbar sind, sprechen. Insgesamt kann den Berichten der 

Dres. med. … und …, die den Beurteilungen durch den RAD und das ABI 

widersprechen, nicht gefolgt werden. Vielmehr sind das Verlaufsgutachten des 

ABI vom 7. Februar 2011 und die entsprechende Stellungnahme des ABI vom 

22. September 2011 nachvollziehbar und es leuchtet ein, dass eine Reduktion 

der opiathaltigen Schmerzmittel eine Aktivierung des Beschwerdeführers zur 

Folge hätte, er leistungsfähiger und weniger müde wäre. Folglich erscheinen 

dem Gericht die Ausführungen der Begutachter des ABI im Verlaufsgutachten 

vom 7. Februar 2011 beziehungsweise in der Stellungnahme vom 22. 

September 2011 und damit die Verfügung vom 25. Januar 2012 in Bezug auf 

die opiathaltigen Schmerzmittel beziehungsweise der Reduktion derselben 

mittels Methadon nachvollziehbar und schlüssig.

5. a) Bezüglich der somatoformen Schmerzstörung, welche unbestrittenermassen 

vorliegt, wurde in der Verfügung vom 25. Januar 2012 festgehalten, dass beim 

Beschwerdeführer im Sinne der vom Bundesgericht im Urteil BGE 130 V 352 

entwickelten Kriterien keine mitwirkende, psychisch ausgewiesene Komorbidität 

von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vorliege. Soweit 

der Beschwerdeführer vorbringe, dass bei ihm eine mittelgradige depressive 

Episode diagnostiziert worden sei und ihn die Diagnose einer Depression 

bereits seit 2007 begleite und er auch mit antidepressiv wirkenden 

Medikamenten behandelt werde, womit eine erhebliche psychische 

Komorbidität ausgewiesen sei, könne ihm nicht gefolgt werden. Während einzig 

im Arztbericht von Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 

2010 eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden sei, werde in 

allen anderen fachärztlich-psychiatrischen Berichten lediglich die Diagnose 

einer leichten depressiven Episode (respektive gar keiner Depression) 

festgehalten.

b) Die entscheidende Frage ist vorliegend folglich, ob beim Beschwerdeführer eine 

psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer 

ausgewiesen ist oder ob die von der Praxis entwickelten, anderen qualifizierten, 

mit gewisser Intensität und Konstanz zu erfüllenden Kriterien gegeben sind, die 

es für den Beschwerdeführer unzumutbar machen, seine Schmerzen zu 

überwinden. Um die Frage nach der geforderten mitwirkenden, psychisch 

ausgewiesenen Komorbidität beziehungsweise der anderen, von der Praxis 

entwickelten Kriterien zu klären, ist auf die einschlägige bundesgerichtliche 

Rechtsprechung einzugehen (vgl. dazu den Leitentscheid des Bundesgerichts 

BGE 130 V 352, insb. E.2). Das Bundesgericht hielt in der Erwägung 2.2.2 (mit 

weiteren Hinweisen) des genannten Entscheides fest, dass unter gewissen 

Umständen auch somatoforme Schmerzstörungen eine Arbeitsunfähigkeit 

verursachen könnten. Sie fielen unter die Kategorie der psychischen Leiden, für 

die grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich sei, wenn es darum 

gehe, über das Ausmass der durch sie bewirkten Arbeitsunfähigkeit zu 

befinden. In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss 

ergebenden Beweisschwierigkeiten genügten mithin die subjektiven 

Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung einer (teilweisen) 

Invalidität allein nicht; vielmehr müsse im Rahmen der 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare 

Befunde hinreichend erklärbar seien, andernfalls sich eine rechtsgleiche 

Beurteilung der Rentenansprüche nicht gewährleisten liesse.

aa) Weiter ist dem genannten Leitentscheid in Erwägung 2.2.3 zu entnehmen, dass 

das Vorliegen eines fachärztlich ausgewiesenen psychischen Leidens mit 

Krankheitswert – worunter anhaltende somatoforme Schmerzstörungen 

grundsätzlich fallen – aus rechtlicher Sicht wohl Voraussetzung sei, nicht aber 

hinreichende Basis für die Annahme einer invalidisierenden Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Namentlich vermöge nach der Rechtsprechung eine 

diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche in der 

Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu bewirken. Ein Abweichen von 

diesem Grundsatz falle nur in jenen Fällen in Betracht, in denen die festgestellte 

somatoforme Schmerzstörung nach Einschätzung des Arztes eine derartige 

Schwere aufweise, dass der versicherten Person die Verwertung ihrer 

verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver Betrachtung – 

und unter Ausschluss von Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die auf 

aggravatorisches Verhalten zurückzuführen seien – sozial-praktisch nicht mehr 

zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar sei (vgl. BGE 130 V 353 

f. E.2.2.3, mit Hinweisen; BGE 131 V 50 E.1.2). Die – nur in Ausnahmefällen 

anzunehmende – Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und 

eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setze das Vorliegen einer 

mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher 

Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein 

anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien 

voraus. So sprächen unter Umständen (1) chronische körperliche 

Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder 

progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein 

ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein 

verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer 

an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung 

(primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]) oder schliesslich (4) 

unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgeführter 

ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit 

unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 

Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung 

der versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der 

somatoformen Schmerzstörung (vgl. BGE 130 V 354 f. E.2.2.3, mit Hinweisen; 

BGE 136 V 281 f. E.3.2.1).

bb) Das Bundesgericht hielt im genannten Leitentscheid weiter fest, dass sofern die 

psychiatrische Erklärbarkeit der Schmerzsymptomatik allein für eine 

sozialversicherungsrechtliche Leistungsbegründung nicht genüge, obliege der 

begutachtenden Fachperson der Psychiatrie im Rahmen der – naturgemäss mit 

Ermessenszügen behafteten – ärztlichen Stellungnahme zur 

Arbeits(un)fähigkeit und der Darlegungen zu den einer versicherten Person aus 

medizinischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit die Aufgabe, durch die 

zur Verfügung stehenden diagnostischen Möglichkeiten fachkundiger 

Exploration der Verwaltung (und im Streitfall dem Gericht) aufzuzeigen, ob und 

inwiefern eine versicherte Person über psychische Ressourcen verfüge, die es 

ihr erlaubten, mit ihren Schmerzen umzugehen. Entscheidend sei, ob die 

betroffene Person, von ihrer psychischen Verfassung her besehen, objektiv an 

sich die Möglichkeit habe, trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit 

nachzugehen (vgl. BGE 130 V 355 E.2.2.4, mit Hinweisen).

c) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht nach dem Gesagten eine 

Vermutung, dass eine somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer 

zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, 

welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den 

Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess aber unzumutbar machen, weil die 

versicherte Person dann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen 

notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, 

entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 

steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, 

Ausprägung und Dauer. Massgebend kann aber auch das Vorhandensein 

anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien 

sein (vgl. BGE 137 V 67 f. E.4.1, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

8C_103/2011 vom 1. Juni 2011 E.2). Vorliegend gilt es somit zu prüfen, ob 

beim Beschwerdeführer eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, 

Ausprägung und Dauer oder andere qualifizierte, mit gewisser Intensität und 

Konstanz erfüllte Kriterien vorliegen.

d) Primär stellt sich die Frage, ob nach Lage der Akten mit der zusätzlich zur 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung – welche vorliegend unbestritten 

ist – diagnostizierten depressiven Störung eine psychische Komorbidität nach 

Massgabe der Rechtsprechungsgrundsätze vorliegt (vgl. die Urteile des 

Bundesgerichts 8C_958/2010, 8C_1039/2010 vom 25. Februar 2011 E. 6.2.2.2, 

8C_369/2011 vom 9. August 2011 E. 4.3.1). Eine solche Komorbidität führt 

indessen nur dann zur ausnahmsweisen Unzumutbarkeit, eine somatoforme 

Schmerzstörung und deren Folgen überwinden zu können, wenn sie erheblich 

(in Bezug auf Schwere, Ausprägung und Dauer) ist. Mithin erforderlich ist eine 

von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde 

Depression im Sinne eines verselbstständigten Gesundheitsschadens, welcher 

unabhängig von der somatoformen Schmerzstörung als erhebliche psychische 

Komorbidität ausnahmsweise auf die Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung schliessen lässt (vgl. BGE 127 V 294 sowie die Urteile 

des Bundesgerichts 8C_857/2009 vom 23. März 2010 E.4.2, 8C_930/2008 vom 

28. April 2009 E.3.2.2). Es darf sich mit anderen Worten bei den depressiven 

Stimmungslagen nicht um (reaktive) Begleiterscheinungen der somatoformen 

Schmerzstörung, sondern es muss sich um ein selbständiges, vom 

psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden im Sinne einer 

psychischen Komorbidität handeln, damit ausnahmsweise auf die 

Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung geschlossen werden 

kann (vgl. BGE 130 V 352 E.3.3.1).

6. Vorliegend ist einerseits umstritten, ob der Beschwerdeführer unter einer 

leichten oder mittelgradigen depressiven Störung leidet und andererseits, ob mit 

der zusätzlich zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung diagnostizierten 

depressiven Störung eine psychische Komorbidität vorliegt.

a) Das ABI hielt im Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011, bestätigt mit 

Stellungnahme vom 22. September 2011, als psychiatrische Diagnose ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10 F45.4) und eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) fest. 

Bereits im Jahr 2008 sei eine Schmerzverarbeitungsstörung, eine leichte 

depressive Episode und eine Opiatabhängigkeit vom ABI diagnostiziert worden 

(vgl. das Gutachten des ABI vom 18. November 2008). Im Verhältnis zu diesen 

früheren psychiatrischen Einschätzungen leide der Beschwerdeführer in der 

Zwischenzeit zusätzlich unter erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die 

somatoforme Schmerzstörung sei unter Berücksichtigung dieser 

Schwierigkeiten diagnostiziert worden. Die geklagten körperlichen 

Beschwerden könnten somatisch nicht hinreichend objektiviert werden, es 

müsse eine psychische Überlagerung angenommen werden. Die depressiven 

Verstimmungen seien geringgradig ausgeprägt. Aufgrund einer leichten 

depressiven Störung könne aus psychiatrischer Sicht keine relevante 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Die ausgeprägte 

subjektive Krankheitsüberzeugung begründe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (vgl. das Verlaufsgutachten des ABI 

vom 7. Februar 2011 S. 14 f.). In der Stellungnahme vom 22. September 2011 

bestätigte das ABI, dass sich keinerlei Hinweise dafür fänden, dass der 

Beschwerdeführer an einer mittelgradigen oder schweren depressiven Störung 

leide. Auch der Beschwerdeführer scheine sich subjektiv nicht als besonders 

depressiv zu empfinden, nehme er doch im Gegensatz zu seinen Angaben die 

verordneten Antidepressiva kaum ein. Gemäss klinischer Erfahrung würden 

depressive Patienten Antidepressiva zuverlässig und regelmässig einnehmen, 

da sie von der antidepressiven Wirkung bei zu vernachlässigenden 

Nebenwirkungen doch sehr profitierten (vgl. die Stellungnahme des ABI vom 

22. September 2011 S. 2).

b) In Bezug auf die Einnahme des Antidepressivums hat Dr. med. … vom RAD 

Ostschweiz mit Stellungnahme vom 13. Dezember 2011 festgehalten, dass 

wenn zwei Wirkstoffe im Blut um ein abbauendes Enzym konkurrierten, die 

Möglichkeit gegeben sei, – wie dies im Übrigen auch der Internist Dr. med. … 

mit Arztbericht vom 17. November 2011 festgehalten hat – dass der Spiegel 

einer der Wirkstoffe im Blut höher sei als dies bei der gewählten Dosis ohne 

Kombination mit dem anderen Medikament der Fall wäre. In jedem Fall sei 

damit aber nicht geklärt, dass der Wirkstoff eine wesentlich niedrigere 

Serumkonzentration aufweise als bei der angegebenen Dosierung üblich. Mithin 

sei mit der Blutuntersuchung erwiesen, dass der Beschwerdeführer, entgegen 

seiner Angabe, das Medikament nicht regelmässig oder zu niedrig dosiert 

einnehme. Auch wenn der Beschwerdeführer in der Beschwerde diesen 

Ausführungen entgegenhält, dass die Wirkstoffe des Zyprexa im Blut – soweit 

erkennbar – nicht kontrolliert worden seien und der Abbau von Cymbalta 

möglicherweise wegen des Leberenzyms schneller erfolge als bei anderen 

Exploranden oder aber das Medikament nicht im therapeutischen Bereich 

verabreicht worden sei, was aber nicht im Einflussbereich des 

Beschwerdeführers liege, sind die Ausführungen der IV-Stelle in der 

angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2012 unter Hinweis auf die 

Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. … vom 13. Dezember 2011 und auch 

auf den Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. … vom 17. November 2011 

nachvollziehbar und es ist ihnen insofern zu folgen, als die Aussagen in Bezug 

auf die Einnahme des Antidepressivums wissenschaftlich fundiert erscheinen. 

c) In der Beschwerde wird der Argumentation des ABI beziehungsweise der IV-

Stelle entgegengehalten, das Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 

stehe im Widerspruch zu den Berichten der behandelnden Ärzte und vor allem 

auch zu jenem der Klinik ... Die Annahme des ABI, es bestehe lediglich eine 

leichte Depression, sei nicht nachvollziehbar. Dem Arztbericht von Dr. med. … 

und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010, wo der 

Beschwerdeführer stationär behandelt worden sei, sei nämlich die Diagnose 

einer seit 2005 bestehenden mittelgradigen depressiven Episode zu 

entnehmen. Aus dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. … der Klinik … 

vom 31. August 2009 ergebe sich sodann die Diagnose einer leichten 

depressiven Episode und einer Akzentuierung der emotional instabilen 

Persönlichkeitszüge. Auch die behandelnde Psychiaterin Dr. med. … habe vor 

dem Hintergrund der Vorgeschichte und der Symptomatik nicht nur die 

Diagnose einer mittelgradigen Depression, sondern auch jene einer instabilen 

Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus festgehalten (vgl. den Arztbericht 

von Dr. med. … vom 8. Februar 2012). Entgegen der Ansicht des ABI bemühe 

sich der Beschwerdeführer aktiv um seine Genesung, insbesondere habe er 

sich bereit erklärt, eine Methadon-Behandlung anzunehmen und sich 

regelmässig psychotherapeutisch behandeln zu lassen.

d) Dem Gericht stellt sich folglich die Frage, ob die ärztlichen Berichte, 

insbesondere derjenige von Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. 

September 2010 und jener der behandelnden Psychiaterin Dr. med. … vom 8. 

Februar 2012, genügen, um am Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 

2011 beziehungsweise der Stellungnahme des ABI vom 22. September 2011 

Zweifel bezüglich der Schwere der Depression hervorzurufen. Grundsätzlich 

entsprechen sowohl das Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 als auch die 

Stellungnahmen vom 22. September 2011 den vom Bundesgericht geforderten 

Kriterien (vgl. vorstehend E.2b), sie sind für die streitigen Belange umfassend, 

beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten 

Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, 

leuchten in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Experten sind 

begründet. Es ist bezüglich der Beurteilung durch das ABI im Verlaufsgutachten 

vom 7. Februar 2011 insbesondere festzuhalten, dass sich dieses – entgegen 

der Ansicht von Dr. med. … (vgl. den Arztbericht vom 25. Oktober 2011) – mit 

den übrigen psychiatrischen Einschätzungen auseinandersetzt und in dieser 

Hinsicht nachvollziehbar ausgeführt und begründet ist: So wurde im 

Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 festgehalten, die behandelnde 

Psychiaterin Dr. med. … habe eine chronische Schmerzstörung und eine 

Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ diagnostiziert und dem 

Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Dr. med. … 

habe in seinem Bericht vom 31. August 2009 ebenfalls eine leichte depressive 

Episode diagnostiziert, instabile Persönlichkeitszüge gesehen und eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert. Die emotionalen instabilen 

Persönlichkeitszüge würden allerdings auch im Gutachten von Dr. med. … nicht 

näher erläutert. Dem Gutachten von Dr. med. … könne aber entnommen 

werden, dass der Beschwerdeführer erst seit Januar 2009 und nicht wie er 

behaupte, seit 2007 in Behandlung bei Dr. med. … sei. Dr. med. … und Dr. phil. 

… der Klinik … hätten in ihrem Bericht vom 28. September 2010 eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine mittelgradige depressive 

Episode diagnostiziert und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Im 

Suchtzentrum …, wo der Explorand im Frühjahr 2010 stationär behandelt 

worden sei, seien einzig eine Opiatabhängigkeit und eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden. Während des stationären 

Aufenthaltes hätten sich keine Hinweise für eine depressive Störung gefunden 

(vgl. den Austrittsbericht der Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 

2010). Das ABI kommt im Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 in 

Anbetracht der soeben dargelegten ärztlichen Meinungen und der eigenen 

Untersuchungen zum Schluss, in der Lebensgeschichte des 

Beschwerdeführers fänden sich keine Hinweise für eine emotional instabile 

Persönlichkeitsstörung. Der Beschwerdeführer habe seit Jahren eine stabile 

Beziehung mit seiner Ehefrau, er fühle sich in dieser Beziehung wohl. Er neige 

auch nicht zu impulsiven Verhaltensweisen, sei beispielsweise nie in 

Streitigkeiten und heftige Auseinandersetzungen verwickelt. Er habe auch ein 

stabiles Selbstbild. Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung könne somit nicht 

diagnostiziert werden. Erfahrungsgemäss sei der Verlauf depressiver 

Erkrankungen schwankend. Interessanterweise hätten in der Psychiatrischen 

Klinik …, wo der Beschwerdeführer stationär behandelt worden sei, keine 

depressiven Symptome festgestellt werden können (vgl. den Austrittsbericht der 

Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 2010). Es würden keine 

Hinweise bestehen, dass der Beschwerdeführer während längerer Zeit an einer 

mittelgradigen oder schweren depressiven Störung gelitten habe. Auch Dr. 

med. … habe nur eine leichte depressive Episode diagnostizieren können. 

Aufgrund einer leichten depressiven Störung könne aus psychiatrischer Sicht 

keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Die 

ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung begründe keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht.

e)Das Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 ist somit insbesondere insofern 

schlüssig und nachvollziehbar, als es aufgrund der Untersuchung des 

Beschwerdeführers und in Kenntnis der Vorakten von einer leichten 

depressiven Episode ausgeht, zumal nur im Arztbericht von Dr. med. … und Dr. 

phil. … der Klinik … vom 28. September 2010 eine mittelgradige depressive 

Episode diagnostiziert worden ist und in allen anderen fachärztlich-

psychiatrischen Berichten lediglich die Diagnose einer leichten depressiven 

Episode (respektive gar keine Depression) festgehalten worden ist (vgl. den 

Arztbericht von Dr. med. … vom 9. Oktober 2006 sowie vom 8. Februar 2008, 

den Austrittsbericht der Klinik … der Dres. med. … und … vom 10. November 

2008, das Gutachten des ABI vom 18. November 2008, den Arztbericht von 

Dr. med. … der Klinik … vom 31. August 2009, sowie den Austrittsbericht der 

Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 2010). Der ärztliche Bericht 

von  Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010 enthält 

allerdings ein fragliches Datum bezüglich des Beginns der depressiven Episode 

seit 2005, zumal im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. … vom 31. August 

2009 das älteste Vordokument in psychiatrischer Hinsicht aus dem Jahre 2006 

stammt und auch der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang erst auf das 

Jahr 2007 verweist (Beschwerde S. 12 Rz. 28). An der Beurteilung durch das 

ABI vermag auch der neueste Arztbericht der behandelnden Psychiaterin Dr. 

med. … vom 8. Februar 2012, die von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

ausgeht, nichts zu ändern, begründet auch sie die Diagnose einer emotional 

instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus – die anderswo 

nirgends diagnostiziert wurde – nicht weiter und die von ihr diagnostizierte, 

gegenwärtig mittelgradig, depressive Episode findet nur im ärztlichen Bericht 

der Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010 einen 

Anknüpfungspunkt. Schliesslich bleibt anzumerken, dass der Bericht von 

Dr. med. … vom 8. Februar 2012 nach dem Erlass der Verfügung vom 

25. Januar 2012 verfasst wurde und sich somit ohnehin die Frage stellt, ob er 

noch zu berücksichtigen oder aus dem Recht zu weisen ist. Grundsätzlich stellt 

das Gericht bei der Beurteilung eines Falles nämlich nur auf den bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier 25. Januar 2012) 

eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V E.1.2; Urteil des Bundesgerichts 

8C_692/2011 vom 7. Februar 2012 E.3.2).

f) Insgesamt bleibt dem Gericht somit festzuhalten, dass die Gutachter des ABI im 

Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 und in der Stellungnahme vom 22. 

September 2011 zu Recht von einer leichten depressiven Störung 

ausgegangen sind. Ob die Gutachter von einem selbständigen, vom 

psychogenen Schmerzsyndrom losgelösten depressiven Leiden und damit von 

einer psychischen Komorbidität ausgegangen sind, geht aus den Gutachten 

des ABI nicht eindeutig hervor, zumal die Gutachter weder von Komorbidität 

noch von der Selbständigkeit des Leidens sprechen. Trotzdem finden sich 

aufgrund der Formulierung im Gutachten und in den übrigen ärztlichen 

Berichten gewisse Anhaltspunkte, die auf ein vom psychogenen 

Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden und damit auf eine 

psychische Komorbidität hinweisen könnten. Allerdings kann die Frage nach 

der Komorbidität vorliegend offen bleiben, zumal das Bundesgericht das 

Vorliegen einer erheblichen psychischen Komorbidität im Falle einer 

rezidivierenden depressiven Störung mit leichter Episode (ICD-10 F33.0) stets 

verneint hat (vgl. BGE 130 V 352). Selbst wenn also im vorliegenden Fall von 

einem selbständigen, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelösten 

depressiven Leiden ausgegangen würde – was aus dem Verlaufsgutachten des 

ABI vom 7. Februar 2011 und den zitierten ärztlichen Berichten nicht eindeutig 

hervorgeht –, würde die Diagnose einer leichten depressiven Störung für die 

Annahme einer mitwirkenden psychisch ausgewiesenen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer nicht reichen (vgl. BGE 

130 V 352 E.3.3.1 sowie das Urteil des Bundesgerichts 8C_369/2011 vom 

9. August 2011 E.4.3.2).

g) Vorliegend kann somit nicht auf die Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung aufgrund einer psychisch ausgewiesenen Komorbidität 

geschlossen werden. Es bleibt somit praxisgemäss das Vorhandensein der vom 

Bundesgericht entwickelten, anderen qualifizierten, mit gewisser Intensität und 

Konstanz erfüllten Kriterien zu prüfen.

7. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sprechen unter Umständen 

(1) eine chronische körperliche Begleiterkrankungen und mehrjähriger 

Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne 

längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen 

Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer 

innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 

Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]) oder 

schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent 

durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen 

(auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 

Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung 

der versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der 

somatoformen Schmerzstörung (vgl. BGE 130 V 354 f. E.2.2.3, mit Hinweisen; 

BGE 136 V 281 f. E.3.2.1). Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je 

ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – 

ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung 

zu verneinen (BGE 137 V 67 f. E. 4.1, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

8C_103/2011 vom 1. Juni 2011 E.2).

a) Im vorliegend zu beurteilenden Fall stellt sich die IV-Stelle in ihrer Verfügung 

vom 25. Januar 2012 auf den Standpunkt, dass aufgrund der ärztlichen 

Berichte alle vier vom Bundesgericht genannten besonderen qualifizierten 

Umstände, nämlich „chronische körperliche Begleiterkrankungen“, „totaler 

sozialer Rückzug“, „innerseelischer Verlauf im Sinne einer Flucht in die 

Krankheit“, sowie „bis anhin erfolglos verlaufene Therapieversuche“ mehr oder 

weniger vollständig fehlten. Aus rechtlicher Sicht würden keine hinreichenden 

Gründe dafür sprechen, dass die psychischen Ressourcen es dem 

Beschwerdeführer nicht erlaubten, trotz seiner Schmerzen in vollem Umfange 

arbeitstätig zu sein. Soweit der Beschwerdeführer vorbringe, dass er ziemlich 

isoliert lebe, sei mit den Gutachtern festzustellen, dass vorliegend zwar ein 

gewisser sozialer Rückzug vorliege, allerdings innerhalb der Familie durchaus 

noch eine Teilnahme am sozialen Leben stattfinde.

aa) Der Beschwerdeführer hält der Argumentation der IV-Stelle entgegen, die 

Behauptung im Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011, es sei kein 

ausgeprägter sozialer Rückzug festzustellen, stimme nicht. Diesbezüglich 

verweise er auf die Beobachtungen der behandelnden Psychiaterin (vgl. den 

ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 8. Februar 2012) und den Bericht der 

Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … vom 28. September 2010. Der 

Beschwerdeführer müsse in die Tagesklinik, damit er eine soziale Struktur 

erhalte und aus seinem regressiven Verhalten herausgeholt werde. Gemäss 

seinen Schilderungen würden sich seine Kontakte nur auf die engste Familie 

beschränken und auch von seinen Kollegen habe er sich zurückgezogen.

bb) Fraglich ist somit, ob der stichwortartige ärztliche Bericht von Dr. med. … vom 

8. Februar 2012 und der Bericht von Dr. med. … und Dr. phil. … der Klinik … 

vom 28. September 2010 die Beurteilung im Verlaufsgutachten des ABI vom 

7. Februar 2011 zu erschüttern vermögen. Dem soeben genannten ärztlichen 

Bericht vom 28. September 2010 kann entnommen werden, dass sich der 

Beschwerdeführer in den Organisationsablauf der Familie integriert hat, dass er 

aber eine eingeschränkte Kontaktmöglichkeit zu den Mitmenschen und eine 

verminderte Gruppenfähigkeit im Sinne von Schwierigkeiten, sich in einer 

Gruppe einzufügen und die formal gegebenen Gruppenregeln zu befolgen, 

aufweist. Dr. med. … hält in ihrem Bericht vom 8. Februar 2012 in Bezug auf 

den sozialen Rückzug einzig das Stichwort Isolationstendenz fest, ohne 

allerdings genauere Angaben dazu zu machen. Es kann ihr somit mangels 

Begründung nicht gefolgt werden. In den Akten sind überdies keine weiteren 

stichhaltigen Hinweise ersichtlich, die auf einen totalen sozialen Rückzug des 

Beschwerdeführers schliessen liessen. Vielmehr hat die IV-Stelle in der 

Verfügung vom 25. Januar 2012 gestützt auf das Verlaufsgutachten des ABI 

vom 7. Februar 2011 zu Recht festgehalten, dass zwar ein gewisser sozialer 

Rückzug vorliege, der Beschwerdeführer allerdings innerhalb der Familie 

durchaus noch (wenn auch abends offenbar reduziert) am sozialen Leben 

teilnehme. So ist dem Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich vormittags während der 

Schulferien um die Kinder kümmert, mit der Ehefrau einkauft, den Kindern bei 

den Hausaufgaben hilft und Kontakte mit den Eltern und Schwiegereltern pflegt. 

Auch wenn im Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 festgehalten 

wird, dass sich die Kollegen des Beschwerdeführers von ihm zurückgezogen 

hätten, da sie von seinen Klagen über die Schmerzen genug hätten, kann 

vorliegend nicht von einem totalen sozialen Rückzug die Rede sein. Innerhalb 

der Familie pflegt der Beschwerdeführer nach wie vor seine Beziehungen und 

auch mit seiner Ehefrau führt er eine stabile Beziehung. Das vom 

Bundesgericht geforderte Kriterium des sozialen Rückzugs in allen Belangen 

des Lebens muss vorliegend somit verneint werden.

b) In Bezug auf das Kriterium der chronischen körperlichen Begleiterkrankungen 

und dem mehrjährigen Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter 

Symptomatik ohne längerfristige Remission wird in der Beschwerde ausgeführt, 

die Gutachter des ABI hätten den Ursprung der Arbeitsunfähigkeit, nämlich die 

chronische körperliche Erkrankung nicht bewertet und auch dazu nicht Stellung 

genommen, inwiefern eine solche Erkrankung eine psychisch vorgeschädigte 

Person aus dem Gleichgewicht zu werfen vermöge und es eben gerade 

verhindere, dass diese die Schmerzzustände überwinden könne. Allerdings 

wird in der Beschwerde nur auf Schilderungen des Beschwerdeführers 

anlässlich des Explorationsgesprächs abgestellt und es finden sich in den Akten 

keine ärztlichen Berichte, welche chronische körperliche Begleiterkrankungen 

belegen würden. Die Gutachter des ABI sind somit zu Recht nicht weiter auf 

diese angeblichen Begleiterkrankungen eingegangen, zumal sie sich in den 

Akten auch auf keine diesbezüglichen Hinweise beziehen konnten. Vielmehr 

wurde im Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 aus 

internistischer/allgemeinmedizinischer und aus orthopädischer Sicht einzig die 

Diagnose des diffusen rechtsseitigen Schmerzsyndroms an Stamm und 

Extremitäten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten. Abschliessend 

wurde im Verlaufsgutachten des ABI dann festgehalten, dass auf beruflicher 

Ebene die Reintegration in den Arbeitsprozess dringend anzustreben sei. Der 

Beschwerdeführer sei aufgrund der somatischen Befunde durchaus dazu in der 

Lage, einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit unter 

Wechselbelastung nachzugehen, scheine dafür aber keine Motivation 

aufzubringen, sodass sich hier keine Massnahmen anbieten würden. Das 

Kriterium der chronischen körperlichen Begleiterkrankungen und des 

mehrjährigen Krankheitsverlaufs bei unveränderter oder progredienter 

Symptomatik ohne längerfristige Remission muss vorliegend folglich verneint 

werden.

c) Auch bezüglich des verfestigten, therapeutisch nicht mehr angehbaren 

innerseelischen Verlaufs einer an sich missglückten, psychisch aber 

entlastenden Konfliktbewältigung (Flucht in die Krankheit) finden sich in den 

Akten keine Anhaltspunkte. Der Beschwerdeführer hielt diesbezüglich zwar fest, 

der Gutachter des ABI habe im Verlaufsgutachten vom 7. Februar 2011 seine 

Schilderungen anlässlich des Explorationsgesprächs nicht ernst genommen 

und nicht gewürdigt. Die Kriegserlebnisse des Beschwerdeführers würden 

ausgeblendet, werde im Gutachten doch trotz den Schilderungen des 

Beschwerdeführers aktenwidrig ausgeführt, dass sich schwere 

lebensgeschichtliche Belastungen nicht finden liessen. Es müsse aber als 

erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer in seiner Vergangenheit schwere 

psychische Verletzungen erlitten habe, welche heute hinderlich seien, die 

Folgen der Leberbiopsie beziehungsweise die seither konstant auftretenden 

Schmerzen zu überwinden. Es sei davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer nicht allein mit einer Depression zu kämpfen habe, sondern 

sein Unvermögen, sich wieder in den Arbeitsprozess und ein normales soziales 

Leben zu integrieren, weitere Ursachen habe. Laut der behandelnden 

Psychiaterin Dr. med. … liege vor dem Hintergrund der Vorgeschichte und der 

Symptomatik nicht nur die Diagnose einer mittelgradigen Depression, sondern 

auch jene einer instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus vor 

(vgl. den ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 8. Februar 2012). Diese 

Diagnosen hätten Krankheitswert, was die Gutachter des ABI ohne 

überzeugende Begründung verneinen würden und auch auf die entsprechende 

Ergänzungsfrage der IV-Stelle nicht eingingen. Das Gutachten sei auch in 

diesem Zusammenhang nicht schlüssig. Das Gericht kann diesen 

Ausführungen des Beschwerdeführers in Bezug auf die schweren 

lebensgeschichtlichen Belastungen nicht folgen, zumal sich für die 

Schilderungen des Beschwerdeführers in den Akten ausser dem 

stichwortartigen ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 8. Februar 2012 keine 

Anhaltspunkte finden lassen. In Bezug auf diesen Bericht wurde bereits 

vorstehend unter Erwägung 6 lit. e ausgeführt, dass darauf mangels 

Begründung schwerlich abzustellen ist und er zudem nach dem Erlass der 

Verfügung vom 25. Januar 2012 verfasst wurde und sich somit ohnehin die 

Frage stellt, ob er noch zu berücksichtigen oder aus dem Recht zu weisen ist. 

Insgesamt kann somit mangels Beweisen das Kriterium eines verfestigten, 

therapeutisch nicht mehr angehbaren innerseelischen Verlaufs einer an sich 

missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (Flucht in die 

Krankheit) nicht bejaht werden.

d) Schliesslich bleibt das Kriterium der unbefriedigenden Behandlungsergebnisse 

trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer 

Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedlichem therapeutischem 

Ansatz) und gescheiterten Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener 

Motivation und Eigenanstrengung zu prüfen. Diesbezüglich wird in der 

Beschwerde ausgeführt, die Gutachter würden sich nicht überzeugend mit der 

Problematik auseinandersetzen, dass der Beschwerdeführer seit (im Zeitpunkt 

des Gutachtens vier Jahren) nunmehr fünf Jahren konsequent psychiatrisch 

therapiert werde, er auch die ihm empfohlene medizinische Trainingstherapie 

mache und trotzdem kein Behandlungserfolg zu verzeichnen sei, die Therapie 

also gescheitert sei. Schlichtweg unwahr sei die Behauptung, die 

therapeutischen Bemühungen seien nur gescheitert, weil der Explorand 

aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig 

Motivation zeige, trotz allfälliger Restbeschwerden sich aktiv um seine 

Genesung zu bemühen und sich den Belastungen der Arbeitswelt wieder 

auszusetzen. Es werde übergangen, dass sich der Beschwerdeführer bereit 

erklärt habe, eine Methadon-Behandlung anzunehmen, dass er sich 

regelmässig psychotherapeutisch behandeln liesse und auch stationäre 

Klinikaufenthalte auf sich genommen habe. Die Behauptung, er trage nicht aktiv 

zur Genesung bei, sei vor diesem Hintergrund und angesichts der durch nichts 

begründeten Behauptung des Gutachters, er nehme die verordneten 

Antidepressiva nicht regelmässig ein, nicht nachvollziehbar. In Bezug auf die 

Einnahme der Antidepressiva wurde bereits vorstehend unter Erwägung 6b 

ausgeführt, dass den Ausführungen der IV-Stelle in der angefochtenen 

Verfügung vom 25. Januar 2012 unter Hinweis auf die Stellungnahme der RAD-

Ärztin Dr. med. … vom 13. Dezember 2011 und auch auf den Bericht des 

behandelnden Arztes Dr. med. … vom 17. November 2011 insofern zu folgen 

ist, als die Aussagen der Fachärzte Dres. med. … und … in Bezug auf die 

Einnahme des Antidepressivums wissenschaftlich fundiert erscheinen. Der 

Ansicht des Beschwerdeführers ist auch entgegen zu halten, dass sowohl die 

Gutachter das ABI als auch mehrere andere Ärzte die therapeutischen 

Möglichkeiten als nicht ganz ausgeschöpft erachteten, zumal sie eine 

Reduktion der opiathaltigen Schmerzmittel empfohlen hatten (vgl. die 

Ausführungen vorstehend unter Erwägung 4f unter Hinweis auf das 

Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011, den Austrittsbericht der 

Dres. med. … und … der Klinik … vom 10. November 2008 S. 2 sowie den 

Austrittsbericht der Dres. med. … und … der Klinik … vom 20. April 2010 S.3). 

Auch die psychotherapeutischen Massnahmen können nicht als gänzlich 

gescheitert angesehen werden, zumal sich der Beschwerdeführer gemäss dem 

ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 31. August 2009 seit Januar 2009 in 

Behandlung bei Dr. med. … befinde und diese Therapie bis zum Zeitpunkt der 

Verfügung (vgl. den ärztlichen Bericht von Dr. med. … vom 8. Februar 2012) 

andauerte. Anerkannt wurde jedoch auch im Verlaufsgutachten des ABI vom 

7. Februar 2011, dass berufliche Massnahmen aufgrund der ausgeprägten 

subjektiven Krankheitsüberzeugung nicht empfohlen werden könnten. Auch 

wenn insgesamt von eher unbefriedigenden Behandlungsergebnissen trotz 

verschiedenen Therapieversuchen ausgegangen werden kann, ist das Kriterium 

der bis anhin erfolglos verlaufenen Therapieversuche vorliegend nicht gänzlich 

erfüllt ist. Und selbst wenn man dieses Kriterium bejahen würde, würde es nicht 

reichen, um die von der Rechtsprechung geforderte ausnahmsweise 

Unüberwindlichkeit der somatoformen Schmerzstörung zu bejahen. Das 

Bundesgericht fordert ausdrücklich die ausgeprägte Erfüllung mehrerer der 

genannten Kriterien damit – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine 

zumutbare Willensanstrengung zu verneinen sind (BGE 137 V 67 f. E. 4.1, mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_103/2011 vom 1. Juni 2011 E.2).

e) Zusammenfassend ergibt die Analyse der gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung unter Umständen für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit 

der somatoformen Schmerzstörung sprechenden Kriterien, dass keines dieser 

Kriterien vorliegend mit einer solchen Intensität und Konstanz erfüllt ist, dass 

deswegen von einer vollständigen Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung 

auszugehen wäre. Vielmehr ist mit den Gutachtern des ABI und der IV-Stelle 

festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer eine willentliche 

Schmerzüberwindung zumutbar ist.

8. Somit ist abschliessend festzuhalten, dass in der vorliegend zu beurteilenden 

Konstellation weder eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, 

Intensität und Dauer ausgewiesen ist noch andere, qualifizierte Kriterien es dem 

Beschwerdeführer verunmöglichen, die notwendige Willensanstrengung 

aufzubringen, um die subjektiv erlebten Schmerzen zu überwinden. In 

medizinischer und rechtlicher Hinsicht bestehen keine hinreichenden Gründe 

dafür, dass die psychischen Ressourcen es dem Beschwerdeführer nicht 

erlauben, trotz der subjektiv erlebten Schmerzen einer beruflichen Tätigkeit 

nachzugehen. Vielmehr bleibt insgesamt festzuhalten, dass die IV-Stelle zu 

Recht auf das Verlaufsgutachten des ABI vom 7. Februar 2011 abgestellt hat 

und davon ausgegangen ist, dass aufgrund einer leichten depressiven Störung 

aus psychiatrischer Sicht keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

attestiert werden kann und somit die Einschätzung des ABI in Bezug auf die 

100%ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte sowie eine adaptierte Tätigkeit 

nicht zu beanstanden ist. Nach dem Grundsatz der antizipierten 

Beweiswürdigung ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten, wenn 

ein bestimmter Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist 

und wenn anzunehmen ist, dass weitere Beweismassnahmen an diesem 

feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern können (vgl. BGE 122 II 464 E.4a; 

BGE 127 V 491 E.1b). Vorliegend ist der Sachverhalt genügend abgeklärt und 

die medizinischen Berichte und damit die bisherige Aktenlage lassen eine 

ausreichende Aussage über den Gesundheitszustand und dessen 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu. 

Zusammenfassend bleibt somit festzuhalten, dass im vorliegenden Fall ein 

weiteres medizinisches Gutachten – wie vom Beschwerdeführer verlangt – nicht 

angezeigt ist. Demnach erweist sich die angefochtene Verfügung vom 

25. Januar 2012 als rechtens und die Beschwerde ist im Sinne der oben 

stehenden Erwägungen abzuweisen.

9. a) Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung von 

Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung 

von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 

Diese Kosten werden je nach Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Umfang von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Angesichts des 

Ausgangs dieses Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von Fr. 700.-- dem 

Beschwerdeführer zu überbinden. Allerdings hat der Beschwerdeführer den 

prozessualen Antrag gestellt, es sei ihm für das Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung 

zu bewilligen und es sei ihm in der Person der unterzeichnenden 

Rechtsanwältin ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Dieser Antrag 

ist folglich zu prüfen.

b) Das Gericht kann durch verfahrensleitende Verfügung oder mit dem Entscheid 

in der Hauptsache einer Partei auf Antrag die unentgeltliche Prozessführung 

bewilligen (Art. 76 Abs. 1 VRG). Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung 

ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand (vgl. auch Art. 76 Abs. 1 – 3 VRG sowie Art. 61 lit. f ATSG). Die 

Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung sind in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht 

aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen 

Anwalt oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist (vgl. BGE 125 V 

201 E.4a mit Hinweisen). Als aussichtslos gelten Verfahren, bei denen die 

Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und daher 

kaum mehr als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren 

nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr 

die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, 

ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 

Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen 

Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht 

allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet (vgl. BGE 122 I 267 

E.2b; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Rz. 102 ff. zu Art. 61). 

Da der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer seit April 2009 öffentlich 

unterstützt wird und der Rechtsstreit weder offensichtlich mutwillig noch von 

vornherein als aussichtslos erscheint, ist dem Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege stattzugeben. Die Gerichtskosten, welche zulasten des 

Beschwerdeführers gehen, sind somit von der Gerichtskasse zu übernehmen.

c) In Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege werden auch die Kosten der 

anwaltlichen Vertretung des Beschwerdeführers durch die Gerichtskasse 

übernommen (Art. 76 Abs. 1 i.V.m. Art. 78 Abs. 1 VRG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 

der Honorarverordnung (HV; BR 310.250) wird der Rechtsanwältin für den 

berechtigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung ein reduziertes Honorar 

von Fr. 200.-- pro Stunde zuzüglich notwendige Barauslagen und 

Mehrwertsteuer ausgerichtet. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

reichte mit Schreiben vom 20. März 2012 eine Honorarnote ein. Darin machte 

sie einen Aufwand von total 9.5 Stunden geltend, was dem Gericht 

angemessen erscheint. 9.5 Stunden à Fr. 200.-- (Fr. 1‘900.--) zuzüglich der 

Kleinspesenpauschale von 3 % (Fr. 57.--) und MWST zu 8 % (Fr. 156.55) 

ergeben einen Betrag von total Fr. 2‘113.55. Dieser Betrag ist von der 

Gerichtskasse zu übernehmen.

d) Die obsiegende IV-Stelle hat keinen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 

61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden die 

Kosten von Fr. 700.-- zulasten von … von der Gerichtskasse übernommen.

b) … wird in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. … eine Rechtsvertreterin auf 

Kosten des Staates bestellt. Diese wird durch die Gerichtskasse mit Fr. 

Fr. 2‘113.55 (inkl. MWST) entschädigt.

c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von … gebessert 

haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und die Kosten der 

Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 22. Juli 2013 

abgewiesen (8C_335/2013).