# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3e31884-a9b3-5b68-8728-8bf72ac62103
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.08.2020 I 2019 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-84_2020-08-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 84

Entscheid vom 11. August 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. C.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Fallabschluss; Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A.1 A.________ (geb. 1995) war als Textilfachfrau über die D.________ AG bei 
der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert, als sie sich am 27. April 2018 im Rahmen eines Autounfalls eine 
Stauchung der Halswirbelsäule und eine Verdrehung/Verstauchung des linken 
Fussgelenks zuzog (vgl. Vi-act. I/2). Bereits am 16. Februar 2018 hatte 
A.________ sich am linken Fussgelenk eine Zerrung geholt, nachdem sie zuvor 
auf Glatteis ausgerutscht war (vgl. Vi-act. IV/1); daraufhin wurde ihr bis   30. April 
2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei sie per 1. Mai 2018 ih-
re Arbeitstätigkeit wieder hätte aufnehmen sollen (vgl. Vi-act. IV/33-1/2).

A.2 Die Erstbehandlung der Folgen des Unfalls vom 27. April 2018 erfolgte 
noch gleichentags im Spital E.________ (vgl. Vi-act. I/76-2/3). Wegen wiederhol-
tem Erbrechen, suchte A.________ am 29. April 2018 das Spital F.________ auf 
und wurde am 2. Mai 2018 wieder entlassen (vgl. Vi-act. I/23-3/3). Der nachbe-
handelnde Arzt Dr.med. G.________ stellte anlässlich der Erstkonsultation vom 
8. Mai 2018 als Folge des Auffahrunfalls vom 27. April 2018 die 
Diagnose einer Commotio cerebri sowie eines kraniozervikalen Beschleuni-
gungstraumas, eventuell einer Nachverletzung der OSG (Oberes Sprunggelenk) 
Distorsion vom 26. Februar 2018 (recte: 16.2.2018); gleichzeitig attestierte er ei-
ne vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Mai 2018 (vgl. Vi-act. I/20; Vi-act. I/3-
3/3).

A.3 Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer und er-
brachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 
27. April 2018 (vgl. u.a. Vi-act. 7f./9ff.).

B. Infolge anhaltender Arbeitsunfähigkeit wurde das Arbeitsverhältnis zwi-
schen A.________ und der D.________ AG seitens Arbeitgeberin auf den 31. 
Mai 2018 gekündigt (vgl. Vi-act. I/87).

C.1 Angesichts der anhaltenden Kopf- und Nackenschmerzen bzw. der weiter 
andauernden Arbeitsunfähigkeit von A.________ (vgl. Vi-act. I/121-2/2) holte die 
Suva weitere medizinische Unterlagen ein. In der Folge stellte sie mit Verfügung 
vom 27. März 2019 die Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 
27. April 2018 per 31. März 2019 ein (vgl. Vi-act. I/132).

C.2 Gegen diese Verfügung vom 27. März 2019 erhoben A.________ am 
3. Mai 2019 (vgl. Vi-act. I/165) und ihre Krankenversicherung - S.________ - am 

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2. April 2019 Einsprache (vgl. VI-act. I/137); letztere zog ihre Einsprache am 5. 
April 2019 zurück (vgl. Vi-act. I/140).

D. Während des Einspracheverfahrens erlitt A.________ am 16. August 2019 
einen weiteren Auffahrunfall, für den sie als Angestellte bei der T.________ 
ebenfalls bei der Suva obligatorisch unfallversichert war (vgl. Vi-act. III).

E. Nach weiteren medizinischen Abklärungen wies die Suva die Einsprache 
von A.________ vom 3. Mai 2019 mit Entscheid vom 17. September 2019 ab 
(vgl. Vi-act I/169).

F. Mit Eingabe vom 18. Oktober 2019 lässt A.________ gegen diesen Ein-
spracheentscheid vom 17. September 2019 beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons F.________ fristgerecht Beschwerde erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 17. September 2019 
sei vollumfänglich aufzuheben und es seien der Beschwerdeführerin die ge-
setzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Eventuell zu Ziff. 1: Betreffend die Abklärung des Gesundheitszustands, die 
Klärung der streitgegenständlichen Kausalitätsfrage(n) sowie die Beurteilung 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Versicherten sei ein gerichtliches 
Gutachten anzuordnen.

3. Subeventuell zu Ziff. 1: Es sei die Sache an die Beschwerdeführerin (recte: 
Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen, damit diese nach Einholung eines 
Gutachtens im Verfahren nach Art. 44 ATSG über den Leistungsanspruch der 
Beschwerdeführerin neu verfüge.

4. Es sei durch das Gericht davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Be-
schwerdeführerin im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels nochmals zur 
Sache äussern möchte.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Auslagen und MwSt. zulasten 
der Beschwerdegegnerin.

G. Mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2020 beantragt die Suva die Ab-
weisung der Beschwerde vom 18. Oktober 2019. Die Beschwerdeführerin äus-
serte sich mit Replik vom 20. Mai 2020 erneut in der Angelegenheit, woraufhin 
die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 28. Mai 2020 an ihrem Antrag festhält. 
Weitere Schriften liegen keine vor.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Verfügung vom 27. März 2019 sei 
nicht rechtskonform eröffnet worden, und damit sinngemäss eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs geltend macht, so braucht darauf nicht näher eingegangen zu 

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werden. Denn ein Nachteil, der ihr dadurch entstanden wäre, ist weder ersichtlich 
noch wird ein solcher geltend gemacht. Ohnehin ist die Vorinstanz - trotz der erst 
am 3. Mai 2019 erhobenen Einsprache gegen die Verfügung vom 27. März 2019 
- auf die beschwerdeführerische Eingabe eingetreten.

2. Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu beurteilen ist die 
Rechtmässigkeit der Einstellung der Leistungen für die Folgen des Unfalles vom 
27. April 2018 durch die Vorinstanz per 31. März 2019.

2.1 Mit Verfügung vom 27. März 2019 (vgl. Vi-act. I/132) - bestätigt mit vorlie-
gend angefochtenem Einspracheentscheid vom 17. September 2019 - verneinte 
die Suva ihre Leistungspflicht über den 31. März 2019 hinaus mit der Begrün-
dung, dass im Zeitpunkt der Einstellung einerseits keine eigentlichen organi-
schen Folgen des Unfalls vom 27. April 2018 (mehr) nachweisbar seien sowie 
anderseits zwischen den noch geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin 
und dem Unfall vom 27. April 2018 kein adäquater Kausalzusammenhang beste-
he (vgl. Erw. 6).

2.2 Demgegenüber beantragt die Beschwerdeführerin über diesen Zeitpunkt 
hinaus zu erbringende Versicherungsleistungen für Heilbehandlungen sowie die 
Ausrichtung von Taggeldern (vgl. Beschwerde vom 18.10.2019 S. 2 Ziff. 1). Sie 
macht dabei geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht eine isolierte Betrachtung 
des Ereignisses vom 27. April 2018 vorgenommen habe; dies trotz fortlaufender 
medizinischer Abklärungen, parallellaufender Abklärungsverfahren (IV) und ohne 
Berücksichtigung der gesamten medizinischen Aktenlage, der Einschränkungen 
der Berufskrankheit sowie des Unfallereignisses vom 16. August 2019 (vgl. Be-
schwerde vom 18.10.2019 S. 8 Ziff. 26). Dieses neuerliche Ereignis vom 16. Au-
gust 2019 habe zu einer Zunahme der Beschwerden und einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin geführt. Sie werde erneut 
neurologisch abgeklärt; dies aufgrund der jüngsten Vorfälle infolge Kraft-/Kon-
trollverlust in den Händen. Auch seien die für HWS-Verletzungen typischen Be-
schwerden seither wieder in verstärktem Masse vorhanden. Seit dem Ereignis 
vom 16. August 2019 hätten sodann auch die Beschwerden in den Beinen zuge-
nommen; die Beschwerdeführerin habe sich im Februar 2018 am linken OSG 
verletzt und auch am rechten Knie existiere ein Vorschaden in erheblichem Mas-
se (vgl. Beschwerde vom 18.10.2019 S. 9 Ziff. 29f.). Mithin habe die Beschwer-
deführerin bereits zahlreiche Unfälle erlitten und dementsprechend zahlreiche 
Vorzustände aufzuweisen, die sowohl bei der Beurteilung des Unfallereignisses 
vom 27. April 2018 als auch dem Ereignis vom 16. August 2019 zu berücksichti-
gen seien (vgl. Beschwerde vom 18.10.2019 S. 10 Ziff. 31). Indem die Vorinstanz 

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diese Entwicklung und die Veränderungen im Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin auch während des Einspracheverfahrens ignoriert habe, habe 
sie Bundesrecht verletzt (vgl. Replik vom 20.5.2020 S. 1 Ziff. 1-3).

2.3 Die Vorinstanz bringt dagegen vor, bei der per 31. März 2019 verfügten 
Leistungseinstellung seien ausschliesslich die Folgen des Unfalls vom              
27. April 2018 (Fall Nr. 24.80338.18.1; Vi-act. I) zu berücksichtigen; die Folgen 
des Unfalls vom 16. August 2019 sowie der Berufskrankheit seien bei der Beur-
teilung des Unfalls vom 27. April 2018 nicht relevant und stünden einer Terminie-
rung der Leistungen aus diesem Unfall nicht entgegen (vgl. Beschwerdeantwort 
vom 28.1.2020 S. 2 Ziff. 3 und S. 6 Ziff. 13). Der neue Unfall vom 16. August 
2019 habe eine neue Ursache gesetzt; dessen Folgen könnten sich zwangsläufig 
nicht auf den vorliegend zu beurteilenden Gesundheitszustand per 31. März 
2019 ausgewirkt haben. Zudem habe die Vorinstanz ihre Leistungspflicht für die 
Folgen der neuen Ursachen ohnehin bereits anerkannt (vgl. Fall Nr. 
23.76508.18.0 [Vi-act. IV] und Nr. 26.15297.19.7 [Vi-act. III]; Fall Nr. 
23.99884.19.8; Vi-act. III [1-30ff]). Es sei zulässig, Unfälle bzw. Berufskrankhei-
ten getrennt voneinander zu beurteilen (vgl. Beschwerdeantwort vom 28.1.2020 
S. 6f. Ziff. 14f.).

2.4 Soweit die Vorinstanz damit sinngemäss vorbringt, der von der Beschwer-
deführerin vorgebrachte Unfall vom 16. August 2019 sowie die Berufskrankheit 
seien nicht Gegenstand der Verfügung vom 27. März 2019 bzw. des angefochte-
nen Einspracheentscheides vom 17. September 2019, so gilt es diesbezüglich 
zunächst die Eintretensfrage zu klären. Diese kann indes nicht losgelöst von der 
materiellen Rechtslage beurteilt werden, weshalb nachfolgend sowohl die formel-
len wie auch die materiellen rechtlichen Grundlagen wiedergegeben werden. 
Mithin gilt es zunächst unter Berücksichtigung des materiellen Kontextes (vgl. 
hierzu nachstehend Erw. 3), des massgeblichen Verfügungsinhaltes (vgl. Verfü-
gung vom 27.3.2019 bzw. angefochtenen Einspracheentscheid vom 17.9.2019; 
vgl. vorstehend Erw. 2.1) und der, in Anbetracht der Beschwerde vom 18. Okto-
ber 2019 (vgl. vorstehend Erw. 2.2), konkreten Verfahrenslage zu entscheiden, 
was den zu beurteilenden Streitgegenstand bildet, ferner, ob allenfalls die Vor-
aussetzungen für eine Ausdehnung des Prozesses über den Streit-, bzw. den 
Anfechtungsgegenstand hinaus erfüllt sind (vgl. BGE 122 V 34 Erw. 2a).

3. Die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung 
zum Gegenstand der Unfallversicherung und zum Leistungsanspruch (Art. 6 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] vom 20.3.1981), 
zum erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen 

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Gesundheitsschaden und Unfallereignis, zum massgebenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit, zum Beweiswert von Arztberichten, zur anti-
zipierten Beweiswürdigung sowie zum Wegfall der Leistungspflicht bei Bestehen 
eines krankhaften Vorzustands sind im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
17. September 2019 zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden.

4.1 Gemäss konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungs-
gerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt. 
Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegen-
stand der zugrundeliegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesausle-
gung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die Vorinstanz zu Recht 
(noch) nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich des Verwal-
tungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE III 2014 180 vom 
24.2.2015 Erw. 1.2 m.H. auf VGE III 2014 111 vom 28.1.2015 Erw. 2.1; VGE III 
2012 129 vom 19.12.2012 Erw. 2.3.1; vgl. Martin Bertschi, in: Alain Griffel 
(Hrsg.), Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. 
Auflage, Zürich 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49; Kölz/Häner/Bertschi, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Auflage, 
Zürich 2013, Rz. 685 ff.). Im Beschwerdeverfahren wird der Streitgegenstand ei-
nerseits durch den Gegenstand der angefochtenen Anordnung, anderseits durch 
die Parteibegehren bestimmt (vgl. Bertschi, a.a.O., Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 
44).

4.2 Streitgegenstand der Verfügung vom 27. März 2019 bzw. des Einspra-
cheentscheides vom 17. September 2019 bildet einzig und allein die Einstellung 
der Leistungen nach UVG ab 31. März 2019 (Taggeld und Heilkosten) für den 
Unfall vom 27. April 2018. Die Vorinstanz verneinte einen entsprechenden Leis-
tungsanspruch der Beschwerdeführerin ab 31. März 2019 mangels adäquaten 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 27. April 2018 und ihren an-
haltenden, gesundheitlichen Beschwerden (vgl. vorstehend Erw. 2.1). Die Unfälle 
vom 16. Februar 2018 und vom 16. August 2019 sowie die Berufskrankheit bilde-
ten demgegenüber nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens; insoweit 
wurden denn auch je drei separate Verfahren eröffnet, wobei die Vorinstanz ihre 
Leistungspflicht auch für die Folgen aus den weiteren Unfällen und der Berufs-
krankheit anerkannt hat (vgl. Fall Nr. 23.76508.18.0 [Vi-act. IV] und Nr. 
26.15297.19.7 [Vi-act. III]; Fall Nr. 23.99884.19.8; Vi-act. III [1-30ff]). Bezüglich 
der Unfälle vom 16. Februar 2018 (soweit sich diesbezüglich nicht der darauf ba-
sierende Vorzustand als relevant erweist) und vom 16. August 2019 sowie der 
Berufskrankheit fehlt es vorliegend an einem Anfechtungsgegenstand und damit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung. Gleichwohl gilt es zu beurteilen, ob allenfalls 

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die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des Prozesses über den Streit- bzw. 
den Anfechtungsgegenstand hinaus erfüllt sind.

4.3.1 Bezüglich der Eintretensfrage ist darauf hinzuweisen, dass zwar nach 
ständiger Rechtsprechung auch für die Vorinstanz der Grundsatz gilt, dass sie 
nicht über einzelne Gesundheitsschäden und/oder einzelne Begründungsge-
sichtspunkte, sondern über die in Betracht fallenden gesetzlichen Leistungen Ab-
klärungen zu treffen und darüber in der Verfügung oder im Einspracheentscheid 
zu befinden hat (vgl. BGE 125 V 413). Eine Ausnahme ist jedoch dann gegeben, 
wenn die Vorinstanz aus verfahrensökonomischen Gründen über den Leistungs-
anspruch verfügt und sich dabei eine Neuüberprüfung vorbehält, beispielsweise 
wenn in Bezug auf eine Seite des Gesundheitszustandes noch ergänzende Ab-
klärungen erforderlich sind, die Sache aber im übrigen spruch- und verfügungs-
reif ist (vgl. Urteil des EVG in Sachen K. vom 21.7.2003, U 327/02 Erw. 3.2).

4.3.2 Kommt hinzu, dass die Adäquanzprüfung - entgegen der beschwerdeführe-
rischen Auffassung - im Anschluss an zwei oder mehrere Unfälle mit Schleuder-
trauma der HWS oder gleichgestellter Verletzung grundsätzlich für jeden einzel-
nen Unfall gesondert zu erfolgen hat (Urteil BGer 8C_414/2017 vom 26.2.2018 
Erw. 2.3). Es ist jedoch rechtsprechungsgemäss nicht ausgeschlossen, die wie-
derholte Betroffenheit desselben Körperteils zumindest bei der Adäquanzprüfung 
zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere dann denkbar - und oftmals un-
umgänglich -, wenn sich die Auswirkungen verschiedener Ereignisse auf gewisse 
Beschwerden und/oder auf Grad und Dauer der Arbeitsfähigkeit nicht voneinan-
der abgrenzen lassen. Einer hinreichend nachgewiesenen, durch einen früheren 
versicherten Unfall verursachten dauerhaften Vorschädigung der HWS kann bei 
der Beurteilung einzelner Adäquanzkriterien - beispielsweise der besonderen Art 
der Verletzung (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.2), der erheblichen Arbeitsun-
fähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.7) 
oder der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung (vgl. BGE 
134 V 109 Erw. 10.2.3) - Rechnung getragen werden (vgl. Urteil BGer 
8C_150/2011 vom 14.2.2012 Erw. 8.1; Urteil BGer 8C_477/2008 vom 
19.12.2008 Erw. 6.1 m.H.a. das in SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 auszugsweise publi-
zierte Urteil U 39/04 vom 26.4.2006 Erw. 3.3.2). Dabei ist allerdings in der Regel 
vorausgesetzt, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmit-
telbar vor dem Unfall mindestens teilweise arbeitsunfähig war (vgl. BGer 
8C_414/2017 vom 26.2.2018 Erw. 2.3 m.H.a.: SVR 2017 UV Nr. 41 S. 141, BGer 
8C_833/2016 vom 14.6.2017 Erw. 6.3; Urteile BGer 8C_783/2015 vom 
22.2.2016 Erw. 4.4 und 8C_352/2012 vom 27.12.2012 Erw. 6.4).

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4.3.3 Die oberwähnten Voraussetzungen bezüglich der gesonderten Beurteilung 
sind vorliegend erfüllt. Denn die Frage, ob die Vorinstanz ihre Versicherungsleis-
tungen für die Folgen des Unfalls vom 27. April 2018 mit Verfügung vom          
27. März 2019 per 31. März 2019 zu Recht eingestellt hat oder nicht, lässt sich - 
entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung - für den vorliegend relevan-
ten Unfall ohne weiteres gesondert beurteilen; dies zumal sich insbesondere die 
Frage der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zum streitbetroffenen Unfall 
vom 27. April 2018 im Lichte der massgeblichen Kriterien wesensgemäss an-
hand der vorliegenden Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt der Leistungsein-
stellung per 31. März 2019 verwirkt haben, grundsätzlich beurteilen lässt. Daraus 
ist zu schliessen, dass sich der von der Beschwerdeführerin erwähnte und sich 
erst zu einem späteren Zeitpunkt ereignete Unfall vom 16. August 2019 vorlie-
gend als belanglos erweist, zumal die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde 
vom 18. Oktober 2019 denn auch explizit darauf hinweist, dass erst mit neuerli-
chem Ereignis vom 16. August 2019 eine Verschlechterung ihres Gesundheits-
zustandes (u.a. Beschwerden in beiden Beinen, nicht nur im linken OSG) einge-
treten sei (vgl. S. 9 Ziff. 29f.). Die Vorinstanz hat zudem diesbezüglich ihre Leis-
tungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 16. August 2019 anerkannt (vgl. Fall 
Nr. 26.15297.19.7 [Vi-act. III; 1-30]); in jenem Verfahren bezüglich der Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 16. August 2019 wird die Vor-
instanz zu beurteilen haben, ob die verschiedenen Unfälle - selbst wenn sie zu 
unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Gesundheitsschädigungen geführt 
haben sollten - bzw. Vorzustände sich gegenseitig ungünstig beeinflusst haben, 
sodass Art und Umfang der Heilbehandlung seit dem 16. August 2019 nicht mehr 
gesondert nach den einzelnen Unfällen beurteilt werden können (vgl. vorstehend 
Erw. 4.3.2). Auch unter diesem Gesichtspunkt kann daher das Vorgehen der Vor-
instanz, die Leistungseinstellung für die beiden versicherten Ereignisse vom 27. 
April 2018 und vom 16. August 2019 je gesondert zu beurteilen, geschützt wer-
den. Daran ändert die Tatsache, dass der angefochtene Einspracheentscheid 
erst nach dem Unfall vom 16. August 2019 erging, nichts. Insoweit erübrigen sich 
Weiterungen.

4.3.4 Mithin hatte das vorinstanzliche Verfahren ausschliesslich die Leistungsan-
sprüche bzw. deren Einstellung per 31. März 2019 aufgrund des Unfalls vom 
27. April 2018 zum Gegenstand, während der Unfall vom 16. August 2019 sowie 
die Berufskrankheit nicht zum gegebenen Streitgegenstand gehörten. Die Vor-
instanz war denn auch nicht verpflichtet, diesen Punkt in ihre Prüfung miteinzu-
beziehen. 

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5.1  Der Sozialversicherungsprozess ist gemäss Art. 43 Abs. 1 Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 
6. Oktober 2000 vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat die Ver-
waltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 
Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 130 I 183 Erw. 3.2; BGE 125 V 195 Erw. 2; 
BGE 122 V 158 Erw. 1a m.H.; Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Art. 43 Rz. 
28). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Ab-
klärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der 
Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Berei-
che abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären, bis er mit dem 
im Sozialversicherungsbereich erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 125 V 146 Erw. 2c; BGE 121 V 47 Erw. 2a) erstellt 
ist (vgl. Kieser, a.a.O., Rz. 11). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden 
Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdi-
gung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten (vgl. BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; 
BGE 125 V 193 Erw. 2) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Be-
weise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung). In einem solchen Vorgehen 
liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 
18. April 1999 (vgl. BGE 134 I 140 Erw. 5.3; BGE 122 V 157 Erw. 1.d m.H.a. BGE 
104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je m.H.).

5.2  Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinne der Be-
weisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 
mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des 
Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens handelt es sich um eine leistungsaufhebende Tatfrage. 
Die entsprechende Beweislast liegt demnach - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 
S. 46 Erw. 2 m.H.; 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b m.H.). Der Unfallversicherer 
hat dabei nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur 
darzutun, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre 
kausale Bedeutung verloren haben (vgl. Urteile BGer 8C_523/2018 vom 

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5.11.2018 Erw. 3.2, 8C_847/2008 vom 29.1.2009 Erw. 2 und 8C_126/2008 vom 
11.11.2008 Erw. 2.3 sowie U 143/02 vom 25.10.2002 Erw. 3.2). 

5.3 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein 
(vgl. BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 360 Erw. 5b m.H.). Die blosse Möglich-
keit nunmehr fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt diesfalls 
nicht (vgl. Urteil BGer 8C_594/2016 vom 4.11.2016 Erw. 2.2 m.H.; BGE 129 V 
177 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

5.4 In diesem Zusammenhang rechtfertigt sich der Hinweis, dass die Be-
schwerdeführerin aus den parallel laufenden Abklärungen der Invalidenversiche-
rung und einer gestützt darauf neuerlichen Evaluation der Angelegenheit vorlie-
gend nichts zu ihren Gunsten ableiten kann (vgl. Beschwerde vom 18.10.2019, 
S. 7 Ziff. 23f.). Denn einerseits legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass und 
welche dieser medizinischen Abklärungen zur Prüfung der Kausalität nötig 
wären. Andererseits hat die Invalidenversicherung als finale Versicherung im Un-
terschied zur Unfallversicherung sämtliche Leiden der Beschwerdeführerin unab-
hängig von ihren Ursachen zu berücksichtigen. Demgegenüber gilt es vorliegend 
einzig zu beurteilen, ob eine über den Zeitpunkt der erfolgten Leistungseinstel-
lung vom 31. März 2019 hinausgehende Leistungspflicht der Vorinstanz besteht, 
mithin der rechtsgenügliche Kausalzusammenhang zwischen den zu diesem 
Zeitpunkt noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 27. April 
2018 gegeben ist (vgl. Urteil BGer 8C_359/2013 vom 27.8.2013 Erw. 3 m.H.).

6. Im Folgenden stellt sich der für die Beurteilung der Frage nach der Recht-
mässigkeit der Leistungseinstellung per 31. März 2019 aus dem Unfall vom 
27. April 2018 massgebende medizinische Sachverhalt wie folgt dar:

6.1.1 Laut Schadenmeldung UVG (Unfall) der Arbeitgeberin vom 16. Mai 2018 zu 
Handen der Vorinstanz erlitt die Beschwerdeführerin am 27. April 2018 einen Au-
tounfall; als Folge dieses Auffahrunfalls wurden folgende Verletzungen genannt: 
Stauchung der Halswirbelsäule und Verdrehung/Verstauchung des linken Fuss-
gelenks; per 27. April 2018 wurde eine - über einen Monat hinaus - vollständige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Vi-act. I-2 und I-4).

6.1.2 Mit Rapport-Datum vom 31. August 2018 der Kantonspolizei ________ 
wird der Unfallhergang insoweit geschildert, als bei Staubildung der hinter der 
Beschwerdeführerin fahrende PW nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte, auf das 

11

Heck des stehenden PW der Beschwerdeführerin auffuhr und diesen leicht ge-
gen den vor ihr stehenden PW schob; die Beschwerdeführerin sei dabei leicht 
verletzt worden (vgl. Vi-act. I/56-7/20).

6.1.3 Gemäss unfallanalytischem Gutachten vom 6. September 2018 der 
U.________ wurde eine relative Kollisionsgeschwindigkeit von 14.4 bis 18.9 km/h 
errechnet bzw. erfuhr das Fahrzeug der Beschwerdeführerin durch den Heckan-
stoss vom 27. April 2018 eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung in 
Vorwärtsrichtung zwischen 9 und 12.9 km/h, falls beide Fahrzeuge in der Kollisi-
onsphase gebremst waren; mithin könne von einem entsprechenden Mittelwert 
von ca. 11km/h ausgegangen werden; die Beschwerdeführerin habe sich infolge 
der Kollision in einem Winkel von ca. 0° (zur Fahrzeugachse) nach hinten bewegt 
(vgl. Vi-act. I/114-7 und 17/17).

6.2 Noch am 27. April 2018 wurde die Beschwerdeführerin durch die Sanität 
bei Kopfanprall, Kopfschmerzen und Erbrechen nach Auffahrunfall in die Notfall-
station des Spitals E.________ zugewiesen (vgl. Vi-act. I-76-2/3). Es erfolgte ei-
ne ambulante Behandlung. Mit Bericht vom 27. April 2018 attestierte die behan-
delnde Assistenzärztin M. V.________ eine OSG Distorsion links sowie eine 
HWS Distorsion. Die Beschwerdeführerin sei nach dem Auffahrunfall aus dem 
Fahrzeug gestiegen, ihr sei trümmlig geworden und sie habe Übelkeit verspürt; 
ebenso Schmerzen in der Halswirbelsäule und im OSG links. Weiter dokumen-
tierte sie (vgl. Vi-act. I/76):

Befunde
…
WS HWS über C3 Druckdolenz, BWS 5 Druckdolenz, Druckdolenz über dem Ster-
num,
OSG links: kein Druckschmerz hohe Fibula, Druckdolenz Malleolus lateralis, keine 
Druckdolenz Köpfchen Os metatarsale V
Motorik, Sensibilität bds. Intakt
…
CT Schädel/HWS/BWS: keine ossäre Läsion
Röntgen OSG links: keine ossäre Läsion

Beurteilung
Bei Eintritt zeigte sich eine hämodynamisch stabile Patientin. Klinisch Angabe von 
HWS Schmerzen und Druckschmerz über der BWS. Computertomographisch 
konnte keine ossäre Läsion aufgezeichnet werden.
Nach analgetischer Therapie Besserung der Beschwerden, sodass ein Austritt 
nach Haus erfolgen konnte.

…

AUF
Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf 100%-Stelle: 100% vom 27.04.2018 bis 
27.04.2018

12

6.3.1 Zwei Tage nach dem Auffahrunfall - am 29. April 2018 - begab sich die Be-
schwerdeführerin infolge mehrfachen Erbrechens notfallmässig ins Spital 
F.________, wo sie bis zum 2. Mai 2018 hospitalisiert war (vgl. Vi-act. I-14-2/3). 
Die abschliessende klinische Untersuchung sei unauffällig geblieben. Die Be-
schwerdeführerin konnte am 2. Mai 2018 in gutem Allgemeinzustand nach Hause 
entlassen werden; gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin vom 29. April 2018 
bis 6. Mai 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Vi-act. I-14-
3/3).

6.3.2 In dem am 20. Juli 2018 ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsul-
tation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma (vgl. VI-act. I/37) hält die 
Assistenzärztin Chirurgie, W.________, Spital F.________ unter "4) Angaben 
des Patienten zum Beschwerdeverlauf seit dem Unfallzeitpunkt" Kopf- und Na-
ckenschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen fest. Darüber hinaus wurde ein 
Supinationstrauma links festgestellt. Beim Untersuchungsbefund der HWS wur-
den keine Schmerzen bei der Flexion, der Extension, der Rechts-/Linksdrehung 
und der Seitenneigung (rechts/links) angegeben; Ruhe- und Stauchungsschmer-
zen wurden verneint; einzig ein lokaler Druckschmerz im Nacken- sowie Schul-
terbereich sei vorhanden; ferner wurden Schmerzen im Bereich Supinations-
trauma OSG links angegeben. Der GCS-Score lag bei 15. Die Assistenzärztin 
stellte die Verdachtsdiagnose "Nackenbeschwerden mit Schmerz, Steifigkeitsge-
fühl oder nur Schmerzhaftigkeit, keine somatischen Befunde, normale Beweg-
lichkeit" Grad I (Skala 0-IV). Es wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 
29. April 2018 bis 6. Mai 2018 attestiert.

6.4 Mit Arztzeugnis UVG vom 25. Mai 2018 zu Handen der Vorinstanz weist 
Dr.med. G.________ darauf hin, die Beschwerdeführerin habe anlässlich der 
Erstkonsultation vom 8. Mai 2018 über ein persistierendes Kribbeln in den Bei-
nen und zunehmende Schmerzen im OSG links berichtet; sie habe sich am 16. 
Februar 2018 nach einem Sturz auf eisiger Unterlage verletzt. Die Frage, ob es 
besondere Umstände gebe, welche den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussen 
könnten, verneint Dr.med. G.________, er weist jedoch gleichzeitig auf die OSG 
Distorsion vom 26. Februar 2018 (recte: 16.2.2018) hin. Es bestünde eine 
Druckdolenz der BWS im mittleren Bereich sowie ein paravertebraler Muskel-
hartspann beidseits, neurologisch seien keine Ausfallerscheinungen auszuma-
chen. Er stellte die Diagnose einer Commotio cerebri nach Auffahrunfall vom 27. 
April 2018, eines kraniozervikalen Beschleunigungstraumas, eventuell einer 
Nachverletzung der OSG Distorsion vom 26. Februar 2018 (recte: 16.2.2018). 
Für die Wirbelsäulenproblematik wurde eine ambulante Physiotherapie vorge-
schlagen; der Befund für den OSG links Verlauf sei noch ausstehend. Dr.med. 

13

G.________ attestierte der Beschwerdeführerin vom 7. bis 31. Mai 2018 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Vi-act. I-20).

6.5.1 Mit Bericht vom 30. Mai 2018 hielt der Assistenzarzt Radiologie, 
X.________, zu Handen des zuweisenden Arztes Dr.med. H.________ (FA FMH 
Orthopädische Chirurgie) nach der am 29. März 2018 stattgefundenen Vorunter-
suchung sowie dem am 25. Mai 2018 erfolgten Röntgen des oberen Sprungge-
lenks links (stehend, seitlich, a.p.) fest, es lägen keine ossären Läsionen vor (vgl. 
Vi-act. I/50).

6.5.2 Mit Bericht 5. Juni 2018 informierte Dr.med. I.________ (Fachärztin FMH 
Radiologie und Neuroradiologie) zu Handen des zuweisenden Arztes Dr.med. 
G.________ nach erfolgtem MRI OSG links nativ und nach KM. Es lag ihm dabei 
der Befund der Voruntersuchung vom 16. März 2018 vor, der eine Ruptur der 
vorderen Syndesmose, des Ligamentum talofibulare anterius und des Ligamen-
tum calcaneo fibulare auswies. Bezüglich des neuen Untersuchs gelangte er zur 
(vgl. Vi-act. I/51):

Beurteilung
Im Vergleich zur MRI Voruntersuchung keine neu aufgetretene Band- bzw. osteo-
chondrale Läsion. Narbige Veränderungen im Verlauf des Aussenbandes bei nun 
deutlich regredienter Kontrastmittelaufnahme.

6.6 Gemäss Arztbericht vom 7. Juni 2018 von Dr.med. J.________ (Fachärztin 
für Neurologie) zu Handen von Dr.med. K.________ (Praktischer Arzt FMH) er-
folgten am 28. Mai 2018 sowie am 7. Juni 2018 neurologische Untersuchungen. 
Dr.med. J.________ hält dabei fest (vgl. Vi-act. I/24-1f. und 79):

Klinisch-neurologischer Befund
Pat. im Kontakt zugewandt, wach und vollständig orientiert ohne pathologische 
Stimmungsauslenkung oder floride psychotische Symptome.
Kein Meningismus, Abduktionsschwäche rechts, ansonsten Hirnnerven intakt, ins-
besondere fingerperimetrisch normales Gesichtsfeld, seitengleiche Mimik, Gau-
mensegel symmetrisch, KI-Test unauffällig, Lagerungsproben nach Brandt un-
auffällig, kein Nystagmus unter der Grenzelbrille. ASR links nicht prüfbar, ansons-
ten MER seitengleich mittellebhaft, keine patholog. Reflexe, soweit beurteilbar auf-
grund Fussverletzung links keine klinisch manifesten Paresen, normotoner Muskel-
tonus, Hypästhesien im Bereich von 10cm um das linke Kniegelenk, hier auch 
grosse Narbe ersichtlich, ansonsten Sensibilität für Berührung, Lagesinn, Tempe-
ratur und Spitz-Stumpf-Diskrimination intakt, Vibration … intakt angegeben, …

Zusatzdiagnostik
MRI-BWS 06/2018
Kein Hinweis auf eine posttraumatische diskoligamentäre Instabilität. Kein Band-
scheibenprolaps oder Protrusion. Kein bone bruise. Akzentuierter Zentralkanal, der 
Querdurchmesser noch unter 2 mm liegend. …
…

14

Beurteilung
Zum Ausschluss einer Myelonkontusion haben wir eine MRI-Untersuchung der 
BWS und eine Tibialis-SEP-Untersuchung ergänzt. Diese Untersuchungen er-
brachten abgesehen von einer leichten Erweiterung des Zentralkanals auf 2mm 
keine weiteren Auffälligkeiten. Zum sicheren Ausschluss einer Syrinx empfehlen 
wir eine MRI-Kontrolle ... Bei Befundprogredienz bitten wir um eine erneute Zuwei-
sung, bei unveränderten Befunden sind weitere MRI-Kontrollen nicht notwendig. 
Bezüglich der Kopfschmerzen … haben (wir [angefügt durch das Verwaltungsge-
richt]) daher der Patientin geraten, die Einnahmen von Analgetika auf 2x/Woche zu 
begrenzen und vorzugsweise zunächst Dolofresh Kopfwehöl anzuwenden. Hierun-
ter konnte die Patientin am 07.06.2018 bereits über eine Besserung der Kopf-
schmerzen berichten. …
Hinweise für eine zentrale oder peripher-vestibuläre Schwindelursache finden sich 
nicht. …
… Das Arbeitspensum sollte nach Vorgabe des behandelnden Orthopäden ange-
passt werden. Hier erscheint uns aktuell die Fussverletzung links limitierend zu 
sein. Die Patientin verbringt die meiste Zeit am Arbeitsplatz im Stehen.

6.7 Mit Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 31. Juli 2018 attestierte Triaplus AG in 
Goldau der Beschwerdeführerin vom 31. Juli 2018 bis 14. August 2018 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Vi-act. I/39).

6.8 Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 31. Juli 2018 stellte Dr.med. 
G.________ zu Handen der Vorinstanz die Diagnose einer Contusio capitis mit 
Commotio cerebri und postcommotionelles Syndrom bei Auffahrunfall vom 27. 
April 2015 (recte: 2018) - HWS Distorsion und OSG Distorsion links. Die Be-
schwerdeführerin klage immer noch über Rückenbeschwerden in der HWS und 
in der oberen BWS; die täglichen Kopfschmerzen würden allmählich besser wer-
den; das Heben von Lasten und die Konzentration seien noch leicht einge-
schränkt; das Sprunggelenk sei im Februar 2018 verletzt worden, wobei der Auf-
fahrunfall das Ganze nachverletzt und verschlimmert habe; diesbezüglich gehe 
es inzwischen recht gut; die Beschwerdeführerin sei ohne Schiene, wobei das 
Sprunggelenk abends noch immer deutlich angeschwollen sei. Er wies darauf 
hin, dass das Ereignis vom 16. Februar 2018, als die Beschwerdeführerin auf 
dem Eis ausgerutscht sei und sich dabei eine OSG Distorsion links zugezogen 
habe, den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussen könnte. Des Weiteren stellte 
Dr.med. G.________ fest, dass zwar aufgrund der Komplexität der Situation ein 
längerer Erholungsprozess notwendig sei, die Prognose indes prinzipiell gut sei. 
Alsdann attestierte er der Beschwerdeführerin ab 30. Juli 2018 eine 50%-ige Ar-
beitsunfähigkeit, die Behandlung dauere voraussichtlich noch bis Ende August 
2018 (vgl. Vi-act. I/41).

6.9 Am 14. August 2018 erfolgte infolge St.n. Trauma mit Commotio cerebri 
und HWS-Distorsion ein MRI des Schädels mit MR-Angiographie. Befund und 

15

Beurteilung von Dr.med. M.________ vom 14. August 2018 zu Handen des zu-
weisenden Arztes Dr.med. G.________ lauten (Vi-act. I/70):

Befund
Mittelständiges Seitenventrikelsystem, keine Mittellinienverlagerung.
Unauffälliges Hirnwindungsrelief bei regelrechter Differenzierung zwischen der 
grauen und weissen Substanz.
Keine Signalauslöschungen durch Blut- oder Blutabbauprodukte. Keine pathologi-
schen Signalalterationen in allen angefertigten Sequenzen.
Keine Diffusionsstörungen.
Orbita-Region unauffällig abgebildet.
In der Karotis-Angiographie unauffällige Abbildung der Gefässstrukturen.
Nach Kontrastmittelgabe kein Hinweis auf pathologisches Enhancement.

Beurteilung
Altersentsprechende unauffällige Abbildung des Neurokraniums.

6.10 Mit einem weiteren ärztlichen Zwischenbericht vom 30. August 2018 (vgl. 
Vi-act. I/55) zu Handen der Vorinstanz bestätigt Dr.med. G.________ seine 
frühere Diagnose und führt dazu ergänzend aus, dass die Beschwerdeführerin 
neu über Synkopen mit kurzer Bewusstlosigkeit, die in den letzten fünf Wochen 
aufgetreten seien, berichte. Teilweise habe sie in der Wohnung das WC nicht ge-
funden und sei verwirrt gewesen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das 
durchgeführte MRI des Schädels unauffällig gewesen sei. Wegen der persistie-
renden Beschwerden im linken OSG habe er bei Verdacht auf OSG-Instabilität 
eine fachärztliche Abklärung in der Schulthessklinik veranlasst (zum vereinbarten 
Termin Ende Oktober 2018 erschien die Beschwerdeführerin allerdings nicht; ein 
neuer Termin wurde nicht vereinbart; Vi-act. I/94). Aufgrund der Komplexität der 
Situation sei ein längerer Erholungsprozess notwendig; die Prognose habe sich 
aufgrund des bisherigen Verlaufs zunehmend verschlechtert. Schliesslich merkt 
er an, dass die Beschwerdeführerin in Ausbildung zur Medizinischen Sekretärin 
sei; im bisherigen Beruf als Reinigungsfachfrau sei sie aufgrund ihres Asthmas 
nicht mehr arbeitsfähig; der Unfall mit Folgeproblemen komme als "Zugabe" zu 
all den anderen Problemen hinzu (vgl. Vi-act. I/755).

6.11 Anlässlich der Besprechung bei der Suva vom 6. September 2018 - proto-
kolliert im Erhebungsblatt für die persönliche oder telefonische Abklärung von 
HWS- und LTHV-Verletzungen vom 7. September 2018 - führte die Beschwerde-
führerin aus, dass die sofort nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden von 
Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Nacken- und Rückenschmerzen sowie 
im Fussgelenk links nicht bzw. von Prellungsschmerzen an Bauch, Brust und 
Knie rechts beinahe verschwunden seien. Vor dem Unfall vom 27. April 2018 ha-
be sie nicht gelitten unter: Psychischen Beschwerden, Nesselfieber, Übelkeit, Er-
brechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, 

16

"Kälte-/Wärme-Wallungen", Ohmachtsanfälle, Konzentrationsstörungen, Pfeifen 
im Ohr. Sie sei diesbezüglich nicht in ärztlicher Behandlung gestanden. Hinsicht-
lich der Beschwerden am linken Fussgelenk sei sie bis am 16.2.2018 ebenfalls 
beschwerdefrei gewesen. Sie leide an Krämpfen im rechten Bein und Schmer-
zen/ Schwellungen/ Instabilität im linken Fussgelenk; weiter kämen Konzentrati-
onsstörungen (nach 20min), Müdigkeit, "Kälte-/Wärme-Wallungen" sowie gele-
gentliche Ohnmachtsanfälle und ein gelegentliches Pfeifen im Ohr hinzu; seit Mit-
te August trete Nesselfieber auf; sie leide seit einiger Zeit auch unter psychi-
schen Beschwerden (Angst beim Autofahren; Alpträume). Zudem sei bei der In-
validenversicherung (IV) seit rund zwei Jahren ein Gesuch zur Umschulung zur 
medizinischen Sekretärin hängig; im Februar 2018 habe sie diese Weiterbildung 
eigenständig im Rahmen eines Fernstudiums mit 100%-iger beruflicher Tätigkeit 
begonnen, hoffe diesbezüglich jedoch auf einen entsprechenden positiven IV-
Bescheid (vgl. Vi-act. I/57 und I/66).

6.12 Anlässlich der Konsultation vom 11. September 2018 attestierte Dr.med. 
G.________, nachdem er bereits ab dem 13. August 2018 die Arbeitsunfähigkeit 
der Beschwerdeführerin von 50% auf 100% erhöht hatte, bis auf weiteres auch 
weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Vi-act I/73; I/121; I135).

6.13 Mit Versicherungsbericht vom 19. September 2018 zu Handen der Vor-
instanz halten die Ärzte der Triaplus AG, Goldau, was folgt fest (vgl. Vi-act. I/74):

Beschwerden
Bei der Patientin liegen derzeit depressive Symptome vor, mit Ein- und Durch-
schlaftstörungen, affektiver Labilität, gedrückter Stimmung und Anhedonie. Zusätz-
lich beklagt Frau A.________ Grübeln (vor allem beim Alleinsein) den Verlust von 
Selbstwertgefühl, Insuffizienzgefühle, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit sowie Exis-
tenzängste und Angst vor dem Autofahren (seit dem Unfall vom 23.4.2018). Sie 
berichtet über Schwindel, Schmerzen im Kopf, Rücken und linken Bein.

Diagnose
- ICD10:F32.1 mittelgradige depressive Episode

Vorbestehende psychische Beschwerden
Im April 2018 erfolgte im APP Goldau ein Erstgespräch nach einer Zuweisung 
durch Dr. Y.________ (Wetzikon) aufgrund von psychischen Beschwerden nach 
dem Tod ihres Vaters Ende 2017. Bereits beim Erstgespräch am 17.8.2018 be-
stand ein depressives Zustandsbild, welches als Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) gewertet wurde. Anamnestisch berichtet 
Frau A.________, dass es während ihrer Geburt zu einem Herztonabfall gekom-
men sei. Aufgrund des erlittenen Sauerstoffmangels habe sie psychomotorische 
Entwicklungsdefizite, sowie Sprachentwicklungsverzögerungen in der Kindheit ge-
habt. Nach der Realschule habe sie eine Lehre in einer Textilreinigung absolviert. 
Aufgrund von Schwierigkeiten mit Kollegen und Überforderung sei sie sehr nieder-
geschlagen gewesen und hätte, gemäss eigenen Aussagen, ein "Burnout" gehabt. 
Sie habe damals keine psychiatrische Behandlung in Anspruch genommen. …

17

Psychopathologischer Befund beim Erstgespräch
…

Bisheriger Verlauf
Es fanden bisher drei Termine statt, das Erstgespräch am 17.4.2018, sowie Folge-
termine am 21.6. und am 31.7.2018. Zwischendurch wurden Termine teils kurzfris-
tig abgesagt. Es wurde zwischen dem 31.7. und 14.8.2018 eine 100% AUF attes-
tiert. Zum letzten vereinbarten Termin am 14.8.2018 ist Frau A.________ nicht er-
schienen, seither haben wir nichts von ihr gehört. Erschwerend wirken die teils in-
konsistenten anamnestischen Angaben, sowie die wechselhafte Compliance. Es 
fällt uns aufgrund dieser Tatsachen schwer eine stichhaltige Diagnose zu stellen. 
Auch eine mögliche Persönlichkeitsproblematik konnte noch nicht diagnostisch 
verfeinert werden.

Bis jetzt durchgeführte und weitere geplante Behandlung
Die bisherigen Termine dienen der Anamneseerhebung und hatten stützenden 
Charakter. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im engeren Sinne 
ist (noch) nicht erfolgt. Eine medikamentöse Behandlung wurde kurz andiskutiert, 
wurde aber noch nicht installiert.

6.14 Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 25. Oktober 2018 hielt Dr.med. 
J.________ mit noch gleichentags erstelltem Bericht an ihrer Diagnose eines 
Post-Commotio-Syndroms fest. Die Beschwerdeführerin habe seit der letzten 
Konsultation zunächst von einer deutlichen Besserung der Kopfschmerzen be-
richtet, diese hätten jedoch in den letzten Wochen wieder zugenommen; sie wür-
den mit Konzentrationsstörungen und Wortfindungsstörungen einhergehen. Wei-
ter habe sie eine vermehrte Müdigkeit bemerkt. Bedarfsweise habe sie täglich 
am Morgen Novalgin eingenommen. Die orthopädische Behandlung sei nicht ab-
geschlossen; eventuell sei eine Operation notwendig. In ihrer Beurteilung hält 
Dr.med. J.________ fest, die bei der Beschwerdeführerin weiterhin bestehenden 
Beschwerden könnten auf ein Post-Commotio-Syndrom zurückgeführt werden; 
aufgrund der täglichen Einnahme von Novalgin müsse auch an das zusätzliche 
Vorliegen von Analgetikaübergebrauchskopfschmerzen gedacht werden; die ak-
tuelle EEG-Untersuchung sei unauffällig gewesen (vgl. Vi-act. I/85).

6.15 Am 12. Dezember 2018 erfolgte in der Rehaklinik ________ ein ambulan-
tes Assessment. Dr.med. N.________ (Assistenzärztin, Arbeitsorientierte Reha-
bilitation) und Dr.med. O.________ (Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation [CH]; Mitglied FMH) hielten mit Bericht vom 19. Dezember 2018 was 
folgt fest (vgl. Vi-act. I/96-1f./12):

Diagnosen
A. Unfall vom 27.04.2018: Heckauffahrunfall

A1 Zervikales Syndrom
A2 Spannungskopfschmerz

- 27.04.2018 CT Schädel und HWS: Kein Hinweis auf Blutung oder 
 Fraktur

18

- 14.08.2018: MRI Schädel: Altersentsprechende unauffällige Abbildung
 des Neurokraniums

A3 BWS-Kontusion
- 30.04.2018 Röntgen BWS: Erfasst ist die Wirbelsäule von BWK1 bis 

LWK3. Normale Höhe der Wirbelkörper, normales Hinterkantenali-
gnement. Kein Nachweis von Frakturen

A4 Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont
- 06.06.2018 MRI LWS: Kein Hinweis auf eine posttraumatische disko-

ligamentäre Instabilität. Kein Bandscheibenprolaps oder Protrusion. 
Kein bone bruise. Akzentuierter Zentralkanal, der Querdurchmesser 
noch unter 2 mm liegend

B. Unfall vom 16.02.2018: auf dem Eis ausgerutscht
B1 OSG-Distorsion links

- 25.05.2018 Röntgen OSG links: Kein Hinweis auf eine ossäre Läsion
- 05.06.2018 MRI OSG links: Keine neu aufgetretene Band- bzw. os-

teochondrale Läsion. Narbige Veränderungen im Verlauf des Aussen-
bandes bei nun deutlich regredienter Kontrastmittelaufnahme

…

Reha- und Eingliederungspotential aus medizinisch-diagnostischer Sicht
Aus medizinisch-diagnostischer Sicht ist bei guter Kooperation und Leistungsbe-
reitschaft mit einer optimalen Therapie (siehe unten "Schlussfolgerungen und Emp-
fehlungen") eine erhebliche Verbesserung der Beschwerden und der arbeitsbezo-
genen Belastbarkeit zu erreichen.
…

Psychische Verfassung
Die Patientin war nach dem Unfall aufgrund von vermehrten Ängsten und Konzen-
trationsschwierigkeiten in psychologischer Behandlung. Aktuell habe sie die Be-
handlung abgebrochen. Trotz Angst beim Autofahren, fährt sie nun seit circa drei 
Wochen wieder selbständig. Sie berichtet, dass sie nie unter einer bedrückten 
Stimmung gelitten habe. Aktuell habe sie immer noch Durchschlafstörungen, wobei 
sie bei Bedarf ein Entspannungsdragée am Abend nehme, … . Sie leide auch im-
mer noch unter Konzentrationsschwierigkeiten, so dass sie sich höchstens für 20 
Minuten konzentrieren könne.

Schmerzverhalten und Leistungsbereitschaft
Es wurde insgesamt eine mässige Symptomausweitung beobachtet … . Bei den 
Tests zeigt sich hingegen eine gute Leistungsbereitschaft.
…

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Weitere Behandlungen /Rehabilitation
Für aktive Bewegungs- und Trainingsübungen findet sich ein guter Zugang. Die 
Leistungsbereitschaft bei den Hebe- und Tragetests war im Wesentlichen zuver-
lässig. Die minimale Performance wurde nicht ganz erreicht. Die Patientin traut 
sich jedoch sehr wenig zu und hat grosse Angst vor überlastungsbedingten 
Schmerzen.

Anhand unserer Abklärungsresultate und der motivierten Patientin empfehlen wir 
den Beginn einer medizinischen Trainingstherapie mit Betonung aktiver Bewe-
gungstherapie und Krafttraining (Nacken, Schulter und Rumpf). Beim Krafttraining 
ist eine gute und regelmässige therapeutische Supervision durchzuführen. Es soll-

19

te mit einer verhaltenstherapeutischen Vorgehensweise im Sinne eines stufenwei-
sen Aufbaus der Belastung gearbeitet werden. Dabei sollte sich die Belastungsdo-
sierung nicht primär nach den Beschwerden richten, sondern zeitgebunden sein, d. 
h. an den gemeinsam vereinbarten Zielwerten der Belastung trotz gelegentlicher 
Beschwerden festhalten. Gleichzeitig soll die Patientin beim Erarbeiten von Selbst-
hilfemassnahmen unterstützt werden, welche sie selbst bei kurzfristigen Schmerz-
steigerungen anwenden kann (so genannte Coping-Strategien).Dies soll längerfris-
tig und sukzessive eine Steigerung der Belastbarkeit zur Verbesserung der allge-
meinen Ausdauer und der berufsspezifischen Kraft- und Ausdauerkomponenten 
bewirken.

Wir empfehlen ausserdem alle Aktivitäten wieder aufzunehmen, die sie gerne 
durchführt. So steht ihr aus medizinischer Sicht nichts im Wege wieder zu reiten.

Des Weiteren empfehlen wir eine psychologische Betreuung wieder aufzunehmen 
mit den Zielen Hilfe bei der Strukturierung des Alltags und Aufbau eines grösseren 
Selbstvertrauens insbesondere in Bezug auf ihre Schmerzverarbeitungsstrategien.

Arbeit, Eingliederung
Die Patientin ist gelernte Textilfachfrau. Aufgrund des bekannten Asthmas in Be-
zug auf Chemikalien, die bei dieser Arbeit verwendet werden, ist die Ausübung als 
Textilfachfrau jedoch eher ungeeignet. Bei der letzten Stelle Textilpflege 
D.________ wurde ihr per Ende Mai 2018 gekündigt. … 

Aktuell absolviert die Patientin ein Fernstudium als Medizinische Sekretärin, das 
sie anfangs 2019 abschliessen wird. Da diese Ausbildung in der Schweiz so nicht 
anerkannt ist, empfehlen wir eine Zusatzausbildung als Medizinische Praxisassis-
tentin anzuschliessen. Bei dieser motivierten Patientin ist das grösste Problem bei 
ihren finanziellen Ressourcen zu orten. In spätestens 4 Wochen sollte einer 
schrittweisen Wiederaufnahme einer Arbeit im Sinne eines Praktikums als Medizi-
nische Sekretärin nichts im Wege stehen.

Prognose
Unter Berücksichtigung obiger Empfehlungen ist von einer guten Prognose auszu-
gehen.

6.16 Mit Arztbericht vom 14. bzw. 19. Dezember 2018 erstattete Z.________ (M. 
Sc.; Eidg. anerkannte Psychotherapeutin) von Triaplus AG der IV-Stelle Bericht 
unter Hinweis, vom 17. April 2018 bis 10. September 2018 sei die Beschwerde-
führerin bei Dr.med. P.________ in Behandlung gewesen, seither bei ihr, wobei 
bis dahin noch kein Kontakt erfolgt sei; die Patientin habe seit dem 
10. September 2018 zur Triaplus AG keinen Kontakt mehr gehabt, weshalb die 
Erstellung des Berichtes nach Aktenlage erfolge (vgl. Ziff. 1.1 und 5; Vi-act. 
I/126). Sie berichtet von einer nicht leichten Vorgeschichte (nach Sauerstoffman-
gel bei Geburt motorische und sprachliche Defizite, Probleme in der Lehre, Sui-
zid einer Freundin, früher auch eigene Suizidgedanken, Beziehung mit körperli-
cher Gewalterfahrung, Tod des Vaters Ende 2017, Trennung vom Freund am 
Todestag, Schwangerschaft und Spontanabort, Morddrohungen durch Ex-
Freund). Bezüglich der aktuellen medizinischen Symptomatik und Situation weist 
sie darauf hin, die Beschwerdeführerin berichte, seit dem Tod ihres Vaters ver-

20

mehrt mit somatischen Beschwerden zu reagieren; in den vergangenen Monaten 
leide sie unter gedrückter Stimmung und Grübeln; sie habe wenig Antrieb und 
Motivation (vgl. Ziff. 2.2). Es würden sich - bei der Erstuntersuchung - Hinweise 
auf möglicherweise psychotische Realitätsverarbeitung zeigen; die affektive 
Schwingungsfähigkeit sei etwas reduziert; es werde zudem über gedrückte 
Stimmung sowie über Existenzängste wegen finanzieller Schwierigkeiten sowie 
gesundheitlichen Sorgen, Insuffizienz- und Schuldgefühlen wie auch Einschlaf-
schwierigkeiten bzw. Durchschlafschwierigkeiten aufgrund des Grübelns und Ap-
petitverlust berichtet (vgl. Ziff. 2.4). Z.________ stellt die Diagnose von Anpas-
sungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10:F43.21) gemäss Be-
urteilung vom 17. April 2018 sowie eines mittelgradig depressiven Zustandsbil-
des gemäss Beurteilung vom 31. Juli 2018 (Ziff. 2.5). Auch stellt sie fest, auf-
grund der psychischen Störung und verminderten Ressourcen der Beschwerde-
führerin könne es erneut zu einer Arbeitsunfähigkeit kommen; zum aktuellen 
Zeitpunkt könne die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beurteilt werden, da die letzte 
Untersuchung zu lange her sei (Ziff. 2.7). Des Weiteren weist sie darauf hin, dass 
bei der Beschwerdeführerin bislang soziale Schwierigkeiten sowie eine unspezi-
fische Überforderung durch die Tätigkeit beschrieben worden sei (Ziff. 3.3); zum 
Zeitpunkt des depressiven Zustandsbildes hätten Einschränkungen in Antrieb 
und Energie sowie emotionaler Flexibilität bestanden; ein konkreteres Bild zu den 
Auswirkungen auf die Tätigkeit habe sich indes nicht ergeben können (Ziff. 3.4).

6.17 Infolge anhaltender Kopf- und Nackenschmerzen erfolgte bei Dr.med. 
J.________ am 14. Januar 2019 eine Verlaufskontrolle; in ihrem Bericht vom 14. 
Januar 2019 - zu Handen des zuweisenden Arztes Dr.med. K.________ - hielt 
Dr.med. J.________ an ihrer früheren Diagnose des Post-Commotio-Syndroms 
fest und wies im Rahmen des Befundes darauf hin, dass eine schrittweise Rein-
tegration sinnvoll wäre; mit einem vollen Pensum wäre die Patientin sicherlich 
überfordert; des Weiteren erscheine eine Anbindung an Triaplus als sinnvoll (vgl. 
Vi-act. I/97).

6.18 Ausgehend von den nämlichen, oberwähnten Diagnosen gab Dr.med. 
G.________ zu Handen der Vorinstanz am 25. Februar 2019 einen weiteren ärzt-
lichen Zwischenbericht ab. Er weist darauf hin, dass die Patientin auch weiterhin 
über anhaltende Kopf- und Nackenschmerzen berichte; es stehe insbesondere 
die körperliche Ertüchtigung im Vordergrund; daneben sei auch die berufliche 
Wiedereingliederung ein Thema; die Prognose stehe nach wie vor gut und es 
gebe keine besonderen Umstände mehr, welche den Heilungsverlauf ungünstig 
beeinflussen könnten; er empfahl eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 20%; eine 
Beurteilung der Gesamtsituation sei jedoch aufgrund der zusätzlichen Asthma-

21

problematik sowie der zusätzlichen Unfälle vor dem Ereignis vom 27. April 2018 
nach wie vor schwierig (vgl. Vi-act. I/118).

6.19 Im Rahmen der Leistungsprüfung gelangte die Suva mit der Kausalitätsfra-
ge an ihre Versicherungsmedizin (vgl. Vi-act. I/119). Die Kreisärztin Dr.med. 
Q.________ (Fachärztin für Chirurgie) hielt mit Bericht vom 6. März 2019 fest, es 
zeige sich bezüglich des linken oberen Sprunggelenks/Fusses bildmorphologisch 
im Verlauf MRI OSG links vom 16. März 2018 bzw. 5. Juni 2018 keine neue hin-
zugetretene frische traumatische strukturelle Verletzung im Bereich der Bän-
der/Knochen; dementsprechend sei es durch den Auffahrunfall zu einer 
Schmerzexazerbation, leichten Distorsion ohne nachweisbare frische traumati-
sche strukturelle Läsionen gekommen; Prellungen würden in der Regel innerhalb 
von ein paar Tagen/Wochen folgenlos abheilen, spätestens nach drei bis sechs 
Wochen sollten die leichte Zerrung/Prellung, welche auf das Unfallereignis vom 
27. April 2018 zurückzuführen sei, wieder abgeheilt sein. Bezüglich der HWS 
zeige sich in der vorliegenden Computertomographie der Halswirbelsäule vom 
24. April 2018 (recte: 27.4.2018) keine frische traumatisch strukturelle Läsion, 
keine knöcherne Verletzung, keine Veränderung der Weichteile, keine Blutung, 
sodass man von einer Zerrung/Prellung ohne nachweisbare traumatische struk-
turelle Läsion ausgehen könne. Bezüglich der Frage, ob der durch den Unfall 
verursachte Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abge-
heilt sei, hält Dr.med. R.________ fest (vgl. Vi-act. I/120):

Bezüglich OSG links, Unfallereignis vom 27.04.2018 ja. Sollten weiterhin Be-
schwerden bestehen, sind diese auf die ursprüngliche Bandverletzung vom 
16.02.2018 zurückzuführen.
Bezüglich HWS, ohne nachweisbare frische traumatische frische strukturelle Läsi-
on im Bereich der Halswirbelsäule, ursprüngliche Computertomographie am Unfall-
tag, sowie neurologische Untersuchung Dr. J.________ und Bericht RKB HWS-
Assessment, ist aus neurologischer Sicht bei unauffälliger Motorik, unauffälligen 
Muskeleigenreflexen, kein pathologisch-neurologischer Befund zu erheben, sodass 
auch hier aus Sicht der Halswirbelsäule Zerrung/Prellung ohne nachweisbare fri-
sche traumatische strukturelle Läsionen innerhalb von 3-6 Monaten abgeheilt ist.

Schliesslich sollten - zehn Monaten nach dem Ereignis - ohne nachweisbare fri-
sche traumatische strukturelle Läsionen am Unfalltag im Bereich der Halswir-
belsäule, die Zerrung/Prellung folgenlos abgeheilt sein (vgl. Vi-act. I/120-2/2).

6.20 Im vorinstanzlichen Einspracheverfahren wurde der Vorinstanz der von 
Dr.med. J.________ nach der Verlaufskontrolle vom 2. Mai 2019 zu Handen von 
Dr.med. K.________ erstellte Bericht vom 2. Mai 2019 zugestellt. Die Beschwer-
deführerin berichte über eine Verbesserung der Anspannung und Kopfschmer-
zen; im Vordergrund stünde weiterhin eine Migräne, die zwei Mal pro Woche auf-

22

treten würde; weiter komme es gelegentlich zu Kribbelparästhesien an den Ar-
men und Beinen, die vermutlich durch das Topiramat bedingt seien; die Einnah-
me von Topiramat und Sirdalud erfolge regelmässig; sie nehme ab dem 3. Mai 
2019 an einem Wiedereingliederungsprozess durch die T.________ teil, das Ar-
beitspensum würde langsam gesteigert werden. Zudem bestehe weiterhin eine 
psychologische Anbindung beim Triaplus in Goldau. Insgesamt würden sich die 
Beschwerden, insbesondere auch die Kopfschmerzen, regredient zeigen. Mit ei-
ner Dosierungsanpassung von Topiramat und Sirdalud erhoffe sich Dr.med. 
J.________ eine weitere Verbesserung der Migräne und der muskulären Ver-
spannungen (vgl. Vi-act. I/148).

6.21 In ihrem weiteren Bericht vom 4. Juli 2019 bezüglich der gleichentags er-
folgten Verlaufskontrolle bringt Dr.med. J.________ vor, die Beschwerdeführerin 
habe über eine gute Verbesserung der Kopfschmerzen berichtet, die nur noch 
sporadisch und vor allem bei Hitze bestünden; das Arbeitspensum bei der 
T.________ habe sie in Zusammenarbeit mit dem HA bzw. Triaplus AG von 20% 
auf 50% innerhalb der letzten Wochen steigern können; eine weitere Steigerung 
sei ab August 2019 vorgesehen; Topiramat und Sirdalud nehme sie - in reduzier-
ter Dosierung - weiterhin regelmässig, wobei Sirdalud über die kommenden zwei 
Wochen ausgeschlichen werden solle; die Beschwerdeführerin sei optimistisch 
und freue sich über die Verbesserungen (vgl. Vi-act. I/158).

7.1 Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 17. Septem-
ber 2019 im Wesentlichen auf die oberwähnten medizinischen Berichte (vgl. vor-
stehend Erw. 6) und dabei insbesondere auf den kreisärztlichen Bericht vom 6. 
März 2019. Sie ging vom Vorliegen eines typischen Beschwerdebildes nach 
Schleudertrauma (HWS-Distorsion) aus und erkannte, dass bei der Beschwerde-
führerin keine unfallbedingten strukturellen Läsionen - sowohl im Bereich der 
HWS als auch im Bereich des linken OSG - hinreichend nachweisbar seien; eine 
Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne einer Steigerung der Arbeits-
fähigkeit sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit weiteren Heilbehandlun-
gen nicht zu erwarten (vgl. Einspracheentscheid vom 17.9.2019 Erw. 3 und 4b).

7.2.1 Die vorinstanzliche Beurteilung, dass keine unfallbedingte Läsion vorliegt, 
beruht auf einer überzeugenden Würdigung der diesbezüglich übereinstim-
menden, medizinischen Akten (vgl. vorstehend Erw. 6). Es konnte in keinem Be-
richt eine organische Ursache, namentlich eine unfallbedingte Läsion bestätigt 
werden, welche die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch geklagten Be-
schwerden zu erklären vermöchte. Dies gilt gleichermassen für die Beschwerden 
im Bereich des linken OSG. Auch diesbezüglich ergaben die veranlassten bild-

23

gebenden Untersuchungen keine auf den Unfall vom 27. April 2018 zurück-
führende Läsionen des OSG links. Schlüssig ist daher die Beurteilung, dass in 
Bezug auf das durch den Unfall vom 27. April 2018 vorübergehend verschlim-
merte, seit dem Unfall vom 16. Februar 2018 vorbestehende Leiden im Bereich 
des linken OSG der Beschwerdeführerin spätestens per 31. März 2019 der Sta-
tus quo sine erreicht sei.

7.2.2 Nach Würdigung der medizinischen Aktenlage ist somit die Vorinstanz zu 
Recht davon ausgegangen, dass aus dem Unfallereignis vom 27. April 2018 we-
der im Bereich der HWS noch des OSG links objektivierbare strukturelle Befunde 
resultieren und mithin keine organisch hinreichend nachgewiesenen Unfallfolgen 
vorliegen, welche die über den 31. März 2019 hinaus geklagten Beschwerden zu 
erklären vermöchten. Die von der Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten 
Einwände vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Insbesondere lie-
gen keine anderen medizinischen Berichte vor, die Zweifel an der vorinstanzli-
chen Beurteilung zu wecken vermöchten. Bei den verbliebenen Beschwerden in-
folge des Schleudertraumas, wozu auch die seit dem Unfall geklagten Kopf- und 
Nackenschmerzen gehören, ist daher grundsätzlich eine Adäquanzprüfung vor-
zunehmen (vgl. nachfolgend).

7.3.1 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehandlung 
und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsent-
schädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet wer-
den kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach 
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbe-
handlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende 
Verbesserungen genügen nicht (vgl. Urteil BGer 8C_771/2017 vom 3.5.2018 
Erw. 5.2.1). Die Einschätzung des Gesundheitszustandes bzw. der namhaften 
Besserung hat grundsätzlich prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver 
Feststellungen zu erfolgen (vgl. Urteil BGer 8C_388/2019 vom 20.12.2019 Erw. 
3.2 m.w.H.).

7.3.2 Bei der Rechtsprechung, welche für psychische Fehlentwicklungen nach 
einem Unfall entwickelt wurde (vgl. BGE 115 V 133 Erw. 6c/aa), stellen noch be-
handlungsbedürftige psychische Leiden keinen Grund für einen Aufschub des 
Fallabschlusses dar, da die psychischen Beeinträchtigungen für die Beurteilung 
der Adäquanz bei dieser Praxis unberücksichtigt bleiben (vgl. Urteile BGer 
8C_465/2011 vom 7.9.2011 Erw. 5.1 und 8C_1004/2009 vom 13.4.2010 Erw. 

24

4.2). Hingegen kann bei Massgeblichkeit der Schleudertrauma-Praxis der Fall 
erst abgeschlossen werden, wenn insgesamt keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (vgl. Urteil BGer 8C_388/2019 vom 
20.12.2019 Erw. 3.2 m.H.a. Urteile BGer 8C_817/2007 vom 11.12.2008 Erw. 5 
und 8C_493/2018 vom 12.9.2018 Erw. 3.2).

7.3.3  Gestützt auf die angeführten medizinischen Akten ist unbestritten, dass die 
Beschwerdeführerin anlässlich des Verkehrsunfalls vom 27. April 2018 eine 
HWS-Distorsion QTF Grad I erlitten hat. Sie klagte nicht bloss innert kurzer La-
tenzzeit nach dem Unfall, sondern auch noch im Zeitpunkt des Fallabschlusses 
über Beschwerden, insbesondere über Kopf-/Nackenschmerzen, Konzentrati-
onsstörungen, rasche Ermüdung und Durchschlafstörungen, was ebenfalls als 
ausgewiesen bzw. unbestritten zu gelten hat. Insoweit finden sich somit ärztliche 
Feststellungen bezüglich des Auftretens der zum nach HWS-Verletzungen nicht 
selten beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als "typisch" bezeich-
neten Beschwerdebild gehörenden Symptome (wie diffuse Kopfschmerzen, 
Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüd-
barkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensverände-
rung usw.; vgl. hierzu BGE 119 V 335 Erw. 1 m.H.). In der Folge bestimmt denn 
auch die - auch seitens der Vorinstanz - unbestrittene Annahme des Schleuder-
traumas HWS, dass vorliegend die - für die Beschwerdeführerin günstigere -
Schleudertrauma-Praxis anzuwenden ist (vgl. Einspracheentscheid vom 
17.9.2019 Erw. 4b) und somit der Fall erst abgeschlossen werden kann, wenn 
insgesamt keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwer-
deführerin mehr zu erwarten ist.

7.4.1 Der Verfügung vom 27. März 2019 lässt sich einzig entnehmen, die von der 
Beschwerdeführerin noch geklagten Beschwerden seien organisch nicht hinrei-
chend nachweisbar (was wie aufgezeigt nicht zu beanstanden ist), weshalb die 
Adäquanz geprüft werde. Diese sei zu verneinen, weshalb die Versicherungsleis-
tungen per 31. März 2019 eingestellt würden (Vi-act. I/128). Mithin enthält die 
Verfügung keinerlei Begründung bezüglich Fallabschluss und für den korrekten 
Zeitpunkt der Adäquanzprüfung. Sie setzt sich mit dem Fallabschluss nicht aus-
einander.

7.4.2 Der angefochtene Einspracheentscheid ist ausführlicher (Bf-act. 2). Dem-
gemäss sei die Beschwerdeführerin umfassend medizinisch abgeklärt worden. 
Die Vorinstanz verweist dabei auf die verschiedenen, oberwähnten Berichte und 
hält mit Verweis auf die kreisärztliche Beurteilung fest, sowohl bezüglich HWS als 
auch OSG links sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

25

dass der erlittene Gesundheitsschaden abgeheilt sei, eine Besserung im Sinne 
einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit 
weiteren Heilbehandlungen nicht zu erwarten sei (angefochtener Einspracheent-
scheid Erw. 3). Entsprechend sei für die lediglich klinisch fassbaren Beschwer-
den eine eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen. 

7.4.3 Da bei Diagnose HWS-Distorsion nach Auffahrunfall unbestrittenermassen 
die Schleudertraumapraxis zur Anwendung gelangt, ist die Adäquanzprüfung erst 
vorzunehmen, wenn insgesamt keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes mehr zu erwarten ist, wenn also im Gesamtkomplex des Schleudertrau-
ma-Beschwerdebildes mit physischen und psychischen Komponenten von keiner 
realistischen Möglichkeit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes 
der Beschwerdeführerin durch die Fortsetzung einer gesamtheitlichen Behand-
lung mehr ausgegangen werden kann (vgl. hierzu Urteil BGer 8C_493/2018 vom 
12.9.2018 Erw. 4). 

Soweit die Vorinstanz auf die versicherungsinterne Beurteilung von Dr.med. 
R.________ abstellt (Vi-act. I/120), so muss konstatiert werden, dass sich die 
Kreisärztin ausschliesslich mit den somatischen Beschwerden befasst hat. Ob-
wohl nachweislich ein Schleudertrauma vorlag, finden die psychischen Leiden 
keine Erwähnung, obwohl entsprechende Berichte in den Akten liegen. Im Ein-
spracheentscheid selbst wird wohl auf die Berichte der Rehaklinik ________ so-
wie der  Triaplus AG (vom 19.9.2018) verwiesen und wiederholt, die Beschwer-
deführerin habe die Behandlung abgebrochen und eine psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung im engeren Sinne sei nicht erfolgt, eine medi-
kamentöse Behandlung noch nicht installiert. Soweit die Vorinstanz hieraus 
schloss, eine psychische Problematik bestehe überhaupt nicht und stehe damit 
auch einem Fallabschluss nicht im Wege, kann dem nicht gefolgt werden. Viel-
mehr hat eine entsprechende Abklärung und Beurteilung der psychischen Kom-
ponente zu Unrecht überhaupt nicht stattgefunden. 

7.4.4 Für eine gerichtliche Beurteilung des Fallabschluss-Zeitpunktes, ist der 
Sachverhalt bezüglich die psychischen Beschwerden zu offen, da von der Vor-
instanz zu wenig abgeklärt. Dies bei nicht einfachen Verhältnissen. 

Den Berichten der Triaplus AG kann entnommen werden, dass bei der Be-
schwerdeführerin durchaus eine relevante psychische Vorbelastung besteht. 
Entgegen ihrer eigenen Aussage trifft es denn auch nicht zu, dass vor dem Unfall 
keine psychologische Behandlung stattgefunden hat. Vielmehr ergibt sich aus 
den Berichten der Triaplus, dass die Erstkonsultation bereits am 17. April 2018, 
mithin vor dem Unfall erfolgt ist. Dies aufgrund ärztlicher Zuweisung wegen psy-

26

chischen Beschwerden nach dem Tod des Vaters Ende 2017. Bereits vor dem 
Unfall bestand ein depressives Zustandsbild, das als Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) gewertet wurde (vgl. relevanten 
Befund vom 17.4.2018, Vi-act. I/74). Auffallend aber auch, dass die Beschwerde-
führerin anlässlich dieses Erstgesprächs von einer uneingeschränkten Konzen-
trations- und Merkfähigkeit sprach, wogegen nach dem Unfall vom 27. April 2014 
Ängste und Konzentrationsschwierigkeiten hinzukamen. In den Akten liegt ein 
von der Triaplus AG am 31. Juli 2018 ausgestelltes Arbeitsunfähigkeitszeugnis, 
welches eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert und gegenüber der 
Vorinstanz äusserte die Beschwerdeführerin am 6. September 2018, sie leide 
seit einiger Zeit auch unter psychischen Beschwerden - namentlich Angst beim 
Autofahren sowie Albträume. Dass sich das erlittene Schleudertrauma auch auf 
die Psyche ausgewirkt hat, ist daher nicht ausgeschlossen. Für die Triaplus AG 
gestaltete sich eine Diagnosestellung (wegen inkonsistenten anamnestischen 
Angaben und wechselhafter Compliance) allerdings schwierig; sie äusserte sich 
insbesondere auch nicht zur Frage der Unfallkausalität der Beschwerden resp. 
deren Vorbestehen. Auch der Bericht der Rehaklinik ________ ging auf die psy-
chologische Behandlung ein und äusserte sich zur psychischen Verfassung der 
Beschwerdeführerin, wobei im Ergebnis eine psychologische Betreuung empfoh-
len wurde (vgl. oben Erw. 6.15). Offen ist auch hier, inwiefern diese auf den Un-
fall zurückzuführen sind. Auch Dr.med. J.________ erachtete die Anbindung an 
die Triaplus AG ausdrücklich als sinnvoll (vgl. oben Erw. 6.17). Ihrem Bericht vom 
Mai 2019 ist zu entnehmen, dass die Behandlung bei der Triaplus AG wieder 
aufgenommen wurde (vgl. oben Erw. 6.20). Berichte hierzu liegen allerdings kei-
ne in den Akten, der letzte in den Akten liegende Bericht der Triaplus AG datiert 
vom Dezember 2018, obwohl danach von einer Wiederaufnahme der Behand-
lung auszugehen ist. Soweit im Einspracheentscheid allein auf den Behand-
lungsabbruch durch die Beschwerdeführerin (im September 2018) verwiesen 
wird, entspricht dies daher nicht der ganzen Realität. Vielmehr wären auch schon 
vor Verfügungserlass und insbesondere vor dem Einspracheentscheid weitere 
Berichte bezüglich die psychische Komponente resp. die psycholo-
gisch/psychiatrische Behandlung greifbar gewesen. Damit aber hat die Vorin-
stanz den medizinischen Sachverhalt aufgrund des Vorliegens eines Schleuder-
traumas mit dem typischen, gemischt somatisch-psychischen Beschwerdebild zu 
wenig abgeklärt. Namentlich blieb ungeprüft, ob die bestehenden psychischen 
Beschwerden ausnahmslos vorbestehend sind, ob und ggfs. wie sich der Unfall 
vom 27. April 2018 auf die psychische Verfassung ausgewirkt hat und ob im 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung von einer Behandlung der (ggfs. unfallkausa-
len) psychischen Leiden eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 

27

erwartet werden konnte. Diesbezüglich steht fest, dass die Beschwerdeführerin 
gemäss Unfallschein UVG (vgl. Vi-act. I/121) seit dem Unfallereignis vom 27. 
April 2018 mindestens bis zum 1. März 2019 fortwährend zu 100% arbeitsunfähig 
war; ihre Arbeitsfähigkeit konnte sie lediglich vom 23. bis 30. Juli 2018 auf 50% 
steigern. Seit dem 3. Mai 2019 nimmt sie an einem Wiedereingliederungsprozess 
durch die T.________ teil, wobei sie ihr anfängliches Arbeitspensum von 20% 
per Juli 2019 auf 50% steigern konnte; eine weitere Steigerung war vorgesehen. 
Diese Steigerung erfolgte mitunter unterstützt durch die Triaplus AG (gemäss Be-
richt Dr.med. J.________ vom 4.7.2019), weshalb die Klärung der Frage, ob die 
psychologisch/psychiatrische Behandlung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatte, 
durchaus relevant ist.

Bleibt zu ergänzen, dass gemäss Art. 19 UVG für den Fallabschluss neben der 
Verbesserung des Gesundheitszustandes auch allfällige Eingliederungsmass-
nahmen der IV zu beachten sind. Vorliegend hat die IV offensichtlich Eingliede-
rungsmassnahmen verfügt, ohne dass hierzu genaueres bekannt ist. Auch dazu 
bzw. zur Relevanz bezüglich Fallabschluss äussert sich die Vorinstanz nicht.

7.4.5 Mithin lässt sich den vorliegenden medizinischen Akten nicht klar und un-
missverständlich entnehmen, ob im Hinblick auf eine gesamtheitliche Betrach-
tung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustandes - d.h. auch in psychia-
trischer Hinsicht - von einer ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann oder nicht, weshalb dies 
vorliegend denn auch nicht zuverlässig beurteilt werden kann. Dabei gilt es zu 
beachten, dass die Vorinstanz erst dann zu einem Fallabschluss berechtigt ist, 
wenn im Gesamtkomplex des Schleudertrauma-Beschwerdebildes mit physi-
schen und psychischen Komponenten von keiner realistischen Möglichkeit einer 
namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin durch 
die Fortsetzung einer gesamtheitlichen Behandlung mehr ausgegangen werden 
kann (vgl. Urteil BGer 8C_493/2018 vom 12.9.2018 Erw. 4) und allfällige Einglie-
derungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Obwohl eine psychische Vor-
belastung bekannt war, eine psychologisch/psychiatrische Behandlung verschie-
dentlich angesprochen wurde und die Rechtsprechung gemäss Schleudertrau-
mapraxis eine frühzeitige interdisziplinäre Abklärung auch der psychiatrischen 
Problematik verlangt (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 9.3 ff.), hat es die 
Vorinstanz im ganzen Verfahren unterlassen, eine umfassende, den psychiatri-
schen Zustand miteinschliessende Beurteilung einzuholen. Sie verkennt dabei, 
dass die Adäquanz erst bei Fallabschluss zu prüfen ist und der Fall erst abge-
schlossen werden kann, wenn keine namhafte Besserung mehr erwartet werden 
kann. Dies ist bei Anwendung der Schleudertraumapraxis gesamtheitlich und 

28

zwar prognostisch zu beurteilen, mithin stellt sich die Frage einer namhaften 
Besserung auch aus psychiatrischer Sicht. Soweit die Vorinstanz im Einspra-
cheentscheid vom 17. September 2019 eine namhafte Besserung ausschliesst, 
äussert sie sich insoweit und zudem lediglich pauschal zu den somatischen Be-
schwerden, was dem typischen, einer Differenzierung kaum zugänglichen soma-
tisch-psychischen Beschwerdebild ungenügend Rechnung trägt.

7.5 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass - mangels Vorliegen einer 
Stellungnahme einer medizinischen Fachperson bezüglich der realistischen Mög-
lichkeit einer namhaften Besserung insbesondere bezüglich der psychiatrischen 
Komponente - soweit diese unfallkausal ist - durch die Fortsetzung einer ent-
sprechenden ärztlichen Behandlung - das Verwaltungsgericht die Angelegenheit 
nicht als spruchreif erachtet, weshalb es den angefochtenen Einspracheent-
scheid der Vorinstanz vom 17. September 2019 aufhebt. Die Sache ist an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit die Frage des Fallabschlusses resp. der Mög-
lichkeit einer namhaften Besserung unter Einbezug einer psychiatrischen und 
neuropsychologischen Beurteilung (ggfs. unter Mitberücksichtigung der Einglie-
derungsmassnahmen der IV) neu beurteilt und darüber entschieden wird.

8.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-
rungsgerichte nicht frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutach-
tung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im 
Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwal-
tungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich ab-
klärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechts-
erheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die Vorinstanz 
bleibt aber zulässig, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher 
vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder, wenn lediglich eine Klarstel-
lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich 
ist (vgl. BGE 139 V 99 Erw. 1.1; BGE 137 V 210 Erw. 4.4.1 ff.; Urteil BGer 
9C_463/2019 vom 25.9.2019 Erw. 2.1; Furrer, Rechtliche und praktische Aspekte 
auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung; SZS 2019 
S. 4; Slavik, Gerichtliche Qualitätssicherung medizinischer Gutachten, JaSo 
2018, S. 172). 

8.2 Im Wesentlichen gilt es vorliegend zu klären, ob die von der Beschwerde-
führerin geklagten psychischen Beschwerden vorbestehend oder - zumindest 
teilweise - auf den Unfall zurückzuführen sind und diesfalls durch die Fortsetzung 
einer ärztlichen bzw. psychiatrischen Behandlung von einer realistischen Mög-
lichkeit einer namhaften Besserung ausgegangen werden kann. Diese Frage 

29

blieb vollständig ungeklärt bzw. war nie Gegenstand einer medizinisch-
theoretischen Beurteilung, was eine Rückweisung an die Vorinstanz auch des-
halb rechtfertigt, da die Beschwerdeführerin eine entsprechende Rückweisung 
auch eventualiter verlangt.

8.3 Mithin gilt es die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit 
sie im oberwähnten Sinne die entsprechenden psychiatrischen und neuro-
psychologischen Abklärungen trifft und alsdann erst die vorliegend offengelasse-
ne Frage, ob eine realistische Möglichkeit einer namhaften Besserung der psy-
chischen Beschwerden durch die Fortsetzung einer ärztlichen bzw. psychiatri-
schen Behandlung besteht, beurteilen kann.

9.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).

9.2 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für 
die Frage der Zusprechung einer Parteientschädigung als Obsiegen der be-
schwerdeführenden Partei, unabhängig davon, ob die Rückweisung überhaupt 
beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag 
gestellt wird (vgl. Urteile BGer 8C_520/2014 vom 29.10.2014 Erw. 6 und 
8C_604/2013 vom 28.12.2014 Erw. 6, je m.H. u.a. auf BGE 132 V 215 Erw. 6.1; 
VGE I 2014 62 vom 31.10.2014 Erw. 6.1; VGE I 2013 41 vom 7.8.2013 Erw. 3.1).

9.3 Nachdem die beanwaltete Beschwerdeführerin vorliegend obsiegt, ist ihr zu 
Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für 
das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 
300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührenta-
rifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf 
insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 19. September 2019 sowie die Verfügung vom 27. März 2019 aufge-
hoben werden und die Sache im Sinne der Erwägungen zur weiteren Ab-
klärung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. September 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I