# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fefb4cc0-79e3-50ec-9ed7-eb19b4a83b3f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.10.2023 715 23 29 / 229 (715 2023 29 / 229)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-23-29---229_2023-10-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 6. Oktober 2023 (715 23 29 / 229) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
 
 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Liv Engelhardt 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 4002 
Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 
 
 

A.  Die 1968 geborene A.____ arbeitete vom 1. April 2020 bis zum 31. Juli 2022 bei der 
B.____AG als Head New Ecosystems. Mit Schreiben vom 20. Januar 2022 kündigte sie das Ar-
beitsverhältnis auf den 31. Juli 2022. Am 28. Juli 2022 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschä-
digung an die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse). Mit Verfügung vom 
23. August 2022 des Kantonalen Amts für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) wurde A.____ 

 
 
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in ihrer Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 31 Tage einge-
stellt. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 3. Januar 2023 von der Ar-
beitslosenkasse abgewiesen.  
 
B.  Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 1. Februar 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsgericht (Kan-
tonsgericht) und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids sowie die Ausrichtung der 
Taggelder ab dem 1. August 2022 ohne Einstelltage.   
 
C.  Mit Vernehmlassung vom 19. April 2023 beantragte die Arbeitslosenkasse die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslo-
senversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zu-
ständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend erfüllt die Beschwerdeführerin ihre Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach 
§ 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die 
beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 31 
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld in Höhe von Fr. 455.30 
beläuft sich der Streitwert auf Fr. 14'114.30. Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entschei-
den.  
 
2.1  Streitig ist die Frage, ob die Versicherte zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslo-
sigkeit im Umfang von 31 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.  
 
2.2 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 

 
 
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nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versiche-
rung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldens-
prinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schindler/Tanque-
rel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Auf-
lage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.3 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden im 
Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andau-
ern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den 
persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person 
liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. 
Februar 2009, 8C_842/2008, E. 3.2 mit Hinweis). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die 
versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle 
zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden 
konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). 
 
2.4 Nach Art. 16 AVIG gilt eine Arbeit als zumutbar, die den berufs- und ortsüblichen, insbe-
sondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den Fähigkeiten 
und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wiederbeschäf-
tigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter Praxis 
entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit des Verbleibens am Ar-
beitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisheri-
gen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle 
(BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen; vgl. auch NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht 
besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens 
so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (Arbeitsrecht – 
Zeitschrift für Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1976 Nr. 18; GERHARD 
GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Bern/Stuttgart 1988, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE 
CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116).  
 
2.5 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 

 
 
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gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
2.6 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, welche 
die Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Belegt die versicherte Person durch ein eindeu-
tiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel), dass ihr die Wei-
terarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, ist grundsätzlich von einer Un-
zumutbarkeit auszugehen (BGE  124 V 234 E. 4b/bb).  
 
2.7 Verliert eine versicherte Person ihre Stelle, weil sie den vom Arbeitgeber vorgelegten 
Arbeitsvertragsänderungen (Änderungskündigung) nicht zustimmen will, ist sie in der Anspruchs-
berechtigung infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit einzustellen, sofern die Arbeit im Sinne 
von Art. 16 AVIG weiterhin zumutbar gewesen wäre (vgl. AVIG-Praxis ALE, Ziff. D19). Gemäss 
Art. 16 Abs. 1 AVIG muss der Versicherte zur Schadensminderung grundsätzlich jede Arbeit un-
verzüglich annehmen. Art. 16 Abs. 2 lit. a-i AVIG bestimmt, unter welchen Umständen eine Arbeit 
unzumutbar und somit von der Annahmepflicht ausgenommen ist. Dabei handelt es sich um eine 
abschliessende Aufzählung der Unzumutbarkeitsgründe (vgl. BGE 124 V 63 E. 3b). Ferner wird 
die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisherigen Stelle strenger beurteilt als die Zumutbarkeit 
zum Antritt einer neuen Stelle und schliesst generell subjektive Beweggründe von der Zumutbar-
keitsprüfung aus (vgl. BGE 124 V 238 E. 4; ARV 1986 Nr. 23 mit Hinweisen; JACQUELINE 
CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998., S. 116, Urteil des Bun-
desgerichts vom 10. Mai 2013, 8C_1021/2012, E. 2.2). 
 
2.8 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Mitarbeitenden grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Ar-
beitsverhältnisses zu begründen (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 1997 ALV 
Nr. 105 S. 323, C128/96). Bei Schwierigkeiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und 
dergleichen ist es der versicherten Person grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusi-
cherung einer neuen Anschlussstelle aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass be-
lastende Verhältnisse am Arbeitsplatz eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht 
rechtfertigen. Sie können aber allenfalls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Betriebsklima 
genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen; Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 
lit. c ATSG). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen 
vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 

 
 
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2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2; 
Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2013, 8C_742/2013, E. 4.2).  
 
4.1  Aufgrund der vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt 
dar:  
 
4.2.1 Vom 1. April 2020 bis zum 31. Juli 2022 arbeitete die Beschwerdeführerin bei B.____AG 
als Head New Ecosystems. Mit Schreiben vom 20. Januar 2022 kündigte sie das Arbeitsverhält-
nis auf den 31. Juli 2022. Die Beschwerdeführerin begründet ihre Kündigung im Kündigungs-
schreiben vom 20. Januar 2022 damit, dass man ihr im Dezember 2021 mitgeteilt habe, ihre 
Position werde anderweitig besetzt und dass man sie auf eine andere Position zurückzustufen 
werde, was zu einer Schlechterstellung führen würde.  
 
4.2.2 Mit ärztlicher Bescheinigung vom 24. Juni 2022 bestätigte Dr. med. C.____, Pharmazeu-
tische Medizin FMH und allgemeine innere Medizin FMH, dass er der Beschwerdeführerin im 
Verlauf des Jahres 2021 aus medizinischen Gründen zu einer Neubewertung ihrer beruflichen 
Situation mit einer möglichen Neuorientierung geraten habe. Ihre Kündigung habe sich somit aus 
medizinischer Sicht als richtig erwiesen.  
 
4.2.3 Im Rahmen ihres rechtlichen Gehörs gab die Beschwerdeführerin am 8. August 2022 
auf dem entsprechenden Fragebogen sowie auf einem Beiblatt an, dass Grund für ihre Kündi-
gung einerseits eine vom damaligen CEO Ende November 2021 ausgesprochene, mündliche 
Änderungskündigung gewesen sei, die sie als ungerechtfertigt betrachtet habe. Andererseits hät-
ten auch gesundheitliche Gründe zu der Kündigung geführt; sie sei ständig überarbeitet gewesen 
und habe an diversen Stresssymptomen, körperlichen Beschwerden und Schlafstörungen gelit-
ten. Diese habe sie bis in das erste Quartal 2022 mit Vitamininfusionen, pflanzlich basierten Ma-
gentabletten, Entspannungstabletten sowie Ein-/Durchschlafhilfen behandelt. Im Herbst 2021 
habe Dr. C.____ ihr geraten, ihre berufliche Situation zu überdenken, da sich diese negativ auf 
ihre Gesundheit auswirke. Auch habe die Änderungskündigung negative Folgen für ihre Gesund-
heit gehabt.  
 
4.2.4 Gemäss Arztzeugnis von Dr. C.____ vom 8. August 2022 hätten sich im Verlauf des 
Spätsommers 2021 erste Andeutungen einer «Arbeitsbelastung» ergeben und im Herbst 2021 
seien körperliche Beschwerden und zunehmende Erschöpfung dazu getreten. Seiner Ansicht 
nach sei eine Kündigung die einzige Massnahme gewesen, um einen längerfristigen gesundheit-
lichen Schaden abzuwenden. Hinsichtlich ihrer Arbeitsfähigkeit erfahre die Beschwerdeführerin 
keine Einschränkungen.  
 
4.2.5  Mit Verfügung vom 23. August 2022 stellte das KIGA die Anspruchsleistung für 31 Tage 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ein, da die Beschwerdeführerin ihre Stelle gekündigt 
habe, ohne eine Ersatzstelle in Aussicht zu haben. Die Probleme am Arbeitsplatz, die gesund-
heitliche Problematik sowie das Verhalten des Arbeitgebers wurden dabei insofern berücksichtigt, 
als dass die Einstelltage um 5 Tage reduziert wurden.  

 
 
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4.2.6 In ihrer Einsprache vom 19. September 2022 machte die Beschwerdeführerin geltend, 
dass die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses mit Blick auf die bevorstehende Änderungskün-
digung und ihre gesundheitlichen Probleme unzumutbar gewesen wäre. Auch führte sie aus, dass 
die Zurückstufung durch die Änderungskündigung eine massive finanzielle Einbusse bedeutet 
hätte und der neue Lohn sicherlich geringer als 70% des versicherten Verdienstes gewesen wäre.  
 
4.2.7 Im Einspracheentscheid vom 3. Januar 2023 führte die Beschwerdegegnerin im Wesent-
lichen aus, dass ein schlechtes Arbeitsklima oder Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten 
oder Arbeitskollegen nicht zur Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses führen 
würden. Sollte eine gesundheitsbedingte Unzumutbarkeit bestehen, müsse der Arbeitslosen-
kasse ein eindeutiges Arztzeugnis vorgewiesen werden mit präzisen Angaben zum Gesundheits-
zustand, der Diagnose sowie einer aussagekräftigen Erklärung der Arbeitsunfähigkeit (Kausali-
tät). Weder das Arztzeugnis vom 24. Juni 2022 noch jenes vom 8. August 2022 würden diesen 
Anforderungen genügen. Auch falle ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin psychische 
Gründe für ihre Kündigung angab, jedoch nie an eine psychiatrische Fachperson überwiesen 
worden sei. Zudem sei widersprüchlich, dass die Beschwerdeführerin zunehmend erschöpft ge-
wesen sei, eine Zurückstufung jedoch nicht habe annehmen wollen. Schliesslich habe die Ar-
beitslosenkasse auch keine Aktenstücke erhalten, welche die berufliche Situation der Beschwer-
deführerin belegt hätten. Auch die Änderungskündigung könne für die Frage der Unzumutbarkeit 
nicht berücksichtigt werden, da der Arbeitgeber diese nie vorgenommen habe. Somit sei die Be-
schwerdeführerin zurecht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechti-
gung eingestellt worden. Die Anzahl der Einstelltage sei schliesslich auch korrekt gesetzt worden.  
 
4.2.8  Mit Beschwerde vom 1. Februar 2023 beantragte die Beschwerdeführerin die Aufhebung 
des Einspracheentscheids sowie die Ausrichtung der Taggelder ab dem 1. August 2022 ohne 
Einstelltage. Sie erachtet die Arztberichte als genügend aussagekräftig und entgegnet, dass psy-
chisch bedingte körperliche Beschwerden und Erschöpfung sowie eine unmittelbar drohende Er-
schöpfungsdepression diagnostiziert worden seien. Auch wäre es Sache der Beschwerdegegne-
rin gewesen, allfällige Aktenstücke einzuholen oder die Beschwerdeführerin um deren Einrei-
chung zu bitten; dass die Beschwerdegegnerin dieser Pflicht nicht nachgekommen sei, könne 
nicht Grund für die Einstellung in der Anspruchsberechtigung sein.  
 
4.2.9 In ihrer Vernehmlassung vom 19. April 2023 hält die Arbeitslosenkasse an ihrem Ein-
spracheentscheid fest. Sie fügt bei, dass die Arztberichte lediglich die Schilderungen der Be-
schwerdeführerin wiedergeben würden, welche nicht belegt seien. Zudem sei Dr. C.____ ein Me-
diziner und kein Psychiater, weshalb er allfällige psychisch bedingte Erkrankungen nicht diagnos-
tizieren könne. Die nachträgliche Einforderung eines psychiatrischen Gutachtens wäre mangels 
Echtzeitlichkeit entfallen, weshalb die Arbeitslosenkasse den Untersuchungsgrundsatz nicht ver-
letzt habe. Auch sei die Beschwerdeführerin gemäss den vorliegenden Arztzeugnissen nicht mit 
einer unmittelbar drohenden Erschöpfungsdepression diagnostiziert worden und sei auch zu kei-
nem Zeitpunkt krankgeschrieben gewesen.   
 

 
 
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5.1 Wie unter Erwägung 2.6 hiervor ausgeführt, muss eine Unzumutbarkeit der Fortführung 
des bisherigen Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen durch ein eindeutiges ärztli-
ches Zeugnis oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel belegt werden. Die Beschwer-
deführerin stützt die gesundheitsbedingte Unzumutbarkeit auf die ärztliche Bescheinigung vom 
24. Juni 2022 und das Arztzeugnis vom 8. August 2022 von Dr. C.____, gemäss denen Andeu-
tungen einer Arbeitsbelastung sowie körperliche Beschwerden und zunehmende Erschöpfung 
bestanden hätten, die jedoch nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Im 
Schreiben vom 20. Januar 2022 begründete die Beschwerdeführerin ihre Kündigung jedoch ein-
zig mit der vorgesehenen Rückstufung. Die Belastungssituation durch die Übernahme neuer Auf-
gaben sowie den Ausfall eines Mitarbeiters machte sie erst im Nachhinein geltend, was als Indiz 
dafür gewertet werden kann, dass primär die drohende Rückstufung Grund für die Kündigung 
war. Auch bestehen für das Vorliegen der gemäss Beschwerdeführerin diagnostizierten unmittel-
bar drohenden Erschöpfungsdepression gemäss Aktenlage keine Anzeichen und es fand auch 
keine entsprechende Überweisung an einen psychiatrischen Facharzt statt. So scheinen die Aus-
sagen von Dr. C.____, die Kündigung habe sich aus medizinischer Sicht als richtig erwiesen und 
sei die einzige Massnahme gewesen, um einen längerfristigen gesundheitlichen Schaden abzu-
wenden, medizinisch nicht indiziert. Selbst wenn angenommen werden würde, dass eine berufli-
che Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen indiziert gewesen wäre, so wären die ärztli-
che Bescheinigung vom 24. Juni 2022 und das Arztzeugnis vom 8. August 2022 immer noch zu 
wenig aussagekräftig, um eine medizinisch begründete Unzumutbarkeit des Verbleibs am bishe-
rigen Arbeitsplatz bis zum Finden einer neuen Stelle zu belegen. Insgesamt erweisen sich die 
Arztzeugnisse somit nicht als eindeutig im Sinne der Rechtsprechung und vermögen die Unzu-
mutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz nicht rechtsgenüglich zu belegen. In diesem Zusam-
menhang ist darauf hinzuweisen, dass die versicherte Person im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht 
bei der Sachverhaltsabklärung zweckdienliche Beweismittel beizubringen hat (BGE 124 V 239 E. 
4 b/bb) und es somit an der Beschwerdeführerin gewesen wäre, allfällige weitere Belege für eine 
gesundheitsbedingte Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen. 
 
5.2 In diesem Rahmen können auch die Behauptungen der Beschwerdeführerin, eine be-
vorstehende Änderungskündigung würde sie finanziell massiv beeinträchtigen und dass der neue 
Lohn sicherlich geringer als 70% des versicherten Verdienstes gewesen wäre, nicht weiter be-
rücksichtigt werden. Dem Kantonsgericht liegt keine Erklärung des Arbeitgebers oder ein sonsti-
ger Nachweis vor, wonach die Änderungskündigung zu einer massiven Lohneinbusse oder zu 
anderen gewichtigen Nachteilen geführt hätte, welche die Fortführung des Arbeitsverhältnisses 
als unzumutbar hätten erscheinen lassen können. Wie unter Erwägung 5.1 hiervor hervorgeho-
ben, wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen, einen solchen Nachweis zu erbringen. Zudem 
gibt die Beschwerdeführerin im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom  
29. Juli 2022 an, dass sie selbst das Arbeitsverhältnis gekündigt habe und nicht der Arbeitgeber. 
Demgemäss kann nicht von einer Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses we-
gen schlechteren Anstellungsbedingungen im Rahmen einer Änderungskündigung ausgegangen 
werden.  
 

 
 
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5.3 Nach dem Ausgeführten ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von 
einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ausgegangen 
ist. 
 
6.1  Es ist sodann zu prüfen, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die 
Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 2 
AVIG). Sie beträgt gemäss Art. 45 Abs. 2 AVIV 1-15 Tage bei leichtem Verschulden (lit. a), 16-
30 Tage bei mittelschwerem Verschulden (lit. b) und 31-60 Tage bei schwerem Verschulden 
(lit. c). Ein schweres Verschulden liegt gemäss Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV dann vor, wenn die 
versicherte Person eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle und 
ohne entschuldbaren Grund aufgegeben hat. Bei der Beurteilung der Ermessensausübung durch 
die Arbeitslosenkasse ist im Einzelfall das vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) als Auf-
sichtsbehörde der Durchführungsorgane der Arbeitslosenversicherung herausgegebene Einstell-
raster zu berücksichtigen, welches die Gewährung einer möglichst einheitlichen Rechtsanwen-
dung in den Kantonen zum Ziel hat (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 862). Das Kantonsgericht greift 
nur mit Zurückhaltung in das der Arbeitslosenkasse zustehende Ermessen ein (ARV 2000 Nr. 8 
S. 42 E. 2c). 
 
6.2 In ihrer Verfügung vom 23. August 2022 qualifizierte die Beschwerdegegnerin das Ver-
halten der Beschwerdeführerin richtigerweise als schweres Verschulden und stellte sie während 
31 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. Gemäss dem internen Entscheid des KIGA vom 23. 
August 2022 wurden die Probleme am Arbeitsplatz, die gesundheitlichen Probleme sowie das 
Verhalten des Arbeitgebers insofern berücksichtigt, als dass 5 Einstelltage abgezogen wurden. 
Damit wurde die beschwerliche Gesamtsituation der Beschwerdeführerin erkannt und berück-
sichtigt. Unter diesen Umständen besteht für das Kantonsgericht kein Anlass, in das Ermessen 
der Beschwerdegegnerin einzugreifen.  
 
7. Im Ergebnis sind weder die angefochtene Verfügung vom 23. August 2022 noch der 
Einspracheentscheid vom 3. Januar 2023 zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 
 
8.  Gemäss Art. 61 lit. f

bis
 ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-

pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kos-
tenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichts-
kosten auferlegen. Da das AVIG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwil-
lig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung ausgerichtet 
(Art. 61 lit. g ATSG).  
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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