# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1c4b1be-5168-571d-9f2d-76ca0d78c3ee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 04.11.2014 S 2014 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-4_2014-11-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 4

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Vizepräsident Priuli 

und Verwaltungsrichter Audétat, Aktuar Gross

URTEIL
vom 4. November 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG,

Beschwerdeführerin

gegen 

E._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist/war als Reinigungshilfe bei der Gemeinde X._____ angestellt 

und durch diese obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle bei 

der E._____ AG versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 19. Juli 2013 

verletzte sich A._____ am 11. Juli 2013 am rechten Knie, indem sie bei 

der Reinigungsarbeit aus der Hocke schnell aufgestanden war. Im 

Fragebogen zum Unfallereignis vom 26. Juli 2013 gab A._____ an: „Ich 

reinigte in der Hocke eine Leiter. Mit Aufstehen merkte ich ein Ziehen und 

stolperte mit dem rechten Knie aussen zur Leiter.“ Laut Arztzeugnis vom 

6. August 2013 von Dr. med. B._____ fand die Erstkonsultation am 12. 

Juli 2013 statt, wobei er A._____ eine laterale Meniskusläsion rechts 

diagnostizierte und sie ans Kantonsspital Graubünden überwies. Das dort 

durchgeführte MRI bestätigte den Verdacht auf eine laterale 

Menikusläsion und es wurde A._____ gemäss Bericht KSGR vom 19. Juli 

2013 eine diagnostische Arthroskopie und eventuell eine 

Teilmeniskektomie lateralseitig empfohlen.

2. Am 26. August 2013 teilte die E._____ AG A._____ mit, dass kein 

Anspruch auf Versicherungsleistungen bestehe, da weder ein Unfall noch 

eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Mit Schreiben vom 6. 

September 2013 antwortete A._____ der E._____ AG, dass sie am 11. 

Juli 2013 bei der Arbeit langsam aus der Hocke aufgestanden, ins 

Stolpern geraten und mit dem rechten Knie an die Leiter geknallt sei. Im 

Abklärungsbericht vom 5. September 2013 hielt der beigezogene 

Vertrauensarzt der E._____ AG, Dr. med. C._____, fest, dass das 

nachträgliche Anschlagen (des rechten Knies) an der Leiter keinen 

Einfluss auf die erlittene Knieverletzung gehabt habe. Der 

Meniskusschaden sei beim Aufstehen aus der Hocke entstanden.

3. Mit Verfügung vom 13. September 2013 teilte die E._____ AG A._____ 

mit, dass die Voraussetzungen für die Bejahung eines Unfalls oder einer 

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unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt seien und daher kein 

Anspruch auf die Ausrichtung von Versicherungsleistungen bestehe. 

Dagegen erhob A._____ am 17. September 2013 vorsorglich Einsprache, 

wobei sie mit Ergänzung vom 21. Oktober 2013 noch eine ärztliche 

Aktenbeurteilung von Dr. med. D._____ vom 11. Oktober 2013 

nachreichte. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2013 wies die E._____ AG 

sodann die Einsprache – unter Berücksichtigung der Ergänzungsakten – 

ab.

4. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 14. 

Januar 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Begehren um Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids und Verpflichtung der E._____ AG die gesetzlichen 

Leistungen aus dem Ereignis vom 11. Juli 2013 zu erbringen; zudem sei 

die E._____ AG anzuweisen, die Kosten für das medizinische Gutachten 

von Dr. med. D._____ in der Höhe von Fr. 600.-- zu übernehmen. Zur 

Begründung brachte die Beschwerdeführerin vor, dass ihren Aussagen im 

Formular vom 26. Juli 2013 volle Beweiskraft zukomme. Die 

Voraussetzungen für die Bejahung eines Unfalls seien (infolge Fehlens 

eines äusseren Faktors) zwar nicht erfüllt; die Voraussetzungen für eine 

unfallähnliche Körperschädigung hingegen schon. Der diagnostizierte 

Meniskusriss sei eine Listenverletzung und der Ablauf der Knieverletzung 

sei programmwidrig erfolgt. Nach Dr. med. D._____ könne der 

festgestellte Knieschaden an einem noch „jungfräulichen“ Knie nur im 

Zusammenhang mit einem sinnfälligen Ereignis auftreten. Vorliegend sei 

die Läsion nicht durch ein normales Aufstehen, sondern durch ein 

Aufstehen mit Stolpern, Gleichgewichtsverlust und Anschlagen an der 

Leiter verursacht worden. Folglich sei zumindest ein Teil des Ablaufs 

unkontrolliert erfolgt. Die erwähnte medizinische Beurteilung sei als Indiz 

oder als Beweis für das Vorliegen eines Unfalls bzw. eines 

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programmwidrigen ungewöhnlichen Ablaufs zu werten; insbesondere 

wenn medizinisch eine krankheitsbedingte Ursache mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werde. Die Einholung einer 

(weiteren/neutralen) ärztlichen Beurteilung sei notwendig, wobei die 

Kosten dafür zu Lasten der E._____ AG gehen müssten.

5. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die E._____ AG (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die Schilderung 

des Sachverhalts liege in verschiedenen Ausprägungen bzw. Versionen 

vor. Im konkreten Fall sei davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin in der Hocke Reinigungsarbeiten verrichtet habe, aus 

dieser Körperposition aufgestanden sei und dabei einen einschiessenden 

Schmerz im Knie rechts verspürt habe. Es sei dabei irrelevant, ob die 

Beschwerdeführerin schnell oder langsam aufgestanden sei und das Knie 

an der Leiter angeschlagen habe. Auch sei es nicht überwiegend 

wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin beim Aufstehen aus der 

Hocke gestolpert sei. Immerhin sei man sich einig, dass kein Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG vorliege. Das Aufstehen aus der Hocke stelle 

keine gesteigerte Gefahrenlage, sondern einen gewohnten 

Bewegungsablauf dar. Die Schlussfolgerung von Dr. med. D._____ – 

welcher die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht habe (nur 

Aktenbeurteilung) – sei aus medizinischer Perspektive erfolgt, unter 

Ausserachtlassung der rechtlichen Folgen der Beweislosigkeit. Ein 

unfallähnliches oder sinnfälliges Ereignis sei nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

6. In der (freigestellten) Replik und der anschliessenden Duplik wurden 

keine neuen (wesentlichen) Gesichtspunkte mehr vorgebracht; vielmehr 

vertieften die Parteien darin nur nochmals ihre gegensätzlichen 

Standpunkte.

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Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der 

Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Entscheid vom 12. Dezember  2013, 

worin die Beschwerdegegnerin festhielt, dass die Beschwerdeführerin 

keinen Anspruch auf Leistungen aus der Unfallversicherung habe, weil 

die am 11. Juli 2013 bei Reinigungsarbeiten erlittene Knieverletzung 

(Menikusläsion rechts) weder ein Unfall noch ein unfallähnliches Ereignis 

darstelle. Strittig und zu klären ist, ob diese Leistungsverweigerung zu 

Recht erfolgte und auf welchen Ereignisablauf im konkreten Fall 

abzustellen ist. 

2. a) Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird der Unfallbegriff wie 

folgt definiert: „Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.“ Laut 

Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20; lex specialis zum ATSG) kann der Bundesrat 

Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die 

Versicherung einbeziehen. In Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird zu den unfallähnlichen 

Körperschädigungen was folgt bestimmt:

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Folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen sind, sofern 

sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung 

Unfällen gleichgestellt:

a. Knochenbrüche;
b. Verrenkungen von Gelenken;
c. Meniskusrisse;
d. Muskelrisse;
e. Muskelzerrungen;
f. Sehnenrisse;
g. Bandläsionen;
h. Trommelfellverletzungen.

b) Bei unfallähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen 

zur Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers – mit 

Ausnahme der Ungewöhnlichkeit – die übrigen Tatbestandsmerkmale des 

Unfalls erfüllt sein (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich 2012, Art. 6 S. 80 ff.). 

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des äusseren 

Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv 

feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 

466 E.2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in einer 

körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E.4.1). Das 

Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) 

Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, 

wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von 

Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 

E.4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden 

Faktors auch, wenn das erstmalige Auftreten von Schmerzen mit einer 

blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu 

beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist gemäss Rechtsprechung für die 

Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend 

einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses 

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gesteigertes Gefährdungspotential innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn 

die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

allgemeinen gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies 

etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor 

mit erheblichem Schädigungspotential ist sodann auch zu bejahen, wenn 

die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch 

normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, 

insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deshalb fallen 

einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 

alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein davon 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim 

Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen 

usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom 

einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf 

das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die 

physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, 

Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht 

ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der 

Körperteile gesteigertes Gefährdungspotential innewohnen muss (BGE 

129 V 466 E.4.2.2). Für die Bejahung eines äusseren Faktors braucht es 

zusammenfassend demzufolge ein gesteigertes Schädigungspotential, 

sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch 

Hinzutreten eines zur Unkontrolliertheit der Vornahme der alltäglichen 

Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 V 466 E.4.3 mit 

Aufzählung von Beispielen; bestätigt im Urteil des Bundesgerichts 

8C_772/2009 vom 7. Mai 2010 E.3.2, und U 60/04 vom 2. Dezember 

2004 E.2.3). Der Auslösungsfaktor kann also auch alltäglich und diskret 

sein. Es muss sich indessen um ein plötzliches Ereignis handeln, wie eine 

heftige Bewegung oder das plötzliche Aufstehen aus der Hocke. Dabei 

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kommt es beim Begriffsmerkmal der Plötzlichkeit im Rahmen der 

unfallähnlichen Körperschädigung nicht so sehr auf die Dauer einer 

schädigenden Einwirkung an, als vielmehr auf ihre Einmaligkeit (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts U 223/05 vom 27. Oktober 2005 E.4.2). Nach 

unfallmedizinischer Erfahrung werden Meniskusverletzungen am 

häufigsten durch sog. körpereigene Traumen in Form einer 

unkontrollierten Drehbewegung bei gebeugtem Kniegelenk oder beim 

Aufstehen aus der Hocke verursacht. Solche körpereigene Traumen 

erfüllen die Begriffsmerkmale der zwar nicht ungewöhnlichen, aber 

plötzlichen und äusseren schädigenden Einwirkung (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts U 5/02 vom 21. Oktober 2002 E.2.2 mit Hinweis auf 

ALFRED BÜHLER, Meniskusläsionen und soziale Unfallversicherung in: 

Schweizerische Ärztezeitung 2001 Nr. 44 S. 2339 ff., speziell S. 2341; 

vgl. auch SZS 1996 S. 81 ff.). Unter Umständen kann der medizinische 

Befund einen Beweis dafür bilden, dass eine Schädigung auf eine 

ungewöhnliche äussere Einwirkung, also auf ein Unfallereignis, 

zurückzuführen ist. Der mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich 

selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Sie dienen aber 

mitunter als Indizien und Anhaltspunkte im Beweis für oder gegen das 

Vorliegen eines Unfalles (Urteil des Bundesgerichts 8C_709/2010 vom 

31. Januar 2011 E.2.2; BGE 103 V 175, RKUV 2003 Nr. U 485 S. 253 

E.5).

c) Umstritten und zu beantworten ist hier, ob die Beschwerdegegnerin für 

die Folgen der am 11. Juli 2013 erlittenen Knieverletzung 

leistungspflichtig ist. Die Parteien sind sich darin einig, dass der genannte 

Vorfall nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Bis 

zuletzt strittig ist hingegen geblieben, ob eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliegt und die Beschwerdegegnerin somit gestützt 

auf Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV zur 

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Gewährung von Versicherungsleistungen verpflichtet gewesen wäre. 

Aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten ist dazu erstellt (vgl. 

MRI-Bericht vom 16. Juli 2013; beschwerdegegnerisches Aktorum [Bg-

act.] 5) und auch allseits anerkannt, dass sich die Beschwerdeführerin am 

11. Juli 2013 einen Meniskusriss (Papageienschnabelriss der Pars 

intermedia/Übergang Hinterhorn Aussenmeniskus) und damit eben eine 

Verletzung nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV zugezogen hat. Umstritten und zu 

klären ist damit aber, ob ein unfallähnliches Ereignis vorliegt. Um diese 

Rechtsfrage schlüssig beantworten zu können, muss auf die 

Schilderungen zum genauen Ereignishergang Bezug genommen werden, 

wobei dafür – nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. 

statt vieler: BGE 121 V 45 E.2a sowie Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1 m.w.H.) – grundsätzlich auf die 

Aussagen der ersten Stunde der versicherten Person bzw. der allfälligen 

Leistungsempfängerin abzustellen ist.

d) Die Beschwerdegegnerin argumentierte dazu, dass die 

Beschwerdeführerin den Sachverhalt in verschiedenen Ausprägungen 

geschildert habe. Jedenfalls sei davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin in der Hocke gereinigt habe, dann aufgestanden sei 

und beim Aufstehen einen Schmerz im Knie verspürt habe. Dabei seien 

die Angaben widersprüchlich geblieben, ob das Aufstehen „schnell“ oder 

„langsam“ erfolgt sei, ob sie gestolpert sei und ob sie das Knie an der 

Leiter angeschlagen habe. Folgende Unterlagen und Berichte sind zum 

fraglichen Geschehensablauf vom 11. Juli 2013 im konkreten Fall 

aktenkundig:

 Aus der Schadensmeldung vom 19. Juli 2013 geht hervor: Die 
Beschwerdeführerin war mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Sie 
reinigte in der Hocke und stand dann  schnell auf. Dabei verspürte sie 
einen Schmerz im Knie (Bg-act.1).

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 Im Abklärungsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 19. Juli, 
eingegangen am 12. August 2013 steht: Beim Aufstehen aus der 
Hocke nahm die Beschwerdeführerin einen akuten Gelenkschmerz im 
rechtsseitigen Kniegelenk wahr (Bg-act.4).  

 Im Fragebogen vom 26. Juli 2013 äusserte sich die 
Beschwerdeführerin wie folgt: „Ich reinigte in der Hocke eine Leiter. 
Mit Aufstehen merkte ich ein Ziehen und stolperte mit dem rechten 
Knie aussen zur Leiter“. Zur Ursache des Ereignisses gab sie an: 
“Wurde gerufen, dass ich im unteren Stock weiter machen soll. Daher 
das schnelle Aufstehen" (Bg-act.2).

 Im Arztzeugnis vom 6. August 2013 (Dr. med. B._____) wird 
festgehalten: Die Beschwerdeführerin verspürte beim Hinknien und 
Aufrichten einen einschiessenden Knieschmerz (Bg-act.3).

 Am 6. September 2013 hielt derselbe Arzt (Dr. med. B._____) weiter 
fest: Die Patientin erzählt, dass sie am Vortag beim Hinknien einen 
einschiessenden Schmerz am rechten Knie verspürte. In der Folge 
konnte sie dieses Knie nicht mehr frei bewegen, da es stark schmerzte 
(Bg-act.6).

 Die Beschwerdeführerin hielt in ihrem Schreiben vom 6. September 
2013 an die Beschwerdegegnerin noch wörtlich fest: „Am 11. Juli 2013 
verspürte ich mit Putzen einer Leiter im rechten Knie, auf der äusseren 
Seite ein Ziehen. Mit aus der Hocke aufstehen (langsam), kam ich ins 
Stolpern und knallte mit dem rechten Knie an die Leiter. Von da an 
tat’s richtig weh [..]. Also wer kann mir garantieren, dass der Meniskus 
schon mit Aufstehen kaputt war und nicht erst als ich zur Leiter knallte“ 
(Bg-act.9).

 In ihrer Einsprache vom 17. September 2013 schilderte die 
Beschwerdeführerin den fraglichen Geschehensablauf wie folgt: „Das 
Unfallereignis liegt darin, dass die Beschwerdeführerin beim 
langsamen Aufstehen aus der Hocke ins Stolpern geriet und mit dem 
rechten Knie an einer Leiter aufschlug“ (Bg-act.12).

 Mit Einspracheergänzung vom 21. Oktober 2013 wurde noch 
angefügt:“... In der der Beschwerdegegnerin am 29. Juli 2013 
zugegangenen detaillierten Beschreibung des Hergangs erläutert die 
Beschwerdeführerin, dass nach ihr gerufen wurde, da sie im unteren 
Stock weiter arbeiten solle. Aus diesem Grund stand sie nach 
längerem Verharren in der Hocke plötzlich und schnell auf“ (Bg-act. 
16).

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 Der konsultierte Chefarzt für Chirurgie, Dr. med. D._____, hielt am 11. 
Oktober 2013 fest:“… Die Versicherte schilderte, dass sie beim 
Reinigen die Aufforderung bekommen hätte, den Arbeitsplatz zu 
wechseln. Sie hätte zu diesem Zeitpunkt in der Hocke eine Leiter 
gereinigt. Sie wäre aufgrund der Aufforderung ad hoc den Arbeitsplatz 
zu wechseln sofort aufgestanden und hätte in diesem Moment schon 
ein Ziehen bemerkt. Sie wäre zusätzlich gestolpert, mit dem rechten 
Knie aussen zur Leiter.“ In der zusammenfassenden Beurteilung 
wurde angeführt: “Die in der Hocke arbeitende Versicherte wurde 
aufgefordert die Räumlichkeiten zu wechseln, was sie veranlasste 
schnell aufzustehen, dies aber unsicher, so dass sie zur Leiter hin 
stolperte und dort anstiess“(Bg-act.16 S. 3-5).

Aufgrund der ärztlichen Feststellungen des Vertrauensarztes Dr. med. 

C._____ in der Aktennotiz vom 12. September 2013  (Bg-act.10) und dem 

Chirurgen Dr. med. D._____ vom 11. Oktober 2013 (Bg-act.16 S. 3) ist 

aus medizinischer Sicht aber übereinstimmend erstellt, dass die 

Menikusverletzung am Knie rechts nicht vom Aufprall an die Leiter 

stammen kann.   

e) Folgt man der Maxime der „Aussage der ersten Stunde“, worauf sich im 

Übrigen auch die Beschwerdegegnerin beruft, so ist gestützt auf die 

Angaben im Fragebogen vom 26. Juli 2013 davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin in der Hocke eine Leiter gereinigt hat und beim 

Aufstehen aus der Hocke – nachdem sie gerufen wurde, an einem andern 

Ort weiterzumachen – einen Schmerz im Knie verspürt hat, deswegen 

gestolpert ist und dabei das rechte Knie an der Leiter angeschlagen hat. 

Richtig ist aber, dass widersprüchliche Angaben darüber gemacht 

wurden, ob schnell (oben Bg-act.2) oder langsam (oben Bg-act.9 und Bg-

act. 12) aus der Hocke aufgestanden wurde. Dem Grundsatz der 

erhöhten Gewichtung der Angaben der ersten Stunde folgend ist hier 

somit von einem schnellen (und plötzlichen, sofortigen und damit 

ruckartigen) Aufstehen aus der Hocke auszugehen (vgl. dazu oben Bg-

act.16 und Bg-act.16 S. 3-5). Die spätere Aussage der 

Beschwerdeführerin, dass sie „langsam“ aus der Hocke aufgestanden sei, 

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erfolgte nach der Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 26. August 

2013, worin der Beschwerdeführerin eröffnet wurde, dass sie keinen 

Anspruch auf Versicherungsleistungen habe, da weder ein Unfall (Fehlen 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors) noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung (kein unfallähnliches Ereignis, da Aufstehen aus Hocke 

normale alltägliche Bewegung) zu bejahen seien, und diese späteren 

Angaben der Beschwerdeführerin offensichtlich in der Annahme erfolgten, 

der Menikusriss sei (erst) beim Aufprall an die Leiter nach dem Stolpern 

entstanden. Dass das Anschlagen an die Leiter aber nicht die Ursache für 

die Knieverletzung rechts sein kann, wurde von den beiden konsultierten 

Ärzten Dres. med. C._____ und D._____ bereits einhellig und 

überzeugend dargetan (Bg-act.10; Bg-act.16 S. 3). Die später gemachten 

Selbstangaben der Beschwerdeführerin (Bg-act.9; Bg-act.12) dürften 

daher hauptsächlich von versicherungsrechtlichen Überlegungen 

beeinflusst worden sein, weshalb darauf beweisrechtlich nicht abstellt 

werden kann. 

f) Im konkreten Fall verneint die Beschwerdegegnerin – unter Hinweis auf 

die Urteile des Bundesgerichts 8C_282/2013 vom 27. Mai 2013 und 

8C_772/2009 vom 7. Mai 2010 - das Vorliegen einer gesteigerten 

Gefahrenlage und begründet damit auch das Fehlen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung für die Bejahung eines Versicherungsanspruchs aus 

UVG. Es ändere sich dabei nichts daran, dass die Bewegung am 11. Juli 

2013 angeblich schnell ausgeführt worden sei. Das Aufstehen aus der 

Hocke im Rahmen von Reinigungsarbeiten stelle ein gewohnter 

Bewegungsablauf dar. Eine gesteigerte Gefahrenlage könne darin nicht 

erblickt werden. Es lägen zudem keine Anhaltspunkte vor, dass die 

Aufstehbewegung reflexartig und/oder unkontrolliert erfolgt sei. Vielmehr 

sei die Beschwerdeführerin aufgestanden, als sie gerufen worden sei, ihre 

Arbeit in einem andern Stockwerk auszuführen. Das Anschlagen an der 

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Leiter sei ursächlich auf den einschiessenden Schmerz beim Aufstehen 

zurückzuführen. Die dazu gegenteiligen Äusserungen von Dr. med. 

D._____ seien rechtlich ohne Bedeutung. Umgekehrt hält die 

Beschwerdeführerin alle Merkmale für die Bejahung einer unfallähnlichen 

Körperschädigung für gegeben. Der Geschehensablauf beim Aufstehen 

sei programmwidrig gewesen. Eine gesteigerte Gefahrenlage liege zwar 

nicht vor, aber es gehe auch nicht um ein normal abgelaufenes 

Aufstehen, sondern um ein Aufstehen mit Stolpern, Gleichgewichtsverlust 

und Anschlagen an eine Leiter. Zumindest ein Teil des fraglichen 

Ereignisablaufs sei unkontrolliert erfolgt, was durch das Anschlagen an 

der Leiter belegt werde. Die fachärztliche Beurteilung von Dr. med. 

D._____ vom 11. Oktober 2013 sei ein starkes Indiz für das Vorliegen 

eines Unfalls.

g) In Würdigung der soeben geschilderten (gegenläufigen) Ereignisabläufe 

und der dazu vorne in E.2d detailliert aufgeführten Dokumente und Akten 

ist das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass es sich hier mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit um ein unfallähnliches Ereignis 

handelt. Laut unfallmedizinischer Erfahrung werden 

Meniskusverletzungen am häufigsten durch sog. körpereigene Traumen 

in Form einer unkontrollierten Drehbewegung bei gebeugtem Kniegelenk - 

trifft hier nicht zu – oder beim Aufstehen aus der Hocke – trifft hier zu – 

verursacht (vgl. dazu vorne E.2b). Dass die Beschwerdeführerin gemäss 

ihren Schilderungen beim Aufstehen aus der Hocke stolperte, deutet – 

entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin in deren Duplik – in 

der Tat auf ein unkontrolliertes und unkoordiniertes Aufstehen hin. 

Sodann finden sich in den Aussagen der Beschwerdeführerin auch keine 

Hinweise, dass ein „schnelles“ Aufstehen aus der Hocke für sie zum 

alltäglichen Bewegungsablauf bzw. zu ihren normalen 

Lebensverrichtungen gehören würde (anders die von der 

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Beschwerdegegnerin zitierten Urteile des Bundesgerichts 8C_772/2009 

E.3.3 und auch 8C_282/2013 E.3.1). Nach dem Wissen und den 

Erkenntnissen des streitberufenen Gerichts werden Reinigungsarbeiten in 

der Regel denn auch nicht in der Hocke (also in zusammengekauerter 

Körperposition), sondern üblicherweise eher in leicht gebückter 

Körperstellung ausgeführt. Hinzu kommt weiter, dass die fachärztliche 

Beurteilung vom 21. Oktober 2013 von Dr. med. D._____ nicht 

unbeachtet bleiben darf (vgl. erneut Bg-act.16 S. 3-5). Die 

Beschwerdegegnerin weist in diesem Zusammenhang zwar zu Recht auf 

die höchstrichterliche Rechtsprechung hin, wonach der mangelnde 

Nachweis eines Unfalls sich nur selten durch medizinische Feststellungen 

ersetzen lasse (vgl. dazu vorne E.2b in fine und dort bereits zitierte 

Rechtsprechung). Ebenso klar hat das Bundesgericht aber schon 

entschieden, dass medizinische Feststellungen mitunter als Indizien im 

Beweis für oder gegen das Vorliegen eines Unfalls dienen (vgl. vorne 

erneut E.2b in fine). Gerade dieser Fall liegt aufgrund der zuverlässigen 

und einleuchtenden Beurteilung über die Herkunft der Knieschmerzen bei 

der heute (erst) 26-jährigen Beschwerdeführerin durch Dr. med. D._____ 

vom 11. Oktober 2013 vor, indem dort resümiert wird: Die Art und 

Schwere der Verletzung könnten nur durch ein sinnfälliges Ereignis 

entstanden sein, weil bei einer erst 25-jährigen Versicherten eine 

derartige Knieverletzung kaum möglich sei. Ausserdem hätten die am 

Heilungsprozess beteiligten Ärzte weder auf den [Röntgen-] Bildern noch 

bei der Operation Anzeichen einer degenerativen [alters- und 

abnützungsbedingten] Knieveränderung festgestellt (Bg-act.16). Nach 

dem besagten Facharzt für Chirurgie handelt es sich beim hier zur 

Diskussion gestellten Vorfall vom 11. Juli 2013 also um ein klassisches 

Ereignis mit klassischen Symptomen eines akut ausgelösten 

Meniskusrisses und folglich nicht um ein gewöhnliches Hochkommen aus 

der Hocke. Seiner Meinung ist es demnach zu einem unkoordinierten 

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Aufstehen aus der Hocke gekommen mit entsprechend unkalkulierbarem 

bzw. programmwidrigem Bewegungsablauf der dafür benutzten 

Körpergliedmassen. Dieser Ereignishergang habe zum akuten Riss des 

lateralen Meniskus geführt. Es liege damit ein Körperschaden vor, der 

nicht krankheitsbedingt sei, sondern sich ausschliesslich mit der 

erwähnten (schnellen/plötzlichen/sofortigen und damit ruckartigen) 

Bewegung beim Hochkommen aus der Kauerstellung erklären lasse. 

Typischerweise sei es aufgrund des Meniskusrisses zu 

Bewegungsschmerzen – quasi zur Blockierung des rechten Kniegelenks 

– und auch zu einem reaktiven Gelenkerguss am betreffenden Knie 

gekommen. Überdies müsste noch einmal betont werden, dass die 

Beschwerdeführerin nicht von sich aus die Körperstellung gewechselt 

habe, sondern von aussen gerufen worden sei, wobei es dann zur 

unkoordinierten Streckung des Kniegelenks und zum anschliessenden 

Stolpern gekommen sei. Zusammengefasst lässt sich somit festhalten, 

dass die medizinische Faktenlage ergeben hat, dass das Ereignis vom 

11. Juli 2013 ursächlich für den lateralen Meniskusriss verantwortlich ist 

und ausgeschlossen werden kann, dass das Knieproblem rechts 

krankheitsbedingt entstanden ist oder durch degenerative Veränderungen 

herbeigeführt wurde. Diese Befunde und Erkenntnisse müssen sich im 

Resultat auch unfallrechtlich zu Gunsten der Beschwerdeführerin 

auswirken.   

h) Die Feststellung der Beschwerdegegnerin, wonach Dr. med. D._____ die 

Beschwerdeführerin gar nicht selbst und persönlich untersucht habe, ist 

zwar korrekt. Allerdings ergeben sich aus dem MRI-Bericht vom 16. Juli 

2013 (Bg-act.5) nicht die geringsten Hinweise auf degenerative 

Veränderungen im rechten Kniebereich und zudem haben Dr. med. 

D._____ für seine Beurteilung bereits alle wichtigen medizinischen Akten 

vorgelegen, weshalb es am fraglichen Aktengutachten von Dr. med. 

- 16 -

D._____ inhaltlich nichts zu bemängeln, zu ergänzen oder gar zu 

korrigieren gibt. Reinen Aktengutachten kommt nämlich ebenfalls voller 

Beweiswert zu, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. dazu die Urteile des 

Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E.3.2.2 und 

8C_723/2010 vom 25. März 2011 E.4.1). Die Beschwerdegegnerin stösst 

folglich auch mit diesem Argument ins Leere, da das Aktengutachten von 

Dr. med. D._____ diese Vorgaben erfüllt.

i) Insgesamt ist das Gericht damit zum Schluss gelangt, dass der von der 

Beschwerdeführerin geschilderte Bewegungsablauf – welcher fachärztlich 

bestätigt der Anlass für den erlittenen Meniskusriss war – ein objektives, 

sinnfälliges Ereignis gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV darstellt, womit die 

Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 11. Juli 2013 

leistungspflichtig ist und damit den Anspruch auf Leistungen aus dem 

UVG zu Unrecht verweigert hat. Die Beschwerde vom 14. Januar 2014 ist 

infolgedessen gutzuheissen, der angefochtene Entscheid vom 12. 

Dezember 2013 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen gemäss 

UVG für das Ereignis vom 11. Juli 2013 zu erbringen.  

3. a) Laut Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb hier keine Gerichtskosten erhoben 

werden.

b) Der obsiegenden und fachkundig vertretenen Beschwerdeführerin steht 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG aber noch eine angemessene 

Parteientschädigung zu, wobei das Gericht – gestützt auf den Antrag der 

- 17 -

Beschwerdeführerin auf ermessensweise Festlegung einer 

Entschädigung durch die Gerichtsinstanz – vorliegend eine 

Pauschalentschädigung von insgesamt Fr. 1‘500.-- (inkl. MWST) für 

gerechtfertigt und ausgewiesen erachtet. Anzumerken bleibt einzig noch, 

dass die Entschädigung bei der Vertretung durch eine 

Rechtsschutzversicherung nicht derjenigen von freiberuflich tätigen 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten laut Art. 3 der Verordnung über 

die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

(Honorarverordnung [HV]; BR 310.250) zwischen Fr. 210.-- und Fr. 270.-- 

pro Stunde entspricht, sondern praxisgemäss bei solchen Institutionen ein 

tieferer Stundenansatz von Fr. 160.-- gilt (PVG 2010 Nr. 31).

c) Die privaten Gutachterkosten (Dr. med. D._____) in der Höhe von Fr. 

600.--, deren Kostenübernahme die Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde (vgl. Rechtsbegehren; Ziff. 4 im Sachverhalt) ausdrücklich 

beantragt hat, gehen ebenfalls zulasten der Beschwerdegegnerin, weil 

jenes Gutachten für die Streitentscheidung – aus medizinischer Sicht - 

unerlässlich und nötig war, um den von der Beschwerdegegnerin 

dargestellten Sachverhalt und die daraus abgeleitete Verneinung eines 

Leistungsanspruchs zu widerlegen (vgl. dazu die Urteile des 

Bundesgerichts 8C_1005/2012 vom 4. Februar 2013 E.5.2, 9C_237/2014 

vom 13. Juni 2014 E.4 und 9C_178/2010 vom 14. April 2010 E.1 und E.2; 

überdies Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] 

S 09 127 vom 2. Februar 2010 E.3b).    

Demnach erkennt das Gericht:

- 18 -

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid 

aufgehoben und die E._____ AG verpflichtet, A._____ für das Ereignis 

vom 11. Juli 2013 die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG zu erbringen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Aussergerichtlich hat die E._____ AG A._____ mit total Fr. 1'500.-- (inkl. 

MWST) zu entschädigen. 

4. Die privaten Gutachterkosten in der Höhe von Fr. 600.-- gehen ebenfalls 

zulasten der E._____ AG.

5. [Rechtsmittelbelehrung] 

6. [Mitteilungen]