# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d1ee5b9-f36f-584d-bb3e-2bdca4dec54b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 E-6559/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6559-2011_2011-12-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6559/2011

U r t e i l   v om   1 5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;  
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

Parteien A._______,
Eritrea,  
vertreten durch Hansjörg Trüb, (…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 2. November 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seines  Rechtsvertreters  vom 
24. Juli 2011 ein Asylgesuch aus dem Ausland stellen liess,

dass darin im Wesentlichen beantragt wurde, auf das Asylgesuch sei vom 
Bundesamt einzutreten, es sei dem Beschwerdeführer zwecks Abklärung 
des  Sachverhalts  die  Einreise  in  die  Schweiz  zu  bewilligen,  er  sei  als 
Flüchtling anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren,  

dass zur Begründung des Gesuchs im Wesentlichen vorgebracht wurde, 
der Beschwerdeführer sei aus der eritreischen Armee desertiert und über 
den Sudan nach Libyen geflohen, 

dass weiter die Personalien, die Fluchtgründe und der Reiseweg aus dem 
beiliegenden Formular, aus dem handschriftlichen Bericht (Application of 
Asylum to Swiss authorities) und aus dem UNHCR­Ausweis  (beides per 
E­Mail an seine in der Schweiz lebende Cousins 2.Grades geschickt und 
dem Asylgesuch beigelegt) ersichtlich seien,   

dass er bei einer Rückkehr nach Eritrea mit asylrelevanter Verfolgung zu 
rechnen habe,

dass  er  sich  derzeit  im  B._______  in  Tunesien  befinde  und  keine 
faktische  Möglichkeit  habe,  bei  einer  Botschaft  ein  Asylgesuch 
einzureichen, weshalb er dies direkt beim Bundesamt mache, 

dass  er  zudem  eine  besondere  Beziehungsnähe  zur  Schweiz  habe,  da 
hier seine Cousine 2. Grades, C._______, der Asyl gewährt worden sei, 
lebe,

dass  diese  den  Fragebogen/Vollmacht  ausgefüllt  und  unterschrieben 
habe,  der  Rechtsvertreter  jedoch  die  eigene  Unterschrift  des 
Beschwerdeführers  nachreichen  werde,  sobald  dies  technisch  möglich 
sei,    

dass  das  BFM  dem  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  mit 
Schreiben  vom  31.  August  2011  mitteilte,  gemäss  Auskunft  der 
schweizerischen  Vertretung  in  Tunis  sei  diese  aus  personellen, 
sicherheitstechnischen,  räumlichen und organisatorischen Gründen nicht 
in der Lage, eine Befragung von Asylsuchenden durchzuführen, weshalb 
das Verfahren schriftlich geführt werde,

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dass  das  BFM  dem  Rechtsvertreter  gleichzeitig  Gelegenheit  gab,  zur 
Vervollständigung des Sachverhalts innert Frist mehrere konkrete Fragen 
zu beantworten,

dass  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  mit  Eingabe  vom 
19. September  2011  eine  entsprechende  Stellungnahme  zu  den  Akten 
reichte,

dass darin im Wesentlichen ausgeführt wurde, der Beschwerdeführer, ein  
Bilen, römisch­katholischen Glaubens,  ledig, mit  letztem Wohnsitz  in der 
Nähe  von  D._______,  Region  E._______  (Eritrea)  sei  am  21.  Februar 
2006 zur Militärausbildung gebracht worden, 

dass  er  nicht  so  lange  wie  sein  Bruder  den  Militärdienst  habe  leisten 
wollen,  weshalb  er  sich  erkundigt  habe,  ob  er  nicht  in  die  Schule 
zurückkehren  könne,  worauf  er  während  drei  Wochen  ins  Gefängnis 
gesteckt worden sei, 

dass es ihm gelungen sei, die Gefängniswache zu bestechen, die ihm in 
der Folge die Flucht mit einem Auto organisiert habe, 

dass  er  über  F._______  nach G._______  gegangen  sei,  wo  er  bis  10. 
November 2007  in einer (…) gearbeitet habe und anschliessend am 19. 
November 2007 in Sudan eingetroffen sei, 

dass  er  über  Libyen  nach  Tunesien  gekommen  sei,  wo  er  sich  beim 
UNHCR angemeldet habe und unter der Nummer (…) registriert sei, 

dass er  im B._______  lebe, zwar dort das Essen bekomme, sonst aber 
nichts zu tun habe,

dass  die Überfälle  im Mai  2011  gezeigt  hätten,  dass  –  auch wenn  das 
Lager unmittelbaren Schutz vor dem Zugriff des Verfolgerstaates biete – 
die Sicherheit dort nicht gewährleistet sei,

dass in der Schweiz ein Cousin 2.Grades, H._______ lebe, 

dass  mit  Eingabe  vom  4.  Oktober  2011  eine  vom  Beschwerdeführer 
handschriftlich  verfasste  und  unterzeichnete  Vollmacht  vom  27. 
September  2011  (Bevollmächtigung  des  Rechtsvertreters)  im  Original 
und zwei Passfotos zu den Akten gereicht wurden,

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dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 2. November 2011 – eröffnet am 4. November 2011 – ablehnte und 
ihm die Einreise in die Schweiz verweigerte,

dass  es  zur  Begründung  anführte,  aufgrund  des  vollständig  erstellten 
Sachverhalts  könne  davon  ausgegangen  werden,  es  liege  keine 
unmittelbare  Gefährdung  vor,  welche  die  sofortige  Einreise  des 
Beschwerdeführers als notwendig erscheinen lassen würde,

dass  zwar aufgrund der Akten  zu  schliessen  sei,  der Beschwerdeführer 
habe  in  Eritrea  ernstzunehmende  Schwierigkeiten mit  den  heimatlichen 
Behörden gehabt,

dass  er  sich  jedoch  seit  März  2011  in  Tunesien  aufhalte  und  im 
B._______ beim UNHCR registriert sei,

dass die tunesischen Behörden dem Beschwerdeführer somit Schutz und 
Aufenthalt gewährt hätten,

dass  die  Lage  in  B._______  gewiss  nicht  einfach  sei,  hingegen  keine 
konkreten  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  bestünden,  wonach  ein 
weiterer Verbleib in Tunesien nicht zumutbar oder nicht möglich wäre,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  den  zusätzlichen  subsidiären  Schutz 
der Schweiz nicht benötige,

dass  auch  die  Voraussetzungen  für  eine  Familienzusammenführung 
gemäss  Art.  51  Abs.  2  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) nicht gegeben seien,  zumal der Beschwerdeführer nicht  zur 
Kernfamilie seiner Cousine 2. Grades gehöre und aufgrund der Aktenlage 
auch keine enge Beziehung zwischen den beiden vorliege,

dass  für die weitere Begründung der vorinstanzlichen Verfügung auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  5. Dezember  2011 
(Eingabe  und  Poststempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde gegen diese Verfügung erheben liess,

dass  dabei  beantragt  wurde,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben,  die Vorinstanz  sei  anzuweisen,  dem Beschwerdeführer  die 
Einreise  in  die  Schweiz  zwecks  Durchführung  eines  ordentlichen 
Asylverfahrens zu bewilligen,

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dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  und  um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  auf  den  Inhalt  der  Beschwerde  –  soweit  entscheidwesentlich  –  in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  sich  vorliegend  die  Frage  bezüglich  der  Vertretungszugänglichkeit  
eines Asylgesuchs und der Beschwerdelegitimation stellt,

dass  nämlich  der  Beschwerdeführer  sein  Asylgesuch  nicht  direkt  selbst 
einreichte,  sondern  dieses  seinem  später  mit  Vollmacht  mandatierten 
Rechtsvertreter  via  seine  Cousine  zukommen  liess,  welcher  wiederum 
das Asylgesuch ergänzte und beim BFM einreichte,   

dass  der  Beschwerdeführer  durch  das  Verfassen  seines  Asylgesuchs 
(Application  of  Asylum  to  Swiss  authorities)  somit  im  erstinstanzlichen 
Verfahren  persönlich  aufgetreten  ist,  was  den  Anforderungen  an  ein 
höchstpersönliches  Auftreten  bei  der  Einreichung  eines  Asylgesuchs 
genügt, zumal feststeht, dass seine Verfolgungsgründe die seinigen sind,     

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  somit 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  das  vorliegende  Asylgesuch,  wie  vorne  dargelegt,  nicht  bei  einer 
schweizerischen Vertretung, sondern direkt beim BFM eingereicht wurde,

dass  es  indessen  dennoch  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu 
behandeln  ist  (vgl.  dazu  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997 Nr.  15  E.  2b  S. 
129),

dass mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften­
wechsel verzichtet wurde,

dass  das  Bundesamt  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen 
kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen 
kann oder  ihr die Aufnahme  in einem Drittstaat zugemutet werden kann 
(Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesamt  Asylsuchenden  die  Einreise  in  die  Schweiz  zur 
Abklärung  des  Sachverhalts  bewilligt,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein 
anderes Land auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG),

dass  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
grundsätzlich  restriktiv  zu  handhaben  sind,  wobei  den  Behörden  ein 
weiter  Ermessensspielraum  zukommt,  indem  neben  der  erforderlichen 
Gefährdung  im Sinne  von Art.  3 AsylG  namentlich  die Beziehungsnähe 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische 
Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche 

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sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und 
Assimilationsmöglichkeiten  in Betracht  zu ziehen sind  (vgl. die weiterhin 
gültige Praxis gemäss EMARK 1997 Nr. 15,  insbes. S. 131  ff., 2005 Nr. 
19 E. 4 S. 174 ff.),

dass  der  Beschwerdeführer  den  Akten  zufolge  in  Eritrea  aus  dem 
Militärdienst desertierte und offensichtlich  illegal aus seinem Heimatland 
ausreiste,

dass  daher  nicht  auszuschliessen  ist,  er wäre  bei  einer Rückkehr  nach 
Eritrea  einer  asyl­  respektive  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Gefährdung 
ausgesetzt,

dass er sich jedoch inzwischen seit Ende März 2011 in (…) vom UNHCR 
betreuten (…) in Tunesien, wo er registriert wurde, aufhält, 

dass  diesbezüglich  in  der  Beschwerde  geltend  gemacht  wurde,  in 
Tunesien  gebe  es  kein  Asylsystem  und  keine  administrativen 
Asylstrukturen, 

dass  im  B._______  schlechte  Lebensbedingungen  herrschen  würden, 
weshalb  der  Aufenthalt  dort  unzumutbar  sei,  zumal  das  Ressetlement 
(UNHCR­Umsiedlungsprogramm)  sehr  harzig  verlaufe  und  daher  mit 
jahrelangem Aufenthalt (…) zu rechnen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Aussicht  auf  eine  legale 
Aufenthaltsregelung in Tunesien und somit auch keine Integrations­ oder 
Arbeitsperspektiven habe,

dass zudem Tunesien keinen Schutz vor Rückschiebung garantiere, 

dass  zwar  die  Situation  für  die  aus  Libyen  kommenden  eritreischen 
Flüchtlinge  im  B._______  bekanntermassen  schwierig  ist  (vgl.  die 
Auskunft  der  SFH­Länderanalyse  vom  13.  Juli  2011  betreffend  die 
Situation der Flüchtlinge bei Ras Jidr, S. 5 f.),

dass  seitens  des  Beschwerdeführers  indessen  lediglich  die  generellen 
Mängel  des  (…)  und  die  Probleme  des UNHCR,  die  Spannungen  rund 
ums (…) einzudämmen sowie die Umsiedelungsprogramme umzusetzen, 
geschildert werden,

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dass hingegen nicht geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer selbst 
habe  in  Tunesien  konkret mit  ernsthaften  Problemen  oder Gefahren  zu 
kämpfen,

dass  den  Akten  insbesondere  nicht  zu  entnehmen  ist,  der 
Beschwerdeführer  sei  in  Tunesien  persönlich  und  konkret  von  religiös 
oder  rassistisch  motivierter  Gewalt  betroffen,  habe  keinen  Zugang  zu 
Nahrung  oder  Unterkunft  oder  habe  –  entgegen  der  Ansicht  in  der 
Beschwerde  –   eine  unmittelbar  drohende  Deportation  nach  Eritrea  zu 
befürchten,

dass  weiter  keine  konkreten  Hinweise  darauf  vorliegen,  dass  für  den 
Beschwerdeführer ein weiterer Aufenthalt im (…) unzumutbar wäre,

dass  daher  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  es  sei  dem 
beim  UNHCR  als  Flüchtling  registrierten  Beschwerdeführer  weiterhin 
zuzumuten, sich in dem vom UNHCR betreuten B._______ aufzuhalten,

dass  er  als  Eritreer  zudem  eine  reelle  Chance  hat,  im  Rahmen  des 
Resettlement­Programms, in ein Drittland umgesiedelt zu werden,

dass weiter geltend gemacht wurde, er habe weder ein Beziehungsnetz 
noch  eine  sonstige  Beziehungsnähe  zu  Tunesien  oder  anderen 
Drittstaaten,

dass der Beschwerdeführer zwar angeblich in der Person seines Cousins 
2.  Grades  beziehungsweise  einer  Cousine  2.  Grades  über  einen 
Anknüpfungspunkt zur Schweiz verfügt,

dass  jedoch nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern die Beziehung  zwischen dem 
Beschwerdeführer  und  seinen  angeblichen  Verwandten  besonders  eng 
ist, zumal aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, sie hätten sich 
seit mehreren Jahren nicht mehr persönlich gesehen, und im Asylgesuch 
geltend  gemacht  wurde,  er  stehe  mit  seiner  Cousine  lediglich  im 
sporadischen Telefonkontakt (vgl. A1/15, S 2), 

dass eine Abwägung der Gesamtumstände  im Sinne von Art. 52 Abs. 2 
AsylG  daher  nicht  zum  Ergebnis  führt,  dass  gerade  die  Schweiz  dem 
Beschwerdeführer den erforderlichen Schutz gewähren soll,

dass dem Beschwerdeführer demnach der weitere Verbleib  in Tunesien 
zuzumuten  ist  und  ihm  die  Vorinstanz  zu  Recht  die  Einreise  in  die 
Schweiz verweigert und das Asylgesuch abgelehnt hat,

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dass die Auffassung des BFM, wonach  im vorliegenden Fall auch keine 
besonderen  Gründe  für  eine  Familienvereinigung  im  Sinne  von  Art.  51 
Abs. 2 AsylG ersichtlich seien, ebenfalls zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  Bundesrecht  nicht  verletzt, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  richtig  und  vollständig  feststellt  und 
angemessen  ist  (Art.  106 AsylG), weshalb  die Beschwerde  abzuweisen 
ist,

dass  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Sache  das  in  der 
Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung 
abzuweisen  ist,  da  die  Beschwerdebegehren  –  wie  sich  aus  den 
vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind, 
weshalb  die  kumulativen  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 VwVG) nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.   600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und das BFM.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: