# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fcf99316-22dd-5c23-adbf-5cd9b4e62313
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2006-06-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.06.2006 BB.2006.19
**Docket/Reference:** BB.2006.19
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2006-19_2006-06-09

## Full Text

Beschwerde gegen Beschlagnahme von Bargeld (Art. 65 Abs. 1 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme von Bargeld (Art. 65 Abs. 1 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme von Bargeld (Art. 65 Abs. 1 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme von Bargeld (Art. 65 Abs. 1 BStP)

Entscheid vom 9. Juni 2006 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Tito Ponti, 
Gerichtsschreiberin Petra Williner 

   
 
Parteien 

  
A., 
vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Beschwerdegegnerin 
 

 
Gegenstand  Beschwerde gegen Beschlagnahme von Bargeld  

(Art. 65 Abs. 1 BStP) 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2006.19 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachfolgend „Bundesanwalt-
schaft“) gegen A. und weitere Personen ein gerichtspolizeiliches Ermitt-
lungsverfahren wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug, eventuell 
Veruntreuung sowie Geldwäscherei führt (act. 1.2); 

 
- die Bundesanwaltschaft in diesem Zusammenhang am 14. März 2006 ver-

fügte, es werde der Barbetrag von Fr. 223'000.-- sowie der Aktenkoffer, 
dunkelbraunes Leder, verschlossen mit Zahlenschloss samt Inhalt, insbe-
sondere der Betrag von Fr. 3'023.20 sowie alle Dokumente beschlagnahmt 
(act. 1.2); 

 
- A. gegen diese Verfügung mit Beschwerde vom 20. März 2006 an die Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt und unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen sinngemäss verlangt, die Beschlagnahmeverfügung 
vom 14. März 2006 und die damit verbundene Beschlagnahme von Bargeld 
in der Höhe von insgesamt Fr. 226'023.20 seien aufzuheben (act. 1); 

 
- die Bundesanwaltschaft mit Beschwerdeantwort vom 13. April 2006 auf 

kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde schliesst (act. 7); 
 

- A. nach doppelt gewährter Fristerstreckung für die Einreichung der Replik 
(act. 14 und 15) mit Eingabe vom 26. Mai 2006 die Beschwerde zurück-
zieht (act. 16); 

 
- diese Eingabe der Bundesanwaltschaft am 29. Mai 2006 zur Kenntnisnah-

me zugestellt wurde (act. 17); 
 
- gemäss Art. 30 SGG i.V.m. Art. 245 BStP i.V.m. Art. 146 ff. und 40 OG 

i.V.m. Art. 73 Abs. 1 BZP die Rückzugserklärung (Abstand) den Rechts-
streit beendet (zur Anwendbarkeit des Bundesgesetzes vom 4. Dezem-
ber 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273] vgl. das Urteil des 
Bundesgerichts 1S.15/2005 vom 24. Mai 2005 E. 2.2; vgl. TPF BG.2006.11 
vom 7. April 2006 und BG.2005.28 vom 16. November 2005); 

 
- das Verfahren deshalb zufolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben wer-

den kann; 
 

- A. als unterliegende Partei zu gelten und deshalb die Gerichtskosten zu 
tragen hat (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 153 Abs. 2 e contrario und Art. 156 
Abs. 1 OG); 

- 3 - 

 

 

 
- die Gerichtsgebühr angesichts des fortgeschrittenen Verfahrensstandes auf 

Fr. 500.-- festgesetzt wird (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32) 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1’000.-- zu verrechnen ist 
(act. 2 und 3); 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Das Verfahren BB.2006.19 wird zufolge Rückzugs als erledigt abgeschrie-

ben. 
 
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

Nach Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- er-
stattet das Bundesstrafgericht dem Beschwerdeführer Fr. 500.-- zurück.  

 
Bellinzona, 9. Juni 2006 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Advokat Christoph Dumartheray 
- Schweizerische Bundesanwaltschaft 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung wegen Verletzung von Bundesrecht beim Bundesgericht Beschwerde geführt wer-
den. Das Verfahren richtet sich sinngemäss nach den Artikeln 214 bis 216, 218 und 219 des Bun-
desgesetzes über die Bundesstrafrechtspflege (Art. 33 Abs. 3 lit. a SGG). 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn die Rechtsmit-
telinstanz oder deren Präsident es anordnet.