# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d56142a-7025-585f-9387-e2f587b59156
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.05.2013 ZK1 2013 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-4_2013-05-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 2. Mai 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 4          6. Mai 2013

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schlenker
Aktuarin ad hoc Sonder

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X., Beschwerdeführerin, 

gegen

den Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises A. vom 23. November 
2012, mitgeteilt am 13. Dezember 2012, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend Rückzahlung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises A. vom 13. Dezem-
ber 2007, mitgeteilt am 4. Januar 2008, wurde Y., geboren am 10. September 
1933, gestützt auf Art. 369 der bis am 31. Dezember 2012 gültigen Fassung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (aZGB; SR 210) entmündigt und unter Vor-
mundschaft gestellt. Zur Vormundin wurde seine Tochter X. ernannt, welche 
gleichzeitig darauf hingewiesen wurde, dass sie der Vormundschaftsbehörde jähr-
lich Bericht und Rechnung vorzulegen habe.

B. Ebenfalls mit Beschluss vom 13. Dezember 2007, mitgeteilt am 4. Januar 
2008, ernannte die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. zudem gestützt auf 
Art. 392 Ziff. 2 aZGB G. als Beiständin ad hoc für Y.. Die Beiständin erhielt den 
Auftrag, die für Y. errichtete Vormundschaft gemäss Art. 369 aZGB an seiner Stel-
le zu prüfen und der Vormundschaftsbehörde einen Bericht abzugeben. Gleichzei-
tig wurde die Beiständin angewiesen, mit der Vormundin X. einen Pflegevertrag für 
Y. zu errichten. 

C. Am 5. Dezember 2007 bzw. am 14. Januar 2008 schlossen Y., vertreten 
durch seine Beiständin G., und X. einen Betreuungs- und Pflegevertrag, da Y. 
nicht mehr in der Lage war, für sich selber zu sorgen, und X. ihren Vater bei sich 
zur Pflege und Betreuung aufnahm. Im Vertrag wurde unter anderem festgesetzt, 
dass Y. an seine Tochter eine monatliche Entschädigung von Fr. 5‘060.-- zu ent-
richten habe. Diese Kosten setzten sich folgendermassen zusammen: Zimmer- 
und Wohnungsanteil Fr. 500.--, Nebenkosten Fr. 120.--, Mahlzeiten Fr. 420.-- 
(Frühstück 30 x Fr. 2.--, Mittagessen 30 x Fr. 7.--, Abendessen 30 x Fr. 5.--), Wä-
sche Fr. 20.--, Hausarbeitsentschädigung Fr. 750.-- (30 h à Fr. 25.--), Hilfe und 
Unterstützung bei Verrichtung täglicher Notwendigkeiten Fr. 3‘000.-- (120 h à Fr. 
25.--), Administration Fr. 250.-- (10 h à Fr. 25.--). Zudem wurde vertraglich verein-
bart, dass zusätzliche Leistungen, welche nur unregelmässig anfallen oder er-
bracht werden, wie Fahrten, Begleitung zum Arzt etc., nach Bedarf gesondert ent-
schädigt würden.

D. Mit Beschluss vom 24. Januar 2008, mitgeteilt am 5. Februar 2008, geneh-
migte die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. den Betreuungs- und Pflegever-
trag zwischen Y. und X. und hob die angeordnete Beistandschaft gemäss Art. 392 
Ziff. 2 aZGB auf.

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E. Die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. genehmigte in ihrem Beschluss 
vom 29. Oktober 2009, mitgeteilt am 1. Dezember 2009, die von X. für ihren Vater 
eingereichte Rechnung für das Jahr 2008 gemäss Art. 423 aZGB und Art. 27 und 
28 der bis am 31. Dezember 2012 gültigen Fassung des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (aEGzZGB; BR 210.100). Ferner wurde im 
Beschluss festgehalten, dass die Entschädigung für die Bemühungen der Vor-
mundin im Pflegevertrag einberechnet sei, weshalb sie nicht noch zusätzlich für 
ihre Tätigkeit als Vormundin entschädigt würde.

F. Nachdem X. für das Jahr 2009 zusätzliche Aufwendungen im Zusammen-
hang mit der Betreuung ihres Vaters angegeben hatte und entsprechend der Auf-
forderung der Vormundschaftsbehörde diese zusätzlichen Aufwendungen detail-
liert zu belegen und verifizieren hatte, genehmigte die Vormundschaftsbehörde 
des Kreises A. mit Beschluss vom 22. November 2010, mitgeteilt am 8. Dezember 
2010, schliesslich den Bericht und die Rechnung für das Jahr 2009.

G. Ebenfalls mit Beschluss vom 22. November 2010, mitgeteilt am 8. Dezem-
ber 2010, errichtete die Vormundschaftsbehörde für Y. wieder eine Beistandschaft 
im Sinne von Art. 392 Ziff. 2 aZGB. Als Beiständin wurde H. ernannt, welche be-
auftragt wurde, mit X. den bestehenden Pflegevertrag zwischen Y. und seiner 
Tochter jährlich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen und diesen an Stelle 
von X. zu unterzeichnen.

H. Bezüglich der Buchhaltung für das Jahr 2010 hatte die Vormundschafts-
behörde einige Punkte zu beanstanden, woraufhin X. mit Schreiben vom 21. April 
2011 eine Begründung zu den jeweiligen Punkten einreichte. Mit Schreiben vom 
24. Mai 2011 verlangte die Vormundschaftsbehörde noch einige Korrekturen und 
Ergänzungen und mit Beschluss vom 11. August 2011, mitgeteilt am 13. Septem-
ber 2011, genehmigte sie sodann die Rechnung für das Jahr 2010. Als Hinweis 
wurde im Beschluss alsdann festgehalten, dass Mehraufwendungen gegenüber 
den ordentlichen Aufwendungen gemäss Pflegevertrag detailliert mit Datum und 
genauer Bezeichnung ausgewiesen werden müssten.

I. Im Zusammenhang mit der Anpassung des Pflegevertrages wurde der be-
handelnde Psychiater von Y., Dr. med. P. Bachmann, Spezialarzt FMH für Kinder- 
und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie, zum anfallenden Betreuungsaufwand 
für Y. befragt. In seinem Bericht vom 27. April 2012 führte er aus, dass ein Be-
treuungsaufwand von 4 Stunden pro Tag korrekt sei. Auf entsprechende Nachfra-
ge der Vormundschaftsbehörde, ob die von X. noch zusätzlich zu den 4 Stunden 

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verrechneten Zusatzaufwendungen von 9 - 10 Stunden an dem Tag, an welchem 
Y. das Klistier erhalte, tatsächlich anfallen würden, präzisierte Dr. med. P Bach-
mann in seinem Schreiben vom 14. Mai 2012 seinen bisherigen Bericht dahinge-
hend, dass für diesen Tag durchaus eine zusätzliche Inkonvenienzentschädigung 
bzw. ein höherer Stundenansatz angebracht sei, da während dieses Tages die 
ganze Zeit ihre Präsenz erforderlich sei.

J. Mit Schreiben vom 4. Mai 2012 forderte die Vormundschaftsbehörde X. auf, 
zu einigen Punkten der Buchhaltung 2011 Stellung zu nehmen. Am 16. Mai 2012 
reichte X. sodann ihre Stellungnahme zu den beanstandeten Punkten ein und er-
läuterte diese.

K. Am 25. Mai 2012 beauftragte die Vormundschaftsbehörde die Beiständin 
H., mit X. den Betreuungs- und Pflegevertrag zwischen Y. und seiner Tochter zu 
präzisieren. Insbesondere solle der Punkt der Entschädigung der Angehörigen bei 
Abwesenheit von X. klarer definiert werden.

L. Am 14. Juli 2012 reichte die Beiständin H. der Vormundschaftsbehörde ein 
Schreiben ein, in welchem sie ausführte, dass es ihr zur Zeit nicht möglich sei, mit 
X. eine Einigung zu finden und den Pflegevertrag gemäss den Weisungen abzu-
schliessen. X. habe sich nicht damit einverstanden erklärt, dass die Entschädi-
gung für Familienangehörige im gleichen Rahmen stattfinden solle, wie dies auch 
für sie selber vorgenommen werde, also pro Tag 4 Stunden für Pflege und Be-
treuung, eine Stunde für Hausarbeit à Fr. 25.-- sowie zusätzlich eine Pauschalen-
tschädigung für die Präsenzzeit.

M. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 26. September 2012, mit-
geteilt am 18. Oktober 2012, wurde die für Y. angeordnete Beistandschaft aufge-
hoben und die Beiständin H. aus ihrem Amt entlassen, da keine Einigung zwi-
schen ihr und X. betreffend der Anpassung des Vertrages habe erzielt werden 
können.

N. Mit Beschluss vom 23. November 2012, mitgeteilt am 13. Dezember 2012, 
genehmigte die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. die Rechnung und den 
Bericht für das Jahr 2011 unter Vorbehalt. Im Anhang zum Beschluss führte die 
Vormundschaftsbehörde diverse Aufwendungen auf, welche von ihr nicht akzep-
tiert würden, womit X. ihrem Vater den Betrag von Fr. 12‘894.--  bis zum 31. De-
zember 2012 rückzuvergüten habe.

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O. Gegen diesen Beschluss erhob X. am 19. Dezember 2012 Beschwerde 
beim Bezirksgericht Inn und beantragte die ersatzlose Aufhebung des Entscheides 
betreffend Rückzahlung der Fr. 12‘894.--.

P. Die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. verfasste eine mit 27. Dezem-
ber 2012 datierte Stellungnahme, welche sie aber gestützt auf die geänderte Zu-
ständigkeit ab dem 1. Januar 2013 nicht beim Gericht einreichte, sondern lediglich 
zu den Akten legte, die an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
weitergegeben wurden.

Q. Am 4. Januar 2013 überwies das Bezirksgericht Inn das hängige Verfahren 
an das Kantonsgericht von Graubünden.

R. Am 6. Februar 2013 reichte die KESB Engadin/Südtäler sodann ihre Be-
schwerdeantwort ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde, sofern dar-
auf eingetreten werden könne. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach 
Gesetz zu verlegen. Zudem führte sie aus, dass sie auf einen Wiedererwägungs-
entscheid nach Art. 450d Abs. 2 ZGB verzichte und des Weiteren auf die Stel-
lungnahme der Vormundschaftsbehörde des Kreises A. vom 27. Dezember 2012 
sowie auf die weiteren Akten verweise.

S. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 
auf die Erwägungen wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen. 

II. Erwägungen

1.a) Am 1. Januar 2013 trat das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht des 
schweizerischen ZGB in Kraft (Art. 360 ff. ZGB), welches das bisherige Vormund-
schaftsrecht ablöste. Gemäss Art. 14a Abs. 1 und 2 SchlTZGB werden hängige 
Verfahren mit dem Inkrafttreten der Änderung vom 19. Dezember 2008 von der 
neu zuständigen Behörde weitergeführt, wobei das neue Verfahrensrecht Anwen-
dung findet. Die bisher verfahrensleitende Behörde ist verpflichtet, den Fall unver-
züglich der neu zuständigen Behörde zu übergeben (Konferenz der Kantone für 
Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES) [Hrsg.], Praxisanleitung Erwachsenen-
schutz, Zürich/St. Gallen 2012, Rz 13.18; Weisung Justizaufsichtskammer des 
Kantonsgericht von Graubünden vom 15. November 2012, JAK 12 40). Das Kan-
tonsgericht von Graubünden ist unter der neuen Rechtsordnung die einzige kan-

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tonale Beschwerdeinstanz in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen (Art. 60 
Abs. 1 EGzZGB), weshalb das Bezirksgericht Inn somit die Sache zu Recht dem 
Kantonsgericht zur Entscheidung überwiesen hat. Anwendbar ist im vorliegenden 
Fall somit das neue Verfahrensrecht, auch wenn der Weiterzug noch nach altem 
Recht erfolgte (Ruth E. Reusser, Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
a.a.O., Art. 14a SchlTZGB N 24; dieselbe, Vom alten zum neuen Erwachsenen-
schutzrecht: das intertemporale Recht, in: AJP 12/2012, S. 1744; Daniel Steck, in: 
Rosch/Büchler/Jakob [Hrsg.], Das neue Erwachsenenschutzrecht, Einführung und 
Kommentar zu Art. 360 ff. ZGB, Basel 2011, Art. 14a SchlTZGB N 10).

b) Im Gegensatz zum früheren Vormundschaftsrecht, welches in Art. 434 
aZGB die Bestimmung des Verfahrens den Kantonen überliess (vgl. Art. 52 ff. 
aEGzZGB), stellt das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht eigene Verfah-
rensbestimmungen auf (Art. 443 ff., Art. 314 Abs. 1 ZGB) und erklärt in Art. 450f 
ZGB die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung als subsidiär 
anwendbar. Für das gerichtliche Verfahren gelten im Speziellen die Art. 450 ff. 
ZGB über die Beschwerdebefugnis, die Beschwerdegründe, die Beschwerdefrist 
etc. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB verweist lediglich deklaratorisch ebenfalls auf die Zi-
vilprozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf die entsprechende 
kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird fest-
gehalten, dass die Bestimmungen (der ZPO) über den Fristenstillstand sowie über 
neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwendung finden (vgl. auch Art. 248 lit. 
e in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO). 

c) Im vorliegenden Fall hat die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. mit 
Beschluss vom 23. November 2012, mitgeteilt am 13. Dezember 2012, die Rech-
nung und den Bericht für das Jahr 2011 nur unter Vorbehalt genehmigt. Gegen 
Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann nach Art. 450 Abs. 1 ZGB Be-
schwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zur Beschwerde befugt sind 
nach Abs. 2 die am Verfahren beteiligten Personen (Ziff. 1), die der betroffenen 
Person nahestehenden Personen (Ziff. 2) und Personen, die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). X. ist als am Verfahren beteiligte Vormundin im Sinne von 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde ist 
gemäss Art. 450b Abs. 1 und Art. 450 Abs. 3 ZGB innert dreissig Tagen seit der 
Mitteilung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Das alte Recht 
sah für Beschwerden gegen Entscheide der Vormundschaftsbehörde hingegen 
eine Frist von 10 Tagen vor (Art. 61 Abs. 1 aEGzZGB). Die Beschwerde vom 19. 

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Dezember 2012 gegen den am 13. Dezember 2012 mitgeteilten Beschluss vom 
23. November 2012 wurde somit - sowohl nach altem als auch nach neuem Recht 
- rechtzeitig eingelegt. Auf die im Übrigen formgerecht erhobene Beschwerde ist 
folglich grundsätzlich einzutreten.

d) Wie bereits ausgeführt gelten für das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz primär die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB 
und subsidiär die vom Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder 
das ZGB noch das EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die ent-
sprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (Art. 
450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz 
gemäss Art. 316 Abs. 1 bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

2.a) Gemäss Art. 14a SchlTZGB findet ab Inkrafttreten des neuen Kindes- und 
Erwachsenenschutzrechts auch materiell das neue Recht Anwendung. Vorliegend 
ist eine Beschwerde betreffend Genehmigung bzw. Nichtgenehmigung einer Jah-
resrechnung einer Vormundin bzw. einzelner Rechnungsposten im Rahmen ihrer 
zusätzlichen Tätigkeit als Pflegerin/Betreuerin ihres Mündels, dessen Prüfung 
auch von der Vormundschaftsbehörde noch unter der Herrschaft des aufgehobe-
nen Vormundschaftsrechts wahrgenommen wurde, zu prüfen. Vom Kantonsge-
richt von Graubünden zu beurteilen ist somit, ob die Vormundschaftsbehörde die 
alten Bestimmungen richtig angewendet hat. Dabei gilt es allerdings festzuhalten, 
dass das neue Recht (vgl. Art. 404 und Art. 415 ZGB) in Bezug auf die Festlegung 
der Entschädigung und die Überprüfung der Berichte sowie der Rechnungen im 
Vergleich zum alten Recht (Art. 416 und Art. 423 aZGB) keine wesentlichen Ände-
rungen brachte. 

b) Im vorliegenden Fall ist die Frage zu klären, ob die Vormundschaftsbehörde 
des Kreises A. zu Recht die Rechnung für das Jahr 2011 nur unter Vorbehalt ge-
nehmigte und insbesondere, ob sie die einzelnen strittigen Rechnungspunkte rich-
tigerweise nicht akzeptierte.

3.a) Y. wurde Ende 2007 im Sinne von Art. 369 aZGB entmündigt und unter 
Vormundschaft gestellt. Die Beschwerdeführerin wurde zur Vormundin ernannt. 
Die Hauptaufgabe eines Vormundes, als Amtsträger der entsprechenden amtsge-
bundenen vormundschaftlichen Massnahme, ist die Führung der Massnahme, al-
so die Verwirklichung des Vormundschaftsrechts im eigentlichen Sinne. Darunter 
versteht man insbesondere die persönliche Fürsorge (Art. 405-406 aZGB) 

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und/oder rechtsgeschäftliche Vertretung inklusive Vermögensverwaltung (Art. 407-
414 aZGB) (Schnyder/Murer, Berner Kommentar zum Schweizerischen Zivilge-
setzbuch, Band II, 3. Abteilung, Das Vormundschaftsrecht, 1. Teilband, Systemati-
scher Teil und Kommentar zu den Art. 360-397 ZGB, 3. Auflage, Bern 1984, Art. 
360 N 14; Riemer, Grundriss des Vormundschaftsrechts, 2. Auflage, Bern 1997, § 
4 N 143; Langenegger, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivil-
gesetzbuch I, 4. Auflage, Basel 2010, Art. 360 N 1 f.). Der Vormund hat das Mün-
delvermögen unter Ausschaltung eigener Bevorteilung im Interesse und auf den 
Namen der bevormundeten Person zu verwalten (Guler, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Auflage, Basel 2010, Art. 413 N 4 
mit Verweis auf Pra 1969, 268). Nach Art. 413 Abs. 2 aZGB hat der Vormund über 
die Verwaltung des Vermögens des Bevormundeten Rechnung zu führen und die-
se der Vormundschaftsbehörde zur Prüfung vorzulegen. Die Vormundschafts-
behörde prüft sodann die periodischen Berichte und Rechnungen des Vormundes 
und verlangt, wo es ihr notwendig erscheint, deren Ergänzung und Berichtigung 
(Art. 423 Abs. 1 aZGB). Die Vormundschaftsbehörde hat also die Rechnung des 
Vormundes auf formelle Richtigkeit hin zu kontrollieren, und die materielle Ange-
messenheit und Gesetzmässigkeit der vormundschaftlichen Verwaltung abzu-
klären (Geiser, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
I, 4. Auflage, Basel 2010, Art. 423 N 4). Sie erteilt oder verweigert die Genehmi-
gung der Berichte und Rechnungen und trifft nötigenfalls die für die Wahrung der 
Interessen des Mündels angezeigten Massregeln (Art. 423 Abs. 2 aZGB). Durch 
die Pflicht zur periodischen Einreichung von Berichten und Rechnungen unterliegt 
der Vormund der Kontrolle der vormundschaftlichen Behörden. Doch nicht nur 
durch diese Massnahme ist er der Aufsicht durch die Vormundschafts- und Auf-
sichtsbehörde unterstellt. Er untersteht ganz generell dadurch, dass gegen jede 
seiner Handlungen und Unterlassungen Beschwerde erhoben werden kann (sog. 
Vormundschaftsbeschwerde Art. 420 aZGB), der behördlichen Kontrolle (Riemer, 
a.a.O., § 4 N 169).

b) Seit Mitte 2007 wohnt Y. bei seiner Tochter und deren Familie in F., welche 
auch die Pflege und Betreuung übernimmt. Aufgrund seiner Krankheit ist er nicht 
mehr in der Lage, seine persönlichen und finanziellen Interessen selber wahrzu-
nehmen. Da er ständiger Pflege bedarf und seine benötigten Medikamente unter 
Aufsicht einnehmen muss, ist ein selbständiges Wohnen nicht mehr möglich. 
Nachdem Y. unter Vormundschaft gestellt und die Beschwerdeführerin zur Vor-
mundin ernannt wurde, wurde ein Pflege- und Betreuungsvertrag abgeschlossen, 
um die Tätigkeit der Beschwerdeführerin und die entsprechende Entschädigung 

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genau zu regeln. Um dieses Rechtsgeschäft abzuschliessen, wurde eine Bei-
standschaft für Y. im Sinne von Art. 392 Ziff. 2 aZGB errichtet, damit ein Beistand 
den Vertrag stellvertretend für Y. prüfen und unterzeichnen kann.

c) Gemäss Art. 367 Abs. 1 aZGB hat der Vormund die gesamten persönlichen 
und vermögensrechtlichen Interessen des unmündigen oder entmündigten Be-
vormundeten zu wahren und ist dessen Vertreter. Der Gesetzgeber hat also dem 
Vormund die Pflicht zur umfassenden Betreuung und Wahrung der Interessen der 
schutzbeholfenen Person auferlegt. Die Wahrung der Mündelinteressen und des 
Mündelwohls ist primärer Zweck des Vormundschaftsrechtes (Langenegger, 
a.a.O., Art. 367 N 2). Aufgrund des Besagten kann die Betreuung und Pflege von 
Y. durch die Beschwerdeführerin ebenfalls als ihr im Rahmen ihrer Tätigkeit als 
Amtsträgerin zustehenden Pflicht zur Wahrung der persönlichen Interessen des 
Bevormundeten angesehen werden. Aufgrund dessen erscheint es auch als ge-
rechtfertigt, dass die Beschwerdeführerin über ihre gesamte Tätigkeit Bericht und 
Rechnung an die Vormundschaftsbehörde ablegt. Weder die Vormundschafts-
behörde, noch die Beschwerdeführerin selber unterscheiden zwischen dem Auf-
wand für die effektiven vormundschaftlichen Aufgaben und der persönlichen Be-
treuung von Y.. Da die Beschwerdeführerin eine umfassende Betreuung ihres Va-
ters vornimmt, also ihn in allen Lebensbereichen betreut und vertritt, kann auch 
nicht strikt zwischen diesen beiden Bereichen unterschieden werden, weshalb es 
als sinnvoll erscheint, dass die Vormundin für ihre Tätigkeit insgesamt entschädigt 
und keine Unterscheidung diesbezüglich vorgenommen wird. Im Pflege- und Be-
treuungsvertrag werden sodann auch Bereiche geregelt, die allenfalls unter die 
Tätigkeit der Vormundschaft im engeren Sinne fallen würden, weshalb eine sepa-
rate Entschädigung von vornherein nicht angebracht wäre.

4.a) Die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. hat die von der Vormundin ein-
gereichte Rechnung für das Jahr 2011 unter dem Vorbehalt genehmigt, dass ge-
wisse aufgeführte Posten der Rechnung 2011 durch die Beschwerdeführerin be-
reinigt würden. Der Betrag von Fr. 12‘894.-- sei rückzuvergüten. Die Beschwerde-
führerin beantragt nun die ersatzlose Aufhebung des Entscheides betreffend 
Rückzahlung von Fr. 12‘894.--, da sämtliche aufgelisteten Aufwendungen gerecht-
fertigt und nachgewiesen seien.

b) Grundsätzlich ist im Betreuungs- und Pflegevertrag detailliert festgelegt, 
welcher „übliche“ Aufwand im Zusammenhang mit der Betreuung von Y. norma-
lerweise anfällt. So werden im Vertrag pro Tag eine Stunde für Hausarbeiten (Auf-
räum- und Reinigungsarbeiten, waschen, bügeln, kochen etc.) und 4 Stunden Be-

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treuungs- und Präsenzzeit (Hilfe und Unterstützung bei der Verrichtung täglicher 
Notwendigkeiten) festgesetzt. Zusätzlich werden monatlich 10 Stunden für Admi-
nistration (Korrespondenz, Verwaltung, Telefon) einberechnet (act. 8). Als Grund-
satz kann festgehalten werden, dass Aufwendungen, die darüber hinaus in Rech-
nung gestellt werden, zumindest mit entsprechenden Belegen zu versehen und zu 
begründen sind, weshalb dies in diesem Umfang nötig war. Überdies kann erwar-
tet werden, dass etwaige Ansprüche periodengerecht geltend gemacht werden, 
d.h. dass Ansprüche des jeweiligen Jahres auch in der entsprechenden Jahres-
rechnung enthalten sind. Weiter zurückliegende Aufwände sind besonders zu be-
legen und zu begründen, insbesondere auch, weshalb die Aufwände erst zu ei-
nem viel späteren Zeitpunkt geltend gemacht werden.

Im Folgenden sind daher die einzelnen, von der Vormundin gestellten Rechnun-
gen bzw. aufgelisteten Rechnungspositionen, welche von der Vormundschafts-
behörde beanstandet wurden, zu prüfen.

Punkt Nr. 3 (Beleg Nr. 40) vom Dezember 2010 über Fr. 1‘000.-- (act. 42)

Dies ist eine Rechnung von Z. an Y. (c/o X.), in welchem ein Betreuungsaufwand 
von 48 h für den 30./31. Dezember 2009 geltend gemacht wird. Abzüglich der be-
reits im Betreuungsvertrag enthaltenen 2 mal 4 Stunden wird ein Aufwand von 40 
h à Fr. 25.--, total also Fr. 1‘000.--, aufgelistet. Als Grund für den entstandenen 
Aufwand wird die Abwesenheit von X. wegen einer Krisensitzung in B. mit dem 
Bauführer betreffend Umbau C. (Liegenschaft von Y.) aufgelistet. Die Vormund-
schaftsbehörde erklärte in ihrem Beschluss vom 23. November 2012, dass rück-
wirkende Leistungen nur bis 2010 akzeptiert würden, weshalb der Betrag rückzu-
vergüten sei. Die Beschwerdeführerin ist hingegen der Ansicht, dass es keinen 
Grund gebe, weshalb rückwirkende Leistungen nur bis 2010 akzeptiert werden 
sollten, Leistungen würden nämlich bis rückwirkend 10 Jahre anerkannt werden. 
In ihrer Stellungnahme vom 27. Dezember 2012 (act. 51) konkretisierte die Vor-
mundschaftsbehörde, dass die Beschwerdeführerin nicht dargelegt habe, weshalb 
die Krisensitzung in B. 48 h benötigt habe. Die Rechnung sei zudem ungerechtfer-
tigt hoch und hätte bereits in der Rechnung 2009, spätestens 2010 abgerechnet 
werden können. Dieser Begründung der Vormundschaftsbehörde ist zuzustim-
men. Die Tätigkeit als Vormundin beinhaltet unter anderem die Pflicht, das Ver-
mögen des Bevormundeten sorgfältig zu verwalten und darüber Rechnung zu 
führen (Art. 413 Abs. 1 und 2 aZGB). Unter diesem Aspekt kann auch - wie bereits 
ausgeführt - erwartet werden, dass etwaige zusätzliche Aufwendungen rechtzeitig 
geltend gemacht und begründet werden. Beim vorliegenden Rechnungspunkt 

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handelt es sich um eine Aufwendung aus dem Jahr 2009. Es ist kein Grund er-
sichtlich, weshalb die Forderung erst für das Rechnungsjahr 2011 geltend ge-
macht wird. Insbesondere bringt auch die Beschwerdeführerin selber keine Be-
gründung vor, weshalb sie die besagte Forderung erst jetzt anbringt. Zu ihrem Amt 
als Vormundin gehört die Pflicht, jedes Jahr eine korrekte und vollständige Rech-
nung für den Bevormundeten einzureichen und jede Rechnungsposition zu bele-
gen und zu begründen. Dieser Anforderung genügt die vorliegende Rechnung 
nicht. Ob Leistungen allenfalls bis 10 Jahre rückwirkend anerkannt werden müs-
sen, kann somit offen gelassen werden, da es zu ihrer Pflicht als Vormundin 
gehört, rechtzeitig allfällige Forderungen geltend zu machen bzw. solche auch zu 
belegen. Wie die Vormundschaftsbehörde darüber hinaus richtigerweise ausführt, 
ist ohnehin nicht ersichtlich, weshalb Y., wenn die Tochter selber zu Hause ist, 
einer Betreuung von 4 Stunden pro Tag bedarf, und wenn sie abwesend ist eine 
24-stündige Betreuung erforderlich ist. Auch der Grund für die Abwesenheit von X. 
ist nicht belegt. Falls es tatsächlich eine 48-stündige Krisensitzung gegeben hat, 
hätte dies ausführlich begründet und allenfalls belegt werden müssen. Somit hat 
die Vormundschaftsbehörde zu Recht die vorliegende Rechnungsposition nicht 
genehmigt.

Punkt Nr. 4 (Beleg Nr. 39) vom Dezember 2010 über Fr. 4‘000.-- (act. 42)

Der Beleg Nr. 39 ist eine Rechnung von W. und Z. für „Betreuung und Pflege für 
den gesamten Monat Mai 2008“ über den Betrag von Fr. 4‘000.--, wegen Abwe-
senheit der Beschwerdeführerin (Räumung Hotel D. E.). Zusätzlich enthält die 
Rechnung die folgende Bemerkung: „Wir sind einverstanden, den Monatsbetrag 
wie im Betreuungsvertrag von X. zu übernehmen. Jedoch Netto und ohne jegliche 
Abzüge von X.“. Die Vormundschaftsbehörde führte dazu aus, dass die Be-
schwerdeführerin für den Monat Mai 2008 gemäss Pflegevertrag bezahlt worden 
sei und zusätzlich für sich für verschiedene andere Leistungen im Umfang von Fr. 
6‘652.70 Rechnung gestellt habe. Darüber hinaus hätte sie verschiedenen ande-
ren Familienangehörigen im Mai 2008 Fr. 2‘529.-- für Arbeiten in E. bezahlt. Somit 
werde der Betrag von Fr. 4‘000.-- nicht anerkannt und sei rückzuvergüten. Die Be-
schwerdeführerin bringt hingegen vor, dass sämtliche Aufwendungen und Leis-
tungen, die geltend gemacht würden, auch erbracht worden seien, weshalb sie 
auch zu entschädigen seien. Die Beschwerdeführerin übersieht dabei, dass sämt-
liche Aufwendungen genau und detailliert zu belegen sind. Bei der vorliegenden 
Rechnung wird einfach eine pauschale Entschädigung von Fr. 4‘000.-- für Betreu-
ung und Pflege geltend gemacht. Es ist in keiner Weise ersichtlich, wie sich dieser 
Betrag zusammensetzt und weshalb zu der normalen monatlichen Entschädigung, 

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der von der Beschwerdeführerin zusätzlich geltend gemachten Fr. 6‘652.70 und 
der an diverse Familienmitglieder ausbezahlten Fr. 2‘529.-- plötzlich noch eine 
weitere Pauschale von Fr. 4‘000.-- entstanden sein soll. Jede zusätzliche Aufwen-
dung, welche die Beschwerdeführerin oder sonst irgendein Dritter gegenüber ih-
rem Vater geltend macht, ist genau zu begründen, zu belegen und zu verifizieren. 
Insbesondere kann auch nicht Jahre später noch eine Pauschalentschädigung für 
eine in der Vergangenheit angeblich angefallene zusätzliche Aufwendung geltend 
gemacht werden (vgl. vorherige Ausführungen). Die Vormundschaftsbehörde hat 
die Rechnung über Fr. 4‘000.-- zu Recht nicht anerkannt.

Punkt Nr. 6 (Beleg Nr. 35) über Fr. 1‘500.-- (act. 42)

Der Beleg Nr. 35 enthält eine Rechnung von Z. mit dem Betreff „Betreuung und 
Pflege für 17.08-19.08.2009“. Geltend gemacht werden 3 Tage à 24 Stunden ab-
züglich der täglichen 4 Stunden gemäss Betreuungsvertrag, also total 60 h à Fr. 
25.-- somit Fr. 1‘500.--. Von Hand wurde noch die Notiz „C. mit Bauführer“ nach-
getragen. Die Vormundschaftsbehörde akzeptierte diese Rechnung nicht, da sei-
tens der Beschwerdeführerin keine Erklärung vorliege, weshalb die Forderung erst 
so spät gestellt worden sei und weshalb die Entschädigung ein Mehrfaches ihrer 
eigenen Entschädigung für die gleiche Arbeit ausmache. Die Beschwerdeführerin 
beruft sich lediglich darauf, dass Leistungen bis rückwirkend 10 Jahre anerkannt 
würden. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass ihr Amt als Vormundin - wie be-
reits bezüglich Punkt 3 (Beleg Nr. 40) ausgeführt - eine sorgfältige Vermögens-
verwaltung beinhaltet, worunter auch die zeitgerechte und detaillierte Geltendma-
chung von allfälligen zusätzlichen Aufwendungen und Leistungen fällt. Zudem ent-
spricht auch diese Rechnung nicht den Anforderungen bezüglich sauberer und 
detaillierter Auflistung von Aufwendungen. Es fehlt eine Begründung, weshalb für 
diesen Zeitraum eine 24-stündige Totalbetreuung erforderlich war und zudem fehlt 
auch eine Erklärung, weshalb die Forderung erst viel später geltend gemacht wur-
de. Die Vormundschaftsbehörde hat die Rechnung zu Recht nicht anerkannt.

Punkt Nr. 6 (Beleg Nr. 34) über Fr. 2‘000.-- (act. 42)

Mit Beleg Nr. 34 berechnet W. für den Zeitraum vom 28. September bis zum 2. 
Oktober 2009 total Fr. 2‘500.-- (5 mal 20 Stunden à Fr. 25.--) für Betreuung und 
Pflege. Als Handnotiz steht noch der Hinweis „C.“ auf dem Beleg. Es kann auf die 
Ausführungen zu Punkt Nr. 6 (Beleg Nr. 35) verwiesen werden. Die Rechnung 
wurde zu Recht nicht akzeptiert.

Punkt Nr. 8 (Beleg Nr. 4) über Fr. 324.-- (act. 42)

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Der Beleg Nr. 4 enthält eine Auflistung von „Reiseauslagen“, welche der Be-
schwerdeführerin für das Jahr 2008 im Zusammenhang mit dem Bezug von Medi-
kamenten für Y. entstanden sind. So berechnet sie eine Kilometerentschädigung 
für jedes Mal, wenn sie in einer Apotheke Medikamente für ihren Vater holen 
musste und zudem noch den Zeitaufwand, der ihr dadurch entstanden ist. Wie die 
Vormundschaftsbehörde dazu richtigerweise ausführt, sind die Aufwendungen 
nicht nachgewiesen. Wenn die Beschwerdeführerin schon jeden einzelnen Apo-
thekengang zusätzlich entschädigt haben will, dann muss sie auch die nötigen 
Belege einreichen. So müssten beispielsweise die jeweiligen Quittungen oder der-
gleichen als Nachweis eingebracht werden. Eine eigenhändig aufgestellte Liste 
mit angefallenen Aufwendungen genügt dem Erfordernis des detaillierten Nach-
weises jeder Aufwendung nicht. Darüber hinaus ist auch nicht ersichtlich, weshalb 
die Aufwendungen für das Jahr 2008 erst im Jahr 2011 geltend gemacht werden. 
Es kann der Vormundschaftsbehörde zugestimmt werden, dass solche nachträg-
lich geltend gemachten Aufwendungen, die zudem ungenügend nachgewiesen 
wurden, nicht akzeptiert werden können.

Punkt Nr. 8 (Beleg Nr. 32) über Fr. 270.-- (act. 42)

Mit dem Beleg Nr. 32 werden wiederum „Reiseauslagen“, welche der Beschwer-
deführerin im Zusammenhang mit dem Bezug von Medikamenten für Y. entstan-
den sind, geltend gemacht, jedoch diesmal für das Jahr 2009. Es kann dazu auf 
die Ausführungen zu Punkt Nr. 8 (Beleg Nr. 4) verwiesen werden.

Punkt Nr. 9 (Beleg Nr. 30) über Fr. 1‘500.-- (act. 42)

Mit dem Beleg Nr. 30 stellt die Beschwerdeführerin pauschal Fr. 1‘500.-- für admi-
nistrative Arbeiten für die Jahre 2008 - 2010 in Rechnung. Die Vormundschafts-
behörde akzeptierte diese Rechnung nicht, da die Beschwerdeführerin für diese 
Zeit bereits gemäss Pflegevertrag mit 10 Stunden pro Monat für administrative 
Arbeiten entschädigt worden sei. Ferner seien ihr immer wieder zusätzlich geltend 
gemachte Aufwendungen entschädigt worden. Die Beschwerdeführerin erwähnt 
hierzu nur, dass es sich um Aufwand für die Erbengemeinschaft handle und dieser 
Aufwand entschädigt werden müsse. Diese Rechnung über total Fr. 1‘500.-- ist 
weder formell, noch materiell genügend nachgewiesen. Für das Jahr 2008 wird 
beispielsweise einfach eine Pauschale von Fr. 500.-- für „zusammensuchen Pri-
vatbelege und Behördendokumente“ geltend gemacht. Wenn schon, dann müsste 
diese zusätzliche Forderung detailliert ausgewiesen werden, was vorliegend defi-
nitiv nicht der Fall ist. Es fehlt an einer Dokumentation, wie sich der Pauschalbe-

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trag zusammensetzt. Zudem sind die zusätzlichen Aufwendungen auch materiell 
nicht ausgewiesen. Es fehlt eine ausführliche Begründung, weshalb genau die 
bereits entschädigten Stunden für administrativen Aufwand nicht ausreichten und 
es fehlt insbesondere eine Begründung, weshalb die zusätzlichen Aufwendungen 
erst im Jahr 2011 geltend gemacht werden. Die Ablehnung der Rechnung durch 
die Vormundschaftsbehörde war somit korrekt.

Punkt Nr. 10 (Beleg Nr. 29) über Fr. 1‘600.-- (act. 42)

Der Beleg Nr. 29 enthält den Titel „Aufwand X. mit Dr. iur. R. Baumberger für Y.“ 
und als Grund „Streitigkeiten mit V.D.P und VB I. Umbau C.“ für das Jahr 2010. Es 
wird ein pauschaler Zeitaufwand von Fr. 1‘600.-- in Rechnung gestellt. Die Vor-
mundschaftsbehörde führte dazu aus, dass die Beschwerdeführerin in der Bauab-
rechnung pauschal für die Monate August und September 2009 je Fr. 600.--, für 
die Monate November 2009 - Januar 2010 je Fr. 800.-- und für die Monate Febru-
ar bis April 2010 pro Monat je Fr. 600.-- für Besprechungen, Überwachung und 
Kontrolle, sowie Telefonate bezüglich Umbau Chasa C. in Rechnung gestellt ha-
be. Für Besprechungen mit dem Architekten K. habe sie bereits Fr. 529.76 (Beleg 
Nr. 28) in Rechnung gestellt. Im Mai 2010 sei ihr sodann die Handlungsfähigkeit 
über den Bau entzogen worden. Aufgrund dieser Anmerkungen der Vormund-
schaftsbehörde ist in der Tat nicht nachvollziehbar, weshalb nochmals zusätzliche 
Aufwendungen von Fr. 1‘600.-- in Rechnung gestellt wurden. Darüber hinaus ist 
der geltend gemachte Zusatzaufwand auch nicht nachgewiesen. Die Rechnung 
wurde richtigerweise nicht genehmigt.

Punkt Nr. 13 (Beleg Nr. 1) über Fr. 700.-- (act. 42)

Die Beschwerdeführerin macht mit dem Beleg Nr. 1 zusätzliche Aufwendungen ab 
Juli 2007 für Besprechungen (vor Ort, telefonisch, E-Mail) mit Dr. Bachmann im 
Umfang von pauschal Fr. 700.-- geltend. Die Vormundschaftsbehörde akzeptierte 
diese Rechnung zutreffenderweise deshalb nicht, weil dieser zusätzliche Aufwand 
weder ausgewiesen noch nachvollziehbar ist. Die Beschwerdeführerin bringt auch 
keine Begründung dafür, weshalb diese Aufwendungen erst im Jahr 2011 geltend 
gemacht werden. Auch diese Rechnung entspricht somit nicht den nötigen Anfor-
derungen, weshalb sie nicht akzeptiert werden kann.

c) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vormundschafts-
behörde die strittigen Rechnungspositionen zu Recht nicht genehmigt hat. Es 

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kann von der Vormundin erwartet werden, dass sie etwaige zusätzliche Aufwen-
dungen dann geltend macht, wenn sie auch tatsächlich anfallen, und nicht erst 
Jahre später. Ihre Tätigkeit als Vormundin umfasst - wie bereits erwähnt - die Ver-
pflichtung, eine saubere, übersichtliche und umfassende Rechnung für den Be-
vormundeten einzureichen. Aufgrund der Doppelfunktion der Beschwerdeführerin 
als Vormundin und Pflegerin/Betreuerin ist es besonders wichtig, dass sämtliche 
Rechnungen, die sie ihrem Vater in Rechnung stellt und auch direkt selber an sich 
auszahlt, sorgfältig überprüft werden. Die Beschwerdeführerin macht diverse zu-
sätzliche Aufwendungen geltend, welche - gemäss ihren Angaben - über den im 
Pflege- und Betreuungsvertrag vereinbarten Aufwand hinausgehen. Dazu ist fest-
zuhalten, dass die 4 Stunden, welche im Vertrag vereinbart wurden, ein Durch-
schnittswert sind und sicher nicht jeden Tag genau 4 Stunden Pflege und Betreu-
ung nötig sind. Die Beschwerdeführerin führt selber aus, dass ihr Vater, ausser am 
Mittwoch, keine intensive Betreuung benötigt, sondern lediglich eine gewisse Prä-
senz ihrerseits notwendig ist und er häufig auch alleine Spazieren geht oder sich 
sonst alleine beschäftigt. Die Beschwerdeführerin muss nicht nachweisen, dass 
sie wirklich jeden einzelnen Tag 4 Stunden für die Betreuung und Pflege ihres Va-
ters aufgewendet hat. Umgekehrt kann von der Beschwerdeführerin auch erwartet 
werden, dass sie nicht jede kleinere zusätzliche Aufwendung in Rechnung stellt. 
Bei grösseren zusätzlichen Aufwendungen sind jedoch eine detaillierte Begrün-
dung und ein ausführlicher Nachweis erforderlich. Pauschale Beträge können der 
Beschwerdeführerin nicht vergütet werden.

Die Vormundschaftsbehörde hat die Rechnung und den Bericht für das Jahr 2011 
somit zu Recht nur unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die strittigen Rech-
nungsposten durch die Beschwerdeführerin bereinigt werden.

5. Kann der periodisch durch den Vormund einzureichende Bericht nicht oder 
nur teilweise genehmigt werden, hat die Vormundschaftsbehörde die für die Wah-
rung der Interessen des Mündels angezeigten Massregeln zu treffen. Der Vor-
mundschaftsbehörde fehlt aber die Kompetenz zur Anordnung/Verpflichtung der 
Rückzahlung von zu Unrecht ausbezahlten Geldern durch den Vormund aus dem 
Vermögen des Bevormundeten. Mit Blick auf die Haftungsregeln kann sie dem 
Vormund also nicht verbindlich Weisungen zum Ersatz des Schadens geben, 
denn über die Haftung hat ein Zivilgericht zu befinden (Geiser, a.a.O., Art. 423 N 
10). Die Vormundschaftsbehörde kann aber festhalten, dass die Rechnung erst 
als genehmigt gilt, wenn der zu Unrecht ausbezahlte Betrag rückvergütet wurde. 
Ebenso ist eine Fristansetzung zur Rückzahlung möglich mit der gleichzeitigen 
Androhung, ansonsten eine Verantwortlichkeitsklage in die Wege zu leiten. Im vor-

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liegenden Fall hat die Vormundschaftsbehörde des Kreises A. die Rechnung für 
das Jahr 2011 unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die aufgeführten Posten 
durch die Beschwerdeführerin bereinigt werden. Sie hat also keine explizite Ver-
pflichtung zur Rückzahlung des Betrages von Fr. 12‘894.-- ausgesprochen, son-
dern lediglich die Genehmigung von der entsprechenden Rückzahlung abhängig 
gemacht, was ohne weiteres in ihrer Kompetenz lag. Unter diesen Umständen hat 
somit die KESB Engadin/Südtäler das weitere Vorgehen und insbesondere die 
Einleitung einer Verantwortlichkeitsklage durch einen zu diesem Zweck einzuset-
zenden Beistand zu prüfen.

6. Des Weiteren ist von der neu zuständigen KESB Engadin/Südtäler zu prü-
fen, ob allenfalls eine Strafanzeige gegen die Beschwerdeführerin wegen unge-
treuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 StGB einzuleiten wäre. Ange-
sichts des Umstands, dass die Entschädigung der Beschwerdeführerin grundsätz-
lich im Pflege- und Betreuungsvertrag von Anfang an klar umrissen war und sie 
trotzdem sich und anderen Familienmitgliedern immer wieder zusätzliche Beträge 
ausbezahlte, ohne diese von irgend jemandem prüfen oder genehmigen zu las-
sen, diese auch nicht korrekt belegte oder nachwies, und dass sich die Vormundin 
aber nicht einfach selbst aus dem Vermögen des Bevormundeten bedienen darf, 
sind hinreichende Verdachtsmomente vorhanden, welche eine nähere strafrechtli-
che Überprüfung gemäss Art. 158 StGB allenfalls rechtfertigen würden.

7. Für die Zukunft sind eigenmächtige Bezüge aus dem Vermögen des Be-
vormundeten durch die Beschwerdeführerin, welche nicht durch den Pflegevertrag 
abgedeckt sind, ohne Zustimmung der KESB untersagt. Werden seitens der Be-
schwerdeführerin oder anderer Familienmitglieder zusätzliche Aufwendungen gel-
tend gemacht, müssen diese der KESB vorgelegt und durch diese überprüft und 
genehmigt werden, bevor sie ausbezahlt werden können. Um die Interessen des 
Bevormundeten bestmöglich zu schützen, dürfen ohne die Zustimmung der KESB 
keine Zahlungen an die Beschwerdeführerin oder andere Familienmitglieder vor-
genommen werden, die über den im Betreuungs- und Pflegevertrag vereinbarten 
Betrag hinausgehen.

8. Der Antrag der Beschwerdeführerin lautet dahingehend, den Entscheid be-
treffend Rückzahlung aufzuheben. Wie aber bereits ausgeführt, hat die Vormund-
schaftsbehörde keine ausdrückliche Verpflichtung zur Rückzahlung ausgespro-
chen, sondern nur die Genehmigung der Rechnung für das Jahr 2011 von der 
entsprechenden Bereinigung abhängig gemacht. Insoweit ist ein Antrag auf Auf-
hebung einer Rückzahlungsverpflichtung von vornherein unbegründet. Abzuwei-

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sen ist der Antrag nach den Erwägungen aber ohnehin auch dann, wenn dieser 
dahin zu verstehen ist, dass die Beschwerdeinstanz feststellen soll, dass die frag-
lichen Beträge zu Recht bezogen wurden.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens von Fr. 1‘500.-- zu Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.-- gehen zu Lasten 
von X..

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fäl-
len ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: