# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27d46b7f-1728-5034-98d7-7648e96be2b4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.07.2015 725 2015 48 / 183 (725 15 48 / 183)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-48---183_2015-07-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. Juli 2015 (725 15 48 / 183) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Voraussetzungen für eine revisionsweise Erhöhung der bisher ausgerichteten Invaliden-

rente sind nicht gegeben 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer  
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Güter-
strasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1959 geborene A.____ war seit Mitte August 2004 als Bodenleger bei der B.____ 
GmbH angestellt und in dieser Tätigkeit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 
24. September 2009 erlitt A.____ beim Abräumen einer Baustelle einen Unfall, bei welchem er 
sich laut der Diagnose des erstbehandelnden Arztes Dr. med. C.____, Allgemeine Medizin 
FMH, einen „komplexen Meniskusschaden medial links“ (vgl. das “Arztzeugnis UVG“ des ge-

 

 
 
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nannten Arztes vom 17. Oktober 2009) zuzog. Nachdem die SUVA nach Eingang der Unfall-
meldung für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggeldzahlungen entsprechend der 
ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit geleistet hatte, sprach sie A.____ mit Verfügung vom 
10. Januar 2013 für die verbleibenden Unfallfolgen mit Wirkung ab 1. Januar 2013 eine Invali-
denrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % sowie eine auf einer Integritätsein-
busse von 10 % basierende Integritätsentschädigung zu. Daran hielt die SUVA auf Einsprache 
des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 26. Juni 2013 fest. Gegen diesen Ein-
spracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), welche jedoch mit Urteil 
vom 23. Januar 2014 (Verfahren-Nr. 725 13 236 / 25) abgewiesen wurde. 
 
Noch während der Rechtshängigkeit des vorerwähnten kantonsgerichtlichen Beschwerdever-
fahrens musste sich A.____ erneut am linken Knie operieren lassen. Er meldete der SUVA 
deswegen am 2. Oktober 2013 einen Rückfall zum Unfallereignis vom 24. September 2009, 
worauf diese hierfür wiederum ihre gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) er-
brachte. Mit Verfügung vom 19. September 2014 stellte die SUVA diese vorübergehenden Leis-
tungen unter Hinweis, dass der medizinische Endzustand wieder eingetreten sei, per 
30. September 2014 ein. Gleichzeitig lehnte sie eine Erhöhung der bisher ausgerichteten Invali-
denrente des Versicherten mit der Begründung ab, dass dieser von Seiten der Unfallfolgen im 
selben Umfang wie vor dem Rückfall arbeitsfähig sei. Daran hielt die SUVA auf Einsprache des 
Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2014 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, wiederum vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, am 
3. Februar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei der angefochte-
ne Einspracheentscheid aufzuheben und die laufende Rente sowie die Integritätsentschädigung 
seien, gegebenenfalls gestützt auf ein gerichtlich anzuordnendes Gutachten, angemessen zu 
erhöhen. Ferner sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen; unter o/e Kostenfolge.  
 
C. Mit Verfügung vom 9. März 2015 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Verbeiständung mit Advokat Nikolaus Tamm als Rechtsvertreter. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 27. März 2015 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

 

 
 
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tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig 
verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-
gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 
einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso-
weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hin-
weisen). Vorliegend stellte die SUVA im angefochtenen Einspracheentscheid die vorüberge-
henden Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) unter Hinweis, dass der medizinische Endzu-
stand wieder eingetreten sei, per 30. September 2014 ein. Gleichzeitig lehnte sie eine Erhö-
hung der bisher ausgerichteten Invalidenrente des Versicherten ab. In seiner Beschwerde be-
antragte der Versicherte, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es sei-
en die laufende Rente sowie die Integritätsentschädigung angemessen zu erhöhen. Die Frage 
einer revisionsweisen Erhöhung der Integritätsentschädigung bildete nun allerdings nicht Ge-
genstand des angefochtenen Einspracheentscheides, weshalb es diesbezüglich an einem An-
fechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt. Auf den Antrag des 
Beschwerdeführers, wonach (auch) die Integritätsentschädigung angemessen zu erhöhen sei, 
kann deshalb im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht eingetreten werden. 
Dazu kommt, dass der Versicherte in seiner Beschwerdebegründung mit keinem Wort auf die-
sen Antrag eingegangen ist, sodass darauf im Übrigen auch wegen Fehlens einer rechtsgenüg-
lichen Begründung nicht eingetreten werden könnte.  
 
1.3 Soweit mit der vorliegenden Beschwerde die Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheides und eine angemessene Erhöhung der laufenden Invalidenrente beantragt 
werden, kann auf das frist- und formgerecht erhobene Rechtsmittel eingetreten werden.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam-
menhang gegeben ist.  
 
2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-

 

 
 
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unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
2.3 Wie eingangs geschildert, sprach die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 
10. Januar 2013, welche sie mit Einspracheentscheid vom 26. Juni 2013 bestätigt hat, für die 
verbleibenden Folgen des Unfallereignisses vom 24. September 2009 mit Wirkung ab 1. Januar 
2013 eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % zu. 
 
3.1 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Bei ei-
nem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, 
so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank-
heitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehen-
des Unfallereignis an (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspra-
xis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen).  
 
3.2 Im vorliegenden Verfahren steht ausser Frage, dass es beim Beschwerdeführer im 
Herbst 2013 zu einem Rückfall kam, der in einem natürlichen und einem adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Unfallereignis vom 24. September 2009 stand. Dementsprechend hat die 
SUVA denn auch nach Eingang der Rückfallmeldung dem Versicherten hierfür ihre gesetzlichen 
Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) erbracht. Vom Beschwerdeführer ebenfalls nicht in 
Frage gestellt wird, dass der medizinische Endzustand im September 2014 (wieder) erreicht 
und die SUVA demzufolge berechtigt war, den (Rück-) Fall unter Einstellung der vorübergehen-
den Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) per Ende des genannten Monats abzuschliessen. 
Streitig und im Folgenden zu prüfen ist einzig, ob sich die verbleibenden Unfallfolgen im linken 
Knie aufgrund des Rückfalls erheblich verschlimmert haben und der Beschwerdeführer deshalb 
Anspruch auf Erhöhung seiner bisherigen, auf einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % basierenden 
Invalidenrente hat. 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenrenten der Unfallversicherung für die 
Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für 
den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Ände-
rung des Gesundheitszustandes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber 
auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Zu be-
achten ist im Bereich des obligatorischen Unfallversicherungsrechts, dass das Bundesgericht 
die Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung bejaht, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 Pro-
zentpunkte ändert (BGE 140 V 87 E. 4.3,133 V 547 E. 6.2).  

 

 
 
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4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
(vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil J. des Bundesgerichts vom 
29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die SUVA dem 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 10. Januar 2013, welche sie mit Einspracheentscheid 
vom 26. Juni 2013 bestätigt hat, unter anderem eine Invalidenrente basierend auf einer Er-
werbsunfähigkeit von 15 % zugesprochen. Nachdem sie den vom Versicherten anfangs Okto-
ber 2013 gemeldeten Rückfall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen per Ende 
September 2014 abgeschlossen hatte, nahm die SUVA eine Überprüfung des Rentenan-
spruchs des Beschwerdeführers vor. Dabei gelangte sie zur Auffassung, dass dieser von Seiten 
der Unfallfolgen wieder im selben Umfang wie vor dem Rückfall arbeitsfähig sei. Sie lehnte 
deshalb eine Erhöhung der bisher ausgerichteten Invalidenrente mit Verfügung vom 
19. September 2014 bzw. mit Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2014 ab. Somit beurteilt 
sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine 
revisionsweise Erhöhung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des 
Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt des rentenzusprechenden Entscheids vom 26. Juni 2013 be-
standen hat, mit demjenigen im Zeitpunkt des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 29. Dezember 2014. 
 
5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich die unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchti-
gungen im linken Knie und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicher-
ten seit der Rentenzusprache in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert haben. 
 
5.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit 
überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa 
BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies-
bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

 

 
 
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1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) bleibt folglich weitestgehend an-
wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1).  
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber zu berücksichtigen, solange keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
6.1 Im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprache stützte sich die SUVA bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. E.____, 

 

 
 
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Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 22. August 
2012. Darin hatte dieser festgehalten, in Berücksichtigung der verbleibenden Unfallfolgen im 
linken Knie bestehe im angestammten Beruf als Bodenleger eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit. Dagegen seien dem Versicherten vor allem sitzende Tätigkeiten mit kurzen stehenden und 
gehenden Intervallen ebenerdig ganztags zumutbar. Von Treppensteigen, Knien, Kauern, von 
mittelschweren und schweren beinbetonten Arbeiten sowie von Tätigkeiten in unebenem Ge-
lände müsse allerdings abgesehen werden. Dieser Einschätzung hatte sich der damals behan-
delnde Arzt Dr. med. F.____, Oberarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, Spital G.____, vollumfänglich angeschlossen. Auch in Bezug auf 
die schon damals bestehende Muskelatrophie waren sich der Kreisarzt und der behandelnde 
Arzt dahingehend einig, dass es sich aufgrund der nicht weiterführenden neurologischen Abklä-
rungen um eine Inaktivitätsatrophie handle und dass keine Besserung mehr zu erwarten und 
der Endzustand eingetreten sei. Gestützt auf diese übereinstimmenden fachärztlichen Beurtei-
lungen ermittelte die SUVA in der damaligen Rentenverfügung vom 10. Januar 2013 einen In-
validitätsgrad von 15 %. Das Kantonsgericht schützte in der Folge diese Verfügung - bzw. den 
sie bestätigenden Einspracheentscheid vom 26. Juni 2013 - mit Urteil vom 23. Januar 2014 im 
Wesentlichen mit der Begründung, dass keine Anhaltspunkte ersichtlich seien, die geeignet 
wären, auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung, 
welcher sich auch der behandelnde Arzt Dr. F.____ ausdrücklich und vollumfänglich ange-
schlossen habe, zu erwecken.  
 
6.2 Am 2. Oktober 2013 und somit noch während der Rechtshängigkeit des vorerwähnten 
kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens meldete der Versicherte der SUVA unter Hinweis, 
dass er sich am 9. September 2013 einer erneuten Operation am linken Knie habe unterziehen 
müssen, einen Rückfall zum Unfallereignis vom 24. September 2009 an. Wie dem Bericht des 
behandelnden Chirurgen PD Dr. med. H.____, Teamleiter Kniechirurgie, Spital G.____, vom 
16. September 2013 entnommen werden kann, hatte dieser eine Insuffizienz der Vorderhorn-
Aufhängung am lateralen Meniskus des linken Knies mit ausgeprägter Quadrizepsatrophie und 
schmerzhafter Bewegungseinschränkung diagnostiziert und deswegen am 9. September 2013 
eine diagnostische Arthroskopie, Synovektomie und offene Refixation des Vorderhorns am late-
ralen Meniskus des linken Knies durchgeführt. Anlässlich der klinischen Nachkontrollen stellte 
PD Dr. H.____ einerseits eine Teilbesserung der Beschwerden, anderseits aber auch die Per-
sistenz von brennenden Schmerzen im linken Knie fest. Mit Bericht vom 29. November 2013 
bestätigte er jedoch die regelgerechte Ausheilung nach dem operativen Eingriff sowie die inzwi-
schen mögliche Vollbelastung des linken Knies. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. I.____, Chirurgie 
FMH, gelangte deshalb in seiner gestützt auf die Akten erfolgten Beurteilung vom 
13. Dezember 2013 zur Auffassung, dass der status quo ante eingetreten und der Versicherte 
ab 1. Januar 2014 wieder im Rahmen der zugesprochenen Rente arbeitsfähig sei. Gestützt auf 
diese Einschätzung stellte die SUVA die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Tag-
gelder) zunächst auf diesen Termin ein, auf Intervention des behandelnden Arztes PD Dr. 
H.____ hin, wurde die Weiterausrichtung dieser Leistungen aber im Januar 2014 wieder zuge-
sichert. In der Folge veranlasste PD Dr. H.____ eine fachärztliche Untersuchung bei Prof. 
Dr. med. J.____, Neurologie FMH, um die Ursache der Quadrizepsatrophie abzuklären. Ge-
mäss dessen Bericht vom 30. April 2014 habe die vom Versicherten angegebene Sensibilitäts-

 

 
 
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störung neurographisch nicht objektiviert werden können. Myographisch hätten sich zudem kei-
ne Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die schon seit längerer Zeit bekannte Muskelatrophie am 
linken Oberschenkel eine neurologische Ursache oder Teilursache haben könnte. Somit dürfe 
davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Inaktivitätsatrophie wegen schmerzbeding-
ter Innervationshemmung handle. Gestützt auf die ihm vorgelegten Akten bestätigte der Kreis-
arzt Dr. med. K.____, Facharzt für Chirurgie, denn auch am 24. Juni 2014 erneut den Eintritt 
des status quo ante.  
 
6.3 Auf erneute Intervention des behandelnden Arztes PD Dr. H.____ hin veranlasste die 
SUVA eine persönliche Untersuchung des Versicherten, welche am 7. August 2014 durch den 
Kreisarzt Dr. K.____ durchgeführt wurde. Im entsprechenden Bericht hielt dieser fest, dass ak-
tuell erhebliche Beschwerden und ein weitgehend funktionsloses linkes Bein vorliegen würden. 
Nach dem ursprünglichen Meniskusriss an der Innenseite des linken Kniegelenks im Jahr 2009 
sei der Versicherte fünf Jahre und fünf Operationen später praktisch invalid. Der Versicherte 
könne nur noch mit Krücken laufen und selbst mit den Krücken sehe der Gang äusserst müh-
sam aus. Die Ursache der Symptomatik sei unklar. Weder neurologisch noch orthopädisch sei-
en Angriffspunkte zur Verbesserung der Situation gefunden worden. Die objektiv vorliegenden 
Pathologien seien nicht mit den demonstrierten Beschwerden in Einklang zu bringen. Das ob-
jektiv nachgewiesene Muskeldefizit lege die Vermutung nahe, dass das linke Bein schmerzbe-
dingt kaum verwendet werde. Bei der desolaten muskulären Situation würde auch eine Total-
endoprothese kaum die nötige Stabilität finden. Gegenwärtig sei eine verwertbare Zumutbarkeit 
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gegeben. Als letzte Therapiemöglichkeit sehe er noch 
einen Aufenthalt in der Klinik L.____, damit im Rahmen einer längeren Beobachtung mögliche 
unfallfremde Ursachen eingeschätzt werden könnten und sich allenfalls hinsichtlich der ortho-
pädischen Situation durch Muskelaufbau ein Verbesserung der Situation erreichen lasse. In der 
Folge wurde der Versicherte vom 21. August bis 12. September 2014 in der Klinik L.____ stati-
onär behandelt. Dort wurde gemäss Austrittsbericht vom 12. September 2014 nebst den bereits 
bekannten Diagnosen neu eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren diagnostiziert. Der Versicherte demonstriere aktuell ein sehr ausgeprägtes Beschwer-
debild mit Gang an zwei Unterarmgehstöcken, das aufgrund der radiologischen und klinischen 
Befunde in seinem Ausmass nicht erklärbar sei. Die Beschwerdeproblematik sei chronifiziert 
und werde auf der Verhaltensebene durch eine erhebliche Symptomausweitung überlagert und 
akzentuiert. Der Versicherte zeige sich an Informationen über besseren Umgang mit Schmer-
zen kaum interessiert, es habe auch keine Verhaltensänderung beobachtet werden können. 
Weder in Bezug auf die Schmerzproblematik noch in Bezug auf die Beweglichkeit des Knies 
habe eine Verbesserung erreicht werden können. Was die Arbeitsfähigkeit betreffe, so könne 
der Versicherte die angestammte Tätigkeit als Bodenleger nicht mehr ausüben. Zumutbar sei 
ihm aber ganztags noch eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit, welche für das linke Knie 
wechselbelastend sei und keine Zwangshaltungen wie Knien, Kauern und Hocken erfordere. 
Der Anteil der sitzend auszuführenden Arbeit sollte dabei höher als 50 % sein. 
 
6.4 Gestützt auf diesen ausführlichen Bericht der Klinik L.____ stellte der Kreisarzt 
Dr. med. M.____, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, am 18. September 2014 erneut 
den Status quo ante fest, worauf die SUVA dem Versicherten mit Schreiben vom 

 

 
 
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19. September 2014 die Einstellung der Taggeldleistungen in Aussicht stellte. Als Reaktion auf 
diese Ankündigung wies der behandelnde Arzt PD Dr. H.____ die SUVA mit Schreiben vom 
6. Oktober 2014 darauf hin, dass er zwar die kreisärztlichen Untersuchungsbefunde und die 
Bemerkungen über den Krankheitsverlauf in grossen Teilen unterstützen könne, bezüglich der 
Arbeitsfähigkeit gelange er aber zu einer anderen Beurteilung. Aufgrund der ausgeprägten und 
zunehmenden Quadrizepsatrophie sei das linke Knie nicht mehr einsatzfähig. Dem Versicher-
ten sei daher nur noch eine leichte bis vorwiegend sitzende Tätigkeit halbtags zumutbar. Der 
Endzustand sei sicherlich erreicht, eine Knietotalendoprothese würde die Situation aufgrund der 
Atrophie nicht bessern, sondern möglicherweise sogar verschlechtern. Am 14. Oktober 2014 
nahm der Kreisarzt Dr. K.____ zu dieser Einschätzung des behandelnden Arztes Stellung. Er 
wies darauf hin, dass er bereits in früheren Beurteilungen festgestellt habe, dass die vom Versi-
cherten geklagten Beschwerden nicht mit den objektiven Befunden in Übereinstimmung zu 
bringen seien. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes in der Klinik L.____ sei nun eine erheb-
liche Symptomausweitung festgestellt worden. In Würdigung aller Berichte komme er zum 
Schluss, dass aus rein unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit des Versicherten auf die im Austrittsbericht der Klinik L.____ umschriebene Zumutbar-
keitsbeurteilung abzustellen sei. Darüber hinausgehende Einschränkungen stünden aus unfall-
chirurgisch-orthopädischer Sicht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausal-
zusammenhang zum Unfallereignis vom 24. September 2009. 
 
7.1 Eine Würdigung der geschilderten medizinischen Unterlagen ergibt, dass in Bezug auf 
die objektivierbaren Befunde aktuell keine erheblichen Differenzen zur Situation im Zeitpunkt 
der ursprünglichen Rentenzusprache feststellbar sind. Der Versicherte benutzte bereits damals 
zwei Gehstöcke und er litt deswegen schon dannzumal unter einer Inaktivitätsatrophie der Mus-
keln am linken Bein. Unstreitig ist, dass sich die Situation am linken Knie im Sommer 2013 auf-
grund der Insuffizienz der Vorderhorn-Aufhängung am lateralen Meniskus verschlechtert hatte, 
weshalb die durchgeführte Refixation der Vorderhorn-Aufhängung fraglos indiziert war. Die 
Operation war in der Folge aber nachweislich erfolgreich. So bestätigte auch der behandelnde 
Arzt PD Dr. H.____ knapp drei Monate nach dem Eingriff, dass reizlose Narbenverhältnisse 
vorlägen und eine Vollbelastung wieder möglich sei. In der Folge wurde die von der SUVA be-
absichtigte Leistungseinstellung zwar auf Interventionen von PD Dr. H.____ hin, der jeweils auf 
persistierende Schmerzen des Versicherten verwies, mehrfach aufgeschoben, objektive Befun-
de für die geklagten Schmerzen liessen sich aber keine mehr finden. Zudem ergab die nochma-
lige Abklärung der Muskelatrophie durch Prof. Dr. J.____, einen bis anhin nicht involvierten 
Neurologen, dass es sich um eine Inaktivitätsatrophie wegen schmerzbedingter Innervations-
hemmung handle. Schliesslich bestätigte auch die Klinik L.____, dass die geklagten Schmerzen 
in diesem Ausmass aufgrund der radiologischen und klinischen Befunde nicht erklärbar seien 
und dass eine erhebliche Symptomausweitung vorliege. Entsprechend diagnostizierten die Ärz-
te der Klinik L.____ erstmals eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren. Soweit diese Schmerzstörung in einem natürlichen Kausalzusammenhang 
zum Unfall stehen sollte, ist ihr im Hinblick auf den Bagatellcharakter des Unfalls aber in jedem 
Fall die für eine allfällige Leistungspflicht des Unfallversicherers zusätzlich erforderliche Adä-
quanz abzusprechen. Die in der Klinik L.____ diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren muss deshalb unberücksichtigt bleiben, wenn - wie hier 

 

 
 
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- die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus ausschliesslich unfallversicherungs-
rechtlicher Sicht zur Diskussion steht.  
 
7.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Würdigung 
des medizinischen Sachverhaltes in Frage zu stellen. Er macht insbesondere geltend, die 
kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wecke insofern Zweifel an ihrer Schlüssigkeit, als 
der Kreisarzt Dr. K.____ in seiner Beurteilung vom 7. August 2014 noch von einer fehlenden 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgegangen sei, 
ehe er bloss etwas mehr als zwei Monate später „eine 180-Grad-Wende“ vollzogen und nun-
mehr das Erreichen des Status quo ante bejaht habe. Diesem Einwand ist entgegen zu halten, 
dass der Kreisarzt seine Beurteilung im August unter dem Vorbehalt der Ergebnisse der Abklä-
rungen in der Klinik L.____ geäussert und darauf hingewiesen hatte, dass unter einer längeren 
Beobachtung gegebenenfalls auch unfallfremde Ursachen eingeschätzt werden könnten. Ge-
nau solche unfallfremden Ursachen sind denn auch in der Folge in der Klinik L.____ in Form 
einer erheblichen Symptomausweitung festgestellt worden. Insofern erweist sich die durch den 
Kreisarzt Dr. K.____ im Oktober 2014 erfolgte Anpassung seiner früheren Zumutbarkeitsbeur-
teilung als plausibel und nachvollziehbar. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Be-
schwerdeführer schliesslich aus dem Einwand des behandelnden Arztes PD Dr. H.____, der 
auch in seiner letzten Stellungnahme im Vergleich zur Einschätzung der SUVA-Ärzte von einer 
erheblich stärker beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit des Versicherten ausgeht. Auf diese Zumut-
barkeitsbeurteilung des behandelnden Arztes kann jedoch nicht abgestellt werden, da sie nicht 
nur die reinen Unfallfolgen im linken Knie, sondern offenbar auch die Auswirkungen der - zu-
mindest nicht adäquat unfallkausalen - chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psy-
chischen Faktoren auf die Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt.  
 
7.3 Vergleicht man den Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt des rentenzusprechenden Ent-
scheids bestanden hat, mit der aktuellen Situation, so zeigt sich, dass sich die unfallbedingten 
Gesundheitsbeeinträchtigungen und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten nicht in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert haben. Somit besteht 
aber, wie die SUVA zutreffend entschieden hat, kein Anlass für eine revisionsweise Erhöhung 
der dem Versicherten bis anhin ausgerichteten Invalidenrente.  
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid der SUVA vom 29. Dezember 2014 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene 
Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie - soweit darauf eingetreten werden kann 
(vgl. E. 1.2 hiervor) - abgewiesen werden muss. 
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Partei-
entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 

 

 
 
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9.3 Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. März 2015 für das vorliegende Ver-
fahren die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist 
dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 
2014 geltenden Fassung). beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- 
pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
22. April 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 11,75 Stunden geltend 
gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Ausla-
gen von Fr. 49.40. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2‘591.35 
(11,75 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 49.40 + 8 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse auszurichten. 
 
9.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
er dazu in der Lage ist. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2‘591.35 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.  

 

 
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