# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efd7a977-6a9d-50aa-af51-e009179abf4c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 28.10.2008 R 2008 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_R-2008-46_2008-10-28.pdf

## Full Text

R 08 46

4. Kammer 

URTEIL
vom 28. Oktober 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. a) Am 24. Oktober 2007 liessen …., … sowie die …, gegen das am 3. Oktober 

2007 von der … eingereichte Baugesuch betreffend … Umgebungsgestaltung 

mit Verschiebung Gartenpavillon, Einsprache erheben und verlangten die 

Verweigerung der Bewilligung für die geplanten Umgebungsarbeiten. 

Eventualiter sei für den Fall einer Bewilligung mittels Auflage sicherzustellen, 

dass die Einsprachegegnerin auf dem Strässchen zwischen Haus Nr. 37 und 

Haus Nr. 38 auf ihre Kosten eine Barriere erstelle, welche über Funk zu 

bedienen sei und für welche nur die Eigentümer eines Garagenplatzes auf der 

Liegenschaft Nr. 2493 einen entsprechenden Decoder besässen. 

Subeventualiter sei ein Exemplar des entsprechenden Decoders auch der 

Einsprachegegnerin auszuhändigen unter der Bedingung, diesen nicht 

Gästen oder Arbeitnehmern für die Benutzung des Parkplatzes zugänglich zu 

machen. Zusätzlich sei die Einsprachegegnerin zu verpflichten, während 20 

Jahren keine wesentliche Abänderung der Umgebung mehr vorzunehmen, 

insbesondere keine Zweitwohnungen auf der neu gebauten Tiefgarage zu 

erstellen, diese zu erweitern oder die Anzahl der Parkplätze zu erhöhen. 

b) Am 28. Mai 2008 wies der Gemeindevorstand der Gemeinde … die 

Einsprache ab, soweit er darauf eintrat, und erteilte die Bewilligung unter zwei 

Auflagen: 

 Die Zufahrt für die Parkplätze auf der Tiefgarage müsse über die gleiche 

Zufahrt wie der zur neuen Tiefgarage, zwischen der … und dem Hotel … 

erfolgen. 

 Die Zufahrt zwischen Haus Nr. 37 und Haus Nr. 38 dürfe nur als Notzufahrt 

im Ausnahmefall genutzt werden. Am Ende der Zufahrt unmittelbar vor den 

Parkflächen sei eine Barriere anbringen zu lassen, welche im Normalfall 

geschlossen bleiben müsse. 

2. Gegen diesen Bau- und Einspracheentscheid liessen …, … sowie … am 13. 

Juni 2008 frist- und formgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

erheben mit den Begehren, den Beschluss der Gemeinde aufzuheben, der 

Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen, einen sofortigen Baustopp 

zu verfügen und einen Augenschein durchzuführen. In der Begründung wurde 

ausgeführt, dass der Pavillon und die Umgebung eine Einheit bildeten, die 

nicht durch Teilbewilligungen auseinander gerissen werden könne. Der 

angefochtene Beschluss sei bereits aus diesem Grund aufzuheben. Wohl 

gebe die Gemeinde richtig wieder, dass sie sich gegen die Erstellung von 

Parkplätzen auf der Tiefgarage und die Benutzung der Strasse zwischen 

Haus Nr. 37 und Haus Nr. 38 als Zufahrt gewandt und die Bauherrschaft 

hätten verpflichten wollen, keine Veränderungen an der Umgebung mehr 

vorzunehmen. Das Hauptbegehren habe aber gelautet, die Bewilligung für die 

Umgebungsarbeiten zu verweigern. Die Umgebungsgestaltung sei nun 

schliesslich mit der Auflage betreffend Zufahrt bewilligt worden. Noch im 

Bewilligungsverfahren für die Erstellung einer Tiefgarage habe die … 

vorgesehen, einen Dachgarten auf der Tiefgarage zu erstellen, welcher erst 

mit dem vorliegend bewilligten Plan in einen Parkplatz abgeändert worden sei. 

Korrekterweise wäre ein Abänderungsgesuch zum Baubescheid einzureichen 

gewesen. Es handle sich dabei um eine gewichtige Änderung des Projektes, 

weshalb die Bauausschreibung für das geänderte Projekt hätte erfolgen und 

somit die Tiefgarage ebenfalls nochmals in den ausgeschriebenen Plänen 

hätte enthalten sein müssen. Art. 32 Abs. 2 des Baugesetzes der Gemeinde 

… (BG) sehe vor, dass unterirdische Parkiermöglichkeiten bei einer 

Beeinträchtigung des Ortbildes angeordnet werden sollten. Vorliegend 

würden die offenen Parkplätze als störend empfunden. Sie seien von weither 

sichtbar und würden das Erscheinungsbild des gesamten Dorfes 

beeinträchtigen, weswegen sie nicht bewilligt werden könnten. Aus dem 

bewilligten Plan gehe hervor, dass zwei Parkplätze auf dem 

Kiesweg/Servicestrasse liegen sollten. Auf einer Servicestrasse könne aber 

kein Parkplatz erstellt werden. Auch nicht ersichtlich sei das Material des 

Parkplatzbelages. Ihren Bedenken betreffend Zufahrt sei die Gemeinde zwar 

mittels Formulierung einer Auflage nachgekommen; deren Formulierung sei 

aber unklar. Der Begriff „Notzufahrt“ sei noch verständlich, allerdings folge die 

Einschränkung, dass die Barriere in Normalfall geschlossen sein müsse und 

nur im Ausnahmefall befahren werden dürfe. Es sei unklar, wann ein 

Ausnahmefall vorliege bzw. wann die Barriere offen zu bleiben habe und die 

Strasse befahren werden könne. Schliesslich entspreche der heute 

genehmigte Gestaltungsplan nicht mehr dem aufgelegten und 

angefochtenen. Auf dem ursprünglichen Plan seien noch 15 Parkplätze auf 

der inzwischen erstellten Tiefgarage vorgesehen gewesen, während der 

genehmigte Gestaltungsplan bereits 25 Parkplätze enthalte. Offenbar sei ein 

erneutes Abänderungsgesuch noch vor der Genehmigung des ersten 

Gesuches erfolgt. Es erscheine kaum möglich, dass wirklich ein Parkplatz mit 

25 Abstellplätzen notwendig sei.

3. Mit Präsidialverfügung vom 1. Juli 2008 (R 08 46a) wurden die Gesuche um 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung resp. um Anordnung eines 

Baustopps abgelehnt.

4. a) Die Gemeinde liess in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde 

beantragen. Begründend wurde vorgebracht, dass es – nachdem das 

Verwaltungsgericht in VGU R 08 3 die Beschwerde gegen die Verlegung des 

Pavillons abgewiesen habe – hauptsächlich um die Umgebungsgestaltung 

gehe. In dem von der Bauherrschaft eingereichten präzisierenden Plan sei vor 

allem die Barriere der Zufahrt zwischen Haus Nr. 37 und Haus Nr. 38 sowie 

die oberirdischen Parkplätze und die hier nicht weiter interessierende 

Neugestaltung im Grenzbereich zu Parzelle Nr. 1770 (Hotel …) 

eingezeichnet. Der Gemeindevorstand habe daraufhin die Baubewilligung für 

die Umgebungsarbeiten unter den erwähnten Auflagen erteilt. In VGU R 08 3 

habe das Verwaltungsgericht in der Zweiteilung der Bewilligung für die 

Pavillonverschiebung und die Umgebungsarbeiten keinen Grund zur 

Beanstandung gesehen. Art. 31 BG schreibe den Grundeigentümern nicht 

vor, dass Abstellplätze unterirdisch angelegt werden müssten. Die Kann-

Vorschrift von Art. 32 Abs. 2 BG räume der Baubehörde diesbezüglich ein 

umfassendes Ermessen ein. Somit könne von den Beschwerdeführern die 

unterirdische Parkierung gar nicht gefordert werden. Das Verwaltungsgericht 

könne hier nur eingreifen, wenn das vorliegende Parkierungsregime sich im 

Lichte von Art. 31 Abs. 3 BG überhaupt nicht vertreten liesse. Dies sei aber 

nicht der Fall, weil der grösste Teil der Pflichtparkplätze sich in der neuen 

zweistöckigen, 98 Parkplätze umfassenden Einstellhalle befinde. Es werde 

noch eine geringe Anzahl von Parkplätzen oberirdisch angelegt, was im Lichte 

der Ästhetikbestimmungen nicht ins Gewicht falle. Der Parkraum sei für die 

Allgemeinheit praktisch nicht einsehbar, lediglich von den direkt 

anstossenden Liegenschaften aus. Ob letztlich 25 oder 15 Parkplätze 

angelegt würden, sei irrelevant. Diese kämen wesentlich tiefer als die 

Liegenschaft der Beschwerdeführer zu liegen. An dieser Stelle wäre auch eine 

Hochbaute möglich, welche die Aussicht stark beeinträchtigen würde. Für die 

Bewilligungsfähigkeit der Parkplätze käme es nicht darauf an, ob die 

Oberfläche nun mit diesem oder jenem Belag ausgestattet sei. Was die 

Überlappung anbetreffe, fehle den Beschwerdeführern das 

Rechtsschutzinteresse, da für die fehlenden Parkplätze auch Ersatzabgaben 

bezahlt werden könnten. Wenn die Baubehörde von mehr als 120 

Pflichtparkplätzen 25 oberirdisch zugelassen habe, bewege sie sich im 

Rahmen ihres Ermessens. Die Baubehörde habe nicht nur verbal eine 

Zufahrtsbeschränkung auferlegt, sondern auch die Anbringung einer Barriere 

unmittelbar vor den Parkflächen gefordert. Die Auflage betreffend Notzufahrt 

im Ausnahmefall sei klar formuliert. Die Zufahrt für die oberirdischen 

Parkplätze müsse gemäss Baubewilligung über die gleiche Zufahrt wie der 

zur neuen Tiefgarage zwischen der … und dem Hotel … erfolgen. Es gebe 

keine gesetzliche Grundlage für die Verfügung eines Verbotes, während 20 

Jahren die Umgebung nicht wesentlich zu verändern und keine 

Zweitwohnungen auf der neuen Tiefgarage zu erstellen. 

b) Die Bauherrschaft liess in ihrer Stellungnahme die Abweisung der 

Beschwerde beantragen, soweit darauf einzutreten sei. In der Begründung 

wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass das Verwaltungsgericht in VGU R 

08 3 den Einwand des Auseinanderreissens der Baubewilligung für Pavillon 

und Umgebung für unberechtigt erachtet habe. Die Tiefgarage sei schon 

bewilligt. Sie werde durch die Umgebungsgestaltung nicht tangiert. Die von 

den Beschwerdeführern angesprochenen Projektänderungen bezögen sich 

ausschliesslich auf die Umgebungsgestaltung. Diese könnten vorliegend 

unter allen relevanten Aspekten geprüft werden, ohne dass das 

Tiefgaragenprojekt nochmals ausgeschrieben werde. Die auf dem 

Garagendach vorgesehenen offenen Parkplätze beeinträchtigten das Ortsbild 

nicht. Die Zufahrt zwischen den Häusern Nr. 37 und Nr. 38 sei nicht bewilligt 

worden. Daher könnten dort nun zwei Abstellplätze errichtet werden. Wenn 

die Parkplätze gemeint seien, welche im Plan „Konzept für die 

Umgebungsgestaltung“ mit einer Ecke in den Kiesweg hineinragten, sei 

ersichtlich, dass diese Parkplätze den Kiesweg nicht tangierten. Der Belag 

entspreche dem üblichen Standard, teils bekiest, teils begrünt. Die Zufahrt 

zwischen der … und dem Hotel … entspreche sämtlichen Anforderungen. Die 

Formulierung in der Baubewilligung betreffend die Zufahrt zwischen den 

Häusern Nr. 37 und Nr. 38 sei klar. Diese dürfe grundsätzlich nicht befahren 

werden. Bei Notfällen handle es sich um Unvorhergesehenes, um seltene 

Fälle, bei welchen eine Zufahrt über die ordentliche Zugangsstrasse nicht 

möglich sei. Mit der Barriere sei gewährleistet, dass die Strasse nicht 

uneingeschränkt nutzbar sei. Die von der Gemeinde verlangten und von der 

Bauherrschaft im Baubewilligungsverfahren eingereichten Präzisierungen 

beträfen insbesondere die Geländeschnitte in Bezug auf die angrenzende 

Parzelle Nr. 1770 und hätten keinen Einfluss auf das Projekt. Zudem seien 

Anpassungen aufgrund der Einsprachen gemacht worden, indem die Zufahrt 

zu den offenen Parkplätzen zwischen den Häusern Nr. 37 und Nr. 38 korrigiert 

und eine Barriere eingetragen worden sei. Damit seien die Forderungen der 

Einsprecher berücksichtigt worden und es habe keiner neuen Ausschreibung 

bedurft, zumal den Einsprechern davon Kenntnis gegeben worden sei. Es 

gebe keine gesetzliche Grundlage, wonach nicht mehr als die absolut 

erforderlichen Parkplätze erstellt werden dürften. 

5. In ihrer Replik liessen die Beschwerdeführer an ihren Rechtsbegehren 

festhalten. Das Baubewilligungsverfahren, wie es die Gemeinde … vorliegend 

angewandt habe, sei bedenklich, weil eine Salamitaktik angewendet worden 

sei. Sie seien, entgegen deren Versprechen, von der Bauherrschaft nicht 

immer informiert worden. 

6. a) Die Gemeinde verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. 

b) Die Bauherrschaft liess in ihrer Duplik an den Rechtsbegehren festhalten und 

ergänzend ausführen, dass die früher erteilten Baubewilligungen längst in 

Rechtskraft erwachsen seien und die heutigen Beschwerdeführer auch zur 

Einsprache gegen die früheren Baueingaben legitimiert gewesen seien. 

Sämtliche erteilten Baubewilligungen hätten den massgebenden Vorschriften 

entsprochen. Zudem sei es nicht verboten, ein Bauvorhaben etappenweise 

durchzuführen und während laufender Ausführung Projektänderungen 

einzugeben. Erforderlich sei nur, dass die betroffenen Nachbarn bei jeder 

Projektänderung die Möglichkeit hätten, ihre Rechte wahrzunehmen, was 

vorliegend jederzeit gewährleistet gewesen sei. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde ist der Beschluss der 

Gemeinde vom 28. Mai 2008 resp. das diesem zugrund liegende Baugesuch 

vom 3. Oktober 2007.

2. Die Beschwerdeführer beantragen die Durchführung eines Augenscheines. 

Gemäss Art. 11 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) ist der Sachverhalt im verwaltungsrechtlichen Verfahren 

von Amtes wegen zu ermitteln, wobei die Behörde bei der Beweiserhebung 

nicht an die Parteibegehren gebunden ist. Neben dem Wissen der Mitglieder 

dient der Behörde u.a. der Augenschein als Beweismittel (Art. 12 Abs. 1 lit. e 

VRG). Im Rahmen der verwaltungsgerichtlichen Streitsache R 08 3 betreffend 

die Baubewilligung für den Abbruch und Wiederaufbau mit 

Standortverschiebung des Sportpavillons wurde am 10. April 2008 ein 

Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt. Dabei konnte sich das Gericht 

ein genaues Bild von den gesamten Örtlichkeiten machen. Angesichts des auf 

die Umgebung beschränkten Prozessthemas und der bei den Akten liegenden 

umfassenden Baueingabepläne gelangt das Gericht zum Schluss, dass auf 

die Durchführung eines weiteren Augenscheines verzichtet werden kann. 

3. Die Beschwerdeführer bemängeln, dass die Gemeinde das Gesuch für die 

Verschiebung des Sportpavillons und jenes für die Umgebungsgestaltung 

getrennt voneinander behandelt habe, obwohl der Pavillon und die Umgebung 

eine Einheit bilden würden, die nicht durch Teilbewilligungen auseinander 

gerissen werden könne. Dazu gilt festzuhalten, dass die Frage der 

Teilbewilligungen bereits im Beschwerdeverfahren R 08 3 Prozessthema 

bildete. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 11. April 2008 (VGU 

R 08 3) das Vorgehen der Gemeinde nicht beanstandet und die 

Teilbewilligungen als rechtmässig erachtet. Zudem wuchs der Entscheid, da 

er von den Beschwerdeführern nicht angefochten wurde, in Rechtskraft. Es 

erübrigt sich daher, auf dieses Vorbringen weiter einzugehen. 

4. Die Beschwerdeführer bringen vor, dass im Bewilligungsverfahren für die 

Erstellung einer Tiefgarage ein Dachgarten auf der Tiefgarage vorgesehen 

gewesen sei. Dieser Dachgarten sei mit dem vorliegend bewilligten Plan in 

einen Parkplatz abgeändert worden, weshalb es korrekterweise eines 

Abänderungsgesuches bedurft hätte. 

Vorerst ist festzuhalten, dass die Tiefgarage bereits Gegenstand eines 

früheren Baugesuches war, welches von der Gemeinde bewilligt worden und 

in der Folge in Rechtskraft erwachsen ist. Da sich im Vergleich zum bewilligten 

Projekt weder an ihrer Erschliessung noch an ihrer Grösse etwas geändert 

hat, ist nicht ersichtlich, weshalb diese nochmals Gegenstand eines 

Abänderungsgesuches hätte bilden müssen. Bezüglich der Parkplätze auf 

dem Dach der Parkgarage ist darauf hinzuweisen, dass dort bereits in der 

Baueingabe vom Herbst 2007 15 Parkplätze eingetragen waren. Südwestlich 

dieser Parkplätze ist die Bezeichnung „Schotterrasen“ angebracht. Auch 

wenn auf diesem Schotterrasenplatz keine Parkplätze eingezeichnet sind, 

geht bereits aus der Belagsbezeichnung hervor, dass dieser für das Abstellen 

von Fahrzeugen vorgesehen war. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass 

die Erstellung dieser zusätzlichen 10 Parkplätze auf dem Dach der Tiefgarage 

als Teil der Umgebung bewilligt wurde. Es ist daher keineswegs so, dass 

diese Veränderung als wesentlich bezeichnet werden kann bzw. eine 

gewichtige Projektänderung darstellt. 

5. a) Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, dass ein offener Parkplatz an 

einer weithin sichtbaren und für das Ortsbild äusserst sensiblen Stelle im 

Kerngebiet der Gemeinde das Ortsbild beeinflusse und störe, weshalb dieser 

oberirdisch nicht bewilligt werden könne. Dabei verweisen sie auf Art. 32 Abs. 

2 BG. Gemäss Art. 31 ff. BG ist die Bauherrschaft gezwungen, die gesetzlich 

vorgeschriebenen Parkplätze zu erstellen. Die Pflicht zur Schaffung von 

Abstellplätzen ist gemäss Art. 32 Abs. 1 BG auf dem Baugrund zu erfüllen, 

wobei die Baubehörde in besonderen Fällen, namentlich aus Rücksicht auf 

Ortsbild, Verkehrslage und Immissionen die Schaffung von unterirdischen 

Parkplätzen anordnen kann (Art. 32 Abs. 2 BG). Aus dem Gesetzeswortlaut 

geht hervor, dass Parkplätze grundsätzlich an der Oberfläche zu erstellen sind 

und nur in Ausnahmefällen unterirdisch angelegt werden müssen. Ferner ist 

zu beachten, dass die Anordnung von unterirdischen Parkplätzen im 

Ermessen der Baubehörde liegt. Diese hat somit darüber zu entscheiden, in 

welchen Fällen eine Situation es gebietet, vom Normalfall, d.h. der Erstellung 

von Parkplätzen an der Oberfläche, abzuweichen. 

b) Im vorliegenden Projekt wurden 98 der insgesamt 120 Parkplätze in der 

Tiefgarage, also unterirdisch, angelegt. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb 

die an der Oberfläche geplanten 25 Parkplätze gegen Art. 32 Abs. 1 BG 

verstossen sollten. Zudem gehören Parkplätze zu den Infrastrukturanlagen 

eines Hotels und sind in der Hotelzone, in welcher sie zu liegen kommen, 

sowieso zonenkonform. Zu prüfen bleibt lediglich, ob das Anlegen der 25 

Aussenparkplätze gegen den Ortsbildschutz gemäss Abs. 2 der 

vorgenannten Bestimmung verstösst. Anlässlich des Augenscheins vom 10. 

April 2008 konnte festgestellt werden, dass der fragliche Parkplatz nicht wie 

von den Beschwerdeführern behauptet, in einer äusserst sensiblen Stelle im 

Kerngebiet der Gemeinde geplant ist und dass dieser von oben her kaum und 

von unten her lediglich aus grosser Distanz bzw. nur von der 

gegenüberliegenden Talseite aus einsehbar ist. Da sich der Parkplatz auf 

einem tieferen Niveau als die oberhalb gelegenen Liegenschaften befindet, 

werden die Eigentümer der direkt anstossenden Liegenschaften in ihrer 

Aussicht nicht eingeschränkt. Ferner ist der Parkplatz zwischen 

verschiedenen Hochbauten platziert und ordnet sich diesen unter, weshalb er 

keinesfalls als störend bezeichnet werden kann. Dazu ist sich vor Augen zu 

führen, dass in der Hotelzone auch Hochbauten als zonenkonform gelten. 

Würde eine solche auf dem Parkplatz erstellt, hätte dies auf die angrenzenden 

Liegenschaften viel grössere Auswirkungen als der ebenerdige Parkplatz auf 

dem Dach der Parkgarage. Die Platzierung der geplanten Parkplätze auf dem 

Dach der Parkgarage ist unproblematisch, da sich dieser unmittelbar in die 

bauliche Umgebung einfügt und daher nicht gegen den Ortsbildschutz 

verstösst.

6. Die Beschwerdeführer bringen vor, dass gemäss dem von der Gemeinde 

bewilligten Plan zwei Parkplätze auf der als „Kiesweg/Servicestrasse“ 

bezeichneten Strasse zu liegen kommen, was nicht möglich sei. 

Es ist richtig, dass nordöstlich dieser Strasse ein zusätzlicher Parkplatz 

vorgesehen ist. Da die ursprünglich zwischen den Gebäuden Nr. 37 und 38 

geplante Zufahrt gemäss Auflage der Gemeinde nur eine Notzufahrt darstellt 

und die Barriere zwischen dem Dachparkplatz und dieser Zufahrt „im 

Normalfall“ geschlossen bleibt, kann der Raum seitlich der Barriere für einen 

zusätzlichen Parkplatz genutzt werden. Dieser befindet sich jedoch, entgegen 

der Ansicht der Beschwerdeführer, nicht auf der Strasse, sondern seitlich der 

vorgesehenen Barriere auf dem Dachparkplatz. Es ist somit nicht 

nachvollziehbar, weshalb dieser nicht bewilligt werden sollte. Schliesslich ist 

auch der Einwand, dass aus dem bewilligten Plan nicht ersichtlich werde, aus 

welchem Material der Belag des Parkplatzes sei, nicht zutreffend. Gemäss 

Baugesuchsunterlagen handelt es sich beim vorgesehenen Belag um 

Schotterrasen. Aber auch wenn der Parkplatzbelag nicht genau ausgewiesen 

wäre, würde dies keinen Grund darstellen, die Baubewilligung zu verweigern. 

7. Weiter wird bemängelt, dass die Auflage betreffend Zufahrt zwischen Haus 

Nr. 37 und Haus Nr. 38 unklar formuliert sei. Insbesondere gehe daraus nicht 

hervor, was unter Notzufahrt und Ausnahmefall zu verstehen sei. 

In ihrer Einsprache vom 24. Oktober 2007 verlangten die Beschwerdeführer, 

dass auf dem Strässchen zwischen dem Haus Nr. 37 und Haus Nr. 38 eine 

Barriere erstellt werde, die nur von den Eigentümern eines Garagenplatzes 

auf der Liegenschaft Nr. 2493 und der Hoteleigentümerin geöffnet werden 

könnte. Der Zweck dieses Begehrens lag darin, dass die Zufahrtsstrasse nicht 

von Hotelgästen oder Arbeitnehmern befahren werden sollte. Die Gemeinde 

ist mit der Auflage, die Zufahrt dürfe nur als Notzufahrt im Ausnahmefall 

benützt werden und vor der Parkfläche sei eine Barriere anbringen zu lassen, 

welche im Normalfall geschlossen bleibe, dem Begehren vollumfänglich 

nachgekommen. Gemäss Ziffer 3.b des Dispositivs der Baubewilligung darf 

die Zufahrt zwischen den Häusern Nr. 37 und 38 nur als Notzufahrt im 

Ausnahmefall benützt werden. Die Barriere am Ende der Zufahrt muss also 

im Normalfall geschlossen bleiben. Normalfall ist folglich jeder Fall ausser 

dem in ersten Satz beschriebenen Ausnahmefall, nämlich der Notzufahrt. Die 

Bauherrschaft ist selber der Ansicht, dass der Begriff „Notzufahrt“ noch 

verständlich sei. Dem Vorwurf der Beschwerdeführer, dass der Begriff 

„Ausnahmefall“ missverständlich bzw. die Auflage unklar formuliert sei, kann 

daher nicht gefolgt werden. 

8. Der Einwand der Beschwerdeführer, die Zufahrtsstrasse sei zu steil und 

entspreche nicht den massgebenden Normen, ist nicht zielführend. Die 

ordentliche Zufahrt zum Dachparkplatz erfolgt, nachdem die ursprünglich 

geplante Zufahrt gemäss Auflage nur im Ausnahmefall benutzt werden darf, 

zwischen der … und dem Hotel ... Diese Zufahrt entspricht den bautechnisch 

gestellten Anforderungen vollumfänglich, weshalb das Vorbringen 

unerheblich ist. 

9. Schliesslich wird gerügt, dass der genehmigte Gestaltungsplan nicht mehr 

dem aufgelegten und von den Beschwerdeführern angefochtenen Plan 

entspreche. Auf dem ursprünglichen Plan seien 15 Parkplätze, auf dem 

genehmigten Gestaltungsplan 25 Parkplätze auf der Tiefgarage vorgesehen. 

Es erscheine zweifelhaft, dass der Bedarf für die zusätzlichen 15 Parkplätze 

ausgewiesen sei. 

Der ursprünglich aufgelegte Baueingabeplan wurde von der Baugesellschaft, 

auf Verlagen der Gemeinde, präzisiert und an die von den Beschwerdeführern 

in ihrer Einsprache beantragten Bedingungen angepasst. So wurde u.a. die 

ursprünglich zwischen den Häusern Nr. 37 und 38 geplante Zufahrt zu den 

Parkplätzen auf dem Dach der Tiefgarage korrigiert, die Barriere eingetragen, 

ein zusätzlicher Parkplatz oberhalb und neun Parkplätze unterhalb der Zufahrt 

Service-/TLF ausgewiesen. Der Bedarf für diese zusätzlichen Parkplätze auf 

dem Dach der Tiefgarage ist aufgrund der dem Baugesuch beigelegten 

Unterlagen nachgewiesen. Da die anlässlich der Präzisierung der 

Eingabepläne zusätzlich vorgenommenen Änderungen den Forderungen der 

Beschwerdeführer entsprechen, diesen zur Kenntnis gebracht worden sind 

und der Bedarf für die zusätzlichen Parkplätze ausgewiesen ist, ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb die Pläne nochmals hätten aufgelegt werden 

müssen.

10. a) Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführer. 

b) Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten 

notwendigen Kosten zu ersetzen. Die Beschwerdeführer haben daher die 

private Gegenpartei aussergerichtlich zu entschädigen. Der mit den 

eingereichten Honorarnote geltend gemachte Betrag von Fr. 2'715.70 

erscheint als ausgewiesen. 

c) Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht vorliegend kein 

Anlass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 352.--

zusammen Fr. 3'352.--

gehen zulasten der Beschwerdeführer und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. Die Beschwerdeführer entschädigen die … aussergerichtlich mit Fr. 2'715.70 

(inkl. MWST).