# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 604b6c20-4f01-556f-b742-2c6c7889d35b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-09-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 12.09.2006 S 2006 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2006-73_2006-09-12.pdf

## Full Text

S 06 73

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 12. September 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. a) … ist geboren 1943 und gelernter Huf- und Wagenschmied. Sohn … ist 1991 

geboren. Seit dem 1. Oktober 1986 arbeitete der Beschwerdeführer als 

Magaziner bei der ...

b) Am 1. Mai 2001 erlitt der Versicherte bei einem Berufsunfall eine Kontusions-

/Distorsionsverletzung des rechten Schultergelenks. Die Abklärungen mittels 

Magnetresonanztomographie (MRI) im November 2002 zeigten eine Ruptur 

der Bicepssehne sowie einen Riss im Bereiche der Supraspinatussehne. 

Alsdann bezog der Beschwerdeführer Leistungen der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA). Ihm wurde nach zweimaliger Operation 

rechts schliesslich in einer dritten Operation im Mai 2004 eine Schulter-

Totalprothese eingesetzt. 

2. a) Am 28. Mai 2004 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung 

(IV) zum Rentenbezug und Umschulung an. Seine seit Mai 2001 bestehende 

Behinderung sei auf einen Unfall zurückzuführen. Bei der Art der Behinderung 

handle es sich um eine Rotatorenmanschetten-Re-Ruptur rechts dreimal und 

eine Rotatorenmanschettenrekonstruktion links zweimal.

b) Am 21. Juni 2004 wurde der Versicherte in einer Privatsprechstunde der 

Uniklinik Balgrist untersucht. Die Uniklinik Balgrist rechne mit einer 

schlussendlichen Elevation von gut 120°. Dieses Ziel sei mit Physiotherapie 

zu erreichen. Der Patient werde wahrscheinlich in seinem angestammten 

Beruf als Huf- und Wagenschmied arbeitsunfähig bleiben. Diesbezüglich 

seien Abklärungen der SUVA im Gange.

c) Mit Schreiben vom 16. Juni 2004 berichtete Hausarzt Dr. …, dass der Verlauf 

beim Patienten ausserordentlich günstig und der Beschwerdeführer seit der 

Operation beschwerdefrei sei. Aktive Abduktion und Elevation sei zu 100° 

möglich, die rohe Kraft sei recht ordentlich und er habe eine reizlose Wunde. 

Da der Versicherte die in seiner Tätigkeit als Eisenbieger häufige 

Überkopfarbeit nicht mehr bewältigen könne, sei die Stelle im Einverständnis 

mit der SUVA per 31. August 2004 gekündigt worden. Es werde wohl nicht 

einfach sein, für den psychisch einfach strukturierten, zu intellektueller Arbeit 

absolut ungeeigneten Versicherten eine Arbeit zu finden und es zeichne sich 

ein neuer IV-Fall ab.

d) Aus der Situationsanalyse der SUVA vom 27. Mai 2004 geht hervor, dass der 

Versicherte im Dezember 2002 einen Rückfall nach einer Arthroskopie der 

Schulter rechts vom 26. November 2002 erlitten hatte. Im Jahre 2000 sei der 

Versicherte an der linken Schulter operiert und im Sommer 2000 die 

Behandlung abgeschlossen worden. Nach zweifacher Operation an der 

rechten Schulter im Jahre 2003 sei ihm eine Totalprothese eingesetzt worden. 

Die linke Schulter sei heute absolut beschwerdefrei. Die Schmerzen der 

rechten Schulter seien nach der dritten Operation bedeutend geringer. Die 

angestammte Tätigkeit (grob-manuelle Arbeiten) sei dem Versicherten in 

Zukunft nicht mehr zumutbar. Alternative Einsatzmöglichkeiten seien leider 

nicht vorhanden, weswegen das Arbeitsverhältnis per 31. August 2004 

aufgelöst worden sei. Der Versicherte könne nur für sogenannte grob-

manuelle Arbeit an der Front eingesetzt werden, da seine intellektuellen 

Fähigkeiten die Möglichkeiten praktisch auf null einschränkten.

3. Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto verdiente der Versicherte bei 

der … AG in den Jahren 1997 bis 2003 zwischen Fr. 56'505.-- und 59'797.-- 

pro Jahr. Am 7. Juni 2004 bestätigte die … AG, dass der Versicherte vom 1. 

Mai 2000 bis 30. April 2001 Fr. 61'985.-- verdient habe. Gemäss der 

Arbeitsbescheinigung vom 23. Juli 2004 ist zu entnehmen, dass der 

Versicherte im Jahre 2003 Fr. 59'797.-- verdiente. Im Jahre 2004 verdiente er 

den gleichen Monatslohn wie im Jahre 2003. Der Versicherte habe vom 1. 

Februar bis 31. März 2003, vom 1. November bis 31. Dezember 2003 und 

vom 1. Januar bis 31. August 2004 wegen seiner Verletzung nicht gearbeitet.

4. a) Am 19. August 2004 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. … statt. 

Dieser stellte eine deutliche Atrophie der Schultergürtelmuskulatur rechts fest, 

insbesondere im Bereich des Musculus deltoideus. Das Schultergelenk sei 

indolent. Die Untersuchung erfolge drei Monate nach der letzten Operation. 

Zurzeit bestehe noch ein hochgradiges Defizit in Bezug auf die Beweglichkeit 

sowie in Bezug auf die Kraftbelastung ab Schulterhöhe. Hier seien noch 

geringgradige Verbesserungen zu erwarten. Ab dem 1. Oktober 2004 bestehe 

beim Versicherten eine 50%ige Vermittlungsfähigkeit für leichte Tätigkeiten 

mit folgender Charakteristik: Kein repetitives Heben und Tragen von Lasten 

über 5 kg, keine Belastungen oberhalb Schulterhöhe. Vorstellbar seien 

Arbeiten im Industriebereich wie z.B. Sortieren. Für derartige 

behinderungsgerechte Tätigkeiten bestehe ab dem 1. November 2004 eine 

volle Vermittlungsfähigkeit.

Gestützt darauf kürzte die SUVA mit Schreiben vom 20. August 2004 ab 1. 

Oktober 2004 das Taggeld auf 50% und stellte dieses ab 1. November 2004 

ein.

b) In einer ärztlichen Abschlussuntersuchung erstattete SUVA-Kreisarzt Dr. … 

am 13. Mai 2005 Bericht. Der Versicherte gebe an, er stelle bei 

Alltagsbeschäftigungen und beim Verrichten leichter Gartenarbeiten eine 

zunehmende Ermüdbarkeit in der zweiten Tageshälfte und gegen Abend fest. 

Leichte Zudiensttätigkeiten und Hilfsarbeiten seien trotz merklichen 

Kraftverlusts gut möglich. In der Regel verspüre er nachts keine Schmerzen, 

erwache aber gelegentlich wegen ziehender Schulterbeschwerden. Dr. … 

diagnostizierte, dass das Gangbild flüssig, hinkfrei und unbehindert sei. Im 

Schultergürtelbereich seien markante, muskuläre Atrophiebefunde im Bereich 

der rechtseitigen RM-Muskulatur festgestellt worden, insbesondere im Infra- 

und Supraspinatusbereich, etwas weniger im Deltideusbereich. In erster Linie 

bestehe eine Funktionseinbusse und Einschränkung sämtlicher 

Bewegungsabläufe und Einsätze des rechten Armes über Schulter- und 

Kopfhöhe. Weiter bestehe auch eine charakteristische, deutliche 

Krafteinschränkung dieses rechten Armes. Es könnten weiterhin keine 

repetitiven Hebe- und Traglasten über 5 kg ab Körper- und Schulterhöhe 

durchgeführt werden. Für behinderungsgerechte Beschäftigungen bestehe 

weiterhin volle Vermittlungsfähigkeit.

c) Gestützt auf den Bericht von Kreisarzt Dr. … sprach die SUVA dem 

Versicherten am 10. Juni 2005 eine Invalidenrente auf einen IV-Grad von 22% 

zu. Bei einer den Unfallfolgen angepassten Tätigkeit (z.B. Bedienung und 

Überwachung von Maschinen oder Automaten, Verpackungs-, Abpack- oder 

Sortierarbeiten sollte ein Salär von rund Fr. 3'560.-- x 13 realisiert werden 

können. Gegenüber dem Lohn ohne Unfallfolgen von Fr. 4'550.-- x 13 ergebe 

dies unfallbedingte Lohneinbusse von 21.75%, gerundet 22%. Die Rente 

werde rückwirkend ab 1. November 2004 zugesprochen. Zudem wurde dem 

Versicherten aufgrund einer Integritätseinbusse von 20% eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- ausbezahlt.

5. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache, welche von der SUVA am 17. 

August 2005 gutgeheissen wurde. Die Gegenüberstellung des Validen- und 

des Invalideneinkommens ergab eine Erwerbseinbusse von 26%. Für die 

Berechnung wurde auf die Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für 

Statistik (LSE) abgestellt.

6. Am 14. Juli 2005 sprach die IV-Stelle dem Versicherten aufgrund eines IV-

Grades von 66% ab 22. Januar 2004 und 100% ab 22. April 2004 eine 

Dreiviertelsrente und ab 1. April 2004, befristet bis 28. Februar, eine ganze 

Rente zu. Während des Wartejahres (22. Januar 2003 bis 21. Januar 2004) 

sei er durchschnittlich zu 66% arbeitsunfähig gewesen. Die Tätigkeit als 

Magaziner sei ihm aufgrund des Unfalles nicht mehr zumutbar. Der 

Versicherte dürfe keine repetitiven Hebe- und Traglasten mit dem rechten Arm 

über 5 kg ab Körper- und Schulterhöhe durchführen. Das Valideneinkommen 

betrage Fr. 59'605.--, das Invalideneinkommen Fr. 46'280.--. Dies ergebe 

einen Invaliditätsgrad von 22% ab 1. November 2004, weswegen die Rente 

gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung zum Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) bis Ende Februar 2005 befristet 

werde. 

7. a) Dagegen liess der Versicherte am 8. Dezember 2005 Einsprache erheben 

und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Zusprache 

einer ganzen IV-Rente aufgrund eines IV-Grades von 100%, respektive einer 

ganzen Kinderrente (das Kind Julian sei auch Einsprecher). Die Beurteilung 

der Erwerbsunfähigkeit sei unrichtig erfolgt und dies sei durch ein 

entsprechendes Gutachten feststellen zu lassen.

b) Am 22. März 2006 liess Hausarzt Dr. … dem Rechtsvertreter des Versicherten 

einen Bericht zukommen. Gemäss medizinischer Beurteilung sei der 

Versicherte trotz Schulterverletzungen beidseitig erstaunlich beschwerdefrei 

und die linke Schulter sei kaum eingeschränkt. Auf der rechten Seite liege 

aber eine sehr schwere Einschränkung mit Unmöglichkeit von 

Überkopfarbeiten und von repetitiven Kraftanwendungen mit mehr als 5 kg 

Belastung vor. Das Invalideneinkommen von Fr. 46'280.-- sei realitätsfremd. 

Aus medizinischer Sicht liege seiner Ansicht nach keine 100%ige, sicher aber 

eine 2/3- bis 3/4-fache medizinisch-theoretische Invalidität vor. Die effektive 

Arbeitsfähigkeit müsste durch eine Eingliederungsstelle festgesetzt werden. 

8. Am 9. Juni 2006 wies die IV-Stelle die Einsprache ab. Die SUVA habe ihre 

Verfügung vom 10. Juni 2005 mit Einsprachentscheid vom 17. August 2005 

dahingehend korrigiert, dass der Versicherte Anspruch auf eine Rente von 

26% habe. Der Invaliditätsbegriff in der IV stimme mit demjenigen in der 

obligatorischen Unfallversicherung (UV) grundsätzlich überein, weshalb die 

Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden 

praxisgemäss den gleichen Invaliditätsgrad zu ergeben hat. Die IV-Stelle sei 

dann an den Entscheid der UV gebunden, wenn die SUVA eine rechtskräftige 

Verfügung erlassen habe, es sei denn, die Schätzung beruhe auf einem 

Rechtsfehler, einer nicht vertretbaren Ermessensausübung, einem Vergleich, 

einer äusserst knappen und ungenauen Abklärung oder kaum 

überzeugenden oder nicht sachgerechten Schlussfolgerungen. Weiter habe 

die SUVA vorliegend den Fall in medizinischer Hinsicht und bezüglich der 

erwerblichen Auswirkungen der gesundheitsbedingten Einbussen abgeklärt 

und ihre Schlussfolgerungen leuchteten aus rechtlicher Sicht ein. Gemäss der 

im Gebiet der Invalidenversicherung geltenden Schadensminderungspflicht 

sei zu Recht auf das hypothetische Invalideneinkommen abgestellt worden. 

Somit sei der von der SUVA festgelegte IV-Grad von 26% grundsätzlich 

verbindlich, weswegen die IV-Stelle im Resultat in der angefochtenen 

Verfügung zu Recht von einem IV-Grad von weniger als 40% ausgegangen 

sei, sofern die Schätzung der SUVA auf einer vertretbaren 

Ermessensausübung beruhe. Dies sei durch Abstellen auf die Beurteilungen 

von Dr. … und Dr. …, wie auch auf den Arztbericht der Klinik Balgrist vom 14. 

Mai 2004, der Fall. Weiter äussere sich der Einsprachentscheid der SUVA 

vom 17. August 2005 sehr wohl zum Grad der Arbeitsunfähigkeit des 

Versicherten. Zudem sei festgehalten, dass für behinderungsgerechte 

Beschäftigung weiterhin volle Vermittlungsfähigkeit bestehe.

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens komme es nicht einfach darauf 

an, was der Versicherte tatsächlich verdiene, sondern es sei auf das unter 

den konkreten, insbesondere medizinischen Umständen auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt zumutbarerweise erzielbare Erwerbeinkommen 

abzustellen.

Mit Bericht vom 22. März 2006 bestätige auch Dr. … die medizinischen 

Einschätzungen von Dr. … vom 13. Mai 2005.

9. Mit Datum vom 10. Juli 2006 liess der Versicherte frist- und formgerecht beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde erheben mit den 

Anträgen, der Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006 bzw. die Verfügung vom 

8. November 2005 seien aufzuheben. Dem Versicherten und seinem Kind sei 

eine unbefristete ganze IV-Rente ab 1. Januar 2004 zu gewähren. Weiter sei 

ein versicherungsunabhängiges medizinisches Gutachten einzuholen zum 

zumutbaren Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers seit dem 27. 

Oktober 2003 bis heute und für die Zukunft. Zudem sei ihm die unentgeltliche 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.

Der Einspracheentscheid der IV vom 9. November 2006, respektive die 

diesem zugrunde liegende Verfügung vom 8. November 2005 stelle auf die 

Invaliditätsschätzung der SUVA ab. Es bestehe keine Bindungswirkung des 

SUVA-Entscheides für die IV. Die Schätzung der SUVA überschreite deren 

Ermessen und dürfe nicht massgebend sein. Dr. … habe im Schreiben vom 

22. März 2006 festgehalten, dass keine 100%ige, sicher aber ein 2/3- bis 3/4-

fache medizinisch-theoretische Invalidität bestehe. Die effektive 

Arbeitsfähigkeit müsse durch eine Eingliederungsstelle festgesetzt werden. 

Dr. … habe eine gründliche und objektive Untersuchung vorgenommen. 

Dieser Arztbericht sei dazu geeignet, die SUVA-Beurteilung derart zu 

erschüttern, dass die Vorinstanz von dieser abweichen müsse. Der Bericht 

von Dr. … gebe mehr als genug Anlass, den geforderten Gutachten bezüglich 

Grad der Arbeitsunfähigkeit und bezüglich zumutbaren Erwerbseinkommen 

stattzugeben.

Das von der SUVA und der IV behauptete Invalideneinkommen könne  der 

Versicherte nie erreichen, was aus dem Bericht der Uniklinik Balgrist vom 24. 

Juni 2004, aus der Situationsanalyse der SUVA vom 27. Mai 2004 und aus 

den Stellungnahmen von Dr. … hervorgehe. Der Beschwerdeführer sei seit 

dem 27. Oktober 2003 bis heute zu 100%, mindestens aber zu 2/3 

arbeitsunfähig und wird es dauernd bleiben, was das geforderte Gutachten 

ergeben werde. Der Beschwerdeführer könne seit dem 1. Januar 2004 kein 

zumutbares Erwerbseinkommen mehr erzielen. 

Durch das Nichteintreten auf die Beweisanträge im Einspracheverfahren sei 

sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden.

10. In der Vernehmlassung vom 9. August 2006 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Nach ihrer Auffassung sei an den Berichten von 

Dr. … und Dr. … festzuhalten und es seien keine weiteren Abklärungen 

vorzunehmen. Die Berichte erschienen in den Ergebnissen schlüssig, 

nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Zudem sei davon auszugehen, dass 

sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem 19. August 2004 bzw. 

13. Mai 2005 nicht verschlechtert habe. Eine Gehörsverletzung liege daher 

nicht vor.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid 

der IV-Stelle vom 9. Juni 2006, sowie die diesem zugrunde liegende 

Verfügung vom 8. November 2005. Streitig und zu entscheiden ist, ob dem 

Beschwerdeführer anstelle der zugesprochenen Dreiviertels- bzw. der 

befristeten ganzen Rente ab 1. Januar 2004 eine ganze unbefristete IV-Rente 

zuzusprechen ist.

2. Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen 

Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes [ATSG, SR 830.1] und Art. 

4 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Ist 

ein Versicherter mindestens 40% invalid, so hat er Anspruch auf eine 

Viertelsrente; bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% 

auf eine Dreiviertelsrente und ab 70% auf eine Vollrente (Art. 28 Abs. 1 IVG).

3. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat stimmt der Invaliditätsbegriff in 

der IV mit jenem in der UV (und in der Militärversicherung) grundsätzlich 

überein. Deshalb muss die Schätzung der Invalidität, obwohl sie für jede 

Sozialversicherung selbständig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen 

Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis führen. Ein 

Abweichen von der Invaliditätsschätzung einer andern Sozialversicherung 

kann ausnahmsweise gerechtfertigt sein, wenn ihr ein Rechtsfehler oder eine 

nicht vertretbare Ermessensausübung zu Grunde liegt oder wenn sie auf 

einem gerichtlichen Vergleich beruht (BGE 127 V 129 E. 4d). An der 

hinsichtlich der Invaliditätsbemessung koordinierenden Funktion des 

einheitlichen Invaliditätsbegriffs in den verschiedenen 

Sozialversicherungszweigen ist festzuhalten. Zumindest rechtskräftig 

abgeschlossene Invaliditätsschätzungen dürfen nicht einfach unbeachtet 

bleiben. Vielmehr ist es als Indiz zu werten, dass es sich um eine zuverlässige 

Einschätzung handelt und deshalb vom zweiten Versicherer im Rahmen eines 

späteren Entscheides berücksichtigt werden muss. Mit anderen Worten muss 

sich der Versicherer die Vermutung der Richtigkeit der erfolgten 

Invaliditätsbemessung entgegenhalten lassen. Eine abweichende 

Einschätzung ist nur in den oben aufgeführten Ausnahmefällen möglich. Eine 

abweichende Einschätzung ist auch nicht zulässig, wenn sie nur vertretbar 

oder gleichwertig ist.

Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat im in BGE 130 V 343 

veröffentlichten Urteil festgehalten, dass die Begriffe der Arbeitsfähigkeit, der 

Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Revision sowie die Grundsätze 

unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Anwendung finden; so gilt dies 

folgerichtig auch für die eben erwähnten Grundsätze. 

4. Selbst, wenn die IV-Stelle nicht an die rechtskräftige Feststellung des IV-

Grades durch die SUVA gebunden wäre, ist festzuhalten, dass die SUVA – 

wie nachfolgend dargelegt - den IV-Grad korrekt berechnet hat.

a) Für die Bemessung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er 

erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch 

realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte 

konkret steht. Übt er nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als 

angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihm 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 117 V 18). Ist kein solches 

tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil der 

Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls 

keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 

können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 

129 V 475; 126 V 76). 

b) Vorliegend ist das Valideneinkommen unbestritten. Zu Recht ist zudem 

vorliegend auf das hypothetische Invalideneinkommen abgestellt worden und 

zutreffend wurden bei dessen Berechnung die Tabellenlöhne gemäss der vom 

Bundesamt für Statistik herausgegebenen LSE herangezogen. Die Ermittlung 

des IV-Grades wurde korrekterweise nach den Regeln von Art. 16 ATSG 

durchgeführt.

Weiter ist zu prüfen, ob die dabei verwendeten Grundlagen und die sich 

darauf stützenden Schlussfolgerungen einwandfrei und richtig waren.

c) Zur Bemessung des hypothetischen Invalideneinkommens bzw. zur 

Feststellung der Arbeiten, welche für den Invaliden in Frage kommen und zur 

Beurteilung in welchem Ausmass sie ausgeübt werden können, sind die 

Verwaltung und der Richter auf die Hilfe von Ärzten angewiesen. Nur sie 

können aufgrund ihrer Kenntnisse das funktionelle und zeitliche 

Leistungsvermögen bewerten. Gestützt auf diese Erkenntnisse kann sodann 

das hypothetische Invalideneinkommen berechnet werden (Peter Omlin, Die 

Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Fribourg, S. 201; SVR 

2002, IV Nr. 19). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352; 122 V 160).

Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 

Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit besteht. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 

welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 

begründet erscheinen lassen. In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und 

soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte im 

Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen (BGE 124 I 175 E. 4). Jedoch können Parteigutachten 

auch Äusserungen eines Sachverständigen enthalten, welche zur 

Feststellung eines medizinischen Sachverhaltes beweismässig beitragen 

können. Der Richter ist verpflichtet, zu prüfen, ob diese Parteigutachten die 

Aussagen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder Unfallversicherer 

förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon 

abzuweichen ist.

d) Vorliegend liegen verschiedene Arztberichte vor, welche sich hinreichend zur 

Frage des Gesundheitszustandes bzw. zur Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers äussern. Vorliegend stützte sich die IV-Stelle auf die 

Berichte von Dr. … und Dr. ... Der Beschwerdeführer folgte in seiner 

Beschwerdeschrift der Beurteilung des Hausarztes Dr. … vom 22. März 2006. 

Die medizinischen Einschätzungen von Dr. …, Dr. …, der Klinik Balgrist, 

wonach die rechte Schulter starke Einschränkungen aufweise, die 

Überkopfarbeiten und repetitive Kraftanwendungen mit mehr als 5 kg 

Belastung unmöglich machten, stimmen mit dem Arztbericht von Dr. … und 

dem Verlaufsbericht der Uniklinik Balgrist vom 24. Juni 2004  überein. 

Bezüglich der Feststellung von Dr. …, dass aus seiner Sicht mindestens eine 

2/3- bis 3/4-fache medizinisch-theoretische Invalidität bestehe, ist das Gericht 

zum Schluss gekommen, dass Dr. … dies nicht medizinisch begründet, 

sondern mit IV-fremden Argumenten.

Die von Dr. … und Dr. … gezogenen Schlussfolgerungen werden eingehend, 

nachvollziehbar und widerspruchsfrei begründet, weshalb diesem 

medizinischen Berichten volle Beweiskraft zuerkannt werden darf und auch 

von den Ausführungen von Dr. … nicht derart erschüttert werden, dass nicht 

mehr darauf abgestellt werden könnte. Die vom Versicherten geltend 

gemachten Gründe, weswegen er in Zukunft keine Arbeit finde, sind bei der 

Berechnung des IV-Grades, wie die IV-Stelle richtig festhält, nicht beachtlich. 

Aus dem Kriterium des ausgeglichenen Arbeitsmarktes folgt, dass für die 

Invalidität und deren Bemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide 

Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt 

werden und ihre Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich verwerten kann. 

Massgebend ist einzig, ob die verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich 

genutzt werden könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 

Arbeitskräften entsprechen würden.

Insgesamt ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdegegnerin 

verwendeten Arztberichte ein umfassendes und präzises Bild des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vermitteln. 

Zusätzliche von dem Versicherten geforderte Abklärungen sind daher nicht 

notwendig. Damit liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Auch der 

bei der Ermittlung des Invalideneinkommens berücksichtigte Leidensabzug 

von 25% erscheint angemessen. Damit wollte die Vorinstanz dem Umstand 

Rechnung tragen, dass der Beschwerdegegner wegen seiner physischen 

Einschränkungen das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreicht. Der 

Invalidenlohn von  Fr. 43'744.85 wurde somit korrekt ermittelt. 

e) Werden die beiden Einkommen (Validen-/Invalideneinkommen) einander 

gegenübergestellt, resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 15’860.--, 

was umgerechnet einem rentenausschliessenden IV-Grad von 26.61% 

entspricht.

5. a) Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit in jeder Beziehung 

als rechtens und haltbar, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG und Art. 11 der grossrätlichen 

Verordnung über das Verfahren in Sozialversicherungsstreitsachen (VVS; BR 

542.300) grundsätzlich kostenlos ist (vgl. auch die Übergangsbestimmungen 

II zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005).

 

c) Dem Antrag des Beschwerdeführers auf unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im vorliegenden Beschwerdeverfahren kann gestützt 

auf Art. 61 lit. f ATSG und Art. 25 Abs. 4 VGG (BR 370.100) stattgegeben 

werden. Seine aktenkundige bescheidene Vermögens- und 

Einkommenssituation, die rechtliche Komplexität und die Tragweite des Falles 

sowie die Tatsache, dass er offensichtlich nicht über ausreichende rechtliche 

Kenntnisse verfügt, rechtfertigen die Einsetzung einer unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung in der Person von Rechtsanwalt ...

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. a) … wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung in der Person von 

Rechtsanwalt … gewährt.

b) Der Rechtsbeistand hat nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens dem 

Verwaltungsgericht seine Kostennote zur Prüfung und Zahlungsanweisung 

einzureichen (Tarif: 75% der Empfehlung gemäss den geltenden 

Honoraransätzen des Bündnerischen Anwaltsverbandes).

c) Falls sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse … verbessern, hat 

diese dem Kanton Graubünden die entsprechenden Kosten 

zurückzuerstatten (Art. 26 VGG).