# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de3c95e3-4af2-558f-ae99-acd000075f81
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.10.2025 II 2024 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2024-87_2025-10-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2024 87

Entscheid vom 20. Oktober 2025 

Besetzung Dr.iur. Jeremias Fellmann, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________ und/oder Rechts-
anwalt Dr.iur. C.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz gemäss 
Art. 52 AHVG)

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Sachverhalt:

A.1 Am 20. April 2012 wurde die D.________ AG (CHE-____) mit Sitz in 
E.________ im Handelsregister eingetragen. Im Dezember 2012 wurde sie in die 
D.________ AG umfirmiert und im Oktober 2014 der Sitz der Gesellschaft nach 
F.________ verlegt. Die Gesellschaft bezweckte (zuletzt) die Erbringung von 
Dienstleistungen aller Art in den Bereichen IT-Netzwerken, Telefonie-Services, 
IT-Infrastruktur, Hosting, Webdesign, Marketing und Unternehmensberatung. 
Weiter konnte die Gesellschaft Dienste im Bereich der Personalvermittlung- und 
Verleih im In- und Ausland durchführen (vgl. AK-act. II [Teil II] 3). Eigentümer der 
Aktien war (zuletzt) G.________ (vgl. AK-act. I [Teil I] 581-2/5; VG-
act. 16/Beilage 1, S. 24 Frage 152).

A.________ war vom 4. September 2014 bis 29. September 2021 (einziges) Mit-
glied des Verwaltungsrates; er zeichnete mit Einzelunterschrift.

A.2 Mit Verfügung vom 27. Oktober 2021 hat der Einzelrichter des Bezirksge-
richts H.________ über die D.________ AG mit Wirkung ab dem gleichen Tag, 
15.00 Uhr, den Konkurs eröffnet (AK-act. II 17). Mit Verfügung vom 2. März 2023 
hat er das Konkursverfahren als geschlossen erklärt. Die Gesellschaft wurde von 
Amtes wegen gelöscht (vgl. AK-act. II 3-3/3).

B.1 Mit Schadenersatzverfügung vom 5. Mai 2023 verpflichtete die Ausgleichs-
kasse des Kantons Schwyz (AKSZ) A.________ zur Bezahlung einer Schaden-
ersatzforderung in der Höhe von Fr. 111'243.75 (AK-act. II 4). Zur Begründung 
führte die AKSZ aus, dass die D.________ AG vom 1. November 2014 bis 
31. Oktober 2021 bei ihr erfasst gewesen sei und die Sozialversicherungsbeiträ-
ge (AHV/FAK/ALV- samt VK-Beiträge) für die Jahre 2018 bis 2021 unbezahlt ge-
blieben seien. Als Arbeitgeber sei A.________ gemäss Art. 52 des Bundesgeset-
zes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 
20. Dezember 1946 für diese Ausstände haftbar.

B.2 Gegen diese Verfügung erhob A.________ mit Schreiben vom 1. Juni 2023 
Einsprache (AK-act. II 6). Am 21. Juli 2023 erfolgte eine Nachbegründung (AK-
act. II 11).

Mit Einspracheentscheid vom 3. September 2024 wies die AKSZ die Einsprache 
unter Bestätigung der Schadenersatzverfügung vom 5. Mai 2023 ab (AK-act. II 
12, vgl. dortige Dispositiv-Ziffer 1).

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C. Dagegen lässt A.________ mit Eingabe vom 7. Oktober 2024 fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht Schwyz erheben mit folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Es sei in Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 3. September 
2024 (Einsprache Nr. 1128/23, Abrechnungs-Nr. ____) die Forderung gegen 
den Beschwerdeführer vollumfänglich abzuweisen.

2. Eventualiter sie die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % MwSt.) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

Zudem lässt A.________ folgenden prozessualen Antrag stellen:

Das vorliegende Verfahren sei bis zur Rechtskraft des Strafverfahrens bei der 
Staatsanwaltschaft E.________ gegen den Beschwerdeführer und G.________ 
(ref E-____) zu sistieren.

D. Mit Vernehmlassung vom 19. November 2024 stellt die Vorinstanz folgende 
Rechtsbegehren:

1. Der Antrag auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens sei abzuweisen.

2. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.

E. Am 20. November 2024 wies der instruierende Richter 
den Sistierungsantrag ab (vgl. VG-act. 13).

F. Mit Replik vom 27. Januar 2025 hält der Beschwerdeführer unverändert an 
seinen Rechtsbegehren fest und stellt zusätzlich den prozessualen Antrag, 
G.________ sei in diesem Verfahren beizuladen.

Am 28. Januar 2025 wies der instruierende Richter den Beiladungsantrag ab 
(vgl. VG-act. 17).

G. Mit Duplik vom 4. Februar 2025 teilt die Vorinstanz ihren Verzicht auf eine 
einlässliche Stellungnahme mit; sie halte vollumfänglich an ihren bisherigen Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid und ihrer Stellungnahme vom 19. No-
vember 2024 sowie den dort gestellten Rechtsbegehren fest. Die Duplik wurde 
dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Februar 2025 zur Kenntnis ge-
bracht.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführer zu 
Recht zur Bezahlung von Schadenersatz für entgangene Sozialversicherungsbei-
träge in der Höhe von Fr. 111'243.75 verpflichtete.

1.2 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung 
von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er diesen zu erset-
zen (Art. 52 Abs. 1 AHVG). Der Schadenersatzanspruch verjährt nach den Be-
stimmungen des Obligationenrechts über die unerlaubten Handlungen (Art. 52 
Abs. 3 AHVG). Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatzan-
spruch durch Erlass einer Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 4 AHVG). In Abwei-
chung von Art. 58 Absatz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000, wonach zur 
Beurteilung von Beschwerden das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zu-
ständig ist, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat, ist für die Beschwerde nach 
Art. 52 AHVG das Versicherungsgericht des Kantons zuständig, in welchem der 
Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat (Art. 52 Abs. 5 AHVG).

1.3.1 Im Kanton Schwyz ist das Verwaltungsgericht das kantonale Versiche-
rungsgericht im Sinne der Bundesgesetzgebung (§ 16 Abs. 2 lit. a des Justizge-
setzes [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009; vgl. § 20 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und 
über die Invalidenversicherung [EGzAHVG/IVG; SRSZ 362.100] vom 24.3.1994; 
§ 24 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Krankenversi-
cherung [EGzKVG; SRSZ 361.100] vom 19.9.2007).

1.3.2 Die örtliche Zuständigkeit des Kantons Schwyz, in dem die D.________ AG 
bis zu ihrer Löschung im Handelsregister ihren Sitz hatte (vgl. Ingress Bst. A), ist 
unbestritten.

1.4 Unbestritten ist auch, dass die Vorinstanz den Schaden mit der Verfügung 
vom 5. Mai 2023 rechtzeitig geltend gemacht hat.

2. Der Beschwerdeführer bestreitet, als Haftungssubjekt für die von der Vor-
instanz behauptete Schadenersatzforderung in Frage zu kommen.

2.1.1 Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften 
subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder 
Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Scha-

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den verantwortlich, so haften sie für den Schaden solidarisch (vgl. Art. 52 Abs. 2 
AHVG).

2.1.2 Mit den für eine juristische Person subsidiär haftenden Mitgliedern der 
Verwaltung und aller mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Per-
sonen sind die Organe angesprochen. Die Praxis zum Organbegriff in Art. 52 
AHVG verläuft grundsätzlich parallel zu jener im Bereich der aktienrechtlichen 
Verantwortlichkeit gemäss Art. 754 f. OR. Die Schadenersatzpflicht erstreckt sich 
somit auf alle Personen mit Entscheidungsbefugnissen, welche ihnen von Geset-
zes wegen (formelle Organe) oder aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zu-
kommen (faktische Organe). Formelle Organe sind Entscheidungs- und Kontroll-
organe, die nach den jeweiligen organisationsrechtlichen Vorschriften der einzel-
nen Rechtsformen vom obersten Organ der juristischen Person formell ernannt 
worden sind und deren Kompetenzen sich unmittelbar aus dem Gesetz ergeben 
(vgl. Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 
AHVG, Zürich 2008, Rz. 199 ff.; BGE 114 V 213 E. 4; Urteil BGer 9C_95/2023 
vom 9.11.2023 E. 4.1.1).

2.1.3 Die formellen Organe haften wegen der gesetzlichen Definition ihrer Pflich-
ten unabhängig von der tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Wil-
lensbildung der Gesellschaft, unabhängig auch von der Zeichnungsberechtigung 
und dem Grund der Mandatsübernahme. Wer im Rahmen einer juristischen Per-
son eine formelle Organstellung einnimmt, hat auch die damit verbundenen ge-
setzlichen Pflichten zu erfüllen. Es muss deshalb bei formellen Organen nicht 
geprüft werden, ob sie den materiellen Organbegriff erfüllen (vgl. Reichmuth, 
a.a.O., Rz. 212 f. m.H.; Urteile BGer 9C_428/2024 vom 24.4.2025 E. 6.2; 
9C_95/2023 vom 9.11.2023 E. 4.1; VGE II 2013 60 vom 20.12.2013 E. 1.3; je 
m.H.).

2.1.4 Die Organhaftung beginnt grundsätzlich mit der effektiven Organstellung, 
spätestens mit der Eintragung im Handelsregister, und hält so lange, als die Per-
son eine formelle, materielle oder faktische Organstellung innehatte (und damit 
über allenfalls vorhandenes Vermögen disponieren und Zahlungen an die Aus-
gleichskasse veranlassen konnte; Reichmuth, a.a.O., Rz. 242/256 m.H.). Sie en-
det grundsätzlich in jenem Zeitpunkt, in welchem die Person den Geschäftsgang 
nicht mehr beeinflussen kann, sei es durch Handlungen oder Unterlassungen 
(vgl. BGE 126 V 61 E. 4a: Fehlen einer formellen und einer faktischen Organstel-
lung).

2.2.1 Die Vorinstanz ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, 
dass das am 27. Oktober 2021 über die D.________ AG eröffnete Konkursver-

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fahren am 2. März 2023 abgeschlossen worden sei. Damit sei die Zahlungsun-
fähigkeit der Gesellschaft als Beitragsschuldnerin gegeben. Es bleibe somit die 
Haftung des Beschwerdeführers als Organ der Gesellschaft zu prüfen. 

Der Beschwerdeführer sei vom 4. September 2014 bis 29. September 2021 als 
Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschriftsberechtigung, im Handels-
register eingetragen und somit in dieser Zeit formelles Organ der D.________ 
AG gewesen. Die Schadenersatzforderung, um die es im vorliegenden Verfahren 
gehe, umfasse ausstehende Beiträge aus den Jahren 2018 bis 2021 und betreffe 
somit einen Schaden, der durch die Nichtbezahlung von Beiträgen entstanden 
sei, die zu einem Zeitpunkt zur Zahlung angestanden hätten, als der Beschwer-
deführer Organstellung hatte und daher über Vermögen disponieren und ent-
sprechende Zahlungen veranlassen hätte können. Da der Beschwerdeführer sei-
ne Organfunktion nicht bestreite, sei seine Organstellung demnach während der 
relevanten Zeit gegeben (vgl. Einspracheentscheid, E. 2).

2.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verkenne, dass eine 
Haftung voraussetze, dass das Organ die Befugnis habe, über das Gesell-
schaftsvermögen zu verfügen und Zahlungen an die Vorinstanz zu veranlassen. 
Die Möglichkeit eines Alternativverhaltens habe der Beschwerdeführer nicht ge-
habt. Das Gesellschaftsvermögen habe einzig G.________ kontrolliert. ln diesem 
Sinne komme er, der Beschwerdeführer, nicht als Haftungssubjekt für die be-
hauptete Forderung der Vorinstanz in Frage (Beschwerde, Rz. 20; vgl. auch Re-
plik, Rz. 17).

2.3 Unbestreitbar ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer kraft seiner Funk-
tion als im Handelsregister eingetragener Verwaltungsrat der D.________ AG 
vom 4. September 2014 bis 29. September 2021 eine (formelle) Organstellung 
innehatte (vgl. Handelsregisterauszug der D.________ AG [siehe www.zefix.ch] 
sowie AK-act. II 3). Das ist als solches (auch seitens Beschwerdeführer; vgl. Be-
schwerde, Rz. 20) unbestritten.

Die Argumentation des Beschwerdeführers zu seiner fehlenden Kontrolle über 
das Gesellschaftsvermögen und fehlenden Möglichkeit, Zahlungen an die Vor-
instanz zu veranlassen, zielt mit Blick auf die vorstehenden Erwägungen an der 
Sache vorbei. Sein Punkt beschlägt nicht die Frage nach einer subsidiären Haf-
tung als formelles Organ bzw. des Haftungssubjektes, sondern eines allfälligen 
Verschuldens (vgl. nachstehend E. 5, siehe auch VGE II 2021 75 vom 
19.11.2021 E. 6.2.2). Diesbezüglich ist bereits hier anzumerken, dass auch die 
Stellung eines "Strohmannes" einen Verwaltungsrat nicht davon befreit, seine mit 
dem Verwaltungsratsmandat verbundenen Kontrollpflichten wahrzunehmen. 

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Vielmehr handelt gemäss ständiger Rechtsprechung grobfahrlässig, wer sich 
bloss als fiduziarischer Verwaltungsrat oder Strohmann in einen derartigen Pos-
ten wählen lässt (vgl. Urteile BGer 9C_373/2022 vom 19.12.2022 E. 5 m.H. auf 
Urteil BGer 9C_722/2015 vom 31.5.2016 E. 3.3; H 217+218/02 vom 23.6.2003 E. 
5.3; VGE II 2021 75 vom 19.11.2021 E. 6.2.2; VGE II 2014 97+98 vom 21.1.2015 
E. 6.2.4; VGE II 2016 27 vom 25.8.2016 E. 7.3).

Der Beschwerdeführer untersteht somit grundsätzlich der Organhaftung und 
kann für die Handlungen und Unterlassungen der D.________ AG belangt wer-
den. Soweit der Beschwerdeführer eine Haftungsbeschränkung in zeitlicher Hin-
sicht geltend macht, ist darauf in Bezug auf das Schadensausmass näher einzu-
gehen (vgl. nachstehende E. 3.5 ff.).

2.4 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass G.________ als faktisches Or-
gan nachweislich die Verantwortung für die Gesellschaft getragen habe, weshalb 
er für den behaupteten Schaden zu belangen sei (vgl. Beschwerde, Rz. 19).

Selbst wenn G.________ ebenfalls Organstellung zukäme, würde das in Bezug 
auf den Beschwerdeführer nichts ändern. Wenn mehrere Organe einen Schaden 
verursacht haben, haften sie solidarisch (vgl. VGE II 2013 60 vom 20.12.2013 
E. 9 m.H.a. BGE 108 V 194 E. 2e = ZAK 1983 107; BGE 109 V 90 E. 7; BGE 114 
V 214 E. 3; BGE 119 V 87 E. 5a = AHI 1993 114; AHI 1996 293 E. 6; EVG 
25.9.2002 [H 92/01] E. 4.2 = SVR 2003 AHV Nr. 5). Es handelt sich um eine sog. 
absolute Solidarität, bei welcher der Grad des eigenen Verschuldens und indivi-
duelle Herabsetzungsgründe im Aussenverhältnis nicht berücksichtigt werden. 
Die Solidarität führt dazu, dass die Ausgleichskasse bei einer Mehrheit von Haft-
pflichtigen wählen kann, gegen wen sie vorgehen will; es steht in ihrem Belieben, 
ob sie einen, mehrere oder alle Organe belangt (vgl. BGE 134 V 306 E. 3.1). Ins-
besondere braucht sich die Ausgleichskasse um gesellschaftsinterne Beziehun-
gen nicht zu kümmern (vgl. BGE 119 V 86 E. 5a). Zwar vermag die Ausgleichs-
kasse den Schadenersatz nur einmal zu fordern, doch haftet ihr jeder Schuldner 
solidarisch für den gesamten Schaden (vgl. VGE II 2021 75 vom 19.11.2021 
E. 6.2.1; VGE II 2013 54 vom 23.10.2013 E. 9; je mit Hinweisen). 

Unter diesem Blickwinkel ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den 
Schadenersatz aus Art. 52 AHVG vorliegend gegenüber dem Beschwerdeführer 
als formelles Organ geltend macht.

3. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Schadens resp. die 
Schadenersatzforderung in der Höhe von Fr. 111'243.75 vollumfänglich.

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3.1.1 Haftungsvoraussetzung ist, dass die zuständige Ausgleichskasse einen 
Schaden erlitten hat. Ein solcher gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, 
dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht 
mehr erhoben werden können. Der Ausgleichskasse kann somit grundsätzlich 
auf zweierlei Arten ein Schaden entstehen: Durch Eintritt der Beitragsverwirkung 
oder durch Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (vgl. Urteile BGer 
9C_425/2022 vom 26.6.2023 E. 5.1.2; 9C_321/2022 vom 29.3.2023 E. 3.2; je 
m.H.; Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 
AHVG, AJP 9/1996, S. 1076).

Der Schaden setzt sich im Bereich von Art. 52 AHVG zur Hauptsache aus den 
nicht abgelieferten paritätischen Sozialversicherungsbeiträgen (AHV/IV/EO/FAK 
inkl. ALV) zusammen. Dazu können noch die Verwaltungskostenbeiträge, Mahn-
gebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten sowie Verzugszinsen für 
rückständige Beiträge kommen (vgl. SBVR Soziale Sicherheit-Kieser, G N 444; 
Nussbaumer, a.a.O., S. 1076, Ziff. 8 lit. a).

3.1.2 Aufgrund der den Parteien obliegenden Mitwirkungspflichten ist es Sache 
der Ausgleichskasse, die Schadenersatzforderung so weit zu substantiieren, 
dass sie überprüft werden kann. Andererseits obliegt es im Bestreitungsfall dem 
Beschwerdeführer, substantiiert darzulegen, weshalb der von der Kasse ermittel-
te Schadensbetrag unzutreffend ist (Urteil BGer 9C_901/2008 vom 8.7.2009 
E. 4.1; Urteil des EVG H 253/02 vom 23.1.2003 E. 5.1; ZAK 1991 S. 126 E. II/1b; 
vgl. VGE II 2024 36+37+47 vom 28.1.2025 E. 4.1.2; VGE II 2016 2 vom 
14.4.2016 E. 5.2).

3.2.1 Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Einspracheentscheid betreffend den 
Schaden fest, die D.________ AG sei vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 
2021 als beitragspflichtige Arbeitgeberin der AKSZ angeschlossen gewesen. Am 
27. Oktober 2021 sei über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet und das Kon-
kursverfahren am 2. März 2023 abgeschlossen worden. Aufgrund dieses Um-
standes stehe fest, dass die geschuldeten Beiträge infolge Zahlungsunfähigkeit 
der beitragspflichtigen Arbeitgeberin nicht mehr hätten erhoben werden können 
und somit ein Schaden eingetreten sei. Gemäss Verlustausweis vom 2. März 
2023 des Konkursamtes H.________ habe ein Verlust von Fr. 111'243.77 resul-
tiert. Die mit der angefochtenen Verfügung vom 5. Mai 2023 geltend gemachte 
Schadenersatzforderung in der Höhe von Fr. 111'243.75 umfasse zum grössten 
Teil ausstehende Lohnbeiträge (inkl. Verwaltungskosten) sowie Einzugsspesen 
für die Jahre 2018 bis 2021. Die Schadenersatzforderung in der Höhe von 
Fr. 111'243.75 setze sich wie folgt zusammen (vgl. Einspracheentscheid, E. 3.5):

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Jahr 2018
AHV/IV/EO/ALV/FAK - Beiträge Fr. 209'996.65
Verwaltungskosten Fr. 8'819.45
Verzugszinsen Fr. 15'652.80
Betreibungskosten Fr. 393.85
Mahngebühren Fr. 540.00
Total Fr. 235'402.75

Abzüglich der Teilzahlungen in der Höhe von Fr. - 223'266.85
Total unbezahlte Beiträge 2018 Fr. 12'135.90

Jahr 2019
AHV/IV/EO/ALV/FAK - Beiträge Fr. 81'692.45
Verwaltungskosten Fr. 3'492.60
Verzugszinsen Fr. 3'420.65
Betreibungskosten Fr. 785.60
Mahngebühren Fr. 690.00
Total Fr. 90'081.30

Abzüglich der Teilzahlungen in der Höhe von Fr. - 76'316.68
Total unbezahlte Beiträge 2019 Fr. 13'764.62

Jahr 2020
AHV/IV/EO/ALV/FAK - Beiträge Fr. 46'761.25
Verwaltungskosten Fr. 1'996.70
Verzugszinsen Fr. 2'284.10
Betreibungskosten Fr. 539.00
Mahngebühren Fr. 1'140.00
Total Fr. 52'721.05

Abzüglich der Teilzahlungen in der Höhe von Fr. - 11'557.15
Total unbezahlte Beiträge 2020 Fr. 41'163.90

Jahr 2021
AHV/IV/EO/ALV/FAK - Beiträge Fr. 40'960.00
Verwaltungskosten Fr. 1'696.00
Verzugszinsen Fr. 792.55
Betreibungskosten Fr. 293.20
Veranlagungskosten Fr. 300.00
Mahngebühren Fr. 340.00
Total Fr. 44'381.75

Abzüglich der Teilzahlungen in der Höhe von Fr. - 202.40
Total unbezahlte Beiträge 2021 Fr. 44'179.35

3.2.2 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich lediglich vor, er könne nicht 
kontrollieren, ob die Beträge korrekt seien oder nicht, da die Geschäftsführung 
der Gesellschaft einzig und allein bei G.________ gelegen und dieser die Geld-
flüsse verantwortet habe (Beschwerde, Rz. 21). 

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3.3 Da über die D.________ AG der Konkurs eröffnet wurde (vgl. Ingress Bst. 
A), sind die ausstehenden Beiträge von ihr nicht mehr im ordentlichen Verfahren 
erhältlich (Reichmuth, a.a.O., Rz. 357), was unbestritten ist.

3.4 Was die ausstehenden Beiträge der Jahre 2018 bis 2020 anbelangt, ver-
mag die pauschale Bestreitung durch den Beschwerdeführer keine Zweifel an 
dem von der Vorinstanz ausgewiesenen Schaden bzw. dessen Höhe aufkom-
men. Der von ihr geltend gemachte Schaden betreffend die Jahre 2018 bis 2020 
lässt sich anhand der vorinstanzlichen Darlegungen im angefochtenen Einspra-
cheentscheid und der Akten, insbesondere den Beitragsübersichten (vgl. AK-act. 
I 572 [Jahr 2019]; 573 [Jahr 2018]; 574 [Jahr 2020]) sowie der Abschreibungen 
von offenen Beiträgen (vgl. AK-act. II 2 = AK-act. I 584 bis 587; AK-Zusatzakte 
[Kontoauszug der D.________ AG in Liquidation vom 4.11.2024]) nachvollziehen 
und hält einer (summarischen) Prüfung stand. Obwohl es ihm obliegen würde, 
bringt der Beschwerdeführer keine substantiierten Begründung vor, inwiefern die 
ausgewiesene Schadenshöhe unrichtig wäre. Folglich ist der Schaden betreffend 
die Jahre 2018 bis 2020 hinreichend nachgewiesen.

3.5 Zu prüfen bleibt die Rüge des Beschwerdeführers betreffend den Schaden 
im Jahr 2021.

3.5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er für den behaupteten Scha-
den im Jahr 2021 in der Höhe von Fr. 44'197.35 ohnehin nicht belangt werden 
könne, da er spätestens am 24. September 2021 aus dem Verwaltungsrat der 
D.________ AG ausgeschieden sei. Der Abrechnungszeitpunkt sei jedoch 
frühestens vierteljährlich, also am 30. September 2021. Er sei somit auch formell 
nicht mehr Organ der Gesellschaft gewesen, um allfällige Zahlungen an die Vor-
instanz betreffend das Beitragsjahr 2021 zu veranlassen. Eine Befugnis dazu 
habe er nicht gehabt, was jedoch eine Voraussetzung für die Haftbarkeit wäre. 
Diese Befugnis habe allein G.________ gehabt (vgl. Beschwerde, Rz. 22).

3.5.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, der Beschwerdeführer habe sich im 
Sinne eines Strohmannes als einziges Verwaltungsratsmitglied zur Verfügung 
gestellt und so der D.________ AG überhaupt ermöglicht (so lange) zu existie-
ren. Dem Beschwerdeführer sei bewusst gewesen - oder hätte bei ausreichender 
Sorgfalt bewusst sein müssen - dass es bei der D.________ AG viele Unge-
reimtheiten gegeben habe. Trotzdem habe er sich weder aktiv eingebracht, griffi-
ge Massnahmen eingeleitet, die Bilanz deponiert noch insbesondere persönliche 
Konsequenzen gezogen und umgehend als Organ demissioniert. lnfolge dessen 
habe er es der D.________ AG weiterhin und letztlich bis zur Konkurseröffnung 
am 27. Oktober 2021 ermöglicht, den Schaden bei der AKSZ weiter anzuhäufen. 

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Aus diesen Gründen sei es vorliegend angezeigt, den Beschwerdeführer auch für 
die nach Ende der eigentlichen Dispositionsbefugnis entstandenen Beitrags-
schulden haften zu lassen, da seine Handlungen bzw. Unterlassungen (sich zur 
Verfügung stellen als Strohmann und anschliessende Passivität) adäquat kausal 
dazu geführt hätten, dass auch diese Beiträge (für die Löhne Juli bis September 
2021) nicht bezahlt worden seien (AK-Vernehmlassung, Rz. 6.2).

3.6.1 Fehlt im Jahr der Konkurseröffnung die Lohnbescheinigung, hat die Aus-
gleichskasse die ausbezahlten Löhne selber festzustellen (vgl. Art. 38 Abs. 2 
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; 
SR 831.101] vom 31.10.1947), und zwar in aller Regel im Rahmen der Arbeitge-
berkontrolle. Im Anschluss daran erlässt sie eine Veranlagungsverfügung an die 
Adresse der Konkursverwaltung (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 458 ff. und 1085).

3.6.2 Eine Veranlagungsverfügung mit schätzungsweiser Ermittlung der bei-
tragspflichtigen Löhne ist zulässig, wenn es für die Ausgleichskasse praktisch 
unmöglich ist, die beitragspflichtigen Lohnsummen mit der vom Gesetz verlang-
ten Genauigkeit in Erfahrung zu bringen, weil es der Arbeitgeber trotz Mahnung 
unterlässt, innert nützlicher Frist die für die Festsetzung der paritätischen Beiträ-
ge erforderlichen Angaben zu machen (BGE 118 V 65 Regeste, E. 3).

Die Herabsetzung der Schadenshöhe setzt voraus, dass die auf einer Ermes-
senseinschätzung beruhende (angenommene) Lohnsumme zweifellos unrichtig 
ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich in analoger Anwendung der Grundsätze zur Er-
messensveranlagung nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer 
(DBG; SR 642.11) vom 14. Dezember 1990. Danach ist eine Veranlagung nach 
pflichtgemässem Ermessen namentlich dann offensichtlich unrichtig im Sinne 
von Art. 132 Abs. 1 DBG, wenn die Schätzung sachlich unbegründbar ist, sich 
auf sachwidrige Grundlagen, Methoden oder Hilfsmittel stützt oder wenn sich aus 
dem Ausmass der Abweichung von der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungs-
fähigkeit und den sonstigen Umständen ergibt, dass sie erkennbar pönal oder 
fiskalisch motiviert ist. Dabei setzt "pflichtgemäss" eine Würdigung der gesamten 
Verhältnisse voraus. Es sind alle bekannten Tatsachen zu berücksichtigen und 
allen zur Verfügung stehenden Unterlagen Rechnung zu tragen. Annahmen und 
Vermutungen bedürfen der Plausibilisierung. Die Einschätzung soll der Wirklich-
keit möglichst nahekommen, was eine umfassende Würdigung des Aktenstands 
im Licht der Lebenserfahrung erfordert. Das Gericht ist an die Ermessensein-
schätzung gebunden, wenn sie auf einer richtigen und vollständigen Sachver-
haltsermittlung und auf einer sachgerechten Abwägung der Gesamtheit der für 
die Veranlagung massgebenden Verhältnisse beruht, wobei den zuständigen 

12

Behörden ein gewisser Spielraum für die zahlenmässige Auswertung der Unter-
suchungsergebnisse zusteht; so lange sich ihre Schätzung im Rahmen des so 
gegebenen Spielraums hält, ist seitens des Gerichts nicht einzugreifen (vgl. Ur-
teile BGer 9C_223/2019 vom 23.5.2019 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen; 
9C_3/2013 vom 22.8.2013 E. 3; H 383/98 vom 27.9.2001 E. 2.b; 9C_614/2020 
vom 15.9.2021 E. 5.2; [alle Entscheide betr. Haftung nach Art. 52 AHVG]; vgl. 
SZS 2022 S. 2 f. [Urteil BGer 9C_353/2021 vom 7.12.2021 mit Bemerkungen 
P. Forster]).

3.6.3 Rechtskräftige Beitragsverfügungen sind im Schadenersatzverfahren 
grundsätzlich nicht mehr anfechtbar, ausser wenn ein Revisionsgrund vorliegt, 
wenn die Beitragsverfügungen zweifellos unrichtig sind oder wenn die Nachzah-
lungsverfügung der juristischen Person in einem Zeitpunkt eröffnet wurde, in wel-
chem die ins Recht Gefassten als Organe ausgeschieden waren (BGE 134 V 
401 E. 5.2; Urteile BGer 9C_223/2019 vom 23.5.2019 E. 5; 9C_456/2010 vom 
3.8.2010 E. 4.1).

3.7 Wie oben dargelegt, beläuft sich der von der Vorinstanz betreffend das 
Jahr 2021 (Januar bis Oktober) geltend gemachte Schaden auf insgesamt 
Fr. 44'179.35. Die Vorinstanz weist den Schaden 2021 bzw. die jeweiligen Positi-
onen zwar aus, äussert sich jedoch nicht im Detail dazu, wie dieser berechnet 
wurde.

3.7.1 Den Akten lässt sich dazu folgendes entnehmen: 

- Die Vorinstanz stellte betreffend die D.________ AG die Lohnbeiträge Ja-
nuar bis März 2021, April bis Juni 2021 und Juli bis September 2021 mit 
Akontorechnungen vom 3. März 2021, 9. Juni 2021 und 8. September 2021 
(an den Beschwerdeführer adressiert) in Rechnung (vgl. AK-act. I 484; 503; 
519). Für die genannten Perioden fielen zum Teil auch Mahngebühren (vgl. 
AK-act. I 498; 516), Verzugszinsen (vgl. AK-act. I 504; 520) und Betrei-
bungskosten (vgl. AK-act. I 508; 522) an. 

- Am 7. September 2021 stellte ein Drittgläubiger beim Bezirksgericht 
H.________ das Konkursbegehren gegen die D.________ AG (vgl. AK-act. 
II 17-2/3). Mit Verfügung vom 27. Oktober 2021 hat der Einzelrichter des 
Bezirksgerichts H.________ über die D.________ AG den Konkurs eröffnet 
(vgl. oben Ingress Bst. A).

- Am 1. April 2022 hat die Revisionsstelle der Ausgleichskassen versucht, 
bei der D.________ AG in Liquidation eine Arbeitgeberkontrolle durchzu-
führen. Gemäss Ergänzungsbericht/Sonderfeststellung habe eine ordentli-

13

che Arbeitgeberschlusskontrolle nicht durchgeführt werden können. Es sei-
en keine Bilanzen, Erfolgsrechnungen und Kontodetails, jedoch Teile der 
Lohnbuchhaltungen vorhanden gewesen. Der Beschwerdeführer sei am 
29. März 2022 per Einschreiben kontaktiert worden mit der Bitte um Zustel-
lung der fehlenden Unterlagen. Bis dato hätten sie diese nicht erhalten (vgl. 
AK-act. I 559).

- Am 8. Mai 2022 nahm die Vorinstanz betreffend die Lohndeklaration 2021 
(Periode Januar bis Oktober) eine Ermessensveranlagung vor, setzte die 
beitragspflichtige Lohnsumme auf Fr. 320'000.-- fest (vgl. AK-act. I 566) 
und veranlagte basierend darauf am 11. Mai 2022 für die Periode Januar 
bis Oktober 2021 Beiträge von total Fr. 42'956.-- (vgl. AK-act. I 568). Glei-
chentags erstellte die Vorinstanz eine Schlussrechnung für die Lohnbeiträ-
ge Januar bis Oktober 2021 (vgl. AK-act. I 567). Der Betrag belief sich auf 
total Fr. 44'381.75 (Beiträge [Fr. 42'956.--] + Verzugszinsen [Fr. 792.55] + 
Mahngebühren [Fr. 340.--] + Betreibungs- und Vollstreckungskosten 
[Fr. 130.60 und Fr. 162.60]; vgl. auch AK-act. I 575); davon zog die Vor-
instanz Fr. 202.40 (Rückverteilung CO2-Abgabe an Unternehmen) und 
Fr. 6'109.60 (Betrag in Betreibung) ab. Sie stellte die Veranlagungsverfü-
gung 2021 und Schlussrechnung 2021 dem Konkursamt H.________ zu 
(vgl. AK-act. I 570). 

- Der Betrag von Fr. 44'179.35 (Fr. 44'381.75 abzgl. Fr. 202.40 [CO2-
Abgabe]) war dann auch Teil der Forderung von insgesamt Fr. 111'243.77, 
welche die Vorinstanz mit Konkurseingabe vom 27. Mai 2022 beim Konkur-
samt H.________ meldete (vgl. AK-act. I 576). Letzterer (Gesamt-)Betrag 
wird auch gemäss Verlustausweis vom 2. März 2023 ausgewiesen (vgl. 
AK-act. I 582).

3.7.2 Der Beschwerdeführer äussert sich zu diesen Sachverhaltsumständen 
bzw. der Veranlagung 2021 nach Ermessen nicht. Die Veranlagungsverfügung 
2021, welche nach Konkurseröffnung und - soweit ersichtlich - nur dem Konkur-
samt H.________ zugestellt/eröffnet wurde, ist zwar rechtskräftig, jedoch ist die 
Höhe der Beiträge im vorliegenden Verfahren grundsätzlich frei überprüfbar.

Dass es der Vorinstanz praktisch unmöglich war, die beitragspflichtigen Lohn-
summen betreffend das Jahr 2021 mit der vom Gesetz verlangten Genauigkeit in 
Erfahrung zu bringen, nachdem der Beschwerdeführer als einziger Verwaltungs-
rat der D.________ AG im September 2021, kurz vor Konkurseröffnung, demis-
sionierte und er im Rahmen der Arbeitgeberkontrolle im Frühjahr 2022 die feh-
lenden Lohn-/Buchhaltungsunterlagen nicht nachbrachte, versteht sich von 
selbst. 

14

Die Vorinstanz durfte im Zeitpunkt der Ermessensveranlagung 2022 sodann oh-
ne Weiteres davon ausgehen, dass die D.________ AG im Jahr 2021 noch Löh-
ne ausbezahlt hatte; etwas anderes wird vom Beschwerdeführer auch nicht gel-
tend gemacht. Es wäre zudem zu erwarten gewesen, dass die Gesellschaft eine 
Meldung bei der Vorinstanz eingibt, wenn sie im Jahr 2021 keine beitragspflichti-
gen Löhne mehr ausbezahlt hätte (so z.B. im Rahmen der Meldung über die 
Lohndeklaration 2020, welche die Gesellschaft am 20. April 2021 bei der Vor-
instanz eingereicht hatte [vgl. AK-act. I 490]). Aus einer ex post-Betrachtung ist 
diesbezüglich noch zu erwähnen, dass gemäss Gläubigerzirkular des Konkur-
samtes H.________ vom 2. Februar 2023 der Beschwerdeführer am 4. Novem-
ber 2021 im Rahmen des Konkursverfahrens einvernommen worden ist. Die Ge-
sellschaft habe bis Ende August 2021 Mitarbeiter beschäftigt; gemäss Be-
schwerdeführer seien die Löhne vollständig bezahlt worden (vgl. AK-act. I 581). 

Die D.________ AG wies gemäss den Akten in den Jahren 2015 bis 2020 fol-
gende (AHV-pflichtigen) Lohnsummen aus:

Jahr 2015 (AK-act. I 37): Fr. 219'812.00
Jahr 2016 (AK-act. I 79): Fr. 526'406.75 
Jahr 2017 (AK-act. I 271): Fr. 980'720.00
Jahr 2018 (AK-act. I 455; 578): Fr. 1'720'864.35 
Jahr 2019 (AK-act. I 457; 518; 578): Fr. 681’482.00
Jahr 2020 (AK-act. I 490-2/2; 578): Fr.  378'525.80

Daraus wird ersichtlich, dass die Veranlagung nach Ermessen über eine Lohn-
summe von Fr. 320’000.-- für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 
2021 (bzw. Fr. 384'000.-- auf 12 Monate hochgerechnet) weder als pönal noch 
als fiskalisch motiviert erscheint. So ergibt der Durschnitt über die sechs Jahre 
(2015 bis 2020) hinweg eine Lohnsumme von Fr. 751'301.80. Eine Veranlagung 
darunter kann klar im Ermessen der Behörde liegen (vgl. dazu, dass auch eine 
leicht höhere Einschätzung im Ermessen liegen kann VGE II 2024 82 vom 
20.3.2025 E. 4.5.1 m.H.). Es kann daher jedenfalls nicht gesagt werden, die vor-
instanzliche ermessensweise Festsetzung der Beiträge sei offensichtlich unrich-
tig und nicht in Würdigung aller bekannten Umstände vorgenommen worden. 
Vielmehr erscheint die ermittelte Jahreslohnsumme als plausibel und nachvoll-
ziehbar. 

3.7.3 Daran ändert das beschwerdeführerische Argument nichts, wonach der Ab-
rechnungszeitpunkt frühestens vierteljährlich, also am 30. September 2021 und 
er bereits vorher aus dem Verwaltungsrat ausgetreten sei, denn das betrifft ledig-
lich die Akontobeiträge (vgl. nachstehende E. 4.2.1).

15

3.7.4 Ausserdem hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung ans Verwaltungs-
gericht zu Recht darauf hingewiesen, dass die Unterlassungen des Beschwerde-
führers adäquat kausal dazu geführt hatten, dass auch die Beiträge für die Löhne 
Juli bis September 2021 nicht bezahlt wurden. Weder hat er die Löhne entspre-
chend gekürzt, um die Sozialversicherungsbeiträge bezahlen zu können, noch 
hat er betreffend das Jahr 2021 allfällige wesentliche Änderungen der Lohnsum-
me während des laufenden Jahres der Vorinstanz gemeldet (vgl. Art. 35 Abs. 2 
AHVV) oder die entsprechenden Lohnunterlagen aufgelegt. Soweit der Be-
schwerdeführer geltend machen wollte, für die fehlende Ablieferung von Beiträ-
gen auf Lohnzahlungen im Oktober 2021 sei er aufgrund seines Ausscheidens 
im September 2021 nicht mehr verantwortlich, ist dieser Einwand ebenfalls un-
begründet: Ein Verwaltungsrat kann nach der Rechtsprechung auch für den 
Schaden haftbar erklärt werden, den seine Handlungen erst nach seinem Rück-
tritt als Verwaltungsrat bewirkt haben (vgl. BGE 126 V 61 E. 4a; Urteile BGer 
9C_360/2020 vom 22.2.2021 E. 6.2; 9C_859/2007 vom 16.12.2008 E. 6.2). Bei 
einem Rücktritt des Beschwerdeführers am 29. September 2021 kann nicht 
ernsthaft behauptet werden, seine früheren Versäumnisse hätten nicht auch den 
vom 30. September 2021 bis zur Konkurseröffnung am 27. Oktober 2021 ent-
standenen Schaden bewirkt. Eine massgebliche Reduktion der Lohnsumme und 
der gestützt darauf zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge im Oktober 
2021 hätte erfordert, dass der Beschwerdeführer einige Zeit vor seinem Rücktritt 
seinen Pflichten nachkommt und Vorkehrungen trifft, damit im Oktober 2021 kei-
ne Beitragsausstände mehr resultieren (z.B. Kündigungen, etc.). Dass das der 
Fall war, macht der Beschwerdeführer nicht bzw. jedenfalls nicht überzeugend 
geltend und ist auch nicht ersichtlich. Ohnehin ist zu beachten, dass bis heute 
unklar ist, in welchem Umfang die Gesellschaft im Jahr 2021 tatsächlich Löhne 
zahlte, was notwendigerweise in der Veranlagungsverfügung 2021 nach Ermes-
sen resultieren musste. Diese wäre im Übrigen auch vertretbar, wenn wider Er-
warten bloss auf den Zeitraum bis September 2021 abzustellen wäre: Diesfalls 
würde die ermessensweise festgelegte Lohnsumme von Fr. 320'000.-- einer Jah-
reslohnsumme von Fr. 426'666.65 entsprechen ([Fr. 320'000.-- / 9] x 12), was 
immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der Lohnsumme über die sechs Jah-
re von 2015 bis 2020 liegt (vgl. E. 3.7.2 hiervor). Auch unter diesem Blickwinkel 
ist im Vorgehen der Vorinstanz keine Rechtswidrigkeit zu erblicken.

3.8 Folglich hat die Vorinstanz auch den Schaden betreffend das Jahr 2021 
rechtsgenüglich ausgewiesen. Der Beschwerdeführer haftet - sollten die weiteren 
Haftungsvoraussetzungen ebenfalls erfüllt sein - in zeitlicher Hinsicht auch für 
den geltend gemachten Schaden betreffend das Jahr 2021 und somit für den ge-
samten geltend gemachten Schaden in der Höhe von Fr. 111'243.75.

16

4. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter das Vorliegen einer Widerrecht-
lichkeit.

4.1.1 Dazu hat die Vorinstanz erwogen, die D.________ AG sei als Arbeitgeberin 
den ihr obliegenden Zahlungsverpflichtungen für die Jahre 2018 bis 2021 nicht 
nachgekommen, weshalb die AKSZ einen Schaden erlitten habe. Indem der Be-
schwerdeführer als verantwortliches Organ der Unternehmung nicht für eine ord-
nungsgemässe Beitragsabrechnung und -zahlung der Gesellschaft gesorgt habe, 
habe er seine Pflichten im Sinne von Art. 52 AHVG verletzt. Angesichts dieser 
Missachtung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht von Art. 14 Abs. 1 
AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV sei das Vorliegen der Widerrechtlichkeit als weitere 
Haftungsvoraussetzung ohne Weiteres zu bejahen (vgl. Einspracheentscheid, E. 
4.2).

4.1.2 Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, die Sachverhaltsfest-
stellung sei falsch. Er sei nicht verantwortliches Organ der Gesellschaft gewesen 
und habe daher nicht für eine ordnungsgemässe Beitragsabrechnung und 
-zahlung besorgt sein können. Nur G.________ und nicht er, der Beschwerde-
führer, habe die Befugnis dazu gehabt. Ihm könne mangels Untauglichkeit der 
Ausführung seiner theoretisch obliegenden Aufgaben und Pflichten kein wider-
rechtliches Verhalten zum Vorwurf gemacht werden (vgl. Beschwerde, Rz. 23).

4.2.1 Mit der "absichtlichen oder grobfahrlässigen Missachtung von Vorschriften" 
gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG ist in erster Linie die Beitrags- und Abrechnungs-
pflicht des Arbeitgebers im Sinne von Art. 14 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 Abs. 1 
AHVV angesprochen. Gemäss Art. 14 Abs. 1 AHVG sind Beiträge vom Einkom-
men aus unselbständiger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu 
bringen und vom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch 
zu entrichten. Art. 34 Abs. 1 lit. a AHVV verlangt, dass der Arbeitgeber die Bei-
träge der Ausgleichskasse monatlich oder, wenn die jährliche Lohnsumme 
Fr. 200'000.-- nicht übersteigt, vierteljährlich zu bezahlen hat. Weder die Abrech-
nungspflicht noch das Entstehen der Beitragsschuld sind von der Zustellung ei-
ner Rechnung, einer Veranlagungsverfügung oder einer Nachzahlungsverfügung 
seitens der Ausgleichskasse abhängig, vielmehr entsteht die Beitragsschuld im 
Zeitpunkt der Lohnzahlung ex lege; Akontobeiträge sind innert 10 Tagen nach 
Ablauf der Zahlungsperiode zu begleichen (vgl. Art. 34 Abs. 3 AHVV). Die Nich-
terfüllung dieser Aufgabe stellt eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von 
Art. 52 AHVG dar. Unter dem Begriff der Vorschriften von Art. 52 AHVG sind in-
des nicht nur die Vorschriften der AHV-Gesetzgebung zu verstehen, sondern 
auch die nach den objektiven Umständen und den persönlichen Verhältnissen 

17

gebotene Pflicht, dafür zu sorgen, dass keine Zahlungsunfähigkeit eintritt (vgl. 
ZAK 1985, S. 575 ff.; VGE II 2024 36 vom 28.1.2025 E. 5.1.2; II 2021 96 E. 5.1.2; 
VGE 254/96 vom 17.9.1997 E. 1a). Wird die Abrechnungs- oder Beitragspflicht 
gar nicht oder mangelhaft erfüllt, ist das Widerrechtlichkeitserfordernis auf der 
Arbeitgeberebene ohne weiteres erfüllt (David Ballmer, Die Haftung der Organe 
für ausstehende Sozialversicherungsbeiträge, in: Jusletter 1.7.2024, Rz. 14).

4.2.2 Nachdem die D.________ AG als Arbeitgeberin vorliegend unbestrittener-
massen Beitragsforderungen der Vorinstanz nicht beglich, liegt von deren Seite 
offensichtlich eine Verletzung der Vorschriften gemäss Art. 14 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. Art. 34 ff. AHVV vor. Die Gesellschaft als solche hat in widerrechtlicher 
Weise gegen ihre Arbeitgeberpflichten verstossen.

4.3.1 Nebst einem widerrechtlichen Vorgehen des Arbeitgebers muss auch dem 
belangten Organ eine widerrechtliche Handlung vorgeworfen werden können, sei 
dies etwa eine Verletzung der aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht (Art. 716a Abs. 1 
Ziff. 5, Art. 717 Abs. 1 OR) oder der Überwachungspflicht bei befugter Delegation 
(Art. 754 Abs. 2 OR; vgl. Urteile BGer 9C_88/2023 vom 13.3.2024 E. 4.2.2; 
9C_321/2022 vom 29.3.2023 E. 4.1; Reichmuth, a.a.O., Rz. 503).

4.3.2 Der Beschwerdeführer, seines Zeichens von 4. September 2014 bis 
29. September 2021 (einziger) Verwaltungsrat der D.________ AG mit Einzelun-
terschrift, hat als verantwortliches Organ nicht für eine ordnungsgemässe Bei-
tragsabrechnung und -zahlung der D.________ AG gesorgt bzw. eine solche 
durchgesetzt und es dadurch an der Wahrnehmung seiner grundlegendsten Auf-
sichts- und Kontrollaufgaben mangeln lassen. Er ist seinen Pflichten im Sinne 
von Art. 716a OR und Art. 14 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 f. AHVV sorgfalts-
pflichtwidrig nicht nachgekommen. Die Widerrechtlichkeit seines Verhaltens ist 
daher erstellt.

5. Der Beschwerdeführer bestreitet insbesondere auch ein Verschulden an 
dem der Vorinstanz entstandenen Schaden.

5.1.1 Als Haftungsvoraussetzung für den Schadenersatzanspruch des Versiche-
rers gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG wird verlangt, dass ein Arbeitgeber durch ab-
sichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung 
einen Schaden zufügt. Absichtlich handelt, wer etwas mit Wissen und Willen be-
geht (vgl. ZAK 1987, S. 206). Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitge-
ber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage 
und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen (Urteile 
BGer 9C_117/2011 vom 29.3.2011 E. 4; 9C_330/2010 vom 18.1.2011 E. 3.2). 

18

Das Bundesgericht geht in seiner Praxis allerdings davon aus, dass bei Verlet-
zung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht ein Verschulden des Arbeit-
gebers grundsätzlich gegeben ist. Nur wenn besondere Umstände die Nichtbe-
folgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erschei-
nen lassen, entfällt eine Haftung (vgl. Nussbaumer, a.a.O., S. 1077 f. m.H.a. 
BGE 108 V 183 E. 1b und BGE 121 V 243 E. 4b). Ist der Arbeitgeber eine Akti-
engesellschaft, so sind grundsätzlich strenge Anforderungen an die Sorgfalts-
pflicht der Organe zu stellen. Dieser Grundsatz gilt auch für Aktiengesellschaften 
mit bescheidener Firmengrösse; ebenso für Gesellschaften mit beschränkter Haf-
tung (vgl. Urteil BGer 9C_204/2008 vom 6.5.2009 E. 3.1 m.H.). Ob ein Verschul-
den vorliegt, ist nach den Verhältnissen im Einzelfall zu beurteilen (vgl. VGE II 
2024 36 vom 28.1.2025 E. 5.1.1 m.H.).

5.1.2 Die Haftung nach Art. 52 AHVG ist keine Kausalhaftung. Die Schadener-
satzpflicht der Organe setzt ein qualifiziertes Verschulden voraus. Eine Nichtab-
rechnung oder Nichtbezahlung der Beiträge als solche kann nicht bereits einem 
haftungsbegründenden Verschulden gleichgesetzt werden. Es bedarf vielmehr 
zusätzlich zur Widerrechtlichkeit (d.h. der Missachtung von Art. 14 Abs. 1 AHVG) 
eines Verschuldens in Form von Absicht oder grober Fahrlässigkeit (Urteil BGer 
9C_333/2023 vom 2.8.2023 E. 4.2.1 m.H.). Bei feststehender Widerrechtlichkeit 
greift jedoch die Vermutung eines absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhal-
tens. Somit handelt grundsätzlich grobfahrlässig im Sinne des Art. 52 AHVG, wer 
etwa als Mitglied des Verwaltungsrats seinen Pflichten gemäss Art. 716a Abs. 1 
OR oder als Geschäftsführer einer GmbH jenen gemäss Art. 810 Abs. 2 OR nicht 
nachkommt. Das gilt insbesondere, wenn jemand als "Strohmann" eingesetzt 
wurde und deswegen seinen gesetzlichen Verpflichtungen als formelles Organ 
nicht nachkommt (Urteil BGer 9C_673/2024 vom 11.3.2025 E. 4.4.1 m.H.).

5.1.3 Die formellen Organe einer Gesellschaft haften - bei Vorliegen der übrigen 
Voraussetzungen - auf Grund der gesetzlichen Definition ihrer Pflichten, d.h. un-
abhängig von ihrer tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbil-
dung der Gesellschaft, unbesehen auch ihrer Zeichnungsberechtigung und des 
Grunds der Mandatsübernahme. Wer im Verwaltungsrat einer schweizerischen 
AG Einsitz nimmt, muss dafür besorgt sein, die ihr bzw. ihm von Gesetzes wegen 
obliegenden Pflichten erfüllen zu können. Bei Antritt der entsprechenden Funkti-
on hat er bzw. sie sich zu vergegenwärtigen, worin diese bestehen und ob bzw. 
auf welche Weise er oder sie diesen angesichts der spezifisch vorhandenen Un-
ternehmensstrukturen nachzukommen vermag. Insbesondere dürfen sich Ver-
waltungsratsmitglieder einer AG nicht in eine Lage bringen, die es ihnen faktisch 
verunmöglicht, ihre Pflichten zu erfüllen, weil sie daran durch die Gesellschaft 

19

wirtschaftlich oder faktisch beherrschende Drittpersonen resp. Unternehmen ge-
hindert werden. Hat sich jemand unter Voraussetzungen auf eine Organstellung 
eingelassen, die ihr bzw. ihm die gesetzeskonforme Erfüllung dieses Amtes, na-
mentlich die Ausübung von unübertragbaren Aufgaben (Art. 716a Abs. 1 OR), 
von vornherein verhindert, rührt der Schuldvorwurf gerade in diesem Umstand. 
Realisiert die Person erst in einem späteren Zeitpunkt, dass sie faktisch zumin-
dest teilweise von der Geschäftsführung ausgeschlossen ist und dadurch ihren 
gesetzlichen Pflichten, wie etwa dem Beitragswesen, nicht gehörig nachkommen 
kann, muss sie, um der Gefahr einer Haftung zu entgehen, umgehend demissio-
nieren (Urteil BGer 9C_428/2024 vom 24.4.2025 E. 6.2 m.H.).

5.1.4 Werden bei ungenügender Liquidität die einen Forderungen bezahlt, ande-
re aber nicht, ist ein solches Verhalten grundsätzlich - insbesondere auch im 
Rahmen der Organhaftung nach Art. 754 OR - nicht als grobfahrlässig zu qualifi-
zieren. Nach der Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG ist es allerdings - allenfalls 
abgesehen von kurzfristigen Ausständen - grobfahrlässig, Löhne zu bezahlen, 
wenn die darauf geschuldeten AHV-Beiträge nicht gedeckt sind. Solches Verhal-
ten ist den verantwortlichen Organen grundsätzlich als qualifiziertes Verschulden 
zuzurechnen, was die volle Schadenersatzpflicht nach sich zieht, sofern ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen der schuldhaften Verletzung von 
Vorschriften und dem Schadenseintritt besteht und die Ausgleichskasse kein Mit-
verschulden trifft. Der Grund für diese Praxis liegt in der besonderen Natur der 
AHV-Beiträge, hinsichtlich welcher der Arbeitgeber die Funktion eines Vollzugs-
organs ausübt (Art. 51 AHVG). Daraus resultiert eine besondere Pflicht, für die 
ordnungsgemässe Bezahlung der Beiträge zu sorgen (Urteile BGer 9C_88/2023 
vom 13.3.2024 E. 4.3.2; 9C_112/2023 vom 13.3.2024 E. 5.4.1).

5.1.5 Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn 
keine Rechtfertigungs- bzw. Exkulpationsgründe vorliegen, d.h. wenn nicht Um-
stände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als ge-
rechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder 
grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein 
Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung von AHV-Vorschriften der Aus-
gleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig 
wird, wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschrif-
ten als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (vgl. VGE II 2021 96 vom 
17.5.2022 E. 5.1.5; VGE 137/94 vom 28.8.1996 E. 1d m.H.a. BGE 108 V 183 
E. 1).

20

5.1.6 Es obliegt grundsätzlich dem Arbeitgeber oder seinen Organen, Gründe zu 
behaupten, diesbezügliche Beweise zu liefern oder zu beantragen, die ein Ver-
schulden im Sinne von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen. Werden 
solche entlastenden Umstände nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend 
substanziiert, sind solche nicht ohne weiteres ersichtlich oder führen die Ab-
klärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die ins Recht gefasste Person 
die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Diese Regelung stösst sich nicht dar-
an, dass in Bezug auf die Haftungsvoraussetzungen grundsätzlich die Aus-
gleichskasse beweisbelastet ist. Der massgebliche Art. 8 ZGB regelt nicht die 
Beweiswürdigung und schliesst insbesondere eine antizipierende Beweiswürdi-
gung nicht aus. Das Vorstehende gilt auch in Bezug auf allfällige Rechtferti-
gungs- oder Exkulpationsgründe (vgl. Urteil BGer 9C_369/2012, 9C_370/2012 
vom 2.11.2012 E. 7.2 m.H.).

5.2.1 Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer den ihr verur-
sachten Schaden durch mindestens grobfahrlässige Missachtung der Vorschrif-
ten verursacht habe. Sie begründet dies im Wesentlichen damit, dass der Be-
schwerdeführer gegenüber Dritten und den Behörden aufgetreten sei und für die 
Gesellschaft Dokumente unterzeichnet habe. Es sei für die vorliegende Sache ir-
relevant, welche Abmachungen intern vereinbart worden seien. Der Beschwerde-
führer belege seine Behauptung nicht, dass er sich persönlich und aktiv darum 
gekümmert und bemüht habe, dass die ausstehenden Beitragsforderungen be-
zahlt oder sichergestellt werden, was ihm als Verschulden anzulasten sei. lm 
Gegenteil sei erstellt, dass ihm ab dem 16. Dezember 2019 mehrfach Zahlungs-
befehle über Forderungen der Vorinstanz zugestellt wurden und er somit über 
ausstehende Beiträge gegenüber der AKSZ spätestens ab diesem Zeitpunkt in-
formiert gewesen sei (vgl. Einspracheentscheid, E. 5.4).

5.2.2 Der Beschwerdeführer beruft sich insbesondere darauf, dass er sich fak-
tisch ausserstande gesehen habe, die Geschicke der Gesellschaft massgeblich 
zu beeinflussen. Er bringt im Wesentlichen vor, im Rahmen seiner Möglichkeiten 
und (nicht bestehender) Befugnisse stets darum bemüht gewesen zu sein, dass 
die Gesellschaft ihren Pflichten gegenüber den Behörden nachkomme. Er habe 
deshalb das tatsächliche und allein verantwortliche Organ, G.________, persön-
lich und aktiv darauf hingewiesen, dass er um eine ordnungsgemässe Abrech-
nung und Zahlung aller Beiträge besorgt sein müsse, da der Beschwerdeführer 
dazu nicht berechtigt gewesen sei. G.________ habe ihm dann auch stets ent-
gegnet, dass er sich darum keine Sorge machen müsse und er, G.________, 
sich um alles kümmere. Mehr habe er, der Beschwerdeführer, nicht unternehmen 
können. Er sei stets aktiv um die rechtskonforme Pflichterfüllung bemüht gewe-

21

sen. G.________ würde diesen Sachverhalt zweifelsfrei bestätigten und bezeu-
gen. Dafür spreche auch, dass G.________ sich schriftlich dazu bereit erklärt 
habe, die Verantwortung und die Haftung aller Schäden betreffend die Gesell-
schaft zu übernehmen. Er habe nicht mehr tun können als das, was er gemacht 
habe. Seine Kompetenzen als Verwaltungsrat seien faktisch inexistent gewesen. 
Die hier vorliegenden besonderen Umstände einer allfälligen Nichtbefolgung der 
einschlägigen Vorschriften müssten als erlaubt bzw. als nicht schuldhaft betrach-
tet werden (vgl. Beschwerde, Rz. 24-28).

5.3 Das Verschulden des Beschwerdeführers ist vorliegend offenkundig. 

5.3.1 Der Beschwerdeführer macht zu seiner persönlichen Entlastung wiederholt 
geltend, dass nicht er, sondern G.________, d.h. der (Allein-)Aktionär, der allei-
nige Entscheidungsträger betreffend die D.________ AG gewesen sei und er 
keinen massgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hatte bzw. ausschliesslich 
auf Instruktionen von G.________ hin handelte. Wie es sich damit letztendlich 
verhält, kann vorliegend jedoch offenbleiben, erweist sich doch der Einwand als 
im Vornherein unbehelflich: Wer - etwa weil er als Strohmann eingesetzt wurde - 
als formelles Organ seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommt, be-
geht praxisgemäss eben durch die Nichtwahrnehmung seiner Überwachungs-
pflichten eine grobe Fahrlässigkeit (vgl. Urteil BGer 9C_373/2022 vom 
19.12.2022 E. 5; m.H. auf Urteil BGer 9C_722/2015 vom 31.5.2016 E. 3.3). Als 
formelles Organ haftet der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesetzlichen 
Pflichten, unabhängig von seiner tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf 
die Willensbildung der Gesellschaft. Er wäre im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung verpflichtet gewesen, umgehend zu demissionieren, um der Ge-
fahr einer Haftung zu entgehen. Das tat er jedoch während Jahren nicht. Er trat 
erst Mitte September 2021 als Verwaltungsrat der D.________ AG zurück, nach-
dem ein Drittgläubiger Anfang September 2021 gegen die Gesellschaft ein Kon-
kursbegehren gestellt hatte. Er haftet mithin auch dann, wenn er lediglich 
"Strohmann" von G.________ gewesen sein sollte und unabhängig von seiner 
tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbildung der Gesell-
schaft (vgl. Urteil BGer 9C_673/2024 vom 11.3.2025 E. 4.4.2). Daran vermag 
auch die von ihm ins Recht gelegte Einvernahme von G.________ bei der 
Staatsanwaltschaft E.________ vom 24. Januar 2025 (vgl. VG-act. 16/Beilage 1; 
Replik, Rz. 6-9) nichts zu ändern.

Ergänzend sei lediglich angemerkt, dass der Beschwerdeführer selbst zugesteht, 
über die finanzielle Situation der D.________ AG resp. die offenen Ausstände im 
Bild gewesen zu sein (vgl. Replik, Rz. 5, 10). Der Beschwerdeführer stand diver-
se Male mit der Vorinstanz schriftlich und telefonisch in Kontakt (vgl. z.B. AK-act. 

22

I 12; 17-2/2; 18; 20-1/10 [im Jahr 2015]; 79; 116-2/2; 117; 139 [im Jahr 2017]; 
347; 355; 357; 362; 368; 394; 408; 410; 413; 454; 470 [im Jahr 2020]). So wur-
den ihm die Korrespondenz der Vorinstanz betreffend die Gesellschaft (Akonto-
rechnungen, Mahnungen usw.) zuletzt an seine persönliche Adresse adressiert 
zugestellt (vgl. z.B. AK-act. I 495; 502; 503). Bei einer solchen Kenntnis hätte er 
aber rechtzeitig konkrete Massnahmen zur Begleichung der Beitragsforderungen 
in die Wege leiten müssen. Zu seinen vordringlichsten Aufgaben gehörte es, 
dafür zu sorgen, dass Löhne nur unter gleichzeitiger Abrechnung und Einzahlung 
oder Sicherstellung der darauf anfallenden Sozialversicherungsbeiträge ausge-
richtet werden. Die Vorinstanz macht zudem zutreffend und nachvollziehbar gel-
tend (vgl. Vi-Vernehmlassung, Rz. 8.1), dass es sich bei der D.________ AG um 
ein relativ kleines Unternehmen mit einfachen und überschaubaren Verhältnissen 
handelt(e), weshalb an die Sorgfaltspflicht des Beschwerdeführers, als alleiniges 
Verwaltungsratsmitglied, besonders strenge Anforderungen zu stellen sind.

5.3.2 Es ist dann auch nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer durch straf-
rechtlich relevante und betrügerische Machenschaften von G.________ faktisch 
daran gehindert worden wäre, seinen gesetzmässigen Pflichten als Verwaltungs-
rat mit Einzelzeichnungsberechtigung nachzukommen. Ebenso wenig ist ein An-
haltspunkt dafür ersichtlich, dass er gegen seinen Willen, etwa durch besondere 
Machenschaften oder Drohungen von G.________ resp. einer Drittperson, zur 
Übernahme der Organstellung veranlasst oder an der Wahrnehmung der ent-
sprechenden Pflichten gehindert worden sein soll. 

5.3.3 Aus der ins Recht gelegten Erklärung 'Übernahme von Verantwortlichkeit 
und Haftung für Unternehmen' von G.________ vom 5. Juli 2022 kann der Be-
schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Eine solche Schuldübernah-
me wirkt nur intern zwischen den Vertragspartner dieser Vereinbarung, während 
im Verhältnis zu den Gläubigern die D.________ AG haftete (vgl. VGE II 2021 75 
vom 19.11.2021 E. 6.4.2). Sie kann der Vorinstanz daher nicht entgegengehalten 
werden (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 305 mit Verweisen).

5.4 Nach den gesamten Umständen muss hier das Verhalten des Beschwerde-
führers jedenfalls als grobfahrlässig qualifiziert werden. Rechtfertigungs- und Ex-
kulpationsgründe, welche das pflichtwidrige Verhalten als gerechtfertigt erschei-
nen liessen oder das Verschulden im Sinne der Absicht oder groben Fahrlässig-
keit ausschliessen würden, sind nicht ersichtlich.

6. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe seit dem Beitrags-
jahr 2018 ihre Schadenminderungspflicht in schwerwiegender Weise verletzt.  Er 
macht also ein Mitverschulden der Vorinstanz geltend.

23

6.1.1 Rechtsprechungsgemäss ist das Verhalten der Ausgleichskasse grundsätz-
lich ohne Einfluss auf die sich unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Abrech-
nungs- und Zahlungspflichten des Arbeitgebers, welchen dieser in der Funktion 
eines Organs der Sozialversicherung unterliegt. Eine Verschuldenskompensation 
fällt deshalb nicht in Betracht, und auch den Kausalzusammenhang zwischen 
dem pflichtwidrigen Verhalten des Arbeitgebers oder dessen Organes und dem 
eingetretenen Schaden vermag ein Mit- oder Selbstverschulden der Ausgleichs-
kasse nicht zu unterbrechen (vgl. Urteil BGer 9C_425/2022 vom 26.7.2023 
E. 5.2.1 m.H. auf Urteil BGer 9C_228/2008 vom 5.2.2009 E. 4.2.2 und 4.2.3).

Jedoch ist laut BGE 122 V 185 die Schadenersatzpflicht nach Art. 52 AHVG ei-
ner Herabsetzung wegen Mitverschuldens der Verwaltung zugänglich, sofern 
sich diese einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht hat, was namentlich 
dann der Fall ist, wenn sie elementare Vorschriften der Beitragsveranlagung und 
des Beitragsbezugs missachtet hat. Dies trifft etwa bei unbegründetem Verzicht 
auf Betreibungshandlungen und verordnungswidriger Gewährung eines Zah-
lungsaufschubs zu (Urteile BGer H 142/03 vom 19.8.2003 E. 5.5 und H 290/95 
vom 18.12.1996 E. 3) oder bei längerdauerndem Unterlassen von Inkassoschrit-
ten (Urteile BGer H 90/00 vom 20.6.2001 E. 5 und H 37/00 vom 21.11.2000 E. 6; 
vgl. Urteile BGer 9C_641/2013 vom 23.10.2013 E. 2.2.2, 9C_763/2018 vom 
16.7.2019 E. 4.2.2; siehe auch VGE II 2024 8 vom 16.5.2024 E. 2.8.2). Die An-
forderungen an die grobe Pflichtverletzung der Verwaltung (d.h. der Vorinstanz) 
sind hoch (vgl. VGE II 2021 75 vom 19.11.2021 E. 6.4.5 mit Verweisen).

6.1.2 Unter Umständen kann die Ausgleichskasse, die nach dem bis Ende 2024 
geltenden Art. 43 Ziff. 1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 
(SchKG; SR 281.1) vom 11. April 1889 fällige Beiträge grundsätzlich nicht auf 
dem Wege der Konkursbetreibung erhältlich machen konnte, gestützt 
auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG allenfalls sogar ohne vorgängige Betreibung auf 
Pfändung direkt beim zuständigen Gericht die Konkurseröffnung verlangen. Dies 
kann etwa der Fall sein, wenn der Arbeitgeber über längere Zeit ausschliesslich 
seine privaten Gläubiger befriedigt und den öffentlich-rechtlichen Verpflichtun-
gen, insbesondere Bezahlung der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, trotz 
wiederholter Mahnungen und Betreibungen nicht nachkommt (vgl. Urteil BGer 
9C_48/2010 vom 9.6.2010 E. 2.2 m.H.).

6.2 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe es pflichtwidrig un-
terlassen, rechtzeitig Massnahmen gegen die Entstehung bzw. zur Minderung 
der Beitragsausstände vorzunehmen. Sie habe seit dem Jahr 2018 Kenntnis da-
von, dass die D.________ AG mit der Leistung der Beiträge, welche sie nun als 

24

Schaden geltend mache, in Verzug sei. Sie habe bereits nach dem ersten 
Ausstandsjahr und nach Kenntnis der Zahlungsschwierigkeiten sowie der Betrei-
bungsregistereinträge der Gesellschaft unbegründet darauf verzichtet, angezeig-
te Betreibungshandlungen einzuleiten oder fortzusetzen, insbesondere die Bean-
tragung eines Konkurses ohne vorgängige Betreibung wegen Zahlungseinstel-
lung. Hätte die Vorinstanz rechtzeitig gehandelt und den Konkurs eingeleitet, hät-
te sie den später entstehenden und nun geltend gemachten Schaden verhindern 
können (vgl. Beschwerde, Rz. 30-32).

6.3.1 Mit diesen unsubstantiierten Vorbringen ist indes noch keine grobe Pflicht-
verletzung der Vorinstanz im Sinne der oben dargelegten Rechtsprechung darge-
tan. Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Replik zwar pauschal, dass die 
Vorinstanz konsequent und umgehend gemahnt sowie die Forderungen in Be-
treibung gesetzt habe (vgl. Replik, Rz. 26); gleichzeitig bestätigt er jedoch, dass 
die Vorinstanz wiederholt gezwungen war, Betreibungen einzuleiten, bevor Zah-
lungen erfolgten (vgl. Beschwerde, Rz. 32; Replik, Rz. 26 f.). Die Vorinstanz 
musste die Lohnbeiträge regelmässig anmahnen (vgl. z.B. AK-act. I 428; 502; 
516). Dem Betreibungsregisterauszug der Gesellschaft kann entnommen wer-
den, dass die Vorinstanz gegenüber der D.________ AG im Zeitraum Juli 2018 
bis Januar 2021 insgesamt 12 Betreibungen erhoben hatte und die Gesellschaft 
die betriebenen Forderungen mittels Zahlungen an das Betreibungsamt beglich. 
Der erste Verlustschein (betreffend die Vorinstanz als Gläubigerin) datiert erst 
vom Januar 2021 (vgl. Bf-act. 7). Der Beschwerdeführer vermag insgesamt nicht 
überzeugend darzulegen, dass die Vorinstanz die geschuldeten Beiträge nicht 
kontinuierlich in Rechnung gestellt und diese mit betreibungsrechtlichen Mitteln 
eingefordert hat.

6.3.2 Auch der beschwerdeführerische Vorwurf, die Vorinstanz hätte den Kon-
kurs ohne vorgängige Betreibung wegen Zahlungseinstellung verlangen können 
resp. sollen, kann nicht gehört werden. Die Rechtsprechung ist diesbezüglich 
sehr zurückhaltend und sieht in dieser Konstellation noch keinen Grund, die 
Schadenersatzforderung zu reduzieren und ein Mitverschulden der Ausgleichs-
kassen anzunehmen (vgl. Urteil BGer H 18/07 vom 26.11.2007 E. 5.3; Urteil des 
Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 30.10.2015, AK 2014.00004, E. 5.3). 
Denn es kann letztlich nicht angehen, dass die Vorinstanz geschäftsführende 
Kompetenzen übernehmen muss und diejenigen Schritte einzuleiten hat, welche 
die viel näher an der Sache tätigen Organe längst hätten tätigen sollen (vgl. Ent-
scheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 7.4.2016, 710 14 235 / 83, 
E. 9.3.3). Es kann daher offenbleiben, ob die Voraussetzungen für ein Vorgehen 
nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG gegeben gewesen wären. Jedenfalls kann der 

25

Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, das Beitragsinkasso zu wenig resolut vor-
angetrieben zu haben. Im Übrigen wäre es Sache des Beschwerdeführers gewe-
sen, gegebenenfalls beim Konkursrichter die Bilanz zu deponieren (vgl. Urteil 
BGer 9C_117/2011 vom 29.3.2011 E. 5 mit Hinweis).

6.4 Es ist mithin nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz grob pflichtwidrig gehan-
delt hat. Die Voraussetzungen an ein Mitverschulden der Vorinstanz sind daher 
klar nicht gegeben.

7. Der Beschwerdeführer verneint schliesslich den Kausalzusammenhang 
zwischen einem allfälligen Fehlverhalten seinerseits und dem eingetretenen 
Schaden.

7.1 Eine Haftung im Sinne von Art. 52 AHVG setzt voraus, dass zwischen der 
absichtlichen oder grobfahrlässigen Verletzung von Vorschriften und dem Eintritt 
des Schadens ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 119 V 401 E. 4a m.H.; Urteil BGer 9C_673/2024 vom 11.3.2025 E. 4.5.1). 

Daran fehlt es, wenn auch ein pflichtgemässes Verhalten den Schaden nicht hät-
te verhindern können. Das schuldhafte Verhalten eines solidarisch Ersatzpflichti-
gen kann nur dann als inadäquat für den eingetretenen Schaden gelten, wenn 
das Verschulden des Dritten oder des Geschädigten dermassen schwer wiegt, 
dass das eigene Fehlverhalten eindeutig in den Hintergrund tritt und damit nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der Lebenserfahrung nicht mehr als 
adäquate Schadensursache erscheint. Die Unterbrechung des adäquaten Kau-
salzusammenhangs fällt insbesondere in Betracht, wenn ein Verwaltungsrat 
durch strafrechtlich relevante Machenschaften eines anderen Organs der Gesell-
schaft über die Ausstände gegenüber der Ausgleichskasse hinters Licht geführt 
und dadurch an der Wahrnehmung seiner Pflichten gehindert wurde. Eine Haf-
tungsbeschränkung wegen mitwirkenden Drittverschuldens eines solidarisch 
Haftpflichtigen zieht das Bundesgericht bloss als eher theoretische Möglichkeit in 
Betracht, die, wenn überhaupt, nur bei einer ausgesprochen exzeptionellen 
Sachlage von praktischer Bedeutung sein kann; so etwa, wenn das Verschulden 
des in Anspruch genommenen Haftpflichtigen als so leicht erscheint und in einem 
derartigen Missverhältnis zum Verschulden des Dritten steht, dass es offensicht-
lich ungerecht wäre, wenn jener den ganzen Schaden tragen müsste (vgl. Urteil 
BGer 9C_673/2024 vom 11.3.2025 E. 4.5.1 mit Verweisen).

7.2 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, der Schaden wäre auch bei 
pflichtgemässem Verhalten seinerseits eingetreten. Er bringt auch in diesem Zu-
sammenhang nur vor, faktisch nicht in der Lage gewesen zu sein, für die Gesell-

26

schaft tätig zu werden und über deren Vermögen zu verfügen. Die alleinige Ver-
antwortung für die entstandene Situation liege bei G.________ (Beschwerde, Rz. 
29; Replik, Rz. 25). Diesbezüglich kann auf das bereits Gesagte verwiesen wer-
den (vgl. vorstehende E. 5.3).

Unbehilflich ist der beschwerdeführerische Einwand, G.________ habe wieder-
holt interveniert und ihn aktiv daran gehindert, seiner Warnungen und mahnen-
den Handlungen Nachdruck zu verleihen und habe sämtliche seiner Bemühun-
gen, die Rechnungen der Vorinstanz zu begleichen und die gesetzlichen Pflich-
ten der Gesellschaft zu erfüllen, vereitelt. Selbst wenn sie von Relevanz wären, 
bleiben diese Vorbringen wenig substantiiert und werden auch nicht belegt. Zum 
anderen weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass aus den Akten hervor-
geht, dass dem Beschwerdeführer die Situation um die Beitragsausstände und 
die weiteren finanziellen Umstände (z.B. Lohnzahlungen, Mahnungen und Be-
treibungen, finanzielle Probleme bzw. Zahlungsschwierigkeiten, etc.) durchaus 
bestens bekannt und bewusst waren (vgl. Duplik, S. 2; siehe vorstehende 
E. 5.3.1). Hätte der Beschwerdeführer pflichtgemäss für die vollumfängliche Be-
zahlung der Beiträge gesorgt oder aber die Lohnzahlungen in dem Masse redu-
ziert, dass die darauf geschuldeten Beiträge abgedeckt gewesen wären, so wäre 
der Vorinstanz von vornherein kein Schaden entstanden.

Der Beschwerdeführer macht dann auch nicht geltend, durch strafrechtlich rele-
vante Machenschaften von G.________ über die Ausstände gegenüber der Vor-
instanz hinters Licht geführt und dadurch an der Wahrnehmung seiner Pflichten 
gehindert worden zu sein. Der Beschwerdeführer, der durch seine Einzelzeich-
nungsberechtigung für die D.________ AG mit gewichtigen Kompetenzen aus-
gestattet war, kam seinen Pflichten hinsichtlich der Beitragspflicht nicht nach; an-
gesichts der Umstände wäre ein aktiveres Vorgehen oder aber seine Demissio-
nierung notwendig gewesen. Beides unterliess der Beschwerdeführer indes. Da-
mit zeigt sich, dass die Nichterfüllung der Pflicht zur vollständigen Begleichung 
der Sozialversicherungsbeiträge, wie sie einerseits der D.________ AG als Ar-
beitgeberin wie auch dem Beschwerdeführer als (einziger) Verwaltungsrat oblag, 
für den bei der Vorinstanz entstandenen Schaden kausal ist und dass ein derar-
tiges Verhalten nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Le-
benserfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken (vgl. BGE 123 
V 98 E. 3d; BGE 121 V 45 E. 3a). 

7.3 Der Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und 
dem eingetretenen Schaden ist vorbehaltlos zu bejahen.

27

8.1 Zusammenfassend hat die Vorinstanz die Haftbarkeit des Beschwerdefüh-
rers für den von ihr geltend gemachten Schaden von Fr. 111’243.75 zu Recht be-
jaht. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet.

8.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 1'500.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 61 lit. fbis ATSG).

Parteientschädigungen sind, ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend, 
keine zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, und Barauslagen) 
von insgesamt Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat 
einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe geleistet, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. Oktober 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. November 2025