# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a17dffa6-7426-58d7-b23e-85a4ec5e8d76
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 19.03.2025 WPR.2025.27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WPR-2025-27_2025-03-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WPR.2025.27 / jh / lm  
ZEMIS [***]; N [***]  

 

 

Urteil vom 19. März 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter J. Huber 

Gerichtsschreiber i.V. Manz 

 

 
   

Gesuchsteller   Amt für Migration und Integration Kanton Aargau,  

Sektion Asyl und Rückkehr, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau 

vertreten durch lic. iur. Silvio Siegrist, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau 

 

 
   

Gesuchsgegner   C._____, von Pakistan 

z. Zt. im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft 8058 Zürich 

amtlich vertreten durch Dr. iur. Marcel Buttliger, Rechtsanwalt, 

Kasinostrasse 30, 5001 Aarau 

 

 
   

Gegenstand  Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 76 AIG / Haftverlängerung 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Einzelrichter entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Gesuchsgegner reiste eigenen Angaben zufolge am 24. Dezember 

2015 illegal in die Schweiz ein (Akten des Amtes für Migration und Integra-

tion [MI-act.] 7). 

 

Am 29. Dezember 2015 stellte der Gesuchsgegner in der Schweiz ein 

Asylgesuch (MI-act. 2 ff.). 

 

Am 31. März 2016 erklärte das Staatssekretariat für Migration (SEM) das 

Dublin-Verfahren für beendet und die Schweiz für die Behandlung des 

Asylgesuchs für zuständig (MI-act. 17). 

 

Am 24. April 2019 lehnte das SEM das Asylgesuch des Gesuchsgegners 

ab und ordnete gleichzeitig dessen Wegweisung aus der Schweiz an, unter 

Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 19. Juni 2019. Mit dem Vollzug der 

Wegweisung wurde der Kanton Aargau beauftragt (MI-act. 70 ff.).  

 

Die gegen diesen Entscheid vom Gesuchsgegner erhobene Beschwerde 

wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-2534/2019 vom 7. April 

2021 ab, womit der Entscheid des SEM in Rechtskraft erwuchs (MI-

act. 82  ff., 107). In der Folge setzte das SEM dem Gesuchsgegner eine 

neue Ausreisefrist bis zum 12. Mai 2021 an (MI-act. 107 f.). 

 

Am 7. Mai 2021 erschien der Gesuchsgegner auf Vorladung des Amts für 

Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) zu einem Ausreise-

gespräch, wo er unter anderem zu Protokoll gab, die Schweiz nicht 

verlassen zu wollen (MI-act. 131 ff.). Er gab weiter an, er habe nie einen 

Reisepass beantragt und sei nicht bereit, Dokumente für die pakistanische 

Vertretung auszufüllen (MI-act. 134). 

 

Am 12. Mai 2021 stellte der Gesuchsgegner beim MIKA ein Gesuch um 

Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 des 

Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) (sog. Härtefallgesuch) 

(MI-act. 142 ff.).  

 

Am 18. November 2021 wurde der Gesuchsgegner als pakistanischer 

Staatsangehöriger identifiziert (MI-act. 197). 

 

Am 18. Januar 2022 lehnte das MIKA das Härtefallgesuch des Gesuchs-

gegners ab (MI-act. 209 ff.). Am 15. März 2022 zog das MIKA diesen 

Entscheid auf Einsprache des Gesuchsgegners hin in Wiedererwägung 

 - 3 - 

 

 

und unterbreitete das Härtefallgesuch am 17. März 2022 dem SEM zur 

Zustimmung (MI-act. 224 ff., 250, 257 ff.). 

 

Das SEM verweigerte mit Verfügung vom 11. Oktober 2022 die Zustim-

mung zur Härtefallbewilligung (MI-act. 264 ff.). 

 

Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsgegner am 10. November 2022 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und stellte subeventualiter 

ein Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes D-

2534/2019 vom 7. April 2021 (MI-act. 429 ff.). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil F-5125/ 

2022 vom 5. Juni 2024 ab und überwies das subeventualiter gestellte Revi-

sionsgesuch betreffend das Asylverfahren zur weiteren Behandlung 

zuständigkeitshalber an die Abteilung IV des Bundesverwaltungsgerichts 

(MI-act. 381 ff.). 

 

Am 12. Juli 2024 stellte der Gesuchsgegner auch betreffend das Härtefall-

gesuch betreffende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts F-5125/2022 

vom 5. Juni 2024 ein Revisionsgesuch (MI-act. 408).  

 

Am 12. Juli 2024 und 20. August 2024 stellte der Gesuchsgegner 

betreffend sein Asylverfahren zudem ein Wiedererwägungsgesuch (MI-

act. 418, 424 ff.), welches das SEM am 28. August 2024 als unbegründet 

respektive wiederholt gleich begründet formlos abschrieb (MI-act. 429 ff.). 

 

Am 8. August 2024 schrieb das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-

3681/2024 das Revisionsverfahren betreffend das Urteil D-2534/2019 vom 

7. April 2021 (in Bezug auf das Asylgesuch, die Wegweisung und den 

Vollzug) infolge Rückzugs als gegenstandslos geworden ab (MI-

act. 417 ff.).  

 

Nachdem der Gesuchsgegner mit schriftlicher Erklärung vom 3. September 

2024 offenbar auch sein Revisionsgesuch vom 12. Juli 2024 betreffend das 

Urteil F-5125/2022 des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Juni 2024 

betreffend die Aufenthaltsbewilligung im Rahmen eines Härtefalls zurück-

gezogen hatte (MI-act. 475), schrieb das Bundesverwaltungsgericht mit 

Urteil F-4435/2024 vom 26. September 2024 auch dieses Revisions-

verfahren als gegenstandslos geworden ab (MI-act. 473 ff.). 

 

Am 4. Dezember 2024 erschien der Gesuchsgegner auf Aufforderung des 

SEM zu einer konsularischen Befragung beim SEM zwecks Papierbeschaf-

fung (MI-act. 448, 452). 

 

Der Gesuchsgegner erschien am 8. Januar 2025 auf Vorladung zu einem 

Ausreisegespräch beim MIKA. Dabei gab er erneut an, er sei nicht bereit, 

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nach Pakistan auszureisen, und gab zu Protokoll, wenn man ihn dorthin 

schicken wolle, wäre es besser, wenn man ihn "gleich hier tötet" (MI-

act. 463 f.). 

 

Die pakistanischen Behörden stellten am 18. Februar 2025 ein Ersatzreise-

dokument lautend auf den Gesuchsgegner aus (MI-act. 521 f.). 

 

Am 27. Februar 2025 um 09.55 Uhr wurde der Gesuchsgegner gestützt auf 

einen Festnahmeauftrag des MIKA vom 19. Februar 2025 durch die 

Kantonspolizei Aargau angehalten und gestützt auf § 12 des Einführungs-

gesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 2008 (EGAR; SAR 

122.600) festgenommen (MI-act. 518, 534 ff.). 

 

Gleichentags prüfte und bestätigte OSEARA die Hafterstehungsfähigkeit 

und Flugtauglichkeit des Gesuchsgegners (MI-act. 532 f., 539).  

 

Ebenfalls am 27. Februar 2025 gewährte das MIKA dem Gesuchsgegner 

das rechtliche Gehör betreffend die Anordnung einer Ausschaffungshaft. 

Der Gesuchsgegner gab zu Protokoll, er sei nicht bereit, freiwillig den für 

ihn gebuchten Flug anzutreten (MI-act. 540 ff., 510 ff., 515 ff.) und er habe 

bei der Beschaffung von Reisedokumenten nicht mitgewirkt, weil er in 

seinem Heimatland Probleme habe (MI-act. 541). Im Anschluss an das 

rechtliche Gehör ordnete das MIKA eine Ausschaffungshaft für 30 Tage an 

(MI-act. 546 ff.). 

 

Mit Urteil vom 28. Februar 2025 wurde die angeordnete Ausschaffungshaft 

durch den Einzelrichter des Verwaltungsgerichts bis zum 28. März 2025, 

12.00 Uhr, bestätigt (WPR.2025.21 [MI-act. 606 ff.]). 

 

Gleichentags verfügte das SEM gegen den Gesuchsgegner ein Einreise-

verbot für das schweizerische und liechtensteinische Gebiet, gültig ab 

3. März 2025 bis 2. März 2028 (MI-act. 558 f.). 

 

Am 3. März 2025 verweigerte der Gesuchsgegner den Einstieg in den für 

ihn gebuchten DEPU-Flug (Vollzugsstufe 2) nach Pakistan (MI-act. 570), 

woraufhin das SEM am 6. März 2025 eine DEPA-Fluganmeldung 

(Vollzugsstufe 3) in Auftrag gab (MI-act. 596 f.). 

 

Das durch die pakistanischen Behörden ausgestellte Ersatzreisedokument 

ist offenbar am 15. März 2025 abgelaufen (MI-act. 596).  

 

B. 

Am 18. März 2025 gewährte das MIKA dem Gesuchsgegner das rechtliche 

Gehör betreffend Verlängerung der Ausschaffungshaft um weitere drei 

Monate (MI-act. 615 ff.). Im Anschluss an die Befragung wurde dem 

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Gesuchsgegner die Verlängerung der Ausschaffungshaft wie folgt eröffnet 

(act. 1): 

 

1. 
Die Ausschaffungshaft wird gestützt auf Art. 79 AIG für drei Monate bis 
zum 28. Juni 2025, 12.00 Uhr verlängert. 
 
2. 
Die Haft wird im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 
(ZAA) oder im Gefängnis Bässlergut vollzogen. Soweit für die Befragung 
oder die Durchführung einer Haftverhandlung zwingend, erfolgt die 
Inhaftierung für die notwendige Dauer im Bezirksgefängnis Aarau. 

 

C. 

Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Einzelrichter des Verwal-

tungsgerichts wurden der Gesuchsteller und der Gesuchsgegner befragt. 

 

D. 

Der Gesuchsgegner liess folgende Anträge stellen (Protokoll S. 3, act. 23): 

 

1. 
Der Gesuchsgegner sei unverzüglich aus der Ausschaffungshaft zu ent-
lassen. 
 
2. 
Unter möglichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

 
   

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

I.  

1. 

Ordnet das MIKA eine Haftverlängerung an, so ist diese durch die richter-

liche Behörde vor Ablauf der bereits bewilligten Haft zu überprüfen (BGE 

128 II 241, Erw. 3.5), wobei die betroffene Person auf die Durchführung 

einer Verhandlung mit Parteibefragung verzichten kann (Aargauische 

Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359, Erw. I/4.3 ff.). 

 

2. 

Im vorliegenden Fall wurde die bestehende Haft bis zum 28. März 2025 

bestätigt (Entscheid des Verwaltungsgerichts WPR.2025.21 vom 28. Fe-

bruar 2025; MI-act. 606 ff.). 

 

Die Verhandlung betreffend Bewilligung der Haftverlängerung erfolgte am 

19. März 2025 und damit vor Ablauf der bestehenden Haft. 

 

 - 6 - 

 

 

II. 

1. 

Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet 

oder wurde die betroffene Person mit einer erstinstanzlichen Landes-

verweisung belegt, kann die zuständige kantonale Behörde die betroffene 

Person zur Sicherstellung des Vollzugs in Haft nehmen bzw. bei bestehen-

der Haft eine Haftverlängerung anordnen (Art. 76 AIG). 

 

Zuständige kantonale Behörde im Sinne von Art. 78 Abs. 3 AIG ist bei 

migrationsamtlichen Wegweisungen gemäss § 13 Abs. 1 EGAR und bei 

Landesverweisungen gemäss § 89 der Verordnung über den Vollzug von 

Strafen und Massnahmen vom 23. September 2020 (Strafvollzugsver-

ordnung, SMV; SAR 253.112) das MIKA. Im vorliegenden Fall wurde die 

Haftverlängerung durch das MIKA und damit durch die zuständige Behörde 

angeordnet (act. 1 ff.). 

 

2. 

2.1. 

Das MIKA begründet die Haftverlängerung damit, dass es den Gesuchs-

gegner aus der Schweiz ausschaffen und mit der Haft den Vollzug 

sicherstellen wolle. Der Haftzweck ist damit erstellt. 

 

2.2. 

Der Haftrichter hat sich im Rahmen der Prüfung, ob die Ausschaffungshaft 

rechtmässig ist, Gewissheit darüber zu verschaffen, ob ein erstinstanzlicher 

Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet oder eine erstinstanzliche 

Landesverweisung ausgesprochen wurde (Art. 76 Abs. 1 AIG). 

 

Wie bereits mit Urteil des Einzelrichters des Verwaltungsgerichts vom 

28. Februar 2025 festgehalten wurde (WPR.2025.21, Erw. II/2.2; MI-

act. 611), ordnete das SEM mit negativem Asylentscheid vom 24. April 

2019 die Wegweisung des Gesuchsgegners aus der Schweiz an (MI-

act. 70 ff.). Dieser Entscheid erwuchs mit dem Urteil des Bundes-

verwaltungsgericht D-2534/2019 vom 7. April 2021 in Rechtskraft (MI-

act. 82  ff., 107). Damit liegt nicht nur ein erstinstanzlicher sondern sogar 

ein rechtskräftiger Wegweisungsentscheid vor, womit die entsprechende 

Voraussetzung erfüllt ist. 

 

2.3. 

Gemäss Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG ist die Haft zu beenden, wenn sich erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung aus rechtlichen oder tatsächlichen 

Gründen undurchführbar ist. 

 

Der Vertreter des Gesuchsgegners bringt vor, es sei davon auszugehen, 

dass der Gesuchsgegner auch den für ihn geplanten DEPA-Flug nicht 

antreten werde. Da zudem keine Sonderflüge nach Pakistan möglich seien, 

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würden sämtliche Vollzugsversuche des MIKA scheitern (Protokoll S. 3, 

act. 23).  

 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sich eine Haftentlassung wegen 

undurchführbarem Vollzug nur dann rechtfertigt, wenn keine oder bloss 

eine höchst unwahrscheinliche, rein theoretische Möglichkeit besteht, die 

Wegweisung zu vollziehen (BGE 147 II 49, Erw. 2.2.3). Bei einer ernst-

haften, wenn auch allenfalls (noch) geringen Aussicht auf den Vollzug der 

Wegweisung, ist die Haft indessen nicht zu beenden (BGE 130 II 56, 

Erw. 4.1.3).  

 

Die zuletzt versuchte Wegweisung der Vollzugsstufe 2 scheiterte lediglich 

an der Weigerung des Gesuchsgegners, den für ihn gebuchten Flug 

anzutreten. Diese Hürde im Vollzug der Wegweisung genügt indes nicht, 

um den Gesuchsgegner mangels Vollzugsperspektive aus der Ausschaf-

fungshaft zu entlassen. So kann in einem Rechtsstaat nicht von der Rechts-

durchsetzung abgesehen werden, weil der Betroffene erklärt, sich nicht an 

die Rechtsordnung halten zu wollen (vgl. BGE 136 IV 97, Erw. 6.3.3; Urteil 

des Bundesgerichts 2C_898/2017 vom 2. Februar 2018, Erw. 4.1). 

Vorliegend ist für den Gesuchsgegner aktuell ein DEPA-Flug (Vollzugs-

stufe 3) geplant (MI-act. 596 f.). Diese Vollzugsstufe ist möglich und stellt 

im Vergleich zu der bislang versuchten Rückführung der Vollzugsstufe 2 

ein härteres Durchsetzungsmittel dar. Angaben des Vertreters des MIKA 

zufolge dürfte zudem ohne Weiteres ein neues Ersatzreisedokument für 

den Gesuchsgegner ausgestellt werden (Protokoll S. 3, act. 23). Dement-

sprechend ist vorliegend immer noch von einer ernsthaften Aussicht auf 

den Vollzug der Wegweisung auszugehen.  

 

Weitere Anzeichen, die an der Ausschaffungsmöglichkeit in rechtlicher 

oder tatsächlicher Hinsicht Zweifel aufkommen lassen würden, sind 

ebenfalls keine ersichtlich. 

 

3. 

Der mit Urteil vom 28. Februar 2025 festgestellte Haftgrund besteht nach 

wie vor (vgl. WPR.2025.21, Erw. II/3; MI-act. 611 ff.). 

 

4. 

Bezüglich der Haftbedingungen liegen keine Beanstandungen vor (Proto-

koll S. 2, act. 22). 

 

5. 

Es liegen auch keine Anzeichen dafür vor, dass das MIKA dem Beschleu-

nigungsgebot (Art. 76 Abs. 4 AIG) nicht ausreichend Beachtung geschenkt 

hätte. 

 

 - 8 - 

 

 

6. 

Gemäss Art. 79 Abs. 1 AIG darf die ausländerrechtliche Inhaftierung im 

Sinne von Art. 75–78 AIG zusammen die maximale Haftdauer von sechs 

Monaten nicht überschreiten. Eine darüber hinausgehende Verlängerung 

auf höchstens 18 Monate ist nur zulässig, wenn entweder die betroffene 

Person nicht mit den zuständigen Behörden kooperiert oder sich die 

Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen Unterlagen durch einen 

Staat, der kein Schengen-Staat ist, verzögert (Art. 79 Abs. 2 AIG). 

 

6.1. 

Im vorliegenden Fall befindet sich die Gesuchsgegner mit Ablauf der 

bewilligten Haft bereits seit 30 Tagen in ausländerrechtlicher Haft im Sinne 

von Art. 75–78 AIG (Ausschaffungshaft 27. Februar 2025 – 28. März 2025).  

 

6.2. 

Das MIKA ordnete die Verlängerung der Ausschaffungshaft um weitere drei 

Monate, d. h. bis zum 28. Juni 2025, an.  

 

Da die ausländerrechtliche Inhaftierung im Sinne von Art. 75–78 AIG im 

vorliegenden Fall die Dauer von sechs Monaten nicht überschreitet, bedarf 

es keiner Prüfung der Voraussetzungen von Art. 79 Abs. 2 AIG. 

 

Nachdem die maximal zulässige Haftdauer nicht überschritten wird sowie 

der Vollzug der Rückführung massgeblich vom Verhalten des Gesuchs-

gegners abhängig ist und es diesbezüglich zu Verzögerungen kommen 

kann, ist die angeordnete Haftverlängerung nicht zu beanstanden. Im 

Übrigen ist festzuhalten, dass das MIKA bisher stets bemüht war, Aus-

schaffungen so rasch wie möglich zu vollziehen. Sollte das MIKA entgegen 

seiner bisherigen Gewohnheit das Beschleunigungsgebot verletzen, 

besteht die Möglichkeit, ein Haftentlassungsgesuch zu stellen. 

 

7. 

Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Haftverlängerung deshalb nicht 

zu bestätigen sei, weil sie im konkreten Fall gegen das Prinzip der 

Verhältnismässigkeit verstossen würde.  

 

Den Vorbringungen des Vertreters des Gesuchsgegners, wonach sich der 

Gesuchsgegner im Falle einer Haftentlassung den Behörden in einer 

Asylunterkunft zur Verfügung halten werde, ist nicht zu folgen. Auch wenn 

der Gesuchsgegner sich bislang kooperativ verhalten hat und den Vor-

ladungen der Behörden Folge geleistet hatte, ist aktuell von einer anderen 

Ausgangslage auszugehen. Der Gesuchsgegner hat sämtliche Rechts-

wege sowohl im Asylverfahren als auch betreffend Härtefallgesuch ausge-

schöpft und wurde rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen. Am 

18. Februar 2025 wurde durch die pakistanischen Behörden ein 

Ersatzreisedokument ausgestellt (MI-act. 521 f.) und am 3. März 2025 hat 

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ein erster Vollzugsversuch stattgefunden (MI-act. 570). Damit muss der 

Gesuchsgegner nun jederzeit mit einem weiteren Vollzugsversuch im 

Rahmen eines härteren Durchsetzungsmittels rechnen. Mit seiner 

Weigerung, den für ihn gebuchten Flug anzutreten, bekräftigte der 

Gesuchsgegner, dass er nicht bereit ist, dem Wegweisungsentscheid Folge 

zu leisten und die Schweiz in Richtung Pakistan zu verlassen. Auch wenn 

Sonderflüge nach Pakistan nicht möglich sind, muss der Gesuchsgegner 

im Falle einer weiteren Weigerung damit rechnen, in Durchsetzungshaft 

genommen zu werden. Aufgrund der klaren Weigerung, seiner Ausreise-

pflicht nachzukommen und den dafür aktuell drohenden Konsequenzen, 

muss damit gerechnet werden, dass der Gesuchsgegner bei einer 

allfälligen Haftentlassung untertauchen würde. Damit ist keine mildere 

Massnahme ersichtlich, um den Vollzug der Wegweisung sicherzustellen.  

 

Bezüglich der familiären Verhältnisse ergeben sich keine Anhaltspunkte, 

welche gegen eine Haftverlängerung sprechen würden. Der Gesuchs-

gegner macht auch nicht geltend, er sei nicht hafterstehungsfähig und führt 

auch sonst nicht aus, inwiefern die Haft unverhältnismässig wäre. Insge-

samt sind keinerlei Gründe ersichtlich, welche die Verlängerung der Haft 

als unverhältnismässig erscheinen liessen. 

 

III. 

1. 

Gemäss § 28 Abs. 1 EGAR ist das Verfahren betreffend Haftüberprüfung 

unentgeltlich. Demgemäss werden keine Kosten erhoben. 

 

2. 

Dem Gesuchsgegner ist gemäss § 27 Abs. 2 EGAR zwingend ein amtlicher 

Rechtsvertreter zu bestellen, da der Gesuchsteller eine Haft für eine Dauer 

von mehr als 30 Tagen anordnete. Der Vertreter des Gesuchsgegners wird 

aufgefordert, nach Haftentlassung des Gesuchsgegners seine Kostennote 

im Rahmen des Verfahrens WPR.2025.21 einzureichen. 

 

IV. 

1. 

Der Gesuchsgegner wird darauf hingewiesen, dass ein Haftentlassungs-

gesuch frühestens einen Monat nach Haftüberprüfung gestellt werden kann 

(Art. 80 Abs. 5 AIG) und beim MIKA einzureichen ist (§ 15 Abs. 1 EGAR). 

 

2. 

Soll die Haft gegebenenfalls verlängert werden, ist nicht zwingend eine 

weitere Verhandlung mit Parteibefragung durchzuführen (vgl. Aargauische 

Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359., Erw. I/4.3 ff.). 

Im Rahmen der Befragung zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs hat 

das MIKA dem Gesuchsgegner daher die Frage zu unterbreiten, ob er die 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung wünscht und ob er in diesem 

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Fall eine Präsenzverhandlung verlangt oder mit einer Verhandlung via 

Videotelefonie einverstanden ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2021 

vom 19. November 2021). Die Anordnung einer allfälligen Haftverläng-

erung ist dem Verwaltungsgericht spätestens acht Arbeitstage vor Ablauf 

der bewilligten Haft einzureichen. 

 

3. 

Der vorliegende Entscheid wurde den Parteien zusammen mit einer kurzen 

Begründung anlässlich der heutigen Verhandlung mündlich eröffnet. Das 

Dispositiv wurde den Parteien ausgehändigt. 

 

 
   

Der Einzelrichter erkennt: 

 

1. 

Die am 18. März 2025 angeordnete Verlängerung der Ausschaffungshaft 

wird bis zum 28. Juni 2025, 12.00 Uhr, bestätigt. 

 

2. 

Die Haft ist im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 

oder im Gefängnis Bässlergut Basel zu vollziehen. Für die Dauer der 

Befragung oder die Durchführung einer Haftverhandlung kann die 

Inhaftierung, soweit zwingend notwendig, im Bezirksgefängnis Aarau 

erfolgen. 

 

3. 

Es werden keine Kosten auferlegt. 

 

4. 

Als amtlicher Rechtsvertreter wird Dr. iur. Marcel Buttliger, Rechtsanwalt, 

Aarau, bestätigt. Der Rechtsvertreter wird aufgefordert, nach Haftent-

lassung des Gesuchsgegners seine detaillierte Kostennote im Verfahren 

WPR.2025.21 einzureichen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Gesuchsgegner (Vertreter, im Doppel) 

das MIKA (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

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innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
   

Aarau, 19. März 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

J. Huber Manz