# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71151f9f-d55c-57c2-b2dc-0a593ff51410
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-08
**Language:** de
**Title:** Lichtimmissionen. Zulässigkeit und Schranken einer intensiven Fassaden- und Umgebungsbeleuchtung eines Gebäudes mit hohem Repräsentationsanspruch (Kasuistik).
**Docket/Reference:** BRKE I Nr. 0184/2008
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_I_0184_2008_901.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 0184/2008 vom 8. August 2008 in BEZ 2009 Nr. 19

Die  Baubehörde  hatte  unter  Nebenstimmungen  die  baurechtliche  Bewilligung 
für  eine  Fassaden-  und  Umgebungsbeleuchtung  erteilt.  Ein  Nachbarrekurrent  ver-
langte  die  Einschränkung  dieser  Bewilligung  mit  verschiedenen  weiteren  Nebenbe-
stimmungen betreffend die zeitliche Dauer und die Intensität der Beleuchtung.

Aus den Erwägungen: 

6. Das Umweltschutzgesetz bezweckt gemäss dessen Art. 1 Abs. 1 den Schutz
von Menschen, Tieren und Pflanzen, ihrer Lebensgemeinschaften und Lebensräume 
gegen  schädliche  oder  lästige  Einwirkungen.  Einwirkungen  sind  laut  Art.  7  Abs.  1 
USG  unter  anderem  Luftverunreinigungen,  Lärm,  Erschütterungen  und  Strahlen. 
Hierzu  gehören  auch  optische  Strahlen,  darunter  sichtbares  Licht  (P.  M.  Keller, 
Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2002, Art. 7 Rz. 10; A. Zürcher, Die vorsorgli-
che Emissionsbegrenzung nach dem Umweltschutzgesetz, 1996, S. 60). Als Quelle 
der  Emissionen  nennt  das  Gesetz  den  Bau und Betrieb von Anlagen (Art. 7 Abs. 1 
USG).  Im  vorliegenden  Fall  stammen  die  optischen  Strahlen  aus  der  in  der  Umge-
bung und beim Gebäude installierten Beleuchtungsanlagen. Damit liegen vom Men-
schen  verursachte  Einwirkungen  vor,  die  von  einer  Baute  bzw.  Anlage  ausgehen. 
Solche  Lichtemissionen  stellen  Einwirkungen  im  Sinne  von  Art.  7  Abs.  1  USG  dar 
und werden grundsätzlich von diesem Gesetz erfasst (vgl. A. Griffel, Die Grundprin-
zipien des schweizerischen Umweltrechts, 2001, S. 75 Rz. 88, mit Hinweis auf BEZ 
1998  Nr.  18  =  URP 1998 S. 695 ff.; URP 2006 S. 170 ff.; M. Kölz, Das schweizeri-
sche Umweltschutzrecht, Rechtsprechung von 2000-2005, URP 2006 S. 279 f.). 

Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen werden gemäss Art. 
11  Abs.  1  USG  durch  Massnahmen  bei  der  Quelle  begrenzt (Emissionsbegrenzun-
gen). Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rah-
men der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich 
und  wirtschaftlich  tragbar  ist  (Art.  11  Abs.  2  USG). Überdies sind die Emissionsbe-
grenzungen  zu  verschärfen,  wenn  feststeht  oder  zu  erwarten  ist,  dass  die  Einwir-
kungen  unter  Berücksichtigung  der  bestehenden  Umweltbelastung  schädlich  oder 
lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG). 

Anders als bei Lärm- und Luftverunreinigungen bestehen bei Lichtimmissionen 
keine  Grenzwerte.  Es  ist  deshalb  im  Einzelfall  gestützt auf Art. 13 USG zu beurtei-
len,  ob  die  Immissionen  schädlich  oder  lästig  sind  (vgl.  BGE  117  Ib  28  E.  4a  hin-
sichtlich  Strahlenbelastung  in  URP  1991  S.  127  f.;  URP 2007 S 865 f.). Diese Ein-
zelfallbeurteilung  hat  sich  an  die  materiellen  Grundsätze  des  Bundesgesetzes  für 
die  verordnungsmässige  Festsetzung  der  Immissionsgrenzwerte  zu  halten  (Art.  13-
15 USG). Nach diesen Bestimmungen dürfen die Immissionen zu keiner erheblichen 
Störung des Wohlbefindens der konkret und aktuell betroffenen Bevölkerung führen. 

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Dabei ist grundsätzlich bei allen Vorhaben zuerst die Vorschrift über die vorsorgliche 
Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 USG) anzuwenden.

7.1  Es  ist  daher  zunächst  zu  prüfen,  ob  die  von  der  strittigen  Gebäude-  und 
Umgebungsbeleuchtung  ausgehenden  Emissionen  im  Rahmen  des  technisch  und 
betrieblich  Möglichen  im  Sinne  der  Vorsorge  genügend  weit  begrenzt  wurden.  Zu 
beachten ist dabei, dass Licht im Allgemeinen nicht als unerwünschte Nebenwirkung 
einer  anderen  Tätigkeit,  sondern  gewollt  und  gezielt  erzeugt  wird,  um  einen  be-
stimmten Beleuchtungszweck zu erreichen. Der betriebliche Zweck stösst daher dort 
an  Grenzen,  wo  Massnahmen zur Emissionsbegrenzung dazu führen würden, dass 
eine Anlage ihren Zweck, einen bestimmten Perimeter zu erhellen, nicht mehr erfül-
len  könnte.  Bei  der  Anordnung  von  emissionsbeschränkenden  Massnahmen  muss 
daher  eine  Interessenabwägung  zwischen  dem  Schutzbedürfnis  der  Bevölkerung 
und  dem  Interesse  an  der  Beleuchtung  als  solcher  vorgenommen  werden  (T.  Wid-
mer  Dreifuss,  Planung  und  Realisierung  von  Sportanlagen,  2002,  S.  370  ff.,  auch 
zum Folgenden).

7.2 Das Bundesamt für Umwelt (BAFU; vormals BUWAL) hat in seiner Publika-
tionsreihe  Vollzug/Umwelt  Empfehlungen  zur  Vermeidung  von  Lichtemissionen  he-
rausgegeben (Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen. Ausmass, Ursa-
chen und Auswirkungen auf die Umwelt, 2005, www.bafu.admin.ch). Den Richtlinien 
des  BAFU  kommt  zwar  keine  Gesetzeskraft  zu;  sie  sind  für  die  Gerichte  insoweit 
nicht  verbindlich.  Allerdings  sind  sie  nach konstanter Rechtsprechung des Bundes-
gerichts in der Regel Ausdruck des Wissens und der Erfahrung bewährter Fachstel-
len und in diesem Sinn beachtlich (BGr 1A.51/2005 vom 29. November 2005, E. 2.3; 
BGr 1A.242/2002 vom 19. November 2003, E. 3.4; BGE 118 lb 614 E. 4b, S. 618). 

In  diesen  Richtlinien  wird  empfohlen,  vordringlich  vor  jeglichen  technischen 
Überlegungen die Notwendigkeit der geplanten Lichtanlagen zu prüfen. In der Regel 
geht  der  Planung  einer  Aussenleuchte  ein  Bedürfnis voraus. Handelt es sich dabei 
um objektive Sicherheitsbedürfnisse, besteht eine Notwendigkeit zur Erstellung. Bei 
den  subjektiven  Bedürfnissen  ist  die  grundsätzliche  Frage  der  Erforderlichkeit  er-
laubt. Einen problematischen Bereich stellt dabei die Anstrahlung von Gebäudefas-
saden,  Kunstobjekten,  Bäumen,  Gartenobjekten  oder  sonstigen  Gegenständen dar. 
Hierbei soll als Leitlinie gelten, dass alles eine Frage des Masses ist. In ökologisch 
sensiblen  Gebieten  und  in  Siedlungsrandbereichen  sollte  das  Anstrahlen  von  Ge-
bäuden,  Reklametafeln  und  Gewerbeobjekten  zu  Werbezwecken  grundsätzlich  be-
schränkt oder gar vermieden werden. 

Die Stadt X hat mit dem «Plan Lumière» vom 1. April 2004 ein Gesamtkonzept 
zur  Gestaltung  des  öffentlichen  Raumes  durch  Licht  erarbeitet,  welches  sich  an 
städtebaulichen  und  stadtgestalterischen  Gegebenheiten  orientiert.  Zu  den  hierzu 
entwickelten Grundsätzen gehören unter anderem die Gewährleistung der Sicherheit 
und die Vermeidung der «Lichtverschmutzung». Für die öffentliche Beleuchtung wird 
zur  Wahrung  der  Sicherheit  ein  ökologisch  massvoller  und  ökonomischer  Einsatz 
der  Energie  der  Beleuchtungsanlagen  beabsichtigt.  Zur  Vermeidung  der  «Lichtver-
schmutzung»  soll  die  Aussenbeleuchtung  gezielt  der  Situation  angepasst  werden. 
So sollen wichtige Gebäude, Einzelobjekte und Stadträume hervorgehoben werden; 
ferner  sind  besondere  Beleuchtungen  zur  Akzentuierungen  von  besonderen  Ereig-
nissen  (Feste,  Veranstaltungen  und  Vorweihnachtszeit)  erlaubt.  Die  Empfehlungen 

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des  Plans  Lumière  sind  zwar  nicht  unmittelbar  auf  die  strittigen  Beleuchtungsanla-
gen anwendbar, da sie sich nicht im öffentlichen Raum befinden. Sie können jedoch 
als  Verdeutlichung  der  Haltung  der  Bewilligungsbehörde  zur  Beleuchtung  von  Ge-
bäuden und Grundstücken im Allgemeinen herangezogen werden. 

8.1  Das  grossflächige  Grundstück  ist  mit  einem  im  Jahre  2007  eingeweihten 
Büro-  und  Konferenzgebäude  überstellt,  welches,  tiefer  gelegen,  in  die  weitläufige 
Parkanlage eingebettet wurde. Konzipiert wurde der neue F-Hauptsitz von der Archi-
tektin T Das Gebäude zeichnet sich wegen seiner modernen und klaren Architektur-
sprache  aus;  es  teilt  sich  in  zwei Bereiche  für  Konferenzen  und  Geschäftsleitung 
sowie für die Büros mit ca. 300 Arbeitsplätzen. 

Rund um den Bau ist ein Sonnenbrechernetz (…) angebracht, welches die Fas-
sade  je  nach Tageszeit und Standort des Betrachters als geschlossene oder trans-
parente  Aussenhaut umspannt. Das Netz besteht aus 312 jeweils 18 m langen und 
1,6  m  breiten,  schräg  vor  der  gläsernen  Fassade  gespannten  Einzelbahnen,  die 
oben  und  unten  um  jeweils  90  Grad  umgelenkt  wurden.  Das  verwendete  Gewebe 
aus Edelstahl und Aluminium ist silberfarben eloxiert. Dieses schimmert tagsüber in 
Metalloptik; nachts werden die Fassaden bläulich angeleuchtet. Die Südwestfassade 
der Baute dient zusätzlich als Projektionsfläche für die wechselnden Lichteffekte des 
nordamerikanischen  Lichtkünstlers  James  Turrell;  dabei  wird  sie  in  verschiedenen 
sich abwechselnden Farben angestrahlt.

Die Zufahrt ab der D-Strasse, welche zur grosszügigen Treppenanlage vor dem 
Haupteingang führt, wird im Südosten von einer Allee aus Kastanienbäume flankiert. 
Östlich des Gebäudes grenzt die funktional klar gegliederte Sport- und Bewegungs-
zone  mit den dazugehörenden vier Trainingsplätzen einschliesslich ihrer Infrastruk-
tur  an.  Im  Süden  und  Westen  des  Gebäudes  schliesst  der  Park  an, der sich durch 
Stellen  dichter Waldvegetation im Wechsel mit offenen Wiesenbereichen und Lich-
tungen  charakterisiert.  Erschlossen  ist  er  von  einem  sich  in  den  Grünflächen  ran-
kenden System von Fusswegen. 

8.2  Wie  die  Vorinstanz  im  angefochtenen  Beschluss  festhält,  müssen  die  ver-
schiedenen  Anlageteile  unterschiedliche  Anforderungen  erfüllen.  So  sind  Beleuch-
tungsteile  vorhanden,  welche  aus  Sicherheitsgründen  erforderlich,  andere,  die 
künstlerisch motiviert und solche, die von der Benutzung der Anlagen abhängig sind.

Nachvollziehbar ist, dass aufgrund der isolierten Lage der Parzelle, welche am 
Rande  der  Überbauung  zwischen  Waldgebiet  und  Erholungszone  situiert  ist,  ein 
erhöhtes  Sicherheitsbedürfnis  besteht.  Auch  die  bedeutende  Arealgrösse  und  die 
internationale  Tätigkeit  der  Grundeigentümerin  erfordern  zum effektiven Schutz der 
Gäste und Beschäftigten eine gesteigerte Sicherheit. Diesen Zweck erfüllen die Be-
leuchtung der beiden Grundstückszufahrten und die Beleuchtung der Allee und der 
Fusswege.

Selbstredend ist mit der Aktivität der F auch eine gewisse Selbstdarstellung und 
Publicity  verbunden,  welche  mit  der  Hervorhebung  des  Ansehens  und  Unterstrei-
chung der Bedeutung einhergehen. Nicht minder wichtig ist hierbei auch die Akzen-
tuierung des Standortes für die Stadt X als Sitz der F. Hierzu dient die künstlerische 
Belichtung der Gebäudefassaden.

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Verbunden  mit  dem  Betrieb  der  Anlage  sind  ferner  die  Innenbeleuchtung  des 
Gebäudes,  die  Sportplatzbeleuchtung  wie  auch  die  Platzbeleuchtung  des  TV-
Wagens. 

8.3  Unter  diesen  Umständen  kann  den  Beleuchtungsanlagen  nicht  a  priori  die 

Notwendigkeit abgesprochen werden.

Sodann sind für die Fassaden und Umgebungsbeleuchtung Betriebszeiten fest-
gesetzt  worden.  Zurzeit  werden  die  Beleuchtungsanlagen  entsprechend  ein-  und 
ausgeschaltet. Mit der Statuierung von Betriebszeiten für die einzelnen Anlageteile, 
verbunden mit ausdrücklichen Einschränkungen hat die Vorinstanz sowohl die man-
nigfachen Interessen der Eigentümerin als auch die privaten Interessen des Rekur-
renten berücksichtigt.

Dem Vorsorgeprinzip im Sinne von Art. 11 Abs. 2 USG ist damit Rechnung ge-
tragen  worden,  und  die  Vorinstanz  hat  das  ihr  zustehende  Ermessen  korrekt  ge-
handhabt. 

9.  Es  somit  zu  prüfen,  ob  trotz  der  im  Rahmen  des  Vorsorgeprinzips  anzuord-
nenden  Massnahmen  störende  oder  lästige  Immissionen  entstehen,  welche  im 
Rahmen von Art. 11 Abs. 3 USG zu begrenzen wären. 

Wie bereits festgehalten, bestehen bei Lichtimmissionen keine Grenzwerte wie 
bei gewissen Arten von Lärm oder Luftverunreinigungen. Im Einzelfall ist daher an-
hand der materiellen Grundsätze der Art. 13-15 USG zu beurteilen, ob die Immissio-
nen schädlich oder lästig sind (Art. 12 Abs. 2 USG). Dabei sind die allgemeinen Re-
geln  von  Art.  14  USG  betreffend  die  Luftverunreinigungen  gemäss  der  Rechtspre-
chung  des  Bundesgerichts  auch  auf  Einwirkungen  von  Strahlen  anzuwenden.  Für 
die  Beurteilung  der  in  den  einzelnen  Nutzungszonen  zulässigen  Lichtimmissionen 
werden die von der Lärmschutzverordnung festgelegten Immissionsgrenzwerte ana-
log angewandt: In Zonen mit Empfindlichkeitsstufe III – wie der vorliegenden – sind 
mässig  störende  Betriebe  zugelassen  (Art.  43  Abs.  1  lit.  c  der  Lärmschutzverord-
nung [LSV]). Der Massstab ist daher nicht ein ungestörtes Wohnen; vielmehr sollen 
nur  Störungen  verhindert  werden,  die  das  Wohlbefinden  erheblich  beeinträchtigen. 
Hier  wird  jedem  Menschen  zugemutet,  dass  er  ein  gewisses  Mass  an  Immissionen 
aus  üblicher  menschlicher  Tätigkeit  (Arbeit,  Verkehr,  Freizeitbeschäftigung)  duldet 
(URP 2007 S. 865 f.).

Anlässlich des Lokaltermins, welcher am 19. Mai 2008 zwischen 21.30 Uhr und 
22.45 Uhr und somit bei Dunkelheit durchgeführt wurde, waren – soweit Gegenstand 
des Rekurses – alle Beleuchtungsanlagen in Betrieb. Die Umgebung des Grundstü-
ckes war mit Ausnahme der Strassenbeleuchtung und von den teilweise beleuchte-
ten  Fensteröffnungen  des  rekurrentischen  Wohnhauses  dunkel.  In  Bezug  auf  die 
einzelnen Beleuchtungsanlagen konnte Folgendes festgestellt werden: 

9.1  Gebäudebeleuchtung  (blaue  Fassade  inkl.  Lichtelemente  über  dem  Front-
eingang):  Der  Rekurrent  stellt  den  Antrag,  es  sei  die  Beleuchtung  des  Gebäudes 
ganzjährig  generell  nur  stark  gedimmt,  dezent  zu  betreiben  (keine  Leuchtwirkung 
zum  Himmel,  ohne  externe  Scheinwerfer  und  ohne  animierten  Farbwechsel).  Von 
Montag  bis  Freitag  sei  der  Betrieb  gemäss  Betriebszeitentabelle  vorzunehmen,  je-
doch bis höchstens 22.00 Uhr. An Samstagen und Sonntagen und an offiziellen Fei-

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ertagen  sei  der  Betrieb  einzustellen;  eine  Ausnahmeregelung  sei  für  Events  bis 
höchstens  24.00  Uhr  vorzusehen  (analog  der  Baumbeleuchtung  für  fünf  Events  im 
Jahr.). 

9.1.1  Das  ganze  F-Gebäude  erscheint  durch  die  Beleuchtung  in  ein  blaues 
Licht getaucht. Auszumachen sind zudem die in einem warmen gelben Ton gehalte-
ne Beleuchtung einzelner Büros und Korridore im Inneren der Baute. Die blaue Be-
leuchtung der Fassaden tritt zwar in der dunklen Umgebung deutlich in Erscheinung; 
die  metallene  Ummantelung  des  Gebäudes verhindert jedoch eine starke Reflexion 
des  Lichtes.  Streulicht  oder  Abstrahlungen  in  den  Himmel  konnten  nicht  wahrge-
nommen werden. 

Die abwechselnden farbigen Lichteffekte an der Südfassade des Gebäudes he-
ben  sich  von  der  blauen  Gebäudebeleuchtung  ab  und  sind  deutlich  wahrnehmbar. 
Grelles  Licht  oder  spiegelnde  Reflexe  sind  jedoch  auch  nicht  bei  der  Abfolge  der 
verschiedenen Farben wahrzunehmen.

9.1.2 Die Vorinstanz hat statuiert, dass bei nebeliger Witterung die Lichtstärke 
zu  reduzieren  sei.  Wie  die  private  Rekursgegnerin  in  ihrer  Stellungnahme  erklärte 
und  wie  die  am  Lokaltermin  anwesenden  Beleuchtungsmanager  und  zuständiger 
Elektriker  bestätigten,  kann  die  Intensität  der  Kunstlichtanlage  nicht  gedimmt  wer-
den.  Technisch  ist  es  nicht  möglich,  nach  Bedarf  den  Stärkegrad  des  elektrischen 
Lichts  mit  fliessenden  Übergängen  zu  regulieren.  Vielmehr  ist  die  Kunstlichtanlage 
durch einen Computerprogramm gesteuert; eine Anpassung bedingt daher eine Än-
derung  des  entsprechenden  Programms.  Gemäss  den  Angaben  der  privaten  Re-
kursgegnerin – an welchen zu zweifeln kein Anlass besteht – wird die von der Vorin-
stanz  geforderte  Anpassung  bis  zu  Beginn  des  Winterhalbjahres  2008/2009  in  Be-
trieb genommen. 

9.1.3 Aus all diesen Erwägungen ergibt sich, dass die Gebäudebeleuchtung ob-
jektiv keineswegs störend ist. Durch die bei Nebel angeordnete Reduktion der Licht-
stärke  wird  den  bei  dieser  Witterung  gegebenen  speziellen  Verhältnisse  angemes-
sen  Rechnung  getragen.  Ebenso  wird  die  Nachtruhe  durch  die  festgesetzten  Be-
triebszeiten  ausreichend  gewährleistet.  Weitergehende  Beschränkungen  der  Be-
leuchtung des Gebäudes sind somit nicht notwendig. 

Der Rekurs erweist sich insoweit als unbegründet.

9.2  Alleezugang  und  Fusswege:  Der  Rekurrent  beantragt,  der  Fussweg,  wel-
cher von der Einfahrt D-Strasse bis zum Gebäude führt, sei bis höchstens 22.00 Uhr 
zu  beleuchten.  Alle  anderen  Leuchten  im  Park  (Spazierwege)  seien  auszuschalten 
oder nur im Bedarfsfall zu aktivieren.

Die im Boden eingebauten Leuchten weisen kugelkappenförmige Abdeckungen 

und je 35 Watt (33000 Lumen) starke Hochdrucklampen auf. 

9.2.1  Alleezugang:  Wie  am  Augenschein  festgestellt  werden  konnte,  sind  die 
Leuchten so angeordnet, dass deren Strahlung vom rekurrentischen Grundstück aus 
kaum  sichtbar  ist. Von übermässigen oder gar störenden Lichtemissionen kann da-
her  nicht  gesprochen  werden.  Unter  diesen  Umständen  erweist  sich  der  von  der 

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Dämmerung bis 24.00 Uhr und von 06.00 Uhr bis zum Tagesanbruch bewilligte Be-
trieb nicht zu beanstanden. 

9.2.2  Fusswege:  Anlässlich  des  Augenscheins  vom  19.  Mai  2008  verzichtete 
die  Bauherrschaft  –  mit  Ausnahme  der  (im  Voraus  zu  meldenden)  fünf  jährlichen 
Events – auf die Beleuchtung des oberen Abschnittes des Fussweges, welcher von 
der F-Strasse entlang der südwestlichen Grenze und der nordöstlichen Grenze des 
rekurrentischen Grundstückes bis zur Fussballer-Statue führt. Zudem wurde die Ver-
legung  der  fünf  Bodenleuchten  zugesichert,  welche  entlang  dem  unteren  Abschnitt 
des  Fussweges  von  der  F-Strasse  bis  zur  Fussballer-Statue  angeordnet  sind;  neu 
sollen sie auf den gegenüberliegenden, vom dem Gebäude des Rekurrenten abge-
wandten Wegrand  platziert  werden.  Demgemäss  ist  der  Rekurs  gutzuheissen,  so-
weit  die  F  im  Bereich  zwischen  der  D-Strasse  und  der  Fussballer-Statue  auf  die 
Fusswegbeleuchtung (mit Ausnahme von fünf jährlichen Events) verzichtet und fünf 
Bodenleuchten verlegt. (…). 

9.2.3 Soweit der Rekurrent das Abschalten auch der übrigen Fusswegbeleuch-
tungen  fordert,  ist  der  Rekurs  hingegen  abzuweisen.  Am  Augenschein  konnte  fest-
gestellt werden, dass von der rekurrentischen Parzelle aus die Beleuchtung der wei-
ter  entfernten  Fusswege  zwar  sichtbar  ist,  jedoch  nicht  übermässig  oder störend in 
Erscheinung  tritt.  Zusätzlich  wird  sie  von  der  auf dem Grundstück des Rekurrenten 
bestehenden  dichten  Bepflanzung  verdeckt.  Die  von  der  Vorinstanz  statuierte  Be-
triebszeit erweist sich somit als genügend.

9.3 Einfahrtsbeleuchtung: Der Rekurrent verlangt, dass die Beleuchtung zeitlich 
von der Dämmerung bis höchstens 22.00 Uhr und in dezenter Lichtstärke zu betrei-
ben sei.

Beidseitig  der  Zufahrt  zur  Unterniveaugarage  stehen  je  drei  Mastleuchten  FA-

RO. Die Lampen sind rund 5 m hoch und sind mit HIT 70 Watt Leuchten bestückt. 

Entgegen der rekurrentischen Behauptung entfaltet das Licht der Mastleuchten 
keine  Blendwirkung.  Die  Leuchte  selbst  besteht  aus  einen  Primärreflektor,  welcher 
das  gesamte  Licht  exakt  auf  den  darüber  liegenden  quadratischen  Sekundärreflek-
torschirm strahlt. Dieser setzt sich aus über 1000 Einzelfacetten zusammen, welche 
das  nach  unten  gerichtete  Licht  in  einzelne  Lichtpunkte  zerlegen  und  gleichmäßig 
auf  einer  definierten  Nutzfläche  verteilen.  Am  Augenschein  wurde  ersichtlich,  dass 
das Licht punktuell auf eine Fläche gerichtet wird; es breitet sich keineswegs diffus 
oder zerstreut aus noch entsteht eine Blendwirkung. Ebenfalls waren keine Abstrah-
lungen in den Himmel festzustellen. Die Einfahrt wird zwar durch die Leuchtmasten 
effizient beleuchtet, eine Beeinträchtigung der Umgebung durch übermässige Licht-
immissionen  ist  indessen  nicht  auszumachen.  Der  Einfahrtsbereich  ist  im  Übrigen 
durch die Beleuchtung der D-Strasse ohnehin bereits vorbelastet. Die von der Vorin-
stanz  statuierten  Betriebszeitbeschränkungen  erweisen  sich  auch  in  diesem  Punkt 
als rechtmässig.

9.4 Restliche Elemente: Es besteht schliesslich kein Anlass, daran zu zweifeln, 
dass sich die F an die Betriebszeitentabelle und an die von der Bausektion zusätz-
lich statuierten Einschränkungen halten wird, weshalb der rekurrentische Antrag auf 
Einhaltung der Betriebszeiten ins Leere zielt. 

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(Mit dieser Begründung wurde der Rekurs teilweise gutgeheissen.)