# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 222bf1d2-48cb-5d86-af7e-00c9a21a242b
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1988-11-11
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 11.11.1988 OG ARGVP 1989 3147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1989-3147_1988-11-11.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3146,3147

Öffnungsgesuch ist abzuweisen. Damit ist allerdings nichts über eine all­
fällige Entschädigung für die Überlassung des Fahrzeugs entschieden. 
Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens ist nurdie Frage der Vollstreck­
barkeit der betriebenen Forderung.

OGP 16.3.1988

3147

Pfändung. Voraussetzungen für die Unpfändbarkeit von Gegenständen, 
die aus Entschädigungsleistungen für Körperverletzungen oder Gesund­
heitsstörungen angeschafft wurden (Art. 92 Ziff. 10 SchKG).

Entschädigungen für Körperverletzung oder Gesundheitsstörung sind 
gemäss Art. 92 Ziff. 10 SchKG unpfändbar. Praxisgemäss können Gegen­
stände, die aus solchen Entschädigungen angeschafft worden sind, nur 
dann als unpfändbar gelten, wenn die Herkunft des Ersatzgegenstandes 
liquid ist. Das heisst, es muss auf geradem Wege anhand klarer Belege 
verfolgt werden können, wie die Entschädigung umgesetzt worden ist; 
andernfalls würden die Betreibungsbehörden sich unüberwindlichen 
Schwierigkeiten gegenübergestellt sehen (BGE 82 III81).

Der Beschwerdeführer hat keinerlei Angaben gemacht, wann und w ie­
viel Unterstützungsgelder er von welcher Versicherung erhalten hat. In 
keiner Weise ist dargetan, wann und wie teuer das Auto gekauft und 
womit es bezahlt worden ist. Diese Art von Behauptung genügt auch nicht 
einer minimalsten Substantiierungspflicht.

Im übrigen ist offensichtlich, dass der Gegenstand des Beschwerde­
verfahrens bildende «Mercedes» das Ersatzfahrzeug für den «Opel Re­
kord» ist und aus dem Erlös des ersten Fahrzeugs bezahlt worden ist. Eine 
Ausdehnung der Unpfändbarkeit von Gegenständen, die aus dem Ver­
kaufserlös einer aus einer privilegierten Entschädigung angeschafften 
Sache gekauft wurden, ist abzulehnen (BGE 82 III82).

ABSchKG 11.11.1988

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