# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a530b19-450a-5fe9-b274-41c6d2f5a0f9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2017 BVGE 2017 I/5
**Docket/Reference:** BVGE-2017-I-5
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-I-5_2017-12-12

## Full Text

Responsabilit&eacute; de l&#39;Etat (Conf&eacute;d&eacute;ration) | Haftung
des Bundes. Ausschreibung im SIS II. Einreiseverbot. Eröffnung der Verfügung. Entschädigung
für unrechtmässige Haft. Entschädigung für Minderjährige, die mit ihren
Eltern inhaftiert werden.
			

			

				Art. 19a VG. Art. 5 Abs. 1 Bst. f, Art. 5
Abs. 5 EMRK. Art. 431 StPO. Art. 5, Art. 38 VwVG. Art. 4 ZGB. Art. 43 OR.
			

			

				1.      Prüfung der
Anwendbarkeit von Art. 5 EMRK (E. 3).
			

			

				2.      Eröffnung der
Verfügung. Aus mangelhafter Eröffnung einer Verfügung darf den Parteien kein Nachteil
erwachsen. Dem Schutz der Parteien wird Genüge getan, wenn die Eröffnung trotz ihres Mangels
ihren Zweck erreicht. Abgrenzung zur gänzlich fehlenden Eröffnung. Eine Verfügung
wird erst mit der offiziellen Mitteilung an die Parteien rechtswirksam (E. 4).
			

			

				3.      Anwendungsvoraussetzungen
von Art. 19a VG. Ein Angestellter des Bundes handelt widerrechtlich,
wenn er gestützt auf eine nicht ordnungsgemäss eröffnete Verfügung ein Einreiseverbot
im SIS II ausschreibt. Die Bedingung der Widerrechtlichkeit ist erfüllt und der adäquate
Kausalzusammenhang ist gegeben, wenn die betroffene Person einzig auf der Grundlage dieser widerrechtlichen
Ausschreibung inhaftiert wird (E. 5.3â¿¿5.5).
			

			

				4.      Vorhandensein einer
objektivierten seelischen Unbill vorliegend bejaht (E. 5.6).
			

			

				5.      Festsetzung der
Entschädigung für unrechtmässige Haft (E. 5.8â¿¿5.9).
			

			

2018-09-26T11:58:49Z