# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fef3bff1-53dd-5fe8-9b3f-0a43a985a1c4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 13.01.2012 RT110210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT110210_2012-01-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT110210-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, lic. iur. M. Spahn  

und Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 13. Januar 2012 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Stadt Zürich,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Stadtrichteramt Zürich 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 14. November 2011 (EB110355) 

- 2 - 

 
 

Erwägungen: 

1. a) Die Gesuchstellerin hatte am 1. November 2011 in der Betreibung 

Nr. … des Betreibungsamts B._____ (Zahlungsbefehl vom 12. August 2011) für 

ausstehende Bussen und Gebühren gemäss fünf Verfügungen des Stadtrichter-

amtes Zürich um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für Fr. 1'263.-- nebst 5 % 

Zins seit 27. Juni 2011 und Fr. 50.-- Mahngebühr ersucht (Vi-Urk. 1). Mit Verfü-

gung vom 14. November 2011 setzte die Vorinstanz dem Gesuchsgegner eine 

Frist von 7 Tagen für eine Stellungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren an (Urk. 

2 S. 2). 

b) Gegen diese Verfügung hat der Gesuchsgegner am 20. Dezember 

2011 fristgerecht Beschwerde erhoben. 

c) Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. 

unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegen-

partei verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Vorab aber hat die Beschwerdeschrift konkrete Rechtsbegehren 

zu enthalten – worauf schon in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung (Disp.-

Ziff. 3) hingewiesen wurde –, aus denen eindeutig hervorgeht, in welchem Um-

fang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird.  

b) Diesen formellen Anforderungen vermag die Beschwerdeschrift des 

Gesuchsgegners nicht zu genügen. Sie enthält keinerlei Rechtsbegehren; es 

bleibt völlig unklar, was am vorinstanzlichen Entscheid beanstandet wird. 

- 3 - 

c) Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, ohne dass eine Nach-

frist anzusetzen wäre (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-

tar ZPO, N 34 f. zu Art. 311 ZPO i.V.m. N 14 zu Art. 321 ZPO). 

3. a) Aber auch wenn auf die Beschwerde einzutreten gewesen wäre, 

hätte sie abgewiesen werden müssen. Im Beschwerdeverfahren gilt das Rüge-

prinzip (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N 15 zu Art. 321), d.h. 

die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Män-

geln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht 

gerügt wird, hat Bestand. 

b) Der Gesuchsgegner macht mit seiner Beschwerde einzig geltend, der 

Betrag von Fr. 1'263.-- sei, nach Überwindung etlicher E-Banking-Hürden, valuta 

7. November 2011 auf das Konto des Polizeirichteramtes der Stadt Zürich (Konto 

Nr. …) überwiesen worden (Urk. 1). Dies stellt jedoch keine Rüge des vorinstanz-

lichen Entscheids dar (dass die Schuld bezahlt worden sei, ist im Rahmen der 

Stellungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren geltend zu machen; genau hierzu 

wurde dem Gesuchsgegner mit der angefochtenen Verfügung Gelegenheit einge-

räumt). Andere Rügen werden in der Beschwerdeschrift nicht erhoben. Mangels 

konkreter Rügen würde es damit auch dann beim vorinstanzlichen Entscheid blei-

ben und wäre daher die Beschwerde abzuweisen gewesen, wenn auf sie hätte 

eingetreten werden können. 

4. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwen-

dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 200.– festzusetzen 

und ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

b) Der Gesuchstellerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde-

verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

- 4 - 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'313.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 5 - 

Zürich, 13. Januar 2012 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: js 

	Beschluss vom 13. Januar 2012
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...