# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f2fb299-51f4-59e5-bd7d-dab63d053d0d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.03.2022 B 2021/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2021-34_2022-03-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/34

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.06.2022

Entscheiddatum: 17.03.2022

Entscheid Verwaltungsgericht, 17.03.2022
Baurecht, Gewässerschutzrecht, Natur- und Heimatschutzrecht, 
(un)mittelbare Anwendbarkeit des ISOS im Baubewilligungsverfahren; Art. 99 
PBG (sGS 731.1), 115 PGB, 122 PBG, Art. 2 NHG (SR 451), Art. 3, Art. 5 Art. 6, 
Art. 7, Art. 9 NHG, Art. 19 Abs. 1 und 2 GSchG (SR 814.2), Art. 27 GSchVG 
(sGS 752.2), Art. 28 GschVG, 28bis GSchVG (sGS 752.2), Art. 9ter GSchVV 
(sGS 752.21), Art. 19bis Abs. 1 und 2 (GSchVV). Streitig war ein 
zonenkonformes Bauvorhaben (Abbruch eines bestehenden 
Einfamilienhauses und Erstellen von zwei Mehrfamilienhäusern) im Übrigen 
(Gewässerschutz)Bereich und in der Nähe eines nach kommunaler 
Schutzverordnung denkmalgeschützten Gebäudes (von kantonaler 
Bedeutung gemäss provisorische Einstufung). Das Verwaltungsgericht 
schützte den Entscheid der Vorinstanz, wonach die Erteilung einer 
Bewilligung nach Art. 28bis GSchVG für Bohrungen und erhebliche 
Grabungen in den sogenannt übrigen Bereichen nach GSchG keine 
Bundesaufgabe im Sinn des NHG darstelle, weshalb das ISOS nicht 
unmittelbar anwendbar sei. Sodann befand das Verwaltungsgericht, dass die 
Vorinstanzen und die Fachbehörden bei der Anwendung der 
Schutzvorschriften dem ISOS bei der Beurteilung des Bauvorhabens 
genügend Rechnung getragen hätten. Ferner beurteilte das 
Verwaltungsgericht eine mögliche Unterschutzstellung des benachbarten 
Hauses als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung im konkreten Fall für 
nicht entscheidwesentlich, weil gestützt auf die schon vorliegenden 
Beurteilungen keine Beeinträchtigung zu erwarten wäre. Abweisung der 
Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2021/34). Die gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 24. April 
2023 abgewiesen (Verfahren 1C_265/2022).

Entscheid vom 17. März 2022

Besetzung

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Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Huber

Verfahrensbeteiligte

Erbengemeinschaft A.__, bestehend aus:  

1. B.__,

2. C.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christoph Bürgi, SchochMaierPartner, 

Bogenstrasse 9, 9000 St. Gallen,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

D.__ AG,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, 

Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde E.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

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Gegenstand

Baubewilligung (Abbruch Einfamilienhaus und Garage sowie Neubau zwei 

Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Die D.__ AG, E.__, ist Eigentümerin des mit einem Einfamilienhaus (Vers.-Nr. 0010) und 

einer Garage (Vers.-Nr. 0020) bebauten Grundstücks Nr. 003, Grundbuch E.__. Das 

Grundstück befindet sich nach dem Zonenplan der Gemeinde E.__, genehmigt am 

30. April 2014 (siehe Geoportal [GIS], Karte "ÖREB Zonenplan Kt. SG" mit Link auf 

"ÖREBLex"; einsehbar unter: www.geoportal.ch) in der zweigeschossigen Wohnzone 

(W2). Das Grundstück liegt am Abzweiger des F.__wegs, einer Gemeindestrasse 

zweiter Klasse, von der G.__strasse, eine Gemeindestrasse erster Klasse (vgl. GIS, 

Karte "Verkehr, Strassen und Wege Gmde SG, Strassenklassierung", a.a.O.). Die 

Liegenschaft liegt an einem Südhang oberhalb der Gemeinde E.__. Der Hang ist 

teilweise mit Gebäuden bebaut sowie terrassiert und wird als Rebhang genutzt.

Direkt an der nördlichen Parzellengrenze von Grundstück Nr. 003, aber schon auf 

Grundstück Nr. 002, sowie im nördlichen Teil von Grundstück Nr. 003 stehen 

hangaufwärts zwei Trockenmauern. Weitere zwei Rebmauern stehen weiter nördlich 

auf Parzelle Nr. 002. Dort befindet sich auch eine Hecke. Im Nordwesten grenzt das –

 ebenfalls der Wohnzone W2 zugehörige – Grundstück Nr. 001, das im Eigentum der 

Erbengemeinschaft A.__, bestehend aus B.__ und C.__, ist. Auf besagtem Grundstück 

befindet sich – nebst einem unterirdischen Garagengebäude (Vers.-Nr. 0030), einem 

Gartenhaus (Vers.-Nr. 0040), einer Gartenanlage, zwei Rebmauern sowie daran 

anschliessend eine Hecke – in rund 28 m Entfernung zum Haus (Vers.-Nr. 0010) auf 

Grundstück Nr. 003 das sogenannte Haus "I.__" (Vers.-Nr. 0050).

A.a. 

Im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS; vgl. Verordnung 

über das Bundesinventar der schützenswerter Ortsbilder der Schweiz, Anhang; SR 

451.12, VISOS) wie auch im kantonalen Richtplan (Koordinationsblatt S31, Integration 

A.b. 

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B.

Mit Baugesuch vom 6. Juli 2017 (Gesuchsformular und Pläne nicht aktenkundig) 

ersuchte die D.__ AG um Bewilligung für den Abbruch des Einfamilienhauses (Vers.-

des ISOS in den kantonalen Richtplan von der Regierung am 9. Oktober 2012 erlassen, 

vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 

[UVEK] am 5. März 2013 genehmigt) ist E.__ als "J.__" verzeichnet bzw. festgesetzt. 

Gemäss ISOS (einsehbar und abrufbar unter: https://gisos.bak.admin.ch) liegen entlang 

der G.__strasse vier Gebäude, darunter die Gebäude der D.__ AG (Vers.-Nr. 0010) und 

der Erbengemeinschaft A.__ (Vers.-Nr. 0050) in einer Baugruppe (B 0.4). Weiter 

befinden sich der nördliche mehrheitlich unbebaute Teil von Grundstück Nr. 003 sowie 

das nördliche Gebiet oberhalb der erwähnten Baugruppe in der Umgebungsrichtung 

(U-Ri) Nr. XX.

Nach der Natur- und Landschaftsschutzverordnung der Gemeinde E.__ vom 

10. Februar 1995 (mit Änderungen vom 25. August 2004, vom 17. Dezember 2013 und 

vom 4. November 2021) sind die oben beschriebenen Trockenmauern auf den 

Grundstücken Nrn. 001 (teilweise), 002 und 003 sowie die Hecke (Einzelbäume) auf 

Grundstück Nr. 001 geschützt (vgl. GIS, Karte "ÖREB Schutzverordnung Naturobjekte 

Kt SG" mit Link auf "ÖREBlex", a.a.O.). Das Haus "I.__" stellt demgegenüber kein im 

Anhang "Verzeichnis der geschützten Einzelobjekte, Bautengruppen und der 

archäologischen Schutzgebiete/Schutzobjekte (Anhang zum Schutzplan)" der 

Heimatschutz-Verordnung der Gemeinde E.__ aufgeführtes Schutzobjekt dar (abrufbar 

unter GIS, a.a.O., einsehbar über den Link auf "ÖREBlex" unter Karte "ÖREB 

Schutzverordnung Kulturobjekte Kt SG" mit Link auf "ÖREBlex"). Sie, das Haus "I.__", 

ist aber im Anhang "Verzeichnis der erhaltenswerten Einzelobjekte und nicht genau 

bekannten archäologischen Schutzgebiete/Schutzobjekte (Anhang zum Richtplan)" 

unter den erhaltenswerten Einzelobjekten (Richtplan) als Objekt Nr. B mit dem 

Eigennamen "I.__" aufgelistet und in der dazugehörigen Kartendarstellung im GIS als 

"erhaltenswertes Objekt" mit der Bezeichnung "B" dargestellt (s. GIS, Link zu ÖREBlex 

unter "Heimatschutzverordnung mit Plan, Anhänge", sowie in der dazugehörigen 

Kartendarstellung im GIS unter Karte "ÖREB Schutzverordnung Kulturobjekte Kt SG ", 

a.a.O.). Das im Süden in einer Entfernung von rund 56 m liegende K.__-Gebäude Vers.-

Nr. 0060 auf Grundstück Nr. 004 wiederum ist in der erwähnten GIS-Darstellung (GIS, 

Karte "ÖREB Schutzverordnung Kulturobjekte Kt SG" mit Link auf "ÖREBlex", a.a.O.) 

als Kulturobjekt Nr. 01 unter Schutz gestellt und entsprechend in der Liste im 

erwähnten Anhang zur Heimatschutz-Verordnung unter der Objektnummer Nr. 01 und 

der Bezeichnung "K.__-Gebäude" aufgelistet.

A.c. 

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Nr. 0010) und der Garage (Vers.-Nr. 0020) auf Grundstück Nr. 003 sowie für das 

Erstellen von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage (vgl. Sachverhalt Ziffer B.a. des 

Entscheides des Baudepartementes vom 22. Januar 2021; act. G 2). Dagegen erhob 

u.a. die Erbengemeinschaft A.__, vertreten durch B.__, E.__, am 14. August 2017 

Einsprache (act. G 13/6/C1). Nach Prüfung durch die kantonale Denkmalpflege am 

21. August 2017 (act. G 13/6/A1) und 3. Februar 2018 (act. G 13/6/A2) reichte – soweit 

aus den Akten zu schliessen – die D.__ AG ein überarbeitetes Baugesuch (nicht bei den 

Akten) ein, gegen das B.__ im Namen der Erbengemeinschaft A.__ am 5. April 2018 

wiederum Einsprache erhob (act. G 13/6/C16). Gegen eine weitere Projektänderung 

(2. Projektänderung; nicht bei den Akten) erhob die Erbengemeinschaft A.__ am 

2. Dezember 2018 erneut Einsprache. Schliesslich reichte die D.__ AG am 7. Februar 

2019 eine weitere Projektänderung (3. Projektänderung) ein (act. G 13/6/B1). Auch 

dagegen erhob am 12. März 2019 die Erbengemeinschaft A.__ Einsprache. Der 

Gemeinderat E.__ wies die öffentlich-rechtliche Einsprache mit Beschluss vom 13. Mai 

2019 ab und erteilte dem Baugesuch gemäss den genehmigten Plänen unter Auflagen 

und Bedingungen sowie unter Eröffnung der kantonalen Bewilligungen des Amts für 

Wasser und Energie (Gewässerschutzmassnahmen; act. G 13/6/A 3), des Amts für 

Militär und Zivilschutz (Schutzraumpflicht; act. G 13/6/A4) und der 

Zustimmungsverfügung des Amts für Kultur, Abteilung Denkmalpflege (act. G 13/6/A5) 

die Bewilligung (act. G 13/6/A9). Dagegen erhob die Erbengemeinschaft A.__ durch 

B.__ und C.__, H.__, am 27. Mai 2019 Rekurs beim Baudepartement. Während des 

Rekursverfahrens beauftragte die Erbengemeinschaft A.__ am 2. Oktober 2019 

Rechtsanwalt Dr. iur. Christoph Bürgi, St.Gallen, mit der Wahrung ihrer Interessen 

(act. G 13/20 Beilage act. 1). Nach Einholen eines Amtsberichts bei der Kantonalen 

Denkmalpflege (vgl. Amtsbericht vom 22. August 2019; act. G 13/9) führte das 

Baudepartement am 12. November 2019 einen Augenschein durch (vgl. act. G 13/16), 

wo der Rechtsvertreter neben der Verletzung der Bestimmungen des seiner Ansicht 

nach direkt anwendbaren ISOS auch das Nichteinhalten der Lärmschutzvorgaben 

durch die geplante Luftwärmepumpe rügte. In seiner Stellungnahme zum 

Augenscheinprotokoll vom 12. Dezember 2020 (act. G 13/20) stellte der rekurrentische 

Rechtsvertreter zudem in Frage, dass die erforderlichen Sichtzonen eingehalten seien, 

und beantragte zur Klärung dieser Frage einen Amtsbericht beim Kantonalen 

Tiefbauamt. Ferner bemängelte er die fehlende notwendige rechtliche Sicherstellung 

der Sichtzonen mittels Grundbuchanmerkung. Daran hielt die Erbengemeinschaft A.__ 

in ihrer Eingabe vom 26. März 2020 (act. G 13/31) fest. Nach Einholen eines 

Amtsberichts beim Amt für Umwelt zur lärmrechtlichen Problematik wies das 

Baudepartement den Rekurs mit Entscheid vom 22. Januar 2021 ab, soweit es darauf 

eintrat (act. G 2).

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C.

Die Erbengemeinschaft A.__ (Beschwerdeführerin) erklärte durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

Christoph Bürgi am 8. Februar 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den 

vorläufigen Anträgen, der Rekursentscheid des Baudepartementes vom 22. Januar 

2021 sei aufzuheben unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 

Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1 Ziffer I/1. f.). In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht stellte sie die Anträge, es sei das Beschwerdeverfahren 

bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Unterschutzstellung des Hauses "I.__" auf 

Grundstück Nr. 001, Grundbuch E.__, zu sistieren und ihr die Frist für die 

Beschwerdebegründung einstweilen abzunehmen; diese sei ihr nach Aufhebung der 

Sistierung neu anzusetzen (act. G 1 Ziffer II/1. f.). Die D.__ AG (Beschwerdegegnerin), 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, St.Gallen, beantragte mit Eingabe 

vom 16. Februar 2021 die Abweisung des Sistierungsantrags unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin (act. G 6). Die Politische 

Gemeinde E.__ (Beschwerdebeteiligte) verzichtete am 24. Februar 2021 auf eine 

Stellungnahme zum Sistierungsantrag (act. G 7). Das Baudepartement (heute Bau- und 

Umweltdepartement) liess sich nicht vernehmen. Mit Verfügung vom 11. März 2021 

wies der Abteilungspräsident das Sistierungsbegehren ab und setzte der 

Beschwerdeführerin Frist bis 12. April 2021 zur Beschwerdebegründung an (act. G 8).

D.

Am 12. April 2021 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die 

Beschwerdebegründung ein mit den Anträgen, es seien der Rekursentscheid des 

Baudepartementes vom 22. Januar 2021 aufzuheben und die Baubewilligung für den 

Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage auf Grundstück Nr. 003, E.__, zu 

verweigern; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) 

zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 8 Ziffer I/1. ff.). Die Vorinstanz schloss am 

14. April 2021 unter Verweis auf ihren Entscheid auf Abweisung der Beschwerde 

(act. G 11). Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Juni 

2021 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin (act.G 17). Mit Eingabe vom 

12. Juli 2021 replizierte die Beschwerdeführerin unter Aufrechthaltung ihrer Anträge 

(act. G 23). Am 24. August 2021 nahm die Vorinstanz zur beschwerdeführerischen 

Replik Stellung (act. G 27). Die Beschwerdegegnerin duplizierte in Bestätigung ihrer 

Anträge mit Rechtsschrift vom 9. September 2021 (act. G 30). Am 3. Januar 2022 

reichte die Beschwerdeführerin eine weitere Eingabe (act. G 32) unter Beilegung eines 

E-Mails der kantonalen Denkmalpflege (act. G 33.1 und 33.2) ein, wozu sich die 

Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 10. Februar 2022 vernehmen liess. Am 9. März 

2022 äusserte sich die Beschwerdeführerin dazu (act. G 41).

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Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin 

ist als Eigentümerin des benachbarten Grundstücks Nr. 001 und als Adressatin des 

Entscheids, mit dem ihre Begehren abgewiesen wurden, zur Beschwerdeerhebung 

befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeerklärung vom 

8. Februar 2021 (act. G 1) erfolgte rechtzeitig und entspricht zusammen mit der 

Beschwerdeergänzung vom 12. April 2021 (act. G 8) formal und inhaltlich den 

gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 

Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Die Beschwerdeführerin stellt verschiedene Beweisanträge.

bis

Sie beantragt in ihrer Replik (act. G 23, Ziffer II/B/5/e S. 6) die Durchführung eines 

Augenscheins. Darauf kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Die mit 

Blick auf die nachstehend zu schildernden Gegebenheiten entscheidrelevanten 

tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten und den 

allgemeinnotorischen elektronischen Karten (wie Geoportal; GIS; einsehbar unter: 

www.geoportal.ch) bzw. den darin enthaltenen und abrufbaren Informationen (vgl. 

BGer 1C_593/2020 vom 12. Mai 2021 E. 2.1 mit Hinweisen; BGer 1C_582/2018 vom 

23. Dezember 2019 E. 2, namentlich E. 2.3 f. mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 

IV 380 E. 1.2 in Pra 2018 Nr. 61; VerwGE B 2020/204 vom 8. März 2020 E.2.2). Es ist 

nicht ersichtlich, was der Augenschein an zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen 

würde (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen sowie 

B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 28 ff. zu Art. 12-13 VRP), zumal sich 

vorliegend vor allem Rechtsfragen stellen. 

2.1. 

Weiter verlangt die Beschwerdeführerin das Einholen eines Amtsberichts betreffend 

2.2. 

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3.

Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 13. Mai 2019 

(act. 13/6/A9). Laut Art. 173 Abs. 1 des am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049) in Kraft 

getretenen Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) ist somit das PBG 

anwendbar, soweit es unmittelbar anwendbar oder der kommunale 

Rahmennutzungsplan, welcher im vorliegenden Fall vom Baudepartement am 30. April 

2014 genehmigt wurde, entsprechend revidiert worden ist. Ansonsten ist das bis 

30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 

1. Januar 2015) heranzuziehen (vgl. dazu VerwGE B 2020/243 vom 30. August 2021 

E. 2 mit Hinweisen).

4.

Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die Vorinstanz auf ihre Rüge betreffend 

Sichtzonen mit der Überlegung der verspäteten Geltendmachung nicht eingetreten sei. 

Wie es sich damit verhält, kann letztlich offengelassen werden, weil sie auf die Rüge 

auch mangels ausreichender Begründung nicht hätte weiter eingehen müssen. Die 

Beschwerdeführerin beschränkte sich in ihren Eingaben nämlich darauf, die Sichtzonen 

lediglich pauschal in Frage zu stellen und einen Amtsbericht hierzu zu beantragen. Sie 

führte jedoch weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht aus, inwiefern die 

Sichtzonen nicht genügen sollen. Damit hat sie aber ihre Rüge – vor dem Hintergrund 

der konkreten Verfahrensgeschichte – nicht genügend substantiiert; davon ging auch 

die Vorinstanz aus (angefochtener Entscheid E. 1.4 a.E., S. 11 f.; act. G2).

Kenntnisse über den Untergrund des Grundstücks Nr. 003 sowie die Einteilung in den 

Gewässerschutzbereich A , (act. G 23 Ziffer II/B/4/d S. 4), das Einholen eines 

Amtsberichts bei der kantonalen Denkmalpflege betreffend Kartendarstellungen im GIS 

(act. G 9 Ziffer II/B/6/c S. 12), den Beizug des Schutzzonenplans im Original (act. G 9 

Ziffer II/B/6/c S. 12) sowie eine Amtsauskunft beim Leiter der Abteilung Hochbau der 

Gemeinde E.__ zum Unterschutzstellungsverfahren (act. G 1 Ziffer III/B/6 S. 4 f.). Zu 

Letzterem ist anzumerken, dass das eigentliche Unterschutzstellungsverfahren und die 

damit verbundene Frage der Schutzwürdigkeit des Hauses "I.__" nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet, und – wie nachstehend aufzuzeigen ist 

(siehe unten E. 8) – eine Unterschutzstellung überdies nichts am Ausgang dieses 

Verfahrens ändert. Der Antrag auf Amtsauskunft ist deshalb abzuweisen. Die übrigen 

Beweisanträge sowie deren Begründungen stehen in engem Zusammenhang mit den 

vorgebrachten inhaltlichen Rügen und werden im Rahmen der entsprechenden 

Erwägungen behandelt (siehe nachfolgende E. 6.4 a.E. und E. 7.2 sowie E. 7.6).

u

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In der Sache zeigt sich, dass die Erschliessung aufgrund von Einwänden anderer 

Einsprechenden bereits im Beschluss der Beschwerdebeteiligten behandelt wurde (vgl. 

act. G 10/6/A9, S. 5, S. 5 f. und S. 12). Sodann haben die kantonalen Stellen, 

insbesondere die Kantonspolizei, das Vorhaben unter diesem Aspekt geprüft, und die 

G.__strasse wurde im Verlauf des Bewilligungsverfahrens im fraglichen Bereich mittels 

verkehrlicher Anordnung und mittels Teilstrassenplans mit Strassenbauprojekt 

verkehrstechnisch angepasst (vgl. act. G 18 Beilage act. 8 f.). Die Kantonspolizei hatte 

denn auch augenscheinlich keine Einwände mehr (act. G 10/6/A7 S. 3 und 10/6/A8 S. 1 

f.), nachdem bei der Einfahrt des F.__wegs das Signal "Stop" angeordnet und ein 

Verkehrsspiegel angebracht wurde. Entsprechend wäre die Beschwerdeführerin 

gehalten gewesen, ihre Kritik an den Sichtzonen näher auszuführen. Die Vorinstanz, 

welcher die Akten bekannt waren, hatte unter den gegebenen Umständen keinen 

Anlass, die Rechtmässigkeit der Sichtzonen von sich aus weitergehend in Frage zu 

stellen. Sie durfte diesbezüglich auf vertiefende Prüfungen und Abklärungen verzichten, 

zumal sich der juristische Sachbearbeiter der Vorinstanz ja am Augenschein selbst ein 

Bild von der tatsächlichen Situation machen konnte, ohne dass sich ihm dabei Zweifel 

an der Zulässigkeit der Erschliessung geradezu aufdrängten. Es ist denn auch nicht 

ohne Weiteres offenkundig, welche Annahmen und Vorgaben (vgl. Art. 38 Abs. 2 des 

Baureglements der Gemeinde E.__ vom 30. April 2014 [nachfolgend BauR]) mit Verweis 

auf Art. 100 des Strassengesetzes [sGS 732.1; StrG] und die Schweizer Normen [SN] 

der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute [VSS]) bei der Festlegung der 

Sichtzonen geradezu augenfällig falsch oder unzutreffend sein sollten. Der im 

vorinstanzlichen Verfahren ebenfalls bemängelten fehlenden Grundbuchanmerkung der 

Sichtzonen fehlt es insofern an einer hinreichenden Begründung seitens der damaligen 

Rekurrentin, als sich diese allein mit dem Vorbringen begnügte, den Sichtzonen mangle 

es an einer Grundbuchanmerkung. Es ist jedoch nicht ersichtlich, weshalb die 

Baubewilligung alleine deswegen zu verweigern gewesen wäre. Es ist unbestritten und 

ergibt sich aus den Akten, dass die Sichtzonen zusammen mit der Bewilligung 

zumindest verfügt wurden. Art. 102 Abs. 2 StrG sieht in der Tat zwar vor, dass 

Sichtzonen im Grundbuch angemerkt werden können. Indes handelt es sich dabei um 

eine Kann-Vorschrift, wobei im Interesse der Rechtssicherheit davon Gebrauch 

gemacht werden sollte (vgl. D. Gmür, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum 

st.gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St.Gallen 1989, N 7 zu Art. 102 StrG). 

Weil die mit der Baubewilligung verfügten Sichtzonen als Eigentumsbeschränkungen 

indes auch ohne Grundbuchanmerkung gültig sind (vgl. zur Bedeutung und Wirkung 

von Grundbuchanmerkungen BGer 1C_587/2018 vom 18. September 2018 E. 2.3 mit 

Hinweisen), vermöchte die fehlende Grundbuchanmerkung so oder anders keine 

Verweigerung der Baubewilligung zu rechtfertigen, weshalb diesem Einwand auch in 

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der Sache kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Nach dem Gesagten durfte die 

Vorinstanz schon mangels hinreichender Substantiierung auf eine Prüfung der 

erhobenen Rügen der Richtigkeit der Sichtzonen und der fehlenden 

Grundbuchanmerkung verzichten. Die Beschwerde erweist sich in diesen Punkten 

daher als unbegründet.

5.

Die Beteiligten sind sich uneins über die Tragweite des ISOS bei der Beurteilung der 

Bewilligungsfähigkeit des vorliegenden Bauvorhabens.

Art. 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451, NHG) 

bestimmt, dass der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie die Kantone bei der 

Erfüllung der Bundesaufgaben dafür sorgen, dass das heimatliche Landschafts- und 

Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler geschont werden 

und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben 

(Abs. 1). Sie erfüllen diese Pflicht unter anderem, indem sie Konzessionen und 

Bewilligungen nur unter Bedingungen oder Auflagen erteilen oder aber verweigern 

(Art. 2 lit. b NHG). Gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes 

von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes – wozu das ISOS zählt – 

dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber 

unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die 

grösstmögliche Schonung verdient. Nach Art. 7 Abs. 2 NHG ist eine Begutachtung 

durch eine eidgenössische Kommission im Sinn von Art. 25 Abs. 1 NHG obligatorisch, 

wenn bei der Erfüllung einer Bundesaufgabe ein Objekt, das in einem Inventar des 

Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt werden kann oder sich 

in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen stellen (BGE 138 II 281 E. 4.3).

5.1. 

Bei der Erfüllung von kantonalen (und kommunalen) Aufgaben – soweit also nicht die 

Erfüllung von Bundesaufgaben in Frage steht – wird der Schutz von Bundesinventaren 

durch kantonales (und kommunales Recht) gewährleistet. Dies ergibt sich 

verfassungsrechtlich aus Art. 78 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101, BV), wonach die Kantone für den Natur- und 

Heimatschutz zuständig sind. Bei der Erfüllung von kantonalen und kommunalen 

Aufgaben sind Bundesinventare wie das ISOS aber nicht völlig unmassgeblich (vgl. 

dazu und zum Folgenden insbesondere BGE 135 II 212 f. E. 2.1). Im Rahmen der 

allgemeinen Planungspflicht der Kantone (Art. 2 des Raumplanungsgesetzes; SR 700; 

RPG) legen die Kantone die Planungsgrundlagen in ihrer Richtplanung im Allgemeinen 

5.2. 

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6.

Vorliegend befindet sich das Baugrundstück gemäss kantonaler Gewässerschutzkarte 

in einem sogenannt übrigen Gewässerschutzbereich (vgl. GIS, Darstellung Karte 

"Gewässerschutzkarte Kt", a.a.O.). Hauptstreitpunkt zwischen den Beteiligten bildet in 

erster Linie die Frage, ob es sich bei der erteilten gewässerschutzrechtlichen 

Bewilligung des Amts für Wasser und Energie (AWE) nach Art. 28  des 

Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen Gewässerschutzgesetzgebung (sGS 752.2, 

GSchVG) um eine Anordnung in Ausübung einer Bundesaufgabe handelt, was 

bejahendenfalls zur Folge hätte, dass das ISOS im vorliegenden Bewilligungsverfahren 

fest (Art. 6 RPG) und berücksichtigen die Bundesinventare als besondere Form von 

Konzepten und Sachplänen im Speziellen (Art. 6 Abs. 4 RPG; s. dazu auch Art. 4a 

VISOS und das Koordinationsblatt S31 des kantonalen Richtplans). Aufgrund der 

Behördenverbindlichkeit der Richtplanung (Art. 9 RPG) finden die Schutzanliegen des 

Bundesinventars auf diese Weise Eingang in die Nutzungsplanung (Art. 14 ff. RPG), 

insbesondere in die Ausscheidung von Schutzzonen (Art. 17 Abs. 1 RPG) und in die 

Anordnung von andern Schutzmassnahmen (Art. 17 Abs. 2 RPG). Auf kommunaler 

Ebene konkretisiert die Bauordnung (allenfalls zusammen mit den dazugehörigen 

planerischen Schutzinstrumenten wie Schutzverordnungen) die Anliegen des Natur- 

und Heimatschutzes und berücksichtigt damit die Schutzanliegen im Sinn des ISOS. 

Das Inventar ist somit nicht als direkt anwendbares Recht zu verstehen. Erst eine derart 

ausgestaltete Nutzungsplanung ist auch für den Eigentümer verbindlich, und erst wenn 

diese grundeigentümerverbindlichen Festlegungen erfolgt sind, finden diese im 

Baubewilligungsverfahren Anwendung (vgl. BGE 135 II 212 f. E. 2.1 sowie auf BGer 

1C_488/2015 vom 24. August 2016 E. 4.5.3 und 4.5.3), ausser die kommunale 

Nutzungsplanung missachte geradezu die Schutzziele des ISOS (vgl. BGer 

1C_488/2015 vom 24. August 2016 E. 4.5.5 mit Hinweis auf J. Leimbacher, Zur 

Bedeutung des Bundesgerichtsentscheides Rüti [BGE 135 II 209] für das ISOS und das 

IVS, Rechtsgutachten, 2012, S. 90; vgl. auch W. Engeler, in: Ehrenzeller/Engeler 

[Hrsg.], Handbuch Heimatschutzrecht, Zürich/St.Gallen 2020, § 7 Rz. 188). Die Pflicht 

zur Beachtung findet ihren Niederschlag zum einen in der Anwendung der die 

Schutzanliegen umsetzenden (Nutzungs-)Planung, zum anderen dort, wo im Einzelfall 

erforderliche Interessenabwägungen im Licht der Heimatschutzanliegen vorzunehmen 

sind, was insbesondere dann der Fall ist, wenn durch einen Quartierplan von der 

Grundnutzungsordnung abgewichen werden soll, oder bei der Auslegung 

unbestimmter Begriffe des Baurechts (vgl. BGer 1C_635/2018 vom 31. März 2020 

E. 3.1.2 mit Hinweis insbesondere auf BGE 135 II 212 f. E. 2.1 sowie auf BGer 

1C_488/2015 vom 24. August 2016 E. 4.3 und auf BGer 1C_130/2014 vom 6. Januar 

2015 E. 3.2; so auch BGer 1C_643/2020 vom 7. Januar 2022 E. 3.2 a.E.).

bis

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unmittelbar anzuwenden wäre (oben E. 5.1). Nach dem genannten Art. 28  GSchVG 

(in Verbindung mit der Artikelüberschrift) bedürfen Bohrungen und erhebliche 

Grabungen ausserhalb besonders gefährdeter Bereiche einer Bewilligung der 

zuständigen Stelle des Kantons.

bis

Art. 2 Abs. 1 NHG führt in nicht abschliessender Weise aus, was unter der Erfüllung 

einer Bundesaufgabe zu verstehen ist. Nach ständiger Rechtsprechung des 

Bundesgerichts kann eine Bundesaufgabe sodann auch dann vorliegen, wenn eine 

kantonale Behörde verfügt hat. Voraussetzung für das Vorliegen einer Bundesaufgabe 

ist in erster Linie, dass die angefochtene Verfügung eine Rechtsmaterie betrifft, die in 

die Zuständigkeit des Bundes fällt, bundesrechtlich geregelt ist und einen Bezug zum 

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz aufweist. Das ist einerseits der Fall, wenn die 

bundesrechtliche Regelung (zumindest auch) den Schutz von Natur, Landschaft oder 

Heimat bezweckt; andererseits ist eine Bundesaufgabe zu bejahen, wenn der 

bundesrechtliche Auftrag die Gefahr der Beeinträchtigung schützenswerter Natur, Orts- 

und Landschaftsbilder in sich birgt (BGE 139 II 274 f. E. 9.3 und 9.4). Nach der 

bundesgerichtlichen Praxis (vgl. dazu auch die Zusammenfassung in BGer 

1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 E. 3.4) liegt eine Bundesaufgabe unter anderem vor 

bei der Erteilung von Ausnahmebewilligungen in besonders gefährdeten Bereichen 

nach Art. 19 Abs. 2 des Gewässerschutzgesetzes (SR 814.2, GSchG; BGer 

1C_583/2017 vom 11. Februar 2019 [= 145 II 176] E. 3.4 f. mit Hinweisen und nicht 

publizierte E. 5.2; BGer 1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 E. 3.5 und  1C_118/2016 vom 

21. März 2017 E. 4.1; vgl. dazu aber auch BGer 1C_86/2020 vom 22. April 2021 E. 5.3 

a.E., wo das Bundesgericht offen liess, ob eine Bundesaufgabe im Hinblick auf eine 

Bewilligung nach Art. 19 Abs. 2 GSchG auch in den Fällen vorliegt, wo gerade um 

keine Ausnahme vom Gewässerschutzrecht nachgesucht wird).

6.1. 

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Unter den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass vorliegend keine der ausdrücklich 

in Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 NHG aufgeführten Bundesaufgaben zur Diskussion steht. 

Mit Blick auf die vorstehend aufgeführte Rechtsprechung bleibt somit hauptsächlich 

ausschlaggebend, ob die gestützt auf Art. 28  GSchVG erlassene Verfügung des AWE 

eine in der Zuständigkeit des Bundes liegende, bundesrechtlich geregelte 

Rechtsmaterie mit einem Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz 

beschlägt. Zu diesem Zweck ist vorweg auf die geltende Rechtslage im 

Gewässerschutz näher einzugehen, insbesondere auf die vorliegend hauptsächlich 

interessierende Gesetzeslage zu den Grundwasserschutzbereichen.

6.2. 

bis

Der Bundesgesetzgeber ist seinem verfassungsmässigen Gesetzgebungsauftrag mit 

dem Erlass des GSchG, das sich auf Art. 76 Abs. 2 und 3 BV stützt (vgl. Ingress des 

GSchG), nachgekommen. Das geltende GSchG bezweckt in umfassender Weise die 

Verhinderung und Behebung nachteiliger Einwirkungen auf die Gewässer (2. Titel) und 

unterscheidet in drei Kapiteln zwischen den Bestimmungen zur Reinhaltung 

(qualitativer Gewässerschutz, Art. 6 bis Art. 28 GSchG), zur Sicherung angemessener 

Restwassermengen (quantitativer Gewässerschutz, Art. 29 bis Art. 36 GSchG) und zur 

Verhinderung anderer nachteiliger Einwirkungen auf Gewässer (Art. 36a bis Art. 44 

GSchG; vgl. auch B. Wagner Pfeifer, Umweltrecht – Besondere Regelungsbereiche, 

Zürich/St.Gallen 2013, Rz. 845). Nach dessen umfassendem Zweckartikel (Art. 1 

GSchG) ist es auch dem Natur- und Landschaftsschutz verpflichtet (s. insbesondere 

Art. 1 Abs. 1 lit. c und e GSchG; vgl. A. Marti, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/

Vallender [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, St.Galler Kommentar, 

3. Auflage 2014, N 19 zu Art. 76 BV). Gemäss Art. 45 GSchG obliegt der Vollzug des 

GSchG grundsätzlich den Kantonen (vgl. dazu A. Ruch, in: Hettich/Jansen/Norer 

[Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich/

Basel/Genf 2016, N 3 ff. zu 45 GSchG).

6.2.1. 

Der planerische Schutz, der im Wesentlichen die Ausscheidung von 

Gewässerschutzbereichen, von Grundwasserschutzzonen und von 

Grundwasserschutzarealen umfasst, ist in den Art. 19 ff. GSchG geregelt. Gemäss 

Art. 19 Abs. 1 GSchG teilen die Kantone ihr Gebiet nach der Gefährdung der ober- und 

der unterirdischen Gewässer in Gewässerschutzbereiche ein, wobei der Bundesrat die 

erforderlichen Vorschriften erlässt. Bei der Einteilung des Kantonsgebiets in 

Gewässerschutzbereiche werden die besonders gefährdeten Bereiche und die übrigen 

6.2.2. 

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Bereiche bezeichnet (vgl. Art. 29 Abs. 1 der Gewässerschutzverordnung, SR 814.201, 

GSchV). Die besonders gefährdeten Bereiche umfassen u.a. den 

Gewässerschutzbereich A , zum Schutz nutzbarer unterirdischer Gewässer (vgl. Art. 29 

Abs. 1 Ingress und lit. a GSchV) sowie den Zuströmbereich Z zum Schutz der 

Wasserqualität unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. Art. 29 Abs. 1 Ingress und lit. c 

GSchV). Bei der Bezeichnung von Gewässerschutzbereichen sowie bei der 

Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen und -arealen stützen sich die Kantone auf 

die vorhandenen hydrogeologischen Kenntnisse; reichen diese nicht aus, sorgen sie für 

die Durchführung der erforderlichen hydrogeologischen Abklärungen (Art. 29 Abs. 4 

GSchV). Die zu bezeichnenden Gewässerschutzbereiche gehören zum Mindestinhalt 

der Gewässerschutzkarten, welche die Kantone zu erstellen haben (Art. 30 Abs. 1 

GSchV).

u

u 

In den besonders gefährdeten Bereichen bedürfen die Erstellung und die Änderung von 

Bauten und Anlagen einer kantonalen Bewilligung, wenn sie die Gewässer gefährden 

können (Art. 19 Abs. 2 GSchG). Die Bewilligung wird gemäss Art. 32 Abs. 4 GSchV 

erteilt, wenn mit Auflagen und Bedingungen ein ausreichender Schutz der Gewässer 

gewährleistet werden kann. Es müssen alle zum Schutz der Gewässer gebotenen 

Massnahmen getroffen werden, insbesondere die Massnahmen nach Anhang 4 Ziff. 2 

GSchV (Art. 31 Abs. 1 GSchV). Die Behörde erteilt eine Bewilligung, wenn mit Auflagen 

und Bedingungen ein ausreichender Schutz der Gewässer gewährleistet werden kann; 

sie legt dabei auch die Anforderungen an die Stilllegung der Anlagen fest (Art. 32 Abs. 

4 GSchV). Gemäss Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 1 GSchV dürfen in den 

Gewässerschutzbereichen A  und A  keine Anlagen erstellt werden, die eine besondere 

Gefahr für ein Gewässer darstellen. Nach dessen Abs. 2 dürfen im 

Gewässerschutzbereich A  zum Schutz nutzbarer unterirdischer Gewässer keine 

Anlagen erstellt werden, die unter dem mittleren Grundwasserspiegel liegen. Die 

Behörde kann Ausnahmen bewilligen, soweit die Durchflusskapazität des 

Grundwassers gegenüber dem unbeeinflussten Zustand um höchstens 10% 

vermindert wird. Für Gebiete ausserhalb von Grundwasserschutzzonen und -arealen 

sowie ausserhalb der gefährdeten Bereiche, wozu auch die übrigen Bereiche zählen, 

enthält das GSchG keine besonderen Regelungen. Entsprechend sind dort Art. 6 

(GSchG; gewässerschutzrechtliches Reinhaltungsgebot bzw. generelles 

Verunreinigungsverbot) und Art. 14 bzw. Art. 17 f. GSchG die zentralen 

gewässerschutzrechtlichen Rechtsgrundlagen, die es einzuhalten gilt (vgl. etwa BGer 

6.2.3. 

u o

u

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_62/2014 vom 15. Juni 2015 E. 2, insbesondere E. 2.3 betreffend Kälber-Iglu; BGer 

1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 3.1 betreffend Laufhof).

Auf kantonaler Ebene erliess der Kanton St.Gallen mit dem GSchVG und der 

dazugehörigen Verordnung zum Vollzugsgesetz zur eidgenössischen 

Gewässerschutzgesetzgebung (sGS 752.21, GSchVV) die erforderlichen 

Vollzugsbestimmungen, wo namentlich die Zuständigkeiten (vgl. Art. 27 Abs. 1 

GSchVG) sowie einzelne Detailvorschriften zu den Gewässerkarten geregelt sind (vgl. 

Art. 27 Abs. 2 GschVG und Art. 19  Abs. 1 und 2 GSchVV). Laut Art. 28 Abs. 1 

GSchVG ("Bewilligungen in besonders gefährdeten Bereichen") erteilt die zuständige 

Stelle des Kantons Bewilligungen in besonders gefährdeten Bereichen für die 

Erstellung und Änderung von Bauten und Anlagen, die eine Gefahr für die Gewässer 

darstellen, für Bohrungen, Grabungen, Erdbewegungen und ähnliche Arbeiten sowie 

für dauernde Bewässerungen und Entwässerungen (betreffend Zuständigkeiten im 

Einzelnen vgl. Art. 28 Abs. 2 und 3 GSchG sowie Art. 2 und 2  GSchVV). Darüber 

hinaus schreibt der schon eingangs erwähnte und hauptsächlich umstrittene Art. 28

GSchVG mit der Artikelüberschrift "Bewilligungen ausserhalb besonders gefährdeter 

Bereiche" auf Stufe Kanton vor, dass Bohrungen und erhebliche Grabungen einer 

Bewilligung der zuständigen Behörde bedürfen. Eine Grabung ist erheblich, wenn sie 

mehr als 6 m tief ist oder wenn damit, auch nur vorübergehend, mehr als 10'000 m

Material entnommen oder verschoben werden (Art. 9  GSchVV).

Art 28  GSchVG wurde mit Nachtrag vom 4. April 2002 zum GSchVG eingeführt. Im 

Unterschied zu den Nachbarkantonen Zürich, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden 

kannte der Kanton St.Gallen bis zum Nachtragsgesetz keine generelle 

Bewilligungspflicht für Bohrungen und (erhebliche) Grabungen in den Untergrund (so 

Botschaft zum Nachtrag zum Vollzugsgesetz zum Gewässerschutzgesetz [nachfolgend 

Botschaft], Amtsblatt Nr. 37 vom 10. September 2001, S. 1943). Gemäss Botschaft 

bestünden für verschiedene Untersuchungszwecke indes Bewilligungspflichten für 

bestimmte Grabarbeiten und Sondierbohrungen, so z.B. für das Graben und Sondieren 

nach öffentlichem Grundwasser (Art. 9 Ziff. 3 GNG) oder für vorbereitende Grabungen 

im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Kies, Sand und anderem Material (Art. 44 

Abs. 1 GSchG). Überdies schreibe Art. 32 Abs. 2 lit. f GSchV nunmehr eine 

Bewilligungspflicht für Bohrungen in den besonders gefährdeten Bereichen A  und Z

vor. Die Einführung einer generellen Bewilligungspflicht in den übrigen Bereichen 

erfolgte gemäss Botschaft insbesondere deshalb, weil im Zusammenhang mit 

6.2.4. 

bis

bis

bis

3

ter

bis

u u

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Erdwärmenutzungen (Erdwärmesonden, ferner Energiepfähle) eine erhebliche Zunahme 

der Bohrtätigkeit, v.a. auch in immer grössere Tiefen (zum Teil bis mehrere hundert 

Meter), festzustellen sei. Dabei könnten – ohne Absicht – tiefer liegende, noch 

unbekannte Grundwasservorkommen in wasserführenden Festgesteinen 

(möglicherweise Mineral- oder Thermalwässer) erbohrt werden. Nicht fachgerecht 

durchgeführte Eingriffe in den Untergrund mittels Sondierbohrungen könnten langfristig 

erhebliche Auswirkungen haben und beispielsweise zu unerwünschten Verbindungen 

zwischen verschiedenen Grundwasser-Stockwerken (vgl. Art. 43 Abs. 3 GSchG) führen. 

Tiefer liegende Grundwasservorkommen in wasserführenden Festgesteinen, welche für 

eine künftige Nutzung allenfalls von Interesse sein könnten, müssten vor vermeidbaren 

Beeinträchtigungen besser geschützt werden. Hierzu genügten die von Bundesrechts 

wegen bestehenden Bewilligungspflichten (v.a. jene nach Art. 32 Abs. 2 lit. f GSchV) 

aber nicht, da die Festlegung der besonders gefährdeten Bereiche sich in erster Linie 

nach den oberflächennahen Grundwasservorkommen in Lockergesteinen richte, eine 

Gefährdung von tiefer liegenden Vorkommen jedoch auch ausserhalb dieser Bereiche 

bestehe. Ohne generelle Bewilligungspflicht für Bohrungen und erhebliche Grabungen 

müssten die besonders gefährdeten Bereiche im Sinn von Art. 29 Abs. 1 GSchV dort, 

wo noch keine genügenden Kenntnisse über den Untergrund vorhanden seien, 

vorsorglich weiter gefasst werden. Mit der Einführung einer generellen, auch 

ausserhalb der besonders gefährdeten Bereiche geltenden Bewilligungspflicht für 

Bohrungen und erhebliche Grabarbeiten (Art. 28  des Entwurfs [entspricht der heute 

geltenden Fassung]) könne die ausreichende fachliche Begleitung solcher Arbeiten, 

insbesondere von Sondierbohrungen, sichergestellt werden. Die gegebenenfalls 

erforderlichen Gewässerschutzmassnahmen könnten im Voraus angeordnet werden. 

Auch die fachgerechte Stilllegung einer Bohrung bzw. Anlage könnte in der Bewilligung 

verbindlich festgelegt werden (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1943 f.).

bis

Die Vorinstanz kam im Ergebnis zum Schluss, dass die durch das AWE am 

5. November 2018 – gestützt auf Art. 28  GSchVG – erlassene Verfügung über 

Gewässerschutzmassnahmen nicht in Ausübung einer Bundesaufgabe erfolgt sei. Sie 

erwog dazu im Wesentlichen, eine bundesrechtliche Bewilligungspflicht nach Art. 19 

Abs. 2 GSchG sei explizit nur für besonders gefährdete Bereiche vorgesehen. Das 

Grundstück Nr. 003 liege gemäss der geltenden Gewässerschutzkarte jedoch in 

keinem solchen Gewässerschutzbereich, sondern sei dem "übrigen Bereich" 

zugewiesen. Mit Art. 28  GSchVG werde nun zwar die Bewilligungspflicht für 

Bohrungen und erhebliche Grabungen gegenüber der bundesrechtlichen Pflicht nach 

Art. 19 Abs. 2 GSchG auf das ganze Kantonsgebiet ausgeweitet. Diese 

6.3. 

bis

bis

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Bewilligungspflicht in den "übrigen Bereichen" stütze sich jedoch nicht auf Art. 19 

Abs. 2 GSchG. Auf die besonders gefährdeten Bereiche im Sinn von Art. 19 GSchG 

beziehe sich vielmehr lediglich Art. 28 GSchVG und nicht Art. 28  GSchVG.

Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, die Vorinstanz halte zwar korrekt 

fest, dass nach Art. 28  GSchVG die Bewilligungspflicht für Bohrungen und erhebliche 

Grabungen auf das ganze Kantonsgebiet ausgeweitet werde. Dies erfolge jedoch, wie 

sich aus der Botschaft zum kantonalen Vollzugsgesetz ergebe, weil ohne die generelle 

Bewilligungspflicht für Bohrungen und erhebliche Grabungen die besonders 

gefährdeten Bereiche dort, wo noch keine genügenden Kenntnisse über den 

Untergrund vorhanden seien, vorsorglich weiter gefasst werden müssten. Die 

Bewilligungspflicht nach Art. 28  GSchVG trete somit an die Stelle einer 

Vergrösserung des Gewässerschutzbereichs A  und stütze sich damit auf Bundesrecht. 

Mit dem Erlass des GSchG habe der Bund seine verfassungsrechtlichen Kompetenzen 

im Bereich des qualitativen und quantitativen Gewässerschutzes praktisch 

ausgeschöpft. Das Gesetz bezwecke nach seinem Art. 1, die Gewässer vor 

nachteiligen Einwirkungen zu schützen. Dazu gehöre nach Art. 19 ff. GSchG 

insbesondere der planerische Schutz und die damit verbundene Bewilligungspflicht in 

besonders gefährdeten Bereichen. Mit Art. 28  GSchVG werde anstelle der 

Ausdehnung der besonders gefährdeten Bereiche eine Bewilligungspflicht für kritische 

Eingriffe eingeführt, was sich nur auf Bundesrecht abstützen lasse. Deshalb könne den 

Ausführungen im angefochtenen Entscheid nicht gefolgt werden. Vielmehr diene auch 

Art. 28  GSchVG dem Schutz der besonders gefährdeten Bereiche im Sinn von 

Art. 19 GSchG. Es ergebe sich somit, dass auch eine Bewilligung gestützt auf Art. 28

GSchVG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 GSchG in Erfüllung einer Bundesaufgabe erfolge und 

daher nicht lediglich eine kantonalrechtliche Bewilligung darstelle.

bis

bis

bis

u

bis

bis

bis

Im Licht vorstehender Darstellung der Rechtslage (E. 6.2.1 ff. hiervor) ergibt sich 

zunächst, dass die Vorschriften im GSchG zu den von den Kantonen 

auszuscheidenden Gewässerschutzbereichen und die damit zusammenhängenden 

Bestimmungen in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fallen (vgl. zur nicht ganz 

einfachen Abgrenzung der Gesetzbebungskompetenzen im Gewässerschutz etwa 

Marti, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die Schweizerische 

Bundesverfassung, a.a.O., N 9 und N 17 zu Art. 76 BV; Caluori/Griffel, in: Waldmann/

Belser/Epiney [Hrsg], Bundesverfassung, Basler Kommentar, Basel 2015, N 29 zu 

Art. 76 BV; Hettich/Jeanneret, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum 

Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, a.a.O., Einleitung, N 9). Das 

6.4. 

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Gewässerschutzgesetz verlangt nur in den besonders gefährdeten Bereichen, nicht 

aber in den übrigen Bereichen eine kantonale Bewilligung. Es legt auch bloss dort 

spezifische Bewilligungsvoraussetzungen, die einzuhalten sind, fest und untersagt nur 

in diesen besonders gefährdeten Bereichen bestimmte Tätigkeiten gänzlich oder lässt 

solche nur bei Vorliegen von Ausnahmegründen zu. Die kantonale Regelung in 

Art. 28  GSchVG steht zwar insofern im Zusammenhang mit einer Rechtsmaterie in 

der Zuständigkeit des Bundes, als sie in den bundesrechtlich vorgeschriebenen 

übrigen Grundwasserbereichen bestimmte Tätigkeiten ebenfalls einer 

Bewilligungspflicht unterstellt (wozu der Kanton zumindest baurechtlich befugt ist [vgl. 

Art. 22 Abs. 1 und 2 RPG; A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], 

Praxiskommentar RPG, Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, Zürich/Basel/

Genf 2020, N 4 zu Art. 22 RPG]). Hingegen wird dadurch die kantonalrechtlich 

erforderliche Bewilligung zu keiner durch das Bundesrecht geregelten 

Spezialbewilligung, insbesondere zu keiner gewässerschutzrechtlichen 

Ausnahmebewilligung. Dies weil namentlich kein Anwendungsfall von Art. 19 Abs. 2 

GSchG vorliegt, und weil das Bundesrecht auch sonst keine 

gewässerschutzrechtlichen Spezialbewilligungen oder konkret einzuhaltenden 

Voraussetzungen für Tätigkeiten in den übrigen Grundwasserschutzbereichen kennt, 

noch anderswie die Aufgabe, solche Bewilligungen zu erteilen, an die Kantone 

überträgt. Es fehlt somit an einer bundesrechtlich geregelten Spezialbewilligung im 

Sinn der hierzu ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung und diese 

Rechtsprechung greift deshalb in Fällen wie dem vorliegenden nicht: Die Verfügung 

des AWE beruht – wie bereits die Vorinstanz zu Recht feststellte – auf keiner 

Bundesaufgabe. Und zwar selbst dann nicht, wenn die in Art. 28  GSchVG statuierte 

Bewilligungspflicht auch oder in erster Linie dem Gewässerschutz dient. Der Verweis 

der Beschwerdeführerin auf den Entscheid des Baudepartements Nr. 33/2021 vom 

19. April 2021 (vgl. act. G 23 Ziffer II/B/4 S. 3 f.) hilft ihr folglich nicht weiter (vgl. 

act. G 23 Ziffer II/B/4 S. 3 f.).

Weiter argumentiert die Beschwerdeführerin damit, die Erteilung einer Bewilligung nach 

Art. 28  GSchVG sei deshalb eine Bundesaufgabe, weil diese Bewilligung an die Stelle 

einer ordnungsgemässen Ausscheidung von besonders gefährdeten 

Gewässerschutzbereichen trete. Für diese Annahme der Beschwerdeführerin bestehen 

jedoch keine Anhaltspunkte. Der Kanton St.Gallen hat die bundesrechtlich 

vorgeschriebene Gewässerschutzkarte, die auch als Beurteilungsgrundlage dient, ob 

eine kantonale Bewilligung gemäss Art. 19 Abs. 2 GSchG erforderlich ist (vgl. 

A. Brunner, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzgesetz 

und zum Wasserbaugesetz, a.a.O., N 16 zu Art. 19 GSchG), gestützt auf alle 

bis

bis

bis

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massgebenden und bekannten geologischen, hydrogeologischen und 

wasserrechtlichen Grundlagen erlassen (vgl. https://www.sg.ch/umwelt-natur/wasser/

grundwasser---quellen-/grundwasserschutz/gewaesserschutz-und-

grundwasserkarte.html). Es bestehen aufgrund der Aktenlage und der Vorbringen der 

Parteien keine Hinweise, dass die darin enthaltenen Ausscheidungen auf 

ungenügenden Kenntnissen beruhen, zumal nach den Angaben im GIS die aktuell 

aufgeschaltete Gewässerschutzkarte in E.__ am 25. Januar 2006, d.h. rund 3 Jahre 

nach Vollzugsbeginn des Nachtragsgesetzes vom 20. April 2002 im Januar 2003 (nGS 

37-96), erlassen wurde. Aus dem in der Botschaft erwähnten Umstand, dass die 

besonders gefährdeten Bereiche dort, wo noch keine genügenden Kenntnisse über 

den Untergrund vorhanden seien, ohne Bewilligungspflicht vorsorglich weiter gefasst 

werden müssten, ergibt sich solches ohnehin nicht zwingend. Dieser Einschub ist 

vielmehr im Gesamtkontext der Ausführungen in der Botschaft zu verstehen. Mit der 

Einführung einer allgemeinen Bewilligungspflicht für bestimmte Tätigkeiten in den 

übrigen Bereichen sollen danach in erster Linie vorsorglich tiefer liegende 

Grundwasservorkommen vor vermeidbaren Beeinträchtigungen besser geschützt 

werden, weil sich die Festlegung der besonders gefährdeten Bereiche gemäss 

Bundesrecht nach oberflächennahen Grundwasservorkommen in Lockergesteinen 

richtet. Es liegt deshalb vielmehr nahe, dass die anschliessend erwähnten 

ungenügenden Kenntnisse über den Untergrund sich auf solche tiefer liegende 

potenzielle Grundwasservorkommen beziehen und nicht generell auf die 

auszuscheidenden Bereiche im Sinn von Art. 19 Abs. 2 GSchG. Im konkreten Fall 

attestierte das zuständige AWE dem Gesuch die Einhaltung der 

gewässerschutzrechtlichen – auch der zusätzlichen kantonalen – Voraussetzungen, 

ohne den geringsten Hinweis anzubringen, dass die Kenntnisse des Untergrunds 

vorliegend ungenügend sein könnten und deshalb ein besonders gefährdeter Bereich 

zur Diskussion stehen könnte (vgl. act. G 13/6/A3). Auf die Einholung des von der 

Beschwerdeführerin verlangten Amtsberichtes (act. G 23 Ziffer II/B/4/d S. 4) kann 

infolgedessen verzichtet werden.

Es ergibt sich somit, dass die Erteilung einer Bewilligung nach Art. 28  GSchVG für 

Bohrungen und erhebliche Grabungen in den übrigen Bereichen keine Bundesaufgabe 

im Sinn des NHG darstellt. Die Beschwerdeführerin macht weder andere Ausnahme-/

Spezialbewilligungen in Ausübung einer Bundesaufgabe geltend, noch trägt sie 

substantiiert andere Gründe vor, weshalb das ISOS im streitbezogenen 

Baubewilligungsverfahren dennoch (ausnahmsweise) unmittelbar anwendbar sein 

sollte; solches ist für das Gericht auch nichtersichtlich. Die Vorinstanz verletzte 

6.5. 
bis

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7.

Aus den bisherigen Ausführungen folgt, dass das ISOS nur in mittelbarer Weise 

Anwendung finden kann, weshalb es im vorliegend streitigen Baubewilligungsverfahren 

lediglich bei der Auslegung unbestimmter Begriffe des Baurechts sowie bei der im 

Einzelfall erforderlichen Interessenabwägung zu berücksichtigen ist (s. oben E. 5.2). 

Zwischen den Parteien ist zudem unbestritten, dass das streitige Bauprojekt die 

geltenden Regelbauvorschriften einhält.

demnach kein Bundesrecht, wenn sie eine unmittelbare Anwendbarkeit des ISOS 

verneint, und es besteht daher denn auch weder eine Pflicht der Bauherrschaft zur 

Berücksichtigung des ISOS gestützt auf Art. 6 NHG noch die Notwendigkeit einer 

Begutachtung durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) 

gemäss Art. 7 NHG. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als 

unbegründet.

Die zwei Rebmauern auf bzw. angrenzend zum Baugrundstück sowie die Rebmauern 

und die Hecke auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin sind gemäss der 

kommunalen Natur- und Landschaftsschutzverordnung unter Schutz gestellt (vgl. dazu 

und zum Nachfolgenden oben Sachverhalt lit. A.c). Das nahe gelegene K.__-Gebäude 

ist zudem nach der kommunalen Heimatschutz-Verordnung als geschütztes 

Kulturobjekt im Anhang zum Schutzplan bezeichnet und in der elektronischen Karte 

auch so dargestellt. Das ist unbestritten. Ebenso ist unstrittig, dass nach der geltenden 

Schutzverordnung das streitbetroffene Gebiet keinem Ortsbildschutzgebiet zugeordnet 

ist und das bestehende Einfamilienhaus auf dem Baugrundstück nicht als Schutzobjekt 

bezeichnet ist. Unklarheit herrscht hingegen bezüglich des Schutzstatus des Hauses 

"I.__" auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin. Wegen der unterschiedlichen 

Darstellungen im GIS ("Schutzverordnung, kantonale Darstellung Kt SG" und 

"Schutzverordnung, Darstellung SG Gde") und den diesbezüglichen Erwägungen in der 

Verfügung des Abteilungspräsidenten vom 11. März 2021, wonach im Rahmen einer 

summarischen Beurteilung betrachtet kein ex-lege-Schutz der Liegenschaft ersichtlich 

sei, bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei unklar, ob und wie das Haus "I.__" 

geschützt sei (act. G 9 Ziffer II/B/6, S. 12 f.). Strittig ist insbesondere, ob das Haus 

"I.__" nach der Heimatschutz-Verordnung mit dazugehörigem Schutzplan derzeit 

überhaupt rechts- und eigentümerverbindlich unter Schutz gestellt ist. Wie sich aus 

den nachfolgenden Erwägungen (E. 7.6 und 8 hernach) jedoch ergibt, ist letztlich weder 

der gegenwärtige noch der zukünftige formelle Schutzstatus des Hauses "I.__" für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren entscheidend, weshalb auf den beantragten Beizug 

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/29

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des verbindlichen kommunalen Originalschutzplans und das Einholen eines 

Amtsberichts bei der kantonalen Denkmalpflege verzichtet werden kann.

Nach Art. 4 (mit der Marginalie "Wirkung/Umgebungsschutz") der kommunalen Natur- 

und Landschaftsschutzverordnung sind Schutzgegenstände in ihrer äusseren 

Erscheinungsform und in ihrer inneren Zusammensetzung zu erhalten (Abs. 1). In der 

unmittelbaren Umgebung der von dieser Verordnung erfassten Schutzgegenstände 

sind alle Massnahmen, welche die Schutzgegenstände beeinträchtigen, untersagt 

(Abs. 2). Art. 9 Abs. 1 der Verordnung schreibt konkretisierend vor, dass die im 

Schutzplan bezeichneten Einzelobjekte in ihrer Substanz und Erscheinungsform nicht 

beeinträchtigt oder zerstört werden dürfen. Sie sind zu erhalten und fachgerecht zu 

pflegen (Abs. 2). Danebst enthält die Natur- und Landschaftsschutzverordnung in Art. 9 

Abs. 3 und 4 noch besondere Bestimmungen zu den Trockenmauern (Schutzumfang, 

Sanierung, Bewilligungspflicht). Unter Schutz gestellte Kulturobjekte unterliegen 

demgegenüber den in der kommunalen Heimatschutz-Verordnung enthaltenen 

Vorschriften. Danach sind in der unmittelbaren Umgebung der von der Verordnung 

erfassten Schutzgegenstände alle Massnahmen, welche die Schutzgegenstände 

beeinträchtigen, untersagt (vgl. Art. 7 der Heimatschutz-Verordnung).

Auf kantonaler Stufe schliesslich ist nach Art. 99 Abs. 1 PBG die Erstellung von Bauten 

und Anlagen, die das Orts- oder Landschaftsbild verunstalten oder Baudenkmäler 

beeinträchtigen, untersagt (zum Begriff des Baudenkmals vgl. Art. 115 Abs. 1 Ingress 

Bst. g PBG; zum Begriff der Beeinträchtigung vgl. VerwGE B 2019/204 vom 

17. Oktober 2020 [bestätigt mit BGer 1C_643/2020 vom 7. Januar 2022] E. 7.1 mit 

Hinweisen). Darunter fällt auch die Umgebung des Baudenkmals (Kaiser/Manser, in: 

Ehrenzeller/Engeler, Handbuch Heimatschutzrecht, a.a.O., § 6 Rz. 28 mit Hinweisen). 

Unter Schutz gestellte Objekte dürfen nur beseitigt oder beeinträchtigt werden, wenn 

ein gewichtiges das Interesse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis 

nachgewiesen wird (vgl. Art. 122 Abs. 3 erster Satz PBG; vgl. zum Verbot von Eingriffen 

mit wesentlichen Beeinträchtigungen Engeler, in: Ehrenzeller/Engeler, a.a.O., § 7 

Rz. 274), wobei bei Schutzobjekten von nationaler oder kantonaler Bedeutung die 

Zustimmung der zuständigen kantonalen Stelle erforderlich ist (vgl. Art. 122 Abs. 3 

zweiter Satz PBG).

7.2. 

Das ISOS beschreibt in der Planlegende die unter der Kategorie "AB" mit dem 

Erhaltungsziel B aufgenommene Baugruppe B 0.4, wo das südliche Mehrfamilienhaus 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/29

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an der G.__strasse erstellt werde soll, als "Lockere Reihe von bürgerlichen 

Wohnhäusern in Gärten, hoch über der Gemeinde" (zu den Begrifflichkeiten, Methoden, 

Bewertungskriterien und Zielen des ISOS vgl. Weisungen über das Bundeinventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS [WISOS] des 

Eidgenössischen Departements des Inneren [EDI] vom 1. Januar 2020 und die 

Erläuterungen des Bundesamtes für Kultur zum ISOS, Stand 2021, insbesondere 

Erläuterungen zu ISOS I, beides im Internet abrufbar unter: www.bak.admin.ch/bak/de/

home/baukultur/isos-und-ortsbildschutz/isos-in-kuerze/ isos-methode.html). 

Erhaltungsziel B bedeutet das "Erhalten der Struktur", womit die Anordnung und 

Gestalt der Bauten und Freiräume bewahrt und die für die Struktur wesentlichen 

Elemente und Merkmale integral erhalten werden sollen. Als genereller 

Erhaltungshinweis gilt, dass Altbauten nur in Ausnahmefällen abgebrochen werden 

sollen und für Umbauten wie zur Eingliederung von Neubauten besondere Vorschriften 

gelten. Das Gebäude Haus "I.__" ist innerhalb dieser Baugruppe als Einzelelement 

(= Kleinstmöglicher Ortsbildteil, mit grossem Eigen- und Stellenwert im Ort) im ISOS 

unter der Nr. 0.4.1 eingetragen und wird beschrieben als: "Haus mit zwei Ecktürmen in 

eingezäuntem Garten, grosse Fernwirkung, um 1900". Es ist aufgenommen als 

Gebäude mit besonderer Bedeutung und dem Erhaltungsziel A (= "Erhalten der 

Substanz": Alle Bauten, Anlageteile und Freiräume sind integral zu erhalten und 

störende Eingriffe zu beseitigen). Das nördlich der Baugruppe in der 

Umgebungsrichtung (U-Ri) Nr. XX liegende Gebiet, in welchem auf dem Baugrundstück 

das oberliegende Mehrfamilienhaus entlang der F.__strasse geplant ist, wird im 

Kurzbeschrieb des ISOS als "Steiler Wieshang über dem Ort, Teils mit Reben 

bepflanzt" bezeichnet. In der Auflistung erscheint es unter der Aufnahmekategorie "a" 

mit dem Erhaltungsziel "a" (= Erhalt der Beschaffenheit als Kulturland oder Freifläche). 

Das auf dem benachbarten Grundstück Nr. 002 liegende Mehrfamilienhaus ist 

seinerseits unter der Nummer 02 als "Hinweis: störend" im ISOS verzeichnet 

("Gestaffeltes Mehrfamilienhaus, E. 20. Jh., den wertvollen Ortsbild Hintergrund 

verbauend).

Gemäss Akten unterbreitete die Beschwerdegegnerin schon vor Einreichung ihres 

Baugesuchs das Vorhaben mindestens zweimal der kantonalen Denkmalpflege zur 

Begutachtung. Diese nahm je mit Schreiben vom 21. August 2016 (recte 2017; 

act. 13/6/A1) und 3. Februar 2018 (act. 13/6/A2) Stellung zum Projekt. Die 

Beschwerdeführerin überarbeitete daraufhin das Projekt jeweils – soweit ersichtlich – 

gestützt auf deren Anregungen. Neben dem Ortsbild von nationaler Bedeutung (ISOS) 

erwähnte die Denkmalpflege in ihren Schreiben die geschützten Einzelobjekte (K.__-

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/29

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Gebäude; Rebmauern); in der Stellungnahme vom 21. August 2016 wies sie zudem 

bereits ausdrücklich auch auf das als erhaltenswert bezeichnete Haus "I.__" als 

Beurteilungsgrundlage hin (vgl. G 13/6/A1 und act. G 13/9). Den Erhalt der 

bestehenden Trockenmauern erachtete sie jeweils als zwingend. Die übrigen in den 

beiden Stellungnahmen angeführten Verbesserungsvorschläge betrafen die 

gestalterische Ausbildung der beiden Mehrfamilienhäuser in Bezug auf die 

(hintergrundbildende) Umgebung (z.B. die murale Fassadenwirkung, Eckbildung). 

Gemäss den Erwägungen in der denkmalpflegerischen Zustimmungsverfügung vom 

17. Januar 2019 prüfte die kantonale Denkmalpflege alsdann das Bauvorhaben unter 

Verweis auf Art. 122 Abs. 3 PBG, wobei sie darin als betroffenes Schutzobjekt im Sinn 

von Art. 115 PBG das Ortsbildschutzgebiet von nationaler Bedeutung ("Gebiet 0.4 mit 

Erhaltungsziel B […]") anführt (act. G 13/6/A5 E. 1). Das Bauvorhaben umfasse 

Neubauten in den terrassierten Rebhalden. Dadurch werde das geschützte 

Erscheinungsbild grundsätzlich tangiert, was zu einer Beeinträchtigung des 

Schutzobjektes führe. Doch sei das Projekt von ihr begleitet worden und die von ihr 

eingebrachten wesentlichen denkmalpflegerischen Anforderungen seien eingeflossen 

(act. G 13/6/A5 E. 2). In der im Rahmen des Rekursverfahrens eingereichten 

Stellungnahme vom 22. August 2019 (act. G 13/9) erwähnte die kantonale 

Denkmalpflege wiederum nebst dem Ortsbild die in der Umgebung des 

Baugrundstücks liegenden, gemäss kommunaler Schutzverordnung geschützten 

Einzelobjekte "wie K.__-Gebäude (Nr. 01; schützenswert), das I.__ (Nr. B; 

erhaltenswert) sowie die Trockenmauern (als Naturobjekt verzeichnet)." Anlässlich des 

Rekursaugenscheins äusserte sich der Leiter der kantonalen Denkmalpflege 

dahingehend (act. G 13/15 S. 7 [Votum O.__]), dass die kantonale Denkmalpflege nach 

Art. 122 Abs. 3 PBG eine Zustimmung zum Bauvorhaben als notwendig erachtet habe, 

weil es sich beim K.__-Gebäude nach ihrer provisorischen Einstufung um ein 

Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung handle. Dies bedeute im vorliegenden Fall, 

dass dessen Umgebung nicht beeinträchtigt werden dürfe. Wichtig sei, dass wichtige 

Elemente wie die Terrassierung auf dem Baugrundstück mit den Steinmauern 

beibehalten würden. Zudem sei auch die Beibehaltung der Stützmauer für das intakte 

Erscheinungsbild wichtig.

Der Gemeinderat als zuständige kommunale Baubehörde stützte sich für seinen 

Entscheid auf Art. 99 Abs. 1 PBG und Art. 9 der Natur- und 

Landschaftsschutzverordnung (vgl. act. G 13/6/A9 Ziffer 12 a.E., S. 7). Unter Berufung 

auf die Meinung der antragstellenden Hochbaukommission der Gemeinde E.__ 

bescheinigte er dem Projekt eine gute Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild 

sowie die Erfüllung der Erhaltungsziele gemäss ISOS bezüglich "Baugruppe" und 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/29

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"Umgebungsrichtung". Die Gebäudekörper würden sich in ihrer Gestalt und 

volumetrischen Erscheinung gut ins Ortsbild einordnen und die geschützten 

Trockenmauern sowie die Mauer entlang der G.__strasse blieben erhalten. (vgl. 

act. G 13/6/A9 Ziffern 11 f. S. 6). Im Zusammenhang mit dem Abbruch des 

Einfamilienhauses Vers.-Nr. 0010 auf dem Baugrundstück führt er ferner aus, dieses sei 

weder geschützt noch im ISOS speziell erwähnt. Die Anordnung und Gestaltung des 

vorgesehenen Ersatzbaus als Mehrfamilienhaus bewahre die Freiräume. Auch würden 

mit diesem Neubau die für die Struktur wesentlichen Elemente und Merkmale integral 

erhalten (vgl. act. G 13/6/A9 Ziffer 12 S. 7).

Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz beruht seinerseits auf den 

Schlussfolgerungen der kantonalen Denkmalpflege in deren Zustimmungsverfügung. 

Daran – so die Vorinstanz – sei nichts einzuwenden, und die Teilverfügung sei auch 

hinreichend klar (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1 S. 17; act. G 2).

Die Ausführungen der kantonalen Denkmalpflege in deren Zustimmungsverfügung und 

in den übrigen bei den Akten liegenden Stellungnahmen erscheinen zwar in der Tat als 

eher knapp gehalten, und sie sind hinsichtlich der Bezeichnung der von ihr konkret 

angewendeten Schutzvorschriften und der Auflistung der betroffenen 

Schutzgegenstände unvollständig bzw. unpräzis und widersprüchlich. Gleichwohl kann 

ihnen mit hinreichender Bestimmtheit entnommen werden, worauf sich die 

Denkmalpflege bei ihrer Beurteilung stützte und welche Schutzinhalte des ISOS sie für 

wesentlich erachtete bezüglich der hier vornehmlich interessierenden Frage, ob das 

Bauvorhaben das geschützte K.__-Gebäude mit dessen (hintergrundbildendem) 

Ortsbild und die (allerdings in der Natur- und Landschaftsschutzverordnung) 

geschützten Trockenmauern beeinträchtige. Die Einschätzung der kantonalen 

Denkmalpflege erfolgte dabei – wie dargelegt – in Kenntnis und unter Berücksichtigung 

der massgebenden ISOS-Einträge und unter der Annahme, dass das Haus "I.__" 

kommunal als mindestens "erhaltenswertes" Objekt bezeichnet ist. Insofern ist davon 

auszugehen, dass sie damit die Bedeutung des Hauses "I.__" für das Ortsbild 

durchaus in ihren Überlegungen berücksichtigte, selbst wenn sie hauptsächlich die 

strukturierten Aussenräume, d.h. die Terrassierung mit den Steinmauern (Rebhalden), 

die Gärten und die Stützmauern (vgl. act. G 13/6/A1 S. 1; act. G 13/6/A2 Ziffer 1; act. G 

13/9 Ziffer 2 a.E., S. 1; act. G 13/15 S. 7 [Votum O.__]), als die vorwiegend zu 

beachtenden Elemente und Merkmale bewertete, was im Übrigen in keinem 

offensichtlichem Widerspruch zu den ISOS-Einträgen und auch in Einklang mit der 

textlichen Beschreibung des Gebiets im ISOS steht (vgl. Inventartext unter der 

7.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/29

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Überschrift "Erhaltenswerte Ortsteile am Hang"). Dabei stellte sie keine 

Beeinträchtigung der mit Blick auf das Ortsbild wesentlichen äusseren Erscheinung des 

Hauses "I.__" durch das Bauvorhaben fest. Es kann deshalb dahingestellt bleiben, ob 

das Haus "I.__" schon heute im kommunalen Schutzplan formell und 

eigentümerverbindlich als "erhaltenswertes" Kulturobjekt unter Schutz gestellt ist oder 

nicht. Auf jeden Fall fand deren Stellung und Bedeutung für das Ortsbild in 

hinreichendem Mass Eingang in die Beurteilung der Denkmalpflege, nachdem diese in 

ihren Stellungnahmen jeweils auf das gesamte Ortsbild am Hang, wozu das als 

Einzelelement im ISOS eingetragene Haus "I.__" gehört, Bezug nahm (und sie in ihrer 

Zustimmungsverfügung als betroffenes Schutzobjekt bezeichnete). Sie hielt im 

Ergebnis dafür, dass es sich bei den geplanten Neubauten um einen aus 

denkmalpflegerischer Sicht vertretbaren Eingriff handelt, weil das geplante 

Bauvorhaben verträglich mit dem denkmalgeschützten Umfeld (und zwar unter 

Einschluss der Anliegen des ISOS) ist. Dies, nachdem die wesentlichen 

denkmalpflegerischen Anforderungen in das Bauvorhaben eingeflossen sind und die 

Trockenmauern erhalten bleiben, deren Erhalt und Sicherstellung während den 

Bauarbeiten sie zusätzlich mittels Auflage anordnete. Dieser Schluss entspricht 

überdies auch der Beurteilung des örtlich zuständigen Gemeinderats, der in 

Anwendung der kommunalen Schutzvorschriften und von Art. 99 Abs. 1 PBG dem 

geplanten Vorhaben eine gute Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild unter 

Berücksichtigung des ISOS zugesteht.

Was die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang vorbringt, vermag nicht zu 

überzeugen, zumal sie ihre Beschwerde – wie gezeigt allerdings zu Unrecht – in erster 

Linie damit begründet, dass das ISOS hätte unmittelbare Anwendung finden müssen. 

Gegen die eigentliche materielle Würdigung der beteiligten zuständigen Behörden, die 

das ISOS zu Recht – wie dargelegt – zumindest in mittelbarer Weise berücksichtigten, 

bringt sie hingegen inhaltlich nichts vor, was geeignet wäre, die Einschätzung der 

fachkundigen Denkmalpflege und der Gemeindebaubehörde in Frage zu stellen. In ihrer 

Beschwerde beschränkt sich die Beschwerdeführerin einerseits darauf, ihre vor der 

Vorinstanz gemachten Rügen zu wiederholen, wonach der Leiter der Denkmalpflege 

am Augenschein den Inhalt des ISOS im Vergleich zur Zustimmungsverfügung zu 

Unrecht auf den Schutz der terrassierten Rebhalden beschränkte (vgl. act. G 9 Ziffer 5 

S. 10 f.), ohne sich indessen mit den entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz (vgl. 

angefochtener Entscheid E. 3 S. 16 f.; act. G 2) auseinanderzusetzen oder diese zu 

bestreiten. Andererseits verweist die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren 

bloss auf ihre Ausführungen zum Augenscheinprotokoll im Rekursverfahren, wonach 

7.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/29

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8.

Zu prüfen bleibt noch, ob eine (allfällige künftige) formell-rechtliche Unterschutzstellung 

des Hauses "I.__" als Baudenkmal von kantonaler Bedeutung Auswirkungen auf die 

Beurteilung des Bauvorhabens im vorliegenden Beschwerdeverfahren hätte. Denn nur 

in diesem Fall wäre – wenn überhaupt – die (laufende) Unterschutzstellung von 

Bedeutung.

die Neubauten nicht lediglich zweigeschossig in Erscheinung treten würden und sich 

nicht mit den übrigen Bauten in der Umgebung, geschweige denn mit dem 

bestehenden Gebäude auf dem Baugrundstück vertrügen (act. G 23 Ziffer II/B/5 lit. e 

und f, S. 6). Damit vermag die Beschwerdeführerin jedoch nicht darzutun, weshalb die 

Einschätzung der Vorinstanz, die auf der Beurteilung der kantonalen Denkmalpflege 

beruht, im Ergebnis unzutreffend sein sollte. Es besteht auch für das Gericht keinerlei 

Anlass, die Einschätzung der fachkundigen kantonalen Denkmalpflege in Zweifel zu 

ziehen.

Die Beschwerdeführerin reichte mit ihrer Replik vom 12. Juli 2021 (act. G 23) zwei 

Gutachten ein, welche die Schutzwürdigkeit des Hauses "I.__" (Einstufungserklärung 

von L.__ vom Februar/April 2021; nachfolgend: Einstufungserklärung; act. G 25 Beilage 

act. 11) und dessen Gartenanlage (Gartendenkmalerisches Kurzgutachten von M.__ 

vom 28. Juni 2021; nachfolgend Kurzgutachten M.__; act. G 25 Beilage act. 12) sowie 

deren Einstufung als kantonal schützenswert zum Gegenstand haben. Ferner 

übermittelte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Januar 2022 (act. G 32) eine 

E-Mail vom 24. November 2021 von N.__, Mitarbeiter der kantonalen Denkmalpflege 

(act. G 33.1), worin Letzterer mitteilt, es werde den Schlussfolgerungen der beiden 

Gutachten in fachlicher Hinsicht zugestimmt, wonach das Haus und der Garten ein 

Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung seien. Weiter ist darin festgehalten, dass der 

Wunsch der Grundeigentümerin unterstützt werde, das Haus und den Garten sofort 

unter Schutz zu stellen und nicht erst im Zuge einer kommenden Überarbeitung der 

Schutzverordnung. Dafür werde – unter Beilage einer Mustervereinbarung (vgl. 

act. G 33.2) – der Weg einer Schutzvereinbarung zwischen der Gemeinde, dem Kanton 

und der Grundeigentümerin empfohlen.

8.1. 

Den beiden Gutachten kann indes entnommen werden, dass diese dem Haus "I.__" 

inklusive Umgebung (Garten mit Pavillon) mit Blick auf ihre Stellung im Ortsbild keine 

über das ISOS hinausgehende Bedeutung (Einzelelement innerhalb der Baugruppe 

B 0.4 mit einem hohen Eigen- und Stellenwert) beimessen (vgl. Einstufungserklärung, 

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/29

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Ziffer 3 S.3 f.). Die Gutachten beschäftigen sich zum einen vor allem mit dem Eigenwert 

des Gebäudes und des Gartens als eigenständige Baudenkmäler (vgl. 

Einstufungserklärung Ziffer 3 S. 5 f. und S. 7 ff.; Kurzgutachten M.__, Ziffer 4 ff.), was 

übrigens denn auch regelmässig Voraussetzung für eine Unterschutzstellung einer 

Einzelbaute bzw. Einzelanlage (im Sinn eines vollumfänglichen Substanzschutzes) auch 

in einem Ortsbild darstellen dürfte (vgl. Engeler, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], 

Handbuch Heimatschutzrecht, a.a.O., § 7 Rz. 84), sowie zum andern mit der Einstufung 

des Gebäudes und des Gartens als Schutzobjekte von kantonaler Bedeutung (zu den 

Kriterien der Einstufung vgl. Leitfaden des Kantonalen Denkmalpflege, Kapitel 1.4 Ziffer 

1.4.3. und Anhang 1, abrufbar unter: https://www.sg.ch/kultur/denkmalpflege/

Leitfaden). Die beiden Gutachten äussern sich demgegenüber verständlicher Weise 

nicht zur Schutzwürdigkeit des Gebäudes der Beschwerdegegnerin auf dem 

benachbarten Baugrundstück und dessen Bedeutung im Ortsbild, noch umgekehrt 

dazu, ob das dort projektierte Bauvorhaben die Schutzwürdigkeit des Hauses "I.__" 

beeinträchtigen könnte. Insofern lässt sich aus den Gutachten nichts ableiten, was 

gegen die Bewilligungsfähigkeit des streitbezogenen Bauvorhabens spricht.

Selbst wenn das Haus "I.__" formell als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung unter 

Schutz gestellt würde, vermöchte dies an der Beurteilung, dass aus dem Bauvorhaben 

keine relevante Beeinträchtigung des Hauses "I.__" resultiert, nichts zu ändern. Die 

kantonale Denkmalpflege hat ja bereits in Kenntnis der Festlegung des Hauses "I.__" 

als Einzelement im ISOS und unter der Annahme, dass das Haus kommunal als 

erhaltenswert geschützt ist, keine vom Bauvorhaben ausgehende wesentliche 

Beeinträchtigung des Hauses "I.__" erkennen können. An dieser Beurteilung dürfte 

entsprechend selbst eine allfällige formelle Unterschutzstellung des Hauses und deren 

Bezeichnung als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung nichts ändern. Dies umso 

weniger, als die Einstufung als Kulturdenkmal von kantonaler Bedeutung im 

Wesentlichen auf dem Eigenwert des Hauses "I.__" und des Gartens beruht, nicht aber 

auf deren Stellung im Ortsbild innerhalb der Baugruppe und der in diesem 

Zusammenhang berücksichtigten äusserlichen Erscheinung des Gebäudes und der 

Gartenanlage. Sodann mussten der kantonalen Denkmalpflege aus dem vorliegenden 

Verfahren die geplanten baulichen Veränderungen in der näheren Umgebung des 

Hauses "I.__" bekannt sein. Indes erwähnte sie im E-Mailverkehr mit der 

Beschwerdeführerin betreffend Unterschutzstellung (act. G 3 Beilage act. 5; act. 

G 33.1) weder mögliche Beeinträchtigungen des Hauses "I.__" nach deren 

angestrebten formellen Unterschutzstellung als Einzelbaute von kantonaler Bedeutung 

noch mögliche negative Folgen des geplanten Projekts auf die beabsichtigte 

Unterschutzstellung. Solches wäre indessen zu erwarten gewesen, falls die kantonale 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 28/29

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9.  

Denkmalpflege in dieser Hinsicht tatsächlich erhebliche Bedenken gehabt hätte. Vor 

diesem Hintergrund ist deshalb selbst bei einer künftigen formell-rechtlichen 

Unterschutzstellung des Hauses "I.__" und des dazugehörigen Gartens als Kulturobjekt 

von kantonaler Bedeutung keine rechtlich relevante Beeinträchtigung zu erwarten. Bei 

diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob – wie die Beschwerdegegnerin vorbringt – die 

erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vorgebrachte und veranlasste formell-

rechtliche Unterschutzstellung überdies verspätet erfolgte. Der Einwand der 

Beschwerdeführerin erweist sich als unbegründet.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des Verfahrens von 

der Beschwerdeführerin zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Unter Berücksichtigung der 

bei der Hauptsache verbliebenen Kosten der Sistierungsverfügung vom 11. März 2021 

erscheint eine Entscheidgebühr von insgesamt CHF 4'500 (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12) – unter Anrechnung des geleisteten 

Kostenvorschusses von CHF 4'000 – angemessen.

9.1. 

Zufolge Unterliegens besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

ausseramtliche Entschädigung. Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte haben ebenfalls 

keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung 

mit Art. 98bis VRP; A. Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O, N 20 zu 

Art. 98bis VRP); beide stellten auch keinen Antrag. Hingegen kommt ein solcher 

Entschädigungsanspruch der Beschwerdegegnerin zu. Deren Rechtsvertreter 

beantragt die Zusprache einer ausseramtlichen Entschädigung in der Höhe von 

CHF 7'000 zuzüglich 4% Barauslagen. Er begründet dies mit dem zusätzlichen 

formellen Sistierungsverfahren, mit der Vielzahl Eingaben der Beschwerdeführerin, 

verbunden mit der Einreichung von neuen zusätzlichen Unterlagen. Im Kanton 

St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der Grundlage einer 

Honorarpauschale festgesetzt (vgl. Art. 22 Abs. 1 der Honorarordnung; sGS 963.75, 

HonO). Vor Verwaltungsgericht beträgt das Honorar pauschal CHF 1'500 bis 

CHF 15'000 (Art. 22 Abs. 1 lit. a HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten 

Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach 

Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen 

Verhältnissen der Beteiligten bemessen (vgl. Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 

und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). Abgesehen von der zusätzlich 

9.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 29/29

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 4'500, unter Anrechnung des von ihr geleisteten Kostenvorschusses von 

CHF 4'000.

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegnerin mit CHF 4'680 (inklusive 

Barauslagen) ohne Mehrwertsteuer.

 

 

notwendigen Eingabe wegen des beschwerdeführerischen Sistierungsgesuchs und der 

letzten Eingabe der Beschwerdeführerin bewegen sich die eingereichten Eingaben 

zahlenmässig im üblichen Umfang eines Gerichtsverfahrens. Inhaltlich liegt kein 

besonders schwieriger oder komplexer Fall vor. Mit Blick darauf rechtfertigt sich die 

ersuchte Entschädigung in der Höhe von CHF 7'000 nicht; eine Entschädigung von 

insgesamt CHF 4'500 erscheint dem Gericht angemessen. Der Rechtsvertreter der 

mehrwertsteuerpflichtigen Beschwerdegegnerin (UID-Register CHE.102.712.632) stellte 

– zurecht – keinen Antrag auf einen Mehrwertsteuerzuschlag (vgl. Art 29 HonO). Der 

Beschwerdegegnerin ist somit eine Entschädigung von CHF 4'500 zuzüglich der 

beantragten Barauslagen von CHF 180 (4%; Art 28bis HonO), ohne Mehrwertsteuer, 

zuzusprechen. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist die Beschwerdeführerin 

zahlungspflichtig.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 17.03.2022
	Baurecht, Gewässerschutzrecht, Natur- und Heimatschutzrecht, (un)mittelbare Anwendbarkeit des ISOS im Baubewilligungsverfahren; Art. 99 PBG (sGS 731.1), 115 PGB, 122 PBG, Art. 2 NHG (SR 451), Art. 3, Art. 5 Art. 6, Art. 7, Art. 9 NHG, Art. 19 Abs. 1 und 2 GSchG (SR 814.2), Art. 27 GSchVG (sGS 752.2), Art. 28 GschVG, 28bis GSchVG (sGS 752.2), Art. 9ter GSchVV (sGS 752.21), Art. 19bis Abs. 1 und 2 (GSchVV). Streitig war ein zonenkonformes Bauvorhaben (Abbruch eines bestehenden Einfamilienhauses und Erstellen von zwei Mehrfamilienhäusern) im Übrigen (Gewässerschutz)Bereich und in der Nähe eines nach kommunaler Schutzverordnung denkmalgeschützten Gebäudes (von kantonaler Bedeutung gemäss provisorische Einstufung). Das Verwaltungsgericht schützte den Entscheid der Vorinstanz, wonach die Erteilung einer Bewilligung nach Art. 28bis GSchVG für Bohrungen und erhebliche Grabungen in den sogenannt übrigen Bereichen nach GSchG keine Bundesaufgabe im Sinn des NHG darstelle, weshalb das ISOS nicht unmittelbar anwendbar sei. Sodann befand das Verwaltungsgericht, dass die Vorinstanzen und die Fachbehörden bei der Anwendung der Schutzvorschriften dem ISOS bei der Beurteilung des Bauvorhabens genügend Rechnung getragen hätten. Ferner beurteilte das Verwaltungsgericht eine mögliche Unterschutzstellung des benachbarten Hauses als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung im konkreten Fall für nicht entscheidwesentlich, weil gestützt auf die schon vorliegenden Beurteilungen keine Beeinträchtigung zu erwarten wäre. Abweisung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2021/34). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 24. April 2023 abgewiesen (Verfahren 1C_265/2022).

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		2024-05-27T01:47:18+0200
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