# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 998bba9a-4879-5c2d-8fa7-1ef2cea0ff04
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 02.11.2022 C3 22 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_C3-22-106_2022-11-02.pdf

## Full Text

C3 22 106 

 

 

ENTSCHEID VOM 2. NOVEMBER 2022 

 

Kantonsgericht Wallis 

Zivilkammer 

 

Dr. Lionel Seeberger, Einzelrichter; Marion Leiggener, Gerichtsschreiberin  

 

in Sachen 

 

X _________ AG, Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Y _________, Beschwerdegegner  

 

(provisorische Rechtsöffnung) 

Beschwerde gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Visp vom 28. Juni 2022         

[BK 22 107] 

  

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Verfahren 

 

A.  Die X _________ AG beantragte mit Gesuch vom 31. März 2022 beim Bezirksgericht 

Visp, ihr sei in der Betreibung Nr. x1 des Betreibungsamtes Oberwallis gegen  

Y _________ für die Forderungen von Fr. 1'139.35, Fr. 796.85, Fr. 807.95, Fr. 985.30 

und Fr. 486.50 Rechtsöffnung zu erteilen. Der Gesuchgegner liess sich nicht verneh-

men. 

B.  Das Rechtsöffnungsgericht fällte am 28. Juni 2022 folgenden Entscheid: 

1. In der Betreibung Nr. x1 des Betreibungsamtes Oberwallis wird die provisorische Rechtsöffnung 

verweigert. 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.00 werden der Gläubigerpartei auferlegt und mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss verrechnet. 

C.  Gegen diesen Rechtsöffnungsentscheid reichte die Gesuchstellerin am 5. Juli 2022 

beim Bezirksgericht Visp Beschwerde ein und verlangte sinngemäss die Aufhebung des 

Rechtsöffnungsentscheids. Zuständigkeitshalber übermittelte das Bezirksgericht die Be-

schwerde dem Kantonsgericht. Gleichzeitig hinterlegte es die Akten und verzichtete auf 

eine Stellungnahme. 

D.  Die Beschwerdeführerin deponierte beim Kantonsgericht im Verlauf des Verfahrens 

weitere Dokumente. Der Beschwerdegegner liess sich auch im Beschwerdeverfahren 

nicht vernehmen. 

 

Erwägungen 

1. 

1.1  Mit Beschwerde sind nicht berufungsfähige erstinstanzliche Endentscheide,      Zwi-

schenentscheide und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar (Art. 319 

lit. a ZPO). Nach Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO unterliegen Rechtsöffnungsentscheide nicht 

der Berufung und können somit innert zehn Tagen seit Zustellung mittels schriftlicher 

und begründeter Beschwerde bei der Zivilkammer des Kantonsgerichts angefochten 

werden, wobei ein Einzelrichter in der Sache zuständig ist (Art. 321 Abs. 2 ZPO i.V.m. 

Art. 251 lit. a ZPO; Art. 30 Abs. 2 EGSchKG; Art. 5 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. c EGZPO; 

Art. 20 Abs. 1 ORG).  

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1.2  Der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid wurde am 29. Juni 2022 an die Parteien 

versandt und von der Beschwerdeführerin frühestens am 30. Juni 2022 in Empfang ge-

nommen. Mit Einreichung der Beschwerde am 5. Juli 2022 erfolgte diese fristgerecht 

(Art. 321 Abs. 2, Art. 251 lit. a, Art. 142 Abs. 1 i.V.m. Art. 143 Abs. 1 ZPO). 

1.3  Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO), wo-

bei die Beschwerdeinstanz die Rüge der unrichtigen Rechtsanwendung mit freier Kog-

nition prüft, die Beschwerde hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung hingegen einer be-

schränkten Kognition unterliegt (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböh-

ler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 

2016, N. 4 f. zu Art. 320 ZPO).  

1.4  Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und 

neue Beweismittel von Gesetzes wegen, besondere gesetzliche Bestimmungen vorbe-

halten, ausdrücklich ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Noven müssen in der Beschwerde 

zumindest so weit vorgebracht werden können, als dass erst der angefochtene Ent-

scheid der Vorinstanz dazu Anlass gab (BGE 139 III 466 E. 3.4; Freiburghaus/Afheldt, 

a.a.O., N. 3 ff. zu Art. 326 ZPO; Sutter-Somm, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., 

2017, N. 1406).  

1.5  Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde schriftlich und begründet einzu-

reichen. Zwar nennt Art. 321 ZPO einzig die Begründung, diese dient aber der Erläute-

rung der Rechtsbegehren und setzt diese damit voraus (BGE 137 III 617 E. 4.2.2; Bun-

desgerichtsurteil 5A_94/2013 vom 6. März 2013 E. 2.2). 

2.  Im vorliegenden Verfahren ist zu entscheiden, ob für den in Betreibung gesetzten 

Betrag ein Rechtsöffnungstitel besteht, der den Rechtsvorschlag zu beseitigen vermag. 

Das Rechtsöffnungsverfahren hat rein betreibungsrechtlichen Charakter. Über den ma-

teriellen Bestand der Forderung ist im Rechtsöffnungsverfahren nicht zu entscheiden. 

2.1  Das Rechtsöffnungsgericht verweigerte mit Entscheid vom 28. Juni 2022 mangels 

eines Rechtsöffnungstitel die Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung. Zur Begrün-

dung führte es an, die Gläubigerin stütze sich für die in Betreibung gesetzte Forderung 

auf diverse unterzeichnete Lieferscheine und die entsprechenden Rechnungen. Die Lie-

ferscheine enthielten keine Preise für die bezogenen Waren und die Rechnungen seien 

vom Schuldner nicht eigenhändig unterzeichnet worden.  

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2.2  Die Beschwerdeführerin wendete dagegen ein, der Schuldner habe mit unterschrie-

benen Lieferscheinen den einwandfreien Empfang der gelieferten Ware bestätigt. Die 

Lieferungen seien in Rechnung gestellt worden. Zudem dürften die Lieferscheine keine 

Preise aufweisen, da oft die Vorarbeiter auf den Baustellen das Material und somit auch 

den Lieferschein entgegennähmen. Die Rechnungen würden Ende Monat den Kunden 

zugestellt und könnten somit unmöglich von den Kunden unterschrieben werden. Da der 

Schuldner die Ware bestellt und diese für seine Baustellen restlos gebraucht habe, sei 

es selbstverständlich, dass der Schuldner die einwandfreie Ware auch bezahlen müsse.  

2.3  Nach Art. 82 Abs. 1 und 2 SchKG erteilt der Richter die provisorische Rechtsöffnung, 

wenn die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unter-

schrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht und diese durch Einwendungen des Be-

triebenen nicht entkräftet wird. Eine Schuldanerkennung gemäss Art. 82 Abs. 1 SchKG 

liegt vor, wenn daraus der vorbehalts- und bedingungslose Wille des Schuldners hervor-

geht, dem Betreibenden eine bestimmte oder leicht bestimmbare Geldsumme zu zahlen 

(BGE 132 III 480 E. 3, Bundesgerichtsurteile 5A_142/2017 vom 18. August 2017 E. 3.1, 

5A_746/2015 vom 18. Januar 2016, 5A.273/2009 vom 25. Januar 2010 E. 2.2). Dabei 

kann sich die Schuldanerkennung auch aus einer Gesamtheit von Urkunden ergeben, 

sofern die notwendigen Elemente daraus hervorgehen. Dies bedeutet, dass die unter-

zeichnete Urkunde auf die Schriftstücke, welche die Schuld betragsmässig ausweisen, 

klar und unmittelbar Bezug nehmen bzw. verweisen muss (BGE 136 III 627 E. 2 mit 

Hinweis). Die Unterschrift muss gemäss Art. 14 Abs. 1 OR eigenhändig geschrieben 

werden, aber nicht datiert sein (Staehelin, Basler Kommentar, 3. A., 2021, N. 13 zu Art. 

81 SchKG). Ob ein gültiger Rechtsöffnungstitel vorliegt, prüft das Gericht von Amtes 

wegen. Die Beschwerdeinstanz darf das Vorliegen eines provisorischen Rechtsöff-

nungstitels jedoch nicht losgelöst von entsprechenden Vorbringen des Schuldners, von 

Amtes wegen abermals umfassend prüfen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Die kantonale 

Rechtsmittelinstanz kann das Recht nur innerhalb des Rahmens von Amtes wegen an-

wenden, der durch die mit dem Rechtsmittel erhobenen Beanstandungen vorgegeben 

ist (BGE 147 III 176 E. 4.2.2). 

2.4  Die von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten und im Betreibungsbegehren 

als Forderungsurkunde angegeben Rechnungen sind unbestrittenermassen nicht eigen-

händig unterzeichnet. Die eigenhändige Unterschrift des Schuldners auf der Rechnung 

ist jedoch Voraussetzung, um als provisorischer Rechtsöffnungstitel anerkannt zu wer-

den (vgl. Bundesgerichtsurteil 5A_577/2013 vom 7. Oktober 2013 E. 4.2.2). Nur so kann 

auf den klaren Willen des Schuldners zur Zahlung seiner Schuld geschlossen werden. 

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Dass die Rechnungen Ende Monat per Post an die Kunden zugestellt werden und diese 

somit unmöglich unterschrieben werden können, ist zwar nachvollziehbar, berechtigt 

hingegen nicht, die Forderung im Rahmen eines Rechtsöffnungsprozesses, mithin in ei-

nem reinen Urkundenprozess, durchsetzen zu können. Die Rechnungen «R.48032» 

vom 29. Juni 2020, «R.483131» vom 29. Juli 2020, «R.48558» vom 31. August 2020, 

«R. 48820» vom 30. September 2020, und «R.49055» vom 28. Oktober 2020 stellen 

damit weder eine öffentliche Urkunde noch eine Schuldanerkennung im Sinne von Art. 

82 Abs. 1 SchKG dar.  

2.5  Im Weiteren sind diverse Lieferscheine aktenkundig. Diesen Lieferscheinen kann 

entnommen werden, welche Ware in welcher Menge geliefert worden ist. Die vorliegen-

den Lieferscheine sind teilweise unterzeichnet und teilweise ist ein Vermerk angebracht, 

wonach die Ware an einem vereinbarten Ort geliefert wurde. Die Lieferscheine führen 

hingegen weder den Einheitspreis noch einen Gesamtpreis an. Auch ist keine ausdrück-

liche Schuldanerkennungsklausel vorhanden. Ein Lieferschein ohne Nennung des Prei-

ses und ohne Verweis auf den Rechtsgrund ist keine Schuldanerkennung für die Bezah-

lung. Es wird lediglich den Erhalt der Lieferung anerkannt (Staehelin, a.a.O., N. 23 zu 

Art. 82 ZPO). Folgerichtig hat die Vorinstanz festgestellt, dass die von der Beschwerde-

führerin zu den Akten gereichten Lieferscheine für sich allein betrachtet nicht als provi-

sorischen Rechtsöffnungstitel qualifiziert werden können.  

2.6  Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Lieferscheine würden jeweils auf die 

Preisliste verweisen, ist ihr in diesem Zusammenhang insofern zuzustimmen, dass sich 

eine Schuldanerkennung auch aus einer Gesamtheit von Urkunden ergeben kann. Die 

unterzeichnete Urkunde muss klar und unmittelbar Bezug auf die Schriftstücke nehmen, 

welche die Schuld betragsmässig ausweisen. Die Forderungssumme im verwiesenen 

Dokument muss bestimmt oder leicht bestimmbar sein, und zwar zum Zeitpunkt der Un-

terzeichnung des verwiesenen Dokuments. Eine Bezugnahme kann nur dann konkret 

sein, wenn der Inhalt der verwiesenen Dokumente dem Erklärenden bekannt und von 

der unterzeichneten Willensäusserung gedeckt ist (Bundesgerichtsurteil 5A_51/2017 

vom 18. August 2017 E. 3.1). Die Preisliste, auf welche die Lieferscheine jeweils verwei-

sen, ist im vorliegenden Verfahren nicht aktenkundig. Es kann somit nicht geklärt wer-

den, inwiefern aus dem verwiesenen Dokument die Forderungssumme bestimmt oder 

zumindest bestimmbar ist und inwiefern der Beschwerdegegner von dieser überhaupt 

Kenntnis hatte. Zudem muss bei einer Gesamtheit von Urkunden dasjenige Schriftstück 

unterzeichnet sein, das die Anerkennungserklärung enthält (vgl. BGE 139 II 297 E. 2.3.1, 

114 III 71 E. 2; Staehelin, a.a.O., N. 15 zu Art. 82 SchKG; je mit Hinweisen). Damit wird 

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mit den auf den Lieferscheinen befindlichen Unterschriften überhaupt keine Forderungs-

summe, zumal bei Lieferscheinen primär der Erhalt der Lieferung bestätigt wird, aner-

kannt. Schliesslich sind denn auch nicht alle Lieferscheine unterzeichnet. Eine Erklärung 

des Beschwerdegegners, er anerkenne die von der Beschwerdeführerin in Betreibung 

gesetzten Forderungen, und sein Zahlungswille lässt sich auch aus der Gesamtheit der 

eingereichten Urkunden nicht entnehmen.  

2.7  Nach dem Gesagten ist mit dem Rechtsöffnungsgericht einig zu gehen, dass kein 

provisorischer Rechtsöffnungstitel nach Art. 82 SchKG vorliegt. Die Beschwerde erweist 

sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

2.8  Bloss ergänzend ist die Beschwerdeführerin auf die Natur des Rechtsöffnungsver-

fahrens hinzuweisen. Es handelt sich dabei um ein rein betreibungsrechtliches Verfah-

ren. Mit der Abweisung der provisorischen Rechtsöffnung ist jedoch keinerlei Aussage 

darüber verbunden, ob die in Betreibung gesetzte Forderung effektiv besteht. Die provi-

sorische Rechtsöffnung wird nur aufgrund einer Schuldanerkennung erteilt, da diese mit 

einer gewissen Wahrscheinlichkeit für den Bestand der Forderung spricht (BGE 136 III 

528 E. 3.2). Es steht der Gläubigerin frei, ihre Argumente in einem ordentlichen Zivilpro-

zess allenfalls vorzutragen, in welchem sämtliche Beweismittel abgenommen und ge-

würdigt werden können. Auf das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach es selbst-

verständlich sei, dass einwandfreie Ware, die bestellt und auch gebraucht worden sei, 

zu bezahlen sei, ist damit im vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren nicht einzugehen.  

3. 

3.1  Das Gericht legt die Prozesskosten von Amtes wegen fest (Art. 104 f. ZPO). Diese 

umfassen sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung (Art. 95 ZPO). 

Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO).  

3.2  Die Höhe der Prozesskosten richtet sich nach kantonalem Recht (Art. 96 ZPO), wo-

bei die Bestimmungen der Spezialgesetzgebung vorbehalten bleiben. Art. 61 

GebV SchKG bestimmt, dass das obere Gericht, an das eine betreibungsrechtliche 

Summarsache (Art. 251 ZPO) weitergezogen wird, für seinen Entscheid eine Gebühr 

erheben kann, die höchstens das Anderthalbfache der für die Vorinstanz zulässigen Ge-

bühr beträgt. Art. 48 GebV SchKG sieht für einen Streitwert von Fr. 1'000.00 bis 

Fr. 10'000.00 eine Spruchgebühr von Fr. 50.00 bis Fr. 300.00 vor, womit die Gebühr im 

Rechtsmittelverfahren das Anderthalbfache, d.h. maximal Fr. 450.00 beträgt (Art. 61 

Abs. 1 SchKG). Die Gerichtsgebühr ist aufgrund des Streitwertes, des Umfangs und der 

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Schwierigkeit des Falls, der Art der Prozessführung der Parteien, ihrer finanziellen Situ-

ation sowie nach dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip festzusetzen (Art. 13 

Abs. 1 GTar). 

3.3  Aufgrund der vorerwähnten Kriterien und unter Berücksichtigung, dass das Dossier 

nicht besonders umfangreich und in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht nicht von be-

sonderer Schwierigkeit war, rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten auf Fr. 250.00 fest-

zulegen (Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG). Ausgangsgemäss sind diese der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem von ihr in entsprechender Höhe geleis-

teten Vorschuss zu verrechnen (Art. 111 ZPO). 

3.4  Die Parteientschädigung umfasst den Ersatz notwendiger Auslagen und die Kosten 

einer berufsmässigen Vertretung sowie in begründeten Fällen eine angemessene Um-

triebsentschädigung, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist (Art. 95 Abs. 3 

ZPO). Der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen. Der Beschwerdegegner liess sich nicht vernehmen und ist nicht anwalt-

lich vertreten, weshalb ihm mangels Antrags und Aufwands keine Parteientschädigung 

zuzusprechen ist. 

  

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Das Kantonsgericht erkennt 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens, bestimmt auf Fr. 250.00, werden 

der X _________ AG auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe verrechnet. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

Sitten, 2. November 2022