# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 533b34c7-ce36-5a3f-8a20-979ce00cbeee
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.12.2018 III 2018 165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-165_2018-12-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 165

Entscheid vom 18. Dezember 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Darinka Balzarini, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, B.________ 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am A.________1973) fuhr am 13. Juni 2018 mit einem 
Personenwagen zur Arbeit. In der öffentlich zugänglichen Tiefgarage an der 
C.________ in D.________ (wo sich ihr ständiger Parkplatz befindet) kollidierte 
sie um ca. 8:15 Uhr im zweiten Untergeschoss mit einem Stützpfeiler auf der 
rechten Seite und anschliessend mit einem Stützpfeiler auf der linken Seite (vgl. 
Vi-act. 1).

B. Nachdem der Polizeirapport zu diesem Vorfall eingegangen war, kündigte 
das Verkehrsamt mit Schreiben vom 12. Juli 2018 an, den Führerausweis für ei-
nen Monat zu entziehen. Gleichzeitig wurde A.________ das rechtliche Gehör zu 
dieser geplanten Massnahme gewährt (Vi-act. 2). Nach einer telefonischen Un-
terredung mit dem Ehemann (E.________) vom 16. Juli 2018 teilte das Ver-
kehrsamt gleichentags mit, dass zunächst der Ausgang des Strafverfahrens ab-
gewartet werde (Vi-act. 4).

C. Mit Strafbefehl vom 27. Juli 2018 hat der zuständige Staatsanwalt der 
Staatsanwaltschaft F.________ A.________ des Nichtbeherrschens des Fahr-
zeuges im Sinne von Art. 90 Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) 
i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG schuldig gesprochen und sie zu einer Busse von 
Fr. 300.-- bestraft (zuzüglich Verfahrenskosten von Fr. 800.--, vgl. Vi-act. 6). Die-
ser Strafbefehl ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

D. Nach Kenntnisnahme dieses Strafbefehls hat das Verkehrsamt 
A.________ nochmals das rechtliche Gehör eingeräumt (Vi-act. 7). Davon mach-
te sie in einer Eingabe vom 9. September 2018 Gebrauch (Vi-act. 8).

E. Am 14. September 2018 verfügte das Verkehrsamt was folgt:

1. In Anwendung von Art. 16b Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. a SVG (SR 741.01) und 
Art. 33 Abs. 1 VZV (SR 741.51) wird ihnen der Führerausweis entzogen. Das 
Führen von Motorfahrzeugen aller Kategorien und Unterkategorien sowie der 
Spezialkategorie F ist Ihnen während der Dauer des Entzugs untersagt. Diese 
Massnahme hat auch den Entzug allfälliger Lernfahrausweise und internationa-
ler Führerausweise sowie die Aberkennung ausländischer Führerausweise zur 
Folge.

2. Dauer des Entzuges: 1 Monat (gesetzliche Mindestentzugsdauer).

3. Der Führerausweis und allfällige vorhandene weitere Ausweise sind bis spätes-
tens 30 Tage nach Erhalt dieser Verfügung beim Polizeiposten Höfe oder beim 
Verkehrsamt abzugeben. Die Entzugsdauer wird ab dem Tag der Deponierung 
gerechnet.

4. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 250.00 (…).

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F. Gegen diese am 18. September 2018 eingegangene Verfügung liess 
A.________ fristgerecht am 8. Oktober 2018 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit folgenden Anträgen:

1. Der Beschwerdeentscheid (recte: Die Verfügung) des Verkehrsamts des Kantons 
Schwyz, Abteilung Massnahmen, vom 14. September 2018 sei aufzuheben.

2. Die von der Beschwerdeführerin am 13. Juni 2018 in der Tiefgarage der Liegen-
schaft C.________ in D.________ begangene Widerhandlung, Nichtbeherrschen 
des Fahrzeuges, sei als leichte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvor-
schriften im Sinne von Art. 16a Abs. 1 SVG zu qualifizieren.

3. Es sei in Anwendung von Art. 16a Abs. 4 SVG auf eine Massnahme zu verzich-
ten.
Eventualiter
Die leichte Widerhandlung sei gestützt auf Art. 16a Abs. 3 SVG mit einer Verwar-
nung zu ahnden.

4. Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsregelung (zuzüglich 7.7% 
MWST) zulasten der Staatskasse.

G. Mit Vernehmlassung vom 5. November 2018 beantragte die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, un-
ter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Dazu äusserte sich die Be-
schwerdeführerin in einer Eingabe vom 15. November 2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und 
schweren Widerhandlung (Art. 16a-c SVG). Gemäss Art. 16a SVG begeht eine 
leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe 
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Ver-
schulden trifft (Abs. 1 lit. a). Die fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vor-
angegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere 
Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 3). In besonders leichten Fällen 
wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Abs. 4). Gemäss Art. 16b SVG begeht 
eine mittelschwere Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln ei-
ne Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). 
Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindes-
tens einen Monat entzogen (Abs. 2 lit. a). Leichte und mittelschwere Widerhand-
lungen werden von Art. 90 Ziff. 1 SVG als einfache Verkehrsregelverletzungen 
erfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2018 Erw. 2.1 mit 
Verweis auf BGE 135 II 138 Erw 2.4). Gemäss Art. 16c SVG begeht eine schwe-
re Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstli-
che Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). 
Nach einer schweren Widerhandlung, welche einer groben Verkehrsregelver-

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letzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG entspricht (Urteil des Bundesgerichts 
1C_250/2017 vom 7.9.2018 Erw. 2.1), wird der Führerausweis für mindestens 
drei Monate entzogen (Abs. 2 lit. a). Eine Unterschreitung der gesetzlichen Min-
destentzugsdauer ist ausgeschlossen (Art. 16 Abs. 3 SVG).

Die mittelschwere Widerhandlung stellt nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG einen Auf-
fangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer 
leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizie-
renden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG 
gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 Erw. 2.2 
mit Hinweisen). Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ ei-
ne qualifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. 
Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Ge-
fährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhand-
lung vor (vgl. BGE 136 II 447 Erw. 3.2; siehe auch Botschaft vom 31.3.1999 zur 
Änderung des SVG, BBl 1999 S. 4489; Urteil des Bundesgerichts 1C_634/2017 
vom 10.4.2018 Erw. 5.1). Gleiches gilt bei einer geringen Gefahr und einem 
mittelschweren Verschulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und leichtem 
Verschulden, oder bei einer mittelgrossen Gefahr und einem mittelschweren Ver-
schulden (vgl. Rütsche/Weber, in: Basler Kommentar SVG, 2014, N 13 zu 
Art. 16b SVG). Eine Gefahr für die Sicherheit anderer im Sinne von Art. 16a-c 
SVG ist bei einer konkreten oder auch bei einer erhöhten abstrakten Gefährdung 
zu bejahen. Eine erhöhte abstrakte Gefahr besteht, wenn die Möglichkeit einer 
konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegt. Ob eine solche Gefährdung 
vorliegt, ist anhand der jeweiligen Verhältnisse im Einzelfall zu beurteilen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1C_650/2017 vom 28.3.2018 Erw. 2.1). 

Eine Gefahr ist gering i.S.v. Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG, wenn sie leicht über 
derjenigen Gefahr liegt, die durch die im Ordnungsbussenverfahren geahndeten 
Widerhandlungen hervorgerufen wird (Rütsche/Weber, a.a.O., N 6 zu Art. 16a 
SVG). Das Bundesgericht hat eine geringe Gefahr beispielsweise dann ange-
nommen, wenn die Verkehrsregelverletzung letztlich als Folge eines Zusammen-
spiels unglücklicher Umstände erscheint, wenn bei angepasster Geschwindigkeit 
die mit Schneematsch bedeckte Strasse falsch eingeschätzt wird und die Herr-
schaft über das Fahrzeug verloren geht (BGE 126 II 192 Erw. 2b). Demgegenü-
ber hat es die geringe Gefahr verneint, wenn das Fahrzeug innerorts bei einer 
Geschwindigkeit von 50 km/h ins Schleudern gerät oder wenn der Lenker aus-
serorts auf einer kurvenreichen, abfallenden Strasse bei einer Geschwindigkeit 
von 80 km/h ins Schleudern gerät (Urteil des Bundesgerichts 6A.24/2004 vom 
18.6.2004 Erw. 3; vgl. auch Philippe Weissenberger, in: Kommentar zum Stras-
senverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2015, 2. Aufl., N 10 zu Art. 16a 

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SVG). Weiter erkannte das Bundesgericht auf eine mittelschwere Widerhand-
lung, wenn bei einem Selbstunfall lediglich Sachschaden entstand (Urteil des 
Bundesgerichtes 1C_83/2010 vom 12.7.2010; Rütsche/Weber, a.a.O., N 14 zu 
Art. 16b SVG mit weiteren Hinweisen).

1.2 Ein Strafurteil vermag die Verwaltungsbehörde grundsätzlich nicht zu bin-
den. Allerdings gebietet der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wider-
sprüchliche Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden, weshalb die 
Verwaltungsbehörde beim Entscheid über die Massnahme von den tatsächlichen 
Feststellungen des Strafrichters nur abweichen darf, wenn sie Tatsachen fest-
stellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, 
wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn der Strafrichter bei der Rechts-
anwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich 
die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat. In der rechtlichen 
Würdigung des Sachverhalts − namentlich auch des Verschuldens − ist die Ver-
waltungsbehörde demgegenüber frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt 
stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, 
etwa weil er den Beschuldigten persönlich einvernommen hat (vgl. zit. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_250/2017 vom 7.9.2017 Erw. 2.3 mit Hinweisen).

1.3 Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG muss der Führer das Fahrzeug ständig so be-
herrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Diese Grund-
regel gehört zu den wichtigsten Verkehrsregeln und bildet die Grundlage für wei-
tere Verkehrsvorschriften. Beherrschen bedeutet dabei, dass der Fahrer ständig 
"Herr der Maschine" bleiben soll. Dies beinhaltet einerseits das Verhalten des 
Fahrzeugführers und andererseits seinen Zustand (Roth, in: Basler Kommentar 
SVG, N 1ff. zu Art. 31 SVG). Die Forderung das Fahrzeug ständig zu beherr-
schen bedeutet, dass der Fahrer das Fahrzeug sicher und unfallfrei durch den 
Verkehr führen muss. Das Nichtbeherrschen des Fahrzeugs kann dabei nur dann 
bestraft werden, wenn es schuldhaft geschehen ist. Entsprechend muss die 
Nichtbeherrschung auf einem Fahrfehler oder einer Fehlreaktion des Lenkers be-
ruhen (Roth, a.a.O., N 54 zu Art. 31 SVG). Ungeschickte Reaktionen in überra-
schenden Situationen oder eine um ein wenig verspätete Reaktion bleiben dabei 
grundsätzlich straflos (Roth, a.a.O., N 57 f. zu Art. 31 SVG).

2.1 Zum Sachverhalt ist aus dem Polizeirapport der Kantonspolizei Schwyz zu 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 17. Juni 2018 mit ihrem Perso-
nenwagen um circa. 8:15 Uhr in einer Tiefgarage im zweiten Untergeschoss eine 
doppelte Selbstkollision verursachte. Zum Tathergang wurde im Bericht festge-
halten (Vi-act. 1 S. 4):

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(…) (Beteiligte) fuhr zum eingangs erwähnten Zeitpunkt in das zweite Unterge-
schoss der Tiefgarage, an der erwähnten Örtlichkeit. In Folge nicht beherrschen 
des Fahrzeugs touchierte sie zuerst, eingangs Parkebene, rechtsseitig mit der 
Front eine Säule. Anschliessend, mutmasslich durch falsches Betätigen des Gas-
pedals, kollidierte sie frontal mit einer weiteren Säule. (…)

2.2 Im Strafbefehl vom 27. Juli 2018 wird von folgendem Sachverhalt ausge-
gangen (Vi-act. 6):

(…) wird schuldig gesprochen: des Nichtbeherrschens des Fahrzeuges im Sinne 
von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG, begannen am Mittwoch, 13. Ju-
ni 2018, ca. 08:15 Uhr, in D.________, im zweiten Untergeschoss der öffentlich 
zugänglichen Tiefgarage an der C.________, indem (…) als Lenkerin des Perso-
nenwagens der Marke G.________ mit den Kontrollschildern (…) beim Einfahren 
in die Tiefgarage die eingangs der Parkebene stehende rechtsseitige Stützsäule 
touchierte und anschliessend mit einer linksseitig stehenden Stützsäule frontal kol-
lidierte, was sie nicht bedachte, aber hätte vermeiden können, wenn sie das Fahr-
zeug während der ganzen Fahrdauer ständig so beherrscht hätte, dass sie ihren 
Vorsichtspflichten hätte nachkommen können.

2.3 In ihrer Verfügung vom 14. September 2018 hielt die Vorinstanz folgendes 
fest:

Am 13.06.2018 lenkten Sie auf der Liegenschaft C.________ in D.________ einen 
Personenwagen. In der Tiefgarage touchierten Sie einen Betonpfosten. Gemäss 
Ihren eigenen Aussagen verwirrte Sie das und Sie verwechselten deshalb noch 
das Brems- mit dem Gaspedal. Folglich kollidierten Sie frontal mit einem weiteren 
Pfosten.

Sodann setzt sich die Vorinstanz mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin wie 
folgt auseinander:

Das Mail vom 28.08.2018 Ihres Ehemanns und Ihr Schreiben vom 09.09.2018 ha-
ben wir zur Kenntnis genommen. Mit beiden beantragen Sie von der Massnahme 
abzusehen, da es sich um einen besonders leichten Fall handeln würde. Gestützt 
auf den rechtskräftigen Strafbefehl vom 27.07.2018 der Staatsanwaltschaft 
F.________ wurden Sie des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs in Anwendung von 
Art. 90 Abs. 1 SVG rechtskräftig verurteilt. An dieses Urteil sind wir gemäss gel-
tender Bundesrechtsprechung gebunden. Dies alleine verunmöglicht von einer 
Massnahme abzusehen resp. darauf zu verzichten. Somit kann dem Antrag nicht 
gefolgt werden. Kommt hinzu, dass auf der Verschuldensseite klar eine Fahrläs-
sigkeit Ihrerseits bejaht werden muss. Sie hätten diesen Vorfall leicht vermeiden 
können, wenn Sie ihren Vorsichtspflichten nachgekommen wären. Zudem war eine 
erhöht abstrakte Gefährdung für andere Personen klar gegeben. Es ist nur dem 
Glück zuzuschreiben, dass niemand anderer verletzt wurde. Ebenfalls lassen sich 
aus der Bussenhöhe von Fr. 300.00 keine Rückschlüsse auf den Schweregrad der 
Widerhandlung ziehen. Im Ergebnis liegt klar ein mittelschwerer Fall vor, weshalb 
der Führerausweis für das gesetzliche Minimum von einem Monat entzogen wer-
den muss.

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3.1 Vor Gericht bringt die Beschwerdeführerin u.a. vor, die Vorinstanz sei bei 
der Sachverhaltsfeststellung durch den Strafrichter gebunden, woran sie sich 
nicht gehalten habe. So würde die Vorinstanz den Sachverhalt in willkürlicher Art 
und Weise ergänzen, in dem sie vorbringe, dass die Beschwerdeführerin das 
Gas und Bremspedal verwechselt habe (Beschwerde S. 4). Davon stehe im 
Strafbefehl nichts. Der Inhalt des Strafbefehls bzw. das Ergebnis des Strafver-
fahrens sei hinsichtlich des Sachverhalts letztendlich gar nicht berücksichtigt 
worden. Die Vorinstanz scheine sich offensichtlich auf das polizeiliche Einver-
nahmeprotokoll abzustützen und blende dabei aus, dass dieses Protokoll der 
Staatsanwaltschaft bei der strafrechtlichen Entscheidfindung ebenfalls zur Verfü-
gung stand. Zudem habe die Vorinstanz - in Verletzung des rechtlichen Gehörs - 
zum Nachteil der Beschwerdeführerin deren schriftliche Stellungnahme an die 
Staatsanwaltschaft vom 28. Juli 2018 nicht berücksichtigt. Darin habe sie klarge-
stellt, dass sie sich nicht genau daran erinnern könne, was im Bruchteil der 
Sekunde nach dem Touchieren der ersten Säule passierte. Insgesamt könne ihr 
Verhalten nicht als mittelschwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 
lit. a SVG qualifiziert werden. So sei aus den konkreten Umständen sowie den 
verbindlichen Feststellungen der Staatsanwaltschaft davon auszugehen, dass 
durch ihr Verhalten höchstens eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer im 
Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG hervorgerufen worden sei und sie nur ein 
leichtes Verschulden treffen würde. So könne weder von einer erhöhten abstrak-
ten Gefahr ausgegangen werden, noch sei es möglich von einer konkreten Ge-
fährdung anderer auszugehen. Zudem würde die Staatsanwaltschaft von einem 
äusserst geringen Verschulden der Beschwerdeführerin ausgehen. Sodann habe 
die Beschwerdeführerin eine äusserst geringe Geschwindigkeit gehabt, was zu-
sätzlich zu berücksichtigen sei. Schliesslich sei dieser Stützpfeiler schlecht plat-
ziert, was aus verschiedenen Farbspuren von anderen Fahrzeugen, welche den 
Pfeiler touchierten, ersichtlich sei. 

3.2.1  Der Argumentation in der Beschwerde, wonach sinngemäss ein leichter 
Fall (Hauptstandpunkt) bzw. ein sehr leichter Fall (Eventualstandpunkt) vorliege, 
könnte allenfalls dann beigepflichtet werden, wenn es sich so verhalten würde, 
dass die Beschwerdeführerin in einer (i.d.R. engen) Tiefgarage bei langsamer 
Fahrweise eine Säule gestreift bzw. touchiert hätte und es damit sein Bewenden 
gehabt hätte. Ein solcher Fall liegt indes hier aus den folgenden Gründen nicht 
vor.

3.2.2  Vorab ist zu beachten, dass gemäss der Übersichtsaufnahme (S. 5 des 
Polizeiberichts) der Kollisionsbereich mit den betreffenden beiden Säulen nicht 
durch ausgesprochen enge Raumverhältnisse geprägt ist. Es ist nicht ersichtlich, 

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dass im betreffenden Bereich der Tiefgarage Fahrmanöver infolge einer Veren-
gung oder engen Kurvenverhältnisse besonders schwierig wären.

3.2.3  Sodann fällt massgeblich ins Gewicht, dass nach dem Touchieren einer 
freistehenden Tiefgaragen-Säule naturgemäss ein Bremsmanöver zu erwarten 
gewesen wäre. Wer mit einer Tiefgaragen-Säule kollidiert, erschrickt offenkundig 
und bremst sofort ab, um weiteren Schaden zu vermeiden. Bei einem solchen 
Verhalten (mit sofortiger Bremsreaktion) könnte wohl von einer leichten Unauf-
merksamkeit gesprochen werden. 

3.2.4  Gemäss der Aktenlage hat die Beschwerdeführerin im konkreten Fall nach 
der Streifkollision mit der (aus der Sicht der Fahrzeuglenkerin rechts von der 
Fahrbahn gelegenen) Tiefgaragen-Säule auch nicht ansatzweise gebremst, son-
dern ihr Fahrmanöver nach links fortgesetzt, bis sie frontal in die zweite (aus der 
Sicht der Fahrzeuglenkerin links von der Fahrbahn gelegenen) Tiefgaragen-
Säule prallte. Eine solche Fahrweise (mit einer zweiten Kollision infolge eines un-
terbliebenen Bremsmanövers) kann weder als (unzureichendes bzw. missglück-
tes) Ausweichmanöver, noch als leichte Widerhandlung im Sinne von Art. 16a 
Abs. 1 SVG qualifiziert werden. 

3.2.5  Dass die Vorinstanz im vorliegenden Fall das Fahrmanöver der Beschwer-
deführerin in der betreffenden Tiefgarage als mittelschwere Widerhandlung ein-
gestuft hat, gibt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keinen Anlass 
zur Beanstandung. Wenn ein Fahrzeuglenker in einer öffentlich zugänglichen 
Tiefgarage, wo jeweils auch mit Fussgängern zu rechnen ist, nach einer Streif-
kollision mit einer am Fahrbahnrand sich befindlichen Säule nicht umgehend ab-
bremst und stattdessen frontal in eine zweite Säule prallt, welche sich am ande-
ren Rand der Fahrbahn befindet, kann das Verschulden des Lenkers grundsätz-
lich nicht mehr als leicht angesehen werden. Jedenfalls hat die Vorinstanz dies-
bezüglich ihren Beurteilungsspielraum, welcher ihr in solchen Fragen zuzugeste-
hen ist, nicht überschritten.

3.2.6  Bei dieser Sachlage kann an sich offen bleiben, ob hinsichtlich der Ge-
fährdungssituation noch von einer geringen Gefahr im Sinne von Art. 16a Abs. 1 
SVG ausgegangen werden könnte. Immerhin spricht das Schadensbild auf dem 
Bild Nr. 6 des Polizeiberichts eher gegen die Annahme einer bloss geringen Ge-
fahr, wobei diese Thematik hier letztlich offen bleiben kann, weil bereits die Beur-
teilung des Verschuldens zur Annahme einer mittelschweren Widerhandlung 
führt (vgl. oben). Anzufügen ist, dass die Verwaltung sowie im Beschwerdefall 
das angerufene Gericht bei der Beurteilung des Verschuldens im Kontext mit der 

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Ausfällung von Administrativmassnahmen grundsätzlich nicht an den Strafbe-
scheid gebunden ist.

4. Am dargelegten Ergebnis, wonach die Vorinstanz das Fahrmanöver der 
Beschwerdeführerin vom 13. Juni 2018 als mittelschwere Widerhandlung qualifi-
zieren durfte, vermögen die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts 
zu ändern. Unbehelflich ist sowohl der Hinweis auf die limitierte Tiefgaragen-
Beleuchtung, als auch der Einwand, dass die Airbags bei der Kollision nicht aus-
gelöst worden seien. Sodann liegt auch keine relevante Verletzung des rechtli-
chen Gehörs vor, nachdem die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zweimal Ge-
legenheit gab, sich zur Sache zu äussern (vgl. Vi-act. 2, 7). Dass die Vorinstanz 
zunächst mit einem „Verwechseln von Brems- und Gaspedal“ argumentierte, 
lässt sich damit erklären, dass im Polizeibericht diese Erklärungsvariante festge-
halten wurde. Wie oben ausgeführt wurde, fällt indes massgeblich ins Gewicht, 
dass die Versicherte nach der ersten (Streif)Kollision nicht umgehend abge-
bremst, sondern ihr Fahrmanöver fortgesetzt hat. Soweit sich die Beschwerde-
führerin auf das Schreiben vom 28. Juli 2018 an die Staatsanwaltschaft beruft (= 
Bf-act. 6), verhält es sich so, dass die Vorinstanz davon keine Kenntnis haben 
konnte, weil die Beschwerdeführerin - nachdem ihr von der Vorinstanz mit 
Schreiben vom 29. August 2018 nochmals das rechtliche Gehör eingeräumt wor-
den war (vgl. Vi-act. 7) - in ihrer Eingabe vom 9. September 2018 den Inhalt des 
erwähnten Schreibens an die Staatsanwaltschaft nicht offen gelegt hat. Aber 
selbst wenn die Beschwerdeführerin ihre Eingabe vom 9. September 2018 mit 
dem Schreiben an die Staatsanwaltschaft ergänzt hätte, würde dies am darge-
legten Ergebnis nichts ändern. Namentlich der dort enthaltene Einwand „wonach 
die rechtsseitige Vorderradaufhängung durch das Touchieren der Säule derart 
stark beschädigt wurde, dass dies zu einer stark beeinträchtigten Manövrier-
fähigkeit des Fahrzeuges führte“, spricht erst recht für die oben dargelegte Ar-
gumentation, wonach ein sofortiges Bremsmanöver unumgänglich war. Dass die 
Beschwerdeführerin damals nach dem Touchieren der ersten Tiefgaragen-Säule 
sofort gebremst (bzw. das Bremspedal betätigt habe), wird zwar im erwähnten 
Schreiben vom 28. Juli 2018 geltend gemacht, erweist sich aber in Anbetracht 
der zweiten Kollision als Schutzbehauptung, zumal die Beschwerdeführerin von 
einer damals geringen Fahrgeschwindigkeit spricht (vgl. Beschwerde, S. 9, Mit-
te). 

5. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen 
wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten der Be-
schwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss von Fr. 900.-- bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz 
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 18. Dezember 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. Januar 2019