# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50de80cf-2208-59c8-b1b7-67e4bf9874c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2010 D-6138/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6138-2007_2010-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6138/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Kurt Gysi, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Togo,
vertreten durch lic. iur. et phil. Florian Wick, 
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
11. Juli 2007 / D-2595/2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Partei

Gegenstand

D-6138/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Gesuchsteller am 24. Februar 2005 in der Schweiz um Asyl  
nachsuchte,  das BFM mit  Verfügung vom 9. März 2007 das Asylge-
such  ablehnte  sowie  die  Wegweisung  und  deren  Vollzug  anordnete 
und das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwer-
de vom 11. April 2007 mit Urteil vom 11. Juli 2007 abwies,

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung zusam-
menfassend festhielt, die Schilderungen des Gesuchstellers vermöch-
ten die Anforderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) an die Flüchtlingseigenschaft sowie diejenigen von 
Art. 7 AsylG an die Glaubhaftigkeit nicht zu erfüllen,

dass das Bundesverwaltungsgericht insbesondere ausführte, der gel-
tend  gemachte  Beitritt  zur  B._______  in  der  Schweiz  setze  den 
Gesuchsteller  keinem  konkreten  Risiko  einer  ernsthaften 
Benachteiligung in seinem Heimatland aus, da es sich um eine in Togo 
legale Oppositionspartei handle,

dass sich der Gesuchsteller zudem allfälligen Behelligungen seiner Fa-
milie wegen seiner Konversion durch Verlegung seines Wohnsitzes in 
einen anderen Teil Togos entziehen könne,

dass  das  BFM mit  Schreiben  vom 17. Juli  2007  dem Gesuchsteller 
eine Ausreisefrist auf den 11. September 2007 ansetzte,

dass  der  Gesuchsteller  mit  Eingabe  vom  7.  September  2007  beim 
BFM ein  Wiedererwägungsgesuch  einreichte,  welches  das  BFM mit 
Schreiben vom 12. September 2007 im Rahmen von Art. 8 des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021)  an das Bundesverwaltungsgericht  zur  weiteren 
Behandlung  überwies,  da im Wiedererwägungsgesuch keine Gründe 
angeführt  würden, die erstinstanzlich im Rahmen eines Wiedererwä-
gungsverfahrens oder erneuten Asylverfahrens zu beurteilen wären,

dass der Gesuchsteller in seiner als Wiedererwägungsgesuch betitel-
ten Eingabe vom 7. September 2007 beantragte, er sei als Flüchtling 
anzuerkennen und es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren, even-
tuell  sei  er  vorläufig  aufzunehmen,  in  prozessualer  Hinsicht  im Rah-
men einer vorsorglichen Massnahme um Gewährung der aufschieben-

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den Wirkung sowie der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchte und diverse Beweismittel einreichte,

dass der Gesuchsteller mit an das Bundesverwaltungsgericht gerichte-
ter Eingabe vom 19. September 2007 unter Bezug auf Art. 32 Abs. 2 
VwVG  ausschlaggebende  Parteivorbringen  mit  Beweismitteln 
(Auflistung Beweismittel) nachreichte,

dass der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung vom 25. Septem-
ber  2007  den  Vollzug  der  Wegweisung  provisorisch  aussetzte,  dem 
Gesuchsteller Gelegenheit einräumte, bis am 5. Oktober 2007 allfällige 
weitere  Revisionsgründe  zu  nennen  und  Ergänzungen  anzubringen, 
wobei im Unterlassungsfall aufgrund der bestehenden Aktenlage ent-
schieden  und  über  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nach Ablauf der angesetzten Frist befunden werde,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 5. Oktober 2007 seine Stel -
lungnahme  inklusive  weiterer  Beweismittel  (Auflistung  Beweismittel) 
einreichte,

dass der Gesuchsteller mit Eingaben vom 5. Dezember 2007 und vom 
15.  Juli  2008  weitere  Parteivorbringen  und  Beweismittel  (Auflistung 
Beweismittel) ins Recht legte,

dass das BFM mit Verfügung vom 25. Mai 2009 das am 19. Mai 2009 
eingereichte  Gesuch  um  Ausstellung  eines  Identitätsausweises  mit 
Rückreisevisum für schriftenlose Personen zum Zwecke der Heirat der 
Verlobten des Gesuchstellers, einer (...) Staatsangehörigen, ablehnte,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 9. September 2009 ein per-
sönliches Schreiben, datierend vom 3. September 2009, zu den Akten 
reichte und um baldigen Entscheid in seiner Sache ersuchte,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 24. September 2009 Kopien 
einer  Heiratsurkunde  vom Y._______,  gemäss  welcher  er  am fragli-
chen Tag seine (...) Verlobte an deren Wohnort in C._______ ehelichte, 
und  seiner  Geburtsurkunde  –  datierend  vom  28. März  2009  –  ins 
Recht legte,

dass der Gesuchsteller zur Begründung seiner als Revisionsgesuch zu 
behandelnden Eingabe sinngemäss unter Berufung auf Art. 123 Abs. 2 
Bst.  a  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (BGG,  SR 

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173.110)  Ausführungen zur allgemeinen politischen Situation in Togo, 
der  Situation  von  Anhängern,  Sympathisanten  und  Mitgliedern  der 
B._______, welche trotz Legalität der Partei immer wieder Opfer von 
Menschenrechtsverletzungen und staatlicher Verfolgung würden, vor-
brachte  und  diesbezüglich  verschiedene  Beweismittel  einreichte 
(Gesuchsbeilagen 3 bis 7),

dass der Gesuchsteller hinsichtlich seiner individuellen Situation auf -
grund seiner Aufnahme bei der B._______ Schweiz weitere Konkreti-
sierungen seiner Fluchtgründe geltend machen könne und er wegen 
seiner  oppositionellen  Handlungen  –  im  Gegensatz  zu  den 
Ausführungen im angefochtenen Beschwerdeurteil – eine Gefährdung 
an Leib und Leben zu befürchten habe und daher die Auffassung des 
urteilenden Gerichts,  Mitglieder  der B._______ im Ausland hätten in 
Togo nichts zu befürchten, nicht geteilt werden könne,

dass  der  Gesuchsteller  ferner  –  entgegen  der  im  Beschwerdeurteil 
vertretenen Ansicht – wegen seiner Konversion zum D._______ in sei-
ner Heimat gefährdet sei, was durch verschiedene Bestätigungen (vgl.  
Gesuchsbeilagen 8 bis 16) untermauert werde,

dass in  diesem Zusammenhang sein älterer  Sohn seit  einem Monat 
verschwunden sei, die Familie seine Ehefrau mit einem neuen Mann 
verheiratet  habe  und  seit  der  Wiederverheiratung  die  gemeinsamen 
Kinder äusserst vernachlässigt worden seien, was den Hass der Ehe-
frau und seiner Familie auf ihn zum Ausdruck bringe,

dass zudem die Scharia beim Abfall vom Islam die Todesstrafe ver lan-
ge und die Tötung des Apostaten eine religiöse Pflicht für alle Muslime 
darstelle,  weshalb eine innerstaatliche Fluchtalternative für  ihn kaum 
gegeben sein dürfte,

dass die Lage in Togo – entgegen der im Beschwerdeurteil vertretenen 
Ansicht – nicht derart  sei, dass von einer Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs  ausgegangen werden  könne,  und  ein  aktives  Mitglied 
der B._______, das nach Togo zurückkehre, gemäss dem Präsidenten 
der B._______ Schweiz als suizidal eingestuft werden müsse,

dass der Gesuchsteller mit  diversen Schreiben seiner Schwester, so 
vom 20. August 2007, 18. September 2007 und vom 20. Februar 2008 
datierend, darüber informiert worden sei, dass einer seiner Söhne seit  
dem Z._______  verschwunden und seither  nicht  wieder  aufgetaucht 

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sei, ihr Ehemann sie wegen der Konversion des Gesuchstellers kran-
kenhausreif geprügelt habe und dieser wegen der Konversion von der 
Familie ausgeschlossen worden sei, die Mutter bösartig über ihn rede 
und den verschwundenen Sohn schlecht behandelt habe, weshalb die 
Schwester  den  Gesuchsteller  auffordere,  zum  islamischen  Glauben 
zurückzukehren,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105  AsylG auf dem 
Gebiet des Asyls endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) über Be-
schwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet,

dass das Bundesverwaltungsgericht  ausserdem für  die Revision von 
Entscheiden zuständig ist, die es in seiner Funktion als Beschwerde-
instanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242, mit Hinweisen),

dass  gemäss  Art.  45  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) für die Revision von Urteilen des Bundesver-
waltungsgerichts die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten,

dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi -
onsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet,

dass vorliegend – mit Blick auf die Eintretensfrage – der Gesuchsteller  
durch das angefochtene Urteil  besonders berührt  ist und ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsweise Änderung 
hat,  womit  die  Legitimation  gegeben  ist  (vgl. analog  Art. 48  Abs.  1 
VwVG;  URSINA BEERLI-BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel 
des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

dass sich der Gesuchsteller sinngemäss auf das Vorliegen des Revisi-
onsgrundes von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG beruft, indem er zumindest 
mit einem Teil der eingereichten Beweismittel über Tatsachen Beweis 
führen  will,  die  zu  seinem Nachteil  unbewiesen  geblieben  sind (vgl. 
HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH,  Bundesgerichts-
gesetz (BGG): Bundesgesetz über das Bundesgericht, Handkommen-
tar, Bern 2007, zu Art. 123 Rz. 11), 

dass dieser Revisionsgrund innert der in Art. 124 BGG genannten Fris-
ten geltend gemacht wird,

dass  die  Revisionseingabe  zudem  die  Begehren  für  den  Fall  eines 
neuen Beschwerdeentscheides enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG),

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dass somit  auf  das  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Revisionsge-
such einzutreten ist,

dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die Unab-
änderlichkeit  und Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen Beschwerde-
entscheides  angefochten  wird,  damit  in  der  Sache  neu  entschieden 
werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus 
den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen in Revision zieht (Art. 45 
VGG),

dass die Revision in Zivilsachen und öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich 
erhebliche Tatsachen erfährt  oder entscheidende Beweismittel auffin-
det, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Aus-
schluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid 
entstanden sind (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG),

dass die Revision nicht aus einem Grund verlangt werden kann, der 
schon  im  ordentlichen  Beschwerdeverfahren  hätte  geltend  gemacht 
werden können (vgl. Art. 46 VGG),

dass zur  Stützung des Revisionsgrundes  nachträglich  erfahrener  er-
heblicher  Tatsachen  respektive  des  Auffindens  entscheidender  Be-
weismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) diverse vor dem angefochtenen 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts datierende Unterlagen mit  Aus-
führungen zur allgemeinen politischen Situation in Togo sowie der Si -
tuation  von  Anhängern,  Sympathisanten  und  Mitgliedern  der 
B._______ eingereicht wurden (vgl. Beilagen 3, 5 bis 7 und 11 bis 13 
der Revisionseingabe vom 7. September 2007; Beilage 5 der Eingabe 
vom 5. Oktober 2007),

dass die erwähnten Beweismittel im Zeitraum Juli 2005 bis Mitte Juni 
2007  entstanden  sind,  der  Gesuchsteller  in  revisionsrechtlicher  Hin-
sicht jedoch nicht darlegt, weshalb es ihm nicht zumutbar und möglich 
gewesen ist, die angeführten Tatsachen respektive Beweismit tel nicht 
bereits im ordentlichen Verfahren bekanntzugeben oder einzureichen, 
zumal er im Verlaufe des ordentlichen Asylbeschwerdeverfahrens wie-
derholt Beweismitteleingaben machte,

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dass es ihm somit offensichtlich problemlos möglich und zumutbar ge-
wesen wäre, auch die erwähnten Unterlagen vor Erlass des angefoch-
tenen Beschwerdeurteils ins Recht zu legen,

dass  nämlich  das  Revisionsverfahren  nicht  dazu  dient,  im  früheren 
Verfahren  begangene  vermeidbare  Unterlassungen  des  Gesuchstel-
lers nachzuholen, wobei Gesetzesunkenntnis oder Rechtsirrtum jeden-
falls  keine  Unzumutbarkeit  schaffen  (vgl.  BEERLI-BONORAND,  a.a.O., 
S. 109),

dass bei dieser Sachlage sodann zu prüfen ist, ob mit Bezug auf die 
eingereichten  Beweismittel  allenfalls  ein  völkerrechtliches  Wegwei-
sungsvollzugshindernis vorliegt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts E-808/2009 vom 10. September 2009 mit weiteren Hinweisen),

dass es aus Gründen der Rechtssicherheit praxisgemäss nicht genügt, 
dass eine drohende Verletzung von Art. 25 Abs. 3  der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, 
SR 101), Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), respekti-
ve Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 
der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  lediglich  behauptet  wird,  sondern 
der Gesuchsteller muss die beachtliche Wahrscheinlichkeit einer aktu-
ellen, ernsthaften Gefahr vielmehr schlüssig nachweisen, wobei aller-
dings der herabgesetzte Beweismassstab der Glaubhaftmachung ge-
nügt,

dass sich im Sinne einer vorweggenommenen materiellen Beurteilung 
der neuen, aber verspätet  eingereichten Tatsachen und Beweismittel 
ergeben  muss,  dass  die  genannten  völkerrechtlichen  Wegweisungs-
schranken tatsächlich bestehen (vgl. EMARK 1995 Nr. 9 E. 7),

dass vorliegend klarerweise nicht vom Vorliegen solcher Vollzugshin-
dernisse ausgegangen werden kann, zumal aufgrund der eingereich-
ten und vor dem angefochtenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
datierenden Unterlagen mit  Ausführungen zur allgemeinen politischen 
Situation in Togo sowie der Situation von Anhängern, Sympathisanten 
und  Mitgliedern  der  B._______  keine  Anhaltspunkte  für  solche 
Hindernisse zu erkennen sind,

dass nämlich die allgemeine politische Situation in Togo einer dauern-
den Lagebeurteilung der schweizerischen Asylbehörden unterliegt,

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dass  die  Situation  des  Gesuchstellers  als  Anhänger  respektive  Mit -
glied der Schweizer Sektion der B._______ unter Berücksichtigung der 
Lage in seinem Heimatland bereits im Beschwerdeurteil erwogen und 
geprüft  wurde,  weshalb  im  Revisionsverfahren  eine  erneute  solche 
Prüfung  nicht  statthaft  ist,  da  die  Revision  nie  dazu  dient,  die 
Würdigung damaliger Vorbringen erneut zu überprüfen (vgl. Bundesge-
richtsgesetz,  Marcel  Alexander  Niggli/Peter  Uebersax/Hans 
Wiprächtiger [Hrsg.], Basel 2008, Art. 123 Rz. 7),

dass, soweit der Gesuchsteller in seinen Eingaben vorbringt, die Ein-
schätzung der urteilenden Instanz hinsichtlich seiner Gefährdung als 
Mitglied  der  B._______,  der  politischen  Situation  in  Togo  und  der 
Gefährdung  aufgrund  seiner  Konversion  könne  nicht  geteilt  werden, 
anzuführen ist, dass eine andere Sachverhalts- oder Beweiswürdigung 
– wie sie vorliegend durch den Gesuchsteller geltend gemacht wird – 
einem  Revisionsverfahren,  das  an  enge  formelle  Voraussetzungen 
gebunden  ist,  nicht  zugänglich  ist,  zumal  die  Revision  kein 
ordentliches Rechtsmittel darstellt,

dass  die  vom Gesuchsteller  eingereichten  weiteren  Unterlagen  (vgl. 
Beilagen 4, 8 bis 10 und 14 bis 17 der Revisionseingabe vom 7.  Sep-
tember  2007; Beilagen  1,  3  und  4  der  Eingabe  vom 19. September 
2007; Beilagen 6 bis 9 der Eingabe vom 5. Oktober 2007; Beilagen 1 
bis 3 der Eingaben vom 5. Dezember 2007 und 15. Juli 2008; Schrei-
ben  Gesuchsteller  vom 3. September  2009,  eingereicht  mit  Eingabe 
vom 9. September 2009; Beilagen 1 und 2 der Eingabe vom 24. Sep-
tember 2009) allesamt erst nach dem angefochtenen Urteil  des Bun-
desverwaltungsgerichts vom 11. Juli 2007 entstanden sind und daher 
gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG 
letzter  Satz  ("unter  Ausschluss  der  Tatsachen  und  Beweismittel,  die 
erst nach dem Entscheid entstanden sind") fraglich ist, ob sie in einem 
Revisionsverfahren zu berücksichtigen wären,  diese Frage aber  auf-
grund der nachfolgenden Erwägungen offen gelassen werden kann,

dass den erwähnten,  nachträglich entstandenen Beweismitteln,  inso-
weit  sie  sich auf  den vor dem Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts 
vom  11.  Juli  2007  bestehenden  Sachverhalt  beziehungsweise  auf 
nachträgliche  Umstände  beziehen,  auch  im  vorliegenden  Revisions-
verfahren  respektive  in  einem  allfälligen  Wiedererwägungsverfahren 
keine Erheblichkeit zugesprochen werden könnte, zumal sie nicht ge-
eignet sein dürften, zu einem anderen Entscheid zu führen,

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dass die von der Schwester des Gesuchstellers eingereichten Schrei-
ben, woraus die ihr und anderen Familienangehörigen aufgrund seiner 
Konversion erwachsenen Schwierigkeiten sowie die Reaktion der Fa-
milie hervorgehen, die mit dem Revisionsgesuch eingereichten und im 
gleichen  Zusammenhang stehenden  Bestätigungen  von  Dritten  (Ge-
suchsbeilagen 8 bis 10) und die Schreiben von E._______ (Gesuchs-
beilagen  14  bis  16)  lediglich  innerfamiliäre  Probleme  betreffen  und 
daraus in Anbetracht der Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts 
im  Urteil  vom  11.  Juli  2007,  in  denen  auf  eine  innerstaatliche 
Fluchtalternative hingewiesen wurde, kein revisionsrechtlich relevanter 
Umstand ableitbar und kein Anlass gegeben sein dürfte, aus dem im 
Rahmen eines Wiedererwägungsverfahrens auf  eine gegenüber dem 
erwähnten  Entscheid  wesentlich  veränderte  Sachlage  zu  schliessen 
wäre,

dass ferner die Unterlagen zur allgemeinen Situation in Togo in wie-
dererwägungsrechtlicher  Hinsicht  nicht  relevant  sein  dürften,  da das 
Bundesverwaltungsgericht  von der grundsätzlichen Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs nach Togo ausgeht (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.2.2),

dass auch aus den nachgereichten Dokumenten zur  Heirat  des Ge-
suchstellers in C._______ keine anderen, in Bezug auf seine mögliche 
Gefährdung stehenden entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu gewin-
nen sein dürften,

dass zusammenfassend der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 
BGG nicht  erfüllt  ist  und das Revisionsgesuch somit  abzuweisen ist 
und aufgrund der dargelegten Erkenntnisse davon abgesehen werden 
kann, die nach dem Urteil vom 11. Juli 2007 datierenden Beweismittel 
an das BFM zwecks Prüfung eines allfälligen Wiedererwägungsgesu-
ches zu überweisen,

dass das mit der Revisionseingabe vom 7. September 2007 gestellte 
Gesuch, es sei im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen,  in  Anbetracht  der  Sachlage gegen-
standslos ist, da mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 
25. September 2007 der Vollzug der Wegweisung provisorisch ausge-
setzt wurde und einem Revisionsgesuch ohnehin keine aufschiebende 
Wirkung zukommt,

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dass eine Partei,  die nicht  über die erforderlichen Mittel  verfügt,  auf  
Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird, sofern 
ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint,

dass  eine  Person  dann  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt, 
wenn sie ohne Beeinträchtigung des notwendigen Lebensunterhaltes 
die Prozesskosten nicht  zu bestreiten  vermag und eine Beschwerde 
beziehungsweise  ein  Revisionsgesuch  ferner  dann  als  aussichtslos 
gilt, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Ver-
lustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kön-
nen (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275),

dass aus der Tatsache, wonach sich ex post zeigt, dass der Gesuch-
steller keine prozessualen Erfolgschancen hatte, sich zwar noch nicht 
zwingend ergibt, dass das Revisionsgesuch aussichtslos war,

dass  vorliegend  die  Gewinnaussichten  des  Gesuchstellers  dennoch 
als von allem Anfang an beträchtlich geringer eingestuft werden müs-
sen  als  die  Verlustgefahren  und  gar  als  kaum ernsthaft  bezeichnet 
werden  können,  was  nach  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  be-
deutet, dass der Streitfall als aussichtslos zu bezeichnen ist,

dass deshalb das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit 
Art. 68 Abs. 2 VwVG abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.--  
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 37 VGG i.V.m. 
Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 68 Abs. 2 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 10

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 68 Abs. 2 VwVG 
wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Gesuchstellers  (Einschreiben;  Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 
(per Kurier; in Kopie)

- F._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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