# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9675a49-92e2-5289-a944-deaee04b5c6b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.08.2021 IV 2019/293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-293_2021-08-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/293

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.01.2022

Entscheiddatum: 19.08.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2021
Art. 28 Abs. 1 IVG. Würdigung medizinischer Gutachten. Prozentvergleich mit 
einem Tabellenlohnabzug von 10 % (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 19. August 2021, IV 2019/293).

Entscheid vom 19. August 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; a.o. Gerichtsschreiberin Melanie Rickenbach

Geschäftsnr.

IV 2019/293

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Imfeld, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 3. Juni 2008 (Eingang IV-Stelle) bei der IV-Stelle St. Gallen 

zum Bezug von IV-Leistungen an. Im Anmeldeformular gab sie an, keine 

Berufsausbildung absolviert zu haben und seit 1981 als Näherin tätig zu sein (IV-act. 4). 

Im Auftrag der IV-Stelle führte Dr. med. B.___, Facharzt für Rheumatologie und Innere 

Medizin, eine rheumatologische Begutachtung durch. Er diagnostizierte bei der 

Versicherten eine Reihe von Haltungsdefiziten sowie ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom, weshalb sie spätestens ab November 2007 in einer 

Tätigkeit wie der angestammten nur noch zu 30 % arbeitsfähig sei. In einer adaptierten 

Tätigkeit bestehe aus rheumatologischer Sicht eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit 

(Gutachten vom 2. Oktober 2008, IV-act. 38). Da die Versicherte nach dem Verlust ihrer 

Arbeitsstelle 2009 angegeben hatte, sich zu 100% arbeitsunfähig zu fühlen, verzichtete 

die IV-Stelle auf die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen (IV-act. 57, 

62).

A.a. 

Nach weiteren Abklärungen beauftragte die IV-Stelle Dr. med. B.___ und Dr. med. 

C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit einer bidisziplinären 

Begutachtung der Versicherten. Diese diagnostizierten bei der Versicherten ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom lumbal und in der rechten Hand sowie 

eine erhebliche Adynamie bei anhaltender Schlafstörung. Ihrer Einschätzung gemäss 

belief sich die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der angestammten Tätigkeit auf 0 %. 

Aus rheumatologischer Sicht betrug die Arbeitsfähigkeit in einer 

beschwerdeadaptierten Tätigkeit 70 %, aus psychiatrischer Sicht 60 %. Gesamthaft 

betrachtet war die Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit noch zu 60 % arbeitsfähig 

(Gutachten vom 27. Juli 2011, IV-act. 145).

A.b. 

In der Folge beauftragte die IV-Stelle am 22. November 2013 die Academy of 

Swiss Insurance Medicine, Universitätsspital Basel, (nachfolgend: asim) mit einer 

A.c. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

polydisziplinären Begutachtung (IV-act. 198, 203). Noch bevor das Gutachten vorlag, 

wandte sich die Versicherte am 10. Juli 2014 an die IV-Stelle und liess die erfolgte 

psychiatrische Begutachtung beanstanden sowie eine erneute Untersuchung 

beantragen (IV-act. 212). Am 22. Juli 2014 lag das asim-Gutachten in den Disziplinen 

Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie vor. Der psychiatrische 

Sachverständige hatte festgehalten, es bestehe eine leichte depressive Episode; aus 

rein psychiatrischer Sicht sei die Versicherte jedoch voll arbeitsfähig. Der 

rheumatologische Sachverständige hatte die Diagnose eines lumbospondylogenen 

Schmerzsyndroms bestätigt und degenerative Veränderungen der Hände sowie der 

Segmente LWK4/5 und LWk5/SWK1 festgestellt. Die Sachverständigen kamen zum 

Schluss, dass der Versicherten die angestammte Tätigkeit als Näherin spätestens ab 

November 2007 nicht mehr zumutbar sei. In einer körperlich leichten Verweistätigkeit 

ermittelten sie eine Arbeitsfähigkeit von 60 % (IV-act. 215). Gestützt auf diese 

Einschätzung teilte die IV-Stelle der Versicherten mit einem Vorbescheid vom 

28. August 2014 mit, dass sie das Rentengesuch aufgrund eines Invaliditätsgrades von 

37 % abweisen werde (IV-act. 220 ff.). Mit einem Schreiben vom 24. September 2014 

liess die Versicherte verschiedene Einwände geltend machen (IV-act. 223). Am 16. 

Oktober 2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-act. 

227).

Dagegen liess die Versicherte am 17. November 2014 eine Beschwerde erheben. 

Sie beantragte die Zusprache einer Rente und eventualiter die Anordnung eines 

Obergutachtens zur objektiven Feststellung der psychischen Verfassung, der 

Arbeitsfähigkeit sowie der Ursache der psychischen Erkrankung. Auch sei ein 

Tabellenlohnabzug vorzunehmen (IV-act. 246-2 ff.). Während des 

Beschwerdeverfahrens liess sie zusätzliche Stellungnahmen ihrer behandelnden Ärzte 

einreichen (IV-act. 250 ff.). Die IV-Stelle beantragte die Abweisung der Beschwerde mit 

der Begründung, auf das asim-Gutachten könne abgestützt werden. Zudem sei die 

Vornahme eines Tabellenlohnabzugs nicht gerechtfertigt. Insgesamt erweise sich die 

angefochtene Verfügung als rechtmässig (IV-act. 253). In der Replik vom 16. Februar 

2015 liess die Versicherte im Wesentlichen an ihren Anträgen festhalten (IV-act. 258). 

Nach Abschluss des Schriftenwechsels liess die Beschwerdeführerin diverse aktuelle 

Arztberichte einreichen (IV-act. 259, 262 f., 266, 269, 274 f., 277, 280, 283). Das 

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

Versicherungsgericht wies die Sache am 15. Juni 2017 (IV 2014/527) zur weiteren 

Abklärung an die IV-Stelle zurück (IV-act. 285). Es erachtete das asim-Gutachten vom 

22. Juli 2014 als nicht überzeugend und wies die IV-Stelle deshalb an, erneut eine 

interdisziplinäre Begutachtung sowie eine berufsberaterische Abklärung zu 

veranlassen. Bei der psychiatrischen Begutachtung sei darauf zu achten, dass keine 

sprachlichen Barrieren die Exploration behinderten. Auch sei die Notwendigkeit einer 

neurochirurgischen Begutachtung zu prüfen. Im Sinne eines obiter dictum hielt das 

Gericht fest, dass das Valideneinkommen der Versicherten entspreche dem 

Durchschnittseinkommen der Hilfsarbeiterinnen und nicht demjenigen einer Näherin. 

Zudem sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % vorzunehmen.

Nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens leitete die IV-Stelle weitere 

Abklärungen ein (IV-act. 292 ff.). Am 10. Juli 2018 beauftragte sie die MEDAS Bern mit 

der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens (IV-act. 326). Die MEDAS Bern legte 

das Gutachten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie, 

Psychiatrie und Ophthalmologie am 11. Juni 2019 vor (IV-act. 346). Der orthopädische 

Sachverständige notierte, dass er bei der Versicherten trotz Überbetonung der 

Beschwerden und Gegenhalten in der Untersuchung Einschränkungen an der 

Wirbelsäule und an der rechten Hand habe feststellen können (IV-act. 246-123). Die 

Versicherte sollte deshalb auf mittelschwere und schwerere Tätigkeiten, Feinarbeiten 

mit der rechten Hand, die Überstreckung der Lendenwirbelsäule sowie auf 

Akkordarbeiten verzichten (IV-act. 346-9). Im neuropsychologischen Fachgebiet 

wurden nicht-authentisch präsentierte kognitive Minderleistungen in mehreren 

Bereichen festgestellt (IV-act. 246-69). So habe die Versicherte zum Teil Testresultate 

erzielt, die sich auf dem Niveau von Personen mit hochgradiger Demenz bewegten (IV-

act. 246-72); bei der Versicherten hätten sich jedoch keine Anzeichen von Demenz 

feststellen lassen (IV-act. 362-77). Bei der psychiatrischen Untersuchung erfolgte die 

Anamneseerstellung per Diktat im Beisein der Versicherten mit der Möglichkeit und der 

expliziten Aufforderung, jederzeit Korrekturen anzubringen (IV-act. 136-59). Aus 

psychiatrischer Sicht fanden sich gemäss dem Sachverständigen, im Gegensatz zu 

den Einschätzungen der behandelnden Ärzte, keine Hinweise für eine valide relevante 

Störung (IV-act. 246-10). Vielmehr ergaben sich Hinweise auf ungleiche 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Einschränkungen des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (IV-act. 

246-11). Aus internistischer, neurologischer sowie ophthalmologischer Sicht ergaben 

sich keine zusätzlichen Einschränkungen. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit hielten die Sachverständigen im interdisziplinären Konsens ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie einen belastungsabhängigen 

Reizzustand an der rechten Hand fest (IV-act. 346-8). Als medizinische Massnahmen 

schlugen sie die Fortführung der Physiotherapie und der bisherigen internistischen 

Massnahmen vor. In Bezug auf das Gutachten von 2014 und auf die nachgereichten 

Berichte der behandelnden Ärzte hielten die Sachverständigen fest, dass diese vor 

dem negativ leistungsverzerrenden Verhalten der Versicherten kritisch zu würdigen 

seien. Dieses Verhalten erschwere insbesondere auch die retrospektive Beurteilung 

des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 346-7). Insgesamt kamen die 

Sachverständigen zum Schluss, aus orthopädischer Sicht könne der Versicherten die 

angestammte Tätigkeit als Näherin nicht mehr zugemutet werden. Retrospektiv wurde 

mit Verweis auf das Gutachten von 2011 und das asim-Gutachten von 2014 die 

Arbeitsfähigkeit vom 23. September 2008 bis November 2011 auf 100 %, von 2011 bis 

2014 auf 70 % und von 2014 bis 2019 auf 60 % geschätzt. In einer adaptierten 

Tätigkeit bestehe ab Februar 2019 eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit, wobei es hinreichend 

Möglichkeiten zur Durchführung von Entlastungspausen und therapeutischen Übungen 

geben sollte (IV-act. 346-11).

Am 27. Juni 2019 hielt der RAD fest, dass auf das Gutachten vom 11. Juni 2019 

abgestellt werden könne (IV-act. 347). Der Rechtsdienst der IV bestätigte diese 

Einschätzung (IV-act. 348). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle der Versicherten mit 

einem Vorbescheid vom 3. Juli 2019 mit, dass sie deren Rentengesuch aufgrund eines 

mangelnden Vorliegens rentenbegründender IV-Grade abweisen werde (IV-act. 354). 

Mit einem Schreiben vom 9. September 2019 liess die Versicherte im Wesentlichen 

einwenden, dass der Berechnung des Invaliditätsgrades gemäss dem obiter dictum 

des Versicherungsgerichts das Einkommen einer Hilfsarbeiterin zugrunde zu legen und 

ein Tabellenlohnabzug in Höhe von 10 % vorzunehmen sei. Zudem liess sie die Länge 

des Verfahrens kritisieren (IV-act. 357). Am 1. Oktober 2019 wies die IV-Stelle das 

Rentenbegehren ab (IV-act. 359).

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.  

Dagegen liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 4. November 

2019 eine Beschwerde erheben. Darin beantragte ihr Rechtsvertreter die Aufhebung 

der Verfügung vom 1. Oktober 2019, die Ausrichtung einer Teilrente sowie die 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G 1). Innert erstreckter Frist liess die 

Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2019 Einsicht in die Stellungnahme des RAD zu 

ihrem Einwand vom 9. September 2019 verlangen (act. G 3). Innert erstreckter Frist 

liess die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeergänzung vom 8. Januar 2020 an 

ihren Anträgen festhalten und zusätzlich eventualiter die Einholung eines 

Obergutachtens beantragen. Zur Begründung wurde auf die Beschwerde vom 14. 

November 2014 verwiesen und die obengenannte RAD-Stellungnahme kritisiert. 

Zudem wurde der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) eine fortlaufende 

Verletzung der Untersuchungsmaxime vorgeworfen. Schliesslich sei die 

Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin realistisch gesehen nicht verwertbar (act. 

G 7). Mit einem Schreiben vom 21. Januar 2020 liess die Beschwerdeführerin 

zusätzlich eine Klarstellung bezüglich der Untersuchungszeiten der Begutachtung bei 

der MEDAS Bern einreichen (act. G 9).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Februar 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dem Gutachten der MEDAS 

Bern komme voller Beweiswert zu, weshalb die darauf gestützte Verfügung vom 

1. Oktober 2019 rechtmässig sei. Es lägen keine Faktoren vor, welche eine Verwertung 

der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin unmöglich machen würden (act. 

G 11).

C.b. 

Am 11. Februar 2020 teilte die verfahrensleitende Richterin der 

Beschwerdeführerin mit, dass dem Gesuch unentgeltliche Rechtspflege nicht 

entsprochen werden könne (act. G 12).

C.c. 

Am 20. April 2020 liess die Beschwerdeführerin innert notrechtlich erstreckter Frist 

eine Replik einreichen, in der sie sinngemäss an den in der Beschwerde gestellten 

Anträgen, deren Begründung und der geübten Kritik festhalten liess (act. G 15). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 16 f.).

C.d. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen 

ist und die nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat 

einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 IVG). Für die 

Bemessung der Invalidität wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in 

Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie 

gesund geblieben wäre.

1.1. 

Gemäss der bis 31. Dezember 2007 geltenden Regelung ist der Rentenanspruch 

grundsätzlich vom Beginn des Monats an auszurichten, an dem der Anspruch entstand 

(vgl. aArt. 29 Abs. 2 und Art. 48 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen 

Fassung). In der seit dem 1. Januar 2008 in Kraft stehenden Fassung entsteht der 

Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG hingegen frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Anmeldung. Im Hinblick auf die Gesetzesänderung vom 1. Januar 

2008 wurde kein Übergangsrecht erlassen. Das Bundesgericht hat dies als Lücke 

qualifiziert. Es hat diese Lücke mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten gefüllt (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 18. Oktober 2012, BGE 138 V 475 E. 3.4). Somit ist für 

Anmeldungen bis zum 30. Juni 2008 die Regelung von aArt. 29 Abs. 2 und Art. 48 IVG 

in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung anwendbar.

1.2. 

Die Beschwerdeführerin hat sich am 3. Juni 2008 (Eingang IV-Stelle) bei der IV-

Stelle St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Somit ist der früheste 

mögliche Rentenanspruch der Beschwerdeführerin der erste Tag nach Ablauf der 

Wartezeit. Dr. med. B.___ hat in seinem Gutachten vom 2. Oktober 2008 überzeugend 

dargelegt, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab November 2007 in einer 

Tätigkeit wie der angestammten nur noch zu 30 % arbeitsfähig gewesen ist (IV-act. 38). 

Die Beschwerdeführerin hat danach nie mehr eine verwertbare Arbeitsfähigkeit für 

diese Tätigkeit erlangt. Das Wartejahr gemäss aArt. 29 Abs. 2 IVG ist somit spätestens 

im November 2008 abgelaufen. Deshalb ist ein Rentenanspruch ab 1. November 2008 

zu prüfen.

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

Die Beschwerdeführerin hat keine anerkannte Berufsausbildung abgeschlossen. 

Vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung ist sie als Hilfsarbeiterin in einem 

vollen Pensum erwerbstätig gewesen. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise 

darauf, dass die Beschwerdeführerin auch ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung nur 

unterdurchschnittlich leistungsfähig und dementsprechend nicht in der Lage gewesen 

wäre, ein durchschnittliches Hilfsarbeiterinneneinkommen zu erzielen. Indizien dafür, 

dass die Beschwerdeführerin eine Ausbildung absolviert oder sich Kenntnisse eines 

spezifischen Berufs angeeignet hätte, wenn sie nicht krank geworden wäre, liegen 

ebenfalls nicht vor, weshalb unwahrscheinlich ist, dass die Beschwerdeführerin im 

fiktiven "Gesundheitsfall" eine qualifizierte Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte. Die 

Validenkarriere besteht folglich in der Ausübung einer durchschnittlich entlöhnten 

Hilfsarbeit in einem Vollpensum, womit das Valideneinkommen praxisgemäss dem 

statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne gemäss der vom Bundesamt für 

Statistik regelmässig durchgeführten Lohnstrukturerhebung entspricht. Dieser hat sich 

im Jahr 2008 auf Fr. 51'368 belaufen. Der effektive Jahreslohn der Beschwerdeführerin 

vor Beginn der Einschränkungen hat lediglich Fr. 48'347 betragen. Diese Differenz 

zwischen dem durchschnittlichen und dem effektiv erzielten Lohn ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur auf konkrete arbeitsmarktliche Zwänge 

zurückzuführen gewesen. Diese Zwänge können bei der Invaliditätsbemessung nicht 

massgebend sein, weil nicht auf den tatsächlichen, sondern auf den allgemeinen und 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist. Die Validenkarriere der 

Beschwerdeführerin besteht deshalb in der Verrichtung einer durchschnittlich 

entlöhnten Hilfsarbeit, womit das Valideneinkommen als Ausdruck der Erwerbsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin dem Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne entsprechen muss.

2.1. 

Aus medizinischer Sicht ist es der Beschwerdeführerin grundsätzlich zumutbar, 

eine leidensadaptierte Hilfsarbeit auszuführen. Die von den Sachverständigen der 

MEDAS Bern formulierten Voraussetzungen, denen eine Tätigkeit genügen muss, damit 

sie als leidensadaptiert qualifiziert werden kann, sind nicht so streng, dass 

realistischerweise von einer Unverwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden müsste. Die Invalidenkarriere, die sich mittels medizinischer oder 

beruflicher Eingliederungsmassnahmen nicht mehr relevant beeinflussen lässt, besteht 

somit in der Verrichtung einer leidensadaptierten Hilfsarbeit, womit der Ausgangswert 

des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem Valideneinkommen 

entspricht. Der Betrag dieser beiden identischen Vergleichsgrössen kann bei der 

Berechnung des Invaliditätsgrades mathematisch keine Rolle spielen; der 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.

Im Weiteren ist zu prüfen, ob der Grad der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht.

Invaliditätsgrad ist folglich mittels eines sogenannten Prozentvergleichs zu ermitteln, 

das heisst er entspricht dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls korrigiert um einen 

analog dem Tabellenlohn ermittelten Abzug von maximal 25 Prozent.

Die Beschwerdeführerin wird nicht in der Lage sein, ihre Restarbeitsfähigkeit mit 

einem durchschnittlichen wirtschaftlichen Erfolg zu verwerten, d. h. dasselbe 

Einkommen zu erzielen wie eine gesunde Hilfsarbeiterin, die zu 80 % erwerbstätig ist. 

Sie kann ihre Arbeitsleistung nämlich nicht flexibel erbringen, sondern ist darauf 

angewiesen, jeweils Zeit für Gymnastik und Entspannung zu haben. Teilweise wird sie 

vermehrte Pausen einlegen müssen, die den Betriebsablauf stören können. Zudem 

können Anpassungen des Arbeitsumfelds nötig sein, da die Beschwerdeführerin eine 

Bandage an ihrer dominanten Hand tragen sollte. Aus diesen Gründen wird ein 

wirtschaftlich denkender Arbeitgeber der Beschwerdeführerin nicht denselben Lohn 

ausrichten wie einer gesunden Mitbewerberin. Den entsprechenden 

unterdurchschnittlichen Lohnaussichten ist mit einem Abzug Rechnung zu tragen, 

damit kein Soziallohnanteil in die Invaliditätsbemessung einfliesst. Da die Umstände, 

welche die Lohnaussichten schmälern, zwar ein gewisses Gewicht haben, aber nicht 

besonders schwer wiegen, rechtfertigt sich ein Abzug von höchstens zehn Prozent.

2.3. 

Zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin bei der MEDAS 

Bern ein polydisziplinäres Gutachten erstellen lassen (IV-act. 364). Im Gutachten vom 

11. Juni 2019 sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie ein belastungsabhängiger 

Reizzustand an der rechten Hand festgestellt worden (IV-act. 346-8). Die angestammte 

Tätigkeit als Näherin ist aus orthopädischen Gründen nicht mehr zumutbar. In einer 

adaptierten Tätigkeit besteht ab Februar 2019 eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 

346-11). Retrospektiv haben die Sachverständigen der MEDAS Bern mit Verweis auf 

das frühere Gutachten von 2011 und das asim-Gutachten von 2014 die Arbeitsfähigkeit 

vom 23. September 2008 bis November 2011 auf 100 %, von 2011 bis 2014 auf 70 % 

und von 2014 bis 2019 auf 60 % geschätzt (IV-act. 346-7).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet die Beweiskraft der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung durch die MEDAS Bern. Zur Begründung bringt sie vor, dass den 

Sachverständigen das Gutachten des asim vorgelegt worden sei, welches das 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherungsgericht im Entscheid vom 15. Juni 2017 als nicht beweiskräftig erachtet 

habe. Dieses Gutachten sei nun in die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung durch die 

MEDAS eingeflossen, was in sinngemässer Anwendung der strafrechtlichen Theorie 

des "fruit of the poisonous tree" ein schwerer Verfahrensfehler sei. Deshalb sei die 

Veranlassung eines Obergutachtens unumgänglich (act. G 1 Ziff. I/2.). Die 

Beschwerdegegnerin hingegen stellt sich auf den Standpunkt, dass keine Indizien 

vorlägen, welche die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens schmälern würden. Weitere 

medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt (act. G 11 Ziff. II/2.).

Die Darstellung des medizinischen Sachverhalts sowie die daraus resultierenden 

Einschränkungen am Bewegungsapparat und am Belastungsprofil sind vorliegend 

nicht bestritten worden. Diesbezüglich erweist sich das MEDAS-Gutachten als 

vollständig und plausibel, weshalb auf es abzustellen ist. Die Sachverständigen haben 

bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin das umfangreiche 

Aktenmaterial berücksichtigt und insbesondere auch die vorherigen Gutachten einer 

kritischen Würdigung unterzogen (vgl.  IV-act. 346-11). Im Ergebnis haben sie die 

früheren Beurteilungen in nachvollziehbarer Weise bestätigt. Hierzu ist festzuhalten, 

dass es die Aufgabe der Beschwerdegegnerin ist, den Sachverständigen alle 

medizinischen Dokumente (Akten, bildgebende Untersuchungen, Laborwerte usw.) 

vorzulegen. Dazu gehören nebst Arztberichten auch frühere Gutachten, selbst wenn 

diese einmal zur Ergänzung zurückgewiesen wurden. Die vorgelegten Akten sind durch 

die Sachverständigen gründlich zu studieren und zu würdigen. So wird auch in den 

Leitlinien für die orthopädische Begutachtung von Swiss Orthopaedics die 

Auseinandersetzung mit den Vorakten als ein wichtiger Bestandteil eines Gutachtens 

hervorgehoben (Stand 2017, S. 3). Dem sind die Sachverständigen im vorliegenden Fall 

nachgekommen. In Bezug auf das Gutachten von 2014 und die nachgereichten 

Berichte der behandelnden Ärzte haben die Sachverständigen dann auch festgehalten, 

dass diese vor dem negativ leistungsverzerrenden Verhalten der Beschwerdeführerin 

kritisch zu würdigen seien. Dieses Verhalten erschwere insbesondere auch die 

retrospektive Beurteilung des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit vor allem aus 

psychologischer Sicht. Damit erweist sich der Einwand der Beschwerdeführerin, dass 

aufgrund eines schwerer Verfahrensfehlers eines Obergutachtens unumgänglich sei, 

als nicht stichhaltig.

3.3. 

Bezogen auf eine behinderungsadaptierte Tätigkeit haben die Sachverständigen 

die früheren Beurteilungen bestätigt, die sich folgendermassen zusammensetzten: 

100 %ige Arbeitsfähigkeit vom 23. September 2008 bis November 2011, 70 %ige 

Arbeitsfähigkeit von 2011 bis 2014 und 60 %ige Arbeitsfähigkeit von 2014 bis 2019. 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

Für die Zeit ab Februar 2019 sind die Sachverständigen von einer 80 %igen 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Als adaptiert haben sie eine Tätigkeit definiert, die 

hinreichend Möglichkeiten zur Durchführung von Entlastungspausen und von 

therapeutischen Übungen gibt (IV-act. 346-11). Dies ist mit Blick auf die medizinischen 

Zusammenhänge und die gutachterlichen Erläuterungen dazu überzeugend. Damit 

haben die Sachverständigen den physischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin 

genügend Rechnung getragen. Insgesamt ergibt das Gutachten ein stimmiges und 

schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand und die Restleistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin. Insgesamt leuchtet die Attestierung der obengenannten 

Arbeitsfähigkeitsgrade in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation ein.

Soweit die Beschwerdeführerin die medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung von 

80 % in einer adaptierten Tätigkeit in Frage stellt, ist ihr nicht zu folgen. Sie bestreitet 

die medizinischen Feststellungen sowie die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in 

einer geeigneten Tätigkeit samt deren Profil nicht. Diese erscheinen denn auch 

schlüssig und nachvollziehbar. Ebenfalls sind keine medizinischen Aspekte erwähnt 

worden, die von den Sachverständigen unerkannt geblieben wären. Es ist nach dem 

Gesagten nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, 

inwiefern eine Arbeitsfähigkeit von 80 % unter Berücksichtigung der Adaptionskriterien 

nicht nachvollziehbar sein soll. Auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung ist 

deshalb auf das Gutachten abzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat damit der 

Bestimmung des Invaliditätsgrades in den angefochtenen Verfügungen zu Recht die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung zugrunde gelegt.

3.5. 

Anhand eines Prozentvergleichs ergeben sich damit die Invaliditätsgrade von 0 % 

vom 23. September 2008 bis November 2011 und 37 % von 2011 bis 2014 (= 30% + 

[70% × 10%]). Im Zeitraum von 2014 bis 2019 hat der Invaliditätsgrad 46 % betragen 

(= 40% + [60% × 10%]). Ab Februar 2019 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 28 % (= 

20% + [80% × 10%]).

4.1. 

Gestützt auf den Art. 28 Abs. 2 IVG hat die Beschwerdeführerin folglich einen 

Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung für den Zeitraum von 2014 

bis 2019, in welchem der Invaliditätsgrad 46 % betragen hat. Aufgrund der 

Übergangsfrist von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 

SR 831.201) ist die Viertelsrente während dreier Monate nach Wegfall des 

invalidisierenden Gesundheitszustandes weiterhin auszurichten. Folglich besteht ein 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.  

6. Da die Gerichtsschreiberin verhindert gewesen ist, hat eine mitwirkende Richterin 

das Urteil unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 VRP, sGS 951.1).

Entscheid

Anspruch auf eine befristete Viertelsrente für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 

30. Mai 2019. Ab Juni 2019 besteht kein Anspruch mehr.

Demnach ist die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist zur 

Neuverfügung und zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Aufgrund ihres 

Unterliegens ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet.

5.2. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der 

Rechtsvertreter hat keine Honorarnote eingereicht. Der für die Bemessung dieser 

Parteientschädigung massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist als deutlich 

unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weil dem Rechtsvertreter ein wesentlicher Teil 

des Sachverhaltes aus dem vorangegangenen Verfahren bereits bestens bekannt 

gewesen ist. Die Parteientschädigung ist deshalb auf Fr. 2'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Die Beschwerdegegnerin hat die 

Beschwerdeführerin somit mit Fr. 2'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

zu entschädigen.

5.3. 

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass die 

Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung für 

den Zeitraum von 1. Januar 2014 bis 30. Mai 2019 hat; die Sache wird im Sinne der 

Erwägungen zur Festsetzung des Rentenbetrags an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'500.-- zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2021
	Art. 28 Abs. 1 IVG. Würdigung medizinischer Gutachten. Prozentvergleich mit einem Tabellenlohnabzug von 10 % (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. August 2021, IV 2019/293).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T02:33:10+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen