# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 556d3c5e-cd67-5069-a86a-d54e3011c25b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.10.2021 725 21 75/280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-75-280_2021-10-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. Oktober 2021 (725 21 75 / 280) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Ablehnung der Anspruchsberechtigung infolge fehlender Kausalität; keine Zweifel an der 

medizinischen Beurteilung des Kreisarztes 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber i.V. Benja-
min Appius 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Mustafa Ates, Advokat, 
Advokatur ATES & SIGIRCI, Aeschenvorstadt 71, 4051 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, 
Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1962 geborene A.____ ist seit dem 22. März 2013 für seine eigene Firma, die B.____ 
AG, tätig und in dieser Eigenschaft bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Zurich) gegen 
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Schadensmeldung vom 8. August 
2019 meldete er, dass er am 5. Juni 2019 [recte 2018] für die Müllentsorgung zu einem Container 
habe hochsteigen müssen. Beim Runterspringen habe er sich den rechten Fuss verknackst und 

 

 
 
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starke Schmerzen gehabt. Die Erstbehandlung hat gemäss Angaben des Hausarztes Dr. med. 
C.____, FMH Allgemeinmedizin, am 24. September 2018 stattgefunden. Die am 6. Juni 2019 
aufgrund Beschwerden am rechten Fuss durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) 
ergab eine Plantarfasziitis mit reaktivem Weichteilödem und Knochenmarksödem. Dr. C.____ at-
testierte ab 17. Juni bis 31. Juli 2019 eine 100%ige und vom 1. August bis 19. September 2019 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Nach medizinischen Abklärungen schloss die Zurich den Fall mit 
Verfügung vom 21. November 2019 ab und verneinte ihre Leistungspflicht. Sie stützte sich dabei 
auf die Aktenbeurteilung von Prof. Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, vom 4. Oktober 2019. Er hielt im Wesentlichen fest, die beste-
henden Beschwerden würden auf einer krankhaften Situation beruhen. Mit Einspracheentscheid 
vom 4. Februar 2021 bestätigte die Zurich ihre Verfügung vom 21. November 2019. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Mustafa 
Ates, am 24. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zur Erbringung der gesetzlich geschuldeten Leistungen an ihn zu verpflich-
ten. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei ihm eine angemessene Parteientschädi-
gung auszurichten und ein gerichtliches Gutachten einzuholen. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. April 2021 beantragte die Zurich die Abweisung der 
Beschwerde. 

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 24. Februar 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistung für die 
Folgen des Ereignisses vom 5. Juni 2018 zu Recht abgelehnt hat. 

 

 

 
 
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3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 
UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 

 

3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer-
den kann. Es genügt, wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall also nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 
142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2018, 
8C_813/2017, E. 3.2, in: SVR 2018 UV Nr. 42 S. 151). Das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (vgl. BGE 119 V 335 
E. 1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.1.2). Hierfür 
reicht es jedoch nicht aus, wenn – im Sinne der Formel “post hoc ergo propter hoc“ – die Schä-
digung schon dann als durch einen Unfall verursacht angesehen würde, weil sie nach diesem 
aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 29. Mai 
2020, 8C_241/2020, E. 3, vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1, in: SVR 2016 UV Nr. 
18 S. 57, und vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 3.2, in: SVR 2010 UV Nr. 10 S. 41). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, 
122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-

 

 
 
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gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par-
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei-
ten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. 
BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt 
es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 
Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu 
erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser 
Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses oder eines unfallähnlichen Ereignisses nicht 
wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses 
als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt 
(vgl. BGE 116 V 136 E. 4b mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 
8C_709/2010, E. 2.2 und vom 20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen) 
 
5.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (vgl. BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 
lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungs-
gericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 

 

 
 
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Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen im Wesentlichen folgende Be-
richte vor: 
 
6.1 Im "Arztzeugnis UVG" vom 14. August 2019 diagnostizierte der behandelnde Arzt 
Dr. C.____ eine Plantarfasziitis nach Kontusio Talus. Er führte aus, der Versicherte sei am 
24. September 2018 bei ihm in Erstbehandlung gewesen. Seit einem Sprung aus ca. einem Meter 
Höhe am 5. Juni 2018 habe er starke Schmerzen im Bereich des Talus rechts. So finde sich dort 
eine Druckdolenz. In der Folge sei dem Versicherten ein Visco Heel Spot als Schuheinlage ver-
ordnet worden. Am 27. September 2018 sei er wegen der gleichen Symptomatik vorstellig ge-
worden; es habe sich weiterhin eine starke Druckdolenz im Bereich des Tallus rechts gefunden. 
Es sei eine MRT durchgeführt worden, worin sich eine Plantarfasziitis gezeigt habe. Daraufhin 
habe er Physiotherapie verordnet. Unter Ziffer 6 "Kausalität" kreuzte er ohne Begründung jenes 
Feld an, wonach ausschliesslich Unfallfolgen vorliegen würden. 
 
6.2 Im "Fragebogen Unfallhergang" vom 27. August 2019 führte der Versicherte aus, beim 
Runterspringen bzw. Runtersteigen vom Container am 5. Juni 2018 habe er den rechten Fuss 
verletzt. Dabei kreuzte er das Feld an, wonach sich in seinem Bewegungsablauf beim Ereignis 
nichts Ungewöhnliches zugetragen habe. Ebenfalls gab er an, keine unkontrollierten Bewegun-
gen gemacht zu haben (z.B. Ausgleiten, Stolpern, Anstossen, Sturz, reflexartige Abwehrbewe-
gung etc.). Schliesslich führte er aus, er verrichte diese Tätigkeit (Runterspringen / Runtersteigen 
vom Müllcontainer) ein paar Mal pro Jahr. 
 
6.3 Die Beschwerdegegnerin legte die medizinischen Akten im Oktober 2019 dem Vertrau-
ensarzt Prof. Dr. D.____ vor. Sie ersuchte ihn um Beurteilung der Frage, ob die vom Versicherten 
geltend gemachten Beschwerden am rechten Fuss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
das Ereignis vom 5. Juni 2018 zurückzuführen seien. In seiner Beurteilung vom 21. Oktober 2019 
führte Prof. Dr. D.____ aus, nach telefonischer Rücksprache mit Dr. C.____ habe bei diesem am 
27. Mai 2019 eine nochmalige Konsultation des Versicherten stattgefunden, wobei dieser über 
anhaltende Schmerzen geklagt habe. Nach Einsicht in die ihm zur Verfügung stehenden MRI-
Bilder vom 6. Juni 2019 sei die Kausalität fraglich gegeben. Bildgegebend kämen ausgenommen 
einer Plantarfasziitis keine weiteren Auffälligkeiten zur Darstellung. Deren Ursache sei in der Re-
gel auf eine chronische Reizung des Faszienansatzes am Fersenbein zurückzuführen. Da auf 
den MRI-Bildern keine posttraumatische Veränderung zu erkennen gewesen sei, müsse von ei-
ner krankheitsbedingten Situation ausgegangen werden. Dies gelte umso mehr, als sich der Un-
fall bereits im Juni 2018 ereignet habe. Somit sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein un-
fallbedingter Zusammenhang herzuleiten. 
 

 

 
 
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7.1 Die Beschwerdegegnerin stütze sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und der Unfallkausalität in erster Linie auf die Ergebnisse, zu denen der beratende Arzt Prof. 
Dr. D.____ in seiner Beurteilung vom 21. Oktober 2019 gelangt war. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass die vorliegende Plantarfasziitis nicht überwiegend wahrscheinlich auf das gemeldete 
Ereignis vom 5. Juni 2018 zurückzuführen sei. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, dass verschiedene Gründe gegen 
die Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Beurteilung bestünden. So habe Dr. C.____ in sei-
nem Bericht vom 14. August 2019 ausdrücklich festgehalten, dass ausschliesslich Unfallfolgen 
vorliegen würden. Weiter macht er geltend, dass die Plantarfasziitis durch eine Fehlbelastung 
aufgrund der Unfallbeschwerden verursacht worden sein könnte. Denn die gesundheitlichen Be-
schwerden seien erst nach mehrere Monate behandelt worden, die Physiotherapie sei sogar erst 
ab Ende Mai 2019 verordnet worden. Während dieser Zeit dürfte eine Fehlbelastung stattgefun-
den haben, da die Schmerzen zu einer Schonhaltung insbesondere auf die seitlichen Fussränder 
geführt hätten. Dieser Umstand sei sowohl von Prof. Dr. D.____ als auch von der Beschwerde-
gegnerin nicht berücksichtigt worden. Ferner widerspreche sich die Beschwerdegegnerin, wenn 
sie davon ausgehe, dass nach medizinischer Erfahrungstatsache eine Plan-tarfasziitis ein krank-
haftes Geschehen sei, aber der Vertrauensarzt deren Ursache nur in der Regel bei einer chroni-
schen Reizung des Faszienansatzes am Fersenbein erblicke. Damit würde sich ergeben, dass 
das Ereignis vom 5. Juni 2019 [rechte 2018] geeignet sei, die vorliegenden Verletzungen zu be-
wirken. Aber selbst wenn der Unfallhergang nicht unmittelbar traumatisierend gewesen sein 
sollte, könne es sich bei der Entstehung der Plantarfasziitis um eine indirekte Folge des Unfalles 
handeln. 
 
7.3 Der Argumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Zuerst stellt sich 
die Frage, ob das geschilderte Ereignis vom 5. Juni 2018 ein Unfall im Rechtssinn ist. Gemäss 
der Unfallmeldung vom 8. August 2019 hat sich der Beschwerdeführer beim Runterspringen den 
rechten Fuss verknackst. Im "Fragebogen Unfallhergang" vom 27. August 2019 gab er an, er 
habe sich beim Runterspringen bzw. Runtersteigen vom Container den rechten Fuss verletzt. Im 
Bewegungsablauf anlässlich des Ereignisses vom 5. Juni 2018 habe sich nichts Ungewöhnliches 
zugetragen. Auch habe er keine unkontrollierte Bewegung gemacht. Damit ist das für den Unfall-
begriff konstitutive Tatbestandsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht ohne Weiteres erstellt, wes-
halb offen bleibt, ob das Ereignis vom 5. Juni 2018 als Unfall zu werten ist (zum Unfallbegriff 
vgl. BGE 134 V 72 E. 2.3). Bei Verneinung eines Unfalles wäre allenfalls zu prüfen, ob eine un-
fallähnliche Körperschädigung vorliegt. Ob ein Unfallereignis bzw. eine unfallähnliche Körper-
schädigung vorliegt, kann – wie sich nachfolgend zeigen wird – offen gelassen werden. 
 
Vorliegend fällt auf, dass sich das gemeldete Ereignis im Juni 2018 zugetragen hat. Allerdings 
erfolgte die Unfallmeldung erst am 8. August 2019, d.h. mehr als ein Jahr nach dem Ereignis. 
Auch die medizinische Behandlung wurde nicht unmittelbar danach aufgenommen, sondern erst 
drei Monate später, nämlich am 24. September 2018 und am 27. September 2018. Hinzu tritt, 
dass die nächste ärztliche Konsultation erst am 27. Mai 2019 vorgenommen wurde; also während 
acht Monaten keine medizinische Behandlung erfolgte und damit für diese Zeit keine ärztlichen 
Angaben zur Entwicklung der Beschwerden vorliegen. Mit Blick auf den zeitlichen Verlauf erhellt 

 

 
 
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deshalb, dass die Unfallkausalität mehr als fraglich ist. In diesem Zusammenhang ist daran zu 
erinnern, dass letztlich der Beschwerdeführer die Beweislast für das Vorliegen des überwiegend 
wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 5. Juni 2018 
und der am 6. Juni 2019 festgestellten Plantarfasziitis zu tragen hat, weil die Unfallversicherung 
ihre Leistungspflicht von Beginn weg nicht anerkannte (vgl. E. 3.2 hiervor). 
 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die Formulierung Plantarfasziitis nach Kon-
tusio Talus und das Ankreuzen des Feldes, wonach ausschliesslich Unfallfolgen vorliegen wür-
den, als Argument für die Unfallkausalität nicht behelflich. Es fehlt eine (eingehende) Begrün-
dung, zumal der Maxime "post hoc ergo propter hoc" kein Beweiswert zukommt. Dies gilt umso 
mehr, als der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass die Plantarfasziitis grundsätzlich 
krankhafter Natur ist (vgl. Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Freiburg vom 5. November 
2018 (Verfahrens-Nr. 605 2017 260) E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Auch steht dazu die Beur-
teilung von Prof. Dr. D.____ nicht im Widerspruch, welcher als Ursache einer Plantarfasziitis in 
der Regel eine chronische Reizung des Faszienansatzes am Fersenbein in den Vordergrund 
stellt. Zwar lässt der Beschwerdeführer zu Recht einwenden, dass es sich bei der Einschätzung 
von Prof. Dr. D.____ um eine versicherungsinterne Aktenbeurteilung handelt. Es wären ergän-
zende externe Abklärungen vorzunehmen, bestünden auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit einer solchen ärztlichen Feststellung (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4). Aller-
dings ergeben sich solche geringen Zweifel hier nicht. Wenn Prof. Dr. D.____ davon ausgeht, 
dass ein Zusammenhang der Plantarfasziitis mit dem Ereignis vom 5. Juni 2018 fraglich und somit 
– mit anderen Worten – nicht überwiegend wahrscheinlich sei, ist dies nachvollziehbar. Er hielt 
weiter fest, dass auf den MRI-Bilder vom 6. Juni 2019 keine posttraumatischen Veränderungen 
und somit keine Frakturen oder Läsionen erkennbar gewesen seien. Folglich erscheint demge-
genüber eine direkte Traumatisierung der Plantarfaszie durch das Ereignis vom 5. Juni 2018 als 
unwahrscheinlich. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Ereignis bzw. die 
anschliessende Schonung bzw. Fehlhaltung des Fusses die Entstehung der Plantarfasziitis mit-
verursacht haben könnte, ist dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. So suchte 
der Beschwerdeführer erst drei Monate nach dem Ereignis vom 5. Juni 2018 den Arzt auf, womit 
die Heftigkeit der Einwirkung auf den Fuss zu fehlen scheint. Dazu kommt – wie bereits erwähnt 
–, dass er selber ausführte, es habe sich nichts Ungewöhnliches ereignet, er habe keine unkon-
trollierten Bewegungen gemacht und er würde ein paar Mal pro Jahr vom Abfallcontainer herun-
terspringen bzw. heruntersteigen. Insgesamt ist mithin medizinisch nicht belegt, dass das Ereig-
nis vom Juni 2018 für die erst ein Jahr später eingetretene 100%ige und anschliessend 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit ab 17. Juni bis 19. September 2019 verantwortlich sein soll. Weil somit die 
natürliche Kausalität nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit belegt ist, kann die Frage offenbleiben, ob überhaupt ein Unfall bzw. eine unfallähnliche 
Körperschädigung vorliegt. 
 
7.4 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Beschwerde 
vom 24. Februar 2021 gestellten Verfahrensantrag des Versicherten zu entsprechen, wonach ein 
medizinisches Gerichtsgutachten einzuholen sei. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst 

 

 
 
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zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Be-
weisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur 
über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Ge-
langt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen 
Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hin-
reichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit ver-
bundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
zulässig (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3). 
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin berech-
tigt war, ihre Versicherungsleistung für die Folgen des Ereignisses vom 5. Juni 2018 abzulehnen. 
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 4. Februar 2021 ist demnach nicht zu beanstanden, 
was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 
 
9. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kos-
tenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichts-
kosten auferlegen. Da das UVG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwillig 
noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g 
ATSG).  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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