# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a222d2aa-5c36-5f38-9cec-b9a0ebfbe76e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2020 D-2638/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2638-2019_2020-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2638/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger (Vorsitz), 

Richterin Claudia Cotting-Schalch, 

Richterin Contessina Theis, 

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Christian Wyss, Fürsprecher, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 26. April 2019 / N_______. 

 

 

 

D-2638/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer ersuchte am (...) um Asyl in der Schweiz. Am 

2. Mai 2018 fand die Befragung zur Person (BzP) statt und am 19. Juni 

2018 wurde er vom SEM einlässlich zu seinen Asylgründen angehört. 

A.b Im Wesentlichen machte der aus B._______ (C._______-Distrikt; 

(Nennung Provinz)) stammende Beschwerdeführer tamilischer Ethnie gel-

tend, die Behörden hätten die Bewohner seines Dorfes immer wieder schi-

kaniert, beispielsweise seien junge Leute vom Criminal Investigation De-

partment (CID) entführt worden. Die Special Task Force (STF) habe am 

(...) seinen engen Freund D._______ erschossen, weil dieser sich angeb-

lich einer Kontrolle der Polizei habe entziehen wollen respektive weil dieser 

verbotenerweise dabei gewesen sei, Erde aus dem Wald zu schaffen. In 

der Folge sei es zwischen den Einwohnern seines Dorfes und der Polizei 

immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen, bei welchen auch 

Reifen angezündet und Polizisten geschlagen worden seien. Etwa (Nen-

nung Dauer) nach der Beerdigung von D._______ beziehungsweise am 

(...) hätten Angehörige der STF begonnen, Jugendliche festzunehmen. Am 

(...), (...) und (...) sei er von Angehörigen der Polizei respektive des CID 

sowie der STF bei ihm zuhause gesucht worden. Dies weil er auf Facebook 

Fotos seines getöteten Freundes D._______ und ihm veröffentlicht habe. 

Das erste Mal habe er die Sicherheitskräfte kommen sehen, worauf er hin-

ten aus dem Haus geflüchtet sei. Beamte des STF hätten seiner Mutter 

Videos einer Protestkundgebung gezeigt, die sich gegen die Polizei gerich-

tet habe und an welcher er beteiligt gewesen sei. Anlässlich der zweiten 

Vorsprache seien sowohl er als auch sein (Nennung Verwandter) nicht zu-

gegen gewesen. Sodann habe er am (...) auf dem Heimweg vom Haus 

seiner (Nennung Verwandte) nahe des Elternhauses Freunde getroffen, 

die ihm erzählt hätten, von Angehörigen der STF und der Polizei verfolgt 

worden zu sein. Kurz darauf sei er auf seinem Motorrad von einem weissen 

Lieferwagen und zwei Motorrädern verfolgt worden. An einer Kreuzung 

habe er beschleunigt und sei geradeaus gefahren. Dabei sei er von einer 

von rechts kommenden Rikscha erfasst worden und zu Boden gestürzt. 

Daraufhin sei er zu Fuss weitergeflüchtet und habe sein Motorrad zurück-

gelassen, welches die Beamten an sich genommen hätten. Am (...) sei sein 

Dorf von den Sicherheitskräften umkreist worden und die Beamten hätten 

alle männlichen Bewohner zwischen 15 und 45 Jahren verhaftet. Alarmiert 

von seiner Mutter habe er danach – wie auch sein (Nennung Verwandter) 

– das Haus verlassen. Es sei ihm und weiteren Dorfbewohnern gelungen, 

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zu Fuss durch einen Wald zu flüchten. Er sei zu einer ausserhalb des Dor-

fes gelegenen Bushaltestelle, die etwa (Nennung Distanz) vom Wald ent-

fernt gewesen sei, gelangt. Von dort sei er mit dem Bus nach E._______ 

gelangt, wo er sich während (Nennung Dauer) bei seinem (Nennung Ver-

wandter) versteckt habe. Anschliessend sei er während (Nennung Dauer) 

bei seinem (Nennung Verwandter) in F._______ untergetaucht. Seit dem 

erwähnten (...) habe seine Familie keinerlei Kenntnis mehr über den wei-

teren Verbleib seines (Nennung Verwandter). Am (...) sei er mit seinem ei-

genen Reisepass über den Flughafen von G._______ aus Sri Lanka aus-

gereist.  

Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer (Aufzählung 

Beweismittel) zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 26. April 2019 stellte das SEM fest, der Beschwerde-

führer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, 

verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. 

C.  

Der Beschwerdeführer erhob gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 

29. Mai 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, 

es sei der Entscheid des SEM aufzuheben und ihm in der Schweiz Asyl zu 

gewähren. Eventuell seien die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der ange-

fochtenen Verfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme in der 

Schweiz zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es 

sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, es sei auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm sein Rechtsver-

treter als amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen. Ferner sei ihm eine Nach-

frist von 30 Tagen zum Nachreichen weiterer Beweismittel einzureichen. 

Der Beschwerde beigelegt waren (Nennung Beweismittel). Ferner stellte 

der Beschwerdeführer die Einreichung einer Fürsorgebestätigung in Aus-

sicht. 

D.  

Mit Eingabe vom 6. Juni 2019 reichte der Beschwerdeführer eine Fürsor-

gebestätigung vom 5. Juni 2019 nach. 

E.  

Die Instruktionsrichterin wies mit Zwischenverfügung vom 13. Juni 2019 

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Seite 4 

den Antrag auf Ansetzung einer Nachfrist für die Unterbreitung von Beweis-

mitteln ab, hiess die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung und der amtlichen Rechtsverbeiständung gut, verzichtete auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses und ordnete dem Beschwerdeführer 

einen amtlichen Rechtsbeistand in der Person seines Rechtsvertreters bei. 

Sodann lud sie die Vorinstanz ein, bis zum 28. Juni 2019 eine Vernehmlas-

sung einzureichen. 

F.  

Mit Eingabe vom 14. Juni 2019 legte der Beschwerdeführer weitere Be-

weismittel (Aufzählung Beweismittel) ins Recht. 

G.  

Nach erstreckter Frist hielt das SEM in seiner Vernehmlassung vom 11. Juli 

2019 – unter Angabe diverser ergänzender Bemerkungen – an seinen Er-

wägungen im angefochtenen Entscheid vollumfänglich fest. 

H.  

Der Beschwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 31. Juli 2019, welcher 

zusätzliche Beweismittel (Nennung Beweismittel) beilagen. 

I.  

Mit Eingaben vom 15. Januar 2020 (Nennung Beweismittel) und vom 

7. August 2020 (Nennung Beweismittel) reichte der Beschwerdeführer wei-

tere Unterlagen zu den Akten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG (SR 142.31) in Kraft 

getreten (AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige 

Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG 

vom 25. September 2015).  

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Die Beschwerde ist 

frist- und formgerecht eingereicht worden. 

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Seite 5 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 

aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 In der Beschwerdeschrift wird eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

gerügt. Diese formelle Rüge ist vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet 

sein könnte, eine Kassation der angefochtenen Verfügung zu bewirken. 

3.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, ander-

seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass 

eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen ein-

greift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Er-

lass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 

beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisan-

trägen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise ent-

weder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch 

auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, 

die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren 

Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; 

BVGE 2009/35 E. 6.4.1 mit Hinweisen). 

Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbrin-

gen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung 

angemessen zu berücksichtigen. Das gilt für alle form- und fristgerechten 

Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streit-

frage geeignet und erforderlich erscheinen. Die Begründung muss so ab-

gefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachge-

recht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen Überlegungen nen-

nen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren 

Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen 

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Seite 6 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vor-

bringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 

Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes we-

gen fest und bedient sich nötigenfalls der unter Buchstaben a–e aufgelis-

teten Beweismittel. Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersu-

chungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). 

Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher 

und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch 

gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent-

scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). 

3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, das SEM habe sich mit der von 

ihm eingereichten Dokumentation der Ereignisse, die zu seiner Flucht ge-

führt hätten, nicht auseinandergesetzt. Die Zeitungsartikel seien nicht ge-

würdigt, vermutlich nicht einmal durchgelesen worden, was eine Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs darstelle. Der angefochtenen Verfügung ist 

zu entnehmen, dass sich die Vorinstanz zu Beginn ihrer Erwägungen 

durchaus mit den ins Recht gelegten Beweismitteln auseinandersetzte und 

diesbezüglich zum Schluss kam, die vorgelegten Unterlagen würden nicht 

darauf schliessen lassen, dass der Beschwerdeführer einer konkreten Be-

drohung ausgesetzt sei. Sie seien daher nicht geeignet, die geltend ge-

machte Suche durch das CID und die STF nach seiner Person glaubhaft 

zu machen (vgl. act. A16/8, S. 3, Ziff. 1).  

 

Im Weiteren vermengt der Beschwerdeführer mit der Rüge, seine Beweis-

mittel seien vom SEM nicht gewürdigt worden, die sich aus dem Untersu-

chungsgrundsatz ergebende Frage der Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts mit der Frage der rechtlichen Würdigung der Sache, welche 

die materielle Entscheidung über die vorgebrachten Asylgründe betrifft. Al-

leine der Umstand, dass die Vorinstanz in ihrer Länderpraxis zu Sri Lanka 

einer anderen Linie als der vom Beschwerdeführer vertretenen folgt und 

deshalb auch zu einer anderen Würdigung der Vorbringen respektive der 

eingereichten Beweismittel gelangt als von ihm gewünscht, spricht nicht für 

eine ungenügende Sachverhaltsfeststellung. Eine Verletzung des rechtli-

chen Gehörs liegt demnach nicht vor. 

 

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Seite 7 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat. Die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Da-

rauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 mit Verwei-

sen). 

5.  

5.1 Das SEM kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die Vor-

bringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Glaub-

haftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand.  

 

Die vorgelegten Beweismittel liessen nicht den Schluss zu, dass der Be-

schwerdeführer einer konkreten Bedrohung ausgesetzt wäre. Der von 

(Nennung Person) verfasste Brief beschränke sich auf die allgemeine Fest-

stellung, dass es nach der Tötung eines jungen Mannes durch die Polizei 

im Dorf zu Unruhen gekommen sei und die jungen Dorfbewohner Angst 

bekommen hätten, Belästigungen und Verhaftungen durch die Ordnungs-

kräfte zum Opfer zu fallen. Das Schreiben nehme nicht konkret Bezug auf 

eine gegen den Beschwerdeführer gezielt gerichtete Verfolgung durch das 

CID oder die STF und vermöge daher eine Gefährdung seiner Freiheit oder 

seines Lebens nicht glaubhaft zu machen. Ausserdem enthalte der Brief 

formale und inhaltliche Mängel. Sodann würden die vorgelegten Zeitungs-

artikel über Spannungen zwischen den Dorfbewohnern und der Polizei be-

richten, jedoch die Behauptung des Beschwerdeführers, er werde vom CID 

oder von der STF gesucht, nicht untermauern. Die auf dem (Nennung Be-

weismittel) befindlichen Fotos würden keine gegen ihn gerichtete Verfol-

gung belegen, zumal sich jedermann solche Fotos – auf welchen (Nennung 

Inhalt der Fotos) zu sehen seien – beschaffen könne. Dasselbe gelte auch 

für die Audio-Videos der Nachrichten der lokalen Tageschauen. 

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Seite 8 

Im Weiteren sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, seine 

Freundschaft mit D._______, dessen Tötung die Ursache der gegen ihn 

gerichteten Verfolgung gewesen sei, glaubhaft zu machen. Zwar habe er 

behauptet, dass er mit D._______ auf Facebook befreundet gewesen sei 

und dass er die Fotos, auf denen sie zusammen abgebildet gewesen seien, 

aus Angst gelöscht habe, nachdem er von der STF gesucht worden sei. Er 

habe jedoch weder in der BzP noch in der Anhörung wenigstens ein Foto 

als Beweismittel vorgelegt, das ihn mit D._______ zusammen gezeigt 

hätte. Ausserdem habe er sich zum Grund der Tötung von D._______ 

durch die Polizei widersprüchlich geäussert. Die knappen Aussagen in der 

BzP in diesem Punkt würden nahelegen, dass er den Grund, weshalb 

D._______ umgebracht worden sei, damals gar nicht gekannt habe res-

pektive erst in der Anhörung gewusst haben wolle, was weitere ernsthafte 

Zweifel am Bestand der behaupteten Freundschaft aufkommen lasse. Hin-

sichtlich des Schicksals des (Nennung Verwandter) seien die vom Be-

schwerdeführer genannten Umstände der Flucht und dem darauffolgenden 

Untertauchen derart vage und unpräzise, dass sie als unglaubhaft zu wer-

ten seien. Angesichts seiner grossen Sorge um die im Heimatstaat zurück-

gebliebene Familie sei es äusserst bemerkenswert, dass er das Verschwin-

den seines (Nennung Verwandter) in der BzP gar nicht erwähnt, sondern 

erst in der Anhörung vorgebracht habe. Auf Vorhalt habe er angeführt, man 

habe ihn gebeten sich kurz zu fassen und darauf hingewiesen, dass er in 

der Anhörung Gelegenheit erhalte, über seine Asylgründe zu sprechen. 

Diese Erklärung überzeuge angesichts der grossen Bedeutung dieses Er-

eignisses nicht. Hinzu komme, dass die Schilderung des Ablaufs der Flucht 

von ihm und seinem (Nennung Verwandter) anlässlich des Round-ups vom 

(...) lückenhaft, unlogisch und fragwürdig ausgefallen sei. Der Umstand, 

dass er in keiner Weise dargelegt habe, wie, wann, wo und weshalb er sich 

beim Verlassen des Hauses von seinem (Nennung Verwandter) getrennt 

habe, gebe Anlass zu erheblichen Zweifeln an der Glaubhaftigkeit dieses 

Vorbringens. Die Ausführungen zur Art und Weise seiner Flucht (...) seien 

in hohem Masse realitätsfremd. So sei zunächst unbegreiflich, wie es ihm 

gelungen sein sollte, den Sicherheitskräften, welche im Zeitpunkt seiner 

Flucht das Dorf bereits umzingelt gehabt hätten, zu entkommen. Ferner sei 

nicht glaubhaft, dass es seiner Mutter ohne Weiteres gelungen sei, zu ihm 

ins Versteck zu gelangen, dies während einer Polizeioperation, in deren 

Rahmen Massenverhaftungen stattgefunden hätten. Der Einwand, Frauen 

hätten während dieser Operation keine Probleme gehabt, sei unlogisch 

und daher unbehelflich. Auch sei nicht glaubhaft, dass er ohne jegliche Hin-

dernisse den Bus hätte nehmen können, um sich vom Dorf zu entfernen. 

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So sei es unsinnig, dass die Beamten der STF, die laut Aussagen des Be-

schwerdeführers den Auftrag gehabt hätten, alle Männer zwischen 15 und 

45 Jahren festzunehmen, das Dorf umzingelt hätten, ohne dabei eine Be-

wachung der fluchtstrategischen Stellen sicherzustellen. Überdies scheine 

es ziemlich inkohärent, dass er keine Kenntnis vom Verkauf des Hauses 

durch seine Mutter und den Umständen desselben gehabt habe, zumal 

dies trotz der Abwesenheit seines (Nennung Verwandter) möglich gewesen 

sei. Es handle sich dabei um eine Tatsache mit grosser Tragweite und ei-

nem beträchtlichen Einfluss auf die übrigen Mitglieder der Familie. 

Schliesslich habe er sich zu seiner Anwesenheit anlässlich des Round-ups 

vom (...) widersprüchlich geäussert.  

5.2 Der Beschwerdeführer entgegnete in seiner Rechtsmitteleingabe, er 

habe seine Ausführungen mit Zeitungsartikeln belegen können. Das SEM 

weise lediglich darauf hin, dass er in den besagten Artikeln nicht persönlich 

genannt werde. Dabei werde übersehen, dass diese Dokumente den Hin-

tergrund der geschilderten Verfolgung beleuchteten. Es sei nicht nachvoll-

ziehbar, weshalb sich das SEM mit dieser Dokumentation der Ereignisse 

nicht auseinandersetze. Insbesondere übergehe es den Umstand, dass 

laut einem Bericht fünf festgenommene Personen gefoltert worden seien. 

Folter sei ein schwerer Nachteil im Sinne von Art. 3 AsylG und der Folter-

konvention. Die Konfrontation seiner Aussagen mit den dokumentierten lo-

kalen Ereignissen hätte es ermöglicht, das Ausmass der Angst und der 

Verfolgung nachzuvollziehen. Die von seinen Verwandten und von weite-

ren privaten Dritten ausgestellten Bestätigungen würden die geschilderte 

Verfolgungssituation sowohl zeitlich als auch örtlich bestätigen. Bei Zwei-

feln an den darin enthaltenen Aussagen sei das Gericht aufgefordert, diese 

zu überprüfen. Insbesondere diejenigen, wonach sein (Nennung Verwand-

ter) seit dem Jahre (...) Mitglied der H._______ gewesen und seit dem (...) 

verschwunden sei sowie diejenige, gemäss welcher sein (Nennung Ver-

wandter) an seiner Stelle festgenommen und (Nennung Dauer) festgehal-

ten worden sei. Ferner sei es logisch, dass er die ihn belastenden Face-

Book-Einträge gelöscht habe. Er werde versuchen, den Zusammenhang 

zum getöteten D._______ anhand allenfalls noch auffindbarer Internetbil-

der aufzuzeigen. In den Ausführungen seiner BzP seien keine Widersprü-

che erkennbar, welche die Glaubhaftigkeit seiner Angaben in Frage stellen 

könnten. Zum Vorhalt unwahrscheinlicher Aussagen betreffend seine 

Flucht beim Round-up sei festzuhalten, dass sich die Vorinstanz weder mit 

den Örtlichkeiten noch mit dem Zeitablauf auseinandergesetzt habe. Aus 

der eingereichten Karte ergebe sich, dass er sich – rechtzeitig gewarnt – 

in den östlich der Siedlung gelegenen Wald ausserhalb des umzingelten 

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Seite 10 

Gebietes habe begeben können. Da nach 10:00 Uhr die Operation beendet 

gewesen und das grosse Aufgebot an Sicherheitskräften abgezogen wor-

den sei, sei es seiner Mutter danach gelungen, ihm seine Sachen zu brin-

gen und den ebenfalls ausserhalb des umzingelten Gebietes gelegenen 

Bus zu nehmen. Möglicherweise habe die Polizei nur Strassen, nicht aber 

Buslinien überwacht. Der Hausverkauf sei ferner kein zentrales Beweis-

thema. Aus den nachgereichten Briefen ergebe sich jedoch, dass seine 

Mutter den Ort verlassen habe. Sodann lasse sich aus dem Umstand, dass 

er bislang keine originalen Identitätsdokumente abgegeben habe, nicht auf 

die Unglaubhaftigkeit seiner Aussagen schliessen. Er habe nach einer ge-

zielten Suche durch diverse Sicherheitskräfte sein Heimatdorf verlassen. 

Die Nähe zu dem aus politischen Gründen erschossenen D._______, 

seine Zuordnung zu den Protestierenden gegen die Sicherheitskräfte im 

(...) (als Hauptursache) und die vormalige Kämpfertätigkeit seines (Nen-

nung Verwandter) innerhalb der H._______ seien die Gründe für seine Ge-

fährdung. Als Sohn eines ehemaligen, verschwundenen H._______-Mit-

glieds sowie aufgrund seiner exilpolitischen Aktivitäten in der Schweiz er-

fülle er verschiedene Risikofaktoren. 

5.3 In seiner Vernehmlassung hielt das SEM fest, der Beschwerdeführer 

habe die behauptete Freundschaft zu D._______ auch mit der Beschwerde 

in keiner Weise glaubhaft gemacht. Es sei nicht dasselbe, ob Fotos vom 

Facebook-Profil oder die Fotos vom Handy gelöscht würden. Da er in der 

Anhörung ein Foto der Leiche seines angeblichen, von der Polizei umge-

brachten Freundes aus seinem Handy gezeigt habe, erscheine es un-

glaubhaft, dass er andererseits nicht wenigstens ein Foto besitze, auf dem 

er mit dem Verstorbenen zu dessen Lebzeiten zusammen zu sehen sei. 

Ausserdem seien seine Aussagen – entgegen der in der Beschwerde ver-

tretenen Ansicht – nicht deshalb für unglaubhaft erachtet worden, weil er 

keine Originalausweise vorgelegt habe. Die in der Verfügung aufgezählten 

Punkte für die Unglaubhaftigkeit seiner Ausführungen würden ausschliess-

lich seine Erzählung und nicht seine Identität betreffen, die nicht bezweifelt 

worden sei. In der Beschwerde (S. 8) werde als Hauptgrund seiner Verfol-

gung die Teilnahme an der Veranstaltung von (...) genannt. Demgegenüber 

habe er seine Probleme mit der Polizei, dem CID und der STF stets seiner 

angeblichen Freundschaft mit D._______ zugeschrieben. Es überzeuge 

nicht, dass er dieses Vorbringen erstmals im Beschwerdeverfahren geltend 

mache, ohne irgendwelche Einzelheiten zu schildern. Was die angebliche 

(...) Inhaftierung des (Nennung Verwandter) betreffe, habe er in der BzP im 

Widerspruch dazu erklärt, der betreffende (Nennung Verwandter) sei am 

(...) verhaftet und bis heute nicht freigelassen worden. Auch im Brief dieses 

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(Nennung Verwandter) (Beilage 26a), führe dieser aus, während (Nennung 

Dauer) in Haft gewesen zu sein. Folglich sei der (Nennung Verwandter) 

lange vor der BzP freigelassen worden. Die neu eingereichten Bestäti-

gungsschreiben seien als blosse Parteivorbringen zu betrachten. Sie ent-

hielten keine konkreten Elemente, welche den Schluss zuliessen, er sei 

persönlich von der Polizei, dem CID und von der STF gesucht worden. 

Tatsächlich beschränke sich ein Teil der Briefe (Beilagen 19, 21, 22, 25a) 

auf eine stereotype und allgemein gehaltene Beschreibung des anschei-

nend willkürlichen Verhaltens der Polizei. Was dagegen die Briefe einiger 

Angehöriger des Beschwerdeführers angehe (Beilagen 23a, 24a, 26a, 28a, 

29a, 31a), würden diese zwar ausführen, dass die Polizei, das CID und die 

STF sich auf der Suche nach ihm zu deren Häusern begeben hätten. Der 

Inhalt derselben sei aber äusserst vage, unbestimmt und ohne Einzelhei-

ten, weshalb ihnen keine rechtserhebliche Beweiskraft zukomme. Hinsicht-

lich der Beilagen 17 und 30a sei anzuführen, dass der Beschwerdeführer 

nie behauptet habe, wegen der angeblichen Zugehörigkeit des (Nennung 

Verwandter) zu den H._______ von der Polizei, vom CID und von der STF 

gesucht zu werden, sondern er habe als Grund seiner behördlichen Prob-

leme stets seine angebliche Freundschaft mit D._______ angegeben. 

Folglich vermöchten weder (Nennung Beweismittel) (Beilagen 6 und 30a) 

noch (Nennung Beweismittel), auf dem nach seiner Aussage sein (Nen-

nung Verwandter) zu sehen sei, die geltend gemachte Suche der erwähn-

ten Behörden nach ihm glaubhaft zu machen. Ferner enthalte die Beilage 

5 eine Google-Maps-Karte, auf der das Dorf I._______, die Bushaltestelle, 

zu welcher er gegangen sei, um seinen angeblichen Verfolgern zu entkom-

men, und die Stelle des Waldes, wo er sich anlässlich des Round-ups vom 

(...) versteckt habe, abgebildet seien. Diesbezüglich ergebe sich ein Wider-

spruch zwischen seinen Aussagen bezüglich der Distanz von seinem Ver-

steck zur Bushaltestelle. Gemäss Anhörung sei er von seinem Versteck im 

Wald (Nennung Distanz) gelaufen, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Aus 

der besagten Karte ergebe sich allerdings eine Distanz von fast zwei Kilo-

metern bis zur Bushaltestelle. Da der Beschwerdeführer die Entfernung, 

die er zurückgelegt habe, um zur Bushaltestelle zu gelangen, von sich aus 

angegeben habe, seien die Ausführungen zur Flucht angesichts dieser Un-

gereimtheiten insgesamt als unglaubhaft zu qualifizieren. Bei der Beilage 

18 handle es sich um ein Foto aus einem Video, worauf angeblich der Be-

schwerdeführer anlässlich einer Veranstaltung in J._______ im Jahr (...) 

abgebildet sei. Abgesehen davon, dass die Umstände dieser Veranstal-

tung, wie Datum, Dauer, Gründe und Ziele in der Beschwerde nicht im Min-

desten erklärt würden, sei es angesichts der schlechten Qualität des Bildes 

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objektiv nicht möglich, ihn darauf zu erkennen. Das Foto sei derart un-

scharf, dass sich dabei um irgendeinen Mann mit schwarzem Haar und 

dunkler Hautfarbe handeln könnte. Daher sei das Foto zum Beweis exilpo-

litischer Tätigkeiten nicht beweisrelevant. Schliesslich vermöge auch die 

Arbeitgeberbestätigung die angeführte Suche nicht zu belegen.  

5.4 In seiner Replik hielt der Beschwerdeführer fest, die eingereichten Zei-

tungsberichte würden ein klares Bild von der damaligen Gefährdungslage 

zeigen, wobei es unwichtig sei, dass man ihn nicht namentlich erwähnt 

habe. Entscheidend sei vielmehr, dass er mit den damals festgenommenen 

Personen in Verbindung und der erschossenen Person nahe gestanden 

sei. Da er aus Vorsicht alle Bilder seines Freundes vor der Flucht vernichtet 

und von seinem Handy gelöscht habe, sei er wegen dieser begreiflichen 

Schutzmassnahme nicht in der Lage gewesen, die Freundschaft zum Er-

schossenen mit Bildern zu dokumentieren. Soweit Zweifel des SEM damit 

begründet würden, die Identitätskarte sei noch nicht eingereicht worden, 

reiche er diese nach. Zur Bedeutung der Demonstration vom (...) sei auf 

die Zeitungsberichte und die nachträglich eingereichten Beweismittel hin-

zuweisen. Die der Flucht vorausgehende politische Phase sei in den Be-

fragungen nicht hinreichend ausgeleuchtet worden. Die Fragen seien auf 

die Ereignisse des Round-up fokussiert gewesen. Die auslösende Ursache 

desselben seien aber die Demonstrationen gewesen. Zur Festnahme des 

(Nennung Verwandter) s sei auf dessen Schreiben (Beilage 11) zu verwei-

sen. Anlässlich der BzP habe er noch nicht gewusst, dass der (Nennung 

Verwandter) bereits freigekommen sei. Die neuen Beweismittel habe die 

Vorinstanz nicht durch Rückfragen bei den Autoren der Schreiben über-

prüft, was nachzuholen sei, falls Zweifel an den Dokumenten bestehen soll-

ten. Sodann verkenne die Vorinstanz die Realität, wenn sie aus schlechten 

Distanzschätzungen Widersprüche herleiten wolle. Er habe einen Plan aus 

der Heimat erhalten, welcher die Bushaltestelle und sein Wohnhaus besser 

lokalisiere als die erstellte Skizze auf Google Maps. Wenn Distanzen bei 

den Befragungen nicht gut wiedergegeben würden, sei dies verständlich, 

da viele Leute ungeübt seien beim Schätzen von Strecken. Ferner möge 

seine Teilnahme an der Demonstration in J._______ keinen Nachflucht-

grund darstellen, sei aber bei der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

zu berücksichtigen. 

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu 

D-2638/2019 

Seite 13 

Recht abgelehnt hat. Im Wesentlichen kann auf die Erwägungen in der an-

gefochtenen Verfügung verwiesen werden. Die Ausführungen auf Be-

schwerdeebene sind nicht geeignet, zu einer anderen Beurteilung zu ge-

langen. 

6.2 Vorweg ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer seine Heimat ei-

genen Angaben zufolge legal mit seinem eigenen Reisepass – den er sich 

bereits im (Nennung Zeitpunkt), mithin ein (...) Jahr oder mehr vor seiner 

Ausreise, habe ausstellen lassen (vgl. act. A5/11, S. 5, Ziff. 4.02; A13/19, 

F28) – via den streng kontrollierten Flughafen G._______ verlassen hat, 

was gegen ein staatliches Verfolgungsinteresse an seiner Person spricht. 

So führte er in der Anhörung an, er sei mit seinem auf seinen Namen aus-

gestellten Pass von G._______ normal ausgereist, wobei er diesen Pass 

bei der Ausreisekontrolle vorgewiesen habe (vgl. act. A13/19, F31 f.).  

6.3 Das SEM hat sodann mit zutreffender Begründung in zu bestätigender 

Weise dargelegt, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, die geltend 

gemachten Vorkommnisse (Suche durch Angehörige des CID und der 

STF), welche nach seiner Ansicht eine flüchtlingsrelevante Verfolgungssi-

tuation darstellten, glaubhaft zu machen.  

 

Der Einwand des Beschwerdeführers, dass die eingereichten Dokumente 

ein klares Bild von der damaligen Gefährdungslage zeigen würden und es 

dabei unwichtig sei, dass er darin nicht namentlich erwähnt werde, zumal 

seine Verbindung zu den damals festgenommenen Personen und dem er-

schossenen D._______ der entscheidende Faktor darstelle, vermag nicht 

zu überzeugen. So genügt es nicht, auf Vorkommnisse am Herkunftsort 

(Ausschreitungen nach der Tötung eines Mannes und als Folge davon Ver-

haftungen etlicher männlicher Dorfbewohner durch die Sicherheitskräfte 

sowie Folterungen einiger Festgenommener durch die Polizei) zu verwei-

sen und diese – wie vorliegend – zu dokumentieren, ohne dass ein persön-

licher Bezug zu diesen Geschehnissen nachvollziehbar und plausibel dar-

gelegt wird. Insbesondere vermag der Beschwerdeführer weder eine Ver-

bindung zu dem getöteten D._______ aufzuzeigen noch zu anderen Per-

sonen, welche seinen Angaben in der Beschwerdeschrift zufolge damals 

festgenommen worden seien. Tatsächlich reichte er hinsichtlich der Person 

D._______ keinerlei Beweismittel ein, welche aufzeigen würden, dass er 

diesen gekannt hätte oder näher befreundet gewesen wäre. An dieser 

Schlussfolgerung vermag der Hinweis, er habe aus Sicherheitsgründen 

alle Fotos des Freundes vor der Flucht vernichtet, nichts zu ändern. So-

dann wird aus der angesichts der unbestimmt gehaltenen Entgegnung in 

D-2638/2019 

Seite 14 

der Rechtsmitteleingabe nicht ersichtlich, mit welchen "Leuten, die damals 

festgenommen worden seien" (vgl. Replik, S. 1) er in Verbindung gestan-

den haben will. Sollten damit Jugendliche aus seinem Dorf gemeint sein, 

die im Rahmen der Razzia der Sicherheitskräfte verhaftet wurden, lässt 

sich aus deren Festnahme jedenfalls noch nicht herleiten, er sei deswegen 

konkret im Visier der Sicherheitskräfte gestanden. Er führte diesbezüglich 

denn auch selber anlässlich der BzP aus, die Behörden hätten nicht nur 

ihn gewollt, sondern alle jungen Leute mitgenommen, da sich diese nach 

dem Tod von D._______ deliktisch verhalten hätten (vgl. act. A5/11, S. 7). 

Wie die Vorinstanz zu Recht und mit zutreffender Begründung erkannte, 

lassen sich aus den Schreiben privater Dritter – soweit es sich nicht um 

Verwandte handelt – sowie den entsprechenden Audio-Videos von lokalen 

Nachrichtensendungen keine konkreten Hinweise auf eine Verfolgung sei-

ner Person entnehmen, zumal sich diese Unterlagen auf die allgemeine 

Darstellung der Ereignisse beschränken. Soweit es sich bei den Schreiben 

um solche von Angehörigen handelt (Beilagen 23a, 24a, 26a, 28a, 29a, 

31a), welche seinen Ausführungen zufolge die von ihm geschilderte Verfol-

gungssituation sowohl zeitlich als auch örtlich bestätigten, kann diesen 

zum Beleg der geltend gemachten Verfolgung ebenso keine relevante Be-

weiskraft beigemessen werden. Aufgrund deren allgemeinen Inhalts, der 

teilweise im Widerspruch zu den Ausführungen des Beschwerdeführers 

steht oder keine zeitliche Chronologie enthält, stellen sich diese Doku-

mente als blosse Gefälligkeitsschreiben dar. So wird beispielsweise in der 

Beilage 23a, welche von (Nennung Person) ausgestellt worden sei – des-

sen Name vom Beschwerdeführer in der Anhörung als K._______ bezeich-

net wurde (vgl. act. A13/19, F35) – davon berichtet, dass Angehörige des 

CID, der Polizei und des STF auf der Suche nach dem Beschwerdeführer 

im Haus des Ausstellers des Schreibens erschienen seien, worauf der Be-

schwerdeführer über den rückwärtigen Teil des Hauses die Flucht ergriffen 

habe. Einen solchen Vorfall hat der Beschwerdeführer jedoch im Rahmen 

der BzP oder der Anhörung nie erwähnt (vgl. act. A5/11, S. 6, A13/19, F35 

und F80). Ausserdem ist aus dem erwähnten Schreiben kein Hinweis auf 

eine Verwandtschaft zum Beschwerdeführer ersichtlich. Sodann ist der 

Beilage 24a – gemäss welcher er auf der Flucht während (Nennung Dauer) 

ab (Nennung Zeitpunkt) bei seiner (Nennung Verwandte) gelebt habe – zu 

entnehmen, dass deren Ehemann verhaftet worden sei und die Behörden 

gedroht hätten, diesem Leid zuzufügen, sollten sie den Beschwerdeführer 

nicht innert drei Tagen aushändigen. Infolge dieser Lebensgefahr sei der 

(Nennung Verwandter) danach ebenfalls aus Sri Lanka ausgereist. Anläss-

lich der Anhörung wiederum, wo der Beschwerdeführer einlässlich zu den 

D-2638/2019 

Seite 15 

Problemen dieses (Nennung Verwandter) befragt wurde, wurde die Vorge-

hensweise der Behörden gänzlich anders geschildert (vgl. act. A13/19, 

F119 ff.). Hinsichtlich der Festnahme des (Nennung Verwandter) (Beilagen 

11 und 26a) ist zu bemerken, dass darin eine (Nennung Dauer) Haft des-

selben aufgeführt ist. Demgegenüber hielt der Beschwerdeführer in der 

BzP vom 2. Mai 2018 mit Bestimmtheit fest, der (Nennung Verwandter) sei 

am (...) festgenommen und bis heute nicht freigelassen worden (vgl. act. 

A5/11, S. 6, letzter Absatz). Der Einwand, er habe anlässlich der BzP noch 

nicht gewusst, dass der (Nennung Verwandter) bereits freigekommen sei, 

vermag nicht zu überzeugen. Hätte er tatsächlich keine Kenntnis davon 

gehabt, hätte seine diesbezügliche Aussage anders lauten müssen respek-

tive wäre zu erwarten gewesen, dass er allfällige Zweifel entsprechend 

äussert. Im Weiteren ist der Vorinstanz beizupflichten, dass der Beschwer-

deführer bezüglich der als Beilagen 6, 17 und 30a eingereichten Unterla-

gen nie geltend machte, wegen der angeblichen Zugehörigkeit des (Nen-

nung Verwandter) zu den H._______ von den Sicherheitskräften gesucht 

zu werden, sondern er gab als Grund die angebliche Freundschaft mit 

D._______ an. Zudem erstaunt, dass im Schreiben der Mutter (Beilagen 6 

und 30a) bei der Beschreibung des Round-ups vom (...) der Umstand, dass 

sie ihren Mann und ihren Sohn beziehungsweise den Beschwerdeführer 

früh geweckt und über die behördliche Operation informiert habe, keinerlei 

Erwähnung findet. Im Übrigen sind die Angaben zum Zeitpunkt, wann die 

Sicherheitskräfte das Dorf umzingelt hätten, unstimmig. Gemäss Bestäti-

gung der Mutter sei dies ab 05:00 Uhr morgens gewesen, der Beschwer-

deführer gab hingegeben an, dies sei um 06:00 Uhr beziehungsweise um 

06:30 Uhr geschehen (vgl. act. A13/19, F80 und F111). Auch diese Doku-

mente erweisen sich demnach zum Beleg einer flüchtlingsrechtlich rele-

vanten Suche nach seiner Person als nicht beweiskräftig. Zu den Vorbe-

halten, wonach sich aus der eingereichten Beilage 5 ein Widerspruch zwi-

schen seinen Aussagen bezüglich der Distanz von seinem Versteck zur 

Bushaltestelle ergebe, wendet der Beschwerdeführer ein, auf dem nach-

gereichten Plan werde die Bushaltestelle und sein Wohnhaus besser loka-

lisiert. Da viele Leute ungeübt seien beim Schätzen von Strecken, könnten 

sich ohne Weiteres Differenzen ergeben. Dieser Einwand ist als nicht stich-

haltig zu erachten. Zum einen ist die auf dem nachgereichten Plan einge-

zeichnete Bushaltestelle nicht an der gleichen Strassenkreuzung vermerkt, 

wie dies aus dem Ausschnitt aus Google Maps ersichtlich ist. Diesbezüg-

lich zeigen sich abweichende Angaben zum tatsächlichen Ort der in Frage 

stehenden Haltestelle. Ausserdem ergibt sich – wie die Vorinstanz zu Recht 

erkannte – aus dem Kartenausschnitt aus Google Maps eine wesentlich 

längere Distanz zwischen dem Versteck im Wald und der Haltestelle. Auch 

D-2638/2019 

Seite 16 

wenn diese nach Einschätzung des Gerichts nicht annähernd zwei Kilome-

ter beträgt, dürfte sie immer noch mindestens doppelt so weit entfernt lie-

gen, wie dies der Beschwerdeführer angegeben hat. Da er in dieser Ge-

gend aufgewachsen ist und somit mit der Umgebung sehr vertraut sein 

dürfte, und er die angeführte Entfernung von sich aus angegeben hat, kann 

er sich nicht darauf berufen, seine Angaben beruhten auf einer falschen 

Distanzschätzung. Der Beschwerdeführer vermag daher auch aus den ein-

gereichten Karten für die Umstände der geltend gemachten Flucht nichts 

zu seinen Gunsten abzuleiten.   

 

Weder die bei der Vorinstanz noch die auf Beschwerdeebene ins Recht 

gelegten Unterlagen vermögen daher eine behördliche Verfolgung plausi-

bel zu dokumentieren. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das SEM 

habe die neuen Beweismittel nicht durch Rückfragen bei den Autoren der 

Schreiben überprüft, was nachzuholen sei, falls Zweifel an diesen Doku-

menten bestehen sollten, ist zu entgegnen, dass das SEM keine Zweifel 

an den Dokumenten als solchen äusserte, jedoch deren Relevanz für den 

Nachweis der vorgebrachten Verfolgung verneinte. Es besteht daher vor-

liegend keine Veranlassung für eine entsprechende Überprüfung. 

6.4 Soweit der Beschwerdeführer betreffend den Vorhalt unwahrscheinli-

cher Aussagen betreffend seine Flucht beim Round-up darauf hinweist, die 

Vorinstanz habe sich weder mit den Örtlichkeiten noch mit dem Zeitablauf 

auseinandergesetzt, vermag er nicht zu überzeugen. Nachdem sich – 

folgte man den Ausführungen seiner Mutter in deren Bestätigung (Beilagen 

6 und 30a) – die Sicherheitskräfte bereits um fünf Uhr in der Früh um das 

Dorf postiert haben sollen, hätte er sich eben gerade nicht rechtzeitig, wie 

er dies auf Beschwerdeebene vorbringt, in den östlich der Siedlung gele-

genen Wald begeben können, zumal er erst eine respektive eineinhalb 

Stunden später von seiner Mutter gewarnt worden sei (vgl. act. A13/19, 

F80 und F111). Zudem habe er sich in Begleitung von vielen weiteren jun-

gen Männern befunden, weshalb es umso weniger plausibel erscheint, 

dass all diese Leute von den für solche Einsätze ausgebildeten Sicher-

heitskräften nicht bemerkt worden wären. Der weitere Einwand, nach 10:00 

Uhr sei die Operation beendet gewesen und das grosse Aufgebot an Si-

cherheitskräften abgezogen worden, weshalb ihm seine Mutter in der Folge 

seine Sachen habe in den Wald bringen und er den ebenfalls ausserhalb 

des umzingelten Gebietes gelegenen Bus nehmen können, muss unter 

diesen Umständen als blosse Schutzbehauptung gewertet werden. Dies 

auch deshalb, weil der Beschwerdeführer gemäss dieser Argumentation 

drei bis vier Stunden im nahegelegenen Wald verbracht hätte, bevor ihm 

D-2638/2019 

Seite 17 

seine Mutter seine Sachen hätte bringen können. In der Anhörung führte 

er jedoch an, seine Mutter habe deshalb keine Probleme mit den Sicher-

heitskräften gehabt, weil sie eine Frau sei und man nur die Männer festge-

nommen habe (vgl. act. A13/19, F116). Dieses Vorbringen lässt den 

Schluss zu, dass die Operation demnach noch im Gange gewesen sei, als 

er angeblich seine Effekten von der Mutter erhalten hatte. Weiter ist seine 

Vermutung, wonach die Polizei möglicherweise nur Strassen, nicht aber 

Buslinien überwacht habe, als in erheblichem Masse realitätsfern zu wer-

ten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Angehörigen der STF ent-

sprechende Massnahmen zur Vereitelung von Fluchtversuchen mit Fahr-

zeugen getroffen haben. Sodann hat das SEM in zutreffender Weise auf 

die erheblichen Ungereimtheiten im Sachverhaltsvortrag hinsichtlich des 

Verschwindens seines (Nennung Verwandter) hingewiesen, denen er auf 

Beschwerdeebene nichts Substanzielles entgegenzusetzen vermag. Das 

entsprechende Vorbringen ist deshalb ebenfalls als unglaubhaft zu erach-

ten. 

6.5 An dieser Einschätzung vermögen die mit der Eingabe vom 15. Januar 

2020 eingereichten Dokumente (Nennung Beweismittel) nichts zu ändern. 

Die im (Nennung Beweismittel) vermerkten Angaben basieren einerseits 

allesamt auf den Schilderungen der Mutter des Beschwerdeführers und 

enthalten andererseits im Wesentlichen allgemeine Angaben zum Round-

up vom (...) und den Zusatz, dass die Polizei sich bei der Mutter in bedroh-

licher Weise nach dem Beschwerdeführer erkundigt habe. Aus den er-

wähnten Dokumenten wird auch bei Wahrunterstellung nicht ersichtlich, 

dass die Sicherheitskräfte den Beschwerdeführer allenfalls aus anderen 

Gründen als denjenigen, die Ausschreitungen zu beenden und mögliche 

Schuldige zu ermitteln, gesucht haben könnten. 

6.6 Gesamthaft ist daher für den Zeitpunkt der Ausreise nicht von einer 

asylrelevanten Vorverfolgung des Beschwerdeführers auszugehen, wel-

che die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG begründen und zur 

Asylgewährung führen könnte. 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es hätten mittlerweile Si-

cherheitskräfte nach einer mit Schusswaffen durchgeführten Attacke auf 

Polizeikräfte im (Nennung Zeitpunkt) zuhause nach ihm gesucht. Zudem 

sei er der Sohn eines ehemaligen H._______-Mitglieds und betätige sich 

in der Schweiz exilpolitisch, womit er Risikofaktoren erfülle. Es bleibt dem-

nach zu prüfen, ob er deswegen bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit 

D-2638/2019 

Seite 18 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 

AsylG zu befürchten hat, weshalb seine Flüchtlingseigenschaft festzustel-

len wäre. 

7.2 Im Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 hat das Bundesver-

waltungsgericht eine aktuelle Analyse der Situation von Rückkehrenden 

nach Sri Lanka vorgenommen und festgestellt, dass aus Europa respektive 

der Schweiz zurückkehrende tamilische Asylsuchende nicht generell einer 

ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt seien 

(vgl. E-1866/2015 E. 8.3). Das Gericht orientiert sich bei der Beurteilung 

des Risikos von Rückkehrern, Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Ver-

haftung und Folter zu werden, an verschiedenen Risikofaktoren. Dabei 

handelt es sich um das Vorhandensein einer tatsächlichen oder vermeint-

lichen, aktuellen oder vergangenen Verbindung zu den H._______, um 

Teilnahme an exilpolitischen regimekritischen Handlungen und um Vorlie-

gen früherer Verhaftungen durch die sri-lankischen Behörden, üblicher-

weise im Zusammenhang mit einer tatsächlichen oder vermuteten Verbin-

dung zu den H._______ (sog. stark risikobegründende Faktoren, vgl. E-

1866/2015 E. 8.4.1 – 8.4.3). Einem gesteigerten Risiko, genau befragt und 

überprüft zu werden, unterliegen ausserdem Personen, die ohne die erfor-

derlichen Identitätspapiere nach Sri Lanka einreisen wollen, die zwangs-

weise nach Sri Lanka zurückgeführt werden oder die über die Internatio-

nale Organisation für Migration (IOM) nach Sri Lanka zurückkehren, sowie 

Personen mit gut sichtbaren Narben (sog. schwach risikobegründende 

Faktoren, vgl. E-1866/2015 E. 8.4.4 und 8.4.5). Das Gericht wägt im Ein-

zelfall ab, ob die konkret glaubhaft gemachten Risikofaktoren eine asyl-

rechtlich relevante Gefährdung der betreffenden Person ergeben. Dabei 

zieht es in Betracht, dass insbesondere jene Rückkehrer eine begründete 

Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG haben, denen 

seitens der sri-lankischen Behörden zugeschrieben wird, dass sie bestrebt 

seien, den tamilischen Separatismus wiederaufleben zu lassen (vgl. E-

1866/2015 E. 8.5.1). Diese Rechtsprechung ist auch in Anbetracht der ak-

tuellen Ereignisse in Sri Lanka weiterhin ausschlaggebend.  

Das Gericht kommt unter Berücksichtigung der aufgeführten Risikofakto-

ren zum Schluss, dass kein Grund zur Annahme einer begründeten Furcht 

des Beschwerdeführers vor Verfolgung besteht. Es kann zwar nicht ausge-

schlossen werden, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka bei der Wie-

dereinreise einer Befragung und Überprüfung durch die Grenzbehörden 

unterzogen wird. Ein solches Vorgehen kann aber nicht als asylrelevante 

D-2638/2019 

Seite 19 

Verfolgung gewertet werden, und für ein darüberhinausgehendes Verfol-

gungsinteresse der sri-lankischen Behörden sind keine massgeblichen 

Hinweise ersichtlich. Der Beschwerdeführer erfüllt aufgrund seiner Ver-

wandtschaft zu einem ehemaligen Mitglied der H._______ ((Nennung Ver-

wandter)) zwar einen stark risikobegründenden Faktor im Sinne des vor-

genannten Referenzurteils. Diese Tatsache für sich lässt aber noch nicht 

den Schluss zu, dass er zu jener Gruppe zu zählen ist, die bei einer Rück-

kehr mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft ernst-

hafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Wie vorste-

hend dargelegt, hat der Beschwerdeführer nicht glaubhaft dargelegt, im 

Zeitpunkt der legalen Ausreise flüchtlingsrechtlich relevant gefährdet ge-

wesen zu sein. Er lebte nach Kriegsende noch (Nennung Dauer) Sri Lanka, 

mithin hätten die sri-lankischen Behörden bei einem allfälligen Verfol-

gungsinteresse ausreichend Zeit gehabt, um seiner habhaft zu werden. 

Der Beschwerdeführer war im Übrigen im Zeitpunkt des Kriegsendes erst 

(...) Jahre alt. Aus seinen Ausführungen geht auch nicht hervor, dass er 

persönlich irgendwelche Verbindungen zu den H._______ gehabt hätte  

oder wegen seines (Nennung Verwandter) Befragungen oder anderen Be-

helligungen ausgesetzt gewesen wäre. Dies sowie die legale Ausreise mit 

dem eigenen Reisepass lassen denn auch nicht den Schluss zu, dass die 

sri-lankischen Behörden dem Beschwerdeführer effektiv ein Interesse am 

Wiederaufflammen des tamilischen Separatismus unterstellen. Vielmehr 

zeigt dieser Umstand auf, dass die Behörden den Beschwerdeführer nicht 

ernsthaft verdächtigten, in massgeblicher Weise für die H._______ aktiv 

gewesen zu sein oder Kontakt zu Kaderleuten der Organisation gehabt zu 

haben. Sodann ist die angeführte exilpolitische Tätigkeit des Beschwerde-

führers, namentlich die Teilnahme an Kundgebungen in J._______, ohne 

besondere Funktion (Beilage 18), in jeder Hinsicht als niederschwellig und 

als flüchtlingsrechtlich unbeachtlich einzustufen. Darüber hinaus hat er 

keine weiteren exilpolitischen Aktivitäten geltend gemacht. Es besteht vor 

diesem Hintergrund kein Grund zur Annahme, dass der Beschwerdeführer 

auf der „Watch“- oder der „Stop“-Liste eingetragen ist. Auch die geltend 

gemachte behördliche Suche im (...) im Nachgang zu einem Angriff auf sri-

lankische Polizeikräfte durch Verwendung einer Schusswaffen-Falle ver-

mag zu keiner anderen Erkenntnis zu führen. In dem mit Eingabe vom 

7. August 2020 ins Recht gelegten (Nennung Beweismittel) (Beilage 42 f.) 

wird über Ermittlungen der Polizei und des CID als Folge einer gegen die 

Polizei gerichteten Attacke durch eine Schusswaffen-Falle und einer in die-

sem Zusammenhang stehenden Suche der Sicherheitskräfte nach dem 

Beschwerdeführer und dessen (Nennung Verwandter) berichtet. Selbst 

D-2638/2019 

Seite 20 

wenn sich effektiv eine solche Suche zugetragen haben sollte – die dies-

bezüglich ins Recht gelegten Fotos (Beilage 44) vermögen nicht aufzuzei-

gen, wo, warum und bei wem Angehörige der Sicherheitskräfte erschienen 

sind – wären die entsprechenden Ermittlungshandlungen als rechtsstaat-

lich legitim zu erachten, dienen sie doch der Aufrechterhaltung von Ruhe 

und Ordnung respektive der Aufklärung kriminellen Unrechts. Überdies 

wird aus dem Zeitstempel auf den Fotos ersichtlich, dass diese am (...) 

gemacht wurden. Die Mutter des Beschwerdeführers schreibt hingegen im 

erwähnten Schreiben, die Polizeikräfte seien am (...) bei ihnen erschienen. 

Insgesamt ist aufgrund der Aktenlage nicht anzunehmen, dass dem Be-

schwerdeführer persönlich im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka ernst-

hafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen würden, wobei die Erfül-

lung von Risikofaktoren nicht per se ernsthafte Nachteile im Sinne von 

Art. 3 AsylG zur Folge haben (vgl. a.a.O. E. 8.5.1 Satz 1). 

7.3 Dies gilt auch unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Lage in 

Sri Lanka. Die Präsidentschaftswahlen von November 2019 und daran an-

knüpfende Ereignisse vermögen diese Einschätzung nicht in Frage zu stel-

len (vgl. dazu im Einzelnen: Urteil des BVGer E-1156/2020 vom 20. März 

2020 E. 6.2). Das Bundesverwaltungsgericht ist sich der politischen Verän-

derungen in der Heimat des Beschwerdeführers bewusst. Es beobachtet 

die Entwicklungen aufmerksam und berücksichtigt diese bei seiner Ent-

scheidfindung. Zwar ist beim derzeitigen Kenntnisstand durchaus von einer 

möglichen Akzentuierung der Gefährdungslage auszugehen, der Perso-

nen mit einem bestimmten Risikoprofil ausgesetzt sind beziehungsweise 

bereits vorher ausgesetzt waren (vgl. E-1866/2015; Human Rights Watch 

[HRW], Sri Lanka: Families of "Disappeard" Threatened, 16.02.2020). Den-

noch gibt es zum heutigen Zeitpunkt keinen Grund zur Annahme, dass seit 

dem Machtwechsel in Sri Lanka ganze Bevölkerungsgruppen kollektiv ei-

ner Verfolgungsgefahr ausgesetzt wären. Unter diesen Umständen ist im 

Einzelfall zu prüfen, ob ein persönlicher Bezug der asylsuchenden Perso-

nen zur Präsidentschaftswahl vom 16. November 2019 respektive deren 

Folgen besteht. Für den Beschwerdeführer ist das nicht der Fall. 

An der Lageeinschätzung des erwähnten Referenzurteils ist weiterhin fest-

zuhalten. Objektive Nachfluchtgründe, bei denen eine Gefährdung entstan-

den ist aufgrund von äusseren, nach der Ausreise eingetretenen Umstän-

den, auf die der Betreffende keinen Einfluss nehmen konnte (vgl. BVGE 

2010/44 E. 3.5 m.w.H.), liegen hier nicht vor. Es sind auch sonst keine An-

haltspunkte ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im aktuellen politi-

D-2638/2019 

Seite 21 

schen Kontext in Sri Lanka in den Fokus der sri-lankischen Behörden ge-

raten ist und mit asylrelevanter Verfolgung zu rechnen hat, weshalb er 

keine Verfolgung oder begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermag. 

7.4 Zusammenfassend ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die Vor-

instanz hat sein Asylgesuch zu Recht abgewiesen. 

8.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der 

Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im 

Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürger-

krieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet 

sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von 

D-2638/2019 

Seite 22 

Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Der Vollzug ist 

schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Ausländer weder 

in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausrei-

sen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.2.2 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung mit zutreffender 

Begründung erkannt, dass der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der 

Nichtrückschiebung mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft keine 

Anwendung findet und keine anderweitigen völkerrechtlichen Vollzugshin-

dernisse erkennbar sind. Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwal-

tungsgerichts lassen weder die Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie noch 

die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka den Wegweisungs-

vollzug als unzulässig erscheinen (vgl. E-1866/2015 E. 12.2 f.). An der La-

geeinschätzung in E-1866/2015 ist weiterhin festzuhalten. Auch der Euro-

päische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat wiederholt festge-

stellt, dass nicht generell davon auszugehen sei, zurückkehrenden Tamilen 

drohe in Sri Lanka eine unmenschliche Behandlung. Eine Risikoeinschät-

zung müsse im Einzelfall vorgenommen werden (vgl. Urteil des EGMR R.J. 

gegen Frankreich vom 19. September 2013, 10466/11, Ziff. 37). Weder aus 

den Vorbringen des Beschwerdeführers noch in anderweitiger Hinsicht er-

geben sich konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er im Falle einer Ausschaf-

fung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer gemäss 

der EMRK oder der FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wäre. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Präsident-

schaftswahlen von November 2019 und des diplomatischen Konflikts zwi-

schen der Schweizer Botschaft und den sri-lankischen Behörden. 

Der Vollzug der Wegweisung ist somit sowohl im Sinne der flüchtlings- als 

auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3   

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Das SEM hat sich mit der Frage der Zumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung des aus B._______ im C._______-Distrikt stammenden Be-

schwerdeführers befasst und die Zumutbarkeit bejaht. Diese Erwägungen 

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sind zu bestätigen. Der Beschwerdeführer setzt diesen Feststellungen 

nichts Substanzielles entgegen. Er verfügt in seiner Herkunftsregion über 

Familienangehörige, mit denen er in Kontakt steht und die ihn bei der Rein-

tegration unterstützen können, sowie über weitere Verwandte (vgl. act. 

A5/11, S. 4 f.; A13/19, S. 5 f.). Somit verfügt er an seinem Herkunftsort über 

ein familiäres Beziehungsnetz, eine gesicherte Wohnsituation und ange-

sichts seiner bisherigen Berufserfahrungen auch Erwerbsmöglichkeiten. 

Es ist demnach davon auszugehen, dass sich der grundsätzlich gesunde 

Beschwerdeführer in seiner Heimat beruflich wieder integrieren und auf ein 

tragfähiges Beziehungsnetz zurückgreifen kann, welches ihn nach einer 

Rückkehr im Bedarfsfall unterstützen kann. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Indessen wurde mit 

Zwischenverfügung vom 13. Juni 2019 das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung gutgeheissen, weshalb auf die Erhebung 

von Verfahrenskosten zu verzichten ist. 

11.2 Mit derselben Verfügung wurde ausserdem das Gesuch um amtliche 

Verbeiständung gutgeheissen (aArt. 110a Abs. 1 AsylG) und dem Be-

schwerdeführer sein Rechtsvertreter als Rechtsbeistand bestellt. Demnach 

ist diesem ein amtliches Honorar für seine notwendigen Aufwendungen im 

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Beschwerdeverfahren auszurichten. Mit Eingabe vom 7. August 2020 

reichte der Rechtsvertreter eine Kostennote ein, welche einen Aufwand 

von 10.75 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 200.– und Auslagen 

(inklusive Übersetzer) von Fr. 227.70 ausweist. Der Gesamtaufwand, in-

klusive Mehrwertsteuer, beläuft sich auf Fr. 2548.45. Der in Rechnung ge-

stellte Zeitaufwand erscheint im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen 

und in Anbetracht des Umfangs der eingereichten Beschwerdeschrift als 

überhöht, zumal in der Rechtsmitteleingabe über drei Seiten hinweg der 

Inhalt beigelegter Beweismittel wiederholt wird. Der Aufwand ist deswegen 

auf neun Stunden zu reduzieren. In Berücksichtigung der massgeblichen 

Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) ist der Gesamtaufwand auf ge-

rundet Fr. 2184.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne 

von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) festzusetzen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dem amtlichen Rechtsbeistand wird zulasten der Gerichtskasse eine Ent-

schädigung von Fr. 2184.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Stefan Weber 

 

 

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