# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adf1fe49-9a83-5157-bd88-d45107d40530
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-06-27
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 27.06.2011 BG.2011.10
**Docket/Reference:** BG.2011.10
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2011-10_2011-06-27

## Full Text

Anfechtung Gerichtsstand (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung Gerichtsstand (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung Gerichtsstand (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung Gerichtsstand (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 27. Juni 2011 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Joséphine Contu, 
Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 
Parteien 

  
A., 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

KANTON SCHWYZ, Staatsanwaltschaft, 
 

Beschwerdegegner 
 

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BG.2011.10 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz mit Verfügung vom 
6. Mai 2011 das Strafverfahren gegen A. wegen übler Nachrede (Art. 173 
StGB) vom Kanton Solothurn übernommen hat (act. 3.1); 

 
- A. gegen die Übernahmeverfügung mit Schreiben vom 14. Mai 2011 Be-

schwerde beim Bundesstrafgericht einreichte (act. 1); 
 
- das Bundesstrafgericht den Beschwerdeführer am 20. Mai 2011 aufforder-

te, bis zum 31. Mai 2011 eine Kopie der entsprechenden Übernahmeverfü-
gung zu senden sowie seine Ausführungen präziser bzw. genauer zu for-
mulieren (act. 2); 

 
- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 26. Mai 2011 die Übernahmever-

fügung einreichte und geltend macht, er fechte die Übernahmeverfügung 
an und beantrage eine Aufsichtsbeschwerde wegen Befangenheit des 
Staatsanwaltes (act. 3 und 3.1); 

 
- das Bundesstrafgericht am 30. Mai 2011 erneut an den Beschwerdeführer 

gelangte und ihm mitteilte, dass eine Kopie seines Schreibens vom 
26. Mai 2011 an die Staatsanwaltschaft March als verfahrensleitende Be-
hörde gehe, damit diese betreffend der Aufsichtsbeschwerde, bzw. dem 
Ausstandsgesuch, die allenfalls erforderlichen Schritte einleiten könne (vgl. 
act. 4); 

 
- das Bundesstrafgericht mit Schreiben vom 30. Mai 2011 den Beschwerde-

führer überdies um Begründung der Beschwerde im Sinne von Art. 385 
Abs. 1 StPO bis 9. Juni 2011 ersuchte, ansonsten nicht darauf eingetreten 
werden könne (act. 4); 

 
- der eingeschriebene Brief des Bundesstrafgerichts vom 30. Mai 2011 dem 

Beschwerdeführer nicht zugestellt werden konnte und er diesen auch nicht 
innerhalb der siebentägigen Abholfrist auf der Post abgeholt hat (act. 5), 
obwohl er mit der Zustellung hätte rechnen müssen, weswegen die Zustel-
lung nach Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO als erfolgt gilt; 

 
- innerhalb der vom Bundesstrafgericht gesetzten Frist keine entsprechende 

Begründung verzeichnet werden konnte, weswegen auf die Beschwerde 
gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO nicht eingetreten werden kann; 

 

- 3 - 

 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichts-
kosten zu tragen hat (Art. 428 Abs.1 StPO), wobei die Gerichtsgebühr vor-
liegend auf Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 
Art. 8 Abs. 1 sowie Art. 22 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 
31. August  2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-
desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer zur Bezah-

lung auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 28. Juni 2011 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.