# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5845b13d-85c4-53c1-b55d-4d43904f7be1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.01.2007 NG060005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NG060005_2007-01-24.pdf

## Full Text

ZPO 66 Abs. 3, unnötige Kosten. Der Anwalt, der eine fristgebundene und
wichtige Sendung nicht eingeschrieben spediert, haftet persönlich für die Kosten
der Beweiserhebungen.

(Sachverhalt:)

Der ans Obergericht adressierte Briefumschlag, der die schriftliche Beru-
fungsbegründung der beklagten Partei enthält, ist von der Post am Tag nach
Fristablauf gestempelt. Der Sendung liegt ein Brief des Anwaltes bei, er habe den
Umschlag am letzten Tag der Frist um 23.30 Uhr in einen Briefkasten der Post
eingeworfen, und das könne eine unabhängige Person bestätigen, die mit Namen
und Adresse genannt wird. Das Obergericht eröffnet ein Beweisverfahren und
hört den Anwalt und den Dritten als Zeugen an.

(Aus den Erwägungen des Endentscheides:)

"4. (...) Die Kosten des Beweisverfahrens zur Rechtzeitigkeit der Postauf-

gabe sind Rechtsanwalt A. persönlich aufzuerlegen (§ 66 Abs. 3 ZPO); mit dem

einfachen und üblichen Mittel, eine fristgebundene und wichtige Eingabe einge-

schrieben zu versenden, hätte er den ganzen Aufwand vermeiden können. Dieser

ist auf einen Viertel der Kosten für das Berufungsverfahren zu schätzen. Der Ver-

treter des Klägers äusserte sich zu diesem Punkt nicht und nahm auch an der

Beweisverhandlung nicht teil. Der Kläger hat daher von Rechtsanwalt A. unter

diesem Titel keine gesonderte Entschädigung zugut."

Obergericht II. Zivilkammer
Beschluss vom 24. Januar 2007

NG060005