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**Case Identifier:** f82e0c3f-27c1-54f8-a006-6cf22ee5d0a0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.04.2013 IV 2011/227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-227_2013-04-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/227

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.04.2013

Entscheiddatum: 12.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2013
Art. 28 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV. Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. 
Würdigung eines interdisziplinären MEDAS-Gutachtens. Das MEDAS-
Gutachten ist beweistauglich. Einkommensvergleich unter Berücksichtigung 
eines Abzugs vom Tabellenlohn von 10 %. Anspruch auf eine befristete 
Dreiviertelsrente bejaht. Anspruch auf eine unbefristete Viertelsrente 
aufgrund einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit gutgeheissen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2013, IV 
2011/227).

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Sibylle Betschart

 

Entscheid vom 12. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, 

St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

 

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 23. April 2009 unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall 

(Rücken) zum Bezug einer Rente bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 

2-1 ff.).

A.b   Im Frühinterventions-Gesprächsprotokoll vom 29. April 2009 nannte Dr. med. 

B.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst 

(RAD) nach einem gleichentags geführten Gespräch mit Hausärztin Dr. med. C.___, 

Fachärztin für Allgemeine Medizin FMH, die die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden 

Diagnosen einer Lumboischialgie beidseits, rechtsbetont, bei einer Spondylarthrose L4/

L5 sowie L5/S1, einer erosiven Osteochondrose L5/S1 (Modic II), einer degenerativen 

Osteochondrose L4/L5, einer Olisthesis LWK 3/4 sowie einem Status nach mehreren 

Infiltrationen in der Schulthessklinik vom November 2008 bis Februar 2009 ohne 

nachhaltige Wirkung und attestierte eine seit dem 12. März 2009 bestehende 

Arbeitsunfähigkeit mit vorherigen mehreren kurzfristigen Arbeitsausfällen. In der bis­

herigen mittelschweren Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter sei der Versicherte ange­

sichts der Schmerzen und verminderten Beweglichkeit eingeschränkt (IV-act. 7-1 ff., 

14-1 ff.).

A.c   Am 15. Mai 2009 erstattete die D.___ AG einen Arbeitgeberbericht. Darin wurde 

ausgeführt, dass der Versicherte seit dem 5. März 1984 als Mitarbeiter 

Fertigungslogistik in Vollzeit (40 Stunden pro Woche) beim Unternehmen tätig, jedoch 

momentan aufgrund anhaltender Arbeitsunfähigkeit abwesend sei (IV-act. 15-1 ff.).

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A.d   Gemäss Austrittsbericht der Klinik Valens vom 18. Juni 2009 war der Versicherte 

vom 11. Mai bis 6. Juni 2009 in der Klinik in stationärer Behandlung gewesen. Es 

wurden ein lumbospondylogenes Syndrom beidseits rechtsbetont sowie (als 

Nebendiagnosen) eine Ektasie der Aorta ascendes und infrarenal, bullöse 

Veränderungen der Oberlappen (CT am April 2009), Status nach Unterschenkelfraktur 

von 1984 sowie ein Nikotinabusus diagnostiziert; dem Versicherten sei – nach einem 

therapeutischen Arbeitsversuch für zwei Wochen, anschliessendem Einstieg mit 50 % 

Arbeitsfähigkeit und langsamer Steigerung auf 100 % - schliesslich die bisherige 

berufliche Tätigkeit als Hilfsarbeiter Packerei mit ganztägiger Arbeitszeit sowie eine 

mittelschwere Arbeit in Wechselbelastung mit Hantieren von Lasten bis max. 20 kg 

ganztags zumutbar (IV-act. 29-8 f.).

A.e   Am 6. August 2009 erstattete Dr. med. E.___ der Rheumatologie der Schulthess 

Klinik Zürich einen Bericht. Darin wurden die Diagnosen eines chronischen 

panvertebralen- mit lumbospondylogenen Schmerzsyndroms rechts sowie eine 

subacromiale Impingementsymptomatik Schulter rechts genannt. Dr. E.___ hielt fest, 

klinisch könnten ein radikuläres Reizsyndrom wie auch eine entzündlich 

rheumatologische Krankheit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. 

Der Patient sei über die Gutartigkeit der Diagnose informiert worden. Eine Abklärung in 

der Schmerzsprechstunde von Herrn Prof. G.___, insbesondere zur Einleitung einer 

schmerzdistanzierenden Therapie, würde als sinnvoll erachtet (IV-act. 29-24 ff.).

A.f    Im Frühinterventions-Ergebnisprotokoll nach Assessmentgespräch der IV-Stelle 

wurde am 19. August 2009 festgehalten, der Versicherte fühle sich subjektiv nicht 

arbeitsfähig; der Arbeitgeber teile diese Einschätzung. Es müsse mit einer Kündigung 

gerechnet werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien keine 

Eingliederungsmassnahmen möglich, obwohl ein adaptierter Arbeitsplatz vorhanden 

wäre (IV-act. 24). Mit Vorbescheid vom 24. August 2009 stellte die IV-Stelle dem 

Versicherten den Abschluss der Eingliederungsbemühungen (konkret: die 

Arbeitsvermittlung) in Aussicht, da er sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle (IV-act. 28-1 

f.).

A.g   Am 7. September 2009 erstattete Dr. med. F.___, Facharzt für Rheumatologie 

FMH, einen Bericht. Darin wurden die Diagnosen eines lumbospondylogenen 

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Syndroms rechtsbetont, ein Cervicalsyndrom, eine Supraspinatustendinopathie rechts 

mit Impingement, Duputren'sche Kontrakturen Strahl IV beidseits, eine Ektasie Aorta 

ascendens und infrarenal, bullöse Veränderungen Operlappen beidseits (CT April 09) 

sowie eine depressive Verstimmung genannt (IV-act. 29-29 f.).

A.h   Im Auftrag der IV-Stelle erstatteten die behandelnden Ärzte des 

Wirbelsäulenzentrums der Schulthess Klinik, Zürich, am 22. September 2009 einen 

Bericht. Darin wurde ausgeführt, dass der Versicherte aufgrund eines chronischen 

panvertebralen Schmerzsyndroms vom 21. Juli 2008 bis 19. April 2009 in ambulanter 

Behandlung gewesen sei. Diverse Abklärungen inklusive Stufendiagnostik mit 

Facettengelenksinfiltrationen hätten zu keinem konklusiven Ergebnis geführt. Im 

Rahmen der letzten Konsultation am 9. April 2009 sei bei fehlender Indikation für ein 

operatives Vorgehen der Abschluss der Behandlung in der Wirbelsäulenchirurgie erfolgt 

(IV-act. 31-2).

A.i     Am 23. September 2009 ging bei der IV-Stelle der undatierte Bericht der 

Hausärztin Dr. C.___ ein (IV-act. 29-1 ff.). Sie diagnostizierte mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ein lumbospondylogenes Syndrom beidseits rechtsbetont, eine 

Wirbelsäulenfehlhaltung, eine Beinlängendifferenz rechts -1 cm, ein Cervikalsyndrom 

sowie eine depressive Verstimmung. Dr. C.___ attestierte eine seit 16. Februar 2009 bis 

auf Weiteres bestehende 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit (IV-act. 29-3) sowie eine seit 13. Februar 2009 bestehende 100 %ige 

Arbeitsfähigkeit (8 Stunden pro Tag) in einer leidensadaptierten Tätigkeit (IV-act. 29-6).

A.j     Am 30. September 2009 verfügte die IV-Stelle den Abschluss der beruflichen

Eingliederungsbemühungen bzw. der Arbeitsvermittlung, da sich der Versicherte 

subjektiv nicht arbeitsfähig fühle (IV-act. 32-1 f.).

A.k   Am 2. Oktober 2009 führte Dr. med. H.___, Facharzt für Innere Medizin, Rheuma­

tologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, in einer Stellungnahme des IV-

internen regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) aus, in einer leidensadaptierten, d.h. 

leicht bis mittelschweren Tätigkeit mit Wechselbelastung und einer Gewichtslimite von 

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20 kg könne weiterhin von einer vollen 100 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen 

werden (IV-act. 33-1 ff.).

A.l     Mit Schreiben vom 3. März 2010 (IV-act. 42) liess der Versicherte der IV-Stelle 

den Bericht vom 30. September 2009 über die gleichentags stattgefundene 

konsiliarische Untersuchung in der Schmerzsprechstunde im Schmerz-/

Gutachtenzentrum der Schulthess-Klinik zukommen. Darin führte Prof. Dr. med. G.___, 

Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie und Leitender Arzt des Schmerz-/

Gutachterzentrums, im Wesentlichen aus, aus seiner Sicht seien die somatischen 

Beschwerden im Vordergrund bei multiplen (auch radiologisch) nachweisbaren 

Befunden, welche den Patienten in der manuellen Tätigkeit zweifellos relevant 

beeinträchtigen dürften. Eine psychische Störung von Krankheitswert (und 

entsprechend als Grund für die Arbeitsunfähigkeit) lasse sich aktuell nicht nachweisen 

(IV-act. 43-1 f.).

A.m  Der RAD hielt am 9. März 2010 in einer internen Stellungnahme fest, aufgrund des 

eingegangenen psychiatrischen Berichts von Prof. G.___ bestehe keine Psycho­

pathologie, welche ein Syndrom von Krankheitswert annehmen lasse. Es bestehe 

weiterhin eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule im Rahmen der degenerativen 

Veränderungen, wie sie im Austrittsbericht der Klinik Valens festgehalten worden seien. 

Somit könne weiterhin auf die Arbeitsfähigkeit gemäss RAD Stellungnahme vom 2. Ok­

tober 2009 abgestellt werden (IV-act. 44).

A.n   Mit Vorbescheid vom 18. März 2010 (IV-act. 49-1 f.) stellte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung des Leistungsgesuchs (nun was den Rentenanspruch 

betraf) in Aussicht. Der Invaliditätsgrad betrage 15 % (Valideneinkommen: 

Fr. 71'204.--, Invalideneinkommen Fr. 60'696.--).

A.o   Der Versicherte erhob am 15. April 2010 Einwand gegen den Vorbescheid (IV-

act. 50-1) und legte gleichzeitig ein Schreiben der D.___ AG vom 31. März 2010 (IV-act. 

50-2) und von Dr. F.___ vom 13. April 2010 ins Recht (IV-act. 50-4). In letzterem wurden 

die Diagnosen eines lumbospondylogenen Syndroms rechtsbetont, eines 

cervicovertebralen- teilweise spondylogenen Syndroms, einer 

Supraspinatustendinopathie rechts mit Impingement sowie einer Anpassungsstörung 

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mit depressiver Reaktion genannt; aus rheumatologischer Sicht bestehe eine 50 %ige 

Arbeitsfähigkeit in leichter bis höchstens mittelschwerer Tätigkeit. Dem Schreiben der 

D.___ AG ist zu entnehmen, dass der Versicherte in gekündigtem Anstellungsverhältnis 

stehe und unter erhöhten Schmerzen in der Zeit vom 20. Januar bis 3.  Februar 2009 

aus eigenem Antrieb sowie vom 8. bis 19. Juni 2009 auf ärztliche Anordnung zwei 

Arbeitsversuche unternommen habe.

A.p   Am 12. Juli 2010 erstattete Dr. F.___ im Auftrag der IV-Stelle einen 

Verlaufsbericht. Der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich sowohl subjektiv 

(Schmerzen im Nacken/Schultergürtelbereich) als auch objektiv (deutlich 

eingeschränkte Beweglichkeit der HWS mit Verspannungen der Nacken-/und 

Schultergürtelmuskulatur sowie Supraspinatus-Tendinopathie rechts) verschlechtert. 

Hinzu komme noch die vermehrte depressive Verstimmung. Seines Erachtens sei der 

Patient aktuell auch für leichte Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig (IV-act. 53-1 f.).

A.q   Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) 

Ostschweiz am 28. Januar 2011 ein polydisziplinäres Gutachten mit 

Untersuchungsdaten vom 6. und 7. Dezember 2010. Die Gutachter stellten folgende 

Hauptdiagnosen (mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit): ein 

cervicolumbales Schmerzsyndrom bei deutlichen degenerativen Veränderungen im 

Bereich des Achsenskeletts (ausstrahlend in den rechten Arm und ins rechte Bein ohne 

radikuläre Symptomatik), Schulterbeschwerden rechts (subacromiale Impingement-

Symptomatik) anamnestisch August 2009, aktuell beschwerdefrei, aber mit 

radiologisch nachweisbaren Verschleisserscheinungen, Kniegelenksbeschwerden bei 

leichten degenerativen Veränderungen rechtsseitig anamnestisch (Juni 2009), aktuell 

beschwerdefrei, sowie psychische Überlagerung von orthopädischen Beschwerden. 

Die Gutachter führten aus, aus orthopädischer Sicht sei dem Versicherten eine 

leidensadaptierte Tätigkeit unter leichter Einschränkung der Leistung (von bis zu 

maximal 20 %) vollschichtig zuzumuten. Aus psychiatrischer Sicht könne keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (IV-act. 59-1 ff.).

A.r    RAD-Arzt Dr. H.___ hielt am 10. Februar 2011 in einer internen Stellungnahme (IV-

act. 60) fest, dass das MEDAS-Gutachten in sich widerspruchsfrei sei; die 

medizinischen Schlussfolgerungen seien versicherungsmedizinisch plausibel 

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nachvollziehbar. Die Arbeitsfähigkeit in einer wechselbelastenden Tätigkeit unter 

Vermeidung von Heben schwerer Gegenstände (max. 10-15 kg), unter Vermeidung von 

repetitiv bückenden oder hockenden Bewegungen, ohne Besteigen von Leitern oder 

Gerüsten, bestehend spätestens ab Begutachtungszeitpunkt, betrage 80 % (ganztägig 

verwertbar mit bis zu maximal 20 % verminderter Leistung).

A.s   Mit einem weiteren Vorbescheid vom 15. Februar 2011 stellte die IV-Stelle dem 

Versicherten erneut die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 63-1 f.). Der 

Invaliditätsgrad betrage 32 % (Valideneinkommen: Fr. 71'204.--, Invalideneinkommen 

Fr. 48'557.--).

A.t    Der Versicherte liess am 15. März 2011 wiederum Einwand gegen den 

Vorbescheid erheben. Er beantragte die Gewährung der gesetzlichen Leistungen (IV-

act. 64-1 ff.). In der Einwandergänzung vom 28. April 2011 liess der Versicherte die 

vollumfängliche Aufhebung des Vorbescheid, die Zusprache mindestens einer 

Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung und eventualiter die Vornahme weiterer 

medizinischer Abklärungen beantragen. Als Begründung wurde im Wesentlichen 

ausgeführt, verschiedene Arztberichte attestierten dem Versicherten in einer 

adaptierten Tätigkeit - im Gegensatz zum MEDAS-Bericht - eine maximale 

Arbeitsfähigkeit von 50 %. Das Gutachten der MEDAS Ostschweiz stimme mithin nicht 

mit der medizinischen Beurteilung von einigen Ärzten überein und habe sich damit 

zuwenig auseinandergesetzt, weshalb die einzelnen Aussagen dieses Gutachtens 

widersprüchlich seien. Bei Zweifeln an der 50 %igen Arbeitsfähigkeit seien weitere 

medizinische Abklärungen vorzunehmen. Zudem wurde die Festsetzung des 

Invalideneinkommens bemängelt bzw. der Abzug eines 25 %igen Abzugs gefordert (IV-

act. 68-1 ff.). Dem Einwand wurden unter anderem diverse ärztliche Berichte beigelegt 

(IV-act. 68-7 ff.).

A.u   Dr. H.___ hielt am 14. Juni 2011 in einer internen Stellungnahme (IV-act. 73-1 f.) 

fest, Dr. med. X.___, Vertrauensarzt Y.___ Gesundheitskasse, FMH für Rechtsmedizin 

(IV-act. 68-17), habe den Versicherten nie selber gesehen und seine Aussagen bezögen 

sich auf Berichte anderer Ärzte. Die abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

gegenüber Dr. F.___ werde u.a. auf Seite 20 des Gutachtens begründet. Der RAD 

empfehle daher, an der von den Gutachtern attestierten Arbeitsfähigkeit festzuhalten.

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A.v   Mit Verfügung vom 15. Juni 2011 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des 

Versicherten bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 32 % ab (IV-act. 74-1 ff.).

B.     

B.a   Gegen diese Verfügung richtet sich die am 14. Juli 2011 erhobene Beschwerde. 

Darin wird beantragt, es sei die Verfügung vom 15. Juni 2011 vollumfänglich 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente spätestens ab 

November 2009 zuzusprechen und zu entrichten. Eventualiter sie die Angelegenheit 

zwecks Vornahme weiterer Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessender 

Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In der 

Beschwerdebegründung wird im Wesentlichen ausgeführt, gemäss MEDAS sei der 

Körperbau des Beschwerdeführers "athletisch". Schon allein dies erwecke den 

Eindruck, dass die MEDAS Ostschweiz den Beschwerdeführer und damit auch seine 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht (ernsthaft) zur Kenntnis genommen habe. 

Bemerkenswert, zumindest jedoch ungewöhnlich, sei sodann, dass das MEDAS-

Gutachten wohl Diagnosen enthalte, diese jedoch nicht nach ICD klassifiziere. Auch 

eine Klassifizierung der Diagnosen nach ICD gehöre nach Auffassung des 

Beschwerdeführers zum Standard, den ein medizinisches Gutachten im 

Sozialversicherungsprozess zu erfüllen habe. Was im Gutachten der MEDAS 

Ostschweiz vom 28. Januar 2011 gänzlich fehle, sei eine Auseinandersetzung mit den 

Berichten der behandelnden medizinischen Fachpersonen. Eine Auseinandersetzung 

mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F.___ fehle gänzlich - und die sei 

entscheidend. Schliesslich sei zu bemerken, dass es sich bei Dr. F.___ um einen 

Facharzt der Rheumatologie handle. Keiner der am MEDAS-Gutachten beteiligten 

Fachärzte sei Rheumatologe. Das Ganze erwecke den Eindruck, dass die MEDAS die 

Vorakten wohl zur Kenntnis genommen habe, aber nicht mit der notwendigen 

Ernsthaftigkeit. Damit erfülle das Gutachten die Bedingungen der Praxis für den 

Beweiswert eines Gutachtens nicht. Auch mit den Ausführungen der Klinik Valens habe 

sich die MEDAS nicht auseinandergesetzt. Bezüglich den Kniegelenken zähle die 

MEDAS diese zwar zu den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, um 

dann gleichzeitig festzuhalten, dass die Kniegelenke beidseits unauffällig seien, dass 

neurologisch keine Auffälligkeiten bestünden, dass das gestreckte Bein jeweils zum 

rechten Winkel angehoben und gehalten werden könne, dass keine Reflexdifferenzen, 

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keine motorischen oder sensiblen Ausfälle vorlägen. Wenn dem so sein sollte, stelle 

sich die Frage, wieso die Kniegelenkbeschwerden nach Auffassung der MEDAS dann 

überhaupt Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben sollen. Betreffend die 

psychischen Beschwerden diagnostiziere die MEDAS eine psychische Überlagerung 

von orthopädischen Beschwerden nach ICD-10 F.54. Ein Widerspruch bestehe in der 

Tatsache, dass einerseits die Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf­

geführt, andererseits explizit festgehalten werde, dass aus psychiatrischer Sicht keine 

Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden könne. Im Weiteren werde eine rheumatologisch 

bedingte Arbeitsunfähigkeit im MEDAS-Gutachten gar nicht beschrieben, zudem sei 

kein Rheumatologe beteiligt gewesen. Schwer verständlich sei sodann, wie der psy­

chiatrische Untergutachter darauf komme, dass keine der weiteren Foerster'schen 

Kriterien erfüllt seien. Es spreche alles mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr­

scheinlichkeit für einen sozialen Rückzug in allen Belangen. Im Weiteren halte das 

MEDAS-Gutachten selbst fest, dass ein therapieresistenter Verlauf nach wiederholten 

Behandlungsversuchen gegeben und eine wesentliche Änderung nicht zu erwarten sei. 

Somit seien bei zutreffender Betrachtungsweise die psychischen Beschwerden von 

Relevanz. Das MEDAS-Gutachten vermöge auch diesbezüglich die Vorgaben der 

Praxis nicht zu erfüllen. Die medizinische Aktenlage lasse eine rechtsgenügliche 

Beurteilung des Rentenanspruchs nicht zu, was zu einer Rückweisung an die 

Beschwerdegegnerin und anschliessender Neuverfügung führen müsse. Der 

Beschwerdeführer könne aufgrund seiner gesundheitlichen Störungen kein Einkommen 

mehr erzielen und habe deshalb Anspruch auf eine ganze Invalidenrente seit November 

2009. Ein Leidensabzug sei schliesslich aufgrund seines Alters, der erheblichen 

somatischen und psychischen Störungen, seiner langjährigen Anstellung bei derselben 

Arbeitgeberin und mangelhafter Sozialkompetenz angebracht (act. G 1).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 16. September 2011 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im 

Wesentlichen aus, dass die Gutachter die Beschreibung "athletisch" verwendet hätten 

oder den Diagnosen die ICD-Codes nicht beigefügt hätten, tue dem Inhalt oder der 

Verwertbarkeit keinen Abbruch. Eine Auseinandersetzung mit abweichenden 

Auffassungen der behandelnden Ärzte bzw. mit den vorliegenden Akten (Dr. F.___ und 

Klinik Valens) finde sich sodann auf S. 20 des Gutachtens. Es sei auch nicht nötig, dass 

die Gutachter jeden einzelnen Bericht des Haus- oder Spezialarztes, der sich in den 

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Akten befinde, explizit erwähnten und kommentierten. Der Behandler habe aufgrund 

seiner Erfahrung seine Sicht der Dinge, die sich in verschiedenen Zeugnissen 

wiederhole, darzulegen. Zudem kämen die Gutachter hauptsächlich aufgrund ihrer 

eigenen Untersuchungen zu ihren Schlüssen und seien bedeutend unabhängiger als 

behandelnde Ärzte. Die Tatsache, dass eine psychiatrische Diagnose als "mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit" gestellt werde, schliesse nicht aus, dass keine 

(zusätzliche) Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht festgestellt werde. Die 

psychischen Beschwerden könnten von Relevanz sein, jedoch in Anwendung der 

sogenannten Schmerzrechtsprechung des Bundesgerichts in IV-rechtlicher Hinsicht 

eben doch nicht zu berücksichtigen sein. Zudem hätten die Gutachter vorliegend 

dargelegt, dass die psychischen Beschwerden bzw. eine dadurch allenfalls bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sicher nicht noch zu jener, die aufgrund der 

rheumatologischen Beschwerden vorliege, hinzu gezählt werden könne. Überdies sei 

zu beachten, dass sich psychosoziale und soziokulturelle Faktoren – kein Ausgang 

mehr, Zusammenwohnen mit der 86-jähriger Mutter, fehlende Unternehmungslust – oft 

nicht klar vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen liessen. Infolge dessen 

könnten psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht würden 

und bei Wegfall der Belastungsfaktoren wieder verschwänden, nicht zur Invalidenrente 

berechtigen bzw. deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt 

werden. Zudem sei das Gutachten vom IV-internen RAD am 10. Februar 2011 und 

14. Juni 2011 ausführlich beurteilt und als plausibel und nachvollziehbar gewertet 

worden. Schliesslich würde auch die Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % 

nicht zu einem rentenbegründenden IV-Grad führen (38.6 %) und ein höherer Abzug 

komme nicht in Frage (act. G 5).

B.c   In der Replik vom 22. September 2011 hält der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Er führt im Wesentlichen aus, dass das MEDAS-Gutachten "rein 

technisch" den von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien eben gerade nicht 

genüge. Zu diesen Kriterien gehöre unter anderem auch, dass der Bericht umfassend 

und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden sei. Dazu gehöre auch, 

dass die Diagnosen nach ICD aufgeführt seien, wie es das BSV verlange. Der 

Beschwerdeführer finde sodann den (im Gutachten erwähnten) angeblichen Bericht 

von Dr. F.___ vom 16. März 2010 nicht in den Akten. Wenn in einem MEDAS-Gutachten 

schon ein Bericht erwähnt werde, dann gehöre es auch dazu, dass dieser vohanden 

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sei, insbesondere in den Akten der Beschwerdegegnerin vorzufinden sei. Sei dies nicht 

der Fall, so liesse auch dies Rückschlüsse zu, wie das Gutachten erstellt bzw. verfasst 

worden sei. An den zutreffenden Einschätzungen des Beschwerdeführers vermöchten 

auch die Stellungnahmen des RAD nichts zu ändern. Von einer "Auseinandersetzung", 

zumindest von einer rechtsgenüglichen Auseinandersetzung des RAD, könne keine 

Rede sein und schon gar nicht von einer ausführlichen Beurteilung. Schliesslich sei ein 

Leidensabzug von 10 % viel zu wenig, wenn man das Alter des Beschwerdeführers, 

seine erheblichen somatischen und psychischen Störungen, seine mangelnde 

Sozialkompetenz und die Tatsache, dass er über 25 Jahre bei ein und derselben 

Arbeitgeberin gearbeitet habe, berücksichtige (act. G 7).

B.d   In der Folge verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 

27. September 2011 auf eine Duplik (act. G 9).

 

Erwägungen:

1.      

Am 1. Januar 2012 sind die im Zug des ersten Teils der 6. Revision revidierten 

Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), 

der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) in Kraft getreten. In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche 

Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die bei 

Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, 

als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. 

BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat 

die angefochtene Verfügung am 15. Juni 2011 (IV-act. 74-1 ff.) und somit vor 

Inkrafttreten der IV-Revision 6a erlassen. Gemäss übergangsrechtlichem Grundsatz 

werden nachfolgend die zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses anwendbaren 

Bestimmungen wiedergegeben.

2.      

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Zu prüfen ist vorliegend der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

2.1    Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Renten­

anspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen Ein­

kommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person nach 

dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, 

das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

2.2    Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unter­

lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ver­

fügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheits­

zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das 

Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, 

ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen 

(BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte 

Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

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Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).

3.      

Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.

3.1    In medizinischer Sicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 15. Juni 2011 (IV-act. 74-1 ff.) auf das interdisziplinäre MEDAS-

Gutachten vom 28. Januar 2011 (IV-act. 59-1 ff.). Der Beschwerdeführer erachtet 

dieses aus verschiedenen Gründen für nicht beweistauglich.

3.1.1           Die Gesamtbeurteilung hat nach der Untersuchung des Beschwerdeführers 

am 6. und 7. Dezember 2010 am 28. Januar 2011 als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit ein cervicolumbales Schmerzsyndrom bei deutlichen degenerativen 

Veränderungen des Achsenskeletts (ausstrahlend in den rechten Arm und ins rechte 

Bein ohne radikuläre Symptomatik), Schulterbeschwerden rechts (subacromiale Im­

pingement-Symptomatik) anamnestisch vom August 2009, aktuell beschwerdefrei, 

aber mit radiologisch nachweisbaren Verschleisserscheinungen, 

Kniegelenksbeschwerden bei leichten degenerativen Veränderungen rechtsseitig 

anamnestisch vom Juni 2009, aktuell beschwerdefrei, sowie eine psychische 

Überlagerung von orthopädischen Beschwerden genannt (IV-act. 59-18). Die Gutachter 

führten aus, dem Beschwerdeführer seien aus orthopädischer Sicht unter 

Berücksichtigung der Beschwerden seitens der Wirbelsäule (HWS und LWS) und des 

Schultergürtels (bei zwar aktuell nicht vorhandenen, aber anamnestisch angegebenen 

Schmerzen an der rechten Schulter mit radiologisch deutlichen 

Verschleisserscheinungen) leidensadaptierte Tätigkeiten vollschichtig unter leichter 

Einschränkung der Leistung (von bis zu maximal 20 %) zuzumuten. Eine adaptierte 

Tätigkeit sollte unter Vermeidung von Heben schwerer Gegenstände bis zu 15 kg 

erlaubt, und unter Vermeidung von repetitiv bückenden oder hockenden Bewegungen 

erfolgen. Ebenfalls sollten Tätigkeiten mit der Notwendigkeit, Leitern oder Gerüste zu 

besteigen, vermieden werden. Ideal wären wechselbelastende Arbeiten mit 

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gelegentlichem Heben bis zu 10 kg. Aus psychiatrischer Sicht könne keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (IV-act. 59-21).

3.1.2           Das psychiatrische Konsiliargutachten von Dr. med. H.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ergab die Diagnosen (mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit) einer psychischen Überlagerung von orthopädischen Beschwerden 

(ICD-10 F54) und (ohne direkte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine Persönlichkeit 

mit abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1) sowie Arbeitslosigkeit und mangelhafte Sozial­

kompetenz (ICD-10 Z73.3-4). Der Gutachter führte aus, wie die beiden früher als 

Konsiliarärzte involvierten Psychiater Prof. G.___ von der Schmerzklinik des Uni­

versitätsspitals Zürichund Dr. med. I.___, in ihren Berichten festgehalten hätten, sei 

auch anlässlich der jetzigen Exploration und Beobachtung keine erhebliche 

psychiatrische Störung zu verzeichnen. Auch anamnestisch mache der 

Beschwerdeführer weder eine solche geltend noch habe es indirekte Hinweise für eine 

erhebliche psychiatrische Komorbidität gegeben.Der MMPI-2-Test habe ebenfalls 

keine Pathologie, lediglich subnormale Werte aufgezeigt, diese seien als akzentuierte 

Persönlichkeitszüge zu interpretieren. Aus Gründen der depressiven Reaktion, welche 

zum Teil mit der aktuell mangelnden sozialen Stimulation zusammenhängen dürften, 

seien die somatischen Beschwerden psychisch überlagert. Die Schmerzschilderungen 

blieben jedoch konsistent und wenn auch nicht quantitativ, dann doch qualitativ 

nachvollziehbar. Aus psychiatrischen Gründen könne keine Arbeitsunfähigkeit attestiert 

werden (IV-act. 59-29).

3.2    Der Beschwerdeführer sieht den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens einmal 

darin erschüttert, dass die Gutachter den Körperbau des Beschwerdeführers als 

"athletisch" bezeichneten, was seiner Ansicht nach keineswegs den Tatsachen 

entspreche (act. G 1, S. 6). Die Gutachter hielten unter anderem zu den objektiven 

Befunden/dem Status fest, dass zur Untersuchung ein 58-jähriger Versicherter, 

Körperbau athletisch, erschienen sei (IV-act. 59-15). Es gilt darauf hinzuweisen, dass 

die Gutachter lediglich den physischen Konstitutionstyp des Beschwerdeführers 

beschrieben haben. Obwohl es zutreffen mag, dass die Beschreibung "athletisch" nicht 

dem umgangssprachlich verstandenen Erscheinungsbild des Beschwerdeführers 

entspricht, kann dem Gutachten nicht allein deswegen der Beweiswertabgesprochen 

werden. Dies, weil dem Gutachten keine Hinweise entnommen werden können, dass 

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die gutachterliche Beschreibung des Körperbaus bzw. des physischen 

Konstitutionstyps des Beschwerdeführers auch einen massgebenden Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung hatte.

3.3    Gegen das MEDAS-Gutachten bringt der Beschwerdeführer sodann vor, dass 

eine Auseinandersetzung mit den Berichten der behandelnden medizinischen 

Fachpersonen, vor allem denjenigen des Rheumatologen Dr. F.___, gänzlich fehle und 

keiner der beteiligten Gutachter ein Rheumatologe sei (act. G 1, S. 6 und 8). Die 

Gutachter setzten sich sowohl mit dem Austrittsbericht der Klinik Valens vom 18. Juni 

2009 als auch dem Verlaufsbericht von Dr. F.___ vom 12. Juli 2010 auseinander (IV-act. 

59-20). Diesbezüglich wird im Gutachten ausgeführt, gegenüber dem Befund vom Juni 

2009 beim Aufenthalt in der Rehaklinik Valens würden inzwischen, wie in dem Bericht 

von Dr. F.___ vom 12. Juli 2010 an die SVA St. Gallen erwähnt sei, zusätzlich Be­

schwerden im Bereich des Nackens/Schultergürtels aufgeführt. Die lumbalen 

Beschwerden stünden jedoch im Vordergrund und seien unverändert gegenüber den 

früheren ärztlichen Berichten. Es ist einzuräumen, dass sich die Gutachter äusserst 

knapp zu den abweichenden Einschätzungen von Dr. F.___ im Gesamtgutachten 

äusserten. Sie führten lediglich aus, dass die von Dr. F.___ im (Verlaufs-)bericht vom 

12. Juli 2010 gegenüber dem Befund vom Juni 2009 beim Aufenthalt in der Rehaklinik 

Valens zusätzlich genannten Beschwerden des Beschwerdeführers im Bereich des 

Nackens/Schultergürtels sich auf eine adaptierte Tätigkeit hinsichtlich der Arbeitsfähig­

keit nicht wesentlich auswirken dürften (IV-act. 59-20). Immerhin gaben die Gutachter 

sowohl die Einschätzungen von Dr. F.___ in diversen Berichten, als auch diejenigen der 

Klinik Valens im Austrittsbericht vom 18. Juni 2009 in der Aktenzusammenfassung bzw. 

im Aktenauszug und in der Beschreibung der Krankheitsentwicklung ausführlich wieder 

(IV-act. 59-8 f., 59-11, 59-12 f., 59-19 f.). Es wäre wünschenswert, wenn sich die 

Gutachter ausführlicher mit den abweichenden Einschätzungen auseinander gesetzt 

hätten. Die praktisch fehlende Auseinandersetzung mag für sich allein jedoch noch 

keine erheblichen Zweifel an der Beweistauglichkeit des interdisziplinären Gutachtens 

zu wecken. Das Ergebnis der gutachterlichen Abklärung (vollschichtige Zumutbarkeit 

einer adaptierten Tätigkeit unter leichter Einschränkung der Leistung von bis zu 

maximal 20 %) ist demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit richtig. Dem 

weiteren Einwand des Beschwerdeführers, es fehle eine rheumatologische 

Untersuchung, ist entgegenzuhalten, dass eine rheumatologische Abklärung 

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keineswegs unerlässlich ist, um eine vollständige und verlässliche Diagnose stellen und 

eine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeben zu können; eine rein 

orthopädische Abklärung muss mithin nicht unzureichend sein. Die Orthopädie und die 

Rheumatologie weisen bei der Art von Krankheiten, wie sie beim Beschwerdeführer 

vorliegen, viele Berührungspunkte auf (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 21. 

September 2010, 9C_203/2010, E. 4.1; vom 26. Januar 2011, 9C_547/2010, E. 4.1, 

sowie vom 23. Mai 2012, 9C_270/2012, E. 4.2). Deshalb war die mit der Untersuchung 

befasste Orthopädin Dr. J.___ durchaus in der Lage zu beurteilen, ob der Beizug eines 

Rheumatologen notwendig sei oder nicht Dies, zumal RAD-Arzt Dr. H.___, welcher 

selber Facharzt für Rheumatologie ist, den Beizug eines Rheumatologen nicht als 

notwendig erachtete (IV-act. 73), und der Rheumatologe Dr. E.___ noch im Bericht der 

Schulthess Klinik Zürich vom 6. August 2009 festhielt, klinisch könne eine entzündlich 

rheumatologische Krankheit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden 

(IV-act. 29-25).

3.4    Der Beschwerdeführer moniert im Weiteren, dass das Gutachten die 

Kniegelenkbeschwerden zwar zu den Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsunfähigkeit zähle, um dann gleichzeitig festzuhalten, dass die Kniegelenke 

beidseits unauffällig seien, neurologisch keine Auffälligkeiten bestünden, das 

gestreckte Bein jeweils zum rechten Winkel angehoben und gehalten werden könne, 

sowie keine Reflexdifferenzen, keine motorischen oder sensiblen Ausfälle vorlägen (act. 

G 1, S. 8). Im Röntgenbefund des rechten Knies ap, im Stehen und seitlich liegend, 

vom 2. Juni 2009 der Radiologie der Klinik Valens (IV-act. 29-23), im Gutachten unter 

Aktenauszug vermerkt (IV-act. 59-6), wurde eine diskrete Verschmälerung des 

medialen Kniegelenkspaltes, jedoch noch ohne signifikante ossäre Ausziehungen, 

vermerkt. Der laterale und auch retropatelläre Kniegelenksspalt seien normal. Es finde 

sich kein Gelenkserguss, insgesamt allenfalls eine diskret beginnende degenerative 

Veränderung medial. Die im Gutachten diagnostizierten Kniegelenkbeschwerden bei 

leichten degenerativen Veränderungen rechtsseitig schienen daher durchaus geeignet 

zu sein, die Arbeitsfähigkeit beeinflussen zu können, auch wenn diese im 

Begutachtungszeitpunkt als beschwerdefrei erachtet wurden. Vor diesem Hintergrund 

wurde wohl in der Beschreibung der noch zumutbaren Arbeiten die Vermeidung der 

Notwendigkeit, Leitern oder Gerüste zu besteigen, vermerkt. Daher sprechen in diesem 

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Punkt keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise und den 

Beweiswert des Gutachtens.

3.5    Der Beschwerdeführer bemängelt am MEDAS-Gutachten schliesslich die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung im psychiatrischen Consiliargutachten (act. G 1, S. 10 f.). In 

Bezug auf die festgestellte und mit F54 klassifizierte psychische Überlagerung der 

somatischen Beschwerden liegt kein psychisches Leiden mit Krankheitswert vor. Bei 

den Störungen gemäss ICD-10: F50-F59 handelt es sich um Verhaltensauffälligkeiten 

mit körperlichen Störungen und Faktoren. Die Kategorie F54 umfasst psychologische 

oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten; sie sollte verwendet 

werden, um psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse zu erfassen, die eine 

wesentliche Rolle in der Ätiologie körperlicher Krankheiten spielen, welche in anderen 

Kapiteln der ICD-10 klassifiziert werden. Die sich hierbei ergebenden psychischen 

Störungen sind meist leicht, oft lang anhaltend (wie Sorgen, emotionale Konflikte, 

ängstliche Erwartung) und rechtfertigen nicht die Zuordnung zu einer der anderen 

Kategorien des Kapitels V (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 22. November 2010, 

9C_408/2010, vom 17. September 2009, 8C_567/2009, E. 5 und vom 19. März 2010, 

8C_1033/2009, E. 2.3.2). Es besteht auf den ersten Blick ein gewisser Widerspruch, 

dass die Diagnose einer psychischen Überlagerung von orthopädischen Beschwerden 

als "mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit" bezeichnet, gleichzeitig aber keine 

psychiatrische objektivierbare Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert wird (IV-act. 

59-30). Der Widerspruch lässt sich jedoch dadurch erklären, dass der psychiatrische 

Consiliargutachter die obengenannte Rechtsprechung des Bundesgerichts zur 

Überwindung der nicht objektivierbaren psychischen Einschränkungen in seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung einfliessen liess (vgl. IV-act. 59-29). Zudem hielt bereits 

Prof. G.___ in seinem Bericht über die konsiliarische Untersuchung in der 

Schmerzsprechstunde vom 30. Juni 2009 zusammenfassend fest, dass sich eine 

psychische Störung von Krankheitswert (und entsprechend als Grund für 

Arbeitsunfähigkeit) aktuell nicht nachweisen lasse (IV-act. 43-2). Insgesamt erscheint 

daher die Begründung des psychiatrischen Consiliargutachters bezüglich der 

Zumutbarkeit zur Willensanstrengung, trotz Schmerzen einer Arbeit nachzugehen, 

hinreichend nachvollziehbar.

3.6    Entgegen der Darlegung des Beschwerdeführers besteht keine Veranlassung, von 

der im

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Gutachten der MEDAS vorgenommenen Beurteilung abzugehen. Dieses wurde 

aufgrund der Akten, insbesondere auch unter Berücksichtigung des Austrittsberichts 

der Klinik für Rheumatologie, Valens, vom 18. Juni 2009, des Berichts der 

Rheumatologie der Schulthess Klinik Zürich vom 6. August 2009 und der 

konsiliarischen Untersuchung in der Schmerzsprechstunde vom 30. September 2009 

von Prof. G.___ des Schmerz-/Gutachtenzentrums der Schulthess Klinik Zürich vom 

30. September 2009 sowie eigener Untersuchungen (unter anderem Labor, Röntgen, 

PACT-Test, Lungenfunktionsprüfung) erstellt. Es ist umfassend, berücksichtigt die 

geltend gemachten Beschwerden und begründet in nachvollziehbarer Weise die 

Schlussfolgerungen der Experten; auch wird die Art der zumutbaren Arbeiten 

dargelegt. Damit vermag es den höchstrichterlich geltenden Anforderungen an ein 

Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) zu genügen. Was in der 

Beschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu 

führen. Bezüglich der abweichenden Einschätzungen von Dr. F.___ erwägt die 

Beschwerdegegnerin zutreffend, dass Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen seien. 

Dies gelte für den Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. März 2007, IV 2006/71, E. 3.b). 

Angesichts der umfassenden medizinischen Abklärung besteht kein Anlass zu weiteren 

ärztlichen Untersuchungen, weil davon für den massgeblichen Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses (15. Juni 2011) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Es 

steht deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer 

in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist.

4.      

4.1    Auf der Basis des gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrades für eine 

leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen. 

Rechtsprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, 

was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Da nach 

empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall 

weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Validen­

einkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, 

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nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste 

Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008). Es 

rechtfertigt sich daher, von den Einkommensverhältnissen im letzten Jahr vor Eintritt 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung, nämlich 2007 (IV-act. 2-7), auszugehen. Der 

Beschwerdeführer erzielte im Jahr 2007 ein Einkommen von Fr. 75'205.-- (IV-act. 

15-10, 9-3). Für das Valideneinkommen ist somit vom im IK-Auszug sowie im Lohnblatt 

der Arbeitgeberin ausgewiesenen Lohn für das Jahr 2007 auszugehen. Namentlich 

finden sich darin keine Hinweise dafür, dass ausserordentliche, in anderen Jahren nicht 

enthaltene Lohnbestandteile berücksichtigt worden wären.

4.2    Nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung stehen dem 

Beschwerdeführer gemäss dem Begutachtungsergebnis noch verschiedene 

Hilfstätigkeiten offen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 

sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen (vgl. IV-act. 59-18), so können 

nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 

129 V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). 

Im Jahr 2007 machte der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive 

Tätigkeiten von Männern Fr. 60'167.-- aus (vgl. Anhang 2 der Textausgabe 

Invalidenversicherung, Gesetze und Verordnungen mit Querverweisen und 

Sachregister, Ausgabe 2010, S. 210, basierend auf der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für Statistik).

4.3    Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre ge­

sundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den 

Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis 

dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten 

Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von 

der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter 

Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der 

Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter 

Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf 

höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen. (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322 

E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Der 1952 geborene Beschwerdeführer war im Zeitpunkt 

der Begutachtung bereits 58-jährig. Erwerbslose Personen ab 50 Jahren sind auf dem 

Arbeitsmarkt bekanntermassen benachteiligt (Bundesamt für Statistik, BFS Aktuell, 

Erwerbstätigkeit der Personen ab 50 Jahren, 2008, S. 12), was bei Zusammenfallen mit 

gesundheitlichen Beschwerden umso mehr gelten dürfte. Das Alter des Beschwerde­

führers kann daher bei der Ermittlung des Tabellenlohnabzugs nicht ausser Acht 

gelassen werden. Zudem war der Beschwerdeführer von 1984 bis 2010 als Mitarbeiter 

Fertigungslogistik bei der gleichen Arbeitgeberin, der D.___ AG tätig gewesen (IV-act. 

15-2, 59-18). Seine langjährige, auf ein und dieselbe Tätigkeit bezogene 

Berufserfahrung wird ihm in einer neuen leidensadaptierten Tätigkeit nicht von Nutzen 

sein. Im Gegenteil: dieser Umstand dürfte seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und 

damit zugleich den zu erwartenden Lohn weiter schmälern. Es ist schliesslich auch 

unter Berücksichtigung seiner intellektuellen Ressourcen und seines 

Ausbildungsstands damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeits­

fähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nur zu einem unterdurchschnittlichen Einkommen ver­

werten kann. In Würdigung aller konkreten Umstände erscheint ein Tabellenlohnabzug 

von 10 % angemessen. - Das Durchschnittseinkommen ist somit auf Fr. 54'150.30 

herabzusetzen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt sich ein zumutbares Inva­

lideneinkommen von Fr. 43'320.25.

4.4    Bei einem Valideneinkommen von Fr. 75'205.-- und einem zumutbaren 

Invalideneinkommen von Fr. 43'320.25 beträgt der Invaliditätsgrad rund 42 %. Damit 

hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.

4.5    Zur Frage des Rentenbeginns ist Art. 28 Abs. 1 IVG zu beachten, wonach 

Versicherte Anspruch auf eine Rente haben, die während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 

sind (lit. b), und nach Ablauf eines Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Für 

die Eröffnung der einjährigen Wartezeit muss die Arbeitsunfähigkeit ein gewisses Mass 

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erreichen, sie muss erheblich sein. Nach der Gerichtspraxis ist eine Verminderung des 

funktionellen Leistungsvermögens im bisherigen Beruf von mindestens 20% 

vorausgesetzt (AHI 1998 S. 124; I 892/05, Erw. 1.4; so auch Rz. 2010 des vom 

Bundesamt für Sozialversicherung herausgegebenen Kreisschreibens über Invalidität 

und Hilflosigkeit, gültig ab 1. Januar 2011 [KSIH]). Im MEDAS-Gutachten wurde davon 

ausgegangen, dass der Beschwerdeführer ab 16. Februar 2009 zu 100 % 

arbeitsunfähig sei (IV-act. 59-21). Die Wartezeit war demnach im Februar 2010 

abgelaufen. Gemäss den Einschätzungen der begutachtenden Ärzte, unter Hinweis auf 

den Bericht der Hausärztin Dr. C.___ vom 23. September 2009 (IV-act. 29-1 ff.), war 

dem Beschwerdeführer jedoch spätestens seit diesem Zeitpunkt (gemeint wohl seit 

13. Februar 2009, IV-act. 29-6) eine dem Leiden angepasste Tätigkeit zu 100 % 

zumutbar (IV-act. 59-21). Daher war ihm seit Februar 2009 der Wechsel in eine 

körperlich angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar, weshalb im Februar 2010 kein 

Rentenanspruch entstehen konnte. Laut Gutachten endete unter Hinweis auf den 

Bericht von Dr. F.___ die volle Arbeitsfähigkeit für eine leidensadaptierte Tätigkeit am 

13. April 2010 (IV-act. 59-21, 50-4); dem Beschwerdeführer war ab diesem Zeitpunkt 

nur noch eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis höchstens mittelschweren, 

adaptierten Tätigkeiten zumutbar. Bei der nun ab April 2010 ausgewiesenen 

rentenrelevanten Verschlechterung des Gesundheitszustands in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit ist das Wartejahr jedoch nicht erneut zu erfüllen, da dieses 

aufgrund der Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit berechnet wird. Das 

Wartejahr war somit bei einer nach wie vor vollen Arbeitsunfähigkeit als Verpacker seit 

2009 im April 2010 bereits erfüllt. Es ist nach der Rechtsprechung hinreichend, dass 

die versicherte Person im Zeitpunkt der rechtsgenüglich erwiesenen Verschlechterung 

des Gesundheitszustands bzw. des festzusetzenden Rentenbeginns das Wartejahr 

bestanden hat (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 

20. Juni 2003, I 285/02; vgl. auch 9C_684/07). Rentenbeginn ist somit der 1. April 2010. 

Der Beschwerdeführer hat deshalb ab 1. April 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 

der Invalidenversicherung (Valideneinkommen: Fr. 75'205.--, Invalideneinkommen: 

Fr. 27'075.15 [Fr. 60'167.-- x 50 % - 10 %], IV-Grad: rund 64 %) Gemäss Gutachten ist 

spätestens ab dem Begutachtungszeitpunkt im Dezember 2010 von einer 80 %igen 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auszugehen (IV-act. 59-21). 

Aufgrund von Art. 88a Abs. 1 IVV ist jedoch erst ab 1. April 2011 von einer dauerhaften 

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Verbesserung der Erwerbsfähigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer hat somit für 

die Zeit vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 

1. April 2011 gemäss Erw. 4.4 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenver­

sicherung.

5.      

5.1    Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und die 

angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2011 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer wird 

von 1. April 2010 bis 31. März 2011 eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2011 eine 

Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen.

5.2    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die 

Beschwerdegegnerin trägt die gesamten Verfahrenskosten. Dem Beschwerdeführer ist 

der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

5.3    Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird 

(Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Angemessen erscheint 

eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

bis

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1.       In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 

2011 aufgehoben und dem Beschwerdeführer von 1. April 2010 bis 31. März 2011 eine 

Dreiviertelsrente und ab 1. April 2011 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung 

zugesprochen.

2.       Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2013
	Art. 28 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV. Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. Würdigung eines interdisziplinären MEDAS-Gutachtens. Das MEDAS-Gutachten ist beweistauglich. Einkommensvergleich unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn von 10 %. Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente bejaht. Anspruch auf eine unbefristete Viertelsrente aufgrund einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit gutgeheissen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2013, IV 2011/227).

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