# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d5defdf-7a2a-54d8-9ea4-5eff2431b9ed
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.11.2023 200 2023 600
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-600_2023-11-30.pdf

## Full Text

200 23 600 IV
KOJ/SCC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. November 2023

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Juni 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war seit 1. Juni 2018 als ... zu einem Pensum von 80 % für die D.________ 
AG, , ..., tätig und meldete sich am 28. August 2019 bei der IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) wegen einer Gliedergürteldystrophie 2B, 
Dysferlinopathie, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an 
(Akten der IVB [act. II] 1, 19). Die IVB holte einen Bericht von Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Urologie und Chirurgie, Regionaler Ärztlicher 
Dienst (RAD), vom 19. Dezember 2019 ein (act. II 22/3 ff.) und gewährte 
eine Berufswahlabklärung im … (…), … (act. II 25 f.). In der Folge sprach 
die IVB der Versicherten eine Umschulung zur ... im ... mit eidgenössi-
schem Fachausweis vom 5. November 2020 bis 20. Dezember 2021 zu 
(act. II 31). Im Anschluss daran gewährte die IVB ein Ausbildungs-
Praktikum zur ... bei der F.________ AG vom 1. Januar bis 31. Dezember 
2022 in einem Pensum von 60 % (act. II 49, 52) und ein Coaching durch 
die G.________ GmbH vom 1. Januar bis 31. März 2022 (act. II 53, 58). 
Die Versicherte wurde bei der F.________ AG ab 1. Januar 2023 als ... in 
einem Pensum von 60 % festangestellt (act. II 61). Die IVB schloss die be-
ruflichen Massnahmen ab (act. II 62) und holte weiter einen Bericht von Dr. 
med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, vom 14. 
März 2023 ein (act. II 77/5 ff.). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
(act. II 78, 79, 82) lehnte die IVB mit Verfügung vom 23. Juni 2023 bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 23 % einen Anspruch auf eine Rente ab (act. II 
83).

B.

Am 26. August 2023 erhob die Versicherte, vertreten durch den 
B.________, lic. iur. C.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Beschwerde. Sie beantragte, die Verfügung vom 23. Juni 2023 sei 
aufzuheben und es sei ihr eine Viertelsrente zuzusprechen.  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Juni 2023. Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Der Rentenan-
spruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von 
sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG. Er entsteht nicht, solange die versicherte Person ein 
Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG). Eine 
Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG wird nicht zugesprochen, solange die Mög-
lichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht 
ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Nachdem sich die Beschwerde-
führerin Ende August 2019 angemeldet hatte (act. II 1), gewährte ihr die 
Beschwerdegegnerin vom 5. November 2020 bis 31. Dezember 2022 Ein-
gliederungsmassnahmen (mit Taggeldanspruch; Umschulung und Ausbil-
dungs-Praktikum [act. II 31, 42, 52]). Seit 1. Januar 2023 ist die Beschwer-
deführerin im umgeschulten Bereich tätig und die Beschwerdegegnerin 
schloss die beruflichen Massnahmen ab (act. II 61, 62). Ein allfälliger Ren-
tenanspruch könnte somit frühestens ab 1. Januar 2023 entstehen (vgl. 
auch act. II 83/1). Der Rentenanspruch ist deshalb anhand der ab 1. Januar 
2022 geltenden Bestimmungen zu beurteilen (Rz. 9100 des Kreisschrei-
bens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung, gültig ab 1. 
Januar 2022 [KSIR]). 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-

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beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c; vgl. E. 2.1 
hiervor). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-

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ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 64 E. 4.4.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 

3.

3.1 In der Beurteilung vom 14. März 2023 führte der RAD-Arzt Dr. med. 
H.________ – nach Besprechung der Befunde/Einschätzung mit Dr. med. 
I.________, Fachärztin für Neurologie – aus, es bestehe eine sehr seltene 
unheilbare Muskeldystrophie mit starkem Muskelschwund an den Beinen 
und leichter Gesichtsmitbeteiligung, mit eingeschränkter Mobilität und nur 
gering positiver Beeinflussbarkeit durch die Anwendung von phy-
siotherapeutischen Massnahmen und später durch Versorgung mit Hilfsmit-
teln bis hin zum Rollstuhl. Wie schnell der Progress der Muskelsymptoma-
tik voranschreiten werde und wann respektive ob eine Mitbeteiligung von 
Herz und Lunge sich schlussendlich manifestieren werde, bleibe abzuwar-
ten. Allerdings müsse mit einer langsamen und stetigen Verschlechterung 
des derzeitigen Zustandsbildes gerechnet werden, mit entsprechendem 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Zum Zumutbarkeitsprofil hielt er fest, aktu-
ell sei die Beschwerdeführerin bereits merklich gehbehindert und könne 
sich aus der Hocke nicht mehr aufrichten. Auch sei die Muskelschwäche 
der Beine so stark, dass sie sich an einem Geländer-Handlauf quasi hoch-
ziehen müsse. Gemäss Arbeitgeberfragebogen beinhalte die berufliche 
Tätigkeit ...arbeiten, ... in der ..., den ... und .... Von all diesen Tätigkeiten 

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sei allenfalls noch der ... zu einem gewissen Anteil möglich. Körperlich 
schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien nicht zumutbar, ebenso wür-
den sich vorwiegend im Stehen auszuführende Tätigkeiten verbieten, da 
die Muskelkraft hierzu über den Tag nicht ausreiche (act. II 77/8). Am güns-
tigsten sei – langfristig gesehen – ein überwiegend im Sitzen auszuübender 
Beruf, beispielsweise im Büro an einem Schreibtisch, an einem Bildschirm, 
als Telearbeitsplatz, unter Schonung der unteren Extremität, unter Einpla-
nung von ausreichend langen und frei wählbaren Pausenzeiten, aktuell mit 
einem Pensum von 60 %, mit 10 bis 20 %iger Leistungsminderung auf-
grund des erhöhten Pausenbedarfs, an fünf Tagen die Woche. Zu vermei-
den seien überwiegend im Gehen oder Stehen zu erledigende Tätigkeiten, 
das Begehen von Leitern und Gerüsten, unebener Boden, das Tragen, 
Heben, Bewegen von Lasten über 5 kg, Zwangshaltungen, Tätigkeiten mit 
vorn übergebeugtem Oberkörper, unter rotierenden Bewegungen. Es seien 
Arbeiten in der Kälte, mit Nässe und Zugluft sowie Stress unzumutbar. Die-
ses Zumutbarkeitsprofil müsse bei einer jederzeit möglichen Änderung der 
Symptomatik der Erkrankung jeweils angepasst werden, sowohl in puncto 
Pensum als auch für die möglichen Tätigkeiten. Eine langfristige Ver-
schlechterung sei zu erwarten, gegebenenfalls auch unter Beteiligung der 
Atmung oder der Herzfunktion. Derzeit seien weitere Abklärungen nicht 
notwendig, Kontrollen in grösseren Abständen im Hinblick auf die jeweilige 
Beschwerdesymptomatik sollten durchgeführt werden. Je nach Verlauf 
müsse das Zumutbarkeitsprofil gegebenenfalls weiter angepasst werden 
(act. II 77/9).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 8

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinter-
ner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach-
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizi-
en gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; 
SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können be-
weiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentli-
chen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me-
dizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit 
der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich 
auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher 
Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 23. Juni 2023 (act. II 83) stützt 
sich bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und des Zumutbar-
keitsprofils auf den obgenannten Bericht des RAD-Arztes Dr. med. 
H.________ (act. II 77). Dessen Ausführungen und Feststellungen beruhen 
auf den medizinischen Befunden der behandelnden Ärzte (act. II 77/6 f.), 
die Beurteilungen sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Der Bericht er-
füllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
ärztlicher Berichte gestellten Anforderungen und erbringt vollen Beweis 
(vgl. E. 3.2.2 hiervor). Es bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der 
überzeugenden Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführerin eine an-
gepasste Tätigkeit zu 60 % mit einer Leistungsminderung von 10 bis 20 % 
zumutbar ist. Auch das Zumutbarkeitsprofil ist mit Blick auf die diagnosti-
zierte Gesundheitsschädigung und die daraus folgenden Beschwerden 

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nachvollziehbar und überzeugend. Die Einschätzung des RAD-Arztes wird 
von der Beschwerdeführerin denn auch nicht beanstandet und steht über-
dies im Einklang mit dem seit 1. Januar 2023 bestehenden Anstellungsver-
hältnis (act. II 61).

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls verdienen 
könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV 
Nr. 29 S. 91 E. 2.2).

4.1.2 Liegt das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen 5 % oder mehr 
unterhalb des branchenüblichen Zentralwertes der Tabellenlöhne gemäss 
den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturer-
hebungen (LSE) nach Art. 25 Abs. 3 IVV, so entspricht gemäss Art. 26 
Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität 95 % dieses Zentralwertes.

4.1.3 Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müs-
sen praxisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versi-
cherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres 
Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 10

wäre. Sodann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Per-
son nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch 
konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung 
von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Diese Grundsätze gelten auch 
für junge Versicherte. Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Ent-
wicklung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Quali-
fizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung 
gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesundheitsschadens ge-
kommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter 
anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit weitergeführt 
werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in 
einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die 
versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch 
im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (BGE 145 V 141 E. 5.2.1 
S. 144; SVR 2021 IV Nr. 29 S. 92 E. 2.2, 2018 IV Nr. 48 S. 153 E. 4.2).

4.2 Die Beschwerdegegnerin rechnete vorab den Verdienst der Be-
schwerdeführerin als ... bei der D.________ AG (act. II 19/8 Ziff. 7.2) von 
Fr. 3'200.-- (seit 1. Dezember 2018) bei einem Pensum von 34 Stunden pro 
Woche auf ein Pensum von 100 % (42.5 Stunden pro Woche) auf (act. II 
19/2 Ziff. 2.3, 19/5 Ziff. 5.1), was (ohne 13. Monatslohn [act. II 19/6 Ziff. 
5.3]) einen Jahresverdienst von Fr. 48'000.-- ([Fr. 3'200.-- / 34 x 42.5] = Fr. 
4'000.-- x 12) ergibt. Weiter ging sie davon aus, dass dieses Einkommen 
mehr als 5 % tiefer als branchenüblich sei und ermittelte in der Folge in 
Anwendung von Art. 26 Abs. 2 IVV ein Valideneinkommen von Fr. 55'881.-- 
(act. II 83/2).

Mit der Höhe des Valideneinkommens erklärt sich die Beschwerdeführerin 
nicht einverstanden mit der Begründung, dieses sei auf mindestens 
Fr. 72'000.-- zu erhöhen (Beschwerde S. 4). Die Tätigkeit im ... in der 
D.________ AG entspreche nicht der Tätigkeit, welche sie ohne Invalidität 
heute ausüben würde. Sie würde heute ein eigenes kleines ... führen. Aus 
diesem Grund habe sie ihre mehrjährige Tätigkeit als ... bei der J.________ 
AG zugunsten einer Anstellung in der K.________ aufgegeben und habe 
dort während … 2017 und … 2017/2018 als ... gearbeitet mit dem Ziel, sich 
die nötige Erfahrung für die Führung eines kleinen Betriebes anzueignen. 

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Ihre gesundheitlichen Einschränkungen hätten diesen Traum zerschlagen. 
Sie habe zur Existenzsicherung eine schnelle Anschlusslösung gesucht 
und die Stelle bei der D.________ AG angenommen, aus gesundheitlichen 
Gründen bereits nur noch zu einem reduzierten Pensum von 80 % (Be-
schwerde S. 5). Dass sie sich bei der K.________ mit dem erwähnten Be-
rufsziel des eigenen Betriebs beworben habe, werde auch im Schreiben 
der Inhaberin der K.________ bestätigt (Beschwerde S. 6; Beschwerdeak-
ten [act. I] 4).

Vorliegend bestehen indes keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte 
dafür, dass die Beschwerdeführerin einen eigenen kleinen ...betrieb geführt 
oder eine Leitungsposition in der ... aufgenommen und dadurch ein höhe-
res Einkommen realisiert hätte. Zwar hat die Beschwerdeführerin im Laufe 
der Jahre verschiedene Weiterbildungen getätigt, ohne jedoch die für eine 
derart anspruchsvolle Tätigkeit notwendigen Qualifikationen zu erlangen 
(vgl. act. II 3/2). Vielmehr lassen die Akten höchstens auf eine allfällige 
entsprechende Absicht schliessen, so insbesondere auch das Bewer-
bungsschreiben vom 12. Februar 2017, wonach es ein Traum der Be-
schwerdeführerin sei, irgendwann eine eigene kleine ... zu führen, weshalb 
sie auf ihrem bisherigen beruflichen Weg eine neue Richtung einschlagen 
möchte (act. II 84/23). Weitere Schritte, welche auf eine entsprechende 
Planung hindeuten würden, um konkret einen kleinen Betrieb zu überneh-
men, sind den Akten nicht zu entnehmen. Namentlich weist auch das 
Schreiben von L.________ der M.________ GmbH vom 11. April 2023, 
wonach sie der Beschwerdeführerin das Führen von einem eigenen ... zu-
trauen würde (act. I 4), nicht auf eine konkrete Übernahme eines ... hin. Es 
ist deshalb nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführe-
rin, selbst wenn eine Weiterentwicklung erfolgt wäre, das behauptete hohe 
Einkommen von Fr. 72'000.-- in der ... erzielt hätte. Das Einkommen, wel-
ches die Beschwerdeführerin in den Anstellungen (… 2017 und … 
2017/2018) in der K.________ erzielte, ist schon deshalb nicht beizuzie-
hen, weil diese Anstellungen von Beginn weg befristet waren und die Be-
schwerdeführerin sie überwiegend wahrscheinlich auch bei guter Gesund-
heit nicht mehr inne hätte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 12

Weiter kann bei der Ermittlung des Valideneinkommens auch nicht auf den 
Lohn, den die Beschwerdeführerin als ... bei der 
J.________ AG erzielte, abgestellt werden, liegen doch keine Hinweise in 
den Akten vor, ob bzw. dass allenfalls der Gesundheitsschaden gegen En-
de der Anstellung bereits deutlich spürbar war und die Beschwerdeführerin 
deshalb die Stelle kündigte bzw. ihr eine Kündigung nahegelegt worden 
war. Vielmehr kündigte die Beschwerdeführerin ihre – besser bezahlte (act. 
II 12) – Anstellung bei der N.________ AG als ... der J.________ AG per 
Ende April 2017, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stel-
len (act. II 4/3) bzw. eine (… befristete) Arbeit aufzunehmen. Die Be-
schwerdeführerin interessiert sich zwar allgemein für Berufsfelder im ... 
bzw. ... und ... (act. II 26/2, 26/37). Sie hat jedoch auch eine Ausbildung im 
… und arbeitete in diesem Bereich (act. II 4/7 ff.). Dass sie dann einen tie-
feren als einen branchenüblichen Lohn erzielte, hat die Beschwerdegegne-
rin bereits zutreffend berücksichtigt. Es kann somit nicht bloss auf die von 
der Beschwerdeführerin erwähnten Berufsinteressenfelder abgestellt wer-
den, um ein hypothetisches Valideneinkommen von monatlich Fr. 7'000.-- 
zu begründen. Die Beschwerdeführerin führt weiter an, sie habe bei ihrer 
Anstellung im ... bei der J.________ AG zuletzt jährlich Fr. 82'500.-- erzielt, 
was einem Monatssalär von knapp Fr. 7'000.-- entspreche. Es sei davon 
auszugehen, dass sie – hätte sich der Berufswunsch ... nicht verwirklichen 
lassen – wieder eine vergleichbare Anstellung angenommen hätte (Be-
schwerde S. 9). Es handelt sich jedoch auch hier einzig um eine denkbare 
Variante; es ist zwar möglich, dass sie im Gesundheitsfall auf lange Sicht 
eine besser bezahlte Anstellung gesucht hätte, es ist jedoch nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass sie in einer weite-
ren Anstellung wiederum ein Monatssalär von Fr. 7'000.-- hätte erzielen 
können. 

Die Stelle als ... bei der D.________ AG (act. II 19) nahm die Beschwerde-
führerin sodann offensichtlich bereits mit invaliditätsbedingten Einschrän-
kungen und deshalb mit einem reduzierten Pensum von 80 % auf, weshalb 
bei der Ermittlung des Valideneinkommens ebenfalls nicht darauf abgestellt 
werden kann. Vielmehr sind gestützt auf den beruflichen Werdegang der 
Beschwerdeführerin die Tabellenlöhne der LSE 2020 im … beizuziehen. 
Dabei ist zur berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin nach dem Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 13

werb des entsprechenden eidgenössischen Fachausweises fachspezifi-
sche Weiterbildungen absolvierte (…, Zertifikat …; act. II 3/2, 4/5 f.), womit 
das Kompetenzniveau 3 anwendbar ist. Bei monatlich Fr. 5'104.-- 
(LSE 2020, Tabelle TA1_Tirage-skill_level, Privater Sektor, Ziff. 47 …, 
Frauen, Kompetenzniveau 3), angepasst an die betriebsübliche wöchentli-
che Arbeitszeit von 41.7 Stunden, aufgerechnet auf ein Jahr und indexiert 
auf das Jahr 2022 (Nominallohnindex, Frauen 2016-2022, lit. B Handel und 
Reparatur von Motorfahrzeugen, 2020: 104.5; 2022: 105.7), resultiert ein 
Valideneinkommen von Fr. 64'584.25 (Fr. 5'104.-- / 40 x 41.7 x 12 / 104.5 x 
105.7).

Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass ein Abstellen auf den Be-
reich ... zu einem tieferen Valideneinkommen führen würde: Da die Be-
schwerdeführerin einzig praktische Erfahrungen in zwei Anstellungen als ... 
sammelte und über keine spezifische (Grund-) Ausbildung verfügt, wäre 
höchstens auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen. Mit monatlich 
Fr. 4'345.-- (LSE 2020, Tabelle TA1_Tirage-skill_lebel, Privater Sektor, 
Ziff. 55-56 …, Frauen, Kompetenzniveau 2) ist dieser Tabellenlohn jedoch 
tiefer als der vorerwähnte im …, Kompetenzniveau 3.

4.3

4.3.1 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV).

4.3.2 In der angefochtenen Verfügung vom 23. Juni 2023 stellte die Be-
schwerdegegnerin bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf die 
Lohnangaben der F.________ AG ab, bei welcher die Beschwerdeführerin 
seit 1. Januar 2023 als ... in einem Pensum von 60 % zu einem Monatslohn 
von Fr. 3’300.-- arbeitet. Dabei handelt es sich unbestritten um eine ange-
passte Tätigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor). Das ermittelte Invalideneinkommen 
von Fr. 42'900.-- (Fr. 3'300.-- x 13) wird denn auch von der Beschwerdefüh-
rerin zu Recht nicht beanstandet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 14

4.4 Bei der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 
Fr. 64'584.25 und des Invalideneinkommens von Fr. 42'900.-- resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 20'684.25 und damit ein rentenausschlies-
sender Invaliditätsgrad von gerundet 34 % ([Fr. 64'584.25 ./. Fr. 42'900.--] / 
Fr. 64'584.25 x 100).

4.5 Die angefochtene Verfügung vom 23. Juni 2013 ist demnach im 
Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2023, IV/23/600, Seite 15

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.