# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8c88ae1-5d2e-5515-8457-f0b3060ac22b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 09.10.2017 KSK 2017 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_KSK-2017-50_2017-10-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 09. Oktober 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 17 50 10. Oktober 2017

Entscheid 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Michael Dürst
Aktuarin Thöny

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters SchKG am Regionalgericht Landquart vom 
30. August 2017, mitgeteilt am 4. September 2017, in Sachen der Y._____, 
Beschwerdegegnerin, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 31. Mai 2017 hiess der Einzelrichter in Zivilsachen am 
Regionalgericht Plessur im Rahmen eines hängigen Eheschutzverfahrens das 
Gesuch von Y._____ um Erlass superprovisorischer Massnahmen gut und 
verpflichtete X._____, mit Wirkung ab 1. Juni 2017 an den Unterhalt von Y._____ 
und die gemeinsame Tochter A._____ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich 
insgesamt CHF 3'190.00, zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzlicher 
Kinder- und Ausbildungszulagen à Konto und unter Anrechnung der 
Unterhaltsbeiträge an Y._____ und A._____, zu bezahlen. Am 13. Juni 2017 
erging im genannten Eheschutzverfahren ein weiterer Entscheid, mit welchem 
insbesondere eine Besuchsrechts- und Erziehungsbeistandschaft für die Tochter 
A._____ angeordnet und gleichzeitig die Beurteilung der übrigen Rechtsbegehren 
- darunter auch die Festsetzung des Ehegatten- und Kindesunterhalts - 
aufgeschoben wurde, bis erste Erkenntnisse des Beistandes vorliegen würden. 

B. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes der Region Landquart vom 
20. Juni 2017 (Betreibungs-Nr. _____) wurde X._____ von Y._____ für den Betrag 
von CHF 2'600.00 betrieben. Als Forderungsurkunde bzw. Grund der Forderung 
wurden dabei "Alimente für den Monat Juni 2017 für A._____ und Y._____" 
aufgeführt. Der Zahlungsbefehl wurde X._____ am 22. Juni 2017 zugestellt, 
woraufhin dieser gleichentags Rechtsvorschlag erhob. 

C. Am 30. Juni 2017 stellte Y._____ beim Einzelrichter am Regionalgericht 
Landquart ein Gesuch um definitive Rechtsöffnung mit dem folgenden 
Rechtsbegehren: 

In der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Region Landquart sei 
gestützt auf Art. 80 SchKG die definitive Rechtsöffnung zu erteilen für CHF 
2'600.00.

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass der Schuldner per Entscheid des 
Regionalgerichts Plessur vom 31. Mai 2017 verpflichtet worden sei, der 
Gläubigerin per 1. Juni 2017 Unterhalt in Höhe von monatlich CHF 3'190.00 
zuzüglich CHF 220.00 Kindergeld zu bezahlen. Er habe am 8. Juni 2017 aber 
lediglich CHF 810.00 überwiesen, womit noch CHF 2'600.00 ausstehend seien. 

D. Mit Stellungnahme vom 17. August 2017 beantragte X._____ die 
Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens mit der Begründung, Y._____ habe am 
15. Mai 2017 einen Vorschuss von CHF 1'800.00 sowie am 24. Mai 2017 von CHF 
800.00 erhalten, da sie ohne Grund einen Mietvertrag per Mitte Mai 2017 

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unterzeichnet habe. Mit dem Entscheid vom 31. Mai 2017 des Regionalgerichts 
Plessur sei lediglich entschieden worden, dass er mit Wirkung per 1. Juni 2017 
verpflichtet werde, Y._____ Unterhalt in Höhe von CHF 3'190.00 zuzüglich 
Kinderzulagen von CHF 220.00 zu bezahlen. Damit sei nach Abzug der 
Vorschüsse eine Differenzzahlung von CHF 810.00 zu tätigen, welche von ihm am 
8. Juni 2017 an Y._____ überwiesen worden sei. Die folgenden 
Unterhaltszahlungen seien immer per 25. jeden Monats erfolgt. Zu den gerichtlich 
angeordneten Unterhaltszahlungen habe er noch die Krankenkassenrechnung für 
Juni bezahlt, wie auch die Kita-Rechnung. Somit schulde ihm Y._____ aus 
heutiger Sicht CHF 747.00, ohne das im Monat Mai beschlagnahmte 
Haushaltsgeld von rund CHF 1'680.85 zuzüglich die von ihm am 25. April 2017 an 
sie überwiesenen CHF 500.00, welche ihm anteilsmässig zustehen würden. 

E. An der Hauptverhandlung vom 18. August 2017 nahm nur Y._____ teil. Zu 
der schriftlichen Stellungnahme von X._____ vom 17. August 2017 führte sie aus, 
dass es sich bei den Zahlungen in der Höhe von CHF 1'800.00 vom 15. Mai 2017 
und von CHF 800.00 vom 24. Mai 2017 um Unterhaltszahlungen für den Monat 
Mai gehandelt habe. Was die vom Gesuchsgegner bezahlte Krankenkasse für sie 
und ihre Tochter in der Höhe von CHF 321.05 sowie CHF 156.85 sowie die 
Zahlung für die Kinderkrippe in der Höhe von CHF 270.00 betreffe, so anerkenne 
sie, dass der Gesuchsgegner diese Zahlungen zur Verrechnung bringen könne. 
Insofern reduziere sie ihre Forderung auf den Betrag von CHF 1'852.10.

F. Mit Entscheid vom 30. August 2017, mitgeteilt am 4. September 2017, 
erkannte der Einzelrichter SchKG am Regionalgericht Landquart was folgt:

1. Der Gesuchstellerin wird in der Betreibung Nr. _____, Betreibungsamt 
Landquart, Zahlungsbefehl vom 20. Juni 2017, definitive 
Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 1'852.10 nebst Zins zu 5% seit 
1. Juni 2017 erteilt. 

2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von CHF 300.00 
werden dem Gesuchsgegner auferlegt. Sie werden mit dem von der 
Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, unter 
Erteilung des Regressrechtes.

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Belehrung Fristenstillstand).

6. (Mitteilung).

Begründet wurde dieser Entscheid im Wesentlichen damit, dass der 
Gesuchsgegner ab Juni 2017 Unterhalt in Höhe von insgesamt CHF 8'377.90 

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bezahlt habe. Gemäss Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 1. Juni 2017 
sei er verpflichtet worden, einen Betrag von monatlich CHF 3'410.00 an die 
Gesuchstellerin zu überweisen. Für die Monate Juni, Juli und August ergebe dies 
einen Gesamtbetrag von CHF 10'230.00. Insofern habe der Gesuchsgegner für 
jene Periode CHF 1'852.10 zu wenig bezahlt. 

G. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ mit Eingabe vom 14. September 
2017 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde. Darin beantragte er 
sinngemäss die Aufhebung des Rechtsöffnungsentscheids des Regionalgerichts 
Landquart vom 30. August 2017 und die Abweisung des Rechtsöffnungsantrags 
von Petra Frank. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, es seien die von 
ihm im Mai 2017 geleisteten Vorschüsse von CHF 1'800.00 und CHF 800.00 in 
Abzug zu bringen. Damit sei nach Abzug der Vorschüsse noch eine 
Differenzzahlung von CHF 810.00 fällig gewesen, welche er am 8. Juni 2017 an 
Y._____ überwiesen habe. Des Weiteren handle es sich beim Entscheid vom 31. 
Mai 2017 des Regionalgerichts Plessur um eine superprovisorische Massnahme, 
gegen welche kein Rechtsmittel möglich sei. Ausserdem beantrage er 
aufschiebende Wirkung, da nur der Unterhalt Juni streitig sei und nicht 
gewährleistet sei, dass Y._____ dies zurückzahlen könne. 

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 18. September 2017 erteilte die 
Vorsitzende der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden der Beschwerde einstweilen die aufschiebende Wirkung. 

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in der 
Beschwerdeschrift wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gegen erstinstanzliche Entscheide über Rechtsöffnungsbegehren ist die 
Berufung unzulässig, weshalb für deren Anfechtung einzig das Rechtsmittel der 
Beschwerde zur Verfügung steht (Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO in Verbindung mit Art. 
319 lit. a ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]), wobei die Beurteilung in die Zuständigkeit der 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer fällt, wenn es um Streitsachen auf dem 
Gebiet des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts geht, für welche das 

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summarische Verfahren gilt (Art. 8 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation 
des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). Letzteres ist namentlich bei 
Rechtsöffnungssachen der Fall (Art. 251 Abs. 1 ZPO). Infolgedessen beträgt die 
Beschwerdefrist zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde ist bei der 
Rechtsmittelinstanz einzureichen, und zwar schriftlich, begründet sowie unter 
Beilegung des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO).

1.1. Der vorliegend angefochtene Rechtsöffnungsentscheid datiert vom 30. 
August 2017 und wurde den Parteien am 4. September 2017 mitgeteilt. Mit 
Eingabe vom 14. September 2017 erfolgte die Beschwerde somit fristgerecht. Da 
die Beschwerde auch den formellen Begründungsanforderungen genügt, kann 
darauf eingetreten werden.

1.2. Wird – wie vorliegend – im Rechtsmittelverfahren der Streitwert von CHF 
5'000.-- nicht überschritten, entscheidet die Vorsitzende in einzelrichterlicher 
Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO).

2. Nach Art. 320 ZPO kann mit der Beschwerde die unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) und die offensichtlich unrichtige und damit willkürliche 
Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. In Rechtsfragen verfügt die 
Rechtsmittel-instanz im Beschwerdeverfahren daher über eine freie Kognition, die 
derjenigen der Vorinstanz entspricht, wohingegen die Kognition der 
Rechtsmittelinstanz in Tatfragen im Beschwerdeverfahren auf eine Überprüfung, 
ob Willkür vorliege, beschränkt bleibt (vgl. Myriam A. Gehri, in: Gehri/Jent-
Sørensen/Kramer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. 
Aufl., Zürich 2015, N 2 zu Art. 320 ZPO; Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 ff. zu Art. 320 ZPO).

3. Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens nach Art. 80 ff. SchKG bildet 
die Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der 
die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlags zu beseitigen vermag. Das 
Rechtsöffnungsverfahren hat ausschliesslich betreibungsrechtlichen Charakter. 
Über den materiellen Bestand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter 
hingegen nicht zu entscheiden (vgl. BGE 135 III 315 E. 2.3; PKG 1996 Nr. 24 E. 
3b; PKG 1995 Nr. 25; Kurt Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl., Bern 2013, § 19 N 22). Das 
Rechtsöffnungsverfahren dient demnach nicht dazu, den Bestand der in 

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Betreibung gesetzten Forderung festzustellen, sondern lediglich der Beurteilung, 
ob ein Vollstreckungstitel vorliegt (BGE 136 III 583 E. 2.3 = Pra 2011 Nr. 55). 

3.1. Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil, so 
kann der Gläubiger definitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 Abs. 1 SchKG). 
Diese kann nur erteilt werden, wenn das Urteil den Schuldner zur definitiven 
Zahlung einer bestimmten Geldleistung verpflichtet (Daniel Staehelin, in: 
Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkus I, 2. Auflage, Basel 2010, N 38 zu Art. 80 SchKG). 
Die zu bezahlende Summe muss im Urteil beziffert werden oder muss sich 
zumindest in Verbindung mit der Begründung oder aus dem Verweis auf andere 
Dokumente klar ergeben (BGE 142 III 78 E. 3.1 S. 80; 138 III 583 E. 6.1.1 S. 584 
f.; 135 III 315 E. 2.3; Staehelin, a.a.O., N 41 zu Art. 80 SchKG). Die durch Urteil 
festgestellte Forderung muss zum Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls 
ausserdem fällig gewesen sein, ansonsten für diese Betreibung keine definitive 
Rechtsöffnung erteilt werden kann (Staehelin, a.a.O., N 39 zu Art. 80 SchKG).

3.2. Im vorliegenden Verfahren beruht die geltend gemachte Forderung auf 
einer durch das Gericht superprovisorisch angeordneten Unterhaltsverpflichtung. 
Es ist daher in einem ersten Schritt zu prüfen, ob eine solche überhaupt einen 
definitiven Rechtsöffnungstitel darstellen kann. 

3.2.1. Bei besonderer Dringlichkeit, insbesondere bei Vereitelungsgefahr, kann 
der Eheschutzrichter gemäss Art. 265 Abs. 1 ZPO die von einem Ehegatten 
beantragten Eheschutzmassnahmen ganz oder teilweise sofort und ohne 
Anhörung des anderen Ehegatten in Form von superprovisorischen Massnahmen 
anordnen (vgl. Jann Six, Eheschutz, 2. Auflage, Bern 2014, N. 1.18). In der Lehre 
und Rechtsprechung umstritten ist jedoch, ob in einem Eheschutzverfahren auch 
Unterhaltsleistungen superprovisorisch angeordnet werden können. Das 
Obergericht des Kantons Zürich beispielsweise verneint dies mit der Begründung, 
dass gemäss Art. 262 lit. e ZPO die Leistung einer Geldzahlung nur dann als 
vorsorgliche Massnahme verfügt werden könne, wenn dies im Gesetz vorgesehen 
sei, was auf Eheschutzverfahren nicht zutreffe (Urteil des Obergerichts des 
Kantons Zürich LE11006 vom 8. Februar 2012 E. 2.4.2.). Demgegenüber vertreten 
das Obergericht des Kantons Aargau (vgl. Entscheid ZSU.2011.433 vom 20. 
Februar 2012 E. 5), das Obergericht des Kantons Bern (vgl. Entscheid ZK 13 939 
vom 6. Dezember 2012 E. 1), das Obergericht Thurgau (vgl. RBOG 2013 Nr. 14 E. 
4.g) und das Kantonsgericht des Kantons St. Gallen (vgl. Entscheid FS.212.10 E. 
2) die Auffassung, dass in einem länger dauernden Verfahren durchaus ein Bedarf 

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nach einstweiligen Rechtsschutz bestehen kann, weshalb die Möglichkeit von 
superprovisorisch angeordneten Unterhaltsbeiträgen im Eheschutz bejaht wird 
(vgl. dazu auch Rolf Vetterli, in: Ingeborg Schwenzer/Roland Fankhauser [Hrsg.], 
FamKomm Scheidung Band II, 3. Auflage, Bern 2017, N. 16 zu Anh. ZPO Art. 271; 
Six, a.a.O. N. 1.18 und 5.02). Das Bundesgericht hat die Frage bislang offen 
gelassen (Verfügung 5A_870/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 5), wobei es dazu 
festhielt, dass angesichts ihrer Umstrittenheit die eine wie die andere Lösung nicht 
als willkürlich erscheine.

3.2.2. Das Kantonsgericht von Graubünden hat in seiner bisherigen Praxis die 
Zulässigkeit von superprovisorischen Unterhaltszahlungen im Eheschutzverfahren 
grundsätzlich nicht verneint und ist auf Rechtsmittel gegen solche Anordnungen 
stets eingetreten, sofern es unter den besonderen Umständen des Falles 
erforderlich war, für die Dauer des Eheschutzverfahrens eine Regelung zu treffen 
(vgl. den Entscheid der I. Zivilkammer ZK1 16 23 vom 1. Februar 2016 mit 
Verweis auf den Entscheid der I. Zivilkammer ZK1 11 26 vom 7. Juni 2011). Dies 
entspricht insbesondere dem schützendeswerten Bedürfnis der berechtigten 
Partei, wenn das Verfahren zur endgültigen Festlegung der Unterhaltsbeiträge 
noch längere Zeit beansprucht. Da eine solche superprovisorische Anordnung 
sofort vollstreckbar ist, kann für damit zugesprochene Unterhaltsbeiträge auch die 
definitive Rechtsöffnung erteilt werden. Das gilt allerdings nur, solange die 
superprovisorisch angeordneten Unterhaltsbeiträge nicht durch den unverzüglich 
zu erlassenden Entscheid im Sinne von Art. 265 Abs. 2 ZPO ersetzt worden sind, 
da mit diesem die Wirkungen der superprovisorischen Eheschutzmassnahmen ex 
tunc dahinfallen (vgl. Jann Six, a.a.O., N. 5.02 mit Verweis auf den Entscheid des 
Obergerichts Aargau ZSU.2011.433 vom 20. Februar 2012 E. 5). Damit bildet der 
Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Plessur vom 31. Mai 2017 
betreffend die Anordnung einer superprovisorischen Massnahme im 
Eheschutzverfahren für die darin festgelegten Unterhaltsbeiträge einen gültigen 
Titel, der grundsätzlich zur definitiven Rechtsöffnung berechtigt.

3.3. Bleibt in einem weiteren Schritt zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht für 
den Betrag von CHF 1'852.10 nebst Zins zu 5% seit 1. Juni 2017 definitive 
Rechtsöffnung erteilt hat. 

3.3.1. Der Beschwerdeführer beantragt die Anrechnung der von ihm bereits im 
Mai 2017 und damit vor Erlass des massgeblichen Massnahmeentscheids 
erbrachten Vorschusszahlungen. Dabei ist zunächst von Bedeutung, dass die Vor-
instanz X._____ verpflichtete, mit Wirkung ab 1. Juni 2017 an den Unterhalt von 

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Y._____ und die gemeinsame Tochter A._____ für die Dauer des Getrenntlebens 
monatlich insgesamt CHF 3'190.00, zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und 
gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen "à Konto und unter Anrechnung der 
Unterhaltsbeiträge an Y._____ und A._____", zu bezahlen. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich hierbei jedoch nicht um einen 
Vorbehalt bereits erbrachter Zahlungen, welcher zur Folge hätte, dass dem 
Entscheid mangels Bezifferung der anrechenbaren Zahlungen die Titelqualität 
abzusprechen wäre (vgl. BGE 135 III 315 E. 2.4.). Vielmehr bezieht sich die 
genannte Formulierung auf den Umstand, dass die zu leistenden 
Unterhaltsbeiträge nur vorläufig, das heisst für die weitere Dauer des 
Eheschutzverfahrens, festgelegt wurden und erst in einem (im konkreten Fall noch 
ausstehenden) Entscheid im Sinne von Art. 265 Abs. 2 ZPO definitiv bestimmt 
werden. Die gestützt auf die superprovisorische Anordnung geleisteten Zahlungen 
können sodann an die gemäss definitivem Entscheid geschuldeten 
Unterhaltsbeiträge angerechnet werden. 

3.3.2. Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren Entscheid eines 
schweizerischen Gerichts oder einer schweizerischen Verwaltungsbehörde wird 
die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung dann verweigert, wenn der Betriebene 
durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des Entscheides getilgt oder 
gestundet worden ist (vgl. Art. 81 Abs. 1 SchKG). Behauptet der Betriebene wie im 
vorliegenden Fall die Anrechenbarkeit einer früheren Zahlung, das heisst einer 
Vorauszahlung auf eine später festgesetzte oder fällig gewordene Schuld, so trifft 
ihn die Beweislast für die Anrechnung nach den Regeln von Art. 86 und 87 OR. Im 
konkreten Fall verweist der Beschwerdeführer in seiner Rechtsschrift auf zwei 
Zahlungen, die er im Mai 2017 an die Beschwerdegegnerin getätigt habe, und 
macht geltend, mit diesen Zahlungen sei er bereits einem Teil seiner 
Unterhaltspflicht nachgekommen. Als Beweis legt er die Buchungsdetails der 
beiden Vergütungsaufträge (act. B.1 und B.2) zu den Akten. Aus dem ersten 
Zahlungsauftrag vom 15. Mai 2017 (act. B.1) geht hervor, dass er Y._____ 
gleichentags CHF 1'800.00 überwies, wobei er als Zahlungszweck 
"Wohnungseinrichtung" angab. Diese Anmerkung stellt eine Zuweisung der 
Zahlung an eine bestimmte Schuld im Sinne von Art. 86 Abs. 1 OR, welche 
nachträglich nicht mehr geändert werden kann (vgl. dazu auch das Urteil des 
Bundesgerichts 4A_184/2017 vom 16. Mai 2017 E. 6). Damit steht fest, dass die 
vom Beschwerdeführer getätigte Zahlung vom 15. Mai 2017 gerade nicht als 
Vorschusszahlung an den Unterhalt bestimmt war. Insofern fällt auch die 
Anrechenbarkeit an die Unterhaltsschuld gemäss Massnahmeentscheid vom 31. 

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Mai 2017 ausser Betracht. Bei der zweiten, vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten Zahlung vom 24. Mai 2017 in Höhe von CHF 800.00 wurde im 
Gegensatz zur ersten Zahlung kein Zahlungszweck angegeben. Demzufolge 
gelangt Art. 87 Abs. 1 OR zur Anwendung, wonach die Zahlung auf die fällige 
Schuld und unter mehreren fälligen auf diejenige Schuld anzurechnen ist, für die 
der Schuldner zuerst betrieben worden ist, oder sofern keine Betreibung 
stattgefunden hat, auf die früher verfallene. Auf den konkreten Fall bezogen 
bedeutet dies, dass die Anrechnung auf den Unterhalt für den Monat Mai 2017, 
welcher mit Wirkung ab Trennungsdatum auch beantragt worden war, erfolgt. 
Somit fehlt es auch bezüglich dieser Zahlung an einem Nachweis der 
Anrechenbarkeit durch den Beschwerdeführer, weshalb sie für die Beurteilung des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens ausser Acht bleibt. Der Vollständigkeit halber 
sei an dieser Stelle aber darauf verwiesen, dass der Beschwerdeführer die 
Möglichkeit hat, diese Zahlungen im Eheschutzverfahren geltend zu machen und 
dort deren Anrechnung zu beantragen, zumal die Beschwerdegegnerin im 
Eheschutzverfahren gemäss ihrer Eingabe vom 24. Mai 2017 (vgl. hierzu act. B.7 
S. 2) um Unterhaltszahlungen rückwirkend ab dem 16. Mai 2017 ersucht hat (Ziff. 
6 ihres Rechtsbegehrens). 

3.3.3. Schliesslich ist in diesem Zusammenhang noch darauf hinzuweisen, dass 
Gegenstand der Betreibung - wie sich sowohl aus dem Zahlungsbefehl vom 
20. Juni 2017 (vorinstanzliche Akten act. II./1.) als auch aus dem 
Rechtsöffnungsbegehren vom 29. Juni 2017 (vorinstanzliche Akten act. I./1.) 
ergibt - lediglich der Unterhalt für den Monat Juni 2017 ist. Die geleisteten 
Unterhaltszahlungen für die Monate Juli und August 2017, welche die Vorinstanz 
in ihre Berechnung der Forderung miteinbezog (vgl. angefochtener Entscheid Ziff. 
4), sind daher vorliegend irrelevant und nicht zu berücksichtigen. Die 
massgebliche Schuld von CHF 1'852.10 ergibt sich folglich aus dem gemäss 
Massnahmeentscheid für den Monat Juni 2017 geschuldeten Unterhaltsbeitrag 
von CHF 3'410.00 abzüglich der geleisteten Unterhaltszahlung von CHF 810.00 
sowie abzüglich der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Zahlungen für die 
Krankenkasse in Höhe von total CHF 477.90 (CHF 321.05 für sie sowie CHF 
156.85 für ihre Tochter) und die Kinderkrippe in Höhe von CHF 270.00. Mangels 
Nachweises der Anrechenbarkeit weiterer Zahlungen vom Mai 2017 hat die 
Vorinstanz zu Recht über diesen Betrag definitive Rechtsöffnung erteilt. 

4. Praxisgemäss kann auch für Verzugszinsen Rechtsöffnung erteilt werden, 
selbst wenn kein Verzugszins im Urteil ausgewiesen ist (Staehelin, a.a.O., N. 49 
zu Art. 80). Jedoch müssen aufgelaufene Verzugszinsen explizit in Betreibung 

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gesetzt werden. Dies ist im vorliegenden Fall, wie sich aus dem Zahlungsbefehl 
vom 20. Juni 2017 (vorinstanzliche Akten act. II./1.) ergibt, nicht erfolgt. Gemäss 
Zahlungsbefehl wurde lediglich Betreibung über den Betrag von CHF 2'600.00 
ohne Verzugszins eingeleitet. Die Rechtsöffnung kann nicht über das im 
Zahlungsbefehl Geforderte hinausgehen. Demzufolge ist der vorinstanzliche 
Entscheid in diesem Punkt von Amtes wegen zu korrigieren und es ist für die 
Verzugszinsen keine definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Im Übrigen ist die 
Beschwerde abzuweisen.

5. Da der Beschwerdeführer nur bezüglich der Verzugszinsen und damit in 
einem untergeordneten Punkt obsiegt und der angefochtene Entscheid nur 
unwesentlich abgeändert wird, rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten sowohl 
für das erstinstanzliche wie auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Kostenregelung des 
Rechtsöffnungsverfahrens bleibt damit unverändert bestehen. Die Gerichtskosten 
für das Beschwerdeverfahren werden vorliegend in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 
in Verbindung mit Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs (GebVSchKG; SR 281.35) auf Fr. 200.-- festgelegt. 
Da die Parteien nicht anwaltlich vertreten waren, wird auf die Zusprechung einer 
Parteientschädigung verzichtet. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 1 des Dispositivs des 
angefochtenen Entscheids wird aufgehoben.

2. In der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Landquart wird für den 
Betrag von CHF 1'852.00 die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

4.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von Fr. 200.00 gehen zu 
Lasten von X._____.

4.2 Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen 
gesprochen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als Fr. 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

6. Mitteilung an: