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**Case Identifier:** 7a2b8ac9-af26-5e2a-b93d-deec567e8aa2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.06.2024 I 2024 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2024-21_2024-06-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2024 21

Entscheid vom 10. Juni 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen, Kausalität, Fallabschluss)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1964) ist seit dem 1. Mai 1980 in Vollzeit als Glaser bei 
der C.________ AG angestellt und dadurch obligatorisch unfallversichert. Am 17. 
August 2023 unterbreitete die Arbeitgeberin der Suva eine Schadenmeldung 
UVG, wonach A.________ am 12. August 2023, 18.30 Uhr, beim "Wandern / 
Spazieren: Beim Gehen auf nasser Fläche ausgerutscht und umgefallen" ist und 
sich an der linken Schulter eine Prellung sowie am linken Oberschenkel eine 
Verdrehung / Verstauchung zugezogen habe (Vi-act. 1). Die Suva bestätigte am 
21. August 2023, für die Folgen des Nichtberufsunfalls vom 12. August 2023 
Versicherungsleistungen zu erbringen (Vi-act. 3). 

B. Am 7. September 2023 erfolgte am Spital D.________ bei Diagnose Subs-
apularis-, Supra-/Infraspinatussehnen-Ruptur links eine Schulterarthroskopie, ar-
throskopische Bizepssehnentenodese und Reinsertion in 3-reihiger Technik 
Schulter links (Vi-act. 24), wofür die Suva am 21. September 2023 Kostengut-
sprache erteilte (Vi-act. 18). Nach weiteren Abklärungen verfügte die Suva am 
26. Oktober 2023, mit der Operation vom 7. September 2023, deren Kosten man 
übernommen habe, seien keine Unfallfolgen behandelt worden. Spätestens nach 
2 Monaten seit dem Ereignis seien die Beschwerden nicht mehr unfallbedingt. 
Die Sachlage verpflichte die Suva, den Fall per 26. Oktober 2023 abzuschliessen 
und den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen abzulehnen. Die Versi-
cherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) würden auf diesen Zeitpunkt ein-
gestellt (Vi-act. 49). Eine am 23. November 2023 dagegen erhobene Einsprache 
(Vi-act. 60) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 5. Februar 2024 ab (Vi-
act. 65).

C. Am 7. März 2024 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 5. Februar 2024 
aufzuheben.

2. Es seien dem Beschwerdeführer die Leistungen nach UVG (insbesondere 
Übernahme der Heilungskosten und Taggelder) für die am 12. August 2023 er-
littene linke Schulterverletzung auch nach dem 26. Oktober 2023 bis zur Errei-
chung des medizinischen Endzustandes auszurichten.

3. Es seien dem Beschwerdeführer die Leistungen nach UVG (insbesondere 
Übernahme der Heilungskosten und Taggelder) für die am 12. August 2023 er-
littene linke Oberschenkelverletzung auch nach dem 26. Oktober 2023 bis zur 
Erreichung des medizinischen Endzustandes auszurichten.

4. Eventualiter: Es sei nach Erreichung des medizinischen Endzustandes beider 
unfallbedingter Verletzungen der Anspruch auf eine Unfallrente und / oder lnte-
gritätsentschädigung zu prüfen.

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5. Subeventualiter: Es sei ein neutrales, orthopädisches Gutachten durch einen 
ausgewiesenen Schulterspezialisten erstellen zu lassen.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Be-
schwerdegegnerin.

D. Mit Vernehmlassung vom 19. April 2024 beantragt die Suva, die Be-
schwerde sei, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen und der Einsprache-
Entscheid vom 5. Februar 2024 zu bestätigen. Hierzu repliziert der Beschwerde-
führer nicht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Nachdem die Suva das Unfallereignis vom 12. August 2023 anerkannte 
und in der Folge Versicherungsleistungen erbrachte, ist nun strittig und nachfol-
gend zu prüfen, ob sie den Fall per 26. Oktober 2023 zu Recht abschloss und 
den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ablehnte mit der Begründung, 
spätestens nach 2 Monaten seit dem Ereignis seien die noch geklagten Be-
schwerden nicht mehr unfallbedingt, insbesondere seien auch mit der Operation 
vom 7. September 2023 keine Unfallfolgen behandelt worden. 

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Dass sich am 12. August 2023 ein Nichtbe-
rufsunfall ereignete, ist unbestritten. 

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person u.a. Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen sowie auf ein Taggeld, falls sie infol-
ge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig ist (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird die versicherte Person infolge des Unfalles invalid, so hat sie Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine 
dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung 
(Art. 24 Abs. 1 UVG).

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 E. 2.1; BGE 129 V 177 E. 3.1 f.). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

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nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das 
schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Wor-
ten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheit-
liche Störung entfiele (BGE 147 V 161 E. 3.2); m.a.W. wenn der Unfall überwie-
gend wahrscheinlich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen 
Beschwerden ist (BGE 142 V 435 E. 1; BGE 134 V 109 E. 2.1; Urteil BGer 
8C_640/2022 vom 9.8.2023 E. 3.2 je mit Hinweisen). 

Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung 
dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2; BGE 125 V 461 E. 5a, 
je mit Hinweisen). 

Es ist Aufgabe des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen 
(Urteil BGer 8C_634/2022 vom 23.12.2022 E. 3.1), während es der Verwaltung 
und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kau-
salzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 2). Die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang er-
gebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch objektiv ausgewie-
senen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate und natürli-
che Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 E. 2; Urteil BGer 
8C_582/2021 vom 11.1.2022 E. 9.3). 

2.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 E. 5.1; Urteil BGer 8C_379/2023 vom 9.1.2024 E. 2.2.3). Dabei 
genügt eine Vielzahl möglicher Ursachen für einen Gesundheitsschaden für sich 
allein nicht, damit dem Unfall jegliche kausale Bedeutung für nachfolgend aufge-
tretene Beschwerden abgesprochen werden kann. Im Falle ätiologisch un-

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spezifischer Beschwerden sowie einer Ursachenkonkurrenz kann jedoch aus der 
Dominanz unfallfremder Gründe in Verbindung mit der fraglichen Eignung des 
Unfallereignisses, dauernde Schädigungen zu erzeugen, unter Umständen auf 
den Wegfall der Kausalität geschlossen werden (vgl. Urteil BGer 8C_439/2007 
vom 24.10.2007 E. 3.2 mit Hinweisen).

2.4 Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht be-
standen haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein 
(zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist (es wurde 
der degenerative Vorzustand vorübergehend verschlimmert), so hat der Unfall-
versicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 
stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem 
Erreichen des status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden und damit die Leistungspflicht des Unfallversicherers 
(vgl. SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer 8C_331/2015 vom 21.08.2015 
E. 2.1.1; SVR 2010 UV Nr. 4 S. 17, Urteil BGer 8C_181/2009 vom 30.09.2009 
E. 5.4 f. m.H.). Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat 
der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen. 

Im Übrigen ist festzuhalten, dass selbst unter Annahme, der degenerative Vorzu-
stand sei durch das Unfallereignis symptomatisch geworden und mithin sei der 
Unfall als beschwerdeauslösend zu betrachten, keine Unfallkausalität der aus-
gelösten Beschwerden ohne zeitliche Beschränkung bejaht werden könnte. 
Vielmehr genügt es für die Beendigung der Leistungspflicht des Unfallversiche-
rers, dass der Status quo ante vel sine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
eingetreten ist. Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss da-
bei nicht durch Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso we-
nig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, 
dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun 
bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen 
des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahin-
gefallen sind (vgl. Urteile BGer 8C_608/2020 vom 15.12.2020 E. 5.2; 
8C_855/2018 vom 14.03.2019 E. 3.1).

Steht indes aus ärztlicher Sicht fest, dass weder der status quo ante noch der 
status quo sine je wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung 
von einer richtunggebenden Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Auf., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54; 
Urteil BGer 8C_212/2015 vom 10.7.2015 E. 2.2.1).

2.5 Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber 

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die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (vgl. BSK-Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 58 mit Hinweisen auf 
BGE 142 V 435 E. 1; BGE 129 V 177 E. 3.1; vgl. BGE 119 V 335 E. 1). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (vgl. BGE 146 V 51 E. 5.1). 

2.6 Bei Taggeldern und Heilbehandlung handelt es sich nicht um Dauerleistun-
gen. Der Versicherungsträger kann diese ohne Berufung auf einen Wiedererwä-
gungs- oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" einstellen, wenn sich her-
ausstellt, dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind, 
etwa weil bei richtiger Betrachtung gar kein versichertes Ereignis vorliegt 
(BGE 130 V 380 E. 2.3.1; Urteile BGer 8C_305/2022 vom 13.4.2023 E. 5.1; 
8C_474/2022 vom 29.3.2023 E. 3.2; 8C_187/2017 vom 11.8.2017 E. 2.3; 8C 
249/2016 vom 1.3.2017 E. 3.2; 8C_176/2016 vom 17.5.2016 E. 3.2) oder der 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden Ge-
sundheitsschaden dahingefallen ist (Urteil BGer 8C_62/2023 vom 16.8.2023 
E. 2.2). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Un-
fallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil BGer 8C 786/2021 vom 
11.2.2022 E. 2 mit Hinweisen).

2.7 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Art. 61 lit. c ATSG; Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 
Rz. 30 f.). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang 
Abklärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies 
der Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Be-
reiche abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwal-
tung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tat-
sache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über-

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zeugt sind. Es ist jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste zu würdigen ist (BGE 138 V 
218 E. 6; BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2). Der Untersuchungsgrund-
satz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig 
aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Ver-
waltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 
sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 E. 3.2.2). Auf ein beantragtes 
Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten 
verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei 
beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge 
keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Be-
weiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 
Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 E. 6.5).

2.8 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.8.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf 
es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen, weshalb die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf zuverlässige Angaben 
ärztlicher Fachkräfte angewiesen ist (Urteil BGer 8C_179/2023 vom 20.10.2023 
E. 4.2). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 

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E. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 f. E. 1c mit Hinweisen; Weber, 
'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizinischen Gutach-
ten, JaSo 2020, S. 199). 

2.8.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 E. 
3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine 
lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versi-
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). 

2.8.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur 
für Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behan-
delnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 
8C_180/2017 vom 21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen). 

2.8.4 Schliesslich sind auch reine Aktengutachten beweiskräftig, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 
direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt 
(Urteil BGer 8C_281/2021 vom 19.1.2022 E. 3.2).

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3. Was das Unfallereignis vom 12. August 2023 und den Gesundheitsverlauf 
des Beschwerdeführers anbelangt, so ergibt sich aus den Akten:

3.1 Mit Schadenmeldung UVG vom 17. August 2023 meldete die Arbeitgebe-
rin, der Beschwerdeführer sei am 12. August 2023, 18.30 Uhr, beim Gehen auf 
nasser Fläche ausgerutscht und umgefallen. Als Verletzung wird eine Prellung 
der linken Schulter sowie Verdrehung / Verstauchung des linken Oberschenkels 
genannt. Seit dem 14. August 2023 sei die Arbeit ausgesetzt (Vi-act. 1).

Am 13. August 2023 suchte der Beschwerdeführer den Notfallarzt des Spitals 
D.________ auf. Im Notfallbericht für die Hausarztpraxis notierte Dr.med. 
E.________ (FMH Innere Medizin), der Beschwerdeführer sei in der Tiefgarage 
ausgerutscht und auf die linke Seite gestürzt (Vi-act. 9, 36). 

Noch am 13. August 2023 wurde ein Röntgen Schulter links a.p. und Neer ge-
macht, wozu unter klinische Angaben festgehalten ist: Sturz auf linke Seite mit 
Schulterkontusion links und Zerrung Dorsale Oberschenkelmuskulatur (Vi-act. 
38). Unter den klinischen Angaben für das MR Oberschenkel nativ links vom 16. 
August 2023 wird aufgeführt "Schulterkontusion links und Zerrung Oberschenkel 
rechts nach Sturz" (Vi-act. 37). Und ebenfalls unter klinischen Angaben wird für 
das Schulter Arthro MR links vom 28. August 2023 aufgeführt, der Beschwerde-
führer sei am 12. August 2023 ausgerutscht und auf Arm/Schulter links gestürzt 
(Vi-act. 20). 

Nach Zuweisung an den Spezialisten berichtete Dr.med. F.________ (Facharzt 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) dem 
Hausarzt nach dem persönlichen Untersuch vom 31. August 2023, der Be-
schwerdeführer sei am 12. August 2023 auf die linke Schulter gefallen (Vi-act. 
12).

Im Arztzeugnis UVG vom 4. September 2023 berichtet der Hausarzt Dr.med. 
G.________ (FMH Allgemeine und Innere Medizin) der Suva, der Beschwerde-
führer sei am 12. August 2023 gestürzt und auf die linke Seite geprallt, seither 
Schmerzen Bein und Schulter links (Vi-act. 10). 

Im Rahmen der Abklärungen zur Leistungspflicht unterbreitete die Suva dem Be-
schwerdeführer einen Fragebogen zum Hergang. Zur Frage, auf welche Tätig-
keit/Umstände er die Beschwerden zurückführe (ausführliche Schilderung), führte 
der Beschwerdeführer am 6. Oktober 2023 aus: "Die Beschwerden sind auf den 
Sturz zurückzuführen. Die genaue Schilderung entnehmen Sie aus dem Unfall-
schein". Bezüglich Besonderheit des Ereignisses hielt er fest, er sei auf schlipfi-
gem Boden ausgerutscht (Vi-act. 36). 

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3.2 Anlässlich der Notfalluntersuchung vom 13. August 2023 erfolgte ein Rönt-
gen der linken Schulter (a.p. und Neer). Der Befund (ohne Voruntersuchung zum 
Vergleich) nennt eine Kortikalisirregularität am Tuberculum majus mit Verkalkung 
am Ansatz der Quadrizepssehne [sic] DD degenerativ DD nicht dislozierte Frak-
tur. Ansonsten keine Frakturen abgrenzbar. Humeruskopfhochstand mit einer 
acromiohumeralen Distanz von 7 mm. Geringgradige Omarthrose (Vi-act. 38).

Zudem veranlasste der Notfallarzt Dr.med. E.________ ein MRI des linken Ober-
schenkels, welches am 16. August 2023 erfolgte und als Befund ergab (Vi-act. 
37):

- Zumindest subtotale Ruptur der proximalen Semimembranosussehne links auf 
Höhe des myotendinösen Übergangs.

- Subtotale Ruptur des M. semitendinosus links auf Höhe des Übergangs proxima-
les zu mittleres Oberschenkeldrittel.

- Zeichen einer myotendinösen Verletzung des Caput longum und diskret auch des 
Caput breve des M. biceps femoris links.

- Diffus Flüssigkeit/Hämatom in den angrenzenden Weichteilen.

Schliesslich empfahl Dr.med. E.________ eine Nachkontrolle beim Hausarzt in 
ca. einer Woche. Dies bei folgender Diagnose und folgendem Status (Vi-act. 9):

Diagnosen 
Schulterkontusion links und Zerrung Oberschenkel links nach Sturz
- Vd.a. Relevante Ruptur Hamstrings links
- Mögliche Supraspinatusruptur

Status
Schulter: Elevation und Anteversion nicht möglich, Aussenrotation ab 20° 
schmerzhaft, AC Gelenk frei. 
RM schmerzbedingt nicht beurteilbar. RX: mit Humeruskopf Hochstand, keine 
Ossäre Läsion 
Oberschenkel links: Schwellung oberhalb Kniekehle, leicht dolent, Lasegue bei 20° 
starke Schmerzen am dorsalen Oberschenkel distales Drittel 

3.3 Die Nachbehandlung beim Hausarzt Dr.med. G.________ erfolgte am 18. 
August 2023 (Vi-act. 10). Im Arztzeugnis vom 4. September 2023 beschrieb er 
den Unfallhergang wie dargelegt (vgl. oben E. 3.1 fünfter Absatz) und er verwies 
hinsichtlich Diagnose auf den MRI-Befund. Unter objektivem Befund führte er 
aus, es bestehe ein leicht hinkendes Gangbild, Druckdolenz und Hämatom am 
Oberschenkel links dorsal sowie eine Schulter links mit stark eingeschränkter 
Abduktion und Anteversion (je ca. 80°). Es handle sich um Unfallfolgen. 

Das vom Hausarzt veranlasste Schulter Arthro MR links vom 28. August 2023 bei 
Fragestellung Rotatorenmanschettenläsion zeigte bei teils eingeschränkter Beur-
teilbarkeit bei Bewegungsartefakten (Vi-act. 20):

11

Befund
Rotatorenmanschettensehnen: Vollständige transmurale Ruptur der Supraspina-
tussehne mit Retraktion von ca. 2,5 cm. Tendinopathie mit artikulärseitiger hoch-
gradiger Partialruptur der Infraspinatussehne. Transmurale fokale Ruptur am Ober-
rand der Subscapularissehne. Regelrechte Darstellung der Sehnen des M. Teres 
minor.
Muskulatur: Keine Atrophie. Beginnende fettige Veränderungen des Musculus in-
fraspinatus und teres minor (Goutallier Grad II) Ödematöse Veränderungen des 
Musculus infraspinatus.
Kapsel/Rotatorenintervall: Partielle Obliteration des Rotatorenintervalls. Coraco-
humerales Ligament nicht darstellbar. Axillärer Recessus regelrecht.
Bizepssehne: Geringe Subluxation der Bizepssehne nach medial im kranialen An-
teil, ansonsten regelrechter Verlauf der Bizepssehne im Sulcus intertubercularis.
Labrum: Kein Riss.
Knorpel: Glenohumeraler Knorpel intakt.
Knochen: Humeruskopf zentriert. Kein Knochenmarködem. Keine Frakturen.
AC-Gelenk: Degenerative Veränderungen und Kapselhypertrophie.
Bursa subacromialis: Kontrastmittelgefüllt.

Beurteilung
- Vollständige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion von ca. 

2,5 cm.
- Tendinopathie mit artikulärseitiger hochgradiger Partialruptur der Infraspinatus-

sehne.
- Transmurale fokale Ruptur am Oberrand der Subscapularissehne mit geringer 

Subluxation nach medial der langen Bizepssehne.
- Aktivierte AC-Gelenksarthrose DD posttraumatisch.
- Coracohumerales Ligament nicht darstellbar DD nach Ruptur.

3.4 Nach dem Untersuch vom 31. August 2023 berichtete der Spezialist 
Dr.med. F.________ dem Hausarzt, der Beschwerdeführer klage seit dem Sturz 
über deutliche Bewegungseinschränkung und Schmerzen; vor dem Sturz sei er 
bezüglich der linken Schulter beschwerdefrei gewesen. Der klinische Untersuch 
ergab als Befund eine globale Schulterbeweglichkeit mit Abduktion/Elevation 70°, 
Flexion 80°, Aussenrotation 30°. Leichtes Aussenrotationsdefizit von 20°. Passi-
ve glenohumerale Beweglichkeit frei, nicht schmerzhaft. Kraftverlust für den Su-
praspinatus, Infraspinatus und Subscapularis. Bizepssehnen-Zeichen mit 
Schmerzen für den Palm Up und Speed- Test. AC-Gelenk nicht druckdolent. Ell-
bogen und HWS frei beweglich. Das Arthro-MRI der linken Schulter zeige eine 
Komplettruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion bis Mitte Humerus Patte 
Grad 2, eine Partialläsion der Infraspinatussehne und Partialläsion der Subsca-
pularissehne. Keine degenerativen Veränderungen. Dr.med. F.________ emp-
fahl dem Beschwerdeführer eine operative Refixierung bei Diagnose (Vi-act. 12):

- Traumatische Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter links vom 12.08.2023 
mit/bei:

- Komplettruptur der Supraspinatussehne, subtotale Ruptur der Infraspinatussehne 
und Oberrandläsion der Subscapularissehne

12

3.5 Bei Diagnose 'Subscapularis-, Supra-/Infraspinatussehnen-Ruptur links' 
sowie bei Indikation 'St.n. Sturz mit ausgedehnter Ruptur; im Röntgen bereits 
Beginn der Retraktion; keine fettige Infiltration; Entscheid zur sofortigen operati-
ven Sanierung' operierte Dr.med. H.________ (Facharzt Chirurgie) den Be-
schwerdeführer am 7. September 2023 (Vi-act. 24). Unter 'technischem Vorge-
hen' dokumentierte er im Operationsbericht vom 7. September 2023:

[…] Ausspülen des Gelenkergusses. Der Eingriff wird videodokumentiert. Gelenk-
flächen bland. Subscapularis-Partialruptur Lafosse Grad II. Bizepssehne unauffäl-
lig. Supra-/Infraspinatussehne mit Stumpf abgerissen. Retrahiert. Die Reposition ist 
aber problemlos möglich, da es sich um eine frische Ruptur handelt. Nun Anfri-
schen des Tuberculums. Durchführen einer Bizepssehnentenodese über einen Pa-
rcus Titan Anker. Refixation des Subscapularis über einen Parcus Titan Anker und 
lang belassen der Fäden. Anschliessend Bursektomie. Reinsertion der Supra-
/Infraspinatussehne über zwei medial liegende Parcus Titan und einen lateral lie-
genden Parcus PEEK Anker. Quernaht. […]. Sehr schöne anatomische Rekon-
struktion der drei Sehnen von intra- und extraartikulär. […]. 

Im Austrittsbericht ist ein komplikationsloser intra- und postoperativer Verlauf do-
kumentiert. Der Beschwerdeführer konnte am 9. September 2023 in gutem All-
gemeinzustand und schmerzkompensiert nach Hause entlassen werden (Vi-act. 
25). 

3.6.1 Am 28. September 2023 erkundigte sich die Suva beim Suva-Arzt Dr.med. 
I.________ (Facharzt für Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie) ob der Unfall mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen, objektivierbaren strukturellen 
Läsionen geführt habe und ob insbesondere der am 7. September 2023 operierte 
Schaden auf den Unfall zurückzuführen sei. Dr.med. I.________ antwortete in 
einer Kurzbeurteilung (Vi-act. 30):

Eher nein, aufgrund degen. Vorerkrankungsschaden der RM li. Schultergelenk mit 
degen. alten Sehnendefekten mit abgerundeten Sehnenstümpfen und Retraktion 
Patte II-III und Muskelatrophie Goutallier Grad II mit gerade noch knapp negativem 
Tangentenzeichen im MRT vom 28.8.2023, mit dort auch dokumentiertem kauda-
lem, lateralem Acromionsporn auf den Sehnendefekt gerichtet als Ursache des 
degen. Vorerkrankungsschaden und Sehnendefektes, daneben auch degen. Seh-
nenschäden der Subscapularissehne und LBS und AC-Gelenksarthrose, aber un-
klar, weil fehlend: 
- Hergangsschilderung des Vers. zum Sturzereignis, wie genau gefallen? 
- intraop. Videoprints der OP vom 7.9.2023 
- MRI des li. Oberschenkels, welches laut NF-Bericht Spital D.________ durchge-

führt werden sollte 
- Röntgen vom 14.8.2023 Spital D.________ 

In der Folge holte die Suva die von Dr.med. I.________ anbegehrten Unterlagen 
ein. Unter anderem unterbreitete sie dem Beschwerdeführer den "Fragebogen 
Hergang", um Näheres zum Ereignis zu erfahren und die weiteren Schritte fest-

13

zulegen. Den Fragebogen sandte der Beschwerdeführer mit den bereits wieder-
gegebenen Antworten zum Unfallhergang am 6. Oktober 2023 zurück (vgl. oben 
E. 3.1 letzter Absatz). 

3.6.2 Gestützt auf die zusätzlichen Akten gab Dr.med. I.________ am 24. Okto-
ber 2023 folgende Kurzbeurteilung ab (Vi-act. 41):

1.1. Hat der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen struktu-
rellen Läsionen, welche objektivierbar sind, geführt? 
Nein zur li. Schulter, ja zum li. Oberschenkel.

1.2. Ist insbesondere der Schaden, welcher am 7.9.2023 operiert wurde, mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen? Wenn nein, bitte be-
gründen. 
Nein, weil die OP der li. Schulter einzig auf einen degen. Vorerkrankungsschaden 
abzielte und nicht auf eine Unfallfolge, nachdem das UE vom 12.8.2023 mit Prel-
lung der li. Schulter keine zusätzliche strukturelle Schädigung zum degen. Vorer-
krankungsschaden verursachte, siehe auch Beurteilung vom 28.9.2023. Die im 
MRT vom 28.8.2023 dokumentierte Sehnendefektbildung mit Retraktion Patte II-III 
und Muskelatrophie Goutallier II kann nicht innerhalb von 16 Tagen eintreten. Zu-
dem kann eine Schulterprellung mit von seitlich einwirkender und parallel zum 
Sehnenverlauf gerichteter Kraft keine isolierte strukturelle Schädigung einer oder 
mehrerer Sehnen der Rotatorenmannschette verursachen, weil dadurch keinerlei 
Belastung auf die Sehnen ausgeübt wird, sondern im Gegenteil die Sehnen entlas-
tet und "zusammengeschoben" werden. Auch bereits das Röntgen vom 13.8.2023 
dokumentierte den degen. Vorschaden und die Ursache dafür mit subacromialem 
Engpasssyndrom und erschwerend kaudalem Acromionsporn. Übereinstimmend 
zum MRT vom 28.8.2023 dokumentieren auch die intraop. Videoprints vom 
7.9.2023 einen vorbestehenden Sehnendefekt vor der Schulterprellung li. vom 
12.8.2023, der so nicht innerhalb von 26 Tagen vorliegen kann. 

2. Bei Verneinung von Frage 1.1 und 1.2: Ab wann spielen Unfallfolgen im Be-
schwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr, wobei der 
Einfluss der Operation ausser Acht zu lassen ist? 
Seit dem 12.10.2023 und 2 Monate nach der Schulterprellung li. vom 12.8.2023, 
weil nach med. Behandlungserfahrung mit vergleichbaren Fällen spätestens 2 Mo-
nate nach einer Schulterprellung ohne zusätzliche strukturelle Schädigung zum 
degen. Vorerkrankungsschaden unter konservativer Therapie der Zustand zum 
degen. Vorerkrankungsschaden vorliegt, wie dieser auch ohne eine Schulterprel-
lung 2 Monate zuvor vorliegen würde. Zudem verursachte die rein auf den Vorer-
krankungsschaden der li. Schulter abzielende OP durch die strukturellen operati-
ven Massnahmen eine richtungsgebende Veränderung des Gesundheitszustandes 
der li. Schulter und somit erkrankungsbedingt die postop. Beschwerden, Behand-
lung und AUF. 

3. Falls der Zeitpunkt dafür noch nicht beurteilbar ist, wann ist Frage 2 aus medizi-
nischer Sicht wieder zu prüfen?
-

3.7 Gestützt auf die Kurzbeurteilungen von Dr.med. I.________ verfügte die 
Suva am 26. Oktober 2023 die Leistungseinstellung per eben dann (Vi-act. 49). 

14

Gemäss versicherungsmedizinischem Dienst seien mit der Operation vom 7. 
September 2023 keine Unfallfolgen behandelt worden. Spätestens nach 2 Mona-
ten seit dem Ereignis seien die Beschwerden nicht mehr unfallbedingt. Der Fall 
werde per 26. Oktober 2023 abgeschlossen. Taggeld und Heilkosten würden auf 
diesen Zeitpunkt eingestellt. Ein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen 
werde abgelehnt. 

4.1 Am 23. November 2023 reichte der Beschwerdeführer Einsprache ein. Da 
er vor dem Sturz einem normalen Arbeitsrhythmus nachgegangen sei und ohne 
Sturz weiterhin gearbeitet hätte, könne er den Entscheid nicht verstehen. Er habe 
die Hände ohne Probleme über den Kopf heben können; auch Gewichtsbelas-
tung sei kein Problem gewesen. Er sei wegen Schulterbeschwerden nie in ärztli-
cher Behandlung gewesen, es sei alles ok gewesen. Der aktuelle Zustand sei 
nicht derjenige von vor dem Unfall. Er sei noch in Bewegungstherapie und könne 
noch kein Gewicht heben, mithin im Glaslager resp. der Produktion noch nicht 
arbeiten. Es stehe nun ein Arzttermin bevor, wo er das Ganze besprechen und 
die Meinung anhören könne. Dann werde er weiter entscheiden. Weitere Einga-
ben folgten keine.

4.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Februar 2024 hält die Suva 
fest, der Beschwerdeführer (Einsprecher) beklage persistierende Schulterbe-
schwerden; strittig sei, ob ihm hierfür über den 26. Oktober 2023 hinaus Versi-
cherungsleistungen der Suva zustünden, was davon abhänge, ob die beklagten 
Schulterbeschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang mit dem Ereignis vom 12. August 2023 stünden. Nach Zusammenfas-
sung der die linke Schulter betreffenden medizinischen Berichte sowie der Beur-
teilung von Dr.med. I.________, worauf abgestellt werden könne, bestätigte die 
Suva, die geklagten Beschwerden seien seit geraumer Zeit nicht mehr überwie-
gend wahrscheinlich unfallkausal, weshalb eine Leistungspflicht über den 26. Ok-
tober 2023 hinaus zu Recht verneint worden sei. Denn für die beklagten Schul-
terbeschwerden hätten bildgebend keinerlei eindeutig unfallbedingte strukturelle 
Schädigungen erhoben werden können, dafür Befunde, die auf einen degenera-
tiven Ursprung der Beschwerden hinweisen würden. Weiter betont die Suva, der 
Unfallhergang vom 12. August 2023 sei nicht geeignet gewesen, einzelne oder 
mehrere Rotatorenmanschettenrupturen wie der vorliegenden zu verursachen; 
nur Bewegungen im Schultergelenk mit Zugbelastung der Rotatorenmanschette 
könnten diese zerreissen, ein Anprallereignis im Sinne einer direkten Krafteinwir-
kung (Sturz, Prellung, Schlag) sei hingegen ungeeignet. Wohl sei verständlich, 
dass der Einsprecher die Schulterbeschwerden, welche im Anschluss an den Un-
fall aufgetreten seien und zuvor nicht bestanden hätten, diesem zuordnet. Diese 

15

Einwendung genügt aber nicht, um einen natürlichen Kausalzusammenhang mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu begründen, zumal 
sie auf den beweisrechtlich unzulässigen Schluss "post hoc, ergo propter hoc" 
hinauslaufe.

5.1 Vor Verwaltungsgericht beantragt der Beschwerdeführer, es seien über den 
26. Oktober 2023 hinaus Versicherungsleistungen zu erbringen für die am 
12. August 2023 erlittenen Verletzungen an der linken Schulter als auch dem lin-
ken Oberschenkel (vgl. Ingress Bst. C). Die Suva beantragt vernehmlassend, auf 
die Beschwerde sei nicht einzutreten, soweit Leistungen für die Oberschenkel-
verletzungen beantragt würden.

5.2 Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag mit Verweis auf die Kurz-
beurteilung von Dr.med. I.________, wonach der Unfall vom 12. August 2023 
überwiegend wahrscheinlich zu zusätzlichen strukturellen Läsionen am linken 
Oberschenkel, die objektivierbar sind, geführt habe. Sei die Kausalität einmal an-
erkannt, falle die Leistungspflicht erst weg, wenn der natürliche Kausalzusam-
menhang überwiegend wahrscheinlich weggefallen sei, was die Suva beweisen 
müsse. 

5.3.1 Es trifft zu, dass der Suva-Arzt die Verletzung am linken Oberschenkel als 
durch den Unfall vom 12. August 2023 verursacht beurteilt hat (vgl. oben 
E. 3.6.2). Gleichwohl schloss die Suva den Fall per 26. Oktober 2023 ab. Sie dif-
ferenzierte dabei nicht explizit zwischen Beschwerden der linken Schulter einer-
seits und Beschwerden des linken Oberschenkels anderseits. Vielmehr stellte sie 
allgemein fest, darüber hinaus noch geklagte Beschwerden seien nicht auf den 
Unfall zurückzuführen.

5.3.2 Die Einsprache vom 23. November 2023 nimmt einzig Bezug auf die Schul-
terverletzung. Angefochten hat der Beschwerdeführer somit nur die Leistungs-
einstellung hinsichtlich die linke Schulter, nicht jedoch den linken Oberschenkel. 
Diesbezüglich trat die Verfügung vom 26. Oktober 2023 in Teilrechtskraft (vgl. Ur-
teil BGer 8C_281/2022 vom 24.10.2022 E. 4.1). Dem entsprechend setzte sich 
auch der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2024 in nachvollziehbarer Weise 
und zu Recht mit der Verletzung am linken Oberschenkel nicht mehr auseinan-
der. Sie bildete nicht Verfahrensgegenstand. Was aber nicht Verfahrensgegen-
stand des Einspracheverfahrens bildete, kann vor Verwaltungsgericht nicht ange-
fochten werden. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit der Be-
schwerdeführer rügt, betreffend die linke Oberschenkelverletzung sei der Fall zu 
Unrecht per 26. Oktober 2023 abgeschlossen und darüber hinaus Versiche-
rungsleistungen abgelehnt worden.

16

5.3.3 Sollte sich demgegenüber bereits die Verfügung vom 26. Oktober 2023 
ausschliesslich zur Leistungspflicht bezüglich Schulterbeschwerden geäussert 
haben, so würde es ohnehin an einer anfechtbaren Verfügung betreffend linke 
Oberschenkelverletzung fehlen. Der Beschwerdeführer müsste diesfalls von der 
Suva vorerst den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangen. Auch in die-
sem Fall wäre auf die Beschwerde nicht einzutreten.

5.4 Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass die Verfügung betreffend 
Fallabschluss auch inhaltlich nicht zu beanstanden wäre. 

Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall abzusch-
liessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet 
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4). Die Besse-
rung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, 
wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht 
fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht. Diese Frage ist pro-
spektiv zu beurteilen (Urteil BGer 8C 344/2021 vom 7.12.2021 E. 7.2). In diesem 
Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person pro-
gnostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden. 
Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztli-
chen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsent-
wicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (SVR 2020 
UV Nr. 24 S. 95, Urteil BGer  8C_614/2019 vom 29.1.2020 E. 5.2 mit Hinweisen). 

Vorliegend beklagte der Beschwerdeführer in der Notfalluntersuchung vom 13. 
August 2023 Beschwerden am linken Oberschenkel. Dieser wurde folglich kli-
nisch und bildgebend untersucht und es wurde eine Verletzung des linken Ober-
schenkels diagnostiziert (vgl. oben E. 3.2, E. 3.3), welche auf den Unfall zurück 
zu führen ist (vgl. oben E. 3.6.2). Aus den Akten ist jedoch zu schliessen, dass 
die linke Oberschenkelverletzung in der Folge nicht Gegenstand ärztlicher Be-
handlung bildete; diese bezog sich vielmehr allein auf die Schulterverletzung. 
Eine ärztliche Behandlung der Oberschenkelverletzung, welche Voraussetzung 
für einen Aufschub des Fallabschlusses wäre, ist nicht aktenkundig. Selbst die im 
Recht liegende Verordnung Physiotherapie (wobei Physiotherapie allein den 
Fallabschluss nicht hinauszuzögern vermöchte; Urteil BGer 8C_682/2021 vom 
13.4.2022 E. 5.3.2) bezieht sich ausschliesslich auf die Rotatorenmanschettenlä-
sion (Vi-act. 44). Wie bereits erwähnt, spricht auch der Beschwerdeführer in der 
Einsprache nur die Schulterbeschwerden an. Auch mit der Verwaltungsgerichts-

17

beschwerde legt der Beschwerdeführer keine medizinischen Berichte ins Recht, 
welche nahelegen würden, dass dannzumal eine Behandlung des linken Ober-
schenkels noch angedauert hätte. Vielmehr war zum Zeitpunkt des Fallabschlus-
ses per 26. Oktober 2023 der linke Oberschenkel nicht in ärztlicher Behandlung 
und auch prognostisch waren keine medizinischen Behandlungen vorgesehen. 
Mithin ist der Fallabschluss nicht zu beanstanden.

6. Was den Fallabschluss und die Leistungsablehnung über den 26. Oktober 
2023 hinaus betreffend die Beschwerden an der linken Schulter anbelangt, so 
begründet die Suva dies mit der ärztlichen Beurteilung ihres Versicherungsmedi-
ziners Dr.med. I.________. Es ist damit die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
zu Beurteilungen von versicherungsinternen Ärzten zu beachten, wonach nur auf 
deren Feststellungen abgestellt werden kann, wenn keine auch nur geringen 
Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 142 V 58 E. 
5.1; oben E. 2.8.2). 

6.1 Vorab ist festzuhalten, dass - entgegen der Darstellung des Beschwerde-
führers - aus der Kostengutsprache und -übernahme der Suva für die operative 
Revision vom 7. September 2023 nichts betreffend Beurteilung der Leistungs-
pflicht über den 26. Oktober 2023 hinaus abgeleitet werden kann. Ein Unfallver-
sicherer kann Heilkosten- und Taggeldleistungen auch ohne Rückkommenstitel 
ex nunc und pro futuro einstellen, wenn sich herausstellt, dass die gesetzlichen 
Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind, weil etwa die geklagten Be-
schwerden und operativ sanierten Läsionen nicht unfallverursacht sind (vgl. oben 
E. 2.6). 

6.2.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz und Dr.med. I.________ gingen 
von einem falschen bzw. ungeklärten Unfallhergang aus. So habe Dr.med. 
I.________ in der ersten Kurzbeurteilung (vgl. oben E. 3.6.1) festgehalten, die 
Hergangsschilderung sei unklar; es sei unklar, wie der Beschwerdeführer genau 
gefallen sei, es müsse dies weiter abgeklärt werden. In der Folge sei die Suva 
mit einer Rückfrage an den Beschwerdeführer herangetreten, der dann aber nur 
auf die Unfallmeldung verwiesen habe. Weitere Abklärungen habe die Suva un-
terlassen, obwohl offensichtlich klar gewesen sei, dass die Hergangsschilderung 
in der Unfallmeldung gemäss Dr.med. I.________ ungenügend gewesen sei. 
Mithin habe die Suva den Fall auf einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt 
entschieden. Wie sich der Unfall vom 12. August 2023 tatsächlich abgespielt ha-
be, sei bis heute durch die Suva nicht abgeklärt. Bevor dies nicht geklärt sei, 
könne über die Leistungspflicht nicht entschieden werden. 

18

Vor Verwaltungsgericht schildert der Beschwerdeführer den Sachverhalt wie folgt 
(Beschwerde Ziff. 5.2):

Am 12. August 2023, einem Samstag, war der Beschwerdeführer zusammen 
mitseiner Lebenspartnerin […] am Spazieren am See. Nach der Rückkehr tätigten 
sie noch Einkäufe […]. Nach dem Einkauf gingen sie zum Auto und wollten die 
Einkäufe einladen. Von der laufenden Klimaanlage der Tiefgarage und den Autos 
tropfte Kondenswasser auf den Boden, weshalb dieser an der Unfallstellte ähnlich 
wie Glatteis rutschig war. Der Beschwerdeführer glitt aus und fiel rückwärts zu Bo-
den. Da er in der rechten Hand eine schwere Tragtasche hielt, versuchte er den 
drohenden rückwärtigen Aufprall mit dem linken Arm noch abzufedern, was jedoch 
misslang. Der Aufprall erfolgte mit dem Körper seitlich links, was durch die Trau-
matisierung des linken Oberschenkels bewiesen wird. Aufgrund der Hebelwirkung 
des linken ausgestreckten Armes und der hohen wirkenden Kräfte, verspürte der 
Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Sturz starke Schmerzen in der linken 
Schulter und am linken Oberschenkel. Er konnte den linken Arm unmittelbar nach 
der Traumatisierung nicht mehr anheben. Seine Lebenspartnerin […] konnte den 
Unfallhergang beobachten.

Gemäss Beschwerdeführer ist eine Schulterprellung (von welcher die Suva aus-
gehe) aufgrund des Befundes des Röntgen Thorax / Rippen vom 1. September 
2023 (vgl. Vi-act. 11) ausgeschlossen. Vielmehr sei erstellt, dass er nicht nach 
vorne, sondern rückwärts gefallen sei. Trotz fehlender Unfallschilderung behaup-
te Dr.med. I.________ indes, eine seitlich einwirkende und parallel zum Sehnen-
verlauf gerichtete Kraft könne keine insolierte strukturelle Schädigung einer oder 
mehrerer Sehnen der Rotatorenmanschette verursachen, weil dadurch keinerlei 
Belastung auf die Sehnen ausgeübt werde, im Gegenteil die Sehnen entlastet 
und zusammengeschoben würden. Auch die Suva gehe in ihrem Entscheid ak-
tenwidrig und ohne Fundament davon aus, es sei ein Anpralltrauma im Sinne ei-
nes Ausrutschens mit Sturz geltend gemacht worden, was nicht zutreffe und we-
der der Schadenmeldung noch dem Fragebogen Hergang entnommen werden 
könne. Es liege nämlich kein blosses Anpralltrauma vor. Der Beschwerdeführer 
sei vielmehr rückwärtsgefallen und habe den drohenden Sturz mit dem linken 
Arm auffangen wollen, weshalb die Sehnen sicher nicht entlastet, sondern stark 
überbelastet gewesen seien, weshalb die Sehnenverletzung klar unfallkausal sei. 
Dieser Unfallhergang erkläre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, weshalb 
gleichzeitig drei Sehnen gerissen oder zumindest angerissen worden seien. 

6.2.2 Was den Unfallhergang anbelangt, kann dem Beschwerdeführer nicht ge-
folgt werden. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, sprechen die im Recht lie-
genden Akten übereinstimmend von einem Sturz mit Anprall der linken Schulter. 
Der Unfall wird - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - derart in 
der Unfallmeldung beschrieben. Auch der Notfallarzt sowie die weiter behan-
delnden Ärzte sprechen übereinstimmend von einem Sturz auf die linke Seite. 

19

Ebenso nennen die klinischen Angaben für die Bildgebung einen Sturz mit Schul-
terkontusion (vgl. oben E. 3.1). Die Suva hat beim Beschwerdeführer sodann 
nachgefragt und ihn ausdrücklich zur genauen Schilderung des Unfallhergangs 
angehalten, worauf er mittels Verweis auf die Schadenmeldung das Ausrutschen, 
Umfallen und die Schulterprellung bestätigt hat; zusätzliche Angaben machte er 
keine. Zu Recht verweist die Vorinstanz vernehmlassend auf die Rechtsprechung 
zur Aussage der ersten Stunde, dergemäss die spontanen Angaben der versi-
cherten Person zuverlässiger erscheinen als spätere Schilderungen, die bewusst 
oder unbewusst von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können, weshalb ersteren höherer Beweiswert zuerkannt werden 
darf (BGE 143 V 168 E. 5.2.2; Urteil BGer 8C_548/2023 vom 21.2.2024 E. 5.1; 
VGE I 2021 62 vom 17.11.2021 E. 2.3.2). Den Hergang mit Rückwärtsfallen, Auf-
fangen mit dem linken gestreckten Arm, wodurch enorme Kräfte auf die Rotato-
renmanschette wirkten, was misslang, so dass es zum Aufprall der linken Kör-
perhälfte kam, trägt der Beschwerdeführer erstmals vor Verwaltungsgericht vor. 
Zum einen macht er damit einen detaillierten Hergang geltend, weshalb nicht 
nachvollziehbar ist, dass er diesen nicht mindestens einmal bereits früher kom-
muniziert hatte, insbesondere auch dann nicht, als er explizit danach gefragt 
wurde. Dies ist umso unverständlicher, als der nun geschilderte Hergang ein-
drücklich ist, weshalb anzunehmen wäre, dass genau diese eindrücklichen Ele-
mente auch den Ärzten und der Versicherung geschildert worden wären. Zum 
andern musste der Beschwerdeführer den Hergang mehrfach schildern (gegenü-
ber der Arbeitgeberin für die Schadenmeldung, gegenüber dem Notfallarzt, dem 
Hausarzt, dem Spezialisten und schliesslich explizit gegenüber der Suva). Kein 
einziger Bericht enthält einen Beschrieb, wie er vom Beschwerdeführer nun gel-
tend gemacht wird. Es wäre aber anzunehmen, dass mindestens einer der Ärzte, 
dem dieser eindrückliche Hergang geschildert würde, nicht ein blosses Anprall-
trauma dokumentiert, sondern mindestens auch das versuchte Auffangen mit 
dem ausgestreckten Arm.

6.2.3 Einen Beleg für seine Hergangsdarstellung erkennt der Beschwerdeführer 
im Befund des Röntgen Thorax / Rippen vom 1. September 2023 (vgl. Vi-act. 
11). Inwiefern der im entsprechenden Bericht festgehaltende Befund ("Herzgrös-
se normal. Lungenzirkulation kompensiert. Keine lnfiltrate. Keine Pleuraergüsse. 
Kein Pneumothorax. Kein Zwerchfellhochstand") bei Fragestellung "Zwerchfell 
hochstand rechts oder li. bei bekannter Spinalkanalstenose HWK 5-7" Rück-
schlüsse zum Unfallhergang zulassen könnte, ob er sich namentlich mit ge-
strecktem linkem Arm aufzufangen versucht hat, erschliesst sich nicht und erläu-
tert der Beschwerdeführer auch nicht weiter. Keinesfalls vermag dieser Befund 

20

überwiegend wahrscheinlich unfallkausale objektivierbare strukturelle Verletzun-
gen der Schulter links nachzuweisen.

6.2.4 Der Beschwerdeführer bezeichnet den Arztbericht von Hausarzt Dr.med. 
G.________ vom 4. September 2023 (vgl. oben E. 3.3) insoweit als falsch, als 
dieser von einer Schulterprellung berichte, werde dies durch die Bildgebung vom 
1. September 2023 doch widerlegt. Dieser Darstellung kann nach dem Gesagten 
nicht gefolgt werden. Dr.med. G.________ spricht zudem im Zusammenhang mit 
dem Unfallhergang von einer Prellung (gestürzt und auf die linke Seite geprallt). 
Hinsichtlich Diagnose verweist er auf den MRI-Befund vom 28. August 2023, der 
eine vollständige Ruptur Supraspinatussehne, sowie Partialruptur Subscapularis- 
und Infraspinatussehne zeige (vgl. Vi-act. 10). Inwiefern dem Befund des Rönt-
gen von Thorax / Rippen vom 1. September 2023 hierzu weiterführende oder wi-
dersprechende Angaben zu entnehmen wären, ist nicht ersichtlich und wird vom 
Beschwerdeführer auch nicht weiter erläutert. Die Röntgenuntersuchung vom 1. 
September 2023 wird denn auch von keinem die Unfallfolgen behandelnden Arzt 
erwähnt. 

6.2.5 Damit aber ist nicht zu beanstanden, dass Dr.med. I.________ seiner Beur-
teilung einen Unfallhergang mit einem Sturz und Schulteranprall zu Grunde ge-
legt hat, wie dies in der Schadenmeldung und den verschiedenen Arztberichten 
dokumentiert ist und vom Beschwerdeführer im Fragebogen bestätigt wurde. An-
lass für weitere Abklärungen zum Unfallhergang bestand keiner; zu Recht ging 
daher schliesslich auch die Suva von eben diesem Hergang aus. Bleibt zu er-
gänzen, dass dem Unfallhergang für die Beurteilung der Unfallkausalität einer 
Rotatorenmanschettenläsion gemäss jüngerer Rechtsprechung ohnehin keine 
übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen wird (vgl. Urteil BGer 
8C_672/2020 vom 15.4.2021 E. 4.1.3). Es geht vielmehr darum, die einzelnen 
Kriterien, die für oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung sprechen, 
aus medizinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sachverhalt zu er-
mitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich habe, der Wahrheit zu ent-
sprechen.

6.3 Nicht weiter einzugehen ist auf den beschwerdeführerischen Vorwurf be-
treffend Nicht-Berücksichtigung bzw. Nicht-Herausgabe der intraoperativen Vi-
deoprints. Der Rechtsvertreter ersuchte am 19. Februar 2024 um Zustellung 
sämtlicher bis dato angefallener Unfall-Akten (Vi-act. act. 66) und er erhielt diese 
zugestellt (Vi-act. 68). Die intraoperativen Bilder waren nicht dabei; sie liegen 
auch nicht in den dem Gericht zugestellten Suva-Akten. Ob diese Bilder - wie die 
Vorinstanz vernehmlassend geltend macht - auf ein Aktenherausgabegesuch 

21

auch gar nicht herauszugeben sind, weil sie technisch bedingt nicht in der Akten-
sammlung liegen, kann vorliegend offenbleiben. Denn es steht fest und ergibt 
sich aus den Akten, dass die Suva die intraoperativen Bilder beim Spital einge-
holt und zweifelsfrei auch erhalten hat (vgl. Vi-act. 26). Sie wurden vom Suva-
Arzt eingesehen und kommentiert (Vi-act. 41). Die vorinstanzliche Beurteilung 
beruht damit auf den umfassenden Akten. Der Beschwerdeführer rügt wohl eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs, verlangt aber die Bilder - welche auch dem 
Gericht nicht vorliegen - weder nach der Akteneinsicht (aus welcher ihm klarwer-
den musste, dass sich die Suva darauf abstützt, sich aber nicht in den zugestell-
ten Akten befanden) noch vor Verwaltungsgericht heraus, um sie selber oder ggf. 
durch einen beizuziehenden Arzt beurteilen zu können. Sein entsprechendes 
Vorbringen ist daher rein appellatorisch und nicht behilflich. 

6.4 Das Nämliche gilt für den Vorwurf, der Suva-Arzt habe eine unseriöse Be-
urteilung abgegeben, weil er nicht vorerst einen genauen Unfallhergang erfragt, 
eine Anamnese erhoben sowie sämtliche Arzt- und Radiologieberichte samt Bil-
dern gesichtet habe. Zu Unrecht habe die Suva auf eine Aktenbeurteilung basie-
rend auf unvollständigen Befunden abgestellt.

Der Unfallhergang ist in der Schadenmeldung festgehalten. Die in den Akten lie-
genden Arztberichte enthalten eine Anamnese und äussern sich dabei überrein-
stimmend zum Unfallhergang und den geklagten Beschwerden (vgl. oben E. 3.1 
und 3.2 ff.). Der Unfallhergang wurde beim Beschwerdeführer zudem ausdrück-
lich noch einmal abgefragt, wobei er die Schadenmeldung bestätigte. Nachdem 
sich aus den mehreren Berichten hinsichtlich Anamnese keinerlei Widersprüche 
ergeben, war der Suva-Arzt nicht gehalten, eine zusätzliche Anamnese zu erhe-
ben (vgl. auch oben E. 6.2). Des Weitern lagen dem Versicherungsarzt sämtliche 
Arzt- und Radiologieberichte inkl. Bildern vor und der Beschwerdeführer zeigt 
auch nicht einen auf, welcher nicht in den Versicherungsakten läge und damit 
unberücksichtigt geblieben wäre. Entgegen der beschwerdeführerischen Darstel-
lung erfolgte die versicherungsärztliche Beurteilung somit auf den umfassenden 
Akten, einer widerspruchsfreien Anamnese, unwidersprochenen Befunden und 
Diagnosen. Strittig war bzw. ist einzig die Frage der Ursächlichkeit, weshalb 
Dr.med. I.________ nicht gehalten war, vor seiner Beurteilung eine persönliche 
Untersuchung durchzuführen - welche ohnehin erst nach der operativen Sanie-
rung möglich gewesen wäre. Dass die Leistungseinstellung der Suva auf einer 
reinen Aktenbeurteilung basiert, ist somit nicht zu beanstanden (vgl. oben 
E. 2.8.4). 

6.5.1 Gemäss Beschwerdeführer anerkannte die Suva die Unfallkausalität, wes-
halb sie den Nachweis des Wegfalls der natürlichen Kausalität zu erbringen ha-

22

be, was ihr nicht gelungen sei. Diesbezüglich gilt es zu wiederholen, dass der 
Beschwerdeführer aus der Kostengutsprache für die Operation vom 7. Septem-
ber 2023 nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (vgl. oben 6.1). Auch die Aner-
kennung, dass sich am 12. August 2023 der in der Schadenmeldung (und den 
Arztberichten) festgehaltene Unfall ereignete, besagt zur Leistungspflicht über 
den 26. Oktober 2023 hinaus nichts aus. Auch aus der Tatsache, dass die Rup-
turen an der Rotatorenmanschette unbestritten sind, kann der Beschwerdeführer 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn dass der Unfall für diese Rupturen 
natürlich kausal gewesen wäre (vgl. hierzu oben E. 2.2), ist gerade strittig. 
Gemäss Dr.med. I.________ führte der Unfall zu keinen objektivierbaren struktu-
rellen Läsionen an der linken Schulter, weshalb er dafürhielt, die Folgen des An-
pralltraumas seien spätestens nach zwei Monaten abgeheilt resp. was darüber 
hinaus an Beschwerden beklagt werde, sei nicht durch das Unfallereignis vom 
12. August 2023 verursacht. 

6.5.2 Dr.med. I.________ begründet seine Beurteilung zum einen mit dem Un-
fallhergang (reines Anpralltrauma). Daneben aber zusätzlich mit dem bildgeben-
den Befund vom 28. August 2023, welcher rein degenerative Veränderungen 
zeige. So lägen degenerative alte Sehnendefekte mit abgerundeten Seh-
nenstümpfen vor, eine Retraktion Patte II-III, eine Muskelatrophie Goutallier Grad 
II mit gerade noch knapp negativem Tangentenzeichen. Diese Schäden könnten 
nicht innerhalb von 16 Tagen eintreten und auch die intraoperativen Bilder wür-
den einen Befund dokumentieren, der so nicht innerhalb 26 Tagen vorliegen 
könne. Zudem weist er auf ein subacromiales Engpasssyndrom und erschwe-
rend kaudalen, lateralen Acromionsporn als Ursache des Vorerkrankungsscha-
dens hin (vgl. oben E. 3.6.1 und 3.6.2). Diese Beurteilung stimmt ohne Weiteres 
mit anderen in der Rechtsprechung anerkannten Beurteilungen von Rotatoren-
manschettenläsionen überein. 

6.5.3 Was das Anpralltrauma anbelangt, so stellte das Bundesgericht jüngst wohl 
fest, dem Unfallmechanimus komme keine übergeordnete Bedeutung mehr zu 
(Urteile BGer 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.3 f.; 8C_740/2020 vom 
7.4.2021 E. 4.2). Dies zum einen nach fachärztlichem Disput betreffend die Ur-
sächlichkeit von Anpralltraumen für Rotatorenmanschettenläsionen und zum an-
dern weil sich - wie auch vorliegend - der genaue Unfallmechanismus oftmals 
nicht genau rekonstruieren lässt. Gleichwohl kann aber festgehalten werden, 
dass ein Anpralltrauma für sich allein den Nachweis für eine überwiegend wahr-
scheinlich traumatisch bedingte Sehnenruptur nicht zu erbringen vermag, son-
dern im Gegenteil eher gegen eine traumatische Genese spricht. Zudem ist kein 
Unfallhergang mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aus-

23

gewiesen, der für überwiegend wahrscheinlich traumatisch bedingte Rupturen 
der Rotatorenmanschette sprechen würde.

6.5.4 Überhaupt vermag das unbestrittene Vorliegen eines Unfalles wie auch das 
Fehlen von Schulterbeschwerden vor dem Unfall eine natürliche Unfallkausalität 
der Rotatorenmanschettenläsion nicht mit dem notwendigen Beweisgrad nach-
zuweisen. Zum einen sind Degenerationen der Rotatorenmanschette inkl. Seh-
nenrupturen oftmals asymptomatisch (vgl. Lädermann et al, Degenerative oder 
traumatische Läsionen der Rotatorenmanschette, in: SMF 2019 et al., S. 262; 
Eckers et al., Aktuelle Aspekte der Behandlung der Rotatorenmanschette, in: Ar-
throskopie 2023 S. 43). Zudem liefe eine entsprechende Argumentation auf ei-
nen unzulässigen 'post hoc, ergo propter hoc'-Schluss hinaus (Urteil BGer 
8C_843/2014 vom 18.3.2015 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 119 V 335 E. 2b/bb). 
Die Tatsache allein, dass das MRI vom 28. August 2023 Rupturen der Rotato-
renmanschette zeigte und sich am 12. August 2023 ein Unfall mit Beteiligung der 
linken Schulter ereignete, nach welchem Beschwerden eintraten, vermag die 
traumatische Genese der Rupturen somit nicht als überwiegend wahrscheinlich 
erscheinen lassen. Gemäss Lädermann et al. sind die einzigen eindeutigen An-
zeichen für eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion Frakturen bezie-
hungsweise Anzeichen, die auf eine glenohumerale Luxation oder eine 
AC-Gelenksprengung hinweisen würden (a.a.O., S. 264). Entsprechende Befun-
de liegen aber keine vor und macht auch der Beschwerdeführer nicht geltend. 

6.5.5 Was die Retraktion anbelangt, so halten Lädermann et al. in ihrem Artikel 
fest, es könne sehr wohl eine Retraktion Grad 3 bis zum Glenoid ohne fettige In-
filtration innerhalb weniger Wochen nach dem Trauma auftreten, was auf eine 
akute Läsion mit erheblicher muskulotendinöser Retraktion hinweise (a.a.O., S. 
266). Dieselben Autoren führen aber auch aus, Retraktionen würden im Allge-
meinen langsam geschehen (a.a.O., S. 265). Dies wird in verschiedenen Ent-
scheiden bestätigt (vgl. Urteil VGer-BE 200.2016.1049 vom 15.1.2018 E. 4.2.4; 
SVGer-ZH UV.2017.00218 vom 4.3.2019 E. 3.4; Urteil BGer 8C_724/2013 vom 
31.3.2014 E. 4.1), was dagegenspricht, dass die am 28. August 2023 erhobene 
Retraktion der Supraspinatussehne von doch erheblichen ca. 2.5 cm (gemäss 
Dr.med. I.________ Retraktion nach Patte II - III) innerhalb von 16 Tagen ent-
standen sein kann (vgl. auch Dubs et al., Der Schultertrauma-Check, Medinfo 
2021/1 S. 5). 

6.5.6 Bezüglich fettige Infiltration der Rotatorenmanschetten-Muskulatur halten 
Lädermann et al. fest, sie sei beim Menschen in der Bildgebung erst erkennbar, 
wenn die Symptome länger als sechs Monate andauern oder kein Trauma vorlie-

24

ge; nach traumatischer Massenruptur könne sich eine erhebliche fettige Infiltrati-
on innerhalb weniger Monate entwickeln (a.a.O. S. 264; vgl. auch Dubs et al., 
a.a.O., S. 5). Vorliegend hält der MR-Befund vom 28. August 2023 fest, es liege 
keine Muskatrophie vor, aber eine beginnende fettige Veränderung des M infra-
spinatus und teres minor (Goutallier Grad II). Damit bestätigt sich die Beurteilung 
von Dr.med. I.________, wonach dieser Befund nicht innerhalb von 16 Tagen 
aufgetreten sein kann, sondern degenerative Veränderungen zeigt. 

6.5.7 Wenn Dr.med. I.________ ein subacromiales Engpasssyndrom nennt, so 
wird dies durch das Röntgen vom 13. August 2023 mit dem Befund einer acro-
miohumeralen Distanz von 7 mm bestätigt (vgl. oben E. 3.2). Gemäss Schulter-
trauma-Check ist ein Hochstand des Humeruskopfes mit einer acromiohumeralen 
Distanz von < 7 mm ein starkes Zeichen für ein degeneratives Geschehen (Dubs 
et al., a.a.O., S. 5). Vorliegend kommt gemäss Dr.med. I.________ erschwerend 
ein kaudaler Acromionsporn hinzu, womit der Befund für degenerative Verände-
rungen und gegen eine überwiegend wahrscheinlich traumatische Genese 
spricht.

6.6 An dieser nachvollziehbaren und schlüssigen Beurteilung von Dr.med. 
I.________ vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte keine auch nur ge-
ringen Zweifel zu erwecken.

Wohl sprechen diese Arztberichte übereinstimmend von Rotatorenmanschetten-
rupturen, welche durch den Unfall vom 12. August 2023 verursacht worden sei-
en. Eine Begründung hierfür lässt sich den Berichten indes nicht entnehmen. 

Soweit auf Beschwerdefreiheit vor dem Unfall und Einsetzen der Beschwerden 
nach dem Unfall hingewiesen wird, so vermag dies nach dem Gesagten die Un-
fallkausalität nicht mit der geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nach-
zuweisen (vgl. zuvor E. 6.5.4).

Das Arztzeugnis UVG des Hausarztes vom 4. September 2023 hält wohl die vom 
Beschwerdeführer beklagten Beschwerden als mit dem Unfallereignis vereinbar. 
Weshalb die Rupturen aber unfallverursacht sein sollen, begründet er nicht (Vi-
act. 10).

Dr.med. F.________ stellt nach dem Untersuch vom 31. August 2023 die Dia-
gnose einer traumatischen Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter links vom 12. 
August 2023 (Vi-act. 12). Soweit er ausführt, die Beschwerden seien mit dem Un-
fall eingetreten, zuvor sei er beschwerdefrei gewesen, kann auf das Ausgeführte 
verwiesen werden; eine Unfallkausalität vermag dies nicht nachzuweisen. Soweit 
er zur Arthro-MRI-Untersuchung der linken Schulter ausführt, es lägen keine de-
generativen Veränderungen vor, so trifft dies nicht zu, nennt doch der Radiologe 

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ausdrücklich degenerative Veränderungen des AC-Gelenkes (Vi-act. 20; vgl. 
auch Röntgen Schulter links vom 13.8.2023 Vi-act. 38). Zudem stellt auch die fet-
tige Veränderung Goutallier Grad II nach dem Gesagten ein degeneratives Ge-
schehen dar. Und ob die Sehnenrupturen traumatisch oder degenerativ sind, ist 
gerade strittig. Dr.med. F.________ begründet seine Diagnose einer traumati-
schen Ruptur im Gegensatz zu Dr.med. I.________ nicht. 

Auch der Operateur führt die Rupturen auf den Sturz vom 12. August 2023 
zurück ("St.n. Sturz mit ausgedehnter Ruptur"; Vi-act. 24). Eine Begründung für 
diese Interpretation nennt aber auch er keine. Wenn er festhält, das Röntgen 
zeige bereits den Beginn der Retraktion, so ist zu wiederholen, dass eine Retrak-
tion von 2.5 cm (Patte II bis III) nicht innert 16 Tagen zu erwarten ist, was somit 
gegen eine traumatische Veränderung spricht. Und wenn er ausführt, es liege 
keine fettige Infiltration vor, so widerspricht dies dem MRI-Befund, soweit dieser 
hinsichtlich des M Infraspinatus und teres minor eine fettige Veränderung Goutal-
lier Grad II dokumentiert, was auf ein degeneratives Geschehen hinweist. Intra-
operativ beschreibt der Operateur die Supra-/Infraspinatussehne als mit Stumpf 
abgerissen und retrahiert. Die Reposition sei aber problemlos möglich, da es sich 
um eine frische Ruptur handle. Letztere Darstellung ist keine Begründung für ein 
traumatisches Geschehen, sondern basiert auf der nicht weiter begründeten An-
nahme, die Sehne sei am 12. August 2023 gerissen. Das Erscheinungsbild der 
Sehnenstümpfe beschreibt der Operateur nicht; gemäss Dr.med. I.________ 
zeigen sie sich abgerundet, was gegen eine überwiegend wahrscheinlich trauma-
tische Ruptur spricht (vgl. auch Dubs et al, Schultertrauma-Check, S. 5). 

7. Damit aber erweist sich die Beschwerde zusammenfassend als unbegrün-
det. Für die Beurteilung der Unfallkausalität ging die Vorinstanz zu Recht vom 
übereinstimmend dokumentierten Unfallhergang eines Sturzes mit Schulterprel-
lung aus; von weiteren Abklärungen konnte sie absehen. Da ihrem Versiche-
rungsarzt Dr.med. I.________ die umfassenden Akten mit übereinstimmender 
Anamnese sowie unwidersprochenen Befunden und Diagnosen vorlag und nur 
die Kausalität strittig war, war eine persönliche Untersuchung - nach erfolgter 
operativer Revision der linken Schulter - nicht angezeigt. Die Aktenbeurteilung 
von Dr.med. I.________ ist sodann nachvollziehbar und in sich schlüssig. Be-
gründete widersprechende medizinische Berichte, welche Zweifel an seiner Be-
urteilung wecken könnten, liegen keine vor. Die Beschwerde ist entsprechend 
abzuweisen. Kosten sind keine zu erheben; Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. fbis und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 10. Juni 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Juni 2024