# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 640bc428-3376-5f1d-9dbc-2dc57fee0a67
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.01.2015 200 2014 889
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-889_2015-01-20.pdf

## Full Text

200 14 889 UV
FUR/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 20. Januar 2015

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG 
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. August 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Jan. 2015, UV/14/889, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seinen Arbeitgeber bei der AXA Winterthur AG (AXA bzw. Beschwer-
degegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-
fällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 16. Februar 2014 beim 
Snowboardfahren vor einer Ticketstation beim Skilift aufgrund der vereisten 
Fahrbahn nicht rechtzeitig abbremsen konnte und den darauffolgenden 
Aufprall mit den Händen bzw. der Schulter abzufangen versuchte (Antwort-
beilage der AXA, Korrespondenzakten [act. II] A1 und A15). Dabei zog er 
sich Verletzungen an der rechten Schulter zu (Antwortbeilage der AXA, 
medizinische Akten [act. IIA] M1).

Die AXA holte medizinische Unterlagen ein und legte die Unterlagen ihrem 
beratenden Arzt zur Stellungnahme vor (act. IIA M3). Mit Verfügung vom 
12. Juni 2014 (act. II A6) verneinte sie die Unfallkausalität und verfügte die 
Einstellung ihrer Leistungen per 17. April 2014.

Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 17. Juni 2014 
(act. II A7) wies die AXA mit Entscheid vom 27. August 2014 ab und hielt 
fest, dass gemäss der Beurteilung des beratenden Arztes der Status quo 
sine maximal acht Wochen nach dem Ereignis erreicht sei (Beschwerdebei-
lage [act. I] 1). Darüber hinaus fehle es beim Ereignis vom 16. Februar 
2014 an der Ungewöhnlichkeit  bzw. an der Sinnfälligkeit (S. 2).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte am 22. Septem-
ber 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Er be-
antragt sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheides und dass 
das Ereignis vom 16. Februar 2014 als Unfall oder als unfallähnliche Kör-
perschädigung zu qualifizieren sei.

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Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2014 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1

1.1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten.

1.1.2 Der Beschwerdeführer beantragt, dass das Ereignis vom 16. Febru-
ar 2014 als Unfall bzw. als unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren 
sei. Einem solchen Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung ist zu 
entsprechen, wenn die gesuchstellende Person ein schützenswertes Inter-
esse glaubhaft macht (Art. 49 Abs. 2 ATSG).

Unter dem schützenswerten Interesse gemäss Art. 49 Abs. 2 ATSG ist – 
analog zu Art. 25 Abs. 2 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über 
das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) – 

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rechtsprechungsgemäss ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles 
Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbeste-
hens eines Rechtsverhältnisses zu verstehen, dem keine erheblichen öf-
fentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und welches nicht 
durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewahrt werden kann (BGE 130 V 
388 E. 2.4 S. 391). Der Erlass einer Feststellungsverfügung ist dann un-
zulässig, wenn die Verwaltung die Möglichkeit hat, die Rechtsbeziehung 
direkt durch eine rechtsgestaltende Verfügung zu ordnen (Prinzip der Sub-
sidiarität; BGE 122 V 28 E. 2b S. 30).

Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht ursprünglich – wenn 
auch stillschweigend – anerkannt, indem sie dem Beschwerdeführer bereits 
Leistungen erbracht hat (vgl. Beschwerdeantwort vom 21. November 2014 
S. 2 Ziff. 3). Damit hat sie das Ereignis vom 16. Februar 2014 zunächst als 
Unfall anerkannt. Es ist hierbei jedoch zu berücksichtigen, dass der Unfall-
versicherer – auch bei einem allfälligen späteren Rückfall – die Möglichkeit 
hat, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte 
Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den 
Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision 
einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein 
versichertes Ereignis liege – bei richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor 
(vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). Ob damit der Beschwerdeführer ein 
tatsächliches oder rechtliches Interesse an der Qualifizierung des Gesche-
hens vom 16. Februar 2014 als Unfall hat, welches darüber hinaus auch als 
aktuell einzustufen ist, kann jedoch vorliegend offen gelassen werden, 
denn sinngemäss kann dem Rechtsbegehren in der Beschwerde vom 
22. September 2014 auch entnommen werden, dass der Beschwerdeführer 
wohl ebenso die Weiterausrichtung der Heilbehandlungen, insbesondere 
der vom behandelnden Hausarzt verordneten Physiotherapiebehandlungen 
nach der verfügten Leistungseinstellung vom 17. April 2014 (im Mai und 
Juli 2014 [act. IIA M4 und act. IIA M5]) beantragt. 

Damit ist auf die Beschwerde vom 22. September 2014 im Sinne eines 
Leistungsbegehrens einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. August 
2014 (act. I 1). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-

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rers auf (weitere) Leistungen der Unfallversicherung und dabei insbesonde-
re, ob die über den 17. April 2014 weiterhin geklagten Beschwerden in ei-
nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 
16. Februar 2014 stehen.

1.3 Wird auf das Begehren des Beschwerdeführers im Sinne eines 
Leistungsbegehrens eingetreten (vgl. E. 1.1 vorstehend), ist im vorliegen-
den Verfahren die Übernahme der Kosten für die Verordnung von zwei mal 
neun Physiotherapiebehandlungen (act. IIA M4 und act. IIA M5) streitig. 
Damit wird die für die Kammerzuständigkeit massgebliche Streitwertgrenze 
von Fr. 20'000.– offensichtlich nicht erreicht, weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 128 Abs. 1 
VRPG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in der 
Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädigun-
gen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder De-
generation zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-

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tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-
chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2; Entscheid des BGer vom 8. Mai 2014, 
8C_40/2014, E. 2.2.3).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 

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darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.5 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

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3.

Aufgrund der Akten ist erstellt und unter den Parteien nicht streitig, dass 
der Beschwerdeführer am 16. Februar 2014 beim Snowboardfahren vor 
einem Skilift abzubremsen versuchte und dabei zu spät merkte, dass die 
Schneeunterlage der Skipiste an dieser Stelle vereist war. Es gelang dem 
Beschwerdeführer in der Folge nicht, rechtzeitig zum Stillstand zu kommen, 
worauf er (ungebremst) in die Ticketstation schlitterte und dabei mit den 
Armen den Aufprall abzubremsen versuchte (vgl. act. II A15).

3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob das Ereignis vom 16. Februar 2014 einen 
Unfall im Rechtssinne darstellt. Entgegen den Ausführungen der Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 
2014 (act. I 1 S. 3 f.) ist beim vom Beschwerdeführer beschriebenen Ge-
schehen von einem Unfall auszugehen: zwar gehört es zur Pflicht eines 
Snowboardfahrers mit einer seinem Können angepassten Geschwindigkeit 
zu fahren, doch wurde ein ähnliches Geschehen (Ausgleiten auf vereister 
Stelle, sich daraus ergebendes unkontrolliertes Anfahren eines Buckels 
und hartes Aufschlagen auf der Piste) von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung als programmwidrig und damit als ungewöhnlicher äusserer 
Faktor qualifiziert (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.2.3 S. 119 und RKUV 1999 
Nr. U 345 S. 420 ff.). Entsprechend ist auch das Ausgleiten des Beschwer-
deführers auf der eisigen Unterlage vor der Ticketstation als programmwid-
rig und somit als ungewöhnlicher äusserer Faktor anzusehen. Zudem ist 
schliesslich die geschilderte Abbremsbewegung des Beschwerdeführers 
mit den Armen an der Abschrankung der Ticketstation als reflexartige Be-
wegung und nicht als bewusster Entscheid zu werten.

Selbst wenn schliesslich davon ausgegangen würde, dass es vorliegend an 
der für das Vorliegen des Unfallbegriffs notwendigen Ungewöhnlichkeit 
fehlt, wäre das Geschehene als unfallähnliche Körperschädigung nach 
Art. 9 Abs. 2 UVV (vgl. E. 2.1 vorstehend) zu qualifizieren: Hierfür bedarf es 
zunächst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 
sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls, was bei einem aufgrund der ver-
eisten Piste nicht gelungenen Bremsmanöver mit dem Snowboard gegeben 
ist. Die im MRI vom 28. März 2014 (act. IIA M2) diagnostizierte Impinge-
ment-Konstellation mit Einrissen der Supraspinatussehne kann zudem un-

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ter die in Art. 9 Abs. 2 lit. f aufgeführte Verletzung eines Sehnenrisses sub-
sumiert werden.

3.2 Umstritten ist weiter, ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem 
besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 17. April 2014 (vgl. act. II A6) hinaus weiterhin An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist 
zunächst zu prüfen, ob die anhaltend geklagten gesundheitlichen Ein-
schränkungen in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 16. Februar 2014 stehen. 
Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das 
folgende Bild:

3.2.1 Dr. med. B.________, Facharzt für Radiologie FMH, hielt in seinem 
Bericht zum Arthro-MRI vom 28. März 2014 (act. II M2) folgende Beurtei-
lung fest: Impingement-Konstellation bei schmalem Subakromialraum mit 
betonter Tendinopathie der durchziehenden Supraspinatussehne. Diese 
zeige ausgedehnte intratendinöse wie auch ansatznahe Einrisse (PASTA-
Läsion). Zudem zeigten sich eine Tendinopathie der Subscapularissehne, 
Zeichen einer Kapsulitis sowie eine beginnende Omarthrose.

3.2.2 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht zu Handen 
der Beschwerdegegnerin vom 4. April 2014 (act. II M1) eine Schulterdistor-
sion mit posttraumatischer Tendinopathie der Supraspinatussehne und 
Rissbildung (Ziff. 5) und hielt u.a. fest, dass der Behandlungsabschluss 
voraussichtlich in acht Wochen erfolgen werde (Ziff. 10).

3.2.3 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.________, 
Facharzt für Chirurgie FMH, hielt in seiner Stellungnahme vom 9. Mai 2014 
(act. II M3) fest, dass das Beschwerdebild vereinbar sei mit der Kontusion 
einer mit mehreren Läsionen vorbestehend behafteten Schulterpathologie 
bei Impingementkonstellation. Hingegen seien die intratendinösen Einrisse 
vereinbar mit einem Zustand nach Quetschung in Form einer stumpfen 
axialen Kontusion zwischen Humeruskopf und dem Akromiom. Die so be-
schriebenen Anteile der Läsion seien mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit vereinbar mit dem axialen Stauchungstrauma. Eine chirurgische The-

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rapie sei angesichts der jetzt beschriebenen Kontusionsbefunde als unfall-
kausal abzulehnen, insbesondere da gleichzeitig eine beginnende vorbe-
stehende Omarthrose der betroffenen Schulter beschrieben sei (Ziff. 1). Die 
vorgenannten kontusionsbedingten Änderungen könnten eine relativ lange 
Beschwerdedauer nach sich ziehen und würden durch den vorbestehenden 
Zustand der subakromialen Impingementkonstellation mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit signifikant verlängert. Diesbezüglich sei es etwas ver-
messen, einen Zeitpunkt des Status quo sine zu nennen. Je nach aufge-
kommener Energie sei hierfür ein Zeitraum von sechs bis acht Wochen 
nach dem Ereignis zu bemessen (Ziff. 2).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-

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stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der Verfügung vom 12. Juni 
2014 (act. II A6) bzw. im hier angefochtenen Einspracheentscheid vom 
27. August 2014 (act. I 1) auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes 
Dr. med. D.________ vom 9. Mai 2014 (act. II M3) gestützt. Die medizi-
nisch-theoretischen Ausführungen von Dr. med. D.________ zum Gesund-
heitsschaden sowie zum Erreichen des Status quo sine vel ante sind nach-
vollziehbar und überzeugen, so dass darauf abgestellt werden kann (vgl. 
E. 3.3 vorstehend). Klar und nachvollziehbar legt er dar, dass das gezeigte 
Beschwerdebild vereinbar sei mit einer Kontusion, dass aber die betroffene 
Schulter schon mit mehreren vorbestehenden Läsionen behaftet gewesen 
sei (Ziff. 1), weshalb die Beschwerdedauer signifikant verlängert sein könne 
(Ziff. 2). Der Status quo sine vel ante sei jedoch sechs bis acht Wochen 
nach dem Ereignis erreicht, je nachdem wie viel Energie aufgewendet wer-
den könne. Diese Ausführungen werden auch vom behandelnden Arzt 
Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 4. April 2014 (act. II M1) nicht 
bestritten oder in Zweifel gezogen, sondern vielmehr sogar bestätigt, wenn 
dieser ausführt, dass der Behandlungsabschluss voraussichtlich nach acht 
Wochen erfolgen werde (Ziff. 10). Den Akten sind weiter keine Hinweise zu 
entnehmen, welche diese medizinische Erfahrungstatsache vorliegend wi-
derlegen könnten und es werden vom Beschwerdeführer auch keine sol-
chen geltend gemacht. Der status quo ante vel sine war demnach nach 
spätestens zwei Monaten wieder erreicht, wie dies der beratende Arzt in 
seinem Bericht vom 9. Mai 2014 (act. II M3) zutreffend darlegt hat.

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3.5 Nach dem hiervor Dargelegten ist weder die Leistungseinstellung 
als solche noch deren Zeitpunkt per 17. April 2014 zu beanstanden. Die 
gegen den Einspracheentscheid vom 27. August 2014 (act. I 1) erhobene 
Beschwerde ist unbegründet und deshalb abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung.

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- AXA Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.