# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ee09d88-590e-5614-b672-8725b007b299
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.02.2025 VR3 2023 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2023-67_2025-02-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 11. Februar 2025
mitgeteilt am 14. Februar 2025

Referenz VR3 23 67 / VR3 23 68

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Gees, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger

gegen

Gemeinde Scuol
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Bänziger

Gegenstand Baugesuch (Unterstellung Planungszone)

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Sachverhalt

A. A._____ ist Eigentümer der Parzelle Z._____ in B._____, Gemeinde Scuol, 
über deren gesamtes Gebiet eine gültige Planungszone besteht. Anlässlich einer 
Kontrolle stellte das Bauamt der Gemeinde Scuol am 22. Dezember 2022 fest, dass 
auf dieser Parzelle Bauarbeiten im Gange waren, ohne dass dafür eine 
Baubewilligung vorlag. Die Gemeinde verfügte gleichentags superprovisorisch 
einen Baustopp, welchen sie mit Entscheid vom 24. März 2023 bestätigte, nachdem 
sie A._____ dazu aufgefordert hatte, Stellung zu nehmen und ein nachträgliches 
Baugesuch einzureichen.

B. Mit nachträglichem Baugesuch Nr. C._____ vom 18. Januar 2023 ersuchte 
A._____ um Sanierung und Umbau der "Chasa D._____". Vorgesehen war der 
Umbau der Chasa D._____ in eine 4- sowie in eine 3-Zimmerwohnung.

C. Dieses Baugesuch unterstellte die Gemeinde Scuol im Namen der Ge-
schäftsleitung mit Entscheid vom 14. Juli 2023 der Planungszone und bestätigte 
den Baustopp. Darüber hinaus auferlegte sie A._____ Verfahrenskosten in der 
Höhe von CHF 10'498.00 (davon CHF 5'301.00 Behandlungsgebühr und 
CHF 5'197.00 für externe Rechtsberatung). Begründend führte die Gemeinde aus, 
das Baugesuch stehe der möglichen künftigen Ortsplanung entgegen, da gemäss 
aktuellem Stand der Ortsplanung u.a. vorgesehen sei, die Parzelle Z._____ einer 
Hotelzone zuzuführen.

D. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
am 25. Juli 2023, ergänzend am 2. August 2023, Beschwerde an das vormalige 
Verwaltungsgericht, nunmehr Obergericht des Kantons Graubünden (VR3 23 67). 
Er beantragte die Aufhebung des Entscheides sowie die Anweisung der Gemeinde 
zur Fortführung des Baubewilligungsverfahrens. Dabei machte er u.a. geltend, die 
Geschäftsleitung der Gemeinde sei unzuständig für den Erlass des angefochtenen 
Entscheides und die Kostenauferlegung sei widerrechtlich.

E. Mit Beschluss vom 7. August 2023 bestätigte die Gemeinde Scuol ihren 
Entscheid vom 14. Juli 2023 betreffend Unterstellung unter die Planungszone und 
hielt vollumfänglich und unverändert an dessen Inhalt fest. Als Vorbemerkung führte 
sie zudem aus, der Gemeindevorstand habe mit Zirkularbeschluss vom 14. Juli 
2023 die Unterstellungsverfügung beschlossen. Während fünf Mitglieder des 
Gemeindevorstandes schriftlich zugestimmt hätten, äusserten sich zwei 
ferienhalber abwesende Mitglieder nicht. Aufgrund eines verwaltungsinternen 
Versehens sei der Beschluss des Gemeindevorstands irrtümlich namens der 
Geschäftsleitung unterzeichnet und mitgeteilt worden. Um eine Diskussion darüber 

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zu vermeiden, ob der Zirkularbeschluss formell korrekt gefasst worden sei, habe der 
Gemeindevorstand den Beschluss vom 14. Juli 2023 anlässlich der Sitzung vom 
7. August 2023 inhaltlich nochmals geprüft und beraten.

F. Auch gegen diesen zweiten, identischen Entscheid vom 7. August 2023 
erhob A._____ am 14. August 2023 Beschwerde an das ehemalige 
Verwaltungsgericht (VR3 23 68), welche im Wesentlichen jener vom 25. Juli 2023 
(VR3 23 67) entsprach. Er führte aus, durch den vorliegend angefochtenen 
Entscheid sei das erste Gerichtsverfahren VR3 23 67 gegenstandslos geworden 
und abzuschreiben, was mit separater Eingabe beantragt werde.

G. Mit Vernehmlassung vom 27. September 2023 für beide Verfahren VR3 23 
67 und VR3 23 68 beantragte die Gemeinde Scuol (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin bzw. Gemeinde), der in Ziff. IV/5 des angefochtenen 
Entscheids vom 14. Juli 2023 bzw. 7. August 2023 gewählte Stundenansatz sei von 
CHF 114.00 auf CHF 85.00 zu reduzieren und die Behandlungsgebühr 
dementsprechend neu auf CHF 3'952.50 festzusetzen. Im Übrigen sei die 
Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden könne; unter 
gesetzlicher Kostenfolge. U.a. führte sie erneut aus, der vom Gemeindevorstand 
erlassene Entscheid vom 14. Juli 2023 sei versehentlich als von der 
Geschäftsleitung erlassen ausgefertigt worden. Dieser Entscheid sei mit jenem vom 
7. August 2023 nicht aufgehoben, sondern überprüft und bestätigt worden. Die 
Überbindung der externen Rechtsberatungskosten sei rechtens. Bezüglich der 
Höhe der Behandlungsgebühr bzw. des gewählten Stundenansatzes sei die 
Beschwerde gutzuheissen. Die übrigen Vorbringen in Bezug auf die 
Behandlungsgebühr sowie die Kritik an den einzelnen Positionen auf dem 
Leistungsblatt der Gemeinde seien nicht gerechtfertigt und die Beschwerde in 
diesen Punkten daher abzuweisen.

H. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 5. Oktober 2023 vereinigte die 
Instruktionsrichterin die beiden Verfahren VR3 23 67 und VR3 23 68 und setzte dem 
Beschwerdeführer Frist zur Replik an.

I. Der Beschwerdeführer beantragte am 27.  Oktober 2023, die Frist zur 
Einreichung der Replik sei aufgrund der Beibringung von Beweismitteln, 
insbesondere eines privaten Sachverständigengutachtens zur Rentabilität des 
Restaurants, einstweilen abzunehmen bzw. das Verfahren bis zum 3. Januar 2024 
zu sistieren oder dann die Frist zu erstrecken.

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J. Nachdem die Gemeinde am 20. November 2023 mitteilte, dass sie gegen 
eine vorläufige Sistierung nichts einzuwenden habe, sistierte die 
Instruktionsrichterin am 22. November 2023 das Verfahren vorerst bis zum 
3. Januar 2024. Die Sistierung wurde mehrfach und letztmals bis zum 31. Juli 2024 
verlängert.

K. Am 24. Juni 2024 beantragte der Beschwerdeführer die Edition 
verschiedener Akten beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Graubünden 
(ARE) sowie durch die Gemeinde Scuol.

L. Mit Eingabe vom 31. Juli 2024 beantragte der Beschwerdeführer die 
Aufrechterhaltung der Sistierung bis zum 30. September 2024, da die öffentliche 
Mitwirkungsauflage betreffend Gesamtrevision der Ortsplanung ab dem 5. August 
2024 aufliegen werde.

M. Die Beschwerdegegnerin teilte dem Gericht am 5. August 2024 mit, dass in 
der hängigen Ortsplanungsrevision gleichentags die Mitwirkungsauflage beginne. 
Im neusten Planungsentwurf sei die Parzelle Z._____ aus verschiedenen Gründen 
nicht mehr der Hotelzone, sondern der Dorfzone zugewiesen worden. Das 
Baugesuch Nr. C._____ vom 18. Januar 2023 widerspreche somit nicht mehr der 
voraussichtlichen künftigen Planung, weshalb die Gemeinde mit Verfügung vom 
5. August 2024 die Verfahrenssistierung aufgehoben habe. Das vorliegende 
Beschwerdeverfahren könne demzufolge in der Hauptsache als gegenstandslos 
abgeschrieben werden. Die Kosten würden zulasten der Bauherrschaft gehen, da 
die Unterstellung unter die Planungszone und damit die Verfahrenssistierung 
zwischen dem 14. Juli bzw. 7. August 2023 (Planungsstand Vorprüfung) und dem 
5. August 2024 (Planungsstand Mitwirkung) aufgrund des damals massgeblichen 
Planungsstandes (Vorprüfung) zu Recht erfolgt sei.

N. In seinem Schreiben vom 7. August 2024 begrüsste der Beschwerdeführer 
die Tatsache, dass nunmehr keine Umzonung seiner Parzelle Z._____ in eine 
Hotelzone vorgesehen sei. Hingegen bestritt er weiterhin die ihm auferlegten Kosten 
und forderte die Zusprechung einer Parteientschädigung und die Auferlegung der 
amtlichen Kosten zu Lasten der Gemeinde.

O. Mit Eingabe vom 16. September 2024 nahm die Gemeinde letztmalig 
Stellung und hielt an ihrem Standpunkt sowie dem Antrag, dem Beschwerdeführer 
die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu überbinden, fest.

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Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert, welches ab diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des 
Kantons Graubünden; BR 110.100). Gemäss Art. 122 Abs. 5 GOG (BR 173.000) 
werden Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 1. Januar 2025) beim 
Kantons- oder Verwaltungsgericht hängig sind, mit dem Inkrafttreten dieses 
Gesetzes dem Obergericht übertragen.

2.1. Die vorliegenden Beschwerden richten sich gegen die beiden inhaltlich 
identischen Entscheide vom 14. Juli 2023 (VR3 23 67) bzw. 7. August 2023 (VR3 
23 68), mit denen die Beschwerdegegnerin das nachträgliche Baugesuch Nr. 
C._____ des Beschwerdeführers vom 18. Januar 2023 betreffend Sanierung und 
Umbau der auf Parzelle Z._____ stehenden "Chasa D._____" der Planungszone 
unterstellte und das Baubewilligungsverfahren vorläufig sistierte. Ferner wurde ein 
gestelltes Aussstandsbegehren sowie ein Antrag auf Aufhebung des verfügten 
Baustopps abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin auferlegte dem 
Beschwerdeführer Verfahrenskosten in der Höhe von total CHF 10'498.00 (vgl. 
Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 5 und 14 sowie Akten der 
Beschwerdegegnerin 2 und 4 im Verfahren VR3 23 67 [Bg-act.]; Bf-act. 3 und 5 im 
Verfahren VR3 23 68).

2.2. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, von anderen Körperschaften und 
von selbstständigen Anstalten des kantonalen Rechts, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Die angefochtenen Entscheide sind weder 
endgültig noch können sie bei einer anderen Instanz angefochten werden. Die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerden fällt demzufolge in die Zuständigkeit des 
angerufenen Gerichts.

2.3. Die vorliegend angefochtenen Entscheide über die Unterstellung des 
Baugesuchs unter die Planungszone stellen im Rahmen des 
Baubewilligungsverfahrens gemäss Art. 92 KRG (BR 801.100) und Art. 41 ff. KRVO 
(BR 801.110) bloss einen Schritt auf dem Weg zu einem Endentscheid dar. Sie 
schliessen das eingeleitete Baubewilligungsverfahren nicht ab, sondern haben 
lediglich dessen einstweilige Sistierung zur Folge. Bei den angefochtenen 
Entscheiden handelt es sich somit nicht um Endentscheide, sondern um 

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Zwischenentscheide, welche nur unter den Voraussetzungen von Art. 49 Abs. 4 
i.V.m. Art. 52 Abs. 2 VRG anfechtbar sind (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts R 
2023 21 vom 24. September 2024 E. 1.4 m.w.H. sowie PVG 2023 Nr. 14 = Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 66 vom 24. Januar 2023 
E. 1.2 m.w.H.). Die Eintretensvoraussetzungen geben vorliegend zu keinen 
Bemerkungen Anlass.

2.4. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 5. August 2024 beschloss die 
Gemeinde Scuol die Aufhebung der Sistierung des Baugesuchs Nr. C._____ sowie 
die Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens. Zur Begründung führte sie aus, 
das Baugesuch widerspreche nicht mehr der voraussichtlichen künftigen Planung, 
nachdem die Bauparzelle im neusten Planungsentwurf nicht mehr der Hotelzone, 
sondern der Dorfzone zugewiesen worden sei. Damit seien die Voraussetzungen 
für die Unterstellung des Baugesuchs unter die Planungszone hinfällig geworden 
(vgl. Bg-act. C1). Dies hat zur Folge, dass hinsichtlich der Dispositiv-Ziffern 1 und 2 
der angefochtenen Entscheide das rechtserhebliche Interesse an den vorliegenden 
Beschwerdeverfahren VR3 23 67 und VR3 23 68 entfallen ist, weshalb diese 
insoweit gestützt auf Art. 20 Abs. 1 VRG als erledigt abzuschreiben sind. Mit 
Dispositiv-Ziffern 3 und 4 wurde ein Ausstandsbegehren sowie der Antrag, den mit 
Verfügung vom 22. Dezember 2022 bzw. 24. März 2023 verfügten Baustopp 
aufzuheben, abgewiesen. Der Beschwerdeführer rügt diese Punkte in seiner 
Beschwerde nicht und macht keine Ausführungen dazu. Das Gericht geht deshalb 
davon aus, dass diese Punkte nicht angefochten sind. Betreffend die angefochtene 
Dispositiv-Ziffer 5 (Verfahrenskosten) bleibt das schutzwürdige Interesse und damit 
die Legitimation des Beschwerdeführers hingegen bestehen (Art. 50 VRG).

3. In Bezug auf das Beschwerdeverfahren VR3 23 67 ist zunächst zu prüfen, 
ob der Entscheid der Gemeinde Scuol vom 14. Juli 2023 formell korrekt ergangen 
ist. Der Beschwerdeführer rügt, diese angefochtene Verfügung sei von der Ge-
schäftsleitung der Gemeinde Scuol erlassen worden, welche dazu aber nicht zu-
ständig sei, was sich aus Art. 85 Abs. 2 KRG sowie aus Art. 44 Abs. 2 lit. 1 der 
Gemeindeverfassung von Scuol ergebe. Eine Delegation an die Geschäftsleitung 
sei im massgeblich gültigen Baugesetz von B._____ nicht vorgesehen.

3.1. Gemäss Art. 85 Abs. 2 KRG ist der Gemeindevorstand zuständige Behörde 
für Verfügungen und Entscheide der Gemeinden, soweit das KRG, die 
Spezialgesetzgebung oder das Gemeinderecht nicht eine andere kommunale 
Behörde bestimmen (kommunale Baubehörde). Gemäss Art. 44 Abs. 1 der 
Verfassung der Gemeinde Scuol stehen dem Gemeindevorstand alle Befugnisse 
zu, welche nicht durch eidgenössisches oder kantonales Recht, durch 

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Gemeindeverfassung oder Gemeindegesetz einem anderen Organ übertragen 
sind. Gemäss Art. 55 Abs. 2 der Gemeindeverfassung ist die Geschäftsleitung für 
die Antragstellung, Bearbeitung und Kontrolle der Beschlüsse des 
Gemeindevorstandes zuständig. Die vom Gemeindevorstand erlassene 
"Organisationsverordnung für den Gemeindevorstand, die Geschäfsleitung und die 
Kommissionen" (OV) regelt deren Befugnisse näher (vgl. Art. 44 Abs. 2 lit. 4 
Gemeindeverfassung). So entscheidet der Gemeindevorstand über Baugesuche, 
soweit nicht die Geschäftsleitung oder die Verwaltung zuständig ist (Art. 7 Abs. 2 
lit. g m.H.a. Art. 12a OV). Die Geschäftsleitung entscheidet u.a. über Baugesuche 
im ordentlichen Baubewilligungsverfahren, wenn keine Einsprache dagegen 
erhoben wurde und die Geschäftsleitung das Gesuch einstimmig gutheisst (Art. 12a 
Abs. 1 OV).

3.2. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 12a Abs. 1 OV ist eine Zuständigkeit der 
Geschäftsleitung gegeben, wenn ein Baugesuch definitiv gutzuheissen ist und keine 
Einsprachen ergangen sind. Die Unterstellung unter die Planungszone stellt 
einerseits einen Zwischenentscheid dar, zum anderen war das (nachträgliche) 
Baugesuch des Beschwerdeführers im Entscheidzeitpunkt noch nicht publiziert und 
damit nicht klar, ob noch Einsprachen erhoben werden. Vorliegend ist somit die 
Kompetenz der Geschäftsleitung für den Erlass des angefochtenen Entscheides 
vom 14. Juli 2023 zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin macht zutreffenderweise 
auch keine solche Kompetenz zugunsten ihrer Geschäftsleitung geltend, sondern 
stellt sich lediglich auf den Standpunkt, der vom Gemeindevorstand erlassene 
Entscheid vom 14. Juli 2023 sei als Folge eines verwaltungsinternen Versehens als 
von der Geschäftsleitung erlassen ausgefertigt worden (vgl. Vernehmlassung vom 
27. September 2023 Rz. 19). Daraus kann sie jedoch nichts zu ihren Gunsten 
ableiten. Dieser Entscheid ist nicht in ordentlicher Besetzung ergangen und daher 
in Gutheissung der Beschwerde VR3 23 67, soweit diese nicht als gegenstandslos 
geworden abzuschreiben ist, aufzuheben.

4.1. Im Beschwerdeverfahren VR3 23 68 bildet Streitgegenstand letztlich noch 
die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die vorinstanzlichen Verfahrenskosten, 
bestehend aus einer Behandlungsgebühr in Höhe von CHF 5'301.00 und der 
externen Rechtsberatung in Höhe von CHF 5'197.00, angemessen berechnet und 
im Entscheid vom 7. August 2023 zu Recht dem Beschwerdeführer auferlegt hat.

4.2. Festzuhalten ist zunächst, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer 
Vernehmlassung vom 27. September 2023 (Rz. 33.7) die Reduktion des 
Stundenansatzes der Behandlungsgebühr von CHF 114.00 auf CHF 85.00 
beantragte. Diese sei dementsprechend neu auf CHF 3'952.50 (46.5 h à 

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CHF 85.00) anstatt CHF 5'301.00 festzusetzen (vgl. Dispositiv-Ziffer 5 der 
angefochtenen Entscheide). Betreffend Behandlungsgebühr ist die Beschwerde 
VR3 68 daher zumindest im Umfang von CHF 1'348.50 gemäss Antrag der 
Beschwerdegegnerin teilweise gutzuheissen.

5.1. In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehörs geltend und rügt, er habe die Kosten nicht prüfen 
können. Die Gemeinde habe weder im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung noch 
der Erhebung der Beschwerde über die Belege (Leistungsblatt bzw. Nachweis der 
externen Anwaltskosten) verfügt (vgl. Beschwerde im Verfahren VR3 23 67 S. 15). 
Die Beschwerdegegnerin bestreitet eine Gehörsverletzung und hält fest, die 
Rechtsauffassung des Beschwerdeführers widerspreche der 
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Vernehmlassung vom 
27. September 2023 Rz. 32.4 m.H.a. Urteil des Verwaltungsgerichts R 17 47 vom 
29. Mai 2018 E. 14).

5.2. Die Gemeinden erheben gemäss Art. 96 Abs. 1 KRG (BR 801.100) für ihren 
Aufwand im Baubewilligungsverfahren und in weiteren baupolizeilichen Verfahren 
Gebühren. Auslagen für Leistungen Dritter wie Fachgutachten, Beratungen sowie 
Grundbuchkosten sind der Gemeinde zusätzlich zu vergüten. Zur Bauberatung ist 
auch die externe Rechtsberatung zu zählen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden A 23 23 vom 30. Januar 2024 E 4.1 m.H.a. R 17 47 vom 
29. Mai 2018 E. 14.2). Kostenpflichtig ist, wer den Aufwand durch Gesuche aller Art 
oder durch sein Verhalten verursacht hat (Art. 96 Abs. 2 KRG, Verursacherprinzip). 
Die Gemeinden regeln die Bemessung und Erhebung der Gebühren in einer 
Gebührenverordnung (Art. 96 Abs. 3 KRG; zur Gebührenverordnung vgl. 
nachstehend E. 5.3.1).

5.3. Die vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Auferlegung der 
Kosten für die externe Rechtsberatung nur am Rande gerügte Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist vorliegend als unbegründet abzuweisen, zumal Art. 96 KRG 
keine vorgängige Anhörung der Parteien voraussetzt. Die Gemeinde verweist 
diesbezüglich in ihrer Vernehmlassung vom 27. September 2023 (Rz. 32.4) 
zutreffend auf die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung, wonach es der 
Gemeinde kraft Art. 96 Abs 1 KRG ohne vorgängige Anhörung der Parteien zusteht, 
Fachmeinungen einzuholen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts R 17 47 E. 14.2). 
Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer war es durchaus möglich, die 
Angemessenheit des Aufwandes des durch die Gemeinde extern beigezogenen 
Rechtsvertreters zu prüfen, zumal die gängigen Stundenansätze bekannt sind. 
Selbst wenn man eine Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgrund der offenbar 

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nicht vor Erlass der angefochtenen Verfügungen ausgehändigten 
Kostenzusammenstellung bejahen würde, könnte die Gehörsverletzung im 
vorliegenden Verfahren geheilt werden. Die detaillierte Aufwanderfassung wurde 
seitens der Beschwerdegegnerin mit Vernehmlassung vom 27. September 2023 ins 
Recht gelegt (Bg-act. 3).

6.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Gemeinde habe den Kostenspruch 
gefällt, ohne die Grundlagen zu kennen und dabei den Sachverhalt unvollständig 
abgeklärt. Sodann fehle eine gesetzliche Grundlage, da es in der Gemeinde Scuol 
für die Auferlegung der Verfahrenskosten keine Gebührenverordnung i.S.v. Art. 96 
Abs. 3 KRG gebe. Die Behandlungsgebühr dürfe nicht nach Aufwand berechnet und 
für festangestellte Personen der Gemeindeverwaltung keine Stundenansätze 
verrechnet werden. Die Gemeinde mache bezüglich Verfahrenskosten keinen 
Unterschied zwischen dem Verfahren betreffend Baustopp und demjenigen 
betreffend Unterstellung unter die Planungszone, bzw. ein solcher sei nicht 
herauslesbar. Die Unterstellungsverfügung stelle einen von der Behörde 
eingeleiteten Zwischenentscheid dar. Dabei habe nicht er als Baugesuchsteller, 
sondern die Gemeinde den Aufwand zu 95% verursacht, weshalb kein Fall von 
Art. 96 Abs. 2 KRG vorliege. Darüber hinaus bestritt der Beschwerdeführer die 
einzelnen Positionen des internen Leistungsblattes (Bf-act. 7) hinsichtlich 
vorgenommener Tätigkeit, Zeitaufwand und Stundenansatz. In vielen Fällen liege 
eine Doppel- oder Dreifachbelastung vor oder aber es seien Kosten versteckt, die 
nicht Gegenstand der vorliegend angefochtenen Verfügung seien. Auch die – seiner 
Ansicht nach exorbitanten – Kosten für die externe Rechtsberatung in der Höhe von 
CHF 5'197.00 habe man ihm nicht auferlegen dürfen (vgl. Beschwerde im Verfahren 
VR3 23 67 Ziff. III/f, S. 14 ff.).

6.2. Die Gemeinde stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die 
Überbindung der externen Rechtsberatungskosten sei rechtens und die übrigen 
Vorbringen des Beschwerdeführers zur Behandlungsgebühr – abgesehen von der 
von ihr anerkannten Höhe bzw. der Reduktion des gewählten Stundenansatzes (vgl. 
E. 4.2) – sowie die Kritik an den einzelnen Positionen auf dem Leistungsblatt seien 
nicht gerechtfertigt. Die Gebühr beruhe zudem auf einer ausreichenden 
gesetzlichen Grundlage (vgl. Vernehmlassung vom 27. September 2023 Rz. 32-
34).

6.3. Behandlungsgebühr
6.3.1. Wie bereits ausgeführt, regeln die Gemeinden gemäss Art. 96 Abs. 3 KRG 
die Bemessung und Erhebung der Gebühren in einer Gebührenverordnung. Die 
Beschwerdegegnerin verweist auf das Reglamaint da taxas dal Cumün da B._____ 

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vom 30. Dezember 1998 (vgl. Bg-act. 28) sowie Art. 42 ihres kommunalen 
Polizeigesetzes. Die Gemeinden Ardez, Ftan, Guarda, Scuol, Sent und Tarasp 
fusionierten auf den 1. Januar 2015 zur neuen Gemeinde Scuol. Gemäss 
Fusionsvertrag (vgl. Bg-act. 27 Ziff. IV) wendet die fusionierte Gemeinde Scuol bis 
zur Vereinheitlichung aller Gesetze und Reglemente die für das Gebiet der 
vormaligen Gemeinden gültigen Gesetze an. Das Reglamaint da taxas dal Cumün 
da B._____ (nachfolgend: Reglement) trat gemäss dessen Art. 25 per 1. Januar 
1999 in Kraft und wurde bisher nicht aufgehoben. Art. 10 Abs. 2 des Reglements 
besagt: "Las prestaziuns specialas dal Cussagl cumünal, da la cumischiun da 
fabrica e da singuls funcziunaris cumünals vegnan missas in quint al petent a basa 
da la tariffa per la remuneraziun dals funcziunaris cumünals." Daraus geht 
grundsätzlich hervor, dass die Gebühren anhand von Stundenansätzen der 
Mitglieder der Baukommission berechnet werden. Entgegen den Behauptungen des 
Beschwerdeführers verfügt damit die Beschwerdegegnerin grundsätzlich über eine 
vom Volk erlassene Gebührenverordnung i.S.v. Art. 96 Abs. 3 KRG.

6.3.2. Aus dieser Gebührenverordnung müssen die Grundzüge der 
Bemessungsgrundlage ausreichend klar bestimmbar sein. Dabei ist insbesondere 
das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip einzuhalten. Das 
Kostendeckungsprinzip besagt, dass der Gesamtertrag der Gebühren die gesamten 
Kosten des betreffenden Verwaltungszweiges nicht oder nur geringfügig 
übersteigen darf (BGE 145 I 52 E. 5.2.1, 132 II 47 E. 4.1, 131 II 735 E. 3.2). Das 
Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche Ausgestaltung des 
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar. Es bestimmt, dass die Höhe der Gebühr im 
Einzelfall in einem vernünftigen Verhältnis stehen muss zum Wert, den die 
staatliche Leistung für den Abgabepflichtigen hat (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 2020, Rz. 2785 f.). Ein gewisser 
Ausgleich im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung und das Interesse der 
Privaten an der Leistung ist zulässig, ebenso in beschränktem Ausmass eine 
Pauschalisierung aus Gründen der Verwaltungsökonomie. Der Wert der Leistung 
bemisst sich entweder nach dem Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach 
dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten 
Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs (BGE 146 IV 196 E. 2.2.1, 130 III 
225 E. 2.3, 128 I 46 E. 4a). Jedenfalls darf die Abgabe nie den Charakter einer 
Gebühr verlieren, wie das der Fall wäre, wenn sie zu den wirklichen Kosten der 
verlangten Verrichtung in keinem vernünftigen Verhältnis mehr stünde (BGE 132 II 
371 E. 2.1; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 49 vom 
31. Juli 2017 E. 4b, A 15 6 vom 1. Juli 2015 E. 4b, A 10 21 vom 4. Mai 2010 E. 3b).

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6.3.3. Hinsichtlich des gewählten Stundenansatzes stützt sich die 
Beschwerdegegnerin auf Art. 42 des Polizeigesetzes der Gemeinde Scuol vom 
14. Juni 2015 (PolG, in Kraft getreten am 1. Juli 2015). Gemäss dessen Abs. 2 wird 
bei Verfügungen, welche einen ausserordentlichen Zeitaufwand verursachen, die 
Behandlungsgebühr nach Aufwand bemessen. Für die Gemeindefunktionäre gelten 
unter Berücksichtigung von Grundgehalt bzw. Pauschalentschädigungen, 
Sitzungsgeldern, Sozial- und Gemeinkosten folgende Entschädigungsansätze (in 
Franken pro Stunde): Gemeindepräsident und Vorstandsmitglieder CHF 140.00; 
Gemeindeschreiber und Abteilungsleiter CHF 106.00; Sachbearbeiter CHF 85.00; 
Sekretariat 68.00". Abs. 4 hält sodann fest, dass, soweit betreffend 
Verfahrenskosten keine Regelung besteht, die Absätze 1 bis 3 subsidiär auch für 
Verfügungen und Verwaltungsstrafverfahren gelten, welche die Gemeinde gestützt 
auf das übrige kommunale und das kantonale Recht erlässt bzw. durchführt 
(ausgenommen Einspracheverfahren betreffend Steuern und Gebühren). Das PolG 
trat nach der Fusion in Kraft und präzisiert das Reglement. Somit ergibt sich der 
Stundenansatz von CHF 85.00 (für Sachbearbeiter) grundsätzlich ausreichend aus 
dem kommunalen Recht.

6.3.4. Als Zeitaufwand verrechnete die Gemeinde insgesamt 46.5 Stunden (vgl. 
zuvor E. 4.2 betreffend Stundenansatz: 46.5 h à CHF 85.00 = CHF 3'952.50) und 
führte dabei für den Zeitraum zwischen dem 1. Dezember 2022 und dem 10. Juli 
2023 verschiedene Arbeitsschritte von drei Mitarbeitern auf. Dieser Zeitaufwand 
erweist sich indes in mehrfacher Hinsicht als nicht nachvollziehbar. Zur Erläuterung 
folgt hier eine nicht abschliessende Auswahl an Positionen auf der 
Auswertungstabelle der Beschwerdegegnerin (vgl. Bf-act. 6 in VR3 R 23 68):

 Für die Entgegennahme der Information, dass auf der Parzelle Z._____ 
Bauarbeiten im Gange sind, wurde eine Stunde verrechnet (Position "Arno 
Kirchen", Leiter technische Betriebe, vom 30. Juni 2023). Für eine nicht weiter 
erläuterte "Aktenübergabe RA" wurden eineinhalb Stunden verrechnet, für ein 
"Update RA" weitere eineinhalb Stunden (Positionen "E._____", Leiter Bauamt, 
vom 9. Januar und 29. März 2023). Die zeitliche Bemessung dieser Positionen 
erweist sich einerseits als unverhältnismässig hoch, zum anderen geht es nach 
Auffassung des Gerichts nicht an, eine interne "Aktenübergabe" an den von der 
Gemeinde beigezogenen Rechtsberater oder ein "Update" von diesem separat 
als "Gebühr" in Rechnung zu stellen. Das Äquivalenzprinzip wurde hier nach 
Auffassung des Gerichts verletzt.

 Für den "Besuch Chasa D._____ mit Kapo GR, Gespräch mit RA" (Position 
"E._____" vom 16. Februar 2023) wurden vier Stunden verrechnet. An dieser 

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Stelle ist insbesondere festzuhalten, dass die Rechtsvertretung der 
Beschwerdegegnerin in ihrer Kostenzusammenstellung (vgl. Bg-act. 3) für den 
16. Februar 2023 eine Position "Tel SL" [Bemerkung des Gerichts: SL = E._____] 
mit 0.35 Stunden = 21 min erfasste. Der vom Beschwerdeführer im Übrigen 
bestrittene Besuch von Herrn E._____ mit der Kantonspolizei soll mithin über 3.5 
Stunden gedauert haben, was weder an sich plausibel erscheint noch in 
irgendeiner Form belegt ist.

 Für die "Überarbeitung Verfügung Gestaltungsberatung" (Position "E._____" 
vom 20. Februar 2023) wurden drei Stunden verrechnet. Einerseits datiert die 
einzige im Recht liegende Verfügung betreffend Gestaltungsberatung (Bg-act. 
26) auf den 17. Januar 2022 (sic!) und wurde am 19. Januar 2022 – mithin über 
ein Jahr vor dem Datum der Position in der Auswertung – mitgeteilt, was bereits 
nicht schlüssig ist. Andererseits wurden dem Beschwerdeführer in dieser 
Verfügung betreffend Gestaltungsberatung in Dispositiv-Ziffer 3 bereits 
Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1'648.00, bestehend aus einer 
Behandlungsgebühr von CHF 300.00 sowie externer Rechtsberatung von 
CHF 1'348.00, auferlegt, was auf eine unzulässige Mehrfachbelastung hindeutet. 

 Schliesslich wurden drei Stunden für "Info Fremdenpolizei und Baukontrolle, 
Gespräch mit RA" (Position "E._____" vom 10. Mai 2023) verrechnet. Ein 
allfälliges fremdenpolizeiliches Verfahren hat – wie auch der Beschwerdeführer 
in seiner Beschwerde vom 14. August 2023 auf S. 21 zutreffend geltend macht – 
mit dem vorliegenden Verfahren betreffend Unterstellung unter die Planungszone 
bzw. Baustopp nichts zu tun, weshalb im vorliegenden Verfahren dafür auch 
keine Kosten verrechnet werden dürfen.

Diese Positionen erweisen sich neben weiteren entweder als in ihrer zeitlichen 
Bemessung als unverhältnismässig hoch oder aber aufgrund der soeben 
ausgeführten Ungereimtheiten bzw. Unstimmigkeiten gar als vollständig unhaltbar, 
weshalb der Zeitaufwand von 46.5 Stunden letztlich nicht nachvollziehbar ist. Die 
angefochtene Verfügung ist daher in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
hinsichtlich der Behandlungsgebühr aufzuheben und die Angelegenheit zur 
Neufestlegung der Behandlungsgebühr an die Gemeinde zurückzuweisen.

6.4. Kosten für externe Rechtsberatung
6.4.1. Wie bereits in E. 5.2 ausgeführt, sind Auslagen für Leistungen Dritter wie 
Fachgutachten, Beratungen sowie Grundbuchkosten der Gemeinde gestützt auf 
Art. 96 Abs. 1 Satz 2 KRG zusätzlich zu vergüten. Die Überbindung der Kosten der 
externen Rechtsberatung an den Verursacher ist somit grundsätzlich zulässig.

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6.4.2. Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass nicht nur die Unterstellung 
des Baugesuchs unter die Planungszone inkl. Ausstandsfragen (Bg-act. 2), sondern 
auch der superprovisorisch verfügte Baustopp (Bg-act. 23) sowie dessen 
Bestätigung vom 24. März 2023 (Bg-act. 15) Gegenstand der angefochtenen 
Verfügung(en) sind. In beiden Verfügungen betreffend Baustopp wurde die 
Überbindung von Kosten explizit vorbehalten. Der Gesamtaufwand von 17.35 
Stunden entspreche ca. zwei Arbeitstagen und sei anhand der Komplexität der 
Angelegenheit, der Renitenz des Beschwerdeführers, der Verarbeitung des 
diesbezüglichen Schriftverkehrs, der erforderlichen rechtlichen Abklärungen 
(Baustopp, Ausstand, Unterstellung Planungszone, mündliche Beratung mit 
Gemeinde sowie Redaktion der drei Verfügungen) ausgewiesen bzw. als 
bescheiden zu qualifizieren (vgl. Vernehmlassung vom 27. September 2023 
Rz. 32.2).

6.4.3. Gesamthaft betrachtet erscheint der geltend gemachte Aufwand von 17.35 
Stunden nicht als übermässig. Die Notwendigkeit des Beizugs eines 
Rechtsexperten ist nach Auffassung des Gerichts aufgrund des Umfangs und der 
Komplexität der Angelegenheit nicht zu beanstanden. Dass die angelaufenen und 
explizit bei der Prozedur (= Baubewilligungsverfahren) belassenen Kosten 
betreffend den Baustopp in der (Zwischen-)Verfügung betreffend Unterstellung 
unter die Planungszone weiterverrechnet wurden, ist nicht per se zu bemängeln, 
sofern diese nicht bei der Endbeurteilung des Baugesuches nochmals 
weiterbelastet werden.

Die Verrechnung der Anwaltskosten im Gerichtsverfahren erfolgt gemäss der 
Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälte (HV; BR 310.250). So gilt ein üblicher Stundenansatz zwischen CHF 
210.00 und 270.00 (Art. 3 Abs. 1 HV). Liegt eine Honorarvereinbarung nach Art. 4 
HV vor, ist ein Stundenansatz von max. CHF 270.00 zulässig. Dem Gericht liegt 
eine solche Vereinbarung zwischen der Beschwerdegegnerin und ihrem 
Rechtsvertreter vor. Somit darf auch im Verfahren vor den Gemeindeinstanzen vom 
geltend gemachten Stundenansatz von CHF 270.00 ausgegangen werden. Bei 
einem Aufwand von 17.35 Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 270.00 ergibt 
dies einen Betrag von CHF 4'684.50; zuzüglich Spesen von pauschal 3 %, d.h. 
CHF 140.50, sowie MWST von 7.7 % führen zum verrechneten Endbetrag von 
CHF 5'196.50. Die Bemessung der in Rechnung gestellten externen 
Rechtsberatungskosten ist daher nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde 
in diesem Punkt abzuweisen ist.

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6.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde VR3 23 68, soweit 
sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist, teilweise gutzuheissen 
ist und die Angelegenheit zur Neufestlegung der Verfahrenskosten bzw. der 
Behandlungsgebühr an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.

7. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten 
zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Vorliegend sind die beiden vereinigten 
Beschwerden hinsichtlich Verfahrenskosten separat zu beurteilen.

7.1. Im Beschwerdeverfahren VR3 23 67 wäre die Beschwerde, wenn sie nicht 
teilweise infolge Wegfalls des rechtserheblichen Interesses als gegenstandslos 
geworden abzuschreiben wäre, aufgrund formeller Mängel umfassend 
gutzuheissen gewesen. Damit ist der Anteil an den Verfahrenskosten für das 
Beschwerdeverfahren VR3 23 67 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, wodurch 
diese im vereinigten Beschwerdeverfahren VR3 23 67 und VR3 23 68 mindestens 
zur Hälfte kosten- und entschädigungspflichtig wird.

7.2. Für das Verfahren VR3 23 68 ist zunächst festzuhalten, dass sich das VRG 
zur Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit – abgesehen vom allgemein gehaltenen 
Art. 20 Abs. 2 VRG – nicht explizit äussert. Gemäss verwaltungsgerichtlicher Praxis 
ist bei einer Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit – dem Verursacherprinzip 
folgend – grundsätzlich diejenige Partei kosten- und allenfalls 
entschädigungspflichtig, welche die Gegenstandslosigkeit ursächlich herbeigeführt 
hat. Erst wenn der Eintritt der Gegenstandslosigkeit keiner Partei durch ihr 
Verhalten kausal zugerechnet werden kann, ist im Sinne einer 
Hauptsachenprognose zu berücksichtigen, welche Partei voraussichtlich obsiegt 
hätte, Anlass zur Beschwerde gegeben oder unnötigerweise Kosten verursacht hat 
(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 23 25 vom 7. Juni 
2023 E. 3.2 m.w.H.).

7.2.1. Während des hängigen, vereinigten Beschwerdeverfahrens beschloss die 
Gemeinde mit verfahrensleitender Verfügung vom 5. August 2024 die Aufhebung 
der Unterstellung des Baugesuchs unter die Planungszone und die Fortsetzung des 
Baubewilligungsverfahrens. Dies führte zur teilweisen Gegenstandslosigkeit des 
Beschwerdeverfahrens, und zwar in Bezug auf die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der 
angefochtenen Verfügung(en). Fraglich ist indessen, ob die Gemeinde damit auch 
alleinige Verursacherin des Verfahrens ist. Im Sinne der oben genannten 
Rechtsprechung (E. 7.2) hat das Obergericht im Rahmen einer 
Hauptsachenprognose zu prüfen, ob die Unterstellungsverfügung bzw. die 
Kostenauferlegung in diesem Zeitpunkt rechtmässig erfolgt ist. Aus den 

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nachstehenden Gründen erscheint es nicht sachgerecht, der Beschwerdegegnerin 
die gesamten Kosten für das Verfahren VR3 23 68 aufzuerlegen; hat doch der 
Beschwerdeführer das Verfahren zumindest in Bezug auf den Baustopp durch sein 
eigenes Verhalten mitverursacht. Er führte unbestrittenermassen Bauarbeiten 
durch, ohne dass dafür eine Baubewilligung vorlag.

7.2.2. Die Beschwerdegegnerin verweist auf die einschlägige Rechtsprechung zur 
Behandlung eines Baugesuchs im Zusammenhang mit einer Planungszone. 
Danach hat die Baubehörde den Entscheid so lange zu sistieren, bis das künftige 
Recht endgültig in Kraft gesetzt ist, sofern das nach altem Recht bewilligungsfähige 
Baugesuch mit dem künftigen Recht in Widerspruch steht (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden A 08 63 vom 20. Januar 2009 E.4b). 
Die Gemeinde hielt zuletzt auch in ihrer Verfügung vom 5. August 2024 fest, dass 
im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs am 16. Januar 2023 in der revidierten 
Planung vorgesehen gewesen sei, die Bauparzelle Z._____ der Hotelzone 
zuzuweisen. Da das Baugesuch keine solche Nutzung vorgesehen habe, habe es 
gegen den Vorprüfungsentwurf und somit gegen mögliches, künftiges Recht 
verstossen. Daraufhin habe sie mit Entscheid vom 14. Juli bzw. 7. August 2023 das 
Baugesuch der Planungszone unterstellt und das Baubewilligungsverfahren sistiert. 
Nach Abschluss der Vorprüfung durch das ARE habe die Gemeinde den Entwurf 
der Ortsplanungsrevision nochmals überarbeitet und angepasst. Auch wenn das 
ARE die Zuweisung der Parzelle Z._____ zur Hotelzone nicht beanstandet habe, 
habe sich die Gemeinde aufgrund verschiedener Überlegungen dazu entschieden, 
die Parzelle der Dorfzone zuzuweisen (Bg-act. C1 S.1).

7.2.3. Im Sinne einer Hauptsachenprognose kommt das streitberufene Gericht zum 
Schluss, dass die Beschwerdegegnerin im Hauptpunkt voraussichtlich obsiegt 
hätte. Das Baugesuch wurde bei Erlass der Verfügung vom 7. August 2023 zu 
Recht der Planungszone unterstellt, da die Parzelle Z._____ im damaligen Stand 
der Ortsplanungsrevision der Hotelzone zugewiesen war und das Bauprojekt 
betreffend Sanierung und Umbau der "Chasa D._____" somit dem damaligen 
Vorprüfungsentwurf der Ortsplanungsrevision bzw. geplantem, künftigem Recht 
widersprach. Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt, bedeutet die im 
Rahmen der Erarbeitung des Mitwirkungsentwurfs zur Ortsplanungsrevision 
geänderte und letztlich vorgenommene Zuweisung der Parzelle zur Dorfzone aber 
nicht, dass die im Stadium der Vorprüfung vorgenommene Zuweisung zur 
Hotelzone falsch bzw. unrechtmässig gewesen ist (vgl. Stellungnahme der 
Gemeinde 16. September 2024 Rz. 5 ff.). Aus diesem Grund rechtfertigt es sich, 

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dem Beschwerdeführer im Verfahren VR3 23 68 mindestens die Hälfte der Kosten 
aufzuerlegen.

7.2.4. Zu berücksichtigen ist weiter die Tatsache, dass der Beschwerdeführer mit 
seinen Rügen betreffend Verfahrenskosten zur Hälfte obsiegt (vgl. E. 6.3 und 
E. 6.4). Dies rechtfertigt, dem Beschwerdeführer im Verfahren VR3 23 68 einen 
weiteren Viertel und damit insgesamt Dreiviertel der Verfahrenskosten 
aufzuerlegen.

7.3. Zusammenfassend erhellt, dass die Verfahrenskosten in den vereinigten 
Verfahren VR3 23 67 und VR3 23 68 zu 5/8 zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
und zu 3/8 zu Lasten des Beschwerdeführers gehen. Die Staatsgebühr wird im 
Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF  3'000.00 festgesetzt.

8.1. Im Rechtsmittelverfahren wird die unterliegende Partei in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten 
notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 78 Abs. 1 VRG).

8.2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht für beide Verfahren ein 
Honorar von total CHF 9'294.30 geltend (Zeitaufwand: 30.92 Stunden à 
CHF 270.00, zzgl. 3% Spesenpauschale sowie 8.1% MWST; Eingabe vom 7. 
August 2024). Der Aufwand erscheint angesichts des Umfangs und der Komplexität 
des vorliegenden Falls als überhöht, weshalb das Gericht die Parteientschädigung 
ermessensweise auf pauschal auf CHF 7'000 festlegt. Gemessen am Obsiegen des 
Beschwerdeführes zu 5/8 ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, 
dem Beschwerdeführer eine aussergerichtliche Entschädigung von CHF 4'375.00 
auszurichten.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde VR3 23 67 wird, soweit diese nicht als gegenstandslos 
geworden abzuschreiben ist, gutgeheissen. Der Entscheid der Gemeinde 
Scuol vom 14. Juli 2023 wird aufgehoben.

2. Die Beschwerde VR3 23 68 wird, soweit sie nicht als gegenstandslos ge-
worden abzuschreiben ist, teilweise gutgeheissen. Ziffer 5 des Entscheides 
der Gemeinde Scuol vom 7. August 2023 wird aufgehoben und die Sache 
zur Neufestsetzung der Verfahrenskosten im Sinne der Erwägungen an die 
Gemeinde Scuol zurückgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 396.00

Total CHF 3'396.00

gehen zu 5/8 zulasten der Gemeinde Scuol und zu 3/8 zulasten von A._____.

4. Die Gemeinde Scuol hat A._____ pauschal mit CHF 4'375.00 (inkl. MWST) 
aussergerichtlich zu entschädigen.

5. [Rechtmittelbelehrung]

6. [Mitteilung]