# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ec96773-fef6-538e-8ce2-a210fc457087
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.02.2007 IV 2006/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-51_2007-02-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 15.02.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 15.02.2007
Art. 28 Abs. 1 IVG; Invaliditätsbemessung, Würdigung von Arztberichten 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. 
Februar 2007, IV 2006/51).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 15. Februar 2007

In Sachen

B.___, Lindenstrasse 2B, 9424 Rheineck,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

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A.- a) Die 1967 geborene B.___ beantragte am 6. Januar 2005 bei der 

Invalidenversicherung die Ausrichtung einer Rente, da sie an Weichteilrheuma leide. Sie 

habe in der Türkei die Schule besucht, sei im Jahr 1976 in die Schweiz gekommen und 

habe 1989 den Wirtefachausweis gemacht (IV-act. 1). Die A.___ AG in C.___ bestätigte 

am 14. Januar 2005, sie beschäftige die Versicherte seit 17. August 1998 als 

Mitarbeiterin im Lager und in der Spedition. Bis zum 30. März 2004 habe sie auf 

eigenen Wunsch (Mutterpflichten) mit einem Pensum von 90 % (7.74 statt 8.6 Stunden 

pro Tag) gearbeitet, ab 1. April 2004 in der gleichen Tätigkeit noch zu 50 %; sie sei 

seither zu 50 % arbeitsunfähig (IV-act. 7). Ein Arbeitsversuch mit einer Arbeitsfähigkeit 

von 100 % im August 2004 war gemäss dem Krankenschein der Taggeldversicherung 

gescheitert (IV-act. 7-4/4). Die Versicherte meldete der Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen am 16. Februar 2005, die Krankentaggeldversicherung 

habe eine Begutachtung im Zentrum D.___, E.___, auf den 24./25. Februar 2005 

angeordnet.

b) Dr. med. F.___, Spezialarzt Rheumatologie FMH, G.___, diagnostizierte gemäss 

seinem Arztbericht vom 14. April 2005 (Eingangsdatum) eine Fibromyalgie (mit allen 

ihren Schwierigkeiten, die sie der Medizin bereite), die seit Jahren bestehe. Er habe die 

Patientin letztmals am 29. November 2004 gesehen. Die bisherige Tätigkeit sei der 

Versicherten wegen der Schmerzen und der Müdigkeit noch zu weniger als 50 % 

zumutbar, die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich könne durch 

medikamentöse Unterdrückung der Symptome oder mittels mühsamer und 

zeitaufwendiger physikalischer Therapie verbessert werden. Andere Tätigkeiten in 

wechselnder Körperhaltung und bei freiem Abwechseln zwischen Sitzen, Stehen und 

Gehen seien der Versicherten an zwei mal zwei Stunden mit dazwischen liegender 

Pause zumutbar (IV-act. 10).

c) Dr. med. H.___, Allgemeinmedizin FMH, I.___, bestätigte mit Arztbericht vom 18. Mai 

2005, dass seit ca. 1995 ein Fibromyalgie-Syndrom bestehe. Zufolge einer trotz 

medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung eingetretenen kontinuierlichen 

Verschlechterung in den letzten Jahren habe eine Teilarbeitsfähigkeit festgelegt werden 

müssen. Als ungelernte Hilfskraft arbeite die Versicherte im Lager/Logistik (kleine 

Pakete abpacken, Lieferscheine kontrollieren, Palette mit Roller schieben). Für diese 

Tätigkeit bestehe seit 1. April 2004 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis auf weiteres, 

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und zwar halbtags mit voller Belastung. Die Arbeitgeberin habe sie allerdings von 

Arbeiten enthoben, die ihr nicht möglich seien (so vom Abpacken schwerer Pakete). 

Der Arbeitsplatz sei also ideal. Eine andere Tätigkeit im ähnlichen Rahmen sei nicht 

zumutbar. Sie wäre ihr zwar möglich, doch wäre ein Arbeitsplatzwechsel folgenschwer, 

da der gegenwärtige Arbeitsplatz ideal und sie dort seit 1998 als tüchtige Mitarbeiterin 

geschätzt sei. Zur Anamnese verwies er auch auf einen Arztbericht von Dr. K.___ aus 

dem Jahr 1997 (nicht in den Akten). An schlechten Tagen zeigten sich 

Weichteilschwellungen besonders an den Händen und Füssen und massive myalgische 

Druckpunkte am Rücken, an den Armen und Beinen (IV-act. 14).

d) Das Zentrum D.___ erstattete der Taggeldversicherung am 20. Mai 2005 das 

Gutachten. Als Diagnose bezeichneten die Gutachter eine generalisierte Allodynie 

("Fibromyalgie") mit begleitender Müdigkeit und rascher Erschöpfbarkeit. Eine 

verminderte Belastungstoleranz der Schulter-Armmuskulatur liege vor: Die Versicherte 

sei eingeschränkt beim Hantieren mit Schachteln über 10 kg (Kraftdefizit in den Armen). 

Die Leistungsbereitschaft sei zuverlässig gewesen, die Konsistenz bei den Tests 

mässig. Die Belastbarkeit liege im Bereich leichter Arbeit. So sei die angestammte 

Tätigkeit ganztags zumutbar bei einer Belastungsreduktion beim Heben vom Boden zur 

Taillenhöhe bis 10 kg, beim Heben horizontal bis 7.5 kg und beim Tragen mit einer 

Hand bis 7.5 kg. Bei der gegenwärtigen Arbeit bestünden Einschränkungen bei den 

zeitlichen Anforderungen der maximalen Hebebelastungen, weshalb die 

Arbeitsfähigkeit zurzeit 50 % betrage. Die Defizite seien aber durch ein geeignetes 

muskelkräftigendes Training, anfänglich im Ausdauerbereich, behebbar und nach zwei 

Monaten sei mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Falls die Massnahmen oder 

die Steigerung nicht umsetzbar seien, müssten psychische/psychosoziale Faktoren 

gesucht werden, welche die medizinisch zumutbare Leistung verhinderten. Dann sei 

eine psychiatrische Begutachtung zu empfehlen. Andere leichte Tätigkeiten seien 

ganztags möglich ohne Belastungsreduktion. Aus rheumatologischer Sicht bestehe für 

körperlich leichte Arbeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (IV-act. 20).

e) Mit Verfügung vom 25. Oktober 2005 lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch bei 

einem nach der gemischten Methode bemessenen Invaliditätsgrad von 15 % ab. Im 

Teilbereich der Erwerbstätigkeit im Umfang von 90 % ergebe der 

Einkommensvergleich einen Teilinvaliditätsgrad von 17 % (bei einem 

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Valideneinkommen von Fr. 53'820.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 44'755.--). 

Im Bereich Haushalt von 10 % liege keine Einschränkung vor. Die Arbeitsfähigkeit 

betrage für eine adaptierte leichte Tätigkeit 100 % (IV-act. 24).

f) Mit Einsprache vom 28. November 2005 verlangte der damalige Rechtsvertreter für 

die Versicherte die Ausrichtung einer Dreiviertelsrente. Gemäss dem beigelegten 

Bericht von Dr. med. L.___, Allgemeine Medizin FMH, M.___, vom 11. Novem¬ber 2005 

sei der Versicherten nicht mehr möglich, eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % 

auszuüben. Weder die gegenwärtige noch eine andere adaptierte Tätigkeit könne 

zurzeit zu mehr als 50 % ausgeübt werden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage mindestens 

60 bis 65 % (IV-act. 27). Dr. L.___ hatte ausgeführt, die Versicherte leide an einer 

fortgeschrittenen generalisierten Fibromyalgie mit Schmerzen im Bereich der 

Weichteile im gesamten Bewegungsapparat. Es gebe bereits jetzt monatlich mehrere 

Tage, an denen sie überhaupt nicht arbeiten könne und deswegen eine spürbare 

Einkommensreduktion erleide, so dass die Arbeitsunfähigkeit faktisch über 50 % liege. 

Aufgrund der Arbeitsausfälle im Monat Oktober 2005 müsste eine Arbeitsunfähigkeit 

von mindestens 60 bis 65 % angenommen werden (IV-act. 28). Mit Schreiben vom 11. 

Januar 2006 erklärte der Rechtsvertreter, die Schlussfolgerung des Zentrums D.___ 

seien in der Zwischenzeit überholt. Der Bericht von Dr. L.___ zeige klar, dass sich der 

Zustand der Versicherten erheblich verschlimmert habe. Die Arbeitsunfähigkeit liege 

nunmehr bei 60 bis 65 % mit zunehmender Tendenz (IV-act. 37).

g) Die Frage, ob der Arztbericht von Dr. L.___ neue Fakten aufzeige, derentwegen 

ergänzende Abklärungen notwendig würden, verneinte der Regionale Ärztliche Dienst 

(RAD) der Invalidenversicherung (IV-act. 38).

h) Daraufhin wies der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle die 

Einsprache am 17. Februar 2006 ab. Auf das umfassende spezialärztliche Gutachten 

könne abgestellt werden. Dagegen sei nicht ersichtlich, ob Dr. L.___ die Versicherte 

untersucht oder ob er nur eine Stellungnahme abgegeben habe. Sein Bericht enthalte 

lediglich eine andere Beurteilung des im Wesentlichen gleich gebliebenen 

medizinischen Sachverhalts. Da die Versicherte die Erwerbstätigkeit bei ihrer 

Arbeitgeberin wieder zu 100 % ausüben könnte, ergäbe sich im Grunde nicht einmal 

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der Teilinvaliditätsgrad von 15 % (17 % von 0.9), sondern überhaupt keine Invalidität 

(IV-act. 39).

B.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. 

Eliano Mussato für die Betroffene am 22. März 2006 eingereichte Beschwerde. Der 

damalige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin mindestens eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen. Bis zum Vorliegen eines Berichts der Klinik N.___ sei 

das Verfahren zu sistieren. Die Prognose des Zentrums D.___ habe sich trotz 

Muskeltrainings leider als grundfalsch erwiesen. Das Krankheitsbild und die damit 

zusammenhängenden verheerenden Folgen hätten sich weiter verschlimmert. Der 

Bericht des Zentrums D.___ sei überholt. Eine aktuelle Qualifizierung des 

Gesundheitszustandes und der Möglichkeiten der Beschwerdeführerin sei vom Bericht 

der Klinik N.___ zu erwarten, wohin die Beschwerdeführerin wegen der 

Verschlimmerung ärztlich eingewiesen worden sei (act. G 1).

b) Am 23. August 2006 stellt die Beschwerdeführerin, nicht mehr anwaltlich vertreten, 

den Bericht der Klinik N.___ vom 28. Juni 2006 zu und beantragt mindestens eine 

Dreiviertelsrente. Seit Anfang Juli 2006 sei sie in psychotherapeutischer Behandlung 

bei Dr. med. O.___, welcher über die aktuelle gesundheitliche Situation Auskunft geben 

könne, wie im Bericht von N.___ gefordert worden sei (act. G 4). Die am 24. März 2006 

bewilligte Sistierung des Verfahrens wurde am 25. August 2006 aufgehoben (act. G 5).

c) Dem Bericht der Klinik N.___ vom 28. Juni 2006 war zu entnehmen, dass sich die 

Beschwerdeführerin vom 18. Mai bis 14. Juni 2006 zur stationären Therapie dort 

aufgehalten und ein multimodal gestaltetes Behandlungsprogramm für Schmerzkranke 

absolviert habe. Daneben seien psychologische und physikalische Massnahmen und 

Sozialberatung durchgeführt worden. Das Ärzteteam stellte folgende Diagnosen: 1. 

generalisiertes Schmerzsyndrom, 18/18 Tenderpoints positiv, Kontrollpunkte ebenfalls 

positiv, starke vegetative Symptomatik mit rezidivierenden Schwellungen der 

Extremitäten, 2. leicht- bis mittelgradige depressive Symptomatik, am ehesten im Sinn 

einer Anpassungsstörung. Aus medizinisch-theoretischer Sicht sei die 

Beschwerdeführerin aus psychiatrischen Gründen für eine orthopädisch/

rheumatolo¬gisch angepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit zum aktuellen 

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Zeitpunkt zu 50 % arbeitsunfähig (ganztags arbeitsfähig mit vermehrten Pausen). Eine 

neue Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei in drei bis fünf Monaten angezeigt. Die 

vegetative Symptomatik (teigige Schwellung der Hände und Füsse, Schwitzen) habe 

nur wenig beeinflusst werden können (act. G 4.1).

C.- In der Beschwerdeantwort vom 31. August 2006 führt die Beschwerdegegnerin 

aus, die Ärzte der Klinik N.___ hätten am 28. Juni 2006 lediglich den gleich gebliebenen 

Gesundheitszustand anders als das Zentrum D.___ am 20. Mai 2005 beurteilt. Weil der 

Fokus der Klinik auf die Schmerztherapie gerichtet gewesen sei, könne auf deren 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von vornherein nicht abgestellt werden, weil per se eine 

Befangenheitssituation vorliege. Zudem seien die Diagnosen der Klinik nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht invalidisierend. Unter Verweis auf die 

Erwägungen im Einspracheentscheid beantragt die Beschwerdegegnerin Abweisung 

der Beschwerde (act. G 6).

D.- Mit Replik vom 11./15. September 2006 führt die Beschwerdeführerin dazu aus, die 

Beschwerdegegnerin habe den Invaliditätsgrad nicht aufgrund des tatsächlichen, 

sondern aufgrund eines vom Zentrum D.___ prognostizierten Gesundheitszustandes 

beurteilt. Mit den beigelegten Quittungen könne sie belegen, dass sie schon ein Jahr 

vor der Begutachtung die geforderten Trainings gemacht habe, welche das Zentrum 

D.___ empfohlen habe. Wie Dr. H.___ am 10. Juni 2005 (vgl. act. G 8.1) bestätigt habe, 

sei das Training leider nicht erfolgreich gewesen. Sie könne ihre derzeitige leichte und 

flexible Arbeit zu 50 % nur mit Leistungs- und Lohneinbussen bewältigen. Ab April 

2006 habe sie die Krafttrainings wegen finanziellen Engpässen vorübergehend 

unterbrechen müssen. Es sei nicht einzusehen, weshalb die Spezialisten der Klinik 

N.___, die selber im Auftrag der IV Abklärungen durchführten, befangener sein sollten, 

wenn ein Patient vom Hausarzt zur Abklärung geschickt werde. Ihre aktuelle Situation 

sei einer Abklärung zu unterziehen (act. G 8). Dr. H.___ hatte die Taggeldversicherung 

in dem Schreiben vom 10. Juni 2005 darum ersucht, die Einschätzung voller 

Arbeitsfähigkeit und die Einstellung der Taggeldzahlungen auf den 31. Juli 2005 

zurückzunehmen. Nachdem ein Training ein ganzes Jahr lang durchgeführt worden sei, 

habe er feststellen müssen, dass eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei. 

Die Beschwerdeführerin wolle ihre Arbeitsfähigkeit von 50 % unbedingt beibehalten 

und hole die tageweisen gesundheitsbedingten Ausfälle mit Überstunden wieder ein.

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E.- Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 25. September 2006 auf die Einreichung 

einer Duplik (act. G 10).

II.

1.- Massgebend ist vorliegend die Rechtslage vor der Änderung des IVG vom 16. 

Dezember 2005 (vgl. lit. c der betreffenden Übergangsbestimmungen).

2.- a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelrente, 

wenn sie mindestens zu 60 % und derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie 

mindestens zu 50 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so 

besteht Anspruch auf eine Viertelsrente.

b) Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bildet der allfällige Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf eine Rente. Sowohl im Einsprache- wie im 

Beschwerdeverfahren wurden allein Rentenleistungen beantragt. Sollten - abweichend 

vom angefochtenen Entscheid - Rentenleistungen in Frage stehen, wäre die Frage 

beruflicher Massnahmen ebenfalls zu klären. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist 

der Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ("Eingliederung vor Rente") und hat die 

versicherte Person, wenn ohne berufliche Massnahmen ein Rentenanspruch in Frage 

kommt, die Pflicht, sich geeigneten und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen zu 

unterziehen.

3.- a) Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der 

erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll, 

sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes 

oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 

zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34; Rz 3047 f des vom 

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Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich 

die invaliditätsbedingten Faktoren auf die Vermittlungsfähigkeit und die 

Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die versicherte Person eine ihr 

zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung 

hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).

b) Was die bisherige Tätigkeit betrifft, betrachtete Dr. F.___ sie im April 2005 für die 

Beschwerdeführerin als zu weniger als 50 % möglich, Dr. H.___ im Mai 2005 als zu 50 

% und auch das Zentrum D.___ als zu 50 %. Das Zentrum D.___ erwartete von einer 

Trainingstherapie eine Besserung, so dass nach zwei Monaten volle Arbeitsfähigkeit 

erreicht sein werde. Andernfalls seien psychische bzw. psychosoziale Faktoren zu 

suchen.

c) Eine andere, angepasste (d.h. wechselbelastende) Tätigkeit hielt Dr. F.___ für 

zumutbar an zwei mal zwei Stunden mit Pause, was einer Arbeitsfähigkeit von knapp 

50 % entspricht. Dr. H.___ äusserte sich zur eigentlichen Arbeitsfähigkeit dort nicht, 

sondern riet stattdessen dringend von einem Arbeitplatzwechsel ab. Das Zentrum 

D.___ attestierte der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht für eine solche 

Arbeit volle Arbeitsfähigkeit.

d) Gemäss einem mit der Einsprache eingereichten Zeugnis vom November 2005 ging 

Dr. L.___ damals von einer Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % in jeglicher Tätigkeit 

aus. Faktisch liege die Arbeitsunfähigkeit schon im Berichtszeitpunkt bei 60 bis 65 %. 

Am 11. Januar 2006 liess die Beschwerdeführerin auf dieser Grundlage eine erhebliche 

Verschlimmerung mit zunehmender Tendenz seit der Begutachtung (vom Mai 2005) 

geltend machen. Mit der Beschwerde vom März 2006 liess sie rügen, die Prognose des 

Zentrums D.___ habe sich als unzutreffend erwiesen; der Bericht entspreche nicht 

mehr den Gegebenheiten. Und im Beschwerdeverfahren wurde in der Folge der Bericht 

der Klinik N.___ vom 28. Juni 2006 eingereicht.

e) Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung 

einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung - beziehungsweise seit dem Inkrafttreten des ATSG am 1. 

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Januar 2003 des streitigen Einspracheentscheids - eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 

129 V 4 E. 1.2). Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, sollen im 

Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 140 E. 2.1). 

Vorliegend ist somit der Sachverhalt massgeblich, wie er sich bis zum 17. Februar 2006 

entwickelt hat. Der Bericht der Klinik N.___ kann nur insofern in die Beurteilung 

einbezogen werden, als er Rückschlüsse auf diesen Sachverhalt zulässt.

f) Zu berücksichtigen ist, dass der Klinikaufenthalt lediglich drei Monate nach dem für 

die Beurteilung massgeblichen Zeitpunkt (nämlich am 18. Mai 2006) begann. Die Klinik 

N.___ erhob als Diagnose ein generalisiertes Schmerzsyndrom, was sich in der 

Begrifflichkeit von den früheren Arztberichten (Fibromyalgie, Allodynie) unterscheidet, 

allerdings wohl nicht auf eine Veränderung des Gesundheitszustands im Zeitablauf 

hindeutet. Zum andern wurde eine leicht- bis mittelgradige depressive Symptomatik, 

am ehesten im Sinn einer Anpassungsstörung, festgestellt. Diese Feststellung lässt 

wiederum nicht ohne Weiteres auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

schliessen, ist doch zuvor keine psychiatrische Exploration erfolgt. Vielmehr hatte sich 

die Untersuchung im Zentrum D.___ auf den rheumatologischen Aspekt beschränkt. 

Dort war denn auch eigens darauf hingewiesen worden, dass allenfalls nach 

psychiatrischen Ursachen zu suchen wäre, falls die günstige Prognose sich nicht sollte 

bewahrheiten lassen. Unter diesen Umständen kann den Angaben der Klinik N.___ für 

den vorliegenden Streitgegenstand grundsätzlich die Bedeutung nicht von vornherein 

abgesprochen werden. Diese Auffassung scheint die Beschwerdegegnerin zu teilen, 

hat sie die Beurteilung doch ebenfalls gewürdigt.

g) Die Beschwerdegegnerin hält die Arbeitsunfähigkeitsschätzung der Klinik N.___ für 

unmassgeblich, weil diese Institution (nicht begutachtet, sondern) eine 

Schmerztherapie vorgenommen hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist 

bei der Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte 

und über eine längere Zeit hinweg regelmässig behandelnde Spezialärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen (so etwa der Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S C. vom 6. Dezember 2006, I 329/06; BGE 125 V 353 E. 3b/

cc). Dieser Vorbehalt ist nach dem Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S T. vom 13. April 2006 (I 645/05) erst recht gegenüber dem 

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schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und 

dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren, 

anzubringen. Abgesehen davon, dass eine längere Beobachtungszeit auch gewisse 

Vorteile bieten kann, handelte es sich bei der stationären Behandlung in der Klinik 

N.___ indessen kaum um die typische, von der Rechtsprechung anvisierte 

Konstellation länger dauernder, regelmässiger Behandlung durch einen Arzt. Auch 

wenn die therapeutische Zielsetzung wichtig war, kann ferner auch nicht ausser Acht 

bleiben, dass in der spezialisierten Klinik der Status erhoben wurde und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vom Leitenden Arzt und der Oberärztin Psychosomatik 

sowie einem Abteilungsarzt und einer Ergotherapeutin abgegeben wurde. Das Ergebnis 

einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus psychiatrischen Gründen für eine orthopädisch/

rheumatologisch angepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit (ganztags mit 

vermehrten Pausen zu verwerten) kann demnach nicht ignoriert werden, sondern ist in 

die Beweiswürdigung einzubeziehen.

h) Die vorhandene Aktenlage lässt unter diesen Umständen keine zuverlässige 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu. Abgesehen 

davon, dass - was allerdings nur die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit betrifft - 

unklar ist, inwiefern die Beurteilung des Zentrums D.___ bezüglich des 

vorangegangenen Trainingsaufwands der Beschwerdeführerin auf unzutreffenden 

Annahmen beruhte, lässt sich auch die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

nicht ohne weitere Abklärung festlegen. Das Zentrum D.___ hat den psychiatrischen 

Aspekt nicht fachärztlich beurteilen lassen, sondern sich auf die rheumatologische 

Sicht beschränkt. Aufgrund des Berichts der Klinik N.___ ist indessen zu schliessen, 

dass dem psychischen Gesichtspunkt eine nicht unmassgebliche Bedeutung zukommt, 

zumal sich eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit des angegebenen 

Ausmasses kaum zur Gänze innerhalb des zeitlichen Zwischenraums von lediglich drei 

Monaten entwickelt haben wird. Anderseits ist eine zwischenzeitliche Verschlechterung 

nicht ausgeschlossen. Da eine "generalisierte Allodynie ('Fibromyalgie')" (Allodynie 

bedeutet eine Schmerzauslösung durch normalerweise nichtnozizeptive Reize, vgl. Das 

MSD-Manual, 6. A. 2000, 1663) diagnostiziert wurde, die Fibromyalgie nach der 

Rechtsprechung (BGE 132 V 65) mit den somatoformen Schmerzstörungen zahlreiche 

gemeinsame Aspekte aufweist (eine Tendenz zur Annahme einer Kombination von 

organischen und psychischen Komponenten mit einem Schwergewicht auf den 

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psychosomatischen Faktoren) und anzunehmen ist, dass das auch für das Leiden der 

Beschwerdeführerin gilt (Diagnose gemäss N.___: generalisiertes Schmerzsyndrom), ist 

mit der allein rheumatologischen Beurteilung nicht auszukommen. Auch dem 

psychiatrischen Aspekt wäre Rechnung zu tragen gewesen. Anderseits sind dem 

Bericht der Klinik N.___ kaum rheumatologische Aspekte zu entnehmen. Eine 

zusätzliche Abklärung erweist sich demnach als unumgänglich. Die Abklärung des 

Sachverhalts ist insofern zu ergänzen, als zu erheben ist, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitraum 

medizinisch arbeitsunfähig war, so dass beurteilt werden kann, welche 

Arbeitsleistungen ihr noch zugemutet werden konnten und inwiefern ihr gegebenenfalls 

eine willentliche Schmerzüberwindung zumutbar war.

i) Aufgrund der Ergebnisse der Sachverhaltsabklärungen wird der Invaliditätsgrad zu 

bemessen sein, wobei es sich rechtfertigen wird, angesichts des weitreichenden 

Erwerbstätigkeitsbereichs von der Anwendung der gemischten Methode abzusehen. 

Der Prozentsatz von 90 % Erwerbsanteil rührt aus dem Vergleich einer Arbeitszeit von 

7.74 Stunden pro Tag mit einer Arbeitszeit von 8.6 Stunden. Schon bei einem Vergleich 

mit 8.4 Arbeitsstunden pro Tag handelt es sich um 92 %. Kommt der 

Erwerbstätigkeitsteil so nahe an ein Vollpensum heran, so erscheint eine Aufteilung 

nicht mehr als sinnvoll.

4.- a) Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 17. Februar 2006 teilweise zu schützen und 

die Sache ist zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zu 

entsprechender neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

b) Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die bei der 

Beschwerdeerhebung noch anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin bei diesem 

Ausgang des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. 

VRP/SG, sGS 951.1). Beschwerdeergänzung und Replik hat die Beschwerdeführerin 

ohne Rechtsvertreter erstattet. Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen die 

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Zusprechung einer reduzierten Parteientschädigung, die ermessensweise auf Fr. 

2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgelegt wird.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 17. 

Februar 2006 aufgehoben und die Streitsache wird zur ergänzenden 

Sachverhaltsabklärung im Sinn der Erwägungen und zu entsprechender neuer 

Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

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		2025-07-19T16:41:32+0200
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