# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75dafd68-503a-5d95-8ece-01344816a97c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.08.2010 UV 2008/71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-71_2010-08-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/71

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 02.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2010
Art. 6, 10 und 16 UVG: Leistungseinstellung 15 Monate nach seitlicher 
Frontalkollision zu Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. August 2010, UV 2008/71).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 2. August 2010

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler, Zürcherstrasse 191, 

Postfach 1011, 8501 Frauenfeld,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   A.___, geboren 1962, war als Betriebsmitarbeiter bei der B.___ tätig und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) obligatorisch gegen Unfälle 

versichert (UV-act. 1). Am Abend des 19. November 2006 lenkte er seinen 

Personenwagen, als das entgegenkommende Fahrzeug in einer Kurve auf seine 

Fahrbahnseite geriet. Beide Fahrer versuchten, nach rechts auszuweichen. Dennoch 

stiessen sie an den linken vorderen Seiten zusammen. Das Fahrzeug des Versicherten 

wurde durch die Kollision über den rechten Fahrbahnrand hinaus abgewiesen und mit 

der rechten hinteren Fahrzeugecke gegen die angrenzende Mauer geschoben (UV-act. 

4). Der Versicherte wurde mit der Ambulanz ins Spital Wil gebracht und dort über Nacht 

beobachtet. Im Bericht vom 8. Dezember 2006 diagnostizierten die Ärzte der Klinik für 

Chirurgie am Spital Wil eine frontale Rissquetschwunde an der Stirn, eine 

Thoraxkontusion und eine Sacrumkontusion (UV-act. 2). Der Hausarzt, Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, berichtete am 3. Januar 2007, die Beschwerden 

der Rippen hätten sich gebessert. Es bestünden jedoch starke Schmerzen im Nacken- 

und Schulterbereich mit Ausstrahlung in den rechten Arm. Er veranlasste eine vertebro-

spinale Kernspintomographie (C0-Th7), die am 9. Januar 2007 durch Dr. med. L.___, 

Facharzt FMH für Radiologie, St. Gallen, durchgeführt wurde (UV-act. 5 und 7). Neben 

Normalbefunden zeigte sie eine diskrete ödemartige Signalstörung des 

bodenplattennahen Halswirbel-Körpers 5 im ventralen rechtsseitigen Aspekt, minim 

auch von Halswirbel-Körper 6.

A.b   Der Versicherte war seit dem Unfall 100% arbeitsunfähig geschrieben. Bei der 

Befragung am 9. März 2007 berichtete er über einen gescheiterten Arbeitsversuch am 

19. und 20. Februar 2007. Er gab an, seit drei Wochen auch unter 

Kopfschmerzattacken zu leiden, die jeweils längstens eine Stunde andauern würden 

(UV-act. 10). Die neurologische Abklärung an der Klinik für Neurologie des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 1. März 2007 hatte neben den Kopfschmerzen einen 

unauffälligen neurologischen Befund ergeben (UV-act. 17). Das craniocerebrale 

Kernspintomogramm vom 13. März 2007 wurde als altersentsprechend interpretiert 

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(UV-act. 16). Ab 16.  April 2007 machte der Versicherte mehrere Arbeitsversuche zu 

50% von unterschiedlicher Dauer (UV-act. 22 bis 27, 29 und 32).

A.c   Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder). 

Am 5. Juni 2007 verfügte sie eine Kürzung der Taggeldleistungen um 10%, weil der 

Versicherte beim Unfall die Sicherheitsgurte nicht getragen hatte (UV-act. 28). Diese 

Verfügung wurde rechtskräftig. In der Zwischenzeit hatte der Versicherte 

Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler, Frauenfeld, mit der Wahrung seiner Interessen 

beauftragt (UV-act. 37a).

A.d   Vom 4. Juli bis 30. August 2007 weilte der Versicherte stationär in der Rehaklinik 

Bellikon (UV-act. 37 bis 41). Die Ärzte attestierten ihm volle Arbeitsfähigkeit als 

Maschinenführer und Hilfsarbeiter in der Herstellung, sofern keine Lasten über 15kg 

gehoben werden müssten. Sie empfahlen ab 5. September 2007 eine 

Angewöhnungsphase von vier bis acht Wochen, zunächst mit halbtägiger Schicht (UV-

act. 43 und 51). Der Versicherte arbeitete auch nach dem Rehabilitationsaufenthalt 

unregelmässig und erreichte kein volles Arbeitspensum (UV-act. 44 bis 46, 49f., 52 bis 

59). Am 20. November 2007 wurde eine Magnetresonanztomographie der 

Halswirbelsäule durchgeführt (UV-act. 61). Irritationen der Ulnarisnerven, die im 

November 2007 neu aufgetreten waren, wurden am 17. Januar 2008 durch Dr. med. 

J.___, Facharzt für Neurologie, Wil, abgeklärt. Er verneinte Hinweise für eine 

unfallbedingte neurologische Schädigung und beurteilte die geklagten 

Sensibilitätsstörungen als unfallunabhängig (UV-act. 65). Am 20. Februar 2008 wurde 

der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie, untersucht 

(UV-act. 68). Gestützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht sowie auf die 

übrigen Akten verneinte die Suva die Unfallkausalität der andauernden 

Gesundheitsbeschwerden. Mit Verfügung vom 28. Februar 2008 stellte sie die 

Versicherungsleistungen per 21. Februar 2008 ein (UV-act. 70).

A.e   Dagegen liess der Versicherte am 16. April 2008 durch seine Rechtsvertreterin 

Einsprache erheben (UV-act. 80). Am 6. Mai 2008 ergänzte sie ihre 

Einsprachebegründung und reichte einen Bericht von Dr. C.___ vom 29. April 2008 ein, 

wonach die anhaltenden Beschwerden weiterhin Unfallfolgen seien (UV-act. 82f.). Die 

Suva holte bei Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Abteilung 

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Versicherungsmedizin, eine ärztliche Beurteilung ein, die er am 27. Mai 2008 abgab 

(UV-act. 85f.). Mit Entscheid vom 30. Mai 2008 wies sie die Einsprache ab.

A.f    Zwischenzeitlich hatte der Versicherte bei der Invalidenversicherung (IV) berufliche 

Massnahmen bzw. eine Invalidenrente beantragt. Diese Begehren wurden von der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) mit Entscheiden vom 10. und 

11. April 2008 abgewiesen (UV-act. 78).

A.g   Die bisherige Arbeitsstelle war dem Versicherten im März 2008 per 30. Juni 2008 

gekündigt worden (UV-act. 79).

B.        

B.a   Am 30. Juni 2008 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin 

Beschwerde erheben gegen den Einspracheentscheid vom 30. Mai 2008 mit den 

Anträgen auf Aufhebung desselben, auf weitere Ausrichtung der gesetzlichen 

Leistungen (Taggelder und Heilungskosten sowie gegebenenfalls Invalidenrente und 

Integritätsentschädigung) sowie auf zusätzliche tatsächliche und medizinische 

Abklärungen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Weiter liess er die 

unentgeltliche Verfahrensführung und die unentgeltliche Verbeiständung in der Person 

seiner bisherigen Rechtsvertreterin beantragen. Zur Begründung führte diese an, 

aufgrund des mindestens mittelschweren Unfalls seien körperliche Substrate 

nachweisbar. Die medizinische Situation müsse durch eine unabhängige 

Gutachterstelle interdisziplinär abgeklärt werden, wie es auch die neueste 

bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 134 V 109 E. 9.3) verlange. In die Abklärung 

sei auch eine neuropsychologische Untersuchung zu integrieren. Die natürliche 

Kausalität sei auf jeden Fall gegeben und die adäquate Kausalität sei nach der 

sogenannten Schleudertrauma-Praxis zu bejahen: Die Adäquanzkriterien schwieriger 

Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen, erhebliche Schmerzen, fortgesetzte 

ärztliche Behandlung und erhebliche Arbeitsunfähigkeit seien erfüllt.

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2008 beantragte die Suva die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie an, ein unfallkausales 

organisches Substrat im Kopf- und Nackenbereich fehle sowohl röntgenologisch als 

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auch neurologisch. Innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Unfall seien weder 

Kopf- noch Nackenschmerzen aufgetreten. Weder ein HWS-Trauma (= Trauma der 

Halswirbelsäule) noch eine relevante Schädel-Hirn-Schädigung seien dokumentiert und 

es fehle an natürlich kausalen Unfallfolgen. Falls dieser Argumentation nicht gefolgt 

würde, müsste auch die adäquate Kausalität verneint werden.

B.c   Am 6. Oktober 2008 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das 

detaillierte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung mit Beilagen ein (act. G 8). Mit 

Mitteilung vom 31. Oktober 2008 sah der Gerichtspräsident vor, den Entscheid darüber 

bis zur materiellen Beurteilung der Streitsache aufzuschieben (act. G 9).

B.d   In der Replik vom 20. Januar 2009 liess der Beschwerdeführer an seinem 

Standpunkt festhalten. Seine Rechtsvertreterin betonte die Schwere des Unfalls und 

der erlittenen Verletzungen. Sie strich hervor, dass der Beschwerdeführer eine HWS-

Distorsion mit strukturellen Läsionen erlitten hätte. Die Nackenschmerzen seien 

unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten und die Kopfschmerzen später 

hinzugekommen. Weiter beantragte sie die Zustellung der Suva-Akten ab act. 69.

B.e   Am 11. Februar 2009 verzichtete die Suva darauf, eine einlässliche Duplik 

einzureichen. Sie legte ein Schreiben der Generali Versicherungen AG, der 

Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers, vom 3. Oktober 2008, den Bericht der 

Firma F.___ vom 26. März 2008 und die zugehörige CD, wonach der Verdacht auf 

Versicherungsmissbrauch durch den Beschwerdeführer bestehe, ins Recht (act. G 19.1 

bis 19.3).

B.f    Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers sandte am 26. Februar 2009 act. 69 

bis 91 der Suva zurück und verzichtete auf zusätzliche Bemerkungen dazu.

B.g   Am 2. März 2009 schloss der Gerichtspräsident den Schriftenwechsel 

grundsätzlich ab. Er räumte Rechtsanwältin Wyler die Möglichkeit ein, zu den Akten 

über die Observierung des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen. Sie beantragte am 

3. März 2009, die Drittakten über die Observierung seien aus dem Recht zu weisen. Die 

Generali Versicherungen AG sei diesem Verfahren nicht als Nebenintervenientin 

beigetreten. Bei der Observierung sei nichts herausgekommen; dem Beschwerdeführer 

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hätte weder eine verheimlichte Erwerbstätigkeit noch sonst inkompatible 

Beschäftigung nachgewiesen werden können.

C.       

C.a   Mit Schreiben vom 29. April 2009 reichte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers verschiedene Arztberichte als Noven ein, und führte aus, diese 

würden Unfallfolgen nachweisen. Auch der Endzustand sei noch nicht erreicht. Die 

Angelegenheit sei daher für zusätzliche medizinische Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, wie bereits in der Beschwerde vom 30. Juni 

2008 beantragt (act. G 25).

C.b   Auf Antrag der Suva wurde die Edition der CD mit den Daten des Upright-MRI 

vom 18. und 21. August 2008 des FMRI Zentrums Zürich veranlasst. Dazu und zu den 

übrigen Unterlagen nahmen Dr. E.___ am 13. Juli 2009 und Dr. med. G.___, Facharzt 

für Neurologie, Abteilung Versicherungsmedizin, am 29. Juli 2009 Stellung. Gestützt 

darauf hielt die Suva an ihrem Standpunkt vom 17. August 2009 fest, nach wie vor 

seien weder ein organisches Substrat noch eine Unfallkausalität erstellt (act. G 34).

C.c   Am 2. November 2009 äusserte sich die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

zur Eingabe der Suva und reichte weitere Unterlagen ein, nämlich die Stellungnahmen 

von Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Neurologie, vom 8. September 2009 und von 

Dr. med. I.___, Facharzt für Radiologie, vom 30. Oktober 2009, je mit Beilagen (act. 

G 40). Sie führte aus, diagnostisch, klinisch und bildgebend sei nachgewiesen worden, 

dass der Beschwerdeführer an Unfallfolgen leide. Diese Nachweise könnten durch die 

Stellungnahmen von Dr. E.___ und Dr. G.___ nicht entkräftet werden. Vielmehr würden 

Dr. H.___ und Dr. I.___ die Vorbringen der Suva und ihrer Ärzte widerlegen.

C.d   In den Stellungnahmen vom 10. und 27. November 2009 hielten die Suva und die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers je an ihren Standpunkten fest (act. G 42 und 

G 45).

D.       

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Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Leistungen, welche von der 

Beschwerdegegnerin aufgrund des Unfallereignisses vom 19. November 2006 

ausgerichtet wurden, auf den 21. Februar 2008 eingestellt werden durften oder nicht. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, wenn das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen). Dabei muss der Unfallversicherer jedoch nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden 

hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 329 E. 3b). Ebenso wenig hat der Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 18. Dezember 2003 i/S Z. [U 258/02], vom 25. Oktober 2002 i/S 

L. [U 143/02] und vom 31. August 2001 i/S O. [U 285/00]).

1.2    Gemäss ständiger Rechtsprechung des EVG kann ein nach einem versicherten 

Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und 

soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall 

herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133, 117 V 359 und 134 V 109). Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des 

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Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1 und 118 V 289 E. 1b 

je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem 

Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Während es 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 E. 3a). Im Bereich klar 

ausgewiesener struktureller Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit 

bildgebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/

bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss 

auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen, dass die versicherte 

Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit BGE 134 V 109 modifizierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren bleibt, dass die zu den 

Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum 

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natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch 

auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata 

anwendbar ist, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen eines Schleudertraumas 

vergleichen lassen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004 i/S O.G. [U 243/03]; RKUV 

2000 Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).

2.       In Bezug auf die konkreten medizinischen Aspekte ist vorweg festzuhalten, dass 

sich der Beschwerdeführer bei der linksseitigen Frontalkollision am 19. November 2006 

eine Rissquetschwunde an der Stirn sowie eine Thorax- und eine Sacrumkontusion 

zugezogen hat (UV-act. 2). Im Zeugnis vom 3. Januar 2007 wurden vom Hausarzt 

zusätzlich Nacken- und Schulterschmerzen aufgeführt (UV-act. 5). Unter 

Kopfschmerzattacken litt der Beschwerdeführer zwischen Februar und Sommer 2007 

(UV-act. 10, 17 und 51). Ab Mai 2007 klagte er auch über Durchschlafstörungen wegen 

Verspannungen im Nacken (UV-act. 22). Die Nacken- und Schulterbeschwerden sowie 

die dadurch verursachten Durchschlafstörungen hielten über den Aufenthalt in der 

Rehaklinik Bellikon im Sommer 2007 hinaus an (UV-act. 43 und 51) und wurden auch 

bei der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 20. Februar 2008 noch beklagt 

(UV-act. 68). Klinisch stellte Dr. D.___ Druckdolenzen und Bewegungseinschränkungen 

im Nacken- und Brustbereich fest. Die Sensibilitätsstörungen mit Irritationen der 

Ulnarisnerven, die im November 2007 auftraten, wurden von Dr. J.___ mit 

nachvollziehbarer Begründung als unfallfremd beurteilt (UV-act. 65).

3.        

3.1    Den medizinischen Akten sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach die 

vom Beschwerdeführer über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (21. Februar 2008) 

hinaus geklagten Beschwerden mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn 

nachweisbarer unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar wären. Eine 

manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber 

objektivierbare Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten 

unabhängig sind. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so 

würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von 

organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn 

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die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden 

(vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit 

Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsergebnisse müssen zudem 

wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Beispielsweise 

sind ein Thoracic outlet Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. 

myotendinotische Befunde für sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare 

Unfallfolgen zu betrachten. Auch Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, 

Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für 

sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden 

qualifiziert werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS 

mit Retrohaltung (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008 i/S H.B.-G. 

[8C_124/2008] mit vielen Hinweisen, sowie vom 7. Februar 2008 i/S D. [U 13/07], E. 3.2 

und 3.3).

3.2    Mit den am 9. Januar, 13. März sowie 20. November 2007 durchgeführten 

kernspintomographischen Untersuchungen der HWS bzw. des Schädels konnten keine 

unfallkausalen strukturellen Veränderungen nachgewiesen werden (UV-act. 7, 16 und 

61). Auch die Röntgenaufnahmen am Spital Wil und an der Rehaklinik Bellikon zeigten 

keine posttraumatischen Veränderungen (UV-act. 2 und 51 S. 6). - Dr. L.___ zog 

differentialdi-agnostisch spongiöse Mikrofrakturen als Erklärung für die ödemartige 

Signalstörung des bodenplattennahen Halswirbel-Körpers 5 im ventralen rechtsseitigen 

Aspekt, minim auch des Halswirbel-Körpers 6, in Erwägung (UV-act. 7). Als 

Differentialdiagnosen bezeichnet man Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu 

identischer Symptomatik, die vom Arzt neben der 

eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche Ursachen der 

Patientenbeschwerden in Betracht gezogen werden (vgl. http://flexikon.doccheck.com/

Differentialdiagnose, Abfrage vom 27. Juli 2010). Dr. med. K.___, Fachärztin FMH für 

Radiologie, erwähnte am 20. November 2007 keine Differentialdiagnosen. Vielmehr 

beschrieb sie unauffällige Signalintensitäten (UV-act. 61). Dr. E.___ legte in seiner 

Beurteilung vom 27. Mai 2008 überzeugend dar, dass die Signalstörungen der 

Wirbelkörper C5 und C6 nicht als spongiöse Mikrofrakturen zu interpretieren seien, 

sondern in erster Linie als Ödembildung. Er konnte keine Knochenquetschung im 

Bereich der Halswirbelsäule und noch viel weniger Mikrofrakturen bestätigen und 

verneinte traumatisch bedingte strukturelle Läsionen (UV-act. 86). Es trifft zwar zu, 

http://flexikon.doccheck.com/Erkrankung?PHPSESSID=2c556dbdb9d816189250717c5d3a5c6c
http://flexikon.doccheck.com/Symptomatik?PHPSESSID=2c556dbdb9d816189250717c5d3a5c6c
http://flexikon.doccheck.com/Arzt?PHPSESSID=2c556dbdb9d816189250717c5d3a5c6c
http://flexikon.doccheck.com/Verdachtsdiagnose?PHPSESSID=2c556dbdb9d816189250717c5d3a5c6c

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dass Dr. C.___ nach der Abklärung durch Dr. L.___ spongiöse Mikrofrakturen in der 

Halswirbelsäule in seinen Zeugnissen ebenfalls als Diagnose aufführte (so UV-act. 8 

und 82). Diese Darstellungen des Hausarztes vermögen jedoch - insbesondere auch 

angesichts der weiteren angeführten medizinischen Beurteilungen - die lediglich als 

Möglichkeit in Erwägung gezogene Differentialdiagnose des Radiologen nicht zu 

sichern.

3.3    Dr. K.___ beschrieb am 20. November 2007 neben diskreten medianen Pro-

trusionen in den Segmenten C3/C4 bis C5/C6 eine Ruptur des Anulus fibrosus C3/C4 

(UV-act. 61). Ein solcher Riss stellt grundsätzlich eine bildgebend objektivierte 

Schädigung dar. Beim Beschwerdeführer ist aber nicht sicher, dass er durch den Unfall 

entstanden ist: Dr. L.___ hatte bei der vertebro-spinalen Kernspintomographie (C0-Th7) 

vom 9. Januar 2007 diesen Bereich ebenfalls untersucht, jedoch keinen 

entsprechenden Befund erhoben (UV-act. 7). Als erfahrener Radiologe, der er 

bekanntermassen ist, hätte er diesen Riss erkennen und dokumentieren müssen, wäre 

er rund zwei Monate nach dem Unfall vorhanden gewesen. Trotz detailliertem 

Beschrieb der Halswirbelsäule erwähnte im Übrigen auch Dr. I.___ im Bericht vom 

30. Oktober 2009 keinen Riss des Anulus fibrosus, was überhaupt gegen das Vorliegen 

einer solchen Schädigung spricht (act. G 25.7).

3.4    Mit Eingabe vom 29. April 2009 liess der Beschwerdeführer den Bericht von 

Dr. I.___ vom 29. August 2008 über das Upright-MRI vom 18. und 21. August 2008 am 

FMRI Zentrum Zürich einreichen, in welchem eine Strukturveränderung des linken 

Ligamentum alare, eine eingeschränkte Kopfrotation nach rechts, Zeichen einer leicht 

verminderten Stabilität im Segment C1/C2, geringe Diskusdegenerationen und 

Hypomobilität im Bereich der Segmente C3 bis C5 sowie eine moderate 

Diskusdegeneration C5/C6 beschrieben wurden (act. G 25.7). Im begleitenden Bericht 

vom 22. April 2009 beurteilte Dr. H.___ diese Befunde ohne Begründung als 

Unfallfolgen (act. G 25.1). - In Bestätigung und Fortführung seiner Rechtsprechung zum 

Beweiswert von funktionalen Magnetresonanztomographien (BGE 134 V 231) hielt das 

Bundesgericht im Urteil 8C_238/2009 vom 3. November 2009 i/S W., E. 3.2, fest, bei 

Upright-MRI-Untersuchungen handle es sich nicht um eine wissenschaftlich von 

Forschern und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis anerkannte 

Untersuchungsart. Diese Untersuchungsmethode sei nicht geeignet, die 

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Unfallkausalität der erhobenen Befunde zu beweisen (vgl. auch Urteile des 

Bundesgerichts vom 14. Dezember 2009 i/S J. [8C_357/2009], E. 3.2, und vom 12. Juni 

2009 i/S H. [8C_25/2009], E. 3.2). Aus den vorliegenden Unterlagen - einschliesslich 

der Beurteilung von Dr. E.___ vom 13. Juli 2009 und der Stellungnahme von Dr. I.___ 

vom 30. Oktober 2009 (act. G 34.1 und G 40.14, je mit Beilagen) - ergeben sich im 

konkreten Fall keine Hinweise, aufgrund derer anders zu entscheiden wäre und 

entgegen den Ausführungen in der vorstehenden Erwägung 3.1 von einem organischen 

Befund im Sinn einer nachweisbaren strukturellen Schädigung auszugehen wäre, die 

auf den Unfall vom 19. November 2006 zurückgeführt werden könnte.

4.         

4.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne 

nachweisbare pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma, 

eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen Beschwerden nicht 

mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) 

objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden 

in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

4.2    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. 

auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts 

(Urteile vom 30. Januar 2007 i/S T. [U 215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 

258/06]) muss bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 

bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in 

diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS - bei einem 

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Schädel-Hirntrauma in Form von Kopfschmerzen - manifestieren. Die anderen im 

Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

5.         

5.1    Die erstbehandelnden Ärzte am Spital Wil diagnostizierten kein Schleudertrauma 

und keine schleudertraumaähnliche Verletzung (UV-act. 2). Der Beschwerdeführer 

klagte ihnen gegenüber weder über Beschwerden in der Halsregion oder an der 

Halswirbelsäule noch über Kopfschmerzen. Bei der Befragung durch die Polizei am 

22. November 2006 gab er die Rippenprellungen an der linken Seite, Schmerzen am 

linken Knie sowie die Verletzung an der Stirn an (UV-act. 4, Antwort auf Frage 16). Erst 

im Zwischenbericht vom 3. Januar 2007 hielt Dr. C.___ unter der Rubrik "Verlauf" fest, 

die Beschwerden der Rippen hätten sich gebessert, allerdings bestünden bis heute 

starke Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich mit Ausstrahlung in den rechten 

Arm, weshalb eine MRI-Untersuchung der HWS geplant sei (UV-act. 5). Über den 

genauen Beginn der Nacken-/Schulterbeschwerden wird damit jedoch nichts 

ausgesagt. Als Diagnosen nannte Dr. C.___ sodann, wie die Ärzte am Spital Wil (UV-

act. 2), "nur" eine Rissquetschwunde an der Stirn, eine Thorax- sowie eine 

Sacrumkontusion. Die im Bericht vom 29. April 2008, d.h. erst lange Zeit nach dem 

Unfall, gemachte und im Übrigen auch erweiterte Angabe des Hausarztes, der Patient 

sei am 21. November 2006 mit starken Nacken-/Kopfschmerzen in seine 

Nachbehandlung gekommen (UV-act. 82), zusammen mit der durch eine "HWS-

Distorsion" ergänzte Diagnoseliste, erscheint damit wenig glaubhaft bzw. 

nachvollziehbar, zumal Dr. C.___ auch im Zwischenbericht vom 26. Februar 2007 (UV-

act. 8) nur Nacken- und Schulterschmerzen angegeben hatte. Kopfschmerzen wurden 

eindeutig erstmals am 5. März 2007 durch die Ärztinnen der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen dokumentiert, und ihr Beginn drei Wochen vor der 

Untersuchung angegeben (UV-act. 17). Dies entspricht den Angaben des 

Beschwerdeführers bei der Befragung am 9. März 2007, wo er berichtete, 

Kopfschmerzen seien vor drei Wochen erstmals aufgetreten (UV-act. 10). 

Kopfschmerzen sind somit erst im Februar 2007 ausgewiesen. Im Übrigen waren sie 

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laut Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 24. September 2007 beim Klinikeintritt 

am 4. Juli 2007 wieder vollständig verschwunden (UV-act. 51), was Dr. C.___ in seinem 

Bericht vom 29. April 2008 verschwieg (UV-act. 82). Er gab auch die Indikation für die 

neurologische Untersuchung am Kantonsspital St. Gallen ungenau wieder und 

beschrieb aktenwidrig keine Besserung des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers. Sein Bericht vom 29. April 2008 ist daher nicht geeignet, entgegen 

den echtzeitlichen Akten Halswirbelsäulen- oder Nackenschmerzen oder gar 

Kopfschmerzen innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Unfall nachzuweisen. Bei 

der Befragung vom 9. Mai 2007 berichtete der Beschwerdeführer, dass er nachts 

wegen der Verspannungen im Nacken aufwache und dann umhergehen und diese 

Region durch Bewegungen lockern müsse (UV-act. 22). Gleiche Angaben machte er 

bei der Eintrittsuntersuchung in Bellikon und gegenüber Kreisarzt Dr. D.___ (UV-act. 51 

und 68). Schlafstörungen würden an sich ein weiteres schleudertraumatypisches 

Symptom darstellen. Zum einen werden jedoch Durchschlafstörungen bei der 

Schlafanalyse vom 15./16. Oktober 2008 gerade nicht dokumentiert und zum andern 

könnten sie aufgrund ihres verzögerten Auftretens ohnehin nicht einer 

Beschleunigungsverletzung der HWS zugeordnet werden. Unabhängig von der 

Nichterfüllung der Latenzzeiten steht im konkreten Fall auch das Auftreten eines 

typischen bunten Beschwerdebildes mit einer Häufung von Beschwerden in Frage. So 

beschreibt der Beschwerdeführer die Schlafstörungen nicht als eigenständiges Symp­

tom, sondern als Folgeerscheinung der Nackenschmerzen (UV-act. 22). Damit 

verblieben nur noch zwei Beschwerdeausprägungen (Kopf- und Nackenschmerzen), 

womit grundsätzlich nicht von einer eigentlichen Beschwerdehäufung gesprochen 

werden könnte. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass im Sinn der 

einschlägigen Rechtsprechung nicht von einer beim Unfall erlittenen 

Schleudertraumaverletzung bzw. äquivalenten Verletzung ausgegangen werden kann.

5.2    Ein Schädel-Hirn-Trauma muss nach der Rechtsprechung durch zuverlässige 

ärztliche Angaben gesichert sein, damit die sogenannte Schleudertrauma-Praxis zur 

Anwendung kommen kann (vgl. BGE 134 V 122 E. 9.1 und Urteil des Bundesgerichts 

vom 1. Februar 2010 i/S B. [8C_792/2009], E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Weitere 

Voraussetzung für die Anwendung dieser Praxis ist, dass die erlittene 

Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio 

cerebri liegt. Eine leichte Hirnerschütterung erfüllt diese Voraussetzung nicht. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/25

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Beschwerdeführer hatte beim Unfall vom 19. November 2006 den Kopf am Rahmen 

der Windschutzscheibe angeschlagen (UV-act. 4). Er war selbständig aus dem 

Personenwagen ausgestiegen, konnte sich an den Unfall erinnern und litt weder an 

Übelkeit noch an Erbrechen (UV-act. 2). Die Ärzte der Klinik für Chirurgie am Spital Wil 

beurteilten ihn bei seiner Einlieferung mit 15 Punkten auf der Glasgow-Coma-Skala 

(GCS), was dem besten Wert entspricht und höchstens auf ein leichtes Trauma 

hinweist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2005 i/S S. [U 276/06]), und 

stellten keine neurologischen Auffälligkeiten fest. Die Ärztinnen der Klinik für Neurologie 

am Kantonsspital St. Gallen verneinten eine Commotio cerebri ausdrücklich (UV-act. 

17). Selbst wenn beim Beschwerdeführer von einer leichten Hirnerschütterung 

ausgegangen würde, liegt keinesfalls ein Schädel-Hirn-Trauma der geforderten 

Intensität für die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis vor. Wie bereits dargestellt 

(vorstehende Erwägung 5.1), wurden beim Beschwerdeführer zudem innerhalb der 

Latenzzeit von 72 Stunden insbesondere keine Kopfschmerzen nachgewiesen bzw. 

traten Kopfschmerzen erstmals im Februar 2007 auf.

6.         

6.1    Angesichts dieser Grundlagen (kein fassbarer pathologischer Befund; keine 

Diagnose eines Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung; 

keine schleudertraumatypischen Beschwerden innerhalb der erforderlichen Latenzzeit) 

ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zum einen nicht an somatischen 

Beschwerden leidet und zum anderen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit einen Unfall mit schleudertraumaähnlicher Verletzung erlitten hat 

bzw. das von ihm nach wie vor geklagte Beschwerdebild nicht als natürlich-kausale 

Unfallfolge einer schleudertraumaähnlichen Verletzung betrachtet werden kann. Selbst 

wenn in Bezug auf die geklagten Beschwerden - wie von der Beschwerdegegnerin 

zunächst anerkannt - für die Zeit nach dem Unfall von einer natürlichen Kausalität 

ausgegangen wird, muss diese zumindest im Zeitpunkt der Leistungseinstellung vom 

21. Februar 2008 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint 

werden. Dieses Bild wird insbesondere durch die in den Akten liegenden medizinischen 

Berichte bestätigt.

6.2     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

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6.2.1           Neurologisch war der Beschwerdeführer am Unfalltag unauffällig (UV-act. 

2). Die neurologische Untersuchung vom 1. März 2007 am Kantonsspital St. Gallen 

ergab neben den Verspannungen im Nackenbereich und den Kopfschmerzen keine 

auffälligen neurologischen Befunde (UV-act. 17). Auch beim Eintritt in die Rehaklinik 

Bellikon zeigte sich lediglich eine schmerzhafte Einschränkung der Armtrizepse (UV-

act. 51 S. 5). Die Kopfschmerzen waren zu diesem Zeitpunkt wieder verschwunden. Dr. 

J.___ stellte am 17. Januar 2008 neben den Verspannungen und Druckdolenzen im 

Schulter- und Nackenbereich die unfallfremden Sensibilitätsstörungen der 

Ulnarisnerven fest und verneinte Hinweise für eine unfallbedingte neurologische 

Schädigung (UV-act. 65). Er vermerkte auch eine freie Beweglichkeit von Kopf, Schulter 

und Armen in allen Ebenen. Seit dem Unfall wurden somit ausser den erst spät 

erhobenen Nacken-/Schulterbeschwerden (vgl. Erwägung 5.1) in keiner neurologischen 

Untersuchung Auffälligkeiten beschrieben, die andauerten und auf den Unfall vom 19. 

November 2006 zurückzuführen waren. - Dr. H.___ berichtete am 22. April 2009 über 

seine Untersuchung vom 1. Juli 2008 (act. G 25.1). Neben Schmerzen an der 

Halswirbelsäule bei voller Kopfbeweglichkeit hob er vor allem linksseitig pathologische 

Werte der P50-Methode mit evozierten Potentialen und die erhöhten Cholinwerte der 

Schädel-Magnetresonanztomographie mit Spektroskopie (act. G 25.2) hervor. 

Kopfschmerzen wurden nicht festgestellt. Der Neurologe selbst führte die erhobenen 

pathologischen Befunde lediglich beispielsweise auf ein Trauma zurück. Mit seiner 

anderen, unbegründeten Beurteilung der Befunde als "sichere Unfallfolgen" machte er 

diese Wahrscheinlichkeit nicht grösser. Auch die weiteren Unterlagen, besonders die 

Stellungnahme von Dr. H.___ vom 8. September 2009 mit Beilagen (act. G 40.1 bis G 

40.13), vermögen keine sichere Unfallkausalität zu begründen.

6.2.2           Sehstörungen des Beschwerdeführers wurden erstmals durch den Bericht 

von Dr. med. M.___, Facharzt FMH für Augenheilkunde, vom 26. November 2008 

aktenkundig (act. G 25.5). Der Augenarzt beurteilte die erhobenen Befunde als 

vorbestehend. Er schloss jedoch nicht aus, dass die Beschwerden durch den Unfall 

verschlimmert worden seien. Damit ist nicht einmal eine allfällige Verschlimmerung mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen, 

keineswegs aber die Sehstörungen selbst.

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6.2.3           Mit den in den medizinischen Akten gestellten Diagnosen - Zustand bzw. 

Status nach HWS-Distorsionstrauma (UV-act. 65), Druck- und Spontanschmerz C4/5 

und C5/6 (act. G 25.7), myofasciales Schmerzsyndrom Nacken (UV-act. 51, 68), 

chronifiziertes cerviko-cephales Schmerzsyndrom (UV-act. 65) - liegen ebenfalls keine 

Hinweise auf eine traumatisch bedingte Gesundheitsschädigung vor. Die Diagnose von 

Schmerzsyndromen bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen 

unfallkausaler organischer Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (5. 

Aufl., München 2003, S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit 

etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend 

identischem "Symptommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, 

vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweise bekannter 

Ätiogenese. Zur jeweiligen Diagnose führt mithin eher das vom jeweiligen Patienten 

subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv erhobener organischer 

Befund. Insbesondere auch der Zusatz "chronifiziert" weist sodann nicht auf ein 

unfallkausales organisches Substrat hin. Im Verlauf der Chronifizierung wird das 

ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das Ausmass der erlebten Behinderung 

immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum Beispiel das Individuum selber, die 

Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das medizinische und legale System und 

ökonomische Umstände spielen eine massgebende Rolle (vgl. Bär/Bertrand/Kiener, 

Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.). Eine 

Statusdiagnose sagt lediglich aus, auf welchen Umstand der heutige Zustand des 

Beschwerdeführers zurückzuführen ist. Über Unfallrestfolgen wird damit jedoch nichts 

Konkretes ausgesagt. Die Argumentation von Dr. C.___ im Bericht vom 29. April 2008 

(UV-act. 82), er sei der Meinung, dass die heutigen Beschwerden reine Unfallfolgen 

seien, weil er keine andere akzeptable Erklärung finden könne und der 

Beschwerdeführer vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei, reicht schliesslich nach 

konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Begründung der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit einer Unfallkausalität ebenfalls nicht aus, da der 

zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft besitzt. 

Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der 

blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

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(Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 460 N 1205; 

BGE 119 V 340 E. 2b/bb)

6.3    Im Auftrag der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers war der 

Beschwerdeführer zwischen dem 10. Januar und 13. März 2008 überwacht worden 

(act. G 19.1 bis G 19.3). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragte am 

3. März 2009, die entsprechenden Akten seien aus dem Recht zu weisen (act. G 23). - 

Das ehemalige EVG hatte wiederholt festgehalten, dass die Ergebnisse einer von einer 

Haftpflichtversicherung veranlassten Observation durch einen Unfallversicherer als 

Beweismittel im Sozialversicherungsverfahren verwertet werden können (BGE 132 V 

241, 129 V 323). Mit BGE 135 I 169 erklärte das Bundesgericht auch die Überwachung 

einer versicherten Person im direkten Auftrag der Unfallversicherung als zulässig. Die 

Tatsache, dass die Überwachung durch die Generali Versicherungen AG als im 

vorliegenden Verfahren nicht beteiligte Haftpflichtversicherung veranlasst worden war, 

genügt nach dieser Rechtsprechung nicht, um die Überwachungsergebnisse aus dem 

Recht zu weisen. Insbesondere wurde nicht geltend gemacht und bestehen auch keine 

offenkundigen Anhaltspunkte dafür, dass die Überwachung unrechtmässig gewesen 

wäre (vgl. zur Thematik auch Ph. Meier / A. Staeger, La surveillance des assurés 

[assurances sociales et assurances privées] - état des lieux, in: Jusletter 14. Dezember 

2009). Der Überwachungsbericht und die Videosequenzen zeigen, dass der 

Beschwerdeführer seinen Kopf ohne irgendwelche Anzeichen von Schmerzen frei nach 

vorne und zur Seite bewegen kann (act. G 19.2f.). Die freie Kopfbeweglichkeit stellten 

sowohl Dr. J.___ am 17. Januar 2008 (UV-act. 65) als auch Dr. H.___ am 1. Juli 2008 

(act. G 25.1) fest. Auffällig ist jedoch, dass der Kreisarzt bei der Untersuchung vom 

20. Februar 2008 Bewegungseinschränkungen festhielt (UV-act. 68), während bei der 

Überwachung am gleichen Tag keinerlei Einschränkungen erkennbar waren (act. 

G 19.3). Das gibt überhaupt Anlass zu Zweifeln, ob die dem Kreisarzt geschilderten 

Beschwerden bestanden haben.

6.4    Der Beschwerdeführer liess mit der Beschwerde und den weiteren 

Rechtsschriften beantragen, die Streitsache sei zur Durchführung weiterer 

medizinischer Abklärungen, insbesondere zu einer poly- bzw. interdisziplinären 

Begutachtung im Sinn von BGE 134 V 109 E. 9.3 S. 124, an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Diesem Antrag kann nicht entsprochen werden. Wie vorstehend 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2010&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+135+I+169&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-241%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page242
http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2010&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+135+I+169&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-241%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page242

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ausgeführt (besonders Erwägung 5), sind in diesem Streitfall die Voraussetzungen für 

die Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis nicht gegeben. Vor allem 

aber erweist sich der medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt und es ist nicht 

anzunehmen, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung der 

vorliegenden Streitigkeit neue Erkenntnisse bringen würden. In antizipierter 

Beweiswürdigung kann daher darauf verzichtet werden (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.3 

S. 234 und BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 je mit Hinweisen).

6.5    Dem Begehren, eine verkehrstechnische Unfallanalyse anfertigen zu lassen, ist 

nicht stattzugeben. Eine solche Expertise könnte Anhaltspunkte zur Schwere des 

Unfallereignisses liefern und allenfalls zum natürlichen Kausalzusammenhang im 

Unfallzeitpunkt näher Stellung nehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 

2008 i/S M. [8C_33/2008], E. 7.1 mit Hinweisen). Zur Klärung der im vorliegenden 

Verfahren strittigen Fragen, bei denen es um die Kausalität des Unfalls vom 19. 

November 2006 im Einstellungszeitpunkt (per 21. Februar 2008) geht, könnte sie 

hingegen nichts beitragen.

7.        

7.1    Eine Adäquanzprüfung nach Massgabe der in BGE 134 V 109 begründeten 

Rechtsprechung bzw. der sogenannten "Schleudertrauma-Praxis" fällt nach dem 

Gesagten (Erwägung 5) eigentlich ausser Betracht. Ebenso unpassend stellt sich in 

Bezug auf den vorliegenden Fall eine Adäquanzprüfung nach Massgabe der in BGE 

115 V 133 begründeten Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen dar, 

nachdem im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 19. Juli 2007 

eine psychische Störung mit Krankheitswert verneint wurde (UV-act, 51), aber auch in 

den weiteren Akten keinerlei Hinweise auf eine psychische Komponente bestehen. 

Nachfolgend wird dennoch dargelegt, dass eine weitergehende Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin auch mangels der kumulativ vorausgesetzten Adäquanz - sowohl 

nach der "Schleudertrauma-Praxis" als auch nach Massgabe der in BGE 115 V 133 

begründeten Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen - nicht gegeben wäre. 

Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen 

Voraussetzungen des Vorliegens eines adäquat-kausalen Zusammenhangs bei 

erlittener schleudertraumaähnlicher Verletzung zutreffend dar (Erwägung 5); darauf ist 

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zu verweisen. Die bei mittelschweren Unfällen mit psychischer Fehlentwicklung in die 

Adäqanzprüfung einzubeziehenden Kriterien stellen sich folgendermassen dar: 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E. 

6c/aa). Im Gegensatz zu den bei psychischen Fehlentwicklungen relevanten Kriterien 

wird für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 

mit Schleudertrauma der HWS und in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine 

Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, weil 

es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/

oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 359).

7.2    Der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung und damit der Leistungseinstellung per 

21. Februar 2008 ist nicht zu beanstanden. Gemäss BGE 134 V 114 E. 4.1 hat der 

Versicherer die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden kann. Ob eine namhafte Besserung noch 

möglich ist, bestimmt sich laut höchstrichterlicher Rechtsprechung nach der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 

unfallbedingt beeinträchtigt ist (vgl. BGE 134 V 115 E. 4.3 und Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Januar 2010 i/S S. [8C_744/2009], E. 8.1). Aufgrund des 

bisherigen Heilverlaufs, der vorliegenden ärztlichen Berichte und der attestierten vollen 

Arbeitsfähigkeit, konnte im Einstellungszeitpunkt per 21. Februar 2008 von einer 

weiteren ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung der Beschwerden erwartet 

werden. Von einer solchen ging auch Dr. C.___ im Bericht vom 29. April 2008 nicht aus 

(UV-act. 82).

7.3    Dem Unfall vom 19. November 2006 kann zwar eine gewisse Eindrücklichkeit - 

wie praktisch jedem Unfall mit einer Körperverletzung - nicht abgesprochen werden. 

Nach den anwendbaren streng objektiven Kriterien kann jedoch nicht von besonders 

dramatischen Begleitumständen oder besonderer Eindrücklichkeit (BGE 115 V 133 E. 

6c/aa, 134 V 109 V E. 10.3) gesprochen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

17. November 2009 i/S M. [8C_595/2009], E. 8 mit Hinweisen). Zu verneinen sind 

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weiter eine schwere Verletzung oder eine besondere Art der erlittenen Verletzungen, 

was vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird. Er beruft sich auch nicht 

auf eine ärztliche Fehlbehandlung. Dieses Adäquanzkriterium ist ebenso zu verneinen.

7.4    Die ärztliche Behandlung des Beschwerdeführers dauerte vom Unfall am 

19. November 2006 bis zum Einstellungszeitpunkt am 21. Februar 2008 rund 15 

Monate. Bei dieser Zeitspanne kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der 

ärztlichen Behandlung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) gesprochen werden. Erforderlich ist 

überdies eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung 

des Gesundheitszustandes gerichtete Behandlung des (somatischen) Leidens. 

Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität 

einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 8. Januar 2010 i/S S. [8C_744/2009], E. 11.3 mit Hinweisen). Der 

Beschwerdeführer wurde die erste Nacht nach dem Unfall im Spital Wil überwacht (UV-

act. 2). Vom 4. Juli bis 30. August 2007 weilte er zur stationären Rehabilitation in der 

Rehaklinik Bellikon (UV-act. 43 und 51). Die Behandlung durch seinen Hausarzt Dr. 

C.___ beschränkte sich auf Kontrollen, Verschreibung von Physiotherapie und 

Medikamenten sowie auf die Anordnung weiterer Abklärungsmassnahmen. Diese 

ärztliche Behandlung erfüllt die Anforderungen an das entsprechende 

Adäquanzkriterium nicht, weshalb es zu verneinen ist. Im gleichen Sinne liegt bis zum 

Einstellungszeitpunkt auch keine ununterbrochene, konsequent fortgeführte 

Behandlungsfolge vor und kann damit objektiv nicht von einer spezifischen, den 

Beschwerdeführer speziell belastenden ärztlichen Behandlung nach dem Sinngehalt 

dieses Adäquanzkriteriums bei Schleudertraumen der HWS ausgegangen werden (vgl. 

BGE 134 V 109 E. 10.3 sowie Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010 i/S H. 

[8C_879/2009], E. 5.2, vom 2. Dezember 2009 i/S S. [8C_747/2009], E. 6.2 mit 

Hinweisen, und vom 30. September 2009 i/S G. [8C_299/2009], E. 4.3.3). Die beim 

Beschwerdeführer durchgeführten Behandlungen zusammen mit dem einmaligen 

Klinikaufenthalt liegen im unteren Bereich dessen, was nach einem erlittenen 

Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild 

üblich ist. Die diesbezügliche Inanspruchnahme ist insgesamt nicht als derart intensiv 

zu werten, als dass deswegen von einer erheblichen - im Sinn einer sich allein daraus 

ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher Natur gesprochen 

werden könnte.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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7.5    Weder aus der ärztlichen Behandlung noch aus den erheblichen Beschwerden, 

welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, 

kann auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

geschlossen werden. Vielmehr bedarf es hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010 i/S H. 

[8C_786/2009], E. 5.5, und vom 9. November 2009 i/S N. [8C_626/2009], E. 4.3 mit 

Hinweisen). Solche liegen beim Beschwerdeführer nicht vor, weshalb auch dieses 

sowohl bei der "Psycho-Praxis" als auch bei der "Schleudertrauma-Praxis" 

adäquanzrelevante Kriterium zu verneinen ist.

7.6    Nach dem Abklingen der Schmerzen im Brustbereich wurden vom 

Beschwerdeführer durchgehend Beschwerden und Verspannungen im Nacken- und 

Schulterbereich geklagt. Von Februar bis Sommer 2007 waren auch 

Kopfschmerzattacken hinzugekommen. Andauernde Schmerzen wurden bei den 

Befragungen vom 9. März und 9. Mai 2007 nicht angegeben (UV-act. 10 und 22). 

Vielmehr beschrieb der Beschwerdeführer Verspannungen in Ruhe und in der Nacht, 

die nach gewisser Zeit schmerzhaft würden. Am 31. Oktober 2007 führte er zusätzlich 

aus, dass er keine Schmerzmittel mehr nehme (UV-act. 54). Dr. J.___ beschrieb er 

belastungsabhängige Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich (UV-act. 65). Angesichts 

dieser Sachlage ist mithin auch das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen (BGE 

115 V 140 E. 6c/aa) bzw. dasjenige der erheblichen Beschwerden (BGE 134 V 109 E. 

10.3) nicht erfüllt.

7.7    Der Beschwerdeführer war vom Unfalltag am 19. November 2006 bis zum ersten 

Arbeitsversuch am 19. Februar 2007 100% arbeitsunfähig (UV-act. 10). Weitere 

Arbeitsversuche zu 50% sind vom 16. bis 20. April 2007, am 10./11. und 14. Mai 2007 

sowie (nach Ferienunterbruch) am 5. Juni 2007 dokumentiert (UV-act. 22, 26 und 29). 

Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon erachteten eine volle Arbeitsfähigkeit für zumutbar, 

sofern der Beschwerdeführer keine Gewichte über 15kg heben müsse (UV-act. 43 und 

51). Obwohl die Arbeitgeberin seine angestammte Arbeit anpasste (UV-act. 21f., 42 

und 54), verwirklichte er diese theoretische Arbeitsfähigkeit zu keiner Zeit. Auch die 

Angewöhnungsphase zu 50%, die er am 5. September 2007 begann, wurde mehrfach 

unterbrochen (UV-act. 44 bis 46 und 49f.). Ab 31. Oktober 2007 wurde mit dem 

Hausarzt des Beschwerdeführers eine Arbeitsfähigkeit von 75% vereinbart (UV-act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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53), die wiederum nicht eingehalten wurde (UV-act. 56). Dr. J.___ beurteilte die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers am 17./18. Januar 2008 aus neurologischer 

Sicht als nicht wesentlich eingeschränkt (UV-act. 65). Dr. D.___ schloss sich der 

Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon an und ging ebenfalls von voller 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus (UV-act. 68). Er verneinte darüber hinaus 

eine unfallbasierte Begründung für eine Beschränkung der Belastung auf 15kg. 

Spätestens ab 21. Februar 2008 bestand demnach theoretisch volle Arbeitsfähigkeit. 

Bei dieser Ausgangslage ist das Adäquanzkriterium Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) höchstens in einfacher Weise 

erfüllt bzw. ist eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 130 E. 10.3) nicht bzw. 

ebenfalls höchstens geringfügig erfüllt. In Bezug auf das adäquanzrelevante Kriterium 

der "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 130 E. 10.3) kommt einschränkend hinzu, 

dass die ernsthaften Anstrengungen des Beschwerdeführers (seine Arbeitsfähigkeit zu 

verwirklichen und) seine Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, nicht konkret erkennbar ist.

7.8    Da sowohl in Anwendung der "Psycho-Praxis" als auch der "Schleudertrauma-

Praxis" höchstens das Adäquanzkriterium betreffend Arbeitsunfähigkeit in einfacher 

Weise bzw. geringfügig erfüllt ist, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall vom 19. November 2006 und den Beschwerden im Nacken-/

Schulterbereich, die über den Einstellungszeitpunkt hinaus geltend gemacht werden, 

zu verneinen. Damit fehlt es auf jeden Fall an einer wesentlichen Voraussetzung für eine 

Leistungspflicht der Suva über den 21. Februar 2008 hinaus, weshalb die 

Versicherungsleistungen zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt wurden.

8.         

8.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) keine zu erheben.

8.2    Der Beschwerdeführer lässt die unentgeltliche Verbeiständung durch seine 

bisherige Rechtsvertreterin beantragen. Seine Bedürftigkeit ist aufgrund der 

vorliegenden 

Unterlagen (besonders act. G 8) erstellt. Eine anwaltliche Vertretung war angesichts der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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komplexen Tat- und Rechtsfragen geboten. Bei detaillierter Betrachtung kann die 

Beschwerde im Zeitpunkt der Einreichung nicht als offensichtlich aussichtslos beurteilt 

werden. Es war nicht evident, dass der Beschwerdeführer von vorneherein unterliegen 

würde. Zudem hätte sich eine Partei, die die nötigen Mittel hätte, wahrscheinlich auch 

zum Prozess entschieden (vgl. St. Meichssner, Aktuelle Praxis der unentgeltlichen 

Rechtspflege, in: Jusletter 7. Dezember 2009, Rz 29 bis 32; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 

S. 136f. und BGE 98 V 115 E. 4 S. 109). Da die Voraussetzungen erfüllt sind, kann dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Verbeiständung durch seine bisherige 

Rechtsvertreterin bewilligt werden. Er kann aber, wenn es seine wirtschaftlichen 

Verhältnisse gestatten, zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom 

Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 des st. gallischen 

Zivilprozessgesetzes, systematische Gesetzessammlung des Kantons St. Gallen [sGS] 

961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1).

8.3 Der Staat hat zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung für die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, 

dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar 

zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Am 

11. Februar 2010 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine 

Honorarnote über Fr. 14'612.80 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein und wies 

auf das überdurchschnittlich aufwendige Verfahren hin (act. G 47). Der eingereichten 

Honorarnote kann nicht entsprochen werden. Die Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (sGs 963.75) sieht für die Verwaltungsrechtspflege das 

Pauschalhonorar als Regelfall vor. In unfallversicherungsrechtlichen Verfahren spricht 

das Versicherungsgericht regelmässig eine pauschale Entschädigung von Fr. 4'000.-- 

zu. Die Komplexität des Falles rechtfertigt vorliegend einen Zuschlag zu dieser 

"Normalentschädigung" von 50%. In Würdigung aller Umstände wird die 

Parteientschädigung auf Fr. 4'800.-- (80% von Fr. 6'000.-- inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festgelegt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit 

Fr. 4'800.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2010
	Art. 6, 10 und 16 UVG: Leistungseinstellung 15 Monate nach seitlicher Frontalkollision zu Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2010, UV 2008/71).

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