# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dceed6f5-67da-531f-88af-ae5070da56f7
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-29
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 29.03.2017 101 2016 380
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2016-380_2017-03-29.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2016 380

Urteil vom 29. März 2017

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Hubert Bugnon, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Jessica Koller

Parteien A.________, Beklagter und Berufungskläger,

sowie

B.________, Beklagte und Berufungsklägerin,

beide vertreten durch Fürsprecher Lars Rindlisbacher   

gegen

C.________, Kläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch 
Rechtsanwalt Richard Waeber

Gegenstand Forderung aus Werkvertrag

Berufung vom 31. Oktober 2016 gegen das Urteil des Zivilgerichts 
des Seebezirks vom 13. Juli 2016

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Sachverhalt

A. Am 4. Februar 2009 schlossen A.________ und B.________ als Besteller mit D.________, 
ein Einzelunternehmen von C.________ als Unternehmer einen als „Arbeitsvertrag Umbau 
Einfamilienhaus“ bezeichneten Werkvertrag für Sanierungsarbeiten an der Liegenschaft 
E.________ in F.________ ab (act. 2.3). Die Vergütung wurde auf pauschal CHF 69‘940.- (inkl. 
7.6% MwSt.) festgesetzt. 

Am 10. Juli 2013 erhielten A.________ und B.________ je einen Zahlungsbefehl in der Höhe von 
CHF 44‘940.- für Gipser- und Malerarbeiten an der genannten Liegenschaft zu Gunsten von 
D.________, wogegen sie Rechtsvorschlag erhoben (act. 2.11 und 11.3). 

B. Mit Klage vom 11. Mai 2015 beantragte C.________ beim Zivilgericht des Seebezirks, 
A.________ und B.________ seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge zur Bezahlung eines 
Betrages von CHF 44'940.- plus Zins zu 5% ab dem 10. Juli 2009 zu verurteilen (act. 1). 

In ihrer Klageantwort vom 11. September 2015 forderten A.________ und B.________ unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge, die Klage sei abzuweisen und erhoben ihrerseits Widerklage. 
Darin beantragten sie, die Betreibungen Nr. ggg und Nr. hhh des Betreibungsamtes des 
Seebezirks seien aufzuheben und C.________ sei zur Bezahlung eines Betrages von CHF 1‘690.- 
zzgl. Zins von 5% ab dem 1. Januar 2011 zu verurteilen (act. 10).

Am 14. Oktober 2015 reichte C.________ eine Replik und Widerklageantwort ein (act. 15), worin 
er an seinen Rechtsbegehren festhielt und die kostenfällige Abweisung der Widerklage beantragte. 
A.________ und B.________ hielten mit ihrer Duplik vom 9. November 2015 an ihren 
Rechtsbegehren fest und beantragten die Abweisung jener des Klägers (act. 17).

An der Sitzung des Zivilgerichts des Seebezirks vom 15. Juni 2016 waren die Parteien persönlich 
anwesend und wurden zur Sache befragt. Sämtliche Beweisanträge wurden abgewiesen (act. 22).

C. Mit Entscheid vom 13. Juli 2016 (act. 26 bzw. 28) hiess das Zivilgericht des Seebezirks die 
Klage teilweise gut und verurteilte A.________ und B.________ zur Bezahlung eines Betrages von 
CHF 29‘940.- nebst Zins zu 5% seit dem 9. Juli 2013 an C.________. Die Gerichtskosten wurden 
auf CHF 4‘500.- festgesetzt und zu 1/3 C.________ und zu 2/3 A.________ und B.________ 
auferlegt. A.________ und B.________ hatten C.________ einen Betrag von CHF 3‘273.55 als 
Parteientschädigung zu bezahlen. C.________ hatte seinerseits A.________ und B.________ 
eine Parteientschädigung von CHF 2‘428.35 zu entrichten.

D. Mit Eingabe vom 31. Oktober 2016 erhoben A.________ und B.________ Berufung gegen 
das Urteil des Zivilgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2016 und stellten, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge, folgende Rechtsbegehren:

1. Die Klage des Berufungsgegners vom 11. Mai 2015 sei abzuweisen.

2. Widerklageantrag: Die Betreibungen Nr. ggg und Nr. hhh des Betreibungsamtes des 
Seebezirks seien aufzuheben.

3. Widerklageantrag: Der Berufungsgegner sei zur Bezahlung eines Betrages von CHF 1‘690.- 
zzgl. Zins von 5% ab dem 1. Januar 2011 an die Berufungsführer zu verurteilen.

4. Der Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2016 sei, soweit den Anträgen 
hievor widersprechend, aufzuheben. 

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Unter Ziff. III/3. der Berufung (S. 8) beantragten A.________ und B.________ weiter, die von ihnen 
genannten Beweismittel, insbesondere die Zeugen, seien abzunehmen und es sei materiell neu zu 
entscheiden. Allenfalls sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Mit Eingabe vom 9. Januar 2017 schloss C.________ unter Kosten- und Entschädigungsfolge auf 
vollumfängliche Abweisung sämtlicher Rechtsbegehren und somit auf Bestätigung des Urteils des 
Zivilgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2016.

Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. Für weitergehende 
Hinweise zum Sachverhalt wird auf die Akten sowie auf die Ausführungen der Vorinstanz im 
Entscheid vom 13. Juli 2016 verwiesen. Zum besseren Verständnis sei erwähnt, dass zwischen 
den Parteien ebenfalls eine Mietstreitigkeit bestand. Diese wurde mit Urteil des Mietgerichts des 
Sensebezirks vom 4. Dezember 2014 entschieden (vgl. dazu act. 2.2). 

Erwägungen

1. a) Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Streitigkeiten 
sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 ZPO). Massgebend sind die bis zur Eröffnung des 
erstinstanzlichen Entscheids vorgebrachten Erklärungen der Parteien und nicht der 
erstinstanzliche Entscheid, die Rechtsmittelanträge oder die Parteierklärungen im 
Rechtsmittelverfahren (REETZ/THEILER in SUTTER-SOMM/HASENBÖHLER/LEUENBERGER, Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 308 N. 40). 

Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens ist eine Vergütung aus Werkvertrag in Höhe von 
CHF 44‘940.-. Der Streitwert übersteigt CHF 10‘000.-, so dass die Voraussetzung von 
Art. 308 Abs. 2 ZPO erfüllt ist. 

Im vorliegenden Verfahren ist eine Vergütung aus Werkvertrag in Höhe von CHF 29‘940.- streitig. 
Damit ist die Streitwertgrenze von CHF 30‘000.- für die Beschwerde in Zivilsachen an das 
Bundesgericht gegen vorliegendes Urteil nicht erreicht (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG). Zinsen, 
Früchte, Gerichtskosten und Parteientschädigungen, die als Nebenrechte geltend gemacht 
werden, fallen bei der Bestimmung des Streitwerts nicht in Betracht (Art. 51 Abs. 3 BGG). Für die 
Berechnung des Streitwerts wird sodann auch der Betrag der Widerklage nicht mit demjenigen der 
Hauptklage zusammengerechnet (Art. 53 Abs. 1 BGG). 

b) Die Berufung ist dem Appellationshof innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung 
schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 ZPO).

Das angefochtene Urteil wurde den Berufungsklägern am 30. September 2016 zugestellt 
(act. 28.1). Die Berufung vom 31. Oktober 2016 erfolgte fristgerecht (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Sie 
wurde dem Berufungsbeklagten am 22. November 2016 zur Stellungnahme zugestellt. Folglich 
erfolgte auch die Eingabe des Berufungsbeklagten vom 9. Januar 2017 unter Berücksichtigung der 
aufgrund des Fristenstillstands verlängerten Antwortfrist rechtzeitig.

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c) Mit Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung 
des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Damit die Berufung die Anforderungen 
an die Begründung gemäss Art. 311 ZPO erfüllt, ist in der Berufungseingabe im Einzelnen 
darzulegen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid falsch ist und deshalb abgeändert 
werden muss. Der Berufungskläger muss sich mit der Begründung des vorinstanzlichen 
Entscheids auseinandersetzen. Die Berufung kann daher nicht einzig mit einem Verweis auf die 
bei der Vorinstanz eingereichten Rechtsschriften bzw. mit den in jenem Verfahren gemachten 
Vorbringen begründet werden. Die Begründung muss so abgefasst werden, dass die 
Berufungsinstanz sie leicht verstehen kann, was eine genaue Bezeichnung der angefochtenen 
Urteilserwägungen und Beweismittel, auf welche sich die Kritik stützt, voraussetzt. Die Begründung 
ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung. Fehlt sie, so tritt 
die Rechtsmittelinstanz nicht auf die Berufung ein (BGE 141 III 569 E. 2.3.3; 138 III 374 E. 4.3.1; 
Urteil BGer 4A_376/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 3.2.1).

Soweit die Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren das Rechtsbegehren stellten, die 
Betreibungen Nr. ggg und Nr. hhh des Betreibungsamtes des Seebezirks seien aufzuheben, ist die 
Vorinstanz auf dieses Begehren nicht eingetreten (act. 28, Ziff. 4, S. 15 f.). Die Berufungskläger 
stellen in ihrer Berufung vom 31. Oktober 2016 erneut das gleiche Rechtsbegehren (Ziff. 2). Sie 
führen allerdings an keiner Stelle auf, dass bzw. inwiefern sie mit dem Nichteintretensentscheid 
der Vorinstanz nicht einverstanden sind. Sie haben sich in keiner Weise mit den Erwägungen der 
Vorinstanz zum genannten Rechtsbegehren auseinandergesetzt. Ihr Rechtsbegehren ist nicht 
ansatzweise begründet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Selbst bei ausreichender 
Begründung wäre aus den von der Vorinstanz angeführten Gründen (act. 28, a.a.O.) im Ergebnis 
nicht auf dieses Begehren einzutreten gewesen. 

Die übrigen Rechtsbegehren erfüllen die Anforderungen nach Art. 311 ZPO, so dass darauf 
grundsätzlich eingetreten werden kann. 

2. a) Die Rechtsmittelinstanz hat den angefochtenen Entscheid im Umfang der Anträge 
(Art. 315 Abs. 1 ZPO) im Rahmen der vorgetragenen Berufungsgründe mit voller Kognition 
komplett neu zu beurteilen (GEHRI in GEHRI/JENT-SORENSEN/SARBACH, ZPO Kommentar, 
2. Aufl. 2015, Art. 310 N. 3). Sie kann eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten 
entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO). Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen 
Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird. 

b) In ihrer Berufungsschrift vom 31. Oktober 2016 beantragen die Berufungskläger die von 
ihnen genannten Beweismittel, insbesondere die Zeugen, seien gestützt auf Art. 316 Abs. 3 ZPO 
abzunehmen (Ziff. III/3, S. 8). Ein entsprechender Antrag wurde bereits im vorinstanzlichen 
Verfahren gestellt (allerdings Rückzug bzgl. eines Zeugen, vgl. act. 22, S. 7). Dazu hielt die 
Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 13. Juli 2016 (act. 28, Ziff. 3.7.2, S. 13) fest, dass die 
Geschehnisse rund sieben Jahre zurückliegen würden, was präzise und wahrheitsgetreue 
Aussagen als unzuverlässig erscheinen liesse. Dies umso mehr als die Beklagten ausgeführt 
haben, dass sämtliche an der Sanierung ihrer Liegenschaft beteiligten Unternehmer in dieser 
Weise, d.h. meist in bar, bezahlt worden seien. Die Vorinstanz erachtete es in der Folge als 
unmöglich und äusserst zweifelhaft, dass sich Zeugen unter diesen Umständen und nach mehr als 
sieben Jahren noch an vereinzelte, konkrete Geldtransaktionen in Zusammenhang mit erwähnter 
Sanierung präzise erinnern könnten. Zudem seien die Aussagen mit äusserster Zurückhaltung zu 
gewichten, da die angerufenen Zeugen aus dem familiären Umfeld der Beklagten stammen 
würden. Die Vorinstanz gelangte unter Bezugnahme auf das Institut der antizipierten 
Beweiswürdigung als Ausfluss der freien Beweiswürdigung gemäss Art. 157 ZPO zum Schluss, 

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dass es seine Überzeugung aus der Aktenlage und den vorgenommenen Parteibefragungen 
gewinnen könne, weshalb es nicht auf die Abnahme weiterer Beweise angewiesen sei. 

c) Die Berufungskläger führen dazu aus, dass das Argument der Vorinstanz, wonach die 
Ereignisse zeitlich zu weit zurück lägen, als dass sich die Zeugen noch präzise erinnern könnten, 
unzutreffend sei. Einerseits sei eine Zeitspanne von ca. 6 - 7 Jahren nicht eine besonders lange 
Zeit und andererseits habe es sich um die Bezahlung von hohen Beträgen gehandelt, weshalb 
man sich daran durchaus zuverlässig erinnern könne. Dies gälte im Übrigen erst recht für die 
entscheidende Zahlung von CHF 12‘500.-, da diese erst im Oktober 2010 vorgenommen worden 
sei und es sich um die höchste Barzahlung handle (Berufung, Ziff. 3, S. 6). Ausserdem treffe es 
nicht zu, dass es sich bei den Zeugen um solche aus dem familiären Umfeld der Berufungskläger 
handle. So sei Herr I.________ ein früherer Bekannter der Berufungskläger, mit dem diese jedoch 
schon seit vielen Jahren kaum mehr Kontakt hätten. Er sei immerhin bei Zahlungen anwesend 
gewesen. Herr J.________ sei Mieter der Liegenschaft der Berufungskläger. Herr K.________ sei 
ein Nachbar der Berufungskläger gewesen und habe die Türen geliefert. Nur bei Frau L.________ 
handle es sich um die Tochter der Berufungskläger. Von einem Näheverhältnis, welche diese 
Personen als Zeugen befangen oder unglaubwürdig erscheinen lassen oder gar ausschliessen 
würde, könne folglich keine Rede sein. Es sei nicht nachvollziehbar, wie die Vorinstanz zur 
erwähnten Annahme gelangte. Es sei geradezu willkürlich, wenn im Entscheid die Behauptungen 
der Berufungskläger als „nicht rechtsgenügend belegt“ gewürdigt worden seien, nachdem alle von 
den Berufungsklägern offerierten Zeugen in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen worden 
seien. Weiter dürfe bei dieser Ausgangslage, was die Personalbeweismittel anbelange, nicht einzig 
auf das Parteiverhör abgestellt werden. Dies umso weniger, weil in der Entscheidbegründung von 
spärlichen Beweismitteln die Rede sei. Entsprechend sei das Beweisergebnis unrichtig und stehe 
im Widerspruch zu den Tatsachen, was zunächst eine unrichtige Beweiswürdigung bzw. 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts darstelle. Zudem bedeute es eine Verletzung des 
Rechts auf Beweis, des rechtlichen Gehörs der Berufungskläger sowie weiterer Garantien 
prozessualer Fairness (Art. 29 BV, Art. 6 EMRK). Aufgrund des unrichtigen Beweisergebnisses 
seien ferner die Bestimmungen des Werkvertragsrechts unrichtig angewendet worden. Die 
Verletzungen würden den Grad der Willkür erreichen (Art. 9 BV). 

d) Der Berufungsbeklagte weist in seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2017 darauf hin 
(Ziff. 4, S. 4), dass von einer willkürlichen oder mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts nicht die Rede sein könne, namentlich weil Herr I.________ nicht anwesend 
gewesen sein könne, da die angeblichen Barzahlungen nie stattgefunden hätten. Ausserdem habe 
Herr J.________ sich zwar zum Mietverhältnis geäussert, zum werkvertraglichen Aspekt könne er 
jedoch nichts beitragen. Herr K.________ sei zwischenzeitlich verstorben. 

e) Gemäss Art. 316 Abs. 3 ZPO hat die Rechtsmittelinstanz die Möglichkeit Beweise 
abzunehmen. Dadurch soll verhindert werden, dass jede zusätzliche Sachverhaltsabklärung 
zwingend die Rückweisung des Verfahrens an die erste Instanz zur Folge hat. Die 
Rechtsmittelinstanz kann nicht nur gemäss Art. 317 ZPO beantragte neue Beweise abnehmen, 
sondern auch solche, die bereits vor erster Instanz beantragt, von dieser jedoch nicht 
abgenommen wurden (BGE 138 III 374 E. 4.3). Eine Beweisführung kann im zweitinstanzlichen 
Verfahren zur Abklärung erheblicher und nach Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässiger Noven sowie zur 
Ergänzung der bisherigen Beweisgrundlage erforderlich sein (BK ZPO-STERCHI, Band II, 2012, 
Art. 316 N. 19 ff.). Ob die Rechtsmittelinstanz Beweise abnehmen will, steht in ihrem Ermessen. 
Die Bestimmung von Art. 316 Abs. 3 ZPO gibt dem Berufungskläger kein Recht darauf, dass das 
Beweisverfahren wieder eröffnet und Beweise abgenommen werden (BGE 142 III 413 E. 2.2.1; 
138 III 374 E. 4.3).

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f) In casu wurde die Abnahme der vorgebrachten Beweismittel bereits vor der Vorinstanz 
beantragt (allerdings Rückzug bzgl. eines Zeugen, vgl. act. 22, S. 7) und von dieser abgelehnt. Die 
Wiederaufnahme des Beweisverfahrens ist vorliegend nur dann zweckmässig, wenn die 
angebotenen Beweismittel zu einer Veränderung des Beweisergebnisses führen könnten bzw. 
wenn sie zur Ergänzung der bisherigen Beweisgrundlage taugen. Beweisthema ist im vorliegenden 
Verfahren einzig noch die Barzahlung der strittigen CHF 12‘500.-, da die beiden anderen 
Zahlungen von CHF 10‘000.- sowie CHF 5‘000.- nicht bestritten (der Berufungsbeklagte hat keine 
Anschlussberufung eingereicht) und solche Tatsachen nicht Beweisgegenstand sind (Art. 150 
Abs. 1 ZPO e contrario).

Soweit die Berufungskläger die Abnahme der von ihnen beantragten Beweise damit begründen, 
der Entscheid der Vorinstanz gründe auf „spärlichen Beweismitteln“ und bei den 
Personalbeweismitteln dürfe nicht einzig auf das Parteiverhör abgestellt werden (Berufung, Ziff. 3, 
S. 7), verkennen sie, dass solche Umstände vernünftigerweise nicht dazu führen können, dass das 
Gericht sämtlichen Beweisanträgen unbeschränkt stattgeben muss. Selbst wenn kaum 
Beweismittel vorliegen, lässt sich ein solcher Anspruch auch nicht aus dem Recht auf Beweis 
gemäss Art. 152 ZPO herleiten (HASENBÖHLER in SUTTER-SOMM/HASENBÖHLER/LEUENBERGER, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 152 N. 20 m.w.H.). Die 
Quantität der vorhandenen Beweismittel ist nicht entscheidend für die Meinungsbildung des 
Gerichts. 

Ein Recht auf Beweis besteht gemäss der genannten Bestimmung sodann sowieso nur hinsichtlich 
tauglicher Beweismittel. Um die Tauglichkeit von Beweismitteln beurteilen zu können, müssen die 
Beweise vorab gewürdigt werden. Die antizipierte Beweiswürdigung dient der effizienten 
Prozessführung und -erledigung, d.h. der Prozessbeschleunigung und Prozessökonomie. 
Während ein Teil der Lehre die antizipierte Beweiswürdigung grundsätzlich ablehnt, wird sie von 
einer gegenteiligen Lehrmeinung sowie vom Bundesgericht als zulässig bzw. nicht 
ausgeschlossen erachtet (HASENBÖHLER, Art. 152 N. 33). Die antizipierte Beweiswürdigung erlaubt 
dem Gericht, Beweismittel abzulehnen, wenn es in Würdigung der bereits erhobenen Beweismittel, 
d.h. in Anwendung von Art. 157 ZPO, zum Schluss kommt, weitere Beweismassnahmen 
vermöchten an seiner bereits feststehenden Überzeugung nichts mehr zu ändern. Mit der 
antizipierten Beweiswürdigung erfolgt folglich keine vorweggenommene Bewertung eines 
hypothetischen Beweisergebnisses, sondern die Würdigung der bereits abgenommenen 
Beweismittel (BGE 136 I 229 E. 5.3; 126 III 315 E. 4a; 125 I 430; 124 I 208 E. 4a; Urteil 
BGer 5A_796/2013 vom 17. März 2014 E. 6.1; BK ZPO-BRÖNIMANN, Art. 152 N. 59) Die 
antizipierte Beweiswürdigung darf allerdings nicht bloss auf allgemeiner Lebenserfahrung, 
allgemeinen tatsächlichen Vermutungen oder Indizien beruhen (BGE 115 II 305; Urteil 
BGer 4A_526/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 1.2.2). 

Liegt die Untauglichkeit des Beweismittels in dessen Natur und ist die Untauglichkeit somit 
objektiv, ergeben sich keine Probleme im Hinblick auf eine vorweggenommene Beweiswürdigung; 
eine Verweigerung der Beweisabnahme erscheint in solchen Situationen grundsätzlich als zulässig 
(HASENBÖHLER, Art. 152 N. 28; BK ZPO-BRÖNIMANN, Art. 152 N. 19 f.). Kritischer zu beurteilen ist 
die Ablehnung von Beweismitteln, soweit diese ihrer Natur nach zwar dazu geeignet sind, Beweis 
zu erbringen, das Gericht seine Beweiskraft im konkreten Fall jedoch negativ beurteilt, weil es die 
Beweisabnahme als unergiebig einschätzt. Diese sogenannte subjektive Untauglichkeit liegt 
beispielsweise vor, wenn das Gericht der Auffassung ist, dass seit dem zu beweisenden Ergebnis 
zu viel Zeit verflossen ist. Das Bundesgericht hat in gewissen Fällen bereits die Meinung vertreten, 
es dürfe auch auf die subjektive Untauglichkeit abgestellt werden (BK ZPO-BRÖNIMANN, Art. 152 
N. 20 mit Hinweis auf Urteil BGer 4P.143/2005 vom 18. August 2005 E. 2 m.w.H.). Für diese 

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Variante der antizipierten Beweiswürdigung besteht allerdings wenig Raum, sie kann nur zum 
Zuge kommen, wenn von den angebotenen Beweismittel zweifelsfrei keine Erkenntnisse zu 
erwarten sind (HASENBÖHLER, Art. 152 N. 29 f.).

g) Hinsichtlich des Antrags der Berufungskläger, den Zeugen K.________ zu befragen, gilt 
zu bemerken, dass dieser, wie vom Berufungsbeklagten vorgebracht, mittlerweile verstorben ist. 
Davon hatten die Berufungskläger bereits im Zeitpunkt der Sitzung vom 15. Juni 2016 Kenntnis 
(act. 22, S. 6), weshalb sie den diesbezüglichen Beweisantrag im vorinstanzlichen Verfahren 
zurückgezogen haben (act. 22, S. 7). Aus welchem Grund sie den Zeugen K.________ in ihrer 
Berufung dennoch erwähnen und dessen Befragung beantragen, erhellt nicht, ist die objektive 
Untauglichkeit dieses Beweismittels offensichtlich. Der entsprechende Beweisantrag ist folglich 
abzuweisen.

Soweit die Vorinstanz in vorweggenommener Würdigung davon ausgeht, dass auch die drei 
anderen Zeugen nicht zum Beweis taugen, kann ihr im Ergebnis beigepflichtet werden. Betreffend 
die Zeugin L.________ überzeugen die Ausführungen der Vorinstanz, wonach deren Aussage mit 
Zurückhaltung zu gewichten sei. Wie die Berufungskläger selbst anführen, handelt es sich dabei 
um ihre Tochter, sodass eine neutrale und unbefangene Aussage äusserst zweifelhaft erscheinen 
würde und der Beweiswert der Aussage gering wäre. Die Berufungskläger legen sodann auch 
nicht dar, inwiefern diesbezüglich vom Gegenteil auszugehen wäre. Selbst wenn zwischen der 
Zeugin und den Berufungsklägern kein Näheverhältnis bestehen würde, ist ihre Aussage nicht von 
hohem Wert, da es – insbesondere unter den von der Vorinstanz vorgebrachten Umständen – 
auch nach Ansicht des Appellationshofs höchst unwahrscheinlich ist, dass sich die Zeugin noch an 
die konkrete Geldübergabe von CHF 12‘500.- erinnern kann.

Gleiches gilt auch für die beiden anderen Zeugen I.________ und J.________. Der Vorwand der 
Berufungskläger, wonach die Zahlung erst im Oktober 2010 geleistet worden sein soll, tut dabei 
nichts zur Sache, da diese Zahlung mittlerweile ebenfalls mehr als 6 Jahre zurückliegt. Auch wenn 
die Zeugen die Behauptung der Berufungskläger bestätigen würden, wären deren Aussagen wenig 
glaubhaft bzw. mit grosser Vorsicht zu geniessen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es 
sich dabei um den höchsten Betrag gehandelt haben soll, der bar bezahlt wurde, da er nicht 
wesentlich vom ebenfalls bar bezahlten Betrag von CHF 10‘000.- abweicht. Im Übrigen wurde von 
den Berufungsklägern nicht dargelegt, wie hoch die Barbeträge waren, die sie den anderen 
Unternehmern bezahlt haben, weshalb auch in dieser Hinsicht durchaus eine Verwechslungs-
gefahr besteht. 

Mithin führen die Berufungskläger in ihrer Berufungseingabe bei keinem der genannten Zeugen 
konkret aus, aus welchen Gründen dieser bei der angeblichen Geldübergabe im Restaurant 
M.________ in N.________ (act. 2.4) anwesend gewesen sein soll. Dabei ist insbesondere zu 
erwähnen, dass sich die zu renovierende Liegenschaft in F.________ befindet und deshalb nicht 
klar ist, weshalb ein Mieter dieser Liegenschaft (J.________) bzw. ein früherer Bekannter der 
Berufungskläger (I.________) diese zur Geldübergabe nach N.________ begleitet haben sollen. 
Weiter ergibt sich aus den Ausführungen der Berufungskläger ebenfalls nicht eindeutig, ob die 
beiden Zeugen (bzw. sogar alle vier) im Zusammenhang mit der fraglichen Zahlung von 
CHF 12‘500.- allesamt anwesend gewesen sein sollen. 

Schliesslich muss berücksichtigt werden, dass die Vorinstanz die Abnahme weiterer Beweismittel 
auch deshalb abgelehnt hat, weil sie ihre Überzeugung bereits aus der Aktenlage und der 
Parteibefragungen gewinnen konnte (Entscheid, Ziff. 3.7.2, S. 13). Die Berufungskläger machen 
sodann vor der Rechtsmittelinstanz nicht geltend, dass die daraus gewonnen Erkenntnisse nicht 
zutreffend wären. Einzig hinsichtlich der Klagebeilagen 8-10 (act. 2.8-2.10) bringen sie vor, die 

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Ausführungen der Vorinstanz seien unrichtig. Denn entgegen der Auffassung der Vorinstanz 
würden sie die Behauptung der Zahlung weiterer CHF 27‘500.- nicht einzig auf eigene Aussagen 
stützen. Richtig sei vielmehr, dass auch weitere als die genannten Zahlungen aus den 
Klagebeilagen 8-10 hervor gehen würden (Berufung, Ziff. 3, S. 6). Dem kann vorliegend nicht 
gefolgt werden, da nicht ersichtlich ist und auch von den Berufungsklägern nicht ansatzweise 
dargelegt wird, woraus in den genannten Klagebeilagen die Bezahlung der streitigen Summe von 
CHF 12‘500.- erkennbar sein sollte. Neben den von der Vorinstanz abgehandelten 
Akontozahlungen von je CHF 10‘000.- und CHF 5‘000.- ergibt sich aus den erwähnten Unterlagen 
ebenfalls ein Betrag von CHF 23‘000.-. Ob es sich dabei um die Banküberweisung von 
CHF 25‘000.- handelt, die möglicherweise falsch belegt wurde oder ob es sich dabei um einen 
Zusammenzug eines anderen Betrages mit dem strittigen Betrag von CHF 12‘500.- handelt, kann 
nicht eruiert werden. Letzteres wird sodann von den Berufungsklägern nicht einmal behauptet. 
Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich demnach. 

h) Gestützt auf die genannten Erwägungen gelangt der Zivilappelationshof zum Schluss, 
dass die Vorinstanz zum richtigen Beweisergebnis gelangt ist und den rechtserheblichen 
Sachverhalt korrekt festgestellt hat. Die Vorinstanz hat die von den Berufungsklägern angebotenen 
Beweismittel in zulässiger Weise vorab gewürdigt, sofern sie nicht bereits aufgrund der Aktenlage 
und den übrigen Beweismitteln eine Überzeugung gewinnen konnte. Von einer willkürlichen 
Sachverhaltsfeststellung kann aufgrund des Gesagten nicht die Rede sein (vgl. dazu 
Ausführungen unter Ziff. 3c). Die zulässige antizipierte Beweiswürdigung verletzt ausserdem 
weder den Beweisanspruch gemäss Art. 152 Abs. 1 ZPO noch den Anspruch auf rechtliches 
Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Auch eine Verletzung von Art. 8 ZGB kann 
ausgeschlossen werden, denn diese Bestimmung knüpft stets an den Begriff und die Folgen der 
Beweislosigkeit an. Wenn das Gericht – wie vorliegend – in Würdigung von Beweisen zur 
Überzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, liegt eine 
Beweiswürdigung gerade vor, so dass die Rüge der Verletzung von Art. 8 ZGB gegenstandslos 
wird (BK ZPO-BRÖNIMANN, Art. 152 N. 55-63 m.w.H.). 

Insofern als die Berufungskläger die Beweisabnahme für das vorliegende Verfahren nochmals 
beantragen, ist festzustellen, dass im jetzigen Zeitpunkt noch weniger dafür spricht, das 
Beweisverfahren erneut zu öffnen, um Zeugen zu befragen. Denn von den insgesamt vier 
vorgeschlagenen Zeugen würde aufgrund der Umstände (Tod des Zeugen K.________, 
unbestrittenes Näheverhältnis zur Zeugin L.________) einzig noch die Befragung der beiden 
Zeugen I.________ und J.________ in Betracht kommen. Die Berufungskläger vermögen jedoch 
auch im Verfahren vor der Rechtsmittelinstanz nicht ausreichend darzulegen, weshalb die 
Befragung der vorgeschlagenen Zeugen zu einem anderen Beweisergebnis führen könnte. Der 
Beweisantrag der Berufungskläger ist folglich abzuweisen. 

3. a) Die Berufungskläger rügen den Umfang der werkvertraglich geschuldeten Arbeiten und 
somit sinngemäss die objektive Auslegung des Vertrages vom 4. Februar 2009 (act. 2.3) durch die 
Vorinstanz. Sie bringen vor, der Umstand, dass der Berufungsbeklagte ein Gipserei-, Malerei-, 
Isolierungs- und Fassadenbaugeschäft führe, sei kein Argument dafür, dass er keine umfassende 
Renovation schulde, da er Dritte bzw. Unterakkordanten hätte entsprechend beiziehen können. 
Eine weitergehende Argumentation zur objektiven Vertragsauslegung fehlt, womit die 
Berufungskläger nicht ausführlich auf die Beurteilung der Vorinstanz eingehen, welche ihren 
Entscheid nicht einzig auf diese Tatsache abstützt, sondern auch weitere Argumente aufführt, die 
für diese Auslegung sprechen. Ein wesentliches Element, das die Vorinstanz zu diesem Schluss 
geführt hat und auch vom Berufungsbeklagten vorgebracht wird (Stellungnahme vom 
9. Januar 2017, ad. 2, S. 2), ist die Tatsache, dass die Berufungskläger selbst andere 

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Unternehmen beigezogen haben, welche nicht Subunternehmer oder Unterakkordanten des 
Berufungsbeklagten gewesen seien. 

Soweit die unter diesem Punkt angeführte Rüge überhaupt als ausreichend begründet angesehen 
werden kann (vgl. dazu Ausführungen zu Ziff. 1c), kann den Berufungsklägern nicht gefolgt 
werden, wenn sie davon ausgehen, dass der Berufungsbeklagte als Generalunternehmer 
fungierte, was deren Darlegungen in der Berufungseingabe gewissermassen implizieren. 
Angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Gesamtsanierung im Umfang von ca. 
CHF 800‘000.- handelte (wie der Berufungskläger anlässlich der Sitzung vom 15. Juni 2016 
ausdrücklich zu Protokoll gab [act. 22, S. 7]), lässt auch die zwischen den Parteien vereinbarte 
Werklohnforderung nicht den Schluss zu, dass der Berufungsbeklagte zu einer umfassenden 
Sanierung verpflichtet gewesen wäre, da ihm dies zum vereinbarten Preis nicht hätte zugemutet 
werden können. Schliesslich bestehen die Berufungskläger darauf, dass eine „umfassende 
Sanierung bzw. Renovation“ geschuldet war, führen jedoch an keiner Stelle aus, was eine 
derartige Sanierung ihrer Ansicht nach konkret zu umfassen hatte. Diese Formulierung ist ähnlich 
unbestimmt wie die im Werkvertrag gewählte, weshalb sie – insbesondere im Zusammenhang mit 
der von den Berufungsklägern vorgebrachten angeblich fehlenden Fertigstellung des Werks (vgl. 
dazu Ziff. 3b) – ohnehin genauerer Ausführungen bedurft hätte, um daraus allfällige Ansprüche 
abzuleiten. Aus dem eingereichten Kontoauszug der Berufungskläger (act. 11.2) ist darüber hinaus 
deutlich ersichtlich, dass diese ihrerseits andere Unternehmer zugezogen haben, welchen sie 
grössere Geldsummen überwiesen haben. Folglich kann davon ausgegangen werden, dass die 
Berufungskläger selbst „die Fäden in der Hand hatten“ bzw. dass zumindest der 
Berufungsbeklagte nicht zu Arbeiten verpflichtet gewesen war, welche Maler- und Gipserarbeiten 
übersteigen. In diesem Sinne kann den Erwägungen der Vorinstanz zur objektiven 
Vertragsauslegung vollumfänglich gefolgt werden, weshalb die vorgenannte Rüge als unbegründet 
abzuweisen ist. 

b) In einem weiteren Punkt rügen die Berufungskläger, es könne entgegen dem Entscheid 
der Vorinstanz von einer verspäteten Mängelrüge bzw. von einer Verwirkung der Mängelrechte 
keine Rede sein, vielmehr seien die Mängelrügen rechtzeitig erfolgt (Berufung, Ziff. 3, S. 5). In 
diesem Zusammenhang sei hervorzuheben, dass der Fristenlauf für die Mängelrüge erst durch die 
Ablieferung des Werkes ausgelöst werde. Da der Berufungsbeklagte das Werk jedoch nicht 
vollständig bzw. ordnungsgemäss abgeliefert habe, sei diese Frist noch nicht ausgelöst worden, 
sodann hätten die Berufungskläger nicht einmal die Prüfungs- bzw. Rügeobliegenheit gehabt. 

Die Vorinstanz stellte in ihrem Entscheid fest, dass die Ablieferung des Werkes Ende August 2009, 
spätestens im September 2019 (sic, wohl 2009) stattgefunden habe (Ziff. 3.6.1, S. 10). Dabei stützt 
sie sich u.a. auf die Aussage des Berufungsklägers, welche dieser anlässlich der Sitzung vom 
15. Juni 2016 gemacht hat (act. 22, S. 5): 

„Wann die Bauabnahme durchgeführt wurde, kann ich nicht genau sagen. Es war frühestens 
Ende August, spätestens Ende September. Bei der Kontrolle hatte ich dem Kläger gesagt, 
dass gewisse Arbeiten noch ausstehend waren.“ 

Mit der in der Berufungseingabe gemachten Rüge, die Ablieferung sei nicht erfolgt, widerspricht 
sich der Berufungskläger (zur Terminologie vgl. Urteil BGer 4A_625/2015  vom 29. Juni 2016 
E. 4.2, nicht publ. in BGE 142 III 581, wonach die Abnahme aus Sicht des Bestellers der 
Ablieferung aus Sicht des Unternehmers entspricht). Diesen Widerspruch räumen die 
Berufungskläger jedoch nicht aus. Im Gegenteil setzen sie sich mit der Begründung des 
vorinstanzlichen Entscheides nicht auseinander, sondern bestreiten pauschal die Ablieferung des 

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Werkes. Auch belegen sie in keiner Weise ihre Behauptung, wonach sie dem Berufungsbeklagten 
mitgeteilt hätten, dass gewisse Arbeiten noch ausstehend seien. 

Unabhängig davon, ob der Verhandlungs- oder der Untersuchungsgrundsatz (Art. 55 ZPO) gilt, 
haben die Berufungskläger die Berufung zu begründen, mithin darzulegen, weshalb der 
angefochtene Entscheid falsch ist und deshalb abgeändert werden muss. Eine blosse Bestreitung 
der Ausführungen im angefochtenen Entscheid ohne Angabe von Gründen, welche einen anderen 
Entscheid nahelegen, genügt der Begründungspflicht nicht. Die Berufung kann daher nicht einzig 
mit der Wiederholung der bei der Vorinstanz gemachten, Vorbringen begründet werden (BGE 142 I 
93 E. 8.2; 138 III 374 E. 4.3.1; Urteil BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.2). Dies umso 
weniger als dass die Vorbringen in der Berufung den Ausführungen der Berufungskläger vor der 
Vorinstanz widersprechen. 

Aus diesem Grund erübrigen sich an dieser Stelle weitere materiell-rechtliche Ausführungen zur 
werkvertraglichen Ablieferung/Abnahme und der Entscheid der Vorinstanz ist in dieser Hinsicht zu 
bestätigen. Dies hat zur Folge, dass – wie die Vorinstanz zu Recht ausführt – die angeblichen 
Mängel von den Berufungsklägern erstmalig mit Schreiben vom 25. Februar 2013 (act. 2.6) 
vorgebracht und somit zu spät gerügt wurden, womit allfällige Ansprüche aus 
Sachmängelgewährleistung verwirkt sind. Dass die Berufungskläger bereits vor diesem Schreiben 
Mängelrüge erhoben hätten, bringen diese sodann in der Berufung nicht vor. Die Rüge, wonach 
die Mängelrüge rechtzeitig erfolgt sei bzw. die Mängelrechte nicht verwirkt seien, ist unbegründet 
und demnach abzuweisen.

Selbst wenn die Berufungskläger ihre Rüge substantiiert zu begründen vermocht hätten, kann 
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Abnahme auch stillschweigend dadurch 
erfolgen, dass das Werk gemäss seinem Zweck gebraucht wird (BGE 117 II 550 E. 4b/bb; 115 II 
456 E. 4; Urteil BGer 4A_401/2015 vom 8. Januar 2016 E. 2.1). Folglich kann davon ausgegangen 
werden, dass mit dem Einzug des Berufungsbeklagten im Mai 2009 bzw. mit der Eröffnung des 
Restaurants im Erdgeschoss (act. 28, S. 3) das Werk durch die Berufungskläger stillschweigend 
abgenommen wurde.

c) Sofern die Berufungskläger hinsichtlich der Bezahlung des Werklohns anführen, die 
Vorinstanz sei zu einem unrichtigen Beweisergebnis gelangt und habe die Beweisanträge zu 
Unrecht abgewiesen (Berufung, Ziff. 3, S. 7 f.) wird auf Ziff. 2 verwiesen. Das Gleiche gilt soweit 
sie ihr Recht auf Beweis (Art. 8 ZGB) sowie die Verletzung des rechtlichen Gehörs und weitere 
Garantien prozessualer Fairness (Art. 29 BV, Art. 6 EMRK) rügen (Berufung, Ziff. 3, S. 8). 

Unter dem gleichen Titel werfen sie der Vorinstanz vor, aufgrund des unrichtigen 
Beweisergebnisses die Bestimmungen des Werkvertragrechts unrichtig angewendet zu haben. Die 
Verletzungen würden sodann den Grad der Willkür (Art. 9 BV) erreichen. 

Wie bereits dargelegt, haben die Berufungskläger die Berufung ausreichend zu begründen. 
Vorliegend haben sie nicht einmal ansatzweise dargelegt, worin die falsche Rechtsanwendung 
bzw. die genannten Verletzungen bestehen, noch weniger haben sie ausgeführt, weshalb die 
Verletzungen den Grad der Willkür erreichen sollten. Mit den pauschalen Rügen bezüglich des 
Rechts auf Beweis, der Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Willkür sowie der Garantien der 
prozessualen Fairness kommen die Berufungskläger ihrer Begründungspflicht somit nicht nach. 
Aus diesem Grund erübrigen sich weitere Ausführungen dazu. 

d) Abschliessend machen die Berufungskläger geltend, nach dem Gesagten habe der 
Berufungsbeklagte von ihnen eine an den Werkpreis anzurechnende Zahlung von CHF 52‘500.- 

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erhalten. Soweit die Berufungskläger dem Berufungsbeklagten jemals etwas schuldig waren, 
hätten sie es damit bezahlt. Seinen Werklohn könne der Berufungsbeklagte nur insoweit fordern, 
als er das von ihm geschuldete Werk gehörig geleistet habe. In der von den Berufungsklägern 
auch bei der Rechtsmittelinstanz eingereichten Forderungsaufstellung machen diese von der 
Werklohnforderung deshalb Abzüge von CHF 18‘380.- für die angebliche Nicht- bzw. 
Schlechterfüllung sowie CHF 750.- für die Baureinigung geltend. Gemäss ihrer Aufstellung 
resultiert daraus im Ergebnis eine Forderung in der Höhe von CHF 1‘690.-, welche sie inkl. Zinsen 
zu 5% ab dem 1. Januar 2011 gegenüber dem Berufungsbeklagten geltend machen. Die 
Berufungskläger bringen dazu ebenfalls vor, sie hätten den Berufungsbeklagten immer wieder 
gemahnt und verweisen dazu auf die Klagebeilagen 5 und 6 (act. 2.5 und 2.6).

Die Vorinstanz äusserte sich zur widerklageweise geltend gemachten Forderung der 
Berufungskläger in ihrem Entscheid dahingehend, dass sich die beiden Rechtsbegehren der 
Berufungskläger sowie des Berufungsbeklagten gegenseitig ausschliessen würden. Aus diesem 
Grund gelangte sie zum Schluss, die Berufungskläger hätten im Grundsatz eine Verrechnung nach 
Art. 120 Abs. 1 OR geltend gemacht (act. 28, Ziff. 3.8.2, S. 15). Weiter führt die Vorinstanz aus, 
dass allfällige Sachmängelgewährleistungsrechte der Berufungskläger verwirkt seien, weshalb sich 
weitere Ausführungen zur geltend gemachten Forderung von CHF 1‘690.- erübrigen würden.

Wie bereits dargelegt, vertritt auch der Zivilappellationshof die Auffassung, dass die strittige 
Barzahlung der CHF 12‘500.- nicht erwiesen ist. Der Entscheid der Vorinstanz, wonach die 
Berufungskläger dem Berufungsbeklagten nach wie vor eine Werklohnforderung von CHF 29‘940.- 
schulden, ist deshalb nicht zu beanstanden. Auch bezüglich der Rechtzeitigkeit der Mängelrüge ist 
der Vorinstanz zu folgen, wonach sämtliche Ansprüche aus Sachmängelgewährleistung verwirkt 
sind (Ziff. 3b). Eine Verrechnung der Forderung des Berufungsbeklagten mit allfälligen Ansprüchen 
der Berufungskläger ist somit nicht möglich. 

Aus den genannten Gründen ist die von den Berufungsklägern vorgebrachte Rüge der Forderung 
aus Sachmängelgewährleistung abzuweisen. 

Selbst bei rechtzeitiger Mängelrüge und entsprechender Anspruchsgrundlage (Sachmängel-
gewährleistungsrechte) entbehrt es der geltend gemachten Forderung, wie vom 
Berufungsbeklagten in seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2017 (Ziff. 5, S. 4) dargelegt, jeglicher 
Beweisgrundlagen. Weder haben die Berufungskläger zu den geltend gemachten Beträgen von 
CHF 18‘380.- sowie CHF 750.- Belege eingereicht, noch haben sie diese aufgeschlüsselt und 
dargelegt, wie sie konkret berechnet wurden. Stattdessen gaben die Berufungskläger anlässlich 
der Sitzung vom 15. Juni 2016 sogar an, der Betrag stelle sich aus den geschätzten Mängeln 
zusammen und sei von ihnen ohne Beizug eines Unternehmers selbst berechnet worden (act. 22, 
S. 6). Die Forderung wäre somit unbegründet, weshalb das Begehren bereits aus diesem Grund 
abzuweisen wäre. 

4. Vorliegend sind die Berufungskläger mit ihren Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, 
weshalb ihnen als unterliegenden Partei die Prozesskosten des Berufungsverfahrens auferlegt 
werden (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 4‘000.- festgelegt (Art. 95 Abs. 2 
lit. b ZPO; Art. 19 Abs. 1 und 21 JR) und vom geleisteten Kostenvorschuss der Berufungskläger 
bezogen.

b) Die Parteikosten für das Berufungsverfahren sind vorliegend detailliert festzusetzen 
(Art. 105 Abs. 2 i.V.m. 96 ZPO, Art. 63 i.V.m. 65 ff. JR). Bei der detaillierten Festsetzung der als 

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Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare berücksichtigt das Gericht insbesondere die 
unter gewöhnlichen Umständen zur Führung des Prozesses notwendige Zeit und die auf dem 
Spiel stehenden Interessen (Art. 63 Abs. 3 JR). 

Vorliegend macht Rechtsanwalt Richard Waeber in seiner Kostenliste vom 10. März 2017 ein 
Betrag von CHF 1‘913.60 zuzüglich MwSt. geltend. Die Kostenliste wurde der Gegenpartei 
zugestellt, ohne dass diese dazu Stellung nahm. Unter Berücksichtigung namentlich des 
Schwierigkeitsgrades, der unter gewöhnlichen Umständen zur Führung des Prozesses 
notwendigen Zeit und der auf dem Spiel stehenden Interessen ist der beantragte Betrag nicht zu 
beanstanden. Die Berufungskläger haben dem Berufungsbeklagten damit eine Partei-
entschädigung in der Höhe von CHF 1‘913.60, zuzüglich MwSt. von 8%, insgesamt ausmachend 
CHF 2‘066.70, zu leisten.

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen soweit darauf einzutreten ist.

Das Urteil des Zivilgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2016 wird bestätigt.

II. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren, bestimmt auf einen Betrag von CHF 4‘000.-, 
werden A.________ und B.________ auferlegt und vom geleisteten Kostenvorschuss 
bezogen.

III. A.________ und B.________ haben C.________ eine Parteientschädigung von
CHF 2‘066.70, inkl. MwSt. zu CHF 153.10, zu bezahlen. 

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 29. März 2017/jko

Präsident Gerichtsschreiberin