# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2afda5ae-af94-57d3-ae30-86337fe46345
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.11.2015 100 2015 330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-330_2015-11-11.pdf

## Full Text

100.2015.330U
DAM/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 11. November 2015

Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
zzt. Anstalten Witzwil, Postfach 10, 3236 Gampelen
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern 
Migrationsdienst, Eigerstrasse 73, 3011 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 23. Oktober 2015; KZM 15 1381)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der nach Abklärungen der Behörden aus Gambia stammende A.________, 
geboren am ... 1988, reiste am 27. Dezember 2011 in die Schweiz ein und 
ersuchte gleichentags als Staatsangehöriger von Sierra Leone um Asyl. 
Das damalige Bundesamt für Migration (BFM; heute Staatssekretariat für 
Migration [SEM]) trat am 10. September 2014 auf das Asylgesuch nicht ein 
und wies A.________ aus der Schweiz weg. Zum Verlassen der Schweiz 
setzte es ihm eine Frist bis zum 10. Oktober 2014, die A.________ 
unbenutzt verstreichen liess. Nach einer Geldstrafe im Dezember 2014 
verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern mit Strafbefehl vom 
13. März 2015 wegen rechtswidrigen Aufenthalts zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von 15 Tagen, welche A.________ am 12. Oktober 2015 
antrat. Am 21. Oktober 2015 ordnete das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), auf das 
Strafende am 27. Oktober 2015 die Ausschaffungshaft an.

B.

Mit Entscheid vom 23. Oktober 2015 bestätigte das kantonale Zwangs-
massnahmengericht (ZMG) nach Durchführung einer mündlichen Verhand-
lung die Ausschaffungshaft bis am 26. Januar 2016.

C.

Hiergegen hat A.________ am 27. Oktober 2015 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit dem sinngemässen Antrag, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu entlassen. Mit 
Verfügung vom 3. November 2015 hat der Instruktionsrichter die Be-
schwerde den übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 12 Abs. 2 des Einführungsgesetzes 
vom 20. Januar 2009 zum Ausländer- und zum Asylgesetz [EG AuG und 
AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Ver-
fahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Seine Beschwerde mit dem sinngemäss 
gestellten Antrag auf Entlassung aus der Ausschaffungshaft genügt den 
herabgesetzten Begründungsanforderungen an Laieneingaben, wie sie 
insbesondere auf dem Gebiet der ausländerrechtlichen Zwangsmassnah-
men gelten (Art. 32 Abs. 2 VRPG; BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschli-
mann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15; 
BGE 122 I 275 E. 3b). Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

1.3 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

2.

Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger) 
Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige Behörde 
zur Sicherstellung des Vollzugs die ausländische Person in Ausschaffungs-
haft nehmen, wenn die Voraussetzungen von Art. 76 des Bundesgesetzes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 4

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; 
SR 142.20) erfüllt sind. Dabei muss einer der in Art. 76 Abs. 1 AuG ge-
nannten Haftgründe bestehen und der Vollzug der Wegweisung mit dem 
nötigen Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 
AuG). Die Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem Verhältnis-
mässigkeitsprinzip ergebenden Erfordernissen zu genügen (Art. 36 Abs. 3 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des 
Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), es darf kein Haftbeendigungsgrund vorlie-
gen (Art. 80 Abs. 6 AuG) und es ist die maximal zulässige Haftdauer zu 
beachten (Art. 79 AuG). Die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der 
Haft sind gemäss Art. 80 Abs. 2 AuG spätestens nach 96 Stunden durch 
eine richterliche Behörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu über-
prüfen.

3.

3.1 Das BFM trat am 10. September 2014 auf das Asylgesuch des Be-
schwerdeführers nicht ein und wies ihn auf den 10. Oktober 2014 aus der 
Schweiz weg. Diese Verfügung ist am 19. September 2014 unangefochten 
in Rechtskraft erwachsen (vgl. Asylentscheid vom 10.9.2014; ZEMIS-Aus-
zug, unpag. Haftakten ZMG). Somit liegt ein rechtskräftiger Wegweisungs-
entscheid im Sinn von Art. 76 Abs. 1 AuG vor, dessen Vollzug mit der Aus-
schaffungshaft sichergestellt werden kann. – Der Beschwerdeführer bringt 
vor, er könne nicht nach Gambia zurückkehren, da er an Leib und Leben 
gefährdet sei und damit rechnen müsse, getötet zu werden. Gegenstand 
des Haftprüfungsverfahrens bildet aber regelmässig bloss die Recht-
mässigkeit der Administrativhaft und nicht auch der Wegweisung. Nur wenn 
ein Wegweisungsentscheid geradezu willkürlich bzw. nichtig erscheint, 
kann die Haftgenehmigung wegen dessen Mangelhaftigkeit verweigert wer-
den, da der Vollzug einer in diesem Sinn rechtswidrigen Anordnung nicht 
mit einer ausländerrechtlichen Zwangsmassnahme sichergestellt werden 
darf (vgl. etwa BGE 130 II 377 E. 1, 128 II 193 E. 2.2; VGE 2015/281 vom 
7.10.2015, E. 3.2). Solche Mängel des asylrechtlichen Verfahrens sind im 
vorliegenden Fall weder ersichtlich noch geltend gemacht. Insbesondere 
vermag der Beschwerdeführer den Wegweisungsentscheid nicht mit dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 5

Hinweis in Frage zu stellen, ursprünglich aus Sierra Leone zu stammen, 
zumal die gambischen Behörden ihn als Staatsangehörigen anerkannt und 
ihm ein Laissez-Passer ausgestellt haben (Schreiben SEM vom 29.7.2015, 
unpag. Haftakten ZMG; vgl. BGer 2C_722/2015 vom 29.10.2015, E. 2.2). 
Abgesehen davon gelangte das BFM zum Schluss, es lägen keine An-
zeichen vor, wonach der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach 
Gambia einer Strafe oder einer unzulässigen Behandlung gemäss Art. 3 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) ausge-
setzt wäre (Asylentscheid vom 10.9.2014 S. 2 f., unpag. Haftakten ZMG).

3.2 Das ZMG hat den Haftgrund der (tatsächlichen) Untertauchens-
gefahr (Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und 4 AuG) als gegeben erachtet.

3.2.1 Eine Untertauchensgefahr liegt nach dem Gesetzestext vor, wenn 
konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass die betroffene Person sich der 
Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sie der Mitwirkungspflicht 
nach Art. 90 AuG sowie Art. 8 Abs. 1 Bst. a oder Abs. 4 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) nicht nachkommt (Ziff. 3) oder wenn 
ihr bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie sich behördlichen 
Anordnungen widersetzt (Ziff. 4). Ob eine derartige Untertauchensgefahr 
vorliegt, muss aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt 
werden. Neben den ausdrücklich genannten Fällen der Mitwirkungspflicht-
verletzung ist sie auch dann zu bejahen, wenn die betroffene Person be-
reits einmal untergetaucht ist, durch unglaubwürdige und widersprüchliche 
Angaben die Vollzugsbemühungen zu erschweren versucht oder sonst klar 
zu erkennen gibt, dass sie nicht bereit ist, in ihre Heimat zurückzukehren 
bzw. auszureisen. Für eine Untertauchensgefahr spricht sodann, wenn die 
betroffene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat 
oder mittellos ist (BGE 140 II 1 E. 5.3 [Pra 103/2014 Nr. 34], 130 II 56 
E. 3.1; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3).

3.2.2 Der Beschwerdeführer hat die Anordnung des BFM vom 10. Sep-
tember 2014, die Schweiz bis zum 10. Oktober 2014 zu verlassen, nicht 
befolgt. Er wurde deswegen zweimal wegen rechtswidrigen Aufenthalts in 
der Schweiz verurteilt (Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 
21.10.2015, unpag. Haftakten ZMG). Zudem hat er sich nicht – wie 
während des Gesprächs vom 7. November 2014 vereinbart – bei der Rück-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 6

kehrberatung gemeldet (vgl. Haftanordnung MIDI vom 21.10.2015 S. 2; 
Protokoll Gespräch vom 7.11.2014, unpag. Haftakten ZMG).

3.2.3 Seinen Entschluss, dem Wegweisungsentscheid keine Folge zu 
leisten und nicht in sein Heimatland zurückzukehren, hat der Beschwer-
deführer mehrfach bekräftigt. Der Hinweis, sein Heimatland sei ursprüng-
lich Sierra Leone, hilft ihm nicht, zumal er auch dorthin nicht ausreisen 
möchte (vgl. Verhandlungsprotokoll ZMG vom 22.10.2015 S. 2, unapg. 
Haftakten ZMG). Der Beschwerdeführer wurde zwecks Feststellung seiner 
Nationalität am 28. Juli 2015 einer gambischen Delegation vorgeführt, die 
ihn als Staatsangehörigen von Gambia anerkannte und die Ausstellung 
eines Laissez-Passer zusicherte (vgl. vorne E. 3.1). Ebenfalls unbehelflich 
ist sein Wunsch, wenn er nicht hier bleiben könne, nach Spanien verbracht 
zu werden. Da die Schweiz zwischenstaatlich nicht bewusst zu einer illega-
len Einreise in einen Drittstaat Hand bieten darf und völkerrechtlich einzig 
der Heimatstaat verpflichtet ist, seine Staatsbürgerinnen und -bürger zu-
rückzunehmen (BGE 133 II 97 E. 4.2.2), muss, wer in ein anderes Land 
ausreisen möchte, nachweisen, die Voraussetzungen für eine recht-
mässige Einreise in den Drittstaat zu erfüllen (vgl. Andreas Zünd, in 
Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, Art. 69 AuG N. 6). 
Der Beschwerdeführer wurde als gambischer Staatsangehöriger anerkannt, 
weshalb eine feste Ausreisemöglichkeit gegeben ist. Inwiefern er recht-
mässig nach Spanien ausreisen könnte, belegt er hingegen nicht.

3.2.4 Schliesslich wurde der Beschwerdeführer straffällig und unter ande-
rem wegen Verstosses gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung verurteilt 
(Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 21.10.2015, unpag. 
Haftakten ZMG). Im Übrigen ist er mittellos und hat keinen festen Auf-
enthaltsort (Verhandlungsprotokoll ZMG vom 22.10.2015 S. 3; Erstbe-
fragung vom 12.1.2012 S. 4 f., unapg. Haftakten ZMG). Bei dieser Sach-
lage bestehen hinreichend konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich der 
Beschwerdeführer weiterhin gegen die Ausreise nach Gambia zur Wehr 
setzen und versuchen könnte unterzutauchen. Infolgedessen hat das ZMG 
eine Untertauchensgefahr nach Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 bzw. Ziff. 4 AuG 
zu Recht bejaht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 7

3.3 Die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft setzt ferner deren Ver-
hältnismässigkeit voraus, wobei namentlich den familiären Verhältnissen 
der inhaftierten Person und den Umständen des Haftvollzugs Rechnung zu 
tragen ist (Art. 80 Abs. 4 AuG). Es ist zudem zu prüfen, ob die ausländi-
sche Person hafterstehungsfähig ist (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.5.1). – Mit 
der Administrativhaft gilt es sicherzustellen, dass sich der Beschwerdefüh-
rer dem Wegweisungsvollzug nicht entzieht. Angesichts der festgestellten 
Untertauchensgefahr fallen mildere (Zwangs-)Massnahmen – wie beispiels-
weise eine regelmässige Meldepflicht bei den Migrationsbehörden (Art. 64e 
Bst. a AuG) – nicht in Betracht (vgl. dazu statt vieler VGE 2015/290 vom 
6.10.2015, E. 5.1 mit Hinweis auf die Richtlinie 2008/115/EG des Euro-
päischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über ge-
meinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung 
illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger [sog. «Rückführungsrichtlinie»; 
ABl. L 348 vom 24.12.2008 S. 98 ff.]). Andere Gründe, welche die Haft als 
unverhältnismässig erscheinen lassen könnten, liegen nicht vor. Der Be-
schwerdeführer hat ausser einer älteren Schwester, die in Gambia lebt, 
keine Verwandten (Erstbefragung vom 12.1.2012 S. 5, unpag. Haftakten 
ZMG). Ebenso wenig verfügt er über familiäre Bindungen in der Schweiz. 
Nach eigenen Angaben fühlt er sich zurzeit gesundheitlich wohl. Zwar habe 
er wegen seiner aussichtslosen Situation versucht, sich das Leben zu 
nehmen; er sei aber in ein Spital gebracht worden, wo man ihn mit 
Medikamenten behandelt habe. Weitere gesundheitliche Probleme macht 
er nicht geltend (Verhandlungsprotokoll ZMG vom 22.10.2015 S. 3). Sein 
Gesundheitszustand steht der Haft mithin nicht entgegen. Überdies be-
stehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Haftbedingungen den gesetz-
lichen Anforderungen nicht entsprechen würden. Sodann überschreitet die 
Haft die Dauer von sechs Monaten nicht (vgl. Art. 79 Abs. 1 AuG) und auch 
die konkret angeordnete Haftdauer von (vorläufig) drei Monaten ist nicht zu 
beanstanden.

3.4 Haftbeendigungsgründe sind weder geltend gemacht noch ersicht-
lich (Art. 80 Abs. 6 AuG). Schliesslich liegen keine Anzeichen vor, gemäss 
denen die Überstellung des Beschwerdeführers nach Gambia nicht in ab-
sehbarer Zeit möglich sein sollte. Die zuständigen Behörden haben für den 
18. November 2015 bereits einen Flug via Casablanca nach Banjul gebucht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 8

(eTicket vom 19.10.2015, unpag. Haftakten ZMG). Sollte der Beschwerde-
führer diesen Flug verweigern, würde er per Sonderflug nach Gambia zu-
rückgeführt werden (Haftanordnung MIDI vom 21.10.2015 S. 2, unpag. 
Haftakten ZMG). Demnach gibt es keine Hinweise, wonach die Behörden 
den Wegweisungsvollzug nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgen wür-
den (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AuG).

4.

Der Entscheid des ZMG vom 23. Oktober 2015 hält somit der Rechtskon-
trolle stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuwei-
sen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Mit Blick auf diesen Verfahrensausgang konnte auf die Durchführung eines 
Schriftenwechsels verzichtet werden.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2015, Nr. 100.2015.330U, 
Seite 9

Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern
- dem kantonalen Zwangsmassnahmengericht
- dem Staatssekretariat für Migration

und mitzuteilen:
- den Anstalten Witzwil

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.