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**Case Identifier:** 0519d6e4-f9ac-5ddd-8c0f-b472bcdbb3ac
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.04.2015 200 2013 1031
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1031_2015-04-21.pdf

## Full Text

200 13 1031 UV
GRD/PES/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. April 2015

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Matti 
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Basler Versicherung AG
Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2015, UV/13/1031, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1960 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war bei der ... angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnis-
ses bei der Basler Versicherungen AG (nachfolgend Basler bzw. Be-
schwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
sowie Berufskrankheiten versichert, als sie am 17. Juni 2012 mittags einen 
Zeckenbiss erlitt. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 17. Juli 2012 war 
sie in der Folge ab dem 12. Juli 2012 arbeitsunfähig (act. IIA 80).

Gemäss Arztzeugnis UVG des Hausarztes Dr. med. D.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 17. August 2012 leidet die Versi-
cherte seit dem Zeckenbiss nach eigenen Angaben an einem allgemeinen 
Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Druck auf den Augen so-
wie Fieber. Laborchemisch seien erhöhte Antikörper für FSME gefunden 
worden. Die Beschwerdeführerin sei seit dem 12. Juli arbeitsunfähig. Er 
rechne mit einem Fallabschluss Ende August (act. IIA 77).

Mit Versicherungsbericht vom 12. Dezember 2012 hielt Dr. med. 
D.________ fest, im Vordergrund stünden eine Leistungsintoleranz mit 
starker Lärmempfindlichkeit, Gleichgewichtsstörungen, Konzentrations-
störungen, Nachtschweiss, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen mit ver-
spanntem Schultergürtel und eine Lichtüberempfindlichkeit. An objektiven 
Befunden bestehe der entsprechende Laborbefund, welcher für eine FS-
ME-Infektion typisch sei. Die Versicherte komme ca. alle vier Wochen in 
seine Sprechstunde zur Beurteilung des Verlaufes, insbesondere der Ar-
beitsfähigkeit. Leider sei noch keine Verbesserung des Zustandes eingetre-
ten. Gegen das FSME-Virus gebe es keine Therapie. Es müsse der spon-
tane Verlauf abgewartet werden (act. IIA 74).

Nach Rücksprache mit ihrem beratenden Arzt (act. IIA 65) beauftragte die 
Basler in der Folge Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, mit ei-
ner gutachterlichen Untersuchung der Versicherten (act. IIA 61). Das ent-
sprechende Gutachten datiert vom 3. Juni 2013 (act. IIA 45 ff.).

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Mit Verfügung vom 5. Juni 2013 stellte die Basler gestützt auf dieses Gut-
achten ihre Leistungen per 9. Juni 2013 mangels Kausalität ein 
(act. IIA 43 f.).

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, am 8. Juli 2013 Einsprache mit den Anträgen, die Verfügung 
sei aufzuheben und die Kausalität zwischen ihren Beschwerden und dem 
Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 zu bejahen. Zur Klärung der Frage der Kau-
salität seien das MEDAS-Gutachten und die Krankengeschichte zusammen 
mit einem gezielten Fragenkatalog einem anerkannten Facharzt für Ze-
ckenkrankheiten zur Prüfung vorzulegen (act. IIA 26 – 29). 

Mit Eingabe vom 5. August 2013 (act. IIA 17 – 18) reichte Fürsprecher 
B.________ in Ergänzung zur Einsprache ein von ihm eingeholtes Akten-
gutachten vom 1. August 2013 (act. IIA 19 – 24) von Dr. med. F.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, zu den Akten.

Die Basler unterbreitete die Akten in der Folge ihrem beratenden Arzt 
Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, zur 
versicherungsmedizinischen Stellungnahme (Stellungnahme vom 16. Ok-
tober 2013; act. IIA 5 – 16). 

Mit Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2013 wies die Basler die Ein-
sprache ab. Die geltend gemachten Beschwerden seien mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht auf den am 17. Juni 2012 erlittenen Zeckenbiss 
zurückzuführen (act. IIA 1 – 4).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte, wiederum ver-
treten durch Fürsprecher B.________, am 21. November 2013 u.a. unter 
Beilage einer Stellungnahme von Dr. med. F.________ vom 6. November 
2013 (act. I 9) Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Rechtsbegehren, 
der Einspracheentscheid sei aufzuheben und der medizinische Sachverhalt 
von Amtes wegen durch Anordnung eines fachärztlichen Gutachtens abzu-
klären. Eventuell seien die Akten zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

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zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, unter Beilage einer 
erneuten versicherungsmedizinischen Stellungnahme von Dr. med. 
G.________ vom 19. Dezember 2013 (act. II 2) die Abweisung der Be-
schwerde.

Mit ergänzender Stellungnahme vom 10. März 2014 liess die Beschwerde-
führerin ein bei Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin sowie für Infektiologie FMH, eingeholtes Aktengutachten vom 
22. Januar 2014 (act. I 10) zu den Akten reichen. Gleichzeitig wurden die 
Rechtsbegehren dahingehend modifiziert, als neu nicht mehr eine weiter-
gehende Abklärung, sondern direkt eine Leistungszusprache über den 
9. Juni 2013 hinaus beantragt wird. Mit Eingabe vom 20. März 2014 liess 
die Beschwerdeführerin zudem noch eine Stellungnahme von Prof. 
Dr. med. H.________ vom 4. März 2014 zum Bericht von Dr. med. 
G.________ vom 19. Dezember 2013 nachreichen (act. I 12).

Mit Duplik vom 13. Mai 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin unter Bei-
lage eines in Kenntnis sämtlicher zwischenzeitlich eingegangener Berichte 
und Stellungnahmen erstellten neurologischen Aktengutachtens des Erst-
begutachters vom 1. Mai 2014 (act. II 3) unverändert die Abweisung der 
Beschwerde.

Im Rahmen von Schlussbemerkungen hielten die Parteien je an ihren An-
trägen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 21. Oktober 2013 (act. IIA 1 – 4). Streitig und zu prüfen ist die Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG im Zusammenhang mit ei-
nem Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 über den 9. Juni 2013 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Nach der 

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Rechtsprechung erfüllt ein Zeckenbiss sämtliche Merkmale dieses Unfall-
begriffs (vgl. BGE 122 V 230).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

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2.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spe-
zialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

Ein Parteigutachten besitzt nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht 
oder vom Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht 
eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen das Gericht, den von der 
Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend, 
zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schluss-
folgerungen des vom Gericht oder vom Versicherungsträger förmlich be-

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stellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen 
ist (BGE 125 V 351 E. 3c S. 354; SVR 2013 IV Nr. 40 S. 119 E. 2). 

2.5 Das Sozialversicherungsrecht kennt keinen allgemeinen Rechts-
grundsatz, wonach im Zweifelsfalle zugunsten der versicherten Person zu 
entscheiden sei. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die 
Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind 
(ZAK 1983 S. 260 E. 2b). Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs einer möglichen Ursache genügt es nicht, dass die andern in 
Betracht fallenden Ursachen als weniger wahrscheinlich erscheinen, son-
dern es ist auch bezüglich der am ehesten möglichen Ursache näher abzu-
klären, welche konkreten Gründe für die Kausalität zwischen dieser Ursa-
che und dem Krankheitsbild sprechen (Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG] vom 5. Dezember 2003, U 140/03, E. 2). Für 
den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b 
bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

3.

3.1 Dr. med. E.________ kam in seinem neurologischen Gutachten 
vom 3. Juni 2013 (act. IIA 45 – 58) aufgrund der Akten sowie der Ergebnis-
se seiner persönlichen Befragung und klinischen Untersuchung der Be-
schwerdeführerin zum Schluss, dass die Annahme einer frischen FSME-
Infektion nicht mit dem hinreichenden Grad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu begründen sei. Ein Zusammenhang mit dem Zeckenbiss 
vom 17. Juni 2012 sei allenfalls möglich, aber nicht überwiegend wahr-
scheinlich. Die angegebene Beschwerdesymptomatik mit Kopfschmerz, 
Nackenschmerz, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Konzentrations-
störungen sei in der dargestellten intensiven Form nicht durch objektive 
Befunde hinreichend begründbar. Es könne keine neurologische Diagnose 
mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Es liege ein Status 
nach möglicher Meningitis im Juli 2012 unklarer Genese vor, möglicherwei-

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se zeckenbissassoziiert, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche frische 
FSME-Infektion und keine überwiegend wahrscheinliche frische Borrelio-
seinfektion. Medizinisch-theoretisch lägen keine objektivierbaren organi-
schen Befunde vor, welche eine Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Die 
Laborbefunde zeigten eine Konstellation, wie sie mit einer alten, mit Immu-
nität einhergehenden früheren FSME-Infektion vereinbar sei. Der Laborbe-
fund vermöge keine frische FSME-Infektion zu belegen. Er weise bei 
gleichbleibendem Wert von 3.4/3.5 lgG bei negativ bleibenden lgM-Titern 
sehr viel wahrscheinlicher auf eine Immunität bei früher durchgemachtem 
FSME-Infekt hin. Betrachte man die Entwicklung der Beschwerdesympto-
matik, so gebe die Beschwerdeführerin insbesondere eine chronische an-
haltende Müdigkeit und rasche Ermüdbarkeit an, die nach ihren wiederholt 
erfragten Angaben aber völlig unverändert vormittags wie auch abends 
bestehe. 
Eine derartige Fatigue-Symptomatik ohne Variabilität über den Tag er-
scheine ausgesprochen ungewöhnlich. Üblicherweise komme es bei einer 
organisch begründeten Fatigue-Symptomatik im Tagesverlauf zu einer 
deutlichen Zunahme der Müdigkeit, was die Beschwerdeführerin aber ex-
plizit verneine. Betrachte man die Ergebnisse des durchgeführten Sym-
ptomvalidierungstests, so falle ein deutlich pathologisches, deutlich verzö-
gertes Reaktionsverhalten auf, was als Hinweis für eine mangelhafte An-
strengungsbereitschaft bzw. reduzierte Motivation gewertet werden müsse, 
zumal der Test üblicherweise auch von schwer hirngeschädigten Personen 
gut bewältigt werde. Während der gesamten Anamnese hätten sich keiner-
lei Einschränkungen in der Auffassungsgabe oder der Umstellungsfähigkeit 
gezeigt. Auch die Konzentration habe nicht nachgelassen und es sei zu 
keinen erkennbaren Fehlleistungen gekommen. Das themenabhängig et-
was wenig modulierte und etwas matt wirkende Ausdrucksverhalten sei 
durchgehend in etwa gleicher Form erkennbar gewesen, ohne im Verlauf 
zuzunehmen, obwohl die Untersuchung abends von 16.30 bis nach 18.00 
Uhr durchgeführt worden sei. Die gesamte neurologische Untersuchung 
habe keinerlei Hinweis für ein organisch begründbares, zentral neurologi-
sches Defizit ergeben. Trotz angegebener Schwindelgefühle habe sich 
auch keinerlei Unsicherheit oder Ataxie bei der Koordination der Extre-
mitäten oder den Stand- und Gangproben gezeigt. Betrachte man das Ta-
gesprofil der Versicherten, so beschreibe sie eine sehr gute Fähigkeit zu 

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mehrfach täglichen Spaziergängen mit ihrem Hund von jeweils einer halben 
bis einer Stunde, die Besorgung des Haushaltes und die tägliche Durch-
führung ihrer einstündigen Morgengymnastik. Aus neurologischer Sicht 
bestünden keine Gesundheitsbeschwerden, die überwiegend wahrschein-
lich unfallkausal seien. Es seien keine objektivierbaren organischen Befun-
de festzustellen, welche eine Arbeitsunfähigkeit oder einen Anspruch auf 
eine 
Integritätsentschädigung begründen könnten. 

3.2 Mit Aktengutachten vom 1. August 2013 (act. IIA 19 – 24) hielt 
Dr. med. F.________ als Diagnose einen Status nach Meningoenzephalitis 
mit Restbeschwerden fest. Differentialdiagnostisch liege anamnes-
tisch/klinisch ein dringender Verdacht auf einen Status nach FSME vor. Ein 
konstant hoher FSME-Titer wie bei der Beschwerdeführerin schliesse eine 
frische FSME nicht aus, da der Wert ja erst einen Monat nach Beginn der 
Beschwerden erhoben worden sei. Auch seien die lgM-Titer als Zeichen 
einer frischen Infektion nach einem Monat häufig schon wieder negativ. 
Beachte man die Serologie isoliert (erhöhte lgG-Titer), so könne eine fri-
sche Infektion weder eindeutig diagnostiziert noch ausgeschlossen werden. 
Beurteile man die Titer aber unter Einbezug des Beschwerdebildes und der 
zeitlichen Verhältnisse (Zeckenstich in einem FSME-Hochrisikogebiet, ein 
für eine FSME zeitgerechtes Auftreten von Beschwerden, ein für eine FS-
ME-Meningoenzephalitis typischer zweizeitiger Symptomablauf, für eine 
Meningoenzephalitis typische Symptome und der Ausschluss anderer Ur-
sachen), so werde eine FSME überwiegend wahrscheinlich. 

3.3 Dr. med. G.________ hielt in seiner versicherungsmedizinischen 
Stellungnahme vom 16. Oktober 2013 (act. IIA 5 – 16) diesbezüglich fest, 
dass die Serologie bei der Beschwerdeführerin gegen einen frischen Infekt 
spreche. Sie lasse lediglich die Aussage zu, dass ein Kontakt zu FSME 
vorgelegen habe, welcher längere Zeit zurückliege. Für FSME sprächen 
der Aufenthalt in einem Risikogebiet sowie der Zeckenbiss. Die Prodromal-
phase mit grippeähnlichen Symptomen und anschliessend einer Meningitis 
bewiesen FSME nicht überwiegend wahrscheinlich, da dieser Verlauf auch 
bei anderen viralen Meningitiden vorkomme. Dr. med. E.________ habe 
hier korrekt versicherungsmedizinisch beurteilt, wonach eine durch den 

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Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 verursachte FSME zwar möglich, aber nicht 
überwiegend wahrscheinlich sei. 

3.4 In seiner Stellungnahme vom 6. November 2013 (act. I 9) hielt 
Dr. med. F.________ hierauf fest, es sei richtig, dass die Symptome der 
Patientin als unspezifisch beurteilt werden könnten. Auch sei richtig, dass 
für die aufgeführten Beschwerden eine breite Differentialdiagnose in Frage 
komme. Dr. med. G.________ unterscheide aber nicht zwischen Sympto-
matik und Verlauf. Für eine FSME typisch respektive spezifisch sei eine 
Zweizeitigkeit, die sich bei keiner anderen viralen Meningitis resp. Menin-
goenzephalitis finde. Bei der FSME sei der Verlauf wie folgt: Prodromalsta-
dium, beschwerdefreies (-armes) Zwischenstadium während Tagen, dann 
meningoenzephalitisches Stadium. Beurteile man den lgG-Antikörpertiter 
im zeitlichen Zusammenhang und im Verbund mit den anamnestischen 
Angaben und der Klinik sowie dem Verlauf, so sei eine durch den Zecken-
biss vom 17. Juni 2012 verursachte FSME überwiegend wahrscheinlich.

3.5 Mit erneuter versicherungsmedizinischer Stellungnahme vom 
19. Dezember 2013 (act. II 2) hielt Dr. med. G.________ fest, dass bei der 
Beschwerdeführerin kein zweigipfliger Verlauf dokumentiert sei und es sich 
somit erübrige, auf gutachterlicher Ebene darüber zu streiten, ob ein sol-
cher typisch oder spezifisch sei. Dass ein frischer oder kürzlich stattgefun-
dener Infekt mit FSME stattgefunden habe, sei eine reine Hypothese ohne 
Beweiskraft. Es sei zwar korrekt, dass ein lgM-Titer bei der FSME nach 
einem Monat wieder negativ sein könne. Dies stelle jedoch eine Ausnahme 
dar. Dass vorliegend zum Zeitpunkt der Akutphase mit Bild einer Meningitis 
kein lgM-Nachweis serologisch habe dokumentiert werden können, spre-
che gegen einen frischen Infekt mit FSME. Die Fakten vermöchten eine 
FSME lediglich als möglich zu klassifizieren, jedoch nicht als überwiegend 
wahrscheinlich und schon gar nicht als gesichert. Dabei verwies er mehr-
fach auf die Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Deutschen Gesell-
schaft für Neurologie zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

3.6 In seinem Aktengutachten vom 22. Januar 2014 (act. I 10) hielt Prof. 
Dr. med. H.________ fest, dass eine FSME nur nach einem Zeckenbiss 
auftrete. Allerdings sei auch möglich, dass der Zeckenbiss vom 17. Juni 
2012 bei der Beschwerdeführerin nicht zu einer Infektion geführt habe und 

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somit nicht mit der folgenden Krankheit kausal in Zusammenhang stehe 
und dass nach dem Zeckenbiss in der Folge „zufällig“ eine andere virale 
oder bakterielle Erkrankung die Symptomatik verursacht habe. Das gesam-
te Muster der Symptome, des klinischen Verlaufs, des Langzeitverlaufs und 
das Auftreten der Symptomatik nach einem klar dokumentierten Zecken-
biss, der innerhalb der bekannten Inkubationszeit auch ärztlich dokumen-
tiert sei, machten eine FSME im Vergleich mit den anderen Differentialdia-
gnosen jedoch überwiegend wahrscheinlich (act. I 10). Zur Stellungnahme 
von Dr. med. G.________ vom 19. Dezember 2013 hielt er zusammenfas-
send fest, dass dieser insofern recht habe, als dass im Falle der Be-
schwerdeführerin ganz entscheidende Elemente zum Beweis einer siche-
ren FSME fehlten. Er liege aber bei vielen Argumenten falsch und verstehe 
die Guideline der Deutschen Gesellschaft für Neurologie falsch oder zitiere 
sie nicht vollständig. Diese Leitlinien seien eine klinische Guideline, die 
patientenorientiert sei und nicht primär ein Papier, welches ausgelegt sei, 
um strittige Fälle juristisch lösen zu können (vgl. act. I 12 S. 4).

3.7 In seinem Aktengutachten vom 1. Mai 2014 (act. II 3) hielt Dr. med. 
E.________ fest, zusammenfassend müsse unter besonderer Berücksich-
tigung der verschiedenen, völlig atypischen Phänomene davon ausgegan-
gen werden, dass der Beweis einer in den letzten Jahre stattgefundenen 
FSME nach den geltenden wissenschaftlichen Kriterien nicht möglich sei. 
Zu keinem Zeitpunkt hätten in der Vergangenheit meningitische Verände-
rungen, Bewusstseinsstörungen, veränderte Sehnenreflexe, Paresen, re-
produzierbare Sensibilitätsstörungen, Nystagmen, Schluckstörungen, 
Atemstörungen, Muskelzuckungen oder epileptische Krampfanfälle beob-
achtet oder beschrieben werden können. Bei der Beschwerdeführerin fehl-
ten typische und spezifische Störungen der bewegungsbezogenen Funkti-
onen sowie – abgesehen von atypischen (vieldeutigen) Schmerzen – 
Störungen der Sinnesfunktionen. Auch hätten keine Störungen der menta-
len Funktionen reproduzierbar belegt und glaubhaft gemacht werden kön-
nen. Der atypische Verlauf, die atypische serologische und klinische Be-
fundkonstellation mit völlig unspezifischer Symptomatik berechtigten somit 
weder wissenschaftlich noch versicherungsmedizinisch zur hinreichend 
plausiblen Annahme einer abgelaufenen akuten FSME mit chronischen 
Auswirkungen. Es könne allenfalls die mögliche Verdachtsdiagnose einer 

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stattgehabten leichten FSME-Infektion diskutiert werden, ein Beweis mit 
dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei jedoch weiterhin nicht 
möglich.

4.

4.1 Das Gutachten von Dr. med. E.________ vom 3. Juni 2013 
(act. IIA 45 – 58) erfüllt sämtliche der unter Erwägung 2.4 hiervor genann-
ten, von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen gestellten Anfor-
derungen. Es ist im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, beruht 
auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, 
ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begrün-
det. Dem Gutachten ist somit grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die Beurteilung durch Dr. med. 
E.________, wonach der Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 bei der Beschwer-
deführerin nur möglicherweise, aber nicht überwiegend wahrscheinlich zu 
einer FSME geführt und damit die von der Beschwerdeführerin geklagten 
Beschwerden ausgelöst hat, ist schlüssig und nachvollziehbar. Von den 
Privatgutachtern Dr. med. F.________ und Prof. Dr. med. H.________ 
werden in ihren Aktengutachten und Stellungnahmen keine Aspekte be-
nannt, die von Dr. med. E.________ unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
wären, wie sich insbesondere auch aus dessen Aktengutachten vom 1. Mai 
2014 (act. II 3) ergibt. In diesem Aktengutachten, das Dr. med. E.________ 
in Kenntnis sämtlicher in der Zwischenzeit ergangener Stellungnahmen 
bzw. Privatgutachten erstattet hat, legt er erneut in überzeugender Weise 
dar, weshalb nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegan-
gen werden kann, dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit 
dem geklagten Zeckenbiss tatsächlich eine FSME durchgemacht hat. Sei-
ner Beurteilung ist dabei erhöhtes Gewicht beizumessen, da Dr. med. 
E.________ die Beschwerdeführerin als einziger persönlich untersucht hat 
und er zudem als einziger der Gutachter Facharzt für Neurologie ist, was 
zur Beurteilung einer FSME – welche eine neurologische Erkrankung dar-
stellt – nicht unbedeutend ist. Wie Dr. med. E.________ schlüssig darlegt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2015, UV/13/1031, Seite 14

ist eine durch den Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 verursachte frische FS-
ME-Infektion aufgrund der gesamten Umstände möglich, aber nicht über-
wiegend wahrscheinlich. An dieser Beurteilung würde sich entgegen der 
Meinung von Prof. Dr. med. H.________ selbst dann nichts ändern, wenn 
man mit ihm davon ausginge, dass eine durch den Zeckenbiss vom 17. Ju-
ni 2012 verursachte frische FSME-Infektion wahrscheinlicher sei, als die 
zahlreichen anderen möglichen Ursachen für die von der Beschwerdefüh-
rerin geklagten unspezifischen Beschwerden (vgl. E. 2.5 hiervor). Eine fri-
sche FSME-Infektion wäre gemessen an den zahlreichen anderen mögli-
chen Ursachen damit immer noch nicht überwiegend wahrscheinlich. Die 
Beschwerdegegnerin hat nach dem Dargelegten einen Kausalzusammen-
hang zwischen den von der Beschwerdeführerin nach wie vor geklagten 
Beschwerden und dem Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 zu Recht verneint. 
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober 2013 
ist nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als unbe-
gründet abzuweisen.

4.2 Es bleibt darauf hinzuweisen, dass selbst wenn man davon ausgin-
ge, dass mit dem Zeckenbiss vom 17. Juni 2012 eine frische Infektion mit 
dem FSME-Virus stattgefunden hätte, der Einspracheentscheid der Be-
schwerdegegnerin vom 21. Oktober 2013 im Ergebnis nicht zu beanstan-
den wäre. Gegen das FSME-Virus gibt es unstrittig keine Behandlung 
(act. IIA 74, 22, 9). Zudem lagen im Zeitpunkt des Fallabschlusses durch 
die Beschwerdegegnerin gemäss dem schlüssigen Gutachten von Dr. med. 
E.________ (vgl. E. 3.1 hiervor) bei der Beschwerdeführerin keine objekti-
ven Befunde mehr vor, die eine Arbeitsunfähigkeit oder einen Anspruch auf 
eine Integritätsentschädigung begründen könnten. Etwas Gegenteiliges 
wird auch von den Privatgutachtern nicht geltend gemacht und kann auf-
grund des unbestritten gebliebenen aktiven Tagesablaufs der Beschwerde-
führerin (vgl. act. IIA 54 sowie E. 3.1 hiervor) nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Eine Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin über den 9. Juni 2013 hinaus wäre 
somit auch diesfalls zu verneinen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2015, UV/13/1031, Seite 15

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unterlie-
gende Beschwerdeführerin noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.