# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 800527b9-0440-564f-8d4b-2942429d2925
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.04.2010 C-18/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-18-2010_2010-04-21.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-18/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A p r i l  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______
vertreten durch Advokat Guido Ehrler, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Revisionsgesuch, Verfügung vom 10. November 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-18/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: IV-
Stelle)  dem  am  _______ geborenen  X._______  (nachfolgend:  Be-
schwerdeführer),  portugiesischer  Staatsangehöriger,  mit  Verfügung 
vom 24. Juni 2008 (ersetzt Verfügung vom 19. Januar 2005) eine halbe 
Invalidenrente vom 1. September 2002 bis 31. Dezember 2003 und ab 
1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zugesprochen hat (act. 7-8), 

dass die IV-Stelle mit  Schreiben vom 4. November 2008 ein Renten-
revisionsverfahren  eröffnet  und  zur  Abklärung  des  Gesundheitszu-
standes  verschiedene  Arztberichte  (unter  anderem  das  Formular  E 
213 vom 20. März 2009 und vom 22. Juli 2009) eingeholt hat (act. 14),

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. August 2009 (act. 60) 
verschiedene Arztberichte (Bericht des Universitätsspitals vom 21. Mai 
2008, C._______ [act. 56], Bericht von Dr. L. N._______, Neurologe, 
vom 12. Juni 2009 [act. 59]) einreichen und eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes geltend machen liess, weshalb er Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente habe (act. 60),

dass  die  IV-Stelle  mit  Schreiben  vom  2. September  2009  Dr. 
M._______,  IV-Stellenarzt,  zur  Stellungnahme  zu  den  neu  ein-
gereichten Arztberichten aufgefordert hat (act. 61),

dass  Dr. M._______  –  insbesondere  in  Würdigung  der  Formulare  E 
213 vom 20. März 2009 und vom 22. Juli 2009 – einen unveränderten 
Grad der Erwerbsunfähigkeit festgestellt hat (vgl. Stellungnahme vom 
18. September 2009, act. 62), 

dass  die  IV-Stelle  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom 
28. September  2009  mitgeteilt  hat,  die  Überprüfung  des  Invaliditäts-
grades  habe  keine  anspruchsbeeinflussende  Änderung  ergeben, 
weshalb  weiterhin  Anspruch  auf  die  entsprechenden  Geldleistungen 
bestehe (act. 64),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  September  2009 
(eingegangen bei der IV-Stelle am 29. September 2009) einen radio-
logischen Bericht von Dr. P._______, Radiologe, vom 31. August 2009 
und einen Bericht von Dr. J._______, Orthopäde, vom 11. September 
2009 einreichen liess (act. 65-67), 

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dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. Oktober 2009 um 
Erlass  einer  beschwerdefähigen  Verfügung  ersucht  und  ausserdem 
erklärt  hat,  die  eingereichten  medizinischen  Akten  führten  neue 
Diagnosen rheumatologischer und orthopädischer Art auf, die im Be-
richt des ZMB vom 19. März 2004 noch nicht beurteilt worden seien, 
gemäss dem Bericht des Orthopäden sei dem Beschwerdeführer keine 
Erwerbstätigkeit  mehr zuzumuten,  weshalb die Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes per 1. Oktober 2005 festzusetzen sei (act. 68),

dass  die  IV-Stelle  mit  Verfügung  vom 10. November  2009  mitgeteilt 
hat,  es  bestehe  weiterhin  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente,  auf-
grund  der  neu  erhaltenen  Unterlagen  sei  festgestellt  worden,  dass 
nach wie vor eine dem Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit aus-
geübt  werden  könne,  dabei  könne  mehr  als  30%  des  Erwerbsein-
kommens erzielt  werden, das erreicht werden könne, wenn keine In-
validität vorläge (act. 69),

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. November 2009 um 
Akteneinsicht ersucht hat (act. 71), 

dass auf Aufforderung der IV-Stelle Dr. M._______, IV-Stellenarzt, am 
21. November 2009 Stellung zu den Arztberichten von Dr. P._______ 
vom 31. August 2009 und von Dr. J._______ vom 11. September 2009 
genommen  und  an  seiner  Stellungnahme  vom 18. September  2009 
festgehalten hat (act. 72),

dass der Beschwerdeführer,  vertreten durch Rechtsanwalt  G. Ehrler, 
mit  Eingabe  vom  4. Januar  2010  Beschwerde  beim  Bundesver-
waltungsgericht  einreichen und beantragen liess,  die Verfügung vom 
10.  November  2009  sei  aufzuheben,  ihm  sei  mindestens  ab  1. Juni 
2007 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, die IV-Stelle sei anzu-
weisen,  ihm  Akteneinsicht  mit  der  Möglichkeit  zur  anschliessenden 
Beschwerdeergänzung  zu  gewähren,  dass  der  Beschwerdeführer 
ausserdem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend gemacht 
hat, einerseits wegen mangelhafter Begründung der Verfügung (Art. 49 
Abs.  3  des  Bundesgesetzes  vom  6. Oktober  2000  über  den  All-
gemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  [ATSG,  SR  830.1]), 
andererseits wegen Verletzung des Akteneinsichtsrechts (Art. 47 Bst. a 
ATSG) (BVGer act. 1), 

dass der Beschwerdeführer ferner um unentgeltliche Rechtspflege er-
suchen liess,

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dass die Vorinstanz auf Aufforderung der Instruktionsrichterin mit Ein-
gabe  vom  8. Februar  2010  den  Zustellnachweis  der  angefochtenen 
Verfügung und die Vorakten eingereicht hat (BVGer act. 3), 

dass die Instruktionsrichterin nach Einsicht in die unnummerierten und 
ohne  Aktenverzeichnis  eingereichten  Akten  die  Vorinstanz  mit  Ver-
fügung vom 12. Februar 2010 aufgefordert hat, eine Vernehmlassung 
– vorerst beschränkt auf die Frage der Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs  durch  mangelhafte  Begründung  der  Verfügung  sowie  mangels 
Gewährung der Akteneinsicht – einzureichen (BVGer act. 4), 

dass die IV-Stelle mit  Vernehmlassung vom 12. März 2010 beantragt 
hat, dem Beschwerdeführer sei nachträglich die Akteneinsicht zu ge-
währen, anschliessend sei auf die Beschwerde materiell einzutreten,

dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt hat, 
das Akteneinsichtsgesuch des Beschwerdeführers vom 19. November 
2009 sei tatsächlich unbeachtet geblieben, weshalb sich der Einwand 
der  Verletzung  des  Akteneinsichtsrechts  gemäss  Art.  47  ATSG  als 
begründet  erweise,  gemäss  ständiger  bundesgerichtlicher  Recht-
sprechung würde jedoch an die Begründungsdichte von Verfügungen 
in der Massenverwaltung nicht so hohe Anforderungen gestellt, die IV-
Stelle  habe  diesen  Anforderungen  in  der  angefochtenen  Verfügung 
knapp  genügt  und  in  der  angefochten  Verfügung  zum Ausdruck  ge-
bracht,  dass  im  Rahmen  des  Rentenrevisionsverfahrens  keine  Ver-
änderungen  hinsichtlich  der  invaliditätsmässigen  Verhältnisse  fest-
gestellt werden konnten (BVGer act. 7), 

dass  im  Rahmen  der  Vernehmlassung  die  Vorinstanz  die  Akten 
nummeriert eingereicht hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  Art.  31  des  Bundes-
gesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht 
(Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit  Art. 
33  Bst. d  VGG und Art. 69  Abs. 1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20)  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 
59 ATSG beschwerdelegitimiert ist, 

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dass  dem  Beschwerdeführer  die  angefochtene  Verfügung  vom 
10. November 2009 gemäss Bestätigung der Schweizerischen Post am 
19. November 2009 zugegangen ist (act. 73), 

dass somit die am 4. Januar 2010 der Post übergebene Beschwerde in 
Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. Dezember 2009 bis 
und mit 2. Januar 2010 (Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG) fristgerecht beim 
Bundesverwaltungsgericht eingegangen ist (Art. 50 Abs. 1 VwVG; vgl.  
auch auch Art. 60 ATSG),

dass im Übrigen die Beschwerde formgerecht eingereicht worden ist,  
so dass darauf einzutreten ist (Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass  mit  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  gerügt 
werden kann, die angefochtene Verfügung verletzte Bundesrecht (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechts-
erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG),

dass  der  Beschwerdeführer  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs 
wegen nicht Gewährung der Akteneinsicht und mangelhafter Begrün-
dung der angefochtenen Verfügung geltend macht, 

dass die Verletzung des rechtlichen Gehörs formeller Natur ist und im 
Falle  einer  Anfechtung  grundsätzlich  zur  Aufhebung  der  Verfügung 
führt,  dies  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten  in  der  Sache  (PIERRE 
TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungs-
recht, 3. Aufl., Bern 2009, § 30 Rz. 41), 

dass  die  Beschwerdeinstanz  die  Sache  bei  einer  Verletzung  des 
rechtlichen  Gehörs  an  die  Vorinstanz  zurückweist,  damit  diese  das 
rechtliche Gehör der betroffenen Person gewährt und eine neue Ver-
fügung erlässt (BGE 125 I 113 E. 3),

dass gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG schriftliche Verfügungen grundsätz-
lich  immer  begründet  werden  müssen  (Art.  29  Abs.  2  der  Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999  [BV,  SR  101]  und  Art.  49  Abs.  3  ATSG,  vgl.  auch  ULRICH 
HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaats-
recht,  7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2008,  Rz. 838),  dass  gemäss 
bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  die  Begründungspflicht  ver-
hindern soll,  dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten 

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lässt,  und  es  dem  Betroffenen  ermöglichen,  die  Verfügung  gege-
benenfalls sachgerecht anzufechten; dass dies nur dann möglich ist, 
wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Trag-
weite des Entscheides ein Bild machen können; dass in diesem Sinn 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt  werden,  von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt 
(BGE 126 I 97 E 2b, BGE 124 V 180 E. 1a),

dass  aus  Inhalt  und  Funktion  des  Akteneinsichtsrechts  als  Teil  des 
Anspruchs auf rechtliches Gehörs folgt (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 
2. Aufl., Zürich 2009, Art. 47 Rz. 2), dass sämtliche beweiserheblichen 
Akten den Beteiligten gezeigt  werden müssen,  sofern  in  der  sie un-
mittelbar betreffenden Verfügung darauf abgestellt wird, dass sich das 
Akteneinsichtsrecht auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten bezieht, 
die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden, 

dass  demnach  die  Akteneinsicht  auch  zu  gewähren  ist,  wenn  die 
Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht 
zu beeinflussen vermag (BGE 132 V 387 E. 3),

dass das Recht auf Akteneinsicht wie das Recht, angehört zu werden, 
formeller Natur ist, dass die Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst 
zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führt (BGE 132 V 387 E. 
5), 

dass  im  vorliegenden  Fall  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung vom 10. November 2009 Art. 28 IVG und Art. 16 ATSG aufge-
führt und zur Begründung ausgeführt hat:

"Auf Grund der neu erhaltenen Unterlagen haben wir festgestellt, dass nach 
wie vor eine dem Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit ausgeübt werden 
könnte. Dabei könnte mehr als 30% des Erwerbseinkommens erzielt werden, 
das heute erreicht würde, wenn keine Invalidität vorläge."

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung jedoch nicht dar-
gelegt  hat,  auf  welche  ärztlichen  Unterlagen  sie  konkret  Bezug  ge-
nommen hat, sie ebenso keine Gründe angegeben hat, warum sie auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt  hat, 
und die angefochtene Verfügung ausserdem keinen Einkommensver-
gleich enthält, 

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dass ferner die Vorinstanz der angefochtenen Verfügung die Stellung-
nahme des IV-Stellenarztes, Dr. M._______, vom 18. September 2009 
nicht beigelegt hat, obwohl anzunehmen ist, dass die Vorinstanz ihre 
Verfügung  im  Wesentlichen  gestützt  auf  die  Stellungnahme  des  IV-
Stellenarztes erlassen hat, 

dass  der  Beschwerdeführer  ausserdem  mit  Eingabe  vom 
24. September 2009 (bei der IV-Stelle eingegangen am 29. September 
2009) weitere Arztberichte eingereicht hat (radiologischer Bericht von 
Dr. P._______ vom 31. August  2009 und orthopädischer  Bericht  von 
Dr. J._______ vom 11. September 2009), 

dass  die  IV-Stelle  diese Arztberichte  jedoch erst  mit  Schreiben vom 
12. November 2009 Dr. M._______, IV-Stellenarzt, und somit nach Er-
lass  der  angefochtenen  Verfügung  zur  Stellungnahme zugestellt  hat 
(act. 70), 

dass  die  Beurteilung  von  Dr.  M._______  vom  21. November  2009, 
worin der IV-Stellenarzt an der mit Stellungnahme vom 18. September 
2009  geäusserten  Beurteilung  festgehalten  hatte,  dem Beschwerde-
führer nicht zur Kenntnisnahme zugestellt worden ist,

dass  es  für  den  Beschwerdeführer  somit  nicht  nachvollziehbar  war, 
inwieweit  seine  Einwände  bzw.  neu  eingereichten  Arztberichte  ge-
würdigt worden waren, dass es ihm daher gegebenenfalls verunmög-
licht wurde, den Entscheid sachgerecht anzufechten,

dass  die  Vorinstanz  daher  ihrer  Begründungspflicht  nicht  nach-
gekommen ist, weshalb sie das rechtliche Gehör verletzt hat,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Anschluss  an  die  Verfügung  vom 
10. November  2009  die  Vorinstanz  mit  Eingabe  vom  19. November 
2009 um Akteneinsicht ersucht hat,

dass sich die versicherte Person nur dann wirksam zur Sache äussern 
und  geeignete  Beweise  führen  oder  bezeichnen  kann,  wenn  ihr  die 
Möglichkeit  eingeräumt wird,  die  Unterlagen einzusehen,  auf  welche 
sich  die  Behörde  bei  ihrer  Verfügung  gestützt  hat  (URS MÜLLER,  Das 
Verwaltungsverfahren  in  der  Invalidenversicherung,  Bern  2010,  § 24 
Rz 1428),

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dass die Vorinstanz das Akteneinsichtsgesuch des Beschwerdeführers 
nicht beachtet hat, weshalb sie auch in dieser Hinsicht das rechtliche 
Gehör verletzt hat, 

dass die Folgen der Verletzung des rechtlichen Gehörs – Verletzung 
der Begründungspflicht und nicht  Gewährung der Akteneinsicht  – zu 
prüfen sind,

dass  nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  eine  nicht  be-
sonders  schwerwiegende  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  aus-
nahmsweise als geheilt gelten kann, wenn der Betroffene die Möglich-
keit erhält,  sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl 
den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann, 

dass von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung selbst bei  
einer  schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann ab-
zusehen ist, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf 
und  damit  zu  unnötigen  Verzögerungen  führen  würde,  die  mit  dem 
Interesse  der  betroffenen  Partei  an  einer  beförderlichen  Beurteilung 
der Sache nicht zu vereinbaren wäre (BGE 132 V 387 E. 5.1), 

dass die Heilung eines allfälligen Mangels aber die Ausnahme bleiben 
soll,  da  es  nicht  der  Sinn  der  nach  der  Rechtsprechung  zulässigen 
Heilung des rechtlichen Gehörs sein kann, dass sich die Verwaltungs-
behörde  über  den  elementaren  Grundsatz  des  rechtlichen  Gehörs 
hinwegsetzt  und  darauf  vertraut,  dass  solche  Verfahrensmängel  in 
einem allfälligen Gerichtsverfahren behoben würden (vgl. hiezu auch 
MÜLLER, a.a.O., § 23 Rz 1334 und BGE 116 V 182), 

dass  vorliegend  festzustellen  ist,  dass  die  Vorinstanz  das  rechtliche 
Gehör mehrfach missachtet  hat,  dass diese Häufung von Rechtsver-
letzungen einen schwerwiegenden Verfahrensmangel darstellt, 

dass  es  nicht  Aufgabe  des  Bundesverwaltungsgerichts  sein  kann, 
durch  die  Vorinstanz  systematisch  begangene  Verfahrensmängel  im 
Beschwerdeverfahren zu heilen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungs-
gerichts  C-6034/2009  vom  20. Januar  2010  und  C-6355/2009  vom 
4. März 2010),

dass  deshalb  die  Beschwerde  teilweise  gutzuheissen  und  die  an-
gefochtene Verfügung aufzuheben ist, 

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dass  die  Sache  zum Erlass  einer  neuen  Verfügung  an  die  IV-Stelle 
zurückzuweisen und diese anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer vol-
le Akteneinsicht zu gewähren, die entscheidwesentlichen Erwägungen 
in  der  Beschwerdebegründung  aufzuführen  bzw.  dem  Beschwerde-
führer  die  entscheidwesentlichen  medizinischen  Berichte  zur  Kennt-
nisnahme zuzustellen, 

dass  bei  diesem  Verfahrensausgang  dem  obsiegenden  Beschwer-
deführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 e 
contrario VwVG),

dass der  anwaltlich  vertretene  Beschwerdeführer  Anspruch  auf  eine 
Parteientschädigung  hat  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m  Art.  7  des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] in 
der  Fassung  gemäss  Ziff.  I  des  Beschlusses  des  BVGer  vom 
20. August 2009, in Kraft seit 1. April 2010 [AS 2010 945]),

dass die Entschädigung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers 
mangels Einreichung einer Kostennote unter Berücksichtigung des ge-
botenen  und  aktenkundigen  Anwaltsaufwandes  auf  pauschal 
Fr. 1400.-- (inkl. Auslagen) festzusetzen und der Vorinstanz aufzuerle-
gen ist,

dass vorliegend keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (Art. 5 Bst. b des 
Bundesgesetzes  vom  2. September  1999  über  die  Mehrwertsteuer 
[Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 
Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE in der Fassung 
gemäss Ziff. I  des Beschlusses des BVGer vom 20. August  2009, in 
Kraft seit 1. April 2010 [AS 2010 945]),

dass  bei  diesem Verfahrensausgang  das  Gesuch  um unentgeltliche 
Rechtspflege als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  die  Verfügung  vom 
10. November  2009  wird  aufgehoben  und  die  Vorinstanz  wird  an-
gewiesen, das Verwaltungsverfahren im Sinn der Erwägungen durch-
zuführen und anschliessend neu zu verfügen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'400.-- 
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

4.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos 
abgeschrieben. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlassung 
der Vorinstanz vom 12. März 2010)

- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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