# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fadc0c0-a8a6-5b9e-9f4b-1385ac5cf4fa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.03.2010 E-1677/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1677-2010_2010-03-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1677/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

A._______
Eritrea,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublinverfahren); Verfügung des BFM 
vom 11. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1677/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  eriträischer  Staatsangehöriger  sein 
Heimatland eigenen Angaben zufolge am 8. Mai 2008 verliess und am 
26.  Juli  2008  nach  Lampedusa  (Italien)  gelangte,  wo  er 
daktyloskopisch erfasst und nach B._______ in ein Flüchtlingszentrum 
geschickt wurde, 

dass  er  sich  in  der  Folge  in  verschiedenen  italienischen  Städten 
aufgehalten  habe,  bis  er  am  27.  Dezember  2008  erstmals  in  die 
Schweiz einreiste, wo er gleichentags ein erstes Asylgesuch stellte, 

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er wolle in Eritrea nicht 
mehr  Militärdienst  leisten,  da  er  dies  bereits  mehrere  Jahre  getan 
habe, 

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass das BFM mit Verfügung vom 1. Juli  2009 - eröffnet am 24. Juli 
2009  -  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31) auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat, 
den  Beschwerdeführer  aus  der  Schweiz  nach  Italien  wegwies,  den 
Kanton Bern mit dem Vollzug der Wegweisungsverfügung beauftragte 
und  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine 
aufschiebende Wirkung,

dass das Bundesamt am 6. Juli 2009 die Ausschaffungshaft anordnete 
und der Beschwerdeführer am 28. Juli 2009 nach Italien ausgeschafft 
wurde,

dass der Beschwerdeführer am 5. August 2009 erneut von Italien her 
kommend unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz einreiste 
und gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum in C._______ 
ein zweites Mal um Asyl nachsuchte, 

dass  er  in  der  Folge  nach  Liechtenstein  gegangen  sei,  wo  er  am 
14. August 2008 ebenfalls ein Asylgesuch gestellt und drei Wochen in 
einem Flüchtlingslager in D._______ verbracht habe,

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dass er  am 8. September  2009 nach E._______ und anschliessend 
nach  F._______  gegangen  sei,  wo  er  unter  falscher  Identität  ein 
Asylgesuch  stellte  und  von  wo  man  ihn  am  17.  September  2009 
erneut nach C._______ transferierte, 

dass  er  dort  am  1.  Oktober  2010  befragt  wurde  und  die  gleichen 
Asylgründe wie beim ersten Asylgesuch geltend machte, 

dass  ihm  gleichentags  das  rechtliche  Gehör  zu  einem  allfälligen 
Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG sowie 
einer  damit  verbundenen  Wegweisung  nach  Italien  oder  nach 
Liechtenstein gewährt wurde,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  11. März  2010  –  eröffnet  am 
16. März 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das 
zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 5. August 2009 nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete, 

dass  das  Bundesamt  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte, 
die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf  der Beschwerdefrist  zu 
verlassen, den Kanton G._______ mit dem Vollzug der Wegweisungs-
verfügung beauftragte und festhielt, eine Beschwerde gegen diese Ver-
fügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass die Vorinstanz zur Begründung ausführte, der Beschwerdeführer 
habe  seinen  Aufenthalt  in  Italien  bestätigt,  zudem  sei  es  gemäss 
EURODAC - Treffer (Fingerabdruck) vom 27. Juli 2008 erwiesen, dass 
er an diesem Tag Lampedusa erreicht und dort ein Asylgesuch gestellt 
habe,

dass  Italien  gestützt  auf  das  "Abkommen  vom  26. Oktober  2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder in der Schweiz gestellten Asylantrags" sowie auf  das "Überein-
kommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island  und  dem  Königreich 
Norwegen  über  die  Umsetzung,  Anwendung  und  Entwicklung  des 
Schengen-Besitzstandes und über die Kriterien und Verfahren zur Be-
stimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  der 
Schweiz,  in  Island oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags"  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

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dass  die  italienischen  Behörden  das  Wiederaufnahmeersuchen  vom 
23. Oktober 2009 nicht innert Frist beantwortet hätten, und der Termin 
für die Stellungnahme laut Art. 20 Abs. 1 Bst. c  der Verordnung (EG) 
Nr. 343/2003  des  Rates  vom 18.  Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 
Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger 
eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  hat  (Dublin-II-Ver-
ordnung),  am  24.  November  2009  verfristet  sei,  weshalb  das  BFM 
davon  ausgehe,  Italien  stimme   der  Wiederaufnahme  des  Be-
schwerdeführers zu, 

dass  die  Rückführung  nach  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 19 Abs. 3 und 4 Dublin-II-VO) 
– bis spätestens zum 25. Mai 2010 zu erfolgen habe, 

dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt worden sei 
und er geltend gemacht habe, er habe in Italien keine Arbeit und kein 
Zuhause,

dass  indessen  diese  Aussagen kein Hindernis  für  eine  Wegweisung 
darstellen würden, weil Italien ein Rechtsstaat sei, 

dass  ausserdem die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des 
Vollzugs zu bejahen seien,

dass der Beschwerdeführer mit zwei Eingaben (deutsch und englisch) 
am  17. März 2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass er in der deutschsprachigen Eingabe in materieller Hinsicht die 
Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die  Rückweisung  zur 
materiellen Neubeurteilung an die Vorinstanz beantragte, 

dass  er  die  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um Gewährung  der 
aufschiebenden  Wirkung,  um  unverzügliche  Anweisung  an  die 
Vollzugsbehörden,  von  allfälligen  Vollzugsmassnahmen  abzusehen, 
um Verzicht auf die Auferlegung von Verfahrenskosten, um Beiordnung 
einer amtlichen Rechtsvertretung und um eine angemessene Nachfrist 
zur Beschwerdeergänzung ersuchte, 

dass  er  schliesslich  um  Befreiung  von  der  Kostenvorschusspflicht 
ersuchte, 

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dass  auf  die  Beschwerdebegründung  –  soweit  erforderlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Telefax  vom 18.  März  2010 
das H._______ anwies, bis zum definitiven Entscheid über das weitere 
Vorgehen von Vollzugshandlungen abzusehen, 

dass die Akten am 25. März 2010 beim Bundesverwaltungsgericht ein-
trafen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des  Asyls  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  der  Vorinstanz 
teilgenommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  gemäss 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG, wonach die Zuständigkeit der Schweiz für 
die  Durchführung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  abgelehnt 
wird, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich 
auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass sich der Beschwerdeführer gemäss den Akten, vor seiner ersten 
Einreise in die Schweiz rund fünf Monate in Italien aufgehalten hat, wo 
er gemäss EURODAC am 27. Juli 2008 daktyloskopisch erfasst wurde,

dass er aufgrund der vorinstanzlichen Verfügung vom 1. Juli 2009 am 
28.  Juli  2009  nach  Italien  ausgeschafft  wurde  und  sich  gemäss 
eigenen  Angaben  erneut  bei  den  italienischen  Behörden  gemeldet 
habe, die ihn in die Quästur nach Bari geschickt hätten,

dass er jedoch nicht dorthin gegangen sei, 

dass bei dieser Sachlage Italien für die Prüfung des Asylgesuchs des 
Beschwerdeführers zuständig ist (vgl. die einschlägigen staatsvertrag-
lichen Bestimmungen namentlich im Dublin-Assoziierungsabkommen, 
in  der  Dublin-II-VO und  in  der  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der 
Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen 
zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [Dublin-DVO]),

dass das  BFM die  italienischen Behörden am 23. Oktober  2009 um 
Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 16 Abs. 1 Bst. c 

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Dublin-II-VO ersuchte und diese die Frist zur Stellungnahme bis zum 
24.  November  2009  ungenutzt  verstreichen  liessen,  weshalb  ange-
sichts der Verfristung eine stillschweigende Zusage zur Wiederaufnah-
me des Beschwerdeführers gemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO 
vorliegt,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(vorliegend Italien) ausreisen kann, welcher für die Prüfung des Asy-
lantrages staatsvertraglich zuständig ist,

dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmenschli-
che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass entgegen den nicht weiter substanziierten Vorbringen in den Be-
schwerden keine Hinweise dafür  bestehen,  wonach Italien sich nicht 
an die massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere 
an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der 
EMRK, halten würde,

dass für das Bundesverwaltungsgericht keine Gründe ersichtlich sind, 
die  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  der  Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) hätten veranlassen sollen,

dass  der  erstmals  vorgebrachte  Einwand  in  der  Beschwerde,  der 
Beschwerdeführer  leide  seit  2004  an  (...)  und  in  Italien  seien  die 
Behandlungsmöglichkeiten  prekär,  nicht  geeignet  ist,  an  dieser 
Beurteilung  etwas  zu  ändern,  zumal  weder  geltend  gemacht  noch 
behauptet  wird,  die  italienischen  Behörden  seien  nicht  willens  oder 
nicht in der Lage gewesen, ihm während seiner beiden Aufenthalte in 
diesem Land den erforderlichen Schutz beziehungsweise die allenfalls 
benötigte  medizinische  Hilfe  -  falls  er  überhaupt  um  eine  solche 
ersucht hat - zu gewähren,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  an  keiner  Befragung  ein  (...) 
vorgebracht  hat,  obschon  er  jedesmal  aufgefordert  wurde,  seinen 
Ausführungen  noch  etwas  beifügen  zu  wollen,  was  er  sicher  getan 
hätte,  wenn sein  Gesundheitszustand tatsächlich ernsthaft  gefährdet 
wäre, 

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dass somit davon ausgegangen werden muss, dass diese Erkrankung 
nicht  derart  gravierend ist,  dass  er  ausschliesslich  auf  die  Hilfe  der 
Schweiz angewiesen wäre,

dass  zwar  das  italienische  Fürsorgesystem für  Asylsuchende  in  der 
Kritik steht, in den Aufenthalts- und Verfahrensbedingungen für Perso-
nen, welche sich im Rahmen eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, 
indessen insgesamt kein Vollzugshindernis zu erkennen ist (vgl. Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  E-6195/2009  vom 30.  Oktober  2009 
und D-194/2010 vom 1. Februar 2010),

dass das BFM demzufolge zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi-
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss (vgl. vor-
gehende Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass  es  sich  erübrigt  eine  Nachfrist  für  eine  Beschwerdeergänzung 
anzusetzen,  zumal  die  Eingaben  als  rechtsgenüglich  zu  betrachten 
sind,

dass die Anträge um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
angesichts  des  vorliegenden  Entscheides  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos sind,

dass  die  Gesuche  um  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von 
Art. 65  Abs.  1  und  2  VwVG  angesichts  der  Aussichtslosigkeit  der 
Beschwerde abzuweisen sind, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand:

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