# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 113df549-ed31-56ec-be38-20847dde7076
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-09-06
**Language:** de
**Title:** Rentenrevision. Aufhebung einer laufenden Rente wegen verbesserten Gesundheitszustands.
**Docket/Reference:** IV.2012.00376
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00376.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00376
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin Slavik
Urteil
vom
6. September 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
Advokaturbüro
Leimbacher
Sadeg
Marktgasse 34, Postfach, 8180 Bülach
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1959, war seit 1989 als Kanalreiniger tätig
. Er gab seine Erwerbstätigkeit im Jahr 2003 auf
und meldete sich am 1
2.
Juli 2004 wegen Beschwerden im Zusammenhang mit einer Halswirbelsäulen-Kontusion bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
(IV)
zum Leistungsbezug (b
erufliche Massnahmen, Rente) an (Urk. 6/2).
Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kanto
ns Zürich, IV-Stelle, beruflich
-erwerbliche und medizinische Abklärungen getroffen
(Urk. 6/7; Urk. 6/9–1
3
; Urk. 6/16
)
und insbesondere die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, SUVA, eingeholt hatte (
Urk. 6/11;
Urk. 6/16;
Urk. 6/20;
Urk. 6/22
;
Urk.
6/25
), sprach sie dem Versicherten mit
Verfügung vom
3.
März 2005
(Urk. 6/
36
; Urk. 6/29: Verfügungsteil 2
)
bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 59 % eine
halbe Rente ab 1.
April 2004 zu.
Die hiergegen erhobene Einsprache vom
4.
April 2005
(Urk. 6/40) hiess sie mit Ent
scheid vom 2
2.
April 2005 (Urk. 6/51) gut und gewährte
dem Versicherten
ab 1. April 2004 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 61 % eine
Dreiviertelsrente
(Urk. 6/51).
1.2
Im Rahmen eines im Jahr 2007 durchgeführten Revisionsverfahrens teilte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt auf den Bericht
des
Hausarztes des Ver
sicherten,
Dr.
med.
Y.___
, Spezialarzt
allgemeine Medizin FMH, vom 23.
Oktober 2007
(Urk. 6/62)
mit, dass
ein unveränderter Anspruch auf die lau
fende
Dreiviertelsrente
bestehe (Urk. 6/64).
1.3
Im Jahr 2010 wurde abermals ein Revisionsverfahren durchgeführt (Urk. 6/66). Nachdem
die IV-Stelle
einen
Verlaufsb
ericht von
Dr.
med.
Z.___
(Urk. 6/73) eingeholt hatte, veranlasste
sie
beim
A.___
eine polydisziplinäre Begutachtung und stellte mit Vorbescheid vom 26. Oktober 2011 (
Urk.
6/85) gestützt auf das
A.___
-Gutachten vom 1. Juli 2011 (Urk. 6/77; Beantwortung der Zusatzfragen am 25. August 2011, Urk. 6/80) die Aufhebung der laufenden
Dreiviertelsrente
in Aussicht.
Nach
dagegen
erhobenem Einwand vom 2
8.
November 2011 (Urk. 6/95, ergänzende Begründung vom 16. Januar 2012, Urk. 6/98), bestätigte die IV-Stelle ihren Entscheid wie vorbeschieden mit Verfügung vom 27. Februar 2012 (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X.____
durch Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
am 30. März 2012 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Aufhebung der ange
fochtenen Verfügung. Ferner
liess
er
unter Hinweis auf Arbeitsüberlastung
des Rechtsvertreters
um einen zweiten Schriftenwechsel
zur Beschwerdeergänzung
ersuchen
. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2012 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerde
führer
am 21. Mai 2012 mitgeteilt wurde (Urk. 7)
.
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien sowie auf die Akten ist, soweit für die
Ent
scheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Auch wenn die
durch Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
verfasste
Beschwerde
schrift
sehr
knapp gehalten ist
, genügt sie
den grundsätzlichen Anforderungen an eine
ausreichende
Begründung
(
§ 18 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht,
[
GSVGer
])
, damit auf die Beschwerde eingetreten werden kann
.
Der
durch Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
unter Hinweis auf Arbeitsüber
lastung
nicht näher begründete
prozessuale Antrag auf einen zweiten
Schrif
tenwechsel
zur Beschwerdeergänzung
ist
indes
abzuweisen
, liefe doch
die An
ordnung eines zweiten
Schriftenwechsel
s
auf eine unzulässige
V
erlängerung
einer gesetzlichen Re
chtsmittelfrist (Art. 60 Abs. 1
i.V.m
. Art. 40 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG])
hinaus
.
2.
2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hinweisen).
2.2
Um
beurteilen zu können,
ob sich die medizinischen Verhältnisse in einer anspruchserheblichen Weise verändert haben
, ist die Verwaltung (und im
Beschwer
defall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
den medizinischen Sachverhalt abgeklärt und dem Be
schwerdeführer gestützt auf die Berichte der Rehaklinik
B.___
(
Kurzbericht vom 12. Juli 2004, Urk.
6/
12/6; psychosomatisches Konsilium vom 18. Juni 2004, Urk. 6/
12/
7–12; Austrittsbericht vom 14. Ju
li 2004 [
Aufenthalt vom 6. Juni bis 14. Juli 2004
]
,
Urk.
6/12
/13
–20)
ab 1. April 2004 eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen (Urk.
6/51)
.
Anlässlich des Revisionsverfahrens im Jahr 2007 hat die
Beschwer
degegnerin
keine erneuten umfassenden Abklärungen vorgenommen, sondern lediglich gestützt auf den Verlaufsbericht von
Dr.
Y.___
, Spezialarzt allge
meine Medizin FMH
(Urk. 6/62)
am 12. November 2007
mitgeteilt, dass weiter
hin ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestehe
(Urk. 6/64)
.
3.2
Zu prüfen ist somit, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit
Zusprache
der
Dreiviertelsrente
mit Verfügung vom
3.
März 2005 (6/36)
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Februar 2012 (Urk. 2) derart ver
bessert hat, dass die Beschwerdegegnerin die laufende
Dreiviertelsrente
zu Recht aufgehoben hat.
4.
Der Austrittsbericht der Rehaklinik
B.___
vom 14. Juli 2004
(Urk. 6/
12/
13–20) als
entscheidwesentliche
medizinische Grundlage für die Verfügung vom 3. März 2005 (Urk. 6/36)
kommt zur folgenden zusammenfassende
n
Beurtei
lung: Bei einem Autounfall am 21. April 2003 habe der Beschwerdeführer eine Luxationsfraktur C6/7 erlitten, die verspätet diagnostiziert und am 1. Juli 2003 im
Spital
C.___
operativ behandelt worden sei. Im weiteren Verlauf habe sich ein
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung in beide obere Extremitäten entwickelt. Die Beschwerden hätten sich bis zur Lendenwirbelsäule ausgedehnt. Ein auswärtiges neurologisches
Konsil
habe keine Hinweise für ein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom gezeigt. MRI-Un
tersuchungen der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule vom Februar 2004 hätten im Bereich der Halswirbelsäule regelrechte postoperative Verhältnisse
ergeben
.
Bei der
klinische
n
Untersuchung habe
sich
bei Eintritt eine verminderte aktive Halswirbelsäulenbeweglichkeit mit massiver
Druckdolenz
vor allem über den
nuchalen
Muskelansätzen im Bereich der gesamten Halswirbelsäule
manifestiert
. Auch im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule
sei
eine eingeschränkte Be
weglichkeit für Seitneigung und Rotation mit Druckschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen ab Lendenwirbelkörper 4 und den paravertebralen Strukturen
auszumachen
. Weder in der Halswirbelsäule noch in der Lendenwirbelsäule fän
den sich spezifische neurologische Ausfallerscheinungen. Bei der Untersuchung hätten Inkonsistenzen beobachtet werden können.
Aufgrund des komplexen Beschwerdebildes, das sich basierend auf den organi
schen, apparativen Untersuchungsbefunden nicht vollständig erklären liesse, sei der Beschwerdefüh
rer bei Verdacht auf psychogene
Kofaktoren
mit
Symptom
ausweitung
in der psychosomatischen Abteilung vorgestellt worden. Beim Be
schwerdeführer bestünden hereditäre Belastungsfaktoren (Hirnschlag des Vaters, Hirntumor der Mutter, ein Bruder mit psychotischen Schüben), wobei er jetzt im Anschluss an einen Autounfall mit Luxationsfraktur C6/
7
und operativer Sanie
rung neben einem ausgeprägten
zervikospondylogenen
Schmerzsyndrom (und zusätzlichem lumbalen Schmerzsyndrom) vor allem aufgrund seiner ängstlichen Verunsicherung auch mit hypochondrischen Ängsten sowie mit einer ausge
prägten
Kinesiophobie
(Befürchtung von heraustretenden Schrauben oder Wir
beln bei Kopfbewegungen) reagiert habe. Der Beschwerdeführer erwecke mit seiner motorischen Unruhe einen ängstlich-agitierten Eindruck, und die Be
schrei
bung der Schmerzqualität (hin und her laufende Kopfschmerzen mit Schwitzen der Kopfhaut und Kratzimpulsen) habe zusammen mit der nur geringfügigen Schmerzvariabilität eine deutlich
somatoforme
Komponente. Es bestehe eine gemischte Angststörung. [
Die
genaue
psychopathologische Diag
nose wurde im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik
B.___
(Urk.
6/
12/7–12) umschrieben als gemischte Angststörung mit hypochondri
scher und
kinesiophober
Komponente und anderen Angstsymptomen (Klaustro
phobie, herzneurotische Beschwerden) sowie starker
Somatisierungneigung
(ICD-10: F41.3).
] Es sei schwierig abzuschätzen, wieweit auch finale Aspekte im Rahmen einer Symptomausweitung mitbeteiligt seien, jedenfalls zeige der Pati
ent in Untersuchungs- und Behandlungssituationen ein inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten. Seine Ehefrau sei im Vorfeld seines Unfalles in ihr gemeinsames Heimatland zurückgekehrt, was sich ursprünglich auch der Be
schwerdeführer selber mittelfristig zum Ziel gesetzt hätte und was mit einer künftigen Rente vielleicht besser realisiert werden könnte.
Eine psychothera
peutische Begleitung scheine aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse und der fehlenden Motivation des Beschwerdeführers wenig sinnvoll. Damit der Be
schwerdeführer wieder Vertrauen in seinen Körper gewinne, sollte in den Visi
ten und Therapien regelmässig darauf hingewiesen werden, dass die
Nackenver
hältnisse
medizinisch stabil seien und der Kopf trotz des Schmerzes bewegt werden dürfe.
Arbeitsrelevante Problembereiche seien Schmerzen im Hals- und
Lendenwirbel
säulenbereich
sowie
die
Psyche. Das Ausmass der Beschwerden und die de
monstrierte Behinderung liessen sich durch die objektivierbaren Befunde nicht hinreichend erklären. Eine Testung der Belastbarkeit sei wegen Selbstlimitierung nicht möglich gewesen. Theoretisch werde geschätzt, dass aus somatischer Sicht leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Aus psy
chiatrischer Sicht werde eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert.
5.
5.1
Zu
dem
die Verfügung vom 27. Februar 2012 (Urk. 2) betreffenden Zeitraum liegt ein Verlaufsbericht von
Dr.
med.
Z.___
vom 24. Januar 2011 (Urk. 6/73) sowie das
A.___
-Gutachten vom 1. Juli 2011 (
Urk.
6/77; Beantwor
tung der Zusatzfragen,
Urk.
6/80)
in den Akten.
5.2
Im Verlaufsbericht vom 24. Januar 2011 gab Dr.
Z.___
an, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführer
s
nicht nennenswert verbessert habe
. Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr.
Z.___
aus, dass der Beschwerdeführer berichtet habe, dass er
unter
körperliche
n
Beschwerden
leide
, sobald er in die Kälte gehe
; er
bekomme
Kopfschmerzen. Aus diesem Grund könne er dann keine Arbeit verrichten
(Urk. 6/73).
5.3
Am 15. Juli 2011 wurde der Beschwerdeführer im
A.___
internistisch/
allge
mein
medizinisch
, psychiatrisch sowie neurologisch untersucht. In der
Gesamt
beurteilung
nannten
die Gutachter
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
Zervikozephales
und panvertebrales Schmerzsyndrom mit Ge
neralisierung (ICD-10: M53.0). Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits
fä
higkeit führten sie auf: (1) Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54), (2) inkomplettes metabolisches Syndrom (ICD-10: E
88.9), (3) fortgesetzter
Niko
tinabusus
(ICD-10: F17.1), (4) a
namnestisch Gastralgien, (5) gesteigerte
Entzün
dungsparameter
unklarer Ätiologie.
Der Beschwerdeführer habe von 1989 bis 2003 als Monteur einer
Kanalreini
gungsfirma
gearbeitet. Am 21. April 2003 habe er als Lenker eines Personenwa
gens einen Selbstunfall erlitten und sich hierbei eine
Halswirbelsäulen-Luxati
onsfraktur
C6/7 zugezogen, welche neurochirurgisch versorgt worden sei. In der Folge hätten therapieresistente
zervikozephale
und panvertebrale Schmerzen mit im Verlauf der Jahre zunehmender Schmerzgeneralisierung persistiert. Seit dem 1. April 2004
erhalte der Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 61 % eine
Dreiviertelsrente
. Aufgrund seiner körperlichen Beschwerden könne er sich eine berufliche Erwerbstätigkeit nicht mehr vorstellen.
Der Beschwerdeführer habe keinen Beruf erlernt. Er habe jedoch während 14 Jahren als Monteur in einer Kanalreinigungsfirma gearbeitet, so dass diese
Tätigkeit als angestammte Tätigkeit betrachtet werden könne. Aus neurolo
gischer Sicht könnten aufgrund der anamnestischen Angaben, der bisherigen Diagnostik sowie der erhobenen Untersuchungsbefunde ein
zervikozephales
und panvertebrales Schmerzsyndrom mit Generalisierung festgehalten werden. Ins
gesamt sei die Beurteilbarkeit aus neurologischer Sicht aufgrund der ungenauen anamnestischen Angaben sowie der eingeschränkten Kooperationsfähigkeit bei der klinischen Untersuchung deutlich eingeschränkt.
Hinweise auf ein
radiku
läre
s
Reiz-
bzw. ein
sensomotorische
s
Aus
fallsyndrom fänden sich nicht, ebenso würden Anhaltspunkte für eine Störung der langen Bahnen fehlen. Aufgrund der erlittenen Luxationsfraktur, welche technisch erfolgreich orthopädisch ver
sorgt worden sei, sei eine verminderte Belastbarkeit der Halswirbelsäule nach
vollziehbar. Aufgrund der erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen bestehe eine verminderte Belastbarkeit der Halswirbelsäule, so dass Tätigkeiten über Schulterniveau bzw. Heben und Tragen von schweren Lasten über 10 kg sowie Tätigkeiten, welche eine länger dauernde monotone Körperhaltung erforderten, und somit auch die angestammte Tätigkeit bleibend nicht mehr zugemutet wer
den könnten. Für eine körperlich leichte, adaptierte Tätigkeit bestehe jedoch eine vollschichtig realisierbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit.
Aus psychiatrischer Sicht könne aufgrund der anamnestischen Angaben sowie der erhobenen Untersuchungsbefunde lediglich eine
Schmerzverarbeitungsstö
rung
diagnostiziert werden, welche keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit rechtfertige. Es könne dem Beschwerdeführer trotz der geklagten Beschwerden zugemutet werden, weiterhin einer seinen körperlichen Einschränkungen ange
passten Tätigkeit uneingeschränkt nachzugehen. Im psychiatrischen
Teilgut
achten
(
inbs
. S. 12) wurde
zudem aus
ge
führt, dass die in der Rehaklinik
B.___
im Jahr 2004 diagnostizierte Angststörung bzw. die damals im Vordergrund stehenden Angstsymptome zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr vor
handen seien. Heute liege eine Schmerzverarbeitungsstörung vor, bei welcher affektive Symptome häufig seien. Diese seien gegenwärtig nicht genügend ausgeprägt für eine zusätzliche Diagnose einer affektiven Störung (depressive Stö
rung oder Angststörung). Die aus psychiatrischer Sicht damals attestierte ein
geschränkte Arbeitsfähigkeit von 50 % könne nicht mehr bestätigt werden.
Aus allgemein-internistischer Sicht könn
t
en lediglich Diagnosen ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden, so dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne.
Zusammenfassend könnten dem Beschwerdeführer körperlich schwere und an
haltend mittelschwere Tätigkeiten sowie Tätigkeiten über Schulterniveau sowie solche, welche eine länger dauernde monotone Körperhaltung erforderten, blei
bend nicht mehr zugemutet werden. Für eine leichte bis intermittierend mittel
schwer
e
adaptierte Tätigkeit bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 %.
5.
4
Der Bericht von Dr.
Z.___
enthält lediglich Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Einschränkungen, jedoch keine eigenen objektiven Befunde, welche
die attestierte
vollständige Arbeits
un
fähigkeit aufgrund der zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
diagnostizierten Angststörung
plausibilisieren liessen.
Demge
genüber haben die
A.___
-Gutachter in ihrem sämtliche Anforderungen der Recht
sprechung an die Beweiswertigkeit erfüllenden Gutachten (vgl. E. 2.3) in nach
vollziehbarer Weise aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer zwar seine früher ausgeübte Tätigkeit in der Kanalreinigung und Tätigkeiten mit ähnlichem
An
forderungsprofil
aufgrund seiner Rückenbeschwerden nicht mehr ausüben kann, für Tätigkeiten mit somatisch geringerem Anforderungsprofil
hingegen – wie schon zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
im Jahr 2004 – voll arbeitsfähig ist.
Ferner geht aus dem psychiatrischen Teilgutachten hervor, dass auch die seiner
zeitige Diagnose der Angststörung im Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr gestellt werden kann, da Symptome aus dem Kreis dieser Beschwerdeform nicht mehr hätten erhoben werden können. Ebenfalls haben die Gutachter ver
deut
licht, dass auch sonst keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die
Ar
beitsfähigkeit vorliegt.
So erreiche auch die diagnostizierte
Schmerzverarbei
tungsstörung
keinen invalidisierenden Schweregrad (S. 11 f.).
Zusammengefasst ist der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der medizi
nischen Aktenlage in einer körperlich leichten Tätigkeit
wieder
voll arbeitsfähig, womit sich sein Gesundheitszustand
insbesondere durch den Wegfall der Angststörung
im Vergleich zur erstmaligen
Rentenzusprache
verbessert hat.
6.
Die Beschwerdegegnerin hat zum Einfluss der verbesserten medizinisch-theore
tischen Leistungsfähigkeit auf den Invaliditätsgrad festgehalten, dass dem Beschwerdeführer in erwerblicher Hinsicht das Erzielen eines
Invalideneinkom
mens
beispielsweise im Bereich „Verpackungs-, Kontroll- oder Betriebsarbeiten“
zugemutet werden könnte. Sie hat ihm gestützt auf statistische
Salärdaten
unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn von 10 % ein jährliches Einkommen von Fr. 55‘889.-
angerechnet und
durch
dessen
Gegenüberstellung m
it dem
Valideneinkommen
von Fr.
80‘659.- neu einen Invaliditätsgrad von 31 % ermittelt
,
was nicht zu beanstanden ist.
Die
laufende
Dreiviertelsrente
des Beschwerdeführers
wurde
folglich
zu Recht
(vgl.
Art. 17 Abs. 1 ATSG
i.V.m
.
Art.
28 Abs. 2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung [IVG]
, ferner E. 2.1)
aufgehoben
,
was
zur Abweisung
der
Beschwerde
führt
.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr.
600.-- dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstSlavik
VC/SE/MTversandt