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**Case Identifier:** 1f326241-8838-59b3-9c50-43515154a5f0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 02.11.2022 810 22 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-82_2022-11-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 2. November 2022 (810 22 82) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben  

 

 

Abzüge von der Grundstückgewinnsteuer/Erhöhte Substantiierungspflicht bei der Gel-

tendmachung von wertvermehrenden (ausgelagerten) Eigenleistungen  

 

 
 

Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clau-
sen, Daniel Noll, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreiber 
Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Thomas Winkler, 
Advokat, Ludwig + Partner AG, Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), 4410 Liestal, Vorinstanz 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, 
Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Grundstückgewinnsteuer  
(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft, Abtei-
lung Steuergericht vom 3. Dezember 2021) 

 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Mit Vertrag vom 16. September 2015 bildeten die A.____ AG und die B.____ GmbH die 

einfache Gesellschaft ʺC.____ʺ, welche den Kauf des Grundstücks D.____ des Grundbuchs 

E.____, dessen anschliessende Überbauung sowie schliesslich den Verkauf von Stockwerkei-

gentumseinheiten bezweckte. Mit Kaufvertrag vom 18. September 2015 erwarben die A.____ 

AG und die B.____ GmbH das Grundstück D.____ des Grundbuchs E.____ zu einem Preis von 

Fr. 960'000.-- zu je hälftigem Miteigentum und begründeten darauf am 2. September 2016 

Stockwerkeigentum. Die errichteten sechs Stockwerkeigentumseinheiten wurden in den Jahren 

2017 und 2018 für gesamthaft Fr. 5'767'000.-- veräussert. Mit Veranlagungsverfügung vom 

10. März 2021 bestätigte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (Steuerverwal-

tung) den im Revisionsbericht vom 28. Januar 2021 eruierten steuerbaren Grundstückgewinn in 

der Höhe von Fr. 721'587.-- und erhob von den Pflichtigen eine Grundstückgewinnsteuer in der 

Höhe von total Fr. 288'462.20.  

 

B. Dagegen erhob die A.____ AG, vertreten durch Dr. Hubertus Ludwig und Thomas 

Winkler, Advokaten in Basel, mit Eingabe vom 12. April 2021 Einsprache bei der Steuerverwal-

tung, welche diese mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2021 vollumfänglich abwies. 

 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die A.____ AG, nach wie vor vertreten durch 

Dr. Hubertus Ludwig und Thomas Winkler, mit Eingabe vom 16. Juli 2021 Rekurs beim Steuer- 

und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), welches 

diesen mit Entscheid Nr. 510 21 53 vom 3. Dezember 2021 abwies. Zur Begründung führte es 

im Wesentlichen aus, dass die A.____ AG die geltend gemachten wertvermehrenden Aufwen-

dungen nicht hinlänglich habe nachweisen können.  

 

D. Dagegen erhebt die A.____ AG, vertreten durch Thomas Winkler, mit Eingabe vom 

13. April 2022 beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge-

richt), Beschwerde mit den unter Kosten- und Entschädigungsfolge gestellten Anträgen: (1) Es 

sei das Urteil (510 21 53) des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 3. Dezember 

2021 betreffend Grundstückgewinnsteuer aufzuheben. (2) Es seien die folgenden von der Be-

schwerdeführerin geltend gemachten wertvermehrenden Aufwendungen (lit. a-c) 

 

 a) Bauherrenbetreuung der F.____ AG im Umfang von Fr. 100'000.-- 

 b) Sanitärplanung der F.____ AG im Umfang von Fr. 50'000.-- 

 c) Käuferbetreuung der F.____ AG im Umfang von Fr. 85'000.-- 

 

in vollem Umfang als wertvermehrende Aufwendungen im Rahmen der Grundstückgewinnsteu-

er anzuerkennen und demnach die in der ʺVeranlagungsverfügung Grundstückgewinnsteuer 

der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft betreffend Grundstückgewinnsteuer datie-

rend vom 10. März 2021ʺ vorgenommenen steuerlichen Korrekturen im Umfang von 

Fr. 235'000.-- zu reduzieren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin 

den Beizug sämtlicher Vorakten und Veranlagungsunterlagen der Vorinstanzen von Amtes we-

gen.  

 

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E. Am 19. Mai 2022 lässt sich das Steuergericht vernehmen und beantragt unter Verwei-

sung auf den angefochtenen Entscheid die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  

 

F. Mit Eingabe vom 17. Juni 2022 lässt sich die Steuerverwaltung vernehmen und bean-

tragt ebenfalls die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  

 

G. Mit Verfügung vom 8. Juli 2022 wird der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen.  

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1. Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 

7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit verwaltungsgerichtlicher Beschwer-

de beim Kantonsgericht angefochten werden. Das Kantonsgericht prüft von Amtes wegen seine 

Zuständigkeit und untersucht, ob und inwiefern auf eine Beschwerde eingetreten werden kann, 

d.h. es prüft, ob die formellen Voraussetzungen (die sogenannten "Sachurteilsvoraussetzun-

gen") erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-

ordnung [Verwaltungsprozessordnung, VPO] vom 16. Dezember 1993). Da sämtliche formellen 

Voraussetzungen gemäss § 131 StG und den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, kann auf die form- und 

fristgerecht erhobene Beschwerde eingetreten werden.  

 

2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Mängel des angefochtenen Ent-

scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). Dem Kan-

tonsgericht kommt im vorliegenden Fall somit volle Kognition zu. Zulässig sind auch neue An-

träge, Behauptungen und Beweismittel (§ 6 Abs. 3 VPO; vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abtei-

lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. August 2016 [810 16 9] E. 7.2). 

 

3. Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren bilden die Berechnungen des steuerbaren 

Grundstückgewinns und die gestützt darauf berechnete Grundstückgewinnsteuer. Zu prüfen ist 

die Abzugsfähigkeit der geltend gemachten wertvermehrenden Aufwendungen jeweils durch die 

F.____ AG in Form der Bauherrenbetreuung in der Höhe von Fr. 100'000.--, der Sanitärplanung 

in der Höhe von Fr. 50'000.-- und der Käuferbetreuung in der Höhe von Fr. 85'000.--. Vor Kan-

tonsgericht nicht mehr geltend gemacht und deshalb nachfolgend nicht zu beurteilen ist dage-

gen die Abzugsfähigkeit der Vermittlungsprovision in der Höhe von Fr. 225'000.--.  

 

4.1 Gewinne aus der Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen an solchen unterliegen 

nach § 71 StG der Grundstückgewinnsteuer. Der Grundstückgewinn ist nach § 75 Abs. 1 StG 

der Betrag, um den der Veräusserungserlös die Gestehungskosten oder Anlagekosten, d.h. den 

Erwerbspreis oder Ersatzwert zuzüglich Aufwendungen, übersteigt (Urteil des Bundesgerichts 

2C_421/2018 vom 13. Mai 2019 E. 2.2). Auch das Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 schreibt in 

Art. 12 Abs. 1 die Erhebung einer Grundstückgewinnsteuer vor. Darüber hinaus bleibt das StHG 

aber vage und enthält nur wenige Vorgaben an die Kantone (vgl. BGE 143 II 382 E. 2.1; Urteil 

des Bundesgerichts 2C_421/2018 vom 13. Mai 2019 E. 2.2; BERNHARD ZWAHLEN/NATALIE 

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NYFFENEGGER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-

desgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG), 

3. Aufl., Basel 2017, N 2 zu Art. 12). Es äussert sich namentlich zur Ermittlung des steuerbaren 

Gewinns nur in allgemeiner Weise. Entsprechend den ihnen belassenen Freiräumen haben die 

Kantone die Besteuerung der Grundstückgewinne nicht einheitlich geregelt (vgl. BGE 134 II 124 

E. 3.2; Urteil 2C_589/2014 vom 27. März 2015 E. 3.2). Die basellandschaftliche Grundstückge-

winnsteuer folgt dem monistischen System, welches auch Zürcher System genannt wird, und 

erfasst einheitlich sowohl private als auch geschäftliche Grundstückgewinne (Urteil des Bun-

desgerichts 2C_230/2017 vom 26. Januar 2018 E. 2.1.2; KGE VV vom 26. September 2018 

[810 18 58] E. 3.3; THOMAS P. WENK, in Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg], Kommentar zum Steu-

ergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, N 5 zu § 71).  

 

4.2 Als Erwerbspreis gilt nach § 77 Abs. 1 StG der Kaufpreis mit Einschluss aller weiteren 

Leistungen des Erwerbers. Ist der Kaufpreis nicht feststellbar, so gilt nach § 77 Abs. 2 StG der 

Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbes als Kaufpreis. Liegt der Erwerb mehr als 20 Jahre zu-

rück, so bestimmt sich der Erwerbspreis gemäss § 77 Abs. 3 StG nach dem Verkehrswert des 

Grundstücks vor 20 Jahren, sofern kein höherer Erwerbspreis nachweisbar ist. Dieser Ver-

kehrswert vor 20 Jahren stellt ein Ersatzwert im Sinne von Art. 12 Abs. 1 StHG dar (KGE VV 

vom 2. Februar 2022 [810 21 174] E. 5.4.1; PETER CHRISTEN, Die Grundstückgewinnsteuer des 

Kantons Basel-Landschaft, Diss. Liestal 1998, S. 170; WENK, a.a.O., N 6 f. zu § 77).  

 

4.3 Neben dem Erwerbspreis gehören gemäss Art. 12 Abs. 1 StHG und § 78 Abs.  1 StG 

auch die wertvermehrenden Aufwendungen zu den vom Grundstückgewinn abziehbaren Ge-

stehungskosten. Darunter sind all jene Auslagen zu verstehen, welche für die Anschaffung, die 

Herstellung oder die Erhöhung des Substanzwertes der Liegenschaft verwendet worden sind 

und damit eine dauernde Wertvermehrung des in Frage stehenden Grundstücks bewirken 

(KGE VV vom 26. September 2018 [810 18 58] E. 4.1; WENK, a.a.O., N 1 zu § 77; Baselbieter 

Steuerbuch, Band 3, Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer, 78 Nr. 1). Gemäss Bot-

schaft zur Steuerharmonisierung ist es den Kantonen überlassen, die bei der Gewinnermittlung 

anzurechnenden Aufwendungen näher zu umschreiben (CHRISTEN, a.a.O., S. 175). Projektie-

rungs-, Planungs- und Baugesuchskosten (Verkaufsunkosten) für verwirklichte Bauprojekte sind 

als wertvermehrende Aufwendungen zu qualifizieren (CHRISTEN, a.a.O., S. 177). Zu den anre-

chenbaren Baukosten zählt auch das Architekturhonorar, wobei gleichgültig ist, ob die Architek-

turarbeiten einem Dritten übertragen oder vom steuerpflichtigen Veräusserer selbst geleistet 

worden sind (Urteil des Steuergerichts vom 17. November 2017 [510 16 100] E. 3c; WENK, 

a.a.O., N 8 zu § 78). 

 

4.4 Honorare eines Generalunternehmers sind abzugsfähig, soweit dieser wertvermehrende 

Leistungen erbringt. Für Tätigkeiten, die jeder Bau erfordert und die in der Regel dem Bauherrn 

obliegen, kann grundsätzlich kein Generalunternehmer-Honorar als wertvermehrende Aufwen-

dung angerechnet werden. Ausnahmsweise ist ein diesbezügliches Honorar trotzdem zu einem 

angemessenen Teil anrechenbar, wenn die betreffenden Tätigkeiten im konkreten Fall nicht von 

jedem Bauherrn hätten ausgeführt werden können beziehungsweise wenn aufgrund der Art 

oder des Umfangs des Bauvorhabens dem Bauherrn nicht zugemutet werden kann, auf die Un-

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terstützung einer fachkundigen Person zu verzichten (MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER/OLIVIER 

MARGRAF/STEFAN OESTERHELT, Schweizerisches Grundstückgewinnsteuerrecht, Zürich 2021, 

S. 395).  

 

4.5.1 Abzugsfähig sind grundsätzlich auch Eigen-Generalunternehmer-Honorare sowie Gene-

ralunternehmer-Honorare einer vom Steuerpflichtigen beherrschten juristischen Person, wobei 

derartige Honorare wie Eigenleistungen zu behandeln sind (Urteil des Bundesgerichts 

2A.118/2007 vom 24. August 2007 E. 3.1). Die Eigenleistungen sind grundsätzlich zu dem Wert 

zu berücksichtigen, die ein Dritter in Rechnung gestellt hätte. Massgebend ist daher der Markt-

wert der Eigenleistungen und nicht die seitens der vom Steuerpflichtigen beherrschten juristi-

schen Person gestellte Rechnung (ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, a.a.O., S. 395 f.). 

Damit die wertvermehrenden Eigenleistungen, die der Eigentümer selbst mit Eigenarbeit oder 

eine von ihm beherrschte Gesellschaft am Grundstück ausgeführt hat, angerechnet werden 

können, müssen die Kosten – als Korrelat zur Abzugsmöglichkeit – grundsätzlich im selben 

Betrag als Einkommen beziehungsweise Ertrag deklariert worden sein (WENK, a.a.O., N 10 zu 

§ 78). Zudem muss die steuerpflichtige Person nachweisen, dass  

 

1. sie solche Leistungen überhaupt erbracht hat; 

 

2. die Eigenleistungen entweder wertvermehrend oder notwendig sind; 

 

3. die Leistungen nicht schon unter einem anderen Titel (bspw. in der Bauabrechnung 

unter dem Architektenhonorar) abgegolten sind; 

 

4. und die Leistungen nicht von jedem anderen Bauherrn hätten erbracht werden kön-

nen, wie z.B. Auswahl der Handwerker, Sicherstellung der Finanzierung, Zahlungs-

verkehr, Bauoberaufsicht usw.  

 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 104 Ia 22 ff.; KGE VV vom 

26. September 2018 [810 18 58] E. 4.1; ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, a.a.O., 

S. 397; WENK, a.a.O., N 9 zu § 78; CHRISTEN, a.a.O., S. 178 f.).  

 

4.5.2 In jedem Fall setzt die Anrechnung von Eigenleistungen genaue Angaben über die  

konkret geleisteten Arbeiten und den damit verbundenen Aufwand voraus. Nur diese erhöhte 

Substantiierungspflicht erlaubt es zu prüfen, ob nicht bereits berücksichtigte Leistungen des 

Architekten oder nicht abzugsberechtigte Eigenleistungen der Bauherrschaft im eigentlichen 

Generalunternehmer-Honorar enthalten sind (BGE 104 Ia 22 E. 2c; Urteile des Bundesgerichts 

2C_1052/2020 vom 19. Oktober 2021 E. 4.3.1 und 2A.118/2007 vom 24. August 2007 E. 3.1; 

ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, a.a.O., S. 396; Luzerner Steuerbuch, Band 3 Wei-

sungen Grundstückgewinnsteuer, § 13 Abs. 1 Ziff. 3 N 16d). 

 

5.1 Die Vorinstanz stellt fest, dass zwischen der A.____ AG, der F.____ AG, dem 

ʺBaukonsortium C.____ʺ und der B.____ GmbH sowohl in wirtschaftlicher als auch in personel-

ler Hinsicht ein besonders enges Verhältnis bestehe. Gemäss den Handelsregisterauszügen 

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würden G.____ und H.____ sowohl bei der A.____ AG als auch bei der F.____ AG den Verwal-

tungsrat bilden und damit beide Gesellschaften beherrschen. Bei der A.____ AG würden die 

beiden Herren eine Pauschalentschädigung von Fr. 2'300.-- erhalten, während sie bei der 

F.____ AG angestellt seien und je ein Jahressalär von Fr. 156'250.-- beziehen würden. Einziger 

Gesellschafter und Geschäftsführer der B.____ GmbH sei I.____. Mit öffentlich beurkundetem 

Kaufvertrag vom 5. Februar 2016 habe das ʺBaukonsortium C.____ʺ eine Baulandfläche von 

140 m2 an der Parzelle D.____ des Grundbuchs E.____ für Fr. 14'000.-- an I.____ (welcher 

Eigentümer der angrenzenden Parzellen sei) verkauft, was einem Quadratmeterpreis von 

Fr. 100.-- entspreche. Zudem hätten G.____ und H.____ durch ihre beherrschenden Stellungen 

bei der A.____ AG und der F.____ AG zumindest indirekt wesentlichen Einfluss auf das 

ʺBaukonsortium C.____ʺ nehmen können. Schliesslich bestünden auch enge wirtschaftliche und 

persönliche Verflechtungen zwischen G.____, H.____ und I.____ selbst.  

 

5.2.1 Inhaltlich verneint das Steuergericht den Anspruch auf Abzug einer Maklerprovision in 

der Höhe von Fr. 225'000.-- zufolge Vorliegen einer Steuerumgehung. Es liege eine nicht ab-

zugsfähige Eigenprovision vor, da die gleichen natürlichen Personen sowohl als Eigentümer, 

Bauherren und Makler in Erscheinung getreten seien. Weiter lehnt das Steuergericht die Ab-

zugsfähigkeit der geltend gemachten Bauherrenbetreuung durch die F.____ AG im Umfang von 

Fr. 100'000.-- ab. Diese Betreuung sei als ausgelagerte Eigenbetreuung beziehungsweise als 

Generalunternehmer-Eigenleistung zu qualifizieren. Weil die vom Bundesgericht für solche 

Konstellationen entwickelten Voraussetzungen nicht erfüllt seien, liege eine nicht zum Abzug 

zugelassene ausgelagerte Eigenbetreuung vor.  

 

5.2.2 Auch die geltend gemachten Abzüge für die Gesamtplanung der sanitären Anlagen und 

der Heizungsinstallationen im Umfang von Fr. 50'000.-- lehnt das Steuergericht ab. Zur Begrün-

dung führt es aus, dass weder entsprechende Offerten beziehungsweise Werkverträge noch 

Arbeitsrapporte in den Bauunterlagen vorhanden seien. Lediglich ein Zahlungseingang bei der 

F.____ AG beweise die effektive Arbeitserbringung dagegen nicht. Zudem lägen zwei ähnliche 

Rechnungen der F.____ AG vor, die jeweils ein anderes Datum tragen würden. Aufgrund des 

falschen Mehrwertsteuersatzes auf der Rechnung vom 19. Oktober 2016 (korrekterweise 8% 

anstatt 7.7%) sei davon auszugehen, dass die Rechnung aus dem Jahr 2018 stamme und le-

diglich zurückdatiert worden sei. Die A.____ AG sei ihrer Nachweispflicht betreffend die steu-

ermindernden Tatsachen auf jeden Fall nicht nachgekommen. Es sei vielmehr der Ansicht der 

Steuerverwaltung zu folgen, wonach die Sanitäranlagen durch die J.____ AG und die Heizungs- 

und Lüftungsinstallationen durch die K.____ AG vorgenommen und gemäss Werkvertrag ent-

schädigt worden seien.  

 

5.2.3 Schliesslich gewährt die Vorinstanz unter dem Titel Käuferbetreuung einen Abzug in der 

Höhe von Fr. 15'000.--. Die beantragte Erhöhung des Abzuges um weitere Fr. 85'000.-- auf 

Fr. 100'000.-- lehnt das Steuergericht dagegen ab. Zur Begründung hält es im Wesentlichen 

fest, dass die geltend gemachten Aufwände in gewissen Fällen vorkommen könnten, vorliegend 

aber keine Nachweise für konkret erbrachte Leistungen in diesem Umfang vorlägen. Es werde 

nicht dargetan, inwiefern die vorliegenden Objekte eine intensivere Betreuung der Käufer im 

Vergleich zu anderen solchen Projekten erfordern würden. Schliesslich gebe es auch keinen 

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Nachweis von diesbezüglich verrechneten Zeiten. Bei dieser Ausgangslage sei die Steuerver-

waltung äusserst kulant gewesen, als sie immerhin Fr. 15'000.-- zum Abzug zugelassen habe. 

Ein darüberhinausgehender Abzug für die Käuferbetreuung könne in Ermangelung jeglichen 

Nachweises nicht gewährt werden.  

 

6.1 Die Beschwerdeführerin führt einleitend aus, dass sie aufgrund der bekannten sehr 

strengen Rechtsprechung im Zusammenhang mit Nahestehenden vor Kantonsgericht auf die 

Geltendmachung der Vermittlungsprovision in der Höhe von Fr. 225'000.-- als wertvermehrende 

Aufwendung verzichte. An den übrigen geltend gemachten Abzügen werde aber entschieden 

festgehalten. Die Beschwerdeführerin sei eine reine Haltergesellschaft gewesen und die Herren 

G.____ und H.____ hätten für sie nur administrative Verwaltungstätigkeiten ausgeübt. Demge-

genüber bezwecke die F.____ AG eigentliche Arbeiten zur Realisierung von Bauten. Für solche 

Tätigkeiten seien G.____ und H.____ denn auch bei der F.____ AG angestellt gewesen und 

hätten über diese Löhne bezogen. Über die F.____ AG hätten G.____ und H.____ denn auch 

etliche Leistungen im Zusammenhang mit dem Umbau und dem Verkauf der Liegenschaft auf 

dem veräusserten Grundstück D.____ des Grundbuchs E.____ erbracht. Die enge personelle 

Bindung von G.____ und H.____ zum ʺBaukonsortium C.____ʺ sei unbestritten, aber stehe ei-

ner Geltendmachung wertvermehrender Aufwendungen (selbst wenn man diese als Eigenleis-

tungen betrachten würde) grundsätzlich nicht entgegen. Es sei zudem darauf hinzuweisen, 

dass Herr H.____ über 20 Jahre Erfahrung in der Planung und Ausführung von Sanitär, Hei-

zungs-, Lüftungs-, Küchenbau-, Gipser- und Plattenlegerarbeiten habe. Als Mitinhaber bei 

L.____ habe er in der Vergangenheit ganze Küchen und Bäder geplant, gebaut und renoviert. 

G.____ sei hingegen jahrzehntelang im Bereich Fabrikation und Montage von Zäunen etc. tätig 

gewesen, weshalb er sich im Bereich Metallbau bestens auskenne. Damit habe die Beschwer-

deführerin aufgezeigt, dass G.____ und H.____ über einen grossen Erfahrungsschatz im prak-

tischen Bauwesen verfügten, und es sei deshalb auch nachvollziehbar, dass sie solche prakti-

schen Arbeiten, welche sie als Angestellte der F.____ AG anbieten würden, auch bei der Erstel-

lung des vorliegend zu beurteilenden Bauprojektes übernommen hätten.  

 

6.2 In Bezug auf die Sanitär- und Heizungsplanung der F.____ AG führt die Beschwerdefüh-

rerin aus, dass es die vorliegenden Umstände (Vertrauensbeziehung zwischen der F.____ AG 

und dem ʺBaukonsortium C.____ʺ) verständlich machen würden, dass kein schriftlicher Werk-

vertrag benötigt worden sei. Zudem habe die Vorinstanz die eingereichten Bestätigungen der 

M.____ AG und der J.____ AG vollkommen ausgeblendet. Die Zahlung der Entschädigung für 

die Planungs- und Projektleitung sei an die F.____ AG erfolgt und auch bei dieser verbucht 

worden. Ursprünglich hätten die Sanitär- und Heizungsarbeiten durch die K.____ AG (heute 

firmierend als M.____ AG) vorgenommen werden sollen. Im damaligen Zeitpunkt habe die 

K.____ AG den G.____ und H.____ gehört. Die Pauschalentschädigung von Fr. 50'000.-- hätte 

dabei das Entgelt für die Planung und Projektleitung der Sanitär- und Heizungsinstallationen 

darstellen sollen. Es sei dann aber anders gekommen, indem G.____ und H.____ die Aktien 

der K.____ AG vor der eigentlichen Ausführung der Arbeiten per 31. Dezember 2015 veräussert 

hätten. Zudem sei G.____ per 3. Februar 2016 aus dem Verwaltungsrat der K.____ AG ausge-

schieden. Als logische Konsequenz davon hätten die Vergabe für die Planung und Projektlei-

tung und auch deren Entschädigung gesondert von den tatsächlichen Installationsarbeiten er-

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folgen müssen. Deshalb sei die F.____ AG mit der Planung und Projektleitung beauftragt wor-

den. Dazu sei kein schriftlicher Werk- oder Auftragsvertrag abgeschlossen worden, was aber 

auch nicht notwendig sei, denn mündliche Verträge seien genauso rechtsgültig. Die Tatsache, 

dass G.____ und H.____ über die A.____ AG sowohl im ʺBaukonsortium C.____ʺ als auch in 

der F.____ AG tätig seien, mache es zudem nachvollziehbar, dass nicht extra ein schriftlicher 

Vertrag ausgefertigt worden sei. Die geltend gemachte Sanitärplanung sowie die Projektleitung 

der Heizungs- und der Sanitärinstallationen würden durch die eingereichten Bestätigungen der 

ausführenden Installateure sowie die eingereichten Pläne zur Umsetzung der Heizungs- und 

Sanitärinstallationen von H.____ bewiesen. Letztere würden zudem ein konkret nachweisbares 

Arbeitsergebnis darstellen. Die Planung für eine immense Fläche habe einen grossen Aufwand 

verursacht. Die entsprechende Zahlung habe das ʺBaukonsortium C.____ʺ der F.____ AG ein-

malig am 24. Oktober 2016 in Form einer Sammelzahlung geleistet.  

 

6.3 Um die effektiv getätigte Käuferbetreuung zu beweisen, reicht die Beschwerdeführerin 

Bestätigungen von einzelnen Käuferparteien ein. Diese würden allesamt bezeugen, dass Herr 

H.____ die Käufer beim Kauf der Wohnungen und bei der Auswahl der Materialien begleitet und 

beraten habe. Zudem reicht die Beschwerdeführerin weitere Bestätigungen von am Bau betei-

ligten Lieferanten ein, welche bestätigen würden, dass G.____ und H.____ diverse Besichti-

gungstermine wahrgenommen und Verhandlungen als Vertreter der jeweiligen Käufer geführt 

hätten. Der von der Beschwerdeführerin geforderte Abzug in der Höhe von Fr. 100'000.-- ent-

spreche für ein Bauprojekt in der Grössenordnung des Vorliegenden den marktüblichen Kosten 

für die Käuferbetreuungen. Ein exakter Nachweis der verrechneten Zeit werde dagegen in der 

Praxis nicht erbracht und sei auch nicht praktikabel. Zudem halte der vom Baukonsortium be-

zahlte Pauschalpreis von Fr. 100'000.-- einem Drittvergleich durchaus Stand.  

 

6.4 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin Abzüge für die Bauherrenbetreuung in der 

Höhe von Fr. 100'000.-- geltend. Diese begründet sie damit, dass die F.____ AG diverse Bau-

leitungs-, Koordinations- und Planungsaufgaben ausgeübt und diese unter dem Titel Bauher-

renbetreuung in Rechnung gestellt habe. Gegen den Einwand der Vorinstanz des mangelnden 

Nachweises müsse eingewendet werden, dass aufgrund der ohne Zweifel gegebenen engen 

Beziehung zwischen der F.____ AG und dem ʺBaukonsortium C.____ʺ eben keine schriftliche 

Vereinbarung notwendig gewesen sei, denn man habe sich vertraut. Obwohl es richtig sei, dass 

keine genaue Erfassung der effektiven Arbeitsstunden durch Arbeitsrapporte vorhanden sei, 

lasse sich dagegen abschätzen, dass der Arbeitsaufwand für die Ausübung der Bauleitungstä-

tigkeit bei einer solchen Grossbaute immens sei. Unter der Bauherrenbetreuung sei nicht nur 

die Vertretung gegenüber dem Generalunternehmer gemeint, sondern es falle auch die gene-

relle Überwachung eines Neubaus darunter. Zudem hätten diverse administrative Tätigkeiten 

wahrgenommen werden müssen. Der Bau habe über 1.5 Jahre gedauert und der damit verbun-

dene Zeitaufwand zur Ausübung der Bauleitungstätigkeit sei immens gewesen. Schliesslich 

bezeichnet die Beschwerdeführerin die einzelnen Bauleitungsaufgaben, welche sie wahrge-

nommen habe, und gibt auch den Baukostenaufwand an, welcher der jeweiligen Position zu-

grunde gelegen habe. Zudem reicht sie von diversen beteiligten Unternehmen eine Bestätigung 

als Beilage ein. Insgesamt lägen Baukosten im Umfang von Fr. 829'555.-- vor. Es sei in der 

Praxis üblich, für die Bauleitung 10% der diesbezüglich angefallenen Baukosten zu verlangen, 

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weshalb der geforderte Abzug unter zusätzlicher Berücksichtigung der Mehrwertsteuer und der 

Spesen noch als angemessen betrachtet werden könne.  

 

7.1 Der Vorgang der Sachverhaltsfeststellung durch die Steuerbehörde ist ein komplexer, 

arbeitsteiliger Prozess. Im Veranlagungsverfahren muss die steuerpflichtige Person deshalb 

alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen, und muss auf Verlan-

gen der Veranlagungsbehörde die von ihr verlangten Belege und Beweise zur Überprüfung der 

selbstdeklarierten Angaben vorlegen (MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch 

[Hrsg], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG), 3. Aufl., Basel 2017, N 3 und 38 zu 

Art. 42; § 101 ff. StG). Insbesondere muss sie das Formular für die Steuererklärung wahrheits-

gemäss und vollständig ausfüllen (Art. 42 StHG). Die Steuerpflichtigen tragen dabei die Ver-

antwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Steuererklärung (vgl. KRISTIAN A. MEIER, 

in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-

Landschaft, Basel 2004, Rz. 10 zu § 101 StG). Unabhängig davon ist die Steuerbehörde immer 

– auch ohne Zweifel an der richtigen oder vollständigen Sachverhaltsdarstellung durch die 

steuerpflichtige Person – berechtigt, Kontrollen (z.B. Stichproben) vorzunehmen, um die ge-

setzmässige Besteuerung sicherzustellen (BGE 133 II 114 E. 4.3). 

 

7.2 Um eine rechtmässige Veranlagung zu ermöglichen, ist die Steuerbehörde auf die Mit-

wirkung der steuerpflichtigen Person an der behördlichen Sachverhaltsermittlung angewiesen 

(Urteile des Bundesgerichts 2C_554/2013 und 2C_555/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.2). Die 

Mitwirkung der steuerpflichtigen Person an der Sachverhaltsermittlung (sog. Kooperations-

grundsatz) bildet denn auch einen tragenden Pfeiler des ordentlichen gemischten Veranla-

gungssystems. Denn die Mitwirkungspflicht ist Ausdruck des Selbstveranlagungselements die-

ses Systems und besteht in einer umfassenden Pflicht zur vollständigen und wahrheitsgemäs-

sen Offenlegung aller für die Steuerveranlagung massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse, die 

in ihrer Gesamtheit nur dem Steuerpflichtigen selbst bekannt sind (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., 

N 2 zu Art. 42; Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt VD.2015.149 und 150 vom 10. April 

2017 E. 4.2.2.1 und 4.3.1.1 m.w.H.). Im Ergebnis wird die Untersuchungspflicht durch die Mit-

wirkungspflicht der steuerpflichtigen Person einerseits unterstützt und andererseits begrenzt. 

Untersuchungs- und Mitwirkungspflicht stehen somit in einer wechselseitigen Beziehung 

(KGE VV vom 16. März 2022 [810 21 81] E. 8.2.1). 

 

7.3 Vom Untersuchungs- und vom Mitwirkungsgrundsatz losgelöst ist die Frage zu beant-

worten, wem die objektive Beweislast zukommt. Nach den Regeln über die objektive Beweislast 

ist zu bestimmen, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, wenn das erforderliche Be-

weismass nicht erreicht wurde, d.h. der Beweis für eine rechtserhebliche Tatsache misslungen 

ist (PETER LOCHER, in: Locher [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundes-

steuer, III. Teil, Art. 102-222 DBG, Basel 2015, N 35 zu Einführung zu Art. 122 ff.). Die Beweis-

lastregeln folgen dem sog. ʺAlles-oder-Nichts-Prinzipʺ. Entsprechend wird bei Beweislosigkeit 

zulasten der beweisbelasteten Person angenommen, der fragliche Sachverhalt habe sich nicht 

verwirklicht. Gemäss herrschender Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt nach 

der im Abgaberecht geltenden Normentheorie in sinngemässer Anwendung von Art. 8 ZGB der 

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steuerpflichtigen Person für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen die objektive Be-

weislast zu, während die Steuerbehörde jene für steuerbegründende und -erhöhende Tatsa-

chen trifft (vgl. statt vieler BGE 140 II 248 E. 3.5; KGE VV vom 16. März 2022 [810 21 81] 

E. 8.3.1; LOCHER, a.a.O., N 36 zu Einführung zu Art. 122 ff. m.w.H.). Im Rahmen von Art. 8 ZGB 

kommt weiter derjenigen Partei, welche nicht mit dem Beweis belastet ist, das Recht zum Ge-

genbeweis zu. So wird sie versuchen, die Umstände zu beweisen, welche geeignet sind, beim 

Richter ernsthaft Zweifel am Wahrheitsgehalt der Behauptungen hervorzurufen, welche Gegen-

stand des Hauptbeweises sind.  

 

8.1 Es ist erstellt und von der Beschwerdeführerin nicht bestritten, dass zwischen ihr, der 

F.____ AG, dem ʺBaukonsortium C.____ʺ und der B.____ GmbH wirtschaftlich und personell 

enge Beziehungen bestehen. Dies ergibt sich bereits daraus, dass G.____ und H.____ sowohl 

bei der Beschwerdeführerin als auch bei der F.____ AG, welche ihren Sitz in N.____ (Kanton 

O.____) hat, den Verwaltungsrat bilden und damit über das ʺBaukonsortium C.____ʺ zumindest 

indirekt auch auf die B.____ GmbH Einfluss nehmen konnten. Schliesslich ist unbestritten, dass 

auch zwischen G.____, H.____ und I.____ selbst enge wirtschaftliche und persönliche Verflech-

tungen bestehen. Daran ändert das Argument, dass G.____ und H.____ für die Beschwerde-

führerin nur in kleinem Ausmass administrative Tätigkeiten ausgeführt hätten, während sie 

überwiegend für die F.____ AG als deren Angestellte tätig gewesen seien, nichts. Es ist offen-

sichtlich, dass dieses Konstrukt – bestehend aus der Beschwerdeführerin, der F.____ AG, dem 

ʺBaukonsortium C.____ʺ und der B.____ GmbH – den Beteiligten G.____, H.____ und I.____ 

steuerrechtliche Anreize bietet. Auch in den Grenzen des Zulässigen setzen solche (Steuerop-

timierungs-) Konstrukte dagegen immer voraus, dass die geltend gemachten Leistungen, wel-

che zu Abzügen führen sollen, genau beziffert und auch objektiv nachgewiesen werden können. 

Dies gilt umso mehr für den Fall, dass es sich bei diesen Leistungen um (ausgelagerte) Eigen-

leistungen beziehungsweise um Leistungen einer von der Steuerpflichtigen beherrschten juristi-

schen Person handelt (vgl. E. 4.5.1 f. hiervor). Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die 

zum Abzug geltend gemachten Leistungen in Form der Bauherrenbetreuung, der Sanitärpla-

nung und der Käuferberatung allesamt von der F.____ AG erbracht worden seien. Nach dem 

Gesagten führt der Umstand, dass G.____ und H.____ Aktionäre und Verwaltungsräte der Be-

schwerdeführerin und gleichzeitig die einzigen Verwaltungsräte der F.____ AG sind, dazu, dass 

die geltend gemachten Leistungen, welche die F.____ AG erbracht haben soll, als ausgelagerte 

Eigenleistungen zu qualifizieren sind.  

 

8.2 Es ist weiter festzustellen, dass die Beschwerdeführerin für die geltend gemachte Bau-

herrenbetreuung, Sanitärplanung und Käuferberatung durch die F.____ AG beweispflichtig ist. 

Dies bedeutet, dass sie diese Leistungen nicht nur zu behaupten, sondern auch objektiv nach-

zuweisen hat und dass sie dazu aufgrund der Natur dieser Leistungen als ausgelagerte Eigen-

leistungen einer erhöhten Substantiierungspflicht unterliegt (vgl. E. 4.5.1 f. hiervor). In diesem 

Lichte sind die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten wertvermehrenden Aufwendun-

gen nachfolgend einzeln zu prüfen.  

 

8.3.1  Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Bauherrenbetreuung im Umfang von 

Fr. 100'000.-- (E. 6.4 hiervor) wurde von der Steuerverwaltung als unzulässige Eigenleistung 

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nicht berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin erklärt, dass es aufgrund der engen Verbindung 

zwischen dem ʺBaukonsortium C.____ʺ und der F.____ AG keine schriftlichen Vereinbarungen 

gebe und deshalb auch keine Arbeitsrapporte oder sonstige Nachweise vorliegen würden. Dies 

sei auch nicht notwendig, denn man habe sich vertraut. Als Nachweise der behaupteten Bau-

herrenbetreuung und der damit zusammenhängenden Aufgaben durch die F.____ AG reicht die 

Beschwerdeführerin eine Bestätigung der M.____ AG vom 26. November 2020 sowie weitere 

Bestätigungen – welche alle vom 8. April 2022 datieren – der J.____ AG, der P.____ AG, der 

Q.____ AG, der R.____ und der S.____ GmbH ein. Zudem verweist sie auf den eingereichten 

Auszug des ʺUmsatzkontos 3000ʺ. Alle diese Bestätigungen sind sehr allgemein abgefasst und 

sagen inhaltlich nichts über die genau angefallenen und vorgenommenen Arbeiten und die da-

für aufgewendete Zeit aus, weshalb ihnen nicht die erforderliche Beweiskraft zukommen kann. 

Gleiches gilt für die eingereichten Detailpläne für die Sanitärinstallationen, weil weder der erfor-

derliche Stundenaufwand noch die dafür vorgenommenen Arbeiten (bspw. in Form von Arbeits-

rapporten) nachvollziehbar sind. Auch die durch gleichlautende und pauschale Bestätigungen 

der involvierten Bauunternehmen vorgenommenen Behauptungen über die angeblich ausge-

führten Bauleitungsarbeiten ändern nichts daran, dass aus objektiver Sicht nach wie vor keine 

Belege über die konkret erbrachten Leistungen und deren Umfang vorliegen. 

 

8.3.2 Damit ist kein Nachweis erbracht, dass die geltend gemachte Bauherrenbetreuung und 

die damit verbundenen Bauleitungsarbeiten überhaupt von der F.____ AG erbracht worden 

sind. Weiter nicht nachgewiesen ist, dass diese Leistungen nicht schon unter einem anderen 

Titel (bspw. in der Bauabrechnung unter dem Architektenhonorar) abgegolten wurden (E. 4.5.1 

hiervor). Es liegt nur eine Rechnung der F.____ AG vom 3. Mai 2018 über Fr. 100'000.-- an das 

ʺBaukonsortium C.____ʺ mit dem Vermerk ʺInteressenvertretung gegenüber dem Architekten 

und Unternehmer, Mithilfe Planung und Vergaben, Sitzungen und Koordinationenʺ vor, wobei 

auch damit unklar bleibt, wann welche konkreten Leistungen in welchem Umfang erbracht wor-

den sein sollen. Es ist weiter darauf hinzuweisen, dass auf Seiten der Rechnungsstellerin und 

Rechnungsempfängerin dieselben Personen auftreten, was im Ergebnis bedeutet, dass sich die 

Bauherren selber betreuen. Abgesehen davon, dass dadurch fiktive Kosten generiert werden, 

ist dieses Vorgehen ohne weitere konkrete Nachweise weder nachvollziehbar noch sinnvoll. In 

diesem Zusammenhang ist ebenfalls darauf hinzuweisen, dass gemäss dem Revisionsbericht 

vom 28. Januar 2021 (S. 10-11) die von der B.____ GmbH erbrachten Architektur-, Baulei-

tungs- und Generalunternehmer-Leistungen (gemäss Planer-/Bauleitungsvertrag zwischen dem 

ʺBaukonsortium C.____ʺ und der B.____ GmbH) allesamt akzeptiert wurden. Mit den zuvor er-

wähnten Nachweisen gelingt es der Beschwerdeführerin auf jeden Fall nicht hinlänglich aufzu-

zeigen, dass die F.____ AG darüber hinaus die geltend gemachten Bauleitungsarbeiten tat-

sächlich erbracht hat.  

 

8.4 Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter, dass die geltend gemachte Sanitärplanung im 

Umfang von Fr. 50'000.-- (vgl. E. 6.2 hiervor) nicht als wertvermehrende Aufwendung berück-

sichtigt wurde. Auch für diese Leistungen der F.____ AG fehlen beispielsweise eine Offerte, ein 

Werkvertrag oder konkrete Arbeitsnachweise durch Arbeitsrapporte. Die Vorinstanz verwies 

zudem auf Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der diesbezüglichen Rechnungsstellung, 

weil falsche Mehrwertsteuersätze verwendet worden seien. Sofern die Beschwerdeführerin ihre 

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Behauptungen durch die eingereichten Bestätigungen der ausführenden Installateure nachzu-

weisen versucht, kann auf das hiervor unter der Erwägung 8.3.1 f. Gesagte verwiesen werden. 

Auch aus den eingereichten Plänen kann die Beschwerdeführerin die behaupteten Leistungen 

durch die F.____ AG nicht nachweisen, denn diese sind weder datiert noch ist darauf erkenn-

bar, von wem sie stammen. Ganz allgemein ist auch nirgends erkennbar, wer wieviel Arbeit für 

die Erstellung dieser Pläne investiert hatte. Allein aufgrund der erfolgten Zahlung in der Höhe 

von Fr. 50'000.-- kann auf jeden Fall nicht auf konkret erbrachte Leistungen geschlossen wer-

den. Dagegen ist aus den Unterlagen ersichtlich, dass die Sanitärinstallationen beziehungswei-

se die Heizungs- und Lüftungsinstallationen von anderen Unternehmen durchgeführt wurden 

und dass diese für ihre Arbeiten auch bezahlt wurden (Revisionsbericht vom 28. Januar 2021). 

Zudem hält der geltend gemachte Aufwand der F.____ AG auch einem Drittvergleich nicht 

stand, denn die geltend gemachten Kosten der Sanitärplanung machen ungefähr 16% der Ge-

samtaufwendungen für Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen von Fr. 320'000.-- aus, 

was unangemessen hoch ist. Schliesslich entspricht der geltend gemachte Betrag von 

Fr. 50'000.-- bei einem Stundenansatz von Fr. 100.-- insgesamt 500 Arbeitsstunden, was eben-

falls unangemessen hoch ist. Es ist deshalb festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die 

geltend gemachten Leistungen der F.____ AG für die Sanitärplanung in der Höhe von 

Fr. 50'000.-- zu Recht aufgerechnet hat.  

 

8.5 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin unter dem Titel Käuferbetreuung einen wert-

vermehrenden Aufwand von insgesamt Fr. 100'000.-- geltend, wobei die Vorinstanzen hier ei-

nen Betrag von Fr. 15'000.-- akzeptiert hatten (E. 5.2.3 hiervor). In den Akten gibt es dazu nur 

eine Rechnung vom 3. April 2018 über Fr. 100'000.-- für Betreuung der Käuferschaft bei der 

Auswahl der Küchen, Bäder, Wände und Bodenbeläge sowie Begleitung zu den Unternehmern 

und Beratung. Darüber hinaus existieren keine Belege, welche diese Bemühungen und deren 

konkreten Umfang nachweisen würden. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass es für die Käu-

fer bezüglich der Lieferanten immer nur eine Option gab, was grundsätzlich gegen den behaup-

teten beträchtlichen Aufwand spricht. Sofern die Beschwerdeführerin die Leistungen der F.____ 

AG im Rahmen der Käuferbetreuung durch die eingereichten vorgedruckten Käufer- und Liefe-

rantenbestätigungen beziehungsweise der Bestätigungen der ausführenden Installateure nach-

zuweisen versucht, kann ebenfalls auf das bereits Gesagte verwiesen werden (E. 8.3.1 f. hier-

vor). Konkret angefallene Betreuungsleistungen und deren genauer Umfang werden damit wie 

auch mit dem Verweis auf die bei T.____ AG üblichen Abrechnungen auf jeden Fall in keiner 

Art und Weise nachgewiesen, weshalb die Beschwerdeführerin auch daraus nichts zu ihren 

Gunsten ableiten kann.  

 

9. Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 

ihrer besonderen Substantiierungspflicht nicht nachkommt, weshalb ihr der Beweis misslingt, 

dass die F.____ AG die von ihr geltend gemachten wertvermehrenden Aufwendungen tatsäch-

lich erbracht hatte respektive dass diese Leistungen nicht schon unter einem anderen Titel ab-

gegolten worden sind. Die Steuerverwaltung hat deshalb bei der Beschwerdeführerin zu Recht 

Aufrechnungen im Umfang von Fr. 100'000.-- für die Bauherrenbetreuung durch die F.____ AG, 

Fr. 50'000.-- für die Sanitärplanung durch die F.____ AG und Fr. 85'000.-- für die Käuferbetreu-

ung durch die F.____ AG vorgenommen. Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuwei-

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sen, dass praxisgemäss sämtliche Verfahrensakten dem Gesamtgericht zum Aktenstudium zur 

Verfügung gestellt wurden, weshalb auch der Verfahrensantrag – und damit die Beschwerde 

vollumfänglich – abzuweisen ist.  

 

10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren so-

wie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 

Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 3'000.-- der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu verrechnen. Die Beschwerdeführerin hat somit 

zusätzliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- zu bezahlen. Die Parteikosten sind 

wettzuschlagen (§ 21 VPO). 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 2'500.-- verrechnet. Die Beschwerdeführerin hat somit 

zusätzliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- zu bezahlen.  

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 16. Februar 2023 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-

rensnummer 9C_166/2023) erhoben. 

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