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**Case Identifier:** 09cc42df-73e6-5147-9c3b-8d73ac0445f2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 25.06.2019 DB.2018.142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2018-142_2019-06-25.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2018.142 
1 ST.2018.166 
 
 

Entscheid 
 
 

 25. Juni 2019 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichte-
rin Christina Hefti und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,   

 
2. B,   

 
 Beschwerdeführer/ 
 Rekurrenten,  
vertreten durch RA lic.iur. C und RA lic.iur. D,  
 

 
 

gegen 
 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2015 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2015 

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1 ST.2018.166 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. 1. A und B (nachfolgend Pflichtigen) sind zu 2/3 bzw. 1/3 Anteilsinhaber der 

E Holding GmbH mit Sitz in der zürcherischen Gemeinde F, die mit Handelsregisterein-

trag vom … 2014 gegründet worden war. Der Vater der Pflichtigen, G, war Eigentümer 

der H AG, ebenfalls in der zürcherischen Gemeinde F. Diese bezweckt … und weist 

ein Aktienkapital von Fr. 300'000.- auf, aufgeteilt in 300 Namenaktien zu je Fr. 1'000.-. 

Mit Vertrag vom 11. Januar 2015 erwarb die E Holding GmbH von G 200 Namenaktien 

der H AG für Fr. 2'000'000.-. Gleichzeitig verschenkte G die restlichen 100 Namenak-

tien an die Pflichtige, die diese darauf für Fr. 100'000.- ebenfalls an die E Holding 

GmbH übertrug. Die E Holding GmbH finanzierte die Käufe dadurch, dass sie vom 

Pflichtigen ein Darlehen von Fr. 2'000'000.- aufnahm sowie mit Bezug auf den Kauf 

von der Pflichtigen den Preis als Schuld stehen liess. Der Pflichtige seinerseits erhielt 

die nötigen finanziellen Mittel durch ein Darlehen von der Bank I, für das die Aktien der 

H AG als Sicherheit hinterlegt wurden.  

 

 G machte der Pflichtigen zudem diverse Schenkungen, nämlich am 11. De-

zember 2014 Fr. 100'000.-, am 15. Januar 2015 weitere Fr. 100'000.-, am 6. Febru-

ar 2015 Fr. 800'000.- und am 19. November 2016 Fr. 1'500'000.-. Am … 2015 erwar-

ben die Pflichtigen eine Liegenschaft in J für Fr. 3'350'000.-. Vom Kaufpreis wurden 

Fr. 1'800'000.- durch einen Hypothekarkredit der Bank I und Fr. 1'200'000.- durch ein 

Darlehen der Verkäufer finanziert.  

 

 2. Im Einschätzungsverfahren für die Steuerperiode 2015 verlangte der Steu-

erkommissär mit Auflage vom 6. Oktober 2017 u.a. alle Verträge zu den Erbvorbe-

zügen sowie den beiden Darlehen an die E Holding GmbH. Die Pflichtigen reagierten 

am 22. Dezember 2017.  

 

 Am 8. Januar 2018 erliess der Steuerkommissär die Einschätzungen für die 

direkte Bundessteuer sowie die Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2015. 

Darin beurteilte er den Kauf der 200 Aktien der H AG von G durch die E Holding GmbH 

als eine Transponierung und rechnete die Differenz zwischen Kauferlös und Nennwert, 

somit Fr. 1'800'000.-, beim steuerbaren Einkommen auf.  

 

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 B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 31. Januar 2018 Einsprache erheben 

und beantragen, u.a. auf die Aufrechnung wegen Transponierung zu verzichten. Es 

habe sich um ein Management-Buyout über eine hierzu gegründete Akquisitionsgesell-

schaft gehandelt; die Voraussetzungen einer Transponierung seien nicht erfüllt.  

 

 Das kantonale Steueramt verlangte darauf am 9. März 2018 weitere Unterla-

gen zu den Darlehen und Bankkonten der Pflichtigen sowie die Jahresrechnungen der 

erwähnten Gesellschaften. Die Pflichtigen reichten am 27. April 2018 diverse Unterla-

gen ein. Anlässlich von telefonischen Besprechungen zwischen Vertretern der Pflichti-

gen und des kantonalen Steueramts verwiesen Letztere auf das allfällige Vorliegen 

einer Steuerumgehung; hierzu liessen die Pflichtigen am 6. Juni 2018 Stellung neh-

men.  

 

 Das kantonale Steueramt hiess am 27. Juli 2018 die Einsprachen in einem 

nicht mehr streitigen Punkt gut, hielt aber an der erwähnten Aufrechnung fest und er-

liess folgende Steuerfaktoren:  

 

Direkte Bundessteuer  Fr.  

Steuerbares Einkommen 1'396'200.- 

 

Staats- und Gemeindesteuern 

Steuerbares Einkommen  2'126'300.- 

Davon Ertrag aus qualifizierter Beteiligung  1'819'900.-  

Steuerbares Vermögen 389'000.-. 

 

 

 C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 27. August 2018 beantragten die Pflich-

tigen, es seien die angefochtenen Entscheide aufzuheben und die Einschätzungen für 

die direkte Bundessteuer 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 316'200.- 

und für die Staats- und Gemeindesteuern 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 326'300.-, davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 19'900.-, vorzunehmen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss am 19. September 2018 auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Das kantonale Steueramt stützt seine Beurteilung auf das Vorliegen einer 

Steuerumgehung. Dies setzt einen steuergesetzlichen Tatbestand voraus, der durch 

einen konstruierten Sachverhalt umgangen wird, ihm aber wirtschaftlich gleichkommt. 

Die Vorinstanz bezeichnet den umgangenen Tatbestand als die Regelung über die 

Transponierung. Dabei stützt sie sich vor allem auf das Bundesgerichtsurteil vom 

26. Oktober 2017 (2C_168/2017).  

 

 a) Steuerbar sind nach Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direk-

te Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 20 Abs. 1 lit. c des Steuerge-

setzes vom 8. Juni 1997 (StG) die Erträge aus beweglichem Vermögen, insbesondere 

Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Betei-

ligungen aller Art (einschliesslich Gratisaktien, Gratisnennwerterhöhungen und derglei-

chen). Als Ertrag aus beweglichem Vermögen gilt auch der Erlös aus der Übertragung 

einer Beteiligung von mindestens 5% am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalge-

sellschaft oder Genossenschaft aus dem Privatvermögen in das Geschäftsvermögen 

einer Personenunternehmung oder einer juristischen Person, an der der Veräusserer 

oder Einbringer nach der Übertragung zu mindestens 50% am Kapital beteiligt ist, so-

weit die gesamthaft erhaltene Gegenleistung den Nennwert der übertragenen Beteili-

gung übersteigt; dies gilt sinngemäss auch, wenn mehrere Beteiligte die Übertragung 

gemeinsam vornehmen (Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG bzw. § 20a Abs. 1 lit. b StG; sog. 

Transponierung).  

 

 Der Regelung über die Transponierung liegt folgender Umstand zugrunde: 

Werden Beteiligungsrechte aus dem Privatvermögen an einen Erwerber mit Geschäfts-

vermögen veräussert, findet ein Wechsel des Besteuerungssystems vom Nennwert- 

bzw. Kapitaleinlageprinzip zum unternehmersteuerrechtlichen Buchwertprinzip statt. 

Dies hat zur Folge, dass eine allfällige latente Einkommenssteuerlast auf den noch 

nicht ausgeschütteten Reserven der veräusserten Gesellschaft untergeht, weil für den 

Erwerber für die künftige Gewinnermittlung die Anlagekosten auf der Beteiligung mass-

gebend sind. Diese Wirkung kann von einem Beteiligungsinhaber ausgenutzt werden, 

indem er Beteiligungsrechte zu einem über den Nennwert liegenden Preis an eine 

selbstbeherrschte Gesellschaft veräussert; in diesem Fall spricht man von einer Trans-

ponierung. Mit den erwähnten Bestimmungen wird für solche Fälle die Steuerfreiheit 

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des privaten Kapitalgewinns durch dessen Umqualifizierung in steuerbaren Vermö-

gensertrag eingeschränkt. Begründet wird dies damit, dass der Verkäufer durch den 

Verkauf an eine selbstbeherrschte Käuferin latent steuerbare Reserven in einen Kapi-

talgewinn transponiert habe (Transponierungstheorie), bzw. ein Verkauf an sich selbst 

gar keine Veräusserung, sondern lediglich eine Umschichtung innerhalb des eigenen 

Vermögens sei, woraus kein steuerfreier Kapitalgewinn entstehen könne (Veräusse-

rungstheorie; Marco Greter, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundes-

gesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 

3. A., 2017, Art. 7a N 3 StHG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum 

DBG, 3. A., 2016, Art. 20a N 63 DBG sowie Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 

3. A., 2013, § 20a N 61 StG).  

 

 b) Es ist nicht streitig, dass vorliegend keine Transponierung erfolgte. Wie das 

Bundesgericht in E. 3.2. des erwähnten Urteils vom 26. Oktober 2017 festgehalten hat, 

erfassen die Bestimmungen über die Transponierung nur den Veräusserer selber, nicht 

aber dessen Rechtsnachfolger, sodass nur eine Einbringung der Beteiligung in eine 

vom Veräusserer selbst beherrsche Gesellschaft den Tatbestand erfüllt. Das Bundes-

gericht hat deshalb im erwähnten Fall, in dem der Veräusserer die Beteiligung an eine 

Gesellschaft seines Sohns verkauft und darauf seinem Sohn die Kaufpreisforderung 

abgetreten hat, eine Transponierung verneint.  

 

 Damit gehen aber auch vorliegend die Parteien zu Recht nicht von einer 

Transponierung aus, da die Käuferin E Holding GmbH zu 1/3 der Tochter von G und zu 

2/3 seinem Schwiegersohn gehörte, und die Gesellschaft damit nicht von ihm selber 

beherrscht wurde. Sein Schwiegersohn hat ebenfalls keine Transponierung vorge-

nommen, da die Beteiligung an der H AG nie in seinem Eigentum stand. Die Tochter 

von G hat zwar einen Anteil an der H AG erhalten, da sie diesen aber zum Nennwert 

an die E Holding GmbH übertrug, hat sie keinen Kapitalgewinn über dem Nennwert 

realisiert und fehlt es damit ebenfalls an einer Voraussetzung einer Transponierung.  

 

 

 2. Damit stellt sich allein die Frage, ob eine Steuerumgehung vorliegt.  

 

 a) aa) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird eine Steuerumge-

hung angenommen, wenn  

 

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(1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als ungewöhnlich, sachwidrig 

oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen 

erscheint (sog. objektives Element),  

(2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich des-

halb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der 

Verhältnisse geschuldet wären (sog. subjektives Element), und  

(3.) das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis führen 

würde, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde (sog. effektives Ele-

ment; zur detaillierten Anwendung dieser Kriterien vgl. BGE 138 II 239 E. 4.1 S. 243 ff. 

mit Hinweisen).  

 

 Eine Steuerumgehung liegt indes nicht bereits dann vor, wenn von mehre- 

ren zivilrechtlichen Lösungen nicht diejenige gewählt wird, die die höchsten Steuerfol-

gen zeitigt. Vielmehr fällt eine Steuerumgehung nur in jenen ganz ausserordentlichen 

Situationen in Betracht, wenn eine Rechtsgestaltung (objektives Element) vorliegt, die 

– abgesehen von den steuerlichen Aspekten – jenseits des wirtschaftlich Vernünftigen 

liegt. Das subjektive Element erweist sich insofern als entscheidend, als die Annahme 

einer Steuerumgehung ausgeschlossen bleibt, wenn andere als blosse Steuererspar-

nisgründe bei der Rechtsgestaltung eine relevante Rolle spielen (vgl. BGE 138 II 239 

E. 4.1; BGr, 18. Juli 2016, 2C_966/2015 E. 4.2; 15. August 2012, 2C_146/2010 

E. 4.1.4; 15. Mai 2012, 2C_836/2009 E. 6.1; zum Ganzen BGr, 26. Oktober 2017, 

2C_168/2017). 

 

 bb) Im Urteil vom 26. Oktober 2017 bejahte das Bundesgericht eine Umge-

hung des Steuertatbestands der Transponierung in einem Fall, in dem der Vater sei-

nem Sohn eine Beteiligung gegen Darlehen verkaufte und ihm in der Folge die Darle-

hensforderung unentgeltlich abtrat. Die Besonderheit bestand nach dem Bundesgericht 

darin, dass der Vater seinen Sohn beschenken wollte. Anstatt dass er dies in direkter 

Weise (durch die Schenkung der Aktien) tat und der beschenkte Sohn anschliessend 

die Beteiligung nach seinen Vorstellungen umstrukturierte, fand eine Umkehrung der 

Reihenfolge statt, indem zuerst ein Verkauf an die vom Sohn beherrschte Gesellschaft 

und anschliessend die Abtretung des Verkäuferdarlehens erfolgte. Hierdurch wurde ein 

Dreiparteienverhältnis geschaffen, welches ein aktives und abgestimmtes Zusammen-

wirken der Akteure (Vater, Gesellschaft, Sohn) voraussetzte. Dabei wurden zwei an 

sich unabhängige Vorgänge in ungewöhnlicher Weise miteinander verquickt, nämlich 

die Schenkung des Vaters an den Sohn einerseits und die Umstrukturierung bzw. das 

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Einbringen der Aktien durch den beschenkten Sohn in die Gesellschaft andererseits. 

Diese Vorgehensweise ergab nur Sinn, wenn das Zusammenwirken der drei beteiligten 

Parteien darauf abzielte, dem Beschenkten steuerliche Vorteile zu verschaffen. Die 

(legitimen) Überlegungen des Beschenkten, wie er die erhaltene Beteiligung steuer-

optimiert strukturieren will, fallen nämlich ausschliesslich in dessen Sphäre; für den 

Schenker ist es in der Regel von untergeordneter Bedeutung, was der Beschenkte mit 

der Schenkung unternimmt. Hinzu kommt, dass der Sohn die Aktien ohne jegliche 

Sicherheiten an seine Gesellschaft verkaufte und den Kaufpreis als Darlehensforde-

rung stehen liess. Auch eine Verzinsung oder eine Amortisation des Darlehens wurde 

weder geleistet noch vereinbart. Eine solche Vorgehensweise hielt nach dem Bundes-

gericht einem Drittvergleich nicht stand: Hätte der Vater einem Dritten Aktien in dieser 

Grössenordnung verkauft und im Gegenzug lediglich eine Darlehensforderung erhal-

ten, so hätte er zweifelsohne eine entsprechende Sicherheit und regelmässige Zins-

zahlungen verlangt. Die Zeitabläufe im vorliegenden Fall bestätigten denn auch den 

Eindruck, dass der Vater von Anfang an keine Zuflüsse aus den veräusserten Aktien 

erwartete. Dies bedeutete, dass das Darlehensverhältnis betreffend die Person des 

Rückzahlungsempfängers simuliert war: Gewollt war vielmehr von Beginn weg eine 

Begünstigung des Sohnes. In Anbetracht dieser Umstände erschien dem Bundesge-

richt das gewählte Vorgehen insgesamt als absonderlich und den wirtschaftlichen Ver-

hältnissen völlig unangemessen und bejahte es das objektive Element der Steuerum-

gehung. 

 

 b) Die Vorinstanz geht davon aus, dass es im vorliegenden Fall naheliegender 

gewesen wäre, wenn G der Pflichtigen die Aktien der H AG geschenkt und diese als-

dann die Beteiligung der auch ihr gehörenden E Holding GmbH verkauft hätte, um der-

gestalt Erlös bzw. gegebenenfalls eine – via Darlehensamortisation steuerfrei rück-

zahlbare – Forderung gegenüber letzterer zu erhalten, was indessen eine 

Transponierung dargestellt hätte. Es sei nämlich ungewöhnlich und absonderlich, dass 

G die Beteiligung an der H AG an die Gesellschaft seiner Tochter bzw. seines Schwie-

gersohns verkaufte, obschon er daraus keinen finanziellen Vorteil zog, da er den Kauf-

erlös und zusätzlich Fr. 500'000.- umgehend der Tochter schenkte. Der Verkauf als 

solcher sei für ihn bedeutungslos gewesen. Die Pflichtigen hätten zudem die Beteili-

gung frei nach ihrem Ermessen strukturieren können; diese Entscheidung falle in ihre 

Sphäre. Zudem müsse der Pflichtige für das zwecks Akquisition aufgenommene Darle-

hen der Bank einen höheren Zins bezahlen als er von der E Holding GmbH dafür erhal-

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te, was für sich gesehen wirtschaftlich keinen Sinn ergebe. Damit sei das objektive 

Element einer Steuerumgehung erfüllt.  

 

 Das Vorgehen sei einzig in der Absicht auf Steuerersparnis gewählt worden. 

Es wäre nämlich einfacher gewesen, wenn die Pflichtige die von der E Holding GmbH 

benötigten Mittel als Darlehen aus den von ihrem Vater erhaltenen Barschenkungen 

finanziert hätte. G habe offenkundig bereits im Zeitpunkt des Verkaufs der Beteiligung 

beabsichtigt, den Erlös der Pflichtigen zukommen zu lassen. Er hätte ihr auch alle sei-

ne Aktien schenken können, da er offenkundig keinen Gewinn beabsichtigte, und ihr 

und ihrer Familie damit nicht die Aufnahme eines verzinslichen Darlehens aufgenötigt 

hätte. Damit sei die subjektive Voraussetzung einer Steuerumgehung erfüllt, da keine 

anderen als steuerliche Gründe für das Vorgehen ersichtlich seien.  

 

 c) aa) Die Argumentation des kantonalen Steueramts leuchtet dann ein, wenn 

anstelle der beiden Pflichtigen nur die Pflichtige als Tochter von G gehandelt hätte. 

Diesfalls wäre in der Tat ein Sachverhalt ähnlich wie derjenige vorgelegen, der im Ur-

teil des Bundesgerichts zur Beurteilung stand: So hätte der Vater die Beteiligung an 

der H AG der Akquisitionsgesellschaft verkauft, welche (zu mindestens 50%) seiner 

Tochter gehört, und die Akquisitionsgesellschaft den Verkaufspreis gestützt auf ein 

Darlehen der Tochter finanziert, das diese ihrerseits von Dritten aufgenommen hätte. 

Da G der Pflichtigen den Verkaufserlös umgehend zurücküberwies, hätte sie ein allfäl-

liges von Dritten aufgenommenes Darlehen gleich wieder zurückzahlen können. Die 

Darlehensaufnahme und Kaufpreisbezahlung wären überflüssig gewesen und hätten 

rein als Kulisse gedient. Im Ergebnis hätte dieselbe Situation bestanden wie wenn der 

Vater die Beteiligung der E Holding GmbH gegen Darlehen verkauft und das Darlehen 

der Tochter zediert hätte. Damit wäre derselbe Sachverhalt vorgelegen wie im Urteil 

des Bundesgerichts, worin ein solches Vorgehen als eine Umgehung des Tatbestands 

der Transponierung qualifiziert wurde.  

 

 bb) Anders liegen die Verhältnisse indessen, wenn sie unter dem Blickwinkel 

des Schwiegersohns von G betrachtet werden.  

 

 Diesfalls liegt hier ein Kauf einer Beteiligung mittels einer Akquisitionsgesell-

schaft vor. Bei diesem Vorgehen wird die Finanzierung des Kaufpreises erleichtert: Die 

künftigen Gewinne der übernommenen Gesellschaft können dank des Holdingprivilegs 

(§ 73 StG) bzw. des Beteiligungsabzuges (Art. 69 DBG) ohne steuerliche Belastung an 

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die übernehmende Gesellschaft ausgeschüttet und von dieser zur Amortisierung und 

Verzinsung des zum Kauf benötigten Darlehens eingesetzt werden. Demgegenüber 

müsste der Käufer bei einem direkten Kauf der Beteiligungsrechte ins Privatvermögen 

die Gewinne aus der übernommenen Gesellschaft zuerst ausschütten und damit selbst 

versteuern, bevor er sie zur Kaufpreistilgung bzw. Rückzahlung des Darlehens einset-

zen kann. Der Kauf einer Beteiligung mittels Akquisitionsgesellschaft macht deshalb 

durchaus Sinn, wie auch das Bundesgericht in E. 4.1 des Urteils vom 26. Oktober 2017 

ausdrücklich festgehalten hat. Bereits vor Inkrafttreten der Gesetzesbestimmungen 

zur Transponierung war ein solches Vorgehen nicht als Transponierung beurteilt wor-

den (sog. Erbenholding; BGr, 11. Juni 2004, ASA 73, 402). Probleme ergeben sich 

hingegen allenfalls unter dem Aspekt der indirekten Teilliquidation (Art. 20a Abs. 1 lit. a 

DBG; § 20 Abs. 1 lit. a StG). Eine solche wird hier indessen von der Vorinstanz nicht 

geltend gemacht und wird in der folgenden Steuerperiode jeweils zu überprüfen sein. 

 

 Der Pflichtige als Schwiegersohn von G erwarb auf diese Weise 2/3 der 

H AG, und zwar nach der Sachdarstellung der Pflichtigen zum Zweck der Geschäfts-

nachfolge. Demnach habe er sich als Geschäftsführer der H AG verdient gemacht, 

weshalb ihm G habe ermöglichen wollen, die Aktienmehrheit zu erwerben und das Un-

ternehmen weiter zu führen. Dies wird durch den Handelsregisterauszug bestätigt, ge-

mäss dem der Pflichtige seit dem 18. November 2013 als Geschäftsführer eingetragen 

war und heute als Präsident des Verwaltungsrats amtet. Indessen fehlten ihm offen-

kundig die finanziellen Mittel zum Erwerb der Beteiligung. Mit Vertrag vom 12./17. De-

zember 2014 hat er deshalb persönlich ein Darlehen von der Bank I über 

Fr. 2'000'000.- aufgenommen. Der Pflichtige hat darauf der E Holding GmbH ein ent-

sprechendes Darlehen gewährt, allerdings ohne schriftlichen Vertrag, und letztere hat 

ihm dafür die Aktien der H AG als Sicherheit zur Hinterlegung bei der Bank überlassen. 

Daraus ergibt sich, dass der Pflichtige persönlich ein erhebliches finanzielles Engage-

ment eingegangen und deshalb sein Vorgehen wohl auch ernsthaft gemeint war. Wei-

ter ist aus der Sicht von G ein guter Grund dafür erkennbar, die Transaktion auf diese 

Weise abzuwickeln, konnte er doch damit die Geschäftsnachfolge nach eigenen Vor-

stellungen selber regeln. Auffallend ist zwar, dass das Darlehen der Bank – statt direkt 

an die Akquisitionsgesellschaft – in einem ersten Schritt dem Pflichtigen als Anteilsin-

haber und darauf von diesem der Akquisitionsgesellschaft gewährt wurde. Indessen ist 

kein Grund ersichtlich, deswegen die Situation anders zu beurteilen; vielmehr wird er 

dadurch gerade persönlich in die Transaktion eingebunden. Dieses Vorgehen ist für 

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sich gesehen nicht aussergewöhnlich und kann nicht als Steuerumgehung qualifiziert 

werden. 

 

 Nicht aussergewöhnlich ist es zudem, dass der Pflichtige seine Aktienmehr-

heit kaufen musste und nicht einfach von G geschenkt erhielt. Die Schenkungen von G 

an die Tochter stehen im Zusammenhang mit Erbvorbezügen, bei denen zudem auch 

die Gleichbehandlung der Tochter mit dem Sohn beachtet wurde, indem nach der 

Sachdarstellung der Pflichtigen letztlich beide je Fr. 3'500'000.- erhielten (R-act. 2 S. 3 

oben). Ein Schwiegersohn ist nicht erbberechtigt (Art. 470 ZGB), und zudem müsste 

auf einer solchen Schenkung auch noch Schenkungssteuer entrichtet werden (§ 11 

des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes vom 28. September 1986). Ein Ver-

kauf der Beteiligung an den Schwiegersohn, der an der Unternehmensnachfolge inte-

ressierten war, war damit naheliegend. Da G einen Teil seines Vermögens auf seine 

direkten Nachkommen verteilen wollte, ist auch nicht aussergewöhnlich, dass er den 

Verkaufserlös nicht zurückbehielt, sondern umgehend wieder seiner Tochter zukom-

men lassen liess.  

 

 Als Zwischenergebnis ist damit festzuhalten, dass gute Gründe für das ge-

wählte Vorgehen sprechen.  

 

 cc) Das kantonale Steueramt wendet dagegen ein, dass das gleiche Ergebnis 

durch eine Schenkung der Aktien an die Pflichtige als Tochter von G hätte erreicht 

werden können, worauf die Pflichtigen die Eigentumsverhältnisse hätten unter sich 

abmachen können.  

 

 Es wäre in der Tat möglich gewesen, dass der Pflichtige diesfalls die Aktien 

von seiner Ehefrau erworben hätte. Hierzu wären diverse Varianten möglich, etwa ein 

direkter Kauf gegen Darlehen, oder der Erwerb über die Akquisitionsgesellschaft unter 

Beanspruchung eines Bankdarlehens oder eines Darlehens von der Ehefrau selbst. 

Die Vorteile eines solchen Vorgehens sind aber nicht derart eindeutig, dass sie die 

gewählte Vorgehensweise als absonderlich erscheinen lassen. G hatte offenkundig ein 

Interesse daran, die Geschäftsnachfolge nach seinen Vorstellungen zu regeln. Weiter 

erscheint es als nicht aussergewöhnlich, den Pflichtigen durch ein eigenes direktes 

finanzielles Engagement an den Erfolg der Gesellschaft zu binden. Von daher er-

scheint ein direkter Verkauf durch G an die E Holding GmbH gestützt auf ein Bankdar-

lehen des Pflichtigen als naheliegender als eine schenkungsweise Übertragung an die 

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Tochter mit der Auflage, die Beteiligung umgehend an den Schwiegersohn weiter zu 

veräussern. Ein Kauf gestützt auf eine Kreditgewährung durch die Ehefrau hätte zu-

dem die Folge gehabt, dass der Pflichtige ihr diesen Betrag geschuldet hätte, was für 

das eheliche Verhältnis unter Umständen als Belastung hätte empfunden werden kön-

nen.  

 

 Zudem hätte sich das Problem gestellt, dass unter Umständen ein solches 

Vorgehen als Zusammenwirken mit der Ehefrau als Minderheitsaktionärin und somit 

als eine gemeinsame Übertragung gemäss Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG bzw. § 20a 

Abs. 1 lit. b StG qualifiziert worden wäre, was eine Besteuerung als Transponierung 

ausgelöst hätte. Nach dem Gesagten besteht aber keine Verpflichtung, die steuerlich 

ungünstigste Lösung zu wählen. Nachdem wie dargetan gute (nichtsteuerliche) Gründe 

für die effektiv gewählte Gestaltung vorliegen, kann den Pflichtigen nicht vorgehalten 

werden, sie hätten die andere (steuerungünstigere) Variante wählen müssen.  

 

 dd) Nicht weiter hilft dem kantonalen Steueramt der Hinweis darauf, dass die 

Aufnahme des teuren Bankdarlehens für den Kauf von vornherein unnötig war, da die 

Pflichtige 2015 und 2016 Barmittel von Fr. 2,5 Mio. geschenkt erhielt, und für den Kauf 

der Liegenschaft in J lediglich Barmittel von Fr. 350'000.- erforderlich waren. Wie die 

Pflichtigen indessen nachweisen, wurde der Rest der geschenkten Beträge für den 

Umbau der Liegenschaft benötigt, dessen Kosten auf Fr. 2'419'000.- veranschlagt wur-

den, sodass sich Anlagekosten von Fr. 5'769'000.- ergaben (R-act. 3/10, Präambel). 

Hiervon waren Fr. 3'500'000.- durch Kredite gedeckt, sodass der Rest der geplanten 

Baukosten selber finanziert werden musste. Bei dieser Situation war die Fremd-

finanzierung des Beteiligungskaufs gerechtfertigt.  

 

 Diese Beurteilung wird auch nicht durch den Einwand des kantonalen Steuer-

amts umgestossen, dass der Pflichtige für das E Holding GmbH gewährte Darlehen 

weniger Zins erhält als er der Bank für das aufgenommene Darlehen bezahlen muss. 

Gemäss den Feststellungen des kantonalen Steueramts beträgt der Verlust aus der 

Zinsdifferenz pro 2015 Fr. 20'558.- und pro 2016 Fr. 16'378.- (Einspracheentscheid 

Ziff. 21a am Ende). Dieser ist darauf zurückzuführen, dass gemäss dem Darlehensver-

trag mit der Bank I der Zinssatz 2,375% beträgt, während für die von der E Holding 

GmbH zu bezahlenden Zinsen das Rundschreiben der ESTV vom 13. Februar 2015 

"Steuerlich anerkannte Zinssätze 2015 für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer 

Franken" gilt. Die Pflichtigen wenden damit zu Recht ein, dass es ihnen aus steuer-

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rechtlichen Gründen gar nicht möglich gewesen sei, für das Darlehen des Pflichtigen 

mehr Zins zu verlangen.  

 

 d) Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass das Vorgehen der Pflich-

tigen nicht als ungewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich und den wirtschaftlichen 

Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint und es deshalb an einer Vorausset-

zung für die Annahme einer Steuerumgehung fehlt.  

 

 

 3. Gestützt auf diese Erwägungen sind die Beschwerde bzw. der Rekurs gut-

zuheissen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens der Beschwerdegegnerin 

bzw. dem Rekursgegner aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

Den Pflichtigen ist aufgrund ihres Obsiegens eine Parteientschädigung zuzusprechen 

(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-

verfahren vom 20. Dezember 1968 bzw. § 152 StG i. V. m. § 17 Abs. 2 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).  

 

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die direkte 

Bundessteuer, Steuerperiode 2015, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 316'200.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif). Der 

Abzug von 2 Mal Fr. 251.- gemäss Art. 214 Abs. 2bis DBG wird gewährt. 

 

2. Der Rekurs wird gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Staats- und Ge-

meindesteuern, Steuerperiode 2015, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 326'300.- (davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 19'900.-) und einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 389'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 

bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

 

[…]