# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5fd3336-e143-5a5c-8434-95bb209bb879
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 14.08.2018 470 18 232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-18-232_2018-08-14.pdf

## Full Text

Seite 1     http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

14. August 2018 (470 18 232) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht 

 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring, Richter Markus Mattle; 

Gerichtsschreiberin i.V. Katja Knechtli 

 

Parteien A.____,   

Beschwerdeführer 

  

gegen 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabtei-

lung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft vom 12. Juni 2018 

 

 
 

A. A.____ wurde vorgeworfen, am Samstag, 17. Februar 2018, um 11:30 Uhr, seinen 15-
jährigen Sohn B.____ anlässlich eines verbalen Streits bezüglich seiner schulischen Leistung 
tätlich angegangen zu haben und ihm dabei einfache Verletzungen zugefügt zu haben, indem 
er ihn zweimal mittels eines Zeremonienstocks auf den Oberschenkel geschlagen habe. Mit 
Verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 12. Juni 2018 wurde das Strafverfah-
ren gegen A.____ wegen einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB) und wegen Tätlich-
keiten (Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB) eingestellt. Des Weiteren wurden ihm die Verfahrenskosten 
in der Höhe von insgesamt CHF 1‘406.00 (inklusive Gebühr von CHF 200.00 für den Einstel-

 

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lungsbeschluss) auferlegt und es wurde ihm weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung 
zugesprochen. 
 
B. Mit Beschwerdeschrift vom 25. Juni 2018 (Postaufgabe 3. Juli 2018) gelangte A.____ 
(nachfolgend Beschwerdeführer) an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht. 
Er führte aus, dass er die Auferlegung der Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1‘406.00 
nicht nachvollziehen könne und er „allgemein“ gegen das Strafverfahren sei, welches die 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen ihn eingeleitet habe. 
 

C. Mit Verfügung vom 4. Juli 2018 ordnete das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Strafrecht, das schriftliche Verfahren an und stellte die Beschwerdeschrift vom 25. Juni 
2018 zur Stellungnahme innert peremptorischer Frist bis 16. Juli 2018 der Staatsanwaltschaft 
Basel-Landschaft (nachfolgend Beschwerdegegnerin) zu. 
 
D. Mit Stellungnahme vom 11. Juli 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin, dass auf 
die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen sei, 
sowie die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen seien. 
 
E. Mit Verfügung vom 13. Juli 2018 leitete das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Strafrecht, die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin an den Beschwerdeführer zur 
Kenntnisnahme. Zudem wurde der Schriftenwechsel geschlossen und die schriftliche Eröffnung 
des Entscheides angekündigt. 
 
 
Erwägungen 

 

1. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung 
Strafrecht, als Beschwerdeinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus 
Art. 20 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO sowie aus § 15 Abs. 2 EG StPO. Nach Art. 393 Abs. 1 lit. a 
StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügungen und die Verfahrenshandlungen von 
Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. Gemäss Abs. 2 von Art. 393 StPO 
können mit der Beschwerde gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung 
und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a); die un-
vollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit 
(lit. c). Nach Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde gegen schrift-
lich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der 
Beschwerdeinstanz einzureichen. Die 10-tägige Beschwerdefrist bildet eine gesetzliche Frist, 
die gemäss Art. 89 Abs. 1 StPO nicht erstreckt werden kann. Die Einstellungsverfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 12. Juni 2018 wurde dem Beschwerdeführer nachweislich am 16. Juni 
2018 zugestellt. Die zehntägige Beschwerdefrist begann somit am 17. Juni 2018 zu laufen 
(Art. 90 Abs. 1 StPO) und endete entsprechend am 26. Juni 2018. Die Beschwerde, welche 
zwar vom 25. Juni 2018 datiert, wurde jedoch erst am 3. Juli 2018 der Post übergeben. Sie er-

 

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weist sich somit klarerweise als verspätet, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Damit erübrigt 
sich eine materielle Prüfung der Beschwerde. 
 
2.  Die ordentlichen Kosten für das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren werden ge-
stützt auf § 13 Abs. 1 GebT i.V.m. § 14 Abs. 2 lit. a GebT pauschal auf CHF 250.00 festgesetzt. 
Die Parteien tragen nach Art. 428 Abs. 1 StPO die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Entsprechend gehen die Verfahrenskosten in Anwendung 
von Art. 428 Abs. 1 StPO zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers.  
 

 

 

Demnach wird erkannt: 

 
://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

pauschal CHF 250.00 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 
 
 3. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
Katja Knechtli