# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc59b4b8-b0b9-53bf-938f-ec1ad5f33426
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.04.2016 200 2015 958
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-958_2016-04-06.pdf

## Full Text

200 15 958 UV
KNB/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. April 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, UV/15/958, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war als Angestellter der C.________ bei der SUVA (nach-
folgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 
14. Mai 2012 als … auf einer … beim Heruntersteigen von einem Dreitritt 
stürzte und sich das linke Handgelenk verletzte (Antwortbeilage [AB] 1). Er 
zog sich dabei eine scapholunäre Dissoziation, d.h. eine Verletzung der 
Bänder im Handwurzelbereich zwischen dem Kahnbein und dem Mondbein 
zu (AB 9, 13). Am 29. Mai 2012 erfolgte eine offene Reposition mit tran-
sossärer Bandnaht und temporärer Kirschnerdrahtstabilisierung (AB 13, 14 
S. 2 f.). Am 25. Juli 2012 wurde der Kirschnerdraht entfernt und 
der Versicherte aufgrund von Symptomen eines komplexen regionalen 
Schmerzsyndroms (complex regional pain syndrome, CRPS) bis zum 
30. Juli 2012 hospitalisiert (AB 21, 22, 30). Aufgrund der Diagnose eines 
narbigen Entrapments eines oberflächlichen Radialisastes über dem Hand-
gelenk links erfolgte am 19. September 2012 eine Neurolyse (AB 42). We-
gen fortbestehender neurogener Schmerzen, einer Strecksteife des Dau-
mens und Gefühlsstörungen fand am 13. September 2013 eine operative 
Exploration des Ramus superficialis nervi radialis, die Exzision eines Neu-
roms in continuitatem sowie eine Koadaption mittels Veneninterponat und 
Allowrap im Bereich des radialen Handgelenks links statt (AB 148, 151). 
Aufgrund persistierender Beschwerden folgten Interventionen in der ambu-
lanten Schmerzsprechstunde des Spitals D.________ (AB 202, 207). 

Mit Mitteilung vom 23. Mai 2014 sprach die Invalidenversicherung dem 
Versicherten als Integrationsmassnahme ein Belastbarkeitstraining für die 
Zeit vom 2. Juni 2014 bis 24. August 2014 zu (AB 198). Mit Mitteilung vom 
8. September 2014 gewährte sie ihm zudem ein Aufbautraining für die Zeit 
vom 8. September 2014 bis 30. November 2014 (AB 228).

Nach einer kreisärztlichen Untersuchung vom 14. August 2014 (AB 217) 
teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass der Zeitpunkt des Fallabschlus-

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ses gekommen sei. Nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung werde der Rentenanspruch geprüft. Weitere Heilkos-
ten würden nicht mehr zu Lasten der SUVA fallen (AB 219; siehe auch 
AB 237). 

Mit Verfügung vom 9. März 2015 sprach die SUVA dem Versicherten ab 
dem 1. Dezember 2014 für eine Erwerbsunfähigkeit von 30% eine Invali-
denrente sowie eine Entschädigung für eine Integritätseinbusse von 15% 
zu (AB 268). Hiergegen liess der Versicherte am 10. April 2015 Einsprache 
erheben mit dem sinngemässen Antrag, ihm sei eine Invalidenrente für 
eine Erwerbsunfähigkeit von zumindest 50% zuzusprechen (AB 273 i.V.m. 
AB 287). Nach Einholung einer Stellungnahme der Kreisärztin (AB 289) 
wies die SUVA die Einsprache mit Entscheid vom 28. September 2015 ab 
(AB 294).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, wiederum ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, am 2. November 2015 Be-
schwerde mit den sinngemässen Rechtsbegehren, der angefochtene Ein-
spracheentscheid sei aufzuheben und es sei ihm eine 30% übersteigende 
unfallbedingte Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei der angefoch-
tene Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Vornah-
me weiterer medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Am 17. No-
vember 2015 ging dem Verwaltungsgericht zudem ein Gesuch des Versi-
cherten um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt Dr. B.________ als unentgeltlicher Rechts-
beistand zu.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2015 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der SUVA vom 28. Sep-
tember 2015 (AB 294). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und 
dabei insbesondere, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere 
als die ihm auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 30% gewährte 
UVG-Rente hat. Die dem Beschwerdeführer ebenfalls zugesprochene Inte-
gritätsentschädigung von 15% war demgegenüber schon im Einsprache-
verfahren nicht angefochten worden und ist entsprechend – da nicht Streit-
gegenstand – im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 

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Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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2.7 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

2.7.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

2.7.2 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung resp. der Unfallversicherung von 
jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Ar-
beitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen 
Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver-

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schiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlang-
ten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich 
des körperlichen Einsatzes (vgl. SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Daraus 
folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob 
eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit-
telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeits-
kraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze 
dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 
E. 3b). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszuge-
hen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung 
der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles 
zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Ver-
dienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen 
Anforderungen zu stellen (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Von einer 
Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr 
gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter 
Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 
kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent-
sprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint 
(SVR 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4, 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.2).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der Dokumentation 
von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(SUVA) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 
IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Da den Tabellenlöhnen gemäss LSE generell eine 
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist bei diesen eine Um-
rechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit er-
forderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76). Weiter gilt bei der Heranziehung 
von Tabellenlöhnen gemäss LSE zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten 
behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend ein-

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setzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der 
Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem 
Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 
134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in 
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtli-
chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles 
ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale 
auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-
haft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu be-
grenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und wird denn auch nicht bestritten, 
dass sich der Beschwerdeführer beim Unfall vom 14. Mai 2012 eine sca-
pholunäre Dissoziation links zuzog (AB 9, 13) und dass sich in der Folge 
bei einem Status nach offener Reposition mit transossärer Bandnaht und 
temporärer Kirschnerdrahtstabilisierung am 29. Mai 2012 (AB 13, 14 
S. 2 f.), einem Status nach Kirschnerdrahtentfernung am 25. Juli 2012 
(AB 22, 30), einem Status nach Neurolyse eines oberflächlichen Radialis-
astes über dem Handgelenk links am 19. September 2012 (AB 42) sowie 
einem Status nach operativer Exploration des Ramus superficialis nervi 
radialis, einer Exzision eines Neuroms in continuitatem sowie einer Koad-
aption mittels Veneninterponat und Allowrap im Bereich des radialen 
Handgelenks links am 13. September 2013 (AB 148, 151), ein CRPS Typ II 
entwickelt hat. Zudem liegen bei ihm gemäss radiologischer Untersuchung 
vom 5. Februar 2013 (AB 90) ein weiter SL-Gelenkspalt und Veränderun-
gen im ST-Gelenk links vor (vgl. insbesondere AB 192, 207, 208, 217, 
227). 

3.2 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 14. August 2014 
(AB 217) kam die Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin FMH, gestützt auf die Akten, die Angaben des Be-

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schwerdeführers sowie die eigenen Untersuchungsbefunde zur Beurtei-
lung, dass von weiteren ärztlichen Behandlungen keine wesentliche Ver-
besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten sei. Damit in Über-
einstimmung hielt die behandelnde Prof. Dr. med. F.________, Fachärztin 
für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie für Hand-
chirurgie FMH, am 27. August 2014 fest, dass sie “Forfait“ geben müsse. 
Nachdem sämtliche Massnahmen ihrerseits wie auch des Schmerzdienstes 
ohne Erfolg geblieben seien, habe sie keine Ahnung, was sie dem Be-
schwerdeführer noch anbieten könne. Entsprechend schliesse sie die Be-
handlung vorläufig ab (AB 227; siehe auch AB 207 und 208). Die Beurtei-
lung, wonach von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten sei, wird auch 
durch die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der kreisärztlichen 
Untersuchung gestützt, wonach der Zustand seiner linken Hand seit ca. 
einem halben Jahr trotz verschiedener Interventionen in der Schmerz-
sprechstunde unverändert sei und auch die durchgeführten physiothera-
peutischen und ergotherapeutischen Massnahmen keine Veränderung der 
Symptomatik mehr brächten (vgl. AB 217 S. 4 f.).

Gestützt auf diese Aktenlage ist erstellt, dass im Zeitpunkt des Fallab-
schlusses keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu 
erwarten war. Dass die Fachpersonen Berufliche Integration der 
G.________ in ihrem Schlussbericht vom 17. November 2014 offenbar in 
Unkenntnis der medizinischen Akten festhielten, dass es aus ihrer Sicht 
sinnvoll wäre, allenfalls medizinische Massnahmen zur Reduktion der 
Schmerzempfindung einzuleiten (vgl. AB 246 S. 3 sowie Beschwerde S. 6), 
ändert an diesem Beweisergebnis nichts. Entscheidend ist, dass sämtliche 
Fachärzte im Zeitpunkt des Fallabschlusses entsprechende weitere Versu-
che als nicht erfolgsversprechend verwarfen (siehe AB 207, 217 und 227). 
Nachdem die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung am 
30. November 2014 endeten (vgl. AB 228), hat die Beschwerdegegnerin 
den Fall somit zu Recht unter gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf 
eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung per 1. Dezember 
2014 abgeschlossen (vgl. AB 268 sowie E. 2.4 hiervor).

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3.3 Gemäss Beurteilung der Kreisärztin ist dem Beschwerdeführer 
sein bisheriger Beruf als … unfallbedingt nicht mehr zumutbar. Eine leichte 
Tätigkeit sei ihm hingegen nach wie vor ganztags zumutbar. Dabei könne 
er seine linke, adominante Hand noch als Hilfshand einsetzen. Kräftiges 
Zupacken, feinmotorische Tätigkeiten sowie Tätigkeiten auf Leitern und 
Gerüsten seien nicht mehr zumutbar (AB 217 S. 7 i.V.m. AB 219 S. 1; sie-
he auch AB 222). Für Tätigkeiten allein mit der rechten Hand bestünden 
keine Einschränkungen (vgl. AB 289 S. 5). 

Soweit der Beschwerdeführer als Argument gegen die Schlüssigkeit dieses 
Zumutbarkeitsprofils die Ergebnisse der Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung anführen lässt (vgl. Beschwerde S. 4 f.), ist festzu-
halten, dass diese u.a. zum Ziel hatten herauszufinden, welche Tätigkeiten 
dem Beschwerdeführer mit der verletzten linken Hand noch möglich sind 
(vgl. AB 245 S. 2). Im Rahmen des Belastbarkeits- wie auch des Aufbau-
trainings wurden ihm entsprechend Arbeiten zugewiesen, die grundsätzlich 
nur unter Einsatz beider Hände effizient ausgeführt werden können (Kanten 
und Flächen von Uhrenzeigern schleifen, Uhrendeckel beizen, Zeiger 
lackieren, Stempelkarten reinigen, Vliese anhand einer Schablone zu-
schneiden, Gummibänder abzählen und verpacken, Reinigungsarbeiten 
ausführen [vgl. AB 245 S. 4], bsv-Ordner konfektionieren, Flyer in Ver-
kaufsdisplays einlegen, Etiketten loslösen, Kartonschachteln aufklappen 
und zusammenstecken sowie diverse Montage- und Demontagearbeiten 
[vgl. AB 246 S. 4]), mit dem Ergebnis, dass die quantitative Leistung bei 
lediglich 30% lag. Begründet wurde dies damit, dass der Beschwerdeführer 
die linke Hand im Wesentlichen nur als Haltehand habe einsetzen können. 
Je höher das Arbeitspensum geworden sei und je mehr der Beschwerde-
führer die linke Hand habe bewegen müssen, desto mehr habe er Schmer-
zen benannt. Deshalb habe man auch auf eine weitere Steigerung des 
Pensums von 90 auf 100% verzichtet (vgl. AB 246 S. 2 f.). 

Die Berichte der Eingliederungsfachpersonen bestätigen nach dem Darge-
legten das von der Kreisärztin formulierte Zumutbarkeitsprofil, wonach der 
Beschwerdeführer seine linke, adominante Hand nur noch als Hilfshand 
einsetzen kann. Dass er auch bei Tätigkeiten, die er allein mit der rechten, 
dominanten Hand ausführen kann – bzw. mit der linken als blosse Hilfs-

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hand –, eingeschränkt wäre, kann aufgrund der gezeigten guten Feinmoto-
rik der rechten, dominanten Hand (vgl. AB 245 S. 5) ausgeschlossen wer-
den. Es sind vorliegend keine Aspekte ersichtlich, die von der Kreisärztin 
bei ihrer Beurteilung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Der 
kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 14. August 2014 erfüllt sämtliche 
der unter Erwägung 2.7 hiervor genannten, von der Rechtsprechung an 
medizinische Expertisen gestellten Anforderungen. Er ist im Hinblick auf die 
streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden und ist in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation schlüssig. 
Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht auf die nachvollziehbar be-
gründete und in sich widerspruchsfreie kreisärztliche Beurteilung abgestellt. 
Es finden sich in den gesamten Akten keine Indizien, die gegen die Zuver-
lässigkeit des von der Kreisärztin formulierten Zumutbarkeitsprofils spre-
chen würden. 

4.

4.1 Selbst wenn die Behauptung des Beschwerdeführers zutreffen 
sollte, dass es keine DAP-Erhebungen gibt, die seinem Zumutbarkeitsprofil 
entsprächen (vgl. Beschwerde S. 5), bedeutet dies nicht, dass der ausge-
glichene Arbeitsmarkt eine dem Beschwerdeführer noch zumutbare Tätig-
keit praktisch nicht kennt oder dass eine solche nur unter nicht realisti-
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich 
wäre (vgl. E. 2.7.2 hiervor). Die DAP beruhen auf konkreten Arbeitsplätzen, 
während bei der Invaliditätsbemessung nicht der effektive, sondern der 
hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt Referenzpunkt bildet (vgl. 
E. 2.7.2 hiervor; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. Mai 2013, 
8C_673/2012, E. 4.3). Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind gemäss 
wiederholt bestätigter Rechtsprechung auch für Personen, die funktionell 
als Einarmige zu betrachten sind – bzw. die beeinträchtigte Hand bloss 
ergänzend als Hilfshand einsetzen – und überdies nur noch leichte Arbeit 
verrichten können, genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten zu fin-

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den (siehe Entscheid des BGer vom 28. April 2010, 8C_1050/2009, E. 3.4 
mit Hinweisen).

4.2 Die Beschwerdegegnerin hat für die Bemessung des hypotheti-
schen Valideneinkommens des Beschwerdeführers angesichts des Kon-
kurses seiner letzten Arbeitgeberin als Basis zu Recht den Zentralwert des 
monatlichen Bruttolohns von Männern im … im Kompetenzniveau 1 
gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 TA1 herange-
zogen und auf dieser Basis unter Berücksichtigung der Nominallohnent-
wicklung und der erforderlichen Umrechnung auf eine betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit ein hypothetisches Valideneinkommen 2014 von 
Fr. 68‘952.-- ermittelt (vgl. AB 268 S. 2). Darauf ist in Übereinstimmung mit 
den Parteien (vgl. Beschwerde S. 3) im Folgenden abzustellen.

4.3 Für die Bemessung des Invalideneinkommens hat die Beschwer-
degegnerin als Basis den Zentralwert des monatlichen Bruttolohns von 
Männern im Sektor 3, Dienstleistungen, im Kompetenzniveau 1 gemäss 
LSE 2012 TA1 herangezogen und auf dieser Basis unter Berücksichtigung 
der Nominallohnentwicklung und der erforderlichen Umrechnung auf eine 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit ein hypothetisches Jahresein-
kommen 2014 von Fr. 60‘444.-- ermittelt. Dies ist nicht zu beanstanden, 
zumal der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat und leichte Tätigkeiten, die keinen 
(vollen) Einsatz beider Hände voraussetzen, am häufigsten im Bereich der 
Dienstleistungen zu finden sind (vgl. E. 2.7.2 hiervor sowie Entscheid des 
EVG vom 4. April 2003, U 263/01, E. 6.2.2).

4.4 Sind – wie vorliegend (vgl. E. 4.2 und 4.3 hiervor) – beide Ver-
gleichseinkommen auf der Basis statistischer Grössen zu ermitteln, wären 
invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskate-
gorie) für ein vom Tabellenlohn abweichendes Einkommen bei beiden Ver-
gleichseinkommen gleichermassen zu berücksichtigen, weshalb diese Fak-
toren vorliegend für die Ermittlung des Invaliditätsgrades unbeachtlich sind 
(Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Den invali-
ditätsbedingten Gründen für ein unterdurchschnittliches Invalideneinkom-
men, insbesondere den Einschränkungen bezüglich noch zumutbarer 
Tätigkeiten, hat die Beschwerdegegnerin mit einem Abzug vom Tabellen-

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lohn von 20% angemessen Rechnung getragen. Für einen weitergehenden 
Abzug bleibt angesichts der grundsätzlich vollschichtigen Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers in einer optimal angepassten Tätigkeit kein Raum. 
Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte hypothetische Invalidenein-
kommen des Beschwerdeführers für das Jahr 2014 von Fr. 48‘355.-- (vgl. 
AB 268 S. 3) ist somit ebenfalls nicht zu beanstanden.

4.5 Aus der Gegenüberstellung dieser beiden Vergleichseinkommen 
resultiert ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 30% (100/ Fr. 68‘952.-- x 
[Fr. 68‘952.-- - Fr. 48‘355.--]). Der Einspracheentscheid der Beschwerde-
gegnerin vom 28. September 2015 ist nach dem Dargelegten nicht zu be-
anstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzu-
weisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

5.3.2 Aufgrund der zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einge-
reichten Unterlagen (act. IA) ist die Prozessbedürftigkeit erstellt. Das vor-

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liegende Beschwerdeverfahren ist auch nicht als von vornherein aussichts-
los zu bezeichnen. Auch ist die anwaltliche Verbeiständung im Beschwer-
deverfahren gerechtfertigt. Damit sind die Voraussetzungen zur Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung im Be-
schwerdeverfahren erfüllt. Das Gesuch ist somit gutzuheissen und dem 
Beschwerdeführer Rechtsanwalt Dr. B.________ als amtlicher Anwalt bei-
zuordnen.

5.4 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 10. Februar 2016 macht Rechtsanwalt Dr. B.________ 
ein nicht zu beanstandendes Honorar von Fr. 2‘120.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 29.50 und Mehrwertsteuer von Fr. 171.95 geltend, womit ein tarif-
mässiger Parteikostenersatz von Fr. 2‘321.45 resultiert. Das amtliche Ho-
norar beträgt demnach Fr. 1‘696.-- (Fr. 2‘120.-- / Fr. 250.-- / h = 8.48 h x 
Fr. 200.-- = Fr. 1‘696.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 29.50 und Mehrwert-
steuer von Fr. 138.05 (8% auf Fr. 1‘725.50), somit insgesamt Fr. 1‘863.55. 
Diese amtliche Entschädigung wird Rechtsanwalt Dr. B.________ nach 
Eintritt der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Der Be-
schwerdeführer hat dem Kanton Bern diese Kosten entsprechend den Vor-
aussetzungen von Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) nachzuzahlen 
(Art. 113 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt Dr. B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘321.45 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt Dr. B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘863.55 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA, Rechtsabteilung
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.