# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f27455eb-a2df-5742-bd58-1d761845e5bc
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-13
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** DB.2021.52
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2021.52--2-st.2021.69.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2021.52 
2 ST.2021.69 

Entscheid 

13. Juli 2021 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

1.  A ,    

2.  B ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B  (nachfolgend  der/die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen)  sind 

Eigentümer des Reiheneinfamilienhauses Vers.-Nr. … auf dem Grundstück Kat.-Nr. … 

an  der  …strasse  42c  in  C.  Im  Jahr  2015  erstellten  sie  dort  eine  Solaranlage,  die  sie 

2018  mit  einem  (Batterie-)Stromspeicher  nachrüsteten.  In  der  Steuererklärung  2018 

deklarierten sie Unterhaltskosten von insgesamt Fr. 25'904.-, von denen Fr. 7'744.- auf 

den Einbau eines Batteriespeichers entfielen. Mit Veranlagungsverfügung direkte Bun-

dessteuer  sowie  Einschätzungsentscheid  Staats-  und  Gemeindesteuern  vom  22.  Ja-

nuar  2021  liess  die  Steuerkommissärin  diese  Position  nicht  zum  Abzug  zu.  Sodann 

verweigerte sie – neben einer anderen, hier nicht interessierenden Korrektur – den für 

den  in  Deutschland  lebenden  Sohn  des  Pflichtigen,  D,  geltend  gemachten  Kinderab-

zug.  Dementsprechend  bemass  sie  das  steuerbare  Einkommen  auf  Fr. 231'400.-  (di-

rekte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  228'900.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern;  auch  satzbe-

stimmend)  und  das  steuerbare  Vermögen  auf  Fr.  331'000.-  (satzbestimmend 

Fr. 394'000.-). 

B. Eine hiergegen erhobene Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 

2018  hiess  das  kantonale  Steueramt  am  25.  Februar  2021  mit  Bezug  auf  den  Abzug 

für  D  von  Fr.  6'500.-  und  den  Versicherungsprämienabzug  von  Fr.  700.-  (insgesamt 

Fr. 7'200.-) gut, indem es den Pflichtigen anstatt des beanspruchten Kinderabzugs den 

betragsmässig  identischen  Unterstützungsabzug  zugestand  und  das  steuerbare  Ein-

kommen  auf  Fr.  224'200.-  (auch  satzbestimmend)  ermässigte.  Der  Rekurs  betreffend 

die Staats- und Gemeindesteuern 2018 wurde jedoch abgewiesen. Dabei hielt das Amt 

an seinem Standpunkt fest, dass der Batteriespeicher nicht als abzugsfähige Energie-

sparmassnahme zu qualifizieren sei. Bei den Staats- und Gemeindesteuern wurde der 

geltend gemachte Kinderabzug mit der Begründung verweigert, dass dieser unter dem 

Grenzbetrag von Fr. 9'000.- liege. 

C.  Mit  Beschwerde und Rekurs  vom  27.  März  2021  (Datum  Poststempel)  an 

das  Steuerrekursgericht  erneuerten  die  Pflichtigen  ihren  Einspracheantrag  mit  Bezug 

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auf den Batteriespeicher. Sodann beharrten sie bei den Staats- und Gemeindesteuern 

auf dem geltend gemachten Kinderabzug von Fr. 9'000.-. 

In  seiner  Beschwerde-/Rekursantwort  vom  13.  April  2021 schloss das kanto-

nale Steueramt auf Abweisung der Rechtsmittel. In einer Stellungnahme vom 18. Mai 

2021 hierzu hielten die Pflichtigen an ihren Anträgen fest.  

Auf  die  Erwägungen  der  Einspracheentscheide  und  die  Parteivorbringen  ist, 

soweit wesentlich, in den nachfolgenden Urteilsgründen zurückzukommen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Im  Streit  liegt  einerseits  die  Frage,  ob  die Pflichtigen  die  von  ihnen  aufge-

wendeten  Kosten  von  Fr.  7'744.-  für  die  Nachrüstung  ihrer  Photovoltaikanlage  mit  ei-

nem  Stromspeicher  als  Liegenschaftenunterhalt  abziehen  können.  Anderseits  verlan-

gen  die  Pflichtigen,  dass  ihnen  der  Kinderabzug  für  D  bei  den  Staats-  und 

Gemeindesteuern  zu gewähren  sei.  Bei  der  direkten  Bundessteuer  wird hingegen  die 

Zusprechung  des  Kinderabzugs  nicht  mehr  verlangt,  da  sie  im  Einspracheverfahren 

den betragsmässig identischen Unterstützungsabzug zugesprochen erhielten. 

2. a) Gemäss Art. 25 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 

14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 25 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) wer-

den zur  Ermittlung  des Reineinkommens  die gesamten  steuerbaren  Einkünfte um  die 

zu  ihrer  Erzielung  notwendigen  Aufwendungen  und  die  allgemeinen  Abzüge  vermin-

dert. Dazu gehören nach Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG bzw. § 30 Abs. 2 Satz 1 StG bei 

Liegenschaften  im  Privatvermögen  die  Unterhaltskosten,  die  Versicherungsprämien 

und die Kosten der Verwaltung durch Dritte. 

b) Den Unterhaltskosten sind nach Art. 32 Abs. 2 Satz 2 DBG in Verbindung 

mit der Verordnung des Bundesrats vom 24. August 1992 über den Abzug der Kosten 

von  Liegenschaften  des  Privatvermögens  bei  der  direkten  Bundessteuer  (Liegen-

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schaftskostenverordnung;  LKV)  bzw.  §  30  Abs.  2  Satz  2  StG  Investitionen  gleichge-

stellt, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, soweit sie bei der direk-

ten Bundessteuer abzugsfähig sind. Als solche Investitionen gelten gemäss Art. 5 LKV 

Aufwendungen für Massnahmen, die zur rationellen Energieverwendung oder zur Nut-

zung  erneuerbarer  Energie  beitragen.  Das  Eidgenössische  Finanzdepartement  hat 

gestützt auf die ihm in Art. 32 Abs. 2 DBG ausdrücklich eingeräumte Kompetenz zum 

Erlass von Ausführungsvorschriften in der Verordnung vom 24. August 1992 über die 

Massnahmen zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Ener-

gien  vom  24.  August  1992  (SR.  642.116.1;  nachfolgend  Verordnung)  festgelegt,  

welche  Massnahmen  als  dem  Energiesparen  und  Umweltschutz  dienend  den  Unter-

haltskosten  gleichzustellen  sind.  Dazu  gehören  gemäss  Art.  1  der  Verordnung  Mass-

nahmen zur Verminderung des Energieverlusts der Gebäudehülle (lit. a), Massnahmen 

zur  rationellen  Energienutzung  bei  haustechnischen  Anlagen  (lit.  b),  Kosten  für  ener-

gietechnische  Analysen  und Energiekonzepte (lit.  c)  sowie Kosten für  den Ersatz  von 

Haushaltgeräten  mit  grossem  Stromverbrauch,  wobei  diese  Geräte  im  Gebäudewert 

eingeschlossen sein müssen (lit. d).  

Laut Art. 1 lit. b Ziff. 4 der Verordnung sind Massnahmen zur rationellen Ener-

gienutzung  bei  haustechnischen  Anlagen,  deren  Kosten  zum  Abzug  berechtigen,  ins-

besondere der Einbau von Wärmepumpen, Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen und An-

lagen  zur  Nutzung  erneuerbarer  Energien,  worunter  nach  der  Praxis  der  ESTV 

namentlich die Sonnenenergie zählt. Gemäss der Verordnung ist damit der Einbau von 

Anlagen zur Nutzung von Solarenergie den Unterhaltskosten gleichzustellen. Bezüglich 

Anlagen zur Speicherung von Energie enthält die Verordnung keine ausdrückliche Re-

gelung. 

3.  a)  In  den  angefochtenen  Einspracheentscheiden  stellt  sich  das  kantonale 

Steueramt  auf  den  Standpunkt,  dass  der  Stromspeicher  nicht  als  Energiesparmass-

nahme  gewürdigt  werden  könne.  Denn  die  Speichervorrichtung  vermindere  nicht  die 

verbrauchte  Menge  an  elektrischem  Strom,  sondern  bewirke  nur  eine  zeitliche  Ver-

schiebung. Weil der Energieverbrauch nicht abnehme, sei der Einbau eines Speichers 

keine Sparmassnahme. An dieser Beurteilung ändere auch die Tatsache nichts, dass 

die Batterie zusammen mit der Solaranlage eine Einheit bilde; denn diese könne auch 

ohne  einen  solchen  Speicher  betrieben  werden,  mit  der  Konsequenz,  dass  Strom  in 

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Zeiten  ohne  eigene  Energieproduktion  über  das  Stromnetz  zugekauft  werden  müsse. 

Art. 5 LKV setze voraus, dass Energie in der eigenen Liegenschaft und nicht im öffent-

lichen  Stromnetz  gespart  werde.  Das  Brechen  von  Verbrauchsspitzen  habe  keinen 

Einfluss auf die genutzte Gesamtenergie, sondern nur auf die Nutzungszeit. In der Be-

schwerde-/Rekursantwort hält das Amt an seinem Standpunkt fest. 

b)  Demgegenüber  halten  die  Pflichtigen  in  Beschwerde  und  Rekurs  an  ihrer 

Auffassung fest, dass der Stromspeicher tatsächlich eine Energiesparmassnahme dar-

stelle, was der Vergleich zwischen ihrer Energiebilanz 2018 und jener des Folgejahres 

zeige. Dank dem Speicher hätten sie ihren Energiebedarf aus dem Netz um 22% redu-

ziert.  Eine  Kostenersparnis  sei  damit  nicht  verbunden,  weil  den  Anschaffungskosten 

von rund Fr. 7'700.- für den Speicher bestenfalls nur ca. Fr. 200.- jährliche Minderkos-

ten  für  den  bezogenen  Strom  gegenüberstünden  und  die  erforderliche  Amortisations-

dauer  den Lebenszyklus  der  Batterie übersteige.  Schliesslich  sei  darauf hinzuweisen, 

dass  "fortschrittliche"  Kantone  die  Abzugsfähigkeit  von  Stromspeichern  auch  im  Fall 

der Nachrüstung anerkannten. 

4.  a)  Das  Verwaltungsgericht  des  Kantons  Aargau  hat  sich  in  einem  weglei-

tenden  Entscheid  vom  20.  Mai  2020  (WBE.2020.77)  mit  der  hier  umstrittenen  Frage 

befasst und Folgendes erwogen: 

"3.4.1.  …Der  Bundesrat  und  das  Parlament  haben  im  Jahr  2011  einen  Grundsatz-
entscheid für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie gefällt. In Art.12a des 
Kernenergiegesetzes vom 21. März 2003 (KEG; SR 732.1) wurde in der Folge festge-
legt,  dass  keine  Rahmenbewilligungen  für  die  Erstellung  von  Kernkraftwerken  mehr 
erteilt  werden.  Am  21.  Mai  2017  haben  die  Stimmbürgerinnen  und  Stimmbürger  das 
Referendum  zum  Energiegesetz  vom  30.September  2016  (EnG;  SR730.0)  angenom-
men. Dieses sieht in Art.1 einen Übergang zu einer Versorgung durch – insbesondere 
einheimische – erneuerbare Energien vor. Gemäss Art. 2 Abs. 2 EnG wird bei der Pro-
duktion von Elektrizität aus erneuerbaren Energien – ausgenommen Wasserkraft – ein 
Ausbau  der  inländischen  Produktion  auf  mindestens  4'400  GWH  im  Jahr  2020  und 
11‘400 GWH im Jahr 2035 angestrebt. 

Im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens hat sich die Schweiz zudem verpflich-
tet,  bis  2030  ihren  Treibhausgasausstoss  gegenüber  dem  Stand  von  1990  zu  halbie-
ren. Während der Beratungen zur Totalrevision des CO2-Gesetzes, welches den Zeit-
raum  bis  2030  abdeckt,  hat  der  Bundesrat  am  28.  August  2019  als  indikative 
Zielsetzung  des  Weiteren  beschlossen,  dass  die  Schweiz  ihre  Treibhausgasemissio-
nen bis 2050 auf Netto-Null absenken solle (https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/ 
themen/klima/fachinformationen/klimaziel-2050.html). 

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3.4.2.  Der  Ausstieg  aus  der  Kernenergie  sowie  der  angestrebte  Ersatz  fossiler  Ener-
gien  bis  2050  erfordern  eine  Erhöhung  der  Stromproduktion  aus  erneuerbaren  Ener-
gien, was gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einem höheren Anteil an fluk-
tuierender  Stromerzeugung  führt.  Dies  wird  signifikante  Auswirkungen  auf  das 
Stromsystem,  insbesondere  auf  den  täglichen  Netzbetrieb  haben  (Schweizerische 
Akademie der Technischen Wissenschaften, SATW-Speicherstudie, Die Rolle von de-
zentralen  Speichern 
[SATW-Studie], 
2016,S.6,abrufbar  unter:  https://www.satw.ch/fileadmin/user_upload/documents/02_ 
Themen/05_Energie/SATW_Speicherstudie_Studie_DE.pdf, S.6). 

für  die  Bewältigung  der  Energiewende 

Batteriespeicher können gemäss der SATW-Studie die durch Photovoltaik-Spitzen auf-
tretenden  Belastungen  im  Verteilnetz  effektiv  reduzieren  und  damit  anderweitig  not-
wendigen konventionellen Netzausbaubedarf vermeiden helfen (SATW-Studie, S. 36). 
Da Verteilnetzengpässe und unzulässige lokale Netzbelastungen meist nur lokal besei-
tigt werden können, sind die Energiespeicherkapazitäten von dezentralen Speichern im 
Verteilnetz von hohem Wert, während die riesigen Speicherkapazitäten von Pumpspei-
chern  und  saisonalen  Speicherseen  in  den  Alpen  in  dieser  Hinsicht  praktisch  keinen 
Mehrwert  bieten  (vgl.  SATW-Studie,  S.50).  Muss  dezentral  erzeugter  Photovoltaik-
strom in einem Pumpspeicherkraftwerk zwischengespeichert werden, entstehen durch 
die  lange  Stromtransport-und  Umwandlungskette  von  der  Niederspannungsebene  
(NE  7)  in  die  Hochspannungsebene  (NE  1)  zudem  ungleich  höhere  Netz-/Umwand-
lungsverluste  als  bei  der  dezentralen  Zwischenspeicherung  direkt  im  Verteilnetz 
(SATW-Studie, S. 43 und 63 f.). 

Wenn Batteriesysteme von Endkunden netzdienlich eingesetzt werden, steht ein gros-
ses Flexibilitätspotential zur Verfügung, das dazu beitragen kann, dezentrale, erneuer-
bare  Stromproduktion  im  Verteilnetz  ohne  zusätzlichen  Netzausbau  einzubinden 
(SATW-Studie,  S.90;  vgl.  dort  auch  zu  den  Anforderungen  an  die  Tarifgestaltung  für 
einen netzdienlichen Einsatz). Zudem stellen lokale Batteriespeicher aufgrund der ge-
ringen  Netz-/Umwandlungsverluste  im  Vergleich  zu  zentralen  Grossspeichern  eine 
effiziente  Form  der  Speicherung  dar.  Der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  Batterien 
seien  in  Anbetracht  der  vorhandenen  Pumpspeicherkraftwerke  nicht  sinnvoll,  erweist 
sich damit als unzutreffend. 

Festzuhalten ist damit, dass die lokale und verlustarme Speicherung des Solarstroms 
zu  einer  rationellen  Nutzung  erneuerbarer  Energien  beitragen  kann.  Die  Möglichkeit 
der  zeitversetzten  Inanspruchnahme  von  Solarenergie  macht  zudem  den  Gebrauch 
von  Technologien  wie  beispielsweise  E-Autos  attraktiver,  was  zu  einem  verminderten 
Einsatz  fossiler  Brennstoffe  führt.  Das  Speichern  von  Energie  steht  somit  auch  in  ei-
nem direkten Zusammenhang mit der vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien, was 
– wie erläutert – den gesetzgeberischen Bestrebungen im Energiebereich entspricht." 

b)  Diese  Erwägungen  des  Verwaltungsgerichts  Aargau  überzeugen.  Zwar  ist 

dem kantonalen Steueramt beizupflichten, dass der Einsatz eines Stromspeichers nicht 

unmittelbar  zu  einer  Energieersparnis  führt,  weil  sich  am  gesamten  Stromverbrauch 

eines  Haushalts  nichts  ändert.  Indessen  trägt  ein  solcher  Speicher  mittelbar  zu  einer 

rationelleren  Speicherung  der  elektrischen  Energie  bei.  Angesichts  der  heute  schon 

hohen und laufend noch  zunehmenden  Bedeutung  von  erneuerbaren Energien  recht-

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fertigt es sich, den Begriff der abzugsfähigen Energiesparmassnahme nach Massgabe 

von Art. 32 Abs. 2 Satz 2 DBG wie auch gemäss dem inhaltlich übereineinstimmenden 

§ 30  Abs.  2  Satz  2  StG  (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Kommentar  zum  Zürcher 

Steuergesetz,  4.  A.,  2021,  §  30  N  137)  so  auszulegen,  dass  auf  den  Eigenverbrauch 

abgestimmte  und  nicht  überdimensionierte,  fest  installierte  Batteriespeicher  steuerlich 

zum Abzug zuzulassen sind. Dass der von den Pflichtigen eingebaute Speicher seinen 

Zweck nicht versehen sollte, wird seitens des kantonalen Steueramts nicht behauptet; 

ebenso wenig werden die Kosten in Frage gestellt. 

c)  Aufgrund  dieser  Erwägungen  steht  den  Pflichtigen  der für  den  Einbau des 

Batteriespeichers aufgewendete Betrag von Fr. 7'744.- als Liegenschaftenunterhalt zu. 

5. a) § 34 Abs. 1 lit. a StG sieht bei den Staats- und Gemeindesteuern einen 

Kinderabzug  von  Fr.  9'000.-  vor.  Voraussetzung dafür  ist  bei  einem  volljährigen  Kind, 

dass  es  in  der  beruflichen  Erstausbildung  steht  und  der  Unterhalt  zur  Hauptsache 

durch den Steuerpflichtigen bestritten wird. Ein solcher Unterhalt "zur Hauptsache" liegt 

dann vor, wenn dieser mehr als 50% der Unterhaltskosten für das Kind ausmacht, wo-

bei dies im Sinn einer widerlegbaren Vermutung dann als erfüllt gelten kann, wenn die 

steuerpflichtige  Person  Leistungen  erbringt,  die  mindestens  dem  Umfang  des  Kin-

desabzugs entsprechen (VGr, 2. Oktober 2013, SB.2013.00030, E. 2.1.3). Weiter wird 

vorausgesetzt,  dass  das  mündige  Kind  auf  die  Unterstützungsleistungen  angewiesen 

ist.  Dies ist  nicht  der  Fall,  wenn das  volljährige Kind  in der  Lage  ist,  seinen Unterhalt 

aus seinem Arbeitserwerb oder anderen Mitteln selber zu bestreiten. Dabei sind auch 

die Vermögensverhältnisse des Kindes zu berücksichtigen, soweit die Verwertung des 

Vermögens  zur  Finanzierung  des  Lebensunterhalts  zumutbar  erscheint.  Nach  § 34 

Abs. 2  StG  sind  die  Verhältnisse  am  Ende  der  Steuerperiode  massgebend.  Mit  dem 

Kinderabzug  ist  ein  zusätzlicher  Abzug  von  Fr. 1'300.-  für  Versicherungsprämien  ver-

bunden (§ 31 Abs. 1 lit. g StG; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 31 N 143 StG). 

b)  Im  Einspracheentscheid  verweigerte  das  kantonale  Steueramt  den  Kin-

derabzug mit der Begründung, dass sich die vom Pflichtigen im Jahr 2018 an den Sohn 

D geleisteten Zahlungen auf (höchstens) EUR 7'258.84 (entspricht ca. Fr. 8'380.-) be-

liefen, was umgerechnet den Grenzbetrag von Fr. 9'000.- unterschreite. 

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Dem  halten  die  Pflichtigen  im  Rekurs  entgegen,  dass  die  dem  kantonalen 

Steueramt  präsentierten  Belege  einen  insgesamt  Fr.  9'000.-  übersteigenden  Betrag 

auswiesen. Dies ergebe sich bereits aus den Kosten von Fr. 1'512.90 des für den Sohn 

D angeschafften Laptops als zusätzliche Sachunterstützung. Hinzu kämen weitere Zu-

wendungen. So sei beispielsweise der Begriff "Taschengeld" nur zur Vermeidung des 

stigmatisierenden Ausdrucks "Unterhalt" verwendet worden. Bis zum Ende der Ausbil-

dung im Jahr 2020 hätten sie einen wesentlichen Teil der Mietkosten getragen, zumal 

die Einkünfte der Kindsmutter nur wenig über dem Existenzminimum gelegen hätten. 

c)  aa)  Die  Umstände,  die  den  Kinderabzug  als  berechtigt  erscheinen  lassen, 

sind  steuermindernder  Natur  und  daher  vom  Steuerpflichtigen  darzutun  und  nachzu-

weisen  (RB 1987  Nr. 35).  Bei  Verhältnissen  mit  Auslandbezug  werden  an  den  Nach-

weis der Unterstützungsleistung (Zahlungsfluss vom Leistenden an den Begünstigten) 

und der weiteren Voraussetzungen für die Gewährung des Abzugs (Erwerbsunfähigkeit 

und  Bedürftigkeit)  besonders  strenge  Anforderungen  gestellt,  da  diese  von  den 

schweizerischen  Behörden  nicht  einfach  nachzuprüfen  sind  (BGr,  27.  Oktober 2004, 

2A.609/2003,  E.  2.4).  Um  Missbräuche  zu  verhindern,  muss  sichergestellt  sein,  dass 

die  von  der  steuerpflichtigen  Person  geleistete  Zahlung  auch  tatsächlich  an  die  be-

günstigte Person floss und letztere aufgrund ihrer Erwerbsunfähigkeit oder beschränk-

ten  Erwerbsfähigkeit  und  ihrer  finanziellen  Verhältnisse  zur  Bestreitung  ihres  Lebens-

unterhalts  auch  tatsächlich  auf  die  Unterstützung  angewiesen  war.  Es  werden 

grundsätzlich  Bank-  und  Postbelege  verlangt,  aus  denen  sowohl  der  Leistende  als 

auch der Empfänger ersichtlich ist. Wenn kein Post- oder Bankbeleg vorgelegt werden 

kann, ist es dem Steuerpflichtigen zuzumuten, zumindest eine schriftliche Bestätigung 

(Quittung)  des  Empfängers  beizubringen  und  in  geeigneter  Form  (z.B.  über  behördli-

che Bestätigungen) nachzuweisen, dass der Empfänger den Unterstützungsbetrag aus 

der  Schweiz  erhalten  hat  (BGr,  16.  Dezember  2010,  2C_524/2010  +  2C_525/2010, 

E. 2.4). Den Nachweis hat der Steuerpflichtige spätestens mit der Rekursschrift durch 

eine  substanziierte  Sachdarstellung  anzutreten,  aus  welcher  sämtliche  für  die  rechtli-

che  Würdigung  massgeblichen  Tatsachen  im  Einzelnen  hervorzugehen  haben.  Eine 

fehlende Substanziierung kann nicht im Beweisverfahren nachgeholt werden (RB 1980 

Nr. 69).  Überdies  hat  der  Steuerpflichtige  die zum  Beweis für  seine  Darstellung erfor-

derlichen Beweismittel einzureichen oder unter genauer Bezeichnung zumindest anzu-

bieten (RB 1975 Nr. 55, 1986 Nr. 49). Fehlt es an einer hinreichenden Sachdarstellung 

oder  Beweismittelofferte,  trifft  das  Steuerrekursgericht  keine  weitere  Untersuchungs-

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pflicht (RB 1975 Nr. 64, 1981 Nr. 90) und hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit 

der Wirkung, dass der Nachweis der fraglichen Aufwendungen zu Ungunsten des hier-

für beweisbelasteten Steuerpflichtigen als gescheitert zu betrachten ist. 

bb)  Dass  das  kantonale  Steueramt  aufgrund  der  Vorbringen  im  Einsprache-

verfahren und der eingereichten Kontoauszüge Zahlungen von insgesamt EUR 7'258.- 

an D ohne weitergehende Abklärungen als anrechenbar betrachtet hat, erscheint nach 

dem  Gesagten  als  entgegenkommend.  Wenn  die  Pflichtigen  im  Rekurs  dartun,  dass 

der Laptop zwar durch den Ehemann angeschafft, tatsächlich aber für D bestimmt ge-

wesen  sei,  bleiben  sie  den  Nachweis  für  die  Richtigkeit  dieser  Behauptung  schuldig. 

Dasselbe gilt für die nicht näher substanziierten und belegten zusätzlichen Leistungen 

an den Sohn. Weder die angeführte schwierige wirtschaftliche Lage der mit  D zusam-

menlebenden  Mutter  noch  der  Hinweis  auf  die  Lebenshaltungskosten  gemäss  "Düs-

seldorfer  Tabelle"  vermögen  die  gebotene  substanziierte  Darstellung  der  tatsächlich 

erbrachten  Unterhaltsleistungen  zu ersetzen. Weil  die Pflichtigen  daher nicht  nachge-

wiesen haben, D im Jahr 2018 mit einem Betrag von mindestens Fr. 9'000.- unterstützt 

zu haben, ist nicht davon auszugehen, dass sie dessen Unterhalt zur Hauptsache be-

streiten.  Die  Gewährung  des  Kinderabzugs  ist  deshalb  nicht  angezeigt.  Der  Ein-

spracheentscheid  Staats-  und Gemeindesteuern  2018  ist  in  diesem  Punkt  zu  bestäti-

gen. 

d) Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Rekurs 

ist  mit  Bezug  auf  den  beantragten  Liegenschaftenunterhalt  gutzuheissen,  mit  Bezug 

auf  den geltend gemachten  Kinderunterhalt jedoch abzuweisen.  Dies führt  bei  der  di-

rekten Bundessteuer 2018 zu einem steuerbaren Einkommen von Fr. 216'400.- sowie 

bei den Staats- und Gemeindesteuern 2018 zu einem solchen von Fr. 221'200.- (auch 

satzbestimmend).  Das  steuerbare  Vermögen  gemäss  Einspracheentscheid  von  

Fr. 331'000.- (satzbestimmend Fr. 394'000.-) ist unbestritten geblieben. 

6.  Bei  diesem  Prozessausgang  sind  die  Gerichtskosten für  das  Beschwerde-

verfahren der Beschwerdegegnerin/dem Rekursgegner und jene für das Rekursverfah-

ren  den  Parteien  je  zur  Hälfte  aufzuerlegen  (Art.  144  Abs.  1  DBG  und  §  151  Abs. 1 

StG). 

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2 ST.2021.69 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Die  Beschwerdeführer  werden  für  die  direkte 

Bundessteuer,  Steuerperiode  2018,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  

Fr. 216'400.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratete/Eineltern). 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats- 

und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2018,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen 

von  Fr.  221'200.-  (auch  satzbestimmend)  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  

Fr. 331'000.-  (satzbestimmend  Fr.  394'000.-)  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  § 35  

Abs. 2 und § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

[…] 

2 DB.2021.52 
2 ST.2021.69