# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb077974-e6ad-58e8-be5e-6ac777f9d192
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.01.2014 SB130330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130330_2014-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130330-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Dr. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer 

Urteil vom 23. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. R. Meier,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

betreffend  

Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom  
24. Januar 2013 (GB120001) 

 

- 2 - 

Anklage: 

Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 31. August 2012 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1/15/1). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 51 S. 23 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der mehrfachen Widerhandlung (Übertretung) gegen das Betäubungs- 

mittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB; 

− der mehrfachen Sachbeschädigung, im sinne von Art. 144 StGB; 

− des mehrfachen Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB 

freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Busse von Fr. 500.–. Die Busse ist 

zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Dem Beschuldigten wird als Entschädigung für erlittene Untersuchungshaft aus der 

Gerichtskasse eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 19'359.– (Schadenersatz 

und Genugtuung) zugesprochen. 

 

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6. Die beim Beschuldigten sichergestellten Gegenstände,  

− iPhone 3GS IMEI … inkl. SIM-Karte und Kopfhörer (Display defekt) 

− Einzahlungsbeleg Migrosbank für B._____ vom 19.08.2011 betr. Fr. 1'400.– 

− 1 Strumpfmaske schwarz 

− 1 Chipkartenhalter Lebara … 

− 1 Pfefferspray KO-Jet 

− 1 Pfefferspray KO-Fog 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI … 

− 1 Mobiltelefon Nokia 2330, IMEI ... 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1050, ..., IMEI ... inkl. SIM-Karte 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI ... inkl. SIM-Karte 

− 1 Mobiltelefon Nokia IMEI … 

 sind dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft herauszugeben. 

7. Die sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Lager-

nummer …) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlas-

sen. 

8. Die Zivilforderung der Privatklägerin 1, C._____, wird abgewiesen. 

9. Die Zivilforderung der Privatklägerin 2, D._____ AG, wird abgewiesen. 

10. Die Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz; die übrigen Kosten werden auf die  

Gerichtskasse genommen. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung 

entschieden. 

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel)" 

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Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4 f.) 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

 (Urk. 77 S. 1 f.) 

1. Der Beschuldigte A._____ sei 

● des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

● der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und  

● des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 

Fr. 100.–, entsprechend Fr. 12'000.–, zu bestrafen, unter Anrechnung der 

erstandenen Untersuchungshaft. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

4. Der Beschuldigte sei zudem mit einer Busse von Fr. 2'900.– zu bestrafen, 

bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von  

29 Tagen. 

5. Dem Beschuldigten seien die Kosten des Verfahrens vollumfänglich aufzu-

erlegen. 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 79 S. 1) 

1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft See/Oberland sei abzuweisen.  

2. Das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 24. Januar 2012 (recte: 2013) 

sei vollumfänglich zu bestätigen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen plus MWST zulasten des Staates. 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Am 24. Januar 2013 wurde der Beschuldigte durch das Bezirksgericht  

Affoltern, Einzelgericht, der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz (Übertretungen) schuldig gesprochen, von den Vorwürfen des 

mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung sowie des mehr-

fachen Hausfriedensbruchs wurde er freigesprochen. Der Beschuldigte wurde mit 

einer Busse von Fr. 500.– bestraft, die Gerichtskosten fielen ausser Ansatz, die 

übrigen Kosten sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung wurden auf die  

Gerichtskasse genommen. Schliesslich wurde dem Beschuldigten eine Ent-

schädigung für die erlittene Untersuchungshaft in Höhe von Fr. 19'359.– zuge-

sprochen. Die Zivilforderungen der Privatklägerinnen wurden abgewiesen (Urk. 51 

S. 23 ff.). 

1.2. Gegen das Urteil meldete die Staatsanwaltschaft See/Oberland innert Frist 

Berufung an (Urk. 38). Ebenso fristgerecht ging die Berufungserklärung vom 

9. Juli 2013 ein (Urk. 52), nachdem der Anklagebehörde das begründete Urteil am 

3. Juli 2013 zugestellt wurde (Urk. 49). Sodann wurde in Anwendung von Art. 400 

Abs. 2 und 3 StPO und Art. 401 StPO (sowie Art. 34 StGB) dem Beschuldigten 

sowie den Privatklägerinnen Frist angesetzt, Anschlussberufung zu erklären oder 

begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 55). Der  

Beschuldigte sowie die Privatklägerinnen liessen sich innert Frist nicht ver-

nehmen, der Beschuldigte reichte jedoch das Datenerfassungsblatt mit Beilagen 

ein (vgl. Urk. 57-59 und 62-64). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die Staatsanwaltschaft beschränkt ihre Berufung auf den Freispruch be-

treffend Anklagepunkt b) sowie die Sanktion (Urk. 52). Es ist davon auszugehen, 

dass damit auch die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen  

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Urteils gemäss Dispositivziffern 5., 10. und 11. als mitangefochten anzusehen 

sind (vgl. Prot. II S. 7 und S. 8). Nicht angefochten ist dagegen der Schuldspruch 

gemäss Dispositivziffer 1. (Prot. II S. 1), der Freispruch von den Vorwürfen des 

Diebstahls, der Sachbeschädigung sowie des Hausfriedensbruches betreffend 

ND 4 gemäss Dispositivziffer 2. (Prot. II S. 6 f.), die Übertretungsbusse von 

Fr. 500.– sowie die Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen gemäss Dispositiv Ziffern 3. 

und 4. (Prot. II S. 6), die Herausgabe von Gegenständen gemäss Dispositivziffer 

6., die Einziehung gemäss Dispositivziffer 7. sowie der Entscheid über die Zivil-

forderungen der Privatklägerinnen gemäss Dispositivziffern 8. und 9 (Prot. II S. 7). 

In diesem Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen, was 

vorab festzustellen ist. 

II. Schuldpunkt 

1. Sachverhalt 

1.1. Die Vorinstanz fasst die Aussagen der Beteiligten zum Einbruchdiebstahl 

vom 22./23. Juni 2011 in einen H._____-Satellit in E._____ (ND 7) grundsätzlich 

richtig zusammen und würdigt die vorhandenen Beweismittel (vgl. Urk. 51 S. 12 

ff.). Sie kommt sodann zum Schluss, der Anklagesachverhalt könne mit den zur 

Verfügung stehenden Beweismitteln nicht erstellt werden. Dieser Schluss-

folgerung kann nicht gefolgt werden. Im Folgenden sind daher zunächst die Aus-

sagen des Beschuldigten einer vertiefteren Würdigung zu unterziehen, hernach 

sind die weiteren Beweismittel zu behandeln. 

1.2. Aussagen des Beschuldigten 

1.2.1. Zur Frage, ob der Beschuldigte F._____ oder G._____ kenne, führte er in 

der ersten polizeilichen Einvernahme vom 22. August 2011 (Urk. 3/7/1 S. 5 f.) 

aus, er habe F._____ noch nie gesehen, getroffen oder mit ihm  

telefoniert. Auch G._____ kenne er nicht. Tags darauf in der Haft- 

einvernahme (Urk. 3/7/2 S. 2 ff.) korrigierte der Beschuldigte seine Aussagen  

dahingehend, dass er G._____ ein paar Mal gesehen habe und dass er 

  

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mit F._____ ab und zu etwas trinken gegangen sei. Er sei bei der Einvernahme 

tags zuvor überfordert gewesen, es sei alles so schnell gegangen. Er  

habe sich in der Nacht überlegt, die Wahrheit zu sagen, es bringe nichts, wenn er 

lüge. Er habe mit allfälligen Delikten dieser Personen nichts zu tun. Anlässlich der  

vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 30 S. 5) führte er sodann aus, er habe 

nie mit F._____ zusammen eine Straftat verübt. Er habe gewusst, dass F._____ 

nicht ganz sauber sei.  

1.2.2. Dazu befragt, ob er etwas über den Einbruchdiebstahl zum Nachteil der 

H._____-Filiale in E._____ wisse, gab der Beschuldigte in diversen Einvernahmen 

ebenfalls verschiedene Versionen zu Protokoll. Am 23. August 2011 (Urk. 3/7/2 

S. 3 und S. 7) führte er aus, er wisse absolut nichts, er sei nicht dabei gewesen. 

F._____ habe er drei bis fünf Mal in der Gegend von Zürich chauffiert. Nach 

E._____ habe er ihn nie gefahren. In der Einvernahme vom 19. September 2011 

(Urk. 3/7/3 S. 3 ff.) bekräftigte der Beschuldigte, bei der Staatsanwaltschaft alles 

gesagt zu haben, was er wisse. Die H._____-Filiale in E._____ komme ihm nicht 

bekannt vor. Er sei als Kind einmal in E._____ gewesen, das sei schon lange her. 

Dass seine DNA am Tatort gefunden worden sei, müsse ein Fehler sein. Er sei 

zum Zeitpunkt des Einbruchs sicher zu Hause gewesen und habe geschlafen. Es 

könne sein, dass er vor ein paar Wochen dort im H._____ gewesen sei. Vielleicht 

habe er einmal dort eingekauft. In der Hafteinvernahme vom 20. September 2011 

führte der Beschuldigte aus (Urk. 3/7/4 S. 2 ff.; vgl. auch Urk. 78/1), er habe 

F._____ chauffiert, welche Geschäfte dieser mache, wisse er nicht und es inte-

ressiere ihn auch nicht. In der Nacht vom 22./23. Juni 2011 sei er zu Hause ge-

wesen und habe geschlafen. Er sei möglicherweise ein oder zwei Wochen vor 

dem Einbruch in E._____ gewesen. Er sei am Nachmittag dorthin gefahren und 

habe einen I._____, dessen Nachname er nicht kenne, getroffen. Als es dunkel 

gewesen sei, sei er nach Hause gefahren. Er wolle sich nicht dazu äussern, wes-

halb er I._____ getroffen habe, das sei privat. Er habe diesen bisher nicht er-

wähnt, da er Angst gehabt habe, ihm werde ein Delikt angehängt. Bevor er nach 

E._____ gefahren sei, habe er in … einen Kollegen getroffen, dessen Namen er 

nicht nennen wolle. In E._____ habe er sodann im H._____ Red Bull Dosen ge-

kauft. Mit F._____ sei er nicht in E._____ gewesen. Im Rahmen der vor-

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instanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 30 S. 7) erklärte der Beschuldigte, er sei 

vor der Tat mit F._____ in E._____ gewesen, er habe diesen dorthin gefahren. Er 

habe nicht sagen wollen, dass er mit F._____ dort gewesen sei, um nicht in etwas 

hineingezogen zu werden. Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung erklärte 

der Beschuldigte, ein paar Wochen vor der Tat mit F._____ in jenem H._____ in 

E._____ gewesen zu sein. Sie hätten Getränke eingekauft (Urk. 76 S. 13 und 

S. 16).  

1.2.3. Zur Thematik der DNA-Spur erläuterte der Beschuldigte in der Einver-

nahme vom 19. September 2011 (Urk. 3/7/4 S. 6 ff.), er könne sich nicht erklären, 

wie seine DNA-Spur auf den Sack gekommen sei, den man im H._____ gefunden 

habe. Er habe die Säcke sicher einmal in der Hand gehabt. Die Abfallsäcke habe 

er mit F._____ gekauft. Er müsse die Abfallrolle beim Kauf vielleicht in den Hän-

den gehabt haben, das erkläre, weshalb seine DNA-Spur auf dem äussersten 

Sack der Rolle habe sichergestellt werden können. F._____ habe unmittelbar 

nach dem Kauf der Rollen ein paar Säcke abgerissen, um andere Sachen hinein 

zu tun, die er gekauft hätte. Möglicherweise habe er einen der losen Säcke in der 

Hand gehabt. Er glaube nicht, dass F._____ die Säcke mit seinen blossen Hän-

den berührt habe. An den Händen von F._____ sei ihm nichts Spezielles aufgefal-

len. Er habe aber im Laden schon bemerkt, dass F._____ die Abfallsäcke nie di-

rekt berührt habe. In der Hauptverhandlung (Urk. 30 S. 7) führte der Beschuldigte 

aus, seine DNA müsse im Rahmen eines Kontaktes mit F._____ an den Abfall-

sack gelangt sein. Er sei sowohl mit F._____ einkaufen als auch bei diesem zu 

Hause gewesen. Es könne sein, dass er beim Einkaufen mit einem Abfallsack in 

Berührung gekommen sei. Diese Angaben wiederholte der Beschuldigte im We-

sentlichen auch heute in der Berufungsverhandlung. Er anerkannte zudem, dass 

es seine DNA-Spur ist; wie die Spur auf den Abfallsack  

gelangte, konnte er indes – wenn er sich überhaupt äusserte – nicht schlüssig er-

klären. Es müsse beim Kontakt mit F._____ gewesen sein, der solche Säcke  

gehabt hatte (vgl. Urk. 76 S. 14, S. 17 ff. und S. 20 f.). Wie der Abfallsack mit  

seiner Spur in jenen H._____-Satelliten kam, konnte er ebenfalls nicht erläutern 

(Urk. 76 S. 15). Der Beschuldigte bestätigte sodann, ein Mal bei F._____ zu Hau-

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se, im oberen Stock des Hotels … in … gewesen zu sein (Urk. 76 S. 19 und 

S. 22). 

1.2.4. Auffallend sind die zahlreichen Widersprüche in den Aussagen des  

Beschuldigten. Dies beginnt bereits bei den Umständen rund um die eingeklagte 

Tat, mithin damit, ob der Beschuldigte F._____ und weitere allfällige Mittäter ken-

ne. Anfänglich bestritt der Beschuldigte noch, F._____ und andere Mittäter zu 

kennen. Bereits in der zweiten Einvernahme korrigierte der Beschuldigte aller-

dings seine Aussagen und gab zu, F._____ zu kennen. Er stellte ihn aber  

zunächst eher als flüchtigen Bekannten vor, um dann später auszuführen, er sei 

sogar bei diesem zu Hause gewesen. Deutlich gravierender sind sodann die  

Widersprüche in den Aussagen des Beschuldigten zu seinem Aufenthalt in 

E._____, mithin zum Kerngeschehen des Anklagesachverhalts. Nachdem er an-

fänglich ausdrücklich und wiederholt bestritten hatte, in der letzten Zeit in E._____ 

und im besagten H._____ gewesen zu sein, räumte er in einer zweiten Version 

ein, er habe in E._____ einen Freund namens I._____ getroffen und sei mit die-

sem in der fraglichen H._____-Filiale gewesen. Erst im vorinstanzlichen Hauptver-

fahren erklärte er dann schliesslich, er sei mit F._____ in E._____  

gewesen; in der Berufungsverhandlung gab er dann sogar zu, mit F._____ im 

fraglichen H._____ gewesen zu sein. Der Beschuldigte versuchte, seine Aus-

sagen immer wieder dem aktuellen Ermittlungsstand anzupassen. Von eigentli-

chen Zugaben oder Selbstbelastungen kann nicht gesprochen werden. Die Aus-

sagen des Beschuldigten sind aufgrund der unzähligen Widersprüche insgesamt 

als unglaubhaft zu bezeichnen. Daran ändert auch die Tatsache, dass der  

Beschuldigte in Bezug auf die deutlich zweitrangigen Betäubungsmitteldelikte 

(mehrfache Übertretung) geständig ist, nichts. Die Erklärungen für sein wider-

sprüchliches Aussageverhalten vermögen entgegen der Vorinstanz nicht zu über-

zeugen. Dem Beschuldigten kann vor dem Hintergrund seines unglaubhaften 

Aussageverhaltens nicht einfach geglaubt werden, er habe aus Furcht, in etwas 

hineingezogen zu werden, oder weil er unter Druck gestanden oder blockiert  

gewesen sei (vgl. Urk. 79 S. 3), anfänglich unwahre Aussagen gemacht. Dies  

erklärt unter Umständen einige Widersprüche – jedoch nicht alle. Das Aussage-

verhalten des Beschuldigten auch an der Berufungsverhandlung (vgl. Urk. 76) 

- 10 - 

muss schlicht als katastrophal bezeichnet werden und lässt sich nicht mit einem 

'Blockieren' in Drucksituationen erklären. Der Beschuldigte war im Zeitpunkt der 

Berufungsverhandlung nicht inhaftiert. Gestützt auf die Anschlussberufung der 

Staatsanwaltschaft wusste er, dass er allenfalls mit einer bedingten Strafe rech-

nen musste, jedenfalls nicht mit einer unbedingten Freiheitsstrafe. Vielmehr ist die 

Darstellung des Beschuldigten von sich als unwissendem Opfer als Schutz-

behauptung zu qualifizieren und ebenso unglaubhaft wie das übrige Aussage-

verhalten. Einzige Erklärung für das Aussageverhalten scheint, dass der Beschul-

digte tatsächlich in den Einbruchdiebstahl verwickelt gewesen ist und daher  

zunächst alles bestritt und später seine Aussagen dem jeweiligen Ermittlungs-

stand anpasste bzw. anpassen musste, ohne sich dabei je selbst zu belasten. 

Auch die Aussage darüber, wo er zur Tatzeit gewesen sei, überzeugt nicht und 

kann insbesondere nicht überprüft werden. Der Beschuldigte kann sich somit 

durch seine eigenen Aussagen nicht entlasten.  

1.3. DNA-Spur 

1.3.1. Dem Spurenbericht der Kantonspolizei St. Gallen lässt sich entnehmen, 

dass auf einem Abfallsack, welcher im Verkaufsraum der H._____-Filiale in 

E._____ zurückgelassen worden war, eine DNA-Spur des Beschuldigten gefun-

den werden konnte. Beim Abfallsack handelte es sich gemäss Bericht um einen 

Quick-Pack, 110 Liter Sack. Der Sack lag einzeln und zusammengeknüllt auf dem 

Boden im Verkaufsraum, neben der Eingangstüre. Am Sack konnte keine Klebe-

etikette festgestellt werden, wie es in der Regel am ersten Sack einer Rolle der 

Fall wäre (Urk. 11/7/7).  

1.3.2. Dem von der Anklagebehörde am 15. Januar 2014 in Auftrag gegebenen 

Gutachten zur Auswertung und Beweiswertberechnung von DNA-Spuren kann 

entnommen werden, dass die Untersuchung des Abriebs ab Kehrichtsack ein  

inkomplettes Mischprofil ergeben hat, aus welchem ein inkomplettes Hauptprofil 

habe interpretiert werden können. Dieses Hauptprofil zeichne sich dadurch aus, 

dass die Signale der DNA-Merkmale eines Spurengebers in der Spur stärker aus-

geprägt seien als andere Merkmale, wobei das DNA-Profil des Beschuldigten in 

den vergleichbaren 8 PCR-Systemen mit dem inkompletten Hauptprofil voll-

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ständig übereinstimme. Der Beweiswert sei rund 5.5 x 1010 mal höher, wenn der 

Beschuldigte als Spurengeber angenommen werde, als wenn davon ausge-

gangen würde, der Spurengeber sei eine unbekannte, mit dem Beschuldigten 

nicht verwandte Person (Urk. 70 S. 2). 

1.3.3. Die Aussagen des Beschuldigten zu seiner DNA-Spur am Abfallsack  

weisen zwar keine ausdrücklichen Widersprüche auf – so erklärte der Beschuldig-

te beispielsweise konstant, die DNA-Spur sei beim Kontakt mit F._____ auf jenen 

Abfallsack gekommen –, dennoch wirken sie nicht glaubhaft. Es wirkt sehr  

konstruiert und schwer vorstellbar, was der Beschuldigte ausführte. Festzuhalten 

ist, dass am fraglichen Abfallsack keine DNA-Spur von F._____ sichergestellt  

werden konnte. Insbesondere dazu, ob F._____ Handschuhe getragen habe oder 

nicht, sagte der Beschuldigte nicht schlüssig aus. Es ist schwer nachzuvollziehen, 

dass der Beschuldigte nicht gesehen haben will, ob F._____ Handschuhe getra-

gen hatte oder nicht, zumal das Tragen von Handschuhen im Juni als sehr aus-

sergewöhnlich bezeichnet werden müsste. Ausserdem scheint es unmöglich, Ab-

fallsäcke zu kaufen, ohne diese direkt zu berühren. Sodann führte der Beschuldig-

te mehrheitlich aus, er habe vielleicht die Rolle mit den Abfallsäcken berührt, was 

jedoch nicht als Erklärung für seine DNA-Spur auf dem gefundenen Sack dienen 

kann, da aus dem Spurenbericht hervorgeht, dass es sich beim fraglichen Sack 

nicht um den Ersten der Rolle handelte. Dass die DNA des Beschuldigten rein  

zufällig auf den am Tatort gefundenen Sack gelangt sein soll, ist wenig über-

zeugend. Bezeichnenderweise war der Beschuldigte denn auch nicht in der Lage 

zu erklären, wie seine DNA-Spur auf den Abfallsack und der Abfallsack mit  

seiner Spur in den H._____-Satelliten in E._____ kam. Immerhin hat der  

Beschuldigte nicht bestritten, dass die sichergestellte DNA-Spur von ihm stammt. 

1.3.4. Die DNA-Spur weist eine hohe Tatrelevanz auf. Die Spur wurde einerseits 

auf einem Abfallsack sichergestellt, der am Morgen nach der Tat zusammen-

geknüllt auf dem Boden im Verkaufsraum des H._____-Satelliten in E._____ auf-

gefunden wurde. Das Verkaufspersonal hätte einen solchen Abfallsack mitten im 

Verkaufslokal gewiss entfernt, wenn er länger bzw. bereits am Vorabend dort  

gelegen wäre. Es liegt daher auf der Hand, dass die DNA-Spur von einem der  

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Täter des Einbruchdiebstahls stammt. Hinzu kommt, dass man die DNA-Spur des 

Beschuldigten – aufgrund seiner Aussage, er habe in jenem H._____ ein Mal mit 

F._____ Getränke gekauft – eher an einem Einkaufswagen oder -korb erwarten 

würde, aber nicht auf einem Abfallsack, der zerknüllt im Verkaufsraum liegt.  

Angesichts des entwendeten Diebesgutes (ca. 480 Stangen Zigaretten, Schoko-

ladetafeln, Raucherartikel und Körperpflegegeräte; Urk. 11/7/1) erscheinen Abfall-

säcke überdies für dessen Abtransport plausibel. Es besteht somit ein enger  

Zusammenhang zwischen der Tat – dem Einbruchdiebstahl in die H._____-Filiale 

in E._____ – und der aufgefundenen DNA-Spur des Beschuldigten. 

1.3.5. Die DNA-Spur deutet stark auf eine (Mit-)Täterschaft des Beschuldigten 

hin. Diesem starken Indiz stehen die Aussagen des Beschuldigten gegenüber, der 

konsequent bestritt, am fraglichen Einbruchdiebstahl beteiligt gewesen zu sein. 

Der Beschuldigte war indes nicht in der Lage plausibel zu erklären, wie seine 

DNA-Spur auf den Abfallsack gelangte. Das Gegenteil ist der Fall. Er lieferte  

während des gesamten Verfahrens ständig nicht glaubhafte, absurde, irrationale 

und dem jeweiligen Beweisergebnis angepasste Erklärungen bzw. Erklärungs-

versuche.  

1.4. Entlastung durch F._____ 

1.4.1. Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung reichte der Beschuldigte 

eine Erklärung von F._____ zu den Akten (Urk. 31). Die Vorinstanz wies auf diese 

schriftliche Erklärung hin und setzte sich damit nicht weiter auseinander (Urk. 51 

S. 15). Es ist aber unerlässlich, den Inhalt der Erklärung genauer zu überprüfen. 

So enthält die Erklärung vom 28. November 2012 zusammengefasst folgende 

Aussage (Urk. 31): F._____ erklärt, dass der Beschuldigte nichts mit der ihm zur 

Last gelegten Tat zu tun habe. Er habe den Beschuldigten in  

Serbien kennengelernt und später in der Schweiz zufällig in einem serbischen  

Café getroffen, wo er ihn ein paar Mal gebeten habe, dass er ihn mit dem Wagen 

bis zu seiner Wohnung bringe. Er entschuldigte sich, da es zu einem grossen 

Missverständnis gekommen sei.  

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1.4.2. Auf diese Erklärung kann nun nicht ohne Weiteres abgestellt werden.  

Zunächst fällt auf, dass der Beschuldigte ausführte, er habe F._____ chauffiert, 

sei mit ihm einkaufen gegangen und bei ihm zu Hause gewesen. Dagegen spricht 

F._____ in seiner Erklärung nur davon, dass er den Beschuldigten gebeten habe, 

ihn mit dem Wagen bis zu seiner Wohnung zu bringen. Dies tönt eher danach, als 

hätte der Beschuldigte nur Chauffeurdienste für F._____ durchgeführt. Weiter  

erstaunt auch, dass F._____ den Beschuldigten erst so spät entlastete, obwohl er 

früher im Verfahren dazu ausreichend Gelegenheit gehabt hätte. Insbesondere in 

der Konfrontationseinvernahme bei der Staatsanwaltschaft am 9. Dezember 2011 

(Urk. 3/8/3) hätte F._____ den Beschuldigten entlasten können. Die  

Erklärung von F._____ vermag insgesamt nicht zu überzeugen und ist kein Indiz 

für die Unschuld des Beschuldigten. 

1.5. Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass der Sachverhalt 

gemäss lit. b) der Anklageschrift erstellt ist. Einschränkend ist lediglich anzu-

führen, dass aufgrund des Beweisergebnisses nicht mit Sicherheit gesagt werden 

kann, dass der Beschuldigte das Fenstergitter aufhebelte. Der Anklagesach-

verhalt ist mit dieser Einschränkung der rechtlichen Würdigung zugrunde zu  

legen. 

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Obwohl vorstehend nicht erstellt werden konnte, dass es der Beschuldigte 

war, der das Fenster der H._____-Filiale aufhebelte und damit beschädigte, kann 

dieser dennoch dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Nach ständiger Praxis 

ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts 

vorsätzlich und in massgeblicher Weise mitwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter 

erachtet werden kann (Donatsch in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, StGB 

Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, N 7 zu Art. 24). Es ist folglich nicht  

relevant, wer genau das Fenster aufgebrochen und damit beschädigt hatte, da 

der Beschuldigte bereits dadurch, dass er sich im Ladenlokal aufhielt, einen  

wesentlichen Beitrag für die Ausführung des gesamten Delikts leistete. Für die 

Sachbeschädigung ist der Beschuldigte als Mittäter anzusehen. 

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2.2. Im Übrigen ist die rechtliche Würdigung der Staatsanwaltschaft zutreffend 

und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der Beschuldigte ist somit   

bezüglich ND 7 (Einbruchdiebstahl im H._____-Satellit in E._____) schuldig des 

Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 

StGB. 

III. Sanktion und Vollzug 

1. Strafrahmen und Strafart 

1.1. In Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB ist für die Bestimmung des Straf-

rahmens von der schwersten Tat auszugehen. Die Strafe ist grundsätzlich inner-

halb des vom Gesetzgeber vorgegebenen ordentlichen Strafrahmens festzu-

setzen. Gemäss aktueller Bundesgerichtspraxis (BGE 136 IV 55 E. 5.8) ist bei der 

Strafzumessung die mehrfache Tatbegehung sowie die Deliktsmehrheit grund-

sätzlich nicht mehr strafschärfend in dem Sinne zu berücksichtigen, als der  

ordentliche Strafrahmen automatisch erweitert wird. Der ordentliche Rahmen ist 

nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen. Solche sind vor-

liegend nicht auszumachen. 

1.2. Der Tatbestand des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sieht  

eine Bestrafung mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bis zu 

360 Tagessätzen vor, wobei ein Tagessatz maximal Fr. 3'000.– beträgt (Art. 34 

Abs. 1 und 2 StGB). Von diesem Strafrahmen ist auszugehen. 

1.3. Die Geldstrafe stellt im Vergleich zur Freiheitsstrafe einen weniger  

schweren Eingriff dar. Aufgrund des Verschuldens und der persönlichen Verhält-

nisse (vgl. die nachfolgenden Erwägungen) kann vorliegend eine Strafe ausgefällt 

werden, die noch im unteren Bereich des Strafrahmens liegt. Gemäss dem  

Prinzip der Verhältnismässigkeit ist eine Geldstrafe auszusprechen. Eine Geld-

strafe wurde zudem von der Staatsanwaltschaft beantragt (Urk. 53 S. 3; Urk. 77 

S. 1 und S. 10).  

- 15 - 

2. Strafzumessung 

2.1. Innerhalb des Strafrahmens misst das Gericht gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB 

die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben 

und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben 

des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefähr-

dung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 

nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Nach Art. 50 StGB hat das  

Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren  

Gewichtung festzuhalten. 

Der Begriff des Verschuldens muss sich jedenfalls auf den gesamten Unrechts- 

und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Zu unterscheiden ist zwischen 

der Tat- und Täterkomponente (Hug in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder,  

Kommentar StGB, 19. Auflage 2013, N 6 zu Art. 47). Bei der Tatkomponente sind 

das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung 

dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, und die  

Beweggründe des Schuldigen zu beachten. Sodann sind für das Verschulden 

auch das "Mass an Entscheidungsfreiheit" beim Täter sowie die so genannte  

Intensität des deliktischen Willens bedeutsam (Hug in: Donatsch/Flachsmann/ 

Hug/Weder, a.a.O., N 11 zu Art. 47). 

2.2. Tatkomponente für den Diebstahl 

2.2.1. Vorerst ist die objektive Tatschwere als Ausgangskriterium für die Ver-

schuldensbewertung festzulegen und zu bemessen. Es ist zu prüfen, wie stark 

das strafrechtlich geschützte Rechtsgut überhaupt beeinträchtigt wurde. Darunter  

fallen etwa das Ausmass des Erfolges, wie insbesondere der Deliktsbetrag, die 

Gefährdung, das Risiko und der Sachschaden etc., sowie die Art und Weise des 

Vorgehens. Von Bedeutung ist auch die kriminelle Energie, wie sie durch die Tat 

und die Tatausführung offenbart wird, ebenso die Grösse des Tatbeitrages bei 

mehreren Tätern und die hierarchische Stellung (Wiprächtiger, BSK StGB I, 

3. Auflage, Basel 2013, N 90 ff. zu Art. 47). Ausgehend von der objektiven Tat-

- 16 - 

schwere hat der Richter dieses Verschulden zu bewerten. Er hat im Urteil darzu-

tun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden 

Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des 

Tatverschuldens zu gelangen. 

2.2.2. Zum objektiven Tatverschulden des Diebstahls ist im vorliegenden Fall  

anzuführen, dass der Deliktsbetrag mit ca. Fr. 36'440.– relativ hoch ist, allerdings 

handelte es sich um eine einmalige Tatbegehung. Das Vorgehen des Beschuldig-

ten und seiner Mittäter kann als gezielt und professionell beschrieben werden, 

was sich beispielsweise daran offenbart, dass vor allem Stangen Zigaretten, die 

sich problemlos weiterverkaufen lassen, entwendet wurden. Der Beschuldigte 

kann mit Sicherheit nicht als Drahtzieher des Diebstahls bezeichnet werden,  

sondern ist wohl vielmehr ein einmaliger Mitläufer. Weiter verursachten die Täter 

keinen unnötigen Schaden, was zu Gunsten des Beschuldigten zu veranschlagen 

ist. Das objektive Verschulden wiegt daher insgesamt noch leicht. 

2.2.3. Bei der Bewertung des subjektiven Verschuldens stellt sich die Frage, wie 

dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist. Dazu gehören 

etwa die Frage der Schuldfähigkeit sowie das Motiv. Auch ist in diesem Zusam-

menhang entscheidend, über welches Mass an Entscheidungsfreiheit der Täter 

verfügte. 

2.2.4. Da der Beschuldigte bezüglich des ihm vorgeworfenen Verhaltens nicht  

geständig ist und eine Beteiligung am fraglichen Einbruchdiebstahl konsequent 

bestritt, muss sein Motiv im Dunkeln bleiben. Das subjektive Verschulden  

relativiert das objektive somit nicht. 

2.2.5. Das Tatverschulden ist insgesamt als noch leicht zu qualifizieren. Eine  

Einsatzstrafe von 100 Tagessätzen Geldstrafe erscheint daher vorliegend ange-

messen.  

2.3. Asperation für die weiteren Delikte 

2.3.1. Die Sachbeschädigung ist mit dem Diebstahl untrennbar verknüpft und fällt 

verschuldensmässig kaum selbständig ins Gewicht. Es wurde ein Fenstergitter 

- 17 - 

mit einem Werkzeug aufgehebelt, wobei ein Sachschaden von rund Fr. 2'000.– 

entstand. Die festgesetzte Einsatzstrafe ist nach dem Gesagten nur sehr moderat 

zu erhöhen. 

2.3.2. Verschuldensmässig noch geringer wiegt der Hausfriedensbruch. Die Täter 

weilten nur kurz zum Zwecke des Diebstahls im Ladenlokal. Die Strafe ist daher 

aufgrund des Hausfriedensbruchs lediglich leicht zu erhöhen. 

2.3.3. Nach Würdigung der Tatkomponenten für sämtliche vom Beschuldigten  

begangenen Delikte resultiert eine Einsatzstrafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe. 

2.4. Täterkomponente 

2.4.1. Die Täterkomponente (vgl. Art. 47 Abs. 1 Satz 2 StGB) umfasst das Vor-

leben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im 

Strafverfahren. Bei der Beurteilung des Vorlebens fallen einerseits früheres Wohl-

verhalten, andererseits Zahl, Schwere und Zeitpunkt von Vorstrafen ins Gewicht. 

Unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Verhältnisse ist etwa zu berücksichti-

gen, ob sich der Täter im Strafverfahren kooperativ verhielt, ob er Reue und  

Einsicht zeigte, ob er mehr oder weniger strafempfindlich ist. 

2.4.2. Die Vorinstanz fasst die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten  

korrekt zusammen (Urk. 51 S. 19). Zu seiner Person führte der Beschuldigte aus, 

er habe die Primar- und Sekundarschule besucht, während einigen Schuljahren 

sei er im Internat gewesen. Er habe eine Lehre als Logistiker angetreten und die 

Rekrutenschule absolviert. Er habe darauf eine höhere Fachschule für Logistik 

besucht, welche er wegen eines Burnouts nach zwei Jahren habe abbrechen 

müssen. Seit Februar 2012 habe er eine Stelle bei der J._____ AG. Er verdiene 

rund Fr. 4'600.– pro Monat und erhalte einen 13. Monatslohn. Er wohne noch bei 

der Mutter und beteilige sich mit Fr. 1'000.– an den Wohnkosten. Die Kosten für 

die Krankenkasse würden Fr. 300.– betragen. Insgesamt bezahle er monatlich 

Rechnungen im Umfang von ca. Fr. 2'000.– bis Fr. 2'500.–. Er habe weder Ver-

mögen noch Schulden (Urk. 30 S. 1 ff.). Aktualisierend führte der  

Beschuldigte in der Berufungsverhandlung aus, er erziele ein Einkommen von 

- 18 - 

Fr. 4'115.60 monatlich; er erhalte er einen 13. Monatslohn (Urk. 59/1-2; Urk. 76 

S. 1). An den monatlichen Wohnkosten beteilige er sich mit ca. Fr. 1'400.–, seine 

monatlichen Krankenkassenprämien würden sich auf etwas mehr als Fr. 300.– 

belaufen. Den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten sind keine für die 

Strafzumessung relevanten Kriterien zu entnehmen. Der Beschuldigte weist auch 

keine Vorstrafen auf, was bei der Strafzumessung neutral zu würdigen ist (BGE 

136 IV 1). 

2.4.3. Bei der Strafzumessung ist, wie erwähnt, auch das Nachtatverhalten eines 

Täters zu beachten. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafver-

fahren. Insbesondere wirken ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines  

Täters bei der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und aufrichtige Reue 

strafmindernd (Hug in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, a.a.O., N 15 f. zu 

Art. 47). 

2.4.4. Der Beschuldigte war bis zuletzt in Bezug auf den Einbruchdiebstahl in  

ND 7 nicht geständig. Er bestritt in sämtlichen Einvernahmen seine Beteiligung 

und machte nur insoweit Zugaben, als diese nicht mit den ihm vorgeworfenen De-

likten zu tun hatten. Somit kann der Beschuldigte selbstverständlich weder Ein-

sicht noch Reue für sich reklamieren und das Nachtatverhalten kann zu keiner 

Reduktion der Strafe führen, gibt aber auch nicht zu einer Erhöhung derselben 

Anlass.  

2.5. Die Täterkomponente führt zu keiner Veränderung der im Rahmen der Tat-

komponente festgesetzten Einsatzstrafe, so dass im Ergebnis eine Geldstrafe von 

120 Tagessätzen angezeigt ist.  

2.6. Bei der Berechnung der Tagessatzhöhe bildet das Einkommen, das dem  

Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die 

Einkünfte stammen, den Ausgangspunkt. Denn massgebend ist die tatsächliche 

wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (vgl. BGE 116 IV 4 E. 3a S. 8). Das Nettoprinzip 

verlangt, dass bei den ermittelten Einkünften – innerhalb der Grenzen des 

Rechtsmissbrauchs – nur der Überschuss der Einnahmen über die damit verbun-

denen Aufwendungen zu berücksichtigen sind (BGE 134 IV 60 E. 6.1 und 6.2). 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2012&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-IV-4%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page4

- 19 - 

Die Tagessatzhöhe ist unter Berücksichtigung des monatlichen Nettoeinkommens 

von Fr. 4'115.60 bzw. von Fr. 4'458.55 inkl. 13. Monatslohn und der relevanten 

Abzüge sowie der Tatsache, dass der Beschuldigte mit seiner Mutter zusammen-

lebt und keine Unterstützungspflichten aufweist, auf Fr. 100.– festzusetzen, zumal 

auch die Verteidigung gegen einen Tagessatz von Fr. 100.– nicht opponierte 

(Prot. II S. 10). 

2.7. Somit erweist sich eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 100.– als 

dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ange-

messen. Der Anrechnung der erstandenen Haft von 86 Tagen steht nichts im 

Wege (Art. 51 StGB). 

3. Vollzug 

3.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger  

Arbeit oder einer Freiheitsstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 

nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen 

oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). 

Da der Beschuldigte heute mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu be-

strafen ist, sind die objektiven Voraussetzungen erfüllt. 

3.2. In subjektiver Hinsicht ist das Fehlen einer ungünstigen Prognose voraus-

gesetzt. Bei der Prognosestellung sind die Tatumstände, das Vorleben, der  

Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter 

des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen, zu beachten. 

Der Beschuldigte lebt in stabilen Verhältnissen. Er hat eine Anstellung und ist  

gewillt, auch künftig einer Arbeit nachzugehen. Von seinen damaligen Kollegen 

hat er sich offensichtlich distanziert. Weiter ist positiv festzuhalten, dass der  

Beschuldigte noch nie straffällig geworden ist. Dem Beschuldigten kann ohne 

Weiteres eine günstige Prognose gestellt werden. Der Vollzug der Geldstrafe ist 

daher aufzuschieben. 

3.3. Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so  

bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 

- 20 - 

Abs. 1 StGB). Beim Beschuldigten als Ersttäter, dem vorbehaltlos eine gute  

Prognose gestellt werden kann, sind keine Umstände ersichtlich, die eine über 

das Minimum hinausgehende Probezeit erfordern würden. Es ist somit eine  

Probezeit von 2 Jahren anzusetzen.  

4. Busse 

4.1. Die Anklagebehörde beantragt eine Busse in der Höhe von Fr. 2'900.– 

(Urk. 77 S. 2), wobei es sich – im Umfang von Fr. 2'400.– – um eine Ver-

bindungsbusse handle (Prot. II S. 9). Seitens der Verteidigung wird beantragt, auf 

die Ausfällung einer Verbindungsbusse zu verzichten (Prot. II S. 10). 

4.2.  Mit einer Verbindungsstrafe bzw. -busse im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB 

soll im Rahmen der Massendelinquenz die sogenannte "Schnittstellenproblema-

tik" zwischen einer unbedingten Busse für Übertretungen und der bedingten 

Geldstrafe für Vergehen entschärft werden, indem Art. 42 Abs. 4 StGB eine 

rechtsgleiche Sanktionierung ermöglicht. Dabei können gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung auch general- und spezialpräventive Aspekte eine Rolle 

spielen (Hug in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, a.a.O., N 25 zu Art. 42 mit 

Verweisungen; insbesondere auf BGE 134 IV 8; BGE 134 IV 74 f.). Beim vor-

liegenden Fall handelt es sich nicht um ein Massendelikt, bei welchem die 

Schnittstellenproblematik zu berücksichtigen wäre. Auch unter spezialpräventiven  

Gesichtspunkten drängt sich die Auferlegung einer zusätzlichen Busse nicht auf. 

Der Beschuldigte ist Ersttäter, er war während fast drei Monaten inhaftiert und 

wird überdies aufgrund der Kostenfolgen des heutigen Schuldspruchs eine erheb-

liche finanzielle Belastung zu gewärtigen haben (vgl. Ziffer IV.). Auf die Ausfällung 

einer zusätzlichen (Verbindungs-)Busse ist infolgedessen zu verzichten. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens 

Ausgangsgemäss wird der Beschuldigte für das Vorverfahren und das erst-

instanzliche Gerichtsverfahren – zumindest teilweise – kosten- und entschädi-

- 21 - 

gungspflichtig. Der Beschuldigte wurde bezüglich zweier (von drei) Vorwürfen 

(Schuldspruch wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs  

sowie mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes) schuldig ge-

sprochen. Es rechtfertigt sich daher, dem Beschuldigten die Kosten des Vorver-

fahrens sowie des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens zu zwei Dritteln aufzuer-

legen und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Gerichtsgebühr 

für das erstinstanzliche Gerichtsverfahren ist auf Fr. 1'500.– festzusetzen. Die 

Gebühr und die Auslagen für das Vorverfahren betragen Fr. 3'110.–. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung sind zu zwei Dritteln einstweilen und zu  

einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei eine Nachforde-

rung im Umfang von zwei Dritteln der Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

2. Kosten des Berufungsverfahrens 

Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren vollumfänglich, weshalb ihm 

ausgangsgemäss die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten 

der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen sind. Die zweitinstanzliche Gerichtsge-

bühr ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Dr. X._____, reichte, 

nachdem er dem Gericht vorab eine Honorarnote über Fr. 709.85 zusandte 

(Urk. 67), an der Berufungsverhandlung eine aktualisierte Fassung seiner  

Honorarnote über Fr. 2'931.20 ein (Urk. 75). Die Dauer der Berufungsverhandlung 

inklusive Weg veranschlagte er indes mit lediglich drei Stunden. Bereits die Beru-

fungsverhandlung (ohne Weg und Nachbesprechung mit dem Beschuldigten) 

dauerte allerdings etwas mehr als drei Stunden (Prot. II S. 4 und S. 14). Rechts-

anwalt Dr. X._____ ist daher als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten im  

Berufungsverfahren für seine Aufwendungen und Auslagen mit pauschal 

Fr. 3'200.– (inkl. MwSt.) zu entschädigen. 

- 22 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 

24. Januar 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der mehrfachen Widerhandlung (Übertretung) gegen das Betäubungsmittel-

gesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

 2. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf 

− des (…) Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB; 

− der (…) Sachbeschädigung, im Sinne von Art. 144 StGB; 

− des (…) Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB 

 freigesprochen (ND 4; ohne ND 7). 

 3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Busse von Fr. 500.–. Die Busse ist 

zu bezahlen. 

 4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine  

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

 5. (…) 

 6. Die beim Beschuldigten sichergestellten Gegenstände,  

− iPhone 3GS IMEI … inkl. SIM-Karte und Kopfhörer (Display defekt) 

− Einzahlungsbeleg Migrosbank für B._____ vom 19.08.2011 betr. Fr. 1'400.– 

− 1 Strumpfmaske schwarz 

− 1 Chipkartenhalter Lebara … 

− 1 Pfefferspray KO-Jet 

− 1 Pfefferspray KO-Fog 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI … 

− 1 Mobiltelefon Nokia 2330, IMEI ... 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1050, ..., IMEI ... inkl. SIM-Karte 

− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI ... inkl. SIM-Karte 

− 1 Mobiltelefon Nokia IMEI … 

- 23 - 

sind dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft herauszugeben. 

 7. Die sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien  

(Lagernummer …) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur  

Vernichtung überlassen. 

 8. Die Zivilforderung der Privatklägerin 1, C._____, wird abgewiesen. 

 9. Die Zivilforderung der Privatklägerin 2, D._____ AG, wird abgewiesen. 

 10. (…) 

 11. (…) 

 12. (Mitteilungen) 

 13. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig (ND 7) 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 

Fr. 100.–, wovon 86 Tagessätze als durch Untersuchungshaft geleistet  

gelten.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

4. Die erstinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.–; die  

Kosten für das Vorverfahren betragen Fr. 3'110.–. 

- 24 - 

5. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und zu 1/3 auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das Vorver-

fahren und das vorinstanzliche Verfahren werden zu 2/3 einstweilen und zu 

1/3 definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht im 

Umfang von 2/3 bleibt vorbehalten. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'200.–   amtliche Verteidigung 

 

 

Fr. 350.–   Kosten DNA-Gutachten 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen die Kosten der  

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten  

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 
bleibt vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  

Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.  

- 25 - 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 23. Januar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 

	Urteil vom 23. Januar 2014
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 51 S. 23 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der mehrfachen Widerhandlung (Übertretung) gegen das Betäubungs- mittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;
	 der mehrfachen Sachbeschädigung, im sinne von Art. 144 StGB;
	 des mehrfachen Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB
	freigesprochen.

	3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Busse von Fr. 500.–. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Dem Beschuldigten wird als Entschädigung für erlittene Untersuchungshaft aus der Gerichtskasse eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 19'359.– (Schadenersatz und Genugtuung) zugesprochen.
	6. Die beim Beschuldigten sichergestellten Gegenstände,
	 iPhone 3GS IMEI … inkl. SIM-Karte und Kopfhörer (Display defekt)
	 Einzahlungsbeleg Migrosbank für B._____ vom 19.08.2011 betr. Fr. 1'400.–
	 1 Strumpfmaske schwarz
	 1 Chipkartenhalter Lebara …
	 1 Pfefferspray KO-Jet
	 1 Pfefferspray KO-Fog
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI …
	 1 Mobiltelefon Nokia 2330, IMEI ...
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1050, ..., IMEI ... inkl. SIM-Karte
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI ... inkl. SIM-Karte
	 1 Mobiltelefon Nokia IMEI …
	sind dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft herauszugeben.

	7. Die sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Lager-nummer …) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
	8. Die Zivilforderung der Privatklägerin 1, C._____, wird abgewiesen.
	9. Die Zivilforderung der Privatklägerin 2, D._____ AG, wird abgewiesen.
	10. Die Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz; die übrigen Kosten werden auf die  Gerichtskasse genommen.
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung entschieden.
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4 f.)
	1. Der Beschuldigte A._____ sei
	● des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB
	● der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und
	● des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
	schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 100.–, entsprechend Fr. 12'000.–, zu bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Der Beschuldigte sei zudem mit einer Busse von Fr. 2'900.– zu bestrafen, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von  29 Tagen.
	5. Dem Beschuldigten seien die Kosten des Verfahrens vollumfänglich aufzuerlegen.
	1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft See/Oberland sei abzuweisen.
	2. Das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 24. Januar 2012 (recte: 2013) sei vollumfänglich zu bestätigen.
	Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen plus MWST zulasten des Staates.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Am 24. Januar 2013 wurde der Beschuldigte durch das Bezirksgericht  Affoltern, Einzelgericht, der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Übertretungen) schuldig gesprochen, von den Vorwürfen des mehrfachen Diebstahls, der me...
	1.2. Gegen das Urteil meldete die Staatsanwaltschaft See/Oberland innert Frist Berufung an (Urk. 38). Ebenso fristgerecht ging die Berufungserklärung vom 9. Juli 2013 ein (Urk. 52), nachdem der Anklagebehörde das begründete Urteil am 3. Juli 2013 zuge...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Die Staatsanwaltschaft beschränkt ihre Berufung auf den Freispruch betreffend Anklagepunkt b) sowie die Sanktion (Urk. 52). Es ist davon auszugehen, dass damit auch die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen  Urteils gemäss Disposi...
	II.  Schuldpunkt

	1. Sachverhalt
	1.1. Die Vorinstanz fasst die Aussagen der Beteiligten zum Einbruchdiebstahl vom 22./23. Juni 2011 in einen H._____-Satellit in E._____ (ND 7) grundsätzlich richtig zusammen und würdigt die vorhandenen Beweismittel (vgl. Urk. 51 S. 12 ff.). Sie kommt ...
	1.2. Aussagen des Beschuldigten
	1.2.1. Zur Frage, ob der Beschuldigte F._____ oder G._____ kenne, führte er in der ersten polizeilichen Einvernahme vom 22. August 2011 (Urk. 3/7/1 S. 5 f.) aus, er habe F._____ noch nie gesehen, getroffen oder mit ihm  telefoniert. Auch G._____ kenne...
	mit F._____ ab und zu etwas trinken gegangen sei. Er sei bei der Einvernahme tags zuvor überfordert gewesen, es sei alles so schnell gegangen. Er  habe sich in der Nacht überlegt, die Wahrheit zu sagen, es bringe nichts, wenn er lüge. Er habe mit allf...
	1.2.2. Dazu befragt, ob er etwas über den Einbruchdiebstahl zum Nachteil der H._____-Filiale in E._____ wisse, gab der Beschuldigte in diversen Einvernahmen ebenfalls verschiedene Versionen zu Protokoll. Am 23. August 2011 (Urk. 3/7/2 S. 3 und S. 7) f...
	1.2.3. Zur Thematik der DNA-Spur erläuterte der Beschuldigte in der Einvernahme vom 19. September 2011 (Urk. 3/7/4 S. 6 ff.), er könne sich nicht erklären, wie seine DNA-Spur auf den Sack gekommen sei, den man im H._____ gefunden habe. Er habe die Sä...
	1.2.4. Auffallend sind die zahlreichen Widersprüche in den Aussagen des  Beschuldigten. Dies beginnt bereits bei den Umständen rund um die eingeklagte Tat, mithin damit, ob der Beschuldigte F._____ und weitere allfällige Mittäter kenne. Anfänglich bes...
	1.3. DNA-Spur
	1.3.1. Dem Spurenbericht der Kantonspolizei St. Gallen lässt sich entnehmen, dass auf einem Abfallsack, welcher im Verkaufsraum der H._____-Filiale in E._____ zurückgelassen worden war, eine DNA-Spur des Beschuldigten gefunden werden konnte. Beim Abfa...
	1.3.2. Dem von der Anklagebehörde am 15. Januar 2014 in Auftrag gegebenen Gutachten zur Auswertung und Beweiswertberechnung von DNA-Spuren kann entnommen werden, dass die Untersuchung des Abriebs ab Kehrichtsack ein  inkomplettes Mischprofil ergeben h...
	1.3.3. Die Aussagen des Beschuldigten zu seiner DNA-Spur am Abfallsack  weisen zwar keine ausdrücklichen Widersprüche auf – so erklärte der Beschuldigte beispielsweise konstant, die DNA-Spur sei beim Kontakt mit F._____ auf jenen Abfallsack gekommen –...
	1.3.4. Die DNA-Spur weist eine hohe Tatrelevanz auf. Die Spur wurde einerseits auf einem Abfallsack sichergestellt, der am Morgen nach der Tat zusammengeknüllt auf dem Boden im Verkaufsraum des H._____-Satelliten in E._____ aufgefunden wurde. Das Ver...
	1.3.5. Die DNA-Spur deutet stark auf eine (Mit-)Täterschaft des Beschuldigten hin. Diesem starken Indiz stehen die Aussagen des Beschuldigten gegenüber, der konsequent bestritt, am fraglichen Einbruchdiebstahl beteiligt gewesen zu sein. Der Beschuldig...
	1.4. Entlastung durch F._____
	1.4.1. Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung reichte der Beschuldigte eine Erklärung von F._____ zu den Akten (Urk. 31). Die Vorinstanz wies auf diese schriftliche Erklärung hin und setzte sich damit nicht weiter auseinander (Urk. 51 S. 15)...
	1.4.2. Auf diese Erklärung kann nun nicht ohne Weiteres abgestellt werden.  Zunächst fällt auf, dass der Beschuldigte ausführte, er habe F._____ chauffiert, sei mit ihm einkaufen gegangen und bei ihm zu Hause gewesen. Dagegen spricht F._____ in seiner...
	1.5. Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass der Sachverhalt gemäss lit. b) der Anklageschrift erstellt ist. Einschränkend ist lediglich anzuführen, dass aufgrund des Beweisergebnisses nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, dass der Be...

	2. Rechtliche Würdigung
	2.1. Obwohl vorstehend nicht erstellt werden konnte, dass es der Beschuldigte war, der das Fenster der H._____-Filiale aufhebelte und damit beschädigte, kann dieser dennoch dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Nach ständiger Praxis ist Mittäter, wer...
	2.2. Im Übrigen ist die rechtliche Würdigung der Staatsanwaltschaft zutreffend und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der Beschuldigte ist somit   bezüglich ND 7 (Einbruchdiebstahl im H._____-Satellit in E._____) schuldig des Diebstahls im Si...
	III.  Sanktion und Vollzug

	1. Strafrahmen und Strafart
	1.1. In Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB ist für die Bestimmung des Strafrahmens von der schwersten Tat auszugehen. Die Strafe ist grundsätzlich innerhalb des vom Gesetzgeber vorgegebenen ordentlichen Strafrahmens festzusetzen. Gemäss aktueller Bund...
	1.2. Der Tatbestand des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sieht  eine Bestrafung mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen vor, wobei ein Tagessatz maximal Fr. 3'000.– beträgt (Art. 34 Abs. 1 und 2 StGB)...
	1.3. Die Geldstrafe stellt im Vergleich zur Freiheitsstrafe einen weniger  schweren Eingriff dar. Aufgrund des Verschuldens und der persönlichen Verhältnisse (vgl. die nachfolgenden Erwägungen) kann vorliegend eine Strafe ausgefällt werden, die noch i...

	2. Strafzumessung
	2.1. Innerhalb des Strafrahmens misst das Gericht gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Ver...
	Der Begriff des Verschuldens muss sich jedenfalls auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Zu unterscheiden ist zwischen der Tat- und Täterkomponente (Hug in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder,  Kommentar StGB, 19. Aufl...

	2.2. Tatkomponente für den Diebstahl
	2.2.1. Vorerst ist die objektive Tatschwere als Ausgangskriterium für die Verschuldensbewertung festzulegen und zu bemessen. Es ist zu prüfen, wie stark das strafrechtlich geschützte Rechtsgut überhaupt beeinträchtigt wurde. Darunter  fallen etwa das ...
	2.2.2. Zum objektiven Tatverschulden des Diebstahls ist im vorliegenden Fall  anzuführen, dass der Deliktsbetrag mit ca. Fr. 36'440.– relativ hoch ist, allerdings handelte es sich um eine einmalige Tatbegehung. Das Vorgehen des Beschuldigten und seine...
	2.2.3. Bei der Bewertung des subjektiven Verschuldens stellt sich die Frage, wie dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist. Dazu gehören etwa die Frage der Schuldfähigkeit sowie das Motiv. Auch ist in diesem Zusammenhang entscheid...
	2.2.4. Da der Beschuldigte bezüglich des ihm vorgeworfenen Verhaltens nicht  geständig ist und eine Beteiligung am fraglichen Einbruchdiebstahl konsequent bestritt, muss sein Motiv im Dunkeln bleiben. Das subjektive Verschulden  relativiert das objekt...
	2.2.5. Das Tatverschulden ist insgesamt als noch leicht zu qualifizieren. Eine  Einsatzstrafe von 100 Tagessätzen Geldstrafe erscheint daher vorliegend angemessen.
	2.3. Asperation für die weiteren Delikte
	2.3.1. Die Sachbeschädigung ist mit dem Diebstahl untrennbar verknüpft und fällt verschuldensmässig kaum selbständig ins Gewicht. Es wurde ein Fenstergitter mit einem Werkzeug aufgehebelt, wobei ein Sachschaden von rund Fr. 2'000.– entstand. Die festg...
	2.3.2. Verschuldensmässig noch geringer wiegt der Hausfriedensbruch. Die Täter weilten nur kurz zum Zwecke des Diebstahls im Ladenlokal. Die Strafe ist daher aufgrund des Hausfriedensbruchs lediglich leicht zu erhöhen.
	2.3.3. Nach Würdigung der Tatkomponenten für sämtliche vom Beschuldigten  begangenen Delikte resultiert eine Einsatzstrafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe.
	2.4. Täterkomponente
	2.4.1. Die Täterkomponente (vgl. Art. 47 Abs. 1 Satz 2 StGB) umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Bei der Beurteilung des Vorlebens fallen einerseits früheres Wohlverhalten, ander...
	2.4.2. Die Vorinstanz fasst die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten  korrekt zusammen (Urk. 51 S. 19). Zu seiner Person führte der Beschuldigte aus, er habe die Primar- und Sekundarschule besucht, während einigen Schuljahren sei er im Internat...
	2.4.3. Bei der Strafzumessung ist, wie erwähnt, auch das Nachtatverhalten eines Täters zu beachten. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren. Insbesondere wirken ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines  Täters bei der ...
	2.4.4. Der Beschuldigte war bis zuletzt in Bezug auf den Einbruchdiebstahl in  ND 7 nicht geständig. Er bestritt in sämtlichen Einvernahmen seine Beteiligung und machte nur insoweit Zugaben, als diese nicht mit den ihm vorgeworfenen Delikten zu tun ha...
	2.5. Die Täterkomponente führt zu keiner Veränderung der im Rahmen der Tatkomponente festgesetzten Einsatzstrafe, so dass im Ergebnis eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen angezeigt ist.
	2.6. Bei der Berechnung der Tagessatzhöhe bildet das Einkommen, das dem  Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen, den Ausgangspunkt. Denn massgebend ist die tatsächliche wirtschaftliche Leis...
	Die Tagessatzhöhe ist unter Berücksichtigung des monatlichen Nettoeinkommens von Fr. 4'115.60 bzw. von Fr. 4'458.55 inkl. 13. Monatslohn und der relevanten Abzüge sowie der Tatsache, dass der Beschuldigte mit seiner Mutter zusammenlebt und keine Unter...

	2.7. Somit erweist sich eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 100.– als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. Der Anrechnung der erstandenen Haft von 86 Tagen steht nichts im Wege (Art. 51 StGB).

	3. Vollzug
	3.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger  Arbeit oder einer Freiheitsstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuh...
	Da der Beschuldigte heute mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu bestrafen ist, sind die objektiven Voraussetzungen erfüllt.

	3.2. In subjektiver Hinsicht ist das Fehlen einer ungünstigen Prognose vorausgesetzt. Bei der Prognosestellung sind die Tatumstände, das Vorleben, der  Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die A...
	Der Beschuldigte lebt in stabilen Verhältnissen. Er hat eine Anstellung und ist  gewillt, auch künftig einer Arbeit nachzugehen. Von seinen damaligen Kollegen hat er sich offensichtlich distanziert. Weiter ist positiv festzuhalten, dass der  Beschuldi...
	3.3. Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so  bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Beim Beschuldigten als Ersttäter, dem vorbehaltlos eine gute  Prognose gestellt ...

	4. Busse
	4.1. Die Anklagebehörde beantragt eine Busse in der Höhe von Fr. 2'900.– (Urk. 77 S. 2), wobei es sich – im Umfang von Fr. 2'400.– – um eine Verbindungsbusse handle (Prot. II S. 9). Seitens der Verteidigung wird beantragt, auf die Ausfällung einer Ve...
	4.2.  Mit einer Verbindungsstrafe bzw. -busse im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB soll im Rahmen der Massendelinquenz die sogenannte "Schnittstellenproblematik" zwischen einer unbedingten Busse für Übertretungen und der bedingten Geldstrafe für Vergehen ...
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	1. Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens
	Ausgangsgemäss wird der Beschuldigte für das Vorverfahren und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren – zumindest teilweise – kosten- und entschädigungspflichtig. Der Beschuldigte wurde bezüglich zweier (von drei) Vorwürfen (Schuldspruch wegen Diebsta...

	2. Kosten des Berufungsverfahrens
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 24. Januar 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der mehrfachen Widerhandlung (Übertretung) gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf
	 des (…) Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;
	 der (…) Sachbeschädigung, im Sinne von Art. 144 StGB;
	 des (…) Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB

	freigesprochen (ND 4; ohne ND 7).

	3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Busse von Fr. 500.–. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine  Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. (…)
	6. Die beim Beschuldigten sichergestellten Gegenstände,
	 iPhone 3GS IMEI … inkl. SIM-Karte und Kopfhörer (Display defekt)
	 Einzahlungsbeleg Migrosbank für B._____ vom 19.08.2011 betr. Fr. 1'400.–
	 1 Strumpfmaske schwarz
	 1 Chipkartenhalter Lebara …
	 1 Pfefferspray KO-Jet
	 1 Pfefferspray KO-Fog
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI …
	 1 Mobiltelefon Nokia 2330, IMEI ...
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1050, ..., IMEI ... inkl. SIM-Karte
	 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1170, IMEI ... inkl. SIM-Karte
	 1 Mobiltelefon Nokia IMEI …
	sind dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft herauszugeben.

	7. Die sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien  (Lagernummer …) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur  Vernichtung überlassen.
	8. Die Zivilforderung der Privatklägerin 1, C._____, wird abgewiesen.
	9. Die Zivilforderung der Privatklägerin 2, D._____ AG, wird abgewiesen.
	10. (…)
	11. (…)
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig (ND 7)
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 100.–, wovon 86 Tagessätze als durch Untersuchungshaft geleistet  gelten.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die erstinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.–; die  Kosten für das Vorverfahren betragen Fr. 3'110.–.
	5. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 2/3 auferlegt und zu 1/3 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das Vorverfahren und das vorinstanzliche Verf...
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen die Kosten der  amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten  der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss A...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vorinstanz
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.