# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d9747cb-7921-585b-87d0-610539707094
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.08.2023 LC230007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC230007_2023-08-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC230007-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin  

lic. iur. A. Strähl sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer 

Beschluss und Urteil vom 22. August 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____, 
Kläger und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Ehescheidung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (7. Abteilung) des Bezirksge-
richtes Zürich vom 19. Dezember 2022; Proz. FE190567 
 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren des Klägers: 
(act. 34 S. 2 ff.) 

" 1. Scheidung 
Die Ehe der Parteien sei gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden. 

2. Elterliche Sorge 
Die elterliche Sorge für das Kind C._____, geboren tt.mm.2014, 
sei den Parteien gemeinsam zu belassen. 

3. Obhut 
Die Obhut über das Kind C._____ sei der Beklagten zu belassen. 

4. Betreuungsregelung 
Der Kläger sei für berechtigt zu erklären, das Kind C._____ wie 
folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 
an jedem zweiten Wochenende (am Ende der geraden Kalender-
wochen), jeweils von Freitag, nach Schulschluss, bis Sonntag, 
19.00 Uhr, wobei sich der Kläger verpflichtet, das Kind am Freitag 
von der Schule abzuholen und am Sonntagabend der Beklagten 
zurückzubringen; 
an jedem zweiten Wochenende (am Ende der ungeraden Kalen-
derwochen) jeweils von Freitag, nach Schulschluss, bis Samstag, 
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr, wobei sich der Kläger verpflichtet, 
das Kind am Freitag von der Schule abzuholen und am Samstag 
der Beklagten zurückzubringen; 
fällt das Betreuungswochenende des Klägers auf Ostern, Auffahrt 
oder Pfingsten, erstreckt sich die Betreuung auf das ganze Feier-
tagswochenende (Ostern: Gründonnerstag, 18.00 Uhr bis Oster-
montag, 19.00 Uhr; Auffahrt: Auffahrtsmittwoch, 18.00 Uhr bis 
Auffahrtssonntag, 19.00 Uhr; Pfingsten: Pfingstfreitag, 18.00 Uhr 
bis Pfingstmontag, 19.00 Uhr); 
in den geraden Kalenderjahren vom 24. Dezember, 14.00 Uhr bis 
27. Dezember, 19.00 Uhr, in den ungeraden Jahren vom 30. De-
zember, 14.00 Uhr bis 2. Januar, 19.00 Uhr, wobei derjenige El-
ternteil, der das Kind über die Weihnachtstage nicht betreut, das 
Kind am 23. Dezember (ganzer Tag) bis am 24. Dezember, 14.00 
Uhr betreuen kann. Die Betreuungsregelung für die Weihnachts- 
und Neujahrstage geht allen übrigen Betreuungsregelungen (in-
klusive Ferien) vor. 
Ausserdem sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das Kind in 
den Aargauer Schulferien während fünf Wochen zu betreuen, 
wobei sich die Parteien zwischen 1. November und 15. Dezember 
über die Ferientermine des Folgejahres abzusprechen haben. 

- 3 - 

Können sie sich nicht einigen, kommt das Entscheidungsrecht für 
die Jahre mit gerader Jahreszahl der Beklagten, für die Jahre mit 
ungerader Jahreszahl dem Kläger zu. 

5. Erziehungsgutschriften 
Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-
Renten seien der Beklagten anzurechnen. 

6. Kinderunterhalt 
Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten des 
Unterhalts und der Erziehung von C._____ ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis zum Abschluss einer angemessenen Erst-
ausbildung des Kindes (auch über die Volljährigkeit hinaus) einen 
monatlichen Unterhaltsbeitrag (Barunterhalt) von CHF 2'800 (zu-
züglich Familienzulagen) zu bezahlen, zahlbar monatlich im Vo-
raus auf den Ersten eines jeden Monats. 
Der Kinderunterhaltsbeitrag sei auch über die Volljährigkeit des 
Kindes hinaus an die Beklagte zahlbar, sofern und solange das 
Kind in ihrem Haushalt lebt, sich in der Ausbildung befindet und 
keine eigenen Ansprüche stellt beziehungsweise keinen anderen 
Zahlungsempfänger bezeichnet. 

7. Nachehelicher Unterhalt 
Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis und mit August 2026 einen nachehelichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 3'100 zu bezahlen, zahlbar monatlich 
im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

8. Teuerungsausgleich 
Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 und 7 hiervor seien ge-
richtsüblich zu indexieren. 

9. Vorsorgeausgleich 
Es seien die während der Dauer der Ehe bis zum Zeitpunkt der 
Einleitung des Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche aus 
der beruflichen Vorsorge im Sinne von Art. 122 f. ZGB zu teilen 
und auszugleichen. 

10. Güterrecht 
Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen. 

11. Kosten- und Entschädigungsfolgen 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % 
Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten." 

- 4 - 

geänderte Rechtsbegehren des Klägers: 
(act. 54 S. 2) 

" 4. Betreuungsregelung 
Der Kläger sei für berechtigt zu erklären, das Kind C._____ wie 
folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 
an jedem Donnerstag nach Schulschluss, wobei sich der 
Kläger verpflichtet, das Kind um 16.00 Uhr von der Schule 
abzuholen und um 20 Uhr (verpflegt) der Beklagten nach 
Hause zu bringen; 

6. Kinderunterhalt 
Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten des 
Unterhalts und der Erziehung von C._____ ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung des Kinder (auch über die Volljährigkeit hinaus) 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag (Barunterhalt) von CHF 
3'100 (zuzüglich Familienzulagen) zu bezahlen, zahlbar monatlich 
im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats." 

Rechtsbegehren der Beklagten: 
(act. 43 S. 2 ff.) 

" 1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu schei-
den; 

2. Es sei die elterliche Sorge für das Kind C._____, geboren 
tt.mm.2014, den Parteien gemeinsam zu belassen; 

3. Es sei die Obhut über das Kind C._____ der Beklagten zu belas-
sen, wo sie auch ihren Wohnsitz haben soll; 

4. Es sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das Kind C._____ wie 
folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 
- am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats von 

Freitagabend, 18:00 Uhr bis Sonntagabend, 19:00 Uhr (ver-
pflegt), wobei der Kläger verpflichtet ist, die Tochter am Frei-
tagabend bei der Beklagten abzuholen und sie am Sonntag-
abend in die Wohnung der Beklagten nach Hause zu brin-
gen; 

- jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertag Weihnachten und 
Neujahr sowie in den Jahren mit gerader Jahreszahl von 
Karfreitag, 9:00 Uhr bis Ostermontag, 19:00 Uhr (verpflegt) 
und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingst-
samstag, 10:00 Uhr bis Pfingstmontag, 19:00 Uhr (ver-
pflegt); 

- 5 - 

- ausserdem sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das 
Kind C._____ ab Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsur-
teils in den Aargauer Schulferien während fünf Wochen auf 
eigene Kosten zu betreuen, wobei sich die Parteien zwi-
schen dem 1. November und dem 15. Dezember über die 
Ferientermine des Folgejahres abzusprechen haben. Kön-
nen sich die Parteien nicht einigen, so kommt das Entschei-
dungsrecht für die Jahre mit ungerader Jahreszahl der Be-
klagten und für die Jahre mit gerader Jahreszahl dem Kläger 
zu. Der jeweils berechtigte Elternteil hat dem anderen El-
ternteil bis spätestens am 15. Januar die Ausübung des je-
weiligen Ferienbesuchsrechts schriftlich (Email genügt) mit-
zuteilen; 

- es sei auf ein Besuchsrecht von einem Abend pro Woche zu 
verzichten; 

- eventualiter sei unter Berücksichtigung der Interessen und 
Bedürfnisse von C._____ ein Besuchsabend zwischen den 
Eltern nach jedem Schulsemester abzusprechen (entweder 
am Dienstag oder am Donnerstag), wobei sich der Kläger 
verpflichtet, C._____ jeweils nach Schulschluss respektive 
Hortende um 16:00 Uhr abzuholen und sie spätestens um 
19:00 Uhr (verpflegt) wieder zur Beklagten nach Hause zu 
bringen; 

- es sei der Antrag des Klägers, C._____ jeweils am Freitag 
nach Schulschluss bis Samstag zwischen 11:00 und 12:00 
Uhr zu betreuen abzuweisen; 

5. Es seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger 
AHV-/IV-Renten der Beklagten anzurechnen; 

6. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten 
des Unterhalts und an die Erziehung von C._____ ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung von C._____ im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB, 
über die Volljährigkeit hinaus, einen Barunterhalt von 
CHF 4'000.00, zzgl. allfälliger Familienzulagen, zu bezahlen, 
zahlbar monatlich im Voraus auf den ersten eines jeden Monats, 
sofern und solange das Kind bei der Beklagten im Haushalt lebt, 
sich in Ausbildung befindet und keine eigenen Ansprüche stellt 
bzw. keine Dritte als Zahlungsempfänger bezeichnet; 

7. Es sei der Kläger zu verpflichten, sich im Umfang von 2/3 an und 
die Beklagte im Umfang von 1/3 an ausserordentlichen Kinder-
kosten zu beteiligen; 

8. Es sei der Kläger zu verpflichten, nachfolgende Unterhaltsbeiträ-
ge gestützt auf Art. 125 ZGB, monatlich im Voraus zu bezahlen; 

 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils CHF 5'200.00 

- 6 - 

 ab dem 1. September 2026 bis 31. August 2030 CHF 1'300.00 
9. Es seien die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 6 und 8 hiervor ge-

richtüblich zu indexieren; 
10. Es seien die während der Dauer der Ehe bis zum Zeitpunkt der 

Einleitung des Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche aus 
der beruflichen Vorsorge im Sinne von Art. 122 f. ZGB zu teilen 
und auszugleichen; 

11. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen und 
es sei der Kläger zu verpflichten, ihr aus Güterrecht mindestens 
CHF 10'000.00 zu bezahlen; 

12. Es sei der Beklagten das Fahrzeug der Marke BMW zu Alleinei-
gentum zu überlassen; 

13. Es sei die Beklagte für berechtigt zu erklären, gestützt auf Art. 85 
ZPO, die Forderung aus Güterrecht nach durchgeführten Beweis-
verfahren zu beziffern; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Las-
ten des Klägers." 

geänderte Rechtsbegehren der Beklagten: 
(act. 62 S. 2 ff.) 

" 1.-3. […] 
4. Es sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das Kind C._____ wie 

folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 
- am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats von 

Freitagabend, 18:00 Uhr bis Sonntagabend, 19:00 Uhr (ver-
pflegt), wobei der Kläger verpflichtet ist, die Tochter am Frei-
tagabend bei der Beklagten abzuholen und sie am Sonntag-
abend in die Wohnung der Beklagten nach Hause zu brin-
gen; 

- jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertag Weihnachten und 
Neujahr sowie in den Jahren mit gerader Jahreszahl von 
Karfreitag, 9:00 Uhr bis Ostermontag, 19:00 Uhr (verpflegt) 
und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingst-
samstag, 10:00 Uhr bis Pfingstmontag, 19:00 Uhr (ver-
pflegt); 

- ausserdem sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das 
Kind C._____ ab Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsur-
teils in den Aargauer Schulferien während fünf Wochen auf 
eigene Kosten zu betreuen, wobei sich die Parteien zwi-
schen dem 1. November und dem 15. Dezember über die 
Ferientermine des Folgejahres abzusprechen haben. Kön-
nen sich die Parteien nicht einigen, so kommt das Entschei-

- 7 - 

dungsrecht für die Jahre mit ungerader Jahreszahl der Be-
klagten und für die Jahre mit gerader Jahreszahl dem Kläger 
zu. Der jeweils berechtigte Elternteil hat dem anderen El-
ternteil bis spätestens am 15. Januar die Ausübung des je-
weiligen Ferienbesuchsrechts schriftlich (Email genügt) mit-
zuteilen; 

- es sei auf ein Besuchsrecht am Donnerstagabend nach 
Schulschluss bis 20.00 Uhr zu verzichten; 

- eventualiter sei unter Berücksichtigung der Interessen und 
Bedürfnisse von C._____ ein Besuchsabend zwischen den 
Eltern nach jedem Schulsemester abzusprechen (entweder 
am Dienstag oder am Donnerstag), wobei sich der Kläger 
verpflichtet, C._____ jeweils nach Schulschluss respektive 
Hortende um 16:00 Uhr abzuholen und sie spätestens um 
19:00 Uhr (verpflegt) wieder zur Beklagten nach Hause zu 
bringen; 

5.-10. […] 
11. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen und 

es sei der Kläger zu verpflichten, ihr aus Güterrecht mindestens 
CHF 14'090.00 zu bezahlen; 

12. […] 
13. Es seien die Parteien zu verpflichten, das Mieterkautionskonto für 

die eheliche Wohnung an der D._____-strasse in Zürich aufzulö-
sen und den Vermieter anzuweisen, bei der Auflösung des 
Mieterkautionskontos mitzuwirken und ihnen je die Hälfte des 
Mieterkautionskontos auf ein noch zu bezeichnendes Konto zu 
überweisen; 

14. Es sei die Beklagte für berechtigt zu erklären, gestützt auf Art. 85 
ZPO, die Forderung aus Güterrecht nach durchgeführten Beweis-
verfahren zu beziffern; 

15. Es seien die klägerischen Anträge abzuweisen, soweit sie den 
Anträgen den beklagtischen Anträgen nicht entsprechen. 

16. Es seien die Parteien zu verpflichten, nach Eintritt der Rechtskraft 
des Scheidungsurteils die Teilung ihrer ehelichen Vorsorgegutha-
ben beim Versorgungswerk in E._____ [Stadt in Deutschland] 
beim Amtsgericht Schöneberg Berlin zu beantragen. 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Las-
ten des Klägers." 
 

geänderte Rechtsbegehren der Beklagten: 
(act. 106 S. 1 ff.; Prot. S. 31) 

" 1.-3. […] 

- 8 - 

4. Es sei der Kläger für berechtigt zu erklären, das Kind C._____ wie 
folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 
- […] 
- es sei auf ein Besuchsrecht am Donnerstagabend nach 

Schulschluss bis 20.00 Uhr zu verzichten; 
- eventualiter sei unter Berücksichtigung der Interessen und 

Bedürfnisse von C._____ ein Besuchsabend in den Wo-
chen, in denen kein [recte: Besuchs-] Wochenende stattfin-
det, zwischen den Eltern nach jedem Schulsemester abzu-
sprechen (entweder am Dienstag oder am Donnerstag), wo-
bei sich der Kläger verpflichtet, C._____ jeweils nach Schul-
schluss respektive Hortende um 16:00 Uhr abzuholen und 
sie spätestens um 19:00 Uhr (verpflegt) wieder zur Beklag-
ten nach Hause zu bringen; 

5. […] 
6. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten 

des Unterhalts und an die Erziehung von C._____ ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung von C._____ im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB, 
über die Volljährigkeit hinaus, einen Barunterhalt von 
CHF 5'563.00, ab dem 1. Juli 2024 von CHF 5'763.00 sowie ab 
dem 1. Juli 2032 von CHF 4'000.00 zzgl. allfälliger Familienzula-
gen, zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus auf den ersten ei-
nes jeden Monats, sofern und solange das Kind bei der Beklagten 
im Haushalt lebt, sich in Ausbildung befindet und keine eigenen 
Ansprüche stellt bzw. keine Dritte als Zahlungsempfänger be-
zeichnet; 

7 Es sei der Kläger zu verpflichten, sich im Umfang von 3/4 an und 
die Beklagte im Umfang von 1/4 an ausserordentlichen Kinder-
kosten zu beteiligen; 

8. Es sei der Kläger zu verpflichten, nachfolgende Unterhaltsbeiträ-
ge gestützt auf Art. 125 ZGB, monatlich im Voraus zu bezahlen; 

 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils CHF 7'733.00 
 ab dem 1. September 2026 bis 31. August 2030 CHF 3'833.00 
 ab dem 1. September 2030 bis 30. Juni 2032 CHF 1'245.00 
9.-10. […] 
11. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen und 

es sei der Kläger zu verpflichten, ihr aus Güterrecht CHF 5'776.00 
zu bezahlen; 

12. […] 
13. Es seien die Parteien zu verpflichten, das Mieterkautionskonto für 

die eheliche Wohnung an der D._____-strasse in Zürich aufzulö-

- 9 - 

sen und den Vermieter anzuweisen, bei der Auflösung des 
Mieterkautionskontos mitzuwirken und ihnen je die Hälfte des 
Mieterkautionskontos, mithin je ca. CHF 5'370.00, auf ein noch zu 
bezeichnendes Konto zu überweisen; 

14. Es seien die klägerischen Anträge abzuweisen, soweit sie den 
Anträgen den beklagtischen Anträgen nicht entsprechen. 

15. Es seien die Parteien zu verpflichten, nach Eintritt der Rechtskraft 
des Scheidungsurteils die Teilung ihrer ehelichen Vorsorgegutha-
ben beim Versorgungswerk in E._____ beim Amtsgericht Schö-
neberg Berlin zu beantragen. 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Las-
ten des Klägers." 

Urteil des Einzelgerichtes: 

1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden. 

2. Die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2014, wird unter der gemeinsamen 

elterlichen Sorge der Parteien belassen. 

3. Die Obhut für die Tochter C._____ wird der Beklagten zugeteilt. 

4. Der Kläger ist berechtigt und verpflichtet, die Tochter wie folgt auf eigene 

Kosten zu betreuen:  

− an jedem zweiten Wochenende (am Ende der geraden Kalenderwo-
chen) jeweils ab Freitagabend, 18:00 Uhr bis Sonntagabend, 19:00 Uhr 
(verpflegt), wobei der Kläger verpflichtet ist, die Tochter am Freitag-
abend in der Wohnung der Beklagten abzuholen und sie am Sonntag-
abend wieder in die Wohnung der Beklagten nachhause zu bringen; 

− an jedem Donnerstagabend ab Schulschluss, wobei der Kläger ver-
pflichtet ist, die Tochter zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr in der Schu-
le bzw. im Hort abzuholen und um 20:00 Uhr (verpflegt) in die Woh-
nung der Beklagten nachhause zu bringen; 

− in den geraden Kalenderjahren vom 24. Dezember, 14:00 Uhr, bis 
27. Dezember, 19:00 Uhr (verpflegt), und in ungeraden Kalenderjahren 
am 23. Dezember, 09:00 Uhr, bis 24. Dezember, 14:00 Uhr (verpflegt), 
sowie vom 30. Dezember, 14:00, bis 2. Januar, 19:00 Uhr (verpflegt), 
wobei der Kläger verpflichtet ist, die Tochter in der Wohnung der Be-
klagten abzuholen und sie wieder in die Wohnung der Beklagten nach-
hause zu bringen; 

- 10 - 

− während 5 Wochen Ferien pro Kalenderjahr, während den Aargauer 
Schulferien. 

Die Parteien sprechen die Aufteilung der Ferien des Folgejahres jeweils zwi-

schen dem 1. November und dem 15. Dezember ab. Können sie sich nicht 

einigen, so kommt dem Kläger in Jahren mit gerader Jahreszahl das Ent-

scheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit unge-

rader Jahreszahl der Beklagten. Der jeweils berechtigte Elternteil teilt dem 

anderen Elternteil bis spätestens am 15. Januar die Ausübung des jeweili-

gen Ferienbesuchsrechts schriftlich (E-Mail genügt) mit. 

Fällt das Betreuungswochenende des Klägers auf Ostern, beginnt seine Be-

treuungsverantwortung bereits am Gründonnerstag, 18:00 Uhr, und dauert 

bis Ostermontag, 19:00 Uhr (verpflegt).  

Fällt das Betreuungswochenende des Klägers auf Pfingsten, verlängert sich 

seine Betreuungsverantwortung bis Pfingstmontag, 19:00 Uhr (verpflegt).  

Fällt das Betreuungswochenende des Klägers auf das Wochenende nach 

Auffahrt, beginnt seine Betreuungsverantwortung bereits am Mittwoch vor 

Auffahrt, 18:00 Uhr. 

In der übrigen Zeit ist die Beklagte für die Betreuung der Tochter C._____ 

zuständig. Sie ist insbesondere berechtigt, die Tochter C._____ in den gera-

den Kalenderjahren am 23. Dezember, 09:00 Uhr, bis 24. Dezember, 14:00 

Uhr (verpflegt), sowie vom 30. Dezember, 14:00, bis 2. Januar, 19:00 Uhr 

(verpflegt), und den ungeraden Kalenderjahren vom 24. Dezember, 14:00 

Uhr, bis 27. Dezember, 19:00 Uhr (verpflegt), zu betreuen. 

Die Regelung betreffend Weihnachten und Neujahr geht sowohl der Wo-

chenendbetreuung als auch Ferien beider Parteien vor. 

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegenseiti-

ger Absprache bleiben vorbehalten. 

- 11 - 

5. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden 

allein der Beklagten angerechnet. Es ist Sache der Beklagten, die betroffe-

nen Ausgleichskassen zu informieren. 

6. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten für die Tochter C._____ die fol-

genden Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Familienzulagen, zu 

bezahlen: 

− Fr. 4'600.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. Juni 2032 
− Fr. 2'270.– ab 1. Juli 2032 bis zum ordentlichen Abschluss einer 

angemessenen Erstausbildung. 

Die Unterhaltsbeiträge und die Familienzulagen sind an die Beklagte zahlbar 

und zwar im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.  

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit 

hinaus, solange das Kind im Haushalt der Beklagten lebt und keine eigenen 

Ansprüche gegenüber dem Kläger stellt bzw. keinen anderen Zahlungsemp-

fänger bezeichnet. 

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 300.– pro Ausgabeposition, 

z.B. Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische 

Förderungsmassnahmen, etc.) haben der Kläger zu drei Vierteln und die 

Beklagte zu einem Viertel zu übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass 

sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt 

haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende Eltern-

teil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltend-

machung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten. 

7. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten wie folgt nachehelichen Unterhalt 

zu bezahlen: 

− Fr. 4'040.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. August 
2026; 

− Fr. 70.– ab 1. September 2026 bis 30. Juni 2030. 

- 12 - 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

8. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 und 7 vorstehend 

basiert auf folgenden Grundlagen:  

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat: 
− Kläger : Fr. 30'820.– (100 %-Pensum) 
− Beklagte: Fr. 6'616.– bis 31.08.2026 (50 %-Pensum) 
   Fr. 10'585.– ab 01.09.2026 bis 30.06.2030 (80 %-

Pensum) 
   Fr. 13'232.– ab 01.07.2030 (100 %-Pensum) 
− C._____: die Familienzulage von derzeit Fr. 200.– 

Aktueller familienrechtlicher Bedarf: 
− Kläger: Fr. 9'136.40 (ohne F._____ + G._____, ohne Über-

schussanteile) 
− Beklagte: Fr. 6'800.25 (+ Fr. 3'855.– Überschussanteil) 
− C._____:  Fr. 3'492.15 (+ Fr. 1'300.– Überschussanteil) 

9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 und 7 basieren auf dem Landesindex 

der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Novem-

ber 2022 von 104.6 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie wer-

den jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Janu-

ar 2024, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres ange-

passt. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = 
alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 

104.6 

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 

Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-

haltsbeiträge gemäss 6 und 7 nur proportional zur tatsächlichen Einkom-

menssteigerung angepasst. 

Fällt der Index unter den Stand von Ende November 2022, berechtigt dies 

nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge. 

- 13 - 

10. Die Pensionskasse H._____ wird angewiesen, mit Rechtskraft des Schei-

dungsurteils vom Vorsorgekonto des Klägers (Vers.-Nr. 1, AHV-Nr. 2) 

Fr. 47'446.70, zuzüglich Zins ab 9. August 2019, auf das Vorsorgekonto der 
Beklagten (Vers.-Nr. 3, AHV-Nr. 4) bei der Pensionskasse H._____, zu 

überweisen. Diese Überweisung erfolgt in Anrechnung an die angemessene 

Entschädigung nach Art. 124e Abs. 1 ZGB. 

11. a) Der BMW 535i xDrive Touring, Kombi, wird ins Alleineigentum der Be-

klagten übertragen. 

Der Kläger wird verpflichtet, an der Umschreibung des Fahrzeugauswei-

ses auf die Beklagte mitzuwirken und allfällig von ihm dazu erforderliche 

Erklärungen abzugeben bzw. Unterschriften auf erstes Verlangen zu leis-

ten. 

b) Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine güterrechtliche Aus-

gleichszahlung in der Höhe von Fr. 10'087.48 zu bezahlen; zahlbar innert 

30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils. 

c) Die Parteien werden verpflichtet, das Mietkautionskonto für die frühere 

eheliche Wohnung an der D._____-strasse in Zürich aufzulösen und den 

Vermieter anzuweisen, bei der Auflösung des Mieterkautionskontos mit-

zuwirken und ihnen je die Hälfte des Guthabens des Mietkautionskontos 

auf ein von ihnen noch zu bezeichnendes Konto zu überweisen. 

d) Im Übrigen behält jede Partei zu Eigentum, was sie derzeit besitzt oder 

auf ihren Namen lautet. 

12. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 8'000.– festgesetzt.  

13. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.  

14. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

15. [Mitteilungen] 

16. [Rechtsmittel] 

- 14 - 

Berufungsanträge: 

der Berufungsklägerin (act. 117 S. 2): 
 
1. Es sei Dispositiv Ziff. 4 Abs. 1 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 

19. Dezember 2022 aufzuheben, wonach der Kläger und Berufungsbeklagte 
C._____ an jedem zweiten Wochenende der geraden Kalenderwochen zu 
sich auf Besuch nehmen soll und es sei der Kläger und Berufungsbeklagte 
stattdessen berechtigt zu erklären und zu verpflichten, C._____ am 1. und 3. 
Wochenende jeden Monats ab Freitagabend 18.00 Uhr bis Sonntagabend 
19.00 Uhr (verpflegt) zu betreuen, wobei der Kläger und Berufungsbeklagte 
verpflichtet werden soll, die Tochter C._____ am Freitagabend in der Woh-
nung der Beklagten und Berufungsklägerin abzuholen und sie am Sonntag-
abend wieder in die Wohnung der Beklagten und Berufungsklägerin nach 
Hause zu bringen; 

 
2. Es sei Dispositiv Ziff. 4 Abs. 1 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 

19. Dezember 2022 insoweit aufzuheben, als dass der Kläger und Beru-
fungsbeklagte berechtigt und verpflichtet sein soll, die Tochter C._____ an 
jedem Donnerstagabend ab Schlussschluss zwischen 16 Uhr und 17 Uhr in 
der Schule beziehungsweise im Hort abzuholen und um 20 Uhr (verpflegt) in 
die Wohnung der Beklagten nach Hause zu bringen;  

 
3. eventualiter sei die Dispositiv Ziff. 4 Abs. 1 des Urteils des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 19. Dezember 2022 aufzuheben und der Kläger und Berufungs-
beklagte berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Tochter C._____ jeden 
zweiten Donnerstagabend in den Wochen ungerader Wochenzahl ab Schul-
schluss zwischen 16 Uhr und 17 Uhr in der Schule bzw. im Hort abzuholen 
und um spätestens 19.30 Uhr (verpflegt) in die Wohnung der Beklagten nach 
Hause zu bringen;  

 
4. Es sei Ziff. 4 Abs. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 19. Dezem-

ber 2022 aufzuheben, wonach die Regelung betreffend Weihnach-
ten/Neujahr sowohl der Wochenendbetreuung als auch den Ferien beider 
Parteien vorangehen soll und es sei festzustellen, dass die Ferien allfälligen 
Feiertagen sowie der Wochenendbetreuung beider Parteien vorangehen 
soll;  

 
5. Es sei Dispositiv Ziff. 4 Abs. 6 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 

19. Dezember 2022 aufzuheben und es sei der Kläger und Berufungsbe-
klagte für berechtigt zu erklären, die Tochter C._____ in den Jahren mit ge-
rader Jahreszahl jeweils am 24. Dezember um 14.00 Uhr und am 26. De-
zember um 19.00 Uhr (verpflegt) und in den Jahren mit ungerader Jahres-
zahl vom 23. Dezember 9.00 Uhr bis 24. Dezember 14.00 Uhr sowie jedes 
Jahr am 2. Januar von 9.00 Uhr bis 4. Januar 19.00 Uhr (verpflegt), eventu-
ell bis zum 3. Januar 19.00 Uhr (verpflegt), falls die Schule am 4. Januar be-
ginnt, zu betreuen;  

 

- 15 - 

6. Es sei Dispositiv Ziff. 4 Abs. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
19. Dezember 2022 aufzuheben, wonach das Betreuungswochenende über 
Ostern am Gründonnerstag um 18.00 Uhr und am Mittwoch vor Auffahrt um 
18.00 Uhr beginnt und es sei festzustellen, dass sich das Betreuungswo-
chenende, das auf Ostern fällt, am Karfreitag, um 9.00 Uhr beginnt und am 
Ostermontag um 19.00 Uhr (verpflegt) endet und es sei auf eine Verlänge-
rung des Besuchswochenendes über Auffahrt zu verzichten;  

 
7. Es sei Dispositiv Ziff. 4 Abs. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 

19. Dezember 2022 aufzuheben und es sei der Kläger und Berufungsbe-
klagte berechtigt zu erklären und zu verpflichten, C._____ in den Jahren mit 
gerader Jahreszahl über die Osterfeiertage und in den Jahren mit ungerader 
Jahreszahl über die Pfingstfeiertage zu betreuen; 

 
8. Es sei Dispositiv Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 19. De-

zember 2022 aufzuheben und es sei der Kläger und Berufungsbeklagte zu 
verpflichten, der Beklagten und Berufungsklägerin für die Tochter C._____ 
die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Familienzulagen, 
zu bezahlen:  

 
 CHF 5'400.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 30. Juni 2032 
 
 CHF 3'170.00 ab dem 1. Juli 2032 bis zum ordentlichen Abschluss einer an-

gemessenen Erstausbildung;  
 
9. Es sei Dispositiv Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 19. De-

zember 2022 aufzuheben und es sei der Kläger und Berufungsbeklagte zu 
verpflichten, der Beklagten und Berufungsklägerin für sich persönlich einen 
nachehelichen Unterhalt wie folgt zu bezahlen: 

 
 CHF 4'820.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. August 

2026 
 
 CHF 270 ab dem 1. September 2026 bis zum 30. Juni 2030;  
 
10. Es sei Dispositiv Ziff. 8 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 19. De-

zember 2022 aufzuheben und der aktuelle familienrechtliche Bedarf wie folgt 
festzustellen: 

 
 Kläger unverändert 
 Beklagte CHF 7'580.00 + CHF 3'855.00 (Überschussanteil) 
 C._____ CHF 3'492.15 + CHF 2'135.00 (Überschussanteil) 
 
11. Es sei Dispositiv Ziff. 11 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 19. 

Dezember 2022 aufzuheben und es sei die Beklagte und Berufungsklägerin 
zu verpflichten, dem Kläger und eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in 
der Höhe von CHF 7'808.48 zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils;  

- 16 - 

 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuer) zu Lasten 
des Klägers und Berufungsbeklagten. 
 
 
des Klägers und Berufungsbeklagten (act. 127 S. 2): 
 
Abweisung der Berufung 
 

Erwägungen: 

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf 

1.1. A._____ (Beklagte und Berufungsklägerin, nachfolgend Beklagte) und 

B._____ (Kläger und Berufungsbeklagter, nachfolgend Kläger) heirateten am tt. 

April 2013. Ihre gemeinsame Tochter C._____ kam am tt.mm.2014 zur Welt. Im 

Jahr 2017 trennten sie sich. Ihr Getrenntleben wurde im Rahmen eines Ehe-

schutzverfahrens letztlich durch das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil 

vom 22. Februar 2019 geregelt. Der Kläger hat aus einer neuen Beziehung zwei 

Töchter, F._____, geb. tt.mm.2017, und G._____, geb. tt.mm.2019. 

1.2. Am 8. August 2019 reichte der Kläger beim Bezirksgericht Zürich eine 

Scheidungsklage gestützt auf Art. 114 ZGB ein. Das Verfahren wurde der 7. Ab-

teilung, Einzelgericht, (nachfolgend Vorinstanz) zugeteilt. Die Beklagte anerkann-

te die zweijährige Trennungszeit als Scheidungsgrund. Über die Scheidungsfol-

gen konnten sich die Parteien jedoch nicht einigen. Nach durchgeführtem doppel-

ten Schriftenwechsel und Stellungnahme des Klägers zur Duplik, nach Anhörung 

der Tochter C._____ (act. 85) sowie nach Durchführung der Hauptverhandlung 

(inkl. Parteibefragung und Schlussvorträge) fällte die Vorinstanz das eingangs 

wiedergegebene Urteil (act. 120).  

1.3. Gegen das Urteil erhob die Beklagte mit Eingabe vom 10. Februar 2023 

Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich und stellte die vorstehend ge-

nannten Anträge (act. 117). Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden 

von Amtes wegen beigezogen (act. 1-115). Mit Verfügung vom 20. Februar 2023 

wurde der Beklagten Frist angesetzt, um einen Kostenvorschuss für das Rechts-

- 17 - 

mittelverfahren zu leisten. Zudem wurde die Prozessleitung delegiert (act. 121). 

Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig bezahlt (act. 123). Darauf wurde dem 

Kläger Frist für die Berufungsantwort angesetzt (act. 124). Die Berufungsantwort 

ging am 25. April 2023 bei der Kammer ein (act. 127). Die Berufungsantwort wur-

de der Beklagten zur Wahrung des Replikrechts zugestellt (act. 128 f.). Die Be-

klagte hat davon keinen Gebrauch gemacht. Weiterungen erübrigen sich. 

2. Prozessuales 

2.1. Rechtsmittelvoraussetzungen 

Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen, ob 

die Rechtsmittelvoraussetzungen erfüllt sind. Die vorliegende Berufung richtet 

sich gegen einen erstinstanzlichen Endentscheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO) und 

wurde rechtzeitig, mit einer Begründung und mit Anträgen versehen beim Oberge-

richt eingereicht (Art. 311 ZPO). Die Beklagte ist sodann ohne weiteres zur Stel-

lung der wiedergegebenen Berufungsanträge legitimiert.  

2.2. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

2.2.1. Nicht angefochten wurde das erstinstanzliche Urteil mit Bezug auf den 

Scheidungspunkt (Dispositiv-Ziff. 1), die gemeinsame elterliche Sorge (Dispositiv-

Ziff. 2), die Zuteilung der Obhut (Dispositiv-Ziff. 3), die Anrechnung der Erzie-

hungsgutschriften (Dispositiv-Ziff. 5), die Indexierung der Unterhaltsbeiträge (Dis-

positiv-Ziff. 9), die Regelung betreffend Ausgleich der beruflichen Vorsorge (Dis-

positiv-Ziff. 10) und gewisse Regelungen betreffend die güterrechtliche Auseinan-

dersetzung (Dispositiv-Ziff. 11 lit. a, c und d). Davon ist Vormerk zu nehmen. Die 

Vorinstanz wird die damit zusammenhängenden Mitteilungen vorzunehmen ha-

ben. 

2.2.2. Die Beklagte ficht das erstinstanzliche Urteil mit Bezug auf die Betreuungs-

regelung der Tochter (dazu nachfolgend E. 3), den Kinder- und den nacheheli-

chen Unterhalt, inkl. die Grundlagen für die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge, 

an (dazu nachfolgende E. 4 und 5).  

- 18 - 

2.3. Überprüfung durch die Berufungsinstanz 

2.3.1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung sowie die unrich-

tige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Da-

bei hat sich die Berufung führende Partei mit der Begründung des erstinstanzli-

chen Entscheides auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern sie den ange-

fochtenen Entscheid als fehlerhaft erachtet. Die Begründung muss hinreichend 

genau und eindeutig sein, was voraussetzt, dass die vorinstanzlichen Erwägun-

gen, die angefochten werden, im Einzelnen bezeichnet werden und die Aktenstü-

cke genannt werden, auf denen die Kritik beruht. Blosse Hinweise auf die Vorak-

ten und pauschale Kritik am ergangenen Entscheid sowie Wiederholungen des 

bereits Vorgebrachten genügen nicht. Soweit Rügen konkret vorgebracht worden 

sind, wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). 

Insbesondere wird nicht verlangt, dass die Berufung führende Partei explizit ver-

letzte Gesetzesartikel nennt. 

2.3.2. Die Berufungsinstanz überprüft den angefochtenen Entscheid sowohl in 

rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht frei. Sie verfügt über volle Kognition 

(Art. 310 ZPO) und ist weder an die Argumente der Parteien noch an die Begrün-

dung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1. 

und 130 III 136 E. 1.4.). Sie kann sich aber darauf beschränken, die Beanstan-

dungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begründungen 

gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGer 5A_635/2015 vom 21. Juni 2016 

E. 5 unter Hinweis auf BGer 4A_619/2015 vom 25. Mai 2016 E. 2.2.4 mit weiteren 

Hinweisen; REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 

ZPO Kommentar, 3. Aufl. 2016, Art. 310 N 5 und 6; BGE 138 III 374 E. 4.3.1.;  

OGer ZH NQ110031 vom 9. August 2011 E. 2.2.1. = ZR 110/2011 Nr. 80, S. 246).  

2.3.3. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel 

(Noven) im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 

vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz 

vorgebracht werden konnten. Art. 317 Abs. 1 ZPO regelt die Voraussetzungen, 

unter denen Noven ausnahmsweise vorgebracht werden können, abschliessend, 

ohne danach zu differenzieren, ob ein Verfahren in den Anwendungsbereich der 

- 19 - 

Verhandlungs- oder Untersuchungsmaxime fällt. Zu beachten bleibt jedoch trotz 

des Ausschlusses von Art. 229 Abs. 3 ZPO für das Berufungsverfahren, dass das 

Gericht und damit auch die Rechtsmittelinstanz den Sachverhalt bei Kinderbelan-

gen in familienrechtlichen Angelegenheiten von Amtes wegen zu erforschen hat 

(Art. 296 Abs. 1 ZPO) und daher auch im Rechtsmittelverfahren von sich aus 

noch Untersuchungen anstellen kann bzw. muss (vgl. BGer 5A_528/2015 vom 

21. Januar 2016 E. 2). Dies führt dazu, dass in Kinderbelangen Noven in Abwei-

chung von Art. 317 Abs. 1 ZPO grundsätzlich auch noch im Berufungsverfahren 

unbeschränkt bis zum Beginn der Urteilsberatung zuzulassen sind (BGE 144 III 

349 E. 4.2.1; OGer ZH LC130019 vom 8. Mai 2013 E. 3.1; LY150026 vom 4. März 

2016 E. II.4; LY160035 vom 14. Dezember 2016 E. 2.3; LY160050 vom 18. April 

2017 E. II.3.2).  

3. Betreuung der Tochter C._____ 

3.1. Wochenendbetreuung 

3.1.1. Die Vorinstanz wies im Zusammenhang mit der Regelung der Betreuung 

von C._____ darauf hin, dass dies bereits im Eheschutzverfahren ein wesentli-

cher Streitpunkt zwischen den Parteien gewesen sei. C._____ sei heute 8 Jahre 

alt. Sie habe sich an die Umstände infolge der Trennung ihrer Eltern gewöhnen 

und zum Kläger durch die regelmässige Betreuungszeit einen guten, verlässli-

chen Kontakt aufbauen können. Die Bedürfnisse und Ansprüche von C._____ an 

ihr familiäres Umfeld hätten sich seit dem Eheschutzverfahren geändert, weshalb 

die damalige Betreuungsregelung nicht unbesehen übernommen werden könne. 

Es sei zu prüfen, welche Betreuungsregelung aktuell dem Kindeswohl und den 

Bedürfnissen von C._____ am besten entspreche. Es bestünden keine Anhalts-

punkte, dass der Kläger C._____ nicht angemessen und kindesgerecht betreue. 

Ausserdem habe er mit seinem Verhalten im Prozess wie auch mit seinem Ver-

halten gegenüber C._____ und der Beklagten gezeigt, dass er die Bedürfnisse 

und Wünsche von C._____ (wie auch der Beklagten) wahrnehme und bereit sei, 

seine Anträge anzupassen. Mit der Betreuungsregelung am ersten und dritten 

Wochenende betreue der Kläger C._____ nicht während der Hälfte der Wochen-

enden. Die Beklagte habe keinen nachvollziehbaren Grund angeben können, 

- 20 - 

weshalb es nicht im Interesse von C._____ sei bzw. nicht ihren Bedürfnissen ent-

spreche, die Hälfte der Wochenenden bei ihrem Vater zu verbringen. Auch in der 

Kinderanhörung habe C._____ nicht gesagt, dass sie gerne mehr (freie) Wochen-

enden bei ihrer Mutter und ihren Freundinnen in I._____ verbringen wolle. Aus ih-

rer Aussage, dass es "so wie jetzt, also an jedem zweiten Wochenende" gut sei, 

könne nichts Gegenteiliges abgeleitet werden. Entsprechend sei der Kläger be-

rechtigt zu erklären, C._____ an jedem zweiten Wochenende, in den geraden Ka-

lenderwochen, zu betreuen. Zum Beginn der Betreuungszeit hielt die Vorinstanz 

fest, C._____ verbringe seit drei Jahren praktisch jedes zweite Wochenende bei 

ihrem Vater, sie habe sich an den Wechsel zwischen dem Haushalt der Mutter 

und demjenigen des Vaters gewöhnt. Zudem sei sie älter und selbständiger ge-

worden. Zur Zeit besuche C._____ am Freitagabend von 16-17 Uhr einen Hip-

Hop-Kurs. Auch wenn die Betreuungszeit beim Vater den Freizeitaktivitäten von 

C._____ grundsätzlich vorgehe, wäre es nicht in C._____s Interesse und ihrer 

Beziehung zum Kläger nicht förderlich, wenn sie zugunsten des Besuchsrechts 

auf das Hip-Hop verzichten müsste. Gestützt auf diese Überlegungen setzte die 

Vorinstanz die Betreuungszeit jedes zweite Wochenende von Freitag ab 18.00 

Uhr (bei der Beklagten zu Hause) bis Sonntag 19.00 Uhr fest (act. 120 S. 20-24). 

3.1.2. Die Beklagte kritisiert, die Vorinstanz habe nicht respektiert, dass C._____ 

den Wunsch geäussert habe, an der bisherigen Betreuungsregelung festhalten zu 

wollen. C._____ habe im Rahmen der Kinderanhörung klar und unmissverständ-

lich ausgeführt, es sei ihr wichtig, auch Zeit mit ihren Freundinnen verbringen zu 

können. C._____ erscheine mit Bezug auf die Besuche beim Kläger als urteilsfä-

hig. Die Vorinstanz habe stattdessen die Anträge des Klägers ins Zentrum gestellt 

und diese als mit dem Kindeswohl vereinbar erklärt. Auch mit einer Betreuung am 

1. und 3. Wochenende eines jeden Monats habe C._____ angemessenen Kontakt 

zum Kläger und Gelegenheit, ihre Rolle als ältere Schwester auszuüben und Ver-

antwortung und Rücksichtnahme zu üben. C._____ könne nach bisheriger Rege-

lung ausreichend Kontakt zu ihrem Vater pflegen, weshalb sie ihr Bedürfnis, an 

diversen ausserschulischen Aktivitäten teilzunehmen und ihre Freundinnen zu 

treffen, nicht gegen ihren Willen zugunsten der Kontakte mit ihrem Vater reduzie-

ren müsse (act. 117 S. 5 f., 8).  

- 21 - 

3.1.3. Der Kläger weist darauf hin, dass die bisherige Wochenendregelung wie-

derholt Meinungsverschiedenheiten an Wochenenden verursacht habe, bei denen 

der Sonntag auf den ersten des Monats gefallen sei. Die klare Regelung im 

Scheidungsurteil beseitige diesen Streitpunkt ein für alle Mal (act. 127 S. 5).  

3.1.4. Die Vorinstanz gab die Grundsätze, die bei der Regelung der Betreuung 

bzw. des Besuchsrechts zu beachten sind, zutreffend wieder (act. 120 S. 13 f.). 

Darauf kann verwiesen werden. Oberste Leitlinie für den Entscheid ist das Kin-

deswohl, das nicht mit dem Kindeswillen identisch ist. Der Kindeswillen stellt 

grundsätzlich nur eines von mehreren Kriterien beim Entscheid über den persönli-

chen Verkehr dar (BGE 130 II 585 E. 2.1, BGer 5A_56/2020 vom 17. August 2020 

E. 4.1). Selbst wenn vorliegend auf den Willen der im Zeitpunkt der Kinderanhö-

rung am 23. Februar 2022 knapp achtjährigen C._____ abzustellen wäre, wären 

die Überlegungen und der Entscheid der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Die 

Aussage von C._____ anlässlich der Kinderanhörung, wonach es so bleiben soll, 

wie es sei, kann entgegen der Beklagten nicht so verstanden werden, dass sich 

C._____ gegen eine alternierende Wochenendbetreuung durch die Eltern bzw. 

gegen eine Betreuung durch den Kläger jedes zweite Wochenende aussprach. 

C._____ erwähnte den Umstand, dass gewisse Monate fünf Wochenenden ha-

ben, nicht und sie erzählte insbesondere auch nicht, dass sie solche Wochenen-

den dafür nutze, Freundinnen zu treffen oder ihren Freizeitbeschäftigungen nach-

zugehen. Auch die Beklagte räumt ein, dass C._____ erst acht Jahre alt sei und 

es sich für sie so anfühle, dass sie jedes zweite Wochenende bei ihrem Vater 

verbringe (act. 117 S. 9). Vor diesem Hintergrund stimmt C._____s Wunsch, dass 

es so bleiben soll, wie es ist, durchaus mit der von der Vorinstanz getroffenen 

Regelung überein. Es ist davon auszugehen, dass die aktuell bestehende Rege-

lung von C._____ so wahrgenommen wird, dass sie die Hälfte der Wochenenden 

mit dem Kläger bzw. mit der Beklagten verbringt. Da sie nicht den Wunsch äus-

serte, mehr Wochenenden mit einem Elternteil verbringen zu können, spricht 

C._____s Wunsch nicht gegen die erstinstanzliche Regelung der Betreuungswo-

chenenden. Der Berufungsantrag 1 ist abzuweisen. 

3.2. Betreuung am Donnerstagabend 

- 22 - 

3.2.1. Die Vorinstanz hielt die von der Beklagten geäusserten Bedenken, dass 

Besuche an einem Abend unter der Woche für C._____ zu ermüdend seien, für 

rein subjektiv. Dass C._____ am Donnerstag nach dem Betreuungsabend beim 

Kläger müder sei als üblich, sei indessen plausibel und nachvollziehbar. Nach 

Darstellung des Klägers nutze C._____ die Fahrt von Zürich nach I._____, um 

sich zu erholen und zur Ruhe zu kommen. C._____ sei offenbar vielseitig interes-

siert und gehe verschiedenen Hobbys nach – Flötenunterricht, zwei Tanzkurse 

sowie die … Schule –, was zeige, dass sie über genügend Energie verfüge. Auch 

wenn der zwischen zwei Betreuungswochenenden liegende Kontaktunterbruch 

aufgrund von C._____s Alter – im Unterschied zum Eheschutzverfahren – von ihr 

nicht mehr als "ewig" lange wahrgenommen werde und mit Telefonaten und Vide-

otelefonie überbrückt werden könnte, benötige sie weniger Schlaf und Erholung 

als früher. Nicht nachvollziehbar sei, dass C._____ erst um 21.30 oder 21.45 Uhr 

ins Bett komme, wenn sie um 19.15 Uhr zu Hause ankomme. Trotz des entge-

genstehenden Willens von C._____ hielt die Vorinstanz einen Betreuungsabend 

unter der Woche für sie nach wie vor für wertvoll und als dem Kindeswohl dien-

lich. Der Donnerstag scheine weiterhin der geeignete Wochentag zu sein, wobei 

es den Parteien selbstverständlich frei stehe, die Betreuung im gegenseitigen 

Einverständnis auf einen anderen Wochentag zu verlegen, wenn dies C._____s 

Bedürfnissen und Wünschen, insbesondere aufgrund ihrer Hobbys, entspreche. 

Mit Bezug auf die Dauer der Betreuung setzte sich die Vorinstanz mit den von den 

Parteien vertretenen unterschiedlichen Standpunkten auseinander und erwog, mit 

dem Kläger sei davon auszugehen, dass bei einer Ankunftszeit um 19.00 Uhr mit 

einer Reisezeit (Zürich-I._____) von bis zu 60 Minuten zu rechnen sei, während 

die Reise bei einer Ankunftszeit um 20.00 Uhr nur maximal 40 Minuten dauere. 

Es sei nicht ersichtlich, inwiefern es C._____s Wohl schade, wenn sie einmal pro 

Woche nicht wie üblich zwischen 20.00 und 20.30 Uhr ins Bett gehe, sondern 

später. Zudem werde ihr Schlafbedürfnis mit zunehmendem Alter abnehmen und 

sie brauche weniger Zeit, um zu Hause in I._____ "anzukommen" und einschlafen 

zu können. Schliesslich würden die Betreuungsabende weniger hektisch verlau-

fen, wenn sie mehr Zeit in der Wohnung des Klägers und zum Abendessen habe. 

Entsprechend verpflichtete die Vorinstanz den Kläger, C._____ am Donnerstag-

- 23 - 

abend spätestens um 20.00 Uhr nach Hause zur Beklagten zu bringen (act. 120 

S. 27 f.). 

3.2.2. Die Beklagte macht geltend, die Vorinstanz habe den von C._____ geäus-

serten Kindeswillen nicht respektiert. Auch wenn fortan am Donnerstag keine Be-

suchsabende stattfänden bzw. nur noch jeden zweiten Donnerstag, wäre ein an-

gemessener Kontakt im Sinne von Art. 273 ZGB gewährleistet. C._____ pflege 

zahlreiche Hobbys, was der Kläger zu unterstützen scheine. Es sei für sie nicht 

nachvollziehbar, weshalb er nicht auf den Donnerstagabend verzichte, zumal er 

eingeräumt habe, dass C._____ im Sommer 2022 zwei Mal geäussert habe, dass 

sie am Donnerstagabend nicht zu ihm kommen möchte. Mit der Begründung, 

C._____ verbringe auf der Fahrt von I._____ nach Zürich sogenannte "quality ti-

me" mit dem Kläger, übersehe die Vorinstanz, dass C._____ diese "quality time", 

nämlich die ungeteilte Aufmerksamkeit, auch jeden zweiten Freitag habe. 

C._____ habe anlässlich der Kinderanhörung ausgesagt, dass sie den Kläger 

nicht vermisse, wenn sie ihn bloss alle vierzehn Tage sehe, solange sie wisse, 

dass es ihm gut gehe. Ein Bedürfnis nach Besuchsabenden unter der Woche ha-

be sie nicht. Die Planung der Wochenenden könnte auch im Rahmen eines Face-

time-Kontaktes am Donnerstagabend erfolgen, falls es etwas zu diskutieren oder 

zu planen gebe. An den Besuchswochenenden und in den Ferien könne C._____ 

das Familienleben beim Kläger "mit allem Drum und Dran" genügend miterleben 

und ihre Rolle als ältere Schwester ausüben, weshalb die von der Vorinstanz an-

geführten Gründe es nicht rechtfertigten, vom klar geäusserten Kindeswillen ab-

zuweichen. Auch der Kläger habe seine Anträge unter Berücksichtigung der Be-

dürfnisse von C._____ angepasst und sich damit einverstanden erklärt, dass die 

Kontakte nur noch an den Donnerstagabenden ungerader Kalenderwochen statt-

fänden. Die Vorinstanz masse sich an, C._____s Bedürfnisse besser zu kennen 

als die Eltern, was nicht angehe. Die Äusserungen von C._____, wonach sie die-

se Besuchsabende stressig finde, seien ernst zu nehmen. C._____ habe nicht 

den Mut, den Kläger zu bitten, auf die Besuchsabende zu verzichten, da sie ihn 

nicht enttäuschen oder verletzen möchte. Es sei aber jeweils eine Erleichterung, 

wenn die Besuchsabende ausfielen. C._____ sei über die Regelung im Schei-

dungsurteil sehr bestürzt gewesen, da sie erhofft habe, dass die Richterin ihre 

- 24 - 

Wünsche ernst nähme. Als sie erfahren habe, dass sie weiterhin jeden Donners-

tagabend zu ihrem Vater nach Zürich reise und der Kontakt zu ihm insgesamt 

ausgedehnt werde, habe sie heftig zu weinen begonnen. Auch in der Folgewoche 

habe sie in der Tagesschule weinen müssen und sich einer Hortnerin anvertraut. 

Sie (die Beklagte) habe darauf die Klassenlehrer informiert, dass C._____ wegen 

des Urteils eine schwere Zeit durchmache. In der Zwischenzeit habe sie sich be-

ruhigt, auch wenn sie nach wie vor nicht damit einverstanden sei und nicht nach-

vollziehen könne, weshalb ihr klar geäusserter Wunsch nicht berücksichtigt wor-

den sei (act. 117 S. 9 ff.). Mit Bezug auf die zeitliche Ausdehnung der Donners-

tagbesuche macht die Beklagte geltend, entgegen der Vorinstanz werde der Be-

treuungsabend nicht weniger hektisch, wenn die Betreuungszeit um 30 Minuten 

verlängert werde. Die Hektik entstehe dadurch, dass C._____ zwei Mal eine halbe 

Stunde mit dem Kläger von I._____ nach Zürich und zurück fahre, was sie derzeit 

als nervig und unnütz empfinde. Wie sie in der Parteibefragung ausgeführt habe, 

wolle der Kläger C._____ um 19.15 Uhr nach Hause bringen, je nach Stau werde 

es später, weshalb zumindest an der bisherigen Regelung festzuhalten sei. Wenn 

der Kläger C._____ erst um 20.00 Uhr nach Hause bringen dürfe und sich verspä-

te, sei es definitiv zu spät (a.a.O. S. 13). 

3.2.3. Der Kläger sieht in der erstinstanzlich geregelten Betreuungsregelung eine 

massvolle Erweiterung der bisherigen Betreuung unter Beachtung aller relevanten 

Umstände. Die Beklagte bringe durchgehend Argumente vor, die sie schon im 

Eheschutzverfahren vorgebracht habe und seither unablässig wiederhole. Neu sei 

einzig die Rüge, die Vorinstanz habe sich über den von C._____ in der Kinderan-

hörung geäusserten Wunsch hinweggesetzt. Der vom Kind geäusserte Wille sei 

beim Entscheid über den persönlichen Verkehr aber nur ein Kriterium unter meh-

reren. Die Vorinstanz habe über ausserordentlich gründliche Kenntnisse des 

Sachverhalts sowie über persönliche Eindrücke der Parteien und des Kindes ver-

fügt. Sie habe ihrem Entscheid nirgends aktenwidrige Tatsachen zugrunde gelegt 

und die Standpunkte der Parteien sorgfältig gegeneinander abgewogen. Gestützt 

darauf habe sie in Übereinstimmung mit Lehre und Rechtspraxis eine Betreu-

ungsregelung getroffen, die dem Kindeswohl und den Bedürfnissen von C._____ 

optimal entspreche (act. 127 S. 5).  

- 25 - 

3.2.4. Wie erwähnt ist der Kindeswille nur ein Kriterium für den Entscheid über 

den persönlichen Verkehr. C._____ sagte anlässlich der Kinderanhörung, sie wol-

le am Donnerstag nicht mehr zum Vater gehen, das finde sie "nicht so cool". Sie 

würden auf der Fahrt von I._____ nach Zürich ihre beiden Halbschwestern in der 

Krippe abholen, danach kurz zu Abend essen und dann schon wieder nach 

I._____ fahren. Dies sei nervig und nütze gar nichts. Auch könne sie die Autofahrt 

nicht wirklich zum Reden nutzen, da sie dann müde von der Schule sei. Sie wisse 

nicht genau, wann sie wieder zu Hause in I._____ sei, sie gehe jedoch später ins 

Bett als sonst und sei am nächsten Tag nicht so fit (act. 85 S. 3). Aus diesen 

Äusserungen geht zwar klar hervor, dass C._____ die Besuche beim Vater am 

Donnerstagabend anstrengend findet. Sie findet sie "nervig" und unnütz. Sie sag-

te aber nicht, dass sie wegen der Besuche am Donnerstag etwa ihre Hausaufga-

ben nicht machen oder ein ihr wichtiges Hobby nicht ausüben könne. Die Vo-

rinstanz hielt denn auch zutreffend fest, die Besuche am Donnerstagabend seien 

für C._____ eine wichtige Gelegenheit, zusammen mit dem Vater im Alltag wert-

volle Zeit zu verbringen (act. 120 S. 25 f.). Entgegen der Klägerin ist nicht zu be-

anstanden, dass die Vorinstanz trotz des entgegenstehenden Willens von 

C._____ einen Betreuungsabend unter der Woche als dem Kindeswohl dienlich 

erachtete. Ein solcher kann nicht durch einen Facetime-Kontakt ersetzt werden. 

Auch wenn der von der Klägerin ins Feld geführte Wunsch C._____s, Zeit mit ih-

ren Freundinnen zu verbringen, nachvollziehbar ist, ist nicht einzusehen, weshalb 

diese Kontakte ausgerechnet am Donnerstag nach Schulschluss stattfinden sol-

len und nicht an einem anderen Wochentag. Bekanntlich nimmt bei Kindern zwi-

schen 10 und 12 Jahren die Bedeutung der sog. Peergroup zu, während sie sich 

nach und nach von den Eltern lösen. Diese Entwicklung ist bei der Besuchsrege-

lung unter der Woche sicherlich im Auge zu behalten. C._____ wird in diesen Ta-

gen neun Jahre alt. Die Bedeutung des Kontaktes zu gleichaltrigen Kindern ist in 

diesem Alter zwar wichtig, spricht aber nicht gegen wöchentliche Besuche am 

Donnerstagabend beim Vater. Die von der Vorinstanz getroffene Regelung er-

scheint durchaus angemessen. Bereits heute ist indessen zu berücksichtigen, 

dass häufige Betreuungswechsel (bei alternierender Betreuung oder Besuchskon-

takten unter der Woche) für Kinder um das 12. Altersjahr als belastend empfun-

- 26 - 

den werden und dannzumal ein gerichtsübliches Besuchsrecht (jedes zweite Wo-

chenende) im Hinblick auf die Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung und die 

Entwicklung des Kindes regelmässig die geeignetste Kontaktregelung darstellt, 

zumal gemäss der aktuellen Studienlage das Betreuungsmodell bzw. die Häufig-

keit der Kontakte für die Entwicklung eines Kindes weniger bedeutend ist, als die 

Qualität der Beziehung und Bindung zu den Eltern. In diesem Sinne sind die Kon-

takte zwischen C._____ und dem Vater am Donnerstag bis zum 12. Altersjahr von 

C._____, mithin bis Juni 2026, zu befristen. Im Übrigen ist der Berufungsantrag 2 

abzuweisen.  

3.2.5. Die Beklagte beantragt im Eventualpunkt, die Besuchskontakte unter der 

Woche seien auf jeden zweiten Donnerstagabend bis spätestens 19.30 Uhr zu 

reduzieren. Sie macht geltend, der Kläger habe seine Anträge anlässlich der Ver-

handlung vom 13. September 2022 in Nachachtung von C._____s Wünschen an-

gepasst und sich damit einverstanden erklärt, dass die Donnerstagabende nur 

noch alle vierzehn Tage in ungeraden Kalenderwochen stattfinden sollten. Die 

Beklagte ist in diesem Zusammenhang der Ansicht, es gehe nicht an, dass sich 

die Vorinstanz anmasse, die Bedürfnisse von C._____ besser zu kennen als ihre 

Eltern (act. 117 S. 11).  

3.2.6. Wie bereits erwähnt regelte die Vorinstanz den Kontakt zwischen C._____ 

und dem Kläger unter der Woche in Würdigung sämtlicher Lebensumstände unter 

Einbezug des Kindeswohls. Der anwaltlich vertretenen Beklagten dürfte bekannt 

sein, dass das Gericht in Kinderbelangen nicht an die Parteianträge gebunden ist 

(Art. 296 Abs. 3 ZPO). Entgegen der Darstellung der Beklagten (act. 117 S. 11) 

setzte sich die Vorinstanz einlässlich mit C._____s Willen auseinander und brach-

te damit zum Ausdruck, dass sie deren Äusserungen ernst nimmt. Dass der Ent-

scheid anders ausfiel, als von C._____ gewünscht, hat damit zu tun, dass Kinder 

in C._____s Alter die Tragweite ihrer Entscheidungen noch nicht abschätzen kön-

nen und insbesondere nicht wissen, dass Erfahrungen in Alltagssituation mit bei-

den Eltern eine wichtige Vertrauensgrundlage für das spätere Leben bilden. Mit 

Bezug auf die von der Beklagten angesprochene Haltung des Klägers anlässlich 

der Verhandlung vom 13. September 2022, als dieser mit einer Besuchsregelung 

- 27 - 

jeden zweiten Donnerstag einverstanden gewesen sei, ist Folgendes festzuhal-

ten: Die von der Vorinstanz getroffene Kontaktregelung gilt im Streitfall bzw. wenn 

sich die Eltern – unter Einbezug des Kindes – nicht anderweitig verständigen 

können. Die Vorinstanz hielt denn auch ausdrücklich fest, dass die Parteien nach 

gegenseitiger Absprache und unter Rücksichtnahme auf die Interessen von 

C._____ von den getroffenen Regelungen abweichen könnten; es brauche aber 

das ausdrückliche Einverständnis der Parteien (act. 120 S. 33).  

3.2.7. Weiter möchte die Beklagte, dass C._____ vom Kläger am Donnerstag-

abend spätestens um 19.30 Uhr (verpflegt) nach Hause gebracht wird, nach Mög-

lichkeit bereits um 19.15 Uhr. Auch in diesem Punkt unterzog die Vorinstanz die 

von der Beklagten angeführten Argumente einer eingehenden Prüfung. Zu Recht 

berücksichtigte sie das Verkehrsaufkommen auf der Strecke Zürich – I._____, die 

um einen Drittel verkürzte Fahrzeit sowie die bessere Planbarkeit bei einer Rück-

fahrt um ca. 19.20 Uhr (act. 120 S. 27). Auch C._____s Ruhe- und Schlafbedürf-

nis bezog die Vorinstanz mit ein. Es ist nicht zu beanstanden, dass sie es für ver-

tretbar hielt, wenn die übliche Bettzeit um 20.00 bis 20.30 Uhr am Donnerstag 

nicht eingehalten werden könne und C._____ etwas später einschlafe (act. 120 S. 

28). Auf die Überlegungen der Vorinstanz geht die Beklagte nicht näher ein und 

vermag daher auch im Berufungsverfahren mit ihrem Standpunkt nicht durchzu-

dringen. Entsprechend ist auch der Berufungsantrag 3 abzuweisen.  

3.3. Betreuung an Weihnachten und Neujahr 

3.3.1. Zur Regelung der Betreuung an den Feiertagen hielt die Vorinstanz einlei-

tend fest, Sinn der bisherigen, üblichen Regelung sei es, dass C._____ jedes Jahr 

mit beiden Elternteilen und deren Familien Weihnachten und Neujahr feiern kön-

ne. Dies habe jedoch zur Folge, dass die Eltern über die Weihnachtstage nicht mit 

C._____ verreisen oder ihre entfernt lebenden Familien besuchen könnten. Die 

aktuelle Regelung verunmögliche insbesondere, dass C._____ Weihnachten bei 

ihren Grosseltern – die alle im Norden Deutschlands wohnten – feiern könne. 

Dem Argument der Beklagten, sie wolle weiterhin während der Weihnachtsferien 

mit C._____ ihre Eltern in E._____ besuchen, hielt die Vorinstanz entgegen, dass 

sie auch unter der geltenden Regelung nicht länger als 6 Tage verreisen könne, 

- 28 - 

da der Kläger und C._____ das Recht hätten, sich am 26. Dezember und am 2. 

Januar zu sehen. Aufgrund der familiären Verhältnisse wie auch aufgrund der Be-

dingungen am Arbeitsplatz erscheine deshalb der Vorschlag des Klägers sinnvoll, 

weshalb dieser berechtigt zu erklären sei, C._____ in den geraden Kalenderjah-

ren vom 24. Dezember, 14.00 Uhr, bis 27. Dezember, 19.00 Uhr, und in ungera-

den Kalenderjahren am 23. Dezember, 9.00 Uhr bis 24. Dezember, 14.00 Uhr, 

und vom 30. Dezember, 14.00 Uhr, bis 2. Januar, 19.00 Uhr, zu betreuen (act. 

120 S. 29 f.). Da es wichtig sei, dass C._____ Weihnachten mit beiden Eltern ver-

bringen könne, habe die Regelung für Weihnachten und Neujahr allfälligen Feri-

enwünschen der Eltern über die Weihnachtstage wie auch der "normalen" Wo-

chenendregelung vorzugehen (act. 120 S. 31). 

3.3.2. Die Beklagte macht geltend, die von der Vorinstanz getroffene Regelung 

sei aufgrund der konkreten Umstände der Parteien – mit Blick auf die familiären 

Verhältnisse und die Arbeitsverhältnisse – nicht vorteilhaft. Es sei für C._____ 

ausreichend, wenn sie die Weihnachtstage vom 24. Dezember um 14.00 Uhr bis 

am 26. Dezember um 19.00 Uhr oder vom 23. Dezember um 9.00 Uhr bis 24. De-

zember um 14.00 Uhr beim Kläger verbringen könne. Für C._____ stehe im Vor-

dergrund, dass sie weiterhin ihre Weihnachtsferien möglichst ausgedehnt bei ih-

ren Grosseltern in E._____ verbringen könne. Ein Ferienbesuchsrecht über Neu-

jahr liege nicht im Interesse von C._____ und sei für sie nicht wichtig. Sie (die Be-

klagte) sei aber dennoch damit einverstanden, dem Kläger jährlich ein Besuchs-

recht vom 2. Januar 9.00 Uhr bis zum 4. Januar 19.00 Uhr bzw. bei Schulbeginn 

am 4. Januar bis 3. Januar 19.00 Uhr einzuräumen (act. 117 S. 6, 13 f.).  

3.3.3. Der Kläger geht nicht explizit auf die von der Beklagten kritisierte Regelung 

der Weihnachtstage ein. Die von ihm unter E. 3.2.3 wiedergegebenen Argumente 

beziehen sich auf sämtliche Beanstandungen der Beklagten hinsichtlich der erst-

instanzlichen Kontaktregelung.  

3.3.4. Wenn die Beklagte geltend macht, die bisherige Feiertagsregelung an 

Weihnachten sei für C._____ ausreichend bzw. für C._____ stünden weiterhin 

möglichst ausgedehnte Weihnachtsferien bei ihren Grosseltern in E._____ im 

Vordergrund, so gibt sie damit ihre persönliche Präferenz wieder. Jedenfalls geht 

- 29 - 

sie mit ihrer Argumentation nicht auf die Entscheidgründe der Vorinstanz ein und 

vermag diese damit nicht zu entkräften. Die Vorinstanz traf unter Berücksichti-

gung der beruflichen und familiären Verhältnisse eine angemessene Regelung, 

die es C._____ ermöglichen soll, auch mit ihren Grosseltern väterlicherseits 

Weihnachten zu feiern. Die Beklagte bringt dagegen keine stichhaltigen Gründe 

vor, weshalb auch der Berufungsantrag 5 abzuweisen ist. 

3.4. Kaskadenregelung; Vorrang der Feiertagregelung  

3.4.1. Die Vorinstanz erwog, wie die Beklagte selber ausführe, sei es wichtig, 

dass C._____ Weihnachten mit beiden Eltern verbringen könne. Nur wenn die 

Regelung für Weihnachten und Neujahr allfälligen Ferienwünschen der Eltern und 

der "normalen" Wochenendregelung vorgehe, sei sichergestellt, dass C._____ mit 

beiden Eltern Weihnachten verbringen könne (act. 120 S. 31). 

3.4.2. Bezüglich der Kaskadenordnung bringt die Beklagte vor, üblicherweise gin-

gen die Ferien allfälligen Feiertagen und Wochenendregelungen vor. C._____ 

könnte auch dann in Zukunft mit beiden Eltern Weihnachten feiern und jedes 

zweite Jahr eine Ferienwoche über Weihnachten/Neujahr mit dem Kläger verbrin-

gen. Dies berücksichtige auch den Umstand, dass der Kläger über Weihnachten 

oder über Neujahr jeweils eine Woche Dienst leisten müsse. Entgegen der Vo-

rinstanz sei es nicht üblich, dass in den Spitälern über Weihnachten/Neujahr eine 

ganze Woche Dienst geleistet werden müsse. Vielmehr sei es – wie im Kan-

tonsspital I._____ – üblich, dass tageweise Dienst geleistet werden müsse. Des-

halb sei es für sie nie ein Problem gewesen, die Weihnachtstage mit C._____ zu 

verbringen. Dasselbe gelte offensichtlich auch für den Kläger, der seit der Tren-

nung jedes Jahr habe Weihnachten mit C._____ feiern können (act. 117 S. 14 f).  

3.4.3. Es ist nicht klar, worauf die Beklagte mit ihrer Argumentation hinaus will. 

Jedenfalls ist nicht nachvollziehbar, weshalb die von der Vorinstanz unter Berück-

sichtigung der familiären und beruflichen Situation beider Eltern getroffene Feier-

tagsregelung durch den Bezug von Ferien torpediert werden und den Interessen 

von C._____ entgegenstehen soll. Die Beklagte legt auch nicht dar, weshalb die 

getroffene Kaskadenregelung unter den gegebenen Umständen nicht angemes-

- 30 - 

sen sein soll. Vielmehr scheint es ihr um ihre eigenen Bedürfnisse und Befindlich-

keiten zu gehen. Darum geht es bei der Regelung des Feiertagsbesuchsrechts 

aber nicht. Die von der Vorinstanz getroffene Regelung erweist sich als angemes-

sen und es drängt sich keine Korrektur auf. Auch der Berufungsantrag 4 ist des-

halb abzuweisen. 

3.5. Betreuung an Ostern, Pfingsten und Auffahrt 

3.5.1. Analog zur Regelung der Betreuungswochenende hielt es die Vorinstanz im 

Interesse von C._____ für sachgerecht, dass die Betreuungszeit des Klägers über 

die Oster- und Pfingstfeiertage bereits um 18.00 Uhr des Vortages – am Grün-

donnerstag bzw. am Pfingstfreitag – beginne. Die Beklagte habe nichts vorge-

bracht, das gegen eine zusätzliche Übernachtung beim Kläger spreche. Auch wi-

derspreche es dem Kindeswohl nicht, wenn C._____ bereits am Mittwochabend 

vor Auffahrt ab 18.00 Uhr vom Kläger betreut werde, wenn sein Betreuungswo-

chenende auf das auf Auffahrt folgende Wochenende falle (act. 120 S. 31 f.).  

3.5.2. Die Beklagte hält eine Ausdehnung der Betreuung durch den Kläger an  

Ostern, Pfingsten und Auffahrt nicht für adäquat. C._____ besuche am Mittwoch-

nachmittag jeweils von 16.10 Uhr bis 18.10 Uhr die … Schule. Der Beginn des 

Besuchsrechts am Mittwochabend vor Auffahrt um 18.00 Uhr sei deshalb nicht 

sinnvoll und nicht umsetzbar und bedeute für C._____ zusätzlichen Stress. Zu-

dem sei nicht erstellt, dass der Kläger über Auffahrt einen Brückentag beziehen 

und C._____ persönlich betreuen könne. Zum Beginn des Besuchsrecht am 

Gründonnerstag um 18.00 Uhr macht die Beklagte geltend, auch wenn zwei zu-

sätzliche Übernachtungen nicht gegen das Kindeswohl sprächen, müsse nicht 

zwingend eine Ausdehnung des Kontaktes im Sinne der getroffenen Anordnung 

stattfinden, stelle doch die bisherigen Feiertagsregelung einen angemessenen 

Kontakt von C._____ mit dem Kläger sicher. Weiter ist die Beklagte der Auffas-

sung, die bisherige Feiertagsregelung an Ostern und Pfingsten solle beibehalten 

werden, so dass der Kläger C._____ in den Jahren mit gerader Jahreszahl über 

die Osterfeiertage und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl über die Pfingst-

feiertage betreue. Die bisher gehandhabte Regelung der Oster- und Pfingstfeier-

tage entspreche den familiären und beruflichen Verhältnissen der Parteien bes-

- 31 - 

ser, insbesondere sei die Planbarkeit der Oster- und Pfingstfeiertage klar geregelt 

und gewährleistet, dass beide Eltern paritätisch Ostern oder Pfingsten mit 

C._____ verbringen könnten. Die von der Vorinstanz getroffene Regelung sei will-

kürlich. Sie habe die Osterfeiertage im Jahr 2023 mit C._____ bereits geplant. 

Gemäss Regelung im Scheidungsurteil würde C._____ Ostern zweimal hinterei-

nander beim Kläger verbringen, was nicht in ihrem Sinn sei (act. 117 S. 6, 15 f.).  

3.5.3. Es mag sein, dass die zusätzliche Übernachtung vor den Feiertagen Auf-

fahrt, Ostern und Pfingsten zum Ausfall bestimmter Hobbys oder der … Schule 

führen. Es ist aber nicht einzusehen, weshalb es nicht mit dem Kindeswohl ver-

einbar sein soll, wenn C._____ an diesen Tagen nicht das sonst übliche Pro-

gramm absolviert. Die genannten Feiertage werden häufig mit Kurzferien verbun-

den, weshalb die Ausdehnung der Betreuung sinnvoll und praktikabel ist. Inwie-

fern dadurch zusätzlicher Stress für C._____ entstehen soll, vermag die Beklagte 

nicht nachvollziehbar zu erklären. Die Beklagte vermag auch nicht zu erklären, 

inwiefern die bisherige Regelung mit den familiären und beruflichen Verhältnissen 

der Parteien besser zu vereinbaren bzw. besser planbar sei. Was die Planbarkeit 

angeht, so stehen die Daten der Feiertage über ein Jahrzehnt im Voraus fest und 

mit einem Blick in den Kalender ist sofort klar, ob sie auf eine gerade oder unge-

rade Kalenderwoche fallen. Ein Vorteil der von der Vorinstanz getroffenen Rege-

lung ist sodann, dass der alternierende Betreuungsrhythmus dadurch nicht unter-

brochen wird, was die Planbarkeit gerade erhöht und nicht reduziert. Dass 

C._____ mit der Umstellung auf den neuen Modus Ostern und/oder Pfingsten in 

zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit dem gleichen Elternteil verbringt, ist dabei 

hinzunehmen und tangiert das Kindeswohl nicht im Geringsten. Die angefochtene 

Regelung ist auf Dauer angelegt, weshalb gewisse mit der Umstellung einherge-

hende Unregelmässigkeiten nicht ins Gewicht fallen. In der Zwischenzeit sind die 

Osterfeiertage 2023 bereits verstrichen; auf die diesbezügliche Argumentation der 

Beklagten ist daher nicht mehr einzugehen. Aufgrund des Gesagten sind die Be-

rufungsanträge 6 und 7 abzuweisen. 

- 32 - 

4. Kinderunterhalt 

4.1. Die Vorinstanz wies einleitend auf die aktuelle bundesgerichtliche Recht-

sprechung zur Methodik und den Grundsätzen der Unterhaltsberechnung hin. Sie 

ging von einem Einkommen des Klägers von monatlich Fr. 30'820.– und von  

einem solchen der Beklagten von monatlich Fr. 6'616.– (je inkl. Anteil 13. Monats-

lohn und Bonus bzw. Leistungsprämie, Pikett etc.) bei einem 50 % Pensum aus 

und stellte angesichts der überdurchschnittlichen Verhältnisse auf den gebühren-

den Bedarf ab. Im Eheschutzverfahren sei der gebührende Bedarf der Beklagten, 

welcher die Obergrenze allfälliger nachehelicher Unterhaltsbeiträge bilde, festge-

legt worden. Der gebührende Bedarf der Beklagten und von C._____ betrage 

gemäss dem Eheschutzentscheid Fr. 14'635.–. Zu entscheiden sei, wie der Frei-

betragsanteil der Beklagten und C._____, welcher im Eheschutzverfahren ver-

bindlich auf 45 % bzw. auf Fr. 2'855.– festgelegt worden sei, zwischen ihr und 

C._____ aufzuteilen sei. Eine Aufteilung nach grossen und kleinen Köpfen, mithin 

Fr. 1'903.– für die Beklagte und Fr. 952.– für C._____, erscheine angemessen. 

Der "Überschussdeckel" der Beklagten betrage rund Fr. 1'900.– und nicht Fr. 

3'860.– wie von der Beklagten behauptet. Verschiedene Positionen, die im Ehe-

schutzurteil im Bedarf berücksichtigt worden seien, könnten gemäss aktueller 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nicht mehr im Bedarf berücksich-

tigt werden, sondern seien aus dem Überschussanteil zu finanzieren. Dies betref-

fe die Positionen 3. Säule im Betrag von Fr. 564.–, Ferien im Betrag von Fr. 

1'000.– und diverse Versicherungen im Betrag von Fr. 390.75, so dass sich der 

Überschussanteil der Beklagten auf Fr. 3'855.– erhöhe. Grundsätzlich wären die 

Kosten für ein Auto ebenfalls aus dem Überschuss zu finanzieren, es erscheine 

unter den vorliegenden Umständen aber angemessen, diese im Bedarf zu be-

rücksichtigen. Somit ergebe sich der gebührende Bedarf der Beklagten aus den 

Positionen des familienrechtlichen Existenzminimums (inkl. Autokosten) zuzüglich 

Überschussanteil von Fr. 3'855.–, wobei Veränderungen bei einzelnen Positionen 

(z.B. Erhöhung der Krankenkassenprämien) zu berücksichtigen seien. In der Fol-

ge berechnete die Vorinstanz die familienrechtlichen Existenzminima der Beklag-

ten und von C._____ auf rund Fr. 6'800.– bzw. Fr. 3'492.–, diejenigen des Klägers 

und seiner Töchter F._____ und G._____ auf rund Fr. 9'136.– bzw. je Fr. 3'875.–. 

- 33 - 

Den Überschussanteil von C._____ legte die Vorinstanz – ausgehend von einem 

Überschuss des Klägers von Fr. 7'000.– – auf Fr. 1'300.– fest, was unter Anrech-

nung der Kinderzulagen einen Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 4'600.– ergab. Bei 

der Festlegung des Unterhaltsbeitrages nach der Volljährigkeit von C._____ ging 

die Vorinstanz von einem Bedarf von rund Fr. 3'026.– aus. Sie hielt es für ge-

rechtfertigt, den Kläger ab der Volljährigkeit von C._____ zu drei Vierteln am Un-

terhalt zu beteiligen, was zu einem Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'270.– führte (act. 

120 S. 46-52).  

4.2. Kinderunterhaltsbeiträge bis 30. Juni 2032 

4.2.1. Die Beklagte rügt zunächst, die Vorinstanz sei fälschlicherweise davon 

ausgegangen, dass der Kläger vollständig für den Barunterhalt seiner Töchter 

F._____ und G._____ aufkommen müsse, obwohl sie ausgeführt habe, dass sei-

ne Partnerin am J._____ in leitender Position vermutlich zu einem hohen Be-

schäftigungsgrad von 80 % tätig sei. F._____ und G._____ würden an fünf Tagen 

pro Woche zu mindestens fünf Stunden fremdbetreut, so dass davon auszugehen 

sei, dass sich ihre Mutter zumindest zur Hälfte an ihrem Barunterhalt beteilige, 

was auch der Kläger in der Klageschrift so ausgeführt habe. Unter diesen Um-

ständen resultiere ein wesentlich höherer Überschussanteil des Klägers, an dem 

C._____ mindestens zu einem Fünftel partizipieren könne (act. 117 S. 6 f., S. 18 

f.).  

4.2.2. Der Kläger macht geltend, C._____ solle am insgesamt höheren Standard 

der Familie teilhaben und es solle ihr im Vergleich zu ihren Halbschwestern 

F._____ und G._____ an nichts fehlen. Bei den finanziell überdurchschnittlich gu-

ten Verhältnissen sei der rechnerische Überschussanteil von C._____ indessen 

zu begrenzen. Auch für F._____ und G._____ werde nicht mehr Geld ausgege-

ben, als sie sinnvollerweise benötigten. Hinsichtlich der in Zukunft liegenden Be-

darfspositionen habe er im bisherigen Verfahren auf die "Scheingenauigkeit" hin-

gewiesen, für ihn komme es auf den Gesamtbetrag an, welcher der Beklagten 

und C._____ zur Verfügung stehen müsse, damit sie den gemeinsamen Lebens-

standard fortsetzen könnten. Es sei Aufgabe des Gerichts, diesen Betrag gross-

zügig, aber realistisch zu bestimmen. Bei einem Jahresbudget von Fr. 185'000.– 

- 34 - 

seien der Unterhalt der Beklagten und die Bedürfnisse von C._____ gebührend 

und grosszügig gedeckt. Er bemängle einzelne Annahmen und Berechnungen der 

Vorinstanz, doch änderten die von der Beklagten verlangten Anpassungen nichts 

daran, dass sie ihre gewohnte Lebensführung problemlos fortsetzen könne. Aus-

serdem habe er davon abgesehen, von ihr eine stärkere Ausschöpfung ihrer Er-

werbstätigkeit zu verlangen, obwohl C._____ an fünf Wochentagen eine Tages-

schule mit Betreuungsangebot von 7 bis 19 Uhr besuche (act. 127 S. 6 ff.).  

4.2.3. Die Bemessung des elterlichen Unterhaltsbeitrages richtet sich nach 

Art. 285 ZGB. Gemäss der Rechtsprechung ergibt sich aus dieser Bestimmung, 

dass alle minderjährigen Kinder eines Unterhaltspflichtigen im Verhältnis zu ihren 

objektiven Bedürfnissen finanziell gleich zu behandeln sind. Das Bundesgericht 

hat an seinem Grundsatz, wonach dem Unterhaltsschuldner (nur, aber immerhin) 

sein eigenes Existenzminimum zu belassen ist, auch unter neuem Recht festge-

halten und erneut betont, dass bei der Ermittlung des Existenzminimums des Un-

terhaltsschuldners weder kinderbezogene Positionen der im gleichen Haushalt 

wohnenden Kinder oder allfällige Unterhaltsbeiträge noch diejenigen Positionen 

einbezogen werden dürfen, welche den Ehegatten betreffen und für die der Un-

terhaltsschuldner allenfalls nach den in Art. 163 ff. ZGB enthaltenen Vorschriften 

aufzukommen habe (BGE 144 III 502 E. 6.5). Demnach ist einem in einer (neuen) 

Partnerschaft lebenden Unterhaltsschuldner die Hälfte des Grundbetrages für  

einen verheirateten Schuldner und der ihn betreffende Wohnkostenanteil anzu-

rechnen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind insbesondere die 

Bedarfspositionen der neuen Lebenspartnerin bei der Berechnung der Kinderun-

terhaltsbeiträge nicht zu berücksichtigen. Ebenso wenig kommt es darauf an, ob 

die im gleichen Haushalt lebende Lebenspartnerin arbeitet bzw. ob sie objektiv  

einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnte und in welchem Umfang sie sich an den 

Kosten des Haushaltes tatsächlich beteiligt (BGE 144 III 502 E. 6.6; BGE 138 III 

97 E. 2.3.2 und 2.3.3). Eine Ausnahme davon gilt in folgender Konstellation: Ist 

der Unterhaltsschuldner eine neue Ehe eingegangen und reicht sein Einkommen 

nicht aus, um das betreibungsrechtliche Existenzminimum aller minderjährigen 

unterhaltsberechtigten Kinder zu decken, kann die zweite Ehefrau gestützt auf 

Art. 278 Abs. 2 ZGB und Art. 159 Abs. 3 ZGB angehalten sein, einen überpropor-

- 35 - 

tionalen Beitrag zu leisten bzw. ihre Erwerbstätigkeit auszudehnen (BGer 

5A_352/2010 vom 29. Oktober 2010 E. 6.2.2).  

4.2.4. Ausgehend von diesen Grundsätzen ist vorliegend festzuhalten, dass der 

Kläger über genügend Mittel verfügt, um den Unterhalt der drei minderjährigen 

Kinder zu decken. Das Einkommen der Lebenspartnerin des Klägers ist für die 

Unterhaltspflicht des Klägers gegenüber C._____ nicht anzurechnen.  

4.2.5. Gegenüber den im gleichen Haushalt lebenden, gemeinsamen Töchter,  

F._____, geb.tt.mm.2017, und G._____, geb. tt.mm.2019 ist die Lebenspartnerin 

des Klägers indessen nach Massgabe ihrer Leistungsfähigkeit unterhaltspflichtig. 

Die Vorinstanz hat sich weder mit den Einkommensverhältnissen noch mit den 

Bedarfszahlen der Lebenspartnerin des Klägers auseinandergesetzt, was auf-

grund der Untersuchungsmaxime angezeigt gewesen wäre. Grundsätzlich hätte 

sich die Lebenspartnerin des Klägers nach Abzug ihrer eigenen Lebenshaltungs-

kosten mit einem angemessenen Betrag an den Barbedarfen ihrer Töchter zu be-

teiligen. Die Beklagte weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass 

der Kläger in der Klagebegründung in seinem Bedarf nur die Hälfte der Barbedar-

fe der beiden Töchter anrechnete (act. 117 S. 19 mit Hinweis auf act. 34 S. 14). 

Obwohl die Parteien im weiteren Verlauf des Verfahrens keine davon abweichen-

den Darstellungen zur Beteiligung der Lebenspartnerin an den Barbedarfen von 

F._____ und G._____ vorbrachten (act. 43 S. 19, act. 54 S. 12, act. 62 S. 14) und 

sich der Kläger auch im Berufungsverfahren nicht dazu äussert, kann im Anwen-

dungsbereich der Untersuchungsmaxime nicht unbesehen auf die Behauptungen 

der Parteien abgestellt werden, zumal die Untersuchungsmaxime auch zugunsten 

des Unterhaltsschuldners wirkt (BGE 128 III 411 E. 3.2.1). Gemäss den vom Klä-

ger eingereichten Lohnabrechnungen seiner Lebenspartnerin (act. 18/7) ist davon 

auszugehen, dass diese seit November 2019 bei einem Pensum von 50 % rund 

Fr. 5'300.– netto pro Monat verdient. Im Rahmen der Lebenshaltungskosten sind 

neben dem Grundbetrag, Wohnkosten (inkl. Nebenkosten), Krankenkassenprä-

mien, Berufsausübungskosten, Kommunikationskosten, Radio- und TV-

Gebühren, Prämien für Hausrat/Haftpflichtversicherung sowie ein Steueranteil an-

zurechnen. Soweit im Bedarf des Klägers aufgrund der Lebensgemeinschaft mit 

- 36 - 

der Lebenspartnerin ein hälftiger Kostenanteil berücksichtigt wurde, ist ihr eben-

falls ein entsprechender Anteil anzurechnen. Bei den Berufsausübungskosten 

rechtfertigen sich aufgrund des 50%-Pensums entsprechend reduzierte Kosten. 

Damit ist von Lebenshaltungskosten von rund Fr. 3'900.– auszugehen (Grundbe-

trag Fr. 850.–, Wohnkosten Fr. 1'566.70, Nebenkosten Fr. 70.–, Parkplatz Fr. 90.– 

Krankenkassenprämien [geschätzt] Fr. 600.–, auswärtige Verpflegung Fr. 160.–, 

Mobilität Fr. 350.–, Kommunikation Fr. 70.–, Radio-/TV-Gebühren Fr. 14.–, Haus-

rat-/Haftpflichtversicherung Fr. 20.– und Steueranteil Fr. 100.–). Angesichts der fi-

nanziellen Verhältnisse der Parteien, insbesondere auch des Einkommens des 

Klägers von Fr. 30'820.–, schiene es unbillig, von der Lebenspartnerin des Klä-

gers eine Beteiligung an den Kosten des Barbedarfs der beiden Töchtern zu ver-

langen. Vor diesem Hintergrund scheint es weder angezeigt noch verhältnismäs-

sig, das vorliegende Verfahren zwecks Ermittlung der exakten Einkommens- und 

Bedarfszahlen der Lebenspartnerin des Klägers an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Vorinstanz das Einkommen der 

Lebenspartnerin des Klägers für die Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge im 

Ergebnis zu Recht nicht berücksichtigt hat (vgl. act. 117  

Rz. 7-11). 

4.2.6. Die Beklagte bringt weiter vor, der Kläger werde zeitnah einen deutlich hö-

heren Überschuss generieren, da sich die Fremdbetreuungskosten für die Kinder 

deutlich reduzieren würden. Es sei davon auszugehen, dass sich die Fremdbe-

treuungskosten von F._____, die sich im ersten Kindergartenjahr befinde, bereits 

deutlich reduziert hätten und sich auch diejenigen von G._____ demnächst deut-

lich reduzieren würden. Der Kläger habe dazu weder in der Replik noch in der 

Parteibefragung Ausführungen gemacht und sei von der Vorderrichterin auch 

nicht befragt worden. Es sei jedoch offensichtlich, dass F._____ und G._____ 

nicht auf die Dauer Fremdbetreuungskosten von je Fr. 2'520.– haben würden (act. 

117 S. 19).  

4.2.7. Die Vorinstanz ging in der ersten Phase von einem Überschuss des Klä-

gers von Fr. 7'000.– bzw. ab Juli 2024 von Fr. 6'800.– aus (act. 120 S. 47 f.). Sie 

hielt es mit Blick auf die konkreten Verhältnisse für beide Phasen für angemes-

- 37 - 

sen, C._____ einen Überschussanteil von gut Fr. 1'300.– zuzuteilen, was etwas 

weniger als einen Fünftel ausmache. Mit Bezug auf die Fremdbetreuungskosten 

ist tatsächlich davon auszugehen, dass sich diese mit zunehmendem Alter von 

F._____ und G._____ reduzieren werden. Allerdings geht auch die Beklagte da-

von aus, dass F._____ und G._____ an fünf Tagen zu mindestens fünf Stunden 

fremdbetreut werden (act. 117 S. 6), so dass sich die Fremdbetreuungskosten mit 

dem Eintritt in den Kindergarten von F._____ vermutlich noch nicht signifikant re-

duzieren werden. Bis im Sommer 2026 sind die Fremdbetreuungskosten von 

F._____ und G._____ deshalb unverändert zu berücksichtigen. Da die Beklagte 

die Einkommenszahlen wie auch die familienrechtlichen Existenzminima im Übri-

gen nicht bestreitet und sich in Anwendung der Untersuchungsmaxime keine Kor-

rekturen aufdrängen, ist grundsätzlich bis Sommer 2026 von folgenden Zahlen 

auszugehen:  

 Kläger F._____ G._____ Beklagte C._____ 

Einkommen Fr. 30  Fr. 200  Fr. 200  Fr. 6'616.00 Fr. 200.00 

familienrechtliches  
Existenzminimum Fr. 9  Fr. 3  Fr. 3  Fr. 6'800.25 Fr. 3'492.15 

Entsprechend resultiert ein Gesamteinkommen von Fr. 38'036.–. Da der Beklag-

ten – wie sich nachstehend zeigen wird (vgl. E. 5.4 und 5.7) – in Erhöhung des 

von der Vorinstanz berechneten familienrechtlichen Existenzminimums ein zu-

sätzlicher Betrag von Fr. 100.– für Mobilität sowie ein Vorsorgeunterhalt Fr. 680.– 

anzurechnen sind, beträgt der Gesamtbedarf Fr. 27'958.– (Fr. 9'136.40 + 

Fr. 3'874.80 + Fr. 3'874.80 + Fr. 6'800.25 + Fr. 3'492.15 + Fr. 100.– + Fr. 680.–). 

Nach Abzug des der Beklagten zustehenden Überschussanteils von Fr. 3'855.– 

ist somit von einem massgebenden Überschuss des Klägers von rund Fr. 6'223.– 

auszugehen. Die Beklagte wendet nichts Stichhaltiges gegen den von der Vorin-

stanz angewendeten Überschussanteil von knapp einem Fünftel ein (act. 117 Rz. 

11). Ein entsprechender Überschussanteil erscheint denn auch als angemessen, 

was zu einem Überschussanteil von C._____ von rund Fr. 1'200.– führt. Somit re-

sultiert nach Abzug der Kinderzulagen ein Unterhaltsbeitrag von gerundet 

- 38 - 

Fr. 4'500.– und damit ein höherer Kinderunterhaltsbeitrag als von der Vorinstanz 

berechnet. 

4.2.8. Die Beklagte hält es für angemessen, den Überschussanteil von C._____ 

ab dem 1. Juli 2026 um Fr. 600.– zu erhöhen, da sie (die Beklagte) ab 1. Juli 

2026 weitestgehend für ihren eigenen Bedarf aufkommen müsse und sich der 

Barbedarf aller drei Kinder reduzieren werde, insbesondere die Fremdbetreu-

ungskosten für F._____ und G._____. Entsprechend sei der Unterhaltsbeitrag für 

C._____ ab dem 1. Juli 2026 auf Fr. 5'412.– zu erhöhen (act. 117 S. 21).  

4.2.9. Ab dem 12. Altersjahr von C._____ bzw. ab Juli 2026 rechnete die Vo-

rinstanz deren Fremdbetreuungskosten nicht mehr an, wodurch sich C._____s 

Bedarf reduzierte. Unter Berücksichtigung von dannzumal anfallenden Auslagen 

für Kommunikation und Ausbildung resultierte ein Bedarf von Fr. 2'927.65. Auf-

grund des deutlich höheren Überschusses des Klägers wies die Vorinstanz 

C._____ einen Überschussanteil von gut Fr. 1'900.– monatlich zu (act. 120 S. 48).  

4.2.10. Der Beklagten ist zuzustimmen, dass im Sommer 2026 nicht nur die 

Fremdbetreuungskosten von C._____ gänzlich wegfallen werden, sondern dass 

sich auch die Fremdbetreuungskosten für F._____ und G._____ reduziert haben 

dürften. Auch die Beklagte geht bei F._____ und G._____ von einem höheren 

Fremdbetreuungsanteil als bei C._____ aus (act. 117 S. 6), weshalb Fremdbe-

treuungskosten von rund Fr. 1'500.– monatlich pro Kind realistisch erscheinen. 

Dies entspricht einer Reduktion der vom Kläger für F._____ und G._____ zu tra-

genden Fremdbetreuungskosten von monatlich insgesamt rund Fr. 2'000.–. Wei-

ter reduziert sich der vom Kläger zu leistende nacheheliche Unterhalt, aber nicht 

wie von der Beklagten ausgeführt per 1. Juli 2026, sondern per 1. September 

2026 um Fr. 4'650.– (Zeitpunkt des Übertritts von C._____ in die Oberstufe; vgl. 

nachstehende E. 5.9). Damit resultieren folgende Einkommens- und Bedarfszah-

len: 

 Kläger F._____ G._____ Beklagte C._____ 

Einkommen Fr. 30  Fr. 200  Fr. 200  Fr. 10'585.60 Fr. 250.00 

familienrechtliches  Fr. 9  Fr. 2  Fr. 2  Fr. 7'580.25 Fr. 2'927.85 

- 39 - 

Existenzminimum 

Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und des Überschussanteils der Beklagten 

von Fr. 3'855.– wird sich der Überschuss des Klägers auf insgesamt rund 

Fr. 12'860.– belaufen. Dieser Überschuss ist auf den Kläger und die drei Töchtern 

nach grossen und kleinen Köpfen zu verteilen, so dass für C._____ ein Über-

schussanteil von gerundet Fr. 2'570.– resultiert. Ausgehend vom Barbedarf von 

Fr. 2'927.65 erhöht sich der Unterhaltsbeitrag für C._____ folglich nach Abzug der 

Kinderzulagen ab 1. September 2026 auf gerundet Fr. 5'250.–. Dieser Unterhalts-

beitrag ist angesichts der sehr guten finanziellen Verhältnisse des Klägers ange-

messen, ohne dass sich aus erzieherischen Gründen eine Reduktion aufdrängen 

würde (vgl. BGE 147 III 265 E. 6.6).  

4.3. Unterhaltsbeitrag ab 1. Juli 2032 

4.3.1. Bezüglich der Unterhaltsbeiträge für C._____ nach Eintritt der Volljährigkeit 

kritisiert die Beklagte, dass die Vorinstanz von einem Bedarf von C._____ von le-

diglich Fr. 3'026.– ausgegangen sei, obschon ausserordentlich gute finanzielle 

Verhältnisse vorlägen. Die Vorinstanz habe zwar korrekt festgehalten, dass ab 

Eintritt in die Volljährigkeit der Überschussanteil von C._____ entfalle. Aufgrund 

der überaus guten finanziellen Verhältnisse erscheine dies vorliegend als stos-

send. Mit den angerechneten Ausbildungskosten im Betrag von Fr. 400.– seien 

lediglich Kosten für den öffentlichen Verkehr sowie die auswärtige Verpflegung 

abgedeckt. Allfällige Kosten für Studiengebühren, Bücher, Ausgang, Zeitschriften 

sowie Hobbys, Ferien etc. seien nicht berücksichtigt. In Anbetracht der äusserst 

guten finanziellen Verhältnisse hätte die Vorinstanz den Grundbetrag von 

C._____ verdoppeln müssen (act. 117 S. 17 f.).  

4.3.2. Die Vorinstanz wies auf die vom Bundesgericht gefällten Grundsatzent-

scheide zum neuen Unterhaltsrecht hin, unter anderem auch auf BGE 147 III 265. 

Darin äusserte sich das Bundesgericht auch zum Volljährigenunterhalt und hielt 

fest: "[…] dieser ist ebenfalls maximal auf das familienrechtliche Existenzminimum 

(einschliesslich Ausbildungskosten) begrenzt, weil sein Zweck die Ermöglichung 

einer angemessenen Ausbildung ist und eine fortgesetzte Teilhabe am allenfalls 

- 40 - 

deutlich höheren Lebensstandard der Eltern bis weit ins Erwachsenenalter hinein 

Kinder mit langer Ausbildungszeit gegenüber solchen mit kurzer Ausbildung in  

einer von der Sache her nicht zu rechtfertigenden Weise bevorteilen würde." An-

gesichts dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Kritik der Beklagten an 

der Festsetzung des Volljährigenunterhalts durch die Vorinstanz unbegründet. 

Der Volljährigenunterhalt soll wie gesehen eine angemessene Ausbildung ermög-

lichen, ein darüber hinausgehender Anspruch bzw. ein Anspruch, den bisherigen 

Lebensstandard beizubehalten bzw. am Lebensstandard der Eltern teilzuhaben, 

besteht indessen nicht. Eine Verdoppelung des Grundbetrages ist folglich nicht 

angezeigt. Kosten für Ausgang, Hobbys, Ferien, Zeitschriften und Bücher etc. ge-

hören nicht zum familienrechtlichen Existenzminimum und sind deshalb bei der 

Festlegung des Volljährigenunterhalts nicht zu berücksichtigen. Die Vorinstanz 

schätzte die Ausbildungsauslagen, die durch Kosten des öffentlichen Verkehrs, 

Studiengebühren, Bücher etc. anfallen, auf Fr. 400.–. Dagegen erhebt die Beklag-

te den pauschalen Einwand, mit diesem Betrag liessen sich nur die Kosten des 

öffentlichen Verkehrs und diejenigen der auswärtigen Verpflegung bestreiten. Die 

entsprechenden Kosten im Jahr 2032 lassen sich heute nicht zuverlässig ab-

schätzen, zumal die Studienrichtung bzw. die weiterführende Ausbildung und die 

entsprechende Ausbildungsstätte nicht bekannt sind. Angenommen C._____ 

würde in einer Wohngemeinschaft oder einem Studentenzimmer in der Stadt Zü-

rich wohnen, was bei angerechneten Wohnkosten von Fr. 1'100.– realistisch er-

scheint, und an der Universität Zürich studieren, so würden für den öffentlichen 

Verkehr Kosten rund Fr. 60.– pro Monat anfallen (Jugendtarif bis zum 

25. Altersjahr). Aktuell betragen die Semestergebühren an der Universität Zürich 

Fr. 720.–. Hinzu kommen obligatorische Beiträge von Fr. 60.– pro Semester (vgl. 

www.uzh.ch/de/ 

studies/application/fees.html; besucht am 4. April 2023). Insgesamt ergäbe dies 

einen Betrag von insgesamt Fr. 1'560.– pro Jahr bzw. Fr. 130.– pro Monat. Die 

Kosten der auswärtigen Verpflegung wären teilweise in dem von der Vorinstanz 

angerechneten, monatlichen Grundbetrag von Fr. 1'200.– abgedeckt. Bei ange-

nommenen Mehrausgaben für die auswärtige Verpflegung von Fr. 10.– pro Tag 

würden sich die monatlichen Kosten auf Fr. 210.– belaufen. Folglich deckt der ge-

- 41 - 

schätzte Betrag von Fr. 400.– pro Monat neben Studiengebühren (Fr. 130.–) auch 

Kosten für die auswärtige Verpflegung (Fr. 210.–) und für den öffentlichen Ver-

kehr (Fr. 60.–) ab. Dieses Rechenbeispiel verdeutlicht, dass der von der Vorin-

stanz eingesetzte Betrag von Fr. 400.– realistisch ist, was indessen nichts daran 

ändert, dass diese weit in der Zukunft liegenden Zahlen bzw. die getroffenen An-

nahmen mit grosser Unsicherheit behaftet sind, worauf die Vorinstanz zu Recht 

hinwies (act. 120 S. 49).  

4.3.3. Aufgrund des Gesagten ist der von der Vorinstanz festgelegte Kinderunter-

haltsbeitrag für C._____ für die Zeit nach Eintritt der Volljährigkeit nicht zu bean-

standen.  

4.3.4. Zusammenfassend ist der Kläger in teilweiser Gutheissung des Berufungs-

antrages 8 zu verpflichten, der Beklagten an den Unterhalt der Tochter C._____ 

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. August 2026 einen Unterhaltsbeitrag 

von Fr. 4'500.– und ab 1. September 2026 bis zum 30. Juni 2032 einen solchen 

von Fr. 5'250.– zu bezahlen. Darüber hinaus ist der Berufungsantrag 8 abzuwei-

sen. 

5. Nachehelicher Unterhalt 

5.1. Die Beklagte beanstandet, dass die Vorinstanz ihren gebührenden Bedarf 

auf Fr. 10'655.25 beziffert habe. Im Eheschutzverfahren habe ihr gebührender 

Bedarf Fr. 11'735.– betragen, es sei nicht ersichtlich und nachvollziehbar, wes-

halb sich ihr gebührender Bedarf reduziert haben soll. Vielmehr habe sich ihr fa-

milienrechtlicher Bedarf erhöht. Aufgrund der gestiegenen Benzinkosten sei ihr für 

Mobilität wie von ihr geltend gemacht ein Betrag von Fr. 607.– anstelle von 

Fr. 507.– anzurechnen, zumal auch der Kläger in der Klagebegründung einen Be-

trag von Fr. 607.– für Mobilität angerechnet und damit den von ihr geltend ge-

machten Betrag anerkannt habe (act. 117 S. 22 f.). Der Kläger geht in der Beru-

fungsantwort auf diese Ausführungen der Beklagten nicht näher ein (act. 127). 

5.2. Die Vorinstanz führte im Zusammenhang mit den Mobilitätskosten aus, bei-

de Parteien würden das Auto nicht für die Berufsausübung benötigen, so dass 

- 42 - 

dem Auto keine Kompetenzqualität zukomme. Streng genommen wäre das Auto 

deshalb nicht im Bedarf zu berücksichtigen, sondern die Parteien wären auf den 

Überschuss zu verweisen. Nachdem jedoch die Kosten für ein Auto bei beiden 

zum gebührenden Bedarf gehörten und der Kläger für die Ausübung des Be-

suchsrechts auf ein Auto angewiesen sei, erscheine es angemessen, die Kosten 

im Bedarf zu berücksichtigen (act. 120 S. 38). In der Folge rechnete die Vorin-

stanz der Beklagten einen Betrag von Fr. 507.– für die Mobilitätskosten an, mit 

der Begründung, die Beklagte habe nicht begründet, weshalb ihr mehr als im 

Eheschutzverfahren anzurechnen sei (a.a.O. S. 39, 41 f.).  

5.3. In BGE 147 III 265 – dem Leitentscheid zum neuen Unterhaltsrecht, in dem 

die zweistufige Methode mit Überschussverteilung für massgeblich erklärt wur-

de – hielt das Bundesgericht fest, soweit es die finanziellen Mittel zuliessen, sei 

der gebührende Unterhalt zwingend auf das sog. familienrechtliche Existenzmini-

mum zu erweitern, auf welches diesfalls Anspruch bestehe. Bei den Eltern gehör-

ten hierzu typischerweise die Steuern, ferner eine Kommunikations- und Versi-

cherungspauschale, unumgängliche Weiterbildungskosten, den finanziellen Ver-

hältnissen entsprechende statt am betreibungsrechtlichen Existenzminimum ori-

entierte Wohnkosten, Kosten zur Ausübung des Besuchsrechts und allenfalls an-

gemessene Schuldentilgung; bei gehobeneren Verhältnissen könnten namentlich 

auch über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassen-

prämien und allenfalls private Vorsorgeaufwendungen von Selbständigerwerben-

den im Bedarf berücksichtigt werden (a.a.O. E. 7.2).  

5.4. In Übereinstimmung mit der wiedergegebenen Praxis hielt die Vorinstanz 

fest, die Mobilitätskosten seien nach der zweistufigen Methode im Existenzmini-

mum nur zu berücksichtigen, wenn dem Auto sog. Kompetenzqualität zukomme. 

Dass es die Vorinstanz mit Blick auf die konkreten Verhältnisse dennoch für an-

gemessen hielt, die Mobilitätskosten bei beiden Parteien im erweiterten familien-

rechtlichen Existenzminimum anzurechnen, weil der Kläger für die Ausübung des 

Besuchsrechts darauf angewiesen sei, wurde im Berufungsverfahren nicht kriti-

siert. Es besteht deshalb kein Grund, in das Ermessen der Vorinstanz einzugrei-

fen. Mit Bezug auf die Höhe der Mobilitätskosten ist erneut festzuhalten, dass der 

- 43 - 

nacheheliche Unterhalt der Verhandlungsmaxime untersteht, weshalb es Sache 

der Parteien ist, dem Gericht die Tatsachen, auf die sie sich stützen, darzulegen 

(Art. 55 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte weist zutreffend darauf hin, dass der Kläger ihr 

im Rahmen der Klagebegründung einen Betrag von Fr. 607.– für Mobilität zuge-

stand (act. 34 S. 12), wobei er seinen Ausführungen allerdings die einstufige, 

konkrete Berechnung des Bedarfs zugrunde legte, welche nach der geänderten 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch bei den vorliegenden, günstigen finan-

ziellen Verhältnissen überholt ist (vgl. zur zweistufigen Methode spezifisch für den 

nachehelichen Unterhalt: BGE 147 III 293). Der anwaltlich vertretene Kläger kam 

in der Replik vom 21. Januar 2021 – die er in Kenntnis des erwähnten Leitent-

scheids des Bundesgericht hielt – nicht auf die von ihm in der Klagebegründung 

anerkannten Bedarfszahlen zurück, sondern er hielt daran fest, dass der Beklag-

ten weiterhin ein Bedarf von insgesamt Fr. 10'000.– monatlich zustehe (act. 54 

S. 11). Damit anerkannte der Kläger im erstinstanzlichen Verfahren Mobilitäts-

ausgaben der Beklagten in der Höhe von Fr. 607.– monatlich. Entsprechend sind 

die Mobilitätkosten von Fr. 607.– anzurechnen, was zu einem familienrechtlichen 

Existenzminimum der Beklagten von Fr. 6'900.25 führt. 

5.5. Die Beklagte beanstandet weiter, dass die Vorinstanz ihr keinen Betrag für 

Vorsorgeunterhalt angerechnet habe. Wie die Vorinstanz festgestellt habe, habe 

sie (die Beklagte) den Vorsorgeunterhalt im erstinstanzlichen Verfahren auf 

Fr. 680.– beziffert, ohne diesen näher zu begründen. Ihr sei ein monatliches Net-

toeinkommen von Fr. 6'616.– (inkl. 13. Monatslohn) bzw. Fr. 6'107.– (exkl. 

13. Monatslohn) angerechnet worden. Der geltend gemachte Betrag entspreche 

ca. 11 % des Nettoeinkommens, was in Anbetracht ihres Alters angemessen sei 

(act. 117 S. 23). Auch hierzu äusserte sich der Kläger in der Berufungsantwort 

nicht explizit (act. 127). 

5.6. Die Vorinstanz erwog betreffend Vorsorgeunterhalt, die Beklagte habe den 

Betrag von Fr. 680.– nicht näher begründet. Soweit sie in der Klageantwort aus-

führe, sie sei mit einem Vorsorgeunterhalt von Fr. 680.– einverstanden, verkenne 

sie, dass dies nicht auf einem Vorschlag des Klägers beruhe, sondern von ihr in 

der Eingabe vom 3. Dezember 2019 (act. 19) aufgeführt gewesen sei. Da die Be-

- 44 - 

klagte diese Position nicht näher substantiiert und begründet habe, könne sie ge-

stützt auf die Verhandlungsmaxime nicht in ihren Bedarf aufgenommen werden. 

Eine Anerkennung des Klägers liege nicht vor. Der Kläger habe in der Klagebe-

gründung nicht die konkreten Bedarfspositionen der Beklagten anerkannt, son-

dern gestützt auf die präsentierten Lebenshaltungskosten einen Bedarf der Be-

klagten von Fr. 10'000.–, doch nicht im Sinne des familienrechtlichen Existenzbe-

darfs mit anknüpfender Überschussverteilung, sondern als einstufige, konkrete 

Berechnung ihres Lebensstandards, der dem während der Ehe gelebten Standard 

äquivalent sei. In der Replik habe er festgehalten, die Beklagte könne mit monat-

lich netto Fr. 10'000.– für sich alleine den zuletzt gelebten ehelichen Lebensstan-

dard wahren (act. 120 S. 45 f.).  

5.7. In BGE 147 III 293 setzte sich das Bundesgericht mit der Anwendung der 

zweistufigen Methode auf den nachehelichen Unterhalt auseinander. Dabei hielt 

es fest, die Unterschiede zwischen dem ehelichen und dem nachehelichen Unter-

halt bestehe im Wesentlichen darin, dass Letzterer nicht nur den Verbrauchs-, 

sondern gegebenenfalls auch Vorsorgeunterhalt umfasse. Der nacheheliche 

(Verbrauchs-)Unterhalt sei auf den zuletzt gemeinsam gelebten Standard be-

grenzt (BGE 147 III 293 E. 4.4). Aus diesen Erwägungen folgt implizit, dass beim 

nachehelichen Unterhalt neben dem betragsmässig limitierten Überschussanteil, 

welcher dem ehelichen Standard entspricht, gegebenenfalls ein Vorsorgeunterhalt 

hinzukommt. Die Vorinstanz erwähnte zwar zutreffend, dass sich der Kläger in der 

von ihm in der Klagebegründung aufgeführten Bedarfsberechnung an den Anga-

ben der Beklagten orientiert habe. Dies ändert indessen nichts daran, dass er ihr 

einen Betrag von Fr. 680.– für die Position Vorsorgeunterhalt zugestand, wobei 

ein Gesamtbedarf von Fr. 9'844.– resultierte (act. 34 S. 12). In der Replik aner-

kannte er sodann einen Gesamtbedarf der Beklagten von Fr. 10'000.– (act. 54 

S. 11), nachdem sich die Beklagte in der Klageantwort mit dem vom Kläger aufge-

führten Betrag von Fr. 680.– einverstanden erklärt hatte (act. 43 S. 19). Bei dieser 

Ausgangslage liegen in tatsächlicher Hinsicht übereinstimmende Angaben der 

Parteien zur Höhe der Position Vorsorgeunterhalt vor, weshalb die Beklagte nicht 

gehalten war, ihre Behauptung eingehender zu substantiieren. In Anwendung der 

Verhandlungsmaxime hätte die Vorinstanz die Position Vorsorgeunterhalt – zumal 

- 45 - 

der Kläger im Rahmen der Replik vom 21. Januar 2021 darauf verzichtete, seine 

Tatsachenbehauptungen der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung anzu-

passen – bei der Berechnung des nachehelichen Unterhalts berücksichtigen und 

den unbestritten gebliebenen Betrag von Fr. 680.– vorab vom Überschuss in Ab-

zug bringen müssen.  

5.8. Für Kosten der auswärtigen Verpflegung berücksichtigte die Vorinstanz im 

familienrechtlichen Existenzminimum der Beklagten einen Betrag von Fr. 160.–, 

wobei sie zur Begründung darauf hinwies, dass die von der Beklagten geltend 

gemachten Mehrkosten für auswärtige Verpflegung von Fr. 160.– bei einem Pen-

sum von 50 % bereits im Eheschutzverfahren berücksichtigt worden seien und 

kein Anlass bestehe, dies vorliegend nicht zu tun (act. 120 S. 41). Soweit die Be-

klagte in der Berufung eine Erhöhung der Kosten für auswärtige Verpflichtung ab 

1. September 2026 um Fr. 100.– verlangt (act. 117 S. 25), kommt sie den im Be-

rufungsverfahren geltenden Begründungsanforderungen nicht genügend nach 

(vgl. vorstehende E. 2.3.1). Sie macht insbesondere nicht geltend, dass bzw. an 

welcher Stelle sie im erstinstanzlichen Verfahren eine Erhöhung des Betrages für 

auswärtige Verpflegung geltend gemacht bzw. weshalb die Vorinstanz diese Be-

hauptung zu Unrecht nicht berücksichtigt hat. Sollte sie den höheren Betrag für 

auswärtige Verpflegung erstmals im Berufungsverfahren verlangt haben, würde 

es sich dabei um ein unbeachtliches Novum handeln (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Ent-

sprechend bleibt es ab 1. September 2026 unverändert bei Kosten für auswärtige 

Verpflegung von Fr. 160.– bzw. bei einem familienrechtlichen Existenzminimum 

von Fr. 6'900.25.  

5.9. Aufgrund der vorstehenden Überlegungen ergeben sich folgende nachehe-

lichen Unterhaltsbeiträge:  
 Phase 1 

ab Rechtskraft bis August 
2026 

Phase 2  
ab 1. September 2026 bis 
30. Juni 2030 

familienrechtliches Existenzminimum  6'900 6'900 
Vorsorgeunterh