# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a878062f-f8c5-5f85-afb2-7c5ed025055e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 24.08.2017 SK 2017 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2017-1_2017-08-24.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 17 1

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 24. August 2017 

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident), Oberrichter Zihlmann, 
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Bank

Verfahrensbeteiligte A.________
verteidigt durch Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

 

Gegenstand Amtsanmassung und Tragen einer Softair-Waffe ohne Waffen-
tragbewilligung

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-
Seeland (Einzelgericht) vom 29.9.2016 (PEN 2016 336)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland (Einzelgericht) erkannte mit Urteil vom 
29.9.2016 Folgendes (pag. 92 ff.):

I.
A.________ wird schuldig erklärt:

1. der Amtsanmassung, begangen am 28.10.2014 um circa 17:30 Uhr an der ________strasse in 
Biel/Bienne, und

2. des Tragens einer Softair-Waffe ohne Waffentragbewilligung, begangen am 22.06.2015 und 
davor auf der ________strasse in 2555 Brügg BE.

II.
A.________ wird

in Anwendung der
Art. 287 StGB, Art. 33 Abs. 1 lit. a WG, Art. 27 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG,
Art. 34, Art. 42 Abs. 1, Art. 47, Art. 49 Abs. 1 StGB,
Art. 426 ff. StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 65 Tagessätzen zu CHF 80.00, ausmachend total CHF 5‘200.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 1‘200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 15 Tage festgesetzt.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 2‘250.00 und Ausla-
gen von CHF 40.00, insgesamt bestimmt auf CHF 2‘290.00.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

CHF 850.00
Kosten des Gerichts CHF 1400.00
Total CHF 2250.00

Kosten der Untersuchung

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Entschädigung für Zeugen CHF 40.00
Übrige Kosten der Beweiserhebung CHF
Total CHF 40.00

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 600.00. Die redu-
zierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 1‘690.00.

3

III.
Weiter wird verfügt:

1. Es wird festgestellt, dass die Softair-Pistole, Marke Walther, Modell P99, Kaliber 6mm, Serien-
nummer ________, bereits vernichtet wurde.

2. Berufung

Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 29.9.2016 meldete A.________ (nachfol-
gend der Beschuldigte), vertreten durch Fürsprecher B.________, am 29.9.2016 
form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 97).

Mit Berufungserklärung vom 24.1.2017 beschränkte Fürsprecher B.________ die 
Berufung auf den Schuldspruch gemäss Ziff. I [recte: Ziff. I.1] des Urteils des Regi-
onalgerichts Berner Jura-Seeland (Amtsanmassung), die damit zusammenhängen-
den Folgepunkte des Urteils, namentlich das Strafmass, sowie die Kosten- und 
Entschädigungsfolge des Freispruchs. Er beantragte, den Beschuldigten vom Vor-
wurf der Amtsanmassung nach Art. 287 des Schweizerischen Strafgesetzbuches 
(StGB; SR 311.0) freizusprechen. Der Beschuldigte sei zu den auf den Schuld-
spruch betreffend Widerhandlung gegen das Waffengesetz (WG; SR 514.54) ent-
fallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu verurteilen. Die oberinstanzlichen 
Verfahrenskosten, die auf den Freispruch entfallenden erstinstanzlichen Parteikos-
ten sowie die oberinstanzlichen Parteikosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen 
– alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (pag. 146).

Im Nachgang zu seiner Berufungserklärung stellte Fürsprecher B.________ am 
25.1.2017 den Beweisantrag, C.________ sei anlässlich der oberinstanzlichen 
Hauptverhandlung als Zeugin einzuvernehmen (pag. 151). 

Die Generalstaatsanwaltschaft verzichtete mit Schreiben vom 30.1.2017 auf die 
Teilnahme am oberinstanzlichen Verfahren. Sie erklärte weder die Anschlussberu-
fung noch machte sie Gründe für ein Nichteintreten auf die Berufung geltend 
(pag. 153).

Mit Verfügung vom 23.3.2017 wurde der Beweisantrag der Verteidigung, es sei 
C.________ als Zeugin vorzuladen, gutgeheissen (pag. 154 f.).

Von Amtes wegen wurde der Strafregisterauszug vom 10.8.2017 eingeholt 
(pag. 163). Ferner erfolgte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung vom 
24.8.2017 die Einvernahme von C.________ (pag. 167 ff.) und des Beschuldigten 
(pag. 171 f.).

3. Anträge der Parteien

Fürsprecher B.________ stellte anlässlich der Hauptverhandlung vom 24.8.2017 
die folgenden Anträge (pag. 173):
1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland vom 29.9.2016 

betreffend des Schuldspruchs wegen der Widerhandlung gegen das Waffengesetz in Rechts-
kraft erwachsen ist.

4

2. A.________ sei vom Vorwurf der Amtsanmassung von Schuld und Strafe freizusprechen unter 
Auferlegung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten an den Kanton Bern und unter 
Ausrichtung einer Parteientschädigung für das erst- und oberinstanzliche Verfahren.

4. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die Kammer überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punk-
ten (Art. 404 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). 
Vom Beschuldigten angefochten und von der Kammer zu überprüfen ist folglich der 
Schuldspruch betreffend Amtsanmassung (Ziff. I.1 des erstinstanzlichen Disposi-
tivs; pag. 92), die Sanktionen, die Auferlegung der Verfahrenskosten (Ziff. II des 
erstinstanzlichen Dispositivs; pag. 93) sowie die Verfügung betreffend Feststellung 
der bereits stattgefundenen Vernichtung der Softair-Waffe (Ziff. III des erstinstanzli-
chen Dispositivs; pag. 93). Bereits in Rechtskraft erwachsen ist hingegen der 
Schuldspruch betreffend Widerhandlung gegen das WG (Ziff. I.2 des erstinstanzli-
chen Dispositivs; pag. 92). 

Das Urteil ist in den angefochtenen Punkten umfassend und mit voller Kognition zu 
überprüfen (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
darf das Berufungsgericht seine Beurteilung auf nicht angefochtene Punkte auswei-
ten, wenn sie in enger Verbindung mit den angefochtenen Punkten stehen. Bei auf 
die Strafzumessung beschränkten Berufungen können erschwerende und mildern-
de Umstände berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_40/2013 vom 
2.5.2013 E. 2.1). Soweit erforderlich nimmt die Kammer demzufolge bei der Straf-
zumessung auch auf die jeweiligen Tatumstände der bereits in Rechtskraft er-
wachsenen Widerhandlung gegen das WG Bezug. 

Weil einzig der Beschuldigte ein Rechtsmittel ergriffen hat, ist die Kammer an das 
Verschlechterungsverbot (auch «Verbot der reformatio in peius» genannt) nach 
Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden. 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

5. Rechtskräftiger Schuldspruch

Der Schuldspruch betreffend Widerhandlung gegen das WG (Ziff. I.2 des erstin-
stanzlichen Dispositivs; pag. 92) blieb unangefochten. Es kann damit oberinstanz-
lich von dem durch die Vorinstanz als erwiesen erachteten Sachverhalt ausgegan-
gen werden. Es wird auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen (pag. 122 ff., 
S. 21 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

6. Zum Vorwurf gemäss Strafbefehl

Dem Beschuldigten wird im Strafbefehl vom 18.2.2016 unter Bst. a vorgeworfen, 
sich der Amtsanmassung, begangen am 28.10.2014, ca. 17.30 Uhr in Biel/Bienne 
schuldig gemacht zu haben, indem er sich gegenüber D.________ als Polizist aus-
gegeben und ihr gegenüber eine Vorladung durch die Polizei angekündigt habe 
(pag. 35).

5

7. Bestrittener/Unbestrittener Sachverhalt

Der Beschuldigte bestreitet nicht, am 28.10.2014, ca. 17.30 Uhr auf D.________ 
zugegangen zu sein und sich als Herrn A.________ von der Kantonspolizei Bern 
ausgegeben zu haben.

Bestritten ist hingegen, dass der Beschuldigte D.________ eine Visitenkarte vor-
gehalten, sie auf ein Strafverfahren gegen ihren Freund E.________ angesprochen 
sowie eine Vorladung durch die Polizei in Aussicht gestellt habe.

8. Zur vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung
Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, dass sich der Beschuldigte am 28.10.2014 ge-
genüber D.________ als «A.________ von der Kantonspolizei Bern» vorgestellt 
und eine Karte als vermeintlichen Ausweis vorgewiesen habe, um als Polizist 
glaubwürdiger zu wirken. Er habe D.________ gesagt, es gehe um deren Freund 
E.________, gegen den ein Verfahren laufe. Zudem habe er sie auf die Mobbing-
Attacken gegenüber C.________ angesprochen und gebeten, diese zu beenden, 
weil er sich subjektiv verpflichtet gefühlt habe, C.________ bei der Mobbingpro-
blematik zu helfen. Am Ende des Gesprächs habe der Beschuldigte D.________ 
gesagt, sie werde durch die Polizei vorgeladen (pag. 119, S. 18 der erstinstanzli-
chen Entscheidbegründung).

9. Beweismittel

Der Kammer liegen verschiedene subjektive Beweismittel in Form von Aussagen 
des Beschuldigten (pag. 12 ff.; pag. 19 ff.; pag. 80 ff.; pag. 171 f.), von D.________ 
(pag. 4 ff.; pag. 84 ff.), F.________ (pag. 87 ff.) und C.________ (pag. 167 ff.) vor. 
Es wird auf die entsprechenden Akten und die ausführliche Zusammenfassung der 
Aussagen durch die Vorinstanz verwiesen (pag. 107 ff., S. 6 ff. der erstinstanzli-
chen Entscheidbegründung).

Ferner befinden sich der Berichtsrapport der Kantonspolizei Solothurn vom 
3.11.2014 (pag. 1 ff.), der Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern vom 15.1.2015 
(pag. 8 ff.), der Anzeigerapport der Kantonspolizei Bern vom 21.8.2015 (pag. 16 ff.) 
sowie die Vernichtungserklärung des Beschuldigten vom 14.8.2014 inkl. Dokumen-
tation der Softair-Pistole (pag. 23 ff.) in den Akten.

10. Würdigung durch die Kammer

Die Zeugin D.________ schilderte den Ablauf und den Inhalt des Gesprächs mit 
dem Beschuldigten in beiden Einvernahmen im Wesentlichen gleichbleibend und 
nachvollziehbar. Bei ihrer ersten polizeilichen Einvernahme vom 28.10.2014, wel-
che nur wenige Stunden nach der Tat stattfand, schilderte sie den Vorfall wie folgt 
(pag. 5, Frage 1):

Ich und meine Kollegin F.________ standen bei der Bushaltestelle «G.________». Auf einmal kam 
ein Mann auf uns zu und zeigte uns eine Karte und sagte Kantonspolizei Bern. Danach sagte er von 
mir den Vornamen, den Nachnamen, wo ich wohne, dass ich einen Freund habe der türke [recte: Tür-
ke] ist und danach sagte er noch, ob mein Freund heute wieder mich abholen komme. Er sagte noch 
zu mir, dass gegen meinen Freund ein Verfahren offen ist. Weiter sagte er noch zu mir, dass ich noch 

6

durch die Polizei vorgeladen werde. Danach sagte er schönen Abend und stieg in einen kleinen PW 
mit der [recte: den] Schildern BE ________. 

Der Beschuldigte habe bereits bei der Bushaltestelle auf sie gewartet. Er sei 
freundlich gewesen und sei als Polizist «durchgegangen» (pag. 5, Frage 2).

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung schilderte D.________ den 
Kern des Geschehens folgendermassen (pag. 84, Z. 26 ff.):

Herr A.________ stand draussen, kam dann auf mich zu und wusste alles über mich. Er fragte mich, 
ob ich D.________ sei, ob ich aus H.________ komme und einen Freund habe, der E.________ 
heisse. Ich habe dann nicht ganz verstanden, was da läuft. Er hat mir dann so ein Visitenkärtli aus 
Papier gezeigt. Ich habe mich in diesem Moment auch nicht darauf geachtet, ob sein Name darauf 
stand. Dann sagte er, er sei von der Kantonspolizei Bern und ob ich wisse, wo mein Freund sei und 
sie müssten ihn suchen oder so.

Entgegen den Ausführungen in ihrer ersten Einvernahme gab D.________ aller-
dings an, der Vorfall habe sich nach dem Sportunterricht bei der Turnhalle der 
Schule zugetragen. Nachdem sie aus der Turnhallte gekommen sei, seien bereits 
Schulkollegen auf sie zugekommen und hätten ihr gesagt, dass sie von jemandem 
gesucht werde (pag. 84, Z. 23 ff.). Dennoch waren die Aussagen von D.________ 
im Kern gleichbleibend. Dass sie während ihrer Einvernahme anlässlich der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung nicht mehr vom Verfahren gegenüber ihrem Freund 
und der Vorladung sprach, ist in Anbetracht des Zeitablaufs seit der Tat (rund zwei 
Jahre) nachvollziehbar. D.________ erklärte denn auch, es stimme alles was sie 
bei der Polizei gesagt habe. Sie wolle aber nichts sagen, was nicht stimme 
(pag. 85, Z. 27 f.) und sie könne sich nicht mehr genau an das Gespräch erinnern 
(pag. 85, Z. 22 f.). Sie versuchte auch nicht, den Beschuldigten übermässig zu be-
lasten. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz (pag. 114, S. 13 der erstin-
stanzlichen Entscheidbegründung) ist allerdings der Umstand, dass D.________ 
von ihrem Freund E.________ zu ihrer ersten Einvernahme begleitet wurde, kein 
Hinweis auf deren Glaubwürdigkeit. Es sind zahlreiche Gründe möglich, warum 
E.________ an dieser Einvernahme teilnahm. 

D.________ gab auf Frage an, anfänglich mit C.________ gut befreundet gewesen 
zu sein und einige Monate vor dem Vorfall Streit mit ihr gehabt zu haben (pag. 85, 
Z. 5 ff.). Auf konkrete Frage, ob im Gespräch auch das Mobbing gegenüber 
C.________ thematisiert worden sei, gab D.________ an: «Nein. Herr A.________ 
hat Frau C.________ nicht erwähnt, aber ich sah, dass Frau C.________ und Herr 
A.________ auf Facebook befreundet sind und vermutete, dass da etwas dahinter-
steckt. Ich hatte schon irgendwie die Vermutung, dass es um diese Sache gehe» 
(pag. 85, Z. 16 ff.). Sie würde C.________ aber nicht mobben – sie selber sei sehr 
lange gemobbt worden und würde so etwas daher nicht machen. Es sei im Ge-
spräch mit dem Beschuldigten «wohl mehr» um ihren Freund gegangen (pag. 85, 
Z. 32 ff.). Es ist nicht nachvollziehbar, warum D.________ geahnt haben will, dass 
es «um diese Sache» (also um die Beziehung zu oder das Mobbing von 
C.________) gegangen sei, jedoch abstritt, C.________ gemobbt zu haben und 
dennoch aussagte: «Hätte er dies erwähnt [das Mobbing von C.________], hätte 
ich gewusst, dass es damit zusammenhängt, aber da ich bis zu diesem Facebook-

7

Posting [D.________ habe auf Facebook von der Freundschaft zwischen dem Be-
schuldigten und C.________ erfahren] nichts davon wusste, kann dies nicht gewe-
sen sein» (pag. 85, Z. 36 f.). Ihre Aussage leuchtet grundsätzlich ein, wenn davon 
ausgegangen wird, dass sie den Zusammenhang zwischen dem Beschuldigten und 
C.________ erst über Facebook erkennen konnte. Allerdings kommt ebenso der 
Eindruck auf, dass D.________ genau über die Mobbingvorwürfen gegenüber 
C.________ informiert war und folglich hätte wissen können, dass die Motivation 
des Beschuldigten für seine Handlungsweise möglicherweise tatsächlich in diesen 
Mobbingvorwürfen zu suchen ist. 

Sollte das Mobbing gegenüber C.________ im Gespräch zwischen D.________ 
und dem Beschuldigten effektiv Thema gewesen sein (wie dies von der Vorinstanz 
angenommen wurde, vgl. pag. 119, S. 18 der erstinstanzlichen Entscheidbegrün-
dung), so hätte D.________ diesbezüglich gelogen. Es ist durchaus möglich, dass 
sie das Mobbing in ihren Einvernahmen verschwieg, weil es ihr peinlich war – aller-
dings ist bei ihren zu Protokoll gegebenen Aussagen ebenso eine Retourkutsche 
denkbar, um den Beschuldigten und C.________ für ihr Vorgehen zu bestrafen. 
War das Mobbing effektiv Thema im Gespräch, würde erstaunen, dass sich 
D.________ nicht bei der Polizei über die Mobbingvorwürfe informierte, zumal sie 
behauptete, der Beschuldigte habe ihr gesagt, C.________ habe sich deshalb bei 
der Polizei gemeldet. Letztlich stellt sich jedoch auch die Frage, warum sich 
D.________ – sollte der Beschuldigte von einem Strafverfahren gegen E.________ 
gesprochen und eine Vorladung in Aussicht gestellt haben – bei der Polizei nicht 
über diese Vorwürfe informierte.

Insgesamt wirken die Aussagen von D.________ zum Gespräch zwischen ihr und 
dem Beschuldigten glaubhaft. Es sind keine massgeblichen Widersprüche erkenn-
bar und sie sagte im Kern gleichbleibend und konstant aus. Dennoch sind nach 
dem Gesagten auch Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen vorhanden.

Die Zeugin F.________ konnte die Angaben von D.________ teilweise bestätigen. 
Sie gab an, sie und D.________ seien nach dem Turnunterricht aus der Turnhalle 
gegangen und dort sei ein Mann gewesen, der D.________ gesagt habe, er sei 
von der Polizei (pag. 87, Z. 25 f.). Dieser Mann habe D.________ etwas zur Seite 
genommen und mit ihr gesprochen (pag. 87, Z. 31). Die weiteren Informationen 
zum Gespräch hatte F.________ allerdings nur vom Hörensagen (pag. 87, Z. 31 ff.; 
pag. 88, Z. 2 f.). Zuerst gab F.________ zwar an, der Beschuldigte habe 
D.________ einen Ausweis gezeigt (pag. 87, Z. 27; pag. 87, Z. 40 f.). Danach führ-
te sie jedoch aus, sie sei sich nicht mehr sicher, ob er einen gezeigt habe oder 
nicht (pag. 88, Z. 2 f.) und zum Schluss erklärte sie, es könne sein, dass sie nicht 
gesehen habe, wie der Beschuldigte einen Ausweis gezeigt habe, sondern das nur 
von ihrer Freundin gehört habe (pag. 88, Z. 41 ff.). Ihre Aussagen bezüglich des 
Vorzeigens einer Visitenkarte sind folglich sehr unsicher. Zudem behauptete 
F.________, der Beschuldigte habe D.________ gesagt, E.________ sei im Ge-
fängnis (pag. 87, Z. 26 f.; pag. 88, Z. 7). Dies widerspricht allerdings den Aussagen 
von D.________, die nie davon sprach, so etwas vom Beschuldigten gehört zu ha-
ben. Die Aussagen von F.________ sind insgesamt folglich nur von unsicherem 
Wert. F.________ konnte jedoch (wie auch C.________) bestätigen, dass 

8

D.________ nach dem Gespräch aufgelöst gewesen (pag. 87, Z. 35; pag. 88, Z. 3 
f.) und mit C.________ auf «Kriegsfuss» gestanden sei (pag. 88, Z. 26). 

C.________ bestätigte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung, von 
D.________ gemobbt worden zu sein und schilderte entsprechende Vorkommnis-
se. Sie war dabei auch sichtlich bewegt (pag. 169, Z. 3 ff.). Vom Gespräch zwi-
schen dem Beschuldigten und D.________ habe sie nichts mitbekommen. Sie ha-
be nur Sichtkontakt gehabt und gesehen, wie sie zusammen gesprochen hätten. 
D.________ habe nach dem Gespräch geweint (pag. 167, Z. 38 ff.; pag. 168, Z. 2 
ff.). Der Beschuldigte habe ihr nach dem Gespräch nichts darüber erzählt, ausser 
dass er D.________ gesagt habe, sie solle mit dem Mobbing aufhören (pag. 168, 
Z. 12 ff.). Auch C.________ konnte folglich keine Angaben zum konkreten Inhalt 
des Gesprächs oder dem Ablauf machen. Durch ihre glaubhaften Aussagen lässt 
sich einzig ableiten, dass sie in ihrer Schule effektiv Opfer von Mobbing war und 
ein Gespräch zwischen dem Beschuldigten und D.________ stattfand. 

Der Beschuldigte schilderte bei seiner ersten Einvernahme, er habe zuerst ver-
sucht mit D.________ über WhatsApp Kontakt aufzunehmen. Sie habe ihm jedoch 
nicht geantwortet und ihn «gesperrt» (pag. 13, Z. 18 f.). Einige Zeit später habe ihm 
C.________ erklärt, das Mobbing sei immer noch schlimm. Daher habe er sich ent-
schlossen zur Berufsschule zu fahren. C.________ sei in seinem Auto geblieben 
und er sei zu D.________ gegangen. Er habe ihr gesagt, sein Name sei 
A.________ und er sei von der Polizei. Er habe D.________ gefragt, ob sie 
C.________ kenne, was sie bejaht habe. Daraufhin habe er D.________ auf die 
Mobbingattacken angesprochen und gebeten, mit diesen aufzuhören. Sie habe ge-
nickt und dann sei er gegangen. Er habe D.________ keinen Ausweis gezeigt 
(pag. 14, Z. 20 ff.). 

In seiner Einvernahme anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung schilder-
te der Beschuldigte die Vorkommnisse wie folgt: Er erklärte, C.________ habe ihm 
vom Mobbing erzählt. Dann hätten sie sich am 28.10.2014 getroffen und sie habe 
erklärt, das Mobbing werde immer schlimmer. Daraufhin habe er mit D.________ 
sprechen wollen – zuvor habe er ihr per WhatsApp geschrieben, aber keine Ant-
wort erhalten (pag. 80, Z. 25 ff.). Er habe D.________ nach dem Turnunterricht ge-
troffen, gefragt, ob sie D.________ sei und ob er mit ihr sprechen könne, was sie 
bejaht habe. Dann seien sie einige Meter zurückgegangen und er habe sich als 
A.________ von der Kantonspolizei Bern vorgestellt – er habe ein paar Fragen an 
sie. Er habe sie gefragt, ob sie C.________ kenne, was sie ebenfalls bejaht habe. 
Dann habe er ihr erzählt, C.________ sei zur Polizei gekommen und habe ge-
wünscht, dass die Mobbingattacken enden würden. Er habe D.________ gefragt, 
ob sie mit dem Mobbing aufhören könne. Das habe sie mit einem Nicken «oder so» 
bejaht. Es sei etwas nebenan noch ein «Typ» gestanden, der komisch geschaut 
habe. Daher habe er D.________ gefragt, ob das ihr Freund sei. Sie habe dies 
verneint und gesagt, ihr Freund sei in Solothurn. Er habe erneut erwähnt, es sei 
gut, wenn sie mit dem Mobbing aufhören würde und dann habe er sich verabschie-
det (pag. 81, Z. 1 ff.). Er habe weder einen Ausweis gezeigt noch habe er ihr eine 
Vorladung in Aussicht gestellt (pag. 81, Z. 21 ff.).

9

Der Beschuldigte schilderte das Gespräch damit im Wesentlichen gleichbleibend. 
Er widersprach sich insofern, als er zuerst angab, C.________ erst seit zwei Jah-
ren und aus einer Hilfsgruppe zu kennen (pag. 13, Z. 15 f.). In der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung korrigierte er diese Angaben jedoch von sich aus und erklärte, 
C.________ bereits seit längerem und nicht aus einer Hilfsgruppe zu kennen 
(pag. 80, Z. 18 f.). Zudem gab der Beschuldigte erst anlässlich der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung zu (wenn auch in einem anderen Kontext, als von 
D.________ behauptet), im Gespräch mit D.________ sei deren Freund ein Thema 
gewesen. Der Beschuldigte sagte – wie von der Vorinstanz vorgebracht (pag. 115, 
S. 14 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) in seiner zweiten Einvernahme 
vor dem Regionalgericht ferner effektiv ausführlicher aus als bei der Polizei. Aller-
dings trifft dies auch bei D.________ zu. 

Die Schilderungen des Beschuldigten lassen sich dennoch in einen logischen Kon-
text bringen. Offensichtlich wurde C.________ in der Schule gemobbt. Der Be-
schuldigte wurde nach eigenen Angaben während seiner Schulzeit ebenfalls Opfer 
von Mobbing (vgl. pag. 13, Z. 17 f.; pag. 80, Z. 27). Folglich ist glaubhaft, dass er 
C.________ helfen wollte. Seine Schilderungen im Gespräch mit D.________ 
wären dadurch begründbar. Hätte sich das Gespräch hingegen wie von 
D.________ geschildert zugetragen, bliebe fraglich, was es dem Beschuldigten 
hätte bringen sollen. Denn er hätte wohl kaum erwarten dürfen, dass das Mobbing 
gegenüber C.________ aufhören würde, ohne dass er es gegenüber D.________ 
überhaupt erwähnt hätte. Zudem war der Beschuldigte von Anfang an geständig 
und gab umgehend zu, sich gegenüber D.________ als Polizist ausgegeben zu 
haben. Er gab sogar an, er habe D.________ Angst machen wollen (pag. 171, 
Z. 42). Zwar wäre durchaus vorstellbar, dass er sich zur Untermauerung seiner 
Rolle als Polizist auch ausgewiesen hätte – die diesbezüglichen Angaben des Be-
schuldigten sind allerdings nicht weniger glaubhaft, als jene von D.________. Fer-
ner fehlen jegliche Hinweise dafür, dass der Beschuldigte die Tat plante oder be-
sonders raffiniert vorging. Denn er stellte sich mit seinem richtigen Namen vor und 
fuhr mit seinem eigenen Personenwagen derart nahe an D.________ heran, dass 
sie dessen Nummernschild ablesen konnte. Es ist fraglich, ob der Beschuldigte 
spontan überhaupt dazu in der Lage gewesen wäre, eine Visitenkarte vorzuweisen 
– dafür müsste er eine solche auch effektiv dabei gehabt haben, was gerade auch 
im Hinblick auf sein Alter nicht selbstverständlich ist.

Zusammenfassend kann der Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht gefolgt wer-
den. Sowohl die Aussagen des Beschuldigten als auch jene von D.________ er-
scheinen im Kern glaubhaft. Es kann allerdings ausgeschlossen werden, dass bei-
de Beteiligte die Wahrheit sagen, zumal D.________ bestritt, auf das Mobbing an-
gesprochen worden zu sein und der Beschuldigte darauf bestand, sich nicht mit ei-
ner Visitenkarte ausgewiesen, D.________ keine Vorladung in Aussicht gestellt, 
aber mit ihr über das Mobbing von C.________ gesprochen zu haben. Entgegen 
den Ausführungen der Vorinstanz (pag. 118 f., S. 17 f. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung) kann weder von einem selektiven Erinnerungsvermögen noch 
von der gutgläubigen Unwahrheit ausgegangen werden. Einer der beiden Beteilig-
ten muss bewusst einen Teil des Gesprächs erfunden oder verschwiegen haben. 

10

Sind mehrere Varianten eines Sachverhalts ebenso denkbar, muss vom für den 
Beschuldigten günstigeren Fall ausgegangen werden. Es ist folglich in dubio davon 
auszugehen, dass sich der Beschuldigte gegenüber D.________ als Polizist der 
Kantonspolizei Bern ausgab. Der konkrete Gesprächsinhalt zwischen den Beiden, 
ob der Beschuldigte D.________ eine Visitenkarte zeigte und ihr eine Vorladung in 
Aussicht stellte, muss offen bleiben.

11. Erstellter Sachverhalt

Nach dem Gesagten erachtet die Kammer folgendes Beweisergebnis als erstellt:

Der Beschuldigte ging nach dem Sportunterricht von D.________ auf sie zu und 
stellte sich als «A.________ von der Kantonspolizei Bern» vor. Der Beschuldigte 
und D.________ gingen ein Stück zur Seite und führten gemeinsam ein kurzes 
Gespräch von unbekanntem Inhalt.

Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz (pag. 119, S. 18 der erstinstanzlichen 
Entscheidbegründung) ist weder erstellt, dass der Beschuldigte sich gegenüber 
D.________ mit Hilfe einer (Visiten-)Karte auswies noch dass er ihr eine Vorladung 
in Aussicht gestellt hätte.

III. Rechtliche Würdigung

12. Zur Widerhandlung gegen das Waffengesetz

Die rechtliche Würdigung der Widerhandlung gegen das WG nach Art. 4 Abs. 1 
Bst. g, 27 Abs. 1 und 33 Abs. 1 Bst. a WG blieb unangefochten. Es kann damit 
oberinstanzlich integral auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(pag. 125 ff., S. 24 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). 

13. Zur Amtsanmassung nach Art. 287 StGB

13.1 Theoretische Ausführungen

Betreffend die theoretischen Ausführungen zu Art. 287 StGB kann auf die korrekten 
Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 119 f., S. 18 f. der erstinstanz-
lichen Entscheidbegründung). Ergänzend hält die Kammer Folgendes fest:

Die blosse Vorspiegelung, Beamter zu sein, genügt nicht für die Amtsanmassung. 
Der Täter muss vielmehr ausdrücklich oder konkludent eine amtliche Stellung vor-
geben und dabei eine Anordnung hoheitlicher Natur treffen. Damit ist das Delikt 
vollendet, gleichgültig, ob der Adressat der Anordnung Folge leistet oder nicht 
(FLACHSMANN, in: DONATSCH [Hrsg.], StGB Kommentar, 19. Aufl. 2013, N. 3 zu 
Art. 287). Vom Tatbestand wird folglich nicht das Vortäuschen einer Amtsstellung 
als solcher, sondern die Anordnung von Massnahmen, die aufgrund des hoheitli-
chen Charakters nur von einem Amtsträger angeordnet werden dürfen, erfasst 
(STRATENWERTH/WOHLERS, in: StGB Handkommentar, 3. Aufl. 2013, N. 1 zu 
Art. 287). In objektiver Hinsicht genügt es beispielsweise, sich wie ein Beamter zu 
kleiden oder einen gefundenen Bussenblock zu verwenden und zumindest zu ver-
suchen, eine Amtshandlung vorzunehmen (HEIMGARTNER, in: Basler Kommentar, 
3. Aufl. 2013, N. 4 zu Art. 287; BGE 128 IV 164 E. 3aa)

11

Neben dem Vorsatz muss die Tat in rechtswidriger (Eventual-)Absicht erfolgen. Ei-
ne rechtswidrige Absicht liegt zunächst in der Verfolgung eines rechtswidrigen 
Handlungsziels – mithin in der Absicht, einen ungerechtfertigten Vorteil zu erlangen 
oder jemandem einen ungerechtfertigten Nachteil zuzufügen. Auch die Verfolgung 
eines an sich rechtmässigen Handlungsziels mit unnötigen Mitteln ist rechtswidrig, 
wenn dabei in unzulässiger Weise in Individualrechte anderer eingegriffen wird. An 
einer rechtswidrigen Absicht fehlt es etwa, wenn mittels einer Amtsanmassung auf 
eine allgemein bekannte Norm hingewiesen wird, selbst wenn dabei implizit eine 
mögliche Busse angedroht wird. Fälle von Amtsanmassungen zur (vermeintlichen) 
Verfolgung eines positiven Handlungsziels sind i.d.R. ebenfalls nicht tatbestands-
mässig (HEIMGARTNER, in: Basler Kommentar, 3. Aufl. 2013, N. 11 zu Art. 287; 
BGE 128 IV 164 E. 3bb). Um die Strafbarkeit einer Amtsanmassung unter dem Ge-
sichtspunkt des Tatbestandsmerkmals der rechtswidrigen Absicht festzustellen, ist 
folglich zunächst zu prüfen, ob der Täter ein an sich rechtswidriges Handlungsziel 
verfolgte. Falls dies nicht der Fall ist, muss in einem zweiten Schritt geprüft werden, 
ob der Täter das nicht widerrechtliche oder das rechtfertigende Ziel unter unnötiger 
Beeinträchtigung fremder Individualrechte verfolgte. Unzulässig in fremde Individu-
alrechte eingewirkt wird beispielsweise, wenn jemand einen fahrunfähigen Fahr-
zeuglenker nicht nur – was für sich alleine gerechtfertigt wäre – an der Weiterfahrt 
hindert, sondern gleichzeitig dessen Personalien kontrolliert. Ein inkriminiertes Ver-
halten fehlt hingegen bei einer beschuldigten Person, die einen Bussenblock ver-
wendet, um auf ein bekanntes Verbot hinzuweisen und damit einen Vorteil für sich 
selbst erstrebt. Denn nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist eine persönli-
che Genugtuung nicht widerrechtlich in einem strikten Sinn, solange durch sie nicht 
in die Rechtsphäre des Betroffenen eingegriffen wird. Mit dem Hinweis auf eine all-
gemein bekannte Norm und implizit auf eine Sanktion, wird kein die Strafwürdigkeit 
seines Verhaltens begründender Eingriff in Rechte anderer gesehen (BGE 128 IV 
164 E. 3.c.bb; vgl. zum Ganzen auch Auslegung des subjektiven Tatbestands im 
Urteil des Obergericht des Kantons Luzern LGVE 1992 I Nr. 58 vom 24.10.1991, 
S. 96 ff.).

13.2 Subsumtion

Dem obgenannten Beweisergebnis ist zu entnehmen, dass der Beschuldigte ge-
genüber D.________ einzig äusserte, sein Name sei A.________ und er sei von 
der Kantonspolizei Bern. Er ging mit D.________ einige Schritte zur Seite und führ-
te daraufhin ein Gespräch unbekannten Inhalts. Abgesehen von seiner Vorstellung 
als Polizist tat oder versuchte der Beschuldigte nichts, was er nicht auch als Privat-
person hätte tun dürfen. In diesem Vorgehen ist entgegen den Ausführungen der 
Vorinstanz keine polizeiliche Anhaltung im Sinne von Art. 215 StPO zu erblicken 
(vgl. pag. 121, S. 20 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

Bei diesem Beweisergebnis gab der Beschuldigte zwar zweifellos vor, ein Beamter 
bzw. ein Polizist zu sein. Es fehlte jedoch an einer konkreten Amtshandlung bzw. 
am Versuch eine solche vorzunehmen. Der objektive Tatbestand von Art. 287 
StGB ist mithin nicht erfüllt. Im Übrigen würde es vorliegend auch an der Erfüllung 
des subjektiven Tatbestands fehlen, zumal mangels Kenntnis des genauen Ge-
sprächsinhalts zwischen dem Beschuldigten und D.________ weder von einer un-

12

rechtmässigen Absicht noch von einem unverhältnismässigen Vorgehen die Rede 
sein kann. 

Zusammenfassend hat ein Freispruch von der Anschuldigung der Amtsanmassung, 
angeblich begangen am 28.10.2014 in Biel zu erfolgen.

IV. Strafzumessung

14. Allgemeine Ausführungen

Es kann vorab auf die korrekten theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur 
Strafzumessung verwiesen werden (pag. 127 f., S. 26 f. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung). 

Die Strafkammern des Obergerichtes verfügen als Berufungsgericht über umfas-
sende Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht (Art. 398 Abs. 2 und 3 
StPO). Das gilt auch für die Strafzumessung, doch sind die Kammern bei gleich-
bleibenden Schuldsprüchen und vergleichbarer Gewichtung der übrigen Strafzu-
messungsfaktoren bezüglich einer allfälligen Abweichung von der durch die Vorin-
stanz festgelegten Sanktion zurückhaltend, da die erstinstanzlichen Gerichte von 
allen Aspekten des beurteilten Falles einen unmittelbaren Eindruck gewinnen und 
in bestimmten Deliktskategorien über eine reiche Praxis mit vielen Vergleichsmög-
lichkeiten verfügen. 

Wie erwähnt hat die Kammer das Verbot der reformatio in peius zu beachten. Die 
Strafe darf damit nicht höher als im angefochtenen Urteil ausfallen. Demgegenüber 
können in der Berechnung der Strafanteile für einzelne Delikte auch höhere Werte 
eingesetzt werden, als sie von der Vorinstanz verwendet wurden; denn das Ver-
schlechterungsverbot wirkt sich nur auf das Ergebnis, mithin das Dispositiv, des Ur-
teils aus, nicht auf dessen Begründung (BGE 139 IV 282 E. 2.6). 

Vorab kann darauf hingewiesen werden, dass die Kammer vorliegend in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz die Verurteilung zu einer Geldstrafe als angemessen 
erachtet, zumal der Beschuldigte nicht vorbestraft ist und die Höhe der auszuspre-
chenden Strafe eine Freiheitsstrafe nicht rechtfertigen würde (vgl. Ausführungen 
Ziff. 15 ff. hiernach). Eine Freiheitsstrafe würde ohnehin dem Verbot der reformatio 
in peius widersprechen.

15. Zur Strafe für die Widerhandlung gegen das Waffengesetz

15.1 Tatkomponenten

Die Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältin-
nen und Staatsanwälte (VBRS-Richtlinien) sehen für das Tragen einer Imitations-, 
Schreckschuss- oder Softair-Waffe eine Strafe von 15 Strafeinheiten vor (VBRS-
Richtlinien, S. 52, Stand 1.7.2017). Vorliegend ist kein Grund ersichtlich, weshalb 
von diesen Richtlinien abgewichen werden sollte. Denn der Beschuldigte hat gegen 
die Waffentragbewilligungspflicht nach Art. 27 Abs. 1 WG verstossen, indem er 
seine Softair-Waffe in seinem Personenwagen mitführte. Es handelte sich «nur» 
um eine Softair-Waffe, weshalb die Gefährdung des betroffenen Rechtsguts nicht 

13

besonders schwer wiegt. Er bewahrte die Waffe am 22.6.2015 und davor im Hand-
schuhfach des Wagens auf. Er trug die Waffe weder an öffentlichen Orten noch ge-
fährdete er jemanden auf eine andere Art und Weise. Das objektive Tatverschulden 
liegt damit, im Verhältnis zum Strafrahmen, im leichten Bereich. 

Der Beschuldigte handelte im Übrigen eventualvorsätzlich. Es wäre für ihn ein 
Leichtes gewesen, sich entsprechend gesetzeskonform zu verhalten. Auch das 
subjektive Tatverschulden liegt folglich im leichten Bereich.

Die Kammer erachtet nach dem Gesagten eine Strafe von 15 Strafeinheiten als 
angemessen.

16. Täterkomponenten

Der Beschuldigte wuchs mit seinen zwei älteren Brüdern bei seinen Eltern auf. Er 
absolvierte nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre als Logistiker. Er ist ledig 
und wohnt nach wie vor bei seinen Eltern (pag. 13). Aktuell arbeitet er im Spital 
I.________ als Versorgungsassistent (pag. 171, Z. 16). Der Beschuldigte ist weder 
vorbestraft noch hat er sich seit dem vorliegenden Verfahren etwas zu Schulden 
kommen lassen (pag. 163). Nach der Tat und während dem laufenden Strafverfah-
ren verhielt er sich korrekt und kooperativ. Er war von Anfang an geständig, was 
sich grundsätzlich verschuldensmindernd auswirkt. Vorliegend blieb dem Beschul-
digten allerdings auch nicht viel anderes übrig. Denn er wurde anlässlich einer Po-
lizeikontrolle angehalten und dabei konnte die Softair-Waffe im Handschuhfach 
seines Personenwagens gefunden werden. Das Geständnis des Beschuldigten 
wirkt sich damit nur marginal strafmindernd aus, weshalb keine Reduktion der 15 
Strafeinheiten zu erfolgen hat.

17. Konkrete Strafe

Nach dem Gesagten erachtet die Kammer eine Strafe von 15 Tagessätzen Gelds-
trafe als angemessen.

Ein Tagessatz beträgt höchstens CHF 3‘000.00. Das Gericht bestimmt die Höhe 
des Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des 
Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach dem Einkommen und Vermögen, 
Lebensaufwand, allfälliger Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem 
Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB). Nach eigenen Angaben erzielt der Be-
schuldigte ein aktuelles Nettoeinkommen in der Höhe von monatlich CHF 3‘900 
(pag. 171, Z. 16 f.). Die wirtschaftliche Situation des Beschuldigten hat sich folglich 
seit der erstinstanzlichen Hauptverhandlung verbessert (vgl. pag. 131, S. 30 der 
erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Eine Erhöhung des Tagessatzes würde 
allerdings dem Verbot der reformatio in peius widersprechen, weshalb vorliegend 
darauf zu verzichten ist.

Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder 
einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in 
der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den 
Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 
Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht ist für die Gewährung des bedingten Strafvoll-

14

zuges folglich das Fehlen einer ungünstigen Prognose bezüglich weiterer künftiger 
Verbrechen oder Vergehen vorausgesetzt (BGE 134 IV 5; BGE 134 IV 117). Eine 
günstige Prognose wird folglich vermutet, doch kann diese Vermutung widerlegt 
werden. Bei der Prognosestellung, das heisst bei der Einschätzung des Rückfallri-
sikos, ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Zu beachten sind die 
Tatumstände, das Vorleben, der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gülti-
ge Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung 
zulassen (HUG, in: Donatsch [Hrsg.], StGB Kommentar, 19. Aufl. 2013, N. 6 f. zu 
Art. 42). Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und hat sich seit dem hier zu beurtei-
lenden Vorfall nichts zu Schulden kommen lassen. Es ist auch gestützt auf seine 
gesamten Lebensumstände von einer günstigen Prognose auszugehen und dem 
Beschuldigten ist der bedingte Vollzug zu gewähren. Die Probezeit wird auf zwei 
Jahre festgesetzt. 

Was die Voraussetzungen einer Verbindungsbusse anbelangt, kann auf die korrek-
ten theoretischen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 132, S. 31 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Auf die Ausfällung einer Verbin-
dungsbusse wird vorliegend verzichtet, zumal diese in Anbetracht der geringen 
Höhe ohnehin kaum einen Denkzettelcharakter haben würde.

V. Kosten und Entschädigung

18. Verfahrenskosten

18.1 Für das erstinstanzliche Verfahren

Fällt die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so befindet sie über die von 
der Vorinstanz getroffene Kostenregelung neu (Art. 428 Abs. 3 StPO). Die be-
schuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, soweit sie verurteilt wird (Art. 426 
Abs. 1 StPO).

Die vorinstanzlichen Verfahrenskosten betrugen insgesamt CHF 2‘290.00 (vgl. 
pag. 93). Bei diesem Ausgang des Verfahrens erachtet die Kammer eine Kosten-
auferlegung von rund 3/4 an den Kanton Bern (für den Freispruch von der An-
schuldigung der Amtsanmassung) und etwa 1/4 an den Beschuldigten (für den 
Schuldspruch wegen der Widerhandlung gegen das WG) als sachgerecht. Ent-
sprechend hat der Beschuldigte die erstinstanzlichen Verfahrenskosten im Umfang 
von CHF 500.00 zu tragen. CHF 1‘790.00 gehen zu Lasten des Kantons Bern.

18.2 Für das oberinstanzliche Verfahren

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten werden für das obe-
rinstanzliche Verfahren auf CHF 2‘000.00 festgelegt (Art. 24 Abs. 2 Bst. a des Ver-
fahrenskostendekrets [VKD; BSG 161.12]). 

Oberinstanzlich obsiegt der Beschuldigte vollumfänglich. Die oberinstanzlichen 
Verfahrenskosten von CHF 2‘000.00 gehen zu Lasten des Kantons Bern.

15

19. Entschädigung für die private Verteidigung

19.1 Für das erstinstanzliche Verfahren

Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das 
Verfahren gegen sie eingestellt, so hat sie unter anderem Anspruch auf die Ent-
schädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrens-
rechte (Art. 429 Abs. 1 Bst. a StPO).

Fürsprecher B.________ machte mit seiner Honorarnote vom 28.9.2016 einen 
Aufwand von 13 1/2 Stunden zu CHF 270.00, ausmachend CHF 3‘645.00, sowie 
Auslagen in der Höhe von CHF 330.00 geltend (pag. 76 f.). Für seine Teilnahme an 
der erstinstanzlichen Hauptverhandlung werden Fürsprecher B.________ zusätz-
lich 4 1/2 Stunden zugesprochen. Entsprechend beträgt das Honorar von Fürspre-
cher B.________ für das erstinstanzliche Verfahren CHF 5‘605.20 (18 Stunden 
Aufwand à CHF 270.00, ausmachend CHF 4‘860.00, zzgl. Auslagen von 
CHF 330.00 und MwSt. von CHF 415.20). 

Die Kammer wendet auch hier den obgenannten Verteilschlüssel an (vgl. Aus-
führungen unter Ziff. 18.1 hiervor). Entsprechend wird der Beschuldigte für das 
erstinstanzliche Verfahren mit CHF 4‘203.90 (3/4 des Anwaltshonorars vor erster 
Instanz) entschädigt.

19.2 Für das oberinstanzliche Verfahren

Für das oberinstanzliche Verfahren reichte Fürsprecher B.________ am 28.8.2017 
eine Honorarnote ein und machte darin eine Entschädigung von CHF 3‘462.50 gel-
tend (11.2 Stunden Aufwand à CHF 270.00, ausmachend CHF 3‘024.00, zzgl. Aus-
lagen von CHF 182.00 und MwSt. von CHF 256.50; pag. 175 f.). 

Die Honorarnote gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Beschuldigte wird für 
das oberinstanzliche Verfahren mit CHF 3‘462.50 entschädigt.

VI. Verfügungen

20. Feststellung der Vernichtung

Die Softair-Pistole, Marke Walther, Modell P99, Kaliber 6mm, Seriennummer 
________, wurde bereits vernichtet (vgl. pag. 23 f.). Entsprechend ist deren Ver-
nichtung festzustellen (vgl. Ziff. III des erstinstanzlichen Dispositivs; pag. 93).

21. Mitteilung an das Bundesamt für Polizei

Nach Art. 3 Ziff. 13 der Verordnung über die Mitteilung kantonaler Strafentscheide 
(Mitteilungsverordnung; SR 312.3) sind sämtliche Urteile, Strafbescheide der Ver-
waltungsbehörden und Einstellungsbeschlüsse, die nach dem WG ergangen sind, 
dem Bundesamt für Polizei mitzuteilen. Entsprechend hat oberinstanzlich eine Mit-
teilung an das Bundesamt für Polizei zu erfolgen.

16

VII. Dispositiv

Die 1. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland (Einzelge-
richt) vom 29.9.2016 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als dass:

A.________ schuldig gesprochen wurde der Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz, begangen am 22.6.2015 und davor durch Tragen einer Softair-Waffe ohne Waffen-
tragbewilligung auf ________strasse in 2555 Brügg BE;

II.

A.________ wird freigesprochen: 

von der Anschuldigung der Amtsanmassung, angeblich begangen am 28.10.2014 um 
ca. 17.30 Uhr an der ________strasse in Biel/Bienne;

unter Ausrichtung einer Entschädigung an A.________ für die angemessene Ausübung 
seiner Verfahrensrechte im Umfang von CHF 4‘203.90 vor erster Instanz und 
CHF 3‘462.50 vor oberer Instanz, insgesamt ausmachend CHF 7‘666.40 (inkl. Auslagen 
und MwSt.). Die Entschädigung wird mit den vom Beschuldigten nach Ziff. II.2 zu bezah-
lenden Verfahrenskosten verrechnet (Art. 442 Abs. 4 StPO);

und unter Auferlegung der anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten von total 
CHF 2‘290.00, ausmachend CHF 1‘790.00, an den Kanton Bern.

II.

A.________ wird gestützt auf den rechtskräftigen Schuldspruch nach Ziff. I

in Anwendung der Art. 34, 42 Abs. 1, 47 StGB
4 Abs. 1 Bst. g, 27 Abs. 1, 33 Abs. 1 Bst. a WG
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 und 3 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 80.00, ausmachend total 
CHF 1‘200.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-
setzt.

17

2. Zu den anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten von total 
CHF 2‘290.00, ausmachend CHF 500.00.

III.

Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 2‘000.00 werden dem Kanton Bern 
auferlegt.

IV.

Weiter wird verfügt:

1. Es wird festgestellt, dass die Softair-Pistole, Marke Walther, Modell P99, Kaliber 6mm, 
Seriennummer ________, bereits vernichtet wurde.

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern

Mitzuteilen:
- dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland
- der Koordinationsstelle Strafregister (nur im Dispositiv, innert 10 Tagen)
- dem Bundesamt für Polizei (nur im Dispositiv, innert 10 Tagen)

Bern, 24. August 2017
(Ausfertigung: 13. September 2017)

Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident:

Oberrichter Vicari

Die Gerichtsschreiberin:

Bank

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.