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**Case Identifier:** e877dd58-1247-5d13-b915-d339caac8669
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.09.2018 200 2018 475
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-475_2018-09-19.pdf

## Full Text

200 18 475 UV
GRD/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. September 2018

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SWICA Versicherungen AG 
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Sept. 2018, UV/18/475, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. Mit Bagatellunfall-
Meldung vom 27. März 2017 liess er der SWICA mitteilen, dass er sich am 
16. März 2017 beim Montieren einer Magnettafel den rechten Oberarm und 
die rechte Schulter verletzt habe (Akten der SWICA, Antwortbeilage 
[AB] 1/1). Am 15. September 2017 (AB 44/21) wurde er aufgrund einer 
ausgedehnten Supraspinatussehnenruptur rechts, einer Ruptur der langen 
Bizepssehne und wegen AC-Arthrose operiert. Nachdem die SWICA diver-
se Abklärungen vorgenommen und insbesondere zwei Beurteilungen des 
beratenden Arztes (AB 18/1; 31/3) eingeholt hatte, lehnte sie mit Verfügung 
vom 11. Dezember 2017 (AB 34/1) ihre Leistungspflicht ab. Zur Begrün-
dung legte sie dar, es liege kein Unfallereignis im Rechtssinne vor und die 
Kriterien der unfallähnlichen Körperschädigung seien nicht erfüllt. Daran 
hielt sie auf Einsprache hin (AB 38/1) mit Entscheid vom 30. Mai 2018 (AB 
42/1) fest.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 22. Juni 2018 Beschwerde. Er 
beantragt sinngemäss, der Einspracheentscheid vom 30. Mai 2018 sei 
aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen 
auszurichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. Juli 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Sept. 2018, UV/18/475, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 30. Mai 
2018 (AB 42/1). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzlichen 
Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
16. März 2017.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.1.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objek-
tiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnli-
chen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im 
Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslö-
sung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall 
setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhn-
lich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 
V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhn-
lichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern 
nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit 
ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwarte-
te Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 
Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79).

2.1.2 Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo der Ge-
sundheitsschaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine plötz-
liche schädigende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte Zuord-
nung zum exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der Rechtsprechung 
insbesondere dann, wenn die Gesundheitsschädigung erfahrungsgemäss 
auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von vorbestandenen 
degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines durchaus 

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normalen Geschehensablaufs auftreten kann. In solchen Fällen muss die 
unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Um-
ständen gesetzt worden sein. Somit wird eine Einwirkung ohne offensichtli-
che Schadensneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen 
Ereignisses zum ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es bedarf – neben den 
üblichen auf den Körper einwirkenden Kräften – eines schadensspezifi-
schen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.2 und 4.3.2.1 S. 80).

2.1.3 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-
grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 
dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

Das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnli-
chen Körperschädigung hängt nicht vom Vorliegen eines äusseren Ereig-
nisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körper-
schädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine un-
fallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer über-
nommen werden muss. Dieser kann sich aus der Leistungspflicht befreien, 

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wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung 
oder Krankheit zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 2008 zur Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5411 
[Ziff. 2.1.2] und 5425 [zu Art. 6 Abs. 2]; Zusatzbotschaft vom 19. September 
2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 
2014 7922 [Ziff. 2.2] und 7934 [zu Art. 6 Abs. 2]).

2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; SVR 2017 
UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2).

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob das Ereignis vom 16. März 2017 als Unfall 
im Sinne der Legaldefinition von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist und in die-
sem Zusammenhang insbesondere, ob das Merkmal des ungewöhnlichen 
äusseren Faktors gegeben ist (vgl. E. 2.1.1 ff. hiervor).

3.2 In der Bagatellunfall-Meldung vom 27. März 2017 (AB 1/1) wurde 
der Ereignishergang vom 16. März 2017 wie folgt umschrieben: „Beim 
Montieren einer Magnettafel – Zwick im Oberarm/Schulter rechts“. Am 
12. September 2017 (AB 2/1) gab der Beschwerdeführer der Beschwerde-
gegnerin per Telefon an, er habe eine Magnettafel (ca. 5-10 kg) montieren 
wollen und diese mit der linken Hand gehalten. Die Magnettafel sei ihm aus 
der Hand gerutscht und er habe reflexartig mit der rechten Hand nach die-
ser gefasst. Dabei habe es einen Schlag in den Oberarm bzw. in die Schul-
ter gegeben.

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3.3 Das Kriterium der Ungewöhnlichkeit dient dazu, eine Abgrenzung 
des Unfalls von Ereignissen zu ermöglichen, die im Rahmen des Alltäg-
lichen eintreten. Massgebend ist mithin, ob das Ereignis das im jeweiligen 
Lebensbereich Alltägliche oder Übliche überschreitet (UELI KIESER, Kom-
mentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 4 N. 34). Beim geschilderten Ereignis 
vom 16. März 2017 war weder der natürliche Ablauf der Körperbewegung 
durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges wie Ausgleiten, Stolpern 
o.Ä. beeinträchtigt, noch liegen Anhaltspunkte für eine ausserordentliche 
Überanstrengung vor. Vielmehr handelt es sich bei der beschriebenen 
Montage der ca. 5 bis 10 kg schweren Magnettafel – wie die Beschwerde-
gegnerin zu Recht dargelegt hat (vgl. 42/4 f. Ziff. 3.3.1 f.; Beschwerdeant-
wort S. 5 Ziff. 3.2) – um eine für den Beschwerdeführer als Mitarbeiter des 
… übliche Situation. Dabei musste er insbesondere mit dem Wegrutschen 
der Magnettafel rechnen, wollte er diese doch alleine montieren und konnte 
sie nur mit einer Hand fixieren. Allein das Wegrutschen der Magnettafel 
kann daher nicht als Ungewöhnlich bezeichnet werden. Ferner vermag 
auch die Tatsache, dass er reflexartig versucht hat, die Magnettafel aufzu-
fangen, das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht zu 
begründen (vgl. Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Mai 2010, 
8C_1019/2009, E. 5.1.2 und vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 6.2). 
Das Ereignis vom 16. März 2017 ist daher aufgrund der allein massgebli-
chen objektiven Umstände nicht als Unfall im Sinne der Legaldefinition von 
Art. 4 ATSG (vgl. E. 2.1 hiervor) zu qualifizieren.

4.

4.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschä-
digungen eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht. 

4.1.1 Die bildgebende Untersuchung (mittels MRI) des rechten Schulter-
gelenks vom 22. August 2017 (AB 10/2) zeigte eine Impingementsituation 
bei schwerer, hypertropher und wahrscheinlich aktivierter AC-Gelenks-
arthrose, eine hochgradige PASTA-Läsion der Supraspinatussehne resp. 
ein transmuraler Riss/Defekt am vorderen Sehnenfootprint, eine teilruptu-
rierte Subscapularissehne mit einer vertikalen Spaltung der oberen Hälfte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Sept. 2018, UV/18/475, Seite 8

und wahrscheinlich eine medial subluxierte hochgradig teilrupturierte lange 
Bizepssehne. 

4.1.2 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. B.________, 
Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte im Bericht vom 16. Oktober 2017 
(AB 18/1) eine Überlastung der rechten Schulter am 16. März 2017 mit/bei 
Ruptur der langen Bizepssehne, Supraspinatussehnenruptur, AC-Gelenks-
arthrose und vorbestehender Ruptur der langen Bizepssehne. Es liege eine 
Schädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG (Sehnenrisse) vor, die unter 
Berücksichtigung des gesamten Ursachenspektrums vorwiegend auf Ab-
nützung zurückzuführen sei. Dies sei durch die vorbestehende Ruptur der 
langen Bizepssehne und der Degeneration des AC-Gelenks bei Impinge-
mentsituation belegt. Diese Situation begünstige den vorzeitigen Ver-
schleiss der Supraspinatussehne aufgrund der engen Verhältnisse zwi-
schen Humeruskopf und Acromion. Der geschilderte Hergang sei auch 
nicht geeignet, eine Supraspinatussehne zu zerreissen. Dies sei aussch-
liesslich unter starkem Zug und einer gleichzeitigen Bewegung des Arms 
nach oben aussen möglich (AB 18/2 f. Ziff. 6 f.).

4.1.3 Am 7. November 2017 (AB 28/2) führte der behandelnde Arzt, 
Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, aus, der Patient habe sich am 16. März 
2017 eine Transmuralruptur der Supraspinatussehne rechts zugezogen. 
Die Ruptur sei beim Montieren einer Magnetplatte über Kopfhöhe aufgetre-
ten, als sich diese plötzlich nach rechts gesenkt und der Patient diese mit 
dem rechten Arm reflexartig aufgefangen habe. Aus der Literatur sei klar 
bekannt, dass ab dem 60. Lebensjahr bei über 60% der Menschen degene-
rative Rotatorenmanschettenläsionen vorlägen. Diese seien zum Teil sym-
ptomatisch, zum Teil asymtomatisch. Der geschilderte Unfallhergang vom 
24. März 2017 (richtigerweise vom 16. März 2017) sei ein sinnfälliges Er-
eignis und die beschriebene Bewegung sowie die benötigte Kraft, um das 
Gewicht der Magnetplatte zu bremsen, stellten einen adäquaten Kausalzu-
sammenhang für eine Supraspinatussehnenruptur dar. Nebenbei sei er-
wähnt, dass Supraspinatussehnen nicht ausschliesslich durch den vom 
Vertrauensarzt geschilderten Hergang reissen könnten.

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4.1.4 Mit Bericht vom 1. Dezember 2017 (AB 31/3) nahm Dr. med. 
B.________ zum Bericht von Dr. med. C.________ Stellung und erläuterte, 
soweit geltend gemacht werde, die Ruptur der Supraspinatussehne habe 
sich der Versicherte beim Montieren einer Magnetplatte über Kopfhöhe 
zugezogen, sei ziemlich klar, dass bei Überkopfhöhe eher ein Druck auf 
den Oberarm stattgefunden habe. Sollte dieses Auffangen der Magnettafel 
unterhalb des Kopfes stattgefunden haben, so könne eine Zugbelastung 
auf den Arm ausgeübt worden sein. Diese sei jedoch nicht geeignet, eine 
Supraspinatussehne zu zerreissen. Den isolierten ausschliesslich traumati-
schen Supraspinatussehnenriss gebe es nicht. In Frage komme allein ein 
Verletzungsmechanismus im Sinne der wesentlichen Teilursache bei be-
stehender Degeneration. Eine isolierte Verletzung der Rotatorenmanschet-
te sei die Ausnahme, werde hingegen das Schultergelenk in seiner Ge-
samtheit geschädigt, könne es zur Mitverletzung der Rotatorenmanschette 
kommen. Nur Bewegungen im Schultergelenk mit Zugbelastung der Rota-
torenmanschette könnten diese zerreissen (in erster Linie Rotationbewe-
gungen aber auch Abspreizbewegungen). Liege ein Rotatorenmanschet-
tendefekt mit Ein- bzw. Abriss der Rotatorenmanschette in davon verschie-
denen Anteilen vor, könne nicht eine bestimmte Bewegung – etwa im Sinne 
einer Aussendrehung – diesen Schaden verursacht haben. Die Rissmor-
phologie müsse zum Unfallmechanismus passen. Als geeigneter Unfallme-
chanismus werde z.B. das massive plötzliche Rückwärtsreissen oder Her-
anführen des Arms, z.B. bei einem Absturz beim Fensterputzen mit noch 
Festhalten der Hand und/oder eine starke Zugbelastung bei gewaltsamer 
Rotation des Arms angesehen (vgl. Hinweis auf die medizinische Literatur: 
SCHÖNBERGER, MERTENS, VALENTIN, Arbeitsunfall und Berufskrankheit). 
Zusammenfassend habe die Beurteilung vom 16. Oktober 2017 weiterhin 
vollumfänglich Gültigkeit.

4.1.5 Im Rahmen des Einspracheverfahrens hielt Dr. med. C.________ 
mit Bericht vom 14. Dezember 2017 (AB 35/1) fest, der Patient sei sportlich 
(Badminton), arbeite handwerklich und habe typischerweise (wie die Mehr-
heit der Menschen in diesem Alter, welche körperlich arbeiten) degenerati-
ve Schäden in seiner rechten Schulter. Trotzdem habe er bis zum Ereignis 
im März 2017 überhaupt keine Schulterbeschwerden rechts gehabt. An 
diesem Tag sei eine schwere Magnettafel heruntergefallen, was als unge-

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wöhnlicher äusserer Faktor zu werten sei. Der Patient habe diese durch 
eine reflexartige Bewegung auffangen wollen. Sowohl der Bewegungsab-
lauf, als auch die Gewalteinwirkung seien ungewöhnlich und stark gewe-
sen. Es liege daher ein klares Unfallereignis vor. Bei der im MRI nachge-
wiesenen Transmuralruptur der Supraspinatussehne handle es sich um 
eine eindeutige strukturelle Läsion bei zuvor beschwerdefreiem Patienten. 
Es gebe keine Evidenz in der Literatur, dass eine vorbestehende asym-
ptomatische Arthrose des AC-Gelenks und der langen Bizepssehne mit 
erhöhter Läsion der Supraspinatussehne einhergehe. Die Ruptur der Su-
praspinatussehne sei daher als sehr wahrscheinlich traumatisch zu werten.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.2 Den Berichten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, 
sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel-

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lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn 
ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Er-
stellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

4.3 Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. B.________ vom 16. Oktober 
2017 (AB 18/1) sowie vom 1. Dezember 2017 (AB 31/3) erfüllen die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.2.1 f. hiervor). Dass es 
sich dabei um Aktenberichte handelt, ist nicht zu beanstanden, ergeben die 
Akten doch ein vollständiges Bild über den rechtserheblichen medizini-
schen Sachverhalt, womit sich der Spezialist aufgrund der Unterlagen ein 
gesamthaft lückenloses Bild machen konnte (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 
E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Dr. med. B.________ hat sich in seinen 
Beurteilungen sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen sowie 
mit dem Unfallhergang auseinandergesetzt. Seine Schlussfolgerungen hat 
er in Kenntnis der Vorakten und gestützt auf die medizinische Literatur ge-
troffen. Insbesondere diskutierte er auch Diskrepanzen zu den Einschät-
zungen von Dr. med. C.________. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind einlässlich und überzeugend 
begründet, weshalb auf die Berichte von Dr. med. B.________ abzustellen 
ist. 

4.3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 16. März 2017 eine 
Transmuralruptur der Supraspinatussehne erlitt, womit eine in Art. 6 Abs. 2 
UVG aufgeführte unfallähnliche Körperschädigung (Sehnenrisse; lit. f) 
vorliegt (AB 10/2; 18/2; 28/2; 31/4 f.; 35/1 f.).

4.3.2 Dr. med. B.________ hat in seinem Bericht vom 16. Oktober 2017 
(AB 18/1) nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass die 
Schulterbeschwerden vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sind und 

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dies durch die vorbestehende Ruptur der langen Bizepssehne und die 
Degeneration des AC-Gelenks bei Impingementsituation belegt ist. 
Einleuchtend führte er aus, dass die beschriebene Situation den vorzeitigen 
Verschleiss der Supraspinatussehne aufgrund der engen Verhältnisse 
zwischen Humeruskopf und Acromion begünstigt. Einlässlich und gestützt 
auf die medizinische Literatur erläuterte er im Bericht vom 1. Dezember 
2017 (AB 31/4) zudem, dass der geschilderte Ereignishergang nicht 
geeignet ist, eine Ruptur der (intakten und nicht vorgeschädigten) 
Supraspinatussehne zu verursachen. Diese Beurteilungen sind nicht nur in 
sich schlüssig, sondern stehen auch im Einklang mit den Befunden der 
bildgebenden Untersuchung vom 22. August 2017 (AB 10/2). Im Weiteren 
hat Dr. med. C.________ in seinen Berichten vom 7. November 2017 (AB 
28/3) und vom 14. Dezember 2017 (AB 35/1) ebenfalls explizit auf die 
degenerativen Schäden in der rechten Schulter hingewiesen. Anhaltspunk-
te, welche eine andere Betrachtungsweise rechtfertigen könnten, liegen 
nicht vor.

Soweit der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf den Bericht von 
Dr. med. C.________ vom 14. Dezember 2017 (AB 35/1) geltend macht 
(vgl. Beschwerde S. 1), er habe vor dem Unfall keinerlei Beschwerden ge-
habt und ohne das Ereignis vom 16. März 2017 wäre gar keine Verletzung 
entstanden, ganz egal wie der Vorzustand gewesen sei, kann ihm nicht 
gefolgt werden. Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen 
Schädigung ist die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend 
(BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). 

Damit besteht auch unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigun-
gen keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.

5.

Nach dem Dargelegten ist das Ereignis vom 16. März 2017 weder als Un-
fall im Rechtssinne zu qualifizieren, noch sind die Kriterien für die Anerken-
nung einer unfallähnlichen Körperschädigung erfüllt. Die Beschwerdegeg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Sept. 2018, UV/18/475, Seite 13

nerin hat ihre Leistungspflicht somit zu Recht verneint. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 30. Mai 2018 (AB 42/1) ist nicht zu beanstanden, 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst UVG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.