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**Case Identifier:** 7e601446-753b-5929-a018-1ff3981d5cbe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.12.2023 IV 2023/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-85_2023-12-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 01.02.2024

Entscheiddatum: 06.12.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2023
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsgrad. Heimlich erstellte 
Tonaufnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 6. Dezember 2023, IV 2023/85). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_48/2024.

Entscheid vom 6. Dezember 2023

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne 

Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2023/85

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Frank Goecke, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, 

Postfach 9822, 8036 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Januar 2017 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er gab an, er habe eine Berufslehre zum Drucker 

absolviert und zuletzt als Projektleiter und Innendienstmitarbeiter im Verkauf gearbeitet. 

Der Monatslohn habe 5’800 Franken betragen. Seit August 2015 sei er arbeitslos 

gewesen. Im März 2017 notierte Dr. med. B.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen 

Dienst (RAD) nach einer Würdigung der von der IV-Stelle eingeholten Akten der 

obligatorischen Unfallversicherung (IV-act. 17), der Versicherte sei im April 2016 mit 

seinem Motorrad gestürzt. Dabei habe er sich Luxationsfrakturen an der rechten Hand 

zugezogen. Die am Tag nach dem Unfall operativ eingezogenen Drähte seien im Mai 

2016, das Osteosynthesematerial im August 2016 entfernt worden. Aktuell leide der 

Versicherte an neuropathischen Schmerzen und an einer Funktionseinschränkung der 

rechten Hand. Der Suva-Kreisarzt habe bei einer Untersuchung eine 

Funktionseinschränkung der (dominanten) rechten Hand mit einer deutlichen 

Kraftminderung der oberen Extremität rechts objektivieren können. Er habe auf eine 

zusätzliche psychosoziale Belastung hingewiesen. Im März 2017 erlitt der Versicherte 

einen weiteren Unfall; er verbrühte sich mit heisser Butter an der linken Hand und an 

den Beinen (vgl. IV-act. 28). Der Psychiater med. pract. C.___ berichtete im September 

2017 (IV-act. 32), der Versicherte leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung, 

an einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt sowie an einem 

chronischen Schmerzsyndrom. Er sei fast vollständig arbeitsunfähig. Die Prognose sei 

aber gut. In einem Verlaufsbericht vom 29. Mai 2018 hielt der behandelnde Psychiater 

C.___ fest (IV-act. 54), das psychische Zustandsbild habe sich verschlechtert. Die 

Schmerzen hätten sich chronifiziert. Eine Besserung sei nicht zu erwarten. Bereits im 

A.a. 

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Januar 2018 war der Versicherte mit dem Fahrrad gestürzt; dabei hatte er sich am 

linken Ringfinger verletzt (IV-act. 116).

Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die MEDAS Interlaken Unterseen GmbH am 

23. Oktober 2020 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 152). Die internistische 

Sachverständige hielt fest, der Versicherte habe einen gepflegten und sportlich-aktiven 

Eindruck gemacht. Bei der Schilderung seiner Situation sei er mehrfach in Tränen 

ausgebrochen. Er habe teilweise etwas ausführlich berichtet, verzweifelt gewirkt und 

Mühe mit Jahreszahlen gehabt. Ab und zu habe er den Faden im Satz verloren. 

Während der Befragung sei er kurz aufgestanden, um etwas zu trinken. Bei der 

Schilderung seiner Situation habe er mit beiden Händen symmetrisch lebhaft 

gestikuliert. Das Hinlegen, das Ausziehen und das Anziehen seien problemlos 

gelungen. Die Muskulatur der oberen Extremitäten sei symmetrisch und tonisiert 

gewesen. Aus rein internistischer Sicht könne keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Die vom Versicherten geschilderte Problematik – die 

starke Einschränkung im Alltag, der komplett gestörte Tagesablauf sowie die 

Verschiebung des Tag-/Nacht-Rhythmus – sei aus rein somatischer Sicht durch die 

Anamnese und die erhobenen Befunde kaum erklärbar.

A.b. 

Die neuropsychologische Sachverständige führte aus, der Versicherte sei offen 

und freundlich zugewandt gewesen. Er habe kooperativ mitgearbeitet. Die 

Kontaktaufnahme habe sich unauffällig gestaltet. Der Versicherte habe während der 

insgesamt knapp drei Stunden dauernden, durch eine einstündige Mittagspause und 

mehrere kurze Pausen unterbrochenen Untersuchung Bezug auf die zu Beginn 

gegebenen Informationen nehmen können, habe in der Pause die Toilette auf Anhieb 

gefunden und sei rechtzeitig aus der Mittagspause zurückgekehrt, ohne sich die 

vereinbarte Zeit notiert zu haben. Die Aufmerksamkeit sei schwankend gewesen. Der 

Versicherte habe immer wieder über Schwindel und Übelkeit geklagt. 

Ermüdungszeichen wie Gähnen, kleine Augen oder ein Leistungsabfall hätten nicht 

beobachtet werden können, obwohl der Versicherte eine praktisch maximale Müdigkeit 

beklagt habe. Das Arbeitstempo sei bereits bei einfachsten Aufgaben erheblich 

verlangsamt gewesen. Für üblicherweise kurze Verfahren habe der Versicherte einen 

beträchtlich hohen Zeitbedarf benötigt. Die Initiierung der Handlungen sei jeweils 

prompt erfolgt. Die Aufrechterhaltung sei gestört gewesen. Der Versicherte habe immer 

A.c. 

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wieder gestöhnt und die Handlungen kurz unterbrochen. Das Vorgehen sei 

unstrukturiert gewesen. Eine Fehlerkontrolle sei nicht durchgeführt worden. Der 

Versicherte sei klagsam und gedanklich eingeengt gewesen. Das Bewusstsein für das 

Ausmass der kognitiven Einschränkungen und deren Auswirkungen im Alltag sei 

deutlich gesteigert gewesen. Im freien Gespräch sei das Sprachverständnis unauffällig 

gewesen. Bei einfachsten Instruktionen habe der Versicherte dann aber mehrmals 

Wiederholungen verlangt und sich begriffsstutzig gezeigt. In den Tests habe der 

Versicherte fast durchgehend schwer defizitäre Leistungen in den Bereichen 

Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Visuokonstruktion sowie 

Sprache gezeigt. Allerdings sei die Glaubwürdigkeit respektive die Validität dieser 

Defizite klar eingeschränkt. Überwiegend wahrscheinlich entsprächen die gezeigten 

Leistungen nicht der tatsächlichen Leistungsfähigkeit. Die Untersuchung sei zwar 

vorzeitig abgebrochen worden, aber weitere Testverfahren hätten weder zu besseren 

Aussagen noch zu validen Ergebnissen geführt. Selbst wenn tatsächlich echte 

kognitive Einschränkungen bestünden, könnten diese weder die Auffälligkeiten im 

Performanzvalidierungsverfahren noch jene in den eingebetteten Faktoren erklären. Für 

die vom Versicherten geltend gemachten kognitiven Einschränkungen gebe es keine 

ätiologische Erklärung. In einem Fragebogen zu typischen und atypischen kognitiven 

und psychischen Symptomen habe der Versicherte eine deutlich über dem kritischen 

Grenzwert liegende Menge an Pseudobeschwerden geltend gemacht, was als ein 

praktisch sicherer Nachweis einer ungültigen Beschwerdeangabe zu werten sei. 

Bestünden tatsächlich kognitive Einschränkungen im geltend gemachten Ausmass, 

könnte der Versicherte nicht einmal an Therapien teilnehmen, da er alle Erklärungen 

jeweils sofort wieder vergessen würde. Die Einschränkungen hätten den involvierten 

Therapeuten sofort ins Auge springen müssen. Eine Fahreignung würde nicht einmal 

für das Führen eines Fahrrades bestehen.

Der neurologische Sachverständige hielt fest, der (im Gutachten detailliert 

beschriebene) objektive klinische Befund sei weitestgehend unauffällig gewesen. Beim 

Aus- und Ankleiden hätten keine auf Schmerz hindeutenden Schonbewegungen 

beobachtet werden können. Der Versicherte habe beide Hände unauffällig eingesetzt. 

Die fein- und zielmotorischen Bewegungsabläufe seien rechts und links normal 

gewesen. Im sensiblen Versorgungsgebiet der Nervi ulnaris und medianus rechts sei 

A.d. 

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bei der Kraftprüfung und der damit verbundenen taktilen Stimulation kein Schmerz 

angegeben worden. Der Sulcus ulnaris sei nicht druckempfindlich gewesen. Die 

Empfindung für Berührungen und Temperatur der Digiti I, II und V rechts sei vermindert 

gewesen. Bei der elektroneurographischen Untersuchung habe sich bis auf eine leicht 

verlängerte distalmotorische Latenz bezüglich des Nervus ulnaris rechts keine 

Auffälligkeit gezeigt. Aus neurologischer Sicht seien eine residuelle partielle 

sensomotorische axonale Neuropathie des Nervus ulnaris rechts, der Verdacht auf eine 

Neuropathie des sensiblen Astes des Nervus medianus rechts, ein Benzodiazepin- und 

Analgetikaüberkonsum sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – ein Status 

nach Verbrennungen der beiden Oberschenkel und der linken Hand zu diagnostizieren. 

Obwohl der Versicherte in der Untersuchung wiederholt über starke Schmerzen an der 

rechten Hand bei jeder Berührung geklagt habe, habe während des ganzen Gesprächs 

kein mimisches oder verhaltensmässiges Schmerzempfinden beobachtet werden 

können. Der Versicherte habe während des Gesprächs selbst seine Hand immer wieder 

berührt, um zu demonstrieren, wo die Schmerzen seien. Auch bei der klinischen 

Untersuchung hätten sich keine Schmerzen provozieren lassen. In diversen Berichten 

sei eine sensomotorische Läsion des Ramus profundus des Nervus ulnaris rechts 

dokumentiert. Der Ramus profundus des Nervus ulnaris sei aber ein rein motorischer 

Ast, der keine sensiblen Faseranteile enthalte. Zusammenfassend müsse aufgrund der 

Inkonsistenzen von einem erheblichen psychologischen Einflussfaktor ausgegangen 

werden. Aus rein neurologischer Sicht könne für die zuletzt ausgeübte, als 

leidensadaptiert zu qualifizierende Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

attestiert werden.

Der handchirurgische Sachverständige führte aus, der Versicherte habe eine 

persistierende Kompromittierung des Ramus profundus des Nervus ulnaris rechts 

erlitten. Nach der Frakturversorgung im April 2016 habe sich ein chronisches 

neuropathisches Schmerzsyndrom an der rechten Hand entwickelt. Zudem sei es zu 

einem Kraftverlust der intrinsischen Muskulatur gekommen. Die Beweglichkeit des 

linken Ringfingers sei eingeschränkt; es bestehe eine reversible Knopfloch-Deformität. 

Aus handchirurgischer Sicht sei die funktionelle Einschränkung als leichtgradig zu 

qualifizieren. Die geltend gemachte Schmerzsymptomatik könne nur teilweise 

nachvollzogen werden. Wahrscheinlich bestehe eine psychosomatische Überlagerung. 

A.e. 

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Bezüglich der rechten Hand bestehe kein weiteres Verbesserungspotential. Der 

Zustand der linken Hand lasse sich durch einen erneuten chirurgischen Versuch noch 

verbessern. Allerdings sei fraglich, ob angesichts der Persönlichkeitskomponente mit 

einem guten Resultat gerechnet werden könne. Eine wesentliche Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit sei jedenfalls nicht zu erwarten. Im Übrigen bestehe der Verdacht auf 

eine Aggravation. Die kräftige Muskulatur der oberen Extremitäten spreche für einen 

regelmässigen Einsatz der Arme. Der Versicherte fahre auch regelmässig Auto und 

Velo. Die Kraftmessung sei ohne erkennbare Schmerzen durchgeführt worden. Aus 

handchirurgischer Sicht sei der Versicherte für leichtere Tätigkeiten uneingeschränkt 

arbeitsfähig.

Der psychiatrische Sachverständige hielt fest, bei der ausführlichen spontanen 

Schilderung der Problematik habe der Versicherte keine psychischen Beschwerden 

oder Symptome angegeben. Als Hauptbeschwerde habe sich die fehlende 

Arbeitsfähigkeit und die damit verbundene finanzielle Not herauskristallisiert. Auf eine 

entsprechende Frage hin habe der Versicherte erklärt, er habe die verordneten 

Psychopharmaka stets regelmässig eingenommen, den Konsum aber auf die 

Untersuchung hin vorübergehend reduziert. Einen plausiblen Grund habe er dafür aber 

nicht angeben können, weshalb der Eindruck entstanden sei, dass es sich dabei um 

eine Schutzbehauptung mit Blick auf die vorgesehenen Spiegelbestimmungen 

gehandelt habe. Das motorische Verhalten während der Untersuchung sei bis auf eine 

kurze Episode unauffällig gewesen: Der Versicherte habe sich nach einer Dauer von 

etwa 30 Minuten unerwartet und ohne Worte aus dem Stuhl erhoben und auf die 

Untersuchungsliege gelegt. Er habe angegeben, dass „er nicht mehr kann, alles ist ihm 

zu viel; die vielen Fragen stressen ihn mega“. Auf eine entsprechende Aufforderung hin 

habe er sich fast blitzartig wieder erhoben, wie wenn nichts gewesen wäre. Der 

Versicherte sei bei vollem Bewusstsein und vollständig orientiert gewesen. Er habe in 

der Untersuchungssituation aktiv mitgearbeitet. Klinisch hätten sich keine kognitiven 

Defizite feststellen lassen, die geeignet gewesen wären, das Untersuchungsergebnis zu 

verfälschen. Die Merkfähigkeit, die Aufmerksamkeit, die Wachheit und das 

Durchhaltevermögen seien während der zweistündigen Untersuchung unauffällig 

gewesen. Der Versicherte sei nicht erkennbar traurig, sondern eher dysphorisch-gereizt 

verstimmt gewesen. Eine Verarmung, Starre, Insuffizienz oder Labilität im affektiven 

A.f. 

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Ausdruck habe nicht festgestellt werden können. Der Versicherte habe angegeben, 

dass er frühere Interessen aufgegeben habe; ein entsprechendes Leiden sei aber nicht 

mitfühlbar gewesen. Gut erkennbar sei eine depressiv gefärbte Beeinträchtigung der 

Vitalgefühle gewesen. Der Versicherte habe eine bedeutsame Verminderung seines 

Selbstwertgefühls geschildert. Schuldgefühle habe er dagegen verneint. Er sei 

hoffnungslos gewesen. Eine Suizidalität habe nicht vorgelegen. 

Konzentrationsstörungen, eine Verlangsamung des Denkens, eine Grübelneigung oder 

ein Gedankenkreisen, eine Unruhe, depressionsbedingte somatische Beschwerden, 

eine Hypochondrie, Ängste, Zwangssymptome, eine psychotische Symptomatik oder 

eine Überforderung bei der Bewältigung der Alltagsaufgaben hätten nicht festgestellt 

werden können. Der Versicherte habe über Schlafstörungen, eine Veränderung des 

Appetites, eine Reduktion des sexuellen Interesses und einen sozialen Rückzug 

geklagt. Zusammenfassend habe aufgrund der klinischen Befunderhebung ein leichtes 

depressives Störungsbild vorgelegen. Eine andere psychische Störung habe nicht 

festgestellt werden können. Insbesondere seien die Kriterien einer posttraumatischen 

Belastungsstörung nicht erfüllt gewesen. Auch eine Persönlichkeitsstörung könne nicht 

diagnostiziert werden. Allerdings hätten Auffälligkeiten im Sinne einer ausgeprägten 

Akzentuierung von Persönlichkeitsmerkmalen mit selbstunsicheren, passiv-abhängigen 

und aggressionsgehemmten Anteilen imponiert. Die Medikamentenspiegel hätten 

mehrheitlich unter der Nachweisbarkeitsgrenze, im tiefen normalen Bereich oder 

deutlich unterhalb des unteren therapeutischen Spiegels gelegen. Diagnostisch leide 

der Versicherte an einem depressiven Zustandsbild mit einer gegenwärtig leichten 

depressiven Episode sowie an einer Persönlichkeitsakzentuierung. Die Befunde seien 

überschattet von einem markanten aggravierenden Verhalten, das bewusstseinsnah sei 

und einem Vortäuschen von Beschwerden sehr nahe komme. Diesbezüglich sei auch 

auf das neuropsychologische Teilgutachten zu verweisen. Das aggravierende bis 

simulierende Verhalten des Versicherten verunmögliche eine plausible Herleitung der 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

Nach der Konsensbesprechung führten die Sachverständigen aus, der Versicherte 

leide an neuropathischen Schmerzen der rechten Hand, an einer reversiblen 

Boutonnière-Fehlstellung des PIP-Gelenks IV links und – mit unklarer Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit – an einem chronifizierten depressiven Zustandsbild mit einer 

A.g. 

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gegenwärtig leichten depressiven Episode sowie – ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit – an einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit selbstunsicheren, 

passiv-abhängigen und aggressionsgehemmten Anteilen, an nicht authentisch 

präsentierten kognitiven Minderleistungen in mehreren kognitiven Bereichen bei einem 

suboptimalen Leistungsverhalten und einer Beschwerdeübertreibung sowie an einem 

Status nach einer Verbrennung der linken Hand. Zudem bestehe der Verdacht auf eine 

Neuropathie des sensiblen Astes des Nervus medianus rechts. Aus rein somatischer 

Sicht sei ihm die angestammte Tätigkeit zu 80 Prozent zumutbar. Die Einschränkung 

von 20 Prozent sei auf einen vermehrten Pausenbedarf bei unvorhersehbaren 

Schmerzexacerbationen zurückzuführen. Eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit sei aus 

rein somatischer Sicht uneingeschränkt zumutbar. Aus neuropsychologischer und 

psychiatrischer Sicht könne nicht zur Arbeitsfähigkeit Stellung genommen werden.

Im November 2020 beschwerte sich der Versicherte telefonisch bei der IV-Stelle 

(IV-act. 157). Er machte geltend, die IV-Stelle habe den Sachverständigen der MEDAS 

Interlaken Unterseen GmbH gezielt Informationen zugespielt, die ein schlechtes Licht 

auf ihn geworfen hätten, nämlich dass er einen Porsche fahre, ein Superbike auf sich 

eingelöst habe und regelmässig Velo fahre. In Tat und Wahrheit habe er das Motorrad 

für einen Kollegen eingelöst, der wegen Betreibungen kein Fahrzeug auf den eigenen 

Namen habe einlösen können. Der Porsche gehöre seinem Bruder. Das Gutachten sei 

entsprechend einseitig ausgefallen. Er sei froh, dass er heimlich Tonaufnahmen von 

den Untersuchungen erstellt habe. Der RAD-Psychiater med. pract. D.___ notierte am 

26. November 2020 (IV-act. 159), er könne nicht nachvollziehen, weshalb der 

psychiatrische Sachverständige keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit genommen habe. Er 

habe einen ausführlichen, gut dokumentierten psychopathologischen Befund erhoben, 

der nicht durch ein aggravierendes Verhalten des Versicherten während der 

psychiatrischen Untersuchung beeinträchtigt gewesen sei. Gestützt auf diesen Befund 

hätte er ein Arbeitsfähigkeitsattest abgeben können. Der Sachverständige sei 

aufzufordern, eine ergänzende Stellungnahme mit einem Arbeitsfähigkeitsattest 

abzugeben. Am 28. November 2020 forderte die IV-Stelle die MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH auf, eine psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung sowie eine 

entsprechend ergänzte Konsens-Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben (IV-act. 161). 

Der psychiatrische Sachverständige antwortete am 28. Dezember 2020 (IV-act. 164), er 

A.h. 

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könne nicht einfach die von der neuropsychologischen Sachverständigen und von ihm 

selbst festgestellten Befunde, die auf eine Aggravation hindeuteten, ausklammern, 

denn dadurch würde er das Gutachten verfälschen. Er sehe sich deshalb ausserstande, 

die Rückfrage der IV-Stelle zu beantworten. Nach einer internen Besprechung 

zwischen dem Sachbearbeiter der IV-Stelle, einem Mitarbeiter des Rechtsdienstes und 

den RAD-Ärzten D.___ und Dr. B.___ beschloss die IV-Stelle, ein zweites Gutachten in 

Auftrag zu geben (IV-act. 165). Im Februar 2021 fand eine zweite interne Besprechung 

mit denselben Teilnehmern statt, bei der beschlossen wurde, kein poly-, sondern nur 

ein monodisziplinäres (psychiatrisches inkl. neuropsychologisches) Gutachten 

einzuholen (IV-act. 170). Die IV-Stelle informierte den Versicherten am 17. Februar 2021 

über die vorgesehene Begutachtung und forderte ihn unter Hinweis auf den Art. 43 

Abs. 3 ATSG auf, im Rahmen der Untersuchungen eine volle Leistungsbereitschaft zu 

erbringen; sie drohte ihm an, dass sie andernfalls die Erhebungen einstellen und einen 

Nichteintretensentscheid erlassen werde (IV-act. 176).

Am 14. Juni 2021 erstattete die SMAB AG das von der IV-Stelle in Auftrag 

gegebene psychiatrische und neuropsychologische Gutachten (IV-act. 181). Der 

neuropsychologische Sachverständige hielt fest, die Untersuchung habe insgesamt 

dreieinhalb Stunden gedauert. Die Aufmerksamkeit des Versicherten habe im mittleren 

bis tiefen Bereich gelegen, geschwankt und im Verlauf abgenommen. Das 

Arbeitstempo sei verlangsamt gewesen. Die Belastbarkeit habe reduziert gewirkt. Im 

Untersuchungsverlauf habe der Versicherte drei Pausen eingelegt, die er für 

Toilettengänge benutzt habe. Zudem habe er mehrere kürzere Unterbrechungen 

zwischen den Testverfahren eingelegt und angegeben, sein Kopf und seine Augen 

seien ermüdet. Die Selbständigkeit und das strategische Vorgehen seien ausreichend 

gewesen. Der Versicherte habe eine Schonhaltung der dominanten rechten Hand 

gezeigt. Die Spontansprache sei formal korrekt und flüssig, das inhaltliche 

Ausdrucksvermögen gut mit sicherer Verwendung von medizinischen Fachbegriffen 

gewesen. Der Vortrag der Beschwerden und der eigenen Krankheitsgeschichte sei gut 

strukturiert und zusammenhängend gewesen. Das Sprach- und Instruktionsverständnis 

sei unauffällig gewesen. Die Grundstimmung habe reduziert, die affektive Stabilität 

leicht beeinträchtigt gewirkt. Der Versicherte habe mehrfach mit den Tränen gekämpft. 

Die affektive Schwingungsfähigkeit habe normal gewirkt. Der Antrieb sei leicht reduziert 

A.i. 

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gewesen. Die Testergebnisse belegten unter Ausklammerung des Validitätsaspektes 

formal eine mittelgradige bis schwere kognitive Beeinträchtigung. Allerdings hätten die 

Leistungsvalidierungsverfahren durchgehend auffällige Befunde ergeben. Ein 

eingebetteter Validitätsparameter im attentionalen Bereich sei ebenfalls auffällig 

gewesen, ein eingebetteter Validitätsparameter im mnestischen Bereich grenzwertig. 

Die erhobenen neuropsychologischen Befunde seien nicht valid. Der psychiatrische 

Sachverständige führte aus, der Versicherte habe angespannt gewirkt. Er habe sich 

von Beginn des Gesprächs an sehr ambivalent gezeigt. In Bezug auf die 

Begutachtungssituation habe er misstrauisch gewirkt. Ein tragfähiger Kontakt habe 

allerdings rasch hergestellt und durchgehend aufrecht erhalten werden können. Die 

Auffassung sei nicht erschwert gewesen. Der Versicherte habe angegeben, dass seine 

Konzentration „gewaltig schlechter“ als vor dem Töffunfall im Jahr 2016 sei, im 

Untersuchungsgespräch habe er sich aber weitgehend gut konzentrieren können. Nur 

zwei-, dreimal habe er erwähnt, dass er den Faden verloren habe. Hinweise für 

intellektuelle Defizite oder Beeinträchtigungen der höheren kognitiven Leistungen 

hätten nicht festgestellt werden können. Die Merkfähigkeit sowie das Kurzzeit- und das 

Langzeitgedächtnis hätten nicht auffallend beeinträchtigt gewirkt. Der Antrieb sei leicht 

reduziert gewesen. Die Gestik und die Mimik seien überwiegend ruhig gewesen. Die 

Stimmung und der Affekt seien psychomotorisch synthym unterstrichen worden. Die 

Stimmung sei bedrückt, missmutig und dysphorisch, die affektive 

Schwingungsfähigkeit reduziert gewesen. Eine Affektlabilität oder eine 

Affektinkontinenz habe nicht bestanden. Eine Interessenlosigkeit, ein ausgewiesener 

Rückzug, eine Anhedonie, Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe hätten nicht festgestellt 

werden können. Von der Persönlichkeit her habe der Versicherte unterschwellig 

aggressiv gewirkt. Die diagnostische Einordnung des Krankheitsbildes sei aufgrund 

von Inkonsistenzen, insbesondere im Sinne von Auffälligkeiten hinsichtlich der 

Beschwerdevalidierung in der neuropsychologischen Untersuchung, ganz erheblich 

erschwert. Der Versicherte habe im psychiatrischen Untersuchungsgespräch eine sehr 

erhebliche Beeinträchtigung von Konzentration und Gedächtnis beklagt, was aber 

schon klinisch-psychiatrisch nicht nachvollziehbar gewesen sei respektive nicht 

plausibel gewirkt habe. In der Gesamtschau sei davon auszugehen, dass beim 

Versicherten nicht nur eine Beschwerdebetonung, sondern eine Aggravation vorliege. 

Trotz der erheblichen Erschwernisse hinsichtlich der diagnostischen Einschätzung 

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ergebe sich „in etwa folgendes“: In der Vergangenheit sei wiederholt eine 

rezidivierende depressive Störung diagnostiziert worden. Diese Diagnose sei trotz der 

Inkonsistenzen und der Aggravation nachvollziehbar. Was den Schweregrad der 

Depression angehe, habe sich im Untersuchungsgespräch nur eine geringe 

Antriebsminderung gezeigt. Die für eine schwerer ausgeprägte depressive Störung 

typischen Symptome wie Selbstvorwürfe, Schuldgefühle etc. hätten nicht vorgelegen. 

Im Gegenteil habe der Versicherte an einigen Stellen äusserst vorwurfsvoll gewirkt. 

Unter Ausblendung der Aggravation ergebe sich allenfalls das Bild einer leichtgradigen 

depressiven Symptomatik. Die vom Versicherten geschilderten Panikattacken und 

Zwangssymptome seien als Teil der Depression anzusehen. Die Kriterien für eine 

posttraumatische Belastungsstörung seien eindeutig nicht erfüllt gewesen. Zu 

diagnostizieren seien folglich eine rezidivierende depressive Störung mit einer 

gegenwärtig leichten Episode sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – eine 

passiv-aggressive Persönlichkeitsakzentuierung. Aufgrund der Aggravation sei die 

Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit erheblich erschwert. Wahrscheinlich 

sei das Rendement geringfügig reduziert, weshalb eine Arbeitsunfähigkeit von 20 

Prozent zu attestieren sei. Der RAD-Arzt D.___ qualifizierte das Gutachten als 

überzeugend (IV-act. 182).

Die IV-Stelle lud den Versicherten zu einem „Assessment“-Gespräch Ende 

Oktober 2021 ein (IV-act. 187). Der Versicherte antwortete am 21. Oktober 2021, er 

fühle sich nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen; er werde demnächst 

in eine stationäre Rehabilitation eintreten (IV-act. 188). Gleichentags protestierte er 

gegen die Ausführungen der SMAB AG (IV-act. 190). Mit einer Mitteilung vom 22. 

Oktober 2021 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen mit der Begründung ab, der Versicherte sehe sich nicht in 

der Lage, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, da der gesundheitliche 

Zustand im Vordergrund stehe (IV-act. 192).

A.j. 

Am 22. November 2021 trat der Versicherte in die stationäre Behandlung ein (IV-

act. 194). Die Rehaklinik E.___ berichtete am 19. Januar 2022 (IV-act. 203), die 

stationäre Behandlung habe insgesamt drei Monate gedauert. Der Versicherte leide an 

einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen 

Episode sowie an einer chronischen Neuralgie der rechten Hand und des rechten 

A.k. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/25

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Unterarms. Als persönliche, die psychiatrische Störung auslösende respektive 

unterhaltende Faktoren hätten sich ein dysfunktionales Beziehungsverhalten und 

Coping sowie psychosoziale Belastungen gezeigt. Im Verlauf der 

psychotherapeutischen Auseinandersetzung habe der Versicherte eine verbesserte 

Schmerzregulation entwickelt. Zudem habe er sein Selbstwertgefühl wieder aufbauen 

können. Insgesamt habe eine deutliche Rückbildung der depressiven Symptomatik 

erreicht werden können. Über längere Zeit habe der Versicherte keine Panikattacke 

mehr erlitten. Der RAD-Arzt D.___ notierte im April 2022 (IV-act. 206), aus dem 

Austrittsbericht der Klinik E.___ gehe hervor, dass sich eine bei Eintritt mittelgradige 

depressive Symptomatik im Verlauf der Behandlung deutlich zurückgebildet habe. 

Beim Austritt habe höchstens noch eine leichte depressive Episode bestanden. Damit 

belege der Bericht lediglich eine vorübergehende Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes seit der Begutachtung durch die SMAB AG. Mit einem 

Vorbescheid vom 6. Mai 2022 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie die 

Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 209). Dagegen liess der Versicherte am 8. Juni 2022 

und am 18. Juli 2022 einwenden (IV-act. 215 und 219–1 f.), der handchirurgische 

Sachverständige habe kein strukturiertes Beweisverfahren im Sinne der 

bundesgerichtlichen Praxis durchgeführt, weshalb auf sein Teilgutachten nicht 

abgestellt werden könne. Auch die beiden psychiatrischen Sachverständigen der 

MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der SMAB AG hätten keine 

Indikatorenprüfung vorgenommen. Der Versicherte sei auf dem ersten Arbeitsmarkt 

nicht arbeitsfähig. Der behandelnde Psychiater C.___ hatte am 16. Juli 2022 

festgehalten (IV-act. 219–3 ff.), die beiden psychiatrischen Gutachten seien nicht 

nachvollziehbar. Der Versicherte leide an einer depressiven Störung mittleren Grades. 

Er sei kaum fähig, den Alltag zu bewältigen. Die neuropsychologischen Testungen 

hätten mittelgradige bis schwere kognitive Beeinträchtigungen ergeben, die auf nicht 

nachvollziehbare Weise in Frage gestellt worden seien. Die Ausgangsbedingungen für 

die neuropsychologischen Tests seien sehr fragwürdig gewesen, denn der Versicherte 

sei psychisch und physisch gar nicht in der Lage gewesen, sich während drei bis vier 

Stunden zu konzentrieren. Seit dem Abschluss der stationären Behandlung habe sich 

sein Zustand wieder verschlechtert. Eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei ihm 

nicht zumutbar. Allenfalls könnte er in einem geschützten Rahmen während zwei 

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B.  

Stunden beschäftigt werden. Am 19. August 2022 forderte die IV-Stelle die SMAB AG 

auf, Stellung zu den Ausführungen des behandelnden Psychiaters zu nehmen (IV-act. 

224). Die Sachverständigen der SMAB AG antworteten am 12. September 2022, weder 

die Stellungnahme des behandelnden Psychiaters noch die neuen medizinischen 

Berichte böten Anlass zu einer Neubewertung des Krankheitsbildes (IV-act. 226).

Am 2. September 2022 wurde der Versicherte an der linken Hand operiert (IV-

act. 232). Der postoperative Verlauf gestaltete sich regelrecht (IV-act. 233). Der RAD-

Arzt D.___ hielt nach einer Würdigung der nach dem Gutachten der SMAB AG 

eingegangenen medizinischen Akten fest, dass weiterhin auf das Gutachten der SMAB 

AG abgestellt werden könne (IV-act. 236). Die IV-Stelle gewährte dem Versicherten die 

Gelegenheit, Stellung zu den aktuellsten Akten sowie zur Aktenwürdigung des RAD zu 

nehmen. Am 9. Januar 2023 liess der Versicherte geltend machen (IV-act. 245), die 

Sachverständigen hätten kein strukturiertes Beweisverfahren durchgeführt. Der 

Versicherte bestreite den Vorwurf einer Aggravation. Der behandelnde Psychiater C.___ 

habe fundiert dargelegt, dass das Gutachten der SMAB AG nicht verwertbar sei. Die 

Stellungnahme der Sachverständigen dazu überzeuge nicht. Mit einer Verfügung vom 

24. März 2023 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab (IV-act. 248).

A.l. 

Am 9. Mai 2023 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. März 2023 erheben (act. G 1). Er liess die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zusprache einer ganzen Rente und 

eventualiter die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (nachfolgend: die 

Beschwerdegegnerin) zur weiteren Sachverhaltsabklärung beantragen. Zur 

Begründung liess er ausführen, indem die Beschwerdegegnerin der SMAB AG nicht 

nur die somatischen Teilgutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH, sondern 

auch die beiden – von ihr als nicht verwertbar qualifizierten – Teilgutachten des 

psychiatrischen und der neuropsychologischen Sachverständigen zugestellt habe, 

habe sie den Sachverständigen der SMAB AG „gewissermassen eine Schablone 

vorgegeben; eine ergebnisoffene Beurteilung des Beschwerdeführers war damit nicht 

mehr zu erwarten“. Die Sachverständigen der SMAB AG seien denn auch 

entsprechend „ans Werk“ gegangen. Sie hätten beispielsweise auf die Befunde der 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/25

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somatischen Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH abgestellt, zu 

denen der Beschwerdeführer aber davor noch gar keine Stellung habe nehmen können 

und die „streckenweise schlicht falsch oder tendenziös“ seien. Die Sachverständigen 

der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH hätten die medizinischen Akten einseitig und 

unvollständig gewürdigt. Bei der Exploration hätten sie Einzelheiten falsch notiert, ein 

unvollständiges Protokoll geführt und mutwillige Interpretationen vorgenommen. Der 

Beschwerdeführer könne dies belegen, denn er habe die Untersuchungen heimlich 

aufgenommen (ein Datenträger mit entsprechenden Audiodateien lag der Beschwerde 

bei; act. G 1.3). Es treffe nicht zu, dass er nach dem Unfall noch weiter Motorrad 

gefahren sei. Velo sei er nur gelegentlich und nur bis zum Unfall im Jahr 2018 gefahren. 

Die kräftige Muskulatur der oberen Extremitäten sei das Resultat eines bis zum Unfall 

im Jahr 2016 intensiv betriebenen Fitnesstrainings. Die Aussage der 

neuropsychologischen Sachverständigen, der Beschwerdeführer sei im Verhalten 

weitgehend unauffällig gewesen, kontrastiere mit der Schilderung der internistischen 

Sachverständigen, der Beschwerdeführer sei mehrfach in Tränen ausgebrochen, habe 

teils sehr ausführlich geschildert, verzweifelt gewirkt, Mühe mit Jahreszahlen gehabt 

und ab und zu den Faden verloren. Entgegen der Behauptung des neurologischen 

Sachverständigen habe der Beschwerdeführer (obwohl er versucht habe, auf die Zähne 

zu beissen) mehrfach Schmerzen geäussert. Die heimlich erstellten Tonaufnahmen der 

neurologischen Untersuchung belegten dies (vgl. act. G 1.3). Gegenüber dem 

psychiatrischen Sachverständigen habe der Beschwerdeführer erklärt, er habe die 

Medikation reduziert, um bei den Untersuchungen einen klaren Kopf zu haben. Der 

Sachverständige habe dies im Gutachten unterschlagen und stattdessen eine für den 

Beschwerdeführer unvorteilhafte Mutmassung angestellt, nämlich dass es sich bei der 

Aussage des Beschwerdeführers, er habe die Medikamente vorübergehend reduziert, 

um eine reine Schutzbehauptung handeln dürfe. Das Verneinen von Schuldgefühlen sei 

nicht nachvollziehbar, habe der Sachverständige doch selbst entsprechende Aussagen 

des Beschwerdeführers protokolliert. Auch für die – vom Sachverständigen ebenfalls 

verneinten – Symptome depressive Verstimmung, Interessenverlust, Freudverlust, 

Konzentrationsstörungen, Unruhe, Essstörungen, Libidoverlust und Ängste liessen sich 

in den Akten Belege finden. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen habe der 

Sachverständige weder die Panikstörung noch den schädlichen 

Medikamentenübergebrauch näher diskutiert. Auch der psychiatrische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/25

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Sachverständige der SMAB AG habe die Aussagen des Beschwerdeführers teilweise 

falsch protokolliert. Die Tonaufnahmen belegten dies. Im Übrigen hätten weder die 

Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH noch der psychiatrische 

Sachverständige der SMAB AG das vom Bundesgericht geforderte strukturierte 

Beweisverfahren durchgeführt. Zur Klärung habe der Beschwerdeführer die 

Neuropsychologin Dr. phil. F.___ mit einer neuropsychologischen Testung beauftragt. 

Die Testung sei am 3. Mai 2023 durchgeführt worden. Sie habe erhebliche 

Einschränkungen ergeben, was die Zuverlässigkeit der neuropsychologischen 

Teilgutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der SMAB AG in Frage 

stelle. Dem der Beschwerde beigelegten Untersuchungsbericht vom 3. Mai 2023 liess 

sich entnehmen (act. G 1.2), dass der Beschwerdeführer psychisch sehr stark belastet 

gewirkt, aber sehr differenziert berichtet habe. Bereits um 13.30 Uhr habe er sehr müde 

gewirkt. Bereits nach der einstündigen Anamneseerhebung habe eine Pause eingelegt 

werden müssen. Wenige Minuten nach Testbeginn habe der Beschwerdeführer schon 

wieder um eine Pause gebeten. Er habe angegeben, dass ihn die Arbeit am Bildschirm 

respektive das Lesen eines Textes stark ermüde und dass die Augen schmerzten. 

Aufgrund der Schmerzen in der rechten Hand habe er alle schriftlichen Aufgaben mit 

der linken Hand absolviert, was mit der Testleistung interferiert habe. Er habe alle paar 

Minuten lange gegähnt und stets sehr schwer geatmet, was sich während der 

zeitgebundenen Aufgaben ebenfalls negativ auf die Leistung ausgewirkt habe. 

Gedanklich sei er sehr stark auf die psychischen Defizite fixiert gewesen. Affektiv habe 

er sehr belastet und leidend gewirkt. Zudem habe er den Eindruck einer reduzierten 

Schwingungsfähigkeit und einer ausgeprägten Müdigkeit hinterlassen. Die 

Belastbarkeit sei insgesamt sehr stark eingeschränkt gewesen. Deshalb und wegen der 

unklaren visuellen Einschränkungen sowie einer erhöhten Ablenkbarkeit müsse offen 

bleiben, ob die erhobenen Befunde das maximale kognitive Leistungsniveau 

abbildeten, auch wenn sich im durchgeführten Performanzvalidierungsverfahren keine 

Hinweise auf eine reduzierte Leistungsbereitschaft ergeben hätten. Nach zweieinhalb 

Stunden und zwei Pausen sei die Belastbarkeitsgrenze erreicht gewesen. Der 

Beschwerdeführer habe sich übergeben müssen und darum gebeten, die Testung 

abzubrechen. Testspezifisch hätten sich vordergründige und durch das geschilderte 

Verhalten in einem unbekannten Ausmass überlagerte Defizite vor allem im Bereich des 

verbalen Gedächtnisses mit einer schweren verbalen Lern-, Abruf- und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

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Erwägungen

1.

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens besteht in der Überprüfung der 

angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit, weshalb der Gegenstand dieses 

Beschwerdeverfahrens jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens 

entsprechen muss. Dieses hat sich nach der Abweisung des Begehrens um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen am 22. Oktober 2021 auf die Prüfung des im Januar 2017 

eingereichten Rentenbegehrens und damit auf die Frage beschränkt, ob der 

Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2017 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung gehabt hat. Auch in diesem Beschwerdeverfahren ist 

folglich ausschliesslich zu prüfen, ob ab dem 1. Juli 2017 ein Rentenanspruch 

bestanden hat.

2.

Eine versicherte Person hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

Speicherstörung sowie einer stark erhöhten Konfabulationstendenz im Sinne einer 

anterograd-amnestischen Störung ergeben. Der Schweregrad der Störung könne nicht 

eingeordnet werden, da keine vollständige Untersuchung durchgeführt worden sei und 

da die Befunde relevant überlagert gewesen seien.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 19. Juli 2023 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, sie sei ihrer Untersuchungspflicht 

sorgfältig und gewissenhaft nachgekommen. Sie habe alle nötigen und sachdienlichen 

Abklärungen vorgenommen. Die somatischen Teilgutachten der MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH und das psychiatrische (inkl. neuropsychologische) Gutachten der 

SMAB AG überzeugten in jeder Hinsicht. Die Einwände des behandelnden Psychiaters 

seien eingehend gewürdigt worden. Sie hätten aber keine Zweifel an der 

Überzeugungskraft der Administrativgutachten geweckt.

B.b. 

Der Beschwerdeführer liess am 25. September 2023 an seinen Anträgen festhalten 

(act. G 8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).

B.c. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/25

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mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität 

wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu 

jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben 

wäre.

3.

Der Beschwerdeführer hat eine Berufslehre zum Drucker und im Anschluss daran 

verschiedene Weiterbildungen absolviert. Zuletzt hat er als Druckkaufmann im 

Innendienst einer Verkaufsabteilung gearbeitet. Sein Lohn hat 13 × 5’800 = 75’400 

Franken betragen. Zwar ist der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des im April 2016 

erlittenen Unfalls bereits seit einigen Monaten arbeitslos gewesen, aber trotzdem ist 

davon auszugehen, dass er die früher eingeschlagene Berufskarriere ohne die Unfälle 

weiterverfolgt hätte. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb das Valideneinkommen 

grundsätzlich zu Recht ausgehend vom zuletzt erzielten Lohn festgesetzt. Der genaue 

Betrag ist allerdings irrelevant, weil die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ideal 

leidensadaptiert zu qualifizieren ist (vgl. die nachfolgenden Erwägungen) und weil 

folglich das Valideneinkommen und der Ausgangswert des zumutbarerweise 

erzielbaren Invalideneinkommens identisch sind. Der Invaliditätsgrad entspricht also 

dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, korrigiert um einen allfälligen dem sogenannten 

Tabellenlohnabzug analogen Abzug (sog. Prozentvergleich).

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat zur Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit 

zunächst eine polydisziplinäre Begutachtung bei der MEDAS Interlaken Unterseen 

GmbH durchführen lassen. Der psychiatrische (wie auch die neuropsychologische 

Sachverständige) hat sich allerdings in seinem Teilgutachten nicht zur Arbeitsfähigkeit 

geäussert. Der RAD hat zu Recht festgehalten, dass der objektive klinische Befund in 

neuropsychologischer und in psychiatrischer Hinsicht umfassend erhoben worden und 

dass das psychiatrische Teilgutachten deshalb in medizinischer Hinsicht vollständig 

sei. Irrtümlich ist der RAD aber davon ausgegangen, das fehlende 

Arbeitsfähigkeitsattest müsse von einem medizinischen Sachverständigen 

nachgeliefert werden, obwohl es sich bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung um einen 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

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juristischen Subsumtionsprozess handelt. Das Gutachten der MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH ist deshalb entgegen der Annahme des RAD in medizinischer 

Hinsicht vollständig gewesen, weshalb es unnötig gewesen ist, eine weitere 

Begutachtung in Auftrag zu geben und den Beschwerdeführer unter Hinweis auf den 

Art. 43 Abs. 3 ATSG zur uneingeschränkten Mitarbeit bei der Begutachtung 

abzumahnen. Nachdem der Beschwerdeführer sich allerdings nochmals 

neuropsychologisch und psychiatrisch hat begutachten lassen und nachdem das 

zweite Gutachten der SMAB AG die Ausführungen im neuropsychologischen und 

psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH vollumfänglich 

bestätigt hat, ist der Umstand, dass die zweite Begutachtung an sich unnötig gewesen 

ist, nicht weiter von Bedeutung.

Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, den Sachverständigen der SMAB AG 

hätte das Gutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH oder zumindest das 

neuropsychologische und das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH nicht zugestellt werden dürfen, denn nur so hätte eine unzulässige 

Beeinflussung der Sachverständigen der SMAB AG verhindert werden können. Das ist 

unzutreffend. Der Beweiswert einer medizinischen Expertise hängt massgebend von 

der Würdigung der medizinischen Vorakten ab, was bedeutet, dass eine unvollständige 

Aktenkenntnis eines Sachverständigen den Beweiswert seiner Expertise schmälert. 

Folglich ist die Beschwerdegegnerin grundsätzlich verpflichtet gewesen, den 

Sachverständigen der SMAB AG sämtliche Akten zuzustellen. Etwas anderes gälte nur, 

wenn ein bestimmtes Aktenstück beispielsweise wegen einer schwerwiegenden 

Verletzung der Persönlichkeitsrechte gar nie zu den Akten hätte genommen werden 

dürfen, wie dies etwa bei unzulässigen, nicht verwertbaren Observationsergebnissen 

der Fall sein könnte. Der Umstand allein, dass der RAD das psychiatrische (inkl. 

neuropsychologische) Teilgutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH als 

unvollständig qualifiziert hat, weil es kein Arbeitsfähigkeitsattest enthalten hat, hat die 

Beschwerdegegnerin natürlich nicht verpflichtet, das Gutachten der MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH restlos aus den den Sachverständigen der SMAB AG zur Verfügung 

gestellten Akten zu entfernen. Zudem hat der RAD-Psychiater D.___ sowohl das 

neuropsychologische als auch das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS Interlaken 

Unterseen GmbH als grundsätzlich überzeugend qualifiziert und lediglich bemängelt, 

dass eine Stellungnahme zum Arbeitsfähigkeitsgrad gefehlt hat. Eine weitere 

psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung ist also nicht etwa deshalb 

erfolgt, weil die Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH ein in 

Bezug auf die rein medizinische Abklärung untaugliches Gutachten abgeliefert hätten, 

sondern allein deshalb, weil ihr Gutachten in Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/25

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unvollständig gewesen ist. Die Beschwerdegegnerin hat die Ausführungen der 

Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH zu Recht in ihre 

Aktenwürdigung einbezogen, da kein Grund ersichtlich ist, der ein Ignorieren dieses 

Gutachtens hätte rechtfertigen können. Auch in diesem Beschwerdeverfahren ist das 

Gutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH frei zu würdigen.

Zu prüfen ist, ob auch die vom Beschwerdeführer mit der Beschwerde 

eingereichten, heimlich erstellten Tonaufnahmen der medizinischen Untersuchungen 

gewürdigt werden können. Das Versicherungsgericht hat in einem ähnlich gelagerten 

Fall im Rahmen eines Zwischenentscheides argumentiert, die Tatsache, dass ein 

Beweismittel rechtswidrig erstellt worden sei, schliesse dessen Verwertung nach der 

vom Bundesgericht im Zusammenhang mit der Verwertung von 

Observationsergebnissen entwickelten Praxis (vgl. BGE 143 I 377) nicht aus. 

Massgebend für die Beantwortung der Frage der Verwertbarkeit sei das Ergebnis einer 

Interessenabwägung: Die versicherte Person habe ein sehr hohes Interesse an einer 

sorgfältig und vollständig erstellten Aktenlage, da die in den massgebenden Akten 

nachgewiesenen Tatsachen letztlich darüber bestimmten, ob sie eine Rente der 

Invalidenversicherung erhalten werde, die für sie von existenzieller Bedeutung sein 

dürfte; auch die IV-Stelle habe aber ein hohes Interesse an einer sorgfältig und 

vollständig erstellten Aktenlage, denn nur eine sorgfältig und vollständig durchgeführte 

Sachverhaltsermittlung könne es ihr ermöglichen, ihre Aufgabe – die Anwendung des 

objektiven Rechtes auf den massgebenden Sachverhalt – zu erfüllen. Diesen 

gewichtigen Interessen stehe nur das Interesse des medizinischen Sachverständigen 

gegenüber, dass Dritte sich den Inhalt des Untersuchungsgesprächs nicht anhörten. 

Dieses Interesse wiege nicht schwer, denn der Inhalt des Untersuchungsgesprächs 

müsse ohnehin im schriftlichen Gutachten wiedergegeben werden. Sei das Gutachten 

sorgfältig und objektiv erstellt worden, werde eine Tonaufnahme nichts Relevantes 

bekannt machen, das nicht schon aufgrund des Gutachtens bekannt wäre. Das 

Bundesgericht ist auf eine Beschwerde der IV-Stelle gegen jenen Zwischenentscheid 

nicht eingetreten (Urteil 8C_577/2021 vom 20. Dezember 2021). Das 

Versicherungsgericht hat dieses Urteil als eine billigende Inkaufnahme der Verwertung 

der problematischen Tonaufnahmen interpretiert (vgl. den Entscheid IV 2020/19 vom 

22. Februar 2022). Hätte es im vorliegenden Fall wiederum im Rahmen eines 

Zwischenentscheides die Verwertbarkeit der Tonaufnahmen bejaht, wäre das 

Bundesgericht höchstwahrscheinlich wieder auf eine allfällige Beschwerde der 

Beschwerdegegnerin nicht eingetreten, weshalb das Versicherungsgericht wiederum 

verpflichtet gewesen wäre, die Tonaufnahmen des Beschwerdeführers frei zu 

würdigen. Nachdem das Bundesgericht im Urteil 8C_577/2021 vom 20. Dezember 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

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2021 klar signalisiert hatte, dass es nicht einmal bereit ist, sich mit der eigentlichen 

Problematik der Verwertung von Tonaufnahmen zu befassen, ist in diesem 

Beschwerdeverfahren bewusst von einem Zwischenentscheid betreffend die 

Verwertung der Tonaufnahmen abgesehen worden, da ein solcher letztlich nur einen – 

in den Augen des Bundesgerichtes verpönten (vgl. etwa das Urteil 9C_253/2021 vom 

21. Juli 2021, E. 2, mit zahlreichen Hinweisen) – „formalistischen Leerlauf“ verursacht 

hätte. Auch die vom Beschwerdeführer heimlich erstellten Tonaufnahmen sind folglich 

in diesem Beschwerdeverfahren frei zu würdigen.

Die Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der SMAB AG 

haben die für ihre Beurteilung massgebenden Akten eingehend gewürdigt und den

Beschwerdeführer umfassend untersucht. Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, 

die Sachverständigen hätten die Akten unvollständig sowie einseitig gewürdigt und sie 

hätten seine Angaben im Rahmen der Untersuchungen ebenfalls unvollständig sowie 

teilweise falsch wiedergegeben. Diese Vorwürfe sind haltlos. Die vom 

Beschwerdeführer eingereichten Tonaufnahmen belegen, dass die Sachverständigen 

die Anamnese sorgfältig, umfassend und objektiv erhoben haben. Die angeblichen 

Widersprüche und Unstimmigkeiten erweisen sich bei genauer Betrachtung als 

Haarspalterei. Beispielsweise hat der psychiatrische Sachverständige der MEDAS 

Interlaken Unterseen GmbH festgehalten, der Beschwerdeführer habe ihm keinen 

plausiblen Grund für die angebliche Reduktion der Medikamente auf die Begutachtung 

hin nennen können. Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer erklärt hatte, er habe 

die Medikamente bewusst reduziert, um einen „klaren Kopf“ zu haben, aber das 

bedeutet nicht, dass er einen plausiblen Grund geliefert hätte. Offenbar hat der 

Sachverständige diese Angabe als aus psychiatrischer Sicht nicht überzeugend 

qualifiziert, was er entsprechend in seinem Gutachten festgehalten hat. Inwiefern er 

damit die Angaben des Beschwerdeführers in einer relevanten Weise unvollständig 

oder falsch festgehalten haben sollte, erschliesst sich dem Versicherungsgericht nicht. 

Bei den weiteren Beispielen, die der Beschwerdeführer angeführt hat, handelt es sich 

um kleinere Missverständnisse ohne Relevanz für die medizinische Beurteilung. Die 

Tonaufnahmen belegen, dass der Beschwerdeführer seine Beschwerden bei jeder 

Teilbegutachtung ausführlich und eingehend hat schildern können. Die 

Sachverständigen sind ihm (trotz der Weitschweifigkeit der Ausführungen) nicht ins 

Wort gefallen, sie haben ihn ungehindert reden lassen. Massgebend für die 

medizinische Beurteilung sind allerdings nicht allein die Aussagen des 

Beschwerdeführers, sondern in erster Linie die objektiven klinischen Befunde. 

Diesbezüglich deutet nichts darauf hin, dass die Sachverständigen den für ihre 

Beurteilung massgebenden medizinischen Sachverhalt unvollständig oder falsch 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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erhoben hätten. Alle Teilgutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der 

SMAB AG enthalten je eine ausführliche und detaillierte Befundschilderung, was auf 

eine umfassende und sorgfältige Befunderhebung schliessen lässt. Überwiegend 

wahrscheinlich sind die Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und 

der SMAB AG also nach der umfassenden Befunderhebung und der eingehenden 

Aktenwürdigung bestens mit dem für ihre Beurteilung massgebenden medizinischen 

Sachverhalt vertraut gewesen. In somatischer Hinsicht haben die Beschwerden an der 

rechten Hand und am rechten Unterarm im Vordergrund gestanden. Der neurologische 

und der handchirurgische Sachverständige haben überzeugend aufgezeigt, dass diese 

Beschwerden den Einsatz der rechten Hand einschränken und auch bei einer ideal 

leidensadaptierten Tätigkeit zu einer Leistungseinbusse führen, da die Schmerzen die 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers allgemein herabsetzen. Die 

Sachverständigen haben keine objektiven Befunde erhoben, die den vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten weitgehenden respektive fast vollständigen 

Verlust der Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand erklären könnten. Ihre 

Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer die rechte Hand durchaus noch vielfältig 

einsetzen könne, überzeugt angesichts der sorgfältigen und ausführlichen 

Befundschilderungen. Als nicht überzeugend erscheint dagegen aus der Sicht eines 

medizinischen Laien, dass die unvorhersehbar einschiessenden Schmerzen die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers um 20 Prozent einschränken sollten, da 

angesichts der Ausführungen der Sachverständigen nicht davon ausgegangen werden 

kann, dass die sporadisch einschiessenden Schmerzen den Beschwerdeführer 

insgesamt um einen ganzen Arbeitstag pro Woche an einer ideal leidensadaptierten 

Tätigkeit hindern sollen. Allerdings steht gestützt auf das Gutachten immerhin mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der 

Beschwerdeführer aus somatischer Sicht für eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit zu

mindestens 80 Prozent arbeitsfähig ist. Da, wie die nachfolgenden Ausführungen 

zeigen werden, auch bei der Berücksichtigung der maximalen Einschränkung von 20 

Prozent kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert, sind keine weiteren 

medizinischen Abklärungen erforderlich.

Die neuropsychologischen Sachverständigen haben jeweils („formal“) eine 

erhebliche kognitive Beeinträchtigung erhoben, aber darauf hingewiesen, dass die 

Testergebnisse nicht valide gewesen seien, weil verschiedene Validierungstests 

erhebliche Auffälligkeiten bezüglich des Antwortverhaltens gezeigt hätten. Zudem 

haben sie anschaulich aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer ausserhalb der 

Testsituation, namentlich während der Erhebung der Anamnese, unauffällige kognitive 

Leistungen gezeigt hatte, was in einem erheblichen Widerspruch zu den 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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Testergebnissen gestanden und die fehlende Validität der Testergebnisse zusätzlich 

bekräftigt hatte. Das vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebene neuropsychologische 

„Gegengutachten“ enthält keine Hinweise, die Zweifel an der Beurteilung der 

neuropsychologischen Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und 

der SMAB AG wecken würden. Die neuropsychologische Sachverständige Dr. F.___ 

hat nämlich wiederum („formal“) erhebliche kognitive Beeinträchtigungen festgestellt, 

aber – wie die beiden Vorgutachter – auf eine ganz erhebliche Überlagerung der 

Testergebnisse hingewiesen, die zur Folge gehabt hat, dass die Testergebnisse 

neuropsychologisch nicht verwertbar gewesen sind. Im Übrigen hat auch keine 

vollständige neuropsychologische Untersuchung stattgefunden. Die Neuropsychologin 

hat zwar geltend gemacht, das Resultat eines Performanzvalidierungstests sei 

unauffällig ausgefallen, aber das hat für ihre Beurteilung keine Relevanz gehabt, weil 

die Testergebnisse wegen der erheblichen Überlagerung und dem vorzeitigen Abbruch 

der Untersuchung ohnehin unverwertbar respektive nicht valide gewesen sind, wie sich 

ihrem Untersuchungsbericht eindeutig entnehmen lässt. Die neuropsychologischen 

Sachverständigen der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der SMAB AG haben 

anschaulich aufgezeigt, dass die kognitiven Leistungen des Beschwerdeführers 

ausserhalb der Testsituation völlig unauffällig gewesen sind. Die Tonaufnahmen 

belegen, dass der Beschwerdeführer problemlos in der Lage gewesen ist, teilweise 

weit über eine Stunde lang strukturiert und präzise über seine Leidensgeschichte zu 

berichten, was die Aussage der Sachverständigen, die Qualität der Ausführungen im 

Rahmen der unstrukturierten Interviews spreche eindeutig gegen wesentliche kognitive 

Einschränkungen, bestätigt. Die psychiatrischen Sachverständigen haben das Attest 

einer weitestgehend uneingeschränkten neurokognitiven Funktionsfähigkeit nach einer 

eingehenden Würdigung der neuropsychologischen Teilgutachten und nach einer 

umfassenden klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers als überzeugend 

qualifiziert. Sie haben festgehalten, dass sie in ihren klinischen Untersuchungen keine 

Hinweise auf kognitive Funktionsstörungen festgestellt haben. Abgesehen von 

geringfügig ausgeprägten depressiven Symptomen haben sie einen unauffälligen 

objektiven klinischen Befund erhoben. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

zwar geltend gemacht, in den Angaben des Beschwerdeführers fänden sich Hinweise 

auf weitere depressive Symptome, aber er hat offenbar verkannt, dass die Beurteilung 

des Schweregrades einer depressiven Störung auf einer Gesamtwürdigung aller 

relevanten Tatsachen durch einen psychiatrischen Sachverständigen beruhen muss. 

Nur weil der Beschwerdeführer beispielsweise gewisse Selbstvorwürfe geschildert hat, 

bedeutet das nicht, dass das entsprechende Diagnosekriterium erfüllt wäre. 

Selbstverständlich ist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers als medizinischer 

Laie zum Vorneherein nicht in der Lage, eine überzeugendere psychiatrische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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Beurteilung abzugeben als ein ausgewiesener psychiatrischer Experte. 

Bezeichnenderweise hat der Rechtsvertreter seine Behauptung, die psychiatrischen 

Sachverständigen hätten wesentliche Tatsachen übergangen, vorwiegend aus jenen 

psychiatrischen Teilgutachten zitiert, die er kritisiert hat. Daraus folgt, dass die 

Sachverständigen den für ihre Beurteilung massgebenden Sachverhalt umfassend 

erhoben und gewürdigt haben. Ihre Schlussfolgerung, wenn überhaupt liege nur eine 

leichtgradig ausgeprägte depressive Störung vor, überzeugt angesichts der 

detaillierten und weitestgehend unauffälligen Befundschilderungen ebenso wie das 

Attest einer nur unwesentlich beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend 

enthalten die Akten keinen Hinweis, der (notwendigerweise aus der Sicht eines 

medizinischen Laien) einen Zweifel an der Überzeugungskraft der beiden 

neuropsychologischen und psychiatrischen Teilgutachten wecken würde. Folglich steht 

gestützt auf die beiden Gutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH und der 

SMAB AG mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

fest, dass der Beschwerdeführer höchstens an einer leichtgradigen depressiven 

Störung gelitten hat. Zwar ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich der psychiatrische 

Sachverständige der MEDAS Interlaken GmbH geweigert hat, zur Arbeitsfähigkeit 

Stellung zu nehmen, aber das schadet aus den folgenden Gründen nicht: Der 

psychiatrische Sachverständige der SMAB AG hat einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 80 

Prozent attestiert. Eine Begründung für dieses Attest hat er allerdings ebenso wenig 

geliefert wie eine Beschreibung, worin genau die „Verminderung des Rendements“ 

bestehen soll. Aus der Sicht eines medizinischen Laien erscheint das Attest einer 

Arbeitsunfähigkeit von 20 Prozent als zu grosszügig. Entscheidend ist aber, dass der 

psychiatrische Sachverständige der SMAB AG überzeugend begründet aufgezeigt hat, 

dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht zu mindestens 80 Prozent 

arbeitsfähig gewesen ist. Zwar decken sich die aus psychiatrischer Sicht und die aus 

somatischer Sicht attestierten Einschränkungen nur teilweise, weil unter einer 

Verminderung des Rendements wohl etwas anderes als unter „Ausfällen“ aufgrund 

unvorhersehbar einschiessender Schmerzen zu verstehen sein dürfte, aber die durch 

die unvorhersehbar einschiessenden Schmerzen bedingten „Ausfälle“ decken 

zumindest teilweise jene Erholungspausen ab, die überwiegend wahrscheinlich im 

Begriff der „Verminderung des Rendements“ enthalten sind. Folglich rechtfertigt es 

sich nicht, den Arbeitsfähigkeitsgrad aus somatischer Sicht mit jenem aus 

psychiatrischer Sicht zu addieren. Unter Berücksichtigung einer teilweisen 

„Überlappung“ kann der Arbeitsunfähigkeitsgrad insgesamt höchstens 30 Prozent 

betragen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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5.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Der Verfahrensaufwand ist weit überdurchschnittlich 

gewesen, da nicht nur die schriftlichen Akten, sondern auch die stundenlangen 

Tonaufnahmen des Beschwerdeführers haben gewürdigt werden müssen. Die 

Gerichtskosten sind deshalb auf 1’000 Franken festzusetzen. Sie sind dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von 600 Franken wird an die Gerichtskosten angerechnet. Der 

unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von 1’000 Franken zu bezahlen; der 

Kostenvorschuss von 600 Franken wird daran angerechnet.

Bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von maximal 30 Prozent könnte nur mit der 

Anwendung eines dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzuges von mehr 

als zehn Prozent ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent 

erreicht werden (100% – 90% × 70% = 37%). Ein solcher Abzug von mehr als zehn 

Prozent ist allerdings nicht gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer seine 

Restarbeitsfähigkeit von mindestens 70 Prozent ohne wesentliche 

betriebswirtschaftlich-ökonomische Nachteile verwerten kann. Ein potentieller 

Arbeitgeber muss nämlich nicht mit überdurchschnittlich häufigen krankheitsbedingten 

Absenzen oder mit einer überdurchschnittlich stark schwankenden Arbeitsleistung 

rechnen, was nach der ständigen Praxis der Abteilung II des St. Galler 

Versicherungsgerichtes zusammen mit jenen Nachteilen, mit denen der 

Beschwerdeführer konfrontiert ist (nur teilweise Auslastung des Arbeitsplatzes, 

eingeschränkte Flexibilität, zusätzlicher Pausenbedarf), einen Abzug von 15 Prozent 

rechtfertigen würde. Die Beschwerdegegnerin hat das Rentenbegehren des 

Beschwerdeführers folglich im Ergebnis zu Recht abgewiesen. Die angefochtene 

Verfügung ist rechtmässig.

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2023
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsgrad. Heimlich erstellte Tonaufnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Dezember 2023, IV 2023/85). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_48/2024.

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		2025-07-19T00:37:33+0200
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