# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15dd7cb2-0e49-56e6-8eff-d25d81672bd1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.12.2018 C-3456/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3456-2016_2018-12-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3456/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Portugal),   

vertreten durch Dr. iur. Barbara Wyler, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf Leistungen der IV;  

Verfügung IVSTA vom 2. Mai 2016. 

 

 

 

C-3456/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin), ge-

boren am (…) 1965, portugiesische Staatsangehörige mit Wohnsitz in (…), 

Portugal, verheiratet, Mutter dreier Kinder mit Jahrgang 1983, 1985 und 

1989, arbeitete von April 1997 bis Dezember 2013 mit Unterbrüchen in der 

Schweiz als Reinigungskraft (Hilfsarbeiterin) und leistete in dieser Zeit 

Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV).  

A.b Seit 14. November 2013 wurde sie wegen einer Polyarthritis zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben und meldete sich am 19. Februar 2014 bei der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons B._______ (nachfolgend: SVA 

B._______) zum Bezug einer Invalidenrente an (Akten der IV-Stelle für Ver-

sicherte im Ausland [IV-act.] 1, 9, 10, 24 S. 4). Die SVA B._______ tätigte 

daraufhin Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht. Am 

4. Juni 2014 begutachtete Dr. C._______, Facharzt für Innere Medizin, im 

Auftrag des Krankentaggeldversicherers die Versicherte persönlich und 

schloss auf eine volle Arbeitsfähigkeit ab 5. Juli 2014 (IV-act. 27 S. 3 ff.). 

Die SVA B._______ veranlasste ihrerseits eine Begutachtung der Ver-

sicherten im Zentrum D._______; dieses erstattete sein Gutachten am 

5. August 2015 (IV-act. 60). Die Gutachter hielten in ihrer Beurteilung fest, 

die Versicherte sei weder aus somatischer noch psychiatrischer Sicht in 

ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Trotz der gestellten Diagnosen sei es 

ihr zumutbar, wieder zu 100% als Reinigungskraft zu arbeiten, das gleiche 

gelte für alle anderen Verweistätigkeiten.  

A.c Mit Vorbescheid vom 25. September 2015 teilte die SVA B._______ 

der Versicherten ihre Absicht mit, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-

act. 63). Dagegen erhob die Versicherte am 30. Oktober 2015 Einwand und 

verwies zur Begründung auf eine ausstehende Stellungnahme des behan-

delnden Psychiaters (IV-act. 66). Dessen ungeachtet erliess die SVA 

B._______ am 3. November 2015 eine dem Vorbescheid entsprechende 

Verfügung (IV-act. 68). Am 9. November 2015 ersuchte die Versicherte um 

Rücknahme der Verfügung (IV-act. 70); diesem Begehren kam die SVA 

B._______ mit Verfügung vom 16. November 2015 nach (IV-act. 72). 

A.d Am 8. Dezember 2015 nahm die psychiatrische Gutachterin des 

D._______, Dr. E._______, Stellung zur nachgereichten Stellungnahme 

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Seite 3 

von Dr. F._______, behandelnder Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-

rapie, vom 15. November 2015 (IV-act. 69, 74). Am 2. Mai 2016 schliesslich 

eröffnete die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) der inzwischen 

nach Portugal übersiedelten Versicherten (IV-act. 75) die Abweisung ihres 

Rentenbegehrens (IV-act. 78). Am 19. Mai 2016 stellte die SVA B._______ 

der Versicherten die Vorakten zur Einsichtnahme zu (IV-act. 80). 

B.  

B.a A._______, vertreten durch Dr. iur. Barbara Wyler, erhob am 2. Juni 

2016 Beschwerde gegen die Verfügung der IVSTA vom 2. Mai 2016 (Be-

schwerdeakten [B-act.] 1). Sie beantragte die Aufhebung der Verfügung 

und die erneute interdisziplinäre Begutachtung durch eine andere Gutach-

terstelle. Eventualiter sei das D._______-Gutachten zu überarbeiten – ins-

besondere die psychiatrische Teilbegutachtung – unter erneuter Anhörung 

der Beschwerdeführerin. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege. 

B.b In ihrer Stellungnahme vom 28. Juni 2016 an die IVSTA teilte die SVA 

B._______ mit, sie verzichte auf eine Vernehmlassung. Die IVSTA ihrer-

seits beantragte mit Vernehmlassung vom 1. Juli 2016 die Abweisung der 

Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung (B-act. 4). 

B.c Am 4. August 2016 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege zurück. Der Instruktionsrichter 

erhob daraufhin mit Zwischenverfügung vom 16. August 2016 einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 800.–, der am 26. August 2016 fristgerecht geleistet 

wurde (B-act. 8, 9, 13).  

B.d Mit Replik vom 22. August 2018 rügte die Beschwerdeführerin eine 

Verletzung der Mitwirkungspflicht der Vorinstanz, hielt daran fest, dass ak-

tenkundig degenerative Veränderungen der Gelenke, ein funktioneller Tre-

mor an der rechten Hand, eine rezidivierende depressive Störung sowie 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorlägen und bestätigte 

ihre Anträge (B-act. 11). 

B.e In ihrer Duplik vom 29. September 2016 hielt die SVA B._______ fest, 

die Replik enthalte keine neuen, relevanten Vorbringen. Es werde deshalb 

an der angefochtenen Verfügung und am Antrag auf Beschwerdeabwei-

sung festgehalten. Die IVSTA unterstützte mit Duplik vom 3. Oktober 2016 

diese Anträge (B-act. 16). 

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Seite 4 

B.f Mit Zwischenverfügung vom 12. Oktober 2016 brachte der Instruktions-

richter der Beschwerdeführerin die Duplik zur Kenntnis und schloss den 

Schriftenwechsel ab (B-act. 17). 

C.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unter-

lagen wird – soweit für die Entscheidfindung notwendig – in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Ver-

fügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht 

vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) anwend-

bar ist. 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; sie ist durch die angefochtene Verfügung vom 2. Mai 2016 berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). 

Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert.  

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht und 

der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde 

einzutreten (60 ATSG, Art. 52 VwVG und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

2.  

2.1 Zuständig zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen ist die 

IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten ihren Wohnsitz haben 

(Art. 40 Abs.1 Bst. a IVV [SR 831.201]). Verlegt eine versicherte Person 

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Seite 5 

während des Verfahrens ihren Wohnsitz ins Ausland, so geht die Zustän-

digkeit auf die IV-Stelle für Versicherte im Ausland über (Art. 40 Abs. 2quater 

IVV). 

2.2 Zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung bei der SVA B._______ am 19. Februar 

2014 hatte die Beschwerdeführerin Wohnsitz in (…) im Kanton B._______ 

(IV-act. 1). Anfangs 2016 kehrte sie nach (…), Portugal, zurück (IV-act. 75). 

Die Abklärungen wurden daher zu Recht von der SVA B._______ vorge-

nommen und der Rentenentscheid im Mai 2016 durch die zwischenzeitlich 

zuständig gewordene IVSTA eröffnet. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist portugiesische Staatsangehörige und 

wohnt in Portugal, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom-

men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten 

ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeite-

ten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II 

("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbin-

dung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien unter-

einander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 

14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Ar-

beitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die in-

nerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nach-

folgend: Verordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung Nr. 574/72 oder 

gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-

heit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchfüh-

rung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit abgelöst worden.  

3.2 Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, haben Personen, für 

die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglied-

staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 Anhang II des FZA). 

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Seite 6 

3.3 Laut Art. 46 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ist eine vom Trä-

ger eines Mitgliedstaats getroffene Entscheidung über den Grad der Inva-

lidität eines Antragstellers für den Träger jedes anderen in Betracht kom-

menden Mitgliedstaats verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften die-

ser Mitgliedstaaten festgelegten Definitionen des Grads der Invalidität in 

Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind. Letz-

teres ist mit Bezug auf das Verhältnis zwischen Portugal und der Schweiz 

nicht der Fall. Eine entsprechende Regelung sah bereits Art. 40 Abs. 4 und 

Anhang V der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 vor.  

3.4 Der Träger eines Mitgliedstaats hat jedoch gemäss Art. 49 Abs. 2 der 

Verordnung (EG) Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) 

Nr. 574/72 die von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen 

ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Aus-

künfte ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mit-

gliedstaat erstellt worden. Jeder Träger behält indessen die Möglichkeit, 

die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl 

untersuchen zu lassen. Es besteht hingegen keine Pflicht zur Durchfüh-

rung einer solchen Untersuchung (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1-2.4). 

4.  

4.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis auf den im Zeit-

punkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes (hier: 2. Mai 

2016) eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 129 

V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit 

vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeit-

punkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata temporis; 

vgl. BGE 130 V 445). Nach Verfügungserlass verfasste ärztliche Berichte 

können berücksichtigt werden, wenn sie (rückwirkend) Bezug auf den – 

bereits im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vorliegen-

den – gesundheitlichen Zustand der Beschwerdeführerin nehmen, somit 

mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und al-

lenfalls geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses 

zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b). 

4.2 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist in Anbe-

tracht dessen, dass die Beschwerdeführerin ihr Gesuch am 19. Februar 

2014 eingereicht hat und ein Rentenanspruch frühestens ab August 2014 

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Seite 7 

(Art. 29 Abs. 1 IVG) in Frage stehen kann, auf die seit dem 1. Januar 2012 

gültigen Fassungen gemäss dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Re-

vision abzustellen (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], 

IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von we-

niger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha-

ben, was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung 

darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip 

gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der 

EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine Rente ausge-

richtet wird, wenn sie – wie die Beschwerdeführerin – in einem Mitglied-

staat der EU Wohnsitz haben. 

4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf  

eine Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf-

gabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-

nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und 

die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich zu mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. b und c). 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

5.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Ver-

waltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-

zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich 

zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer 

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Seite 8 

Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, Das 

Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 212, Rz. 450; 

vgl. auch BGE 122 V 162 E. 1d, 122 II 464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b). Diese 

Praxis wurde vom Bundesgericht immer wieder bestätigt (vgl. z.B. das Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_108/2010 vom 15. Juni 2010 E. 4.2.2). 

5.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizi-

nische – Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äus-

sern, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen 

Funktionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei 

vor allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im 

Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person we-

sentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in 

geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tra-

gen kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund 

der medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähig-

keiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht 

von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der 

Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, 

E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 20 E. 2b).  

5.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hinwei-

sen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten 

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Seite 9 

(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts I 268/2005 vom 26. Januar 2006 

E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfah-

rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-

ten ihrer Patienten aussagen. Den Berichten und Gutachten versiche-

rungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache al-

lein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche-

rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Be-

fangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche 

das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-

det erscheinen lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 

123 V 178 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, 2009, 

Art. 43 Rz. 35). 

6.  

6.1 Unstreitig erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindestbeitragsdauer von 

3 Jahren (IV-act. 9 f.). Im vorliegenden Verfahren bleibt streitig und ist vom 

Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht einen An-

spruch der Beschwerdeführerin auf Ausrichtung einer Invalidenrente ver-

neint hat, weil sie trotz gesundheitlichen Einschränkungen nach wie vor 

sowohl in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft (Hilfsarbeiterin) als 

auch in einer angepassten Verweistätigkeit ohne Einschränkungen arbeits-

fähig sei. 

6.2 In den Vorakten liegen Berichte der behandelnden Ärzte aus dem Zeit-

raum 2006 bis November 2015 sowie ein Gutachten vom 4. Juni 2014 von 

Dr. C._______, Facharzt für Innere Medizin, im Auftrag des Krankentag-

geldversicherers . Diese erwähnen aus somatischer Sicht im Wesentlichen 

Rückenprobleme (chronisches Lumbovertebralsyndrom, Diskusprotrusio-

nen LWS, kleine mediolaterale linksseitige Diskushernie L5/S1 ohne Ner-

venwurzelkompression, seronegative Spondylarthropathie), Knieprobleme 

(mediale Gonarthrose rechts/beginnend links, diskrete Degeneration des 

Innenmeniskus-Hinterhorns am linken Knie), eine chronische Polyarthritis 

(an Grosszehengrundgelenk rechts, einzelnen Fingergelenken, beiden 

Handgelenken, den Acromioclavicular-Gelenken beider Schultern, den 

Kniegelenken beidseits), ein ausgeprägtes Schmerzsyndrom, ein Tremor 

der rechten Hand ungeklärter Genese, ein rezidivierender Harnwegsinfekt 

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Seite 10 

infolge Immunsuppression, eine Adipositas per Magna sowie ein kleines 

Aneurysma der Arteria communicans ohne Rupturgefährdung. Aus psychi-

atrischer Sicht werden genannt: eine Depression beziehungsweise mittel- 

bis schwergradig depressive Episoden, eine Fibromyalgie sowie eine ge-

neralisierte Angststörung (IV-act. 15 S. 8; 16; IV-act. 17 S. 4, 9-13; IV-act. 

19 S. 6; IV-act. 24 S. 8, 12, 14, 16, 19, 21, 24; IV-act. 27 S. 8; IV-act. 29 

S. 7-8; IV-act. 33 S. 3; IV-act. 35; IV-act. 37 S. 1, 8; IV-act. 39 S. 9; IV-act. 

55 S. 3; IV-act. 58 S. 4). 

6.3 Die SVA B._______ erachtete eine Begutachtung durch eine MEDAS 

in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Neuro-

logie und Psychiatrie als erforderlich, nachdem ihr medizinischer Dienst am 

2. September 2014 das Gutachten durch Dr. C._______ wie folgt würdigte: 

„Die medizinischen Zusammenhänge und die Schlussfolgerungen wurden 

knapp, nicht plausibel und nicht rechtsgenüglich dargestellt, die Vorbefun-

de wurden nicht ausreichend gewürdigt“ (IV-act. 29 S. 7-8).  

Die persönliche Begutachtung im D._______ erfolgte am 11. und 12. Mai 

2015, das Gutachten selber datiert vom 5. August 2015 (IV-act. 60). Darin 

hielten die Dres. H._______, Facharzt für Rheumatologie FMH, I._______, 

Facharzt für Neurologie FMH, E._______, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, Zertifizierte Medizinische Gutachterin SIM, sowie 

J._______, Facharzt für Innere Medizin FMH, Zertifizierter Medizinischer 

Gutachter SIM, keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

fest. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten 

sie ein Fibromyalgiesyndrom, eine beginnende Gonarthrose rechts, ein 

chronisches Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen LWS-Veränderun-

gen, ohne Anhaltspunkte für eine Kompression neuraler Strukturen, einen 

funktionellen Tremor an der rechten Hand, eine Adipositas Grad II/WHO 

(BMI 39.1 kg/m2) teilweise iatrogen bei langjähriger Steroidtherapie und 

grenzwertiger arterieller Hypertonie, sowie eine leichtgradige depressive 

Episode (F32.0). In ihrer Beurteilung führten sie aus, aus allgemein-inter-

nistischer Sicht präsentiere sich eine deutlich adipöse Versicherte, wahr-

scheinlich wegen hoch dosierter Steroidtherapie, jedoch ohne Hinweise 

auf Folgeerscheinungen im Sinne eines metabolischen Syndroms. Es 

gebe keine Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder peri-

pher-arterielle Verschlusskrankheit, es liege keine obstruktive oder restrik-

tive Ventilationsstörung vor. Der restliche internistische Status sei unauffäl-

lig. Aus rheumatologischer Sicht gebe es keine Hinweise auf die zuvor di-

agnostizierte seronegative Spondylarthropathie (Befundung: frei und 

schmerzlos bewegliche Wirbelsäulen-Abschnitte, ohne spondylogene oder 

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Seite 11 

radikuläre Symptome, degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäu-

le, keine schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der stammnahen 

und peripheren Gelenke ausser Kniegelenk und Grosszehengrundgelenk 

rechts). Die Tenderpoints sprächen eindeutig für eine Fibromyalgie, ein ent-

zündlich-rheumatisches Geschehen sei auszuschliessen, weshalb rheu-

matologisch eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe. Der neurologische 

Gutachter hielt aus seiner Warte fest, die Untersuchung sei bis auf einen 

Tremor am rechten Arm und Hand vollständig unauffällig. Es bestünden 

keine Hinweise auf eine radikuläre Ausfallsymptomatik oder Schmerz-

symptomatik. Zudem liege der Tremor seit 2012 angeblich in unveränder-

tem Ausmass vor, was für eine funktionelle Genese spreche und keine Re-

levanz für die Arbeitsfähigkeit aufweise. Die psychiatrische Gutachterin 

hielt fest, es bestünden keine Hinweise auf frühkindliche Entwicklungsstö-

rungen oder Persönlichkeitsfehlentwicklungen. Die Versicherte habe im 

Mai 2014 eine ambulante psychiatrische Behandlung bei Dr. F._______ 

aufgenommen. Der Aufenthalt in der Klinik K._______ (1. September bis 

28. Oktober 2014) habe ihr gut getan, seither gehe es ihr psychisch besser, 

auch seit der Medikation mit Cymbalta. Symptome wiesen auf eine leicht-

gradige depressive Episode hin (Schlafstörungen, vermindertes Selbstver-

trauen, schnellere Erschöpfbarkeit, eher gedrückte Grundstimmung); die 

Versicherte sei aber nicht mehr sozial zurückgezogen, könne sich freuen, 

Interessen zeigen, habe keine Suizidgedanken. Auf der Hamilton Depres-

sionsskala weise die Versicherte 15 Punkte auf, was für eine leichtgradige 

Depression spreche. Es liege keine anhaltende somatoforme Schmerzstö-

rung vor, da keine emotionalen Konflikte oder psychosozialen Belastungs-

faktoren bei Schmerzbeginn bestünden/bestanden hätten, zum anderen 

sei kaum ein Leidensdruck im Gespräch ersichtlich, die Schmerzen stün-

den eher im Hintergrund. Die Versicherte sei aus somatischer Sicht nie 

dauerhaft in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Aus gutachterli-

cher Sicht bestünden insbesondere keine Hinweise für die postulierte se-

ronegative Spondylarthropathie; dafür spreche auch das bisherige Nicht-

ansprechen auf die Therapierung mit Spiricort, Simponi, MTX, später Ac-

temra. Dazu sei auch auf das Gutachten von Dr. C._______ und das Ganz-

körperszintigramm von November 2014 zu verweisen, das nur entzündli-

che Veränderungen an bereits degenerativ veränderten Gelenken gezeigt 

habe. Auch aus psychiatrischer Sicht sei eine dauerhafte Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen. Die Versicherte gebe selber an, 

dass es ihr seit Beginn der Behandlung mit Cymbalta und vor allem nach 

Austritt aus der Psychiatrischen Klinik K._______ psychisch viel besser 

gehe. Der letzte Bericht von Dr. F._______ vom 28. April 2015 sei aufgrund 

der aktuellen Untersuchungsbefunde nicht nachvollziehbar. Im heutigen 

C-3456/2016 

Seite 12 

Untersuchungsgespräch beschreibe die Versicherte deutlich weniger 

Symptome. Unter Umständen hänge die Diskrepanz damit zusammen, 

dass Dr. F._______ die Versicherte seit Mai letzten Jahres behandelt habe 

und sie damals überwiegend wahrscheinlich mittelgradig bis schwer de-

pressiv gewesen sei. Aktuell erfülle sie nur noch die diagnostischen Krite-

rien einer leichtgradigen Depression ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. 

Die Versicherte sei damit weder aus somatischer noch psychiatrischer 

Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Trotz der gestellten Diagnosen 

wäre es ihr zumutbar, wieder zu 100% als Reinigungskraft zu arbeiten, das 

gleiche gelte für alle anderen Verweistätigkeiten. 

6.4 Die Beschwerdeführerin macht weitgehende Mängel in der Begutach-

tung im D._______ geltend und beantragt im Wesentlichen die Wiederho-

lung der polydisziplinären Begutachtung in einer anderen MEDAS. 

In der Begründung rügt sie, die rheumatologische Beurteilung des 

D._______ sei gestützt auf die Stellungnahme des Rheumatologen 

Dr. L._______ nicht nachvollziehbar: eine entzündlich-rheumatische Er-

krankung könne tatsächlich ausgeschlossen werden, aber die relevanten 

degenerativen Veränderungen seien ebenfalls zu berücksichtigen (es be-

stehe eine klare Aktivität gemäss szintigraphischer Untersuchung vom 

13.11.2014); die Originalbefundung und die Bildgebung seien mit zu be-

rücksichtigen. Eine Untersuchung müsse die Arbeitssituation mitberück-

sichtigen (es habe keine statische Untersuchung zu erfolgen); zumindest 

sei eine Belastungstestung vorzunehmen. Schleierhaft sei, wie eine Poly-

arthrose, eine leichte-mittelgradige Depression und eine Fibromyalgie in 

der Gesamtschau keine Einschränkungen ergäben. Es fehle eine kritische 

Auseinandersetzung des rheumatologischen Gutachters mit den Vorbe-

richten und radiologischen Ergebnissen. In neurologischer Hinsicht habe 

sich der Gutachter zu wenig mit dem starken Tremor an der rechten Hand 

auseinandergesetzt; es habe auch keine EMG-Ableitung zur genaueren 

Bestimmung der Frequenz des Tremors und zu dessen Ursache stattge-

funden. Die Schlussfolgerung, dass der Tremor keine Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit habe, sei deshalb unbrauchbar. Die Beschwerdeführe-

rin sei für die auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einzig zumutbaren ma-

nuellen Arbeiten wegen des Tremors nicht einsetzbar. Gestützt auf die Stel-

lungnahme von Dr. F._______ vom 15. November 2015 sei auch das psy-

chiatrische Teilgutachten ohne Beweiswert: es sei eine ungenügende 

Anamnese- und Befunderhebung erfolgt, die Befunde würden damit ver-

zerrt, das Gutachten enthalte Widersprüche zu eigenen Bewertungen und 

keine angemessene Auseinandersetzung mit früheren Beurteilungen und 

C-3456/2016 

Seite 13 

Diagnosen. Seit 2012 bestünden klare Anzeichen einer zunächst soma-

tisch imponierenden Schmerzerkrankung mit zunehmender Ausdehnung 

auf den ganzen Körper und Leitsymptomen einer chronischen depressiven 

Verstimmung mit zahlreichen Symptomen. Auf gängigen psychometri-

schen Skalen würden pathologische Werte erreicht (Hamilton Depressi-

onsskala: 22-32; Beck-Depressions-Inventar: 22-28), die Versicherte erfül-

le damit regelmässig die Kriterien für eine mittel- bis schwergradige de-

pressive Störung. Es könne auf verschiedene Vorgutachter verwiesen wer-

den: die Psychiatrische Klinik K._______, das Rheuma- und Schmerzzent-

rum M._______, die Klinik N._______ und auf Dr. F._______ selbst. Die 

Befundung enthalte zudem kaum wörtliche Zitate oder genaue situative 

Beschreibungen. Eine deutliche Besserung mit Austritt aus der Klinik 

K._______ sei tatsachenwidrig. Der soziale Rückzug bestehe weiterhin 

deutlich, eine Verbesserung bestehe nur hinsichtlich nicht mehr vollständi-

gen Rückzugs ins eigene Zimmer. Weiterhin werde der soziale Kontakt 

ausserhalb der eigenen Familie vermieden. Es bestünden keine eigenen 

Interessen. Die Exploration der Hirnleistungen sei unklar, zumal Einschrän-

kungen nach wie vor bestünden. Unklar sei auch, weshalb trotz klaren Be-

funden keine mittel- bis schwergradige Depression bestätigt werde. Anam-

nestisch festgehaltene Belastungsfaktoren (Trennung von den Kindern, In-

validisierung des Ehemannes, eigene Arbeitseinschränkungen) seien gar 

nicht oder ungenügend bewertet worden. Eine erstmalige psychische De-

kompensation sei in den Jahren 2008/2009 erfolgt, nach Arbeit in einem 

Restaurant mit ausbeuterischem Patron und betrügerischen Anstellungs-

verhältnissen; eine Rückkehr in den Arbeitsprozess sei erst nach einem 

halben Jahr möglich gewesen. Dies sei im Gutachten nicht erwähnt wor-

den. Subjektiv erlebtes Unrecht werde im Gutachten nicht korrekt gewür-

digt. Es erfolge eine Verstärkung der Pathologie durch tiefgreifende Verun-

sicherung im Selbstwert, zudem liege eine Selbstbildverzerrung vor. Zu-

dem unterhalte die Schmerzstörung sozusagen die depressive Symptoma-

tik; das Gutachten diskutiere dies nicht. Es liege entgegen der gutachterli-

chen Aussage eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor: ein an-

dauernder und quälender Schmerz sei gegeben. Drei rheumatische Vor-

gutachter hätten das Vorliegen somatischer Befunde bejaht. Zudem be-

stehe ein quälendes Schmerzerleben entgegen der gutachterlichen Aus-

sage. Unbeachtet sei die Haltung geblieben, Aussenstehenden keine 

Schwäche zeigen zu wollen. Unbestrittenermassen habe die Störung eine 

beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizinische Hilfe oder Unter-

stützung ausgelöst. Für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit sei zudem 

kein gängiges Manual berücksichtigt worden. Die vom Gutachter genann-

C-3456/2016 

Seite 14 

ten Einschränkungen differierten deutlich von in gängigen Manualen ge-

nannten Einschränkungen, besonders eklatant sei dies bei der Durchhal-

tefähigkeit unter körperlicher Belastung, zudem falle es der Beschwerde-

führerin ausgesprochen schwer, selbständig Arbeitsabläufe auf sinnvolle 

Weise zu strukturieren. Auch die Umstellungsfähigkeit komme nur verzö-

gert in Gang, aber auch die Fähigkeit, zu Dritten problemlos Kontakt auf-

zunehmen oder angemessen zu kommunizieren. Gemäss Mini ICF-P- 

Rating bestünden derart gravierende Einschränkungen, dass eine schwere 

bis vollständige Funktionseinbusse für eine Mehrzahl von Arbeits- und All-

tagsaktivitäten bestehe. Als Gesundheitsschädigung bestünden seit Jah-

ren schmerzhafte Veränderungen am Bewegungsapparat. Gleichzeitig lie-

ge eine komorbide depressive Störung vor, anamnestisch seit mindestens 

zwei Jahren in mittel- bis schwergradiger Ausprägung. Das damit zusam-

menhängende Schamgefühl führe zu klarem sozialem Rückzug. Die Sache 

sei deshalb zu erneuter polydisziplinärer rheumatologischer, neurologi-

scher und psychiatrischer Begutachtung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen, unter Berücksichtigung der vom Bundesgericht festgelegten Standar-

dindikatoren. Danach habe die IVSTA neu zu verfügen. Eventualiter sei das 

D._______-Gutachten, unter erneuter Anhörung der Beschwerdeführerin, 

vollständig neu zu überarbeiten, insbesondere das psychiatrische Teilgut-

achten.  

6.5 In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 8. Dezember 2015 (IV-act. 

74) zu den im Einwand erhobenen Vorwürfen widersprach Dr. E._______ 

dem Vorwurf der ungenügenden Anamneseerhebung, es sei eine Dolmet-

scherin beigezogen worden und die Wiedergabe sei korrekt und umfang-

reich erfolgt. Gemäss Arztbericht vom 13. November 2014 (Dr. O._______, 

Klinik K._______) sei die Wiederaufnahme der Reinigungstätigkeit denk-

bar, schrittweise, im Rahmen einer Wiedereingliederungsmassnahme. Ak-

tuell sei aber ein Arbeitsbeginn psychiatrischerseits noch nicht möglich und 

müsste ambulant eruiert werden. Falsch sei ihre angebliche Aussage, dass 

vier bis fünf Symptome für eine mittelgradige Depression genügten. Vor 

dem Bericht von Dr. F._______ von April 2015 werde nirgends eine anhal-

tende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert, auch nicht in der Klinik 

K._______. Er begründe dies nicht wirklich. Ihres Erachtens liege eine an-

haltende somatoforme Schmerzstörung nicht vor, was sie im Teilgutachten 

begründet habe. Der Zusammenhang mit dem Unfall des Ehemannes 

scheine weit hergeholt (im Untersuchungsgespräch habe sich die Versi-

cherte nicht abweichend geäussert). Sie lege den Schmerzbeginn zudem 

klar ins 2012. 

C-3456/2016 

Seite 15 

Obwohl der Einwand der Beschwerdeführerin vom 30. Oktober 2015 mit 

Verweis auf die Stellungnahme von Dr. L._______, Facharzt für Rheuma-

tologie und Innere Medizin, vom 14. Oktober 2015 (IV-act. 66) auch eine 

fundierte Kritik zur somatischen Beurteilung des D._______ enthält, fehlt 

diesbezüglich (notabene) jegliche Stellungnahme des D._______.  

6.6 Übereinstimmend mit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass 

das Gutachten des D._______ die Anforderungen an ein beweiskräftiges 

Gutachten im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erfüllt.  

6.6.1 Die Gutachter schliessen zwar aufgrund der Schmerzempfindlichkeit 

der Beschwerdeführerin in allen Tenderpoints auf eine Fibromyalgie (nicht 

entzündlich bedingtes Schmerzsyndrom mit chronischen Weichteilbe-

schwerden und häufig assoziierter Begleitsymptomatik wie Erschöpfung, 

Schlafstörungen, Magen-Darm-Störung, Schwindelgefühl sowie affektiven 

Störungen wie Depression und Angst; vorwiegend gewertet als rheumato-

logische Erkrankung, als diagnostische Restkategorie für rheumatologisch 

nicht erklärbare multilokuläre Schmerzen; vgl. https://www.pschyrem-

bel.de/Fibromyalgiesyndrom/K07RS/doc/ abgerufen am 12.10.2018), hal-

ten aber gleichzeitig fest, ein entzündlich-rheumatisches Geschehen sei 

auszuschliessen, weshalb rheumatologisch eine Arbeitsfähigkeit von 

100% bestehe. Diese Begründung vermag nicht zu überzeugen und er-

scheint vielmehr in sich widersprüchlich. Der Rheumatologe schliesst des 

Weiteren gestützt auf die erhobenen Befunde (s. dazu E. 6.3), dass keine 

seronegative Spondylarthropathie vorliege. Dass die Magnetresonanzto-

mographie vom 14. November 2012 (IV-act. 17 S. 11) sowie verschiedene 

Arztberichte (IV-act. 15 S. 8; IV-act. 16; IV-act. 17 S. 4; IV-act. 19 S. 6;  

IV-act. 24 S. 12, 14, 16, 19, 24; IV-act. 58 S. 4) spondylarthrotische Verän-

derungen bestätigen und die am 13. November 2014 vorgenommene Ske-

lettszintigraphie (IV-act. 33.3-4) klar entzündlich aktivierte Gelenksprozes-

se an verschiedensten Gelenken zeigt (rechtes Grosszehengrundgelenk, 

einzelne Fingergelenke, Handgelenke beidseits, Acromioclavicular-Gelen-

ke beidseits und Kniegelenke beidseits), wird von ihm nicht diskutiert. In 

der eigenen Befundung der Gelenke der oberen Extremitäten (IV-act. 60 

S. 27-28) werden vielmehr keine pathologischen Befunde genannt, in der 

Gesamtwürdigung aber entzündliche Veränderungen „an den bereits de-

generativ veränderten Gelenken“ bestätigt (IV-act. 60 S. 48). Auch diese 

Beurteilung erweist sich damit als mangelhaft, worauf die Beschwerdefüh-

rerin zu Recht hinweist.  

https://www.pschyrembel.de/Fibromyalgiesyndrom/K07RS/doc/
https://www.pschyrembel.de/Fibromyalgiesyndrom/K07RS/doc/

C-3456/2016 

Seite 16 

6.6.2 In der neurologischen Begutachtung hält der Gutachter explizit fest, 

dass keine radikuläre Symptomatik vorliege. Den Akten ist jedoch eine 

Magnetresonanztomographie der Lendenwirbelsäule und des Iliosakralge-

lenks vom 14. November 2012 zu entnehmen, die eine mässige foraminale 

Enge beidseits lumbosakral mit möglicher Wurzelirritation L5 beidseits er-

wähnt (IV-act. 17 S. 11). Im Bericht der Klinik N._______ vom 6. November 

2013 erwähnt Dr. P._______ im Zusammenhang mit der diagnostizierten 

leichtgradigen Fazettalgie L5/S1 rechtsseitig das Angebot, bei Schmerzex-

azerbationen könne die Klinik eine Infiltration L5/S1 rechtsseitig durchfüh-

ren (IV-act. 24 S. 16-17). Darauf wird im neurologischen Teilgutachten mit 

keinem Wort eingegangen. Bezüglich des erwähnten Tremors ist mit dem 

Gutachter zu schliessen, dieser habe nicht ohne weiteres Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit, soweit der Gutachter bei Lenkung der Aufmerksamkeit auf 

den linken Arm oder einer Schriftprobe mit links eine Sistierung des Tre-

mors feststellen konnte und eine Schriftprobe mit der rechten Hand „gut 

lesbar“ sei und beim Linienziehen erst ab 20 cm zugenommen habe. Nicht 

beachtet wurde aber die Frage, ob bei putzender Tätigkeit mit den Händen 

trotz entzündlicher Prozesse an einzelnen Fingergelenken und den Hand-

gelenken beidseits (IV-act. 33 S. 3) beziehungsweise „entzündlicher Ver-

änderungen an den bereits degenerativ veränderten Gelenken“ gemäss 

Ganzkörperszintigramm von November 2014 (IV-act. 60 S. 48) zur Reini-

gung mit der rechten Hand noch genügend Druck ausgeübt und eine Ar-

beitsfähigkeit ohne funktionelle Einschränkungen bejaht werden kann. Die 

Ziffer 7.5 „Festlegung des Beginns und des weiteren Verlaufs der Arbeits-

unfähigkeit unter kritischer Würdigung der vorliegenden Arztberichte“ ent-

hält diesbezüglich keine Aussagen.  

6.6.3 Hinsichtlich der psychiatrischen Beurteilung schliesslich ist mit der 

Beschwerdeführerin auf eine deutlich unzureichende Berücksichtigung ab-

weichender ärztlicher Beurteilungen zu schliessen. Im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren sind stationäre Aufenthalte der Beschwerdeführerin 

vom 5. bis 24. Mai 2014 in der Klinik N._______ (Arztbericht 

Dr. Q._______; nicht aktenkundig, erwähnt in IV-act. 27 S. 4) und vom 

1. September bis 28. Oktober 2014 in der Klinik K._______, Psychiatrische 

Dienste (IV-act. 33 S. 5; IV-act. 35; IV-act. 37), und fachärztliche Behand-

lungen seit Mitte 2014 durch Dr. F._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 14. Dezember 2014, (IV-act. 39 S. 9), 28. April 2015  

(IV-act. 55 S. 3) und 15. November 2015 (IV-act. 69) aktenkundig. Sowohl 

in der ambulanten als auch der stationären Behandlung werden der Be-

schwerdeführerin seitens der Fachärzte eine mittelgradige bis schwere de-

C-3456/2016 

Seite 17 

pressive Episode attestiert und sind die entsprechenden Befunde akten-

kundig (Hoffnungslosigkeit, Freudlosigkeit, schwere Ein- und Durchschlaf-

störungen, reduzierter Appetit mit emotionaler instabiler Komponente und 

latenter Suizidalität, sehr schwankende emotionale Zustandsbilder, hoher 

Bedarf an rascher Zuwendung und geringe Frustrationstoleranz [IV-act. 35 

S. 2]). Auch in den Berichten des behandelnden Rheumatologen 

Dr. L._______, Rheuma- und Schmerzzentrum M._______, sind Hinweise 

auf eine schwere Depression mit Angsterkrankung (Bericht vom 10. Juni 

2015; IV-act. 58 S. 4) beziehungsweise eine leichte-mittlere Depression 

und Fibromyalgie (Bericht vom 14. Oktober 2015; IV-act. 66 S. 19) zu ent-

nehmen. Ungeachtet dessen schliesst die psychiatrische Gutachterin des 

D._______ (aktuell) auf eine leichtgradige depressive Episode. 

Es kann aus fachlicher Sicht nicht genügen und widerspricht auch den 

Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schwei-

zerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGP vom 

16. Juni 2016 (Ziff. 6.3: „Der Prozess der Diagnosestellung beinhaltet eine 

Integration dieser Informationen, wobei Diskrepanzen zu berücksichtigen 

und hinsichtlich ihrer Bedeutung zu interpretieren sind. Hierdurch be-

schränkt sich der Gutachter auf eine aus seiner Sicht belegte Befundlage. 

[…] Bei massiv anderslautender Beurteilung gegenüber dem aktuell be-

handelnden Arzt empfiehlt es sich, eine fremdanamnestische Auskunft bei 

diesem einzuholen“), allein aufgrund der eigenen Befunderhebung auf eine 

deutlich abgeschwächte Form der Depression zu schliessen – was im Üb-

rigen im Widerspruch dazu steht, dass der Beschwerdeführerin über einen 

längeren Zeitraum (Mai 2014 bis November 2015) durchgehend mittel- bis 

schwergradige depressive Episoden attestiert werden – und festzuhalten, 

die abweichende ärztlichen Beurteilung vermöchten aufgrund der eigenen 

Befunderhebung nicht zu überzeugen. Fremdanamnestische Auskünfte 

sind notabene nicht eingeholt worden. Nicht bestätigt werden kann zudem, 

dass die Beschwerdeführerin am 28. Oktober 2014 in deutlichem gebes-

sertem Zustand aus der stationären Behandlung habe entlassen werden 

können: Im Austrittsbericht vom 19. November 2014 ist die Rede von einer 

leichten Besserung der chronifizierten Schmerzen, der Konzentration und 

Aufmerksamkeit sowie der depressiven Symptomatik. Aktuell erscheine bei 

Austritt wegen noch instabiler psychischer Situation ein Arbeitsbeginn noch 

nicht möglich; im Zeitpunkt der Entlassung habe eine 100%-ige Arbeitsun-

fähigkeit bestanden (IV-act. 35 S. 2 f.). Die Gutachterin Dr. E._______ 

nimmt auch keine eingehende Diskussion eines möglicherweise variieren-

den Verlaufs der psychischen Erkrankung vor.  

C-3456/2016 

Seite 18 

6.6.4 Schliesslich bleibt zu kritisieren, dass Dr. E._______ in ihrer ergän-

zenden Stellungnahme vom 8. Dezember 2015 (IV-act. 74 S. 2-3) – wenn 

überhaupt – nur oberflächlich zu den detaillierten Sachverhaltsergänzun-

gen und Rügen der Beschwerdeführerin in ihrem Einwand Stellung genom-

men und überwiegend auf ihre eigenen Feststellungen Bezug genommen 

hat. Eine Auseinandersetzung mit den (abweichenden) Testresultaten des 

behandelnden Psychiaters fehlt ebenso. Auch diesbezüglich genügt es 

nicht, auf die eigenen Feststellungen und eine sorgfältige Arbeitsweise zu 

verweisen. Schliesslich enthält die im D._______ erfolgte Teilbegutachtung 

im Fachbereich Psychiatrie/Psychotherapie keine vom Bundesgericht zwi-

schenzeitlich für Begutachtungen von Schmerzstörungen und psychiatri-

schen Erkrankungen als notwendig erachtete Indikatorenprüfung zur Beur-

teilung von Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (BGE 141 V 281, 143 V 

409, 418), weshalb die Sache auch aus diesem Grund zu weiterer Begut-

achtung zurückzuweisen ist.  

6.7 Damit erweist sich die Sachlage als von der Vorinstanz ungenügend 

abgeklärt, weshalb – entsprechend den Anträgen der Beschwerdeführerin 

– die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur ergänzenden 

polydisziplinären Begutachtung (Innere Medizin, Neurologie, Rheumatolo-

gie, Psychiatrie), unter Beachtung der in BGE 137 V 210 festgehaltenen 

Parteirechte und der in BGE 141 V 281 für Schmerzstörungen festgehalte-

nen Vorgehensweise, und anschliessendem neuen Entscheid an die Vor-

instanz zurückzuweisen ist. 

6.8 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den 

Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Sache zur weiteren 

Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die not-

wendigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 S. 264 E. 2a). Eine Rück-

weisung an die IV-Stelle bleibt möglich, wenn es darum geht, zu einer bis-

her vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht 

es dem Gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstel-

lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen er-

forderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264). Die Rechtsstaatlichkeit 

der Versicherungsdurchführung litte empfindlich und wäre von einem Sub-

stanzverlust bedroht, wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen 

könnte, dass ihre Arbeit in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozi-

alversicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbes-

serung unterliege (BGE 137 V 210 E. 4.2). Würde eine – wie vorliegend – 

mangelhafte Sachverhaltsabklärung respektive -würdigung durch Einho-

C-3456/2016 

Seite 19 

lung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren korrigiert, bestün-

de die Gefahr der unerwünschten Verlagerung der den Durchführungsor-

ganen vom Gesetz übertragenen Pflicht, den rechtserheblichen Sachver-

halt nach dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) abzuklären, 

auf das Gericht. Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens ist daher ab-

zusehen. Entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführerin ist die Sache 

zur Einholung eines ergänzenden polydisziplinären Gutachtens an die  

Vorinstanz zurückzuweisen. 

7.  

Bei dieser Sachlage ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die Ver-

fügung der IVSTA vom 2. Mai 2016 aufzuheben und die Sache zu ergän-

zenden Abklärungen im Sinne der Erwägung 6.7 und zu neuem Entscheid 

an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Bei dieser Sachlage ist auf weitere 

Rügen der Beschwerdeführerin nicht mehr einzugehen. 

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-

xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 137 

V 57 E. 2.1 m.H.), sind der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– ist nach Ein-

tritt der Rechtskraft dieses Urteils auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto 

zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten aufer-

legt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässige hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die obsiegende Beschwerdeführerin ist anwaltlich 

vertreten. Ihr ist in Berücksichtigung des als notwendig zu erachtenden 

Aufwandes zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von pau-

schal Fr. 2‘800.– (inkl. Spesen, ohne Mehrwertsteuer, die bei Wohnsitz der 

Beschwerdeführerin im Ausland nicht geschuldet ist [vgl. bspw. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hin-

weis]) zuzusprechen. 

C-3456/2016 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 2. Mai 2016 aufgehoben und zur weiteren Abklärung und neuen 

Verfügung im Sinne der Erwägung 6.7 an die Vorinstanz zurückgewiesen 

wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird ihr nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto zurück-

erstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2‘800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Susanne Flückiger 

 

 

C-3456/2016 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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