# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a73cd8f-d053-58cd-a204-909b82467b8f
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 21.10.2025 BZ 2025 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-126_2025-10-21.pdf

## Full Text

20250924_180539_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 126

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 21. Oktober 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Baar
(Beschwerde gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 
2. September 2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 2. September 2025 eröffnete die Einzelrichterin am Kantonsgericht 
Zug auf Begehren der C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung Nr. 
D.________ des Betreibungsamtes Baar über die A.________ GmbH (nachfolgend: Be-
schwerdeführerin) den Konkurs (Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 11'117.25). 
Zur Begründung hielt die Einzelrichterin im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 2. 
September 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien aber nicht 
erschienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb 
der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als Gesell-
schaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der 
Konkursbetreibung. Im vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkur-
seröffnung erfüllt, weshalb über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und 
Art. 251 ZPO der Konkurs zu eröffnen sei (EK 2025 547).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. September 
2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug und ersuchte im Wesentlichen um 
Aufhebung des Konkursdekrets.

3. Mit Verfügung vom 17. September 2025 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung 
des Obergerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu. 

4. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Vorinstanz verzichteten auf eine Stellungnah-
me. 

Erwägungen

1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorladung zur Konkursverhandlung sei ihr vorab 
nie zugestellt worden. Sie habe daher nichts von der Verhandlung gewusst und nicht daran 
teilnehmen können. Die Beschwerdeführerin rügt somit eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. 

2. Gemäss Art. 138 ZPO erfolgt die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden 
durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung 
(Abs. 1). Sie ist erfolgt, wenn die Sendung von der Adressatin oder vom Adressaten oder von 
einer angestellten oder im gleichen Haushalt lebenden, mindestens 16 Jahre alten Person 
entgegengenommen wurde. Vorbehalten bleiben Anweisungen des Gerichts, eine Urkunde 
dem Adressaten oder der Adressatin persönlich zuzustellen (Abs. 2). Die Zustellung gilt am 
siebten Tage nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern der Adressat mit 
der Zustellung einer gerichtlichen Urkunde rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Da 
die Konkursandrohung nach der Rechtsprechung noch kein Prozessrechtsverhältnis begrün-
det, muss der Schuldner eine Vorladung zur Konkursverhandlung nicht erwarten (BGE 138 III 
225 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_44/2021 vom 23. August 2021 E. 2.1.2).

Die Anzeige der Konkursverhandlung muss den Parteien vor ihrer Durchführung zugestellt 
werden, da es sich um ein formelles Erfordernis der Konkurseröffnung handelt. Nur so ist 

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gewährleistet, dass das Verfahren unter Beachtung der verfassungsmässigen Garantien, 
insbesondere des Anspruchs auf rechtliches Gehör durchgeführt wird (BGE 138 III 225 
E. 3.3). Die Beweislast für die ordnungsgemässe Zustellung trägt das Gericht. Eine fehler-
hafte Zustellung entfaltet grundsätzlich keine Rechtswirkungen. Das Gericht hat sie von 
Amtes wegen zu beachten und die betreffende Prozesshandlung – wie eine Fristansetzung 
oder eine Vorladung – zu wiederholen. Entstehen dem Adressaten aus der fehlerhaften Zu-
stellung keine negativen Folgen, so wenn er auf andere Weise Kenntnis von der gerichtlichen 
Urkunde erhält, kann er sich aufgrund des Missbrauchsverbots nicht darauf berufen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_44/2021 vom 23. August 2021 E. 2.1.3 m.H.). 

3. Die Vorladung zur Konkursverhandlung vom 2. September 2025 wurde ein erstes Mal mit 
eingeschriebener Post vom 27. Juni 2025 an die Beschwerdeführerin versandt. Diese Sen-
dung wurde von der Post mit der Bemerkung "Nicht abgeholt" an die Vorinstanz zurückge-
sandt. Die Darstellung der Beschwerdeführerin, sie habe keine Kenntnis vom Konkurseröff-
nungsverfahren erhalten, kann somit nicht widerlegt werden. Den Nachweis der Zustellung 
der Vorladung zur Konkursverhandlung hat das Kantonsgericht aber auch nicht dadurch er-
bracht, dass es der Beschwerdeführerin die Vorladung am 10. Juli 2025 per A-Post zugestellt 
hat. Mit dieser Form der Zustellung ist kein Nachweis möglich, dass die Beschwerdeführerin 
die Sendung erhalten hat, und die Beschwerdeführerin bestreitet den Erhalt einer A-Post-
Sendung ausdrücklich. Dementsprechend ist die Beschwerde mangels genügender Anzeige 
der Konkursverhandlung gutzuheissen und die Konkurseröffnung über die Beschwerdeführe-
rin vom 2. September 2025 aufzuheben (Art. 327 Abs. 3 ZPO). 

4. Unter diesen Umständen kann auf die Prüfung der Zahlungsfähigkeit verzichtet werden, weil 
die Beschwerdeführerin diese nur dann nachzuweisen hat, wenn sie sich auf einen der Auf-
hebungsgründe von Art. 174 Abs. 2 SchKG beruft. Davon ist die Beschwerdeführerin aber 
befreit, wenn die Konkurseröffnung wegen eines Verfahrensmangels aufzuheben ist (vgl. 
Urteil des Obergerichts Zug BZ 2024 97 vom 27. September 2024 E. 4).

5. Folgerichtig wäre die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Aufforderung, die Par-
teien zu einer neuen Verhandlung vorzuladen und alsdann über das Konkursbegehren der 
Beschwerdegegnerin zu entscheiden (Art. 327 Abs. 3 lit. a ZPO). Von diesem Vorgehen kann 
indessen abgesehen werden, weil die Beschwerdeführerin am 11. September 2025 und so-
mit vor Ablauf der Beschwerdefrist CHF 15'000.00 bei der Gerichtskasse des Kantons Zug 
zugunsten der Beschwerdegegnerin sowie zur Deckung der Verfahrenskosten hinterlegt hat. 
Die Konkursforderung inkl. Zinsen und Kosten der Vorinstanz im Betrag von CHF 11'117.25 
ist somit sichergestellt und gilt als bezahlt. Die Gerichtskasse ist daher anzuweisen, vom hin-
terlegten Betrag von CHF 15'000.00 einen Anteil von CHF 11'117.25 an die Beschwerdegeg-
nerin zu überweisen und den Restbetrag von CHF 3'882.75 der Beschwerdeführerin zurück-
zuerstatten. 

6. Da der Konkurs, wie dargelegt, nicht hätte eröffnet werden dürfen, können der Beschwerde-
führerin weder die zweitinstanzliche Spruchgebühr noch die Kosten des Konkursamtes aufer-
legt werden (vgl. Urteil des Obergerichts Zürich PS 140277-O/U vom 22. Dezember 2014 
E. 7). Die Kosten des Beschwerdeverfahrens und des Konkursamtes sind demnach auf die 
Staatskasse zu nehmen.

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8. Zudem ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zulasten der Staatskasse zuzu-
sprechen, nachdem die Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren auf eine Stellung-
nahme verzichtet hat und sie daher nicht zur Bezahlung einer Entschädigung an die Be-
schwerdeführerin verpflichtet werden kann (vgl. zur Entschädigung aus der Staatskasse bei 
qualifiziert unrichtigen Entscheiden der Vorinstanz: Urteil des Obergerichts Zug BZ 2025 20 
vom 1. Juli 2025 E. 2.2.2)

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids der Einzelrichterin 
am Kantonsgericht Zug vom 2. September 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der 
Beschwerdegegnerin wird zufolge Hinterlegung des offenen Schuldbetrages abgeschrieben. 

2. Die Gerichtskasse wird angewiesen, vom hinterlegten Betrag von CHF 15'000.00 einen An-
teil von CHF 11'117.25 an die Beschwerdegegnerin zu überweisen und den restlichen Betrag 
von CHF 3'882.75 der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

3. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren beträgt CHF 400.00 und wird auf die 
Staatskasse genommen. 

4. Die Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren mit CHF 1'400.00 (MWST inbe-
griffen) aus der Staatskasse entschädigt. 

5. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

6. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (unter Rückgabe der Akten EK 2025 547)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv) 
- Betreibungsamt Baar (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher 
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: