# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75debd92-1968-522d-978f-806ed089bc12
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 25.01.2023 SB220329
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220329_2023-01-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 

Geschäfts-Nr.: SB220329-O/U/bs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. Keller und Ersatzoberrichter Dr. iur. Bezgovsek sowie 

Gerichtsschreiber MLaw Huter 

 

Urteil vom 25. Januar 2023 
 

in Sachen 

 

A._____,   
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung,  
vom 24. November 2021 (DG210025) 
 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I vom 22. Juni 2021 (Urk. 24) ist die-

sem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird wie folgt schuldig gesprochen: 
− des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 

Abs. 1 und Abs. 2 StGB 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

− des mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG 

− der mehrfachen rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AIG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 62 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 551 Tage durch Haft erstanden 

sind. 

3. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a StGB für 12 Jahre des Landes verwiesen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 27. April 2021 beschlagnahmten 

Gegenstände werden eingezogen und der zuständigen Lagerbehörde zwecks öffentlicher Ausschrei-

bung und allfälliger Rückgabe an den/die Berechtigten, eventualiter zur gutscheinenden Verwendung 

zu Gunsten des Kantons, überlassen: 

• Ohrschmuck,1 Paar Ohrringe silberfarben (A014'023'188) 

• Armschmuck, 1 goldfarbener Armschmuck mit Steinen besetzt (A014'023'202) 

• Armschmuck, 1 Halskette silber-/goldfarben, Aufschrift Bocchia (A014'023'213) 

• Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'279) 

• Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'575) 

• Fingerring, 1 Damenring, silberfarben, mit diversen Steinen besetzt (A014'228'456). 

5. Die unter der Polis ZH-Nr. 1, 2, 3, 4, sowie Polis SH-Nr. 5, 6 gelagerten Spuren und Spurenträger sind 

nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. April 2021 beschlagnahmte 

Barschaft von Fr. 1'000.– wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

7. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 2 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

8. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 3 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

- 3 - 

9. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 4 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

10. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 6 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

11. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 8 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

12. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 9 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen. 

13. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 10 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf 

den Zivilweg verwiesen. 

14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 2 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins 

seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins 

seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 6 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins 

seit 23. April 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 10'411.50   Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten 

Fr. 800.–   Kosten Beschwerdeverfahren OGZ 

Fr. 24'516.95   amtl. Verteidigungskosten (Kt. ZH, Vorverfahren, bereits   bezahlt) 

Fr. 5'882.80   amtl. Verteidigungskosten (Kt. SO, bereits bezahlt) 

Fr. 11'701.40   amtl. Verteidigungskosten  

 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; 

davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem 

Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

19. (Mitteilungen.) 

20. (Rechtsmittel.)" 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 56 S. 2; Urk. 76 S. 11) 

1. Der Beschuldigte sei nicht des banden- und gewerbsmässigen Dieb-

stahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1, 2 und 3 Abs. 1 und 2 StGB, sondern des 

gewerbsmässigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB sowie 

des Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu be-

strafen. Eventualiter sei der Vollzug der Freiheitsstrafe teilweise, im 

18 Monate übersteigenden Teil, aufzuschieben mit einer Probezeit von 

3 Jahren. 

3. Der Beschuldigte sei für 8 Jahre des Landes zu verweisen. 

4. Dem Beschuldigten sei für die unrechtmässige Isolationshaft von 

44 Tagen eine angemessene Genugtuung im Sinne von Art. 431 StPO 

auszurichten. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 77 S. 1) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I.  Verfahren 

1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 24. November 2021 

wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs aufgeführten Dispositiv des 

banden- und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1, 2 und 3 

Abs. 1 und 2 StGB, des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, der mehr-

fachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen 

Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB sowie der mehrfachen Wider-

handlung gegen das Ausländerrecht im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a und b AIG 

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schuldig gesprochen. Der Beschuldigte wurde mit einer unbedingten 

Freiheitsstrafe von 62 Monaten (abzüglich 551 Tagen Haft) bestraft und für die 

Dauer von 12 Jahren des Landes verwiesen. Schliesslich wurde über die 

Sicherstellungen und Beschlagnahmen, die Zivilansprüche der Privatkläger sowie 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen befunden (Urk. 53 bzw. 55 S. 43 ff.). 

2. Der Beschuldigte liess gegen das erstinstanzliche Urteil mit Eingabe vom 

25. November 2021 rechtzeitig die Berufung anmelden (Urk. 48A). Nach 

Erstattung der Berufungserklärung vom 17. Juni 2022 (Urk. 56) und 

anschliessender Fristansetzung an die Staatsanwaltschaft und die 

Privatklägerschaft (Urk. 60) liessen sich dazu weder die Anklägerin noch die 

Privatkläger vernehmen, womit sie sinngemäss auf eine Anschlussberufung 

verzichtet haben. Mit Eingabe vom 19. Oktober 2022 erklärte schliesslich die 

Privatklägerin 7, ihren Strafantrag gegen den Beschuldigten wegen 

Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und allfälliger weiterer Antragsdelikte 

betreffend den in Frage stehenden Einbruchdiebstahl zurückzuziehen, sofern die 

begangenen Delikte noch Gegenstand des Berufungsverfahrens bildeten 

(Urk. 65). Zuvor war am 24. August 2022 auf den 25. Januar 2023 zur 

Berufungsverhandlung vorgeladen worden (Urk. 63), zu welcher schliesslich der 

Beschuldigte in Begleitung seiner amtlichen Verteidigung sowie der Staatsanwalt 

erschienen sind (vgl. Prot. II S. 4).  

II.  Formelles 

1.  Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die 

Rechtskraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der 

Beschuldigte hat im Rahmen des Berufungsverfahrens die Dispositiv-Ziffer 1 des 

vorinstanzlichen Urteils teilweise (Verurteilungen wegen Diebstahls, mehrfacher 

Sachbeschädigung, mehrfachem Hausfriedensbruch sowie mehrfachem 

rechtswidrigem Aufenthalts bzw. mehrfacher rechtswidriger Einreise) sowie die 

Dispositiv-Ziffern 4 (Einziehung von Gegenständen), 5 (Vernichtung von Spuren 

bzw. Spurenträgern), 6 (Verwendung der Barschaft), 7 - 16 (Regelung der 

Schadenersatz- und Genugtuungsfolgen) und 17 (Kostenfestsetzung) akzeptiert 

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(vgl. Urk. 56 S. 2 f.; Urk. 76 S. 11). Die insoweit eingetretene Rechtskraft des 

Urteils des Bezirksgerichtes Bülach ist demnach vorab mit Beschluss 

festzustellen.  

2.  Die Vertretung der Privatklägerin 7 erklärte mit Eingabe vom 19. Oktober 

2022, den Strafantrag wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und 

allfälliger weiterer Antragsdelikte betreffend den in Frage stehenden 

Einbruchdiebstahl zurückzuziehen, sofern die begangenen Delikte noch 

Gegenstand des Berufungsverfahrens bildeten (Urk. 65). Dazu ist festzuhalten, 

dass betreffend den Schuldpunkt lediglich noch die Bandenmässigkeit der began-

genen Einbruchdiebstähle angefochten worden ist und vorliegend mithin insbe-

sondere die inkriminierten Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche bereits 

in Rechtskraft erwachsen sind, was namentlich auch für die entsprechenden De-

likte betreffend das die Privatklägerin 7 beschlagende Dossier 10 gilt (vgl. vorste-

hend Ziffer 1.). Ein rechtsgültiger Rückzug des Strafantrages während des Beru-

fungsverfahrens setzt jedoch voraus, dass die Frage der Strafbarkeit in zweiter 

Instanz überhaupt noch streitig ist bzw. das erstinstanzliche Urteil diesbezüglich 

noch nicht in (Teil-)Rechtskraft erwachsen ist. Ist ein Schuldspruch wegen eines 

Antragsdeliktes mithin mit der Berufung nicht angefochten, kann der Geschädigte 

den Strafantrag daher nicht mehr rechtswirksam zurückziehen (Urteil 

6B_533/2016 vom 29. November 2016, E. 4.). Die entsprechende Rückzugserklä-

rung der Privatklägerin 7 bleibt demnach für das vorliegende Berufungsverfahren 

ohne weitere Folgen. 

3.  Auf Antrag der Verteidigung wurde im Vorfeld der Berufungsverhandlung 

von der Justizvollzugsanstalt Pöschwies ein Führungsbericht über den Beschul-

digten eingeholt (vgl. Urk. 67 - 69). Darüber hinaus hat der Beschuldigte im Rah-

men des Berufungsverfahrens keine weiteren Beweisanträge gestellt (Urk. 56 

S. 3; Urk. 76 S. 11). Nachdem vom Gericht die Akten des Verfahrens gegen den 

Mittäter B._____ beigezogen und den Parteien zur Kenntnis gebracht wurden 

(vgl. Urk. 71 + 72), drängen sich im Berufungsprozess – abgesehen von der er-

neuten Befragung des Beschuldigten – von Amtes wegen keine Beweiserhebun-

gen mehr auf. 

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III.  Schuldpunkt 

1.  Sachverhalt 

1.1.  Der Beschuldigte hat die massgeblichen Tatsachen, welche den einge-

klagten Einbruchdiebstählen und namentlich auch der vorliegend noch umstritte-

nen Begehung des bandenmässigen Diebstahls zu Grunde liegen, im bisherigen 

Verfahren – bis auf einige unwesentliche Details – zugestanden (Urk. HD7/12 

S. 2 ff.; Prot. I S. 21 ff.) und dieses Geständnis anlässlich der heutigen Beru-

fungsverhandlung vorbehaltlos bestätigt (Urk. 73 S. 14). Namentlich hat er auch 

die massgeblichen Umstände des jeweiligen Zusammenwirkens mit B._____ nicht 

in Abrede gestellt, so dass der Sachverhalt auch insofern als rechtsgenügend 

erstellt gelten kann.  

1.2.  Soweit der Beschuldigte im Übrigen bestimmte Aspekte im Grenzbereich 

zwischen tatsächlicher und rechtlicher Würdigung (wie beispielsweise die ge-

meinsame Planung der Delikte) relativierend darstellt (Prot. I S. 22 + 28; Urk. 73 

S. 15 f.), so wird darauf im Rahmen der nachfolgenden rechtlichen Würdigung 

noch genauer einzugehen sein.  

2.  Rechtliche Würdigung 

2.1.  Die Verteidigung besanstandet im Berufungsverfahren in rechtlicher Hin-

sicht den Vorwurf des bandenmässigen Vorgehens im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 

Abs. 2 StGB, indem geltend gemacht wird, der Beschuldigte habe sich mit 

B._____ nie zu einer Bande zusammengefunden. Vielmehr hätten sich die beiden 

Mittäter stets von Neuem entschieden, spontan einen Diebstahl zu begehen, was 

sich auch darin zeige, dass der Beschuldigte zwischendurch immer wieder auf ei-

gene Faust einen Diebstahl verübt habe. Ausserdem mangle es in der Anklage an 

der Umschreibung des Willens zur gemeinsamen fortgesetzten Verübung von De-

likten, weshalb eine bandenmässige Qualifikation auch das Anklageprinzip verlet-

zen würde (Urk. 45 S. 3; Urk. 76 S. 5).  

2.2.  Zu diesen Vorbringen kann vorab auf die Begründung im angefochtenen 

Urteil verwiesen werden, wo zunächst die rechtlichen Voraussetzungen der 

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Bandenmässigkeit zusammengetragen werden und anschliessend eine ein-

lässliche Befassung mit dem konkreten Fall erfolgt (Urk. 55 S. 8 ff.). Die 

Vorinstanz vermischt im Rahmen ihrer diesbezüglichen Erwägungen zwar 

teilweise die Voraussetzungen der Mittäterschaft und der Bandenmässigkeit, doch 

schadet dies letztlich ihrer zutreffenden Schlussfolgerung nicht, wonach das 

Vorgehen des Beschuldigten zusammen mit B._____ als bandenmässiger 

Diebstahl zu qualifizieren ist. Namentlich sind die erstinstanzlichen Ausführungen 

insofern korrekt, als unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

dargelegt wird, dass die Annahme der Bandenmässigkeit weder eine konkrete 

Verbrechensabrede der Bandenmitglieder noch eine Teilnahme sämtlicher 

Mitglieder an jeder einzelnen Tat voraussetzt (Urk. 55 S. 8). Vielmehr genügt ein 

konkludentes Vorgehen, aus welchem sich implizit der gemeinsame Wille zur 

fortgesetzten Verübung mehrerer, im Einzelnen möglicherweise noch 

unbestimmter Diebstähle ergibt (BGE 135 IV 158, E. 2.). Eine Planung jedes 

einzelnen Deliktes ist demgemäss nicht erforderlich. Ebenso setzt die 

Rechtsprechung entgegen den heutigen Vorbringen des Beschuldigten (Urk. 73 

S. 16) nicht voraus, dass mindestens drei Mittäter an den Delikten beteiligt sein 

müssen (BGE 135 IV 158, E. 2 ff.; a.M. NIGGLI/RIEDO, BSK StGB I, N 127 zu 

Art. 139 StGB). Dabei wird in der Regel bereits bei mehr als zwei gemeinsam 

intendierten einschlägigen Delikten eine qualifizierte Tatbegehung angenommen 

(BGE 122 IV 265, E. 2b = Pra 86 (1997) Nr. 28). Vorliegend ist jedoch erstellt, 

dass die beiden Beschuldigten bei insgesamt acht Einbruchdiebstählen stets nach 

dem nahezu gleichen Muster zusammenwirkten, wobei sie erstelltermassen 

zumindest teilweise auch vorgängig die Fluchtroute besprachen und den Tatort 

auskundschafteten. Wenn dabei die einzelnen konkreten Delikte relativ spontan 

beschlossen und die einzelnen Objekte relativ kurzfristig eruiert wurden, vermag 

dies das bandenmässige Vorgehen – wie soeben dargelegt – nicht in Frage zu 

stellen, zumal sie stets auf die grundsätzliche Bereitschaft des anderen zur 

Begehung weiterer Delikte zählen konnten, was sie als Bande psychisch stärkte 

und damit die besondere Sozialgefährlichkeit ihrer Delinquenz ausmachte. Beide 

Täter erschienen vor diesem Hintergrund als integraler Bestandteil einer Bande 

mit entsprechendem Bandeninteresse und gefestigtem Bandenwillen. Eine 

- 9 - 

Verletzung des Anklageprinzips durch die Vorinstanz ist schliesslich nicht 

auszumachen, da die Anklage auf Seite 2 (vgl. Urk. 24) die 

Qualifikationskomponenten umschreibt und sich die Bandenmässigkeit im 

Übrigen aus den aus der Anklageschrift zu entnehmenden konkreten Umständen 

der gemeinsam verübten Delikte, namentlich dem Organisationsgrad, der 

Spezialisierung auf Bijouterien sowie der stets ähnlichen Vorgehensweise, ergibt. 

Es ist demgemäss auch nach erneuter Überprüfung der entsprechenden 

Tatbestandsmässigkeit von einem bandenmässigen Vorgehen des Beschuldigten 

im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 Abs. 2 StGB auszugehen. 

2.3.  Das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit wird vom Beschuldig-

ten im Berufungsverfahren ausdrücklich nicht angefochten und ist bei der erstell-

ten Häufigkeit der Delikte und der Höhe des Deliktsbetrages im Übrigen auch oh-

ne Weiteres als im Sinne eines berufsmässigen Handelns gegeben zu erachten, 

zumal der Beschuldigte nicht geltend macht, er sei dannzumal einer irgendwie 

gearteten legalen Arbeitstätigkeit nachgegangen.  

2.4.  Demzufolge ist der Beschuldigte mithin auch in zweiter Instanz des ge-

werbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, 

teilweise in Verbindung mit Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB schuldig zu spre-

chen. 

IV.  Strafe 

1.  Einleitung 

1.1  Die Vorinstanz hat den massgebenden Strafrahmen des bandenmässigen 

Diebstahls als schwerster Straftat (Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 

10 Jahren) sowie die allgemeinen Strafzumessungskriterien gemäss Art. 47 StGB 

zutreffend wiedergegeben, so dass darauf verwiesen werden kann. Sie hat sich 

dabei namentlich auch korrekt dazu geäussert, wie der Umstand der doppelten 

Qualifikation des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls innerhalb des 

massgebenden Strafrahmens zu berücksichtigen ist (Urk. 55 S. 20 ff.). Zu 

beachten ist dabei allerdings, dass der Ausgangspunkt des bandenmässigen 

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Diebstahls nicht die gesamte eingeklagte Tatserie seit November 2017, sondern 

nur (aber immerhin) acht Delikte mit einem Deliktsbetrag von insgesamt rund 

Fr. 425'000.– (entgegen den heutigen Vorbringen des Beschuldigten [Urk. 73 

S. 17] ist bei der Betragsberechnung im Übrigen nicht der notorisch wesentlich 

tiefere Hehlerpreis, sondern der Preis auf dem legalen Markt massgebend) 

umfasst, worauf bei der konkreten Strafzumessung sogleich zurückzukommen 

sein wird. 

1.2  Was sodann die konkrete Strafzumessung betrifft, ist darauf hinzuweisen, 

dass der Beschuldigte den Einbruchdiebstahl gemäss Dossier 1 vor dem Inkraft-

treten des neuen Sanktionsrechts per 01. Januar 2018 begangen hat, so dass 

diesbezüglich grundsätzlich das frühere Recht (mit der Möglichkeit der Ausfällung 

einer Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen) anwendbar ist. Nachdem sich dieser 

Aspekt indessen in casu weder zu Gunsten noch zu Lasten des Beschuldigten auf 

die Strafzumessung auswirkt, ist im Folgenden nicht mehr weiter darauf einzuge-

hen. 

2.  Tatkomponente 

2.1.  Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl 

a)  Die Vorinstanz hat zur objektiven Tatschwere erwogen, dass der Beschul-

digte im Rahmen seines gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls Wertgegen-

stände von rund Fr. 600'000.– erbeutete (Urk. 55 S. 22). Hierzu ist präzisierend 

festzuhalten, dass vorliegend grundsätzlich vom bandenmässigen Diebstahl im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 3 StGB auszugehen ist und in diesem Rahmen der 

Umstand der Verwirklichung eines zweiten Qualifikationsmerkmals allenfalls ver-

schuldenserhöhend zu berücksichtigen ist, wobei das Gericht eine einheitliche 

Einsatzstrafe für sämtliche gewerbs- und bandenmässig begangenen Delikte 

festsetzen darf (vgl. Urteil 6B_797/2011 vom 13. April 2012, E. 3.). Geht man 

mithin von einem bandenmässigen Handeln des Beschuldigten in acht Fällen mit 

einem Deliktsbetrag von insgesamt rund Fr. 425'000.– aus, so kann bereits 

insofern von einer hohen kriminellen Energie gesprochen werden, welche sich 

aufgrund der weiteren gewerbsmässig begangenen Taten in Eigenregie mit einem 

- 11 - 

zusätzlichen Deliktsbetrag von rund Fr. 150'000.– noch verstärkt und zeigt, dass 

der Beschuldigte bereit war, bei nahezu jeder sich bietenden Gelegenheit zu 

delinquieren. Dabei nahm er einen relativ hohen organisatorischen Aufwand mit 

Anreise aus dem Ausland und Beschaffung von spezialisiertem Deliktswerkzeug 

auf sich, was mit der Vorinstanz auf eine relativ professionelle und das 

Verschulden nicht unmassgeblich erhöhende Vorgehensweise schliessen lässt. 

Immerhin ist aber darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte nicht Teil einer 

hochorganisierten Bande mit konkreter Rollenverteilung war, sondern die Taten 

mit einem mehr oder weniger zufällig ausgewählten Komplizen beging. Soweit die 

Vorinstanz die Schwere des Verschuldens im Übrigen auch mit Umständen im 

Rahmen der Begleitdelikte (namentlich den Sachbeschädigungen) begründet, so 

erweist sich dies indessen nicht als opportun. Vielmehr ist nachfolgend gesondert 

auf diese weiteren Umstände einzugehen, da ansonsten das 

Doppelverwertungsverbot tangiert wäre.  

b)  Was die subjektive Komponente des Tatverschuldens im Rahmen des ge-

werbs- und bandenmässigen Diebstahls anbelangt, so wurde im erstinstanzlichen 

Urteil zu Recht festgehalten, dass keine Anhaltspunkte für eine eigentliche Spiel-

sucht des Beschuldigten bestehen. Zwar kann ihm nicht widerlegt werden, dass 

er in der relevanten Tatphase mehrfach in Casinos spielte und dabei Geld verlor. 

Allerdings führte er heute explizit aus, nicht er sei spielsüchtig gewesen, sondern 

er habe jeweils zusammen mit einer spielsüchtigen, vermögenden Kollegin ge-

spielt, um ihr zu imponieren (Urk. 73 S. 11 f.). Ebenso wenig lässt sich der von 

der Verteidigung vorgebrachte starke Druck durch einen Gläubigerkollegen 

(Urk. 76 S. 6) plausibilisieren, ansonsten der Beschuldigte nicht erst vom Delikts-

gut des vorletzten Einbruchs einen Teil der Schuld zurückbezahlt und das vorher 

erlangte Deliktsgut für das Leben und Casinospiele verprasst hätte, wie er dies 

heute aussagte (Urk. 73 S. 20 f.). Mit der Vorinstanz kann im Übrigen der Um-

stand, dass es im Rahmen des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls in drei 

Fällen lediglich beim Versuch der Tat blieb, vernachlässigt werden, zumal sich die 

nicht vollendete Deliktsbegehung bereits in der entsprechend tieferen Delikts-

summe niederschlägt.  

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c)  Insgesamt rechtfertigt sich vorliegend eine deutlich spürbare Sanktion für 

die intensive und doppelt qualifizierte Delinquenz des Beschuldigten über einen 

längeren Zeitraum mit hoher Deliktssumme, nachdem das Gesamtverschulden im 

Rahmen des weiten Strafrahmens (von bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe) im 

mittleren Bereich der gesamten Skala anzusiedeln ist. Es kann diesbezüglich der 

Argumentation der Staatsanwaltschaft vor Vorinstanz im Grundsatz durchaus 

gefolgt werden (vgl. Urk. 44 S. 4 f.), doch erscheint deren geforderte Bestrafung 

mit einer Freiheitsstrafe von 60 Monaten letztlich dann doch zu hoch. Insgesamt 

ist die Einsatzstrafe in Berücksichtigung sämtlicher Aspekte aber im Vergleich zur 

Vorinstanz leicht höher auf 48 Monate festzusetzen, wobei der (einfache) 

Diebstahl aus dem Jahr 2012 nachfolgend noch separat zu berücksichtigen sein 

wird. 

2.2.  Diebstahl 

a)  Bei der vorgängig begangenen Diebstahlstat zum Nachteil des Goldschmi-

dateliers C._____ im Februar 2012 ist bereits aufgrund der erheblichen Delikt-

summe von rund Fr. 55'800.– von einer relativ hohen kriminellen Energie des 

Beschuldigten auszugehen. Es zeigt sich denn auch bereits anhand dieser Tat, 

dass der Beschuldigte gezielt Orte aufsuchte, an denen er eine möglichst hohe 

Deliktsbeute zu erzielen hoffte, was denn auch gelang. Andererseits ist festzuhal-

ten, dass er damals noch alleine und insgesamt weniger professionell handelte. 

Das objektive Verschulden wiegt hier insgesamt noch eher leicht. 

b)  Es ist in diesem Zusammenhang allerdings in subjektiver Hinsicht durchaus 

strafmindernd zu berücksichtigten, dass seit der Tat nunmehr bereits annähernd 

11 Jahre verstrichen sind und sich das Sanktionsbedürfnis mit zunehmender Zeit-

dauer relativiert, auch wenn die Tat noch nicht in die konkrete Nähe zur Verjäh-

rung gelangt ist.  

c)  Insgesamt ist somit für den zusätzlichen (einfachen) Diebstahl bei einem 

insgesamt leichten Verschulden eine isolierte Sanktion im Bereich von 90 Tagen 

bzw. Tagessätzen festzulegen. 

- 13 - 

2.3.  Sachbeschädigungen 

a)  Keineswegs zu bagatellisieren sind im vorliegenden Fall sodann die vom 

Beschuldigten (teilweise mit B._____) begangenen Sachbeschädigungen, welche 

durch die hohe Gewaltbereitschaft im Rahmen der Tatverübung sowie die insge-

samt verwirklichte Deliktssumme im Bereich von annähernd Fr. 100'000.– impo-

nieren, wobei hier allerdings mit der Vorinstanz zu berücksichtigen ist, dass der 

Schaden – abgesehen vom Einbruch in die private Liegenschaft der Privatkläger 

2 und 3 – weitgehend in Geschäftsräumlichkeiten angerichtet wurde und keine 

Gegenstände von affektivem Wert beinhaltete, sondern im Wesentlichen Schau-

fenster betraf, welche jeweils mit einem hohen Reparaturaufwand verbunden wa-

ren.  

b)  Nachdem hier besondere Aspekte in subjektiver Hinsicht fehlen, ist grund-

sätzlich von einem jeweils noch leichten, in einem Fall – in Anbetracht des erheb-

lichen Schadens in der erwähnten Privatliegenschaft – jedoch keineswegs mehr 

leichten Verschulden auszugehen, was insgesamt eine Sanktion von 12 Monaten 

rechtfertigt. 

2.4.  Hausfriedensbrüche  

a)  Die Hausfriedensbrüche sind in objektiver Hinsicht grundsätzlich nicht 

schwer zu gewichten, zumal hier die Räumlichkeiten in aller Regel gar nicht be-

treten wurden, sondern die Ware mit einem Handgriff durch die Fensterscheibe 

behändigt wurde, was aber nichtsdestotrotz einen unrechtmässigen Eingriff in das 

Hausrecht des Eigentümers darstellt. Eine bedeutende Ausnahme stellt auch hier 

die Tat zum Nachteil der Privatkläger 2 und 3 dar, in welchem Fall der Hausfrie-

den und die Privatsphäre der Privatkläger und ihren Angehörigen empfindlich ver-

letzt wurde, wobei der Eingriff hier auch über längere Zeit andauerte.  

b)  Da im Zusammenhang mit diesem Tatbestand ebenfalls keine besonderen 

subjektiven Aspekte ersichtlich sind, welche das Verschulden in einem anderen 

Licht erscheinen lassen würden, erweist sich im Rahmen der wiederholten Tat-

begehung bei einem grundsätzlich sehr leichten, in einem Fall jedoch nicht mehr 

- 14 - 

leichten Verschulden eine Sanktion von insgesamt 180 Tagen bzw. Tagessätzen 

als angemessen.  

2.5.  Unrechtmässige Einreisen und Aufenthalte 

  In objektiver Hinsicht fällt auf, dass der Beschuldigte trotz bestehender Ein-

reisesperre widerholt ins Land einreiste und sich derart beliebig hierorts aufhielt, 

als gäbe es die gegen ihn verhängte Einreisesperre auf unbestimmte Zeit gar 

nicht. Dies zeigt, dass er sich in der eingeklagten Tatphase auch durch behördli-

che Anordnungen in keinster Weise beeindrucken liess, was jeglichen Respekt 

vor der hiesigen Rechtsordnung vermissen lässt. Dass sich der Beschuldigte 

nach erfolgter Einreise dann auch im Land aufhielt, kann ihn hingegen nicht allzu 

stark belasten, da sich das eine als Konsequenz des anderen ergibt. Nachdem 

sich der Beschuldigte zudem jeweils nur kurz im Land aufhielt, ist mit Bezug auf 

diese Vergehen von einem jeweils leichten Verschulden auszugehen und eine 

Strafe von insgesamt 90 Tagen bzw. Tagessätzen auszufällen. 

2.6.  Zwischenfazit 

  Es zeigt sich nach dem Gesagten, dass die Vorinstanz das Strafmass der 

vorab isoliert behandelten Taten mehrheitlich nachvollziehbar festgesetzt hat. Wie 

der Beschuldigte hingegen zutreffend vorbringt (Urk. 73 S. 14 f.), erschliesst sich 

nicht hinreichend, inwiefern die Vorinstanz in einem zweiten Schritt eine (echte) 

Asperation der Einsatzstrafe aufgrund der weiteren Einzelstrafen vorgenommen 

hat, zumal die Schärfung angesichts des engen zeitlichen und sachlichen Zu-

sammenhanges der einzelnen Straftatbestände vorliegend nicht allzu stark ausfal-

len darf. Die Vorinstanz hat denn auch nicht konkret dargelegt, wie sie beispiels-

weise im Rahmen der Beurteilung der Sachbeschädigungen bei Festlegung eines 

gerade noch leichten Verschuldens im Endeffekt zu einer Straferhöhung von 

10 Monaten gelangt ist (vgl. Urk. 55 S. 29). Auf diesen Aspekt wird im Zusam-

menhang mit der endgültigen Strafenbildung im Rahmen des Schlussfazits zu-

rückzukommen sein (vgl. nachstehend Ziffer 6.).  

- 15 - 

3.  Täterkomponente 

3.1.  Die Vorinstanz hat zur Täterkomponente das Erforderliche festgestellt und 

insbesondere die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Beschuldigten 

korrekt resümiert (vgl. Urk. 55 S. 26). Hierzu hat der Beschuldigte anlässlich der 

heutigen Berufungsverhandlung seine bisherigen Angaben bestätigt und insbe-

sondere ergänzt, dass er zusammen mit seinem Bruder Eigentümer eines Hauses 

in Kroatien und zusammen mit seiner Frau eines solchen in Serbien ist, wobei in 

Letzterem zur Zeit seines Gefängnisaufenthaltes in Serbien seine damals bereits 

volljährigen Kinder gelebt hätten, während seine Frau durchgehend in D._____ 

[Ortschaft in Deutschland] gewohnt habe. Auch heute lebten seine Kinder in Ser-

bien und seine Frau in D._____. Er habe regelmässig telefonischen Kontakt mit 

ihnen, habe ihnen allerdings nicht von seinen gesundheitlichen Problemen berich-

tet, um sie nicht zu belasten. Vielmehr wolle er nach der Entlassung zuerst ohne 

deren Wissen die Gesundheitsprobleme in Serbien abklären lassen (Urk. 73 

S. 3 ff. und S. 11). Diese persönlichen Verhältnisse wirken sich strafzumessungs-

neutral aus. 

3.2.  Der Beschuldigte ist im schweizerischen Strafregister nicht verzeichnet 

(vgl. Urk. 66). Zu den ausländischen Vorstrafen (vgl. Urk. HD 18/9+12) hat die 

Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass diese insofern in die Strafzumessung ein-

zubeziehen sind, als sie im Urteilszeitpunkt auch in der Schweiz noch eingetragen 

wären, ohne in der Folge aber genauer kenntlich zu machen, weshalb sie von 

einem solchen Eintrag ausging (vgl. Urk. 55 S. 26 f.). Immerhin ergibt sich aus der 

von ihr zitierten Gesetzesbestimmung, dass die beiden genannten Entscheide 

aus Österreich und Serbien aus den Jahren 2007 und 2013 in der Schweiz tat-

sächlich auch heute noch nicht gelöscht wären, da die für unbedingte Strafen gel-

tenden Fristen über die gerichtlich zugemessene Strafdauer hinaus zu bemessen 

sind (vgl. Art. 369 Abs. 1 lit. b StGB). Allerdings ist insbesondere für das Urteil des 

Landgerichtes für Strafsachen D._____ vom 18. Juni 2007 zu berücksichtigen, 

dass seit diesem Entscheid nunmehr bereits deutlich über 15 Jahre verstrichen 

sind und die Löschung nicht mehr in weiter Ferne liegt, was insbesondere beim 

Ausmass der Straferhöhung für die Vorstrafen zu berücksichtigen ist. Anderer-

- 16 - 

seits ist wiederum festzuhalten, dass die Vorstrafen, welche Diebstähle und einen 

Raubüberfall betreffen, entgegen den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 76 S. 10) 

eindeutig einschlägig sind. Zudem fällt auf, dass sich der Beschuldigte seit der 

Entlassung aus dem Gefängnis in Serbien im Jahr 2017 nicht wohlverhielt, son-

dern relativ zeitnah wieder delinquierte. Es rechtfertigt sich unter diesen Umstän-

den, die Sanktion spürbar um 20 Prozent zu erhöhen. 

3.3.  Was das Nachtatverhalten des Beschuldigten anbelangt, so ist von einem 

weitgehenden Geständnis in einem relativ frühen Stadium des Verfahrens auszu-

gehen, in dessen Rahmen der Beschuldigte insbesondere auch Dritte, namentlich 

den Mitbeschuldigten, entscheidend belastet hat. Auch wenn der Beschuldigte 

aufgrund verschiedener Indizien dringend tatverdächtig war und vor dem Ge-

ständnis umfassende Einsicht in die Untersuchungsakten erhielt, hat er damit das 

Verfahren auf jeden Fall in massgeblicher Weise vereinfacht, zumal er jeweils 

auch das erbeutete Deliktsgut nicht in Frage stellte und den Schaden der Privat-

kläger bis anhin zumindest im Grundsatz anerkannte. Nachdem dem Beschuldig-

ten seitens der Vollzugsbehörden im Übrigen auch ein tadelloses Verhalten im 

vorzeitigen Strafvollzug attestiert wird (vgl. Urk. 69), ist ihm für das entsprechend 

kooperative Verhalten im Verfahren eine deutliche Strafminderung zuzuerkennen, 

welche sich nahe an der vom Bundesgericht für solche Fälle propagierten Drit-

telsgrenze bewegt. 

3.4.  Insgesamt erscheint nach dem Gesagten im Rahmen der 

Täterkomponente eine Reduktion der Sanktion im Bereich von rund 10 Prozent 

den gesamten Umständen angemessen. 

4.  Weitere Aspekte 

4.1.  Beschleunigungsgebot 

a)  Zu beachten ist im Rahmen der Strafzumessung stets auch das Beschleu-

nigungsgebot, welches die Strafbehörden aller Stufen gestützt auf Art. 5 Abs. 1 

StPO verpflichtet, das Verfahren kontinuierlich voranzutreiben, um die beschuldig-

te Person nicht unnötig lange über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Unge-

- 17 - 

wissen zu lassen. Ob die Pflicht zur beförderlichen Erledigung des Verfahrens 

verletzt worden ist, entzieht sich starren Regeln und hängt von den konkreten 

Umständen des Einzelfalles ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind, wobei 

arbeitsintensive Phasen eine weniger intensive Phase kompensieren können (vgl. 

BGE 124 I 142 = Pra 1998 Nr. 117). Kriterien für die Angemessenheit der Verfah-

rensdauer sind etwa die Schwere der Tatvorwürfe, die gebotenen Untersu-

chungshandlungen, die Schwierigkeit und Dringlichkeit der Sache sowie das Ver-

halten der Behörden und der beschuldigten Person. Der Umstand, dass das Ge-

richt im Rahmen der Begründung des Urteils die Ordnungsfrist von Art. 84 Abs. 4 

StPO überschritten hat, stellt dabei nicht bereits per se eine Verletzung des Be-

schleunigungsgebotes dar (vgl. Urteil 6B_1399/2021 vom 7. Dezember 2022, 

E. 4.). 

b)  Vorliegend wurde die Strafuntersuchung durchaus beförderlich geführt, 

doch dauerte es von der erstinstanzlichen Urteilseröffnung bis zur Zustellung des 

begründeten Urteils über 6 Monate, wobei es sich insofern nicht um einen 

besonders aufwändigen Fall handelte, als der Beschuldigte im Sachverhalt 

weitgehend geständig ist. Das Bundesgericht geht für solche Fälle von 

verzögerten Urteilsbegründungen von einer allenfalls leichten Verletzung des 

Beschleunigungsgebotes aus, welche für sich allein in der Regel noch keine 

Strafminderung rechtfertigt (vgl. Urteil 6B_1399/2021 vom 7. Dezember 2022, 

E. 4.). Gleichermassen ist für den vorliegenden Fall zu entscheiden, zumal die 

zweitinstanzliche Berufungsverhandlung beförderlich angesetzt und durchgeführt 

wurde und dem Beschuldigten dadurch ein gewisser kompensatorischer Effekt zu 

Gute kommt.  

4.2.  Strafempfindlichkeit  

a)  Der Beschuldigte hat zahlreiche gesundheitliche Gebrechen, welche ihm 

das Leben in der Haft erschweren (vgl. zuletzt Prot. I S. 17 f.; Urk. 73 S. 5 f.), 

doch weisen diese auch in ihrer Gesamtheit nicht die Schwere auf, dass die 

Voraussetzungen für eine Strafreduktion aufgrund erhöhter Strafempfindlichkeit 

gegeben wären. Die bundesgerichtlichen Anforderungen an diesen 

Reduktionsgrund sind denn auch entsprechend hoch und werden grundsätzlich 

- 18 - 

nur bei aussergewöhnlichen Umständen bejaht, welche hier nicht vorliegen 

(vgl. Urteile 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019, E. 3.4. und 6B_1416/2017 vom 

29. November 2018, E. 1.4.4.). 

b)  Soweit die Verteidigung im Übrigen in diesem Zusammenhang auf die 

erschwerten Haftbedingungen bzw. eine unrechtmässige Isolationshaft verweist 

(Urk. 76 S. 9), so lassen sich auch diese Aspekte nicht unter den genannten 

Strafzumessungsgrund subsumieren. Sie weisen darüber hinaus auch keinen ei-

genständigen Gehalt im Rahmen der Strafzumessung auf, soweit damit nicht ge-

radezu ein zusätzlicher Strafcharakter verbunden ist, welcher nachweislich über 

die gebotene Härte des Freiheitsentzuges hinausgeht.  

5.  Strafart 

5.1.  Was die Festlegung der Strafart betrifft, so lässt die Vorinstanz die vom 

Bundesgericht in diesem Zusammenhang praktizierte konkrete Methode ausser 

Acht, wenn sie festhält, dass das Asperationsprinzip bereits dann greift, wenn für 

sämtliche Delikte (abstrakt) die gleiche Sanktionsart angedroht ist (Urk. 55 S. 29). 

Vielmehr ist anhand der konkret ausgefällten Strafen zu entscheiden, inwiefern 

die für die Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB geforderte Gleichartigkeit vorliegt 

und infolgedessen das Asperationsprinzip greift, wobei vorliegend für die einzel-

nen Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche wie auch für den einfachen 

Diebstahl und die einzelnen Widerhandlungen gegen das Ausländerrecht theore-

tisch eine Geldstrafe ausgefällt werden könnte (vgl. dazu BGE 144 IV 217, E. 2.2.; 

BGE 142 IV 265, E. 2.3.2.). 

5.2.  Allerdings ist für den vorliegenden Fall zu konstatieren, dass aufgrund der 

engen Verflechtung mit dem qualifizierten Diebstahl, für welchen ohnehin nur eine 

Freiheitsstrafe in Betracht fällt, und der Intensität der Delinquenz für den einfa-

chen Diebstahl, die Sachbeschädigungen und die Hausfriedensbrüche ebenfalls 

lediglich eine Freiheitsstrafe in Betracht fällt. Aber auch für die Widerhandlungen 

gegen das Ausländerrecht kommt aufgrund der Kadenz und Intensität der Verfeh-

lungen eine Geldstrafe für den Beschuldigten nicht mehr in Betracht, zumal er 

keineswegs ein Ersttäter ist und diesbezüglich insofern ein Zusammenhang mit 

- 19 - 

den Einbruchdiebstählen besteht, als der Beschuldigte eigens zu diesem Zweck 

gewissermassen als Kriminaltourist ins Land eingereist ist. 

6.  Schlussfazit 

6.1.  Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist mithin die für den gewerbs- 

und bandenmässigen Diebstahl festgesetzte Einsatzstrafe von 48 Monaten in 

Beachtung des Asperationsprinzips gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB aufgrund der 

übrigen Delikte angemessen zu schärfen, wobei die Asperation angesichts des 

engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhanges der Delikte nicht allzu stark 

ausfallen darf, so dass sich vorliegend eine Schärfung aufgrund der übrigen Taten 

im Bereich von jeweils 50 Prozent ergibt. Es rechtfertigt sich damit für den 

zusätzlichen Diebstahl sowie die Sachbeschädigungen, Hausfriedensbrüche und 

Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz insgesamt eine Erhöhung von 

12 Monaten, was nach Beurteilung der Tatkomponente eine Freiheitsstrafe von 

60 Monaten ergibt. Berücksichtigt man zudem die vorstehend dargelegte 

Reduktion aufgrund der Täterkomponente im Bereich von 10 Prozent, gelangt 

man zu einer angemessenen Freiheitsstrafe von 54 Monaten, welche aufgrund 

weiterer strafzumessungsrelevanter Aspekte nicht zu korrigieren ist. 

6.2.  Die Angemessenheit des vorstehend festgesetzten Strafmasses wird beim 

Studium der gegenüber dem Mittäter B._____ festgelegten Sanktion im Rahmen 

eines Strafmassvergleiches bestätigt, nachdem Letzterer vom erstinstanzlichen 

Gericht im seinerzeit gleichzeitig durchgeführten Verfahren mit einer 

Freiheitsstrafe von 40 Monaten belegt worden ist (vgl. Urk. 72/62). Zwar verübte 

der Beschuldigte – nebst den acht gemeinsamen Diebstählen – zusätzlich vier 

einschlägige Taten im Alleingang und weist im Vergleich zu seinem Mittäter eine 

zusätzliche Vorstrafe auf, doch erscheint die Diskrepanz der beiden vorinstanzlich 

festgelegten Strafen (im Umfang von 22 Monaten) dennoch zu hoch, zumal die 

fünfjährige Vorstrafe von B._____ jüngeren Datums als die beiden Vorstrafen des 

Beschuldigten ist. Es erweist sich mithin auch unter diesem Gesichtspunkt eine 

Reduktion der Strafe des Beschuldigten als sachgerecht, da im Übrigen nichts 

dafür spricht, dass die den Mittäter betreffende Strafe von vornherein zu milde 

ausgefallen ist. 

- 20 - 

6.3.  An die Freiheitsstrafe des Beschuldigten sind bis und mit heute insgesamt 

978 Tage aufgrund verbüsster Untersuchungshaft und vorzeitig angetretenem 

Strafvollzug anzurechnen (Art. 51 StGB). 

6.4.  Es versteht sich von selbst, dass auch bei der zweitinstanzlich festgesetz-

ten Strafhöhe die Strafe zu vollziehen ist, da ein bedingter Strafvollzug nicht mehr 

in Betracht fällt (vgl. Art. 42 und 43 StGB). 

V.  Landesverweisung 

1.  Die Verteidigung akzeptiert die vorinstanzliche Landesverweisung und rügt 

nur deren angeordnete Dauer von 12 Jahren, welche sie auf 8 Jahre reduziert 

sehen will (Urk. 56 S. 2; Urk. 76 S. 11).  

2.  Gemäss Art. 66a Abs. 1 StGB ist eine obligatorische Landesverweisung für 

5 bis 15 Jahre auszusprechen. Diese Bestimmung lässt offen, nach welchen Kri-

terien die Dauer der Landesverweisung konkret festzulegen ist. Der Botschaft 

lässt sich dazu lediglich entnehmen, dass sie aufgrund der Umstände des 

konkreten Einzelfalles zu bemessen ist und der Entscheid weitgehend im 

Ermessen des Gerichtes liegt, welches sich dabei insbesondere am 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu orientieren hat (Botschaft zur Änderung des 

Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes betr. Umsetzung von Art. 121 

Abs. 3 - 6 BV über die Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer 

vom 26. Juni 2013, BBl 2013 S. 5975 ff., insbes. S. 6021). Gemäss der Lehre ist 

dabei insbesondere die Dauer der Strafe sowie das den entsprechenden Taten 

innewohnende Verschulden zum Richtmass zu nehmen (vgl. 

ZURBRÜGG/HRUSCHKA, BSK StGB I, N 29 zu Art. 66a StGB). Berücksichtigt 

werden können zudem prognostische Elemente, sofern sich daraus besonders 

günstige oder ungünstige Bewährungsaussichten ergeben (vgl. JOSITSCH/EGE/ 

SCHWARZENEGGER, Strafrecht II, 9. Aufl., S. 230 f.). Auch einer allfälligen, aus 

langer Anwesenheit in der Schweiz folgenden Härte kann unter diesem Titel 

Rechnung getragen werden (Urteil 6B_445/2021 vom 6. September 2021, E. 2.). 

- 21 - 

3.  Vorliegend ist für die Haupttat des gewerbs- und bandenmässigen Dieb-

stahls von einem Verschulden im mittleren Bereich auszugehen. Ein besonderer 

Bezug des Beschuldigten zur Schweiz ist nicht auszumachen, da er sich nur zum 

Zweck der Verübung von Straftaten in der Schweiz aufhielt und auch selber an-

gibt, dass es ihm auf die Länge der Landesverweisung nicht ankomme, zumal er 

sowieso nie mehr in die Schweiz einreisen wolle (Urk. 73 S. 21). Prognostisch 

bleiben schliesslich an den Vorbringen des Beschuldigten, sich zukünftig wohl zu 

verhalten (Urk. 73 S. 18; Prot. II S. 9), infolge der einschlägigen Vorstrafen einige 

Zweifel bestehen, auch wenn die Taten mehrere Jahre zurückliegen. Insgesamt 

erweist sich in Berücksichtigung des Verschuldens und des Rückfallrisikos die vo-

rinstanzlich festgesetzte Frist von 12 Jahren als angemessen, weshalb das vo-

rinstanzliche Urteil in diesem Punkt zu bestätigen ist.  

VI.  Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen 

1.  Genugtuungsbegehren des Beschuldigten 

1.1.  Die Verteidigung macht geltend, es sei dem Beschuldigten für die im 

Rahmen der Strafuntersuchung erlittene Isolationshaft im Sinne von Art. 431 

StPO eine angemessene Genugtuung zuzusprechen (Urk. 56 S. 2 f.; Urk. 76 

S. 11). Soweit sie in diesem Zusammenhang eine Rechtsverweigerung der 

Vorinstanz rügt (Urk. 56 S. 3), ist auf die diesbezüglich ausführlichen Erwägungen 

im erstinstanzlichen Entscheid zu verweisen (vgl. Urk. 55 S. 40 ff.). Zutreffend ist 

zwar, dass gestützt auf die besagten Erwägungen im Dispositiv über das 

entsprechende Begehren zu befinden gewesen wäre, doch rechtfertigt diese 

Unterlassung mit Bezug auf einen Nebenpunkt keine Rückweisung, sondern kann 

im Berufungsverfahren ohne Weiteres behoben bzw. nachgeholt werden. 

1.2.  Gemäss Art. 431 Abs. 1 StPO besteht ein Anspruch auf angemessene 

Entschädigung, wenn qualifiziert rechtswidrige Haft angeordnet worden ist, was 

insbesondere dann der Fall ist, wenn die formellen oder materiellen Voraus-

setzungen für die Anordnung oder Fortführung der Haft nicht gegeben sind, 

wovon insbesondere dann auszugehen ist, wenn die Haftgründe gemäss Art. 221 

StPO nicht vorliegen oder kein gesetzmässiges Anordnungsverfahren gemäss 

- 22 - 

Art. 224 StPO durchgeführt worden ist (vgl. WEHRENBERG/FRANK, BSK StPO, N 5 

zu Art. 431 StPO). Demgegenüber greift Art. 431 Abs. 2 StPO, wenn der 

Beschuldigte im Sinne einer Überhaft länger in der Haft verbleiben musste, als 

sich im Nachhinein als gerechtfertigt erwiesen hat, sofern kein Ausgleich in Form 

der Anrechnung an eine unbedingte oder bedingte Sanktion erfolgen kann (vgl. 

Urteil 6B_747/2016 vom 27. Oktober 2016, E. 3.). Die Verteidigung macht 

indessen zu Recht nicht geltend, dass vorliegend die formellen oder materiellen 

Voraussetzungen der Haftanordnung nicht eingehalten worden sind, sondern 

beruft sich im Wesentlichen auf die jedem Freiheitsentzug immanente 

Einschränkung des Grundrechts auf Bewegungsfreiheit. Sie rügt mit ihrer 

Argumentation mithin nicht die Fälle ungesetzlicher bzw. überlanger Haft im Sinne 

von Art. 431 StPO. Vielmehr wendet sie sich gegen die Vollzugsbedingungen des 

Beschuldigten während einer bestimmten Haftphase, wobei sie selber von 

erschwerten Haftbedingungen spricht (vgl. Urk. 45 S. 7; Urk. 76 S. 8). 

Unverhältnismässiges Handeln der Vollzugsbehörden im Zusammenhang mit 

(rechtmässig angeordneten) Zwangsmassnahmen ist aber nicht gestützt auf 

Art. 431 StPO im Rahmen des Strafverfahrens zu rügen, sofern damit nicht eine 

widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung (wie beispielsweise beim Verstoss 

gegen das Folterverbot) verbunden ist, wofür bei einer jeweils tageweisen 

Einzelhaft im Gesamtumfang von 44 Tagen jedoch keine Anhaltspunkte 

bestehen. Ist der Beschuldigte mit den Haftbedingungen nicht einverstanden, hat 

er in diesen Fällen stattdessen den verwaltungsrechtlichen Rechtsweg zu 

beschreiten. Bezeichnenderweise zitiert die Verteidigerin im vorgebrachten 

Zusammenhang denn auch einen Entscheid des Verwaltungsgerichtes des 

Kantons Zürich, um die angebliche Unrechtmässigkeit bzw. Unverhältnis-

mässigkeit des staatlichen Handelns aufzuzeigen (vgl. Urk. 45 S. 8; Urk. 76 

S. 8 f.). Inwiefern die Voraussetzungen für eine Haftung des Staates im 

vorliegenden Fall gegeben sind, ist somit infolge Unzuständigkeit nicht zu prüfen. 

Selbst wenn aber der Beschuldigte in dieser Konstellation dennoch 

Genugtuungsansprüche aus Art. 431 Abs. 1 StPO abzuleiten vermöchte, so wäre 

der Vorinstanz beizupflichten, wenn sie erwägt, dass sich in casu sowohl 

bezüglich der Rechtswidrigkeit des staatlichen Handelns in Zeiten der Pandemie 

- 23 - 

(mit einem dannzumal ausgewiesenen Schutzbedürfnis des als Risikopatient 

geltenden Beschuldigten) als auch bezüglich des Kausalzusammenhanges 

betreffend die vom Beschuldigten geltend gemachten Leiden der entsprechende 

Haftungsnachweis kaum erbringen liesse. 

1.3.  Soweit der Beschuldigte im Übrigen (zumindest sinngemäss) eine man-

gelnde Hafterstehungsfähigkeit ins Feld führt und daraus kompensatorische 

Forderungen für sich ableitet, so ist ihm zu entgegnen, dass diese Frage bereits 

im Rahmen der Haftentlassungs- bzw. Haftunterbrechungsgesuche zu prüfen 

war. Soweit der Beschuldigte betreffend diese für ihn ungünstigen Entscheide 

damals den ordentlichen Rechtsweg nicht ausgeschöpft hat, kann er dies 

nachträglich nicht dergestalt kompensieren, dass er nunmehr im Hauptverfahren 

eine Genugtuung bzw. eine Strafreduktion fordert. 

1.4.  Das entsprechende Genugtuungsbegehren des Beschuldigten ist somit im 

vorliegenden Strafverfahren abzuweisen, soweit aufgrund der Zuständigkeitsfrage 

überhaupt darauf einzutreten ist. 

2.  Kosten- und Entschädigungsfolgen im erstinstanzlichen Verfahren 

  Der Berufungsprozess bestätigt das Urteil des Bezirksgerichtes im Schuld-

punkt vollumfänglich und weicht ansonsten lediglich hinsichtlich der Dauer der 

Strafe vom vorinstanzlichen Verdikt ab. Die im angefochtenen Entscheid ange-

ordnete Kostenauflage zu Lasten des Beschuldigten erweist sich demnach ohne 

Weiteres als gerechtfertigt (vgl. Art. 426 StPO).  

3.  Kosten- und Entschädigungsfolgen im zweitinstanzlichen Verfahren 

3.1.  Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Inwiefern eine Partei im 

Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt davon ab, in welchem 

Ausmass ihre in zweiter Instanz gestellten Anträge gutgeheissen werden (Urteil 

6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015, E. 2.4.1.). 

- 24 - 

3.2.  Die Entscheidgebühr im zweitinstanzlichen Verfahren ist auf Fr. 3'000.– zu 

veranschlagen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 

Abs. 1 lit. b GebV OG).  

3.3.  Der Beschuldigte dringt vor zweiter Instanz mit seinem Antrag im Schuld-

punkt nicht durch. Demgegenüber vermag er hinsichtlich der Bemessung der 

Strafe eine spürbare Verbesserung seiner Position zu erzielen. In 

Berücksichtigung dieses Ergebnisses sind die Kosten des Berufungsverfahrens, 

mit Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung, zu vier Fünfteln dem 

Beschuldigten aufzuerlegen und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  

3.4. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten macht für ihre Bemühungen 

und Barauslagen vor Berufungsgericht den Betrag von Fr. 5'388.88 (inkl. MwSt.) 

geltend (Urk. 75). Der Aufwand ist ausgewiesen und das geltend gemachte 

Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der Anwaltsgebührenverordnung. 

Unter Berücksichtigung der von der Verteidigung erst teilweise inkludierten Auf-

wendungen für die Berufungsverhandlung (inkl. Weg und Nachbesprechung mit 

dem Klienten) erscheint es mithin angemessen, die amtliche Verteidigerin mit ins-

gesamt Fr. 6'600.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

3.5.  Die Kosten der zweitinstanzlichen amtlichen Verteidigung sind ebenfalls 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschuldig-

ten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abtei-

lung, vom 24. November 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird wie folgt schuldig gesprochen: 

− (…) 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

- 25 - 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

− des mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b 
AIG 

− der mehrfachen rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AIG 

2. (…) 

3. (…) 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 27. April 2021 

beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der zuständigen Lagerbe-

hörde zwecks öffentlicher Ausschreibung und allfälliger Rückgabe an den/die Berech-

tigten, eventualiter zur gutscheinenden Verwendung zu Gunsten des Kantons, über-

lassen: 

• Ohrschmuck,1 Paar Ohrringe silberfarben (A014'023'188) 

• Armschmuck, 1 goldfarbener Armschmuck mit Steinen besetzt (A014'023'202) 

• Armschmuck, 1 Halskette silber-/goldfarben, Aufschrift Bocchia (A014'023'213) 

• Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'279) 

• Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'575) 

• Fingerring, 1 Damenring, silberfarben, mit diversen Steinen besetzt 

(A014'228'456). 

5. Die unter der Polis ZH-Nr. 1, 2, 3, 4, sowie Polis SH-Nr. 5, 6 gelagerten Spuren und 

Spurenträger sind nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. April 2021 

beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'000.– wird zur teilweisen Deckung der Verfah-

renskosten verwendet. 

7. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 2 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

8. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 3 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

9. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 4 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

10. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 6 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

- 26 - 

11. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 8 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

12. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 9 wird im Grundsatz anerkannt und im 

Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

13. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 10 wird im Grundsatz anerkannt und 

im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen. 

14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 2 eine Genugtuung von Fr. 300.– 

zzgl. 5 % Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungs-

begehren abgewiesen. 

15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 eine Genugtuung von 

Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Ge-

nugtuungsbegehren abgewiesen. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 6 eine Genugtuung von Fr. 300.– 

zzgl. 5% Zins seit 23. April 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungs-

begehren abgewiesen. 

 17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr.   4'000.00; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr.   3'000.00 Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 10'411.50 Auslagen inner- & ausserkantonale Ver-
fahrenskosten 

Fr.      800.00 Kosten Beschwerdeverfahren OGZ 

Fr. 24'516.95 amtl. Verteidigungskosten (Kt. ZH, Vor-verfahren, bereits bezahlt) 

Fr.   5'882.80 amtl. Verteidigungskosten (Kt. SO, be-
reits bezahlt) 

Fr. 11'701.40 amtl. Verteidigungskosten  
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 18. (…) 

 19. (Mitteilungen) 

 20. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

- 27 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des gewerbs- und bandenmäs-

sigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, teilweise in Ver-

bindung mit Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren, wo-

von 978 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug er-

standen sind. 

3. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für die Dauer 

von 12 Jahren des Landes verwiesen. 

4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 18) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'600.–   amtliche Verteidigung. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln auferlegt und zu 

einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten. 

7. Das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen, soweit da-

rauf eingetreten wird. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben) 
− die Privatklägerschaft (versandt)  

- 28 - 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste (versandt) 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
− das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten. 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 29 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 25. Januar 2023 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Wenker 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Huter 
 

	Urteil vom 25. Januar 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird wie folgt schuldig gesprochen:
	 des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 StGB
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
	 des mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG
	 der mehrfachen rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AIG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 62 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 551 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a StGB für 12 Jahre des Landes verwiesen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 27. April 2021 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der zuständigen Lagerbehörde zwecks öffentlicher Ausschreibung und allfälliger Rückgabe an den/die Berechtigten, even...
	 Ohrschmuck,1 Paar Ohrringe silberfarben (A014'023'188)
	 Armschmuck, 1 goldfarbener Armschmuck mit Steinen besetzt (A014'023'202)
	 Armschmuck, 1 Halskette silber-/goldfarben, Aufschrift Bocchia (A014'023'213)
	 Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'279)
	 Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'575)
	 Fingerring, 1 Damenring, silberfarben, mit diversen Steinen besetzt (A014'228'456).
	5. Die unter der Polis ZH-Nr. 1, 2, 3, 4, sowie Polis SH-Nr. 5, 6 gelagerten Spuren und Spurenträger sind nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. April 2021 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'000.– wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 2 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 3 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 4 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	10. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 6 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	11. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 8 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	12. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 9 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	13. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 10 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 2 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 6 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 23. April 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	19. (Mitteilungen.)
	20. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei nicht des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1, 2 und 3 Abs. 1 und 2 StGB, sondern des gewerbsmässigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB sowie des Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB sc...
	2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu bestrafen. Eventualiter sei der Vollzug der Freiheitsstrafe teilweise, im 18 Monate übersteigenden Teil, aufzuschieben mit einer Probezeit von 3 Jahren.
	3. Der Beschuldigte sei für 8 Jahre des Landes zu verweisen.
	4. Dem Beschuldigten sei für die unrechtmässige Isolationshaft von 44 Tagen eine angemessene Genugtuung im Sinne von Art. 431 StPO auszurichten.
	Erwägungen:
	1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 24. November 2021 wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs aufgeführten Dispositiv des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1, 2 und 3 Abs. 1 und 2 StGB,...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 24. November 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird wie folgt schuldig gesprochen:
	 (…)
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
	 des mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG
	 der mehrfachen rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AIG

	2. (…)
	3. (…)
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 27. April 2021 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der zuständigen Lagerbehörde zwecks öffentlicher Ausschreibung und allfälliger Rückgabe an den/die Berechtigten, even...
	 Ohrschmuck,1 Paar Ohrringe silberfarben (A014'023'188)
	 Armschmuck, 1 goldfarbener Armschmuck mit Steinen besetzt (A014'023'202)
	 Armschmuck, 1 Halskette silber-/goldfarben, Aufschrift Bocchia (A014'023'213)
	 Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'279)
	 Halsschmuck, 1 Halskette, silberfarben (A014'023'575)
	 Fingerring, 1 Damenring, silberfarben, mit diversen Steinen besetzt (A014'228'456).
	5. Die unter der Polis ZH-Nr. 1, 2, 3, 4, sowie Polis SH-Nr. 5, 6 gelagerten Spuren und Spurenträger sind nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. April 2021 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'000.– wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 2 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 3 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 4 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	10. Der Schadenersatzanspruch des Privatklägers 6 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	11. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 8 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	12. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 9 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	13. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 10 wird im Grundsatz anerkannt und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 2 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5 % Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 12. Mai 2018 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 6 eine Genugtuung von Fr. 300.– zzgl. 5% Zins seit 23. April 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	18. (…)
	19. (Mitteilungen)
	20. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren, wovon 978 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für die Dauer von 12 Jahren des Landes verwiesen.
	4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 18) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln auferlegt und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten.
	7. Das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben)
	 die Privatklägerschaft (versandt)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (versandt)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.