# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7d081f4-00c0-5a4e-bff6-2135d450ccb1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.06.2021 PQ210035
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ210035_2021-06-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ210035-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Urteil vom 18. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführer 

 

betreffend Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensver-
waltung nach Art. 394 i. V. m. Art. 395 ZGB  
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der Kammer II des Bezirksrates Zürich 
vom 6. Mai 2021; VO.2021.35 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der 
Stadt Zürich) 
 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Beschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich 

(nachfolgend KESB) vom 5. Januar 2021 wurde für A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer), geboren tt. Juli 1947, eine Vertretungsbeistandschaft mit Ver-

mögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB angeordnet (act. 8/2 = 

KESB act. 32). 

2. Dagegen wehrte sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. März 2021 

beim Bezirksrat Zürich (act. 8/1). Nach Einholung einer Stellungnahme der KESB 

(act. 8/5) trat der Bezirksrat mit Beschluss vom 6. Mai 2021 auf die Beschwerde 

wegen verspäteter Erhebung nicht ein (act. 8/8 =  act. 3). 

3. Am 1. Juni 2021 erhob der Beschwerdeführer gegen den Nichteintretensbe-

schluss des Bezirksrats bei der Kammer Beschwerde und verlangt die Aufhebung 

des Entscheids. Zudem wünscht er, dass das Beschwerdeverfahren vorgezogen 

werde, weil er durch den Beistand Geld verliere (act. 2). 

4. Die Akten der KESB (act. 9/1-43, zitiert als KESB act.) sowie des Bezirksrats 

(act. 8/1-9) wurden von Amtes wegen beigezogen. Auf Weiterungen, namentlich 

das Einholen einer Vernehmlassung der Vorinstanz (vgl. § 68 Abs. 1 EG KESR), 

kann verzichtet werden. Die Sache erweist sich als spruchreif. 

II. 

1.  

1.1 Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB 

und den ergänzenden kantonalen Bestimmungen des Einführungsgesetzes zum 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine 

Bestimmungen, gelten für die Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstan-

zen die Regelungen des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) und, sofern auch 

hier keine Regelung getroffen wird, die Bestimmungen der Schweizerischen Zivil-

- 3 - 

prozessordnung (ZPO) subsidiär (Art. 450f ZGB und § 40 EG KESR). Beschwer-

den gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in 

zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i. V. m. §§ 40 und 63 f. 

EG KESR und § 50 GOG). Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdever-

fahrens können nur die Entscheide des Bezirksrats, nicht diejenigen der KESB 

sein. 

1.2 Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Im Verfahren vor der KESB und den gericht-

lichen Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen 

und das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden (Art. 446 ZGB). 

Von der Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und aufzuzeigen, in-

wiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich 

sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides ausei-

nandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewen-

det bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im Be-

reich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; BGE 

141 III 569 E. 2.3.3 und 138 III 374 E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf sich 

primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-

DROESE/STECK, Art. 450a N 5). Neue Tatsachen und Beweismittel können noch 

bis zum Beginn der Beratungsphase der Rechtsmittelinstanz vorgebracht werden 

(BGE 142 III 413 E. 2.2.6). 

2. Der angefochtene Beschluss wurde dem Beschwerdeführer am 9. Mai 2021 

ausgehändigt (act. 8/9/1), weshalb die am 1. Juni 2021 der Post übergebene Be-

schwerde an die zur Behandlung zuständige II. Zivilkammer des Obergerichts in-

nert 30-tägiger Beschwerdefrist (vgl. 450b Abs. 1 ZGB) erhoben wurde. Sie ent-

hält eine schriftliche Begründung sowie Anträge (act. 2 unten). Damit sind die 

formalen Rechtsmittelvoraussetzungen erfüllt. Ob die oben dargestellten Anforde-

rungen an die Begründungsqualität erfüllt sind, ist im Rahmen der nachfolgenden 

materiellen Prüfung der Beschwerde zu beurteilen. 

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3. Der Bezirksrat begründete seinen Entscheid zusammengefasst damit, ge-

mäss Mitteilungssatz des angefochtenen KESB-Entscheids sei dem Beschwerde-

führer ein begründetes Entscheidexemplar durch die Leitung der Nachtpension an 

der B._____-Strasse … in … Zürich gegen Empfangsschein auszuhändigen ge-

wesen. Aus dem Empfangsschein ergebe sich nur, dass sich der Beschwerdefüh-

rer am 7. Januar 2021 geweigert habe, den Empfangsschein zu unterzeichnen, 

nicht aber, dass er auch die Entgegennahme des Beschlusses abgelehnt habe. 

Es sei gegenteils anzunehmen, dass ihm der Entscheid damals tatsächlich über-

geben worden sei. Aufgrund des Vermerks auf dem Empfangsschein über die 

Verweigerung der Unterschrift könne es zudem nicht sein, dass sich der Be-

schwerdeführer am 7. Januar 2021 im Spital und nicht in der Pension aufgehalten 

habe. Der angefochtene Entscheid gelte deshalb per 7. Januar 2021 als zuge-

stellt, so dass die erst am 17. März 2021 der Post aufgegebene Beschwerde an 

den Bezirksrat verspätet erfolgt sei (act. 3) 

4. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er habe sich bei der 1. Zustellung 

im Spital befunden, was die Post und die Betreuer der Nachtpension der KESB 

mitgeteilt hätten. Zwar sei ihm beim 2. Zustellversuch in der Reha-Klinik der Ent-

scheid übergeben worden. Damals habe der Beistand aber bereits seine Tätigkeit 

begonnen gehabt. Es bestehe kein Grund für die Verbeiständung. Auch sei er vor 

dem Entscheid der KESB zur Anordnung der Beistandschaft nicht angehört wor-

den. Der Entscheid sei deshalb zweifach nichtig. Es gälten somit für die Anfech-

tung keine Fristen. Vermutungsweise sei das Bezirksgericht als Beschwer-

deinstanz und nicht der Bezirksrat zuständig. Die Sache sei in diesem Fall an das 

Bezirksgericht zu überweisen (act. 2). 

5. 

5.1 Unter Hinweis auf die vorstehenden Ausführungen (E. II/1.1) ist entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers der Bezirksrat (und nicht das Bezirksge-

richt) des örtlich zuständigen Kreises für die Behandlung von Beschwerden ge-

mäss Art. 450 ff. ZGB gegen Entscheide der KESB sachlich zuständig (Art. 450f 

ZGB  

i. V. m. §§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). Folglich sind Beschwerden ge-

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gen Entscheide der KESB Stadt Zürich vom Bezirksrat Zürich zu beurteilen. Die 

Einrede der sachlichen Unzuständigkeit des Bezirksrats verfängt deshalb nicht. 

5.2 Der Beschwerdeführer hat die rechtlichen Erwägungen im angefochtenen 

Urteil zur Zustellung von Entscheiden nicht beanstandet. Darauf kann vorweg 

grundsätzlich verwiesen werden (act. 3 E. 2.2). Die Zustellungsvorschriften der 

ZPO garantieren, dass gerichtliche Urkunden zugestellt werden können und ein 

Verfahren unter Beachtung der Verfahrensrechte der beteiligten Personen ord-

nungsgemäss durchgeführt und abgeschlossen werden kann. Die Zustellung er-

folgt durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Emp-

fangsbestätigung (Art. 138 Abs. 1 ZPO). § 121 GOG bestimmt für den Kanton Zü-

rich übereinstimmend, dass die Zustellung auf andere Weise als durch einge-

schriebene Postsendung gegen Empfangsbestätigung erfolgt, und konkretisiert, 

dass sie insbesondere durch Angehörige des Gerichts, den Gemeindeammann 

oder die Polizei vorgenommen werden kann (§ 121 GOG). Wie sich aus der For-

mulierung "insbesondere" ergibt, ist die Aufzählung nicht abschliessend (vgl. auch 

HAUSER/SCHWERI/LIEBER, GOG-Kommentar, 2. Auflage, § 121 N 26). Die Zustel-

lung auf andere Weise verlangt zwingend die Unterzeichnung einer Empfangsbe-

stätigung durch den Empfänger (LUKAS HUBER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Auflage 

2016, Art. 138 N 28). Grundsätzlich ist die Sendung dem Adressaten zuzustellen. 

Kann die persönliche Übergabe nicht erfolgen, sieht das Gesetz Ersatzzustellun-

gen vor. Danach ist die Sendung zugestellt, wenn sie von einer (vom Adressaten) 

angestellten oder im gleichen Haushalt lebenden, mindestens 16 Jahre alten Per-

son entgegengenommen wurde (Art. 138 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Bei einem Empfän-

ger in einer öffentlichen Anstalt (Heim, Spital, Gefängnis usw.) sind der Inhaber 

oder die Leitung der Anstalt oder deren Bevollmächtigte oder Angestellte zur Ent-

gegennahme der Sendung berechtigt (BGE 117 III 5 E. 1 = Pra 1992 Nr. 166 so-

wie LUKAS HUBER, DIKE-Komm-ZPO, 138 N 43; BSK ZPO-GSCHWEND, 3. Auflage, 

Art. 138 N 12). Allerdings bleiben Anweisungen des Gerichts, eine Urkunde dem 

Adressaten persönlich zuzustellen, vorbehalten (Art. 138 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Bei 

erfolgloser Zustellung an den Adressaten oder Ersatzempfänger greift in gewis-

sen Fällen eine Zustellfiktion. So gilt eine Zustellung als erfolgt, wenn der Emp-

fänger die persönliche Zustellung verweigert und dies von der überbringenden 

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Person (Art. 138 Abs. 3 lit. b ZPO) oder dem Empfänger (LUKAS HUBER, DIKE-

Komm ZPO, Art. 138 N 61) festgehalten wird. 

5.3 Gemäss ausdrücklicher Anweisung des Gerichts im Mitteilungssatz (act. 8/2 

Dispositiv-Ziff. 4) hatte die Mitteilung des Entscheids an die Leitung der Nacht-

pension, B._____-Strasse …, … Zürich, zu erfolgen mit dem Ersuchen, dem Be-

schwerdeführer eine Ausfertigung dieses Beschlusses gegen Empfangsschein zu 

übergeben. Auf dem Empfangsschein ist im Titel der Vermerk "EMPFANGS-

SCHEIN (Übergabe)" gedruckt (KESB act. 35). Somit war aufgrund der ausdrück-

lichen Anweisung der KESB im Mitteilungssatz die Zustellung an den Beschwer-

deführer persönlich vorzunehmen. Die Zustellung ist daher erfolgt, sobald der 

Empfangsschein von ihm unterzeichnet wurde. Die Leitung der Nachtpension 

bzw. eine von ihr dazu ermächtigte Person amtete demnach nicht als Ersatzemp-

fängerin im Sinne von Art. 138 Abs. 2 Satz 1 ZPO, sondern (im Anschluss an die 

Schweizer Post) als überbringende Person. 

 Auf dem Empfangsschein befinden sich die handschriftlichen Anmerkungen 

"07.01.2021 Zürich" sowie "Hr. A._____ hat der Unterschrift verweigert" (KESB 

act. 35). Als Urheber der handschriftlichen Anmerkungen wird der Name 

"C._____" sowie der Zusatz "Mitarbeiter von NP" (Nachtpension) angegeben (vgl. 

act. 3 S. 5, 8/5 und KESB act. 34). Eine Unterschrift des Beschwerdeführers als 

Empfänger fehlt auf dem Empfangsschein. Damit mangelt es am beweisbildenden 

Beleg für die Zustellung, nämlich am zwingend vom Beschwerdeführer persönlich 

unterzeichneten Empfangsschein. Protokollierte Aussagen oder ein entsprechen-

der Vermerk auf dem Empfangsschein des überbringenden Mitarbeiters der 

Nachtpension, wonach der Entscheid trotz Verweigerung der Unterschrift dem 

Beschwerdeführer übergeben werden konnte, liegen nicht bei den Akten. Die An-

nahme der  

Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe nur die Unterschrift, nicht aber die Entge-

gennahme des Entscheids verweigert, bleibt damit eine zwar realistische, aber 

nicht belegte Vermutung. Angesichts des Erfordernisses der persönlichen Zustel-

lung erübrigen sich Erwägungen zur Ersatzzustellung an einen Empfängerstell-

vertreter, sondern es bleibt zu prüfen, ob die Zustellfiktion greift. 

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5.4 Gemäss Wortlaut von Art. 138 Abs. 3 lit. b ZPO verlangt die Zustellfiktion 

zunächst die Form der persönlichen Zustellung, was hier wie gesehen erfüllt ist. 

Zusätzlich wird vorausgesetzt, dass die Verweigerung von der überbringenden 

Person oder vom Adressaten (vgl. LUKAS HUBER, DIKE-Komm ZPO, Art. 138 N 

61) festgehalten wird. Der Vermerk über die Verweigerung der Unterschrift wurde 

vom Mitarbeiter der Überbringerin bzw. der Nachtpension, C._____, auf dem 

Empfangsschein angebracht. C._____ ist agogischer Betreuer der Sozialen Ein-

richtungen und Betriebe der Stadt Zürich, zu welchen die Nachtpension gehört 

(KESB act. 34). Hinweise, dass er die Übergabe des Entscheids ohne Ermächti-

gung der Leitung der Pension vorgenommen haben könnte, fehlen gänzlich. 

Demnach sind die Voraussetzungen der fiktiven Zustellung gemäss Art. 138 Abs. 

3 lit. b ZPO erfüllt. 

5.5 Der Beschwerdeführer wendet in diesem Zusammenhang ein, er habe sich 

zum Zeitpunkt der Zustellung gar nicht in der Nachtpension, sondern im Spital 

aufgehalten (act. 2). Damit bestreitet er sinngemäss die Echtheit des Empfangs-

scheins und beruft sich auf Fälschung des Inhalts. Nähere Angaben zu seiner 

pauschalen Behauptung legt er indes nicht dar. Insbesondere erläutert er nicht, 

von wann bis wann und in welchem Spital er damals weilte. Es fehlen daher sub-

stantiierte Bestreitungen im Sinne von Art. 178 ZPO. Seine Behauptung wird zu-

dem durch die Akten weitgehend widerlegt. In der E-Mail vom 30. Dezember 2020 

informierte das Angebotsmanagement des Pflegezentrums D._____ die KESB, 

dass der Beschwerdeführer am nächsten Tag, dem 31. Dezember 2020, aus dem 

Pflegezentrum D._____ austreten werde (KESB act. 31). C._____ teilte überdies 

mit E-Mail vom 7. Januar 2021, dem Tag der Verweigerung der Zustellung, der 

KESB mit, dass der Beschwerdeführer gegen 19.30 Uhr wieder in die Nachtpen-

sion zurückgekehrt sei. Er schilderte zudem dessen abweisendes Verhalten wäh-

rend der letzten Tage in der Nachtpension (KESB act. 34). Diese E-Mails indizie-

ren deutlich, dass sich der Beschwerdeführer am 7. Januar 2021 bereits seit eini-

gen Tagen wieder in der Nachtpension aufhielt. Schliesslich ist nicht einzusehen, 

aus welchem Beweggrund C._____ wahrheitswidrige Angaben auf dem Emp-

fangsschein vermerken sollte. Insgesamt ist der Einwand des Beschwerdeführers, 

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er habe sich zum Zeitpunkt der Zustellung nicht in der Nachtpension aufgehalten, 

nicht schlüssig und durch Dokumente weitgehend widerlegt. 

5.6 Demnach gilt der Entscheid der KESB betreffend Anordnung der Beistand-

schaft aufgrund der Fiktion gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. b ZPO dem Beschwerde-

führer als per 7. Januar 2021 zugestellt. Die Erwägungen der Vorinstanz, die 30-

tägige Rechtsmittelfrist habe am 8. Februar 2021 geendet, weshalb die am 17. 

März 2021 der Post aufgegebene Beschwerde verspätet erfolgt sei (act. 3 E. 2.3), 

sind deshalb nicht zu beanstanden. Eine falsche Tatsachenfeststellung oder un-

richtige Rechtsanwendung durch den Bezirksrat sind nicht auszumachen.  

6. 

6.1 Im Weitern rügt der Beschwerdeführer sinngemäss, die Anordnung der Bei-

standschaft sei grundlos erfolgt und er sei vor dem Entscheid nie angehört wor-

den. Der Beschluss der KESB sei zweifach nichtig und jederzeit anfechtbar (act. 

2).  

6.2 Fehlerhafte Entscheide sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in 

der Regel nur anfechtbar. Als nichtig erweisen sie sich erst dann, wenn der ihnen 

anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als offensichtlich oder 

zumindest leicht erkennbar erweist und die Rechtssicherheit durch die Annahme 

der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Inhaltliche Mängel einer Entschei-

dung führen nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtigkeitsgründe fallen 

vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde 

sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (BGE 145 III 436 E. 4 und 144 IV 362 

E. 1.4.3). 

6.3 Schwere formelle Fehler sind nicht ersichtlich. Insbesondere ist der Vorwurf 

der Verletzung des rechtlichen Gehörs unbegründet. Gemäss Aktennotiz der 

KESB vom 9. Dezember 2020 wurde der Beschwerdeführer am Nachmittag des 

gleichen Tags in der Akutgeriatrie des Stadtspitals Waid durch ein Behördenmit-

glied der KESB persönlich angehört (KESB act. 26). Anlässlich dieses Gesprächs 

wurde er laut Protokoll über die Gefährdungsmeldung der Nachtpension (KESB 

act. 9) informiert, wonach er aufgrund seines Alters und seines gesundheitlichen 

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Zustands Unterstützung in administrativen und finanziellen Belangen benötige. 

Der Beschwerdeführer habe auf Nachfragen unter anderem geantwortet, er wolle 

ganz sicher keine Beiständin, er könne alles noch selber machen. Daraus erhellt, 

dass er anlässlich dieses Gesprächs zur möglichen Anordnung der Beistand-

schaft angehört und über deren Gründe informiert wurde. Daran ändert nichts, 

dass er damals wie heute mit der Anordnung der erwachsenenschutzrechtlichen 

Massnahme offensichtlich nicht einverstanden war und ist. Der Vorwurf der Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs geht somit fehl. Auch bestehen keine Hinweise 

auf anderweitige Verfahrensfehler. Insbesondere befolgte die KESB die gesetzli-

chen Bestimmungen zur Anhörung und Protokollierung gemäss §§ 51 und 52 EG 

KESR. 

 Der Einwand, es bestehe kein Grund für die Beistandschaft, betrifft die ma-

terielle Beurteilung des Entscheids der KESB, was nicht Gegenstand dieses 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens sein kann, zumal sich der Bezirksrat 

mit dieser Frage in seinem Beschluss nicht befasste. Der Beschwerdeführer legt 

überdies nicht näher dar, welche Überlegungen bei der Anordnung der Beistand-

schaft grob falsch gewesen sein sollen, womit jegliche Anhaltspunkte für eine 

qualifiziert falsche materielle Entscheidung, welche ein Einschreiten von Amtes 

wegen rechtfertigen würde, fehlen. 

7. Somit sind sämtliche Rügen des Beschwerdeführers unbegründet, weshalb 

die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Be-

schluss des Bezirksrats Zürich vom 6. Mai 2021 ist zu bestätigen. Mit dem heuti-

gen Entscheid wird die Beschwerde speditiv behandelt, so dass auf den Antrag 

betreffend Vorziehen des Verfahrens mangels Rechtsschutzinteresses des Be-

schwerdeführers nicht weiter einzugehen ist. 

III. 

Die Vorinstanz hat in ihrem Beschwerdeverfahren umständehalber auf die Erhe-

bung von Verfahrenskosten verzichtet (act. 3 Dispositiv-Ziff. II). Diese Lösung er-

weist sich auch für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren als sachgerecht. 

Ausgangsgemäss entfällt eine Parteientschädigung an den Beschwerdeführer. 

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Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der 

Beschluss des Bezirksrats Zürich vom 6. Mai 2021 wird bestätigt. 

2. Es wird keine Entscheidgebühr erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde der Stadt Zürich sowie – unter Rücksendung der einge-

reichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 18. Juni 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Beschluss des Bezirksrats Zürich vom 6. Mai 2021 wird bestätigt.
	2. Es wird keine Entscheidgebühr erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...