# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da3358bf-cc92-51f5-a004-5c1bd714ffeb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.05.2015 S 2015 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-28_2015-05-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 28

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin Moser und Bott als Aktuar ad hoc

URTEIL

vom 19. Mai 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden, 

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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1. A._____ arbeitete zuletzt unter anderem als Verkäuferin bei der B._____ 

AG. Infolge Nichtannahme einer Anpassung der Arbeitsmodalitäten 

kündigte die B._____ AG dieses Arbeitsverhältnis am 10. September 

2014 per 31. Oktober 2014. Am 2. Oktober 2014 meldete A._____ einen 

Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 60 % ab 

dem 3. November 2014 an.

2. Auf entsprechende Aufforderung der Arbeitslosenkasse (ALK) 

Graubünden vom 2. Dezember 2014 hin, führte A._____ in ihrer 

Stellungnahme vom 3. Dezember 2014 sinngemäss aus, dass sie ihre 

Arbeitslosigkeit nicht selbst verschuldet habe.

3. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2014 stellte die ALK Graubünden 

A._____ ab dem 1. November 2014 wegen selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit für 40 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Mit der 

Ablehnung des neuen Arbeitsvertrags habe sie die Kündigung provoziert 

und damit ihre Arbeitslosigkeit selbst verschuldet. Da es sich um eine 

wiederholte Einstellung in der Anspruchsberechtigung handle, sei die 

Einstellungsdauer angemessen verlängert worden. Die von A._____ 

dagegen erhobene Einsprache vom 29. Dezember 2014 wies das Amt für 

Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) mit Einspracheentscheid vom 

27. Januar 2015 ab.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 

21. Februar 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die Aufhebung der Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung und die Auszahlung des Taggelds für die 

eingestellten 40 Tage.

5. In seiner Vernehmlassung vom 18. März 2015 beantragte das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. 

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

im angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 27. Januar 2015. Gegen solche 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) 

in Verbindung mit Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. 

Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 

welchem die Versicherte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat 

(Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da die Beschwerdeführerin im Kanton 

Graubünden wohnt, ist das angerufene Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden als Versicherungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden 

Angelegenheit örtlich zuständig. Die sachliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als Adressatin des Einspracheentscheids ist die 

Beschwerdeführerin zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 59 ATSG), 

weshalb auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde einzutreten ist.

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b) Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht 

überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Der 

versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin beträgt Fr. 2'899.--. Dieser 

wird ihr im Umfang von 80 % entschädigt, womit sie ein Taggeld von 

Fr. 106.90 erhält (Fr. 2'899.-- × 0.8 ÷ 21.7 [Tage/Monat]). Die vorliegende 

Beschwerde richtet sich gegen die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung für 40 Tage. Der Streitwert beträgt damit 

Fr. 4'276.-- (40 x Fr. 106.90). Da der Streitwert somit weniger als 

Fr. 5'000.-- beträgt und die vorliegende Streitsache nicht in 

Fünferbesetzung zu entscheiden ist, ist die Zuständigkeit der 

Einzelrichterin offensichtlich gegeben.

2. a) Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdeführerin zu 

Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab dem 1. November 

2014 für 40 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.

b) Vorliegend hat der Beschwerdegegner die Sachlage einstellungsrechtlich 

gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. b der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; 

SR 837.02) – wonach die Arbeitslosigkeit selbstverschuldet ist, wenn die 

Versicherte das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass 

ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das 

Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zumutbar war – geprüft. Wie 

nachfolgend gezeigt wird, hätte sie die Sachlage jedoch nach Art. 44 

Abs. 1 lit. a AVIV prüfen müssen, wonach die Arbeitslosigkeit dann 

selbstverschuldet ist, wenn die Versicherte durch ihr Verhalten, 

insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, der 

Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben 

hat.

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3. a) Die Differenzierung danach, wer das Arbeitsverhältnis aufgelöst hat, ist 

für die Beurteilung des Selbstverschuldens im Sinne von Art. 30 Abs. 1 

lit. a AVIG, die Beweislast und die Bemessung der Einstellungsdauer 

(Art. 45 Abs. 1 und 3 AVIV) von Bedeutung. So wird nach der Konzeption 

des Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV die Zumutbarkeit des Verbleibens an der 

Arbeitsstelle vermutet, wogegen das der Versicherten zur Last gelegte 

Verhalten nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in beweismässiger Hinsicht klar 

feststehen muss. Im Zusammenhang mit einer Änderungskündigung, mit 

welcher der Arbeitgeber nicht in erster Linie die Beendigung des 

Arbeitsverhältnisses, sondern dessen Weiterführung mit veränderten 

Rechten und Pflichten vorhat, ist das Verhalten der Versicherten im Lichte 

des Tatbestands von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu würdigen (vgl. zum 

Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E.3.2 

mit Hinweisen auf u.a. ARV 2003 Nr. 26 S. 248  sowie NUSSBAUMER, O. 

Arbeitslosenversicherung, in: MEYER [Hrsg.], Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel 

2007, S. 2427 Rz. 831 mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E.2c mit 

Hinweisen auf nicht veröffentlichte E.1 von BGE 124 V 377 und ARV 

1995 Nr. 18 S. 107). Mit anderen Worten fällt auch die zu einer 

Kündigung führende zumutbare Ablehnung einer Vertragsänderung unter 

den Einstellungstatbestand von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (NUSSBAUMER, 

a.a.O. Rz. 831 mit Hinweisen auf u.a. ARV 2003 Nr. 26 S. 248).

b) Vorliegend hat die vormalige Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit der 

Beschwerdeführerin am 10. September 2014 per 31. Oktober 2014 

aufgelöst (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 5). Zu den 

Kündigungsgründen hielt die Arbeitgeberin im Schreiben vom 

28. November 2014 an die Beschwerdegegnerin fest, dass aufgrund 

personeller Veränderungen im Team der Parfümerie, zu welchem auch 

die Beschwerdeführerin gehörte, sei diese darüber informiert worden, 

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dass die Verantwortung für die einzelnen Kosmetikmarken neu im Team 

verteilt würde und sie eine zusätzliche Marke übernehmen müsse. Auf die 

daraufhin erfolgte Forderung der Beschwerdeführerin nach mehr Lohn 

habe nicht eingegangen werden können. Die Beschwerdeführerin habe 

dann gesagt, dass sie das Arbeitsverhältnis auflösen wolle, da es ihr 

zusammen mit ihrer Weiterbildung zu viel werde. Da sie jedoch nicht 

selbst habe kündigen wollen, sei ihr die Kündigung ausgesprochen 

worden (vgl. Bg-act. 7). Die Beschwerdeführerin führte dazu in ihrer 

Stellungnahme vom 3. Dezember 2014 an die Beschwerdegegnerin aus, 

die Arbeitgeberin habe von ihr verlangt, im Rahmen ihres seit dem 

1. Januar 2014 bestehenden 60%igen Arbeitspensums (Betreuung einer 

Kosmetikmarke) eine zweite Kosmetikmarke zu betreuen. Sie habe ihr 

dann mitgeteilt, dass dies für sie aufgrund ihrer im August 2013 

angefangenen Ausbildung zur Religionslehrerin und des dazugehörigen 

Lehrerpensums nicht möglich sei. Ausserdem sei man sich anfangs einig 

gewesen, dass ihre Anstellung die Ausbildung nicht tangieren werde, 

ansonsten sie sich eine andere Stelle gesucht hätte. Die Arbeitgeberin sei 

mit ihrer Haltung nicht einverstanden gewesen und habe ihr nahegelegt, 

dass es bei einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses besser sei, wenn sie 

kündige, weil das im Arbeitszeugnis besser aussehe. Dazu sei sie nicht 

bereit gewesen. Sie habe der Arbeitgeberin erklärt, dass die anfänglich 

vereinbarte Arbeitssituation für sie stimme und sie auf keinen Fall 

kündigen werde, woraufhin ihr von der Arbeitgeberin gekündigt worden 

sei (vgl. Bg-act. 9). Somit ist aufgrund der Akten erstellt und unbestritten, 

dass die vormalige Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit der 

Beschwerdeführerin zu veränderten Bedingungen weiterführen wollte und 

ihr gekündigt hatte, weil die Beschwerdeführerin mit einer Änderung der 

Arbeitsmodalitäten (Übernahme der Verantwortung für eine zusätzliche 

Kosmetikmarke) nicht einverstanden und nicht bereit war, das 

Arbeitsverhältnis unter den geänderten Bedingungen weiterzuführen (vgl. 

Bg-act. 5, 7 und 9). Die Beschwerdeführerin sah sich vor die Wahl 

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gestellt, entweder ihre Arbeitskraft unter den von der Arbeitgeberin 

gestellten Bedingungen weiterzuführen oder aber den Arbeitsvertrag 

selbst zu kündigen (vgl. Bg-act. 9 S. 2). Indem sie beides unterlassen hat, 

hat sie die Arbeitgeberin schliesslich dazu veranlasst, einseitig die 

Kündigung auszusprechen, womit ihr Verhalten Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV 

und nicht Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV zuzuordnen ist.

c) Wie bereits oben in Erwägung 3a erwähnt, kann die Arbeitslosigkeit 

indessen – analog zur freiwilligen Stellenaufgabe gemäss Art. 44 Abs. 1 

lit. b AVIV – nur dann als selbstverschuldet gelten, wenn das Beibehalten 

der Stelle unter den geänderten vertraglichen Bedingungen für die 

Versicherte zumutbar war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E.2d mit 

Hinweisen auf ARV 1986 Nr. 23 S. 91 und ARV 1976 Nr. 18 S. 114; vgl. 

auch NUSSBAUMER, a.a.O. Rz. 831 mit Hinweisen auf u.a. ARV 2003 

Nr. 26 S. 248). Vorliegend sollte die Beschwerdeführerin weiterhin zu 

einem Pensum von 60 % arbeiten, jedoch eine zusätzliche Aufgabe 

(Betreuung einer zweiten Kosmetikmarke) übernehmen. Die 

Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde insbesondere geltend, seit 

August 2014 erteile sie einer 1. Schulklasse zwei Lektionen 

Religionsunterricht pro Woche. Dies sei Bestandteil ihrer Ausbildung zur 

Religionslehrerin. Die Vor- und Nachbereitung dieses Unterrichts seien 

aufwändig. Auch seien die Ausbildungstage und das Heimstudium noch in 

vollem Gang gewesen. Zudem habe sie auch eine Familie, die auf sie 

angewiesen sei. Sie sei daher zum Schluss gekommen, dass die von der 

Arbeitgeberin geforderte Übernahme einer zusätzlichen Kosmetikmarke 

mit allem was dazugehöre (Produkte kennenlernen, an Schulungen 

teilnehmen, Promotionen durchführen, Bestellungen machen, 

Markenbetreuung, Kunden auf hohem Niveau beraten etc.) parallel zu 

ihrer bisherigen Tätigkeit bei der Arbeitgeberin (Betreuung einer anderen 

Kosmetikmarke) und der Ausbildung zur Religionslehrerin inklusive des 

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Schulunterrichts ihre Kapazitäten bei weitem übersteige. Auch habe sie 

befürchtet, durch die Überlastung ein Burn-out zu erleiden.

d) Dass sich das bisherige Arbeitspensum der Beschwerdeführerin von 

60 % mit der geplanten Änderung der Arbeitsmodalitäten erhöht hätte, ist 

den Akten nicht zu entnehmen und wird auch nicht geltend gemacht. 

Somit hätte der Beschwerdeführerin bei einer Annahme der 

Vertragsänderung grundsätzlich nicht weniger Zeit für ihre Weiterbildung 

inklusive des Religionsunterrichts zur Verfügung gestanden als bisher. 

Insbesondere zu berücksichtigen ist vorliegend die Tatsache, dass die 

vormalige Arbeitgeberin ihren Standort voraussichtlich per Ende Januar 

2016 schliessen wird. Aufgrund dieser speziellen Situation ist es für diese 

schwierig, neue Mitarbeiter einzustellen, weshalb sie von bestehenden 

Mitarbeitenden Mehrleistungen verlangen muss. Die Beschwerdeführerin 

macht geltend, die Übernahme der Verantwortung für eine zusätzliche 

Marke hätte einen grossen Mehraufwand für sie bedeutet. Dabei zählt sie 

jedoch hauptsächlich Aufgaben auf, die sie schon aufgrund ihrer 

bisherigen mehrjährigen Tätigkeit als Verkäuferin im Kosmetikbereich 

kennt (Promotionen durchführen, Bestellungen machen, 

Markenbetreuung, Kunden beraten). Sie verkennt die ausserordentliche 

Situation der vormaligen Arbeitgeberin, welche bis zur Schliessung des 

bisherigen Standorts auf sie angewiesen war und von ihr eine gewisse 

Flexibilität erwartet hatte, zumal die verbleibende Zeit bis zur 

voraussichtlichen Schliessung per Ende Januar 2016 absehbar war. 

Warum die Beschwerdeführerin ihre angefangene Ausbildung zur 

Religionslehrerin nicht auch flexibler gestalten, unterbrechen oder zu 

einem späteren Zeitpunkt hätte weiterführen können, ist vorliegend 

ebenfalls nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin erhebt denn auch 

keine Einwände gegen die entsprechenden Ausführungen des 

Beschwerdegegners in dessen Stellungnahme vom 18. März 2015. Die 

Einzelrichterin kommt deshalb zum Schluss, dass die Vertragsänderung 

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vorliegend für den Zeitraum bis zur voraussichtlichen Schliessung des 

Standorts der Arbeitgeberin per Ende Januar 2016 für die 

Beschwerdeführerin zumutbar war.

e) Nach der Rechtsprechung liegt kein Selbstverschulden vor, wenn und 

soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit objektiven 

Faktoren zuzuschreiben ist; vielmehr muss es in einem nach den 

persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der 

Versicherten gründen, für das die Versicherung die Haftung nicht 

übernimmt. Die Versicherte muss zudem gemäss Art. 20 lit. b des 

Übereinkommen Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) 

über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 

vom 21. Juni 1988 (nachfolgend Übereinkommen; SR 0.822.726.8), das 

für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist, vorsätzlich zu 

seiner Entlassung beigetragen haben. Diese Bestimmung ist auch im 

Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar, wobei 

eventualvorsätzliches Verhalten genügt. Eventualvorsatz ist anzunehmen, 

wenn die betroffene Person vorhersehen kann oder vorhersehen muss, 

dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt (vgl. 

zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 

E.4.1 mit Hinweisen). Vorliegend führte die Beschwerdeführerin in ihrer 

Stellungnahme vom 3. Dezember 2014 an den Beschwerdegegner selbst 

aus, dass sie ihrer vormaligen Arbeitgeberin gesagt habe, wenn das 

bisherige Arbeitsverhältnis für diese nicht mehr „stimme“, dann müsse sie 

(die Arbeitgeberin) ihr kündigen, was die Arbeitgeberin dann auch getan 

habe (vgl. Bg-act. 9 S. 2). Der Beschwerdeführerin musste sich demnach 

bewusst sein, dass bei Ablehnung der vorgeschlagenen Änderung der 

Arbeitsmodalitäten eine Kündigung erfolgen könnte, was sie somit auch in 

Kauf nahm. Damit ist ein zumindest eventualvorsätzliches Verhalten 

gegeben. Die Beschwerdeführerin hätte mithin bis zum Finden einer 

neuen Stelle die geänderten Arbeitsmodalitäten bei der bisherigen 

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Arbeitgeberin als Beitrag zur Schadensminderung akzeptieren müssen. 

Indem sie dies nicht tat und der Arbeitgeberin damit Anlass zur 

Kündigung gab, hat sie ihre Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 

lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV selbst verschuldet. Die 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgte demnach zu Recht.

4. a) Es bleibt somit zu prüfen, ob die Dauer der Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung in der Höhe von 40 Tagen dem Verschulden der 

Beschwerdeführerin angemessen ist.

b) Gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach 

dem Grad des Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis 

15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 

Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Wird die 

Versicherte wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt, so wird 

die Einstellungsdauer angemessen verlängert. Für die Verlängerung 

werden die Einstellungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt (Art. 45 

Abs. 5 AVIV). Da es sich beim Entscheid über die Einstellungsdauer 

naturgemäss um einen Ermessensentscheid handelt, bei welchem den 

Verfügungsinstanzen ein grosser Ermessungsspielraum zusteht, ist dem 

Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der Einstellungsdauer 

Zurückhaltung geboten (BGE 126 V 353 E.5d; Urteil des Bundesgerichts 

8C_22/2008 vom 5. März 2008 E.3). Es darf sein Ermessen nicht ohne 

triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern 

muss sich bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche 

eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (BGE 126 V 353 E.5d, 123 V 150 E.2 mit weiteren Hinweisen).

c) Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin für die Dauer von 40 Tagen in 

der Anspruchsberechtigung eingestellt. Da es sich gemäss Ausführungen 

des Beschwerdegegners um eine wiederholte Einstellung in der 

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Anspruchsberechtigung gehandelt habe, sei die Einstellungsdauer 

gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV erhöht worden. Nach Rückfrage des Gerichts 

beim Beschwerdegegner steht fest, dass die Beschwerdeführerin mit 

Verfügung der ALK Graubünden vom 17. Dezember 2013 und damit 

innerhalb des genannten Zeitraums von zwei Jahren (vgl. oben Erwägung 

4b) wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a 

AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV ab dem 1. November 2013 für 34 

Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden war. Da es sich 

vorliegend somit um die zweite Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a 

AVIG handelt, ist die Einstellungsdauer grundsätzlich angemessen zu 

erhöhen. Vorab ist allerdings das Verschulden der Beschwerdeführerin im 

vorliegend zu beurteilenden Fall zu prüfen. Hier ist zu berücksichtigen, 

dass die Beschwerdeführerin während ihrer Anstellung bei der vormaligen 

Arbeitgeberin offenbar zu deren Zufriedenheit tätig war. Aus den Akten 

ergibt sich jedenfalls nichts Gegenteiliges. Die Auflösung ihres Vertrags 

erfolgte denn auch aus dem einzigen Grund, dass über die Fortführung 

des Arbeitsverhältnisses zu geänderten Bedingungen (Übernahme der 

Verantwortung für eine zusätzliche Kosmetikmarke bei gleichbleibendem 

Arbeitspensum von 60 % und gleichem Lohn) keine Einigung erzielt 

werden konnte. Die Beschwerdeführerin muss sich somit lediglich 

vorwerfen lassen, die spezielle Situation der Arbeitgeberin, wonach diese 

ihren Standort per Ende Januar 2016 voraussichtlich schliessen wird, 

nicht berücksichtigt zu haben und nicht Hand für die von der Arbeitgeberin 

vorgeschlagene Änderung der Arbeitsmodalitäten geboten zu haben. Ihr 

Verhalten war fehlerhaft, bedeutet indessen nach den gegebenen 

Umständen kein schweres Verschulden. Gerechtfertigt und angemessen 

ist hier eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im unteren Bereich 

des mittelschweren Verschuldens (vgl. Art. 45 Abs. 3 lit. b AVIV). Die 

Einzelrichterin erachtet im vorliegenden Fall eine Einstellungsdauer von 

20 Tagen als angemessen. An dieser Stelle ist nun die genannte 

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Erhöhung gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV zu berücksichtigen. Die vom 

Beschwerdegegner vorgenommene Erhöhung der Einstellungsdauer im 

Umfang von sechs Tagen ist nicht zu beanstanden. Somit ergibt sich 

gesamthaft eine Einstelldauer von 26 Tagen (20 Tage + sechs Tage 

Erhöhung wegen wiederholter Einstellung aufgrund selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG). 

5. a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die 

Beschwerdeführerin durch ihr Verhalten der Arbeitgeberin Anlass zur 

Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, weshalb die Einstellung 

in der Anspruchsberechtigung – wenn auch fälschlicherweise aufgrund 

von lit. b statt lit. a des Art. 44 Abs. 1 AVIV – zu Recht erfolgte. Die 

Einstelldauer wird jedoch von 40 auf 26 Tage reduziert.

b) Gerichtskosten werden vorliegend keine erhoben, da das Verfahren vor 

dem kantonalen Versicherungsgericht – ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung – gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 

lit. a ATSG kostenlos ist. Der nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführerin steht praxisgemäss keine aussergerichtliche 

Entschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt die Einzelrichterin

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der Einspracheentscheid 

vom 27. Januar 2015 wird aufgehoben und die verfügte Dauer der 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung wird von 40 auf 26 Tage 

reduziert. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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4. [Mitteilungen]