# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b8f2a0e-767c-5e7e-b085-3c8e9449b1a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.10.2011 BVGE 2011/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2011-36_2011-10-17.pdf

## Full Text

2011/36 Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

 

 

798 BVGE / ATAF / DTAF 

 

36 

Auszug aus dem Urteil der Abteilung V 
i. S. A. gegen Bundesamt für Migration 

E–5604/2011 vom 17. Oktober 2011 

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren). 

Zuständigkeit nach Dublin II-Verordnung. 

Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1. Art. 3 Abs. 2 der 

Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur 

Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehöri-

gen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dub-

lin II-VO). Art. 3 und Art. 13 EMRK. Art. 33 FK. 

1. Die Rückführung des Beschwerdeführers nach Griechenland 

wird im Sinne einer Ausnahme zur im Grundsatzurteil BVGE 

2011/35 festgelegten Praxis als zulässig erachtet. Er kann mit 

einer angemessenen Behandlung und einem ordentlichen Asyl-

verfahren rechnen, da die griechischen Behörden der Rück-

führung ausdrücklich zugestimmt und die Registrierung des 

Asylgesuchs bestätigt haben. Zudem war der Beschwerdeführer 

während seines mehrjährigen Aufenthalts in Griechenland im 

Besitze einer entsprechenden Bewilligung und er konnte legal 

arbeiten. 

2. Es droht kein Verstoss gegen das menschenrechtliche Refoule-

ment-Verbot von Art. 3 EMRK und Art. 33 FK, weil keine indi-

viduelle Verfolgung im Heimatstaat geltend gemacht wurde. 

Non-entrée en matière sur une demande d'asile et renvoi (Dublin). 

Compétence selon le règlement Dublin II. 

Art. 34 al. 2 let. d LAsi. Art. 29a al. 3 OA 1. Art. 3 al. 2 du règlement 

(CE) n
o
 343/2003 du Conseil du 18 février 2003 établissant les cri-

tères et mécanismes de détermination de l'Etat membre responsable 

de l'examen d'une demande d'asile présentée dans l'un des Etats 

membres par un ressortissant d'un pays tiers (règlement Dublin II). 

Art. 3 et art. 13 CEDH. Art. 33 Convention du 28 juillet 1951 relative 

au statut des réfugiés (ci-après: Conv. réfugiés).  

Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

2011/36 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 799 

 

1. Le transfert du recourant vers la Grèce est considéré comme 
licite en tant qu'exception à la pratique établie par l'arrêt de 

principe ATAF 2011/35. Le requérant peut compter sur un traite-

ment approprié et sur une procédure d'asile régulière, car les 

autorités grecques ont expressément accepté son renvoi et ont 

confirmé l'enregistrement de sa demande d'asile. En outre, du-

rant son séjour de plusieurs années en Grèce, le recourant béné-

ficiait d'une autorisation adéquate et pouvait travailler légale-

ment. 

2. Il n'y a pas de risque de violation du principe de non-refoulement 
de l'art. 3 CEDH et de l'art. 33 Conv. réfugiés, car aucune per-

sécution individuelle dans le pays d'origine n'a été invoquée. 

Non entrata nel merito di una domanda di asilo e allontanamento 

(procedura Dublino). Esame della competenza secondo il Regola-

mento Dublino II. 

Art. 34 cpv. 2 lett. d LAsi. Art. 29a cpv. 3 OAsi 1. Art. 3 cpv. 2 del 

regolamento (CE) n. 343/2003 del Consiglio, del 18 febbraio 2003, 

che stabilisce i criteri e i meccanismi di determinazione dello Stato 

membro competente per l'esame di una domanda di asilo presentata 

in uno degli Stati membri da un cittadino di un Paese terzo (Regola-

mento Dublino II). Art. 3 e art. 13 CEDU. Art. 33 della Convenzione 

del 28 luglio 1951 sullo statuto dei rifugiati (qui di seguito: Conv. 

rifugiati). 

1. Il trasferimento del ricorrente verso la Grecia è eccezionalmente 
considerato legittimo, in deroga alla prassi sancita nella sentenza 

di principio DTAF 2011/35. Il ricorrente può far conto su un trat-

tamento adeguato e una procedura di asilo regolare, poiché le au-

torità greche hanno accettato formalmente il suo rinvio e confer-

mato la registrazione della sua domanda di asilo. Inoltre, nei suoi 

vari anni di soggiorno in Grecia gli era stata rilasciata un'oppor-

tuna autorizzazione e poteva svolgere legalmente un'attività lavo-

rativa. 

2. Non essendo stata invocata alcuna persecuzione individuale nel 
Paese di origine, non vi è alcun rischio di violazione del principio 

di non respingimento sancito all'art. 3 CEDU e all'art. 33 Conv. 

rifugiati.  

2011/36 Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

 

 

800 BVGE / ATAF / DTAF 

 

 

Der Beschwerdeführer suchte am 5. Mai 2011 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

Mit Verfügung vom 29. September 2011 trat das Bundesamt für Migra-

tion (BFM) gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerde-

führers nicht ein und ordnete seine Wegweisung nach Griechenland 

sowie deren sofortigen Vollzug an. Zur Begründung führte die Vorinstanz 

aus, der Beschwerdeführer habe nachweislich am 20. März 2007 in Grie-

chenland ein Asylgesuch gestellt. Die griechischen Behörden hätten das 

an sie gestellte Ersuchen um Übernahme des Beschwerdeführers gutge-

heissen und somit sei Griechenland für die Durchführung des Asylge-

suchs zuständig. Mit Beschwerde vom 10. Oktober 2011 beantragte der 

Beschwerdeführer, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das 

BFM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten; eventualiter sei 

ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

Das Bundesverwaltungsgericht weist die Beschwerde ab. 

Aus den Erwägungen: 

6.   
6.1 Nach der Bestimmung von Art. 3 Abs. 2 der Verordnung (EG) 
Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kri-

terien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 

gestellten Asylantrags zuständig ist (Amtsblatt der Europäischen Union L 

50/1 vom 25.2.2003, nachfolgend: Dublin II-VO) – auf welche sich der 

Beschwerdeführer sinngemäss beruft – kann die Schweiz jedoch ein 

Asylgesuch materiell prüfen, auch wenn nach den einschlägigen Krite-

rien der Dublin II-VO ein anderer Staat zuständig ist (Selbsteintritts-

recht). Diese Bestimmung ist nicht direkt anwendbar, sondern kann nur 

in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder internationa-

len Rechts angerufen werden (BVGE 2010/45 E. 5). Droht jedoch ein 

Verstoss gegen übergeordnetes Recht, namentlich ein Verstoss gegen eine 

zwingende Norm des Völkerrechts, so besteht ein einklagbarer Anspruch 

auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts (BVGE 2010/45 E. 7.2; vgl. 

CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG, Dublin II-Verordnung. Das 

europäische Asylzuständigkeitssystem, 3. Aufl., Wien/Graz 2010, K8 zu 

Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

2011/36 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 801 

 

Art. 3). Erweist sich demnach im Einzelfall, dass durch die Überstellung 

nach den Bestimmungen zur Dublin II-VO das Refoulement-Verbot nach 

Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) oder die Garantien nach der Konvention 

vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-

freiheiten (EMRK, SR 0.101), des Internationalen Paktes vom 

16. Dezember 1966 über bürgerliche und politische Rechte (SR 0.103.2), 

oder des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (SR 0.105) verletzt würden, so muss vom Selbsteintrittsrecht 

Gebrauch gemacht werden. 

6.2 Vor dem Hintergrund der zunehmend manifesten Probleme der 
griechischen Behörden bei der Behandlung von Asylsuchenden (vgl. 

dazu das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 

[EGMR], M.S.S. gegen Belgien und Griechenland vom 21. Januar 2011, 

Beschwerde Nr. 30696/09) hat das Bundesverwaltungsgericht die Frage 

der Zulässigkeit von Rücküberstellungen nach Griechenland einer einge-

henden Prüfung unterzogen. Dabei hat sich bestätigt, dass Griechenland 

mit der Betreuung und Behandlung der grossen Zahl von Asylsuchenden 

im Land weitgehend überfordert ist und das griechische Asylsystem 

erhebliche Mängel aufweist (vgl. dazu BVGE 2011/35). Im Rahmen der 

Prüfung wurde vom Bundesverwaltungsgericht namentlich erkannt, dass 

für Personen, welche nach den Bestimmungen zum Dublin-Verfahren 

nach Griechenland rücküberstellt werden, vorab das Risiko besteht, 

direkt nach ihrer Ankunft für längere Zeit und unter teils nicht tragbaren 

Bedingungen in Administrativhaft genommen zu werden. Diesbezüglich 

musste einerseits festgestellt werden, dass sich die Administrativhaft – 

aufgrund der unbestimmten Dauer, aber gerade auch aufgrund der Unter-

bringungsverhältnisse – häufig als mit Art. 3 EMRK unvereinbar erweist 

(vgl. BVGE 2011/35 E. 4.1 und E. 4.8). Wird anderseits rücküberstellten 

Personen die Einreise nach Griechenland bewilligt, so sind sie – wie 

praktisch alle Asylsuchenden in Griechenland – in der Regel auf sich 

allein gestellt, da die von den griechischen Behörden zur Verfügung 

gestellte Infrastruktur in keinem Verhältnis zur Anzahl der Asylsuchen-

den steht. Griechenland ist damit im Regelfall nicht in der Lage, hin-

reichende Aufnahmebedingungen zu schaffen. Vielmehr besteht das 

Risiko, dass grundlegende Ansprüche von Asylsuchenden verletzt wer-

den (vgl. BVGE 2011/35 E. 4.3 und E. 4.9). Schliesslich gestaltet sich für 

Asylsuchende auch der Zugang zum griechischen Asylverfahren als sehr 

2011/36 Nicheintreten auf Asylgesuch 
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schwierig, und das Verfahren selbst genügt allzu oft grundlegenden An-

forderungen nicht. So unterstehen Asylsuchende einer Meldepflicht, wel-

che jedoch aus faktischen Gründen nur mit grosser Mühe einzuhalten ist. 

Viele Asylsuchende rutschen daher in die Illegalität ab (vgl. BVGE 

2011/35 E. 4.2).  

Weiter weist das Asylverfahren selbst erhebliche Mängel auf, indem 

Asylsuchende – mangels Übersetzung und juristischer Unterstützung – 

häufig nicht in der Lage sind, ihre Asylgründe tatsächlich einzubringen 

und im Falle eines negativen Entscheides von ihrem Beschwerderecht 

Gebrauch zu machen. Dabei ist sowohl die erste Instanz, insbesondere 

aber auch die zweite Instanz völlig überlastet, was zusätzlich zu überlan-

gen Verfahrensdauern führt. Das griechische Asylverfahren weist weitere 

zum Teil sehr erhebliche Defizite auf, womit im Resultat die Rechtsweg-

garantien nach Art. 13 EMRK sehr oft nicht erfüllt werden (vgl. BVGE 

2011/35 E. 4.4 und E. 4.7). Wer sich nicht um eine Registrierung küm-

mert, oder dazu aufgrund der faktischen Erschwernisse nicht in der Lage 

ist, rutscht wie erwähnt in die Illegalität. In diesem Falle – unter Um-

ständen aber auch bei noch laufenden Asylverfahren – droht eine Ab-

schiebung, namentlich in Richtung der Türkei, gegebenenfalls aber auch 

direkt in den Heimatstaat (vgl. BVGE 2011/35 E. 4.5). 

6.3 Aufgrund der vorstehend beschriebenen Umstände – namentlich 
der nachweislichen Verletzung internationaler Verpflichtungen durch die 

griechischen Behörden, insbesondere nach Art. 3 und Art. 13 EMRK aber 

auch nach Art. 33 FK – ist das Bundesverwaltungsgericht im vorer-

wähnten Urteil zum Schluss gelangt, dass im Falle von Griechenland die 

Vermutung eines konventionsgemässen Verhaltens des Dublin-Vertrags-

staates, welches im Falle von Verfahren nach den Bestimmungen zur 

Dublin II-VO vorausgesetzt wird, nicht mehr aufrechterhalten werden 

kann. 

In diesem Zusammenhang bleibt aber gleichzeitig festzuhalten, dass auch 

vor dem Hintergrund der festgestellten Unzulänglichkeiten des griechi-

schen Asylsystems nicht von einer generellen Unzulässigkeit von Rück-

führungen nach Griechenland auszugehen ist; den besonderen Um-

ständen des Einzelfalles ist weiterhin Rechnung zu tragen, womit im 

Einzelfall – wenn günstige Voraussetzungen vorliegen – an der Rückfüh-

rung nach Griechenland festgehalten werden kann (vgl. BVGE 2011/35 

E. 4.13 mit weiterem Hinweis). So sei (gemäss BVGE 2011/35) aus-

nahmsweise eine Rückführung nach Griechenland möglich, wenn davon 

Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

2011/36 

 

 

BVGE / ATAF / DTAF 803 

 

ausgegangen werden könne, der Asylsuchende entgehe den unmen-

schlichen Bedingungen einer Haft am Flughafen und das Risiko des di-

rekten oder indirekten Refoulements könne ausgeschlossen werden. Dies 

sei insbesondere dann der Fall, wenn die betroffene Person über ein 

dauerndes Aufenthaltsrecht verfüge. 

6.4 Vorliegend ist zunächst zu berücksichtigen, dass die griechi-
schen Behörden der Rückübernahme des Beschwerdeführers mit Schrei-

ben vom 2. September 2011 ausdrücklich zugestimmt haben, wobei sie 

darauf hinwiesen, dass eine von ihm gegen die erstinstanzlichen Ab-

weisung seines Asylgesuches eingereichte Beschwerde registriert worden 

und diese nach wie vor hängig sei. Demnach ist es ihm gelungen, sich in 

Griechenland registrieren zu lassen, er erhielt von der Abweisung seines 

Asylgesuches durch die erste Instanz Kenntnis, und er war in der Lage, 

fristgerecht eine Beschwerde gegen die betreffende Verfügung einzu-

reichen. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Zugang 

zum Asylverfahren in Griechenland fand und sein hängiges Asylbegeh-

ren nach seiner Rückkehr dorthin wieder aufnehmen kann. Ferner ist den 

Akten zu entnehmen, dass er während seines mehrjährigen Aufenthalts in 

Griechenland legal arbeitete und in der Lage war, seine existenziellen 

Bedürfnisse zu sichern. Ohne die beschriebenen schweren Mängel des 

Asylverfahrens in Griechenland zu verkennen, kann in Anbetracht der 

geschilderten Umstände des vorliegenden Einzelfalls der Schluss gezo-

gen werden, dass der Beschwerdeführer in Griechenland mit einer ange-

messenen Behandlung und einem ordentlichen Asylverfahren rechnen 

kann. 

Im Weiteren verfügt der Beschwerdeführer als Asylsuchender zwar nicht 

über ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Griechenland und muss daher 

mit einer Rückführung in seinen Heimatstaat rechnen. Es ist jedoch zu 

beachten, dass er zur Begründung seines Asylgesuchs in der Schweiz 

keine individuelle Verfolgung in seinem Heimatstaat geltend machte, 

sondern ausschliesslich auf die schlechte Sicherheitslage und die un-

befriedigende wirtschaftliche Situation in Afghanistan verwies. Es liegen 

demnach keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass ihm in seinem 

Heimatstaat das Risiko einer menschenrechtswidrigen Behandlung droht, 

weshalb eine allfällige Rückführung dorthin weder einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK noch gegen das in Art. 33 FK statuierte Non-Refoulement-

Verbot darstellen würde. Der Verweis in der Beschwerdeeingabe auf ein 

Urteil des EGMR (M.S.S. gegen Belgien und Griechenland vom 21. Ja-

2011/36 Nicheintreten auf Asylgesuch 
(Dublin-Verfahren) 

 

 

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nuar 2011, Beschwerde Nr. 30696/09) vermag diese Einschätzung nicht 

in Frage zu stellen, da die Sachverhalte entgegen der in der Beschwerde 

vertretenen Auffassung nicht vergleichbar sind. 

Schliesslich sind auch keine weiteren schwerwiegenden humanitären 

Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. Au-

gust 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zu erkennen, welche einer Überstellung 

des Beschwerdeführers nach Griechenland entgegenstehen und aus 

diesem Grunde einen Selbsteintritt als angezeigt erscheinen lassen wür-

den. Insbesondere hat das BFM zu Recht und mit zutreffender Begrün-

dung die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alter und damit 

seine angebliche Minderjährigkeit als unglaubhaft erachtet. Der Be-

schwerdeführer hat denn auch in seiner Beschwerdeeingabe die diesbe-

züglichen Erwägungen der Vorinstanz nicht bestritten. Vielmehr hat er 

auf dem Deckblatt seiner Beschwerdeschrift als Geburtsdatum (…) ver-

merkt, was der Annahme, er sei volljährig, entspricht. 

6.5 Nach dem Gesagten ist das BFM zu Recht in Anwendung von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten.