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**Case Identifier:** a017c674-d100-513f-8301-dc56550a1f05
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.09.2025 100 2024 228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-228_2025-09-09.pdf

## Full Text

100.2024.228U
HAT/AEN/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. September 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Aellen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 
infolge Sozialhilfeabhängigkeit (Entscheid der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern vom 8. Juli 2024; 2023.SIDGS.786)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.09.2025, Nr. 100.2024.228U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ (Jg. 1974), Staatsangehöriger der Türkei, reiste 1991 in die 
Schweiz ein, wo ihm 1993 unter Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
Asyl gewährt wurde. In der Folge erhielt er die Aufenthalts- und im März 1996 
die Niederlassungsbewilligung. Im April 2000 heiratete er eine türkische 
Staatsangehörige. Das Paar hat einen Sohn (Jg. 2000). Im Oktober 2008 
erklärte A.________ den Verzicht auf Flüchtlingseigenschaft und Asyl, wor-
auf das Bundesamt für Migration (BFM; heute Staatssekretariat für Migration 
[SEM]) am 14. Oktober 2008 feststellte, das gewährte Asyl sei erloschen und 
A.________ gelte nicht mehr als Flüchtling im Sinn des internationalen Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge. Im März 
2009 wurde die Ehe zwischen A.________ und seiner Ehefrau geschieden. 
Der gemeinsame Sohn wurde zunächst unter die elterliche Sorge und in die 
Obhut der Mutter gestellt. Seit Oktober 2010 lebt er (mit Unterbrüchen) bei 
A.________, worauf die Eltern im Januar 2011 die gemeinsame elterliche 
Sorge und die Übertragung der Obhut auf A.________ vereinbarten. Dieser 
Vereinbarung stimmte die Erwachsenen- und Kindesschutzkommission der 
Stadt Bern am 22. Februar 2011 zu. Seit September 2010 wird A.________ 
von der Sozialhilfe unterstützt. Im Jahr 2019 wurde er förmlich verwarnt und 
ihm der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung angedroht für den Fall, 
dass er sich nicht längerfristig von der Sozialhilfe ablösen könne und weitere 
Schulden generiere. 

Mit Verfügung vom 3. November 2023 widerrief die Einwohnergemeinde 
(EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die Nie-
derlassungsbewilligung von A.________ wegen andauernder Sozialhilfeab-
hängigkeit und wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus dem Schen-
genraum und der Europäischen Union (EU) weg. 

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B.

Dagegen erhob A.________ am 16. November 2023 Beschwerde bei der Si-
cherheitsdirektion des Kantons Bern (SID). Diese wies die Beschwerde am 
8. Juli 2024 ab, soweit sie darauf eintrat, und setzte A.________ eine neue 
Ausreisefrist auf den 8. September 2024. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege wies sie ebenfalls ab.

C.

Gegen den Entscheid der SID hat A.________ am 7. August 2024 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben. Mit Eingabe vom 19. August 2024 ersucht er ausser-
dem um unentgeltliche Rechtspflege.

Die SID beantragt mit Vernehmlassung vom 3. Oktober 2024 die Abweisung 
der Beschwerde. Zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich 
eines Antrags enthalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt 
von E. 1.2 hiernach einzutreten.

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1.2 Die SID ist mangels schutzwürdigen Interesses auf das Begehren 
des Beschwerdeführers nicht eingetreten, ihm sei die Niederlassungsbewil-
ligung zu verlängern (angefochtener Entscheid E. 1.2; vgl. vorne Bst. B). Der 
Beschwerdeführer äussert sich zum teilweisen Nichteintreten nicht, obschon 
er die vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragt 
(vgl. vorne Bst. C). Seine Beschwerde genügt diesbezüglich den gesetzli-
chen Begründungsanforderungen nicht (BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 32 N. 22). Insoweit ist auf sie nicht einzutreten. Gleiches gilt, so-
weit die SID mit dem angefochtenen Entscheid (auch) das Gesuch des Be-
schwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen hat (ange-
fochtener Entscheid E. 7.3; vgl. vorne Bst. B), äussert sich der Beschwerde-
führer doch hierzu ebenfalls nicht.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Strittig sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [Ausländer- 
und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20]). Sie kann unter anderem widerru-
fen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, für 
die sie oder er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozi-
alhilfe angewiesen ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG). Ein Widerruf soll in Betracht 
kommen, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen er-
halten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für 
ihren Lebensunterhalt sorgen wird (vgl. etwa BGer 2C_498/2024 vom 
4.2.2025 E. 5.1; BVR 2020 S. 121 [VGE 2019/5 vom 30.10.2019] nicht publ. 
E. 5.3.1). Vorausgesetzt ist, dass konkret die Gefahr einer fortgesetzten und 
erheblichen Fürsorgeabhängigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken 

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genügen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen ist 
auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwä-
gen (BGE 149 II 1 E. 4.4; VGE 2019/224 vom 14.7.2021 E. 5.1 [bestätigt 
durch BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022], auch zum Folgenden). Die 
Gründe für die Sozialhilfeabhängigkeit bilden nicht Frage des Widerrufs-
grunds, sondern der Verhältnismässigkeit der Entfernungsmassnahme 
(BGer 2C_498/2024 vom 4.2.2025 E. 5.1; BVR 2020 S. 121 [VGE 2019/5 
vom 30.10.2019] nicht publ. E. 5.3.1).

2.2 Der Beschwerdeführer hat im Zeitraum von September 2010 bis Ok-
tober 2023 (bis Ende 2018 zusammen mit seinem mittlerweile volljährigen 
Sohn) Sozialhilfeleistungen im Gesamtbetrag von über Fr. 400'000.-- bezo-
gen; zuletzt wurde er mit Leistungen von monatlich rund Fr. 1'700.-- unter-
stützt (vgl. Akten EG Bern [act. 8B] pag. 60, 92, 165, 186, 203), gemäss sei-
nem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege soll die Unterstützung aktuell 
Fr. 1'270.-- betragen. Angesichts der fortbestehenden Unterstützungsbe-
dürftigkeit dürfte sich der Gesamtbetrag bis heute noch wesentlich erhöht 
haben. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass die Erheblich-
keitsschwelle, welche das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zu 
Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG entwickelt hat (BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022 
E. 2.2.1, 2C_263/2016 vom 10.11.2016 E. 3.1.3 mit Hinweisen), klarerweise 
erreicht ist, auch wenn der auf den Sohn entfallende Anteil ausgeschieden 
wird. Es fehlen zudem Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in 
Zukunft selber für seinen Lebensunterhalt aufkommen könnte und nicht 
mehr auf Sozialhilfe angewiesen sein wird. Er geht seit 2008 keiner regulären 
Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr nach (Akten EG Bern [act. 8B] 
pag. 92); diesbezügliche Integrationsversuche sind gescheitert (hinten 
E. 4.1.5, auch zum Folgenden). Seit 2016 hat der Beschwerdeführer weder 
im ersten noch im zweiten Arbeitsmarkt gearbeitet oder sich auch nur um 
Arbeit bemüht. Indem er geltend macht, aus gesundheitlichen Gründen nicht 
in der Lage gewesen zu sein, einer «richtigen Arbeit» nachzugehen, und zu-
gleich beanstandet, sein Gesundheitszustand werde im angefochtenen Ent-
scheid «verharmlost» (vgl. Beschwerde S. 1 f.), bringt er deutlich zum Aus-
druck, dass er sich weiterhin nicht imstand sieht, einer Erwerbstätigkeit nach-
zugehen und sich von der Sozialhilfe zu lösen. Mit einer Rente der Invaliden-
versicherung (IV) dürfte nach der zweiten erfolglosen Anmeldung (vgl. ange-

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fochtener Entscheid E. 4.2.2, 4.3.1; Akten EG Bern [act. 8B] pag. 177 ff.) de-
finitiv nicht zu rechnen sein. Bei diesen Gegebenheiten kann dem Beschwer-
deführer keine positive Prognose gestellt werden. Der Widerrufsgrund von 
Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG ist damit erfüllt.

3.

Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss die Verhältnismässigkeit der Entfer-
nungsmassnahme.

3.1 Da der Beschwerdeführer seit weit über zehn Jahren (Richtwert) 
rechtmässig in der Schweiz lebt, kann er sich auf das Recht auf Achtung des 
Privatlebens nach Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonven-
tion (EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) berufen (BGE 144 I 266 E. 3.9, 149 I 207 E. 5.3.4). Nicht tangiert ist 
hingegen das Recht auf Achtung des Familienlebens. Der Beschwerdeführer 
macht zwar glaubhaft geltend, eine enge Beziehung zu seinem volljährigen 
Sohn zu pflegen, der an einer schweren Depression leide und IV-Bezüger 
sei (Beschwerde S. 2). Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis ist damit je-
doch weder ersichtlich noch dargetan, weshalb die Aufenthaltsbeendigung 
insoweit nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 
Abs. 1 BV eingreift (BGE 144 II 1 E. 6.1; BGer 2C_323/2024 vom 14.4.2025 
E. 4.1, 2C_498/2024 vom 4.2.2025 E. 6.1). Die SID hat ein solches daher zu 
Recht verworfen (angefochtener Entscheid E. 5.2.2).

3.2 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung 
sind nur zulässig, wenn sie aufgrund einer Interessenabwägung als verhält-
nismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 Abs. 1 AIG). Beeinträch-
tigt die Entfernungsmassnahme – wie hier – das Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 
EMRK; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage der Interessenabwägung Art. 8 
Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 36 Abs. 3 BV (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7, 144 II 1 
E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Die von Art. 8 Ziff. 2 EMRK 
verlangte Interessenabwägung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AIG, 
weshalb in ein und demselben Prüfschritt geklärt werden kann, ob die gegen 
den Beschwerdeführer gerichtete Entfernungsmassnahme mit Art. 96 Abs. 1 

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AIG und Art. 8 Ziff. 2 EMRK vereinbar ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2; 
BGer 2C_498/2024 vom 4.2.2025 E. 6.2; JTA 2023/172 vom 21.11.2023 
E. 5.1 [bestätigt in BGer 2C_20/2024 vom 17.4.2024]).

3.3 Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die öffentli-
chen Interessen an der Entfernungsmassnahme und die privaten Interessen 
der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall (BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 
S. 543 E. 4.1). In der vorliegenden Konstellation sind namentlich folgende 
Kriterien zu berücksichtigen: die Schwere des Verschuldens an der Sozial-
hilfeabhängigkeit, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit in der Schweiz sowie die der betroffenen Person und ihrer Fa-
milie drohenden Nachteile. Zu beachten ist auch die Qualität der sozialen, 
kulturellen und familiären Beziehungen sowohl im Gast- wie auch im Heimat-
staat (statt vieler BGer 2C_217/2024 vom 7.1.2025 E. 8, 2C_43/2022 vom 
18.1.2023 E. 4.2; VGE 2022/386 vom 6.5.2025 E. 4.2). 

4.

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses ergibt sich Folgendes:

4.1 Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während Jahren 
und in erheblichem Umfang Sozialhilfe bezogen (vgl. vorne E. 2.2). 

4.1.1 Mit Blick auf die Gewichtung des öffentlichen Interesses ist zu unter-
scheiden, ob die Sozialhilfeabhängigkeit selbstverschuldet ist oder nicht 
(BGer 2C_357/2023 vom 12.7.2024 E. 5.1, 2C_746/2020 vom 4.3.2021 
E. 6.4.2, 2C_937/2020 vom 18.2.2021 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Für 
die Frage, ob der Beschwerdeführer seine Sozialhilfeabhängigkeit (teilweise) 
selbst verschuldet hat, ist der gesamte Zeitraum des Sozialhilfebezugs zu 
betrachten (BGer 2C_40/2023 vom 31.7.2023 E. 4.2 mit Hinweis auf 
2C_1018/2016 vom 22.5.2017 E. 6.3.2; VGE 2019/224 vom 14.7.2021 
E. 7.1 [bestätigt durch BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022]; je betreffend Ent-
fernungsmassnahmen).

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4.1.2 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer gesundheitlich ange-
schlagen ist. Gemäss dem jüngsten Bericht vom 8. August 2024 des Haus-
arztes leidet er namentlich an einer depressiven Symptomatik sowie an Rü-
ckenproblemen (linksseitiges sensomotorisches S1-Syndrom bei u.a. links-
seitiger Diskushernie und Osteochondrose; Beschwerdebeilage 2 [act. 3A]). 
Ferner besteht seit 15-20 Jahren ein schädlicher Gebrauch von Alkohol und 
(wohl daraus folgend) eine Polyneuropathie. Im Herbst 2016 wurde der Be-
schwerdeführer aufgrund seiner depressiven Symptomatik in der Tagesklinik 
der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) behandelt. In den 
Jahren 2017 (wohl im August) und 2018 (von anfangs September bis an-
fangs Oktober) sowie vom 20. September bis 14. Dezember 2023 war der 
Beschwerdeführer jeweils krankgeschrieben (zum Ganzen angefochtener 
Entscheid E. 4.3.1; Akten EG Bern [act. 8B] pag. 91 sowie 104 f., 195, 202, 
211; Akten SID [act. 8A] pag. 42 f.). Strittig ist, ob die physischen und psy-
chischen Leiden des Beschwerdeführers derart schwerwiegend waren und 
immer noch sind, dass sie ihn daran hinderten bzw. hindern, einer Erwerbs-
tätigkeit nachzugehen.

4.1.3 Die Behandlung in der Tagesklinik der UPD im Herbst 2016 (E. 4.1.2 
hiervor) deutet darauf hin, dass die depressive Symptomatik des Beschwer-
deführers seinerzeit eine gewisse Schwere erreichte und ihn wohl zumindest 
für kurze Zeit an der Arbeitsaufnahme hinderte. Auch im August 2017 war er 
aus psychischen Gründen für eine gewisse Dauer arbeitsunfähig, weshalb 
ihn sein Hausarzt an einen Psychiater überwies. Für die restliche Zeit gibt es 
demgegenüber keine Hinweise, dass der Beschwerdeführer zufolge seines 
psychischen Leidens nicht arbeitsfähig gewesen wäre. Zudem konsultierte 
er den Psychiater trotz Überweisung im Herbst 2017 bis zum April 2019 
nicht. Der Sozialdienst kam diesbezüglich zum Schluss, dass es dem Be-
schwerdeführer an Kooperationsbereitschaft fehle (Akten EG Bern [act. 8B] 
pag. 91 f.). Der Beschwerdeführer macht geltend, ab Juni 2019 wöchentlich 
in die Therapie gegangen zu sein (Akten EG Bern [act. 8B] pag. 105); er 
reichte jedoch keine Unterlagen ein, die dies belegen würden. Weshalb er 
im Herbst 2018 erneut krankgeschrieben war, lässt sich den Akten nicht ent-
nehmen. In Bezug auf die jüngste Krankschreibung im letzten Quartal 2023 
geht aus den eingereichten Arztzeugnissen lediglich hervor, dass der Be-
schwerdeführer knapp drei Monate lang vollständig arbeitsunfähig war (Ak-

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ten EG Bern [act. 8B] pag. 195, 202, 211; Akten SID [act. 8A] pag. 42 f., auch 
zum Folgenden). Entgegen der Vorinstanz (angefochtener Entscheid 
E. 4.3.1) kann die Beweiskraft der betreffenden Arztzeugnisse nicht pau-
schal relativiert werden, weil sie vom Hausarzt stammten, der sich als sol-
cher in Zweifelsfällen eher zugunsten seines Patienten äussert (vgl. 
BGE 135 V 465 E. 4.5; BVR 2012 S. 424 [VGE 2011/215 vom 20.1.2012] 
nicht publ. E. 3.2; VGE 2017/255 vom 12.9.2018 E. 6.2). Die zwei jüngsten 
sind von einem Facharzt für Neurochirurgie (spezialisiert u.a. auf Wirbelsäu-
lenchirurgie und Rückenmedizin) verfasst worden. Allerdings enthalten alle 
vier Zeugnisse keine Angaben zur gesundheitlichen Beeinträchtigung des 
Beschwerdeführers und zu den konkreten Gründen für seine Arbeitsunfähig-
keit und haben deshalb ohnehin nur geringe Aussagekraft (vgl. 
BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). 

4.1.4 Nach dem Gesagten kann – selbst wenn der Sachverhalt zugunsten 
des Beschwerdeführers gewürdigt wird – höchstens davon ausgegangen 
werden, dass dieser jeweils für einen (2016, 2017, 2018) bzw. drei Monate 
(2023) arbeitsunfähig war; dies einerseits aufgrund seiner depressiven Sym-
ptomatik (2016 und 2017) und andererseits wohl wegen Rückenleiden 
(2023). Der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren eingereichte Arztbericht 
vom 8. August 2024 (vorne E. 4.1.2) attestiert dem Beschwerdeführer für die 
jüngere Vergangenheit keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Weiter steht fest, dass 
die IV eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit im Jahr 2010 verneinte und 
auf ein neues Leistungsbegehren im Jahr 2022 nicht eintrat, weil sich die 
tatsächlichen Verhältnisse nicht nachweislich erheblich geändert hatten (an-
gefochtener Entscheid E. 4.2.2, 4.3.1; Akten EG Bern [act. 8B] pag. 91, 
177 f.). Bei diesen Gegebenheiten ist nicht anzunehmen, seine gesundheit-
lichen Beschwerden hätten den Beschwerdeführer seit Beginn des Sozialhil-
febezugs vollumfänglich und dauerhaft daran gehindert, eine zumutbare 
(den Rückenproblemen angepasste) Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt an-
zunehmen. Anders als der Beschwerdeführer dies empfindet (Beschwerde 
S. 2), hat die Vorinstanz seinen Gesundheitszustand nicht «verharmlost», 
indem sie die abschlägigen IV-Entscheide mitberücksichtigt hat. In der Pra-
xis ist anerkannt, dass sich auch in ausländerrechtlichen Verfahren aus (ne-
gativen) IV-Entscheiden entscheiderhebliche Informationen zur Arbeitsfähig-
keit Betroffener ableiten lassen (vgl. BGer 2C_23/2023 vom 16.2.2023 

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E. 4.1, 2C_716/2021 vom 18.5.2022 E. 3.2.2 [betrifft VGE 2019/224 vom 
14.7.2021], 2C_288/2020 vom 18.8.2020 E. 4.2; VGE 2022/386 vom 
6.5.2025 E. 5.1.5, 2022/75 vom 14.2.2024 E. 5.6.1; Marco Weiss, Betrach-
tung ausgewählter Massnahmen des Ausländerrechts, mit einem besonde-
ren Blick auf die Rückstufung und die Verwarnung, in Jusletter 17.5.2021, 
Rz. 15). So ist der jüngere Entscheid der IV-Stelle dahin zu verstehen, dass 
es dem Beschwerdeführer (auch) im zweiten Gesuchsverfahren nicht ge-
lang, eine gesundheitlich bedingte, anspruchsbegründende Beeinträchti-
gung seiner Erwerbsfähigkeit darzutun. Damit geht die Vorinstanz zutreffend 
davon aus, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum des Sozialhilfebezugs 
(September 2010 bis heute) grundsätzlich arbeitsfähig war. Dem Beschwer-
deführer war und ist es mithin zumutbar, sich um eine geeignete (seinem 
Rückenleiden angepasste) Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt zu bemühen. 

4.1.5 Solche Bemühungen des Beschwerdeführers sind indes nicht doku-
mentiert. Sein Einwand, er habe trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden 
versucht, einer Arbeit nachzugehen, stellt eine unbelegte Behauptung dar 
(vgl. Beschwerde S. 1). Wohl sind kürzere Arbeitseinsätze für das kommu-
nale Kompetenzzentrum Arbeit bekannt (als Küchenmitarbeiter und in der 
Bauteilbörse, um das Jahr 2010 sowie ab Ende Juni 2015 bis längstens im 
Sommer 2016). Die Kosten auf dem zweiten Arbeitsmarkt haben freilich 
ebenfalls Sozialhilfecharakter. Es geht dabei darum, die beruflichen und so-
zialen Kompetenzen der betroffenen Person zu verbessern, damit sie ihren 
Weg auf den ersten Arbeitsmarkt finden und sich von der Sozialhilfe lösen 
kann (BGer 2C_870/2018 vom 13.5.2019 E. 5.3.3, 2C_1092/2015 vom 
13.6.2016 E. 2.3; zur Pflicht, an solchen Integrationsmassnahmen teilzuneh-
men, vgl. Art. 28 Abs. 2 Bst. c i.V.m. Art. 35 Abs. 2 des Gesetzes vom 
11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; 
BSG 860.1]). Die entsprechenden Integrationsversuche scheiterten beim 
Beschwerdeführer jedoch; dies nicht (nur) aufgrund seines Gesundheitszu-
stands, sondern auch wegen mangelnder Motivation und des fehlenden Wil-
lens, seine Situation dauerhaft zu verändern (Akten EG Bern [act. 8B] 
pag. 92 f., wonach der Beschwerdeführer nur, aber immerhin motiviert war, 
sich mit einer Tätigkeit im Kompetenzzentrum Arbeit «abzulenken»). So 
zeigte sich der Beschwerdeführer etwa auch nicht bereit, die depressive 
Symptomatik behandeln zu lassen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.2.1; 

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Akten EG Bern [act. 8B] pag. 91 f., 93). Dass sich eine Therapie positiv auf 
seine beruflichen Möglichkeiten hätte auswirken können, liegt auf der Hand; 
weshalb sie ihm nicht hätte zumutbar sein sollen, ist hingegen weder darge-
tan noch ersichtlich. Unter den gegebenen Umständen kann sich der Be-
schwerdeführer nicht mit Erfolg auf seine (insb. auch psychischen) gesund-
heitlichen Probleme berufen, um sein Integrationsdefizit und die damit ver-
bundene langjährige Sozialhilfeabhängigkeit zu rechtfertigen (angefochtener 
Entscheid E. 4.3.1). 

4.1.6 Der Beschwerdeführer betreute ab 2010 seinen damals 10-jährigen 
Sohn. Nach ständiger ausländerrechtlicher Rechtsprechung ist es (selbst al-
leinerziehenden) Müttern oder Vätern spätestens ab dem dritten Lebensjahr 
des jüngsten Kindes möglich und zumutbar, sich – unabhängig vom gewähl-
ten Familienmodell – um eine Arbeitsstelle zumindest in Teilzeit zu bemühen, 
um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen (vgl. etwa 
BGer 2C_592/2020 vom 28.4.2022 E 9.3.1; BVR 2025 S. 81 5.5, 2020 
S. 443 E. 5.2.2; VGE 2022/311 vom 9.5.2023 E. 4.2.1, je mit weiteren Hin-
weisen). Den Angaben des Beschwerdeführers zufolge besuchte sein Sohn 
neben der Schule die Tagesschule; vorübergehend hielt er sich auch in ei-
nem Wohnheim auf (Akten EG Bern [act. 8B] pag. 104, 219). Die Betreu-
ungsaufgaben des Beschwerdeführers hielten sich damit bis zum Schulab-
schluss des Sohnes im Rahmen des Üblichen. Was der Sohn danach 
machte, ist nicht bekannt. Aus den Akten geht lediglich hervor, dass er mit 
Erreichen der Volljährigkeit bzw. ab 1. Februar 2019 aus der Unterstützung-
seinheit des Beschwerdeführers genommen und durch die Fachstelle 
«Junge Erwachsene» betreut wurde. Seit einigen Jahren beziehe der Sohn 
eine Invalidenrente (Beschwerde S. 2). All dies deutet darauf hin, dass sich 
für den Sohn nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit keine Anschluss-
lösung (Zwischenjahr, Anlehre, Berufslehre o.ä.) ergeben hat. Jedoch findet 
sich in den Akten nicht und behauptet auch der Beschwerdeführer nicht, 
dass sich sein Betreuungsaufwand dadurch wieder erhöht hätte. Die Betreu-
ungspflichten des Beschwerdeführers relativieren seine Mitverantwortung an 
der Sozialhilfeabhängigkeit daher nur geringfügig (vgl. auch angefochtener 
Entscheid E. 4.3.2, 4.3.4). 

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4.1.7 Mit Verfügung vom 29. August 2019 wurde der Beschwerdeführer 
gemäss Art. 96 Abs. 2 AIG formell verwarnt und ihm der Widerruf der Nie-
derlassungsbewilligung angedroht; er erfülle – trotz seiner gesundheitlichen 
Beschwerden – klar den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit (Art. 63 
Abs. 1 Bst. c AIG) und habe sich darüber hinaus in der Höhe von 
Fr. 72'490.50 verschuldet (Akten EG Bern [act. 8B] pag. 108 ff., 112). Dem 
Beschwerdeführer war damit seit Jahren bewusst, dass er eine Anstellung 
im ersten Arbeitsmarkt suchen und sich von der Sozialhilfe ablösen musste. 
Dennoch bringt er keine Belege für eine Stellensuche im Rahmen seiner 
Möglichkeiten ab seiner Sozialhilfeabhängigkeit (2010) bei. Seither und 
spätestens (wieder) seit Abschluss des zweiten IV-Verfahrens im Jahr 2022 
hat der Beschwerdeführer – auch unter Berücksichtigung seiner gesundheit-
lichen Situation – viel zu wenig für seine wirtschaftliche Integration unternom-
men. Die langjährige Sozialhilfeabhängigkeit beruht auf seiner Passivität und 
fehlenden Motivation, sich im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und wieder 
selber für seine Lebenshaltungskosten aufzukommen.

4.1.8 Nach dem Gesagten lässt sich die Sozialhilfeabhängigkeit des Be-
schwerdeführers – über die ganze Bezugsperiode betrachtet – nicht mit sei-
ner gesundheitlichen Situation oder mit familiären Betreuungspflichten er-
klären oder rechtfertigen. Er hat den andauernden Sozialhilfebezug selber 
zu vertreten. 

4.2 Während seiner Sozialhilfeabhängigkeit und auch noch nach seiner 
ausdrücklichen Verwarnung am 29. August 2019 (vorne E. 4.1.7) hat der Be-
schwerdeführer Schulden generiert, obschon er Sozialhilfe erhielt; per 9. Ok-
tober 2023 war er mit 74 Verlustscheinen im Umfang von Fr. 80'741.60 im 
Betreibungsregister verzeichnet. Wie es sich für die Folgezeit verhält, ist 
nicht aktenkundig. Der Beschwerdeführer ist überdies straffällig geworden 
(Wiederhandlung gegen das Sozialhilfegesetz, zwölf Stunden gemeinnüt-
zige Arbeit; Widerhandlung gegen das Waffengesetz, bedingte Geldstrafe 
von 15 Tagessätzen zu je Fr. 50.--). Der Beschwerdeführer setzt den dies-
bezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen nichts entgegen, weshalb inso-
weit auf den angefochtenen Entscheid verwiesen wird (E. 5.2.1 mit Aktenbe-
legen). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.09.2025, Nr. 100.2024.228U, 
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4.3 Insgesamt ist mit der Vorinstanz von erheblichen öffentlichen Interes-
sen an der Entfernungsmassnahme auszugehen.

5.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration 
in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Familienan-
gehörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen.

5.1 Dem 51-jährigen Beschwerdeführer wurde nach seiner Einreise in die 
Schweiz 1991 im Jahr 1993 unter Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
Asyl gewährt. Anschliessend erhielt er zunächst die Aufenthalts- und danach 
die Niederlassungsbewilligung. Es ist von einer langen Aufenthaltsdauer 
auszugehen, auch wenn der Zeit, welche er kraft aufschiebender Wirkung 
der erhobenen Rechtsmittel hier verbracht hat (seit November 2023), nicht 
derselbe Stellenwert zukommt wie einem bewilligten Aufenthalt (vgl. vorne 
Bst. A und E. 3.3).

5.2 Die beruflich-wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers muss 
als misslungen beurteilt werden: Anfänglich arbeitete er zwar als Hilfsarbei-
ter in der Küche oder im Reinigungsdienst (Akten EG Bern [act. 8B] pag. 17, 
19, 92). Seit 2008 geht er jedoch keiner Erwerbstätigkeit auf dem ersten Ar-
beitsmarkt mehr nach und war auch nur für kurze Zeit in Beschäftigungspro-
grammen tätig. Er bezieht seit September 2010 in erheblichem Umfang wirt-
schaftliche Sozialhilfe, da er nicht gewillt war, sich in den ersten Arbeitsmarkt 
zu integrieren (zum Ganzen vorne E. 2.2, 4.1.5). In Hinsicht auf seine 
Sprachkenntnisse bestreitet der Beschwerdeführer nicht, dass – gemessen 
an seiner Aufenthaltsdauer – keine besonders ausgeprägte sprachliche In-
tegration vorliegt (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.3). Zudem hat die 
Vorinstanz zu Recht berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer ver-
schuldet und auch in strafrechtlicher Hinsicht nicht klaglos verhalten hat 
(vorne E. 4.2). Hinsichtlich sozialer Integration bringt der Beschwerdeführer 
schliesslich nichts vor: Er macht (auch) im vorliegenden Verfahren weder 
geltend noch ist ersichtlich, dass er am gesellschaftlichen Leben in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.09.2025, Nr. 100.2024.228U, 
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Schweiz teilhat oder hier neben dem Kontakt zu seinem Sohn über ein sozi-
ales Beziehungsnetz verfügt (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.2). Von ei-
ner nennenswerten Verwurzelung in der hiesigen Gesellschaft kann unter 
den gegebenen Umständen nicht gesprochen werden.

5.3 Was die Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland an-
geht, ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die prägenden Kindheits- 
und Jugendjahre in der Türkei verbracht hat. Er ist im Alter von 17 Jahren in 
die Schweiz eingereist. Zu seinen Eltern und zwei Brüdern, die noch in der 
Türkei leben, pflegte der Beschwerdeführer den Kontakt (vorne Bst. A; Akten 
EG Bern [act. 8B] pag. 90, 103; angefochtener Entscheid E. 5.3.2 f., auch 
zum Folgenden). Demnach kann davon ausgegangen werden, dass er mit 
den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten seines Heimatlands 
nach wie vor vertraut ist. Mit Blick auf Alter, gesundheitlichen Zustand und 
mangelnde Ausbildung und Erfahrung wäre eine berufliche Eingliederung in 
der Heimat sicherlich nicht einfach, erscheint aber dennoch als zumutbar. Es 
bestehen keine Anhaltspunkte, die eine Rückkehr in die Türkei als unverhält-
nismässig oder gar unzulässig erscheinen lassen (vgl. auch E. 5.4 hiernach; 
ferner angefochtener Entscheid E. 5.3.4; VGE 2021/177 vom 21.8.2023 
E. 8.5 f.; zur allgemeinen Sicherheits- und Menschenrechtslage in der Türkei 
statt vieler BVGer E-7112/2023 vom 8.7.2025 E. 7.3.2 f.). Es ist davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer im Bedarfsfall – zumindest anfänglich 
– von seinen in der Türkei wohnhaften Brüdern unterstützt und auch beher-
bergt werden kann. Die Beziehung zum volljährigen Sohn kann er über re-
gelmässige Ferienbesuche und mittels elektronischer Kommunikationsmittel 
aufrechterhalten. Die Rückkehr in die Türkei ist ihm damit auch in beruflicher 
sowie familiärer Hinsicht zumutbar.

5.4 In gesundheitlicher Hinsicht ergibt sich zur Rückkehr in die Türkei Fol-
gendes:

5.4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er müsse in der Türkei die für ihn 
«lebenswichtigen Medikamente […] sowieso total vergessen», womit die 
Wegweisung einem «Todesurteil» gleichkomme (Beschwerde S. 2). Soweit 
er damit eine medizinische Notlage geltend macht, steht eine solche der 
Wegweisung nur dann entgegen, wenn eine notwendige medizinische Be-
handlung im Heimatland nicht verfügbar ist und die Rückkehr zu einer ra-

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schen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands 
der betroffenen Person führt. Als wesentlich wird dabei die allgemeine und 
dringende medizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung ei-
ner menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt 
jedenfalls nicht schon dann vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine 
nicht dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behand-
lung möglich ist (vgl. BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; BVR 2013 
S. 543 E. 5.3.2 mit Hinweisen; statt vieler VGE 2019/85 vom 17.5.2024 
E. 7.3.2, 2019/267 vom 14.12.2021 E. 7.4.1; BVGer E-869/2021 vom 
29.4.2021 E. 9.3.1 [betreffend Wegweisungsvollzug]).

5.4.2 Es wird nicht in Frage gestellt, dass der Beschwerdeführer unter ge-
sundheitlichen Einschränkungen leidet (vgl. vorne E. 4.1.2). Welche konkre-
ten Therapien oder Medikamente er zur Behandlung seiner geltend gemach-
ten (insb. auch psychischen) Beeinträchtigungen heute allenfalls noch be-
darf, legt er indes nicht substanziiert dar (insbesondere Dosierung, Anzahl 
der Therapiesitzungen usw.; vgl. etwa Akten EG Bern [act. 8B] pag. 104). 
Die aktenkundigen ärztlichen Unterlagen enthalten ebenfalls keine Hinweise 
auf einen medikamentösen Behandlungsbedarf. Insgesamt ist davon auszu-
gehen, dass sich der Beschwerdeführer auch in der Türkei einer allfällig not-
wendigen Behandlung unterziehen könnte, sollte er sich denn entscheiden, 
insb. die depressive Symptomatik nunmehr anzugehen (vgl. BVGer D-
1633/2024 vom 22.11.2024 E. 8.4.4). Dass die Behandlung wohl nicht mit 
derjenigen in der Schweiz vergleichbar ist, steht der Rückkehr nicht entge-
gen (vgl. E. 5.4.1 hiervor; zum Ganzen auch angefochtener Entscheid 
E. 5.3.4).

6.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen er-
gibt Folgendes: Der Beschwerdeführer erhält seit 2010 in erheblichem Um-
fang Sozialhilfeleistungen, wobei sich seine jahrelange Sozialhilfeabhängig-
keit nicht mit gesundheitlichen Beschwerden erklären lässt. Insoweit muss 
sich der Beschwerdeführer seine Situation selbst zuschreiben. Das öffentli-
che Fernhalteinteresse ist schon nur deshalb als erheblich zu bewerten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.09.2025, Nr. 100.2024.228U, 
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Trotz der sehr langen Anwesenheit konnte sich der Beschwerdeführer weder 
wirtschaftlich noch sozial erfolgreich in der Schweiz integrieren. Zu seinem 
volljährigen Sohn dürfte zwar eine gute Beziehung bestehen, zumal dieser 
offenbar immer noch beim Beschwerdeführer wohnt, und die Rückkehr in die 
Türkei dürfte dem Beschwerdeführer insgesamt nicht leichtfallen. Sie ist ihm 
aber unter den gegebenen Umständen zumutbar, namentlich auch aus me-
dizinischer Sicht. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Weg-
weisung erweisen sich im Licht von Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 96 Abs. 1 
AIG als verhältnismässig.

7.

Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf sie 
einzutreten ist (vorne E. 1.2). Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausrei-
sefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d 
Abs. 1 AIG; vgl. BVR 2019 S. 314 E. 7).

8.

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat er nicht 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Er hat indes um unentgeltliche Rechtspflege 
ersucht (vgl. vorne Bst. C).

8.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ersatzfähige Par-
teikosten sind im vorliegenden Verfahren nicht angefallen (vgl. Art. 104 
VRPG).

8.3 Die Prozessarmut des Beschwerdeführers ist erstellt. Die Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erweist sich sodann nicht als von vornherein aus-

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sichtslos. Dies ergibt sich namentlich aus der langen Aufenthaltsdauer des 
Beschwerdeführers. Weiter erscheint glaubhaft, dass er zu seinem Sohn in 
affektiver Hinsicht eine enge Beziehung pflegt, weshalb von erhöhten fami-
liären Interessen des Beschwerdeführers auszugehen ist (vgl. vorne E. 3.1). 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit gutzuheissen und die 
Verfahrenskosten sind vorerst durch den Kanton Bern zu tragen. Der Be-
schwerdeführer ist gegenüber dem Kanton zur Nachzahlung verpflichtet, so-
bald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 31. Okto-
ber 2025.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.