# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81dd0873-d759-5b90-af43-7d86408aa68e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2017 S 2017 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-24_2017-08-29.pdf

## Full Text

bb

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 24

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar ad hoc Specchia

URTEIL

vom 29. August 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ war bei der B._____ AG als Schreiner / Monteur angestellt und 

dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-

len versichert. Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 3. Februar 2014 

stieg A._____ am 19. Dezember 2013 aus der Badewanne hinaus und 

knickte das Knie seitlich ab, als er den Boden mit dem Fuss berühren 

konnte. Dabei erlitt er einen Innenmeniskus-Korbhenkelriss am linken 

Knie, der im Kantonsspital Baden operativ versorgt wurde. Die SUVA an-

erkannte ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Versiche-

rungsleistungen (Taggeld, Heilkosten) aus.

2. Mit Verfügung vom 18. März 2016 gewährte die SUVA A._____ ab dem 1. 

Juni 2015 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 11 %. Ein 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wurde verneint. Die dagegen 

erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 6. Ja-

nuar 2016 (recte: 2017) ab.

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 31. Januar 

2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, mit 

dem sinngemässen Antrag auf die Ausrichtung von Unterstützungsgelder 

für eine Umschulung. Der Beschwerdeführer wiederholte die schon in der 

Einsprache vorgebrachten Argumente. Er könne nicht mehr auf seinen er-

lernten Beruf als Zimmermann zurückkehren, da er gemäss Bericht der 

Rehaklinik Bellikon nur noch leichte bis mittelschwere Arbeit ausführen 

könne. Diese sei abwechselnd in sitzender oder stehender Tätigkeit zu 

verrichten. Da dies in seinem angestammten Beruf als Zimmermann nicht 

mehr möglich sei, müsse er die Möglichkeit zu einer Umschulung erhal-

ten, um in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt weiterhin bestehen zu können.

4. Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2017 beantragte die SUVA (nachfol-

gend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit dar-

auf einzutreten sei. Unterstützungsgelder für eine Umschulung würden 

- 3 -

vom Leistungskatalog der Unfallversicherung nicht abgedeckt. Als Versi-

cherungsleistungen kämen nebst Pflegeleistungen und Kostenvergütun-

gen zwar auch Geldleistungen in Frage, die jedoch gesetzlich auf Tag-

geld, Invalidenrente, Integritätsentschädigung, Hilflosenentschädigung 

und Hinterlassenenrente beschränkt seien. Des Weiteren seien Unter-

stützungsgelder für eine Umschulung nicht Gegenstand der Verfügung 

vom 18. März 2016 gewesen, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutre-

ten sei. Vorliegend seien die Voraussetzungen für die Zusprechung einer 

Integritätsentschädigung nicht gegeben. Der Beschwerdeführer möchte 

die Integritätsentschädigung zur Finanzierung einer Umschulung nutzen. 

Jedoch sei die Verwendung der Integritätsentschädigung für deren Zu-

sprache nicht entscheidend. Mit Hinblick auf die Gleichbehandlung aller 

Versicherten könne ohne entsprechenden Gesundheitsschaden keine In-

tegritätsentschädigung ausgesprochen werden. Dementsprechend erwei-

se sich die Ablehnung einer Integritätsentschädigung und damit der ange-

fochtene Einspracheentscheid als korrekt. Der Beschwerdeführer bringe 

sodann nichts Konkretes gegen die zugesprochene Invalidenrente bzw. 

die verneinte Integritätsentschädigung vor. Den Akten sei dazu ebenfalls 

nichts zu entnehmen.

5. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid, sowie auf die eingereichten 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

- 4 -

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 6. Januar 2016 (recte: 2017). Gemäss 

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen solche Einspracheentscheide beim Versicherungsgericht desjeni-

gen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die versicherte 

Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerde-

führung Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt in X._____/GR, wes-

halb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben 

ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu bejahen. Als formeller und 

materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der Be-

schwerdeführer davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen gerichtlichen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). 

Seine Beschwerdelegitimation ist damit zu bejahen. Schliesslich hat er 

seine Beschwerde frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht einge-

reicht (vgl. Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). Auf 

die Beschwerde ist somit - unter Vorbehalt nachfolgender Erwägung 1b - 

einzutreten.

b) Im verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren bildet der Streitgegen-

stand gemäss Lehre und Rechtsprechung das Rechtsverhältnis, das Ge-

genstand des Anfechtungsobjekts bildet, soweit es im Streit liegt. Der 

Streitgegenstand kann demzufolge nicht über das Anfechtungsobjekt hin-

ausgehen. Im Laufe des Rechtsmittelzuges darf der Streitgegenstand 

grundsätzlich nicht erweitert und qualitativ verändert werden. Er kann sich 

- 5 -

hingegen verengen, etwa weil eine Partei eines von mehreren Rechtsbe-

gehren zurückzieht oder das Hauptbegehren zugunsten des Eventualbe-

gehrens aufgibt, was ihr aufgrund der Dispositionsmaxime grundsätzlich 

möglich ist. Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügende 

Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen; 

sonst würde in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingegrif-

fen (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, 

Art. 61 Rz. 91 ff.; MARKUS MÜLLER, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. 

Aufl., Bern 2011, S. 150; BGE 125 V 403 E. 1b).

Vorliegend bildet der Einspracheentscheid vom 6. Januar 2017 das Strei-

tobjekt, mit welchem die zugesprochene Invalidenrente bei einem Invali-

ditätsgrad von 11 % und die Verneinung der Integritätsentschädigung 

bestätigt wurden. Die Frage nach der Gewährung von Unterstützungsgel-

der für eine Umschulung war weder Gegenstand der Verfügung noch des 

angefochtenen Einspracheentscheids. Eine Beurteilung in diesem Punkt 

durch das kantonale Verwaltungsgericht würde bedeuten, dass über ei-

nen Anspruch geurteilt wird, welcher nicht vom Streitgegenstand gedeckt 

wäre. Somit kann auf das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers, es 

seien Unterstützungsgelder für eine Umschulung zuzusprechen, nicht 

eingetreten werden.

c) Es bleibt anzumerken, dass - wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Be-

schwerdeantwort richtig ausführt - als Versicherungsleistungen gemäss 

UVG neben Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (vgl. Art. 10-14 

UVG) zwar auch Geldleistungen (vgl. Art. 15-35 UVG) in Frage kommen, 

diese jedoch gesetzlich auf Taggeld, Invalidenrente, Integritätsentschädi-

gung, Hilflosenentschädigung und Hinterlassenenrente beschränkt sind. 

Die Gewährung von Unterstützungsgeldern für eine Umschulung wird 

somit vom Leistungskatalog der Unfallversicherung im UVG ohnehin nicht 

abgedeckt.

- 6 -

2. Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft ge-

treten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 

25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich 

vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen ereignet haben, und 

für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher grundsätzlich die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung. Hinsichtlich der 

für das vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben sich 

indessen mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine Änderungen er-

geben.

3. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine In-

validenrente bei einem Invaliditätsgrad von 11 % zugesprochen und den 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneint (vgl. den angefoch-

tenen Einspracheentscheid vom 6. Januar 2017). Beschwerdeweise wer-

den gegen die zugesprochene Invalidenrente zu Recht keine Einwände 

erhoben. Die Bemessung der Invalidenrente beruht auf dem Austrittsbe-

richt der Rehaklinik Bellikon vom 22. Mai 2015 über den stationären Auf-

enthalt des Beschwerdeführers vom 21. April 2015 bis 27. Mai 2015 (vgl. 

SUVA-act. 146). Demnach ist dem Beschwerdeführer die bisherige Tätig-

keit als Schreiner-Monteur im Brandschutzbereich nicht mehr zumutbar. 

Als zumutbar erachtet wurde eine leichte bis mittelschwere, wechselbe-

lastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen für das linke Kniegelenk. Das 

gestützt auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzung ermittelte Invalidenein-

kommen anhand der Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeits-

plätzen (DAP) und der aus der Gegenüberstellung des so errechneten In-

valideneinkommens (Fr. 65'750.--) und des Valideneinkommens (Fr. 

73'710.--) resultierende Invaliditätsgrad von 11 % (vgl. Einspracheent-

scheid vom 6. Januar 2017 E.2 sowie SUVA-act. 186) sind somit nicht zu 

beanstanden. Aus den übrigen Akten ergeben sich keine Hinweise, die zu 

einer anderen Beurteilung führen müssten. Die zugesprochene Invaliden-

- 7 -

rente bei einem Invaliditätsgrad von 11 % ist damit in jeder Hinsicht rech-

tens.

4. a) Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss die Ausrichtung einer Inte-

gritätsentschädigung zum Zwecke der Finanzierung einer Umschulung. 

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer infolge 

des Unfallereignisses vom 19. Dezember 2013 eine Integritätsentschädi-

gung zusteht.

b) Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine ange-

messene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine dau-

ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Integrität erleidet. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein Integritäts-

schaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Le-

bens mindestens im gleichen Umfang besteht. Erheblich ist er, wenn die 

körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-

werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird.

c) Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach den Richt-

linien des Anhangs 3 zur UVV (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der Bun-

desrat in einer nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und ty-

pische Schäden prozentual gewichtet (vgl. BGE 124 V 29 E.1b S. 32 mit 

Hinweisen). Gemäss Ziff. 1 Abs. 2 der Richtlinien im Anhang 3 der UVV 

wird die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritäts-

schäden nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In Wei-

terentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA in diesem Zu-

sammenhang weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form era-

rbeitet. Diese Tabellen stellen keine Rechtssätze dar. Soweit sie lediglich 

Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar 

(vgl. BGE 124 V 29 E.1c S.32 mit Hinweis).

- 8 -

d) Gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG darf die Integritätsentschädigung den am 

Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen (vgl. Art. 22 Abs. 1 UVV) und wird entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Dabei wird die Schwere des 

Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund beurteilt. Der Inte-

gritätsschaden wird abstrakt und egalitär bemessen. Er ist bei identi-

schem medizinischem Befund für alle Versicherten gleich. Somit hängt 

die Bemessung des Integritätsschadens nicht von den besonderen Um-

ständen des Einzelfalls ab. Es obliegt den ärztlichen Sachverständigen, 

die einzelnen Integritätseinbussen zu beurteilen. Da die Ausschöpfung 

des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entspre-

chende Fachkenntnisse voraussetzt, ist es dem Gericht nicht möglich, die 

Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 121/06 vom 23. 

April 2007 E.4). Somit handelt es sich bei der Bestimmung des Schwere-

grades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung um eine Tatfrage, für de-

ren Beantwortung Verwaltung und Gericht auf fachärztliche Mithilfe an-

gewiesen sind (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 

191/00 vom 14. Januar 2002 E.2c).

e) Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Integritätsentschädigung gestützt auf die Stellungnahme des Kreisa-

rztes Dr. med. C._____ vom 8. Februar 2016 (vgl. SUVA-act. 178) ver-

neint.  Dr. med. C._____ führte gestützt auf die medizinischen Akten aus, 

dass die Erheblichkeitsgrenze für einen Integritätsschaden noch nicht er-

reicht sei. Eine Neuevaluation sei bei einer Zunahme der Arthrose ange-

zeigt. 

f) Für den Gesundheitsschaden, den der Beschwerdeführer durch den Un-

fall vom 19. Dezember 2013 erlitten hat, existiert im vom Bundesrat erlas-

senen Anhang 3 zur UVV kein Richtwert. Auch in den SUVA-Tabellen hat 

dieser Gesundheitsschaden keine Regelung erfahren. Gemäss der medi-

- 9 -

zinischen Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 8. Februar 2016 (vgl. 

SUVA act. 178) sei die Erheblichkeitsgrenze noch nicht erreicht. Der Be-

schwerdeführer leidet seit seinem Unfall am 19. Dezember 2013 an einer 

eingeschränkten Belastbarkeit des linken Knies. Dies führt dazu, dass der 

Beschwerdeführer nicht mehr in seiner angestammten Tätigkeit arbeiten 

kann. Der vorliegende medizinische Befund begründet aber gemäss An-

hang 3 der UVV oder SUVA-Tabelle keine Integritätsentschädigung. Ob-

wohl gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 22. Mai 

2015 der Schwerpunkt der Therapie in der Prävention der Pangonarthro-

se lag (vgl. SUVA act. 146 S. 4), besteht noch keine Arthroseerkrankung, 

die eine Integritätsentschädigung rechtfertigen würde. Aus den Akten er-

geben sich keine Anhaltspunkte, die gegen die Beurteilung des Kreisarz-

tes Dr. med. C._____ sprechen würden. Der Beschwerdeführer bean-

standet diese kreisärztliche Einschätzung denn auch zu Recht nicht, son-

dern macht lediglich geltend, dass er die Integritätsentschädigung zur Fi-

nanzierung einer Umschulung gebrauchen würde. Wie die Beschwerde-

gegnerin in ihrer Beschwerdeantwort richtig ausführt, ist die Verwendung 

einer Integritätsentschädigung für deren Zusprache indessen nicht mass-

gebend. Eine Integritätsentschädigung kann nur ausgesprochen werden, 

wenn ein entsprechender Gesundheitsschaden vorliegt. Alle Versicherten 

sollen gleichgestellt werden und für den gleichen Integritätsschaden die 

gleiche Entschädigung erhalten. Vorliegend erfolgte die Verneinung eines 

Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu 

Recht.

5. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Januar 2016 (recte: 2017) 

erweist sich demnach als rechtmässig, was zu seiner Bestätigung und der 

Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.

6. Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben 

(vgl. Art. 61 lit. a ATSG). Als zuständige Sozialversicherungsträgerin hat 

- 10 -

die obsiegende Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eigetreten werden kann.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]