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**Case Identifier:** 5687edf6-010e-5f00-9a8b-9e8cb5141788
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2013 UV 2012/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-66_2013-04-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 25.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2013
Art. 6 UVG. Unfallereignis als mittelschwerer Fall im engeren Sinn eingestuft. 
Drei Adäquanzkriterien erfüllt, nämlich besonders dramatische 
Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, körperliche 
Dauerschmerzen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit. Adäquater Kausalzusammenhang auch der psychischen 
Gesundheitsbeeinträchtigungen damit gegeben. Gutheissung der 
Beschwerde und Rückweisung an die Vorinstanz zur Neufestlegung der 
Leistungen, insbesondere einer Invalidenrente (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 25. April 2013, UV 
2012/66). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_372/2013.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 25. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Schmucki, Marktgasse 3, Postfach,9004 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17, 

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ war als Produktionsmitarbeiterin bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfälle 

versichert (UV-act. 1). Am 11. März 2008, um 23.25 Uhr, wurde sie Opfer eines 

Verkehrsunfalls, weil die Lenkerin des entgegenkommenden Personenwagens nach 

einer Kurve und bei Regen auf die Gegenfahrbahn geraten war und bei höherer 

Geschwindigkeit seitlich frontal mit ihrem Personenwagen kollidierte. Durch die Wucht 

des Aufpralls drehte sich dieser um die eigene Achse und kam entgegen der 

Fahrtrichtung mit dem Heck in der angrenzenden Einmündung zum Stehen. Die 

Versicherte erlitt mehrere Knochenbrüche sowie eine beidseitige Prellung der Lunge 

und wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, weil das Armaturenbrett in den 

Fahrgastraum hineingeschoben wurde, wobei eine Schraube oberhalb ihres linken 

Knies in den Oberschenkel drang. Sie blieb bei Bewusstsein, musste aber von der 

Feuerwehr in einem rund einstündigen Einsatz aus ihrem Fahrzeug befreit werden. 

Anschliessend wurde sie mit dem Rettungshelikopter ins Kantonsspital St. Gallen 

(nachfolgend Kantonsspital) überführt. Die Kollisionsgegnerin hatte sich vom Unfallort 

entfernt, ohne sich um die Verletzte zu kümmern, Alarm zu schlagen und das Eintreffen 

von Polizei und Rettungskräften abzuwarten (UV-act. 3, 11, 23). Am Kantonsspital, wo 

die Versicherte vom 12. bis 20. März 2008 stationär behandelt wurde, wurden Brüche 

des Brustbeins (Sternum), des linken Schlüsselbeins (Clavicula), der Mittelfussknochen 

(Metatarsale) II mit Verdacht auf Lisfranc-Luxation und III am linken Fuss sowie II, III 

und IV am rechten Fuss, beidseitige Lungenkontusionen und eine depressive 

Verstimmung diagnostiziert. Die Brüche am linken Mittelfuss wurden am 14. März 2008 

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operiert, die andern konservativ behandelt (UV-act. 7). Die Versicherte war in der Folge 

sehr eingeschränkt mobil und benutzte während zwei Monaten auch einen Rollstuhl 

(UV-act. 34). Sie wurde 100% arbeitsunfähig geschrieben; das Arbeitsverhältnis war 

jedoch bereits vor dem Unfall aus konjunkturellen Gründen per 18. März 2008 

gekündigt worden (UV-act. 1, 4).

A.b Nach anfänglich zufriedenstellend verlaufender Heilung (UV-act. 13 f.) gab die 

Versicherte bei der ambulanten Nachkontrolle am Kantonsspital vom 4. Juli 2008 

erneut aufgetretene Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks an, die sich 

limitierend auswirken würden. Das Kniegelenk war inspektorisch jedoch unauffällig und 

es konnte kein Knie-Binnenschaden nachgewiesen werden, der auf den Unfall vom 

11. März 2008 zurückzuführen gewesen wäre (UV-act. 15, 21, 25, 100). Am 17. Juli 

2008 wurde das Metall am linken Fuss entfernt. Die psychiatrische Teildiagnose der 

Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals lautete neu auf 

Depression (UV-act. 17). Die Fraktur am Schlüsselbein wurde wegen zunehmender 

Beschwerden und Beeinträchtigungen beim Arbeitsversuch im Einsatzprogramm des 

Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) sowie wegen einer Pseudarthrose am 

20. Februar 2009 operiert (Plattenosteosynthese; UV-act. 41, 46, 50 f.). Das Resultat 

der Schlüsselbein-Operation zeigte sich als sehr zufriedenstellend mit objektiv 

ausgezeichneter Funktion der Schulter (UV-act. 53, 60, 69). Die Versicherte klagte 

weiterhin vor allem über Schmerzen am linken Fuss, die teilweise über das Knie bis in 

den Oberschenkel ausstrahlten (UV-act. 69). Aufgrund der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 12. August 2009 durch Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, des von diesem 

erstellten Zumutbarkeitsprofils und der Besprechung vom 13. August 2009 zwischen 

der Versicherten, ihrem Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. Peter Schmucki, St. Gallen, 

ihrem Ehemann und den zuständigen Mitarbeitenden der beteiligten Versicherungen 

(Suva, IV und "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft [Motorfahrzeug-Haftpflicht- und 

Insassenversicherung; vgl. UV-act. 9, 61]) wurde von einer 50%igen 

Vermittlungsfähigkeit ausgegangen (UV-act. 82). Hausarzt Dr. med. D.___, Facharzt 

FMH für Allgemeinmedizin, hielt demgegenüber an einer Arbeitsunfähigkeit von 75% 

fest und begründete dies am 16. September 2009 mit den Angaben der Versicherten, 

wonach ihre Schmerzen glaubhaft eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 25% zulassen 

würden (UV-act. 95). Die Suva hielt an der 50%igen Arbeits- resp. Vermittlungsfähigkeit 

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fest und gab zur Begründung an, gegenüber der kreisärztlichen Untersuchung durch 

Dr. C.___ vom 12. August 2009 dokumentiere Dr. D.___ keine objektivierbare 

Befundänderung, weshalb von der kreisärztlichen Beurteilung nicht abgewichen 

werden könne (UV-act. 97).

A.c Am 20. Januar 2010 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. C.___ 

statt (UV-act. 110). Er erhob gegenüber der Untersuchung vom 12. August 2009 keine 

wesentlichen neuen Aspekte. Ähnlich wie ein halbes Jahr zuvor wirke die Patientin 

durch das Unfallereignis seelisch gebrochen. Insbesondere werde immer wieder auf 

die aus ihrer Sicht deplatzierte Arbeitsfähigkeit von 50% hingewiesen, die auf gar 

keinen Fall zu realisieren sei. Mit der Unfallverarbeitung befinde sich die Versicherte 

subjektiv offenbar auf einer Abwärtsspirale, die es ihr verunmögliche, ein namhaftes 

Rendement umsetzen zu können. Durch die mehrfachen kreisärztlichen 

Untersuchungen ziehe sich unisono die berechtigte Klage, dass die Versicherte 

unschuldig durch einen Verkehrsunfall traumatisiert worden sei. Die Verletzungen bzw. 

die Verletzungsfolgen seien allerdings, wenn man unvoreingenommen an die 

Strukturen herangehe, praktisch mit einer Restitutio ad integrum geheilt (Clavicula­

fraktur, Sternumfraktur, Mittelfussfrakturen rechts, Weichteilverletzung linker Ober­

schenkel). Einzig am Lisfranc'schen Gelenk am linken Fuss (bei Status nach Platten­

osteosynthese und zwischenzeitlicher Metallentfernung) blieben objektivierbare Rest­

beschwerden zurück, die durch eine Integritätsentschädigung kompensiert werden 

sollten. Es sei bekannt, dass Verletzungen dieses Gelenks erstaunlich schlecht toleriert 

würden, wenn eine Inkongruenz zurückgeblieben sei. Bei der Versicherten liege eine 

leicht eingeschränkte Beweglichkeit bzw. Schmerzhaftigkeit am linken Fuss vor. 

Bezüglich Zumutbarkeit einer ganztägig ausführbaren Tätigkeit verwies der Kreisarzt 

auf die Untersuchung vom 12. August 2008 (vgl. UV-act. 80): Eine vorwiegend im 

Sitzen auszuführende Tätigkeit mit gelegentlichem Aufstehen und einigen Schritten 

Herumgehen sollte ohne weiteres möglich sein. Die Schulterfunktion sei durch das 

ursprüngliche Unfallereignis nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Aktuell sei die 

linke Schulter in der ursprünglich freien Beweglichkeit durch einen Sturz im Dezember 

2009 etwas kompromittiert (UV-act. 110). Die Integritätseinbusse am linken Fuss 

schätzte Dr. C.___ in Anlehnung an Tabelle 5, Integritätsschäden bei Arthrosen, mit 5% 

ein (UV-act. 109). In der Stellungnahme aufgrund der Akten präzisierte der Kreisarzt am 

24. Februar 2010, es könne auch im Bereich der Schulter von einem günstigen 

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Endzustand ausgegangen werden, ohne dass eine Integritätsentschädigung 

geschuldet sei. Die Folgen des offenbar harmlosen Sturzes im Dezember 2009, bei 

dem sich die Versicherte die linke Schulter gestossen habe, dürften ausgeheilt sein und 

die Zumutbarkeit habe durch das Ereignis keine Änderung erfahren. Im Bereich des 

Lisfranc-Gelenks am linken Fuss würden sich lediglich diskrete radiologische 

Abweichungen finden. Bekanntlich reagiere dieses Gelenk bei Inkongruenzen recht 

erheblich mit Belastungsschmerzen. Insofern seien die Beschwerden am linken Fuss 

bleibend und würden die Geh- und Stehfähigkeit reduzieren, wie sie auch im Rahmen 

der Zumutbarkeitsbeurteilung berücksichtigt worden sei. Am linken Fuss sei von einer 

objektivierbaren posttraumatischen Störung auszugehen, die sich leistungsreduzierend 

bemerkbar mache und schliesslich die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung 

ausgelöst habe (UV-act. 121).

A.d Mit Verfügung vom 6. April 2010 hielt die Suva fest, von einer weiteren ärztlichen 

Behandlung könne keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheits­

zustands mehr erwartet werden. Die Heilungskosten- und Taggeldleistungen stellte sie 

per 31. März 2010 ein, unter sinngemässem Vorbehalt von Rückfällen und Spätfolgen. 

Für allfällige Behandlungskosten und Arbeitsunfähigkeiten infolge psychischer 

Beschwerden könne die Suva nach erfolgter Adäquanzprüfung nicht aufkommen. Die 

Integritätsentschädigung verfügte sie mit 5% und verzichtete auf die Rückforderung 

des Betrags von Fr. 3'700.--, der am 14. August 2009 zu viel vorgeschossen worden 

war. Sie verglich das Valideneinkommen der Versicherten von Fr. 47'529.-- mit einem 

zumutbaren Verdienst von Fr. 44'236.-- (gemäss Lohnstrukturerhebung [LSE], unter 

Berücksichtigung eines um 3 % reduzierten Validenlohns und eines Abzugs von 15% 

vom Invalideneinkommen) und ermittelte so eine Erwerbseinbusse bzw. einen 

Invaliditätsgrad von 6.93%. Da damit der Mindest-Invaliditätsgrad von 10% gemäss 

Art. 18 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) nicht 

erreicht wurde, verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenrente (UV-act. 

126).

B. 

B.a Die gegen die Ablehnung des Rentenanspruchs erhobene Einsprache wies die

Suva mit Entscheid vom 28. Juni 2010 ab (UV-act. 131). Die Bemessung und 

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Ausrichtung der Integritätsentschädigung war nicht angefochten und daher rechts­

kräftig geworden.

B.b Mit Urteil vom 7. März 2011 (Proz. UV 2010/62) hiess das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen die Beschwerde der Versicherten gegen den Einspracheentscheid 

vom 28. Juni 2010 teilweise gut, hob den Einspracheentscheid auf und wies die 

Streitsache an die Suva zurück, damit diese weitere Abklärungen tätige, insbesondere 

eine psychiatrische Begutachtung der Versicherten veranlasse, und anschliessend über 

ihre Ansprüche neu verfüge.

C. 

C.a Die Suva tätigte die angeordneten Abklärungen beim Hausarzt und weiteren 

behandelnden Ärzten der Versicherten und holte bei der Sozialversicherungsanstalt 

(SVA) des Kantons St. Gallen Vorakten ein, die insbesondere eine depressive Störung 

im Jahr 2003 auswiesen. Am 30. März 2012 erstattete Dr. med. E.___, Facharzt FMH 

für Psychiatrie und Psychotherapie, Basel, das in Auftrag gegebene Fachgutachten 

aufgrund psychiatrischer Untersuchungen der Versicherten vom 9. Januar 2012 und 

10. Februar 2012 (UV-act. 179). Er stellte die Diagnosen posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig 

mittelschwerer Episode (ICD-10 F33.10) sowie akzentuierte neurotisch-narzisstische 

Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) und verneinte einen krankhaften psychischen 

Vorzustand. Aus rein psychiatrischer Sicht attestierte der Gutachter eine 

Arbeitsunfähigkeit der Explorandin von 40% seit dem Unfall vom 11. März 2008, wobei 

ihr Tätigkeiten zugemutet werden könnten, welche nicht mit übermässigem Zeit- und 

Leistungsdruck einhergingen und keine besonderen Anforderungen an die 

Aufmerksamkeit und Konzentration stellten oder eine überdurchschnittliche geistige 

Flexibilität erforderten und mit wenig zwischenmenschlichen Friktionen verbunden 

seien. Die Versicherte sei in der Lage, täglich eine Arbeitsleistung von rund fünf 

Stunden zu bewältigen, wobei ein Einsatz von je zweieinhalb Stunden vormittags und 

nachmittags, unter Einlegung einer Mittagspause, günstig wäre (Beantwortung der 

Fragen der Suva, Gutachten S. 19).

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C.b Mit Verfügung vom 14. Mai 2012 verneinte die Suva die adäquate Kausalität der 

ausgewiesenen psychischen Beschwerden zum Unfall vom 11. März 2008. Sie ging 

von einem mittelschweren Unfallereignis aus und beurteilte die massgebenden 

Adäquanzkriterien gemäss BGE 115 V 133 als nicht erfüllt. Für die organischen 

Beschwerden ermittelte sie - wie bereits in der Verfügung vom 6. April 2010 - einen 

Invaliditätsgrad von 6.93%, der jedoch nicht den Mindestgrad von 10% erreiche und 

damit nicht zu einer Rente berechtige (UV-act. 183).

C.c Gegen die Verfügung vom 14. Mai 2012 liess die Versicherte am 14. Juni 2012 

durch ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. Peter Schmucki, St. Gallen, Einsprache 

erheben (UV-act. 184). Diese wurde von der Suva mit Entscheid vom 17. Juli 2012 

abgewiesen (UV-act. 189).

D. 

D.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 27. August 2012 mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zur weiteren 

Abklärung bzw. zur Neufestlegung des Invaliditätsgrads und Bestimmung einer darauf 

abgestützten Rente zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Vorinstanz. Zur Begründung wird angeführt, neben den von der Suva 

anerkannten Restbeschwerden im Bereich des Lisfranc'schen Gelenks am linken Fuss 

würden solche auch im Bereich der Schulter und den beiden Knien bestehen, andauern 

und die Beschwerdeführerin beeinträchtigen. Aufgrund des Sachverhalts müsse von 

einem schweren Unfall ausgegangen werden, womit die Kausalität auch der 

psychischen Beschwerden von vornherein gegeben sei. Eventualiter liege zumindest 

ein mittelschwerer Unfall an der Grenze zu einem schweren Unfall vor. Bei dieser 

Konstellation sei der adäquate Kausalzusammenhang bereits gegeben, wenn ein 

Adäquanzkriterium erfüllt sei, was sicher für die Begleitumstände bzw. die besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls zutreffe. Weiter sei auch das Kriterium der ungewöhnlich 

langen Dauer der ärztlichen Behandlung der somatischen 

Gesundheitsbeeinträchtigungen erfüllt. Schliesslich wird eine andauernde physisch 

bedingte Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht und das von der Vorinstanz 

angenommene mutmassliche Invalideneinkommen als zu hoch eingeschätzt, während 

der Abzug vom Tabellenlohn mit 10% im Einspracheentscheid zu tief sei und zudem 

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unbegründet von demjenigen in der Verfügung abweiche, wo 15% abgezogen worden 

seien.

D.b Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Marianne Sonder, 

Muri, beantragte mit Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2012 die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung lässt sie anführen, sie sei in Nachach­

tung der einschlägigen Rechtsprechung zu Recht von einem mittelschweren Unfall 

ausgegangen. Das Adäquanzkriterium der besonders dramatischen Begleitumstände 

oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sei objektiv zu beurteilen und nicht 

aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person, und 

vorliegend daher nicht erfüllt. Auch die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der 

ärztlichen Behandlung sowie des Grads und der Dauer der physischen Arbeits­

unfähigkeit könnten nicht bejaht werden. Bezüglich des leidensbedingten Abzugs vom 

Invalideneinkommen könne ihr kein Ermessensmissbrauch vorgeworfen werden; viel­

mehr würden die berücksichtigten 10% der Rechtsprechung entsprechen.

D.c Mit Replik vom 12. November 2012 liess die Beschwerdeführerin betonen, die 

Berücksichtigung des Gutachtens von Dr. E.___ und die Bejahung der adäquaten 

Kausalität rechtfertige sich umso mehr, als der natürliche Zusammenhang zwischen 

den psychischen Beeinträchtigungen und dem Unfallereignis vorliegend sehr stark und 

offenkundig sei. Die Beschwerdegegnerin gehe von falschen Voraussetzungen aus, 

wenn sie den Unfall lediglich als mittelschwer beurteile, und sie verkenne, dass beim 

mittelschweren Unfall an der Grenze zum schweren die Adäquanz zu bejahen sei, wenn 

ein einziges Kriterium erfüllt sei.

D.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 16. November 2012 darauf, 

eine einlässliche Duplik einzureichen. Darauf wurde der Schriftenwechsel am 

22. November 2012 abgeschlossen.

E.

Mit Eingabe vom 21. Dezember 2012 liess sich der Ehemann der Beschwerdeführerin 

zum Verfahren und zu den Stellungnahmen der Suva und ihrer Rechtsvertreterin 

vernehmen und reichte Farbfotos vom Unfallort ein (act. G 11). Am 7. Januar 2013 

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wurde er vom Präsidenten der Abteilung III des Versicherungsgerichts schriftlich darauf 

hingewiesen, dass seine Ehefrau im vorliegenden Prozess durch Rechtsanwalt 

Dr. Schmucki vertreten werde, weshalb ihm eine Vertretungsbefugnis abgehe (act. 

G 12).

F.

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen 

Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

näher eingegangen.

Erwägungen:

1.

1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den andauernden psychi­

schen Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin zu Recht die Adäquanz 

zum Unfallereignis vom 11. März 2008 abgesprochen und ihre weitere Leistungspflicht 

allein aufgrund der somatischen Beschwerden beurteilt hat.

1.2  Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die recht­

lichen Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und der Leistungspflicht der Unfallversicherung bei 

andauernden Gesundheitsbeeinträchtigungen zutreffend dargestellt (E. 1, S. 3 f.). 

Korrekt und von beiden Parteien anerkannt ist weiter, dass die Adäquanzprüfung 

vorliegend nach der Praxis bei psychischer Fehlentwicklung mit Krankheitswert 

("Psycho-Praxis") gemäss BGE 115 V 133 zu erfolgen hat, und dass rechtspre­

chungsgemäss an das Unfallereignis anzuknüpfen ist. Zutreffend dargestellt sind auch 

die sieben Adäquanzkriterien, die bei mittelschweren Unfällen zu prüfen sind (vgl. 

E. 2b f., S. 5). Darauf kann verwiesen werden.

1.3  Zu ergänzen ist, dass die Rechtsprechung für mittelschwere Unfälle im engeren 

Sinn die Adäquanz bejaht, wenn drei Kriterien in einfacher Weise oder eines besonders 

ausgeprägt erfüllt sind (vgl. SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83 E. 4.2 [8C_435/2011]; SVR 2010 

UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]). Ist der Unfall als schwerer Fall im mittleren 

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Bereich oder gar als Grenzfall zu einem schweren Unfall einzustufen, genügt es für die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs, wenn eines der massgebenden 

Kriterien erfüllt ist und zwar nicht notwendigerweise in besonders ausgeprägter Weise 

(BGE 115 V 140 f. E. 6c/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 19. Dezember 2011, 

8C_488/2011, E. 4 [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, 

EVG] und Urteil des EVG vom 15. Dezember 2000, U 105/00, E. 5b).

1.4  Zu ergänzen ist weiter, dass laut Rechtsprechung des Bundesgerichts für die 

Beantwortung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung 

herbeizuführen, mithin für die Beantwortung der Adäquanzfrage, auf eine weite 

Bandbreite von versicherten Personen abzustellen und die Beantwortung nicht auf 

psychisch gesunde Versicherte zu beschränken ist (für die Adäquanz von 

Schreckereignissen in BGE 129 V 181 ff. E. 3.3 zusammengefasst bzw. präzisiert). Nur 

im Rahmen einer weit gefassten Bandbreite würden auch solche Versicherte 

Bezugspersonen für die Adäquanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die erlebnis­

mässige Verarbeitung eines Unfalls zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehörten, weil 

sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagierten. Aus 

diesen Überlegungen ergebe sich, dass für die Beurteilung der Frage, ob ein konkretes 

Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sei, zu einer bestimmten 

psychischen Schädigung zu führen, kein allzu strenger, sondern ein realitätsgerechter 

Massstab angelegt werden müsse (vgl. BGE 129 V 181 ff. E. 3.3 mit Hinweisen, BGE 

115 V 135 ff. E. 4, besonders E. 4b).

2.

2.1  Laut psychiatrischem Gutachten von Dr. E.___ vom 30. März 2012 sind die 

diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung und die mittelschwere Episode der 

rezidivierenden depressiven Störung überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 

11. März 2008 zurückzuführen und beeinträchtigen die Explorandin weiterhin. Der 

Gutachter verneint einen krankhaften psychischen Vorzustand und legt dar, dass die 

ebenfalls diagnostizierten akzentuierten neurotisch-narzisstischen Persönlichkeitszüge 

der Explorandin keine eigentliche psychische Erkrankung darstellten, sondern einen 

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Faktor, der eine erhöhte psychische Vulnerabilität nach sich ziehe (vgl. UV-act. 179 

S. 18). Aufgrund einer Liste detaillierter ICF-Kriterien (von der Weltge­

sundheitsorganisation [WHO] 2001 erstmals erstellte und herausgegebene International 

Classification of Functioning, Disability and Health [ICF] bzw. Klassifikation zur 

Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen 

Beeinträchtigung sowie der relevanten Umweltfaktoren von Menschen) legt der 

Psychiater dar, gestützt auf welche Einschränkungen er die Arbeitsunfähigkeit der 

Explorandin aus rein psychiatrischer Sicht auf 40% einschätzt (vgl. UV-act. 179 

S. 16 f.). Das Gutachten erfüllt die Voraussetzungen an einen beweiskräftigen 

medizinischen Bericht, ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 

Untersuchungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden. Es leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein 

und die Schlussfolgerungen von Dr. E.___ sind begründet und nachvollziehbar (vgl. 

BGE 134 V 232 E. 5.1 und BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auf sein Gutachten kann 

vollumfänglich abgestellt werden, was von beiden Parteien denn auch nicht bestritten 

wird.

2.2  Die körperlichen Folgen des Unfalls vom 11. März 2008 standen bereits anlässlich 

der ersten Verfügung vom 6. April 2010 bzw. des ersten Einspracheentscheids vom 

28. Juni 2010 fest (vgl. UV-act. 126, 131), was in E. 4.2 des Entscheids vom 7. März 

2011 (Proz. UV 2010/62) bestätigt wurde. Dazu liegen keine neuen Erkenntnisse vor 

und hat sich nach Lage der Akten auch nichts verändert. Aus somatischer Sicht sind 

Zustände nach einer zunächst konservativ, am 20. Februar 2009 mit 

Plattenosteosynthese behandelten Claviculafraktur links (und Materialentfernung am 

12. Juli 2010), nach beidseitigen Lungenkontusionen, nach Fraktur des Sternums, nach 

Frakturen am rechten Mittelfuss, nach einer Lisfranc-Luxationsfraktur links, die 

reponiert und am 14. März 2008 osteosynthetisch behandelt worden war (mit 

Metallentfernung am 17. Juli 2008), sowie nach einer suprapatellären Weichteil­

verletzung am linken Knie dokumentiert (UV-act. 80, 110, 136). Aus orthopädischer 

Sicht können einzig die chronischen Schmerzen am linken Fuss erklärt und als 

natürlich kausale Unfallfolge akzeptiert werden; die übrigen Verletzungen stellen sich 

als vollständig ausgeheilt dar (vgl. UV-act. 110 S. 5, 132). Soweit die Beschwerde­

führerin über die Schmerzen am linken Fuss hinaus Beschwerden im Bereich der 

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Schulter und an beiden Knien geltend macht, stehen diesen aufgrund der angeführten 

medizinischen Erhebungen keine organischen Korrelate gegenüber und ist ein 

natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfall vom 11. März 2008 nicht überwiegend 

wahrscheinlich dargetan. Mit dem Gutachten von Dr. E.___ ist fachmedizinisch belegt, 

dass die Beschwerdeführerin als Folge des Unfalls auch an psychischen Gesund­

heitsbeeinträchtigungen leidet und welches Ausmass diese erreichen. Wie vorstehend 

dargelegt (E. 2.1), sind diese natürlich kausal zum Unfall. Damit ist nachfolgend gemäss 

BGE 115 V 133 über die Adäquanz der ausgewiesenen natürlich kausalen Unfallfolgen 

zu befinden.

2.3  Die Beschwerdegegnerin hat zutreffend festgehalten, dass die Schwere des 

Unfalls aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwick­

elnden Kräften zu beurteilen ist (vgl. auch SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83 E. 4.2 

[8C_435/2011]). Der Frontalzusammenstoss der Beschwerdeführerin mit der Unfall­

verursacherin ereignete sich laut Polizeirapport (UV-act. 11) um 23.25 Uhr ausserorts 

auf der X.___strasse, auf der eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt. Ausgangs 

der Rechtskurve beim Ortsende Z.___ geriet der Personenwagen der Unfallverur­

sacherin beim herrschenden Regenwetter auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort - 

linke Frontseite gegen linke Frontseite - mit dem Fahrzeug der Beschwerdeführerin. 

Dieses wurde durch den Aufprall um 180 Grad gedreht und kam entgegengesetzt zur 

Fahrtrichtung zum Stehen (UV-act. 11 S. 8). Die Frontpartien beider Personenwagen 

wurden eingedrückt und verschoben; beim Fahrzeug der Beschwerdeführerin auch 

Richtung Boden, wo sie eine 0.7 Meter lange Kratzspur auf die Fahrbahn zeichnete. Am 

Personenwagen der Beschwerdeführerin wirkten die Kollisionskräfte weit in die 

Fahrgastzelle hinein. Dadurch wurden ihr am linken Fuss zwei Mittelfussknochen (II und 

III) gebrochen, einer davon luxiert (Lisfranc-Luxation am Metatarsale II) und am rechten 

Fuss drei (II, III und IV). Die einwirkenden Kräfte verschoben insbesondere auch das 

Armaturenbrett und das Steuerrad derart, dass die Beschwerdeführerin im Fahrzeug 

eingeklemmt wurde, ihre Lunge beidseitig geprellt sowie das linke Schlüsselbein und 

das Brustbein gebrochen wurden. Zusätzlich wurde sie von einer Schraube, die 

oberhalb ihres linken Knies in den Oberschenkel eingedrungen war, in der 

eingeklemmten Position gleichsam festgenagelt (UV-act. 3, 11). - Auch wenn in der 

Zeitung, deren Ausschnitt der Ehemann der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 

2012 dem Gericht nachgereicht hat, von einem "schweren Verkehrsunfall" berichtet 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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worden war, ist dieser Unfall nicht als schwer im Sinn der einschlägigen Recht­

sprechung zu bezeichnen. Nach der Kasuistik (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

1. Juli 2011, 8C_100/2011, E. 3.4.1 [nicht publiziert in BGE 137 V 199, aber in SVR 

2012 UV Nr. 2 S. 3; zitiert laut Praxisübersicht gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 

14. März 2011, 8C_996/2010, E. 7.2]) ist er als mittelschweres Ereignis und dort eher 

im mittleren Bereich einzustufen. Letztlich kann seine endgültige Einstufung im 

mittleren Bereich (mittelschwer im engeren Sinn oder als schwer im mittleren Bereich) 

offen bleiben, da die nötige Anzahl Adäquanzkriterien in jedem Fall erfüllt und die 

Adäquanz zu bejahen ist, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird.

2.4 

2.4.1 Die Beschwerdeführerin lässt vor allem die besonders dramatischen Begleit­

umstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls betonen. Die Beschwerde­

gegnerin führt dazu zutreffend aus, dass dieses Adäquanzkriterium objektiv zu 

beurteilen ist und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der 

versicherten Person (vgl. dazu SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83, 8C_435/2011, E. 4.2.3 mit 

weiteren Hinweisen) und dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist. Als objektive Begleitumstände sind beim Unfall vom 11. März 

2008 die Tatsachen zu werten, dass sich der Unfall nachts bei Regen ereignete, dass 

die Unfallverursacherin nicht die Rettungskräfte, sondern eine Drittperson alarmierte, 

die sie vom Unfallort abholte, die Hilfeschreie der Beschwerdeführerin ignorierte und 

Fahrerflucht beging, die Verletzte dadurch während einiger Zeit im Auto eingeklemmt, 

völlig im Ungewissen war, ob und wann Hilfe kommen würde, während dem sie 

aufgrund der Verletzungen auch unter Atemnot litt, dass ein sehr umfangreiches 

Aufgebot an Rettungskräften am Unfallort tätig war und sie aufwändig während rund 

einer Stunde aus dem Wrack befreien musste und dass der Notarzt wegen der 

geschätzten längeren Bergungszeit und den teilweise unklaren Verletzungen in ihrem 

Brustbereich (vermutete Rippenserienfraktur; vgl. UV-act. 3, 12) den Rettungshelikopter 

an den Unfallplatz beorderte, der sie dann ins Kantonsspital und nicht in das viel näher 

gelegene und ebenfalls für Notfälle rund um die Uhr eingerichtete sowie Chirurgen und 

Traumatologen beschäftigende Spital F.___ (vgl. UV-act. 3, 11, 23) flog. Mit dieser 

Häufung an objektiven beeindruckenden Tatsachen kann das Kriterium der besonders 

dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls als 

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klar erfüllt betrachtet werden. Die von der Beschwerdeführerin in diesem 

Zusammenhang geltend gemachte Todesangst, die sie ausgestanden habe, ist 

demgegenüber dem hier nicht zu berücksichtigenden subjektiven Empfinden 

zuzuordnen. Die Einschätzung des Helikoptereinsatzes als angsteinflössend kann 

jedoch nur insofern dem subjektiven Empfinden des Unfallopfers zugeordnet werden, 

als sie sich deswegen subjektiv vor einer Rückenverletzung mit drohenden Lähmungen 

fürchtete, obwohl ihr der Notarzt keinen Anlass dazu gab und in seinem Einsatzbericht 

vom 12. März 2008 (UV-act. 3) von stets gegebener, allerdings schmerzhafter, passiver 

Beweglichkeit ausging. Eindrücklich ist das Aufgebot eines Rettungshelikopters an 

einen Unfallort und das Ausfliegen von diesem für jede verletzte Person und damit 

diesbezüglich als objektiver Umstand zu werten.

2.4.2 Durch die ausgewiesene und als andauernde Unfallfolge anerkannte 

Bewegungsbeeinträchtigung und Schmerzhaftigkeit im Lisfranc-Gelenk am linken Fuss 

(vgl. UV-act. 109 f., 121) ist auch das Adäquanzkriterium körperliche Dauerschmerzen 

erfüllt.

2.4.3 Von der Beschwerdeführerin wird weiter eine ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin geht diesbezüglich 

in der Beschwerdeantwort unzutreffend von der Umschreibung des Kriteriums gemäss 

Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) aus und verneint eine fortgesetzt spezifische, 

die Versicherte belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss. Aufgrund der 

vorliegend zu beachtenden Adäquanzkriterien ist jedoch einzig die Dauer der ärztlichen 

Behandlung zu beurteilen (vgl. BGE 134 V 130 E. 10.3 sowie vor allem BGE 115 V 140 

E. 6c/aa). Die ärztliche Behandlung der Beschwerdeführerin dauerte für die 

verschiedenen Verletzungen unterschiedlich lang. Während die beidseitige 

Lungenkontusion und die Fraktur des Brustbeins schnell ausheilten (UV-act. 7, 13), 

konnte am linken Fuss drei Monate nach der Operation das Osteosynthese-Material 

entfernt und die Nachkontrollen am Kantonsspital am 29. September 2008, mithin ein 

halbes Jahr nach dem Unfall, abgeschlossen werden (UV-act. 17, 21, 25). Am linken 

Schlüsselbein wurde vorerst eine konservative Frakturheilung versucht. Die Ärzte am 

Kantonsspital schlugen im Bericht vom 2. September 2008 aber bereits eine operative 

Behandlung vor, weil die Fraktur nicht verheilte (UV-act. 21). Auf Wunsch der 

Versicherten wurde diese Operation zunächst hinausgeschoben und erst am 

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20. Februar 2009 durchgeführt (vgl. UV-act. 21, 34, 46, 50 f.). Anlässlich der 

Nachkontrolle vom 8. Juli 2009 wurde auch die Behandlung des Schlüsselbeins 

abgeschlossen (UV-act. 69). Kreisarzt Dr. C.___ berichtete am 14. August 2009, dass 

die körperlichen Verletzungen - ausser am linken Fuss - ausgeheilt seien, und legte 

eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit fest (in der adminis­

trativen Beurteilung wurde daraus eine Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit zu 50% 

abgeleitet; UV-act. 80, 82). Eineinhalb Jahre nach dem Unfall war damit die ärztliche 

Behandlung der körperlichen Unfallfolgen abgeschlossen. Diese Dauer der ärztlichen 

Behandlung kann auch angesichts der Tatsache, dass die Operation des linken 

Schlüsselbeins erst knapp ein Jahr nach dem Unfall erfolgte, nicht als ungewöhnlich 

lang bezeichnet werden. Das entsprechende Adäquanzkriterium ist daher nicht erfüllt. - 

Die Materialentfernung am linken Schlüsselbein am 12. Juli 2010 verlängerte die Dauer 

der ärztlichen Behandlung nicht um rund ein Jahr, wie die Beschwerdeführerin geltend 

machen lässt. Der entsprechende Eingriff wurde von den Ärzten als elektiv bezeichnet 

und auf dringenden Wunsch der Patientin durchgeführt (UV-act. 134, 136). Er führte 

auch nicht zu einer namhaften Verbesserung des Gesundheitszustands oder der 

Arbeitsfähigkeit (vgl. zur Thematik auch E. 4.1 des vorangegangenen Urteils vom 

7. März 2011 [Proz. UV 2010/62]).

2.4.4 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit werden von der 

Beschwerdeführerin ebenfalls als erfülltes Adäquanzkriterium geltend gemacht. Sie war 

vom Unfalltag bis am 19. Oktober 2008 100% arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. 15, 

17, 21, 24). Anschliessend galt sie zu 50% als vermittlungsfähig (UV-act. 25, 28, 34). 

Die Operation des Schlüsselbeins am 20. Februar 2009 verursachte wieder eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bis Ende April 2009 (UV-act. 50, 53). Dr. D.___ attestierte auch 

darüber hinaus eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 25% (UV-act. 57), welche der 

Kreisarzt nach Rücksprache mit dem Hausarzt bestätigte (UV-act. 60). Diese 

Arbeitsfähigkeit dauerte an (UV-act. 72, 75). Am 12. August 2009 erhob der Kreisarzt 

zusammen mit der Verwaltung ab 17. August 2009 wieder eine zumutbare Arbeits- und 

Vermittlungsfähigkeit von 50% für eine Arbeitstätigkeit, die ganztätig, vorwiegend im 

Sitzen in physiologischer Haltung, ohne höheren Kraftaufwand (Heben und Tragen bis 

höchstens 5 kg) und mit mehreren kurzen Pausen durchgeführt werden könne (UV-act. 

80 ff.). An dieser Beurteilung wurde trotz anderer Einschätzung durch die 

Beschwerdeführerin und ihren Hausarzt festgehalten (UV-act. 92, 95, 97 f.). Aus 

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somatischer Sicht wurde anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 

20. Januar 2010 eine ganztägige Tätigkeit nach vorstehend beschriebenem Profil für 

zumutbar befunden (UV-act. 110, 121). Zusammengefasst ergibt das eine volle 

Arbeitsunfähigkeit während insgesamt rund neuneinhalb Monaten (12. März 2008 bis 

19. Oktober 2008 sowie 19. Februar 2009 bis 30. April 2009), eine solche von 75% 

während dreieinhalb Monaten (1. Mai 2009 bis 16. August 2009) und von 50% während 

insgesamt rund zehn Monaten (20. Oktober 2008 bis 18. Februar 2009 sowie 

17. August 2009 bis 20. Januar 2010). Obwohl die genannten ärztlich attestierten 

Arbeitsunfähigkeiten wahrscheinlich von der Arbeitslosigkeit der Beschwerdeführerin 

(die Arbeitsstelle war ihr aus konjunkturellen Gründen schon vor dem Unfall vom 

11. März 2008 auf den 18. März 2008 gekündigt worden, vgl. UV-act. 1, 4) und ihrer 

psychischen Unfallfolgen mitverursacht waren, lässt sich deren Anteil nicht ermitteln, 

ist daher nicht nachgewiesen und kann somit nicht abgezogen werden. Vielmehr ist 

von der aufgeführten Arbeitsunfähigkeit von (mindestens) 50% während zehn Monaten, 

von 75% während eines guten Vierteljahrs und von voller Arbeitsunfähigkeit während 

eines guten Dreivierteljahrs auszugehen, womit der Grad und die Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit als hoch bzw. lange anzuerkennen sind. Damit ist dieses 

Adäquanzkriterium als erfüllt zu beurteilen.

2.4.5 Wie das Adäquanzkriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen 

Behandlung (vgl. E. 2.4.3) sind auch die Kriterien der Schwere oder besonderen Art der 

erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, 8C_398/2012, E. 6.2), der 

ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, und des 

schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen nicht erfüllt. Erfüllt sind 

dagegen nach den vorstehenden Ausführungen (E. 2.4.1 f. und E. 2.4.4) drei 

Adäquanzkriterien, nämlich diejenigen der besonders dramatischen Begleitumstände 

oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der körperlichen Dauerschmerzen sowie 

des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei dieser Anzahl 

erfüllter Adäquanzkriterien ist die Adäquanz der psychischen Unfallfolgen zu bejahen, 

auch wenn der Unfall vom 11. März 2008 "nur" als mittelschwer im engeren Sinn und 

nicht als mittelschwer an der Grenze zu den schweren Ereignissen eingestuft wird.

3.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Bei dieser Ausgangslage ist über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf weitere 

Leistungen der Beschwerdegegnerin, insbesondere auf eine Invalidenrente, aufgrund 

einer Gesamtbeurteilung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheitsbeeinträchti­

gungen neu zu befinden. Dazu sind die beiden Zumutbarkeitsprofile, dasjenige aus 

somatischer Sicht gemäss den Ausführungen von Dr. C.___ (UV-act. 80, 110, 121) und 

dasjenige von Dr. E.___ aus psychiatrischer Sicht (UV-act. 179), zusammenzuführen, 

die erwerblichen Auswirkungen zu beurteilen und der entsprechende Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin zu berechnen. 

Dazu wird die Streitsache an die Vorinstanz zurückgewiesen.

4.

4.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 27. August 2012 in 

dem Sinn gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 aufgehoben 

und die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie über 

den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen, insbesondere auf 

eine Invalidenrente, neu verfüge.

4.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Gemäss Art. 61 

lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei hingegen Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der 

Schwierigkeit des Prozesses und der eingereichten Rechtsschriften rechtfertigt es sich, 

die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 

aufgehoben. Die Streitsache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit 

sie im Sinn der Erwägungen über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf weitere 

Versicherungsleistungen, insbesondere auf eine Invalidenrente, neu verfüge.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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3. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'500.-- (inkl. Bar­

auslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2013
	Art. 6 UVG. Unfallereignis als mittelschwerer Fall im engeren Sinn eingestuft. Drei Adäquanzkriterien erfüllt, nämlich besonders dramatische Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, körperliche Dauerschmerzen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Adäquater Kausalzusammenhang auch der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen damit gegeben. Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an die Vorinstanz zur Neufestlegung der Leistungen, insbesondere einer Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 25. April 2013, UV 2012/66). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_372/2013.

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