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**Case Identifier:** 051db924-f396-5042-9697-4667cd9428e5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.11.2022 200 2022 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-52_2022-11-07.pdf

## Full Text

200 22 52 IV
SCP/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. November 2022

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. Dezember 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), gelernter …, ist … der gemeinsam mit seinem Bruder betriebenen 
Kollektivgesellschaft C.________, mit Sitz in … (Kanton …), welche die … 
und den … von … bezweckt (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 1 S. 10, 14 S. 2; <www.zefix.ch>). Im 
August 2001 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen Diabe-
tes mellitus Typ 1 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (act. II 1). Die IVB tätigte erwerbliche Abklärungen, zog 
Berichte behandelnder Ärzte bei, veranlasste bei Dr. med. D.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine Begutachtung (act. II 11) 
und liess durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht für 
Selbständigerwerbende erstellen (act. II 14). Nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren sprach die IVB dem Versicherten mit (unangefochten ge-
bliebener) Verfügung vom 8. Januar 2003 (act. II 20 S. 2 ff.) ab 1. August 
2001 eine auf einem Invaliditätsgrad von 52% basierende halbe Invaliden-
rente (samt Zusatzrente für die Ehefrau sowie Kinderrenten für die drei in 
den Jahren 1994, 1995 und 2000 geborenen Kinder) zu. Diese wurde 
mehrfach (revisionsweise) bestätigt (act. II 23; 29; 34 [neue Verfügung in-
folge Wegfalls einer Kinderrente]; 46; 70). 

A.b.

Im Januar 2021 leitete die IVB eine weitere Revision ein (act. II 71). Die 
IVB tätigte erwerbliche Abklärungen, zog einen Verlaufsbericht von Dr. 
med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bei (act. II 78), 
holte diverse Geschäftsunterlagen, darunter namentlich die Jahresrech-
nungen der Jahre 2018 bis 2020 ein, und liess durch ihren Abklärungs-
dienst einen Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende erstellen (act. II 
84 S. 2 ff.). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2021 (act. II 85) stellte die 

http://www.zefix.ch

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IVB bei einem Invaliditätsgrad von 32% die Aufhebung der Invalidenrente 
auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aus-
sicht. Dagegen liess der Versicherte Einwand (act. II 90) erheben, worauf-
hin die IVB eine Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes einholte (act. II 
93). Mit Verfügung vom 3. Dezember 2021 (act. II 94) entschied die IVB 
wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt.

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 20. Januar 2022 Beschwerde erheben. Er stellt die fol-
genden Rechtsbegehren: 

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine halbe IV-Rente auszurichten.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2022 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. Dezember 2021 
(act. II 94). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente der IV und dabei insbesondere die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente zu 
Recht auf das Ende des nach der Zustellung der Verfügung folgenden Mo-
nats aufgehoben hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher 
Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213) und die angefochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der IVG-
Änderung vom 19. Juni 2020 datiert, ist vorliegend der Rentenanspruch 
nach den bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (nachfolgend aArt.) zu 
prüfen.

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2.2

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren-
te, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Drei-
viertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Ren-
te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 

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nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.3.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 

3.

Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 8. Januar 2003 (act. II 20 
S. 2 ff.) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 1. Au-
gust 2001 eine auf einem Invaliditätsgrad von 52% basierende halbe Inva-
lidenrente zu. Diese wurde mehrfach (revisionsweise) bestätigt (act. II 23; 
29; 34; 46; 70). Dabei steht fest, dass die Verfügung vom 8. Januar 2003 
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung beruht (BGE 133 V 108). Inwieweit dies auch auf 
die (den bisherigen Rentenanspruch bestätigende) Mitteilung vom 18. Juni 
2015 (act. II 46) zutrifft, welche in Bezug auf den massgeblichen Ver-
gleichszeitpunkt (vgl. E. 2.3.4 vorne) einer rechtskräftigen Verfügung 
gleichzustellen wäre (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 

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8 E. 3.1), wenn – wie hier – keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung [IVV; SR 831.201]), kann offen bleiben: Im Rahmen der zwischen dem 
Beschwerdeführer und seinem Bruder unterzeichneten "Vereinbarung 
Rahmenbedingungen C.________" vom 17. Dezember 2019 (nachfolgend 
Vereinbarung vom 17. Dezember 2019 [act. II 79 S. 2 ff.]) und der damit 
einhergehenden Modifizierung des Gesellschaftsvertrages (vgl. Art. 557 
Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]) erfolgte eine 
Umstrukturierung des Betriebes mit faktischer Trennung der beruflichen 
Tätigkeiten der beiden Brüder (vgl. namentlich act. II 79 S. 2 Ziff. 3, S. 3 
Ziff. 5), was auch der Beschwerdeführer anerkennt (vgl. act. II 90 S. 2 
Rz. 4). Diese führte in den Jahren 2019 und 2020 zu einer im Vergleich zu 
den vorausgegangenen Jahren deutlichen Gewinnsteigerung für die Ge-
sellschaft im Allgemeinen und für den Beschwerdeführer im Speziellen (vgl. 
act. II 83.2 S. 7 [2020 und 2019]; act. II 83.4 S. 8 [2018 und 2017]; act. II 
55.6 S. 9 [2016 und 2015]; act. II 55.8 S. 9 [2014]; act. II 40.1 S. 9 [2013 
und 2012]; act. II 40.2 S. 9 [2011]; für die Jahre 1996-2001, vgl. act. II 14 
S. 5), bei – abgesehen von den Jahren 2014 und 2015 – vergleichbaren 
Umsätzen (vgl. act. II 83.3 S. 4 [2019 und 2018]; act. II 77.4 [2017]; act. II 
55.6 S. 4 [2016 und 2015]; act. II 55.8 S. 4 [2014]; act. II 40.1 S. 4 [2013 
und 2012]; act. II 40.2 S. 4 [2011]). Dies anerkennt ausdrücklich auch der 
Beschwerdeführer (vgl. Beschwerde, S. 3 f., Rz. 6). Die aufgrund der be-
trieblichen Änderungen mit optimierter Wertschöpfung erfolgte Steigerung 
des Betriebsgewinns, welcher bei Selbständigerwerbenden (vgl. act. II 77.5 
S. 1) im Sinne des massgeblichen Einkommens für die Ermittlung des Inva-
liditätsgrades relevant ist, stellt mit der Beschwerdegegnerin (act. II 84 S. 2 
und S. 7) im Vergleich zur Verfügung vom 8. Januar 2003 oder allenfalls 
der Mitteilung vom 18. Juni 2015 eine potentiell rentenrelevante Änderung 
in den tatsächlichen erwerblichen Verhältnissen und somit einen Revisi-
onsgrund dar (vgl. E. 2.3.2 vorne). Ob und wenn ja inwieweit die gesteiger-
te Wertschöpfung auf das (invalidenversicherungsrechtlich relevante) 
Leistungsvermögen des Beschwerdeführers oder aber auf invaliditätsfrem-
de Komponenten zurückzuführen ist, bildet Gegenstand der materiellen 
Anspruchsprüfung (vgl. E. 4 ff. hinten). Allerdings änderte sich am Vorlie-
gen eines Revisionsgrundes mit Blick auf das Ergebnis (vgl. E. 5.4 hinten) 

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nichts, wenn dieser Aspekt bereits unter dem Blickwinkel von aArt. 17 Abs. 
1 ATSG zu prüfen wäre. 

Zu ergänzen ist, dass sich im Vergleich zur betrieblichen Situation im Zeit-
punkt der Rentenverfügung vom 8. Januar 2003 (act. II 20 S. 2 ff.) die Auf-
spaltung der Tätigkeitsgebiete zwischen dem Beschwerdeführer und 
seinem Bruder auch auf die Gewichtung der vom Beschwerdeführer zu 
verrichtenden betrieblichen Aufgaben ausgewirkt hat ("…" 20% statt 50%, 
"…" 50% statt 25% und "…" 25% statt 30%; vgl. act. II 14 S. 4 und act. II 84 
S. 5) womit eine revisionsrelevante Wandlung des Aufgabenbereichs er-
folgte (vgl. E. 2.3.2 vorne). 

Insoweit der Beschwerdeführer – wenngleich ohne nähere Einlassungen 
zur Frage nach dem Vorliegen eines Revisionsgrundes – eine "veränderte 
Ausgangslage im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG" verneint (Beschwerde, 
S. 8, Rz. 33), kann ihm somit nicht gefolgt werden. Liegt demnach eine 
erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung 
des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsa-
chenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen 
zu prüfen (vgl. E. 2.3.3 vorne).

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht hielt Dr. med. E.________ im Bericht 
vom 21. Januar 2021 (act. II 78 S. 2 ff.) einen (entsprechend der subjekti-
ven Einschätzung des Beschwerdeführers [act. II 74 S. 1]) stationären Ge-
sundheitszustand fest. Es bestehe weiterhin ein Diabetes mellitus Typ 1, 
eine ausgesprochene Stoffwechsel-Labilität, eine Hypoglykämie-Wahr-
nehmungsstörung sowie eine begleitende Psychopathologie (act. II 78 
S. 2). Die Arbeitsunfähigkeit sei unverändert (S. 3). Hinweise für eine dia-
betische Nephropathie beständen nicht; auch der Augenarzt berichte von 
normalen Befunden. Die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer blie-
ben eingeschränkt. Der Beschwerdeführer müsse seinen Tag exakt planen, 
bezogen auf die Energiereserven sowie den Blutzuckerverlauf. Nach wie 
vor sei er geplagt durch die Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung, im 

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Rahmen welcher er aufwändige Blutzuckerkontrollen, teils bis stündlich, 
durchführe. Der Anschluss an eine moderne Glukose-Monitorisierung sei 
nicht erreicht worden (S. 2). 

4.2 In somatisch-diabetischer Hinsicht ist schlüssig und nachvollzieh-
bar, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Verlauf 
nicht verändert, insbesondere nicht verbessert hat. Indessen ist fraglich, ob 
die im Bericht von Dr. med. E.________ vom 21. Januar 2021 (act. II 78 
S. 2 ff.) erfolgte Einschätzung zum Ausmass der sich aus den gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen in erwerblicher Hinsicht ergebenden funktionellen 
Einschränkungen sowie die insoweit als unverändert – und damit im Er-
gebnis mit 50% (vgl. act. II 43 S. 3) – attestierte Arbeitsunfähigkeit auch 
weiterhin ausgewiesen ist, basiert sie doch weitgehend auf den Angaben 
des Beschwerdeführers, was invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich 
nicht genügt (BGE 140 V 290 E. 3.3.1 S. 296). Sodann folgt in psychischer 
Hinsicht aus den Akten, dass Dr. med. E.________ bereits von Anbeginn 
darauf hingewiesen hat, dass zum somatisch-diabetischen Leiden eine 
schwere neurotische Entwicklung mit völliger Fixierung auf den täglichen 
Blutzuckerverlauf mit unzähligen Blutzuckermessungen hinzugetreten und 
welche für die Arbeitsunfähigkeit und die daraus abgeleitete teilweise Er-
werbsunfähigkeit mit Rentenanspruch bestimmend war (vgl. act. II 7 S. 3; 
act. II 53 S. 2 und act. II 78 S. 2 [2021]). Auffallend dabei ist, dass der 
psychiatrische Gutachter damals dieser Fixierung der Aufmerksamkeit auf 
Selbstbeobachtungen, Blutzuckermessungen und Steuerungsmassnahmen 
eine erhebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit beimass, ohne je-
doch aus fachmedizinischer Sicht Stellung zu nehmen, ob die Beeinträchti-
gung mit therapeutischen Massnahmen beeinflussbar gewesen wäre bzw. 
ob sich diese auch ohne solche Massnahmen positiv hätte verändern kön-
nen (vgl. act. II 11 S. 11, S. 12 Ziff. 1 und S. 13 Ziff. 8). Insoweit liegt inzwi-
schen ein seit Jahrzehnten ungenügend abgeklärter medizinischer 
Sachverhalt vor. 

4.3 Im Lichte der nachfolgenden Erwägungen kann auf eine Rückwei-
sung zu einer entsprechenden Verlaufsbegutachtung verzichtet werden 
bzw. offenbleiben, wie es sich mit dem funktionellen Leistungsvermögen 
des Beschwerdeführers effektiv verhält. Für die Ermittlung des Invaliditäts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 10

grades ist auch weiterhin auf die Tätigkeit des Beschwerdeführers als 
Selbständigerwerbender und … der Kollektivgesellschaft C.________, ab-
zustellen.

5.

5.1

5.1.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 64 E. 4.4.2).

5.1.2 Auch bei Selbständigerwerbenden ist grundsätzlich ein Einkom-
mensvergleich durchzuführen; die ausserordentliche Methode nach BGE 
128 V 29 kommt nur zum Zug, wenn die entsprechenden Einkommen nicht 
bestimmt werden können (vgl. BGE 128 V 29 E. 1 S. 30 f.). 

Angesichts der in aArt. 25 Abs. 1 IVV (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung) vorgesehenen Gleichstellung der invalidenversiche-
rungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen mit 
den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen kann das Vali-
deneinkommen von Selbständigerwerbenden zumeist aufgrund der Ein-

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träge im Individuellen Konto bestimmt werden (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 135 
E. 6.2; 2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2). Wird auf die Zahlen der Buchhaltung 
abgestellt, dürfen Erträge und Aufwendungen nur insoweit berücksichtigt 
werden, als sie mit der Erwerbstätigkeit verbunden sind (THOMAS 
ACKERMANN, Die Bemessung des Invaliditätsgrades, in: KIESER/LENDFERS 
[Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2012, S. 50). 

Das Invalideneinkommen ist aufgrund des effektiv erzielten Verdienstes zu 
bestimmen, wenn der Versicherte seine Restarbeitsfähigkeit optimal ver-
wertet (ACKERMANN, a.a.O., S. 52; vgl. auch BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296; 
SVR 2021 IV Nr. 51 S. 168 E. 3.2). Im Rahmen der Schadenminderung ist 
zudem zu prüfen, ob Arbeitsorganisation und -teilung angepasst werden 
können (ACKERMANN, a.a.O., S. 52). 

5.2

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 3. Dezember 2021 (act. II 94) auf den Abklärungsbericht für 
Selbständigerwerbende vom 8. Oktober 2021 (act. II 84 S. 2 ff.). Dieser 
basiert auf einer Erhebung im Betrieb (S. 2) und erfolgte in Kenntnis der 
aktenmässig dokumentierten medizinischen Situation des Beschwerdefüh-
rers sowie der am 17. Dezember 2019 vom Beschwerdeführer und dessen 
Bruder unterzeichneten Vereinbarung (S. 2 f.). Weiter nimmt der Bericht 
Bezug auf die Betriebsverhältnisse und namentlich die mit der erwähnten 
Vereinbarung erfolgten betrieblichen Veränderungen (S. 3), listet die per-
sonellen Verhältnisse im Betrieb auf (S. 4), umfasst einen Betätigungsver-
gleich (S. 5) und legt die Einkommensverhältnisse detailliert dar (S. 6). 

Dem Betätigungsvergleich (S. 5) liegen wie schon im Bericht vom 28. Au-
gust 2002 (act. II 14) drei Aufgabenbereiche ("…", "Arbeiten in der …" und 
die "…") zugrunde, wobei die "…" neu mit 20% (statt 50% [2002]), die "Ar-
beiten in der …" mit 50% (statt 25% [2002]) und die "…" mit 30% (statt 25% 
[2002]) gewichtet werden, was mit Blick auf die seit 2019 erfolgte Neuorga-
nisation des Betriebs mit insbesondere Reduktion der Anzahl Angestellten 
(vgl. S. 3) nachvollziehbar ist und vom Beschwerdeführer auch nicht in 
Frage gestellt wird. Ferner wurden die jeweiligen (ungewichteten) Ein-
schränkungen auf 50% (hinsichtlich der Aufgabenbereiche "…" sowie "Ar-

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beiten in der …") bzw. auf 60% betreffend die "…" veranschlagt, woraus 
eine gewichtete Arbeitsunfähigkeit von gesamthaft 53% resultierte (S. 5), 
welche der Beschwerdeführer ausdrücklich als korrekt erachtet (vgl. Be-
schwerde, S. 6, Rz. 19) und deren Ausgewiesenheit mit Blick auf das Er-
gebnis (vgl. E. 5.4 hinten) keiner weiteren Überprüfung bedarf. In Bezug 
auf die personellen Verhältnisse folgt aus dem Abklärungsbericht, dass der 
Beschwerdeführer allein seine beiden Söhne ("1 Tag pro Woche" bzw. "Va-
riierendes Pensum") sowie eine weitere Angestellte ("jeweils Freitag vormit-
tags") im Betrieb beschäftigt (S. 4). Schliesslich wurden im 
Abklärungsbericht die Einkommensverhältnisse der Jahre 2017 bis 2020 
(S. 6) anhand der nach kaufmännischen Grundsätzen erfolgten Buch-
führung (Art. 957 f. OR; vgl. act. II 83.2 [Jahr 2020]; act. II 83.3 [2019]; act. 
II 83.4 S. 2 ff. [2018]; act. II 55.4 [2017]) korrekt wiedergegeben, was eben-
so unbestritten ist. 

5.2.2 Ferner basiert die im Abklärungsbericht vorgenommene Invali-
ditätsbemessung (act. II 84 S. 7) auf einem gewöhnlichen Einkommensver-
gleich nach Art. 16 ATSG (vgl. E. 5.1.1 vorne), welchem – wie gezeigt (vgl. 
E. 5.2.1 vorne) – ein Betätigungsvergleich zugrunde liegt (S. 5), weil nur 
auf diese Weise die gesundheitlich bedingte Erwerbseinbusse bestimmt 
werden konnte. Diese besteht gegebenenfalls im Personalaufwand für zu-
sätzliche Mitarbeiter, soweit diese die invaliditätsbedingt erfolgten Ausfälle 
des Beschwerdeführers kompensieren müssen (vgl. ACKERMANN, a.a.O., S. 
53). 

5.2.2.1 Weil der Beschwerdeführer auch weiterhin als Selbständigerwer-
bender und Mitinhaber der Kollektivgesellschaft C.________, im eigenen 
Unternehmen arbeitet und diese Tätigkeit bei gegebener Aktenlage als den 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen angepasst zu qualifizieren ist, wurde 
im Abklärungsbericht bei der Berechnung des Invalideneinkommens zu 
Recht auf den gemäss Buchhaltung ausgewiesenen Gewinn abgestellt, 
wobei nicht zu beanstanden ist, dass die Abklärungsperson den Einkom-
mensdurchschnitt der Jahre 2019 und 2020 heranzog, zumal keine An-
haltspunkte für eine danach erfolgte negative Gewinnentwicklung bestehen 
(vgl. auch E. 5.2.2.2 hinten). Unter Berücksichtigung der in den Jahren 
2019 und 2020 gemäss Buchhaltung effektiv erzielten und auf den Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 13

schwerdeführer entfallenden Betriebsgewinne von Fr. 94'651.80 (2019) 
bzw. Fr. 106'095.41 (act. II 83.2 S. 7) berechnete sie ein Einkommen von 
(aufgerundet) Fr. 100'374.--. Weiter rechnete die Abklärungsperson den 
Durchschnitt der vom Beschwerdeführer in den Jahren 2019 und 2020 ef-
fektiv bezahlten AHV/IV/EO-Beiträge hinzu, welcher sich jedoch nicht – wie 
im Abklärungsbericht angegeben – auf Fr. 15'031.--, sondern auf (aufge-
rundet) Fr. 15'531.-- beläuft (Fr. 16’226.-- + Fr. 14'835.--/2 [act. II 83.2 S. 
4]). Damit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 115'905.-- 
(Fr. 100'374.-- + Fr. 15'531.--) statt wie im Abklärungsbericht festgehalten 
von Fr. 115'405.-- (act. II 84 S. 7). 

5.2.2.2 Mit Bezug auf das hypothetische Valideneinkommen berücksich-
tigte die Abklärungsperson analog zur Berechnung des Invalideneinkom-
mens zunächst den Durchschnitt des in den Jahren 2019 und 2020 effektiv 
erzielten und um die AHV/IV/EO-Beiträge vervollständigten Einkommens. 
Dieses basiert – wie in E. 5.2.2.1 vorne dargelegt – auf den Angaben in der 
Buchhaltung. Dieses Vorgehen gibt zu keiner Kritik Anlass, liegen doch in 
Bezug auf die Jahre 2019 und 2020 keine IK-Einträge vor (act. II 73 S. 1). 
Auch besteht kein Anlass, bei der Berechnung weitere (vor 2019 liegende) 
Jahre zu berücksichtigen, da die betrieblichen Verhältnisse erst ab 2019 
angepasst wurden. Dass sich die Einkommensverhältnisse im weiteren 
Verlauf (nach 2020) sodann zu Ungunsten des Beschwerdeführers verän-
dert hätten, wird nicht geltend gemacht und für eine solche Annahme be-
stehen in den Akten auch keine Anhaltspunkte, weshalb das Abstellen auf 
den Durchschnitt der Jahre 2019 und 2020 nicht zu beanstanden ist. Weiter 
berücksichtigte die Abklärungsperson zusätzlich den Personalaufwand für 
einen behinderungsbedingt notwendigen zusätzlichen Mitarbeiter (vgl. Ziff. 
3070 des Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invali-
denversicherung [KSIH; in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2021]). Für 
die lohnmässige Bezifferung zog sie die Tabellenlöhne gemäss der vom 
Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Jahres 2018 heran. Dabei stellte sie auf Tabel-
le TA1_tirage_skill_level, Position 24-25 (…; Herstellung von …), Männer, 
Kompetenzniveau 3, ab und ermittelte unter Berücksichtigung einer durch-
schnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.4 Stunden (vgl. BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 24-25), der Teuerung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 14

(BFS, Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011-2021, Abschnitt 
24/25), einer Erwerbseinbusse von 53% (vgl. E. 5.2.1 vorne) sowie unter 
Hinzurechnung von 15% Sozialversicherungsbeiträgen zu Lasten des Ar-
beitgebers ein Einkommen von Fr. 53'524.-- (respektive Fr. 53'527.-- 
[Fr. 6'925.-- x 12/40 x 41.4/104.4 x 106.6/100 x 115 x 0.53]) und damit ein 
hypothetisches Valideneinkommen von insgesamt Fr. 168'929.-- (bzw. 
Fr. 169'432.-- [Fr. 115'905.-- + Fr. 53'527.--]). 

5.2.3 Aus der Gegenüberstellung ergibt dies ungeachtet der bei vorlie-
gender Berechnung leicht höheren Vergleichseinkommen bzw. wie im Ab-
klärungsbericht im Ergebnis korrekt festgehalten (act. II 84 S. 7) einen 
Invaliditätsgrad von 32% (Fr. 53'527.--/Fr. 169'432.-- x 100), womit kein 
Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 2.2.2 vorne). 

5.3 Was der Beschwerdeführer gegen die Berechnung des Invali-
ditätsgrades vorbringt, dringt nicht durch: 

5.3.1 So steht der Umstand, dass nunmehr ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad vorliegt, nicht in Widerspruch (Beschwerde, S. 8, Rz. 29) 
zum – nach Lage der Akten – unverändert gebliebenen Gesundheitszu-
stand (zur Frage nach einer allfälligen diesbezüglichen Verbesserung, vgl. 
aber E. 4 vorne), können sich doch die erwerblichen Auswirkungen des an 
sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändern, indem 
die betroffene Person mit den Jahren durch Angewöhnung einen besseren 
Umgang mit ihren Einschränkungen entwickelt. Die mit der Vereinbarung 
vom 17. Dezember 2019 (act. II 79 S. 2 ff.) vorgenommenen betrieblichen 
Veränderungen erfolgten aus invaliditätsfremden Gründen – infolge unter-
schiedlicher Entwicklungen der Geschäftsvisionen des Beschwerdeführers 
und seines Bruders (act. II 84 S. 3). Dabei war der Beschwerdeführer als 
faktisch nun "für sich allein verantwortlicher Selbständigerwerbender" (Be-
schwerde, S. 3, Rz. 5) trotz gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der 
Lage, ein höheres Unternehmerrisiko auf sich zu nehmen, hat er sich doch 
– wie beschwerdeweise zutreffend dargelegt – innerhalb der Kollektivge-
sellschaft nun unabhängig von seinem Bruder zu organisieren. Insbesonde-
re obliegt die Ausführung und die Leitung der Projekte entweder dem 
Beschwerdeführer oder seinem Bruder (vgl. Vereinbarung vom 17. Dezem-
ber 2019, S. 2, Ziff. 3) und die Zuweisung des Gewinns erfolgt nach den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 15

Projekten des für die Ausführung verantwortlichen Gesellschafters (S. 3, 
Ziff. 5). Diese Bereitschaft des Beschwerdeführers, die Gewinnverwendung 
nunmehr individuell bzw. bezogen auf die einzelnen Gesellschafter zu ge-
stalten, spricht für eine höhere Risikobereitschaft, welche kaum gegeben 
wäre, wenn dies der Gesundheitstand des Beschwerdeführers nicht zuge-
lassen hätte bzw. zulassen würde. Dabei ist auch darauf hinzuweisen, dass 
der Beschwerdeführer den Personalbestand reduzierte, dies indes – etwa 
im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2018 (act. II 77.4 S. 4; act. II 83.3 S 
4) – nicht mit einer Umsatzreduktion einherging, sondern der Beschwerde-
führer mit den von ihm anlässlich des Abklärungsgesprächs genannten 
betrieblichen Umstrukturierungsmassnahmen die Wertschöpfung optimie-
ren und den Gewinn steigern konnte (act. II 84 S. 3; vgl. E. 3 vorne und E. 
5.3.2 sogleich). Dies spricht ebenso dafür, dass sich in erwerblicher Hin-
sicht die funktionellen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen nicht mehr dergestalt manifestieren, wie dies im Vergleichszeitpunkt 
(vgl. E. 3 vorne) noch der Fall war. So räumt denn auch der Beschwerde-
führer ein, seine langjährige Karriere als Invalider belege, dass er trotz sei-
ner massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Lage gewesen 
sei, ein überdurchschnittlich hohes Einkommen zu erzielen (Beschwerde, 
S. 8, Rz. 28). Durch die mit der erwähnten Vereinbarung erlangte unter-
nehmerischen Alleinverantwortung ist es ihm nach den Ausführungen hier-
vor zudem gelungen, durch betriebliche Wertschöpfungsmassnahmen den 
Gewinn zu steigern und damit ein noch höheres Invalideneinkommen zu 
erzielen.

5.3.2 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Gewinnsteige-
rung habe "primär" aufgrund der ausserordentlichen und nur zeitlich auf die 
Jahre 2019 und 2020 beschränkte Mitarbeit seiner beiden Söhne erreicht 
werden können (Beschwerde, S. 3 f., Rz. 5 f.). Entgegen seiner Auffassung 
kann aufgrund der Unterlagen indessen ausgeschlossen werden, dass die 
Gewinnsteigerung massgeblich aufgrund der Mitarbeit Dritter zustande 
kam: So wurden zwar auf der AHV-Lohnbescheinigung 2020 fünf Mitarbei-
ter aufgeführt (act. II 77.1 S. 1), darunter die beiden Söhne des Beschwer-
deführers. Was den Sohn F.________ betrifft, so wird der 
Beschäftigungsgrad im Abklärungsbericht mit einem Tag in der Woche an-
gegeben, während dem der Sohn G.________ in einem variierenden Pen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 16

sum tätig sei (act. II 84 S. 4). Dies wird nicht mittels weiterer Dokumente 
(wie etwa Arbeitsverträgen) untermauert und es lässt sich – wie die Be-
schwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend einwendet (S. 4, 
Rz. 13) – anhand der Angaben des Beschwerdeführers nicht eruieren, in 
welches Verhältnis das von den Söhnen gemäss AHV-Lohnbescheinigung 
bezogene Entgelt zu setzen und in der Folge bei den Einkommensverhält-
nissen zu berücksichtigen ist. Was im Weiteren die Mitarbeiterin 
H.________ anbelangt, ist der in der AHV-Lohnbescheinigung 2020 ange-
gebene AHV-Lohn mit Fr. 1'720.90 (act. II 77.1 S. 1) derart tief, dass nicht 
von einer massgebenden Mitarbeit im Betrieb ausgegangen werden kann. 
Weiter fällt auf, dass die Lohnbuchhaltung mit Löhnen der Ehefrau und 
Schwägerin des Beschwerdeführers von jährlich je Fr. 12’000.-- belastet 
wird, obwohl diese Personen nach den unbestritten gebliebenen Angaben 
im Abklärungsbericht keine betrieblichen Tätigkeiten ausführen (act. II 84 
S. 4). Eine nach Qualität und Quantität zuverlässig ausscheidbare Mitarbeit 
von Dritten im Betrieb ist somit nicht möglich und folglich auch nicht erstellt, 
wobei angesichts des Ergebnisses darauf verzichtet werden kann, das In-
valideneinkommen um die Zahlungen an die Ehefrau und die Schwägerin 
entsprechend zu erhöhen. Auf weitere Abklärungen ist in antizipierter Be-
weiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) demnach zu verzichten, 
dies umso mehr, als der Beschwerdeführer gegenüber der Abklärungs-
fachperson selber angab, durch die betriebliche Neuausrichtung mit Reduk-
tion der Angestellten hätten die Personalkosten gesenkt und habe die 
Wertschöpfung gesteigert werden können (act. II 84 S. 3), womit so oder 
anders gerade nicht von einem massgeblichen kompensatorischen Einsatz 
der angegebenen Mitarbeiter ausgegangen werden kann. Diese Schluss-
folgerung ergibt sich denn auch aus den Ergebnissen der Jahresrechnung, 
wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2020, in welchem der Personalbe-
stand und die Lohnkosten im Vergleich zu 2019 nochmals reduziert wurden 
(vgl. act. II 77.3 S. 3), den auf ihn entfallende Gewinn nochmals deutlich 
steigern konnte (act. II 83.2 S. 7). Daraus ist zu schliessen, dass das für die 
Invaliditätsbemessung massgebende und gemäss Buchhaltung ausgewie-
sene Erwerbseinkommen weitestgehend durch die Mitarbeit des Be-
schwerdeführers im Betrieb erzielt worden ist. Im Übrigen ergeben sich 
keine Hinweise in den Akten und der Beschwerdeführer macht auch nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 17

geltend, dass anderweitige invaliditätsfremde oder nicht mit der Erwerbs-
tätigkeit verbundene Komponenten die Geschäftsergebnisse massgebend 
beeinflusst hätten. Damit sind die Ergebnisse der per 31. Dezember 2019 
und 2020 erstellten Bilanzen (act. II 83.2 f.) für die Bestimmung der Ver-
gleichseinkommen uneingeschränkt massgebend, was denn auch be-
schwerdeweise nicht in Frage gestellt wird. 

5.3.3 Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer die Berechnungs-
weise des Valideneinkommens (Beschwerde, S. 5 f., Rz. 16 f.; S. 6 f., 
Rz. 21 ff.) und beantragt stattdessen die Aufrechnung des Invalidenein-
kommens von (gemäss Abklärungsbericht) Fr. 115'405.-- auf 100%, woraus 
ein Jahreseinkommen von Fr. 245'542.55 resultierte (Fr. 115'405.--/0.47; 
Beschwerde, S. 7, Rz. 23). 

Im Rahmen des im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 
28. August 2002 (act. II 14) erfolgten Betätigungsvergleichs wurden die 
Aufgabenbereiche "… Bereich …/…" mit 50% und die Bereiche "…" und 
"…" je mit 25% gewichtet (S. 4). Im Abklärungsbericht vom 8. Oktober 2021 
(act. II 84 S. 2 ff.) wurden dieselben Aufgabenbereiche neu gewichtet – die 
"…" mit 20%, die "Arbeiten in der …" mit 50% und die "…" mit 30% (S. 5). 
Der daraus sich ergebende gewichtete Grad der Arbeitsunfähigkeit be-
schlägt mit insgesamt 43% (25% + 18%) nunmehr insbesondere die Berei-
che "Arbeiten in der …" sowie die "…", während dem der administrative 
Bereich nur noch mit einer gewichteten Arbeitsunfähigkeit von 10% zu Bu-
che schlägt. Vor diesem Hintergrund ist die beschwerdeweise postulierte 
Berechnung des Valideneinkommens nicht zielführend. Denn abgesehen 
davon, dass ein Prozentvergleich erst dann zum Tragen kommt, wenn die 
Vergleichseinkommen nicht hinreichend genau ermittelt werden können 
(BGE 114 V 310 E. 3a S. 313) – was hier nicht zutrifft –, würde mit dieser 
Vorgehensweise der veränderten (und unbestritten gebliebenen [vgl. E. 
5.2.1 vorne]) Gewichtung der Aufgabenbereiche nicht Rechnung getragen. 
Demgegenüber erweist sich die Vorgehensweise der Abklärungsfachper-
son, welche unter dem Blickwinkel der behinderungsbedingten Erwerbs-
einbusse (von 53%) allein den Lohn eines Mitarbeiters im Bereich …; 
Herstellung von … (gemäss Position 24-25 der LSE 2018; vgl. E. 5.2.2.2 
vorne) als zusätzlichen Personalaufwand berücksichtigte (act. II 84 S. 7), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 18

als zutreffend, trägt sie doch den geänderten Verhältnissen Rechnung. 
Anders gewendet bedarf der Beschwerdeführer hinsichtlich der gewichte-
ten Arbeitsunfähigkeit von lediglich 10% betreffend den Aufgabenbereich 
"…" nicht mehr der Mithilfe Dritter, woran nichts ändert, dass er gemäss 
eigenen Angaben aufgrund seiner allgemeinen Leistungsminderung auch 
im Bereich "…" aufgrund von Konzentrationsstörungen und erhöhter Ermü-
dung zu 50% eingeschränkt sei (S. 5). Denn zum einen folgt aus dem Be-
richt von Dr. med. E.________ vom 21. Januar 2021, dass beim 
Beschwerdeführer einzig die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer 
beeinträchtigt ist (act. II 78 S. 2), womit die anderslautenden Angaben des 
Beschwerdeführers nicht überzeugen. Zum andern gilt (auch) im Invaliden-
versicherungsrecht der allgemeine Grundsatz der Schadenminderungs-
pflicht, wonach die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles 
ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen der Invalidität best-
möglich zu mindern (Entscheid des BGer vom 27. September 2010, 
8C_482/2010, E. 4.2). Vor diesem Hintergrund ist es dem Beschwerdefüh-
rer zumutbar, die 10%ige Arbeitsunfähigkeit im Bereich "…" durch entspre-
chende Arbeitsorganisation abzuwenden (vgl. E. 5.1.2 vorne). 

5.4 Demnach ist die bei einem Invaliditätsgrad von 32% (vgl. E. 5.2.3 
vorne) erfolgte Einstellung der Invalidenrente nicht zu beanstanden. Was 
den Zeitpunkt der Rentenaufhebung anbelangt, welcher auf das Ende des 
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats erfolgte (act. II 94 S. 1; Art. 
88bis Abs. 2 lit. a IVV), so geht die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die im 
Januar 2021 erfolgte Einleitung des Revisionsverfahrens (act. II 71) auf-
grund der Datierung des Buchhaltungsabschlusses per November 2020 
nicht von einer Meldepflichtverletzung (Art. 77 i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 lit. b 
IVV) aus (act. II 84 S. 8). Vorliegend ist zwar fraglich, ob nicht bereits die 
mit Vereinbarung vom 17. Dezember 2019 (act. II 79 S. 2 ff.) erfolgte be-
triebliche Umstrukturierung hätte Anlass zu einer Meldung geben müssen. 
Dass die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung aller Umstände auf 
die rückwirkende Anpassung verzichtete, ist jedoch als innerhalb ihres Be-
urteilungsspielraums liegend zu betrachten, in welchen das Gericht nicht 
eingreift. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 19

Schliesslich ist der Beschwerdeführer rentenausschliessend eingegliedert, 
weshalb die Rentenaufhebung (auch) im Lichte von BGE 145 V 209 E. 5.1 
S. 211 nicht zu beanstanden ist. 

5.5 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
3. Dezember 2021 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen, welche bei diesem Ausgang des Verfahrens der unterliegende 
Beschwerdeführer zu tragen hat (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 
E. 4). In Anbetracht des Umstandes, dass einzig die erwerblichen Verhält-
nisse einlässlich zu prüfen waren, sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- 
festzusetzen und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu ent-
nehmen. Die Differenz ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten. 

6.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialver-
sicherungsträgerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG; vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2022, IV/22/52, Seite 20

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 1'000.-- entnommen.

3. Der Restbetrag von Fr. 200.-- des geleisteten Kostenvorschusses wird 
dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.