# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2da0b87f-16b1-596e-a1b0-e257ea39e903
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2015 100 2014 224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-224_2015-03-17.pdf

## Full Text

100.2014.224U
MUT/BDE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 17. März 2015 

Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführer 

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Rathausgasse 1, 3011 Bern
Beschwerdegegner 

betreffend Opferhilfe; Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe und Genugtuung 
(Verfügung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 1. Juli 
2014; 2013-11932)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ stellte am 12. November 2013 bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion 
des Kantons Bern (GEF) ein Gesuch um Entschädigung für Selbstbehalte und 
Transportkosten zu medizinischen Behandlungen sowie ein Gesuch um Genugtuung in 
der Höhe von Fr. 7'000.--. Die GEF wies ihn darauf hin, dass die Opferhilfe subsidiär 
sei und er als Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) die medizinischen Kosten 
zunächst bei dieser Stelle geltend zu machen habe. In der Folge erstattete die EL 
A.________ einen Teil der Krankheitskosten; betreffend die nicht übernommenen 
Kosten hielt er sein Gesuch bei der GEF aufrecht. Mit Verfügung vom 1. Juli 2014 wies 
die GEF das Gesuch um Genugtuung und Entschädigung bzw. längerfristiger Hilfe 
Dritter ab. 

B.

Hiergegen hat A.________ am 31. Juli 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben 
mit folgenden Anträgen: 

« 1.1 Die Verfügung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 
01. Juli 2014 betreffend das Gesuch des Beschwerdeführers vom 12. November 
2013 um Genugtuung und Entschädigung bzw. längerfristiger Hilfe Dritter 
gemäss Opferhilfegesetz sei aufzuheben.  

1.2 Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 12. November 2013 um Entschädigung 
für Selbstbehalte und für Transportkosten zu medizinischen Behandlungen sei für 
den Zeitraum vom 05. Dezember 2012 bis zum 24. Dezember 2013 in der Höhe 
von CHF 1'809.00 gutzuheissen. Der Kanton Bern sei zu verpflichten, dem 
Beschwerdeführer unter dem Titel „längerfristige Hilfe Dritter“ einen Betrag von 
CHF 1'809.00 auszurichten. 

1.3. Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 12. November 2013 um Genugtuung in 
der Höhe von CHF 7'000.00 sei gutzuheissen. Der Kanton Bern sei zu 
verpflichten, dem Beschwerdeführer unter dem Titel „Genugtuung“ von 
CHF 7'000.00 auszurichten.  

Eventualiter:

1.4. Die Verfügung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 
01. Juli 2014 betreffend das Gesuch des Beschwerdeführers vom 12. November 
2013 um Genugtuung und Entschädigung bzw. längerfristiger Hilfe Dritter 
gemäss Opferhilfegesetz sei aufzuheben und die Akten an die Vorinstanz zur 
Festlegung der Genugtuung und der längerfristigen Hilfe Dritter zurückzuweisen.  

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 3

Die GEF beantragt mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 die Abweisung der 
Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die 
angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen und Unangemessenheit hin (Art. 80 VRPG i.V.m. Art. 29 Abs. 3 
des Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an Opfer von Straftaten 
[Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5]). 

1.3 Beschwerden, deren Streitwert Fr. 20'000.-- nicht erreicht, behandeln die 
Mitglieder des Verwaltungsgerichts als Einzelrichterinnen oder Einzelrichter (Art. 57 
Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Strittig sind die Ausrichtung einer 
Genugtuung von Fr. 7'000.-- sowie die Übernahme von Kosten für Selbstbehalte und 
für Transporte zu medizinischen Behandlungen in der Höhe von Fr. 1'809.--. Der 
Entscheid fällt damit in die einzelrichterliche Zuständigkeit.

2.

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. Die GEF habe es unterlassen, die eingereichte ärztliche «Checkliste» vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 4

26. Juli 2013 zu beachten und zu würdigen, obschon es sich dabei um ein zentrales 
Beweismittel bzw. Sachverhaltselement handle. 

2.1 Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergibt sich in erster Linie aus 
Art. 21 ff. VRPG. Ergänzend greifen die verfassungsrechtlichen Mindestansprüche 
nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der in ihrer Rechtsstellung Betroffenen effektiv 
zu prüfen und beim Entscheid zu berücksichtigen. Folge dieser Prüfungspflicht und 
zugleich Bedingung einer wirksamen Selbstkontrolle ist die behördliche 
Begründungspflicht (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids 
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt 
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 
stützt. Dagegen wird nicht verlangt, dass sich die Begründung mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 
widerlegt (statt vieler BGE 138 I 232 E. 5.1, 136 I 229 E. 5.2; BVR 2013 S. 407 E. 3.2, 
2012 S. 326 E. 4.1, S. 109 E. 2.3.3).

2.2 Der Beschwerdeführer hat mit seinem Gesuch das von seinem Arzt nach der 
Einstellung des Strafverfahrens, am 26. Juli 2013 ausgefüllte Formular «Checkliste: 
Relevante Fragen an Ärztinnen betreffend Genugtuung» eingereicht. Darin hält der 
behandelnde Facharzt auf entsprechende Frage u.a. fest, dass «zu 100 %» die Straftat 
(Pfiff) den Tinnitus des Beschwerdeführers ausgelöst habe (Vorakten, pag. 103). Mit 
dieser ärztlichen Einschätzung setzt sich die Vorinstanz nicht auseinander, obschon 
sie in ihrer Verfügung zu einem anderen Schluss kommt. Für ihre Beurteilung hat sie 
sich einzig auf die Strafakten gestützt (angefochtene Verfügung, E. 1.3.2). Damit fehlt 
es der angefochtenen Verfügung an einer hinreichenden Auseinandersetzung mit den 
vom Beschwerdeführer zur Stützung seiner Ansprüche vorgetragenen Argumenten. 
Die angefochtene Verfügung leidet somit an einem Begründungsmangel. Eine 
Gehörsverletzung führt – entsprechend der formellen Natur des Gehörsanspruchs – 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache grundsätzlich zur Auf-
hebung des angefochtenen Entscheids. Praxisgemäss können allerdings 
Gehörsverletzungen unter bestimmten Voraussetzungen geheilt werden (vgl. 
BGE 138 II 77 E. 4; BVR 2014 S. 508 [VGE 2013/433 vom 15.7.2014] unpubl. E. 3.5, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 5

2012 S. 28 E. 2.3.5, 2009 S. 328 E. 2.3, 2008 S. 97 E. 2.2.3). Die Voraussetzungen für 
die Heilung der vorinstanzlichen Gehörsverletzung sind hier erfüllt: Die GEF hat eine 
ausführliche Beschwerdeantwort eingereicht, in der sie sich (nachträglich) mit dem 
fraglichen Arztbericht auseinandersetzt und darlegt, weshalb sie trotzdem an ihrem 
Entscheid festhält. Zu beurteilen sind zudem Rechtsfragen, bei denen dem Ver-
waltungsgericht die gleiche Überprüfungsbefugnis zukommt wie der Vorinstanz. Die 
Gehörsverletzung wiegt auch nicht derart schwer, dass eine Heilung des 
Verfahrensmangels ausgeschlossen wäre. Eine Rückweisung der Sache käme sodann 
einem formalistischen Leerlauf gleich und würde zu unnötigen Verzögerungen führen, 
die mit den Interessen an einer beförderlichen Beurteilung der Sache und 
prozessökonomischen Verfahrensführung nicht zu vereinbaren wären. Der 
Gehörsverletzung ist jedoch im Kostenpunkt Rechnung zu tragen (vgl. hinten E. 6). 

3.

In materieller Hinsicht ist strittig, ob eine opferhilferechtlich relevante Straftat vorliegt 
und der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Opferhilfe hat. 

3.1 Der Beschwerdeführer besuchte am 8. Januar 2012 mit zwei ihm flüchtig 
bekannten Männern eine Diskothek. Gemäss seinen Angaben habe ihm eine der 
beiden Begleitpersonen ins rechte Ohr gepfiffen. Er habe dadurch einen 
Gehörschaden erlitten und leide seither an einem Tinnitus. Am 28. März 2012 reichte 
der Beschwerdeführer eine Strafanzeige wegen Körperverletzung ein, woraufhin die 
zuständige Staatsanwaltschaft gegen den Angezeigten eine Untersuchung wegen 
fahrlässiger Körperverletzung eröffnete und Befragungen mit dem Beschuldigten und 
einem Zeugen durchführte. Mit Verfügung vom 14. Juni 2013 stellte die 
Staatsanwaltschaft Region Oberland gestützt auf Art. 319 Abs. 1 Bst. a der 
Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, 
StPO; SR 312.0) das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen fahrlässiger 
Körperverletzung ein. Sie erwog, der Beschuldigte habe von allem Anfang an 
bestritten, dem Geschädigten ins Ohr gepfiffen zu haben; der einvernommene Zeuge 
habe vom angezeigten Vorfall nichts mitbekommen. Es lasse sich zwar nicht 
ausschliessen, dass der Geschädigte an jenem Abend tatsächlich einen 
Gehörschaden erlitten habe. Ob jedoch der Beschuldigte daran beteiligt gewesen sei, 
bleibe offen. Somit bestehe nach der Untersuchung kein hinreichender Tatverdacht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 6

der eine Anklage rechtfertigen würde (Vorakten pag. 259, 261 ff., 327 ff.). Die 
Einstellungsverfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.  

3.2 Der Beschwerdeführer hat nach der Einstellung des Strafverfahrens im 
vorinstanzlichen Verfahren die von seinem auf Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten 
spezialisierten Arzt ausgefüllte «Checkliste: Relevante Fragen an Ärztinnen betreffend 
Genugtuung» vom 26. Juli 2013 eingereicht. Demnach weist der Beschwerdeführer 
beim rechten Ohr einen Tinnitus und eine sog. c5-Senke auf, was auf ein am 8. Januar 
2012 erfolgtes Lärmtrauma zurückzuführen sei. Auf die Frage «War die Straftat das 
auslösende Ereignis für die nötige Behandlung (es braucht die überwiegende 
medizinische Wahrscheinlichkeit von 75 %, dass der Tinnitus von einem Pfiff ausgelöst 
wurde)», antwortete der Arzt mit «ja, zu 100 %» (Vorakten pag. 103 ff.). Im Schreiben 
vom 9. Juli 2014 (Beschwerdebeilage [BB] 6) führte er zusätzlich aus, die von ihm 
angegebene Kausalität im Bericht vom 26. Juli 2013 gründe insbesondere auf der 
Anamnese sowie der isolierten c5-Senke. Dieser audiometrische Befund sei typisch für 
ein Lärmtrauma. Da er über keine audiometrische Voruntersuchungen verfüge, könne 
er nicht beweisen, ob diese c5-Senke nicht schon vorher bestanden habe. Mit E-Mail 
vom 11. Juli 2014 (BB 8) hält der Facharzt fest, die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, 
dass aufgrund der Vorgeschichte und des geschilderten Vorfalls sowie der 
vorliegenden Hörprüfung die Beschwerden auf den Unfall zurückzuführen seien. Lärm 
und zu lautes Hören von Musik könnten zwar die Ursache für die Veränderung im 
Audiogramm sein; diese wären dann aber symmetrisch, d.h. auf beiden Ohren zu 
erwarten gewesen. Die weiteren aktenkundigen Arztberichte bestätigen das Vorliegen 
eines Tinnitus und schildern die Folgebeschwerden; zu der (möglichen) Ursache des 
Gehörschadens lässt sich ihnen jedoch nichts entnehmen.

3.3 Nach Ansicht der Vorinstanz ist eine Straftat nicht nachgewiesen und fehlt es 
damit an der Opferstellung des Beschwerdeführers. Sie anerkennt zwar, dass am 
8. Januar 2012 höchstwahrscheinlich ein Lärmtrauma stattgefunden habe, das den 
Tinnitus zur Folge hatte. Die Ursache dieses Lärmtraumas sei jedoch nicht bekannt. 
Für die Sachverhaltsvariante des Beschwerdeführers und damit für das Vorliegen einer 
Straftat sprächen nicht mehr Argumente als für andere Möglichkeiten. Infolgedessen 
könne eine Straftat nicht als wahrscheinlich und schon gar nicht als überwiegend 
wahrscheinlich betrachtet werden. Daran vermöge die Einschätzung des 
behandelnden Arztes nichts zu ändern. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer 
geltend, die Einstellung sei ausdrücklich nicht aufgrund einer fehlenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 7

Straftatbeständigkeit oder Rechtswidrigkeit erfolgt. Vom fehlenden hinreichenden 
Tatverdacht im Strafverfahren könne nicht geschlossen werden, dass er nicht doch 
Opfer eine Straftat geworden sei. Aus medizinischer Sicht sei erstellt, dass seine 
Beschwerden auf einen Pfiff unmittelbar neben seinem rechten Ohr zurückzuführen 
sei. Damit liege eine Körperverletzung im Sinn von Art. 123 bzw. Art. 125 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) vor. 

4.

4.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 OHG hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer 
körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden 
ist (Opfer), Anspruch auf Opferhilfe. Unabdingbare Voraussetzung für die Anerkennung 
der Opferqualität einer geschädigten Person ist das Vorliegen einer Straftat. Als 
Straftat gemäss OHG gilt ein tatbestandsmässiges und rechtswidriges Verhalten im 
Sinn des Schweizerischen Strafgesetzbuches, unabhängig davon, ob die Täterin oder 
der Täter ermittelt worden ist, sich schuldhaft verhalten oder vorsätzlich oder fahrlässig 
gehandelt hat (Art. 1 Abs. 3 OHG; vgl. BGE 134 II 33 E. 5.4; BGer 1C_326/2014 vom 
16.1.2015, E. 2.2; Empfehlungen der Schweizerischen Verbindungsstellen-Konferenz 
Opferhilfegesetz [SVK-OHG], Ziff. 2.3; Dominik Zehntner in Gomm/Zehntner [Hrsg.], 
Opferhilfegesetz, 3. Aufl., 2009, Art. 1 N. 3). Für Opferhilfeleistungen ist die Einleitung 
bzw. Durchführung eines Strafverfahrens nicht Voraussetzung. Die Einstellung des 
Strafverfahrens ist für sich allein kein Grund, opferhilferechtliche Leistungen zu 
versagen (BGer 1A.170/2001 vom 18.2.2002, E. 3.1; BVR 2007 S. 226 E. 3.1). Bei 
einer Einstellung des Verfahrens kommt es massgeblich auf die Begründung dafür an. 
Erfolgt sie, weil es bereits an einem für die Anklageerhebung hinreichenden 
Tatverdacht fehlt, wird in der Regel auch im Opferhilfeverfahren nicht von einer 
ausreichend erstellten Straftat ausgegangen. Wird das Strafverfahren dagegen 
eingestellt, weil eine Prozessvoraussetzung nicht erfüllt ist oder ein Prozesshindernis 
nicht beseitigt werden kann, so ist aufgrund der Strafakten und allenfalls gestützt auf 
eigene Abklärungen zu prüfen, ob eine Straftat gegeben ist oder nicht. Weil sich ein 
Strafverfahren immer gegen eine bestimmte Person richtet, sind bei einer Einstellung 
des Verfahrens opferhilferechtliche Leistungen grundsätzlich möglich, wenn aufgrund 
des Sachverhaltes auch Dritte als Täter in Frage kommen (zum Ganzen: Eva 
Weishaupt, Finanzielle Leistungen gemäss Opferhilfegesetz in Ehrenzeller/Guy-
Ecabert/Kuhn, Das revidierte Opferhilfegesetz, 2009, S. 47 ff., S. 74 f.; vgl. auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 8

BGer 1C_431/2007 vom 13.5.2008, E. 3, 1A.170/2001 vom 18.2.2002, E. 3.2; SVK-
OHG, Ziff. 2.8.2). In Bezug auf die tatsächlichen Feststellungen weicht die 
Verwaltungsbehörde nicht ohne Not von denjenigen der Strafbehörde ab; in der 
Beurteilung von Rechtsfragen ist sie indes grundsätzlich frei (BGE 134 II 33 nicht publ. 
E. 4.3, 129 II 312 E. 2.4 [Pra 93/2004 Nr. 4], 124 II 8 E. 3d; BVR 2007 S. 226 E. 3.1 f.; 
Eva Weishaupt, a.a.O., S. 73 f.).

4.2 Der rechtserhebliche Sachverhalt ist nach dem auch im opferhilferechtlichen 
Verfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen festzustellen (Art. 29 
Abs. 2 OHG; Art. 18 Abs. 1 VRPG). Diese Maxime wird indessen durch die allgemeine 
prozessuale Mitwirkungspflicht (Art. 20 Abs. 1 VRPG) relativiert, wonach die Parteien 
verpflichtet sind, aktiv zur Ermittlung des Sachverhalts beizutragen, wenn sie aus 
einem Begehren Rechte ableiten. Kann der entscheidrelevante Sachverhalt nicht mit 
genügender Klarheit erstellt werden, kommt die allgemeine Beweislastregel zur 
Anwendung, wonach zuungunsten derjenigen Person zu entscheiden ist, die aus der 
unbewiesen gebliebenen Tatsache hätte Rechte ableiten können (vgl. Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 6, Art. 19 N. 3 und Art. 20 N. 2; 
BVR 2013 S. 311 E. 5.4, S. 497 E. 4.6, 2009 S. 415 E. 2.3.2). Die Anforderungen an 
den Nachweis der Opfereigenschaft sind je nach dem Zeitpunkt sowie nach Art und 
Umfang der beanspruchten Hilfe unterschiedlich hoch (BGE 125 II 265 E. 4c/aa; BGer 
1C_208/2011 vom 1.2.2012, E. 3.4.8; BVR 2007 S. 226 E. 4.3; SVK-OHG, Ziff. 2.8.1; 
Dominik Zehntner, a.a.O., Art. 1 N. 43 ff.). Für die Inanspruchnahme von 
Beratungshilfe sowie die Ausrichtung von finanzieller Soforthilfe genügt es 
grundsätzlich, wenn die Opfereigenschaft glaubhaft gemacht werden kann. Bei 
Kostenbeiträgen für längerfristige Hilfe Dritter muss die Opferstellung wahrscheinlich 
sein. Die für die Anspruchsprüfung zuständige Stelle muss davon überzeugt sein, dass 
das Vorliegen einer opferrechtlich relevanten Straftat wahrscheinlicher ist als das 
Nichtvorliegen einer solchen bzw. es müssen mehr Argumente für das Vorliegen einer 
die Opferstellung begründenden Straftat sprechen als dagegen. Bei der Ausrichtung 
von Entschädigung und Genugtuung ist in Anlehnung an das Sozialversicherungsrecht 
vom Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen. Die 
Wahrscheinlichkeit, die für die Bejahung der Opfereigenschaft spricht, muss so hoch 
sein, dass für die Verwirklichung anderer Sachverhaltsversionen kein ernst zu 
nehmender Raum verbleibt. Eine andere Sachverhaltsversion ist zwar möglich, darf 
aber nicht massgeblich in Betracht fallen; dabei muss mit einer Wahrscheinlichkeit von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 9

mindestens 75 % von der Opfereigenschaft ausgegangen werden können (SKV-OHG, 
Ziff. 2.8.1; vgl. auch BVR 2007 S. 226 E. 4.5; Peter Gomm in Gomm/Zehntner [Hrsg.], 
Opferhilfegesetz, 3. Aufl., 2009, Art. 29 N. 16).

5.

5.1 Aufgrund der aktenkundigen Arztberichte ist erstellt, dass der Be-
schwerdeführer an einem Gehörschaden mit Tinnitus leidet (Vorakten pag. 91 ff.; BB 6 
und 7). Mit der Vorinstanz ist sodann anzuerkennen, dass seine Beschwerden 
wahrscheinlich auf ein am 8. Januar 2012 erlittenes Lärmtrauma zurückzuführen sind. 
Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob eine Straftat als Ursache für diesen Gehörschaden 
wahrscheinlich bzw. überwiegend wahrscheinlich ist. 

5.2 Die Einstellung des Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft erfolgte 
gestützt auf Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO wegen Fehlens eines hinreichenden 
Tatverdachts gegenüber dem Beschuldigten (vgl. vorne E. 3.1). Der Beschwerdeführer 
erhob kein Rechtsmittel gegen die Einstellung des Strafverfahrens und verzichtete 
damit auf deren nachträgliche gerichtliche Überprüfung. Es ist fraglich, ob es nicht ein 
widersprüchliches Verhalten darstellt, wenn er im opferhilferechtlichen Verfahren 
weiterhin geltend macht, der Tatbestand der Körperverletzung sei erfüllt, obwohl er 
sich gegen die Einstellung des Strafverfahrens nicht zur Wehr gesetzt hat. Hinzu 
kommt, dass er die von ihm als «zentrales Beweismittel» bezeichnete Einschätzung 
seines Arztes bereits im Strafverfahren hätte einbringen können (vgl. BGer 
1C_208/2011 vom 1.2.2012, E. 3.4.2, 1A.110/2003 vom 28.10.2003, E. 3.2 [Pra 
93/2004 Nr. 141]. Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann mit Blick auf die 
folgenden Erwägungen indes dahingestellt bleiben.

5.3 Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass die Einstellung des 
Verfahrens gestützt auf Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO zwar nicht ausschliesst, dass er 
Opfer einer Straftat geworden ist. Vorliegend haben indes weder er noch die 
Strafverfolgungsbehörden eine (unbekannte) Drittperson als Verursacherin in 
Erwägung gezogen. Aufgrund des bekannten Sachverhalts kommen somit keine 
Drittpersonen als Täterschaft in Frage. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz 
grundsätzlich auf die rechtskräftige Einstellung des Strafverfahrens abstellen (vgl. 
BGer 1C_431/2007 vom 13.5.2008, E. 3), zumal keine Hinweise vorlagen, welche die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 10

Beurteilung der Staatsanwaltschaft als rechtsfehlerhaft erscheinen liessen. Der Be-
schuldigte hat sowohl bei der polizeilichen als auch bei der staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahme konsequent bestritten, dem Beschwerdeführer ins Ohr gepfiffen zu 
haben. Auch in den aktenkundigen SMS gibt er den ihm vom Beschwerdeführer 
vorgeworfenen Sachverhalt nicht zu. Gemäss dem Beschwerdeführer habe der 
Beschuldigte ihm gegenüber zwar den Pfiff telefonisch zweimal zugegeben; die 
entsprechende Tonbandaufnahme will der Beschwerdeführer aber im Tram verloren 
haben (Vorakten pag. 289). Damit bleibt offen, ob der Beschuldigte tatsächlich am 
Telefon ein solches Eingeständnis gemacht hatte. Nach Angaben des einver-
nommenen Zeugen stand der Beschwerdeführer in der Diskothek zwischen ihm und 
dem Beschuldigten. Der Beschwerdeführer habe ihm zwar gesagt, dass der 
Beschuldigte ihm ins Ohr gepfiffen habe. Er habe jedoch weder ein Pfeifen gesehen 
noch gehört, was angesichts des sehr hohen Lärmpegels in der Diskothek nicht weiter 
verwunderlich ist (Vorakten pag. 303 ff.). Sowohl der Beschwerdeführer als auch der 
Beschuldigte sind in ihren Aussagen konstant geblieben; es gibt nichts, welches eine 
der beiden Aussagen glaubwürdiger erscheinen liesse als die andere. Die Aus-
führungen des behandelnden Facharztes (vgl. vorne E. 3.2) stützen zwar die Version 
des Beschwerdeführers. Indes ist zu bemerken, dass diese ärztliche Einschätzung 
allein auf der Sachverhaltsschilderung des Beschwerdeführers zum fraglichen Abend 
beruht, insbesondere auf das Faktum des Pfiffs. Im Hinblick auf seine 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung dürfte der Arzt eher dazu neigen, die 
Sachverhaltsdarstellung seines Patienten zu übernehmen. Aufgrund der 
asymmetrischen Veränderung im Audiogramm erachtet der Arzt Lärm oder zu lautes 
Musikhören als Ursache für das Lärmtrauma als weniger wahrscheinlich. Damit sind 
aber andere Auslöser nicht ausgeschlossen. Gemäss übereinstimmenden Aussagen 
der drei einvernommenen Personen war die Musik an jenem Abend in der Diskothek 
ausserordentlich laut. Wie die Vorinstanz zutreffend anführt (Beschwerdeantwort, S. 5), 
ist es daher denkbar, dass das Lärmtrauma durch eine zu grosse Nähe des 
Beschwerdeführers zum rechten Lautsprecher entstanden ist. Diesem Vorbringen hat 
der Beschwerdeführer nichts entgegengesetzt. Sodann könnte das Lärmtrauma auch 
durch eine andere Geräuschquelle innerhalb oder ausserhalb der Diskothek verursacht 
worden sein; so hätte beispielsweise ein Knall (z.B. durch einen platzenden Luftballon, 
einen Feuerwerkskörper oder eine Fehlzündung) dieselben gesundheitlichen Folgen 
haben können. Insgesamt ist die fachärztliche Beurteilung nicht geeignet, den 
behaupteten Pfiff als Ursache für das Lärmtrauma des Beschwerdeführers in 
genügender Weise nachzuweisen. Nach dem Gesagten ist zwar nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 11

auszuschliessen, dass sich das Ereignis vom 8. Januar 2012 wie vom 
Beschwerdeführer geschildert zugetragen hat. Andere Sachverhaltsversionen sind 
jedoch denkbar und durchaus im Bereich des Möglichen. In Würdigung der gesamten 
Aktenlage erscheint es daher nicht als wahrscheinlicher bzw. überwiegend 
wahrscheinlich, dass der Beschuldigte dem Beschwerdeführer ins rechte Ohr pfiff und 
dieser dadurch einen Gehörschaden davontrug. 

5.4 Selbst wenn der Pfiff sachverhaltlich erwiesen wäre, ist fraglich, ob er als 
strafbare Handlung zu qualifizieren wäre: Nach Art. 125 Abs. 1 StGB wird auf Antrag 
mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer fahrlässig einen 
Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Nach Art. 12 Abs. 3 StGB 
handelt fahrlässig, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit 
nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, 
wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach 
seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist. Entscheidend kommt es dabei auf 
die Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit des Erfolgs an (vgl. BGer 1C_326/2014 vom 
16.1.2015, E. 3.2.1 mit Hinweis, 1C_208/2011 vom 1.2.2012, E. 3.4.4). –  An 
Konzerten oder in Diskotheken wird als Ausdruck des Beifalls oder des Missfallens 
regelmässig laut gepfiffen; der Beschuldigte hätte somit mit einem Pfiff in der Diskothek 
kein ungewöhnliches Verhalten an den Tag gelegt. Nach Angaben des 
Beschwerdeführers habe der Beschuldigte sodann aus einer Distanz von ca. 50 cm 
gepfiffen (Vorakten pag. 264). Der angebliche Pfiff erfolgte somit nicht unmittelbar am 
Ohr, sondern aus einer Distanz, die dem üblichen Abstand zwischen Konzert- oder 
Diskothekbesuchern entspricht. Selbst wenn der Beschuldigte an jenem Abend in der 
Disco – aus welchen Gründen auch immer – gepfiffen haben sollte, musste er kaum 
damit rechnen, dass sein Pfiff beim Beschwerdeführer ein Lärmtrauma auslösen 
würde, zumal der Lärmpegel in der Disco offenbar sehr hoch war und nicht unbedingt 
zu erwarten war, dass ein Pfiff unter diesen Umständen einen (weiteren) Schaden 
anrichten könnte. Dem Beschuldigten könnte somit weder eine Sorgfaltspflichtver-
letzung noch die Voraussehbarkeit des tatbestandsmässigen Erfolgs vorgeworfen 
werden. Der Gehörschaden des Beschwerdeführers müsste vielmehr auf eine nicht 
voraussehbare Verkettung unglücklicher Umstände zurückgeführt und letztlich als 
strafloses Unfallgeschehen eingestuft werden. 

5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es bezüglich der Ursache des vom 
Beschwerdeführer erlittenen Lärmtraumas an einer für den Nachweis der Opferstellung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 12

vorausgesetzten tatbestandsmässigen und rechtswidrigen Straftat im Sinn des OHG 
fehlt. Nach der allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB (vgl. E. 4.2 hiervor) hat der 
Beschwerdeführer die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz einen Anspruch des Beschwerdeführers auf finan-
zielle Leistungen für die Folgen des erlittenen Lärmtraumas verneinte. Die 
angefochtene Verfügung hält somit der Rechtskontrolle stand und erweist sich auch als 
angemessen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

6.

Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht sind keine Kosten zu erheben (Art. 30 
Abs. 1 OHG). Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer grundsätzlich auch 
keinen Anspruch auf Parteikostenersatz; in der Gehörsverletzung, welche der 
Vorinstanz unterlaufen ist (vorne E. 2), liegen jedoch besondere Umstände (Art. 108 
Abs. 3 VRPG). Der Kanton Bern hat dem Beschwerdeführer daher die Hälfte der im 
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren entstandenen Parteikosten zu ersetzen 
(vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 13 und N. 16 i.V.m. N. 9). Die 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in ihrer Kostennote vom 9. März 2015 
(act. 5) eine Gebühr von Fr. 60.-- für einen Arztbericht auf. Hierbei handelt es sich nicht 
um ersatzfähige Parteikosten im Sinn von Art. 104 Abs. 1 VRPG (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 104 N. 6). Die Kostennote ist daher um diesen 
Betrag zu kürzen; im Übrigen gibt sie zu keinen Bemerkungen Anlass.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Der Kanton Bern (Gesundheits- und Fürsorgedirektion) hat dem Beschwerdeführer 
für das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.03.2015, Nr. 100.2014.224U, Seite 13

festgesetzt auf insgesamt Fr. 4'376.20 (inkl. Auslagen und MWSt), zur Hälfte, 
ausmachend Fr. 2'188.10 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- dem Bundesamt für Justiz

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.