# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14277282-bc85-5d0e-a018-72719d6b2bf1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.11.2025 SV2 2025 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2025-36_2025-11-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 18. November 2025
mitgeteilt am 21. November 2025

Referenz SV2 25 36

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA)
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. A.________, Jahrgang 2000, war zuletzt als Barkeeper tätig. Am 12. März 
2025 meldete er einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang 
von 100 % ab demselben Datum an. 

B. A.________ befand sich seit dem 1. Juni 2024 in einem unbefristeten 
Arbeitsverhältnis in der Funktion als Service/Bar/Betriebsleiter bei der C.________ 
AG bzw. D.________/E.________. Er kündigte es im gegenseitigen Einvernehmen 
am 14. Dezember 2024 per 15. Januar 2025. 

C. Mit Schreiben vom 19. März 2025 wurde A.________ vom Amt für Industrie, 
Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) zur Stellungnahme aufgefordert, da aus 
dem Antrag (Anm. des Gerichts: auf Arbeitslosenversicherungstaggeld) 
hervorgehe, dass er sein letztes Arbeitsverhältnis selber aufgelöst habe.

D. Am 24. März 2025 wurde A.________ vom KIGA erneut zur Stellungnahme 
aufgefordert, da er gemäss Akten erst ab 3. Februar 2025 lediglich zwölf 
Arbeitsbemühungen vorgenommen habe.

E. In seiner Stellungnahme vom 1. April 2025 führte A.________ im 
Wesentlichen aus, dass er eine neue Arbeitsstelle in der Bar „F.________“  in 
B.________ in Aussicht gehabt habe. Die Pächterin der Bar „F.________“  
(nachfolgend: Pächterin) habe ihm nach mehreren Gesprächen und auch 
persönlichen Treffen am 10. Dezember 2024 angeboten, vor einer möglichen 
Übernahme der Bar bei ihr eine Arbeitsstelle anzutreten. Zum geplanten Eintritt am 
1. Februar 2025 sei es nicht gekommen und am 20. Februar 2025 sei ihm mitgeteilt 
worden, dass er keinen Arbeitsvertrag erhalten werde. Dazu reichte A.________ 
diverse Text- und Sprachnachrichten ein, welche die Konversation zwischen ihm 
und der Pächterin belegten.

F. Mit E-Mail vom 1. April 2025 teilte die Pächterin dem KIGA mit, dass im 
November/Dezember (Anm. des Gerichts: 2024) Gespräche mit A.________ über 
eine mögliche Anstellung per 1. Februar 2025 stattgefunden hätten. Da man sich 
nicht auf ein Probewochenende habe einigen können, habe sich A.________ 
entschieden, wieder in die D.________ zurückzukehren, was er am 26. Februar 
2025 so mitgeteilt habe. 

G. Mit Verfügung vom 9. April 2025 stellte das KIGA A.________ aufgrund 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung für 37 Tage ein, 
da er seine Stelle ohne Rechtfertigungsgrund im Sinne des AVIG gekündigt habe.

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H. Mit einer weiteren Verfügung vom 14. April 2025 stellte das KIGA 
A.________ aufgrund nicht genügender Arbeitsbemühungen für zehn Tage ein, da 
er für die Zeit vor Beginn der Arbeitslosigkeit erst ab Februar 2025 nur zwölf 
Arbeitsbemühungen habe vorweisen können.

I. Gegen die beiden Verfügungen erhob A.________ am 2. Mai 2025 (Eingang 
beim KIGA) Einsprache beim KIGA. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, dass es aufgrund eines versprochenen Arbeitsvertrags zur Kündigung 
gekommen sei. Er könne einen Datenträger mit Sprachnachrichten einreichen, die 
dies belegen würden. Aufgrund dessen habe er denn auch nicht die nötige Anzahl 
an Arbeitsbemühungen erreichen können. Er habe keinen Bedarf gesehen, 
intensive Arbeitsbemühungen zu unternehmen, da ihm ein Arbeitsvertrag 
versprochen worden sei. 

J. Mit Einspracheentscheid vom 23. Mai 2025 lehnte das KIGA die Einsprache 
ab.

K. Gegen den Einspracheentscheid erhob A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) am 20. Juni 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden und beantragte zumindest sinngemäss die Aufhebung des 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 23. Mai 2025. Zur Begründung brachte 
der Beschwerdeführer insbesondere vor, dass die beigelegten Beweismittel nicht 
ausreichend gewürdigt oder gar nicht berücksichtigt worden seien. Am 2. Januar 
2025 sei ihm von der Pächterin mündlich zugesichert worden, dass er ab dem 
1. Februar 2025 einen Arbeitsvertrag erhalten werde, indem sie es ihm sinngemäss 
überlassen habe zu entscheiden, ob er am 15. Januar oder 1. Februar 2025 
beginnen wolle, und nach seiner Wohnadresse gefragt habe. Die Aussagen der 
Pächterin stellten eine verbindliche mündliche Zusage dar, welche nach OR 
rechtsgültig sei. Seine eingereichten Unterlagen würden den gesamten Verlauf 
seiner Arbeitsabsichten und -bemühungen mit der Pächterin der Bar „F.________“ 
dokumentieren und sein aktives Engagement, eine Arbeitslosigkeit zu verhindern, 
belegen. Fragwürdig erscheine ihm, dass das KIGA mit der Pächterin telefonisch 
Rücksprache gehalten habe, welche offenbar in die Entscheidung eingeflossen sei, 
worüber er aber nicht informiert worden sei.

L. Am 7. August 2025 reichte das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) die 
Stellungnahme ein, worin die Beschwerdeabweisung beantragt wurde. Zur 
Begründung führte der Beschwerdegegner im Wesentlichen aus, dass nach 
Sichtung der eingereichten Sprachnachrichten zum Zeitpunkt der Kündigung keine 
Stellenzusicherung ersichtlich sei. Im Dezember 2024 hätten lediglich 

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Vertragsverhandlungen stattgefunden. Im dreimonatigen Zeitraum vor dem 
12. März 2025, als sich der Beschwerdeführer im Umfang von 100 % zur 
Arbeitsvermittlung anmeldete, hätte eine Stellenzusicherung in diesem Umfang 
vorliegen müssen; die erwähnten Verhandlungen hätten jedoch vorwiegend die 
Wochenenden und den Donnerstag betroffen, was weniger sei als der gesuchte 
Umfang von 100 %. Es fänden sich in den Akten weder Angaben über einen 
definitiven Beginn des Arbeitsverhältnisses noch zu Lohn und Arbeitszeiten, was 
wesentliche Bestandteile einer Stellenzusicherung wären. Der Beschwerdeführer 
habe seine Stelle gekündigt, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert gewesen 
sei. Allfällige Unzumutbarkeitsgründe betreffend den weiteren Verbleib im früheren 
Arbeitsverhältnis seien weder geltend gemacht noch ersichtlich. Der 
Beschwerdeführer habe zudem im massgebenden Zeitraum der letzten drei Monate 
vor der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenversicherungstaggeldern 
unbestrittenermassen lediglich zwölf Arbeitsbemühungen getätigt und erst ab dem 
3. Februar 2025 mit der Stellensuche begonnen, was nach der Lehre und 
Rechtsprechung ungenügend sei. Vorliegend spreche die Pächterin der 
"F.________" am 2. Januar 2025 zwar davon, sie plane, ab dem 1. Februar 2025 
einen Vertrag aufzusetzen. Allerdings seien die wesentlichen Vertragsbestandteile 
wie Lohn, Arbeitszeiten und Stellenumfang zu keinem Zeitpunkt festgelegt worden. 
Der Beschwerdeführer hätte bereits im Dezember 2024 und Januar 2025 
Arbeitsbemühungen tätigen müssen, um die drohende Arbeitslosigkeit möglichst zu 
verhindern.

M. Es folgte kein weiterer Schriftenwechsel. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 57 ATSG (SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht 
erhoben werden. Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV 
(SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons örtlich zuständig. Da der angefochtene Einspracheentscheid 
vom Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG 
erlassen wurde, erweist sich demzufolge das Versicherungsgericht des Kantons 

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Graubünden, d.h. das Obergericht des Kantons Graubünden als örtlich zuständig 
(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Arbeitsvermittlung 
und Arbeitslosenversicherung [EGzAVG/AVIG; BR 545.100] i.V.m. Art. 1 der 
Verordnung zum Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung [VOzEGzAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer überdies berührt 
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf 
(Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist demnach einzutreten (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG).

1.2. Nach Art. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das Gericht in der Regel in der 
Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern. Es entscheidet in einzelrichterlicher 
Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10'000.00 nicht überschreitet und keine 
Fünferbesetzung vorgeschrieben oder wenn ein Rechtsmittel offensichtlich 
unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist (Art. 43 Abs. 3 lit. a 
und b VRG). Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der 
versicherte Verdienst des Beschwerdeführers von CHF 4’382.00. Der versicherte 
Verdienst basiert auf 100 % einer Vollzeitbeschäftigung. Dieser Verdienst wird ihm 
zum Taggeldsatz von 70 % entschädigt (Art. 22 AVIG; vgl. act. C.1). Dies entspricht 
gemäss Art. 40a AVIV einem Taggeld von CHF 141.35 (CHF 4’382.00 : 21.7 Tage 
x 0.7). Bei einer vom Beschwerdegegner auferlegten Einstellungsdauer von 
insgesamt 47 Tagen in der Anspruchsberechtigung ergibt dies einen Streitwert von 
CHF 6’643.45 (47 Tage x CHF 141.35). Da der Streitwert somit unter 
CHF 10'000.00 liegt und die Streitsache nicht in Fünferbesetzung entschieden 
werden muss, ist die einzelrichterliche Zuständigkeit gegeben.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer 
zu Recht insgesamt 47 Tage in der Anspruchsberechtigung auf 
Arbeitslosenversicherungstaggeld eingestellt hat, weil er zum einen die 
Arbeitslosigkeit selbst verschuldet und zum anderen sich nicht genügend um 
zumutbare Arbeit bemüht hat (vgl. act. C.12 und C.13). Dabei geht es um die 
Rechtmässigkeit der Anspruchseinstellung an sich wie auch um die 
ausgesprochene Einstellungsdauer von 37 bzw. zehn Tagen. Vorliegend werden 
die beiden Tatbestände separat auf ihre Rechtmässigkeit hin geprüft.

3. In einem ersten Streitpunkt ist daher zu prüfen, ob der Beschwerdeführer 
infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zu Recht 
für die Dauer von 37 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Dabei 

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ist der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen 
Einspracheentscheids massgebend (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.1).

4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die 
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Die 
Richterperson hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Der 
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der 
verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der 
Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 
zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 2.3 m.H.a. BGE 144 V 427 
E. 3.2).  

5.1. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die 
Schadenminderungspflicht der Versicherten durchzusetzen. Sie hat die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die Versicherten 
hätten vermeiden oder vermindern können. Als versicherungsrechtliche Sanktion 
bezweckt sie die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am 
Schaden, den sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter 
Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). 
Die versicherte Person muss alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Versicherung soll ihre 
Leistungen nur dann (voll) erbringen, wenn sich die versicherte Person so verhält, 

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wie wenn es keine Arbeitslosenversicherung gäbe (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-
Praxis ALE], herausgegeben durch das Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], 
Stand 1. Januar 2025, Rz. B311).

5.2. Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden 
arbeitslos ist. Nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV gilt die Arbeitslosigkeit dann als 
selbstverschuldet und liegt im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ein 
Einstellungsgrund vor, wenn der Versicherte das Arbeitsverhältnis von sich aus 
aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass 
ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte.

5.3. Eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen 
wird als Selbstkündigung qualifiziert (AVIG-Praxis ALE, Rz. D24). Eine 
Selbstkündigung kann nur sanktioniert werden, wenn der versicherten Person das 
Verbleiben am bisherigen Arbeitsplatz zugemutet werden konnte. Für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben, ist ein 
strenger Massstab anzuwenden. Werden gesundheitliche Gründe angeführt, sind 
diese durch ein ärztliches Attest zu belegen (AVIG-Praxis ALE, Rz. D26). Die 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit wird nach der Vergangenheit beurteilt, d.h. nach 
den Umständen, die zur Auflösung des ehemaligen Arbeitsverhältnisses geführt 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 
m.w.H.).

5.4. Die Zusicherung einer anderen Stelle nach Art. 44 lit. b AVIV setzt für die 
versicherte Person nicht bloss Hoffnungen und Erwartungen erweckende 
Vertragsverhandlungen voraus. Eine Stelle gilt erst dann als zugesichert, wenn 
durch ausdrücklich oder stillschweigend übereinstimmende Willensäusserung von 
Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 319 ff. OR 
tatsächlich zustande gekommen ist (ARV 1992 N. 17 S. 153 E. 2a). Wird zwischen 
den Parteien vereinbart, dass die mündliche Vereinbarung (im Hinblick auf eine 
neue Stelle) erst rechtsgültig wird, sobald der schriftliche Vertragsentwurf 
unterzeichnet wird, darf nicht gekündigt werden, da die neue Stelle nicht als 
zugesichert gilt (ARV 2000 N. 8 S. 40 f. E. 2b). Ist noch kein Arbeitsvertrag 
tatsächlich und rechtlich zustande gekommen, bevor die versicherte Person ihre 
bisherige Stelle kündigte, liegt selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 
30 Abs. 1 lit. a AVIG vor. Denn nach ständiger Rechtsprechung gilt eine andere 
Stelle erst dann als zugesichert, wenn ein Arbeitsvertrag verbindlich abgeschlossen 
wurde (Urteil des Bundesgerichts 8C_846/2018 vom 28. März 2019 E. 4.4; KUPFER 

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BUCHER, in: Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die 
Arbeitslosenversicherung AVIG, 6. Aufl. 2025, S. 177 f.).

5.5.1. Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und der C.________ 
AG/D.________ wurde vom Beschwerdeführer durch die Kündigung vom 
14. Dezember 2024 per 15. Januar 2025 in gegenseitigem Einvernehmen 
aufgelöst, wobei der Beschwerdeführer zusagte, seinen Aufgaben während der 
verbleibenden Zeit bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses in gewohnter 
Weise nachzukommen (vgl. act. C.6). 

5.5.2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, es liege keine 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vor. Die Pächterin der Bar „F.________“ habe 
ihm am 2. Januar 2025 mündlich zugesichert, dass er ab dem 1. Februar 2025 
einen Vertrag erhalten würde (act. A.2). Dazu reichte er diverse Text- und 
Sprachnachrichten zwischen ihm und der Pächterin ein, welche er bereits seiner 
Stellungnahme vom 1. April 2025 an den Beschwerdegegner beigelegt hatte (vgl. 
act. A.1 und C.10). Auf diese wird nachstehend eingegangen.

5.5.3. Der Beschwerdegegner stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass die 
Arbeitslosigkeit vom Beschwerdeführer selbstverschuldet sei. Aus den 
Sprachnachrichten sei zum Zeitpunkt der Kündigung keine Stellenzusicherung 
ersichtlich. Es sei lediglich bestätigt, dass im Dezember 2024 
Vertragsverhandlungen stattgefunden hätten. Der Beschwerdeführer habe sich per 
12. März 2025 im Umfang von 100 % zur Arbeitsvermittlung angemeldet, daher 
hätte auch eine Stellenzusicherung in diesem Umfang vorliegen müssen. Die 
erwähnten Verhandlungen hätten jedoch vorwiegend die Wochenenden und den 
Donnerstag betroffen, was weniger sei als der gesuchte Umfang von 100 %. In den 
gesamten Akten seien zudem weder ein definitiver Beginn des Arbeitsverhältnisses 
noch Angaben zu Lohn und Arbeitszeiten ersichtlich, was wesentliche Bestandteile 
einer Stellenzusicherung wären (act. A.3).

5.5.4. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich dazu Folgendes: Der 
Beschwerdeführer war bis zum 15. Januar 2025 in der D.________ als Barkeeper 
tätig (act. C.6). Er hatte die Pächterin der Bar „F.________“ am 18. Oktober 2024 
kennengelernt (act. C.10). Den transkribierten WhatsApp-Sprachnachrichten ist zu 
entnehmen, dass am 5. November 2024 vorerst von einer möglichen Übernahme 
der Bar durch den Beschwerdeführer gesprochen wird und er sich laut Pächterin 
zunächst an den Inhaber wenden solle, falls er Interesse an der Übernahme der Bar 
„F.________“ habe. Am 6. Dezember 2024 erkundigte sich die Pächterin nach der 
Kündigungsfrist des Beschwerdeführers an der bisherigen Arbeitsstelle. Am 

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11. Dezember 2024 wurde dem Beschwerdeführer ein Einsatz während der 
Weihnachtswoche angeboten und eine mögliche Anstellung ab dem 6. Januar 2025 
erwähnt. Der Beschwerdeführer schlug vor, dass an den genannten Tagen jeweils 
abgewechselt werden könne. Die Pächterin führte dazu aus, dass der 
Beschwerdeführer schauen könne, ob er ab dem 6. Januar 2025 jeweils am 
Wochenende und wahrscheinlich auch am Donnerstag arbeiten könne. Der 
Beschwerdeführer antwortete, er werde auf eine Antwort von der Pächterin warten 
und entscheiden, ob er zwei Tage in der D.________ oder im G.________ arbeiten 
könne. Am 15. Dezember 2024 teilte der Beschwerdeführer der Pächterin mit, dass 
er seine Kündigung bei der D.________ eingereicht habe, er könne am 6. Januar 
2025 oder spätestens am 15. Januar 2025 in der „F.________“ beginnen. Am 
2. Januar 2025 teilte die Pächterin mit, dass der Vertrag, wofür sie den 
Beschwerdeführer um die Wohnadresse fragte, entweder am 15. Januar 2025 oder 
dann ab dem 1. Februar 2025 ausgestellt werden könne. Den Text- und 
Sprachnachrichten – letztere enden am 27. Januar 2025 – ist nicht zu entnehmen, 
dass es im Januar/Februar 2025 zu einem Probearbeiten gekommen wäre; ebenso 
wenig kam es zum Abschluss eines Anstellungsvertrags (vgl. act. B.2/B.3). 

5.6. Vorliegend ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer mit der 
Pächterin zwar über eine mögliche Anstellung und auch künftige Übernahme der 
Bar unterhalten hat. Der Beschwerdeführer äusserte in seiner Stellungnahme vom 
1. April 2025, dass zwischen dem 9. und 13. Dezember 2024 verschiedene 
Aspekte, wie die Öffnungszeiten während den Feiertagen als auch die mögliche 
Einteilung der Arbeitstage, besprochen worden seien (act. C.10). Jedoch ist weder 
den Akten noch den Eingaben des Beschwerdeführers zu entnehmen, dass es sich 
dabei um konkrete Vertragsverhandlungen gehandelt habe. Wie der 
Beschwerdegegner richtigerweise festhält, wurden weder ein definitiver Beginn des 
Arbeitsverhältnisses noch Angaben zu Lohn und Arbeitszeiten vereinbart, welche 
wesentliche Bestandteile einer Stellenzusicherung darstellen. Somit lag weder eine 
ausdrücklich noch eine stillschweigend übereinstimmende Willensäusserung vor, 
welche einen Vertrag zum Zeitpunkt der Kündigung des Beschwerdeführers am 
14. Dezember 2024 zu begründen vermag. Den Ausführungen des 
Beschwerdeführers, dass die mündliche Zusicherung eines Vertrags der Pächterin 
vom 2. Januar 2025 verbindlich sei, kann dabei nicht gefolgt werden. Der 
Beschwerdeführer verkennt, dass zum massgeblichen Zeitpunkt der Kündigung 
keine Zusicherung vorlag, welche einen Vertrag gemäss Art. 319 ff. OR hätte 
begründen können. Es ist dem Beschwerdegegner somit zu folgen, dass der 
Beschwerdeführer seine Stelle kündigte, ohne dass ihm eine andere Stelle 
zugesichert gewesen war. Von einer Unzumutbarkeit des Verbleibs an der 

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bisherigen Arbeitsstelle ist mangels entsprechender Vorbringen oder Anhaltspunkte 
nicht auszugehen. Damit ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zu Recht 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. 

6. In einem weiteren Streitpunkt ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer infolge 
ungenügender Arbeitsbemühungen i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG zu Recht für die 
Dauer von zehn Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. 

7.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG muss der Versicherte mit Unterstützung des 
zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu 
vermeiden oder zu verkürzen (Satz 1). Insbesondere ist er verpflichtet, Arbeit zu 
suchen, nötigenfalls auch ausserhalb seines bisherigen Berufes (Satz 2). Er muss 
seine Bemühungen nachweisen können (Satz 3). Bei der Pflicht zur 
Schadensminderung handelt es sich um die Kernpflicht der Versicherten im Bereich 
der Arbeitslosenversicherung. Die persönlichen Arbeitsbemühungen werden in der 
Regel streng beurteilt. Es gilt gewissermassen der Grundsatz, dass die 
Arbeitsbemühungen umso intensiver sein müssen, je weniger Aussicht eine 
versicherte Person hat, eine Stelle zu finden. Dabei stehen sowohl Tatsache als 
auch Intensität, nicht aber der Erfolg dieser Bemühungen im Vordergrund (vgl. 
BGE 133 V 89 E. 6.1.1 m.w.H.; NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit [Meyer 
Hrsg.], 3. Aufl. 2016, S. 2360, Rz. 311). Nach Art. 26 Abs. 1 AVIV ist der Versicherte 
insbesondere dazu verpflichtet, sich gezielt um Arbeit zu bemühen, was in der Regel 
in Form einer ordentlichen Bewerbung zu erfolgen hat. Falls sich die versicherte 
Person noch in einem laufenden jedoch (bereits gekündigten) Anstellungsverhältnis 
befindet, ergibt sich diese Pflicht zur Leistung von Arbeitsbemühungen bereits 
unmittelbar aus der in Art. 17 Abs. 1 AVIG verankerten Schadenminderungspflicht 
und nicht aufgrund von Art. 26 AVIV (vgl. BGE 139 V 524 E. 4; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_522/2018 vom 25. Juni 2019 E. 4.3.2). Die versicherte Person 
hat sich dementsprechend während einer allfälligen Kündigungsfrist, aber auch 
generell während der Zeit vor der Anmeldung, unaufgefordert um Stellen zu 
bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu 
haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum Leistungsbezug zur ernsthaften 
Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf aufmerksam gemacht worden sei 
(BGE 139 V 524 E. 2.1.2). Daraus folgt die Pflicht zum Verfassen von 
Stellenbewerbungen in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis bereits während der 
laufenden Kündigungsfrist und somit vor Anspruchstellung. Bei einem befristeten 
Arbeitsverhältnis besteht die Pflicht demgegenüber mindestens während der drei 

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letzten Monate (vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. B314). Ausschlaggebend für den 
Zeitraum, den es für die Prüfung der Arbeitsbemühungen zu berücksichtigen gilt, ist 
der Zeitpunkt, ab dem die Person Kenntnis davon hat, dass sie objektiv von 
Arbeitslosigkeit bedroht ist. Liegt dieser Zeitpunkt mehr als drei Monate vor der 
Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung, werden nur die drei letzten Monate 
vor der Anmeldung überprüft, ob die Person sich um eine Stelle bemüht hat (vgl. 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 23 6 vom 4. Juli 2023 
E. 4.2; AVIG-Praxis ALE, Rz. B314). Eine solche Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung setzt nicht (zwingend) den Nachweis eines 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Verhalten der versicherten Person und der 
Verlängerung der Arbeitslosigkeit, mithin dem (auch) der Arbeitslosenversicherung 
entstandenen Schaden voraus. Vielmehr werden bestimmte Handlungen und 
Unterlassungen bereits dann sanktioniert, wenn sie ein Schadensrisiko in sich 
bergen (BGE 141 V 365 E. 2.1 m.w.H.).

7.2. Bei den persönlichen Arbeitsbemühungen kommt es nicht nur auf die 
Quantität der Bemühungen an, sondern auch auf deren Qualität. Bei der Beurteilung 
der Frage, ob die Arbeitsbemühungen qualitativ und quantitativ genügend sind, 
steht der zuständigen Amtsstelle ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dabei sind 
die gesamten Umstände des Einzelfalls heranzuziehen. Die Art und die 
erforderliche Anzahl von Bemühungen hängen u.a. vom Arbeitsmarkt und von den 
persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wie Alter, Bildung, 
geographische Mobilität und sprachliche Hindernisse usw. ab. Lehre und 
Rechtsprechung haben sowohl quantitative wie auch qualitative Kriterien entwickelt, 
die im Einzelfall die Beurteilung, ob jemand genügend persönliche 
Arbeitsbemühungen nachweisen kann, erleichtern. So schützte das Bundesgericht 
die Praxis, wonach in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen im 
Monat als genügend erachtet werden (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 
9C_376/2021 vom 19. Januar 2022 E. 4.3.3, BGE 141 V 365 E. 4.1 mit Hinweis auf 
BGE 139 V 524 E. 2.1.4). Im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
geht das frühere Verwaltungsgericht und heutige Obergericht des Kantons 
Graubünden in konstanter Praxis davon aus, dass monatlich rund zehn 
Arbeitsbemühungen nachzuweisen sind (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden S 23 6 vom 4. Juli 2023 E. 5 und S 22 20 vom 4. Juli 2022 
E. 6). Erreicht der Versicherte die erforderliche Anzahl an Stellenbewerbungen nicht 
bzw. bemüht er sich nicht genügend um zumutbare Arbeit, so ist er in der 
Anspruchsberechtigung auf Grundlage von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG für eine 
bestimmte Dauer einzustellen (vgl. BGE 141 V 365 E. 2.1, 139 V 524 E. 2.1).

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7.3. Vorliegend war der Beschwerdeführer aufgrund seiner Kündigung ab dem 
15. Januar 2025 von der Arbeitsleistung befreit (vgl. act. C.6). Der 
Beschwerdeführer moniert, die von ihm eingereichten Unterlagen würden den 
gesamten Verlauf der Arbeitsabsichten und -bemühungen mit der Pächterin 
dokumentieren (act. A.1). In seiner Einsprache hielt er bezüglich der 
Arbeitsbemühungen fest, dass er aufgrund des versprochenen Arbeitsvertrags die 
Anzahl der Arbeitsbemühungen nicht habe einhalten können. Er habe darauf 
vertraut, weshalb er keinen Bedarf gesehen habe, vorab intensive 
Arbeitsbemühungen zu unternehmen (act. C.14). 

7.4. Der Beschwerdegegner hält dem entgegen, der angegebene 
Rechtfertigungsgrund, dass der Beschwerdeführer erst in der Zeit vom 20. Januar 
2025 bis zum 3. Februar 2025 Zweifel entwickelt hätte, ob die Pächterin allenfalls 
von der Vereinbarung zurücktreten könnte und er deshalb zuvor keine 
Vorbemühungen getätigt habe, könne nicht gehört werden. Da wie bereits oben 
ausgeführt, keine definitive schriftliche Stellenzusicherung vorgelegen habe, hätte 
der Beschwerdeführer bereits im Dezember 2024 und Januar 2025 
Arbeitsbemühungen tätigen müssen, um die drohende Arbeitslosigkeit möglichst zu 
verhindern (act. A.3). 

7.5. Aus den eingereichten Unterlagen ist unbestrittenermassen erstellt, dass 
sich der Beschwerdeführer erst ab dem 3. Februar 2025 auf zwölf Stellen beworben 
hat (act. C.9). Demnach hat der Beschwerdeführer seit dem Zeitpunkt der 
Kündigung am 14. Dezember 2024 bis zum 2. Februar 2025 keine konkreten 
Arbeitsbemühungen vorgenommen. Wie der Beschwerdegegner richtigerweise 
ausführt, sind die wesentlichen Vertragsbedingungen wie Lohn, Arbeitsbeginn, 
Arbeitszeiten und Stellenumfang zu keinem Zeitpunkt festgelegt worden (vgl. 
hiervor Erwägung 5.6.). Mithin war es aber die Pflicht des Beschwerdeführers, sich 
auch während dieses Zeitraums aktiv um eine neue Stelle zu bemühen. Die 
Vorbringen des Beschwerdeführers gehen in dieser Hinsicht fehl. Vage mündliche 
Zusicherungen, wie beispielsweise diejenigen der Pächterin vom 2. Januar 2025, 
konnten den Beschwerdeführer nicht davon entbinden, die erforderlichen 
Arbeitsbemühungen zu tätigen. Wie in den übrigen Zweigen der Sozialversicherung 
hat die versicherte Person auch bei der Arbeitslosenversicherung ihr Möglichstes 
zur Schadenminderung von sich aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine 
Amtsstelle oder Abgabe eines Merkblattes, vorzukehren. Sie hat sich bereits 
während der Kündigungsfrist oder vor Ablauf eines befristeten Einsatzes und somit 
vor ihrer Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung unaufgefordert um Stellen zu 
bemühen. Einer expliziten Aufforderung bedarf es nicht (vgl. Urteil des 

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Bundesgerichts 8C_312/2020 vom 24. Juni 2020 E. 3.2 m.w.H.). Es ist somit 
festzuhalten, dass die Einstellung des Beschwerdeführers in der 
Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenversicherungstaggeld zu Recht erfolgte, da 
der Beschwerdeführer ungenügende persönliche Arbeitsbemühungen erbrachte 
und damit die Voraussetzungen für eine Einstellung gemäss Art. 17 i.V.m. 
Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt sind. 

7.6. Der Beschwerdeführer führt aus, der Beschwerdegegner habe mit der 
Pächterin telefonisch Rücksprache gehalten, welche offenbar in die Entscheidung 
miteingeflossen sei, wobei er weder über deren Inhalt noch über deren Bewertung 
informiert worden sei. Der Beschwerdeführer rügt – auch wenn nur implizit – die 
Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Vorliegend erging die 
E-Mail der Pächterin am 1. April 2025, nach dem Telefonat mit dem 
Beschwerdegegner (act. C.11). Die entsprechende Verfügung betreffend die 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit wurde daraufhin am 9. April 2025 erlassen (vgl. 
act. C.12). Gemäss Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache 
anfechtbar sind. Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG besagt, dass der Versicherungsträger 
die Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt und 
die erforderlichen Auskünfte einholt. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich 
festzuhalten (Satz 2 dieser Bestimmung). Die Verwaltung kann demnach eine 
Befragung im Rahmen einer Sachverhaltsabklärung durchführen, weil etwa die 
Akten ungenügend Auskunft geben. Die Befragung bleibt in diesem Fall aber 
Sachverhaltsabklärung und wird nicht zur Gewährung des rechtlichen Gehörs, das 
weit umfassender ist (BGE 132 V 368 E. 5). Vorliegend hat der Beschwerdegegner 
die Pächterin im Rahmen der Abklärung des Sachverhalts befragt und ist sein 
Vorgehen nicht zu beanstanden. 

8.1. Zu prüfen bleibt, ob der angefochtene Einspracheentscheid auch hinsichtlich 
der Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung rechtmässig ist, d.h. ob der 
Beschwerdegegner mit der Einstellungsdauer von 37 Tagen und zehn Tagen dem 
Verschulden des Beschwerdeführers angemessen Rechnung getragen hat.

8.2. Nach Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung nach dem Grad des Verschuldens, das sich die 
versicherte Person vorwerfen lassen muss und beschlägt eine typische 
Ermessensfrage (vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. D59 f., D72, D79). Die Einstellung 
dauert 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (vgl. Art. 45 Abs. 3 
AVIV). Ein schweres Verschulden liegt nach Art. 45 Abs. 4 AVIV vor, wenn die 

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versicherte Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne 
Zusicherung einer neuen aufgegeben (lit. a) oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt 
hat (lit. b). Es ist allerdings festzuhalten, dass bei Aufgabe einer zumutbaren 
Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) Art. 45 Abs. 3 
AVIV lediglich die Regel bilden kann, von welcher beim Vorliegen besonderer 
Umstände im Einzelfall abgewichen werden darf. Insoweit ist das Ermessen von 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht nicht auf eine Einstellungsdauer im 
Rahmen eines schweren Verschuldens beschränkt, sondern lässt auch eine mildere 
Sanktion zu (vgl. BGE 130 V 125 E. 3.2 m.w.H.); KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 198). 
Liegen besondere Umstände im Einzelfall vor, kann dieser Rahmen unterschritten 
werden. Vorausgesetzt ist dabei ein entschuldbarer Grund, der – ohne zur 
Unzumutbarkeit zu führen – das Verschulden als lediglich mittelschwer oder leicht 
erscheinen lässt. Dieser kann die subjektive Situation der betroffenen Person (etwa 
gesundheitliche Probleme, familiäre Situation, Religionszugehörigkeit) oder eine 
objektive Gegebenheit (z.B. die Befristung der Stelle) beschlagen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_24/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2.1).

8.3. Da es sich bei der Einstellungsdauer typischerweise um einen 
Ermessensentscheid handelt, bei dem den Verfügungsinstanzen ein grosser 
Ermessensspielraum zusteht, ist für das streitberufene Gericht bei der Beurteilung 
der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten. Es darf sein Ermessen nicht ohne 
triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich 
bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. etwa BGE 137 V 
71 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2020 vom 21. Juli 2021 E. 4.4; Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 22 21 vom 30. August 2022 
E. 3.1).

8.4. Die vom Beschwerdegegner verfügte Einstelldauer von 37 Tagen aufgrund 
der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit entspricht einer Sanktion im untersten 
Bereich eines schweren Verschuldens (vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 f., D75 1.D, 
D24). Zur Begründung der Festsetzung der Einstelltage wurde ausgeführt, dass die 
Stelle ohne Rechtfertigungsgrund im Sinne des AVIG gekündigt worden sei. 
Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die ein Abweichen von der verfügten 
Einstelldauer erlauben würden, insbesondere auch keine, die das Verschulden des 
Beschwerdeführers in einem milderen Lichte als einem schweren 
Selbstverschulden erscheinen liessen. Die angeordnete Einstellungsdauer von 
37 Tagen ist somit nicht unangemessen und nicht zu beanstanden.

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8.5. In Bezug auf die ungenügenden Arbeitsbemühungen durch den 
Beschwerdeführer schloss der Beschwerdegegner auf ein leichtes Verschulden des 
Beschwerdeführers und siedelte die Einstellungsdauer mit zehn Tagen gestützt auf 
Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV und Art. 45 Abs. 5 AVIV im zweiten Drittel des dafür 
zulässigen Sanktionsrahmens von 1 - 15 Tagen an. Sie entspricht ebenfalls dem 
Einstellraster gemäss AVIG-Praxis ALE, welcher zwar für fehlende 
Arbeitsbemühungen bei einer einmonatigen Kündigungsfrist ein leichtes 
Verschulden und vier bis sechs Einstelltage vorsieht (AVIG-Praxis ALE, 
Rz. D79.1.B1), aber diese Anzahl Einstelltage angemessen verlängert werden darf, 
wenn die versicherte Person – wie vorliegend – wiederholt in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt wird; für die Verlängerung werden die 
Einstellungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt (Art. 45 Abs. 5 AVIV). Der 
Beschwerdeführer war bereits am 9. April 2025 wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit eingestellt worden (act. C.12) und wurde am 14. April 2025 erneut 
eingestellt, diesmal wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen 
(act. C.13). Damit ist auch die angeordnete Einstellungsdauer von zehn Tagen 
hierfür nicht unangemessen, sondern rechtens.

9. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Mai 2025 ist somit nicht zu 
beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.

10.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG 
statuiert keine Kostenpflicht, womit diesbezügliche Beschwerdeverfahren in der 
Regel kostenlos sind. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 
leichtsinnigen Verhaltens (Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Da von Seiten des 
unterliegenden Beschwerdeführers weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, 
sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.

10.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Parteikostenersatz zu 
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]