# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac16ab34-68b5-58ce-9a98-b7965a08493d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.03.2007 B-2124/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2124-2006_2007-03-05.pdf

## Full Text

064_d

Urteil vom 5. März 2007
Mitwirkung: Richter Philippe Weissenberger; Gerichtsschreiber Kaspar Luginbühl

H_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Zulassungskommission für den Zivildienst,
Vorinstanz

betreffend

Nichtzulassung zum Zivildienst.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Abtei lung II
B-2124/2006
{T 0/2}

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Das Bundesverwaltungsgericht hat den Akten entnommen und in Erwägung gezo-
gen, 

dass  die  Zulassungskommission  Zivildienst,  Zivildienst  Regionalzentrum  Aarau  (Win-
disch), mit Verfügung vom 15. September 2006 das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Zulassung zum Zivildienst abwies,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 30. Oktober 2006 bei 
der Rekurskommission EVD anfocht,

dass  die  Beschwerde  gemäss  Art. 66  Bst. b  des  Zivildienstgesetzes  vom  6.  Oktober 
1995 (ZDG, SR 824.0) innerhalb von 30 Tagen seit der Eröffnung einzureichen ist,

dass schriftliche Eingaben gemäss Art. 21 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) spätestens am letzten Tag der Frist der 
Behörde einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post zu übergeben 
sind,

dass die angefochtene Verfügung dem Beschwerdeführer gemäss Nachverfolgung über 
das Sendungsverfolgungssystem Track and Trace am 19. September 2006 eröffnet wur-
de  und  demnach  die  30-tägige  Beschwerdefrist  am 20. Oktober  2006  abgelaufen  ist 
(vgl. Art. 20 VwVG),

dass sich der Beschwerdeführer auf Einladung des Bundesverwaltungsgerichts zur Stel-
lungnahme vom 16. Januar 2007 bezüglich Zeitpunkt  der Eröffnung der Verfügung in-
nerhalb der angesetzten zehntägigen Frist mittels Schreiben vom 27. Januar 2007 da-
hingehend  vernehmen  liess,  dass  er  die  Rechtsmittelfrist  deshalb  nicht  eingehalten 
habe,  weil  er seine Beschwerde vorerst  fälschlicherweise an die Vorinstanz geschickt 
habe,

dass die Vorinstanz ihn darauf aufmerksam gemacht habe, dass er seine Beschwerde 
bei  der  falschen  Behörde  eingereicht  habe,  er  jedoch  seine Beschwerde  trotz  dieser 
Verzögerung noch bei der korrekten Instanz einreichen könne,

dass  die  Vorinstanz  mit  Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
12. Februar 2007 mit nicht erstreckbarer Frist bis zum 1. März 2007 zur Stellungnahme 
eingeladen wurde, inwiefern die Ausführungen des Beschwerdeführers zutreffen,

dass die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 21. Februar 2007 den vom Beschwer-
deführer dargestellten Sachverhalt grundsätzlich bestätigte, wobei sie festhielt, dass die 
Beschwerde des Beschwerdeführers am 25. Oktober 2006 bei ihr eingegangen sei, und 
sie mit Schreiben vom 27. Oktober 2006 den Beschwerdeführer darauf aufmerksam ge-
macht habe, dass eine allfällige Beschwerde gegen die Nichtzulassung zum Zivildienst 
bei der Rekurskommission EVD einzureichen sei,

dass sie den von ihr dargestellten Sachverhalt  mittels Dokumenten (Beschwerde vom 
25. Oktober 2006 an die Vorinstanz; Schreiben der Vorinstanz an den Beschwerdeführer 
vom 27. Oktober 2006) belegt,

dass  sich  daraus  ergibt,  dass  die  Rechtsmittelfrist  schon  mit  der  Beschwerde  vom 
25. Oktober 2006 an die Vorinstanz nicht eingehalten wurde, da die 30-tägige Rechts-
mittelfrist am 20. Oktober 2006 abgelaufen ist,

3

dass somit sowohl die am 25. Oktober 2006 bei der Vorinstanz als auch die am 30. Ok-
tober 2006 bei der Rekurskommission EVD erhobenen Beschwerden verspätet sind und 
gemäss  Art. 23  Abs. 1  Bst. b  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) darauf im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist,

dass mangels Feststellungsinteresses vorliegend nicht dargelegt werden muss, ob auf 
die Beschwerde einzutreten gewesen wäre, wenn sie rechtzeitig bei der (unzuständigen) 
Vorinstanz eingereicht worden wäre (vgl. Art. 25 Abs. 2 VwVG),

dass in Rechtsmittelverfahren um Zulassung zum Zivildienst keine Kosten auferlegt wer-
den, sofern die Beschwerdeführung nicht mutwillig ist (Art. 65 Abs. 1 ZDG),

dass  dieser  Entscheid  endgültig  ist  und  gemäss  Art. 83  Bst. i  des  Bundesgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nicht mit Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden kann.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3. Diese Verfügung geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

- die Vorinstanz (Einschreiben mit Beilage)

- den  Rechtsdienst  des  Generalsekretariates  des  Eidgenössischen  Volkswirt-
schaftsdepartements (zur Kenntnis, B-Post)

- die Vollzugsstelle Zivildienst (zur Kenntnis, B-Post)

Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:

Philippe Weissenberger Kaspar Luginbühl

Versand am: 6. März 2007