# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cf669d4-6abc-5ca6-b21b-f231b53bf9e9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 05.05.2025 SV1 2024 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2024-95_2025-05-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 5. Mai 2025

Referenz SV1 24 95

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitz
von Salis und Pedretti
Zanolari Hasse, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
Beschwerdegegnerin

Gegenstand IV-Rente

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang Z.1._____, ist dipl. Pflegefachmann HF Psychiatrie und 
arbeitete zuletzt in einem 70 % Pensum bei der B._____.

B. Die infolge Anmeldung durch die Arbeitgeberin von A._____ vom 19. Mai 
2015 erfolgte Frühintervention wegen psychischer Beschwerden wurde im Juli 2015 
aufgrund Wiederaufnahme der Arbeit abgeschlossen. Nach mehreren stationären 
Aufenthalten in der Privatklinik K._____ im Jahr 2015 meldete sich A._____ im 
Dezember 2015 unter Hinweis auf psychische Leiden bei der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Letztere lehnte mit 
Verfügung vom 31. Mai 2017 das Leistungsbegehren ab. 

C. Am 6. September 2022 meldete sich A._____ erneut zum Leistungsbezug 
an. Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen. Mit Bericht vom 
3. Oktober 2022 diagnostizierte der Hausarzt Dr. med. D._____, Facharzt FMH 
Allgemeine Medizin, eine chronische Hepatitis C-Virusinfektion seit 1996, die mit 
mehrmonatiger Behandlung von März bis Juli 2022 erfolgreich eradiziert werden 
konnte, im Rahmen deren Therapie jedoch erhebliche körperliche und psychische 
Nebenwirkungen auftraten (Müdigkeit, Erschöpfung, 
Konzentrationsschwierigkeiten, Bauchkrämpfe), einen Verdacht auf Leberzirrhose, 
einen Diabetes Mellitus Typus II, rezidivierende depressive Episoden, einen Status 
nach Substanzenabusus und einen Status nach Kataraktoperation beidseits im 
August/September 2022. Er attestierte eine seit 30. März 2022 bestehende 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit sowie ab dem 17. Oktober 2022 eine 20%-ige 
Arbeitsfähigkeit, mit voraussichtlich langsamer Steigerung. Der A._____ ab dem 
Jahr 2021 behandelnde Psychiater Dr. med. E._____, FMH 
Psychiatrie/Psychotherapie, wies in seinem Bericht vom 15. März 2023 als 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwere Episode, eine Aufmerksamkeits- und 
Hyperaktivitätsstörung (ADHS), eine komplexe posttraumatische 
Belastungsstörung sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen 
Anteilen aus. In seinem Bericht vom 20. April 2023 führte der ab 2022 behandelnde 
Psychiater Dr. med. F._____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
zurzeit eher mild, und ADHS auf.

D. In der Folge liess die IV-Stelle A._____ bidisziplinär in den Fachrichtungen 
Allgemeine Innere Medizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie begutachten, 
wobei der Auftrag der estimed AG zugeteilt wurde. Im am 5. September 2023 

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erstatteten Gutachten (nachfolgend: estimed-Gutachten) wiesen die Gutachter 
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus und erachteten 
A._____ sowohl in der angestammten als auch in adaptierter Tätigkeit aus aktueller 
Sicht zu 100 % arbeitsfähig.

E. Aufgrund des Verlaufsberichts von Dr. med. F._____ vom 31. Oktober 2023, 
wonach A._____ infolge Verschlechterung des Gesundheitszustands bei 
unveränderter Diagnose bis zum 22. August 2023 eine 60%-ige und ab dem 
23. August 2023 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, gab die IV-Stelle 
ein monodisziplinäres Folgegutachten in Auftrag. In der am 4. August 2024 
erstatteten Expertise wies die Gutachterin G._____, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, eine posttraumatische Belastungsstörung als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus, und erachtete A._____ aus rein 
psychiatrischer Sicht in der letzten sowie in einer adaptierten Tätigkeit seit dem 
Zeitpunkt der letzten Begutachtung zu 70 % arbeitsfähig. 

F. Mit Vorbescheid vom 13. August 2024 stellte die IV-Stelle A._____ die 
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Zum Abklärungsergebnis hielt sie 
fest, dass seit Beginn des Wartejahrs (30. März 2022) die Arbeitsfähigkeit erheblich 
eingeschränkt gewesen sei. Ohne gesundheitliche Einschränkungen wäre A._____ 
weiterhin in einem Pensum von 70 % als Pflegefachmann HF erwerbstätig und die 
restlichen 30 % zum vollen Pensum wären der Haushaltsführung vorbehalten. Er 
könne ohne gesundheitliche Einschränkungen unter Berücksichtigung der 
Einkommensentwicklung in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann HF im 
Vollzeitpensum ein Einkommen von CHF 90'803.20 erzielen. Die Abklärungen des 
Folgegutachtens hätten ergeben, dass die bisherige Tätigkeit als Pflegefachmann 
HF sowie jegliche adaptierte Tätigkeit ab dem 23. August 2023 weiterhin zu 70 % 
zumutbar sei. Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit habe noch eine 
Arbeitsunfähigkeit von 40 % des ausgeübten 70 % Pensums bestanden, weshalb 
infolge Eingliederungsfähigkeit kein Anspruch auf Rentenleistungen gegeben sei. 
Auf eine Abklärung der Einschränkungen in der Haushaltsführung werde verzichtet, 
da diesbezüglich gemäss Gutachten vom 4. August 2024 keine wesentliche 
Einschränkung bestünde. Es resultiere aus dem Einkommensvergleich des 
Valideneinkommens für ein Vollzeitpensum in Höhe von CHF 90'803.20 und dem 
Invalideneinkommen in Höhe von CHF 63'562.30 eine Erwerbseinbusse in Höhe 
von CHF 27'240.90, entsprechend einem Invaliditätsgrad von 30 %. Gewichtet auf 
das ohne gesundheitliche Einschränkung ausgeübte 70 % Pensum resultiere ein 
Invaliditätsgrad von 21 %, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. 

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G. Dagegen liess A._____ am 11. September 2024 einen Einwand erheben, 
woraufhin die IV-Stelle am 19. September 2024 wie vorbeschieden verfügte und in 
Abweisung des Leistungsbegehrens einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
verneinte. Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann 
führte sie aus, es könne zu deren Bemessung – neben den Beurteilungen des RAD 
Ostschweiz vom 19. September 2023 und 6. August 2024 – insbesondere auf das 
bidisziplinäre estimed-Gutachten vom 3. September 2023 [recte: 5. September 
2023] und das psychiatrische Gutachten der Gutachterin G._____ vom 4. August 
2024 abgestellt werden. Die Einschätzung im estimed-Gutachten, wonach trotz 
gesundheitlicher Beschwerden eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit als Pflegefachmann gegeben sei, könne gemäss Beurteilung des RAD 
Ostschweiz mit Blick auf den Bericht des Augenzentrums H._____ vom 
1. Dezember 2022 ab dem 30. November 2022 Gültigkeit beanspruchen. In ihrem 
Gutachten halte die Gutachterin G._____ fest, dass es im Anschluss an die estimed-
Begutachtung, konkret ab 23. August 2023, zu einer psychischen Verschlechterung 
gekommen sei, wobei in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann trotzdem 
noch eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Aus diesen Einschätzungen würde sich 
vom 30. März 2022 bis zum 29. November 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
(gewichtet 70 %) ergeben, vom 30. November 2022 bis zum 22. August 2023 eine 
solche von 0 % (gewichtet 0 %) und seit dem 23. August 2023 eine solche von 30 % 
(gewichtet 21 %). Betreffend Arbeitsunfähigkeit im Haushaltsbereich hielt die IV-
Stelle fest, im psychiatrischen Teilgutachten vom 23. August 2023 und im 
allgemeininternistischen Teilgutachten vom 1. September 2023 des estimed-
Gutachtens sowie im psychiatrischen Gutachten vom 4. August 2024 werde 
übereinstimmend und unmissverständlich festgehalten, dass der Versicherte 
sämtliche Tätigkeiten im Haushalt selbständig erledige. Folglich sei zweifellos keine 
Einschränkung im Haushaltsbereich anzunehmen. Im Ergebnis folge, dass die am 
30. März 2022 eröffnete Wartezeit am 30. Dezember 2022 (30 Tage nach der vollen 
Arbeitsfähigkeit) beendet worden sei und die einjährige Wartezeit am 23. August 
2023 wieder mit einer Arbeitsunfähigkeit von 21 % von vorne zu laufen begonnen 
habe. Die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG sei demnach nicht erfüllt, so 
dass kein Rentenanspruch bestehe.

H. Dagegen liess A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 23. Oktober 
2024 beim damaligen Verwaltungsgericht bzw. heutigen Obergericht des Kantons 
Graubünden Beschwerde erheben und in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
vom 19. September 2024 beantragen, es sei eventualiter die Angelegenheit an die 
IV-Stelle zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Subeventualiter sei in Teilaufhebung 
der angefochtenen Verfügung eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit in der 

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Haushaltsführung und folglich eine 30%-ige Erwerbsunfähigkeit abgezogen vom 
70 % Pensum im angestammten Beruf zu bestätigen. Im Wesentlichen moniert der 
Beschwerdeführer eine überdehnte Verfahrensdauer, da das Verfahren bereits im 
2015 begonnen habe. Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer die aus seiner Sicht 
unzutreffende Feststellung, er habe sein 70 % Pensum freiwillig gewählt. Die in 
diesem Pensum geleisteten Arbeitsstunden seien als Obergrenze zu 
berücksichtigen, da die fehlenden 30 % zum Vollzeitpensum der Erkrankung 
geschuldet seien. Korrekterweise müsse die ihm gutachterlich attestierte 30%-ige 
Arbeitsunfähigkeit nur von den bei 70 % zu leistenden Arbeitsstunden in Abzug 
gebracht werden, was zu einer Arbeitsunfähigkeit von 51 % führe. Die IV-Stelle 
stütze sich auf die falsche Berechnung der Gutachterin, obwohl die Zeugnisse des 
Psychiaters den Beweis erbringen würden, dass nach wie vor eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die Gutachterin könne ohne entsprechende Exploration 
sodann keine fachlich haltbaren Erkenntnisse für die fehlenden 30 % vorbringen 
und es sei auch keine Haushaltsabklärung vorgenommen worden, weshalb sich die 
Verfügung als unbegründet erweise resp. die IV-Stelle den Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt habe.

I. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 8. November 2024 unter Verweis auf die angefochtene 
Verfügung auf Abweisung der Beschwerde und nahm in ablehnender Weise zu den 
Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung.

J. Der Beschwerdeführer replizierte am 21. November 2024 bei unveränderten 
Rechtsbegehren und vertiefte seinen Standpunkt.

K. Die Beschwerdegegnerin reichte mit Eingabe vom 26. November 2024 einen 
Duplikverzicht ein und verwies auf ihre Vernehmlassung sowie auf die angefochtene 
Verfügung.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Eintreten

Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor 
dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 19. September 2024 stellt eine solche anfechtbare 

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Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem heutigen Obergericht des Kantons Graubünden dar, auf 
das die bei Inkrafttreten des GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 hängigen 
Verfahren des Verwaltungsgerichts übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG). 
Die sachliche Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG 
(SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der 
angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. ATSG sowie Art. 61 lit. b 
ATSG) ist einzutreten.

2. Streitgegenstand

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 
einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung vom 6. September 2022 wegen der 
seit 30. März 2022 attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztzeugnisse Dr. med. 
D._____ [IV-act. 54 S. 11 ff.]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG frühestens 
ab dem 1. März 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs) entstehen, sofern er bis dahin während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 
ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 
40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Zu prüfen ist konkret, ob beim 
Beschwerdeführer das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. ob 
ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend 
abgeklärt worden ist. Im Rahmen dessen bestreitet der Beschwerdeführer 
sinngemäss die Anwendung der gemischten Methode sowie die (fehlende) 
Einschränkung im Haushaltsbereich. 

2.2. Im Beschwerdeverfahren unbestritten geblieben ist die Höhe des 
Einkommens ohne Invalidität, das auf Grundlage des zuletzt im Jahr 2021 erzielten 
monatlichen Einkommens von CHF 4'716.00 (IV-act. 54 S. 5) im 70 % Pensum 
ermittelt, auf ein volles Pensum hochgerechnet, auf das Jahr 2024 aufindexiert und 
mit CHF 90'803.20 beziffert worden ist (vgl. IV-act. 148 S. 1 und IV-act. 149 S. 19).

3. Anwendbares Recht

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In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 2022 
die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV (SR 831.201) 
in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechts-
sätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt vieler: BGE 148 V 
174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 2.2), die angefochtene Verfügung nach dem 
Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020 datiert und der hier 
umstrittene Rentenanspruch seine Begründung ab dem 1. März 2023 fände, sind 
die ab dem 1. Januar 2022 geltenden Normen anwendbar (vgl. 
Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 und 
Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung vom 3. November 2021; siehe 
ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 1. Januar 
2022, Rz. 9100 [<http://www.sozialversicherungen.admin.ch>]).

4. Verfahrensdauer

4.1. Der Beschwerdeführer rügt eine überdehnte Behandlungsdauer des 
Dossiers. Das Verfahren habe am 19. Mai 2015 begonnen; bei Eingabe der 
Beschwerde sei nun Ende Oktober 2024. Dies seien achteinhalb Jahre und es 
bestehe eine noch andauernde Leidenszeit. Es könne dem Beschwerdeführer keine 
Verletzung der Mitwirkungspflicht entgegengehalten werden, da er psychisch 
schwer krank sei und an ihn nicht der Massstab eines psychisch Gesunden angelegt 
werden dürfe (act. A.1 Ziff. III. 2-4). 

4.2. Diese Einwände des Beschwerdeführers verfangen nicht, da die ihn 
betreffenden verschiedenen Verfahren voneinander abgegrenzt werden können. 
Das aufgrund der Anmeldung des Beschwerdeführers zur Früherfassung bei der IV-
Stelle durch dessen Arbeitgeberin vom 19. Mai 2015 (IV-act. 2) eingeleitete 
Verfahren zur Frühintervention fand im Juli 2015 seinen Abschluss, nachdem der 
Beschwerdeführer wieder arbeitete und auf ein Gespräch mit der IV-Stelle sowie 
eine Anmeldung verzichtete (IV-act. 6). Im Dezember 2015 erfolgte eine erste 
Anmeldung zum Leistungsbezug (IV-act. 8). Die IV-Stelle versuchte, den 
Beschwerdeführer im Anschluss über längere Zeit erfolglos zu erreichen (vgl. Case 
Report vom 21. Dezember 2016 [IV-act. 36 S. 3]). Aufgrund der medizinische 
Abklärungen beim behandelnden Psychiater Dr. med. I._____, FMH 
Psychiatrie/Psychotherapie, wonach der Beschwerdeführer nach Kündigung der 
Stelle per 31. März 2016 ausschliesslich als selbständiger ambulanter Pfleger 

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arbeite und eine halbtägige Arbeitsfähigkeit zu vermuten sei (Verlaufsbericht vom 
3. Januar 2017 [IV-act. 32]), erging am 19. Januar 2017 die Aufforderung zur 
Mitwirkung (IV-act. 33). Nachdem die Aufforderung unbeantwortet blieb, wies die 
IV-Stelle nach Vorbescheid vom 5. April 2017 (IV-act. 34) mit Verfügung vom 
31. Mai 2017 (IV-act. 35) das Leistungsbegehren infolge Verletzung der 
Mitwirkungspflicht ab. Die Verfügung blieb unangefochten, weshalb das betroffene 
Verfahren mit dieser seinen Abschluss fand. 

4.3. In den Jahren 2017 bis 2021 erzielte der Beschwerdeführer ein 
rentenausschliessendes Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und 
hernach war er per 1. März 2021 bei der B._____ in einem 70 % Pensum angestellt 
(vgl. IK Auszug [IV-act. 134 S. 4] sowie IV-act. 54 S. 1, IV-act. 70 S. 1 und IV-act. 
89 S. 2, 21, 29, 49 u. 84). Da der Beschwerdeführer im 2016 eine ab 2017 
rentenausschliessende Erwerbstätigkeit aufnahm, war er arbeitsfähig und somit 
nicht anspruchsberechtigt.

4.4. Das vorliegende Verfahren fand seinen Anfang mit der erneuten Anmeldung 
zum Leistungsbezug am 6. September 2022 (IV-act. 39). Es folgten erwerbliche 
sowie medizinische Abklärungen und Anfang September 2023 lag das estimed-
Gutachten vor. Im August 2023 hatte sich der Zustand des Beschwerdeführers 
indes verschlechtert und mit Schreiben vom 28. August 2023 kündigte ihm die 
Arbeitgeberin per Ende November 2023 (IV-act. 90 f.). Daraufhin ging am 
1. November 2023 der seitens der IV-Stelle eingeholte Verlaufsbericht des 
behandelnden Psychiaters Dr. med. F._____, datierend vom 31. Oktober 2023 (IV-
act. 95), ein und die IV-Stelle tätigte gestützt darauf per 16. November 2023 eine 
Rückfrage zum estimed-Gutachten (IV-act. 96). In der am 5. Dezember 2023 
erstatteten Antwort empfahlen die estimed-Gutachter, den Beschwerdeführer 
psychiatrisch erneut, gegebenenfalls auch dem RAD, vorzustellen (IV-act. 101), 
sodass am 9. Januar 2024 ein psychiatrisches Verlaufsgutachten in Auftrag 
gegeben wurde (IV-act. 103). Gestützt auf die seitens des Beschwerdeführers 
geltend gemachten Ausstandsgründe gegen zwei beauftragte Gutachter (IV-act. 
105 und 108; IV-act. 122) erfolgte die Auftragserteilung an die Gutachterin G._____ 
erst Ende März 2024 (IV-act. 130). Das entsprechende Folgegutachten wurde nach 
erfolgter Exploration im Juni 2024 im August 2024 erstattet (IV-act. 139). Der 
Vorbescheid der IV-Stelle erging am 13. August 2024 (IV-act. 140) und die 
angefochtene Verfügung am 19. September 2024. Angesichts des geschilderten 
Ablaufs, insbesondere aufgrund der Notwendigkeit eines Folgegutachtens zum 
estimed-Gutachten, kann das vorliegende Verfahren nicht als übermässig lang 
bezeichnet werden. Entgegen seinen Ausführungen wurde dem Beschwerdeführer 

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im vorliegenden Verfahren sodann keine Verletzung der Mitwirkungspflicht 
vorgeworfen. Die entsprechenden Rügen erweisen sich demnach als unbegründet. 

5. Voraussetzungen Rentenanspruch

5.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG).

5.2. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach Art. 28b Abs. 1 IVG wird die 
Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente 
festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale 
Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Art. 28b 
Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5%
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %

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42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

5.3.1. Die Bemessung des Invaliditätsgrades wird in Art. 28a Abs. 1 IVG geregelt 
und hängt vom Status erwerbstätig, nicht erwerbstätig oder teilerwerbstätig ab.

5.3.1.1. Bei erwerbstätigen Versicherten richtet sich die Bemessung des 
Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG nach der Methode des 
Einkommensvergleichs, wobei der Bundesrat die zur Bemessung des 
Invaliditätsgrads massgebenden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren 
Korrekturfaktoren umschreibt (Art. 28a Abs. 1 IVG). Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen bzw. Einkommen mit 
Invalidität), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen bzw. Einkommen 
ohne Invalidität). Der Einkommensvergleich hat in der Weise zu erfolgen, dass 
Validen- und Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 128 V 29 E. 1, bestätigt in BGE 130 V 343 
E. 3.4.2).

5.3.1.2. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 
sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
wird in Abweichung zu Art. 16 ATSG ein Betätigungsvergleich vorgenommen, in 
dessen Rahmen darauf abgestellt wird, in welchem Mass eine versicherte Person 
unfähig ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Als 
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im 
Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV). Die 
Invaliditätsbemessung erfolgt im Regelfall durch eine Abklärung vor Ort, deren 
Inhalt sich nach den durch die Rechtsprechung für gesetzes- und 
verordnungskonform erklärten Weisungen des Bundesamtes für 
Sozialversicherung richtet (BGE 130 V 97 E. 3.3.1 m.w.H.; MEYER/REICHMUTH, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die 
Invalidenversicherung IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28a N. 165 und 172). Auf die 
Durchführung einer Haushaltsabklärung kann verzichtet werden, wenn aufgrund der 
medizinischen Aktenlage eindeutig eine anspruchserhebliche Behinderung im 

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Haushalt auszuschliessen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_103/2010 vom 
2. September 2010 E. 2.2). Bei der Ermittlung der gesundheitsbedingten 
Einschränkung in der Erledigung der Haushaltsarbeiten wird sowohl die 
Schadenminderungspflicht als auch, bei Verheirateten, die Beistandspflicht des 
Ehepartners in Rechnung gestellt (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N. 166).

5.3.1.3. Bei Versicherten, die teilerwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird die Invalidität für den 
Erwerbsbereich nach Art. 16 ATSG und für den Aufgabenbereich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in 
beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf 
die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich zusammengezählt (Art. 27bis Abs. 1 IVV) nach der sog. 
gemischten Methode (vgl. BGE 144 I 21 E. 2.1 m.w.H., 130 V 97 E. 3.1). Für die 
Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss 
Art. 27bis Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die 
einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, hochgerechnet (lit. a), das 
Einkommen mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die einem 
Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, berechnet und entsprechend an die 
massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst (lit. b) sowie die 
prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person 
hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. c). Es spielt mithin keine 
Rolle, dass die versicherte Person ein Vollzeitpensum vor Eintritt des 
Gesundheitsschadens nicht geleistet hat; das Invalideneinkommen ist auf der 
Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (vgl. BGE 145 V 370 
E. 4.2). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird gemäss Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, 
wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt (lit. a) und dieser 
Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Art. 27bis 
Abs. 2 lit. c IVV und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (lit. b).

5.3.1.4. Der Status einer versicherten Person bestimmt sich gemäss Art. 24septies 
Abs. 1 IVV nach den erwerblichen Verhältnissen, in denen sie sich befinden würde, 
wenn sie nicht gesundheitlich beeinträchtigt wäre. Die versicherte Person gilt als 
erwerbstätig nach Art. 28a Abs. 1 IVG, wenn sie im Gesundheitsfall eine 
Erwerbstätigkeit ausüben würde, die einem Beschäftigungsgrad von hundert 

12 / 31

Prozent oder mehr entspricht (Abs. 2 lit. a), als nicht erwerbstätig nach Artikel 28a 
Abs. 2 IVG, wenn sie im Gesundheitsfall keine Erwerbstätigkeit ausüben würde 
(Abs. 2 lit. b), und als teilerwerbstätig nach Art. 28a Abs. 3 IVG, wenn sie im 
Gesundheitsfall eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, die einem 
Beschäftigungsgrad von weniger als hundert Prozent entspricht (Abs. 2 lit. c). 
Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestimmt sich die für die 
Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) 
entscheidende Statusfrage, nämlich ob und gegebenenfalls in welchem zeitlichen 
Umfang eine versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
erwerbstätig wäre, aus der hypothetischen Prüfung, was sie bei im Übrigen 
unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 
bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch (unter Berücksichtigung der gesamten 
persönlichen, familiären, beruflichen und sozialen Situation) erwerbstätig wäre. 
Insbesondere bei im Haushalt tätigen Versicherten sind die persönlichen, 
familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse sowie allfällige Erziehungs- und 
Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und 
die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 
berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse wie sie sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme 
einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. Dies erfordert zwangsläufig eine 
hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der 
versicherten Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung 
wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien 
erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.3 f.; Urteil des Bundesgerichts 
9C_161/2019 vom 28. Juni 2019 E. 5.2).

5.3.2. Die Beschwerdegegnerin stellte vorliegend auf den Status des 
Beschwerdeführers als teilerwerbstätige versicherte Person ab. Sie ging davon aus, 
dass er ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 70 % als Pflegefachmann 
erwerbstätig wäre und gewichtete den Erwerbsbereich folglich mit 70 % und den 
Haushaltsbereich mit 30 %. In seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer 
sinngemäss, dass er ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 100 % erwerbstätig 
gewesen wäre, indem er vorbringt, die fehlenden 30 % bis zu einem Vollzeitpensum 
seien nicht freiwillig gewählt, sondern seiner Krankheit geschuldet (vgl. act. A.1 
Ziff. III.5, act. A.3 Ziff. III.3).

13 / 31

Der Beschwerdeführer gab auf dem am 26. September 2022 ausgefüllten 
Fragebogen zur Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Beeinträchtigung an, dass 
sein Pensum bei der B._____ vor Eintreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
70 % betragen habe, und dass er vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
auch nicht die Absicht gehabt habe, sein Arbeitspensum zu erhöhen. Ausserdem 
gab er an, dass er heute ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung zu 70 % 
arbeiten würde (IV-act. 55). Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese 
Angaben vom Status des Beschwerdeführers als teilerwerbstätig ausging, ist nicht 
zu beanstanden. Die Gewichtung des Erwerbsbereichs mit 70 % und des 
Haushaltsbereichs mit 30 % als solche wird im Übrigen nicht in Abrede gestellt. Es 
ist zwar grundsätzlich denkbar, dass der Beschwerdeführer zeitweise entgegen 
seinen Angaben auf dem erwähnten Formular nur deshalb nicht zu 100 % tätig war, 
weil er sich physisch und/oder psychisch nicht in der Lage sah, ein höheres Pensum 
zu verrichten, so bspw. im Jahr 2015, in dem das Arbeitspensum vom 
Beschwerdeführer aufgrund der grossen Belastung reduziert wurde und während 
der anschliessenden Hospitalisation in der K._____ eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit bestand (vgl. IV-act. 18 u. 20); hernach ist indes bis im Jahr 2022 
keine durch eine psychische Symptomatik, Störung oder Diagnose bedingte 
Arbeitsunfähigkeit belegt (vgl. Verlaufsbericht Dr. med. E._____ vom 15. März 2023 
Ziff. 2.1 [IV-act. 67 S. 2 f.] und zum Ganzen estimed-Gutachten Ziff. 4.6.4 [IV-act. 
89 S. 29]). Im vorliegenden Verfahren braucht die Frage, in welchem zeitlichen 
Umfang der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig 
wäre, letztlich nicht abschliessend geklärt zu werden, da die Voraussetzung von 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auch dann nicht erfüllt wäre, wenn von einem 
Vollzeitpensum ausgegangen würde (vgl. Erwägung 10.4 nachstehend).

6. Erfüllung des Wartejahres

6.1. Da der Rentenanspruch des Beschwerdeführers infolge seiner Anmeldung 
im September 2022 frühestens ab dem 1. März 2023 entstehen kann, ist zunächst 
zu prüfen, ob (zumindest) ab dem 1. März 2022 oder davor ohne wesentlichen 
Unterbruch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % in der 
bisherigen Tätigkeit bestanden hat. Denn der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG 
setzt wie hiervor dargelegt voraus, dass die versicherte Person während eines 
Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 
40 % arbeitsunfähig war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). 

6.2.1. Das Wartejahr gilt im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in jenem Zeitpunkt 
als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 
eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 

14 / 31

20 % (vgl. AHI-Praxis 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 
14. Juni 2005 E. 2.1.1 in fine m.w.H.).

6.2.2. Arbeitsunfähigkeit ist nach Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten 
(vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2 m.w.H.). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. 

6.2.3. Die Arbeitsunfähigkeit bezieht sich auf den bisherigen Beruf oder den 
bisherigen Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG), mithin auf jene Tätigkeit, die vor Eintritt 
der zu beurteilenden Arbeitsunfähigkeit zuletzt ausgeübt wurde (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 20 1 vom 21. September 2020 
E. 5.3.1; MEIER, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. 
Aufl. 2024, Art. 6 N. 56). Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser 
Bestimmung ist eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in 
Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst 
hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder 
gar Ermahnung des Arbeitsgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende 
gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (Urteil des Bundesgerichts 9C_517/2020 
vom 28. Januar 2021 E. 3.2 m.w.H.). Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse 
muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2). Eine erst nach Jahren 
rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. 
Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden 
Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller 
Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne 
des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer 
(überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 
Natur ist (vgl. ebenda). Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit 
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_108/2013 vom 24. Juli 2013 E. 4.2 und 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2, 
je m.w.H.). Bei Nichterwerbstätigen kann bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit 
bzw. der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen 
Aufgabenbereich nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen 
werden, da bei dieser – als unmittelbarer Grundlage für die Festlegung der 

15 / 31

Invalidität – grosses Gewicht auf die Pflicht zur Schadensminderung gelegt wird. Mit 
dem Betätigungsvergleich wird zwar die Einbusse an funktionalem 
Leistungsvermögen im Aufgabenbereich, d.h. der Invaliditätsgrad, nicht aber auch 
die für den Rentenbeginn (Ablauf des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. 
auch Art. 29 IVG) massgebende Arbeitsunfähigkeit ermittelt. Die Einbusse an 
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich ist stattdessen – 
analog zur Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich – auf der Basis medizinischer 
Stellungnahmen zu beurteilen. Daraus sollte hervorgehen, ab wann und inwieweit 
die versicherte Person in ihrem funktionellen Leistungsvermögen im 
Haushaltsbereich eingeschränkt war. Bei Teilerwerbstätigkeit ist für den 
erwerblichen Anteil die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf und für den Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich die diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit zu ermitteln. 
Sodann ist analog zur Ermittlung des Invaliditätsgrades auf den gewichteten 
Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen (BGE 130 
V 97 E. 3.3 f. m.H.a. KSIH Rz. 2025 [seit 1. Januar 2022 KSIR Rz. 2218 f.]; TRAUB, 
in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des 
Sozialversicherungsrechts ATSG, 2020, Art. 8 N. 31). Falls eine gutachterliche 
Beurteilung der Einbussen an funktionellem Leistungsvermögen im 
Aufgabenbereich vorliegt, kann darauf abgestellt werden. 

6.2.4. Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 
aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). Diesfalls beginnt 
die einjährige Wartezeit bei erneuter Arbeitsunfähigkeit wieder von vorne zu laufen 
(vgl. KSIR Rz. 2212).

6.3. Die Beschwerdegegnerin stellte für die Berechnung des Wartejahrs nach 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG neben den Abschlussbeurteilungen des RAD Ostschweiz 
vom 19. September 2023 und 6. August 2024 (IV-act. 149 S. 16) insbesondere auf 
das bidisziplinäre (allgemeininternistische und psychiatrische) estimed-Gutachten 
vom 5. September 2023 (IV-act. 89) und das psychiatrische Gutachten der 
Gutachterin G._____ vom 4. August 2024 (IV-act. 139) ab. Betreffend 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wird im estimed-Gutachten vom 
5. September 2023 festgehalten, dass der Beschwerdeführer trotz seiner 
gesundheitlichen Beschwerden in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann 
zu 100 % arbeitsfähig ist, wobei diese Einschätzung gemäss der Beurteilung des 
RAD Ostschweiz mit Blick auf den Bericht des Augenzentrums H._____ vom 
1. Dezember 2022 (IV-act. 61) seit dem 30. November 2022 Gültigkeit 
beanspruchen kann. Im Gutachten der Gutachterin G._____ vom 4. August 2024 

16 / 31

wird festgehalten, dass es im Anschluss an die estimed-Begutachtung, d.h. konkret 
ab dem 23. August 2023 (gemäss psychiatrischem Bericht von Dr. med. F._____ 
vom 31. Oktober 2023 [IV-act. 95]), zu einer psychischen Verschlechterung 
gekommen ist, der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als 
Pflegefachmann aber trotzdem noch 70 % arbeitsfähig ist (ganztags verwertbar). Im 
Haushaltsbereich ergaben sich aus dem psychiatrischen Teilgutachten von 
med. pract. J._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. August 
2023 (IV-act. 89 S. 78, 87 f., 99), aus dem allgemeininternistischen Teilgutachten 
von Dr. med. C._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Facharzt für 
Kardiologie FMH, vom 1. September 2023 (IV-act. 89 S. 51 f.) und aus dem 
psychiatrischen Gutachten der Gutachterin G._____ vom 4. August 2024 (IV-act. 
139 S. 9) keine Einschränkungen bzw. eine 0%-ige Arbeitsunfähigkeit. Im Ergebnis 
resultierten gewichtete Arbeitsunfähigkeiten von 70 % vom 30. März 2022 bis 
29. November 2022, von 0 % vom 30. November 2022 bis 22. August 2023 und von 
21 % seit dem 23. August 2023. Gestützt darauf schloss die Beschwerdegegnerin 
in der angefochtenen Verfügung vom 19. September 2024, dass die am 30. März 
2022 eröffnete Wartezeit am 30. Dezember 2022 (30 Tage nach der vollen 
Arbeitsfähigkeit) beendet worden sei, und dass die einjährige Wartezeit am 
23. August 2023 wieder mit einer Arbeitsunfähigkeit von 21 % von vorne zu laufen 
begonnen habe. Die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (durchschnittliche 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres) sei demnach nicht 
erfüllt.

6.4. Der Beschwerdeführer erhebt gegen die Beurteilungen in den beiden 
Gutachten keine konkreten Einwände, sondern rügt lediglich pauschal, man lasse 
die Berichte der behandelnden Ärzte zu Unrecht ausser Acht (vgl. act. A.3 Ziff. III.1, 
act. A.3 Ziff. III.5). Dennoch ist nachfolgend gestützt auf den vorliegend geltenden 
Untersuchungsgrundsatz (vgl. Erwägung 7.4 nachstehend) zu prüfen, ob die 
Beschwerdegegnerin zu Recht auf das estimed-Gutachten und das Folgegutachten 
der Gutachterin G._____ abgestellt hat.

7. Beweiswürdigung

7.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 

17 / 31

Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. nimmt dazu Stellung, in welchem Umfang 
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 
Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 132 V 93 
E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 E. 3.2.2, 
8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4 und 
8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

7.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist dem-nach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2, 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

7.3.  Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach 
Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

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Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 
137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile 
des Bundesgerichts 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 vom 
13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E. 2.3, 8C_84/2022 
vom 19. Mai 2022 E. 2.2 und 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E. 2.2.2). In Bezug 
auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht auch der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc). 
Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 
therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4) 
andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich 
eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der subjektiven 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 
vom 4. Mai 2022 E. 4, 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 11.2.2, 8C_736/2021 
vom 22. März 2022 E. 5.2 und 8C_764/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2).

7.4. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrundsatz, 
wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der Leistungen beanspruchenden 
Person zu berücksichtigen sind. Die Behörde hat, wo notwendig, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die 
Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; 
WIEDERKEHR, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, 
Art. 43 N. 14 ff.). Die Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie 
auch grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die 
Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen 
Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Wenn der 
Versicherungsträger oder das kantonale Sozialversicherungsgericht im Rahmen 
einer umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen 

19 / 31

Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt 
überwiegend wahrscheinlich sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung 
nicht entgegen bzw. liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine 
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 
229 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3 und 124 V 90 E. 4b). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel 
an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen 
bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen 
noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind. Dies ist etwa der Fall, wenn 
der festgestellte Sachverhalt unauflösbare Widersprüche enthält oder eine 
entscheidwesentliche Tatfrage bislang auf einer unvollständigen Beweisgrundlage 
beantwortet wurde (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_414/2022 vom 24. Januar 2023 E. 4.1 f., 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 
E. 4.2, 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E. 4.1.1 f., 8C_521/2021 vom 22. März 2022 
E. 3.1.1 f., 9C_377/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 5.3.1, 8C_641/2019 vom 8. April 
2020 E. 3.3.1, 8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 3.1 und 8C_616/2013 vom 
28. Januar 2014 E. 2.1; vgl. WIEDERKEHR, a.a.O., Art. 43 N. 22). Kommt die 
Verwaltung ihrer Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache 
aus diesem Grund an die Verwaltung zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 
E. 5). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache der verfügenden 
Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) oder des Sozialversicherungsgerichts 
(Art. 61 lit. c ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 
sein. Die Parteien tragen in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 und 138 V 218 E. 6).

7.5. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der beiden eingeholten Gutachten sprechen bzw. diese von der 
übrigen medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen werden, so dass von deren 
Einschätzung abzuweichen und im Sinne des Beschwerdeführers eine höhere 
Arbeitsunfähigkeit anzunehmen wäre.

7.5.1. Das estimed-Gutachten vom 5. September 2023 (IV-act. 89) erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichts gestellten Anforderungen (vgl. Erwägung 7.2. hiervor, vgl. auch BGE 144 

20 / 31

V 50 E. 4.3 betreffend die ärztliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung im strukturierten 
Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 für die Prüfung der funktionellen 
Auswirkungen einer psychischen Erkrankung). Es erging in Kenntnis der Vorakten, 
einschliesslich der Beurteilungen der behandelnden Ärzte (IV-act. 89 S. 3 ff., 45, 
74), sowie der vom Beschwerdeführer früher und zum Zeitpunkt der Begutachtung 
geklagten sowie der aktenkundigen Beschwerden und dem Krankheitsverlauf (IV-
act. 89 S. 2 f., 21, 23 f., 46, 50, 77 ff.). Es basiert sodann auf den eigenen klinischen 
Untersuchungen sowie den erhobenen bildgebenden resp. labormedizinischen 
Befunden und setzt sich mit vorbefundlichen Diagnosen auseinander (IV-act. 89 
S. 36 f., 41, 55 ff., 73, 93 f.). Das Gutachten ist umfassend und die Gutachter 
nehmen zu den streitigen Belangen Stellung (IV-act. 89 S. 28 ff., 63 ff., 104 ff.). Ihre 
Ausführungen zur Beurteilung der medizinischen Situation des Beschwerdeführers 
sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zu dessen 
Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet (vgl. IV-act. 89 S. 58 ff., 62 f., 90 
ff., 95 ff.). Die Gutachter weisen keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit aus. Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen 
sie die Folgenden (IV-act. 89 S. 26 f., 60, 98):

- Aktenanamnestisch Verdacht auf Leberzirrhose, Child-Pugh A (5 Punkte) (ICD-10: 
K74.70) / aktuell normale Leberwerte

- Status nach Nikotinkonsum (ICD-10: Z72.0)

- Arterielle Hypertonie, ohne Angaben einer hypertensiven Krise, aktuell nicht 
medikamentös behandelt (ICD-10: 110.90)

- Hypertensive Herzerkrankung, ohne Angaben einer Herzinsuffizienz (ICD-10: 
111.90)

- Diabetes mellitus Typ II, aktuell medikamentös behandelt (ICD-10: E11.90)

- Präadipositas nach WHO 2000 (ICD-10: E66.99)

- Hypervitaminose D (ICD-10: E67.8)

- Persönlichkeitsakzentuierung (asthenische, dependente) (ICD-10: Z73.1)

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4)

- Psychische und Verhaltensstörung durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, 
gegenwärtig Abstinenz (ICD-10: F11.20)

- Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch, 
gegenwärtig Abstinenz (ICD-1Q: F10.10)

Die Gutachter stellten somit weder auf dem allgemeininternistischen Fachgebiet 
noch auf dem psychiatrischen Fachgebiet versicherungsmedizinisch relevante 
Diagnosen (IV-act. 89 S. 60, 98). In der Konsensbeurteilung und im psychiatrischen 
Teilgutachten hielten sie fest, die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden, 
insbesondere die daraus resultierenden versicherungsmedizinisch relevanten 
Einschränkungen (die Arbeitsfähigkeit betreffend), könnten aus bidisziplinärer bzw. 

21 / 31

psychiatrischer Sicht weder nachvollzogen noch begründet werden. Es hätten sich 
Inkonsistenzen bezüglich der Laboruntersuchung, dem Tagesprofil, der 
Tagesgestaltung und den Aktivitäten des Beschwerdeführers ergeben (vgl. IV-act. 
89 S. 24 f., 96 f.). Weiter werde deutlich, dass psychosozialen und 
versicherungspsychiatrisch nicht zu berücksichtigenden Faktoren (angespannte 
finanzielle Situation) mindestens eine gewisse Rolle zukomme (IV-act. 89 S. 25, 
97). Die in der Vergangenheit festgestellten Diagnosen und deren 
versicherungsmedizinische Relevanz könnten aus aktueller gutachterlicher Sicht 
nicht nachvollzogen werden (IV-act. 89 S. 29).

7.5.2. Auch das Gutachten der Gutachterin G._____ vom 4. August 2024 (IV-act. 
139) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. Erwägung 7.2. hiervor, 
vgl. auch BGE 144 V 50 E. 4.3 betreffend die ärztliche 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung im strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 141 
V 281 für die Prüfung der funktionellen Auswirkungen einer psychischen 
Erkrankung). Die Beurteilung erfolgte in Kenntnis der Vorakten, einschliesslich der 
Beurteilungen der behandelnden Ärzte (IV-act. 139 S. 6, 13 ff.), sowie in 
Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer früher und zum Zeitpunkt der 
Begutachtung geklagten sowie der aktenkundigen Beschwerden sowie des 
Krankheitsverlaufs (IV-act. 139 S. 5 ff., 12 f.). Sodann basiert das Gutachten auf 
den eigenen Untersuchungen (IV-act. 139 S. 6, 13, 29 ff.). Das Gutachten ist 
umfassend und die Gutachterin nimmt zu den streitigen Belangen Stellung (IV-act. 
139 S. 18 ff.). Ihre Ausführungen zur Beurteilung der medizinischen Situation des 
Beschwerdeführers sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zu 
dessen Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet (vgl. IV-act. 139 S. 12 ff., 
17 ff.). Die Gutachterin weist als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit was folgt aus (IV-act. 139 S. 16 f.):

- Emotional instabile Persönlichkeit, Akzentuierung mit vermeidenden und 
schizotypen Anteilen, ICD 10: Z 73.1

- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, 
gegenwärtig abstinent, ICD 10: F 11.20

- Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch, 
gegenwärtig abstinent, ICD 10: F 10.10

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert, ICD 10: F 33.4

Als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit weist die Gutachterin eine 
posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10: F 43.1) aus. 

22 / 31

Aus rein psychiatrischer Sicht schätzt die Gutachterin die Arbeitsfähigkeit in der 
letzten und in einer adaptierten Tätigkeit auf 70 %, die Arbeitsunfähigkeit demnach 
auf 30 %, ein, bezogen auf ein 100 % Pensum. Die Einschränkungen bestünden 
aufgrund von Beeinträchtigungen im Bereich der Flexibilität und 
Umstellungsfähigkeit, der Proaktivität und Spontanaktivität, der Widerstands- und 
Durchhaltefähigkeit und der Selbstbehauptungsfähigkeit aufgrund einer 
chronischen posttraumatischen Belastungsstörung (IV-act. 139 S. 17 f.). Zum 
zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit führt die Gutachterin aus, es 
sei anhand der vorliegenden Unterlagen davon auszugehen, dass die 
Arbeitsfähigkeit in der Vergangenheit aufgrund von depressiven Episoden 
eingeschränkt gewesen sei. Im Anschluss an die letzte Begutachtung vom 
5. September 2023 sei es zu einer nachvollziehbaren Verschlechterung gekommen, 
mit einer resultierenden Arbeitsunfähigkeit von 30 % (IV-act. 139 S. 18). Gut 
adaptiert sei eine gut strukturierte Tätigkeit, ohne besonderen Zeitdruck und ohne 
erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit, die Einschränkungen 
aufgrund der posttraumatische Belastungsstörung bestünden aktuell aber in jeder 
Tätigkeit (IV-act. 139 S. 19). Nach Einschätzung der Gutachterin kann die 
Arbeitsfähigkeit noch durch medizinische Massnahmen relevant verbessert werden. 
Aus psychiatrischer Sicht sei es durch die Kündigung zu einer Reaktivierung von 
traumatischen Erfahrungen gekommen, was die psychophysische Belastbarkeit des 
Beschwerdeführers herabgesetzt und zu der gesteigerten Erschöpfbarkeit geführt 
habe. Aufrechterhalten werde diese Situation ebenfalls durch eine schwierige 
soziale Situation mit finanziellen Sorgen. Die Therapiemassnahmen würden für 
sinnvoll und ausreichend erachtet und sollten fortgeführt werden. Unter einer 
Fortführung der bisherigen Behandlungsmassnahmen und einer Verbesserung der 
psychosozialen Situation sei aus psychiatrischer Sicht mit einer vollständigen 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers innerhalb von ein bis zwei Jahren zu 
rechnen. Es könne aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung aber 
intermittierend zu Zeiten mit Arbeitsunfähigkeit kommen (IV-act. 139 S. 20).

7.6. Gestützt auf vorstehende Ausführungen ergeben sich keine konkreten 
Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der eingeholten Gutachten sprechen. Diese 
werden auch von den Berichten der behandelnden Ärzte, die dem 
Beschwerdeführer echtzeitlich ab dem Jahr 2022 vorübergehend eine höhere 
Arbeitsunfähigkeit attestieren, nicht in Frage gestellt, zumal der Beschwerdeführer 
im Übrigen auch keine konkreten Einschränkungen benennt, welche bei der 
gutachterlichen Beurteilung durch die Experten der estimed AG oder durch die 
Gutachterin G._____ unerkannt oder ungewürdigt geblieben sein sollen.

23 / 31

7.6.1. So hatte Dr. med. E._____, bei dem der Beschwerdeführer im Jahr 2021 in 
Behandlung war, gemäss seinem Bericht vom 15. März 2023 (IV-act. 67) zwar 
mehrere Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt, nämlich eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwere Episode 
(ICD-10:F33.1), eine Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (ICD-
10:F90.9), eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10:F43.1) und 
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen Anteilen (ICD-10:Z73.1). 
Arbeitsunfähig ist der Beschwerdeführer von Dr. med. E._____ auf eigenen Wunsch 
nicht geschrieben worden. Zu beachten ist, dass der Arzt eine für den relevanten 
Zeitraum massgebende Prognose zur Arbeitsfähigkeit nicht stellen konnte, da er 
den Beschwerdeführer seit Dezember 2021 nicht mehr gesehen hatte. Der 
behandelnde Arzt Dr. med. F._____, bei dem der Beschwerdeführer seit Oktober 
2022 in Behandlung ist, stellte in seinem Bericht vom 20. April 2023 (IV-act. 69) eine 
rezidivierende depressive Störung, zurzeit eher mild (F33.11), sowie eine ADHS 
(F90.1) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und bescheinigte 
dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 75-80 %. 

Der Gutachter med. pract. J._____ erläuterte im psychiatrischen Teilgutachten vom 
23. August 2023 (IV-act. 89 S. 70 ff.) indessen zum Schweregrad der Störung 
nachvollziehbar, dass und weshalb die früheren Diagnosen zum Zeitpunkt der 
Begutachtung aufgrund seiner eigenen Untersuchungen sowie den Angaben des 
Beschwerdeführers selbst anlässlich der Exploration am 16. August 2023 nicht 
nachvollzogen werden konnten. Der Gutachter führte aus, im Psychostatus habe 
sich keine depressive Störung abgezeichnet und auch testpsychologisch (HAMD17) 
habe sich kein Hinweis auf eine floride depressive Symptomatik gefunden. Der 
Versicherte selbst, der im Leben wohl schon mehrfach unter depressiven 
Symptomen zu leiden gehabt habe, habe ebenfalls ausgeführt, dass er aktuell nicht 
depressiv sei und die beklagte Symptomatik nicht durch eine Depression bedingt 
sei. Zudem sei feststellbar, dass kein sozialer Rückzug, kein Interessensverlust, 
kein Verlust von Freude, keine Appetitminderung und kein Libido-Verlust bestünde 
(IV-act. 89 S. 99). Wohl hätten beim Beschwerdeführer früher bereits teilweise 
ausgeprägte depressive Symptome bestanden, weshalb er 2015/2016 auch in der 
K._____ hospitalisiert gewesen sei. Heute könne aber, wie u.a. bereits in den 
Arztberichten der K._____ vom 15. September 2015 und vom 10. Februar 2016 
beschrieben, von einer Remission ausgegangen werden und die Diagnose im 
Arztbericht von Dr. med. E._____ vom 15. März 2023 "bereits bekannte 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwere Episode 
(ICD-10 F33.1)" nicht nachvollzogen werden. Die vom Beschwerdeführer beklagte 
Symptomatik lasse sich auch nicht durch ein hyperkinetisches Syndrom erklären. 

24 / 31

Der Beschwerdeführer habe schon in Kindheit und Jugend Freundschaften 
gepflegt, bis und auch zum heutigen Tage, keine wesentlichen Konflikte mit 
Autoritätspersonen wie etwa Lehrpersonen gehabt und sei eher angepasst und 
folgsam gewesen. Auch heute hätten sich in der Verhaltensbeobachtung keine 
Hinweise auf ein Hyperaktivitätssyndrom gefunden. In der Exploration habe der 
Versicherte nicht den Faden verloren, nicht nachfragen müssen und auch kein 
motorisch unruhiges, impulsives Verhalten gezeigt. Er habe nicht abwesend, 
verträumt oder desorganisiert gewirkt und sich kooperativ, leistungsbereit und mit 
gutem Durchhaltevermögen gezeigt, so dass abschliessend nicht die Diagnose 
einer hyperkinetischen Störung gestellt werden könne. Sollte in Kindheit und Jugend 
eine gewisse Symptomatik einer hyperkinetischen Störung bestanden haben, so 
könne diese heute als abgeklungen und sistiert bezeichnet werden (IV-act. 89 
S. 100). Weiter habe keine Traumafolgestörung, insbesondere keine komplexe 
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), wie sie im Arztbericht 
Dr. med. E._____ vom 15. März 2023 angeführt werde, festgestellt werden können. 
Entsprechende Diagnosekriterien, wie Flashbacks, Wiedererinnerungen, 
Betäubtheit, innere Leere, Hyperarousal oder Albträume seien vom Versicherten 
nicht beklagt worden und hätten sich auch in der vertieften Exploration nicht 
herausarbeiten lassen. Es wäre fast anzunehmen, dass die Diagnose der 
komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, wie sie im Arztbericht von 
Dr. med. E._____ genannt werde, wenig reflektiert fortgeführt worden sei. Auch 
würden in dem bezeichneten Bericht keine entsprechenden traumaassoziierten 
Symptome genannt, und einzig die heute vom Beschwerdeführer genannte 
möglicherweise bestehende rezidivierende dissoziative Symptomatik als Kriterium 
für eine aktuelle Traumafolgestörung anführen zu wollen, erscheine nicht statthaft. 
Sollte früher eine solche Störung bestanden haben, seien heute jedenfalls keine 
entsprechenden Symptome mehr feststellbar und eine eventuell vorbestehende 
traumassoziierte Symptomatik könne als abgeklungen bezeichnet werden (IV-act. 
89 S. 101). Einzig lasse sich heute eine akzentuierte Persönlichkeit feststellen, 
wobei diese heute insbesondere asthenische und dependente Anteile zu beinhalten 
scheine. Es könne jedoch keine Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt 
werden, da entsprechende Diagnosekriterien nicht erfüllt seien (vgl. ebenda). Diese 
Schlüsse des Gutachters werden im Übrigen auch nicht dadurch in Zweifel 
gezogen, dass im Gutachten von der Gutachterin G._____ eine posttraumatische 
Belastungsstörung diagnostiziert wurde. So verschlechterte sich der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach der ersten Begutachtung 
nämlich nachweislich und nahm der Genannte überdies zum Inhalt der 
Traumabehandlung erst gegenüber der Gutachterin G._____ Stellung (IV-act. 139 
S. 7 f.).

25 / 31

7.6.2. Auch die Gutachterin G._____ setzt sich mit früheren Arztberichten und darin 
gestellten Diagnosen auseinander (IV-act. 139 S. 14 f.), u.a. mit der im Jahr 2015 
in der K._____ gestellten Diagnose einer komplexen posttraumatischen 
Belastungsstörung sowie mit dem nach der ersten Begutachtung eingeholten 
Verlaufsbericht von Dr. med. F._____ vom 31. Oktober 2023 mit den Diagnosen 
einer leichtgradigen depressiven Episode sowie eines 
Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms und der daraus aus ärztlicher Sicht ab 23. August 
2023 bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 100 % (IV-act. 95). Sie fand in den 
vorliegenden Berichten durchaus Hinweise auf traumatische Erlebnisse, wie das 
_____, dem im Rahmen der aktuellen Untersuchung des Beschwerdeführers 
berichteten _____ oder dem _____, was belastend gewesen sei. Zum Zeitpunkt der 
letzten Begutachtung sei diese Diagnose aufgrund von fehlenden traumatypischen 
Symptomen infrage gestellt worden. Inzwischen sei es jedoch zu einem vermehrten 
Rückzug von Freizeitaktivitäten gekommen und der Beschwerdeführer sei 
inzwischen auch nicht mehr berufstätig. Er berichte von einer nachlassenden 
Leistungsfähigkeit und es erscheine nachvollziehbar, dass die Kündigung durch den 
Arbeitgeber sich hinsichtlich der posttraumatischen Belastungsstörung negativ 
ausgewirkt habe. Die Kündigung habe beim Beschwerdeführer das Gefühl 
hervorgerufen, sich ausgeliefert zu fühlen und die Kontrolle zu verlieren, und 
zusätzlich habe die aktuelle Situation Schamgefühle hervorgerufen, welche bereits 
grundsätzlich aufgrund der Traumatisierung vorhanden seien. Die aktuelle Situation 
sei daher aus gutachterlicher Sicht durchaus mit der vorliegenden 
posttraumatischen Belastungsstörung in Verbindung zu bringen. Die 
rezidivierenden depressiven Episoden würden höchstwahrscheinlich ebenfalls 
durch die traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und dem Erwachsenenleben 
gefördert oder sogar ausgelöst. Die beschriebene gesteigerte Erschöpfbarkeit 
könne dementsprechend durchaus mit der Diagnose der posttraumatischen 
Belastungsstörung in Verbindung stehen. Eine vollständige Leistungsunfähigkeit, 
wie vom Beschwerdeführer postuliert, ergebe sich hieraus jedoch nicht. 
Insbesondere müsse beachtet werden, dass Vermeidungsstrategien, welche im 
Rahmen dieser Erkrankung häufig auftreten würden, rechtzeitig erkannt und 
bearbeitet würden und ein vollständiger Rückzug aus dem Berufsleben vermieden 
werde, um vorhandene Ressourcen zu erhalten (IV-act. 139 S. 16; vgl. zur 
Reaktivierung von traumatischen Erfahrungen durch die Kündigung auch IV-act. 
139 S. 20). Die Kriterien für eine depressive Episode seien gegenwärtig nicht erfüllt, 
da bereits die drei Zentralkriterien (dauerhaft gedrückte Stimmung, 
Antriebsminderung, negative Zukunftsperspektive) nicht in ausreichendem Mass 
bzw. nicht dauerhaft vorliegen würden. Eine rezidivierende depressive Störung sei 
anhand der vorliegenden Krankheitsgeschichte ausreichend belegt und 

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nachvollziehbar, doch werde gegenwärtig von einer Remission ausgegangen. 
Sodann ging die Gutachterin von einer emotional instabilen 
Persönlichkeitsakzentuierung mit vermeidenden und schizotypen Anteilen aus. 
Hinsichtlich einer ADHS bestehe zwar ein Verdacht, doch zeigten sich klinisch wie 
bereits zum Zeitpunkt der Vorbegutachtung keine Auswirkungen einer ADHS. Der 
Versicherte könne dem Gespräch gut folgen und es würden weder Konzentrations- 
noch Aufmerksamkeitsschwierigkeiten auffallen. Ausserdem wirke er nicht hibbelig 
oder unruhig. Aus dem vorbestehenden Verdacht auf eine ADHS ergäben sich 
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 139 S. 15 f.).

7.7. Insgesamt ergibt sich somit, dass die (rudimentären) Vorbringen des 
Beschwerdeführers nicht geeignet sind, den Beweiswert des estimed-Gutachtens 
vom 5. September 2023 sowie des Folgegutachtens vom 4. August 2024 zu 
schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur 
Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers während des Wartejahres 
auf diese Gutachten abgestellt hat. Vor diesem Hintergrund kann auf die beantragte 
Rückweisung zu weiteren Abklärungen verzichtet werden, zumal das streitberufene 
Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet 
hat und annehmen darf, dass diese Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen 
nicht geändert würde (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3, 136 I 229 E. 5.3 
und 134 I 140 E. 5.3; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2022 vom 8. Juni 
2023 E. 4.1, 9C_548/2022 vom 23. Februar 2023 E. 3.2 und 9C_436/2022 vom 
26. Januar 2023 E. 3.3).

8. Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich

Demnach geht die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die RAD-
Einschätzung im Erwerbsbereich ab Beginn des Wartejahres Ende März 2022 bis 
29. November 2022 zu Recht von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % (gewichtet 
70 %) resp. von einer Verbesserung des Gesundheitszustands des 
Beschwerdeführers ab Ende November 2022 aus. Die Arbeitsunfähigkeit bis Ende 
November 2022 erklärt sich einerseits mit den im August und September 2022 
erfolgten Augenoperationen (IV-act. 89 S. 77). Anderseits wurde vom März bis Juni 
2022 eine mehrmonatige Behandlung der Hepatitis C-Infektion durchgeführt, die mit 
erheblichen körperlichen und psychischen Nebenwirkungen einherging, letztlich 
aber erfolgreich verlief (vgl. IV-act. 89 S. 21 und IV-act. 139 S. 5; vgl. auch IV-act. 
50 S. 3, IV-act. 54 S. 11 bis 15, IV-act. 57 und IV-act. 89 S. 7 ff.). Im Zeitraum 
zwischen dem 30. November 2022 bis zur Verschlechterung des psychischen 
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers im Sommer 2023, konkret bis zum 
22. August 2023 – die Verschlechterung wird gestützt auf den Verlaufsbericht von 

27 / 31

Dr. med. F._____ (IV-act. 95) ab 23. August 2023 angenommen –, ist gemäss 
estimed-Gutachten davon auszugehen, dass keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Die 
Gutachterin G._____ befand in ihrem Gutachten vom 4. August 2024 zum zeitlichen 
Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit zwar, es sei anhand der vorliegenden 
Unterlagen davon auszugehen, dass diese in der Vergangenheit aufgrund von 
depressiven Episoden eingeschränkt gewesen sei (vgl. Erwägung 7.5.2. hiervor). 
Aus dem Gutachten geht indes nicht hervor, dass dies auch im erwähnten Zeitraum 
von Ende November 2022 bis 22. August 2023 der Fall war. Jedenfalls schlossen 
sowohl die Gutachterin G._____ für den Zeitpunkt ihrer Untersuchung am 3. Juni 
2024 als auch der psychiatrische estimed-Gutachter im Rahmen seiner 
Untersuchung am 16. August 2023 das Vorliegen einer depressiven Störung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus bzw. erachteten diese als remittiert (vgl. 
Erwägungen 7.6.1. und 7.6.2. hiervor). Daran ändert auch die Einschätzung des 
behandelnden Arztes Dr. med. F._____ vom 20. April 2023 nichts. Es ist nicht 
nachvollziehbar, weshalb der behandelnde Arzt aufgrund der von ihm 
diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung, zurzeit eher mild, in 
Verbindung mit einer ADHS, welche medikamentös und therapeutisch behandelt 
werden, auf eine Arbeitsunfähigkeit von 75-80 % schliesst (vgl. IV-act. 69 S. 2 f.). 
Jedenfalls liegen keine echtzeitlichen medizinischen Akten vor, die ab Ende 
November 2022 bis 22. August 2023 aus psychiatrischer Sicht eine solche 
Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Im Weiteren ist gestützt auf das Gutachten 
der Gutachterin G._____ erst ab dem 23. August 2023, infolge des 
Arbeitsplatzverlustes, von einer Reaktivierung der diagnostizierten 
Traumafolgestörung auszugehen, zumal im Zeitraum ab Ende November 2022 
auch der behandelnde Arzt Dr. med. F._____ keine solche Diagnose stellte (IV-act. 
69 S. 3). Die Gutachterin G._____ attestiert dem Beschwerdeführer ab diesem 
Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich von 30 % (gewichtet 21 %).

9. Arbeitsunfähigkeit im Haushaltsbereich

9.1. Was den Haushaltsbereich betrifft, rügt der Beschwerdeführer sinngemäss, 
dass er auch in diesem Bereich eingeschränkt sei. Ausserdem macht er geltend, 
dass man diese Einschränkungen zu wenig abgeklärt habe und eine ausreichende 
Exploration fehle (act. A.1 Ziff. III.7 f.; act. A.3 Ziff. III.10). 

9.2. Im Haushaltsbereich ergeben sich aus dem psychiatrischen Teilgutachten 
vom 23. August 2023 (IV-act. 89 S. 78, 87 f., 99), aus dem allgemeininternistischen 
Teilgutachten vom 1. September 2023 (vgl. IV-act. 89 S. 51 f.) wie auch aus dem 
psychiatrischen Gutachten vom 4. August 2024 (IV-act. 139 S. 9) keine 
wesentlichen Einschränkungen. Der Beschwerdeführer wohnt allein in einem 4-

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Zimmer-Haus auf einem kleinen Grundstück mit Garten und gab gegenüber den 
Gutachtern an, dass alle Aktivitäten des täglichen Lebens möglich seien, er seinen 
Alltag gestalten und die Hausarbeit bewältigen könne. Seinen Garten bezeichnete 
er als Hobby (IV-act. 89 S. 50 ff., 78 f. 86 ff., 99). Er führte lediglich aus, dass er 
insgesamt, also wohl zusammen mit nicht aus der Hausarbeit resultierenden 
Herausforderungen, immer wieder leicht überfordert sei (IV-act. 89 S. 78). 
Gegenüber der Gutachterin G._____ gab er an, dass er sich zwischendurch immer 
wieder ausruhe (IV-act. 139 S. 8), indes keine Hilfe im Haushalt benötige (IV-act. 
139 S. 9). Dies stimmt mit den Angaben des behandelnden Arztes Dr. med. F._____ 
überein, der in seinem Bericht vom 20. April 2023 angab, dass der 
Beschwerdeführer im Haushalt nicht eingeschränkt erscheine (IV-act. 69 S. 5), 
ebenso mit seinen eigenen Angaben gegenüber der zuständigen Koordinatorin der 
IV-Stelle (IV-act. 63).

9.3. Aus dem Gesagten folgt, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers im 
Haushalt gutachterlich abgeklärt wurde und sich aus diesen, auf die aktenkundigen 
Aussagen des Beschwerdeführers selbst gestützten Abklärungen nirgends ein 
Hinweis auf relevante Einschränkungen im Bereich Haushalt ergibt. Auch in der 
Beschwerde fehlen konkrete Angaben, bei welchen Tätigkeiten bzw. inwieweit der 
Beschwerdeführer im Haushalt eingeschränkt sein soll. Die Beschwerdegegnerin 
hat im Bereich Haushalt folglich korrekt auf eine fehlende Arbeitsunfähigkeit 
erkannt. Soweit der Beschwerdeführer eine fehlende eigentliche 
Haushaltsabklärung rügt, ist festzuhalten, dass auf eine solche vorliegend verzichtet 
werden konnte; dies einerseits deshalb, weil aufgrund der medizinischen Aktenlage 
eine anspruchserhebliche Behinderung im Haushalt ausgeschlossen werden kann 
(vgl. Erwägung 5.3.1.2 hiervor), und anderseits aufgrund des Umstands, dass im 
Zusammenhang mit der vorliegend vorzunehmenden Beurteilung der Einbusse des 
funktionellen Leistungsvermögens im Aufgabenbereich ohnehin nicht von den 
Ergebnissen einer Haushaltsabklärung ausgegangen werden kann (vgl. BGE 130 
V 97 E. 3.3 sowie die vorstehende Erwägung 6.2.3). Demnach kann auch in diesem 
Punkt auf die beantragte Rückweisung zu weiteren Abklärungen verzichtet werden.

10.1. Im Ergebnis resultieren gewichtete Arbeitsunfähigkeiten von 70 % vom 
30. März 2022 bis 29. November 2022, von 0 % vom 30. November 2022 bis 
22. August 2023 und von 21 % seit dem 23. August 2023. Gestützt darauf schloss 
die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 19. September 2024 
zu Recht, dass die am 30. März 2022 eröffnete Wartezeit am 30. Dezember 2022 
(30 Tage nach der vollen Arbeitsfähigkeit) unterbrochen worden ist. Wie dargelegt 
liegt gemäss Art. 29ter IVV bei einer vollen Arbeitsfähigkeit an mindestens 30 

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aufeinanderfolgenden Tagen ein wesentlicher Unterbruch vor. Am 23. August 2023 
begann die einjährige Wartezeit mit einer Arbeitsunfähigkeit von gewichtet 21 % 
wieder von Neuem zu laufen. 

10.2. Eine falsche Berechnung der Arbeitsunfähigkeit, wie sie der 
Beschwerdeführer geltend macht (act. A.1 Ziff. III.5 f. und act. A.3 Ziff. III.7 f.), indem 
er vorbringt, er sei von einem Pensum von 70 % zu 30 % beeinträchtigt, weshalb er 
zu 51 % krankheitsbedingt arbeitsunfähig sei, liegt nicht vor. Die Gutachterin 
G._____ gelangte vielmehr zum nachvollziehbaren Schluss, dass bezogen auf ein 
100 % Pensum eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % vorliege (IV-act. 139 S. 18 f.).

10.3. Die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (durchschnittliche 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbuch) war demnach zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung am 
19. September 2024 nicht erfüllt und die Beschwerdegegnerin hat das 
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen. Unter diesen 
Umständen erübrigen sich somit Weiterungen zur Berechnung des 
Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG bzw. zu den diesbezüglichen 
Einwänden des Beschwerdeführers (vgl. act. A.3 Ziff. III.5 u.7). 

10.4. Selbst wenn ohne Gesundheitsschaden von einem Vollzeitpensum 
auszugehen wäre, würde während des Wartejahres keine durchschnittlich 40%-ige 
Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
vorliegen. Es ergäbe sich vom 30. März 2022 bis zum 29. November 2022 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom 30. November 2022 bis zum 22. August 2023 
eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % und seit dem 23. August 2023 eine solche von 
30 %. Der Haushaltsbereich hätte diesfalls keine Relevanz mehr und es wäre keine 
Gewichtung vorzunehmen. 

10.5. Die angefochtene Verfügung vom 19. September 2024 erweist sich somit als 
rechtmässig, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen 
Beschwerde vom 23. Oktober 2024 führt. 

11. Kosten

Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 
lit. fbis ATSG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus 
der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen 
wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt 

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das Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens 
auf CHF 700.00 fest. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG werden die Verfahrenskosten in 
der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend unterliegt der 
Beschwerdeführer, weshalb er die Verfahrenskosten von CHF 700.00 zu tragen hat. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten von A._____.

3. Es wird kein Parteikostenersatz zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]