# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8380c0fb-b26b-5ff8-bf2f-8a1265b8422a
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-06-21
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 21.06.2012 BG.2012.17
**Docket/Reference:** BG.2012.17
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2012-17_2012-06-21

## Full Text

Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO).;;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO).;;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO).;;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 21. Juni 2012  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 
Parteien 

  
KANTON BASEL-LANDSCHAFT, 

Gesuchsteller 
 

 gegen 
   

KANTON BASEL-STADT, 
Gesuchsgegner 

 
Gegenstand  Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2012.17 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Der Kanton Basel-Landschaft führt seit dem 17. November 2011 ein Vor-
verfahren gegen A. wegen Verdachts der qualifizierten Widerhandlung ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz. Das Zwangsmassnahmengericht Basel-
Landschaft genehmigte mit Entscheiden vom 18. November 2011 die 
Überwachungen von vier Rufnummern von A. für den Zeitraum vom 17. 
November 2011 bis zum 17. Februar 2012 (Verfahrensakten Basel-
Landschaft Beilage 3). Diese Telefonüberwachungen stützten sich auf ei-
nen Antrag der Polizei Basel-Landschaft vom 17. November 2011, wonach 
die serbische Polizei gegen B. wegen Verdachts des Betäubungsmittel-
handels ermittle und Telefonkontrollen durchgeführt habe, welche ergeben 
hätten, dass u.a. 5 kg Heroin in die Region Basel hätten transportiert wer-
den sollen. Dabei hätte A. für B. den Transport des Heroins koordinieren 
bzw. die Drogen in Empfang nehmen sollen (Verfahrensakten Basel-
Landschaft Beilage 4).  

 
B. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt führt seit April 2011 gegen B. ein Straf-

verfahren wegen qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 2 StGB 
und wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ferner 
führt die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gegen A. und C. ein Strafverfahren 
wegen Erpressung (act. 3).  

 
C. Am 17. April 2012 gelangte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft an die 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und ersuchte sie zuständigkeitshalber um 
Verfahrensübernahme. Der leitende Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt 
führte in seinem Antwortschreiben vom 25. April 2012 aus, bezüglich den 
B. vorgeworfenen Betäubungsmitteldelikten bestünde keine Mittäterschaft 
zwischen diesem und A., weshalb die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt das 
Strafverfahren gegen A. wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-
telgesetz nicht übernehmen könne. Daher sei auch das von der Staatsan-
waltschaft Basel-Stadt gegen A. und C. eröffnete Strafverfahren wegen Er-
pressung zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
zu überweisen (Verfahrensakten Basel-Landschaft Beilage 1). 

 
D. Mit Gesuch vom 4. Mai 2012 gelangte die Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und bean-
tragt, die Strafbehörden des Kantons Basel-Stadt seien für berechtigt und 
verpflichtet zu erklären, die strafrechtliche Verfolgung und Beurteilung von 
A. zu übernehmen. Ausserdem seien die Strafbehörden des Kantons Ba-
sel-Stadt für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die strafrechtliche Ver-

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folgung und Beurteilung von A. und C. weiterhin selber durchzuführen (act. 
1).  
 
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt beantragt in ihrer Ge-
suchsantwort vom 14. Mai 2012, es sei die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Basel-Landschaft für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Strafver-
fahren gegen A. und C. zu führen (act. 3). Die Gesuchsantwort wurde der 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft am 16. Mai 2012 zur Kenntnis zuge-
stellt (act. 4).  

 
 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, 

soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.  
 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Strafbehörden prüfen ihre Zuständigkeit von Amtes wegen und leiten 

einen Fall wenn nötig der zuständigen Stelle weiter (Art. 39 Abs. 1 StPO). 
Erscheinen mehrere Strafbehörden als örtlich zuständig, so informieren 
sich die beteiligten Staatsanwaltschaften unverzüglich über die wesentli-
chen Elemente des Falles und bemühen sich um eine möglichst rasche Ei-
nigung (Art. 39 Abs. 2 StPO). Können sich die Strafverfolgungsbehörden 
verschiedener Kantone über den Gerichtsstand nicht einigen, so unterbrei-
tet die Staatsanwaltschaft des Kantons, der zuerst mit der Sache befasst 
war, die Frage unverzüglich, in jedem Fall vor der Anklageerhebung, der 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum Entscheid (Art. 40 
Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG und Art. 19 Abs. 1 des Organisa-
tionsreglements vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [Organi-
sationsreglement BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]). Hinsichtlich der 
Frist, innerhalb welcher die ersuchende Behörde ihr Gesuch einzureichen 
hat, ist im Normalfall die Frist von zehn Tagen gemäss Art. 396 Abs. 1 
StPO analog anzuwenden (TPF 2011.94 E. 2.2). Die Behörden, welche be-
rechtigt sind, ihren Kanton im Meinungsaustausch und im Verfahren vor der 
Beschwerdekammer zu vertreten, bestimmen sich nach dem jeweiligen 
kantonalen Recht (Art. 14 Abs. 4 StPO; vgl. hierzu KUHN, Basler Kommen-
tar, Basel 2011, Art. 39 StPO N. 9 sowie Art. 40 StPO N. 10; SCHMID, 
Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, 
N. 488; GALLIANI/MARCELLINI, Codice svizzero di procedura penale [CPP] – 
Commentario, Zurigo/San Gallo 2010, n. 5 ad art. 40 CPP). 

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1.2 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ist berechtigt, den Gesuchsteller 

in interkantonalen Gerichtsstandskonflikten vor der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts zu vertreten (Art. 40 Abs. 2 StPO i.V.m. § 2 der 
Dienstordnung der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft vom 
8. November 2011 [SGS 145.17] und § 8 EG StPO vom 12. März 2009 
[SGS 250]). Bezüglich des Gesuchsgegners steht diese Befugnis der 
Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zu (§ 49 des Gesetzes betreffend Wahl und 
Organisation der Gerichte sowie der Arbeitsverhältnisse des Gerichtsper-
sonals und der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt vom 27. Juni 
1895 [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG/BS; SG 154.100]). Die übrigen 
Eintretensvoraussetzungen geben vorliegend zu keinen weiteren Bemer-
kungen Anlass, weshalb auf das Gesuch einzutreten ist.  

 
2. 
2.1 Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, 

so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungs-
handlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine be-
schuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so 
sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des 
Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat be-
gangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes 
zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden 
sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in 
verschiedenen Kantonen mehrere Delikte, so sind Art. 33 Abs. 2 und 
Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu kombinieren, dass in der Regel alle 
Mitwirkenden an dem Orte verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit 
der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren 
Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach 
dem Ort, wo zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind 
(vgl. hierzu zuletzt die Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2011.49 
vom 19. Januar 2012, E. 2.1; BG.2011.33 vom 28. September 2011, 
E. 2.2.1; BG.2011.4 vom 10. August 2011, E. 2.2.2). Hat ein Mittäter ausser 
den in Mittäterschaft verübten Verfehlungen an anderen Orten noch weitere 
Delikte verübt, die mit gleicher Strafe bedroht sind wie die in Mittäterschaft 
verübten, so bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem 
Ort, wo die Untersuchung zuerst angehoben wurde, und dies selbst dann, 
wenn nur die allein verübten Taten Gegenstand der ersten Untersuchungs-
handlungen bildeten (vgl. hierzu zuletzt den Beschluss des Bundesstrafge-
richts BG.2011.49 vom 19. Januar 2012, E. 2.1; siehe auch MOSER, Basler 
Kommentar, Basel 2011, Art. 33 StPO N. 13). 

 

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2.2 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Ent-
schliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in 
massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als 
Hauptbeteiligter dasteht (BGE 118 IV 227 E. 5d/aa S. 230; 108 IV 88 
E. I.2a S. 92), und der ausserdem über die tatsächliche Begehung der Tat 
nicht allein zu bestimmen hat, sondern dies zusammen mit anderen tut. 
Mittäterschaft setzt somit eine (Mit-) Tatherrschaft voraus (vgl. BGE 111 IV 
51 E. 1b S. 53). Mittäterschaft ist dabei jede arbeitsteilige, für den Erfolg 
wesentliche Mitwirkung im Ausführungsstadium (BGE 120 IV 17 E. 2d 
S. 23; 118 IV 397 E. 2b S. 400). Ein Gehilfe leistet zu einem Verbrechen 
oder Vergehen vorsätzlich Hilfe, wobei im Unterschied zu Täter und Mittä-
ter der Gehilfe keine Herrschaft über den Tatablauf besitzt. Sein Beitrag 
besteht in der blossen Förderung der Tat anderer. Der Gehilfe fördert eine 
Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten Tatbeitrag unterstützt bzw. 
wenn er die Ausführung der Haupttat durch irgendwelche Vorkehren oder 
durch psychische Hilfe erleichtert. Die Erfolgschance der Haupttat muss 
sich durch die Hilfeleistung nachweisbar erhöhen. Nicht erforderlich ist, 
dass es ohne die Beihilfe nicht zur Tat gekommen wäre (BGE 129 IV 124 
E. 3.2; 121 IV 109 E. 3a S. 119). Bei der Anwendung von Art. 19 BetmG 
sind im Interesse einer vernünftigen Begrenzung der strafrechtlichen Ver-
antwortlichkeit die Anforderungen an die Annahme einer Mittäterschaft eher 
hoch anzusetzen. Mittäterschaft ist nur dann zu bejahen, wenn der Wieder-
verkäufer von seinem Lieferanten mehr als nur betreffend den blossen Be-
zug der Ware wesentlich abhängig ist oder nach dessen Weisungen han-
delt, und ihm dadurch die alleinige Tatherrschaft für die von ihm getätigten 
(Weiter-) Verkäufe fehlt (vgl. zum Ganzen BGE 118 IV 397 E. 2c mit weite-
ren Hinweisen). Mittäter im Sinne von Art. 33 Abs. 2 StPO sind in der Regel 
Personen, die auf der gleichen Hierarchiestufe im Drogenhandel tätig sind 
(vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts BG.2005.15 vom 16. Juni 2005 E. 
3.1 und 3.2 sowie Ziff. 16 der Gerichtsstandsempfehlungen der KSBS vom 
26. November 2009). 

 
2.3 Die Beurteilung der Gerichtsstandsfrage richtet sich nach der aktuellen 

Verdachtslage. Massgeblich ist nicht, was dem Beschuldigten letztlich 
nachgewiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der Gegenstand der 
Untersuchung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von vornherein als 
haltlos oder sei sicher ausgeschlossen. Der Gerichtsstand bestimmt sich 
also nicht nach dem, was der Täter begangen hat, sondern nach dem, was 
ihm vorgeworfen wird, das heisst, was aufgrund der Aktenlage überhaupt in 
Frage kommt. Dabei stützt sich die Beschwerdekammer auf Fakten, nicht 
auf Hypothesen (MOSER, a.a.O., Art. 34 StPO N. 11; GUIDON/BÄNZIGER, Die 
aktuelle Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts zum interkantonalen Ge-

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2011&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=mitt%E4ter+herrschaft&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F111-IV-51%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page53�
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richtsstand in Strafsachen, Jusletter 21. Mai 2007, [Rz 25] m.w.H.; vgl. 
nebst anderen den Entscheid des Bundesstrafgerichts BG.2010.12 vom 
8. September 2010, E. 2.2 m.w.H.). Es gilt der Grundsatz „in dubio pro du-
riore“, wonach im Zweifelsfall auf den für den Beschuldigten ungünstigeren 
Sachverhalt abzustellen bzw. das schwerere Delikt anzunehmen ist (GUI-
DON/BÄNZIGER, a.a.O., [Rz 42] m.w.H.). 

 
3.  
3.1 Vorliegend stellt sich vorab die Frage, ob A. und B. gemäss heutiger Akten-

lage mutmasslich zusammengewirkt haben und ob sie allenfalls durch eine 
einzige Behörde zu verfolgen und beurteilen sind.  

 
3.2 Der Gesuchsteller geht davon aus, dass A. und B. rund um den Drogen-

handel eng zusammen gearbeitet hätten. B. habe von Serbien aus den 
Transport der Betäubungsmittel durch unbekannte Lieferanten in die 
Schweiz sowie innerhalb der Schweiz und in die Region Basel organisiert. 
Dabei habe er A. von Serbien aus Anweisungen bezüglich der Drogen-
mengen und -übergaben gegeben. Die Abnehmer seien schliesslich ent-
weder durch B. oder A. kontaktiert, zu den Treffpunkten beordert und belie-
fert worden (act. 1, Rechtliches, Ziff. 2).  

 
 Aus den Telefonkontrollen geht hervor, dass B. und A. über den Zeitraum 

vom 17. November 2011 bis 2. Februar 2012 sehr intensiv und beinahe 
täglich in telefonischem Kontakt standen (Verfahrensakten Basel-
Landschaft Beilage 6). Die Gesprächsinhalte der durchgeführten Telefon-
überwachungen legen den Schluss nahe, dass B. von Serbien aus Drogen-
lieferungen mit A. in der Schweiz arrangierte, wobei A. mutmasslich auf 
Anweisungen B. die Drogen in der Schweiz an unbekannte Abnehmer lie-
ferte bzw. liefern sollte. Damit stehen und fallen die besagten Drogenliefe-
rungen mit dem Tatbeitrag des jeweils anderen, was darauf schliessen 
lässt, dass die beiden Beschuldigten bei der Ausführung der fraglichen Lie-
ferungen auf gleicher Hierarchiestufe durch eine zumindest minimale, aber 
für den Erfolg unerlässliche Arbeitsteilung zusammenwirkten. Eine blosse 
Käufer-Verkäuferbeziehung, welche – im Sinne der oben zitierten Recht-
sprechung (Ziff. 2.2) – gegen das Vorliegen einer Mittäterschaft sprechen 
würde, liegt jedenfalls nicht vor.  

 
 Entgegen der Ansicht des Gesuchsgegners vermag auch der Umstand, 

dass A. und B. getrennte Kassen geführt haben sollen, nichts daran zu än-
dern, dass sie mutmasslich gemeinsam – der eine von Serbien, der andere 
von der Schweiz aus – Drogengeschäfte organisierten. Auch dass A. nebst 

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B. noch mit anderen Personen, insbesondere aus Holland, Drogengeschäf-
te abgewickelt haben soll, ändert daran nichts.  

 
3.3 In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" kann nach dem Ge-

sagten eine mittäterschaftliche Beteiligung von A. und B. am Drogenhandel 
nicht als haltlos oder als sicher ausgeschlossen bezeichnet werden. Das 
Gesuch erweist sich demnach als begründet, und es sind daher aufgrund 
von Art. 33 Abs. 2 StPO die Strafverfolgungsbehörden des Gesuchsgeg-
ners für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die A. zur Last gelegten De-
likte zu verfolgen und zu beurteilen. Daraus folgt ohne weiteres, dass die 
Strafverfolgungsbehörden des Gesuchsgegners nach wie vor berechtigt 
und verpflichtet sind, die A. und dessen Mittäter C. vorgeworfenen Erpres-
sungshandlungen zu verfolgen (Art. 34 Abs. 1 StPO).  

 
4. Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 423 Abs. 1 StPO). 
 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Behörden des Kantons Basel-Stadt sind berechtigt und verpflichtet, die 

A., B. und C. zur Last gelegten Delikte zu verfolgen und zu beurteilen.  
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 22. Juni 2012 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft, 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.