# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8bf940d-2896-58bc-92e7-76384706f4ac
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2025 F-7439/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7439-2024_2025-03-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7439/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Claudia Cotting-Schalch,  

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 Z._______,   

vertreten durch  

Dr. iur. Markus Krapf, Rechtsanwalt,  

Advokatur am Stampfenbach,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum für Y._______,  

Verfügung des SEM vom 29. Oktober 2024. 

 

 

 

F-7439/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 5. August 2024 stellte Y._______ (pakistanischer Staatsangehöriger, 

geb. […], nachfolgend Gesuchsteller) auf der Schweizer Auslandvertretung 

in Islamabad einen Antrag auf Erteilung eines Schengen-Visums für einen 

Besuchsaufenthalt vom 12. September bis 9. Dezember 2024 bei seinem 

Bruder (nachfolgend Beschwerdeführer und Gastgeber) und dessen 

Ehefrau in der Schweiz (Akten der Vorinstanz [SEM act.] 4/35 ff.).  

B.  

Mit Formularverfügung vom 8. August 2024 wies die Auslandvertretung das 

Gesuch ab (SEM act. 4/18 f.). Gleichzeitig wurde das Gesuch der Mutter 

des Gesuchstellers um Erteilung eines Schengen-Visums für den gleichen 

Zweck und den gleichen Zeitraum gutgeheissen und ihr das Visum erteilt 

(SEM act. 6/54).  

C.  

Gegen den negativen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am  

21. August 2024 Einsprache bei der Vorinstanz, worauf diese die 

Gesuchsunterlagen zwecks Durchführung ergänzender Abklärungen und 

Stellungnahme an das Migrationsamt des Kantons Zürich übermittelte 

(SEM act. 1, 5). Die Vorinstanz wies am 29. Oktober 2024 die Einsprache 

ab (SEM act. 7).  

D.  

Am 27. November 2024 reichte der Beschwerdeführer dagegen 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Er beantragte die 

Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Anweisung an das 

SEM, dem Gesuchsteller ein Visum zu erteilen (Akten des 

Bundesverwaltungsgerichts [BVGer act.] 1).  

E.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 27. Januar 2025 auf 

Abweisung der Beschwerde (BVGer act. 6).  

F.  

Der Beschwerdeführer replizierte mit Stellungnahme vom 4. März 2025 

(BVGer act. 8).  

 

F-7439/2024 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Einspracheentscheide des SEM bezüglich Schengen-Visa sind mit 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 112 

Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. VGG und Art. 5 VwVG). Das 

Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Der ursprünglich angestrebte Besuchszeitraum ist zwar in-

zwischen abgelaufen, der Gesuchsteller strebt aber – wie aus der 

Einreichung der vorliegenden Beschwerde zu schliessen ist – weiterhin 

einen Besuch in der Schweiz an. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52  

Abs. 1 VwVG).  

1.3 In der vorliegenden Angelegenheit entscheidet das 

Bundesverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).  

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 

Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde 

als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht 

von Amtes wegen an, ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden 

und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten 

Gründen gutheissen oder abweisen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Massgeblich 

ist grundsätzlich die Sachlage im Entscheidzeitpunkt (vgl. BVGE 2020 VII/4 

E. 2.2 m.H.).  

3.  

3.1 Die Schweiz ist – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht 

verpflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten und 

entscheidet darüber, vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen, 

autonom (vgl. BVGE 2009/27 E. 3). Das Schengen-Recht schränkt die 

nationalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche 

Voraussetzungen für Einreise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten 

verpflichtet, die Einreise bzw. das Visum zu verweigern, wenn die 

Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Liegen keine Ablehnungsgründe vor, ist 

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Seite 4 

das Visum auszustellen; ein Rechtsfolgeermessen besteht nicht (so das 

Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] vom 19. Dezember 2013 

C-84/12 Koushkaki, EU:C: 2013:862, Rn. 26–55, 63; zur Auslegung des 

innerstaatlichen Rechts im Lichte dieses Urteils vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1 

m.H.). Hingegen verfügen die Behörden des Zielstaats bei der Prüfung der 

Ablehnungsgründe über einen weiten Ermessensspielraum. 

3.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines 

Zeitraums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger 

Reisedokumente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner 

benötigen sie ein Visum, sofern dieses gemäss der Verordnung (EU) 

2018/1806 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

14. November 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren 

Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz eines 

Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren 

Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind (ABl. L 303/39 vom 

28.11.2018) erforderlich ist. Im Weiteren müssen Drittstaatsangehörige 

den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen 

und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Sie dürfen nicht 

im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung 

ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die 

innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen 

Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (vgl. zum Ganzen: Art. 5 Abs. 

1 und 2 AIG; Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 über die 

Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und 

2 der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 9. März 2016 [kodifizierter Text] über einen 

Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen 

[Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 14 

Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen 

Visakodex der Gemeinschaft [Visakodex, VK, ABl. L 243 vom 15.9.2009]).  

3.3 Eine drittstaatsangehörige Person muss für die fristgerechte 

Wiederausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit 

ist, das Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu 

verlassen, ist eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 

Abs. 1 Bst. e SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 in fine; 2011/48 

E. 4.5). Die Behörden haben daher unter Mitwirkung der 

drittstaatsangehörigen Person zu prüfen, ob diese für die gesicherte 

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Wiederausreise Gewähr bietet (vgl. Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 

VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Das Visum wird verweigert, wenn begründete 

Zweifel an der Echtheit der vom Antragsteller vorgelegten Belege oder am 

Wahrheitsgehalt ihres Inhalts, an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen 

oder der von ihm bekundeten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet der 

Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gültigkeit des beantragten Visums zu 

verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK). 

3.4 Sind die erwähnten Voraussetzungen nicht erfüllt, kann in 

Ausnahmefällen ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit erteilt 

werden, das nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats gilt. 

Von dieser Möglichkeit kann der betreffende Mitgliedstaat unter anderem 

Gebrauch machen, wenn er es aus humanitären Gründen, aus solchen des 

nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen für 

erforderlich hält (vgl. Art. 3 Abs. 4 und 5 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a VK; 

Art. 6 Abs. 5 Bst. c SGK). 

4.   

Aufgrund seiner Staatsangehörigkeit unterliegt der Gesuchsteller der 

Visumspflicht. Bei der Prüfung der Einreisevoraussetzungen nach Art. 6 

Abs. 1 SGK ist die Frage der gesicherten Wiederausreise zentral. 

4.1 In der Regel lassen sich keine gesicherten Feststellungen darüber 

treffen, ob eine drittstaatsangehörige Person tatsächlich beabsichtigt, vor 

Ablauf des Visums den Schengen-Raum zu verlassen, weshalb darüber 

eine Prognose zu erstellen ist. Hierzu sind alle Umstände des Einzelfalls 

zu würdigen. Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine 

fristgerechte Wiederausreise können sich zunächst aus der allgemeinen 

Situation im Herkunftsland der drittstaatsangehörigen Person ergeben. 

Namentlich bei Einreisegesuchen von Personen aus Staaten bzw. 

Regionen mit politisch, wirtschaftlich und sozial ungünstigen Verhältnissen 

rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die persönliche Interessenlage in 

solchen Fällen erfahrungsgemäss häufig nicht mit dem Ziel und Zweck 

einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung im Einklang steht (BVGE 

2014/1 E. 6.1).  

4.2 Pakistan steht vor großen innenpolitischen Herausforderungen. Dazu 

zählen instabile Mehrheitsverhältnisse im Parlament und in der Regierung, 

politische Unruhen sowie Terroranschläge, insbesondere durch die 

islamistischen pakistanischen Taliban. Das Land ist zudem mit einer 

wirtschafts- und finanzpolitischen Dauerkrise, mit hoher 

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Staatsverschuldung, starker Inflation, einer Ernährungs- und Energiekrise, 

den Folgen des Klimawandels sowie weit verbreiteter Armut konfrontiert. 

Pakistan fehlen ausländische Währungsreserven, um notwendige Importe 

bezahlen zu können. Immer wieder steht der Staat kurz vor der 

Zahlungsunfähigkeit (vgl. https://www.bmz.de/de/laender/pakistan/ 

politische-situation-15396, abgerufen im März 2025). Bereits vor den 

zerstörerischen Überschwemmungen vom Sommer 2022 galt etwa ein 

Fünftel der Einwohnerinnen und Einwohner als unterernährt. Die 

Flutkatastrophe hat in großen Teilen des Landes die Existenzgrundlagen 

der Bevölkerung vernichtet. Im Frühjahr und Frühsommer 2023 richteten 

ein Erdbeben, schwere Unwetter und ein Zyklon weitere Schäden an der 

Infrastruktur und in der Landwirtschaft an, auch im April 2024 war Pakistan 

von extremem Starkregen betroffen. Nach Angaben der Vereinten 

Nationen sind rund acht Millionen Menschen von akuter 

Ernährungsunsicherheit betroffen (Stand: Juni 2024). Fachleute gehen 

davon aus, dass sich die Ernährungskrise noch verschärfen wird (vgl. 

https://www.bmz.de/de/laender/pakistan/soziale-situation-15408, 

abgerufen im März 2025).  

4.3 Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

das Risiko einer fristgerechten Wiederausreise von Personen aus Pakistan 

allgemein als hoch einschätzt. Dieses Risiko wird erfahrungsgemäss noch 

erhöht, wenn – wie vorliegend - im Ausland bereits ein soziales oder 

familiäres Beziehungsnetz besteht. Angesichts der restriktiven 

Zulassungsregelung führt dies nicht selten zur Umgehung von 

ausländerrechtlichen Bestimmungen, indem die Gesuchstellenden – 

einmal eingereist – versuchen, den Aufenthalt auf eine andere rechtliche 

Basis abzustützen (BVGE 2014/1 E. 6.2.2).  

4.4 Besteht bereits aufgrund der allgemeinen Situation im Herkunftsland 

ein rechtlich relevantes Risiko nicht regelkonformen Verhaltens, so sind die 

konkreten Lebensumstände der gesuchstellenden Person daraufhin zu 

prüfen, ob sie geeignet sind, die Bedenken zu zerstreuen. Dabei ist ein 

umso strengerer Massstab anzulegen, je ungünstiger sich die allgemeine 

Situation im Herkunftsland der gesuchstellenden Person darstellt. Zu den 

konkreten Lebensumständen gehören insbesondere die persönlichen, 

familiären, beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der 

gesuchstellenden Person (BVGE 2014/1 E. 6.3.1). So kann eine 

besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung im 

Herkunftsland beziehungsweise eine stabile, die Existenz sichernde 

wirtschaftliche Situation die Prognose einer anstandslosen Wiederausreise 

https://www.bmz.de/de/laender/pakistan/politische-situation-15396
https://www.bmz.de/de/laender/pakistan/politische-situation-15396
https://www.bmz.de/de/laender/pakistan/soziale-situation-15408

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vor Ablauf der Visumsdauer begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, 

die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben oder die sich 

in wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen befinden, das Risiko eines 

ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten 

Einreise als vergleichsweise hoch eingeschätzt werden (BVGE 2014/1 E. 

6.3.1; 2009/27 E. 8) 

5.   

5.1 Der Beschwerdeführer macht dazu vorerst geltend, das SEM habe die 

Umstände des konkreten Einzelfalles nicht korrekt gewürdigt. Vorliegend 

liege die besondere Situation darin, dass der Gesuchsteller geistig 

behindert sei. Dies bedeute, dass das Übereinkommen vom 13. Dezember 

2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNO-

Behindertenrechtskonvention, BRK, SR 0.109) zu berücksichtigen sei. Ein 

Kernanliegen des Übereinkommens sei es, dass Menschen mit 

Behinderung nicht diskriminiert würden (Präambel Bst. h und Art. 3 Bst. b 

BRK). Sie sollten voll und wirksam an der Gesellschaft teilhaben können 

(Art. 3 Bst. c BRK). Das SEM übergehe die besondere Situation des 

Gesuchstellers und schliesse ihn von der Teilhabe an der Gesellschaft aus. 

Er könne aufgrund seiner Behinderung keiner Erwerbstätigkeit nachgehen 

oder eine Familie gründen. Damit könne er in seinem Herkunftsland keine 

Verpflichtungen begründen, die nach der Rechtsprechung als Kriterien für 

eine fristgemässe Wiederausreise sprechen würden. Es stelle eine 

Diskriminierung dar, als Kriterien für eine gesicherte Wiederausreise 

solche Verpflichtungen in Pakistan zu verlangen. Für den Gesuchsteller sei 

es von vornherein unmöglich, seine hier lebenden Brüder zu besuchen. Die 

Teilhabe an einem normalen Leben werde ihm wegen seiner Behinderung 

verweigert (Beschwerde Ziff. 9 ff.; Replik S. 1).  

5.2 Die UNO-Behindertenrechtskonvention ist integraler Bestandteil des 

schweizerischen Rechts und verfolgt den Zweck, den vollen und 

gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten 

durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen, zu 

gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu 

fördern (Art. 1 BRK). Als allgemeine Grundsätze nennt die Konvention 

unter anderem die Nichtdiskriminierung sowie die volle und wirksame 

Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft (Art. 3 

Bst. b und c BRK). Gemäss Art. 5 Abs. 1 BRK anerkennt die Schweiz 

zudem, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, vom Gesetz 

gleich zu behandeln sind und ohne Diskriminierung Anspruch auf gleichen 

Schutz durch das Gesetz sowie gleiche Vorteile durch das Gesetz haben. 

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Art. 5 Abs. 2 BRK verbietet jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung 

und garantiert Menschen mit Behinderungen gleichen und wirksamen 

rechtlichen Schutz vor Diskriminierung, gleichviel aus welchen Gründen 

(vgl. auch Urteil des BVGer D-6388/2023 vom 1. Februar 2024 E. 8.4). Die 

Tragweite dieser Bestimmungen geht aber nicht über das in Art. 8  

Abs. 2 BV verankerte Diskriminierungsverbot hinaus (vgl. Urteil des BGer 

2C_121/2022 vom 24. November 2022 E. 5.1 und E. 5.4 m.w.H.).   

5.3 Vorliegend kann der Beschwerdeführer hingegen aus den 

Bestimmungen der UNO-Behindertenrechtskonvention nichts für sich 

ableiten und es kann verneint werden, dass die Verweigerung der 

Visumserteilung eine Diskriminierung des Gesuchstellers darstellt oder das 

SEM die Umstände des konkreten Einzelfalls nicht gewürdigt hat. Es gilt 

zu beachten, dass das Kriterium der gesicherten Ausreise weder an eine 

Erwerbstätigkeit noch an einen bestimmten Zivilstand anknüpft  

(vgl. E. 3.3). Auch ist nicht davon auszugehen, dass der Gesuchsteller 

durch die in der Praxis entwickelten Kriterien besonders benachteiligt 

worden wäre. So stellte das SEM in der angefochtenen Verfügung zwar 

fest, dass er geistig behindert sei und daher keiner geregelten 

Erwerbstätigkeit nachgehe, begründete die Ablehnung hingegen nebst 

seinem Gesundheitszustand mit der seit dem Tod des Onkels instabilen 

familiären Situation in Pakistan (SEM act. 7). In seiner Vernehmlassung 

machte das SEM ausdrücklich geltend, dass es im Rahmen der 

Rückkehrgarantie keine gefestigte Erwerbstätigkeit, Ehe oder eigene 

Kinder verlange, hingegen der Gesuchsteller mit dem Tod seines Onkels 

eine wichtige Bezugsperson verloren habe (BVGer act. 6). Damit wurde 

der Gesuchsteller nicht aufgrund seiner Behinderung benachteiligt, da ein 

günstiges privates Umfeld wie beispielsweise die Einbindung in ein 

soziales Netz die Prognose begünstigt hätte. Demgegenüber führen selbst 

eine Erwerbstätigkeit und das Vorhandensein von Kindern nicht zwingend 

zur Erteilung eines Besuchervisums (vgl. bspw. Urteil des BVGer  

F-6475/2023 vom 13.  Januar 2025 E. 7.2 und E 7.3). In casu liegt somit 

keine Diskriminierung vor. Hingegen gilt es nachfolgend zu prüfen, ob die 

Vorinstanz zu Recht auf eine nicht gesicherte Wiederausreise des 

Gesuchstellers geschlossen hat.   

6.  

6.1 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen bald (…), mental 

beeinträchtigten Mann. Er lebt zusammen mit seiner (…)-jährigen Mutter 

(SEM act. 6/55) in R._______ (Pakistan). Diese sei gemäss Beschwerde 

seine Bezugsperson und er sei auf sie angewiesen (Beschwerde Ziff. 15). 

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Weiter ist den Akten zu entnehmen, dass der Gesuchsteller nur die 

Landessprache spreche und undeutlich beziehungsweise unklar spreche. 

Seine hier lebenden Verwandten seien nicht in der Lage, sinnvoll mit ihm 

zu kommunizieren. Noch weniger sei der Gesuchsteller in der Lage, selber 

Kontakt mit hier lebenden Personen aufzunehmen (Beschwerde Ziff. 16 f.). 

Die Mutter habe überdies niemanden, dem sie den Gesuchsteller 

anvertrauen könne, würde sie in die Schweiz reisen. Ein Onkel des 

Gesuchstellers, der für ihn eine weitere Bezugsperson dargestellt und ihn 

während der Abwesenheit der Mutter in seiner gewohnten Umgebung 

betreut habe, sei im Jahr 2023 verstorben (SEM act. 6/56). Gemäss 

Ausführungen in der Replik würden noch weitere Verwandte in Pakistan 

leben, unter anderem eine Schwester der Mutter. Grundsätzlich habe die 

Mutter den Gesuchsteller selber betreut. Wenn sie in die Schweiz gereist 

sei, habe ihn der Onkel betreut. Weitere Angaben über das private Umfeld 

des Gesuchstellers in Pakistan (Wohnsituation, allfällige weitere soziale 

Kontakte) lassen sich den Akten nicht entnehmen und wurden auch nicht 

geltend gemacht.   

6.2 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auf 

die Betreuung durch seine Mutter angewiesen ist (vgl. auch SEM act. 1/5). 

Die Betreuung ist zwar grundsätzlich gewährleistet; es kann jedoch nicht 

unberücksichtigt bleiben, dass die (alleinige) Betreuung einer Person mit 

Behinderung eine grosse Herausforderung darstellen kann und im Falle 

einer krankheitsbedingten Verhinderung oder Abwesenheit der Mutter 

diese wegfallen würde. Der Umstand, dass die Mutter in Pakistan nach 

Angaben des Beschwerdeführers seit dem Tod des Onkels niemanden 

(mehr) hat, dem sie den Gesuchteller anvertrauen kann, ist zudem auch im 

Hinblick auf ihr fortschreitendes Alter zu würdigen. In diesem Sinne läuft 

auch das Argument ins Leere, dass der Gesuchteller nicht von seinen 

Verwandten in der Schweiz betreut werden könnte, sondern seine Mutter 

und seine gewohnte Umgebung in Pakistan benötige (Beschwerde Ziff. 

18). Die Ausführungen des Beschwerdeführers reichen damit nicht aus, um 

in Pakistan seit dem Tod des Onkels auf ein stabiles privates Umfeld des 

Gesuchstellers schliessen zu können, in dem insbesondere seine 

Betreuung jederzeit und auf Dauer gewährleistet wäre. Dies fällt bei der 

Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise negativ ins 

Gewicht.  

6.3 Zu den wirtschaftlichen Verhältnissen des Gesuchstellers wird zwar 

geltend gemacht, der Gesuchsteller und seine Mutter seien finanziell 

unabhängig und würden von der Witwenrente aus der schweizerischen 

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Seite 10 

AHV von zirka Fr. 700.– bis Fr. 800.– leben (Beschwerde Ziff. 23; Replik 

S. 2). Belege dazu fehlen hingegen. Die Vermögensverhältnisse des 

Gesuchstellers bleiben daher unklar.   

6.4 Damit wurden weder ein stabiles privates Umfeld dargetan noch belegt, 

dass der Gesuchsteller in Pakistan in gefestigten wirtschaftlichen Verhält-

nissen lebt. Dazu kommt, dass die drei Brüder des Gesuchstellers, 

allesamt Schweizer Staatsangehörige, in der Schweiz leben (SEM  

act. 6/57; 4/23), womit er hier über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt. 

Angesichts der sozio-ökonomischen Verhältnisse und der angespannten 

Lage in Pakistan, durfte die Vorinstanz somit davon ausgehen, dass die 

persönlichen Lebensumstände des Gesuchstellers keine ausreichende 

Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise nach 

einem Besuchsaufenthalt in der Schweiz bieten. Sofern der 

Beschwerdeführer darauf hinweist, dass die Mutter bereits mehrfach in der 

Schweiz zu Besuch gewesen sei und immer rechtzeitig zurückgekehrt sei, 

meistens sogar vorzeitig (Beschwerde Ziff. 21, Replik S. 2), so gilt es 

darauf hinzuweisen, dass ihr Gesuch um Ausstellung eines Visums 

gutgeheissen wurde und die Situation des Gesuchstellers nicht mit ihrer 

vergleichbar ist.   

6.5 Mit der fehlenden Gewähr für eine anstandslose Wiederausreise ist 

eine zwingende Voraussetzung für die Erteilung eines Visums nicht erfüllt. 

An dieser Einschätzung vermag auch das Vorbringen des 

Beschwerdeführers nichts zu ändern, die Verwandten seien bereit, alle 

Garantien abzugeben, dass der Gesuchsteller wieder nach Pakistan 

zurückreisen werde (Replik S. 1).  

7.  

Im Ergebnis hat die Vorinstanz das nachgesuchte Visum für den 

Schengen-Raum zu Recht verweigert. Gründe humanitärer oder anderer 

Art, welche die Erteilung eines Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit 

allenfalls zu rechtfertigen vermöchten (siehe E. 3.4 hiervor), wurden nicht 

geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich.  

8.  

Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtmässig (Art. 49 VwVG). 

Die Beschwerde ist abzuweisen.  

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

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Seite 11 

Beschwerdeführer aufzuerlegen und auf Fr. 900.– festzusetzen (vgl. Art. 

63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

(Dispositiv nächste Seite)  

  

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Seite 12 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 900.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe entrichteten 

Kostenvorschuss gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

 

 

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