# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 598e4653-1a2e-5378-b856-c0743449da7d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2018 BVGE 2018 IV/5
**Docket/Reference:** BVGE-2018-IV-5
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-IV-5_2018-06-11

## Full Text

Unerlaubte T&auml;tigkeit (BankG, BEHG, KAG) | Finanzmarktrechtliches Berufsverbot. Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör.
			

			

				Art. 29 Abs. 2 BV. Art. 33, Art. 53 FINMAG. Art. 12 Bst. e, Art. 29,
Art. 30, Art. 32, Art. 33 VwVG. Art. 6 Ziff. 1 EMRK.
			

			

				1.      Anforderungen an
den Rechtssatz (verwaltungsrechtliches Legalitätsprinzip); das Berufsverbot hat in Art. 33
FINMAG eine genügende gesetzliche Grundlage (E. 3).
			

			

				2.      Berufsverbote haben
nicht den Charakter strafrechtlicher Anklagen im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK; die strafprozessualen
Verfahrensgarantien finden keine Anwendung (E. 4.2). Das Enforcementverfahren hat als
Ganzes den verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Garantien zu genügen. Auf Untersuchungsbeauftragte
der FINMA und private (bankinterne) Sonderermittler ist das VwVG nicht anwendbar (E. 4.3).
			

			

				3.      Enforcementverfahren
können als Gesamtverfahren unter einem gemeinsamen Dach durchgeführt werden (E. 5.1).
Eine rechtskräftige Verfügung im Verfahren gegen das beaufsichtigte Institut darf natürlichen
Personen in nachgelagerten Verfahren nicht entgegengehalten werden; Rechtsfolgen der unzulässigen
Rechtskrafterstreckung (E. 5.2-5.5).
			

			

				4.      Grenzen des Gesamtverfahrens
sind die Parteirechte. Prüfung des Gehörsanspruchs in seinen Teilgehalten: Äusserungsrecht
(E. 6), Akteneinsichtsrecht und Aktenbeizug (E. 7), Aktenführungspflicht (E. 8),
Protokollierungspflicht (E. 9), Pflicht zur Berücksichtigung erheblicher Vorbringen (E. 10),
Pflicht zur Beweisabnahme und antizipierte Beweiswürdigung der Behörden (E. 11).
Der Sachverhaltsbericht aus der Untersuchung gegen das beaufsichtigte Institut ist ein zulässiges
Beweismittel (E. 12).
			

			

				5.      Unheilbare Verletzung
des Gehörsanspruchs im vorliegenden Fall (E. 13).
			

			

2019-02-28T13:25:11Z