# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 021074d4-4e48-5a48-bbd5-bac0d2eb6e0c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.01.2013 PS120244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS120244_2013-01-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS120244-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller. 

Urteil vom 7. Januar 2013 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

B._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 13. Dezember 2012 (EK121904) 

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Erwägungen: 

1. Am 13. Dezember 2012 wurde über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet 

(act. 9). Mit rechtzeitig eingereichter Beschwerde beantragte sie die Aufhe-

bung des Konkurses und stellte ein Gesuch um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung (act. 2). Diesem Gesuch wurde mit Verfügung vom 21. De-

zember 2012 entsprochen (act. 11). Mit Eingabe vom 18. Dezember 2012 

teilte die Gläubigerin dem Obergericht ihr Desinteresse an der Konkurseröff-

nung mit (act. 7). 

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des 

Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, 

Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Neue Behauptungen und 

Urkundenbeweise über konkurshindernde Tatsachen sind im Beschwerde-

verfahren unbeschränkt zugelassen, unabhängig davon, ob sie vor oder 

nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind. 

3. Innert laufender Beschwerdefrist bezahlte die Schuldnerin die Konkursforde-

rung (inkl. Zinsen und Kosten, act. 5/3 i.Vm. act. 9) und stellte ausserdem 

beim Konkursamt die Kosten des Konkursamtes und die erstinstanzlichen 

Verfahrenskosten sicher (act. 5/5). Damit ist eine konkurshindernde Tatsa-

che im Sinne von Art. 172 Ziff. 3 SchKG dargetan. Auch für die zweitinstanz-

liche Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 750.- leistete die Schuldnerin einen 

Barvorschuss (act. 5/12). 

4. Nebst dem Nachweis des Eintrittes eines Konkurshinderungsgrundes hat 

der Schuldner im Beschwerdeverfahren seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft 

zu machen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vor-

handen sind, mit welchen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen be-

friedigt werden können. Der Schuldner hat deshalb aufzuzeigen, dass er in 

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der Lage ist, seinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen und in ab-

sehbarer Zeit auch die bestehenden Schulden zu tilgen. Bloss vorüberge-

hende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner noch nicht als zah-

lungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich jedoch, wenn keine wesent-

lichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu 

erkennen sind und der Schuldner auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint.  

5. a) Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. 

 b) Der Betreibungsregister-Auszug umfasst den Zeitraum 1. Januar 2010 bis 

19. Dezember 2012 und führt darin 14 Betreibungen im Betrag von 

Fr. 48'723.45 auf (act. 5/6). Hiezu ist zu bemerken, dass die Schuldnerin erst 

seit dem tt. Juli 2011 im Handelsregister eingetragen ist (vgl. act. 8) und alle 

Betreibungen im Jahr 2012 eingeleitet wurden. In zwei Betreibungen 

(Fr. 6'732.80) wurde Rechtsvorschlag erhoben. Gemäss Betreibungsregis-

terauszug vom 19. Dezember 2012 hat die Schuldnerin mit Ausnahme die-

ser zwei Betreibungen inzwischen alle Betreibungsausstände getilgt 

(act. 5/6). Sie machte keine Angaben, weshalb diese zwei Forderungen be-

stritten werden. Zu bemerken ist allerdings, dass eine bestrittene Forderung 

im Umfang von Fr. 4'204.40 die Beschwerdegegnerin betrifft (act. 5/6), wel-

che, wie bereits erwähnt, ihr Desinteresse an der Konkurseröffnung erklärt 

hat. 

 c) In der für den Zeitraum 1. August 2011 bis 31. Oktober 2012 erstellten 

Zwischenbilanz wird ein Reingewinn von Fr. 6'473.57 ausgewiesen 

(act. 5/10). Auf dem Saldobeleg der … [Bank] zum Kontokorrent-Konto der 

Schuldnerin wird per 20. Dezember 2012 zu deren Gunsten ein Guthaben 

von Fr. 12'244.08 aufgeführt (act. 5/7).  

 Gestützt auf die eingereichte Zwischenbilanz (act. 5/10) und den Liquiditäts-

plan (act. 5/11) kann davon ausgegangen werden, dass die Schuldnerin die 

laufenden Verbindlichkeiten zu erfüllen vermag. Dafür spricht auch, dass es 

der Schuldnerin möglich war, den grössten Teil der Betreibungsforderungen 

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aus dem Jahre 2012 im selben Jahr zu begleichen. Das vorhandene Gutha-

ben würde ausreichen, um die bestrittenen Betreibungsforderungen zu be-

zahlen. Aus den eingereichten Unterlagen ergibt sich somit, dass die 

Schuldnerin noch hinreichend zahlungsfähig scheint, und es sich offenbar 

um vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten gehandelt hat, die auf die 

Startphase zurückzuführen sind.  

6. Damit erweist sich die Beschwerde als begründet. Das vorinstanzliche Kon-

kurserkenntnis ist aufzuheben. 

7. Die Kosten beider Instanzen hat ─ entgegen dem Antrag der Schuldnerin 

(vgl. act. 2 S. 2) ─ die Schuldnerin zu tragen, da sie durch die verspätete 

Zahlung das Verfahren veranlasst hat. 

 Die Kammer vertritt die Auffassung, dass die Gebührenverordnung zum 

SchKG (GebVO SchKG, AS 2010 3053) seit dem 1. Januar 2011 insoweit 

keine gesetzliche Grundlage mehr hat, als sie in ihrem 4. Kapitel (Art. 48 ff.) 

Gerichtsgebühren (nämlich für die im summarischen Verfahren zu führenden 

gerichtlichen Angelegenheiten) festsetzt. Entscheide über Konkurseröffnun-

gen sind nämlich gerichtliche Angelegenheiten des Schuldbetreibungs- und 

Konkursrechts (im Sinne von Art. 1 lit. c ZPO), weshalb diese Verfahren von 

der ZPO geregelt werden und die Tarife der kantonalen Verordnungen, im 

Kanton Zürich jene der Gebührenverordnung des Obergerichtes (GebV OG, 

LS 211.11) zur Anwendung gelangen (Art. 96 ZPO). Es ist deshalb nachfol-

gend nicht eine "Spruchgebühr" (im Sinne von Art. 48 GebVO SchKG), son-

dern eine Gerichtsgebühr im Sinne der GebV OG festzusetzen (vgl. dazu 

www.gerichte-zh.ch/entscheide/entscheide-neue-zpo.html: Kosten gerichtli-

cher Schk-Sachen).  

In Anwendung dieser obergerichtlichen Gebührenverordnung ist die Ge-

richtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 750.- anzusetzen.  

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Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 13. Dezember 2012, mit dem über die Schuld-

nerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.─ festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss ver-

rechnet. Auch die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Gerichts-

gebühr wird der Schuldnerin auferlegt.  

3. Das Konkursamt C._____ wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 2'200.─ (Fr. 800.─ Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'400.─ Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten 

Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin den nach 

Abzug der Kosten verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zü-

rich und das Konkursamt C._____, ferner mit besonderer Anzeige an das 

Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt 

D._____, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic.iur. I. Vourtsis-Müller 
 
versandt am: 

	Urteil vom 7. Januar 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 13. Dezember 2012, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.─ festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss verrechnet. Auch die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Gerichtsgebühr wird der Schuldnerin aufer...
	3. Das Konkursamt C._____ wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'200.─ (Fr. 800.─ Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'400.─ Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'...
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich und das Konkursamt C._____, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kanton...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...