# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3ab648b-527c-5efb-b183-71f16ead1bde
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 26.05.2020 I 2020 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-28_2020-05-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 28

Entscheid vom 26. Mai 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Begutachtung)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 27. Mai 1987 erteilte die IV-Stelle B.________ (damals 
noch IV-Kommission der Ausgleichskasse des Kantons B.________) Kostengut-
sprache für medizinische Massnahmen zu Gunsten von A.________ (geb. 
3.9.1986) zur Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 183 (IV-act. 8). Eine wei-
tere Kostengutsprache erfolgte am 25. Januar 1990 zur Behandlung des Ge-
burtsgebrechens Nr. 426 (IV-act. 21). Weitere Mitteilungen zur Übernahme von 
Behandlungskosten folgten am 8. September 1993 (IV-act. 25), am 6. Mai 1994 
(IV-act. 29 betr. Behandlung der Geburtsgebrechen Nr. 425 und 426), am 2. De-
zember 1997 (IV-act. 39), am 26. Juni 2003 (IV-act. 58) und am 18. Juli 2003 (IV-
act. 63). Vom 5. Dezember 2013 bis zum 1. Januar 2014 war A.________ zur 
stationären Rehabilitation in der C.________Höhenklinik hospitalisiert (IV-act. 
79). Was die Ausbildung anbelangt, absolvierte A.________ nach dem 10. Schul-
jahr die Fachmittelschule B.________ (2004 - 2007) sowie ein Jahr an der päd-
agogischen Hochschule D.________ (2008 - 2009), anschliessend diverse Prak-
tika bei Architekturbüros, um ab September 2011 berufsbegleitend an der 
E.________Höhenklinik für angewandte Wissenschaften Architektur zu studieren 
(IV-act. 108). 

B. Am 11. Februar 2014 war bei der IV-Stelle B.________ eine neue Anmel-
dung zum Bezug von IV-Leistungen eingegangen (IV-act. 87). Vom 21. März 
2014 bis 9. April 2014 hielt sie sich in der F.________ auf (IV-act. 101). Ansch-
liessend folgten stationäre Aufenthalte in den Kliniken G.________ (vom 
9.4.2014 bis 10.5.2014 = IV-act. 102; vom 8.9.2014 bis 4.10.2014 = IV-act. 121). 
Am 5. Juni 2015 teilte die IV-Stelle B.________ mit, dass keine beruflichen Ein-
gliederungsmassnahmen möglich seien und der Anspruch auf Rentenleistungen 
geprüft werde (IV-act. 134). Gleichentags erklärte sich die IV-Stelle bereit, die 
Kosten für eine Anpassung des Arbeitsplatzes (Stehpult etc.) zu übernehmen 
(IV-act. 136). Am 23. Juli 2015 folgte im F.________ eine Hüftoperation (IV-act. 
144). Am 11. November 2015 teilte die IV-Stelle B.________ mit, dass keine 
Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung erteilt werde (IV-act. 
155). Mit Vorbescheid vom 10. Februar 2016 kündigte die IV-Stelle B.________ 
an, ab 1. September 2014 eine ganze IV-Rente zu gewähren (IV-act. 166). Die-
ser Rentenanspruch wurde mit Verfügung vom 20. April 2016 bestätigt (IV-act. 
180). 

C. Seit 1. Dezember 2016 war A.________ in der Gemeinde H.________ 
wohnhaft (IV-act. 194), weshalb das IV-Dossier an die IV-Stelle Schwyz über-
geben wurde mit dem Hinweis, dass die nächste Revision per 1. Juni 2017 vor-

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gesehen sei (IV-act. 193). Am 16. Juni 2017 ging bei der IV-Stelle Schwyz der 
ausgefüllte Fragebogen "Revision Invalidenrente" ein (IV-act. 196). Es folgten 
diverse Arztberichte (IV-act. 199ff.). Per 6. Oktober 2017 ist A.________ wieder 
nach B.________ umgezogen (IV-act. 207). In der Folge ersuchte die IV-Stelle 
Schwyz am 1. Dezember 2017 die IV-Stelle B.________ um Durchführung von 
Eingliederungsmassnahmen, nachdem die involvierten Ärzte ein bestimmtes Ar-
beitspensum in überwiegend sitzender Tätigkeit als zumutbar erachtet hatten (IV-
act. 208-2/2 i.V.m. 206-5/5). 

Am 12. Februar 2018 teilte A.________ der zuständigen Beraterin für berufliche 
Integration der IV-Stelle B.________ telefonisch mit, dass sie neu am 
I.________Spital Bern behandelt werde und Operationen (betreffend Knie, Hüfte, 
Rücken) vorgesehen seien (IV-act. 209-2/2). Daraufhin retournierte die IV-Stelle 
B.________ den erhaltenen Delegationsauftrag an die IV-Stelle Schwyz (IV-act. 
210).

Daraufhin wartete die IV-Stelle Schwyz den Eingang der Operationsberichte ab 
(IV-act. 218ff.). Am 10. April 2019, am 17. April 2019, am 18. April 2019 sowie 
am 9. August 2019 gingen bei der IV-Stelle Schwyz entsprechende Arztberichte 
ein (IV-act. 222; 224, 225, 226). 

D. Nach einer Auswertung der medizinischen Aktenlage empfahl Dr.med. 
J.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates/ RAD Zentralschweiz) am 12. Dezember 2019 die Einholung ei-
nes interdisziplinären MEDAS-Gutachtens (IV-act. 228-7/7). 

Diese Vorgehensweise wurde A.________ mit Schreiben vom 16. Dezember 
2019 mitgeteilt, wobei für zusätzliche Fragen an die Gutachter eine Frist bis zum 
15. Januar 2020 angesetzt wurde (IV-act. 229). Mit Schreiben vom 13. Januar 
2020 ersuchte A.________ um eine Verlängerung der Frist bis 10. April 2020 (IV-
act. 231). Eine solche Fristverlängerung wurde von der IV-Stelle abgelehnt (IV-
act. 232). Der Begutachtungsauftrag wurde der Gutachterstelle "K.________AG 
zugelost (IV-act. 233). Mit einer Eingabe vom 16. Januar 2020 opponierte 
A.________ gegen die Durchführung einer polydisziplinären Untersuchung (IV-
act. 235) und forderte eine zusätzliche Frist zur Einreichung von Zusatzfragen 
(vgl. IV-act. 238). Mit Schreiben vom 24. Januar 2020 verlängerte die IV-Stelle 
diese Frist für Zusatzfragen bis zum 4. Februar 2020 (IV-act. 239). Von 
A.________ formulierte Zusatzfragen gingen am 4. Februar 2020 bei der IV-
Stelle ein (IV-act. 240). Am 5. Februar 2020 teilte die IV-Stelle A.________ die 
Modalitäten der vorgesehenen MEDAS-Begutachtung mit (IV-act. 241). Darauf-
hin wurde A.________ am 18. Februar 2020 von der Gutachterstelle für am 3. 
und 24. März 2020 vorgesehene Untersuchungen in L.________ aufgeboten (IV-

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act. 244). Mit Einschreiben vom 24. Februar 2020 an die IV-Stelle Schwyz lehnte 
A.________ die interdisziplinäre Untersuchung ab und forderte von der IV-Stelle, 
dass der Begutachtungsauftrag umgehend zurückgezogen werde (IV-act. 245). 

E. Am 26. Februar 2020 verfügte die IV-Stelle Schwyz, dass an der poly-
disziplinären Abklärung durch die Gutachterstelle K.________AG festgehalten 
werde.

F. Gegen diese Verfügung reichte A.________ rechtzeitig am 26. März 2020 
beim Verwaltungsgericht Schwyz Beschwerde ein mit dem folgenden Hauptbe-
gehren:

Der Antrag der IV-Stelle Schwyz auf ein polydisziplinäres Gutachten sei aufzuhe-
ben, die Überprüfung der beruflichen Wiedereingliederung sei abzuschliessen bis 
zur nächsten ordentlichen Leistungsüberprüfung und der jetzige Rentenanspruch 
sei anzuerkennen.

G. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2020 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. 
Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 22. Mai 2020.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. insbesondere 
die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtsanhängigkeit oder das Vorliegen einer rechtskräftigen Verfügung oder 
eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen Sache (§ 27 Abs. 1 lit. a, lit. d, 
lit. e, lit. f und lit. g Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRP, SRSZ 234.110). Ist eine 
dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nichteintreten-
sentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 61 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1).

1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung (bzw. eines 
Beschlusses) - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 
beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es 
an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (siehe VGE III 2018 15 vom 
16.1.2018 Erw. 2 mit Verweis auf VGE III 2017 11 Erw. 11.2; BGE 125 V 414 
Erw. 1a; 119 Ib 36 Erw. 1b; 118 V 313 Erw. 3b; 110 V 51 Erw. 3b; 123 V 324 

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Erw. 6c). Diesbezüglich wird in der kantonalen Rechtsprechung festgehalten, 
dass nach konstanter Praxis der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungsgerichts 
als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt wird. Es 
kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegen-
stand der zugrundeliegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesausle-
gung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz bzw. die 
Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenz-
bereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE 
III 2016 193 vom 21.12.2016 Erw. 1.2 mit Hinweisen, u.a. auf VGE III 2012 126 
vom 15.11.2012 Erw. 1.2; VGE III 2012 129 vom 19.12.2012 Erw. 2.3.1; siehe 
auch Martin Bertschi, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des 
Kantons Zürich, 3. A., Zürich 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49).

1.3.1  Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2020 bildet 
ausschliesslich die Fragestellung, ob es rechtmässig oder widerrechtlich ist, dass 
die IV-Stelle an einer polydisziplinären Abklärung durch die ausgeloste Gut-
achterstelle "K.________AG festhält. Darauf ist nachfolgend zurückzukommen. 

1.3.2  Soweit die (33-jährige) Beschwerdeführerin vor Gericht zusätzlich bean-
tragt, dass sinngemäss die Thematik einer (allfälligen) beruflichen Eingliederung 
derzeit abzuschliessen sei und zudem das Gericht den aktuellen Anspruch auf 
eine ganze IV-Rente bestätigen solle, übersieht die Beschwerdeführerin, dass 
diesbezüglich die IV-Stelle Schwyz noch nicht entschieden hat, sondern vielmehr 
zunächst das Ergebnis einer MEDAS-Begutachtung abwarten möchte. Nachdem 
die IV-Stelle zu diesen zusätzlichen Themenbereichen noch keine Verfügung er-
lassen hat, kann das Gericht nach Massgabe der oben angeführten Rechtspre-
chung auf diese (Zusatz)Begehren in diesem Verfahren nicht eintreten. 

2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Be-
gehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 
erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für 
die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person 
diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hat der Versicherungsträger zur 
Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen 
Sachverständigen einzuholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen 
bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegen-
vorschläge machen (Art. 44 ATSG).

2.2 Die (bei fehlendem Konsens zu treffende) Anordnung, eine Expertise ein-
zuholen, ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in die Form einer Ver-
fügung zu kleiden, welche dem Verfügungsbegriff gemäss Art. 5 VwVG ent-

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spricht (vgl. BGE 137 V 256 Erw. 3.4.2.6 in fine mit Verweis auf Art. 49 ATSG 
und BGE 130 V 388 Erw. 2.3 S. 391). Da eine solche Anordnung das Administra-
tivverfahren nicht abschliesst, handelt es sich um eine Zwischenverfügung. Ein 
solcher Rechtsstreit um Fragen der Anordnung eines Gutachtens ist beim Bun-
desgericht nur anfechtbar, sofern der Streit den Ausstand einer sachverständigen 
Person im konkreten Fall betrifft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_474/2014 
vom 14.7.2014 Erw. 1). Hinsichtlich anderer Aspekte prüft das Bundesgericht die 
Anordnung des Gutachtens gegebenenfalls mit dem Endentscheid auf deren 
Bundesrechtskonformität hin (Urteil des Bundesgerichts 9C_285/2014 vom 
30.5.2014 Erw. 1 in fine).

2.3 Neben den Einwendungen im Rahmen der Ablehnung von Gutachterinnen 
und Gutachtern (personenbezogene Ausstandsgründe) können vor kantonaler 
Beschwerdeinstanz beschwerdeweise materielle Einwendungen wie z.B. der 
Einwand vorgebracht werden, dass die in Aussicht genommene Begutachtung 
nicht notwendig sei, weil sie - mit Blick auf einen bereits umfassend abgeklärten 
Sachverhalt - bloss einer "second opinion" entspräche (vgl. VGE I 2013 149 vom 
6.3.2014 Erw. 1.2 mit Verweis auf BGE 137 V 257 Erw. 3.4.2.7 mit Hinweisen). 
Des Weiteren hat die versicherte Person Anspruch darauf, sich vorgängig zu den 
Gutachterfragen äussern zu können (vgl. zit. BGE 137 V 258 Erw. 3.4.2.9). 

2.4 Nach Art. 72bis Abs. 1 IVV sind medizinische Gutachten, an denen drei und 
mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, bei einer Gutachterstelle einzuholen, mit wel-
cher das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge 
erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Auf der Grundlage des auf 
den 1. März 2012 in Kraft getretenen, neu gefassten Art. 72bis IVV hat das BSV 
das Zuweisungssystem "SuisseMED@P" etabliert, dem alle Gutachteninstitute 
angeschlossen sind, die über eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bun-
desamt verfügen (vgl. BGE 138 V 274 Erw. 1.1). 

2.5 Es liegt grundsätzlich im Interesse der IV-Stelle und der versicherten Per-
son, Verfahrensweiterungen zu vermeiden, indem sie sich um eine einvernehm-
liche Vorgehensweise bei den Abklärungen bemühen, nachdem materielle Ein-
wendungen erhoben oder formelle Ablehnungsgründe vorgebracht wurden. Nach 
Treu und Glauben hat die versicherte Person Einwendungen möglichst bald nach 
Kenntnisnahme der massgebenden Kenndaten einer Abklärung zu erheben; de-
ren Rechtzeitigkeit richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles. Bleibt der 
Konsens aus, hat die IV-Stelle die betreffende Anordnung in die Form einer (an-
fechtbaren) Verfügung zu kleiden (vgl. BGE 138 V 275 Erw. 1.1 2. Abs. in fine).

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3.1 Die Ausgangslage präsentiert sich im vorliegenden Fall folgendermassen: 
Nach dem Wohnsitzwechsel in den Kanton Schwyz hat die IV-Stelle B.________, 
welche der Beschwerdeführerin am 20. April 2016 eine ganze IV-Rente zuge-
sprochen hatte (IV-act. 185), das IV-Dossier am 28. November 2016 an die IV-
Stelle Schwyz übertragen mit dem Hinweis, dass die nächste Revision (= Über-
prüfung des Rentenanspruchs) per 1. Juni 2017 vorgesehen sei (IV-act. 193). 
Die IV-Stelle Schwyz liess die Versicherte den entsprechenden Revisionsfrage-
bogen ausfüllen (IV-act. 196) und holte medizinische Verlaufsberichte ein (IV-act. 
199ff.). In der Folge konnte der RAD-Arzt Dr.med. J.________ in seiner Stel-
lungnahme vom 12. Dezember 2019 keine abschliessende Einschätzung des 
massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades nach Massgabe der medizinischen Ak-
tenlage vornehmen. Vielmehr empfahl er die Durchführung einer interdiszi-
plinären Begutachtung mit der Begründung, aufgrund der multiplen Beschwerden 
und dem bisher chronischen Verlauf ohne anhaltende Besserung mit Verdacht 
auf eine Schmerzstörung sei eine MEDAS-Begutachtung inkl. Indikatorenprüfung 
und Symptomvalidierung geboten mit den folgenden Fachrichtungen: orthopä-
disch, internistisch und psychiatrisch (vgl. IV-act. 228-7/7).

3.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin reichen diese dargeleg-
ten Umstände aus, um im Falle der 33-jährigen Versicherten im Rahmen der 
IV-Rentenrevision eine interdisziplinäre medizinische Abklärung zu veranlassen. 
Dies gilt erst recht, als die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 3. Februar 
2020 an die IV-Stelle ausdrücklich betonte, dass sich "das medizinische Bild ge-
samthaft geändert hat seit der erstmaligen Rentenzusprache und absolut nicht 
mehr der Ursprungssituation entspricht" (IV-act. 240-1/2 unten). Mit anderen 
Worten dient die von der IV-Stelle geplante MEDAS-Begutachtung nachgerade 
dazu, die seit der Rentenzusprechung durch die IV-Stelle B.________ eingetre-
tenen gesundheitlichen Veränderungen und Auswirkungen auf den massgeben-
den Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste Tätigkeiten in einer Gesamts-
chau abzuklären und neu zu würdigen.

Soweit die Beschwerdeführerin auf zahlreiche Diagnosen hinweist, übersieht sie, 
dass aus Diagnosen grundsätzlich noch keine Schlussfolgerungen auf einen 
bestimmten Arbeitsfähigkeitsgrad (namentlich für leidensangepasste Tätigkeiten) 
hergeleitet werden kann. Dementsprechend kann aus der Argumentation der Be-
schwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 22. Mai 2020 (S. 3 oben, Ziff. 4), wonach 
"allein die Diagnosen und Medikamente eine Aussage über die Arbeitsfähigkeit" 
darstellen, nicht beigepflichtet werden. Nicht zu hören ist auch die Argumentation 
in der gleichen Eingabe (S. 3, Ziff. 5), wonach sinngemäss in Anbetracht der 
konkreten Krankheitsgeschichte "die Lage mehr als eindeutig" sei. Dass eine 

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gutachtliche Abklärung im konkreten Fall "rechtswidrig" sei, wie die Beschwerde-
führerin in ihrer Eingabe vom 22. Mai 2020 geltend macht, trifft nicht zu.

Soweit in der Beschwerde (S. 4 unten; analog auch unter Ziffer 3 der Eingabe 
vom 22.5.2020) dem RAD-Arzt vorgehalten wird, er habe die Versicherte "als 
Patientin noch nie in natura gesehen", wird diesem geltend gemachten Aspekt 
durch die vorgesehene MEDAS-Begutachtung Rechnung getragen. 

Was die Frage von psychischen Schmerzkomponenten anbelangt, wird auf die 
überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (Seite 3, 
Ziff. 3) verwiesen, denen das Gericht uneingeschränkt beipflichtet. Ergänzend ist 
darauf hinzuweisen, dass bereits die Mutter der Versicherten gegenüber der IV-
Stelle B.________ ausführte, "das Ganze sei auch eine psychische Belastung für 
die Versicherte" (IV-act. 113-1/3). 

Unbehelflich ist auch die Kritik in der Beschwerde (S. 4 oben), dass (sinngemäss) 
die IV-Stelle Art. 17 Abs. 1 ATSG missachte und gegen geltendes Recht verstos-
se, indem unterstellt werde, dass sich der IV-Grad erheblich verbessert habe. Die 
Beschwerdeführerin übersieht, dass noch kein Entscheid hinsichtlich der Höhe 
des massgebenden IV-Grades ergangen ist, sondern zunächst die IV-Stelle ab-
klären lassen möchte, wie der Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen 
auf den Arbeitsfähigkeitsgrad aktuell zu beurteilen sind. Anzufügen ist, dass die 
Beschwerdeführerin mit ihrer Eingabe vom 22. Mai 2020 neue medizinische Be-
richte eingereicht hat, welche ebenfalls in die interdisziplinäre Begutachtung ein-
zubeziehen sind.

3.3 Ferner ist praxisgemäss zu beachten, dass der Verwaltung ein erheblicher 
Beurteilungsspielraum einzuräumen ist hinsichtlich der Fragestellung, ob und 
inwieweit in einem bestimmten Fall eine (interdisziplinäre) Begutachtung als 
notwendig beurteilt wird oder nicht (vgl. auch VGE I 2015 38 vom 16.04.2015 
Erw. 2.3). 

4. Im Lichte all dieser Ausführungen gibt die vorinstanzliche Verfügung keinen 
Anlass zur Beanstandung. Im Umstand, wonach die Vorinstanz nicht nur somati-
sche Abklärungen durchführen lässt, sondern auch noch eine psychiatrische Ab-
klärung einbezogen hat (inkl. Indikatorenprüfung) ist entgegen der sinngemässen 
Meinung der Beschwerdeführerin kein Rechtsfehler zu erblicken. Vielmehr doku-
mentiert das Vorgehen der IV-Stelle, dass sie den vom Gesetzgeber festgelegten 
Abklärungsauftrag (Art. 43 ATSG) ernst nimmt. 

Im Übrigen zeigen die Ausführungen der Beschwerdeführerin unter Ziffer 8 ihrer 
Eingabe vom 22. Mai 2020 (analog auch auf S. 3 unten der Beschwerde), dass 
sie nicht verstanden hat, welche Methoden der Invaliditätsbemessung in der IV 

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zur Anwendung kommen. Die Methodenwahl bestimmt sich darnach, ob die ver-
sicherte Person ohne Gesundheitsschaden (vollständig) erwerbstätig, teiler-
werbstätig oder nichterwerbstätig wäre. Die Antwort auf diese (Status)Frage er-
gibt sich aus der Prüfung, was die versicherte Person bei im Übrigen unveränder-
ten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde 
(siehe u.a. Hans-Jakob Mosimann, Praxis der Invaliditätsbemessung, aktueller 
Stand der Rechtsprechung, in: SZS 51/2007 S. 9). Wie die Vorinstanz in ihrer 
Vernehmlassung (Ziff.4) darauf hingewiesen hat, geht sie nach der Aktenlage 
davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall voll erwerbstätig wä-
re (was - entgegen der sinngemässen Meinung der Beschwerdeführerin - nicht 
so zu verstehen ist, dass die IV-Stelle die Beschwerdeführerin mit ihren aktuellen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen als vollständig arbeitsfähig beurteilt). Viel-
mehr hat die Beantwortung der Statusfrage ("voll erwerbstätig im Gesundheits-
fall") zur Folge, dass der massgebende IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs ermittelt wird (Vergleich der hypothetischen Einkom-
men, d.h. was die Versicherte einerseits im Gesundheitsfall [Valideneinkommen, 
d.h. wenn keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestünden] und was sie 
andererseits mit den bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen [Invali-
deneinkommen] zumutbarerweise verdienen könnte). Bei dieser Sachlage kann 
entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin nicht von einer "Vorwegnah-
me eines Ergebnisses" gesprochen werden.

5. Nach dem Gesagten erweist sich die vorliegende Beschwerde als un-
begründet. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Von einem Inkasso wird derzeit unter Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege abgesehen.

6. Kantonale Entscheide über Beschwerden gegen Verfügungen der IV-
Stellen betreffend die Einholung von medizinischen Gutachten sind nicht an das 
Bundesgericht weiterziehbar, sofern nicht Ausstandsgründe beurteilt worden sind 
(vgl. Regeste zu BGE 138 V 271 und vorne, Erw. 1.2). Nachdem hier keine 
Ausstandsgründe vorgebracht wurden und solche nicht Gegenstand des vorlie-
genden Beschwerdeverfahrens bilden, fällt es nach der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung ausser Betracht, gegen diesen VGE eine Beschwerde ans Bun-
desgericht erheben zu können. Damit ist im Dispositiv dieses Entscheides keine 
Rechtsmittelbelehrung aufzuführen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, im Sinne der Erwägun-
gen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 300.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Von 
einem Inkasso wird derzeit, nachdem die Voraussetzungen zur Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt sind, vorderhand abgesehen. Ver-
mag die Beschwerdeführerin diese Verfahrenskosten künftig zu decken, ist 
sie zur Rückzahlung an die Gerichtskasse verpflichtet. Diese Rückzah-
lungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-
scheides (vgl. § 75 Abs. 3 VRP). 

3. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R, inkl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22.5.2020 

und 2 medizinische Berichte vom 12. und 13. Mai 2020)
- und an das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 26. Mai 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Mai 2020