# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76869729-9625-5e03-9cad-8f1130139127
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.01.2019 715 18 259
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-259_2019-01-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 4. Januar 2019 ( 715 18 259 / 1) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung bejaht. Eine ärztliche Bescheinigung, welche 
eine Weiterführung der bisherigen Stelle für die Beschwerdeführerin in objektiver Hin-
sicht unzumutbar erscheinen liesse, liegt nicht vor. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  
 
 
 
A. Die 1990 geborene A.____ war seit dem 2. April 2013 bei der B.____ AG angestellt. Am 
26. Februar 2018 kündigte sie das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Kündi-
gungsfrist per 28. März 2018. Am 22. März 2018 meldete sie sich zur Arbeitsvermittlung an und 
erhob am 25. März 2018 bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung ab 2. April 2018.  
 

 
 
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B. Mit Verfügung vom 15. Mai 2018 stellte die Kasse die Versicherte mit Wirkung ab 
29. März 2018 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 34 Tagen in der 
Anspruchsberechtigung ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 13. Juni 2018 fest. 
Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die Versicherte die Anstellung aus ge-
sundheitlichen Gründen beendet habe. Die ihr ausgestellten Arztzeugnisse würden die recht-
sprechungsgemässen Vorgaben jedoch nicht erfüllen, wonach insbesondere ersichtlich sein 
müsse, aus welchen konkreten Gründen die Verrichtung der bisherigen Arbeit gesundheitsge-
fährdend und deshalb unzumutbar gewesen sei. Zumal sich die Versicherte erst am 12. März 
2018 in ärztliche Behandlung begeben habe, ihren Arbeitsvertrag indessen bereits Ende Febru-
ar 2018 gekündet habe, sei eine medizinisch begründete Unzumutbarkeit des Verbleibens am 
bisherigen Arbeitsplatz nicht erbracht.  
 
C. Hiergegen erhob A.____ am 20. August 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Aufhebung des Ein-
spracheentscheids vom 13. Juni 2018. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, 
dass die Kündigung zu ihrem eigenen Schutz notwendig gewesen sei. Aus Verzweiflung habe 
sie noch vor der ärztlichen Bescheinigung gekündet. Ein längeres Zuwarten hätte die Inkauf-
nahme gravierender gesundheitlicher Probleme zur Folge gehabt. Diese Tatsache sei von ihrer 
Ärztin nachträglich bestätigt worden.  
 
D. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 12. November 2018 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-
recht des Kantonsgerichts bei Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10‘000.—. Streitig 
und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht wegen selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 34 Tagen in der Anspruchsberechtigung einge-
stellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 156.05 beläuft sich der Streitwert auf Fr. 5‘305.70. Die An-
gelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwal-

 
 
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tungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip 
beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 
2016, Rz. 828). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Ein Selbstver-
schulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt 
oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in 
einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versi-
cherten Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt (ARV 1998 N 9 S. 
44 E. 2b). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV). 
 
2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die 
Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeits-
gedanken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und 
ortsüblichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen ent-
spricht, den Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist 
und die Wiederbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat 
in konstanter Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit 
des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist (BGE 124 V 238 E. 4; 
bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, E. 2; NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person 
zugemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle 
gefunden hat (GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE 
CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). Die Zu-
mutbarkeit zum Verbleiben an der bisherigen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die 
Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens Nr. 
168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“ ) sanktioniert. Damit dürfen bei 
einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anfor-
derungen an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere 
sind bei der Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu 
berücksichtigen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu 
nennen, kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Überein-
kommens gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 
2.2 mit Hinweisen). 
 

 
 
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2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht (mehr) zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 
nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr oblie-
genden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 
234 E. 4b/bb). Ärztliche Zeugnisse müssen einerseits eine Diagnose und anderseits eine aus-
sagekräftige Erklärung für die Arbeitsunfähigkeit (Kausalität) enthalten. 
 
2.6 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des 
Arbeitsverhältnisses zu begründen (SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 323, C128/96). Bei Schwierigkei-
ten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Per-
son grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle 
aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am Arbeitsplatz 
eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können aber allen-
falls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG, seit 2007 Schweizerisches Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, E. 3.2 
mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Be-
triebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass das sozialver-
sicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vom Unter-
suchungsgrundsatz beherrscht wird. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte von Am-
tes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu 
sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtser-
heblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivor-
bringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass be-
steht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hinweisen). 
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwir-
kungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2009, 
8C_412/2009, E. 1). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 
136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-

 
 
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chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b; 125 V 195; 
121 V 47 E. 2a; 208 E. 6b mit Hinweis). 
 
4.1 Es steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitsverhältnis am 26. Februar 2018 
per Ende März 2018 aufgelöst hat, ohne dass ihr im Kündigungszeitpunkt von anderer Seite 
verbindlich bereits eine neue Arbeitsstelle zugesichert gewesen wäre. Die Frage der Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung beurteilt sich demgemäss danach, ob ihr ein Verbleiben an der 
bisherigen Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer neuen Anstellung zumutbar gewesen wäre 
(oben, Erwägung 2.3). Damit ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte 
Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen durch ein ein-
deutiges ärztliches Zeugnis oder durch andere geeignete Beweismittel belegt ist (oben, Erwä-
gung 2.5).  
 
4.2 Der Bestätigung von Dr. med. C.____, FMH Allgemeine und Innere Medizin, vom 
2. März 2018 kann entnommen werden, dass die Versicherte gekündigt habe, um keinen nach-
haltigen Schaden an ihrer Gesundheit zu nehmen. Am jetzigen Arbeitsplatz sei keine Arbeitsfä-
higkeit gegeben. Voraussichtlich werde sie wieder ab 20. März 2018 vollständig arbeitsfähig 
sein. Ein Besuch der Schule sei möglich (Akten der Kasse, Dok 80). Diese Angaben decken 
sich mit der Krankschreibung im ärztlichen Zeugnis von Dr. C.____ vom 2. März 2018, wonach 
die Versicherte seit 2. März 2018 in ärztlicher Behandlung stehe und seit dem 2. März 2018 
voraussichtlich für die Dauer von zwei Wochen vollständig arbeitsunfähig sei. Aus dem ärztli-
chen Zeugnis von Dr. C.____ vom 16. März 2018 geht sodann hervor, dass die Versicherte 
wegen Krankheit vom 2. März 2018 bis zum 31. März 2018 zu 100% arbeitsunfähig gewesen 
sei (Beilagen zur Beschwerdebegründung). Dem Arztzeugnis von Dr. C.____ zu Handen der 
Kasse vom 10. April 2018 (Akten der Kasse, Dok 55) kann entnommen werden, dass die Versi-
cherte vom 2. März 2018 bis 31. März 2018 wegen Krankheit vollständig arbeitsunfähig gewe-
sen sei. Ab 1. April 2018 sei sie ohne Einschränkung wieder voll arbeitsfähig. Aus dem Arzt-
zeugnis betreffend die Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen (Ak-
ten der Kasse, Dok 54) geht hervor, dass die Versicherte bei Dr. C.____ seit dem 12. März 
2018 in Behandlung gestanden sei. Die Frage, ob die Patientin gesundheitliche Probleme ge-
schildert habe, die aufgrund der Tätigkeit beim Arbeitgeber entstanden seien oder die sie bei 
der Arbeit beeinträchtigt hätten, wurde bejaht. Es hätten Schlafstörungen, eine Ängstlichkeit 
sowie grippale Beschwerden vorgelegen. Auch die Frage, ob aufgrund eigener ärztlicher Unter-
suchungen und eigener, medizinischer Einschätzung der Schluss gezogen werde, dass es der 
Patientin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen sei, am bisherigen Ar-
beitsplatz zu verbleiben, bejahte die Ärztin. Wegen gesundheitlicher Unzumutbarkeit sei die 
Patientin vom 2. März 2018 bis Ende März 2018 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Ab 1. April 
2018 sei sie an einem anderen Arbeitsplatz jedoch wieder voll arbeitsfähig. Aus dem Kurzbe-
richt von Dr. C.____ vom 14. August 2018 (Beilage zur Beschwerdebegründung) geht schliess-
lich hervor, dass sich die Versicherte am 2. März 2018 bei ihr in ärztliche Behandlung begeben 
habe einerseits wegen eines grippalen Infekts, aber auch, weil sie sich völlig erschöpft gefühlt 
habe, schlecht geschlafen habe, und weil sich Ängste entwickelt hätten. Auf Nachfrage hin ha-
be sie von deutlichen Stress- und Trauersymptomen berichtet, so dass sie aufgrund der anhal-
tend sehr schwierigen Arbeitsplatzsituation keinen anderen Ausweg gesehen habe, als auf En-

 
 
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de März 2018 ihre Arbeitsstelle zu kündigen. Daraufhin habe sie sie wegen des Infektes krank-
geschrieben, habe aber wegen der psychischen Situation einen Kontrolltermin vereinbart. Am 
12. März 2018 habe die Versicherte sodann berichtet, dass sie wieder aus dem Haus gehe und 
der Schlaf etwas besser sei. Sie habe aber noch immer sehr angespannt und ängstlich gewirkt. 
Sie habe sich psychisch nicht in der Lage gesehen, nochmals an ihren Arbeitsplatz zurückzu-
kehren. So habe sie die Patientin für den Rest des Monats krankgeschrieben.  
 
5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ihre Kündigung zum Selbstschutz zwin-
gend notwendig gewesen sei. Ein längeres Zuwarten hätte die Inkaufnahme gravierender ge-
sundheitlicher Probleme mit ungewissem Ausgang zur Folge gehabt. Die Kasse stellt sich dem-
gegenüber auf den Standpunkt, dass trotz den eingereichten ärztlichen Berichten aus arbeitslo-
senversicherungsrechtlicher Sicht nicht hinreichend erstellt sei, dass ein Verbleib im zugewie-
senen Einsatzbetrieb für die Beschwerdeführerin gesundheitsgefährdend gewesen sei. Die ein-
gereichten ärztlichen Unterlagen würden den Anforderungen an ein rechtsgenügliches Arzt-
zeugnis nicht genügen.  
 
5.2 Wie bereits erwähnt (oben, Erwägung 2.5) ist die Unzumutbarkeit des Verbleibens an 
einer Arbeitsstelle nur dann zu bejahen, wenn die versicherte Person die Umstände für die 
Kündigung durch ein echtzeitliches und eindeutiges ärztliches Zeugnis belegen kann. Diese 
Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt. Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass 
sie sich nicht erst am 12. März 2018, sondern offenbar bereits am 2. März 2018 erstmals in 
ärztliche Behandlung begeben hat (Kurzbericht von Dr. C.____ vom 14. August 2018). Dies 
ändert jedoch nichts daran, dass sie ihre Stelle gekündigt hat, noch bevor sie ihre Hausärztin 
überhaupt zu Rate gezogen hat (Kündigung vom 26. Februar 2018, Akten der Kasse, Dok 52). 
Diese Tatsache ist zwischen den Parteien zu Recht grundsätzlich unbestritten geblieben 
(vgl. Beschwerdebegründung vom 17. August 2018, a.E.). Die Echtzeitlichkeit eines ärztlichen 
Zeugnisses aber ist zu verneinen, wenn die Konsultation beim Arzt sowie die Ausstellung des 
entsprechenden Arztzeugnisses erst nach der Kündigungserklärung erfolgen (Urteil des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft vom 10. Juli 2014, Abteilung Sozialversicherungsrecht, 715 13 
366 E. 5.5). Nicht anders verhält es sich im vorliegenden Fall. Auch hier liegt kein echtzeitliches 
Zeugnis vor, wie es aber vorausgesetzt wäre, um die Unzumutbarkeit des Verbleibs am bisheri-
gen Arbeitsplatz zu belegen. Daran kann auch die erst nachträglich ergangene Bestätigung von 
Dr. C.____ vom 14. August 2018 nichts ändern.  
 
5.3 Die Unterlagen der behandelnden Ärztin überzeugen auch inhaltlich nicht. Es liegt keine 
ärztliche Bescheinigung vor, welche eine Weiterführung der bisherigen Stelle für die Beschwer-
deführerin in objektiver Hinsicht unzumutbar erscheinen liesse. Bei der Bescheinigung von Dr. 
C.____ vom 2. März 2018 handelt es sich lediglich um die Wiedergabe der von der Versicher-
ten selbst empfundenen Sichtweise, noch bevor sie sich überhaupt in ärztliche Behandlung be-
geben hatte. Eine objektive Bescheinigung im Sinne der rechtsprechungsgemäss strengen Vo-
raussetzungen liegt damit nicht vor. Ebenso wenig vermag der Kurzbericht von Dr. C.____ vom 
14. August 2018 zu überzeugen. Daraus geht vielmehr hervor, dass die Erstkonsultation am 
2. März 2018 offenbar primär infolge eines grippalen Infekts erfolgt ist. Dass die ebenfalls ge-
klagte Erschöpfung, die Schlafstörungen und Ängste auf das Arbeitsverhältnis zurückzuführen 

 
 
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gewesen wären, ergibt sich daraus nicht. Dr. C.____ gibt darin wiederum lediglich die subjekti-
ven Beweggründe wieder, welche die Versicherte bewogen hatten, per Ende März 2018 zu 
kündigen. Ebenso wenig lässt sich im Zusammenhang mit der von der Versicherten gegenüber 
ihrer Ärztin geklagten Stress- und Trauersymptomatik ableiten, dass der Arbeitsplatz aus ge-
sundheitlichen Gründen hätte aufgelöst werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall: Wie bereits 
erwähnt hält die behandelnde Ärztin in ihrem Kurzbericht vom 14. August 2018 vielmehr fest, 
dass die Versicherte zunächst wegen eines Infekts krankgeschrieben worden sei. Nachdem 
sich die psychische Situation anlässlich des Kontrolltermins vom 12. März 2018 offenbar gar 
etwas verbessert hatte, wurde die Versicherte von ihrer Ärztin für den Rest des Monats sodann 
erneut krankgeschrieben. Diese erst nachträglich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit scheint aber 
in Nachachtung der Anliegen der Beschwerdeführerin erfolgt zu sein. Jedenfalls gibt Dr. C.____ 
keine eigenständige Diagnose oder Prognose aus eigener Sicht wieder. Die Tatsache, dass die 
Versicherte bei ihrer Ärztin einen weiterhin angespannten und ängstlichen Eindruck hinterlas-
sen hatte, vermag lediglich eine allfällige Arbeitsunfähigkeit, nicht aber eine Unzumutbarkeit in 
Bezug auf den Verbleib beim bisherigen Arbeitsplatz zu begründen. Solches geht aus dem 
Kurzbericht von Dr. C.____ vom 14. August 2018 jedenfalls nicht hervor. Letztlich kann auch 
den übrigen Bescheinigungen von Dr. C.____ nicht entnommen werden, ob und allenfalls inwie-
fern zwischen der von ihr festgestellten Anspannung und Ängstlichkeit einerseits sowie der Ar-
beitssituation der Versicherten andererseits ein Zusammenhang bestanden hatte. Daran ver-
mag auch die erst nachträgliche Bescheinigung im Arztzeugnis betreffend die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses (Akten der Kasse, Dok 54) nichts zu ändern.  
 
5.4 In objektiver Hinsicht liegt mit den ärztlichen Unterlagen von Dr. C.____ weder eine ärzt-
liche Empfehlung noch eine widerspruchsfreie und schlüssige Bestätigung vor, dass eine Kün-
digung objektiv angezeigt gewesen wäre. Gegen eine Gesundheitsschädigung, welche eine 
sofortige Kündigung notwendig gemacht hätte, spricht ausserdem der Umstand, dass sich in 
den Akten keinerlei Anhaltspunkte finden lassen, wonach in der weiter zurückliegenden Ver-
gangenheit bereits einmal eine Arbeitsunfähigkeit bestanden hätte. Die Beschwerdeführerin 
macht ausserdem auch nicht geltend, dass sie vor ihrer Kündigung um eine Reduktion der Ar-
beitsbelastung bemüht gewesen wäre oder dass sie bereits vorgängig eine ärztliche Beratung 
und Behandlung in Anspruch genommen hätte. Bei dieser Aktenlage wäre es ihr in arbeitslo-
senversicherungsrechtlicher Hinsicht deshalb zumutbar gewesen, ihre Anstellung – gegebenen-
falls unter einer vorübergehenden Krankschreibung oder einer allfälligen ärztlichen Therapie – 
vorerst beizubehalten. Der Beschwerdegegnerin ist daher beizupflichten, dass die Beschwerde-
führerin für ihr entsprechendes Fehlverhalten in arbeitslosversicherungsrechtlicher Hinsicht – 
nämlich die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ohne Zusicherung einer anderen Anstellung – 
trotz allfälliger gesundheitlicher Probleme einzustehen hat. Die Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ist im Grundsatz somit nicht zu bean-
standen. 
 
6.1 Es verbleibt zu überprüfen, ob die verfügte Einstellungsdauer von 34 Tagen angemes-
sen ist. Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad 
des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. Art. 30 
Abs. 3 AVIG). Nach Art. 45 Abs. 2 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ab-

 
 
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gestuft; sie dauert 1-15 Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-
60 Tage bei schwerem (lit. c) Verschulden. Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosenkas-
se ihren Entscheid nach pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversi-
cherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts die angefochtene Verfügung auch auf deren 
Angemessenheit zu überprüfen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung der von der Arbeitslosen-
kasse angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in deren Ermes-
sensspielraum ein. 
 
6.2 Vorliegend hat die Kasse das Verhalten der Versicherten als schweres Verschulden 
qualifiziert und die Dauer der Einstellung auf 34 Tage festgesetzt. Dabei unterschritt sie die bei 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit übliche Einstelldauer von 36 Tagen. Bei der Festlegung der 
Dauer der Einstellung zu Gunsten der Beschwerdeführerin hat sie berücksichtigt, dass die Ver-
sicherte offenbar gesundheitlich angeschlagen war. Wie vorstehend dargelegt wurde, ist jedoch 
nicht ausreichend belegt, dass die Weiterführung der bisherigen Stelle für die Beschwerdefüh-
rerin aus gesundheitlicher Sicht nicht zumutbar gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin hat ihre 
Arbeitsstelle vor der Zusicherung einer neuen Anstellung aufgegeben und musste deshalb auch 
damit rechnen, nach Ablauf der Kündigungsfrist arbeitslos zu werden. Gemäss Art. 45 Abs. 4 lit. 
a AVIV liegt ein schweres Verschulden vor, wenn die versicherte Person ohne entschuldbaren 
Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle aufgegeben 
hat. Wie oben dargelegt besteht kein Grund, – insbesondere auch keine Unzumutbarkeit aus 
gesundheitlicher Sicht – der die Kündigung der Beschwerdeführerin entschuldigen würde, wes-
halb ein schweres Verschulden vorliegt. Mit einer Einstelldauer von 34 Tagen bewegt sich die 
Beschwerdegegnerin an der unteren Grenze der gesetzlich vorgesehenen Dauer für ein schwe-
res Verschulden. Die von ihr verfügte Einstellungsdauer ist deshalb ebenfalls nicht zu bean-
standen. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.