# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c7b03dc-e566-567e-bc58-a0faf0f9bc68
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.03.2015 200 2014 1058
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1058_2015-03-06.pdf

## Full Text

200 14 1058 IV
KNB/COC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. März 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2015, IV/14/1058, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 11. Juni 2013 unter Hinweis auf eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode, mit/bei 
Burnout und Agoraphobie bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 2). Daraufhin führte die 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und erwerbli-
che Erhebungen durch. Dabei liess sie den Versicherten insbesondere 
durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 20. Mai 2014; AB 41.1). 
Ferner erteilte sie am 2. Juli 2014 Kostengutsprache für ein vom 7. Juli bis 
28. September 2014 dauerndes Belastbarkeitstraining (AB 48).

Gestützt auf die Erkenntnisse der getätigten Abklärungen stellte die IVB mit 
Vorbescheid vom 8. August 2014 (AB 59) die Abweisung des Rentenbe-
gehrens mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens in Aussicht. 
Hiergegen erhob der Versicherte am 17. August 2014 Einwand (AB 63). 
Am 1. Oktober 2014 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und 
wies das Rentenbegehren ab (AB 70).

B.

Hiergegen liess der Versicherte am 3. November 2014 Beschwerde erhe-
ben und folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung der IVB vom 1. Oktober 2014 sei aufzuheben und 
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdefüh-
rer eine IV-Rente zu gewähren.

2. Eventualiter: Es sei eine neue Begutachtung anzuordnen und die 
Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – 

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Am 3. Dezember 2014 ging eine weitere Stellungnahme des Beschwerde-
führers beim Gericht ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 3. März 2015 ging eine Stellungnahme des Beschwerdeführers beim 
Gericht ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 1. Oktober 2014 
(AB 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 

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bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Der Beschwerdeführer war vom 15. April bis am 22. Juni 2013 in 
der Klinik D.________ hospitalisiert. Im Bericht der besagten Klinik vom 
24. Juli 2013 (AB 11) wurden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom bei Bur-
nout-Syndrom (ICD-10 F32.11 und Z73.0), eine Agoraphobie (ICD-10 
F40.0) und eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) 
diagnostiziert (S. 2 Ziff. 1.1). Ferner wurde vom 15. April 2013 bis auf wei-
teres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 4 Ziff. 1.6). Durch Um-
strukturierungen in der Firma sei die Arbeit für den Beschwerdeführer 
schwieriger und die berufliche und psychische Belastung grösser gewor-
den. Damit seien Anzeichen von Erschöpfung und Einbussen betreffend 
der Konzentrationsfähigkeit aufgetreten. Nach der Scheidung (Trennung 
2010) hätten die Panikattacken und Ängsten weiter zugenommen, auch in 
Zusammenhang stehend mit finanziellen Ängsten. Ab ca. 2012 habe sich 
die depressive Symptomatik deutlich verschlechtert (S. 3 Ziff. 1.4). Weiter 
wurde ausgeführt, körperlich bestünden eine starke Erschöpfung, eine er-
höhte Ermüdbarkeit und ein verminderter Antrieb. Geistig lägen Konzentra-
tionsschwierigkeiten und phasenweise eine Beeinträchtigung der Gedächt-

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nisfunktion, d.h. generell eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, vor. Psy-
chisch bestünden eine Depressivität, Ängste, eine Selbstwertproblematik 
sowie eine mangelnde Stresstoleranz. Die genannten Symptome wirkten 
sich bei der Arbeit dahingehend aus, dass die gewünschte Leistung mo-
mentan nicht erbracht werden könne (S. 4 Ziff. 1.7; vgl. zum Ganzen auch 
der Bericht der Klinik D.________ vom 11. Juli 2013 [AB 15]).

3.1.2 Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 21. Oktober 2013 (AB 26) mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive 
Episode mit somatischem Syndrom und Burnout-Symptomatik (ICD-10 
F32.11 und Z73.0; seit März 2013), eine Agoraphobie (ICD-10 F40.0), eine 
soziale Phobie (ICD-10 F41.0) und eine narzisstische 
Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1; S. 1 Ziff. 1.1). Ferner 
attestierte sie vom 19. März 2013 bis auf weiteres eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 3 Ziff. 1.6). Der Beschwerdeführer leide seit der 
Trennung und Scheidung mit belastendem Kampf und daraus 
resultierenden Schulden und Alimentenzahlungen gehäuft unter 
Panikattacken. Seither sei der Alkoholkonsum auch höher. Ebenfalls 
bestünden eine Überforderung mit der gegenwärtigen Paarbeziehung, 
zunehmend Schlafstörungen und ein Leistungsabfall bei der Arbeit mit 
Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen (S. 2 Ziff. 1.4). Weiter gab die 
Psychiaterin an, es bestünden eine Antriebsstörung, 
Konzentrationsstörungen, Angstzustände mit Blockaden und 
Vermeidungsverhalten, eine schnelle Ermüdbarkeit sowie eine 
Aufmerksamkeitsstörung. Diese Einschränkungen wirkten sich insofern auf 
die Arbeit aus, als eine Überforderung bei Führungstätigkeiten, bei der 
Übernahme von Verantwortung, beim vernetzten Denken und in der 
Handlungsplanung bestehe. Zudem führten sie zu einer Verlangsamung 
und zu einer erhöhten Fehlerhäufigkeit (S. 3 Ziff. 1.7).

3.1.3 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 20. Mai 
2014 (AB 41.1) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierend de-
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0). Ohne Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er einen schädlichen Gebrauch von 
Alkohol (ICD-10 F10.1), akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzissti-

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schen und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) sowie eine Agora-
phobie (ICD-10 F40.0) an (S. 11 f. Ziff. 6). Beim Beschwerdeführer hätten 
Schwierigkeiten mit dem neuen Vorgesetzten, eheliche Auseinanderset-
zungen und Schwierigkeiten in der neuen Paarbeziehung zunehmend zu 
einer depressiven Entwicklung geführt. Er habe Mühe gehabt sich bei der 
Arbeit zu konzentrieren, habe Fehler gemacht, was zunehmend im Ge-
schäft bemerkt worden sei. Schliesslich sei es im Frühjahr 2013 zu einem 
Zusammenbruch gekommen. Daraufhin sei er während zwei Monaten sta-
tionär psychiatrisch behandelt worden (S. 13). Die depressive Krise habe 
sich in der Zwischenzeit weitgehend zurückgebildet (S. 14). Weiter könnten 
narzisstische Persönlichkeitszüge festgestellt werden. Diese hätten sicher-
lich zu einigen Auseinandersetzungen im Rahmen der Arbeit geführt, hät-
ten die Arbeitsfähigkeit aber nicht eingeschränkt. Einzig im privaten Rah-
men sei es wiederholt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit seinen 
Partnerinnen gekommen. Es handle sich also um emotional-instabile Per-
sönlichkeitsanteile, wobei der Alkoholkonsum wesentlich dazu beitrage und 
beigetragen habe, dass der Beschwerdeführer Schwierigkeiten habe, seine 
Emotionen und Impulse zu kontrollieren (S. 13). Weiter führte der Gutach-
ter an, aufgrund der leichten depressiven Episode sei die Arbeitsfähigkeit 
geringgradig beeinträchtigt. Der Beschwerdeführer sei psychisch leicht 
vermindert belastbar, zeige noch eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit. Wesent-
liche Konzentrationsstörungen hätten weder in der psychiatrischen Unter-
suchung beobachtet werden können, noch könne der Beschwerdeführer 
unter wesentlichen Konzentrationsstörungen leiden, wenn er beispielswei-
se in der Lage sei, 200 km Auto zu fahren oder Motorrad zu fahren. Die 
geringgradig ausgeprägten Schlafstörungen würden sich bessern, wenn 
der Beschwerdeführer auf den Alkoholkonsum verzichten würde. Die Ago-
raphobie und die akzentuierten Persönlichkeitszüge bestünden seit Jahren 
und hätten die Arbeitsfähigkeit früher auch nicht eingeschränkt. Der Be-
schwerdeführer sei meistens in der Lage gewesen, seine Ängste zu über-
winden (S. 14 Ziff. 8.1). Schliesslich attestierte der Gutachter aufgrund der 
leichten depressiven Episode in der bisherigen Tätigkeit als … eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% (S. 15 Ziff. 8.2). In einer Tätigkeit 
ohne Führungsfunktion sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt 
(Ziff. 8.4). Hinsichtlich der von den behandelnden Psychiatern diagnosti-
zierten mittelgradigen depressiven Episode hielt der Gutachter fest, dass 

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sich das depressive Zustandsbild in der Zwischenzeit verbessert habe. 
Zum jetzigen Zeitpunkt könne noch eine leichte depressive Episode festge-
stellt werden (Ziff. 8.6).

3.1.4 Dr. med. E.________ wiederholte im – im Beschwerdeverfahren 
eingereichten – Bericht vom 2. September 2014 (Beschwerdebeilage 
[BB 4]) die zuvor gestellten Diagnosen. Neu führte sie einen intermittieren-
den Alkoholmissbrauch (ICD-10 F10.1) auf. Im Laufe der ambulanten Be-
handlung hätten weitere Fortschritte erzielt werden können. Die depressive 
Episode habe weitgehend zur Remission gebracht werden können. Es 
bestünden noch Einschränkungen bei der Konzentration und der Belast-
barkeit. Derzeit bestehe noch eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. Eine ausrei-
chende Stabilisierung sei insbesondere in Bezug auf die Belastbarkeit und 
soziale Interaktion, die Impulskontrolle und die kognitive Ausdauer noch 
nicht erreicht. Um das Erreichte zu stabilisieren, überwies die Psychiaterin 
den Beschwerdeführer auf dessen Wunsch hin zur teilstationären Therapie 
in der psychiatrischen Tagesklinik der Klinik D.________.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Vorliegend erfüllt das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
20. Mai 2014 (AB 41.1) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 
V 351 E. 3b/bb S. 353). Der Gutachter hat sich in seiner ärztlichen Beurtei-
lung sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer-
deführers auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen in Kenntnis 
der Vorakten und gestützt auf seine eigene Untersuchung getroffen. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Dr. med. C.________ legt nachvollzieh-
bar dar, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig leichte Episode, an einem schädlichen Gebrauch von 
Alkohol, an akzentuierten Persönlichkeitszügen sowie an einer Agorapho-
bie leidet. Darauf ist abzustellen. Soweit der Gutachter jedoch aufgrund der 
bestehenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% attestiert hat, kann ihm nicht ge-
folgt werden. Denn eine leichte depressive Episode allein ist rechtspre-
chungsgemäss (grundsätzlich) nicht geeignet, eine leistungsspezifische 
Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG) zu begründen, zumal bei 
einem derartigen Gesundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, 
dass die versicherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen 
der Erwerbsfähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 25. Januar 2010, 9C_260/2009, E. 2.3). Eine de-
pressive Störung unterscheidet sich von einer depressiven Episode haupt-
sächlich hinsichtlich ihrer Dauer, nicht aber bezüglich der Schwere der Er-
krankung (Entscheid des BGer vom 14. August 2013, 9C_917/2012, 
E. 3.2). 

An der schlüssigen Einschätzung des Gutachters hinsichtlich der gestellten 
Diagnosen ändert der Bericht der Klinik D.________ vom 24. Juli 2013 
(AB 11) und derjenige von Dr. med. E.________ vom 21. Oktober 2013 

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(AB 26) nichts, in welchen die behandelnden Psychiater insbesondere eine 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.11) diagnostizierten haben. 
Denn der Gutachter hat schlüssig dargelegt, dass sich das depressive Zu-
standsbild in der Zwischenzeit verbessert hat und nur noch eine leichte 
depressive Episode besteht (AB 41.1 S. 15 Ziff. 8.6). Zudem geht aus den 
vorliegenden Akten hervor, dass beim Beschwerdeführer ungünstige psy-
chosoziale Faktoren (Schwierigkeiten mit neuem Vorgesetzen, Tren-
nung/Scheidung, Schwierigkeiten in der neuen Paarbeziehung, Kündigung, 
finanzielle Ängste) vorliegen, die für das Beschwerdebild mitverantwortlich 
sind, welche jedoch aus iv-rechtlicher Sicht grundsätzlich nicht zu berück-
sichtigen sind (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 
S. 189 E. 3.2).

Dass sich die depressive Symptomatik verbessert hat geht im Übrigen 
auch aus dem Bericht von Dr. med. E.________ vom 2. September 2014 
(BB 4) hervor, in welchem die behandelnde Psychiaterin die depressive 
Episode als weitgehend remittiert bezeichnet hat. Weshalb sie dem Be-
schwerdeführer jedoch weiterhin eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 
ist ausgehend vom Gutachten von Dr. med. C.________ nicht nachvoll-
ziehbar und wird von der Psychiaterin auch nicht begründet. Dass aufgrund 
der diagnostizierten Agoraphobie und der narzisstischen Persönlichkeits-
akzentuierung – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 9 Art. 5 
Ziff. 3) – keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht, hat Dr. med. 
C.________ in seinem Gutachten u.a. mit der Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer – obwohl die beiden Diagnosen seit Jahrzehnten (30 Jah-
re; vgl. AB 26 S. 1 Ziff. 1.1) bestehen – früher in seiner Arbeitsfähigkeit 
nicht eingeschränkt war, schlüssig begründet (AB 41.1 S. 14 Ziff. 8.1). Ab-
gesehen davon stellt die Diagnose der akzentuierten Persönlichkeitszüge 
(ICD-10 Z73.1) als sogenannte Z-Diagnose keine rechtserhebliche Ge-
sundheitsbeeinträchtigung dar (vgl. Entscheid des BGer vom 6. November 
2012, 9C_437/2012, E. 3.3).

Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass, selbst wenn – entsprechend der 
Einschätzung der behandelnden Psychiater – eine mittelgradige depressi-
ven Episode (ICD-10 F32.1) bestehen würde, diese rechtsprechungs-
gemäss nicht als invalidisierend anzusehen wäre, da es sich dabei definiti-

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onsgemäss um ein vorübergehendes Leiden handelt, womit es an der zur 
Begründung eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesund-
heitsschadens nötigen Dauerhaftigkeit mangelt (Entscheid des BGer vom 
26. Januar 2007, I 510/06, E. 6.3). 

Dass bis zum Verfügungszeitpunkt Anfangs Oktober 2014 eine Verschlech-
terung des Gesundheitszustandes eingetreten wäre, geht aus den Akten 
nicht hervor und wird auch nicht geltend gemacht. Eine allfällig später ein-
getretene Verschlechterung, insbesondere im Zusammenhang mit dem 
Eintritt des Beschwerdeführers in die Klinik D.________ – wohl primär auf-
grund des übermässigen Alkoholkonsums – im Januar 2015 bzw. der am 
24. Februar 2015 eingeleiteten stationären Behandlung (vgl. BB 5 und 6; 
vgl. auch Schreiben des Beschwerdeführers vom 2. Dezember 2014 und 
2. März 2015 [in den Gerichtsakten]), wäre im Rahmen einer Neuanmel-
dung geltend zu machen.

3.4 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon 
ausgegangen, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. 
Der Sachverhalt ist somit gestützt auf die vorliegenden Arztberichte hinrei-
chend erstellt, weshalb – entgegen dem Antrag in der Beschwerde (S. 2 
Ziff. I 2) – auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

Bei dieser Sachlage erübrigt sich die Durchführung eines Einkommensver-
gleichs. Da keine Invalidität im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hiervor) vorliegt 
fehlt es an der grundsätzlichen Voraussetzung für Leistungen der Invali-
denversicherung und es besteht somit kein Anspruch auf eine IV-Rente. 
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

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Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. März 

2015 inkl. Beilage)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.