# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cd0ed1b-4b85-5027-abc0-925d010b3270
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 12.07.2023 S 2021 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-161_2023-07-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

 SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler 
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L  vom 12. Juli 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

1. A.________,
2. B.________,

Beschwerdeführer
vertreten durch RA Dr. iur. C.________

gegen

Ausgleichskasse Handel Schweiz, Schönmattstrasse 4, Postfach, 
4153 Reinach BL 1
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2021 161 / S 2021 162

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

A.
A.a Die D.________ AG hatte ihren ersten Sitz in Zug, ihren letzten Sitz in 
E.________ und ihr letztes Domizil an der F.________. Die Gesellschaft betrieb gemäss 
Zweckartikel Handel speziell mit elektronischen Geräten für G.________ und erbrachte 
Beratungen und Dienstleistungen für den nämlichen Industriezweig. Sie war der Aus-
gleichskasse Handel Schweiz (nachfolgend: AK Handel) angeschlossen. Von Juni 1996 
bis Februar 2015 waren B.________ als Verwaltungsratspräsident und A.________ als 
Verwaltungsratsmitglied, beide mit Kollektivunterschrift zu zweien im Handelsregister ein-
getragen (BF1-act. 7).

A.b Am 15. Januar 2015 wurde über die D.________ AG der Konkurs eröffnet. Mit 
Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 7. Mai 2015 wurde das Kon-
kursverfahren mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft am H.________ im Han-
delsregister gelöscht (BF1-act. 7).

A.c Mit zwei Schadenersatzverfügungen vom 5. Januar 2017 verpflichtete die 
AK Handel sowohl A.________ als Verwaltungsratsmitglied als auch B.________ als Ver-
waltungsratspräsident – in solidarischer Verbindlichkeit zueinander – ihr als Schadener-
satz für entgangene Beiträge Fr. 47'744.05 zu bezahlen. Zur Begründung verwies sie ins-
besondere auf Art. 52 AHVG resp. auf die (subsidiäre) Haftung der mit der Verwaltung und 
Geschäftsführung betrauten Personen einer Gesellschaft. Beide Betroffenen erhoben Ein-
sprache gegen die jeweilige Verfügung. In der Folge hielt die AK Handel mit den Einspra-
cheentscheiden vom 26. Oktober 2017 an der Schadenersatzforderung fest. Die von 
A.________ (Verfahren S 17 167) und B.________ (Verfahren S 17 160) dagegen erho-
benen Verwaltungsgerichtsbeschwerden hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
insoweit gut, als es die Sache zur Neufestsetzung des Schadens in masslicher Hinsicht an 
die AK Handel zurückwies. Im Übrigen wies es die Beschwerden ab (VGer ZG S 17 167 
und S 17 161 beide vom 20. Dezember 2018). 

A.d Nach Vornahme weiterer Abklärungen verfügte die AK Handel am 10. Juni 2021 
erneut gegenüber A.________ und B.________, je eine Schadenersatzforderung in der 
Höhe von Fr. 47'744.05 in solidarischer Verbindlichkeit (BF1-act. 3, BF2-act. 3). Daran 
hielt sie auch in den hierzu ergangenen – in Begründung und Dispositiv identischen – Ein-
spracheentscheiden vom 27. Oktober 2021 fest (BF1-act. 2; BF2-act. 2).

B.

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

B.a Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 29. November 2021 liess A.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer 1) beantragen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und es sei festzustellen, dass keine Haftung des Beschwerdeführers besteht; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der AK Handel (act. 1 im Verfahren S 2021 
161).

B.b Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 29. November 2021 liess B.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer 2) beantragen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und es sei festzustellen, dass keine Haftung des Beschwerdeführers besteht; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der AK Handel (act. 1 im Verfahren 
S 2021 162).

C. Mit Verfügung des Vorsitzenden der sozialversicherungsrechtlichen Kammer des 
Verwaltungsgerichts Zug vom 2. Dezember 2021 wurden die zwei Verfahren S 21 161 und 
S 21 162 vereinigt sowie ein Kostenvorschuss erhoben (act. 3). Der angesetzte Kosten-
vorschuss wurde fristgerecht bezahlt (act. 3 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2022 schloss die AK Handel auf Abweisung 
der Beschwerden soweit darauf einzutreten sei (act. 7).

E. Anlässlich des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
fest (act. 10 und 13).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (hier: 27. Ok-
tober 2021 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). In zeitlicher 
Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
stands Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je 
mit Hinweisen).

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

2.
2.1 Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; 830.1) Einsprache erheben. Die Beschwerde gegen den resultierenden 
Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in 
Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des 
Arbeitgebers, bei einer juristischen Person an deren Sitz, konkret am letzten Sitz der Ge-
sellschaft, zu erheben. Das gleiche Procedere gilt sinngemäss für entsprechende Forde-
rungen betreffend die Invalidenversicherung (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20]), die Erwerbsersatzordnung (Art. 21 Abs. 2 des Bun-
desgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft [EOG; 
SR 834.1]), die Arbeitslosenversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatori-
sche Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) sowie 
für Beiträge nach dem seit 2009 in Kraft stehenden Bundesgesetz über die Familienzula-
gen (FamZG; SR 836.2; Art. 25 lit. c FamZG). 

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz 
Beschwerden und Klagen aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für 
welche das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 und § 82 des 
Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, 
VRG; BGS 162.1]). Die D.________ AG hatte ihren letzten Sitz in der Gemeinde 
E.________, ZG. Somit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug für die Beurteilung 
der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig.

2.2 Die Einspracheentscheide der AK Handel datieren vom 27. Oktober 2021 (BF1-
act. 2, BF2-act. 2). Beide Beschwerden wurden am 29. November 2021 der Post überge-
benen (S 21 161 und S 21 162 je act. 1) und gelten somit als rechtzeitig innert der 30-
tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht (Art. 38 Abs. 3 ATSG). 
Beide Beschwerdeschriften entsprechen den formellen Anforderungen und die Beschwer-
deführer 1 und 2 sind als direkt Betroffene beschwerdelegitimiert. Somit sind beide Be-
schwerden zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

3.1 In den Vorverfahren S 2017 160 und S 2017 167 setzte sich das Verwaltungsge-
richt des Kantons Zug einlässlich mit den Haftungsvoraussetzungen von Art. 52 AHVG 
bzw. der AHV-rechtlichen Verantwortlichkeit der Beschwerdeführer auseinander.

Im Urteil S 2017 167 vom 20. Dezember 2018 betreffend den als Verwaltungsrat der 
D.________ AG tätig gewesenen Beschwerdeführer 1, bejahte das Verwaltungsgericht 
das Vorliegen der Haftungsvoraussetzungen von Art. 52 AHVG. Es stellte abschliessend 
fest, dass ein Schaden, die Rechtswidrigkeit des Tuns resp. Unterlassens des Beschwer-
deführers 1 sowie die Kausalität dessen für den entstandenen Schaden, als überwiegend 
wahrscheinlich erstellt gelten und verneinte das Vorliegen beachtbarer Rechtfertigungs- 
und Exkulpationsgründe, die den Beschwerdeführer 1 zu entlasten vermöchten. Die Ver-
nachlässigung der beitragsrechtlichen Vorschriften müsse im Lichte der einschlägigen 
Praxis vielmehr als grobfahrlässig beurteilt werden (zusammenfassende E. 10). In Bezug 
auf den im Grundsatz als erstellt geltenden Schaden (vgl. E. 8.1 sowie E. 6.3.2 und 7) 
schloss das Verwaltungsgericht allerdings weiter, dieser erweise sich in masslicher Hin-
sicht als nicht nachvollziehbar, weshalb diesbezüglich weitere Abklärungen indiziert seien 
(E. 10). Zum selben Schluss kam das Verwaltungsgericht im Urteil S 2017 160 vom 20. 
Dezember 2018 betreffend die Verantwortlichkeit des Beschwerdeführers 2, der zuvor 
Verwaltungsratspräsident der D.________ AG gewesen war (ebenfalls E. 10).

In beiden Urteilen hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde insofern gut, als die Sa-
che zur Neufestsetzung des Schadens in masslicher Hinsicht an die AK Handel zurück-
gewiesen wurde. Im Übrigen wies es die Beschwerden ab.

3.2 Bei diesen in den Vorverfahren ergangenen Rückweisungsentscheiden handelt es 
sich um Zwischenentscheide im Sinn von Art. 93 BGG (BGE 133 V 477 E. 4.2). Daran än-
dert nichts, dass mit ihnen Teilaspekte der Streitsache, insbesondere das grundsätzliche 
Bestehen der Verantwortlichkeit im Sinn von Art. 52 AHVG der Beschwerdeführer 1 und 2 
für den entstandenen Schaden, bereits materiellrechtlich entschieden wurden (vgl. BGE 
133 V 477 E. 4.1.3 und E. 4.2). Für die Qualifizierung als Zwischenentscheid spricht unter 
anderem die Tatsache, dass eine Vollstreckung der Schadenersatzforderung erst möglich 
ist, wenn nicht nur im Grundsatz, sondern auch betragsmässig über die Forderung ent-
schieden wurde (vgl. BGE 139 V 42 E. 2.5 m. H.). Ein rechtskräftiger materiellrechtlicher 
Endentscheid über die Schadenersatzpflicht liegt somit noch nicht vor, wie die Beschwer-
deführer in ihrer Replik richtig feststellen (act. 10 Ziff. 21).

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Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde gegen die Einspracheentscheide vom 
27. Oktober 2021 jedoch erneut Einwendungen gegen die Haftungsvoraussetzungen vor-
bringen, hilft ihnen dies dennoch nicht. Ein Gericht ist auch an die von ihm in einem Zwi-
schenentscheid bereits getroffenen materiellrechtlichen Entscheidungen gebunden 
(BGE 133 V 477 E. 5.2.3; BGer 2C_890/2018 vom 18. September 2019 E. 3.3; 8C_3/2013 
vom 24. Juli 2013 E. 3.5). Eine davon abweichende Beurteilung ist allein bei Vorliegen 
prozessualer Revisionsgründe nach Art. 61 lit. i ATSG zulässig oder aufgrund der Berück-
sichtigung von Tatsachen, die sich seit dem Erlass des aufgehobenen Einspracheent-
scheids (i.c. die Einspracheentscheide vom 26. Oktober 2017, vgl. VGer ZG S 2017 160 
und S 2017 167 beide vom 20. Dezember 2018 ) verwirklichten (BGer 8C_624/2020 vom 
16. April 2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Vorliegend wird von den Beschwerdeführern weder 
das eine noch das andere vorgebracht, geschweige denn substantiiert begründet und be-
legt. Vielmehr erschöpfen sich ihre Einwendungen zu den Haftungsvoraussetzungen weit-
gehend in den bereits in den früheren Verfahren vorgebrachten Argumenten (vgl. VGer ZG 
S 2017 160 und S 2017 167 beide vom 20. Dezember 2018). Auch weisen sie selbst dar-
auf hin, dass sich die Aktenlage seit den Rückweisungsentscheiden gerade nicht oder nur 
marginal verändert habe, was gegen das Vorliegen neuer Tatsachen spricht. Folglich ist 
vorliegend auf die Rügen betreffend die Haftungsvoraussetzungen nicht weiter einzuge-
hen. Zu prüfen ist hingegen, was die Beschwerdeführer gegen die mit Einspracheent-
scheid vom 27. Oktober 2021 vorgenommene massliche Festsetzung der Schadenssum-
me vorbringen. 

4.
4.1 Ein Schaden im Sinne von Art. 52 AHVG liegt immer dann vor, wenn der Aus-
gleichskasse als Organ der AHV ein ihr zustehender Betrag entgeht; dabei entspricht die 
Höhe des Schadens dem Betrag, dessen die Ausgleichskasse verlustig ging (Ueli Kieser, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, Art. 52 N 17). Im Zusam-
menhang mit der Pflicht zur Substantiierung der Forderung und der Pflicht zur Substantiie-
rung der Bestreitung der Forderung hielt das Eidgenössische Versicherungsgericht in ei-
nem Entscheid vom 13. Februar 2002 fest, die Einschränkung der Untersuchungsmaxime 
durch die Substantiierungspflicht bedeute für die Ausgleichskasse, dass sie ihre Forde-
rung soweit substantiieren müsse, dass sie überprüft werden könne. Keinesfalls sei es 
aber Aufgabe des Gerichts, in EDV-Ausdrucken und Abrechnungen nach den fraglichen 
Positionen zu suchen. Die Kasse ihrerseits müsse den Forderungsbetrag allerdings nur 
insoweit mit Belegen untermauern, als die Forderung masslich mit konkreten, nicht ohne 
weiteres widerlegbaren Einwendungen bestritten worden sei oder sich aufgrund der Akten 

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greifbare Anhaltspunkte für Unrichtigkeiten ergäben (EVG H 301/00 vom 13. Februar 2002 
E. 2c).

Der Schaden, den die Ausgleichskasse geltend zu machen berechtigt ist, umfasst die Ar-
beitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die AHV, die Invalidenversicherung, die Erwerbs-
ersatzordnung, die Arbeitslosenversicherung (vgl. SVR 2001 AHV Nr. 6 E. 2b), die bun-
desrechtlichen Beiträge nach FamZG ab 2009 sowie altrechtlich – und bei Vorliegen einer 
diesbezüglich ausreichenden kantonalen gesetzlichen Grundlage – die Beiträge an die 
kantonale Familienausgleichskasse (vgl. BGer-Urteil 9C_704/2007 vom 17. März 2008 
E. 6), zudem die Verwaltungskostenbeiträge, die Mahn- und Betreibungskosten (BGE 121 
III 382 E. 3), die Verzugszinsen auf rückständigen Beiträgen (EVG H 173/03 vom 4. De-
zember 2003 E. 4.1.1) und schliesslich in besonderen Fällen die Kosten für die Arbeitge-
berkontrolle (EVG H 331/01 vom 5. September 2002 E. 4).

4.2 Die Lohnmeldungen eines Arbeitgebers werden in Erfüllung seiner gesetzlichen 
Abrechnungspflicht nach AHVG und AHVV erstellt und beruhen auf Aufzeichnungen, die 
der handelsrechtlichen Buchführungspflicht nach Art. 957 ff. OR entspringen. Folglich er-
bringen sie grundsätzlich den Beweis für die erfolgten Lohnzahlungen. Dies trifft umso 
mehr zu, wenn die Lohndeklaration durch einen offiziellen Vertreter der Gesellschaft un-
terschriftlich genehmigt wurde. Dabei kann es sich auch lediglich um einen Buchhaltungs-
mitarbeiter oder um den Treuhänder handeln. Eine im Handelsregister ausgewiesene 
Zeichnungsberechtigung ist mithin nicht vorausgesetzt (vgl. Marco Reichmuth, Die Haf-
tung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 446 mit weiteren 
Hinweisen). Zwar steht dem Arbeitgeber der Nachweis offen, dass effektiv tiefere Löhne 
zur Auszahlung gelangten. Allerdings ist dies nicht leichthin anzunehmen (EVG H 331/01 
vom 5. September 2002 E. 4.4). Schliesslich ist ergänzend festzustellen, dass auch den 
Kontrollergebnissen der Revisionsstelle der Ausgleichskassen oder aber den Kassenrevi-
sionen vor Ort in der Regel ein höherer Beweiswert zukommt und dass deren Bestreitung 
nicht gehört werden kann, wenn sie nicht ausreichend substantiiert wurde. 

5.
5.1 Die Beschwerdeführer bemängeln insbesondere die Substantiierung der Scha-
denersatzforderung. Die AK Handel sei ihrer diesbezüglichen Substantiierungspflicht we-
der im Einspracheentscheid noch mit dem im vorliegenden Verfahren von ihr Vorgebrach-
ten ausreichend nachgekommen. Sie habe sich um die in den Rückweisungsentscheiden 
gemachten Vorgaben foutiert und einfach stereotyp nochmals die gleiche Schadenersatz-

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verfügung mit den gleichen Beilagen erlassen wie im ersten Verfahren. Und auch im Ein-
spracheentscheid sei dies nicht behoben worden. Erfülle die Ausgleichskasse die ihr ob-
liegende Substantiierungspflicht nicht, müsse dies zur Gutheissung der Beschwerde 
führen (act. 1 Ziff. II). Mit Replik äusserte sie zudem, auch die ins Recht gelegten Konto-
auszüge würden so nicht stimmen bzw. nicht ausreichen um die Begründetheit der Belas-
tungen zu prüfen, insbesondere auch im Hinblick auf die Frage der Abgrenzung von Rück-
zahlungspflichten und Beitragspflichten (act. 10 Ziff. 10).

Dem hält die AK Handel entgegen, aus den Kontoauszügen seien sämtliche Buchungen 
ersichtlich, und diese könnten von den Beschwerdeführern den an die Konkursitin gerich-
teten Rechnungen und Abrechnungen sowie den von dieser getätigten Zahlungen zuge-
ordnete werden. Weiter würden es die Beschwerdeführer dabei belassen, die Unterlagen 
mehr oder weniger pauschal zu bestreiten. Der Kontoauszug im Rahmen einer Abrech-
nungsbuchhaltung hätte es den Beschwerdeführern jedoch durchaus ermöglicht, zu ein-
zelnen Posten Stellung zu nehmen, was sie unterlassen hätten (act. 7 Ad. II).

5.2 Tatsächlich geht aus der Schadenersatzverfügung vom 10. Juni 2021 hervor, dass 
sich die Forderung auf die gesamten im Verfahren vorgelegten Unterlagen sowie auf den 
beigelegten Kontoauszug, aus welchem die Buchungen in der Periode 1. Januar 2014 bis 
31. Dezember 2017 ersichtlich sind, stützt (BF2-act. 3). Ein Kontoauszug vom 19. Januar 
2017 über dieselbe Periode war auch einzige Beilage zum angefochtenen Einspracheent-
scheid (BF2-act. 2). Dass es sich dabei um den Kontoauszug handelt, der auch bereits in 
den Vorverfahren bei den Akten lag, ist unbestritten. Der Einspracheentscheid selbst ist 
zudem sehr knapp und enthält insbesondere auch keine erläuternden Zusammenstellun-
gen von Zahlen. Wenn die Beschwerdeführer nun vorbringen, die AK Handel habe es 
nach wie vor unterlassen für eine ausreichende Substantiierung der Forderung zu sorgen, 
ist ihnen insoweit zuzustimmen, als sich die AK Handel bis zum angefochtenen Entscheid 
in keiner Weise bemühte, die Zusammensetzung der Forderung zu erläutern oder wenigs-
tens mit neuen Belegen zu substantiieren. Dies holte sie allerdings im vorliegenden Ver-
fahren nach. Wenn auch immer noch knapp, sind die im vorliegenden Verfahren einge-
reichten Belege dennoch ausreichend, um das massliche des im Grundsatz bereits bei Er-
lass der Rückweisungsurteile ausgewiesenen Schadens zu belegen.

Neu legte die AK Handel insbesondere den Kontoauszug vom 3. April 2019 (AK-act. 1) ins 
Recht, der die Periode vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2019 und damit auch die 
Jahre 2012 und 2013 umfasst sowie das zugehörige "Journal" (AK-act. 2). Zudem offerier-

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te sie die Einreichung weiterer Belege wie Rechnungen, Abrechnungen oder Lohnbe-
scheinigungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer (act. 10 Ziff. 4) tragen diese 
beiden Dokumente wesentlich zur Klärung des Ausmasses des Schadens bei, denn dieser 
entstand nicht erst durch ungenügende Beitragszahlungen im Jahr 2014 (vgl. Zeitraum 
des Kontoauszugs vom 19. Januar 2017 [BF2-act. 5]), sondern auch aufgrund von 
Ausständen im Jahr 2013, was sich nun nachvollziehen lässt. Weiter lässt sich die Abwick-
lung des am 23. November 2012 verfügten Zahlungsplans über die Rückforderung von 
Familienzulagen, der ebenfalls eingereicht wurde (AK-act. 3), damit substantiieren. Soweit 
die Beschwerdeführer versuchen, durch Vergleich der Kontoauszüge vom 19. Januar 
2017 (BF2-act. 5) und 3. April 2019 (AK-act. 1) die Buchführung der AK Handel zu diskre-
ditieren, dringen sie nicht durch. So ist es offensichtlich, dass die Buchungen sehr wohl 
übereinstimmen und sich die "Abweichungen" allein durch die Sortierung der unter dem-
selben Datum eingetragenen Buchungen ergeben, was der Glaubwürdigkeit des neu ein-
gereichten Kontoauszuges in keiner Weise entgegensteht.

Auch was die Beschwerdeführer in Bezug auf die Beweistauglichkeit des "Journals" vor-
bringen (act. 10 Ziff. 7 f.), vermag nicht zu überzeugen. Die von der AK Handel in ihrer 
Duplik angeführte Erklärung für Abweichungen zwischen dem "Journal" und dem Konto-
auszug vom 3. April 2019, es sei möglich, dass einzelne Buchungen aufgrund des gewähl-
ten Filters so oder anders erschienen (act. 13 Ad. 7), ist nachvollziehbar. So ist aus einem 
Vermerk am Ende des "Journals" (AK-act. 2) ersichtlich, dass Buchungen der Perioden ab 
1. Januar 2012 abgebildet wurden. Es überrascht daher wenig, dass die im Kontoauszug 
vom 3. April 2019 von den Beschwerdeführern rot markierten Buchungen (Beilage 3 zur 
Replik), die die Perioden aus dem Jahr 2011 betreffen, im ins Recht gelegten Journalaus-
zug nicht erscheinen. Gleiches gilt für die markierten Buchungen aus dem Jahr 2014, die 
keiner Periode zugeordnet wurden. Weiter ist bei Vergleich von "Journal" und Kontoaus-
zug auch erkennbar, dass die von den Beschwerdeführern angeführten Buchungen, die 
nur im "Journal" erscheinen (Beilage 2 zur Replik), keine Auswirkung auf den Saldoverlauf 
haben, sich folglich nicht auf den letztendlich ausgewiesenen Ausstand auswirken. Entge-
gen der Ansicht der Beschwerdeführer hilft das "Journal" zudem durchaus, die Geldflüsse 
besser nachzuvollziehen, da es neben der jeweiligen Periode, der eine Buchung zugeord-
net wurde, auch deren Referenz und Beleg ausweist.

Insgesamt zeigen die vorliegenden Akten eine nachvollziehbare Kontoführung der AK 
Handel in Bezug auf die D.________ AG und genügen insbesondere dazu, die Schaden-

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ersatzforderung, soweit sie in masslicher Hinsicht von den Beschwerdeführern konkret be-
stritten wurde, zu überprüfen.

6.
6.1 Die AK Handel erhob mit Verfügung vom 10. Juni 2021, bestätigt durch den ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2021, eine Schadenersatzforderung im 
Umfang von Fr. 47'744.05. Dieser eingeforderte Betrag entspricht dem in beiden Konto-
auszügen per 29. Juni 2016 ausgewiesenen Saldo zu Gunsten der AK Handel (BF2-act. 5; 
AK-act. 1). Nach dem 29. Juni 2016 erfolgten lediglich noch die Rückverteilung der CO2-
Abgabe für Januar 2015 sowie Abschreibungen für die Jahre 2012, 2013 und 2014 zur 
Saldierung des Kontos, wie aus dem Kontoauszug vom 3. April 2019 hervor geht (AK-
act. 1).

6.2 Umstritten ist unter den Parteien, ob und inwiefern die von der AK Handel geltend 
gemachte Schadenersatzforderung auch Restanzen aus der Rückforderung zu viel ausge-
richteter Familienzulagen (nachfolgend auch: FAK Rückforderung) enthält.

Dies war bereits Thema in den Rückweisungsurteilen, wobei dannzumal aufgrund der Ak-
ten nicht beurteilt werden konnte, ob es zu einer Vermischung gekommen war oder nicht. 
Es wurde jedoch grundlegend festgehalten, dass die Vereinbarung hinsichtlich die Rück-
erstattung zu viel ausgerichteter Familienzulagen nicht mit der Haftungsfrage nach Art. 52 
AHVG vermengt werden dürfe und dass ohnehin dann, wenn die Raten immer pünktlich 
bezahlt worden seien – was unstreitig sei –, eine Restanz nicht im Rahmen der vorliegen-
den Organhaftung geltend zu machen wäre, dies unbesehen der Tatsache, dass auch 
ausstehende FAK-Beiträge grundsätzlich von Art. 52 AHVG erfasst seien (VGer ZG 
S 2017 160 und 167 vom 20. Dezember 2018 je E. 6.3.2).

6.2.1 Im November 2012 hatte die AK Handel die Konkursitin darüber informiert, dass 
ihr in grösserem Umfang Kinderzulagen falsch vergütet worden waren und nun eine Rück-
forderung bestehe. Daraufhin bot ihr die Konkursitin mit Schreiben vom 15. November 
2012 an, sie könne die zukünftigen Kinderzulagen mit der Schuld verrechnen, zudem be-
zahle man monatliche Raten von Fr. 2'000.– bis zur Tilgung der Schuld, wenn möglich 
mache man allenfalls auch noch Extrazahlungen (BF2-act. 15 S. 1). Mit "Verfügung Zah-
lungsplan" vom 23. November 2012 stellte die AK Handel fest, es bestehe eine Kinderzu-
lagen-Rückforderung im Umfang von insgesamt Fr. 61'150.– (Fr. 57'950.– + Fr. 3'200.–) 
und diese sei in 30 monatlichen Raten (davon 29 à Fr. 2'000.–) zu begleichen (AK-act. 3). 

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Aufgrund des Kontoauszugs vom 3. April 2019 (AK-act. 1) lässt sich nun erkennen, dass 
diese Rückforderung dem Konto der D.________ AG belastet worden war. So am 18. Ok-
tober 2012 mit einer FAK Rückforderung von Fr. 3'200.– zugehörig zur Periode "10.2012-
10.2012" und am 15. November 2012 mit einer solchen von Fr. 57'950.– zugehörig zur Pe-
riode "11.2012-11.2012". Weiter ist ersichtlich, dass die Konkursitin ab Dezember 2012 
regelmässig monatliche Einzahlungen à Fr. 2'000.– leistete, welche zur Tilgung der FAK 
Rückforderung verbucht wurden. Die auf die Periode "10.2012-10.2012" gebuchte Rück-
forderung von Fr. 3'200.– war folglich mit der zweiten Rate à Fr. 2'000.– getilgt. Ab hier 
wurden die monatlichen Einzahlungen à Fr. 2'000.– fortan der FAK Rückforderung Periode 
"11.2012-11.2012" zugerechnet. Unter Berücksichtigung der Erklärung der AK Handel in 
Duplik Ziffer 4, lässt sich ohne Weiteres nachverfolgen, wie die noch bestehende FAK 
Rückforderung der Periode "11.2012-11.2012" regelmässig um Fr. 2'000.– abnahm (u.a. 
am 17. Januar 2013, 30. Januar 2013, 6. Februar 2013, 8. April 2013, 17. April 2013 etc.), 
so dass sie am 18. Juni 2014 noch Fr. 17'150.– betrug. Gleiches lässt sich auch im "Jour-
nal" nachvollziehen, hier sind die Buchungen zur Periode "11.12" mit Beleg "137'347" zu 
verfolgen (AK-act. 2). Aus Kontoauszug und "Journal" ergibt sich auch ganz klar, dass 
nicht willkürlich alle Einzahlungen der Konkursitin der FAK Rückforderung angerechnet 
wurden, sondern bis auf wenige Ausnahmen grundsätzlich eine monatliche Zahlung von 
Fr. 2'000.–, wie es der Tilgungsplan vorsah.

Die im Kontoauszug ersichtlichen Buchungen zeigen weiter, dass die FAK Rückforderung 
durchaus separiert von den laufenden Beitragsforderungen geführt wurde. Dies geht im 
Übrigen auch aus der Verfügung "Belastung Jahresabrechnung / Verfügung" vom 16. April 
2013 (AK-act. 6) hervor, in der neben den für das Jahr 2012 noch offenen Beiträgen ("Dif-
ferenz zu unseren Gunsten") explizit erwähnt wird: "Ausserdem noch offen zu unseren 
Gunsten Fr. 49'150.–", was genau der per 8. April 2013 noch offenen FAK Rückforderung 
gemäss Kontoauszug entspricht (AK-act. 1).

Ab Juli 2014 sind im Kontoauszug vom 3. April 2019 sechs weitere monatliche Einzahlun-
gen à Fr. 2'000.– ausgewiesen, welche jedoch keiner Periode mehr zugeordnet worden 
waren (vgl. 17. Juli 2014, 15. August 2014, 15. September 2014, 16. Oktober 2014, 
18. November 2014 und 17. Dezember 2014 [AK-act. 1]). Aufgrund von Regelmässigkeit 
und Betragshöhe sind diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ebenfalls der Tilgung 
der FAK Rückforderung anzurechnen. Davon ging auch die AK Handel in ihrer Vernehm-
lassung aus (act. 7 Ziff. Ad 37-39). Damit belief sich die Restanz der FAK Rückforderung 
per Ende 2014 auf Fr. 5'150.–.

12

Urteil S 2021 161 / S 2021 162

Der Betrag von Fr. 5'150.– deckt sich mit der im Kontoauszug vom 3. April 2019 per 
28. September 2017 verbuchten Abschreibung für das Jahr 2012 (Periode 11.2012-
12.2012; Fr. 5'144.80) zuzüglich der am 7. Juni 2017 verbuchten Rückverteilung von CO2-
Abgabe für die Periode 1.2015-1.2015 (Fr. 5.20). Dass die Rückverteilung der CO2-
Abgabe für Januar 2015 von der FAK-Rückforderung abgezogen wurde, ergibt sich auch 
aus dem "Journal", wo sie am 7. Juni 2017 unter Beleg "137'347" verbucht wurde. Damit 
ist erstellt, dass im Zeitpunkt der Eröffnung des Konkurses über die D.________ AG am 
15. Januar 2014 noch eine FAK Rückforderung im Umfang von Fr. 5'150.– offen war, wel-
che im Konto der Konkursitin geführt wurde, jedoch – wie in den Zwischenentscheiden 
festgehalten – nicht mit der Schadenersatzforderung nach Art. 52 AHVG vermischt werden 
darf und daher vom eingeforderten Kontosaldo in Abzug zu bringen ist.

6.2.2 Soweit die AK Handel mit Vernehmlassung vorbringt, die FAK Rückforderung sei 
längst mehr als gedeckt und nicht nur die vereinbarten monatlichen Ratenzahlungen à 
Fr. 2'000.– mit der Rückforderung verrechnet, sondern auch sämtliche ab Dezember 2012 
einbehalten FAK-Leistungen (act. 7 Ad 37-39), überzeugt dies nicht. Obwohl die Konkur-
sitin dies im Schreiben vom 15. November 2012 (BF2-act. 15 S. 1) angeboten hatte, war 
die Verrechnung der FAK-Leistungen mit der FAK Rückforderung weder im Tilgungsplan 
vorgesehen (AK-act. 3), noch wurde sie praktiziert. Vielmehr wurden spätere monatliche 
FAK-Leistungen jeweils der Akontoforderung der zugehörigen Periode gutgeschrieben und 
so vom laufenden Saldo abgezogen (z.B. 15. Februar 2013, 15. März 2013, 15. April 
2013, 15. Mai 2013 etc.). Die FAK-Leistungen wurden damit fortwährend zur Deckung der 
offenen Beitragsforderungen genutzt und nicht zur Begleichung der FAK Rückforderung, 
dies erscheint korrekt und eine Grundlage dafür, dies nachträglich anders zu handhaben 
fehlt. Insbesondere wird die Verrechnung von FAK Rückforderungen mit fälligen 
(FAK)Leistungen vom Gesetz nicht vorgesehen und wäre daher wohl unzulässig gewesen 
(Art. 25 lit. d FamZG i.V.m. Art. 20 Abs. 2 lit. b und c AHVG). 

Soweit die Beschwerdeführer aufgrund der bis November 2014 gemäss Tilgungsplan fälli-
gen Raten von einer noch bestehenden Rückforderung von Fr. 13'550.– ausgehen (act. 10 
Ziff. 13), dringen sie ebenso wenig durch. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
von der Konkursitin zu Beginn der Abzahlung bewusst geleistete Extrazahlungen, wie sie 
sie im November 2012 in Aussicht stellte, zurückzuführen, dass die Tilgung der FAK Rück-
forderung Ende 2014 bereits weiter fortgeschritten war, als geplant. Darin kann kein un-
zulässiges Vorgehen erkannt werden.

13

Urteil S 2021 161 / S 2021 162

6.2.3 Nach dem Gesagten kann entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer eine klare 
Abgrenzung zwischen FAK Rückforderung und Beitragspflicht vorgenommen werden. Die 
Rückforderungsbuchungen sind in Kombination von Kontoauszug und "Journal" durch-
wegs gut gekennzeichnet und bis Juni 2014 konsequent auf die Periode 11.2012 bzw. Be-
leg "137'347" gebucht. Es liegt daher keine eigentliche Vermischung/Vermengung vor, 
auch wenn die Rückforderung ebenfalls in den Kontosaldo einfloss. Die noch bestehende 
Restanz der Rückforderung von Fr. 5'150.– kann ohne weiteres identifiziert und von der 
offenen Forderung für Sozialversicherungsbeiträge getrennt werden.

6.3 Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, basierend auf der Tilgungsplan-
Verfügung vom 29. Oktober 2014 (BF2-act. 19) sei ein Betrag von Fr. 49'641.10 von der 
Schadenersatzforderung in Abzug zu bringen, da dieser im Zeitpunkt des Entscheides 
über die Bilanzdeponierung an der Generalversammlung vom 26. November 2014 noch 
nicht fällig gewesen sei (act. 1 Ziff. 61 und 71). Hierzu hat sich das Gericht bereits in den 
Vorverfahren ausführlich geäussert und festgehalten, dass dem nicht so ist, zumal dieser 
Tilgungsplan wegen nichtbezahlter Raten bereits nach kürzester Zeit schon wieder hinfäl-
lig geworden war. Beleg dafür sei das Kassenschreiben vom 14. November 2014, dem 
entnommen werden kann, dass die Konkursitin bereits vor der nämlichen Generalver-
sammlung vom 26. November 2014 mit jedenfalls einer Rate im Rückstand war, sowie 
dass der Tilgungsplan demzufolge hinfällig und die ganze Beitragsschuld somit fällig ge-
worden war (BF2-act. 20; sowie VGer ZG S 2017 160 und 167 vom 20. Dezember 2018 je 
E. 6.3.2). Anlass vorliegend von dieser Beurteilung abzuweichen besteht nicht (vgl. vorne 
E. 3.2). Insbesondere waren die von den Beschwerdeführern ins Recht gelegten Kassen-
schreiben vom 14. November 2014 (BF2-act. 20), 25. November 2014 (BF2-act. 21) und 
2. Dezember 2014 (BF2-act. 22) auch in den Vorverfahren bekannt und fanden ausrei-
chend Berücksichtigung.

6.4 Auch soweit die Beschwerdeführer geltend machen, die im Kontoauszug aufge-
führten Akontobeiträge für die Monate November und Dezember 2014 seien von der For-
derungssumme in Abzug zu bringen, da die Konkursitin nach dem Beschluss über die Bi-
lanzdeponierung anlässlich der Generalversammlung vom 26. November 2014 keine Zah-
lungen mehr hätte erbringen dürfen (act. 1 Ziff. 59 ff.), dringen sie nicht durch. Einerseits 
ist massgebender Zeitpunkt für den Schadenseintritt bei einer juristischen Person in der 
Regel die Konkurseröffnung, welche vorliegend am 15. Januar 2015 erfolgte (Felix Frey in: 
AHVG/IVG Kommentar, 2018, Art. 52 N 8). Andererseits entstehen Beitragsforderungen 

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

grundsätzlich ex lege im Zeitpunkt der Lohnauszahlung (Art. 14 Abs. 1 und Art. 51 AHVG; 
BGer 9C_851/2015 vom 21. Januar 2016 E. 4.3; Kieser, a.a.O. Art. 14 N 3). Wobei eine 
Besonderheit gilt, wenn zwischen Ausgleichskasse und Arbeitgeber, wie vorliegend, im 
Pauschalverfahren abgerechnet wird. Bei diesem werden während des Jahres Akontobei-
träge geleistet und zu Beginn des Folgejahres findet gestützt auf die Lohnmeldungen der 
Arbeitgeberin die definitive Abrechnung samt Ausgleich statt. Bei dieser Abrechnungswei-
se besteht eine Haftung grundsätzlich bereits für die (regelmässig) geschuldeten Pauscha-
len (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 483; Kieser, a.a.O., Art. 14 N 4).

Aus dem Kontoauszug vom 3. April 2019 geht hervor, dass der Konkursitin monatlich 
Akontobeiträge belastet wurden, so auch am 12. November 2014 für die Periode 
"11.2014-11.2014" und am 17. Dezember 2014 für die Periode "12.2014-12.2014" je in der 
Höhe von Fr. 5'885.– (AK-act. 1). Eine Korrektur des Beitragsvolumens für das Jahr 2014 
erfolgte gemäss Kontoauszug am 27. Februar 2015 mit der Jahresabrechnung für Lohn-
beiträge der Periode "1.2014-12.2014" und führte zu einer Gutschrift von Fr. 15'024.75 
(AK-act. 1). Weiter geht aus dem Bericht zur Arbeitgeberkontrolle vom 16. April 2015, wel-
che infolge des Konkurses durchgeführt worden war, hervor, dass die Löhne für November 
2014 voll und jene für Dezember 2014 zum Teil ausbezahlt und der AK Handel korrekt 
gemeldet worden seien (AK-act. 4). Es besteht damit entgegen der Ansicht der Beschwer-
deführer keinerlei Anlass, die Beiträge für November und Dezember 2014 bei der Scha-
densbemessung nicht zu berücksichtigen, da man sich einerseits im Pauschalverfahren 
befand und andererseits auch tatsächlich Löhne ausbezahlt worden waren. 

6.5 Die Beschwerdeführer rügen weiter, die für die Jahre 2012 und 2013 erhobenen 
Sozialversicherungsbeiträge würden auf zu hohen Lohnmeldungen der D.________ AG 
basieren. Insbesondere der Beschwerdeführer 2 habe tatsächlich viel weniger Lohn aus-
bezahlt erhalten, als der Ausgleichkasse gemeldet worden sei. Dementsprechend müsse 
die ausstehende Beitragsforderung reduziert werden (act. 1 Ziff. 40 ff.). Selbiges wurde 
bereits im Vorverfahren vorgebracht, mit im Wesentlichen identischer Begründung (VGer 
ZG S 2017 160 und 167 vom 20. Dezember 2017 je E. 6.3.2).

Die AK Handel hält dem entgegen, im Pauschalverfahren hätten die Arbeitgeber monatlich 
oder vierteljährlich Pauschalzahlungen zu entrichten und Anfang Jahr die Lohnbescheini-
gung für das vergangene Jahr der Ausgleichskasse einzureichen. Diese erstelle aufgrund 
der eingereichten Zahlen die Schlussabrechnung. Die D.________ AG habe diese 
Schlussabrechnungen zu keinem Zeitpunkt bestritten. Die nunmehrigen Einwendungen 

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Urteil S 2021 161 / S 2021 162

würden verspätet erfolgen und seien unbegründet. AHV-pflichtig seien die realisierten 
Löhne. Wieweit sie effektiv ausbezahlt oder z.B. als Darlehen stehen gelassen worden 
seien, habe keinen Einfluss auf die Beitragspflicht (act. 7 Ad 40-47).

6.5.1 Das Verwaltungsgericht führte in den Urteilen S 2017 160 und 167 je in E. 6.3.2 
aus, zum Aspekt der zu hohen Lohnbescheinigungen sei zwar einzuräumen, das blosse 
Lohnanwartschaften AHV-beitragsrechtlich nicht als Lohn gelten würden und deshalb nicht 
zu verabgaben seien. Nach der höchstrichterlichen Praxis sei eine solche indes mit 
Zurückhaltung anzunehmen und die Lohndeklaration in der Absicht, dass der Lohn leis-
tungsrelevant im IK verbucht werde, spreche grundsätzlich gegen die beitragsrechtliche 
Nichtbeachtung (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz. 430 sowie, weniger treffend, EVG H 97/06 
vom 15. Mai 2007 E. 5.3 ff.). Soweit die D.________ AG mithin Löhne deklariert und auf 
deren entsprechende IK-Verbuchung gebaut habe, die fraglichen Löhne aber nicht speziell 
als Anwartschaften kenntlich gemacht habe, erschiene eine diesbezügliche Beitragsreduk-
tion als eher fragwürdig, das Verhalten der Konkursitin als eher rechtsmissbräuchlich, zu-
mal im fraglichen Zeitraum anderweitige Lohnzahlungen offensichtlich trotz Liquiditätspro-
blemen ungekürzt ausgerichtet worden seien. Im Zusammenhang mit den angeblich zu 
hohen Lohndeklarationen sei sodann zu bedenken, dass die Rechnungen – zum Teil mit 
Rechnungsfehlern behaftet – und Tabellen des Beschwerdeführers nicht wirklich nachvoll-
ziehbar, die dagegen erhobenen Einwände tatsächlicher Natur indes nicht substantiiert 
seien (VGer ZG S 2017 160 und 167 vom 20. Dezember 2018 je E. 6.3.2).

6.5.2 Soweit vorliegend mit Beschwerde unter Hinweis auf eine Forderungseingabe 
beim Konkursamt eine Lohneinbusse des Beschwerdeführers 1 geltend gemacht wird 
(act. 1 Ziff. 40), ist dies eine blosse Behauptung, ohne dass hierfür Belege eingereicht 
worden wären und ist schon deshalb unbeachtlich. Eingegangen wird daher im Folgenden 
nur auf die Vorbringen zu Beschwerdeführer 2. Die zum Beweis der für ihn erfolgten zu 
hohen Lohndeklarationen eingereichten Belege vermögen nach wie vor nicht zu überzeu-
gen. So stimmen die für den Beschwerdeführer 2 der AK Handel gemäss Einkommensbe-
scheinigungen für das Jahr 2012 (Fr. 78'095.– [AK-act. 6 S. 4]) und das Jahr 2013 
(Fr. 20'400.– [AK-act. 5 S. 3]) gemeldeten und bei den jeweiligen Jahresabrechnungen 
berücksichtigten Einkommen überein mit der auf den eingereichten Lohnabrechnungen 
Dezember 2012 (BF2-act. 18) und Dezember 2013 (BF2-act. 18) jeweils ausgewiesenen 
Kumulationsbasen AHV (reduziert um den für Arbeitnehmende im Rentenalter abzuzie-
henden Freibetrag von Fr. 16'800.–). Aus der Lohnabrechnung Dezember 2012 welche 
einen negativen Lohn von Brutto minus Fr. 34'125.– ausweist geht zudem hervor, dass 

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hier eine deutliche Korrektur des Jahreslohnes erfolgte, welche sich auch auf die Kumula-
tionsbasis AHV 2012 und damit auf die gemeldete Lohnsumme für dieses Jahr auswirkte. 
Aufgrund der Akten ist überwiegend wahrscheinlich, dass mit dieser Lohnkorrektur ge-
genüber dem Beschwerdeführer 2 zwar abgerechnete, aber nicht ausbezahlte Löhne be-
reinigt wurden. Soweit der Beschwerdeführer 2 weiter durch Auflage von Kontoauszügen 
seines Privatkontos (IBAN CH78 […] [BF2-act. 18]) nachweisen will, dass er tatsächlich 
weniger Lohn erhalten hat, als abgerechnet worden war, gelingt ihm dies nicht. So zeigen 
die ebenfalls eingereichten Zahlungsprotokolle DTA/EZAG, dass die Zahlungen an ihn 
nicht immer auf dieses Konto erfolgten. Die Auszahlungen an den Beschwerdeführer 2 er-
folgten teils auch zu Gunsten eines anderen Kontos mit IBAN CH94 (…) (z.B. Zahlungs-
protokoll vom 21. Mai 2012 betreffend Lohn April 2012 [BF2-act. 18 "April 12"] oder vom 
31. Mai 2012 betreffend Lohn Mai 2012 [BF2-act. 18 "Mai 12"]). Die Darstellungen der Be-
schwerdeführer sind damit nicht nur schwer nachvollziehbar, sondern auch widersprüch-
lich und vermögen nicht zu belegen, dass dem Beschwerdeführer 2 tatsächlich weniger 
Lohn ausbezahlt worden wäre, als der AK Handel gemeldet worden war.

Insgesamt besteht vorliegen jedenfalls kein Anlass, um vom Bestehen allfälliger Lohnan-
wartschaften auszugehen und die gestützt auf die Lohnmeldungen der D.________ AG 
abgerechneten Beiträge für die Jahre 2012 und 2013 nachträglich anzupassen.

6.6 Weitere substantiierte Kritik an konkret verbuchten Beitragsrechnungen, Einzah-
lungen oder Abrechnungen, die falsch verbucht worden wären, bringen die Beschwerde-
führer nicht vor.

Nach dem Gesagten ist somit die von der AK Handel gestützt auf den Kontosaldo geltend 
gemachte Schadenersatzforderung von Fr. 47'744.05 einzig um die noch verbliebene of-
fene FAK Rückforderung von Fr. 5'150.– zu reduzieren. Es resultiert ein der AK Handel 
aufgrund von nicht bezahlten Beiträgen entstandener Schaden von Fr. 42'594.05.

7. Zusammenfassend liegen somit sämtliche Voraussetzungen der subsidiären Or-
ganhaftung nach Art. 52 AHVG vor (E. 3.2) und auch das massliche des der AK Handel 
entstandenen Schadens steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest (E. 6). Es ist den 
Beschwerdeführern nur teilweise gelungen, aufzuzeigen, dass der erlittene Schaden ge-
ringer ist, als mit Einspracheentscheiden vom 27. Oktober 2021 festgesetzt (E. 6.2). Ins-
gesamt ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der 
AK Handel aufgrund des Verhaltens der Beschwerdeführer 1 und 2 als Organe der 

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D.________ AG ein Schaden im Umfang von Fr. 42'594.05 entstanden ist. Hierfür sind die 
Beschwerdeführer 1 und 2 solidarisch haftbar (vgl. VGer ZG S 2017 160 und S 2017 167 
beide vom 20. Dezember 2018). Folglich ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise gutzu-
heissen, als Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids so angepasst wird, dass die Schaden-
ersatzforderung, welche die Beschwerdeführer 1 und 2 der AK Handel in solidarischer 
Haftbarkeit zu bezahlen haben, reduziert und neu auf Fr. 42'594.05 festgesetzt wird. Im 
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.
8.1 Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs-
leistungen geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts über die Verfahrenskos-
ten anwendbar (Art. 61 Ingress i.V.m. lit. fbis ATSG). Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG sind 
die Kosten der unterliegenden beschwerdeführenden Partei aufzuerlegen. Hat, wie vorlie-
gend, keine Partei ganz obsiegt, sind die Kosten in dem Verhältnis zu teilen, in welchem 
die Parteien unterlegen sind (§ 23 Abs. 2 VRG).

Mit Blick auf den verursachten Aufwand, den Streitwert von Fr. 47'774.05, die Bedeutung 
der Sache für die Parteien, sowie auch auf die Vereinigung der Parallelverfahren S 2021 
161/162, die den weitgehend gleichen Sachverhalt betreffen, erscheint eine Spruchgebühr 
von Fr. 3'600.– als angemessen (vgl. § 1 der Verordnung über die Kosten im Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht [KoV; BGS 162.12; sowie auch Richtlinien für die Festlegung 
der Gerichtskosten gemäss § 22 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 1. April 1976 
[VRG, BGS 162.1]). Die Beschwerdeführer unterliegen im vorliegenden Verfahren ange-
sichts der Reduktion der Schadenersatzforderung zu 8/9. Ihnen sind daher 8/9 der ent-
standenen Gerichtskosten von Fr. 3'600.– somit Fr. 3'200.–, bzw. je Fr. 1'600.– aufzuerle-
gen. Von den bereits geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 1'800.– werden ihnen je 
Fr. 200.– zurückbezahlt. Die AK Handel hat 1/9 der Kosten, somit Fr. 400.–, zu überneh-
men.

8.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei teilweisem Ob-
siegen Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung (BGE 117 V 401 E. 2c; 110 V 54 
E. 3a). Es ist hier von denselben Prozessergebnissen wie bei den Gerichtskosten auszu-
gehen. In Anwendung dieser Grundsätze und mit Blick auf die früheren Verfahren S 2017 
160 und 167 sowie auf den Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, den Beschwerde-
führern zu Lasten der AK Handel eine reduzierte Parteientschädigung von ermessenswei-
se je Fr. 150.– (zusammen Fr. 300.–, inkl. Auslagen und MWST) zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinn teilweise gutgeheissen, als die Schadenersatz-
forderung, welche die Beschwerdeführer 1 und 2 der AK Handel in solidarischer 
Haftbarkeit zu bezahlen haben, neu auf Fr. 42'594.05 festgesetzt wird. Im Übrigen 
ist die Beschwerde abzuweisen.

2. Den Beschwerdeführern 1 und 2 werden Verfahrenskosten in der Höhe von je 
Fr. 1'600.– auferlegt und in dieser Höhe mit den geleisteten Kostenvorschüssen 
verrechnet. Je Fr. 200.– werden den Beschwerdeführern zurückerstattet.

3. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 400.– auferlegt. 

4. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführern 1 und 2 je eine Parteien-
tschädigung von Fr. 150.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (dreifach), an die Be-
schwerdegegnerin (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils) sowie an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern und zum Vollzug von Ziffer 2 und 3 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 12. Juli 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am