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**Case Identifier:** 1b377778-226b-513f-940d-bf6dd3810926
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.02.2025 200 2024 666
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-666_2025-02-05.pdf

## Full Text

200 24 666 IV
FRC/BOC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2025, IV/24/666, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im September 2023 unter Hinweis auf ein 
Burnout und eine chronische Depression, bestehend seit 1998, bei der In-
validenversicherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Die IVB nahm er-
werbliche und medizinische Abklärungen vor und teilte am 6. Dezember 
2023 (act. II 24) mit, aufgrund des Gesundheitszustandes des Versicherten 
seien zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich. Nach Einholung 
einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
act. II 39 f.) und Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. II 41, 44, 
47) verneinte die IVB mit Verfügung vom 9. September 2024 (act. II 49) 
den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, da keine versi-
cherte gesundheitliche Einschränkung vorliege und dem Versicherten eine 
Erwerbstätigkeit uneingeschränkt zumutbar sei. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
B.________, am 27. September 2024 Beschwerde. Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. September 2024 sei aufzu-
heben und dem Beschwerdeführer sei rückwirkend seit dem frühest-
möglichen Rentenbeginn eine Rente in gesetzlicher Höhe nebst Zins 
zu 5 % zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. September 
2024 aufzuheben und es sei gerichtlich ein externes monodiszi-
plinäres psychiatrisches Gutachten einzuholen, welches sich insbe-
sondere zur aktuellen medizinischen Situation und deren Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussert. Sodann sei 
neu über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu ent-
scheiden. 

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2025, IV/24/666, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2024 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 9. September 2024 (act. II 49). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-

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heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 4, 8C_662/2012 E. 3.1).

2.3 Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswer-
te Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allge-
meinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu 
noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch 
die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls 
müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisie-
rende Erkrankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatri-
schen Fachpersonen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer 
schweren psychischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) 
schlüssige Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, 
besteht für die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizi-
nisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu 
versagen (BGE 148 V 49; SVR 2024 IV Nr. 30 S. 102, 8C_492/2023 
E. 5.1).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen: 

3.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab 
im Bericht vom 13. Oktober 2023 (act. II 18) an, der Beschwerdeführer sei 

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bei ihm seit dem 18. April 2006 in Behandlung, zuletzt am 7. Juni 2023. Bei 
ihm hätten keine Behandlungen aufgrund von Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit stattgefunden und er habe seit 2012 kein Arbeitsun-
fähigkeitszeugnis ausgestellt. Die aktuelle Medikation sei ihm nicht be-
kannt. Er kenne den Grund für die IV-Anmeldung nicht. Bekannt seien 
Rückenbeschwerden, jedoch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er 
könne weder Fragen zur beruflichen Situation noch zum Eingliederungspo-
tential beantworten. 

3.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
führte im Kurzbericht vom 19. Oktober 2023 (act. II 21/2; vgl. auch den Be-
richt vom 1. Mai 2013 [act. II 21/17]) die folgende Diagnose auf: 

- Depressive Störung (DD: Rezidivierende depressive Störung), wechselnd aus-
geprägt, mit Stimmungstiefs, drehendem Denken, Erschöpfung/Übermüdung 
(Burnout-Syndrom), Überforderungsgefühlen, Selbstwertproblemen, Existenz- 
und Zukunftsängsten

Die Behandlung habe vom 28. Januar 2013 bis 3. Juli 2017 stattgefunden 
mit Terminen teilweise alle zwei bis vier Wochen, teilweise auch in länge-
ren Intervallen. Es habe eine Gesprächstherapie mit verarbeitenden (u.a. 
Trauer nach dem Tod der ...) und kognitiv verhaltenstherapeutischen An-
sätzen stattgefunden. Als psychiatrische Medikation sei Wellbutrin XR ret. 
150 bis 300mg pro Tag verschrieben worden. Am 27. Juni 2013 hatte 
Dr. med. D.________ bestätigt (act. II 21/9), dass aufgrund von schweren 
psychosozialen Belastungen die letzte Anstellung (...) für den Beschwerde-
führer nicht mehr zumutbar gewesen sei, weshalb die Kündigung für ihn 
unumgänglich geworden und aus gesundheitlichen Gründen gerechtfertigt 
gewesen sei. Dr. med. D.________ attestierte von Januar bis März 2013 
eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit für Stellenbewerbungen (act.  II 
21/15) und vom 14. - 20. Oktober 2013 eine (100%ige) Arbeitsunfähigkeit 
(act. II 21/14). Ebenfalls eine (100%ige) Arbeitsunfähigkeit attestierte er 
von Ende Februar 2015 bis November 2016 (act. II 21/3 - 12). 

3.3 Im Bericht vom 16. April 2024 (act. II 37) von Dr. med. E.________ 
(im Medizinalberuferegister ohne Facharzttitel verzeichnet [vgl. 
<www.medregom.admin.ch>]) vom Ambulatorium der Klinik F.________ in 

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... wurde die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
aufgeführt: 

- Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1)

Der Beschwerdeführer befinde sich seit August 2023 bei Dr. med. 
E.________ in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung im 
psychiatrischen Ambulatorium der Klinik F.________ in .... Die Sitzungen 
fänden in zwei-monatlichen Abständen, nach kognitiver Verhaltenstherapie, 
statt, da der Beschwerdeführer seit einem Zusammenbruch und Burnout 
vor zirka zehn Jahren nicht mehr Imstande sei, allein zurecht zu kommen. 
Der Beschwerdeführer habe seit 2017 keine offizielle Arbeitsstelle mehr 
gehabt. Während der Psychotherapien im Ambulatorium der Klinik 
F.________ in ... seien keine Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ausgestellt 
worden. Letztlich hänge die langfristige Prognose vom Erfolg der integrier-
ten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, der weiteren psychi-
schen und somatischen Krankheitsentwicklung und vom Gelingen einer 
schrittweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess in einer für den 
Beschwerdeführer angepassten und stimmigen Tätigkeit ab. Eine 
Intensivierung der Behandlung sei aktuell nicht indiziert. Der Beschwerde-
führer nehme keine Psychopharmaka, da er darauf nur unter unerwünsch-
ten Nebenwirkungen gelitten und psychisch nicht profitiert habe. Während 
der Behandlung im Ambulatorium der Klinik F.________ in ... sei er kurz-
zeitig bei der aktuellen Psychotherapeutin unter Wellbutrin eingestellt wor-
den, was wegen der Nebenwirkungen nur drei Wochen gedauert habe.

Der Beschwerdeführer sei seit 2017 selbstständiger .../.... Aktuell erledige 
er den Haushalt, den Garten, soweit die Kraft ihm dies erlaube, und drei bis 
vier externe Kundenaufträge pro Jahr. Administrative Arbeiten seien extrem 
auslaugend: Kundenakquise, Buchhaltung, Steuererklärung. Die physische 
Arbeit selbst sei zwar sehr ermüdend, aber kurzzeitig machbar. Er brauche 
danach ein bis zwei Tage Erholung, Tendenz steigend. Er könne allerdings 
in der Erholungsphase auch den Haushalt nicht mehr erledigen. Damit be-
laste er zusätzlich seine Frau, die das nebst ihrer Erwerbsarbeit als ... 
(80%iges Arbeitspensum) auch nicht stemmen könne. Beim Beschwerde-
führer bestehe aktuell eine mittelgradige, depressive Episode bei anhalten-
der psychosozialer Belastungssituation aufgrund eines Burnouts am 

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Arbeitsplatz vor zirka zehn Jahren und belastenden Ereignissen in der Ver-
gangenheit (Tod der ...).

Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine leidensangepasste 
Tätigkeit sei maximal zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar. Eine ange-
passte Tätigkeit wäre denkbar, jedoch mit reduzierter Leistungsfähigkeit. 
Dies wären Tätigkeiten mit Holz, Tieren oder im Garten. Der Beschwerde-
führer sei für die Arbeit sehr motiviert und zuverlässig, daher seien Einglie-
derungsmassnahmen als hilfreich und nützlich eingeschätzt worden. Es 
wäre vorstellbar, dass der Beschwerdeführer mit einem Pensum von ma-
ximal 40 % arbeite (drei bis vier Stunden pro Tag) in einer Arbeitsumge-
bung mit wenig Stress. Es sei sehr wichtig zu beachten, dass der 
Beschwerdeführer in einer stressgebundenen Arbeitsumgebung schnell 
überfordert sei, daher bräuchte er vermehrte Pausen, andernfalls könne es 
zu einer wiederkehrenden depressiven Episode kommen. Einer Eingliede-
rung stünden das Alter und die niedrige Belastbarkeit entgegen. 

3.4 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 26. Juni 2024 (act. II 40) 
die folgende Diagnose auf:

- ICD-10: F34.1 V.a. chronische Depression

Der Beschwerdeführer sei in den Jahren 2013 bis 2017 wegen einer An-
passungsstörung bei subjektiver beruflicher Überforderung und nach dem 
Tod der ... ambulant psychiatrisch behandelt worden. Ein objektiver Befund 
sei vom Facharzt nicht mitgeteilt worden, die Intensität der Behandlung sei 
gesamthaft unbekannt.

Seit dem 30. August 2023 befinde er sich in ambulanter Behandlung in den 
Psychiatrischen Diensten des Ambulatoriums der Klinik F.________ in .... 
Bislang hätten lediglich fünf Sitzungen stattgefunden. Die geringe Frequenz 
alle zwei Monate erfolge auf Wunsch des Beschwerdeführers, die Einnah-
me von Psychopharmaka wegen früherer negativer Erfahrungen (die nicht 
dokumentiert seien) lehne er ab. Zwar werde eine mittelgradige depressive 
Episode diagnostiziert und auch im objektiven Befund hinterlegt, jedoch 
seien die beschriebenen Funktionseinschränkungen überwiegend subjekti-
ver Natur und das minimale Therapieregime (auf Wunsch des Beschwerde-

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führers) sei nicht mit dem diagnostizierten Schweregrad der Depression 
kompatibel. Man könne einen unzureichenden Leidensdruck des Be-
schwerdeführers im Sinne der Indikatoren annehmen, andererseits fänden 
sich auch Widersprüchlichkeiten im fachärztlichen Bericht, insofern auch 
von Seiten der Behandler keine Therapieintensivierung als indiziert ange-
sehen werde, was der gestellten Diagnose mittelgradige Depression wider-
spreche. Weitere Inkonsistenzen fänden sich in der Angabe der Behandler, 
dass der Beschwerdeführer sehr motiviert für die Arbeit sei, während er im 
Erstgespräch vom 11. Oktober 2023 (act. II 11) angegeben habe, dass er 
sich nicht in der Lage sehe, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. 
Er wünsche eine Rentenprüfung. Hier sehe der RAD deutliche Hinweise 
auf ein Rentenbegehren. Die Behandler führten noch als limitierenden Fak-
tor für die Eingliederung das Alter des Beschwerdeführers an. Dies sei be-
kannterweise IV-fremd, zudem seien Eingliederungsmassnahmen im Alter 
von 55 Jahren durchaus noch zumutbar und auch erfolgsträchtig.

Zusammenfassend seien Diagnosestellung, Einschätzung des Schwere-
grads der diagnostizierten Depression und die versicherungsmedizinische 
Beurteilung der Behandler nicht nachvollziehbar. Nach der Beurteilung des 
RAD liege mit der am ehesten chronischen Depression kein IV-relevanter 
Gesundheitsschaden vor.

Es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit, eine solche sei auch nicht attestiert 
worden. Die im Gesuch angegebene Arbeitsunfähigkeit seit 2020 sei weder 
dokumentiert noch nachvollziehbar.

Das minimale Therapieregime spreche für einen geringen Ausprägungs-
grad der Gesundheitsstörung, es lasse auch keinen Schluss zu, dass etwa 
Therapieresistenz vorliege. Konsistenzeinschränkungen bestünden dahin-
gehend, dass deutliche Hinweise auf einen eingeschränkten behandlungs- 
und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck vorlägen.

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4.

4.1

4.1.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

4.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-

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nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: 
BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107). 

4.1.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

4.1.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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4.2 In der IV-Anmeldung gab der Beschwerdeführer an, seit 1998 be-
stehe eine chronische Depression sowie ein Burnout und seit dem 1. No-
vember 2020 sei er zu 98 % arbeitsunfähig (act. II 1/4 und 6). Im Septem-
ber 2017 erwarb er einen Bachelor of ... in ... (act. II 3/2). Gemäss Angaben 
in der IV-Anmeldung war er von November 2017 bis November 2020 als 
selbstständigerwerbender .../... in einem 20%-Pensum tätig und erzielte ein 
jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 11'000.-- (act. II 1/6; gemäss den ein-
gereichten Buchhaltungsabschlüssen arbeitete er aber auch in den Jahren 
2021 und 2022 [vgl. Buchhaltungsunterlagen 2017 - 2022 {act. II 36.1 - 
36.8}]; vgl. auch act. II 10). Im Rahmen des Erstgesprächs vom 11. Okto-
ber 2023 erwähnte der Beschwerdeführer (act. II 11), dass 2013 ... im Alter 
von ... Jahren verstorben sei. Weiter gab er an, im Gesundheitsfall würde 
er zu 100 % arbeiten. Seine Frau verstehe nicht, dass er psychisch krank 
sei und fordere ihn auf, zu arbeiten. Seit zirka 2016/2017 nehme er keine 
Medikamente mehr, da keine Wirkung (mehr) spürbar gewesen sei, ausser 
den Nebenwirkungen. Er wünsche sich die Rentenprüfung und sehe sich 
nicht in der Lage, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. 

4.3 Die angefochtene Verfügung vom 9. September 2024 (act. II 49) 
basiert in medizinischer Hinsicht auf der Aktenbeurteilung des RAD-
Psychiaters Dr. med. G.________ vom 26. Juni 2024 (act. II 40). Diese 
erfüllt die an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes gestellten An-
forderungen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Entgegen den Ausführungen in der Be-
schwerde, S. 5 f. IV./Ziff. 3 und 3.1 f., war eine persönliche Untersuchung 
des Beschwerdeführers durch den RAD angesichts der verfügbaren medi-
zinischen Dokumentation rechtssprechungsgemäss nicht notwendig; viel-
mehr vermochte der RAD die medizinische Situation gestützt auf die 
vorhandenen Akten zuverlässig zu beurteilen (vgl. E. 4.1.4 hiervor). Soweit 
beschwerdeweise die Ausführungen des RAD zum Leidensdruck des Be-
schwerdeführers beanstandet werden (Beschwerde S. 6 f. IV./Ziff. 4 und 
4.1 - 4.4), ist festzuhalten, dass der Tod der ... im ... 2013 unbestrittener-
massen tragisch ist, dieses belastende Ereignis jedoch nun schon über 
zehn Jahre zurück liegt. Der Beschwerdeführer gab denn auch die im Ja-
nuar 2013 beim Psychiater Dr. med. D.________ aufgenommene Therapie 
im Juli 2017 auf (act. II 21/2) und nahm die psychiatrisch-psychothera-
peutische Behandlung erst wieder Ende August 2023 auf (act. II 37/2). Da-

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von hatte der Hausarzt Dr. med. C.________ keine Kenntnis und er attes-
tierte selbst auch keine Arbeitsunfähigkeit (act. II 18). Weiter wurde von Dr. 
med. E.________ im Bericht vom 16. April 2024 (act. II 37) eine Therapie-
frequenz alle zwei Monate angegeben, woraufhin der RAD-Arzt Ende Juni 
2024 von bisher fünf Sitzungen seit Therapiebeginn Ende August 2023 
ausging (act. II 40/5); womöglich waren es aber sogar noch weniger Sit-
zungen, da Dr. med. E.________ selber ferien- und krankheitsbedingt of-
fenbar von Dezember bis mindestens Mitte Februar 2024 abwesend bzw. 
arbeitsunfähig war (vgl. act. II 26 f.). Bei einer solch geringen Therapiefre-
quenz und fehlender Medikation ist von einem unzureichenden Leidens-
druck auszugehen (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304). Mit dem RAD-Arzt 
Dr. med. G.________ ist zudem auf die Widersprüchlichkeit hinzuweisen, 
wonach von Seiten der Behandler keine Therapieintensivierung als indiziert 
angesehen wird, was der gestellten Diagnose mittelgradige Depression 
widerspricht (act. II 40/5). Die Einschätzung von Dr. med. E.________ im 
Bericht vom 16. April 2024 (act. II 37) als nicht psychiatrische Fachärztin 
(vgl. die diesbezüglich unzutreffende Aussage in der Beschwerde S. 8 
IV./Ziff. 5.3) vermag somit keine auch nur geringen Zweifel an der Akten-
beurteilung des RAD zu begründen (vgl. E. 4.1.3 hiervor). Vielmehr hat der 
RAD-Arzt Dr. med. G.________ überzeugend und schlüssig festgehalten, 
die Diagnosestellung, die Einschätzung des Schweregrades der diagnosti-
zierten Depression und die versicherungsmedizinische Beurteilung der Be-
handler seien nicht nachvollziehbar (act. II 40/5). Zudem findet die vom 
Beschwerdeführer behauptete Arbeitsunfähigkeit von 98% seit dem 1. No-
vember 2020 (act. II 1/4) in den Akten keine Stütze und auf die Einschät-
zung von Dr. med. D.________ (vgl. act. II 21/2) kann für die aktuelle 
Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht ab-
gestellt werden, da dieser den Beschwerdeführer seit 2017 nicht mehr be-
handelt.

Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen ist der Sachverhalt liquid und 
in antizipierter Beweiswürdigung kann – entgegen dem beschwerdeweise 
gestellten Eventualantrag – auf die Einholung eines Gerichtsgutachtens 
verzichtet werden (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 
V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2025, IV/24/666, Seite 14

E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4).

4.4 Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kann grundsätzlich nur 
eine schwere psychische Störung invalidisierend im Rechtssinne sein. Be-
steht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbe-
sondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage 
gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf 
eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (vgl. E. 2.3 
hiervor). Der beim Beschwerdeführer diagnostizierte Gesundheitsschaden 
stellt keine schwere psychische Störung dar, attestierte doch nicht einmal 
die behandelnde Ärztin Dr. med. E.________ – notabene keine psychiatri-
sche Fachärztin – eine schwer ausgeprägte Störung (act. II 37/6). Zudem 
liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Ko-
morbiditäten vor (vgl. E. 2.3 hiervor). Wie die Beschwerdegegnerin zutref-
fend festhält (Beschwerdeantwort S. 2 C./Rz. 9), ist mangels Medikation 
und nur alle zwei Monate stattfindender Behandlungen bei einer Nicht-
fachärztin von einem erheblichen therapeutischen Potential auszugehen 
(vgl. E. 2.3 hiervor). Gewichtige Gründe, welche gleichwohl auf einen inva-
lidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen, sind vorliegend 
keine ersichtlich. 

Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähig-
keit im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar 
begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzun-
gen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein 
Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. E. 4.3 hiervor), ist von einer 
Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 
215 E. 7 S. 228).

In der Folge besteht mangels invalidisierendem Gesundheitsschaden kein 
Rentenanspruch. Somit erübrigen sich auch Weiterungen zu einem Ein-
kommensvergleich und zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bei fortge-
schrittenem Alter (vgl. Beschwerde S. 10 ff. IV./Ziff. 8 und 9). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2025, IV/24/666, Seite 15

4.5 Die angefochtene Verfügung vom 9. September 2024 (act. II 49) 
erweist sich somit als rechtens und die Beschwerde ist als offensichtlich 
unbegründet abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2025, IV/24/666, Seite 16

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.