# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab61e66f-8641-5f30-b923-c82147b100a0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 03.10.2025 BEK 2025 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-22_2025-10-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 3. Oktober 2025
BEK 2025 22

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Gesuchsteller und Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend provisorische Rechtsöffnung
(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Küssnacht vom 21. Januar 2025, ZES 2024 118);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Küssnacht wies am 21. Januar 2025 
das Rechtsöffnungsgesuch des Gesuchstellers vom 3. Oktober 2024 in der 
Betreibung Nr. xx des Betreibungsamtes Küssnacht um Erteilung der proviso-
rischen Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 13‘225.00 nebst Zins zu 5 % seit 
1. Dezember 2022 sowie Betreibungskosten in der Höhe von Fr. 104.00 ab. Er 
begründete dies sinngemäss damit, dass für die monatlichen Mietzinse 
gemäss dem Mietvertrag vom 1. Februar 2022 keine Rechtsöffnung erteilt 
werden könne, weil im Zahlungsbefehl nicht die jeweiligen Perioden genannt 
werden bzw. es am Nachweis der Identität zwischen der jeweils in Betreibung 
gesetzten Forderung und derjenigen fehle, die sich aus dem Rechtsöffnungsti-
tel ergäbe. Gegen diese Verfügung erhob der nunmehr durch einen Rechts-
anwalt vertretene Gesuchsteller rechtzeitig Beschwerde ans Kantonsgericht 
mit folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung des Bezirksgerichts Küssnacht vom 21. Januar 
2025 (Verfahren Nr. ZES 2024 118) sei aufzuheben.

2. Es sei in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamts Küssnacht 
am Rigi die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen.

3. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen.

4. [Aktenbeizug].

5. [Kosten- und Entschädigungsfolgen].

Die Beschwerdegegnerin verlangt, die Beschwerde vollumfänglich abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten sei (KG-act. 6).

2. Die Beschwerdegegnerin beantragt ein Nichteintreten, weil die Rechts-
begehren des Beschwerdeführers nicht beziffert seien und ein Antrag auf Be-
seitigung des Rechtsvorschlags fehle (KG-act. 6 Rz 20). Das Rechtsöffnungs-

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gesuch des damals noch nicht rechtsvertretenen Gesuchstellers enthält je-
doch abgegrenzt von der Begründung einen bezifferten Antrag um provisori-
sche Rechtsöffnung, wie dieser im angefochtenen Entscheid auch wiederge-
geben wurde (vgl. Vi-act. I sowie angef. Verfügung E. 1.a). Dagegen ist das 
Rechtsöffnungsbegehren im zweiten Antrag der Beschwerde nicht beziffert. 

a) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann darin, dass von 
einer anwaltlich vertretenen Partei bei der Formulierung eines nicht verbesse-
rungsfähigen materiellen, bei Geldzahlung bezifferten und zum Urteil erhebba-
ren Rechtsbegehrens grosse Sorgfalt erwartet werden darf, grundsätzlich kei-
ne übertriebene sinnlose Formstrenge erblickt werden, die einem überspitzten 
Formalismus gleichkäme. Vorbehalten bleiben, zumal bei Laieneingaben, be-
sondere Umstände, aus denen aus der Begründung, allenfalls in Verbindung 
mit dem angefochtenen Entscheid, ohne weiteres und in eindeutiger Klarheit 
hervorgeht, welcher Geldbetrag zuzusprechen ist (vgl. BGer 4D_14/2023 vom 
15. Mai 2023 E. 3.3 m.H. auf BGE 137 III 617 E. 6.2, BGer 4A_555/2022 vom 
11. April 2023 E. 2.7 und BGer 4A_117/2022 vom 8. April 2022 E. 2.1.2). Der 
Inhalt eines auf Klagegutheissung beschränkten Rechtsmittelbegehrens muss 
jedoch nicht stets evident sein und Unklarheiten gehen zulasten des Rechts-
mittelklägers, der es an der gebotenen Sorgfalt bei der Formulierung des 
Rechtsbegehrens fehlen liess, wenn sich Zweifel ergeben können, was er ge-
nau anstrebt, wenn er lediglich die Gutheissung der Klage beantragt 
(BGer 4A_555/2022 vom 11. April 2023 E. 2.9).

b) Das massgebende zweite Beschwerdebegehren auf Erteilung der provi-
sorischen Rechtsöffnung ist unbeziffert (vgl. E. 1 hiervor). Es betrifft mehrere 
periodische Forderungen, die ihrerseits mit diversen Gegenleistungen ver-
rechnet sein sollen (Vi-act. I: „unregelmässige, unvollständige Zahlungen der 
Beklagten von insgesamt Fr. 16‘400.00“ sowie Gutschriften aus zwei Unter-
mietverhältnissen und Mahlzeiten). Unter diesen Umständen bestehen im 

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Rechtsmittelverfahren mangels Bezifferung gute Gründe daran zu zweifeln, ob 
das erstinstanzlich geforderte Rechtsöffnungstotal nach dessen vollständiger 
Abweisung zweitinstanzlich umfassend gestellt sein soll. Es ist um der Wah-
rung des förmlichen Anspruchs der Gegenpartei auf rechtliches Gehör 
(vgl. Brunner, ZZZ 70/2025, S. 116 und 119) nicht überspitzt formalistisch, die 
Bezifferung des Rechtsöffnungsbegehrens zu verlangen, damit sie die rasche 
und sichere Übersicht hat, um was es im Rechtsmittelverfahren geht und um 
richtig reagieren zu können. Dass die mangelnde Bezifferung „selbstredend“ 
ein Festhalten am erstinstanzlich beantragten Rechtsöffnungstotal impliziere, 
ist zumindest im vorliegenden Fall keineswegs evident. Denn zur Annahme 
der Möglichkeit einer Reduktion besteht objektiv angesichts der komplexen 
Mehrfachbetreibung mit erstinstanzlich bestrittener Vollständigkeit der Ver-
rechnungspositionen (Vi-act. II Rz 16 ff. und BB 12 f.) naheliegender Anlass. 
Daher kann vom Beschwerdeführer verlangt werden, das zweitinstanzliche 
Rechtsöffnungsbegehren zu beziffern, auch wenn er von seinen erstinstanzli-
chen Anträgen nicht abzurücken bereit sein sollte, zumal er inzwischen an-
waltlich vertreten ist. 

c) Die Begründung der Beschwerde nimmt abgesehen davon zur Darle-
gung des Sachverhalts zweimal auf das bezifferte Rechtsöffnungsgesuch Be-
zug (KG-act. 1 Rz 7 und 10), ohne sich dazu zu äussern, was zweitinstanzlich 
verlangt wird. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass der Beschwerdeführer am 
erstinstanzlich bezifferten Rechtsöffnungstotal vollumfänglich festhält. 
Schliesslich hält der Beschwerdeführer selbst in seiner Stellungnahme zur Be-
schwerdeantwort mit entsprechender Rüge an seinen Anträgen noch aus-
drücklich fest (KG-act. 9 S. 2), ohne die fehlende Bezifferung nachzuholen 
oder als unfreiwilliges Versehen zu entschuldigen.

3. Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Übri-
gen ist nicht zu beanstanden, dass der Einzelrichter aufgrund fehlender Identi-

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tät zwischen der in Betreibung gesetzten Forderung und derjenigen, die sich 
aus dem von der Beschwerdegegnerin unterzeichneten Mietvertrag ergibt, 
keine Rechtsöffnung erteilte. Der Beschwerdeführer stützt das Total der be-
triebenen Forderungen letztlich nicht lediglich auf den Mietvertrag, sondern 
auf eine eigene, durch die Beschwerdegegnerin nicht anerkannte Forde-
rungsaufstellung ab. Somit lässt sich das Rechtsöffnungstotal nicht ohne wei-
teres aus dem Mietvertrag ableiten bzw. hinreichend substanziert einfach aus-
rechnen (dazu vgl. Vock, KUKO, 3. A. 2025, Art. 82 SchKG N 5 m.H.). Die 
Verknüpfung von Miet- und nicht schriftlich anerkannten Untermietverhältnis-
sen und die daraus monatlich resultierenden Mietzinse sind unklar und es ist 
nicht dargelegt, inwiefern darüber zur Zeit der Unterzeichnung des Mietvertra-
ges Klarheit bestand, um die nur erstinstanzlich bezifferte Rechtsöffnungs-
summe unzweideutig nachvollziehen zu können (vgl. Staehelin, BSK, 3. A. 
2021, Art. 82 SchKG N 15 m.H.; Kren Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 82 
SchKG N 10). Insofern wäre die Beschwerde auch abzuweisen, was im Dis-
positiv jedoch keinen Niederschlag fände (BGer 5A_412/2023 vom 26. Febru-
ar 2025 E. 4.1). 

4. Ausgangsgemäss gehen die Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten des Beschwerdeführers. Der von der Vertreterin der Beschwerdegegnerin 
berechnete Aufwand erscheint angesichts der Schwierigkeit und Wichtigkeit 
der Streitsache unangemessen und überschreitet den Gebührentarif, so dass 
die Entschädigung ermessensweise festzusetzen ist (§§ 2, 6 und 12 Geb-
TRA). Im gegenstandslos gewordenen Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-
ge (KG-act. 7) wird keine Uneinbringlichkeit geltend gemacht (Art. 122 Abs. 2 
ZPO);-

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beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 750.00 werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und aus dem Vorschuss gedeckt.

3. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, die Beschwerdegegnerin für das 
Beschwerdeverfahren mit Fr. 1‘250.00 zu entschädigen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Verfassungsbeschwerde 
beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt 
die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
mit Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der glei-
chen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist 
einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt Fr. 13‘225.00.

5. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie 
nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R mit den Akten) und an 
die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 7. Oktober 2025  amu