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**Case Identifier:** 6113f395-099f-501f-be4e-2161b56867b0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.02.2007 IV 2006/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-59_2007-02-05.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 05.02.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2007
Art. 7 und 8 ATSG. Somatoforme Schmerzstörung: Es besteht eine 
Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit 
einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte 
Umstände können jedoch die Schmerzbewältigung intensiv und konstant 
behindern und den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar 
machen [Erw. 2b]. Lässt sich der Beginn einer Arbeitsunfähigkeit nicht mit 
Sicherheit zurückdatieren, so ist es zulässig, das Datum der IV-Anmeldung 
als massgeblich anzusehen [Erw. 2e]. Ein sog. "Leidensabzug" vom 
Invalideneinkommen gemäss Tabellenlöhnen der LSE ist grundsätzlich auch 
dann möglich, wenn eine versicherte Person nebst leichten auch hin und 
wieder mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann [Erw. 3c] (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2007, IV 
2006/59).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Marie 

Löhrer; a.o. Gerichtsschreiber Bernhard Isenring

Entscheid vom 5. Februar 2007

In Sachen

C.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber Hofer procap, Schweizerischer 

Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Die 1944 geborene C.___ gelangte mit Anmeldung vom 23. Oktober 2001 an die 

schweizerische Invalidenversicherung und ersuchte um Berufsberatung, Umschulung 

auf eine neue Tätigkeit, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, sowie um 

Ausrichtung einer Invalidenrente mit der Begründung, sie leide seit ca. 1994 an 

Rheuma (IV-act. 1). Dr. med. A.___, FMH Allgemeine Medizin, W.___, stellte der 

Versicherten auf Anfrage – gestützt auf zahlreiche Arzt-, Klinik- und Spitalberichte (IV-

act. 10/5-39) – mit Schreiben vom 14. Februar 2002 folgende Diagnosen: Schwere 

Depression; chronisch instabiles Zervikalsyndrom/Zervikobrachial-syndrom; St. n. 

Hyperthyreose – Néo Mercazole-Therapie; St. n. peripherer Facialisparese links; St. n. 

OSG-Distorsion mit Peroneuslähmung links; Hypertonie; Hypochrome mikrozytäre 

Anämie. Eine Einschätzung ihrer Arbeitsfähigkeit gab Dr. A.___ keine ab, bzw. 

erachtete eine solche als nicht möglich (IV-act. 10/1-4).

B.- Am 6. August 2002 führte die IV-Stelle in der 5 ½-Zimmer-Mietwohnung der 

Versicherten in X.___ eine Haushaltabklärung durch. Dabei wurde ein 

Behinderungsgrad als Hausfrau von 38,56% ermittelt (IV-act. 14).

C.- Am 13. Januar 2003 wurde die Versicherte von der MEDAS, Y.___, polydisziplinär, 

d.h. internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht und begutachtet. Mit 

MEDAS-Gutachten vom 13. Februar 2003 wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit gestellt: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4) – Symptomatik im Rahmen der 

Diagnosen 5.1.3 und 5.1.4; leichte depressive Episode, wahrscheinlich chronifiziert 

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(ICD-10 F33.0); chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0) – 

mässige degenerative Veränderungen der unteren HWS mit Osteochondrose/

Spondylose C5/6 sowie radiomorphologisch Hinweisen für Instabilität C3/4 

(konventionelles Röntgen und MRI 06/01); anamnestisch rezidivierendes, 

unspezifisches und multilokuläres Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates (ICD-10 

R52.9). Überdies wurden folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt: Adipositas; Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt; 

Eisenmangelanämie, unbehandelt; fortgesetzter Nikotinkonsum; Status nach 

Hyperthyreose und anamnestisch Therapie mit Néo-Mercazole – aktuell 

Schilddrüsenwerte im Normalbereich; Osteopenie (Dexa 5/01, damals biochemisch 

high turn over); Senk-/Spreizfuss mit Hallux valgus bds. – st.n. Vorfusskontusion links 

02/02; klinisch beginnende femoropatelläre Arthrose bds. Die MEDAS-Begutachter 

attestierten der Versicherten seit dem 23. Oktober 2001 eine um 30% eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit. Umgekehrt formuliert seien ihr körperlich leichte und adaptierte 

Tätigkeiten zu mindestens 70% zumutbar. Die gleiche Einschätzung gelte auch für die 

Haushalttätigkeit. Weder von medizinischen noch von beruflichen Massnahmen sei 

eine Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (IV-act. 20).

D.- Mit Verfügung vom 28. Oktober 2003 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der 

Versicherten ab, da der Invaliditätsgrad unter 40% liege. Bei einem Anteil der 

Haushaltsarbeit von 45% und der Erwerbstätigkeit von 55% sei ein Teilinvaliditätsgrad 

im Haushalt von 13,5% und keine Invalidität in der Erwerbstätigkeit ermittelt worden. 

Dadurch resultiere unter Anwendung der gemischten Methode ein IV-Grad von 13,5% 

(IV-act. 31).

E.- Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 9. Dezember 2003 Einsprache 

("Rekurs") mit dem Antrag, ihren Fall nochmals zu überprüfen. Zur Begründung machte 

sie im Wesentlichen eine – insbesondere durch die Trennung von ihrem Mann 

verursachte – Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes sowie eine 

Beeinträchtigung infolge der starken Schmerzen – insbesondere Kopf-, Genick- und 

Fussschmerzen – geltend. Nach der Trennung von ihrem Mann im Januar [2003] sei ein 

Neuanfang in ihrem Alter sehr schwer (IV-act. 37). Mit Entscheid vom 11. Februar 2004 

wies der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen die 

Einsprache ab. Die Anwendung der gemischten Methode zur Bestimmung des 

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Invaliditätsgrades nach der Aufteilung Erwerbstätigkeit 55% und Haushalt 45% beruhe 

auf einer von der Einsprecherin bei der Haushaltabklärung gemachten und nachträglich 

nicht bestrittenen Aussage, weshalb es sich rechtfertige, daran festzuhalten. Überdies 

werde die von der Einsprecherin vorgebrachte rapide Verschlechterung ihres 

Gesundheitszustandes seit Anfang 2003 nicht mit medizinischen Unterlagen belegt. 

Demgegenüber sei das MEDAS-Gutachten vom 13. Februar 2003 zum 

Verfügungszeitpunkt am 28. Oktober 2003 genügend aktuell gewesen und erfülle auch 

sonst sämtliche Kriterien, welche für eine beweiskräftige medizinische 

Entscheidungsgrundlage nötig sind. Es sei umfassend, beruhe auf eingehenden 

Untersuchungen und berücksichtige die geklagten Beschwerden sowie die Vorakten. 

Es sei damit davon auszugehen, dass die Einsprecherin für körperlich leichte 

Erwerbstätigkeiten, aber auch für körperlich leichte Tätigkeiten im Haushalt zu 70% 

arbeitsfähig sei. Weil die Einsprecherin bei einer 55%-igen Erwerbstätigkeit mit einer 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70% offensichtlich keine Erwerbseinbusse erleide, 

müssten Validen- und Invalideneinkommen betragsmässig nicht bestimmt werden; die 

Einsprecherin sei in der Erwerbstätigkeit nicht invalid (Teilinvaliditätsgrad von 0%). Im 

Haushalt sei die Einsprecherin gemäss MEDAS-Gutachten ebenfalls zu 30% in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, was sich mit dem Ergebnis der Haushaltsabklärung 

(Behinderung von 38,56%) vereinbaren lasse. Nach der gemischten Methode betrage – 

bei einer Aufteilung von Erwerbs- zu Haushaltstätigkeit von 55% zu 45% – der 

Teilinvaliditätsgrad im Aufgabenbereich Haushalt 13,5%, was einen 

Gesamtinvaliditätsgrad von rund 14% ergebe. Selbst wenn man – gestützt auf das 

Ergebnis der Haushaltabklärung – von einem höheren Teilinvaliditätsgrad im Haushalt 

von rund 39% ausgehe, hätte die Einsprecherin mit einem Gesamtinvaliditätsgrad von 

rund 18% noch keinen Rentenanspruch (IV-act. 45).

F.- Gegen den Entscheid des Rechtsdienstes der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons St. Gallen vom 11. Februar 2004 erhob die Rechtsvertreterin der Versicherten 

am 12. März 2004 Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit 

den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 und die Verfügung vom 

28. Oktober 2003 seien aufzuheben; es sei der Beschwerdeführerin ab wann rechtens 

eine Invalidenrente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 

der Beschwerdegegnerin (IV-act. 49). Mit Beschwerdebegründung vom 1. Juni 2004 

wurde der Eventualantrag gestellt, die Angelegenheit sei zur Vornahme weiterer 

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Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen geltend gemacht, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe 

sich seit der MEDAS-Abklärung (vom Januar 2003) erheblich verschlechtert, was 

sowohl Dr. med. B.___, Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und 

Suchtbehandlung Z.___, in einem Bericht vom 24. Mai 2004, wie auch Dr. med. D.___, 

FMH Allgemeine Medizin, U.___, in einem Bericht vom 26. April 2004 bestätigt hätten 

(IV-act. 51/14-17 und IV-act. 51/18-19). Dr. B.___ käme zum Schluss, dass der 

Beschwerdeführerin seit Juli 2003 auch eine körperlich leichte, ihrer Behinderung 

angepasste Berufstätigkeit nicht oder nur in geringem Umfang (bis zu 30%) zumutbar 

sei. Überdies hätte die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 11. 

Februar 2004 bei der Aufteilung zwischen Aufgaben- und Erwerbstätigkeitsbereich 

nicht berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin seit dem 12. Februar 2003 von ihrem 

Ehemann getrennt lebe und auf ein Einkommen angewiesen sei. Im angefochtenen 

Einspracheentscheid verletze die Beschwerdegegnerin auch die Begründungspflicht, 

da sie auf die Einwendungen in der Einsprache vom 9. Dezember 2003 gar nicht 

eingegangen sei und die Ausführungen bezüglich veränderter Lebenssituation der 

Beschwerdeführerin gar nicht zur Kenntnis genommen habe. Schliesslich sei bei der 

Berechnung des Invalideneinkommens von den Tabellenlöhnen gemäss 

schweizerischer Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ein Abzug 

von 25% vorzunehmen, das Invalideneinkommen mithin für die Zeit vor und nach der 

Trennung vom Ehemann entsprechend zu korrigieren. Was den Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit anbelange, so sei dieser auf den Juli 2000 zu legen (IV-act. 49 und 

IV-act. 51/2-13).

G.- Mit Schreiben vom 16. Juni 2004 teilte der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen der Beschwerdeführerin mit, dass er 

den Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 widerrufe und damit auch die diesem 

zugrunde liegende, angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 2003 als aufgehoben zu 

betrachten sei. Aufgrund der Eingaben im Beschwerdeverfahren hätte sich die 

Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen zum Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin ergeben (IV-act. 59 und 60). Mit Verfügung vom 18. Juni 2004 

schrieb der Präsident der Abteilung II des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen das Beschwerdeverfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab (IV-act. 62).

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H.- Am 19. April 2005 wurde die Versicherte von der MEDAS, Y.___, erneut 

polydisziplinär, d.h. internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht und 

begutachtet. Mit MEDAS-Gutachten vom 18. Mai 2005 wurden folgende Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: Neurotisch-depressive Störung (ICD-10 F34.1); 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4); chronisches 

zervikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M 53.0) – Osteochondrosen C5/6 

sowie C6/7, begleitende Spondylarthrosen und Unkovertebralarthrosen sowie 

Instabilität C3/4; unspezifisches chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 

R52.9). Überdies wurden folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt: Progrediente Adipositas; Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt; 

Eisenmangelanämie, ungenügend behandelt; fortgesetzter Nikotinkonsum; Senk-/

Spreizfuss mit Hallux valgus bds.; Genu vara mit Überlastung Pes anserinus beidseits; 

Solitäre Sensibilitätsstörung Dig. IV und V links – DD Nervus unlaris-Kompression Loge 

de Guyon oder Sulcus ulnaris Ellbogen links; Status nach OSG-Distorsion und 

Kniekontusion links – mit konsekutiver Peroneusparese links 7/00; Status nach 

kompletter peripherer Facialisparese links 10/00. Die MEDAS-Gutachter attestierten 

der Versicherten – wie bereits im ersten Gutachten vom 13. Februar 2003 – seit dem 

23. Oktober 2001 eine um 30% eingeschränkte Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit. Es 

seien ihr medizinisch-theoretisch körperlich leichte bis selten mittelschwere, adaptierte 

Tätigkeiten zu 70% – die Leistungseinbusse einbezogen – zumutbar. Die 

zwischenzeitlich eingetretene psychische Verschlechterung habe sich offensichtlich 

wieder gebessert (IV-act. 79/17). Medizinische Massnahmen könnten der Erhaltung des 

Gesundheitszustandes dienen; berufliche Massnahmen seien – auch wenn nicht nur IV-

spezifisch – vorzuschlagen (IV-act. 79). Mit Verfügung vom 16. August 2005 verneinte 

die IV-Stelle erneut einen Rentenanspruch der Versicherten. Ausgehend von einer 

zumutbaren 70%-igen Leistungsfähigkeit bei einer körperlich leichten bis gelegentlich 

mittelschweren Arbeit ergebe sich bei einem Valideneinkommen von Fr. 49'728.-- und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 34'809.-- ein Invaliditätsgrad von unter 40% (IV-act. 

85).

I.- Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 16. August 2005 erhob die Rechtsvertreterin 

der Versicherten am 15. September 2005 Einsprache mit den Anträgen, die Verfügung 

vom 16. August 2005 sei aufzuheben und es sei der Einsprecherin eine IV-Rente 

zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, der 

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zwischenzeitlich schlechtere Gesundheitszustand der Versicherten sei unberücksichtigt 

geblieben und die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) 

bezüglich somatoformer Schmerzstörung sei nicht beachtet worden, denn mit der 

neurotisch-depressiven Störung liege zumindest eine Komorbidität von erheblicher 

Schwere und Ausprägung vor. Schliesslich sei bei der Berechnung des 

Invalideneinkommens von den Tabellenlöhnen gemäss LSE ein Abzug von mindestens 

15% sachgerecht, um der behinderungsbedingt erschwerten Eingliederung Rechnung 

zu tragen (IV-act. 88). Mit Entscheid vom 24. Februar 2006 hiess der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen die Einsprache teilweise gut. In der 

Verfügung der IV-Stelle vom 16. August 2005 sei der zwischenzeitlich verschlechterte 

Gesundheitszustand der Einsprecherin zu Unrecht unberücksichtigt geblieben. Aus 

dem Arztbericht von Dr. B.___ ergebe sich, dass die Einsprecherin ab Juli 2003 nur 

noch zu 30% arbeitsfähig gewesen ist. Anlässlich der zweiten MEDAS-Begutachtung 

vom 19. April 2005 sei wieder der in etwa gleiche Gesundheitszustand festgestellt 

worden wie bei der ersten Begutachtung vom 13. Januar 2003. Gemäss dem zweiten 

MEDAS-Gutachten sei davon auszugehen, dass bei der Einsprecherin ab April 2004 

eine deutliche gesundheitliche Besserung eingetreten sei. Es könne ab dem genannten 

Zeitpunkt bis zum 19. April 2005 ermessensweise von einer gleichmässigen Zunahme 

der Arbeitsfähigkeit von 30% auf 70% ausgegangen werden, was zu folgender 

Abstufung der Arbeitsfähigkeit führe: Juli 2003 bis Ende Juni 2004: Arbeitsfähigkeit von 

30%; Juli bis Ende September 2004: Arbeitsfähigkeit von 40%; Oktober bis Ende 

Dezember 2004: Arbeitsfähigkeit von 50%; Januar bis Ende März 2005: 

Arbeitsfähigkeit von 60%; ab April 2005: Arbeitsfähigkeit von 70%. Weil bei der 

Einsprecherin keine repräsentative Einkommensbasis zur Verfügung stehe, sei ihr 

Valideneinkommen abstrakt, d.h. gestützt auf Tabellenlöhne gemäss LSE zu 

berechnen, was ein Valideneinkommen von Fr. 57'745.-- ergebe. Auch das 

Invalideneinkommen sei gestützt auf Tabellenlöhne zu bestimmen und betrage im 

vorliegenden Fall bei einer vollen Arbeitsfähigkeit ebenfalls Fr. 57'745.--. Entgegen der 

Ansicht der Einsprecherin sei bezüglich Grad der Arbeitsfähigkeit vollumfänglich auf 

das zweite MEDAS-Gutachten abzustellen und auch kein sog. "Leidensabzug" vom 

Invalideneinkommen vorzunehmen. Somit seien Validen- und Invalideneinkommen 

identisch und der jeweilige Grad der Arbeitsunfähigkeit entspreche exakt dem 

Invaliditätsgrad, was zu folgenden IV-Renten führe: Ab Oktober bis Ende Dezember 

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2003: Viertels-IV-Rente; ab Januar bis Ende September 2004: ganze IV-Rente; ab 

Oktober bis Ende Dezember 2004: ¾-IV-Rente; ab Januar bis Ende März 2005: halbe 

IV-Rente; ab April bis Ende Juni 2005: Viertels-IV-Rente; ab Juli 2005: kein 

Rentenanspruch mehr. Die entsprechenden Verfügungen würden integrierenden 

Bestandteil des Einspracheentscheides bilden (IV-act. 97).

J.- Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 29. März 2006 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 24. Februar 2006 sei aufzuheben; es sei der 

Beschwerdeführerin eine unbefristete IV-Rente zuzusprechen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird einerseits auf die Beschwerde vom 12. 

März und 1. Juni 2004 verwiesen, und andererseits Folgendes vorgebracht: Aus dem 

MEDAS-Gutachten [vom 18. Mai 2005] gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin 

unter anderem an einer somatoformen Schmerzstörung leide, womit die in der neueren 

Rechtsprechung des EVG aufgestellten Zusatzkriterien überprüft werden müssten. 

Dabei sei die fachärztlich schlüssig ausgewiesene psychiatrische Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer das zentrale 

Qualifizierungsmerkmal dafür, ob (ausnahmsweise) eine invalidisierende 

Arbeitsunfähigkeit vorliege. Die Annahme einer solchen Komorbidität bedinge, dass es 

sich um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes Leiden 

handle. Da dem MEDAS-Gutachten keine solche Zusatzprüfung entnommen werden 

könne, sei dieses unvollständig und weise Lücken auf. Mit der neurotisch-depressiven 

Störung sei allerdings das Kriterium der Komorbidität von erheblicher Schwere und 

Ausprägung im vorliegenden Fall erfüllt, ebenso die weiteren Kriterien. Unter 

Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung zur Diagnose der somatoformen 

Schmerzstörung müsse der Grad der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin höher 

als bei 30% angesetzt werden. Daneben sei bei der Festsetzung des 

Invalideneinkommens ein Abzug von den anwendbaren Werten des statistischen 

Lohnes zu gewähren. Im vorliegenden Fall erweise sich ein Abzug von 25% als 

angebracht, da die Beschwerdeführerin über keine spezifische Erfahrung und damit 

über keine Dienstjahre verfüge, jahrelang vom Arbeitsmarkt abwesend gewesen und 

bereits 62 Jahre alt sei. Überdies würde ihre Leistungsfähigkeit starken Schwankungen 

unterliegen (act. G 1).

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K.- Mit Schreiben vom 4. April 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde und verweist auf die Erwägungen im Einspracheentscheid (act. G 3). 

Die Beschwerdeführerin verzichtete sinngemäss auf die Einreichung einer Replik (act. 

G 4).

II.

1.- Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin seit der Trennung von ihrem 

Ehemann im Januar/Februar 2003 als Vollerwerbstätige einzustufen ist und demzufolge 

die Ermittlung des Invaliditätsgrades ab diesem Zeitpunkt mittels eines 

Einkommensvergleiches erfolgen muss. Unbestritten ist auch der Beizug von 

Tabellenlöhnen gemäss LSE zur Bestimmung des Validen- und des 

Invalideneinkommens sowie die Höhe des Valideneinkommens von Fr. 57'745.--. Nicht 

im Streite liegt überdies, dass sich der psychische Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin im Juli 2003 verschlechtert hatte. Strittig sind demgegenüber die 

konkrete Berechnung des Invaliditätsgrades und hierbei die Höhe der 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sowie die Bestimmung des 

Invalideneinkommens, namentlich die Möglichkeit bzw. Höhe eines sog. 

Leidensabzuges. Im Streite liegt überdies der Beginn der invalidisierenden 

Arbeitsunfähigkeit.

2.- a) Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, unter 

Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des EVG zur Diagnose der 

somatoformen Schmerzstörung müsse der Grad der Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin höher als bei den von den MEDAS-Gutachtern angegebenen 30% 

liegen.

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 

körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in 

Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen 

Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant 

gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 

Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, 

abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

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bestimmt (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 

V 298 Erw. 4c in fine). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich 

(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten 

Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. Erw. 5.3 und Erw. 6). Wie jede andere 

psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine 

Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer 

zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 

Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in 

den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht 

über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein 

solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener 

Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 

Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, 

chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik 

ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; 

ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer 

an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer 

Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent 

durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem 

therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 

V 352). Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden 

Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine 

zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (ULRICH MEYER-BLASER, Der 

Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in: 

Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77; vgl. auch das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. Juli 2006 i/S N. [I.100/2006], Erw. 1.).

c) Dem Gutachten der MEDAS vom 18. Mai 2005 ist zunächst zu entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin an Nackenschmerzen mit spondylogener Ausstrahlung – 

zurückzuführen einerseits auf degenerative Wirbelsäulenveränderungen sowie 

andererseits auf deutliche tendomyotische Überlastungen im Nacken/

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Schultergürtelbereich – sowie unter Weichteilschmerzen bei unspezifischem 

multilokulärem Schmerzsyndrom, leidet. Überdies konnte eine Sensibilitätsstörung im 

Bereiche der Finger IV und V objektiviert werden. Aus rheumaorthopädischer Sicht 

bestehe für eine geeignete, leidensangepasste Tätigkeit mit Heben und Ziehen von 

Lasten bis 10 kg, durchgeführt in Wechselbelastung, abwechslungsweise sitzend, 

stehend wie auch gehend sowie ohne repetitive Einnahme von Zwangshaltungen eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit. Der mitwirkende Psychiater stellte die Diagnose einer 

neurotisch-depressiven Störung sowie einer somatoformen Schmerzstörung. In der 

Zusammenfassung gingen die Gutachter davon aus, dass aufgrund der 

Schmerzstörung und der depressiven Störung eine verminderte Belastbarkeit bestehe, 

und zwar im Sinne einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30%. Daraus erhellt, 

dass die neurotisch-depressive Störung (ICD-10 F34.1) von den Ärzten der MEDAS 

durchaus als Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer betrachtet 

wurde, welche im vorliegend zu beurteilenden Fall die Vermutung, dass eine 

somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren 

Willensanstrengung überwindbar sind, zu beseitigen vermochte. Entgegen der Ansicht 

der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin wurde das Vorliegen einer 

psychiatrischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und 

Dauer jedenfalls nicht nur fachärztlich geprüft, sondern auch bejaht. Allerdings führt 

das Zusammenwirken von somatoformer Schmerzstörung und neurotisch-depressiver 

Störung gemäss Gutachter der MEDAS zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

von insgesamt lediglich 30%. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass ärztliche 

Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit und die Darlegungen der aus medizinischer Sicht 

noch zumutbaren Arbeitsleistung stets von einem gewissen medizinischen Ermessen 

getragen sind, in welches der Richter nicht ohne triftige Gründe eingreifen soll (Pra 83 

N. 192; PVG 1996 Nr. 92, 271; RSKV 1983, 265; nicht veröffentlichtes Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2002 i/S Z.A.-I. [IV 

2001/123]). Derartige triftige Gründe wären etwa gegeben, wenn ein Gutachten den 

vom Eidgenössischen Versicherungsgericht an die Beweistauglichkeit eines 

medizinischen Gutachtens gestellten Kriterien nicht genügen würde (vgl. dazu das 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. Januar 2006 i/S D. [I 

268/2005], Erw. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 353 Erw. 3.a). Dies ist vorliegend 

allerdings nicht der Fall. Das Gutachten der MEDAS vom 18. Mai 2005 ist nämlich in 

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Kenntnis der medizinischen Vorakten (Anamnese) erstellt worden (IV-act. 79/8-11) und 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden in den jeweiligen Teilgutachten (IV-act. 

79/11-18). Darüber hinaus ist der Arztbericht für die streitigen Belange umfassend und 

beruht auf allseitigen Untersuchungen. Abgesehen von der Exploration/Anamnese 

(erhoben von Dr. med. E.___ [IV-act. 79/8-11]), sind auch der rheumatologische Status 

(erhoben von Dr. med F.___ [IV-act. 79/11-14]) und der psychiatrische Status (erhoben 

von Dr. med G.___ [IV-act. 79/14-18]) in den Bericht eingeflossen. Die in einem 

multidisziplinären Konsensus erarbeiteten Schlussfolgerungen der eben genannten 

Experten leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind begründet (IV-act. 79/18-22). 

Auch unter Berücksichtigung der spezifischen Kriterien des EVG bezüglich 

somatoformer Schmerzstörung leuchtet die Arbeitsfähigkeits-Schätzung im MEDAS-

Gutachten ein, wird doch nebst der bereits erwähnten psychischen Komorbidität auch 

die chronische körperliche Begleiterkrankung der Beschwerdeführerin berücksichtigt. 

Dabei handelt es sich insbesondere um rheumatologische Erkrankungen, nämlich um 

ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndorm (ICD-10 M53.0) – 

Osteochondrosen C5/6 sowie C 6/7, begleitende Spondylarthrosen und 

Unkovertebralarthrosen sowie Instabilität C3/4, ein unspezifisches chronisches 

multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9), eine Senk-/Spreizfussdeformität mit 

Hallux valgus bds., eine Genua vara mit Überlastung Pes anserinus bds., eine 

Sensibilitätsstörung Dig. IV und V links – DD Nervus ulnaris-Kompression Loge de 

Guyon oder Sulcus ulnaris Ellbogen links, einen Status nach OSG-Distorsion und 

Kniekontusion links – mit konsekutiver Peroneusparese links 7/00 und um einen Status 

nach kompletter peripherer Facialisparese links 10/00 (IV-act. 79/13). Weitere Faktoren, 

welche für das Fehlen notweniger Ressourcen zur willentlichen Überwindung der 

somatoformen Schmerzstörung sprechen würden, liegen nicht vor. So ist bei der 

Beschwerdeführerin nicht von einem sozialen Rückzug in allen Belangen auszugehen. 

Dem MEDAS-Gutachten vom 18. Mai 2005 lässt sich vielmehr entnehmen, dass 

regelmässige Kontakte zu zwei Kolleginnen bestünden, die Beschwerdeführerin sich 

tagsüber mit ihren beiden Hunden beschäftige, seit Januar 2005 stundenweise im 

Telefonverkauf arbeite, sich für das Weltgeschehen interessiere, immer wieder 

verschiedene Termine habe und einmal wöchentlich Kinder hüte (IV-act. 79/16). Auch 

das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären 

Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer 

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Haltung der versicherten Person liegt bei der Beschwerdeführerin nicht vor. Aus dem 

MEDAS-Gutachten vom 18. Mai 2005 geht diesbezüglich nämlich hervor, dass sie 

medikamentös einzig gelegentlich etwas Tranxilium nehme, eine medikamentöse 

antidepressive Therapie aber nicht durchgeführt werde (IV-act. 79/17). Dass bei der 

Beschwerdeführerin ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer 

innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 

Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit") bestünde, 

lässt sich ebenfalls nicht sagen. Diesbezüglich kann dem MEDAS-Gutachten vom 18. 

Mai 2005 nämlich entnommen werden, dass sich die zwischenzeitlich eingetretene 

psychische Verschlechterung offensichtlich wieder gebessert habe, finde sich doch 

heute ein allenfalls leicht depressiver Zustand. Von einem verfestigten innerseelischen 

Verlauf kann damit nicht ausgegangen werden.

d) Auch das erste MEDAS-Gutachten vom 13. Februar 2003 erfüllt die soeben 

dargelegten, vom Eidgenössischen Versicherungsgericht an die Beweistauglichkeit 

eines medizinischen Gutachtens gestellten Kriterien. Es ist in Kenntnis der 

medizinischen Vorakten (Anamnese) erstellt worden (IV-act. 20/5-7) und berücksichtigt 

die geklagten Beschwerden in den jeweiligen Teilgutachten (IV-act. 20/7-11). Darüber 

hinaus ist der Arztbericht für die streitigen Belange umfassend und beruht auf 

allseitigen Untersuchungen. Abgesehen von der Exploration/Anamnese (erhoben von 

Dr. med. H.___ [IV-act. 20/5-7]), sind auch der rheumatologische Status (erhoben von 

Dr. med. I.___ [IV-act. 20/7-8 bzw. 20/15-19]) und der psychiatrische Status (erhoben 

von Dr. med J.___ [IV-act. 20/8-11 bzw. 20/20-25]) in den Bericht eingeflossen. Die in 

einem multidisziplinären Konsensus erarbeiteten Schlussfolgerungen der eben 

genannten Experten leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind begründet (IV-act. 

20/11-13). Auch bezüglich der somatoformen Schmerzstörung wird die ebenfalls 

bereits genannte Rechtssprechung des EVG vollumfänglich berücksichtigt. So heisst 

es wörtlich: "Die Explorandin kann sich von den Symptomen [gemeint ist die 

Schmerzerkrankung] aus freiem Willen nicht befreien, es kommt ihnen Krankheitswert 

zu. Die Explorandin ist aufgrund ihrer Depressivität und ihrer Schmerzerkrankung aus 

psychiatrischer Sicht zu ca. 30% in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt." (IV-act. 

20/25). Das Gutachten berücksichtigt damit, dass die somatoforme Schmerzstörung 

ausnahmsweise eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedeutet, da aufgrund der 

Depression eine Komorbidität vorliegt.

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e) Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der den 

Gutachtern vorliegenden Dokumente und der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten 

war es den Ärzten der MEDAS nicht möglich, den Beginn der Arbeitsunfähigkeit von 

30% mit Sicherheit zurückzudatieren, weshalb das Datum der IV-Anmeldung, mithin 

der 23. Oktober 2001, als massgeblich angesehen wurde (IV-act. 20/13). Dagegen 

wendet sich die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin und verlangt, der Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit sei auf den Juli 2000 zu legen (IV-act. 51/11). Zwar hat die 

Beschwerdeführerin im Oktober 2000 eine komplette periphere Facialisparese links 

erlitten (IV-act. 10/26) und sich bei einem Sturz im Juli 2000 eine OSG-Distorsion und 

Knietorsion zugezogen (IV-act. 20/7). Entgegen der Ansicht der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin lässt sich daraus allerdings nicht schliessen, eine 

Arbeitsunfähigkeit liege bereits seit Juli 2000 vor. Die Gutachter der MEDAS 

berücksichtigten sowohl im ersten wie auch im zweiten Gutachten die beiden eben 

genannten Ereignisse, kamen aber gleichwohl zum Schluss, der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit könne nicht bestimmt werden und sei daher auf den Zeitpunkt der 

IV-Anmeldung zu legen (IV-act. 20/13 und IV-act. 79/19). Diese Vorgehensweise ist 

nicht zu beanstanden. Es lässt sich den zur Verfügung stehenden Akten nämlich nicht 

entnehmen, inwiefern die Facialisparese und die erwähnten Sturzverletzungen die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt haben; jedenfalls äusserten sich die damals 

behandelnden Ärzte nicht zu dieser Frage, und auch die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin vermag diesbezüglich keine neuen Informationen vorzubringen. 

Dass den MEDAS-Gutachtern eine derartige Beurteilung im Nachhinein nicht mehr 

möglich war, erscheint nachvollziehbar.

f) Zusammengefasst ergeben sich keine triftigen Gründe, welche es dem Gericht nahe 

legen würden, die von den Ärzten der MEDAS vorgenommene Schätzung der aus 

medizinischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin 

anzuzweifeln, oder den Beginn der Arbeitsunfähigkeit neu festzulegen. Die Gutachten 

vom 13. Februar 2003 und vom 18. Mai 2005 erfüllen jedenfalls sämtliche Kriterien, 

welche das EVG für deren Beweistauglichkeit aufgestellt hat und berücksichtigen in 

zutreffender Weise die vom EVG bezüglich somatoformer Schmerzstörung genannten 

Faktoren. Es bleibt damit dabei, dass der Beschwerdeführerin ab Oktober 2001 bis Juli 

2003 und wieder ab April 2005 medizinisch-theoretisch körperlich leichte bis selten 

mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten zu 70% – die Leistungseinbusse einbezogen – 

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zumutbar sind. Gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ vom 24. Mai 

2004 (IV-act. 51/14-17) und das zweite MEDAS-Gutachten vom 18. Mai 2005 sind im 

Übrigen auch die Annahmen der Vorinstanz bezüglich Abstufung des 

Arbeitsfähigkeitsgrades zwischen Juli 2003 und April 2005 nicht zu beanstanden.

3.- a) Die Vorinstanz hat es abgelehnt, vom Invalideneinkommen gemäss 

Tabellenlöhnen der LSE einen sog. "Leidensabzug" vorzunehmen, da die 

Beschwerdeführerin nebst leichten hin und wieder auch mittelschwere Tätigkeiten 

verrichten könne (IV-act. 97). Demgegenüber erachtet die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin einen Leidensabzug von 25% als sachgerecht.

b) Die grundsätzliche Anwendbarkeit von Tabellenlöhnen für die Ermittlung des 

massgebenden Invalideneinkommens wird nicht bestritten, ebenso, dass das Validen-

einkommen der Beschwerdeführerin bei voller Arbeitsfähigkeit Fr. 57'745.-- betragen 

würde. Gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die nicht mehr voll leistungsfähig 

sind, haben erfahrungsgemäss eine Reduktion des üblichen Lohnansatzes 

hinzunehmen. Neben leidensbedingten Faktoren können weitere persönliche und 

berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe zeitigen. Diesen Umständen gilt 

es mit einem Abzug am Tabellenlohn Rechnung zu tragen. Das Ziel, ausgehend von 

statistischen Daten ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der im Einzelfall 

möglichen erwerblichen Umsetzung der im Rahmen der Restarbeitsfähigkeit noch 

zumutbaren Verrichtungen am besten entspricht, darf aber nicht mit einem 

schematischen Abzug, sondern muss in Berücksichtigung der gesamten Umstände 

des Einzelfalles erfolgen. Dies in dem Masse, in welchem Anhaltspunkte dafür 

bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale 

seine gesundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der so zu 

ermittelnde Abzug vom statistischen Lohn erfolgt sowohl bei Versicherten, die vollzeitig 

eine ihrem Leiden angepasste Arbeit ausüben, als auch bei bloss teilzeitig einsetzbaren 

Personen. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ist nicht in der 

Weise vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion 

vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist 

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der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der 

Abzug ist rechtsprechungsgemäss auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 

126 V 78 Erw. 5 mit Hinweisen, bestätigt in AHI 2002 S. 62; vgl. auch das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. September 2006 i/S S. [I 447/06], Erw. 

3.2).

c) Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist ein Leidensabzug grundsätzlich 

auch dann möglich, wenn eine versicherte Person nebst leichten auch hin und wieder 

mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann. Die von der Beschwerdegegnerin angerufene 

Belegstelle in AHI 2000, S. 82 ist nämlich so zu verstehen, dass es sich bei der 

Tatsache, dass eine versicherte Person nebst leichten auch hin und wieder 

mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann, um ein Kriterium unter mehreren handelt, 

welche zur Bejahung oder Verneinung eines Leidensabzuges bzw. zu dessen 

Bemessung heranzuziehen sind. Dass eine versicherte Person in der Lage ist, nebst 

leichten auch mittelschwere Tätigkeiten zu bewältigen, eröffnet ihr auf dem 

Arbeitsmarkt zweifelsohne eine grössere Auswahl an möglichen Arbeitsstellen, vermag 

aber die Gewährung eines Leidensabzuges unter Berücksichtung sämtlicher Umstände 

des Einzelfalles nicht per se auszuschliessen. Vorliegend gilt es zu berücksichtigen, 

dass die Beschwerdeführerin – die dereinst eine Buffetlehre absolviert hatte – zu 

Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2001 bereits 57 Jahre alt war 

und aktuell 62 Jahre alt ist. Den dem Gericht zur Verfügung stehenden Akten lässt sich 

überdies entnehmen, dass sie seit 1964 nicht mehr ausserhäuslich erwerbstätig war; 

die seither ausgeübten Tätigkeiten bestanden immer in Heimarbeiten (IV-act. 20/8 und 

IV-act. 79/9). Zuletzt arbeitete die Beschwerdeführerin von September 1999 bis Juni 

2000 als Tagesmutter (IV-act. 7). Es fehlt ihr somit jegliche Berufserfahrung, was in 

Verbindung mit dem fortgeschrittenen Alter dazu führt, dass sie ihre verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr mit vollem Erfolg verwerten kann. Es 

rechtfertigt sich daher, vom Invalidenlohn gemäss Tabellenlöhnen der LSE einen 

leidensbedingten Abzug von 15% vorzunehmen.

4.- Zur Bestimmung des IV-Grades der Beschwerdeführerin ist zunächst von folgenden 

Abstufungen der Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit auszugehen:

Zeitraum Arbeitsfähigkeit / Arbeitsunfähigkeit

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Oktober 2001 – Ende Juni 2003 70% / 30%

Juli 2003 – Ende Juni 2004 30% / 70%

Juli – Ende September 2004 40% / 60%

Oktober – Ende Dezember 2004 50% / 50%

Januar – Ende März 2005 60% / 40%

Ab April 2005 70% / 30%

Im Weitern gilt es zu berücksichtigen, dass der IV-Grad der Beschwerdeführerin bis 

Januar 2003 (Trennung vom Ehemann) mittels gemischter Methode, anschliessend 

mittels Methode des Einkommensvergleiches zu ermitteln ist. Auszugehen ist dabei bis 

Januar 2003 von einem Verhältnis zwischen Haushalttätigkeit und Erwerbstätigkeit von 

45% zu 55% und einem Behinderungsgrad als Hausfrau von 38,56% (IV-act. 14). Als 

Valideneinkommen ist der von den Parteien nicht bestrittene Betrag von Fr. 57'745.-- 

einzusetzen, welcher exakt der Höhe des Invalideneinkommens bei voller 

Arbeitsfähigkeit entspricht. Schliesslich ist vom Invalideneinkommen einen sog. 

"Leidensabzug" in der Höhe von 15% angezeigt. Anzuwenden sind schliesslich die 

Rundungsregeln gemäss BGE 130 V 121, Erw. 3.1, wonach bei einem Ergebnis bis x, 

49% auf x% abzurunden und bei Werten ab x, 50% auf x+1% aufzurunden ist. 

Entsprechend ergeben sich folgende Invaliditätsgrade:

Zeitraum Invalideneinkommen IV-Grad gerundet

Februar 2003

bis Ende Juni 2003 57'745.-- x 0,7 x 0,85 = 34'358.25 40,5% 41%

Juli 2003

bis Ende Juni 2004 57'745.-- x 0,3 x 0,85 = 14'724.95 74,5% 75%

Juli 2004

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bis Ende September 2004 57'745.-- x 0,4 x 0,85 = 19'633.30 66% 66%

Oktober 2004

bis Ende Dezember 2004 57'745.-- x 0,5 x 0,85 = 24'541.60 57,5% 58%

Januar 2005

bis Ende März 2005 57'745.-- x 0,6 x 0,85 = 29'449.95 49% 49%

Ab April 2005 57'745.-- x 0,7 x 0,85 = 34'358.25 40,5% 41%

5.- a) Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht eine IV-Rente i.S.v. Art. 28 IVG frühestens in 

dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 

(Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

war. Eine bleibende Invalidität i.S.v. Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG ist dann anzunehmen, wenn 

ein weitgehend stabilisierter, im Wesentlichen irreversibler Gesundheitsschaden 

vorliegt. Gemäss Art. 29 IVV muss mit aller Wahrscheinlichkeit feststehen, dass sich 

der Gesundheitszustand des Versicherten künftig weder verbessern noch 

verschlechtern wird (vgl. THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 

3. Auflage, Bern 2003, § 52 Rz. 13). Für die Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss 

Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG muss die Arbeitsunfähigkeit ein gewisses Mass erreichen, sie 

muss erheblich sein. Nach der Gerichtspraxis ist eine Verminderung des funktionellen 

Leistungsvermögens im bisherigen Beruf von mindestens 20 % vorausgesetzt (AHI 

1998 S. 124 Erw. 3c; vgl. auch BGE 129 V 419 unten, sowie das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 12. September 2006, i/S I. [I 892/05], Erw. 

1.4). Falls die Wartefrist in einem Fall zu berechnen ist, bei welchem die Invalidität nach 

der "gemischten Methode" bestimmt werden muss, ist auf den gewichteten 

Durchschnitt der medizinisch ermittelbaren Arbeitsunfähigkeiten in den Teilbereichen 

Beruf und Haushalt abzustellen (BGE 130 V 97).

b) Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist für die Frage des Beginns des 

Rentenanspruchs Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG massgebend, da bei der Beschwerdeführerin 

zum fraglichen Zeitpunkt kein stabilisierter Gesundheitszustand i.S.v. Art. 29 IVV vorlag, 

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welcher die Anwendung von Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG rechtfertigen würde. Der Beginn 

der einjährigen Wartezeit i.S.v. Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist dabei in Übereinstimmung mit 

der erwähnten Gerichtspraxis auf den 23. Oktober 2001 zu legen, mithin auf den 

Zeitpunkt, in dem bei der Beschwerdeführerin eine 30%-ige Einschränkung ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Ab Oktober 2003 war dann die Beschwerdeführerin 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 

40% arbeitsunfähig gewesen, womit der Beginn des Rentenanspruchs auf den 1. 

Oktober 2003 zu legen ist. In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. b 

IVG und Art. 88a Abs. 1 und Abs. 2 IVV stehen der Beschwerdeführerin folgende 

Rentenansprüche zu:

Zeitraum IV-Rente

Oktober 2001 – Ende September 2003 Kein Rentenanspruch

Oktober – Ende Dezember 2003 Viertels-IV-Rente

Januar – Ende September 2004 Ganze IV-Rente

Oktober – Ende Dezember 2004 ¾-IV-Rente

Januar – Ende März 2005 Halbe IV-Rente

Ab April 2005 Viertels-IV-Rente

Entsprechend ist auch die Kinderrente für den Sohn der Beschwerdeführerin P.___ 

anzupassen.

6.- a) Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheides vom 24. Februar 2006 zu schützen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben.

b) Hingegen hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 

Ersatz der Kosten der Prozessführung und Vertretung nach gerichtlicher Festsetzung. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Diese Vergütung ist pauschal auf Fr. 3000.-- festzulegen, einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer (BGE 125 V 201).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 

24. Februar 2006 aufgehoben. Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine IV-Rente 

in folgender Abstufung: Ab Oktober bis Ende Dezember 2003: ¼-IV-Rente; ab Januar 

bis Ende September 2004: Ganze IV-Rente; ab Oktober bis Ende Dezember 2004: ¾-

IV-Rente; ab Januar bis Ende März 2005: ½-IV-Rente; ab April 2005: ¼-IV-Rente.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin an die Kosten der 

Prozessführung und Vertretung pauschal mit Fr. 3000.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2007
	Art. 7 und 8 ATSG. Somatoforme Schmerzstörung: Es besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände können jedoch die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern und den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen [Erw. 2b]. Lässt sich der Beginn einer Arbeitsunfähigkeit nicht mit Sicherheit zurückdatieren, so ist es zulässig, das Datum der IV-Anmeldung als massgeblich anzusehen [Erw. 2e]. Ein sog. "Leidensabzug" vom Invalideneinkommen gemäss Tabellenlöhnen der LSE ist grundsätzlich auch dann möglich, wenn eine versicherte Person nebst leichten auch hin und wieder mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann [Erw. 3c] (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2007, IV 2006/59).

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