# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5db68595-4454-59de-b0b5-695877ff20d1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2024 B-2708/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2708-2024_2024-06-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2708/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), 

Richter Marc Steiner, Richter Jean-Luc Baechler,    

Gerichtsschreiber Said Huber.  
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

(…),   

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Zivildienst ZIVI, 

Regionalzentrum Z._______,  

(…),    

Vorinstanz.   
Gegenstand 

 Zivildienst – Dienstverschiebung 

(Verfügung vom 20. März 2024). 

 

 

 

B-2708/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Das Regionalzentrum Z._______ (nachfolgend: Vorinstanz) liess mit 

Verfügung vom 5. März 2021 A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

zum Zivildienst zu und verpflichtete ihn zur Leistung von 365 Diensttagen. 

A.b Im Mai 2022 beantragte der Beschwerdeführer eine Verschiebung sei-

nes 26-tägigen Ersteinsatzes, da er aufgrund eines Bandscheibenvorfalles 

seine beiden Berufe als Spengler und Dachdecker nicht weiter ausüben 

konnte und einer von der Invalidenversicherung gestützten Umschulung im 

kaufmännischen Bereich bedurfte. 

A.c Mit Verfügung vom 20. Mai 2022 hiess die Vorinstanz das Dienstver-

schiebungsgesuch gut und legte fest, dass der Ersteinsatz spätestens im 

Jahr 2023 zu beginnen sei. Festgehalten wurde auch, dass Ausbildungen 

während und nach dem Arbeitsversuch des Beschwerdeführers nicht un-

terbrochen werden sollten. 

A.d Mit Gesuch vom 14. Februar 2023 beantragte der Beschwerdeführer 

die Verschiebung seines Ersteinsatzes auf den Zeitraum vom 1. April bis 

1. Dezember 2025, da er seinen von der Invalidenversicherung gestützten 

"Arbeitsversuch" habe abbrechen müssen und sich nach dem körperlich 

und psychisch bedingten Umschulungsabbruch – vom regionalen Arbeits-

vermittlungszentrums unterstützt – auf Stellensuche befinde. Hierzu legte 

er einen Arztbericht bei, wonach eine Verschiebung der Einsatzpflicht um 

zwei Jahre medizinisch angezeigt sei, da er nur leichte Arbeiten verrichten 

könne (mit wechselnden Körperpositionen – Sitzen, Laufen und Stehen). 

A.e Mit Verfügung vom 23. Februar 2023 hiess die Vorinstanz das Gesuch 

um Dienstverschiebung teilweise gut und verschob den Ersteinsatz von 

26 Tagen auf das Jahr 2024. Eine Verschiebung der Einsatzpflicht auf das 

Jahr 2025 wurde mit dem Hinweis abgelehnt, der Beschwerdeführer könne 

im Jahr 2024 wiederum eine Dienstverschiebung beantragen. 

A.f Am 13. Oktober 2023 forderte die Vorinstanz den Beschwerdeführer 

auf, eine Einsatzvereinbarung für seinen im Jahr 2024 zu leistenden Ein-

satz von 26 Tagen einzureichen. Die Vorinstanz erneuerte diese Aufforde-

rung am 24. Januar 2024, da der Beschwerdeführer innert der angesetzten 

Frist keine Einsatzvereinbarung eingereicht hatte. 

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Seite 3 

A.g Am 14. März 2024 ging bei der Vorinstanz ein weiteres Dienstverschie-

bungsgesuch ein. Darin ersuchte der Beschwerdeführer um eine Verschie-

bung seiner Pflicht zur Leistung des 26-tägigen Ersteinsatzes auf den Zeit-

raum von August bis Dezember 2026. 

Zur Begründung seines Gesuchs führt der Beschwerdeführer aus, er sei 

im Jahr 2023 kurzzeitig beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 

(RAV) angemeldet gewesen, da er keine passende Umschulung gefunden 

habe. Vom 3. April bis 31. Juli 2023 habe er ein Eignungspraktikum für den 

Beruf ICT-Fachmann absolviert und bestanden und habe daraufhin am 

1. August 2023 mit der Ausbildung zum ICT-Fachmann an der Technischen 

Fachschule X._______ (nachfolgend: TF X._______) beginnen können. Er 

sei im Basislehrjahr der Ausbildung, das vollumfänglich an der TF 

X._______ stattfinde. Danach müsse er während zwei Jahren ein Prakti-

kum an der Wirtschafts- und Kaderschule KV X._______ (nachfolgend: 

WKS) absolvieren bei gleichzeitiger Anstellung an der TF X._______. Die 

gesundheitsbedingte Umschulung sei eine Herausforderung für ihn. Auch 

in der Freizeit verbringe er viel Zeit damit, sich mit den neuen Themen der 

IT-Welt auseinanderzusetzen, um den Notenschnitt hochzuhalten. Der 

Kanton Y._______ wie auch die Invalidenversicherung übernähmen einen 

Teil der Kosten für die ausserkantonale Ausbildung an der TF X._______. 

In einem dem Dienstverschiebungsgesuch beigelegte Schreiben erklärt 

der Beschwerdeführer, wie bisher für ihn die Situation psychisch heraus-

fordernd gewesen sei, als er wegen des Bandscheibenvorfalles seine bei-

den erlernten Berufe habe aufgeben müssen. Die Suche nach einer neuen 

Ausbildung sei sehr schwierig gewesen. Deshalb sei er erleichtert, dieses 

Ziel erreicht zu haben. Er wolle die Ausbildung erfolgreich absolvieren, um 

sein Arbeitsleben wieder "stabil in den Griff" zu bekommen. Ursprünglich 

habe er seine ersten Einsätze im Zivildienst spätestens nach seiner Aus-

bildung zum Dachdecker leisten wollen, aber seit der Zivildienstzulassung 

sei vieles dazwischengekommen. 

A.h Am 20. März 2024 hiess die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerde-

führers teilweise gut und verfügte wie folgt: 

"1. Ihr Gesuch vom 27.02.2024 um Verschiebung des langen Einsatzes 

wird gutgeheissen. 

 2. Sie haben Ihren langen Einsatz von 180 Diensttagen spätestens im 

Jahr 2025 zu leisten. 

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 3. Sie werden aufgefordert im Jahr 2024 Ihren Ersteinsatz von 26 Dienst-

tagen zu leisten." 

Des Weiteren ordnete die Vorinstanz Folgendes an: 

"Sie werden ersucht, eine Einsatzvereinbarung für einen Einsatz von 

mindestens 26 Diensttagen im Jahr 2024 mit einem Einsatzbetrieb Ihrer 

Wahl bis spätestens zum 17.04.2024 einzureichen. Bei nicht fristgemäs-

ser Einreichung behalten wir uns vor, Sie von Amtes wegen zu einem 

Zivildiensteinsatz aufzubieten." 

Zur Begründung hält die Vorinstanz fest, die Leistung von 180 Zivildienst-

tagen im Jahre 2024 führe hier zu einem Unterbruch der Ausbildung, was 

unzumutbare Folgen für den Beschwerdeführer nach sich zöge. Zur Ab-

weisung des Gesuchs um Verschiebung des Ersteinsatzes von 26 Tagen 

räumt die Vorinstanz ein, dadurch könne eine suboptimale Situation ent-

stehen. Jedoch sei ein 26-tägiger Unterbruch einer Ausbildung grundsätz-

lich nachholbar, was regelmässig nicht mit einem unzumutbaren Nachteil 

verbunden sei. Die zivildienstleistende Person könne den Zivildienstein-

satz selber organisieren und den Einsatz zum Beispiel in die Schulferien 

legen. Zum geltend gemachten Dienstverschiebungsgrund des drohenden 

Arbeitsplatzverlustes erwog die Vorinstanz, der Gesuchsteller habe nicht 

belegt, dass die TF X._______ das Lehrverhältnis bei Leisten des Zivil-

dienstes kündigen würde. 

A.i Am 17. April 2024 teilte der Beschwerdeführer der Vorinstanz telefo-

nisch mit, er habe bei der TF X._______ ein Schreiben angefordert, das 

belege, dass er auch in den Ferien Arbeiten für die Schule erledigen 

müsse, weshalb er auch während der Ferien keinen Zivildienst leisten 

könne. Das Regionalzentrum gewährte ihm eine Fristverlängerung zur Ein-

reichung einer Einsatzvereinbarung bis zum 17. Mai 2024. 

B.  

Die Verfügung vom 20. März 2024 focht der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 25. April 2024 an (Eingang beim BVGer am 2. Mai 2024). Darin er-

sucht er sinngemäss, auch der verfügte Zivildiensteinsatz von 26 Tagen sei 

zu verschieben. 

Zur Begründung führt der Beschwerdeführer an, zwischen dem 1. Juli und 

dem 1. August 2024 habe er Schulferien. Dieses Jahr habe er vier Wochen 

Ferien und in den Folgejahren fünf Wochen. Die vier Ferienwochen müss-

ten grösstenteils zur Nachbearbeitung von Ausbildungsinhalten und zur 

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Vorbereitung auf die Praktikumsstelle genutzt werden. Deshalb werde ein 

Zivildiensteinsatz von 26 Tagen im Jahr 2024 zeitlich nicht erreichbar sein, 

da die Nachbearbeitungen und Vorbereitungen auf die Praktikumsstelle 

auch einen grossen Teil dieser vier Wochen in Anspruch nehmen werde. 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 beantragt die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Die Vorinstanz ist der Meinung, die Leistung eines 26-tägigen Zivildienst-

einsatzes während der Sommerferien (d. h. vom 1. bis 26. Juli 2024) würde 

für den Beschwerdeführer keine unzumutbare Unterbrechung seiner schu-

lischen oder beruflichen Ausbildung bedeuten. Denn vom 26. Juli bis und 

mit 1. August 2024 hätte er weitere sechs freie Tage zur Verfügung, um 

sein Praktikum ohne Nachteile ausreichend vorzubereiten. 

D.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten sowie auf die ein-

gereichten Beweismittel wird, soweit sie entscheiderheblich sind, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gegen Verfügungen der Vorinstanz kann beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde geführt werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 6. Oktober 1995 über den zivilen Ersatzdienst [Zivildienstgesetz, ZDG, 

SR 824.0] i.V.m. Art. 31 und Art. 33 Bst. d VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfü-

gung, mit der sein Gesuch um Dienstverschiebung nur teilweise gutgeheis-

sen wurde, besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert 

(Art. 5 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Anforderungen an Frist, Form 

und Inhalt der Beschwerdeschrift (Art. 66 ZDG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) 

sind gewahrt. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 

ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

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2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid 

auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (vgl. Art. 49 

VwVG). Es stellt, wie die Vorinstanz, den Sachverhalt unter Vorbehalt der 

Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes wegen fest (Art. 12 und Art. 13 

VwVG). Es hat die vorinstanzliche Sachverhaltsermittlung auf ihre Richtig-

keit hin zu überprüfen (vgl. BVGE 2014/36 E. 1.5). 

3.  

3.1 Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten (Art. 59 Abs. 1 

Satz 1 BV). Militärdienstpflichtige, die den Militärdienst mit ihrem Gewissen 

nicht vereinbaren können, leisten gemäss Art. 1 ZDG auf Gesuch hin einen 

länger dauernden zivilen Ersatzdienst (Zivildienst), welcher grundsätzlich 

1,5-mal so lange wie die Gesamtdauer der noch nicht geleisteten Ausbil-

dungsdienste nach der Militärgesetzgebung dauert (Art. 8 Abs. 1 Satz 1 

ZDG). Die Zivildienstpflicht beginnt, sobald der Entscheid für die Zulassung 

zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist (Art. 10 ZDG). 

3.2 Der Zivildienst wird in einem oder mehreren Einsätzen geleistet (Art. 20 

Satz 1 ZDG). Die zivildienstpflichtige Person hat dabei ihre Einsätze so zu 

planen und zu leisten, dass sie die Gesamtheit der verfügten ordentlichen 

Zivildienstleistungen vor der Entlassung aus der Zivildienstpflicht erbracht 

hat (Art. 35 Abs. 1 der Zivildienstverordnung vom 11. September 1996 

[ZDV, SR 824.01]). Leistet die zivildienstpflichtige Person ihren Zivildienst 

in mehreren Einsätzen, so beträgt die Mindestdauer eines Einsatzes 

grundsätzlich 26 Tage (Art. 38 Abs. 1 ZDV). Hat die zivildienstpflichtige 

Person keine Rekrutenschule bestanden, so hat sie einen langen Einsatz 

von mindestens 180 Tagen zu leisten, wobei sie den langen Einsatz in zwei 

Teilen innerhalb von zwei Kalenderjahren leisten kann (Art. 37 Abs. 1 und 

3 ZDV). 

3.3 Die zivildienstpflichtige Person hat bei der Vorinstanz ein Dienstver-

schiebungsgesuch einzureichen, wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder 

ein Aufgebot nicht befolgt werden kann. Die Gesuche müssen eine Begrün-

dung und die nötigen Beweismittel sowie die Angabe des Zeitraums, in 

welchem der fragliche Einsatz geleistet werden soll, enthalten 

(Art. 44 ZDV). Die Gründe, welche eine Dienstverschiebung rechtfertigen 

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oder ausschliessen, hat der Verordnungsgeber in Art. 46 ZDV umschrie-

ben. Absatz 3 der Bestimmung sieht vor, dass die Vorinstanz das Gesuch 

einer zivildienstpflichtigen Person um Dienstverschiebung dann gutheissen 

kann, wenn die zivildienstpflichtige Person: 

"a. während des Einsatzes oder der diesem folgenden drei Monate eine 

wichtige Prüfung ablegen muss; 

 b.  eine schulische oder berufliche Ausbildung absolviert, deren Unterbre-

chung mit unzumutbaren Nachteilen verbunden ist; 

 c.  andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren würde; 

 d.  vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, 

den vorgesehenen Einsatz zu absolvieren; die Vollzugsstelle kann 

eine vertrauensärztliche Untersuchung anordnen; 

 e.  glaubwürdig darlegt, dass die Ablehnung des Gesuchs für sie, ihre 

engsten Angehörigen oder ihren Arbeitgeber eine ausserordentliche 

Härte bedeuten würde." 

Demgegenüber hat die Vorinstanz ein Gesuch einer zivildienstpflichtigen 

Person um Dienstverschiebung insbesondere dann abzulehnen, wenn 

keine Gründe im Sinne von Art. 46 Abs. 3 ZDV vorliegen (Art. 46 Abs. 4 

Bst. a ZDV). Beim Entscheid über ein derartiges Gesuch steht der Vor-

instanz ein Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu, der vom Bundes-

verwaltungsgericht grundsätzlich zu respektieren ist (vgl. ULRICH HÄFE-

LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 

2020, Rz. 442 ff.). Die in Art. 46 Abs. 3 ZDV festgelegten Dienstverschie-

bungsgründe sind aber einer vollen richterlichen Kognition zugänglich. So 

stellen etwa die Kriterien des "unzumutbaren Nachteils" sowie der "ausser-

ordentlichen Härte" unbestimmte Rechtsbegriffe dar, deren Auslegung und 

Anwendung eine Rechtsfrage bildet, die grundsätzlich ohne Beschränkung 

zu überprüfen ist (Urteile des BVGer B-7208/2023 vom 26. Februar 2024 

E. 2.2; B-937/2023 vom 10. Mai 2023 E. 2.3, je mit Hinweisen). 

4.  

Die Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 25. April 

2024 betreffen zwar einzig die an ihn gerichtete Aufforderung, im Jahre 

2024 einen Ersteinsatz von 26 Tagen zu leisten, somit die Dispositiv-Zif-

fer 3 der angefochtenen Verfügung. Sinngemäss ist jedoch entgegen den 

Ausführungen der Vorinstanz (vgl. Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 Ziff. 

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Seite 8 

2.2) davon auszugehen, dass implizit auch die Dispositiv-Ziffer 2 mitange-

fochten ist. 

5.  

Der Beschwerdeführer hat im Dienstverschiebungsgesuch vom 14. März 

2024 zur Begründung "drohender Verlust des Arbeitsplatzes" den Dienst-

verschiebungsgrund gemäss Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV angekreuzt, wie die 

Vorinstanz zu Recht erwähnt (vgl. Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 

Ziff. 2.6). In seiner Beschwerde legt er jedoch nicht dar, inwiefern ihm ein 

Arbeitsplatzverlust drohen könnte. Auch aus den Akten ist nichts ersicht-

lich, das auf einen drohenden Arbeitsplatzverlust schliessen liesse. 

Wie die Vorinstanz ebenfalls korrekt ausführt, beklagt der Beschwerdefüh-

rer auch keine gesundheitlichen Gründe (bzw. körperliche Beeinträchtigun-

gen), die ihn im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. d ZDV aktuell an der Erfüllung 

der verfügten Dienstpflicht hindern könnten. Insofern ist der Vorinstanz da-

rin zuzustimmen, dass der Zivildienst verschiedene Pflichtenhefte anbietet, 

die keine körperlich anspruchsvollen Aufgaben beinhalten, was dem Be-

schwerdeführer die Möglichkeit eröffnet, selbständig einen geeigneten Ein-

satz zu suchen und zu vereinbaren (Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 

Ziff. 2.5). 

Zu prüfen bleibt somit, ob die Verfügung vom 20. März 2024 (mit Ausnahme 

der Ziffer 1), deshalb aufzuheben ist, weil die strittige Pflicht zur Leistung 

eines Ersteinsatzes im Jahre 2024 die berufliche Ausbildung des Be-

schwerdeführers in einer für ihn unzumutbar nachteiligen Weise unterbre-

chen würde (vgl. Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV). 

5.1 Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

hat eine zivildienstpflichtige Person ihre beruflichen beziehungsweise 

schulischen Aufgaben mit der Dienstpflicht in Einklang zu bringen und die 

Erfüllung ihrer Zivildienstpflicht in die persönliche Lebens- und Karrierepla-

nung einzubeziehen (vgl. Urteile des BVGer B-7208/2023 vom 26. Februar 

2024 E. 3.4; B-937/2023 vom 10. Mai 2023 E. 4.1; B-4464/2022 vom 

12. Januar 2023 E. 4.3; B-3599/2022 vom 7. November 2022 E. 4.4.2). 

5.2 Wie die Vorinstanz treffend festhält, befindet sich der Beschwerdefüh-

rer mit Unterstützung der Invalidenversicherung in einer Umschulung zum 

ICT-Fachmann, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen unverschuldet 

seine erlernten Berufe aufgeben musste. Sie anerkennt denn auch aus-

drücklich, dass sich der Beschwerdeführer unvorhergesehen in einer 

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Seite 9 

neuen Lebenssituation befindet und ein besonderes Interesse an einem 

erfolgreichen Abschluss seiner neuen Ausbildung hat, welche sein berufli-

ches Fortkommen gewährleistet (Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 

Ziff. 2.4). Der Beschwerdeführer sei allerdings auch verpflichtet, seine be-

ruflichen beziehungsweise schulischen Aufgaben mit der Dienstpflicht in 

Einklang zu bringen. Gemäss Lehrvertrag habe er im ersten Lehrjahr An-

spruch auf vier Wochen Ferien, die in die Schulferien der TF- X._______ 

fielen (vgl. Ferienplan, Beilage 18); es stünden ihm daher vom 1. Juli bis 

zum 1. August 2024 über vier Wochen zur Verfügung, in denen er weder 

am Schulunterricht teilnehmen müsse noch im Praktikum beschäftigt sei. 

Sollte er seinen Ersteinsatz in diesem Zeitraum leisten, müsste er folglich 

seine derzeitige Ausbildung nicht unterbrechen. 

Die TF X._______ halte in ihrem Schreiben zwar fest, dass die unterrichts-

freie Zeit zu "einem Teil für die Nachbearbeitung und Vorbereitung von Aus-

bildungsinhalten", "insbesondere in Vorbereitung auf den Praktikumsein-

satz", genutzt werden müsse; es sei auch grundsätzlich nachvollziehbar, 

dass sich der Beschwerdeführer während seinen Ferien optimal auf seine 

bevorstehende Praktikumsstelle vorbereiten wolle.  

Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass er, wie er vorbringe, in diesem 

Zeitraum resp. volle 32 Tage "grösstenteils zur Nachbearbeitung von Aus-

bildungsinhalten und zur Vorbereitung auf die Praktikumsstelle" benötige. 

Es könne ihm zugemutet werden, bereits während des Schulbetriebs et-

was Zeit für die Repetition des Stoffes und die Vorbereitung des Praktikums 

aufzuwenden. Zudem habe er während eines 26-tägigen Einsatzes die 

Möglichkeit, jeweils am Abend und an den arbeitsfreien Wochenenden Zeit 

in seine Ausbildung zu investieren. Bei Leistung eines 26-tägigen Einsat-

zes vom 1. bis 26. Juli 2024 hätte er schliesslich auch weitere sechs freie 

Tage (vom 26. Juli bis und mit 1. August 2024) zur Verfügung, die er, soweit 

nötig, für die Vorbereitung des Praktikums nutzen könne. Diese Möglich-

keiten zur Vorbereitung des Praktikums sollten ausreichen, um dem Be-

schwerdeführer den Beginn des Praktikums ohne Nachteile zu ermögli-

chen (Vernehmlassung vom 28. Mai 2024 Ziff. 2.4). 

Die Leistung eines Ersteinsatzes von 26 Tagen im Jahr 2024 (bzw. die Ab-

lehnung des Gesuchs um eine nochmalige Dienstverschiebung) sei vor 

diesem Hintergrund verhältnismässig, zumal die Umschulungsbemühun-

gen des Beschwerdeführers mit der Verschiebung des langen Einsatzes 

auf das Jahr 2025 berücksichtigt worden sei. Daher sei das öffentliche In-

teresse an der Durchsetzung der Dienstpflicht höher zu gewichten, als das 

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Seite 10 

private Interesse des Beschwerdeführers an einer weiteren Verschiebung 

der Pflicht zur Leistung des Ersteinsatzes (Vernehmlassung vom 28. Mai 

2024 Ziff. 2.6). 

5.3 Wie bereits erwähnt, musste der Beschwerdeführer aus gesundheitli-

chen Gründen unverschuldet seine erlernten Berufe aufgeben und befindet 

sich nun in einer anspruchsvollen Umschulungsphase vom Spengler und 

Dachdecker zum ICT-Fachmann. Dabei wird er sowohl gestützt auf Art. 17 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 

(IVG, SR 831.20) von der Invalidenversicherung (vgl. Beilage 13) als auch 

vom Berufsbildungsamt Y._______ (vgl. Beilage 14) finanziell substanziell 

unterstützt.  

Dem öffentlichen Interesse an der Durchsetzung der Dienstpflicht steht so-

mit nicht nur das von der Vorinstanz festgehaltene besondere private Inte-

resse des Beschwerdeführers an einem erfolgreichen Abschluss seiner 

aus medizinischen Gründen in Angriff genommenen neuen Ausbildung, 

welche sein berufliches Fortkommen gewährleistet, gegenüber. Vielmehr 

besteht im vorliegenden Fall auch ein gewichtiges öffentliches Interesse 

daran, dass der Beschwerdeführer die Umschulung, die im Sinne von 

Art. 17 IVG voraussichtlich seine Erwerbsfähigkeit erhalten kann, erfolg-

reich und zeitgerecht absolviert. Dies wiederum bedingt, dass dem Be-

schwerdeführer die für seine Lernbemühungen notwendige Zeit, insbeson-

dere auch während seiner Sommerferien im Jahre 2024, zugestanden 

wird. Angesichts der aktenkundigen Umstände ist die Aussage des Be-

schwerdeführers glaubwürdig, er brauche in Vorbereitung auf seine Prak-

tikumsstelle alle vier "Ferienwochen" im Jahre 2024, um die vielfältigen 

Ausbildungsinhalte nachbearbeiten zu können. 

Unter diesen Umständen erweist sich die von der Vorinstanz verfügte Ab-

weisung des Gesuchs um eine nochmalige Verschiebung des Ersteinsat-

zes im Jahr 2024, in der für den Beschwerdeführer besonders anspruchs-

vollen Anfangsphase seiner Umschulung, als nicht verhältnismässig und 

daher unzulässig. Dafür spricht auch, wie sich aus den Akten ergibt, dass 

dem Beschwerdeführer nach erfolgreich erfolgter Umschulung ab 1. Au-

gust 2026 (vgl. Beilage 11 betr. Lehrvertrag mit der TF X._______) genü-

gend Jahre verbleiben, um seiner erst im Jahre 2034 endenden Zivildienst-

pflicht nachzukommen (vgl. die dem Beschwerdeführer am 26. April 2021 

übermittelte Übersicht; Beilage 2). 

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Seite 11 

Zusammenfassend würde somit eine Verpflichtung des Beschwerdefüh-

rers zur Leistung des Ersteinsatzes während der Sommerferien 2024 eine 

für ihn unzumutbar nachteilige Unterbrechung seiner beruflichen Ausbil-

dung im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV bedeuten. 

6.  

Die Beschwerde erweist sich daher als begründet und ist gutzuheissen. 

7.  

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist kostenlos und es 

wird keine Parteientschädigung ausgerichtet (Art. 65 Abs. 1 ZDG). 

8.  

Dieses Urteil kann nicht an das Bundesgericht weitergezogen werden 

(Art. 83 Bst. i BGG). Es ist somit endgültig. 

 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

1.1 Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom 

20. März 2024 wird – mit Ausnahme der Ziffer 1 – aufgehoben. 

1.2 Die Sache wird zur Neufestsetzung des Ersteinsatzes an die Vor-

instanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-

gung ausgerichtet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und an das 

Bundesamt für Zivildienst ZIVI, Zentralstelle Thun. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Vera Marantelli Said Huber 

 

 

 

Versand: 27. Juni 2024 

 

  

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Seite 13 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Zivildienst ZIVI, Zentralstelle Thun  

(Einschreiben; Vorakten zurück)