# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a51ce5a-3940-5aca-97ab-0a11c1efd6f1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.05.2019 200 2019 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-63_2019-05-31.pdf

## Full Text

200 19 63 IV
SCI/RUM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Mai 2019

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Dezember 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 26. November 2013 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen [AB] 2). Die 
IVB holte erwerbliche sowie medizinische Unterlagen ein und sprach dem 
Versicherten Abklärungs- und Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung 
auf die berufliche Eingliederung zu (AB 26, 38, 40, 42, 51, 53, 54, 57, 68, 
80, 89, 93, 95, 98, 109, 113, 123/1-13). Zudem veranlasste sie eine poly-
disziplinäre medizinische Begutachtung durch die C.________ (MEDAS). 
Gestützt auf deren Gutachten vom 26. April 2016 (MEDAS-Gutachten 
2016; AB 100.1) forderte die IVB den Versicherten mit Schreiben vom 
13. Juni 2016 mit Hinweis auf dessen Schadenminderungspflicht und die 
Rechtsfolgen im Unterlassungsfall auf, sein Arbeitspensum im laufenden 
Aufbautraining entsprechend den Vorgaben zu steigern (AB 104; vgl. AB 
98, 109, 113). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 117, 121) 
verfügte die IVB am 10. Oktober 2016 wegen Verletzung der Schadenmin-
derungspflicht den Abbruch des Aufbautrainings und den Abschluss der 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen (AB 124). Ausserdem stellte sie 
mit Vorbescheid vom 14. September 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 
15 % die Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht (AB 122). Gegen 
Letzteres erhob der Versicherte unter Hinweis auf eine stationäre Behand-
lung seit 11. Oktober 2016 Einwand (AB 127, 129, 130, 132). Daraufhin 
holte die IVB aktualisierte medizinische Berichte ein und beauftragte die 
MEDAS mit einer polydisziplinären medizinischen Verlaufsbegutachtung 
(AB 161, 163 f.). Nachdem der Versicherte mitgeteilt hatte, er sei mit der 
Begutachtungsstelle nicht einverstanden (AB 167), hielt die IVB mit Zwi-
schenverfügung vom 30. August 2017 am Vorgehen fest (AB 170). Die Ver-
fügung trat unangefochten in Rechtskraft (AB 175). Am 10. April 2018 wur-
de das Verlaufsgutachten der MEDAS erstattet (MEDAS-Gutachten 2018; 
AB 182.1). Die IVB holte einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
der IV-Stellen BE/FR/SO (RAD) vom 8. August 2018 ein (AB 191/2) und 
lehnte nach erneuter Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfü-
gung vom 13. Dezember 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 15 % ab An-

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fang 2014 und von 20 % seit 1. Oktober 2016 einen Rentenanspruch ab 
(AB 201).

B.

Mit Eingabe vom 24. Januar 2019 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde. Er beantragt, die angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 
ihm, soweit rechtens, eine Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei 
über die gesetzlichen Ansprüche des Beschwerdeführers neu zu befinden. 
Gleichzeitig wurde um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung der 
unterzeichnenden Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2019 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 25. Februar 2019 zog der Beschwerdeführer das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege zurück. Mit prozessleitender Verfügung 
vom 26. Februar 2019 schrieb der Instruktionsrichter das Gesuch als erle-
digt vom Geschäftsverzeichnis ab. Der Kostenvorschuss wurde innert Frist 
geleistet.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 13. Dezember 2018 (AB 201). 
Streitig ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

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2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
141 V 281 E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist 
noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob 
dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem 
Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszuge-
hen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

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Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. In-
soweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2017 IV Nr. 70 
S. 217 E. 2.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhän-
gig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 13. Dezember 2018 (AB 201) 
basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf den beiden MEDAS-
Gutachten 2016 (AB 100.1) und 2018 (182.1).

3.1.1 Im MEDAS-Gutachten 2016 wurden folgende Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (AB 100.1/33):

1. Leichtgradige Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beid-
seits (ICD-10 H90.3)

2. Tinnitus beidseits (ICD-10 H93.1), mittelgradig kompensiert
3. Verdacht auf Odontom Regio 38 (ICD-10 D16.5)

- Zustand nach Osteotomie Regio 38/39 mit Miniplattenosteo-
synthese angulär links am 17.03.2014

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden ferner fest-
gehalten (AB 100.1/33 f.):

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode 
(ICD-10 F33.0)

2. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
- Geringe Bewegungseinschränkung der lumbalen Wirbelsäule

3. Chronische Nacken-Schulterbeschwerden rechts (ICD-10 
M54.2/M79.61)
- Bis auf deutliche Protraktionsfehlstellung von Kopf und Schul-

tern unauffälliger Befund
4. Chronische Beschwerden im Hüftbereich lateral rechts (ICD-10 

M79.65)
- Klinisch keine fassbare Läsion

5. Beginnendes metabolisches Syndrom
- Übergewicht (BMI 28 kg/m2)
- Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt (ICD-10 I10)
- Leichte Dyslipidämie, bisher unbehandelt (ICD-10 E78.2)

6. Septumdeviation und Muschelhyperplasie (ICD-10 J34.2/J34.3) 
mit
- Zustand nach Septumplastik, Conchotomie beidseits am 

17.03.2014
- Zustand nach Revisionsseptumplastik und Synechienlösung 

am 08.06.2015

Orthopädisch seien die Befunde insgesamt gering. Es könne keine Beein-
flussung der Arbeitsfähigkeit zuerkannt werden. Aus Sicht des Bewegungs-
apparates bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus neurolo-
gischer Sicht stehe vor allem eine Überlagerungssituation im Vordergrund. 
Objektivierbare Befunde könnten (abgesehen von einer Hypästhesie des 
dritten Trigeminusastes links nach zahnchirurgischem Eingriff) nicht erho-

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ben werden. Ein organisches Korrelat für die subjektiv geklagten neuropsy-
chologischen Einschränkungen finde sich ebenfalls nicht. Aus neurologi-
scher Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In der ergän-
zend durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung seien vor allem 
deutliche Inkonsistenzen festzustellen. Die Motivation sei derart wechsel-
haft, dass keine validen Resultate erhoben werden könnten. Es bestünden 
offensichtliche Inkonsistenzen im Sinne von klaren Verdeutlichungstenden-
zen. Ob diese unbewusst oder bewusst verursacht seien, spiele keine Rol-
le. Jedenfalls könne aus neuropsychologischer Sicht keine objektivierbare 
und reproduzierbare Funktionseinbusse zugeordnet werden. Aus HNO-
ärztlicher Sicht bestünden nebst der leichten Schallempfindungsschwerhö-
rigkeit eine andauernde Belastungssituation bezüglich des Tinnitus und ei-
ne Schmerzsymptomatik betreffend des Postosteotomiezustandes, so dass 
gesamthaft eine leichte Leistungseinbusse bei etwas erhöhtem Pausenbe-
darf bzw. reduziertem Rendement von 15 % zugeordnet werden könne. 
Aus allgemeininternistischer Sicht lägen keine gravierenden Befunde vor, 
die Arbeitsfähigkeit sei nicht eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht kön-
ne auf affektiver Ebene eine leichte depressive Episode festgestellt wer-
den. Diese sei rezidivierend. Die Somatisierungstendenzen seien nicht ei-
genständig zu diagnostizieren, sondern dieser leichten depressiven 
Störung zuzuordnen. Die Störung sei geringgradig und erreiche nicht das 
Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit tangiert wäre. Folglich bestehe aus 
psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zusammen-
fassend resultiere aus polydisziplinärer Sicht, dass für jegliche leichten bis 
schweren, auditiv adaptierten Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähig-
keit von 85 % bestehe. Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt wer-
den. Diese leichte Einschränkung könne arbiträr ab Anfang 2014 angenom-
men werden. Ansonsten habe lediglich im Jahr 2012 während einiger Wo-
chen eine um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer 
Sicht bestanden. Eine länger andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit, 
welche damit auch einer invalidisierenden Erkrankung zuzuordnen wäre, 
könne in der Vergangenheit nicht erkannt werden (AB 100.1/34 f.).

3.1.2 Dem MEDAS-Gutachten 2018 sind folgende Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (AB 182.1/45):

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1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mit-
telgradige Episode (ICD-10 F33.0, F33.1) 
- Leichte neuropsychologische Hirnfunktionsstörung 

2. Leichtgradige Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beid-
seits (ICD-10 H90.3) 

3. Tinnitus beidseits (ICD-10 H93.1)
- Mittelgradig kompensiert 

4. Verdacht auf Odontom Regio 38 (ICD-10 D16.5) 
- Zustand nach Osteotomie Regio 38/39 mit Miniplattenosteo-

synthese angulär links am 17.03.2014
- Postoperative Hypästhesie des 3. Trigeminalastes links (ICD-

10 G52.9) 
5. Anosmie (ICD-10 R43.0) 
6. Intermittierende Schwindelsymptomatik (ICD-10 H82)

- Ohne Hinweis auf periphere vestibuläre Funktionsstörung 
- Bei Dg. 5.2.3

Weiter wurden folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit festgehalten (AB 182.1/45 f.): 

1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) 
- Radiologisch beginnende Osteochondrose LWK5/SWK1 

(Röntgen 23.01.2018) 
- Geringe Bewegungseinschränkung der lumbalen Wirbelsäule 

2. Chronische Nacken-Schulterbeschwerden beidseits (ICD-10 
M54.2/M79.61) 
- Bis auf deutliche Protraktionsfehlstellung und Rundrücken un-

auffälliger Befund 
3. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10 F45.41) 
4. Spannungskopfschmerzen (ICD-10 G44.2) 
5. Leichtes obstruktives Schlafapnoesyndrom (ICD-10 G47.3)

- Polysomnographie 2016 (Spital D.________): Apnoe-
/Hypopnoeindex 15/h 

- Risikofaktoren: Adipositas (BMI 32.5 kg/m2), Halsumfang 
45 cm, enger Rachen und Nasenseptumdeviation 

- Behandelt mit CPAP seit 12/2016 
6. Septumdeviation und Muschelhyperplasie (ICD-10 J34.2/J34.3) 

mit 
- Zustand nach Septumplastik, Conchotomie beidseits am 

17.03.2014
- Zustand nach Revisionsseptumplastik und Synechienlösung 

am 08.06.2015 
7. Leichtgradige chronische Sinusitis (ICD-10 J32.8) bei 

- verlegtem Recessus frontalis links, partiell verlegten anterioren 
Ethmoidalzellen, Sinus sphenoidalis beidseits und Processus 
alveolaris des Sinus maxillaris beidseits

8. Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10) 
9. Adipositas (ICD-10 E66.9)

- BMI 31.7 kg/m2 
10. Anamnestisch leichte Dyslipidämie (ICD-10 E78.2) 
11. Unterdurchschnittliche Intelligenz (Gesamt-IQ 77; ICD-10 F79)

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Aus Sicht des Bewegungsapparates fänden sich ein chronisches lumbover-
tebrales Schmerzsyndrom, chronische Nacken-Schulterbeschwerden beid-
seits wie auch der Verdacht auf eine Schmerzausweitung, welche die Ar-
beitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis schweren Tätigkeit jedoch 
nicht beeinflusse. Aus otorhinolaryngologischer Sicht führten die Diagnosen 
zu quantitativen und qualitativen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit. 
Tätigkeiten unter gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel, Sturz 
gefährdende Tätigkeiten wie auch Arbeiten, welche einen intakten Ge-
ruchssinn voraussetzen, seien dem Exploranden nicht zumutbar. Unter 
Berücksichtigung dieser qualitativen Einschränkungen bestehe aus rein 
otorhinolaryngologischer/otoneurologischer Sicht in einer körperlich ange-
passten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 20 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der rezidivierenden 
depressiven Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode, für 
körperlich angepasste Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
80 %, vollschichtig realisierbar, mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen. 
Aus neuropsychologischer Sicht seien eine unterdurchschnittliche Intelli-
genz mit einem Gesamt-IQ von 77 sowie eine leichte neuropsychologische 
Hirnfunktionsstörung festzustellen, welche Tätigkeiten mit intellektuellen 
bzw. kognitiven Voraussetzungen einschränkten. Aus allgemeininternisti-
scher, neurologischer und pneumologischer Sicht fänden sich keine weite-
ren Diagnosen und Befunde mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zu-
sammenfassend bestehe somit aus polydisziplinärer Sicht unter Berück-
sichtigung oben genannter qualitativer Einschränkungen in einer körperlich 
leichten bis schweren Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
80 %, vollschichtig realisierbar, mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen. 
Die leichten Leistungseinbussen aus somatischer und psychiatrischer Sicht 
seien nicht zu addieren, da die gleichen Zeitabschnitte für Pausen und Er-
holung genutzt werden könnten. Von oben genanntem Arbeits- und Leis-
tungsprofil könne arbiträr über die Zeit gemittelt ab Oktober 2016 ausge-
gangen werden. Zuvor könne auf die Einschätzung im MEDAS-Gutachten 
2016 abgestellt werden (AB 182.1/46 f.).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die polydisziplinären MEDAS-Gutachten 2016 und 2018 (AB 100.1 
und 182.1) sind umfassend, beruhen auf einlässlichen anamnestischen Er-
hebungen sowie eigenen fachärztlichen Untersuchungen, berücksichtigen 
die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der umfangreichen 
Vorakten erstellt. Die Experten haben die Befundlage sorgfältig erhoben, 
die gestellten Diagnosen und ihre Einschätzung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit in den jeweiligen Fachbereichen sowie aus polydisziplinärer Sicht 
schlüssig begründet. Namentlich setzten sich die Experten im MEDAS-Gut-
achten 2018 auch einlässlich mit den im Nachgang an die erste Begutach-
tung (2016) geklagten Beschwerden (AB 125, 127, 129, 130, 132) ausein-
ander. Auf die Gutachten, welche die vom Bundesgericht an den Beweis-
wert von solchen gestellten Anforderungen erfüllen (vgl. E. 3.2 hiervor) und 
somit voll beweiskräftig sind, ist abzustellen. Im Einzelnen ist Folgendes 
festzuhalten:

3.4

3.4.1 Aus allgemeininternistischer Sicht fanden sich weder 2016 noch 
2018 Befunde, welche die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschränken. 
Die diagnostizierte arterielle Hypertonie, die Adipositas sowie die anamnes-
tisch vorliegende leichte Dyslipidämie sind gemäss Gutachter denn auch 
behandelbar (AB 182.1/17 Ziff. 3.3 f., 100.1/9 Ziff. 3.3 ff.). Aus den weiteren 
Akten ergibt sich in allgemeininternistischer Hinsicht nichts Gegenteiliges. 
Dies gilt insbesondere für die Berichte der Hausärztin, welche Arbeitsun-
fähigkeiten hauptsächlich auf der Basis von psychiatrischen Diagnosen, 
mithin ausserhalb ihres angestammten Fachbereichs, postulierte (AB 16/2, 
59/2, 139/2; vgl. AB 100.1/9 u. 182.1/17 je Ziff. 3.6).

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3.4.2 In orthopädischer Hinsicht vermochten die Gutachter sowohl 2016 
als auch 2018 die geklagten Beschwerden allein teilweise auf degenerative 
Veränderungen im Bereich der lumbalen Wirbelsäule sowie auf Fehlstellun-
gen im zervikothorakalen und Schulterbereich zurückzuführen. Die Befunde 
sind gemäss Gutachten zudem nur geringgradig ausgeprägt und schränken 
die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar nicht ein (AB 100.1/19 f. Ziff. 4.2.4 f., 
182.1/27 f. Ziff. 4.2.4 f.).

3.4.3 Otorhinolaryngologisch wurde im Gutachten 2018 aufgrund der – 
in Übereinstimmung mit den früheren Untersuchungen im Spital 
D.________ (AB 182.1/36 Ziff. 4.4.7) – erhobenen, seit der Begutachtung 
im Jahr 2016 (AB 100.1/32 Ziff. 4.5.5) leicht progredienten Befunde nach-
vollziehbar eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % (zuvor 
15 %) postuliert (AB 182.1/36 Ziff. 4.4.5).

3.4.4 In den vom Beschwerdeführer kritisierten (Beschwerde, S.4 f.) 
neurologischen und pneumologischen Teilgutachten des MEDAS-Gutach-
tens 2018 (AB 182.1/28 ff. Ziff. 4.3, 182.1/36 ff. Ziff. 4.5) wurden die Be-
fundlage und die daraus zu ziehenden Schlüsse je nachvollziehbar darge-
legt. Auf neurologischem Gebiet wurde namentlich festgehalten, dass sich 
aufgrund der Untersuchungsergebnisse (wie schon im Jahr 2016; 
AB 100.1/23 Ziff. 4.3.4) gesamthaft keine die Arbeitsfähigkeit wesentlich 
einschränkende Erkrankung ergibt. Dass den inzwischen in den Vorder-
grund gestellten Kopfschmerzen nicht die vom Beschwerdeführer verlangte 
Bedeutung (Beschwerde, S. 5) zugemessen wurde, ist nicht zu beanstan-
den. Insoweit bestehen auch keine massgeblichen Diskrepanzen zu den 
Berichten der behandelnden Ärzte des … vom 13. April, 9. Juni und 10. No-
vember 2017 (AB 159/2-3, 182.2/1-4), worin ebenfalls die Diagnose eines 
Spannungskopfschmerzes gestellt und überdies auf einen möglichen Zu-
sammenhang mit einem übermässigen Schmerzmittelgebrauch hingewie-
sen wurde. Auch seitens der Schlafapnoe besteht keine unüberwindbare 
Diskrepanz zur Einschätzung der behandelnden Ärzte. Nachvollziehbar hat 
der Experte auf der Basis der Auswertungen des CPAP-Geräts ausgeführt, 
dass diese Therapie beim Beschwerdeführer zur Behandlung des leichten 
Schlafapnoesyndroms – objektiv betrachtet – genügend wirksam ist, jedoch 
zu wenig angewendet werde. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 13

das Übergewicht zusätzlich negativ auf das Behandlungsergebnis auswirkt 
(AB 182.1/38 Ziff. 4.5.4). Aus dem Gutachten gehen keinerlei Anhaltspunk-
te hervor, dass dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner Schadenminde-
rungspflicht eine konsequente Anwendung des CPAP-Geräts und die emp-
fohlene Gewichtsabnahme objektiv nicht zumutbar wäre. Es ist in der Folge 
denn auch nicht zu beanstanden, dass der Gutachter die subjektiv geklagte 
Tagesmüdigkeit und Schläfrigkeit bei der Einschätzung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit unberücksichtigt gelassen hat. Demgegenüber lässt sich 
die anderweitige Darstellung des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 4) 
insbesondere nicht mit den vom Gerät aufgezeichneten Daten vereinbaren 
(AB 182.1/38) und vermag die gutachterlichen Ausführungen nicht in Zwei-
fel zu ziehen.

3.4.5 Was den in der neuropsychologischen Abklärung 2018 erhobenen 
IQ von 77 (AB 182.1/42 Ziff. 4.6.3) anbelangt, entspricht dieser einer Intelli-
genz im unteren Normalbereich und ist per se nicht als gesundheitliche Be-
einträchtigung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 ATSG zu beachten (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 16. März 2015, 8C_741/2013, E. 3.2.1; 
MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 
3. Aufl. 2014, Art. 4 N. 83). Hinzu kommt, dass die Neuropsychologie nur 
eine medizinische Hilfsdisziplin darstellt, indem diese Grundlagen für die 
neurologische oder die psychiatrische Beurteilung schafft. Entsprechend 
sind neuropsychologische Untersuchungsergebnisse rechtsprechungs-
gemäss stets im Kontext der übrigen (interdisziplinären) medizinischen 
Abklärungsergebnisse zu würdigen und beweisrechtlich nur insoweit rele-
vant, als sie sich in das Gesamtergebnis der medizinischen Sachverhalts-
abklärung schlüssig einfügen (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; Entscheide 
BGer vom 7. August 2009, 8C_261/2009, E. 5.2 und des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [heute BGer] vom 7. Juni 2006, I 816/05, E. 3.2.2). 
Dies ist im vorliegenden Fall von besonderer Bedeutung. Aus neurologi-
scher Sicht konnte in Übereinstimmung mit den behandelnden Ärzten we-
der 2018 noch 2016 eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
gestellt werden (E. 3.4.4 hiervor). Insbesondere ist keine Hirnschädigung 
erstellt. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen der letzten Anstellung als … 
eines … bis Ende März 2012 (vgl. E. 4.5 hiernach) langjährig auch verant-
wortungs- und anspruchsvolle Arbeiten (Personaleinsatzplanung, Reporting 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 14

an die Geschäftsleitung, Kassenautomaten warten, leeren sowie Transfer 
der Gelder zur Bank, etc.) zur Zufriedenheit der Arbeitgeberin ausgeführt 
(AB 11/3). Solches wäre mit einer massgeblichen Minderintelligenz nicht 
vereinbar gewesen. Anders könnte insbesondere nicht erklärt werden, wie 
er in seiner Funktion vom … zum … aufgestiegen ist und die Arbeit 
während der rund zehn Jahre der Anstellung hat behalten können (AB 
11/3). Dass erst nach 2012 eine Hirnschädigung als Grundlage für die ge-
klagten neuropsychologischen Defizite bzw. einen verminderten IQ einge-
treten wäre, ist aufgrund der MEDAS-Gutachten 2016 und 2018 auszusch-
liessen (AB 100.1/33 f. Ziff. 5, 182.1/45 f. Ziff. 5). Weil ein IQ von 77, wie 
erwähnt, invalidenversicherungsrechtlich irrelevant ist, braucht auch nicht 
abschliessend geprüft zu werden, ob der erhobene IQ-Wert im unteren 
Normalbereich tatsächlich auf eine Intelligenzminderung zurückzuführen 
ist, was angesichts der beruflichen Leistungen und fehlender neurologi-
scher Schädigungen fraglich erscheint. Immerhin ist darauf hinzuweisen, 
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung 2016 nach einer 
ersten Medikamenteneinnahme unmittelbar vor der neuropsychologischen 
Testung erneut ein leistungsverzerrendes Medikament eingenommen hatte 
(AB 100.1/28 Ziff. 4.4.2). Zudem verwies der Experte damals auf eine deut-
liche Diskrepanz zwischen den unterdurchschnittlichen Testergebnissen 
und den gezeigten guten kognitiven Leistungen während der Untersuchung 
(AB 100.1/28 Ziff. 4.4.4; vgl. AB 100.1/29 Ziff. 4.4.7). Schliesslich hat der 
psychiatrische Gutachter auf der Basis seiner Feststellungen und in Kennt-
nis der neuropsychologischen Testung ein nachvollziehbares Profil für die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit erstellt (vgl. E. 3.4.6 hiernach), so dass 
nicht von einer zusätzlichen intelligenzbedingten Einschränkung auszuge-
hen ist. Der psychiatrische Gutachter hat sich weiter auch mit den Attesten 
aus früheren Behandlungen auseinandergesetzt und nachvollziehbar auf 
die Bedeutung der Abgrenzung von objektiv zu erhebenden Befunden und 
subjektiv geklagten Beschwerden hingewiesen. Es besteht kein Grund, sei-
ne Feststellungen anzuzweifeln (vgl. Beschwerde S. 5 f. und E. 3.4.6 so-
gleich).

3.4.6 In psychiatrischer Hinsicht legten die Experten in beiden MEDAS-
Gutachten mit Hinweis auf die anamnestischen und eigenen Erhebungen 
überzeugend dar, dass beim Beschwerdeführer eine rezidivierende depres-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 15

sive Störung vorliegt, welche anlässlich der Begutachtung 2016 noch einer 
leichten depressiven Episode entsprach (AB 100.1/15 f. Ziff. 4.1.3.5), sich 
in der Folge akzentuierte, im Verlauf gemittelt jedoch nie stärker als mittel-
gradig ausgeprägt war (AB 182.1/21 Ziff. 4.1.7; vgl. die übereinstimmende 
Diagnosestellung der behandelnden Ärzte in AB 129/1, 132/3, 45/2). Weiter 
wurde bereits im MEDAS-Gutachten 2016 auf eine Schmerzausweitung 
(Somatisierung) und eine ausgeprägte Krankheitsüberzeugung hingewie-
sen (AB 100.1/16 Ziff. 4.1.3.5). Im Gutachten 2018 wurde dies diagnostisch 
einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren (ICD-10 F45.41) zugeordnet, nach wie vor jedoch ohne (zusätzliche) 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 182.1/20 f. Ziff. 4.1.3 f.). Eine Per-
sönlichkeitsstörung, wie sie die behandelnde Psychiaterin anfänglich noch 
festgehalten hatte (AB 6/2, 63/2), wurde von den Gutachtern mit Hinweis 
auf die vor der Erkrankung während Jahren uneingeschränkt vorhanden 
gewesene (erwerbliche) Leistungsfähigkeit und die unauffällige Sozialisati-
on des Beschwerdeführers nachvollziehbar verneint (AB 100.1/16 
Ziff. 4.1.6, 182.1/22 Ziff. 4.1.10.1). Schliesslich geht aus beiden Gutachten 
hervor, dass psychosoziale und soziokulturelle, mithin grundsätzlich invali-
ditätsfremde (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2), Faktoren eine Rolle spielen (AB 100.1/16 Ziff. 4.1.3.5, 182.1/20 
Ziff. 4.1.3). Demnach wird die diagnostizierte leichte bis mittelgradige de-
pressive Störung von solchen Faktoren mitbedingt. Dies schliesst zwar de-
ren (mittelbare) Berücksichtigung im Rahmen der invaliditätsbegründenden 
funktionellen Auswirkungen der depressiven Störung bei der Einschätzung 
der verbleibenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht gänzlich aus; recht-
sprechungsgemäss werden solche Wechselwirkungen zwischen sich psy-
chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt jedoch be-
deutend weniger stark berücksichtigt als nach dem in der Medizin verbreite-
ten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 
E. 4.2). Dass die Experten vor diesem Hintergrund im Gutachten 2018 aus 
psychiatrischer Sicht allein aufgrund der höchstens mittelgradigen depres-
siven Störung von einer im Verlauf um maximal 20 % eingeschränkten, je-
doch vollschichtig umsetzbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausgingen 
(AB 182.1/21 Ziff. 4.1.5), ist schlüssig und steht zudem im Einklang mit den 
gutachterlichen Ausführungen zu den verbleibenden Ressourcen und zur 
Konsistenz (AB 100.1/14 f., 182.1/22 ff.). In diesem Zusammenhang ist ins-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 16

besondere auch darauf hinzuweisen, dass gemäss Gutachten die psychia-
trisch-psychotherapeutischen Therapieoptionen bei voller Zumutbarkeit 
noch nicht vollumfänglich ausgeschöpft sind (AB 100.1/14 f. Ziff. 4.1.3.3 f., 
182.1/23 f. Ziff. 4.1.10.3 f.). Soweit die behandelnden Ärzte auf der Basis 
der subjektiven Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers eine höhergra-
dig eingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit postuliert haben (vgl. 
die entsprechenden Hinweise im Gutachten 2018; AB 182.1/21), kann dar-
auf nicht abgestellt werden. Schliesslich kann beim vorliegenden Ergebnis 
(E. 3.4.7 und E. 4.6 hiernach) auch offen bleiben, ob die gutachterlich at-
testierte Einschränkung bei einer Prüfung im Rahmen des strukturierten 
Beweisverfahrens (vgl. BGE 143 V 418 und 141 V 281) invalidenversiche-
rungsrechtlich überhaupt beachtlich wäre.

3.4.7 Zusammenfassend ist die Leistungsfähigkeit gemäss den in allen 
Teilen voll beweiskräftigen Gutachten sowohl aus otorhinolaryngologischer 
als auch aus psychiatrischer Sicht um maximal 20 % eingeschränkt (bei ei-
nem vollschichtig realisierbaren Arbeitspensum), wobei sich diese (qualita-
tiven) Leistungseinbussen nicht addieren (AB 182.1/47 Ziff. 6.2, 100.1/35 
Ziff. 6.2). 

4.

Auf dieser Basis ist im Folgenden die Invaliditätsbemessung vorzunehmen 
(vgl. E. 2.4 hiervor). 

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 
S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der tatsäch-
lichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierba-
re Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und 
Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 17

sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberück-
sichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten 
persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 
E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heu-
te Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 
anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutba-
rer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss 
den LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Dabei gilt 
es zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-
mässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittli-
chen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Ab-
zug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 18

und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

4.4 Dem Beschwerdeführer wurde ab September 2013 (AB 6/3, 16/4, 
59/3, 63/3) durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % at-
testiert. Die am 26. November 2013 unterzeichnete IV-Anmeldung ging am 
28. November 2013 bei der Beschwerdegegnerin ein (AB 2). Hypotheti-
scher Rentenbeginn ist somit der 1. September 2014 (Art. 28 Abs. 1 sowie 
Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).

4.5 Der Beschwerdeführer hatte nach der Schule keine berufliche Aus-
bildung absolviert (AB 7/1). In der Schweiz war er zunächst als Hilfsarbeiter 
im Gastgewerbe tätig (AB 10/2). In der Folge arbeitete er als … in einem 
…, wo er schliesslich als … eingesetzt wurde (AB 11/3). Der Beschwer-
deführer hat diese letzte Stelle – nach eigenen Angaben im Rahmen eines 
Besitzerwechsels mit in der Folge erhöhten an ihn gestellten Ansprüchen – 
per 31. März 2012 selbst gekündigt (AB 11/3, 22/2 f., 22/10, 100.1/22 
Ziff. 4.3.1.2). Von Seiten der Hausärztin wurde erst knapp zwei Monate 
später eine Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 16/4 Ziff. 1.6). Damit überein-
stimmend ergeben sich auch aus dem Fragebogen für Arbeitgebende keine 
(krankheitsbedingten) Absenzen (AB 22/4 Ziff. 2.14). Vielmehr hielt die Ar-
beitgeberin fest, dass der Gesundheitsschaden erst nach dem Austritt aus 
der Unternehmung aufgetreten sei (AB 22/3 Ziff. 2.8, Ziff. 2.10). Dass die 
Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen das Valideneinkommen an-
hand des Totalwerts, Kompetenzniveau 1 (Einfache Tätigkeiten körperli-
cher oder handwerklicher Art), Männer, der LSE berechnet hat (AB 201/2), 
ist nicht zu beanstanden.

Der Beschwerdeführer hat bis zum Verfügungserlass keine ihm zumutbare 
Tätigkeit aufgenommen, so dass das Heranziehen desselben statistischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 19

Werts der LSE (Totalwert, Kompetenzniveau 1, Männer) zur Bestimmung 
des Invalideneinkommens (AB 201/2) ebenfalls nicht zu beanstanden ist.

4.6 Ist demnach für beide Einkommen derselbe LSE-Wert heranzuzie-
hen, erübrigt sich eine konkrete Berechnung des Invaliditätsgrades. Dies-
falls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (SVR 2018 UV 
Nr. 29 S. 103 E. 5.2). Ein Tabellenlohnabzug ist vorliegend indes nicht ge-
rechtfertigt, da den (medizinisch und rechtlich begründeten) leidensbeding-
ten Einschränkungen im Rahmen der Festlegung der Restarbeitsfähigkeit 
bereits Rechnung getragen wurde (AB 182.1/46 f. Ziff. 6.2; SVR 2018 IV 
Nr. 45 S. 145 E. 2.2). Dies gilt auch mit Blick auf die Arbeitsplatzanforde-
rungen aus otorhinolaryngologischer Sicht (Unzumutbarkeit von Arbeiten 
mit gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel, mit Sturzgefahr und mit be-
sonderen Anforderungen an den Geruchssinn [AB 182.1/47 Ziff. 6.2]), steht 
dem Beschwerdeführer doch auf dem hier massgeblichen hypothetisch 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach wie vor ein breites Spektrum an (Hilfs-
arbeiter-)Tätigkeiten offen (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2017 IV 
Nr. 64 S. 201 E. 4.1, 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Die weiteren Kriterien 
(vgl. E. 4.2 hiervor) spielen schliesslich keine Rolle, da sie gleichermassen 
auf Seiten des Validen- und Invalideneinkommens zu berücksichtigen 
wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5).

Nichts anderes gälte im Übrigen, wenn mit Blick auf die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit als … ein LSE-Einkommen aufgrund eines höheren Kompetenzni-
veaus, konkret Totalwert Niveau 2, herangezogen würde. Weil der Be-
schwerdeführer ein entsprechendes Einkommen auch unter Berücksichti-
gung der (objektivierbaren) leidensbedingten Einschränkungen zu erzielen 
vermöchte, d.h. diesfalls für das Invalideneinkommen ebenfalls auf den 
Totalwert Niveau 2 abzustellen wäre, wäre gleichermassen direkt von der 
Arbeitsunfähigkeit auf den Invaliditätsgrad zu schliessen.

Demnach hat bei einer maximal zu berücksichtigenden Leistungsunfähig-
keit von 20 % (vgl. E. 3.4.7 hiervor) zu keinem Zeitpunkt ein Invaliditätsgrad 
von mehr als 20 % vorgelegen, womit nie ein Anspruch auf eine IV-Rente 
bestand (vgl. E. 2.3 hiervor). Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 20

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2019, IV/19/63, Seite 21

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.