# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2896e144-d429-542a-bb12-65f702322558
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.10.2017 S 2016 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-84_2017-10-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 84

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Racioppi 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 17. Oktober 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. Am 19. November 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kan-

tons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Bezug von IV-Leistungen 

an. 

2. Mit Verfügung vom 7. Juni 2016 sprach ihm die IV-Stelle aufgrund eines 

Invaliditätsgrads von 62 % eine Dreiviertelsrente vom 1. Mai 2013 befris-

tet bis zum 30. November 2013 zu. Ab dem 1. Dezember 2013 verneinte 

die IV-Stelle den Rentenanspruch aufgrund eines rentenausschliessen-

den Invaliditätsgrads von 34.2 %. Begründend führte die IV-Stelle aus, 

dass für die Bemessung der Arbeitsfähigkeit auf das psychiatrische Gut-

achten von Dr. med. B._____ vom 6. September 2013 abzustellen sei. 

Danach könne A._____ aus medizinischer Sicht eine adaptierte Tätigkeit 

spätestens seit dem 26. August 2013 wieder zu 100 % zugemutet wer-

den. Diese 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei 

spätestens Ende November 2013 zu berücksichtigen. Für die Beurteilung 

des Rentenanspruchs seien somit der Zeitraum vom 1. Mai bis 30. No-

vember 2013 und der Zeitraum ab 1. Dezember 2013 separat zu betrach-

ten. Hinsichtlich Valideneinkommen sei zu beachten, dass die gemäss IK-

Auszug bis 2011 erzielten Jahreseinkommen einen Bonus enthielten, auf 

den kein gesetzlicher Anspruch bestehe. Diese unsicheren Bonuszahlun-

gen seien bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht zu berücksich-

tigen. A._____ hätte als Gesunder im Jahr 2012 ein Jahreseinkommen 

von Fr. 199'656.-- erzielt, woraus sich für das Jahr 2015 ein indexiertes 

Valideneinkommen von Fr. 205'176.24 ergebe. Vom 1. Mai bis 30. No-

vember 2013 habe A._____ in der angestammten Tätigkeit über eine Ar-

beitsfähigkeit von 60 % verfügt. Dabei hätte er ein Einkommen von 

Fr. 77'868.-- erzielen können, woraus ein Invaliditätsgrad von 62.05 % re-

sultiere. In einer adaptierten Tätigkeit sei A._____ spätestens seit dem 

26. August 2013 100 % arbeitsfähig. Die zumutbare Verwertung auf dem 

Arbeitsmarkt sei zu bejahen. Dementsprechend wäre es A._____ in 

Berücksichtigung seiner überragenden Berufs- und Fachkenntnisse ab 

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dem 1. Dezember 2013 möglich gewesen, eine Erwerbstätigkeit auszuü-

ben, bei welcher er ein Jahreseinkommen von Fr. 135'000.-- hätte erzie-

len können. Daraus resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 

von 34.2 %, welcher ab dem 1. Dezember 2013 zu berücksichtigen sei. 

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 24. Juni 

2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit folgenden Anträgen:

"1. Die Verfügung der IV sei teilweise, soweit es den Zeitraum ab 1. Dezember 
2013 betrifft, aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2013 weiterhin eine 
Rente der IV zu gewähren.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass 

lediglich der Zeitraum ab dem 1. Dezember 2013 angefochten werde. Das 

psychiatrische Gutachten von Dr. med. B._____ vom 6. September 2013 

sei auch hier massgebend. In der angestammten Firma habe er alle Ge-

schäftsleitungsfunktionen abgeben müssen und habe noch zu einem 

Pensum von 60 % gearbeitet. Ende 2013 sei das Arbeitsverhältnis aus 

gesundheitlichen Gründen aufgelöst worden. Das Valideneinkommen sei 

fehlerhaft festgelegt worden, weil die IV-Stelle weder den arbeitsvertrag-

lich zugesicherten Bonus noch den Einkommensverlust, welchen er ge-

sundheitsbedingt durch den dauernden Verlust der Stelle als Geschäfts-

leitungsmitglied bei der C._____ AG erlitten habe, berücksichtigt habe. 

Das von der IV-Stelle herangezogene Invalideneinkommen von 

Fr. 135'000.-- sei nicht ausgewiesen. Im Jahr 2013 habe er beim ange-

stammten Arbeitgeber gemäss IK-Auszug Fr. 78'211.-- in zwölf Monaten 

verdient. Im Jahr 2015 habe er bei der D._____ GmbH während acht Mo-

naten Fr. 92'683.-- verdient. Ob er dieses Einkommen auf Dauer halten 

könne, sei fraglich, da er am 14. Januar 2016 einen Verkehrsunfall erlitten 

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habe, der ihn wiederum arbeitsunfähig gemacht habe. Im Jahre 2016 sei 

er infolge des Verkehrsunfalls ganz oder teilweise arbeitsunfähig gewe-

sen. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) habe Tag-

geld bezahlt.

4. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend Beschwerdegegne-

rin) schloss in ihrer Vernehmlassung vom 8. September 2016 auf Abwei-

sung der Beschwerde. Für die Bemessung der Arbeitsfähigkeit sei auf 

das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B._____ vom 6. September 

2013 abzustellen. Dem Beschwerdeführer könne eine adaptierte Tätigkeit 

spätestens seit dem 26. August 2013 zugemutet werden. Bezüglich Vali-

deneinkommen sei zu berücksichtigen, dass es unsicher sei, ob die vom 

Beschwerdeführer erwähnten Gratifikationen im hier relevanten Zeitraum 

ab 1. Dezember 2013 tatsächlich geleistet worden wären. Da bei der Er-

mittlung des hypothetischen Valideneinkommens nicht entscheidend sei, 

was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt als Gesunder besten-

falls verdienen könnte, seien diese unsicheren Zahlungen bei der Ermitt-

lung des hier relevanten Valideneinkommens nicht zu berücksichtigen. Im 

Übrigen sei die Tätigkeit bei der C._____ AG seit Jahren latent gesund-

heitsschädigend gewesen und es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, 

bis der Beschwerdeführer psychisch dekompensiere, was dann auch im 

März 2012 tatsächlich geschehen sei. Unter diesen Umständen sei frag-

lich, ob es richtig sei, das Valideneinkommen in Berücksichtigung einer an 

sich gesundheitsschädigenden Tätigkeit zu ermitteln. Der Beschwerde-

führer verfüge in einer adaptierten Tätigkeit spätestens seit dem 26. Au-

gust 2013 über eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, deren zumutbare Ver-

wertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt bejaht werden dürfe. Dementsprechend 

wäre es ihm in Berücksichtigung seiner überragenden Berufs- und Fach-

kenntnisse seit dem 26. August 2013 möglich gewesen, eine Erwerbs-

tätigkeit auszuüben, bei welcher er ein Jahreseinkommen von 

Fr. 135'000.-- hätte erzielen können. Der Unfall vom 14. Januar 2016 

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vermöge daran nichts zu ändern, da er keinen Gesundheitsschaden zur 

Folge habe. 

5. Am 7. Oktober 2016 beantragte der Beschwerdeführer replicando even-

tualiter neu die Zurückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur 

Abklärung der offenen Fragen und vertiefte seine Argumentation. 

6. Am 3. November 2016 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren 

Anträgen fest und vertiefte ihrerseits ihre Argumentation. 

7. Am 17. November 2016 beantragte der Beschwerdeführer triplicando neu, 

es sei eine parteiöffentliche Verhandlung durchzuführen, bei welcher er 

zu den Unfallfolgen, zum Valideneinkommen, zu den Gründen seiner 

Kündigung und zum Invalideneinkommen befragt werden solle. Seine 

Ehefrau sei als Zeugin zu den Unfallfolgen einzuvernehmen. 

8. Am 30. November 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin unter Ver-

weis auf ihre Rechtsschriften auf die Einreichung einer Quadruplik. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

in der angefochtenen Verfügung vom 7. Juni 2016 sowie auf die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 2016, mit welcher diese 

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dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Mai 2013 bis 30. November 

2013 eine befristete Dreiviertelsrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 

62 % zugesprochen, den Rentenanspruch ab dem 1. Dezember 2013 

aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 34.2 % in-

des abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für 

ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. 

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Geset-

zes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat 

der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). 

Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten. 

b) Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

über den 30. November 2013 hinaus, wobei der bis zum Zeitpunkt der 

angefochtenen Verfügung vom 7. Juni 2016 sich verwirklichte Sachverhalt 

massgebend ist. Bestritten sind dabei insbesondere das Validen- und das 

Invalideneinkommen. Unbestritten ist demgegenüber, dass der Be-

schwerdeführer vom 1. Mai bis 30. November 2013 Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente hat. 

2. Zunächst gilt es in beweisrechtlicher Hinsicht auf den beschwerdeführeri-

schen Antrag auf Durchführung einer parteiöffentlichen Verhandlung 

zwecks Einvernahme des Beschwerdeführers zu den Unfallfolgen, zum 

Valideneinkommen, zu den Gründen seiner Kündigung und zum Invali-

deneinkommen sowie zwecks Einvernahme seiner Ehefrau zu den Unfall-

folgen einzugehen. 

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a) Gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 

und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat jede Person ein Recht darauf, 

dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und 

Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Ankla-

ge von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden 

Gericht in einem fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener 

Frist verhandelt wird. Vorliegend sind zivilrechtliche Ansprüche im Sinne 

dieser Norm streitig (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_273/2013 vom 

20. Dezember 2013 E.1.2 mit Hinweis auf BGE 122 V 47 E.2a). Bei Vor-

liegen eines klaren und unmissverständlichen Parteiantrags hat das kan-

tonale Gericht, dem es primär obliegt, die Öffentlichkeit der Verhandlung 

zu gewährleisten, grundsätzlich eine öffentliche Verhandlung durchzu-

führen (BGE 122 V 47 E.3). Ein während des ordentlichen Schriftenwech-

sels gestellter Antrag gilt als rechtzeitig (BGE 134 I 331). Dem aus Art. 6 

Ziff. 1 EMRK abgeleiteten Anspruch auf deren Abhaltung ist Genüge ge-

tan, wenn die rechtsuchende Person mindestens vor einer Instanz in ei-

ner öffentlichen Verhandlung gehört wird (Urteil des Bundesgerichtes 

8C_390/2012 vom 10. Oktober 2012 E.2.1). Der Grundsatz der Öffent-

lichkeit bezieht sich sowohl auf die Partei- als auch auf die Publikums- 

und Presseöffentlichkeit. Er umfasst unter anderem den Anspruch des 

Einzelnen, seine Argumente dem Gericht mündlich in einer öffentlichen 

Sitzung vortragen zu können. Dagegen gilt das Öffentlichkeitsprinzip nicht 

für die Beratung des Gerichtes; diese kann unter Ausschluss der Öffent-

lichkeit geführt werden (BGE 122 V 47 E.2c; Urteil des Bundesgerichtes 

8C_390/2012 vom 10. Oktober 2012 E.2.3). Der Öffentlichkeitsgrundsatz 

beinhaltet keinen Anspruch darauf, dass bestimmte Beweismittel öffent-

lich und in Anwesenheit der Parteien abgenommen werden. Die Durch-

führung einer öffentlichen Verhandlung setzt daher im Sozialversiche-

rungsprozess einen − im erstinstanzlichen Verfahren zu stellenden − aus-

drücklichen oder zumindest konkludenten Parteiantrag voraus, aus dem 

klar und unmissverständlich hervorgehen muss, dass eine konventions-

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konforme Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit durchge-

führt werden soll. Wird lediglich eine persönliche Anhörung oder Befra-

gung, ein Parteiverhör, eine Zeugeneinvernahme oder die Durchführung 

eines Augenscheins verlangt, darf das Gericht daraus schliessen, dass es 

der antragstellenden Person um die Abnahme bestimmter Beweismittel 

und nicht um die Durchführung einer Verhandlung mit Publikums- und 

Presseanwesenheit geht (BGE 122 V 47 E.3a; Urteil des Bundesgerichtes 

8C_648/2012 vom 29. November 2012 E.3.2). Ein Antrag auf persönliche 

Anhörung schliesst den Antrag auf eine mündliche (öffentliche) Verhand-

lung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK mit ein, sofern es der gesuchstel-

lenden Person nicht um eine Befragung im Sinne einer Beweisabnahme, 

sondern um die Darlegung ihres persönlichen Standpunkts zum Bewei-

sergebnis vor einem unabhängigen Gericht geht (Urteile des Bundesge-

richtes 8C_63/2015 vom 20. Mai 2015 E.1.1, 2C_100/2011 vom 10. Juni 

2011 E.2).

b) Der Beschwerdeführer stellte in seiner Triplik vom 17. November 2016 − 

und damit an sich rechtzeitig (BGE 122 V 47 E.3b/bb; Urteil des Bundes-

gerichtes 8C_842/2009 vom 26. Januar 2010 E.4.1) − den Antrag, es sei 

eine parteiöffentliche Verhandlung zwecks Einvernahme des Beschwer-

deführers zu den Unfallfolgen, zum Valideneinkommen, zu den Gründen 

seiner Kündigung und zum Invalideneinkommen sowie zwecks Einver-

nahme seiner Ehefrau zu den Unfallfolgen durchzuführen. Inhaltlich geht 

es dem Beschwerdeführer somit einzig um eine Befragung seiner Person 

sowie seiner Ehefrau zur Klärung der Unfallfolgen, des Validen- und Inva-

lideneinkommens sowie der Gründe seiner Kündigung, nicht aber um die 

Durchführung einer Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit. 

Sein Begehren geht damit nicht über einen blossen Beweisantrag hinaus. 

Allfällige Beweismittel hätte er jedoch im vorliegenden Verfahren mit drei-

fachem Schriftenwechsel einreichen bzw. zur Edition aus den Händen der 

Beschwerdegegnerin verlangen können. Da aus dem beschwerdeführeri-

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schen Begehren somit nicht hervorgeht, dass eine Verhandlung mit Publi-

kums- und Presseanwesenheit durchgeführt werden soll, kann im vorlie-

genden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren von einer öffentli-

chen Verhandlung abgesehen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

8C_63/2015 vom 20. Mai 2015 E.1.2). 

3. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche die Folge von Ge-

burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Die 

Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-

spruchs erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 

Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 

ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-

handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-

mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbs-

einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wä-

re (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in 

der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens-

vergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein rentenbegrün-

dender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre Er-

werbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-

derherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines 

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Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

rente und bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu 

(Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen 

und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärzt-

lichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behan-

delnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverstän-

dige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht dar-

in, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − seine Ent-

wicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachge-

rechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven 

Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu 

stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die Verwal-

tung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgeab-

schätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die 

Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende Beurtei-

lungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, 

d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell 

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wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen der Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. 

BGE 140 V 193 E.3.2 m.w.H.).

c) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit 

Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

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Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 

E.1a mit Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund einge-

hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-

gen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der Er-

fahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 

125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache al-

lein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche-

rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 

Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, wel-

che das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als be-

gründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 

welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an 

die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab an-

zulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Beste-

hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

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4. Die Parteien sind sich insofern einig, als in Bezug auf den Gesundheits-

zustand des Beschwerdeführers zum Erlasszeitpunkt der angefochtenen 

Verfügung auf das umfassende psychiatrische Gutachten von Dr. med. 

B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, vom 6. September 2013 (Akten der Be-

schwerdegegnerin [IV-act.] 79 S. 21 - 47) abgestellt werden kann. Wie 

das streitberufene Gericht bereits im Urteil S 13 157 vom 16. Februar 

2016 ausgeführt hat, erfüllt das erwähnte Gutachten die Anforderungen 

der Rechtsprechung an den Beweiswert einer ärztlichen Beurteilung (vgl. 

vorstehend E.3c). Es ist umfassend und beruht auf einer rund dreistündi-

gen Exploration, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, ist in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtend und die Schlussfolgerungen von Dr. med. B._____ 

sind begründet. Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Januar 2013 

aus psychiatrischer Sicht führt Dr. med. B._____ im erwähnten Gutachten 

was folgt aus (vgl. IV-act. 79 S. 45):

"In der zuletzt ausgeübten/aktuellen/angestammten Tätigkeit [als Supply Chain 
Manager bei der C._____ AG] besteht aufgrund der besonderen Belastungen, die 
mit diesem Arbeitsverhältnis verbunden sind, aktuell noch immer eine 40%-ige 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, welche sich mittelfristig (innerhalb der nächs-
ten 4 bis 8 Wochen) auf 20% reduzieren sollte. Das aktuelle langjährige Arbeits-
verhältnis ist aus fachpsychiatrischer Sicht dysfunktional, sodass eine 100%-ige 
Arbeitsfähigkeit für diese Tätigkeit eigentlich unrealistisch bzw. nicht erstreben-
swert erscheint. Würde der Expl. abermals im bisherigen Rahmen tätig werden, so 
wäre ein Krankheitsrezidiv beinahe garantiert. 
In einer adaptierten bzw. ausbildungsadäquaten Verweistätigkeit erscheint der Ex-
pl. aus gutachterlicher Sicht zum jetzigen Zeitpunkt uneingeschränkt arbeitsfähig. 
Den Beginn der Arbeitsunfähigkeit (20% AUF) festzulegen ist retrospektiv immer 
sehr problematisch. Aus gutachterlicher Sicht vertritt der Ref. die Meinung, dass 
die Krankschreibungen der Fachkollegin Fr. Dr. E._____ sowie ganz zu Beginn der 
Erkrankungsphase der Hausärztin Frau Dr. F._____ nachvollziehbar sind und 
deswegen akzeptiert werden sollten. In einer leidensadaptierten Tätigkeit wäre der 
Expl. aus der Sicht des Ref. bereits früher als zum aktuellen Zeitpunkt höhergradig, 
eventuell sogar vollzeitig arbeitsfähig gewesen."

Dementsprechend ist in der Folge mit der Beschwerdegegnerin davon 

auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht eine 

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adaptierte Tätigkeit spätestens seit dem 26. August 2013 (Zeitpunkt der 

Begutachtung durch Dr. med. B._____) wieder zu 100 % zugemutet wer-

den kann, wobei ab Mitte Januar 2016 bis zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung vom 7. Juni 2016 noch die Folgen des Unfallereignisses vom 

14. Januar 2016 zu berücksichtigen sind (vgl. dazu aber nachstehend 

E.6e).

5. a) In Bezug auf das Valideneinkommen bringt der Beschwerdeführer vor, 

dass dieses falsch festgelegt worden sei, weil die Beschwerdegegnerin 

weder den arbeitsvertraglich zugesicherten Bonus noch den Einkom-

mensverlust, welchen er gesundheitsbedingt durch den dauernden Ver-

lust der Stelle als Geschäftsleitungsmitglied bei der C._____ AG erlitten 

habe, berücksichtigt habe. Dem Arbeitsvertrag vom 19. bzw. 25. Mai 2009 

sei zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer ein Bonus von bis zu 

25 % auf dem Basissalär versprochen worden sei. Den Lohnausweisen 

von 2009 bis 2011 sei zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer re-

gelmässig ein Bonus von durchschnittlich Fr. 24'818.-- geleistet worden 

sei. Im Jahr 2012 sei er ab dem 1. April zu 100 % arbeitsunfähig gewe-

sen. Dennoch habe er auch in diesem Jahr einen Teilbonus von 

Fr. 13'287.-- erhalten. Es sei davon auszugehen, dass er künftig weiterhin 

einen Bonus von Fr. 25'000.-- erhalten hätte. Lehre und Rechtsprechung 

nähmen an, dass eine Gratifikation nach dem Vertrauensprinzip als ver-

einbart gelte, wenn sie vorbehaltlos während mindestens dreier aufeinan-

derfolgender Jahre ausgerichtet worden sei. Vorliegend sei der Bonus 

während der Jahre 2007 bis 2011 ausgerichtet und mit der AHV abge-

rechnet worden. Des Weiteren sei der Beschwerdeführer seit dem Jahr 

2011 Mitglied der Geschäftsleitung gewesen und habe Anspruch auf Zu-

teilung von Aktien gehabt. So seien ihm im Jahr 2011 nebst dem Bonus 

von Fr. 23'951.-- auch Aktien im Wert von Fr. 86'313.41 zugeteilt worden. 

Der Beschwerdeführer habe im Jahr 2011 ein Nettoeinkommen von 

Fr. 284'975.-- versteuert. Ab dem 1. April 2012 sei er arbeitsunfähig ge-

- 15 -

wesen. Dennoch seien ihm auch in diesem Jahr Aktien zugeteilt worden, 

welche im Lohnausweis mit Fr. 35'704.-- figurierten. Auch diese Aktienzu-

teilung habe er versteuert. Es treffe zwar zu, dass für die Ermittlung des 

hypothetischen Valideneinkommens nicht entscheidend sei, was der Ver-

sicherte im massgebenden Zeitpunkt als Gesunder bestenfalls verdienen 

könne. Es sei darauf abzustellen, was die versicherte Person im massge-

benden Zeitpunkt als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Das vor dem 

Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Einkommen sei dafür in der 

Regel der Anknüpfungspunkt. Es sei erst dann davon abzuweichen, wenn 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit etwas anderes erstellt sei. Die Be-

schwerdegegnerin habe das Valideneinkommen willkürlich festgelegt. Die 

Managerlöhne seien in den Jahren 2011 bis 2015 stärker angestiegen, 

als die übrigen Nominallöhne. Gemäss IK-Auszug habe der Beschwerde-

führer in den Jahren 2007 bis 2010 Fr. 187'776.--, Fr. 195'894.--, 

Fr. 199'004.-- bzw. Fr. 221'176.-- verdient. Im Jahre 2011 habe das steu-

erbare Einkommen Fr. 284'975.-- betragen. Im Jahr 2012 habe er trotz 

Arbeitsunfähigkeit ab April und obschon der Grundlohn auf 80 % bzw. der 

Bonus auf 50 % reduziert worden sei, noch immer einen Bruttolohn von 

Fr. 227'062.-- erzielt. Versteuert habe er im Jahr 2012 einen Nettolohn 

von Fr. 208'701.--. Es sei unwahrscheinlich, dass er bei weiterhin andau-

ernder Gesundheit und Ausübung derselben Funktion als Mitglied der 

Geschäftsführung unter Einbezug der Beteiligungsrechte plötzlich deutlich 

weniger verdient hätte. Im Jahr 2012 hätte er voraussichtlich Fr. 256'196.-

- verdient. Das Beteiligungsrecht von Fr. 35'703.-- sei im Jahr 2012 kor-

rekterweise mit der AHV abgerechnet worden. Massgebend für die Ren-

tenberechnung seien sämtliche Erwerbseinkünfte, für welche AHV-

Beiträge bezahlt worden seien. Die Einkommensermittlung habe so kon-

kret wie möglich zu erfolgen. Im Bundesgerichtsentscheid 8C_116/2008 

vom 27. November 2008 seien Bonuszahlungen sowohl für das Validen- 

wie auch für das Invalideneinkommen berücksichtigt worden. Die be-

schwerdegegnerische Behauptung, die Tätigkeit bei der C._____ AG sei 

- 16 -

seit Jahren latent gesundheitsschädigend, weshalb das Valideneinkom-

men darauf nicht abgestützt werden dürfe, widerspreche der Rechtspre-

chung, wonach das Valideneinkommen konkret zu berechnen sei. 

b) Dem hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass es unsicher sei, ob die 

vom Beschwerdeführer erwähnten Zahlungen (Bonus und Zuteilung von 

Aktien) im hier relevanten Zeitraum ab 1. Dezember 2013 tatsächlich ge-

leistet worden wären. Bezüglich Bonus ergebe sich dies aus dem Arbeits-

vertrag vom 19. bzw. 25. Mai 2009, wo festgehalten sei, dass bei Errei-

chung der betrieblichen und persönlichen Ziele die Möglichkeit bestehe, 

eine leistungsabhängige Zahlung von bis zu 25 % des Grundgehalts zu 

realisieren. Da bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens 

nicht entscheidend sei, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt 

als Gesunder bestenfalls verdienen könnte, seien diese unsicheren Zah-

lungen (Bonus und Zuteilung von Aktien) bei der Ermittlung des Validen-

einkommens nicht zu berücksichtigen. Das von der Beschwerdegegnerin 

ermittelte Valideneinkommen für das Jahr 2015 von Fr. 205'176.24 sei 

somit nicht zu beanstanden. Im Übrigen sei die Tätigkeit bei der C._____ 

AG seit Jahren latent gesundheitsschädigend gewesen und es sei nur ei-

ne Frage der Zeit gewesen, bis der Beschwerdeführer psychisch dekom-

pensiere, was dann auch im März 2012 tatsächlich geschehen sei. Unter 

diesen Umständen sei fraglich, ob es richtig sei, das Valideneinkommen 

in Berücksichtigung einer an sich gesundheitsschädigenden Tätigkeit zu 

ermitteln. Denn bei den in den letzten Jahren vor der psychischen De-

kompensation erzielten Einkommen handle es sich offensichtlich um un-

zumutbare Einkommen. 

c) Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was 

eine versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 

die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Ren-

- 17 -

tenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

als Gesunde tatsächlich verdienen würde (vgl. MEYER/REICHMUTH, in: 

STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a Rz. 48). Die Einkommensermitt-

lung hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteile des Bundesgerichtes 

9C_846/2015 vom 2. März 2016 E.2.2, 9C_796/2013 vom 28. Januar 

2014 E.2.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 

müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. In diesem 

Sinn bedarf das Abgehen vom zuletzt erzielten Verdienst besonderer Be-

gründung (Urteil des Bundesgerichtes 9C_532/2016 vom 25. November 

2016 E.3.4.1 m.w.H.). Bei der Bestimmung dieses zuletzt erzielten Ein-

kommens sind sämtliche Erwerbseinkommen (auch etwa Nebeneinkünfte 

oder regelmässig geleistete Überstunden), für welche eine AHV-

Beitragspflicht besteht, zu berücksichtigen. Mithin kann bei der Ermittlung 

des hypothetischen Valideneinkommens nur relevant sein, was 

grundsätzlich zum massgeblichen Lohn gemäss dem Bundesgesetz über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) zu zählen 

wäre (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_430/2010 vom 28. September 

2010 E.5.1, 8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 E.2.1; KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 16 Rz. 28). 

d) Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend das vom Beschwerdeführer als 

Gesunder im Jahr 2012 erzielbare Valideneinkommen in Berücksichti-

gung der Krankheitsmeldung vom 10. Mai 2012 (IV-act. 7 S. 1) und des 

Arbeitgeberberichts vom 7. Dezember 2012 (IV-act. 18 S. 3) auf 

Fr. 199'656.-- festgelegt und daraus auf Basis der Lohnentwicklungen der 

Jahre 2013 bis 2015 (von 0.74 %, 1 % und 1 %) ein massgebendes Vali-

- 18 -

deneinkommen von Fr. 205'176.24 berechnet. Gänzlich unberücksichtigt 

geblieben bei der Festlegung des Valideneinkommens sind von der Be-

schwerdegegnerin die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Bonus-

zahlungen sowie die Zuteilungen von Aktien. Die Beschwerdegegnerin 

begründet dies damit, dass es aufgrund des Arbeitsvertrags vom 19. bzw. 

25. Mai 2009 unsicher sei, ob diese Zahlungen im hier relevanten Zeit-

raum ab dem 1. Dezember 2013 tatsächlich geleistet worden wären. Die-

ser Begründung vermag sich das streitberufene Gericht nicht anzusch-

liessen. Zwar ist dem zwischen der C._____ AG und dem Beschwerde-

führer abgeschlossenen Arbeitsvertrag vom 19. bzw. 25. Mai 2009 zu 

entnehmen, dass im Rahmen des Management Incentive Plan (MIP) bei 

Erreichung der betrieblichen und persönlichen Ziele die Möglichkeit be-

steht, ein Bonus von bis zu 25 % des Basissalärs zu erhalten (vgl. lit. i 

des Arbeitsvertrags vom 19. bzw. 25. Mai 2009 [Akten des Beschwerde-

führers [Bf-act.] 3]). Es trifft somit grundsätzlich zu, dass die Zahlung der 

künftigen Gratifikationen unsicher ist. Künftige Gratifikationen wie Bonus-

zahlungen oder die Zuteilung von Aktien hängen indes in den allermeisten 

Fällen von diversen Faktoren wie dem wirtschaftlichen Umfeld, der Ar-

beitsleistung des Arbeitnehmers, etc. ab und sind insofern stets unsicher. 

Lediglich aus diesem Grund Gratifikationen wie Bonuszahlungen oder die 

Zuteilung von Aktien bei der Bestimmung des Valideneinkommens ausser 

Acht zu lassen, ist nicht zulässig. Wie vorstehend dargestellt (vgl. E.5c) ist 

bei der Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versi-

cherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsäch-

lich verdienen würde, wobei die Einkommensermittlung so konkret wie 

möglich zu erfolgen hat. Dabei sind bei der Ermittlung des hypothetischen 

Valideneinkommens grundsätzlich sämtliche Einkommensbestandteile zu 

berücksichtigen, welche zum massgeblichen Lohn gemäss AHVG zu 

zählen sind. Gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn je-

des Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbe-

- 19 -

stimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch 

Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Natu-

ralleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezü-

ge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des 

Arbeitsentgeltes darstellen. Die zum massgebenden Lohn gehörenden 

Bestandteile werden in Art. 7 der Verordnung über die Alters- und Hinter-

lassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) beispielhaft näher aufgeführt 

(Urteil des Bundesgerichtes 8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 E.2.2). 

Da Gratifikationen somit zum massgeblichen Lohn gemäss AHVG zu 

zählen sind, sind sie grundsätzlich auch bei der Ermittlung des hypotheti-

schen Valideneinkommens zu berücksichtigen. Das Bundesgericht hat im 

Entscheid 8C_116/2008 vom 27. November 2008 denn auch explizit 

bestätigt, dass regelmässige Bonuszahlungen bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens mit zu berücksichtigen sind (vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichtes 9C_641/2014 vom 16. Januar 2015 E.4.3.4). Dies be-

deutet indes nicht zwangsläufig, dass vorliegend sämtliche erfolgten 

Lohnzahlungen bei der Festlegung des hypothetischen Valideneinkom-

mens unbesehen zu übernehmen sind. Im vorliegenden Fall gilt es insbe-

sondere zu beachten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der psychia-

trischen Begutachtung vom 26. August 2013 gegenüber Dr. med. 

B._____ erläutert hat, dass dessen psychische Erkrankung im Jahr 2009 

begonnen hat, als bei seinem Arbeitgeber firmenintern grosse Verände-

rungen stattfanden und dem Beschwerdeführer noch mehr Arbeit und 

Verantwortung zugewiesen wurde (vgl. IV-act. 79 S. 28 ff.). Die in den 

Jahren 2009 bis 2012 ausgeübte Tätigkeit bei der C._____ AG war − wie 

der Beschwerdeführer selber beichtet − geprägt durch eine enorme Leis-

tungsbereitschaft des Beschwerdeführers und ein absolviertes Arbeits-

pensum von weit über 100 %. Die in diesen Jahren erfolgten beruflichen 

Beförderungen des Beschwerdeführers (inkl. Wahl in die Geschäftslei-

tung) haben den Beschwerdeführer aber offenbar überfordert und letztlich 

zu einer psychischen Dekompensation im Jahr 2012 geführt. Mithin hätte 

- 20 -

das in den Jahren 2009 bis 2012 geleistete enorme Arbeitsvolumen vom 

Beschwerdeführer aus gesundheitlicher Sicht längerfristig nicht gehalten 

werden können. Dr. med. B._____ hat im psychiatrischen Gutachten vom 

6. September 2013 denn auch ausgeführt, dass das langjährige Arbeits-

verhältnis bei der C._____ AG aus fachpsychiatrischer Sicht dysfunktional 

sei und dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für diese Tätigkeit nicht er-

strebenswert sei (vgl. IV-act. 79 S. 45). Da sich die fraglichen Gratifikatio-

nen (Bonuszahlungen sowie die Zuteilungen von Aktien) gemäss Arbeits-

vertrag vom 19. bzw. 25. Mai 2009 (Bf-act. 3) direkt aus den Beförderun-

gen und dem damit zusammenhängenden enormen Arbeitsvolumen des 

Beschwerdeführers ergaben, sind sie bei der Berechnung des hypotheti-

schen Valideneinkommens von der Beschwerdegegnerin zu Recht nicht 

berücksichtigt worden. Denn bei den in den Jahren 2009 bis 2011 vor der 

psychischen Dekompensation erzielten Löhnen handelt es sich − wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt − offensichtlich um unzumutbare 

Einkommen. Wie gesehen hat die Beschwerdegegnerin das vom Be-

schwerdeführer als Gesunder im Jahr 2012 erzielbare Valideneinkommen 

in Berücksichtigung der Krankheitsmeldung vom 10. Mai 2012 und des 

Arbeitgeberberichts vom 7. Dezember 2012 auf Fr. 199'656.-- festgelegt 

und daraus auf Basis der Lohnentwicklungen der Jahre 2013 bis 2015 ein 

massgebendes Valideneinkommen von Fr. 205'176.24 berechnet. Dies ist 

nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat in den Jahren 2007 und 

2008 gemäss IK-Auszug (IV-act. 12) Jahreseinkommen von Fr. 187'776.-- 

bzw. Fr. 195'694.-- erzielt. In den Jahren 2009 und 2010 betrugen die 

Jahreseinkommen gemäss Lohnausweisen (Bf-act. 4a und 4b) 

Fr. 199'005.-- bzw. Fr. 221'176.-- (inklusive Bonus von Fr. 23'983.-- im 

Jahr 2009 bzw. Fr. 26'519.-- im Jahr 2010). Im Jahr 2011 betrug das Net-

toeinkommen gemäss definitiver Veranlagungsverfügung der Kantons- 

und Gemeindesteuer 2011 (Bf-act. 5) Fr. 284'975.-- (inkl. Bonus von 

Fr. 23'951.-- [gemäss Lohnausweis 2011 [Bf-act. 4c]] und Aktien im Wert 

von Fr. 86'313.41 [gemäss Schreiben des Arbeitgebers vom 21. Dezem-

- 21 -

ber 2012 [Bf-act. 7]]), während im Jahr 2012 − trotz Arbeitsunfähigkeit ab 

dem 1. April 2012 − ein Bruttoeinkommen von Fr. 227'062.-- (gemäss 

Lohnausweis 2012 [Bf-act. 4d]) bzw. ein Nettoeinkommen von 

Fr. 208'701.-- (gemäss definitiver Veranlagungsverfügung der Kantons- 

und Gemeindesteuer 2012 [Bf-act. 6]) resultierte (inkl. Bonus von 

Fr. 13'287.-- und Aktien im Wert von Fr. 35'704.--). Ohne Berücksichti-

gung der Bonuszahlungen sowie der Aktienzuteilungen betrug das durch-

schnittliche Jahreseinkommen der Jahre 2007 bis 2011 somit rund 

Fr. 190'000.--. Vor diesem Hintergrund ist das von der Beschwerdegegne-

rin berücksichtigte hypothetische Valideneinkommen von Fr. 199'656.-- 

(bzw. indexiert Fr. 205'176.24) nicht zu beanstanden. 

6. a) Bezüglich des Invalideneinkommens rügt der Beschwerdeführer, dass die 

von der Beschwerdegegnerin herangezogene Einkommenshöhe von 

Fr. 135'000.-- nirgends ausgewiesen sei. Dem Verlaufsprotokoll vom 

12. September 2013 bis zum 25. September 2014 sei zu entnehmen, 

dass bei der beruflichen Wiederintegration ein Mindestverdienst von 61 % 

von Fr. 220'035.--, mithin Fr. 134'220.--, angestrebt worden sei. Im Jahr 

2013 habe er beim angestammten Arbeitgeber gemäss IK-Auszug noch 

Fr. 78'211.-- in zwölf Monaten verdient. Es sei ihm aus gesundheitlichen 

Gründen nicht möglich gewesen, ein Jahreseinkommen von Fr. 129'780.-- 

zu erzielen. Im Jahr 2015 habe er beim neuen Arbeitgeber D._____ 

GmbH während acht Monaten Fr. 92'683.-- verdient und nicht 

Fr. 135'000.--. Ob er dieses Einkommen auf Dauer halten könne, sei frag-

lich, da er am 14. Januar 2016 einen Verkehrsunfall erlitten habe, der ihn 

wiederum arbeitsunfähig gemacht habe. Zur Zeit des Erlasses der ange-

fochtenen Verfügung sei der Beschwerdeführer in Folge des Verkehrsun-

falls immer noch zu 60 % arbeitsunfähig gewesen. Gemäss Dr. med. 

G._____ habe bis zum 13. März 2016 eine 90%ige und ab dem 14. März 

2016 eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Arztzeugnisse von 

Dr. med. E._____ vom 22. August 2016 sowie von Dr. med. H._____ vom 

- 22 -

26. August 2016 belegten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit infolge Anpas-

sungsstörung nach Auffahrunfall mit HWS-Distorsion bis zum 2. Oktober 

2016. Aufgrund des Unfalls zahle die SUVA bis heute ein Taggeld, zuletzt 

auf Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Die Folgen dieses Verkehrs-

unfalls habe die Beschwerdegegnerin nicht abgeklärt. Damit habe sie ge-

gen ihre Untersuchungspflicht gemäss Art. 43 ATSG verstossen. Es treffe 

nicht zu, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2016 ein Jahres-

einkommen von Fr. 147'400.-- erzielt habe. Vielmehr sei er ganz oder 

teilweise arbeitsunfähig gewesen. Sein Einkommen sei bedeutend tiefer 

gewesen und habe sich zum grösseren Teil aus unfallbedingten Taggeld-

zahlungen zusammengesetzt. In den Monaten März bis August 2016 sei 

ihm der Lohn um gesamthaft Fr. 9'333.30 bzw. Fr. 1'166.-- pro Monat 

gekürzt worden. Das im Moment des Verfügungserlasses erzielte Invali-

deneinkommen betrage Fr. 67'279.-- (13 x Fr. 5'173.--). Das Arbeitsver-

hältnis sei auf Ende November 2016 gekündigt worden. Der Beschwerde-

führer habe sich gezwungen gesehen, seine Stelle bei der D._____ 

GmbH bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 % selber zu kündigen, 

da er der Kündigung durch den Arbeitgeber habe zuvorkommen wollen. 

b) Dem entgegnet die Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer in 

einer adaptierten Tätigkeit spätestens seit dem 26. August 2013 über eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % verfüge, deren zumutbare Verwertbarkeit auf 

dem Arbeitsmarkt bejaht werden dürfe. Dementsprechend wäre es ihm in 

Berücksichtigung seiner überragenden Berufs- und Fachkenntnisse seit 

dem 26. August 2013 möglich gewesen, eine Erwerbstätigkeit auszuüben, 

bei welcher er ein Jahreseinkommen von Fr. 135'000.-- hätte erzielen 

können. Dies ergebe sich einerseits daraus, dass die C._____ AG für ei-

nen gewöhnlichen Projektleiter bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit im 

Jahr 2013 ein Jahreseinkommen von Fr. 129'780.-- bezahlt hätte und an-

derseits aus dem Arbeitsvertrag vom 24. April 2015, wonach der Be-

schwerdeführer seit dem 11. Mai 2015 als Principal Project Manager bei 

- 23 -

der D._____ GmbH ein Jahreseinkommen von Fr. 135'000.-- (exklusiv 

Bonuszahlungen) erziele. Unter diesen Umständen scheine es angemes-

sen, das Invalideneinkommen für das Jahr 2015 auf Fr. 135'000.-- festzu-

setzen, zumal der Beschwerdeführer im Jahr 2015 in acht Monaten ein 

Einkommen von Fr. 92'683.-- erzielt habe und seit dem 1. Januar 2016 

ein Jahreseinkommen von Fr. 147'400.-- (exklusiv Bonuszahlungen) er-

ziele, ohne dass er dies der Beschwerdegegnerin mitgeteilt hätte. Dem-

nach sei das von der Beschwerdegegnerin für das Jahr 2015 ermittelte 

Invalideneinkommen von Fr. 135'000.-- sicher nicht zu hoch, sondern 

vielmehr als zu tief einzustufen. Dies gelte umso mehr, als dass der Mo-

natslohn seit Juli 2016 Fr. 12'325.-- betrage bzw. ohne Unfall betragen 

würde, was einem Jahreseinkommen von Fr. 160'225.-- (exklusiv Bonus-

zahlungen) entspreche. Die seitens des Beschwerdeführers ausgespro-

chene Kündigung auf Ende November 2016 ändere daran nichts. Es sei 

unbegreiflich, dass der Beschwerdeführer die geeignete Stelle ohne 

zwingenden Grund auf Ende November 2016 gekündigt habe. Die Folgen 

dieser unbegründeten Kündigung dürften nicht zu Lasten der Invaliden-

versicherung gehen. Der Unfall vom 14. Januar 2016 vermöge daran 

nichts zu ändern. Dem psychiatrischen Bericht von Dr. med. E._____ vom 

22. August 2016 könne nicht gefolgt werden. Die subjektiv geklagten Be-

schwerden würden im Bericht nicht verifiziert und einfach in den Rang ob-

jektiver Befunde erhoben. Dr. med. E._____ erhebe keine psychiatrischen 

Befunde und nehmen auch keine Diagnoseableitung vor. Die geltend ge-

machten psychischen Beschwerden vermöchten IV-rechtlich keine Ar-

beitsunfähigkeit zu begründen, zumal der Beschwerdeführer in Bezug auf 

seine psychische Verfassung keine Medikamente einnehme. Auch aus 

somatischer Sicht vermöge der Unfall vom 14. Januar 2016 keine Ar-

beitsunfähigkeit zu begründen.

c) Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise 

noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der 

- 24 -

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte 

konkret steht (BGE 129 V 472 E.4.2.1). Übt der Versicherte nach Eintritt 

der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der − kumulativ − besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass er die 

ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht 

als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihm tatsächlich erzielte 

Verdienst als Invalidenlohn (BGE 135 V 297 E.5.2, 117 V 18 E.2c/aa). Ist 

kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament-

lich weil der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-

nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beige-

zogen werden (BGE 126 V 75 E.3b/bb; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., 

Art. 28a Rz. 76 ff.). 

d) Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen in der angefochte-

nen Verfügung vom 7. Juni 2016 auf Fr. 135'000.-- festgelegt. Dies ist − 

wie nachstehend dargestellt − nicht zu beanstanden. Wie gesehen kann 

dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht spätestens seit dem 

26. August 2013 eine adaptierte Tätigkeit wieder zu 100 % zugemutet 

werden (vgl. vorstehend E.4). Hätte der Beschwerdeführer weiterhin bei 

der C._____ AG gearbeitet, allerdings nicht mehr als Supply Chain Ma-

nager, sondern als gewöhnlicher Projektleiter, hätte er im Jahr 2013 ein 

Jahreseinkommen von Fr. 129'780.-- (vgl. IV-act. 23 S. 1) erzielen kön-

nen. Berücksichtigt man − entgegen der beschwerdegegnerischen Be-

rechnung − dieses Einkommen als Invalideneinkommen, resultiert daraus 

ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 36.75 % (anstatt 34.2 %). 

Dass vom 20. Oktober 2014 bis 20. April 2015 eine von der Invalidenver-

sicherung unterstützte Arbeitsvermittlung durchgeführt wurde (vgl. BF-

act. 11) und der Beschwerdeführer vom Dezember 2013 bis April 2015 

tatsächlich weniger als Fr. 129'780.-- pro Jahr verdiente, ist nicht von Re-

- 25 -

levanz, weil das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nur dann mass-

geblich ist, wenn es einer zumutbaren, d.h. die Restarbeitsfähigkeit best-

möglich verwertenden Leistung entspricht. Dies ist vorliegend in der Pha-

se vom Dezember 2013 bis April 2015 offenkundig nicht der Fall, weshalb 

für diesen Zeitraum eben das Einkommen in einer Verweistätigkeit heran-

zuziehen ist. Ab dem 11. Mai 2015 erzielte der Beschwerdeführer gemäss 

Arbeitsvertrag vom 24. April 2015 (IV-act. 66) als Principal Project Mana-

ger bei der D._____ GmbH sodann ein Jahreseinkommen von 

Fr. 135'000.-- (exkl. Bonuszahlungen). Effektiv verdiente der Beschwerde-

führer bei dieser Tätigkeit gemäss dem bei den Akten liegenden IK-

Auszug (Bf-act. 12) im Jahr 2015 in knapp acht Monaten (11. Mai bis 

31. Dezember) ein Einkommen von Fr. 92'683.--, was einem Jahresein-

kommen von knapp Fr. 140'000.-- entspricht. Vor diesem Hintergrund ist 

das von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 

7. Juni 2016 ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 135'000.-- nicht zu 

beanstanden, zumal der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2016 − oh-

ne Berücksichtigung des Unfallereignisses vom 14. Januar 2016 − gar 

wieder ein jährliches Einkommen von Fr. 147'400.-- (exkl. Bonuszahlun-

gen; vgl. Unfallmeldung vom 21. Januar 2016 [SUVA-Dossier 1 S. 1]) er-

zielt hätte. Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 7. Juni 2016 für den Zeitraum ab dem 1. Dezember 2013 

zu Recht von einem Valideneinkommen von Fr. 205'176.24 sowie von ei-

nem Invalideneinkommen von Fr. 135'000.-- ausgegangen, woraus ein 

rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 34.2 % resultiert. Wie gese-

hen resultierte im Übrigen selbst unter Berücksichtigung eines Invaliden-

einkommens von "lediglich" Fr. 129'780.-- noch ein rentenausschliessen-

der Invaliditätsgrad.

e) An diesem Ergebnis vermag das Unfallereignis vom 14. Januar 2016 

nichts zu ändern. Gemäss ambulantem Assessement der Rehaklinik Bel-

likon vom 13. Juni 2016 (vgl. SUVA-Dossier 2) handelte es sich beim 

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fraglichen Unfall um eine PW-Heckkollision A1 mit "HWS Distorsion 

QTF I". Gemäss den bei den Akten liegenden SUVA-Akten anerkannte 

die SUVA ihre Leistungspflicht und richtete ab dem 14. Januar 2016 Tag-

gelder aus. Bezüglich der vom Beschwerdeführer infolge des fraglichen 

Unfallereignisses geltend gemachten Arbeitsunfähigkeiten ab Mitte Janu-

ar 2016 gilt es zu beachten, dass der Anspruch auf eine Rente der Invali-

denversicherung gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG − wie vorstehend dargestellt 

(vgl. E.3a) − frühestens nach Ablauf einer einjährigen Wartezeit beginnt. 

Während dieses Jahres muss die Arbeitsunfähigkeit durchschnittlich min-

destens 40 % betragen und nach Ablauf dieser Frist muss weiterhin eine 

Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleichem Ausmass vorliegen. Zudem 

entsteht der Rentenanspruch frühestens sechs Monate nach dem Einrei-

chen der Anmeldung bei der IV-Stelle und frühestens in jenem Monat, der 

auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Bei den 

infolge des Unfallereignisses vom 14. Januar 2016 aufgetretenen ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen handelt es sich offensichtlich nicht um 

dieselben Leiden, an denen der Beschwerdeführer bereits früher gelitten 

hat bzw. aufgrund denen dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 

7. Juni 2016 vom 1. Mai 2013 befristet bis zum 30. November 2013 eine 

Dreiviertelsrente zugesprochen wurde. Vielmehr erfolgte die Rentenzu-

sprache vom 1. Mai 2013 befristet bis zum 30. November 2013 gestützt 

auf das psychiatrische Gutachten vom 6. September 2013, worin Dr. med. 

B._____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige de-

pressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) diagnosti-

zierte (vgl. IV-act. 79 S. 45), während im Nachgang zum Unfallereignis 

vom 14. Januar 2016 anlässlich des ambulanten Assessment vom 

13. Juni 2016 in der Rehaklinik Bellikon eine "HWS Distorsion QTF I" (vgl. 

SUVA-Dossier 2) bzw. von Dr. med. E._____, Fachärztin FMH für Psych-

iatrie und Psychotherapie, im Arztbericht vom 22. August 2016 eine An-

passungsstörung nach Auffahrunfall mit HWS Distorsion diagnostiziert 

wurde. Dementsprechend liegen vorliegend unterschiedliche Leiden vor, 

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weshalb Beginn und Ablauf der Wartezeit für beide Ereignisse gesondert 

geprüft werden müssen (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28 Rz. 35). Be-

züglich der infolge des Unfallereignisses vom 14. Januar 2016 aufgetre-

tenen körperlichen Leiden ist die einjährige Wartefrist von Art. 28 Abs. 1 

lit. b IVG offenkundig noch nicht abgelaufen, weshalb diese Beschwerden 

im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht zu 

berücksichtigen sind. Folglich war aber die Beschwerdegegnerin auch 

nicht verpflichtet, weitere Abklärungen zu tätigen; ein Verstoss gegen die 

Untersuchungspflicht gemäss Art. 43 ATSG liegt somit − entgegen der 

beschwerdeführerischen Auffassung − nicht vor. Anzumerken bleibt, dass 

sich der Beschwerdeführer zur Geltendmachung von Leistungsan-

sprüchen nach Ablauf der entsprechenden Wartefrist erneut bei der Inva-

lidenversicherung zum Leistungsbezug anmelden könnte.

7. a) Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die Beschwerdegegnerin den beschwerdeführerischen Anspruch auf 

eine Invalidenrente über den 30. November 2013 hinaus zu Recht abge-

lehnt hat. Die angefochtene Verfügung vom 7. Juni 2016 erweist sich so-

mit als rechtens, was zur Bestätigung derselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

b) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend erscheinen Gerichtskos-

ten von Fr. 700.-- als angemessen, welche in Anwendung von Art. 73 

Abs. 1 VRG dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt werden. Der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]