# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fd16305-0278-5eb6-a305-8f5d0e21c356
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.11.2021 720 20 122/287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-122-287_2021-11-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. November 2021 (720 20 122 / 287) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Medizinischer Sachverhalt in Bezug auf den Zeitpunkt der Verschlechterung des Gesund-

heitszustands ungenügend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Ab-

klärung 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin, 
Advokatur am Fischmarkt, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
A.1 Der 1961 geborene A.____ absolvierte bei der B.____ eine Ausbildung zum Verkäufer 
und war im Anschluss daran bis Ende Juli 2018 bei der C.____ AG in X.____ angestellt. Am 
4. April 2000 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) sprach A.____ mit Verfügung vom 15. November 2000 rückwirkend ab 1. 
April 1999 eine halbe Rente zu. 

 
 
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A.2 Die IV-Stelle führte in den Jahren 2003, 2009 und 2013 von Amtes wegen Revisionen 
des Rentenanspruchs durch, wobei sie diesen in der Folge jeweils unverändert bestätigte. Am 
22. November 2017 stellte A.____ ein Gesuch um Revision resp. Erhöhung der Rente, da sich 
sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Die IV-Stelle untersuchte den rechtserheblichen 
Sachverhalt und holte bei Dr. med. D.____, FMH Kardiologie, und Dr. med. E.____, FMH Innere 
Medizin und Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten ein, welches am 15. Dezember 2018 
bzw. am 14. Februar 2019 erstattet wurde. Weiter liess sie den Versicherte durch Dr. med. 
F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchen (vgl. Gutachten vom 12. November 
2019). Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen kam die IV-Stelle insgesamt zum Schluss, 
dass keine rentenbeeinflussende Verschlechterung des Gesundheitszustands vorliege. In der 
Folge bestätigte sie – nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens – mit Verfügung vom 
21. Februar 2020 den Anspruch des Versicherten auf eine halbe Rente. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Michelle Wahl, mit Eingabe vom 
19. März 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er bean-
tragte unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung und Ausrichtung einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. November 2017. Eventu-
aliter sei die Sache zur Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen insbesondere zur 
Anordnung einer unabhängigen kardiologischen und psychiatrischen Begutachtung und zum Er-
lass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung brachte er im 
Wesentlichen vor, dass der angefochtene Entscheid auf ungenügenden und willkürlichen medi-
zinischen Sachverhaltsabklärungen beruhe, weshalb er aufzuheben sei. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde.  
 
D. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 13. Juli 2020 einen Arztbericht 
des behandelnden Kardiologen Dr. med. G.____, FHM Kardiologie und Allgemeine Innere Medi-
zin, vom 8. Juli 2020 ein. Diesem ist unter anderem zu entnehmen, dass sich der Gesundheits-
zustand des Versicherten seit Februar 2020 erneut verschlechtert habe. Dazu liess sich die IV-
Stelle am 15. Juli 2020 vernehmen, wobei sie an ihren bisherigen Standpunkten festhielt.  
 
E. Am 31. August 2020 ging ein weiteres Schreiben der Rechtsvertreterin des Beschwerde-
führers ein. Gleichzeitig reichte sie einen Bericht des Spitals L.____, vom 24. August 2020 und 
die Abklärungsergebnisse der Spiroergometrie vom 19. August 2020 ein. Demnach bestehe beim 
Beschwerdeführer eine schwerste Herzinsuffizienz. Gleichzeitig würden auch die zunehmende 
rhythmische Instabilität und der progrediente Leistungsabfall bestätigt. Die Indikation einer Herz-
transplantation sei nun klar gegeben. Die IV-Stelle unterbreitete diese Berichte ihrem Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD). Gestützt auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. H.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, vom 10. September 2020, wonach im Längsverlauf seit November 
2019 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu 
bestätigen seien, beantragte die IV-Stelle in ihrer Eingabe vom 11. September 2020, dass die 

 
 
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Beschwerde vom 19. März 2020 insoweit teilweise gutzuheissen sei, als die halbe Rente per 1. 
Februar 2020 auf eine ganze Rente zu erhöhen sei.  
 
F. Der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokatin Michelle Wahl, hielt in seiner Eingabe 
vom 25. September 2020 an den Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde vom 19. März 
2020 fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde des Versicherten vom 19. März 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ab wann die Verschlechterung des Gesundheitszu-
stands und damit der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente eingetreten ist. 
Während die IV-Stelle davon ausgeht, dass dieser Zeitpunkt im November 2019 eingetreten sei 
und eine Rentenerhöhung unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ab 1. Februar 2020 anerkennt, stellt sich der 
Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass er bereits ab November 2017 Anspruch auf eine 
ganze Rente habe.  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

 
 
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und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterla-
gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

 
 
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sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 
1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen  
(Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen 
Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, 
in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – 
und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts vom 26. November 2019, 8C_549/2019, E. 3.2 mit Hinweis und vom 8. April 2020, 
8C_60/2020, E. 3.2). 
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu-
setzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den 
Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreivier-
telsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (vgl. BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund 
in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, 
wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, son-
dern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus 
einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus me-
dizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän-
derung geschlossen werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszu-
stand – eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente 
aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen 
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umstän-
den auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 
mit Hinweisen).  
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-

 
 
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ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurück-
zuführen (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Liegt dagegen ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat-
sächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht 
(vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2018, 8C_145/2018, E. 3.2). 
 
5.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen ab-
zugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, 
neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass 
substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetre-
tene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen 
aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der 
Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregra-
des der Störungen geführt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
5.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrads bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel-
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä-
rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (vgl. BGE 
133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Versi-
cherten mit Verfügung vom 15. November 2000 rückwirkend ab 1. April 1999 eine halbe Rente 
zu. Auf Gesuch des Beschwerdeführers vom 22. November 2017 hin leitete die IV-Stelle ein Ren-
tenrevisionsverfahren ein. Es folgte eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs 
mit einer vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Nach Vornahme medizinischer 
und erwerblicher Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Februar 2020 fest, dass 
der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente habe. Da der Beschwerdeführer 
von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands ab November 2017 ausging, sind vorlie-
gend die Verfügungen vom 15. November 2000 und vom 21. Februar 2020 miteinander zu ver-
gleichen.  
 

6. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 

 
 
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mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7.1 Zur Beurteilung der strittigen Fragen sind im Wesentlichen nachfolgende medizinische 
Unterlagen zu berücksichtigen:  
 
7.2 Die IV-Stelle stützte die ursprüngliche Verfügung vom 15. November 2000 im Wesentli-
chen auf die Ausführungen des Hausarztes Dr. med. I.____, FMH Innere Medizin, vom 10. April 
2000 und des behandelnden Kardiologen Dr. med. J.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und 
Kardiologie, vom 14. September 1999. Beide berichteten, dass der Beschwerdeführer seit 1995 
an einer koronaren Herzerkrankung in Sinne einer Zweiasterkrankung leide. Bei einer Stentver-
sorgung sei es im Mai 1995 zu einer Thrombose mit akutem Vorderwandinfarkt gekommen. Im 
Jahr 1997 habe der Beschwerdeführer in Y.____ einen akuten posterioren Infarkt gehabt und sei 
erneut mit Stents versorgt worden. In der Folge habe er seine Tätigkeit langsam wiederaufge-
nommen. Allerdings habe er immer wieder über rasche Ermüdbarkeit und Konzentrationsschwie-
rigkeiten bei der Arbeit geklagt. In der Folge wurde dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeits-
unfähigkeit attestiert.  
 
7.3.1 Im Rahmen des Revisionsgesuchs vom 22. November 2017 holte die IV-Stelle einen Be-
richt bei Dr. G.____ ein, welcher am 15. Dezember 2017 erstattet wurde. Der Kardiologe äusserte 
sich im Wesentlichen dahingehend, dass es seit der ursprünglichen Festlegung der IV-Rente im 
Jahr 1999 zu einer Progression der koronaren Herzerkrankung gekommen sei. Es persistiere 
eine mittelschwer bis schwer eingeschränkte Funktion mit einer symptomatischen Herzinsuffizi-
enz. Auch die rhythmische Situation sei instabil. Aus seiner Sicht sei der Beschwerdeführer nicht 
mehr erwerbsfähig. 
 
7.3.2 Die IV-Stelle holte bei Dr. D.____ und bei Dr. E.____ ein bidisziplinäres Gutachten ein, 
Dr. D.____ diagnostizierte in seinem kardiologischen Teilgutachten vom 15. Dezember 2018 mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine koronare 3-Ast-Erkrankung und (2) eine rhythmogene 
Herzkrankheit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (3) ein Status nach cerebrovas-
kulärem Insult der Stromgebiete A. cerebri posterior rechts im Juni 2012, (4) ein obstruktives 
Schlafapnoesyndrom unter CPAP-Therapie, (5) kardiovaskuläre Risikofaktoren wie eine Hyper-
cholesterinämie, eine familiäre Belastung, eine arterielle Hypertonie und ein Status nach Niko-
tinabusus, (6) ein thrombotischer Verschluss der Vena subclavia links, (7) eine seronegative 
rheumatoide Arthritis und (8) ein Status nach Sigmaresektion im Frühjahr 2019 nach rezidiven 
Sigmadivertikulitiden. In seiner Beurteilung führte Dr. D.____ aus, dass beim Beschwerdeführer 
im Jahr 1995 eine koronare Herzerkrankung aufgetreten sei, die primär elektiv zur Abklärung und 
Implantation eines Stents geführt habe. In der Folge sei es zu Komplikationen gekommen. 1997 
habe der Beschwerdeführer einen weiteren posterioren Infarkt mit Stentimplantation erlitten. Da-
nach habe sich die Herzkrankheit über Jahre stabil und nahezu beschwerdefrei verhalten. Im 
Februar 2013 sei primär prophylaktisch ein Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert worden, 
nachdem eine abnehmende links-ventrikuläre Funktion festgestellt worden sei. Dort sei es aber 
zu Elektrodenproblemen gekommen, weshalb bereits ein Jahr nach der ICD-Implantation eine 

 
 
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Elektrodenrevision habe vorgenommen werden müssen. Im Jahr 2015 sei bei einem Vorhofflat-
tern eine Isthmusablation durchgeführt worden. Ein Jahr später sei es zu einer progredienten 
Symptomatik gekommen mit invasiven Abklärungen und insgesamt 7 Stentimplantationen sowie 
2 Wiedereröffnungen von Gefässen mit Rotablation. Als komplizierenden Faktor nannte Dr. 
D.____ auch einen cerebrovaskulären Insult im Jahr 2012, der ebenfalls kardioembolisch inter-
pretiert worden sei. In Bezug auf die Ejektionsfraktion (EF) hielt er fest, dass diese aktuell mittel-
schwer eingeschränkt sei bei mittelschwerer Mitralinsuffizienz und einer biplan berechneten EF 
von 37 %. Hinzu komme, dass erneut eine Dyspnoe und Thoraxbeschwerden beschrieben wür-
den, die an eine Angina pectoris denken liessen. Aufgrund vermehrter Rhythmusstörungen, bei 
welchen es sich entweder um ein atypisches Vorhofflattern oder um ein Vorhofflimmern gehandelt 
haben dürfte, sei am 6. November 2018 erfolgreich eine Elektrokonversion durchgeführt worden. 
Trotzdem seien die Leistungsfähigkeit, die Dyspnoe und die Angina pectoris unverändert vorhan-
den. Der Versicherte weise zudem in der ICD-Abfrage zunehmend Kammertachykardien auf, von 
denen er selbst aber nichts merke und die teilweise korrekt mittels Antitachykardiepacing beendet 
hätten werden können. Eine ICD-Schockabgabe sei bisher nie notwendig gewesen. Das Risiko-
potential für gefährliche Kammertachykardien sei jedoch bei grossem apikalem Aneurysma und 
transmuraler Narbe sicherlich nicht unerheblich. In Zukunft dürfte daher mit relevanten ventriku-
lären Rhythmusstörungen und eventuellen Schockabgaben zu rechnen sein. Weiter wies 
Dr. D.____ auf eine depressive Grundhaltung des Versicherten hin. Zudem leide der Beschwer-
deführer an einer ausgeprägten Anlage zu Stent-Thrombosen, In-Stent-Restenosen, einem 
thrombotischen Verschluss der Vena subclavia links und einem cerebrovaskulären Insult. Da 
auch der Bruder eine Lungenembolie und die Schwester einen Hirninfarkt erlitten hätten, emp-
fehle er eine Gerinnungsabklärung. Aus kardiologischer Sicht sei der Beschwerdeführer für mit-
telschwere bis schwere Tätigkeit auf Dauer nicht mehr arbeitsfähig. Eine leichte Tätigkeit, wie die 
angestammte, sei ihm aber aus kardiologischer Sicht weiterhin zu 50 % zumutbar.  
 
Im rheumatologischen Gutachten vom 14. Februar 2019 nannte Dr. E.____ keine Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden anam-
nestisch eine chronische seronegative rheumatoide Arthritis (ICD-10 M06), ein wenig symptoma-
tisches thoracolumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), eine klinisch beginnende bis-
her asymptomatische Coxarthrose beidseits und eine allgemeine muskuläre Dekonditionierung. 
Dr. E.____ führte aus, dass bei anzunehmender früherer aktiver systemisch entzündlicher rheu-
matologischer Grunderkrankung mit derzeitig vorliegender Remission ohne entzündungshem-
mende Begleitmedikation, keine Funktionseinschränkung oder Beeinträchtigung für leichte bis 
mittelschwere körperliche Tätigkeiten ausgewiesen sei.  
 
In der bidisziplinären Gesamtbeurteilung kamen die Dres. D.____ und E.____ zum Schluss, dass 
die kardiologische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit massgebend sei. Demnach sei der Be-
schwerdeführer insgesamt zu 50 % in der angestammten Tätigkeit eingeschränkt. 
 
7.3.3 Dr. F.____ konnte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 7. November 2019 keine 
Diagnosen erheben. Es bestünden keine Funktions- und Fähigkeitsstörungen. Der Beschwerde-
führer sei psychiatrisch weitgehend gesund. 
 

 
 
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7.3.4 Im Austrittsbericht des Spitals K.____ vom 29. November 2019, wo der Beschwerdeführer 
vom 13. bis 14. November 2019 hospitalisiert war, wurden eine rezidivierende monomorphe Kam-
mertachykardie bei einliegendem ICD (Erstdiagnose am 13. November 2019), ein Status nach 
Vorhofflattern (DD: organisiertes Vorhofflimmern), eine koronare 2-Gefässerkrankung, ein Status 
nach zerebrovaskulärem Insult im Stromgebiet der Arteria cerebri posterior rechts im Juni 2010 
und ein obstruktives Schlafapnoesyndrom diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei notfallmässig 
nach präklinischer elektrischer Kardioversion (EKV) bei anhaltender symptomatischer Kam-
mertachykardie eingeliefert worden.  
 
7.3.5 Dr. D.____ führte am 10. Dezember 2019 zuhanden der Beschwerdegegnerin aus, dass 
beim Versicherten insgesamt eine zunehmende rhythmische Instabilität gezeigt werde. Es be-
stehe das bekannte Vorhofflimmern und -flattern, welches aber aktuell nicht im Vordergrund 
stehe. Vielmehr komme es zu einer zunehmenden ventrikulären Rhythmusinstabilität, was die 
Prognose verschlechtere. Er sehe in Bezug auf die attestierte Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit, die gleichzeitig als angepasste Tätigkeit anzusehen sei, keine Änderung. Leichte 
körperliche Tätigkeiten seien dem Versicherten mit vermehrtem Pausendbedarf weiterhin zu 
50 % zumutbar. Sollte zukünftig die rhythmische Instabilität jedoch zunehmen und wiederholte 
Schockabgaben oder Antitachykardie-Pacing-Episoden notwendig werden, würde dies zu wie-
derholten Symptomen und Hospitalisationen und damit auch zu einer zunehmenden Arbeitsun-
fähigkeit führen. Aufgrund der einmaligen Episode im November 2019 könne aber noch keine 
definitive Aussage diesbezüglich gemacht werden, auch wenn sich von der Anamnese her eine 
Verschlechterung der ventrikulären Instabilität in den letzten beiden Jahren angekündigt habe. 
Es müsse somit in Zukunft doch mit einer Verschlechterung der kardialen Situation gerechnet 
werden.  
 
7.3.6 Am 19. Dezember 2019 hielt der RAD-Arzt Dr. H.____ fest, dass die eingeholten Gutach-
ten der Dres. D.___, E.____ und F.____ grundsätzlich nachvollziehbar begründet seien. Einzig 
in Bezug auf die vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung durch Dr. D.____ hielt er fest, dass 
dieser nicht gefolgt werden könne. So sei festzustellen, dass die angestammte Tätigkeit als Ver-
käufer bei der  C.____ gemäss Stellenbeschrieb der Arbeitgeberin keine durchwegs leichte Arbeit 
darstelle. Dr. H.____ kam daher zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die angestammte 
Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Hingegen könne er leichte, primär sitzende Arbeiten, bei denen 
er keine Lasten über 10 kg tragen müssen, im Umfang von 50 % verrichten.  
 
7.3.7 Dr. G._____ führte zuhanden der IV-Stelle am 3. Februar 2020 aus, dass beim Beschwer-
deführer unverändert eine schwere koronare Herzerkrankung vorliege mit ausgeprägten Herzin-
suffizienzsymptomen und knapp schwergradig eingeschränkter systolischer Funktion. Deshalb 
habe der Versicherte zwischenzeitlich einen Dreikammerschrittmacher erhalten, welcher eine ge-
wisse Besserung gebracht habe. Leider sei es in der Folge zu einer Perforation im Bereich der 
CRT-/ICD-Lodge gekommen, weshalb das Gerät habe gewechselt werden müssen. Aufgrund 
eines Infekts sei für die Neueinlage nur die Gegenseite in Frage gekommen. Ein erfolgloser Ver-
such, die dort verschlossene Vena subclavia zu öffnen, habe dazu geführt, dass die Elektrode 

 
 
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durch eine weitere Operation epikardial habe eingelegt werden müssen. Er erachtete den Be-
schwerdeführer entgegen der Auffassung des RAD auch für eine leichte Tätigkeit als nicht mehr 
arbeitsfähig. 
 
7.4.1 Nach Eingang der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer am 13. Juli 2020 einen wei-
teren Bericht von Dr. G.____ vom 8. Juli 2020 ein, welchem der aktuelle Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers zu entnehmen ist. Dr. G.____ wies darin auf die in der Zwischenzeit gehäuf-
ten relevanten Arrhythmien hin, die sich in Episoden mit Todesangst und ausgeprägter Atemnot 
äussern würden, so dass gemäss Angaben der Umgebung der Beschwerdeführer jeweils zyano-
tisch werde. Bisher seien solche Episoden jeweils durch den implantierten Defibrillator erkannt 
und behandelt worden (zumeist mittels Antitachykardie-Pacing). Kürzlich sei es aber auch zu zwei 
Synkopen mit zweimaliger Schockabgabe des ICD gekommen. Aufgrund der zunehmenden In-
stabilität, welche als Folge der progredienten Verschlechterung der Herzinsuffizienz zu interpre-
tieren sei, sei der Beschwerdeführer wieder im Spital L.____ hospitalisiert gewesen. Der Versi-
cherte sei langfristig 100 % arbeitsunfähig. 
 
7.4.2 Am 31. August 2020 reichte der Beschwerdeführer einen Spiroergometrie-Bericht des Spi-
tals L.____ vom 19. August 2020 ein. Darin wurde zusammenfassend festgestellt, dass sich eine 
schwer reduzierte Leistungsfähigkeit bei bekannter Herzinsuffizienz und in geringerem Ausmass 
auch durch eine chronotrope Inkompetenz unter Amiodaron- und Betablockertherapie gezeigt 
habe. Aufgrund der aktuellen Prognose sei mit der Vorbereitung einer Herztransplantation be-
gonnen worden. Gleichzeitig liess er dem Kantonsgericht auch den Bericht des Spitals L.____ 
vom 25. August 2020 zukommen. Diesem ist zu entnehmen, dass es beim Beschwerdeführer in 
den letzten Monaten zunehmend zu einer rhythmischen Instabilität mit rezidivierenden ventriku-
lären Tachykardien und adäquaten Schockabgaben mittels ICD gekommen sei. Anamnestisch 
bestehe ein progredienter Leistungsabfall und eine Zunahme der belastungsabhängigen Dysp-
noe (aktuell NYHAIII) in den letzten Monaten. Zudem zeige sich laborchemisch ein beginnendes 
kardiorenales Syndrom. Aufgrund der fortgeschrittenen Herzinsuffizienz sei eine Risikostratifizie-
rung mittels Rechtsherz-Katheter und Spiroergometrie durchgeführt worden. Dabei sei die bereits 
klinisch vermutete schwerste Herzinsuffizienz bestätigt worden, sodass der Zeitpunkt für eine 
weiterführende Herzersatztherapie mit dem Ziel einer Herztransplantation klar gegeben sei. 
 
7.4.3 Zum Bericht von Dr. G.____ vom 8. Juli 2020 und den Ausführungen des Spitals L.____ 
vom 19. und 25. August 2020 hielt der RAD-Arzt Dr. H.____ am 10. September 2020 zusammen-
fassend fest, dass eindeutig eine Verschlechterung eingetreten und eine 100%ige Arbeitsunfä-
higkeit zu bejahen sei. Betrachte man den bisherigen Verlauf seit dem Gutachten von Dr. D.____ 
bis zum aktuellen Zeitpunkt, bei welchem nunmehr eine Herztransplantation besprochen werde, 
müsse die bisherige Zumutbarkeit revidiert werden. Bereits im November 2019 sei der Beschwer-
deführer wegen rezidivierenden Kammertachykardien hospitalisiert gewesen. Im Längsverlauf 
müsse seit diesem Zeitpunkt eine kontinuierliche Verschlechterung angenommen werden. Aus 
diesem Grund sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit dem 13. November 2019 
zu 100 % arbeitsunfähig sei. 
 

 
 
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8.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 21. Februar 2020 bei der Beurteilung des Ge-
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Ausführungen im bi-
disziplinären Gutachten der Dres. D.____ und E.____ vom 15. Dezember 2018 bzw. 14. Februar 
2019 und dem Gutachten von Dr. F._____ vom 7. November 2019 sowie die Stellungnahmen 
von Dr. D.____ vom 10. Dezember 2019 und des RAD vom 19. Dezember 2019. Im entscheid-
relevanten Zeitpunkt vom 21. Februar 2020 ging sie daher davon aus, dass dem Beschwerde-
führer eine adaptierte leichte Tätigkeit zu 50 % zumutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 
hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezi-
alärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Diese beweisrechtlichen 
Vorgaben erfüllt zunächst das rheumatologische Teilgutachten von Dr. E.____ vom 14. Februar 
2019. Dieses weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, ist – wie dies vom Bundesgericht 
verlangt wird (vgl. E. 5.3 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 
Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abge-
geben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurtei-
lung der medizinischen Situation ein, setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen 
Einschätzungen auseinander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Es ist daher nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in rheumatologischer Hinsicht auf die Ergebnisse 
abstellte, zu welchen Dr. E.____ gelangte. Diese Beurteilung des rheumatologischen Gesund-
heitszustands wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten.  
 
8.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers entspricht auch das psychiatrische Gut-
achten von Dr. F.____ vom 7. November 2019 den vorgenannten bundesgerichtlichen Vorgaben 
an einen beweistauglichen medizinischen Bericht, weshalb darauf abgestellt werden kann. Das 
Gutachten hat weder formale noch inhaltliche Mängel, ist umfassend und beruht auf allseitigen 
Untersuchungen. Es leuchtet auch betreffend die medizinischen Zusammenhänge bzw. die Be-
urteilung der medizinischen Situation ein. Auf eine Auseinandersetzung mit abweichenden ärztli-
chen (psychiatrischen) Einschätzungen konnte Dr. F.____ verzichten, da solche nicht vorlagen. 
Zudem sind die Schlussfolgerungen plausibel, wonach beim Beschwerdeführer aus psychiatri-
scher Sicht keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt, nachdem im Rahmen 
der Untersuchung keine psychischen Funktions- und Fähigkeitsstörungen erhoben werden konn-
ten. Dieses Fazit stimmt auch mit den Ausführungen des Beschwerdeführers im Rahmen der 
Begutachtung durch Dr. F.____ überein. Der Versicherte hielt während der Begutachtung fest, 
dass er nie das Gefühl gehabt habe, eine psychiatrische Therapie zu benötigen und er könne 
nicht verstehen, warum er auch in psychiatrischer Hinsicht begutachtet werde. Zwar darf der Gut-
achter sich bei seiner Beurteilung nicht nur auf subjektiven Angaben stützen, sondern muss sein 
Ergebnis auch konkret bezogen auf den Zustand des Versicherten und die objektiven Befunde 
begründen. Diesen Anforderungen genügt das Gutachten von Dr. F.____r aber bei weitem. Zu-
sammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in psychiatrischer 
Hinsicht auf das Gutachten von Dr. F.____ vom 7. November 2019 abgestellt hat.  
 

 
 
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8.3.1 Hingegen bestehen Zweifel an der Beweistauglichkeit des kardiologischen Teilgutachtens 
von Dr. D.____ vom 15. Dezember 2018 und dessen Stellungnahme vom 10. Dezember 2019. 
Dr. D.____ diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine koronare 3-Ast-Erkrankung 
und eine rhythmogene Herzkrankheit. Gestützt auf diese Diagnosen kam er zum Schluss, dass 
der Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht für mittelschwere bis schwere Arbeiten auf 
Dauer nicht mehr arbeitsfähig sei. Eine leichte Tätigkeit, wie die angestammte, sei ihm aber aus 
kardiologischer Sicht weiterhin zu 50 % zumutbar. Während die medizinischen Abklärungsergeb-
nisse nachvollziehbar sind und auch den Vorgaben des Bundesgerichts an ein beweistaugliches 
Beweismittel entsprechen, kann der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ nicht gefolgt wer-
den. Er attestierte dem Beschwerdeführer sowohl in seinem Gutachten vom 15. Dezember 2018 
als auch in seiner Stellungnahme vom 10. Dezember 2019 und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für 
eine leichte Tätigkeit wie die angestammte Arbeit bei der C.____. Dr. D.____ verkannte in diesem 
Zusammenhang jedoch, dass es sich dabei nicht um eine leichte Beschäftigung handelte, musste 
der Beschwerdeführer doch selbst gelegentlich Gewichte von über 25 kg schieben, heben oder 
tragen und konnte dabei – entgegen der Auffassung von Dr. D.____ – nicht auf die Hilfe anderer 
Angestellter zählen (vgl. Stellenbeschrieb der C.____ vom 23. Juli 2018, act. 81). Es mag zutref-
fen, dass die Tätigkeit bei der C._____ eine Abwechslung des Tagesablaufs darstellte und der 
Kontakt zu anderen Menschen einen positiven Einfluss auf die Krankheit mit Ablenkung von den 
gesundheitlichen Problemen hatte. Dies vermag aber mit Blick auf die erhobenen Diagnosen und 
unter Berücksichtigung des Stellenprofils bei der C.____ keine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu recht-
fertigen. Auch Dr. D.____ äusserte sich diesbezüglich vorsichtig, indem er angab, dass die Tä-
tigkeit bei der C.____ die Arbeitsfähigkeit  
"eher" unterstütze. Weiter verzichtete der Gutachter auf eine plausible Auseinandersetzung mit 
der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des behandelnden Kardiologen und hielt dazu lediglich fest, 
dass dieser vor allem die psychische Komponente ins Feld geführt habe. Diese Aussage wider-
spricht den Angaben im Bericht von Dr. G.____ vom 15. Dezember 2017. Dieser wies lediglich 
am Schluss seiner Ausführungen auf eine depressive Reaktion des Beschwerdeführers hin, wel-
che erschwerend hinzukomme. Unter diesen Umständen überzeugt in Bezug auf die vorgenom-
mene Zumutbarkeitsbeurteilung weder das kardiologische Teilgutachten vom 14. Dezember 
2018 noch die Stellungnahme von Dr. D.____ vom 10. Dezember 2019, weshalb darauf nicht 
abgestellt werden kann.  
 
8.3.2 Auch die IV-Stelle legte ihrem Entscheid vom 21. Februar 2020 nicht die Zumutbarkeits-
beurteilung von Dr. D.____ zugrunde, sondern stützte sich dabei auf die Angaben ihres RAD-
Arztes Dr. H.____ vom 19. Dezember 2019. Entgegen ihrer Auffassung erfüllt aber auch dieser 
Bericht die Anforderungen an eine beweistaugliche medizinische Unterlage nicht. Mit dem RAD-
Arzt ist zwar festzustellen, dass das Gutachten von Dr. D.____ in Bezug auf die attestierte 50%ige 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht nachvollziehbar ist. Die von ihm getroffene 
Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdeführer leichte, primär sitzende Arbeiten, bei denen er 
keine Lasten über 10 kg tragen müsse, im Umfang von 50 % verrichten könne, überzeugt aber 
ebenfalls nicht und wird von Dr. H.____ selbst in seinem Bericht vom 10. September 2020 wider-
legt. Darin bestätigte er nämlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustands und eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit rückwirkend ab 13. November 2019. Damit hält der RAD-Arzt selbst 
nicht mehr an seiner im Bericht vom 19. Dezember 2019 attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in 

 
 
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einer leichten adaptierten Tätigkeit fest. Damit ist gleichzeitig davon auszugehen, dass die IV-
Stelle sich im angefochtenen Entscheid auf eine unzureichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers stützte. Dadurch ist sie der ihr obliegenden Untersuchungspflicht im 
Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht rechtsgenügend nachgekommen.  
 
8.4 Aus dem Gesagten folgt, dass vorliegend einzig die rheumatologische und die psychiatri-
sche Beurteilung der Dres. E.____ und F.____ überzeugen. Hingegen kann in Bezug auf die 
vorgenommene Zumutbarkeitseinschätzung weder auf die Ausführungen des Kardiologen 
Dr. D.____ noch auf die versicherungsinternen Feststellungen von Dr. H.____ abgestellt werden. 
Die vorhandene medizinische Aktenlage lässt damit auch unter Berücksichtigung der Berichte 
des behandelnden Arztes keine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Be-
schwerdeführers ab November 2017 zu. Die Untersuchungsergebnisse aus dem Verwaltungs-
verfahren sind mit anderen Worten nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medizinische 
Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung.  
 
9. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgut-
achten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt 
überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem 
rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hinge-
gen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten 
Frage begründet ist oder, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut-
achtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). Vorliegend hat die Be-
schwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen für die Beurteilung des Leistungsan-
spruchs des Beschwerdeführers vorgenommen. Zwar hat sie bei Dr. D.____ und Dr. E.____ ein 
bidisziplinäres Gutachten eingeholt und den Beschwerdeführer auch psychiatrisch abklären las-
sen. Da sie mit der vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ nicht einverstan-
den war, stützte sie sich diesbezüglich auf die Ergebnisse ihres RAD-Arztes Dr. H.____, welche 
– wie vorstehend aufgeführt – ebenfalls nicht schlüssig sind. Da das Kantonsgericht lediglich eine 
Würdigung der medizinischen Akten vornehmen darf, kann es im vorliegenden Verfahren nicht 
seine Aufgabe sein, im Verwaltungsverfahren versäumte kardiologische medizinische Abklärun-
gen nachzuholen. Einer Rückweisung an die Vorinstanz steht daher nichts entgegen. Die IV-
Stelle hat dabei die Frage der Auswirkungen der seit Revisionsgesuch (November 2017) beste-
henden kardiologischen Beschwerden und deren Einfluss aus die Arbeitsfähigkeit nochmals ab-
zuklären. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird die IV-Stelle anschliessend 
über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab November 2017 neu zu befinden haben. 
Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 

 
 
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in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Ver-
fahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach stän-
diger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteient-
schädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führenden Person 
durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine bean-
spruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Beschwerde gutzu-
heissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. 
Seine Rechtsvertreterin machte in ihrer Honorarnote vom 25. September 2020 einen Zeitaufwand 
von 13.66 Stunden geltend, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Diese Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz 
von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiese-
nen Auslagen von Fr. 255.80. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 3'955.25 (13.66 Stunden à Fr. 250.-- plus Fr. 255.80 und 7.7 % Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen.  
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

 
 
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Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 21. Februar 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kos-
tenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'955.25 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.