# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e7e650e-3a7b-59bd-babb-b42c812a53a5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.07.2023 UV 2022/55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-55_2023-07-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/55

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.08.2023

Entscheiddatum: 14.07.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 14.07.2023
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Stellungnahmen. Durch das 
Ereignis vom 7. Mai 2021 kam es höchstens zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung des Vorzustandes an der linken Schulter der 
Beschwerdeführerin und der Status quo sine bzw. ante war spätestens per 
31. Dezember 2021 erreicht. Die Leistungseinstellung per dieses Datum ist 
damit nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juli 2023, UV 
2022/55).

Entscheid vom 14. Juli 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2022/55

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war beim B.___ tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert. Am 7. Mai 2021 leitete sie eine Geräteturngruppe 

mit. In diesem Rahmen verletzte sie sich an der linken Schulter, als sie eine 

Jugendliche auffing, welche vom Reck stürzte (Suva-act. 1, 22).

A.a. 

Die am 10. Mai 2021 erstbehandelnde Dr. med. C.___, hielt als Befund fest, die 

Abduktion und Elevation der Schulter links sei nur bis 90 Grad möglich. Sie verschrieb 

der Versicherten Schmerzmittel und attestierte ihr vom 10. bis 15. Mai 2021 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Am 12. Mai 2021 hielt Dr. C.___ fest, eine tags zuvor 

durchgeführte Sonographie der Schulter rechts habe vermehrte Flüssigkeit 

subdeltoideal im Sinne einer mässigen Bursitis zur Darstellung gebracht. Es erfolge 

eine systematische Therapie mit Schonung und Bedarfsanalgesie (Suva-act. 37). 

Ebenfalls am 12. Mai 2021 meldete der Arbeitgeber der Suva das Ereignis vom 7. Mai 

2021 (Suva-act. 1). Am 17. August 2021 erfolgte eine Konsultation bei Dr. med. E.___, 

Fachärztin für Innere Medizin, welche die Versicherte zur weiteren Behandlung an Dr. 

med. F.___, Orthopädie G.___, verwies (Suva-act. 15, vgl. auch Suva-act. 2 und 53).

A.b. 

Dieser untersuchte die Versicherte am 7. September 2021. Tags darauf berichtete 

er über einen unklaren Schulterschmerz besonders bei Abduktion nach axialem 

Zugtrauma vom 7. Mai 2021. Er habe eine Kernspintomographie veranlasst. Zusätzlich 

beginne die Versicherte nun mit Physiotherapie sowie Eigentherapie mit Voltaren für 

A.c. 

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zwei Wochen (Suva-act. 2). Am 10. September 2021 führte Dr. med. H.___, Radiologie 

I.___, eine MR-Arthrographie der Schulter links durch. Er beurteilte gleichentags, es 

zeige sich ein fokales Kapselenhancement im axillären Recessus lateral 

(Differentialdiagnose: Reizung nach Zerrung / leichte glenohumerale Kapsulitis). 

Allenfalls liege eine diskrete Bursitis subacromialis subdeltoidea und eine dezente 

Tendinopathie der langen Bizepssehne (LBS) vor (Suva-act. 19).

Am 22. September 2021 diagnostizierte Dr. F.___ klinisch vornehmlich 

subacromiale Schulterschmerzen nach axialem Zugtrauma am 7. Mai 2021 und 

berichtete, es hätten sich keine grösseren morphologischen Schäden eingestellt, so 

dass ein konservativer Therapieweg zu präferieren sei. Sollten die Beschwerden in 

einem Zeitraum von ca. zwei bis drei Wochen nicht rückläufig sein, würde sich die 

Versicherte für eine zusätzliche subacromiale Infiltration melden (Suva-act. 3).

A.d. 

Am 15. November 2021 wiederholte Dr. F.___ seine Diagnose vom 22. 

September 2021. Er hielt fest, da es trotz Therapie zu keiner Beschwerdebesserung, 

sondern im Gegenteil eher zu einer Verschlechterung gekommen sei, habe er am 21. 

Oktober 2021 eine Infiltration durchgeführt. Klinisch gehe er noch nicht von einer 

Schultersteife aus, ein fliessender Übergang sei jedoch im Verlauf noch möglich (Suva-

act. 4). Nach einer Untersuchung vom 23. November 2021 diagnostizierte Dr. F.___ 

sodann eine Frozen Shoulder links nach axialem Zugtrauma vom 7. Mai 2021. Da die 

Schulter gerade sehr schmerzhaft sei und überregional Probleme bereite, würde er 

primär ein orales Kortisonschema zum Einsatz bringen. Die Versicherte solle temporär 

eine Mitella tragen (Suva-act. 6). Er attestierte ihr vom 23. November bis 7. Dezember 

2021 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 8).

A.e. 

Der Arbeitgeber meldete der Suva am 3. Dezember 2021 einen am 23. 

November 2021 eingetretenen Rückfall (Suva-act. 7).

A.f. 

Dr. med. J.___, Neurologie K.___, hatte die Versicherte am 30. November und 2. 

Dezember 2021 untersucht. Tags darauf berichtete sie über eine chronische 

Schmerzsymptomatik der linken Schulter. Elektrophysiologisch fände sich ein 

unauffälliger Befund. Therapeutisch sei intensive Physiotherapie zum Aufheben der 

Schonhaltung notwendig. Hierfür wäre eine Reduktion der Schmerzintensität 

A.g. 

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(medikamentös) wichtig. Falls dies ambulant schwer umsetzbar sei, sollte eine 

stationäre Rehabilitation angedacht werden, um der Chronifizierung entgegenzuwirken 

(Suva-act. 13).

Auch in seinem Bericht vom 22. Dezember 2021 hielt Dr. F.___ als Diagnose eine 

Frozen Shoulder links nach axialem Zugtrauma vom 7. Mai 2021 fest. Er habe der 

Versicherten nochmals empfohlen, am besten infiltrativ oder alternativ oral mit Kortison 

die Entzündung zu hemmen und nachfolgend wieder aufzubauen. Die Versicherte 

könne sich für diesen Vorschlag nicht erwärmen und würde dies gegebenenfalls zu 

einem späteren Zeitpunkt wahrnehmen (Suva-act. 14).

A.h. 

Nachdem Suva-Kreisarzt Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie, am 22. Dezember 

2021 unter anderem den stattgefundenen Diagnosewechsel (zuerst subacromiales 

Impingement, dann Frozen Shoulder) von Dr. F.___ in Frage gestellt hatte (vgl. Suva-

act. 16), bat die Suva Dr. F.___ um eine diesbezügliche Stellungnahme (Suva-act. 18). 

Dr. F.___ führte am 10. Januar 2022 aus, eine Frozen Shoulder sei eine klinische 

Diagnose, welche kein direktes kernspintomografisches Korrelat aufweise/aufweisen 

müsse. Aus fast jeder Schulterpathologie heraus könne es zu überschiessenden 

Entzündungen mit Beteiligung glenohumeral kommen, so dass sich letztlich aus jeder 

Pathologie auch eine Schultersteife entwickeln könne. Im Fall der Versicherten sei ein 

Unfall der Auslöser gewesen, was zum Glück sehr selten sei. Die Versicherte zeige 

klinisch eine starke Schmerzausbreitung, weshalb sie sogar noch auf neurologische 

Schäden hin untersucht worden sei. Aufgrund der eindeutigen Frozen Shoulder habe er 

den Einsatz von Kortison empfohlen, was die Versicherte jedoch derzeit aufgrund einer 

früheren nachfolgenden Migräneattacke ablehne (Suva-act. 24).

A.i. 

Dr. L.___ beurteilte am 17. Januar 2022, das Ereignis vom 7. Mai 2021 habe zu 

keiner zusätzlichen strukturellen Schädigung der vorgeschädigten (krankhafter 

Sehnenschaden [Tendinopathie] mit entzündlicher Schleimbeutelerkrankung [Bursitis]) 

linken Schulter geführt. Die vorübergehende ereigniskausale Behandlung sei 

spätestens am 21. Oktober 2021, also fünf Monate nach dem Ereignis, abgeschlossen 

gewesen. Damals sei der Zustand der linken Schulter erreicht gewesen, wie er auch 

ohne das Ereignis vorgelegen hätte. Folglich sei es ab 23. November 2021 nicht zu 

einem unfallkausalen Rückfall gekommen (Suva-act. 26).

A.j. 

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B.  

Mit formlosem Schreiben vom 20. Januar 2022 teilte die Suva der Versicherten 

mit, die medizinischen Unterlagen zeigten keinen sicheren oder wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 7. Mai 2021 und ihren 

Schulterbeschwerden. Die Suva erbringe daher keine Versicherungsleistungen (Suva-

act. 27). Die Versicherte erklärte sich am 24. Januar 2022 als nicht damit einverstanden 

(Suva-act. 31).

A.k. 

 Dr. L.___ hielt am 14. Februar 2022 fest, seine Beurteilung vom 17. Januar 2022 

habe nur die Rückfallbeschwerden betroffen. Er sei vom Abschluss der 

vorübergehenden ereigniskausalen Behandlung am 21. Oktober 2021 ausgegangen. Es 

hätte keine vollständige Ablehnung von Leistungen formuliert werden sollen (Suva-act. 

38).

A.l. 

Dr. L.___ beurteilte am 9. März 2022, das Ereignis vom 7. Mai 2021 habe 

höchstens eine zeitlich limitierte und vorübergehende Verschlimmerung des 

Erkrankungsvorschadens an der linken Schulter verursacht. Im Zeitpunkt der MR-

Arthrographie vom 10. September 2021 sei der Zustand der linken Schulter erreicht 

gewesen, wie dieser auch ohne das Unfallereignis vom 7. Mai 2021 vorgelegen hätte. 

Entsprechend sei die unfallkausale Behandlung damals abgeschlossen gewesen und 

die nachfolgenden Beschwerden der linken Schulter seien nicht mehr mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. Mai 2021 

zurückzuführen gewesen (Suva-act. 42).

A.m. 

Mit Verfügung vom 10. März 2022 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

per 31. Dezember 2021 ein, da der Status quo sine bereits am 10. September 2021 

erreicht worden sei. Auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen bis zum 

31. Dezember 2021 verzichtete sie (Suva-act. 47).

A.n. 

Dagegen erhob die Atupri Gesundheitsversicherung, Krankenkasse der 

Versicherten, am 21. März 2022 provisorisch Einsprache (Suva-act. 48). Sie zog diese 

am 25. Mai 2022 zurück (Suva-act. 55).

B.a. 

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C.  

Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin auf vorübergehende 

Versicherungsleistungen über den 31. Dezember 2021 hinaus. Der Arbeitgeber hatte 

der Beschwerdegegnerin am 3. Dezember 2021 einen seit 23. November 2021 

bestehenden Rückfall gemeldet (Suva-act. 7). Vorliegend ist jedoch nicht von einem 

Dr. F.___ hatte der Suva am 30. März 2022 mitgeteilt, der letzte direkte Kontakt 

mit der Versicherten habe am 7. Dezember 2021 bestanden. Der weitere Verlauf sei 

ihm nicht bekannt (Suva-act. 51).

B.b. 

Die Versicherte hatte am 1. April 2022 Einsprache gegen die Verfügung vom 

10. März 2022 erhoben (Suva-act. 50). Nach Einsicht in die Akten (vgl. Suva-act. 52) 

hatte sie am 19. Mai 2022 eine Einspracheergänzung eingereicht (Suva-act. 53). 

B.c. 

Mit Entscheid vom 6. September 2022 wies die Suva die Einsprache ab (UV-

act. 58).

B.d. 

 Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 3. 

Oktober 2022 Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom 6. 

September 2022 und somit die Verfügung vom 10. März 2022 seien aufzuheben. Es sei 

festzustellen, dass ihre Beschwerden an der linken Schulter Folgen des 

Unfallereignisses vom 7. Mai 2021 seien und die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen ab dem 1. 

Januar 2022 weiterhin zu erbringen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, eine externe fachärztliche Begutachtung zur Frage der Unfallkausalität 

bzw. der Gesundheitsschädigung durch eine neutrale Fachperson zu veranlassen (act. 

G1).

C.a. 

Mit Schreiben vom 25. Oktober 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer umfassenden Beschwerdeantwort und beantragte die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G3).

C.b. 

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Rückfall auszugehen, zumal die Meldung einzig aufgrund der damals eingetretenen, 

rund zwei wöchigen Arbeitsunfähigkeit (vgl. Suva-act. 8), erfolgt war. Es war zuvor 

nicht zu einem Abschluss der medizinischen Behandlungen gekommen (vgl. Suva-act. 

2 ff., 6, 19) und auch die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 10. März 

2022 nicht von einem Rückfall aus (Suva-act. 47).

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die versicherte Person 

hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben medizinischer 

Sachverständiger angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang 

ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen 

auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.2. 

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen bzw. hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen 

Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, 

wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch auf unfallfremden 

1.3. 

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Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 

vom 8. Juli 2022, 8C_734/2021, E. 2.2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. 

E. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54). Da es sich dabei 

um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei 

der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist 

– nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser hat nicht 

den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2021, 8C_80/2021, E. 2.2 mit Hinweisen). 

Der Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung kann durchaus unter 

Bezugnahme auf statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt 

werden, sofern sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. September 2002, U 60/02, E. 

2.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 189 E. 4c). Dies hat insbesondere für den 

Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen 

Zustand handelt, der sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des 

EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht, wie bereits erwähnt, auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben 

(BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

1.4. 

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2.

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Leistungseinstellung per 31. 

Dezember 2021 in medizinischer Hinsicht auf die Beurteilungen von Suva-Kreisarzt Dr. 

L.___ (Suva-act. 42, 47, 58). Die Beschwerdeführerin spricht diesen die Beweiskraft ab 

und hält ihnen insbesondere die Einschätzung von Dr. F.___ entgegen (vgl. act. G1, 

Suva-act. 24).

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a).

Die Beschwerdeführerin bemängelt zu Recht (act. G1), dass Dr. L.___ in seiner 

Beurteilung vom 9. März 2022 fälschlicherweise davon ausging, Beschwerden im 

Bereich der linken Schulter seien erstmals am 17. August 2021, also mehr als drei 

Monate nach dem Unfall vom 7. Mai 2021, bei einer Erstuntersuchung dokumentiert 

worden (Suva-act. 42). Korrekterweise fand die Erstuntersuchung allerdings bereits am 

10. Mai 2021, mithin drei Tage nach dem Unfall, bei Dr. C.___ statt. Diese stellte jedoch 

lediglich eine eingeschränkte Abduktion und Elevation der linken Schulter (nur bis 90 

Grad möglich) fest und erhob ansonsten unauffällige Befunde. Sie attestierte der 

Beschwerdeführerin vom 10. bis 15. Mai 2021 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und 

verordnete ihr eine systematische Therapie mit Schonung sowie Bedarfsanalgesie 

(Suva-act. 37). Dr. C.___ veranlasste eine Sonographie, welche tags darauf 

durchgeführt wurde. Sie hielt in ihren Behandlungseinträgen eine Sonographie der 

Schulter rechts fest, weshalb Dr. L.___ diese für die Beschwerden der linken Schulter 

als nicht verwertbar betrachtete (vgl. Suva-act. 38). Es ist jedoch davon auszugehen, 

dass tatsächlich eine Sonographie der schmerzhaften linken Schulter durchgeführt 

worden war. Die von Dr. C.___ veranlasste Sonographie hatte lediglich eine vermehrte 

Flüssigkeit subdeltoideal im Sinne einer mässigen Bursitis ergeben. Im Übrigen waren 

2.1. 

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die Befunde unauffällig (Suva-act. 37). Die Tatsache, dass Dr. L.___ die vom 10. bis 12. 

Mai 2021 von Dr. C.___ durchgeführten bzw. veranlassten Untersuchungen in seiner 

abschliessenden Beurteilung vom 9. März 2022 (vgl. Suva-act. 42) nicht 

berücksichtigte, ist angesichts dieser Befundsituation nicht problematisch. Eine 

Bursitis war im Übrigen auch noch anlässlich der von Dr. L.___ erwähnten MR-

Arthrographie vom 10. September 2021 festgestellt worden (vgl. Suva-act. 19).

Bei der Beschwerdeführerin liegt – wie Dr. L.___ am 9. März 2022 gestützt auf die 

MR-Arthrographie vom 10. September 2021 nachvollziehbar festhielt (Suva-act. 42) – 

kein struktureller Gesundheitsschaden, sondern ein Erkrankungsvorschaden an der 

linken Schulter vor. Wie sich nachfolgend ergibt, ist dies entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin (vgl. act. G1) nicht zu beanstanden. Die Sonographie vom 11. Mai 

2021 ergab – wie bereits erwähnt – eine vermehrte Flüssigkeit subdeltoideal im Sinne 

einer mässigen Bursitis. Im Übrigen waren die Befunde unauffällig (Suva-act. 37). Dr. 

H.___, welcher am 10. September 2021 eine MR-Arthrographie durchführte, beurteilte 

gleichentags, es zeige sich ein fokales Kapselenhancement im axillären Recessus 

lateral (Differentialdiagnose: Reizung nach Zerrung/leichte glenohumerale Kapsulitis). 

Allenfalls liege eine diskrete Bursitis subacromialis subdeltoidea und eine dezente 

Tendinopathie der LBS vor. Ansonsten seien die Verhältnisse regelrecht (Suva-act. 19). 

Bei einer Bursitis handelt es sich um eine akute oder chronische 

Schleimbeutelentzündung. Diese entsteht häufig nach einer örtlichen Infektion, aber 

auch bei degenerativen Prozessen oder nach einem stumpfen Trauma (Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 334; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, 

S. 280). Eine Tendinopathie stellt eine Entzündung der Sehne in Ansatznähe und damit 

grundsätzlich ein krankheitsbedingtes Leiden bzw. eine degenerative Veränderung dar. 

Sie kann jedoch auch zumindest sekundär als unfallkausaler Gesundheitsschaden, das 

heisst als (Spät-)Folge einer primären Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur 

oder Ruptur, auftreten (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 

4. Aufl. 2002, S. 1107; Pschyrembel, a.a.O., S. 2091; Roche Lexikon, a.a.O., S. 1807). 

Vorliegend erlitt die Beschwerdeführerin am 7. Mai 2021 weder ein stumpfes Trauma, 

noch eine Fraktur oder Ruptur, sondern ein sogenanntes "Zugtrauma" bzw. eine 

Zerrung/Distorsion (vgl. Suva-act. 19, 42). In der Sonographie vom 11. Mai 2021 

wurden keine Begleitverletzungen, wie etwa ein Sehnenschaden, erhoben (vgl. Suva-

act. 37). Es bestehen damit keine Hinweise, welche dafürsprächen, dass die 

Beschwerdeführerin anlässlich des Unfalls vom 7. Mai 2021 eine strukturelle Verletzung 

erlitten hätte und / oder dass es sich bei den radiologisch erhobenen Befunden – 

gemäss der genannten medizinischen Literatur – um (sekundäre) unfallkausale 

Gesundheitsschäden handeln würde. Stattdessen ist, wie nachfolgend auszuführen ist, 

2.2. 

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entsprechend der Ansicht von Dr. L.___ (vgl. Suva-act. 42) und in Übereinstimmung mit 

der Beschwerdegegnerin (vgl. Suva-act. 47, 58), höchstens von einer zeitlich limitierten 

und vorübergehenden Verschlimmerung des Erkrankungsvorschadens an der linken 

Schulter auszugehen. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe vor dem 

Ereignis vom 7. Mai 2021 nie Schulterbeschwerden gehabt (vgl. act. G1), schliesst dies 

einen (stummen) Vorzustand nicht aus (die Formel "post hoc ergo propter hoc" ist nach 

ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig [vgl. SVR 2009 UV Nr. 13, S. 52 

E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

Dr. L.___ beurteilte am 9. März 2022, aus medizinischer Sicht und Erfahrung mit 

vorübergehender Verschlimmerung von Erkrankungsvorschäden im Bereich des 

Schultergelenks sei im Zeitpunkt der MR-Arthrographie vom 10. September 2021, also 

mehr als vier Monate nach dem Unfall, der Zustand der linken Schulter erreicht 

gewesen, wie er auch ohne das Unfallereignis vorgelegen hätte (Status quo sine). 

Entsprechend sei zu diesem Zeitpunkt und nach erfolgter Abklärung der Beschwerden 

der linken Schulter die vorübergehende unfallkausale Behandlung abgeschlossen 

gewesen. Folgerichtig könnten die nachfolgenden Beschwerden der linken Schulter 

nicht mehr mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das 

Unfallereignis vom 7. Mai 2021 zurückgeführt werden (Suva-act. 42, vgl. auch Suva-

act. 26, 38). Für das Erreichen des Status quo sine bzw. ante spätestens im Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung per 31. Dezember 2021 spricht der nachfolgend dargestellte 

zeitliche Verlauf der Beschwerden und der medizinischen Behandlungen.

2.3. 

Die Beschwerdeführerin begab sich – wie erwähnt – am 10. Mai 2021, also drei 

Tage nach dem Unfall vom 7. Mai 2021, erstmals in Behandlung bei Dr. C.___. Diese 

veranlasste eine Sonographie und verschrieb der Beschwerdeführerin anlässlich einer 

weiteren Untersuchung vom 12. Mai 2021 eine systematische Therapie mit Schonung 

und Bedarfsanalgesie (Suva-act. 37). Am 17. August 2021, mithin erst über drei Monate 

später, erfolgte eine Konsultation bei Dr. E.___ (Suva-act. 15). Zwar führte die 

Beschwerdeführerin aus, sie versuche, wenn möglich Arztkosten einzusparen (act. G1). 

Dennoch spricht die mehrmonatige Phase ohne ärztliche Behandlung gegen erhebliche 

Schulterbeschwerden. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin überwies Dr. E.___ 

sie im August 2021 an Dr. F.___ (Suva-act. 53, vgl. auch Suva-act. 2). Dieser 

untersuchte die Beschwerdeführerin erstmals am 7. September 2021 und verordnete 

ihr Physiotherapie sowie Eigentherapie mit Voltaren für zwei Wochen (Suva-act. 2). 

Nach Durchführung der MR-Arthrographie vom 10. September 2021 berichtete Dr. 

F.___ am 22. September 2021, es hätten sich keine grösseren morphologischen 

Schäden eingestellt, so dass ein konservativer Therapieweg zu präferieren sei (Suva-

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

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act. 3). Weitere zwei Monate später hielt Dr. F.___ fest, es sei trotz Therapie zu keiner 

Beschwerdebesserung, sondern eher zu einer Verschlechterung gekommen. Er habe 

deshalb am 21. Oktober 2021 eine Infiltration durchgeführt. Klinisch gehe er noch nicht 

von einer Schultersteife aus, ein fliessender Übergang sei jedoch im Verlauf noch 

möglich (Suva-act. 4). Am 23. November 2021 berichtete Dr. F.___ sodann erstmals 

über eine Frozen Shoulder links nach axialem Zugtrauma vom 7. Mai 2021. Da die 

Schulter gerade sehr schmerzhaft sei und überregional Probleme bereite, würde er 

primär ein orales Kortisonschema zum Einsatz bringen und die Beschwerdeführerin 

solle temporär eine Mitella tragen (Suva-act. 6). Wie sich aus den weiteren Akten ergibt, 

lehnte die Beschwerdeführerin die Kortisonbehandlung jedoch ab (vgl. Suva-act. 14, 

24, 51). Dr. J.___, welche die Beschwerdeführerin am 30. November und 2. Dezember 

neurologisch untersuchte, stellte neurophysiologisch einen unauffälligen Befund fest. 

Sie empfahl intensive Physiotherapie zur Aufhebung der Schonhaltung (Suva-act. 13). 

Zusammenfassend kam es damit erst ab 7. September 2021, mithin vier Monate nach 

dem Unfall, zu detaillierteren Abklärungen. Die Frozen Shoulder wurde erst knapp 

sieben Monate nach dem Unfall diagnostiziert. Wie sich aus den Berichten von 

Dr. F.___ ergibt, klagte die Beschwerdeführerin seit Beginn der Behandlung bei ihm 

über zunehmende Beschwerden. Dies ist jedoch insofern nicht nachvollziehbar, als die 

MR-Arthrographie vom 10. September 2021 – wie gesagt (E. 2.3) – nur noch allenfalls 

eine diskrete Bursitis und eine dezente Tendinopathie ergeben hatte. Anlässlich der 

Sonographie vom 11. Mai 2021, also nur wenige Tage nach dem Unfall, war bereits nur 

eine mässige Bursitis erhoben und keine Tendinopathie erwähnt worden (Suva-act. 37). 

Die vorliegend spätere Progredienz der Schmerzen und die erst am 23. November 

2021, mithin über ein halbes Jahr nach dem Unfall, wieder (erstmalige unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 15. Mai 2021; vgl. Suva-act. 37) attestierte 

Arbeitsunfähigkeit (vgl. Suva-act. 8) entsprechen nicht dem Regelfall eines 

Heilungsprozesses von Schulterverletzungen ohne strukturelle Schädigung. Nach einer 

traumatischen Schmerzverursachung durch eine wie vorliegend geschehene leichte 

Distorsion ist stattdessen ein typisch degressiver Verlauf zu erwarten. Es erscheint 

deshalb als unwahrscheinlich, dass die zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. 

Dezember 2021 bestehenden Beschwerden noch auf eine unfallkausale Ursache 

zurückzuführen sind. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass es nach dem Unfall im 

Verlauf zuerst (mindestens bis zum Beginn der Behandlung durch Dr. F.___ im 

September 2021) zu einer Besserung der Bursitis kam und danach aus unfallfremden 

Gründen eine Verschlechterung der Beschwerden eintrat. Die von Dr. F.___ 

vorgeschlagene Kortisonbehandlung lehnte die Beschwerdeführerin – wie gesagt – ab 

(vgl. Suva-act. 2, 6, 14). Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin teilte Dr. F.___ am 

30. März 2022 sodann mit, der letzte Kontakt mit der Beschwerdeführerin habe am 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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7. Dezember 2021 bestanden. Der weitere Verlauf sei ihm nicht bekannt (Suva-act. 51). 

Die Beschwerdeführerin führte in ihrer Beschwerde vom 3. Oktober 2022 ebenfalls aus, 

sie befinde sich derzeit nicht in medizinischer Behandlung. Die Beschwerden seien 

geringer geworden, es bestehe aber nach wie vor eine beträchtliche 

Bewegungseinschränkung des linken Schultergelenks (act. G1). Die offenbar seit 7. 

Dezember 2021 nicht mehr wahrgenommene Behandlung spricht ebenfalls für das 

Erreichen eines Status quo sine bzw. ante spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 31. Dezember 2021.

Die Beschwerdeführerin stellt der Einschätzung von Dr. L.___ die Beurteilung von 

Dr. F.___ entgegen (vgl. act. G1). Dieser führte am 10. Januar 2022 aus, eine Frozen 

Shoulder sei eine klinische Diagnose, welche kein direktes kernspintomografisches 

Korrelat aufweise / aufweisen müsse. Aus fast jeder Schulterpathologie heraus könne 

es zu überschiessenden Entzündungen mit Beteiligung glenohumeral kommen, so dass 

sich letztlich aus jeder Pathologie auch eine Schultersteife entwickeln könne. Im Fall 

der Beschwerdeführerin sei ein Unfall der Auslöser, was zum Glück sehr selten sei 

(Suva-act. 24). Wie sich aus der medizinischen Literatur ergibt, kann eine Frozen 

Shoulder Folge einer traumatischen Verletzung sein (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 733; 

Pschyrembel, a.a.O., S. 611; Roche Lexikon, a.a.O., S. 1430). Die Ausführungen von 

Dr. F.___ sind jedoch insofern nicht nachvollziehbar, als er nicht begründete, weshalb 

er im Fall der Beschwerdeführerin den Unfall als Auslöser betrachtete. Auch äusserte er 

sich nicht zum Allgemeinzustand der Schulter links vor dem Unfallereignis und machte 

keine Ausführungen zum Erreichen des Status quo sine bzw. ante, obwohl – wie 

vorstehend ausgeführt – bei der Beschwerdeführerin unfallfremde bzw. vorbestehende 

Pathologien vorliegen. Seine Ausführungen stehen damit der Beurteilung von Dr. L.___ 

und insbesondere der Leistungseinstellung per 31. Dezember 2021 nicht entgegen.

2.5. 

Damit kam es infolge des Unfalls vom 7. Mai 2021 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

Vorzustandes (Bursitis, Tendinopathie) an der linken Schulter und der Status quo sine 

bzw. ante war spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Dezember 

2021 erreicht. Eventualiter ist darauf hinzuweisen, dass wie erwähnt (E. 2.4) seit 

Dezember 2021 offenbar keine medizinische Behandlung mehr stattfand (vgl. Suva-act. 

51, act. G1) und die Beschwerdeführerin die von Dr. F.___ vorgeschlagene 

Kortisonbehandlung abgelehnt hatte (vgl. Suva-act. 6, 14, 24, 51). Weitere 

medizinische Behandlungen wurden – abgesehen von der durch Dr. J.___ am 3. 

Dezember 2021 vorgeschlagenen Weiterführung bzw. Intensivierung der 

Physiotherapie (vgl. Suva-act. 13) –  aktenkundig nie erwogen. Es ist daher davon 

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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3.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

auszugehen, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden durfte. Folglich war 

spätestens per 31. Dezember 2021 auch der Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 

UVG erreicht und die Leistungseinstellung per dieses Datum ist nicht zu beanstanden. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 6. 

September 2022 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

3.1. 

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

3.2. bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.07.2023
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Stellungnahmen. Durch das Ereignis vom 7. Mai 2021 kam es höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes an der linken Schulter der Beschwerdeführerin und der Status quo sine bzw. ante war spätestens per 31. Dezember 2021 erreicht. Die Leistungseinstellung per dieses Datum ist damit nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juli 2023, UV 2022/55).

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