# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d118bec6-0bad-55d2-b82d-bfbcc6d03c43
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.11.2023 720 23 228 / 262 (720 2023 228 / 262)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-228---262_2023-11-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 16. November 2023 (720 23 228 / 262) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Überprüfung der Abklärung des medizinischen Sachverhalts und Prüfung der Frage, ob 
das tatsächlich erzielte Einkommen als Invalideneinkommen herangezogen werden kann 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1975, meldete sich am 16. Juli 2010 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. November 2011 den Anspruch auf eine 
Invalidenrente ab. Am 10. Mai 2019 reichte die Versicherte bei der IV-Stelle ein neues Gesuch 
zum Bezug von Leistungen ein. Die IV-Stelle klärte erneut die Verhältnisse ab und sprach A.____ 

 

 
 
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nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 30. Juni 2023 vom 1. November 
bis 30. November 2019 eine halbe Invalidenrente und vom 1. September 2020 bis 31. August 
2021 eine ganze Invalidenrente zu. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, mit Eingabe vom 
25. Juli 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht, und beantragte unter o/e-Kostenfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ihr auch für die Zeit ab September 2021 eine 
ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den 
rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt neu abzuklären. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 6. September 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. B.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabili-
tative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel RAD, die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 11. September 2023 hielt die Beschwerdeführerin an den gestellten An-
trägen fest. 
 
E. Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf eine weitere Stellungnahme (vgl. 
Schreiben vom 19. September 2023). 
 
F. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 21. September 2023 wurde die An-
gelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). 
Vorliegend entstand der Rentenanspruch am 1. November 2019 und die Leistungseinstellung 
erfolgte per 31. August 2021. Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der bis zum 31. Dezember 

 

 
 
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2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version 
wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwerdeführerin auch über den 1. Sep-
tember 2021 hinaus Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). 
 
4.5.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist auf die folgenden Grundsätze hinzuweisen: 
 

 

 
 
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4.5.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads im Erwerbsbereich bildet die Frage, 
in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
arbeitsunfähig ist. Für die Beurteilung der Frage des Gesundheitszustands bzw. des Ausmasses 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der versicherten Personen ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.5.4 Sodann sind das Administrativverfahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem 
kantonalen Sozialversicherungsgericht vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, 
Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Die Ver-
waltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache sodann 
nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversi-
cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 
vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). 
 
5.1 Zur Beurteilung der Rentenfrage liegen die folgenden Berichte bei den Akten: 
 

 

 
 
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5.2 Die behandelnden Wirbelsäulenspezialisten der Abteilung Orthopädie und Traumatolo-
gie des Spitals C.____ diagnostizierten im Bericht vom 29. April 2019 den Status nach trisegmen-
taler Dekompression und HWS-Spondylodese vom 14. März 2019 mit/bei spinaler Enge HWK 
4/5, 5/6, 6/7 linksbetont mit pathologischer Kyphosierung und C6 / C7 Schmerzsyndrom links. Die 
Patientin habe über einen sehr zufriedenstellenden Verlauf mit vollständiger Remission der sen-
somotorischen Einschränkungen der linken oberen Extremität berichtet. Die Schmerzen seien 
soweit rückläufig, dass eine Analgesie nicht mehr nötig sei. Die Patientin berichte aber noch von 
Schluckbeschwerden, vor allem in der Nacht. Die 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit werde bis zur 
nächsten Kontrolle verlängert. Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 10. Juli 2019 wurde die 100 %-
ige Arbeitsunfähigkeit bis 10. Juli 2019 verlängert und vermerkt, dass ab 11. Juli 2019 mit einem 
Arbeitsversuch in einem Pensum von 30 % begonnen werde. 
 
5.3 Im Rahmen des von der Beschwerdegegnerin initiierten Coachings der Beschwerdefüh-
rerin berichtete der Coach regelmässig über den Gesundheitszustand und die Arbeitstätigkeit der 
Beschwerdeführerin. In der Email vom 22. Oktober 2019 teilte er mit, dass es der Versicherten 
weiterhin gut gehe und vom 18. Oktober 2019 bis 18. November 2019 eine Steigerung des Pen-
sums auf 50 % geplant sei, allenfalls sei danach eine weitere Steigerung um 10 % möglich. In 
der Email vom 4. Dezember 2019 hielt er fest, dass es der Versicherten weiterhin gut gehe, sie 
sei ohne Medikamente und mit gutem Schlaf optimistisch, zufrieden und guter Laune. Das Pen-
sum betrage seit dem 18. November 2019 70 %. Ab 18. Dezember 2019 oder dann im Januar 
2020 sei eine Steigerung auf 80 % geplant. Das Coaching wurde am 31. Januar 2020 beendet. 
Im Abschlussbericht vom 28. Januar 2020 führte der Coach aus, dass die Versicherte seit dem 
16. Dezember 2019 in ihrem ursprünglichen Pensum von 80 % am angestammten Arbeitsplatz 
arbeite und sie dieses Pensum voll erfüllen könne. 
 
5.4 Die in vorstehender Erwägung genannten Steigerungen des Pensums gehen auch aus 
den Berichten des Spitals C.____ vom 18. Juli 2019, vom 14. August 2019, vom 23. September 
2019, vom 18. November 2019, vom 17. Januar 2020 und vom 7. Februar 2020 hervor. Im letzt-
genannten Bericht wurde sodann festgehalten, dass die Patientin in einem 100 % Pensum als 
Hotelservicemitarbeiterin im Spital D.____ arbeite. Es wurde zusätzlich ein Benigner paroxysma-
ler Lagerungsschwindel des posterioren Bogengangs rechts mit möglicher begleitender Reizung 
des anterioren Bogengangs rechts diagnostiziert. Die ausstrahlenden Schmerzen seien weiterhin 
regredient. Jedoch bestehe ein persistierendes Druckgefühl im Bereich des ventralen Halses. Bei 
Seitendrehung des Kopfes könne sie nicht schlucken. Die bewegungsabhängigen Schmerzen 
seitlich an der HWS hätten sich nicht verbessert. 
 
5.5 Dr. B.____ hielt in der Stellungnahme vom 8. September 2020 gestützt und in Überein-
stimmung mit den echtzeitlichen medizinischen Berichten fest, dass gestützt auf die im November 
2018 aufgetretenen HWS-Beschwerden und die am 14. März 2019 durchgeführte Dekompres-
sion und Spondylodese und der ab 16. Dezember 2019 wieder attestierten 100 %-igen Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab November 2018 bis 10. Juli 2019 eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit und nachfolgend eine abgestufte Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Ab 
1. Januar 2020 bestünde in der angestammten Tätigkeit wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. 
Analog beurteilte Dr. B.____ die Arbeitsunfähigkeitsphasen in einer angepassten Tätigkeit. Das 

 

 
 
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Tätigkeitsprofil umfasse leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben/Tragen von Lasten 
über 10 kg, ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen, ohne Arbeiten über Kopf, ohne wiederholtes 
Bücken, ohne Arbeiten in der Hocke/knieend oder kauernd. 
 
5.6 Mit Schreiben vom 1. Oktober 2020 teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegeg-
nerin mit, sie sei seit dem 25. August 2020 wieder aufgrund desselben Leidens krankgeschrieben. 
Im Bericht des Spitals C.____ vom 28. August 2020 wurden neu und zusätzlich intermittierend 
lumboischialgiforme Schmerzen beidseits und der Status nach Hüftprothese rechts im Jahr 2010 
diagnostiziert. Die Patientin berichte über persistierende Schmerzen über der HWS mit Druckdo-
lenz über dem unteren Halsbereich. Es würden sich noch muskuläre Verspannungen bis in die 
Schulter ziehen und sie habe Schwierigkeiten, den Kopf nach hinten zu bewegen. Zusätzlich 
berichte sie, dass sie intermittierend Episoden mit Lumbalgien und Ausstrahlung in die Ober-
schenkel und Schmerzen über der linken Hüfte habe. In der Folge wurden von den behandelnden 
Ärzten ein lnfiltrationsversuch und eine diagnostische Abklärung der LWS und des Beckens emp-
fohlen. Gemäss Bericht vom 6. Oktober 2020 brachte die Infiltration keine Besserung. Die Pati-
entin berichte weiterhin über persistierende Beschwerden in der HWS mit Ausstrahlung und Hart-
spann in die Schulter, den Nacken und in den Hinterkopf. Sie fühle sich kraftlos im Nacken mit 
manchmal Abkippen des Kopfes. Die Ärzte des Spitals C.____ attestierten ab 25. August 2020 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Im Bericht vom 24. November 2020 diagnostizierten sie zu-
sätzlich zu den bereits bestehenden Diagnosen den Verdacht auf chronische postoperative Na-
ckenschmerzen und Störung der Schmerzverarbeitung. Im Bericht vom 7. Januar 2021 berichtete 
das Spital C.____ über eine Schraubenlockerung HWK 7 sowie vermehrte Anreicherung Cage 
HWK6/7. Die Patientin habe nach wie vor starke Nackenschmerzen sowie ein ausgeprägtes 
Druckgefühl mit Dysphagie. Aktuell bestehe aufgrund der ausgeprägten Schmerzsituation eine 
ausgeprägte Belastungsintoleranz, so dass die Patientin nicht arbeitsfähig sei. 
 
5.7 Am 18. Januar 2021 wurde das Arbeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und 
dem Spital D.____ seitens des Arbeitgebers per 30. April 2021 gekündigt. Im Februar 2021 be-
gann die Beschwerdeführerin eine multimodale Schmerztherapie im Spital C.____, in deren Rah-
men am 24. Februar 2021 eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren diagnostiziert wurde. Am 1. März 2021 erfolgte eine Facetteninfiltration HWK7/BWK1 
und BWK1/2 beidseits. Vom 8. März bis 30. März 2021 war die Beschwerdeführerin in der 
Schmerzklinik des Spitals C.____ hospitalisiert (vgl. Austrittsbericht vom 31. März 2021). Diag-
nostiziert wurde eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
F45.41. Der Versicherten wurde beim Austritt Trittico verschrieben. Vorgesehen wurde die Fort-
setzung der ambulanten Physiotherapie zur Behandlung der myofaszialen Beschwerden und zur 
Reintegration ins Berufsleben. Das Spital C.____ hielt schliesslich im Bericht vom 11. Juni 2021 
fest, dass die Patientin gegenwärtig nicht mehr in Behandlung stehe. Die Arbeitsunfähigkeit habe 
bis zum 30. April 2021 100 % betragen. Danach habe vom 1. Mai 2021 bis 31. Mai 2021 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 0 % bestanden und schliesslich vom 1. Juni 2021 bis 30. Juni 2021 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 20 %. Gemäss Telefonnotiz vom 23. Juni 2021 teilte die Beschwerdefüh-
rerin mit, dass die Behandlung im Spital C.____ abgeschlossen sei. Sie sei im Rahmen einer 
100 %-igen Arbeitsfähigkeit zur Arbeitsvermittlung gemeldet. 
 

 

 
 
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5.8 Dr. B.____ führte in der Stellungnahme vom 28. Juni 2021 aus, dass sich bezüglich 
Zumutbarkeit nichts ändere, ausser dass für die Zeitspanne vom 1. September 2020 bis 31. Mai 
2021 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit anerkannt werden müsse. Es sei in 
dieser Zeit zu einer erneuten Schmerzexazerbation gekommen, die erneute Abklärungen und 
Therapien nach sich gezogen habe und am ehesten myofaszial bei Fehlhaltung und psychosozi-
alen Faktoren einzuordnen gewesen sei. Durch die stationäre multimodale Therapie vom 8. März 
bis 30. März 2021 sei es gelungen, die Schmerzen so weit zu kompensieren, dass sich die Ver-
sicherte ab Juni 2021 zu 100 % arbeitssuchend gemeldet habe. Eine Tätigkeit im Reinigungssek-
tor müsse dem definierten Belastungsprofil entsprechen, um Fehlbelastungen der HWS/BWS zu 
verhindern. 
 
5.9 Nachdem die Versicherte gegen einen ersten Vorbescheid Einwand erhoben hatte, 
nahm Dr. B.____ am 7. Oktober 2021 erneut Stellung. Sie hielt fest, dass keine neuen Arztbe-
richte vorliegen würden. Ein psychischer Leidensdruck könne nicht nachvollzogen werden. Die 
Versicherte habe selbst angegeben, nicht in psychiatrischer Behandlung zu stehen. Sie sei auch 
nicht mehr krankgeschrieben und stehe auch nicht mehr in spezialärztlicher Behandlung. Eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustands seit dem 23. Juni 2021 sei nicht glaubhaft gemacht 
worden. Aktuell gebe es aus RAD-Sicht keine Indikation für weiterführende Abklärungen. 
 
5.10 Die Beschwerdeführerin absolvierte bei der Integrationsstätte E.____ ein Integrations-
training als Servicemitarbeiterin (vgl. Schlussbericht vom 19. November 2021). Per 25. Januar 
2022 begann sie eine Tätigkeit als Bäckereifachverkäuferin bei der Bäckerei F.____ in einem 
Pensum von 80 %. Im März 2022 begab sich die Beschwerdeführerin zwecks Einholung einer 
Zweitmeinung in die Klinik G.____ (vgl. Bericht vom 23. März 2022). In diesem Bericht diagnos-
tizierten die Wirbelsäulenspezialisten neben den bekannten Diagnosen eine Zervikalgie. Die Pa-
tientin habe berichtet, dass sie vor allem unter Schmerzen am zervikothorakalen Übergang sowie 
auch unter intermittierend ausstrahlenden Schmerzen in die linke obere Extremität leide. Diese 
seien keinem Dermatom zuordenbar. Motorische Defizite würden verneint. Es würden diffuse 
Kribbeldysästhesien angegeben, insbesondere in der linken oberen Extremität. Im Vordergrund 
stehe die Durchführung einer erneuten Infiltration. Im Bericht vom 2. Dezember 2022 hielten die 
Spezialisten fest, dass die Patientin über gute und schlechte Tage berichte. Im Fokus stünden 
die Zervikalgien, DD myofaszial. Ansonsten arbeite die Patientin weiterhin zu 80 %. Die Situation 
sei für sie erträglich. In Zusammenschau der Bildgebung, der klinischen Befunde sowie der Ge-
samtsituation werde von einer Revisionsoperation abgeraten. Die Erfolgschancen seien redu-
ziert. Eine Instabilität bestehe nicht. Es bestehe die Möglichkeit einer Infiltration, ansonsten werde 
die Behandlung abgeschlossen. 
 
5.11 Dr. B.____ nahm in der Folge ein weiteres Mal Stellung. Im Bericht vom 25. Januar 2023 
führte sie aus, dass keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorliegen würden. Die Versicherte 
habe myofasziale Beschwerden am Übergang HWS/BWS, könne aber damit umgehen und ar-
beite zu 80 % als Bäckereiverkäuferin. Die Versicherte schöpfe die Arbeitsfähigkeit als Bäckerei-
verkäuferin voll aus, ein höheres Pensum als das aktuell geleistete sei ihr nicht zumutbar. Auch 
bei einer anderen leichten Wechseltätigkeit ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule, ohne Heben 
und Tragen über 10 kg körpernah, ohne Arbeiten über Kopf, ohne Knien/Hocken/Kauern/Bücken, 

 

 
 
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dürfte bei einem 100 % Pensum ein erhöhter Pausenbedarf von 20 % nötig werden, um musku-
lären Nackenverspannungen vorzubeugen. Diese Einschätzung gelte ergänzend seit Juni 2021 
bis auf Weiteres. Auf die Aktenlage könne abgestellt werden, weitere medizinische Abklärungen 
würden sich nicht aufdrängen.  
 
5.12 Schliesslich nahm Dr. B.____ im vorliegenden Beschwerdeverfahren erneut am 8. Au-
gust 2023 Stellung. Für eine psychiatrische Störung lasse sich kein Hinweis in der Aktenlage 
finden. Die Versicherte selbst habe eine solche Behandlung kategorisch verneint. Dies relativiere 
einen psychischen Leidensdruck. Es seien zwar psychosoziale Faktoren im Dossier erwähnt, 
diese seien jedoch ohne Krankheitswert bzw. IV-fremd. Eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes nach dem Arbeitstraining bei Integrationsstätte E.____ oder gar eine stationäre Be-
handlung im September 2021 seien nicht aktenkundig. Die Tätigkeit in der Küche bei der Integ-
rationsstätte E.____ dürfte nicht dem vom RAD definierten Verweisprofil entsprochen haben. 
Auch die Tätigkeit als Bäckereiverkäuferin sei eher als grenzwertig einzustufen, da hier Überkopf-
arbeiten und wiederholtes Bücken sowie viel Stehen am Platz vorkommen dürften. Seit Juni 2021 
könne von einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen werden. Eine 
Veränderung sei nicht aktenkundig. Die angestammte Reinigungstätigkeit sei definitiv ab Sep-
tember 2020 nicht mehr zumutbar. 
 
6.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend 
abgeklärt worden sei, insbesondere seien der Bericht der Integrationsstätte E.____ und der Ar-
beitsvertrag vom 25. Januar 2022 unberücksichtigt geblieben. Das Spital C.____ habe bei Vor-
liegen von erheblichen körperlichen Beschwerden auch eine chronische Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren diagnostiziert. Es seien Ein- und Durchschlafstörungen bei 
Schmerzen und Beklemmungsgefühl im Hals attestiert worden und es sei dargelegt worden, dass 
es der Beschwerdeführerin auch psychisch schlechter gegangen sei. Trotzdem habe die Be-
schwerdeführerin keine gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit veranlasst, obwohl sich 
bisher nur der RAD zur Arbeitsfähigkeit geäussert habe und auch während des Arbeitstrainings 
bei der Integrationsstätte E.____ deutlich geworden sei, dass die Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin nach vier bis sechs Stunden massiv abfalle, die Schmerzen Überhand nehmen 
würden und sich dies auch in Konzentrationsschwierigkeiten und einem Leistungsabfall in der 
Qualität der Arbeit zeige. Die Integrationsstätte E.____ habe ausserdem festgestellt, dass der 
Arbeitsplatz der Beschwerdeführerin angepasst werden müsse. Die Auswirkungen der chroni-
schen Schmerzstörung seien nie abgeklärt worden. Ebenso sei nie abgeklärt worden, inwiefern 
sich der belastete psychische Gesundheitszustand, der nach dem Arbeitsversuch bei der Integ-
rationsstätte E.____ auch verschlechtert gewesen sei, sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Der 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich nie verbessert, jedenfalls nicht seit Au-
gust 2021, die Beschwerdeführerin sei sogar im September 2021 wieder stationär behandelt wor-
den. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin am aktuellen Arbeits-
platz optimal eingegliedert sei. Sie arbeite in einem hohen Pensum, habe aber die Möglichkeit, 
die Arbeit über die gesamte Woche zu verteilen und erfahre viel Verständnis. Dennoch habe sie 
immer wieder mit gesundheitlichen Problemen und Ausfällen zu kämpfen. 
 

 

 
 
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6.2 Die Auffassung der Beschwerdeführerin kann nicht geteilt werden. Die Stellungnahmen 
von Dr. B.____, auf die sich die Beschwerdegegnerin bei der angefochtenen Verfügung abstützte, 
basieren auf einer vollen Aktenkenntnis, sind nachvollziehbar und schlüssig. Gesundheitliche Lei-
den, die im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch nicht genügend abgeklärt worden wären, sind 
nicht auszumachen. Insbesondere bestehen keine konkreten Hinweise auf ein erhebliches psy-
chisches Leiden, das die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin massgebend beeinflussen 
würde und das weiter abgeklärt werden müsste. Im Austrittsbericht des Spitals C.____ vom 31. 
März 2021 wurden zwar existenzielle Ängste erwähnt, die die Schmerzstörung verstärken wür-
den. Die behandelnden Ärzte stellten aber nicht die Diagnose einer Angststörung. Dr. B.____ 
durfte deshalb gestützt auf die Akten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin vornehmen. Betreffend Verlauf der Arbeitsunfähigkeiten stimmen ihre Zeiten mit denjenigen 
des Spitals C.____ überein. Soweit sie das Belastungsprofil für die angepasste Tätigkeit festlegt, 
erscheint dieses als nachvollziehbar und schlüssig. Darüber hinaus gibt es keine konkreten Hin-
weise dafür, dass sich der Gesundheitszustand erheblich verändert hätte, worauf die Beschwer-
degegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht hinweist. Dies ergibt sich insbesondere aus den 
Berichten der Klinik G.____. 
 
6.3 Damit ist zur Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit auf die Einschätzung von Dr. B.____ 
abzustellen und davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin eine leichte wechselbelas-
tende Tätigkeit ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule, ohne Heben und Tragen über 10 kg kör-
pernah, ohne Arbeiten über Kopf, ohne Knien/Hocken/Kauern/Bücken, in einem Pensum von 
80 % zumutbar ist. 
 
7.1 Zu prüfen ist der Einkommensvergleich: 
 
7.2 Gegen die konkrete Berechnung des Valideneinkommens gestützt auf die Angaben des 
ehemaligen Arbeitgebers in der Höhe von Fr. 63'277.-- erhob die Beschwerdeführerin keinen Ein-
wand. Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen durch das Kantonsgericht eine andere Einschätzung vorzunehmen 
wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Berechnungsparametern. Es 
kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdegeg-
nerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 
 
7.3.1 Im Zusammenhang mit der Ermittlung des Invalideneinkommens trägt die Beschwerde-
führerin vor, dass sie beim aktuell effektiv erzielten Invalideneinkommen Anspruch auf eine Vier-
telsrente habe. Es müsse weiterhin von einer optimalen Eingliederung in der aktuellen Tätigkeit 
ausgegangen werden. Weitere Ausführungen hierzu sind der Beschwerde und der Replik nicht 
zu entnehmen. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des Invalideneinkom-
mens auf die LSE Tabellenlöhne 2018, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, 
Kompetenzniveau 1, Frauen, und ermittelte bei einem 80 %-igen Pensum ein Invalideneinkom-
men von Fr. 43'745.--. 
 
7.3.2 Bei der Ermittlung des trotz der Gesundheitsschädigung noch zumutbaren und realisier-
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist zu unterscheiden. Geht die versicherte Person 

 

 
 
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auch nach Eintritt der (unfallbedingten) gesundheitlichen Beeinträchtigung einer Erwerbstätigkeit 
nach, ist der tatsächlich erzielte Verdienst dem Invalideneinkommen gleichzusetzen, wenn ku-
mulativ (1) besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind, (2) die verbliebene Arbeitsfähig-
keit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird und (3) die Entlöhnung der Leistung angemessen 
ist, folglich nicht ein Soziallohn zur Auszahlung gelangt (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 126 V 76 
E. 3b/aa mit Hinweisen). Ist kein solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, können 
die Tabellenlöhne der LSE beigezogen werden (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa 
mit weiteren Hinweisen). 
 
7.3.3 Die Beschwerdeführerin legt keine Belege zu ihrem konkret erzielten Einkommen bei der 
Bäckerei F.____ ins Recht. Gestützt auf die Angaben im Arbeitsvertrag vom 25. Januar 2022 
(Stundenlohn Fr. 18.87, Ferienentschädigung 10,64 %, Feiertagsentschädigung 2,27 %, 13. Mo-
natslohn 8,33 %, monatliche Normalarbeitszeit von 182 Stundenbei bei 100 % Pensum) ist ein 
jährliches Einkommen der Beschwerdeführerin von Fr. 39'972.-- zu ermitteln. Unter Berücksich-
tigung des Valideneinkommens von Fr. 63'277.-- würde sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 
37 % ergeben. Da auch bei dieser Berechnungsmethode die Schwelle von 40 % nicht überschrit-
ten wird und kein Anspruch auf eine Vierteilsrente gegeben wäre, kann offengelassen werden, 
ob die in vorstehender Erwägung 7.3.2 genannten kumulativ erforderlichen Voraussetzungen für 
das Heranziehen des effektiv erzielten Invalidenlohnes vorliegend erfüllt sind. So oder anders 
gerechnet beträgt der Invaliditätsgrad 37 %. Die Beschwerdeführerin hat dementsprechend ab 
dem 1. September 2021 keinen Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung. 
 
8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die angefochtene Verfügung vom 30. 
Juni 2023 nicht zu beanstanden ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbe-
gründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis 
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
9.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädi-
gung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
 
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