# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc00fa70-ffb4-5bfe-8191-7dad2d9f9bf8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 01.04.2025 VR1 2024 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2024-45_2025-04-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 1. April 2025

Referenz VR1 24 45

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____ AG
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Claudio Allenspach

gegen

Gemeinde B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally

und

C._____ AG
Beigeladene
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Michelle Mehli

Gegenstand Submission

2 / 26

Sachverhalt

A. Die Gemeinde B._____ schrieb die Lieferung eines kommunalen 
Transportfahrzeugs im Einladungsverfahren aus. Als Eignungskriterien wurde der 
Nachweis von technischen Anforderungen genannt. Als Zuschlagskriterien legte die 
Gemeinde den Preis (50 %), die Qualität (20 %), die Nachhaltigkeit (20 %) und den 
Innovationsgehalt (10 %) fest. Offerten waren bis am 31. Januar 2024 einzureichen. 

B. Innert Frist gingen fünf Offerten von vier Unternehmungen ein. Anlässlich der 
Offertöffnung am 5. Februar 2024 zeigte sich folgendes Bild:

1. D._____ AG CHF 277'900.00

2. E._____ GmbH CHF 196'743.70

3. C._____ AG CHF 196'742.00

4. A._____ AG CHF 150'000.00

5. A._____ AG CHF 220'524.00

C. Nach Auswertung der eingegangenen Angebote ergab sich folgendes Bild:

1. C._____ AG 4.78 Punkte

2. A._____ AG 4.50 Punkte

3. D._____ AG 2.97 Punkte

ungültige Offerten (Eignungskriterien nicht erfüllt):

E._____ GmbH

A._____ AG (Occasionsmaschine)

Entsprechend beschloss der Gemeindevorstand B._____ am 27. Mai 2024 die 
Vergabe der Beschaffung eines kommunalen Transportfahrzeugs an die C._____ 
AG (Zuschlagsempfängerin) als Anbieterin mit dem vorteilhaftesten Angebot. Der 
Vergabeentscheid wurde den Anbieterinnen am 21. Juni 2024 mitgeteilt. 

D. Gegen diesen Vergabeentscheid liess die A._____ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 5. Juli 2024 Beschwerde beim früheren 
Verwaltungsgericht bzw. heutigen Obergericht des Kantons Graubünden erheben 
und was folgt beantragen: 

1. Formelle Anträge:

1.1. Es sei der Beschwerdeführerin Akteneinsicht in die Bewertung ihres 
Angebots und in alle weiteren entscheidrelevanten Verfahrensakten zu 
gewähren.

Es sei der Beschwerdeführerin mit Zustellung der Akten mittels 
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels die Möglichkeit 
einzuräumen, die Beschwerde eingehend zu begründen.

3 / 26

1.2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung im Sinne von Art. 54 
Abs. 2 IVöB zu erteilen, und es sei der Beschwerdegegnerin vorsorglich 
zu untersagen, irgendwelche Verträge zur Anschaffung des 
Transporters abzuschliessen.

Das Verbot sei superprovisorisch, ohne vorgängige Anhörung der 
Beschwerdegegnerinnen zu verfügen.

2. Materielle Anträge:

2.1. Es sei der angefochtene Vergabeentscheid vom 27. Mai 2024 
aufzuheben und der Zuschlag der Beschwerdeführerin zu erteilen.

2.2. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

2.3. Subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids 
festzustellen, und es sei der Beschwerdeführerin Schadenersatz in der 
Höhe von CHF 2'000.00 zuzusprechen. 

3. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdegegnerinnen.

Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass die 
Gemeinde B._____ das Begründungsgebot missachtet habe. Zudem sei der 
Zuschlag nicht rechtskonform erfolgt. Die C._____ AG habe einen Transporter zum 
Preis von CHF 196'742.00 angeboten, den Zuschlag habe sie allerdings zum Betrag 
von CHF 220'565.08 erhalten. Insofern sei der besagten Unternehmung die 
Möglichkeit zur Nachbesserung eingeräumt worden. Es müsse davon ausgegangen 
werden, dass eine Bereinigung der Angebote gemäss IVöB nicht zulässig gewesen 
sei, da die Ausschreibungskriterien klar und die Angebote insofern von Anfang an 
vergleichbar gewesen seien. Die Beschwerdeführerin habe exakt dasjenige 
Fahrzeug angeboten, welches gemäss Ausschreibungsunterlagen verlangt worden 
sei. Dies im Gegensatz zur C._____ AG, deren angebotenes Fahrzeug erheblich 
vom gemäss Ausschreibung Verlangten abweiche. Laut Ausschreibungsunterlagen 
sei ein Perkins-Dieselmotor gefordert worden. Die Beschwerdeführerin habe einen 
solchen offeriert, wogegen das Angebot der C._____ AG einen VM-Motor beinhalte. 
Dem Fahrzeug der C._____ AG mangle es auch an einer kippbaren Komfortkabine, 
was gemäss Ausschreibungsunterlagen gefordert gewesen und von der 
Beschwerdeführerin auch so angeboten worden sei. Weiter verfüge das 
angebotene Fahrzeug der Beschwerdeführerin – im Gegensatz zu demjenigen der 
C._____ AG – über hochwertige Telma Bremsen. Somit hätte das Fahrzeug der 
Beschwerdeführerin als vorteilhaftestes Angebot beurteilt werden müssen.

E. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juli 2024 schloss die Gemeinde B._____ 
(Vergabebehörde; nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass keine 

4 / 26

Verletzung der Begründungspflicht vorliege. Zudem erweise sich der Einwand, 
wonach die Offerte der C._____ AG nachträglich unzulässigerweise nachgebessert 
worden sei, als unbegründet. Der Offertpreis der Zuschlagsempfängerin sei im 
Rahmen der Bereinigung für einen fairen Vergleich der Angebote von 
CHF 196'742.08 auf CHF 220'656.08 korrigiert worden. Sodann treffe es zu, dass 
die technischen Anforderungen gemäss Ausschreibungsunterlagen nicht optimal 
formuliert worden seien. Der Fehler habe darin bestanden, dass bei der Definition 
der technischen Anforderungen zu stark auf ein Grundmodell abgestellt worden sei, 
indem – entgegen der IVöB – zahlreiche technische Details und teilweise sogar 
konkrete Marken dieses Grundmodells übernommen worden seien. Diese Fehler 
seien im Rahmen der Offertbewertung korrigiert worden. Entsprechend seien nicht 
sämtliche technische Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen bewertet 
worden. Dazu gehörten markenspezifische Vorgaben (z.B. Perkins-Dieselmotor, 
Kippfähigkeit der Kabine). Zudem habe die Beschwerdegegnerin für die Bewertung 
der Nachhaltigkeit bzw. des Innovationsgehalts aufgrund eines Mangels in den 
Ausschreibungsunterlagen auf die sachlichen Hilfskriterien der maximalen Nutzlast 
bzw. der Einhaltung der aktuellsten Euro-Abgasnormen abgestellt, was vertretbar 
sei. Mit Blick auf die im Rahmen der Angebotsbewertung nach bestem Wissen und 
Gewissen erfolgten Korrekturen erweise sich das Angebot der 
Zuschlagsempfängerin als das Vorteilhafteste, weshalb die Vergabe im Resultat 
rechtmässig sei.

F. Die Zuschlagsempfängerin (nachfolgend: Beigeladene) beantragte in ihrer 
Vernehmlassung vom 5. August 2024 die Abweisung der Beschwerde. Zur 
Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, die Behauptung, wonach eine 
unzulässige Bereinigung der Angebote stattgefunden habe, sei unzutreffend. Sie 
habe ihr Angebot nach Einreichung nicht angepasst. Die angesprochene Differenz 
resultiere vielmehr aus der durch die Beschwerdegegnerin vorgenommenen 
Mitberücksichtigung von Optionen aus ihrem Angebot zur Gewährleistung der 
objektiven Vergleichbarkeit der Angebote. Auch sei unzutreffend, dass das von ihr 
angebotene Fahrzeug erheblich vom Verlangten abweiche. Bei einer korrekten 
Abstrahierung der unzulässig ausgeschriebenen technischen Spezifikationen 
entspreche ihr Angebot dem in der Ausschreibung Verlangten. Das von ihr 
angebotene Fahrzeug sei betreffend Motor und Bremssystem gleichwertig. Auch 
erfülle bzw. übertreffe ihr Angebot in Bezug auf den Zugang zu den Servicepunkten 
die Anforderungen in der Ausschreibung.

G. Am 6. August 2024 erkannte der Vorsitzende der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu.

5 / 26

H. In ihrer Replik vom 28. August 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
materiellen Anträgen fest und vertiefte ihren Standpunkt. Sie brachte vor, dass die 
Beigeladene betreffend Winterausrüstung in ihrem Angebot nicht alle Positionen als 
Option eingereicht habe, welche die Beschwerdegegnerin in der 
Angebotsbereinigung aufgelistet habe. Insofern müsse nachgelagert zur 
Offerteinreichung offenbar doch eine Nachbesserung durch die Beigeladene erfolgt 
sein. Zudem sei Winterausrüstung nicht gleich Winterausrüstung. Im Gegensatz 
zum Angebot der Beigeladenen umfasse ihr Angebot zusätzlich eine 
Motorblockheizung und eine Heizung für das Hydrauliköl. Klar sei, dass die 
Beschwerdegegnerin die Angebote in Bezug auf die Winterausrüstung nicht auf 
denselben Stand gebracht habe. Sodann sei das Angebot der Beigeladenen 
insbesondere bezüglich einer kippbaren Komfortkabine, des Motors und der 
Bremsen nicht gleichwertig zum Ausgeschrieben bzw. zum angebotenen Fahrzeug 
der Beschwerdeführerin. Auch in einer Gesamtbeurteilung der (übrigen) 
technischen Anforderungen (Qualität) unterliege das Fahrzeug der Beigeladenen 
demjenigen der Beschwerdeführerin. Zudem hätten alle Anbieter betreffend die 
Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt mit null Punkten bewertet 
werden müssen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Beschwerdeführerin in der 
Summe der Zuschlagskriterien Qualität und Preis am meisten Punkte erhalten hätte. 
Selbst wenn der Entscheid der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Bestimmung 
eigener Hilfskriterien geschützt würde, änderte sich bei korrekter Bewertung dieser 
Kriterien am Punktesieg der Beschwerdeführerin nichts. 

I. Am 30. September 2024 duplizierte die Beschwerdegegnerin bei 
unveränderten Rechtsbegehren. Sie führte im Wesentlichen aus, dass sich in der 
ursprünglichen Offertbeurteilung bei der Preisbewertung ein Tipp- bzw. 
Rechenfehler eingeschlichen habe. Bei Korrektur dieses Fehlers erhöhe sich die 
Gesamtpunktzahl der Beigeladenen von 4.78 auf 4.8 Punkte. Zudem sei Letzterer 
für die als Option offerierten Schneeketten fälschlicherweise zu viel aufgerechnet 
worden, weshalb sie in der Preisbewertung die Note 5.0 erhalte. Ausserdem sei die 
von der Beschwerdeführerin beanstandete Bereinigung "Winterausrüstung" ohne 
Rückfrage bei der Beigeladenen erfolgt, sondern gestützt auf die allgemeine 
Preisliste P._____ 2022. Vorliegend seien die Angebote miteinander vergleichbar 
gemacht worden, indem beim Angebot der Beigeladenen jene Positionen 
aufgerechnet worden seien, welche bei der Beschwerdegegnerin unter dem Titel 
"Winterausrüstung" tatsächlich anfielen, damit das Fahrzeug im Winter verwendet 
werden könne. Weil für die Verwendung des Fahrzeugs der Beigeladenen weder 
eine Motorblockheizung noch eine Heizung für das Hydrauliköl notwendig sei, seien 
diese Positionen zu Recht nicht aufgerechnet worden. Diesbezüglich habe die 

6 / 26

Beschwerdegegnerin ihren Ermessensspielraum nicht überschritten. Diesen habe 
sie auch nicht überschritten, indem sie die Kippfunktion zufolge unzulässiger 
markenspezifischer Ausschreibung und fehlendem nennenswerten Vorteil im 
Rahmen der Angebotsbewertung nicht berücksichtigt habe. Auch seien die 
Voraussetzungen für eine Angebotsbereinigung betreffend Motor nicht erfüllt. Des 
Weiteren sei die Ausschreibung in Bezug auf das Bremssystem leider etwas 
widersprüchlich. Allerdings erweise sich die Nicht-Bewertung dieses unklar und 
teilweise markenspezifisch ausgeschriebenen Punktes als richtig. Schliesslich sei 
die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin, also die Bewertung der 
ausgeschriebenen Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt wie 
wenn diesbezüglich keine Subkriterien bekannt gegeben worden wären, sachlich 
vertretbar. 

J. Mit Duplik ebenfalls vom 30. September 2024 hielt die Beigeladene an ihren 
Anträgen fest. Sie führte zusammenfassend aus, der Beschwerdeführerin fehle es 
an der Legitimation, weil ihr Angebot aufgrund der Nichterfüllung der 
Eignungskriterien und fehlerhaften Angaben hätte ausgeschlossen werden müssen. 
Bei korrekter Beurteilung der Angebote hätte sie entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin beim Kriterium Preis obsiegt. Ihr Fahrzeug erweise sich auch 
bezüglich Qualität als hochwertiger. Ausserdem sei es unzutreffend, dass die 
Beschwerdeführerin im Zuschlagskriterium Nachhaltigkeit hätte obsiegen müssen. 
Die streitgegenständliche Vergabe erweise sich als rechtmässig.

K. Am 1. November 2024 reichte die Beschwerdeführerin ihre Triplik ein und 
vertiefte ihre Argumentation.

L. Am 11. November 2024 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Quadruplik ein 
und vertiefte darin ihre Standpunkte.

M. Mit Stellungnahme vom 12. November 2024 äusserte sich die Beigeladene 
zur Triplik der Beschwerdeführerin.

N. Am 22. November 2024 reichte die Beschwerdeführerin ihre Quintuplik ein.

O. Mit Schreiben vom 29. November 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin 
auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme.

7 / 26

Erwägungen

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 
Vergabeentscheid der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2024, mitgeteilt am 
21. Juni 2024, worin die Beigeladene den Zuschlag für die Lieferung eines 
kommunalen Transportfahrzeugs erhielt (vgl. act. B.3). Dagegen wehrte sich die 
Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 5. Juli 2024 und beantragte darin 
insbesondere die Aufhebung des angefochtenen Vergabeentscheids und die 
Erteilung des Zuschlags an sich selber (vgl. act. A.1 S. 2).

1.2. Die streitgegenständliche Auftragsvergabe untersteht unbestrittenermassen 
dem öffentlichen Beschaffungsrecht. Konkret kommen die seit dem Beitritt des 
Kantons Graubünden per 1. Oktober 2022 revidierten Normen der IVöB 
(BR 803.710) zur Anwendung. Nach Art. 55 IVöB richtet sich das Verfügungs- und 
Beschwerdeverfahren ausdrücklich nach den Bestimmungen der kantonalen 
Gesetze über die Verwaltungsrechtspflege, vorliegend nach dem VRG 
(BR 370.100). Gemäss Art. 53 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 56 Abs. 1 IVöB kann gegen 
den Zuschlag eines Auftrags innert 20 Tagen ab dessen Eröffnung Beschwerde 
erhoben werden. Das heutige Obergericht des Kantons Graubünden, auf das 
hängige Verfahren des früheren Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 173.000]), ist zuständig für die 
Beurteilung von Submissionsbeschwerden (vgl. Art. 52 Abs. 1 IVöB). Die örtliche 
und sachliche Zuständigkeit des Obergerichts ist damit gegeben.

1.3. Zur Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden ist laut Art. 50 
VRG legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die 
Rechtsmittellegitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als unterlegene 
Bewerberin eine realistische Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechtsmittels mit 
dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der 
Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in welchem 
sie ein neues Angebot wird einreichen können; ob das zutrifft, ist aufgrund der 
Begehren und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die Legitimation ist in 
diesem Sinne zu verneinen, wenn beispielsweise der viertrangierte Anbieter 
lediglich den Ausschluss des Zuschlagsempfängers verlangt, jedoch zu bejahen, 
wenn dieser Anbieter beispielsweise den Ausschluss aller vor ihm stehenden 
Konkurrenten oder die Wiederholung des gesamten Verfahrens fordert (vgl. 
BGE 141 II 14 E. 4.1 m.w.H.). Vorliegend beantragt die Beschwerdeführerin zur 
Hauptsache die Aufhebung des Vergabeentscheids und die Erteilung des 
Zuschlags an sich selber. Dabei stellt sie sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, 

8 / 26

ihr Angebot hätte als das Vorteilhafteste beurteilt werden müssen. Würde die 
zweitplatzierte Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge durchdringen, hätte sie eine 
realistische Aussicht auf den Zuschlag. Die Beschwerdelegitimation ist somit zu 
bejahen. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde (Art. 56 
Abs. 1 und 2 IVöB i.V.m. Art. 1 Abs. 2 VRG sowie Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. Art. 38 
VRG) ist damit einzutreten.

2. Soweit sich die Beigeladene auf den Standpunkt stellt, dass das Angebot der 
Beschwerdeführerin mangels Erfüllung von Eignungskriterien resp. aufgrund 
falscher Auskünfte durch die Vergabebehörde hätte ausgeschlossen werden 
müssen, womit es ihr im vorliegenden Beschwerdeverfahren an der Legitimation 
fehle, kann ihr nicht gefolgt werden. Gemäss Ziff. C.3 der Ausschreibung müssen 
namentlich die Garantie- und Serviceleistungen über eine offizielle 
Markenvertretung in der Nähe erfolgen. Auch wird verlangt, dass die Service- bzw. 
Reparaturstelle in nächster Nähe (F._____/Graubünden) liegt. Zudem wird eine 
Reaktionszeit von max. einer Stunde für Reparaturen vor Ort gefordert (vgl. z.B. act. 
C.1 S. 6). Im Angebot der Beschwerdeführerin wird die Unternehmung G._____ aus 
H._____ als offizielle Service- und Reparaturwerkstatt (Markenvertretung), welche 
auch die erforderlichen Ersatzteile verfügbar hat, aufgeführt (vgl. act. C.2b S. 11). 
Aus dem Schreiben der I._____ GmbH vom 11. Oktober 2024 geht hervor, dass die 
Firma G._____ seit vielen Jahren eine I._____ Händlerin sei. Die besagte 
Unternehmung sei autorisiert und verpflichtet, sämtliche I._____ Produkte zu 
verkaufen und deren Service, Garantie und Ersatzteilversorgung fachgerecht zu 
gewährleisten. Mit J._____ und K._____ stünden ausgezeichnete langjährige 
I._____ Spezialisten zur Verfügung. Der Firma G._____ stehe der I._____ A 
Stützpunkthändler A._____ AG mit Sitz in L._____ und der Filiale in M._____ mit 
erweitertem Ersatzteillager, Ersatzmaschinen und Diagnose zur Seite. Die Firma 
Q._____ sei für diese Region der I._____ Importeur mit von I._____ geschultem 
Personal (vgl. act. B.6). Gleichermassen ergibt sich aus dem Handelsregistereintrag 
der Unternehmung G._____ der Zweck "Landmaschinen Werkstatt" (abrufbar unter: 
httpsN._____). Ausserdem weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass J._____ 
und K._____ ausgebildete Landmaschinenmechaniker seien, der "kleine" 
Landwirtschaftsbetrieb im Wesentlichen von O._____ geführt werde und der 
Unternehmung G._____ während des ganzen Jahres ein Servicewagen zur 
Verfügung stehe (vgl. act. A.7 S. 3). Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar 
(vgl. E. 6 hernach), wenn die Beschwerdegegnerin die dargelegten Anforderungen 
gemäss Ziff. C.3 der Ausschreibung und damit diese Eignungskriterien bezüglich 
des beschwerdeführerischen Angebots als erfüllt erachtet und dieses daher nicht 
gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. b bzw. Abs. 2 lit. a IVöB vom Vergabeverfahren 

9 / 26

ausgeschlossen hat. Nach dem Gesagten ist die Legitimation der 
Beschwerdeführerin zur Beschwerdeerhebung gegeben. 

3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht der 
Beigeladenen im Rahmen der verfahrensgegenständlichen Ausschreibung den 
Zuschlag erteilte. 

4.1. In Bezug auf die formellen Anträge der Beschwerdeführerin gemäss 
Beschwerdeschrift vom 5. Juli 2024 (vgl. act. A.1 S. 2) ist darauf hinzuweisen, dass 
diesen prozessleitend bereits stattgegeben wurde (vgl. act. A.4 S. 2). 

4.2. Zudem beantragt die Beschwerdeführerin insbesondere, es sei ein 
Gutachten bzw. ein Amtsbericht einzuholen, in dem ihr Angebot und dasjenige der 
Beigeladenen miteinander verglichen und die Beurteilung durch die 
Beschwerdegegnerin überprüft werde. Die Behörde erhebt die notwendigen 
Beweise, wobei sie an Begehren zur Ermittlung des Sachverhalts nicht gebunden 
ist (Art. 11 Abs. 3 VRG). Ergibt eine antizipierte Beweiswürdigung, dass ein Beweis 
nicht geeignet ist, das Beweisergebnis zu verändern oder den Entscheid zu 
beeinflussen, darf die Behörde von der Beweisabnahme absehen und den 
Beweisantrag ablehnen (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3). Im vorliegenden 
Rechtsmittelverfahren geht es nicht darum zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 
im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspielraums auch eine andere 
Beurteilung hätte vornehmen können (vgl. E. 6 hernach). Wie nachfolgend 
dargelegt wird, beruht die Beurteilung der Beschwerdegegnerin auf einer 
sachgerechten Würdigung der Offerten und erscheint plausibel. Unter diesen 
Umständen erübrigen sich weitere Beweismassnahmen. Der Antrag auf Einholung 
eines Gutachtens bzw. eines Amtsberichts zusammen mit den übrigen 
Beweisanträgen (Zeugenbefragungen) ist daher abzulehnen. 

5.1. Zunächst rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör in zweifacher Hinsicht. Einerseits habe die Beschwerdegegnerin 
den Vergabeentscheid nicht rechtsgenüglich begründet. Andererseits sei der 
Beschwerdeführerin die Einsicht in entscheidrelevante Verfahrensakten verweigert 
worden. So sei K._____, Betreiber der Servicewerkstatt im F._____, nicht erlaubt 
worden, Kopien der Akten zu erstellen. Auch sei ihm nicht gestattet worden, die 
Dokumente abzufotografieren. Dieses Weigerungsverhalten der 
Beschwerdegegnerin stelle eine unzulässige Gehörsverweigerung dar.

Diesbezüglich führt die Beschwerdegegnerin aus, die Rüge der Verletzung der 
Begründungspflicht sei unbegründet. Die Vergabeunterlagen hätten während der 

10 / 26

Beschwerdefrist bei ihr eingesehen werden können. K._____ habe vor Ort namens 
der Beschwerdeführerin in die Akten Einsicht genommen. Das Akteneinsichtsrecht 
sei allerdings insofern nicht ganz korrekt gehandhabt worden, als allen 
Einsichtnehmenden entgegen der verwaltungsgerichtlichen Praxis nicht gestattet 
worden sei, Fotokopien zu erstellen. 

5.2. Gemäss Art. 51 Abs. 2 IVöB sind beschwerdefähige Verfügungen 
summarisch zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen. Die 
summarische Begründung eines Zuschlags umfasst nach Art. 51 Abs. 3 IVöB die 
Art des Verfahrens und den Namen des berücksichtigten Anbieters (lit. a); den 
Gesamtpreis des berücksichtigten Angebots (lit. b); die massgebenden Merkmale 
und Vorteile des berücksichtigten Angebots (lit. c) sowie gegebenenfalls eine 
Darlegung der Gründe für eine freihändige Vergabe (lit. d). Die vorliegende 
Vergabemitteilung erfüllt die Vorgaben von lit. a und b; die Vorgabe nach lit. d ist 
hier nicht relevant (vgl. act. B.3). Zu prüfen ist allerdings die Einhaltung der Vorgabe 
gemäss lit. c. Im Zuschlagsentscheid führte die Beschwerdegegnerin unter dem 
Titel "2. Vergabe / Begründung" folgende kurze Begründung an: "Es wurde auf 
Basis der bereinigten Angebotssummen und gemäss den Vergabekriterien das 
vorteilhafteste Angebot berücksichtigt" (vgl. act. B.3). Darin kann nach konstanter 
bisheriger verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung noch keine Verletzung der 
Begründungspflicht erblickt werden. Denn das Gericht erachtet Kurzbegründungen 
regelmässig als zulässig, wenn zumindest zusammen mit den zur Einsichtnahme 
aufgelegten Vergabeakten klar hervorgeht, aus welchen Gründen die Vorinstanz 
den Zuschlag einem bestimmten Anbieter erteilt hat, und wenn die Offerenten die 
Möglichkeit haben, bei der Vergabebehörde Rückfragen zu stellen, um ihre Rechte 
im nachfolgenden Beschwerdeverfahren sachgerecht wahren zu können (vgl. 
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 21 17 vom 28. Juni 
2021 E. 2.2, U 19 122 vom 18. Februar 2020 E. 3.2 und U 14 27 vom 16. Juli 2014 
E. 4.). Nach bisheriger, auf das alte Vergaberecht gestützte Praxis des früheren 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden genügte denn auch die 
Aushändigung der Bewertungsmatrix auf Anfrage hin (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 20 16 vom 12. Mai 2020 E. 3.2 
und U 16 74 vom 25. Oktober 2016 E. 6b; siehe GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis 
des öffentlichen Beschaffungsrechts, Eine systematische Darstellung der 
Rechtsprechung des Bundes und der Kantone, 3. Aufl. 2013, Rz. 1367). Trotz 
entsprechender Anfrage während laufender Rechtsmittelfrist seitens des 
beschwerdeführerischen Rechtsvertreters wurde eine solche nicht zugestellt (vgl. 
act. C.7). Zudem kann dem Zuschlagsentscheid zwar eine Aufstellung der 
eingegangenen Angebote entnommen werden, jedoch nicht die diesbezüglichen 

11 / 26

Bewertungen (vgl. act. B.3). Auch wurde K._____, welchem nicht die Aufgabe 
zukam, die Verfahrensakten zu prüfen, entgegen der bisherigen 
verwaltungsgerichtlichen Praxis (vgl. PVG 2023 Nr. 17 E. 5.3.4 mit Hinweis auf PVG 
2003 Nr. 38) unbestrittenermassen nicht gestattet, vor Ort (Foto)Kopien der 
Vergabeakten zu erstellen. Vor diesem Hintergrund war es der Beschwerdeführerin 
nicht möglich herzuleiten, weshalb die Beigeladene die Zuschlagskriterien 
insgesamt am besten erfüllt haben soll. Erst nach der vorliegenden 
Beschwerdeerhebung konnte sie Einsicht in die Bewertung der eingegangenen 
Angebote nehmen und dadurch die Bewertung der Zuschlagskriterien 
nachvollziehen. Insofern liegt eine Gehörsverletzung vor. 

Die Beschwerdegegnerin hat ihre Unterlagen im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren eingereicht und ausführlich begründet, weshalb sie den 
Zuschlag der Beigeladenen erteilt hat. Durch die gewährte Einsicht in die Akten und 
in die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin war die Beschwerdeführerin in der 
Lage, sich in ihren Rechtsschriften umfassend zum Ergebnis der 
streitgegenständlichen Vergabe zu äussern, womit der Gehörsmangel im 
vorliegenden Rechtsmittelverfahren geheilt wurde. Die Gehörsverletzung ist 
allerdings bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen (vgl. E. 12.2 f. hernach).

6. Die Überprüfung von Vergabeentscheiden beschränkt sich gemäss Art. 56 
Abs. 3 IVöB auf Rechtsverletzungen inklusive Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie auf unvollständige oder unrichtige Sachverhaltsfeststellungen. 
Die Angemessenheit des angefochtenen Entscheids kann im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens hingegen nicht überprüft werden (Art. 56 Abs. 4 IVöB). Das 
Gericht kann daher sein Ermessen nicht an die Stelle jenes der Vorinstanz 
(Vergabebehörde) setzen. Vielmehr hat es, so die bisherige verwaltungsgerichtliche 
Rechtsprechung, Lösungen der Vergabebehörde zu akzeptieren, die mit sachlichen 
Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung zweckmässiger erschiene. 
Gerade bei Fragen der Bewertung der einzelnen Angebote aufgrund der 
ausgewählten Zuschlagskriterien kommt der Vergabebehörde praxisgemäss ein 
weiter Ermessensspielraum zu und auch bei Fragen technischer, technologischer, 
(bau-) physikalischer und methodologischer Art oder bei Eignungs- und 
Angebotsbewertungen ist die Kognition praktisch auf Willkür begrenzt. Das Gericht 
kann nur dort eingreifen, wo eine Bewertung erwiesenermassen falsch und sachlich 
nicht haltbar ist. Voraussetzung für ein Eingreifen und eine Korrektur ist der 
Nachweis einer willkürlichen, sachlich nicht zu rechtfertigenden Bewertung eines 
Kriteriums (vgl. PVG 2023 Nr. 12 E. 1.4; siehe Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden U 23 54 vom 24. Oktober 2023 E. 1.4 m.w.H.).

12 / 26

7.1. In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, dass der 
Angebotspreis der Beigeladenen vom Zuschlagsbetrag abweiche. Letztere habe in 
ihrem Angebot nicht alle Positionen als Option eingereicht, welche die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen der Angebotsbereinigung "Winterausrüstung" 
aufgelistet habe. Insofern müsse nachgelagert zur Offerteinreichung und 
mutmasslich nach Offertöffnung am 5. Februar 2024 hinsichtlich dieser Positionen 
offenbar eine Nachbesserung durch die Beigeladene erfolgt sein.

Dem hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass der Offertpreis der Beigeladenen 
im Rahmen der (technischen) Bereinigung korrigiert worden sei. Dies sei darauf 
zurückzuführen, dass die Winterausrüstung in der Ausschreibung nicht explizit 
gefordert worden sei. Die Beschwerdeführerin habe die Winterausrüstung in den 
Grundpreis eingerechnet, die Beigeladene habe sie als Option zum Grundangebot 
eingereicht. Um die Angebote fair vergleichen zu können, habe eine Bereinigung 
erfolgen müssen. 

7.2. Gemäss der revidierten IVöB ist es den Vergabebehörden ausdrücklich 
erlaubt, die Angebote mit den Anbietenden hinsichtlich der Leistungen und der 
Modalitäten ihrer Erbringung zu bereinigen, um das vorteilhafteste Angebot zu 
ermitteln (Art. 39 Abs. 1 IVöB). Kommt demnach die Vergabebehörde nach 
Ausschöpfung der in Art. 38 IVöB vorgesehenen Möglichkeit der Angebotsprüfung 
zum Schluss, die Angebote seien objektiv nicht vergleichbar bzw. hinreichend klar, 
«kann» sie mit den Anbietenden sog. technische Verhandlungen führen, um eine 
bereinigte Entscheidgrundlage zu erhalten (vgl. Musterbotschaft vom 16. Januar 
2020 zur Totalrevision der IVöB [nachfolgend: Musterbotschaft IVöB] S. 79, 
einsehbar unter: <https://www.bpuk.ch>, Rubriken «Konkordate/IVöB/IVöB 2019»; 
vgl. JÄGER, Technische Verhandlungen – Bereinigung der Angebote nach Art. 39 
BöB 2019/IVöB 2019, in: Zufferey/Beyeler/Schröer [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 
2020, 2020, S. 387 ff., Rz. 34 und 53). Trotz der Formulierung als Kann-
Bestimmung geht die Lehre teilweise bzw. unter bestimmten Voraussetzungen von 
einer Rechtspflicht zur Bereinigung aus (vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 35, und GYGI, in: 
Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, 
Art. 39 IVöB/BöB Rz. 9 f.). Die Bereinigung steht allerdings in einem 
Spannungsverhältnis zu den Grundsätzen der Stabilität der Ausschreibung und der 
Unveränderbarkeit der Angebote (vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 32). Sie ist gemäss Art. 39 
Abs. 2 IVöB daher nur zulässig, wenn entweder erst dadurch der Auftrag oder die 
Angebote geklärt bzw. die Angebote nach Massgabe der Zuschlagskriterien objektiv 
vergleichbar gemacht werden können (lit. a; sog. Angebotsaufklärung), oder wenn 
Leistungsänderungen objektiv und sachlich geboten sind; der 

13 / 26

Leistungsgegenstand, die Kriterien und die Spezifikationen dürfen dabei nicht in 
einer Weise angepasst werden, die zu einer Veränderung der charakteristischen 
Leistung oder des potentiellen Anbieterkreises führt, andernfalls das Verfahren 
zwingend abzubrechen und eine Neuausschreibung vorzunehmen ist (lit. b und 
Art. 43 Abs. 1 lit. f IVöB; vgl. GYGI, a.a.O., Art. 39 IVöB/BöB Rz. 26). Im Rahmen 
einer Bereinigung der Angebote ist den vergaberechtlichen Verfahrensgrundsätzen 
von Art. 11 IVöB besondere Beachtung zu schenken, namentlich dem Grundsatz 
der Transparenz und jenem der Gleichbehandlung (lit. a und c; vgl. JÄGER, a.a.O., 
Rz. 45 f., und GYGI, a.a.O., Art. 39 IVöB/BöB Rz. 30). Bereinigungen gemäss Art. 39 
IVöB kommen – anders als der Dialog gemäss Art. 24 IVöB, der auf komplexe 
Aufträge, intellektuelle Dienstleistungen oder innovative Leistungen beschränkt 
bleibt – grundsätzlich bei allen Beschaffungen in Frage; als notwendig erweisen 
dürften sie sich vor allem dann, wenn die Vergabestelle den 
Beschaffungsgegenstand lediglich mit Zielvorgaben definiert bzw. funktional 
ausgeschrieben hat und somit die Offerten stärker variieren und ihre objektive 
Vergleichbarkeit reduziert ist (vgl. GYGI, a.a.O., Art. 39 IVöB/BöB Rz. 8, und JÄGER, 
a.a.O., Rz. 33). 

Nicht erlaubt ist der Vergabebehörde grundsätzlich die Verhandlung über den 
Angebotspreis bzw. die Durchführung sog. Angebotsrunden, die einzig dazu 
dienen, den Angebotspreis zu senken (Art. 11 lit. d IVöB). Erfolgt allerdings 
zulässigerweise eine Bereinigung gemäss Art. 39 IVöB, kann das Gebot der 
wirtschaftlichen Beschaffung bei Änderungen am Leistungsinhalt auch 
Anpassungen auf der Preisseite zur Folge haben (vgl. Musterbotschaft IVöB S. 79; 
vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 72). Entsprechend bestimmt Art. 39 Abs. 3 IVöB, dass 
Preisanpassungen möglich sind, sofern sie in Zusammenhang mit den 
Tatbeständen von Art. 39 Abs. 2 IVöB stehen. Allfällige Veränderungen des 
Angebotspreises setzen demnach einen konkreten Anlass voraus und müssen so 
als direkte Folge einer zulässigerweise vorgenommenen Bereinigung erscheinen 
(vgl. GYGI, a.a.O., Art. 39 IVöB/BöB Rz. 28 ff., und JÄGER, a.a.O., Rz. 40 und 72 ff.). 
Diese Regelung trägt der internen Kalkulationsfreiheit Rechnung, wonach die 
Preiskalkulation grundsätzlich Sache und Freiheit der Anbietenden ist (vgl. JÄGER, 
a.a.O., Rz. 76). Die Preisanpassung darf indessen das ursprünglich angebotene 
Preis-Leistungs-Verhältnis nicht wesentlich verändern, ansonsten es regelmässig 
an der erforderlichen sachlichen Begründung dafür fehlt (vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 78). 

7.3. Gegenstand der verfahrensgegenständlichen Ausschreibung ist die 
Lieferung eines kommunalen Transportfahrzeugs. In den entsprechenden 
Ausschreibungsunterlagen wurde die Offerierung der Winterausrüstung nicht 

14 / 26

ausdrücklich gefordert (vgl. z.B. act. C.1). Während namentlich die Beigeladene 
diese (teilweise) als Option zum Grundangebot einreichte (vgl. act. C.1, Angebot 
S. 4), war sie in Bezug auf das Angebot der Beschwerdeführerin bereits im 
Grundpreis enthalten (vgl. act. C.2b, E-Mail vom 23. Februar 2024, und C.5.1 S. 3). 
Da die Ausschreibung nach dem Gesagten unklar war, kann der Beigeladenen 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zum Vorwurf gereichen, 
dass sie die Winterausrüstung nicht bereits im Rahmen des Grundangebots 
berücksichtigt hat. Da das zu beschaffende kommunale Transportfahrzeug im 
Winter namentlich für den Winterdienst eingesetzt werden soll (vgl. act. C.5.1 S. 3), 
nahm die Beschwerdegegnerin nach Offertöffnung zwecks Herstellung einer für die 
Angebotsbewertung unter den Zuschlagskriterien genügenden Vergleichbarkeit zu 
Recht eine Angebotsbereinigung vor. Dabei wurde der von der Beigeladenen 
offerierte Grundpreis in der Höhe von CHF 182'000.00 (exkl. MWST) auf insgesamt 
CHF 204'038.00 (exkl. MWST) bzw. CHF 220'565.08 (inkl. MWST) erhöht (vgl. act. 
C.1, Angebot S. 10, C.5.1 S. 3 und C.5.4). Die Resultate dieser Bereinigung wurden 
seitens der Beschwerdegegnerin schriftlich festgehalten (vgl. Art. 39 Abs. 4 IVöB; 
vgl. act. C.5.1 S. 3 und C.5.4). Im Einzelnen wurden zum besagten Grundpreis der 
Beigeladenen die von dieser in ihrem Angebot als Option angeführten Positionen, 
namentlich Pflugplatte, Schwingungstilgung zu Pflug, Fahrhebel integriert in 
Armlehne, Winterräder und Zentralschmierleiste, hinzugerechnet (vgl. act. C.1, 
Angebot S. 4, C.5.1 S. 3 und C.5.4). Zusätzlich nahm die Beschwerdegegnerin eine 
Aufrechnung der Positionen Winterdienstkonservierung, Schneeketten und 
Steckdose für Anhänger am Heck vor (vgl. act. C.5.1 S. 3 und C.5.4). Dabei erfolgte 
die Angebotsbereinigung einerseits gestützt auf die Allgemeine Preisliste P._____ 
2022 bzw. wurde anderseits betreffend Schneeketten der Preis aus der Offerte der 
Beschwerdeführerin übernommen (vgl. act. C.2b, Angebot S. 3, C.5.1 S. 3, C.5.4 
und C.8). Diesbezüglich übersah die Beschwerdegegnerin allerdings, dass die 
Beigeladene die Schneeketten in ihrem Angebot als Option zu einem tieferen Preis 
offeriert hat, womit ihr im Rahmen der Angebotsbereinigung ein Betrag von 
CHF 398.00 zu viel aufgerechnet wurde (vgl. act. A.5 S. 3 und S. 5, C.1, Angebot 
S. 4, C.5.1 S. 3 und C.5.4; vgl. betreffend des zu viel aufgerechneten Betrags für 
die Steckdose für Anhänger am Heck E. 8 hernach). Selbst wenn die 
Beschwerdegegnerin die erwähnte Preisliste im Rahmen einer Kontaktaufnahme 
mit der Beigeladenen erhalten hätte, was die Beschwerdeführerin geltend zu 
machen scheint, die Beschwerdegegnerin aber bestreitet, wäre dieses Vorgehen 
vorliegend nicht zu beanstanden. Denn mit Blick auf den 
Wirtschaftlichkeitsgrundsatz dürfen Auftraggeber mit Anbietern während des 
laufenden Verfahrens einen Austausch führen, solange dieser nicht wirtschaftlich 
orientiert ist bzw. im Rahmen dessen das angebotene Preis-Leistungs-Verhältnis 

15 / 26

nicht nachträglich zu verändern versucht wird (vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 7 ff. und 17 
ff.). Dies wäre vorliegend nicht der Fall gewesen, zumal eine allfällige Rückfrage im 
Zusammenhang mit den Preisen für die Winterausrüstung nicht dazu gedient hätte, 
den Angebotspreis der Beigeladenen zu senken, sondern – wie dargelegt – eine 
genügende Vergleichbarkeit für die Bewertung mittels Aufrechnung von Kosten 
beim Angebot der Beigeladenen herzustellen. Insofern liegt denn auch ein 
sachlicher Grund für die im Zuge der vorgenommenen Angebotsbereinigung bei der 
Beigeladenen erfolgte Preisanpassung vor. Mit anderen Worten ist Letztere eine 
kausale Folge der hier zulässigen Angebotsaufklärung und damit nicht zu 
beanstanden (vgl. JÄGER, a.a.O., Rz. 72 ff.). Gegenteiliges wird denn auch nicht 
vorgebracht. Nach dem Gesagten ist entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin von der materiellen Zulässigkeit der vorliegend 
interessierenden Angebotsbereinigung auszugehen. 

7.4. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass bei der Bereinigung der 
Angebote für eine korrekte Vergleichsbasis hätte berücksichtigt werden müssen, 
dass ihr Angebot im Gegensatz zu jenem der Beigeladenen zusätzlich eine Motor-
blockheizung und eine Heizung für das Hydrauliköl umfasse, ist sie nicht zu hören. 
Zunächst ist sie darauf hinzuweisen, dass in Art. 39 Abs. 2 lit. a IVöB von objektiv 
vergleichbar machen und nicht von demselben Stand – wie die Beschwerdeführerin 
vorbringt – die Rede ist. Insofern ist der Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, 
dass es bei der Angebotsbereinigung im Sinne von Art. 39 IVöB nicht darum geht, 
jeden mit der Beschaffung zusammenhängenden Vorteil monetär gegeneinander 
aufzurechnen. Dies wäre denn auch nicht immer möglich und mit dem Grundsatz 
der Unveränderbarkeit der Angebote nicht vereinbar. Zusätzliche Vorteile eines 
Angebots wären allenfalls im Rahmen des Zuschlagskriteriums Qualität zu 
bewerten. Wenn die Beschwerdegegnerin im konkreten Fall die Angebote im Sinne 
von Art. 39 Abs. 2 lit. a IVöB vergleichbar gemacht hat, indem sie in Bezug auf das 
Angebot der Beigeladenen jene Positionen aufgerechnet hat, welche ihr unter dem 
Titel "Winterausrüstung" effektiv anfallen, damit das zu beschaffende Fahrzeug im 
Winter genutzt werden kann, und sie dabei die besagten, in den 
Ausschreibungsunterlagen nicht geforderten Heizgeräte (vgl. z.B. act. C.1) als 
hierfür nicht notwendig und damit auch nicht als für die Qualitätsbewertung relevant 
erachtet hat, ist dies mit Blick auf den ihr zustehenden weiten Ermessensspielraum 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin geht daher fehl, wenn sie geltend 
macht, die von ihr in die Offerte aufgenommenen Heizgeräte hätten bei ihrem 
Angebot herausgerechnet bzw. beim Angebot der Beigeladenen hinzugerechnet 
werden müssen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Preiskalkulation 
grundsätzlich Sache und Freiheit der Anbietenden ist (vgl. E. 7.2 hiervor). 

16 / 26

Insgesamt ist entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung keine Verletzung 
der Grundsätze der Gleichbehandlung und Transparenz auszumachen. 

8. Ferner ist hinsichtlich der Preisbewertung darauf hinzuweisen, dass die 
Beschwerdegegnerin – wie dargelegt (vgl. E. 7.3 hiervor) – übersehen hat, dass die 
Beigeladene die Schneeketten als Option zum Preis von CHF 3'602.00 offeriert hat, 
weshalb ihr bei der Angebotsbereinigung ein Betrag von CHF 398.00 zu viel 
aufgerechnet wurde. Demzufolge reduziert sich ihr Preis auf CHF 220'167.10 (vgl. 
act. A.5 S. 3). Sodann ist mit Blick auf die Ausführungen der Beigeladenen in ihrer 
Duplik (vgl. act. A.6 S. 4) und diejenigen der Beschwerdeführerin in ihrer Triplik (vgl. 
act. A.7 S. 6) festzuhalten, dass der Beigeladenen im Rahmen der 
Angebotsbereinigung betreffend Position Steckdose zu Unrecht CHF 1'036.00 
aufgerechnet wurden, weshalb ein Endpreis von CHF 219'131.10 resultiert (vgl. act. 
A.8 S. 2 f.). Vor diesem Hintergrund ergeben sich bei der Preisbewertung in Bezug 
auf die Beigeladene 2.50 Punkte und bezüglich der Beschwerdeführerin 2.47 
Punkte (vgl. act. A.8 S. 3, wonach zudem für die Beigeladene in der 
Gesamtbewertung eine Gesamtpunktzahl von 4.79 und für die Beschwerdeführerin 
eine solche von 4.47 ausgewiesen wurde). 

9.1. Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sie exakt dasjenige 
Fahrzeug angeboten habe, welches gemäss Ausschreibungsunterlagen verlangt 
worden sei. Dies im Gegensatz zur Beigeladenen, deren angebotenes Fahrzeug 
erheblich vom gemäss Ausschreibung Verlangten abweiche. Letzteres sei 
insbesondere hinsichtlich der ausgeschriebenen Kriterien Motor, Bremsen und 
kippbare Komfortkabine im Vergleich zu ihrem Fahrzeug bei weitem nicht 
gleichwertig. 

9.2. Die Beschwerdegegnerin räumt vorliegend ein, dass die technischen 
Anforderungen in Ziff. C.1 und C.2 der Ausschreibung nicht optimal formuliert 
worden seien. Als Grundlage für die Ausschreibung hatte die Beschwerdegegnerin 
nämlich ein konkretes Fahrzeug vor Augen, wobei es sich dabei um den von der 
Beschwerdeführerin offerierten "I._____ Unitrac 122" handelte. Folglich stellte sie 
bei der Definition der technischen Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen 
zu stark auf dieses Grundmodell ab, indem – entgegen der Bestimmung von Art. 30 
IVöB – mehrere technische Details bzw. zum Teil konkrete Marken dieses 
Grundmodells übernommen wurden (vgl. z.B. act. C.1 S. 5 f.). Trotz dieser teilweise 
fehlerhaften Ausschreibungsunterlagen setzte die Beschwerdegegnerin das 
Vergabeverfahren fort, wobei sie die ausgeschriebenen technischen Details im 
Rahmen der Offertbewertung abstrahierte und rechtlich unzulässige Kriterien nicht 
bewertete (vgl. zum Ganzen: act. A.2 S. 5 f.). 

17 / 26

9.3. Dieses Vorgehen erscheint plausibel. Denn ein Verfahrensabbruch mit 
Wiederholung hätte faktisch zu einer verpönten Angebotsrunde (vgl. Art. 11 lit. d 
IVöB) geführt, zumal die Anbieterinnen anlässlich der Offertöffnung am 5. Februar 
2024 Kenntnis der von der Konkurrenz angebotenen Fahrzeugen inkl. den 
jeweiligen Preisen erlangt hatten (vgl. act. C.3). Somit ist nicht zu beanstanden, 
dass in Bezug auf den gemäss Art. 30 Abs. 3 IVöB unzulässigerweise 
"markenspezifisch" ausgeschriebenen Motor (sog. Perkins-Syncro Turbo-
Dieselmotor; vgl. z.B. act. C.1 S. 5) insbesondere lediglich die in diesem 
Zusammenhang erwähnte Mindestleistung von 122 PS bewertet wurde (vgl. act. 
C.5.3, wonach diesbezüglich sowohl die Beigeladene wie auch die 
Beschwerdeführerin die Maximalpunktzahl von 2 erhielten). Ebenso hat die 
Beschwerdegegnerin die Kippfunktion der ausgeschriebenen Kabine als nicht 
produktneutrale technische Variante zur Sicherstellung des Zugangs zum 
Fahrzeuginnern zwecks Unterhalt zu Recht nicht bewertet (vgl. Art. 30 Abs. 3 IVöB; 
siehe act. B.7 f., C.1, Angebot S. 3, und C.2b, Angebot S. 1). Angesichts der nicht 
produktneutralen und damit mangelhaften Ausschreibung vermag die 
Beschwerdeführerin aus ihrem Vorbringen, wonach ihr angebotenes Fahrzeug 
exakt den Ausschreibungsunterlagen entspreche, nichts zu ihren Gunsten 
abzuleiten. Insofern erweist sich denn auch ihr Einwand, wonach die 
Ausschreibungskriterien "kippbare Komfortkabine" und "Perkins-Syncro Turbo-
Dieselmotor" zwingend hätten bewertet werden müssen und ihr aufgrund der 
diesbezüglichen Qualitätsunterschiede in Bezug auf das entsprechende 
Zuschlagskriterium mehr Punkte als der Beigeladenen hätten vergeben werden 
müssen, als unbegründet. Damit erübrigen sich denn auch Weiterungen dazu. 
Ebenso zielt der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach das angebotene 
Fahrzeug der Beigeladenen hinsichtlich der ausgeschriebenen Kriterien für Motor 
und kippbare Komfortkabine die Ausschreibungskriterien nicht erfülle und deshalb 
hätte ausgeschlossen werden müssen, ins Leere. Denn – wie dargelegt – handelt 
es sich beim verlangten Perkins-Syncro Turbo-Dieselmotor und der 
ausgeschriebenen Kippfunktion der Kabine unzulässigerweise um nicht 
produktneutrale technische Bedingungen, welche andere Fahrzeuge gar nicht 
erfüllen können und damit ausschliessen. 

9.4. Soweit die Beschwerdeführerin ferner unter Hinweis auf ihr – nach 
Offertöffnung eingereichtes – Schreiben vom 23. Februar 2024 (vgl. act. C.2b) 
ausführt, sie könne ihr Fahrzeug ohne Weiteres mit dem von der Beigeladenen 
offerierten VM-Motor und einer damit zusammenhängenden Preisreduktion 
anbieten, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Vergabebehörde – vorbehältlich einer 
gemäss Art. 39 IVöB zulässigen Angebotsbereinigung – das konkret eingereichte, 

18 / 26

unveränderte Angebot zu bewerten hat. In Bezug auf den Motor sind diese 
Voraussetzungen nicht erfüllt (vgl. insb. Art. 39 Abs. 3 IVöB; siehe betreffend 
Beurteilung der technischen Anforderungen in Bezug auf den Motor act. C.5.3; vgl. 
zum Ganzen auch E. 7.2 hiervor). 

9.5. Bezüglich des ausgeschriebenen Bremssystems ist festzuhalten, dass die 
Beigeladene Hydraulikbremsen offerierte (vgl. act. C.1, Angebot S. 3), während das 
Angebot der Beschwerdeführerin Telma Wirbelstrombremsen enthält (vgl. act. 
C.2b, Angebot S. 2). Letztere stellt sich in diesem Zusammenhang auf den 
Standpunkt, die von ihr angebotenen Bremsen seien besser zu bewerten als 
diejenigen des Konkurrenzfahrzeugs. Voliegend räumt die Beschwerdegegnerin 
ein, dass die Ausschreibung in Bezug auf das Bremssystem widersprüchlich ist. So 
wird die Wirbelstrombremse unter Ziff. C.1 als Option und unter Ziff. C.2 der 
technischen Anforderungen als Vorgabe "Wirbelstrombremse Telma (neu)" 
aufgeführt (vgl. z.B. act. C.1 S. 5). Angesichts des Umstands, dass die 
Ausschreibung insofern unklar und mit der besagten Vorgabe teilweise auch 
unzulässigerweise nicht produktneutral war, erscheint es nachvollziehbar, wenn die 
Beschwerdegegnerin diesen Punkt nicht bewertete, sondern lediglich die 
technische Anforderung eines 2-Kreis-Bremssystems berücksichtigte, wobei 
sowohl der Beigeladene als auch der Beschwerdeführerin die Maximalpunktzahl 
von 2 vergeben wurde (vgl. act. C.1, Abgebot S. 3, C.2b, Angebot S. 1, und C.5.3). 
Vor diesem Hintergrund zielt der beschwerdeführerische Einwand ins Leere bzw. 
erübrigen sich Weiterungen zum Qualitätsvergleich der offerierten Bremssysteme 
(vgl. E. 9.3 hiervor). 

9.6. Soweit die Beschwerdeführerin die Ausschreibungskriterien auch in Bezug 
auf weitere technische Anforderungen als nicht erfüllt erachtet, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Neben einem luftgefederten Fahrersitz offerierte die Beigeladene als 
Zubehör für den Beifahrer einen Gesundheitssitz mit Stoffbezug (vgl. act. C.1, 
Angebot S. 3). Zwar wurde unter Ziff. C.2 der technischen Anforderungen 
insbesondere folgendes festgehalten: "LDrive Fahrer-, Beifahrersitz luftgefedert mit 
hohen Rückenlehnen". Allerdings wurde das Offerieren von gleichwertigem 
Zubehör ausdrücklich gestattet (vgl. z.B. act. C.1 S. 5). Wenn die 
Beschwerdegegnerin daher den von der Beigeladenen für den Beifahrer 
angebotenen Gesundheitssitz mit Stoffbezug als gleichwertig erachtete, ist dies mit 
Blick auf den ihr dabei zustehenden weiten Ermessensspielraum nicht zu 
beanstanden. Insofern erweist sich das Vorbringen der Beschwerdeführerin, 
wonach der Beigeladenen für den Beifahrersitz den Betrag für den von ihr offerierten 

19 / 26

Fahrersitz hätte aufgerechnet werden müssen, als unbegründet. Ausserdem kann 
diesbezüglich auf das in E. 7.4 vorstehend Gesagte verwiesen werden. 

9.7. Sodann stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass das 
angebotene Fahrzeug der Beigeladenen auch im Allgemeinen nicht gleichwertig zu 
ihrem Fahrzeug sei, weshalb die Beurteilung der technischen Anforderungen 
(Qualität) durch die Beschwerdegegnerin nicht nachvollziehbar sei und der 
Beigeladenen viel weniger Punkte – als die erhaltenen 125 – hätten zugestanden 
werden dürfen. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin dabei nicht konkret 
auf die einzelnen Punkte der Qualitätsbewertung (vgl. act. C.5.3) eingeht, ist auf 
das E-Mail des Fachlehrers sowie Beraters für Landtechnik des Plantahofs vom 
8. Mai 2024 hinzuweisen. Darin führte dieser namentlich aus, dass der Transporter 
der Beschwerdeführerin und jener der Beigeladenen in Bezug auf die 
Hauptkomponenten Motor, Getriebe sowie Hydraulik gleichwertig seien und das 
Anforderungsprofil erfüllten (vgl. act. C.5.2). Zudem anerkannte der Berater für 
Landtechnik zwar gewisse Vorteile (z.B. betreffend Bremsen und Ausstattung) des 
Fahrzeugs der Beschwerdeführerin gegenüber jenem der Beigeladenen. Allerdings 
sprach er explizit von leichten Vorteilen (vgl. act. C.5.2). Gleichermassen ergab 
denn auch die Beurteilung der technischen Anforderungen (Qualität) durch die 
Beschwerdegegnerin 125 Punkte für die Beigeladene und 130 Punkte für die 
Beschwerdeführerin (vgl. act. C.5.3). Insofern und mit Blick auf den der 
Beschwerdegegnerin zustehenden weiten Ermessensspielraum kann der 
Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, diese Beurteilung sei 
nicht plausibel bzw. nicht berechtigt. Soweit die Beschwerdeführerin ausserdem 
bemängelt, die Beigeladene habe keinen Gleichwertigskeitsnachweis im Sinne von 
Art. 30 Abs. 3 IVöB erbracht, ist ihr entgegenzuhalten, dass ein solcher – wie die 
Beigeladene zu Recht festhält – nicht erforderlich war, zumal vorliegend eine andere 
hinreichend genaue oder verständliche Art und Weise der Leistungsbeschreibung 
möglich gewesen wäre (vgl. Art. 30 Abs. 3 IVöB). 

10.1. Ferner bringt die Beschwerdeführerin vor, die Zuschlagskriterien 
Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt seien mit den Subkriterien in den 
Ausschreibungsunterlagen aufgeführt worden. Ungeachtet der Sinnhaftigkeit dieser 
Zuschlagskriterien bei der Beschaffung eines Transportfahrzeugs seien sie den 
Anbietern bekannt gewesen und insofern auch "abgerufen" worden. Wenn demnach 
die Anbieter zu diesen Zuschlagskriterien keine Angaben machten, bedeute dies 
nicht, dass diese Kriterien nicht zu bewerten seien, sondern lediglich, dass den 
Anbietern bei den Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt keine 
Punkte hätten vergeben werden dürfen. Selbst wenn der Entscheid der 

20 / 26

Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Bestimmung eigener Hilfskriterien geschützt 
würde, änderte sich an ihrem Punktesieg bei korrekter Bewertung dieser Kriterien 
nichts.

Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass ihr Vorgehen, für die Bewertung 
der Nachhaltigkeit und des Innovationsgehalts auf Hilfskriterien abzustellen, richtig 
und vertretbar sei. Die ausgeschriebenen Zuschlagskriterien hätten bewertet 
werden müssen. Auf die in den Ausschreibungsunterlagen erwähnten Unterkriterien 
habe sie nicht abstellen können, da sie nicht abgefragt worden seien und die 
Anbieter hierzu keine Angaben gemacht hätten. Damit sei sie gezwungen gewesen, 
die besagten Zuschlagskriterien zu bewerten, wie wenn keine Unterkriterien 
bekannt gegeben worden wären. Dafür habe sie auf sachliche Hilfskriterien 
abstellen müssen. Die vorliegend konkret gewählten Hilfskriterien erfüllten diese 
Vorgabe.

10.2. Vorliegend wurden in den Ausschreibungsunterlagen in Bezug auf die 
Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt folgende Subkriterien 
bekannt gegeben (vgl. z.B. act. C.1 S. 8):

Nachhaltigkeit; Gewichtung = 20 %
Umweltkonzept, Energieverbrauch, Lebensdauer, Kreislauffähigkeit, Rücknahme- und 
Verwertungskonzept, Lohngleichheit Frau und Mann 

Innovationsgehalt; Gewichtung = 10 %
Auflistung innovativer Eigenschaften der offerierten Lösung, Schätzung des monetären 
Mehrwerts, zeitliche Einsparung oder Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung 

Gemäss den Ausführungen der Beschwerdegegnerin wurden diese Subkriterien 
aus einer kantonalen Vorlage übernommen, ohne in den Ausschreibungsunterlagen 
die für die Bewertung dieser Kriterien erforderlichen Grundlagen abzufragen. Aus 
den vorliegenden Offerten ergibt sich denn auch, dass die Anbieterinnen zu diesen 
Subkriterien keine Angaben gemacht haben (vgl. act. C.1 ff.). In der Folge hat die 
Beschwerdegegnerin für die Bewertung des Zuschlagskriteriums Nachhaltigkeit auf 
das Hilfskriterium der maximalen Nutzlast und zur Bewertung des 
Zuschlagskriteriums Innovationsgehalt auf das Hilfskriterium der Motorengeneration 
bzw. insbesondere der Einhaltung der aktuellsten Euro-Abgasnormen abgestellt 
(vgl. act. C.5.1 S. 4 und C.5.3). Gemäss Rechtsprechung des früheren 
Verwaltungsgerichts sind Unter- und Teilkriterien als ein methodisches Hilfsmittel 
zur Bewertung der eingereichten Angebote grundsätzlich zulässig und müssen 
vorher weder bekannt gegeben noch in ihrer Bedeutung aufgelistet werden. Die 
einzelnen Kriterien müssen sich aber einem in den Ausschreibungsunterlagen 
aufgeführten Zuschlagskriterium zuordnen lassen; es dürfen also nicht nachträglich 

21 / 26

neue Zuschlagskriterien geschaffen werden, sondern die Vergabebehörde ist 
vielmehr an ihre bekannt gegebenen Kriterien gebunden. Unterkriterien können also 
durchaus eingeführt werden, solange sie in einem sachlichen Zusammenhang mit 
dem in der Ausschreibung kommunizierten Zuschlagskriterium stehen. Zudem 
müssen die Unterkriterien innerhalb der Gewichtung des Zuschlagskriteriums 
bleiben, dürfen also nicht zu einer Verzerrung der Punktevergabe führen (vgl. Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 21 14 vom 24. Juni 2021 
E. 7.4.1 m.w.H.). Wenn die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass sich die 
vorliegend beigezogenen Subkriterien den in der Ausschreibung bekannt 
gegebenen Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt zuordnen 
lassen bzw. damit in einem sachlichen Zusammenhang stehen, ist dies mit Blick auf 
den ihr zustehenden Ermessensspielraum nicht zu beanstanden. Auch ist weder 
geltend gemacht noch ersichtlich, dass die zur Anwendung gebrachten Subkriterien 
zu einer Verzerrung der Punktevergabe führten. Ausserdem weist die 
Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass die Alternative zu diesem plausiblen 
Vorgehen, nämlich der Abbruch des Vergabeverfahrens mit Wiederholung – wie 
dargelegt – faktisch zu einer verpönten Angebotsrunde (vgl. Art. 11 lit. d IVöB) 
geführt hätte, zumal die Anbieterinnen anlässlich der Offertöffnung am 5. Februar 
2024 Kenntnis der von der Konkurrenz angebotenen Fahrzeuge inkl. den jeweiligen 
Preisen erlangt hatten (vgl. act. C.3). Insofern ist es entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin nachvollziehbar, wenn die Beschwerdegegnerin in Bezug auf 
die Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt angesichts der nicht 
bewertbaren Subkriterien laut Ausschreibung auf die Hilfskriterien der maximalen 
Nutzlast und der Motorengeneration bzw. der Einhaltung der aktuellsten Euro-
Abgasnormen abgestellt hat. Somit zielen die in diesem Zusammenhang im 
Wesentlichen vorgebrachten Einwände der Beschwerdeführerin, wonach mangels 
Angaben zu den Subkriterien in den Offerten allen Anbietern bei den 
entsprechenden Zuschlagskriterien keine Punkte hätten vergeben werden dürfen 
bzw. aufgrund der untauglichen Hilfskriterien resp. des fehlenden sachlichen 
Zusammenhangs andere Unterkriterien hätten herangezogen werden müssen, ins 
Leere. 

10.3. Soweit die Beschwerdeführerin ferner im Zusammenhang mit der Bewertung 
des Hilfskriteriums der maximalen Nutzlast vorbringt, in den technischen 
Anforderungen sei ein Fahrzeug mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 
9'500 kg ausgeschrieben worden, ist ihr entgegenzuhalten, dass ein solches 
Höchstgewicht bloss für Fahrzeuge mit einer (optionalen) Wirbelstrombremse 
definiert wurde (vgl. z.B. act. C.1 S. 5). Insofern ist entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden, wenn die Beigeladene ein mit einer 

22 / 26

hydraulischen Betriebsbremse ausgestattetes Fahrzeug mit einem zulässigen 
Gesamtgewicht von 10'000 kg offeriert hat (vgl. act. C.1, Angebot S. 3). Auch kann 
der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten nicht gefolgt werden, wenn sie 
aufgrund des von ihr offerierten Fahrzeugs mit einem höchstzulässigen 
Gesamtgewicht von exakt 9'500 kg (vgl. act. C.2b, Angebot S. 1) in Bezug auf die 
Nachhaltigkeit am meisten Punkte verlangt (vgl. act. C.4, C.5.1 S. 4 und C.5.3). 
Soweit die Beschwerdeführerin im Weiteren vorbringt, es sei unwahrscheinlich, 
dass je Transporte ausgeführt würden, welche die maximale Nutzlast beanspruchen 
würden, womit dieses Hilfskriterium nutzlos sei, kann auf das vorstehend Gesagte 
verwiesen werden (vgl. E. 10.2 hiervor). Ausserdem erweisen sich die 
Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach sie das zu beschaffende 
Transportfahrzeug unter anderem für Transporte von gefrästem Nassschnee, von 
Strassenkies für Alpwege, von Betonblöcken sowie von Sandsäcken für den 
Hochwasserschutz einsetzen und damit die Grenze der maximalen Nutzlast 
regelmässig erreicht werde, als plausibel (vgl. act. A.5 S. 10). Auch beanstandet die 
Beschwerdeführerin die Berechnung der maximalen Nutzlast durch die 
Beschwerdegegnerin zu Unrecht. Abgesehen davon, dass dieses Hilfskriterium – 
wie dargelegt – nicht schon zum Voraus bekannt gegeben werden musste, ist 
diesbezüglich festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin für die 
Nutzlastberechnung sowie -bewertung auf die Fahrzeug-Prospekte der 
Anbieterinnen abgestellt hat. Daraus ergibt sich in Bezug auf das von der 
Beschwerdeführerin offerierte Fahrzeug ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von 
9'500 kg bzw. ein Eigengewicht von CHF 3'975 kg (vgl. act. C.9). Hinsichtlich des 
Fahrzeugs der Beigeladenen ist ein Leergewicht von 3'550 kg bzw. ein zulässiges 
Gesamtgewicht von 10'000 kg ausgewiesen (vgl. act. C.1, Angebot S. 3). Gestützt 
darauf brachte die Beschwerdegegnerin vom höchstzulässigen Gesamtgewicht der 
Fahrzeuge das Leergewicht und das Gewicht des von ihr vorgesehenen 
Kipperaufbaus entsprechend des Erfahrungswerts von rund 700 kg (vgl. act. C.10) 
in Abzug, womit die der Bewertung zugrunde gelegte maximale Nutzlast von 
5'750 kg für das Fahrzeug der Beigeladenen bzw. von 4'825 kg für jenes der 
Beschwerdeführerin resultierte (vgl. act. C.5.3). Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass sich diese auf den Fahrzeug-Prospekten 
der Anbieterinnen beruhende Nutzlastberechnung als transparent und 
nachvollziehbar erweist. Insofern ist denn auch die gestützt darauf erfolgte 
Bewertung des Zuschlagskriteriums Nachhaltigkeit nicht zu beanstanden (vgl. act. 
C.4 und C.5.1 S. 4). Wie die Beschwerdegegnerin zudem zu Recht darauf hinweist, 
darf und muss sich die Vergabebehörde mit Blick auf die "Tiefe" einer 
Angebotsbewertung – sofern es sich nicht um leicht erkennbare Versehen handelt 
– auf die Angaben in einem Firmenprospekt verlassen können, mithin müssen die 

23 / 26

darin ausgewiesenen Eigenschaften nicht stets mittels Expertise an den konkret 
offerierten Fahrzeugen überprüft werden.

10.4. Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Bewertung des 
Zuschlagskriteriums Innovationsgehalt bzw. die in diesem Zusammenhang 
beurteilten Hilfskriterien Motorengeneration resp. Einhaltung der aktuellsten Euro-
Abgasnormen gestützt auf ein Faktenblatt des Schweizerischen Verbands 
kommunaler Infrastruktur (vgl. act. B.5) vor, dass die Einhaltung der Abgasnorm 
Stufe 5 mit der Einhaltung der Abgasnorm Euro 6 vergleichbar sei, womit die 
bessere Bewertung der Beigeladenen diskriminierend und damit unzulässig sei. 
Auch diese Rüge geht fehl. Abgesehen davon, dass das besagte Faktenblatt aus 
dem Jahr 2019 lediglich einen Vergleich zwischen der Abgasnorm Stufe 5 und dem 
(nicht aktuellsten) Standard Euro-6d beinhaltet (vgl. act. B.5, wonach bloss von 
"praktisch gleichwertig" die Rede ist), ist es angesichts der in diesem 
Zusammenhang gemachten nachvollziehbaren Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin, wonach namentlich der Motor des Fahrzeugs der 
Beigeladenen – im Gegensatz zum offerierten Motor des Fahrzeugs der 
Beschwerdeführerin – die neusten und strengsten Abgasnormen für On Road 
Maschinen (Euro 6e Euro-Abgasnorm) erfülle (vgl. act. A.5 S. 12 f., C.1, Angebot 
S. 1, C.2b, Angebot S. 1 und C.5.3), und des ihr bei der Bewertung von 
Zuschlagskriterien bzw. bei Fragen technischer Art zustehenden 
Ermessensspielraums nicht zu beanstanden, wenn sie das Angebot der 
Beigeladenen betreffend Innovationsgehalt besser bewertete als dasjenige der 
Beschwerdeführerin (vgl. act. C.4 und C.5.1 S. 4). Insofern kann der 
Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie hinsichtlich des besagten 
Zuschlagskriteriums die Zusprechung der gleichen Punktzahl verlangt. 

10.5. Selbst wenn in Bezug auf die Zuschlagskriterien Nachhaltigkeit und 
Innovationsgehalt "Gleichstand" anzunehmen wäre, wie die Beschwerdeführerin 
geltend macht, hätte unter Berücksichtigung der korrigierten Bewertung des 
Zuschlagskriteriums Preis (vgl. E. 8 hiervor) und der korrekten Bewertung des 
Zuschlagskriteriums Qualität (vgl. act. C.4) die Beigeladene als Anbieterin mit dem 
vorteilhaftesten Angebot den Zuschlag erhalten (vgl. Art. 41 IVöB; siehe act. A.8 
S. 5). 

11. Damit erweist sich die Beschwerde insgesamt als unbegründet und ist 
abzuweisen.

24 / 26

12.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten 
zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen aus der 
Staatsgebühr, den Gebühren für Ausfertigungen und Mitteilungen des Entscheids 
sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr beträgt höchstens 
CHF 20'000.00; sie richtet sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache 
sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der 
Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2 VRG). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird 
die Staatsgebühr im Sinne von Art. 75 Abs. 2 VRG angesichts des 
Beschaffungsvolumens von rund CHF 220'000.00 sowie des umfangreichen 
Schriftenwechsels auf CHF 3'000.00 festgesetzt (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 18 70 vom 16. April 2019 E. 3.2). 

12.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten grundsätzlich 
zulasten der Beschwerdeführerin (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Es rechtfertigt sich 
allerdings, der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin 
mittels Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung und durch die teilweise 
Auferlegung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 23 78 vom 22. Oktober 2024 
E. 8.2 m.w.H.). Dabei ist die Beschwerdeführerin im Umfang von einem Zehntel der 
Gerichtskosten zu entlasten. Folglich sind die Gerichtskosten, bestehend aus einer 
Staatsgebühr von CHF 3'000.00 zzgl. Kanzleiauslagen, zu neun Zehnteln der 
Beschwerdeführerin und zu einem Zehntel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

12.3. Der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Kostennote vom 
19. Dezember 2024 geltend gemachte Aufwand beläuft sich auf insgesamt 
CHF 17'932.35 (= 59.65 Std. à CHF 270.00 [CHF 16'105.50] zzgl. 3 % Spesen 
[CHF 483.15] und MWST von 8.1 % [CHF 1'343.70]). Eine Honorarvereinbarung 
liegt im Recht, weshalb der veranschlagte Stundenansatz von CHF 270.00 nicht zu 
beanstanden ist. Allerdings erscheint der geltend gemachte zeitliche Aufwand als 
zu hoch. Zudem ist die Beschwerdeführerin gemäss UID-Register 
mehrwertsteuerpflichtig und damit vorsteuerabzugsberechtigt, weshalb die 
Entschädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen ist (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 39/R 17 71 vom 26. Juni 2018 
E. 7.2, R 17 32 vom 11. Mai 2017 E. 2c und R 16 58 vom 14. Februar 2017 E. 7b). 
Vor diesem Hintergrund ist das geltend gemachte Honorar auf pauschal 
CHF 10'000.00 (inkl. Spesen) zu kürzen. Somit hat die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren aussergerichtlich 
mit CHF 1'000.00 (1/10 von CHF 10'000.00) zu entschädigen.

25 / 26

Die Rechtsvertreterin der Beigeladenen machte in ihrer Kostennote vom 
16. Dezember 2024 einen Aufwand von insgesamt CHF 6'263.05 (= 20.8333 Std. à 
CHF 270.00 [CHF 5'625.00] zzgl. 3 % Spesen [CHF 168.75] und MWST von 8.1 % 
[CHF 469.30]) geltend. Eine Honorarvereinbarung liegt im Recht, womit der 
veranschlagte Stundenansatz von CHF 270.00 nicht zu beanstanden ist. Allerdings 
ist die Beigeladene gemäss UID-Register mehrwertsteuerpflichtig und damit 
vorsteuerabzugsberechtigt, weshalb die Entschädigung ohne Mehrwertsteuer 
zuzusprechen ist (vgl. die dazu angeführte Rechtsprechung hiervor). Somit ist die 
von der Beschwerdeführerin an die Beigeladene gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG zu 
leistende aussergerichtliche Entschädigung auf CHF 5'793.75 (inkl. Spesen) 
festzusetzen.

Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 
Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 
Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der 
Beschwerdegegnerin keine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen ist.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 600.00

Total CHF 3'600.00

gehen zu neun Zehnteln zulasten der A._____ AG und zu einem Zehntel 
zulasten der Gemeinde B._____.

3. Die Gemeinde B._____ hat die A._____ AG im Umfang von CHF 1'000.00 
(inkl. Spesen) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Die A._____ AG hat die C._____ AG im Umfang von CHF 5'793.75 (inkl. 
Spesen) aussergerichtlich zu entschädigen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

26 / 26

6. [Mitteilungen]