# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 719d3d74-df9c-51af-856c-aa0d0f85a31b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Abgaberechtliche Kammer 13.12.2021 A 2020 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_002_A-2020-14_2021-12-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

ABGABERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 13. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
Rekurrent
vertreten durch B.________ AG

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug, Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug
Rekursgegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt:
Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuer / Direkte Bundessteuer 2018 
(Unterhaltszahlung)

A 2020 14

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Urteil A 2020 14

A. A.________, geb. 1952, deklarierte in der Steuererklärung 2018 in der Rubrik 
"Unterhaltsbeiträge" (Code 210) geleistete Beiträge an seine geschiedene Ehefrau in der 
Höhe von Fr. ________ und machte damit einen Abzug von seinen Einkünften geltend 
(StV-act. 1). Mit den Veranlagungsverfügungen vom 19. Mai 2020 (Kantons- und 
Gemeindesteuern 2018 sowie direkte Bundessteuer 2018) gewährte die Steuerverwaltung 
des Kantons Zug (nachfolgend Steuerverwaltung) diesen selbstdeklarierten Abzug nicht 
und setzte die Position "Unterhalt an geschiedenen oder getrennten Eheteil/Partn." auf 
Fr. 0.– (StV-act. 2). Dagegen liess der Steuerpflichtige Einsprache erheben (StV-act. 3). 
Mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2020 bestätigte die Steuerverwaltung die 
Veranlagung und wies die Einsprache ab (Rek-act. 2; StV-act. 6).

B. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 29. Oktober 2020 liess A.________ (fortan 
Rekurrent) folgende Rechtsbegehren stellen (act. 1):

1. Das steuerbare Einkommen sei für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 
gemäss eingereichter Steuererklärung mit Fr. ________ (satzbestimmend 
Fr. ________) und für die direkte Bundessteuer mit Fr. ________ festzusetzen 
bzw. der an die Ex-Ehefrau überwiesene Betrag aus C.________-Cash-
Anwartschaft sei als steuerlich abzugsfähige Unterhaltszahlung zu qualifizieren.

2. Eventualiter sei das steuerbare Einkommen für die Kantons- und 
Gemeindesteuern 2018 gemäss eingereichter Steuererklärung mit Fr. ________ 
(satzbestimmend Fr. ________) und für die direkte Bundessteuer mit 
Fr. ________ festzusetzen bzw. der Steuerpflichtige sei lediglich für den Anteil 
von Fr. ________ aus der Barauszahlung der C.________-Cash-Anwartschaft 
steuerpflichtig. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Zug. 

C. Der Rekurrent bezahlte den von ihm verlangten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– 
am 12. November 2020 fristgerecht (act. 3). 

D. Mit Schreiben vom 17. November 2020 liess das Verwaltungsgericht der 
Steuerverwaltung sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend ESTV) ein 
Doppel der Rekursschrift samt Beilagen zur Vernehmlassung zukommen und ersuchte 
gleichzeitig darum, sich dabei auch zur Frage der Beiladung der vom Rekurrenten 
geschiedenen Ehefrau zu äussern, da eine allfällige Gutheissung des Haupt- oder 

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Urteil A 2020 14

Nebenantrages Folgen für die Steuerveranlagung 2018 der geschiedenen Ehefrau hätte 
(act. 4). 

E. Die Steuerverwaltung (fortan auch Rekursgegnerin) beantragte mit 
Vernehmlassung vom 4. Dezember 2020, der Rekurs vom 29. Oktober 2020 sei 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Im Übrigen sei der Einspracheentscheid vom 
1. Oktober 2020 zu bestätigen. Unter Kostenfolgen zu Lasten des Rekurrenten. In 
prozessualer Hinsicht stellte die Steuerverwaltung den Antrag auf die Beiladung der 
früheren Ehegattin zu verzichten. Es handle sich vorliegend nicht um einen 
Anwendungsfall von § 129 StG, wo etwa Mit- oder Gesamteigentumsverhältnisse zu 
koordinieren wären bzw. eine Auskunftspflicht einer Drittperson gegenüber der 
Steuerverwaltung oder dem Gericht bestehe. Die Beiladung diene mitunter auch der 
Verfahrensökonomie und -koordination, sodass sich nicht dasselbe Gericht mehrmals mit 
dem gleichen Sachverhalt auseinandersetzen müsse. Im vorliegenden Fall dürfte ein 
zweites Verfahren im Kanton Zug zufolge mutmasslich ausserkantonalen Wohnsitzes der 
früheren Ehegattin ausgeschlossen sein. Allfällige Erkenntnisse für ein anderes 
Veranlagungsverfahren könnten nötigenfalls auf dem Amtshilfeweg (Art. 39 Abs. 2 StHG) 
gemeldet werden (act. 5).

F. Die ESTV liess sich am 4. Dezember 2020 ebenfalls vernehmen und stellte 
hinsichtlich der direkten Bundessteuer den Antrag auf vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolge. Hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern äussere sie 
sich praxisgemäss nur in Belangen, die mit dem Steuerharmonisierungsgesetz in 
Widerspruch stünden. Vorliegend seien keine diesbezüglichen Anmerkungen angezeigt. 
Zur Begründung werde auf den Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 
1. Oktober 2020 verwiesen. Im Hinblick auf eine sachgerechte Beurteilung der 
Steuerveranlagung des Steuerpflichtigen für die Steuerperiode 2018 stehe die ESTV 
einem allfälligen Beizug sachdienlicher Unterlagen aus den Steuerunterlagen der 
ehemaligen Ehefrau des Rekurrenten nicht grundsätzlich entgegen. Es stelle sich 
hingegen die Frage, ob bei geschiedenen Ehegatten eine Beiladung opportun sei, zumal 
gegensätzliche Interessen der ehemaligen Ehegatten nicht auszuschliessen seien und die 
Einsichtnahme in das Steuerdossier einer anderen Person einen grossen Eingriff darstelle. 
Sowohl im Rahmen eines allfälligen Beizugs von Steuerakten der ehemaligen Ehefrau als 
auch bei einer allfälligen Beiladung sei den Voraussetzungen für die Durchbrechung des 
Steuergeheimnisses gemäss Art. 110 Abs. 2 DBG Rechnung zu tragen (act. 6). 

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G. Am 7. Dezember 2020 teilte das Verwaltungsgericht den Parteien mit, dass nach 
Kenntnisnahme der Vorbringen beider Steuerverwaltungen auf die Beiladung der früheren 
Ehefrau des Rekurrenten verzichtet werde (act. 7). 

H. Mit Replik vom 21. Dezember 2020 liess der Rekurrent am Rekurs bzw. der 
Beschwerde vom 29. Oktober 2020 und den gestellten Anträgen festhalten. Hinsichtlich 
seines Eventualantrages habe bisher weder die ESTV noch die Steuerverwaltung Stellung 
bezogen (act. 8). 

I. Die Steuerverwaltung hielt mit Duplik vom 14. Januar 2021 ebenfalls an ihren 
Anträgen fest und machte insbesondere Ergänzungen zum Eventualantrag des 
Rekurrenten (act. 10). 

J. Die ESTV verzichtete am 15. Januar 2021 auf die Einreichung einer Duplik und 
verwies auf ihre Vernehmlassung vom 4. Dezember 2020 (act. 11). 

K. Auf die weiteren Ausführungen in den jeweiligen Rechtsschriften wird – soweit 
erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
(DBG; SR 642.11) kann der Steuerpflichtige gegen Einspracheentscheide der 
Veranlagungsbehörde für die direkte Bundessteuer innert 30 Tagen nach der Zustellung 
bei einer von der Steuerbehörde unabhängigen Rekurskommission schriftlich Beschwerde 
erheben. Nach § 75 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(VRG; BGS 162.1) ist das Verwaltungsgericht die kantonale Rekursbehörde im Sinne der 
Vorschriften über die direkte Bundessteuer. Die Beschwerden werden, unter Vorbehalt 
abweichender und ergänzender Vorschriften des Bundesrechts, wie kantonale 
Steuerstreitigkeiten behandelt (§ 75 Abs. 2 VRG). Gemäss § 136 Abs. 1 des 
Steuergesetzes (StG; BGS 632.1) kann die steuerpflichtige Person gegen den 
Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung innert 30 Tagen schriftlich Rekurs 

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Urteil A 2020 14

beim Verwaltungsgericht erheben. Der Rekurs muss einen Antrag und eine Begründung 
enthalten. Die notwendigen Beweisunterlagen sind beizulegen oder zu bezeichnen (§ 136 
Abs. 3 StG; ähnlich Art. 140 Abs. 2 DBG).

1.2 Die vorliegende Beschwerde (bezüglich der direkten Bundessteuer) und der 
vorliegende Rekurs (bezüglich der kantonalen Steuern) werden der einfacheren Lesbarkeit 
halber im Folgenden – mit Ausnahme des Rechtsspruchs im Dispositiv – beide als Rekurs 
bezeichnet, wobei der Begriff „Rekurs“ beide Rechtsmittel (Beschwerde und Rekurs) 
umfasst. Der vorliegende Rekurs gegen den Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2020 
(zugestellt am 3. Oktober 2020) wurde am 29. Oktober 2020 der Schweizerischen Post 
übergeben und gilt damit als fristgerecht eingereicht. Der Rekurs entspricht sodann den 
übrigen formellen Anforderungen, weshalb darauf einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt 
auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes 
(GO VG; BGS 162.11).

2. Das Verwaltungsgericht kann Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung sowohl bezüglich kantonaler Steuern (§ 63 Abs. 3 VRG i.V.m. § 74 
Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 136 Abs. 2 StG) als auch bezüglich der direkten 
Bundessteuer (Art. 140 Abs. 3 DBG) in vollem Umfang überprüfen. Das 
Verwaltungsgericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. 
§ 121 StG i.V.m. § 137 Abs. 1 StG sowie Art. 142 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 130 Abs. 1 
DBG). Es gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 74 Abs. 2 VRG 
i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 137 Abs. 2 StG sowie Art. 143 Abs. 1 DBG). Das 
Verwaltungsgericht ist demzufolge verpflichtet, auf den – unter Mitwirkung der 
Verfahrensbeteiligten – festgestellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm, d.h. 
denjenigen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm 
diejenige Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Aus der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen folgt, dass das Verwaltungsgericht als Rekursinstanz nicht an die rechtliche 
Begründung der Begehren gebunden ist und einen Rekurs auch aus anderen als den 
geltend gemachten Gründen – ganz oder teilweise – gutheissen oder den angefochtenen 
Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz abweichenden Begründung bestätigen 
kann.

3. Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Steuerpflichtige die Einkünfte aus dem 
"C.________-Bond" vollumfänglich als Einkommen anrechnen lassen muss. 

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Urteil A 2020 14

4.
4.1 Begründend liess der Rekurrent im Wesentlichen ausführen, die Zahlung von 
(gerundet) Fr. ________ an seine Ex-Ehefrau sei steuerlich zum Abzug zuzulassen. Es 
handle sich bei der umstrittenen Zahlung – trotz anderslautender Benennung im 
Scheidungsurteil – aus steuerrechtlicher Sicht nicht um eine klassische Zahlung im Sinne 
der güterrechtlichen Auseinandersetzung im Scheidungsfall. Bei den Anteilen am 
C.________-Bond habe es sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils lediglich um eine 
Anwartschaft gehandelt und es habe sich eben im Moment der Auflösung des 
Güterstandes gerade kein bewertbarer Vermögenswert im Bestand der Errungenschaft 
fixieren lassen. Da dieser Vermögenswert bereits im Zeitpunkt der Scheidung der Ex-
Ehefrau zugesprochen worden sei, könne es nicht sein, dass er die Steuerlast auf dem der 
Ex-Ehefrau zustehenden Ertrag tragen müsse. Die Weiterleitung der anteilsmässigen 
geldwerten Leistung aus dem C.________-Bond sei als Unterhaltsbeitrag an die Ex-
Ehefrau nach § 22 lit. f StG und Art. 23 lit. f DBG zu qualifizieren und als solche 
abzugsfähig. Dass die Zahlung in Form einer einmaligen Kapitalleistung erfolgt sei, liege in 
der Natur der Anwartschaft bzw. im Scheidungsurteil begründet. Der an die Ex-Ehefrau 
überwiesene Betrag von Fr. ________ sei im Zeitpunkt der Scheidung nicht 
Vermögensbestandteil der Eheleute gewesen, sondern sein AHV- und steuerpflichtiger 
Lohnbestandteil im Jahr 2018, an welchem die Ex-Ehefrau aufgrund der Zuweisung der 
Anwartschaft im Jahr 2013 (im Zeitpunkt, als die Ehe noch intakt war) bzw. aufgrund der 
Formulierung im Scheidungsurteil einen rechtlichen Anspruch gehabt habe. Im Sinne des 
Eventualantrags sei zu berücksichtigen, dass aufgrund des Scheidungsurteils die 
umstrittene C.________-Cash-Anwartschaft hälftig der Ex-Ehefrau zugesprochen worden 
sei und er seither keinen wirtschaftlichen Anspruch mehr an diesem Vermögenswert und 
dem möglichen zukünftigen Ertrag daraus gehabt habe. Ihm habe daher aus 
steuerrechtlicher Sicht der der Ex-Ehefrau zustehende Anteil der Anwartschaft weder 
während der Sperrfrist (Vermögenssteuerwert Null in den Steuerjahren 2014 ff.) noch im 
Zeitpunkt der Barauszahlung gehört. Dass er die Barauszahlung (50 % an der 
C.________-Cash-Anwartschaft) vereinnahmt habe, liege ausschliesslich in seinem 
ehemaligen Anstellungsverhältnis mit der D.________ AG begründet. Daraus folge, dass 
die vereinnahmte Barauszahlung von insgesamt Fr. ________ lediglich im Umfang von 
Fr. ________ sein steuerbares Einkommen darstelle. Folglich sei der steuerbare Nettolohn 
gemäss Deklaration in der Steuererklärung 2018 im Sinne des Eventualantrags von 
Fr. ________ auf Fr. ________ zu reduzieren und entsprechend der 
Unterhaltskostenabzug von Fr. ________ zu streichen (act. 1). 

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Urteil A 2020 14

Replizierend liess er ergänzen, die Kantone seien insbesondere frei, die 
Unterhaltsbeiträge auf die laufenden Beiträge zu beschränken oder hierunter auch 
Kapitalzahlungen zu subsummieren. Das Bundesgericht habe diese Frage explizit offen 
gelassen (BGE 125 II 183). Daraus folge, dass es für die Besteuerung keine Rolle spielen 
könne, ob die Unterhaltszahlungen periodisch in Form einer Rente oder als 
Kapitalabfindung geleistet würden (act. 8).

4.2 Die Steuerverwaltung erklärte vernehmlassend, es werde darauf verzichtet, das 
der streitgegenständlichen Zahlung zugrundeliegende Finanzinstrument (C.________-
Bond) rechtlich zu würdigen. Die Stellungnahme konzentriere sich darauf zu 
unterscheiden, ob es sich dabei gemäss Scheidungsurteil vom 11. März 2014 um 
Unterhaltszahlungen an den geschiedenen Ehepartner oder um Verpflichtungen aus der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung handle. Tilge der leistende Ehegatte durch 
wiederkehrende Zahlungen ratenweise eine güterrechtliche Forderung, seien diese 
Zahlungen trotz ihrer Periodizität nicht Unterhaltsbeiträge. Sämtliche auf einer 
güterrechtlichen Auseinandersetzung beruhenden Leistungen an den begünstigten 
Ehegatten seien steuerfreie Einkünfte, da es sich beim Vermögensanfall beim einzelnen 
Ehegatten nur um eine Vermögensumlagerung innerhalb der als Einheit besteuerten 
ehelichen Gemeinschaft handle. Es finde kein Vermögenszufluss von aussen statt 
(Reinvermögenszuflusstheorie). Dabei spiele es keine Rolle, ob ein gesetzlicher oder ein 
vertraglicher Güterstand aufgelöst werde, wie auch unmassgeblich sei, welcher 
Rechtsgrund zur Auflösung des betreffenden Güterstandes geführt habe. Zum Einwand 
der falschen Bezeichnung im Scheidungsurteil sei festzuhalten, dass sich die Eheleute in 
der dem Urteil zugrundeliegenden Scheidungskonvention vom 18. Dezember 2013 
darüber geeinigt hatten, welche Beträge Unterhaltszahlungen seien und wie lange diese 
zu leisten (gewesen) seien. Dafür würden auch die klar festgelegten monatlichen 
Unterhaltszahlungen an die Ex-Ehefrau bis zu deren Eintritt ins Rentenalter sprechen. 
Genauso sei festgelegt worden, welche Beiträge im Rahmen der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung zu leisten seien, wissend darum, dass gewisse Beträge aufgrund der 
Sperrwirkung und der möglichen Wertschwankungen erst zu einem späteren Zeitpunkt, 
nämlich dem der Auszahlung, genau festgelegt werden könnten. Die Steuerverwaltung 
habe sich bei der Beurteilung, ob es sich um güterrechtliche Ausgleichszahlungen oder 
um Unterhaltszahlungen an die geschiedene Ehefrau handle, auf das längst rechtskräftige 
Scheidungsurteil vom 11. März 2014 gestützt, da anderweitige Zahlungsvereinbarungen 
nicht vorliegen würden. Es sei nur schwer erklärbar, dass die Eheleute sowohl eine 
Scheidungskonvention aufgesetzt wie auch ein darauf basierendes Urteil akzeptiert 

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hätten, die beide nicht ihrem übereinstimmenden Parteiwillen entsprochen hätten. Weiter 
wäre keine steuerliche Abzugsfähigkeit gegeben, selbst wenn die Zahlung nicht im 
Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung erfolgt wäre. Aufgrund des von der 
Steuervertreterin zitierten BGE 125 II 183 sei noch nichts dazu gesagt, ob auch beide 
Formen – Rente oder Kapitalleistung – steuerlich abziehbar seien. Gelte der 
Unterhaltspflichtige die Verpflichtung zur Leistung von Unterhalt durch eine Kapitalzahlung 
ab, falle diese Leistung unter die einkommenssteuerfreien Leistungen in Erfüllung 
familienrechtlicher Verpflichtungen gemäss Art. 24 lit. e DBG. Für die Kantons- und 
Gemeindesteuern halte § 8 der Verordnung zum Steuergesetz (VO StG; BGS 632.11) 
ausdrücklich fest, dass Unterhaltsbeiträge in Form von Kapitalleistungen bei der 
empfangenden Person steuerfrei und bei der leistenden Person nicht abzugsfähig seien 
(act. 5).

Zum Eventualantrag hielt die Steuerverwaltung am 14. Januar 2021 insbesondere fest, 
gemäss Scheidungsurteil Ziff. 4.1 (unter Bezugnahme auf die Scheidungskonvention 
Ziff. 4.2) seien nur Optionen und Aktien anteilig direkt als Abgeltung der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung übertragen worden. Konkret und sofort sei vereinbart worden, der 
Ehegattin die Hälfte sämtlicher Rechte an den gesperrten Optionen und Aktien aus dem 
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "E.________" zu übertragen. Weitere 8'909 freie Aktien 
seien gemäss Scheidungsurteil bzw. Scheidungskonvention innert 20 Tagen nach 
Rechtskraft des Scheidungsurteils ins Eigentum der Ehegattin zu übertragen gewesen. 
Von weiteren 16'109 gesperrten Aktien sei ein spezifischer Fahrplan aufgestellt worden, 
dass diese jeweils innert zehn Tagen nach Freigabe in Abgeltung der güterrechtlichen 
Ansprüche an die Ehegattin zu übertragen gewesen seien, dies jeweils per 1. März der 
Jahre 2014, 2015 sowie 2016. Bezüglich der streitgegenständlichen C.________-Bonds 
der Arbeitgeberin D.________ AG werde lediglich darauf hingewiesen, dass diese 
"innerhalb von 20 Tagen nach Auszahlung" zur Hälfte an die Ehegattin auszubezahlen 
seien. Ein genauer Zeitpunkt oder eine anderweitige Verbindlichkeit lasse sich aus dem 
Wortlaut hingegen nicht ableiten. Aus dem Geschäftsbericht der D.________ AG von 2019 
werde der C.________ ("C.________") auf Seite 520 wie folgt beschrieben: "Der 
C.________ ist ein obligatorischer Plan für aufgeschobene Vergütungen für alle 
Mitarbeiter mit einer jährlichen Gesamtvergütung von über 300'000.– Fr./USD. Die 
Zuteilungen aus dem C.________ erfolgen in Form von Anwartschaften auf als 
zusätzliches Kernkapital (AT1) anrechenbare Kapitalinstrumente. Nach Ermessen von 
D.________ kann die Übertragung entweder in Form einer Barzahlung oder eines 
marktfähigen AT1-Kapitalinstruments mit unbegrenzter Laufzeit erfolgen. Die C.________-

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Urteil A 2020 14

Zuteilungen werden nach Ablauf von fünf Jahren beziehungsweise von bis zu sieben 
Jahren im Fall von britischen Senior-Management-Funktionen vollständig übertragen, 
sofern kein Trigger-Ereignis eintritt. (...) Zinszahlungen aus C.________-Zuteilungen 
erfolgen nach Ermessen von D.________. (...) Die Zuteilungen verfallen in der Regel bei 
freiwilliger Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der D.________ und unter bestimmten 
anderen Umständen." Hier seien sehr viele spekulative bzw. unsichere Punkte 
auszumachen, womit keineswegs ein definitiver Anspruch abzuleiten sei. Doch selbst 
wenn, erscheine es für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit bzw. des 
Vermögenssteuercharakters vorliegend ohnehin unerheblich, von wessen Herkunft die 
Mittel seien, also Optionen, Aktien oder Bonds, also sog. Obligationen. Tatsache bleibe, 
dass die Gelder bzw. die Ansprüche im Rahmen der güterrechtlichen Abgeltungen zu 
leisten gewesen und daher nicht abzugsfähig seien. Dass der Rekurrent die Bond-
Auszahlung als Obligation und somit als Einkommen gemäss § 19 Abs. 1 lit. b StG bzw. 
Art. 20 Abs. 1 lit. b DBG zu versteuern habe, ergehe schon aus dem Gesetz. Wiederum 
sei es sachlogisch, dass diese Auszahlung in den Folgejahren, sofern noch vorhanden, 
auf kantonaler Ebene im Vermögen zu versteuern sei. Wäre die Zahlung an die Ehegattin 
aus einer anderen Quelle, also dem bestehenden Vermögen ohne die künftige (im 
Scheidungszeitpunkt und darüber hinaus unsichere) Bond-Zahlung, alimentiert worden, 
hätte er diese nicht versteuern müssen (§ 38 ff. StG). Es sei im Scheidungszeitpunkt 
ohnehin nicht sicher gewesen, dass der Rekurrent im Auszahlungszeitpunkt bedacht 
werde. Hätte er vorher gekündigt, wäre auch der Anspruch voraussichtlich entfallen 
(act. 10). 

5.
5.1 Echte Mitarbeiterbeteiligungen beteiligen den Mitarbeitenden im Ergebnis am 
Eigenkapital des Arbeitgebers. Die Beteiligung kann dabei direkt mittels Einräumung von 
Beteiligungspapieren erfolgen oder indirekt mittels Einräumung von Optionen oder 
Anwartschaften zum Bezug von Beteiligungspapieren (Kreisschreiben der ESTV Nr. 37, 
Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen vom 22. Juli 2013, Ziff. 2.3.1 [nachfolgend 
zitiert: KS ESTV Nr. 37]; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 
3. Aufl. 2016, Art. 17a N 2 ff.). 

5.2 Als unechte Mitarbeiterbeteiligungen gelten eigenkapital- bzw. 
aktienkursbezogene Anreizsysteme, welche dem Mitarbeitenden im Ergebnis keine 
Beteiligung am Eigenkapital des Arbeitgebers, sondern in der Regel nur eine Geldleistung 
in Aussicht stellen, welche sich an der Wertentwicklung des Basistitels orientiert. Mit 

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unechten Mitarbeiterbeteiligungen wird weder direkt (mittels Anteilsrechten) noch indirekt 
(mittels Optionen) der Erwerb von Beteiligungen an der Arbeitgeberin (oder 
Konzerngesellschaft) bezweckt. Es wird eigentlich nur die Höhe eines künftigen Bonus 
z.B. an die Aktienkurssteigerung oder die Dividendenrendite geknüpft. Weil diese 
Instrumente dem Mitarbeitenden regelmässig keine weiteren Rechte (wie Stimm- und 
Dividendenrechte) einräumen, gelten die unechten Mitarbeiterbeteiligungen bis zu ihrer 
Realisation steuerlich als blosse Anwartschaften (KS ESTV Nr. 37, Ziff. 2.3.2; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 17a N 7). Als solche sind sie gemäss Art. 17c 
DBG im Zeitpunkt ihres Zuflusses steuerbar. Gemeint ist damit der Zeitpunkt des 
Forderungserwerbs, also jener Zeitpunkt, in dem der Mitarbeiter einen definitiven 
Anspruch auf die Geldleistung erhält (verbindliche Zusage des Arbeitgebers, einen 
ziffermässig bestimmten Betrag zu bezahlen). Häufig wird dies mit dem Zeitpunkt der 
effektiven Zahlung zusammenfallen. Die Bargeldabfindung entspricht dabei der 
steuerpflichtigen Einkunft (für einen steuerfreien Kapitalgewinn bleibt kein Platz; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 17c N 1 ff.). 

5.3 Bei einer Gratifikation im Sinne von Art. 322d OR handelt es sich um eine 
ausserordentliche Zulage, die zum Lohn hinzutritt und bei bestimmten Anlässen 
ausgerichtet wird. Sie hängt immer in einem gewissen Masse vom Willen des Arbeitgebers 
ab. Um den Charakter einer Sondervergütung zu wahren, darf eine Gratifikation neben 
dem Lohn nur eine zweitrangige Bedeutung haben (BGE 131 III 615 E. 5.2; BGE 129 III 
276 E. 2.1). Sobald der eigentliche Lohn ein Mass erreicht, das die wirtschaftliche Existenz 
des Arbeitnehmers bei Weitem gewährleistet bzw. seine Lebenshaltungskosten erheblich 
übersteigt, bildet die Höhe der Gratifikation im Verhältnis zum Lohn jedoch kein taugliches 
Kriterium mehr, um über den Lohncharakter der Sondervergütung zu entscheiden. Bei 
derartigen Einkommensverhältnissen, lässt sich ein Eingriff in die Privatautonomie der 
Parteien durch ein entsprechendes Schutzbedürfnis des Arbeitnehmers nicht legitimieren 
(BGE 139 III 155 E. 5.3; BGer 4A_721/2012 vom 16. Mai 2013 E. 3, je mit Hinweisen). 

Aus steuerrechtlicher Sicht sind grundsätzlich nur unbedingte Leistungsansprüche als 
realisiertes Einkommen zu betrachten. Bei aufschiebend (suspensiv) bedingten 
Rechtsgeschäften bleibt deshalb der Erwerb von Einkommen bis zum Eintritt eines 
künftigen Ereignisses in der Schwebe, sodass der Einkommenszufluss erst in dem 
Zeitpunkt erfolgt, in welchem der Schwebezustand wegfällt und feststeht, dass der 
Empfänger das fragliche Einkommen ohne weitere Gegenleistung behalten kann 
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 41 N 30). Zulagen zum Normallohn, auf 

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Urteil A 2020 14

welche die steuerpflichtige Person keinen Rechtsanspruch hat (wie Gratifikationen, Boni, 
Extraprämien, Gewinnanteile, Sondervergütungen für das Erreichen besonderer Ziele), 
realisiert der Arbeitnehmer erst dann, wenn die Zulagen zahlenmässig konkretisierbar sind 
und der Fälligkeitstermin bekannt ist; andernfalls fehlt es an einer tatsächlichen 
Verfügbarkeit. Diese Voraussetzungen gelten auch dann, wenn der Arbeitgeber dem 
Arbeitnehmer die Auszahlung einer solchen Zulage im Grundsatz nach zugesichert hat. Es 
spielt dabei keine Rolle, in welchen Zeitraum die abgegoltene Arbeitsleistung fällt 
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 41 N 37 f., mit Hinweisen). 

6.
6.1 Gemäss dem von der Rekursgegnerin zitierten Geschäftsbericht 2019 verfolgt die 
D.________ AG einen gesamtheitlichen Vergütungsansatz (Geschäftsberichte der 
D.________ AG sind im Internet abrufbar unter: ________). Dieser setzt sich aus der fixen 
Vergütung (Grundgehalt und gegebenenfalls rollenbasierte Zulage), den 
leistungsabhängigen Zuteilungen sowie den Vorsorge- und Nebenleistungen zusammen. 
Den "C.________" ordnet die D.________ AG den leistungsabhängigen Zuteilungen zu 
(Geschäftsbericht 2019, S. 280 und S. 294). Selbiges lässt sich sowohl aus dem 
Geschäftsbericht 2013 als auch aus dem Geschäftsbericht 2018 entnehmen. So können 
gemäss Geschäftsbericht 2013 die meisten regulären Mitarbeiter eine jährliche 
ermessensbasierte leistungsabhängige Vergütung erhalten. Deren Höhe hängt vom 
Konzernergebnis, dem Ergebnis des Unternehmensbereichs, in dem der Mitarbeiter tätig 
ist, sowie von der individuellen Leistung des Mitarbeiters ab und liegt vollumfänglich im 
Ermessen des Unternehmens. Um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter auf die 
längerfristige Profitabilität des Unternehmens fokussiert sind, wird ein erheblicher Teil ihrer 
leistungsabhängigen Zuteilungen bis zu fünf Jahre aufgeschoben, falls ihre 
Gesamtvergütung 300'000.– Fr./USD überschreitet (Geschäftsbericht 2013, S. 350). Der 
obligatorische Plan umfasst auch Vorkehrungen, die es der D.________ AG ermöglichen, 
den gesperrten aufgeschobenen Anteil der Vergütung in Teilen oder als Ganzes verfallen 
zu lassen, beispielsweise wenn ein Mitarbeiter bestimmte nachteilige Handlungen vollzieht 
oder in den meisten Fällen, in denen das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird 
(Geschäftsbericht 2013, S. 357). Der Aufschub eines Teils der jährlichen variablen 
Vergütung erfolgt gemäss Geschäftsbericht 2018 zur Stärkung der Kultur, des 
Risikomanagementansatzes und der nachhaltigen Performance. Der C.________ bringt 
die Interessen der Mitarbeiter mit den Interessen der Inhaber von Schuldpapieren in 
Einklang. Um zudem eine nachhaltige Performance zu fördern, enthalten die 
Komponenten der aufgeschobenen Vergütungen Malus-Bedingungen. Diese erlauben es 

12

Urteil A 2020 14

dem Unternehmen, nicht übertragene aufgeschobene Zuteilungen unter bestimmten 
Umständen verfallen zu lassen, zum Beispiel bei ungenügender Performance 
(Geschäftsbericht 2018, S. 380). Die bis zum Januar 2015 gewährten Zuteilungen aus 
dem C.________ berechtigen zum Bezug eines Barbetrags zum Zeitpunkt der 
Übertragung. Seit Februar 2015 erfolgen die Zuteilungen aus dem C.________ in Form 
von Anwartschaften auf als zusätzliches Kernkapital (AT1) anrechenbare 
Kapitalinstrumente. Nach Ermessen der D.________ AG kann die Übertragung entweder 
in Form einer Barauszahlung oder eines marktfähigen AT1-Kapitalinstruments mit 
unbegrenzter Laufzeit geschehen. Die C.________-Zuteilungen werden nach Ablauf von 
fünf Jahren (beziehungsweise sieben Jahren im Fall von britischen Senior-Management-
Funktionen) vollständig übertragen, sofern kein Trigger-Ereignis eintritt (Geschäftsbericht 
2018, S. 222 f. und S. 384).

Zum zusätzlichen Kernkapital ("Additional Tier 1, AT1") im Sinne von Art. 27 der 
Verordnung über die Eigenmittel und Risikoverteilung der Banken und Wertpapierhäuser 
(ERV; SR 952.03) gehören Kapitalinstrumente, die in der Bilanz zwar Fremdkapital 
darstellen, aber auch dazu dienen können, Verluste aufzufangen 
(vgl. https://www.finma.ch/de/
bewilligung/banken-und-wertpapierhäuser/bewilligungsaenderung/bewilligungs-und-
genehmigungspflichten/kapitalinstrumente/, besucht am 15. November 2021). 

Mit den C.________-Bonds erfolgt damit keine Beteiligung (weder direkt noch indirekt) am 
Eigenkapital der D.________ AG als Arbeitgeberin. Die "aufgeschobene Vergütung" 
richtet sich bei Zuteilungen bis 2015 auf eine Bargeldzahlung und danach auf 
Bargeldzahlungen oder Übertragungen von marktfähigen AT1-Kapitalinstrumenten. Es 
handelt sich damit um keine echte Mitarbeiterbeteiligung (vgl. vorne E. 5.1 und 5.2). 
Vorliegend kann allerdings offen bleiben, ob es sich um eine unechte 
Mitarbeiterbeteiligung – wie dies der Rekurrent geltend macht – oder etwa um eine (echte) 
Gratifikation handelt (oder um eine Kombination beider Varianten). So oder anders sind 
die rechtlichen Konsequenzen – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen – dieselben. 

6.2 Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung werden Errungenschaft und 
Eigengut jedes Ehegatten nach ihrem Bestand im Zeitpunkt der Auflösung des 
Güterstandes – vorliegend Rechtshängigkeit des Scheidungsbegehrens – ausgeschieden 
(vgl. Art. 204 ZGB). Der Auflösungszeitpunkt bestimmt den Vermögensbestand. Danach 
beeinflussen Veränderungen im Bestand des Vermögens eines Ehegatten die 

13

Urteil A 2020 14

güterrechtliche Auseinandersetzung nicht mehr. Es kann weder hinsichtlich Aktiven noch 
Passiven neue Errungenschaft entstehen. Für die Frage, ob ein Vermögenswert zum 
Auflösungszeitpunkt besteht und damit in der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu 
berücksichtigen ist, ist der Zeitpunkt des Erwerbs entscheidend. Relevant ist nämlich nur 
das aktuelle Vermögen der Ehegatten per Stichtag, weshalb die Abgrenzung der reinen 
Anwartschaften von festen Ansprüchen von entscheidender Bedeutung ist. Es sollten 
möglichst keine "Ansprüche" aufgeteilt werden, über die der Berechtigte noch gar nicht 
selbst verfügen kann und die er möglicherweise nie realisieren wird. Ob bzw. wann der 
einzelne Erwerb realisiert wird, richtet sich nach dem jeweils infrage stehenden 
Erwerbstatbestand (Althaus/Bohnenblust, Der massgebliche Wert in der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung, FamPra 2020, S. 671 ff. mit Hinweisen). 

6.3 Die Zuteilung (im Kontext der Mitarbeiterbeteiligungen: sog. Granting) der 
streitgegenständlichen C.________-Bonds erfolgte am 15. März 2013 (vgl. Rek-act. 5 
S. 4), damit unbestrittenermassen vor der güterrechtlichen Auseinandersetzung im Jahr 
2014 (vgl. StV-act. 4 und 5). 

Sofern kein Trigger-Ereignis eintritt, werden die C.________-Zuteilungen (im Fall des 
Rekurrenten) nach Ablauf von fünf Jahren vollständig übertragen (im Kontext der 
Mitarbeiterbeteiligungen: sog. Vesting). Gemäss Geschäftsbericht 2013 sowie 
Geschäftsbericht 2018 der D.________ AG fallen darunter sog. Viability-Ereignisse (wenn 
die FINMA das Unternehmen darüber informiert, dass C.________-Zuteilungen 
abgeschrieben werden müssen, um eine Insolvenz, einen Konkurs oder einen 
Zahlungsausfall zu verhindern, oder bei Zusage einer ausserordentlichen Unterstützung 
des öffentlichen Sektors), das Unterschreiten einer bestimmten Kernkapitalquote oder (in 
der Regel) die Auflösung des Arbeitsverhältnisses sowie andere Umstände 
(Geschäftsbericht 2013, S. 357; Geschäftsbericht 2018, S. 223). Bei den bis Januar 2015 
gewährten Zuteilungen werden jährlich Zinsen ausbezahlt, sofern die D.________ AG im 
Vorjahr einen bereinigten Vorsteuergewinn erwirtschaftet hat. Bei Zuteilungen, die seit 
Februar 2015 gewährt wurden, werden die Zinsen nach Ermessen der D.________ AG 
ausbezahlt (Geschäftsbericht 2018, S. 223). 

Die konkrete Ausgestaltung dieser "variablen Vergütung" lässt den Schluss zu, dass der 
Arbeitnehmer während der Sperrfrist bzw. Vesting-Periode von fünf Jahren noch nicht 
über die Beteiligungen/Anwartschaften verfügen und diese auch wieder verlieren kann. 
Exemplarisch ist etwa nicht von einem pro rata temporis-Anspruch des Rekurrenten im 

14

Urteil A 2020 14

Fall einer Kündigung vor Ablauf der fünfjährigen Sperrfrist auszugehen. Der Zeitpunkt der 
Übertragung bzw. des Rechtserwerbs, in welchem sämtliche (Suspensiv-)Bedingungen 
erfüllt waren, fällt vorliegend auf den 1. März 2018 (vgl. Beiblatt zum Lohnausweis 2018, 
"im bescheinigten Zeitraum ausbezahlte Cash-Anwartschaften"; Rek-act. 5 S. 4). Der 
definitive Rechtserwerb erfolgte damit erst nach der güterrechtlichen Auseinandersetzung. 

Daraus folgt, dass die blosse Anwartschaft auf die unechte Mitarbeiterbeteiligung bzw. auf 
die Gratifikation (sowie auf allfällige Zinszahlungen daraus) im Jahr 2014, das heisst im 
Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung, noch gar nicht auf die damalige 
Ehefrau übertragen werden konnte, da deren spätere Zuteilung (unter anderem) davon 
abhängig war, dass der Rekurrent im März 2018 noch bei der D.________ AG tätig sein 
würde. Wie auch der Rekurrent im Übrigen selbst geltend macht, war im Zeitpunkt der 
Scheidung bzw. der güterrechtlichen Auseinandersetzung weder eine Aufteilung noch eine 
Auszahlung oder eine definitive Bewertung der Anteile am C.________-Bond möglich 
(act. 1 S. 3). Der Rekurrent konnte in jenem Zeitpunkt noch gar nicht selbst über den 
entsprechenden "Anspruch" verfügen. Der Ehefrau stand mit anderen Worten zum 
Zeitpunkt der Scheidung gegenüber der D.________ AG kein Anspruch auf Übertragung 
der Anwartschaften aus dem variablen Vergütungsplan (C.________) zu (vgl. in diesem 
Sinne auch BGer 2C_285/2019 vom 9. März 2020 E. 6; Rüdisühli/Buser, Steuerrechtliche 
Stolpersteine bei der Redaktion von Scheidungskonventionen im Hinblick auf vorhandene 
Mitarbeiterbeteiligungen, FamPra 2020, S. 988). Da sowohl bei unechten 
Mitarbeiterbeteiligungen als auch bei derart ausgestalteten Gratifikationen die 
Besteuerung mit dem Realisationszeitpunkt zusammenfällt und der gesamte Betrag der 
Besteuerung unterliegt (vgl. vorne E. 5.2 und 5.3), muss sich der Rekurrent die gesamte 
Auszahlung aus den hier interessierenden C.________-Zuteilungen (Fr. ________ 
zuzüglich Zinszahlungen) aus steuerrechtlicher Sicht als Einkommen anrechnen lassen. 
Der Eventualantrag des Steuerpflichtigen ist dementsprechend von vornherein 
abzuweisen. 

7. Auch wenn die streitgegenständliche Anwartschaft im Zeitpunkt der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung nach dem Gesagten nicht auf die damalige Ehefrau 
übertragen werden konnte, stand es den Parteien selbstverständlich frei, im Rahmen der 
Scheidungskonvention eine künftige Beteiligung der Ehefrau an einer allfälligen Zahlung 
aus dem C.________-Bond zu vereinbaren. Ob es sich bei der daraus folgenden 
Abwicklungszahlung aus steuerrechtlicher Sicht um (abzugsberechtigten) nachehelichen 
Unterhalt oder um eine Leistung im Zusammenhang mit der güterrechtlichen 

15

Urteil A 2020 14

Auseinandersetzung handelt, ist mittels Auslegung der Scheidungskonvention zu ermitteln 
(vgl. BGer 2C_285/2019 vom 9. März 2020 E. 7 und E. 9). 

7.1
7.1.1 Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden 
wirklichen Willen der Parteien festzustellen (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Diese subjektive 
Vertragsauslegung beruht auf einer Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 III 93 E. 5.2.2; 132 III 
268 E. 2.3.2). Steht eine tatsächliche Willensübereinstimmung fest, bleibt für eine 
Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz kein Raum (BGE 132 III 626 E. 3.1; 128 III 70 
E. 1a; BGer 4A_50/2021 vom 6. September 2021 E. 3.2.4). Weil es sich beim wirklichen 
Willen um eine sog. innere Tatsache handelt, kann er nicht direkt bewiesen werden. 
Vielmehr ist er anhand von Indizien zu ergründen (BGer 5A_927/2017 vom 8. März 2018 
E. 5.1). Insofern geht es bei der Ermittlung des Parteiwillens immer um einen im weiteren 
Sinne mutmasslichen Willen. Wenn also von empirischer (oder subjektiver) Auslegung 
gesprochen werden kann, so in dem Sinne, dass hinreichende Anhaltspunkte dafür 
bestehen, um einen Schluss auf den Willen der Partei bei Abgabe der Erklärung zu 
ermöglichen (Wolfgang Wiegand, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, 
Art. 18 N 12). Der Wortlaut bildet die Grundlage, aber nicht die Grenze der Auslegung. Als 
weiteres oder ergänzendes Mittel zur Auslegung von Verträgen gilt alles, was geeignet ist, 
zur Feststellung des wirklichen Willens der Parteien bei Vertragsschluss beizutragen 
(Wiegand, a.a.O., Art. 18 N 25 f.). So ist insbesondere bei der Interpretation einzelner 
Worte und Sätze immer die Gesamtheit der vertraglichen Regelungen und das konkrete 
Sinngefüge zu berücksichtigen. Es ist folglich eine systematische und ganzheitliche 
Auslegung vorzunehmen (vgl. Wiegand, a.a.O., Art. 18 N 38 mit zahlreichen Hinweisen). 
Die Auslegung hat dabei "ex tunc" zu erfolgen, d.h. es ist auf den Zeitpunkt des 
Vertragsschlusses abzustellen. Es sind nur solche Umstände zur Auslegung 
heranzuziehen, aus denen sich Schlüsse auf die seinerzeitige Willenslage ziehen lassen 
(Wiegand, a.a.O., Art. 18 N 36). 

7.1.2 In Bezug auf Scheidungskonventionen hat das Bundesgericht im Zusammenhang 
mit der Abänderung von Scheidungsurteilen festgehalten, dass es sich bei der 
Vereinbarung über die Scheidungsfolgen nicht um einen Vertrag im herkömmlichen Sinne 
handle. Aufgrund der notwendigen gerichtlichen Genehmigung verliere die Vereinbarung 
über die Scheidungsfolgen ihren vertraglichen Charakter und werde vollständiger 
Bestandteil des Urteils (BGer 5A_408/2018 vom 28. November 2018 E. 5 mit zahlreichen 
Hinweisen). Unter dem Titel der Erläuterung und Berichtigung eines unklaren, 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Vertragsauslegung+Vertrauensgrundsatz&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&number_of_ranks=0#page93
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Vertragsauslegung+Vertrauensgrundsatz&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-III-268%3Ade&number_of_ranks=0#page268
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16

Urteil A 2020 14

widersprüchlichen oder unvollständigen Urteils nach Art. 334 der Schweizerischen 
Zivilprozessordung (ZPO; SR 272) führte das Bundesgericht in BGE 143 III 520 ferner 
aus, obwohl auch bei dieser Art von Vergleich die Willensbildung primär bei den Parteien 
und nicht beim Gericht liege, sei die gerichtliche Genehmigung nach verbreiteter Meinung 
einer Erläuterung zugänglich, weil das Gericht gemäss Art. 279 ZPO den Inhalt des 
Vergleichs auf Angemessenheit, Klarheit und Vollständigkeit prüfen müsse und die 
Vereinbarung erst rechtsgültig sei, wenn das Gericht die Genehmigung ausgesprochen 
habe. In einem diesbezüglichen Erläuterungsverfahren müsse sich der Richter darauf 
beschränken, den mutmasslichen Willen der Parteien festzustellen, aufgrund dessen er 
die Scheidungskonvention seinerzeit genehmigte. Massgeblich sei also der Parteiwille, wie 
er vom Gericht verstanden und genehmigt worden sei. Soweit sich das Bundesgericht in 
seiner früheren Rechtsprechung ohne weitere Erklärungen dahingehend geäussert habe, 
dass es bei der Erläuterung einer gerichtlich genehmigten Scheidungskonvention 
"inhaltlich um eine Vertragsauslegung gehe" (BGer 5A_493/2011 vom 12. Dezember 2011 
E. 2), sei diese Praxis im beschriebenen Sinne zu präzisieren (E. 6.2 des erwähnten 
Urteils). Dies gilt es auch bei der nachfolgenden Auslegung der Scheidungskonvention 
vom 18. Dezember 2013 im Blick zu behalten. 

7.2
7.2.1 Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm gebührenden Unterhalt 
unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, so hat ihm der 
andere gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB einen angemessenen Betrag zu leisten. Der 
gebührende Unterhalt entspricht der Lebenshaltung, welche die Eheleute während ihres 
Zusammenlebens erreicht und entsprechend ihrer Übereinkunft gepflegt und auf deren 
Weiterführung sie im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten auch nach der Scheidung 
ihrer Ehe jedenfalls dann grundsätzlich Anspruch haben, wenn ihre Ehe lebensprägend 
war (BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1; 134 III 145 E. 4). Die obere Begrenzung des 
gebührenden Unterhalts bildet in jedem Fall der während der Ehe gelebte Lebensstandard 
(BGE 141 III 465 E. 3.1; 137 III 102 E. 4.2.1.1). 

In der Scheidungskonvention vom 18. Dezember 2013 (StV-act. 5) verpflichtet sich der 
Rekurrent in Ziff. 1 unter dem Titel "nachehelicher Unterhalt" bis 31. Dezember 2013 
sämtliche Unterhaltskosten beider Ehegatten zu bezahlen. Ab 1. Januar bis 30. Juni 2014 
ist die Bezahlung eines Unterhaltsbeitrags von Fr. ________ an die Ehefrau vorgesehen, 
also bis kurz vor Eintritt des Rentenalters der am ________ 1950 geborenen Ehefrau 
(vgl. Art. 21 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Alters- und 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Der+geb%FChrende+Unterhalt+entspricht+der+Lebenshaltung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-102%3Ade&number_of_ranks=0#page102
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https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Der+geb%FChrende+Unterhalt+entspricht+der+Lebenshaltung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-III-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Der+geb%FChrende+Unterhalt+entspricht+der+Lebenshaltung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-102%3Ade&number_of_ranks=0#page102

17

Urteil A 2020 14

Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Ein Hinweis auf eine allfällige künftige 
Zahlung im Zusammenhang mit den "aufgeschobenen, leistungsabhängigen Zuteilungen" 
der D.________ AG mit dem Zweck den Unterhalt der Ehefrau zu sichern, ist in Ziff. 1 der 
Scheidungskonvention namentlich nicht zu finden (vgl. im Gegensatz dazu exemplarisch 
BGer 2C_285/2019 vom 9. März 2020 E. 9.6.1 f., wo eine Zahlung aus [allerdings erst 
nach dem Scheidungszeitpunkt zugeteilten] Aktienoptionen vom Bundesgericht als 
Unterhaltszahlungen verstanden wurde, der dortigen Scheidungskonvention jedoch ein 
entsprechender Hinweis unter dem Kapitel über die Unterhaltsbeiträge entnommen 
werden konnte). Hinzu kommt, dass in Ziff. 2 der Vereinbarung verabredet wurde, dass 
der Ehefrau im Rahmen des Vorsorgeausgleichs ein Betrag von Fr. ________ zu 
überweisen ist. Auch darin ist kein Indiz für eine Qualifikation der streitgegenständlichen 
Anwartschaft als Unterhaltszahlung zu erblicken. Vielmehr ist gestützt darauf davon 
auszugehen, dass die vereinbarten Unterhaltszahlungen (bis Ende Juni 2014) und die 
Leistungen aus der 2. Säule zur Deckung des gebührenden Unterhalts der Ex-Ehefrau 
ausreichen dürften. 

Auch unter einer systematischen Betrachtung spricht nichts für die Annahme einer 
Unterhaltszahlung. Die infrage stehende Abrede über die hälftige Teilung der Zahlung aus 
den C.________-Bonds findet sich nämlich in Ziff. 4.2 der Scheidungskonvention und 
damit unter dem Kapitel 4 "güterrechtliche Auseinandersetzung". Die konkrete 
Ausgestaltung der hier interessierenden Anwartschaft lässt im Weiteren darauf schliessen, 
dass die Parteien eine Beteiligung in Anlehnung an die Errungenschaft im Blick hatten. Die 
"aufgeschobene, bedingte Vergütung" wurde zu einem Zeitpunkt zugesprochen (aber 
eben noch nicht definitiv zugeteilt), in welchem die Ehe noch Bestand hatte. Sie hatte 
ihren Ursprung also in jener Arbeitsleistung, die der Ehemann während der Ehe erbracht 
hatte. 

Eine gesamtheitliche Betrachtungsweise lässt folglich den Schluss zu, dass Sinn und 
Zweck der vereinbarten Regelung über die C.________-Bonds nicht die Sicherung des 
(gebührenden) Unterhalts der Ehefrau, sondern ihre Beteiligung an diesen, im Sinne einer 
Erhöhung des Vermögens – wie dies bei der güterrechtlichen Zuweisung von 
Vermögenswerten im Fokus steht – war. Es sind damit hinreichende Indizien vorhanden, 
die auf den wirklichen Willen der Parteien im dargelegten Sinne schliessen lassen.

7.2.2 Die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen vom 18. Dezember 2013 wurde vom 
Einzelrichter des Kantonsgerichts des Kantons Zug genehmigt und in Ziff. 4.1 des 

18

Urteil A 2020 14

Entscheides EO 2014 7 vom 11. März 2014 (StV-act. 4) unverändert wiedergegeben. 
Unter Ziff. 3 des Scheidungsurteils wird der Ehegattin in Abgeltung ihrer güterrechtlichen 
Ansprüche ein Betrag von Fr. ________ zugesprochen. Nach dem in vorstehender E. 6 
Ausgeführten konnte die Anwartschaft aus dem C.________-Bond im Zeitpunkt der 
Scheidung noch gar nicht auf die Ehefrau übertragen werden. So überrascht es nicht, 
dass diese unter Ziff. 3 des Scheidungsurteils nicht aufgeführt sind. Allerdings ist dem 
Entscheid auch unter Ziff. 2, wo der Ehegattin gestützt auf Art. 125 ZGB ab 1. Januar bis 
30. Juni 2014 eine Unterhaltszahlung von monatlich Fr. ________ zugesprochen wurde, 
kein Hinweis auf weitere künftige Zahlungen zur Deckung der Lebenshaltungskosten bzw. 
zur Deckung des während der Ehe gelebten Lebensstandards zu entnehmen. Folglich 
ergeben sich auch bei Betrachtung des Scheidungsurteils keine Indizien, die auf eine von 
den Parteien beabsichtigte Subsumierung des streitgegenständlichen – damals noch 
unsicheren, weil bedingten – Anspruchs unter den Titel des nachehelichen Unterhalts 
schliessen lassen. Zu berücksichtigen ist dabei ferner auch, dass die Vereinbarung über 
die Scheidungsfolgen in der mündlichen Verhandlung mit dem Scheidungsrichter 
besprochen – und wie zwischen den Parteien beschlossen – im Urteil festgehalten und 
genehmigt wurde. Im Rahmen der vorliegenden Vertragsauslegung ist der wirkliche Wille 
der Parteien im Zeitpunkt des Vertragsschlusses massgeblich. Wenn der Rekurrent nun 
(im Zeitpunkt des Vollzuges der Abrede) realisiert, dass die getroffene Vereinbarung aus 
steuerrechtlicher Sicht für ihn unvorteilhaft ist; so ändert dies nichts am seinerzeitigen 
wirklichen Willen der Parteien.

7.2.3 Es ist zwar nachvollziehbar, dass – aus Sicht des Rekurrenten – die Tatsache im 
Ergebnis störend ist, dass er die gesamte Steuerlast bezüglich der Auszahlung aus dem 
C.________-Bond alleine tragen muss, obwohl die Hälfte seiner Ex-Ehefrau zukommt (so 
wie dies von vornherein vereinbart worden war). Um dies zu verhindern, hätten die 
Parteien unter den gegebenen Umständen jedoch mittels interner Regelung eine faire 
Verteilung der Steuerlast vereinbaren müssen. Die Bereitschaft einer solchen Regelung 
zuzustimmen, hängt natürlich von der jeweiligen Verhandlungsposition der Ehegatten ab 
(vgl. Rüdisühli/Buser, a.a.O., S. 981). Ob solches bei der Ausarbeitung der 
Scheidungskonvention allenfalls gar Thema war und eventuell bewusst nicht vereinbart 
wurde, lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen und ist auch nicht weiter von 
Belang. Jedenfalls kann aber ein diesbezügliches Versäumnis mittels nachträglicher 
Erklärung – die streitgegenständliche Abrede sei im Sinne einer Unterhaltszahlung 
vereinbart worden – nicht nachgeholt werden. Dies muss insbesondere auch vor dem 
Hintergrund der gerichtlichen Genehmigung der Vereinbarung über die 

19

Urteil A 2020 14

Scheidungsnebenfolgen gelten, wurde diese doch dadurch Bestandteil des – 
zwischenzeitlich rechtskräftigen – Scheidungsurteils, womit sie ihren rein vertraglichen 
Charakter verliert. 

7.3 Zusammenfassend ist folglich bei der interessierenden Abwicklungszahlung – aus 
steuerrechtlicher Sicht – von einer Leistung im Rahmen der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung auszugehen. Als solche ist diese beim Rekurrenten nicht als 
Unterhaltszahlung zum Abzug gemäss § 30 Abs. 1 lit. c StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG 
zuzulassen. 

8. Nach dem Gesagten erweist sich der vorliegende Rekurs als unbegründet und ist 
dementsprechend abzuweisen. Der Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2020 betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 sowie die direkte Bundessteuer 2018 ist zu 
bestätigen. 

9.
9.1 Die unterliegende Partei trägt die Kosten des Rekursverfahrens (§ 120 Abs. 1 StG; 
Art. 144 Abs. 1 DBG). Die Höhe der Spruchgebühr beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15'000.– 
(§ 1 Abs. 1 der Verordnung über die Kosten vor dem Verwaltungsgericht [KoV VG; 
BGS 162.12]). Vorliegend unterliegt der Rekurrent vollständig, weshalb er die gesamten 
Kosten des Rekursverfahrens zu tragen hat. Die Kosten werden aufgrund des Zeit- und 
Arbeitsaufwandes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie dem Streitwert (§ 1 
Abs. 2 KoV VG) auf Fr. 2'000.– festgesetzt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet.

9.2 Bei diesem Verfahrensausgang ist dem Rekurrenten keine Parteientschädigung 
zuzusprechen (§ 120 Abs. 3 StG e contrario; Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] e contrario). Der 
Rekursgegnerin kann keine Entschädigung zugesprochen werden, da sie keine 
steuerpflichtige Person ist (§ 120 Abs. 3 StG) und zudem in ihrem amtlichen 
Wirkungskreis obsiegt (§ 28 Abs. 2a VRG).

20

Urteil A 2020 14

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Der Rekurs und die Beschwerde werden abgewiesen. 

2. Dem Rekurrenten wird eine Spruchgebühr von Fr. 2'000.– auferlegt, welche mit 
dem geleitsteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Vertreterin des Rekurrenten (im Doppel; mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung), an die Steuerverwaltung des Kantons Zug, an die 
Eidgenössische Steuerverwaltung, Bern, sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv zur Kenntnis an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 13. Dezember 2021

Im Namen der
ABGABERECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am