# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc5b7296-333a-5495-9586-c586961f8748
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.04.2013 SB130002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130002_2013-04-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130002-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic.iur. S. Volken, Präsident, und lic.iur. Ch. Prinz, 

Ersatzoberrichterin lic.iur. C. Brenn sowie der Gerichtsschreiber 

lic.iur. P. Rietmann 

Urteil vom 22. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic.iur. H. Bebié,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

mehrfacher Betrug etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung,  
vom 6. September 2012 (DG120096) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 21. März 2012 

(Urk. 35) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 60 und 63) 

"Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (ND 1) 

− des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 1, ND 2) 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in  

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 5, ND 7) 

− des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von  

Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 6) 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (ND 7)  

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (ND 5, ND 7). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute  

38 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 15 Monaten aufgeschoben und die  

Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 38 Tage, die durch  

Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmten und bei  

der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerten Elektronikgeräte (1 ... 

DVD-Player inkl. Manual, Fernbedienung, Netzkabel, 1 Lautsprecher "..." inkl. Kabel und 

Fernbedienung, 1 Fernsehgerät "...") werden der Privatklägerin B._____ nach Eintritt der 

Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt. 

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5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der 

Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Videoprojektor " …" wird dem 

Amt C._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehän-

digt. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der 

Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Tasche ("Lacoste", schwarz) 

wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt. 

7. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der 

Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Mobiltelefon ("Samsung" IMEI-

Nr. ... inkl. SIM-Card "...") D._____, ... [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes 

Verlangen ausgehändigt. 

8. Der Privatkläger E._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen (ND 2). 

9. Die Privatklägerin F._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen (ND 5 und 6). 

10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen (ND 7). 

11. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin G._____ 

AG ... Schadenersatz von Fr. 1'730.40 zu bezahlen (ND 7). 

12. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger H._____ 

Schadenersatz von Fr. 198.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren 

auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 1). 

13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 700.–   Auslagen Untersuchung 

Fr. 1'244.80   amtliche Verteidigung Untersuchung 

Fr.     amtliche Verteidigung (ausstehend) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

-   4   - 

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

15. (Mitteilungen.) 

16. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 64 S. 2): 

1. Dispositiv-Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und die  

beschuldigte Person sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 24 Mona-

ten Dauer. 

2. Dispositiv-Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und es sei 

der beschuldigten Person der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter  

Ansetzung einer Probezeit von fünf Jahren. 

b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 71): 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte und Prozessuales 

1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 6. September 2012 wurde 
der Beschuldigte A._____ vom Bezirksgericht Zürich, 4. Abt., wegen diverser De-

likte schuldig gesprochen und mit 27 Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wovon 15 

Monate bedingt aufgeschoben wurden. Weiter wurde über verschiedene Zivilfor-

derungen und beschlagnahmte Gegenstände befunden (Urk. 63 S. 31 ff.). Gegen 

das mündlich eröffnete und im Dispositiv übergebene Urteil (Prot. I S. 9) meldete 

-   5   - 

der Beschuldigte rechtzeitig Berufung an (Urk. 59). Nach Zustellung des begrün-

deten Urteils und Eingang der Akten am Obergericht reichte die Verteidigung am 

7. Januar 2013 innert Frist ihre Berufungserklärung ein (Urk. 64). Mit Präsidialver-

fügung vom 10. Januar 2013 wurde die Berufungserklärung der Staatsanwalt-

schaft zugestellt unter Hinweis auf die Möglichkeit einer Anschlussberufung oder 

eines Nichteintretensantrags (Urk. 67). Mit Eingabe vom 21. Januar 2013 verzich-

tete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung und beantragte Bestätigung 

des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 71), was wiederum der Verteidigung mitgeteilt 

wurde (Urk. 72). Beweisanträge wurden nicht gestellt. Mit Eingabe vom 18. April 

2013 reichte der Verteidiger des Beschuldigten sodann Kopien von Akten betref-

fend die in I._____ geführte Strafuntersuchung ins Recht (Urk. 77; Urk. 79/1-15; 

vgl. Urk. 75 und 76). 

1.2. Die Verteidigung beschränkte ihre Berufung explizit auf den Strafpunkt, mithin 
auf Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Dispositivs (Urk. 64 S. 2). Somit ist im Sinne 

von Art. 404 Abs. 1 StPO vorab festzustellen, dass der vorinstanzliche Entscheid 

in allen übrigen Punkten in Rechtskraft erwachsen ist.  

2. Strafzumessung 

2.1. Bezüglich des relevanten Strafrahmens sowie der theoretischen Strafzu-
messungsgrundlagen kann zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die de-

taillierten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 63 S. 7-10, Art. 82 

Abs. 4 StPO). Sowohl Urkundenfälschung als auch Betrug, Diebstahl und  

betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage weisen den gleichen 

abstrakten Strafrahmen von Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe auf. Die Vor-

instanz ist mit zutreffender Begründung vom Betrug gemäss ND 2 als schwerstem 

Delikt des Beschuldigten ausgegangen (Urk. 63 S. 8). Für dieses Delikt ist daher 

im Folgenden eine hypothetische Einsatzstrafe zu bemessen.  

 

 

-   6   - 

2.2. Tatkomponente 

a) Objektive Tatschwere 

Mit der Vorinstanz ist die objektive Tatschwere im Rahmen aller möglichen  

Betrugsdelikte als nicht mehr leicht zu bezeichnen. Der Beschuldigte schreckte 

nicht davor zurück, dem damals erst 25jährigen Geschädigten von Anfang an eine 

falsche Identität und ein freundschaftliches Verhältnis vorzugaukeln (Urk. ND 2/5 

S. 3 oben), um ihm schliesslich unter Vorlage einer gefälschten Urkunde den  

erheblichen Deliktsbetrag von Fr. 40‘000.-- abzuknöpfen. Dabei liess er sich auch 

nicht nach Auszahlung einer ersten Tranche von seinem Vorhaben abbringen, 

sondern traf sich erneut mit dem Geschädigten, um auch noch den Rest erhältlich 

zu machen, was auf eine erhebliche kriminelle Energie hindeutet. Zur systemati-

schen und raffinierten Planung und Vorgehensweise des Beschuldigten hat die 

Vorinstanz bereits das Wesentliche ausgeführt, worauf zu verweisen ist (Urk. 63 

S. 11f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte fest, es habe 

sich bei dem ertrogenen Geld nicht um Ersparnisse des Geschädigten E._____ 

gehandelt. Dieser sei dafür bekannt, dass er unter der Hand Kredite vergebe und 

dabei Zinsen von 10% pro Monat verlange (Urk. 80 S. 8). Hierfür lassen sich den 

Akten jedoch keinerlei Hinweise entnehmen. Auch ein im Recht befindlicher  

Kontoauszug des Geschädigten E._____ (Urk. ND 2/9/2) vermag die ent-

sprechenden Behauptungen des Beschuldigten nicht zu stützen. 

b) Subjektive Tatschwere 

Auch hinsichtlich des subjektiven Verschuldens hat die Vorinstanz zutreffende 

Ausführungen gemacht, auf welche vollumfänglich verwiesen sei (Urk. 63  

S. 12 ff.). Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz und aus rein finanziel-

len Motiven. Die Tatsache, dass er zur Tatzeit - erst gerade zwei Monate -  

arbeitslos war und deshalb über weniger Geld verfügen konnte, vermag ihn offen-

kundig in keiner Weise zu entlasten; er selbst sprach denn auch von einer „nicht 

allzu grossen Geldnot“ (Urk. ND 2/12 S. 2 und 9). Hinzu kommt, dass er auf  

die Hilfe der Behörden zählen konnte (Urk. ND 7/14 S. 1f.). Der Beschuldigte  

delinquierte auch nicht etwa unter dem Druck seiner massiven Schulden (vgl.  

-   7   - 

Urk. 63 S. 13), sondern verreiste vielmehr nach Erhalt des ertrogenen Geldes mit 

seiner Freundin nach Thailand in die Ferien (Urk. ND 2/12 S. 10). Wer so handelt, 

manifestiert einen krassen Egoismus und eine bedenkliche Skrupellosigkeit. Das 

subjektive Verschulden vermag die objektive Tatschwere jedenfalls nicht zu  

reduzieren - im Gegenteil.  

c) Einsatzstrafe 

Aufgrund der gesamten Tatschwere erscheint die von der Vorinstanz angesetzte 

hypothetische Einsatzstrafe von 18 Monaten als durchaus angemessen. 

2.3. Weitere Delikte 

Die Vorinstanz hat auch hinsichtlich der weiteren Delikte des Beschuldigten voll-

umfänglich zutreffende Erwägungen gemacht, worauf zu verweisen ist (Urk. 63 

S. 15 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Eine Wiederholung sämtlicher Punkte erübrigt sich.  

Zu Recht hat die Vorinstanz bezüglich ND 1 insbesondere den einerseits eher  

tiefen Deliktsbetrag und anderseits die äusserst systematische und planmässige 

Vorgehensweise des Beschuldigten betont. Hinsichtlich ND 5 und 6 wurde zutref-

fend darauf hingewiesen, dass der Beschuldigte hier spontan, mithin ohne grosse 

Planung, delinquiert hat, dies anderseits aber gerade auch seine Bereitschaft 

zeigt, bei praktisch jeder sich bietenden Gelegenheit Straftaten zu begehen. Der 

auch hier eher geringe Deliktsbetrag wird durch die Tatsache aufgewogen, dass 

der Vorsatz des Beschuldigten auch grössere Beträge mitumfasste, wären solche 

erhältlich gewesen. Auch hinsichtlich des Einbruchs gemäss ND 7 hat die  

Vorinstanz richtig ausgeführt, dass der Beschuldigte einen nicht unerheblichen 

Sachschaden und einen beträchtlichen Vermögensschaden verursacht hat, wobei 

er in jeder Hinsicht eine aktive Rolle am Geschehen einnahm. Der gut vorbereite-

te und mit mehreren Beteiligten durchgeführte Einbruch zeugt von einer beträcht-

lichen kriminellen Energie. Dass es betreffend des praktisch gleichzeitig verübten 

Einbruchs ins Coiffeurgeschäft bei einem Versuch blieb, wirkt sich mit der  

Vorinstanz kaum strafmindernd aus.  

-   8   - 

Insgesamt ging die Vorinstanz bezüglich der weiteren Delikte von einem nicht 

mehr leichten bis erheblichen Tatverschulden aus, was grundsätzlich nicht zu  

beanstanden ist. Die Tatsache, dass der Beschuldigte innerhalb nur gerade  

ca. eines halben Jahres die verschiedenartigsten Delikte zu Lasten diverser  

Geschädigten beging, obwohl er sich nicht in einer finanziellen Notlage befand, 

zeigt mit aller Deutlichkeit seine rücksichts- und bedenkenlose Einstellung gegen-

über fremden Eigentums und der Strafgesetzgebung an sich. Die vorinstanzliche 

Erhöhung der gedanklichen Einsatzstrafe um - asperiert - 12 Monate auf insge-

samt 30 Monate Freiheitsstrafe (Urk. 63 S. 19) ist ohne weiteres gerechtfertigt.  

2.4. Täterkomponente 

Auch hierzu kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 63 S. 19 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Neu hat sich bezüglich der 

Lebensumstände des Beschuldigten an der Berufungsverhandlung ergeben, dass 

er nicht mehr in I._____, sondern bei seiner Mutter an der …str. … in J._____ 

lebt. Zudem arbeitet der Beschuldigte seit vergangenem März für K._____ in 

L._____, wodurch er ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 3'850.-- erzielt. 

Seine vorherige Arbeitsstelle bei der … wurde dem Beschuldigten gekündigt, 

nachdem die Arbeitgeberin einen Strafregisterauszug von ihm verlangte. Seine 

gesamten Schulden belaufen sich auf circa Fr. 65'000.--, wobei gemäss Aussa-

gen des Beschuldigten keine neuen Betreibungen mehr dazu gekommen sind 

(Urk. 80 S. 1ff.). Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergibt 

sich nichts, was sich straferhöhend oder strafmindernd auswirken würde.  

Hingegen ist mit der Vorinstanz von einer erheblichen Straferhöhung aufgrund der 

zahlreichen - teils einschlägigen - Vorstrafen des Beschuldigten auszugehen, der 

sich weder durch die früheren Strafverfahren, die daraus resultierenden Verurtei-

lungen noch durch den Vollzug von insgesamt über 9 Monaten Freiheitsstrafen 

(vgl. Urk. 52 S. 5, Urk. 55 S. 3) beeindrucken liess. Ebenfalls erheblich strafer-

höhend wirkt sich aus, dass der Beschuldigte fast unmittelbar nach Ablauf der 

Probezeit nach seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug wie auch mehr-

fach während bereits laufender Strafuntersuchung erneut delinquierte (Urk. 63  

-   9   - 

S. 20). Dies zeugt von einer bedenklichen Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit 

des Beschuldigten gegenüber der Schweizer Rechtsordnung.  

Demgegenüber wirkt sich strafmindernd aus, dass der Beschuldigte alle Anklage-

punkte anerkannt hat. Die Vorinstanz hat indes zutreffend und detailliert darauf 

hingewiesen, dass der Beschuldigte nicht von Anfang an in allen Teilen geständig 

war und sich vor allem auch bezüglich des Hauptdelikts nur schwer und erst unter 

der Last weiterer Beweismittel zu einem vollen Geständnis durchzuringen  

vermochte (vgl. Urk. 63 S. 21f., Urk. ND 2/12 S. 6f. und S. 11f.). Insgesamt ist 

festzuhalten, dass das Geständnis des Beschuldigten die Untersuchung nicht  

wesentlich erleichterte und damit nur leicht strafmindernd ins Gewicht fällt. Eben-

falls strafmindernd hielt die Vorinstanz fest, der Beschuldigte habe sich verpflich-

tet, einen Teil (Fr. 30‘000.--) des von E._____ ertrogenen Betrags zurückzuzah-

len, wobei der Beschuldigte bisher bereits Fr. 14‘000.-- bezahlt habe (Urk. 63 

S. 23; vgl. auch Urk. 80 S. 3f.). Irgendwelche Belege für diese Behauptung des 

Beschuldigten resp. der Verteidigung (Urk. 11 S. 4; Urk. 55 S. 4) wurden bisher 

indes nicht eingereicht. Selbst wenn man dies aber als erstellt erachten wollte und 

dem Beschuldigten demgemäss eine erhebliche Strafminderung zubilligen würde, 

würden sich die straferhöhenden sowie die strafmindernden Täterkomponenten - 

für den Beschuldigten bestenfalls - die Waage halten. Angesichts der doch be-

trächtlichen Straferhöhungsgründe liesse sich - entgegen der Ansicht der Vo-

rinstanz - eine Reduktion der Gesamtstrafe aufgrund der strafmindernden  

Elemente jedenfalls nicht rechtfertigen (Urk. 63 S. 24). 

Der Verteidiger des Beschuldigten machte anlässlich der Berufungsverhandlung 

geltend, die Vorinstanz habe in ihrem Urteil statuiert, die Gesamtstrafe sei um  

einen Viertel zu reduzieren, habe diese Reduktion in der Folge aber rechnerisch 

nicht korrekt vorgenommen (Urk. 81 S. 3). Dabei verkennt er, dass die Vorinstanz 

vor Abzug des fraglichen Viertels auch die straferhöhenden Täterkomponenten 

berücksichtigte (vgl. Urk. 63 S. 20f.). 

Der Verteidiger führte sodann aus, das Strafverfahren in I._____, in welchem der 

Beschuldigte Opfer geworden sei, habe diesen traumatisiert. Der Beschuldigte 

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durchlebe immer wieder Angstgefühle. Er leide sowohl unter Angst vor dem Straf-

vollzug als auch an existenziellen Ängsten. Diesen Umständen müsse Rechnung 

getragen werden (Urk. 81 S. 4). Mit diesen Vorbringen macht der Verteidiger 

sinngemäss eine erhöhte Strafempfindlichkeit des Beschuldigten geltend bzw. 

wirft die Frage nach dessen Straferstehungsfähigkeit auf. Letztere kann nicht 

durch das hiesige Gericht geprüft werden; vielmehr obliegt die Beurteilung der 

Straferstehungsfähigkeit der zuständigen Vollzugsbehörde. Eine erhöhte Straf-

empfindlichkeit kann dem Beschuldigten sodann nicht zugestanden werden. Der 

dem Gericht zur Kenntnis gebrachte Vorfall in I._____ hat sich bereits vor rund ei-

nem Jahr abgespielt (Urk. 79/2). Der Beschuldigte benötigte in der Folge des auf 

ihn verübten Übergriffs keine psychologische oder psychiatrische Behandlung und 

er scheint durch die Vorkommnisse auch in seiner Arbeitsfähigkeit nicht einge-

schränkt worden zu sein (Urk. 80 S. 1ff. und S. 6). Eine im Sinne einer erhöhten 

Strafempfindlichkeit wesentliche Traumatisierung des Beschuldigten ist somit 

nicht nachgewiesen, auch wenn die durch den Verteidiger eingereichten Kopien 

aus dem Strafverfahren in I._____ (Urk. 79/1-15) eine erhebliche gewalttätige 

Einwirkung auf den Beschuldigten aufzuzeigen vermögen. 

Damit bliebe es bei der auf den Tatkomponenten basierenden Strafe von  

30 Monaten Freiheitsstrafe. Selbst wenn eine Strafminderung aufgrund einer  

erhöhten Strafempfindlichkeit angenommen würde, könnte die vorliegend festzu-

legende Strafe nicht unterhalb der durch die Vorinstanz festgesetzten 27 Monaten 

Freiheitsstrafe bemessen werden. 

2.5. Aufgrund des Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO 
ist eine Erhöhung der Strafe zu Lasten des Beschuldigten nicht zulässig. Er ist 

somit auch heute mit 27 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen, wovon 38 Tage 

Untersuchungshaft anzurechnen sind.  

3. Strafvollzug 

3.1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundsätze zur Frage des Strafvollzugs 
richtig dargelegt. Darauf kann vorab verwiesen werden (Urk. 63 S. 25, Art. 82 

Abs. 4 StPO). Zutreffend hat sie zudem auf die diversen, teilweise auch ein-

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schlägigen Vorstrafen des Beschuldigten hingewiesen, was deutlich gegen eine 

günstige Zukunftsprognose spricht. Es sind denn auch keineswegs nur Konkurs-

delikte, die den Leumund des Beschuldigten trüben: Vielmehr machte er sich im 

Laufe der letzten Jahre auch massiverer Delikte wie Raub, Diebstahl, Vergehen 

gegen das BetmG oder Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schul-

dig (Urk. 66). Nicht eben für den Beschuldigten spricht auch die Tatsache, dass er 

die vorliegenden Delikte nur gerade wenige Monate nach Ablauf der ihm mit Urteil 

vom 21. April 2006 angesetzten dreijährigen Probezeit begangen hat. Offen-

kundig nicht nachhaltig beindruckt haben ihn sodann die am 19. September 2006 

ausgefällte unbedingte Gefängnisstrafe von 4 Monaten sowie die am 19. Septem-

ber 2007 ausgefällten 5 Monate unbedingter Freiheitsstrafe (und Busse). Nur  

gerade rund ein Jahr nach seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug 

 - von immerhin über 9 Monaten Freiheitsstrafe - und nur kurz nach Ablauf der 

ihm damals angesetzten Probezeit (Urk. 66 S. 4) liess er sich bereits wieder zu 

den in ND 1 und ND 2 eingeklagten Delikten hinreissen (Urk. 35 S. 2f.).  

3.2. Angesichts dieser Umstände müssten schon unzweifelhafte Hinweise dafür 
vorliegen, dass der Beschuldigte sein Leben vollends geändert hat, um erneut  

eine (teil-)bedingte Strafe ausfällen zu können. Die Vorinstanz ging davon aus, 

dass solche gegeben sind: Der Beschuldigte habe gemäss seinen Aussagen vor 

Vorinstanz aus dem Ganzen gelernt und seinem früheren Lebenswandel definitiv 

abgeschworen. Belegt sei zudem, dass der Beschuldigte heute wieder arbeitstätig 

sei und monatlich brutto Fr. 5'300.– zuzüglich 13. Monatslohn verdiene. Er lebe in 

einer dreieinhalbjährigen gefestigten Beziehung mit seiner Freundin und sei von 

L._____ weggezogen, um gemäss seinen eigenen Aussagen mit seinem alten 

Leben und seinem schlechten Umfeld endgültig abzuschliessen. Darüber hinaus 

gehe aus dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes M._____ hervor, 

dass der Beschuldigte seit dem 1. Dezember 2011 dort nicht mehr betrieben  

worden sei. Auch auf dem zuständigen Betreibungsamt in I._____, wo er seit dem 

1. Februar 2012 wohnhaft sei, seien gemäss Plädoyer seines Verteidigers keine 

Betreibungsbegehren gegen den Beschuldigten eingegangen (Urk. 55 S. 6). Be-

rücksichtige man schliesslich, dass der Beschuldigte zumindest dafür mitgesorgt 

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und sich mitbemüht habe, E._____ den ertrogenen Betrag von Fr. 40'000.–  

zurückzuzahlen, so sei davon ausgehen, dass sich die Lebenshaltung des Be-

schuldigten tatsächlich zum Positiven hin verändert habe (Urk. 63 S. 26).  

3.3. Gemäss den Ausführungen des Beschuldigten anlässlich der Berufungsver-
handlung lebt dieser heute nicht mehr in I._____, sondern in J._____. Zudem  

arbeitet der Beschuldigte neu in L._____ (Urk. 80 S. 2). Damit ist er seinem frühe-

ren Umfeld, welches er mit seinen Taten in Verbindung bringt (Urk. 80 S. 4 und  

S. 7), wieder näher. Hinsichtlich seiner beruflichen Situation ist zudem zu berück-

sichtigen, dass der Beschuldigte zwar im vorliegenden Tatzeitpunkt offenbar ar-

beitslos war (Urk. 54 S. 2), indes in früheren Jahren auch delinquierte, wenn er 

eine Arbeitsstelle hatte (Urk. 12 S. 2; vgl. auch Urk. ND 2/12 S. 2 und 9). Die vor 

Vorinstanz angegebene neue Anstellung hatte er in diesem Zeitpunkt erst gerade 

3 Monate inne. Diese wurde ihm in der Zwischenzeit gekündigt, wobei er an sei-

ner aktuellen Arbeitsstelle wiederum erst seit einem Monat tätig ist. Im Übrigen ist 

bei Strafen im vorliegend zur Frage stehenden Umfang in der Regel Halbgefan-

genschaft möglich, sodass es nicht zu einem Stellenverlust kommen muss (was 

dem Beschuldigten schon lange bekannt ist; vgl. Urk. 7 S. 3 oben). Dass der Be-

schuldigte seit 1. Dezember 2011 in M._____ nicht mehr betrieben wurde, vermag 

keine günstige Prognose zu bewirken, zumal er bereits am 1. Februar 2012 von 

dort wegzog. Ein Betreibungsregisterauszug von I._____ ist die Verteidigung bis 

heute schuldig geblieben (vgl. Urk. 55 S. 6). Auch hinsichtlich seines aktuellen 

Wohnortes in J._____ wurde kein Betreibungsregisterauszug vorgelegt, um die 

Behauptung des Beschuldigten, dass keine neueren Betreibungen vorliegen (Urk. 

80 S. 3), zu untermauern. Schliesslich ist zu vermerken, dass der Beschuldigte 

vor Vorinstanz am 6. September 2012 angab, er führe bereits seit 3,5 Jahren eine 

Beziehung mit seiner Freundin, was ihn gefestigt habe (Urk. 52 S. 3, Urk. 12  

S. 3). Dazu ist festzuhalten, dass der Beschuldigte auch im Zeitpunkt der vorlie-

genden Taten bereits seit mehr als einem Jahr mit seiner Freundin zusammen 

war, was ihn nicht vor weiterer Delinquenz abhalten konnte. Im Gegenteil flog er 

mit ebendieser Freundin nach Thailand in die Ferien, nachdem er die Fr. 40‘000.-- 

gemäss ND 2 erhalten hatte (Urk. ND 2/12 S. 10). Positiv zu vermerken ist indes, 

-   13   - 

dass der Beschuldigte seit Juli 2010 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung ge-

treten ist. Aus der im Kanton Graubünden pendenten Strafuntersuchung darf auf-

grund der Unschuldsvermutung nichts zu Lasten des Beschuldigten abgeleitet 

werden. Vor dem Hintergrund, dass aus den diesbezüglichen Akten ersichtlich 

wird, dass in I._____ ein erheblicher gewalttätiger Übergriff auf den Beschuldigten 

verübt worden ist, erscheinen die Äusserungen des Beschuldigten, gemäss wel-

chen ihm dieser Vorfall die Augen geöffnet habe (vgl. Urk. 80 S. 7), nicht un-

glaubhaft, vermögen die Prognose des Beschuldigten jedoch insgesamt nicht 

ausschlaggebend zu beeinflussen. 

3.4. Insgesamt verbleiben an der erforderlichen günstigen Prognose nach wie vor 
erhebliche Zweifel, was an sich sogar zu einer vollständig unbedingt ausgefällten 

Strafe führen müsste (vgl. BGE 134 IV 14 E. 5.5.1). Aufgrund des Verschlechte-

rungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO kann der Entscheid der  

Vorinstanz indes nicht zu Lasten des Beschuldigten abgeändert werden. Somit ist 

dem Beschuldigten auch zweitinstanzlich der teilbedingte Strafvollzug zu gewäh-

ren. Ein Anlass, den zu vollziehenden Teil von 12 Monaten Freiheitsstrafe oder 

die erstinstanzlich angesetzte Probezeit von 5 Jahren zu reduzieren, besteht an-

gesichts dieser Umstände jedenfalls mit Sicherheit nicht. Die Anordnung der Vo-

rinstanz ist somit zu bestätigen.  

4. Kostenfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Beschuldigten vollumfänglich aufzu-

erlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO), wobei die Kosten der amtlichen Verteidigung zwar 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind, der Beschuldigte diese indes 

zu bezahlen hat, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 426 

Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). Ein Anlass, die Kosten definitiv auf die  

Gerichtskasse zu nehmen, wie es der Verteidiger beantragte (Urk. 81 S. 5),  

besteht beim arbeitstätigen Beschuldigten nicht.  

-   14   - 

5. DNA-Abnahme 

Die Anklagebehörde stellte den Antrag, es sei beim Beschuldigten die Abnahme 

einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils anzuordnen (Urk. 35 S. 7,  

Urk. 54 S. 1, vgl. Urk. 55 S. 8). Die Vorinstanz hat darüber nicht entschieden und 

sich auch sonst nicht dazu geäussert. Nachdem indes nur der Beschuldigte  

Berufung erhoben hat, kann auf diesen Antrag nicht mehr eingegangen werden  

(Art. 391 Abs. 2 StPO).  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abt., vom 

6. September 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (ND 1) 

− des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 1, ND 2) 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 5, ND 7) 

− des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von 

Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 6)  

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (ND 7) 

sowie 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (ND 5, 

ND 7). 

2.-3. (…) 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmten und 

bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerten Elektronikgerä-

te (1 ... DVD-Player inkl. Manual, Fernbedienung, Netzkabel, 1 Lautsprecher "..." inkl. 

Kabel und Fernbedienung, 1 Fernsehgerät "...") werden der Privatklägerin B._____ 

nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt. 

5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und 

bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Videoprojektor 

-   15   - 

"…" wird dem Amt C._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Ver-

langen ausgehändigt. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und 

bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Tasche ("Lacos-

te", schwarz) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlan-

gen ausgehändigt. 

7. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und 

bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Mobiltelefon 

("Samsung" IMEI-Nr. ... inkl. SIM-Card "...") D._____, ... [Adresse], nach Eintritt der 

Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt. 

8. Der Privatkläger E._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen (ND 2). 

9. Die Privatklägerin F._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen (ND 5 und 6). 

10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen (ND 7). 

11. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin  

G._____ AG ... Schadenersatz von Fr. 1'730.40 zu bezahlen (ND 7). 

12. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger  

H._____ Schadenersatz von Fr. 198.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das  

Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 1). 

13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 700.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 1'244.80   amtliche Verteidigung Untersuchung 

Fr.     amtliche Verteidigung (ausstehend) 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Ge-

-   16   - 

richtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO.“ 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe,  

wovon 38 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 15 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, 

abzüglich 38 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die 

Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 
vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt) 
 

− den Privatkläger E._____, … [Adresse] (versandt) 

-   17   - 

− die Privatklägerin F._____, … [Adresse] (versandt) 
− die Privatklägerin B._____, … [Adresse] (versandt) 
− die Privatklägerin G._____ AG, … [Adresse] (versandt) 
− den Privatkläger H._____, … [Adresse] (versandt) 

 
(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes 

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

-   18   - 

 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 22. April 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic.iur. S. Volken 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. P. Rietmann 
 

 

	Urteil vom 22. April 2013
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 60 und 63)
	"Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (ND 1)
	 des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 1, ND 2)
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in  Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 5, ND 7)
	 des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von  Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 6)
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (ND 7)
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (ND 5, ND 7).

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute  38 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 15 Monaten aufgeschoben und die  Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 38 Tage, die durch  Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmten und bei  der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerten Elektronikgeräte (1 ... DVD-Player inkl. Manual, Fernbedienung, Netzkabel, 1 Lautsprecher "..." in...
	5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Videoprojektor " …" wird dem Amt C._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verla...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Tasche ("Lacoste", schwarz) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen...
	7. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Mobiltelefon ("Samsung" IMEI-Nr. ... inkl. SIM-Card "...") D._____, ... [Adresse], nach Eintritt der ...
	8. Der Privatkläger E._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 2).
	9. Die Privatklägerin F._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 5 und 6).
	10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 7).
	11. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin G._____ AG ... Schadenersatz von Fr. 1'730.40 zu bezahlen (ND 7).
	12. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger H._____ Schadenersatz von Fr. 198.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 1).
	13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	15. (Mitteilungen.)
	16. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Dispositiv-Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und die  beschuldigte Person sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten Dauer.
	2. Dispositiv-Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und es sei der beschuldigten Person der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter  Ansetzung einer Probezeit von fünf Jahren.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte und Prozessuales
	1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 6. September 2012 wurde der Beschuldigte A._____ vom Bezirksgericht Zürich, 4. Abt., wegen diverser Delikte schuldig gesprochen und mit 27 Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wovon 15 Monate bedin...
	1.2. Die Verteidigung beschränkte ihre Berufung explizit auf den Strafpunkt, mithin auf Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Dispositivs (Urk. 64 S. 2). Somit ist im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO vorab festzustellen, dass der vorinstanzliche Entscheid ...
	2. Strafzumessung
	2.1. Bezüglich des relevanten Strafrahmens sowie der theoretischen Strafzumessungsgrundlagen kann zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die detaillierten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 63 S. 7-10, Art. 82 Abs. 4 StPO). Sowohl Urk...
	2.2. Tatkomponente
	2.3. Weitere Delikte
	Die Vorinstanz hat auch hinsichtlich der weiteren Delikte des Beschuldigten vollumfänglich zutreffende Erwägungen gemacht, worauf zu verweisen ist (Urk. 63 S. 15 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Eine Wiederholung sämtlicher Punkte erübrigt sich.
	Zu Recht hat die Vorinstanz bezüglich ND 1 insbesondere den einerseits eher  tiefen Deliktsbetrag und anderseits die äusserst systematische und planmässige Vorgehensweise des Beschuldigten betont. Hinsichtlich ND 5 und 6 wurde zutreffend darauf hingew...
	Insgesamt ging die Vorinstanz bezüglich der weiteren Delikte von einem nicht mehr leichten bis erheblichen Tatverschulden aus, was grundsätzlich nicht zu  beanstanden ist. Die Tatsache, dass der Beschuldigte innerhalb nur gerade  ca. eines halben Jahr...
	2.4. Täterkomponente
	2.5. Aufgrund des Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO ist eine Erhöhung der Strafe zu Lasten des Beschuldigten nicht zulässig. Er ist somit auch heute mit 27 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen, wovon 38 Tage Untersuchungshaft ...
	3. Strafvollzug
	3.1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundsätze zur Frage des Strafvollzugs richtig dargelegt. Darauf kann vorab verwiesen werden (Urk. 63 S. 25, Art. 82 Abs. 4 StPO). Zutreffend hat sie zudem auf die diversen, teilweise auch einschlägigen Vorst...
	4. Kostenfolgen
	5. DNA-Abnahme

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abt., vom 6. September 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (ND 1)
	 des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 1, ND 2)
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 5, ND 7)
	 des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 6)
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (ND 7) sowie
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (ND 5, ND 7).
	2.-3. (…)
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerten Elektronikgeräte (1 ... DVD-Player inkl. Manual, Fernbedienung, Netzkabel, 1 Lautsprecher "..." ink...
	5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Videoprojektor "…" wird dem Amt C._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlan...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Tasche ("Lacoste", schwarz) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen...
	7. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. März 2012 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkaution Nr. ... gelagerte Mobiltelefon ("Samsung" IMEI-Nr. ... inkl. SIM-Card "...") D._____, ... [Adresse], nach Eintritt der ...
	8. Der Privatkläger E._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 2).
	9. Die Privatklägerin F._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 5 und 6).
	10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 7).
	11. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin  G._____ AG ... Schadenersatz von Fr. 1'730.40 zu bezahlen (ND 7).
	12. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger  H._____ Schadenersatz von Fr. 198.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das  Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (ND 1).
	13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.“
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe,  wovon 38 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 15 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 38 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemä...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt)
	 den Privatkläger E._____, … [Adresse] (versandt)
	 die Privatklägerin F._____, … [Adresse] (versandt)
	 die Privatklägerin B._____, … [Adresse] (versandt)
	 die Privatklägerin G._____ AG, … [Adresse] (versandt)
	 den Privatkläger H._____, … [Adresse] (versandt)
	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.