# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b891e05-5ddf-50e0-a4cb-0b7da0fcb12a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.10.2018 200 2018 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-115_2018-10-23.pdf

## Full Text

200 18 115 UV
FUE/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Januar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) war bei der damaligen C.________ AG als … angestellt und da-
durch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend 
Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Be-
rufs- und Nichtberufsunfällen versichert (Akten der Suva [act. II] 1; 192). 
Am … 2013 stürzte der Versicherte beim Ausschalen einer … von der … 
und zog sich dabei insbesondere eine (in der Folge operativ versorgte) 
dislozierte Calcaneustrümmerfraktur im linken Fuss sowie diverse Kontusi-
onen zu (act. II 1; 10 -13; 82). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, 
indem sie für die Heilungskosten aufkam und Taggelder ausrichtete 
(act. II 2). 

Auch nach der Metallentfernung im Januar 2014 (act. II 82) klagte der Ver-
sicherte über persistierende Schmerzen von Seiten des linken Fusses (act. 
II 90), woraufhin der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. D.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Agenturärztlicher Dienst, die angestammte Tätigkeit (als …) als unzumut-
bar beurteilte, während er hinsichtlich einer den Leiden angepassten Tätig-
keit eine volle Einsatzfähigkeit attestierte (act. II 93). In der Folge 
veranlasste die IV-Stelle des Kantons Bern (nachfolgend IVB) berufliche 
Massnahmen (vgl. act. II 136), welche zwischenzeitlich gesundheitsbedingt 
– u.a. unter Hinweis auf rechtsseitige Kniebeschwerden – unterbrochen 
(act. II 144 S. 1; 182 S. 1; Akten der Suva [act. IIA] 211; 224; 297 S. 9 f.) 
respektive per 29. Februar 2016 aufgrund der „gesundheitlichen Situation“ 
(mit insbesondere medialer Meniskusrefixation im rechten Knie [act. IIA 
337]) abgebrochen wurden (act. IIA 326 S. 2; 338 S. 2). Mit Schreiben vom 
26. Mai 2016 (act. IIA 342) teilte die Suva dem Versicherten mit, die 
kreisärztliche Abschlussuntersuchung (durch Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Agenturärztlicher Dienst) vom 9. 
März 2016 (act. IIA 316) habe ergeben, eine Behandlung sei nicht mehr 
notwendig, weshalb die Heilungskosten und die Taggeldleistungen per 31. 
Mai 2016 eingestellt würden; ferner seien die im Juni 2015 gemeldeten 

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Kniebeschwerden rechts nicht unfallbedingt. Mit Verfügung vom 31. Mai 
2016 (act. IIA 345) verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente sowie – mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs mit dem 
Ereignis vom … 2013 – auf Leistungen in Zusammenhang mit den (von Dr. 
med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Agenturärztlicher Dienst, im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung 
beurteilten [vgl. act. IIA 256 S. 7]) psychischen Beschwerden, sprach dem 
Versicherten jedoch aufgrund einer leichten bis mässigen Arthrose im lin-
ken unteren Sprunggelenk (vgl. act. IIA 315) eine auf einer Integritätsein-
busse von 5% basierende Integritätsentschädigung zu. Die dagegen vom 
Versicherten erhobene Einsprache (act. IIA 354) wies die Suva – nachdem 
sie u.a. ein von der IVB bei der Begutachtungsstelle G.________ veran-
lasstes, chirurgisch-traumatologisch-psychiatrisches Gutachten beigezogen 
hatte (Expertise vom 12. Dezember 2016 [act. IIA 380]) – mit Entscheid 
vom 2. Januar 2018 (act. IIA 392) ab. 

Die IVB verneinte bei einem Invaliditätsgrad von 18% einen Anspruch auf 
eine Invalidenrente (Verfügung vom 6. März 2017 [act. IIA 382 S. 2 ff.]).

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Januar 2018 liess der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, mit Eingabe vom 5. Februar 
2018 Beschwerde erheben. Er stellt die folgenden Anträge: 

1. Die Verfügung (richtig: der Einspracheentscheid) vom 2. Januar 2018 sei 
aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Leistungsansprüche des 
Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der erlittenen Knieverletzung 
und seiner psychischen Beeinträchtigungen erneut zu prüfen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Schreiben vom 8. Juni 2018 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine 
Replik.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 10. August 2018 räumte der Instrukti-
onsrichter der Beschwerdegegnerin die Gelegenheit ein, allenfalls unter 
Beizug einer fachmedizinischen Stellungnahme zur Frage nach der 
indirekten Kausalität zwischen dem Ereignis vom … 2013 und der im 
weiteren Verlauf festgestellten und operativ versorgten Kniebeschwerden 
rechts Stellung zu nehmen. 

Mit Eingabe vom 28. September 2018 nahm die Beschwerdegegnerin unter 
Verweis auf eine von ihr ins Recht gelegte, von PD Dr. med. H.________, 
Facharzt für Chirurgie, verfasste Chirurgische Beurteilung vom 11. Sep-
tember 2018 (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIB]) Stellung. Gleichzei-
tig hält sie an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Oktober 2018 stellte der Instrukti-
onsrichter die Stellungnahme inklusive Beilage dem Beschwerdeführer zu.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 31. Mai 2017 (act. IIA 345) 
bestätigende Einspracheentscheid vom 2. Januar 2018 (act. IIA 392). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung in Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom … 2013.  

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer T.________ beste-
hend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 
832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – 
wie vorliegend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 
2015 des UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 
Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt 
(Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 
2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) 
sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 
und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheit-
lichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

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2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3). Sind die geklagten 
Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv 
ausgewiesen, so ist die Adäquanz besonders zu prüfen. Dabei ist vom 
augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls 
weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Hat die versicherte Person 
beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche die Anwendung der 
Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hiebei die durch 
BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff. präzisierten Kriterien massgebend. Ist 
diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die 
Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem 
Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; sog. Psycho-
Praxis), anzuwenden (BGE 138 V 248 E. 4 S. 251). 

2.4.2 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig 
von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung 
einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte 
geprüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 

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(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 7. September 2017, 8C_142/2017, E. 4).

3.

3.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis vom … 2013, 
bei dem der Beschwerdeführer beim Arbeiten von einer … drei bis vier Me-
ter in die Tiefe gestürzt ist (act. II 10 S. 1; 13 S. 1; 21 S. 2) und sich dabei 
diverse Verletzungen zugezogen hat (vgl. act. II 13 S. 1), einen Unfall im 
Rechtssinne (Art. 4 ATSG) darstellt. 

3.2 Zum Gesundheitszustand lässt sich den medizinischen Akten im 
hier massgeblichen Beurteilungszeitraum bis zum angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 2. Januar 2018 (act. IIA 392) im Wesentlichen Folgen-
des entnehmen: 

3.2.1 Vom … bis … 2013 war der Beschwerdeführer im Spital 
I.________ hospitalisiert. Im entsprechenden, u.a. vom Klinikleiter PD Dr. 
med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, unterzeichneten Austrittsbericht vom 12. August 
2013 (act. II 13) wurden die folgenden Diagnosen gestellt: 

1. Dislozierte Calcaneustrümmerfraktur, Ruptur Retinaculum peronaele superius mit 
initialem Kompartmentsyndrom medial Fuss links

2. Multiple Kontusionen im Rahmen Diagnose 1
- Beckenkamm rechts, Knie links und Handgelenk rechts ohne ossäre Läsion
- CT- Abdomen: keine Hinweise für intraabdominelle Organverletzung

Der Beschwerdeführer sei am … 2013 auf einer … aus vier Metern Höhe 
von einem Gerüst gestürzt. Die klinische, konventionell-radiologische und 

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computertomographische Untersuchung im Spital K.________ habe eine 
dislozierte Calcaneusfraktur links mit zusätzlich Handgelenks- und Becken-
kontusion ergeben (vgl. act. II 27). Eine abdominale Verletzung sei ausge-
schlossen worden (vgl. act. II 28). In der Folge sei der Beschwerdeführer 
zur operativen Versorgung der Verletzungen des Bewegungsapparates ins 
Spital I.________ zugewiesen worden. Bei Eintritt habe sich ein Kompart-
mentsyndrom des linken Fusses gezeigt, woraufhin eine notfaltmässige 
Kompartmentspaltung erfolgt sei. Bei regelrechtem Verlauf sei am … 2013 
der Sekundärverschluss durchgeführt worden (vgl. act. II 11). Die definitive 
operative Versorgung der Calcaneustrümmerfraktur sei am … 2013 mittels 
halboffener Reposition, Platten- und Schraubenosteosynthese durchgeführt 
worden (vgl. act. II 10 S. 1). Der weitere Verlauf habe sich problemlos dar-
gestellt. Am … 2013 seien die Gipszirkularisierung und die Entlassung 
nach Hause erfolgt. 

Der Heilungsverlauf präsentierte sich in der Folge zeitgerecht (act. II 24; 
45), der Beschwerdeführer klagte im Verlauf über zwar rückläufige, jedoch 
anhaltende Beschwerden im linken Fuss (act. II 61). 

3.2.2 Vom … bis … 2013 hielt sich der Beschwerdeführer zwecks Re-
habilitation in der Klinik L.________ auf. Im entsprechenden Austrittsbericht 
vom 16. Dezember 2013 (act. II 73) wurde festgehalten, der Beschwerde-
führer berichte über eine bessere Situation bezüglich Zehenbeweglichkeit 
sowie bessere Beweglichkeit im ganzen Fuss links. Die Schmerzproblema-
tik bleibe aber unverändert (S. 7). Aktuell bestehe noch eine Schwellung im 
ganzen linken Fuss, besonders bei längerem Laufen oder Stehen. Klinisch 
zeigten sich eine ausgeprägte Druckdolenz über dem lateralen Fussrand 
und über dem Malleolus medialis mit deutlich eingeschränkter OSG-
Beweglichkeit. Konventionell-radiologisch zeige sich eine zunehmende 
Konsolidation der chirurgisch versorgten Calcaneusfraktur mit aber noch 
teilweise einsehbaren Frakturspalten bzw. noch nicht vollständig konsoli-
dierten Frakturanteilen bei intaktem und in situ liegendem Osteosynthese-
material ohne Lockerungszeichen desselben (S. 2). 

3.2.3 Am … 2014 erfolgte die vollständige Osteosynthesematerialent-
fernung im Calcaneus links (act. II 82). Im Bericht vom 24. Januar 2014 
(act. II 90) hielten PD Dr. med. J.________ und med. pract. M.________, 

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Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, fest, die Wundheilung nach der Metallentfernung sei zeit-
gerecht; ansonsten sei der Verlauf unverändert protrahiert ohne absehbare 
Besserungstendenz (S. 1). 

3.2.4 Im Bericht vom 10. Februar 2014 (act. II 93) hielt der Kreisarzt-
Stellvertreter Dr. med. D.________ fest, in Anbetracht der erlittenen Verlet-
zung müsse davon ausgegangen werden, dass die angestammte 
berufliche Tätigkeit definitiv nicht mehr zumutbar sei. Ein ganztägiger Ein-
satz für Überwachungsfunktionen und leichte körperliche Aktivitäten in vor-
wiegend sitzender Position ohne Heben und Tragen von Lasten über 5kg, 
ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne Gehen in unwegsa-
mem Gelände sei jedoch zumutbar (S. 2). 

3.2.5 Im Bericht vom 31. März 2014 (act. II 110) hielten PD Dr. med. 
J.________ und Dr. med. N.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, Befund und Be-
schwerden seien unverändert. Die MRI-Untersuchung (vgl. act. II 106 S. 1) 
zeige keine entzündliche Aktivität des unteren Sprunggelenkes. Die Stel-
lung des Rückfusses und des Calcaneus seien korrekt. Operative Mass-
nahmen seien zur Zeit nicht indiziert und auch nicht erfolgversprechend zur 
Beschwerdeverbesserung. Es werde die Weiterführung der ambulanten 
Physiotherapie empfohlen (act. II 110 S. 1).

3.2.6 Dr. med. O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 17. Oktober 2014 (act. II 138) fest, die linksseitigen 
Fussschmerzen bei Status nach Calcaneusfraktur hätten stark zugenom-
men. Zusätzlich seien ischialgiforme Beschwerden am linken Bein aufge-
treten, welche wahrscheinlich mit der Fussverletzung zusammen hingen, 
aber auch vertebragen bedingt sein könnten. Obendrein seien wieder 
Schmerzen am Gesäss mit Verdacht auf ein Rezidiv der Sinus pilonidalis 
aufgetreten, wofür er – Dr. med. O.________ – dem Beschwerdeführer 
eine antibiotische Behandlung verordnet habe. Da ihm nicht nur das Ste-
hen und Gehen, sondern jetzt auch das Sitzen Mühe mache, habe er den 
Beschwerdeführer ab dem 15. Oktober 2014 zu 50% arbeitsunfähig ge-
schrieben. Seit dem 1. September 2014 finde eine von der IV veranlasste 

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arbeitsmarktliche Abklärung statt, wo der Beschwerdeführer nur sitzende 
Arbeit zu verrichten habe. 

3.2.7 Im Bericht vom 18. November 2014 (act. II 160 S. 5 f.) diagnosti-
zierte PD Dr. med. J.________ neuropathische Schmerzen 15 Monate 
nach Osteosynthese einer Calcaneusfraktur rechts (richtig: links). In der 
Beurteilung hielt er fest, die (am 5. November 2014 durchgeführte) Infiltrati-
on habe trotz schnell wirksamem Lokalanästhetikum zu keinem positiven 
Effekt hinsichtlich der Schmerzen geführt. Die Arthrographie zeige einen 
unauffälligen Gelenkraum, ohne mechanisches Hindernis. Osteophyten, 
Zysten oder eine Gelenkspaltverschmälerung beständen nicht. Im MRI (vgl. 
act. II 152) zeige sich eine leichte residuelle Umbauaktivität, vereinbar mit 
dem Zustand nach Fraktur und Osteosynthese sowie Metallentfernung (act. 
II 160 S. 5 f.). 

Mit weiterem, von PD Dr. med. J.________ mitunterzeichnetem Bericht 
vom 3. Dezember 2014 (act. II 169) wurde festgehalten, die Steroidinfiltra-
tion habe nicht zu einem verbessernden Effekt bezüglich der Schmerzen 
oder der Funktionalität geführt. Somit bestätige sich, dass mit einer USG-
Arthrodese keine Verbesserung erzielt werden könnte. Deshalb sollten klar 
keine weiteren Eingriffe mehr erfolgen. Die jetzige Situation stelle somit 
einen vorläufigen Endzustand dar (S. 1).

3.2.8 Der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. D.________ hielt – gestützt 
auf eine persönliche Untersuchung – im Bericht vom 16. Februar 2015 (act. 
II 186) fest, der Beschwerdeführer gebe an, er habe Tag und Nacht 
Schmerzen an seinem linken Fuss, wobei er auf den lateralen als auch auf 
den medialen Aspekt des Fusses verweise. Der Verlauf sei in den letzten 
sechs Monaten für ihn vollkommen unverändert (S. 2). Angesprochen auf 
andere gesundheitliche Beeinträchtigungen habe er Rückenschmerzen 
beim Gehen mit den Stöcken angegeben (S. 3). Bei der klinischen Unter-
suchung habe sich kein relevanter Reizzustand des linken Fusses im Ver-
laufe des Vormittags ergeben, abgesehen von einer gewissen 
Verbreiterung des Rückfusses. Es bestehe eine diffuse Berührungs-
schmerzhaftigkeit. Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks sei end-
gradig eingeschränkt, das Subtalar-Gelenk blockiert und es bestehe eine 
deutliche Einschränkung der Vorfussbeweglichkeit. Weitere operative Ein-

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griffe seien in Übereinstimmung mit PD Dr. med. J.________ nicht geeig-
net, den objektiven und subjektiven Zustand des linken Fusses grundle-
gend zu modifizieren. Das am 10. Februar 2014 formulierte Zumutbar-
keitsprofil (vgl. act. II 93) behalte seine Gültigkeit (act. II 186 S. 5).

3.2.9 Mit Bericht vom 22. Juni 2015 (act. IIA 218) hielt Dr. med. 
O.________ fest, der Beschwerdeführer beklage neu aufgetretene Knie-
schmerzen rechts, welche anlässlich einer MRI-Untersuchung (vgl. act. II 
214) auf eine mediale Meniskusläsion hätten zurückgeführt werden kön-
nen. Der Beschwerdeführer vermute, dass diese Läsion durch eine Über-
lastung des rechten Kniegelenkes infolge Schonung des linken Beines 
zustande gekommen sei. Bis zur weiteren Abklärung habe er den Be-
schwerdeführer von der beruflichen Wiedereingliederung dispensiert.

Mit weiterem, zu Handen der Beschwerdegegnerin verfasstem Bericht vom 
10. Juli 2015 (act. IIA 228) hielt Dr. med. O.________ fest, ohne dass ein 
neues Trauma stattgefunden habe, verspüre der Beschwerdeführer seit 
Anfang Juni Schmerzen medial im rechten Kniegelenk. 

3.2.10 Dr. med. P.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
1. Juli 2015 (act. IIA 229) im Wesentlichen eine mediale Meniskusunter-
flächenläsion (rechts) sowie „aktuell“ eine Schmerzverarbeitungsstörung. 
Aufgrund der Calcaneusfraktur sei die rechte Seite sicher mittraumatisiert 
worden und führe nun zu entsprechenden belastungsabhängigen Schmer-
zen ohne Blockierungserscheinungen mehrheitlich auf der Knieinnenseite 
(S. 1). MR-tomographisch läge sicher die entsprechende Unterflächenläsi-
on im medialen Hinterhornbereich vor. Auf der Schmerzskala sollte dies 
jedoch nicht eine 10 von maximal 10 auf der VAS auslösen. Hier liege si-
cher zusätzlich eine Schmerzverarbeitungsstörung vor (S. 1 f.).

3.2.11 Mit Bericht vom 23. Oktober 2015 (act. IIA 256) hielt Dr. med. 
F.________, Agenturärztlicher Dienst, fest, die vorliegenden Berichte mit 
der Beschreibung des Schmerzcharakters wiesen zusammen mit den 
(spärlichen) Angaben zur Persönlichkeit und zum Verhalten des Beschwer-
deführers darauf hin, dass es sich am ehesten um eine Schmerzverarbei-
tungsstörung mit organischen und psychogenen Anteilen im Sinne von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 13

ICD-10 F45.41 handeln dürfte. Es könne mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon ausgegangen werden, dass die aktuell beobachtete 
Schmerzverarbeitungsstörung in Folge des Unfallereignisses vom … 2013 
entstanden sei (S. 7). 

3.2.12 Im Bericht vom 12. November 2015 (act. IIA 268) diagnostizierten 
PD Dr. med. Q.________ und R.________, beides Fachärzte für Anästhe-
siologie im Spital S.________, u.a. eine mediale Meniskusunterflächenläsi-
on rechtes Knie „seit dem Unfall …2013“ sowie eine reaktive depressive 
Episode „auf die Lebenssituation seit dem Unfall …2013“. Durch die un-
physiologische Gangart aufgrund der Fussverletzung sei es zu Knie-
schmerzen rechts gekommen (S. 1). Es beständen weiter 
muskuloskelettale Schmerzen im rechten (richtig: linken) Fuss bei Zustand 
nach Unfall mit neuropathischen Schmerzanteilen. Durch die intensive The-
rapie hätten sich die Schmerzen leicht gebessert. Die Beweglichkeit sei 
weiterhin erheblich eingeschränkt, die Supination nicht möglich. Es komme 
zu einer Schonganghaltung mit veränderter Körperstatik. Aufgrund der per-
spektivlosen Lebenssituation sei es reaktiv nach dem Unfall zu einer de-
pressiven Episode gekommen, die psychotherapeutisch behandelt werde 
(S. 2).

3.2.13 Im von Dr. med. P.________ mitunterzeichneten Bericht vom 
19. November 2015 (act. IIA 277) wurde festgehalten, die Behandlung der 
Schmerzverarbeitungsstörung sei auf gutem Wege. Es sei zu erwarten, 
dass sich mit der Besserung der Schmerzsymptomatik auch das Be-
schwerdebild am rechten Knie konkretisieren werde (S. 2). 

3.2.14 Am 25. Februar 2016 erfolgte am rechten Knie eine operative me-
diale Meniskusrefixation. Der postoperative Verlauf gestaltete sich kompli-
kationslos mit regelrechter Wundheilung (act. IIA 313 S. 2 f.; 337 S. 2 f.). 

3.2.15 Die Kreisärztin Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 10. März 
2016 (act. IIA 316) fest, die rechtsseitigen Kniebeschwerden seien erstmals 
im Juni 2015, also knapp zwei Jahre nach dem Unfallereignis, beschrieben 
worden. Gemäss Hausarzt habe sich kein neues Trauma ereignet. Ein Zu-
sammenhang der Meniskusläsion mit dem Unfall am … 2013 sei bei dieser 
langen Latenz nicht wahrscheinlich. Bezüglich linkem Fuss sei von weite-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 14

ren somatischen Behandlungen keine namhafte Besserung des aktuellen 
unfallbedingten Gesundheitszustandes zu erwarten (S. 5).

3.2.16 Im von Prof. (vormals PD) Dr. med. J.________ mitunterzeichne-
ten Bericht vom 23. März 2016 (act. IIA 327) wurde festgehalten, die (am 
15. März 2016 zu einer Notfallkonsultation führenden [vgl. act. IIA 319 
S. 1]) Beschwerden im linken Fuss seien im Rahmen der Überbelastung 
aufgrund der Entlastung der rechten unteren Extremität nach Kniearthro-
skopie zu interpretieren. Dies habe zu einer Exacerbation der bekannten 
neuropathischen Schmerzen auf der linken Seite geführt. Das MRI zeige 
keinerlei Veränderungen im Vergleich zu den Voraufnahmen (S. 1).

3.2.17 Dr. med. T.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 28. Oktober 2016 (act. IIA 369) fest, zwischenzeitlich 
sei der Beschwerdeführer von Seiten des rechten Kniegelenks beschwer-
defrei, jedoch persistierten die Fussbeschwerden links. Es liege zwar eine 
gewisse depressive Grundstimmung vor, welche jedoch mit der psychoso-
zialen Belastung bei ungewisser beruflicher Zukunft kongruent sei, und die 
vollständige Rückbildung der Knieschmerzen weise ebenfalls auf das Feh-
len eines erheblichen Rentenbegehrens hin (S. 2). 

3.2.18 Im Bericht vom 25. November 2016 (act. IIA 372) hielten Prof. Dr. 
med. J.________ und Dr. med. U.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nach Veranlas-
sung eines MRI’s (vgl. act. IIA 373) fest, im Vergleich zum „Vor-MRI“ im 
März ergebe sich eine verbesserte Situation. Eine mechanische oder ent-
zündliche Ursache der Schmerzzunahme (betreffend den linken Fuss) zei-
ge sich nicht (S. 1).

3.2.19 Im zu Handen der IVB erstellten, bidisziplinären chirurgisch-
traumatologisch-psychiatrischen Gutachten der Begutachtungsstelle 
G.________ vom 12. Dezember 2016 (act. IIA 380) wurden im Wesentli-
chen die folgenden Diagnosen gestellt (S. 23): 

Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

- Chronische, vorwiegend belastungsabhängige Fussschmerzen links 
(ICD-10 M79.67)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 15

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
und leichtem affektiven Begleitsyndrom im Sinne einer Anpassungs-
störung mit längerer depressiver Reaktion bei belastender psychosozialer 
Situation und Nichtakzeptanz der veränderten Lebenssituation (ICD-10 
F45.41/43.21)

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

- Aktenanamnestische Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episo-
de, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4)

- Aktenanamnestisch Status nach Arthroskopie mit medialer Meniskusrefi-
xation und Plicaresektion Knie rechts am 25. Februar 2016 bei medialer 
Meniskus-Unterflächenläsion; aktuell klinisch unauffälliger Befund bei 
anamnestischen Restbeschwerden (ICD-10 Z98.8)

- Status nach multiplen Kontusionen (Beckenkamm, Knie links, Handge-
lenk rechts ohne ossäre Läsionen) bei Arbeitsunfall mit Sturz vom … am 
… 2013 (ohne Code)

Der Beschwerdeführer habe als Hauptproblem Schmerzen im linken Fuss 
im Kalkaneusbereich mit Bewegungseinschränkung im linken Fuss ange-
geben und auf den Umstand hingewiesen, dass er beim Gehen nicht gera-
de auftreten könne und deshalb hinke. Deshalb könne er nicht mehr 
rennen, das Treppensteigen bereite ihm Schmerzen und er könne nicht 
mehr auf seinem Beruf arbeiten (S. 7). Durch die Fehlbelastung beim Ge-
hen habe er auch Rückenschmerzen im linken Kreuzbereich entwickelt, die 
dorsal in den linken Oberschenkel ausstrahlen würden, dies vor allem nach 
längerem Sitzen (S. 8). 

Bezüglich der linksseitigen Fussbeschwerden bestehe ein erheblicher or-
ganischer Kern bei Status nach Calcaneusfraktur links mit einer praktisch 
aufgehobenen USG-Beweglichkeit und radiologisch zunehmenden degene-
rativen Veränderungen talocalcanear. Insofern seien belastungsabhängige 
Schmerzen im Fuss organisch nachvollziehbar und es bestehe eine deutli-
che Verminderung der Belastbarkeit des linken Fusses mit entsprechenden 
Auswirkungen auf das Zumutbarkeitsprofil. Gleichzeitig beständen aber 
deutliche Zeichen einer nichtorganischen Überlagerung mit Symptomaus-
weitung, Aggravationstendenzen und Selbstlimitation mit demonstrierter 
massiver Entlastung der linken unteren Extremität, die im gezeigten Aus-
mass organisch-strukturell nicht ausreichend begründbar sei, zumal prak-
tisch symmetrische muskuläre Verhältnisse und eine seitengleiche 
Beschwielung der Fusssohle bestehe. Diese Befunde zeigten deutlich auf, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 16

dass der Beschwerdeführer den Fuss im Alltag wesentlich mehr belaste als 
bei der Untersuchung demonstriert. Auf psychiatrischem Gebiet lasse sich 
eine leichtgradig ausgeprägte chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Anteilen und eine leichte Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion diagnostizieren (S. 24). Es sei davon auszugehen, 
dass es beim Beschwerdeführer ein paar Monate nach dem Unfall zu einer 
Symptomausweitung mit funktioneller Überlagerung eines organischen 
Kerns im Sinne einer „psychischen Fehlverarbeitung“ gekommen sei 
(S. 21). 

Aufgrund der Echtzeitdokumentation könnten die noch angegebenen 
rechtsseitigen Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nicht dem Unfall vom … 2013 zugeordnet werden (S. 18, 28). 

Für die bisherige Tätigkeit als … bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 
Aus integrativer versicherungsmedizinischer Sicht könnte der Beschwerde-
führer jedoch leichte körperliche Aktivitäten in vorwiegend sitzender Positi-
on ohne Heben und Tragen von Lasten über 5kg, ohne Besteigen von 
Leitern und Gerüsten und ohne Gehen in unwegsamem Gelände ganztä-
gig, ohne zeitliche Einschränkung ausüben, z.B. Überwachungstätigkeiten 
und leichte …, wobei eine qualitative Einschränkung im Bereich des Ren-
dements von 10 bis maximal 20% zu berücksichtigen wäre. Dieses Leis-
tungsprofil bestehe bereits seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 
Februar 2014, spätestens jedoch ab dem Zeitpunkt der Begutachtung (S. 
28).

3.2.20 In der Chirurgischen Beurteilung vom 11. September 2018 (act. 
IIB) hielt PD Dr. med. H.________ fest, basierend auf der Literatur seien 
die Kniebeschwerden (rechts) mit dem bildgebend, zwei Jahre nach dem 
Unfallereignis dokumentierten Meniskusriss sicher nicht traumatischen Ur-
sprungs. Dass eine Schonhaltung des traumatisierten linken Beines zu 
einer Beeinträchtigung des gesunden, kontralateralen Beines führe, sei in 
der Literatur widerlegt. Falls durch die physiotherapeutische Rehabilitation 
und das Arbeitsintegrationstraining im Jahr 2015 die Kniebeschwerden 
rechts induziert worden seien, so entspreche dies einem Symptomatisch-
Werden eines asymptomatisch vorliegenden degenerativen Meniskusscha-
dens, ohne dass dadurch eine neue radiäre oder vertikale Rissbildung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 17

entstanden wäre (diese Rissformen seien im MRI nicht vorhanden). Weder 
sei der Meniskusriss mit Sicherheit durch den Unfall selbst ausgelöst wor-
den, noch könne eine Verletzung auf der einen Seite zu einer Beeinträchti-
gung der gesunden, kontralateralen Seite mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit führen (S. 17 f.).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 18

3.4 Die im Recht liegenden medizinischen Berichte und Gutachten 
erlauben eine zuverlässige Beurteilung der sich vorliegend stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen. Gegenteiliges wird denn auch nicht vor-
gebracht. 

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat hinsichtlich der Kniebeschwerden 
rechts sowie der psychischen Beschwerden den natürlichen bzw. adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom … 2013 (vgl. E. 3.1 vorne) 
verneint (act. IIA 345 S. 2; 392 E. 3 S. 5 und E. 4.2.2 S. 7). In Bezug auf die 
als unfallbedingt anerkannten Beeinträchtigungen von Seiten des linken 
Fusses hat sie den Fall per 31. Mai 2016 unter Einstellung der vorüberge-
henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente 
sowie eine Integritätsentschädigung abgeschlossen (act. IIA 342 S. 1). 
Schliesslich hat sie hinsichtlich der Fussbeschwerden links einen 
Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 5% verneint (act. IIA 392 E. 
5.4 S. 10), dem Beschwerdeführer insoweit jedoch eine auf einem 
Integritätsschaden von 5% basierende Integritätsentschädigung 
zugesprochen (act. IIA 345 S. 2; 392 E. 6 S. 10 f.). 

4.

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die (erstmals im Juni 2015 
festgestellten [Beschwerde, S. 3, Ziffer 2]) Kniebeschwerden rechts seien 
entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin als unfallbedingt zu 
qualifizieren (Beschwerde, S. 4 f., Ziffer 1 f.). 

4.1 Zunächst bestehen in den Akten keine Anhaltspunkte und der 
Beschwerdeführer bringt auch nicht vor, dass ein weiterer Unfall gemäss 
Art. 4 ATSG bzw. ein unfallähnliches Ereignis im Sinne von Art. 6 Abs. 2 
UVG zu den Kniebeschwerden rechts geführt haben könnte (vgl. act. IIA 
228). Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin 
hinsichtlich der Kniebeschwerden rechts auch in Bezug auf das Ereignis 
vom … 2013 zu keinem Zeitpunkt eine Leistungspflicht anerkannt oder gar 
Leistungen erbracht hat. Standen demnach die Kniebeschwerden rechts 
bei der Leistungsanerkennung gar nie zur Diskussion, gilt nicht die 
Beweislastverteilung bezüglich Wegfalls der Unfallkausalität (SVR 2016 UV 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 19

Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b), sondern liegt es in den Schranken des Untersuchungsgrundsatzes 
grundsätzlich am Beschwerdeführer, den Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfall vom … 2013 und den geltend gemachten Kniebeschwerden 
rechts zu beweisen (vgl. E. 2.3.2 vorne; Entscheid des BGer vom 4. August 
2017, 8C_819/2016, E. 6.2). 

4.2 In Bezug auf eine allfällige direkte Kausalität zwischen dem Unfall 
vom … 2013 und der Meniskusläsion rechts kam die Kreisärztin Dr. med. 
E.________ im Bericht vom 10. März 2016 (act. IIA 316) zum Schluss, ein 
Zusammenhang sei aufgrund der langen Latenz von knapp zwei Jahren 
„nicht wahrscheinlich“ (S. 5). Zum selben Ergebnis gelangte auf konkrete 
Nachfrage der Beschwerdegegnerin (vgl. act. IIA 363) Dr. med. 
D.________, Facharzt für Chirurgie, im Rahmen des zu Handen der IVB 
veranlassten, auf persönlichen Untersuchungen beruhenden interdiszi-
plinären Gutachtens der Begutachtungsstelle G.________ vom 12. 
Dezember 2016 (act. IIA 380 S. 18, 28). Diese von den Dres. med. 
E.________ und D.________ erfolgten Einschätzungen bestätigte 
schliesslich auch PD Dr. med. H.________ im Aktengutachten vom 11. 
September 2018 (act. IIB S. 17 f.), welches die Beschwerdegegnerin im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren einreichte. Zudem äusserte sich dieser 
Arzt unter Bezugnahme auf den Unfallmechanismus und in 
Berücksichtigung der Klinik, der Rissmorphologie der Meniskusläsion sowie 
der Literatur auch zur indirekten Kausalität respektive zur Frage, ob die 
Schonhaltung hinsichtlich des linken Beines zu einer Beeinträchtigung des 
gesunden, rechten Beines geführt habe, was er nachvollziehbar und 
schlüssig verneinte. 

Diese Beurteilungen sind nachvollziehbar begründet, leuchten ein und sind 
beweiskräftig (vgl. E. 3.3.2 vorne). Was der Beschwerdeführer dagegen 
vorbringt, dringt nicht durch: 

4.2.1 Zunächst steht aufgrund der (echtzeitlichen) Akten fest und ist 
unbestritten, dass das rechte Kniegelenk beim Unfall am … 2013 nicht 
betroffen war. In erster Linie zog sich der Beschwerdeführer beim Sturz von 
der … Verletzungen am linken Fuss mit insbesondere einer dislozierten 
Calcaneustrümmerfraktur zu; sodann betrafen die weiter festgestellten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 20

multiplen Kontusionen den Beckenkamm und das Handgelenk rechts sowie 
das linke Knie (vgl. act. II 13). Auch im weiteren Verlauf stand allein der (in 
der Folge verzögerte) Heilverlauf von Seiten des linken Fusses im Fokus – 
dies sowohl in Bezug auf die Beschwerdeangaben als auch in 
behandlungsmässiger Hinsicht (vgl. E. 3.2.2 - 3.2.8 vorne). Dabei bestehen 
keine Hinweise und es wird auch nicht geltend gemacht, dass der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seitens der behandelnden 
Ärzte nicht lege artis abgeklärt oder therapiert worden wäre. Hinzu kommt, 
dass der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. D.________ noch im Bericht vom 
16. Februar 2015 (act. II 186) einen korrekten Zustand beider Kniegelenke 
mit symmetrischer Beweglichkeit ohne Nachweis einer 
Meniskussymptomatik oder einer Instabilität feststellte (S. 3). 

4.2.2 Erst im Juni bzw. Juli 2015, mithin fast zwei Jahre nach dem 
Unfallereignis, berichtete der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. 
O.________, von seit Juni (2015) und ohne neues Trauma aufgetretenen 
Kniebeschwerden rechts (vgl. act. IIA 218; 228), wobei in der Folge eine 
Meniskusunterflächenläsion diagnostiziert (act. IIA 229 S. 1) und 
schliesslich auch operativ behandelt wurde (act. IIA 337 S. 2 f.). 

Der Beschwerdeführer macht insoweit geltend, die „unfallbedingte 
Knieläsion“ sei erst nach vermehrter Mobilität bemerkt worden: Unmittelbar 
nach dem Unfall habe er sich zunächst längere Zeit im Rollstuhl fortbewegt. 
Die Schmerzen im rechten Knie seien erst aufgetaucht, nachdem er in der 
Band-Genossenschaft ein erstes Arbeitstraining absolviert habe. Bei dieser 
Tätigkeit habe er die Schonhaltung aufgegeben, wodurch die Schmerzen 
vermehrt aufgetreten seien (Beschwerde, S. 5, Ziffer 2).

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die von ihm sinn-
gemäss postulierte indirekte Kausalität zwischen dem Unfall vom … 2013 
und den ab Juni 2015 geklagten Kniebeschwerden rechts (vgl. insoweit 
auch prozessleitende Verfügung vom 10. August 2018) nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt: PD Dr. med. 
H.________ führte in seiner chirurgischen Beurteilung vom 11. September 
2018 (act. IIB) aus, beim Beschwerdeführer habe ein degenerativer 
Meniskusschaden rechts vorgelegen, welcher durch das 
Arbeitsintegrationsprogramm symptomatisch geworden sei. Dass eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 21

Schonhaltung des traumatisierten linken Beines zu einer Beeinträchtigung 
des gesunden, kontralateralen Beines führe, sei in der Literatur widerlegt 
(S. 17). Ferner nahm PD Dr. med. H.________ zu den vom 
Beschwerdeführer erwähnten (vgl. Beschwerde, S. 3, Ziffer 2), eine 
indirekte Kausalität bejahenden Einschätzungen (Berichte von Dr. med. 
P.________ vom 1. Juli 2015 [act. IIA 229] sowie von PD Dr. med. 
Q.________ und Dr. med. R.________ vom 25. August 2015 [act. IIA 248 
S. 1 – 3]) überzeugend Stellung, worauf verwiesen werden kann (act. IIB S. 
17). Ergänzend ist insoweit anzufügen, dass – soweit in den genannten 
Berichten die (indirekte) Kausalität bejaht oder zumindest impliziert wird – 
es sich nicht um den beweisrechtlichen Anforderungen genügende 
Kausalitätsbeurteilungen unter Einbezug des Unfallmechanismus, der 
Klinik, der Rissmorphologie sowie der Literatur handelt, sondern lediglich 
um Einschätzungen nach Massgabe der in beweismässiger Hinsicht 
unzulässigen Maxime post hoc ergo propter hoc, wonach eine 
gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht 
gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; 
SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2). 

4.3 Zusammenfassend ist zwischen dem Unfall vom … 2013 und den 
seit Juni 2015 geklagten Kniebeschwerden rechts weder ein direkter noch 
indirekter natürlicher Kausalzusammenhang mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, weshalb die 
Beschwerdegegnerin eine entsprechende Leistungspflicht im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. Januar 2018 (act. IIA 392 E. 3 
S. 5) zu Recht verneint hat. 

5.

5.1 Aufgrund der Akten ist sodann erstellt, dass der Beschwerdeführer 
noch an linksseitigen, natürlich (und adäquat) kausalen Fussbeschwerden 
bei Status nach Calcaneusfraktur links leidet (act. II 93 S. 2; 186 S. 5; IIA 
380 S. 19; 392 E. 3 S. 5). Indem gestützt auf die Berichte der Kreisärzte 
Dres. med. E.________ vom 10. März 2016 (act. IIA 316 S. 5) und 
D.________ vom 16. Februar 2015 (act. II 186 S. 5) bzw. 10. Februar 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 22

(act. II 93 S. 2) im Hinblick auf eine Verweistätigkeit insoweit eine volle 
Arbeitsfähigkeit attestiert wurde und demnach eine namhafte Besserung 
der Unfallfolgen im Sinne einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit ohne 
weiteres zu verneinen war (vgl. E. 2.5 vorne; BGer, 8C_142/2017, 
E. 5.2.1), hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 31. Mai 2016 
unter Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen abgeschlossen 
(act. IIA 342 S. 1), zumal zu diesem Zeitpunkt auch die 
Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen waren (act. IIA 338 S. 
2). Dies alles ist denn auch unbestritten.

5.2 Im Weiteren folgt aus den Akten, dass der Beschwerdeführer im 
Verlauf auch psychische Beschwerden geltend machte, welche der 
Konsiliarpsychiater der Beschwerdegegnerin, Dr. med. F.________, im 
Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung interpretierte und weiter festhielt, 
es könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 
werden, dass diese „im Gefolge des Unfallereignisses“ vom … 2013 
entstanden sei (act. IIA 256 S. 7). Im Gutachten der Begutachtungsstelle 
G.________ vom 12. Dezember 2016 (act. IIA 380) wurde eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und leichtem 
affektivem Begleitsyndrom im Sinne einer Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion bei belastender psychosozialer Situation und 
Nichtakzeptanz der veränderten Lebenssituation (ICD-10 F45.41/43.21) 
diagnostiziert und die aktenanamnestisch dokumentierte mittelgradige 
depressive Episode als gegenwärtig remittiert erachtet (S. 23). Zur 
Unfallkausalität äusserten sich die Gutachter nicht. 

Es kann offen bleiben, ob in den Ausführungen von Dr. med. F.________, 
wonach die psychischen Beschwerden „im Gefolge des Unfallereignisses“ 
vom … 2013 aufgetreten seien, eine dem erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit entsprechende Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs (vgl. E. 2.3.1 f. vorne) zu erblicken ist, 
wie dies der Beschwerdeführer geltend macht (Beschwerde, S. 5 unten). 
Selbst wenn dies zutrifft, so fehlt es jedenfalls, wie nachfolgend zu zeigen 
ist, an der zusätzlich erforderlichen Adäquanz des natürlichen 
Kausalzusammenhangs. Diese ist – nachdem unbestrittenermassen kein 
schleudertrauma-spezifisches respektive äquivalentes Beschwerdebild 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 23

vorliegt – nach Mass-gabe der sog. „Psycho-Praxis“ gemäss BGE 115 V 
133 zu prüfen (vgl. E. 2.4.1 vorne), was denn auch der Beschwerdeführer 
anerkennt (vgl. Beschwerde, S. 6, Ziffer 1). 

5.3 Mit Blick auf die Schwere des Unfallereignisses (vgl. E. 2.4.2 
vorne) vom … 2013 ist erstellt und unbestritten, dass der 
Beschwerdeführer aus einer Höhe von drei bis vier Metern von einer … 
stürzte (vgl. E. 3.1 vorne). Die Beschwerdegegnerin hat dieses Ereignis als 
mittelschwer im engeren Sinne eingestuft (act. IIA 392 E. 4.2.1 S. 7), was 
mit der geltenden höchstrichterlichen Rechtsprechung übereinstimmt (vgl. 
Entscheid des BGer vom 19. April 2017, 8C_44/2017, E. 5.2; ALEXANDRA 
RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversi-
cherung, 4. Aufl. 2012, S. 66, letztes Lemma) und was der 
Beschwerdeführer auch nicht beanstandet (vgl. Beschwerde, S. 6, Ziffer 1). 

5.4

5.4.1 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüs-
sig beantworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zu-
sammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erschei-
nen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien 
sind zu nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

5.4.2 Die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei – wie 
vorliegend (vgl. E. 5.3 vorne) – mittelschweren Unfällen im engeren Sinne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 24

setzt voraus, dass drei der massgeblichen Kriterien (oder eines der Kriteri-
en in ausgeprägter Weise) erfüllt sind (vgl. BGer 8C_44/2017, E. 5.2; 
RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 65). Erfolgt zudem – wie hier – die 
Adäquanzprüfung nach der Praxis für psychische Unfallfolgen (vgl. E. 5.2 
vorne), so sind einzig die physischen Komponenten des Gesundheitsscha-
dens bei der Würdigung der Adäquanzkriterien zu berücksichtigen (vgl. E. 
2.4.2 vorne). Massgebend sind dabei die Verhältnisse, wie sie sich bis zum 
Fallabschluss per 31. Mai 2016 (vgl. E. 5.1 vorne) entwickelt haben (vgl. 
Entscheide des BGer vom 27. November 2017, 8C_488/2017, E. 6.7 und 
vom 10. Oktober 2013, 8C_344/2013, E. 8). 

5.5

5.5.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht 
aufgrund des subjektiven Empfindens beziehungsweise Angstgefühls der 
versicherten Person. Jedem mindestens mittelschweren Unfall ist eine 
gewisse Eindrücklichkeit eigen, die somit noch nicht für eine Bejahung des 
Kriteriums ausreichen kann. Die Rechtsprechung hat dabei insbesondere 
etwa in Erwägung gezogen, ob das Ereignis objektiv einen unmittelbar 
lebensbedrohenden Charakter habe (vgl. Entscheid des BGer vom 16. 
Dezember 2016, 8C_611/2016, E. 3.4). Dergleichen ist vorliegend nicht 
ersichtlich und wird auch nicht behauptet. Auch anderweitig ergeben sich 
keine Anhaltspunkte für besondere, die Eindrücklichkeit des 
Unfallereignisses vom … 2013 qualifizierenden Umstände. Das Kriterium 
ist damit nicht erfüllt. 

5.5.2 Ebenso ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der 
erlittenen (somatischen) Verletzungen, insbesondere ihre 
erfahrungsgemässe Eignung, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen 
(BGer, 8C_488/2017, E. 6.6), zu verneinen: Zunächst hat die 
Meniskusläsion am rechten Knie als unfallfremder Gesundheitsschaden 
(vgl. E. 4 vorne) unberücksichtigt zu bleiben. Sodann stellt die 
(unfallbedingte) Calcaneusfraktur links keine Verletzung dar, welche 
erfahrungsgemäss besonders geeignet wäre, psychische 
Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. Entscheid des BGer vom 2. November 
2009, 8C_432/2009, E. 5.3). Dasselbe gilt hinsichtlich der beim Unfall 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 25

zusätzlich erlittenen, jedoch ohne ossäre Läsionen einhergehenden 
Kontusionen am Beckenkamm rechts, am Knie links und im Bereich des 
Handgelenks rechts (act. II 13; 27 f.) sowie in Bezug auf das bei 
Spitaleintritt aufgetretene Kompartmentsyndrom des linken Fusses, 
welches keine weiteren gesundheitlichen Folgen zeitigte. 

5.5.3 Ob das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch 
bedingten ärztlichen Behandlung erfüllt ist, kann nicht allein nach einem 
zeitlichen Massstab beurteilt werden. Von Bedeutung sind auch Art und 
Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine 
Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, 
gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen 
Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes 
gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen 
(Entscheid des BGer vom 24. Juni 2015, 8C_871/2014, E. 6). 

Aufgrund der Akten ist erstellt, dass sich der Beschwerdeführer wegen der 
beim Unfall erlittenen Calcaneusfraktur links einschliesslich der Metallent-
fernung insgesamt vier operativen Eingriffen (act. II 10-12; 82) unterziehen 
musste, welche jedoch allesamt komplikationslos verliefen, wobei der Heil-
verlauf insgesamt als zeitgerecht beurteilt wurde (vgl. act. II 24; 45). Zwar 
zeigte sich im weiteren Verlauf keine in Bezug auf die Beschwerden we-
sentliche Besserungstendenz (act. II 90 S. 1). Bereits im Bericht vom 
31. März 2014 (act. II 110) hielt PD Dr. med. J.________ jedoch fest, die 
MRI-Untersuchung zeige keine entzündliche Aktivität des unteren Sprung-
gelenkes und die Stellung des Rückfusses und des Calcaneus seien kor-
rekt. Operative Massnahmen seien zur Zeit nicht indiziert und auch nicht 
erfolgversprechend im Hinblick auf eine allfällige Beschwerdeverbesse-
rung. Er empfahl die Weiterführung der ambulanten Physiotherapie (S. 1). 

Auch in der weiteren Folge konnten die fortlaufend geklagten Fussbe-
schwerden links nicht allein organisch bzw. bildgebend erklärt werden (vgl. 
act. II 160 S. 5), woraufhin Dr. med. J.________ im Bericht vom 3. Dezem-
ber 2014 (act. II 169) abermals festhielt, mit einer USG-Arthrodese könne 
keine Verbesserung erzielt werden, womit die jetzige Situation einen vor-
läufigen Endzustand darstelle (S. 1), was im Verlauf der Kreisarzt-
Stellvertreter Dr. med. D.________ bestätigte (act. II 186 S. 5). Zwar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 26

wurden die therapeutischen Massnahmen mittels Physiotherapie und 
Schmerzmittelapplikation weitergeführt (vgl. act. II 184; 186 S. 3 und 5; 
193; IIA 209; 260; 269 f.). Insoweit ist jedoch zum einen zu berücksichtigen, 
dass die Fussbeschwerden links – trotz deren teilweisen Organizität (vgl. 
act. IIA 380 S. 24) – zusehends unter Einfluss einer (hier nicht zu berück-
sichtigenden) Schmerzverarbeitungsstörung standen (vgl. act. IIA 229 S. 2; 
248; 256 S. 7). Dies geht insbesondere auch aus den Ausführungen der 
Gutachterin der Begutachtungsstelle G.________ Dr. med. V.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hervor, welche festhielt, 
beim Beschwerdeführer sei es bereits „ein paar Monate nach dem Unfall“ 
zu einer Symptomausweitung mit funktioneller Überlagerung des organi-
schen Kerns im Sinne einer „psychischen Fehlverarbeitung“ gekommen 
(act. IIA 380 S. 21). Zum anderen rückten ab Juni 2015 zunehmend auch 
die unfallfremden Kniebeschwerden rechts und deren Behandlung in den 
Vordergrund, welche jedoch – entgegen dem Beschwerdeführer (Be-
schwerde, S. 6, Ziffer 3) und wie bereits dargelegt (vgl. E. 5.5.2 vorne) – 
adäquanzrechtlich ebenfalls unberücksichtigt zu bleiben haben. Schliess-
lich kommt den hinsichtlich der Fussbeschwerden links durchgeführten 
(auch bildgebenden) Abklärungsmassnahmen (vgl. act. IIA 311; 324 f.) und 
ärztlichen Kontrollen nicht die Qualität einer regelmässigen zielgerichteten 
Behandlung im Sinne des hier diskutierten Adäquanzkriteriums zu (vgl. 
Entscheid des BGer vom 21. April 2010, 8C_855/2009, E. 8.3.1). 

Mit Blick auf die eingangs dargelegte Rechtsprechung kann somit nicht von 
einer im Sinne des Adäquanzkriteriums ungewöhnlich langen Dauer der 
ärztlichen Behandlung hinsichtlich der unfallbedingten (und somatisch be-
gründbaren) Beschwerden gesprochen werden, weshalb auch dieses Krite-
rium nicht erfüllt ist. 

5.5.4 In Bezug auf das Kriterium der Dauerbeschwerden ist 
massgebend, ob über den gesamten Zeitraum andauernde Beschwerden 
vorlagen (Entscheid des BGer vom 18. September 2018, 8C_123/2018, E. 
5.2.2.1). Es sind nur Schmerzen zu berücksichtigen, welche als klare Fol-
gen eines beim Unfall erlittenen körperlichen Gesundheitsschadens er-
scheinen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute BGer] vom 7. Juni 2006, U 414/05, E. 5.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 27

Insoweit folgt aus den Akten, dass der Beschwerdeführer – nachdem die 
Schmerzen zunächst als rückläufig, wenngleich anhaltend, beschrieben 
wurden (act. II 61 S. 1) – namentlich nach der Metallentfernung im … 2014 
(act. II 82) über persistierende Beschwerden im linken Fuss klagte (vgl. act. 
II 90 S. 1; 138; 160 S. 5; 186 S. 2; IIA 248 S. 1). Allerdings beruhten diese 
Beschwerden – wie in E. 5.5.3 dargelegt – bereits ab März 2014 nicht aus-
schliesslich auf einer organischen Grundlage (vgl. act. II 110 S. 1). Im Gut-
achten der Begutachtungsstelle G.________ vom 12. Dezember 2016 (act. 
IIA 380) hielt Dr. med. D.________ überdies fest, die in der Untersuchung 
geltend gemachte Schmerzintensität sei nur zum Teil begründbar (S. 18) 
bzw. könne somatisch „nicht voll begründet werden“ (S. 19). Zwar erfolgte 
diese Einschätzung nach dem für die Adäquanzprüfung massgeblichen 
Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. Mai 2016. Entscheidend ist jedoch, 
dass – wie in E. 5.5.3 hiervor ebenfalls dargelegt – gemäss gutachterlicher 
Einschätzung von Dr. med. V.________ die Beschwerdesymptomatik be-
reits „ein paar Monate nach dem Unfall“ (S. 21) in nicht unwesentlichem 
Ausmass durch eine psychische Problematik mitbeeinflusst wurde, womit 
sich – eingedenk des hinsichtlich der Fussbeschwerden links erheblichen 
organischen Kerns und der dadurch bewirkten belastungsabhängigen 
Schmerzen (S. 24) – das Kriterium der Dauerbeschwerden somit 
höchstens in der einfachen Form als erfüllt erweist. 

5.5.5 Es bestehen sodann weder Hinweise in den Akten noch wird eine 
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, 
geltend gemacht (vgl. auch E. 4.2.1 vorne).

5.5.6 Soweit vorliegend aufgrund der bis zum Fallabschluss am 31. Mai 
2016 (und darüber hinaus) erfolgten Behandlungen auf einen protrahierten 
Heilungsverlauf geschlossen werden könnte, so stände dieser mit Blick auf 
das Dargelegte (vgl. E. 5.5.3 vorne) in namhaftem Umfang auch in 
Zusammenhang mit der psychischen Fehlverarbeitung respektive den 
unfallfremden Kniebeschwerden rechts, weshalb das (sich ebenfalls allein 
auf die unfallbedingten somatischen Beschwerden beziehende) Kriterium 
des schwierigen Heilungsverlaufs nicht erfüllt ist. Ebenso wenig sind 
erhebliche Komplikationen aktenkundig. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 28

5.5.7 Das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im 
angestammten Beruf (BGer, 8C_123/2018, E. 5.2.2.3). Massgebend sind 
ferner allein die medizinischen Gesichtspunkte, wohingegen die Dauer der 
Taggeldzahlungen nicht relevant ist (vgl. Entscheid des EVG vom 13. 
November 2006, U 284/06, E. 3.7). 

Nach dem Unfall vom … 2013 war der Beschwerdeführer zu 100% 
arbeitsunfähig. Mit Bericht vom 10. Februar 2014 (act. II 93) attestierte der 
Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. D.________ in der angestammten 
Tätigkeit (als …) zwar weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, erachtete 
jedoch eine den Leiden angepasste Tätigkeit als ganztägig zumutbar (S. 2), 
was er im Bericht vom 16. Februar 2015 (act. II 186) bestätigte (S. 5) und 
auch im Rahmen des Gutachtens der Begutachtungsstelle G.________ 
vom 12. Dezember 2016 (act. IIA 380) als unverändert gültig erachtet 
wurde (S. 28). Demnach war der Beschwerdeführer nach einer knapp 
siebenmonatigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit in einer den Leiden 
angepassten Tätigkeit (aus allein unfallbedingter Sicht) wieder zu 100% 
arbeitsfähig. Das Kriterium ist demnach mit Blick auf den von der 
Rechtsprechung entwickelten Massstab (vgl. RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 
E. 3d/aa) nicht erfüllt. 

5.6 Zusammenfassend ist höchstens das Kriterium der 
Dauerbeschwerden (in der einfachen Form) erfüllt, womit der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom … 2013 und den hernach 
geklagten psychischen Beschwerden zu verneinen ist (vgl. E. 5.4.2 vorne).

6.

6.1 In Bezug auf die unfallbedingten linksseitigen Fussbeschwerden 
respektive den daraus resultierenden funktionellen Beeinträchtigungen hat 
die Beschwerdegegnerin bei einem Invaliditätsgrad von 5% einen 
Rentenanspruch verneint (act. IIA 392 E. 5.4 S. 10). Weder wird dies vom 
Beschwerdeführer beanstandet noch ergeben sich aus den Akten 
Anhaltspunkte, wonach die Ermittlung des Invaliditätsgrades nicht korrekt 
wäre: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 29

6.2 In Bezug auf das Valideneinkommen (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 
S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1) hat die 
Beschwerdegegnerin auf das zuletzt bzw. im Jahr 2015 bei der 
C.________ AG erzielte monatliche Gehalt von Fr. 4‘620.-- (act. IIA 292) 
abgestellt. Zudem hat sie zusätzlich eine mit Blick auf die vom Bundesamt 
für Statistik (BFS) herausgegebene Nominallohnstatistik (vgl. Nominal-
lohnindex, Tabelle T1.1.10, Männer, 2011 - 2017, Abschnitt F; Entscheid 
des BGer vom 10. Mai 2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5) nicht zu beanstanden-
de Indexierung von 0.5% (act. IIA 333) berücksichtigt, woraus für das Jahr 
2016 ein Valideneinkommen von Fr. 60‘360.-- resultierte. Diese Annahme 
wirkt sich gemäss den zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Ein-
spracheentscheid (vgl. act. IIA 392 E. 5.2.2 S. 9), auf die verwiesen werden 
kann, insofern zu Gunsten des Beschwerdeführers aus, als die 
C.________ AG inzwischen liquidiert ist (vgl. Schweizerisches Handels-
amtsblatt [SHAB], Eintrag Nr. 37 vom 23. Februar 2016) – mithin der Be-
schwerdeführer auch als Gesunder nicht mehr dort arbeiten würde – und er 
als (ungelernter) … (vgl. act. II 76 S. 5) gemäss Art. 41 des Landesmantel-
vertrages (LMV) für das Schweizerische Bauhauptgewerbe 2016-2018 ei-
nen monatlichen Lohn von lediglich Fr. 4‘477.-- bzw. Fr. 58‘201.-- jährlich 
erzielen würde. 

6.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens hat die Beschwer-
degegnerin die Lohnangaben aus der eigenen Dokumentation von Arbeits-
plätzen (DAP) herangezogen, was grundsätzlich zulässig ist (BGE 143 V 
295 E. 2.2 S. 297). Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil ist dem Beschwerde-
führer ein ganztägiger Einsatz für Überwachungsfunktionen und leichte 
körperliche Aktivitäten in vorwiegend sitzender Position ohne Heben und 
Tragen von Lasten über 5kg, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten 
und ohne Gehen in unwegsamem Gelände zumutbar (act. II 93 S. 2; 186 
S. 5; IIA 380 S. 28). Die der Berechnung des Invalideneinkommens zu-
grunde gelegten DAP-Profile erfüllen sowohl die Anforderungen an das 
Zumutbarkeitsprofil (SVR 2016 UV Nr. 13 S. 41 E. 4.6) wie auch die übri-
gen rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen (vgl. BGE 139 V 592 E. 
6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480) an das Abstellen auf DAP-Löhne 
(vgl. act. IIA 332), und der so ermittelte Durchschnittswert von Fr. 57‘298.-- 
(act. IIA 392 E. 5.3.2 S. 10) ist schlüssig. Indem der Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 30

nichts Gegenteiliges vorbringt, besteht auch insoweit kein Anlass für Weite-
rungen (BGE 119 V 347 E. 1 S. 349). 

6.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen 
resultiert eine Erwerbseinbusse von maximal Fr. 3‘062.-- (Fr. 60‘360.-- - 
Fr. 57‘298.--) und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 5% (Fr. 3‘062.-- / 
Fr. 60‘360.-- x 100; zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123). 

Damit besteht auch bei den für den Beschwerdeführer günstigsten 
Annahmen kein Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung (vgl. Art. 
18 Abs. 1 UVG). 

7.

Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung der 
Kreisärztin Dr. med. E.________ vom 10. März 2016 (act. IIA 315) eine auf 
einer Integritätseinbusse von 5% basierende Integritätsentschädigung (Art. 
24 f. UVG) von Fr. 6‘300.-- zugesprochen (act. IIA 345 S. 2; 392 E. 6 S. 10 
f.), welcher Wert anhand der Suva-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei 
Arthrosen) ohne weiteres nachvollziehbar und im Übrigen ebenso 
unbestritten ist. 

8.

Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. 
Januar 2018 (act. IIA 392) nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen. 

9.

9.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 31

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Okt. 2018, UV/2018/115, Seite 32

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.