# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be9a2d01-0e6d-5127-ac4e-79890a2ef54f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.12.2010 AHV 2010/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2010-16_2010-12-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AHV 2010/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 15.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2010
Art. 9 Abs. 1 AHVG: Strittige Beitragspflicht bezüglich Liegenschaftserträge 
und strittige Bestimmung des im Betrieb investierten Eigenkapitals. 
Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegnerin zur Vornahme ergänzender Abklärungen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Dezember 2010, 
AHV 2010/16).

Abteilungspräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-

Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 15. Dezember 2010

in Sachen

E.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Treviso Revisions AG, Gaiserwaldstrasse 6, Postfach 447,

9015 St. Gallen,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons 

St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Nachbelastung von persönlichen Beiträgen 2005 (Liegenschaften, investiertes

Eigenkapital)

Sachverhalt:

A.  

A.a Im Antrag an die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen für die Erfassung als 

Einzelfirma vom 18. März 2003 umschrieb E.___ seine am 1. Januar 2001 

aufgenommene Arbeit wie folgt: Baumanagement, Promotionen, An- und Verkauf von 

Grundstücken/Liegenschaften, Verwaltungen, Vermittlungen Generalunternehmer (act. 

G 3.2). Die Ausgleichskasse erfasste den Beitragspflichtigen ab 2001 als 

Selbstständigerwerbenden und erhob entsprechende Beiträge (act. G 3.3 f.; zu der 

rückwirkenden Beitragserhebung für die Jahre 2001 und 2002 vgl. 

Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2006, act. G 3.6). In der Beitragsverfügung vom 

2. Februar 2005 forderte die Ausgleichskasse für das Jahr 2005 gestützt auf ein 

beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 420'100.-- aufgrund der vorangehenden 

Beitragsperiode einen Akontobeitrag von Fr. 40'508.40 (act. G 3.5).

A.b In der Nachtragsverfügung vom 26. Januar 2010 forderte die Ausgleichskasse vom 

Beitragspflichtigen für das Jahr 2005 gestützt auf die Steuermeldung vom 

21. Dezember 2009 (act. G 3.8) zusätzlich zum bereits erhobenen Akontobeitrag einen 

Beitrag von Fr. 34'230.60. Der Nachtragsverfügung legte sie ein Erwerbseinkommen 

von Fr. 775'100.-- (reines Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von 

Fr. 735'264.-+ aufzurechnende persönliche Beiträge von Fr. 39'909.--, investiertes 

Eigenkapital 0; abgerundet auf Fr. 100.--) zugrunde (act. G 3.10).

B.  

B.a Gegen die Nachtragsverfügung vom 26. Januar 2010 erhob der Beitragspflichtige 

am 26. Februar 2010 Einsprache und beantragte, das AHV-beitragspflichtige 

Einkommen für das Jahr 2005 auf Fr. 585'500.-- festzusetzen. Er rügte, dass das 

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Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit falsch berechnet worden sei und das 

investierte Eigenkapital per 31. Dezember 2005 nicht Fr. 0 betrage. Es seien zu Unrecht 

die drei Liegenschaften in A.___, B.___ und C.___ zum Geschäftsvermögen gerechnet 

und die daraus erzielten Mietzinseinnahmen als selbstständiges Erwerbseinkommen 

berücksichtigt worden. Denn diese Liegenschaften seien seinem Privatvermögen 

zuzuordnen. Sie seien nie in seiner Einzelfirma bilanziert worden. Damit gehe einher, 

dass bezüglich dieser drei Liegenschaften auch immer der Pauschalabzug für 

Unterhaltskosten von den Steuerbehörden akzeptiert worden sei. Ferner sei zu 

berücksichtigen, dass die Liegenschaft in C.___ auch eine Ferienwohnung beinhalte. 

Die Liegenschaften in A.___ und C.___ würden von ihm selbst verwaltet, diejenige in 

B.___ werde durch eine externe Verwaltung betreut. Bei korrekter Betrachtung dürften 

die privaten Liegenschaftserträge sowie die Unterhaltskosten und privaten 

Schuldzinsen nicht in die Bemessung des AHV-beitragspflichtigen 

Erwerbseinkommens aus selbstständiger Tätigkeit miteinbezogen werden (act. G 3.13).

B.b Auf entsprechende Nachfrage der Ausgleichskasse (vgl. Schreiben vom 1. April 

2010, act. G 3.14) hin berichtete die Steuerbehörde am 9. April 2010, dass der 

Beitragspflichtige als gewerbsmässiger Liegenschaftenhändler im weiteren Sinn gelte. 

Die Liegenschaften - mit Ausnahme der eigenen bewohnten Liegenschaft - stellten 

Geschäftsvermögen dar. Die Einnahmen daraus seien Einkommen aus selbstständiger 

Tätigkeit (act. G 3.15; vgl. auch die ergänzende Mitteilung vom 23. April 2010; act. 

G 3.17). Zum Schreiben vom 9. April 2010 nahm der Beitragspflichtige am 14. Mai 2010 

Stellung und hielt an den Anträgen und der Begründung seiner Einsprache fest (act. 

G 3.18).

B.c Mit Entscheid vom 10. Juni 2010 wies die Ausgleichskasse die Einsprache vom 

26. Februar 2010 ab. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass die drei Liegenschaften 

in A.___, B.___ und C.___ als Geschäftsvermögen zu qualifizieren seien. Die 

Behauptung des Beitragspflichtigen, diese Liegenschaften seien AHV-rechtlich bisher 

als Privatvermögen betrachtet worden, treffe nicht zu. Die Mieterträge einschliesslich 

des Eigenmietwerts der Ferienwohnung in der Liegenschaft C.___ seien unter Abzug 

von Unterhaltskosten als selbstständiges Erwerbseinkommen beitragspflichtig. Weil die 

geschäftlichen Schulden des Beitragspflichtigen den Wert der geschäftlich genutzten 

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Liegenschaften übersteigen würden, resultiere für 2005 kein investiertes Eigenkapital 

(act. G 3.19).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Juni 2010 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 9. Juli 2010. Der Beschwerdeführer beantragt darin sinngemäss 

dessen Aufhebung und die Festsetzung des AHV-beitragspflichtigen Einkommens für 

das Jahr 2005 auf Fr. 585'000.--. Zur Begründung bringt er vor, dass die 

geschäftlichen Schuldzinsen gemäss Erfolgsrechnung im Betrag von Fr. 26'705.-- wohl 

irrtümlich nicht berücksichtigt und unter dem Titel "Schuldzinsen (private)" in Abzug 

gebracht worden seien. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, er sei in der 

Veranlagungsverfügung 2005 als gewerbsmässiger Liegenschaftenhändler betrachtet 

worden und die fraglichen Liegenschaften stellten damit Geschäftsvermögen dar, sei 

nicht konform mit der vorgenommenen Veranlagung. Denn in der Veranlagung würden 

die Liegenschaftserträge gerade nicht dem Einkommen aus selbstständiger 

Erwerbstätigkeit zugewiesen. Daraus ergebe sich, dass nur jene Liegenschaften dem 

Geschäftsvermögen zuzuweisen seien, die eben als solche auch rechtsgenüglich 

bezeichnet worden seien und in der Jahresrechnung der Einzelunternehmung geführt 

würden. Die fraglichen Liegenschaften seien auch immer als private Kapitalanlagen 

behandelt worden. Es seien für diese Liegenschaften auch keine Hypotheken 

vorhanden und die Vermietertätigkeit entspreche einer blossen privaten 

Vermögensverwaltung. Des Weiteren sei nicht nachzuvollziehen, weshalb die 

Beurteilung der Vermögenswerte aufgrund des vorgenommenen Wohnsitzwechsels 

vom Kanton St. Gallen in einen anderen Kanton ändern solle. Es sei unzulässig und 

verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, nach Belieben eine 

Liegenschaft in einer Periode als Privatvermögen, in einer anderen als 

Geschäftsvermögen zu qualifizieren. Demnach seien auch die privaten Schuldzinsen 

von Fr. 33'521.-- bei der Berechnung des Einkommens aus selbstständiger 

Erwerbstätigkeit nicht zu berücksichtigen. Mit Blick auf das Eigenkapital sei von einer 

Summe von Fr. 3'051'000.-- auszugehen. Daraus resultiere ein Eigenkapitalzins von 

Fr. 61'000.--, der vom Erwerbseinkommen in Abzug zu bringen sei (act. G 1).

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C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt am 26. Juli 2010 unter Verweis auf die 

Begründung des angefochtenen Einspracheentscheids die Beschwerdeabweisung (act. 

G 3).

C.c Der Beschwerdeführer verzichtet auf eine Replik (act. G 6).

Erwägungen:

1.   

1.1 Zwischen den Parteien streitig ist vorweg die Frage, ob die Erträge, die der 

Beschwerdeführer aus der Vermietung der sich in seinem Eigentum befindlichen 

Liegenschaften in A.___, B.___ und C.___ im Jahr 2005 erzielt hat, beitragspflichtiges 

Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit darstellen.

1.2 Der Beitragspflicht unterliegen grundsätzlich alle Einkünfte, die sich aus einer auf 

Erwerb gerichteten Tätigkeit (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]) ergeben, gleichgültig, ob diese im 

Haupt- oder Nebenberuf und ob sie regelmässig ausgeübt wird. Als Einkommen aus 

selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in 

unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG). Darunter 

fallen laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVV; SR 831.101) alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem 

Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien 

Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der 

Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

direkten Steuern (DBG; SR 642.11) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- 

und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der 

Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. 

Die blosse Verwaltung des persönlichen Vermögens fällt nicht unter den Begriff der 

(selbstständigen) Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV. 

Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht 

(BGE 134 V 253 E. 3.1 und 125 V 385). Für gemischt genutzte Vermögenswerte hat 

Art. 18 Abs. 2 DBG die Präponderanzmethode eingeführt. Danach gelten als 

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Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die aufgrund ihrer Nutzung ganz oder 

überwiegend, d.h. mehr als zu 50%, der selbstständigen Erwerbstätigkeit dienen. Ein 

Vermögensgegenstand ist jeweils vollständig einem der beiden Vermögen zuzuordnen. 

Analoge Regeln gelten für die AHV (Reto Böhi, Der unterschiedliche Einkommensbegriff 

im Steuerrecht und im Sozialversicherungsrecht und seine Auswirkungen auf die 

Beitragserhebung, Bern 2001, S. 217 f.; BGE 125 V 219). Mieterträge von sich im 

Geschäftsvermögen befindenden Liegenschaften stellen allein schon aufgrund dieses 

Umstands Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar, ohne dass zu prüfen 

wäre, ob es sich bei der Vermietung um eine selbstständige Erwerbstätigkeit handelt 

oder nicht (BGE 134 V 250 E. 4.3).

1.3 Die Ausgleichskassen beurteilen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des 

AHV-Rechts, wer unter welchem Titel für ein von der Steuerbehörde gemeldetes 

Einkommen beitragspflichtig ist (vgl. aber Art. 23 AHVV betreffend die Ermittlung des 

Einkommens und des Eigenkapitals). Allerdings sollten sich die Ausgleichskassen bei 

der Qualifikation gemeldeter Einkünfte in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen 

und eigene nähere Abklärungen nur vornehmen, wenn sich ernsthafte Zweifel an deren 

Richtigkeit ergeben (BGE 134 V 253 E. 3.3).

1.4 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erfasst die Rechtskraft einer 

Beitragsverfügung lediglich einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt. Die 

Rechtsbeständigkeit einer Verfügung hindert die Verwaltung mit anderen Worten nicht, 

den Sachverhalt für die Zukunft anders zu würdigen. Insbesondere in Fällen, in denen 

sich die ursprüngliche Verfügung als klar rechtsfehlerhaft erweist, kann die Verwaltung 

den Sachverhalt für die Zukunft rechtskonform würdigen. In Grenzfällen soll eine 

andere Beurteilung allerdings nur mit Zurückhaltung Platz greifen (BGE 124 V 153 

E. 7a; bezüglich Wechsel des Beitragsstatuts vgl. BGE 121 V 3 E. 5b mit Hinweisen).

1.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Wenn der 

entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die 

Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, N 62 zu Art. 61).

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1.6 Nach der Rechtsprechung stellt die Vermietung von (unmöblierten) Wohnungen 

eines sogenannten Renditehauses Vermögensverwaltung dar, wenn und soweit diese 

Tätigkeit sich auf die Erzielung der Erträgnisse des Vermögensobjekts an sich 

beschränkt und nicht betrieblichen Charakter hat. Gleich verhält es sich mit der 

Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten. Dagegen erhält die Vermietertätigkeit dann 

betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse Gebäudeverwaltung übersteigt. Für die 

beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung und 

betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung ist das in einer Liegenschaft investierte 

Fremdkapital grundsätzlich nur massgebend, wenn die versicherte Person eine 

Tätigkeit ausübt, die auch Kapitalinvestitionen verlangt, wie der Kauf und Verkauf von 

Grundstücken. Dagegen kommt diesem Kriterium keine entscheidende Bedeutung zu, 

wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer eigenen Liegenschaft 

Mietzinseinnahmen zu erzielen. In einem solchen Fall ist die Herkunft der Mittel für den 

Erwerb des Vermögensobjektes - Darlehen oder eigene Gelder - von untergeordneter 

Bedeutung, wenn auch der Umstand, dass jemand ohne anlagebedürftiges eigenes 

Vermögen bzw. unter Inanspruchnahme fremder Gelder Häuser besitzt und 

bedeutendes Einkommen aus Vermietungen erzielt, gelegentlich doch ein Indiz gegen 

blosse Vermögensverwaltung sein kann. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn diese 

Einkommensquelle in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit einer haupt- oder 

nebenberuflich ausgeübten erwerblichen Tätigkeit, wie beispielsweise 

Liegenschaftshandel, steht und dem Besitz von Liegenschaften sowie deren 

Vermietung nicht eindeutig eine davon unabhängige Funktion zukommt. Unter solchen 

Umständen erscheint die Vermietertätigkeit als wirtschaftliche Folge der haupt- oder 

nebenberuflich gewerbsmässig ausgeübten Tätigkeit in der Bau- oder 

Immobilienbranche und nicht als blosse Kapitalanlage in Immobilien (Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Juni 2004, H 36/03, E. 4.4 mit Hinweisen und 

vom 2. Mai 2002, H 72/01, E. 4a).

2.   

Vorliegend ist eine Nachtragsverfügung betreffend die Festsetzung der persönlichen 

Beiträge für das Jahr 2005 im Zusammenhang mit drei sich im Besitz des 

Beschwerdeführers befindenden Liegenschaften streitig.

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2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Steuermeldungen in den Jahren 

2001 bis 2004 zur Festsetzung der persönlichen AHV-Beiträge nur die in der 

Geschäftsbuchhaltung erfassten Vermögenswerte und Einkünfte enthalten hätten. 

Daraus könne entnommen werden, dass im Jahr 2004 (und in den früheren Jahren) die 

fraglichen Liegenschaften A.___, B.___ und C.___ bereits als Privatvermögen beurteilt 

und sowohl von den Steuerbehörden als auch von der Beschwerdegegnerin 

entsprechend akzeptiert worden seien (act. G 1, S. 6).

2.2 Nach der Aktenlage wurde der Beschwerdeführer ab 2001 von der 

Beschwerdegegnerin als Selbstständigerwerbender im Haupterwerb erfasst. Zuvor war 

er Arbeitnehmer in seiner D.___ AG gewesen (act. G 3.2). Wann die fraglichen 

Liegenschaften erworben wurden, geht aus den Akten nicht hervor. Der 

Beschwerdeführer machte bereits im Einspracheverfahren geltend, dass sich die 

Liegenschaften F.___ und C.___ seit vielen Jahren im Privateigentum befänden und 

auch die Liegenschaft B.___ im Jahr 2000, mithin vor der Aufnahme der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit erworben wurde (act. G 3.18). Es finden sich in den 

Akten auch keine Dokumente, die Angaben darüber enthalten, wie die drei 

Liegenschaften steuerrechtlich und sozialversicherungsrechtlich in den Jahren vor der 

streitigen Periode 2005 bzw. bei Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit 

behandelt wurden und ob die Behauptungen des Beschwerdeführers zutreffen. Mit 

Blick darauf, dass frühere Qualifikationen bezüglich der Frage, ob Liegenschaften zum 

Privat- oder Geschäftsvermögen zuzurechnen sind, gewisse Wirkungen für zukünftig 

vorzunehmende Qualifikationen entfalten (vgl. vorstehende E. 1.4), ist das Fehlen 

jeglicher entsprechender Abklärungen im Verwaltungsverfahren mit dem der 

Beschwerdegegnerin obliegenden Untersuchungsgrundsatz nicht vereinbar. Dies umso 

weniger als sich aus den vergangenen steuerrechtlichen und 

sozialversicherungsrechtlichen Einschätzungen Hinweise für die Beurteilung der im 

Streit stehenden Qualifikationsfrage ergeben können. Insbesondere kann durch Beizug 

entsprechender Unterlagen überprüft werden, ob die vergangenen Einschätzungen 

fehlerhaft sind oder - in Grenzfällen - sich eine andere Qualifikation aufdrängt.

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat bislang auch nicht näher abgeklärt, ob und 

bejahendenfalls in welchem Umfang der Beschwerdeführer die fraglichen drei 

Liegenschaften im Rahmen seines Einzelunternehmens, der F.___ AG, der G.___ AG 

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oder der D.___ AG zur Arbeitsbeschaffung nutzte. Ferner ist der Frage nachzugehen, 

ob die fraglichen Liegenschaften tatsächlich nie in der Einzelfirma oder den vom 

Beschwerdeführer beherrschten Gesellschaften (F.___ AG, der G.___ AG oder der 

D.___ AG) bilanziert worden sind. Weiterer Abklärungsbedarf besteht auch im 

Zusammenhang mit den vom Beschwerdeführer in den Steuerunterlagen für das Jahr 

2005 deklarierten "Privatschulden" von Fr. 3'193'732.-- (act. G 3.9). Hier ist von 

Interesse, wie sich diese Schulden zusammensetzen und ob sie im Zusammenhang mit 

den fraglichen Liegenschaften stehen. Allenfalls ergeben sich aufschlussreiche 

Erkenntnisse auch bei der Überprüfung des Auftritts der drei Liegenschaften auf dem 

Immobilienmarkt (Werbeumfang, Verkaufs- oder Vermietungsangebote, Kontaktperson 

usw.).

2.4 Der Sachverhalt erweist sich nach dem Gesagten als ungenügend abgeklärt und 

noch nicht spruchreif. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen, damit sie in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht 

den Sachverhalt hinsichtlich der Nachbelastung von persönlichen Beiträgen und des 

investierten Eigenkapitals betreffend das Jahr 2005 im Sinn der Erwägungen abkläre 

und hernach erneut verfüge.

3.   

3.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 10. Juni 2010 aufzuheben. Die Sache ist zur ergänzenden 

Abklärung und zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

3.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Die 

Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 

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215 E. 6.2). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Der 

Beschwerdeführer ist durch ein Treuhandunternehmen vertreten. Der Vertreter des 

Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer Kostennote. Mit Rücksicht auf 

den Verfahrensaufwand im Beschwerdeverfahren erscheint im vorliegend zu 

beurteilenden Fall eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht entschieden: 

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 10. Juni 2010 aufgehoben. Die Sache wird zur ergänzenden 

Abklärung und zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'200.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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