# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32d01597-7dae-5a26-b9cb-e209a9f5c576
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 07.03.2022 IV 2020/187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2020-187_2022-03-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/187

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.09.2022

Entscheiddatum: 07.03.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 07.03.2022
Würdigung der Beweiswerte eines polydisziplinären Gutachtens vom 
Februar 2018 sowie eines ebenfalls polydisziplinären Verlaufsgutachtens 
vom November 2019, welches - auch retrospektiv - zum Ergebnis einer sehr 
viel geringfügigeren Arbeitsunfähigkeit gelangte als die erste Expertise 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. März 
2022, IV 2020/187).

Entscheid vom 7. März 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Monika Gehrer-Hug und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2020/187

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

Betreffend A.___ ging am 6. Juli 2015 (IV-act. 4, 7) eine Früherfassungsmeldung 

bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen ein. Sie habe von 

2006 bis 2009 eine Lehre gemacht und sei als ___/___ tätig. Wegen körperlichen und 

psychischen Problemen habe sie seit 2014 wiederholt Absenzen gehabt. Seit 4. März 

2015 sei sie voll arbeitsunfähig. - Bei einem Früherfassungsgespräch vom 10. Juli 2015 

(IV-act. 3) gab die Versicherte an, vom Arbeitgeber (schon Lehrmeister, [...]) [...] habe 

sie die verdiente Beförderung nicht bekommen und sei gemobbt worden. Trotz 

Weiterbildung sei sie degradiert worden und werde wohl die Kündigung erhalten. Vor 

dem ersten Ohnmachtsanfall habe sie einen hohen Stress im Betrieb gehabt. Sie habe 

mehrere Anfälle gehabt, meist im Entspannungszustand und etwa alle zwei bis drei 

Wochen auftretend, am schlimmsten am 30. Dezember 2014 während des 

Autofahrens. Nach einem weiteren Anfall sei sie im Februar 2015 zum Hausarzt 

gegangen, der Neurologe habe sie anschliessend arbeitsunfähig geschrieben und ihr 

für zwei Monate das Autofahren verboten. Bei einem MRI seien Hirnblutungen und 

Hirnschläge festgestellt worden. - Am 11./14. Juli 2015 (IV-act. 6) meldete sich die 

Versicherte zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Seit November 

2014 habe sie Kopfschmerzen, seit Dezember 2014 Ohnmachtsanfälle, ausserdem 

habe sie Schwindel.

A.a. 

Gemäss den Akten der Lohnausfallversicherung hatte Dr. med. C.___, Facharzt für 

Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, am 18. März 2015 (Fremd-

act. 1-10 ff.) berichtet, es bestünden bei der Versicherten eine vaskuläre 

Enzephalopathie mit klinisch leichten kognitiven Defiziten und dezenter Ataxie (DD: 

A.b. 

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weniger wahrscheinlich beginnende chronisch entzündliche ZNS-Erkrankung), 

rezidivierende Synkopen und präsynkopale Zustände, am ehesten vasovagal, und eine 

bekannte depressive Störung, gegenwärtig teilremittiert unter der Einnahme von 

Citalopram und Surmontil. Im EEG habe sich eine leichte Hirnfunktionsstörung 

bizentroparietal mit steilen Transienten bei erheblicher Schläfrigkeit gezeigt. Ein 

Schlafentzugs-EEG habe tendenziell eher bessere Befunde mit lediglich leicht 

ausgeprägter generalisierter Hirnfunktionsstörung und physiologischem Erreichen des 

Schlafstadiums II gezeigt. Ein Schädel-MRI habe Hinweise auf mehrere kleine 

gliotische Läsionen, am ehesten mikrovaskulärer Genese, erbracht. Eine Doppler-

Duplex-sonographische Untersuchung der hirnversorgenden Arterien sei unauffällig 

ausgefallen. - In einer Verlaufsdokumentation des Casemanagements der Versicherten 

(Fremd-act. 5-7 ff.) war festgehalten worden, die Versicherte wisse seit 7. April 2015, 

dass das Arbeitsverhältnis aufgehoben werde, sobald sie wieder arbeitsfähig sei. - Der 

Arbeitgeber hatte am __. ___ 2015 angegeben, sie habe sich von einem Tag auf den 

andern krank gemeldet; er wisse nicht warum. Es seien Dinge vorgefallen, die eine 

Weiterführung des Arbeitsverhältnisses nicht erlaubten (Fremd-act. 5-11). Am __. ___ 

2015 hatte er in der Folge berichtet, bis vor etwa einem Dreivierteljahr sei das 

Arbeitsverhältnis gut gewesen und die Versicherte habe sehr gut gearbeitet. Dann sei 

sie anders geworden. Er habe aber schon länger gedacht, ein Wechsel wäre vielleicht 

gut. Sie selber habe etwas Neues suchen wollen, habe dann aber doch nicht gewollt, 

wenn etwas konkret geworden sei (vgl. Fremd-act. 5-10). - Die Klinik für Kardiologie 

des Departements Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen hatte inzwischen am 

15. Mai 2015 (Fremd-act. 1-6 f.) u.a. von rezidivierenden Reflexsynkopen seit 11/2014 

berichtet. In der Untersuchung sei es zu einer solchen Synkope gekommen. Die 

Versicherte sei darauf hingewiesen worden, mögliche Auslöser zu vermeiden, bei 

Auftreten von Prodromi in liegende Position zu gehen und isometrische 

Muskelanspannungen zu machen. - Die D.___ (im Weiteren Klinik D.___; ärztliche 

Psychotherapeutin B.___), berichtete der Lohnausfallversicherung am 20. August 2015 

(Fremd-act. 4-2 f.; während stationärem Aufenthalt der Versicherten) u.a. von einer 

mittelgradigen depressiven Episode bei einer komplexen psychosozialen 

Belastungssituation und bei Erschöpfungssyndrom und von rezidivierenden Synkopen, 

am ehesten vasovagalen Reflexsynkopen mit positiver Kipptischuntersuchung, seit 

November 2014. Es werde eine neuropsychologische Testung durchgeführt werden. 

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Voraussichtlich werde die Versicherte nach Austritt noch mindestens bis Mitte 

September 2015 voll arbeitsunfähig sein. 

Im Austrittsbericht vom 14. September 2015 (IV-act. 26; über einen Aufenthalt vom 

13. Juli 2015 bis 29. August 2015) hielt der Fachbereich Psychosomatik der Klinik 

D.___ fest, es lägen bei der Versicherten eine rezidivierende depressive Störung, 

derzeit mittelgradig bei multifaktorieller psychosozialer Belastung, mit Entwicklung 

eines Erschöpfungssyndroms, eine Angst- und Panikstörung, rezidivierende 

vasovagale Synkopen und eine Adipositas permagna vor. Die Versicherte habe erklärt, 

sie sei im Heim aufgewachsen. Bei kardiologischen und neurologischen 

Untersuchungen habe man nichts gefunden, was die Synkopen hätte erklären können. 

Sie dürfe nicht mehr in die Höhe steigen, weshalb sie eine berufliche Neuorientierung 

brauche. Es wurde im Bericht festgehalten, Ohnmachtsanfälle seien nicht 

vorgekommen. Es sei deutlich geworden, dass das Beharren auf ihr Kranksein der 

Versicherten die Möglichkeit gegeben habe, (vom Weiterarbeiten) zu pausieren, und sie 

dazu geneigt habe, damit zu manipulieren. Sie habe ihre Sicht der Dinge gehabt und 

dazu geneigt, diese beliebig zu interpretieren. Auf die Anforderung, sich an den 

Therapieplan zu halten, habe sie mit Rebellion und wie ein trotziges Kind reagiert, das 

sich überfordert fühle. Es sei deutlich geworden, dass sie eine Autoritätsperson suche, 

von der sie sich ernst genommen und geführt fühlte. Mit der Zeit habe sie bei 

bleibendem Widerstand regelmässiger am Programm teilgenommen. Sie habe in 

deutlich stabilisiertem psychophysischem Zustand entlassen werden können. - Die 

Vertrauensärztin der Lohnausfallversicherung hielt am 18. Oktober 2015 (Fremd-

act. 5-6) fest, bis zur Klärung der Diagnose sei die Versicherte als ___ arbeitsunfähig. 

A.c. 

In der Arbeitgeberbescheinigung vom _. ___ 2015 (IV-act. 16) war inzwischen 

angegeben worden, die Versicherte habe im Jahr 2014 Fr. 63'___.-- und 2013 

Fr. 63'___.-- verdient. - Die Versicherte hatte im August 2009 die Lehre abgeschlossen 

(IV-act. 19-3) und am _. ___ 2011 ein Diplom als B.___ erworben (IV-act. 19-2).

A.d. 

Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt fest, vorläufig 

könne anhand der Aktenlage von einer möglichen Präsenzzeit der Versicherten von 

50 % ausgegangen werden. Es sei auch eine eingliederungsfachliche Aussage 

miteinzubeziehen (vgl. IV-act. 30). - In einem Assessmentprotokoll vom 4. Januar 2016 

A.e. 

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(IV-act. 36) wurde festgehalten, die Versicherte habe erklärt, sie habe Angst vor der 

Arbeit und vor dem Hineinrutschen in das System und frage sich, ob sie das leisten 

könne. An den bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren, könne sie sich nicht vorstellen, 

einerseits wegen des Mobbings, anderseits wegen der Dämpfe und der Anforderung, 

auf Gerüste steigen zu müssen. Sie wolle zu 50 % als Vorarbeiterin und zu 50 % in 

administrativen Arbeiten tätig sein, und sich für den Bürobereich umschulen lassen. - 

Am 20. Januar 2016 (IV-act. 42) wurde ein IV-Eingliederungsplan für 

Integrationsmassnahmen unterzeichnet und das entsprechende Aufbautraining 

während der Zeit vom 1. Februar 2016 bis 31. Juli 2016 wurde am 28. Januar 2016 (IV-

act. 46; Taggeld IV-act. 48) zugesprochen. Nachdem die mit dem Job-Coaching 

Beauftragte der betreffenden Institution am 11. Februar 2016 (IV-act. 50-2) darüber 

informiert hatte, dass die Versicherte mitgeteilt habe, sie sei auf der Intensivstation am 

Kantonsspital St. Gallen und es habe sich in der Lunge ein Gerinsel gebildet, wurde die 

berufliche Massnahme abgebrochen (IV-act. 52). Im Schlussbericht über die acht Tage 

dauernde Tätigkeit (IV-act. 56) wurde erklärt, die Versicherte habe bei der Abmeldung 

vom 9. Februar 2016 gemäss ihrem Arzt eine Bronchitis gehabt. Später sei sie wegen 

des Verdachts auf eine Lungenthrombose ins Kantonsspital verlegt worden. - Am 

28. Januar 2016 (IV-act. 43) hatte die Versicherte telefonisch mitgeteilt, Dr. C.___ habe 

festgestellt, dass sie nachts Atemaussetzer habe. Sie könne deshalb noch am Tag 

ihres Anrufs ein Sauerstoffgerät bei ihm abholen. Sollte sich der Einsatz positiv 

auswirken, sei allenfalls nochmals eine Untersuchung im Schlaflabor nötig. - Gemäss 

Aktennotiz (IV-act. 54) sprach die Versicherte am 29. Februar 2016 wegen ihrer 

finanziell ungewissen Situation bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle vor. 

Daraufhin teilte Letztere dem Arbeitgeber mit, er habe die Lohnfortzahlung an die 

Versicherte wieder aufzunehmen. Sie hielt fest, dieser habe das zugesichert.

Die Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen hatte im IV-Arztbericht vom 

26. Februar 2016 (IV-act. 58) bekanntgegeben, der neurologische Befund sei 

unauffällig. Die Versicherte sollte stets die Möglichkeit haben, sich hinzusetzen, und 

sollte nicht auf Leitern steigen. Die bisherige Tätigkeit sei im Übrigen weiterhin 

zumutbar. Im beigelegten Bericht vom 7. April 2015 (IV-act. 58-6 f.) war festgehalten 

worden, der neurologische Untersuchungsbefund sei in detaillierter Prüfung unauffällig 

gewesen. - Bei einem MRT des Neurokraniums vom 29. Februar 2016 (IV-act. 59) 

A.f. 

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wurde keine Zunahme der vaskulären Läsionen im Verlauf festgestellt. - Dr. med. E.___, 

Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, gab im IV-Arztbericht vom 7. März 2016 (IV-

act. 61) u.a. an, es seien im Februar 2016 bilaterale zentrale Lungenembolien 

aufgetreten. Er behandle die Versicherte seit Februar 2012. Nicht nur die Synkopen, 

auch die depressive Symptomatik mit Konzentrationsstörungen und 

Antriebsproblemen hätten zum Ausfall bei der Arbeit geführt. In der bisherigen Tätigkeit 

sei sie nicht arbeitsfähig. - Dr. med. F.___, Facharzt für Gastroenterologie und für 

Innere Medizin, berichtete am 31. März 2016 (IV-act. 69-4 f.), die Versicherte habe von 

Erbrechen, im Verlauf mit Blutbeimengung, berichtet. Es finde sich zurzeit keine 

Blutungsquelle im oberen Gastrointestinaltrakt; es dürfte ein Mallory-Weiss-Riss 

vorgelegen haben. Weitere Massnahmen seien nicht nötig. Nebenbefundlich sei eine 

Refluxoesophagitis Los Angeles A festgestellt worden. - Der RAD hielt am 15. Juni 

2016 (IV-act. 70) dafür, ein gewisses Eingliederungspotenzial bzw. eine Arbeitsfähigkeit 

von etwa 50 % könne angenommen werden. Es sei noch der Austrittsbericht des 

Kantonsspitals St. Gallen betreffend die Hospitalisation vom 11. bis 16. Februar 2016 

einzuverlangen. - Am 18. Juli 2016 (IV-act. 78) wurde in einem IV-Protokoll 

festgehalten, es bestünden in der angestammten Tätigkeit eine bleibende 

Einschränkung und daher ein Umschulungsanspruch, am 29. August 2016 (IV-act. 83) 

wurde erwähnt, davor seien allenfalls Integrationsmassnahmen zu prüfen, um die 

Arbeitsfähigkeit zu steigern, weil gemäss RAD eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit 

Leistungsminderung bestehe. - Die Klinik D.___ gab am 16. September 2016 (IV-

act. 84) an, gemäss Hausarzt bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. Nebst den psychiatrischen Diagnosen bestünden körperliche 

Einschränkungen, die eine Wiederaufnahme verunmöglichten. In angepasster Tätigkeit 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von ca. 50 %.

Am 4. November 2016 (IV-act. 87) sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

der Versicherten Berufsberatung zu, am 23. Januar 2017 (IV-act. 98) eine berufliche 

Abklärung in der Zeit vom 27. Februar 2017 bis 29. Mai 2017 (mit Taggeld, IV-act. 99). - 

In einem Schlussbericht vom 22. Mai 2017 (IV-act. 105) gab die betreffende (andere, 

zweite) Institution an, es sei zur Prüfung des Arbeitspensums und der Belastbarkeit 

eine Integrationsmassnahme zu empfehlen. Ein geschützter Rahmen sei nötig. 

Ausserordentlicher Mehraufwand sei zur Aufarbeitung der Fachkenntnisse in den 

A.g. 

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schulischen Bereichen, insbesondere in Deutsch, zu erkennen, ausserdem ein 

Förderbedarf bei den Selbstkompetenzen (Selbstachtsamkeit, Umgang mit 

Drucksituationen). - In einem Strategie-Protokoll (IV-act. 107) wurde festgehalten, 

gemäss RAD sei nicht ganz nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit nicht habe 

gesteigert werden können. - Dr. E.___ erklärte am 1. Juni 2017 (IV-act. 113), die 

Versicherte sei zu maximal 50 % belastbar. - Die Klinik D.___ gab am 2. Juni 2017 (IV-

act. 115) an, seit ca. drei Monaten sei eine zusätzliche Belastung durch sehr 

schmerzhafte, blutig-rissige Exzeme an beiden Handflächen und Fusssohlen 

aufgetreten, welche die Alltagsfunktionen deutlich einschränkten. Hinsichtlich der 

depressiven Symptomatik habe sich seit September 2016 eine Besserung bei noch 

bestehender verminderter Frustrationstoleranz, Gereiztheit, Migräne, Erbrechen und 

hohen Leistungsansprüchen an sich selbst gezeigt; Versagens- und Zukunftsangst 

hätten sich beim Arbeitsversuch immer wieder verstärkt gezeigt.

Im Juni 2017 (IV-act. 117) wurde ein Eingliederungsplan für 

Integrationsmassnahmen für die Zeit vom 30. Mai 2017 bis 30. November 2017 

unterzeichnet. Am 14. Juni 2017 (IV-act. 120) teilte die Versicherte mit, sie sei wegen 

Ekzemen voll arbeitsunfähig geschrieben. Dr. E.___ erklärte zwei Tage später, die 

Integrationsmassnahme könne vorläufig (trotz der allergie- oder psychisch bedingten 

Ausschläge) weitergeführt werden. Eher fraglich scheine, ob die Versicherte bei den 

kognitiven Einschränkungen noch eine verwertbare Ausbildungsfähigkeit erreichen 

könne. Am 19. Juni 2017 (IV-act. 123) wurde das entsprechende Aufbautraining 

zugesprochen. Nachdem Dr. E.___ am 23. Juni 2017 (IV-act. 127) mitgeteilt hatte, die 

Versicherte sei nicht mehr in der Lage, die beruflichen Belastungen der Integration zu 

erfüllen (ungenügende Konzentration und Aufmerksamkeit, Überforderung, Reaktion 

mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen), wurde die Massnahme am 27. Juni 2017 (IV-

act. 129; nach zehn Anwesenheitstagen, IV-act. 133, und sechs Absenzen, IV-

act. 134-1) abgebrochen. Im Schlussbericht der (zweiten) Institution vom 3. Juli 2017 

(IV-act. 134) wurde angegeben, die Versicherte habe erklärt, sich eingliedern und 

arbeiten zu wollen, woran sie jedoch die pathologische Situation hindern würde. Es 

wurde weiter erklärt, die physische Situation mit den medizinisch nicht erklärbaren 

Hautausschlägen wirke sich zunehmend psychisch negativ aus. Es sei eine 

medizinische Abklärung zu empfehlen. Bei der gesundheitlichen Situation und den 

A.h. 

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wenigen vorhandenen Kenntnissen im Bereich Administration sei für einen Quereinstieg 

der Versicherten in ein ungelerntes Berufsfeld kein Potenzial zu erkennen. Die 

Versicherte sei auf die Möglichkeit einer Anmeldung beim Sozialamt hingewiesen 

worden, worauf sie erwähnt habe, womöglich werde es auch mit den finanziellen 

Mitteln ihres Partners ausreichen. - Am 7. Juli 2017 teilte die Versicherte mit, sie sei bis 

auf weiteres wegen Rückenschmerzen voll arbeitsunfähig. Psychisch gehe es ihr auch 

schlechter.

In ihrem polydisziplinären Gutachten vom 12. Februar 2018 (IV-act. 153) gaben die 

PMEDA Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen an, es bestünden als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vagovasale Synkopen, eine Psoriasis 

palmoplantaris, DD hyperkeratotisch rhagadiformes Hand- und Fussekzem bei 

atopischer Diathese, und eine teilremittierte, derzeit leichtgradig ausgeprägte 

depressive Episode vor dem Hintergrund einer emotional-instabilen 

Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ. Ohne Einfluss seien eine Adipositas Grad 

II/III, ein Status nach Lungenembolie, eine Migräne mit Aura und zervikale myofasziale 

Triggerpunkte. Die Versicherte sei in keiner Tätigkeit arbeitsfähig, und zwar seit 2015 

und vorerst auch noch für ein weiteres Jahr. Die dermatologische und die 

psychiatrische Erkrankung würden sich hinsichtlich der reduzierten Belastbarkeit 

additiv auswirken. Zu empfehlen seien eine Gewichtsreduktion und eine Intensivierung 

der psychiatrischen Behandlung (Aufnahme einer spezifischen psychotherapeutischen 

Behandlung, z.B. einer Dialektisch-Behaviouralen Therapie). - In einem Anhang wurde 

dargelegt, in zahlreichen Therapiestudien seien ein positiver Spontanverlauf 

depressiver Syndrome und ein zusätzlicher positiver Effekt einer leitliniengerechten 

antidepressiven Medikation nachgewiesen worden. Die Depression sei ein prinzipiell 

gut behandelbares Krankheitsbild. Bei leitliniengerechter Behandlung trete eine 

deutliche Symptomreduktion in der Regel innerhalb von vier bis acht Wochen ein, so 

dass ein gestufter Wiedereinstieg in die Arbeitstätigkeit möglich und sogar sinnvoll sei. 

Bei zwei Dritteln der Betroffenen sei eine Vollremission zu erwarten. - Der RAD 

befürwortete das Abstellen auf das Gutachten (vgl. IV-act. 154). Hinweise für namhafte 

Diskrepanzen und Inkonsistenzen und für eine Incompliance hätten sich nicht ergeben. 

Die Versicherte nehme die verordnete Medikation ein und begebe sich alle zwei 

Wochen in psychiatrische Konsultation.

A.i. 

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Am 28. März 2018 (IV-act. 159) wurde der Versicherten mitgeteilt, ein Anspruch auf 

(weitere) berufliche Massnahmen bestehe nicht.  

A.j. 

Diese teilte am 30. Mai 2018 (IV-act. 162) mit, es gehe ihr gesundheitlich nicht gut. 

- Die Klinik D.___ erklärte am 3. Juli 2018 (V-act. 166) u.a., die Wirkung der 

Dosiserhöhung von Venlafaxin auf 300 mg sei abzuwarten; das Mittel habe in der 

Vergangenheit gut gewirkt. Die Versicherte suche sich wegen eines geplanten 

Wohnortswechsels einen anderen Therapieplatz. - Der RAD hielt am 16. Juli 2018 (IV-

act. 170) dafür, eine Schadenminderungspflicht sei nicht aufzuerlegen, weil es 

wahrscheinlich nicht innert nützlicher Frist zu einer erfolgreichen Besserung kommen 

werde. - Auf Anfrage (IV-act. 178) teilte die PMEDA der Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle am 23. Oktober 2018 (IV-act. 181) mit, die Gesundheitsstörungen auf 

dermatologischem und psychiatrischem Fachgebiet wirkten eigenständig behindernd 

und sich allenfalls noch gegenseitig verstärkend.  

A.k. 

Die Klinik für Dermatologie/Venerologie/Allergologie am Kantonsspital St. Gallen 

gab am 27. Dezember 2018 (IV-act. 186) bekannt, es bestünden schmerzhafte 

Psoriasis-Plaques palmoplantar. Bei einer Tätigkeit im Sitzen sei die Versicherte nicht 

arbeitsunfähig. Einer Eingliederung stehe Incompliance im Weg. In einem beigelegten 

Bericht vom 25. August 2017 waren als Diagnosen bezeichnet worden u.a. klinisch 

Psoriasis palmoplantaris beidseits, der Verdacht auf Psoriasis capitis, Acne 

papulopustulosa, Adipositas permagna, ein St. n. Lungenembolie und eine 

Enzephalopathie unklarer Genese sowie Migräne mit Aura. - Am 6. März 2019 (IV-

act. 195) teilte die Versicherte mit, sie werde den Dermatologen wechseln.- Dr. E.___ 

erklärte am 16. Januar 2019 (IV-act. 193), die letzte Gastroskopie sei im Juli 2018 

gewesen. Das rezidivierende Erbrechen sei durch die grosse axiale Hiatushernie mit 

Refluxoesophagitis Los Angeles Typ B bedingt. Der Zustand sei trotz intensiver 

Therapie weitgehend stationär. Die Arbeitsfähigkeit habe nicht gesteigert werden 

können; es liege derzeit wegen der Depression, der Rückenbeschwerden und der 

Psoriasis keine vor. Im Haushalt könne die Versicherte maximal eine Viertelstunde pro 

Tag arbeiten, dann werde sie sehr müde und es werde ihr schwindelig. 

A.l. 

Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (unter 

Mitwirkung der für sie tätigen psychologischen Psychotherapeutin), gab im IV-

A.m. 

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Arztbericht vom 11. Februar 2019 (IV-act. 194) an, es lägen eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische 

Symptome, bei multifaktorieller psychosozialer Belastung mit Erschöpfungssyndrom, 

eine Panikstörung, ein V.a. eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom 

Borderline-Typus und eine posttraumatische Verbitterungsstörung (PTED) als 

spezifische Reaktion auf eine schwere Belastung vor. Die Diagnosen seien teilweise 

seit 2015 aktenkundig und hätten erneut bestätigt werden können. Die 

Verbitterungsstörung sei eine spezifische Reaktion auf das existenziell verunsichernde 

Rentenverfahren und die Enttäuschung über den Misserfolg der somatischen 

Therapien. Ähnlich habe die Versicherte ehemals das Im-Stich-gelassen-Werden im 

Betrieb und die Konfrontation mit dem Tod bei der Lungenembolie empfunden. Sie 

fühle sich äusserst ungerecht und kränkend behandelt. Die Leistung hänge stark von 

der körperlichen und emotionalen Verfassung ab. Die gesundheitlichen 

Einschränkungen würden sich durch umfangreiche psychotherapeutische 

Massnahmen mittel- bis langfristig (mehrjähriger Prozess mit möglichen Rückfällen) 

vermindern lassen. Die Prognose hänge zudem eng u.a. mit den existenziellen 

Bedingungen zusammen, die ein wichtiger psychisch destabilisierender Faktor seien. 

Es sei wichtig, die aktuelle existenzielle Unsicherheit zu beenden. Hierauf scheine die 

Verschlechterung des psychischen Zustands direkt zurückzuführen zu sein. - Dr. F.___ 

erklärte am 25. März 2019 (Eingang, IV-act. 201), es bestünden eine 

Refluxoesophagitis und eine Hiatushernie. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

gebe es nicht. - Dr. C.___ gab am 6. Juni 2019 (IV-act. 207) an, die Versicherte sei nicht 

arbeitsfähig. Es bestünden kognitive und körperliche Funktionseinschränkungen. 

Zweifel an der Fahreignung bestehe aus neurologischer Sicht nicht. In einem 

beigelegten Bericht vom 20. Februar 2019 (IV-act. 208) hatte er festgehalten, es 

bestehe u.a. eine mässig ausgeprägte mikroangiopathische Enzephalopathie, MR-

tomographisch konstante Läsionslast seit 03/2015. Die Versicherte habe von einer 

weiteren Zunahme der Gedächtnisstörungen bei unveränderter Ausprägung der 

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung und von rezidivierenden 

Sehfähigkeitsminderungen, abwechselnd rechts und links, bis zu 24 Stunden dauernd, 

berichtet. Es habe keine Hinweise auf eine nennenswerte depressive Symptomatik 

gegeben. Bei ausreichender migräneprophylaktischer Wirksamkeit von 

Topiramat 200 mg/Tag sei die Dosis seit 2016 nicht verändert worden. Damals sei die 

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Serumkonzentration niedrig gewesen. - Die Klinik für Neurologie am Kantonsspital 

St. Gallen hatte am 8. Mai 2019 (IV-act. 209-1 ff.) über eine neuropsychologische 

Untersuchung berichtet. In einer testpsychologischen Untersuchung vom 12. August 

2015 (Klinik D.___) seien gesamthaft durchschnittliche kognitive Leistungen mit einem 

recht inhomogenen Leistungsprofil beschrieben worden, dabei auch 

unterdurchschnittliche Leistungen im Lernen und Gedächtnis (im verbalen Bereich bis 

teilweise mittelschwer gestörte Leistung). Aufgrund der (eigenen) Abklärung vom 

25. April 2019 sei von einer leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung 

mit leichten bis mittelschweren kognitiven Störungen und mit leichten bis 

mittelschweren Auffälligkeiten auf Affekt-, Antriebs- und Verhaltensebene auszugehen. 

Es würden eine integrierte psychologische Therapie mit Neurofeedback und/oder die 

Teilnahme an einem strukturierten Gruppeninterventionsprogramm sowie zum Aufbau 

der körperlichen Belastbarkeit ein Ausdauertraining empfohlen. - Das Spital H.___ 

berichtete in einem provisorischen Austrittsbericht vom 29. Mai 2019 (IV-act. 219) von 

akuten Dyspnoeanfällen, die als Asthma bronchiale zu sehen seien. In der 

Lungenfunktion mit Bronchospasmolyse sei die Obstruktion deutlich regredient 

gewesen. In der bei differenzialdiagnostisch möglicher Lungenembolie durchgeführten 

Lungenszintigrafie habe keine Lungenarterienembolie nachgewiesen werden können. 

Es hätten sich keine Hinweise auf ein chronisch (wohl:) thrombogenes Geschehen bei 

Status nach Lungenembolie 2016 ergeben. Bei einer nächtlichen Pulsoxymetrie habe 

sich eine deutlich vermehrte Tagesmüdigkeit gezeigt. - Die Versicherte teilte am 

2. September 2019 (IV-act. 226) mit, sie müsse wegen der Schlafprobleme nun nachts 

eine Maske tragen. Sie habe keinen Tiefschlaf.

In einem interdisziplinären MEDAS-Gutachten des Zentrums für Interdisziplinäre 

Medizinische Begutachtungen AG (ZIMB) vom 25. November 2019 (IV-act. 231) wurden 

als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (verkürzt wiedergegeben) benannt: 

(erstens) ein hyperkeratotisch-rhagadiformes Ekzem an Händen und Füssen, (zweitens) 

eine schwere kombinierte Schlafstörung mit Einschlafinsomnie und teilweise 

respiratorisch bedingter Schlaffragmentation (Risikofaktor: Diagnose 3, depressive 

Störung), (drittens) Adipositas und (viertens) Asthma bronchiale (aktuell unter Symbicort 

asymptomatisch). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein chronisches zerviko-, 

thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom, eine rezidivierende depressive 

A.n. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/37

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Störung, gegenwärtig remittiert, psychologische Faktoren bei andernorts klassifizierten 

Krankheiten, Migräne, Refluxoesophagitis, obstipationsdominantes Reizdarmsyndrom, 

Hypercholesterinämie, St. n. bilateralen zentralen Lungenembolien 02/16, Zustand 

nach vagovasalen Synkopen. In der bisherigen Tätigkeit sei die Versicherte seit 

spätestens 2018, als eine massive Exazerbation der Hautkrankheit mit Verlust der 

Nägel aufgetreten sei, nicht mehr arbeitsfähig. Diversen beschriebenen Anforderungen 

entsprechende Tätigkeiten könne sie an acht bis achteinhalb Stunden pro Tag mit einer 

leichten - nur allgemeininternistisch quantitativ bedingten - Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit wegen eines erhöhten Pausenbedarfs ausüben. Die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit mache insgesamt 80 % aus. Diese Einschränkung von 20 % 

bestehe mit Sicherheit ab August 2019, als die schwere kombinierte Schlafstörung 

diagnostiziert worden sei. Vorher könne eine länger andauernde, höhergradige 

Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten weder somatisch noch psychiatrisch 

bestätigt werden. Vorzuschlagen seien eine adäquate Behandlung der nächtlichen 

Schlafstörung mittels nCPAP-Geräts und eine Evaluation bariatrischer Massnahmen 

sowie die Fortsetzung der dermatologischen Therapie mit intensiv pflegenden Externa. 

Aufgrund der ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüberzeugung könnten 

zurzeit keine erfolgversprechenden beruflichen Massnahmen vorgeschlagen werden. - 

Der RAD befürwortete ein Abstellen auf das Gutachten (vgl. IV-act. 232).

Mit Vorbescheid vom 14. Januar 2020 (IV-act. 237) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten die 

Abweisung ihres Gesuchs vom Juli 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 33 % 

(Valideneinkommen Fr. 65'177.--, Invalideneinkommen Fr. 43'826.--) in Aussicht.

A.o. 

Die Versicherte liess am 18. Februar 2020 (IV-act. 247) durch die procap Einwand 

erheben und am 18. März 2020 (IV-act. 252) ergänzen, auf das ZIMB-Gutachten könne 

nicht abgestellt werden. Die Abklärungsstelle unterwandere das vom Bundesgericht 

eingeführte System der Zufallszuteilung. Die Gutachter an dieser Stelle seien dieselben 

wie an der Abklärungsstelle ABI. Solche Gutachter, die zudem schweizweit am meisten 

Gutachten durchführten und dabei meistens zugunsten der IV-Stelle entscheiden 

würden, könnten keine objektiven Gutachter sein. Dass sich die IV-Stelle St. Gallen an 

solchen Machenschaften beteilige, sei mehr als stossend. Die Versicherte sei 

ausserdem immer wieder durch Synkopen geplagt und das Kantonsspital St. Gallen 

A.p. 

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habe kognitive Einschränkungen feststellen müssen. Das ZIMB habe es aber nicht 

einmal für nötig gehalten, selbst eine neuropsychologische Abklärung durchzuführen. 

Anscheinend seien die Meinungen schon vor der Begutachtung gemacht gewesen. 

Gemäss dem beigelegten Bericht der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen 

(vom 13. März 2020, IV-act. 252-5 ff., Zwischenbericht der integrierten 

psychologischen Therapie mit Biofeedback) sei von einer arbeitsbezogenen 

Leistungsreduktion von 30 bis 50 % auszugehen, also im Mittel von 40 % 

Arbeitsunfähigkeit. Aus dem beigelegten Bericht des behandelnden Neurologen 

(Dr. C.___ vom 3. März 2020, IV-act. 252-9 f.) sei ersichtlich, dass er für unverständlich 

halte, dass der Gutachter der Neurologie des ZIMB den neuropsychologischen 

Defiziten aufgrund der vaskulären Enzephalopathie kaum Rechnung getragen habe. 

Eine Stellungnahme der behandelnden Psychiaterin werde noch nachgereicht werden. 

Massgebend seien die Einschätzung der PMEDA von 2017 und im Verlauf diejenigen 

der Behandler. Die Versicherte habe Anspruch auf eine ganze Rente, ein Jahr nach der 

PMEDA-Begutachtung mindestens auf eine Teilrente. Ferner sei das 

Valideneinkommen (gemäss beigelegten Lohnangaben für das ___gewerbe) weit höher 

anzusetzen. Aufgrund ihrer Persönlichkeitsstörung könne sich die Versicherte für ihre 

Rechte nicht einsetzen und sei in Gefahr, sich - wie bei ihrem Arbeitgeber geschehen - 

ausnützen und überfordern zu lassen. - Im Bericht vom 13. März 2020 hatte die Klinik 

für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen festgehalten, im April 2019 sei bei der 

Versicherten eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung objektiviert 

worden, weshalb gemäss den Kriterien zur Bestimmung des Schweregrads davon 

ausgegangen werden könne, dass die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den 

meisten beruflichen Anforderungen leicht eingeschränkt sei. Bei Aufgaben mit höheren 

Anforderungen seien mittelgradige Einschränkungen zu erwarten. Aus rein 

neuropsychologischer Sicht könne bei einer leichten bis mittelgradigen 

neuropsychologischen Störung von einer arbeitsbezogenen Leistungsreduktion von 30 

bis 50 % ausgegangen werden. Zur versicherungsrechtlichen Absicherung sollte bei 

der Beurteilung einer IV-Berentung die kognitive Leistungsminderung unbedingt 

mitberücksichtigt werden. Eine neuropsychologische Begutachtung sei unabdingbar, 

weil sich solche leichten bis mittelschweren kognitiven Einschränkungen oft nicht 

sofort in einfachen Gesprächen zeigten. Eine rein psychiatrische Einschätzung ohne 

psychometrische Verfahren vermöge solche kognitiven Minderleistungen nicht 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/37

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ausreichend objektiv zu quantifizieren. - Dr. C.___ hatte am 3. März 2020 über klinisch 

weiterbestehende mittelgradige kognitive Defizite und eine erhebliche kognitive und 

körperliche Erschöpfbarkeit berichtet, die sich zumindest auf kognitiver Ebene seit der 

Erkrankung (Diagnosestellung) nicht geändert habe. Nach der Begutachtung sei es 

2020 vorübergehend zu einer deutlichen Verschlechterung der Stimmungslage 

gekommen. - Am 30. April 2020 (IV-act. 254) liess die Versicherte die angekündigte 

Stellungnahme von Dr. G.___ (bzw. der behandelnden Psychotherapeutin) vom 

16. März 2020 (IV-act. 255) zum ZIMB-Gutachten einreichen. Darin wurde festgehalten, 

in Berücksichtigung aller psychiatrischen und somatischen Diagnosen sowie deren 

Wechselwirkungen sei die Versicherte zurzeit und bis auf weiteres für alle Tätigkeiten 

auf dem ersten Arbeitsmarkt voll arbeitsunfähig. Eine kleinschrittige 

Wiedereingliederung via den geschützten Rahmen sei zu empfehlen. Die (zunehmende) 

Passivität - sie spreche eher für eine Chronifizierung und einen höheren Störungsgrad 

als für fehlende Veränderungsmotivation und fehlende Compliance - ergebe sich aus 

der erlernten Hilflosigkeit, den falschen Überzeugungen über Gesundheits- und 

Krankheitsverhalten, den noch fehlenden funktionaleren Bewältigungsalternativen, der 

dauerhaften Krisenstimmung und dem ständigen Fokus auf die Krisenbewältigung 

sowie aus der geringen Reflexionsfähigkeit. Zu einem grossen Teil sei sie auch das 

Ergebnis der eingeschränkten bzw. nicht vorhandenen finanziellen Mittel, existenziellen 

Ängste und fehlenden Gegenwarts- und Zukunftsstabilität, was die körperliche und 

psychische Symptomatik teufelskreisartig verstärke. 

Das ZIMB antwortete am 15. Juni 2020 (IV-act. 260) auf Anfrage, die Situation der 

mikroangiopathischen Enzephalopathie sei im Gutachten diskutiert und es sei dabei 

festgehalten worden, dass davon keine relevante Hirnleistungseinschränkung 

abgeleitet werden könne. Daher gebe es keine somatische Indikation für eine 

neuropsychologische Untersuchung. Im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 

13. März 2020 sei faktisch über psychische Beeinträchtigungen berichtet worden, die 

im Rahmen einer depressiven Störung eingeordnet werden könnten. Die subjektiven 

Einschränkungen seien als gegeben erachtet worden, ohne die faktisch kaum 

eingeschränkte Alltagssituation zu reflektieren. Es würden vor allem subjektive, nicht 

nachvollziehbare Beschwerden in den Fokus der Behandlung gestellt, weshalb wenig 

erstaunlich sei, dass sich dadurch wenig ändere. Ähnliches lasse sich zur 

A.q. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/37

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B.

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, 

procap Schweiz, für die Betroffene am 3. September 2020 erhobene Beschwerde 

(act. G 1). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei ab 1. März 2016 eine ganze 

Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter ab 1. März 2016 eine ganze und ab 

1. Februar 2018 eine halbe Invalidenrente. Subeventualiter sei durch das Gericht ein 

Obergutachten in Auftrag zu geben, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(zuzüglich MwSt). Das zugesprochene Aufbautraining habe die Beschwerdeführerin 

wegen einer Lungenembolie abbrechen müssen. Daraufhin habe sie in der 

angestammten Tätigkeit als ___ keine Arbeitsfähigkeit mehr erreichen können (Gefahr 

von Schwindel und Ohnmacht, Probleme mit der Lunge). Bei der beruflichen Abklärung 

habe die Beschwerdeführerin wegen der gesundheitlichen Situation und 

Hinzukommens der Ekzeme die Präsenzzeit nicht über 50 % steigern können und 

dabei gemäss Bericht eine Leistung von 70 bis 80 % erbracht. Die in der Folge 

zugesprochenen Integrationsmassnahmen habe sie, wie Dr. E.___ mitgeteilt habe, trotz 

grosser Motivation mangels Konzentration und Aufmerksamkeit nicht erfüllen können. 

Die PMEDA-Gutachter seien zum Schluss gelangt, dass sie seit 2015 nicht mehr 

arbeitsfähig sei, das ZIMB in der Folge zu jenem, dass sie in der angestammten 

Tätigkeit seit mindestens 2018 nicht mehr arbeitsfähig sei, in einer adaptierten Tätigkeit 

seit August 2019 aber zu 80 % arbeitsfähig. Der RAD sei der PMEDA-Auffassung 

gefolgt, wonach die psychischen und dermatologischen Beeinträchtigungen eine 

verstärkende Wechselwirkung hätten und die Arbeitsfähigkeit (gemeint wohl: 

Arbeitsunfähigkeit) noch ein Jahr weiterdauere. Hieran habe er in weiteren 

Stellungnahmen festgehalten und sich gegen eine medizinische Auflage 

ausgesprochen, da sie wahrscheinlich keine Verbesserung innert nützlicher Frist 

erbringen werde. Nach einer Rücksprache mit dem Rechtsdienst und einer 

Fallbesprechung mit dem RAD sei eine Anfrage an die Gutachter gerichtet und 

psychiatrischen Einschätzung sagen, die bei der Begutachtung schon bekannt 

gewesen sei und am 16. März 2020 durch die Behandler erneut geäussert werde. Neue 

objektive Befunde seien nicht vorgebracht worden, weshalb keine 

Verlaufsbegutachtung erforderlich sei.  

Mit Verfügung vom 1. Juli 2020 (IV-act. 262) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch vom Juli 2015 um eine Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 33 % ab. 

A.r. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/37

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schliesslich nach Einholen weiterer Berichte eine weitere polydisziplinäre Untersuchung 

veranlasst worden. Für weitere Abklärungen sei Bedingung, dass erhebliche Zweifel 

bestünden und von zusätzlichen Massnahmen neue wesentliche Erkenntnisse zu 

erwarten seien. Es gebe aber kein Recht des Versicherungsträgers, eine "second 

opinion" zu einem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, 

wenn dieses ihm nicht passe. Dass eine ganz neue Begutachtung in Auftrag gegeben 

worden sei, sei nicht nachvollziehbar. Denn aufgrund der Aktenlage und der 

schlüssigen Einschätzungen der PMEDA stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

fest, dass die Beschwerdeführerin seit März 2015 in allen Tätigkeiten voll 

arbeitsunfähig sei, so dass ab März 2016 eine ganze Rente zuzusprechen sei. 

Richtungsweisend sei die psychiatrische Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin. Im 

PMEDA-Gutachten sei nachvollziehbar begründet, dass eine invalidisierende 

emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ vorliege, ausserdem 

eine depressive Symptomatik, die teilremittiert sei, weshalb nur noch eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert worden sei. Der Gutachter sei davon 

ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin bei entsprechender Therapie und 

unterstütztem Wiedereinstieg mit gestuftem Wiederaufbau nach gut zwölf Monaten 

wieder voll arbeitsfähig sein werde. Gemäss dem Schlussbericht der Eingliederungs-

Institution vom 3. Juli 2017 bestehe wegen der instabilen Situation keine verwertbare 

Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei als motivierte und kooperative Person 

wahrgenommen worden. Es sei auch nachvollziehbar, dass die psychische und die 

dermatologische Beeinträchtigung nicht losgelöst voneinander betrachtet werden 

könnten. Es spreche nichts gegen die Einschätzungen im PMEDA-Gutachten. Wenn 

die weitere Stellungnahme (von der Beschwerdegegnerin) als nicht (genügend) 

begründet bezeichnet werde, sei auf das nachvollziehbar begründete Gutachten zu 

verweisen. Die Behandler hätten ebenfalls eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. 

Dr. G.___, welche die Beschwerdeführerin erst seit August 2018 behandle und daher 

nicht als vorbefasst zu qualifizieren sei, habe selbst in angepassten Tätigkeiten keine 

nennenswerte Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin angenommen und zusätzlich zu 

den bekannten Diagnosen - bei allerdings schwerer Episode der depressiven Störung - 

eine posttraumatische Verbitterungsstörung festgestellt. Die Verminderung der 

psychischen Beeinträchtigung sei nach ihrer Beurteilung ein mehrjähriger Prozess. Es 

sei nirgends ersichtlich, dass die Arbeitsunfähigkeitsfestsetzungen in den jeweiligen 

Fachdisziplinen der PMEDA (sc. für sich genommen) moniert worden wären. Ihre 

additive Arbeitsunfähigkeitsfestsetzung sei offensichtlich der einzige Beweggrund 

gewesen, ein neues Gutachten in die Wege zu leiten. Lediglich 

versicherungstechnische bzw. rechnerische Gründe hätten hierzu jedoch nicht genügt. 

Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50 % im psychiatrischen Gutachten decke sich mit 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/37

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den Einschätzungen des RAD. Wäre die Arbeitsunfähigkeit nicht additiv zu ermitteln, 

wäre drei Monate nach der vom PMEDA-Gutachter attestierten Verbesserung vom 

November 2017, also ab 1. Februar 2018, immerhin eine Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von rund 58 % zuzusprechen. Die Gutachter des ZIMB seien zu einem 

ganz anderen Resultat gelangt. Auffallend sei dabei, dass im psychiatrischen 

Gutachten keine Auseinandersetzung mit den Berichten der behandelnden Ärzte erfolgt 

sei und das PMEDA-Gutachten ebenfalls lediglich am Rand erwähnt worden sei. Es 

hätte aber konkret aufgezeigt werden müssen, wo Mängel oder Widersprüchlichkeiten 

gesehen würden. Ohne nennenswerte Begründung sei der Schluss gezogen worden, 

eine entsprechende Symptomatik liege nicht vor und die Arbeitsfähigkeit sei 

psychiatrisch zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen. Eine solche 

Vorgehensweise genüge für eine Beweiskraft eines Gutachtens nicht. Vielmehr handle 

es sich lediglich um eine andere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ab März 2015. Nach 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts (8C_418/2010) sei es namentlich bei 

psychischen Störungen schwierig, rückwirkend, erst recht für einen weit 

zurückliegenden Zeitraum, die Arbeitsfähigkeit zuverlässig zu beurteilen. Die Gutachter 

der PMEDA seien näher am Geschehen gewesen und echtzeitliche Akten hätten deren 

Auffassung gestützt. Die Schlussfolgerungen des ZIMB-Gutachters widersprächen 

sämtlichen Berichten der Behandler und dem Vorgutachter, weshalb darauf nicht 

abgestellt werden könne. Es sei unerklärlich, wie die Beschwerdegegnerin das 

dennoch habe tun können. Eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei 

ausgewiesen. Sollte auf keines der Gutachten abgestellt werden können, sei ein 

gerichtliches Obergutachten einzuholen.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2020 (act. G 4) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die 

Gesamtarbeitsfähigkeitsschätzung im PMEDA-Gutachten sei für nicht nachvollziehbar 

gehalten worden und die Rückfrage sei nicht begründet beantwortet worden. Da die 

Prognose danach zudem recht gut gewesen sei und eine erneute Prüfung in einem 

Jahr vorgeschlagen worden sei, habe sie festgelegt, nach Einholen der aktuellen 

medizinischen Unterlagen eine neue Begutachtung in Auftrag zu geben. Der Beweis für 

eine lang andauernde und erhebliche Arbeitsunfähigkeit sei erst erbracht, wenn die 

umfassende Indikatorenprüfung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen 

Lebensbereichen belege. Der ZIMB-Gutachter der Psychiatrie habe unter Bezugnahme 

auf den Austritts- und den Arztbericht der Klinik D.___, das PMEDA-Gutachten und den 

Arztbericht von Dr. G.___ festgehalten, es hätten sich keine Hinweise für 

vorbestehende psychosoziale Belastungen, für eine manifeste Depression, für Angst 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/37

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oder Panik oder für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung gezeigt. Die 

Beschwerdeführerin gestalte den Alltag aktiv, habe erfolgreich eine berufliche 

Ausbildung absolviert und mehrere Jahre ohne nennenswerte Schwierigkeiten mit 

Mitarbeitenden, Vorgesetzten oder Kunden auf dem Beruf gearbeitet. Sie neige auch 

im privaten Bereich nicht dazu, sich in Händel und Auseinandersetzungen zu 

verstricken. Die von Dr. G.___ diagnostizierte schwergradige Depression werde nicht 

aus entsprechenden psychopathologischen Befunden, sondern aus den subjektiven 

Klagen abgeleitet. Die PMEDA habe nicht nachvollziehbar dargelegt, weshalb die 

Beschwerdeführerin an einer erheblich invalidisierenden Persönlichkeitsstörung leiden 

sollte, obwohl sie von August 2006 bis August 2009 erfolgreich eine Lehre habe 

absolvieren und 2011 eine sechsmonatige Weiterbildung als ___leiterin mit Erfolg habe 

abschliessen können und im Lauf der beruflichen Karriere als ___ auch als Vorarbeiterin 

gearbeitet habe. Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung könne 

ebenfalls nicht bestätigt werden, da die Beschwerdeführerin keinen traumatischen 

Erfahrungen ausgesetzt gewesen sei und auch nicht unter angstbesetzten Träumen 

oder Flashbacks leide. Aufgrund des erhobenen relativ harmlosen psychiatrischen 

Befunds sei der Beschwerdeführerin, was nachvollziehbar sei, keine psychiatrische 

Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. Das ZIMB habe 

sich auch ausführlich genug mit den Berichten der behandelnden Stellen 

auseinandergesetzt und die Abweichung schlüssig begründet. Weder die Berichte der 

Klinik D.___ noch jene von Dr. G.___ würden Gesichtspunkte enthalten, welche gegen 

die Zuverlässigkeit des ZIMB-Gutachtens sprächen, und auch das PMEDA-Gutachten 

sei insofern nicht schlüssig, als es bei der Beschwerdeführerin eine 

Persönlichkeitsstörung diagnostiziert habe. Abzustellen sei auf das Gutachten des 

ZIMB, wo die geltend gemachten Einschränkungen der Beschwerdeführerin ausführlich 

und widerspruchsfrei abgeklärt worden seien. Weitere medizinische Abklärungen seien 

nicht angezeigt. Da nicht ersichtlich sei, dass sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin in der Zeit vom Januar 2016 (ein halbes Jahr nach der IV-

Anmeldung) bis zur Begutachtung durch das ZIMB wesentlich verändert hätte, gelte 

dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung auch rückwirkend.  

D.

In ihrer Replik vom 14. Dezember 2020 (act. G 8) hält die Rechtsvertreterin der 

(inzwischen im ___ 20__ verheirateten, act. G 6) Beschwerdeführerin daran fest, dass 

die Auseinandersetzung mit dem psychiatrischen Vorgutachten nicht rechtsgenüglich 

gewesen sei. Der ZIMB-Gutachter habe sich mit der Feststellung begnügt, es hätten 

keine Hinweise für die genannten Diagnosen vorgelegen, habe sich aber mit den 

diagnostischen Kriterien nicht oder nur rudimentär auseinandergesetzt. Ebenfalls nicht 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/37

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auseinandergesetzt habe er sich mit der Frage, inwiefern sich die Belastung durch die 

dermatologische und die psychiatrische Erkrankung additiv auswirkten und wie und ob 

sich die Beeinträchtigungen gegenseitig verstärkten, wie es die Vorgutachter postuliert 

hätten. Der Argumentation der Beschwerdegegnerin folgend, wonach sich seit Januar 

2016 keine wesentliche Veränderung gezeigt habe, sei auch nicht ersichtlich, dass sich 

der Gesundheitszustand verbessert haben sollte. Die Gutachter der PMEDA hätten die 

Einschätzungen diverser behandelnder Ärzte unterstützt. Inwiefern (sc. beim ZIMB) 

ernsthaft eine Indikatorenprüfung durchgeführt worden sei, erschliesse sich weder aus 

der Beschwerdeantwort noch aus dem ZIMB-Gutachten. Die dortigen Feststellungen 

widersprächen den Aussagen der Beschwerdeführerin selber, die (dort) angegeben 

habe, der Haushalt werde vor allem durch ihre ___ erledigt und sie könne aus 

gesundheitlichen Gründen nur wenig mithelfen, das Kochen übernehme der Freund 

(nunmehr Ehemann), sie sei meist zuhause und treffe auch Freunde nur dort. Gemäss 

Dr. G.___ habe die Beschwerdeführerin eine deutliche Tendenz, sich in besserem Licht 

darzustellen, und weise die von den Gutachtern postulierte gute Beziehung zum 

Partner Risse auf, von denen die Beschwerdeführerin aus Scham, Angst vor dem 

Verlassenwerden und einem Abhängigkeitsverhältnis nur in grossem Vertrauen 

berichten könne. Die sozialen Kontakte bestünden nur noch aus zwei Freundinnen. 

Erwägungen

1.

Im Streit liegt die Verfügung vom 1. Juli 2020, mit welcher die Beschwerdegegnerin 

einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Sie lässt (materiell 

gesehen) einzig Rentenleistungen beantragen. Am 27. Juni 2017 waren letztmals 

berufliche Massnahmen abgebrochen worden, weil Dr. E.___ berichtet hatte, die 

Beschwerdeführerin sei zu entsprechenden Belastungen nicht in der Lage. Ergäbe sich 

jedoch, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage stünde, 

so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine 

allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen ausreichend in Anspruch 

genommen habe.

2.  

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, 

SR 831.20; in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen 

Fassung, vgl. BGE 132 V 215 E.3.1.1) besteht der Anspruch auf eine ganze 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/37

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3.  

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; 

vgl. schon BGE 102 V 165). - Sämtliche psychischen Erkrankungen sind nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei 

Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren 

nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Die funktionellen Folgen der 

Gesundheitsschädigung sind danach qualitativ zu erfassen und quantitativ 

einzuschätzen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind in der 

Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert 

werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und 

anderseits in jener der Konsistenz.

2.2. 

In medizinischer Hinsicht lässt sich dem Sachverhalt entnehmen, dass der 

Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Oktober/

November 2017 polydisziplinär (internistisch, neurologisch, dermatologisch, 

orthopädisch und psychiatrisch) durch die PMEDA begutachtet wurden (Gutachten 

vom 12. Februar 2018).

3.1. 

Im Einzelnen ergab sich bei der internistischen Begutachtung, dass bei der 

Beschwerdeführerin eine Adipositas, ein Status nach Lungenembolie und 

Reflexsynkopen bestünden. Arbeiten mit Gefahrenpotenzial (Baugewerbe, Arbeit in der 

Höhe, mit gefährlichen Maschinen, Autofahren) wurden als nicht zumutbar bezeichnet 

(vgl. IV-act. 153-19).  

3.2. 

Bei der Beschreibung der neurologischen Exploration wurde festgehalten, der 

letzte Ohnmachtsanfall sei vor etwa einem Jahr (d.h. November 2016) aufgetreten. 

Neurologisch betrachtet sei wiederholt ein klinisch unauffälliger Befund beschrieben 

worden, elektroenzephalographisch habe sich kein wegweisender Befund gezeigt. 

Kernspintomographische Kopfuntersuchungen hätten mit Ausnahme einzelner 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/37

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unspezifischer Glioseherde keine krankhaften Auffälligkeiten gezeigt. Der neurologische 

Befund sei in allen Einzelheiten regelrecht (vgl. IV-act. 153-24 f.) Mit der (nicht 

leitliniengerecht dokumentierten) Migräne liege eine grundsätzlich gut behandelbare 

Krankheit vor, die nicht zu einer dauerhaften und namhaften Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit führe. Die Synkopen seien ebenfalls nicht dokumentiert (vgl. jedoch 

Fremd-act. 1-6 f.), machten aber doch Arbeit in Höhen, auf Leitern und Gerüsten für die 

Beschwerdeführerin ungeeignet und vorerst bestehe keine Eignung zum Führen von 

Kraftfahrzeugen (vgl. IV-act. 153-25). 

Über die dermatologische Begutachtung wurde berichtet, eine genaue 

diagnostische Einordnung der Hauterkrankung sei nicht möglich. Massgeblich seien 

jedoch die daraus sich ergebenden Funktionseinschränkungen, nämlich eine 

Einschränkung der Geh- und Stehfähigkeit durch Schmerzen, die aus den Wunden und 

Entzündungen an den Füssen resultierten, und ebensolche betreffend die 

Gebrauchsfähigkeit der Hände (vgl. IV-act. 153-29). Es hätten sich ausgeprägte 

Hyperkeratosen sowie Rhagaden gezeigt, die Ferse sei blutverschmiert gewesen, 

ausserdem habe eine ausgeprägte Dystrophie fast aller Fingernägel mit Ausnahme der 

Nägel 2, 3 und 5 bestanden (vgl. IV-act. 153-28). Bei regelmässigem Kontakt zu ___, 

Lösungsmitteln und Wasser sei keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben, wahrscheinlich 

seit Mitte 2016 (vgl. IV-act. 153-29). In angepassten Tätigkeiten (u.a. ohne 

hautbelastende Kontakte, überwiegend im Sitzen) wie z.B. an Rezeptionen oder in 

Telefondiensten betrage die Arbeitsfähigkeit 80 % (innerhalb eines Pensums von 

100 %; vgl. IV-act. 153-29 f.).  

3.4. 

Orthopädisch gesehen wurden cervical myofasziale Triggerpunkte vorgefunden, 

die sich nach Beurteilung des Gutachters durch physiotherapeutische Behandlung 

zeitnah bessern liessen. Eine erhebliche strukturelle Veränderung, die eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöchte, wurde nicht gefunden 

(vgl. IV-act. 153-35).

3.5. 

Bei der psychiatrischen Begutachtung erklärte die Beschwerdeführerin, sie leide an 

Magenschmerzen, einem Brechreiz und einem Druckgefühl im Kopf. Wenn sie etwas 

wolle, so mache sie es, neige jedoch dazu, die Aktivitäten dann zu übertreiben. Sie 

mache sich Sorgen um die Finanzen und die Zukunft, habe Versagensängste, häufig 

innere Unruhe und Anspannung (bisweilen habe sie sich in solchen Zuständen durch 

Ritzen selber verletzt), dann auch Grübeln und Gedankenkreisen, zeitweise 

lebensmüde Gedanken, Schuldgefühle, ein Gefühl von Sinnlosigkeit. Das Gedächtnis 

sei nicht sehr gut, das Konzentrationsvermögen vermindert, was sie ängstige (vgl. IV-

act. 153-35). Die Kindheit erinnere sie als sehr belastet durch die Heimaufenthalte, die 

3.6. 

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Trennung von der Mutter sowie Gewalt oder Missbrauch. Sie gab weiter an, vor zwei 

oder drei Monaten einen "Zusammenbruch" erlitten zu haben und da auch suizidal 

gewesen zu sein, worauf sie während sieben Wochen stationär psychiatrisch behandelt 

worden sei (vgl. IV-act. 153-36). Der Appetit sei reduziert, dennoch habe sie um etwa 

25 kg zugenommen. Ihre Mutter beziehe inzwischen eine Invalidenrente. Bis zum 

18. Lebensjahr sei sie (die Beschwerdeführerin) in Heimen gewesen und habe lediglich 

am Wochenende Kontakt zu ihr pflegen können (vgl. IV-act. 153-37). - Der Gutachter 

der Psychiatrie hielt fest, es bestünden (zwar keine intrusiven Phänomene betreffend 

erlebte Gewalt und erlebtes sexuell grenzüberschreitendes Verhalten, aber) 

Phänomene affektiver Instabilität, eine Störung der Emotionsregulation, ein Auftreten 

von innerer Leere, lebensmüder Gedanken, selbstverletzenden Verhaltens. Die 

Symptomatik sei bis in die Kindheit und Jugend zurückzuverfolgen und sei teilweise 

durch hohen Leistungsanspruch, Selbstüberforderung und Verausgabung bei der 

Arbeit überkompensiert worden. In diesem Zusammenhang sei dann das Auftreten von 

Ohnmachtsanfällen und dissoziativen Derealisationszuständen herauszuarbeiten 

gewesen. Die zu stellende Diagnose einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung 

vom Borderline-Typ sei gekennzeichnet durch das Vorliegen einer deutlichen 

Unausgeglichenheit in den Einstellungen, im Verhalten, in mehreren 

Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmen und Denken 

und in den Beziehungen zu anderen. Das abnorme Verhaltensmuster sei andauernd 

und nicht auf Episoden begrenzt. Es sei tiefgreifend und in vielen persönlichen und 

sozialen Situationen eindeutig unpassend. Die Störungen begännen in der Kindheit und 

in der Jugend und manifestierten sich auf Dauer im Erwachsenenalter. Sie seien 

meistens mit deutlichen Einschränkungen der beruflichen und sozialen 

Leistungsfähigkeit verbunden (vgl. IV-act. 153-40). Aufgrund der affektiven und 

vegetativen Beeinträchtigungen sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf 

50 % reduziert. Für die letzten zwei Jahre sei retrospektiv aufgrund der depressiven 

Episode eine aufgehobene Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Das Scheitern der 

Integrationsmassnahmen sei überwiegend wahrscheinlich auf das nun teilremittierte 

depressive Syndrom zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin nehme ein ausreichend 

dosiertes Antidepressivum ein und es sei von Wirksamkeit der Behandlung berichtet 

worden (vgl. IV-act. 153-41). Empfohlen wurde die Aufnahme einer spezifischen 

psychotherapeutischen Behandlung, z.B. einer Dialektisch-Behavioralen Therapie, am 

besten in Form einer Gruppentherapie (vgl. IV-act. 153-41). Die Prognose der 

depressiven Erkrankung sei überwiegend günstig. Bezüglich der Beeinträchtigungen im 

Rahmen der Persönlichkeitsstörung sei ebenfalls überwiegend eine positive Prognose 

zu stellen, zumal eine Behandlung wie genannt bisher nicht angewendet worden sei. 

Mit einer vollen Arbeitsfähigkeit sei nicht vor Ablauf von zwölf Monaten zu rechnen. Zu 

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empfehlen seien ein unterstützter Wiedereinstieg mit gestuftem Belastungsaufbau 

unter rehabilitativen Bedingungen und das Einholen regelmässiger 

Behandlungsberichte. Die Mitwirkung bei der Therapieintensivierung sei der 

Beschwerdeführerin gut zumutbar (vgl. IV-act. 153-41).  

Polydisziplinär wurde festgehalten, die Biographie und die weitere psychiatrische 

Exploration hätten einen deutlichen Anhalt für eine in Kindheit und Jugend beginnende 

psychische, das Verhalten mit negativen sozialen Folgen störende Auffälligkeit 

ergeben. Die Ressourcen für eine Arbeitstätigkeit seien zurzeit noch nicht gegeben (vgl. 

IV-act. 153-44). Der rezente nichtmedizinische Bericht beschreibe schlüssig die nicht 

gegebene Belastbarkeit. Soziale Belastungen mit negativen Folgen seien nicht zu 

erkennen (vgl. IV-act. 153-45). Die Belastungen durch die dermatologische und die 

psychiatrische Erkrankung wirkten additiv, sich gegenseitig verstärkend, und sie 

würden eine Arbeitstätigkeit nicht zulassen (vgl. IV-act. 153-42), und zwar seit 2015 

und vorerst auch noch für ein weiteres Jahr nicht (vgl. IV-act. 153-48).

3.7. 

Diese Schlussfolgerung voller Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten erscheint - bei 

Würdigung des PMEDA-Gutachtens für sich allein genommen - schwer 

nachvollziehbar.

3.8. 

Das gilt insofern, als die Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus 

psychiatrischen Gründen mit Blick auf die gestellte Diagnose einer teilremittierten, 

derzeit leichtgradig ausgeprägten depressiven Episode (vor dem Hintergrund einer 

emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ; vgl. zu diesem Aspekt 

der Persönlichkeitsstörung im Einzelnen auch unten E. 5.6) näher erklärungsbedürftig 

erscheint. Das ist erst recht der Fall, weil diesbezüglich keine schwerwiegenden 

Beeinträchtigungen beschrieben worden sind (die Beschwerdeführerin habe psychisch 

insgesamt phasenweise beeinträchtigt gewirkt, vgl. IV-act. 153-38, die Stimmung habe 

leichtgradig zum depressiven Pol verschoben gewirkt, Insuffizienzerleben sei 

vorhanden, der Antrieb habe leichtgradig vermindert gewirkt, Mimik und Gestik etwas 

zurückgenommen, vgl. IV-act. 153-39; im Zusammenhang mit dem psychiatrischen 

Befund wurde allerdings teilweise auch direkt auf Angaben der Beschwerdeführerin 

hingewiesen, wonach sie Zukunfts- und Versagensängste und das Auftreten von 

lebensmüden Gedanken geschildert habe, vgl. IV-act. 153-39). Die weiteren Gutachter 

(nebst dem Gutachter der Psychiatrie) hielten auch etwa fest, die Beschwerdeführerin 

habe nicht schmerzgequält oder anderweitig namhaft beeinträchtigt gewirkt (vgl. IV-

act. 153-17, 153-21, 153-23 f.). Die gutachterlich psychiatrische Feststellung, 

beeinträchtigt seien Selbständigkeit, Selbstversorgung, soziale Integration und Aktivität 

3.8.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/37

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der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 153-44), wurde im PMEDA-Gutachten kaum 

nachvollziehbar gemacht. Es wurde - soweit ersichtlich - kein Vergleich gezogen mit 

dem Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin gemäss der Alltagsbeschreibung (vgl. IV-

act. 153-17), das nicht auf eine Beeinträchtigung schliessen lässt, welche eine 

Arbeitstätigkeit (wie im interdisziplinären Ergebnis schliesslich angenommen) 

vollkommen ausschliessen müsste. Trotz der angegebenen Einnahme von Surmontil 

wurden bei der Abklärung offenbar keine trizyklischen Antidepressiva gefunden (vgl. IV-

act. 153-56; das - wohl nicht trizyklische - Antidepressivum Venlafaxin wurde im 

Laborbericht - soweit ersichtlich - nicht namentlich erwähnt; der Gutachter ging aber 

davon aus, dass die Beschwerdeführerin ein ausreichend dosiertes Antidepressivum 

einnehme, IV-act. 153-41). Das polydisziplinäre Begutachtungsergebnis stützte sich 

ferner gemäss der Begründung des Gutachtens wesentlich auf das Ergebnis der 

beruflichen Abklärung ab (vgl. IV-act. 153-42), während allerdings nicht dargelegt 

wurde, inwiefern eine objektivierende Würdigung aus medizinischer Sicht, wie sie 

erforderlich wäre, erfolgt ist. Soziale Belastungen mit negativen Folgen wurden gemäss 

PMEDA-Gutachten nicht benannt, während etwa die Vertrauensärztin der 

Lohnausfallversicherung eine psychosoziale Belastungssituation angenommen hatte. 

Ferner wurde im Gutachten vom Februar 2018 aufgrund einer depressiven 

Episode retrospektiv für die letzten zwei Jahre eine aufgehobene Arbeitsfähigkeit 

angenommen (vgl. IV-act. 153), obwohl Dr. C.___ schon am 18. März 2015 von einer 

unter Citalopram und Surmontil teilremittierten depressiven Störung ausgegangen war 

und die Klinik D.___ (zwar am 14. September 2015 von einer rezidivierenden 

depressiven Störung, derzeit mittelgradig, aber) am 2. Juni 2017 von einer seit 

September 2016 eingetretenen Besserung der depressiven Symptomatik berichtet 

hatte. Zudem war dort auf die psychosoziale Belastung der Beschwerdeführerin 

hingewiesen worden (vgl. dazu auch unten E. 5.6). Im Weiteren war die 

Beschwerdeführerin selbst nach Angaben der behandelnden Ärzteschaft nicht voll (wie 

gemäss dem polydisziplinären PMEDA-Ergebnis), sondern gemäss etwa der 

Beurteilung der Klinik D.___ vom 16. September 2016 zu ca. 50 % bzw. gemäss jener 

von Dr. E.___ vom 1. Juni 2017 zu (allerdings "mindestens") 50 % arbeitsunfähig. 

3.8.2. 

Der Umstand allein, dass die Arbeitsunfähigkeitsgrade gemäss PMEDA aus 

einzelnen Fachdisziplinen polydisziplinär addiert wurden, erscheint zwar unüblich und 

eine blosse Addition wäre rechtsprechungsgemäss nicht zulässig (vgl. 

Bundesgerichtsurteil vom 20. Juni 2013, 9C_295/2013 E. 4.4), anders verhält es sich 

aber mit einer als Resultat einer medizinischen Synthese durch ärztliche 

Gesamtbeurteilung bestimmten (additiv bemessenen) Arbeitsunfähigkeit. Dass eine 

3.8.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/37

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4.  

Hauterkrankung sich auf die psychische Befindlichkeit einer versicherten Person 

erschwerend auswirken kann, kann sich allenfalls plausibel erklären lassen. Indessen 

fragt sich bei der Beurteilung dieses Aspekts, welcher Art die gutachterlich bereits aus 

psychiatrischen Gründen mit 50 % bemessene Arbeitsunfähigkeit ist bzw. wie sich 

diese konkret auf die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit auswirkt. Eine ergänzende 

Begründung wäre sachdienlich gewesen. 

Auffällig erscheint des Weiteren, dass die polydisziplinäre 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung der PMEDA auch noch prospektiv auf ein weiteres Jahr 

hinaus attestiert wurde, obwohl ausdrücklich auf meist gute Behandelbarkeit 

depressiver Störungen (in der Regel innert vier bis acht Wochen) hingewiesen wurde.

3.8.4. 

Unter den genannten Gesichtspunkten enthält das PMEDA-Gutachten somit 

Anhaltspunkte für namhafte Zweifel, woran die RAD-Stellungnahme vom 7. März 2018 

nichts zu ändern vermag. - Eine spätere weitere Begutachtung war aber auch 

deswegen nicht unangebracht, weil bereits die PMEDA selber eine nochmalige 

Bewertung in einem Jahr empfohlen hatte (vgl. IV-act. 153-42). - Es wurde beim 

Begutachtungsauftrag insofern keine unzulässige "second opinion" veranlasst.

3.9. 

Die weitere polydisziplinäre Begutachtung erfolgte am 24. September 2019 durch 

das ZIMB (Gutachten vom 25. November 2019; somit fast zwei Jahre nach der 

Erstbegutachtung vom Oktober/November 2017). - Wie sich aus dem Folgenden 

ergibt, wurden dabei die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden erfragt 

und die Befunde (wiederum in den relevanten Disziplinen) erhoben. 

4.1. 

Dem Teilgutachten in (fallführender) allgemein-internistischer Disziplin ist zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin dabei als aktuelle Hauptbeschwerden 

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen beklagt habe (erstmals aufgefallen vor zwei 

bis drei Jahren). Daneben habe sie Schlafstörungen (mit gegen Nachmittag 

auftretenden Sprachstörungen und Stottern mit zwischendurch Einschlafen), 

Rückenbeschwerden im thorako-lumbalen Bereich, bitemporale Kopf- und 

Nackenschmerzen (mit zweimal pro Woche auftretenden Attacken bei Stress), 

vermehrtes Aufstossen (vor allem im Schlaf, mit Erstickungsanfällen), im Sommer 2019 

vermehrt Atemnot (derzeit aber weder Dyspnoe noch Husten oder Auswurf) sowie eine 

Inappetenz und Schmerzen im Kieferbereich (ohne Auftreten eines Gewichtsverlusts, 

im Gegenteil habe sie zurzeit 124 kg, nach Zunahme von 44 kg in den letzten vier 

Jahren) angegeben (vgl. IV-act. 231-36 f.). Sie fühle sich aufgrund ihrer Schwäche, 

Schmerzen und Müdigkeit nicht arbeitsfähig, könne sich berufliche Massnahmen 

4.2. 

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allerdings in einem bis zwei Jahren vorstellen (vgl. IV-act. 231-40). - Der Gutachter der 

Allgemeinen Inneren Medizin nahm die jüngsten Untersuchungen am Kantonsspital 

I.___ (Echokardiographie vom 1. Juli 2019, Gastroskopie und Koloskopie vom 

15. August 2019 und pneumologische Abklärung mit Polysomnographie) und ihre 

Ergebnisse auf (vgl. IV-act. 231-35 f.), erhob die Befunde und diagnostizierte in der 

Folge hauptsächlich (erstens) eine schwere kombinierte Schlafstörung, (zweitens) 

Adipositas und (drittens) ein Asthma bronchiale (aktuell unter Symbicort 

asymptomatisch). Die letzte Episode einer Reflexsynkope habe 2016 stattgefunden. 

Was die Lungenembolie betreffe, habe sich echokardiographisch kein Hinweis auf eine 

Rechtsherzbelastung finden lassen. Die Refluxoesophagitis könne behandelt werden 

und führe ebenfalls nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit. Eine leichtgradige Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit könne aufgrund der Adipositas nachvollzogen werden (vgl. IV-

act. 231-43). Die bisherige Tätigkeit auf dem Bau sei wegen der noch unbehandelten 

Schlafstörung und des Asthma bronchiale zurzeit nicht zumutbar, und zwar seit Mai 

2019, spätestens seit August 2019 (Diagnostizierung Asthma und Schlafstörung). In 

einer angepassten Arbeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, reduziert aufgrund 

eines erhöhten Pausenbedarfs (vgl. IV-act. 231-43 f.).  

Bei der neurologischen Untersuchung nannte die Beschwerdeführerin als 

Hauptproblem wiederum Gedächtnisstörungen, Migräne, die Schlafstörung, eine 

Refluxsymptomatik und Nacken- und Rückenschmerzen (vgl. IV-act. 231-65). 

Durchschnittlich ca. zweimal wöchentlich komme es zu Migränekopfschmerzen. Sie 

habe auch ein eingeschränktes Schmerzempfinden (vgl. IV-act. 231-66). Sie wolle 

heiraten. Sie fahre Auto. Bezüglich Zukunftsvorstellungen fühle sie sich zu kaum etwas 

in der Lage (vgl. IV-act. 231-67). - Der Gutachter der Neurologie erklärte, die bisherigen 

neurologischen Untersuchungsbefunde seien (mit Ausnahme einer von Dr. C.___ 2015 

erwähnten Ataxie, bei zeitnah unauffälligem Befund gemäss Kantonsspital St. Gallen) 

immer regelrecht ausgefallen, ebenso der aktuelle Status (vgl. IV-act. 231-68 f.). 

Gedächtnisstörungen hätten sich nicht gezeigt. Bezüglich der subjektiven 

Vergesslichkeit seien die Dauermedikation mit Venlafaxin, die emotionale Instabilität 

sowie u.a. eine verminderte psychophysische Belastbarkeit zu berücksichtigen, die im 

neuropsychologischen Bericht vom 8. Mai 2019 erwähnt worden sei und sich auch aus 

den Berichten des Kantonsspitals H.___ ergebe, die von einer Dekonditionierung 

sprächen, ausserdem die Schlafstörung (vgl. IV-act. 231-69). Die Teilnahme am 

Strassenverkehr spreche gegen eine mittelschwere kognitive Störung (vgl. IV-

act. 231-70). Die als "12 Hirnblutungen" erwähnten MRI-Befunde entsprächen 

unspezifischen Glioseherden (bei unwahrscheinlicher Differentialdiagnose kleiner 

migränöser Infarkte, was aber ohne funktionelle Auswirkung und ohne Relevanz bleibe). 

4.3. 

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Das Rauchen sei dringend einzustellen, was sich u.a. auch auf die Schlafstörung 

auswirken würde (vgl. IV-act. 231-69). Der Verlauf sei geprägt von zunehmenden 

Abklärungsbedürfnissen und Somatisierung (vgl. IV-act. 231-69). Die Beschwerden 

seien auf dem Hintergrund einer Belastungssituation einfühlbar, aber ohne 

wesentliches organisches Korrelat (vgl. IV-act. 231-69). Körperlich leichte Tätigkeiten 

ohne Absturzgefahr seien voll zumutbar (vgl. IV-act. 231-70).

Dem dermatologischen Teilgutachten lässt sich entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin über weiterhin rezidivierende, aber nicht mehr so ausgeprägte 

Läsionen im Bereich der Hände und Füsse, vor allem in Stresssituationen, bei 

vermehrtem Schwitzen und bei mechanischer Belastung der Haut berichtet habe. 

Zurzeit sei der Befund jedoch stabil (vgl. IV-act. 231-73). Aus rein dermatologischer 

Sicht erachte sie sich als im Stande, einer nicht hautbelastenden beruflichen Tätigkeit 

nachzugehen (vgl. IV-act. 231-73). - Die Gutachterin der Dermatologie erklärte, die 

Diagnostik habe keine Hinweise für Kontaktsensibilisierungen ergeben. Die Erkrankung 

erscheine jedoch chronisch und es könne zu Exazerbationen kommen (vgl. IV-

act. 231-74). Zurzeit sei der Befund recht stabil, die Läsionen seien im Bereich der 

Hände leicht, an den Füssen etwas stärker (vgl. IV-act. 231-74). Als ___/__leiterin sei 

die Beschwerdeführerin zurzeit nicht mehr arbeitsfähig, das könnte sich jedoch noch 

verbessern. Für leichte Tätigkeiten ohne mechanische Belastung der Haut, ohne 

Schwitzen und ohne Kontakt zu sensibilisierenden Stoffen bestehe eine volle 

Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 231-75). 2018 seien die seit mehreren Jahren 

rezidivierenden Hautveränderungen stark exazerbiert (vgl. IV-act. 231-74).

4.4. 

Anlässlich der orthopädischen Exploration gab die Beschwerdeführerin gemäss 

dem entsprechenden Teilgutachten an, sie sei gerade müde, habe etwas Rücken- und 

beginnende Kopfschmerzen und sie leide an Gedächtnisproblemen, Migräne, Reflux, 

Schlafstörungen, Asthma und Luftnot. Auf Befragen nach weiteren Beschwerden habe 

sie eine Liste zur Hand genommen und eine Schuppenflechte der Hände und Füsse, 

die sie aber ziemlich im Griff habe, erwähnt. Ausserdem habe sie Nackenschmerzen 

mit beidseitiger Ausstrahlung entlang der Rippenbögen, häufiges Erbrechen und 

Appetitlosigkeit sowie Kieferschmerzen benannt (vgl. IV-act. 231-55 f.). Da sie nachts 

hunderte Male erwache, stehe eine Abklärung bevor (vgl. IV-act. 231-56). Sie könne 

keine berufliche Zukunft für sich erkennen, da sie nicht einmal eine halbe Stunde lang 

ohne Übelkeit, Zittern der unteren Extremitäten und Schwindel, der sie zum Sitzen 

zwinge, im Haushalt etwas verrichten könne, das Gedächtnis nicht mitspiele und die 

Schlafstörung sie bedrücke (vgl. IV-act. 231-57). - Der Gutachter der Orthopädie hielt 

fest, wie bei der PMEDA-Untersuchung habe keine erhebliche strukturelle Veränderung 

4.5. 

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vorgelegen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit - für körperlich leichte bis 

mittelschwere Verrichtungen unter Wechselbelastung, ohne wiederholtes Heben und 

Tragen von Lasten über 15 kg - begründen könnte (vgl. IV-act. 231-61, Ziff. 7.3.1, 7.4 

und 8.1.1). Es zeigte sich eine deutliche nicht-organische Komponente (vgl. IV-

act. 231-61; vgl. IV-act. 231-60, vgl. IV-act. 231-56).  

Bei der psychiatrischen Teil-Begutachtung beklagte die Beschwerdeführerin 

ebenfalls in erster Linie eine Vergesslichkeit, daneben eine Migräne (derentwegen sie 

regelmässig - in inzwischen schon reduzierter Dosis - Topiramat einnehmen müsse), 

ferner Risse und Blasen an Händen und Füssen (die sich seit der Behandlung deutlich 

gebessert hätten). Sie nehme regelmässig 300 mg Venlafaxin morgens ein (vgl. hierzu 

IV-act. 231-81), ausserdem Panprax gegen die Refluxbeschwerden, daneben wegen 

gelegentlicher Nacken- und Rückenbeschwerden Ibuprofen. Der Neurologe habe ihr 

eine Neurofeedback-Behandlung empfohlen, die sie einmal wahrgenommen habe. Ein- 

bis zweimal pro Woche müsse sie erbrechen; sie habe wenig Appetit und sei - seit der 

Einnahme vieler Medikamente ab 2015 - dennoch übergewichtig (vorher 80 kg; vgl. IV-

act. 231-47). Sie sei in einem ___heim aufgewachsen bzw. in Heimen betreut worden, 

wo sie sich nicht wohl gefühlt habe und auch einmal von einem Erzieher gemobbt 

worden sei. Sie sei eine gute Schülerin gewesen. Bis 201_ habe sie beim Lehrmeister 

gearbeitet. Sie habe mit ihm eine gute Beziehung gehabt und sehr gern gearbeitet. Er 

habe aber seine Unternehmung vergrössert und sei in den letzten Jahren oft gereizt 

gewesen (vgl. IV-act. 231-47 f.). Bei der Arbeit habe sie früher nie Probleme gehabt. Sie 

habe mit den Kollegen, dem Chef und den Kunden immer eine gute Beziehung gehabt. 

Mit ihren Kollegen und Kolleginnen verstehe sie sich gut; es sei nie zu heftigen 

Auseinandersetzungen gekommen (vgl. IV-act. 231-49). Anfangs 201_ habe sie 

vorübergehend mit einer Kollegin zusammengelebt, mit der sie nicht gut ausgekommen 

sei, worauf sie zur Mutter zurückgekehrt sei. Seit 2015 lebe sie in einer eigenen 

Wohnung, seit einem Jahr zusammen mit dem Freund, und vor kurzem seien sie drei 

zusammengezogen (vgl. IV-act. 231-48). Mit ihrem Freund sei sie seit 201_ zusammen, 

die Beziehung sei sehr gut (vgl. IV-act. 231-48). Arbeiten sei nicht möglich, da sie keine 

Energie habe, schnell müde werde und Mühe habe, sich zu konzentrieren (vgl. IV-

act. 231-48, vgl. -49). Sie erwache nachts bei Kleinigkeiten und habe dann Mühe, 

wieder einzuschlafen. Das Aufstehen sei problemlos möglich. Sie sei aber mittags 

müde und lege sich nach dem Essen für eine bis zwei Stunden hin (vgl. IV-act. 231-49). 

- Der Gutachter der Psychiatrie erhob und beschrieb den psychiatrischen Befund. Die 

Beschwerdeführerin habe einen aktiven Eindruck gemacht und habe sich differenziert 

und anschaulich ausgedrückt, die Stimmung sei ausgeglichen gewesen, die 

Psychomotorik lebhaft, der Antrieb nicht vermindert, Merkfähigkeit und 

4.6. 

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5.  

Gedächtnisleistungen seien intakt gewesen, Zeichen von Konzentrationsschwäche 

hätten sich nicht gezeigt (vgl. IV-act. 231-50). Sie könne einigermassen gut schlafen, 

habe am Morgen keine Mühe, aufzustehen (vgl. IV-act. 231-50). 

Polydisziplinär wurde ausgeführt, in einer diversen Kriterien (vgl. IV-act. 231-11) 

entsprechenden Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 80 % arbeitsfähig (vgl. IV-

act. 231-13). Vor August 2019 könne eine länger andauernde höhergradige 

Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten weder somatisch noch psychiatrisch 

bestätigt werden (vgl. IV-act. 231-13). 

4.7. 

Bei diesen Gegebenheiten lässt sich festhalten, dass die zweite polydisziplinäre 

Begutachtung bedeutend zu der erforderlichen Klärung des medizinischen 

Sachverhalts im gesamten vorliegend relevanten Beurteilungszeitraum beigetragen hat. 

- Vorweg kann darauf hingewiesen werden, dass Übereinstimmung der Gutachten 

insofern besteht, als die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als nicht mehr 

arbeitsfähig betrachtet wurde.  

5.1. 

In adaptierter Tätigkeit wurde der Beschwerdeführerin im ZIMB-Gutachten eine 

(allein) aus allgemeininternistischen Gründen um 20 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

attestiert, und zwar wie erwähnt aufgrund der - damals unbehandelten - schweren 

kombinierten Schlafstörung sowie des neu diagnostizierten Asthma bronchiale, 

welches bei der Begutachtung asymptomatisch war (vgl. IV-act. 231-10 f.). Gemäss 

dem PMEDA-Gutachten war die Beschwerdeführerin ehemals allgemeininternistisch 

betrachtet nicht eingeschränkt gewesen. Zur Schlafstörung ist indessen zu erwähnen, 

dass nach der Aktenlage Dr. C.___ der Beschwerdeführerin bereits am 28. Januar 2016 

ein Sauerstoffgerät abgegeben hat, was im Hinblick auf die Frage der Compliance 

auffällt. - In rein allgemeininternistischer Hinsicht hat sich den 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen nach zu schliessen eine Verschlechterung im Zeitablauf 

(nicht rentenrelevanten Ausmasses, vgl. unten E. 6) ergeben.

5.2. 

Dermatologisch ist von einer relevanten Gesundheitsbeeinträchtigung der 

Beschwerdeführerin auszugehen, welche bei der Expertise 2017 von der PMEDA mit 

einer Arbeitsunfähigkeit von 20 % bewertet wurde, im ZIMB-Gutachten von 2019 unter 

den Adaptationskriterien nicht mit Arbeitsunfähigkeit. In diesem Zusammenhang ist 

darauf hinzuweisen, dass mit letzterer Beurteilung auch bereits jene der Klinik für 

Dermatologie/Venerologie/Allergologie am Kantonsspital St. Gallen vom 27. Dezember 

2018 übereinstimmt (dort nämlich: keine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin für 

eine Tätigkeit im Sitzen). - Unter rein dermatologischem Aspekt wurden die 

5.3. 

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Beeinträchtigungen gemäss ZIMB als weniger schwerwiegend beschrieben als 

ehemals vom Gutachter der Dermatologie der PMEDA.

Am weitesten zurück reichen medizinische Berichte aus dem Bereich der 

Neurologie. Bereits im Jahr 2009 (mehrere Jahre vor der Arbeitsaufgabe) sind 

diesbezügliche Abklärungen bei der Beschwerdeführerin getroffen worden. Gemäss 

einem Bericht vom 16. Januar 2009 (IV-act. 58-8 f.) der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen sind damals rezidivierende Synkopen (eine konvulsive 

Synkope am 11.11.2008, vasovagale Synkopen in der Vorgeschichte) sowie eine 

Eisenmangelanämie diagnostiziert worden. Klinisch-neurologisch und in einem EEG hat 

sich ein unauffälliger bzw. ein Normalbefund gezeigt. Zu Beginn der vorliegend 

relevanten attestierten Arbeitsunfähigkeit hat Dr. C.___ am 18. März 2015 zwar eine 

vaskuläre Enzephalopathie mit klinisch leichten kognitiven Defiziten und dezenter 

Ataxie als Diagnose angegeben. Die Vertrauensärztin der Lohnausfallversicherung hatte 

am 18. Oktober 2015 festgehalten, die Diagnose sei zurzeit noch unklar; die heftige 

Reaktion mit Bewusstseinsstörung auf dem Kipptisch spreche für ein Leiden, das auf 

jeden Fall weiter geklärt werden müsse. Neurologische Defizite wurden jedoch in der 

Folge nicht bestätigt. Schon am 26. Februar 2016 hatte die Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen einen neurologisch unauffälligen Befund beschrieben. Nach 

einem MRT des Neurokraniums vom 29. Februar 2016 (vgl. IV-act. 59) und einem 

Schädel-MRI von 2018 (vgl. dazu den Bericht von Dr. C.___, IV-act. 208-1) waren in 

einem solchen vom 24. Januar 2019 (IV-act. 210) eine im Verlauf stationäre T2 

Läsionslast und damals keine aktiven Läsionen beschrieben worden. - Nicht nur das 

ZIMB hat kein wesentliches neurologisches Korrelat für die Beschwerden gefunden, 

sondern auch die PMEDA ist nicht von (für eine adaptierte Tätigkeit) namhaften 

neurologischen Befunden ausgegangen.    

5.4. 

Gleiches gilt für die beklagten Gedächtnisstörungen (vgl. IV-act. 231-51); sie sind 

klinisch verschiedentlich nicht aufgefallen. Wie dem Bericht der Klinik für Neurologie 

am Kantonsspital St. Gallen vom 8. Mai 2019 zu entnehmen ist, waren bei der 

neuropsychologischen Untersuchung durch die Klinik D.___ vom 12. August 2015 

gesamthaft durchschnittliche kognitive Leistungen und ein recht inhomogenes 

Leistungsprofil beschrieben worden. Bei der Untersuchung am Kantonsspital selbst 

(vom 25. April 2019) wurde eine leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung 

mit leichten bis mittelschweren kognitiven Störungen und mit leichten bis 

mittelschweren Auffälligkeiten auf Affekt-, Antriebs- und Verhaltensebene festgestellt. 

Aus dieser Erhebung wurde zwar im jüngeren Bericht vom 13. März 2020 auf eine 

arbeitsbezogene Leistungsreduktion von 30 bis 50 % geschlossen. Dabei wurden aber 

5.5. 

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offenbar allgemeine Kriterien zur Bestimmung des Schweregrads einer 

neuropsychologischen Störung und der Zuordnung zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit 

herangezogen. Eine Symptomvalidierung wurde nicht beschrieben. Angeraten wurden 

der Beschwerdeführerin eine integrierte psychologische Therapie mit Neurofeedback 

oder/und die Teilnahme an einem strukturierten Gruppeninterventionsprogramm 

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR). Dr. C.___ beanstandete am 3. März 

2020, dass den neuropsychologischen Defiziten bei der ZIMB-Begutachtung kaum 

Rechnung getragen worden und keine eigene neuropsychologische Untersuchung 

veranlasst worden sei. Er hatte allerdings am 6. Juni 2019 (wie Dr. E.___ am 7. März 

2016, vgl. IV-act. 61-5) aus neurologischer Sicht keine Zweifel etwa an der Fahreignung 

der Beschwerdeführerin geäussert (vgl. IV-act. 207-4), im Unterschied zur PMEDA, 

welche diese Eignung im November 2017 vorderhand ausgeschlossen hatte (vgl. IV-

act. 153-25). Das ZIMB seinerseits schloss im November 2019 ein berufsbedingtes 

Führen von Fahrzeugen aus, solange die Schlafstörung nicht adäquat behandelt werde 

(vgl. IV-act. 231-13). Dr. C.___ berichtete am 3. März 2020 (vgl. IV-act. 252-9 f.) 

ausserdem, es bestünden bei der Beschwerdeführerin mittelgradige kognitive Defizite 

und eine erhebliche kognitive und körperliche Erschöpfbarkeit weiter, die sich 

zumindest auf kognitiver Ebene seit der Erkrankung - wie erwähnt - kaum geändert 

habe (die Läsionslast der mässig ausgeprägten mikroangiopathischen Enzephalopathie 

sei seit März 2015 konstant). - Die ZIMB-Gutachter erklärten am 15. Juni 2020 

nachvollziehbar, ein somatischer Anlass zu einer neuropsychologischen Begutachtung 

habe nicht bestanden und gemäss dem Bericht der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen vom 13. März 2020 seien subjektive Einschränkungen - 

faktisch einzuordnen im Rahmen einer depressiven Störung - ohne 

Auseinandersetzung mit dem Umstand kaum eingeschränkter Alltagssituation 

angenommen worden (vgl. zum neuropsychologischen Aspekt namentlich auch die 

Darlegungen anlässlich der neurologischen PMEDA-Exploration, IV-act. 153-23 f.). - 

Bei dieser konkreten Sachlage vermag der Einwand, eine rein psychiatrische 

Einschätzung - basierend auf dem klinischen Eindruck, ohne psychometrische 

Objektivierung - vermöge leichte bis mittelschwere kognitive Minderleistungen, die sich 

oft nicht sofort im einfachen Gespräch zeigten, nicht ausreichend objektiv zu 

quantifizieren, nicht durchzuschlagen. Angemerkt werden kann, dass die 

Vertrauensärztin der Lohnausfallversicherung am 18. Oktober 2015 erklärt hatte, eine 

neuropsychologische Abklärung ohne spezifische neurologische Diagnose sei nicht 

aussagekräftig, weil die Beschwerden unspezifisch seien und durch verschiedene 

Leiden bzw. auch durch tageszeitliche Schwankungen, Müdigkeit, Ängste usw. 

ausgelöst oder beeinflusst werden könnten.  

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Was insbesondere den psychiatrischen Aspekt betrifft, erscheint wiederum die 

Beurteilung im ZIMB-Gutachten einleuchtend begründet. Die Annahme einer 

emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin im PMEDA-

Gutachten erscheint anhand der Aktenlage dagegen wie erwähnt nicht ohne weiteres 

nachvollziehbar, denn die Beschwerdeführerin ist vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit 

jahrelang einer Erwerbstätigkeit nachgegangen, hat nach der Lehre auch eine 

Weiterbildung gemacht und hat dabei ein (im Vergleich zu den Arbeiten des 

Kompetenzniveaus 1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für 

Statistik) überdurchschnittliches Einkommen erzielt. Zwar ist zu erwähnen, dass es sich 

dabei (abgesehen von zwei geringfügigen anderweitigen IK-Einträgen) lediglich um ein 

einziges Anstellungsverhältnis gehandelt hat, von welchem die Beschwerdeführerin 

zudem berichtete, [...]. Über die Integrationsmassnahme vom Juni 2017 war aber 

berichtet worden, die Beschwerdeführerin habe sich an die betrieblichen Strukturen 

und Vorgaben gehalten, habe mit den Teamleitenden transparent kommuniziert und im 

Mitarbeitenden-Team rasch Anschluss gefunden (vgl. IV-act. 134-2). Eine 

Persönlichkeitsstörung hat bei der Beschwerdeführerin zudem namentlich weder 

Dr. C.___ noch die Klinik D.___ festgestellt, in welcher sie stationär behandelt worden 

war. Die PMEDA-Begutachtung enthält keine diesbezügliche Auseinandersetzung mit 

den Vorberichten. Insbesondere aber hat später auch die behandelnde Ärztin Dr. G.___ 

am 11. Februar 2019 eine Borderline-Persönlichkeitsstörung lediglich als 

Verdachtsdiagnose (sie sei im Gutachten von 2017 gestellt worden) aufgenommen und 

erklärt, die erforderlichen Kriterien seien entweder in Intensität/Anzahl oder 

Zeitkriterium nicht erfüllt. Sie hat für die Diagnose sprechende Elemente (u.a. 

emotionale Instabilität, Schwierigkeit, negative Emotionen auszuhalten, Probleme in 

den zwischenmenschlichen Kontakten, Angst, verlassen zu werden, was aber teilweise 

im Licht der schwierigen existenziellen und gesundheitlichen Lage zu sehen sei) und 

dagegen sprechende Aspekte erwogen. Dagegen sprächen bei der 

Beschwerdeführerin ihr negatives, aber relativ stabiles Selbstbild und die Stabilität der 

Ziele, Präferenzen und Beziehungen. Es fehlten Hinweise auf Impulsivität der 

Entscheidungen und des Verhaltens (u.a. zehn Jahre Ausbildung und Arbeit). Die 

wichtigsten Ressourcen der Beschwerdeführerin seien paradoxerweise ihr Ehrgeiz 

sowie Zielstrebigkeit, Ausdauerfähigkeit, Belastbarkeit und Verantwortungsgefühl. Im 

Bericht vom 16. März 2020 relativierte Dr. G.___ zwar später die Bedeutung der 

früheren beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin und legte ferner dar, es 

bestünden nur noch wenige soziale Kontakte und die Beziehung zum Freund weise 

Risse auf, von denen die Beschwerdeführerin nur in grossem Vertrauen berichten 

könne, sie scheine ihr Leiden zu bagatellisieren und die zunehmende Passivität ergebe 

sich u.a. aus einer erlernten Hilflosigkeit, falschen Überzeugungen über Gesundheits- 

5.6. 

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und Krankheitsverhalten und geringer Reflexionsfähigkeit. Sie legte aber auch dar, zu 

einem grossen Teil sei diese Passivität auch ein Ergebnis der eingeschränkten 

finanziellen Mittel und existenziellen Ängste (vgl. IV-act. 255-2 ff.). Schon am 

11. Februar 2019 hatte sie erwähnt, auf die existenzielle Unsicherheit scheine die 

Verschlechterung des psychischen Zustands direkt zurückzuführen zu sein (vgl. IV-

act. 194-10). Hierzu ist zu erwähnen, dass psychosoziale Belastungsfaktoren nach der 

Rechtsprechung ausser Acht bleiben, soweit sie direkt negative funktionelle Folgen 

zeitigen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 20. Januar 2020, 8C_559/2019 E. 3.2; vgl. BGE 

143 V 409 E. 4.5.2; BGE 141 V 281 E. 4.3.3). Dass die soziale und Aktivitäts-Lage 

durch das ZIMB gutachterlich unzutreffend gewürdigt worden wäre, ist nicht 

anzunehmen (vgl. etwa den gutachterlichen Hinweis auf die affektive Regung der 

Beschwerdeführerin beim Bericht über die bevorstehende Heirat, IV-act. 231-67). Im 

Übrigen ist auch nicht etwa ausser Acht gelassen worden, dass sich die 

Beschwerdeführerin gemäss den Gutachten früher durch Ritzen Narben zugefügt hatte 

(vgl. blande Narben an Bauch, rechtem Oberschenkel und Vorderarm, vgl. IV-

act. 231-57 f., bzw. kleine Narbe oberhalb des Nabels, vgl. IV-act. 153-17). Dr. G.___ 

erachtete die Beschwerdeführerin zwar am 11. Februar 2019 infolge u.a. einer 

rezidivierenden depressiven Störung, damals schwere depressive Episode, als voll 

arbeitsunfähig (vgl. IV-act. 194-7 und IV-act. 194-10). Dr. C.___, der ebenfalls Facharzt 

für Psychiatrie ist, hat - kurz darauf - am 20. Februar 2019 indessen erklärt, es habe 

keine Hinweise auf eine nennenswerte depressive Symptomatik gegeben (vgl. IV-

act. 208-2; die Beschwerdeführerin habe leicht deprimiert, aber schwingungsfähig 

gewirkt; die Genese der subjektiv als zunehmend empfundenen kognitiven Störungen 

sei ungeklärt geblieben). Der ZIMB-Gutachter der Psychiatrie fand wie erwähnt 

(gemäss Gutachten vom November 2019) ebenfalls keine Hinweise auf eine manifeste 

Depression (vgl. IV-act. 231-51; vgl. zu diesem Aspekt auch oben E. 3.8.2). - Insgesamt 

ist kein Aspekt ersichtlich, der im ZIMB-Gutachten zu Unrecht unbeachtet geblieben 

wäre. Dass die Auseinandersetzung des ZIMB-Gutachters der Psychiatrie mit den 

Vorberichten ungenügend gewesen wäre, lässt sich nicht bestätigen. 

Anhaltspunkte für eine mangelnde Unvoreingenommenheit der konkret mit der 

Begutachtung betrauten ZIMB-Gutachter sind im Übrigen nicht ersichtlich. Der 

diesbezüglich beanstandete Umstand eines Absehens von einer neuropsychologischen 

Begutachtung ist sachlich begründet worden. 

5.7. 

Auch wenn einzuräumen ist, dass eine retrospektive Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung 

im Vergleich zu echtzeitlichen Feststellungen im Beweiswert im Allgemeinen 

zurücksteht, lässt sich das doch nach dem oben Dargelegten bei der vorliegenden 

5.8. 

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6.  

Aktenlage nicht annehmen. Die Beurteilung im ZIMB-Gutachten erscheint 

überzeugend, auch was die Retrospektive betrifft.  

Damit ergibt sich zusammenfassend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass 

die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit spätestens ab 2018, nach der 

massiven Exazerbation der Hautkrankheit mit einem Verlust der Nägel (gemäss ZIMB), 

nicht mehr arbeitsfähig ist. Für eine verschiedenen Adaptationskriterien entsprechende 

Tätigkeit bestand jedoch gemäss dem beweiskräftigen ZIMB-Gutachten retrospektiv 

für die Zeit vor August 2019, dem Zeitpunkt der Diagnosestellung der schweren 

kombinierten Schlafstörung, weder somatisch noch psychiatrisch betrachtet eine 

längere Zeit andauernde Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 %. Nach der Aktenlage 

war eine Schlafstörung offenbar namhafter Ausprägung zwar bereits im Januar 2016 

festgestellt (und ein Sauerstoffgerät abgegeben) worden. Bei der PMEDA-

Begutachtung vom November 2017 war der rein allgemeininternistische 

Gesundheitszustand allerdings noch als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

bezeichnet worden, die dermatologische Beeinträchtigung für sich allein dagegen mit 

einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 20 %. Im 

Dezember 2018 wurde von der Klinik für Dermatologie am Kantonsspital St. Gallen und 

im November 2019 vom ZIMB-Gutachten dem dermatologischen Aspekt keine 

(quantitative) Arbeitsunfähigkeit mehr zugeschrieben. Zur ZIMB-Begutachtungszeit war 

die Beschwerdeführerin aus allgemeininternistischen Gründen (bei vollschichtiger 

Leistungsfähigkeit) zu 20 % arbeitsunfähig.

5.9. 

Nach Art. 16 ATSG (vgl. Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG) wird für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach der Aktenlage kann nicht ohne weiteres davon 

ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens an der bisherigen Stelle verblieben wäre. Es rechtfertigt sich 

aber die Annahme, dass sie ohne Gesundheitsschaden (auch an einer anderen Stelle 

wieder) ein mit dem ehemaligen Verdienst vergleichbares Einkommen erreicht hätte. Es 

kann demnach auf ein Valideneinkommen (2017) gemäss der angefochtenen Verfügung 

von Fr. 65'177.-- abgestellt werden.  

6.1. 

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Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ist, wie in Art. 16 ATSG angeordnet, 

eine ausgeglichene Arbeitsmarktlage anzunehmen. Dieser theoretische und abstrakte 

ausgeglichene Markt (vgl. BGE 134 V 64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein 

hypothetischen Charakter und dient ausserdem dazu, die Risiken von Arbeitslosigkeit 

und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 23. September 

2014, 9C_192/2014 E. 3.1; BGE 110 V 276 E. 4b, vgl. auch BGE 134 V 64, BGE 129 V 

480 E. 4.2.2). Was die verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch den körperlichen Einsatz angeht, weist er einen Fächer verschiedenster 

Tätigkeiten auf (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 5. November 2018, 9C_304/2018 

E. 5.1.1, und vom 10. April 2019, 8C_811/2018 E. 4.4.1). Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts umfasst er selbst sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und 

Arbeitsangebote, bei welchen gesundheitlich Beeinträchtigte mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 18. Dezember 2019, 9C_693/2019 E. 5.1.3, und vom 28. 

November 2014, 9C_485/2014). Realitätsfremde Einsatzmöglichkeiten dürfen bei der 

Invaliditätsbemessung aber nicht berücksichtigt werden. Von einer zumutbaren 

Tätigkeit im Sinn von Art. 16 ATSG kann insbesondere dort nicht gesprochen werden, 

wo sie nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder dass sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 8C_582/2015, und vom 25. September 

2018, 8C_290/2018 E. 5.4, ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Eine für die Beschwerdeführerin 

adaptierte Tätigkeit setzt diverse Adaptationskriterien voraus. Sie hat körperlich leicht 

bis mittelschwer zu sein, unter Wechselbelastung auszuüben, ohne wiederholtes 

Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Absturzgefahr (Leitern, Gerüste), ohne 

(sc. die Hände und Füsse) mechanisch belastende Arbeiten, die zu starkem Schwitzen 

führen oder mit Kontakt zu sensibilisierenden Stoffen verbunden sind, ohne selbst- und 

fremdgefährdende Tätigkeiten, ohne Schichtarbeiten, ohne berufsbedingte 

Notwendigkeit zum Führen von Fahrzeugen und ohne Exposition gegenüber Rauch, 

Kälte und Staub (vgl. IV-act. 231-11). Der frühere Arbeitgeber erachtete eine Stelle in 

der Beratung, im Verkauf von ___, eventuell auch im Aussendienst als für die 

Beschwerdeführerin passend (vgl. Fremd-act. 5-10), wo die Beschwerdeführerin ihre 

Fachkenntnisse allenfalls weiterhin einsetzen könnte. Allerdings soll sie nicht 

berufsmässig im Strassenverkehr unterwegs sein. In Erwägung gezogen worden waren 

auch Hauswartung, Kleinteilmontage und kreativer Bereich (vgl. IV-act. 36-5). Es kann 

insgesamt davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit von 80 % auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar ist. Es rechtfertigt sich, diesbezüglich auf die 

6.2. 

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7.  

Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik (vgl. Anhang 2 der Textausgabe Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts, Gesetze und Verordnungen, 2019, herausgegeben von der 

Informationsstelle AHV/IV, S. 228) abzustellen. Bei einem Vergleich mit dem untersten 

möglichen Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 

Art) bleiben die allenfalls weiterhin einsetzbaren Fachkenntnisse dabei ausser Acht. Im 

Jahr 2017 betrug der betreffende Tabellenwert für Frauen Fr. 54'783.--. Bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 20 % ergibt sich ein Betrag von rund Fr. 43'826.--.  

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug von den Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

der Beschwerdeführerin sind in den medizinischen Schätzungen berücksichtigt. Dass 

keine die Hände mechanisch belastenden Arbeiten zumutbar sind, stellt eine gewisse 

Erschwernis dar. Bei den Arbeiten des Kompetenzniveaus 1, von welchen bei der 

Bemessung ihres Invalideneinkommens wie dargelegt ausgegangen wird, sind 

indessen keine besonderen Voraussetzungen erforderlich und es werden davon wie 

erwähnt verschiedenste Tätigkeiten erfasst. Dass die Beschwerdegegnerin keinen 

Abzug von den Tabellenlöhnen gewährt hat, lässt sich vorliegend nicht beanstanden.

6