# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d998df18-ea72-58db-b8fa-9f78feff6c2e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.10.2017 B 2016/246
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-246_2017-10-26.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/246

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 26.10.2017

Entscheiddatum: 26.10.2017

Zirkulationsentscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2017
Ausländerrecht, Art. 63 Abs. 2, Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 62 lit. b AuG.Der 
1975 geborene, aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer hält sich 
seit 1988 in der Schweiz auf. Er, seine ebenfalls aus dem Kosovo 
stammende 1973 geborene Ehefrau und die drei gemeinsamen Kinder – das 
jüngste im Jahr 2000 geboren – sind in der Schweiz 
niederlassungsberechtigt. Der seit 1995 mehrfach strafrechtlich verurteilte – 
unter anderem wegen mehrfachen Inumlaufsetzens falschen Geldes, 
Verstössen gegen das Strassenverkehrsrecht und falscher Anschuldigung – 
und verschuldete Beschwerdeführer wurde 1998 und 2006 
fremdenpolizeilich verwarnt. 2012 wurde ihm der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung angedroht. Nach einer Verurteilung zu einer 
teilbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten widerrief das Migrationsamt 
die seine Niederlassungsbewilligung. Das Verwaltungsgericht weist die 
dagegen erhobene Beschwerde ab (Verwaltungsgericht, B 2016/246).Die 
gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit 
Urteil vom 7. August 2018 abgewiesen (Verfahren 2C_1015/2017).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Scherrer

 

Verfahrensbeteiligte

A.Y.,

Beschwerdeführer,

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St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser, ME Advocat AG, 

Poststrasse 1, 9100 Herisau

gegen

 

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

 

Gegenstand

Widerruf der Niederlassungsbewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.Y. (alias A.X. [act. 11/2]), geboren 1975, Staatsangehöriger von Kosovo, reiste am 

18. Juli 1988 im Alter von fast 13 Jahren in die Schweiz ein (act. 1 S. 3). Er verfügt über 

eine Niederlassungsbewilligung, deren Kontrollfrist zuletzt bis 1. April 2020 verlängert 

worden ist. Verheiratet ist er mit B.Y., ebenfalls kosovarische Staatsangehörige, 

geboren 1973, mit der er drei gemeinsame Kinder hat. Das jüngste der Kinder ist 2000 

geboren. Die Ehefrau und die Kinder verfügen ebenfalls über 

Niederlassungsbewilligungen.

B. A.Y. wurde seit 1995 mehrfach verurteilt, unter anderem mit Urteil des 

Kantonsgerichtes Z. vom 25. Mai 2004 wegen mehrfachen in Umlaufsetzens falschen 

Geldes und Fahrens ohne Führerausweis zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten 

sowie drei Jahren Landesverweisung, und mit Entscheid des Kreisgerichts S. vom 

7. Januar 2016 wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, 

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Entzugs oder Aberkennung des Ausweises, mehrfachen Fahrens ohne 

Fahrzeugausweis und Kontrollschilder, mehrfacher missbräuchlicher Verwendung von 

Ausweisen und/oder Kontrollschildern, mehrfacher einfacher Verletzung der 

Verkehrsregeln, Widerhandlung gegen das SVG, mehrfacher versuchter falscher 

Anschuldigung und falscher Anschuldigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 

20 Monaten sowie einer Busse (vgl. act. 11/20; Vorakten [nachfolgend: Dossier], 

S. 188 ff. und S. 373 ff.). Aufgrund der erwähnten Verurteilungen sowie wegen 

Vorliegens diverser Betreibungen und Verlustscheine wurde A.Y. mit Verfügung vom 

29. Juli 1998 erstmals fremdenpolizeilich verwarnt (act. 1 S. 3; Dossier, S. 85 ff.). Am 

22. März 2006 wurde A.Y. erneut verwarnt (Dossier S. 215 ff.). Mit Verfügung vom 

3. Januar 2012 wurde ihm der Widerruf der Niederlassungsbewilligung angedroht 

(Dossier S. 296 ff.).

C. Mit Verfügung vom 12. Mai 2016 widerrief das Migrationsamt die 

Niederlassungsbewilligung von A.Y. (act. 11/1.2). Gleichzeitig ordnete es an, er habe 

die Schweiz auf den Termin der Haftentlassung zu verlassen. Sollte er sich bei 

Rechtskraft der Verfügung wieder in Freiheit befinden, hätte er die Schweiz spätestens 

60 Tage nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen. Gegen die Verfügung des 

Migrationsamts erhob A.Y., vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Sennhauser, mit 

Eingabe vom 25. Mai 2016 Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement. Der 

Rekurs wurde am 22. November 2016 abgewiesen.

D. A.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 29. November 2016 zugestellten 

Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes (Vorinstanz) durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 12. Dezember 2016 und Ergänzung vom 24. Januar 

2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und auf den 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu verzichten, eventualiter eine Verwarnung 

auszusprechen, subeventualiter die Niederlassungsbewilligung zu widerrufen und eine 

Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, subsubeventualiter die Angelegenheit zur neuen 

Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2017 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen 

im angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Der am 

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7. Januar 2016 angetretene Vollzug der mit Urteil des Kreisgerichts S. vom 7. Januar 

2016 teilbedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe (act. 9.1-3) wurde vom 27. April bis 

28. Mai 2017 (act. 14) und erneut vom 20. September 2017 bis 7. Januar 2018 

unterbrochen (act. 20).

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zur Begründung seines Rechtsbegehrens sowie die Akten wird, 

soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerde 

gegen den am 29. November 2016 zugestellten Rekursentscheid wurde mit Eingabe 

vom 12. Dezember 2016 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der Ergänzung 

vom 24. Januar 2017 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit. Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Als Adressat des angefochtenen Entscheids ist der im Rekursverfahren unterlegene 

Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (vgl. Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb grundsätzlich 

einzutreten. Nicht einzutreten ist allerdings auf die auch im Rahmen der 

Beschwerdeergänzung (act. 6) unbegründet gebliebenen Rechtsbegehren, dass bei 

Entzug der Niederlassungsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen 

beziehungsweise die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz oder an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei (vgl. VerwGE B 2013/260 vom 

19. Februar 2015 E. 1, www.gerichte.sg.ch).

2. Die Niederlassungsbewilligung kann bei einem Ausländer wie dem 

Beschwerdeführer, der sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und 

ordnungsgemäss in der Schweiz aufhält, nur widerrufen werden, wenn er in 

schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz 

oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet (Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit 

bis

http://www.gerichte.sg.ch

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Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer; SR 

142.20, AuG) oder wenn er zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde 

(Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG). Eine längerfristige Freiheitsstrafe 

wird bejaht, wenn die (bedingte oder unbedingte) Freiheitsstrafe mehr als ein Jahr 

beträgt (vgl. dazu BGE 135 II 377 E. 4.2.).

Das Kreisgericht S. verurteilte A.Y. mit Entscheid vom 7. Januar 2016 zu einer 

teilbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten; acht Monate waren unbedingt zu 

vollziehen. Damit ist der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 

lit. b AuG erfüllt.

3. Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung rechtfertigt sich indessen selbst bei 

Vorliegen eines Widerrufsgrundes nur, wenn die im Einzelfall vorzunehmende 

Interessenabwägung den Widerruf auch als verhältnismässig erscheinen lässt (Art. 5 

Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101, BV; Art. 96 Abs. 1 AuG). Der Widerruf setzt also 

voraus, dass das öffentliche Interesse an der Wegweisung die privaten Interessen der 

betroffenen Person an deren Verbleib in der Schweiz übersteigt. Bei dieser 

Interessenabwägung zu berücksichtigen sind laut konstanter Praxis des 

Bundesgerichts insbesondere die Schwere des Verschuldens des Ausländers, die 

Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und seine Integration sowie die ihm und 

seiner Familie drohenden Nachteile. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung hat zu 

unterbleiben, wenn der verfolgte Zweck mit einer weniger einschneidenden 

Massnahme, z.B. mit einer Androhung des Widerrufs der Bewilligung, erreicht werden 

kann (BGE 135 II 377 E. 4.3; Weisungen des Staatssekretariates für Migration [SEM], I. 

Ausländerbereich, Version 25.10.2013 Stand: 18. Juli 2016], Ziff. 8.3, abrufbar unter: 

www.bfm.admin.ch). Bei Beschwerdeführern mit Familie ergibt sich die Notwendigkeit 

der Interessenabwägung auch aus Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutze 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) und Art. 13 Abs. 1 BV.

Ausgangspunkt und Massstab der Überprüfung ist das Verschulden des 

Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den von ihm begangenen Straftaten und 

damit die verhängten Strafen bzw. das in den entsprechenden Strafurteilen zum 

Ausdruck kommende Verschulden. Dabei hat sich das Verwaltungsgericht mit den 

Erwägungen der entscheidenden Strafbehörden auseinanderzusetzen, um zu einem 

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eigenen Schluss betreffend die Schwere des Verschuldens und die Gefahrenprognose 

zu gelangen (VerwGE B 2011/58 vom 11. August 2011 E. 3.1). Denn beim Entscheid 

über den Widerruf der Niederlassungsbewilligung stehen weniger der 

Resozialisierungsgedanke oder die Prognose über das künftige Wohlverhalten als 

vielmehr das allgemeine Interesse an der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit 

und Ordnung im Vordergrund. Der Beurteilungsmassstab ist damit vorliegend im 

Vergleich zu den Strafbehörden strenger. Zu beachten ist dabei jedoch, dass laut 

Bundesgericht umso strengere Anforderungen an die Schwere des Verschuldens 

beziehungsweise den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu stellen sind, je länger 

ein Ausländer in der Schweiz lebt. Die Ausweisung und damit auch der Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung ist jedoch selbst bei einem Ausländer nicht 

ausgeschlossen, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist (BGE 130 II 176 

E. 4.4.2).

4. Vorliegend ist es so, dass das Urteil des Kreisgerichts S. vom 7. Januar 2016 nicht 

begründet wurde. Ihm sind deshalb abgesehen von der Höhe der Strafe, die beachtlich 

ist, kaum Rückschlüsse auf das Verschulden des Beschwerdeführers zu entnehmen. 

Es liegen jedoch etliche weitere Entscheide (Dossier, S. 105 ff.) und Dokumente (etwa 

das Schreiben des Amts für Justizvollzug vom 2. Juni 2016) vor, in welchen der 

Beschwerdeführer als „äusserst uneinsichtig“ und „unbelehrbar“ beschrieben wird 

bzw. von seiner „anhaltenden Uneinsichtigkeit“ die Rede ist und ihm deshalb keine 

günstige Prognose gestellt wird (z.B. act. 11/4; Dossier, S. 168 und S. 184). Ebenfalls 

festgehalten wird, dass der Beschwerdeführer sich weder von Vorstrafen noch bereits 

verbüssten Freiheitsstrafen oder laufenden Probezeiten von weiteren deliktischen 

Tätigkeiten abhalten liess (act. 11/4 S. 2). Diese Tatsachen betreffend das Verschulden 

des Beschwerdeführers dürften auch das Kreisgericht S. bei seinem Entscheid geleitet 

haben. Bei den deliktischen Tätigkeiten des Beschwerdeführers handelt es sich 

keineswegs nur um Bagatelldelikte. Denn er durchbrach unter anderem in 

alkoholisiertem Zustand mit seinem Personenwagen eine mobile Polizeikontrolle und 

flüchtete sodann mit übersetzter Geschwindigkeit und ohne Licht vor den 

Polizeibeamten, die ihn verfolgten. Dabei krachte er in ein Wiesenbord. Durch solches 

und ähnliches Fahrverhalten gefährdete er andere Verkehrsteilnehmer. Auch bei 

anderen Gelegenheiten gefährdete er andere, indem er etwa in alkoholisiertem Zustand 

und beziehungsweise oder mit übersetzter Geschwindigkeit fuhr. Dabei gefährdete er 

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dasselbe Rechtsgut wie es bei Gewalt- oder Betäubungsmitteldelikten verletzt 

beziehungsweise gefährdet wird, nämlich das Rechtsgut von Leib und Leben. Neben 

den zahlreichen Delikten im Bereich des Strassenverkehrs wurde der 

Beschwerdeführer auch der falschen Anschuldigung schuldig gesprochen, weil er zwei 

Polizeibeamte wider besseres Wissen bezichtigt hatte, ihn wahrheitswidrig einer 

Straftat zu beschuldigen, und weil er sich anlässlich einer Polizeikontrolle als sein 

eigener Bruder ausgab (der in der Folge wegen Geschwindigkeitsübertretung bestraft 

wurde). Dieses Verhalten offenbart eine erhebliche Gleichgültigkeit gegenüber dem 

Schicksal sogar angehöriger Mitmenschen. Ebenfalls nicht ignoriert werden kann in der 

Strafgeschichte des Beschwerdeführers das Urteil des Kantonsgerichts Z. vom 25. Mai 

2004 wegen mehrfachen in Umlaufsetzens von Falschgeld, das nicht nur von einer 

kriminellen Energie des Beschwerdeführers, sondern auch von einem entsprechenden 

Umfeld zeugt; denn der Beschwerdeführer hatte das Falschgeld nicht selbst hergestellt 

(Dossier, S. 23 ff.). Angesichts dessen wiegt das Verschulden des Beschwerdeführers 

doch recht erheblich und vor allem ist von ihm aufgrund der Vielzahl der 

strafrechtlichen Verurteilungen keine Verhaltensänderung zu erwarten. Mit seinem 

deliktischen Verhalten dokumentierte der Beschwerdeführer eine ausgeprägte 

Geringschätzung und Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung. 

Und trotz zweier fremdenpolizeilicher Verwarnungen und der Androhung des Widerrufs 

der Niederlassungsbewilligung liess er sich nicht von weiteren Delikten abhalten. Dies 

ist deshalb relevant, weil bei der Schwere des Verschuldens nicht nur die Schwere des 

Delikts ins Gewicht fällt, sondern auch das Bewusstsein dessen, der sich über die 

Rechtsordnung hinweg setzt. Wenn der Beschwerdeführer sich auf den 

Bundesgerichtsentscheid vom 26. September 2016 stützt (BGer 2C_159/2016 vom 

26. September 2016), um zu begründen, warum sein Verschulden nicht schwer sei, so 

ist dem zu entgegnen, dass dieser Fall in Bezug auf die Delikte durchaus mit 

demjenigen des Beschwerdeführers vergleichbar scheint, weshalb auch vorliegend wie 

im referenzierten Entscheid ausser Frage steht, „dass der Beschwerdeführer erheblich 

und wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz 

verstossen […] hat“ (vgl. BGer 2C_159/2016 vom 26. September 2016 E. 3.3.) und das 

öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts damit wie im genannten 

Entscheid offensichtlich verletzt ist (BGer 2C_159/2016 vom 26. September 2016 

E. 4.1.). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer bis heute immer wieder betrieben 

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werden muss (act. 11/15-1.3; act. 11/23.1). Angesichts dessen ist das öffentliche 

Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung insgesamt hoch. Nicht zu 

berücksichtigen ist bei der Einschätzung des öffentlichen Interesses die Behauptung 

des Beschwerdeführers, dass seine Familie im Fall seiner Ausreise sozialhilfebedürftig 

werden und der öffentlichen Hand zur Last fallen würde (act. 6 S. 5). Denn dies ist nicht 

gewiss, erwartet doch die familienrechtliche Rechtsprechung eine hundertprozentige 

Arbeitstätigkeit der Ehefrau, wenn das jüngste Kind 16 Jahre alt wird (vgl. statt vieler 

Kantonsgericht des Kantons St. Gallen, II. Zivilkammer, 15. Mai 2017, FO.2016.5, 

E. 6.b).

Dem gegenüber stehen die privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner 

Familie (d.h. unter diesem Aspekt vor allem seiner Ehefrau und seines minderjährigen 

Sohnes, die beide in der Schweiz niederlassungsberechtigt sind) und damit die lange 

Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz (28 Jahre) sowie die 

Tatsache, dass er hier verheiratet ist und auch seine drei Kinder hier leben. In 

beruflicher Hinsicht ist der Beschwerdeführer zudem integriert und bezieht keine 

Sozialhilfe beziehungsweise hat die in den Jahren 2000-2002 bezogenen 

Unterstützungsleistungen zurückgezahlt (act. 17; Dossier, S. 287). Allerdings hat der 

Beschwerdeführer seine Schulzeit ausschliesslich im Kosovo verbracht (er beendete 

sie hier nicht) und ist somit mit den Sitten und Gebräuchen in seinem Heimatland sowie 

mit der dortigen Sprache bestens vertraut. Gemäss seinen Angaben war er etwa mit 

seiner Ehefrau vom 27. Juli 2001 bis 20. August 2001 im Kosovo in den Ferien (Dossier, 

S. 32), und hat sich auch etwa im Dezember 2011 dort aufgehalten (act. 2/4 S. 9), 

obwohl er im aktuellen Beschwerdeverfahren behauptet, im Kosovo in keiner Weise 

verwurzelt zu sein (act. 6 S. 5). Auf eine enge Bindung des Beschwerdeführers zum 

Kosovo deutet zudem die Tatsache, dass seine Ehefrau selbst nach langjährigem 

Aufenthalt in der Schweiz bis heute nicht in der Lage ist, ohne Dolmetscher polizeilich 

einvernommen zu werden (Dossier, S. 316). Den Kontakt mit seinen mehrheitlich 

bereits erwachsenen Kindern, die unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK und Art. 13 

Abs. 1 EMRK nicht zu berücksichtigen sind, aber auch mit dem 16-jährigen Sohn und 

seiner Ehefrau könnte der Beschwerdeführer gut via Skype oder mittels anderer 

moderner Kommunikationsmittel sowie im Rahmen von Besuchs- und 

Ferienaufenthalten pflegen, würde er im Ausland leben (vgl. BGer 2C_159/2016 vom 

26. September 2016 E. 4.2). Die privaten Interessen des Beschwerdeführers sind somit 

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recht, aber nicht sehr gewichtig. Ausserdem würde ein Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV nicht verletzen. Auch 

diesbezüglich hilft dem Beschwerdeführer die Berufung auf den bundesgerichtlichen 

Entscheid vom 26. September 2016 nicht, denn im besagten Entscheid hatte der 

Betroffene sogar mehr als ein minderjähriges Kind, das in der Schweiz geboren wurde 

und das Bundesgericht hielt deutlich fest, dass der Betroffene angesichts der nach der 

Geburt der Kinder stattfindenden Verwarnungen sein Familienleben in der Schweiz 

bewusst aufs Spiel gesetzt habe. Auch vorliegend wurde der Beschwerdeführer lange 

nach der Geburt seiner Kinder (1994, 1996 und 2000), im Jahre 2006 ein zweites Mal 

ausländerrechtlich verwarnt. Am 3. Januar 2012 wurde ihm förmlich der Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung angedroht. Mit seinen Verfehlungen im Nachgang zu diesen 

ausländerrechtlichen Sanktionen hat der Beschwerdeführer sein Familienleben in der 

Schweiz somit bewusst aufs Spiel gesetzt, wurde er von den zuständigen Behörden 

doch im Zusammenhang mit der Androhung des Widerrufs der 

Niederlassungsbewilligung klar darauf hingewiesen, dass er sich künftig in jeder 

Hinsicht klaglos zu verhalten habe, ansonsten er mit weitergehenden 

fremdenpolizeilichen Massnahmen wie dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

rechnen müsse (Dossier, S. 296 ff.).

Damit überwiegt das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

die privaten Interessen des Beschwerdeführers sowie seiner Familie und der Widerruf 

der Niederlassungsbewilligung erweist sich als recht- und verhältnismässig. Er ist sogar 

notwendig, da eine mildere Massnahem, d.h. eine erneute Verwarnung, offensichtlich 

nicht zum gewünschten Ziel führen, sondern den Beschwerdeführer im Gegenteil in 

seinem bisherigen Verhalten bestärken würde.

5. (…).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

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2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2‘000 unter Verrechnung mit dem von ihm in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident                Der Gerichtsschreiber

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