# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e4ae35c-7cd7-55a2-b55a-d757cea6407c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.01.2006 S 2005 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2005-119_2006-01-13.pdf

## Full Text

S 05 119

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 13. Januar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. …, geboren am …, wohnt in … und ist gelernter Zahntechniker. Er hat sich im 

Bereich Werbung, Grafik, NLP und Coaching weitergebildet und führt Projekte 

als Freelancer durch. Weiter ist er als Lehrer im Bereich Web-Publishing tätig. 

Im September 1996 musste sich der Versicherte wegen eines schweren 

Herzinfarktes in Spitalpflege begeben, wo eine fünffach-koronare 

Bypassoperation durchgeführt wurde. Drei Jahre später ist es zur 

progredienten Entwicklung von tieflumbalen Rückenschmerzen gekommen. 

Der Versicherte hat weiter aufgrund der Herzkrankheit mit 

Atemschwierigkeiten zu kämpfen.

2. Am 01. Mai 2001 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden zum Bezug von IV-Leistungen an. Nach einer medizinischen 

Abklärung an der medizinischen Abklärungsstelle der Universitätskliniken 

Basel (MEDAS) lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren gestützt auf einen 

Invaliditätsgrad von 18% mit Verfügung vom 12. Juni 2003 ab, in welcher 

festgehalten wurde, dem Versicherten sei eine leichte, den Beschwerden 

angepasste Tätigkeit mit einem Pensum von 80% möglich und zumutbar. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte Einsprache, die mit Entscheid 

vom 14. August 2003 abgewiesen wurde. Dagegen erhob der Versicherte 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, welches 

mit Urteil vom 13. Januar 2004 den angefochtenen Einspracheentscheid und 

die ihm zugrunde liegende Verfügung aufgehoben und die Sache zur 

Vornahme von zusätzlichen fachärztlichen Abklärungen an die Vorinstanz 

zurückgewiesen hat.

3. In der Folge beauftrage die Vorinstanz die MEDAS Basel mit einer 

Verlaufsbegutachtung unter Berücksichtigung der neuen Befunde. Im 

Gutachten vom 19. Oktober 2004 wurde dem Versicherten eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit sowohl für die bisherige Tätigkeit als Zahntechniker wie auch 

für die aktuelle Tätigkeit als Unterrichtender in der Werbe- und Grafikbranche 

attestiert. Berufliche Massnahmen erschienen nicht als aussichtsreich, um 

eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erzielen. Der Versicherte sei 

beruflich eingegliedert. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2004 lehnte die 

Vorinstanz einen Rentenanspruch des Versicherten erneut ab. Dabei ging sie 

davon aus, dass der Versicherte in jeglicher Tätigkeit, sei es als 

Zahntechniker, als Unterrichtender in der Werbe- und Grafikbranche oder in 

jeder anderen, seinem Leiden angepassten Tätigkeit, zu 50% arbeitsunfähig 

sei. Er verwerte seine Restarbeitsfähigkeit als Unterrichtender zu einem 

Pensum von 50%. Aus ärztlicher Sicht sei ihm diese aktuell ausgeübte 

Tätigkeit im Rahmen desselben Pensums zumutbar. Er sei deshalb beruflich 

ausreichend eingegliedert. In der Verfügung ging die Vorinstanz von einem 

Valideneinkommen von Fr. 37'074.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

31'575.-- aus, was einen Invaliditätsgrad von 14,83% ergab. Gegen diese 

Verfügung erhob der Versicherte wiederum Einsprache, welche mit Entscheid 

vom 04. Juli 2005 vollumfänglich abgewiesen wurde.

4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der neu anwaltlich vertretene 

Versicherte am 09. September 2005 frist- und formgerecht Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er beantragte die Aufhebung 

des Einspracheentscheides vom 04. Juli 2005 sowie der diesem zugrunde 

liegenden Verfügung vom 27. Dezember 2004. Im Weiteren sei ihm eine halbe 

IV-Rente zuzusprechen, wobei die Angelegenheit an die Vorinstanz 

zurückzuweisen sei, um den Rentenbeginn festzulegen und die Höhe der 

Rente zu berechnen. In der Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, 

dass das als massgeblich angenommene Valideneinkommen von Fr. 

36'759.53 für das Jahr 2004 viel zu tief angesetzt worden und ein mögliches 

Einkommen als Gesunder von rund Fr. 75'000.-- auf jeden Fall ausgewiesen 

sei. Bei einem Valideneinkommen in dieser Höhe könne sich der 

Beschwerdeführer dem von der Vorinstanz ermittelten Invalideneinkommen 

von Fr. 31'575.-- anschliessen.

5. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 

Beschwerde und hielt an der Verfügung vom 27. Dezember 2004 und dem 

Einspracheentscheid vom 04. Juli 2005 fest. Das festgesetzte 

Valideneinkommen von Fr. 36'759.53 (mutmassliches Jahressalär als 

gesunder Zahntechniker im Vollpensum für das Jahr 2004) sei korrekt 

ermittelt worden. Diese Annahme decke sich sowohl mit dem ordentlichen IK-

Auszug vom 24. November 2004 für die repräsentativen Lohnperioden als 

Gesunder als auch mit den eingeholten Lohnauskünften der ehemaligen 

Arbeitgeberin.

6. In seiner Replik hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Er 

brachte vor, die Beschwerdegegnerin übergehe die Besonderheiten seiner 

Tätigkeit für die … AG. Diese sei anfangs der 90-er Jahre unter Mithilfe des 

Beschwerdeführers aufgebaut worden und das vereinbarte Gehalt von Fr. 

3'000.-- pro Monat habe damals weder dem Aufgabenbereich noch der 

Leistung des Beschwerdeführers entsprochen. Anstelle eines höheren 

Lohnes habe die Arbeitgeberin verschiedene Unkosten des 

Beschwerdeführers wie Autoleasing, Telefon, Miete, Versicherungen usw. 

übernommen. 

7. Die Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik fest, dass die angeblichen 

Einkommen unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit bis 31. Mai 

2002 nie abgerechnet oder versteuert worden seien. Es sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer auch 

ohne Eintritt des Gesundheitsschadens voraussichtlich dauernd mit einem 

bescheidenen Erwerbseinkommen von Fr. 36'000.-- (zuzüglich 

Lohnentwicklung) begnügt hätte.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung bildet vorliegend im 

Wesentlichen die Frage, von welchem hypothetischen Valideneinkommen die 

Beschwerdegegnerin bei Festsetzung des massgeblichen Invaliditätsgrades 

des Beschwerdeführers auszugehen hat. Unbestritten ist, dass der 

Beschwerdeführer an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 

M54.5) und an einem chronischen unspezifischen Zervikovertebralsyndrom 

(ICD-10 M54.2) leidet, weshalb ihm in der angestammten Tätigkeit als 

Zahntechniker, in der aktuell ausgeführten Tätigkeit als Unterrichtender in der 

Werbe- und Grafikbranche sowie in einer anderen behinderungsgeeigneten 

Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert wird. Unbestritten ist 

weiter, dass der Beschwerdeführer beruflich ausreichend eingegliedert ist, 

weshalb sich keine beruflichen Massnahmen aufdrängen.

2. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des 

Invaliditätsgrades die Methode des Einkommensvergleichs benutzt. Dies ist 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers korrekt, lassen sich doch 

Validen- und Invalideneinkommen – wie nachstehend gezeigt wird – 

zuverlässig abschätzen.

3. a) Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der 

Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde 

und nicht, was er als Gesunder bestenfalls verdienen könnte (RKUV 1993 Nr. 

U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis; ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a; VGU S 01 104 

Erw. 3). In der Regel wird dabei beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft. Dies beruht auf der empirischen Feststellung, wonach die 

bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre; 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(RKUV 1993 Nr. U 168, S. 101 Erw. 3b in fine). Theoretisch vorhandene 

berufliche Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu 

beachten, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären. 

Für die Annahme einer mutmasslichen beruflichen Weiterentwicklung wird 

daher der Nachweis konkreter Anhaltspunkte dafür verlangt, dass der 

Versicherte einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres 

Einkommen auch tatsächlich realisiert hätte, wenn er nicht invalid geworden 

wäre (vgl. BGE 96 V 30, AHI 1998 S. 171 Erw. 5a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 

100 Erw. 3b). Bei sehr starken und verhältnismässig kurzfristigen 

Einkommensschwankungen rechtfertigt es sich, den Durchschnittsverdienst 

während einer längeren Zeitspanne heranzuziehen (vgl. ZAK 1985 S. 466 

Erw. 2c; SVR 2000 IV Nr. 13 Erw. 3b). Wenn anzunehmen ist, dass der 

Versicherte in Anbetracht seiner Berufs- und Fachkenntnisse 

unterdurchschnittliche Einkommen erzielte, ist auf die Lohntabellen der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 

abzustellen (vgl. SVR 2000 IV Nr. 13 Erw. 3b; ZAK 1992 S. 92 f. Erw. 4b), 

sofern aufgrund der Umstände des Einzelfalles nicht anzunehmen ist, dass er 

sich als Gesunder voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen 

Erwerbstätigkeit begnügen würde (vgl. ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a; VGU S 99 

262 Erw. 1a). Alternativ kann ein Abzug vom Invalideneinkommen 

vorgenommen werden (vgl. SVR 2000 IV Nr. 13 Erw. 3b mit Hinweisen).

b) Vorliegend stellte die Beschwerdegegnerin auf die jährlichen Einkommen ab, 

welche der Versicherte in seinem angestammten Beruf als Zahntechniker in 

den Jahren vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens (15. Dezember 1999) 

verdiente und in den Jahren 2000 bis 2004 ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens verdient hätte, was zu einem jährlichen Einkommen 

von Fr. 36'000.-- führte. Unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung von 

1.4% im Jahre 2003 und 0.7% im Jahre 2004 (vgl. Die Volkswirtschaft, Tabelle 

B 10.2), legte die Beschwerdegegnerin das massgebliche hypothetische 

Valideneinkommen auf Fr. 36'759.53 fest.

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, ein hypothetisches 

Valideneinkommen von mindestens Fr. 75'000.-- sei auf jeden Fall 

ausgewiesen. Er habe seit dem 01. Oktober 1990 für die … AG gearbeitet, 

Verwaltungsrat dieser AG sei sein Vater gewesen. Er habe insbesondere 

mithelfen sollen, die … AG aufzubauen. Das vereinbarte Gehalt von Fr. 

3'000.-- pro Monat habe zu jenem Zeitpunkt weder seinem Aufgabenbereich 

noch seiner Leistung entsprochen. Zusätzlich zum vereinbarten Gehalt habe 

die Arbeitgeberin deshalb anstelle eines höheren Lohnes verschiedene 

Unkosten ihm gegenüber wie Autoleasing, Telefon, Miete, Versicherungen 

usw. übernommen. Im Jahre 1996 habe er nach einem schweren Herzinfarkt 

sein Arbeitspensum bei der … AG reduziert, dies bei einem Bruttolohn von Fr. 

3'600.-- pro Monat. Daneben habe er begonnen, Aufträge in den Bereichen 

Werbung und Schulung zu übernehmen, welche ihm zusätzlich zum Gehalt 

bei der … AG entschädigt worden seien. Neben seiner Tätigkeit für die … AG 

habe er sich in der Folge in den Bereichen Werbung, Grafik, NLP, Coaching 

und Mediation weitergebildet. Zudem habe er im Bereich Grafik und Design 

zu unterrichten begonnen. Die … AG sei im Juli 2003 gelöscht worden. Die 

im IK-Auszug für die Jahre 1990-1999 enthaltenen Jahreseinkommen von Fr. 

36'000.-- würden deshalb nicht dem Einkommen entsprechen, welches er 

heute ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen erzielen würde. Allenfalls 

wäre von der Vertragsänderung im Jahre 1996 auszugehen, wonach sich bei 

voller Arbeitsfähigkeit ein Monatseinkommen von Fr. 7'200.-- bzw. ein 

Jahreseinkommen von Fr. 86'400.-- ergeben würde. In den Jahren 1999 bis 

2002 habe er, bereits mit gesundheitlichen Problemen kämpfend, immer noch 

ein Einkommen von Fr. 60'000.-- pro Jahr versteuert. Bekanntlich habe er in 

den letzten Jahren verschiedene Ausbildungen absolviert. Allerdings sei 

schwer abzuschätzen, was er heute bei voller Gesundheit in den Bereichen 

grafische Aufträge , Coaching und Mediation verdienen könnte. Hingegen 

würden Zahlen für seine Unterrichtstätigkeit vorliegen. So habe er im letzten 

Jahr bei der … mit einer 10% Anstellung rund Fr. 10'000.-- verdient was bei 

einem vollen Pensum damit ein Jahreseinkommen von Fr. 100'000.-- ergeben 

würde.

c) Um eine einheitliche Rechtsanwendung in Bezug auf die geltend gemachten 

zusätzlichen (Natural-) Lohnbestandteile zu gewährleisten, hat die 

Beschwerdegegnerin in erster Linie auf den IK-Auszug vom 24. November 

2004 abgestellt. Dies ist nicht zu beanstanden, gelten doch als 

Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 16 ATSG mutmassliche jährliche 

Erwerbseinkommen, von denen Beiträge gemäss AHVG erhoben werden 

(Art. 25 Abs. 1 IVV; vgl. ZAK 1986 S. 412). Der Standpunkt des 

Beschwerdeführers, dass die … AG zusätzlich zum vereinbarten Gehalt von 

Fr. 3'000.-- pro Monat verschiedene Unkosten übernommen habe und die 

Einkünfte als Kursleiter separat abgerechnet worden seien, vermag am 

Valideneinkommen von Fr. 36'759.53 nichts zu ändern, weil hinsichtlich der 

Übernahme der geltend gemachten Unkosten aussagekräftige Belege dafür 

fehlen, dass diese Kosten tatsächlich von der Arbeitgeberin übernommen 

wurden. Bezüglich der geltend gemachten Entschädigung der Arbeitgeberin 

für Fahr- und Verpflegungskosten sowie die Kosten des Autoleasings hat die 

Beschwerdegegnerin zutreffend festgehalten, dass bei der Arbeitgeberin 

anfallende, nicht AHV-beitragspflichtige Lohnnebenkosten wie die eben 

erwähnten Entschädigungen beim Einkommensvergleich zur Feststellung des 

Invaliditätsgrades nicht zu berücksichtigen sind. Im Hinblick auf die als 

Unterrichtender/Kursleiter an Instituten erzielten Einkommen, welche separat 

abgerechnet worden seien, hat bereits die Beschwerdegegnerin festgehalten, 

dass diese angeblichen Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger 

Erwerbstätigkeit bis 31. Mai 2002 nie abgerechnet wurden und auch sonst 

keine Hinweise aktenkundig sind, dass die geltend gemachten Einkommen 

tatsächlich erzielt wurden.

d) Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe im Jahr 1996 einen 

schweren Herzinfarkt erlitten und sein Arbeitspensum deshalb bei einem 

Bruttolohn von Fr. 3'600.-- pro Monat auf 50% reduziert (vgl. geänderter 

Arbeitsvertrag vom 09. Dezember 1996), ist in Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin festzustellen, dass abgesehen von der nicht näher 

begründeten Behauptung des Beschwerdeführers keine Hinweise 

aktenkundig sind, welche den Schluss nahe legen könnten, dass der im Jahre 

1996 erlittene schwere Herzinfarkt in seiner angestammten Tätigkeit als 

Zahntechniker eine dauernde Arbeitsunfähigkeit von 50% zur Folge und damit 

auf das erzielte Einkommen ab 1996 negative Auswirkungen gehabt hat. 

Tatsache ist, dass die MEDAS Basel dem Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit als Zahntechniker erst seit Ende 1999 eine 

(teilweise) Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei ausdrücklich darauf 

hingewiesen wird, dass die koronare Dreiasterkrankung – natürlich 

abgesehen von den infarkt- und operationsbedingten Arbeitsunfähigkeiten im 

Jahre 1996 – keinen negativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Daher ist 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die 

gesundheitlichen Leiden des Beschwerdeführers erst seit Ende 1999 auf die 

körperliche Leistungsfähigkeit und dementsprechend auf dessen 

Erwerbsfähigkeit auswirken. Entsprechend hat der Beschwerdeführer 

anlässlich der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen im Mai 2001 selbst 

ausdrücklich angegeben, er sei erst seit dem 15. Dezember 1999 in seiner 

angestammten Tätigkeit als Zahntechniker teilweise arbeitsunfähig.

e) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin habe 

mit ihrem Einkommensvergleich den Grundsatz der Gleichartigkeit der 

Vergleichseinkommen verletzt, eventualiter sei ein Schätzungs- oder 

Prozentvergleich vorzunehmen. Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden, 

da auch dies nicht zu einer Erhöhung des Validen- oder Invalideneinkommens 

führt. Sinn und Zweck des Valideneinkommens ist es nämlich, den 

mutmasslichen Verdienst zu bestimmen, den der Versicherte als Gesunder 

überwiegend wahrscheinlich tatsächlich erzielt hätte. Indizien, dass der 

Beschwerdeführer die seit Jahren inne gehaltene Arbeitsstelle bei der … AG 

bei Eintritt des Gesundheitsschadens hätte wechseln wollen, finden sich aber 

keine; aus diesem Grund ist die Beschwerdegegnerin bei Ermittlung des 

hypothetischen Valideneinkommens korrekt vorgegangen. In Anbetracht der 

Tatsache, dass das Jahreseinkommen des Beschwerdeführers vom Oktober 

1990 bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens Ende 1999 stets Fr. 36'000.-

- betrug, ist vorliegend mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer sich als 

Gesunder voraussichtlich dauernd mit einem bescheidenen 

Jahreseinkommen begnügt hätte (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a; VGU S 99 262 

Erw. 1a). Anders kann das eindeutige jahrelange Verhalten des 

Beschwerdeführers nicht interpretiert werden.

Der Einwand, der Beschwerdeführer habe in den Jahren 1999 bis 2002, als 

er bereits mit gesundheitlichen Problemen gekämpft habe, immer ein 

Einkommen von rund Fr. 60'000.-- pro Jahr versteuert, vermag daran 

ebenfalls nichts zu ändern, weil die zu den Akten gereichten 

Veranlagungsverfügungen nach Ermessen vorgenommen wurden und 

dementsprechend zur Festsetzung des Valideneinkommens nicht 

herangezogen werden können. Vor diesem Hintergrund ist es entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers ebenfalls nicht gerechtfertigt, das von ihm 

mit seiner Restarbeitsfähigkeit von 50% in den letzten Jahren tatsächlich 

erzielte Einkommen auf ein Vollpensum hochzurechnen und das auf diese 

Weise errechnete Einkommen dem hier relevanten hypothetischen 

Valideneinkommen gleichzusetzen.

f) Die Beschwerde erweist sich somit im Punkt auf die Festlegung eines 

massgeblichen hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 36'759.53 als 

unbegründet und ist abzuweisen. Aus diesem Grund kann denn auch die von 

der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage, ob ein Teil der eingereichten 

Beweismittel (Arbeitsvertrag vom 01. Oktober 1990, Zusatzvereinbarung vom 

01. Oktober 1990, geänderter Arbeitsvertrag vom 09. Dezember 1996) im 

Nachhinein erstellt worden sind, offen gelassen werden.

4. a) Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens kann nicht einfach darauf 

abgestellt werden, was der Versicherte tatsächlich verdient, sondern es ist auf 

das unter den konkreten Umständen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

zumutbarerweise erzielbare Erwerbseinkommen abzustellen (BGE 117 V 18). 

Es darf jedoch trotz der Fiktion des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht von 

realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden (ZAK 1989 S. 

321 f. Erw. 4a). Invaliditätsfremde Faktoren wie schlechte Ausbildung, 

mangelnde Sprachkenntnisse oder Alter haben bei der Prüfung der einem 

Versicherten in einem konkreten Fall noch zumutbaren Arbeiten Bedeutung, 

sind jedoch keine zusätzlichen Umstände, welche neben der Zumutbarkeit 

einer Arbeit das Ausmass der Invalidität beeinflussen würden, wenn sie das 

Finden einer Stelle und damit die Verwertung der verbliebenen 

Restarbeitsfähigkeit erschweren oder gar verunmöglichen (AHI 1999 S. 238 

ff. Erw. 1 mit Hinweisen).

b) Das mit Hilfe der Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik 

(BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) und 

unter Berücksichtigung eines individuellen Leidensabzuges von 10% 

festgesetzte hypothetische Invalideneinkommen für das Jahr 2004 von Fr. 

36'759.53 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Selbst der Beschwerdeführer 

hat dieses grundsätzlich als zutreffend anerkannt. Für die Berücksichtigung 

eines höheren individuellen Leidensabzuges als von 10% besteht entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers kein Raum, da aufgrund des MEDAS-

Gutachtens vom 19. Oktober 2004 davon auszugehen ist, dass der 

Beschwerdeführer im Umfang seiner Restarbeitsfähigkeit von 50% eine 

adaptierte Tätigkeit ausüben könnte, ohne dass ein Arbeitgeber weitere 

gesundheitlich bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu 

gewärtigen hätte (VGU S 01 120 Erw. 3f).

5. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmässig, und die 

dagegen erhobene Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen. Gemäss Art. 

61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren ausser in Fällen 

leichtsinniger oder mutwilliger Beschwerdeführung kostenlos.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Dagegen an das Eidgenössische Versicherungsgericht erhobene 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch hängig.