# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a8b1296-04de-57c4-ac2f-963e77213def
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 30.08.2021 V 2021 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-55_2021-08-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 30. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Bedingte Entlassung aus dem Freiheitsentzug unter Auflagen

V 2021 55

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Urteil V 2021 55

A. A.________, geboren 1979, Staatsangehöriger Algeriens, befindet sich seit dem 
15. April 2021 im Vollzug mehrerer (Ersatz-)Freiheitsstrafen in der Strafanstalt Zug. 
Gemäss dem Vollzugsauftrag vom 4. August 2021 fallen das Strafende auf den 21. 
November 2021 und der Zwei-Drittel-Termin auf den 7. September 2021 (VBD-act. 2.9). 
Mit Blick auf Letzteren prüfte der Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug (VBD) 
die Voraussetzungen der bedingten Entlassung und erliess am 27. Juli 2021 eine 
Verfügung über die Gewährung der bedingten Entlassung aus dem Freiheitsentzug unter 
Auflagen. Die Prüfung erfolgte aufgrund des Vollzugsberichts der Strafanstalt Zug vom 14. 
Juni 2021 sowie eines Auszugs aus dem Strafregister vom 7. Juni 2021. Da die aufgrund 
der Akten beurteilte Legalprognose von A.________ ungünstig bzw. nicht positiv 
ausgefallen sei, wobei alle anderen Voraussetzungen als erfüllt zu betrachten seien, 
beschloss der VBD, A.________ bedingt aus dem Strafvollzug zu entlassen, sobald die 
zur Ausschaffung nötigen Papiere vorliegen würden und die Ausreise aus der Schweiz 
direkt im Anschluss an den Strafvollzug gesichert sei. Der VBD verfügte daher am 27. Juli 
2021 Folgendes: A.________ wird bei weiterhin klaglosem Verhalten zum Zeitpunkt der 
erfolgten Ausschaffung bedingt aus dem Strafvollzug entlassen, frühestens aber am 
7. September 2021. Dabei stützte sich der VBD auf die dem Bericht der Strafanstalt Zug 
vom 14. Juni 2021 zu entnehmenden Angaben von A.________, dass er nach Algerien 
zurückkehren möchte, und auf seinen illegalen Aufenthaltsstatus (VBD-act. 3.2).

B. Gegen die Verfügung des VBD erhob A.________ am 30. Juli 2021 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Darin hielt er fest, dass er nie angegeben habe, er wolle 
freiwillig zu seiner Familie nach Algerien zurück. Zudem habe er nie behauptet, er habe 
ein bestehendes familiäres Beziehungsnetz in Algerien. Er verzichte auf eine bedingte 
Entlassung, sollte diese nur im Zusammenhang mit seiner freiwilligen Ausreise nach 
Algerien gewährt werden. A.________ ergänzte, dass er unter keinen Umständen freiwillig 
nach Algerien ausreisen wolle und werde. Einer freiwilligen Ausreise werde er sich mit 
allen ihm zustehenden Mitteln widersetzen.

C. In seiner Vernehmlassung vom 5. August 2021 hielt der VBD fest, dass die 
Angaben zum Beziehungsnetz des Beschwerdeführers und zu seinem "Rückkehrwunsch" 
dem Bericht der Strafanstalt Zug vom 14. Juni 2021 entnommen worden seien, dessen 
Inhalt dem Beschwerdeführer gemäss Verteiler zur Kenntnisnahme unterbreitet worden 
sei. Der VBD bestehe darauf, dass eine bedingte Entlassung nur unter der Auflage 
gewährt werden könne, dass der Beschwerdeführer anschliessend an die Entlassung 

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nach Algerien ausreisen werde, und schliesse auf vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde. 

D. Am 17. August 2021 erging aufgrund des Eingangs einer neuen Freiheitsstrafe 
zum Vollzug ein neuer Vollzugsauftrag des VBD, gemäss welchem die bedingte 
Entlassung neu erst ab dem 19. September 2021 möglich sei und das Vollzugsende neu 
auf den 9. Dezember 2021 festgesetzt werde. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden 
die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit sich ihre Entscheide auf 
Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder 
das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Gemäss § 1 Abs. 1 lit. a der 
Justizvollzugsverordnung (JVV; BGS 331.11) vollzieht das Amt für Justizvollzug mit den 
beiden Abteilungen Vollzugs- und Bewährungsdienst (VBD) sowie Strafanstalt Zug bei 
Erwachsenen Strafen und Massnahmen, soweit diese nicht einer anderen Behörde 
übertragen worden sind. Der VBD ist somit für die Prüfung und den Entscheid betreffend 
die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB zuständig. Die 
Entscheide des VBD, die sich auf das StGB als Bundesrecht stützen, können direkt beim 
Verwaltungsgericht angefochten werden. Die vorliegende Beschwerde ist fristgerecht 
eingereicht worden. An die Form von Laienbeschwerden stellt das Verwaltungsgericht in 
Übereinstimmung mit der konstanten Praxis des Bundesgerichts keine besonderen 
Anforderungen. Dies gilt insbesondere für Beschwerden wenig sprachkundiger Ausländer. 
Die vorliegende Beschwerde vermag somit den minimalen formellen Anforderungen zu 
genügen. 

Gemäss § 62 Abs. 1 VRG ist zur Erhebung der Verwaltungsbeschwerde berechtigt, wer 
a) vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme 
erhalten hat, b) durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass besonders berührt ist und 
c) ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung vom Entscheid direkt 

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betroffen. Inhaltlich widersetzt sich der Beschwerdeführer ausschliesslich der ihm 
auferlegten Auflage, im Anschluss an die bedingte Entlassung nach Algerien 
zurückzukehren. Der Wortlaut der Beschwerdeschrift lässt jedoch keinen Grund zur 
Annahme zu, dass der Beschwerdeführer auf die bedingte Entlassung an sich, also ohne 
die Auflage, verzichtet. Er hat ein schutzwürdiges Interesse, die ihm auferlegte 
Verhaltenspflicht (nämlich die Pflicht, die Schweiz unmittelbar nach der bedingten 
Entlassung zu verlassen) anfechten zu können und die Rechtmässigkeit der Auflage auf 
dem Rechtsmittelweg überprüfen zu lassen. Der Beschwerdeführer hat somit ein 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen 
Entscheids. In Anwendung von § 62 Abs. 1 VRG ist der Beschwerdeführer zur 
Beschwerde berechtigt. Da sämtliche Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist die 
Beschwerde zu prüfen. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung sowie jede für 
den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden (§ 63 Abs. 1 und Abs. 2 VRG). In besonderen Fällen, namentlich bei 
Beschwerden im Sinne von § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG, kann vor Verwaltungsgericht auch die 
unrichtige Handhabung des Ermessens gerügt werden (§ 63 Abs. 3 VRG). Im 
vorliegenden Fall ficht der Beschwerdeführer eine sich auf Bundesrecht stützende, direkt 
vor Verwaltungsgericht anfechtbare Verfügung des VBD an (§ 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG). 
Dementsprechend steht dem Verwaltungsgericht eine umfassende Kognition im Sinne 
einer Rechts-, Sachverhalts- und Ermessensüberprüfung zu.

3. Gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB ist ein Gefangener durch die zuständige Behörde 
bedingt zu entlassen, wenn er zwei Drittel seiner Strafe, mindestens aber drei Monate, 
verbüsst hat, dies jedoch nur unter der Bedingung, dass sein Verhalten im Strafvollzug die 
bedingte Entlassung rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere Verbrechen 
oder Vergehen begehen. Gleichwohl stellt die bedingte Entlassung die Regel und die 
Verweigerung die Ausnahme dar. Von diesem Grundsatz darf nur aus guten Gründen 
abgewichen werden (vgl. BGE 124 IV 193 E. 4d; 119 IV 5 E. 2; BGer 6B_375/2011 vom 
19. Juli 2011 E. 3.1). Gemäss Art. 86 Abs. 2 StGB prüft die zuständige Behörde von 
Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt entlassen werden kann. Sie holt einen Bericht 
der Anstaltsleitung ein und hört den Gefangenen an. Nach Art. 87 Abs. 1 StGB wird dem 

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bedingt Entlassenen eine Probezeit auferlegt, deren Dauer dem Strafrest – mindestens 
aber einem Jahr – entspricht. 

Während die Vorinstanz die ersten zwei Voraussetzungen der bedingten Entlassung (die 
Mindestdauer der Strafverbüssung und das Verhalten des Strafgefangenen im Vollzug) als 
erfüllt betrachtet, fällt gemäss dem VBD die dritte Voraussetzung (positive Legal- oder 
Bewährungsprognose) negativ aus. Infolge der negativen Legalprognose und in 
Anbetracht des ausländerrechtlichen Status des Gefangenen erachtet der VBD die 
Gewährung der bedingten Entlassung nur unter der zwingenden Voraussetzung der 
erfolgreichen Ausschaffung des Beschwerdeführers als möglich (vgl. VBD-act. 3.2 Ziff. 
3.2).  

Das Gericht hat im vorliegenden Verfahren somit zu prüfen, ob die Vorinstanz die bedingte 
Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Strafvollzug zu Recht mit der Auflage der 
Ausschaffung versehen hat oder ob die bedingte Entlassung auch ohne diese Auflage 
verfügt werden kann.

4.
4.1 Mangels Beurteilungskriterien im Gesetzestext ist für die Erstellung der 
Legalprognose die Praxis des Bundesgerichts massgebend. Danach sind im Sinne einer 
Gesamtwürdigung sowohl das Vorleben des Verurteilten, die Täterpersönlichkeit, das 
deliktische und sonstige Verhalten des Täters und die voraussichtlichen 
Lebensverhältnisse nach einer Entlassung einzubeziehen, wobei vor allem "die neuere 
Einstellung, der Grad der Reife einer allfälligen Besserung" zu prüfen sind (vgl. BGE 133 
IV 201 E. 2.3; 124 IV 193 E. 3; 119 IV 5 E. 1b; 104 IV 281 E. 2; 104 Ib 330 E. 2). Die für 
die Prognose massgeblichen Prognosekriterien sollen in eine Gesamtwürdigung 
einfliessen (BGE 133 IV 201 E. 2.3; 124 IV 193 E. 3). Dabei ist insbesondere auch der Art 
der gefährdeten Rechtsgüter Rechnung zu tragen. Bei Gefährdung weniger hochwertiger 
Rechtsgüter darf ein höheres prognostisches Risiko eingegangen werden als bei der 
Gefährdung hochwertiger Rechtsgüter (BGE 125 IV 113 E. 2a; 124 IV 193 E. 3). Wie die 
Auswahl, Feststellung und Bewertung sowie namentlich die Gewichtung der 
verschiedenen Prognosekriterien erfolgen soll, lässt der Gesetzgeber offen (Cornelia 
Koller, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2018, Art. 86 N 12). Der zuständigen 
Behörde steht ein Ermessensspielraum zu (BGE 133 IV 201 E. 2.3). Eine bedingte 
Entlassung darf nicht einzig aufgrund einzelner günstiger Faktoren – etwa Wohlverhalten 
des Verurteilten im Strafvollzug – bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die 

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Gefahr neuer Delikte sprechen (BGer 6B_331/2010 vom 12. Juli 2010 E. 3.3.5). Die 
Gesamtwürdigung ist im Sinne einer Individualprognose vorzunehmen, und von einem 
allfälligen Schematismus ist abzusehen (Koller, a.a.O., Art. 86 N 12).

4.2 Die Rechtsprechung des Bundesgerichts verlangt darüber hinaus die 
Differenzialprognose, welche eine Abwägung voraussetzt, ob die Gefahr einer Begehung 
weiterer Straftaten bei einer bedingten Entlassung oder bei Vollverbüssung der Strafe 
höher einzuschätzen ist (BGE 124 IV 193 E. 4a). Zudem ist zu prüfen, ob die bedingte 
Entlassung mit der Möglichkeit von Auflagen und Bewährungshilfe eher zu einer 
Resozialisierung des Täters führt als die Vollverbüssung der Strafe (BGE 124 IV 193 E. 
4d/aa/bb). Als Vorzüge der Vollverbüssung kommen etwa in Betracht die Möglichkeit, im 
Rahmen einer Therapie mit der Deliktsaufarbeitung zu beginnen, sich mit seinen 
Persönlichkeitsmerkmalen auseinanderzusetzen und einen Veränderungsprozess 
durchzumachen sowie die schrittweise Heranführung an die Freiheit im Rahmen von 
Vollzugsöffnungen (BGer 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.8). Fällt die Legalprognose 
im Rahmen der Differenzialprognose doppelt negativ aus, ist die bedingte Entlassung nicht 
vorzugswürdig. Dies gilt auch dann, wenn sich nicht mit Bestimmtheit klären lässt, ob die 
Gefahr mit der Vollverbüssung abnehmen, gleichbleiben oder zunehmen wird (BGE 124 IV 
193 E. 5b/bb; BGer 6B_229/2017 vom 20. April 2017 E. 3.5.3). 

Ist bei ausländischen Staatsangehörigen im Zeitpunkt der bedingten Entlassung offen, ob 
sich der Betroffene künftig in der Schweiz oder im Ausland aufhalten wird (insbesondere 
bei rechtshängigen migrationsrechtlichen Verfahren), ist die Legalprognose sowohl für den 
Verbleib in der Schweiz als auch für das Heimatland zu erstellen. Jedenfalls zulässig ist 
gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Verknüpfung (im Sinne einer 
Bedingung) von bedingter Entlassung und Landesverweisung, wenn die Prognose für die 
Lebensumstände im Ausland günstiger ist als bei einem Verbleib in der Schweiz 
(BGer 6A.51/2006 vom 13. Juli 2006 E. 2.1).

4.3  Zunächst ist zu prüfen, wie die Legalprognose für den Beschwerdeführer bei einer 
bedingten Entlassung ausfällt, und in einem weiteren Schritt ist diese mit der 
Legalprognose bei Vollverbüssung der Strafe abzuwägen. 

4.3.1 Das erste Kriterium bei der Erstellung der Legalprognose – das Vorleben des 
Verurteilten – ist vorab unter dem Gesichtspunkt früherer Straffälligkeit zu prüfen. 
Namentlich ist entscheidend, wie häufig und in welchen zeitlichen Abständen Straftaten 

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bereits begangen wurden und welcher Lebenszeitraum des Verurteilten durch Kriminalität 
geprägt war, wobei als Faustregel gilt, dass die Gefahr der Begehung weiterer Straftaten 
umso höher ist, je mehr Delikte in der Vergangenheit begangen wurden und je kürzer die 
Abstände zwischen den einzelnen Straftaten waren (Koller, a.a.O., Art. 86 N 7 mit 
weiteren Hinweisen). Nicht beachtlich ist die Art der begangenen Straftaten, es sei denn, 
diese liessen Rückschlüsse auf die Täterpersönlichkeit zu (BGE 125 IV 113 E. 2). Darüber 
hinaus sind gegebenenfalls auch andere Aspekte des Vorlebens in die Prognose 
einzubeziehen, namentlich die Konstanz der gesellschaftlichen Integration und allfällige 
Entwicklungen von Suchtverhalten (vgl. BGer 6B_240/2017 vom 6. Juni 2017 E. 1.5). 
Gemäss forensisch-prognostischen Erkenntnissen bedingen und beeinflussen sich die 
genannten Risikofaktoren gegenseitig. Typisch für eine Risikokumulation, die aus einer 
solchen Wechselentwicklung entstehen kann, ist das Multi-Problem-Milieu. Dieses 
definiert sich unter anderem durch eine schlechte finanzielle Ausgestaltung, geringe 
Bindung an schulische und berufliche Werte, geringe Strukturiertheit des familiären 
Lebens im Alltag, Alkohol- und Drogenproblematik sowie hohe Konflikthaftigkeit in der 
Familie (Koller, a.a.O., Art. 86 N 7). 

Dem im Recht liegenden Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 7. Juni 2021 
(VBD-act. 6.2), worauf sich die Vorinstanz ebenfalls stützt, sind 27 Einträge zu 
entnehmen. Diese sind im Zeitraum zwischen dem 16. November 2011 und dem 8. April 
2021 zu verorten, wobei die Straftaten jeweils fast monatlich verübt wurden, öfters sogar 
mehrmals während eines Monats. Die längeren Abstände zwischen den 
Straftatenbegehungen sind wohl auf die mehreren vollzogenen Freiheitsstrafen (jeweils 
zwischen 20 Tagen und 6 Monaten) zurückzuführen. Es fällt unvermeidlicherweise auf, 
dass nach jeder Entlassung die Verübung der gleichartigen Straftaten wieder 
aufgenommen wurde. Die am häufigsten begangenen Straftaten sind Diebstahl i.S.v. Art. 
139 Abs. 1 StGB, Hausfriedensbruch i.S.v. Art. 186 StGB, Missachtung Ein- und 
Ausgrenzung i.S.v. Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 
Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) sowie rechtswidriger Aufenthalt i.S.v. 
Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG (alle Delikte oft in mehrfacher Begehung). Im Weiteren sind dem 
Strafregisterauszug mehrere Übertretungen nach Art. 19a des Bundesgesetzes über die 
Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG; SR 812.121) – unbefugter 
vorsätzlicher eigener Konsum von Betäubungsmitteln – zu entnehmen, welche in der 
Zeitperiode zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 14. Juni 2019 verübt wurden. 

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4.3.2 Bei den prognostisch zu berücksichtigenden Persönlichkeitsmerkmalen des Täters 
handelt es sich um Merkmale, die auf strafrechtlich relevante Denk- und Verhaltensmuster 
hinweisen: Eine erhöhte Impulsivität, Aggressivität, eine Tendenz, Verhalten und 
Absichten anderer generell als feindselig wahrzunehmen sowie Selbstbezogenheit. 
Umgekehrt können personenbezogene Ressourcen (Selbstkontrolle, vorhandene 
realistische Lebensziele, ausreichende soziale Kompetenzen sowie gutes Planungs- und 
Entscheidungsverhalten) und umweltbezogene Ressourcen (emotionale Bindung an eine 
zuverlässige Person, Unterstützung durch ein normkonformes soziales Netzwerk, gute 
Schulausbildung und berufliche Anstellung sowie positive Freizeitgestaltung) prognostisch 
positiv gewertet werden. Zudem ist zu beurteilen, ob "ein Wandel zum Besseren" 
stattgefunden hat, ob sich die innere Einstellung des Verurteilten verändert hat, ob er 
Einsicht in die Folgen seiner Tat gewonnen hat und seine Tat bereut. Dabei kann eine 
objektiv nachvollziehbare Auseinandersetzung mit der Tat unter Anerkennung 
rechtsstaatlicher Prinzipien massgeblich sein (BGer 6B_961/2009 vom 19. Januar 2010 E. 
2.2; vgl. zum Ganzen statt vieler: Koller, a.a.O., Art. 86 N 8 mit weiteren Hinweisen). 

Im Vollzugsbericht der Strafanstalt Zug vom 14. Juni 2021 wird der Beschwerdeführer als 
ruhiger, anständiger und zurückhaltender Häftling beschrieben, der einwandfreie Ordnung 
in seiner Zelle habe. In seiner Freizeit werde er wiederum zurückgezogen erlebt. Bei der 
Arbeit wird er als fleissiger und verlässlicher Mitarbeiter beschrieben (VBD-act. 5.2 Ziff. 1, 
3, 4, 8). In Bezug auf die Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit dem Delikt ist 
dem Bericht einzig zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer als Grund für seine Delikte 
finanzielle Schwierigkeiten angebe (VBD-act. 5.2 Ziff. 5). 

4.3.3 In Bezug auf das deliktische und sonstige Verhalten berücksichtigt werden dürfen 
aktives Mitwirken an Resozialisierungsbemühungen, die Einhaltung des Vollzugsplans und 
die Erreichung der Vollzugsziele, die Umstände, welche zur Straftat geführt haben, sofern 
diese Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Straftäters und damit auf sein zukünftiges 
Verhalten zulassen sowie das Nachverhalten. Weiter gehören allfällige Leistungen zur 
Schadenwiedergutmachung und das Verhalten in der Vollzugsanstalt dazu, wobei blosses 
Wohlverhalten im Strafvollzug nicht ohne Weiteres als prognostisch positiv gewertet 
werden darf. Soweit dieses reines Anpassungsverhalten darstellt, ist es sogar 
prognostisch negativ zu werten (BGE 103 Ib 27; 101 Ib 152). Andererseits sind 
Verhaltensweisen, die sich aus anstaltsspezifischen Situationen ergeben (bspw. 
Einhaltung der Vorschriften zur Zellenordnung), nicht notwendigerweise prognostisch 
relevant (vgl. zum Ganzen: Koller, a.a.O., Art. 86 N 10 mit weiteren Hinweisen). 

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Der Beschwerdeführer verhält sich gemäss dem Vollzugsbericht vom 14. Juni 2021 
mustergültig: Er sei ein "absolut anständiger und respektvoller Teilnehmer" des internen 
Bildungsprogramms, welcher "für jede Hilfe dankbar sei". Er sei "in keinster Weise 
aufdringlich und könne gut ein Nein akzeptieren". Seine Zellenordnung sei "stets 
einwandfrei". Es sei zu "keinerlei besonderen Vorkommnissen oder gar Sanktionierungen" 
gekommen (VBD-act. 5.2). Dabei sind den Akten keine Hinweise auf die Reue des 
Beschwerdeführers über die von ihm begangenen Straftaten zu entnehmen, vielmehr 
entschuldigt er diese durch finanzielle Schwierigkeiten (VBD-act. 5.2 Ziff. 5). 

4.3.4 Für die Beurteilung der nach der Entlassung aus dem Freiheitsentzug zu 
erwartenden Lebensverhältnisse ist die künftige gesellschaftliche Integration des 
Verurteilten in die Familie oder familienähnliche Beziehungsnetze und in die Arbeitswelt zu 
prüfen. Die legalprognostische Beurteilung der künftigen Lebensverhältnisse bei 
ausländischen Staatsangehörigen ist mit besonderer Unsicherheit belastet, solange der 
Fortbestand der Anwesenheitsberechtigung nicht sichergestellt ist (Koller, a.a.O., Art. 86 N 
11).

Gemäss Ziffer 12 des Vollzugsberichts mit der Überschrift "Vorbereitung der Entlassung" 
habe der Beschwerdeführer angegeben, er möchte nach Algerien zurück. Jedoch 
bestreitet er diese Angabe in seiner Beschwerdeschrift ausdrücklich. Gemäss Angaben 
des Amtes für Migration des Kantons Schwyz müsse der Beschwerdeführer das Land 
verlassen, wobei die Umsetzung noch nicht klar sei (VBD-act. 5.2 Ziff. 12). Die Strafanstalt 
Zug fasst im Weiteren zusammen, dass der Beschwerdeführer familiäre Verbindungen zu 
Algerien zu besitzen scheine. Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer 
Automechaniker von Beruf ist (VBD-act. 2.9). Inwieweit er nach der Entlassung in die 
Arbeitswelt eingegliedert werden kann, ist den Akten nicht zu entnehmen, ebenso wenig 
wie weitere Angaben über die künftigen Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers.

4.3.5 Die Gesamtwürdigung der vorne angeführten Angaben zu den massgeblichen 
Prognosekriterien lässt die Legalprognose für den Fall der bedingten Entlassung ohne 
Auflage wie folgt ausfallen:

Die hohe Anzahl und Frequenz der begangenen Straftaten, mehrfache Rückfälligkeit 
sowie ein langer Zeitabschnitt des durch Kriminalität geprägten Lebens (mindestens knapp 

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zehn Jahre; es liegen keine Angaben zur Straffälligkeit ausserhalb der Schweiz vor) 
lassen auf eine eindeutig negative Legalprognose schliessen.

Die Art der durch den Beschwerdeführer begangenen Straftaten (im Vordergrund stehen 
Diebstahl, Hausfriedensbruch, Missachtung Ein- und Ausgrenzung sowie rechtswidriger 
Aufenthalt) deutet auf mangelnde Akzeptanz der Gesetzesordnung, das Fehlen 
bestimmter moralischer Hemmungen sowie besondere Rücksichts- und Gewissenlosigkeit 
hin. Diese Persönlichkeitsmerkmale wirken sich auf die Prognose, ob der 
Beschwerdeführer sich von gleichartigen Straftaten künftig abhalten könne, negativ aus.

Die vorne (E. 4.3.2) beschriebenen durchaus positiven Persönlichkeitsmerkmale (ruhiger, 
anständiger und zurückhaltender Häftling) lassen die Gefahr für die Begehung neuerlicher 
gleichartiger Straftaten noch nicht ausschliessen. Vielmehr müssten vorliegend eine 
Veränderung in der inneren Einstellung des Beschwerdeführers und ein "Wandel zum 
Besseren" ins Gewicht fallen. Den Akten sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer sich mit seinen Taten vertieft auseinandergesetzt hat und dass er 
diese bereut. Die jeweils kurzfristigen Rückfälle in den letzten Jahren deuten vielmehr 
darauf hin, dass der Beschwerdeführer wenig Wert auf die Einhaltung der 
Gesetzesordnung legt. Das beispielhafte Verhalten des Beschwerdeführers in der 
Strafanstalt, insbesondere die Einhaltung von Regeln, korrelieren schlecht mit seiner 
Rückfälligkeit nach jeder Entlassung, welche gerade mit der Selbstkontrolle und 
Akzeptanz der gesellschaftlichen Normen eng verbunden ist. 

Im Weiteren ist aus den Akten kein tragfähiges soziales Netz in der Schweiz ersichtlich. 
So fanden keine Besuche in der Strafanstalt statt. Die Familie des Beschwerdeführers 
wohnt in Algerien. Die Rückfallgefahr ist vor dem Hintergrund der knappen finanziellen 
Mittel (was der Beschwerdeführer als Grund seiner Straftaten angibt) als erheblich zu 
bezeichnen. Diese seit mindestens zehn Jahren andauernde Situation wird auch bei 
weiterem Verbleiben des Beschwerdeführers in der Schweiz bestehen bleiben. 
Anscheinend fallen dem Beschwerdeführer die Integration und die Anerkennung der 
schweizerischen Rechtsordnung und die Einhaltung derselben schwer. Den Einträgen 8, 
14, 18 und 23 des Strafregisterauszugs (VBD-act. 6.2) ist darüber hinaus die Verwicklung 
des Beschwerdeführers in eine Drogenproblematik zu entnehmen. Umfassend betrachtet 
ist beim Beschwerdeführer, jedenfalls beim Verbleib in der Schweiz, eine Kumulation von 
Risikofaktoren festzustellen. 

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Diese Erkenntnisse deuten, in Übereinstimmung mit der Auffassung der Vorinstanz, auf 
eine negative Legalprognose bei einer bedingten Entlassung hin, jedenfalls bei weiterem 
Verbleiben des Beschwerdeführers in der Schweiz. Auch unter Berücksichtigung, dass an 
sich weniger hochwertige Rechtsgüter im Falle einer Entlassung gefährdet werden 
könnten (im Vordergrund stehen Vermögensdelikte), kann eine bedingte Entlassung selbst 
bei Akzeptierung eines höheren Prognoserisikos nicht gerechtfertigt werden. 

4.4 Unter Berücksichtigung des Ausgeführten erscheint es selbst bei Vollverbüssung 
der Strafe als sehr unwahrscheinlich, dass die Gefahr einer Begehung weiterer Straftaten 
geringer wird, insbesondere in Anbetracht der Rückfallgeschichte des Beschwerdeführers, 
der Tatsache, dass er sich mit seinen Straftaten nach wie vor nicht auseinandersetzt, 
sowie aufgrund weiterhin bestehender mangelnder sozialer Integration. Zusammengefasst 
kann festgehalten werden, dass auch bei Vollverbüssung der Strafe die Legalprognose 
beim Beschwerdeführer negativ ausfällt.

4.5 Im Sinne einer Differenzialprognose ist in Übereinstimmung mit der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 4.2) festzuhalten, dass bei doppelt negativ 
ausgefallener Legalprognose die bedingte Entlassung nicht vorzuziehen ist. Der 
Beschwerdeführer könnte während der Vollverbüssung der Strafe im Rahmen einer 
Therapie mit der Delikts-aufarbeitung beginnen, sich mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen 
auseinandersetzen und eventuell einen Veränderungsprozess in Angriff nehmen. 
Differenzialprognostisch erweist sich die Gewährung der bedingten Entlassung ohne 
Auflagen gegenüber der Vollverbüssung der Strafe als nicht vorzugswürdig. 

5. Schliesslich ist zu prüfen, ob sich bei der bedingten Entlassung unter der Auflage 
der Ausschaffung bzw. der Ausreise eine bessere Legalprognose ergibt.

5.1 Bei ausländischen Strafgefangenen, deren Straftaten unter anderem massgeblich 
mit Integrationsproblemen in der Schweiz zusammenhängen, können die 
Bewährungsaussichten im Falle einer Rückreise in den Heimatstaat als durchaus 
ausreichend beurteilt werden, selbst wenn bei einem Verbleib in der Schweiz unter 
Umständen eine völlig ungenügende Legalprognose gestellt wird 
(Baechtold/Weber/Hostettler, Strafvollzug, Straf- und Massnahmenvollzug an 
Erwachsenen in der Schweiz, 3. Aufl. 2016, Ziff. 8.6 Rz. 27). 

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5.2 Im Unterschied zur Legalprognose für den Fall des Verbleibens des 
Beschwerdeführers in der Schweiz sehen seine Resozialisierungschancen bei einer 
Rückkehr ins Heimatland etwas besser aus. Gemäss den ursprünglichen Angaben des 
Beschwerdeführers hat er in Algerien Mutter, Vater, zwei Schwestern und einen Bruder, 
mit denen er telefonisch und via Skype im Kontakt steht (VBD-act. 5.2 Ziff. 10). Dadurch, 
dass der Beschwerdeführer diese Angaben in der Beschwerdeschrift vehement bestreitet, 
kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er änderte seine Angaben zum Zeitpunkt der 
Beschwerdeeinreichung, das heisst, nachdem die Vorinstanz sein familiäres 
Beziehungsnetz als Begründung einer besseren Legalprognose bei der Rückreise ins 
Heimatland erwähnte. Wie der VBD richtig festhält, hätte der Beschwerdeführer den Inhalt 
des Vollzugsberichts nach der Kenntnisnahme berichtigen lassen können, wenn dieser 
seinen eigenen Angaben nicht entsprochen hätte. Daher ist auf ein widersprüchliches 
Verhalten des Beschwerdeführers zu schliessen, das nicht zu berücksichtigen ist. Ein 
tragfähiges familiäres Beziehungsnetz trägt zu einer positiven Bewährungsprognose bei. 
Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer Automechaniker von Beruf ist (VBD-act. 2.9). 
Sehr wahrscheinlich hätte er bessere Anstellungschancen in seinem Heimatland als in der 
Schweiz, insbesondere unter Berücksichtigung der grossen Anzahl der Einträge im 
Schweizerischen Strafregister.

Schliesslich fällt bei der Rückkehr des Beschwerdeführers nach Algerien die 
Integrationsproblematik weg, was seine Resozialisierungschancen deutlich erhöhen kann. 
Der Beschwerdeführer ist mit den Verhältnissen in seiner Heimat vertraut.

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Legalprognose bei der bedingten 
Entlassung mit der Auflage, in den Heimatstaat zurückzukehren, für den 
Beschwerdeführer besser ausfällt als die Prognose bei der Vollverbüssung der Strafe, 
aber auch besser als bei einer bedingten Entlassung ohne diese Auflage, da nicht 
anzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer sich in der Freiheit bei einem Verbleib in der 
Schweiz bewähren wird. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was eine abweichende 
Beurteilung rechtfertigen würde. Die von der Vorinstanz angeordnete bedingte Entlassung 
mit der Auflage der Ausreise in den Heimatstaat erweist sich prognostisch gesehen als 
optimale Lösung auf dem Weg zur Resozialisierung des Täters. Die Rechtmässigkeit und 
Angemessenheit der vorliegenden Auflage ist somit zu bejahen. Der Entscheid des VBD 
ist in Übereinstimmung mit dem Bundesrecht ergangen und die Beschwerde ist 
dementsprechend abzuweisen.

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Urteil V 2021 55

6.
6.1 Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG sind die Kosten im Beschwerdeverfahren vor 
dem Verwaltungsgericht der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Vorbehalten bleibt die 
Kostenbefreiung gemäss § 24 und 25 (§ 23 Abs. 4 VRG). In besonderen Fällen, 
insbesondere wenn die Parteien an einer Streitsache nicht wirtschaftlich interessiert sind, 
können die Kosten herabgesetzt oder ganz erlassen werden (§ 25 Abs. 1 lit. a VRG). Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens wäre der Beschwerdeführer nach § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG 
kostenpflichtig. Mangels wirtschaftlichen Interesses am Ausgang des Verfahrens sieht das 
Gericht jedoch von der Erhebung von Gerichtskosten ab.

6.2 Anspruch auf eine Parteientschädigung hat der in seinem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegende VBD nicht (§ 28 Abs. 2a VRG).

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Urteil V 2021 55

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Strafsachen 
eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an den Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug. 

Zug, 30. August 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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