# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 036bca41-3172-5793-bb34-63417ecf77c5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 28.08.2008 S 2008 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2008-60_2008-08-28.pdf

## Full Text

S 08 60
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 28. August 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. Der heute 29-jährige … (geb. … 1979) ist seit 01.01.2004 als … beim Kanton 

Graubünden angestellt und durch diesen auch obligatorisch gegen Berufs- 

und Nichtberufsunfälle bei der ÖKK GR versichert. Am 21.08.2007, abends 

20.30 Uhr, erlitt der Versicherte beim Judo-Training eine Sportverletzung, als 

er sich beim Kampf (Übung des Schulterüberwurfs „Ippon-Seoi-Nage“) das 

rechte Schultergelenk auskugelte. In der Bagatellunfall-Meldung UVG der 

Arbeitgeberin vom 30.11.2007 waren keine Angaben über den genauen 

Unfallhergang enthalten. Gemäss Arztzeugnis des Hausarztes Dr. … vom 

16.12.2007 schilderte ihm der Versicherte den Unfallhergang wie folgt: „Beim 

Judo nach einem Fallwurf hatte der Patient das Gefühl, als ob die Schulter 

kurz luxiert sei, anschliessend ungutes Gefühl und allmählich Schmerzen in 

der linken Schulter“. Als Verletzung wurde eine „Schulterdistorsion mit 

Verdacht auf eine Stellung nach Subluxation rechts“ diagnostiziert. Mit 

Formular vom 14. Januar 2008 befragte der Unfallversicherer den 

Versicherten noch selbst über den genauen Unfallhergang (Ist etwas 

Aussergewöhnliches dabei vorgefallen oder lief der Fallwurf normal ab?), 

worauf der Versicherte handschriftlich antwortete: „Beim Fallen bei einer 

Judotechnik (Wurf) rechte Schulter ausgekugelt. Der Wurf lief ganz normal 

ab, nichts Aussergewöhnliches vorgefallen.“ Auf die Anschlussfrage (Hatten 

Sie schon früher Probleme mit der rechten Schulter?) antwortete der 

Versicherte: „Nein, ich hatte noch nie zuvor Probleme mit der rechten 

Schulter“. Mit Brief vom 06.02.2008 kündigte der Unfallversicherer dem 

Versicherten darauf an, dass es sich bei seiner Sportverletzung um keinen 

Unfall im Rechtssinne handle, da die Schädigung der rechten Schulter nicht 

durch die Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verursacht 

worden sei. Zudem liege auch keine unfallähnliche Körperschädigung vor, da 

die Voraussetzungen laut Liste (abschliessende Aufzählung in Art. 9 Abs. 2 

UVV) nicht erfüllt seien. Damit konnte sich der Versicherte nicht einverstanden 

erklären, weshalb er sich laut Aktennotiz vom 14.02.2008 tags zuvor 

telefonisch beim Unfallversicherer gemeldet hatte, um sich über die 

Verweigerung von Leistungen aus UVG zu beschweren und seine Einsprache 

dagegen anzukündigen. Mit Eingabe vom 18.02.2008 erfolgte sodann die 

Einsprache (samt Begründungsergänzung vom 11.03.2008), die mit 

Entscheid des Unfallversicherers vom 27.03.2008 abgelehnt wurde. 

2. Dagegen liess der Einsprecher am 28.04.2008 frist- und formgerecht 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben mit 

den Rechtsbegehren um kostenfällige Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom März 2008 samt der ihm zugrunde liegenden 

Verfügung vom Februar 2008. Ferner sei festzustellen, dass es sich beim 

Ereignis vom August 2007 um einen Unfall im Rechtssinne gehandelt habe. 

Der Unfallversicherer (Vorinstanz) sei daher anzuweisen, die gesetzlichen 

Leistungen aus UVG zu erbringen. Eventuell sei die Sache zur weiteren 

Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung 

wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass es sich beim Versicherten um einen 

äusserst versierten, gut trainierten und Kampf erfahrenen Athleten (seit 18 

Jahren Judoka; DAN-Träger/Judo-Instruktor; ausgebildeter Leiter Jugend & 

Sport) handle, dessen Beurteilung bezüglich Wurftechnik grosses Gewicht 

und hohe Glaubwürdigkeit beizumessen sei. Bei genauer Befragung des 

Unfallhergangs hätte sich ergeben, dass der Werfende damals eine 

Sportregelwidrigkeit bei der Ausübung des Wurfes begangen hätte, die innert 

Sekundenbruchteilen beim Geworfenen (Versicherter) zur Auskugelung der 

rechten Schulter geführt und von diesem trotz korrekter Falltechnik nicht mehr 

hätte verhindert werden können. Soweit die Vorinstanz ausschliesslich auf 

den Unfallhergang im Hausarztbericht vom Dez. 2007 bzw. im eigenen 

Fragebogen vom Januar 2008 abgestellt habe und dabei von „spontanen 

Aussagen der ersten Stunde“ mit erhöhter Beweiskraft gesprochen habe, 

habe sie offenkundig übersehen, dass zwischen dem Sportunfall im August 

2007 und jenen Berichten Ende 07/Anfangs 08 bereits mehrere Monate 

verstrichen seien, weshalb jenen Aussagen kein höheres Gewicht als den 

kurz darauf im Einsprache- und Beschwerdeverfahren gemachten 

Präzisierungen zukommen könnte. Die unsachgemäss angewendete 

Wurftechnik (des Werfers) sei vorliegend eindeutig kausal für die 

Schulterverletzung des Geworfenen (Versicherter) gewesen, da es sich beim 

fraglichen Schulterwurf letztlich um eine programmwidrige und deshalb nicht 

vorhersehbare äussere Einwirkung gehandelt habe, welche den Begriff des 

Unfalls nach Art. 4 ATSG zweifelsfrei erfüllt habe. Selbst wenn man dazu aber 

anderer Meinung wäre, müsste eine Leistungspflicht nach Art. 9 Abs. 2 UVV 

(unfallähnliche Körperschädigung) bejaht werden, da konkret eine 

Verrenkung des Gelenkes laut lit. b) stattgefunden habe.

3. In der Beschwerdeantwort beantragte die Vorinstanz kostenfällige Abweisung 

der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheides. Den 

Einwänden und Vorbringen des Beschwerdeführers hielt sie hauptsächlich 

entgegen, dass die ersten schriftlichen und telefonischen Aussagen von Ende 

07/Anfangs 08 zum Unfallhergang unmissverständlich und von späteren (rein 

versicherungsrechtlichen Überlegungen) völlig frei und somit unverfälscht 

gewesen seien. Hiernach hätte sich aber weder etwas Aussergewöhnliches 

noch Programmwidriges ereignet, was die Schulterverletzung beim 

durchtrainierten und in diesem Kampfsport sehr geübten Versicherten hätte 

plausibel erklären können. Bei unkoordinierten Bewegungen könne die 

Ungewöhnlichkeit im Sinne des Unfallbegriffs nur dann bejaht werden, falls 

der normale Bewegungsablauf durch etwas Besonderes unterbrochen bzw. 

gestört würde. Bei Sportaktivitäten sei dies nur der Fall, falls die Übung anders 

verliefe als geplant. Wenn sich hingegen nur das der Kampfsportart stets 

inhärente Verletzungsrisiko verwirkliche, liege noch kein Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG vor. Dies gelte sogar dann, falls eine Sportübung zwar nicht ideal 

verlaufen sei, die Art der Ausübung sich aber immer noch in der Spannbreite 

des Üblichen bewegt habe. Im Judo würden Würfe naturgemäss „grob“ 

angesetzt, weil der Gegner sonst gar nicht umfallen würde. Jeder Kämpfer 

müsse darum jederzeit auch mit nicht ideal verlaufenden Würfen/Handgriffen 

rechnen. Dass damals nichts Aussergewöhnliches passiert sei, habe der 

Beschwerdeführer noch selbst fünf Monate später im Fragebogen vom Januar 

2008 bestätigt, indem er dort kurz und bündig die entsprechende Frage noch 

verneint habe. Auch im Februar 2008 habe er dies nochmals explizit am 

Telefon bestätigt. Hätte er den Judovorfall im August 2007 anders erlebt oder 

ausführlicher beschreiben wollen, hätte er schon damals die leere Hinterseite 

des Formulars oder sonst ein eigenes Zusatzblatt dafür verwenden können. 

Die erst im Einsprache- und Beschwerdeverfahren (neu) vorgebrachten 

Sachverhaltsschilderungen seien darum wenig glaubwürdig und kämen der 

Realität wohl niemals so nahe wie die ersten Angaben nach dem Vorfall bzw. 

vor Einleitung des Rechtsstreites. In Würdigung aller Umstände sei daher mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Wurf damals 

korrekt abgelaufen sei. Damit habe es aber eben auch an einem 

ungewöhnlichen Ereignis gefehlt, weshalb keine Leistungen aus UVG 

erbracht werden könnten. Dass keine Listenverletzung im Sinne von Art. 9 

Abs. 2 lit. b UVV vorliege, sei aktenkundig, da blosse „Subluxationen“ das 

Kriterium einer Verrenkung (noch) nicht erfüllten. Auch die diagnostizierte 

„Verstauchung/Distorsion“ stelle medizinisch keine Verrenkung eines 

Gelenkes dar, womit auch von daher keine Leistungspflicht bestanden habe.

4. Ein zweiter Schriftenwechsel (mit Replik vom 27.06.2008 und Duplik vom 

11.07.2008) brachte für das Gericht keine wesentlichen neuen 

Gesichtspunkte hervor, vertieften und ergänzten die Parteien darin doch 

nochmals ihre gegensätzlichen Ausführungen bezüglich des genauen 

Sachverhalts in der Judo-Sporthalle am Abend des 21.08.2007 sowie der 

rechtlich daraus gezogenen Würdigung des Vorliegens bzw. Verneinens 

eines Unfalls im Sinne der höchstrichterlichen Rechtsprechung bei 

Sportverletzungen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss der Legaldefinition im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) versteht 

man unter einem „Unfall“, die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den  menschlichen 

Körper, welche eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Laut Art. 9 Abs. 2 der 

Unfallversicherungsverordnung (UVV; SR 832.202) werden die als 

unfallähnliche Körperschädigungen unter lit. a-h abschliessend aufgezählten 

Schäden (auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung) 

versicherungsrechtlich den Unfällen gleichgestellt. Vorliegend ist strittig 

geblieben, ob die Vorinstanz zu Recht einen ungewöhnlichen äusseren Faktor 

im Sinne des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG bzw. eine Verrenkung von 

Gelenken im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. b verneinte und deshalb die 

Gewährung von Versicherungsleistungen aus UVG infolge Sportverletzung 

am 21.08.2007 (missglückter Judo-Schulterüberwurf) berechtigterweise 

ablehnte.

2. a) Nach der ständigen Lehre und Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das 

Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten 

Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) bestehen. Bei 

Körperbewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren 

Einwirkung bloss dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter 

Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam 

„programmwidrig“ beeinflusst hat. Bei einer derart unkoordinierten Bewegung 

ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – 

Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten 

Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (RKUV 1996 Nr. U 

253 S. 204 E. 4c, 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit Hinweisen; 

Bundesgerichtsurteil [U 322/02] vom 07.10.2003 E. 2.2; ferner: Adrian von 

Känel, Unfall am Arbeitsplatz, in: Münch/Geiser [Hrsg.], Handbücher für die 

Anwaltspraxis, Bd. V, Schaden/Haftung/Versicherung, Basel 1999, S. 584 f.). 

Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und demnach das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen 

(vgl. dazu: BGE 130 V 117 ff. mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis für die 

Bejahung oder Verneinung der versicherungsrelevanten 

Programmwidrigkeit). In Erwägung 2.2.6 wurde dabei ein Fall eines 

Versicherten geschildert, der „beim Jiu-Jitsu Training eine 

Halswirbeldistorsion“ erlitten hatte. Der Versicherte habe ausgesagt, dass er 

beim Bodenkampf unter seinen Trainingspartner geraten sei und versucht 

habe, diesen nach oben zu drücken, um sich von ihm zu lösen. Durch jene 

Bewegung sei ein grosser Druck auf sein Genick entstanden, sodass der Kopf 

nach vorne eingenickt sei, was zur Stauchung und Quetschung der HWS 

geführt habe. Das Bundesgericht kam dann zum Schluss, dass das vom 

Versicherten ausgeübte Genickdrücken nach oben keine unkoordinierte 

Bewegung darstelle, weil der äussere Bewegungsablauf hier nicht durch 

etwas Programmwidriges gestört worden sei, woraus eine unphysiologische 

Beanspruchung einzelner Körperteile hätte resultieren können. Verneint 

wurde das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors ebenso in 

Erwägung 2.2.7 bei einer Versicherten, die (nach ihren Aussagen der ersten 

Stunde) „ohne besondere Vorkommnisse einen Rückwärtspurzelbaum“ 

ausführte und sich dabei im Nacken-/Schulterbereich verletzt hatte. Zu den 

sog. unfallähnlichen Verletzungen wurde im Bundesgerichtsurteil [U 71, U 72 

/07] vom 15.06.2007 E. 6.3.2 explizit festgehalten, dass von Art. 9 Abs. 2 lit. 

b UVV nur eigentliche Gelenksverletzungen (Luxationen), nicht jedoch auch 

unvollständige Verrenkungen (Subluxationen) oder Distorsionen - welche 

durch gewaltsame übermässige Bewegungen (Reissen) zu einer Zerrung der 

Bänder der Gelenkskapseln (wie z.B. bei sekundenschnellem Auskugeln und 

Wiedereinrenken des Schultergelenks) führten - erfasst würden.

b) Im Lichte dieser Vorgaben ist das Gericht im konkreten Fall zur Überzeugung 

gelangt, dass ursächlich vom Sachverhalt bzw. der Schilderung der 

Bewegungsabläufe in der Judo-Sporthalle am Abend des 21.08.2007 

auszugehen ist, wie sie der Versicherte sowohl seinem Hausarzt im 

Dezember 2007 als auch dem Unfallversicherer schriftlich mit Formular von 

Mitte Januar 2008 sowie telefonisch nochmals im Februar 2008 geschildert 

und bestätigt hatte, wonach der massgebliche Übungswurf ganz normal 

abgelaufen und dabei nichts Aussergewöhnliches vorgefallen sei. Diesen 

Angaben in den ersten paar Monaten nach dem Ereignis im August 2007 ist 

ein höheres Gewicht beizumessen, als der erst später - im Zuge des einzig 

noch auf UVG-Leistungen ausgerichteten Einsprache- und 

Beschwerdeverfahrens – „präzisierten“ Sachverhalts, wonach der Werfende 

damals judotechnisch eine Sportregelwidrigkeit gegenüber dem Geworfenen 

(Beschwerdeführer) begangen habe, die dann völlig unerwartet und absolut 

unvorhersehbar zur erlittenen Schulterverletzung [Sportunfall] beim 

durchtrainierten und Kampf erprobten Beschwerdeführer geführt habe. Die 

unsachgemässe Wurfauslösung des Trainingspartners und die erst dadurch 

entstandenen (programmwidrigen) Bewegungsabläufe in der Flugphase – mit 

unvermeidbarer und unverschuldeter Auskugelung der Schulter rechts trotz 

eigener einwandfreier Falltechnik beim Bodenaufprall – sei demnach die 

kausale Ursache für seinen Sportunfall gewesen und hätte daher auch als 

„Aussergewöhnlich“ im Sinne von Art. 4 ATSG taxiert werden müssen. Jener 

modifizierten Sachverhaltsdarstellung kann sich das Gericht nicht 

anschliessen, da es dem Beschwerdeführer bereits anlässlich der Ausfüllung 

des entsprechenden Formulars über den genauen Unfallhergang im Januar 

2008 möglich und zumutbar gewesen wäre, sich bei Vorliegens besonderer 

Vorkommnisse im August 2007 nicht nur mit 3 Zeilen zufrieden zu geben 

(Auskunft auf Beiblatt). Dies geschah aber - selbst nach telefonischer An-

/Rückfrage im Februar 2008 – bis dahin nicht, weshalb die „neuen Vorbringen“ 

seither als reine Schutzbehauptungen zu werten sind.

c) Trotz des gesteigerten Unfallrisikos bzw. dem erhöhten Gefahrenpotential „bei 

Kampf- und Bewegungssportarten auf körperbetonte Gegenseitigkeit“ kann 

hier auch nicht von unfallähnlichen Verletzungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

lit. a-h UVV die Rede sein, die eine Leistungspflicht aus UVG unter jenem 

Rechtstitel zu begründen vermocht hätten. Wie im Attest des Hausarztes Dr. 

Peng vom 16.12.2007 unwiderlegt festgehalten wurde, erlitt der Versicherte 

rund vier Monate zuvor in der Judo-Halle am 21.08.2007 eine 

Schulterdistorsion mit Verdacht auf eine Stellung nach Subluxation rechts. Ein 

versicherungsrelevanter Pflichtfall nach Art. 9 Abs. 2 lit. b UVV (Verrenkungen 

von Gelenken) wurde von der Vorinstanz damit aber ebenfalls zu Recht 

verneint, da die geforderte Intensität für die Anerkennung einer 

unfallähnlichen Körperschädigung durch die erlittene Schultersubluxation aus 

gesundheitlicher Sicht damals klarerweise noch nicht erreicht wurde.

d) Daraus folgt, dass die Vorinstanz zu Recht festhielt, dass der vom 

Versicherten zunächst selbst mehrmals geschilderte Sachverhalt nicht 

genüge, um das Merkmal der Ungewöhnlichkeit als erfüllt zu betrachten. 

Anders wäre zu entscheiden gewesen, falls auf die Schilderung des 

Sachverhalts im Einsprache- und Beschwerdeverfahren abgestellt worden 

wäre. Hier bleiben in tatsächlicher Hinsicht aber die erwähnten ursprünglichen 

Aussagen des Versicherten massgebend, die keineswegs mit den 

Gegebenheiten und Abläufen der zur Diskussion stehenden 

Verteidigungssportart (Judo) unvereinbar sind und die durchaus wegen des 

enormen, aber nicht ungewöhnlichen Krafteinsatzes (inkl. Schnelligkeit der 

dafür nötigen Körperdrehung; Überraschungseffekt) die erlittene 

Sportverletzung schlüssig erklären. Folglich konnte weder das Bestehen 

eines Unfalls (Art. 4 ATSG) noch einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 

9 UVV) bejaht werden.

3. a) Der angefochtene Entscheid vom März 2008 ist demnach rechtens, was zu 

seiner Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Auf die 

Zusprechung einer aussergerichtlichen Entschädigung an die Vorinstanz wird 

praxisgemäss verzichtet, da sie als Unfallversicherer eindeutig eine öffentlich-

rechtliche Aufgabe wahrnahm, was eine gesonderte Entschädigung zum 

vornherein ausschliesst (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).   

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.