# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d734c54-2a3d-5bcb-94d0-9aa134f5c701
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.12.2009 SK.2009.20
**Docket/Reference:** SK.2009.20
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2009-20_2009-12-09

## Full Text

Mehrfache Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB). Versuchte Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und Art. 22 Abs. 1 StGB). Mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB). Gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB).;;Mehrfache Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB). Versuchte Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und Art. 22 Abs. 1 StGB). Mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB). Gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB).;;Mehrfache Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB). Versuchte Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und Art. 22 Abs. 1 StGB). Mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB). Gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB).;;Mehrfache Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB). Versuchte Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und Art. 22 Abs. 1 StGB). Mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB). Gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB).

Entscheid vom 9. Dezember 2009 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Daniel Kipfer Fasciati, Vorsitz, 
Miriam Forni und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  
Hansjörg Stadler, Staatsanwalt des Bundes,  
 
und 
 
als Privatkläger/innen: 
 

1. Caffé A.,  

2. B., 

3. C. Ostschweiz, 

4. Bäckerei-Konditorei D.,  

5. E. AG, HH.,  

6. Bar F., 

7. G.,  

8. Restaurant H.,    

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2009.20 
 

 

 

- 2 - 

9. I., 

10. J., 

11. Bank K., 

12. L. (Schweiz) GmbH,   

13. Bank M. AG,  

14. N. AG St. Gallen, 

15. O. AG,  

16. P.,  

17. Drogerie Q.,  

18. R.,  

19. Restaurant + Metzgerei S.,  

20. T. AG,  

21. Restaurant AA. AG, 

22. BB. GmbH,  

23. Restaurant CC.,  

24. Bank DD.,  

25. EE.,  

26. FF.,   

- 3 - 

 

 
gegen 

 
 GG., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Fredy 

Fässler 

Gegenstand 
 

Mehrfache Geldfälschung; mehrfach versuchte Geld-
fälschung; mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Gel-
des; gewerbsmässiger Betrug 

 

- 4 - 

 Anträge der Bundesanwaltschaft: 

„1. Die Angeklagte GG. sei schuldig zu sprechen:  

• der Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 StGB in 115 Fällen;  

• der versuchten, vollendeten Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 StGB in 5 Fällen;  

• des In Umlaufsetzens falschen Geldes gemäss Art. 242 Abs. 1 StGB in 115 Fällen, 
und 

• des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB in 115 Fällen.  

2.  Die Angeklagte sei zu verurteilen: 

• zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei be-
dingt aufzuschieben mit einer Probezeit von zwei Jahren.  

• zur Bezahlung der Verfahrenskosten gemäss Anklageschrift, zuzüglich der Kosten 
für die amtliche Verteidigung und die Hauptverhandlung nach Ermessen des Ge-
richtes.  

3.  Die beschlagnahmten, gefälschten 56 100er CHF-Noten seien gemäss Art. 69 Abs. 2 
und Art. 249 Abs. 1 StGB einzuziehen und zu vernichten.“  

      

Anträge der Verteidigung: 

„1. GG.sei vom Vorwurf des Inumlaufsetzens falschen Geldes nach Art. 242 StGB frei-
zusprechen.  

2. GG. sei der Geldfälschung nach Art. 240 Abs. 2 und des Betruges nach Art. 146 Abs. 
1 StGB schuldig zu sprechen.   

3. Sie sei deswegen zu einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen à Fr. 10.– zu verurteilen, 
bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.   

4. Die beschlagnahmten Noten seien einzuziehen und zu vernichten.  

5. Die gestellten Zivilforderungen seien, soweit sie Schadenersatz darstellen, anzuer-
kennen, soweit sie jedoch auch Genugtuung beinhalten, abzuweisen.   

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“ 

 

      

- 5 - 

Prozessgeschichte: 

A. Ab Februar bis Juni 2008 wurden in der Ostschweiz, hauptsächlich im Raum St. 
Gallen, zahlreiche gefälschte Banknoten à Fr. 100.– mit fünf unterschiedlichen 
Seriennummern von einer unbekannten Person zur Zahlung in Restaurationsbe-
trieben, Ladengeschäften und Taxis eingesetzt. In der auf Anzeige hin eröffneten 
und zunächst von den St. Gallischen Behörden geführten Ermittlung konnte GG. 
als Urheberin der Fälschungen identifiziert werden. Nach anfänglichem Bestrei-
ten legte die Beschuldigte ein umfassendes Geständnis ab und gab zu, die No-
ten hergestellt und zur Zahlung eingesetzt zu haben. 

B. Das eidgenössische gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen GG. wurde 
am 3. Dezember 2008 wegen Verdachts auf Geldfälschung, in Umlaufsetzen fal-
schen Geldes und Betrugs eröffnet. Die Übernahme- und Vereinigungsverfügung 
der Bundesanwaltschaft datiert von demselben Tag. Der Kanton St. Gallen ver-
fügte am 5. Dezember 2008 die Abtretung an den Bund.  

C. Am 17. März 2009 eröffnete das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt auf 
Antrag der Bundesanwaltschaft die Voruntersuchung, welche mit Schlussbericht 
vom 21. August 2009 zum Abschluss kam.       

D. Am 4. September 2009 erhob die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht 
Anklage gegen GG. wegen Geldfälschung, in Umlaufsetzens falschen Geldes 
und wegen gewerbsmässigen Betrugs.        

E. Mit Verfügung vom 28. September 2009 ernannte der vorsitzende Richter der 
Strafkammer Herrn Rechtsanwalt Fredy Fässler zum amtlichen Verteidiger der 
bisher nicht vertretenen Angeklagten.  

F. Die Hauptverhandlung fand am 9. Dezember 2009 in Anwesenheit der Angeklag-
ten, des Verteidigers und der Bundesanwaltschaft statt.  

           

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Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

Der Bundesgerichtsbarkeit unterstehen namentlich die Verbrechen und Verge-
hen des zehnten Titels betreffend Papiergeld (Art. 336 Abs. 1 lit. e StGB). Soweit 
in die kantonale Kompetenz fallende Tatbestände (Betrug) zur Anklage gelan-
gen, ist die Verfolgung und Beurteilung von der Bundesanwaltschaft rechtsgültig 
in Bundeskompetenz überführt worden (pag. 2-00-07 ff.). Die sachliche Zustän-
digkeit des Bundesstrafgerichts für die Beurteilung aller angeklagten Tatbestän-
de ist somit gegeben.  

2. Sachverhalt 

2.1 Die Angeklagte ist hinsichtlich der ihr vorgeworfenen Taten vollumfänglich ge-
ständig und hat dies an der Hauptverhandlung bekräftigt. Der geschilderte Sach-
verhalt wird im Übrigen durch zahlreiche Beweismittel gestützt. Es liegen keiner-
lei Anhaltspunkte vor, die an der Richtigkeit des Geständnisses zweifeln liessen. 
Es kann demnach von dem in der Anklage geschilderten Sachverhalt ausgegan-
gen werden. Zu präzisieren bleibt, was folgt:  

2.2 Der Angeklagten wird in objektiver Hinsicht vorgeworfen, an fünf nicht mehr be-
kannten Tagen, im Zeitraum Dezember 2007 bis März 2008, jeweils eine Serie 
von falschen Noten à Fr. 100.– unbefugt hergestellt zu haben. Für eine erste Se-
rie von 10 Noten, wovon sie fünf wegen zu schlechter Qualität wieder vernichtet 
habe, habe sie eine Vorlage aus dem Internet herunter geladen. Eine zweite, 
dritte und vierte Serie von je 25 Noten und eine fünfte Serie von 35 Noten habe 
sie durch Kopieren einer echten Note mit einem Kombigerät (Dru-
cker/Scanner/Kopierer) hergestellt. Insgesamt habe sie also 120 Noten herge-
stellt, wovon sie 5 wieder vernichtet habe.  

Die Angeklagte hat diesen Vorwurf bei der Polizei wie auch bei der Bundesan-
waltschaft im Grundsatz anerkannt (pag. 13-02-0007; pag. 13-02-0020; pag. 13-
02-32 f.). Dieses Geständnis deckt sich im Grundsatz mit dem Untersuchungser-
gebnis. Mit Bezug auf die genaue Anzahl der hergestellten Noten ist anzufügen, 
dass ausser den wieder aufgetauchten 56 Falsifikaten (von welchen aber nicht 
alle Falsifikate der Angeklagten zugeordnet werden können, vgl. E. 2.6.2) keine 
Sachbeweise existieren, welche die genaue Anzahl belegen würden. Die Aussa-
gen der Angeklagten über die Anzahl hergestellter und abgesetzter Noten sind 
nicht präzis. So sagte sie [Hervorhebungen hier und im Folgenden durch das 

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Gericht]: „Beim ersten Versuch mit der ersten Note habe ich vielleicht 10 ge-
macht. Aber davon habe ich die Hälfte verbrennen müssen, weil die noch 
schlecht waren. Bei der nächsten Serie habe ich vielleicht 20 oder 25 Noten 
gemacht und bei der allerletzten Serie habe ich ca. 35 Noten gemacht.“ Darauf-
hin rechnete ihr die vernehmende Polizistin das Total von 115 vor, wobei diese 
zu ihren Ungunsten von den höheren Zahlen ausging. Die Angeklagte bestätigte 
dies mit den Worten: „Ja, das stimmt. Das habe ich gemacht“ (pag. 13-02-0007, 
Fragen 12 und 13). Es ist jedoch klar, dass die Angeklagte nicht plötzlich sicher 
war, bei der zweiten, dritten und vierten Serie jeweils 25 und nicht nur 20 Noten 
hergestellt zu haben. Näherliegend ist anzunehmen, dass sie nichts mehr ab-
streiten wollte, die genaue Anzahl ihr nicht so wichtig war und sie deshalb die 
Zusammenfassung der befragenden Beamtin einfach bestätigte. Aus der Liste 
der sichergestellten Noten ergibt sich, dass folgende aufgetaucht sind (pag. 13-
02-0014 ff., 08-00-0006, 08-00-0018) : Nr. 99F2021218 (erste Abgabe 
04.02.2008): 4 Noten; Nr. 99L6271087 (erste Abgabe 02.03.2008): 22 Noten 
(pag. 08-00-0006 plus HH. Taxi am 18.04.2008); Nr. 96O5929079 (erste Abgabe 
09.02.2008): 7 Noten; Nr. 00B6305690 (erste Abgabe 13.02.2008): 10 Noten;  
Nr. 00J6380276 (erste Abgabe 19.02.2008): 13 Noten. Das spricht nicht dafür, 
dass bei „von bis“-Angaben der Angeklagten von der höheren Anzahl auszuge-
hen ist. Mindestens ebenso wahrscheinlich ist, dass bei den drei mittleren Serien 
lediglich 20 Noten produziert wurden.  

Aufgrund des Geständnisses, das die Angeklagte mit grundsätzlicher Unsicher-
heit in Bezug auf die genauen Zahlen verbindet, kann demnach von der Herstel-
lung von höchstens 105 Noten ausgegangen werden, von denen sie 5 sofort 
wieder vernichtete. Berücksichtigt man den weiteren Umstand, dass von den 
hergestellten Noten lediglich 52 (zu dieser Zahl vgl. unten, Ziff. 2.6.2.) wieder 
auftauchten, ist anzunehmen, dass sie weniger als 105 bzw. 100 Falsifikate her-
gestellt hat. Da sie angibt, nicht alle hergestellten Noten in Umlauf gesetzt zu 
haben, hat sie jedenfalls mehr als 52, jedoch weniger als im äussersten Falle 
höchstens 105 Falsifikate hergestellt, wobei die genaue Anzahl nicht eruiert wer-
den kann.  

2.3 Fest steht ausserdem, dass die „Blüten“ von guter Qualität waren und jedenfalls 
eine grosse Gefahr der Verwechslung mit echtem Geld geschaffen haben, was 
sich unter anderem auch daraus ergibt, dass die Angeklagte eine grosse Zahl 
von Falsifikaten mit Erfolg absetzen konnte. Sie hat die Qualität der Falsifikate im 
Laufe der Zeit ausserdem verbessert (Arbeit mit Schablone, besser geeignetes 
Papier, Beschichtung mit Lack). 

2.4 Die Angeklagte hat das Geld willentlich gefälscht, in der Absicht es als echt in 
Umlauf zu bringen und sich damit zu bereichern.  

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2.5 Erstellt und unbestritten ist, dass die Angeklagte die „Blüten“ in fünf Serien an 
fünf verschiedenen Tagen hergestellt hat und dass die grösste Serie, die fünfte, 
maximal 35 Noten mit einem Nennwert von Fr. 100.– umfasst hat.  

2.6  

2.6.1 Der Angeklagten wird in objektiver Hinsicht im Wesentlichen vorgeworfen, sie 
habe 115 gefälschte Noten in Umlauf gesetzt, ohne dass die Empfänger über die 
Fälschung orientiert gewesen seien. Dabei habe sie meist eher dunkle Lokale, 
Taxis oder Bäckereien ausgesucht, jeweils mit ihrem Gegenüber gesprochen, 
um dieses abzulenken, und habe nur jeweils einmal am selben Ort Falschgeld in 
Umlauf gesetzt. Dabei habe sie die Banknoten an 22 bekannten Orten in Umlauf 
gesetzt. Insgesamt seien 56 Banknoten an 54 Adressen wieder aufgetaucht 
(darunter die 22 bekannten Absatzorte). 

2.6.2 Die Angeklagte hat diesen konkreten Vorwurf bei der Polizei und bei der Bun-
desanwaltschaft im Grundsatz anerkannt, mit Einschränkungen bezüglich der 
genauen Anzahl (pag. 13-02-0020; pag. 13-02-0034 ff.; pag. 13-02-0038 ff.). Zur 
Beweislage hiezu ist Folgendes festzustellen: 

a) Sachbeweise existieren einzig in Form der wieder aufgetauchten 56 Bankno-
ten.  

Die Anklage geht zu Recht davon aus, dass die Vorlage für die erste Serie aus 
dem Internet herunter geladen wurde. Dies ergibt sich aus der Aussage der An-
geklagten (pag. 13-02-0017) und auch daraus, dass dieselbe Vorlage auch von 
anderen (bekannt gewordenen) Tätern unabhängig voneinander benutzt wurde 
(pag. 08-00-0024). Es ist klar, dass es sich dabei um die Note mit der Serien-
nummer 96O5929079 handelte. In unlösbarem Widerspruch dazu steht jedoch, 
dass bei dieser Note die Herstellung von 5, hingegen das in Umlaufsetzen von 7 
Falsifikaten zur Anklage gebracht wird (St. Gallen, II. [2 Stk.]; Rorschach, JJ. 
Bar; St. Gallen, Restaurant KK. [2 Stk.]; Arbon, Restaurant LL.; Rorschach, Res-
taurant MM.). Es fällt bei dieser Serie auf, dass am 9. und am 10. Februar 2008 
jeweils zwei Noten in St. Gallen bei einem Empfänger landeten und in einem Fall 
(Rest. KK.) ausdrücklich angegeben wird, es habe sich um einen männlichen Tä-
ter gehandelt (pag. 13-02-0015). Das Abgeben zweier Noten an denselben Emp-
fänger passt nicht zur Vorgehensweise der Angeklagten. Bei der männlichen Tä-
terschaft kommt sie sodann zum vornherein nicht als Täterin in Frage. Zudem 
setzte sie zu dieser Zeit insgesamt zwei Noten in Rorschach (9. und 10. Februar 
2008) und eine Note in Arbon ab (10. Februar 2008). Für die vier Noten, die in 
St. Gallen am 9. und 10. Februar 2008 in Umlauf gesetzt wurden, ist daher kein 

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Beweis jenseits vernünftiger Zweifel erbracht, dass es sich um die Angeklagte 
handelte. Entsprechend ist von der ersten Serie nur das in Umlaufsetzen von 3 
Noten erwiesen, an welche Handlungen sich die Angeklagte zudem erinnert 
(pag. 13-02-0015). 

Für die Noten der späteren Serien erscheint mindestens klar, dass es diejenigen 
waren, welche die Angeklagte gefälscht hatte. Denn hier benutzte sie echte ei-
gene Noten als Vorlage. Nach menschlichem Ermessen ist auszuschliessen, 
dass exakt eine dieser Noten noch von jemand anderem als Vorlage für eine 
Geldfälschung benutzt wurde. 

b) Den Aussagen der Angeklagten ist Folgendes zu entnehmen: Mit Bezug auf 
die Anzahl der in Umlauf gesetzten Noten wurde die Angeklagte gefragt: „Haben 
Sie alle 115 Noten, die Sie hergestellt haben, eingelöst?“ Die Angeklagte antwor-
tete darauf: „Ich habe eigentlich alle eingelöst, die ich gemacht habe. Vielleicht 
musste ich mal eine wegwerfen, weil sie schlecht war“ (pag. 13-02-0011). Diese 
Aussage liegt der Anklage zugrunde. 

Die Angeklagte betonte jedoch anlässlich der Einvernahme bei der Kantonspoli-
zei St. Gallen vom 27. Oktober 2008, dass sie über die genaue Anzahl der in 
Umlauf gesetzten Noten keine genauen Angaben machen könne. „Aber es dürfte 
schon so stimmen, wie sie es gesagt haben. Ich stehe dafür gerade, dass ich 
Falschgeld hergestellt habe, und wer von mir geschädigt wurde, den werde ich 
auch entschädigen“ (pag. 13-02-0020 Frage 11). 

Bei der Einvernahme bei der eidgenössischen Untersuchungsrichterin vom 
14. Juli 2009 waren die Aussagen ähnlich. Grundsätzlich bestätigte sie alles, füg-
te aber an: „Das Einzige, ich weiss selber nicht mehr genau, wie viele Noten es 
waren. Ich habe nie alle verwendet“ (pag. 13-02-0032). „Ich hatte immer noch ein 
paar von jeder Serie, die habe ich dann verbrannt“ (pag. 13-02-0034 Zeile 71). 
„Ich weiss zum Beispiel von der ersten Serie habe ich sicher 4 - 5 Noten ver-
brannt. Ich weiss nicht mehr, wie viele Noten ich davon in Umlauf gesetzt habe. 
Aber ich werde sicher nichts abstreiten“ (pag. 13-02-0036).  

Man könnte annehmen, das Aussageverhalten sei typisch für jemanden, der ab-
zuschwächen versucht. Dies wäre jedoch nur dann uneingeschränkt der Fall, 
wenn die Angeklagte die genaue Anzahl der in Umlauf gesetzten Falsifikate ken-
nen würde. Davon kann jedoch nicht ausgegangen werden, zumal die Angeklag-
te alles zugeben will, an was sie sich erinnert. Wie aufgezeigt, hat sie lediglich 
ungünstige Zusammenfassungen ihrer Aussagen bestätigt, die selbst keine zu-

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verlässige Grundlage hatten. Damit wird die Aussage zwar inhaltlich klar, die Zu-
verlässigkeit und damit der Beweiswert aber nicht erhöht. Der zitierte Satz „Aber 
ich werde sicher nichts abstreiten“ spricht für Folgendes: Die Angeklagte konnte 
aus eigener Wahrnehmung und Erinnerung keine genauen Zahlen angeben. Sie 
wollte für das Getane gerade stehen und anerkannte einfach, was man ihr vor-
hielt, solange es sich im Rahmen des Möglichen bewegte. Vollkommen ist der 
Verdacht, die Angeklagte habe in den Einvernahmen vom 27. Oktober 2008 und 
14. Juli 2009 ihre Aussage vom 30. September 2008 mit Bezug auf die Anzahl 
der in Umlauf gesetzten Falsifikate abschwächen wollen, indessen nicht ausge-
räumt. So sagte sie am 30. September 2008 unmissverständlich, sie habe ei-
gentlich alle eingelöst, die sie gemacht habe. Vielleicht habe sie mal eine weg-
werfen müssen, weil sie schlecht gewesen sei. In den folgenden Einvernahmen 
dagegen gab sie sich Mühe zu betonen, dass es nie alle Falsifikate gewesen 
seien, welche sie in Umlauf gesetzt habe. 

Ein Beweis jenseits vernünftiger Zweifel über die genaue Zahl der in Umlauf ge-
setzten Falsifikate ist indessen mit diesen Aussagen alleine nicht erbracht. Die 
Aussagen der Angeklagten vom 30. September 2008 genügen alleine nicht, um 
die in der Anklage festgehaltene Anzahl von 115 in Umlauf gesetzten Falsifikate 
zu beweisen.  

Bewiesen ist das in Umlaufsetzen ohne Weiteres mit Bezug auf die 22 Noten, bei 
denen sich die Angeklagte erinnert, wo und wie sie sie übergeben hat. Diese No-
ten wurden denn auch bei den betreffenden Personen/Orten gefunden (siehe 
Liste pag. 13-02-0014 ff.).  

Bewiesen ist das in Umlaufsetzen sodann auch mit Bezug auf 30 der 34 weiteren 
Noten, die letztlich in den Händen verschiedener Personen an verschiedenen 
Orten wieder aufgetaucht sind (4 der ersten Serie entfallen gemäss vorstehender 
Erwägung). Weiter bestreitet die Angeklagte nicht, dass es sich um Noten han-
delte, die sie hergestellt hat.  

Damit ist bewiesen, dass die Angeklagte mindestens 52 Falsifikate an Dritte ab-
gegeben hat, mit grosser Wahrscheinlichkeit jedoch mehr, wenn auch weniger 
als 100.  

2.6.3 Subjektiv hat die Angeklagte offensichtlich mit Wissen und Willen gehandelt und 
in der Absicht, sich selbst unrechtmässig zu bereichern. Zudem hat sie zumin-
dest billigend in Kauf genommen, dass der Empfänger das Falschgeld mögli-

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cherweise als vermeintlich echtes Geld verwenden wird und sie hat ebenso in 
Kauf genommen, dass der Empfänger selbst zu Schaden kommen könnte.  

3. Rechtliches 

3.1 Anklagepunkt A 

3.1.1 Mit der Herstellung falscher Banknoten guter Qualität und in der Absicht, diese 
als echt in Umlauf zu bringen, hat die Angeklagte ohne weiteres objektiv und 
subjektiv tatbestandsmässig gehandelt, und sie ist deshalb der Geldfälschung 
schuldig zu sprechen.   

3.1.2 Während die Anklageschrift dahingehend verstanden werden könnte, dass fünf-
fache Begehung nach dem privilegierten Tatbestand von Art. 240 Abs. 2 StGB 
angeklagt wird, stellt sich die Bundesanwaltschaft mit ihrem in der Verhandlung 
mündlich gestellten Antrag auf den Standpunkt, es liege eine 115-fache Bege-
hung nach dem Grundtatbestand vor.  

Die Fälschung einer einzelnen Banknote fällt gemäss Rechtsprechung ohne wei-
teres unter Art. 240 Abs. 2 StGB, da es sich um ein Delikt handelt, für welches 
sich eine Mindeststrafe von einem Jahr nach dem Grundtatbestand nicht recht-
fertigt. Für die Annahme des Grundtatbestandes müssten die einzelnen Fäl-
schungshandlungen als Tateinheit beurteilt werden.  

Die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung lässt die Zusammenfassung ein-
zelner Handlungen zu einer Tateinheit nur noch unter sehr restriktiven Bedin-
gungen zu. Mehrere tatsächliche Handlungen können nur noch ausnahmsweise 
als Einheit zusammengefasst werden, nachdem das fortgesetzte Delikt in BGE 
116 IV 121 und die verjährungsrechtliche Einheit in BGE 131 IV 83 aufgegeben 
wurden. Mehrere Einzelhandlungen können namentlich im Sinne einer natürli-
chen Handlungseinheit zusammengefasst werden, wenn sie auf einem einheitli-
chen Willensakt beruhen und wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zu-
sammenhangs bei objektiver Betrachtung noch als einheitliches Geschehen er-
scheinen (z.B. eine „Tracht Prügel“). Die Annahme, es handle sich bei den über 
mehrere Monate verteilten Fälschungshandlungen um eine tatbestandsmässige 
Handlung, ist von dieser Rechtsprechung klarerweise nicht mehr gedeckt. Es 
liegt insoweit Tatmehrheit vor. 

Es hat sich ergeben, dass die Angeklagte Falsifikate in insgesamt fünf Serien 
herstellte, jeweils an einem nicht mehr genau zu eruierenden Tag in der Ankla-
geperiode. Aufgrund des nahen räumlichen, zeitlichen und handlungsmässigen –

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eine Note jeweils in einem Arbeitsgang mit Computer und Kombidrucker mehr-
fach reproduziert – Zusammenhangs der Einzelhandlungen an einem Tag, sind 
diese je als Tateinheit zu qualifizieren. Es liegt somit fünffache Tatbegehung der 
Geldfälschung vor.  

3.1.3 Die Herstellung der fünften und letzten Serie von Falschgeldnoten ist die um-
fangreichste. Zu prüfen ist daher, ob diese noch unter den privilegierten Tatbe-
stand fällt. Die Angeklagte hat an diesem Tag maximal 35 Noten mit einem 
Nennwert von je Fr. 100.– hergestellt, in der Summe also Fr. 3’500.–.  

Ein besonders leichter Fall liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
vor, wenn die Fälschung für jedermann leicht erkennbar ist oder wenn nur weni-
ge Falsifikate mit geringem Nominalwert hergestellt werden. Ein besonders leich-
ter Fall ist einerseits nur zurückhaltend anzunehmen, andererseits ist zu beach-
ten, dass der Grundtatbestand Art. 240 Abs. 1 Freiheitsstrafe von nicht unter ei-
nem Jahr vorsieht. Entscheidend ist daher letztlich auch die kriminelle Energie, 
zu deren Bestimmung auch das Vorgehen heranzuziehen ist. Bei der Frage, ob 
ein besonders leichter Fall vorliegt, steht dem Richter ein gewisser Einschät-
zungsspielraum zu (BGE 133 IV 256 E. 3.2). Einen besonders leichten Fall hat 
das Bundesgericht bei folgenden Umständen angenommen, bei denen die Fäl-
schungsmethode mit dem vorliegenden Fall vergleichbar ist: 8 Zweihunderterno-
ten (BGE 133 IV 256), 10 Fünfzigernoten (Urteil des Bundesgerichts 
6B_626/2008 vom 11. November 2008), 31 Hunderternoten (Urteil des Bundes-
gerichts 6B_392/2007 vom 5. Oktober 2007).  

Der vorliegende Fall entspricht also ungefähr dem letzten angeführten Präjudiz. 
Auch für 35 Hunderternoten kann der Gesetzgeber keinesfalls schon eine Min-
destfreiheitsstrafe von einem Jahr vorgesehen haben wollen; dies auch nach 
dem – wenn auch nur mit Zurückhaltung möglichen – Vergleich mit der Strafdro-
hung für entsprechende Vermögensdelikte. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass 
auch der privilegierte Tatbestand als Vergehen mit einem Strafrahmen bis zu 
drei Jahren ausgestaltet ist. Eine auch für das Strafbedürfnis der Anklagebehör-
de ausreichend harte Bestrafung wäre demnach auch bei Annahme des leichten 
Falles möglich. Deshalb erweist sich auch die von der Bundesanwaltschaft 
schon mehrfach bei den Gerichten beantragte beziehungsweise angeregte Fest-
legung eines sehr tiefen absoluten Nennwerts für die Abgrenzung von Art. 240 
Abs. 1 und Abs. 2 StGB für die Gerichtspraxis als von eher marginaler Bedeu-
tung. Ausserdem ist sie auch aus Gründen der Rechtssicherheit nach Blick in die 
bisherige Rechtsprechung nicht erforderlich. Schliesslich wäre ein Grenzwert, 
wenn überhaupt, deutlich höher als bei Fr. 3’500.– anzusetzen, um die Gefahr 
einer unverhältnismässigen Bestrafung im Bagatellbereich zu bannen. Auch die 
in diesem Zusammenhang stets vorgebrachten generalpräventiven Überlegun-

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gen, die auf die heute technisch einfachen Herstellungsmethoden für Falschgeld 
Bezug nehmen, vermögen daran nichts zu ändern. Dementsprechend ist auch 
bei dieser letzten Serie von 35 Hunderternoten noch von einem besonders leich-
ten Fall im Sinne von Art. 240 Abs. 2 StGB auszugehen. Entsprechendes gilt 
damit erst recht für die vorherigen Serien, bei denen weniger Noten hergestellt 
wurden. 

3.1.4 Fünf Banknoten der ersten Serie wurden sofort wieder vernichtet. In dieser Hin-
sicht beantragt die Bundesanwaltschaft, die Angeklagte sei wegen Versuchs der 
Geldfälschung im Sinne von Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StBG in fünf 
Fällen schuldig zu sprechen. Diese rechtliche Würdigung trifft insofern zu, als le-
diglich von versuchter und nicht von vollendeter Geldfälschung auszugehen ist, 
wenn die Qualität der hergestellten Banknoten derart schlecht war, dass die 
Banknoten nicht täuschungstauglich waren. Davon ist in tatsächlicher Hinsicht 
zugunsten der Angeklagten auszugehen, da sich die Beschaffenheit dieser 
Banknoten nicht mehr rekonstruieren lässt. Indessen ist nur von einer Versuchs-
handlung auszugehen, weil eine Serie eine Handlungseinheit darstellt (oben 
Erw. 3.1.2). Zudem ist konsequenterweise davon auszugehen, auch der Versuch 
habe sich auf einen besonders leichten Fall im Sinne von Art. 240 Abs. 2 StGB 
bezogen. 

3.1.5 Die Angeklagte ist demnach schuldig der fünffachen Geldfälschung gemäss 
Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2. StGB sowie der versuchten Geldfälschung gemäss 
Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2. und Art. 22 Abs. 1 StGB. 

3.2 Anklagepunkt B 

Indem die Angeklagte in mindestens 52 Fällen eine selbst gefälschte Banknote 
guter Qualität mit einem Nennwert von je Fr. 100.– zur Zahlung einsetzte, hat sie 
falsches Geld objektiv und subjektiv tatbestandsmässig in Umlauf gesetzt. Sie ist 
demnach des mehrfachen in Umlaufsetzens falschen Geldes gemäss Art. 242 
Abs. 1 StGB schuldig. 

3.3 Anklagepunkt C 

3.3.1 Wer gefälschtes Geld zur Zahlung einsetzt, welches die Gefahr schafft, mit ech-
tem verwechselt zu werden, begeht gemäss inzwischen gefestigter Praxis grund-
sätzlich eine arglistige Täuschung im Sinne des Betrugstatbestandes gegenüber 
den Empfängern des Geldes (In BGE 133 IV 256 E. 4.4.3 und E. 4.4.4). Vorlie-
gend hat die Angeklagte ausserdem darauf geachtet, das Geld in Situationen zu 
verwenden, von welchen sie annahm, dass die Fälschungen nicht bemerkt wür-
den (vgl. pag. 13-02-0009 f.; pag. 13-02-35 Z. 122; pag. 13-02-36 Z. 155). Durch 

- 14 - 

die Entgegennahme eines wertlosen Falsifikats im Austausch gegen eine wert-
haltige Leistung – Ware plus Wechselgeld – haben sich die Empfänger an ihrem 
Vermögen geschädigt, unabhängig davon, ob sie das Falsifikat später wissent-
lich oder unwissentlich an Dritte weitergaben, da der Vermögensschaden mit der 
Entgegennahme des Falsifikats unmittelbar – wenn vielleicht auch nur vorüber-
gehend (statt vieler BGE 102 IV 89; STEFAN TRECHSEL et al., Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 146 N. 26 f.) – 
eingetreten ist. Die generische Umschreibung des tatbestandsmässigen Vermö-
gensschadens in der Anklageschrift genügt demnach den Anforderungen des 
Anklagegrundsatzes. Täuschung und Bewirkung des Schadens stehen im Ver-
hältnis der Motivation. Die Angeklagte hat sich demnach in mindestens 52 Fällen 
des Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB schuldig gemacht. 

3.3.2 Zu prüfen bleibt, ob die Angeklagte wegen mehrfachen geringfügigen oder einfa-
chen gewerbsmässigen Betrugs zu verurteilen ist. Die Anklage lautet auf Ge-
werbsmässigkeit.  

a) Gewerbsmässigkeit ist bei berufsmässigem Handeln gegeben. Der Täter han-
delt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die delikti-
sche Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines be-
stimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, 
dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt, wobei eine 
quasi nebenberufliche deliktische Tätigkeit als Voraussetzung für Gewerbsmäs-
sigkeit genügt, wenn die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben ist. We-
sentlich ist, dass es der Täter darauf abgesehen hat, durch deliktische Handlun-
gen relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an 
die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen. Erforderlich ist 
mithin, dass der Täter die Tat bereits mehrfach begangen hat, dass er in der Ab-
sicht handelte, ein Erwerbseinkommen zu erlangen, und dass aufgrund seiner 
Taten darauf geschlossen werden muss, er sei zu einer Vielzahl von unter den 
entsprechenden Straftatbestand fallenden Taten bereit gewesen (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_311/2009 vom 20. Juli 2009, E. 2.3 mit Verweisungen auf BGE 
123 IV 113 E. 2c; 119 IV 129 E. 3; 116 IV 319 insb. E. 4). 

b) Die Angeklagte hat die Täuschungsmittel in fünf Serien in etwa vier Monaten 
hergestellt und in mindestens 52 Einzelakten in etwa sieben Monaten an andere 
Personen abgegeben. Die dafür aufgewendete Zeit und die Mittel sprechen für 
Gewerbsmässigkeit. 52 Taten innerhalb eines Zeitraumes von etwa 7 Monaten 
muss als sehr häufig bezeichnet werden, was ebenfalls grundsätzlich für Ge-
werbsmässigkeit spricht. Einschränkend ist dazu allerdings anzufügen, dass bei 
einer Täuschung mit Falschgeld, die bei der einzelnen Transaktion erzielten Ein-

- 15 - 

künfte beschränkt sind, weshalb bei solchen Betrügen immer eine beträchtliche 
Anzahl begangen werden muss, damit Gewerbsmässigkeit in Frage kommen 
kann. Die im Tatzeitraum verschuldete und völlig mittellose Angeklagte hat sich 
mit dem Deliktsertrag von mindestens Fr. 5’200.– während einiger Monate ihren 
bescheidenen Lebensunterhalt finanziert. Das spricht ebenfalls für Gewerbs-
mässigkeit. Auch der Täter, der sich in einer Notlage befindet, etwa weil er ar-
beitslos geworden ist, darauf einrichtet, fortan bis zum ungewissen bzw. unbe-
stimmten Ende dieser Notlage durch Einkünfte aus deliktischer Tätigkeit einen 
namhaften Betrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung zu 
erzielen, kann gewerbsmässig handeln (BGE 116 IV 319 E. 4d). Mit der Senkung 
der Mindeststrafe für gewerbsmässigen Betrug auf drei Monate sind die Anforde-
rungen für die Bejahung der Gewerbsmässigkeit faktisch gesenkt worden. Im al-
ten Vermögensstrafrecht betrug die Mindeststrafe für gewerbsmässigen Betrug 
noch ein Jahr Zuchthaus (Art. 148 Abs. 2 aStGB). Nach revidiertem Recht be-
trägt die Mindeststrafe nur noch 90 Tagessätze Geldstrafe (Art. 146 Abs. 2 
StGB). Die Mindeststrafe ist für das Bundesgericht bei Grenzfällen ein wichtiges 
Kriterium. Vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in BGE 
123 IV 113 E. 2a (23 Diebstähle und 6 Versuche in siebeneinhalb Monaten mit 
einer Beute von Fr. 3’400.– [unter neuem Vermögensstrafrecht] mit Mindeststra-
fe 3 Monaten Gefängnis für gewerbsmässigen Diebstahl) ist die Gewerbsmäs-
sigkeit im vorliegenden Fall – wenn auch als Grenzfall – zu bejahen.  

3.3.3 Die Angeklagte ist demnach des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 
Abs. 2 StGB schuldig.  

3.4 Konkurrenzen 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht zwischen Art. 146, 
Art. 240 und Art. 242 StGB echte Konkurrenz, weshalb die Angeklagte wegen 
Erfüllung aller dreier Tatbestände zu verurteilen ist. 

4. Sanktionen 

4.1 Strafzumessung für das schwerste Delikt. 

4.1.1 Zu bestimmen ist vorab das schwerste Delikt. Massgebend ist dabei in erster 
Linie die Deliktsart (Verbrechen, Vergehen, Übertretung), in zweiter Linie das 
Höchstmass und in dritter Linie das höchste Mindeststrafmass (BSK Strafrecht II-
Jürg Beat Ackermann, 2. Aufl. 2007, Art. 49 N. 47). Auszugehen ist damit vom 

- 16 - 

gewerbsmässigen Betrug mit einer Höchststrafe von 10 Jahren Freiheitsstrafe 
und einer Mindeststrafe von 90 Tagessätzen Geldstrafe. 

4.1.2 Nach Art. 47 Abs. 1 StGB ist die Strafe nach dem Verschulden zu bemessen und 
es sind das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Strafempfindlich-
keit zu berücksichtigen. Das Verschulden bestimmt sich nach der Schwere der 
Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflich-
keit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie 
weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 
Tat zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB).  

4.1.3 Bezüglich objektiver Schwere ist zu berücksichtigen, dass die Angeklagte wäh-
rend 7 Monaten gewerbsmässig delinquierte. Die erzielten Einkünfte waren mit 
etwa Fr. 5’200.–, also etwa Fr. 740.– pro Monat nicht mehr im untersten Bereich, 
bei dem schon gewerbsmässiges Handeln möglich ist. Jedoch können die erziel-
ten monatlichen Einkünfte noch als moderat bezeichnet werden. Auszugehen ist 
auch davon, dass die Gewerbsmässigkeit unter altem Recht wegen der Mindest-
strafe von einem Jahr Zuchthaus zu verneinen gewesen wäre. Damit erscheint 
es folgerichtig, in objektiver Hinsicht von einem gewerbsmässigen Betrug mit 
leichtem Verschulden auszugehen. 

Mit Bezug auf die persönlichen Verhältnisse ergibt sich aus den Akten folgendes 
(pag. 03-00-0003, pag. 03-00-0005 ff.): Die Angeklagte wurde am NN. geboren. 
Sie wuchs in OO. auf, wo sie auch die Schulen besuchte. Danach absolvierte sie 
erfolgreich eine Lehre als Drucktechnologin. Gearbeitet hat sie auf diesem Beruf 
wegen Rückenproblemen nie (3 Operationen während Lehrzeit). Abgeschlossen 
hat sie auch eine Weiterbildung im Kundenservice. Dazwischen arbeitete sie im 
Service ohne entsprechende Ausbildung. Mit 19 Jahren zog sie von zu Hause 
aus. Zur Zeit wohnt sie mit ihrem Ex-Freund zusammen und zahlt einen Anteil an 
die Miete von Fr. 620.–. Unterstützungspflichten hat sie nicht. Sie arbeitet bei der 
Firma PP. zu ca. 75% im Stundenlohn und verdient monatlich im Durchschnitt 
ca. Fr. 1’890.–. Ein IV-Verfahren ist pendent. Angestrebt wird, eine neue Berufs-
lehre zu beginnen, weil sie auf ihrem gelernten Beruf aus gesundheitlichen 
Gründen nicht mehr arbeiten kann. Während einer gewissen Zeit der deliktischen 
Tätigkeit war die Angeklagte arbeitslos. Vermögen hat sie keines, hingegen er-
hebliche Schulden. Der Lebenslauf zeigt, dass die junge Angeklagte noch keinen 
Einstieg in ein stabiles (Berufs-) Leben gefunden hat. Ihr unregelmässiges Ein-
kommen ist sehr bescheiden. Ebenso ihr Lebenswandel. Mit Ausnahme des Al-
ters sind die persönlichen Verhältnisse weder verschuldensmindernd noch  
-erhöhend zu werten. Leicht strafmindernd ist das noch junge Alter in Betracht zu 
ziehen. 

- 17 - 

In mittlerem Masse strafmindernd ist das umfassende Geständnis zu berücksich-
tigen. Im Übrigen hat sie die deliktische Tätigkeit (nach der Herstellung 5 Serien 
von Falsifikaten) aus eigenem Antrieb beendet. 

4.1.4 Bei der Wahl der Strafart ist im Bereich der leichteren und mittleren Kriminalität 
vom Primat der Geldstrafe auszugehen (BGE 134 IV 97).  

4.1.5 Für das schwerste Delikt alleine wäre von einer Strafe von 210 Tagessätzen 
Geldstrafe auszugehen. Gemeinnützige Arbeit als Sanktion scheidet damit aus.  

4.2 Wegen der weiteren Taten ist die Strafe zu schärfen. Die drei Delikte bilden ei-
nen logischen Zusammenhang. Spezifisches mit Bezug auf das Täterverschul-
den ist daher nicht zu berücksichtigen. Als zweitschwerstes Delikt ist wohl die 
Geldfälschung an sich zu werten, braucht es doch hier die privilegierte Variante, 
um nicht die Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe zu verwirken. Beim in 
Umlaufsetzen falschen Geldes ist zu berücksichtigen, dass es zwar nicht im 
Rechtssinne konsumiert wird, aber verschuldensmässig praktisch im gewerbs-
mässigen Betrug aufgeht. Geht man auch bei den fünf Geldfälschungen und den 
einzelnen Handlungen betreffend in Umlaufsetzen von Geldstrafen aus, rechtfer-
tigt es sich, die Einsatzstrafe um rund die Hälfte beziehungsweise um 120 Ta-
gessätze zu erhöhen.  

4.3 Die Angeklagte ist demnach zu einer Geldstrafe von 330 Tagessätzen zu verur-
teilen.  

4.4 Bemessung des Tagessatzes 

Der Tagessatz ist unter den konkreten Umständen – minimale Einkünfte und 
Schulden der Angeklagten – auf das Minimum von Fr. 10.– festzusetzen (zum 
Minimalansatz vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_769/2008 vom 18. Juni 2008, 
E. 1.4) 

4.5 Bedingter Strafvollzug 

Bei der nicht vorbestraften Angeklagten besteht offensichtlich keine negative 
Prognose. Es ist ihr daher der bedingte Vollzug zu gewähren (Art. 42 Abs. 1 
StGB). Die Probezeit ist auf zwei Jahre festzusetzen. 

 

- 18 - 

4.6 Bewährungshilfe  

Angesichts des jugendlichen Alters der Angeklagten und der wenig stabilen Le-
bensumstände ist es angezeigt, für die Dauer der Probezeit die Bewährungshilfe 
im Sinne von Art. 44 Abs. 2 StGB anzuordnen.  

5. Einziehung 

Die gefälschten Banknoten sind in Anwendung von Art. 249 Abs. 1 StGB einzu-
ziehen und – sofern nicht bereits geschehen – unbrauchbar zu machen; sie 
verbleiben in den Akten.  

6. Schadenersatzforderungen 

Die Schadenersatzforderungen der unmittelbaren oder mittelbaren Empfänger 
der gefälschten Banknoten hat die Angeklagte im Umfang von je Fr. 100.–
anerkannt. Weitergehende Forderungen (Genugtuung, Umtriebsentschädigun-
gen), soweit von einzelnen Geschädigten gestellt, sind nicht hinreichend sub-
stantiiert und sind deshalb auf den Zivilweg zu verweisen. 

7. Kosten 

Die Kosten des Verfahrens betragen Fr. 9’997.– (Zusammensetzung vgl. Dispo-
sitiv). Im Falle einer Verurteilung sind die Kosten in der Regel dem Angeklagten 
aufzuerlegen. Er kann von der Kostentragung aus besonderen Gründen ganz 
oder teilweise befreit werden (Art. 172 Abs. 1 BStP). Um die Resozialisierung der 
in keinen stabilen Verhältnissen lebenden, verschuldeten jungen Angeklagten 
nicht zu gefährden, werden ihr von den Kosten Fr. 2'000.– zur Zahlung auferlegt.  

8. Anwaltshonorar 

Die Honorarrechnung des amtlichen Verteidigers gibt zu keinen Bemerkungen 
Anlass, sie ist in jeder Hinsicht angemessen. Das Honorar wird aus der Ge-
richtskasse beglichen. Die Angeklagte wird verpflichtet, der Gerichtskasse dafür 
im Umfang von Fr. 1’000.– Ersatz zu leisten, wenn sie später dazu in der Lage 
ist.        

- 19 - 

Die Strafkammer erkennt: 

1. GG. wird schuldig gesprochen der mehrfachen, teils versuchten Geldfälschung ge-
mäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB, des mehrfachen in Umlaufsetzens fal-
schen Geldes gemäss Art. 242 Abs. 1 StGB und des gewerbsmässigen Betrugs 
gemäss Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB.  

2. GG. wird bestraft mit Geldstrafe von 330 Tagessätzen zu Fr. 10.–, bedingt vollzieh-
bar bei einer Probezeit von zwei Jahren.  

3. Für die Dauer der Probezeit wird für GG. in Anwendung von Art. 44 Abs. 2 StGB 
Bewährungshilfe angeordnet.  

4.  Der Kanton St. Gallen wird als Vollzugskanton bestimmt.  

5. Die sichergestellten gefälschten Banknoten werden unbrauchbar gemacht und 
verbleiben in den Akten. 

6.  
6.1 GG. wird gemäss ihrer Anerkennung verpflichtet, folgenden Privatklägern je 

Fr. 100.– zu bezahlen: 

- Caffé A. 

- Bäckerei-Konditorei D. 

- Bar F. 

- O. AG 

- R. 

- Restaurant AA. AG 

- BB. GmbH  

- Restaurant CC. 

- FF. 

- C. 

- E. AG, HH. 

- G. 

- Restaurant H.  

- I. 

- J. 

- Bank K. 

- L. (Schweiz) GmbH 

- Bank M. AG 

- 20 - 

- N. AG St. Gallen  

- P. 

- Drogerie Q. 

- Restaurant + Metzgerei S. 

- T. AG  

- Bank DD. 

- EE. 

 
6.2 Weitergehende Forderungen werden auf den Zivilweg verwiesen. 

7. Die Verfahrenskosten betragen: 

Fr. 1’562.– Kosten gerichtspolizeiliche Ermittlungen (Kapo SG /UA SG) 
Fr. 3’000.– Gebühr Voruntersuchung 
Fr. 2’000.– Gebühr für Anklageschrift und Anklagevertretung 
Fr.    435.– Auslagen Eidg. Untersuchungsrichteramt 
Fr. 3’000.– Gerichtsgebühr 
Fr. 9’997.– Total 

 
 Davon werden GG Fr. 2’000.– auferlegt.  
 
8. Rechtsanwalt Fredy Fässler wird für die amtliche Verteidigung mit Fr. 5’600.– (inkl. 

Auslagen und MWST) aus der Kasse des Bundesstrafgerichts entschädigt. GG. hat 
der Kasse des Bundesstrafgerichts im Umfang von Fr. 1000.– dafür Ersatz zu leis-
ten, wenn sie dazu in der Lage ist.  

      

Dieser Entscheid wird in der Hauptverhandlung mündlich eröffnet und durch den 
Vorsitzenden mündlich begründet.  
 
 
 
Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird zugestellt an: 
- Bundesanwaltschaft, Hansjörg Stadler, Staatsanwalt des Bundes  
- Rechtsanwalt Fredy Fässler      
- alle Privatkläger        

 

- 21 - 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 

Der Vorsitzende  Der Gerichtsschreiber  

 

 

 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be-
schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 

Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 BGG). 
Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf 
einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 

Geschädigte sind nur zur Beschwerde legitimiert, wenn sie sich gegen den Entscheid über die eigene Zivil-
forderung richtet oder die Verletzung von Verfahrensvorschriften gerügt wird, deren Missachtung eine for-
melle Rechtsverweigerung darstellt.