# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63852a18-59ca-54e4-998a-701ce0138903
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-08
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 08.11.2018 VG.2018.00079 (VG.2018.712)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2018-00079_2018-11-08.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 8. November 2018

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2018.00079

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer  

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Abteilung Umweltschutz und Energie 

    	
    Beschwerdegegner

    
	
     

    	
    des Kantons Glarus

    	
     

    
	
     

    	
     

    	
     

    

  

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Bau und Umwelt 

    	
     

    
	
     

    	
    des Kantons Glarus

    	
     

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Schallschutzmassnahmen

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 Am 27. Mai 2002 ersuchte A.______ um die Erteilung
  der Baubewilligung für die Erstellung eines Anbaus am Wohnhaus als
  Lärmschutzmassnahme auf der in seinem Eigentum stehenden Liegenschaft
  Parz.-Nr. 01, Grundbuch […]. Die damalige Gemeinde […] erteilte am
  9. Juli 2002 die Baubewilligung.

  
	
   

  
	
  1.2 Im Amtsblatt des Kantons Glarus vom […] wies das
  Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus (DBU) unter Eröffnung der
  Einsprachefrist auf die öffentliche Planauflage und den Entscheid über
  Erleichterungen betreffend das Lärmsanierungsprojekt […] hin. A.______ erhob
  gegen das Lärmsanierungsprojekt […] keine Einsprache. Die Genehmigung des
  Regierungsrats erfolgte am […].

  
	
   

  
	
  1.3 Am 29. September 2016 teilte A.______ der Abteilung
  Umweltschutz und Energie des Kantons Glarus mit, er sei mit den im Rahmen
  einer Vereinbarung vorgeschlagenen Schallschutzmassnahmen Nrn. 02, 03 und 04
  vorbehaltlos einverstanden. Nicht einverstanden sei er hingegen mit der
  Beurteilung der Gesamtsituation bezüglich Schallschutz. Am 27. März 2017 wies
  die Abteilung Umweltschutz und Energie darauf hin, dass kein weiterer
  Anspruch auf eine Kostenbeteiligung durch den Kanton aufgrund bereits
  getroffener Schallschutzmassnahmen bestehe. Nachdem A.______ die Ausstellung
  einer anfechtbaren Verfügung verlangt hatte, verpflichtete die Abteilung
  Umweltschutz und Energie ihn am 10. Oktober 2017 zur schalltechnischen
  Sanierung der Fenster Nrn. 02, 03 und 04; unter Kostenübernahme durch die
  Abteilung Tiefbau des Kantons Glarus. 

  
	
   

  
	
  1.4 Gegen diese Verfügung erhob A.______ am 13. November
  2017 Beschwerde beim DBU, welches diese am 20. Juni 2018 vollumfänglich
  abwies.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Dagegen gelangte A.______ mit Beschwerde vom 8.
  August 2018 ans Verwaltungsgericht. Er beantragte, die Verfügung vom 10.
  Oktober 2017 sei insofern zu ergänzen, als dass der Kanton Glarus zur
  Kostentragung der Lärmschutzmassnahmen am Fenster Nr. 05 sowie an drei
  Fenstern der Südfassade des Gebäudes auf der Liegenschaft Parz.-Nr. 01
  zu verpflichten sei. Eventualiter sei die Sache in diesem Punkt an die Abteilung
  Umweltschutz und Energie zurückzuweisen, versehen mit der Auflage, ihm den
  beantragten Kostenbeitrag von Fr. 9'521.50 zu bezahlen; alles unter
  Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Abteilung Umweltschutz und
  Energie. Während Letztere am 11. September 2018 auf das Erstatten einer
  Beschwerdeantwort verzichtete, verwies das DBU am 12. September 2018 auf
  seinen Entscheid und beantragte die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde;
  unter Kostenfolge.

  
	
   

  
	
  2.2 Mit Präsidialverfügung vom 28. September 2018
  forderte das Verwaltungsgericht die Abteilung Umweltschutz und Energie auf,
  die Verfahrensakten zu vervollständigen. Am 9. Oktober 2018 reichte die
  Abteilung Umweltschutz und Energie zusätzliche Unterlagen ein und wies
  daraufhin, dass anlässlich der Begehung vor Ort vom 18. Januar 2017 kein
  Protokoll erstellt worden sei. 

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 37 Abs. 1 des
  Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7. Mai
  1989 (EG USG) i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die
  Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur Behandlung der
  vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen
  erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können gemäss
  Art. 107 Abs. 1 VRG Mängel des angefochtenen Entscheids oder des Verfahrens
  geltend gemacht werden: die unrichtige oder unvollständige Feststellung des
  rechtserheblichen Sachverhalts (lit. a) und die unrichtige
  Rechtsanwendung einschliesslich eines Missbrauchs des Ermessens (lit. b). Die
  Unangemessenheit des Entscheids kann gemäss Art. 107 Abs. 2 VRG nur ausnahmsweise geltend gemacht werden. Ein
  solcher Ausnahmefall liegt nicht vor.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Der Beschwerdeführer macht
  geltend, der Beschwerdegegner 2 habe bereits im Jahr 2001 ein
  Lärmsanierungsprogramm lanciert, wobei der Sanierungsperimeter ausgeschieden
  und damit festgestellt worden sei, dass seine Liegenschaft
  sanierungsbedürftig sei. Da in der Folge jahrelang kein konkretes Lärmsanierungsprojekt
  erarbeitet worden sei, habe er geeignete Investitionen in den Lärmschutz
  selber umgesetzt und damit vorfinanziert. In diesem Zusammenhang habe er die
  Zusicherung des Beschwerdegegners 2 eingeholt, wonach vorgängige
  Investitionen durch Private zurückerstattet würden, sofern diese zu
  Lärmsanierungsmassnahmen berechtigt seien. Bei den ihm gestützt auf das
  Lärmsanierungsprojekt […] eröffneten Schallschutzmassnahmen an seinem Gebäude
  blieben die von ihm bereits vorfinanzierten Schallschutzmassnahmen unberücksichtigt.
  Konkret handle es sich dabei um das Fenster Nr. 05 sowie die Massnahmen
  betreffend die drei Fenster an der Südfassade des Gebäudes, bei welchen die
  Grenzwerte nur deshalb nicht überschritten würden, weil er bauliche
  Massnahmen, welche sich positiv auf die Lärmbelastung auswirkten, vorzeitig
  durchgeführt habe. Weil unbestritten sei, dass diese Fenster im vorliegenden
  Lärmsanierungsprojekt hätten ausgewechselt werden müssen, hätte er den Anbau
  nicht erstellt, seien die dafür anfallenden Kosten vom Kanton als
  Anlageneigentümer zu übernehmen. Entgegen den Ausführungen im
  vorinstanzlichen Entscheid werde nicht die Kostenübernahme des Anbaus,
  sondern einzig die Kostenübernahme der Schallschutzfenster gefordert, welche
  ohne Anbau hätten eingebaut werden müssen. Weiter stelle das Schreiben des
  Beschwerdegegners 2 vom 10. September 2001 eine Zusicherung der
  Rückerstattung der Lärmschutzkosten dar, womit entgegen den vorinstanzlichen
  Ausführungen eine Vereinbarung in Sachen Kostenübernahme vorliege. Damit habe
  der Kanton die Kosten zu tragen, welche ohne die bereits vorfinanzierten
  Lärmschutzmassnahmen im Rahmen des Lärmsanierungsprojekts […] angefallen
  wären, mithin also den Ersatzwert der vier Fenster, die ohne Anbau hätten
  lärmsaniert werden müssen. Würde diese Rückerstattungspflicht verneint, läge
  eine ungerechtfertigte Bereicherung des Kantons vor. Entsprechend sei
  Letzterer zu verpflichten, ihm eine Ersatzzahlung von Fr. 9'521.50
  entsprechend einer sachgerecht eingeholten Offerte betreffend Fenstersanierung
  zu leisten.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Lassen sich Lärmimmissionen auf bestehende Gebäude
  in der Umgebung von bestehenden Strassen, Flughäfen, Eisenbahnanlagen oder
  anderen öffentlichen oder konzessionierten ortsfesten Anlagen durch
  Massnahmen bei der Quelle nicht unter den Alarmwert herabsetzen, so werden
  die Eigentümer der betroffenen Gebäude verpflichtet, Räume, die dem längeren
  Aufenthalt von Personen dienen, mit Schallschutzfenstern zu versehen oder
  durch ähnliche bauliche Massnahmen zu schützen (Art. 20 Abs. 1 des
  Bundesgesetzes über den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 [USG]). Nach Art. 20
  Abs. 2 USG tragen Eigentümer der lärmigen ortsfesten Anlage die Kosten
  für die notwendigen Schallschutzmassnahmen, sofern sie nicht nachweisen, dass
  zum Zeitpunkt der Baueingabe des betroffenen Gebäudes die
  Immissionsgrenzwerte schon überschritten wurden (lit. a) oder die
  Anlageprojekte bereits öffentlich aufgelegt waren (lit. b).

  
	
   

  
	
  3.2 Bei ortsfesten Anlagen, die wesentlich zur
  Überschreitung der Immissionsgrenzwerte beitragen, ordnet die Vollzugsbehörde
  nach Anhören der Inhaber der Anlagen die notwendigen Sanierungen an (Art. 13
  Abs. 1 der Lärmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV]). Anlagen
  müssen nach Art. 13 Abs. 2 LSV so weit saniert werden, als dies technisch und
  betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (lit. a) und die
  Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden (lit. b). Erleichterungen bei
  Sanierungen können gemäss Art. 14 LSV gewährt werden. Können bei öffentlichen
  oder konzessionierten ortsfesten Anlagen wegen gewährten Erleichterungen die
  Alarmwerte nicht eingehalten werden, so verpflichtet die Vollzugsbehörde die
  Eigentümer der lärmbelasteten bestehenden Gebäude, die Fenster
  lärmempfindlicher Räume nach Anhang 1 gegen Schall zu dämmen (Art. 15 Abs.
  1 LSV). Bestehend sind Gebäude, wenn sie bei Inkrafttreten des USG bereits
  erstellt oder rechtskräftig bewilligt waren (Christoph Zäch/Robert Wolf,
  Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., Zürich/Basel/Genf 2004, Art. 20
  N. 28). Lärmempfindliche Räume sind gemäss Art. 2 Abs. 6
  lit. a LSV Räume in Wohnungen, ausgenommen Küchen ohne Wohnanteil,
  Sanitärräume und Abstellräume.

  
	
   

  
	
  3.3 Die Gebäudeeigentümer können mit Zustimmung der
  Vollzugsbehörde am Gebäude andere bauliche Schallschutzmassnahmen treffen, wenn
  diese den Lärm im Innern der Räume im gleichen Masse verringern (Art. 15
  Abs. 2 LSV). Die Vollzugsbehörde hat damit zunächst den Einbau von
  Schallschutzfenstern zu prüfen, darf indessen nicht unberücksichtigt lassen,
  dass auch andere Schallschutzmassnahmen in Frage kommen können oder zur
  Erreichung des Lärmschutzzieles sogar vorzuziehen sind. Von der Prüfung der
  tatsächlich zu ergreifenden Schallschutzmassnahmen durch die Vollzugsbehörde
  hängt auch ab, welche Kosten vom Eigentümer der lärmigen Anlage zu tragen
  sind (Art. 20 Abs. 2 USG und Art. 16 LSV; BGE 122 II 33 E. 7a).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Anordnung der notwendigen Massnahmen bei der
  Sanierung von bestehenden lärmigen Anlagen obliegt der Abteilung Umweltschutz
  und Energie (Art. 19a Abs. 1 lit. b EG USG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 und Art.
  2 Abs. 1 der Verordnung über den Vollzug der Umweltschutz- und der
  Gewässerschutzgesetzgebung vom 21. März 2006). Gemäss Art. 19b Abs. 1 EG
  USG richten sich das Verfahren und die Finanzierung der Lärmschutzmassnahmen
  bei Kantonsstrassen nach Art. 34 ff. des Strassengesetzes vom 2. Mai 1971
  (StrG). 

  
	
   

  
	
  4.2 Nach Art. 67 Abs. 1 StrG ist ein Ausführungsprojekt
  von der Strassenbaubehörde öffentlich bekannt zu machen und auf der
  Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme und Einspracheerhebung binnen 30 Tagen
  aufzulegen. Das Ausführungsprojekt hat unter anderem über Art, Umfang und
  Einzelheiten seiner bautechnischen Gestaltung Aufschluss zu geben (Art. 67
  Abs. 2 StrG). Für die Abänderung des Ausführungsprojekts kommen die für den
  Strassenplan aufgestellten Vorschriften analog zur Anwendung (Art. 67 Abs. 4
  StrG). Auf die öffentliche Auflage kann verzichtet werden, wenn es sich um
  unwesentliche Korrektionen handelt, wenn alle Interessenten bekannt sind und
  schriftlich ihr Einverständnis zum Projekt erklärt haben. Die Genehmigung des
  Regierungsrats ist auch in diesen Fällen einzuholen (Art. 67 Abs. 5 StrG). 

  
	
   

  
	
  4.3 Betreffend die an einem Gebäude durchzuführenden
  konkreten Sanierungsmassnahmen und deren Kostentragung schliesst die
  Abteilung Umweltschutz und Energie nach öffentlicher Auflage des
  Lärmsanierungsprojekts mit dem jeweiligen Grundeigentümer eine Vereinbarung.
  Ist der jeweilige Grundeigentümer mit einem Vereinbarungsschluss nicht
  einverstanden, kann die Abteilung Umweltschutz und Energie die auszuführenden
  Sanierungsmassnahmen verfügungsweise anordnen (Art. 19a Abs. 1 lit. b EG
  USG).  

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Das Ausführungsprojekt der Lärmsanierung […] wurde
  öffentlich aufgelegt und in der Folge vom Regierungsrat genehmigt. Betreffend
  die im Eigentum des Beschwerdeführers stehende Liegenschaft Parz.-Nr. 01
  waren darin als Schallschutzmassnahmen zwei Fenster vorgesehen. Gegen das
  Ausführungsprojekt hat der Beschwerdeführer keine Einsprache erhoben. Daraus
  wollen die Beschwerdegegner schliessen, dass eine Kostenbeteiligung an dem
  vom Beschwerdeführer vorfinanzierten Anbau als Sanierungsmassnahme von Beginn
  weg ausgeschlossen ist, da dieser nicht als Sanierungsmassnahme im
  Lärmsanierungsprojekt enthalten ist.

  
	
   

  
	
  Dieser Ansicht ist nicht
  beizupflichten. Dass das Nichterheben einer Einsprache im Rahmen der
  öffentlichen Auflage des Sanierungsprojektes einer Anpassung des
  Lärmsanierungsprojektes nicht generell entgegenstehen kann, ergibt sich
  bereits daraus, dass die Beschwerdegegnerin 1 dem Beschwerdeführer mit
  Vereinbarungsvorschlag vom 1. September 2016 die Sanierung und
  Kostenübernahme dreier Fenster in Aussicht stellte. Dies, obwohl im
  Sanierungsprojekt betreffend die beschwerdeführerische Liegenschaft
  Parz.-Nr. 01 nur zwei Fenster als Sanierungsmassnahmen enthalten sind.
  Daraus erhellt, dass eine Anpassung des Lärmsanierungsprojektes auch nach
  dessen öffentlicher Auflage als Ausführungsprojekt möglich sein muss. In
  diesem Sinne weist auch Art. 67 Abs. 5 StrG daraufhin, dass allfällige
  Anpassungen untergeordneter Bedeutung im Rahmen der Detailprojektierung
  vorgenommen werden können (vgl. VGer-Urteil VG.2012.00099 –
  VG.2012.00110 vom 24. April 2013 E. II/22c, nicht publiziert). 

  
	
   

  
	
  Sodann ist zu beachten,
  dass ein Rechtmittelverfahren gegen das Lärmsanierungsprojekt die
  Rechtmässigkeit des Projekts, worunter allfällig gewährte Erleichterungen im
  Sinne von Art. 14 LSV fallen, zum Gegenstand hat. Die Verpflichtung zur
  Vornahme von Lärmsanierungsmassnahmen wie auch die Kostenübernahme durch den
  Anlagen-eigentümer werden hingegen erst mit dem mit der betreffenden
  Verfügung bzw. im Falle des Einverständnisses beider Parteien mit dem
  Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung grundeigentümerverbindlich. Denn
  erst dadurch wird der jeweilige Eigentümer individuell-konkret verpflichtet,
  bestimmte Sanierungsmassnahmen innert einer gewissen Frist und unter
  (nachträglicher) Kostentragung durch den Anlageneigentümer umzusetzen.
  Entsprechend muss es dem Grundeigentümer möglich sein, Einwendungen gegen die
  erstmals mit Vereinbarungsvorschlag eröffneten Sanierungsmassnahmen zu
  erheben und diesbezüglich allfällige Anpassungen zu fordern. Davon geht
  zumindest implizit auch die Beschwerdegegnerin 1 aus, forderte sie doch
  mit Schreiben vom 1. September 2016 den Beschwerdeführer auf, sein
  allfälliges Nicht-Einverständnis mit dem Vereinbarungsvorschlag zu begründen,
  gestützt worauf in der Folge eine anfechtbare Verfügung betreffend Umfang der
  Schallschutzmassnahmen und die allfällige Rückerstattung bereits ersetzter
  Fenster ausgestellt werde.

  
	
   

  
	
  5.2

  
	
  5.2.1 Grundsätzlich werden Räume, welche dem längeren
  Aufenthalt von Personen dienen, mit Schallschutzfenstern versehen. Allerdings
  können auch andere bauliche Massnahmen, welche vor Lärm schützen, vorgenommen
  werden (Art. 20 Abs. 1 USG, Art. 15 Abs. 2 LSV). So
  können beispielsweise absorbierende Verkleidungen zur Verhinderung von
  Reflexionen, Blenden zur Reduktion seitlicher Einwirkungen,
  Schalldämmmassnahmen an Balkonen oder Terrassenbrüstungen oder allenfalls die
  Erstellung eines Wintergartens als Lärmschutzmassnahme in Betracht fallen
  (Christoph Schaub, Schalldämmung von Fenstern bestehender Gebäude an lärmigen
  Strassen – Fragen aus der Praxis, in URP 6/1992, S. 592 ff., 593 und 600 f.).
  Wünscht der Eigentümer des Gebäudes anstelle der Schallschutzfenster andere
  bauliche Massnahmen, erstreckt sich die Kostentragung des Anlageninhabers
  maximal auf den Betrag, der für Schallschutzfenster aufgewendet werden müsste
  (Art. 11 Abs. 3 LSV; Zäch/Wolf, Art. 20 N. 41).

  
	
   

  
	
  5.2.2 Entsprechend macht Art. 15 Abs. 2 LSV die
  Vornahme anderer baulicher Massnahmen vom Einverständnis der Vollzugsbehörde
  abhängig. Art. 15 Abs. 2 LSV bezieht sich jedoch auf das
  Sanierungsverfahren, in welchem mittels Vereinbarung zwischen dem
  Grundeigentümer und der Vollzugsbehörde oder allenfalls mittels Verfügung
  bestimmt wird, welche Sanierungsmassnahmen vorgenommen und welche Kosten vom
  Anlageneigentümer zu übernehmen sind. Hingegen betrifft Art. 15 Abs. 2 LSV
  nicht die Frage der Übernahme von vorfinanzierten und bereits umgesetzten
  Lärmsanierungsmassnahmen. Folglich ist die Frage, ob der Beschwerdeführer mit
  der Vornahme des Anbaus auf der Westseite des Gebäudes
  Lärmsanierungsmassnahmen vorfinanzierte, nicht vom Vorliegen einer
  vorgängigen Vereinbarung mit der Beschwerdegegnerin 1 abhängig zu
  machen. Die gegenteilige Argumentation würde darauf hinauslaufen, dass ein
  von Lärm geplagter Grundeigentümer Lärmsanierungsmassnahmen so lange nicht
  vornehmen und allenfalls vorfinanzieren kann, als dass die Vollzugsbehörde
  nicht einverstanden ist, mit ihm eine Vereinbarung betreffend
  Lärmschutzmassnahmen abzuschliessen. Die Vollzugsbehörde wird regelmässig
  aber nicht bereit sein, eine Vereinbarung in Sachen Lärm-sanierungsmassnahmen
  einzugehen, solange kein Lärmsanierungsprojekt vorliegt und insbesondere
  nicht bekannt ist, bei welchen Fenstern welche Grenzwerte überhaupt
  überschritten werden. Damit würde dem vom Lärm geplagten Grundeigentümer von
  Beginn weg die Möglichkeit genommen, selbständig Lärmsanierungsmassnahmen zu
  erstellen sowie vorzufinanzieren mit der Möglichkeit, die vorfinanzierten
  Kosten entsprechend dem Verursacherprinzip vom Lärmverursacher erstattet zu
  erhalten. In diesem Sinne äussert sich nicht zuletzt auch das Tiefbauamt im
  allgemein gehaltenen Schreiben vom 10. September 2001, worin es in pauschaler
  Weise festhält, dass vorgängige Investitionen durch Private zurückerstattet
  würden, wenn sie im Lärmsanierungsprojekt berücksichtigt seien. Entsprechend
  macht sie eine Zusage betreffend die Rückerstattung der vorfinanzierten Kosten
  vom Vorliegen eines Lärmsanierungsprojekts abhängig, nicht aber vom Vorliegen
  einer vorgängigen Vereinbarung. 

  
	
   

  
	
  Anzufügen bleibt, dass das
  Tiefbauamt entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers im Schreiben vom
  10. September 2001 keine behördliche Zusicherung zur Kostenübernahme gab,
  sondern allgemein festhielt, unter gewissen Bedingungen könnten vorgängige
  Investitionen von Privaten zurückerstattet werden. Damit stellt dieses
  Schreiben keine Vertrauensgrundlage dar, welche der Beschwerdeführer anrufen
  könnte.

  
	
   

  
	
  5.2.3 Stattdessen kann für die Frage der Rückerstattung
  von vorfinanzierten Lärmschutzmassnahmen auf den Leitfaden Strassenlärm,
  Vollzugshilfe für die Sanierung des Bundesamts für Umwelt von Dezember 2006
  abgestellt werden. So beruft sich auch der Beschwerdegegner 2 zu Recht
  auf Ziffer 4.14 des genannten Leitfadens, wobei er davon ausgeht, dass der
  vom Beschwerdeführer erstellte Anbau einer Lärmschutzwand bzw. einem
  Lärmschutzdamm entspricht und damit die diesbezüglich relevanten Bedingungen
  der Rückerstattung der Kosten prüft. Dabei wird insbesondere vorausgesetzt,
  dass die Lärmschutzbaute den im Sanierungsprojekt vorgesehenen Massnahmen
  respektive Massnahmekriterien (Machbarkeit, Verhältnismässigkeit etc.)
  entspricht, deren Vorliegen seitens des Beschwerdegegners 2 verneint
  wird, da der Anbau nicht im Lärmsanierungsprojekt enthalten sei. Dass der
  Anbau am Wohnhaus des Beschwerdeführers als explizit genannte
  Lärmsanierungsmassnahme im Lärmsanierungsprojekt nicht enthalten ist, ist
  unbestritten. Allerdings muss gemäss den Vorgaben im Leitfaden nicht die
  Massnahme als solche im Lärmschutzprojekt enthalten sein, sondern sie muss
  den im Sanierungsprojekt vorgesehenen Massnahmen entsprechen. Dies hat der
  Beschwerdegegner 2 im vorinstanzlichen Entscheid nicht geprüft, was
  vorliegend nachzuholen ist. 

  
	
   

  
	
  Die im Sanierungsprojekt
  vorgesehenen Massnahmen bezwecken die Reduktion des Lärms in
  lärmempfindlichen Räumen. Die Beschwerdegegner anerkennen übereinstimmend,
  dass zumindest ein Teil der auf der Südseite des Gebäudes vorhandenen Fenster
  die Grenzwerte einzig aufgrund des am Gebäude vorgenommenen Anbaus nicht
  überschreiten. Damit ist erstellt, dass der Anbau zumindest teilweise das
  Ziel des Lärmsanierungsprojekts – die Reduktion des Lärms in lärmempfindlichen
  Räumen – erfüllt. Zwar sind im Lärmsanierungsprojekt keine Anbauten an
  Gebäuden als Lärmschutzmassnahmen enthalten. Doch bildet Gegenstand des
  vorliegenden Verfahrens nicht die Frage der Übernahme der Erstellungskosten
  des Anbaus, sondern die Rückerstattung der Kosten, welche ohne Gebäudeanbau
  für den Einbau von Schallschutzfenstern auf der Südseite des Gebäudes auf der
  Liegenschaft Parz.-Nr. 01 angefallen wären. Das Lärmsanierungsprojekt
  […] sieht als Lärmschutzmassnahme überwiegend den Einbau von
  Schallschutzfenstern vor. Folglich entsprechen die dem
  Rückerstattungsbegehren des Beschwerdeführers zugrundeliegenden Lärmschutz-massnahmen
  den im Sanierungsprojekt vorgesehenen Massnahmen sowie auch deren Ziele. Dass
  betreffend die Parz.-Nr. 01 eine Sanierungspflicht besteht, die
  Immissionsgrenzwerte ohne Lärmschutzbaute zumindest teilweise überschritten
  würden und die Baubewilligung für die Lärmschutzbaute nach dem 1. Januar
  1985 erteilt worden ist, ist unbestritten, womit auch die übrigen Voraussetzungen
  für eine Kostenrückerstattung für vorfinanzierte Lärmschutzmassnahmen erfüllt
  sind.

  
	
   

  
	
  Würde hingegen eine
  Kostenrückerstattung in Übereinstimmung mit den Beschwerdegegnern im Falle
  von vorfinanzierten Lärmsanierungsmassnahmen verneint, würde dies zu einer
  dem Verursacherprinzip und damit der LSV widersprechenden Entlastung des
  Kantons Glarus als Eigentümer der lärmverursachenden Anlage führen. Denn die
  Beschwerdegegnerin 1 würde davon befreit, die ihr gestützt auf
  Art. 20 USG obliegenden Sanierungs- und Kostentragungspflichten zu
  tragen, was nicht sachrichtig wäre.

  
	
   

  
	
  5.2.4 Aus den Akten ergibt sich nicht, wo auf der
  Südseite des Gebäudes des Beschwerdeführers Fenster eingebaut sind und bei
  welchen dieser Fenster die Grenzwerte ohne Gebäudeanbau überschritten würden.
  Ebenso ist daraus nicht ersichtlich, wo die Fenster lärmempfindliche Räume
  betreffen und daher zur Lärmsanierung verpflichten würden. Es obliegt jedoch
  der Beschwerdegegnerin 1, das Lärmsanierungsprojekt vollständig
  auszuarbeiten, wozu auch gehört, abzuklären, wo Sanierungsmassnahmen bereits
  umgesetzt wurden und allenfalls Rückerstattungspflichten bestehen können.
  Folglich ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 1 zurückzuweisen,
  welche abzuklären hat, welche Fenster auf der Südseite zu Lärmsanierungsmassnahmen
  berechtigen würden, wäre der Anbau nicht erstellt worden. Ebenso hat sie
  festzustellen, welche Kosten für die entschädigungsberechtigten Fenster
  angefallen wären und diese zurückzuerstatten.

  
	
   

  
	
  5.3 Schliesslich fordert der Beschwerdeführer, das
  Fenster Nr. 05 sei ebenfalls zu sanieren und die dafür anfallenden
  Kosten seien vom Kanton Glarus als Anlageneigentümer zu tragen. Das Fenster
  Nr. 05 befindet sich auf der Westseite des Gebäudes auf der
  Parz.-Nr. 01 und wird damit nicht von dem weiter südlich auf der
  Westseite vorhandenen Anbau abgeschirmt. Entsprechend den unbestrittenen
  Abklärungen der Beschwerdegegnerin 1 gehört das Fenster Nr. 05 zu
  einem Gang/Treppenhaus. Schallschutzfenster sind in Räumen, welche dem
  längeren Aufenthalt von Personen dienen, einzubauen (Art. 20 Abs. 1 USG).
  Lärmempfindliche Räume sind daher Wohnräume, wozu das Treppenhaus bzw. ein
  Gang nicht zählen. Daraus folgt, dass das Fenster Nr. 05 nicht
  sanierungspflichtig ist.

  
	
   

  
	
  5.4 Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise
  gutzuheissen. Der Entscheid des Beschwerdegegners 2 vom 20. Juni
  2018 und die Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 10. Oktober 2017 sind aufzuheben. Die
  Sache ist im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 1
  zurückzuweisen. 

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  1.

  
	
  Eine Rückweisung zu
  erneutem Entscheid mit offenem Ausgang gilt für die Verteilung der Kosten und
  Entschädigungen als Obsiegen (BGer-Urteil 1C_621/2014 vom 31. März 2015
  E. 3.3). Insofern hat der Beschwerdeführer als hinsichtlich der Fenster an
  der Südseite obsiegend und hinsichtlich des Fensters Nr. 05 unterliegend
  zu geltend. Die Gerichtskosten von pauschal Fr. 1'200.- sind
  ausgangsgemäss zu einem Viertel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und zu drei
  Vierteln auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 134 Abs. 1 lit. c und Art.
  135 Abs. 1 VRG). Vom bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von
  Fr. 1'200.- sind dem Beschwerdeführer Fr. 900.- zurückzuerstatten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die Parteien erhalten gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a
  VRG zu Lasten der Vorinstanz eine angemessene Parteientschädigung, wenn sie
  im Verwaltungsgerichtsbeschwerde-, Revisions- oder Klageverfahren obsiegen.
  Aufgrund seines teilweisen Obsiegens steht dem Beschwerdeführer zu Lasten des
  Beschwerdegegners 2 eine (reduzierte) Parteientschädigung zu.

  
	
   

  
	
  2.2 Der für den Entscheid zuständigen Behörde kommt bei
  der Bemessung der Parteientschädigung ein weiter Ermessensspielraum zu, was
  sich insbesondere darin zeigt, dass die Parteientschädigung lediglich
  angemessen zu sein braucht. Aus dem Umstand, dass nur eine
  "angemessene" Parteientschädigung zuzusprechen ist, leitet das
  Verwaltungsgericht in ständiger Praxis
  ab, dass die Parteientschädigung in der Regel nicht sämtliche erforderlichen
  Kosten umfasst, die einer Partei entstanden sind, sondern nur einen Teil des
  nötigen Prozessaufwands. Im Übrigen hat die entschädigungsberechtigte Partei
  ihren notwendigen Aufwand selber zu tragen. Dabei wird davon ausgegangen,
  dass es der entschädigungsberechtigten Partei grundsätzlich zuzumuten ist,
  für einen Teil ihrer erforderlichen Kosten selber aufzukommen (zur
  vergleichbaren Rechtslage im Kanton Zürich: Kaspar Plüss, in Alain Griffel
  [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungs-rechtspflegegesetz des Kantons Zürich,
  3. A., Zürich/Basel/Genf 2014, § 17 N. 80). Nach welchen
  Kriterien die Parteientschädigung zuzusprechen ist, regelt das anwendbare
  Verwaltungsprozessrecht nicht. In der Regel dürfte es naheliegen, sinngemäss
  die Regeln über die Bemessung der Spruchgebühren heranzuziehen. Gemäss § 7
  Abs. 2 der Verordnung über amtliche Kosten im Verwaltungsverfahren und in der
  Verwaltungsrechtspflege vom 24. Juni 1987 (KoV) bemisst sich die Spruchgebühr nach dem
  Arbeits- und Zeitaufwand der entscheidenden Behörde (für die Parteientschädigung
  ist der Arbeits- und Zeitaufwand des Rechtsvertreters massgebend), der Bedeutung
  und Schwierigkeit der Sache sowie nach den für die Parteien auf dem Spiele stehenden
  Vermögens- oder sonstigen Interessen an der Angelegenheit (VGer-Urteil VG.2016.00111 vom 29. Juni 2017 E.
  III/2.1, VG.2016.00039 vom 26. Januar 2017 E. III/1.2, VG.2016.00113 vom
  15. Dezember 2016 E. II/4.2, VG.2015.00092 vom 19. November 2015 E.
  III/2).

  
	
   

  
	
  Reicht ein Rechtsvertreter eine Honorarnote ein oder legt
  er anderswie dar, wie hoch sein Aufwand war, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches
  Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
  Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV), dass die
  Behörde verpflichtet ist, zu begründen, weshalb sie die Höhe der
  zugesprochenen Parteientschädigung als angemessen erachtet. Mit anderen
  Worten darf sie sich in einem derartigen Fall nicht damit begnügen, ohne
  nähere Begründung eine "angemessene Parteientschädigung"
  zuzusprechen (Plüss, § 17 N. 87). Im Gegensatz zur Bemessung der
  Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands müssen aber weder der
  Zeitaufwand noch der Stundenansatz genau beziffert werden, sondern es genügt,
  wenn die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der dargelegten Kriterien
  in pflichtgemässer Ermessensausübung festgesetzt wird (vgl. VGer ZH-Urteil
  VB.2009.00126 vom 8. Juli 2009 E. 5.2.2, www.vgr.zh.ch).

  
	
   

  
	
  2.3 Der Beschwerdeführer reichte eine Honorarnote ein,
  worin er die gesamten Aufwendungen seit Mandatierung ab 24. Oktober 2017
  aufführte. Diesbezüglich ist er darauf hinzuweisen, dass für die Bemessung
  der Parteientschädigung im vorliegenden Beschwerdeverfahren lediglich die in
  diesem Beschwerdeverfahren angefallenen Aufwendungen zu berücksichtigen sind,
  nicht hingegen seine vorinstanzlichen Bemühungen. Überdies ist zu beachten,
  dass im Verfahren vor der oberen Instanz ein geringerer Aufwand erforderlich
  als im Verfahren vor der unteren Instanz, wenn sich im oberinstanzlichen
  Verfahren die gleichen Rechtsfragen stellen bzw. wenn der Prozessstoff keine
  wesentliche Ausdehnung erfährt (Plüss, § 17 N. 74), was vorliegend zutrifft.
  Sodann weist der vorliegende Fall nur wenige Akten auf und die sich
  stellenden Rechtsfragen sind nicht überdurchschnittlich komplex. Entsprechend
  erscheint eine um einen Viertel reduzierte Parteientschädigung in der Höhe
  von Fr. 1'200.- (inkl. Mehrwertsteuer) als angemessen. 

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Gegen diesen Entscheid
  steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans
  Bundesgericht nur nach Massgabe von Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes
  vom 17. Juni 2005 (BGG) offen.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des
    Beschwerdegegners 2 vom 20. Juni 2018 und die Verfügung der
    Beschwerdegegnerin 1 vom 10. Oktober 2017 werden aufgehoben. Die
    Sache wird im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 1
    zurückgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 1'200.- werden zu einem Viertel dem
    Beschwerdeführer auferlegt und zu drei Vierteln auf die Staatskasse
    genommen. Vom bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von
    Fr. 1'200.- werden dem Beschwerdeführer Fr. 900.-
    zurückerstattet.

    
	
    3.

    	
    Der
    Beschwerdegegner 2 wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer innert 30 Tagen
    nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung von
    Fr. 1'200.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    […]