# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9dd75eed-f8fb-50ad-9795-6a0327032bf3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-11
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 11.11.2021 V 2020 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-8_2021-11-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 11. November 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, Dr. med.
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Gesundheitswesen
(Disziplinarverfahren)

V 2020 8

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Urteil V 2020 8

A. a) A.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, verfügt seit 
H.________ über eine Berufsausübungsbewilligung des Kantons Zug und eine 
Bewilligung zur Abgabe von Arzneimitteln. Er betreibt eine Arztpraxis in D.________. 

b) Im Nachgang an eine bei A.________ im März 2014 durchgeführte 
Praxisinspektion führte die Gesundheitsdirektion gegen den Arzt ein Disziplinarverfahren 
wegen verschiedenen Verstössen gegen die Berufspflichten und wegen der mehrfachen 
sorgfaltspflichtwidrigen Anwendung des Medikaments Ferinject zur 
Eisenmangelbehandlung durch. Im Rahmen dieses Verfahrens erstellte Prof. Dr. med. 
C.________, Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie FMH, am 3. Oktober 2016 ein 
Gutachten betreffend die Eisenmangelbehandlungen von A.________. Er stellte dabei in 
drei Fällen eine übermässige Eisenzufuhr und in mehreren Fällen mangelnde Sorgfalt bei 
der Eisenmangelbehandlung fest. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2016 sprach die 
Gesundheitsdirektion gegen A.________ aufgrund der festgestellten Mängel im 
Praxisbetrieb und der sorgfaltswidrigen Eisenmangelbehandlungen gestützt auf Art. 43 
MedBG einen disziplinarischen Verweis aus. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft. 

c) Aufgrund einer Anzeige eines Vertrauensarztes einer Krankenkasse vom 
16. Dezember 2018 an den Kantonsarzt, wonach Dr. A.________ nach einer unfundierten 
und abstrusen Diagnose bei einer 88-jährigen Dame mit seiner Eisenmangelbehandlung 
eine Eisenüberladung verursacht und sie damit reell geschädigt habe und zu befürchten 
sei, dass er auch weitere Patienten mit seiner Behandlungsweise schädige, eröffnete die 
Gesundheitsdirektion nach einigen Abklärungen mit Verfügung vom 28. März 2019 wegen 
nicht indizierten Eisentherapien ein weiteres Disziplinarverfahren gegen A.________. 
Gleichzeitig wurde ihm für die Dauer des Disziplinarverfahrens untersagt, parenterale 
Eisentherapien durchzuführen. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
Mit Verfügung vom 30. August 2019 verbot die Gesundheitsdirektion A.________ definitiv, 
parenterale Eisentherapien durchzuführen und auferlegte ihm eine Busse von Fr. 3'000.–. 
Dagegen liess A.________ am 19. September 2019 beim Regierungsrat des Kantons Zug 
Beschwerde einreichen und die Aufhebung der Verfügung beantragen. Eventuell sei er zu 
verwarnen, nicht aber zu büssen. Mit Beschluss vom 21. Januar 2020 wies der 
Regierungsrat die Beschwerde ab und auferlegte dem Beschwerdeführer 
Verfahrenskosten von Fr. 1'600.–. 

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Urteil V 2020 8

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. Februar 2020 liess A.________ die 
Aufhebung der Entscheide des Regierungsrates vom 21. Januar 2020 und der Verfügung 
der Gesundheitsdirektion vom 30. August 2019 beantragen; eventuell sei er zu verwarnen, 
aber nicht zu büssen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Regierungsrates. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass er am 23. Dezember 2016 
einen disziplinarischen Verweis erhalten habe. Zwar habe er diese Disziplinarverfügung 
nicht angefochten, was aber nicht bedeute, dass er mit sämtlichen darin enthaltenen 
Ausführungen einverstanden gewesen sei. Er rüge hier eine mehrfache Verletzung des 
rechtlichen Gehörs. Gestützt auf das Vorverfahren hätten die Vorinstanzen in antizipierter 
Beweiswürdigung angenommen, dass er in Bezug auf die Patientin E.________ sich 
(erneut) einer grobfahrlässigen Eisenüberladung schuldig gemacht habe, und sie seien 
insbesondere gestützt auf das Gutachten von Professor C.________ von einer Verletzung 
der gesetzlichen Berufsregeln ausgegangen. Er habe die hochbetagte Patientin 
E.________, die sich zu Beginn seiner Behandlung in einem überaus schlechten 
Gesundheitszustand befunden habe, mit einer Eisentherapie lege artis behandelt. Nach 
seiner Ansicht hätte der Beschwerdegegner ihm die Gelegenheit bieten müssen, die 
Patientin, den Kantonsarzt und ihn persönlich zu befragen und ihm selber ergänzende 
Fragen ermöglichen müssen. Die Vorgehensweise des Beschwerdegegners entspreche 
einer Vorverurteilung. Diese sei auch erfolgt, weil der Beschwerdegegner von der 
Richtigkeit des Gutachtens von Professor C.________ ausgehe, obwohl zugestanden 
werde, dass dieser nicht auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens gewesen 
sei, wie Professor F.________ kritisch geäussert und gerügt habe. Die Kritik hätte den 
Beschwerdegegner verpflichtet, antragsgemäss ein Obergutachten einzuholen, da 
eingestandenermassen ein wissenschaftlicher Streit in Bezug auf die Eisentherapie 
bestehe. Der Beschwerdeführer habe auch selber am 10. Juli 2019 die aktuellsten 
medizinischen Stellungnahmen eingereicht und hätte damit ein Obergutachten erwarten 
dürfen. Die Erwägungen 2.4 f. zeigten, dass sich die Gesundheitsdirektion nicht ernsthaft 
mit der Argumentation des Beschwerdeführers auseinandergesetzt habe. Unter Hinweis 
auf die Verfügung vom 23. Dezember 2016 habe sie einseitig zulasten des 
Beschwerdeführers geschlussfolgert, dass die zahlreichen Eiseninfusionen nicht indiziert 
gewesen seien, ja sogar auf einer unwissenschaftlichen Diagnostik beruhten. Sie hätte 
nicht eine zweifelsfreie Verletzung der Berufspflicht durch den Beschwerdeführer in Bezug 
auf die Patientin E.________ bejahen dürfen. Aus diesem Grund beantrage er erneut, 
dass im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens eine Oberbegutachtung stattfinde und 
sämtliche beteiligten Personen (Kantonsarzt, Patientin E.________, Vertrauensarzt des 
Krankenversicherers und er selber) persönlich befragt würden. Der Kantonsarzt und der 

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Vertrauensarzt seien insbesondere dahingehend zu befragen, wie sie sich in Bezug auf 
Eisenbehandlungen wissenschaftlich positionierten und welche Gründe sie dagegen 
vorbrächten. Gegenstand der Oberbegutachtung seien somit der wissenschaftliche Streit 
und die sich widersprechenden Auffassungen der vorgenannten Professoren sowie die 
konkret in Bezug auf die Patientin vorgenommene Behandlung. Eine Sanktionierung des 
Beschwerdeführers sei nur dann gerechtfertigt, wenn ihm tatsächlich eine Verletzung der 
Berufspflichten vorgeworfen werden könne, nicht aber wenn er im Rahmen seines 
ärztlichen Ermessens gehandelt habe. Selbst wenn er sich einer Verletzung seiner 
Pflichten schuldig gemacht haben sollte, sei eine kombinierte Sanktionierung durch ein 
teilweises Berufsverbot und eine zusätzliche Busse unzulässig. Er halte daran fest, dass 
vorliegend ein teilweises Berufsverbot gemäss Art. 37 MedBG hätte angeordnet werden 
müssen, nicht aber eine kombinierte Disziplinarmassnahme gemäss Art. 43 MedBG. Dazu 
komme, dass die getroffene Massnahme in keinem Verhältnis zur (bestrittenen) 
Verletzung der Berufspflicht in Bezug auf eine einzelne Patientin stehe. Im Vorverfahren 
(damit wohl das Disziplinarverfahren 2014 mit Abschluss Disziplinarmassnahme am 
23. Dezember 2016 gemeint) sei er mit Bezug auf eine mehrfache Verletzung weniger hart 
sanktioniert worden. Dazu habe er – wenn überhaupt – die Gesundheit der Patientin 
E.________ nur abstrakt, nicht aber konkret gefährdet. Diese habe sich vor, während und 
nach seiner Behandlung in einem sehr kritischen Zustand befunden. Die Eisentherapie 
habe ihren Zustand zu keiner Zeit verschlechtert oder sie ernsthaft einer Gefahr des 
Organversagens ausgesetzt. Auch dazu habe sich das Obergutachten zu äussern. 

Der Rechtsvertreter ersuchte das Gericht, ihn zur Einreichung seiner Honorarnote 
aufzufordern und beantragte einstweilen eine Parteientschädigung von Fr 3'500.–. 

C. Der Beschwerdeführer leistete fristgerecht den verfügten Kostenvorschuss von 
Fr. 2'000.–.

D. Mit Vernehmlassung vom 11. März 2020 beantragte die Sicherheitsdirektion 
namens des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten 
des Beschwerdeführers. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid. 
Ergänzend legte sie dar, dass der Regierungsrat das rechtliche Gehör des 
Beschwerdeführers nicht verletzt habe. Der rechtserhebliche Sachverhalt habe sich aus 
den Akten und den Parteieingaben ergeben. Auf die beantragte Befragung der Patientin 
E.________ habe er verzichten dürfen, da ihre Krankengeschichte in den Akten sei. 
Zudem wären ihre Aussagen angesichts ihrer mittelgradigen Demenz nur sehr beschränkt 

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verwertbar gewesen. Er habe auch davon absehen können, ein Obergutachten zur 
Thematik der Eisenmangelbehandlung einzuholen. Der Beschwerdeführer habe nicht 
bestritten, dass das Gutachten von Professor C.________ vom 3. Oktober 2016 dem 
derzeit anerkannten Wissensstand entspreche und ihm ein erhöhter Beweiswert 
zukomme. Von einem Obergutachten wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten 
gewesen, weshalb ein solches auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht eingeholt 
werden müsse. Nach der Durchführung des ersten Disziplinarverfahrens habe die 
Gesundheitsdirektion einen Verweis erteilt und nur knapp von einer Busse abgesehen. 
Der Beschwerdeführer sei darauf hingewiesen worden, dass ihm im Falle erneuter 
Pflichtverletzungen, insbesondere im Bereich der Eisenmangeltherapie, wesentlich 
schwerere Disziplinarmassnahmen drohten. Die jetzt getroffenen Disziplinarmassnahmen 
seien angezeigt und verhältnismässig. 

E. Das Verwaltungsgericht beabsichtigte in der Folge, ein Obergutachten betreffend 
Eisenmangeltherapien resp. die Behandlung der Patientin E.________ im Besonderen 
einzuholen. Dazu gab es den Parteien Gelegenheit, mögliche Gutachter vorzuschlagen 
und sich zum Fragenkatalog zu äussern. Nachdem der Beschwerdeführer die beiden von 
der Sicherheitsdirektion vorgeschlagenen Gutachter als nicht mehr auf dem neuesten 
Stand des Wissens betreffend Eisenmangel-/Verteilungsstörung befindlich betrachtete und 
sie nicht mehr als hinreichend kompetent für die Beurteilung der sich stellenden Fragen 
qualifizierte, beauftragte das Verwaltungsgericht am 26. Juni 2020 im Einverständnis mit 
der Sicherheitsdirektion den vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Experten, Prof. 
Dr. med. G.________, Programmdirektor klinisch-genomische Medizin, mit der Erstellung 
des Gutachtens. Die ihm unterbreiteten Fragen wurden mit den Parteien abgestimmt. 

F. Am 14. Oktober 2020 wurde das Gerichtsgutachten erstattet. Während die 
Sicherheitsdirektion auf eine Stellungnahme zum Gutachten verzichtete, wünschte der 
Beschwerdeführer eine inhaltliche Stellungnahme eines weiteren, von ihm bezeichneten 
Sachverständigen, da der Gerichtsgutachter bloss die tradierte Lehrmeinung übernommen 
habe, er sich damit aber nicht einverstanden erklären könne. Am 29. Januar 2021 teilte 
der Beschwerdeführer mit, dass Prof. Dr. med. H.________ leider keine Zeit für eine 
Stellungnahme habe, weswegen er selber umfangreiche Ausführungen zu den 
medizinischen Fragen darlegte. Er äusserte dabei auch den Verdacht, dass der 
Gerichtsgutachter nur mit Krankenakten bis 6. November 2019, somit unvollständigen 
Akten von E.________ bedient worden sei, weshalb er um eine diesbezügliche Ergänzung 

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des Gutachtens ersuchte. Er hielt aber ausdrücklich fest, dass weder der Kantonsarzt 
noch der Vize-Kantonsarzt auf dem neueren Stand des Wissens seien. 

Auf Aufforderung des Gerichts reichte der Beschwerdeführer am 25. Februar 2021 die 
späteren Akten der Patientin E.________ ein, welche umgehend an den Gerichtsgutachter 
weitergeleitet wurden. Am 17. April 2021 erstattete dieser sein Ergänzungsgutachten. Den 
Parteien wurde Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen, wovon der 
Beschwerdeführer mittels zweier Eingaben Gebrauch machte. Auf die Ausführungen ist – 
soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen. Die Sicherheitsdirektion liess sich 
nicht mehr vernehmen.  

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde 
wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den formellen Anforderungen gemäss § 65 
VRG. Der Beschwerdeführer ist vom Entscheid des Regierungsrats direkt betroffen und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung des Entscheids der 
Vor-instanz. Die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers ist daher gestützt auf § 
62 Abs. 1 VRG gegeben. Die Beschwerde ist deshalb zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt wer-
den. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines 
Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder 
die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen Form- oder 
Verfahrensvorschrift sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt 
werden kann die unrichtige Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

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2. Der Beschwerdeführer rügt vorab die mehrfache Verletzung seines rechtlichen 
Gehörs durch die Vorinstanz. Die Vorinstanz habe die persönliche Befragung von ihm, der 
Patientin E.________ und des Kantonsarztes unterlassen und sei von der Richtigkeit des 
Gutachtens von Professor C.________ ausgegangen im Wissen darum, dass dieser nicht 
auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens sei und er kritisch von Professor 
F.________ hinterfragt worden sei. In Kenntnis des wissenschaftlichen Disputs hätte die 
Vorinstanz ein Obergutachten einholen müssen. Letztlich habe sie ihn aufgrund des 
früheren Disziplinarverfahrens vorverurteilt.

2.1 Der aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleitete Anspruch auf rechtliches Gehör gibt dem 
Betroffenen als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht das Recht, sich vor Erlass 
eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu äussern, erhebliche Beweise 
beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 
werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich 
zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dies geeignet ist, den Entscheid zu 
beeinflussen. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Behörde, die Argumente und 
Verfahrensanträge der Partei entgegenzunehmen und zu prüfen sowie die rechtzeitig und 
formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht 
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache 
Beweise zu erbringen (vgl. BGer 2C_844/2018 vom 12. Juni 2020 E. 5.2 m.H.).

2.2 Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz ist nicht zu sehen. 
Der Beschwerdeführer hatte im Verfahren der Gesundheitsdirektion Gelegenheit, seine 
medizinischen Einsichten zu erklären, welche er mittels Eingabe mehrerer Fachartikel zum 
strittigen Thema wahrnahm. Auch reichte er eine ausführliche Stellungnahme zum 
Krankheitsgeschehen und seiner Behandlung der Patientin E.________ ein. Im Laufe des 
Verwaltungsverfahrens wurde ihm dargelegt, aus welchen Gründen von deren Befragung 
abgesehen wurde (vgl. Aktendossier der Gesundheitsdirektion GD GDS 5.3/19, 
nachfolgend GD 5.3/19-act. bezeichnet, hier GD 5.3/19-act. 18). Ebenso wurde ihm 
erläutert, weshalb in Absprache mit dem Kantonsarzt auf das Einholen eines weiteren 
Gutachtens zu Eisenmangelerscheinungen und deren Behandlung verzichtet werde 
(GD 5.3/19-act. 16). Wenn sich die Vorinstanz im Verwaltungsbeschwerdeverfahren dem 
wiederum gestellten Antrag auf Erstellen eines Obergutachtens verschloss, stellt dies 
keine Verletzung des (formellen) rechtlichen Gehörs dar, sondern ist eine Frage ihrer 
Beweiswürdigung bzw. ihrer Einschätzung, auch ohne Beweisabnahme über die 

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entscheidrelevanten Fakten zu verfügen, und stellt damit eine materielle Beurteilung des 
Sachverhaltes dar. 

3. Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob der Regierungsrat in korrekter 
Rechtsanwendung die von der Gesundheitsdirektion verfügten Disziplinarmassnahmen mit 
teilweisem Berufsausübungsverbot kombiniert mit einer Busse geschützt hat oder nicht. 
Der Beschwerdeführer bringt vor, dass allenfalls ein partielles Berufsverbot gemäss Art. 37 
des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, 
MedBG; SR 811.11) hätte angeordnet werden können.

4.
4.1 Die (privatwirtschaftliche) Tätigkeit als Ärztin oder Arzt in eigener fachlicher 
Verantwortung bedarf einer Bewilligung des Kantons, auf dessen Gebiet sie ausgeübt wird 
(vgl. Art. 23 MedBG). Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person unter 
anderem vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie 
Berufsausübung bietet (vgl. Art. 36 Abs. 1 lit. b MedG). Gestützt auf Art. 38 Abs. 1 MedBG 
wird die Bewilligung entzogen, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder 
nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden 
müssen. Der Kanton kann vorsehen, dass die Bewilligung mit bestimmten 
Einschränkungen fachlicher, zeitlicher oder räumlicher Art oder mit Auflagen verbunden 
wird (vgl. Art. 37 MedBG). Diese letztere Bestimmung wurde nicht aus 
Verhältnismässigkeitszwecken eingeführt; eine darauf gestützte Bewilligung setzt 
ebenfalls voraus, dass die Bewilligungsvoraussetzungen (einschliesslich der 
Vertrauenswürdigkeit) erfüllt sind (vgl. BGer 2C_1011/2014 vom 18. Juni 2015 E. 6.2; 
2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 7.2.2, wonach Art. 37 MedBG eine Kompetenznorm 
zugunsten der Kantone darstellt, welche damit die Möglichkeit erhalten, die "Verteilung" 
der Bewilligungen bzw. der mit Bewilligung ausgeübten Tätigkeiten auf ihrem Gebiet nach 
ihren Bedürfnissen zu steuern). Gemäss Boris Etter (Handkommentar, MedBG 2006, 
Art. 37 N 7) handelt es sich bei dieser Bestimmung um eine sehr eng definierte 
Kompetenz der Kantone, die nur in Ausnahmefällen zum Zug kommen dürfte. 

4.2 Artikel 40 MedBG normiert die Berufspflichten, an die sich Personen zu halten 
haben, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung 
ausüben. Hierunter fällt insbesondere die Pflicht, ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft 
auszuüben und sich an die Grenzen der Kompetenzen zu halten, die sie im Rahmen der 
Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben (Art. 40 lit. a MedBG). Verletzen sie diese 

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Berufspflichten oder andere Vorschriften der Medizinalberufegesetzgebung, kann die 
Aufsichtsbehörde als Disziplinarmassnahme eine Verwarnung, einen Verweis, eine Busse 
bis Fr. 20'000.–, ein für längstens sechs Jahre befristetes Berufsausübungsverbot oder ein 
definitives Berufsausübungsverbot für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums 
anordnen (vgl. Art. 43 Abs. 1 MedBG). Eine Busse kann zusätzlich zu einem 
Berufsausübungsverbot angeordnet werden (vgl. Art. 43 Abs. 3 MedBG). 

4.3 Beim administrativen Bewilligungsentzug nach Art. 38 MedBG handelt es sich 
nicht um eine Disziplinarmassnahme, auch wenn sie subjektiv als solche empfunden 
werden mag, sondern sie dient der Absicherung jener persönlichen Eigenschaften, über 
welche die betroffene Person bereits bei der Bewilligungserteilung verfügen musste und 
bezweckt dergestalt den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Die Rechtmässigkeit einer 
solchen Verwaltungsmassnahme hängt damit nicht von einem subjektiv vorwerfbaren 
Verhalten des Betroffenen ab. Mit den Massnahmen, mit welchen ein Verstoss gegen die 
Berufspflichten nach Art. 40 MedBG geahndet werden, soll hingegen die betroffene 
Person spezialpräventiv von weiteren Verfehlungen abgehalten werden. Indessen 
überschneidet sich der Inhalt der Berufspflichten teilweise mit den Voraussetzungen der 
Berufsausübungsbewilligung, indem ihnen implizit das Element der Vertrauenswürdigkeit 
zugrunde liegt. Zwecks klarer Differenzierung zwischen Disziplinar- und 
Verwaltungsmassnahme rechtfertigt es sich im Grundsatz, die Beurteilung einer 
Berufspflichtverletzung sowie der Voraussetzungen für einen Bewilligungsentzug je in 
einem separaten Entscheid vorzunehmen (vgl. BGer 2C_95/2021 vom 27. August 2021 
E. 3.2.3 m.w.H.).

Sowohl für den administrativen Entzug einer Bewilligung – sei es für die ganze oder für 
einen Teil der Berufstätigkeit und auf bestimmte oder unbestimmte Zeit – wie auch für die 
Anordnung von Disziplinarmassnahmen ist die Gesundheitsdirektion zuständig (vgl. § 10 
Abs. 1 des Gesetzes über das Gesundheitswesen im Kanton Zug [GesG; BGS 821.1]) 
betr. administrativen Entzug und § 5 Abs. 7 der Verordnung über das Gesundheitswesen 
im Kanton Zug [GesV; BGS 821.11] betr. Disziplinarmassnahmen). 

4.4 Soweit eine Sorgfaltspflichtverletzung resp. eine pflichtwidrige Berufsausübung im 
Raum steht, welche die Vertrauenswürdigkeit des Betroffenen tangiert, kann – wie oben 
dargelegt – tatsächlich auch ein Bewilligungsentzug gemäss Art. 38 MedBG als korrekte 
und notwendige Massnahme in Betracht kommen. Im vorliegenden Fall ergibt sich aber 
aus den Erwägungen der Vorinstanz(en) eindeutig, dass mit den getroffenen Massnahmen 

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die nach deren Einschätzung – subjektiv vorwerfbare – sorgfaltswidrige 
Eisenmangelbehandlung durch den Beschwerdeführer sanktioniert werden sollte. Es kann 
hier nicht die Rede davon sein, dass die ihm – vor Jahrzehnten schon – erteilte 
Berufsausübungsbewilligung aufgrund fehlender teilweiser Vertrauenswürdigkeit 
ungeachtet der persönlichen Verantwortlichkeit hätte entzogen werden sollen. Es 
erschliesst sich denn auch nicht, weswegen der Beschwerdeführer vorbringt, dass auch 
für den Fall der bestätigten Verletzung der Berufspflichten nur gerade eine administrative 
Massnahme zulässig sein sollte. Im Weiteren dient der vom Beschwerdeführer angerufene 
Art. 37 MedBG gerade nicht dem Zweck, einen Arzt wegen teilweise nicht mehr 
vorhandener Vertrauenswürdigkeit eingeschränkt praktizieren zu lassen. 

5. Der Beschwerdeführer beantragte im gerichtlichen Verfahren die Befragung 
sämtlicher in dieser Angelegenheit beteiligten Personen, namentlich der Patientin 
E.________, des Kantonsarztes und des Vertrauensarztes der Krankenkasse und von ihm 
selber. Insbesondere solle sich der Kantonsarzt dazu äussern, wie er sich bezüglich 
Eisenmangeltherapien positioniert. Diesen Anträgen wird nicht Folge geleistet. 
Offensichtlich bestehen divergierende Meinungen über die Behandlung von Eisenmängeln 
sowohl genereller Natur wie auch konkret in Bezug auf die Patientin E.________ 
ansonsten es gar nicht zum vorliegenden Verfahren gekommen wäre. Was sich daher der 
Beschwerdeführer erhofft, wenn der medizinische Disput vor dem Gericht geführt wird, ist 
nicht klar, handelt es sich dabei doch um eine hochspezifische, medizinisch-
wissenschaftliche Problematik, deren fachliche Beurteilung nicht im Kompetenzbereich 
des Verwaltungsgerichts liegt. Auch dürfte die Befragung der hochbetagten E.________, 
welche gemäss Akten unbestrittenermassen an zunehmender Demenz leidet, keine für 
das Verfahren notwendige und verwertbare Erkenntnisse bringen; es kann 
vernünftigerweise nicht erwartet werden, dass sie ihre gesundheitlichen Beschwerden und 
deren damals vom Beschwerdeführer applizierte Behandlungen angemessen und richtig 
einordnen kann oder überhaupt konnte. 

Der Beschwerdeführer reichte im Verwaltungsgerichtsverfahren zahlreiche medizinische 
Berichte betreffend die Behandlung von Eisenmangelerscheinungen ein, welche seine 
Auffassung von lege artis-Behandlungen untermauern und damit dartun sollen, dass seine 
Behandlungen immerhin im Rahmen des ärztlichen Ermessens lagen. Auch in Bezug auf 
diese Unterlagen kann er nicht vom Gericht erwarten, dass es diese sachgerecht 
gewichten kann. Allein die Tatsache, dass verschiedene Behandlungsformen diskutiert 
oder Gegenstand von Studien sind, kann und darf nicht zum Schluss führen, dass damit 

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eine konforme Behandlung bejaht oder eine Sorgfaltswidrigkeit ausgeschlossen werden 
kann. 

6.
6.1 Da betreffend Prüfung des Sachverhalts besondere Sachkenntnisse erforderlich 
sind, holte das Gericht, damit auch dem Antrag des Beschwerdeführers folgend, ein 
gerichtliches Gutachten ein. Beauftragt wurde der vom Beschwerdeführer vorgeschlagene 
Experte, Prof. Dr. med. G.________, Programmdirektor klinisch-genomische Medizin. Die 
Fragen an den Gutachter wurden vorab den Parteien unterbreitet und anschliessend 
modifiziert. 

6.2 Am 14. Oktober 2020 erstattete Prof. Dr. G.________ sein Gutachten. In 
allgemeiner Weise äusserte er sich zu den drei Stadien des Eisenmangels, nämlich leere 
Eisenspeicher (Stadium 1), sog. funktioneller Eisenmangel (Stadium 2) und 
Eisenmangelanämie (Stadium 3). Die klinischen Zeichen seien sehr unspezifisch. 
Zusammen mit der Anamnese bedürfe es Labortestungen. Sei die Wahrscheinlichkeit für 
das Bestehen von Eisenmangel hoch, werde erst eine Therapie eingeleitet. Gleichzeitig 
müsse aber die Ursache, die vielfältiger Art sein könne, bestimmt werden. Patienten mit 
Stadium 1 bedürften keiner Ersatztherapie; eine Anpassung der Ernährung sei allenfalls 
angezeigt. Die Therapie von Patienten mit Stadium 2 sei umstritten und werde in der 
Schweiz zu häufig angewendet. In diesen Fällen genüge in der Regel eine Umstellung der 
Ernährung, allenfalls würden orale Präparate verabreicht. Erst Patienten mit Stadium 3, 
also bei Eisenmangel plus Anämie, müssten therapiert werden. Aber auch hier seien die 
Ursachen primär mit Ernährung und oralen Eisenpräparaten zu beheben. Eine parenterale 
Therapie sei in seltenen Fällen bei entsprechendem Schweregrad der Anämie und 
allfälligen Begleiterkrankungen nötig. Eine Bluttransfusion sei sehr selten nötig und müsse 
in einem stationären Umfeld durchgeführt werden. Eine parenterale Eisensubstitution sei 
bei schwerer Anämie wegen/mit Eisenmangel indiziert, wenn zusätzlich folgende 
Voraussetzungen gegeben seien:
- rasch notwendige Korrektur,
- nachgewiesene Unverträglichkeit der peroralen Therapie,
- Resorptionsstörung des oralen Eisens,
- chronische Entzündung, oder
- Störungen der Erythropoese (Bildung und Entwicklung von roten Blutkörperchen).
Mit Formeln müsse der Eisenbedarf berechnet und die entsprechende Menge Eisen 
zugeführt werden. Nach ca. 4 Wochen werde der Effekt klinisch und labormässig beurteilt. 

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Erst dann werde allenfalls eine erneute Dosis appliziert. In der Regel reichten 1000 mg 
Eisen sehr gut, um einen komplett leeren Eisenspeicher zu füllen. Eine erneute Applikation 
sei wiederum frühestens nach 4 bis 6 Wochen und erneuter Beurteilung des 
Eisenstoffwechsels möglich oder nötig. Die Beurteilung von Anämiemischformen, z.B. 
Eisenmangel plus Anämie der chronischen Entzündungen oder schwereren 
Begleiterscheinungen, sei komplex und müsse dem Hämatologen als Spezialisten 
überlassen werden, damit es nicht zur Überladung mit Eisen (Hämochromatose) komme.

Zur Behandlung von E.________ im Besonderen hielt er fest, dass es sich bei ihr um eine 
zunehmend multimorbide Patientin gehandelt habe, welcher gemäss der ihm vorliegenden 
Krankengeschichte im Zeitraum von Januar 2017 bis August 2018 13 Mal 500 mg, also 
insgesamt 6500 mg, Ferinject appliziert worden seien. Gemäss den Aufzeichnungen 
hätten ihre Blutwerte initial einer milden, in dem Alter quasi normalwertigen, Anämie 
entsprochen. Eine Ursache für eine Anämie sei offenbar gesucht, aber nie gefunden 
worden. Es fehle eine Abwägung des Verdachtes auf eine Eisenmangel-Anämie 
gegenüber anderen Anämien. Auffallend sei zudem die eindrückliche Gabe von nicht 
steroidhaltigen und anderen Schmerzmitteln. Eine Berechnung des Eisenbedarfs vor den 
jeweiligen Applikationen finde sich nicht. Er komme zum Schluss, dass die 
Eisenbehandlungen bei E.________ nicht gerechtfertigt gewesen seien. Es habe kein 
belegter, sicherer Eisenmangel bestanden und die Dosis sei nicht berechnet worden. Es 
sei kein oraler Therapieversuch unternommen worden und eine Differentialdiagnose fehle. 
Die Patientin sei damit einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt worden. Letztlich habe 
eine iatrogene Hämochromatose nachgewiesen werden können. Inwiefern Leber, Herz 
und endokrine Organe geschädigt worden seien, gehe aus den Akten und den 
Untersuchungen nicht hervor. Die Diagnose der Eisenmangelanämie sei nicht 
nachvollziehbar. Zur Frage, ob eine Kontraindikation in Bezug auf die gewählte 
Behandlung bestanden habe, hielt der Gutachter fest, dass die Patientin keine allergische 
Reaktion auf die Ferinject-Injektionen gezeigt habe. Es habe aber keine Indikation vor 
allem für wiederholte Injektionen gegeben. Die Ferritinwerte von nahezu 3000 würden die 
massive Überdosierung resp. Eisenüberladung beweisen. Demgemäss hätte Anlass für 
den Abbruch der Therapie bestanden wegen der Normalisierung des Hämoglobins, 
fehlenden Laborhinweisen für Eisenmangel, fehlenden Hinweisen für die Ursache des 
Eisenverlusts und über die Norm ansteigenden Ferritin- und Hepcidin-Werten. Die 
Behandlung sei demzufolge nicht sorgfältig durchgeführt worden. Aus den erwähnten 
Gründen – fehlende Abklärungen zum Beleg eines Eisenmangels, fehlenden 
Berechnungen der notwendigen Eisendosis, fehlender Therapieversuch mit oralem 

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Urteil V 2020 8

Präparat, fehlende Ursachenermittlung – sei die Behandlung nicht sorgfältig durchgeführt 
worden.

Am 17. April 2021 erstattete der Gutachter ein Ergänzungsgutachten. Dieses wurde 
notwendig, da festgestellt wurde, dass ihm die nach November 2019 entstandenen 
Krankenakten von E.________ bei der Erstellung des Gutachtens nicht zur Verfügung 
gestanden hatten. Im ergänzenden Bericht hielt er (wiederum) fest, dass Unterlagen, 
welche die Klagen und Beschwerden sowie die klinischen Befunde belegten und 
Verdachtsdiagnosen dokumentierten, fehlen würden. Alle vom Beschwerdeführer 
erwähnten kardiotropen Viren hätten ein klinisches Korrelat. Es seien aber keine 
entsprechenden Symptome, Beschwerden oder klinischen Befunde erhoben oder verbrieft 
worden. Entzündliche Ferritin-Erhöhungen kämen nur bei systemischen Entzündungen, 
genetischer Hämochromatose, Alkoholismus (sei nicht erwogen worden) und 
übermässigen iatrogenen Verabreichungen vor. Für die ersten drei Ursachen lägen keine 
Fakten vor. Es bleibe die übermässige und nicht indizierte Eisentherapie. Für die 
ausgeprägte Ferritin-Erhöhung resp. Eisenüberladung gebe es ausser den inadäquaten 
Ferinject-Infusionen und der fehlenden, ordnungsgemässen Dokumentation keine 
Erklärung. 

6.3 Der Beschwerdeführer liess mit Stellungnahme vom 29. Januar 2021 zum 
Gutachten vom 14. Oktober 2020 vorbringen, dass bei E.________ aufgrund von diversen 
Analysen eine Eisenspeicherkrankheit als Ursache für die hohen Ferritinwerte 
ausgeschlossen worden sei. Bei ihr habe grundsätzlich kein adäquater Zusammenhang 
zwischen den Ferinject-Infusionen und den hohen Ferritinwerten bestanden. Bei ihr wie 
bei den meisten Patienten seien die unterschiedlichen Mengen von kardiotropen Viren 
Grund für die massiv erhöhten Ferritinwerte gewesen. Zweithäufigster Grund seien 
grossflächige Gewebeverletzungen wie Ersatzprothesen grosser Gelenke, 
Knochenfrakturen und allgemeine Gewebequetschungen. Bei E.________ hätten 
derartige Befunde bestanden und in der Anamnese fänden sich zahlreiche Sturzereignisse 
mit Knochenbrüchen. Die Vorwürfe des Vertrauensarztes der Krankenversicherung an den 
Kantonsarzt, der Beschwerdeführer habe seine Patientin mittels zu hohen Eisenabgaben 
geschädigt und die von ihm gestellte Diagnose einer Common Variable Immunodeficency 
(CVID) sei eine Phantasiediagnose, seien aufgrund des Sachverhaltes widerlegt. Sowohl 
der Kantonsarzt wie auch der Vize-Kantonsarzt seien nicht auf dem neusten Stand des 
Wissens. 

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Urteil V 2020 8

Betreffend das Ergänzungsgutachten vom 17. April 2021 äusserte er seine Enttäuschung 
darüber, dass der Gutachter den Vorwurf des pflichtwidrigen Verhaltens aufrechterhalte. 
Er sei auch nicht damit einverstanden, dass der Eindruck erweckt werde, dass er aufgrund 
seines Alters nicht mehr über das entsprechende Fachwissen verfüge. So habe er 
beispielsweise bei Prof. Dr. med. G.________ den Zertifikationslehrgang CAS "Klinisch-
genomische Medizin & Einführung in das Genetic Counseling" gemäss Bestätigung vom 
22. Januar 2021 besucht und erfolgreich abgeschlossen. Er bilde sich laufend weiter. 
Seine Thesen im Zusammenhang mit den kardiotropen Viren würden von interessierten 
Fachleuten als interessant qualifiziert, weshalb es nicht gerechtfertigt sei, ihm ein 
pflichtwidriges Verhalten im Zusammenhang mit der Behandlung der Patientin 
E.________ vorzuwerfen. Er sei der Überzeugung, dass er stets im Rahmen des 
pflichtgemässen Ermessens gehandelt habe. Hinsichtlich der Qualifikation des Gutachters 
sei darauf hinzuweisen, dass dieser auf dem Fachgebiet der Hämatologie Hervorragendes 
geleistet habe. Nach der Kenntnisnahme des Gutachtens sei er aber nun der Auffassung, 
dass der Gutachter mit Bezug auf die sehr komplexe Symptomatologie der kardiotropen 
Viren und der Ausprägung der körperlichen Schädigungen und Behandlung nicht mehr 
über das aktuelle Fachwissen verfüge. Bemerkenswerterweise existierten bezüglich der 
erwähnten Problematik noch keine Feldstudien. Der Gutachter übersehe, dass diverse 
hochkarätige Fachleute ein Interesse an der fraglichen Problematik bekundet hätten. Er 
ersuche darum, dass der Schwager der Patientin als Zeuge befragt werde.

Mit letzter Eingabe vom 4. Juni 2021 liess der Beschwerdeführer seine eigene 
Stellungnahme vom 10. Juli 2019 an die Gesundheitsdirektion sowie zwei medizinische 
Beiträge vom Januar 2013 und Mai 2008 einreichen.  

6.4 Der Beschwerdegegner verzichtete auf eine Stellungnahme zum Gutachten samt 
dessen Ergänzungen und liess auch die ausführlichen Gegendarstellungen des 
Beschwerdeführers unkommentiert. 

6.5 Gutachten unterliegen als Beweismittel der freien richterlichen Prüfung. Bei 
gutachterlichen Einschätzungen beschränkt das Gericht seine Prüfung darauf, ob das 
Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet und widerspruchsfrei ist (vgl. Marco 
Donatsch, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 
3. Aufl. 2014, § 50 N 64). In Fachfragen darf das Gericht nicht ohne triftige Gründe vom 
Gutachten abweichen und muss eine allfällige Abweichung begründen. Ein Abweichen ist 
dann zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft 

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Urteil V 2020 8

erschüttert ist. Bestehen Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens und werden dennoch 
keine ergänzenden Abklärungen vorgenommen, kann sich das als rechtswidrig erweisen 
(BGer 4A_48/2010 vom 9. Juli 2010 E. 6.3.2 m.w.H.).

6.5.1 Vorab kann festgehalten werden, dass der Gutachter auf Vorschlag des 
Beschwerdeführers bestellt wurde, womit er diesem – jedenfalls bis zur Abgabe der 
Expertise – die notwendige Kompetenz zugestand und er sein Vertrauen besass. Weiter 
kann festgestellt werden, dass der Gutachter für die Beurteilung der ihm unterbreiteten 
Fragen im Besitz aller relevanten Akten war. Nebst der vom Beschwerdeführer geführten 
Krankengeschichte betreffend E.________ wurden ihm insbesondere auch das Gutachten 
von Prof. Dr. med. C.________ vom 3. Oktober 2016, welches ihm Rahmen des ersten 
gegen den Beschwerdeführer geführten Disziplinarverfahrens eingeholt wurde, sowie die 
einlässlichen Stellungnahmen des Beschwerdeführers und die medizinische Beurteilung 
der Eisensubstitutionstherapie durch den stellvertretenden Kantonsarzt zugestellt. 

6.5.2 Die Aussagen des Gutachters zu Eisenmangelerkrankungen und deren Behandlung 
in allgemeiner Art sind für das Gericht verständlich und nachvollziehbar. Der Sachverhalt 
betreffend die Patientin E.________ ergibt sich aus der Krankengeschichte, wie sie der 
Beschwerdeführer selber dokumentiert hat. Es ist von deren Vollständigkeit auszugehen 
bzw. wäre ein Fehlen von wichtigen Erkenntnissen in der Aktenführung – der Gutachter 
moniert u.a. fehlende Berechnungen des Eisenbedarfs vor deren Applikationen, fehlende 
Abwägungen von Verdachtsdiagnosen etc. – dem Beschwerdeführer anzulasten. Es 
erschliesst sich denn dem Gericht auch nicht, was die Befragung des Schwagers von 
E.________ als Zeuge im Nachgang an das Gutachten in Bezug auf die Feststellung des 
Sachverhaltes bewirken soll, da dessen subjektiven Wahrnehmungen vom 
Gesundheitszustand von E.________ nicht geeignet sind resp. sein können, die 
Glaubwürdigkeit der medizinischen Aussagen über Ursachen und Wirkungen von 
Behandlungen bei einer multimorbiden Patientin zu erschüttern. Auf dessen Befragung 
wird daher verzichtet.

Betreffend die konkrete Fragenstellung zur Patientin E.________ stellte der Gutachter 
fest, dass die Eisenbehandlungen medizinisch nicht gerechtfertigt waren und sie mit den 
Eiseninjektionen einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt worden sei. Eine 
Eisenmangelanämie sei nicht nachvollziehbar. Die Therapie habe zu einer massiven 
Überdosierung resp. Eisenüberladung geführt. Es hätte somit Anlass zum Abbruch der 
Therapie bestanden. Es hätten gründliche Abklärungen gefehlt. In überaus eindeutiger 

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Urteil V 2020 8

und klarer Weise zog er den Schluss, dass der Beschwerdeführer – soweit er überhaupt 
den Ablauf dokumentiert hatte – die Behandlung nicht sorgfältig ausgeführt habe. Das 
Gericht sieht keinen Anlass, von diesen Aussagen abzuweichen. Daran ändert 
insbesondere nichts, dass der Beschwerdeführer immer überzeugt war, die Behandlungen 
lege artis durchzuführen. Alles andere wäre ja geradezu verwerflich. 

6.5.3 Bereits 2014 führten die vom Beschwerdeführer vorgenommenen parenteralen 
Eisentherapien aufgrund einer Beschwerde eines Patienten zu einem Disziplinarverfahren, 
welches schliesslich mit der (rechtskräftigen) Verfügung der Gesundheitsdirektion vom 
23. Dezember 2016 seinen Abschluss fand und aufgrund dessen er einen Verweis erhielt. 
Nebst kleineren Verstössen im Zusammenhang mit dem Praxisbetrieb, welche einzeln als 
leicht eingestuft wurden, wurden seine Eisenmangelbehandlungen insgesamt als 
mittelschwere Pflichtverletzungen beurteilt. Es wurde festgehalten, dass der Umstand, 
dass diesbezüglich eine Mehrzahl von Verstössen vorlägen und er sich im 
Zusammenhang mit diesen Behandlungen nicht einsichtig zeige, für die Ausfällung einer 
Busse spreche. Die zügige Behebung der anderen Mängel und namentlich das bald 
dreissigjährige einwandfreie berufliche Vorleben im Kanton Zug seien aber zu seinen 
Gunsten zu werten, so dass die Massnahme auf einen Verweis beschränkt werden könne. 
Im Falle erneuter Pflichtverletzungen, insbesondere im Bereich der Eisenmangeltherapie, 
wären jedoch deutlich strengere Massnahmen zu prüfen. Grundlage für diesen Entscheid 
war massgeblich das von Prof. Dr. med. C.________, am 3. Oktober 2016 erstellte 
Gutachten (GD 5.3/13-act. L74959). Der Experte beurteilte damals die Behandlung von 18 
Patienten des Beschwerdeführers. In seinen Schlussfolgerungen hielt er fest, dass der 
Beschwerdeführer regelmässig Eiseninfusionen bei Patienten mit Symptomen des 
Eisenmangels ohne Anämie durchführe. Bei einem Grossteil dieser Patienten sei die 
Eisentherapie indiziert und in den meisten Fällen eine angepasste Eisendosis verabreicht 
worden. In drei Fällen sei die Gesamtdosis weit überschritten worden und habe zu einer 
Eisenüberladung geführt, welche potentiell zu einem Organschaden führen könne. Zudem 
gebe es Indizien, welche die Sorgfalt der Durchführung der Therapie in Frage stellten, 
nämlich die Behandlung mit Eiseninfusionen von Patienten ohne nachgewiesenen 
Eisenmangel, ohne Angaben über den Eisenstatus vor Beginn der Therapie, 
Verabreichung von unangemessen hohen Dosen entgegen den Angaben der offiziellen 
Empfehlungen im Kompendium, fehlende Wahrnehmung von Indizien, die für eine 
Eisenüberladung sprächen, keine Kontrolle des Ferritinwertes am Ende der 
Eisenbehandlung und Fortsetzung der Eisentherapie trotz Nachweis einer homozygoten 
Hämochromatose Typ C282Y. 

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Urteil V 2020 8

6.5.4 Damals wie heute beruft sich der Beschwerdeführer auf Experten, die wie er von 
den beiden beigezogenen Experten abweichende Lehrmeinungen vertreten würden. 
Gegenüber der SUVA äusserte er am 5. Februar 2014 betreffend den Patienten, auf 
dessen Klage hin überhaupt das erste Disziplinarverfahren ausgelöst wurde, sinngemäss 
u.a., dass selbst der Hersteller ungenügende Dosierungen für den notwendigen 
Eisenersatz vorschreibe und dass, wie er auch mit dem Hersteller besprochen habe und 
er mit zahlreichen Beispielen aus seiner Praxis dokumentieren könne, die Ferritinwerte 
häufig verfälscht seien und demzufolge in ganz seltenen Fällen brauchbar seien. Die 
"offiziellen" Eisenparameter seien virusabhängig stark veränderlich und könnten nur 
bedingt zur Diagnostik verwendet werden, was die "offizielle Medizin" trotz seiner Inputs 
nicht begriffen habe (GD 5.3/13-act. L61148). 

6.5.5 Auch wenn das erste Disziplinarverfahren nicht Gegenstand des aktuellen 
Verfahrens ist, zeigt doch der Vergleich, dass beide Experten nicht zuletzt die mangelnde 
Dokumentation der Krankengeschichten beanstanden. Beide weisen nach, dass in nicht 
orthodoxer Weise und Dosierung und entgegen der herrschenden Lehre parenterale 
Eisenmengen mit grossem Potential einer Gesundheitsschädigung appliziert wurden. Es 
mag zutreffen, dass die (akademische) Medizin in der Frage von 
Eisenmangelerkrankungen und deren Ursachen neue Behandlungsmethoden ins Auge 
fasst. Wie aber der Beschwerdeführer selber vorbrachte, bestehen zu der von ihm 
vertretenen Auffassung, welche Marker in welcher Anzahl und Häufigkeit die Durchführung 
von parenteralen Eisentherapien in – sogar von den Herstellervorgaben nach oben 
abweichenden – Dosierungen indizieren, noch keine Feldstudien. Sofern neue Wege 
beschritten werden, sollte erwartet werden, dass die "Versuche" in umfassende Studien 
eingebettet und die Vorzustände der Patienten bzw. die Auswirkungen der Therapien 
genauestens dokumentiert sind. Von einer in diesem Sinn übergeordnet kontrollierten 
Behandlung ist keine Rede. Dass sich Experten "interessiert" an seinen persönlichen 
Erkenntnissen zeigen, vermag die Glaubwürdigkeit des Gutachtens in keiner Weise zu 
erschüttern. Ihr "Interesse" sagt schon gar nichts darüber aus, ob die parenteralen 
Eisenapplikationen im konkreten Fall der E.________ indiziert oder gar schädlich waren.

6.5.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass es für das Gericht keinen triftigen Grund gibt, 
von den Einschätzungen des Gerichtsgutachters abzuweichen. Seine Aussagen sind klar, 
widerspruchsfrei und in der Begründung nachvollziehbar und damit überzeugend. Damit 
steht fest, dass der Beschwerdeführer seine Patientin E.________ durch nicht indizierte 

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Urteil V 2020 8

parenterale Eiseninjektionen in ihrer Gesundheit gefährdet hat. Diese Behandlung stellt 
eine unsorgfältige und pflichtwidrige Berufsausübung dar, weshalb der Beschwerdegegner 
zu Recht die Verletzung der in Art. 40 lit. a MedBG normierten Berufspflicht durch den 
Beschwerdeführer bejaht hat.

7. Ist festgestellt, dass der Beschwerdeführer seine Berufspflichten in vorwerfbarer 
Weise verletzt hat, ist die Anordnung von Disziplinarmassnahmen gemäss Art. 43 MedBG 
zu prüfen. Wie oben in Erwägung 4 dargelegt, steht hier eine teilweise Einschränkung der 
Berufsausübungsbewilligung gestützt auf Art. 37 MedBG ausser Diskussion. Mit vom 
Beschwerdegegner geschützter Verfügung vom 30. August 2019 verbot die 
Gesundheitsdirektion dem Beschwerdeführer definitiv, parenterale Eisentherapien 
durchzuführen und auferlegte ihm eine Busse von Fr. 3'000.–. Der Beschwerdeführer 
beantragt die vollständige Aufhebung der Disziplinarmassnahmen, kann aber 
antragsgemäss allenfalls eine Verwarnung akzeptieren. Zur Begründung bringt er vor, 
dass seine Disziplinierung jedenfalls unverhältnismässig sei angesichts der Tatsache, 
dass die (bestrittene) Verletzung der Berufspflicht nur eine einzelne Patientin betreffe. 
Zudem sei diese – wenn überhaupt – nur abstrakt und nicht konkret gefährdet worden. Im 
ersten Disziplinarverfahren sei er in Bezug auf eine mehrfache Verletzung der 
Berufspflichten weniger hart sanktioniert worden. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt 
werden. Es trifft zwar zu, dass bloss die Krankengeschichte von E.________ einer 
genauen Abklärung unterzogen wurde. Veranlasst wurde die Prüfung nur gerade dieses 
einen Falles aufgrund einer Meldung eines Vertrauensarztes einer Krankenkasse vom 
16. Dezember 2018, worin dieser die Befürchtung äusserte, dass der Beschwerdeführer 
unfundierte und abstruse Diagnosen stelle und mit dieser Behandlung die 88-jährige 
Dame reell geschädigt habe. Es sei anzunehmen, dass dies kein Einzelfall sei und eine 
Gefährdung von weiteren Patienten zu befürchten sei. Wenn sich die Gesundheitsdirektion 
in der Folge ausschliesslich auf das eine Patientendossier fokussierte, kann der 
Beschwerdeführer daraus für sich nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das erste 
Disziplinarverfahren, welches notabene mit der Verfügung vom 23. Dezember 2016 nur 
knapp zwei Jahre vor der erneuten Beanstandung im Dezember 2018 sein Ende fand, 
hätte sein Bewusstsein für den sorgfältigen und pflichtgemässen Einsatz von parenteralen 
Eiseninfusionen schärfen sollen. Die in jenem Verfahren überprüften 
Eisenmangelbehandlungen wurden insgesamt als mittelschwere 
Sorgfaltspflichtverletzungen qualifiziert. Dass er damals mit einem blossen Verweis 
sanktioniert wurde, verdankte er der Tatsache, dass er die übrigen beanstandeten Mängel 
rasch behob und bis anhin einen langjährigen guten beruflichen Leumund hatte. Er wurde 

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Urteil V 2020 8

aber explizit darauf hingewiesen, dass bei weiteren Pflichtverletzungen, insbesondere im 
Bereich der Eisenmangeltherapie, deutlich strengere Massnahmen geprüft werden 
müssten. Nur knapp zwei Jahre später wurden die Behörden wiederum mit dem, diesmal 
nicht von einem Patienten, sondern von einem Arzt geäusserten Verdacht konfrontiert, 
dass der Beschwerdeführer wieder in einem Fall ohne Notwendigkeit exzessiv Eisen 
verabreicht habe. Bei dieser Sachlage mit der dokumentierten und begutachteten 
Vorgeschichte durfte sich die Gesundheitsdirektion darauf beschränken, nur die eine 
Krankengeschichte zu prüfen, wäre doch eine Untersuchung aller mit Eisen therapierten 
Patienten und Patientinnen des Beschwerdeführers für alle Beteiligten äusserst zeit- und 
kostenaufwändig gewesen. 

Wie oben unter Erwägung 4.2 ausgeführt wurde, kann gestützt auf Art. 43 MedBG eine 
Busse zusätzlich zu einem definitiven Verbot der Berufsausübung für den ganzen oder 
einen Teil des Tätigkeitsspektrums angeordnet werden. Die Gesundheitsdirektion verbot 
dem Beschwerdeführer definitiv die Durchführung von parenteralen Eisentherapien und 
auferlegte ihm gleichzeitig eine Busse von Fr. 3'000.–. Angesichts des hohen 
Schädigungspotentials dieser Therapien bei nicht sachgemässer Anwendung und der 
nicht einsichtigen Haltung des Beschwerdeführers wurde ihm das Verbot zu Recht 
auferlegt. Dasselbe gilt auch für die Busse. Bei einem Bussenrahmen bis zu Fr. 20'000.– 
ist die Höhe von Fr. 3'000.– nicht zu beanstanden. Im ersten Disziplinarverfahren wurde er 
nebst der (bescheidenen) Sanktion explizit darauf hingewiesen, dass eine weitere 
Pflichtverletzung insbesondere im Bereich der Eisentherapien strenger geahndet werden 
müsste. Dieser Hinweis hinderte ihn aber nicht daran, seine Therapien nach seinen, von 
wissenschaftlichen Studien noch nicht erhärteten Thesen in für Experten nicht 
nachvollziehbarer Weise fortzuführen. Die angesetzte Höhe der Busse liegt jedenfalls im 
korrekten Ermessen der Vorinstanz, in welches das Verwaltungsgericht nicht einzugreifen 
hat. 

8. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Regierungsratsbeschluss in keinem 
Punkt zu beanstanden ist. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie 
abzuweisen ist. 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer gemäss § 23 
Abs. 1 Ziff. 3 VRG die Kosten des Verfahrens zu tragen. Das Verwaltungsgericht erhebt 
für die Deckung des Verfahrensaufwands und die Kosten des Entscheids eine pauschale 
Spruchgebühr; diese beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15'000.–. Sie richtet sich nach dem Zeit- und 

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Arbeitsaufwand des Gerichts und nach der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie 
nach dem Streitwert und den sonstigen Interessen der Parteien an der Beurteilung der 
Streitsache. Das Verwaltungsgericht hat zur Konkretisierung der Kostenverordnung 
Richtlinien erlassen, die im Internet unter der Seite des Verwaltungsgerichts abrufbar sind 
(vgl. § 1 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 
BGS 162.12). Zeit- und Arbeitsaufwand beurteilen sich unter anderem nach der Anzahl, 
Umfang und Komplexität der eingereichten Rechtsschriften und dem Umfang des 
Beweisverfahrens. Neben der Spruchgebühr können die Barauslagen verlangt werden. 
Diese umfassen insbesondere die Entschädigung von Sachverständigen (vgl. § 2 Abs. 1 
und 2 der Kostenverordnung). Vorliegend holte das Gericht auf Antrag des 
Beschwerdeführers ein gerichtliches Gutachten ein und es wurden mehrere Schriften 
eingereicht. In Nachachtung der Richtlinien werden im vorliegenden Verfahren die 
Verfahrenskosten auf Fr. 7'000.– (davon Fr. 3'750.– Gutachterkosten) festgesetzt. Der 
vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– wird verrechnet, 
weshalb er noch Fr. 5'000.– zu bezahlen hat. Anspruch auf Parteientschädigung hat er bei 
vollständigem Unterliegen nicht. Da die Vorinstanzen in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegen, wird ihnen keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 28 Abs. 2a VRG).

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Urteil V 2020 8

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Dem Beschwerdeführer werden die Verfahrenskosten von Fr. 7'000.– auferlegt. 
Sie werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– 
verrechnet, weshalb er noch Fr. 5'000.– zu bezahlen hat.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel, Rechnung 
folgt nach Rechtskraft des Urteils) und an den Regierungsrat des Kantons Zug 
(dreifach) sowie zum Vollzug von Ziff. 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug. 

Zug, 11. November 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am