# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2874628-ef01-5df6-b1ad-cc3c03bb2154
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-20
**Language:** de
**Title:** Die Beschwerdeführerin klagt über Fuss- und Knieschmerzen. Der orthopädische Gutachter konnte jedoch keine pathologischen Veränderungen objektivieren. Der Anspruch auf Invalidenleistungen wurde daher zu Recht verneint.
**Docket/Reference:** IV.2022.00590
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2022.00590.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2022.00590
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiber Hübscher
Urteil
vom
20. Juni 2023
in Sac
hen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 19
86
(Urk.
13/
3
/1), erlangte nach der obligatorischen Schulzeit in
Serbien
keinen Berufsabschluss (Urk.
13/
3
/
5
).
Sie reiste im Jahr 2013 in die Schweiz ein (Urk.
13/
3/1)
. Hierzulande
war sie
unter anderem
als
Hilfs
ar
beiterin
im Detailfachhandel und
als Lageristin für die
Y.___
tätig (Urk.
13/7
, Urk.
13/
22/1
). Am
22
.
Oktober
20
18
fiel ihr bei der Arbeit im Lager ein Karton auf den
rechten
Fuss,
wodurch sie eine Prellung erlitt
(Urk.
13/
1
/1).
In der Folge
bezog
X.___
wegen einer Arbeitsunfähigkeit ab 28. August 2021 Krankentaggeldleistungen der Schweize
rischen Mobiliar Versicherungs
gesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar
,
Urk.
13/25/2
). Am 25. Februar 2022 (Ein
gangsdatum)
meldete
sie
sich unter Hinweis auf seit dem
Ereignis
vom 22. Oktober 2018
bestehende
Fuss- und Knie
schmerzen (Urk.
13/
3
/
6
-7
) bei der Sozialver
siche
rungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
zum Leis
tungsbezug an (
Urk. 13/3,
Urk.
13/
8).
Die
Y.___
löste das Arbeits
verhältnis mit
X.___
per 3
0.
April 2022 auf (
Urk.
13/25/2). Die IV-Stelle holte
zu
r Abklärung des
medizinischen Sachverhalt
s
die
Bericht
e
des Hausarztes der
Ver
sicherte
n,
Dr.
med.
Z.___
, FMH Innere Medizin und Rheuma
tologie, vom 1
2.
April
und 2
9.
Juli
2022 (Urk.
13/
13/
1-6, Urk. 13/20/1-6
)
und den
unda
tierten,
bei ihr
am 2
6.
Juli 2022 einge
gangenen
Bericht
von
Dr.
med. (BE)
A.___
,
stellvertretender Oberarzt, Hüftchirurgie und Kniechirurgie,
Klinik B.___
,
ein
(Urk. 13/19, Aktenverzeichnis zu Urk. 13/1-39)
. Im gleichen Zeitraum
nahm sie
überdies
diverse Berichte der
Klinik B.___
zu den dor
ti
gen Unter
suchungen
und Behandlungen
der von der Versicherten gekla
gten Fuss- und Kniebeschwerden sowie
zwei Berichte der Klinik für Pneumologie des Universi
tätsspitals
C.___
betreffend
wegen der
Asthma-Erkrankung
der Ver
sicher
ten durchgeführten Untersuchungen
zu den Akten (
Urk.
13
-
14,
Urk.
13/16-1
8
).
Alsdann sandte
die Mobiliar
der IV-Stelle mit Schreiben vom 3
0.
August 2022 (
Urk.
13/25/1) das von ihr eingeholte Assess
ment Orthopädie/Traumatologie der
D.___
AG vom 1
2.
August 2022 (
Urk.
13/25/4-11) zu.
Am
3
1.
August 2022 nahm
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle, Stellung (
Urk.
13/26/6).
Gestützt darauf
kündigte die IV-Stelle der Ver
sicherten m
it Vorbescheid vom
5.
September 2022 die Abweisung
ihres
Leis
tungs
begehren
s
an. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass gemäss ihren Abklärungen keine länger andauernde oder bleibende Arbeitsunfähigkeit vor
liege (
Urk.
13/27/2). Dagegen erhob die Versicherte innert Frist keinen Ein
wand, weshalb
die IV-Stelle am 17. Oktober 2022 wie vor
beschie
den
verfügte
(Urk. 2).
2.
2.1
Dagegen erhob
X.___
am
24
.
Oktober 2022
Beschwerde
(Urk.
1; Über
weisung durch die IV-Stelle
an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
mit Eingabe vom 9. November 2022, Urk. 4)
.
Mit ihrer Eingabe beantragte d
ie Beschwerdeführerin
, dass ihr Fall nochmals zu prüfen sei
(Urk.
1)
.
2.2
In der Folge liess die Beschwerdegegnerin dem Sozial
versicherungsgericht m
it Eingabe vom 1
4.
November 2022 (
Urk.
7) die von der Beschwerdeführerin bei ihr eingereichten Arztberichte (
Urk.
8/1-28) zukommen. Darüber hinaus ging beim hiesigen Gericht am
9.
Dezember 2022 der
die Beschwerdeführerin betreffende
Verlaufs
bericht der Rheumatologie und Rehabilitation der
Klinik B.___
vom
1.
Dezember 2022 ein (
Urk.
10).
2.3
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Dezember 2022 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12, unter Beilage der IV-Akten,
Urk.
13/
1
39), was der Beschwerdeführerin - unter Hinweis auf die Möglichkeit zur
Akten
e
insichtnahme
am Sozialversicherungsgericht - mit Verfügung vom 1
6.
Dezem
ber 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
14).
2.
4
Daraufhin
reichte die Beschwerdeführerin beim Sozialversicherungsgericht kom
mentarlos weitere Arztberichte und Arbeitsunfähigkeitszeugnisse der
Klinik B.___
(Urk. 15/1-6, Urk. 18-19) ein. Das hiesige Gericht nahm diese Unterlagen am
1
3.
Januar 2023 und
1.
März 2023
zu den Akten und liess der Beschwerde
gegnerin
jeweils
Kopien dieser Eingaben
zukommen
(
Urk.
16,
Urk.
20).
2.5
Am
6.
April
und
6.
Juni
2023
ging
en
beim Sozialversicherungsgericht
ein Bericht und Zeugnisse
von Dr. med.
F.___
, Oberarzt Rheumatologie,
Klinik B.___
, ein
(
Urk.
21,
Urk.
22/1-2).
3.
Auf die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgaben
bereich berücksichtigt (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; anwendbar im Bereich der Invalidenversiche
rung gestützt auf
Art.
1
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung, IVG, und
Art.
2 ATSG).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Sind die
Voraussetzungen erfüllt, so besteht gemäss IVG Anspruch auf
Leistungen bei Invalidität, namentlich Eingliederungsmass
nahmen beruflicher Art wie zum Beispiel
eine
Umschulung (
Art.
17 IVG)
, welche rechtsprechungsgemäss eine blei
bende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von rund 20 % voraussetzt
(BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frü
hestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG).
1.4
Gemäss Art. 54a IVG stehen die RAD den IV-Stellen für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung (Abs. 2). Sie legen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person für die Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich fest (Abs. 3). Sie
sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Abs. 4). Nach Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüf
methoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Bei der Festsetzung der funktionellen Leistungsfähigkeit (Art. 54a Abs. 3 IVG) ist die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und für ange
passte Tätigkeiten unter Berücksichtigung sämtlicher physischen, psy
chischen und geistigen Ressourcen und Einschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu beurteilen und zu begründen (Abs. 1
bis
). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht - ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben - den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel
lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
1.
5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten
den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver
fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je
m.w.H
.).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Invaliden
leis
tungen hat.
2.2
In der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
Oktober 2022 führte die Beschwerde
gegnerin
insbesondere
aus,
i
hre medi
zinischen Abklärungen hätten ergeben, dass keine länger andauernde oder bleibende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
vorliege
. Somit bestehe kein Anspruch auf Invalidenleistungen (
Urk.
2
S. 1
).
2.2
Die Beschwerdeführerin
brachte mit ihrer Beschwerde vom 2
4.
Oktober 2022
im Wesentlichen
vor,
dass ihre Schmerzen sie bei der Fortbewegung und bei anderen Funktionen einschränken würden.
Sie werde seit mehr als einem Jahr täglich stark sediert. Mit der sich verschlechternden Situation am
rechten
Bein steige auch die Medikamentendosis. Sie
sei
seit Jahren in den Abteilungen für Knie
chi
rurgie, Fusschirurgie und Rheumatologie
der
Klinik B.___
in Behandlung
.
Seit dem 28. August 2021
sei
sie
krankge
schrie
ben. Das aktuelle Arztzeugnis sei bis 3
0.
November 2022 ausgestellt worden.
In den folgenden Monaten seien
wei
tere
Kontrollen, neue Unter
suchun
gen, verschiedene Behandlungen und wahr
scheinlich eine Operation
vorgesehen
.
Angesichts dessen
ersuche sie um eine nochmalige Prüfung ihres Gesuchs um Ausrichtung von Invalidenleistungen (
Urk.
1).
3.
3.1
Es liegen die folgenden
entscheidwesentlichen
medizinischen
Unterlagen vor:
3.2
Der als stellvertretender Oberarzt in der Hüftchirurgie und Kniechirurgie der
Klinik B.___
tätig gewesene Dr.
A.___
hielt im Sprechstundenbericht vom 2
0.
August 2021 fest, dass er von der Beschwerdeführerin wegen persistie
renden Kniebeschwerden konsultiert worden sei (
Urk.
13/19/7). Radiologisch habe sich ein unauffälliger Befund gezeigt. Klinisch bestehe eher ein
diffuses Schmerz
bild mit jedoch am ehesten
retropatellär
betonter Symptomatik und Krepita
tionen.
Aus den
MRI
-Bildern
aus dem Jahr 2019
sei
diesbezüglich eine beginnende
Chondromalazie
ersichtlich
. Aufgrund der seither progredienten Schmerzsymp
to
matik empfehle er eine Auffrischung der Bildgebung mittels MRI (
Urk.
13/19/8).
Nach der MRI-Untersuchung des rechten Knies vom 2
7.
August 2021 führte Dr.
A.___
in seinem Sprechstundenbericht vom 3
0.
August 2021 aus, dass sich bei dieser Untersuchung eine
retropatelläre
Chondropathie mit
-
im Vergleich zu den Vorbefunden
aus dem Jahre
2019
-
allenfalls leichter Progredienz gezeigt habe. Er habe mit der Beschwerdeführer
in
die
Durchführ
ung
einer Kniegelenks
infiltration besprochen.
Darüber hinaus
habe er ihr für drei Wochen eine Arbeits
unfähigkeit attestiert, welche anschliessend durch den Hausarzt zu evaluieren sei. Der Schlüssel zum Erfolg liege in der Beinachsen- und kniestabilisierenden Beübung mittels Physio
therapie. Er habe dies der Beschwerdeführerin ausdrück
lich und ausführlich erklärt (
Urk.
13/19/10).
In der Folge
notierte Dr.
A.___
im Sprechstundenbericht vom 1
6.
Februar 2022, dass sich unter konservativer Therapie eine Beschwerdelinderung gezeigt habe. Er würde deshalb mit dem weiteren Kraftaufbau und den Dehnübungen sowie dem konservativen Vorgehen fortfahren. Bei nicht ausreichender Beschwerdelin
derung
würde er eine ACP-Infiltrationstherapie befürworten. Zudem würde er bei nicht ausreichender Linderung eine Zuweisung zur Rheumatologie der
Klinik B.___
organisieren. Aktuell sei die Arbeitsfähigkeit im körperlich belastenden Beruf der Beschwerdeführerin noch nicht gegeben. Er habe ihr jedoch erklärt, dass es nach vier Wochen nicht automatisch eine Verlängerung des Arbeitsun
fähigkeitsattestes geben werde. Er empfehle
sodann
eine berufliche Umschulung
hin zu einer Tätigkeit
mit
geringerer
körperlicher Belastung (
Urk.
13/19/16).
Nach der Sprechstunde vom 1
6.
Mai 2022 wurde die Behandlung bei Dr.
A.___
abgeschlossen. Er empfahl der Beschwerdeführerin, den weiteren Behandlungs
ablauf mit der Rheumatologie der
Klinik B.___
zu vereinbaren (Urk.
13/19/20).
In seinem undatierten, der Beschwerdegegnerin am 26. Juli 2022 zugegangenen Bericht hielt
Dr.
A.___
unter anderem fest, dass die Arbeitsfähigkeit bei dieser schmerzempfindlichen Patientin
zur Zeit
nicht gegeben und auf längere Sicht
schwierig zu eva
luieren sei (
Urk.
13/19/1
)
.
Laut diesem Bericht attestierte
Dr.
A.___
der Beschwerdeführerin
insgesamt
für die Zeitperiode vom 28. August 2021 bis 20. Juli 2022 eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit (Urk. 13/19/2).
3.3
Der Rheumatologie
Dr.
F.___
erhob bei seiner Untersuchung der Beschwerdeführerin vom
5.
Mai 2022 die folgenden Befunde (
Urk.
13/16/1): «Diffuse
Druckdolenz
am Gelenkspalt des rechten Knies
medialbetont
. Fragliche leichte Schwellung im Recessus suprapatellaris keine tanzende Patella. Kein
Fle
xion
s
- oder Extensionsdefizit, bei jedoch leichten Endphasenschmerzen bei maximaler Extension ab ca. 150°. Keine Rötung, keine Überwärmung, Hüftgelenk frei beweglich.» Unter Hinweis auf das nur kurzzeitige Ansprechen auf die Glu
kokortikoid- und
Hyaluron
säurein
filtration
und die regel
mässig durchgeführte Physiotherapie, sah
Dr.
F.___
die Indikation für eine Behandlung mit ACP als gegeben an (
Urk.
13/16/2
=
Urk.
8/24 S. 2
).
Alsdann stellte
Dr.
F.___
in seinem Bericht zuhanden des Vertrauensarztes
der Mobiliar
vom 2
7.
Juni 2022 die folgenden Diagnosen (
Urk.
13/20/
7
=
Urk.
8/21 S. 1
):
-
Belastungsabhängige Kniegelenkbeschwerden rechts mit/bei:
-
retropatelläre
r
Chondropathie Grad III
-
Ansatztendinopathie
Pes
anserinus
-
Behandlung mit ACP Mai bis Juni 2022
-
Persistierendes Sinus
tarsi
-Syndrom (OSG) bei Status nach Sprungge
lenksdistorsion/-kontusion am 2
2.
Oktober 2018 mit/bei:
-
(Partial)-Ruptur LFTA, LFC, Zerrung Ligamentum
deltoideum
und Springligament
-
Synovitis
OSG, anteriores OSG-
Impingement
-
Kurzzeitige Besserung auf Glukokor
tikoid- und
Hyaluronsäureinfil
tra
tion
-
Behandlung mit ACP Mai 2022
Dr.
F.___
führte dazu unter anderem aus, dass am Tag der Berichter
stat
tung die dritte Knieinfiltration (5 ml ACP intraartikulär unter sonographischer Steue
rung) durchgeführt worden sei. Die Beschwerdeführerin sei bis zum 2
7.
Juli 2022 zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine Verlaufskontrolle sei in ca. drei Monaten vorge
sehen (
Urk.
13/20/7
=
Urk.
8/21 S. 1
).
Mit seinem Zeugnis für Arbeitsunfähigkeit vom 1
8.
Juli 2022 attestierte
Dr.
F.___
der Beschwerdeführerin
sodann
für die Zeitperiode vom 1
8.
Juli bis 2
7.
September 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
13/18).
3.
4
Der Hausarzt der Beschwerdeführerin,
Dr.
Z.___
, hielt in seinem Bericht vom 29. Juli 2022 zusammengefasst fest, dass ihn die Beschwerdeführerin bei Bedarf konsul
tiere. Die Behandlung finde in der
Klinik B.___
statt, wo auch die
Arbeitsun
fähigkeitszeugnisse ausgestellt würden. Zum Verlauf der bisher attes
tierten Arbeitsunfähigkeit könne er festhalten, dass der Beschwerdeführerin für ihre Tätigkeit als Lageristin dem ab 28. August 2021 und bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei (
Urk.
13/20/2). Das weitere Vor
ge
hen richte sich nach Massgabe der
Klinik B.___
respektive der Psychiaterin (
Urk.
13/20/3).
3.
5
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für Chirurgie sowie orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
D.___
AG, hielt in seinem
Assess
ment Orthopädie/Traumatologie vom 1
2.
August 2022 (
Urk.
13/25/4-11) die folgenden Diagnosen fest (
Urk.
13/25/8):
-
Schmerzen des rechten Kniegelenks unklarer Genese mit/bei:
-
im MRI Chondropathie
retropatellär
-
keine Hinweise für sonstige Kniebinnenschädigungen
-
ohne Bewegungseinschränkung, ohne Instabilität
-
seitengleiche Muskulatur beider Ober- und Unterschenkel
-
Prellung/Distorsion des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) ohne zu objektivierende Residuen
Dazu führte
Dr.
G.___
in seiner Beurteilung aus, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2018 einen Unfall erlitten habe, als ihr ein 30 bis 40 kg schweres Paket auf den
(rechten)
Fuss respektive auf das
(rechte)
OSG
gefallen sei. Eine Arbeits
un
fähigkeit habe nicht bestanden.
Etwa
ein Jahr später dann habe sie nach eige
nen Angaben Schmerzen des rechten Kniegelenks bemerkt. Im weiteren Verlauf hät
ten sich sowohl die Schmerzen des rechten Kniegelenkes als auch des rechten
OSG
verstärkt. Am 2
8.
August
2021
(richtig wohl: 2
0.
August 2021, vgl.
Urk.
13/19/7)
sei sie zu einem Kniespezialisten in der
Klinik B.___
in Behandlung
gegangen
. Dieser habe s
ie
(ab 2
8.
August 2021, vgl. E. 3.2 vorste
hend)
durchgehend krankgeschr
i
eben.
I
m Rahmen einer MRI Untersuchung
seien
Knorpelschäden
retropatel
l
är
gesichert
worden
. Diese
würden
jedoch nicht mit dem klinischen Untersuchungsbefund, der vollständig unauf
fällig
sei,
korrelieren
.
Es f
ä
nden sich klinisch keine Hinweise für eine Pathologie des rechten Kniege
lenks
und
keine Hin
weise für eine Ursache der von der
Beschwerdeführerin
angegebenen Beschwer
den.
Auffällig sei i
nsbesondere, dass
im Seltenvergleich k
eine Muskelminderung des rechten Ober- und Unterschenkels besteh
e. D
ies
sei ein
eindeutiger Hinweis für eine seitengleiche Belastung und Benutzung der unteren Extremitäten.
Ebenfalls
auffällig
sei
, dass nach
d
en Anga
ben
der Beschwerdeführerin
eine regelmässige Medikation mittels Tramadol (2x 100 mg) sowie Voltaren
täglich
stattfinde. Dies
sei
vor dem Hintergrund der voll
ständig
unauffälligen klinischen Untersuchungsbefunde nicht nachvollziehbar
(
Urk.
13/25/9)
.
Dr.
G.___
hielt weiter fest, dass bei der Beschwerdeführerin keine patho
logi
schen Veränderung auf orthopädisch-
traumatologischem
Fachgebiet zu obje
kti
vieren seien. Insofern seien weder die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin noch deren Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
eingeschränkt (Urk. 13/25/9).
3.
6
RAD-Arzt Dr.
E.___
führte
in seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 3
1.
August 2022
aus
, dass sich aus den Akten hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit für die bisherige beziehungsweise die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine geradezu diametrale Einschätzung seitens der Behandler einerseits und des Gutachters
Dr.
G.___
andererseits ergäbe
:
In den Berichten von
Dr.
Z.___
und in einigen Berichten der
Klinik B.___
sei von einer 100%igen Arbeitsun
fähig
keit die Rede
.
G
emäss de
m
Gutachter sei die Beschwer
de
führerin jedoch zu 100
%
arbeitsfähig. Aus versicherungsmedizinisch-orthopä
discher Sicht sei an
gesichts des im Assessment
von Dr.
G.___
beschriebenen klinischen Befundes die gut
achterliche Einschätzung einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit sowohl in bis
heriger als auch angepasster Tätigkeit durchaus plausibel
. Demgegenüber seien
die Angaben zur Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in den aktuellen Berichten der
Klinik B.___
nicht
mit
entsprechende
n
, patholo
gische
n
, klini
sche
n
Befunde begründet
worden
. Aus ver
siche
rungsmedizinisch-orthopä
discher Sicht sei für die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Lageristin
, unter der Prämisse, dass es sich hierbei um eine fast ausschliesslich im Stehen und Gehen zu verrichtende Arbeit gehandelt habe, im Sinne der «normativen Kraft des Faktischen»
für die Zeitperiode vom 2
8.
August 2021 bis
1.
August 2022 eine
100%
ige Arbeitsunfähigkeit
nachvollziehbar.
Ab
dem
2.
August 20
22
sei
aber von einer
100%igen
A
rbeits
fähigkeit
auszu
gehen
. Für eine leidensan
gepasste Tätigkeit (körperlich leicht und mittelschwer, überwiegend sitzend) sei medizin
theoretisch auch retrospektiv von einer durch
gehend erhaltenen 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
13/26/5).
3.
7
Am 2
7.
September 2022 attestierte
Dr.
F.___
der Beschwerde
führerin für den Zeitraum vom 2
8.
September bis 3
0.
November 2022 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
8/2).
Der Rheumatologe notierte in seinem Sprech
stunden
be
richt vom
selben Tag,
die Beschwerdeführer
in
habe
bei der
gleichentags statt
ge
fundenen
Verlaufskontrolle drei Monate nach der durchgeführten Behand
lung mit ACP am rechten Knie berichtet, dass sie noch keine wesentliche Besserung bemerkt habe. Vor ca. vier Wochen sei sie auf der Treppe gestürzt, was zu einer erneuten Schmerz
exazerbation geführt habe. In der klinischen
Untersuchung habe weiterhin eine leichte Schwellung
suprapatellär
rechts und eine ausgeprägte
Krepitation der Patella bei Flexion und Extension des Kniegelenks sowie eine
Druckdolenz
suprapatellär
und medial an der Patella festgestellt werden können.
Sonografisch
habe sich ein mässig vermehrter Erguss und leichte
synoviale
Proli
ferationen beider Kniegelenke rechtsbetont gezeigt
(
Urk.
8/22 S. 1).
Die Beschwer
deführerin sei in der angestammten Tätigkeit als Lageristin schmerzbedingt weiterhin arbeitsunfähig. Die Klinik interpretiere er weiterhin im Rahmen der be
kannten
retropatellären
Chondropathie mit dazu passenden klinischen,
sono
gra
fischen
und MR-tomografischen Befunden. Bei klaren Befunden habe er nicht den Eindruck, dass die Beschwerdeführerin simuliere (
Urk.
8/22 S. 2).
4.
4.1
Die Würdigung der
hiervor zusammengefassten
B
erichte
der
behandelnden Ärzte, des
Gutachten
s
von Dr.
G.___
vom 12. August 2022
und der RAD-Stellung
nahme vom 31. August 2022
erfolgt
insbesondere
eingedenk dessen,
dass der
Behand
lungs
a
uftrag
von
therapeutisch tätigen Fach
p
erson
en
und Begut
ach
tungsauftrag
von
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten
verschieden sind.
Im vorliegenden Fall besteht insoweit keine Abwei
chung zwi
schen de
n
Beurteilung
en
der
behandelnden Knie
spezialisten
und Rheu
mato
logen
der
Klinik B.___
und der versicherungsmedizinischen Beurteilung von RAD-Arzt
Dr.
E.___
, als
dieser
die
Arbeitsunfähigkeitsatteste von Dr.
A.___
und Dr.
F.___
(E.
3.2-3.3)
für die Zeitperiode vom 28. August 2021 bis 1.
August 2022 für seine Stellungnahme übernahm (E.
3.5)
. Für die Zeit danach stellte Dr.
E.___
aber auf die Beurteilung des
o
rthopädischen
versicherungs
-
internen
Gut
achter
s
Dr.
G.___
ab. Dieser untersuchte
die Beschwerdeführerin am
2.
August 2022 (
Urk.
13/25/4)
.
Gestützt auf
die
Beurteilung
von Dr.
G.___
hielt Dr.
E.___
weiter
fest, dass die Beschwerdeführerin
ab dem Tag der Untersuchung
in der bisherigen Tätigkeit
als Lageristin
zu 100
%
arbeits
fähig
gewesen
sei (E. 3.5). Zum
versicherungsinternen
Gutachten von
Dr.
G.___
ist
zu sagen
, dass dieser für die Mobiliar die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und in einer Ver
wei
sungstätigkeit zu beurteilen hatte
, womit es auch für die Prüfung der sich hier stellenden Fragen herangezogenen werden kann
. Für
die Erstellung seiner Exper
tise
erhielt
Dr.
G.___
das Dossier
der Mobiliar
(
Urk.
13/25/4).
Wie festgehalten
untersuchte
er
die Beschwerde
führerin
am
2.
August 2022 persönlich, wobei er sie auch zu ihren Beschwerden befragte (
Urk.
13/25/6).
Er
konnte sich für seine Beurteilung mithin auf seine eigenen Untersuchungsbefunde stützen (
Urk.
13/25/4
-5
)
. Darüber hinaus hat er die Befunde der bildgebenden Unter
su
chungen
berücksichtigt
(
Urk.
13/25/
8
). Gestützt darauf hat der Gutachter eine schlüssige und überzeugende Beurteilung abgegeben. Dabei gilt es insbesondere
hervorzuheben, dass
Dr.
G.___
beim
rechten Bein im
Vergleich
zum linken
Bein
keine
Muskelminderung festgestellt hat (E. 3.4). Dies spricht gegen eine über
mäs
sige Schonung des rechten Beins, was wiederum für die Beurteilung von
Dr.
G.___
, wonach die Belastbarkeit d
ies
es Beins nicht eingeschränkt sei (E. 3.4)
, spricht
.
Dieses
Gutachten
verliert
seinen Beweiswert
nicht
allein
dadurch, dass sich in den früheren und späte
ren Berichten der
Klinik B.___
davon abweichende
Arbeits
un
fähig
keit
satteste
finden lassen.
Anders verhielte es sich bei
von den Feststel
lungen des Gutachters abweichende
n
Befunde
n
respektive bei Anhaltspunkten, die au
c
h nur geringe Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
G.___
machten
. Solche sind in den Berichten aus der Knie
chirurgie und der Rheumato
logie der
Klinik B.___
jedoch nicht aus
zu
machen.
Zu ergänzen ist, dass ge
mäss den
bei den Akten liegenden Berichte
n
durch die
Fusschirurgie der
Klinik B.___
aus dem Zeitraum
vom
2
5.
Juni 2019 bis
1
0.
Oktober 2022
der Beschwer
deführerin
zu keiner Zeit eine Arbeitsun
fähig
keit attes
tiert
wurde
(vgl. die
Sprechstunden
b
erichte vom 2
5.
Juni 2019
,
Urk.
13/14/21
-22
;
vom
2
7.
August 2019
,
Urk.
13/14/19
-20
;
vom
1
0.
De
zember 2019
,
Urk.
13/14/17-18
;
vom 1
4.
Februar 2020
,
Urk.
13/14/15-16
;
vom
6.
März 2020
,
Urk.
13/14/13-14
;
vom 1
1.
Septem
ber 2020
,
Urk.
13/14/11-12
;
vom 2
3.
Oktober 2020
,
Urk.
13/14/9-10
;
vom
5.
Februar 2021
,
Urk.
13/14/7-8
;
vom 2
1.
Mai 2021
,
Urk.
13/14/5-6
;
vom 1
0.
Dezember 2021
,
Urk.
13/14/3-4
;
vom 1
6.
Februar 2022
,
Urk.
13/14/1-2
;
vom 1
6.
Mai 2022
,
Urk.
8/25 und vom 1
0.
Oktober 2022,
Urk.
8/26
).
Es vermag somit zu überzeugen, dass der RAD-Arzt auf die Beurteilung des
Dr.
G.___
abgestellt hat (E. 3.5).
Folglich hat auch die versicherungsmedizinische Beurteilung von
Dr.
E.___
vom 31. August 2022 (E.
3.5)
Beweiswert. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme ihres RAD abgestellt hat.
4.2
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachver
halt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen
Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 138
E. 2.1 mit Hinweis). Nach Lage der Akten begab sich d
ie Beschwerdeführerin just am Tag des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom
1
7.
Oktober 2022
(
Urk.
2)
auf
grund wieder zu
nehmender Knieschmerzen, welche sich vor allem beim Treppen
steigen äussern würden, erneut in die Hüft
chirurgie und Kniechirurgie der
Klinik B.___
(
Urk.
8/19).
Bei der radiolo
gischen Untersuchung
vom selben Tag
wurde ein diskreter Osteophyt laterale
Trochlea
beziehungsweise
Patellafa
cette
festgestellt.
Ansonsten waren die Befunde unauffällig. Gleiches gilt für d
ie Befunde der
ebenfalls am
1
7.
Oktober 2022 durchgeführten
klinischen
Unter
suchung (
Urk.
8/19).
Aus dem Sprech
stundenbericht vom 1
7.
Oktober 2022 lässt sich
somit
nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ableiten.
D
en Ausführungen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1)
und
den von ihr nach Einreichung der Beschwerde
vom
24
.
Oktober 2022 (
Urk.
1)
aufgelegten
Unterlagen (
Urk.
10,
Urk.
15/2-6
, Urk. 18
)
ist
weiter
zu entnehmen,
dass
die
Behandlung
en
in der
Klinik B.___
danach fortgeführt w
u
rden
.
Dr.
F.___
attestierte ihr
für den Zeitraum vom
9.
Januar bis
3
1.
Juli
2023 eine Arbeitsun
fähigkeit von 80 %
(
Urk.
15/1
, Urk. 19
, Urk. 21
,
Urk.
22/1-2
)
.
Diese Berichte und Arbeitsun
fähig
keitsatteste sind vom Sozialversicherungsgericht nicht zu prüfen.
Allfällige
Ver
änderung
en
des medizinischen Sachverhalts und der Arbeits
fähig
keit der Beschwerdeführerin
nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom
17. Oktober 2022 (
Urk.
2)
sind
, wie festgehalten, für das vorliegenden Verfahren nicht rele
vant.
4.
3
D
er Vollständigkeit halber
ist
zu
ergänzen
, dass bei der Beschwerdeführerin
nach Lage der Akten
ein nicht-eosinophiles Asthma bron
chiale diagnostiziert wurde (
Urk.
13/13/22). Die Lungenfunktionsprüfungen im
C.___
vom 2
0.
August 2021 und 1
8.
Februar 2022 ergaben
aber
normale Lungen
volumina (Urk.
13/13/22)
und es wurde im Bericht der
dortigen
Klinik für Pneu
mologie festgehalten, dass das Asthma bronchiale gut kontrolliert sei (Urk.
13/13/23).
Nach der Unter
su
chung vom
5.
März 2022 wurde der Beschwerde
führerin
wegen des Asthmas
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl.
Urk.
13/13/23).
Zur vom Hausarzt
der Beschwerdeführerin
im Bericht
vom
29. Juli 2022 erwähnten
, im Februar 2022 diag
nosti
zierten
reaktiven Depression und der Behandlung durch eine Psychia
te
rin (
Urk.
13/20/3) finden sich schliesslich weder in übrigen Arzt
berichte
n noch
in den Vorbringen
der Beschwerdeführerin weitere Anhaltspunkte.
Weitere Abklä
rungen dazu sind daher nicht nötig.
4.4
Somit ist z
usammenfassend festzuhaltend, dass die
Beschwerdeführerin gemäss der
beweiskräftigen
versicherungsmedizinischen Beurteilung von RAD-Arzt Dr.
E.___
vom
31. August 2022
vom 28. August 2021 bis 1. August 2022 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Lageristin zu 100
%
arbeitsunfähig war (E. 3.5). Dies begründet keinen Anspruch auf eine befristete Rente, weil die Beschwerdeführe
rin das sogenannte Wartejahr (vgl. E. 1.3) nicht bestanden hat.
Ab de
m
2.
August 2022 wäre die Beschwerdeführerin sodann aus versicherungsmedizinischer Sicht auch in ihrer bisherigen Tätigkeit als Lager
i
stin nicht mehr eingeschränkt gewe
sen. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch auf Invalidenleistungen zu Recht verneint.
5.
Demnach erweist sich die angefochtene Verfügung vom 1
7.
Oktober 2022 (Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
b
is
IVG) und ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage
je
einer Kopie
von
Urk.
21
und
Urk.
22/1-2
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der
angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHübscher