# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4239aae8-ca56-5a21-9f3d-16045f775cf7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2008 E-3203/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3203-2008_2008-05-29.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3203/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Markus König,
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller,
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Sri Lanka,
vertreten durch Barbara Frei-Koller, Freiplatzaktion Basel, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. Mai 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3203/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 15. Oktober 2007 verliess, über Malaysia, Singapur und Itali-
en am 17. März 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er gleichen-
tags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) J._______ um Asyl 
nachsuchte,

dass  am  28.  März  2008  im  EVZ  J._______  die  summarische 
Erstbefragung erfolgte,

dass Abklärungen des BFM ergaben, dass sich der Beschwerdeführer 
bereits in B._______ und C._______ aufgehalten hatte, wo er im Jahre 
2005 respektive 2007 jeweils (unter teilweise abweichender Identität) 
erfolglos um Asyl nachgesucht hatte,

dass  die  C._______  Behörden  ihn  am  15.  Januar  2008  nach 
B._______ überstellt  hatten, wo er sich bis zu seiner Einreise in die 
Schweiz aufhielt,

dass dem Beschwerdeführer am 10. April  2008 das rechtliche Gehör 
zu  den  verschwiegenen  Auslandaufenthalten  gewährt  wurde  und  er 
dabei die Aufenthalte in B._______ und C._______ bestätigte,

dass das BFM am 16. April  2008 von den B._______ Behörden die 
Rückübernahmezusicherung erhielt,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 28. April 2008 direkt zu sei-
nen Asylgründen anhörte,

dass dieser  dabei  unter  anderem angab, er  habe in  D._______ res-
pektive E._______ einen Musikladen und ein Reisebüro geführt,

dass der Laden zu einem Treffpunkt geworden sei, an dem sich auch 
Angehörige der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) eingefunden 
hätten,

dass der Beschwerdeführer sowie sein Angestellter am _______ 2006 
von der Armee festgenommen und während dreier Tage festgehalten 
und misshandelt worden seien,

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dass  der  Beschwerdeführer  nach  der  Bezahlung  eines  bestimmten 
Geldbetrags durch seinen Vater wieder freigelassen worden sei,

dass  am  _______  2007  Angehörige  der  EPDP  (Eelam  People's 
Democratic  Party)  erschienen  seien  und  vom Beschwerdeführer  mit 
dem Hinweis, nach der LTTE müsse er nun auch diese Organisation 
unterstützen, 2 Millionen Rupien gefordert hätten,

dass er mangels Alternativen diesen Betrag geleistet habe,

dass am _______ 2007 die EPDP von ihm nun 5 Millionen Rupien ver-
langt hätten,

dass er aufgrund der Annahme, solche Geldforderungen würden sich 
weiter  wiederholen,  zu  einer  Tante  umgezogen  und  bei  ihr  bis  am 
_______ 2007 geblieben sei,

dass sich Angehörige der Armee sowie der EPDP in dieser Zeit zwei- 
bis dreimal bei ihm zu Hause nach ihm erkundigt und dabei auch sei-
nen Vater bedroht hätten,

dass am _______ 2007 sein Angestellter  abgeführt  worden und seit 
diesem Tag verschwunden sei,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  aus  diesem  Grunde  entschlossen 
habe, E._______ zu verlassen,

dass er  darauf  in  F._______ von der  LTTE aufgefordert  worden sei, 
eine  militärische  Ausbildung  zu  durchlaufen,  weshalb  er  sich  nach 
G._______ respektive K._______ begeben habe,

dass er unterwegs an mehreren Kontrollposten kontrolliert worden sei, 
aber jeweils ohne Probleme habe weiterfahren können,

dass er schliesslich am 15. Oktober 2007 Sri Lanka verlassen habe,

dass das BFM mit  Verfügung vom 5. Mai  2008 – eröffnet  am 7. Mai 
2008 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  könne  nach  B._______  zurückkehren,  wo  er  sich 
nachweislich vor seiner Einreise in die Schweiz aufgehalten habe,

dass  der  Schweizerische  Bundesrat  (am  14.  Dezember  2007) 
B._______ als sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 
AsylG  bezeichnet  habe,  keine  Hinweise  bestehen  würden,  in 
B._______ bestehe kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne 
von  Art. 5  Abs.  1  AsylG  und  B._______  der  Rückübernahme 
zugestimmt habe,

dass in der Schweiz keine Angehörigen des Beschwerdeführers oder 
Personen lebten, zu denen eine enge Beziehung bestehe, und seine 
Flüchtlingseigenschaft nicht offensichtlich zutage trete,

dass die einmalige Festnahme des Beschwerdeführers grundsätzlich 
eine legitime staatliche Massnahme zur Bekämpfung der LTTE darstel-
le, welche zudem aufgrund ihrer kurzen Dauer den Anforderungen an 
eine asylrelevante Intensität nicht genüge,

dass  seine  Freilassung  nach  drei  Tagen  zudem  auf  fehlende  Ver-
dachtsmomente hinweise und dieser Umstand dadurch bestätigt wer-
de,  dass  er  auf  der  Fahrt  nach  K._______  ohne  Schwierigkeiten 
mehrere Kontrollen habe passieren können,

dass die übrigen Vorkommnisse auf Machenschaften von Angehörigen 
der  EPDP zur  persönlichen  Bereicherung  zurückzuführen  seien  und 
ein  asylrelevanter  Hintergrund  auszuschliessen  sei,  zumal  der  Be-
schwerdeführer mit der LTTE nichts zu tun gehabt habe,

dass schliesslich Hinweise darauf fehlen würden, dass in B._______ 
kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 
AsylG bestehe,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Mai 2008 (Postaufga-
be)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei die Aufhebung der Verfügung des BFM vom 
5. Mai 2008, die Feststellung der Unzulässigkeit, allenfalls der Unzu-
mutbarkeit der Wegweisung, als deren Folge die Asylgewährung oder 
eventuell die Erteilung der vorläufigen Aufnahme, die Anordnung des 
Verzichts auf Vollzugshandlungen im Sinne einer vorsorglichen Mass-

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nahme  und  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  sowie 
den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Mai 2008 als Beweis-
mittel  einen Brief  der Tante aus H._______ (Sri  Lanka) vom 18. Mai 
2008 sowie ein Schreiben des Dorfvorstehers von D._______ (Sri Lan-
ka) vom 11. April 2008 – beide in Form von Faxkopien – nachreichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 

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Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  nach  dem Gesagten  auf  das  Teilbegehren  der  Asylgewährung 
nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende  in  einen  sicheren  Drittstaat  gemäss  Art. 6a  Abs. 2  Bst. b 
AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten 
haben (Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige in der Schweiz leben, oder die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor 
Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art. 34  Abs. 3 
Bstn. a-c AsylG),

dass  die  vorgängigen  Aufenthalte  des  Beschwerdeführers  in 
B._______  und  C._______  und  die  technische  Möglichkeit  der 
Rückkehr  nach  B._______   unbestritten  sind  (vgl.  Protokoll  der 
Anhörung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 10. April 2008 
und Beschwerde vom 14. Mai 2008, S. 3 f.),

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dass B._______ (und ebenso alle anderen EU- und EFTA-Staaten) am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat im Sinne von 
Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet worden ist,

dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als 
sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der Vermu-
tung ausgehen, dass die asylsuchende Person dort  vor einer Verlet-
zung  des  Non-Refoulement-Gebotes  sowie  vor  Wegweisungshinder-
nissen im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und dabei die Beweislast 
des Gegenteils, das heisst das Umstossen dieser Vermutung, der asyl-
suchenden Person obliegt (vgl. dazu: Botschaft  des Bundesrates zur 
Änderung des Asylgesetzes [BBl] 2002 6884),

dass der  Beschwerdeführer  keinerlei  Nachteile  durch die  B._______ 
Behörden geltend gemacht hat, die geeignet wären, die Vermutung der 
Sicherheit des Drittstaates B._______ zu widerlegen,

dass  der  Umstand,  dass  die  B._______  Asylbehörden  das  in 
B._______ gestellte Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt haben, an der 
Qualifikation  B._______  als  sicheren  Drittstaat  im  Sinne  des 
Asylgesetzes nichts zu verändern vermag,

dass  keine  substanziierten  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der 
Beschwerdeführer in B._______ unmenschliche Behandlung oder eine 
Strafe im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
oder eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund nach 
Art. 3 AsylG befürchten müsste,

dass  B._______  sowohl  Vertragsstaat  des  Abkommens  vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch der EMRK ist und den sich daraus ergebenden völkerrechtlichen 
Pflichten Folge leistet,

dass somit grundsätzlich Gewähr dafür besteht, dass der Beschwerde-
führer von B._______ nicht in ein Land ausgewiesen wird, in dem für 
ihn  eine  konkrete  Gefährdung  bestehen  würde,  sofern  er  den 
B._______  Behörden  gegenüber  eine  solche  Gefährdung  geltend 
macht,

dass in der Schweiz keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers 
oder andere Personen leben,  zu denen er eine enge Beziehung hat 

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(vgl. Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG), hingegen in B._______ Verwandte le-
ben sollen,

dass  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintretens-Tatbestandes  von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. a und b AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unter-
schied zu Abs. 1 der gleichen Bestimmung (safe country, verfolgungs-
sicheres Herkunftsland) nicht zu prüfen ist, ob Hinweise auf Verfolgung 
vorliegen,  sondern lediglich die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 
Bst. b AsylG zu beachten ist,  wonach von einer Wegweisung  in den 
Drittstaat dann abgesehen wird, wenn die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht erfüllt,  sondern  bereits 
die  Feststellung  genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jedenfalls 
nicht offensichtlich zutage tritt,

dass die  Flüchtlingeigenschaft  vorliegend –  auch unter  Berücksichti-
gung der in Form von Telefaxkopien nachgereichten Bestätigungen – 
nicht offensichtlich zutage tritt,

dass  im  Übrigen  in  diesem  Zusammenhang  auch  auf  verschiedene 
Unglaubhaftigkeitsindizien hinzuweisen ist (Verschweigen der vorgän-
gigen  Aufenthalte  und Asylverfahren –  unter  teilweise  abweichender 
Identität  –  in  B._______  und  C._______,  Aussagewidersprüche  bei-
spielsweise  bezüglich  der  angeblichen Unterstützung der  LTTE oder 
der Konsequenzen des Verhaltens seines Angestellten für die eigene 
Verfolgungssituation),

dass der Beschwerdeführer die angeblich massgebliche Veränderung 
seiner  Verfolgungssituation  im  Vergleich  zum  Jahr  2005  (vgl.  Be-
schwerde  S.  6  f.)  gegenüber  den  B._______  Asylbehörden  geltend 
machen kann, sei es in Form eines zweiten Asylgesuchs, eines Folge-
verfahrens oder eines ausserordentlichen Rechtsmittels,

dass die in der Beschwerde geäusserte Befürchtung, wonach dem Be-
schwerdeführer  in  B._______  mangels  Zugangs  zu einem regulären 
Asylverfahren sinngemäss die Abschiebung nach Sri Lanka drohe oder 
er zu einem so genannten "refugee in orbit" würde (vgl. Beschwerde 
S. 8 f.), deshalb nicht als begründet erscheint, und keine Hinweise für 
die Annahme vorliegen, im Drittstaat bestehe kein effektiver Schutz vor 
Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass  das  BFM  nach  dem  Gesagten  zu  Recht  gestützt  auf  Art.  34 
Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

dass damit offen bleiben kann, ob vorliegend auch die Nichteintreten-
statbestände von Art. 32 Abs. 2 Bst. f oder Art. 34 Abs. 2 Bst. e AsylG 
erfüllt wären (vgl. Beschwerde S. 6 ff.),

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen  zulässig  ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass  weder  die  in  B._______  oder  einem  anderen  Schengen-Staat 
herrschende  Situation  noch  andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs in einen dieser Staaten sprechen,

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch möglich ist  (vgl. 
Art.  83  Abs.  2  AuG),  da  B._______  einer  Rückübernahme  des  Be-
schwerdeführers zugestimmt hat,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (vgl. Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG),

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dass  der  Antrag  auf  Erlass  vollzugshemmender  vorsorglicher  Mass-
nahmen mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache gegenstandslos 
wird,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserhebli-
chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststelle oder unange-
messen  sei  (Art. 106 AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass der Beschwerdeführer auch um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchte,

dass mit diesem Urteil in der Sache auch das Gesuch um Erlass des 
Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass  die  Beschwerde  als  aussichtslos  im  Sinne  von  Art.  65  Abs. 1 
VwVG zu bezeichnen ist, womit es bereits an der materiellen Voraus-
setzung zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mangelt und 
das entsprechende Begehren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 11. De-
zember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  J._______,  zu  den 
Akten Ref.-Nr. N_______ (per Telefax)

- das I._______ ad _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand: 30. Mai 2008

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