# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24c2caea-9599-5fc9-91b3-339b8bdd3012
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2009 C-5548/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5548-2007_2009-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5548/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter David Aschmann (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richter Philippe Weissenberger, 
Gerichtsschreiberin Sibylle Wenger Berger.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Einspracheentscheid der IVSTA vom 
13. Juni 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5548/2007

Sachverhalt:

A.
Der am 1. April 1968 geborene Beschwerdeführer, Staatsangehöriger 
von Kosovo,  war von 1988 bis  1992 als  Bauarbeiter  in  der  Schweiz 
tätig. Gemäss den Angaben des letzten Arbeitgebers erfolgte die Auf-
gabe  seiner  Arbeit  krankheitsbedingt.  1993  reiste  der  Beschwerde-
führer  aus  der  Schweiz  aus  und  lebt  seither  in  seiner  Heimat.  Seit 
2004 bezieht  er  eine Invalidenrente des Wohnsitzstaates im Umfang 
von monatlich EUR 40.-.

B.
Auf Schreiben seiner damaligen Rechtsvertreterin vom 11. April 2003 
hin, wurde der Beschwerdeführer von der IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland  IVSTA  (nachfolgend  Vorinstanz)  am  29. April  2003  unter 
anderem  aufgefordert,  das  Anmeldeformular  und  einen  Fragebogen 
zum Bezug von IV-Leistungen auszufüllen  Am 18. Juni  2003 gingen 
die entsprechenden Unterlagen und damit die Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen bei der Vorinstanz ein.

C.

C.a Gestützt  auf  die  vorhandenen  ärztlichen  Berichte  erstellte 
Dr. A._______ vom medizinischen Dienst  der Vorinstanz am 16. und 
25. November  2003  eine  medizinische  Stellungnahme,  wonach  der 
Beschwerdeführer  an  "Lumbalschmerzen"  leide,  die  jedoch  keinen 
Anspruch  auf  eine  Invaliditätsrente  begründeten.  Aufgrund  dessen 
verfügte  die  Vorinstanz  am  17. Dezember  2003  die  Abweisung  des 
Leistungsbegehrens.  Aus  den  Akten  ergebe  sich,  dass  weder  eine 
bleibende  Erwerbsunfähigkeit  noch  eine  zur  Begründung  eines 
Leistungsanspruchs ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 
während eines Jahres vorliege; selbst  wenn die letztmals ausgeübte 
Tätigkeit  aufgrund  des  Gesundheitszustandes  nicht  mehr  zumutbar 
wäre,  könnten  andere,  leichtere  Tätigkeiten  wie  mittelschwere  Ver-
weistätigkeiten noch ausgeübt werden.

C.b Mit  Datum  vom  2. Februar  2004  erhob  der  Beschwerdeführer 
gegen  diese  Verfügung  Einsprache,  wobei  er  die  dazugehörige  Be-
gründung am 30. Juni 2004 nachreichte. Er rügte insbesondere, dass 
nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Begutachtung 
hätte  erfolgen  müssen.  Dazu  wurden  weitere  ärztliche  Berichte  aus 

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den  Jahren  1999  bis  2004  eingereicht.  Gestützt  auf  die  nun  vor-
liegenden  Unterlagen  fertigte  Dr. B._______  vom  medizinischen 
Dienst  der  Vorinstanz  am 14. Juli  2004 einen medizinischen  Bericht 
an, wonach es weiterer Abklärungen bedürfe. 

Der daraufhin ergangene Entscheid der Vorinstanz vom 22. Juli 2004 
hiess  die  Einsprache  in  dem  Sinne  gut,  dass  die  Verfügung  vom 
17. Dezember  2003  aufgehoben  und  die  Durchführung  ergänzender 
medizinischer Abklärungen angeordnet wurde. 

In  der  Folge  beauftragte  die  Vorinstanz  den  Vertrauensarzt  des 
Schweizerischen  Verbindungsbüros  in  Pristina,  Dr. C._______,  mit 
weiteren  ärztlichen  Untersuchungen. Für  die  Zeit  während  des  Auf-
enthalts  des  Beschwerdeführers  in  der  Schweiz  konnten  –  ins-
besondere  bei  der  Y._______  Versicherung  –  keine  medizinischen 
Unterlagen  mehr  gefunden  werden.  Ein  polydisziplinäres  Gutachten 
vom 15. Februar  2005 von Dr. C._______  gründete  darum auf  einer 
eigenen Befragung und Untersuchung des Beschwerdeführers sowie 
externen  spezialärztlichen  Untersuchungen  durch  eine  Psychologin, 
einen  Rheumatologen  und  einen  Facharzt  für  Radiologie.  Hingegen 
stellte  das  Gutachten  nicht  auf  die  Berichte  der  Dres. D._______, 
Orthopäde,  und  E._______,  Psychiater,  sowie  die  Berichte  des  Re-
habilitationszentrums  Z._______,  Dres. F._______,  G._______  und 
H._______, ab, weil Dr. C._______ diese als gefälscht und nicht ver-
trauenswürdig qualifizierte. 

In  seinen  nochmaligen  Beurteilung  vom  27. Oktober  2005  und 
12. November  2005  verneinte  Dr. B._______  einen  Rentenanspruch 
wiederum. Auf  dieser  Grundlage wies  die  Vorinstanz  das  Leistungs-
begehren mit Verfügung vom 13. Dezember 2005 erneut ab.

C.c Hiergegen  erhob  der  Beschwerdeführer  mit  Datum  vom 
18. Januar 2006 erneut Einsprache. Es sei  von einer Arbeitsunfähig-
keit von mindestens 60% auszugehen und ein Leidensabzug von 15% 
vorzunehmen, womit mindestens eine ¾-Invalidenrente zuzusprechen 
sei. In der am 4. August 2006 nachgereichten Begründung macht der 
Beschwerdeführer  geltend,  Dr. C._______  habe  die  nicht  berück-
sichtigten Unterlagen zu Unrecht als gefälscht bezeichnet. Sie hätten 
auch miteinbezogen werden müssen. Zudem wurde gerügt,  es seien 
keine  orthopädischen  und  neurologischen  Untersuchungen  gemacht 
worden.  Auch  würden  keine  Aussagen  zu  Beginn,  Verlauf  und  Aus-
mass  der  Arbeitsunfähigkeit  gemacht.  Ein  schlüssiges  und  um-

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fassendes  Gutachten  sei  entsprechend  nicht  verfasst  worden.  Der 
Beschwerdeführer erwähnt ausserdem, dass er in seiner Heimat seit 
dem 1. Januar 2004 Anspruch auf eine monatliche IV-Rente von EUR 
40.- hat. Er beantragte die Einholung eines neuen Gutachtens in der 
Schweiz.

Gemäss einer weiteren Stellungnahme vom 18. Mai 2007 des internen 
medizinischen Dienstes, Dr. B._______, gäbe es keine Veranlassung, 
an der bisherigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu zweifeln. Folglich 
wies die Vorinstanz die Einsprache am 13. Juni 2007 ab und bestätigte 
die  Verfügung  vom  13. Dezember  2005.  Den  geforderten  Leidens-
abzug  verneinte  sie  aufgrund  des  Alters  sowie  der  grundsätzlichen 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.

D.
Am  20. August  2007  (Eingang  am  21. August  2007)  erhob  der  Be-
schwerdeführer  gegen  den  Einspracheentscheid  vom  13. Juni  2007 
Beschwerde.  Die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  dem 
Beschwerdeführer  mindestens  eine  ¾-Invalidenrente  ab  dem 
1. August 1993 resp. aufgrund von Art. 48 Abs. 2 IVG ab dem 12. April 
2002 zuzusprechen. Eventualiter  wird  verlangt,  dass  mindestens ein 
psychiatrisches  und  rheumatologisches  Obergutachten  sowie  ein 
orthopädisches und neurologisches Gutachten eingeholt  werden. Zur 
Begründung  wiederholte  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  die 
Punkte  seiner  Einsprache  und  machte  geltend,  das  Gutachten  von 
Dr. C._______,  auf  welches  sich  die  angefochtene  Verfügung  stützt, 
sei nicht schlüssig und nicht nachvollziehbar. Gleichzeitig ersuchte der 
Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

E.
Mit Vernehmlassung vom 17. Oktober 2007 beantragte die Vorinstanz 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Der  Beschwerdeführer  mache 
gegenüber  dem  Einspracheverfahren  nichts  Neues  geltend.  Eine 
rentenbegründende Invalidität liege nicht vor.

F.
Am  23. Oktober  2007  reichte  der  Beschwerdeführer  das  in  der  Be-
schwerde erwähnte Beweisstück Nr. 4 zum Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege  nach.  Das  Bundesverwaltungsgericht  lud  den  Be-
schwerdeführer mit Verfügung vom 1. November 2007 zur Einreichung 
einer Replik ein. In seiner undatierten Replik, eingegangen innert an-
tragsgemäss verlängerter Frist am 27. Dezember 2007, bestätigte der 

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Beschwerdeführer  die  gestellten  Anträge.  Er  bemängelte,  dass  die 
Stellungnahmen  des  ärztlichen  Dienstes  der  Vorinstanz, 
Dr. B._______,  vom 27. Oktober  2005,  vom 12. November  2005 und 
vom 18. Mai 2007 die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers jeweils 
unterschiedlich  beurteilen. Der  Beschwerdeführer  ist  ausserdem der 
Meinung, ein Leidensabzug müsse vorliegend berücksichtigt  werden. 
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit 2005 
verschlechtert  und  die  psychischen  Probleme  hätten  zugenommen. 
Medizinische Unterlagen dazu sollen nachgereicht werden.

G.
Mit  Duplik  vom 4. März 2008 vertrat  die Vorinstanz die Ansicht,  aus 
der  Replik  des  Beschwerdeführers ergebe sich nichts  Neues,  zumal 
die  in  Aussicht  gestellten  medizinischen  Beweismittel  nicht  nach-
gereicht  worden seien. Die  Beurteilung ihres ärztlichen Dienstes sei 
klar, und die Durchführung eines Einkommensvergleichs erübrige sich. 
Der Antrag auf Abweisung wurde bestätigt.

H.
Nachdem mit Verfügung vom 7. März 2008 der Schriftenwechsel ab-
geschlossen  wurde,  liess  der  Beschwerdeführer  dem  Bundesver-
waltungsgericht  am  1. September  2008  das  Beweismittel  Nr. 14  zu-
kommen: den Bericht der I._______ vom 28. Juli 2008. 

I.
Mit ergänzender Stellungnahme vom 24. Oktober 2008 liess sich die 
Vorinstanz zur letzten Eingabe des Beschwerdeführers vernehmen. Es 
würden sich auch daraus keine neuen Gesichtspunkte ergeben. Der 
eingereichte ärztliche Bericht enthalte im Wesentlichen die Darstellung 
der aktuellen Situation im Untersuchungszeitpunkt,  wogegen für  das 
Beschwerdeverfahren  der  Sachverhalt  bis  zum  Datum  des  Ein-
spracheentscheids vom 13. Juni 2007 massgebend sei.

J.
Der  Schriftenwechsel  wurde  mit  Verfügung  vom  6. November  2008 
abgeschlossen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Der  angefochtene  Einspracheentscheid  der  Vorinstanz  vom 
13. Juni  2007 stellt  eine Verfügung nach Art. 5  des  Bundesgesetzes 
über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021)  dar.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  Art. 31 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, 
SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, 
die u.a. von den – den Departementen unterstellten oder administrativ 
zugeordneten – Dienststellen der Bundesverwaltung erlassen werden 
(vgl. Art. 33 Bst. d VGG). Darunter fällt  die vorliegende, von der Vor-
instanz  erlassene Verfügung (vgl.  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundes-
gesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959  [IVG, 
SR 831.20]).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Behandlung  der 
Streitsache  zuständig;  eine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG liegt  nicht 
vor.

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Vorliegend  ist  der  Vorsitz  im  Beschwerdeverfahren  auf  die 
Abteilung  II  übergegangen.  Der  Spruchkörper  setzt  sich  neu  zu-
sammen aus den Richtern David Aschmann (Abteilung II), Beat Weber 
(Abteilung III) und Philippe Weissenberger (Abteilung II).

1.3 Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Ver-
waltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vor-
behalten bleiben für Verfahren in Sozialversicherungssachen gemäss 
Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen  Bestimmungen  des  Bundes-
gesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1).

1.4 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (vgl. 
Art. 38  ff.  und  Art. 60  ATSG,  Art. 52  VwVG).  Als  Adressat  der  an-
gefochtenen  Verfügung  ist  der  Beschwerdeführer  besonders  berührt 
und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG).

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1.5 Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  auf  die  Beschwerde  einzu-
treten ist.

2.
Die  Beschwerdeführenden  können  im  Rahmen  des  Beschwerde-
verfahrens  die  Verletzung  von  Bundesrecht  unter  Einschluss  des 
Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.
Zunächst  sind  die  für  die  Beurteilung  der  Sache  wesentlichen 
Rechtssätze  und  die  von  der  Praxis  dazu  entwickelten  Grundsätze 
darzustellen.

3.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung  (hier: 
13. Juni 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 
sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung 
sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden 
Tatbestandes  Geltung  hatten  (vgl.  BGE  130  V  329).  Für  das  vor-
liegende  Verfahren  ist  deshalb  das  per  1. Januar  2003  in  Kraft  ge-
tretene ATSG anwendbar. Die  im ATSG enthaltenen  Formulierungen 
der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der 
Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der 
Rechtsprechung  dazu  entwickelten  Begriffen  in  der  Invalidenver-
sicherung.  Demzufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343). 

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist 
auf die jeweilige Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft ge-
tretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837,  3859)  bzw. vor 
diesem  Datum  pro  rata  temporis  auf  die  jeweiligen  früheren 
Fassungen  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die  durch  die 
5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in 

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Kraft getreten sind (AS 2007 5129, 5155). Im Folgenden werden des-
halb in der Regel die ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Be-
stimmungen von IVG und IVV zitiert.

3.2 Die Schweiz hat mit Kosovo – im Unterschied zu anderen Nach-
folgestaaten  des  ehemaligen  Jugoslawien  –  kein  neues  Sozialver-
sicherungsabkommen  abgeschlossen,  weshalb  das  Abkommen 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom 
8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) weiterhin anwendbar ist (vgl. BGE 
126  V  198  E. 2b,  BGE 122  V  381  E. 1  mit  Hinweisen).  Nach  Art. 2 
dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten 
in  ihren Rechten und Pflichten aus den in  Art. 1  genannten Rechts-
vorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bundesgesetzgebung 
über die IV gehört,  einander gleich,  soweit  nichts  anderes bestimmt 
ist.  Da  sich  keine  vom  vorgenannten  Grundsatz  der  Gleichstellung 
abweichenden  Bestimmungen  finden  lassen,  ist  die  Frage,  ob  und 
gegebenenfalls  ab  wann  ein  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
Leistungen  der  IV  besteht,  aufgrund  schweizerischer  Rechtsvor-
schriften zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4).

4.
Anspruch auf eine Rente der schweizerischen IV hat,  wer invalid im 
Sinne des Gesetzes ist (vgl. dazu E. 4.1 ff.) und als versicherte Person 
–  kumulativ  –  bei  Eintritt  der  Invalidität  bereits  während mindestens 
eines vollen Jahres Beiträge an die schweizerische Sozialversicherung 
(Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung)  geleistet  hat 
(gesetzliche Mindestbeitragsdauer; vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der hier 
anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). Letztere 
Bedingung  ist  beim  Beschwerdeführer  zweifelsohne  erfüllt,  übte  er 
doch von 1988 bis 1992 eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz aus und 
war  während  dieser  Zeit  der  obligatorischen  Sozialversicherung 
unterstellt  und  dementsprechend  beitragspflichtig  (vgl.  Art. 1b  IVG 
i.V.m.  Art. 1a  des  Bundesgesetzes  über  die  Alters-  und  Hinter-
lassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 [AHVG, SR 831.10]).

4.1 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  infolge  von  Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall (Art. 8 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 4 
Abs. 1  IVG).  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

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nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust  der Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht 
kommenden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art. 7  Abs. 1  ATSG). 
Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

4.2 Nicht  als  Folgen  eines  Gesundheitsschadens  –  und  damit  in-
validenversicherungsrechtlich  nicht  als  relevant  –  gelten  Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu 
verwerten,  abwenden  könnte  (vgl.  BGE  131  V  49  E. 1.2  mit 
Hinweisen).  Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht 
geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein dauernd 
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkter Versicherter gehalten, innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie  noch 
möglich und zumutbar erscheint (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 
235 E. 2a). Diese hypothetische Arbeitsmöglichkeit  hat  sich der Ver-
sicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätig-
keit),  wobei unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit  tatsäch-
lich verwertet oder nicht. 

4.3 Für im Ausland wohnhafte Versicherte ist weiter festzuhalten, dass 
dabei derselbe Arbeitsmarkt, auf welchem die letzte berufliche Aktivi-
tät  –  hier  somit  der  schweizerische –  erfolgt  war,  heranzuziehen ist 
(ansonsten es an der Vergleichbarkeit fehlt; vgl. BGE 110 V 273 E. 4b). 
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte bei einem IV-Grad von 
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei mindestens 60% 
auf eine Dreiviertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente 
sowie  bei  mindestens  40%  auf  eine  Viertelsrente.  Nach  Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in  der  Fassung  bis  zum  31. Dezember  2007)  werden 
Renten, die einem IV-Grad von weniger als 50% entsprechen, jedoch 
nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen 
Aufenthalt  (vgl.  Art. 13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht 
völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Regelung  vor-
sehen.  Eine  solche  Ausnahme  gilt  seit  dem  1. Juni  2002  für  die 
Staatsangehörigen  eines  Mitgliedstaates  der  Europäischen  Gemein-

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schaft  und  der  Schweiz,  sofern  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben  (vgl.  BGE  130  V  253 
E. 2.3  und  E. 3.1),  nicht  aber  im  Anwendungsbereich  des  jugo-
slawisch-schweizerischen Sozialversicherungsabkommens. 

4.4 Nach Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der hier anwendbaren, bis zum 
31. Dezember  2007  gültigen  Fassung)  entsteht  der  Rentenanspruch 
frühestens zu dem Zeitpunkt,  in  dem der Versicherte während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 
40% (im bisherigen Beruf) arbeitsunfähig gewesen ist. Da vorliegend 
eine  Rente  nur  ins  Ausland  bezahlt  wird,  falls  ein  IV-Grad  von 
mindestens 50% anzuerkennen ist (vgl. soeben oben E. 4.3), entsteht 
dieser  Rentenanspruch ebenfalls  erst  in  dem Zeitpunkt,  in  welchem 
während  eines  Jahres  eine  durchschnittlich  mindestens  50%ige 
Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf vorgelegen hat (vgl. BGE 121 V 
264 E. 6c).

4.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, sind Verwaltung und Ge-
richt auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und andere Fachleute 
zur  Verfügung  zu  stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2). Verwaltung und 
Gericht haben die medizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung wie alle anderen Beweismittel  ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  insbesondere  für  das  Gericht,  dass  es  alle 
Beweismittel,  unabhängig,  von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat,  ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

Ein  erhöhter  Beweiswert  kann Gutachten zukommen,  welche für  die 
streitigen  Belange  umfassend  sind,  auf  allseitigen  Untersuchungen 
beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese)  abgegeben  worden  und  in  der  Darlegung  der 
Zusammenhänge  sowie  der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation 
einleuchtend sind. Zudem sind Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und  Untersuchungen 

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sowie nach Einsicht  in  die Akten erstellt  wurden,  grundsätzlich volle 
Beweiskraft  zuzuerkennen,  solange  nicht  konkrete  Indizien  gegen 
deren Zuverlässigkeit sprechen. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-
zeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  gegebenen  Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 
351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).

4.6 Sozialversicherungsverfahren  und  -prozess  sind  vom  Unter-
suchungsgrundsatz  beherrscht.  Demnach  haben  die  Verwaltung  und 
das  Gericht  von  Amtes  wegen  für  die  richtige  und  vollständige  Ab-
klärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Grundsatz 
gilt  indes nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in 
den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 
122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum andern umfasst die behörd-
liche  bzw. richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was 
von  einer  Partei  behauptet  oder  verlangt  wird.  Vielmehr  bezieht  sie 
sich  nur  auf  den  im  Rahmen  des  streitigen  Rechtsverhältnisses 
(Streitgegenstand) erheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen,  von  deren  Vorliegen  es  abhängt,  ob  über  den  streitigen 
Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl.  FRITZ GYGI, Bundes-
verwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S. 43  und  273).  In 
diesem  Rahmen  haben  Behörden  und  Gerichte  zusätzliche  Ab-
klärungen vorzunehmen oder  zu  veranlassen,  wenn  hierzu  aufgrund 
der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  ergebender 
Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass  besteht  (vgl.  BGE  117  V  282 
E. 4a mit Hinweis). 

Sodann  hat  das  Gericht  sein  Urteil,  sofern  das  Gesetz  nichts  Ab-
weichendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat 
vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  er  von  allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 
BGE 126 V 363 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

4.7 Meldet  sich  ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach  Ent-
stehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung 
von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung voran-
gehenden Monate ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG). Folglich könnten 
Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  vorliegend 

Seite 11

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frühestens ab Juni 2002 gewährt werden, weshalb bei der Prüfung des 
Rentenanspruchs nicht über diesen Zeitpunkt zurückzugehen ist. 

5.
Im vorliegenden  Fall  ist  umstritten,  ob  ein  invalidisierender  Gesund-
heitsschaden  vorliegt.  Den  Akten  ist  zu  entnehmen,  dass  der  Be-
schwerdeführer  an  Diskushernie,  Lumboischialgie  und  depressiver 
Verstimmung mit Somatisierung leidet. Was den Einfluss dieser Leiden 
auf  die Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers betrifft,  geht  die Vor-
instanz  nicht  von  einer  rentenbegründenden  Invalidität  aus. 
Demgegenüber  erachtet  der  Beschwerdeführer  einen  Anspruch  auf 
eine ¾-Invalidenrente als gegeben.

Es ist vorab zu prüfen, ob die vorhandenen ärztlichen Stellungnahmen 
die  zu  einer  schlüssigen  Beurteilung  des  Anspruchs  auf  eine  In-
validenrente  notwendigen  Angaben  zu  Umfang  und  Dauer  der 
Arbeitsunfähigkeit enthalten und ob die Vorinstanz die massgebenden 
Akten berücksichtigt hat. 

5.1 Die  beigezogenen  IV-Stellenärzte  Dr. A._______  und 
Dr. B._______,  haben  eine  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers 
durchwegs klar bejaht:

- Dr. A._______ hielt  im Bericht vom 16. und 25. November 2003 
fest, die Leiden des Beschwerdeführers seien nur leicht ("tout à 
fait bénignes"). Es sei weder eine bleibende Invalidität noch eine 
durchschnittliche  Arbeitsunfähigkeit  von  40%  während  eines 
Jahres gegeben. 

- Am  14. Juli  2004  schrieb  Dr. B._______  im  Rahmen  des  Ein-
spracheverfahrens,  es  sei  unklar,  "ob  überhaupt  eine  rel. 
Diskushernie vorliegt und eine relevante psych. Morbidität"; auf-
grund  der  Akten  könne  deshalb  nicht  eine  halbe  Rente  ge-
sprochen werden. Abzuklären seien sowohl Beginn als auch Ver-
lauf einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit  für Bauarbeiten und Ver-
weistätigkeiten. 

- Gemäss  Dr. B._______s  Bericht  vom  27. Oktober  2005,  nach 
Vorliegen der Begutachtung durch Dr. C._______, liege eine In-
validität  nach  schweizerischer  Auffassung  sicher  nicht  vor:  Der 
Beschwerdeführer  könne  zweifellos  alle  leichten  bis  mittel-

Seite 12

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schweren Arbeiten verrichten und es wird die Frage aufgeworfen, 
ob er nicht sogar auf dem Bau weiterarbeiten könnte. 

- In der Beurteilung vom 12. November 2005 führte Dr. B._______ 
aus,  der  Beschwerdeführer  könne  "alle  leichten  bis  mittel-
schweren  Tätigkeiten,  entsprechend  seiner  Ausbildung,  unein-
geschränkt ausüben". Vorübergehende Arbeitsunfähigkeiten von 
maximal  40%  als  Bauarbeiter  seien  allerdings  in  dem  Sinne 
möglich,  dass  der  Beschwerdeführer  vom  Heben  von  Lasten 
über 20 kg dispensiert würde – dies ab Februar 2003.

- Dr. B._______  bestätigt  schliesslich  in  seiner  Stellungnahme 
vom 18. Mai 2007 die bisherige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
durch den medizinischen Dienst.

5.1.1 In den drei letztgenannten Berichten sieht der Beschwerdeführer 
gemäss  seiner  Replik  insofern  einen  Widerspruch,  als  dass  die 
Arbeitsfähigkeit unterschiedlich eingeschätzt worden sei. Dem ist ent-
gegenzuhalten, dass die Berichte einheitlich von der Möglichkeit einer 
leichten und mittelschweren Tätigkeit sprechen. Die Aussage, wonach 
die  medizinischen  Befunde  mit  einer  praktisch  uneingeschränkten 
Verweistätigkeit vereinbar seien, widerspricht dieser Erkenntnis nicht. 
In den einzelnen Berichten werden die vorangehenden Auffassungen 
sodann ausdrücklich bestätigt. Alle Berichte gehen letztlich von einer 
nicht rentenbegründenden Invalidität aus. 

5.1.2 Des Weiteren  erhebt  der  Beschwerdeführer  zu  den  Schreiben 
des medizinischen Dienstes den Vorwurf, es würde die im Bericht der 
Dres. K._______ und L._______ festgehaltene Arbeitsunfähigkeit von 
30% nicht berücksichtigt. Es ist richtig, dass der medizinische Dienst 
diesen  Bericht  nicht  erwähnt.  Dr. B._______  stützte  sich  jedoch  auf 
das Gutachten von Dr. C._______, welches unter anderem auf  eben 
diesen Bericht abstellt. 

5.2 Das  polydisziplinäre  Gutachten  von  Dr. C._______  vom 
15. Februar 2005 enthält eine physische Beurteilung und nimmt Bezug 
auf verschiedene Teilgutachten. 

5.2.1 Dr. C._______ bezieht in seinem Gutachten den psychiatrischen 
Bericht  von  Dr. K._______  und  Dr. L._______  und  deren  Diagnose 
eines "recurrent depressive disorder with somatisations (F 33 01)" ein. 
Zur  psychologischen  Beurteilung  wurde  der  Bericht  von 

Seite 13

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Mr. sci. M._______  beigezogen.  Danach  zeigen  sich  keine  in-
adäquaten  mentalen  Funktionen  oder  psycho-organische  Faktoren, 
wobei  aktuell  depressive  Tendenzen  und  eine  niedrige  emotionale 
Energie  festgestellt  wurden.  Die  rheumatologische  Untersuchung 
erfolgte  durch  Dr. N._______,  der  am  1. Februar  2005  festhielt,  der 
Patient sei zusätzlich orthopädisch und neurologisch zu untersuchen. 
Das  MRI  wurde  von  Dr. O._______  angefertigt,  der  zusammen  mit 
Dr. P._______ eine Praxis führt. 

5.2.2 Hingegen wurden die Berichte der Dres. D._______, Orthopäde, 
und  E._______,  Psychiater,  sowie  die  Austrittsberichte  des  Re-
habilitationszentrums  Z._______  im  Gutachten  von  Dr. C._______ 
nicht berücksichtigt. Dies mit der Begründung, die zwischen 1993 und 
1999 datierten Belege von Dr. D._______ seien höchstwahrscheinlich 
alle nach 2000 geschrieben worden. Den Titel des Orthopäden habe 
Dr. D._______ erst  nach 2000 erworben,  weshalb  er  die älteren Be-
richte  nicht  in  dieser  Funktion  hätte  unterzeichnen  dürfen.  Auch 
Dr. E._______  benutzte  seinen  Titel,  den  er  2004  erworben  habe, 
bereits für früher datierte Berichte. Die Unterlagen von Z._______ von 
1998  müssten  in  serbischer  Sprache  vorliegen,  weil  das  Zentrum 
damals  von  den  serbischen  Behörden  geleitet  worden  sei. 
Entsprechend  seien  die  Unterlagen  gefälscht,  weshalb  sie  nicht  als 
vertrauenswürdig gälten.

Der Beschwerdeführer legt dar, die besagten Berichte seien deshalb 
später  ausgefertigt  worden,  weil  die Originale sich im Haus des Be-
schwerdeführers befunden hätten,  welches im Krieg  abgebrannt  sei. 
Dies  wurde  von  Dr. D._______  und  vom  Rehabilitationszentrum 
Z._______ schriftlich bestätigt.

Die umstrittenen Belege,  datiert  von 1993 bis  2004,  bestätigen alle-
samt  die  unbestrittene  Diagnose  der  Diskushernie  und  der  De-
pressionen.  In  zeitlicher  Hinsicht  sind  die  älteren  Unterlagen  von 
vornherein nicht zu berücksichtigen. 

5.2.3 Das  Gutachten  von  Dr. C._______  kommt  zum  Schluss,  der 
Beschwerdeführer  habe  folgende  Beschwerden: "Discus  hernia  L4/5 
and  L1/2  (M  51)",  "Chondrosis  intervertebralis  L5/S1  (M  42)"  und 
"Recurrant depressive disorder with somatisations (F 33 01)". Mangels 
orthopädischen  und  neurochirurgischen  Unterlagen  nahm 
Dr. C._______  keine  Stellung  zur  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerde-
führers. 

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Gesagtes zeigt, dass sich von den berücksichtigten Teilgutachten ein-
zig  jenes  der  Dres. K._______  und  L._______  zum  Umfang  der 
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers äussert. 

Auch  die  nicht  berücksichtigten  orthopädischen  und  neurologischen 
Berichte machen keine weiteren Angaben zu einer allfälligen Arbeits-
unfähigkeit.  In  keiner  Weise  wird  begründet,  weshalb  dem  Be-
schwerdeführer aus medizinischer Sicht seine bisherige Tätigkeit oder 
aber  eine  leichtere  nicht  zumutbar  sei.  Entsprechend  kann  davon 
ausgegangen werden, dass auch die Berücksichtigung dieser Befunde 
im Gutachten von Dr. C._______ keine Veränderung in  der  Gesamt-
beurteilung ergeben hätten, so dass die Frage ihrer Echtheit offen ge-
lassen werden kann. 

5.3 Der Beschwerdeführer legt zusätzlich einen Bericht der I._______, 
Dr. J._______, vom 28. Juli  2008 (Beschwerdebeilage 14) ins Recht, 
das von einer Arbeitsunfähigkeit  des Beschwerdeführers im Rahmen 
von 70% ausgeht. Hierbei wird jedoch nicht erklärt,  weshalb der Be-
schwerdeführer keine leichtere Tätigkeit ausüben könnte. 

5.4 In  den  Rechtsschriften  keine  Erwähnung  findet  der  Bericht  des 
Q._______ vom 25. November  1998,  der  allerdings  bereits  vor  dem 
hier massgeblichen Zeitrahmen verfasst wurde. Danach besteht beim 
Beschwerdeführer  eine  reduzierte  Arbeitsfähigkeit,  die  ihn  von 
schweren körperlichen Arbeiten befreit. 

Ebensowenig  wird  das  ausgefüllte  Formular  von  Dr. R._______, 
Orthopäde  und  Traumatologe,  vom  21. Februar  2003  erwähnt,  das 
dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 75% attestiert und 
für  ihn  weder  im  bisherigen  noch  in  einem  anderen  Beruf  eine 
Arbeitsmöglichkeit  sieht.  Es  lässt  sich  daraus  allerdings  nicht 
schliessen,  worauf  eine  entsprechende  Arbeitsunfähigkeit  beruhen 
soll. 

5.5 Somit  ergibt  sich,  dass für  den massgebenden Beurteilungszeit-
raum  zwischen  Juni  2002  und  Juni  2007  eine  grosse  Anzahl 
medizinischer  Unterlagen  vorliegt.  Viele  vom  Beschwerdeführer  ein-
gereichte  ärztliche  Rezepte  gestatten  jedoch  keine  aussagekräftige 
Synthese.  Auch  machen  die  wenigsten  der  vorliegenden  ärztlichen 
Berichte  konkrete  Angaben  zu  Umfang  und  Dauer  einer  allfälligen 
Arbeitsunfähigkeit  im bisherigen Beruf  oder in einer Verweistätigkeit. 
Obwohl  die  Ärzte im Wesentlichen dieselben Diagnosen stellen,  be-

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urteilen sie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers unterschiedlich 
oder gar nicht. Das polydisziplinäre Gutachten von Dr. C._______, das 
massgebend zum Entscheid der Vorinstanz beigetragen hat, verzichtet 
mangels  orthopädischen  und  neurologischen  Angaben  ausdrücklich 
auf  die  Beurteilung  der  Arbeitsunfähigkeit.  Insoweit  besteht  ein 
Widerspruch zur Beurteilung durch den medizinischen Dienst der Vor-
instanz, der in seinem Schreiben vom 12. November 2005 eine klare 
Aussage zum Umfang der Arbeitsunfähigkeit macht und zu keiner Zeit 
auf die fehlenden Angaben im Gutachten von Dr. C._______ eingeht. 

Damit  ist  nicht  nachvollziehbar,  inwieweit  der  Beschwerdeführer  in 
seiner Arbeitsfähigkeit in seinem angestammten Beruf oder einer Ver-
weistätigkeit  eingeschränkt  sein  soll.  Auch  ist  unklar,  über  welche 
Dauer  eine  entsprechende  Arbeitsunfähigkeit  bestanden  haben  soll. 
Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts konnte somit  der Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers aufgrund der vorhandenen Akten 
nicht  so  umfassend  nachvollziehbar  erstellt  werden,  wie  es  das 
Bundesgericht in ständiger Praxis verlangt (siehe oben E. 4.5 f.).

Die  Sache  ist  deshalb  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  damit  sie 
Umfang und Dauer der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab-
kläre und die dazu erforderlichen fachärztlichen (orthopädischen und 
neurologischen) Abklärungen nachhole. 

6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde aus diesen 
Gründen  dahingehend  gutzuheissen  ist,  als  die  angefochtene  Ver-
fügung aufzuheben und die Sache gestützt  auf  Art. 61 Abs. 1 VwVG 
zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen an 
die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  welche  anschliessend  neu  zu 
verfügen hat. 

Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Einholung von psychiatrischen 
und  rheumatologischen  Obergutachten  und  von  orthopädischen  und 
neurologischen Gutachten im Rahmen des Beschwerdeverfahrens, die 
der Beschwerdeführer eventualiter beantragt.

7.
Zu  befinden  bleibt  über  die  Verfahrenskosten  und  die  Parteient-
schädigung.

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7.1 Die  Verfahrenskosten  werden  in  der  Regel  der  unterliegenden 
Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Eine Rückweisung gilt  praxis-
gemäss als  Obsiegen der  beschwerdeführenden Partei  (BGE 132  V 
215 E. 6). Der unterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art. 63 Abs. 1 
VwVG  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen.  Das  Gesuch  des  Be-
schwerdeführers  um  unentgeltliche  Prozessführung  wird  insoweit 
gegenstandslos.

7.2 Das Gericht setzt die Parteientschädigung für den anwaltlich ver-
tretenen  Beschwerdeführer  aufgrund der  Kostennote  des  Rechtsver-
treters  fest. Die eingereichte Kostennote geht  von einem Betrag von 
Fr. 3'442.90 (inkl. MWST) aus, wobei der Rechtsvertreter nicht darlegt, 
wieso seine anwaltliche Tätigkeit für den im Ausland wohnenden Be-
schwerdeführer der Mehrwertsteuer unterliegt. Die Mehrwertsteuer ist 
nur für  Dienstleistungen geschuldet,  die  im Inland gegen Entgelt  er-
bracht werden, nicht jedoch für Dienstleistungen, die ins Ausland ex-
portiert  werden – wie im vorliegenden Fall, da der Beschwerdeführer 
im  Ausland  lebt  (vgl.  Art. 5  Bst. b  in  Verbindung  mit  Art. 14  Abs. 3 
Bst. c  des  Bundesgesetzes  vom 2. September  1999  über  die  Mehr-
wertsteuer [MWSTG, SR 641.20]; nicht veröffentlichtes Urteil des EVG 
vom 22. Mai 2003 [I 30/03], E. 6.4). 

Es  ist  festzuhalten,  dass  sich  vorliegend  keine  komplexen  Sachver-
halts- und Rechtsfragen stellten und dass der Rechtsanwalt den Be-
schwerdeführer  auch  im  früheren  Verfahren  vertreten  hatte  und 
demzufolge  mit  dem  Dossier  bereits  vertraut  war.  Unter  Berück-
sichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands und im Ver-
gleich  zu  ähnlichen  Fällen  wird  die  Entschädigung  des  Rechtsver-
treters auf Fr. 2'500.- (exkl. MWST) festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG 
i.V.m.  Art. 14  Abs. 2  VGKE).  Diese  Entschädigung  ist  von  der  Vor-
instanz zu leisten.

Mit  Zusprechung  einer  (nicht  teilweisen)  Parteientschädigung  wird 
auch  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  unentgeltliche 
Verbeiständung hinfällig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen  und  die  angefochtene 
Verfügung  aufgehoben. Die  Sache  wird  zur  weiteren  Abklärung  des 
Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- 
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. 

4.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos 
abgeschrieben.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 503.68.201.151)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

David Aschmann Sibylle Wenger Berger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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