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**Case Identifier:** 67f8327d-eb8f-56f4-af8b-2247e84e998e
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-02-14
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017
**Docket/Reference:** DB.2019.123
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2019.123.--2-st.2019.161.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2019.123 
2 ST.2019.161 

Entscheid 

14. Februar 2020 

Mitwirkend: 

Einzelrichterin Micheline Roth und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

1.  A,    
2.  B,    

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A und B (nachfolgend der/die Pflichtige bzw. zusammen die Pflichtigen) de-

klarierten in der Steuererklärung 2017 effektive Kosten für die Verwaltung des bewegli-

chen  Privatvermögens  über  Fr. 18'543.-  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  resp. 

Fr. 18'759.-  betreffend  die  Staats-  und  Gemeindesteuern.  Zum  Zahlungsnachweis 

reichten  sie  einen  Beleg  über  die  abzugsfähigen  Bankspesen  der  C-Bank  (C)  über 

Fr. 12'467.75  und  Zahlungsbelege  für  die  Vermögensverwaltungsgebühr  der  D  AG 

über Fr. 6'292.20 ein. 

Mit Veranlagungsverfügung bzw. Einschätzungsentscheid vom 13. März 2019 

anerkannte der Steuerkommissär sowohl betreffend die direkte Bundessteuer wie auch 

die Staats- und Gemeindesteuern nur die Kosten für Verwaltung und Verwahrung der 

Depotwerte  der  C-Bank  über  Fr.  12'252.-  als  abzugsfähig.  Dementsprechend  wurden 

die  Pflichtigen  mit  einem  Einkommen  von  Fr.  201'300.-  (direkte  Bundessteuer  sowie 

Staats- und Gemeindesteuern) veranlagt bzw. eingeschätzt; das steuerbare Vermögen 

belief sich auf Fr. 6'143'000.-.  

B. Hiergegen erhoben die Pflichtigen am 14. April 2019 (Datum Poststempel) 

Einsprache,  worin  sie  auf  dem  Abzug  der  gesamten  geltend  gemachten 

Vermögensverwaltungskosten beharrten. Daraufhin liess das kantonale Steueramt den 

Pflichtigen ihrerseits am 9. Mai 2019 Veranlagungsvorschläge zukommen, in denen es 

daran  festhielt,  dass  die  Vermögensverwaltungskosten  der  D  AG  nicht  abzugsfähig 

seien.  Mit  Schreiben  vom  13. Juni  2019  beantworteten  die  Pflichtigen  die  Vorschläge 

abschlägig.  Mit  Einspracheentscheiden  vom  19. Juli  2019  wies  das  kantonale 

Steueramt daraufhin die Einsprachen ab.  

C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 19. August 2019 erneuerten die Pflichti-

gen vor Steuerrekursgericht ihren Einspracheantrag. 

In der Beschwerde-/Rekursantwort vom 19. September 2019 schloss das kan-

tonale  Steueramt  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel.  In  der  als  Replik  betitelten  freige-

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stellten Vernehmlassung vom 23. Oktober 2019 hielten die Pflichtigen an ihren Ausfüh-

rungen  in  Beschwerde  und  Rekurs  fest.  Die  Eidgenössische  Steuerverwaltung  liess 

sich nicht vernehmen.  

Auf die Erwägungen der Einspracheentscheide und die Parteivorbringen wird, 

soweit wesentlich, in den nachfolgenden Urteilsgründen zurückgekommen. 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

1.  a)  Bei  beweglichem  Privatvermögen  können  die  Kosten  der  Verwaltung 

durch Dritte (vom Reineinkommen) abgezogen werden (Art. 32 Abs. 1 des Bundesge-

setzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14.  Dezember  1990  [DBG]  sowie  § 30 

Abs. 1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  [StG]).  Nicht  abzugsfähig  sind  Kosten 

und  Aufwendungen  für  die  Anschaffung,  Herstellung  oder  Wertvermehrung  von  Ver-

mögensgegenständen (Art. 34 lit. d DBG und § 33 lit. d StG). 

b) Der steuerrechtliche Begriff der Vermögensverwaltung ist enger als der Be-

griff des allgemeinen Sprachgebrauchs. Darunter fallen alle tatsächlichen oder rechtli-

chen Handlungen,  die im  Rahmen  der  Bewirtschaftung von  Vermögensgegenständen 

erforderlich sind  und der  Sicherung  und Erhaltung  des  ertragsbringenden  Vermögens 

dienen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  3.  A.,  2016,  Art. 

32 N 17 DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 30 N 16 StG, 

mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Abziehbar sind demnach insbesondere Depot-, 

Schrankfach- und Safegebühren, Kosten für die Erstellung von Wertschriftenverzeich-

nissen  (Steuerverzeichnis)  sowie  von  Rückforderungs-  und  Anrechnungsanträgen  für 

ausländische  Quellensteuern  und  Inkassospesen  (vgl.  auch  ASA  67,  477).  Dagegen 

sind  Kosten  für  Finanz-  und  Anlageberatung,  für  Vermögensumlagerung,  Finanzie-

rungskosten,  Entschädigungen  für  Treuhandanlagen  und  Provisionen  für  den  Erwerb 

oder die Veräusserung von Vermögenswerten nicht als Vermögensverwaltungskosten 

abziehbar (vgl. dazu auch lit. C der Weisung des kantonalen Steueramts über die Ab-

zugsfähigkeit  der  Kosten  für  die  Verwaltung  von  Wertschriften  des  Privatvermögens 

vom 8. August 2002 [ZStB I Nr. 18/701], nachfolgend Weisung). Kosten der Anlagebe-

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ratung im Besonderen dienen – wie das Bundesgericht in ständiger Praxis erkannt hat 

(ASA 71, 44 = StR 2000, 515) – dem Erwerb bzw. der Veräusserung von Vermögens-

gegenständen und nicht primär der Werterhaltung, sondern der Wertvermehrung. Sol-

che Aufwendungen sind nach Art. 34 lit. d DBG bzw. § 33 lit. d StG nicht abzugsfähig. 

Aber  auch  wenn  mit  der  Vermögensberatung  keine  Wertvermehrung  bezweckt  wird, 

können  die  Kosten  der  Anlageberatung  nicht  einkommensmindernd  geltend  gemacht 

werden,  sofern  die  Beratung  zur  Hauptsache  auf  Erwerb  bzw.  Verkauf  und  nicht  auf 

das Halten des Vermögens, das den steuerbaren Ertrag generiert, ausgerichtet ist (Pe-

ter  Locher,  Kommentar  zum  DBG,  I.  Teil,  2019,  Art.  32  N  9  ff.).  Denn  in  diesem  Fall 

liegen  Aufwendungen  für  die  Anschaffung  und  Veräusserung  von  Vermögensgegen-

ständen vor, die nach Art. 34 lit. d DBG bzw. § 33 lit. d StG nicht abzugsfähig sind. 

c) Vermögensverwaltungskosten sind als steuermindernde Umstände von den 

Steuerpflichtigen  darzutun  und nachzuweisen  (RB  1975  Nr.  64,  auch  zum  Folgenden 

sowie ASA 46, 512). Die Steuerpflichtigen haben mithin nicht bloss die Kosten als sol-

che,  sondern  auch  deren  Abzugsfähigkeit  aufgrund  der  obgenannten  Kriterien  zu  be-

weisen.  Dazu  haben  sie  spätestens  im  Beschwerde-/Rekursverfahren  die  Abzüge 

durch eine substanziierte Sachdarstellung zu behaupten und hierfür beweiskräftige Un-

terlagen einzureichen oder zumindest entsprechende Beweismittel anzubieten. 

d)  Kann  der  Steuerpflichtige  zwar  nachweisen,  dass  ihm  Kosten  für  die  Ver-

mögensverwaltung durch Dritte entstanden sind, umfassen die Tätigkeiten des Dritten 

aber auch betraglich nicht ausgeschiedene Handlungen, die über die allgemeine Ver-

waltungstätigkeit  hinausgehen, steht  dem  Steuerpflichtigen für  die  Kosten der  Vermö-

gensverwaltung  eine  Pauschale  von  3‰  des Wertschriftenbestands  als  abzugsfähige 

Vermögensverwaltungskosten zu (Weisung lit. D.I.). Macht der Steuerpflichtige in die-

ser  Weise  Vermögensverwaltungskosten  von  über  Fr.  6'000.-  (entsprechend  einem 

Depotwert von Fr. 2'000'000.-) geltend, wird die Pauschale von 3‰ nur gewährt, sofern 

die  dem  Dritten  bezahlte  unausgeschiedene  Gebühr  mindestens  den  Pauschalbetrag 

von  3‰  erreicht  und  betragsmässig  nachgewiesen  wird  (Weisung  lit.  D.II.).  Bean-

sprucht der Steuerpflichtige höhere Abzüge als diese Pauschalen, hat er aufgrund der 

erwähnten  Beweislastverteilung  sowohl  die  tatsächlich  bezahlten  Kosten  für  die  Ver-

mögensverwaltung als auch deren Zugehörigkeit zur Kategorie der abzugsfähigen Kos-

ten  im  Sinn  von  Art.  32 Abs.  1  DBG  bzw.  §  30 Abs.  1 StG  nachzuweisen.  Hat  er  bei 

Leistung  des  entsprechenden  Nachweises  praktische  Schwierigkeiten,  indem  er  z.B. 

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wegen  der  mit  dem  Vermögensverwalter  vereinbarten  Pauschalabgeltung  die  auf  die 

Anlagetätigkeit entfallenden Kosten nicht beziffern kann, hat er dies selber zu vertreten 

(StRG,  14.  Januar  2013,  DB.2012.277  +  ST.2012.310;  StRK  III,  18.  Mai  1995  = 

StE 1996  B  24.7  Nr.  1;  StRK  IV,  14.  Dezember  1994  =  ZStP  1995;  StRK  I,  19.  April 

1994, I 7/1994; vgl. zum Ganzen auch Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 30 N 21 StG, 

mit Hinweisen). 

Die  obgenannte  Weisung  des  kantonalen  Steueramts  gilt  zwar  nur  für  die 

Staats- und Gemeindesteuern. Sie wird in der Einschätzungspraxis jedoch  – mangels 

entsprechender Weisung der Eidgenössischen Steuerverwaltung – auch bei der direk-

ten Bundessteuer angewandt. 

2. a) Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob die von den Pflichtigen geltend 

gemachten  und  grundsätzlich  nachgewiesenen  Vermögensverwaltungskosten  vollum-

fänglich oder lediglich teilweise abzugsfähig i.S.v. Art. 32 Abs. 1 DBG bzw. § 30 Abs. 1 

StG sind. Das kantonale Steueramt erwog dazu in seinen Einspracheentscheiden vom 

19. Juli 2019, dass nur die von den Pflichtigen deklarierten Kosten für Verwaltung und 

Verwahrung der Depotwerte der C-Bank über Fr. 12'252.- vollständig abzugsfähig sei-

en.  Hingegen  erachtet  es  namentlich  die  deklarierten  Kosten  der  D  AG  (nachfolgend 

die Verwalterin) im geltend gemachten Umfang von Fr. 6'292.- als vollständig nicht ab-

zugsfähig. Es begründet diese Auffassung damit, dass aus dem eingereichten Vermö-

gensverwaltungsvertrag eindeutig hervorgehe, dass es sich bei den Kosten um Kosten 

der Anlageberatung handle, die dem Erwerb, der Wertvermehrung bzw. der Veräusse-

rung von Vermögensgegenständen diene und nicht der Werterhaltung. Die den Pflich-

tigen entstandenen Kosten seien deshalb nicht abzugsfähig.  

b)  aa)  Die Pflichtigen  halten  diesen Erwägungen  des kantonalen  Steueramts 

in  Beschwerde  und  Rekurs  entgegen,  dass  die  an  die  Verwalterin  bezahlte  Vermö-

gensverwaltungsgebühr  ausnahmslos  als  Entgelt  für  die  Verwaltung  ihres  bei  der  C-

Bank verwahrten beweglichen Privatvermögens geschuldet sei und nicht für Dienstleis-

tungen im Bereich der Anlageberatung. Die Verwalterin erteile ihnen keine Empfehlun-

gen für den Kauf, das Halten oder den Verkauf von Wertschriften, wie dies Anlagebera-

ter zu tun pflegen würden. Vielmehr bestehe ein Verwaltungsvertragsverhältnis, in wel-

chem sie das Treffen  und  Ausführen  von  Anlageentscheiden an  die Verwalterin  dele-

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giert hätten. Die Pflichtigen machen zudem sinngemäss geltend, dass bei der Verwal-

tung  des  Vermögensgegenstands  "Wertschrift"  –  im  Unterschied  zu  z.B.  Gemälden  - 

gar keine Aufwendungen für Herstellung oder Wertvermehrung i.S.v. Art. 34 lit. d DBG 

bzw. § 33 lit. d StG möglich seien. Deshalb seien im Sinn eines Umkehrschlusses die 

Kosten ihrer Verwalterin gemäss Art. 32 Abs. 1 DBG bzw. § 30 Abs. 1 StG abzugsfä-

hig. Zudem sei es unzutreffend, dass eine externe Vermögensverwalterin generell nicht 

als  "Dritte"  i.S.v.  Art.  32 Abs. 1  DBG  bzw.  § 30 Abs.  1  StG qualifiziert  werden könne. 

Dies sei eine Erfindung des Steueramts, die in direktem Widerspruch zur Weisung ste-

he.  

bb)  In Form  einer  Eventualbegründung  bringen die Pflichtigen  sodann insbe-

sondere vor, dass das kantonale Steueramt sie im gesamten bisherigen Verfahren nie 

aufgefordert  habe,  eine  detaillierte  Aufstellung  der  Kosten  einzureichen.  Ihnen  könne 

deshalb keine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorgeworfen werden.  

c) Dem Vermögensverwaltungsauftrag zwischen den Pflichtigen und der Ver-

walterin vom ...2014 kann zum strittigen Punkt entnommen werden, dass die Verwalte-

rin  im  Namen,  auf  Rechnung  und  Gefahr  der  Pflichtigen  deren  Vermögenswerte  auf 

gewissen  Konten  bei  der  C-Bank  unter  Berücksichtigung  von  deren  Anlageinstruktio-

nen  verwaltet.  Gemäss  "Anlageprofil  /  Anlageinstruktionen"  wurde  dabei  die  Anlage-

strategie "Equities" (bis max. 100% Aktien) – die risikoreichste der vier wählbaren Vari-

anten  –  vereinbart,  nach  welcher  langfristig  ein  grosser  realer  Vermögenszuwachs 

überwiegend durch Kapitalgewinn  und  ergänzt  durch  Zins-  und Dividendenerträge er-

wirtschaftet  werden  soll.  Vereinbart  wurde  sodann,  dass  Anlagen  nur  nach  telefoni-

scher Rücksprache mit den Pflichtigen erfolgen sollen. Entsprechend dem Auftrag ha-

ben die Pflichtigen dafür der Verwalterin eine Verwaltungsgebühr von 0.15% im  Jahr, 

berechnet  auf  die  Summe  der  im  Rahmen  dieses  Vertrages  verwalteten  Vermögens-

werte am Ende eines jeden Quartals, zu entrichten. Im Jahr 2017 belief sich diese Ge-

bühr  gemäss  der  von  den  Pflichtigen  eingereichten  Buchungsbelegen  auf  insgesamt 

Fr. 6'292.20. Aus welchen einzelnen Komponenten sich der Betrag zusammensetzt, ist 

aus  den  Buchungsbelegen  nicht  ersichtlich.  Die  Verwalterin  verwaltete  am 

31. Dezember  2017  hauptsächlich  ein  Wertschriftenvermögen  der  Pflichtigen  von 

Fr. 3'735'955.-  (Depot  Nr....)  sowie  drei  Konten  mit  Devisenbeständen  in  Schweizer 

Franken und Euro. 

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3. Die Parteien sind sich zunächst einig, dass die Kosten für Verwaltung und 

Verwahrung der Depotwerte bei der C-Bank über (gerundet) Fr. 12'252.- steuerlich ab-

ziehbare  Vermögensverwaltungskosten  betreffen.  Diese  wurden  den  Pflichtigen  denn 

auch bereits in der Veranlagung und der Einschätzung vom jeweils 13. März 2019 zu-

gestanden.  Nicht  klar  ist  hingegen,  wieso  das  kantonale  Steueramt  ihnen  nicht  auch 

die  gemäss  Steuerreport  2017  deklarierten  und  extra  separat  ausgewiesenen  Bank-

spesen  für  die  Erstellung  des  Steuerreports  über  Fr. 216.-  zugestanden  hat.  Diese 

Kosten  fallen  klarerweise  unter  lit.  B.b  der  Weisung  und  sind  somit  gemäss  Art.  32 

Abs. 1 DBG bzw. § 30 Abs. 1 StG abziehbar (E. 1b). 

4.  a)  Die  Pflichtigen  wollen  darüber  hinaus  Kosten  über  Fr. 6'292.-  in  Abzug 

bringen,  welche  sie  für  die  Vermögensverwaltung  der  Verwalterin  bezahlt  haben. 

Ihre  Hauptargumentation  betreffend  die  steuerliche  Abzugsfähigkeit  beruht  dabei 

im  Wesentlichen  darauf,  dass  sie 

technisch  zwischen  den  beiden  gängigen 

Finanzdienstleistungen,  Vermögensverwaltung  (vereinfacht:  Sie  delegieren  –  wir  set-

zen um") und Anlageberatung (vereinfacht: "Sie entscheiden – wir beraten) anhand der 

Entscheidbefugnis unterscheiden und argumentieren, die ihrerseits von der Verwalterin 

in  Anspruch  genommene  Vermögensverwaltungstätigkeit  sei  steuerlich  abzugsfähig 

(E. 2b/aa). Diese Auffassung gründet offensichtlich darin, dass sie dem bereits erwähn-

ten  Umstand  nicht  Rechnung  tragen,  dass  der  Begriff  der  "Vermögensverwaltung"  im 

Zusammenhang  mit  steuerlichen  Abzugsmöglichkeiten  gemäss  Gesetz  und  Recht-

sprechung weitaus enger ist als derjenige im allgemeinen Sprachgebrauch (E. 1b). Der 

steuerrechtlich  für  die  Abzugsfähigkeit  relevante  Begriff  der  Vermögensverwaltung 

i.S.v. Art. 32 Abs. 1 DBG und § 30 Abs. 1 StG bzw. lit. B der Weisung (dort werden als 

"gewerbsmässige  Vermögensverwalter"  beispielhaft  Treuhandinstitute  und  Rechtsan-

wälte genannt) ist nicht mit der finanzdienstleistungstechnischen Definition des Begriffs 

gleichzusetzen.  Der  steuerrechtliche  Begriff  der  Vermögensverwaltungskosten  kommt 

dem  nahe,  was  die  Pflichtigen  im  Rahmen  des  Einspracheverfahrens  als  Kosten  der 

Verwahrung für Wertschriften ohne Verwaltungsauftrag bezeichneten (geläufig ist auch 

der  Begriff  "Administrativkosten";  vgl.  StRG,  31. Januar  2017,  1 DB.2016.129  + 

1 ST.2016.153; www.strgzh.ch). Die von den Pflichtigen dargelegte Unterscheidung ist 

deshalb letztendlich steuerlich irrelevant, wie nachfolgend aufgezeigt wird.  

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b) Für die Tätigkeit, welche die Pflichtigen als "Vermögensverwaltung" definie-

ren (zusammengefasst, das beständige Sammeln, Analysieren, Vernetzen etc. von In-

formationen  über  das  Portfolio  und  die  Finanzmärkte  zur  Grundlage  der  Fällung  von 

Anlageentscheiden),  wird  oftmals  auch  der  Begriff  Portfoliomanagement  (oder  Asset 

Management)  verwendet;  konkret  allerdings  atypisch  ergänzt  durch  die  telefonische 

Genehmigungspflicht für "Anlagen". Beim Portfoliomanagement geht es um die Frage, 

wie  eine  Person  ihre  verfügbaren  finanziellen  Mittel  zweckmässigerweise  in  die  am 

Kapitalmarkt gehandelten Wertpapiere nach vorab definierter Anlagestrategie anlegen 

soll (StRG, 23. Juni 2017, 1 DB.2016.258 + 1 ST.2016.311). Wenn einer Vermögens-

verwalterin das gesamte Portfolio zur selbstständigen Verwaltung anvertraut wird, han-

delt es sich steuerlich gesehen um Anlageberatung gemäss Art. 34 lit. d DBG und § 33 

lit. d StG bzw. lit. C der Weisung (d.h. nicht abzugsfähige Kosten). Anlageberatung ist 

nämlich  steuerlich  nicht  nur  in  dem  Sinn  zu  verstehen,  dass  ein  Vermögensverwalter 

einem Privatanleger im Rahmen einer  entgeltlichen Beratung (titelbezogene) Empfeh-

lungen  für  konkrete  Vermögensanlagen  abgibt,  sondern  darunter  fällt  auch  das,  was 

die  Pflichtigen  technisch  als  Vermögensverwaltung  oder  eben  Portfoliomanagement 

verstehen.  Beim  Portfoliomanagement  liegt  gewissermassen  die  extremste  Form  der 

Anlageberatung vor, indem sich die Beratung letztlich auf die Wahl der Anlagestrategie 

beschränkt und im Übrigen der Vermögensverwalterin völlige Freiheit bei der Wahl der 

Anlagen  bzw.  der  Verwaltung  und  Bewirtschaftung  des  Portfolios  eingeräumt  wird. 

Dem Anleger geht es dabei nicht um einzelne Titel und deren Sicherung, sondern um 

die Erzielung einer guten Rendite bzw. eines Vermögenszuwachses, wobei er sich be-

wusst  ist,  dass  mit  der  Zunahme  seiner  diesbezüglichen  Erwartungen  auch  das  Ver-

lustrisiko ansteigt. Ein Verlustrisiko wird also in Kauf genommen im Bewusstsein, dass 

es  das  Ziel,  vorhandenes  Vermögen  nicht  bloss  zu  erhalten,  sondern  anwachsen  zu 

lassen,  gefährdet.  Wie  "aktiv  oder  passiv"  die  Vermögensverwalterin  bei  der  Bewirt-

schaftung des Vermögens vorgeht, hängt vom gewählten Anlageprofil ab. Hieraus folgt 

aber nicht, dass bei risikoarmem Anlageprofil und geringerer Bewirtschaftung die Kos-

ten  für  den  Beizug  eines  Portfoliomanagers  steuerlich  abziehbar  sind.  Solange  ein 

Wertzuwachs angestrebt wird und ein Portfoliomanager das Depot überwacht und ent-

sprechend  bewirtschaftet  (also  auch  im  Rahmen  von  geringfügigem  An-  und  Verkauf 

von  Positionen)  geht  es  nicht  um  Vermögenssicherung  und  stehen  entsprechende 

Gewinnungskosten  in  näherem  Bezug  zu  den  angestrebten  (steuerfreien)  Kapitalge-

winnen,  was  einem  Abzug  als  Vermögensverwaltungskosten  entgegensteht.  In  der 

Praxis wird ein Anleger, der das Risiko scheut und auf die reine Vermögenssicherung 

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mit (bescheidenen) Zinserträgen ausgerichtet ist, aus Kostengründen aber wohl ohne-

hin  keinen  professionellen  Vermögensverwalter  beiziehen,  sondern  die  entsprechen-

den  (einfachen)  Anlageentscheide  selber  oder  auf  Empfehlung  seiner  Hausbank  tref-

fen. Entsprechende Anlagen sind dabei langfristiger Natur, weshalb die Überwachung 

und Bewirtschaftung (z.B. Neuanlage bei Ablauf von mehrjährigen Obligationen) wenig 

intensiv ist.  

c)  Wenn  die  Pflichtigen  das  Portfoliomanagement  mit  der  Vorgabe  der  Anla-

gestrategie  "Equities"  (bis  max.  100%  Aktien)  der  Verwalterin  übertragen  haben,  so 

haben sie damit also offensichtlich Dienstleistungen im Bereich der steuerlich nicht ab-

zugsfähigen  Anlageberatung  in  Anspruch  genommen.  Der  abgeschlossene  Vermö-

gensverwaltungsvertrag  legt  nahe,  dass  es  die  Aufgabe  der  Verwalterin  ist,  das  Ver-

mögen  der  Pflichtigen  optimal  einzusetzen,  um  auf  diese  Weise  langfristig  für  eine 

Verbesserung  oder  Vermehrung  des  Vermögens  zu  sorgen.  Dabei  wurde  sogar  eine 

äusserst risikoreiche Strategie mit grösstmöglichem Aktienanteil gewählt, die auf einen 

grossen  Vermögenszuwachs  abzielt  (E. 2c).  Damit  nehmen  die  Pflichtigen  unstrittig 

Finanzdienstleistungen  in  Anspruch,  die  klar  über  die  blosse  Sicherung  bzw.  Werter-

haltung  ihres  Wertschriftendepots  hinausgehen.  Die  von  der  Verwalterin  generierten 

Kosten sind somit nicht als abzugsfähige Kosten der Verwaltung des beweglichen Pri-

vatvermögens i.S.v. Art. 32 Abs. 1 DBG und § 30 Abs. 1 StG bzw. lit. B der Weisung zu 

qualifizieren. Den Pflichtigen ist somit der ihnen obliegende Nachweis, dass es sich bei 

den  nachgewiesenen  Kosten  ausschliesslich  um  abzugsfähige  Kosten  handelt,  nicht 

gelungen (vgl. lit. D.II. 1. Absatz der Weisung).  

d)  aa)  Wenn  die  Pflichtigen  zudem  geltend  machen,  die  ihnen  in  Rechnung 

gestellten  Kosten  über  Fr. 6'292.-  seien  ihnen  von  der  Verwalterin  ausschliesslich  für 

die  Verwaltung  ihres  Privatvermögens  (sprich  Portfoliomanagement)  und  sonst  nichts 

in Rechnung gestellt  worden (lit.  b  a.E.;  E. 2b/aa;  auch zum  Folgenden),  so  bedeutet 

dies im Weiteren zudem, dass es sich bei den Vermögensverwaltungskosten der Ver-

walterin  auch  nicht  um  eine  Mischung  von  abzugsfähigen  und  nicht  abzugsfähigen 

Kosten  handeln  kann.  Entsprechende  Gebühren,  Spesen  etc.  wären  den  Pflichtigen 

gemäss  Vermögensverwaltungsvertrag  zusätzlich  und  separat  in  Rechnung  gestellt 

worden  (naheliegender  ist  ohnehin,  dass  solche  allfälligen  Gebühren  den  Pflichtigen 

von  der  C-Bank  direkt  in  Rechnung  gestellt  wurden  und  dementsprechend  bereits  in 

den zum Abzug zugelassenen Fr. 12'252.- enthalten wären; E. 3). Die Pflichtigen räu-

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men somit selbst ein, von ihrer Verwalterin im Rahmen der pauschal abgegoltenen Tä-

tigkeit keine über das Portfoliomanagement hinausgehenden Dienstleistungen, welche 

allenfalls  abzugsfähige  Vermögensverwaltungskosten  hätten  generieren  können,  be-

zogen  zu  haben.  Damit  besteht  kein  Raum  für  eine  steuerliche  Geltendmachung  ge-

mäss lit. D.I und lit. D.II der Weisung, da dies voraussetzt, dass die verrechneten Kos-

ten  zumindest 

teilweise  abzugsfähige  Kosten  mitumfassen  (ausführlich:  StRG, 

31. Januar 2017, 1. DB.2016.129 + 1 ST.2016.153, E. 2d ff.)  

bb) Folglich ist entgegen ihrer in der Eventualbegründung vorgetragenen Auf-

fassung auch nicht zu beanstanden, dass das kantonale Steueramt kein formelles Auf-

lageverfahren durchgeführt und sie aufgefordert hat, eine Aufstellung vorzulegen, aus 

der  hervorgeht,  aus  welchen  Einzelpositionen  sich  die  effektiven  Vermögensverwal-

tungskosten  zusammensetzen  (vgl.  E.  2b/bb).  Das  kantonale  Steueramt  hat  somit  im 

Rahmen des Einspracheverfahrens auf die Sachverhaltsdarstellung der Pflichtigen ab-

gestützt,  diese  jedoch  rechtlich  abweichend  und  in  Übereinstimmung  mit  Gesetz  und 

Rechtsprechung  gewürdigt.  Eine  Verletzung  der  Untersuchungspflicht  muss  sich  das 

Steueramt  damit  nicht  vorwerfen  lassen.  Den  Pflichtigen  wäre  sodann  auch  noch  die 

Möglichkeit  offen  gestanden  im  Beschwerde-  und  Rekursverfahren  die  einzelnen  ver-

mögensverwaltenden Positionen durch eine substanziierte Sachdarstellung zu behaup-

ten und hierfür beweiskräftige Unterlagen einzureichen oder zumindest entsprechende 

Beweismittel anzubieten (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 32 N 20a DBG und § 30 

N 21 StG, je mit weiteren Hinweisen), was sie nicht getan haben. Fehlt es an einer hin-

reichenden Sachdarstellung oder Beweismittelofferte, trifft das Steuerrekursgericht kei-

ne weitere Untersuchungspflicht (E. 1d). 

e) Dass Kosten für ein solches von ihnen in Anspruch genommenes Portfolio-

management  (sei  es,  dass  dieses  der  Depotbank  oder  einem  externen  Vermögens-

verwalter  übertragen  worden  ist)  ganz  allgemein  nicht  abzugsfähig  sind,  entspricht 

denn  auch  der  verwaltungsgerichtlichen  Rechtsprechung.  Letztere  unterscheidet  zwi-

schen  den  abzugsfähigen 

technisch-administrativen  Depotverwaltungstätigkeiten 

(wozu  die  Aufbewahrung  der  anvertrauten  Vermögenswerte  und  die  üblichen  Verwal-

tungshandlungen  wie  das  Inkasso  der  Dividenden,  Zinsen  und  rückzahlbaren  Kapita-

lien gehören), für welche – wie vorliegend – eine Gebühr der depotführenden Bank er-

hoben  wird,  und  den  nicht  abziehbaren  Verwaltungsgebühren  für  die  wirtschaftliche 

Betreuung und Überwachung der im Depot enthaltenen Werte im Rahmen eines Ver-

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mögensverwaltungsvertrags  (vgl.  VGr,  2. November  2014,  SB.2014.00102  +  00103, 

E. 3.5 ff. [nicht  publiziert], mit  Hinweis  auf  BGr, 1.  März  2000,  2A.62/1999,  StR 2000, 

516 f.).  

f)  Nichts  zu  ihren  Gunsten  abzuleiten  vermögen  die  Pflichtigen  sodann  aus 

der sinngemäss vorgebrachten Behauptung, bei einer Wertschrift können keine Kosten 

für Herstellung und Wertvermehrung i.S.v. Art. 34 lit. d DBG bzw. § 33 lit. d StG anfal-

len, mithin es sich gezwungenermassen um abzugsfähige Kosten i.S.v. Art. 32 Abs. 1 

DBG und § 30 Abs. 1 StG handeln müsse (E. 2b/aa, auch zum Folgenden). Da es sich 

bei den in Art. 34 DBG bzw. § 33 StG genannten Positionen nicht um eine abschlies-

sende  Aufzählung  handelt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 34  N 1  DBG  und  § 33 

N 2 StG), ist diese Schlussfolgerung von vornherein nicht möglich. Offenbleiben kann 

sodann, ob externe Vermögensverwalter allgemein nie als "Dritte" i.S.v. Art. 32 Abs. 1 

DBG und § 30 Abs. 1 StG bzw. der Weisung qualifiziert werden können, da dies vorlie-

gend, wie dargelegt, nach dem Gesagten für den Ausgang des Verfahrens unbeacht-

lich ist.   

5.  Gestützt  auf  diese  Erwägungen  ist  den  Pflichtigen  zusammengefasst  zu-

sätzlich  sowohl  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  wie  auch  betreffend  die  Staats- 

und Gemeindesteuern der Abzug für die Erstellung des Steuerreports über Fr. 216.- zu 

gewähren  bzw.  der  Abzug  der  Kosten  für  die  Verwaltung  des  beweglichen  Privatver-

mögens von Fr. 12'252.- auf Fr. 12'468.- zu erhöhen. Der Abzug der Kosten der D AG 

ist hingegen nicht angezeigt. In teilweiser Gutheissung von Beschwerde und Rekurs ist 

somit  das  steuerbare  Einkommen  der  Pflichtigen  betreffend die  direkte Bundessteuer 

und die Staats- und Gemeindesteuern von gerundet Fr. 201'300.- auf jeweils gerundet 

Fr. 201'100.- zu reduzieren. Das steuerbare Vermögen betreffend die Staats- und Ge-

meindesteuern ist unverändert auf Fr. 6'143'000.- festzusetzen. 

6. Aufgrund des nahezu vollständigen Unterliegens der Pflichtigen sind ihnen 

die  Kosten  des  Beschwerde-/Rekursverfahrens  vollständig  aufzuerlegen  (Art. 144 

Abs. 1 und Abs. 2 DBG bzw. § 151 Abs. 1 und Abs. 2 StG). 

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Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

Steuerperiode 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 201'100.- veranlagt 

(Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif).  

2.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Steuerpe-

riode 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 201'100.- und einem steuer-

baren  Vermögen  von  Fr.  6'143'000.-  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  § 35  Abs. 2  bzw. 

§ 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif).  

[…] 

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