# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67d9e5d2-95da-5523-be73-4f13fd96f1a5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.01.2012 RT110157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT110157_2012-01-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT110157-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. G. Pfister, Vorsitzender, Dr. H.A. Müller und  

Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. B. Häusermann. 

Urteil vom 24. Januar 2012 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Kanton und Stadt Zürich,  
Kläger und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich,  

 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 14. September 2011 (EB111191) 

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Erwägungen: 

1. Mit Urteil des Einzelgerichts vom 14. September 2011 am Bezirksgericht Zü-

rich wurde das Begehren der Kläger (Kanton und Stadt Zürich) um definitive 

Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. …, Betreibungsamt B._____, Zahlungsbefehl 

vom 1. Juni 2011, für Fr. 30'623.50 nebst Zins zu 4.5 % seit 31. Mai 2011 sowie 

für Fr. 4'238.70 gutgeheissen. Dieses Urteil wurde dem Beklagten am 3. Oktober 

2011 zugestellt (Urk. 10a, Urk. 13). 

Mit Beschwerdeschrift vom 12. Oktober 2011 (gleichzeitig Datum der Postaufga-

be) beantragte der Beklagte/Beschwerdeführer fristgerecht die Aufhebung des Ur-

teils vom 14. September 2011 unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 

der Kläger (Urk. 11, Urk. 12). 

2.1. In prozessualer Hinsicht hielt die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 

14. September 2011 fest, dass die Parteien zunächst auf den 1. September 2011 

vorgeladen worden seien. Einem ersten Verschiebungsgesuch des Beklagten sei 

stattgegeben worden. Das zweite Gesuch des Beklagten, die Verhandlung aber-

mals zu verschieben, sei abgelehnt worden, weil er den Verschiebungsgrund 

nicht ausreichend belegt habe. Insbesondere habe er die Dauer des geltend ge-

machten Auslandaufenthalts nicht belegt (sondern nur das Datum der Abreise 

gemäss Abflugticket). Sodann habe der Beklagte auch nicht dargelegt, weshalb er 

sich nicht durch eine Drittperson hätte vertreten lassen können. Nachdem keine 

Partei zur Verhandlung erschienen sei, sei gestützt auf die Akten zu entscheiden 

gewesen (Urk. 10a, Urk. 13). Zur Sache kann auf die Erwägungen im angefoch-

tenen Entscheid verwiesen werden. 

2.2. Der Beklagte führte mit der Beschwerdeschrift zunächst aus, er sei von der 

Vorinstanz erstmals auf den 1. September 2011 zur Verhandlung vorgeladen 

worden. Er habe um Verschiebung dieses Termins ersucht. Die Vorinstanz habe 

das Gesuch gutgeheissen und neu auf den 14. September 2011 vorgeladen, al-

lerdings ohne dies vorgängig mit ihm abzusprechen. Er habe ein zweites Ver-

schiebungsgesuch gestellt. Dazu habe sich die Vorinstanz nicht mehr vernehmen 

lassen. Alsdann rügte der Beklagte, die Vorinstanz setze Verhandlungstermine 

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an, ohne diese - wie sonst üblich - mit ihm als Rechtsanwalt vorgängig abzuspre-

chen. Weiter habe sie sein zweites Verschiebungsgesuch nicht beantwortet und 

die Verhandlung trotz dieses Gesuchs durchgeführt. Ferner sei die Begründung 

der Vorinstanz, das zweite Verschiebungsgesuch sei nicht ausreichend belegt, 

willkürlich, nachdem die Vorinstanz dem gleich begründeten ersten Verschie-

bungsgesuch entsprochen habe. Schliesslich habe die Vorinstanz die Verhand-

lung am 14. September 2011 trotz des hängigen zweiten Verschiebungsgesuchs 

durchgeführt und damit den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Urk. 11 

S. 2). 

3.1. Das Gericht kann einen Erscheinungstermin aus zureichenden Gründen 

verschieben, wenn es vor dem Termin darum ersucht wird (Art. 135 ZPO). Dabei 

ist entscheidend, ob der vorgeladenen Person die Teilnahme an der Verhandlung 

nach Treu und Glauben zugemutet werden kann. Klassische (zureichende) Ver-

schiebungsgründe sind u.a. (zu belegende) kürzere Abwesenheiten und Ausland-

aufenthalte wie etwa bereits gebuchte Ferien im üblichen Rahmen. Terminkollisi-

onen (eines Parteivertreters) sind zu belegen. Bei länger dauernder Verhinderung 

einer Partei hat das Gericht das Teilnahmerecht gegen das Beschleunigungsge-

bot abzuwägen und kann unter Umständen auf der Durchführung der Verhand-

lung in Anwesenheit eines Vertreters bestehen. Bis zur Bewilligung des Gesuchs 

um Verschiebung einer Verhandlung hat die Vorladung Bestand. Die vorgeladene 

Person darf sich nicht auf die Bewilligung verlassen. Erkundigt sie sich nicht nach 

dem Entscheid und erscheint sie nicht zum Termin, so treffen sie die Säumnisfol-

gen, soweit die Ablehnung nicht zu Unrecht erfolgte (vgl. KUKO ZPO-Weber, 

Art. 135 N. 3 ff., und die dort angeführten Hinweise). 

3.2. Laut den Erwägungen im angefochtenen Entscheid hat der Beklagte seinem 

zweiten Verschiebungsgesuch vom 19. August 2011 einzig ein Abflugticket für 

den 9. September 2011 beigelegt (vgl. Urk. 13 S. 2, Urk. 7B). Dies blieb unbestrit-

ten. Die Angabe des Beklagten, er könne nicht vor dem 19. September 2011 in 

die Schweiz zurückkehren (und deshalb nicht zur vorinstanzlichen Verhandlung 

vom 14. September 2011 erscheinen), stellt eine schlichte Parteibehauptung dar, 

für die kein Beleg vorliegt. Die Vorinstanz hat daher zu Recht festgehalten, dass 

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es der Beklagte unterlassen habe, seinen Verschiebungsgrund und insbesondere 

die Dauer seines Auslandaufenthalts zu belegen. 

Der Beklagte wies zur Begründung seiner Verschiebungsgesuche pauschal auf 

seine Auslandaufenthalte hin, ohne sich zu deren Sinn und Zweck bzw. Notwen-

digkeit zu äussern. Zudem war und ist nicht ersichtlich, weshalb der Beklagte 

nicht vor dem 5. respektive 19. September 2011 in die Schweiz hätte zurückkeh-

ren können. Seine Gesuche enthielten keine dahingehenden Angaben. Dass die-

se Angaben für die Beurteilung der Gesuche vorausgesetzt werden, wusste der 

Beklagte aufgrund der Hinweise in den Vorladungen (vgl. Urk. 3, Urk. 6); jeden-

falls musste er dies als Rechtsanwalt wissen. Indem der Beklagte die vorerwähn-

ten Angaben/Gründe nicht anführte, verunmöglichte er es der Vorinstanz zu beur-

teilen, ob es ihm nach Treu und Glauben zugemutet werden konnte, zur Verhand-

lung vom 14. September 2011 zu erscheinen oder nicht. Somit fehlte es nicht nur 

an Belegen, sondern zudem auch an einer rechtsgenügenden Begründung für die 

Auslandaufenthalte/Verschiebungsgesuche. 

Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der Beklagte am 1. August 2011 

auf dem Luftweg von C._____ nach Zürich zurückkehrte. Am 2. August 2011 er-

folgte die erste Vorladung (Urk. 3). Am 3./4. August 2011 stellte er das erste Ver-

schiebungsgesuch (Urk. 4). Danach war der Beklagte offenbar wieder bis zum 

15./16. August 2011 im Ausland (Urk. 7A); entsprechend scheiterten diverse Ver-

suche der Vorinstanz, den Beklagten für Terminabsprachen zu kontaktieren 

(Urk. 5). Am 10. August 2011 erging die zweite Vorladung (auf den 14. September 

2011; act. 6). Für den 19. August 2011 war wiederum ein Flug nach C._____ ge-

bucht (Urk. 4). Gleichentags teilte der Beklagte der Vorinstanz mit, er fliege am 

9. September 2011 erneut nach C._____ und könne erst am 19. September 2011 

nach Zürich zurückkehren (Urk. 7B). Unter diesen Umständen musste allseits von 

einer längeren Auslandabwesenheit des Beklagten mit bloss gelegentlichen kur-

zen Unterbrüchen ausgegangen werden. Dem Beklagten als Rechtsanwalt hätte 

daher spätestens nach dem Hinweis in der zweiten Vorladung vom 10. August 

2011 (vgl. Urk. 6: "Der beklagten Partei könnte keine weitere Verschiebung bewil-

ligt werden") und vor dem Flug nach C._____ vom 19. August 2011 bzw. 9. Sep-

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tember 2011 klar sein müssen, dass er eine Vertretung für die Verhandlung vom 

14. September 2011 zu bestellen gehabt hätte, zumal über die Rechtsöffnung im 

summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG), mit zeitlich straffen Vorgaben 

(vgl. dazu etwa Art. 84 Abs. 2 SchKG), zu entscheiden ist. Für die Vorinstanz war 

es in Anbetracht des Beschleunigungsgebots angezeigt, auf der Durchführung der 

Verhandlung vom 14. September 2011 zu bestehen. Das Recht des Beklagten 

auf persönliche Teilnahme an der Verhandlung wurde daher (implizit) zu Recht 

als weniger gewichtig eingestuft, zumal er ohne Weiteres eine Vertretung für die 

Verhandlung vom 14. September 2011 hätte bestellen können. 

Die Rügen des Beklagten (vgl. oben, Ziff. 2.2) erweisen sich als unbegründet: Der 

Beklagte trat im Rechtsöffnungsverfahren nicht als Rechtsanwalt auf. Eine be-

sondere Übung (oder gar ein Anspruch), wonach die Vorinstanz gehalten gewe-

sen wäre, Termine mit dem Beklagten, der Parteistellung hatte, vorgängig abzu-

sprechen, besteht nicht (abgesehen davon hat die Vorinstanz entsprechende 

Versuche getätigt). Vielmehr wäre es Sache des Beklagten gewesen, eine allfälli-

ge Kollision mit Terminen im Rahmen seiner anwaltlichen Tätigkeit bei der Vo-

rinstanz substantiiert geltend zu machen. Anhaltspunkte für eine solche Kollision 

bestehen indes nicht. Im Übrigen ist der Beklagte nicht im kantonalen Anwaltsre-

gister eingetragen. Nach den Ausführungen unter Ziff. 3.1 hiervor hatte die Vorla-

dung bis zum Entscheid über das Verschiebungsgesuch Bestand. Der Beklagte 

durfte sich - wie er als Rechtsanwalt weiss bzw. wissen muss - nicht auf die Be-

willigung verlassen. Nachdem er sich nicht nach dem Entscheid über sein zweites 

Verschiebungsgesuch erkundigt hatte und dem neu anberaumten Termin fernge-

blieben war, wurde der Beklagte richtigerweise als säumig betrachtet. Irrelevant 

ist folglich auch, ob das Gesuch zum Zeitpunkt der Verhandlung noch hängig war 

bzw. ob und wann der Entscheid über das Gesuch dem Beklagten mitgeteilt wur-

de. Angemerkt sei immerhin, dass offenbar am 22. August 2011 über das Gesuch 

entschieden wurde (vgl. Urk. 7B, Urk. 9). Der Beklagte kann aus der zu seinen 

Gunsten zu Unrecht erfolgten Bewilligung seines ersten (unbegründeten und un-

belegten) Verschiebungsgesuchs keinen Anspruch auf eine ebensolche Bewilli-

gung seines zweiten (gleichermassen unbegründeten und unbelegten) Gesuchs 

ableiten. Soweit er sich dabei auf Willkür berufen möchte, kommt dies einem Ver-

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halten gegen Treu und Glauben gleich. Eine Verletzung des Anspruchs auf das 

rechtliche Gehör ist nicht auszumachen. 

3.3. Im Ergebnis waren die Voraussetzungen für die Bewilligung des zweiten 

Verschiebungsgesuchs am 14. September 2011 aus Gründen, die der Beklagte 

zu vertreten hat, nicht gegeben. Die Vorinstanz hat das Gesuch zu Recht abge-

wiesen. Androhungsgemäss und richtigerweise hat sie aufgrund der Akten ent-

schieden (Urk. 3, Urk. 6). Materielle Gründe, die dem Entscheid der Vorinstanz 

entgegenstehen, wurden nicht geltend gemacht und sind nicht ersichtlich. Die Be-

schwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist daher in Anwendung 

von Art. 322 sowie Art. 327 Abs. 1 und 2 ZPO ohne Weiterungen abzuweisen. 

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem Beklag-

ten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Entscheidgebühr ist in Anwendung 

von Art. 48 und Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (LS 281.35) auf Fr. 500.– festzule-

gen. Der unterlegene Beklagte hat keinen Anspruch auf eine Entschädigung; den 

Klägern sind keine Umtriebe erwachsen. Demgemäss sind für das Beschwerde-

verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auf-

erlegt. 

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien gegen Empfangsschein, an die Kläger 

unter Beilage der Doppel von Urk. 11, 13 sowie 14 und 15/1+2 , sowie an 

das Bezirksgericht Zürich (Einzelgericht Audienz). 

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 34'862.20. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 24. Januar 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. B. Häusermann 
 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 24. Januar 2012
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien gegen Empfangsschein, an die Kläger unter Beilage der Doppel von Urk. 11, 13 sowie 14 und 15/1+2 , sowie an das Bezirksgericht Zürich (Einzelgericht Audienz).
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...