# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b29ad6b-8d1b-599a-ad98-b43415b9d1e7
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.04.2024 VBE.2023.429
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-429_2024-04-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2023.429 / dr / ks       
Art. 45 

 

 

Urteil vom 8. April 2024 
 
 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichterin Jacober 

Gerichtsschreiberin Reisinger 

 

 
   

Beschwerde- 

führerin 

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Michele Santucci, Rechtsanwalt,  

Zentralstrasse 55a, Postfach, 5610 Wohlen AG 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin 

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene  B._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 8. September 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die 1962 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 17. Juni 2019 un-

ter Hinweis auf seit fünf Jahren bestehende Schmerzen, die sie seit Au-

gust 2018 massiv beeinträchtigten, bei der Beschwerdegegnerin zum Be-

zug von Leistungen (berufliche Integration/ Rente) der Eidgenössischen In-

validenversicherung (IV) an. Im Rahmen der daraufhin erfolgten medizini-

schen und erwerblichen Abklärungen zog die Beschwerdegegnerin das 

durch die Krankentaggeldversicherung bei Dr. med. C._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in 

Auftrag gegebene Gutachten vom 2. Dezember 2019 bei, nahm Rückspra-

che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und liess die Beschwer-

deführerin am 28. Januar 2020 durch RAD-Arzt Dr. med. D._____ rheuma-

tologisch untersuchen. In der Folge verneinte sie mit Verfügung vom 

27. Juli 2020 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Die dagegen 

erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit Urteil 

VBE.2020.423 vom 8. Februar 2021 teilweise gut und wies die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärun-

gen und anschliessenden Neuverfügung zurück. 

 

1.2. 

In Umsetzung des Urteils des Versicherungsgerichts holte die Beschwer-

degegnerin in der Folge die aktuellen medizinischen Akten ein, nahm er-

neut Rücksprache mit dem RAD und liess die Beschwerdeführerin durch 

Dr. med. E._____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie für Phy-

sikalische Medizin und Rehabilitation, orthopädisch begutachten (Gutach-

ten vom 4. Januar 2022; ergänzende Stellungnahme vom 20. Februar 

2023). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die Beschwerde-

gegnerin das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin daraufhin mit Ver-

fügung vom 8. September 2023 ab. 

 

2. 

2.1. 

Am 5. Oktober 2023 erhob die Beschwerdeführerin fristgerecht Be-

schwerde gegen die Verfügung vom 8. September 2023 und stellte fol-

gende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 8. September 2023 
aufzuheben und der Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 2020 min-
destens eine halbe Rente aus der Invalidenversicherung zuzuspre-
chen. 

  

 - 3 - 

 

 

 

2. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin unter Aufhebung der IV-Ver-
fügung vom 8. September 2023 anzuhalten, ein bidisziplinäres Gutach-
ten (psychiatrisch/rheumatologisch) in Auftrag zu geben und gestützt 
auf dessen Erkenntnisse den Rentenanspruch neu zu beurteilen. 

 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7,7 % MWSt.)." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 8. November 2023 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 13. November 2023 wurde die 

aus den Akten erkennbare berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwer-

deführerin zum Verfahren beigeladen und ihr Gelegenheit zur Stellung-

nahme eingeräumt, worauf diese mit Eingabe vom 30. November 2023 ver-

zichtete. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegeh-

rens damit, dass gestützt auf das Gutachten vom 4. Januar 2022 von einer 

seit Januar 2020 bestehenden 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-

führerin in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei und sich aus dem 

entsprechenden Einkommensvergleich ein rentenausschliessender Invali-

ditätsgrad von 16 % ergebe (Verfügung vom 8. September 2023 in Ver-

nehmlassungsbeilage [VB] 117). Die Beschwerdeführerin stellt sich dem-

gegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, auf die Beurteilung der 

Gutachterin könne aufgrund verschiedener Mängel nicht abgestellt werden 

(Beschwerde S. 4 f.). Tatsächlich weise sie betreffend eine angepasste Tä-

tigkeit eine mindestens 20%ige funktionelle Einschränkung auf. Im Rahmen 

der Bemessung der Invalidität sei ihr sodann bei der Festsetzung des Inva-

lideneinkommens ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn von min-

destens 20 % zu gewähren, und bei der Festsetzung des Valideneinkom-

mens sei die Überstundenentschädigung zu berücksichtigen, womit sich 

ein Invaliditätsgrad von 50 % ergebe. Sie habe daher Anspruch auf eine 

halbe Invalidenrente (Beschwerde S. 8 f.). 

 

1.2. 

Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin das Ren-

tenbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 8. September 

2023 (VB 117) zu Recht abgewiesen hat. 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

8. September 2023 (VB 117) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf 

das orthopädische Gutachten von Dr. med. E._____ vom 4. Januar 2022. 

Diese stellte die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

(VB 90 S. 16): 

 

"Chronische lumbovertebrale und lumbospondylogene linksseitige 
Schmerzen bei degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule. ICD 10 
M 54. 9" 

 

Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten das überdies bestehende 

Übergewicht und die arterielle Hypertonie (VB 90 S. 16). In der ange-

stammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeitsfähig. In 

einer leichten körperlichen Tätigkeit in wechselbelastenden Körperhaltun-

gen habe hingegen ab Beginn der Beschwerden bis Ende 2019 eine Ar-

beitsfähigkeit von mindestens 50 % bestanden, und seit Januar 2020 sei 

die Beschwerdeführerin in einer solchen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig 

(VB 90 S. 19 f.). 

 

3.2. 

Nachdem die Beschwerdeführerin Einwände gegen den Vorbescheid vom 

19. Januar 2022 (VB 91) erhoben (vgl. VB 97) und RAD-Ärztin med. pract. 

F._____ in ihrer Beurteilung vom 4. Oktober 2022 weitere Sachaufklärun-

gen als angezeigt erachtet hatte (VB 103), stellte die Beschwerdegegnerin 

der Gutachterin die folgenden Ergänzungsfragen: Vermögen die Einwände 

die Beurteilung vom 4. Januar 2022 zu beeinflussen? Wenn ja, inwiefern 

und seit wann genau? Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit? (vgl. 

das Schreiben vom 17. Oktober 2022 in VB 104). Diese Fragen beantwor-

tete Dr. med. E._____ am 20. Februar 2023, wobei sie festhielt, dass sie 

ihre Beurteilung auch auf die Bildgebung gestützt habe. Die durchgeführte 

 - 5 - 

 

 

MRI-Untersuchung schliesse einen neu auftretenden Bandscheibenvorfall 

mit Nervenläsion definitiv aus. Die, verglichen mit der Voruntersuchung, als 

"leicht" und "diskret" beschriebenen Aktivierungen auf Höhe LWK 4/5 der 

degenerativen (arthrotischen = abnützungsbedingten Veränderungen der 

Wirbelsäule [WS]) hätten keinen Krankheitswert. Die leichte Zunahme der 

Arthrose könne ausschliesslich altersbedingt entstehen und passe nicht zu 

einem Krankheitsbild. Im Gutachten seien diese leichten Veränderungen 

der altersbedingten Rückenarthrose berücksichtigt worden. Zudem sei es 

ursprünglich um ein "Arbeitsplatzproblem" gegangen, das "medizinalisiert" 

und dadurch unmittelbar in ein versicherungstechnisches Problem umge-

wandelt worden sei (Stellungnahme vom 20. Februar 2023 in VB 111). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

Den Gutachten kommt somit bei Abklärungen im Leistungsbereich der So-

zialversicherung überragende Bedeutung zu (UELI KIESER, Kommentar 

zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts, 4. Aufl. 2020, N. 13 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 

E. 5.2.8 S. 105). 

 

4.3. 

Die Beschwerdeführerin wurde von Dr. med. E._____ fachärztlich umfas-

send untersucht. Die Gutachterin beurteilte die medizinischen Zusammen-

hänge sowie die medizinische Situation in Kenntnis der Vorakten (VB 90 

S. 3 ff.) und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden einleuch-

tend und gelangte zu einer nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung. 

Ihrem Gutachten vom 4. Januar 2022 und der ergänzenden Stellungnahme 

vom 20. Februar 2023 (VB 111) kommt damit grundsätzlich Beweiswert im 

Sinne vorstehender Kriterien zu. 
 

 - 6 - 

 

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdeführerin stellt den Beweiswert des Gutachtens von 

Dr. med. E._____ in Abrede und begründet dies zusammengefasst damit, 

dass die Gutachterin Dr. med. E._____ eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 

vorgenommen habe, die sowohl von derjenigen des Gutachters Dr. med. 

C._____ als auch von derjenigen des RAD-Arztes Dr. med. D._____ ab-

weiche, ohne dies nachvollziehbar zu begründen und ohne sich mit den 

vorherigen Beurteilungen inhaltlich auseinanderzusetzen (Beschwerde 

S. 4 f.). Das Gutachten weise zudem unter medizinischen Gesichtspunkten 

fachfremde Aspekte auf (Beschwerde S. 5). Auch hätten angesichts ihrer 

chronischen Schmerzen nebst der somatischen auch eine psychosomati-

sche bzw. psychiatrische Beurteilung vorgenommen werden müssen (Be-

schwerde S. 6 f.). Es sei deshalb ein neues – bidisziplinäres (psychiat-

risch/rheumatologisches) – Gutachten erforderlich (Beschwerde S. 7). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Die Ausführungen der Gutachterin, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer 

angestammten Tätigkeit nicht mehr, in einer leichten körperlichen Tätigkeit 

in wechselbelastenden Körperhaltungen hingegen seit Beginn der Be-

schwerden bis Ende 2019 zu mindestens 50 % und seit Januar 2020 zu 

100 % arbeitsfähig sei (E. 3.1.) und wonach weder objektive Befunde noch 

funktionelle Einschränkungen vorlägen, die eine Einschränkung der theo-

retisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit be-

gründen würden (VB 90 S. 19; vgl. auch VB 90 S. 17), sind vor dem Hinter-

grund der erhobenen Befunde und des Verlaufs der Beschwerden ohne 

Weiteres nachvollziehbar. So seien die spontanen Bewegungsabläufe und 

das Gangbild in der gutachterlichen Untersuchung unauffällig und ohne 

Schmerzangaben und Schonbewegungen durchführbar gewesen (VB 90 

S. 14). Im Jahr 2018 sei es infolge einer Überbelastung zu einer aktivierten 

Osteochondrose mit Diskusprotrusion und Reizung der S1 Wurzel links, je-

doch nicht zu einer reinen Diskushernie mit motorischen Ausfällen gekom-

men (VB 90 S. 17). Die seit 2019 durchgeführten bildgebenden Untersu-

chungen der Wirbelsäule hätten keine Nervenwurzelkompressionen und 

keine Spinalkanalstenosen gezeigt. Die leicht bis mässig ausgeprägten de-

generativen Veränderungen der Bandscheiben und der Foraminal-Gelenke 

seien altersentsprechend aufgetreten (VB 90 S. 18). Die Beschwerden hät-

ten in der Folge durch konsequente Behandlung abgenommen. Es habe in 

der retrospektiven Anamnese zu keinem Zeitpunkt eine Operationsindika-

tion bestanden (VB 90 S. 17). 

 

Diese Ausführungen werden durch die Ergebnisse der bildgebenden Un-

tersuchungen gestützt. So war in der Magnetresonanztomographie (MRT) 

vom 15. Februar 2019 zwar noch eine mediolateral links liegende Dis-

kushernie LWK 5/SWK 1 mit recessaler Kompression S1 links festgestellt 

 - 7 - 

 

 

worden (Bericht der G._____ vom 15. Februar 2019 in VB 3). Im MRT vom 

25. November 2019 wurde daraufhin lediglich noch eine regrediente Dis-

kusprotrusion der LWK 5/SWK 1 ohne ersichtliche Kompression der S1 

Wurzel konstatiert (Bericht der G._____ vom 26. November 2019 in 

VB 75.1 S. 29). Auch im MRT vom 22. November 2021 sind dann gemäss 

dem zuständigen Radiologen keine fokalen Hernien und keine Wurzelkom-

pressionen, jedoch neu eine leichtgradige Aktivierung auf Höhe LWK4/5 

ersichtlich gewesen (Bericht der G._____ vom 22. November 2021 in 

VB 87). Auch Letztere wurde von der Gutachterin berücksichtigt (vgl. dies-

bezüglich VB 90 S. 18 und E. 3.2.). Nämliches gilt betreffend die Beurtei-

lungen einerseits des Gutachters Dr. med. C._____ und andererseits des 

RAD-Arztes Dr. med. D._____ (vgl. VB 90 S. 4 ff.), wobei aufgrund des Ge-

sagten ohne Weiteres einleuchtet, dass Dr. med. E._____ zu einer von den 

(divergierenden) entsprechenden Einschätzungen der genannten beiden 

Ärzte abweichenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gelangte. Anzumerken ist 

in diesem Zusammenhang, dass das Gutachten von Dr. med. C._____ vom 

2. Dezember 2019 und die Beurteilung von Dr. med. D._____ vom 26. Ja-

nuar 2020 datiert und die beiden Beurteilungen für die vorliegende Mass-

gebende Zeit ab Ablauf des Wartejahrs am 23. Januar 2020 (vgl. VB 1 S. 4; 

7 S. 27; 16.1 S. 2; 53 S. 5; Art. 28 Abs. 1 IVG) insofern ohnehin von be-

schränkter Bedeutung sind. 

 

Der neuste aktenkundige Bericht der H._____ vom 7. April 2021, wonach 

eine eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule vorliege und wo-

rin eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis zum 30. Juni 2021 attestiert wurde 

(VB 68 S. 2 f.), vermag keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

des Gutachtens zu schaffen. Im Bericht vom 17. August 2019 (VB 75.1 

S. 33 f.) bzw. dessen korrigierten Fassung vom 7. Oktober 2019 (VB 75.1 

S. 31 f.) hatten die behandelnden Ärzte der H._____ noch ausgeführt, auf-

grund der erwähnten Diagnosen seien der Beschwerdeführerin aus ortho-

pädischer Sicht auch leichte "Frauenarbeiten" nicht zumutbar. In jenem 

vom 7. April 2021, in dem sie der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeits-

fähigkeit attestierten, äusserten sie sich nicht mehr zur Arbeitsfähigkeit in 

einer angepassten Tätigkeit. Ebenso wenig erläuterten sie, inwiefern sich 

die erwähnten Beschwerden einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus-

wirkten (was auch auf den Bericht vom 17. August 2019 bzw. dessen kor-

rigierte Fassung vom 7. Oktober 2019 zutrifft). Im Übrigen lässt es die un-

terschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen 

(Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) recht-

sprechungsgemäss ohnehin nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgut-

achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Thera-

piekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bun-

desgerichts 8C_764/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2 mit Hinweisen). 

 

 - 8 - 

 

 

Die Gutachterin legte in ihrer Stellungnahme vom 20. Februar 2023 sodann 

dar, ursprünglich habe ein "Arbeitsplatzproblem" vorgelegen, das "medizi-

nalisiert" und dadurch unmittelbar in ein versicherungstechnisches Problem 

umgewandelt worden sei (VB 111). Schon im Gutachten hatte sie ausge-

führt, die Schmerzen seien bei der Begutachtung nicht das Hauptthema 

gewesen, sondern die Unsicherheit über die finanzielle Zukunft der Familie 

und die Altersvorsorge, welche die Beschwerdeführerin ständig beschäftig-

ten (VB 90 S. 14). Ihrer Ansicht nach würde es der Beschwerdeführerin hel-

fen, eine passende neue berufliche Tätigkeit zu finden (VB 90 S. 18). Auch 

diese Ausführungen können nachvollzogen werden. So hatte die Be-

schwerdeführerin bei der Begutachtung selbst ausgeführt, sie habe sich mit 

der Arbeit kaputt gemacht, obwohl sie sich hätte schonen müssen; ihre Be-

schwerden hätten indes nicht gebessert, als sie aufgehört habe, zu arbeiten 

(VB 90 S. 13). Die Gutachterin hat diese psychosozialen Umstände bei ih-

rer Beurteilung zu Recht ausgeklammert. Denn, wo im Wesentlichen nur 

Befunde erhoben werden, welche in psychosozialen und soziokulturellen 

Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufge-

hen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben 

(BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Das Gutachten weist daher, anders 

als von der Beschwerdeführerin dargetan (Beschwerde S. 5), keine fach-

fremden Aspekte auf. 

 

5.2.2. 

Was die Rüge der Beschwerdeführerin betrifft, es hätte eine psychosoma-

tische bzw. psychiatrische Beurteilung vorgenommen werden müssen (Be-

schwerde S. 6 f.), gibt es in den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte 

für eine anspruchsrelevante psychische Gesundheitsstörung, und die Be-

schwerdeführerin hat sich auch nie einer psychiatrischen oder psychologi-

schen Therapie unterzogen (vgl. VB 90 S. 9). Die Gutachterin Dr. med. 

E._____ beschrieb die Beschwerdeführerin gar als "affektiv aufgestellt" und 

hielt fest, dass keine Hinweise auf eine depressive Verstimmung bestünden 

und die Angaben der Beschwerdeführerin glaubwürdig und konsistent 

seien (VB 90 S. 13 f.). Insofern ist auch durchaus nachvollziehbar, dass sie 

eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung (zumindest implizit) für nicht 

erforderlich befand. Dementsprechend bestand auch kein Anlass für eine 

I n d i k a t o r e n p r ü f u n g  (vgl. Beschwerde S. 6 f.; BGE 141 V 281; 

143 V 418 E. 6 und E. 7.2; 143 V 409). 

 

5.3. 

Nach dem Gesagten ist auf das Gutachten abzustellen und dementspre-

chend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer ange-

passten Tätigkeit ab Beginn der Beschwerden bis Ende 2019 mindestens 

zu 50 % arbeitsfähig war und seit Januar 2020 zu 100 % arbeitsfähig ist 

(VB 90 S. 19 f.; E. 3.1.). 

 

 - 9 - 

 

 

6. 

6.1. 

6.1.1. 

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 

Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG; vgl. auch Art. 25 und 26 

IVV). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-

setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-

valid geworden wäre (Valideneinkommen). 

 

6.1.2. 

Die Beschwerdegegnerin ermittelte per Januar 2020 (Ablauf des Warte-

jahrs; vgl. VB 1 S. 4; 7 S. 4; 16.1 S. 3; Art. 28 Abs. 1 IVG) gestützt auf die 

Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin und unter 

Berücksichtigung der bis 2020 eingetretenen Nominallohnentwicklung ein 

Valideneinkommen von Fr. 66'294.00. Bei der Festlegung des Invaliden-

einkommens stützte sie sich auf die Tabelle TA1 Total, Kompetenzni-

veau 1, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesam-

tes für Statistik (BfS) des Jahres 2018, wobei sie die betriebsübliche wö-

chentliche Arbeitszeit sowie die bis 2020 eingetretene Nominallohnentwick-

lung berücksichtigte. Das Invalideneinkommen setzte sie, ausgehend von 

der gutachterlich attestieren Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer angepass-

ten Tätigkeit, auf Fr. 55'714.00 fest. Bei einer Erwerbseinbusse von 

Fr. 10'580.00 resultierte somit ein (rentenausschliessender) Invaliditäts-

grad von 16 % (Verfügung vom 8. September 2023 in VB 117). 

 

Betreffend das Valideneinkommen führt die Beschwerdeführerin aus, ihr 

seien Überstundenentschädigungen anzurechnen (Beschwerde S. 8). Be-

züglich der Festsetzung des Invalideneinkommens bringt sie vor, ihr sei ein 

leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 20 % zu gewäh-

ren (Beschwerde S. 8 f.). 

 

6.2. 

Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Per-

son erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; 

Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist recht-

sprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt 

des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und 

nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; 

Urteil des Bundesgerichts 9C_190/2019 vom 14. Mai 2019 E. 4.2). Dabei 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der 

realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da 

 - 10 - 

 

 

erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort-

gesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59; 

vgl. auch BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300 f.; 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_504/2018 vom 19. Oktober 2018 E. 3.5.2). 

 

6.3. 

6.3.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel-

cher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich er-

zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte Per-

son nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 

nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der LSE herangezogen wer-

den (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweis unter anderem auf BGE 129 

V 472 E. 4.2.1 S. 475). 

 

6.3.2. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von lohnstatistischen An-

gaben ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-

kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug soll 

aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall An-

haltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder 

mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfä-

higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges 

ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalidenein-

kommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schät-

zen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen 

(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.; 129 V 472 

E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]). 

 

6.4. 

6.4.1. 

Die Beschwerdegegnerin setzte das Valideneinkommen der Beschwerde-

führerin per Januar 2020 (Ablauf des Wartejahrs; vgl. VB 1 S. 4; 7 S. 4; 

16.1 S. 3; Art. 28 Abs. 1 IVG) korrekterweise auf Fr. 66'294.00 

(Fr. 5'075.00 x 13 / 103.4 x 103.9; vgl. Fragebogen für Arbeitgebende vom 

26. August 2019 in VB 16.1 S. 5) fest. Den Akten sind keine zusätzlichen 

Entschädigungen für Überstunden zu entnehmen und die Beschwerdefüh-

rerin reichte auch keine Unterlagen ein, welche entsprechende Einkünfte 

 - 11 - 

 

 

nahelegten (vgl. Beschwerde S. 8). Die Beschwerdeführerin hat sodann 

seit Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbstätigkeit mehr aufge-

nommen (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto in VB 9), weshalb die 

Beschwerdegegnerin für die Festlegung des Invalideneinkommens 

richtigerweise auf die LSE-Tabellenlöhne, konkret die Tabelle TA1, Total, 

Kompetenzniveau 1 (vgl. diesbezüglich das Urteil des Bundesgerichts 

8C_632/2021 vom 2. Dezember 2021 E. 6.3.2), abgestellt hat. Es ist jedoch 

nicht auf die LSE-Tabelle des Jahres 2018, sondern auf jene des Jah-

res 2020 abzustellen, da bei Verwendung statistischer Grundlagen die zum 

Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung für diesen Berechnungszeitpunkt ak-

tuellsten veröffentlichten Erhebungen massgeblich sind (vgl. SVR 2020 IV 

Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.1 mit Hinweisen, sowie Urteil des Bun-

desgerichts 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E. 4.2). Unter Berück-

sichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit und der Arbeits-

fähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit ergibt sich daher ein 

Invalideneinkommen von Fr. 53'492.75 (Fr. 4'276.00 x 12 / 40 x 41.7). Bei 

einer Erwerbseinbusse von Fr. 12'801.25 (Fr. 66'294.00 – Fr. 53'492.75) 

resultiert somit – unter Ausklammerung eines allfälligen Abzugs vom Ta-

bellenlohn – ein (rentenausschliessender [vgl. Art. 28 IVG]) Invaliditätsgrad 

von 19 % (Fr. 12'801.25 x 100 / Fr. 66'294.00). 

 

6.4.2. 

Was einen allfälligen Abzug vom Tabellenlohn betrifft, ist zu erwähnen, 

dass für die Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Zumutbarkeitsprofils 

Hilfsarbeitertätigkeiten im untersten Kompetenzniveau in Betracht kommen 

(vgl. diesbezüglich das Gutachten vom 4. Januar 2022 in VB 90 S. 19 f.; 

vgl. auch E. 3.1). Gerade Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden 

ausgeglichenen Stellenmarkt jedoch altersunabhängig nachgefragt 

(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26 f. mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bun-

desgerichts 8C_393/2020 vom 21. September 2020 E. 4.2). Zudem wirkt 

sich das Alter der im Zeitpunkt des Rentenbeginns 57-jährigen Beschwer-

deführerin (vgl. SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.1 mit Hin-

weisen und Urteil des Bundesgerichts I 831/06 vom 10. Oktober 2007 

E. 2.3.2) statistisch gesehen vorliegend gar eher lohnerhöhend aus (vgl. 

Tabelle T9_b, Monatlicher Bruttolohn nach Lebensalter, beruflicher Stel-

lung und Geschlecht des Jahres 2020; BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26 f. mit 

Hinweisen). Für einen altersbedingten Abzug vom Tabellenlohn besteht da-

mit vorliegend kein Raum. Da die Beschwerdeführerin vorliegend in einer 

angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist (vgl. E. 3.1.), kommt denn 

auch kein Abzug aufgrund des Beschäftigungsgrades in Betracht. Was das 

Kriterium der Dienstjahre betrifft, ist zu erwähnen, dass die Bedeutung die-

ses Merkmals im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungs-

profil ist, weshalb der langen Betriebszugehörigkeit (vgl. den Fragebogen 

für Arbeitgebende vom 26. August 2019 in VB 16.1 S. 1, wonach die Be-

schwerdeführerin 24 Jahre bei der I._____ AG beschäftigt war) vorliegend 

praxisgemäss keine relevante Bedeutung zukommt (vgl. Urteil des 

 - 12 - 

 

 

Bundesgerichts 9C_874/2014 vom 2. September 2015 E. 3.3.2). Den wei-

teren Akten sind keine anderen einen Abzug begründenden Umstände zu 

entnehmen, weshalb – selbst unter Berücksichtigung des ausländerrechtli-

chen Status der Beschwerdeführerin (vgl. diesbezüglich die Kopie des Aus-

länderausweises der Beschwerdeführerin in VB 2 S. 1) – insgesamt (vgl. 

zur gesamthaften Schätzung SVR 2021 IV Nr. 7 S. 19, 8C_151/2020 

E. 6.3.2, SVR 2020 IV Nr. 50 S. 171, 9C_663/2019 E. 4, und SVR 2017 IV 

Nr. 91 S. 284, 8C_320/2017 E. 3.3.1) – kein leidensbedingter Abzug zu ge-

währen ist. Im Übrigen würde auch unter Berücksichtigung eines 20%igen 

leidensbedingten Lohnabzugs noch ein rentenausschliessender Invalidi-

tätsgrad (von 35 %; [Fr. 66'294.00 - Fr. 53'492.75 x 0.8] / Fr. 66'294.00 

x 100) resultieren. Die Beschwerdeführerin hat somit jedenfalls keinen An-

spruch auf eine Invalidenrente. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

7.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu, 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

  

 - 13 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift der Beschwerdeführerin oder ihres 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. April 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth Reisinger