# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20c7aa84-d871-570c-b8e2-9f840a8b39c0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-07
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 07.02.2025 BK 2025 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-41_2025-02-07.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 41

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. Februar 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Haftentlassungsgesuch

Strafverfahren wegen Betrugs, Veruntreuung, Urkundenfälschung 
etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 15. Januar 2025 (KZM 24 2726)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen gewerbsmässigen 
Betrugs, Urkundenfälschung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, betrügerischen 
Konkurses, Unterlassens der Buchführung, Diebstahls sowie Nichtanmeldens nach 
Wohnsitzwechsel. Mit Entscheid vom 9. November 2022 ordnete das Kantonale 
Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) für die 
Dauer von drei Monaten Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an (KZM 22 
1249). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies die Beschwerdekammer in Straf-
sachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) 
mit Beschluss vom 9. Dezember 2022 ab (BK 22 465). In der Folge wurde die Un-
tersuchungshaft mehrmals verlängert, letztmals mit Entscheid des Zwangsmass-
nahmengerichts vom 11. November 2024 (KZM 24 2289) bis am 5. Februar 2025. 
Der Beschuldigte stellte am 27. Dezember 2024 ein Haftentlassungsgesuch, wel-
ches mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 15. Januar 2025 abge-
wiesen wurde. Dagegen reichte der Beschuldigte (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer), amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, am 27. Januar 2025 Be-
schwerde ein. Er beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge, der Entscheid 
des Zwangsmassnahmengerichts sei aufzuheben. Er sei unverzüglich aus der Haft 
zu entlassen, eventualiter sei er unverzüglich aus der Haft zu entlassen und es sei-
en Ersatzmassnahmen anzuordnen.

Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 30. Januar 2025 auf eine Stel-
lungnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer delegierten Stellungnahme 
vom 30. Januar 2025 (Eingang bei der Beschwerdekammer: 3. Februar 2025), die 
Beschwerde sei abzuweisen.

Mit Verfügung vom 3. Februar 2025 verzichtete der Verfahrensleiter auf die Anord-
nung eines zweiten Schriftenwechsels und wies darauf hin, dass allfällige absch-
liessende Bemerkungen innert 2 Tagen einzureichen seien. Am 5. Februar 2025 
reichte der Beschwerdeführer abschliessende Bemerkungen ein und legte diesen 
den erneuten Haftverlängerungsantrag der Staatsanwaltschaft vom 30. Januar 
2025 sowie seine dazugehörige Stellungnahme vom 5. Februar 2025 bei (Eingang 
Beschwerdekammer: 6. Februar 2025). 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c StPO können Entscheide über die 
Verlängerung bzw. Fortführung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person 
mit Beschwerde angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch 
die Abweisung seines Haftentlassungsgesuchs unmittelbar in seinen rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist 
einzutreten. 

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3.

3.1 Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 

Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 
StPO ist keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender 
Beweisergebnisse vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob aufgrund der bisheri-
gen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbre-
chen oder Vergehen und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat 
vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts 
mit vertretbaren Gründen bejahen konnten. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei 
der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Ver-
halten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale er-
füllen könnte. Zur Frage des dringenden Tatverdachts ist weder ein eigentliches 
Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen 
(Urteil des Bundesgerichts 7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 E. 5.2 mit Verweis auf 
BGE 143 IV 316 E. 3.1).

3.2 Der Beschwerdeführer ist u.a. angeklagt wegen gewerbsmässigen Betrugs, Urkun-
denfälschung sowie ungetreuer Geschäftsbesorgung. Diesen Vorwürfen liegt zu-
sammengefasst folgender Sachverhalt zugrunde (vgl. Anklageschrift vom 30. Ja-
nuar 2025 [Beilage zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 30. Januar 
2025]):

Der Beschwerdeführer ist Gesellschafter und Geschäftsführer der D.________ 
GmbH. Ab 2016 ging er mit der von E.________ geführten Generalagentur der 
F.________ Versicherungen (nachfolgend: F.________) eine Zusammenarbeit ein. 
Vom 7. März 2021 bis und mit Juni 2021 meldete der Beschwerdeführer der 
F.________ Offertanfragen von Personen, welche eine Lebensversicherung mit ihr 
abschliessen wollten. Die F.________ schloss mit diesen Personen gestützt auf die 
vom Beschwerdeführer vermittelten Offerten provisionsrelevante Lebensversiche-
rungen ab. Im Zusammenhang mit 17 von der D.________ GmbH bzw. vom Be-
schwerdeführer oder von für ihn tätigen Versicherungsvermittlern vermittelten Ver-
sicherungsabschlüssen überwies E.________ resp. dessen Generalagentur der 
D.________ GmbH im Juli 2021 den Betrag von CHF 81’969.80 als erste Tranche 
von Abschlussprämien. Dem Beschwerdeführer wird dabei vorgeworfen, er habe 
die Offerten über maximale Laufzeiten durch ihn bekannte Personen unterzeichnen 
lassen, habe die Offerten der Generalagentur von E.________ eingereicht und die 
Erstprämien selber bezahlt oder durch Personen, die in seinem Auftrag handelten, 
bezahlen lassen, um dafür Provisionszahlungen der F.________ zu erwirken. Da-
bei habe er gewusst, dass die Versicherungsnehmer nicht zahlungsfähig bzw. zah-
lungswillig gewesen seien, habe ihnen gegenüber falsche Angaben gemacht und 
teilweise auch die Versicherungsanträge nicht wahrheitsgemäss ausgefüllt, indem 
er Krankheiten oder Übergewicht verschwiegen bzw. moderate Körpergewichte 
angegeben habe. So habe er gegenüber der F.________ resp. deren Mitarbeiten-
den die Vermittlung von ordnungsgemäss abgeschlossenen, erfolgreichen, provisi-

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onsberechtigten Lebensversicherungen vorgegeben. Dabei habe er im Wissen, 
dass die Verträge nach kurzer Zeit gekündigt und nicht bezahlt würden resp. durch 
die F.________ wieder aufgelöst werden müssten und in der Absicht, sich un-
rechtmässig zu bereichern, gehandelt. Das ihm von der F.________ resp. von 
E.________ geschenkte Vertrauen, das aufgrund der seit 2016 bestehenden guten 
Zusammenarbeit bestanden habe, habe er auf diese Weise ausgenützt. In Anbe-
tracht der Zeit und Mittel für das Akquirieren von Versicherungsnehmern, die Of-
fertstellung und das Einzahlen der ersten Monatsprämien habe der Beschwerde-
führer gewerbsmässig gehandelt.

3.3 Weiter soll der Beschwerdeführer am 26. März 2020 als verantwortliche Person der 
G.________ GmbH bei der H.________ (Bank) einen COVID-19-Kredit für die 
G.________ GmbH erwirkt haben, wobei er wahrheitswidrig einen Umsatzerlös von 
CHF 542’902.00 angegeben und damit einen überhöhten Kredit erwirkt habe. Er 
habe den gewährten Kredit von CHF 54’290.00 in der Folge zweckwidrig verwen-
det. Auch den von der P.________(Bank) gewährte Covid-Kredit im Umfang von 
CHF 13’010.00 habe er zweckwidrig verwendet. Im Zusammenhang mit diesen 
Krediten wird ihm auch Urkundenfälschung vorgeworfen. Weiter soll der Be-
schwerdeführer als Geschäftsführer (mit Einzelunterschrift) der G.________ GmbH 
und der D.________ GmbH in selbständiger Stellung und damit als Verantwortli-
cher für die Vermögensinteressen der beiden GmbH aus Mitteln der Gesellschaften 
geschäftsfremde Zahlungen für private Zwecke im Umfang von CHF 62’000.00 
bzw. CHF 86'000.00 getätigt haben. 

3.4 Der dringende Tatverdacht betreffend diese Sachverhalte wird vom Beschwerde-
führer nicht bestritten und ergibt sich aus den bisherigen Ermittlungen und Akten 
(vgl. z.B. Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft der Staatsanwaltschaft 
vom 17. November 2022 inkl. Beilagen [KZM 22 1249]; Haftverlängerungsantrag 
der Staatsanwaltschaft vom 1. Februar 2023 inkl. Beilagen [KZM 23 126]; Haftver-
längerungsantrag der Staatsanwaltschaft vom 1. Mai 2023 inkl. Beilagen [KZM 23 
567] sowie Haftverlängerungsantrag der Staatsanwaltschaft vom 31. Oktober 2023 
[KZM 23 1472]). 

Mit Blick auf die vom Zwangsmassnahmengericht eingereichten Akten inkl. Vorak-
ten kann auf eine Edition der Akten BM 19 53606 verzichtet werden (vgl. Be-
schwerde Ziffer I, S. 2). Es ist nicht ersichtlich und wird nicht begründet, inwiefern 
die Edition der Akten BM 19 53606 zur Beurteilung der sich im Haftprüfungsverfah-
ren stellenden Fragen erforderlich sein sollte. Die Beschwerdekammer entscheidet 
grundsätzlich gestützt auf die der Vorinstanz vorgelegten Haftakten und anhand 
der während des hängigen Haftbeschwerdeverfahrens erstmals geltend gemachten 
oder von Amtes wegen ersichtlich gewordenen haftrelevanten Noven.

4.

4.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c oder Abs. 1bis StPO voraus. Das 
Zwangsmassnahmengericht stützt sich auf den Haftgrund der Fluchtgefahr.

4.2 Fluchtgefahr darf nicht schon angenommen werden, wenn die Möglichkeit der 
Flucht in abstrakter Weise besteht (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteil 7B_200/2024 vom 8. 

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März 2024 E. 3.2.1). Es braucht vielmehr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass 
sich die beschuldigte Person, wenn sie in Freiheit wäre, dem Vollzug der Strafe 
durch Flucht entziehen würde. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins 
Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland (Urteil 7B_1001/2023 
vom 8. Januar 2024 E. 3.2). Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des 
betreffenden Falles, insbesondere der Charakter der beschuldigten Person, ihre 
moralische Integrität, ihre finanziellen Mittel, ihre Verbindungen zur Schweiz, ihre 
Beziehungen zum Ausland und die Höhe der ihr drohenden Strafe (BGE 145 IV 
503 E. 2.2). Die Schwere der drohenden Strafe darf als Indiz für Fluchtgefahr ge-
wertet werden, genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteil 7B_200/2024 vom 8. März 2024 E. 3.2.1; je mit 
Hinweisen). Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmen-
der Verfahrens- bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Länge des allenfalls noch zu 
absolvierenden Strafvollzugs mit der bereits erstandenen prozessualen Haft, die 
auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (vgl. Art. 51 StGB), konti-
nuierlich verringert (BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweis; Urteil 7B_1001/2023 vom 
8. Januar 2024 E. 3.2). Anklageerhebungen oder gerichtliche Verurteilungen kön-
nen allerdings, je nach den Umständen des Einzelfalls, im Verlaufe des Verfahrens 
auch neue Fluchtanreize auslösen (Urteil des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 
16. April 2024 E. 3.2 mit Hinweisen). 

4.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe während beinahe 38 Jahren in der 
Schweiz gelebt, und damit länger als in seinem Heimatland Serbien. Er verfüge 
über eine Niederlassungsbewilligung C und sei durchgehend erwerbstätig gewe-
sen. Während 20 Jahren habe er mit seiner Ehefrau in der Schweiz gelebt. Ihre 
Kinder (geboren 1994 und 1996) seien in der Schweiz geboren und aufgewachsen. 
Zu ihnen habe er eine enge Beziehung. Nebst seiner Kernfamilie lebten zahlreiche 
weitere Familienangehörige in der Schweiz (Cousins väterlicherseits), wobei er zu 
einem Cousin eine besonders enge Beziehung habe. In Serbien befände sich ein-
zig seine Schwester. Er sei daher sozial und familiär stark in der Schweiz verwur-
zelt. In der Schweiz habe er sich ein Leben aufgebaut und hier befinde sich seit 
Jahrzehnten sein Lebensmittelpunkt. Zudem ergebe sich aus seinen Aussagen 
nicht, er habe sich mit der Absicht des dauernden Verbleibs in Serbien aufgehalten. 
Vielmehr habe er sich ferienhalber dort aufgehalten. Er sei administrativ stets in 
Serbien gemeldet gewesen, weil er zur Regelung von administrativen Angelegen-
heiten, insbesondere für die Passbeschaffung, eine Adresse in Serbien benötig ha-
be. In seinem Pass sei als «Place of residence» immer schon eine Ortschaft in 
Serbien angegeben gewesen. Dies sei immer schon so gewesen und deshalb kein 
Hinweis auf eine Verwurzelung in Serbien. Es sei nichts Besonderes, dass er als 
serbischer Staatsangehöriger auch noch ein Haus in Serbien besitze. Dies sei kein 
klarer Hinweis dafür, dass er seine Zukunft in Serbien plane. Die Staatsanwalt-
schaft gehe mit Blick auf Ziffer 6 der Anklageschrift selber nicht mehr davon aus, 
dass er seinen effektiven und ständigen Wohnsitz in Serbien habe. Andernfalls 
würde sie ihm nicht vorwerfen, dass er sich nach seinem Wohnsitzwechsel von 
I.________ (Ortschaft) nach J.________ (Ortschaft) zwischen dem 1. April 2022 
und 6. November 2022 nicht in Q.________(Kanton) angemeldet habe. Er habe 
sich umgehend bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet und sei in die Schweiz 

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eingereist, als er erfahren habe, dass er gesucht werde. Er habe sich nach unbe-
kannt abgemeldet, da er nach der Scheidung von seiner Ehefrau noch nicht ge-
wusst habe, wo genau in der Schweiz er wohnen werde. 

4.4 Die Beschwerdekammer hat in ihrem Beschluss BK 22 465 vom 9. Dezember 2022 
E. 5.4 die Fluchtgefahr bejaht. Darauf wird vorab verwiesen. Entgegen den Vor-
bringen des Beschwerdeführers hat sich daran nichts geändert. Der Beschwerde-
führer ist serbischer Staatsangehöriger. Es mag zutreffen, dass sich sein Lebens-
mittelpunkt während Jahrzehnten in der Schweiz befand. Es bestehen aber deutli-
che Hinweise, dass sich das in der Zeit vor seiner Verhaftung massgeblich geän-
dert hat. So meldete er sich per Ende Februar 2022 von seinem letzten bekannten 
Wohnsitz in I.________ (Ortschaft) schriftenpolizeilich nach unbekannt ab. Er ver-
fügte in der Schweiz über keine Arbeit mehr, trennte sich von seiner in der Schweiz 
wohnhaften Ehefrau, reichte in Serbien die Scheidung ein und hielt sich im Ausland 
bzw. Serbien auf (vgl. Protokoll Hafteröffnung vom 7. November 2022, Z. 42 ff., Z. 
66 ff., Z. 80 [KZM 22 1249]; Einvernahmeprotokoll vom 11. September 2023, Z. 
679 ff. [KZM 23 1472]). Aus dem Protokoll der Hafteröffnung vom 7. November 
2022 geht hervor, dass er längere Zeit im Ausland gewesen sei (Z. 59). Auch ist zu 
lesen, dass er seinen ständigen Wohnsitz in Serbien habe (Z. 50). Zwar ist diesbe-
züglich die Frage nicht protokolliert, aber es darf davon ausgegangen werden, dass 
der Beschwerdeführer dies bei Durchsicht des Protokolls korrigiert oder sein dama-
liger Verteidiger interveniert hätte, wenn dies falsch gewesen wäre. Es ist auch 
nicht ersichtlich, weshalb das Protokoll diesbezüglich falsch sein sollte. Zudem 
bestätigt auch der Umstand, dass er sich im Sommer 2022 in Serbien ein neues 
Haus gebaut hat, seine Absicht, seinen Lebensmittelpunkt zu verlagern (vgl. dele-
gierte Einvernahme des Beschwerdeführers vom 26. Januar 2023, Z. 643 ff. [KZM 
23 126]). Jedenfalls scheint ein solches Vorgehen im Falle eines geplanten Le-
bensmittelpunktes in der Schweiz nur schwer nachvollziehbar, zumal er bereits 
über ein altes Haus in Serbien verfügt bzw. verfügt hat und es auch nicht darum 
ging, ein Renditeobjekt zu schaffen (vgl. delegierte Einvernahme des Beschwerde-
führers vom 26. Januar 2023, Z. 667 f. [KZM 23 126]). Der Beschwerdeführer hat 
gemäss eigenen Angaben Betreibungen und finanzielle Schwierigkeiten und es ist 
fraglich, wie er seinen Lebensunterhalt in der Schweiz finanzieren will, zumal er 
sein Geld nun in ein Haus in Serbien investiert hat. Insgesamt sprechen die per-
sönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Zeitpunkt und die Art der 
Abmeldung aus der Schweiz gegen einen geplanten Verbleib in der Schweiz. Der 
Umstand, dass seine erwachsenen Kinder noch hier leben, ändert daran nichts. Zu 
seiner Ehefrau hat er gemäss eigenen Angaben keinen Kontakt mehr, dafür aber 
zu seiner Schwester in Serbien (Einvernahmeprotokoll vom 11. September 2023, 
Z. 699 f. [KZM 23 1472]).

4.5 Der Beschwerdeführer hat sich zwar am 3. November 2022 via Kontaktformular bei 
der Kantonspolizei Bern gemeldet (vgl. Meldung in KZM 22 1249). Dies schliesst 
die Fluchtgefahr aber ebenfalls nicht aus. Abgesehen von einer Mobiltelefonnum-
mer hat er in dieser Meldung nur pauschale Angaben hinterlassen, wonach er im 
Ausland abwesend sei, und als c/o-Adresse die Anschrift seines Freundes 
K.________ angegeben, der ihn darüber informiert hatte, dass die Polizei ihn (den 
Beschwerdeführer) suchte. Aufgrund dieser Angaben war es jedenfalls nicht mög-

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lich, den Beschwerdeführer ausfindig zu machen. Von einem Zur-Verfügung-
Stellen oder aktiver Kooperation kann keine Rede sein. Zudem erwähnte er damals 
– anders als im Rahmen der Hafteröffnung – noch nicht, dass er sich in Serbien be-
finde. Der Beschwerdeführer informierte die Behörden auch nicht über seine Ein-
reise, sondern gab vielmehr an, er sei bis am 26. November 2022 im Urlaub. Er 
wurde aber nur kurze Zeit später am 6. November 2022 bei seiner Einreise festge-
nommen (vgl. Verhaftsrapport der Kantonspolizei F.________ vom 6. November 
2022 [KZM 22 1249]). Diese Ausgangslage begründet keinerlei konkrete Hinweise, 
wonach sich der Beschwerdeführer dem Verfahren hätte stellen wollen, zumal ihm 
in diesem Zeitpunkt nur bewusst gewesen sein dürfte, dass die Polizei ihn sucht, 
nicht aber, dass er ebenfalls zur Verhaftung ausgeschrieben war. Erst im Verlauf 
der Anordnung der Untersuchungshaft wurde bekannt, dass der Beschwerdeführer 
in J.________ (Ortschaft) eine Wohnung gemietet hatte (welche er nur wenige Ta-
ge zuvor ebenfalls nicht in seiner Meldung erwähnte). Vorher war seit seiner Ab-
meldung nach unbekannt keine Wohnadresse in der Schweiz mehr bekannt, an der 
er sich tatsächlich aufhielt. Der Umstand, dass er sich auch in J.________ (Orts-
chaft) nicht angemeldet hatte, ist ebenfalls ein Hinweis, dass er in der Schweiz 
nicht offiziell in Erscheinung treten wollte, weshalb diese Wohnung eine Fluchtge-
fahr gerade nicht ausschliesst. Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf 
des Nichtanmeldens nach Wohnsitzwechsel impliziert daher auch nicht, dass die 
Staatsanwaltschaft eine Fluchtgefahr ausschliesst, wie vom Beschwerdeführer be-
hauptet.

4.6 Dem Beschwerdeführer droht aktuell eine mehrjährige Freiheitsstrafe, wobei (noch) 
nicht davon ausgegangen werden kann, er habe aufgrund der bereits erstandenen 
Haft von 27 Monaten keinen Fluchtanreiz mehr. Es liegt weder das erstinstanzliche 
Urteil vor, anhand dessen sich ein gewichtiges Indiz für den tatsächlich zu erwar-
tenden Freiheitsentzug ableiten liesse, noch die definitive Anklageschrift. Die 
Staatsanwaltschaft beabsichtigt immerhin aber, Anklage vor dem Kollegialgericht in 
Dreierbesetzung zu erheben, und geht von einer zu erwartenden Freiheitsstrafe 
von deutlich über drei Jahren aus (vgl. Antrag auf Abweisung des Haftentlassungs-
gesuchs vom 31. Dezember 2024 [KZM 24 2726]). Zwar führt sie in ihrem Antrag 
auf erneute Haftverlängerung um drei Monate vom 30. Januar 2025 aus, es gehe 
um eine Freiheitsstrafe, die deutlich über 24 Monaten liege. Entgegen den Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers in seinen abschliessenden Bemerkungen kann aber 
nicht davon ausgegangen werden, die Staatsanwaltschaft nehme neu eine tiefere 
zu erwartende Freiheitsstrafe an als bisher bzw. eine solche, die zwischen 24 und 
36 Monaten liege. Jedenfalls geht die Staatsanwaltschaft davon aus, die Untersu-
chungshaft gerate auch mit der beantragten Verlängerung nicht ansatzweise in die 
Nähe der zu erwartenden Strafe, was darauf hindeutet, dass sie nach wie vor be-
absichtigt, eine Strafe von drei oder mehr Jahren zu beantragen und es sich bei 
den 24 Monaten um einen Verschrieb handelt. Abgesehen davon kann in diesem 
Zusammenhang auch auf die Frage der Überhaft und die diesbezügliche Würdi-
gung der Kammer verwiesen werden (vgl. E. 5.2 dieses Beschlusses). Dem Be-
schwerdeführer würde daher, entgegen seinem Vorbringen, immer noch eine nicht 
zu vernachlässigende Reststrafe drohen. Zudem steht auch eine obligatorische 
Landesverweisung im Raum, weshalb der Beschwerdeführer ohnehin nicht damit 

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rechnen kann, sich weiterhin in der Schweiz aufhalten zu dürfen. Im Zusammen-
hang mit den erwähnten übrigen Umständen stellt die Schwere der drohenden 
Sanktion folglich ein weiteres Indiz für Fluchtgefahr dar. Es ist daher nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz von starken Indizien für eine hohe Fluchtgefahr aus-
geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_783/2024 vom 12. August 2024 E. 2.4). Mit 
Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Schweiz und die drohende 
empfindliche (Rest-)Freiheitsstrafe ist auch nicht ersichtlich, dass eine Flucht nach 
Serbien mit mehr Nachteilen als ein Verbleib in der Schweiz verbunden ist. 

4.7 Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich der drohenden Landesverweisung gel-
tend macht, er habe ein grosses Interesse daran, einen Härtefall glaubhaft zu ma-
chen, und er daraus auf das Fehlen einer Fluchtgefahr schliessen will, kann ihm 
nicht gefolgt werden. Mit Blick auf die soeben gemachten Ausführungen ist gerade 
nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ein Interesse daran hat, in 
der Schweiz zu bleiben, weshalb diese Ausführungen in erster Linie als Schutzbe-
hauptungen einzuordnen sind. Jedenfalls ergeben sich aus diesen Behauptungen 
mit Blick auf die oben beschriebene Ausgangslage keine Hinweise, dass die Gel-
tendmachung eines Härtefalls ihn vor einer Flucht abhalten würde. Abgesehen da-
von sind mit Blick auf die Verhältnisse des Beschwerdeführers vor dessen Verhaf-
tung die Voraussetzungen für die Annahme eines Härtefalls auch nicht offensicht-
lich erfüllt. Jedenfalls kann im Rahmen des Haftprüfungsverfahrens nicht davon 
ausgegangen werden, eine Landesverweisung werde aufgrund eines Härtefalls 
nicht erfolgen. 

Die Fluchtgefahr ist nach wie vor zu bejahen.

5. Der Beschwerdeführer bestreitet die Verhältnismässigkeit der angeordneten Si-
cherheitshaft. 

5.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft 
gehaltene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich 
abgeurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. 
Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung dieses 
Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft resp. der vorzeitige Strafvollzug 
die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion über-
steigt (vgl. Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der 
Haftdauer ist namentlich der Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu 
tragen. Das Gericht darf die Haft nur so lange erstrecken, als diese nicht in grosse 
zeitliche Nähe der (im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwar-
tenden Dauer der freiheitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 145 IV 179 E. 3.1 und 
3.5-3.6, 143 IV 168 E. 5.1, 139 IV 270 E. 3.1, 133 I 168 E. 4.1 und 270 E. 3.4.2, je 
mit Hinweisen). 

5.2 Zum jetzigen Zeitpunkt ist es offen, welche Sanktion dem Beschwerdeführer im 
Falle einer Verurteilung konkret droht. Es liegt kein richterlicher Entscheid über das 
Strafmass vor, welcher ein wichtiges Indiz für die mutmassliche Dauer der tatsäch-
lich zu verbüssenden Strafe darstellt (vgl. BGE 145 IV 179 E. 3.4). Mit Blick auf die 

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Überweisung an das Regionalgericht in Dreierbesetzung steht eine Strafe von 
mehr als zwei Jahren bis maximal fünf Jahren im Raum (vgl. Art. 19 StPO i.V.m. 
Art. 56 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung 
und zur Jugendstrafprozessordnung [EG ZSJ; BSG 271.1]). Die Staatsanwaltschaft 
geht nach hiesigem Verständnis nach wie vor von einer Freiheitsstrafe von mehr 
als drei Jahren (was deutlich über zwei Jahren inkludiert) aus. Das Zwangsmass-
nahmengericht schloss sich betreffend konkrete Strafzumessungselemente den 
Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrem Antrag vom 31. Dezember 2024 an 
und kommt zum Schluss, dass bei vorsichtiger Würdigung der von der Staatsan-
waltschaft vorgebrachten Umstände eine zu erwartende Freiheitsstrafe von drei 
Jahren angenommen werden könne. Damit liegt eine ausreichende Begründung 
vor, welche eine sachgerechte Anfechtung ermöglicht. Es ist nicht im Haftprüfungs-
verfahren zu klären, welche Sanktion schliesslich strafangemessen ist. Ein Vorgrei-
fen in den Entscheid des Sachgerichts scheint nicht angezeigt. Mit Blick auf den 
Strafrahmen von Art. 146 Abs. 2 StGB (bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe), der 
mehrfachen Begehung des Betrugs (vgl. Ziff. I.A.1.A. und I.A.1.B des Entwurfs der 
Anklageschrift) und sowie der anderen mutmasslich begangenen Delikte (Urkun-
denfälschung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Unterlassen der Buchführung, 
Diebstahl und betrügerischer Konkurs), welche im Falle entsprechender Schuld-
sprüche zu einer Erhöhung der Strafe führen, ist bei summarischer Betrachtung je-
denfalls auch nach Ansicht der Kammer eine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jah-
ren zu erwarten. Die von der Beschwerdeführerin zitierte bundesgerichtliche 
Rechtsprechung zu anderen Betrugsfällen ändert daran nichts, zumal die Deliktss-
umme nur eines unter vielen Strafzumessungskriterien ist. U.a. ist zu berücksichti-
gen, dass die mutmassliche Deliktsumme (Provisionszahlungen) bereits in einem 
Zeitraum von gut vier Monaten auf insgesamt CHF 81'969.80 angewachsen ist und 
nicht während mehrerer Jahre, wie in anderen zitierten Fällen, was auf eine hohe 
kriminelle Energie hindeutet. Es geht anders als beispielsweise im vom Beschwer-
deführer zitierten Urteil des Bundesgerichts 6B_310/2021 oder im Verfahren SK 21 
312 um insgesamt 17 Betrugsvorwürfe (nicht nur acht bzw. neun) sowie weitere 15 
Fälle, in denen dem Beschwerdeführer im Rahmen gewerbsmässigen Handelns 
versuchter Betrug vorgeworfen wird. Hinzu kommen zwei weitere separate Be-
trugsvorwürfe im Jahr 2020 mit einem mutmasslichen Deliktsbetrag von 
CHF 67'390.00 sowie ungetreue Geschäftsbesorgung mit einem mutmasslichen 
Deliktsbetrag von CHF 148'000.00. Mit Blick auf diese Ausführungen bestehen je-
denfalls keine konkreten Hinweise, wonach eine Freiheitsstrafe von mehr als drei 
Jahren als deutlich zu hoch erscheint. Die bisherige Haftdauer beträgt aktuell rund 
27 Monate. Bei einer zu erwartenden Freiheitsstrafe von über 36 Monaten verbleibt 
damit immerhin noch ein Strafrest von mehr als 9 Monaten. Darin ist auch mit Blick 
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung noch keine Überhaft zu sehen (vgl. 
zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 7B_997/2023 vom 4. Januar 2024 E. 4.5 
f.). So verneinte das Bundesgericht die Überhaft in einem Fall, in dem 17-18 Mona-
te Freiheitsstrafe zu erwarten waren und die erstandene Haftdauer 9 Monate (im 
Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids) bzw. 10 Monate (im Zeitpunkt der bun-
desgerichtlichen Beurteilung) betrug. Es erachtete weiter auch eine erstandene 
Haft von rund elf Monaten bei einer zu erwartenden Freiheitsstrafe von rund 17 

10

Monaten und damit einem Strafrest von sechs Monaten noch als verhältnismässig, 
wobei es aber jeweils von Grenzfällen ausging. 

Die Staatsanwaltschaft bzw. das zuständige Regionalgericht Bern-Mittelland wer-
den mit Blick darauf jedoch eingeladen, die Sache rasch der materiellen Beurtei-
lung zuzuführen, andernfalls die erstandene Untersuchungshaft tatsächlich in die 
Nähe der zu erwartenden Freiheitsstrafe rücken könnte und entsprechend eine 
Haftentlassung in Betracht zu ziehen wäre. Die Beschwerdekammer kann einzig 
die Verhältnismässigkeit der aktuell angeordneten Haftdauer überprüfen. Die beab-
sichtigte Verlängerung der Haft ist daher nicht Gegenstand im vorliegenden Verfah-
ren und, entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers, nicht zu berücksichti-
gen.

5.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist bei der Beurteilung der Verhält-
nismässigkeit der Haft grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, dass die in Aussicht 
stehende Freiheitsstrafe bedingt oder teilbedingt ausgesprochen werden kann oder 
die Möglichkeit einer bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug besteht (BGE 145 
IV 179 E. 3.4; 143 IV 168 E. 5.1; je mit Hinweis[en]; Urteil 7B_1232/2024 vom 
11. Dezember 2024 E. 7.3 sowie 7B_1001/2023 vom 8. Januar 2024 E. 3.4). Zu-
dem deutet die zu erwartende Strafhöhe ohnehin auf eine gänzlich unbedingte 
Freiheitsstrafe hin. Vom Grundsatz der Nichtberücksichtigung der Möglichkeit einer 
bedingten Entlassung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann 
eine Ausnahme zu machen, wenn es die konkreten Umstände des Einzelfalls ge-
bieten, insbesondere wenn absehbar ist, dass eine bedingte Entlassung mit gros-
ser Wahrscheinlichkeit erfolgen dürfte (BGE 143 IV 160 E. 4.2 mit Hinweisen; Urtei-
le des Bundesgerichts 7B_1232/2024 vom 11. Dezember 2024 E. 7.3 und 
1B_9/2023 vom 26. Januar 2023 E. 5.2.1). Die Gewährung der bedingten Entlas-
sung nach zwei Dritteln der Strafe hängt vom Verhalten der Person im Strafvollzug 
und von der Prognose hinsichtlich ihres zukünftigen Verhaltens in Freiheit ab (Art. 
86 Abs. 1 StGB). Wenn die betroffene Person bereits zwei Drittel der erst- oder 
zweitinstanzlich verhängten Freiheitsstrafe in Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft 
verbracht hat und die Strafe im Rechtsmittelverfahren noch verkürzt, nicht aber er-
höht werden kann, hat das Haftgericht eine Prognose über die Anwendbarkeit von 
Art. 86 Abs. 1 StGB anzustellen. Fällt diese positiv aus, muss dem Haftentlas-
sungsgesuch stattgegeben werden, zumal die bedingte Entlassung aus dem Straf-
vollzug die Regel darstellt, von der nur aus guten Gründen abgewichen werden 
darf (vgl. BGE 133 IV 201 E. 2.2 f.; Urteile des Bundesgerichts 7B_1232/2024 vom 
11. Dezember 2024 E. 7.3, 1B_9/2023 vom 26. Januar 2023 E. 5.2.1, 1B_495/2022 
vom 20. Oktober 2022 E. 6.2.2 und 1B_186/2022 vom 9. Mai 2022 E. 4.1, je mit 
Hinweisen). 

Im vorliegenden Fall wurde noch keine Strafe verhängt und es besteht gestützt auf 
die konkreten Umstände kein Anlass, von diesem Grundsatz ausnahmsweise ab-
zuweichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 16. April 2024 E. 
4.3.2 mit Hinweisen). Auch mit Blick darauf erweist die Haft sich noch als verhält-
nismässig. 

5.4 Die bundesrechtskonforme Dauer einer strafprozessualen Haft kann auch dann 
überschritten werden, wenn das Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben 

11

wird. Gestützt auf Art. 31 Abs. 3 und 4 BV, Art. 5 Abs. 3 und 5 EMRK und Art. 5 
Abs. 2 StPO müssen Haftsachen mit besonderer Beschleunigung behandelt wer-
den (Urteile des Bundesgerichts 7B_843/2024 vom 4. September 2024 [zur Publi-
kation vorgesehen] E. 3.5.4 und 6B_549/2024 vom 26. November 2024 E. 2.2). 
Dies deshalb, weil die Haft einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der 
beschuldigten Person darstellt, die unter dem Schutz der Unschuldsvermutung 
steht (Art. 31 Abs. 1 BV und Art. 10 Abs. 1 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_443/2021 vom 6. Oktober 2021 E. 3.4.2 und 1B_82/2021 vom 9. September 
2021 E. 2.4). Ob die Pflicht zur beförderlichen Behandlung verletzt worden ist, ent-
zieht sich starren Regeln und hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls 
ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind (BGE 143 IV 373 E. 1.3.1; ferner be-
treffend Haftverfahren BGE 137 IV 92 E. 3.1 und 3.2.2-3.2.3, 136 I 274 E. 2.3, 133 I 
168 E. 4.1 und 270 E. 3.4.2; Urteil des Bundesgerichts 7B_698/2024 vom 12. Juli 
2024 E. 3.1, auch zum Folgenden). Eine Haftentlassung kommt allerdings nur bei 
besonders schwerwiegenden bzw. häufigen Versäumnissen in Frage, die erkennen 
lassen, dass die Behörden nicht gewillt oder in der Lage sind, das Verfahren mit 
der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung 
voranzutreiben (BGE 140 IV 74 E. 3.2). Im Fall, dass keine besonders schwerwie-
gende Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt, genügt – sofern die materi-
ellen Haftgründe gegeben sind und die Haftdauer verhältnismässig erscheint – die 
förmliche Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots im Dispositiv 
des Haftentscheids. Zudem ist der festgestellten Grundrechtsverletzung im Rah-
men der Kostenfolge angemessen Rechnung zu tragen (BGE 137 IV 118 [= Pra 
2011 Nr. 122] E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 7B_984/2023 vom 8. Januar 2024 
E. 3.1.2; je mit weiteren Hinweisen).  

Der Beschwerdeführer sieht eine Verletzung des Beschleunigungsgebots insbe-
sondere im Zeitraum ab Juli 2024. Die Staatsanwaltschaft teilte den Parteien am 
31. Juli 2024 gemäss Art. 318 StPO den Abschluss der Untersuchung mit. Daraus 
geht hervor, dass sie die Abtretung des Verfahrens gegen L.________ vom Verfah-
ren gegen den Beschwerdeführer und M.________ sowie die Fortsetzung des Ver-
fahrens gegen L.________ in einem separaten Verfahren beabsichtigte. Dies mit 
Blick darauf, dass das Verfahren gegen den Beschwerdeführer und M.________ 
unmittelbar vor dem Abschluss stehe, während bezüglich L.________ im Zusam-
menhang mit einer am 22. Februar 2024 eingelangten Anzeige u.a. wegen Betrugs, 
Urkundenfälschung, Gelwäscherei und Misswirtschaft weitere Ermittlungen zu täti-
gen seien. Der Beschwerdeführer opponierte am 18. Oktober 2024 gegen die Ab-
trennung des Verfahrens, worauf die Staatsanwaltschaft darauf verzichtete (vgl. 
Haftverlängerungsantrag der Staatsanwaltschaft vom 1. November 2024, Ziffer 3 
[KZM 24 2289]). Dies hatte unbestrittenermassen eine Anklageergänzung sowie 
eine neue Fristansetzung nach Art. 318 StPO und damit eine Verlängerung des 
Verfahrens zur Folge. Die Abtrennung des Verfahrens bzw. die erneute Fristanset-
zung nach Art. 318 StPO sowie die ergänzte Anklage erfolgten schliesslich am 
30. Januar 2025 (vgl. Beilagen zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 
30. Januar 2025), mithin drei Monate später. Dies erscheint entgegen den Aus-
führungen des Zwangsmassnahmengerichts als zu lang, zumal die im Zusammen-
hang mit dem Beschwerdeführer stehenden Vorwürfe gegen L.________ bereits 

12

bekannt waren und diesbezüglich nicht mit weiteren Ermittlungen zu rechnen war. 
Einzig die neue Anzeige gegen L.________, welche in keinem Bezug zu den An-
schuldigungen gegen den Beschwerdeführer steht und ausschliesslich Delikte im 
Zusammenhang mit der N.________ GmbH betrifft, gab Anlass für weitere Ermitt-
lungen und eine eventuelle Abtrennung (vgl. Mitteilung Frist nach Art. 318 StPO 
vom 31. Juli 2024, Ziffer III, Beschwerdebeilage 2). Dies wird von der Staatsan-
waltschaft denn auch nicht in Abrede gestellt. Es liegt somit eine Verletzung des 
Beschleunigungsgebotes vor. Bei dieser Verzögerung von mehreren Wochen (Ent-
scheid erst Ende Januar anstatt Mitte/Ende November) handelt es sich aber, ent-
gegen den Vorbringen des Beschwerdeführers, nicht um eine schwere Verletzung 
des Beschleunigungsgebotes. So ist nicht erkennbar und wird auch nicht geltend 
gemacht, die Vorinstanz sei nicht gewillt oder nicht in der Lage, das Verfahren mit 
der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung 
zu behandeln. Eine Haftentlassung kommt daher nicht in Betracht. Die leichte Ver-
letzung des Beschleunigungsgebotes ist aber im Dispositiv festzustellen und bei 
der Kostenausscheidung im Umfang von 1/5 zu berücksichtigen.

5.5 Strafprozessuale Haft darf nur als «ultima ratio» angeordnet oder aufrechterhalten 
werden. Wo sie durch mildere Massnahmen ersetzt werden kann, muss von ihrer 
Anordnung oder Fortdauer abgesehen werden und an ihrer Stelle müssen solche 
Ersatzmassnahmen verfügt werden (Art. 212 Abs. 2 Bst. c i.V.m. Art. 237 f. StPO; 
Urteil 7B_67/2024 vom 22. März 2024 E. 3.3; vgl. BGE 145 IV 503 E. 3.1; je mit 
Hinweisen). Nach Art. 237 Abs. 2 StPO fallen als Ersatzmassnahmen insbesonde-
re die Ausweis- und Schriftensperre (Bst. b), die Auflage, sich nur oder sich nicht 
an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Haus aufzuhalten (Bst. c), 
oder die Auflage, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden (Bst. d), in Be-
tracht. Zwar können solche mildere Ersatzmassnahmen für Haft geeignet sein, ei-
ner gewissen Fluchtneigung genügend Rechnung zu tragen. Bei ausgeprägter 
Fluchtgefahr erweisen sie sich nach der Rechtsprechung jedoch angesichts der 
Grenznähe und der fehlenden Personenkontrollen an den Landesgrenzen im 
Schengenraum regelmässig als nicht ausreichend (BGE 145 IV 503 E. 3.2; vgl. Ur-
teil 7B_706/2023 vom 23. Oktober 2023 E. 5.1; je mit Hinweis[en]). Dasselbe gilt 
für die Überwachung solcher Ersatzmassnahmen mittels sog. Electronic Monitoring 
gemäss Art. 237 Abs. 3 StPO (Urteile 7B_842/2023 vom 9. November 2023 E. 
4.5.1 mit Hinweisen; 7B_706/2023 vom 23. Oktober 2023 E. 5.2; vgl. ausführlich 
zum Electronic Monitoring BGE 145 IV 503 E. 3.3 mit Hinweisen). Die Verhältnis-
mässigkeit des Einsatzes technischer Geräte wie Electronic Monitoring bei Ersatz-
massnahmen ist nicht nur an der Wahrscheinlichkeit einer Flucht, sondern unter 
anderem auch am Interesse an der Sicherstellung der Anwesenheit des Beschul-
digten im Strafverfahren und an den zeitlichen Verhältnissen des Einzelfalls zu 
messen (Urteil des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 16. April 2024 E. 4.2.1 mit 
Hinweisen).  

5.6 Mit Blick auf diese Ausführungen und die Verhältnisse im konkreten Fall (vgl. Er-
wägungen zur Fluchtgefahr) kommen vorliegend keine Ersatzmassnahmen in Be-
tracht. 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

13

6.

6.1 Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelver-
fahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Vorliegend unterliegt 
der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen. Angesichts der festgestellten Verlet-
zung des Beschleunigungsgebotes rechtfertigt sich indes eine Kostenausschei-
dung. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden demzufolge zu 
vier Fünfteln, d.h. im Umfang von CHF 1’200.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Die restlichen Kosten von CHF 300.00 sind von Kanton Bern zu tragen.   

6.2 Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin des Beschwerdeführers für ihre 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist am Ende des Verfahrens durch das ur-
teilende Gericht festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO). Im Umfang von einem Fünftel 
besteht für die im Beschwerdeverfahren entstandenen Aufwendungen keine Rück-
zahlungspflicht, da der Beschwerdeführer in diesem Umfang nicht zu den Verfah-
renskosten verurteilt wird (vgl. Art. 135 Abs. 4 StPO).

14

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von der Eingabe des Beschuldigten/Beschwerdeführers vom 5. Februar 2025 wird 
Kenntnis genommen und gegeben.

2. Es wird festgestellt, dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden ist.

3. Die Beschwerde wird abgewiesen.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’500.00, werden zu vier 
Fünfteln, ausmachend CHF 1’200.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. Die Restanz, 
ausmachend CHF 300.00, trägt der Kanton Bern. 

5. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin für das Beschwerdeverfahren wird am 
Ende des Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt. Im Umfang von einem 
Fünftel besteht für die im Beschwerdeverfahren entstandenen Aufwendungen keine 
Rückzahlungspflicht.

6. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (per 

Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsidentin O.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 7. Februar 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt
i.V. Gerichtsschreiberin Lauber

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

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15

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.