# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebfd58a4-7161-55d4-b793-ce34f3e3f77f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-10-31
**Language:** de
**Title:** Invalidenrente; rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten beweiskräftig.
**Docket/Reference:** IV.2012.00291
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00291.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00291
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiberin Dietrich
Urteil
vom
31. Oktober 2013
in Sachen
X1.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann
Sautter & Ammann Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 12, Postfach 25, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X1.___
, geboren 1967, ohne Berufsbildung, reiste am 10. März
1992 in die Schweiz ein (Urk. 7/1 Ziff. 2.4) und arbeitete zuletzt ab 15. Septem
ber
2001 bis Ende
September 2010
als Verkäuferin
bei
Y.___
in Dietlikon (Urk. 7/1 Ziff. 5.4
, Urk.
7/15
).
1.2
Am
21
.
Februar
20
10
meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf
eine Entzün
dung im rechten und linken Arm und eine Diskushernie
bei der In
validen
versi
che
rung zum Leistungsbezug an
(Urk. 7/1
). Die Sozial
ver
siche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog die Akten des
Krankentaggeldversicherers
, da
run
ter ein polydisziplinäres Gutachten
d
es
Z.___
vom
25. Oktober 2010
(Urk. 7/28)
,
bei
und
holte verschiedene medi
zinische Be
rich
te
sowie
einen
Arbeitgeberbericht
(Urk. 7
/
8
)
und
einen Auszug a
us dem in
di
viduellen Konto (IK-
Auszug
vom
2.
März 2010, Urk. 7
/
3
) ein
.
Mit Schreiben vom
1. Juli 2010 (
Urk.
7/12) teilte sie der Ver
sicherten mit, dass zurzeit keine be
ruf
liche
n
Mass
nahmen möglich seien
.
Am
2.
Juli 2010 (Urk. 7/11)
aufer
legte sie der Versicherten eine Schaden
minderungs
pflicht in Form einer intensiven Phy
sio
therapie und einer M
edizinischen Trainings
therapie
. Sodann
veranlasste
sie
eine
bi
disziplinäre Be
gutachtung durch
Dr.
med.
A.___
und
Dr.
med.
B.___
(Gutachten vom
30.
Juli respektive 11. August 2011
, Urk. 7/40-41). Nach durch
geführtem Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/4
4) ver
neinte
die IV-Stelle
mit Verfü
gung
vom 6.
Februar 2012
(Urk. 2
) ei
nen Renten
anspruch
.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 6. Februar 2012 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 8. März
2012
Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2):
1.
Es sei ihr rückwirkend ab November 2009 eine Invalidenrente basierend auf einem IV-Grad von mindestens 50
%
zuzusprechen.
2.
Eventuell seien ihr berufliche Massnahmen
zu gewähren.
3.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde
gegnerin.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
schloss
in ihrer Beschwerdeantwort vom
2
. M
ai
2012
(Urk. 6)
auf Abweisung der Beschwerde. Mit
Replik vom 10. September 2012 (Urk. 12
)
hielt
die Beschwerdeführerin
unter Auflage medizinischer Berichte (Urk. 13/1-2)
an
ihren
gestellten Rechtsbegehren
fest. Mit Eingabe vom
19
.
Sep
tem
ber
2012
(Urk. 16)
verzichtete die IV-Stelle au
f eine Duplik,
was der Ver
sicherten am
20
.
September
2012
(Urk. 17)
zur
Kenntnis gebracht wurde
.
Mit Eingabe
v
om 1. Oktober 2012 (Urk. 18
)
legte die Be
schwer
de
führerin
einen
wei
tere
n medizinischen Bericht
(Urk. 19)
auf
.
Die IV-Stelle verzichtete mit Ein
gabe vom
1
2.
Oktober 2012 (Urk. 22) auf
eine ausführliche Stellungnahme,
was der
Beschwerde
führerin
wiederum zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk. 2
3
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom
6
. Februar 2012
(Urk. 2) dafür, dass bei der Beschwerdeführerin kein Gesundheitsschaden bestehe und eine volle Restarbeitsfähigkeit
gegeben
sei.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich auf den Standpunkt, auf das
der Leistung
s
ab
weisung zugrunde liegende
Gutachten
von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
könne
nicht abgestellt werden und es sei ihr min
destens eine halbe Rente zuzu
sprechen.
3.
3.1
Dr.
med.
C.___
, Neurologie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 16. Dezember 2009
(Urk.
7/7/27-29) anamnestische Mischkopfschmerzen,
wechselseitige Zer
vikobrachialgien,
leichte fokale Neuropathien computertomographisch rechts be
tont und
einen
Sulcus ulnaris links betont sowie anamnestisch ein lumbo
ra
di
kuläres Syndrom S1 links bei angeblicher Diskushernie.
3.2
Mit Bericht vom 3. Mai 2010 (Urk. 7/7
/1-6
) nannte
die behandelnde Hausärztin
Dr.
med.
D.___
, Fach
ärztin FMH Allgemeinmedizin, als Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeits
fähigkeit
ein chronisches lumbo
vertebrales Syn
drom bei belastungs
ab
hängigem lumboradikulärem Schmerz
- und sensiblem Aus
fallsyndrom L5 links, fokaler Diskushernie L
5-
S1 lateral / foraminal links,
eine
Osteochondrose L4/L5, Spondy
lar
t
hrosen der Lendenwirbelsäule
(LWS), Hy
per
laxi
zitätssyndrom mit Haltungs
insuffizienz und Fehlhaltung, Zervikobr
a
chi
al
gien beidseits,
ein
leichtes C
arpal
tunnelsydnrom (CTS) rechts,
eine
leichte Lä
sion des
N
ervus
ulnaris im
S
ulcus links, eine chronische Epicondylitis ulnaris
und radial
is beidseits, Kopfschm
er
zen vom Misch
typ und
eine mittel
sch
w
ere De
pression sowie eine Schlafstörung.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit nannte sie zudem einen Status nach Vitamin B12-Mangel, ak
tuell substituiert, und einen Status nach Eisenmangelanämie.
Dr.
D.___
atte
stierte der Beschwerdeführerin als Verkäuferin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
seit 23. November 2009 bis dato.
Dr.
D.___
bemerkte
, dass sie die Angaben
der Rheumaklinik über Anam
nese und ä
rztlichen Befund bestätigen könne. Da die Symptome somatisch und psy
chisch
seien und durch die schwierige
familiäre Situation eine zusätzliche see
lische Erschöpfung bestehe, sei die Prognose zurzeit schlecht.
Es
bestünden körperliche und psychische Ein
schränkungen in Form von Rückenschmerzen, Muskelschwäche, Schmerzen und Gefühls
störungen in den Händen, Kopf- und
Nackenschmerzen, traurig de
pres
siver Stimmung, Opferhaltung, sozialer Zu
rück
gezoge
nheit, Konzentrations
störungen und
Müdigkeit
sowie
Vergesslich
keit. Das
Bücken und Heben von Gegen
ständen sowie das Drehen in der Hüfte seien ein
geschränkt, die Gefühls
störungen in den Händen
würden
zum plötzli
chen und un
ge
wollten Fallen
las
sen von Lasten mit Ver
letzungsgefahr
führen
. Die de
pressi
ve Stimmung könne von Kol
legen als Des
interesse, Ablehnung und
Hochmu
t
miss
verstanden werden und zu Problemen am Arbeits
platz führen, die Konzen
trationsstörung zu Fehlern bei der Buch
führung und Dokumentation von wich
tigen Arbeits
ab
läufen. Aus medi
zinischer Sicht sei der Beschwerdeführerin die bis
herige Tätigkeit nicht mehr zumutbar.
In behinderungsangepasster Tätig
keit sei der Beschwerde
führerin eine rein "
sitzende“ Tätigkeit
während
zwei bis drei Stunden pro Tag respektive zu 50
%
zumutbar.
3.3
Im Verlaufsbericht vom 26.
Juli 2010 (Urk. 7/21
, vgl. dazu auch Urk. 7/7/8-12, Urk. 7/7/13-26
)
nannten
Dr.
med.
E.___
, Assistenzärztin, und
Dr.
med.
F.___
, Di
rektor Rheumaklinik,
G.___
, Departement Medizin, Rheuma
tologie, folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
1.
Chronisches lumbovertebrales/s
pondylogenes Schmerzsyndrom
mit
/bei
-
belastungsabhängigem lumboradikulärem Schmerz- und anam
nes
tisch sensiblem Ausfallsyndrom L5 links
-
fokaler Diskushernie L5-S1 lateral/foraminal links, im Liegen keine
Ner
venwurzelkompressionen, Osteochondrosen L4-5 und L5-S1, Spon
dy
l
arthr
osen der LWS
(
Magnet
resonanz
tomo
graphie [MRI]-LWS vom 5. November 2009)
-
Computertomographiegesteuerte PRT-L5 links am 30. März 2010
-
Hyperlaxizitätssyndrom mit Haltungsinsuffizienz und Fehlhaltung
-
Differentialdiagnose: somatoforme Überlagerung
2.
Zervikobrachialgien beidseits
-
leichtes CTS
rec
htsbetont, leichte Läsion des Nervus
ulnaris im Sulcus linksbetont (Elektroneurographie [ENG]
Dr.
C.___
vom 15.
De
zember 2009)
-
Epicondylitis medialis und lateralis beidseits
3.
Kopfschmerzen vom Mischtyp
-
Besserung auf Novalgin, Imigran bisher noch nicht versucht
4.
Mittelschwere Depression bei psychosozialen Problemen
-
Gesprächstherapie bei
H.___
seit Dezember 2009
-
mit Schlafstörung
Als
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
wurden genannt:
1.
Vitamin B12-Mangel
-
aktueller Spiegel 1215 pmol/l
2.
Grenzwertiger Eisenmangel ohne Anämie
-
einmalig Ferinject 500 mg intravenös
Dr.
E.___
und
Dr.
F.___
hielten fest
,
bei der Beschwerdeführerin sei
bei Eintritt eine Hyper
laxizität in allen Gelenken aufgefallen sowie eine Druckdolenz im tief
lumbalen Bereich über dem LWK 5 ohne Muskelhartspann und bei erhaltener eher verstärkter Beweglichkeit im LWS-Bereich. Beim Gehen sei kein Hinken
und keine
Bewegungslimitation sichtbar gewesen. Senso
motorische Ausfälle hätten ebenfalls keine
bestanden. Im Bereich der Hände sei der Tinel- und Phalentest negativ ausgefallen. Gemäss Bericht des Neurologen
Dr.
C.___
habe
in der im Dezember
durchgeführten Elektroneurograph
ie ein fokal nachweis
ba
res
leichtes Carpaltunnelsyndrom rechtsbeto
nt und eine leichte Läsion des
N
ervus
ulnaris im Sulcus linksbetont festgestellt werden können
. Zu
dem
sei
eine The
rapie
mit Handgelenk
s
schienen nachts
sowie
das
Vermeiden
von Über
lastung emp
fohlen wor
den.
Die Handgelenksschienen
hätten
keine Besserung gebracht. Am Ende der Hos
pi
talisation hätten die Schmerzen in beiden Ellbogen wieder zugenommen, wel
che ulnar und radial auf Druck auslösbar gewesen seien.
In der zuletzt ausge
übten Tätigkeit attestierten sie der Beschwerdeführerin eine
100%ige Arbeits
unfähig
keit
vom 23. November 2009 bis 5. April 2010 wegen Depression und Rücken
schmerzen.
Die körperlichen Einschränkungen seien vor allem durch die Zervi
ko
brachialgien beidseits bedingt. Zusätzlich sei die Beschwerdeführerin aber auch durch die Depression eingeschränkt.
Aus rheumatologischer Sicht sei nach Austritt f
ür leichte wechselbelastende Tätig
keiten eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
möglich. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei vor allem durch die Ell
bogen
schmerzen beidseits bedingt. Aus r
heumatologischer Sicht wäre ein
50%iger Wie
dereinsti
e
g ab
dem 6.
April 2010
möglich.
3.4
Nach
Durchführung
einer allgemeininternistischen, rheumatologischen
und psy
chiatrischen
Untersuchung nannten d
ie Fachpersonen des
Z.___
in ihrem poly
disziplinären Gutachten vom 25. Oktober 2010 (Urk. 7/28)
zu Händen des
Krankentaggeldversicherers
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit
(S. 31 f.)
:
1.
L
umb
alsyndrom
mit
pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung beidseits
mit/bei
-
degenerative
r
Diskopathie L4/5 und L5/S1, linkslaterale
r
Diskusher
nie L5/S1, radiologisch keine Neurokompression nachweisbar
-
Status nach periradikulärer Infiltration computertomographisch ge
steuert Wurzel L5 links am 30. März 2010 mit anamnestisch gutem An
sprechen
-
Flachrücken, Myogelosen in Adduktoren
und Peroneusloge
2.
Zervikozephalsyndrom mit/bei
-
Migräne
-
d
ifferentialdiagnostisch: zusätzliche medikamentöse induzierte Kopf
schmerzkomponente
3.
Epicondylopathia humeri radialis beidseits
-
a
namnestisch vorübergehend auch Epicondylopathia humeri ulnaris
-
a
namnestisch Status nach traumatischer Ellenbogenverletzung vor Jahren
-
ele
ktromyographisch diskretes C
TS
rechtsbetont, Sulcus
ulnaris
syn
drom linksbetont (Dezember 2009)
Als
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
wurden genannt:
4
.
Klinisch Fasziitis plantaris beidseits
5
.
Status nach depressiver Episode (ICD-10 F32)
-
Differentialdiagnose: Anpassungsstörung, aktuell remittiert (ICD-10 F43.2)
6.
Spezifische Phobien (ICD-10 F40.2)
Die
Z.___
-Gutachter führten zusammenfassend aus
(S. 32 ff.)
, aus psy
chiatri
scher Sicht kön
ne aufgrund der psychischen Befunde keine längerfristige Ar
beits
un
fähig
keit der Beschwerdeführerin begründet werden.
Sie
sollte in der Lage sein, die bisherige wie auch jegliche alternative Tä
tigkeit vollum
fäng
lich auszuüben. In der Haushalttätigkeit könne ebenfalls keine Ein
schränkung aus
psy
chiatrischer Sicht festgestellt werden.
Aus rheu
matologischer Sicht könne be
stätigt werden, dass eine komplexe Problematik von Seiten des Be
wegungs
appa
rates bestehe. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit entspreche
gemäss
dem vorlie
gen
den Arbeitsprofil den im rheumatologi
schen Fach
gutachten genannten Kriterien.
Diese Arbeit könne der Be
schwerde
führerin mit einer 30%igen Einschränkung auf
grund der chronischen Schmerz
problematik zu
gemutet werden. Kurzzeitige
Arbeits
un
fähig
keiten aufgrund ak
tueller Schmerz
exazerbationen, wie aktuell, sei
en
aus
rheuma
tologischer Sicht durch
aus nachvollziehbar. Theoretisch könnte nach adäquater analgetischer Behandlung der aktuellen Schmerzexazerbation in einer, spätestens in zwei Wochen
,
wieder von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit (drei Halbtage) in einer an
gepassten Tätigkeit ausgegangen werden, innerhalb von drei Monaten sollten bei begleitender adäquater Physiotherapie und schritt
weiser Steigerung die rheumatologisch zu
mutbare Arbeitsfähigkeit von 70
% in angepasster Tätigkeit erreicht werden können. Betreffend die Haus
halt
arbeiten sei festzuhalten, dass
der Beschwerdeführerin
aus rheumatologischer Sicht
sämtliche Haushaltarbeiten zugemutet werden könnten, auch da es zu
mut
bar sei, dass sie diese in ihren Beschwerden angepassten Belastungs
entitäten durch
führe und da immer wieder Pausen eingelegt werden könn
t
en,
sofern nötig
.
3.5
Am 17. Januar 2011 (Urk. 7/40/68-71) nannten
Dr.
med.
I.___
, FMH Neu
ro
logie, und
Dr.
med.
J.___
, FMH Neurologie, Leiter des
K.___
, als Kopfwehdiagnosen eine
Migräne ohne Aura (IHS-Code 1.1)
,
ein chronisches Spannungstypkopfweh (IHS-Code 2.2) sowie einen Ver
dacht auf Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (IHS-Code 8.2). Als andere Diagnosen nannten sie ein chronisches lumbovertebrales/spondylogenes Schmerz
syndrom mit/bei fokaler Diskushernie L5/S1 lateroforaminal links,
eine
Osteo
chondrose L4/5
und L5/S1 und Spondyloarthrosen der LWS, Zerviko
bra
chialg
ien
beidseits mit/bei leichtem
CTS
rechts
betont und leichtem
"
Suncosy
naressyndrom
"
links
betont
, ein Hyperlaxi
z
itätssyndrom mit Haltungs
insuffizienz und Fehlhaltung, einen Verdacht auf eine Schmerz
ver
arbeitungs
störung, eine depressive Reaktion bei psychosozialer Belastungs
situation und eine Schlafstö
rung bei schlechter Schlaf
hygiene
und
einen Vitamin B12-Mangel, substituiert, sowie einen Eisen
mangel, substituiert.
3.6
Mit Verlaufsbericht vom 26. Januar 2011 (Urk. 7/32)
wiederholte
Dr.
med.
L.___
,
Ober
arzt,
G.___
, Departement Medizin, Rheumatologie,
die
von
Dr.
F.___
und
Dr.
E.___
am 26. Juli 2010 (E. 3.3 hievor) genannten
Diagnosen
(
mit Auswir
kung
auf die Arbeitsfähigkeit
)
und
attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom 23.
November 20
09
bis 25. Oktober 2010.
Dr.
L.___
hielt fest
,
Einschränkungen bestünden auf
grund der be
lastungs
ab
häng
igen Lumbalgien und wirkten sich in Form einer Schmerzzunahme aus. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit Ver
meidung von repetitivem
Vor
n
überbeugen sowie Anheben von schweren Gegenständen sollte ab der Verlaufs
kontrolle vom 2
2.
September 2010 möglich sein.
3.7
Im Austrittsbericht vom 1
2.
April 2011 (Urk. 7/40/78-80) über die Hospitali
sation vom 17. März bis 6. April 2011
diagnostizierten
Dr.
med.
M.___
, Leitende Ärztin, und prakt
.
med.
N.___
, Assistenzärztin,
O.___
, Reha
bilitations
zentrum, eine Migräne ohne Aura, chronische Span
nungs
kopf
schmerzen, Medikamentenübergebrauchskopfschmerz durch NSAR und Dafalgan
,
ein
en Status nach Medikamentenentzug im Spital
P.___
vom 10. bis 17.
März 2011,
ein
chronisches lumbospondylogenes Schmerz
syndrom mit kleiner
Diskushernie L5/S1 lin
ks und Spondylarthrose der LWS und
ein
chro
nisches zerviko
brachospondylogenes
Schmerzsyndrom mit C
TS
rechts sowie Schlaf
störungen.
Dr.
M.___
und prakt
.
med.
N.___
attestierten der Be
schwerde
führerin vom
17.
März bis 21. April 2011 eine 100%ige Arbeits
un
fähig
keit. Im Anschluss emp
f
ahlen
sie einen vorsichtigen, stufenweisen Wieder
ein
stieg und baten den nach
behandelnden Arzt um eine weitere Beurteilung der Arbeits
fähigkeit.
3.8
Im Bericht vom 26. Juni 2011 (Urk. 7/40/67) nannte
Dr.
med.
Q.___
, Fach
arzt für Innere Medizin FMH,
eine akute Migräne bei bekannter rezi
divie
ren
der Migräne und eine aktuelle Hypertonie.
3.
9
Im undatierten Verlaufsbericht (Dokumenten-Eingangsdatum: 3. März 2011,
Urk. 7/35
, vg
l. dazu auch Urk. 7/10
,
Urk. 19
) diagnostizierten
Dr.
med.
R.___
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie, und
D
ipl
.
P
sych.
H.___
, de
legiert arbeitender Psycho
therapeut, eine depressive Störung, gegenwärtig
eine
mittel
gradige Episode mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F32.11), Probleme in
der Be
ziehung zum Ehe
partner (Gewalt und Übergriffe; ICD-10 Z63.0), Er
zie
hungs
pro
bleme mit Sohn (ICD-10 Z62),
einen
Status nach Probleme
n
in Ver
bindung mit der Arbeits
platz
situation/Mobbing (ICD-10 Z56), spezifische Pho
bien
(Tier
phobien im Be
sonderen vor Hunden, ICD-19 F40.2), differentialdiag
nostisch
eine Panik
störung (epi
sodisch paroxy
smale
Angst, ICD-10 F40.2) und spezifi
sche
Phobien wie Höhen- und Platz
angst
sowie eine Nikotinabhängigkeit mit ständi
gem Sub
stanz
ge
brauch
(
ICD-10 F17.25).
Dr.
R.___
und
Dipl. P
s
ych.
H.___
hielten fest, dass die Be
schwerde
führe
rin berichtet habe, aktuell sehr stark unter Nervosität, Antriebslosig
keit, Nerven
stö
rungen, häufigem Grübeln
(Situation mit ihrem Sohn sowie Arbeits
platzsitu
ation)
sowie Ängste
n
(Überprotektion der Kinder) zu leiden. Zu
dem sei sie mit Bezieh
ungs
proble
men
(
Ehemann
)
belastet.
A
us psychiatrisch-psycho
thera
peutischer Sicht
bestehe zum heutigen Zeitpunkt
eine
50
%ige Arbeitsunfä
higkeit für die
anges
tammte Tätigkeit als Verkaufskraft
ab 12.
Januar 2011 bis
dato
.
Diese liege
in der Schwere der bestehenden Symptome begründet. Im Sinne eines Versuchs
möchten sie die Beschwerdeführerin
unter
stützen,
wieder zu 50
%
in den ersten Arbeitsmarkt einzu
treten
.
Ihrer
angestammten Tätigkeit könne die Be
schwerde
führerin
indes
nicht mehr nachgehen, weil sie sich auf
grund
von
Zu
stände
n
in
nerer Unruhe nicht kon
zentrieren könne. Auch die üblichen Tätig
keiten seien deut
lich beeinträchtigt. Zu
dem fielen eine Umständlichkeit sowie eine V
er
lang
samung des Denkens
auf.
Ferner träten bei der Beschwerde
führerin
Angst
zu
stä
nde
mit körper
lichen Symptomen (Herz- und Pulsrasen, Schwitzen, in
nere Un
ruhe)
auf, welche teilweise ausgeprägte Einschränkungen des All
tags
leben
s
durch
ei
n Ver
meidungs
verhalten bewirk
en
würden. E
in de
pressives Ge
schehen
ver
hindere weiter
ein aus
dauerndes Dranbleiben an einer Tätigkeit und
die
erwar
tete
Zu
ver
lässig
keit.
D
ie Beschwerdeführerin
sei zudem
inhaltlich sehr eingeengt auf ihre Schmerzsymptomatik.
Aus psychischer Sicht lasse sich die Frage, ob die bis
herige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, nicht ab
schlies
send be
antworten.
Die Beschwerdeführerin habe deutlich geäussert, dass sie nich
t mehr im Verkauf (
Y.___
) arbeiten wolle. Einen guten Neueinstieg in die Arbeits
welt könne auch durch einen Filialwechsel nicht ermöglicht werden – das erlebte Mobbing würde dies verhindern. Die Weiterführung und allenfalls Inten
siv
ie
rung der Psychotherapie sei für die Be
schwerdeführerin wichtig. Inwieweit dadurch eine Verbesserung der Arbeitsfä
higkeit erreicht werde, könne zum heu
tigen Zeitpunkt nicht
eruiert werden.
Auch für angepasste Tätigkeiten könne
ak
tuell ledig
lich eine
20-50%ige
Restar
beitsfähigkeit angenommen werden, wel
che
sich auf
leichte Haus
arbeiten be
schränken dürfte. Bei der Beschwerde
füh
rerin seien mittel
gradige Haupt
fähig
keitsstörungen gemäss Mini-ICF-APP (vgl. dazu Urk. 7/10/8-11) vor
handen.
Bei wichtigen Akti
vitäten/Fähigkeiten könne sie Rollenerwartungen in wesentlichen Teilen nicht mehr gerecht
werden.
Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tä
tig
keit be
ziehungs
weise Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne gerechnet wer
den und zwar im Umfang von zirka 50
%
. Ab wann dies der Fall sein soll, lasse sich nicht abschliessend beantworten.
3.10
Im Gutachten vom
30. Juli 2011 respektive 11. August 2011
(Urk. 7/
40-41
)
nannten
Dr.
B.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Chefarzt, zerti
fizier
ter
medizinischer Gutachter SIM,
Klinik
S.___
,
und
Dr. Dr.
sc. nat. ETH
A.___
, Innere Medizin FMH spez. Rheuma
er
krankungen, zertifizierte medizini
sche Gut
achterin SIM, folgende Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/41
S. 9 ff.
Ziff.
9.1.1 ff.)
:
1.
Lumbovertebrales bis lumbospondylogenes S
yndrom bei
dseits bei
-
geringen
Osteochondrosen, Spondyl
arthrosen und zirkulärer
Band
scheibenvorwölbung und fokale
r
Diskusprotrusion recessal beidseits L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 rechts ohne Kompression und
-
geringe
r
osteodiskale
r
Forameneinengung L4/L5 und L5/S1 mit Kon
takt zu den Nervenwurzeln L4/L5 und L5/S1 ohne Kompression und
-
deutliche
r
Grössenabnahme der im November 2009 nachgewiesenen Diskushernie L5/S1, die nun nur noch eine geringe fokale Dis
kusprotrusion ist ohne Kontakt zu Nervenwurzeln (MRI vom Juli 2011 gegenüber November 2009)
-
klinisch ohne radikuläre Zeichen
Als
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurden genannt:
1.
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
2.
Spezifische Phobien (ICD-10 F40.2)
3.
Nikotinabusus (ICD-10 F17.1)
4.
Ausgedehnte chronische Schmerzen
5.
Leichter Vitamin D-Mangel (54 nmol/l)
6.
Migräne ohne Aura und chronische Spannungstypkopfschmerzen
7.
Status nach Hemithyreoidekt
omie rechts am 4. Mai
2009 wegen
-
h
yperplastischem Knoten ohne Neoplasie mit
-
n
ormaler Schilddrüsenfunktion
Im rheumatologischen Teilgutachten vom 30. Juli 2011 erläuterte
Dr.
A.___
(Urk. 7/40 S. 50 f.
Ziff.
8), in der klinischen Untersuchung habe sich kein we
sentlicher Be
fund finden lassen. Bei guter Beweglichkeit sämtlicher Gelenke seien auch die drei Wirbel
säulen
ab
schnitte in alle Richtungen normal beweg
lich. Die M
RI
-Untersuchung der LWS vom 4. Juli 2011 zeige eine deut
liche Ver
kleinerung der am 5. November 2009 vorhandenen Diskushernie L5/S1. Aus
ser
dem seien geringe degenerative Veränderungen mit Kontakten zur Nerven
wur
zel nachweisbar. Es sei aber nirgends eine Nervenwurzelkompression vor
han
d
en.
Die MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule
vom 26. Januar 2011 zeige eine harmlose Ganglioncyste in der oberen Brustwirbelsäule, jedoch keinen wesent
lichen pathologischen Befund. In der Blutuntersuchung finde sich ein leichter
Vitamin D-Mangel.
Seit Monaten brauche die Beschwerdeführerin keine
Schmerz
mittel mehr. Die vorhandenen geringen Befunde
würden
weder das Aus
mass noch die Dauer der Beschwerden
erklären
. Die Beschwerdeführerin könne eine adaptierte Tätigkeit zu 100
%
ausüben.
Im psychiatrischen Teilgutachten vom
11. August 2011 (Urk. 7/41
S. 7
Ziff.
6
) führte
Dr.
med.
B.___
aus, bei der Be
schwerde
führerin
könne
aufgrund der anamnestischen Angaben keine geneti
sche
Vul
nera
bilität für psychiatrische
Er
krankungen inklusive depressiver Störung fest
gestellt werden (ein
isolierter Fall der Depression ihrer Schwester
in einer
sehr gros
sen
Familie deute nicht auf die genetische Vorbelastung hin). Die Kind
heit der Be
schwerde
führerin sei durch Alkoholprobleme und Gewalt
tätig
keiten des Vaters geprägt gewesen, sei jedoch ohne aussergewöhnliche tr
aumatische Ereignisse verlaufen
.
D
amit ergäben
sich auch keine Hinweise auf die Bil
dung der Persönlichkeitsfaktoren für die Ent
wick
lung psy
chi
atrischer
Er
krankungen. Die Beschwerdeführerin sei regelrecht ein
geschult
worden
und
habe die acht Jahre
Grundschule im Heimatland
absolviert
. Damit könnten so
wohl Intelligenzminderung als auch Verhaltens
stö
rung
en oder sonstige psy
chi
sche Problem
e mit Krankheitswert in der Kindheit und dem Pubertätsalter aus
ge
schlossen werden.
I
m Er
wachsenenalter
sei die Be
schwerdeführerin den sozi
alen Anforderungen
über Jahre
ohne Probleme ge
wach
sen gewesen;
sie habe jahre
lang eine kon
stante Arbeitsleistung erbracht und
konstante zwischen
mensch
li
che Beziehungen gep
flegt.
D
ie anhaltenden Stö
rung
en
der Impuls- oder Affekt
kontrolle seien weder anamnestisch erhoben noch aktenmässig do
kumentiert worden, womit auch
im Erwachsenenalter
prämorbid psychische
Probleme mit Krank
heits
wert
ausgeschlossen werden
könnten
.
Die
Be
schwerde
führerin
habe seit Jahren eine sehr belastende Familien
situation (ins
besondere Gewalt
tätigkeit des Ehe
mannes sowie Suchtproblematik und Ver
hal
tens
auffällig
keiten des Soh
nes)
erlebt
, was zur Fixierung auf die somatischen
Be
schwerden be
ziehungsweise
zur
Ent
wick
lung einer an
haltenden somatoforme
n Schmerz
störung geführt habe. Nach der Kündigung des Arbeitsverhältnisses sei es bei der Beschwerdeführerin im Ver
lauf
des Jahres
2010 auch zur Rück
bil
dung einer mittel
gradigen depressiven Episode im Rahmen der
Anpassungs
stö
rung gekom
men, die aber anlässlich der psy
chi
atri
schen Unter
suchung von
Dr.
T.___
, Basel, vom 20. September 2010 remit
tiert gewesen sei.
S
eit dem Todes
fall eines Be
kannten
habe die Beschwerdefüh
rerin ausserdem im März 2010
spezifische
Phobien
entwickelt
, die aber sozial
medizinisch ihre Arbeitsfähigkeit nie einge
schränkt
hät
ten.
Die n
ach der psy
chiatrischen Be
gutachtung im Sep
tember 2010
durch den
behandelnden Psychologen be
ziehungs
weise Psychiater
sowie
durch weitere
Ärzte
dokumentierte
m
ittelgradige depressive Episode könne
weder auf
grund
anamnestischer
An
ga
ben no
ch der gegen
wärtigen psy
chia
tri
schen
Be
funde bestätigt
werden
. Auch im Austritts
be
richt der
O.___
(
Hospitali
sa
tion vom 17. März bis 6. April 2011
)
sei keine de
pressive Störung unter
den
Diag
nosen aufgeführt
,
und es sei davon auszugehen, dass die Stimmungs
ein
brüche und inter
mit
tierenden Schlaf
störungen auf die Schmerzen und
die
be
lastende Fa
milien
situation zurück
zu
führen seien.
Der von der Be
schwerde
führerin geschil
derte Tages
ablauf inklusive selbständige Haus
halt
führung, Kochen für die Fa
milie, selb
stä
ndige Einkäufe und regelmässige
Internet
kontakte
sprächen ge
gen eine mittel
gradige depressive Symptomatik. An
läss
lich der Exploration am 3.
August 2011
seien  bei der
Beschwerde
füh
rerin in psycho
pathologischer Hinsicht lediglich
eine
leichte Deprimiertheit und Affekt
labilität bei der Schil
derung ihrer Familien
probleme
aufgefallen
,
was aber isoliert be
ziehungsweise bei sonst ganz unauffälligem Psychostatus und unein
ge
schränkten psychokog
nitiven Funktionen die Kriterien einer psy
chiatrischen Erkrankung
-
abgesehen von einer anhalt
enden somatoformen Schmerz
störung - nicht erfülle
. Die
regel
mässig
e
ambulante psychiatrische
Be
hand
lung
der Be
schwerdeführerin habe
of
fen
bar eine gravierende Ver
schlechterung ihres
psy
chischen Zustandes ver
hin
dern können, weshalb
die etablierten therapeutischen Mass
nahmen zur Er
hal
tung der vollen Arbeits
fähig
keit weiter
hin konsequent durch
geführt werden
sollten
.
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
attestierten der Beschwerdeführerin sowohl in ihrer bisherigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit
eine 100%ige Arbeits
fä
hig
keit (Urk. 7/41 S.10
Ziff.
9.2
.1-4
)
,
wobei sie
durch die einge
schränkte
Funk
tion der LWS limitiert sei und Lasten bis 15 kg heben oder tragen (leichtes bis mittelsc
hweres Belastungsniveau) könne.
Die Be
schwerde
führerin sei weder aus rheumatologischer noch aus psychiatrischer Sicht über längere Zeit arbeits
un
fä
hig gewesen.
Die berufliche Eingliederung kön
ne jederzeit und auf die übliche Art unter Mitberücksichtigung des Be
lastungs
profils erfolgen (Urk. 7/41 S. 10
Ziff.
9.3.2).
3.11
Am
27. September 2011 (Urk. 7/59/3-4)
diagnostizierte
Dr.
med.
U.___
, Ober
ärztin,
G.___
, Interdisziplinärer Notfall, unklare intermittierende Kribbel
paräs
thesien occipital, differentialdiagnostisch im Rahmen der Migräne, sowie eine Migräne in Behandlung im
K.___
und eine un
auffällige Magnetr
esonanztomographie des Schädels
im Februar 2011.
3.12
Im Bericht vom
30. November 2011 (Urk. 7/59/1-2)
diagnostizierte
Dr.
med.
V.___
,
FMH für Neurologie, Speziell
Schmerztherapie/Kopfschmerztherapie,  Spital
P.___
, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, ein chroni
sches lumbovertebrales spondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei fokaler Disku
s
hernie L5/S1 lateroforaminal links, eine Osteo
chondrose L4/5 und L5/S1, Spon
dyl
arthrosen der LWS, Zerviko
b
rachial
gien beidseits mit/bei CTS
rechts, ein Sulkus
-
ulnaris
-
Syndrom links, eine Schlafstörung, einen Eisenmangel sub
s
ti
tuiert, eine depressive Reaktion bei psy
chosozialer Belastungssituation, eine
Migräne ohne Aura und Spannungskopf
schmerzen und medikamentenindu
zierte
Kopf
schmer
zen,
einen
Zustand nach medi
kamentösem Entzug (
Dr.
W.___
, Spital
P.___
)
vom
10. bis 17. März 2011 und nachfolgende
r
Reha
bili
tations
be
hand
lung in
O.___
vom 1
7. März bis 6. April 2011 und atte
stierte der Beschwerdeführerin aufgrund der chronischen Schmerzen, der zervi
ka
len Symptomatik, der schweren Mi
gräne und der S1-Radikulopathie
(
die mit lumbalen Schmerzen einhergehe
)
eine Ar
beitsunfähigkeit bezüglich einer
Tätig
keit als Hilfsarbeiterin;
die Einschränkun
gen würden mit 80
%
einge
schätzt. Zur
zeit seien nur leichte Hausarbeiten denkbar. Das Gutachten ziehe das chronische Schmerzsyndrom, die debilitie
rende Migräne, die Fibromyalgie, das chronische
Erschöpfungssyndrom (Fati
gue) und die schwere Schlafstörung nicht in Be
tracht.
Die genannten Beschwer
den seien Be
gleit
erscheinungen und Symptome einer Fi
bromyalgie. Aufgrund der chronischen Schmerzen und der chronifizierten Migrä
ne
sei die Leistungs
fä
hig
keit sehr eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin könne der Tätigkeit als Ver
käuferin nicht nachgehen. Durch die Schmerzen, die innere
Un
ruhe, die Schlaf
störung und das chronische Erschöpfungssyndrom sei sie deut
lich g
emindert, sich zu konzentrieren, wo
raus
auch eine Ver
langsamung des Denkens
resul
tiere
. Zurz
eit werde die
Be
schwerdeführerin
schmerztherapeutisch und gegen Migräne mit multiplen Medi
kamenten und multiple
n
Modalitäten be
handelt.
4.
4.1
Das der Leistungsabweisung zugrunde liegende
Gutachten vom 30. Juli respek
tive 11. August 2011 (
Dres.
B.___
und
A.___
,
E. 3.10 hie
vor) ist für die Be
ant
wor
tung der
sich hier stellenden
Fragen um
fassend und
gibt
namentlich
Aus
kunft über die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen (ang
estammten) sowie in an
ge
passter
Tä
tig
keit unter Berücksichtigung der Schmerzkomponente und einer die
Arbeits
fähigkeit nicht beein
flus
senden psy
chischen Patho
logie.
D
ie Ex
pertise
basiert
auf ein
lässlichen
internistisch-
rheumatologischen und psychiatri
schen Unter
suchungen, berück
sichtigt
die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Ver
halten der Beschwerdeführerin auseinander.
Ins
besondere zeigten die Ärzte auf
, dass
die vorhandenen geringen Befunde weder das Aus
mass noch die Dauer der Beschwerden
erklären
können.
Das
Gutachten wurde weiter in Ken
nt
nis der Vorakten ab
ge
geben,
die Ärzte
nahmen
Einblick in die Vor
berichte und würdigten die Er
geb
nisse im Rahmen ihrer Gesamtbeurtei
lung.
Die
Expertise
leuchtet ferner in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein.
Im Einzelnen wurde nachvollziebar und
schlüssig dar
ge
legt, dass weder eine depressive Symptomatik noch ein anderes psychisches Lei
den mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
besteh
t
und die Beschwerdeführerin
angesichts
der
nur geringen rheumatologischen
Befunde aus
bidisziplinärer
Sicht
sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit mit leichtem bis mittelschwerem Belastungsniveau
noch im Um
fang von 100 % arbeitsfähig ist.
Im Übrigen teilten
die Fachpersonen des
Z.___
(
E. 3.4 hie
vor) die
Auffassung von
Dr.
B.___
, wonach bei der Beschwerdeführerin keine psychische Patho
lo
gie mit Aus
wir
kung auf die Ar
beitsfähigkeit vorliege
.
A
uch
wurde
im Aus
tritts
bericht vom 1
2.
April 2011 über die Hospitalisation vom 17. März bis 6. April 2011
keine psychiatri
sche Diagnose gestellt
,
einzig eine befristete 100%ige Ar
beits
unfähigkeit vom 17. März bis 21. April 2011 attestiert und
hernach
ein
stufen
weiser Wie
dereinstieg in den Arbeitsprozess empfohlen (E. 3.7).
Das Gut
achten der Dres.
B.___
und
A.___
(vom 30. Juli respektive 11. August 2011)
entspricht damit den praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige me
dizinische Ex
pertise. Der
Umstand, dass gemäss
BGE 139 V 349 (
Bundesge
richts
urteil 9C_207/2012 vom 3. Juli 2013
)
die Anforderungen an die medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 2010 für polydisziplinäre
MEDAS-Be
gut
-
achtungen umschrieben worden sind, grundsätzlich sinngemäss auf
mono- und
bidisziplinäre
Expertisierungen anwendbar sind, bedeutet nicht, dass solche nach
altem Standard eingeholte Gutachten ungeachtet ihrer je
weiligen Über
zeu
gungs
kraft den Beweiswert einbüssten (analog Bundesgerichts
urteil 9C
_
148/2012
vom 17. September 2012 E. 1.3 und 1.4)
.
4
.2
4.2.1
Was den Bericht der
behandelnden
Hausärztin
Dr.
D.___
angeht
(E. 3.2
hie
vor)
, nannte diese
ledig
lich
somatische sowie psychiatrische
Diagnosen
,
schil
derte
aber
keine ei
genen Befunde und verwies
diesbezüglich
einzig auf den Be
richt der
Rheu
ma
klinik
.
Ausserdem
ist
nicht ohne weiteres nachvollziehbar, wes
halb die Be
schwerdeführerin
aufgrund der genannten Ein
schränkun
gen
in
bis
heriger Tätig
keit
generell zu 100%
(
seit 23. November 2009
bis dato
)
ar
beits
unfähig sein soll
te
.
Zudem
ist die Angabe, wonach die Beschwerde
führerin in einer
rein
"sitzenden" Tätigkeit
von zwei bis drei
Stunden pro Tag noch zu 50
% arbeits
fähig sei, widersprüchlich.
Zudem verlässt die Hausärztin
mit den in den
Raum ge
stellten somatischen und psy
chiatrischen Diagnosen ihr an
ge
stammtes Fach
ge
biet.
Auch aus d
e
r
Einschätzung
des Psychiaters
Dr.
R.___
und des delegiert arbei
ten
den
und behandelnden
D
ipl. P
sych.
H.___
(E. 3.
9
hiervor)
kann d
ie
Be
schwer
de
führer
in
nichts zu
ihren
Gunsten ab
leiten
.
Dr.
R.___
und
D
ipl.
Psych.
H.___
nannten ebenfalls
lediglich
psychiatrische
Diagnosen
,
ohne hiefür die
Grundlage, namentlich die erhobenen Befunde, zu liefern.
Bemerkenswert ist denn auch, dass sie
festhielten
, bei der Beschwerdeführerin bestehe zum heu
ti
gen
Zeitpunkt aus psy
chiatrisch-psy
chotherapeutischer Sicht eine 50%ige Arbeits
un
fähig
keit
, gleich
zeitig indes ausführten
, dass die Frage, wann mit einer Wieder
aufnahme der Tätig
keit zu rechnen sei,
nicht beantwortet werden könne.
N
icht ganz
nachvollziehbar
ist
zudem
, weshalb die
aktuelle
Ar
beitsun
fähigkeit
der Be
schwerde
führerin
in behinderungsangepasster Tätigkeit
(
in Höhe von 50-80
%
)
gar höher sein soll als die attestierte 50%ige Arbeitsunfä
higkeit
in
der
ange
stammte
n
Tätigkeit.
Zu den von
Dr.
R.___
und
D
ipl.
Psych.
H.___
gestellten psychiatrischen Diag
no
sen
(
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
)
einer depressiven Störung, ge
gen
wärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, spezifischer Phobien
sowie einer Nikotinabhängigkeit mit ständigem Substanzgebrauch
ist anzumer
ken
, dass die psy
chiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht er
mes
sens
frei er
folgen kann.
Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak
tisch im
mer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medi
zi
nisch-psy
chiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundes
gerichts
8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1 mit Hinweis). Objektiv fest
stellbare Ge
sichts
punkte, wel
che im Rahmen der psychiatrischen Be
gutachtung durch
Dr.
B.___
uner
kannt geblieben und geeignet ge
wesen wären, zu einer abwei
chen
den Beurtei
lung zu führen, sind nicht
er
sicht
lich.
Was die Einschätzung von
Dr.
V.___
vom 30. November 2011 (E. 3.12) an
be
langt, wonach die Beschwerdeführerin
in einer Tätigkeit als Hilfsarbeiterin ar
beits
unfähig sei
,
ist festzuhalten, dass sie als Ärztin für Neurologie nicht über die
erforderliche
Qualifikation für eine psychiatrische Diagnosestellung verfügt.
Im Übrigen darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten, der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Dies
gilt
analog
für die behandelnde
Fachärzte.
4.2
.2
Sodann vermögen auch
die
rheumatologischen Beurteilungen
von
Dr.
E.___
und
Dr.
F.___
(E. 3.3 hie
vor), von
Dr.
X2.___
(3.4 hievor) und
von
Dr.
L.___
(E.
3.12 hie
vor)
das Gutachten
von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
vom
30. Juli 2011 be
zieh
ungs
weise 11. August 2011
nicht in Zweifel zu ziehen
.
In Bezug auf
die von
Dr.
E.___
und
Dr.
F.___
attestierten Arbeitsunfähigkeiten
von 100
%
vom 23.
November 2009 bis 5. April 2010 respektive von
50
%
ab 2. April 2010
für leichte wechselbelastende Tätigkeiten
ist
zum einen
fest
zu
hal
ten, dass der Beginn der attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht au
f ihre
r
eigene
n
Wahrnehmung beruhen kann
, da die Beschwerdeführerin erst vom
18. März
bis 1. April 2010 stationär in der Rheumaklinik des
G.___
in Behandlung war.
Zum anderen
erscheint
nicht
ohne weiteres
schlüssig
, weshalb die generelle Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 23. November 2009 bis 5. April
2010
zunächst
durch Rückenschmerzen und eine
De
pres
sion und ab
Klinikaustritt die 50%ige Ein
schränkung d
es
Leistungs
vermögens
vor allem durch
die
Ellbogenschmerzen
be
dingt sein sollte.
In Bezug auf die genannte Diagnose einer mittelschweren Depression bei psychosozialen Problemen ist zudem anzu
merken, dass
Dr.
E.___
und
Dr.
F.___
als Ärzte für Allg
e
meine Innere Medizin beziehungsweise Rheumatologie nicht über
die fachlichen Qualifikationen
für eine entsprechende
abschliessende
Diagnose
stel
lung
verfügen
.
Was die divergierende rheumatologische Einschätzung von
Dr.
X2.___
im
Z.___
-Gutachten vom 25. Oktober 2010 (E. 3.4 hievor) anbelangt, wonach die Be
schwer
deführerin aus somatischer Sicht im Umfang von 30
%
in ihrer Leis
tungs
fähigkeit eingeschränkt sein soll, ist festzuhalten, dass
Dr.
A.___
ein
zig Be
funde
im Bereich der LWS
objektivieren k
o
nn
t
e
. Zudem erläuterte
Dr.
A.___
, dass sich
sowohl die geringen klinischen als auch die bild
geben
den Befunde
seit der Begutachtung durch
die Fachpersonen des
Z.___
deutlich ge
bes
sert hätten,
womit
deren Einschätzung
mit der
jenigen von
Dr.
A.___
nicht im Wider
spruc
h
steht
(
vgl. dazu
Urk. 7/40 S. 53
Ziff.
10.4)
.
D
er Bericht von
Dr.
L.___
vom 2
2.
Februar 2012 (E. 3.6 hievor)
vermag
die Über
zeugungskraft des zur Diskussion stehenden bi
dis
zi
pli
nären Gutachtens
von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
ebenfalls nicht
in Zweifel zu ziehen, zu
mal auf
grund der erhobenen Befunde und
des
unveränderten Krank
heits
ver
laufs seit
Ende
der
Hospitalisation
(
am 1. April 2010
)
und der ge
nann
ten Ein
schränkung
eine generelle 100%ige
,
während elf Monaten beste
hende Arbeits
unfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit nicht ohne weiteres schlüssig
erscheint
(
vgl. dazu auch
Urk. 7/40 S. 53
Ziff.
10.4)
.
4.2
.
3
A
uch die weiteren von der Beschwerdeführerin aufge
legten medizinischen Be
richte
vermögen
an der
Beurteilung von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
nicht
s
zu ändern
(E. 3.1, E. 3.5, E. 3.8, E. 3.11, Urk. 13/1-2, Urk. 19, Urk. 59/3-4)
.
D
ie be
handelnden Ärzte
nannten
in ihren Berichten ledig
lich Diagnosen
,
ohne
nähere Angaben zu funktionellen Ein
schränkungen
beziehungsweise zur
Arbeits
fähig
keit in bis
heriger sowie be
hinderungs
ange
passter Tätigkeit
zu machen
.
Was die nach Verfügungserlass am 6. Februar 2012 aufgelegten
beziehungs
weise
ver
fassten Berichte anbelangt (Urk. 13/1-2, Urk. 19)
,
ist festzuhalten, dass das
Da
tum der angefochtenen Verfügung die zeitliche Grenze der rich
ter
li
chen Über
prüfungsbefugnis bildet (BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 130 V 445 E. 1.2 S. 446 je mit Hinweisen).
4.2.4
Soweit die
Beschwerdeführerin mit
Dr.
V.___
(E. 3.12 hievor)
geltend machte
, dass das Gut
achten von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
das chronische Schmerz
syndrom, die debilitierende Migräne, die Fibromyalgie, das chron
i
sche Erschöp
fungs
syn
drom (Fatigue) und die schwere Schlafstörung nicht in Betracht ge
zo
gen
hät
ten und die genannten Beschwerden Begleiterscheinungen und Symptome einer
Fibro
myalgie seien,
ist festzuhalten, dass
die Dres.
A.___
und
B.___
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ausgedehnte chronische Schmer
zen sowie eine Migräne ohne Aura und chronische Span
nungs
kopf
schmerzen sehr
wohl in Betracht zogen und als Diag
nosen nannten, letzteren jedoch kei
nen Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit bei
massen.
Was die diagnostizierte an
haltende somatoforme Schmerzstörung an
belangt ist festzuhalten, dass recht
sprech
ungsgemäss die Vermutung besteht, die Krankheit
beziehungsweise
ihre Folgen seien mit einer zumutbaren Willens
an
strengung überwindbar
.
Anhalts
punkte für
e
ine ausnahmsweise Unüberwindbarkeit lieg
en
hier of
fensichtlich nicht vor.
Überdies schloss
Dr.
A.___
eine Fibrom
yalgie explizit aus, da in der
Dolorimetrie sämtliche (18 von 18) Tender-Points sowie Kontroll
punkte (acht von acht) pathologisch gewesen seien (Urk. 7/40 S. 50
Ziff.
8).
Mit Bezug
auf den
im
Bericht von
D
ipl. Psych.
H.___
vom 26. Sep
tember 2012
(Urk. 19
) vorgebrachten Einwand
, dass
die Beschwerdeführerin
– wohl krank
heits
bedingt – nicht in der Lage gewesen sei,
das
gesamte Ausmass ihres Leiden
s dem Guta
chter Dr.
B.___
zu offenbaren,
sie
zu ei
ner Dissimulation
neige
und sich betreffend ihre eigent
liche Lebens
situation oft fassadenhaft
gebe,
ist
festzu
halten
,
dass
es
gerade Aufgabe eines psychiatrischen Facharztes ist, die
objektiv
e
Schwere des ps
y
chischen Leidens festzustellen.
4.3
Nach
dem Gesagten ist auf das Gutachten von
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
vom
10. Juli respektive 11. August 2011
abzustellen und der medizinische Sach
ver
halt ist als dahingehend erstellt zu betrachten,
das
s die
Be
schwerde
führer
in
so
wohl in bisheriger
wie
auch in behinderungsangepasster
Tätigkeit
mit einem leichten bis mittelschweren Belastungsprofil
zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5
.
Was die erwerbliche Seite angeht, ist die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Ver
käuferin
in der Molkereiabteilung bei
Y.___
a
daptiert
;
es handelt sich um eine leichte bis mittelschwere wech
selbelastende Tätigkeit (vgl. dazu Urk. 7/40 S. 51
Ziff.
9.1 unten)
.
Bei einer Ar
beitsfähigkeit von 100 % in ursprünglicher und angepasster Tätigkeit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
6.
Hinsichtlich der
von der Beschwerdeführerin verlangte
n
Durchführung von
be
ruf
lichen Massnahmen sowie
Integrationsmassnahmen
bleibt festzuhalten, dass
v
on der Beschwerdeinstanz nur Punkte überprüft werden
können
, welche Gegen
stand des angefochtenen Entscheids
bildeten
. Aus der Verfügung der Be
schwer
degegnerin geht nicht hervor, dass ein Anspruch auf
berufliche Mass
nahmen
oder
Integrationsmass
nahmen geprüft worden wäre. Mangels
eines
Anfech
tungs
objekt
s
kann daher
insoweit
auf die Besch
werde nicht eingetreten werden
.
7
.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
sind ermessensweise auf Fr. 9
00.-- festzusetzen und ausgangsg
emäss der
Beschwerdeführer
in
aufzu
er
le
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen, soweit
darauf
eingetreten wird.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
900
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Christina Ammann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubDietrich