# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19430d36-233c-5bf6-9bfc-ade6c716ca21
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.10.2018 IV 2016/316
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-316_2018-10-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/316

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2019

Entscheiddatum: 15.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 15.10.2018
Art. 28 Abs. 1 IVG: Nichteintreten auf den Antrag auf berufliche 
Massnahmen. Würdigung eines durch einen Krankentaggeldversicherer 
eingeholten Gutachtens sowie weiterer ärztlicher Berichte. Rentenanspruch 
verneint. Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. 
Oktober 2018, IV 2016/316).

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.  

IV 2016/316

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur 

alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

IV-Leistungen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 10. Februar 2015 bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von beruflichen 

Massnahmen und einer Rente der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Die 

Versicherte war am 15. Juli 2014 von einem rückwärtsfahrenden Lieferwagen 

angefahren worden (Fremdakten, Suva-act. 1 S. 134, 4 S. 6 ff. und 7 S. 25 ff.). 

Anlässlich der Erstversorgung im Kantonsspital Frauenfeld (KSF) waren von den 

behandelnden Ärzten die Diagnosen Überrolltrauma mit Commotio cerebri, multiple 

oberflächliche Schürfwunden (über der linken Gesichtshemisphäre und am Rücken), 

Rissquetschwunden (RQW) enoral und Lippenrot Oberlippe links sowie abgebrochener 

Zahn 22 gestellt worden (IV-act. 13 S. 7 ff.). Mittels Polytrauma-CT hatten keine 

Organläsionen oder ossären Läsionen festgestellt werden können (vgl. Fremdakten, 

Suva-act.  1 S. 112 ff.). Die Versicherte war zur 24-Stunden-Überwachung nach 

Glasgow Coma Score (GCS) im KSF behalten worden. Sodann war sie von den 

behandelnden Ärzten des KSF zunächst für 100 % arbeitsunfähig befunden worden 

(vgl. Fremdakten, Suva-act. 1 S. 82 f.). Vor dem Unfall hatte sie als Fleischzerstücklerin 

bei der B.___ AG gearbeitet (vgl. IV-act. 5). Nach dem Unfallereignis hatte sich bei der 

Versicherten eine Schmerzproblematik mit Rücken-, Arm- und Kopfschmerzen 

entwickelt. Ferner waren Erschöpfungsgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten sowie 

Angstgefühle im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr hinzugekommen (vgl. IV-

act. 12 ff. und Fremdakten, Suva-act. 1 ff.). Deswegen hatte sich die Versicherte ab 

dem 15. September 2014 in das Ambulatorium der psychiatrischen Klinik C.___ in 

Behandlung begeben (vgl. IV-act. 12 S. 6 ff., 13 S. 13 und 28). Im Bericht vom 19. 

September 2014 zur Erstbehandlung hatte Oberärztin med. pract. D.___, Leiterin 

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Ambulatorium C.___, erwähnt, dass die Versicherte davon berichte, unter 

Vergesslichkeit, schlechtem Schlaf und Albträumen zu leiden. Med. pract. D.___ hatte 

es für möglich gehalten, dass die Symptome noch Folgen der allfälligen Commotio 

cerebri sein könnten. Klassisch für eine posttraumatische Belastungsstörung seien 

eher nur die Albträume vom Unfallgeschehen. Daher hatte sie die Diagnosen Status 

nach Verkehrsunfall mit Schädel-Hirntrauma am 15. Juli 2014 sowie sonstige 

Reaktionen auf schwere Belastung (ICD-10: F43.8) gestellt (IV-act. 12 S. 6 f.). In einem 

Verlaufsbericht vom 19. Dezember 2014 hatte med. pract. D.___ festgehalten, dass die 

Versicherte noch immer unter der Diagnose sonstige Reaktionen auf schwere 

Belastung (ICD-10 F43.8) behandelt werde. Hinweise auf eine posttraumatische 

Belastungsstörung oder eine deutliche Depression würden nicht vorliegen. Die 

Versicherte sei noch ein wenig vergesslich und leicht ermüdbar, jedoch habe sich der 

psychiatrische Zustand insgesamt gebessert (IV-act. 12 S. 8). Am 16. Dezember 2014 

war im Rahmen eines Konsiliarauftrags der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) eine neurologische Untersuchung bei Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie 

FMH, zertifizierter med. Gutachter SIM, durchgeführt worden. Dr. E.___ hatte klinisch 

einen unauffälligen Neurostatus der Versicherten erhoben und auch die ergänzenden 

Neurographien hatten keine Hinweise für eine traumatische Gefässdissektion als 

Ursache der Kopfschmerzen ergeben. Dr. E.___ hatte in seinem Bericht zur 

Untersuchung festgehalten, dass die von der Versicherten beschriebenen 

Kopfschmerzattacken in erster Linie an eine Migräne denken liessen und in der Regel 

medikamentös behandelbar seien, ohne eine längere Arbeitsunfähigkeit zu begründen. 

Hinsichtlich der im KSF diagnostizierten Commotio cerebri hatte er angemerkt, dass 

die Versicherte entsprechend ihren eigenen Angaben nicht von den Rädern des 

Lieferwagens überrollt worden sei und sich an alle Details erinnern könne. Die im 

Anschluss an das Unfallereignis für kurze Zeit verschwommenen Erinnerungen liessen 

in erster Linie an einen psychogenen Schockzustand, weniger an eine hirnorganisch 

bedingte Amnesie denken. Insoweit könne auch nicht von einer Commotio cerebri 

gesprochen werden (Fremdakten, Suva-act. 1 S. 33 ff.).

A.b  Auf den 31. März 2015 verlor die Versicherte ihre Arbeitsstelle (Fremdakten, Suva-

act. 7 S. 62).

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A.c  Am 9. April 2015 nannte med. pract. D.___ in einem von der IV eingeholten Bericht 

als Diagnose Anpassungsstörungen mit sonstigen näher bezeichneten, vorwiegenden 

Symptomen: Ängste im Strassenverkehr, allgemeine Erschöpfung bei chronischer 

Überforderung mit Familie und Arbeit, Schmerzen als Unfallfolge, insbesondere bei 

nicht angepasster Belastung (ICD-10: F43.28). Med. pract. D.___ führte im Bericht 

weiter aus, dass sich der psychische Zustand der Versicherten bei der letzten 

Verlaufskontrolle vom 6. März 2015 bereits deutlich gebessert gehabt habe. Die 

Versicherte beklage manchmal noch, auf der Strasse Angst zu haben, wenn sie alleine 

unterwegs sei, was sich aber zunehmend bessere. Sie habe noch Nacken- und 

Armschmerzen, weshalb sie Physiotherapie bekomme. Ihre Arbeit habe die Versicherte 

auf Dauer bei einem Vollzeitpensum sowohl körperlich als auch psychisch überfordert. 

Dies habe psychosoziale Ursachen aufgrund der Familiensituation und sei nicht durch 

psychische Einschränkungen bedingt. Seitens der psychiatrischen Klinik C.___ sei eine 

Arbeitsunfähigkeit vom 18. Dezember 2014 bis 31. Januar 2015 attestiert worden. Die 

graduelle, den Beschwerden angepasste berufliche Wiedereingliederung erfolge durch 

die Hausärztin (IV-act. 12).

A.d  In einem von der IV eingeholten Bericht der Hausärztin, med. pract. F.___, 

Fachärztin FMH Allgemeinmedizin, vom 10. April 2015 wurde die Versicherte in ihrer 

bisherigen sowie in einer vergleichbaren Tätigkeit für den Zeitraum vom 15. Juli bis 28.  

September 2014 zu 100 %, vom 29. September 2014 bis 11. Januar 2015 zu 90 %, 

vom 12. Januar 2015 bis 8. Februar 2015 zu 80 % und ab dem 9. Februar 2015 zu 70 

% arbeitsunfähig befunden. Zudem sei bei einer Arbeit in diesem zeitlichen Rahmen die 

Leistungsfähigkeit allenfalls leicht eingeschränkt. Es bestünden bei der Versicherten 

Kopfschmerzen linksseitig mit Ausstrahlung in den Arm links und in den Rücken. Diese 

verstärkten sich bei Belastung. Zudem leide die Versicherte an schnellerer 

Erschöpfbarkeit sowie an verminderter Konzentrationsfähigkeit und durch die 

psychische Belastung liege eine geringere Frustrationstoleranz vor. Als Diagnosen 

nannte med. pract. F.___ die bereits im Austrittsbericht des KSF festgehaltenen 

Diagnosen sowie die Diagnose sonstige Reaktion auf schwere Belastung und 

persistierende Schmerzen (IV-act. 13 S. 1 ff.). Gleichentags fand eine neurologische 

Abklärung bei Dr. med. G.___, Allg. Medizin FMH, Neurologisches Zentrum H.___, statt. 

Als Diagnosen stellte diese ein chronisches Kopfschmerzsyndrom mit migräniformen 

Aspekten, wahrscheinlich multifaktorieller Genese, vorrangig posttraumatisch, 

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depressive Stimmungsauslenkungen als affektive posttraumatische 

Begleitbeschwerden, differentialdiagnostisch eine posttraumatische Belastungsstörung 

sowie ein chronisches Schwäche- und Erschöpfungsgefühl. Zur letzten Diagnose 

wurde angemerkt, dass diese eigenanamnestisch ohne nennenswerte Dynamik erfolgt 

sei. Als mögliche Ursache für die Erschöpfungssymptomatik sah Dr. G.___ auch einen 

Mangel an Vitamin D, Vitamin B 12 sowie einen Ferritinmangel. Hinsichtlich des 

Kopfschmerzsyndroms hielt sie fest, dass dieses sowohl Merkmale einer Migräne als 

auch von aufsteigenden linksseitigen Spannungskopfschmerzen habe. Die 

Anamneseerhebung habe sich trotz Übersetzungshilfe des jüngeren Bruders der 

Versicherten schwierig gestaltet, da insbesondere betreffend der notwendigen 

differenzierten Kopfschmerzabklärung nicht alle Teilaspekte der Beschwerden 

konklusiv hätten erörtert werden können (IV-act. 38 S. 9 ff.).

A.e  Eine am 14. April 2015 durchgeführte ophthalmologische Kontrolle in der 

Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen ergab ebenfalls keinen relevanten Befund 

(IV-act. 38 S. 8).

A.f  Eine am 6. Mai 2015 im Röntgeninstitut I.___ vorgenommene MRT-Untersuchung 

zeigte ein leichtes Diskusbulging C 4/5, ansonsten jedoch eine regelrechte Darstellung 

des Neurokraniums und der Halswirbelsäule der Versicherten (IV-act. 21).

A.g  Aufgrund der eingeholten ärztlichen Berichte sowie der beigezogenen Suva-Akten 

(vgl. IV-act. 11 S. 2 und 17 S. 3) ging Dr. med. J.___ des regionalen ärztlichen Dienstes 

(RAD) in einer Stellungnahme vom 8. Mai 2015 davon aus, dass in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe, die zügig auf ein 

Vollzeitpensum gesteigert werden könne für vorwiegend sitzende, wechselbelastende, 

körperlich leichte Tätigkeiten ohne grössere Anforderungen an Konzentrationsfähigkeit, 

Auffassungsvermögen, Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit, sowohl quantitativ als 

auch qualitativ. Die angestammte Tätigkeit der Versicherten dürfte in vielen Teilen einer 

leidensadaptierten Tätigkeit entsprochen haben mit geschätzter bleibender 

Einschränkung von 20 % wegen der schweren körperlichen Tätigkeiten, welche die 

Stelle beinhaltet habe. Es bestehe ab sofort Eingliederungspotential (IV-act. 16).

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A.h  Am 27. Mai 2015 führte eine Eingliederungsberaterin der IV-Stelle ein 

Assessmentgespräch mit der Versicherten durch. Im Assessmentprotokoll vom 24. Juni 

2015 wurde festgehalten, dass diese in Begleitung des Ehemannes und eines 

Bekannten erschienen sei und es fraglich sei, inwiefern sie durch diese Begleiter 

beeinflusst worden sei. Während des Gesprächs habe mehrheitlich der Bekannte 

gesprochen. Dieser habe auch angegeben, dass er die Versicherte aktuell überhaupt 

nicht als arbeitsfähig sehe, med. pract. F.___ erachte er als unprofessionell. Ferner ist 

dem Protokoll zu entnehmen, dass sich die Versicherte am 15. Juni 2015 beim 

regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) abgemeldet habe mit der Begründung, sie 

bekomme weiterhin die vollen Unfalltaggelder, weshalb sie nicht mehr beim RAV 

angemeldet bleiben möchte (IV-act. 25).

A.i Einem Bericht vom 26. Juni 2015 von Dr. med. K.___, Spezialarzt FMH für HNO 

Hals- und Gesichtschirurgie, ist zu entnehmen, dass bei der Versicherten ein massives 

nächtliches Zähnebeissen mit Bisslinie auffällig sei. Es bestünden Abschleifspuren. Ein 

grosser Teil der Schmerzen auf der linken Seite im Bereich des Gesichts sei sicherlich 

durch diesen Befund erklärbar. Eine periphere Vestibulopathie könne ausgeschlossen 

werden (IV-act. 38 S. 16 f.).

A.j In einem Verlaufsbericht des Ambulatoriums der psychiatrischen Klinik C.___ vom 9. 

Juli 2015 berichteten Assistenzärztin med. pract. L.___ und Oberärztin med. pract. 

M.___, Leitung Ambulatorium, davon, dass sich der Zustand der Versicherten 

psychiatrischerseits seit dem letzten Bericht vom 9. April 2015 nur wenig verändert 

habe. Die Versicherte klage weiterhin über Gedächtnis- und 

Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe sowie Angst im Strassenverkehr. Nach 

einer zwischenzeitlichen Verbesserung der depressiven Symptomatik und der 

Angstsymptomatik hätten sich diese wieder etwas verstärkt. Daneben berichte die 

Versicherte vor allem über die seit dem Unfallbestehenden Schmerzen. Die Versicherte 

komme in regelmässigen, einmonatigen Abständen zu supportiven Gesprächen. 

Höherfrequentierte Sitzungen wären aufgrund der wieder verstärkten Symptomatik 

sinnvoll, liessen sich von der Versicherten aufgrund der vielen Arzttermine jedoch nicht 

einrichten. Aus psychiatrischer Sicht sollte ein Wiedereinstieg in die Arbeitswelt unter 

an die Schmerzsymptomatik angepassten Bedingungen und schrittweise erfolgen, um 

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eine Überbelastung mit möglicherweise resultierender Verstärkung der Angstsymptome 

und der depressiven Symptomatik zu verhindern (IV-act. 28 S. 2).

A.k  Aufgrund der zwischenzeitlich eingegangenen Berichte änderte RAD-Ärztin Dr. 

J.___ in einer Stellungnahme vom 24. Juli 2015 ihre Meinung dahingehend, dass bis 

zum Eintreffen eines weiteren hausärztlichen Berichtes mit Berichtskopien kein 

Eingliederungspotential der Versicherten bestehe (IV-act. 30).

A.l Nach mehrfacher Nachfrage seitens der IV (vgl. IV-act. 35) unterschrieb die 

Versicherte am 18. August 2015 einen Eingliederungsplan zur Arbeitsvermittlung (IV-

act. 31). Allerdings machte sie bereits in einem Telefongespräch vom 19. August 2015 

darauf aufmerksam, dass sie noch immer zu 100 % arbeitsunfähig sei und daher nicht 

beim RAV gemeldet sei (vgl. IV-act. 35 S. 2). Mit Schreiben vom 24. August 2015 wurde 

der Versicherten mitgeteilt, dass ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestehe (IV-act. 

32).

A.m Am 25. August 2015 fand im Auftrag der Suva eine kreisärztliche Untersuchung 

der Versicherten durch Dr. med. N.___, Facharzt für Chirurgie FMH, statt. In seiner 

Beurteilung vom 25. August 2015 hielt dieser fest, dass sich die Versicherte bei ihrem 

Unfall vom 15. Juli 2014 Exkoriationen im Gesicht und am Rücken zugezogen habe, 

welche inzwischen reizlos abgeheilt seien. Verletzungen an der Halswirbelsäule sowie 

am Neurokranium hätten mittels MRI nicht festgestellt werden können. Durch die 

neurologische Untersuchung von Dr. E.___ vom 16. Dezember 2014 hätten auch 

unfallbedingte neurologische Defekte ausgeschlossen werden können. Eine Commotio 

cerebri, welche in den Akten auftauche, habe nicht bestanden. Die Schürfverletzungen 

seien schön abgeheilt und die Beweglichkeit der Wirbelsäule sei in allen Ebenen frei. Es 

habe sich bei der kreisärztlichen Untersuchung eine klagsame Versicherte ohne 

traumatisch bedingte Residuen gezeigt. Bei der Versicherten bestehe, soweit die 

unfallfremden Beschwerden au¬geklammert würden, wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

ohne jegliche Einschränkung. Die noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des 

Nackens, ausstrahlend zum Kopf und in beide Arme, seien nicht mehr unfallkausal. Die 

Beschwerden seien Folge der schlechten Haltung und der schlecht ausgebildeten 

Rückenmuskulatur. Der Endzustand sei erreicht. Unfallbedingt seien keine weiteren 

Behandlungen notwendig oder zielführend. Als Diagnosen wurden im Bericht eine 

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mittelgradig depressive Episode mit somatischem Syndrom und 

differentialdiagnostisch eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine nicht 

näher bezeichnete andere psychische Störung aufgrund einer Schädigung oder 

Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit erwähnt (IV-act. 38 S. 

18 ff.).

A.n  Nach verschiedenen telefonischen Abklärungen kam die 

Eingliederungsverantwortliche der IV in einem Verlaufsprotokoll vom 11. September 

2015 zum Schluss, dass die Arbeitsvermittlungsmassnahme aus gesundheitlichen 

Gründen eingestellt werde. Denn gemäss einem Telefongespräch mit der Suva könne 

wahrscheinlich erst 2016 mit einem Fallabschluss gerechnet werden und die 

Versicherte sei nicht beim RAV angemeldet aufgrund einer angeblichen 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit. Auch fühle sich die Versicherte im Moment nicht arbeitsfähig (IV-

act. 35).

A.o  In einem wohl falsch datierten, bei der IV am 30. Oktober 2015 eingegangen 

Verlaufsbericht von med. pract. F.___ ging diese unverändert von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % aus. Seit dem letzten Bericht vom April 2015 habe sich 

kaum eine Änderung ergeben. Die Physiotherapie habe der Versicherten nicht 

geholfen. Erschwerend sei dazu gekommen, dass die Versicherte Probleme mit der 

Suva gehabt habe, was die Schmerzsituation und die psychische Situation verstärkt 

habe. Vom 9. bis 31. März 2015 sei die Versicherte vorübergehend nur zu 60 % 

arbeitsunfähig gewesen. Bei der Arbeit würden sich die vorbestehenden Schmerzen 

verstärken. Die psychische Belastung bedinge, dass sie ihre Arbeit weniger 

konzentriert und/oder langsamer verrichten könne (IV-act. 38).

A.p  In einer Stellungnahme vom 11. November 2015 erachtete RAD-Ärztin Dr. J.___ 

die Einschätzung einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

nachvollziehbar, da sich der Unfall immerhin auf dem Firmenareal durch ein Firmenauto 

ereignet habe. Die leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit liege aus rein somatischer Sicht 

bei 100 %, da keine relevanten Befunde mehr vorliegen würden. Aus psychiatrischer 

Sicht könne von einer leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit von 80 % ausgegangen 

werden, da die Versicherte etwas weniger konzentriert und etwas langsamer arbeite 

(IV-act. 40).

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A.q  Aufgrund der Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. J.___ wurde seitens der IV die 

Aufnahme von Arbeitsvermittlungsmassnahmen zunächst wieder ins Auge gefasst. In 

einem Assessmentgespräch vom 23. November 2015 gab die Versicherte erneut an, 

sich nicht arbeitsfähig zu fühlen. Sie sei nicht beim RAV gemeldet, da das Verfahren bei 

der SUVA noch hängig sei. Weil sie nicht beim RAV gemeldet sei, sei sie wiederum im 

Moment nicht in einem Bewerbungsprozess (IV-act. 49). In einem Standortgespräch 

vom 20. Januar 2016 kam die IV zum Schluss, dass die beruflichen Massnahmen 

abgeschlossen würden. Ein Anspruch auf Unterstützung bei der Stellensuche wäre 

zwar ausgewiesen, jedoch fühle sich die Versicherte subjektiv nicht arbeitsfähig und 

wünsche keine beruflichen Massnahmen (IV-act. 48 S. 2).

A.r  Mit Verfügung vom 4. Dezember 2015 hatte die Suva die Versicherungsleistungen 

per 31. Dezember 2015 eingestellt, da sie die von der Versicherten beklagten 

Beschwerden als organisch nicht hinreichend nachweisbar sowie die Adäquanz 

zwischen dem Unfallereignis und den Beschwerden als nicht gegeben erachtet hatte 

(Fremdakten, Suva-act. 9 S. 2 f.).

A.s  In einem Verlaufsbericht vom 19. Januar 2016 hielten med. pract. L.___ und med. 

pract. M.___ fest, dass bisher von einer Anpassungsstörung mit sonstigen näher 

bezeichneten Symptomen ausgegangen worden sei. Differentialdiagnostisch müsse 

aufgrund des Verlaufs in den letzten Monaten auch eine mittelgradige depressive 

Episode in Betracht gezogen werden. Der Zustand der Versicherten habe sich 

psychiatrischerseits seit dem letzten Bericht vom 9. Juli 2015 nur wenig verändert. 

Lediglich die formalen Denkstörungen im Sinne von Einengung und Grübeln über das 

Unfallereignis sowie die daraus resultierenden Einschränkungen hätten sich etwas 

gebessert. Weiterhin bestünden eine innere Unruhe, ein gereizter, deprimierter Affekt 

sowie Angst im Strassenverkehr. Die Versicherte klage auch weiterhin über 

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Das kognitive Computertraining habe noch 

keine verbesserten Resultate gezeigt. Die Auffassung und Informationsverarbeitung 

seien deutlich eingeschränkt. Auch klage die Versicherte weiterhin über Schmerzen, 

weshalb in den vergangenen Monaten vermehrte Konsultationen bei med. pract. F.___ 

und Dr. G.___ stattgefunden hätten. In den vergangenen Monaten sei auch die 

ambulante psychiatrische Therapie deutlich ausgebaut worden. Die Regelmässigkeit 

der Therapie sei aber leider nicht gegeben, da die Versicherte häufig kurzfristig mit 

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wechselnden Gründen die Termine absage. Der Vorschlag, eine stationäre Behandlung 

aufzunehmen, werde durch die Versicherte mit Verweis auf ihren zweijährigen Sohn 

abgelehnt. Berufliche Massnahmen oder ergänzende medizinische Abklärungen 

erachteten med. pract. L.___ und med. pract. M.___ nicht für angezeigt (IV-act. 53).

A.t In einer Stellungnahme vom 24. Februar 2016 ging RAD-Ärztin Dr. J.___ davon aus, 

dass wahrscheinlich noch immer eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 

80-100 % bestehe. Allenfalls würden ärztliche Berichte von med. pract. F.___ und Dr. 

G.___ diesbezüglich noch mehr Aufschluss geben (IV-act. 55).

A.u  Mit Schreiben vom 25. Februar 2016 wurde ein Anspruch auf weitere berufliche 

Massnahmen abgelehnt, da sich die Versicherte aktuell nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken (IV-act. 58).

A.v  Mit Vorbescheid vom 21. April 2016 kündigte die IV-Stelle der Versicherten bei 

einer Arbeitsfähigkeit von 80-100 % in adaptierter Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad 

von 6 % die Abweisung des Rentenbegehrens an (IV-act. 62).

B.

B.a  Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte am 23. Mai 2016 durch ihren 

damaligen Rechtsvertreter Einwand erheben. Darin machte sie geltend, dass der 

medizinische Sachverhalt nur unzureichend abgeklärt worden sei, weshalb die 

Rentenfrage noch nicht spruchreif sei. Die Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 

80-100% sei nicht nachvollziehbar. Ferner wurde die IV-Stelle darum ersucht, für ihre 

Beurteilung ein von der Swica als Kollektivkrankentaggeldversicherung beim 

Neurologicum O.___ in Auftrag gegebenes Gutachten beizuziehen (IV-act. 66).

B.b  Aufgrund des Einwandes holte die IV-Stelle bei der Swica das erwähnte Gutachten 

ein (vgl. IV-act. 67). Dem neurologischen Gutachten vom 11./16. April 2016 von Dr. 

med. P.___, Facharzt für Neurologie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, 

medizinischer Sachverständiger cpu, ist zu entnehmen, dass sich keine relevanten 

neurologischen Diagnosen stellen liessen. Eine organpathologische Schädigung am 

Nervensystem sei nicht diagnostizierbar. Die von der Beschwerdeführerin beklagten 

Beschwerden hätten in den Befunden und in der Verhaltensbeobachtung nicht 

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objektiviert werden können. Innerhalb der Darstellungen der Beschwerdeführerin habe 

es deutliche Diskrepanzen und Inkonsistenzen gegeben. Die Medikamente Sirdalud, 

Cipralex, Trittico und Mirtazapin seien bei der Serumuntersuchung unterhalb der 

Nachweisgrenze gewesen. Aus neurologischer Sicht sei die Versicherte in ihrer 

angestammten Tätigkeit voll einsatzfähig (Fremdakten, Swica-act. 10 S. 4 ff.). Im 

psychiatrischen Gutachten vom 31. März 2016 von Privat-Dozent Dr. med. Q.___, Arzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, medizinischer Gutachter SIM, wurde die 

Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung gestellt sowie über eine nach dem 

Unfall eingetretene depressive Entwicklung berichtet, gegenwärtig noch leichten bis 

mittelschweren Ausmasses. Dr. Q.___ wies darauf hin, dass mit einiger 

Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall psychopathologisch keine ganz unauffällige 

Situation bestanden habe, da die Versicherte sozial relativ isoliert sei, die 

Landessprache nicht spreche und auch schon länger ein Konflikt mit dem Ehemann zu 

bestehen scheine. Die psychiatrische Symptomatik beeinträchtige die Arbeit in der 

Fleischfabrik nicht, lediglich die Teilnahme am Strassenverkehr sei hier noch 

nachvollziehbar beeinträchtigt. Eine Besserung des Gesundheitszustandes sei 

psychiatrisch noch durch eine traumaspezifische Psychotherapie zu erwarten 

(Fremdakten, Swica-act. 10 S. 31 ff.).

B.c  In einer Stellungnahme vom 27. Juli 2016 führte RAD-Ärztin Dr. J.___ aus, dass ein 

ausführliches, in sich widerspruchfreies, kohärentes und schlüssiges bidisziplinäres 

neurologisch-psychiatrisches Gutachten des Neurologicum O.___ vorliege. Dieses 

entspreche den anerkannten und geforderten Qualitätskriterien und es könne darauf 

abgestellt werden. Im Gutachten werde mehrfach auf Diskrepanzen und Inkonsistenzen 

hingewiesen. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der angestammten sowie in einer 

adaptierten Tätigkeit betrage ab sofort 100 % (IV-act. 71).

B.d  Am 3. August 2016 verfügte die IV im Sinne des Vorbescheids die Abweisung des 

Rentenbegehrens. Zur Begründung führte sie aus, dass sich aus dem von der Swica in 

Auftrag gegebenen Gutachten des Neurologicums O.___ weder aus neurologischer 

noch aus psychiatrischer Sicht erhebliche Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit 

ergeben würden. Im neurologischen Gutachten werde festgehalten, dass nie eine 

Commotio cerebri, eine Verletzung der Halswirbelsäule oder ein Schädel-Hirn-Trauma 

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bestanden habe. Aufgrund der gutachterlichen Einschätzung ging die IV-Stelle neu von 

einem Invaliditätsgrad von 0 % aus (IV-act. 72).

C.

C.a Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 3. August 2016 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, 

Muolen, am 14. September 2016 Beschwerde. Sie beantragte darin, dass die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr mindestens eine halbe Rente auszurichten 

sei. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, eine polydisziplinäre Abklärung 

nach Zufallsprinzip in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei. Weiter 

wurde beantragt, dass vor dem Entscheid über eine Rente berufliche Massnahmen 

durchzuführen seien, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde reichte die 

Beschwerdeführerin ein ärztliches Zeugnis der psychiatrischen Tagesklinik R.___ ein, in 

welchem ihr für die Zeit vom 1. August bis 30. September 2016 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 80 % attestiert worden war (act. G 1.1.5). Aus einem ebenfalls von der 

Beschwerdeführerin eingereichten Austrittsbericht der psychiatrischen Tagesklinik 

R.___ vom 30. August 2016 ging hervor, dass sich die Beschwerdeführerin vom 30. Mai 

bis zum 26. August 2016 dort in Behandlung befunden hatte. Als Diagnosen nach 

ICD-10 waren von den behandelnden Ärzten eine posttraumatische Belastungsstörung 

(F43.1) sowie eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) diagnostiziert worden. Die 

Arbeitsunfähigkeit war vom 30. Mai bis 30. Juni 2016 auf 100 % und vom 1. Juli bis 30. 

September 2016 auf 80 % geschätzt worden (act. G 1.1.6).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).

C.c In der Replik vom 23. Januar 2017 hielt die Beschwerdeführerin an den bereits 

gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest (act. G 8).

C.d Mit Schreiben vom 9. Februar 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Erstattung einer Duplik (act. G 10).

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Erwägungen

1. 

Im vorliegenden Verfahren strittig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente. Weiter verlangt die Beschwerdeführerin die Durchführung beruflicher 

Massnahmen bevor über den Rentenanspruch entschieden werde (vgl. act. G 1).

2. 

2.1  Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands im vorliegenden Verfahren ist zu 

beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich 

lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 

zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - 

Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt vorliegend die Verfügung vom 3. August 

2016 den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt 

es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 

wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1). Über 

berufliche Massnahmen kann im Beschwerdeverfahren allerdings grundsätzlich auch 

dann entschieden werden, wenn sich der durch die angefochtene Verfügung definierte 

Streitgegenstand lediglich auf den Rentenanspruch bezieht. Denn im 

Sozialversicherungsrecht gilt der allgemeine Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. 

etwa UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, 

Vorbemerkungen N 81 ff.). Ergeht eine Rentenverfügung in Verletzung dieses 

Grundsatzes, ist sie rechtswidrig (vgl. dazu auch Art. 28 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Deshalb muss im 

Beschwerdeverfahren eine solche Verfügung aufgehoben und die Verwaltung 

verpflichtet werden können, die Eingliederung abzuschliessen. Anders verhält es sich 

jedoch, wenn die IV-Stelle bereits zu einem früheren Zeitpunkt rechtskräftig über die 

beruflichen Massnahmen entschieden hat. In diesem Fall kann der Anspruch auf 

berufliche Massnahmen im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht erneut überprüft 

werden, es sei denn, es dränge sich eine neue Beurteilung auf (vgl. zum Ganzen Urteil 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. August 2018, IV 2017/145, E. 

1.1 f.).

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2.2  Über die Gewährung von beruflichen Massnahmen hat die Beschwerdegegnerin 

bereits in der Mitteilung vom 25. Februar 2016 befunden (vgl. IV-act. 58). Die Mitteilung 

ist zwar formlos und nicht in der Form einer Verfügung erfolgt. Allerdings hat die 

Beschwerdegegnerin in der Mitteilung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin, im Falle ihres fehlenden Einverständnisses, eine Verfügung 

verlangen könne (vgl. IV-act. 58 S. 2). Das Recht, eine solche Verfügung zu erwirken, 

ergibt sich für Mitteilungen, die zu Recht in einem formlosen Verfahren ergangen sind, 

auch aus Art. 51 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1). Für zu Unrecht formlos ergangene 

Mitteilungen drängt es sich auf, dieses Recht in analoger Anwendung von Art. 51 Abs. 

2 ATSG ebenfalls abzuleiten, damit das Verfahren wieder in die gesetzlich 

vorgesehenen Wege gelenkt und der versicherten Person der Rechtsweg geöffnet wird. 

Es wäre der Beschwerdeführerin somit unbenommen gewesen, eine anfechtbare 

Verfügung über die Nichtgewährung der beruflichen Massnahmen zu verlangen oder 

der Beschwerdegegnerin auf andere Weise mitzuteilen, dass sie mit der ablehnenden 

Mitteilung vom 25. Februar 2016 nicht einverstanden sei. Auch in ihrem Einwand vom 

23. Mai 2016 (vgl. IV-act. 66 S. 1) gegen den Rentenvorbescheid vom 21. April 2016 

(vgl. IV-act. 62) hätte die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin ihr fehlendes 

Einverständnis hinsichtlich der Verweigerung der beruflichen Massnahmen noch 

geltend machen können. Denn das Bundesgericht hat zumindest für die zu Unrecht 

formlos erfolgten Mitteilungen festgelegt, dass der betroffenen Person grundsätzlich 

eine Frist von einem Jahr zur Verfügung steht, um an den Versicherungsträger zu 

gelangen und den Erlass einer Verfügung zu verlangen (BGE 134 V 150 E. 5.2). 

Allerdings hat sich das Thema des Einwandverfahrens im vorliegenden Fall auf den 

Rentenpunkt beschränkt. Mit anderen Worten hat die Beschwerdeführerin mit ihrem 

Einwand vom 23. Mai 2016 (vgl. IV-act. 66 S. 1) den Rentenvorbescheid vom 21. April 

2016 (vgl. IV-act. 62) angefochten, ohne die Mitteilung über die Verweigerung der 

beruflichen Massnahmen, welche dem Rentenvorbescheid vorausgegangen war (vgl. 

IV-act. 58), zu beanstanden. Vielmehr hat die Beschwerdeführerin in ihrem Einwand 

vom 23. Mai 2016 eine polydisziplinäre Begutachtung bzw. die Einholung des von der 

Krankentaggeldversicherung Swica in Auftrag gegebenen Gutachtens gefordert, um 

den medizinischen Sachverhalt abzuklären, welchen sie für die Rentenfrage als noch 

nicht spruchreif bezeichnete. Sie machte geltend, dass in Anlehnung an den 

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Verlaufsbericht der psychiatrischen Klinik C.___ vom 19. Januar 2016 von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, nachdem sie gemäss diesem Bericht 

sogar bei den alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig auf die Hilfe von 

Drittpersonen angewiesen sei (vgl. IV-act. 66 S. 1). Damit hat sie indirekt zum Ausdruck 

gebracht, dass sie keine weiteren beruflichen Massnahmen möchte, sondern nach 

eingehender medizinischer Abklärung die Rentenprüfung wünscht. In Übereinstimmung 

damit hatte die Beschwerdeführerin bereits im Rahmen der Abklärungen hinsichtlich 

beruflicher Massnahmen mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass sie sich subjektiv 

nicht arbeitsfähig fühle (vgl. IV-act. 25, 35, 48, 49 und 58). Zudem geht aus dem 

Einwand vom 23. Mai 2016 auch sonst in keiner Weise hervor, dass die 

Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen wünschen würde (vgl. IV-act. 66 S. 1 f.). 

Erst in ihrer Beschwerde vom 14. September 2016 hat die Beschwerdeführerin 

plötzlich geltend gemacht, dass zunächst berufliche Massnahmen durchzuführen seien 

(act. G 1 S. 2). Auch wenn im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung noch kein Jahr seit 

der ablehnenden Mitteilung vom 25. Februar 2016 bezüglich beruflicher Massnahmen 

verstrichen gewesen war, weshalb die ablehnende Mitteilung im Sinne der oben 

zitierten Rechtsprechung noch nicht rechtskräftig werden konnte, können die 

beruflichen Massnahmen nach Treu und Glauben dennoch nicht mehr Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens sein. Nachdem sich sowohl der Einwand (vgl. IV-act. 66 S. 1 

f.) als auch die angefochtene Verfügung (vgl. act. G 1.1.1) nur mit dem Rentenpunkt 

befasst haben, kann Anfechtungsgegenstand dieses Verfahrens ebenfalls nur der 

Rentenanspruch sein. Soweit die Beschwerdeführerin die Ausrichtung von beruflichen 

Massnahmen beantragt (vgl. act. G 1 S. 2), kann darauf folglich nicht eingetreten 

werden. Zudem sei an dieser Stelle angemerkt, dass eine wesentliche Voraussetzung 

für den Anspruch auf berufliche Massnahmen die Vermittlungsfähigkeit der 

versicherten Person ist. Mit anderen Worten muss objektiv die Möglichkeit und 

subjektiv die Bereitschaft bestehen, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 18. November 2016, 9C_594/2016, E. 3.2). Angesichts 

dessen, dass sich die Beschwerdeführerin mehrfach dahin geäussert hat, dass sie sich 

subjektiv nicht arbeitsfähig fühle (vgl. IV-act. 25, 35, 48, 49 und 58), ist ohnehin nicht 

davon auszugehen, dass die Voraussetzungen für die Zusprache von beruflichen 

Massnahmen erfüllt gewesen wären.

3. 

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Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.

3.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nach Art. 28 

Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf 

eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente.

3.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Im 

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Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können (BGE 

115 V 134 E. 2).

4. 

4.1  Die Beschwerdeführerin beanstandet insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin 

auf das von der Swica in Auftrag gegebene Einzelgutachten abgestellt habe, ohne 

eigene Abklärungen durchzuführen. Die von der Swica in Auftrag gegebene 

Begutachtung sei nicht nach den im Sozialversicherungsverfahren zwingenden 

Vorschriften eingeholt worden. Der Begutachtung sei weder ein Einigungsversuch über 

die Expertenwahl vorausgegangen, noch habe die Beschwerdeführerin in irgendeiner 

Art und Weise mitwirken können. Der vorausgehende Einigungsversuch sei bei mono- 

und bidisziplinären Begutachtungen gemäss ständiger Rechtsprechung eine 

zwingende Voraussetzung, die im nachfolgenden Verfahren nicht geheilt werden 

könne. Deswegen sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Diese habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt (act. G 1 S. 3). Das von der Swica in 

Auftrag gegebene Gutachten hätte zwar in der Gesamtabklärung berücksichtigt werden 

können, jedoch ersetze die Begutachtung durch die Krankentaggeldversicherung nicht 

eine nach den Regeln des Sozialversicherungsrechts einzuholende Begutachtung (act. 

G 8 S. 3).

4.2  Die Beschwerdegegnerin bestreitet, keine eigenen Abklärungen durchgeführt zu 

haben. Zudem ist sie der Ansicht, dass die von der Beschwerdeführerin angeführte 

bundesgerichtliche Rechtsprechung diejenigen medizinischen Gutachten beschlage, 

welche der mit dem streitigen sozialversicherungsrechtlichen Leistungsanspruch 

befasste Versicherungsträger selber einhole. Vorliegend habe die private 

Krankentaggeldversicherung Swica den Begutachtungsauftrag erteilt. Die von der 

Beschwerdeführerin genannten Verfahrensgrundsätze würden daher keine Anwendung 

finden. Zudem seien die Sozialversicherungsträger sogar gehalten, auch solche 

ärztlichen Berichte und Gutachten zu berücksichtigen, die nicht von ihnen selber 

eingeholt worden seien (act. G 6 S. 3 f.)

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4.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (zum Ganzen BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Es 

besteht im Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von 

Sozialversicherungsleistungen kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne 

Begutachtung. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 465 E. 4 mit Hinweisen).

4.4  Wie auch die Beschwerdeführerin einräumt (vgl. act. G 8 S. 3), ist es nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das vom Krankentaggeldversicherer 

Swica in Auftrag gegebene Gutachten in ihrer Gesamtbeurteilung berücksichtigt hat. 

Ein Sozialversicherungsträger ist gerade gehalten, sämtliche Beweismittel zu prüfen, 

um zu entscheiden, ob die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung ermöglichen oder ob noch weitergehende Abklärungen notwendig sind. 

Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt (vgl. act. G 6 S. 3 f.), ist ein 

Krankentaggeldversicherer bei der Vergabe eines Gutachtensauftrags nicht an 

dieselben Verfahrensgrundsätze gebunden wie ein Sozialversicherungsträger, welcher 

eigenständig ein Gutachten in Auftrag gibt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. 

März 2015, 8C_15/2015, E. 6.4). Dadurch, dass dem von der Swica eingeholten 

Gutachten beispielsweise kein Einigungsversuch hinsichtlich der Expertenwahl 

vorausgegangen ist, ist dem Gutachten somit nicht automatisch sein Beweiswert 

abzusprechen. Weiter hat es die Beschwerdegegnerin nicht unterlassen, eigene 

Abklärungen vorzunehmen. Vielmehr hat sie zahlreiche Berichte von behandelnden 

Ärzten eingeholt und hat den Fall mehrfach durch den RAD beurteilen lassen (vgl. IV-

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act. 1 ff.). Bevor das Gutachten des Neurologicums O.___ vorgelegen hat, war sie 

bereits zum Schluss gekommen, dass bei der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit 

von 80-100 % in adaptierter Tätigkeit vorliege, weshalb sie den Rentenanspruch mit 

Vorbescheid vom 21. April 2016 abgelehnt hatte (IV-act. 62). Das Gutachten des 

Neurologicums O.___ hat sie erst auf Wunsch der Beschwerdeführerin hin zusätzlich 

eingeholt (vgl. IV-act. 66 und 67). Mit anderen Worten hat das Gutachten die 

Auffassung der Beschwerdegegnerin lediglich noch bekräftigt. Von einer Verletzung 

des Untersuchungsgrundsatzes kann somit nicht die Rede sein, zumal es, wie bereits 

erwähnt, keinen Anspruch auf die Einholung eines externen Gutachtens gibt, soweit 

der medizinische Sachverhalt bereits anderweitig genügend abgeklärt ist.

4.5  Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin sodann zu Recht davon ausgegangen, 

dass das Gutachten zusammen mit den anderen medizinischen Berichten bereits eine 

genügende medizinische Beurteilungsgrundlage darstellt. Das von der Swica in Auftrag 

gegebene Gutachten des Neurologicums O.___ ist in Kenntnis und Würdigung der 

umfangreichen Vorakten erstellt worden. Es beruht ferner auf umfassenden ärztlichen 

Untersuchungen durch Dr. P.___ und Dr. Q.___. Die Gutachter berücksichtigen auch 

die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden. Sodann sind keine 

Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der 

Untersuchung nicht berücksichtigt worden wären. Dr. P.___ und Dr. Q.___ legen 

schlüssig dar, warum bei der Beschwerdeführerin von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % 

sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen ist (vgl. 

Fremdakten, Swica-act. 10). Dr. P.___ hat in seiner Untersuchung gar keine relevanten 

neurologischen Diagnosen stellen können, eine organpathologische Schädigung am 

Nervensystem sei nicht diagnostizierbar (vgl. Fremdakten, Swica-act. 10 S. 26). Diese 

Beurteilung stimmt mit den weiteren neurologischen Untersuchungsberichten überein. 

Weder in der neurologischen Abklärung durch Dr. E.___ vom 16. Dezember 2014 

(Fremdakten, Suva-act. 1 S. 33 ff.) noch in derjenigen durch Dr. G.___ vom 10. April 

2015 haben neurologische Auffälligkeiten gefunden werden können (IV-act. 38 S. 9 ff.). 

Ossäre Läsionen sowie Organschäden haben mittels Polytrauma-CT im KSF ebenso 

nicht festgestellt werden können (vgl. Fremdakten, Suva-act. 1 S. 112 ff.). Auch die 

MRT-Untersuchung vom 6. Mai 2015 hat ausser einem leichten Diskusbulging C4/5 

eine regelrechte Darstellung des Neurokraniums und der Halswirbelsäule der 

Beschwerdeführerin gezeigt (IV-act. 21). Eine ophthalmologische Untersuchung hat 

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ebenfalls keine relevanten Befunde geliefert (IV-act. 38 S. 8). Objektive Befunde, 

welche eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin begründen könnten, liegen 

somit nicht vor. Dr. N.___ hat bereits im Bericht zu der von ihm durchgeführten 

kreisärztlichen Untersuchung vom 25. August 2015 festgehalten, dass sich ihm eine 

klagsame Beschwerdeführerin ohne traumatisch bedingte Residuen gezeigt habe. Es 

bestünden ab dem 25. August 2015 keine unfallbedingten Beschwerden mehr, welche 

die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränken würden (IV-act. 38 S. 22). 

Überdies hat Dr. P.___ in seinem Gutachten auf zahlreiche Inkonsistenzen und 

Widersprüche hinsichtlich der Schmerzangaben der Beschwerdeführerin hingewiesen 

(vgl. Fremakten, Swica-act. 10 S. 23 f.). Auch die anlässlich der Untersuchung 

gemessenen Serumspiegel der Medikamente Sirdalud, Cipralex, Trittico und Mirtazapin 

sind unterhalb der Nachweisgrenze gewesen, was auf einen geringen Leidendruck 

hindeutet (Fremdakten, Swica-act. 10 S. 22). Was die psychischen Probleme betrifft, 

geht die Beschwerdeführerin selber davon aus, dass diesbezüglich keine wesentlichen 

Einschränkungen bestünden. Sie fühle sich durch die seelische Befindlichkeit nicht 

darin beeinträchtigt, ihren bisherigen Beruf auszuüben (Fremdakten, Swica-act. 10 S. 

40). Übereinstimmend dazu hat med. pract. D.___ bereits in ihrem Bericht vom 9. April 

2015 festgehalten, dass sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin schon 

deutlich gebessert habe. Sie beklage manchmal noch, auf der Strasse Angst zu haben, 

wenn sie alleine unterwegs sei. Die Beschwerdeführerin sei an ihrem bisherigen 

Arbeitsplatz überfordert, jedoch habe dies psychosoziale Ursachen aufgrund der 

Familiensituation und sei nicht durch psychische Einschränkungen bedingt (IV-act. 12 

S. 1 ff.). Dr. Q.___ hat in seinem Gutachten ebenfalls auf psychosoziale Probleme 

hingewiesen. Die Beschwerdeführerin sei sozial relativ isoliert und spreche die 

Landessprache nicht. Auch bestehe anscheinend schon seit längerer Zeit ein Konflikt 

mit dem Ehemann (Fremdakten, Swica-act. 10 S. 49). Med. pract. D.___ hat gemäss 

ihrem Bericht vom 19. Dezember 2014 auch keine Hinweise für eine posttraumatische 

Belastungsstörung oder eine deutliche Depression gefunden, sondern die Diagnose 

sonstige Reaktionen auf schwere Belastung nach ICD-10 F 43.8 gestellt (IV-act. 12 S. 

8). Med. pract. L.___ und med. pract. M.___ haben in einem Bericht vom 9. Juli 2015 

zwar davon gesprochen, dass sich die depressive Symptomatik und die 

Angstsymptomatik nach einer zwischenzeitlichen Verbesserung wieder etwas verstärkt 

hätten, jedoch haben sie im gleichen Bericht auch beschrieben, dass sich die Situation 

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psychiatrischerseits seit dem letzten Bericht vom 9. April 2015 nur wenig verändert 

habe. Schliesslich sind sie im Bericht vom 9. Juli 2015 auch davon ausgegangen, dass 

für die Versicherte ein schrittweiser Wiedereinstieg in die Arbeitswelt möglich sei (vgl. 

IV-act. 28 S. 2). In einem Verlaufsbericht vom 19. Januar 2016 haben med. pract. L.___ 

und med. pract. M.___ aufgrund des Verlaufs in den letzten Monaten 

differentialdiagnostisch neu eine mittelgradige depressive Episode in Betracht 

gezogen. Gleichzeitig haben sie in dem Bericht aber ebenfalls davon gesprochen, dass 

sich der Zustand psychiatrischerseits seit dem letzten Bericht vom 9. Juli 2015 nur 

wenig verändert habe. Auch ist dem Bericht zu entnehmen, dass die Regelmässigkeit 

der Therapiesitzungen nicht gegeben sei, da die Beschwerdeführerin die Sitzungen 

häufig kurzfristig mit wechselnden Gründen absage. Den Vorschlag einer stationären 

Behandlung habe sie mit Verweis auf ihren Sohn ebenfalls abgelehnt (vgl. IV-act. 53). 

Aus den Verlaufsberichten der psychiatrischen Klinik C.___ kann somit in 

Übereinstimmung mit der gutachterlichen Beurteilung von Dr. Q.___ nicht auf ein 

invalidisierendes psychiatrisches Leiden geschlossen werden. Im Gegensatz zu den 

Berichten der psychiatrischen Klinik C.___ geht Dr. Q.___ zwar davon aus, dass bei der 

Beschwerdeführerin noch Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung 

(F43.1) vorliegen würden. Allerdings merkt er im Gutachten an, dass das syndromale 

Vollbild nicht ausgeprägt sei. Weiter wird von ihm schlüssig erläutert, dass er im 

vorliegenden Fall die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung gegenüber 

derjenigen einer Anpassungsstörung vorziehe, da es sich um eine Traumafolgestörung 

handle (Fremdakten, Swica-act. 10 S. 44 ff.). Er ist jedoch ebenfalls der Ansicht, dass 

die psychiatrische Beeinträchtigung im Rahmen der noch bestehenden Symptome 

einer posttraumatischen Belastungsstörung die Arbeit in der Fleischfabrik nicht 

beträfen und sich hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit keine Einschränkungen 

formulieren liessen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Problematik einzig im 

Zusammenhang mit der aktiven Teilnahme am Strassenverkehr (Fremdakten, Swica-

act. 10 S. 50 f.). Der von der Beschwerdeführerin eingereichte Austrittsbericht der 

psychiatrischen Tagesklinik R.___ vom 30. August 2016, in welchem ihr für die Zeit 

vom 30. Mai bis 30. Juni 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und für die Zeit vom 1. 

Juli bis 30. September 2016 eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ist (vgl. 

act. G 1.1.6; vgl. ferner act. G 1.1.5), vermag die gutachterlichen Ausführungen gerade 

angesichts der anderen Berichte der behandelnden Ärzte nicht in Zweifel zu ziehen. 

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Insbesondere macht dieser Austrittsbericht auch keine Aussagen zur Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit, welche für die Begründung eines Rentenanspruchs ebenfalls zu 

berücksichtigen wäre. Auch die hausärztlichen Berichte von med. pract. F.___, in 

welchen zuletzt von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen worden ist (vgl. IV-

act. 38 S. 1 ff.), vermögen keine Zweifel an der Annahme einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit zu erwecken. Denn einerseits ist der Behandlungsauftrag eines Arztes 

ein anderer als der Begutachtungsauftrag, weshalb es gerichtsnotorisch ist, dass die 

behandelnden Ärzte eher zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen zu pflegen (vgl. BGE 

135 V 470 E. 4.5). Andererseits erscheint die Arbeitsfähigkeitsschätzung von med. 

pract. F.___ aber auch in einer Gesamtbetrachtung der vorliegenden ärztlichen Berichte 

als nicht stimmig (vgl. z.B.  IV-act. 12, 21, 28 S. 2, 38 S. 8 ff. und 71; Fremdakten, 

Swica-act. 10 S. 4 ff.). Schliesslich legt med. pract. F.___ insbesondere nicht dar, 

warum die geltend gemachten Konzentrationsschwierigkeiten sowie die Kopf- und 

Armschmerzen, die ebenfalls nicht näher erläutert werden, eine derart hohe 

Arbeitsunfähigkeit begründen sollen (vgl. IV-act. 38 S. 1 ff.).

4.6  Soweit die Beschwerdeführerin weiter einwendet, dass die neurologischen Folgen 

einer vermeintlichen Schädeldelle oberhalb der linken Orbita nur unzureichend 

abgeklärt worden seien (vgl. act. G 1 S. 5), ist dem entgegenzuhalten, dass keinerlei 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass diese Schädeldelle die von der 

Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden verursachen könnte. Nicht nur Dr. P.___ 

sondern auch Dr. E.___ und Dr. G.___ haben in dieser Delle in den dem Gericht 

vorliegenden Berichten keinen relevanten Gesundheitsschaden erkannt (vgl. 

Fremdakten, Suva-act. 1 S. 33 ff.; IV-act. 38 S. 9 ff. und Fremdakten, Swica-act. 10 S. 

4 ff.). Von weiteren neurologischen Untersuchungen sind somit keine für den 

vorliegenden Fall entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten (vgl. BGE 136 I 236 f. 

E. 5.3 mit weiteren Hinweisen).

4.7  Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das von der Swica eingeholte 

bidisziplinäre Gutachten des Neurologicums O.___ sowie die zahlreichen vorliegenden 

ärztlichen Berichte den Schluss zulassen, dass bei der Beschwerdeführerin eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit in ihrer bisherigen und in einer adaptierten Tätigkeit gegeben 

ist. Es besteht diesbezüglich kein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf. Soweit die 

Beschwerdeführerin einwendet, dass der medizinische Endzustand noch nicht erreicht 

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sei (vgl. act. G 8 S. 3), kann sie daraus vorliegend nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

Denn sollten sich die von ihr wahrgenommenen Beschwerden aufgrund von Therapien 

noch verbessern lassen, ändert dies an der bereits bestehenden 100%igen 

Arbeitsfähigkeit nichts.

5. 

Angesichts dessen, dass sich die 100%ige Arbeitsfähigkeit auch auf den 

angestammten Tätigkeitsbereich der Beschwerdeführerin als Fleischzerstücklerin 

bezieht, besteht offensichtlich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %, 

weshalb sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs erübrigt.

6. 

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung 

vom 3. August 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden 

Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.

6.2  Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.10.2018
	Art. 28 Abs. 1 IVG: Nichteintreten auf den Antrag auf berufliche Massnahmen. Würdigung eines durch einen Krankentaggeldversicherer eingeholten Gutachtens sowie weiterer ärztlicher Berichte. Rentenanspruch verneint. Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Oktober 2018, IV 2016/316).

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		2025-07-19T05:34:32+0200
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