# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2583622-8e1c-5be7-b137-a68bf00e56de
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.04.2013 U 2013 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2013-10_2013-04-16.pdf

## Full Text

U 13 10

1. Kammer 

URTEIL
vom 16. April 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Submission

1. a) Am 1. November 2012 schrieb die … AG die Baumeisterarbeiten an der 

Kreuzungsstelle … (Erdarbeiten, Ortsbetonarbeiten, Arbeiten der 

Mastfundation und des Kabelrohrblocks) Kilometer 22.5 - 23.4 zwischen 

… und …, mit Begehung am 12. November 2012, Einreichungsfrist bis 

zum 6. Dezember 2012 und Öffnung der Angebote am 10. Dezember 

2012 im offenen Verfahren zur Vergabe aus (Publikation im kantonalen 

Amtsblatt). Den interessierten Anbietern wurden in der Folge anlässlich 

der Begehung die Bewerbungsunterlagen (Leistungsverzeichnis der 

ausgeschriebenen Arbeiten auf einer CD ergänzend mit den 

Ausschreibungsunterlagen in Papierform) abgegeben.

b) Innert der massgebenden Eingabefrist gingen die folgenden sieben 

Offerten ein, bei deren Bewertung sich gemäss Angebotsvergleich der 

beauftragten Ingenieurfirma … AG vom 17. Dezember 2012 ohne 

Korrekturen an den eingegangenen Offerten das nachstehende Ergebnis 

zeigte (exkl. MWST):

1. A.  Fr. 3‘648‘685.35
2. B. Fr. 3‘777‘623.25
3. C.  Fr. 4‘088‘614.45
4. D. Fr. 4‘430‘441.20
5. E.  Fr. 4‘641‘748.40
6. F.  Fr. 4‘694‘573.90
7. G.  Fr. 4‘739‘607.25

- 2 -
Im gleichen Zeitraum hielt die … AG aber auch fest, dass auf Grund eines 

EDV-Problems beim Einlesen der SIA-451-Schnittstelle nicht alle 

offerierenden Firmen die Positionen 151.621.101 - 621.108 

(Kabelschächte nach Normaltypen) ausgefüllt hätten. Während bzw. nach 

der Offertbearbeitung sei die … AG von drei Unternehmern telefonisch 

betreffend diese Positionen angefragt worden (15.11.2012 und 

30.11.2012 B. AG, 06.12.2012 F. AG, 12.12.2012 A. AG). Möglicherweise 

liege die Ursache im Typ der verwendeten EDV-Programme, da die EDV-

Ausdrucke der Firmen D. AG und E. nicht fehlerhaft seien. Würden die 

betreffenden fehlerhaften Positionen korrigiert, so ergebe sich das 

nachfolgende Resultat:

1. A.  Fr. 3‘648‘685.35
2. B.  Fr. 3‘652‘184.55 
3. C.  Fr. 4‘021‘394.30 
4. D. Fr. 4‘331‘372.05
5. E.  Fr. 4‘540‘908.40 
6. F. Fr. 4‘611‘193.20 
7. G. Fr. 4‘739‘607.25 

c) Mit Entscheid vom 31. Januar 2013 vergab die … die ausgeschriebenen 

Baumeisterarbeiten unter Ausschluss der nicht berücksichtigten 

Positionen Kabelschächte und nach Ungültigerklärung bzw. 

Nichtberücksichtigung der Variante der B. AG (unzulässiges 

Pauschalangebot) - schliesslich aufgrund folgender Reihenfolge der 

gültigen Offerten (Korrektur bzw. Eliminierung der Positionen 151.621.101 

– 621.108 [Kabelschächte nach … Normaltypen])

1. A.  Fr. 3‘648‘685.35 100.00%
2. B.  Fr. 3‘652‘184.55 100.10%
3. C.  Fr. 4‘021‘394.30 110.21%
4. D. Fr. 4‘331‘372.05 118.70%
5. E.  Fr. 4‘540‘908.40 124.45%
6. F. Fr. 4‘611‘193.20 126.38%
7. G. Fr. 4‘739‘607.25 129.90%

- 3 -
an die A. AG zum Preis von Fr. 3‘648‘685.35 (exkl. MWST). Dabei 

qualifizierte sie die beiden erstrangierten Unternehmungen auf Grund der 

gleichen Punktezahl als praktisch gleichwertig und berücksichtigte die 

preislich erstplatzierte Unternehmung als wirtschaftlich günstigstes 

Angebot.

2. Dagegen erhob die B. AG mit Eingabe vom 14. Februar 2013 

Beschwerde ans Verwaltungsgericht Graubünden mit dem Antrag auf 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Die Baumeisterarbeiten im 

Projekt … seien zum Preis von Fr. 4‘079‘833.10 (netto, inkl. MWST) ihr zu 

vergeben. Wenn die … an ihrer singulären Praxis der Vergabe exkl. 

MWST festhalte, seien ihr die Arbeiten zum Preis von Fr. 3‘652‘184.55 

exkl. MWST zu vergeben. Eventualiter sei die Sache zur Wiederholung 

des Submissionsverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen:

• Die umstrittene Position Kabelschächte sei von Anfang an in der 
Ausschreibung im Kantonsamtsblatt unter dem Titel „Hauptkubaturen“ 
mit 50 Stück erwähnt worden und somit allen Offerenten bekannt 
gewesen. Anlässlich der Begehung vom 12. November 2012 seien die 
Bewerbungsunterlagen in Papierform als Grundlage der dortigen 
Projektvorstellung sowie auf der Diskette als unveränderbare PDF-
Datei sowie auf der gleichen Diskette als SIA-Schnittstelle abgegeben 
worden. In Ziff. 1.3.6 der Devis-Bestimmungen sei sodann die Abgabe 
der Angebote in Papierform verlangt worden. Im Weiteren seien die 
Kabelschächte auch bei der Beschreibung des Bauvorhabens unter 
der Ziff. 2.3 „Hauptmengen“ erneut erwähnt worden (50 Stück).

• In der Offerte der A. AG hätten die Positionen 621.101-621.108 
(Kabelschächte) völlig gefehlt, womit ein unvollständiges und damit 
ungültiges Angebot abgegeben worden sei. Dieses unvollständige 
Angebot sei gemäss Art. 17 und 22 lit. c SubG sowie in 
Berücksichtigung von Art. 24 Abs. 3 und 25 Abs. 1 SubV vom 
Wettbewerb auszuschliessen. Es hätten insbesondere keine weiteren 
Absprachen zwischen dem bearbeitenden Ingenieurbüro bzw. der … 
und der Firma A. AG stattfinden und die … hätte gemäss Art. 25 Abs. 
1 SubV ihre Ausschreibungsunterlagen nicht nachträglich abändern 
und die Position Kabelschächte überhaupt unberücksichtigt lassen 
dürfen. Das von der … gewählte Vorgehen verletze damit das 
Willkürverbot nach Art. 9 BV. Es sei sodann erstaunlich, dass die 
Vorinstanz in ihrer Begründung einerseits festhalte, die Ursache für 
das fehlerhafte Angebot dürfte gemäss dem für die Ausschreibung 

- 4 -
beauftragten Ingenieurbüro im Typ der von den Anbietern 
verwendeten Programmen liegen, und andererseits im nächsten Satz 
ausführen, der Fehler liege nicht beim Anbieter, weshalb die vom 
EDV-Programm nicht gelesenen Positionen bei der Vergabe nicht 
berücksichtigt werden dürften. Diese Begründung sei widersprüchlich 
und willkürlich.

• An der Begehung seien sowohl das Leistungsverzeichnis in 
Papierform als auch die massgebenden Pläne abgegeben worden. 
Daneben seien die Unterlagen auch noch elektronisch als PDF-Datei 
und als SIA-Schnittstelle abgegeben worden. Hinzu komme, dass das 
Leistungsverzeichnis auf die abgegebenen Pläne Bezug nehme, auf 
denen die Schächte klar erkennbar seien. Aus rechtlichen und 
sachlogischen Gesichtspunkten könne nur das unveränderbare 
schriftliche Leistungsverzeichnis massgebend sein, welches prioritär 
gelte. Das zeige sich auch daran, dass in den gesetzlichen 
Grundlagen von Art. 17 SubG bzw. Art. 18 SubV die Abgabe der 
vollständig ausgefüllten Unterlagen in Papierform verlangt werde, was 
auch dem Leistungsverzeichnis zu entnehmen sei (Ziff. 1.3.6). 
Infolgedessen müsse das berücksichtigte beschwerdegegnerische 
Angebot, welches in der Papierversion unvollständig sei, disqualifiziert 
werden.

• Zudem sei der berücksichtigten Anbieterin auch eine 
Sorgfaltspflichtverletzung anzulasten, da ein allfälliger Fehler beim 
Lesen (EDV-Schnittstelle) ohne weiteres und sofort erkennbar 
gewesen wäre. Die Anbieterin habe die elementarsten 
Sorgfaltsvorschriften verletzt (Keine Vergleich mit Papierform bzw. 
PDF-Version, keine Berücksichtigung Ausschreibung, keine 
Berücksichtigung der allgemeinen Unterlagen, keine Berücksichtigung 
Planbeilagen). Insbesondere die Planbeilagen zeigten deutlich auf, 
dass Kabelschächte zu offerieren seien. Denn ohne solche Schächte 
sei das Projekt weder denk- noch durchführbar. Von den 7 Offerenten 
hätten zwei die EDV-Unterlagen problemlos bearbeiten können, drei 
weitere hätten die Problematik der Nichtlesbarkeit der 
Kabelschachpositionen erkannt und in der Papierausgabe problemlos 
ergänzen können und nur zwei hätten nichts bemerkt und 
entsprechend unvollständig offeriert. Dies komme einer unglaublichen 
Nachlässigkeit der berücksichtigten Anbieterin nach, welche nicht 
durch die Bauherrschaft zu vertreten sei. Wenn aber das Gericht zum 
Schluss kommen sollte, dass ein durch die … zu vertretender Fehler 
vorliege, dann müsste das Submissionsverfahren zwingend wiederholt 
werden.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die … (Beschwerdegegnerin 1) die 

Abweisung der Beschwerde:

- 5 -

• Wegen des geplanten Halbstundentaktes im Dezember 2014 sei die 
Ausführung des vorliegenden Projektes dringend, weshalb um 
baldigen Entscheid in der Hauptsache und Mitteilung des Dispositivs 
ersucht werde. Die in den Submissionsunterlagen angegebene 
offizielle Kontaktperson der … sei während laufendem 
Submissionsverfahren von keinem der Offerenten kontaktiert worden. 
Hingegen habe die Beschwerdeführerin am 15. und am 30. November 
2012 bei der durch die … beauftragten Ingenieurfirma gemeldet, dass 
die Positionen 151.621.101 - 108 des Leistungsverzeichnisses nach 
dem Einlesen der SIA-Schnittstelle fehlten, wobei das Ingenieurbüro 
dies bei den eigenen Unterlagen nicht habe feststellen können und 
auch keine generelle Information an alle Mitbewerber abgegeben 
habe. Auch die schliesslich 6. platzierte Firma habe am 6. Dezember 
2012 dem Ingenieurbüro das gleiche Problem mitgeteilt und sie seien 
so verblieben, dass die erwähnten „fehlerhaften“ 8 Positionen als sog. 
R-Positionen erfasst und dadurch das Leistungsverzeichnis selber 
analog der Papierversion ergänzt bzw. abgeändert werde. Das auf 
einer CD zur Verfügung gestellte Leistungsverzeichnis habe 
insgesamt 564 Ausmass-Positionen umfasst, wovon 8 leider nicht für 
alle Schnittstellen geeignet gewesen und entsprechend bei der 
Ausfüllung der Offerten unbemerkt verschwunden seien. Dieser Fehler 
sei bei 5 von sieben Offerenten aufgetreten, wobei drei davon es 
bemerkt und korrigiert hätten. Die Beschwerdeführerin und die 6. 
platzierte Firma hätten diese in der EDV selbständig als R-Positionen 
angegeben, die schliesslich 3. platzierte Firma habe diese in 
Papierversion separat ergänzt. Auf Rückfrage des bearbeitenden 
Ingenieurbüros habe die berücksichtigte Firma am 11. Dezember 
2012 erklärt, offenbar habe bezüglich der fraglichen Positionen ein 
EDV-Problem vorgelegen, das sie mangels sonst üblicher 
Fehlermeldung gar nicht habe erkennen können. Aus diesem Grund 
sei der beschwerdeführerische Vorwurf der unzulässigen Absprachen 
zwischen Ingenieurbüro und berücksichtigter Anbieterin unzutreffend. 

• Insgesamt sei es nur um 8 von 564 Positionen gegangen, welche von 
den 5 offerierenden Firmen zwischen Fr. 71‘450.-- und 134‘030.--  
berechnet worden seien, wobei die Beschwerdeführerin mit Abstand 
am teuersten gewesen sei. Da der Fehler in den abgegebenen CD-
Unterlagen durch das beauftragte Ingenieurbüro und nicht durch die 
Anbieter verursacht worden sei, könnten die beiden unvollständigen 
Angebote ohne die entsprechenden Positionen mit einem 
durchschnittlichen Betrag von Fr. 99‘680.-- (ca. 2.7% des 
Vergabeprojekts) bei einem Auftrag von Fr. 3.6 Mio. nicht 
ausgeschlossen werden. Dies gehe aus den massgebenden 
Bestimmungen (Beschaffung im Binnenmarktbereich), d.h. aus dem 
hier anwendbaren SubG und der SubV hervor. Gemäss Praxis des 
Verwaltungsgerichts wäre ein Ausschluss der berücksichtigten 
Anbieterin gestützt auf Art. 22 SubG als überspitzter Formalismus zu 

- 6 -
betrachten gewesen, da die Vergabebehörde die fehlenden Angaben 
durch unzureichende, nicht normgerechte Ausschreibungsunterlagen 
verursacht habe. Überdies hätte das beauftragte Ingenieurbüro 
aufgrund der erfolgten Rückfragen den Mangel erkennen und alle 
Offerenten rechtzeitig darüber informieren müssen, was leider auch 
unterblieben sei. Nachdem die Ausführung der Bauarbeiten sehr 
dringlich und die Wiederholung des Verfahrens nach Art. 24 Abs. 3 
SubG nur aus wichtigen Gründen möglich sei, sei auch der 
entsprechende Antrag abzuweisen. Um die Vergleichbarkeit der 
Angebote und die Gleichbehandlung aller Anbieter zu gewährleisten, 
habe sie die fehlerhaften Positionen im Kapitel „Schächte aus 
Ortsbeton“ korrekterweise bei allen Anbietern für den Preisvergleich 
gestrichen. Wenn dennoch eine Wiederholung des Verfahrens 
gemäss Verwaltungsgericht angezeigt sei, dann sei dieses auf die 
fehlerhaften Positionen zu beschränken.

4. Die A. AG beantragte als Beschwerdegegnerin 2 ebenfalls die Abweisung 

der Beschwerde:

• An keiner Stelle der Ausschreibungsbedingungen im 
Leistungsverzeichnis sei festgelegt worden, auf welche der drei 
ausgehändigten Bewerbungsunterlagen im Widerspruchsfall 
abzustellen sei. Insbesondere sei nirgends ein Vorrang der 
Papierunterlagen für die Offerte festgehalten worden, weshalb sie sich 
praxisgemäss und zulässigerweise auf das abgegebene EDV-Devis 
verlassen habe. Sie habe die - mittels der von der Bauherrschaft 
abgegebenen Schnittstelle generierte - EDV-Offerte aus ihrer Sicht 
vollständig ausgefüllt und korrekt eingereicht; ohne auch nur zu 
ahnen, dass im Vergleich zur Papierversion einige Positionen fehlten. 
Der Mangel sei hier im EDV-Devis enthalten gewesen, das 
Reservepositionen an einem Ort vorgesehen habe, wo sie gemäss 
Normenpositionenkatalog nicht hätten sein dürfen, was durch nicht 
weniger als 5 Anbieter übersehen worden sei (Programmierfehler). 
Die Unvollständigkeit der Offerte könne ihr daher mangels 
Erkennbarkeit nicht angelastet werden. Das zeige sich auch dadurch, 
dass sie die Positionen des Leistungsverzeichnisses nicht habe 
abändern dürfen (Ziff. 1.3.6 Leistungsverzeichnis). Es treffe entgegen 
den beschwerdeführerischen Äusserungen nicht zu, dass sie ihre 
unvollständige Offerte zu vertreten habe. Sie arbeite mit einer weit 
verbreiteten Software-Lösung, welche bis anhin stets tadellos 
funktioniert habe. Im Falle von Problemen mit Schnittstellen sei auch 
immer eine Fehlermeldung ausgelöst worden, so dass die Probleme 
erkannt und behoben werden konnten. Der Mangel sei damit dem 
Verantwortungsbereich der Bauherrschaft bzw. dem beauftragten 
Ingenieurbüro zuzuweisen.

- 7 -
• Gemäss konsequenter verwaltungsgerichtlicher Praxis, welche zuletzt 

im Entscheid U 12 48 zusammengefasst worden sei, sei in der zu 
beurteilenden Konstellation völlig zu Recht auf einen Ausschluss 
verzichtet worden, da alles andere zweifellos überspitzt formalistisch 
gewesen wäre. Zudem sei die Vergleichbarkeit der Offerten durch 
Weglassen der fraglichen Positionen ohne weiteres gewährleistet und 
es sei damit auch eine klare und übersichtliche Ausgangslage für die 
Entscheidfindung ermöglicht worden. Hingegen hätte ein Ausschluss 
infolge unvollständiger Offerte eine Verletzung des Willkürverbots zur 
Folge gehabt, da den fraglichen Unternehmen keine Verantwortung 
für die Fehlerquelle anzulasten sei. Dies gelte umso mehr, als der 
Beschwerdeführerin durch das gewählte Vorgehen nachweislich kein 
Nachteil erwachsen sei. Vergleiche man nämlich alle Offerten in 
Bezug auf die Kosten für Kabelschächte, so habe die 
Beschwerdeführerin in den fraglichen Positionen mit Fr. 125‘500.-- mit 
Abstand am Teuersten offeriert, während die übrigen Offerten 
zwischen Fr. 67‘200.-- und 100‘800.-- angegeben hätten.

• Der Fehler im Lesen der Schnittstelle sei für sie auch nicht erkennbar 
gewesen und es sei ihr entgegen den beschwerdeführerischen 
Äusserungen keine grobe Sorgfaltspflichtverletzung anzulasten. Eine 
Abgleichung des EDV-Ausdrucks mit dem Originalleistungsverzeichnis 
in Papier bzw. dem PDF-Leistungsverzeichnis habe sich nicht 
aufgedrängt. Es sei nämlich wirklichkeitsfremd und unrealistisch, im 
heute hektischen Baualltag zu verlangen, dass die Unterlagen Punkt 
für Punkt geprüft werden müssten. Ein Offerent müsse sich darauf 
verlassen können, dass die ihm zur Verfügung gestellten EDV-
Unterlagen vollständig und korrekt seien. Nur theoretisch zeige ein 
Vergleich der Offerte mit dem Leistungsverzeichnis in Papierform bzw. 
der PDF-Version die Diskrepanz auf. Praktisch sei es wegen des 
grossen Aufwandes nicht möglich, Abgleichungen routinemässig 
vorzunehmen. Die Erwähnung der Kabelschächte in der 
Ausschreibung ändere daran nichts, da dieser Aspekt im Vergleich 
zum gesamten Auftragsvolumen lediglich untergeordnete Bedeutung 
gehabt habe, weshalb sich keine spezielle Memorisierung aufgedrängt 
habe; zumal auch betriebsintern die üblichen Arbeitsteilungen im 
heutigen Geschäftsleben herrschten. Selbstverständlich sei aber auch 
ihr bewusst, dass das Projekt ohne die Schächte nicht durchführbar 
sei. Eine Nachlässigkeit beim Ausfüllen der Offerte könne ihr aber 
nicht vorgeworfen werden. 

5. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 

Anträgen und im Wesentlichen auch an ihren Begründungen fest. Die 

Beschwerdeführerin unterstreicht in ihrer Eingabe noch, dass sich die 

beiden Beschwerdegegnerinnen bei der Darstellung der Geschehnisse 

- 8 -
teilweise widersprechen würden, was die Richtigkeit ihrer Darstellung 

noch weiter belege. Auf jeden Fall sei ein Papierausdruck abzugeben und 

massgebend gewesen, den die berücksichtigte Firma nach eigenen 

Angaben nicht mehr nachkontrolliert habe. Nicht die durch die 

Auftraggeberin abgegebene EDV-Schnittstelle sei fehlerhaft gewesen, 

sondern gemäss beigelegtem Schreiben ihrer EDV-Firma vom 11. März 

2013 die Einstellung auf dem System falsch gewählt gewesen. All diese 

Verantwortlichkeiten würden eindeutig im Einflussbereich der 

berücksichtigten Unternehmung und nicht der Bauherrschaft liegen.

Auf weitere Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Beschluss der … 

AG, den Zuschlag im Vergabeverfahren Baumeisterarbeiten an der 

Kreuzungsstelle … (Erdarbeiten, Ortsbetonarbeiten, Arbeiten der 

Mastfundation und des Kabelrohrblocks) betreffend Kilometer 22.5 - 23.4 

zwischen … und … der A. AG zu erteilen. Streitig ist, ob die … den 

Zuschlag zu Recht der berücksichtigten Unternehmung erteilt hat. Zu 

prüfen ist dabei insbesondere, ob die … die Offerte der A. AG trotz 

Unvollständigkeit zu Recht nicht vom Verfahren ausgeschlossen und für 

den Zuschlag berücksichtigt hat. 

b) In ihrem Leistungsverzeichnis, Ziff. 1.3.5, hat die … alle möglichen 

Rechtsgrundlagen inkl. der Interkantonalen Vereinbarung über das 

öffentliche Beschaffungswesen (IVöB; BR 803.510) aufgeführt. Wie die … 

in ihrer Vernehmlassung aber zu Recht ausführt, ist der Grenzwert für den 

Staatsvertragsbereich im Baugewerbe für Unternehmen im …bereich von 

8 Mio. Fr. nicht erreicht, weshalb in der hier zu beurteilenden 

- 9 -
Konstellation das kantonale Submissionsgesetz (SubG; BR 803.300) und 

die kantonale Submissionsverordnung (SubV; 803.310) zur Anwendung 

gelangen. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung der 

Beschwerde ist unbestritten; sie ergibt sich ohne weiteres aus Art. 25 

SubG. Als durch Beschwerde selbständig anfechtbare Verfügung gilt u.a. 

der Zuschlag (Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG). Da die Beschwerde fristgerecht 

erfolgt (Art. 26 Abs. 1 SubG) und die Beschwerdeführerin i.S.v. Art. 50 

VRG zur Beschwerde legitimiert ist, ist auf die Beschwerde einzutreten 

(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden U 10 81). 

2. Zunächst rechtfertigen sich einige generelle Bemerkungen zum zu 

beurteilenden Vergabeverfahren und zum Zuschlag, da die … den 

angefochtenen Zuschlag exkl. MWST erteilt und alle eingegangenen 

Angebote in Papierform akzeptiert hat:

• Mehrwertsteuer (MWST): In Bezug auf die Berechnung der 
Vergabesumme bzw. des Auftragswertes ist auf Art. 6 Abs. 2 SubV zu 
verweisen, welche Bestimmung vorsieht, dass jede Art der Vergütung, 
mit Ausnahme der Mehrwertsteuer, berücksichtigt wird (vgl. Art. 7 Abs. 
1 IVöB). Damit hat die … den Auftragswert, welcher unter anderem 
Einfluss auf das anwendbare Recht hat (Grenzwerte), korrekt 
berechnet. Hiervon ist indessen die Vergabesumme gemäss Zuschlag 
zu unterscheiden, wozu sich das Verwaltungsgericht bereits im Urteil, 
gerade die … betreffend, U 11 77 geäussert hat. Für die 
Auftragserteilung durch Zuschlag ist die MWST grundsätzlich 
einzurechnen, wenn das berücksichtigte Unternehmen MWST-pflichtig 
ist. Denn die MWST gehört in einem solchen Fall zum Auftragspreis 
der offerierenden Anbieter und muss von diesen entrichtet werden. 
Entsprechend ist der hier angefochtene Zuschlag insofern 
anzupassen. Auf das Ergebnis der vorliegenden Beschwerde hat 
diese Frage aber keinen materiellen Einfluss, da alle Anbieter MWST-
pflichtig sind und sich insofern keine Ungleichbehandlung ergeben 
hat. Die zu vergleichenden Beträge und Werte gemäss den einzelnen 
Offerten sind denn auch nicht bestritten. 

• Formgültigkeit der Angebote: In der Ziff. 1.3.6 des 
Leistungsverzeichnisses ist die Einreichung eines Angebots in 
Papierform vorgeschrieben, obwohl den interessierten Anbietern die 
Unterlagen zum Vergabeverfahren sowohl in Papierform als auch in 
elektronischer Form ausgehändigt worden sind. Dieser Vorgabe sind 
alle Offerenten - mithin auch die berücksichtigte Offerentin - 

- 10 -
nachgekommen, weshalb alle Offerten für formgültig zu qualifizieren 
sind. Entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung kann aus der 
Vorgabe, die Offerten in Papierform einzureichen, sodann nicht auf 
einen Vorzug oder eine primäre Geltung der in Papierform 
abgegebenen Unterlagen geschlossen werden. Als rechtlich 
verbindliche Vorgaben gelten auch die ausgehändigten elektronischen 
Unterlagen und als rechtsgenügliche Offerte wurde auch ein Ausdruck 
der EDV-Unterlagen erachtet. Auf die Formgültigkeit oder 
Verbindlichkeit der nachfolgend noch zu diskutierenden, den 
Anbietern ausgehändigten EDV-Schnittstelle, die offenbar im Hinblick 
auf die Positionen 151.621.101 - 108 bei den meisten (5 von 7) der 
Offerenten zu Problemen bzw. Fehlern geführt hat, hat die Ziff. 1.3.6 
des Leistungsverzeichnisses entsprechend keinen Einfluss.

• Unvollständigkeit der beschwerdegegnerischen Offerte: Alle 
beteiligten Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass die 
berücksichtigte Anbieterin in objektiver Hinsicht eine unvollständige 
Offerte eingereicht hat. Unterschiedliche Auffassungen bestehen 
einzig hinsichtlich der Gründe und der Verantwortung für die 
Unvollständigkeit der Offerte. Damit steht fest, dass die … eine in 
objektiver Hinsicht unvollständige Offerte berücksichtigt hat.

Als Ausgangspunkt für die weiteren Erwägungen steht demnach materiell 

fest, dass die berücksichtigte Anbieterin eine in formeller Hinsicht 

rechtsgenügende, aber mit Bezug auf die Positionen 151.621.101 - 108 in 

materieller Hinsicht unvollständige Offerte eingereicht hat. Hinzu kommt in 

der hier zu beurteilenden Konstellation noch, dass die … als 

Vergabestelle den Zuschlag faktisch ohne Ergänzung dieser Positionen 

zum offerierten Wert von Fr. 3‘648‘685.35 exkl. MWST erteilt hat. Es stellt 

sich daher in erster Linie die Frage, ob die … die objektiv unvollständige 

Offerte zu Recht berücksichtigt und für gültig befunden hat. Ist diese 

Frage zu bejahen, ist zu prüfen, ob die … die Positionen 151.621.101 - 

108 zu Recht vom Zuschlag ausgenommen und insofern die Vergabe 

bloss teilweise durchgeführt hat.

3. a) Für die Frage der Gültigkeit der unvollständigen Offerte sind Art. 22 SubG 

und Art. 17 SubV massgebend. Danach wird ein Angebot unter anderem 

dann von der Berücksichtigung ausgeschlossen, wenn der Offerent ein 

Angebot einreicht, das unvollständig ist oder den Anforderungen der 

- 11 -
Ausschreibung nicht entspricht (Art. 22 Abs. 1 lit. c SubG). Die SubV 

präzisiert dazu in ihrem Art. 17 Abs. 3, dass die in den einzelnen 

Positionen verlangten Leistungen gemäss Ausschreibungsunterlagen zu 

offerieren sind und vom Anbieter nicht geändert werden dürfen. An das 

Erfordernis der Übereinstimmung zwischen den Grundlagen in der 

Bauausschreibung und den eingereichten Offerten wird daher nach 

konstanter Rechtsprechung ein strenger Massstab gelegt, wollen die 

betreffenden Bestimmungen doch sicherstellen, dass nur ein solches 

Angebot berücksichtigt werden kann, das fristgerecht, vollständig und den 

Anforderungen genügend eingereicht wurde (vgl. Art. 17 SubG). Den 

Anbietern soll damit gewährleistet werden, dass keiner der 

Wettbewerbsteilnehmer bevorteilt wird bzw. alle mit gleich langen 

Spiessen kämpfen, während für die Vergabebehörden andererseits damit 

eine klare, übersichtliche und zu keinen Diskussionen Anlass gebende 

Ausgangslage geschaffen wird. Allein durch die den 

Submissionsunterlagen genau entsprechenden Angebote wird nämlich 

der Vergabebehörde ein aussagekräftiger Überblick über Materialpreis, 

Materialmengen, Qualität, Löhne, Arbeitszeiten usw. geboten und können 

die eingegangenen Angebote auf einen Nenner gebracht und rasch 

verglichen werden. Nur das Vorliegen deviskonformer Offerten ermöglicht 

mit anderen Worten der entscheidenden Behörde, die einzelnen 

Angebote im Sinne von Art. 24 SubV zu prüfen (vgl. zum Ganzen PVG 

1997 Nr. 60, 1991 Nr. 9, 1990 Nr. 7 und 1989 Nr. 9; zuletzt Urteile des 

Verwaltungsgerichts U 12 48 und U 12 58). 

b) Diese bis vor einigen Jahren äusserst streng gehandhabte Praxis galt 

(und gilt) nach der neueren Rechtsprechung nicht mehr unbesehen. 

Vielmehr wurde sie dahingehend präzisiert, dass - um sich nicht dem 

Vorwurf eines überspitzten Formalismus auszusetzen - seitens der 

Vergabebehörden in Bezug auf die Ungültigerklärung und den Ausschluss 

von Offerten namentlich dort eine gewisse Zurückhaltung geboten sei, wo 

die fehlenden Angaben ohne grossen Aufwand durch diese selbst ergänzt 

- 12 -
werden könnten oder die Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines 

Angebotes nicht im Entferntesten von diesen Angaben abhänge (so 

bereits in VGE 697/98; bestätigt in VGU U 99 56, U 00 90, U 01 26, U 01 

109, U 07 49). Diese Zurückhaltung drängt sich auch nach Massgabe des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes auf. Gerade mit Blick auf die Ziele des 

öffentlichen Beschaffungsrechts, nämlich die Förderung des wirksamen 

Wettbewerbes unter den Anbietern, die Gewährleistung der 

Gleichbehandlung aller Anbieter und die Sicherstellung der Transparenz 

der Vergabeverfahren sowie die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher 

Mittel, wäre es unverhältnismässig, Angebote wegen untergeordneter 

Mängel im soeben umschriebenen Sinn vom Wettbewerb 

auszuschliessen. Dadurch würde Anbietern mit an sich tauglichen 

Angeboten der Marktzugang verweigert, also die einschneidendste 

Sanktion des Beschaffungsrechtes ergriffen, was nicht nur eine 

ungeeignete, nicht notwendige und über die erwähnten Ziele 

hinausgehende Massnahme wäre, sondern diesen Zielen geradezu 

zuwiderliefe. Denn durch den Ausschluss an sich wirtschaftlich günstiger, 

aber mit kleineren Mängeln behafteter Angebote würde der Wettbewerb 

verzerrt und wäre die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel nicht 

mehr gewährleistet. Dies würde darüber hinaus - wie erwähnt - gegen die 

Verfassungsgrundsätze der Verhältnismässigkeit und des Verbotes des 

überspitzten Formalismus verstossen. Die Frage, ob ein mit Mängeln 

behaftetes Angebot vom Wettbewerb auszuschliessen ist oder nicht, kann 

dabei nicht in generell - abstrakter Weise beantwortet werden, sondern ist 

anhand der konkreten Umstände des Einzelfalles nach Massgabe der 

übergeordneten Grundsätze zu prüfen (vgl. PVG 2001 Nr. 41; Urteile des 

Verwaltungsgerichts U 12 58, U 12 48, U 10 20 und U 09 36). 

c) Unter Berücksichtigung der dargestellten Grundsätze und rechtlichen 

Vorgaben stellen sich vorliegend die Frage, ob (1) die festgestellte  

Unvollständigkeit der Offerte eine derart wichtige - und eben nicht bloss 

untergeordnete - Position betrifft, dass sie zu berücksichtigen ist, und die 

- 13 -
Frage, ob (2) die Verantwortung dafür eindeutig im Bereich der 

Bauherrschaft als Vergabebehörde liegt, so dass eine Anlastung an die 

Offerenten als unzulässig oder klar unbillig erscheint. Ist nämlich die 

Verantwortung für den Eingang unvollständiger Offerten eindeutig der 

Vergabebehörden oder ihren Hilfspersonen zuzuordnen, wäre ein 

Ausschluss der betroffenen Anbieter unzulässig.

4. a) Zur ersten Fragestellung der Bedeutung der fehlenden Positionen 

151.621.101 - 108 für das gesamte Vergabeverfahren ist das Folgende 

hervorzuheben:

• Einleitend ist mit der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass die 
Kabelschächte als eigenständige Position des 
Leistungsverzeichnisses bereits in der ersten öffentlichen 
Ausschreibung als solche unter dem Titel Hauptkubaturen explizit 
enthalten gewesen sind. Zudem werden die Kabelschächte auch in 
der Beschreibung des Bauvorhabens (Ziff. 2.3) unter dem Titel 
Hauptmengen aufgeführt. Im Weiteren ergibt sich die Notwendigkeit 
der Kabelschächte für das Bauprojekt auch aus den Planbeilagen. 
Hinzu kommt, dass die Ausführung der ausgeschriebenen 
Baumeisterarbeiten ohne die Kabelschächte weder möglich noch 
sinnvoll ist. Dies bestreitet auch die Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) in 
ihren Eingaben nicht, weshalb die Kabelschächte unbestritten einen 
unverzichtbaren Bestandteil des ausgeschrieben Bauprojekts 
darstellen. 

• Im Weiteren betreffen die 8 fehlenden Positionen mit den Nr. 
151.621.101 - 108 in der Offerte der berücksichtigten Anbieterin einen 
durchschnittlichen Betrag von nahezu Fr. 100‘000.--, was gemäss 
Berechnung der Vergabebehörde ungefähr 2.7% des gesamten 
Vergabeprojekts entspricht. Auch insofern kann nicht lediglich von 
einem blossen untergeordneten Mangel gesprochen werden, liegt bei 
einer solchen Grössenordnung doch die Annahme nahe, dass die 
Positionen für die Vergabe ausschlagegebend sein können. Dass der 
Angebotsvergleich der beauftragten Ingenieurfirma vom 17. Dezember 
2012 - mit und ohne Korrektur an den eingegangenen Offerten - keine 
Veränderung auf den hier massgebenden Positionen ergeben hat, 
vermag daran per se nichts zu ändern. Es ist nicht auszuschliessen, 
dass die berücksichtigte Anbieterin in den fraglichen Positionen die 
höheren Preise als die Beschwerdeführerin verlangt hätte, was ein 
anderes Ergebnis und einen anderen Zuschlag ergeben hätte; zumal 
die Differenz zwischen den beiden erstplatzierten Offerten nach der 

- 14 -
Bereinigung um die fraglichen Positionen nur mehr gerade Fr. 3‘500.-- 
betragen hat.

• Gegen eine wesentliche Bedeutung der fehlenden 8 Positionen 
spräche lediglich ein Vergleich zu den nicht weniger als insgesamt 
564 Positionen des Leistungsverzeichnisses. Daraus liesse sich 
allenfalls schliessen, dass die fehlenden Positionen zwar nicht gerade 
eine unbedeutende, aber immerhin eine doch untergeordnete bzw. 
zweitrangige Komponente der ganzen Offerte darstellen. Ein solcher 
Vergleich würde aber die faktische Wichtigkeit der fehlenden 
Positionen Kabelschächte für das konkrete Bauprojekt (vgl. 
Ausschreibung) und auch die in preislicher Hinsicht nicht 
unerheblichen und nicht vernachlässigbaren Auswirkungen der 
Positionen in einem durchschnittlichen Betrag von fast Fr. 100‘000.-- 
ausser Acht lassen, weshalb darauf nicht abzustellen ist.

Entsprechend betrifft die objektive Unvollständigkeit der berücksichtigten 

Offerte nach Lage der Akten nicht nur blosse untergeordnete Mängel im 

Sinne der zitierten verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung, so dass ein 

Ausschluss der Offerte der berücksichtigten Anbieterin vor dem 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit Stand hält. Die berücksichtigte 

Offerte ist folgerichtig dann gemäss Art. 22 lit. c SubG von der 

Berücksichtigung auszuschliessen, wenn die Verantwortung für die 

Unvollständigkeit nicht eindeutig der … als Vergabebehörde bzw. ihren 

Hilfspersonen zuzuordnen ist.

b) Was die zweite Fragestellung der Verantwortlichkeit für die unbestrittene 

objektive Unvollständigkeit der berücksichtigten Offerte betrifft, so ist 

diese nicht ohne weiteres festzustellen:

• Die Beschwerdeführerin (B. AG) lastet die Verantwortung für die nicht 
vollständige Übernahme aller Positionen des Leistungsverzeichnisses 
über die zur Verfügung gestellte EDV-Schnittstelle unter Hinweis auf 
die Akten und ein von ihr ins Recht gelegtes Schreiben der … AG der 
berücksichtigten Anbieterin an. Die Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) 
wiederum weist die Verantwortung ebenfalls gestützt auf ein 
Schreiben der … AG der Vergabestelle bzw. dem beauftragten 
Ingenieurbüro zu, welche die EDV-Schnittstelle nicht regelkonform 
konzipiert hätten. Die Vergabestelle äussert sich widersprüchlich, 
wenn sie in ihrer Vernehmlassung die Verantwortung für die 
Unvollständigkeit der Offerte der berücksichtigten Anbieterin 

- 15 -
übernimmt, aber im Vergabeentscheid noch festhält, dass die Ursache 
gemäss dem für die Ausschreibung beauftragten Ingenieur im Typ der 
von den Anbietern verwendetem EDV-Programm liegen soll. 
Insbesondere fällt auf und ist zu beanstanden, dass die Vergabestelle 
in ihrer Vernehmlassung bei der Darlegung, aus welchen Gründen der 
Zuschlag vom 31. Januar 2012 erfolgt ist, die Begründung gemäss 
diesem Zuschlag verfremdet wiedergibt (vgl. Vernehmlassung Ziff. 
10.1 und Zuschlag vom 31. Januar 2012 S. 2). 

• Aus den beiden ins Recht gelegten Schreiben der … AG, welche 
offenbar sowohl der Beschwerdeführerin als auch der 
Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) die Branchensoftware zur Kalkulation 
der Offerten liefert, geht hervor, dass allem Anschein nach sowohl ein 
Problem bei der Erstellung der EDV-Schnittstelle als auch ein Problem 
bei der Einstellung der Software für die Unvollständigkeit der Offerten 
bzw. die unkorrekte Übernahme einiger Positionen ursächlich 
gewesen sein kann. Die für das Bewerbungsverfahren technisch 
verantwortliche Ingenieurfirma führt die Unvollständigkeit der Offerten 
demgegenüber auf den Typ der von den Anbietern verwendeten EDV-
Programme zurück. Entsprechend wären ausschliesslich die Anbieter 
für ihre elektronischen Systeme (Hard- und Software), für die hier 
festgestellte Fehlerhaftigkeit des eigenen EDV-Programms 
(Einstellungen) und damit auch für die eigene Unvollständigkeit der 
Offerten verantwortlich. Nachdem dieselbe Problemstellung immerhin 
aber bei ganzen fünf von sieben Anbietern aufgetreten ist, überzeugt 
diese Schlussfolgerung auch nicht vollständig. Es ist schwer 
vorstellbar, dass eine vollständig korrekt erstellte EDV-Schnittstelle bei 
mehr als der Hälfte der bewerbenden Unternehmungen zu EDV-
Problemen führt.

• Für die Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) spricht der Umstand, dass das 
Verhalten der beauftragten Ingenieurfirma nicht über alle Zweifel 
erhaben ist. Wenn im Verlaufe der Angebotsfrist ein Bewerber - in 
casu die Beschwerdeführerin - die für die Offerten technisch 
verantwortliche Unternehmung mehrfach angeht und über Probleme 
mit der zur Verfügung gestellten EDV-Schnittstelle orientiert, dann ist 
die beauftragte Unternehmung grundsätzlich verpflichtet, das Problem 
abzuklären, oder im Rahmen ihrer vertragsrechtlichen Sorgfaltspflicht 
der Vergabestelle gegenüber wenigstens den Informationsfluss 
sicherzustellen. Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, als kurz 
nach den Meldungen der Beschwerdeführerin eine weitere Anbieterin 
- die F. AG - das Problem der beauftragten Ingenieurfirma gegenüber 
beschrieben hat und letztlich mitgeteilt hat, die fehlenden Positionen 
als R-Positionen zu erstellen. Unter solchen Umständen muss 
wenigstens eine Meldung an die Vergabestelle erfolgen, damit diese 
überhaupt die Möglichkeit hat, durch Information aller Bewerber über 
die Probleme eine Gleichbehandlung zu erreichen. Da die allenfalls 
erfolgte Bevorzugung der F. AG seitens der Ingenieurfirma indessen 

- 16 -
keinen Einfluss auf den Ausgang des vorliegenden Vergabeverfahrens 
gehabt hat, ist keine Verfälschung oder Verzerrung des Wettbewerbs 
erfolgt, weshalb eine Wiederholung des Vergabeverfahrens nicht 
erforderlich ist.

Unter Berücksichtigung der Aktenlage gestaltet sich eine Zuweisung der 

Verantwortung für die Unvollständigkeit der Offerten als schwierig, wenn 

auch nach Lage der Akten die Indizien tendenziell eher für eine 

Zuordnung der Verantwortung zum Einfluss- und Herrschaftsbereich der 

Anbieter sprechen (Verantwortung für das eigene EDV-System). Letztlich 

ist aber nicht von Bedeutung, ob die Verantwortung für die Fehlerquelle 

im Zusammenhang mit dem EDV-Schnittstelle bzw. dem auslesenden 

System (inkl. Software) der Bauherrschaft, der beauftragten 

Unternehmung (… AG) oder der berücksichtigten Offerentin zuzuordnen 

ist. Massgebend ist vielmehr, dass die berücksichtigte Offerentin offenbar 

nicht einmal eine minimale Überprüfung des Ausdrucks gemäss EDV-

System vorgenommen hat:

• Die fehlenden Positionen 151.621.101 - 108 (Kabelschächte) sind 
lediglich in der SIA-Schnittstelle nicht aufgetaucht. Wie die 
Beschwerdeführerin aber zu Recht einwendet und auch den in den 
Akten liegenden Unterlagen ohne weiteres entnommen werden kann, 
sind diese Positionen sowohl in der abgegebenen Papierversion des 
Leistungsverzeichnisses als auch im elektronischen Exemplar (PDF-
Datei) vorhanden. Zudem verweist die Ausschreibung im 
Kantonsamtsblatt sowie das Leistungsverzeichnis (Ziff. 2.3) explizit 
auf 50 Stück Kabelschächte als Hauptmengen. Sofern die 
berücksichtigte Anbieterin ihre nach der Erstellung ausgedruckte 
Offerte, welche sie mit Hilfe der EDV-Schnittstelle erstellt hatte, auch 
nur in den Hauptpunkten also mit der Papierversion oder der 
elektronischen Version abgeglichen hätte, so wäre ihr der Fehler in 
ihrem Ausdruck aufgefallen. Eine derartige Prüfung der eigenen 
Offerte anhand des Leistungsverzeichnisses bzw. der Ausschreibung - 
nicht zwingend vor der Offertstellung, aber mindestens nach 
Erstellung der eigenen Offerte - ist entgegen den 
beschwerdegegnerischen Ausführungen weder wirklichkeitsfremd 
noch unrealistisch. Vielmehr drängt sich eine Prüfung der eigenen 
EDV-gestützt erstellten Offerte aus Gründen der Sorgfalt geradezu 
auf; zumal EDV-bedingte Fehler nicht ausgeschlossen werden 
können. Daran haben sich schliesslich allem Anschein nach 
diejenigen drei Anbieter gehalten, welche die Unvollständigkeit ihrer 

- 17 -
Offerte bemerkt und korrigiert haben. Dasselbe gilt mutatis mutandis 
auch im Falle einer kursorischen Prüfung der ausgedruckten Offerte 
anhand der verfügbaren Pläne des Bauprojekts, der Ausschreibung 
oder des Leistungsverzeichnisses (Abgleichung der wesentlichen 
Positionen). Insbesondere gemäss den im Recht liegenden Plänen 
sind die Kabelschächte als unverzichtbarer Teil des Bauprojekts gut 
ersichtlich: Zunächst war den Ausschreibungsunterlagen offensichtlich 
ein spezieller Situationsplan der Kabelrohranlagen 1:500 beigelegt, 
welcher - wie seine Bezeichnung schon erahnen lässt - insbesondere 
die Kabelrohranlage mitsamt den Kabelschächten farbig klar 
hervorhebt. Sodann sind die notwendigen Kabelschächte auch im 
Plan des Normalprofils 1:50 klar dargestellt und gut ersichtlich. Im 
Übrigen sind die Kabelschächte auf den beiden Situationsplänen 
1:500 (1. Teil und  2. Teil) entlang der Strecke ebenfalls 
eingezeichnet; wenn auch keine klare Hervorhebung erfolgt ist. 
Insofern musste den Anbietern die Bedeutung der Kabelrohranlage 
und der Kabelschächte bewusst gewesen sein.

• Aus welchen Gründen sodann eine Prüfung der eigenen Offerte - 
auch ohne Vergleich mit dem Leistungsverzeichnis - nicht praktikabel 
und durchführbar sein soll, ist entgegen den betreffenden 
beschwerdegegnerischen Ausführungen ebenfalls nicht ersichtlich. 
Die blosse Länge der Offerte (nahezu 200 Seiten) vermag eine solche 
Unzweckmässigkeit jedenfalls nicht zu begründen. Von der 
berücksichtigten Anbieterin als professionellem Bauunternehmen hat 
vielmehr erwartet werden dürfen, dass aus eigenem Antrieb 
mindestens die eigene Offerte in Papierform kritisch auf 
Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft wird, um Fehler zu 
vermeiden; zumal es sich vorliegend um ein Bauprojekt mit einem 
nicht alltäglichen Volumen von etwa Fr. 4.0 Mio. gehandelt hat. Dass 
Fehler in der Offertstellung bei einem solchen Volumen für die 
Unternehmung erhebliche Auswirkungen zeitigen können, braucht 
wohl nicht weiter erörtert zu werden. Unter diesen Umständen mutet 
es schon leicht fahrlässig an, die eigene Offerte in Papierform keiner 
weiteren Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu unterziehen. 
Eine solche Prüfung der eigenen Offerte hätte der 
Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) zweifelsohne die Fehlerhaftigkeit bzw. 
die Unvollständigkeit ihrer Offerte aufgezeigt; zumal auch eine bloss 
kursorische Durchsicht auf der Seite 73 sinnlose Textpassagen mit 
mehrfacher Wiederholung erkennen lässt. Schliesslich behauptet auch 
die Beschwerdegegnerin 2, dass sie selbst die Fehlerhaftigkeit ihrer 
Offerte bzw. die Unvollständigkeit festgestellt und das beauftragte 
Ingenieurbüro im Nachhinein kontaktiert habe. Wenn man dieser 
Behauptung Glauben schenken will, dann stellt sich die Frage, wie die 
Beschwerdegegnerin mehrere Tage nach Ablauf der Angebotsfrist (6. 
Dezember 2012) und nach Öffnung der Angebote (10. Dezember 
2012), aber noch vor der Mitteilung der Ergebnisse der 
Angebotsöffnung (17. Dezember 2012) die Unvollständigkeit 

- 18 -
festgestellt hat. Darauf lässt sich prinzipiell nur eine vernünftige 
Antwort geben: Vergleich der Offerte mit dem Leistungsverzeichnis 
oder Prüfung der eigenen Offerte auf Vollständigkeit. Dies führt dann 
aber wieder zur Anschlussfrage, wieso die Beschwerdegegnerin 2 (A. 
AG) diese Prüfung bzw. Kontrolle erst nach Abgabe ihrer Offerte und 
nicht noch vor der Abgabe der Offerte vorgenommen hat. Hätte die 
Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) die Prüfung rechtzeitig vor Abgabe der 
Offerte durchgeführt, so wäre ihr die Unvollständigkeit offensichtlich 
aufgefallen (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 S. 4).

• Schliesslich kommt hinzu, dass die berücksichtigte Anbieterin, wie der 
in den Akten liegenden definitiven Offerte entnommen werden kann, 
keineswegs alle Angaben auf elektronischem Weg über die EDV-
Schnittstelle eingegeben hat. An diversen Stellen der Offerte hat die 
berücksichtigte Anbieterin von Hand Angaben nachgeführt (z.B. 
Gerätetypen oder Prüfmethoden; vgl. Offerte S. 12, S. 23, S. 63, S. 94 
f., S. 105 etc.). Entsprechend steht fest, dass die berücksichtigte 
Anbieterin ihre ausgedruckte Offerte zweifelsohne noch in 
verschiedenen Punkten angepasst hat und somit einer Prüfung 
unterzogen hat. Bei dieser Gelegenheit hätte es nahegelegen und 
wäre es angebracht gewesen, die gesamte Offerte in Papierform 
zumindest kursorisch auf ihre Korrektheit zu prüfen. Denn dann wäre 
der berücksichtigten Anbieterin der gut ersichtliche Fehler auf der S. 
73 mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgefallen. 

Selbst wenn man also mit der berücksichtigten Offerentin davon 

ausgehen wollte, ihr EDV-System habe ordnungsgemäss funktioniert, so 

dass die fehlenden Positionen elektronisch tatsächlich nicht feststellbar 

gewesen sind, so wäre die Nicht-Vollständigkeit der ausgedruckten EDV-

Offerte ohne weiteres feststellbar gewesen, wenn diese kritisch geprüft 

oder zumindest in den wichtigsten Punkten mit der Papier-Version bzw. 

den Plänen abgeglichen worden wäre. Dies anerkennt die 

Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) mittelbar sogar selbst, wenn sie ausführt, 

sie habe nach Abgabe der Offerte weitere Überlegungen angestellt und 

dabei die Diskrepanz zwischen dem Leistungsverzeichnis in Papier und 

ihrer eigenen Offerte festgestellt. Entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin 2 (A. AG) die Unvollständigkeit ihrer Offerte zu 

verantworten.

- 19 -
c) Damit steht schliesslich fest, dass die Unvollständigkeit der 

berücksichtigten Offerte nicht bloss lediglich untergeordnete Positionen im 

Sinne der umschriebenen Rechtsprechung zum Ausschluss bzw. zur 

Ungültigkeit betrifft, und dass die Verantwortung hierfür im Einflussbereich 

der berücksichtigten Offerentin liegt. Aus diesen Gründen ist die 

beschwerdegegnerische Offerte gemäss Art. 22 lit. c SubG von der 

Berücksichtigung und von der Vergabe auszuschliessen und es ist der 

Zuschlag der Beschwerdeführerin als zweitplatzierter Offerentin gemäss 

Angebotsvergleich vom 17. Dezember 2012 zu erteilen.

5. a) Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, der angefochtene Entscheid bzw. 

der Zuschlag aufzuheben und der Zuschlag für das gesamte Projekt 

gemäss Ausschreibung der Beschwerdeführerin (B. AG) zu einem Preis 

von Fr. 4‘079‘833.10 inkl. MWST zu erteilen. Nachdem die 

Beschwerdeführerin als zweitplatzierte Offerentin die vormals fehlenden 

Positionen 151.621. 101 - 108 offeriert hat, erfolgt der Zuschlag für das 

gesamte ausgeschriebene Bauprojekt zum offerierten Preis inkl. MWST. 

Das untergeordnete beschwerdeführerische Rechtsbegehren von Fr. 

3‘652‘184.55 exkl. MWST ist auch deshalb nicht zu berücksichtigen, weil 

es nicht das vollständige Vergabeprojekt bzw. alle Vergabepositionen 

enthält.

b) Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit 

verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Die vom 

beschwerdeführerischen Rechtsvertreter mit Schreiben vom 8. April 2013 

eingereichte Honorarnote in der Höhe von Fr. 11‘772.70 inkl. MWST setzt 

sich aus einem anwaltlichen Aufwand von nahezu 29 Stunden sowie 

Spesen und MWST und einem Interessenwertzuschlag von Fr. 3‘600.00 

zusammen. Der Interessenwertzuschlag wird dabei mit der eingereichten 

Vollmacht begründet, welche ausdrücklich auf Art. 3 der Verordnung über 

die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

- 20 -
(Honorarverordnung, HV) verweise. Da der beschwerdeführerische 

Rechtsvertreter aber lediglich eine Vollmacht und keine explizite 

Honorarvereinbarung mit ausdrücklicher Stipulierung eines 

Interessenwertzuschlags zu den Akten gelegt hat, ist praxisgemäss von 

der Zusprechung eines Interessenwertzuschlags abzusehen (Art. 2 Abs. 1 

i.V.m. Art. 4 Abs. 1 HV). Der übrige anwaltliche Aufwand erscheint für ein 

Verfahren mit doppeltem Schriftenwechsel als angemessen (Fr. 7‘884.70 

inkl. Spesen und MWST), weshalb die Beschwerdeführerin (B. AG) im 

entsprechenden Umfang von den beiden Beschwerdegegnerinnen (A. AG 

und …) je zur Hälfte zu entschädigen ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid 

aufgehoben und der Zuschlag für die Baumeisterarbeiten an der 

Kreuzungsstelle … (Erdarbeiten, Ortsbetonarbeiten, Arbeiten der 

Mastfundation und des Kabelrohrblocks) Kilometer 22.5 - 23.4 zwischen 

… und … gemäss Ausschreibung der B. AG für Fr. 4‘079‘833.10 inkl. 

MWST erteilt.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 10‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 485.--

zusammen Fr. 10‘485.--

gehen je zur Hälfte zulasten der … AG und der A. AG und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die … AG und die A. AG haben die B. AG aussergerichtlich jeweils mit Fr. 

3‘942.35 (inkl. MWST) zu entschädigen.