# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d1b8adc-23b2-5d56-a6a7-288010facb51
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-31
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 31.05.2021 101 2021 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2021-41_2021-05-31.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2021 41

Urteil vom 31. Mai 2021

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Sandra Wohlhauser, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschwerdeführer

amtlicher Rechtsbeistand von B.________,

in den Verfahren gegen

C.________

Gegenstand Unentgeltliche Rechtspflege, Höhe der Entschädigung in Zivilsachen

Beschwerde vom 27. Januar 2021 gegen den Entscheid des Präsi-
denten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 8. Januar 2021

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Sachverhalt

A. Rechtsanwalt A.________ wurde am 19. November 2018 und 29. April 2019 zum unent-
geltlichen Rechtsbeistand von B.________ im Eheschutz- (bzw. vorsorgliche Massnahmen) und 
Scheidungsverfahren gegen C.________ (10 2017 581/588, act. 92) respektive im Verfahren 
betreffend Anweisung an die Schuldner ernannt (10 2019 156, act. 14). 

Am 26. August 2020 reichte Rechtsanwalt A.________ seine Kostenliste ein und beantragte für 
die Periode vom 26. September 2017 bis 31. Dezember 2017 die Zusprechung einer 
Entschädigung von CHF 2’126.30 und für die Zeit vom 4. Januar 2018 bis zum 26. August 2020 
eine solche von CHF 14'455.40, jeweils inklusive MwSt. 

Mit Entscheid vom 29. Oktober 2020 bestimmte der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks 
(nachfolgend der Gerichtspräsident) die Rechtsanwalt A.________ durch den Staat Freiburg zu 
bezahlende Entschädigung auf CHF 1’753.10 (inkl. MwSt.) für die erste Periode und auf 
CHF 9'437.75 (inkl. MwSt.) für die zweite Periode. 

Die von Rechtsanwalt A.________ gegen diesen Entscheid am 12. November 2020 erhobene 
Beschwerde wurde mit Urteil vom 11. Dezember 2020 des hiesigen Gerichtshofs aufgrund der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs teilweise gutgeheissen, der Entscheid vom 29. Oktober 2020 
aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung zurückgewiesen (101 2020 443). 

B. Mit Entscheid vom 8. Januar 2021 setzte der Gerichtspräsident die Rechtsanwalt 
A.________ durch den Staat Freiburg zu bezahlende Entschädigung wiederum auf CHF 1’753.10 
(inkl. MwSt.) für die erste Periode und auf CHF 9'437.75 (inkl. MwSt.) für die zweite Periode fest.

C. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt A.________ am 27. Januar 2021 Beschwerde. 
Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge, die Entschädigung sei für die erste Periode 
auf CHF 2'137.60 (Honorar: CHF 1'665.-, Korrespondenz: CHF 100.-, Auslagen und 
Wegentschädigungen: CHF 214.25, MwSt. (8%): CHF 158.35) und jene für die zweite auf 
CHF 14'470.- (Honorar: CHF 10’710.-, Korrespondenz: CHF 1'900.-, Auslagen und 
Wegentschädigungen: CHF 825.50, MwSt. (7.7%): CHF 1'034.50) festzusetzen.

Der Gerichtspräsident teilte am 29. Januar 2021 mit, dass er auf eine Stellungnahme verzichte.

Erwägungen

1.

1.1. Art. 61a des Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) sieht vor, dass 
Entscheide über die Festsetzung der Entschädigung der amtlichen Verteidiger mit Beschwerde 
beim Kantonsgericht angefochten werden können. Jeder Zivilgerichtshof entscheidet in seinen 
Zuständigkeitsbereichen über Beschwerden, welche die Vergütung von Anwältinnen und Anwälten 
und die Gerichtskosten betreffen (Art. 20a Abs. 1 des Reglements des Kantonsgerichts betreffend 
seine Organisation und seine Arbeitsweise vom 22. November 2012 [RKG; SGF 131.11]). Über 
Beschwerden im Bereich des Familienrechts entscheidet somit der I. Zivilappellationshof (Art. 16 
RKG).

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Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage (Art. 119 Abs. 3 i.V.m. 321 Abs. 2 ZPO). Der angefochtene 
Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 18. Januar 2021 zugestellt (15 2017 44, act. 115), so 
dass die am 27. Januar 2021 der Post übergebene Beschwerde fristgerecht erfolgte.

1.2. Bei der unentgeltlichen Verbeiständung handelt es sich um ein öffentlich-rechtliches 
Verhältnis zwischen dem Staat und dem Rechtsanwalt, das einen Honoraranspruch des Rechts-
beistandes gegenüber dem Staat begründet. Dieser Anspruch steht demnach dem amtlichen 
Rechtsbeistand selber und nicht der verbeiständeten Partei zu. Entsprechend ist nur der Rechts-
vertreter legitimiert, die amtliche Entschädigung anzufechten (siehe u.a. BGE 140 V 116 E. 4; 
Urteil BGer 4A_382/2015 vom 4. Januar 2016 E. 2.1; Urteil KGer FR 101 2016 416 vom 
19. Dezember 2016 E. 4 m.H), was vorliegend der Fall ist.

1.3. Mit der Beschwerde kann einerseits eine unrichtige Rechtsanwendung gerügt werden 
(Art. 320 Bst. a ZPO). Diesbezüglich entscheidet das Kantonsgericht mit voller Kognition. Anderer-
seits kommt als Beschwerdegrund die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts in 
Frage (Art. 320 Bst. b ZPO). In tatsächlicher Hinsicht ist somit lediglich eine Willkürprüfung vorge-
sehen.

1.4. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen 
(Art. 326 ZPO).

1.5. Über die Beschwerde kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 327 Abs. 2 ZPO). 

1.6. Der Streitwert gemäss Art. 51 Abs. 1 Bst. a BGG beträgt CHF 5'416.75, ausmachend die 
Differenz zwischen der im Beschwerdeverfahren beantragten und der im angefochtenen Entscheid 
festgesetzten Entschädigung (CHF 16'607.60 – CHF 11'190.85).

2.

2.1. Gemäss Art. 122 Abs. 1 Bst. a ZPO sind die kantonalen Zivilgerichte verpflichtet, unentgelt-
liche Rechtsbeistände « angemessen » zu entschädigen. Trotz dieser Vorgabe ist es nach ständi-
ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig, das Honorar für amtliche Mandate im Vergleich 
zu jenem der freien Mandate tiefer anzusetzen (BGE 139 IV 261 E. 2.2.1; 137 III 185 E. 5.1 ff.), 
obwohl die amtlichen Anwälte für den Staat eine öffentliche Aufgabe erfüllen, die inhaltlich und 
qualitativ genau die gleiche ist wie diejenige eines privat mandatierten Anwaltes (BSK ZPO-
RÜEGG/RÜEGG, 3. Aufl. 2017, Art. 122 N. 5 ff.). 

Unentgeltlichen Rechtsbeiständen ist nur derjenige Aufwand zu entschädigen, der mit der eigentli-
chen Interessenwahrung im Rahmen einer konkreten Streitigkeit zusammenhängt und der verhält-
nismässig ist. Nicht ersetzt werden namentlich Aufwendungen, bei denen zum vornherein klar ist, 
dass sie nicht der Interessenwahrung im Prozess dienen (z. B. Übersetzungsarbeiten, allgemeine 
Lebenshilfe, psychologische Betreuung der vertretenen Partei; vgl. u.a. BGE 109 Ia 107 E. 3b). 
Dem Rechtsvertreter ist jedoch ein genügender Ermessensspielraum zu belassen, um den Arbeits-
aufwand in concreto zu bestimmen (u.a. Urteil BGer 5D_149/2016 vom 30. Januar 2017 E. 3.3 
m.H.). 

Im Kanton Freiburg wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und 
Strafsachen auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads 
der Angelegenheit festgesetzt (Art. 57 Abs. 1 JR). Eine Stunde wird mit CHF 180.- entgolten 
(Art. 57 Abs. 2 JR). Im Stundentarif inbegriffen sind die Kosten für das Sekretariat, wie z.B. das 
Tippen. Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Ausla-
gen zum Selbstkostenpreis verrechnet. Vorbehalten bleiben die folgenden Bestimmungen: Die 

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Kosten für Kopien, Portos und Telefonate werden pauschal auf 5% der Grundentschädigung fest-
gelegt (Abs. 2). 

Zudem ist bei der Festsetzung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers die analoge Anwen-
dung von Art. 67 JR (Korrespondenz und Telefongespräche, die zur Führung des Prozesses 
notwendig waren und den Rahmen einer einfachen Aktenverwaltung nicht überschreiten, ins-
besondere Übermittlungsschreiben, Gesuche um Fristerstreckung oder um Verschiebung einer 
Verhandlung, geben einzig Anspruch auf ein Pauschalhonorar von höchstens CHF 500.-. Die Fest-
setzungsbehörde kann ausnahmsweise einen Betrag von bis zu CHF 700.- zusprechen, nament-
lich wenn die Korrespondenz ausserordentlich umfangreich war), zulässig, unter der Bedingung, 
dass sie sich tatsächlich auf die Korrespondenz und Telefongespräche im Sinne dieser Bestim-
mung beschränkt (FZR 2015 276). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es zulässig, für das Anwaltshonorar – wozu 
auch das Honorar von Art. 67 JR gehört – Pauschalen vorzusehen. Honorarpauschalen dienen der 
gleichmässigen Behandlung und begünstigen eine effiziente Mandatsführung. Zudem entlasten sie 
das Gericht davon, sich mit der Aufstellung des erbrachten Zeitaufwandes im Einzelnen auseinan-
dersetzen zu müssen (Urteil BGer 5D_62/2016 vom 1. Juli 2016 E. 4.1 m.H.). Bei einer Honorarbe-
messung nach Pauschalbeträgen werden alle prozessualen Bemühungen zusammen als einheitli-
ches Ganzes aufgefasst und der effektive Zeitaufwand lediglich im Rahmen des Tarifansatzes 
berücksichtigt. Pauschalen nach Rahmentarifen erweisen sich aber als verfassungswidrig, wenn 
sie auf die konkreten Verhältnisse in keiner Weise Rücksicht nehmen und im Einzelfall ausserhalb 
jedes vernünftigen Verhältnisses zu den vom Rechtsanwalt geleisteten Diensten stehen (BGE 141 
I 124 E. 4.3 m.H.). Ausgangspunkt ist eine Gesamtbetrachtung des Honorars unter Berücksichti-
gung des konkreten Falles. 

2.2. Zusammengefasst geht aus den Akten das Folgende hervor: 

Im Oktober 2017 reichten beide Ehegatten ein Eheschutzgesuch ein (10 2017 581 und 588, 
welche am 15. November 2017 vereinigt wurden). In der Folge wurden die beiden Kinder der 
Parteien angehört, da die Zuteilung der Obhut strittig war. Im November 2017 wurden die Eltern 
ebenfalls angehört. An dieser Sitzung wurde das Scheidungsverfahren anhängig gemacht. In der 
selben Periode erging eine Gefährdungsmeldung der Schulleitung D.________. Der 
Gerichtspräsident gab sodann im Dezember 2017 eine umfassende Sozialabklärung in Auftrag. 
Sogleich errichtete er für die Kinder eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Parallel 
wurde ein Strafverfahren gegen die Mutter eröffnet. Im Januar 2018 teilte das Friedensgericht des 
Seebezirks namentlich mit, dass es sich um eine komplexe Angelegenheit handle. Im Mai 2018 
informierte der Gerichtspräsident die Parteien, dass er mit dem Verlauf der Angelegenheit nicht 
glücklich sei, da das mit der umfassenden Sozialabklärung beauftragte Jugendamt die 
Abklärungen während der Dauer der Befragungen und Abklärungen der Strafbehörden sistiert 
habe. Im Juni 2018 übermittelte das Jugendamt seinen 15-seitigen Bericht, mit welchem es u.a. 
die Platzierung der Kinder und die gleichzeitige Prüfung von Unterstützungsmassnahmen für den 
Vater hinsichtlich seiner Suizidäusserungen vorschlug. Anfangs Juli 2018 ordnete der 
Gerichtspräsident dringliche vorsorgliche Massnahmen an und platzierte die Kinder für die Dauer 
von drei Monaten im E.________. Am 12. Juli 2018 wurden die Parteien zu diesen Massnahmen 
angehört. Am 20. Juli 2018 ordnete der Gerichtspräsident vorsorgliche Massnahmen an und 
bestätigte u.a. die Unterbringung der Kinder im E.________. In der Folge wurde ein 
Kindesvertreter ernannt. Ende September 2018 wurde die Platzierung wieder aufgehoben und die 
Kinder unter die Obhut des Vaters gestellt. Mit Entscheid vom 19. November 2018 konnte sodann 
über die Eheschutzmassnahmen bzw. die vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren 

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entschieden werden. Von Oktober 2017 bis November 2018 kam es zu zahlreichen und teils sehr 
ausführlichen Stellungnahmen der Parteien (10 2017 581, act. 1 – 102). 

Parallel dazu wurde das Scheidungsverfahren in einer ersten Etappe faktisch sistiert und im 
August 2018 wiederaufgenommen. Die Klage wurde am 1. November 2018 eingereicht. Im Febru-
ar 2019 wurde dieses Verfahren wiederum sistiert, und zwar bis zum rechtskräftigen Entscheid des 
Kantonsgerichts betreffend vorsorgliche Massnahmen. Im April 2019 wurde es wiederaufgenom-
men. Mit Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 21. Mai 2019 wurden die Ehegatten zum Besuch 
einer Mediation verpflichtet. Anfangs September 2019 wurde die Klageantwort eingereicht. Die 
Parteien wurden vom Zivilgericht am 4. Dezember 2019 angehört. In der Folge wurden zahlreiche 
Unterlagen ins Recht gelegt. Am 6. Mai 2020 erging sodann das Scheidungsurteil. Strittig waren zu 
diesem Zeitpunkt insbesondere die Obhut über die beiden Kinder, der persönliche Verkehr mit 
dem nichtobhutsberechtigten Elternteil, die Unterhaltsbeiträge für die Kinder, der Ehegattenunter-
halt und die güterrechtliche Auseinandersetzung; bezüglich der beruflichen Vorsorge waren sich 
die Ehegatten zwar über die hälftige Teilung einig, jedoch nicht über die zu teilenden Beträge. 
Auch in diesem Verfahren kam es zu vielen und zum Teil ausführlichen Stellungnahmen der 
Parteien, inkl. des Kindesvertreters (15 2017 44, act. 1 – 91). 

Nebst diesen Verfahren stellte der Vater im März 2019 ein Gesuch um Anweisung an den Schuld-
ner. Nach Abschluss des Schriftenwechsels wurde das Gesuch mit Entscheid des Gerichtspräsi-
denten vom 29. April 2019 teilweise gutgeheissen (10 2019 156, act. 1 – 21). 

2.3.

2.3.1. Vorab ist zu erwähnen, dass der Gerichtspräsident seinen neuen Entscheid teilweise kurz, 
jedoch entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich rechtsgenüglich 
begründet hat (vgl. Urteil BGer 4A_382/2015 vom 4. Januar 2016 E. 3.1 f. m.H., in welchem das 
Bundesgericht das Folgende festhielt: Die Vorinstanz ging von einem Stundenansatz von CHF 200.- aus. 
Sie kürzte, weil sie den vom Beschwerdeführer in seiner Kostennote ausgewiesenen Aufwand von 97 Stun-
den, namentlich die geltend gemachten 85 Stunden für die Berufungsschrift, als der Sache nicht angemes-
sen erachtete. Entschädigungspflichtig sei nur der im Zusammenhang mit einer sachkundigen, engagierten 
und effektiven Wahrnehmung der Parteiinteressen notwendige, nützliche und verhältnismässige Aufwand. 
Sie erachtete im Ergebnis somit 40 Stunden als vertretbar. Damit hat die Vorinstanz die Kürzung mit einem 
unverhältnismässigen Aufwand für die Berufungsschrift begründet. Das Bundesgericht hat die Begründung 
einer Kürzung unter Bezugnahme auf Rechtsschriften als genügend erachtet (zit. Urteil 5D_15/2012 E. 4.6). 
Die Rüge der Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör erweist sich demnach als unbegründet). 
Sofern der Beschwerdeführer also eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend macht respekti-
ve an verschiedenen Stellen der Beschwerde ausführt, der Entscheid sei nicht oder ungenügend 
begründet, ist er nicht zu hören. 

2.3.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Gerichtspräsidenten sodann vor, im Gegensatz zu seinen 
Erwägungen seien für die erste Periode nicht 7.5 Stunden, sondern 9.75 Stunden geltend gemacht 
worden und für die zweite nicht 47.3 Stunden, sondern 70, was sich klar aus der Kostenliste erge-
be. 

Dem ist zuzustimmen. In der Kostenliste vom 26. August 2020 werden für die erste Periode 
585 Minuten (oder 9.75 Stunden) und für die zweite 4’209 Minuten (oder 70.15 Stunden) aufge-
führt. 

2.3.3. Als willkürlich rügt der Beschwerdeführer, dass der Gerichtspräsident das Pauschalhonorar 
für Korrespondenz und Telefongespräche auf CHF 700.- (CHF 100.- für die erste Periode und 

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CHF 600.- für die zweite) festgesetzt hat. Der Pauschalbetrag müsse für jedes Verfahren einzeln 
zugesprochen werden. Vorliegend sei es um das Scheidungsverfahren, dann um Eheschutzmass-
nahmen bzw. vorsorgliche Massnahmen und schliesslich um das nicht separat erfasste Kindes-
schutzverfahren gegangen. Auch dieses habe zu einem eigenen Entscheid geführt. Der Pauschal-
betrag sei damit auf dreimal CHF 500.- festzusetzen. Im aufwändigen Scheidungsverfahren und im 
Verfahren der vorsorglichen Massnahmen (nicht Kindesschutzverfahren) sei der Pauschalbetrag 
auf CHF 700.- zu erhöhen. Damit betrage der Maximalbetrag für die Korrespondenz und die Akten-
verwaltung CHF 1'900.-.

Vorab gilt es zu präzisieren, dass die Verrichtungen für das Verfahren um Anweisung an den 
Schuldner (10 2019 156), für welches der Beschwerdeführer am 29. April 2019 zum unentgeltli-
chen Rechtsbeistand bestimmt wurde, in der Kostenliste vom 26. August 2020 enthalten sind und 
dementsprechend auch von der angefochtenen Entschädigung betroffen sind (vgl. Kostenliste vom 
24. Mai 2019 in den Akten 10 2019 156). 

Zu erwähnen ist auch, dass die Kostenliste sämtliche Verrichtungen im Stundentarif (CHF 180.-) 
beinhaltet, so auch jene, die mit dem Pauschalhonorar von Art. 67 JR entschädigt werden können 
bzw. müssen. Der Gerichtspräsident hat seinerseits Art. 67 JR analog angewendet, was zulässig 
ist und im Beschwerdeverfahren nicht geändert wird, und bei jeder der 255 Verrichtungen angege-
ben, ob es sich um Besprechungen/Telefonate (« B »), Rechtsschriften inkl. Nachforschungen und 
Aktenstudium (« RS », « AS »), Verhandlungen und Vorbereitung (« V ») oder den Pauschalbetrag 
von Art. 67 JR (« K ») handelt. 

Dem Beschwerdeführer ist grundsätzlich zuzustimmen, dass es nicht dem Willen des Freiburger 
Gesetzesgebers entsprechen kann, dass bei einer aufwändigen, über mehrere Jahre hinweg 
dauernden familienrechtlichen Angelegenheit, in welcher mehrere Verfahren eröffnet wurden, so 
u.a. ein Eheschutz- und ein Scheidungsverfahren, und grundsätzlich auch separate Entschädigun-
gen hätten festgesetzt werden können, das Pauschalhonorar von Art. 67 JR nur einmal zugespro-
chen wird, sei es auch auf das Maximum erhöht (CHF 700.-), oder anders gesagt, dass die Beträ-
ge von CHF 500.- bzw. CHF 700.- in solch einem Fall nicht erhöht werden dürfen. Dies bedeutet 
hingegen noch nicht, dass der Pauschalbetrag für jedes Verfahren einzeln zugesprochen werden 
muss. Es ist vielmehr der konkrete Fall zu berücksichtigen, wobei der Pauschalbetrag in einem 
vernünftigen Verhältnis zu den geleisteten Diensten stehen muss.

Was die mit einem « K » versehenen Positionen betrifft, ist allgemein zu erwähnen, dass das Frei-
burger Justizreglement drei Beispiele nennt, welche einzig Anspruch auf das Pauschalhonorar für 
Korrespondenz und Telefongespräche, die zur Führung des Prozesses notwendig waren und den 
Rahmen einer einfachen Aktenverwaltung nicht überschreiten, geben. Es handelt sich dabei um 
die Übermittlungsschreiben (oder Memos), Gesuche um Fristerstreckung und Gesuche um 
Verschiebung einer Verhandlung. Bei den beiden letzten Beispielen handelt es sich regelmässig 
um kurze Schreiben, die jedoch eine (Mindest-)Begründung enthalten müssen. Demnach kann 
davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber nicht nur Verrichtungen der reinen Aktenver-
waltung mit dem Pauschalhonorar entschädigen wollte (u.a. Urteil KGer FR 502 2018 112 vom 
6. August 2018 E. 4.4.1). Die Dauer der Verrichtungen ist dabei nicht massgebend (Urteil KGer FR 
101 2020 23 vom 6. Februar 2020 E. 3.3). 

Vorliegend unterscheidet die Kostenliste zwischen den Briefen, bei welchen davon auszugehen ist, 
dass der Beschwerdeführer diese mit Informationen und/oder Erklärungen versehen hat, zumal 
regelmässig diverse Unterlagen beigelegt wurden, und den Memos. Letztere (3 in der ersten Peri-
ode, 110 in der zweiten Periode) werden unbestritten durch das Pauschalhonorar entschädigt. Die 

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Briefe vergütete der Gerichtspräsident grösstenteils gemäss Stundentarif (« RS »), jedoch zum Teil 
auch mit dem Pauschalhonorar (« K »), ohne dass weder aus der 11-seitigen Kostenliste noch aus 
dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, aufgrund welcher Kriterien er die Unterscheidung 
jeweils vorgenommen hat. Unter diesen Umständen und aus prozessökonomischen Gründen 
scheint es im vorliegenden Fall angebracht, einzig die 113 Memos und die 6 Fristverlängerungsge-
suche mit einem entsprechend angepassten Pauschalhonorar zu entschädigen. Die Briefe werden 
allesamt gemäss Stundentarif vergütet. 

Der Betrag des Pauschalhonorars wird nachfolgend für jede Periode geprüft. 

2.4. Erste Periode (26. September 2017 bis 31. Dezember 2017)

2.4.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Bestellung des Familienscheins sei nicht separat verrech-
net worden.

Unter die pauschalen Auslagen von 5% der Grundentschädigung gemäss Art. 58 Abs. 2 JR fallen 
nur die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate. Der vom Beschwerdeführer bestellte Familien-
schein ist demnach zusätzlich zum Selbstkostenpreis von CHF 41.- zu berücksichtigen (Art. 58 
Abs. 1 JR). 

2.4.2 Der Gerichtspräsident kürzte zwei Telefonate zwischen dem Beschwerdeführer und seinem 
Klienten, und zwar das Telefonat vom 9. November 2017 von 15 auf 10 Minuten und jenes vom 
20. November 2017 von 20 auf 10 Minuten. Er führte dazu aus, dass eine Telefondauer von 
jeweils höchstens 10 Minuten als angemessen erscheint, da der Aufwand im Rahmen der unent-
geltlichen Rechtspflege auf ein Minimum zu beschränken ist und zusätzlich auch mündliche 
Besprechungen durchgeführt wurden. Vier Telefonate von total 50 Minuten seien demnach um 
15 Minuten auf 35 Minuten zu kürzen. 

Der Beschwerdeführer entgegnet, die Bemerkung, dass ein Telefon höchstens zu 10 Minuten als 
angemessen erscheinen könne, sei willkürlich. Im Rahmen der Telefonate seien nicht nur rein 
organisatorische, sondern auch rechtliche Fragen besprochen worden. Einfache telefonische 
Anfragen würden direkt vom Sekretariat beantwortet und erschienen in der Honorarnote gar nicht. 

Aus den Akten erhellt, dass in dieser Periode beide Parteien quasi gleichzeitig ein Eheschutzge-
such eingereicht haben. Die Mutter hob dabei hervor, dass das Verhältnis zwischen den Parteien 
äusserst schwierig sei und sich seit September 2017 stark verschlechtert habe. Die Kinder würden 
gemäss Schulpsychologin und Sozialdienstmitarbeiterin enorm unter dieser Situation leiden. Sie 
(die Mutter) könne keinen Kontakt mehr mit ihnen aufnehmen, da sie seit zwei Wochen beim Vater 
wohnen würden. Beide Elternteile beantragten die Zuteilung der Obhut. Am 3. November 2017 
übermittelte der Gerichtspräsident den Parteien den Bericht der Kinderanhörung vom 26. Oktober 
2017. Der Beschwerdeführer liess diesen sowie die Stellungnahme der Gegenpartei zum 
Eheschutzgesuch seinem Klienten am 6. November 2017 zukommen. Der 15-minütige Anruf des 
Klienten vom 9. November 2017 ist daher nicht unverhältnismässig. Dasselbe gilt für jenen vom 
20. November 2017, welcher auf die Zustellung des 10-seitigen Protokolls der Verhandlung vom 
15. November 2017 folgte respektive die Stellungnahme vom 22. November 2017 zur Folge hatte. 
Vier Anrufe von insgesamt 50 Minuten des Klienten innert rund drei Monaten, in einer Phase, in 
welcher u.a. zwei Eheschutzgesuche eingereicht wurden, die Obhut hoch strittig war und es 
namentlich zu einer Gefährdungsmeldung kam, sind in casu nicht übertrieben, selbst wenn es 
zutrifft, dass es auch zwei Besprechungen mit dem Klienten in der Kanzlei gab.

2.4.3 Die Korrespondenz gemäss Art. 67 JG ist angemessen mit CHF 50.- zu entschädigen 
(vgl. E. 2.3.3 hiervor). 

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2.4.4. Die Entschädigung des Beschwerdeführers in der ersten Periode beträgt somit 
CHF 2'131.95 (Honorar gemäss Stundentarif (570 Minuten): CHF 1'710.-; Pauschalhonorar 
gemäss Art. 67 JR: CHF 50.-; pauschale Auslagen von 5%: CHF 88.-; Wegentschädigung: 
CHF 85.-; Familienschein: CHF 41.-; MWST zu 8%: CHF 157.95).

2.5. Zweite Periode (vom 4. Januar 2018 bis zum 26. August 2020)

2.5.1. Im Hinblick auf die Vorgabe, dass der Aufwand des Rechtsbeistands im Rahmen der unent-
geltlichen Rechtspflege auf das Notwendige zu beschränken ist, die Interessen des Klienten auch 
mit dem gekürzten Aufwand rechtsgenüglich hätten gewahrt werden können bzw. der Aufwand 
nicht in diesem Ausmass notwendig war und es sich insgesamt nicht um eine komplexe Angele-
genheit gehandelt hat, kürzte der Gerichtspräsident das Telefongespräch vom 5. März 2018 von 
20 auf 10 Minuten, die Besprechung mit dem Klienten vom 6. Juli 2018 von 120 auf 60 Minuten, 
die Besprechung mit dem Klienten vom 8. Oktober 2018 von 70 auf 60 Minuten, die Lektüre der 
Berichte E.________ und Jugendamt von 90 auf 60 Minuten, die Besprechung mit dem Klienten 
vom 27. November 2018 von 95 auf 60 Minuten, die Besprechung mit dem Klienten vom 
15. Januar 2019 von 90 auf 60 Minuten, das Telefon mit dem Klienten vom 24. Oktober 2019 von 
20 auf 10 Minuten, die Besprechung mit dem Klienten vom 25. November 2019 von 105 auf 
60 Minuten, das Telefon mit dem Klienten vom 2. März 2020 von 20 auf 10 Minuten, das 
Aktenstudium/Prüfung Unterlagen F.________ von 120 auf 60 Minuten sowie die Lektüre des 
Scheidungsurteils vom 11. Mai 2020 von 75 auf 45 Minuten.

 Was das Telefongespräch vom 5. März 2018 betrifft, ist der Beschwerdeführer zwar der 
Meinung die Kürzung sei willkürlich, er legt jedoch nicht dar, weshalb dies der Fall sein soll. 
Aus den Akten kann auch nichts entnommen werden, das in diesem Zeitpunkt des Verfah-
rens ein 20-minütiges Telefonat erklären würde. Die Kürzung ist demnach nicht zu bean-
standen. 

 Anders verhält es sich mit der Besprechung vom Freitag, 6. Juli 2018. An diesem Tag 
wurde die Platzierung der Kinder im E.________ beschlossen, mitgeteilt und 
vorgenommen. Der Beschwerdeführer führt aus, er habe am besagten Tag einen 
Telefonanruf des Gerichtspräsidenten erhalten, mit welchem ihm dieser mitteilte, dass er 
nach Erhalt des Berichtes des Jugendamtes die beiden Kinder aus der Schule abholen 
liess und superprovisorisch im E.________ platzierte. In der noch am selben Tag dringlich 
mit dem Klienten einberufenen Besprechung wurde diese Verfügung, der Bericht des 
Jugendamtes, die aktuelle Situation zu Hause und die rechtlichen Möglichkeiten 
besprochen. Dies war möglich, weil der Gerichtspräsident den Entscheid dem 
Beschwerdeführer per Mail zustellte, gerade damit er sich mit seinem Mandanten darüber 
besprechen sollte. 

Diese Ausführungen sind u.a. mit Blick auf den Inhalt des 15-seitigen Berichtes des 
Jugendamtes und die in den Augen des Vaters umgehend einzureichende Stellungnahme 
– welche am 10. Juli 2018 folgte – nachvollziehbar. In einer solchen aussergewöhnlichen 
Situation ist eine zweistündige Besprechung nicht unverhältnismässig. 

 Bezüglich der Kürzungen vom 8. Oktober 2018 (Besprechung mit dem Klienten und Lektü-
re der Berichte E.________ und Jugendamt) hält der Beschwerdeführer dem 
angefochtenen Entscheid entgegen, die Besprechung mit dem Klienten sei angesetzt 
worden, um die vom Gerichtspräsidenten verlangte Stellungnahme vorbereiten zu können 
(Stellungnahme vom 15. Oktober 2018). Der Bericht des Heims (17 Seiten) und jener des 
Jugendamtes (3 Seiten) sollten dazu angeschaut werden. Warum die Lektüre dieser 

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20 Seiten inklusive dem Abgleich auf frühere Berichte nur 1 Stunde und nicht 1.5 Stunden 
gedauert haben soll, vermöge der Gerichtspräsident nicht zu begründen. Die Kürzung sei 
rein willkürlich. Auch wenn die Leistungen des Anwaltes bei der unentgeltlichen 
Rechtspflege auf das Notwendige zu beschränken ist, müssten solche Berichte, gerade 
auch weil sich die Kinder zum damaligen Zeitpunkt noch in der Heimplatzierung befunden 
haben, dennoch vollständig und gründlich gelesen und mit den übrigen einschlägigen 
Dokumenten verglichen werden. Der amtliche Rechtsbeistand unterliege den gleichen 
Sorgfaltspflichten wie ein gewillkürter Anwalt. Das Gleiche gelte für die Besprechung mit 
dem Mandanten, wo die Kürzung um 10 Minuten ebenso willkürlich sei. 

Bei den Berichten handelt es sich um zwei einfach formulierte Dokumente, von welchen 
man ohne Weiteres in weniger als einer Stunde Kenntnis nehmen kann. Wenn man noch 
berücksichtigt, dass der Anwalt sich allenfalls einige Notizen macht und den einen oder 
anderen Punkt in seinen Akten prüft, ist die Kürzung auf eine Stunde keinesfalls willkürlich. 
Daran ändert auch nichts, dass der amtliche Rechtsbeistand den gleichen Sorgfaltspflich-
ten wie ein gewählter Anwalt unterliegt. 

Hingegen ist die Kürzung der Dauer der Besprechung um 10 Minuten nicht nachvollziehbar. 
Dabei ging es darum, die besagten Berichte – mit welchen der Mandant teilweise nicht 
einverstanden war – zu besprechen und die Stellungnahme vorzubereiten. Aufgrund der 
konkreten Situation erscheinen 70 Minuten dafür nicht unverhältnismässig. 

 Dasselbe gilt für die Besprechung mit dem Klienten vom 27. November 2018 von 95 auf 
60 Minuten. Anlässlich dieser wurden namentlich die 14-seitige Scheidungsklage vom 
1. November 2018 zzgl. 12 Beilagen sowie das weitere Vorgehen besprochen. Unter 
Berücksichtigung des konkreten Falles ist eine Besprechung von 95 Minuten nach Eingang 
der Scheidungsklage nicht zu beanstanden.  

 Was die Besprechung vom 15. Januar 2019 betrifft, welche um einen Drittel auf 60 Minuten 
gekürzt wurde, geht nicht aus den Akten hervor, weshalb in diesem Zeitpunkt 1.5 Stunden 
für eine Besprechung notwendig waren. Das Eheschutzverfahren/vorsorgliche Massnah-
men war am Kantonsgericht hängig. Zwar lief die Frist zur Einreichung der Klageantwort, 
mit Schreiben vom 17. Januar 2019 verlangte der Beschwerdeführer jedoch die Suspendie-
rung des Scheidungsverfahrens. Dementsprechend ist die besagte Kürzung nicht willkür-
lich, dies umso weniger als die Besprechung vom 27. November 2018 (95 Minuten) wie 
soeben erwähnt nicht gekürzt wird. Bleibt zu präzisieren, dass eine Kürzung nicht bedeutet, 
dass an der verbuchten Dauer der Verrichtung gezweifelt wird, sondern dass sie im 
Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege nicht verhältnismässig ist respektive nicht aus 
den Akten hervorgeht, dass sie es sein könnte. 

 Weiter wurde die Dauer des Telefonats vom 24. Oktober 2019 von 20 auf 10 Minuten 
gekürzt. Der Beschwerdeführer erklärt nicht, worum es dabei ging. Aus den Akten erhellt, 
dass in diesem Zeitpunkt eine Frist lief, um die Steuererklärungen und die Veranlagungen 
der Jahre 2012 bis 2017 einzureichen. Nach dem Telefonat forderte der Beschwerdeführer 
diese Unterlagen selber bei der kantonalen Steuerverwaltung an, wofür er auch entschädigt 
wurde. Demnach ist die besagte Kürzung nicht zu beanstanden; das Verfahren erforderte 
in diesem Stadium kein 20-minütiges Gespräch. 

 Was die Kürzung der Dauer der Besprechung mit dem Klienten vom 25. November 2019 
betrifft (von 105 auf 60 Minuten), führt der Beschwerdeführer aus, an dieser Sitzung sei die 
Hauptverhandlung vom 4. Dezember 2019 vorbereitet worden, so namentlich alle Belange 

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der Scheidungsnebenfolgen, was zu den umfangreichen Vorfragen anlässlich der Verhand-
lung führte. 

Der Gerichtspräsident entschädigte im Hinblick auf die Hauptverhandlung vom 4. Dezem-
ber 2019 u.a. folgende Verrichtungen: 25.11.19: Vorbereitung Besprechung: 1 Stunde; 
25.11.19: Besprechung mit Klient: 1 Stunde; 4.12.19: Vorbereitung Verhandlung: 1.5 Stun-
den; 4.12.19: Besprechung mit Klient vor Verhandlung: 15 Minuten. Dies entspricht einer 
Dauer von 3.75 Stunden. Für eine Verhandlung, die 2.75 Stunden dauerte, ist dies gesamt-
haft betrachtet angemessen und nicht zu beanstanden. Willkür ist jedenfalls keine ersicht-
lich. 

 Auch das Telefonat mit dem Klienten vom 2. März 2020 wurde von 20 auf 10 Minuten 
gekürzt. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nicht spezifisch und aus den Akten bzw. 
der Kostenliste geht nicht hervor, was in diesem Zeitpunkt ein 20-minütiges Telefonat recht-
fertigte. Die Kürzung ist demnach nicht zu beanstanden. 

 Zur Kürzung des Aktenstudiums bzw. der Prüfung der Unterlagen F.________ von 120 auf 
60 Minuten führt der Beschwerdeführer aus, er habe die umfangreichen, von der 
Gegenpartei eingereichten Unterlagen (Belege Einkäufe bei der G.________/F.________ 
für die Jahre 2017, 2018 und 2019) eingehend studiert und die einzelnen Käufe auf 
Produktegruppen aufgeschlüsselt, um aufzuzeigen, dass die Gegenpartei entgegen ihrer 
ständigen Behauptung nach wie vor Geld mit ihrem Cateringservice verdient. Das Resultat 
dieser Abklärungen sei in die Stellungnahme vom selben Tag geflossen. Warum das 
Studium und die Analyse dieser Akten nur eine und nicht zwei Stunden gedauert haben 
soll, sei nicht begründet und damit willkürlich. 

Die vom Gerichtspräsidenten angeordnete Eingabe der Gegenpartei besteht aus rund 
130 Seiten (Fakturen-Rekapitulationen, Spartungen, Zusammenzüge, Rechnungen). Die 2-
stündige Prüfung ist demnach keineswegs unverhältnismässig und es trifft zu, dass der 
Beschwerdeführer am selben Tag dazu Stellung genommen hat. 

 Was schliesslich die Kürzung der Lektüre des Scheidungsurteils von 75 auf 45 Minuten 
betrifft, ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass es vermessen wäre zu behaupten, 
dass es auch bei bloss notwendigen Aufwändungen nicht zur Arbeit des Anwaltes gehört, 
ein Urteil zu lesen, erst recht, wenn das gesamte Verfahren drei Jahre dauerte. Mit dieser 
Streichung disqualifiziere der Gerichtspräsident die Arbeit der Gerichtsschreiberei. 

Das Scheidungsurteil besteht aus 23 Seiten, wovon rund 4.5 Seiten Sachverhalt. Obschon, 
wie bereits erwähnt, in diesem Zeitpunkt fast alle Punkte strittig waren, handelt es sich nicht 
um ein komplexes Urteil, so dass 75 Minuten für die Kenntnisnahme etwas übertrieben 
erscheinen. Hingegen fällt auf, dass der Beschwerdeführer keine Entschädigung für die 
Erklärungen an den Klienten geltend macht. Gesamthaft betrachtet sind die 75 Minuten 
demnach nicht zu beanstanden. 

Zusammengefasst ist die Kostenliste bezüglich dieser Verrichtungen um 135 Minuten zu kürzen. 

2.5.2. Der Gerichtspräsident strich weiter Aufwände für Verfahren vor dem Kantonsgericht, da sie 
hier nicht zu berücksichtigen seien und sich dazu auch keine Unterlagen in den Gerichtsakten 
befinden würden. 

Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, der Gerichtspräsident verkenne dabei die Situation, wie 
sie sich im Juli 2018 darstellte. Die Kinder wurden superprovisorisch am letzten Tag vor den 
Sommerferien aus der Schule geholt, dem Gerichtspräsidenten vorgeführt und im E.________ 

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platziert. Kurz vor den Sommerferien des Beschwerdeführers setzte der Gerichtspräsident eine 
dringliche Sitzung am 12. Juli 2018 an, um die Parteien anzuhören. Wohl sicherte der 
Gerichtspräsident zu, dass er keinen Entscheid vor Rückkehr des Beschwerdeführers aus den 
Ferien erlassen werde, der Klient traute dieser Aussage jedoch nicht, nachdem er sah, was seinen 
Kindern widerfahren war. Auch der Beschwerdeführer musste zugeben, dass Vertrauen zwar gut, 
Kontrolle aber immer besser sei. Da sämtliche Argumente des Gerichtspräsidenten aufgrund der 
Sitzung vom 12. Juli 2018 bekannt waren, wurde deshalb für den Klienten eine Berufung und ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege an das Kantonsgericht vorbereitet. Der Klient musste, 
wenn er sie brauchen wollte, lediglich noch das Datum einsetzen und die Berufung absenden. Am 
21. Juli 2018 erhielt er sodann ein Einschreiben des Gerichtspräsidenten, in welchem dieser 
schreibt, dass er nach nochmaligem Studium der Akten die superprovisorischen Massnahmen vom 
6. Juli 2018 bestätigen müsse. Wohl vermerkte er im zweiten Absatz, dass ein begründeter 
Entscheid noch erlassen werde, der Klient war jedoch der Ansicht, dass er nun die vorbereitete 
Berufung abschicken müsse, wenn er nicht riskieren wollte, die kurze 10-tägige Berufungsfrist 
gegen Zwischenentscheide zu verpassen. Das Kantonsgericht trat auf die Berufung mangels 
Anfechtungsobjekt nicht ein. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens bzw. des 
Kindesschutzverfahrens wurden die Leistungen jedoch vom Beschwerdeführer erbracht, weshalb 
sie bei der Kostenfestsetzung zu berücksichtigen sind.

Mit Schreiben vom 20. Juli 2018 teilte der Gerichtspräsident dem Klienten des Beschwerdeführers 
das Folgende mit: Nach nochmaligem Studium der Akten komme er zum Schluss, dass er die 
superprovisorischen Massnahmen vom 6. Juli 2018 bestätigen müsse. Die Kinder würden somit 
bis zu einem gegenteiligen Entscheid im E.________ platziert bleiben. Er werde dafür besorgt 
sein, dass bis zur Rückkehr seines Anwaltes aus den Ferien, ein schriftlich begründeter Entscheid 
vorliegt, der bei der Rechtsmittelinstanz angefochten werden kann. Die Rechtsmittelfrist laufe erst 
mit Zustellung des begründeten Entscheides an seinen Anwalt. Der Klient reichte sodann trotzdem 
die vom Beschwerdeführer vorbereitete Berufung ein, auf welche der hiesige Gerichtshof mit Urteil 
vom 6. August 2018 nicht eintrat hhh Die beantragte unentgeltliche Rechtspflege wurde infolge 
Aussichtslosigkeit nicht gewährt iii Dieses Urteil wurde nicht angefochten. Mit Entscheid vom 20. 
Juli 2018 (zugestellt am 7. August 2018) bestätigte der Gerichtspräsident sodann die 
superprovisorischen Massnahmen. Auf die dagegen am 9. August 2018 durch den 
Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde wurde mit Urteil vom 21. August 2018 nicht 
eingetreten jjj Die beantragte unentgeltliche Rechtspflege wurde wiederum infolge 
Aussichtslosigkeit verweigert kkk Auch dieses Urteil blieb unangefochten. 

Die in der Kostenliste geltend gemachten Aufwendungen betreffen zwei Verfahren vor dem 
Kantonsgericht, in welchen dem Klienten des Beschwerdeführers die unentgeltliche Rechtspflege 
eben gerade nicht gewährt wurde. Letzterer kann daher nicht als amtlicher Verteidiger dafür 
entschädigt werden. Überdies gibt er selber an, dass der Gerichtspräsident zugesichert hatte, dass 
er keinen Entscheid vor seiner Rückkehr aus den Ferien erlassen werde. Dass weder der Klient 
noch der Beschwerdeführer diesen Ausführungen trauten, ändert nichts an der Tatsache, dass 
dem Klienten für diese Handlungen die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wurde. Überdies ist 
darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer die Beschwerde vom 9. August 2018 selber 
eingereicht hat (vgl. Kostenliste: Verrichtungen vom 8. August 2018 bis 16. August 2018, 
28. August 2018, 5. September 2018, 11. September 2018). Seine Erklärungen betreffen somit nur 
den Aufwand vom 13. Juli 2018 (u.a. Projekt Berufung). Angesichts der Zusicherungen des 
Gerichtspräsidenten handelt es sich jedoch um Verrichtungen, die im Rahmen der unentgeltlichen 
Rechtspflege so oder anders nicht zu entschädigen sind. 

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Demnach ist der angefochtene Entscheid in diesem Punkt grundsätzlich nicht zu beanstanden. 
Berücksichtigt werden einzig von Amtes wegen zwei Verrichtungen, die offensichtlich nicht die 
Verfahren vor dem Kantonsgericht betreffen (07.08.18: Memo an Kl. + Kp BF v. GP; 27.08.18: 
BF an Kl. + Kp. begründeter Entscheid). Was die anderen Aufwendungen betrifft, behauptet der 
Beschwerdeführer nicht, dass sie nicht die Verfahren vor dem Kantonsgericht betreffen würden. 

Zusammengefasst ist die Kostenliste bezüglich dieser Verrichtungen um 710 Minuten zu kürzen 
(vgl. Kostenliste in der Beilage). 

2.5.3 Die Memos und Fristverlängerungsgesuche machen insgesamt 599 Minuten aus (vgl. 
Kostenliste in der Beilage), die zu streichen und mit einem Pauschalbetrag gemäss Art. 67 JG zu 
entschädigen sind. 

Vorliegend wurde die unentgeltliche Rechtspflege für das Eheschutz- (bzw. vorsorgliche Massnah-
men) und Scheidungsverfahren (vgl. Entscheid vom 19. November 2018) sowie für das Verfahren 
betreffend Anweisung an die Schuldner (vgl. Entscheid vom 29. April 2019) beantragt und gewährt. 
Für letzteres, das knapp zwei Monate dauerte, scheint ein Betrag von CHF 100.- angemessen. In 
den aufwändigen Eheschutz- (bzw. vorsorgliche Massnahmen, zu denen auch die Entscheide 
betreffend die Kinder (u.a. Platzierung) gehören und für welche die unentgeltliche Rechtspflege 
auch nicht separat gewährt wurde) und Scheidungsverfahren kann hingegen je der Maximalbetrag 
von CHF 700.- zugesprochen werden. Ein Gesamtbetrag von CHF 1'500.- scheint in casu im 
Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege und in Anbetracht der Dauer und Komplexität der 
Angelegenheit angemessen. 

2.5.4. Die Entschädigung des Beschwerdeführers in der zweiten Periode beträgt somit 
CHF 11'287.- (Honorar gemäss Stundentarif (4'209 – 135 – 710 – 599 = 2’765 Minuten): 
CHF 8'295.-; Gesamtpauschalhonorar gemäss Art. 67 JR: CHF 1’500.-; pauschale Auslagen von 
5%: CHF 490.-; Wegentschädigung: CHF 195.-; MWST zu 7.7%: CHF 807.-). 

3.

3.1. Aufgrund des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten von pauschal 
CHF 600.- dem Beschwerdeführer und dem Staat Freiburg je hälftig aufzuerlegen (Art. 106 ZPO). 

3.2. Die als Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare werden in Form einer globalen 
Entschädigung festgesetzt (Art. 64 Abs. 1 JR). Bei globaler Festsetzung berücksichtigt die Behör-
de namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie die notwendige Arbeit der 
Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien (Art. 
63 Abs. 2 JR). Für das Ausarbeiten der Beschwerdeschrift und die Kenntnisnahme des vorliegen-
den Urteils erscheint eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 1'000.-, inkl. Auslagen ange-
messen. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. CHF 77.-. 

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

Der Entscheid des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 8. Januar 2021 wird 
abgeändert und lautet neu wie folgt:

1. Die Entschädigung von Rechtsanwalt A.________ wird wie folgt festgesetzt:

- für die Periode vom 26. September 2017 bis 31. Dezember 2017 auf CHF 2'131.95 
(Honorar gemäss Stundentarif (570 Minuten): CHF 1'710.-; Pauschalhonorar 
gemäss Art. 67 JR: CHF 50.-; pauschale Auslagen von 5%: CHF 88.-; Wegentschä-
digung: CHF 85.-; Familienschein: CHF 41.-; MWST zu 8%: CHF 157.95);

- für die Periode vom 4. Januar 2018 bis 26. August 2020 auf CHF 11'287.- (Honorar 
gemäss Stundentarif (2’765 Minuten): CHF 8'295.-; Gesamtpauschalhonorar 
gemäss Art. 67 JR: CHF 1’500.-; pauschale Auslagen von 5%: CHF 490.-; Wegent-
schädigung: CHF 195.-; MWST zu 7.7%: CHF 807.-). 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

II. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 600.- werden dem Staat Freiburg 
und Rechtsanwalt A.________ je hälftig auferlegt.

Rechtsanwalt A.________ wird zu Lasten des Staates Freiburg eine reduzierte Parteient-
schädigung von CHF 1'000.-, inkl. MwSt. zu CHF 77.-, zugesprochen. 

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 31. Mai 2021/sig/swo

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: