# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 485b105c-9760-590f-a957-2d19d9445893
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-11-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.11.2022 C-4222/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4222-2022_2022-11-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4222/2022 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  N o v e m b e r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiber Daniel Golta. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Schweiz),  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln; Vorbescheid 

der Swiss Sport Integrity vom 1. September 2022. 

 

 

 

C-4222/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Stiftung Swiss Sport Integrity (ehemals Stiftung Antidoping 

Schweiz; nachfolgend: Vorinstanz, Swiss Sport Integrity, SSI) mit "Vorbe-

scheid (gegebenenfalls Verfügung)" vom 1. September 2022 (Beschwer-

debeilage) A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mitgeteilt hat, 

dass eine an ihn adressierte Postsendung aus den USA mit 100 Tabletten 

DHEA […] (50 mg) vom Zollinspektorat Zürich zurückgehalten worden sei, 

da es sich um verbotene Dopingmittel handle (Seite 1), weshalb mit allfäl-

liger Verfügung die zurückgehaltenen Inhalte eingezogen und vernichtet 

würden (Dispositiv-Ziff. 1) und die Gebühr für die Einziehung und Vernich-

tung auf Fr. 400.– festgelegt werde (Dispositiv-Ziff. 2), 

dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen auf Seite 2 des "Vorbescheids 

(gegebenenfalls Verfügung)" ausgeführt hat, der Beschwerdeführer habe 

die Möglichkeit, bis am 21. September 2022 per Post oder E-Mail an die 

Vorinstanz zur Einziehung und Vernichtung Stellung zu nehmen, 

dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen auf Seite 2 des "Vorbescheids 

(gegebenenfalls Verfügung)" ausgeführt hat, der vorliegende Vorbescheid 

erwachse nach Ablauf der vorstehenden Frist zur Stellungnahme in die 

Rechtsform einer Verfügung, sollte sie keine frist- und formgerechte Stel-

lungnahme zugestellt erhalten, 

dass die Vorinstanz "gestützt auf den Sachverhalt und die Erwägungen des 

Vorbescheids" in ihren Erwägungen auf Seite 3 des "Vorbescheids (gege-

benenfalls Verfügung)" ergänzend ausgeführt hat, die "Rechtsform dieser 

Verfügung" trete ein, sollte der Beschwerdeführer den ihm im Vorbescheid 

auf der ersten Seite vorgeworfene Sachverhalt nicht frist- und formgerecht 

bestreiten, 

dass im Weiteren das Bundesverwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz 

für "gegen die vorliegende Verfügung" gerichtete Beschwerden angegeben 

worden ist, 

dass der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht eine – auf 

den 19. September 2022 datierte – "schriftliche Stellungnahme" betreffend 

das Schreiben der Swiss Sport Integrity vom 1. September 2022 einge-

reicht hat (Datum Postaufgabe gemäss Poststempel: 21. September 

2022), 

C-4222/2022 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer das Schreiben an die Stiftung Swiss Sport In-

tegrity gerichtet, den Briefumschlag hingegen an das Bundesverwaltungs-

gericht adressiert hat, 

dass das Scheiben am Ende den Vermerk "Kopie: an Bundesverwaltungs-

gericht St. Gallen" trägt, 

dass der Beschwerdeführer in seinem Schreiben die Swiss Sport Integrity 

darum ersucht, den Sachverhalt nach seiner Darlegung nochmals zu über-

prüfen und die in deren Schreiben erwähnten Erwägungen, aufgrund derer 

die aus zwei Punkten bestehende Verfügung erlassen worden sei, derge-

stalt anzupassen, dass zumindest auf Punkt 2 (Gebühr in der Höhe von 

Fr. 400.- für Einziehung und Vernichtung) verzichtet werde, 

dass der Beschwerdeführer insbesondere ausführt, dass er seit Jahren an 

Osteoporose mit Wirbelkörperfrakturen leide und ebenso lange unter An-

wendung verschiedenster Medikamente in Therapie sei, wobei er mehr-

mals mit Erfolg zusätzlich DHEA (50 mg/d) eingenommen habe wegen sei-

ner auch im ossären Bereich positiven anabolen Wirkung, 

dass er hingegen nichts mit Wettkampfsport, mit Sicherheit schon gar 

nichts mit Doping zu tun habe, 

dass das Bundesverwaltungsgericht das Schreiben des Beschwerdefüh-

rers vom 21. September 2022 der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht und 

sie um Stellungnahme zur mutmasslichen Qualifikation dieser Eingabe und 

zum Einreichen ihrer gesamten Akten aufgefordert hat, 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 12. Oktober 2022 erklärt hat, dass 

sich bei der Prüfung der Akten ergebe, dass der "Vorbescheid vom 1. Sep-

tember 2022" eine Frist bis zum 21. September 2022 vorgesehen habe, 

um Stellung zu nehmen, andernfalls der Vorbescheid zu einer Verfügung 

werde, 

dass der Beschwerdeführer die an die Vorinstanz adressierte Stellung-

nahme am 21. September 2022 einer Schweizer Poststelle anvertraut 

habe, damit die Frist für eine Stellungnahme eingehalten worden und die 

Stellungnahme [recte: der Vorbescheid] vom 1. September 2022 somit 

nicht zu einer anfechtbaren Verfügung geworden sei, so dass die Angele-

genheit noch bei der Vorinstanz anhängig sei, 

C-4222/2022 

Seite 4 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern – wie hier – keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten und 

die Stiftung Swiss Sport Integrity gemäss Art. 33 Bst. h VGG eine solche 

Behörde darstellt und ihre Verfügungen betreffend die Einziehung und Ver-

nichtung von Dopingmitteln (vgl. Art. 20 Abs. 4 des Sportförderungsgeset-

zes [SpoFöG, SR 415.0]) vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind 

(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6302/2013 vom 14. Septem-

ber 2015 [in BVGE 2015/46 nicht publizierte] E. 1.2), 

dass dem Beschwerdeführer somit mit Schreiben vom 1. September 2022 

erstmals rechtliches Gehör zur beabsichtigten Massnahme der Einziehung 

und Vernichtung der benannten Dopingmittel sowie zur Kostenauferlegung 

gewährt worden ist (Art. 30 Abs. 1 VwVG), 

dass es sich bei diesem Schreiben daher nicht um eine vor Bundesverwal-

tungsgericht anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, sondern 

um einen vor Bundesverwaltungsgericht nicht anfechtbaren Vorbescheid 

handelt, wovon auch die Vorinstanz ausgeht, 

dass es sich damit bei der Eingabe vom 21. September 2022 auch nicht 

um eine Beschwerde gegen eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, 

sondern um eine frist- und formgerechte Stellungnahme zum Vorbescheid 

gemäss Seite 2 des "Vorbescheids (gegebenenfalls Verfügung)" handelt, 

dass deshalb auf die Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. September 

2022 mangels Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im einzelrich-

terlichen Verfahren nach Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG nicht einzutreten ist, 

dass gestützt auf Art. 8 Abs. 1 VwVG das Original der Eingabe des Be-

schwerdeführers vom 21. September 2022 samt Beilagen und Zustellum-

schlag zuständigkeitshalber an die Vorinstanz zur Durchführung eines in 

verfahrensrechtlicher Hinsicht korrekten Vorbescheidverfahrens und an-

schliessendem Erlass einer unmissverständlichen, beschwerdefähigen 

Verfügung zu überweisen ist, 

dass für das vorliegende Verfahren auf die Auferlegung von Verfahrens-

kosten zu verzichten ist (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 6 Bst. b des Regle-

ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

C-4222/2022 

Seite 5 

dass weder dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer noch der 

Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG, Art. 7 Abs. 3 VGKE, Art. 7 Abs. 4 VGKE).  

 

  

C-4222/2022 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. September 2022 wird 

nicht eingetreten. 

2.  

Das Original der Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. September 

2022 samt Beilagen und Zustellumschlag wird zuständigkeitshalber an die 

Vorinstanz zur Durchführung eines in verfahrensrechtlicher Hinsicht kor-

rekten Vorbescheidverfahrens und anschliessendem Erlass einer unmiss-

verständlichen, beschwerdefähigen Verfügung überwiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das VBS. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Daniel Golta 

 

  

C-4222/2022 

Seite 7 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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