# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe0e72be-5490-5997-b8c1-24e0401572ee
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 27.10.2020 SK.2020.7
**Docket/Reference:** SK.2020.7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2020-7_2020-10-27

## Full Text

Verstoss gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen "Al-Qaïda" und "Islamischer Staat" sowie verwandter Organisationen (SR 122). Rückweisung des Bundesgerichts.;;Verstoss gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen "Al-Qaïda" und "Islamischer Staat" sowie verwandter Organisationen (SR 122). Rückweisung des Bundesgerichts.;;Verstoss gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen "Al-Qaïda" und "Islamischer Staat" sowie verwandter Organisationen (SR 122). Rückweisung des Bundesgerichts.;;Verstoss gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen "Al-Qaïda" und "Islamischer Staat" sowie verwandter Organisationen (SR 122). Rückweisung des Bundesgerichts.

Urteil vom 27. Oktober 2020 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichterin Miriam Forni, Vorsitzende 
Bundesstrafrichter Martin Stupf und  
Stefan Heimgartner 
Gerichtsschreiberin Fiona Krummenacher 
 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 
Staatsanwältin des Bundes Juliette Noto, 
Guisanplatz 1, 3003 Bern 
 

 gegen 

  1. A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Konrad 
Jeker,  

 
2. B., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Lukas 

Bürge,  
 

Gegenstand  Widerhandlungen gegen Art. 2 des Bundesgesetzes 
über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und 
«Islamischer Staat» sowie verwandter Organi- 
sationen  
(Rückweisung des Bundesgerichts) 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2020.7 

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SK.2020.7 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

I. Zu A. 
 

1. A. sei des Verstosses gegen Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verbot der 
Gruppierungen «AI-Qaïda» und «lslamischer Staat» sowie verwandter Organisatio-
nen schuldig zu sprechen. 

2. A. sei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten zu verurteilen (Art. 27, 40, 
41 Abs. 1 lit. b, 47 StGB). 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei unter Ansetzung einer Probezeit von 5 Jahren 
aufzuschieben (Art. 42 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 StGB). 

4. Für den Vollzug des vorliegenden Urteils sei der Kanton Bern als zuständig zu er-
klären (Art. 74 Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 31 StPO). 

5. Rechtsanwalt Lorenz Hirni, sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich zu 
bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen 
(Art. 135 Abs. 1 und 2 StPO), unter Anrechnung bereits geleisteter Akontozahlun-
gen. 

6. Fürsprecher Konrad Jeker, sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich zu 
bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen 
(Art. 135 Abs. 1 und 2 StPO). 

7. A. sei zu verpflichten, der Eidgenossenschaft die Kosten der amtlichen Verteidigung 
in vollem Umfang zurückzuerstatten, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 426 Abs. 1 
i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). 
 

II. Zu B. 
 

1. B. sei des Verstosses gegen Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verbot der 
Gruppierungen «AI-Qaïda» und «lslamischer Staat» sowie verwandter Organisatio-
nen schuldig zu sprechen. 

2. B. sei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten zu verurteilen (Art. 27, 40, 
41 Abs. 1 lit. b, 47 StGB). 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei unter Ansetzung einer Probezeit von 5 Jahren 
aufzuschieben (Art. 42 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 StGB). 

4. Für den Vollzug des vorliegenden Urteils sei der Kanton Bern als zuständig zu er-
klären (Art. 74 Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 31 StPO). 

5. Fürsprecher Dr. iur. Lukas Bürge, sei für die amtliche Verteidigung von B. in gericht-
lich zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen 
(Art. 135 Abs. 1 und 2 StPO). 

6. B. sei zu verpflichten, der Eidgenossenschaft die Kosten der amtlichen Verteidigung 
in vollem Umfang zurückzuerstatten, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 426 Abs. 1 
i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). 

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SK.2020.7 

III. Verfahrenskosten 
 
Die Verfahrenskosten seien zu je einem Drittel A. und B. aufzuerlegen. 
 

Anträge der Verteidigung von A.: 

1. A. sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. A. sei von der Eidgenossenschaft für die Beteiligung am Strafverfahren mit  
Fr. 200.-- zu entschädigen. 

3. Die auf A. anfallenden Verfahrenskosten trage die Eidgenossenschaft. 

4. A. sei durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 2’033.90 für die Aufwendungen im Zu-
sammenhang mit der privaten Verteidigung zu entschädigen. 

5. Die Aufwendungen der amtlichen Verteidigung seien entsprechend dem Urteil vom 
15. Juni 2018 sowie zusätzlich entsprechend der Kostennote für das Rückwei-
sungsverfahrens zu ersetzen. 
 

Anträge der Verteidigung von B.: 

1. B. sei freizusprechen von der Anschuldigung des Verstosses gegen Art. 2 des Bun-
desgesetzes über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «lslamischer 
Staat» sowie verwandter Organisationen, angeblich begangen im Zeitraum zwi-
schen September und Dezember 2015 (Anklageschrift Ziffer 1.3 auf Seite 26 ff.). 

2. Die Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen (Art. 423 StPO). 

3. B. sei eine Entschädigung für die Verteidigungskosten gemäss bereits im 
Jahre 2018 eingereichter Honorarnote (mit der gerichtlichen Festsetzung auf 
Fr. 29’600.--) sowie gemäss heute zusätzlich eingereichter Honorarnote (Art. 429 
Abs. 1 lit. a StPO) auszurichten. Zudem seien ihm die Verteidigungskosten für das 
bundesgerichtliche Verfahren (6B_114/2019) in der Höhe von Fr. 3’279.05 zu erset-
zen. Im Weiteren seien ihm auch die Gerichtsgebühren von Fr. 500.-- für das Aus-
standsverfahren (BB.2020.169) zu ersetzen sowie eine Genugtuung in symboli-
scher Höhe von Fr. 400.-- für die besonders schwere Verletzung seiner persönli-
chen Verhältnisse (Art. 429 Abs. 1 lt. c StPO) auszurichten. 

4. Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

 

 

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SK.2020.7 

Prozessgeschichte 

A. Am 20. November 2015 veröffentlichte der Verein D. das Video «AR/EN/FR/DE – 
Exclusive Interview with E. – "The Islamic State and I"» (Titel auf Deutsch «Exklu-
sivinterview mit E. – "Der islamische Staat und ich"») (nachfolgend auch: Exklu-
sivinterview C./E.) auf dem YouTube-Kanal des Vereins D. (pag. 10.2.6; 10.2.1-3). 
Dieser Veröffentlichung gingen mehrere Ankündigungen auf der Facebook-Seite 
und dem Twitter-Konto des Vereins D. voraus (pag.10.2.5-6). 

B. Am 5. Dezember 2015 führte der Verein D. den Film «Die wahrhaftige Morgen-
dämmerung» (Titel auf Arabisch «al-Fajr as sâdiq» bzw. auf Englisch «The true 
Dawn in Syria») in einem Hotelsaal in Z. auf. Dieser Veranstaltung gingen mehrere 
Ankündigungen auf der Facebook-Seite und dem Twitter-Konto des Vereins D. 
voraus. Nach deren Durchführung folgten diverse Berichte zum Inhalt und Verlauf 
der Veranstaltung auf denselben sozialen Medienkanälen (pag. 10.2.6-7).  

C. Am 9. Dezember 2015 eröffnete die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit 
dem Interview von E. eine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten C. – Vor-
standsmitglied des Vereins D. im Departement für Kulturproduktion – wegen des 
Verdachts des Verstosses gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der 
Gruppierung «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisatio-
nen vom 12. Dezember 2014 (SR 122; nachfolgend: AQ/IS-Gesetz) (pag. 1.0.1).  

D. Nachdem am 13. Dezember 2015 auf der Facebook-Seite und dem Twitter-Konto 
des Vereins D. die entsprechende Videoveröffentlichung angekündigt worden war 
(pag. 10.2.7; 10.2.30-31), publizierte der Verein D. am 18. Dezember 2015 das 
Video «Die wahrhaftige Morgendämmerung» auf dem YouTube-Kanal des Vereins 
D. (pag. 10.2.7 und pag. 10.2.32), wobei gleichentags auf der Facebook-Seite und 
dem Twitter-Konto des Vereins D. Verbindungen zum Videoportal geschaltet wur-
den (pag. 10.2.7; 10.2.33-34).  

E. Am 26. August 2016 dehnte die Bundesanwaltschaft die Strafuntersuchung wegen 
des Verdachts des Verstosses gegen Art. 2 AQ/IS-Gesetz auf die Vorstandsmit-
glieder des Vereins D. A. (Departement für «Public Relations und Information») 
und B. (Präsident) aus (pag. 1.0.8-9). 

F. Am 21. September 2017 erhob die Bundesanwaltschaft gegen die drei Beschul-
digten Anklage beim Bundesstrafgericht (TPF SK.2017.49 pag. 6.100.1 ff.).  

G. Jenes gerichtliche Hauptverfahren wurde unter der Geschäftsnummer SK.2017.49 
geführt.  

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SK.2020.7 

H. Am 16. und 17. Mai 2018 fand im Verfahren SK.2017.49 die Hauptverhandlung 
am Sitz des Bundesstrafgerichts statt (TPF SK.2017.49 pag. 6.920.1 ff.). 

I. Am 15. Juni 2018 sprach die Strafkammer des Bundesstrafgerichts im Verfahren 
SK.2017.49 A. und B. vom Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 2 
AQ/IS-Gesetz frei. C. wurde in fünf von sechs Anklagepunkten schuldig gespro-
chen und zu einer bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe von 20 Monaten verur-
teilt (TPF SK.2017.49 pag. 6.920.24 f.). 

J. Gegen das Urteil SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 erklärte C. Beschwerde in Straf-
sachen beim Bundesgericht. Mit Urteil 6B_169/2019 vom 26. Februar 2020 wies 
das Bundesgericht die von C. geführte Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat 
(TPF SK.2017.49 pag. 6.980.43 ff.). Das Urteil SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 ist 
in Bezug auf C. rechtskräftig. 

K. Die Bundesanwaltschaft führte ihrerseits Beschwerde gegen das Urteil 
SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 hinsichtlich der beiden Freisprüche betreffend A. 
und B. Mit Urteil 6B_114/2019 vom 26. Februar 2020 (nachfolgend auch: Rück-
weisungsurteil) hiess das Bundesgericht diese Beschwerden gut, hob die A. und 
B. betreffenden Dispositiv-Ziffern II und III des Urteils SK.2017.49 vom 15. Juni 
2018 auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts zurück (TPF pag. 7.100.1 ff.). 

L. Nach Eingang des Rückweisungsurteils des Bundesgerichts eröffnete die Straf-
kammer des Bundesstrafgerichts am 12. März 2020 ein neues Verfahren bezüg-
lich A. und B. unter der Geschäftsnummer SK.2020.7 (TPF pag. 7.120.1 f.).  

M. Dem Gesuch um Bestellung von Rechtsanwalt Konrad Jeker als (neuer) amtlicher 
Verteidiger des Beschuldigten A. wurde am 20. April 2020 entsprochen 
(SN.2020.14; TPF pag. 7.911.1 ff.). 

N. Am 27. April 2020 lud das Gericht die Parteien ein, allfällige Beweisanträge zu 
stellen und zu begründen (TPF pag. 7.400.3). 

O. Die Parteien verzichteten auf neue Beweisanträge (TPF pag. 7.510.1; 7.521.5; 
7.522.7). Das Gericht holte von Amtes wegen Strafregister- sowie Betreibungsre-
gisterauszüge und Steuerunterlagen ein (TPF pag. 7.231.1.2; 7.232.1.2; 
7.231.3.2; 7.232.3.2 ff.; 7.231.2.2 ff.; 7.232.2.2 ff.). Ferner holte das Gericht bei 
der Kantonspolizei Bern über A. und B. ergänzende Leumundsberichte ein 
(TPF pag. 7.231.5.2 ff.; 7.232.5.2 f.). Betreffend B. zog das Gericht zudem die Ak-
ten (Dossier BM 18 32343) der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 
Bern-Mittelland, bei (TPF pag. 7.232.1.4 ff.). 

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SK.2020.7 

P. Mit Verfügung vom 25. Mai 2020 ersuchte das Gericht die beiden Beschuldigten, 
das Formular «Persönliche und finanzielle Situation» ausgefüllt zu retournieren 
(TPF pag. 7.231.4.1 ff.; 7.232.4.1 ff.). 

Q. B. und A. stellten am 29. Mai 2020 bzw. am 2. Juni 2020 gegen die bereits im 
Verfahren SK.2017.49 mitwirkenden beiden Bundesstrafrichter Ausstandsgesu-
che. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führte diese Verfahren un-
ter den Prozessnummern BB.2020.169 und BB.2020.170. Mit Beschlüssen vom 
19. Juni 2020 trat die Beschwerdekammer auf beide Gesuche nicht ein 
(TPF pag. 7.921.2.19 ff.).  

R. Die Hauptverhandlung fand am 6. Oktober 2020 in Anwesenheit der Parteien am 
Sitz des Bundesstrafgerichts statt. Die mündliche Urteilseröffnung erfolgte am 
27. Oktober 2020 in Anwesenheit der Parteienvertreter. Die Beschuldigten leiste-
ten der Vorladung zur Urteilseröffnung unentschuldigt keine Folge; sie wurden mit 
Verfügung vom 27. Oktober 2020 (Verfahrensnummer SN.2020.30) disziplinarisch 
mit Ordnungsbussen bestraft (TPF pag. 7.911.1 ff.). 

S. Mit Eingaben vom 2. und 3. November 2020 meldeten A. bzw. B. Berufung gegen 
das Urteil vom 27. Oktober 2020 an (TPF pag. 7.940.1; -2). 

 

 
Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales und Vorfragen 

1.1 Verfahren nach Rückweisung durch das Bundesgericht 

1.1.1 Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegenheit 
zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück, darf sich diese nur noch mit jenen 
Punkten befassen, die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils 
haben Bestand und sind in das neue Urteil zu übernehmen. Irrelevant ist, dass das 
Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid formell in der Regel das ganze 
angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, sondern die 
materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids. Die neue Entscheidung 
ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen 
Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur 
insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwä-
gungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1 m.H.). 

1.1.2 Das Bundesgericht äusserte sich im Urteil 6B_169/2019 vom 26. Februar 2020 
zum Schuldspruch gegenüber C. Unter Hinweis, dass C. mit der Herstellung und 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-143-IV-214

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SK.2020.7 

Verbreitung der Videos Propaganda für Jabhat Al Nusra und die Ideologie von 
Al Qaida betrieb, bestätigte das Bundesgericht den Schuldspruch von C. (vgl. Ur-
teil 6B_169/2019 E. 2). Demgegenüber erfolgte in Bezug auf die Freisprüche von 
A. und B. eine Rückweisung durch das Bundesgericht. Mit dessen Rückweisungs-
urteil (s. vorne lit. K) wurden die Urteils-Dispositiv-Ziffern II und III des Urteils 
SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 formell umfassend aufgehoben. Entsprechend ist 
nachfolgend über die Strafbarkeit von A. und B. sowie die Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen erneut zu befinden. 

1.2 Durchführung einer weiteren Hauptverhandlung 

1.2.1 Nimmt das Bundesstrafgericht einen Fall nach Rückweisung durch das Bundes-
gericht wieder auf, so wird eine weitere Hauptverhandlung nur durchgeführt, wenn 
dies zur Vervollständigung des Sachverhalts (vgl. Urteil des Bundesstrafgerichts 
SK.2005.5 vom 19. Oktober 2005 E. 1.3) oder zur Wahrung des rechtlichen Ge-
hörs der Parteien (TPF 2007 60 E. 1.4) nötig erscheint (vgl. Urteil des Bundesstraf-
gerichts SK.2019.16 vom 14. Juni 2019 E. 1.2.1). Gemäss Urteil des Bundesge-
richts 6B_76/2013 vom 29. August 2013 hat das Berufungsgericht nach einer 
Rückweisung durch das Bundesgericht die Frage, ob ein schriftliches oder münd-
liches Verfahren durchzuführen sei, in Berücksichtigung des durch das Bundesge-
richt definierten Rahmens der Rückweisung zu lösen. So kann das Verfahren 
schriftlich sein, wenn die Rückweisung lediglich Rechtsfragen betrifft (E. 1.1 des 
Urteils). Nimmt das Berufungsgericht aber eine neue Beweiswürdigung vor, be-
handelt es Sachfragen, was im schriftlichen Berufungsverfahren nach Art. 406 
Abs. 1 StPO nicht gestattet ist (E. 1.3 des Urteils).  

1.2.2 Auf Grund des bis zum 1. Januar 2019 fehlenden Berufungsverfahrens in Bun-
desstrafsachen gelten die betreffenden Grundsätze analog für das Rückweisungs-
verfahren an die Strafkammer des Bundesstrafgerichts (vgl. Urteil des Bundes-
strafgerichts SK.2018.37 vom 10. Oktober 2018 E. 1.2). In Anlehnung an die ge-
nannte Rechtsprechung sowie in Berücksichtigung des Umstands, dass vorliegend 
auch Sachfragen zur Diskussion stehen, war es zur Vervollständigung der Sach-
verhaltsdarstellung und zur Wahrung des rechtlichen Gehörs indiziert, eine weitere 
Hauptverhandlung durchzuführen.  

1.3 Zuständigkeit 

Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Diese wurde mit Urteil 
SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 bejaht. Diesbezüglich erfolgte keine Aufhebung 
durch das Bundesgericht. Die Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts in Besetzung 
eines kollegialen Spruchkörpers ist vorliegend gegeben. Zur Begründung wird auf 
die E. 1.1 des Urteils SK.2017.49 vom 15. Juni 2018 verwiesen. 

http://links.weblaw.ch/TPF_2007_60

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SK.2020.7 

1.4 Vorbemerkungen der Verteidigung anlässlich der Hauptverhandlung vom 6. Okto-
ber 2020 

1.4.1 Verfahrensfairness 

Die Verteidiger stellten zu Beginn der Hauptverhandlung vom 6. Oktober 2020 die 
Frage nach der Unvoreingenommenheit und Unabhängigkeit des Gerichts bzw. 
nach der Garantie des fairen Verfahrens (TPF pag. 7.720.5; 7.721.58 f.). Sie be-
mängelten in diesem Zusammenhang grundsätzlich, dass der Spruchkörper im 
Verfahren SK.2020.7 teilweise gleich zusammengesetzt sei wie im Verfahren 
SK.2017.49, wobei die Strafkammer im Verfahren SK.2017.49 den damals Mitbe-
schuldigten C. verurteilt hätte, was vom Bundesgericht «abgesegnet» worden sei. 

Der Einwand der Verteidiger ist unbegründet. Ein Ausstandsgesuch gegen die 
fraglichen Richterpersonen wurde bereits am 19. Juni 2020 von der Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Recht-
sprechung abgewiesen (s. vorne lit. Q). Wie die Beschwerdeinstanz festhielt, stellt 
die Mitwirkung der am aufgehobenen Entscheid beteiligten Gerichtspersonen bei 
der Neubeurteilung der Sache für sich allein kein Fall unzulässiger Vorbefassung, 
mithin keinen Ausstandsgrund dar (BGE 116 IA 28 E. 2a; 114 Ia 58 3d; Urteil des 
Bundesgerichts 1B_491/2017 vom 5. April 2018 E. 3.6). Die beteiligten Richter ha-
ben die Sache stets mit der nötigen Professionalität und Unvoreingenommenheit 
zu behandeln (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.591/2005 vom 2. Novem-
ber 2005 E. 2).  

1.4.2 Unbestimmtheit der Norm 

Die Verteidigung von A. machte zudem geltend, die Strafnorm, um welche es 
gehe, verletze Art. 1 StGB (TPF pag. 7.720.5).  

Art. 1 StGB bestimmt, dass eine Strafe oder Massnahme nur gegen eine Tat ver-
hängt werden darf, die das Gesetz ausdrücklich unter Strafe stellt. 

Nach Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz macht sich strafbar, wer sich auf dem Gebiet der 
Schweiz an einer nach Art. 1 verbotenen Gruppierung oder Organisation beteiligt, 
sie personell oder materiell unterstützt, für sie oder ihre Ziele Propagandaaktionen 
organisiert, für sie anwirbt oder ihre Aktivitäten auf andere Weise fördert. Die Straf-
drohung lautet auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Nach 
Art. 1 AQ/IS-Gesetz sind namentlich verboten die Gruppierungen «Al-Qaïda» 
(lit. a), «IS» (lit. b) und Tarn- und Nachfolgegruppierungen derselben sowie Orga-
nisationen und Gruppierungen, die in Führung, Zielsetzung und Mitteln mit jenen 
übereinstimmen oder in ihrem Auftrag handeln (lit. c).  

http://links.weblaw.ch/BGE-116-IA-28
http://links.weblaw.ch/BGE-114-IA-50
http://links.weblaw.ch/1B_491/2017
http://links.weblaw.ch/1P.591/2005

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SK.2020.7 

Die Norm bezeichnet somit mehrere Handlungen, die unter Strafe gestellt werden. 
Gestützt auf das AQ/IS-Gesetz sollen sämtliche Aktivitäten dieser Gruppierungen 
in der Schweiz und im Ausland unter Strafe gestellt werden, ebenso wie alle Hand-
lungen, die darauf abzielen, diese materiell oder personell zu unterstützen. Die 
genannte Bestimmung im AQ/IS-Gesetz bezweckt den Schutz der öffentlichen Si-
cherheit schon im Vorfeld von Straftaten. Sie bewirkt eine Vorverlagerung der 
Strafbarkeit, indem sie bereits das Unterstützen und Fördern der im Titel des Ge-
setzes benannten terroristischen Organisationen unter Strafe stellt (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 6B.2548/2016 vom 22. Februar 2017 m.H. und Botschaft zum 
AQ/IS-Gesetz über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer 
Staat» sowie verwandter Organisationen vom 12. November 2014, BBl 2014 
8927 ff.). Der Verteidigung ist beizupflichten, dass bei der Generalklausel der 
«Förderung auf andere Weise» gemäss Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz keine kon-
krete Handlung umschrieben ist, was in einem gewissen Spannungsverhältnis 
zum Bestimmtheitsgebot («nulla poena sine lege certa») von Art. 1 StGB steht. 
Die nötige Einschränkung kann sich indessen auf eine Tatnähe des Handelns zu 
den verbrecherischen Aktivitäten der verbotenen Gruppierung gemäss 
Art. 1 AQ/IS-Gesetz beziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_948/2016 vom 
22. Februar 2017 E. 4.2). Darauf ist bei Bedarf bei der konkreten Prüfung des Vor-
wurfes näher einzugehen.  

1.5 Umschreibung des Sachverhaltes/Anklageprinzip 

Die Verteidigung von A. wendete im Weiteren ein, vorliegend seien zudem die Vor-
halte vage. Bei vagem Sachverhalt und unbestimmter Strafnorm habe der Rechts-
unterworfene keine Chance zu erkennen, was strafbar sei und was nicht. Eine Ver-
teidigung sei nicht möglich (TPF pag. 7.720.5).  

Zur monierten Unbestimmtheit der Strafnorm wird auf die vorstehende E. 1.4.2 
verwiesen. 

Die Verteidigung von B. führte aus, die Anklageschrift nicht beurteilen zu können, 
da aus ihr nicht hervorgehe, was B. vorgeworfen werde. Dies verletze Art. 6 Ziff. 3 
Iit. a EMRK, wonach jede angeklagte Person das Recht habe, innerhalb möglichst 
kurzer Frist in einer ihr verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über Art und 
Grund der gegen sie erhobenen Beschuldigung unterrichtet zu werden. Der Be-
schuldigte B. könne bei dieser Anklage seine Verteidigungsrechte nicht ausschöp-
fen. Eine Anklageschrift müsse möglichst kurz aber genau sein. Vorliegend sei die 
Anklageschrift lang aber ungenau (TPF pag. 7.721.63). 

Das Bundesgericht stellte in seinem kassierenden Urteil 6B_114/2019 vom 
26. Februar 2020 fest, dass der Tatvorwurf in Bezug auf A. und B. in der Anklage-
schrift genügend umschrieben wird und der Anklagegrundsatz nicht verletzt wurde 

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SK.2020.7 

(E. 2.3 des Urteils). An dieser Feststellung ist das erstinstanzliche Gericht gebun-
den (s. vorne E. 1.1). Der Rüge der Verteidigung betreffend die Qualität der An-
klage kann somit nicht gefolgt werden. 

1.6 Beweismittel 

1.6.1 Die Verteidigung von A. monierte schliesslich, dass mit Ausnahme der Eingaben 
der Beschuldigten keine der zu den Akten genommenen Beweismittel justizförmig 
erhoben worden seien. Die Akten würden aus lauter Beweismitteln bestehen, die 
auf Recherchen des Nachrichtendiensts und des Bundesamts für Polizei (nachfol-
gend: fedpol) basieren. Beweiserhebungen aus allgemein zugänglichen Quellen 
seien gestützt auf Art. 139 StPO möglich. Sofern diese Beweismittel die Grund-
rechte tangieren, seien sie indessen Zwangsmassnahmen im Sinne von 
Art. 196 ff. StPO und nur gestützt auf eine gesetzliche Grundlage zulässig 
(Art. 197 StPO). Wenn somit ein Polizist eine Bibliothek aufsuche und nachrecher-
chiere, dann verletzte er Grundrechte, wenn er grundrechtsrelevante Recherchen 
tätige. Eine solche grundrechtsrelevante Beweismittelbeschaffung liege insbeson-
dere vor bei sämtlichen Erhebungen über die Funktion und die Rolle von E., ferner 
bei den Erhebungen zur politischen und religiösen Gesinnung von A. sowie bei 
den Abklärungen, die sich im Kurzanalysenbericht des fedpol vom 13. April 2018 
befänden. Es bestehe keine gesetzliche Grundlage für die vorgenannten grund-
rechtsrelevanten Erhebungen. Im Übrigen seien auch die Informationen aus dem 
Internet, die das Gericht zu den Akten erkannt habe, nicht rechtskonform 
(TPF pag. 7.721.51). 

Dem Einwand der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Die Beschaffung von 
allgemein zugänglichen, veröffentlichten Informationen durch Strafverfolgungsbe-
hörden stellt keine strafprozessuale Zwangsmassnahme dar. Ihre Berücksichti-
gung im Strafverfahren verletzt weder Gültigkeits- noch Ordnungsvorschriften 
i.S.v. Art. 139-141 StPO. Leicht zugängliche und aus verlässlicher Quelle stam-
mende Tatsachen gelten im Sinne von Art. 139 Abs. 2 StPO als der Strafbehörde 
bekannt, d.h. sie sind notorisch (vgl. BGE 143 IV 380 Regeste und E. 1; s. z.B. 
auch Urteil des Bundesgerichts 6B_383/2019 vom 8. November 2019, welches 
sich in E. 4.6, 4.7.4 und 4.2 auf öffentlich zugängliche Berichte/Listen bezieht). Im 
Übrigen unterstehen aus dem Internet stammende Informationen der richterlichen 
Beweiswürdigung. Im genannten Urteil des Bundesgerichts (BGE 143 IV 380) –
welches unter der Verfahrensnummer 6B_986/2016 vollständig im Internet einseh-
bar ist – ging es darum, dass die Vorinstanz eine Begriffsdefinition ausschliesslich 
aus dem Internetportal «Wikipedia» entnommen hatte. Das Bundesgericht hielt 
dazu fest, dass ein aus Wikipedia stammendes Beweismittel neben allenfalls wei-
teren Beweismitteln in Wahrung des rechtlichen Gehörs und in Bezug auf die im 

- 11 - 

SK.2020.7 

dortigen Sachverhalt massgebenden Adressaten zu würdigen sei (vgl. BGE 143 
IV 380 E. 1.3). 

1.6.2 Die Verteidigung von B. wandte im Rahmen ihres Parteivortrages zusammenge-
fasst ein, bei der Anklage handle es sich um einen Versuch, ein Gesinnungsstraf-
recht einzuführen und die Islamophobie mit dem Strafrecht zu schüren. Ein 
Schuldspruch würde gegen Grundrechte, u.a. gegen die Religions- und Meinungs-
äusserungsfreiheit, verstossen (TPF pag. 7.721.59, -69 ff., -73). 

«Gesinnungsstrafrecht» ist ein Strafrecht, das eine Sanktion allein an die innere 
Einstellung des Bürgers zu einem Problemkreis knüpft (RUTZ, Die Gefährdung der 
verfassungsmässigen Ordnung, Dissertation 1968, S. 236). Gesinnungsstrafrecht 
ist in der Schweiz verpönt. Schweizerisches Strafrecht soll allein die Reaktion auf 
einen geschehenen Rechtsbruch beinhalten. Der Wille als solcher verletzt, als rein 
innerer Vorgang, keine Norm. Er darf somit – soweit das äussere Verhalten dem 
Gesetz entspricht – nicht mit Strafe bedroht und nicht behördlich erforscht werden. 
Andernfalls wird die Grenze zum Gesinnungsstrafrecht überschritten (STRATEN-
WERTH, StGB AT I, Die Straftat, 9. neubearbeitete Aufl. 2011, § 12 N. 3). Die Straf-
barkeit nach Art. 2 AQ/IS-Gesetz knüpft an eine Handlung an und nicht an die 
Gesinnung einer Person. Entsprechend wird nicht die positiv besetzte Gesinnung 
zur Al Qaida, zum IS oder zu verwandten Organisationen sanktioniert. Jeder kann 
denken und fühlen, wie es ihm beliebt; eine innere Gefühlseinstellung kann be-
kanntermassen nicht zensuriert werden. Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz sanktioniert 
äusserlich wahrnehmbares Verhalten, welches in Verbindung zu verbotenen Grup-
pierungen und Organisationen steht (vgl. zum Handlungsbegriff allg. RIKLIN, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 2. Aufl. 2002, § 122 N 18). Beim 
Propagandavorwurf in Bezug auf die Al Qaida wird an die eigentliche Handlung 
angeknüpft. Strafbar ist die eigentliche Manifestation. Diese ist zum Schutze der 
öffentlichen Sicherheit (s. hinten E. 2.2 und E. 3.2.1) zu bestrafen. 

Die Anklage bezieht sich schliesslich auch nicht auf eine Religion oder eine Ge-
sinnung, sondern auf die Ausübung verbotener Handlungen in Bezug auf Al Qaida 
oder eine im Sinne von Art. 2 AQ/IS-Gesetz verbotene Organisation. Die Voraus-
setzungen für die Einschränkung der Grundrechte sind in Art. 36 BV geregelt. Da-
rauf wird hinten in E. 3.4.3 f. näher eingegangen.  

2. Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie ver-
wandter Organisationen; Normierungen und Hintergründe 2001-2015 

2.1 Gemäss Art. 1 AQ/IS-Gesetz sind seit dem 1. Januar 2015 die Gruppierungen «Al-
Qaïda», «Islamischer Staat» wie auch deren Tarn- und Nachfolgegruppierungen 

- 12 - 

SK.2020.7 

sowie Organisationen und Gruppierungen, die in Führung, Zielsetzung und Mitteln 
mit der Gruppierung Al-Qaïda oder der Gruppierung Islamischer Staat übereinstim-
men oder in ihrem Auftrag handeln, verboten. Art. 2 AQ/IS-Gesetz verbietet Hand-
lungen zu Gunsten solcher Gruppierungen. 

2.2  
2.2.1 Bezogen auf die Al Qaida hatte der Bundesrat die in Art. 2 AQ/IS-Gesetz aufge-

führten Handlungen bereits 2001 explizit verboten mit dem Erlass der Verordnung 
vom 7. November 2001 über Massnahmen gegen die Gruppierung «Al-Qaïda» 
und verwandte Organisationen (AS 2001 3040 f.; nachfolgend: AQ-Vo-BR; s. insb. 
Art. 2 AQ-Vo-BR). Die Verordnung war befristet und wurde in der Folge mehrmals, 
letztmals bis zum 31. Dezember 2011, verlängert. 

Am 1. Januar 2012 trat die Verordnung der Bundesversammlung über das Verbot 
der Gruppierung «Al-Qaïda» und verwandter Organisationen vom 23. Dezem-
ber 2011 (AQ-Vo-BV) in Kraft (AS 2012 1). Sie galt bis zum 31. Dezember 2014. 

Am 8. Oktober 2014 erliess der Bundesrat die Verordnung vom 8. Oktober 2014 
über das Verbot der Gruppierung «Islamischer Staat» und verwandter Organisati-
onen (IS-Vo-BR), welche am 9. Oktober 2014 in Kraft trat (AS 2014 3255). 

Am 1. Januar 2015 trat schliesslich, wie vorstehend erwähnt (vorne E. 2.1), das 
AQ/IS-Gesetz in Kraft (zur Gesetzgebungsgeschichte vgl. auch Urteile des Bun-
desgerichts 6B_1104/2016 und 6B_1132/2016 vom 7. März 2017, je E. 1.1; ENG-
LER, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 260ter StGB N. 27; PAJAROLA/OEHEN/ 
THOMMEN, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar Kriminelles Vermögen, Kriminelle 
Organisationen, Bd. II, 2018, § 9 Kriminelle Organisationen, Art. 260ter StGB 
N. 129 ff.). 

Der Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens gründete massgeblich auf Ereignisse, 
die den Bundesrat oder das Parlament zum Schutz der öffentlichen Sicherheit zu 
einem dringlichen Handeln veranlassten. Im Wesentlichen sind dies Folgende: 

2.2.2 Zum Erlass der vorstehend (E. 2.2.1 erster Absatz) erwähnten AQ-Vo-BR vom 
7. November 2001 sah sich der Bundesrat zum Schutz der inneren Sicherheit der 
Schweiz und in Unterstützung des staatengemeinschaftlichen Kampfes gegen den 
Terrorismus veranlasst, nachdem am 11. September 2001 mehrere Terroran-
schläge in den Vereinigten Staaten verübt worden waren (vgl. BBl 2014 8926). Die 
bundesrätliche Verordnung war befristet und wurde schliesslich mehrfach verlän-
gert.  

2.2.3 In der Absicht, die vorerwähnte Norm über einen längeren Zeitraum in Kraft zu 
behalten und ins ordentliche Recht zu überführen, unterbreitete der Bundesrat am 

- 13 - 

SK.2020.7 

18. Mai 2011 der Bundesversammlung den Entwurf für eine Verordnung der Bun-
desversammlung über das Verbot der Gruppierung «Al-Qaïda» und verwandter 
Organisationen (BBl 2011 4495 ff.).  

Zu jenem Zeitpunkt zeichnete sich die durch die Al Qaida ausgehende Bedro-
hungslage u.a. auch durch die Bildung von Al Qaida-Ablegern und wechselnde 
Territorialstrukturen aus. Bereits im Jahr 2004 hatte die in Pakistan gegründete 
und vermehrt in Afghanistan verbreitete Al Qaida einen Ableger im Irak namens 
«Al-Qaïda im Irak» (nachfolgend: AQI oder AQ Irak) gegründet. Es folgten weitere 
Ableger, z.B. in Algerien, Jemen oder Somalia. Führer der sogenannten Kern-
Al Qaida war, bis zu dessen Tod, Osama Bin Laden (nachfolgend: Bin Laden). 
Führer der AQ Irak war, bis zu dessen Tod Mitte 2006, Abu Musab al-Zarqawi, 
welcher Bin Laden die Treue geschworen hatte. Unter der darauffolgenden Leitung 
von Abu Umar Al Baghdadi (alias Abu Abdallah ar-Raschid Al Baghdadi, verstor-
ben im Mai 2010) nannte sich die irakische Filiale neu «Islamischer Staat im Irak» 
(nachfolgend: ISI oder IS Irak). Nach dem Tod von Abu Umar al-Baghdadi ging die 
Leitung des ISI schliesslich an Abu Bakr Al Baghdadi (nachfolgend: Al Baghdadi) 
über. Im Mai 2011 wurde Bin Laden getötet und Aiman Az Zawahiri (nachfolgend: 
Az Zawahiri) übernahm die Führung der Kern-Al Qaida (zum Ganzen und anstelle 
vieler: Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Arbeitspapier Sicherheitspolitik 
Nr. 19/2017, «https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicher-
heitspolitik_2017_19.pdf», zuletzt aufgerufen am 17. Juli 2020; STEINBERG, Al-
Qaida, 20. September 2011, in: Bundeszentrale für politische Bildung [nachfol-
gend: bpd], «http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36374/al-qaida», 
zuletzt aufgerufen am 17. Juli 2020; SAID, Islamischer Staat, 2015, S. 56, 65, 200 
und 204; ATWAN, L’histoire secrète d‘Al-Qaida, 2007, S. 320 f., 331, 346; 
DIETL/HIRSCHMANN/TOPHOVEN, Das Terrorismus-Lexikon, Täter, Opfer, Hinter-
gründe, 2006, S. 211 ff.; STEINBERG, Der Islamische Staat in Irak und Syrien (ISIS), 
26.8.2014, in: bpd, «http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamis-
mus/190499/der-islamische-staat-im-irak-und-syrien-isis», zuletzt aufgerufen am 
17. Juli 2020; WARRICK, Schwarze Flaggen, der Aufstieg des IS und die USA, 
2017, S. 320; ATASSI, Qaeda chief annuls Syrian-Iraqi Jihad Merger, 9. Juli 2013, 
«https://www.aljazeera.com/news/middleeast/2013/06/2013699425657882.html», 
zuletzt aufgerufen am 17. Juli 2020; UN Sicherheitsrat, Résumé des motifs ayant 
présidé aux inscriptions sur la liste, 14.05.2014, «https://www.un.org/securitycoun-
cil/fr/sanctions/1267/aq_sanctions_list/summaries/entity/al-nusrah-front-for-the-
people-of-the-levant», zuletzt aufgerufen am 17. Juli 2020; UN Sicherheitsrat, Ré-
sumé des motifs ayant présidé aux inscriptions sur la liste, 5. Oktober 2011, 
«https://www.un.org/ securitycouncil/fr/sanctions/1267/aq_sanctions_list/summa-
ries/individual/ibrahim-awwad-ibrahim-ali-al-badri-al-samarrai» [betreffend Abu 
Bakr Al Baghdadi al-Husseini al-Quarashi], zuletzt aufgerufen am 17. Juli 2020). 

http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/190499/der-islamische-staat-im-irak-und-syrien-isis
http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/190499/der-islamische-staat-im-irak-und-syrien-isis

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SK.2020.7 

In der Botschaft vom 18. Mai 2011 zur AQ-Vo-BV (BBl 2011 4495 ff.) führte der 
Bundesrat u.a. aus, ein (weiteres) Verbot der Al Qaida sei entsprechend dem von 
dieser Gruppierung ausgehenden Gefährdungspotenzial zur Wahrung der inneren 
und äusseren Sicherheit der Schweiz notwendig. Zwar habe die Kern-Al Qaida an 
operativen Fähigkeiten eingebüsst, sie sei aber trotz massiven Anstrengungen der 
Weltgemeinschaft nicht verschwunden und es hätten sich ein Ableger der Al Qaida 
auf der arabischen Halbinsel (nachfolgend auch: AQAH), die Al Qaida im islami-
schen Maghreb (nachfolgend auch: AQIM) und die Al Qaida im Irak (AQI) gebildet. 
Die terroristischen Aktivitäten der AQIM hätten in den letzten Jahren mit Entfüh-
rungen auch die Sicherheitsinteressen der Schweiz direkt betroffen. Insgesamt 
hätte sich zudem die Wahrscheinlichkeit von islamistisch motivierten Terroran-
schlägen in Westeuropa erhöht. Die Botschaft des Bundesrates äussert sich auch 
zur Notwendigkeit allfälliger Einschränkungen der Grundrechte. Sie bezeichnet 
das öffentliche Interesse als offenkundig. Einerseits liege dieses im Verhindern 
konkreter terroristischer Umtriebe durch die genannte Organisation und anderer-
seits im Erhalt der guten Beziehungen der Schweiz zur internationalen Staatenge-
meinschaft. In Bezug auf die Verhältnismässigkeit sei das Verbot der Gruppierung 
tendenziell ein taugliches Mittel sowohl zum Verhindern terroristischer Umtriebe 
als auch für die Wahrung der guten Beziehungen zum Ausland; es sei zum Schutz 
der Bevölkerung und der staatlichen Strukturen erforderlich und ein notwendiges 
aussenpolitisches Signal und schliesslich sei es angesichts des mit dem Terroris-
mus einhergehenden Leids auch ohne Weiteres zumutbar (Wahrung der 
Zweck/Mittel-Relation). Das vorgeschlagene Verbot sei verfassungskonform; die 
rechtsstaatlichen Prinzipien seien gewahrt (BBl 2011 4500, 4504 f.).  

Gestützt auf Art. 173 Abs. 1 lit. c BV erliess die Bundesversammlung am 23. De-
zember 2011 die AQ-Vo-BV (AS 2012 1 f.; siehe vorne E. 2.2.1 zweiter Absatz). 

2.2.4 Im Herbst 2014 sah sich der Bundesrat erneut zum Erlass einer Notrecht-Verord-
nung veranlasst; am 8. Oktober 2014 erliess er die IS-Vo-BR (AS 2014 3255; vorne 
E. 2.2.1 dritter Absatz), welche inhaltlich gleichlautend war wie die AQ-Vo-BV 
(vorne E. 2.2.1), sich jedoch ausschliesslich auf den sogenannten «Islamischen 
Staat» bezog. 

Der sogenannte «Islamische Staat» (IS) war wenige Monate zuvor aufgrund eines 
Zerwürfnisses innerhalb der Al Qaida, insbesondere zwischen dem damaligen 
Führer des irakischen Al Qaida-Ablegers ISI, Al Baghdadi (siehe vorstehend), und 
dem Führer des syrischen Al Qaida-Ablegers namens «Jabhat Al Nusra» (oder 
«Al Nusra Front»; nachfolgend: Al Nusra) entstanden. Al Baghdadi beabsichtigte, 
die Al Nusra in Syrien ihm zu unterstellen. Zu diesem Zweck rief er im April 2013 
eigenmächtig den «Islamischen Staat im Irak und Syrien» (nachfolgend: ISIS; auch 
«Islamischer Staat im Irak und der Levante», ISIL) aus und erklärte die Al Nusra 

- 15 - 

SK.2020.7 

zu dessen Ableger. Abu Muhammad Al Jawlani (nachfolgend: Al Jawlani), Führer 
der Al Nusra, weigerte sich, sich Al Baghdadi zu unterstellen. In einer Audiobot-
schaft vom 10. April 2013 erneuerte er daher im Namen der Al Nusra ausschliess-
lich dem Führer der Kern-Al Qaida, Az Zawahiri, die Treue, die Anerkennung des-
sen Oberhauptstellung und den Gehorsam. Az Zawahiri hiess die durch Al Bagh-
dadi ausgerufene Vereinigung der Al Nusra und des IS in die Gruppierung ISIS 
(oder ISIL) nicht gut, er löste sie auf und wies das irakische Gebiet (wieder) dem 
IS im Irak (ISI) und das syrische Gebiet (wieder) der Al Nusra zu. In der Folge 
spitzte sich der Streit der beiden Al Qaida-Gruppierungen zu. Im Februar 2014 
schloss Az Zawahiri Al Baghdadi aus dem Al Qaida-Verbund aus. Im Juni 2014 
nahmen ISIS-Anhänger Mossul ein, wo Al Baghdadi am 29. Juni 2014 eigenmäch-
tig ein sogenanntes Kalifat namens «Islamischer Staat» (nachfolgend: IS) ausrief 
und sich selbst als Kalifen bezeichnete. Das Kalifat sollte landesübergreifend gel-
ten, weshalb sein Name keine Staatsangaben (z.B. Irak, Syrien) aufführte (Quellen 
siehe E. 2.2.3, zweiter Abschnitt am Ende; NEUMANN, Die neuen Dschihadisten, 
2015; S. 82-83 und 169; NAJI ,«Islamischer Staat» (IS), 2015, S. 13-17, 92 und 
108; BÉNICHOU/KHOSROKHAVAR/MIGAUX, Le jihadisme, 2015, S. 472; LE SOMMIER, 
Daech, l’histoire, 2016, S. 98-99 und 106-107; LUIZARD, Die Falle des Kalifats, 
2017 (deutsche Ausgabe von: Le piège Daech, 2015), S. 115-120; SAID, Islami-
scher Staat, 2014, S. 59-69 und S. 82-87; GERGES, A history, ISIS, 2017 (Taschen-
buchausgabe; Erstausgabe 2016), S. 175-193; 247-248; 256). 

2.2.5 Kurze Zeit nach Erlass der vorerwähnten Notrecht-Verordnung (IS-Vo-BR; vorste-
hend E. 2.2.4), mit Botschaft vom 12. November 2014 zum AQ/IS-Gesetz 
(BBl 2014 8925 ff.), unterbreitete der Bundesrat dem Parlament den Antrag auf 
Zustimmung zum Entwurf eines dringlichen Bundesgesetzes über das Verbot der 
Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisati-
onen.  

Die bundesrätliche Botschaft hält u.a. fest, dass der IS als massive Bedrohung 
internationaler Sicherheitsinteressen in Konkurrenz zur Al Qaida stehe. Somit be-
stehe ein bedeutendes Risiko, dass die beiden Gruppierungen im Kampf um die 
Vorherrschaft in der internationalen, terroristischen Bewegung weltweit terroristi-
sche Anschläge verüben würden, um ihre Stärke und Handlungsfähigkeit zu de-
monstrieren. Die Aktivitäten beider Gruppierungen würden damit weiterhin eine 
Bedrohung für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz und der Staatenge-
meinschaft darstellen. Es sei deshalb wichtig, sämtliche Aktivitäten dieser Grup-
pierungen in der Schweiz und im Ausland weiterhin unter Strafe zu stellen, ebenso 
wie alle Handlungen, die darauf abzielten, diese (Gruppierungen) materiell oder 
personell zu unterstützen, z.B. durch Propagandaaktionen, Geldsammlungen oder 
das Rekrutieren neuer Mitglieder (BBl 2014 8931). Ferner würde sich die Bedro-

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SK.2020.7 

hung durch den IS in einer aggressiven Propaganda manifestieren, die Einzelper-
sonen zu Anschlägen motivieren könne, aber auch zum Anschluss an andere ter-
roristische Organisationen (BBl 2014 8928). Der Bundesrat sah dabei die grösste 
Bedrohung in kampferprobten Rückkehrern sowie in radikalisierten, in der Schweiz 
gebliebenen Einzeltätern (BBl 2014 8928 und 8931). In Bezug auf den sogenann-
ten Islamischen Staat führt die bundesrätliche Botschaft aus, die Gruppierung ver-
öffentliche medienwirksam und unter gezielter Verwendung der modernen Kom-
munikationsmittel weltweit Bildmaterial betreffend (während der Kampfhandlungen 
im Irak und in Syrien begangene) Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung sowie 
betreffend massive Gewaltanwendung gegen staatliche Institutionen. Zum dama-
ligen Zeitpunkt hätte sich ihre Aggression insbesondere gegen gegnerische Sun-
niten, Schiiten, Kurden und Mitglieder nicht muslimischer Minderheiten im Irak ge-
richtet, wobei sie auch gedroht habe, gegen Staatsangehörige und Interessen aller 
Staaten der Anti-IS-Koalition Anschläge zu verüben (BBl 2014 8930). 

National- und Ständerat stimmten dem Antrag des Bundesrates zu. Die vormals 
durch diverse Verordnungen (AQ-Vo-BR bzw. AQ-Vo-BV; IS-Vo-BR) verbotenen 
Handlungen sind seit dem 1. Januar 2015 durch das AQ/IS-Gesetz (s. auch vorne 
E. 2.2.1 vierter Absatz) erfasst.  

2.2.6 Die Beurteilung der Bedrohung der öffentlichen Sicherheit im Jahr 2015 ist auch in 
der Strategie der Schweiz zur Terrorismusbekämpfung, die der Bundesrat am 
18. September 2015 guthiess (BBl 2015 7487 ff.) und im Bericht des Bundesrates 
vom 24. August 2016 zur Sicherheitspolitik der Schweiz (BBl 2016 7763 ff.) fest-
gehalten.  

Im Bericht vom 24. August 2016 stellte der Bundesrat eine Verschärfung der Be-
drohung fest und zwar auch durch den dschihadistisch motivierten Terrorismus 
und Gewaltextremismus. Es bestehe eine direkte Verbindung zwischen der Unsi-
cherheit im Ausland (Maghreb, Naher und Mittlerer Osten) und der Sicherheit in 
der Schweiz: Die Konflikte in diesen Regionen, die Feindseligkeit der Terrororga-
nisationen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» gegen den Westen und die Attrak-
tivität des Dschihadismus, auch für Menschen in der Schweiz, seien für die terro-
ristische Bedrohung in Form von Anschlägen in der Schweiz oder gegen schwei-
zerische Personen und Einrichtungen im Ausland ausschlaggebend. Dabei seien 
nicht nur die Pläne der Terrororganisationen von Belang; Personen in der Schweiz 
können sich radikalisieren und auch ohne direkte Verbindung zu Terrororganisati-
onen aktiv werden. Wie schon in der Botschaft zum AQ/IS-Gesetz (BBl 2014 8925 
ff.) erkannte der Bundesrat insbesondere im Einsatz moderner Kommunikations-
mittel eine Gefahr und in den dschihadistischen Rückkehrern eine Bedrohung. Das 
Internet biete allen gewalttätigen und terroristischen Gruppierungen neue Möglich-
keiten sowohl zur Propaganda als auch zur heimlichen Vernetzung. Es vereinfache 

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SK.2020.7 

und unterstütze die Selbstradikalisierung künftiger Einzeltäter wie auch die Betei-
ligung an der Planung von Terroranschlägen über die Landesgrenzen hinweg. Zu-
dem verursache oder begünstige die regionale Instabilität Flüchtlings- und Migra-
tionsströme, welche auch von Terroristen genutzt werden können, um unerkannt 
in die Schweiz zu gelangen. Weltweit seien so viele Menschen auf der Flucht wie 
noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Schweizer Staatsangehörige 
und Interessen könnten auch im Ausland bedroht werden. Schweizerinnen und 
Schweizer würden im internationalen Vergleich überdurchschnittlich oft verreisen 
oder im Ausland arbeiten. Ihre Aufenthaltsorte könnten auch in Krisengebieten lie-
gen. Die Betroffenheit von Schweizer Interessen durch Konflikte oder terroristische 
Aktionen könne eher zufällig sein; als westliche Nation werde die Schweiz aber in 
dschihadistischen Kreisen als Teil des generellen Feindbildes wahrgenommen. 
Namentlich in Konfliktzonen im islamischen Raum seien auch Schweizerinnen und 
Schweizer potenzielle Opfer von Entführungen oder Terrorakten. Entführungen zur 
Erpressung von Lösegeld seien zu einer essenziellen Finanzierungsquelle für den 
Terrorismus geworden und hätten Schweizer Bürgerinnen und Bürger bereits be-
troffen. Mit einer zunehmend schwierigen Sicherheitslage seien auch immer mehr 
diplomatische Vertretungen der Schweiz konfrontiert, sodass in den letzten Jahren 
an mehreren Botschaften die Sicherheitsmassnahmen hätten verstärkt werden 
müssen.  

In der Strategie der Schweiz zur Terrorismusbekämpfung vom 18. September 
2015 sind verschiedene Ziele festgehalten. Darunter findet sich das Ziel, Aus-
übung, Export und Unterstützung von Terrorismus in oder von schweizerischem 
Gebiet aus zu verhindern, namentlich durch Verhinderung des Missbrauchs des 
Schweizer Territoriums für Propaganda, Rekrutierung und Ausbildung für terroris-
tische Zwecke oder zur Unterstützung oder Beteiligung an einer kriminellen (terro-
ristischen) Organisation, oder durch Verhinderung, dass Schweizerinnen, Schwei-
zer oder in der Schweiz lebende ausländische Personen die Schweiz verlassen, 
um sich im Ausland terroristisch zu betätigen. Eine aufgeführte strategische Ent-
wicklungslinie liegt in der Verhinderung der Radikalisierung. 

3. Art. 2 Al Qaida/IS-Gesetz 

3.1 Die Anklageschrift vom 21. September 2017 wirft den Beschuldigten einleitend vor, 
für die Gruppierung Al Qaida oder für eine mit dieser verwandter Organisation, 
Propagandaaktionen organisiert respektive deren Aktivitäten in anderer Weise ge-
fördert zu haben (A. AS Ziffer 1.2.1; B. AS Ziffer 1.3.1). Die vorgeworfenen Hand-
lungen sollen im Jahre 2015 und somit nach Inkrafttreten des AQ/IS-Gesetz erfolgt 
sein. 

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SK.2020.7 

3.2 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 
Geldstrafe bestraft, wer sich an einer nach Artikel 1 des Gesetzes verbotenen 
Gruppierung oder Organisation beteiligt, sie personell oder materiell unterstützt, 
für sie oder ihre Ziele Propagandaaktionen organisiert, für sie anwirbt oder ihre 
Aktivitäten auf andere Weise fördert. 

3.2.1 Mit dieser Strafbestimmung sollen sämtliche Aktivitäten der in Art. 1 AQ/IS-Gesetz 
genannten Gruppierungen (siehe dazu vorne E. 2.1) in der Schweiz und im Aus-
land unter Strafe gestellt werden, ebenso wie alle Handlungen, die darauf abzie-
len, diese materiell oder personell zu unterstützen (BBl 2014 8927 ff.). Die Bestim-
mung bezweckt den Schutz der öffentlichen Sicherheit schon im Vorfeld von Straf-
taten. Nach der Botschaft 2014 manifestiert sich die Bedrohung durch den IS (un-
ter anderem) in einer aggressiven Propaganda. Es bestehe das Risiko, dass diese 
Propaganda Personen in der Schweiz zur Verübung von Anschlägen oder zum 
Anschluss an andere terroristische Organisationen verleite (BBl 2014 8928 und 
8931). Die Bestimmung bewirkt eine Vorverlagerung der Strafbarkeit, indem sie 
schon das Unterstützen und Fördern der benannten terroristischen Organisationen 
unter Strafe stellt. Voraussetzung ist, dass eine der drei im Straftatbestand be-
nannten Tatvarianten auf dem Gebiet der Schweiz ausgeführt wird (EICKER, Zur 
Interpretation des Al-Qaïda- und IS-Gesetzes durch das Bundesstrafgericht im Fall 
eines zum Islamischen Staat Reisenden, in: Jusletter 21. November 2016, Rz 11; 
vgl. JOSITSCH/POULIKAKOS, Lückenfüllung um jeden Preis?, in: Jusletter 28. Okto-
ber 2019 Rz 3 ff.; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 6B_948/2016 vom 
22. Februar 2017 E. 4.1).  

3.2.2 Im Gegensatz zu Art. 260ter Ziff. 1 Abs. 2 StGB braucht die Unterstützung einer 
verbotenen Organisation nach Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz diese nicht in ihrer ver-
brecherischen Tätigkeit zu fördern. Die unter Strafe gestellten Tathandlungen sind 
insofern weiter gefasst als bei Art. 260ter Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Somit sind personelles 
und materielles Unterstützen jeglichen Handelns der Organisation – und nicht 
bloss des explizit verbrecherischen – strafbar (vgl. TODESCHINI, Terrorismusbe-
kämpfung im Strafrecht, 2019, S. 52 f. Rz 75).  

3.2.3 Das blosse Sympathisieren mit oder das Bewundern von kriminellen oder terroris-
tischen Organisationen fällt indessen – analog zur bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung, wonach solches Verhalten nicht als Unterstützung einer kriminellen Orga-
nisation gemäss Art. 260ter Ziff. 1 Abs. 2 StGB gilt (vgl. BGE 133 IV 58 E. 5.3.1; 
131 II 235 E. 2.12.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_1104/2016 vom 7. März 2017 
E. 1.3.3) – nicht unter die Generalklausel von Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_948/2016 vom 22. Februar 2017 E. 4.2.2 m.H.). 

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3.3 «Förderung auf andere Weise» 

Die Anklageschrift wirft den Beschuldigten A. und B. diese Tatbestandsvariante 
parallel zu jener der Propagandaaktion vor. Wie vorne bereits festgehalten 
(E. 1.4.2), hat dabei eine gewisse Tatnähe des Handelns zu den verbrecherischen 
Aktivitäten der verbotenen Gruppierung zu bestehen (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 6B_948/2016 vom 22. Februar 2017). Als Generalklausel ist diese Tatbe-
standsvariante nur subsidiär zu prüfen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
6B_948/2016 vom 22. Februar 2017 E. 4.2.2 bezüglich Art. 260ter StGB, wonach 
es einerlei ist, ob die eine Tathandlung als Unterstützung oder als Förderung auf 
andere Weise gefasst wird). 

3.4 Propagandaaktionen 

3.4.1 Propaganda im allgemeinen Sinne äussert sich – genau wie Werbung – in Mass-
nahmen, die darauf abzielen, den Adressaten zu einem bestimmten Denken, Ver-
halten oder Handeln zu veranlassen. Mit Propaganda und Werbung ist also beab-
sichtigt, auf die Einstellung des Adressaten einzuwirken. Die Erscheinungsformen 
von Propaganda und Werbung sind vielfältig. Sie können beispielsweise in Schrift, 
Ton, Bild, Farbe, Form, aber auch in weiteren Handlungen bestehen. Der Unter-
schied der Begriffe «Werbung» und «Propaganda» liegt grundsätzlich nicht in de-
ren Ziel oder Art; Werbung und Propaganda unterscheiden sich vielmehr im An-
wendungsbereich. Als Propaganda wird im Allgemeinen jene Werbung bezeich-
net, die sich nicht auf kommerzielle, sondern auf ideologische Bereiche bezieht. 
Dies sind z.B. kulturelle, soziale, politische oder religiöse Bereiche (vgl. DA-
VID/REUTTER, Schweizerisches Werberecht, 3. Aufl. 2015, Rz 10 f. und 15). 

3.4.2 Nach konstanter Rechtsprechung und Lehre zum strafrechtlichen Propagandabe-
griff (BGE 143 IV 308 E. 5.2; 140 IV 102 E. 2.2.2; 68 IV 145 E. 2; NIGGLI, Rassen-
diskriminierung, 2. Aufl. 2007, Rz 1222-1223; VEST, in: Martin Schubarth [Hrsg.], 
Delikte gegen den öffentlichen Frieden, Art. 261bis StGB Rz 62) besteht Propa-
ganda im allgemeinen Sinne objektiv in irgendwelchen von den Mitmenschen 
wahrnehmbaren Handlungen, einschliesslich blosser Gebärden, und subjektiv so-
wohl im Bewusstsein, dass eine bestimmte Handlung von Mitmenschen wahrge-
nommen wird als auch in der Absicht, damit zu werben, d.h. so auf die Mitmen-
schen einzuwirken, dass sie für die geäusserten Gedanken gewonnen oder, falls 
sie ihnen bereits zugetan sind, in ihrer Überzeugung gefestigt werden (vgl. Urteil 
des Bundesstrafgerichts SK.2019.23 vom 15. Juli 2019 E. 3.2.3). 

3.4.3 Selbstverständlich ist nicht jede Propaganda verboten (s. auch BGE 68 IV 145 
E. 2). Politische, ideologische, kulturelle und weitere propagandistische Äusserun-
gen sind alltäglich und von den verfassungsmässigen Grundrechten, wie beispiels-

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weise durch die Meinungs- und Informationsfreiheit (Art. 16 BV), geschützt. Indes-
sen gelten auch Grundrechte nicht schrankenlos. So können Grundrechtskonflikte 
(Grundrechtskonkurrenzen oder Grundrechtskollisionen) eine Beschränkung der 
Grundrechte eines Betroffenen nach sich ziehen. Des Weiteren können staatliche 
Aufgaben im Interesse der Allgemeinheit die Einschränkung von Grundrechten 
eines Einzelnen erfordern. Aufgrund seiner Bedeutung für die Gesamtheit kann 
das öffentliche Interesse das Grundrechtsinteresse eines Einzelnen zurückdrän-
gen. Die Voraussetzungen für die Einschränkung der Grundrechte sind in Art. 36 
BV geregelt. Demnach bedürfen die Einschränkungen von Grundrechten einer ge-
setzlichen Grundlage. Schwerwiegende Einschränkungen müssen im Gesetz 
selbst vorgesehen sein. Ausgenommen sind Fälle ernster, unmittelbarer und nicht 
anders abwendbarer Gefahr (Art. 36 Abs. 1 BV). Ferner müssen die Einschrän-
kungen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten 
Dritter gerechtfertigt (Art. 36 Abs. 2 BV) sowie verhältnismässig sein (Abs. 3), wo-
bei der Kerngehalt der Grundrechte gewahrt werden muss (Abs. 4) (zum Ganzen 
vgl. KIENER/KÄLIN, Grundrechte, 2. Aufl. 2013, § 7; AUER/MALINVERNI/HOTTELIER, 
Droit constitutionel suisse, Volume II, 3. éd., 2013, n. 276 ff.; BINDER, Expertenwis-
sen und Verfahrensgarantien, in: ZStr 2016, Band 244, S. 36-37 m.w.H.; 
THÜRER/AUBERT/MÜLLER, Verfassungsrecht der Schweiz, 2001, § 39, Rz 25 und 
41). In diesem Sinne sind z.B. die rassendiskriminierende Propaganda (Art. 261bis 
Abs. 3 StGB) oder die staatsgefährliche Propaganda (Art. 275bis StGB) gesetzlich 
verboten.  

3.4.4 Die gemäss Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-Gesetz verbotene Propaganda umfasst die Wer-
bung für die Ideologie und den Wertekanon sämtlicher in Art. 1 AQ/IS-Gesetz ge-
nannten Gruppierungen oder Organisationen oder für deren Ziele, inkl. der Anwer-
bung. Diese Tatvariante erfasst das Verbreiten des Gedankenguts dieser Grup-
pierungen, beispielsweise indem Bilder, Fotos, Texte, Videos etc. via Internetka-
näle und soziale Medien (wie Facebook, Twitter) veröffentlicht werden (vgl. Urteil 
des Bundesstrafgerichts SK.2019.23 vom 15. Juli 2019 E. 3.2.2). Das Gesetz 
wurde zum Schutz und zur Wahrung des öffentlichen Interesses und der inneren 
Sicherheit eingeführt und ist angesichts der durch den gewalttätigen Extremismus 
für die Allgemeinheit ausgehenden Gefahren (wie z.B. Anschläge, Verleitung 
[auch und insb. von Jugendlichen und jungen Erwachsenen] sich als Jihadisten in 
Todesgefahr zu begeben, Gefährdung der Allgemeinheit durch radikalisierte Rück-
kehrer, Entführungen) verhältnismässig. Propagandaaktionen für die Al Qaida, 
den IS und deren verwandten Organisationen sind somit nicht von der Meinungs-
äusserungs- oder Medienfreiheit (Art. 16 und Art. 17 BV) geschützt, denn das Ge-
setz drängt diesbezüglich Grundrechte Einzelner im Sinne von Art. 36 BV zum 
Schutz der Allgemeinheit zurück.  

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3.5 In subjektiver Hinsicht wird Vorsatz verlangt; Eventualvorsatz genügt (Art. 12 
Abs. 1 und 2 StGB). Der Täter muss wissen oder zumindest damit rechnen, dass 
er eine Gruppierung oder Organisation nach Art. 1 AQ/IS-Gesetz unterstützt, sich 
daran beteiligt, für sie oder ihre Ziele Propagandaaktionen organisiert, für sie an-
wirbt oder ihre Aktivitäten auf andere Weise fördert (vgl. TPF 2018 22 E. 2.4.1; 
Urteile des Bundesstrafgerichts SK.2019.63 vom 18. Dezember 2019 E. 2.2.2; 
SK.2019.23 vom 15. Juli 2019 E. 3.2.3; SK.2016.9 vom 15. Juli 2016 E. II.1.16; 
TODESCHINI, a.a.O., S. 56 Rz 81). 

3.6 Wie bei der Unterstützung einer kriminellen Organisation nach Art. 260ter Ziff. 1 
Abs. 2 StGB ist auch jedes tatbestandsmässige Handeln nach Art. 2 Abs. 1 AQ/IS-
Gesetz ein Dauerdelikt. Tatbestandsmässige Einzelhandlungen im ganzen Zeit-
raum entsprechender Tätigkeiten gelten als eine Tatbegehung (vgl. Urteile des 
Bundesstrafgerichts SK.2019.63 vom 18. Dezember 2019 E. 2.7; SK.2019.23 vom 
15. Juli 2019 E. 5.3; SK.2016.9 vom 15. Juli 2016 E. II.1.17). 

 

Zur Anklage gegen A. 

4. Anklageziffer 1.2.1.1 

Unter dieser Anklageziffer wird dem Beschuldigten A. vorgeworfen, vorsätzlich, in 
der Schweiz und anderswo zwischen September 2015 und Januar 2016 für die 
Gruppierung «Al-Qaïda» oder für eine mit dieser verwandten Organisation, Propa-
gandaaktionen organisiert respektive deren Aktivitäten auf andere Weise gefördert 
zu haben, indem  

− er in seiner Funktion als Vorstandsmitglied und zuständiger Vorsteher des «De-
partements für Public Relations und Information» des Vereins D. die Veröffent-
lichung auf dem Internetportal YouTube des Videos «Exklusivinterview 
[…] – "Der islamische Staat und ich"» und des Videos «al-Fajr as-Sâdiq» ‒ wel-
che durch C. mit Filmaufnahmen, die dieser im Jahr 2015 in Syrien gemacht 
hatte, produziert worden waren (s. AS Ziffer 1) ‒ und welche der Propaganda 
für den führenden Al Qaida-Vertreter in Syrien, E., und für die Dachorganisation 
Jaysh Al Fath (JaF) gedient hätten – gutgeheissen bzw. veranlasst habe; 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» vom 26. November bis am 18. Dezember 2015 
und das Video «Exklusivinterview […] – "Der islamische Staat und ich"» vom 
7. bis am 20. November 2015 auf den Social-Media-Kanäle des Vereins D. in 
einer grossangelegten Werbekampagne beworben worden seien, wobei das Vi-
deo «al-Fajr as-Sâdiq» bis zum 20. Juli 2017 auf der Online-Plattform YouTube 

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25‘347 Mal und das Video «Exklusivinterview […] – "Der islamische Staat und 
ich"» bis zum 20. Juli 2017 auf der Online-Plattform YouTube 109‘243 Mal an-
gesehen wurden; 

− er damit aktiv dazu beigetragen habe, dass dem führenden Al Qaida-Vertreter 
in Syrien, E., eine prominente, mehrsprachige und multimediale Plattform ge-
boten wurde, um seine eigene Person sowie die Ideologie der von ihm vertre-
tenen terroristischen Organisation Al Qaida vorteilhaft darzustellen und zu pro-
pagieren;  

− wodurch die verbotene terroristische Organisation Al Qaida in ihrer Anziehungs-
kraft gegenüber bestehenden und potenziellen Mitgliedern respektive Unter-
stützern weltweit gestärkt und somit in der Entfaltung ihrer kriminellen Aktivitä-
ten gefördert wurde. 

4.1 Die Anklageschrift zu den Videos 

4.1.1 Video «Exklusivinterview […] – "Der islamische Staat und ich"» – vorgeworfener 
Inhalt 

Die Anklage gegen A. äussert sich zum Inhalt des Videos nicht. Daher ist der als 
Propaganda angeklagte Inhalt des Films aus der Anklage gegen C. zu entnehmen 
(s. Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 6B_114/2019 E. 2.4). 

Zum «Exklusivinterview […] – "Der islamische Staat und ich"» führt die Anklage 
gegen C. zusammengefasst Folgendes aus (s. AS Ziffer 1.1.1.2, S. 5 ff.):  

− E. ersuche Allah, sein Gegenüber, respektive die Muslime in Europa zu beloh-
nen für ihr Interesse für die Nachrichten ihrer Brüder in Grosssyrien und für ihr 
Bestreben, diese zu unterstützen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 6); 

− E. spreche bei einer Gelegenheit die Adressaten mit «Mudschaheddin» an 
(AS Ziffer 1.1.1.2, S. 6); 

− E. sage, er würde den IS als Kooperationspartner akzeptieren, sobald dieser 
einem Scharia-Schiedsgericht zur Beilegung des Konflikts zwischen den jiha-
distischen Gruppierungen in Syrien zustimme (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 6); 

− E. erkläre, er habe früher zu den Bewunderern des Islamischen Staates im Irak 
gehört (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 7);  

− er habe Saudi-Arabien trotz einer Ausreisesperre verlassen, um in den gewalt-
samen Jihad in Syrien zu ziehen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 7);  

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− er habe sich mit Abu Ali Al-Anbari, Stellvertreter von Al Baghdadi und mit 
Al Jawlani getroffen, wobei es um die Beilegung von Konflikten zwischen der 
Al Nusra und dem IS gegangen sei (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 7);  

− die Führung des IS habe ihn als einen der «mashayikh al-jihad», d.h. als einen 
der Scheiche/Oberhäupter des gewaltsamen Jihads gesehen und ihm den Pos-
ten eines islamischen Richters und des «Chefs des Reformkomitees» angetra-
gen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 7); 

− E. erkläre weiter, er habe Abu Ali Al-Anbari erfolgslos drei Organisationen und 
zwei Personen als Mediatoren zwischen den verfeindeten jihadistischen Grup-
pen in Syrien vorgeschlagen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 8); 

− E. adressiere seine Aufforderung zum gewaltsamen Jihad an die Muslime im 
Allgemeinen und insbesondere an muslimische Jugendliche, namentlich im 
Westen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 8); 

− E. fordere bzw. motiviere die Adressaten durch seine Äusserungen ab Minute 
35:53 zu einem physisch-militärischen bzw. gewaltsamen Jihad auf (AS Zif-
fer 1.1.1.2, S. 8 und 9). 

Weiter bringt die Anklageschrift gegen C. vor: 

− C. sei nicht in der Lage, während des auf Hocharabisch geführten Interviews in 
eine journalistische Interaktion mit E. zu treten (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 5); 

− C. müsse die Fragen auf Hocharabisch teilweise ablesen (AS Ziffer 1.1.1.2, 
S. 5); 

− die kumulative Redezeit von E. betrage 35:38 Minuten, jene von C. 01:56 Mi-
nuten (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 5);  

− E. dominiere das Gespräch und stelle selbst C. Fragen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 5); 

− C. spreche E. mit ehrentitelnden Anreden an, womit er zu verstehen gebe, dass 
er diesen als eine religiöse und ideologische Autorität anerkenne (AS Zif-
fer 1.1.1.2, S. 5); 

− C. und E. würden für das Assad-Regime nicht den neutralen Begriff «al-‘ala-
wiyun» verwenden, sondern den abschätzigen «al-nusayriya»; E. und dessen 
jihadistisches Lager würden nicht nur darauf abzielen, das alawitisch geprägte 
Assad-Regime in Syrien zu stürzen, sondern letztlich die gesamte konfessio-
nelle Gemeinschaft der Schiiten in Grosssyrien zu vernichten, zu der auch die 
Alawiten gezählt werden (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 8);  

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− für ein Oberhaupt des gewaltsamen Jihads seien eine grosse jihadistische 
Autorität und ein beträchtliches Ausmass an Gewaltextremismus nötig (AS Zif-
fer 1.1.1.2, S. 7);  

− die von E. Al-Anbari vorgeschlagenen Mediatoren seien dem Al Qaida-Netz-
werk zuzurechnen (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 7). 

4.1.2 Video «al-Fajr as-Sâdiq» – vorgeworfener Inhalt 

Die Anklage gegen A. äussert sich zum Inhalt des Videos nicht. Daher ist der als 
Propaganda angeklagte Inhalt des Films aus der Anklage gegen C. zu entnehmen 
(s. Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 6B_114/2019 E. 2.4). 

Zum Video «al-Fajr as-Sâdiq» führt die Anklage gegen C. zusammengefasst Fol-
gendes aus (s. AS Ziffer 1.1.1.4, S. 10 ff.): 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» inszeniere E. als gemässigte Integrationsfigur, 
zentralen Brückenbauer und unabhängigen Vermittler; es beschönige seine 
Rolle und verschleiere seine Zugehörigkeit zu Al Qaida (AS Ziffer 1.1.1.4, 
S. 10); 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» präsentiere E. als Integrationsfigur der syrischen 
Revolution und als Vermittler zwischen den Rebellengruppen oder als eine 
wichtige Persönlichkeit, welche die den Jihad führenden Faktionen miteinander 
verbinde und versöhne (angepasstes Zitat Arabisch, AS Ziffer 1.1.1.4, S. 10);  

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» charakterisiere E. als inoffiziellen geistigen Führer 
des Rebellenbündnisses bzw. (angepasstes Zitat Arabisch) als spirituellen Füh-
rer der Jaysh Al Fath (AS Ziffer 1.1.1.4, S. 10); 

− das Verhältnis zwischen C. und E. werde im Video «al-Fajr as-Sâdiq» kame-
radschaftlich und herzlich dargestellt; es zeige wie C. von E. in Empfang ge-
nommen und mit einer Umarmung sowie zwei Wangenküssen begrüsst werde, 
woraufhin C. ihm zwei Schokoladepackungen als Gastgeschenk überreiche; es 
zeige C. und E. lachend bei einem geselligen Abendmahl (AS Ziffer 1.1.1.4, 
S. 10-11); 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» präsentiere die Jaysh Al Fath als «bestehend aus 
verschiedenen Rebellengruppen» (Untertitel Deutsch) bzw. (angepasstes Zitat 
Arabisch) als «militärische Allianz» (…) «in Zusammenarbeit mit zahlreichen 
Jihad führenden Faktionen in Nordwestsyrien». Der Kommentator spreche von 
«Einheit unter den Rebellengruppen» bzw. (angepasstes Zitat Arabisch) von 
«Vereinigung zwischen Jihad führende Faktionen» (AS Ziffer 1.1.1.4, S. 10; 

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− im Video «al-Fajr as-Sâdiq» erkläre E. C. die angebliche Ausgewogenheit der 
Scharia und erwähne dabei die islamischen Gottesstrafen Töten, Auspeitschen 
und Steinigen, was in den Untertitel mit «Töten, Peinigen und Steinigung» über-
setzt werde, und wozu C. zustimmend nicke und keinerlei Rückfragen stelle 
(AS Ziffer 1.1.1.4, S. 11-12); 

− die Untertitel seien beschönigend. Das Video «al-Fajr as-Sâdiq» würde nicht 
durchgehend eine journalistische Dokumentation «lege artis» darstellen 
(AS Ziffer 1.1.1.4, S. 11-12); 

− C. gebe durch die verwendeten ehrerbietigen Anreden für E. dem Zuschauer 
zu verstehen, dass er E. als (s)eine religiöse und ideologische Autorität aner-
kenne (AS Ziffer 1.1.1.4, S. 11-12); 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» werde auch mit sogenannten «nashid» (einge-
deutscht Naschid; Arabisch: «Hymne, Lied») unterlegt, wobei deren Texte nicht 
in den Untertiteln aufgeführt würden; ab Minute 07:33 bis Minute 09:44 sei der 
Naschid mit dem auf Deutsch übersetzten Titel «Ein Berg namens Hamas» 
(nachfolgend: Naschid 1) zu hören, ein gewaltextremistisches, agitatorisches 
Kampflied aus dem Kontext des palästinensisch-israelischen Konfliktes (ange-
klagter Text s. AS S. 12). Der Naschid 1 leite von der Szene der Besichtigung 
von Idlib, der von Jaysh Al Fath kontrollierten Hauptstadt des gleichnamigen 
syrischen Gouvernements, zur Begehung von militärischen Stellungen der 
Jaysh Al Fath im unweit gelegenen Dorf Fou’a über, wo E. am 18. September 
2015, d.h. ca. zwei Wochen vor dem Entstehungszeitpunkt der Aufnahmen der 
erwähnten Szene, während aktiver Gefechte zwei Selbstmordattentäter, 
höchstwahrscheinlich der Al Nusra, in sprengstoffbeladenen Panzerfahrzeugen 
in den Einsatz verabschiedet und dabei ihren bevorstehenden angeblichen Mär-
tyrertod glorifiziert habe. Ab Minute 18:26 bis Minute 18:53 seien vier arabische 
Verszeilen eines weiteren arabischen Naschids (nachfolgend: Naschid 2) hör-
bar, bei dem es sich um ein poetisches Kampflied handle, welches den gewalt-
samen Jihad, das kombattante Martyrium und die Zerstörung des Christentums 
glorifiziere (AS Ziffer 1.1.1.4, S. 11-12; zum Text s. AS S. 12); 

− das Video «al-Fajr as-Sâdiq» präsentiere ostentativ arabische Strassenpropa-
ganda der Al Nusra, ohne diese als solche auszuweisen, zu kommentieren oder 
zu kontextualisieren; in der Sequenz ab Minute 08:41 werde ein Wandbild prä-
sentiert, das in der Ecke unten links mit dem kalligrafischen Schriftzug der 
Al Nusra versehen sei; ab Minute 08:44 – während dem der Naschid 1 zu hören 
sei – werde für ca. fünf Sekunden eine Warntafel gegen Blasphemie gezeigt, 

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die in der Ecke unten rechts mit dem Logo und arabischen Schriftzug des «Bü-
ros für Aufruf und Anleitung», dem Propagandaorgan der Al Nusra, signiert sei 
(AS Ziffer 1.1.1.4, S. 13); 

− in der Sequenz ab Minute 08:41, während im Hintergrund der Naschid 1 er-
klinge, sei für ca. drei Sekunden ein Wandbild in den Strassen Idlibs zu sehen, 
das eine verunstaltete Büste des früheren syrischen Diktators Hafiz al-Asad so-
wie eine Abschrift des zweiten Teils der Koransure 7, Vers 129, zeige, welche 
wörtlich laute (angepasstes Zitat): «Er [=Moses] sagte [zu seinen Leuten]: Viel-
leicht wird Gott eure Feinde zugrunde gehen lassen und euch zu (deren) Nach-
folgern auf der Erde machen, um zu sehen, wie ihr (dann) handelt (Die Höhen 
[=Surentitel] 129)» (AS Ziffer 1.1.1.4, S. 13). 

4.2 Die Anklageschrift zu E. 

Gemäss Anklage bezieht sich die Propaganda (u.a.) auf E. 

4.2.1 Die Anklage gegen A. beschreibt oder umschreibt E. als führender Vertreter der 
Al Qaida in Syrien, als Angehöriger (Zugehörigkeit) der Al Qaida; als Person, die 
intensive Kontakte zum engsten Führungszirkel der Al Qaida gepflegt habe; als 
Person, die sich bis vor kurzem als Bewunderer der verbotenen terroristischen 
Organisation ISI gesehen habe; als Person, die das Ziel gehabt habe, den Al Qaida 
Ableger, Al Nusra, mit dem IS zu versöhnen (AS Ziffer 1.2.1.3, S. 26). 

Die Anklage gegen C. weist E. weitere Rollen oder Merkmale zu; dort wird ange-
geben, E. sei: 
 
eine Person, die den Anschluss an das internationale Al Qaida-Netzwerk vollzogen 
habe (AS Ziffer 1.1.2.2, S. 4 oder 1.1.1.6, S. 20); eine als führende Vertreterin der 
Al Nusra bzw. Al Qaida auftretende Person (AS Ziffer 1.1.1.6, S. 20); ein Mitglied 
des engeren Führungszirkels der Al Nusra (AS Ziffer 1.1.1.6, S. 20); eine Person, 
die sich mit der Ideologie und der Führung der Al Qaida identifiziere (AS Ziffer 
1.1.1.6, S. 20); ein hochrangiger Führer und Exponent der Dachorganisation Jaysh 
Al Fath (AS Ziffer 1.1.1.2, S. 4 oder 1.1.1.6, S. 16); ein Führungsmitglied der Jaysh 
Al Fath (AS Ziffer 1.1.1.16, S. 18); eine Führungsperson der Dachorganisation 
Jaysh Al Fath, der den Titel eines obersten Richters führe (AS Ziffer 1.1.1.6, S. 18); 
ein Hauptakteur bei der Gründung der Jaysh Al Fath (AS Ziffer 1.1.1.6, S. 18); der 
Gründer und Führer des JCC (AS Ziffer 1.1.1.6, S. 18).  

4.2.2 Das Bundesgericht hielt in seinem Rückweisungsurteil fest, dass die in der An-
klage gegen C. dargelegten Ausführungen zur Propaganda im Sinne eines «copy 
and paste» in die Anklagen gegen A. und B. einzufügen sind (6B_114/2019 E. 2.4). 
Das Bundesgericht differenziert nicht zwischen teilweise getätigten Ausführungen 

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und gänzlich ausgelassenen Ausführungen. Daraus ergibt sich, dass selbst wenn 
die Anklage gegen A. eine Tatbestandumschreibung vornimmt, jene gegen C. je-
doch weitere oder Alternativumschreibungen desselben Objekts enthält, diese 
auch in die Anklage gegen A. einzufügen sind. Die vorne aufgeführten, aus der 
Anklage gegen C. stammenden Umschreibungen von E. (s. E. 4.2.1), sind daher 
als Umschreibung des Propagandaobjekts auch in der Anklage gegen A. zu be-
rücksichtigen. 

4.2.3 Unter der C. betreffenden Anklageziffer 1.1.1.6 gibt die Anklage weiter an, E. habe 
zwischen 2012 und 2013 begonnen, die Al Nusra und andere jihadistische Grup-
pierungen in Syrien durch Spenden sowie durch die Sammlung von Spenden für 
Hilfsgüter und Waffen zu unterstützen; E. sei von den saudischen Behörden we-
gen seiner Unterstützungsaktivitäten mit einem Ausreiseverbot belegt worden; es 
sei ihm jedoch gelungen, Saudi-Arabien am 22. August 2013 illegal zu verlassen, 
um sich nach Syrien in das Kriegsgebiet zu begeben, mit der Absicht, zwischen 
dem ISIS bzw. IS und anderen jihadistischen Gruppen, insbesondere der Al Nusra, 
zu vermitteln; E. habe am 23. Januar 2014 die Kampagne «Umma-Initiative» zur 
Versöhnung des ISIS mit den anderen jihadistischen Gruppierungen in Syrien, al-
len voran mit der Al Nusra, lanciert respektive deren schriftliches Postulat veröf-
fentlicht; die «Umma-Initiative» habe im Wesentlichen die Einstellung der Feind-
seligkeiten zwischen den islamistischen und jihadistischen Gruppierungen in Sy-
rien sowie die Errichtung eines Scharia-Tribunals gefordert; E. habe sich in der 
Einleitung des schriftlichen Postulats der «Umma-Initiative» auf Az Zawahiri, den 
Führer der Al Qaida, bezogen und seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, 
dass Az Zawahiri die darin vertretenen Standpunkte geteilt habe; E. habe die Ab-
lehnung der «Umma-Initiative» durch den ISIS öffentlich bedauert sowie verurteilt; 
die Vorbehalte des ISIS gegenüber den Vermittlungsversuchen hätten E. dazu be-
wogen, seine Anstrengungen auf die Bildung einer jihadistischen Dachorganisa-
tion ohne den ISIS zu fokussieren, was in die Gründung der Jaysh Al Fath gemün-
det habe; E. habe öffentlich eine extremistische und gewaltsame Konzeption des 
Jihads vertreten respektive propagiert; E. sei der gewaltextremistischen ideologi-
schen Strömung des jihadistischen Salafismus zuzurechnen, deren Hauptvertreter 
heute die Al Qaida mit ihren Ablegern wie der Al Nusra sowie der IS seien; E. habe 
die Notwendigkeit propagiert, im transnationalen, globalen Kampf gegen die soge-
nannten Ungläubigen, Abtrünnigen und tyrannischen Regimes zu gewaltsamen, 
auch terroristischen Mitteln zu greifen, mit dem Ziel, einen Staat auf der Grundlage 
der Scharia zu errichten; E. habe systematisch die Verübung von Selbstmordan-
schlägen glorifiziert und dazu ermutigt; E. habe in der Begehung von Selbstmord-
anschlägen durch die Al Nusra eine zentrale Rolle gespielt, indem er die Selbst-
mordattentäter der Al Nusra gesegnet und spirituell aufgerichtet habe, bevor er sie 
auf ihre Mission entsandt habe; E. sei in die Planung von Selbstmordanschlägen 

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der Al Nusra involviert und mit den Selbstmordattentätern direkt in Kontakt gewe-
sen; zum Teil habe er die Verantwortung übernommen und diesen Informationen 
zu den Missionen übermittelt; E. habe während des Eroberungsfeldzuges gegen 
die Stadt Idlib im März 2015 rund 150 und innerhalb der drei darauf folgenden 
Monate rund 100 weitere Freiwillige für Selbstmordattentate rekrutiert; E. habe öf-
fentlich die Hinrichtung von gefangenen gegnerischen Soldaten propagiert; 
E. habe als Religionsgelehrter und militärischer Agitator gehandelt, was zur Ver-
breitung seiner Propaganda und zur Agitation für den gewaltsamen Jihad gedient 
habe, namentlich über die von ihm im Jahr 2013 ins Leben gerufene und auch 
später von ihm geführte Institution des JCC; E. habe mittels des JCC sowie über 
andere Kanäle Spendensammlungen zugunsten der Jaysh Al Fath oder allgemein 
des gewaltsamen Jihads in Syrien organisiert; E. habe mittels des JCC in von 
Jaysh Al Fath eroberten und verwalteten Gebieten Schulen betrieben, in welchen 
er auch selber Lektionen erteilt habe und in denen Kinder und Jugendliche mit der 
gewaltextremistischen Ideologie des von ihm vertretenen Jihadismus indoktriniert 
worden seien; E. sei für militärische Camps mitverantwortlich gewesen oder zu-
mindest für deren propagandistische Inszenierung via JCC, die der Rekrutierung 
und der Kampfausbildung von Jugendlichen und Kindern für den gewaltsamen 
Jihad gedient hätten; E. habe mittels des JCC in unzähligen propagandistischen 
Veröffentlichungen und Auftritten zum gewaltsamen Jihad aufgerufen, zum Teil 
explizit für Al Nusra und zum Teil direkt an europäische Muslime adressiert mit 
dem Ziel, neue Kämpfer für die Faktionen der Jaysh Al Fath, namentlich auch für 
die Al Nusra, zu rekrutieren; E. habe sich aktiv an Kampfhandlungen an der Front 
beteiligt; E. habe die propagandistische Inszenierung sowie die moralische Unter-
stützung der Vorstösse der kämpfenden Faktionen, namentlich auch der Al Nusra 
und namentlich durch die Begehung von Selbstmordanschlägen, übernommen; 
E. habe in mehreren öffentlichen Verlautbarungen, auch auf seiner persönlichen 
Internetseite, die Anführer der Al Qaida und deren prominenten Ideologen, zum 
Beispiel Bin Laden und Az Zawahiri, gelobt und sowohl für diese als auch für die 
Mitglieder des ISIS respektive des IS ehrerbietige Formulierungen verwendet; 
E. habe die Al Nusra bereits vor seiner Auswanderung nach Syrien unterstützt und 
dies öffentlich verlautbart; E. habe sich aktiv an Kampfhandlungen der Al Nusra 
beteiligt und diese öffentlich verlautbart; E. habe Propaganda sowohl für Al Nusra 
als auch für andere Al Qaida-Ableger betrieben, zum Beispiel mit zwei in der Zeit-
schrift «Al Risalah» veröffentlichten Artikeln, mit verschiedenen Auftritten an öf-
fentlichen Veranstaltungen der Al Nusra, mit einem Auftritt in einem Video, wo er 
bewaffnet und in Tarnkleidung eine agitatorische Rede neben einem Gefangenen 
der Al Nusra halte, wobei im Hintergrund die Flagge der Al Qaida mit dem Schrift-
zug der Al Nusra zu sehen sei; E. habe am 9. Juli 2014 an einer hochrangigen, 
richtungsweisenden Versammlung der Al Nusra in Nordwestsyrien, an welcher der 
Al Nusra-Anführer Al Jawlani die bevorstehende Errichtung des Al Qaida-Emirats 

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SK.2020.7 

in Syrien angekündigt habe, eine Ansprache gehalten; in dieser Ansprache habe 
E. die Verkündung des syrischen Al Qaida-Emirats als historisches Ereignis glori-
fiziert, es als Einlösung von Bin Ladens Versprechen gepriesen, es als Etappe im 
langjährigen internationalen Al Qaida-Projekt bezeichnet und weiter erklärt, dass 
auf die mündliche Befürwortung des syrischen Al Qaida-Emirats gewalttätige Ta-
ten folgen müssten und es keinen Rückzug geben dürfe; E. habe die an der Ver-
sammlung vom 9. Juli 2014 anwesenden Mitglieder der Al Nusra, darunter Füh-
rungspersonen, angewiesen, dem Emir der jeweiligen Hierarchiestufe der Organi-
sation bedingungslos zu gehorchen; E. habe in dieser Ansprache die physische 
Selbstaufopferung für die Errichtung des Al Qaida-Emirats in Syrien propagiert, die 
Errichtung des Kalifat-Staates nach der Methode der Al Qaida propagiert und be-
kannt gegeben, dass er zusammen mit einem Kader der Al Nusra in Idlib danach 
strebe, die Scharia in die Praxis umzusetzen.  

4.2.4 Ebenfalls in der Anklageziffer 1.1.1.6 gegen C. wird festgehalten, dass seit dem 
16. Februar 2015 nach E. via Interpol international gefahndet werde, wobei vor ihm 
als gemeingefährlichem «Terrorist Group Member» gewarnt werde; das US-Fi-
nanzministerium habe E. am 10. November 2016 infolge seiner führenden Funk-
tion innerhalb von Al Nusra («key al-Nusrah front leader») ab 2015 mit finanziellen 
Sanktionen belegt. 

4.2.5 Im Weiteren führt die Anklage in der Anklageziffer 1.1.1.6 (betreffend C.) aus, die 
Auftritte von E. seien durch die Al Nusra mittels Videoveröffentlichungen propa-
gandistisch verwertet worden; der Führer der Al Nusra, Al Jawlani, habe der 
«Umma Initiative» von E. zugestimmt; andere islamistische und jihadistische 
Kampfgruppierungen hätten der «Umma Initiative» ebenfalls zugestimmt; der ISIS 
habe die «Umma-Initiative» nur unter der Bedingung annehmen wollen, dass alle 
islamistischen und jihadistischen Parteien öffentlich ihre Ablehnung von Demokra-
tie und Säkularismus bekundeten und alle Verbindungen zu ausländischen Regie-
rungen abbrächen (AS Ziffer 1.1.1.6). 

4.3 Die Anklageschrift zu Jaysh Al Fath 

Gemäss Anklage ist (auch) die Jaysh Al Fath Objekt der Propaganda. Fehlende 
Ausführungen oder Verweise zu ihr in der Anklage gegen A. sind in der Anklage-
schrift gegen C. zu finden (s. Rückweisungsurteil bzw. vorne E. 4.2.2).  

Die Jaysh Al Fath und deren Mitglied Al Nusra werden in der Anklageschrift gegen 
C. unter der Ziffer 1.1.1.6 zusammengefasst wie folgt umschrieben: 

4.3.1 Die Jaysh Al Fath sei im März 2015 entstanden; die Jaysh Al Fath stelle eine mili-
tärisch-zivile Dachorganisation dar, die im Wesentlichen jihadistischer Natur, insti-
tutionalisiert und auf Dauer angelegt sei; bei der Jaysh Al Fath würden sowohl im 

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taktischen Vorgehen als auch in ihrem transnationalen, strategisch-politischen 
jihadistischen Programm Parallelen zur Al Qaida bestehen; zum Zeitpunkt ihrer 
Gründung habe die Jaysh Al Fath aus folgenden sieben «Faktionen» bestanden: 
Al Nusra (Al Qaida-Ableger in Syrien), Harakat Ahrar al-Sham; al-Islamiya (HASI), 
Jund al-Aqsa (JaA), Liwa’ al-Haqq (LaH), Ajnad al-Sham (Aas), Faylaq al-Sham 
(FaS) und Jaysh al-Sunna (JaS), welche in eine salafistisch-jihadistische und in 
eine salafistisch-islamistische Kategorie einzuteilen seien, wobei die Al Nusra und 
die JaA zu den salafistisch-jihadistischen Faktionen der Jaysh Al Fath gehören, 
welche die internationalistische und globale Agenda der Al Qaida verfolgen wür-
den, u.a. die weltweite Expansion eines islamistischen Kalifats; die Faktionen in-
nerhalb der Jaysh Al Fath hätten trotz ideologischer Differenzen unter der Dach-
organisation zusammengefunden, um das gemeinsame Ziel der Eroberung der 
gesamten «Grosssyrien» genannten Region und der Etablierung eines islamisti-
schen Kalifats zu verfolgen; die Jaysh Al Fath habe bei der Eroberung der Stadt 
Idlib im März 2015 und auch später Selbstmordattentäter und selbstmörderische 
Kämpfer eingesetzt, vorwiegend in Anwendung der Taktiken der Al Nusra und der 
JaA. 

4.3.2 Die Al Nusra habe im gesamten Deliktszeitraum einen integralen, grossen und 
zentralen Bestandteil der Dachorganisation «Jaysh Al Fath» gebildet; die Jaysh 
Al Fath sei militärisch von der treibenden Dynamik und Durchschlagskraft der 
Al Nusra, namentlich deren Selbstmordattentaten, abhängig gewesen; die Jaysh 
Al Fath habe der Al Nusra als Vehikel gedient, um sich in Nordwestsyrien zu etab-
lieren und auszubreiten; die Integration von Al Nusra in der Jaysh Al Fath entsprä-
che der langfristigen Vision der Al Qaida, wonach vor der Errichtung eines islamis-
tischen Kalifats in der gesamten muslimischen Welt die aktuellen Regierungen und 
Regimes fallen und durch islamistische Emirate ersetzt werden müssen; die Be-
ziehungen zu anderen Akteuren des Bürgerkriegs würden der Al Nusra dazu die-
nen, sich die Unterstützung der lokalen Bevölkerung eines künftigen islamistischen 
Emirats im transnationalen Raum «Grosssyrien» zu sichern; die Al Nusra thema-
tisiere die unter der Ägide der Jaysh Al Fath verfolgten Aktivitäten in einer eigens 
ihrer Beteiligung an Jaysh Al Fath gewidmeten Propaganda-Kampagne mittels ih-
rer eigenen Propaganda-Organe; die Al Nusra würde diese Erzeugnisse sowohl 
mit den Emblemen ihrer eigenen Propaganda-Organe als auch mit einer Adaption 
des Emblems der Jaysh Al Fath versehen, was verdeutliche, dass es sich um eine 
Veröffentlichung der Faktion der Al Nusra handle; die Al Nusra habe im Rahmen 
ihrer Aktivitäten zur Verwaltung der durch die Dachorganisation Jaysh Al Fath er-
oberten Gebiete Menschenrechtsverletzungen begangen, namentlich willkürliche 
Verhaftungen, summarische Hinrichtungen und Folteranwendungen bei Gefange-
nen. 

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4.4 Aussagen/Stellungnahmen/Angaben A. 

4.4.1 A. machte im Vorverfahren grundsätzlich keine Aussagen zur Sache 
(pag. 12.1.18 ff.; 13.2.14 ff.). Eine Konfrontationseinvernahme mit C. oder B. er-
folgte nicht. Eine Schlusseinvernahme fand nicht statt. 

4.4.2 Für Äusserungen von A. ausserhalb der Strafuntersuchung (Videokonferenz, 
Tweet) wird auf die E. 4.7.2 und E. 4.7.5 verwiesen. 

4.4.3 An der Hauptverhandlung vom 6. Oktober 2020 machte A. keine Aussagen 
(TPF pag. 7.731.1 ff.). Anlässlich der Hauptverhandlung im Verfahren SK.2017.49 
verwies A. auf die durch seine Verteidigung eingereichte Stellungnahme des 
Vereins D. vom 21. April 2018 (nachfolgend: Bericht D.; TPF SK.2017.49 
pag. 6.932.3 und TPF SK.2017.49 pag. 6.522.80 ff.). 

Wie der Bericht D. vom 21. April 2018 zustande gekommen ist und wer genau ihn 
verfasst hat, ist nicht bekannt. Sowohl A. als auch B. (und ebenso C.) liessen ihn 
durch ihre Verteidigung einreichen und verwiesen in ihrer Einvernahme im Verfah-
ren SK.2017.49 darauf (s. TPF SK.2017.49 pag. 6.932.3 und 6.933.3). Inhaltlich 
entspricht der Bericht D. somit den von A., B. und C. vertretenen Positionen.  

4.4.3.1 Aus dem Bericht D. geht zusammengefasst folgender Standpunkt von A. (B. und 
C.) hervor (TPF SK 2017.49 pag. 6.522.80 ff.): 

− C., Kulturproduzent des Vereins D., habe sich zwischen Ende September und 
Anfang Oktober 2015 in Syrien aufgehalten, um eine Spendenverteilung 
(200 Schafe) zu koordinieren und den Verlauf der syrischen Revolution filmisch 
zu dokumentieren. Dabei habe es sich um die fünfte Reise von C. nach Syrien 
seit 2013 gehandelt. Es sei ihm darum gegangen, sich kritisch mit den Argu-
menten auseinanderzusetzen, die der IS gegen die übrigen Rebellen anführe. 
Der IS behaupte mittels Propaganda, die übrigen Rebellen seien Säkularisten, 
die kein Interesse auf eine Ordnung auf der Basis der Scharia hätten. C.s Do-
kumentarfilm «Die wahrhaftige Morgendämmerung» zeige hingegen auf, dass 
sich bei der Opposition zunehmend eine islam(ist)ische Rhetorik durchsetze 
und dass sich die Rebellengruppen einer schariatischen Gerichtsbarkeit unter-
ordnen würden. C. zeige die Allgegenwart islam(ist)ischer Ordnungsansprüche 
in Nordsyrien auf und greife damit das Kernargument des IS an, der in Anspruch 
nehme, die einzige Alternative im Kampf um die Errichtung einer «schariati-
schen» Ordnung zu sein (vgl. Bericht D. Ziffer I.1). 

− C. verfolge eine pro-revolutionäre, proislam(ist)ische Optik. Bei seinen Reisen 
nach Syrien habe er verschiedene Gesichter und Gruppen dokumentiert, aber 

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die Al Qaida völlig aus dem Fokus ausgelassen. In keiner der beiden Produkti-
onen würden C. oder E. oder sonst ein Protagonist die Al Nusra erwähnen; 
diese sei auch nicht Thema gewesen (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 

− C. und E. hätten sich vor dem Exklusiv-Interview nicht persönlich gekannt. C. 
habe wohl seit E.s «Umma-Initiative» von diesem gehört und eine ungefähre 
Ahnung der von E. vertretenen Positionen gehabt. C.s Kenntnisse über den In-
terviewpartner seien dennoch eher oberflächlich gewesen. Bei der Begrüssung 
habe C. E. gar mit dem falschen Vornamen bzw. mit dem Namen dessen Vaters 
«F.» angesprochen statt mit dem Namen «E.» (vgl. Bericht D. Ziffer I.5).  

− Der Kontakt mit E. sei unerwartet zustande gekommen. C. habe in der Stadt 
Idlib Interviewpartner für seinen IS-kritischen Dokumentarfilm gesucht und E. 
sei möglicherweise darüber informiert worden. Dass E. neben anderen Akteu-
ren sowohl im Dokumentarfilm («Die wahrhaftige Morgendämmerung») als 
auch im Exklusivinterview (Exklusivinterview C./E.) prominent zu Wort komme, 
sei der ad hoc zustande gekommenen Situation in Idlib zu verdanken (vgl. Be-
richt D. Ziffer I.1).  

− Das Interesse von C. am saudischen Theologen E. habe deshalb bestanden, 
weil dieser als Schlichter zwischen den verschiedenen Rebellengruppen be-
kannt gewesen sei. Am 27. Januar 2014 habe der IS die «Umma-Initiative» von 
E. abgelehnt. Daraufhin habe E. seine Kritik am IS verschärft, zum Kampf ge-
gen den IS aufgerufen und schliesslich das islam(ist)ische Rebellenbündnis 
Jaysh Al Fath mitgegründet, dessen territorialen Eroberungen E. zu einem der 
bekanntesten Gesichter der syrischen Revolution gemacht hätten (vgl. Bericht 
D. Ziffern 1 und IV). 

− E. habe sich selbst wiederholt als unabhängig definiert (vgl. Bericht D. Ziffern I.3 
und IV) und bei mehreren Gelegenheiten deutlich eine Zugehörigkeit zu Al 
Nusra oder einer anderen Gruppe verneint. Bis heute habe er sich als unab-
hängiger Akteur positioniert, der sich taktisch geschickt zwischen den zum Teil 
verhärteten bis verfeindeten Kampfgruppen bewege (vgl. Bericht D. Ziffer IV). 

− Weder E. noch die Jaysh Al Fath seien auf einer öffentlich zugänglichen natio-
nalen oder internationalen Terrorliste verzeichnet (vgl. D. Bericht Ziffer I.3). Die 
Designation E.s als Unterstützer der Al Nusra durch das «U.S. Department of 
the Treasury» sei erst später, am 10. November 2016, erfolgt, wobei E. diesen 
Vorwurf am Folgetag in einem Fernsehinterview dementiert und einmal mehr 
seine Unabhängigkeit unterstrichen habe (vgl. Bericht D. Ziffern I.3 und Zif-
fer IV).  

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− Auch aus der im Nachtragsbericht der BKP vom 29. September 2016 erwähn-
ten, nichtöffentlichen Versammlung der Al Nusra, welche mutmasslich um den 
9. Juli 2014 stattgefunden und bei welcher E. vermeintlich die «Löwen von Al-
Qaïda» gepriesen habe, gehe eine Al Nusra/Al Qaida-Mitgliedschaft von E. 
nicht hervor. E. dürfte wohl aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten und allge-
meinen Beliebtheit innerhalb der Opposition als eigentliches Gütesiegel und zur 
Unterstützung Al Jawlanis Projekt zu jener Versammlung eingeladen worden 
sein. In einer arabisch verfassten Zeitung sei E. zwar als Nachredner von Al 
Jawlani genannt worden; Informationen zum Inhalt seiner Rede habe die Zei-
tung indessen nicht gegeben. Es scheine, dass die BKP sich diesbezüglich da-
rauf auf eine Tondatei stütze, die erst am 1. Mai 2016 via YouTube publiziert 
worden sei. Dass C. oder sonst ein Vorstandsmitglied des Vereins D. bereits 
2014 von den Inhalten des besagten Videos Kenntnis haben konnten, könne 
folglich nicht angenommen werden (vgl. Bericht D. Ziffer XII).  

− Am 27. März 2018 sei E. im Umland von Aleppo interviewt worden. Die Auf-
nahme dieses Interviews und deren Übersetzung seien dem Bericht beigelegt. 
Darauf angesprochen, dass er beim Treffen der Al Nusra dabei gewesen sei 
und die Führung der Al Qaida gelobt bzw. vor allem Az Zawahiri gerühmt und 
die Al Qaida mit «Oh ihr Löwen» angesprochen haben soll, habe E. entgegnet, 
er habe die Jungen dort festigen wollen, damit sie nicht zu Daish hinüberlaufen. 
Weniger als 24 Stunden danach habe er indessen erklärt, sein Lob würde nicht 
bedeuten, dass er der Gründung eines Emirats zustimme. Er würde auch nicht 
der Al Qaida angehören. Die Belobigung «Oh ihr Löwen» habe er auch schon 
gegenüber anderen Gruppen verwendet (vgl. Bericht D. Ziffer XIII).  

− Bei der Rede von E. «Ach habe ich nicht übermittelt» habe es sich um einen 
letzten warnenden Appell an den ISIS und seinen Führer Al Baghdadi gehan-
delt. Durch die zunehmend extremen Positionen des ISIS in Syrien und die 
massiven Übergriffe habe sich unter allen Kampfgruppen allmählich Konsens 
darüber entwickelt, dass der ISIS nun doch auch mit systematischer Waffenge-
walt bekämpft und vertrieben werden müsse. E. habe seinen letzten Appell an 
den ISIS abgesetzt und darin klargemacht, dass auch er sich bei einer erneuten 
Ablehnung der Schlichtungsbemühungen der Meinung aller anderen Gruppen 
bezüglich systematischer und militärischer Bekämpfung des ISIS anschliesse. 
E. habe dem ISIS eine letzte Chance zur Schlichtung eingeräumt und an eine 
Bedingung geknüpft. Erst wenn Al Baghdadi auch diesen letzten Appell ignorie-
ren sollte, wäre die Bedingung erfüllt und E. schlösse sich dem «Führer des 
Jihads und seinen Gelehrten an und an ihrer Spitze der Shaykh der Mudscha-
heddin Ayman Az Zawahiri – möge Allah ihn bewahren – und der Shaykh, der 
inhaftierte Grossgelehrte Muhaddith (Hadithgelehrte) Sulayman al-`Ulwan und 
der Shaykh Abu Muhammad al-Maqdisi und Abu Qatada al-Filistini und weitere 

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unserer geehrten Gelehrten und Mashaikh (Mehrzahl von Shaykh)». Ein Treue-
schwur habe jedoch eine andere Form als jene in der Rede von E. und richte 
sich nicht gleichzeitig an mehrere Führungspersonen. E. führe sodann aus: «Ich 
schliesse mich ihnen allen an und appelliere und ersuche dringend nun an den 
Bruder den Scheich Abu Bakr Al Baghdadi eine/n Position/Standpunkt einzu-
nehmen, den die Menschen des Landes begrüssen/loben werden, mit der das 
Blutvergiessen unter Muslimen verhindert und Allahs Dîn unterstützt wird. Auf 
dass der Islamische Staat im Irak ein Würgen im Halse (der Kehle) der Rafida 
hervorruft und ein Dorn auf dem Weg des Westens bleibt und dass die Jabhat 
Al-Nusra/Nusra Front in (Gross-)Syrien weiterhin das islamische Projekt zur 
Wiederherstellung des Kalifats im Land vervollständigen wird. Lasst uns ge-
meinsam nach dem Gesetz Allahs in seinem Land richten und das gestürzte 
Kalifat wiederherstellen.» (vgl. Bericht D. Ziffer IV). E. nenne dabei den damals 
ranghöchsten Al Qaida-Führer in Syrien, Al Jawlani, nicht und es würden nicht 
alle zuvor aufgeführten Personen der Al Qaida angehören (vgl. Bericht D. Zif-
fer IV). Den Jihad-Sympathisanten erkläre E. weiter: «Bruder Mujahid und un-
terstützender Bruder ausserhalb (Gross-)Syriens, schliesse dich an das Projekt 
der Umma in (Gross-)Syrien an, das einst von Shaykh Usama begonnen, dann 
von Shaykh Ayman Az Zawahiri weitergetragen und dann in (Gross-)Syrien 
vom Shaykh dem Eroberer Al Julani befolgt wurde und schliesse dich einer kla-
ren Methode für die Errichtung eines islamischen Staates im Land an, wie (zum 
Beispiel) der Jabhat Al Nusra oder den Ahrar ash-Sham oder anderen islami-
schen Bataillonen, die von den Leuten geliebt werden.» Die Nennung mehrerer 
Gruppen zeige, dass E. nicht seinen Anschluss an die Al Qaida bzw. deren Fi-
liale die Al Nusra verkündet habe, sondern vielmehr seinen Anschluss ans La-
ger, welches sich dem ISIS entschieden entgegen stelle (vgl. Bericht D. Zif-
fer IV). 

− Am 27. März 2018 sei E., im – dem Bericht D. beigelegten – Interview auf die 
Aussage aus dem Jahr 2014 – er würde sich den Anführern des Jihads und 
Az Zawahiri anschliessen, falls die Schlichtung scheitere – angesprochen wor-
den. Dazu habe E. erklärt, dass derjenige, der sich für die Schlichtung bemühe, 
alle loben und rühmen müsse, um die Akzeptanz aller zu gewinnen. Schlichten 
gehe nur über den Weg der Akzeptanz. Er habe mit diesen Worten nicht ge-
meint, dass er sich einer Gruppe oder der Al Qaida anschliesse und habe seit-
her mehrfach gesagt, dass er unabhängig sei (vgl. Bericht D. Ziffer XIII).  

− Der am 28. Januar 2017 gegründeten Gruppe Hay‘at Tahrîr ash-Shâm (nach-
folgend: HTS) sei E. zwar beigetreten, indessen nach Konflikten zwischen der 
HTS und der Ahrâr ash-Shâm am 11. September 2017 wieder ausgetreten 
(vgl. Bericht D. Ziffer IV).  

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− Auf Twitter-Anfrage vom 27. März 2018 habe I., Direktor der Abteilung Media-
Relations der Al Nusra, mittels Video-Antwort vom 1. April 2018 kategorisch in 
Abrede gestellt, dass E. Mitglied der Al Qaida oder der Al Nusra sei (vgl. Bericht 
D. Ziffer IV).  

− Im Zusammenhang mit der Rolle der Al Nusra innerhalb der Jaysh Al Fath 
würde auch der Bericht des NDB darauf hinweisen, dass es sich bei der aus 
acht Kampfgruppen zusammengesetzten Jaysh Al Fath nicht um ein völlig ge-
eintes Bündnis gehandelt habe, wobei etwa Konflikte zwischen Al Nusra und 
Ahrâr ash-Shâm vorgelegen hätten. Die Ahrâr ash-Shâm habe sich an der 
Funktion der Al Nusra als offizieller Ableger der Al Qaida gestört, da die Nähe 
zu Al Qaida dem Ruf der Jaysh Al Fath als Ganzes hätte schaden können 
(vgl. Bericht D. Ziffer IX). Für Charles Lister (in: «The Syrian Jihad») sei die 
Gründung der Jaysh Al Fath auch ein Versuch seitens der übrigen Rebellen-
gruppen, der Al Nusra ein neues Machtgefüge in den Weg zu stellen. Dass sich 
Nusra-Führer Al Jawlani gerne selbst beweihräuchere und die Al Nusra als 
«Grundelement» der Jaysh Al Fath bezeichnet habe, erstaune nicht. Es sei 
auch nicht erstaunlich, dass Al Jawlani sich bemühe, Vorstösse der Jaysh 
Al Fath mittels Propaganda-Videos auf das Konto seiner Gruppe zu verbuchen. 
Indessen habe Al Jawlani präzisieren müssen, dass seine Gruppe keinen Ex-
klusivanspruch auf Idlib erhebe, sondern die Stadt im Kollektiv zu verwalten sei 
(vgl. Bericht D. Ziffer IX).  

− Die Redezeit C.s im Interview und das Ablesen der Fragen seien in Verbindung 
mit den Umständen des Interviews (Kriegsgebiet, kaum Vorbereitungszeit, hek-
tisches Arrangement) und der sprachlichen Überlegenheit des Interviewpart-
ners zu sehen. Das Unterbrechen und Widersprechen des Interviewten seien 
in der arabischen medialen Kultur nicht üblich bzw. unhöflich, zumal es sich 
beim Interviewten um eine Autoritätsperson handle (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 
Im Übrigen habe C. E. nicht mit der Präsenz der Al Nusra in der Jaysh Al Fath 
konfrontiert, da es weder im Exklusivinterview noch im Dok-Film um die 
Al Nusra oder die Al Qaida gegangen sei. C. sei auf keine Kampfgruppe spezi-
fisch eingegangen (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 

− Bei der von C. verwendeten Ansprache als «yâ Shaykh» (dt. Oh Scheich) und 
der Phrase «jazâkum Allahu khayran» (dt. Allah möge Ihnen Gutes vergelten) 
handle es sich um typische Ehrbezeugungen in Interviews mit religiösen Wür-
denträgern (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). Dass sich der Interviewte als Würdenträ-
ger der Kamera bzw. seinem Publikum zuwende, wenn er seine Botschaft un-
terstreichen möchte, sei ebenfalls üblich (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 

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− Bei der Aussage von E., sich nicht um den Sieg zu sorgen, da jener durch Allah 
festgelegt werde, sondern vielmehr um die Frage, ob man selbst daran Anteil 
genommen habe, sei nicht von Muslimen im Westen die Rede. Zudem sei es 
nicht haltbar, E. zu unterstellen, sein Jihad-Verständnis beschränke sich exklu-
siv auf den Kampf an der Waffe (vgl. Bericht D. Ziffer II). 

− C., A. und B. hätten in guter Absicht und im Rahmen der Präventionsarbeit des 
Vereins D. gegen den IS-Extremismus gehandelt (vgl. Bericht D. Ziffer I.1). 

− Wie vor jeder Publikation habe sich der Vorstand summarisch vergewissert, 
dass keine geltenden Gesetze verletzt würden. Dass eine Propaganda für 
Al Qaida vermutet werden könne, sei dem Vorstand gar nicht in den Sinn ge-
kommen, zumal diese Organisation bzw. ihre lokale Filiale Al Nusra in den Pro-
duktionen nicht erwähnt würde und sich darüber hinaus die allgemeine Kritik 
des Vereins D. am theologischen Extremismus über weite Teile auch auf die 
Ideologie der Al Qaida anwenden liesse (vgl. Bericht D. Ziffer I.3).  

− Sie würden das Strafverfahren als politisch motiviert verstehen, mit dem Ziel, 
den Verein D. zu stigmatisieren (vgl. Bericht D. Ziffer I.1).  

− C. verwehre sich gegen den Vorwurf, wonach es sich beim Dokumentarfilm und 
dem Exklusivinterview um verbotene Propaganda im Sinne des AQ/IS-Gesetz 
handle. Dies zumal beide Erzeugnisse vor und während ihrer Veröffentlichung 
kontextualisiert worden seien. Am Tag vor der Publikation des «Exklusivinter-
views C./E.» habe der Verein D. ein Interview mit B. veröffentlicht, in welchem 
dieser sich unter anderem zu den Beweggründen für das Interview geäussert 
habe. Das Exklusivinterview selbst sei auf der Plattform YouTube publiziert wor-
den. In der Video-Beschreibung sei die Intention des Produzenten – einen 
authentisch wirkenden Akteur zu Wort kommen zu lassen, der sich selbst vor 
Ort gegen den IS-Extremismus einsetzte – erneut unterstrichen worden 
(vgl. Bericht D. Ziffer I.2). 

− Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms «Die wahrhaftige Morgendämme-
rung» sei zunächst im Rahmen einer Filmvorführung in Z. erfolgt. Unter dem 
Titel «Formen des theologischen Extremismus» habe B., Präsident des Vereins 
D., das Phänomen analysiert und eindringlich vor jeder Form des theologischen 
Extremismus gewarnt (vgl. Bericht D. Ziffer I.2). A. habe erklärt, weshalb der 
Verein D. es ablehne, sich bei jedem Anschlag einer extremistischen Organisa-
tion wie dem «IS oder ähnlich verbrämten Zeitgenossen» förmlich zu distanzie-
ren (vgl. Bericht D. Ziffer I.2). C. habe sich an diesem Anlass aus Amsterdam 
via Skype-Videoübertragung gemeldet und die Entstehung seines Dokumentar-
films kontextualisiert sowie den Vorwurf der Al Qaida-Propaganda von sich ge-

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SK.2020.7 

wiesen (vgl. Bericht D. Ziffer I.2). Die Behauptung des NDB, welche in der An-
klageschrift übernommen werde, wonach C. sich bei der (Skype-)Video-Konfe-
renz in Syrien aufgehalten und gesagt habe, er habe an jenem Morgen mit Al-
Nusra-Kämpfern einen Frontabschnitt besucht, sei frei erfunden (vgl. Bericht D. 
Ziffer I.4).  

− Beim Lied «Jabal yud‘â Hamâs» (Naschid 1) handle es sich um ein Kampflied, 
das wohl dem Umfeld der islam(ist)ischen Palästinenserbewegung Hamas ent-
stamme. Der poetisch verfasste Inhalt spiele mit der Metaphorik zweier Berge: 
dem Berg Zion und dem Berg Hamas, wobei der Berg Hamas den Berg Zion im 
Kampf überwinde. Im Lied sei nie die Rede von Juden im Sinne von Angehöri-
gen der jüdischen Religion. C. habe dieses Naschid nicht seines Inhalts wegen 
ausgewählt, sondern wegen seines rhythmisch in den Filmabschnitt passenden 
Hintergundklangs. Da viele Muslime der Lehrmeinung folgen würden, wonach 
instrumentale Musik im Islam nicht regelkonform sei, sei es für ihn nie einfach, 
die zur Szene passenden Klänge zu finden (vgl. Bericht D. Ziffer III). 

− Die Szene des Empfangs von C. durch E. beim Grenzübergang Bâb al-hawâ 
sei für den Dokumentarfilm inszeniert worden. Das Mitbringen von Süssigkeiten 
(Schweizer Schokolade), die Wangenküsse zur Begrüssung und das Abendes-
sen entsprächen den unter arabischen Muslimen üblichen Umgangsformen 
zwischen Gast und Gastgeber und würden zudem eine intendierte filmische Ku-
lisse zur Erzeugung von Emotionen darstellen (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 

− C.s Fokus habe sich auf die Umsetzung des islamischen Rechts in den befrei-
ten Rebellengebieten gerichtet. Vor diesem Hintergrund sei es durchaus schlüs-
sig, auch Strassenschilder mit religiösen Inhalten zu zeigen, wie z.B. jene, die 
Frauen zum Tragen der ‘Abâya ermahnen (Zeitmarke 08:36) oder an den Fall 
der Tyrannen erinnern (08:42) oder vor Gotteslästerung warnen (08:45). Dabei 
sei es um den Inhalt und nicht um das nur in einem Fall kaum erkennbare Logo 
der emittierenden Organisation gegangen (vgl. Bericht D. Ziffer I.5). 

4.4.3.2 Dem Bericht D. vom 21. April 2018 beigelegt sind die MP4-Datei «Stellung-
nahme_E._27032018» mit der Video-Aufzeichnung eines Interviews von E. 
(TPF SK.2017.49 pag. 6.521.54, Stellungnahme_Dritter) und die pdf-Datei «Über-
setzung-Interview-mit_E._OGN» mit einer schriftlichen Übersetzung des Inter-
views auf Deutsch (TPF SK.2017.49 pag. 6.522.128 und -431 ff.). Der Bericht D. 
erklärt dazu, es habe sich aufgedrängt, E. mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft in 
der verbotenen Terrororganisation Al Qaida bzw. deren Ableger Al Nusra zu kon-
frontieren. Die Kontaktnahme mit E. sei via «OGN-News» – mit dessen Mitarbei-
tern G. und H. C. bekannt sei – erfolgt. Das Interview habe am 27. März 2018 im 
Umland von Aleppo stattgefunden und sei durch H. geführt worden. E. habe die 

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SK.2020.7 

gegen ihn gerichteten Vorhalte in Abrede gestellt (zum Ganzen: Bericht D. Zif-
fer XIII; s. auch Transkript/Übersetzung nachfolgend in E. 4.4.3.3). 

4.4.3.3 Dem Bericht D. vom 21. April 2018 beigelegt ist sodann die MP4-Datei «Stellung-
nahme_I. aka.J.», welche eine Video-Aufzeichnung der Antworten von I. (auch be-
kannt als J.) auf schriftlich gestellte Fragen beinhaltet (TPF SK.2017.49 
pag. 6.521.54). Der Bericht D. erklärt dazu, I., ehemaliger Dir