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**Case Identifier:** 707434e3-af96-5220-880b-afb04a2e85d1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.10.2018 200 2018 328
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-328_2018-10-22.pdf

## Full Text

200 18 328 IV
GRD/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Okt. 2018, IV/18/328, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 18. November 2015 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Antwortbeilage [AB] 1). Die 
IVB holte erwerbliche und medizinische Unterlagen ein und veranlasste ei-
ne polydisziplinäre MEDAS-Begutachtung (AB 84.1, 84.2, 84.3). Nach Ein-
holung eines Berichts des Spitals C.________ vom 27. Oktober 2017 
(AB 92) und eines Berichts des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-
Stellen BE/FR/SO (RAD) vom 18. Januar 2018 (AB 94/4-9) teilte die IVB 
der Versicherten am 25. Januar 2018 mit, es sei eine weitere polydiszi-
plinäre Abklärung notwendig (AB 96). Daran hielt die IVB – nachdem die 
Versicherte am 13. Februar 2018 dagegen opponiert hatte (AB 105) – mit 
Verfügung vom 14. März 2018 fest (AB 114).

B.

Mit Eingabe vom 30. April 2018 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde mit folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 14. März 2018 sei vollum-
fänglich aufzuheben.

2. a) Es sei festzustellen, dass mangels Notwendigkeit einer weite-
ren medizinischen Begutachtung auf die von der IV-Stelle beab-
sichtigte weitere polydisziplinäre medizinische Begutachtung zu 
verzichten sei und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, 
unverzüglich einen materiellen Vorbescheid zu den von der Versi-
cherten beantragten IV-Leistungen zu erlassen.

b) Eventualiter: Die vorgesehene polydisziplinäre Begutachtung 
oder ein entsprechendes Ergänzungsgutachten sei bei der 
MEDAS D.________ und bei den dortigen Vorgutachtern in Auf-
trag zu geben.

3. Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen.

4. Es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK mit 
zusätzlicher Parteibefragung durchzuführen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Okt. 2018, IV/18/328, Seite 3

5. Der Beschwerdeführerin sei die volle unentgeltliche Rechtspflege 
und Rechtsverbeiständung unter gleichzeitiger Einsetzung des 
unterzeichneten Rechtsanwalts als unentgeltlicher Rechtsbei-
stand zu gewähren.

Mit Eingabe vom 22. Mai 2018 reichte die Beschwerdeführerin ein ergänz-
tes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege samt Belegen ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Mai 2018 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete der Be-
schwerdeführerin Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt bei. Wei-
ter schloss der Instruktionsrichter das Beweisverfahren und wies das Be-
gehren um Parteibefragung (Beschwerde, S. 2 Ziff. 4) ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenverfü-
gung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesge-
setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[SR 172.021]); solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 

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das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-
den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de grundsätzlich einzutreten (vgl. jedoch E. 1.2.2 hiernach).

1.2

1.2.1 Angefochten ist die Verfügung vom 14. März 2018 (AB 114). Strei-
tig und zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdegegnerin verfügte Verlaufs-
begutachtung zu Recht angeordnet wurde.

1.2.2 Bezüglich des in der Beschwerde gestellten Antrages auf Erteilung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ist festzuhalten, dass Verfü-
gungen und Einspracheentscheide vollstreckbar sind, wenn sie zwar noch 
angefochten werden können, die zulässige Einsprache oder Beschwerde 
aber keine aufschiebende Wirkung hat oder wenn einer Einsprache oder 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen wird (Art. 54 Abs. 1 lit. b 
und c ATSG). Beides ist vorliegend nicht der Fall. Im Bereich des Sozial-
versicherungsrechts wird angenommen, dass der in Art. 55 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG; SR 172.021) festgehaltene Grundsatz des Suspensiveffekts der 
Beschwerde das gesamte kantonale Beschwerdeverfahren nach Art. 56 ff. 
ATSG beherrscht (UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, 
Art. 56 N. 40). Weil vorliegend die Beschwerdegegnerin in der angefochte-
nen Verfügung einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 

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nicht entzogen hat (AB 114), bedeutet dies, dass es einstweilen beim Zu-
stand bleibt, der vor Erlass der angefochtenen Verfügung bestand (KIESER 
a.a.O., Art. 54 N 12). Für eine (richterliche) Anordnung bzw. Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung bestand demnach bereits im Zeitpunkt 
der Beschwerdeeinreichung kein Rechtsschutzinteresse; auf das entspre-
chende Begehren (Beschwerde, S. 2 Ziff. 3) ist deshalb nicht einzutreten.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

In prozessualer Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin die Durch-
führung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101). 

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK hat jede Person ein Recht da-
rauf, dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche 
und Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche An-
klage von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhen-
den Gericht in einem fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemesse-
ner Frist verhandelt wird.

2.2 Die Anwendbarkeit von Art. 6 Ziff. 1 EMRK hängt demzufolge da-
von ab, ob vorliegend zivilrechtliche Ansprüche der Beschwerdeführerin im 
Sinne dieser Bestimmung zu beurteilen sind. Massgebend dafür, ob ein 
Verfahren in den Geltungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK fällt, ist nicht, ob 
es sich dabei um ein Gerichts- oder ein Verwaltungsverfahren handelt, son-
dern allein, ob es dabei um einen zivilrechtlichen Anspruch geht. Unter Be-
zugnahme auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte (EGMR) hat das Bundesgericht die Anwendbarkeit von 

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Art. 6 Ziff. 1 EMRK in BGE 119 V 375 E. 4b aa S. 379 zunächst für Leis-
tungsstreitigkeiten sämtlicher bundesrechtlicher Sozialversicherungszweige 
bejaht (bestätigt in BGE 121 V 109 E. 3a S. 110) und schliesslich in BGE 
121 V 109 E. 3a S. 111 auch bezüglich sozialversicherungsrechtlicher Bei-
tragsstreitigkeiten anerkannt. Der Sozialversicherungsprozess hat dem-
nach sowohl bei Leistungsstreitigkeiten wie auch bei Abgabestreitigkeiten 
grundsätzlich den sich aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK ergebenden Rechtsschutz-
anforderungen zu genügen (BGE 122 V 47 E. 2a S. 50). In diesem Verfah-
ren sind Fragen im Zusammenhang mit der Durchführung einer Begutach-
tung zu beurteilen. Eine Leistungs- oder Abgabestreitigkeit liegt nicht vor. 
Das Verfahren fällt demnach nicht in den Anwendungsbereich von Art. 6 
Ziff. 1 EMRK. Dementsprechend kann auf die Durchführung einer konventi-
onskonformen öffentlichen Verhandlung verzichtet werden bzw. ist der An-
trag auf Durchführung einer öffentlichen Gerichtsverhandlung (Beschwer-
de, S. 2 Ziff. 4) abzuweisen.

3.

3.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendi-
gen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Aus-
künfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, 
dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 
wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Be-
weisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich 
sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streiti-
gen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 
Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).

3.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes 
ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, 
so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den 
Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge ma-
chen (Art. 44 ATSG).

Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt mit, dass 
eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der vorge-
sehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie die vor-
gesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem Stadi-
um kann die versicherte Person erst einmal (nicht personenbezogene) ma-
terielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art 
oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: unnötige second 
opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). Ausserdem 
hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern (BGE 138 V 271 
E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem zweiten Verfahrens-
schritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die durch SuisseMED@P 
zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidisziplinären Expertisen 
die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen der Sachverständigen 

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mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachverständigen 
kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener Ein-
wendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 
S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.

4.1 Es existieren keine festen Kriterien zur allgemeingültigen Abgren-
zung der Anwendungsfelder der verschiedenen Kategorien von Expertisen. 
Die grosse Vielfalt von Begutachtungssituationen erfordert Flexibilität. In 
groben Zügen jedoch lassen sich die jeweiligen Einsatzbereiche wie folgt 
umreissen: Die umfassende administrative Erstbegutachtung wird regel-
mässig polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine direkte 
Auftragserteilung soll die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre Experti-
se ist auch dann einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als 
auf eine oder zwei medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, die Be-
schaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesi-
chert ist. In begründeten Fällen kann von einer polydisziplinären Begutach-
tung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre durchgeführt werden, 
sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei 
Fachgebiete beschlägt; weder dürfen weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. 
internistischer Art) notwendig sein noch darf ein besonderer arbeitsmedizi-
nischer bzw. eingliederungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese 
Voraussetzungen werden vor allem bei Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein 
(BGE 139 V 349 E. 3.2 S. 352).

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Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung obliegt es grundsätzlich sei-
tens der IV-Stelle den RAD-Ärzten, eine umfassende Einordnung vorzu-
nehmen, welche Fachdisziplinen an einer erforderlichen Begutachtung zu 
beteiligen sind (SVR 2014 IV Nr. 6 S. 26 E. 3.2; Entscheide des Bundesge-
richts [BGer] vom 31. März 2015, 8C_15/2015, E. 6.5 und vom 24. Oktober 
2012, 9C_344/2012, E. 4.2).

4.2 Zum Verlauf der seitens der IV veranlassten Abklärungen, des Ge-
sundheitszustandes und der von den behandelnden Ärzten durchgeführten 
Abklärungen ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.2.1 Mit Bericht über die Besprechung zur Einschätzung und Optimie-
rung der Fallbearbeitung vom 3. Mai 2016 empfahl die RAD-Ärztin Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, aufgrund der 
damals vorhandenen Akten mit Hinweisen auf Handgelenksbeschwerden 
und eine psychische Problematik eine bidisziplinäre Begutachtung in den 
Fachbereichen der Orthopädie und Psychiatrie (AB 30/3 f.).

Die bidisziplinäre Begutachtung wurde in der Folge nicht durchgeführt, weil 
die Beschwerdeführerin ab 19. Mai 2016 hospitalisiert werden musste. Im 
Austrittsbericht des Spitals F.________ vom 17. Juni 2016 wurde ein septi-
scher Schock und schweres ARDS bei Pneumonie beidseits diagnostiziert 
(AB 42/14; vgl. AB 42/2).

Daraufhin hielt die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ im Bericht vom 
27. September 2016 fest, nach der Infektion mit vorübergehend schwerer 
Folge müsse die Einschätzung geändert werden. Die Problematik der Hand 
erscheine nun angesichts der sonst ungelösten Fragen weniger relevant. 
Zwar müsse in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit geklärt werden, ob das 
Handgelenk in Ordnung sei oder ob diesbezüglich eine Einschränkung be-
stehe. Derzeit seien aber andere Abklärungen bzw. die Suche nach einer 
möglichen Grunderkrankung wichtiger. Dies könne jedoch nicht im Rahmen 
der IV-Abklärung erfolgen. Bezüglich des Gutachtens werde nicht mehr ein 
Orthopäde, sondern spezifischer ein Handchirurg als notwendig erachtet. 
Zudem müsse unbedingt ein Internist und ein Psychiater involviert werden. 
Dies führe zu einer MEDAS-Abklärung. Es sei allerdings sinnvoll, wenn vor 
dem Gutachten vom behandelnden Arzt weitere Abklärungen getroffen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Okt. 2018, IV/18/328, Seite 10

würden. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass in der Folge nicht nur eine 
ungenügend umfassende Abklärung vorliege, sondern die Beschwerdefüh-
rerin vor allem auch ungenügend vor weiteren Infekten mit möglicherweise 
schweren Folgen geschützt sei (AB 49/2 f.).

Am 24. November 2016 teilte die behandelnde Dr. med. G.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, der IVB mit, es sei immer 
wieder zu akut medizinischen komplizierten (fulminant verlaufenden) Not-
fallsituationen gekommen, welche zum Teil einen intensivmedizinischen 
Behandlungsrahmen nach sich gezogen hätten. Bis heute sei unklar, wel-
che Pathologie für diese jeweils akuten und zum Teil lebensbedrohlichen 
Zustandsverschlechterungen verantwortlich seien. Es sei daher aus Sicht 
der behandelnden Ärzte zwingend notwendig weitere medizinische Ab-
klärungen vorzunehmen. Es sei bei (aktuell) erneuter Verschlechterung des 
Allgemeinzustandes eine Zuweisung in die spezialärztliche internistische 
Abteilung des Spitals C.________ zur stationären Behandlung bzw. Dia-
gnostik erfolgt (AB 70/2).

Gemäss Austrittsbericht vom 12. Dezember 2016 des Spitals C.________ 
wurde die Beschwerdeführerin dort vom 29. November bis 2. Dezember 
2016 zur Aufarbeitung der Krankengeschichte und Suche nach dem unbe-
kannten Grundmorbus hospitalisiert (AB 76/3).

Beim Verdacht auf einen Immundefekt folgten weiterführende Abklärungen 
durch das Spital C.________. In deren Bericht vom 26. April 2017 (richtig: 
Mai 2017; die letzte im Bericht aufgeführte Sprechstunde datiert vom 26. 
Mai [AB 82/1; vgl. auch AB 84.5/4]) wurde als Diagnose ein kombinierter 
Immundefekt (kombinierter IgG1-Mangel und Mannose Binding Lectins 
[MBL-]Defizienz) festgestellt. Weiter wurden ein Verdacht auf eine episodi-
sche Migräne mit Aura seit Juli 2016 und eine Critical Illness Polymyoneu-
ropathie seit Juni 2016 festgehalten (AB 82).

Am 7. August 2017 wurde das von der Beschwerdegegnerin – bereits Ende 
Oktober 2016 (AB 62/1, 84.1/1) – veranlasste polydisziplinäre (in den Be-
reichen Allgemeine Innere Medizin, Handchirurgie und Psychiatrie [AB 67]) 
MEDAS-Gutachten erstattet (AB 84.1).

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Mit Datum vom 27. Oktober 2017 erstattete das Spital C.________ 
schliesslich einen Bericht über den weiteren Verlauf der dort erfolgten Ab-
klärungen und Behandlungen seit 26. Mai 2017 (AB 92).

4.2.2 Gestützt auf die Berichte des Spitals C.________ vom 26. Mai und 
27. Oktober 2017 hielt die RAD-Ärztin med. pract. H.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin, im Bericht vom 18. Januar 2018 fest, es 
lägen eine immunologische Problematik, eine neurologische Problematik 
und eine psychische Problematik vor. Immunologisch seien ein kombinier-
ter IgG1-Mangel und eine MBL-Defizienz nachgewiesen, die bereits zu drei 
schweren Infektionen mit Sepsis geführt hätten. Im Juli 2017 sei eine vier-
wöchentliche Immunglobulintherapie für zwei Jahre aufgenommen worden 
(vgl. AB 92/1). Nach den Infusionen liege eine vermehrte Müdigkeit vor. Die 
neurologische Problematik mit persistierender Schwäche, Gangunsicher-
heit, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen bei deutlich einge-
schränkter Feinkoordination, verminderter Rumpfstabilität sei erstmals im 
Juni 2016 untersucht worden. Die Neurologen fänden keine Zeichen einer 
Critical-Illness-Neuropathie. Aus Sicht der RAD-Ärztin könnten die genann-
ten subjektiven Beschwerden nicht vollständig mit den psychiatrischen 
Krankheiten erklärt werden. Das ursprüngliche MEDAS-Gutachten vom 
12. September 2017 (richtig: 7. August 2017 [AB 84.1/1]) sei inkomplett, da 
keine spezifische infektiologische und neurologische Abklärung erfolgt sei. 
Die Thematik mit Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen sowie der 
Kopfschmerzproblematik (ohne Differentialdiagnose) seien nicht näher un-
tersucht worden. Ein weiterer Mangel sei, dass retrospektiv zur medizi-
nisch-theoretischen zumutbaren Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten 
von Juni 2015 bis Mai 2016 nicht differenziert bzw. ausführlich Stellung ge-
nommen worden sei, dies namentlich auch aus rein medizinisch-infektiolo-
gischer/immunologischer Sicht. Es werde davon ausgegangen, dass auch 
aufgrund der somatischen Krankheiten eine längerdauernd eingeschränkte 
Leistungsfähigkeit vorhanden sei. Aus diesen Gründen sei eine polydiszipli-
näre MEDAS-Verlaufsbegutachtung erforderlich. Zudem erwarte die RAD-
Ärztin eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes unter 
fortgesetzter psychiatrischer Behandlung und damit eine Verbesserung der 
medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer 
Sicht (AB 94/6 f.).

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4.3 Aus den Akten ergibt sich somit Folgendes:

Bereits die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ hielt nach der wiederholt 
schweren Infektion vom Mai 2016 (vgl. AB 42/14-17) weitere Abklärungen 
seitens der behandelnden Ärzte zur Identifikation einer möglichen Grunder-
krankung für sinnvoll und zwar vor der Durchführung der polydisziplinären 
MEDAS-Begutachtung, um ungenügende Ergebnisse zu vermeiden 
(AB 49/3). In diesem Sinn äusserte sich am 24. November 2016 auch die 
behandelnde Psychiaterin, Dr. med. G.________, und wies darauf hin, 
dass eine Zuweisung an das Spital C.________ zur weiteren Behandlung 
und Diagnostik stattgefunden habe (AB 70/2). Im Rahmen der nachfolgen-
den Abklärungen am Spital C.________ konnte als Ursache der mehrfa-
chen schweren Infektionen schliesslich ein kombinierter Immundefekt fest-
gestellt werden (Erstdiagnose im Bericht vom 26. Mai 2017 [AB 82/1]). Auf-
grund dessen wurde ab 20. Juli 2017 mit einer Immunglobulintherapie be-
gonnen. Damit zeigte sich gemäss Verlaufsbericht des Spitals C.________ 
vom 27. Oktober 2017 eine Leistungsbesserung jedoch weiterhin mit Pro-
blemen bei der Koordination, Feinmotorik und Kraft (AB 92/3). Aufgrund der 
seit Juni 2016 persistierenden Schwäche, Gangunsicherheit, Gleichge-
wichts- und Koordinationsstörungen bei Verdacht auf eine Critical Illness 
Polymyoneuropathie (AB 82/2) wurden zusätzlich neurologische Abklärun-
gen durchgeführt (AB 82/4 unten, 92/1 f.). Diese vermochten die Ver-
dachtsdiagnose einer Critical Illness Neuropathie vorderhand nicht zu 
bestätigen (AB 92/1 f., 92/3 f.). Schliesslich wurden auch die seit Juli 2016 
persistierenden Kopfschmerzen (Verdacht auf episodische Migräne mit 
Aura; AB 82/1, 92/2) am C.________ weiter behandelt und neurologisch 
untersucht (AB 84.5/1).

Die allgemein-internistische Abklärung im Rahmen der MEDAS-Begutach-
tung fand am 10. April 2017, die weiteren fachärztlichen Untersuchungen in 
den Bereichen Handchirurgie und Psychiatrie fanden am 25. und 27. April 
2017 statt. Das Gutachten datiert vom 7. August 2017 (AB 84.1/1). Der –
nach den gutachterlichen Untersuchungen – am 26. Mai 2017 ergangene 
Bericht des Spitals C.________ wurde von den Experten vor Erlass des 
Gutachtens zwar noch angefordert (AB 84.1/14, 84.5/4). Eine gutach-
terliche Auseinandersetzung mit der in diesem Bericht erstmals festgehalte-

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nen Diagnose des kombinierten Immundefekts (der im Bericht des Spitals 
C.________ als Ursache der rezidivierenden schweren Infektionen ange-
geben wird [AB 82/1]) und des Verlaufs der ab 20. Juli 2017 installierten 
Immunglobulintherapie fehlt jedoch gänzlich. Der Immundefekt wurde zwar 
in die Diagnoseliste ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit übernommen 
(AB 84.1/27 Ziff. 6), dies allerdings ohne jegliche Begründung. Ebenso fehlt 
auch eine fachärztliche Einschätzung der (auch gegenüber den Gutachtern 
[AB 84.1/24]) geklagten sensorischen und koordinativen Störungen.

4.4 Wenn unter diesen Umständen die RAD-Ärztin med. pract. 
H.________ im Bericht vom 18. Januar 2018 das ursprüngliche MEDAS-
Gutachten vom 7. August 2017 mangels infektiologischer und neurologi-
scher Abklärung als unvollständig bezeichnet hatte und überdies im Gut-
achten auch zur zumutbaren medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit für 
die Zeit vom Juni 2015 bis Mai 2016 Angaben fehlen (AB 94/7), war die IVB 
aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. E. 3.1 hiervor) gehalten, 
diesbezüglich weitere Abklärungen vorzunehmen. Daran ändert mit Blick 
auf die hiervor aufgezeigte Entwicklung des Gesundheitszustandes und 
den Behandlungsverlauf auch nichts, dass die MEDAS-Begutachtung in 
denjenigen Fachbereichen erfolgt ist, die ursprünglich in Auftrag gegeben 
worden waren (AB 65). Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ hat, wie er-
wähnt, schon damals auf die Notwendigkeit weiterer Abklärungen zur 
Grunderkrankung vor der Begutachtung hingewiesen (AB 49/3). Entgegen 
der in der Beschwerde vertretenen Auffassung ist weiter nicht zu bean-
standen, dass die Verlaufsbegutachtung nicht bei der bisherigen Gut-
achterstelle durchgeführt wird. Letztere führt gemäss den vom RAD vorge-
nommenen Abklärungen die zusätzlich erforderlichen Fachdisziplinen nicht 
(AB 110/3). Dies wurde im Übrigen vom ärztlichen Leiter der Gutachterstel-
le mit E-Mail vom 18. März 2018 (an den Beschwerdeführer) jedenfalls be-
treffend der Fachrichtung Infektiologie bzw. Immunologie bestätigt 
(AB 120/18). Die Beschwerdegegnerin hat den Auftrag für die ebenfalls po-
lydisziplinär durchzuführende Verlaufsbegutachtung somit zu Recht nach 
dem Zufallsprinzip über das Zuweisungssystem SuisseMED@P neu verge-
ben (vgl. Art. 72bis Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; BGE 139 V 349 E. 2.2 
S. 351). Damit liegt nach dem Gesagten weder eine unnötige Beweismass-

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nahme noch ein Verstoss gegen das Verhältnismässigkeitsgebot vor (vgl. 
Beschwerde, S. 9 ff.). Ebenso liegt keine Rechtsverzögerung vor, zumal die 
Anordnung des Verlaufsgutachtens seitens der Beschwerdegegnerin um-
gehend erfolgt ist (AB 96).

Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegeg-
nerin mit Zwischenverfügung vom 14. März 2018 (AB 114) an der geplan-
ten polydisziplinären Begutachtung festgehalten hat; die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die unterliegende Beschwerdeführe-
rin hat damit grundsätzlich die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 500.--, zu bezahlen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

5.3

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

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5.3.2 Mit Verfügung vom 28. Mai 2018 hiess der Instruktionsrichter das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 30. April 2018 unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt gut.

Die Beschwerdeführerin ist damit – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald sie in-
nert zehn Jahren nach Abschluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der 
Lage ist – vorläufig von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien.

5.3.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWSt.) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

Die Kostennote vom 15. Juni 2018 von Rechtsanwalt B.________ ist nicht 
zu beanstanden. Entsprechend dem geltend gemachten Aufwand von 
10.09 Stunden (Fr. 2‘855.90 inkl. Auslagen und MWSt.) wird das amtliche 
Honorar auf Fr. 2‘018.-- (10.09 Std. x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 129.20 Aus-
lagen und Fr. 165.35 MWSt. (7.7 % auf Fr. 2‘147.20), somit auf total 
Fr. 2‘312.55 festgesetzt. Die Beschwerdeführerin hat dem Kanton Bern die-
se Kosten gemäss den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO (vgl. E. 5.3.2 
hiervor) nachzubezahlen.

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nach Art. 6 
Ziff. 1 EMRK wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘855.90 (inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt. 
Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft die-
ses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘312.55 festgesetzte 
Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.