# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb11e2db-2fb8-5847-8902-08aa38332426
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 16.10.2025 V 2025 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2025-65_2025-10-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: MLaw Patrick Trütsch, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: MLaw Mauriz Müller

U R T E I L  vom 16. Oktober 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
gesetzlich vertreten durch B.________ und C.________
Beschwerdeführer

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug, Regierungsgebäude, 6301 Zug
Beschwerdegegner

betreffend

Nachteilsausgleich

V 2025 65

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Urteil V 2025 65

A.
A.a Der 2008 geborene A.________ leidet an einer schweren Lese- und Recht-
schreibstörung (LRS; Diagnose: ICD-10 F81.0 [Bf-act. 6]), weshalb ihm nach erfolgter Ab-
klärung durch den Schulpsychologischen Dienst des Kantons Zug (fortan SPD) für den 
Primarschulunterricht ein Nachteilsausgleich gewährt worden war. Im Vorfeld zum Übertritt 
an das Gymnasium Unterstufe der Kantonsschule Zug (fortan KSZ) für das Schuljahr 
2021/2022 wurde A.________ vom SPD erneut abgeklärt (Bericht vom 6. Juli 2021; Bf-
act. 6). Gestützt darauf gewährte ihm die KSZ mit Entscheid vom 13. August 2021 und Er-
gänzung vom 12. November 2021 weiterhin Nachteilsausgleichsmassnahmen (NAM). Mit 
deren Ausgestaltung nicht einverstanden, wandten sich die Eltern von A.________ mit 
Verwaltungsbeschwerde vom 2. Dezember 2021 an den Regierungsrat des Kantons Zug 
(fortan Regierungsrat). Unter Beizug eines externen Experten kam im März 2022 eine 
Vereinbarung über die NAM mit dem Vorbehalt einer Überprüfung am Ende jeden Semes-
ters zustande (fortan NAM März 2022 [Bf-act. 2.2]; vgl. Bf-act. 1 Ziff. A).

A.b Nachdem ein Austausch der KSZ mit den Eltern über die Anpassung NAM im Au-
gust bis Oktober 2023 ergebnislos verlaufen war, erliess die KSZ am 16. November 2023 
eine Verfügung mit angepassten NAM (Bf-act. 2.1). Die dagegen am 6. Dezember 2023 
erhobene Verwaltungsbeschwerde (Bf-act. 2) wies der Regierungsrat mit Entscheid vom 
27. Mai 2025 ab (Bf-act. 1).

B. Am 27. Juni 2025 (act. 1) erhob A.________ – vertreten durch seine Eltern –
Beschwerde gegen den Entscheid vom 27. Mai 2025 und stellte folgende Anträge:

"1. Der Beschluss des Regierungsrates vom 27. Mai 2025 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei die Vereinbarung Nachteilsausgleichsmassenahme vom 7. März 2022 (nachfol-

gend «NAM März 2022»), welche zwischen der Kantonsschule Zug und A.________ 

bzw. dessen Eltern unter Vermittlung der Bildungsdirektion des Kantons Zug und unter 

Beizug eines Experten im Zeitraum 2021 - 2022 erarbeitet und abgeschlossen worden 

ist, per sofort bzw. rückwirkend per 16. November 2023 wieder in Kraft zu setzen.

Die sofortige Wiederinkraftsetzung des NAM März 2022 sei im Sinne einer superproviso-

rischen Massnahme ohne Anhörung der Beschwerdegegnerin anzuordnen. Ersatzweise 

sei dies im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu tun.

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Urteil V 2025 65

3. Evtl. sei NAM März 2022 gestützt auf die SMK-Richtlinie zur Harmonisierung des Nach-

teilsausgleichs im Bereich der gymnasialen Maturität vom 20. September 2024 einer 

Überprüfung zu unterziehen und allenfalls anzupassen. Hierfür sei von der Kantons-

schule Zug eine neutrale und unabhängige Person zu benennen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin."

C. Mit Verfügung vom 1. Juli 2025 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch des Be-
schwerdeführers um superprovisorischen Erlass einer vorsorglichen Massnahme ab, er-
suchte den Beschwerdegegner um Stellungnahme bis zum 14. Juli 2025 zum Antrag des 
Beschwerdeführers auf vorsorgliche Massnahmen und forderte diesen auf, bis zum 4. Au-
gust 2025 eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzureichen (act. 3).

D. Mit Stellungnahme vom 11. Juli 2025 beantragte der Beschwerdegegner, das Ge-
such um vorsorgliche Massnahmen sei abzuweisen, sofern darauf überhaupt einzutreten 
sei, und es sei der Verwaltungsbeschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen 
(act. 4).

E. Der auferlegte Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– wurde fristgerecht entrichtet 
(act. 2 und 7).

F. Am 30. Juli 2025 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine Stellungnahme zum 
Antrag des Entzuges der aufschiebenden Wirkung der Verwaltungsbeschwerde und ver-
wies auf die Ausführungen in der Beschwerde (act. 8).

G. Mit Vernehmlassung vom 19. August 2025 schloss der Beschwerdegegnern auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 10), was dem Beschwerdeführer am 21. August 2025 
zur Kenntnis gebracht wurde (act. 11).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 83 des Schulgesetzes (SchulG; BGS 412.11) richtet sich die Rechts-
pflege grundsätzlich nach den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 

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(VRG; BGS 162.1). Gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats ist die Beschwerde 
an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht aus-
nahmsweise ausschliesst (§ 61 Abs. 1 Ziff. 2 VRG). Der Entscheid vom 27. Mai 2025 wur-
de vom Regierungsrat erlassen. Der Weiterzug ist gesetzlich nicht ausgeschlossen. Der 
Entscheid kann daher mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden, 
weshalb im vorliegenden Fall das Verwaltungsgericht des Kantons Zug örtlich und sach-
lich zuständig ist. Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht (§ 64 VRG) und der Be-
schwerdeführer ist durch den angefochtenen Beschluss besonders berührt (§ 62 Abs. 1 
lit. b VRG). Die Beschwerde ist zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Gemäss dem in Art. 8 Abs. 1 BV verankerten Anspruch auf Gleichbehandlung ist 
Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich zu behandeln, bestehenden Ungleich-
heiten umgekehrt aber auch durch rechtlich differenzierte Behandlung Rechnung zu tra-
gen. Der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird also verletzt, wenn hinsichtlich einer 
entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein 
vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Un-
terscheidungen unterlassen werden, die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen wer-
den müssen. Art. 8 Abs. 2 BV ergänzt das allgemeine Gleichheitsgebot um einen beson-
deren Gleichheitssatz: Nach dieser Bestimmung darf niemand diskriminiert werden, na-
mentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, 
der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen 
Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. 
Eine Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person ungleich behandelt wird allein aufgrund 
ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, welche historisch oder in der gegenwär-
tigen sozialen Wirklichkeit tendenziell ausgegrenzt oder als minderwertig angesehen wird. 
Das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 Abs. 2 BV schliesst die Anknüpfung an ein ver-
pöntes Merkmal indessen nicht absolut aus. Eine solche begründet zunächst lediglich den 
blossen Verdacht einer unzulässigen Differenzierung. Dieser kann durch eine qualifizierte 
Rechtfertigung umgestossen werden (BGE 147 I 73 E. 6.1 mit Hinweisen).

2.2 Aus dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) wird für das Prüfungsrecht 
der Grundsatz der Chancengleichheit abgeleitet. Für die Prüfungsgestaltung ist die Chan-

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Urteil V 2025 65

cengleichheit insofern wegleitend, als für alle Prüfungskandidaten im Sinne formaler 
Gleichheit möglichst gleiche Bedingungen hergestellt werden sollen. Dazu zählen bei einer 
schriftlichen Prüfung neben einer materiell gleichwertigen Aufgabenstellung und einem 
geordneten Verfahrensablauf auch die Gleichwertigkeit von zusätzlichen Examenshilfen 
wie abgegebenes Material, spezielle Erläuterungen oder Hinweise vor oder während der 
Prüfung. Gleiche Bedingungen ermöglichen es allen Kandidatinnen und Kandidaten, einen 
ihren tatsächlichen Fähigkeiten entsprechenden Leistungsnachweis abzulegen; ungleiche 
Bedingungen verletzen dagegen grundsätzlich das Gleichbehandlungsgebot (BGE 147 I 
73 E. 6.2 mit Hinweisen).

2.3 Das in Art. 8 Abs. 2 BV enthaltene Verbot der mittelbaren Diskriminierung gewährt 
Personen mit Behinderung einen Anspruch auf formale Prüfungserleichterungen, die ihren 
individuellen Bedürfnissen angepasst sind (sog. Nachteilsausgleich). Die gebotene forma-
le Anpassung des Prüfungsablaufs an spezifische Behinderungssituationen kann auf ver-
schiedene Arten geschehen, wobei jeweils Art und Grad der Behinderung zu berücksichti-
gen sind. In Betracht kommen dabei namentlich Prüfungszeitverlängerungen, längere oder 
zusätzliche Pausen, eine stärkere Prüfungsgliederung, die Abnahme der Prüfung in meh-
reren Etappen, andere Prüfungsformen oder die Benutzung eines Computers (BGer 
2C_974/2014 vom 27. April 2015 E. 3.4 mit Hinweisen). Der Nachteilsausgleich darf aber 
nicht zur Folge haben, dass der eigentliche Prüfungszweck vereitelt wird. Aus dem Grund-
satz der Chancengleichheit kann nicht abgeleitet werden, dass auf persönliche Nachteile 
eines Kandidaten Rücksicht zu nehmen wäre, wenn durch das Examen gerade jene 
Fähigkeiten überprüft werden sollen, die vom Nachteil des betroffenen Kandidaten (be-
sonders) beeinträchtigt sind (BGer 2D_13/2021 vom 11. März 2022 E. 5.2.4 mit Hinwei-
sen). Aus Art. 8 Abs. 2 BV folgt demnach kein Anspruch auf Herstellung vollständiger fak-
tischer Gleichheit. Ausserdem dürfen Anpassungsmassnahmen nicht in eine Überkom-
pensation münden (BGer 2C_466/2023 vom 19. April 2024 E. 5.5.1).

3.
3.1 Der Beschwerdegegner begründete seinen Entscheid vom 27. Mai 2025 (Bf-
act. 1), mit welchem er die Verfügung der KSZ vom 16. November 2023 mit den Anpas-
sungen der NAM bestätigte, damit, dass eine einseitige Anpassung durch die KSZ 
grundsätzlich zulässig gewesen sei (E. 2). Rechtsstaatliche Garantien wie das Diskriminie-
rungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV, Vorgaben des Bundesgesetzes über die Beseitigung 
von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG; SR 151.3) und der Ver-
hältnismässigkeitsgrundsatz seien bei der Anpassung nicht missachtet worden (E. 3 f.). 

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Weiterungen zum Antrag über die rückwirkende Beseitigung allfälliger entstandener Nach-
teile erübrigten sich daher und im Hinblick auf den Antrag, dass für die NAM eine neutrale 
Ansprechperson zu bestimmen sei, liege es allein in der Organisationshoheit der KSZ, zu 
bestimmen, wer die Ansprechperson für die NAM sei (E. 5).

3.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 
27. Juni 2025 (act. 1) im Wesentlichen auf den Standpunkt, die im März 2022 vereinbarten 
NAM hätten sich bisher als adäquat erwiesen und den Nachteil aufgrund seiner Behinde-
rung zumindest teilweise kompensiert. Es bestehe keine Notwendigkeit diese anzupassen 
und ein funktionierendes System mittels Verfügung abzuändern. Dass die in der angefoch-
tenen Verfügung vorgesehenen NAM in Ziffer 8, abgesehen von einem Zeitaufschlag für 
schriftliche Prüfungen, eine vollständige Aufhebung sämtlicher Massnahmen ab der 
4. Klasse der KSZ vorsähen, habe der Regierungsrat entweder überlesen oder bewusst 
ignoriert. Würde nur noch ein Zeitaufschlag gewährt, läge einerseits keine Einzelfallprü-
fung vor und anderseits wäre dies diskriminierend. Jede NAM sei einzeln und individuell 
zu prüfen. Im Einklang mit den Richtlinien der Schweizerischen Maturitätskommission 
(SMK), der BV und des BehiG wären als Massnahmen, um eine chancengerechte Bewer-
tung zu gewährleisten, zu gewähren: eine Zeitverlängerung bei schriftlichen Prüfungen, 
keine Bewertung bei Rechtschreibefehlern in nichtsprachlichen Fächern, eine reduzierte 
Bewertung in Sprachfächern, der Einsatz unterstützender Hilfsmittel (z.B. Vorlese- und 
Diktierprogramme) und gegebenenfalls alternative Prüfungsformate, falls erforderlich 
(S. 3–5).

3.3 Ergänzend hielt der Beschwerdegegner in seiner Vernehmlassung vom 19. Au-
gust 2025 (act. 10) fest, die neu verfügten NAM seien weiterhin umfassend und detailliert. 
Es sei angezeigt, diese bereits während er Gymnasialzeit anzupassen, um den Be-
schwerdeführer allmählich auf die reduzierten NAM an den schriftlichen Maturaprüfungen 
vorzubereiten. Dem Beschwerdeführer werde damit die Möglichkeit geboten, eine Strate-
gie zu entwickeln, um mit seiner Beeinträchtigung die Maturitätsprüfung erfolgreich zu be-
stehen, ohne dass die Lern- und Bildungsziele herabgesetzt würden. Es sei keineswegs 
vorgesehen, sämtliche Massnahmen ab der 4. Klasse der KSZ vollständig aufzuheben. 
Der Regierungsrat habe eine solche Bestimmung weder überlesen noch bewusst ignoriert. 
Sie finde sich schlicht nicht in den NAM. In Ziffer 8 werde zwar eine schrittweise Anpas-
sung bzw. Reduktion der Massnahmen angestrebt, jedoch nicht deren vollständige Ab-
schaffung. Eine ersatzlose Aufhebung der auf sechs Seiten formulierten NAM bereits ein 

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halbes Jahr nach deren Erlass wäre weder sachgerecht noch intendiert. Ziel sei aussch-
liesslich, die lernzielherabsetzenden Massnahmen wegzulassen.

3.4 Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Verfügung der KSZ vom 16. No-
vember 2023, welche der Regierungsrat mit Beschluss vom 27. Mai 2025 bestätigte. Es ist 
somit zu prüfen, ob die angepassten NAM grundrechtskonform sind, mithin dem Diskrimi-
nierungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV nicht entgegenstehen.

In Bezug auf den Verweis der Parteien auf das BehiG ist vorab zu bemerken, dass dieses 
grundsätzlich nur Bildungsangebote im Zuständigkeitsbereich des Bundes erfasst. Auf die 
kantonalen Bildungsangebote ist das Gesetz – vom Bereich der Grundschule abgesehen 
– dagegen nicht anwendbar. Das BehiG findet folglich auf die unter kantonaler Hoheit ste-
hende KSZ für den nachobligatorischen gymnasialen Schulunterricht, welchen der Be-
schwerdeführer seit der vierten Gymnasialklasse im Schuljahr 2024/2025 besucht und bei 
der vorliegenden Prüfung im Vordergrund steht, keine Anwendung (vgl. BGer 2D_7/2011 
vom 19. Mai 2011 E. 2.4). Da die Bestimmungen des BehiG inhaltlich in der Regel nicht 
über die verfassungsrechtlichen Grundsätze zum Diskriminierungsverbot nach Art. 8 
Abs. 2 BV hinausgehen, sondern vielmehr dessen Auslegung konkretisieren (BGer 
2C_974/2014 vom 27. April 2015 E. 3.4), kann jedoch die dazu ergangene Rechtspre-
chung als Richtlinie herangezogen werden (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich 
VB.2020.00545 vom 3. November 2020 E. 5.1).

4.
4.1 In den "NAM März 2022" wurde Folgendes festgelegt (Bf-act. 2.2 S. 3 ff.):

1. Zulassung und Verwendung von Hilfsmitteln
a) A.________ darf in allen Fächern einen PC benutzen
b) A.________ werden alle Texte in elektronischer Form im Word-Format (keine Seri-

fe-Schrift) zur Verfügung gestellt, damit er sich die Texte bei Bedarf mit entspre-
chender Software vorlesen kann.

c) Für Prüfungen mit längeren Texten wird A.________ ein speziell aufgesetzter Lap-
top der KSZ zur Verfügung gestellt. Der Prüfungslaptop ist am Tag vor der Prüfung 
von A.________ auf dem Sekretariat abzuholen. Bei Leistungsbewertungen, in de-
nen Orthografie und/oder Grammatik Lernziele sind, darf der Prüfungslaptop nicht 
eingesetzt werden. Als Alternative kann auf exam.net auf dem persönlichen Gerät 
genutzt werden. In Prüfungen ist auf eine übersichtliche, gut gegliederte Gestal-
tung zu achten. Nach Möglichkeit ist eine einheitliche Schrift zu verwenden. Die 
Prüfungen sind A.________ immer auch in Papierform abzugeben.

d) A.________ darf in schriftlichen Prüfungen und bei Textarbeiten im Unterricht ei-
nen Gehörschutz tragen.

2. Massnahmen und Organisation in allen Fächern
a) Es liegt im Ermessen der Fachlehrpersonen, auf Wunsch von A.________ Unter-

richtsinhalte zu visualisieren (Handouts, ppt-Präsentationen).

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b) Bei Prüfungen soll vermerkt werden, dass NAM gewährt wurden. Nach Möglichkeit 
soll eine Note mit und eine Note ohne NAM gesetzt werden.

c) A.________ vermerkt bei Prüfungen auf dem Lösungsblatt, wenn der Zeitzuschlag 
nicht eingefordert wurde.

d) A.________ meldet den Zeitzuschlag bei Prüfungen rechtzeitig an, damit die Fach-
lehrperson eine geeignete Organisationsform vorbereiten kann. Für die Organisati-
on des Zeitzuschlags kann im Bedarfsfall im Fachkollegium um Unterstützung 
(Aufsicht) nachgefragt werden. Während der Zusatzzeit soll ein ungestörter Ar-
beitsplatz zur Verfügung stehen und die Beaufsichtigung gewährleistet werden.

e) Aufgabenstellungen sollen sequenziert werden (z.B. Unterteilung in 1a, 1b, 1c…). 
Vgl. Hinweis oben (Ziff. 1.c) auf übersichtliche und gut gestaltete Prüfung. Kompli-
zierte und schwer zu entziffernde Formulierungen sind zu vermeiden.

f) Mündliche Ergänzungsprüfungen sollen durchgeführt werden (vgl. dazu die ergän-
zende Formulierung unter Ziff. 3 Abs. g).

g) Für den Unterricht relevante Texte sollen vorzeitig abgegeben werden, wenn sie 
für das Lesen/Vorlesen im Unterricht vorgesehen sind.

h) Für Prüfungen von 45 Minuten Dauer sollen ca. 10 Minuten Zeitzuschlag, für Prü-
fungen von 90 Minuten sollen maximal 20 Minuten Zeitzuschlag gewährt werden. 
A.________ ist verpflichtet, die Lehrpersonen der Fächer, die nach einer Prüfung 
mit Zeitzuschlag Unterricht haben, jeweils über das verspätete Erscheinen im Un-
terricht zu informieren.

3. Sprachfächer
a) In den Sprachfächern sollen Rechtschreibefehler geringer gewichtet werden (ca. 

zur Hälfte), wenn die betreffenden Wörter phonetisch korrekt sind. Die Minderbe-
wertung soll aus der Korrektur der Lehrperson ersichtlich sein. Mit entsprechenden 
Symbolen oder zwei Korrekturfarben können entsprechende Minderbewertungen 
sichtbar gemacht werden. vgl. dazu auch Seite 2, Hinweise über Besonderheiten, 
Abschnitt b) "Schreibfehler".

b) Wiederholungsfehler sollen nur bedingt bewertet werden. Über das Mass ent-
scheidet die Lehrperson.

c) In Sprachfächern sollen Grammatikfehler geringer gewichtet werden, wenn sie auf 
mangelnde Rechtschreibung zurückzuführen sind. Die Lehrperson entscheidet un-
ter Berücksichtigung des im Unterricht behandelten Themas und der Einschätzung 
der Fehlerursache, wie stark ein Grammatikfehler zählen soll.

d) Bei reinen Rechtschreibeprüfungen entscheidet die Lehrperson über das Mass ei-
ner allfälligen geringeren Gewichtung.

e) In der Aufsatzbewertung (freie Texte allgemein) soll nach Inhalt und Form/Recht-
schreibung getrennt beurteilt und notenmässig ausgewiesen werden (Fokussie-
rung auf definierte Punkte bei der Rechtsschreibung: z.B. Gross-, Kleinschreibung, 
Satzzeichen). Der formale Teil soll zur Hälfte gewichtet werden.

f) Für Diktate gilt Ziff. 3.a). Allenfalls sollen Diktate gekürzt werden, aus Gründen der 
Praktikabilität können spezielle Einzelprüfungen absolviert werden.

g) Um den tatsächlichen Lernerfolg nach einer Unterrichtssequenz zu messen, sollen 
in Ergänzung zu schriftlichen Prüfungen auch mündliche Tests durchgeführt wer-
den. Ebenso sollen mündliche Nachprüfungen bei grosser Differenz zwischen 
schriftlichen Noten und mündlichen Unterrichtsleistungen durchgeführt werden 
(z.B. bei "Wörtliprüfungen"). Es ist zu beachten, dass die mündliche Leistung aus 
dem Unterricht ohnehin ein bedeutender Bestandteil der Beurteilung ist.

h) Der Zeitzuschlag von ca. 10 Minuten (bei 45 Minuten Prüfungszeit) gilt für alle Prü-
fungen in den Sprachfächern.

4. Übrige Fächer
a) Der Zeitzuschlag von ca. 10 Minuten soll bei Prüfungen gewährt werden, bei wel-

che viel gelesen und / oder geschrieben werden muss. Dies gilt auch z.B. für Ma-
thematik mit Textaufgaben (Aufgabe verstehen und Lösungsweg ausarbeiten).

b) Für Prüfungen / schriftliche Arbeiten werden Schreibfehler nicht gewichtet (gilt 
nicht für Facharbeiten / selbstständige Arbeiten / Maturitätsarbeiten).

5. Information und Kommunikation

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Die Klassenlehrperson übernimmt die Rolle der persönlichen Kontaktperson bezüglich 
Nachteilsausgleich gegenüber A.________ und seinen Eltern.

Die Fachlehrpersonen melden der Klassenlehrperson Auffälligkeiten bezüglich Forts-
chritts oder Rückschritt im Leistungsverhalten / Erreichen der Lernziele. Die Klassenlehr-
person resp. die zuständige Schulleitungsperson führt ein Gespräch mit A.________ und 
seinen Eltern über die Beurteilung und die Umsetzung der Massnahmen (vgl. unten, 
P. 8).

Der zuständige Schulleiter ist dafür besorgt, dass die Massnahmen von den Fachlehrper-
sonen umgesetzt werden. Er ist die verantwortliche Bezugsperson für alle Beteiligten.

6. Inhalte der Vereinbarung

Die beteiligten Personen sind zur Umsetzung der Massnahmen verpflichtet.

7. Besuch einer Fachtherapie

Der Besuch einer Fachtherapie (Logopädie) wird dringend empfohlen. Sollte eine Fach-
therapiestelle besucht werden, wäre ein Zwischenbericht an die Eltern sehr hilfreich. Die 
Eltern würden über die Weiterleitung des Berichts resp. einer Zusammenfassung an die 
Schulleitung zuhanden der Lehrpersonen entscheiden.

8. Geltungsdauer, Überprüfung und Anpassungen

Die Massnahmen gelten bis zum Abschluss der Mittelschulzeit. Eine Überprüfung erfolgt 
jeweils am Ende eines Semesters. Allfällige Anpassungen der Vereinbarung bleiben vor-
behalten und werden gegenüber allen Beteiligten verbindlich kommuniziert.

Für die Maturitätsprüfungen wird rechtzeitig eine Kurzfassung der Vereinbarung mit Fest-
setzung der Zeitgutschrift erstellt. Das zuständige Schulleitungsmitglied beantragt bei der 
Maturitätskommission des Kantons Zug einen Nachteilsausgleich für die Maturitätsprü-
fungen.

4.2 In der Verfügung vom 16. November 2023 wurden im Wesentlichen folgende Ab-
weichungen von den NAM März 2022 festgehalten (Bf-act. 2.1):

1. Zulassung und Verwendung von Hilfsmitteln
[…]
c) [neu ergänzender letzter Satz] Wenn die Klasse die Prüfung auf exam.net schreibt, 
verwendet A.________ auch diese Testart.
[…]

2. Massnahmen und Organisation in allen Fächern
[…]
f) Mündliche Ergänzungsprüfungen sollen in Absprache mit A.________ durchge-

führt werden (vgl. dazu die ergänzende Formulierung unter Ziff. 3 Abs. g), wenn 
schlechtere Ergebnisse bei schriftlichen Tests auf seine LRS zurückzuführen sind.

[…]

3. Sprachfächer
[…]

4. Übrige Fächer
[…]

5. Information und Kommunikation

Die Klassenlehrperson und der Beauftragte der Schulleitung, Herr D.________ überneh-
men die Rolle der persönlichen Kontaktperson bezüglich Nachteilsausgleich gegenüber 
A.________ und seinen Eltern.

[…]. Die Klassenlehrperson und/oder BSL führt ein Gespräch mit A.________ und seinen 
Eltern über die Beurteilung und die Umsetzung der Massnahmen (vgl. unten, Punkt 8).

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D.________ ist dafür besorgt, dass die Massnahmen von den Fachlehrpersonen umge-
setzt werden. Er ist die verantwortliche Bezugsperson für alle Beteiligten.

6. Inhalte der Vereinbarung

[…]

7. Besuch einer Fachtherapie

A.________ gilt als "austherapiert".

Die KSZ bietet einen Kurs an, welcher die basalen Kompetenzen fördert. Schülerinnen 
und Schüler mit komplexeren sprachlichen Problemen werden während mindestens ei-
nes Semesters spezifisch gefördert (vgl. Punkt 5 des Konzepts "Fördern und Unterstütz-
ten"). A.________ muss von diesem Angebot Gebrauch machen, wenn es die Lehrper-
son als notwendig erachtet. Diese Regelung gilt für alle Schüler/innen.

8. Geltungsdauer, Überprüfung und Anpassungen

Nachteilsausgleichsmassnahmen gelten grundsätzlich bis zum Abschluss der Mittel-
schulzeit. […] (vgl. "Zweck der Nachteilsausgleichsmassnahmen").

Für die Maturitätsprüfungen wird rechtzeitig eine Kurzfassung der Vereinbarung mit Fest-
setzung der Zeitgutschrift erstellt. Das zuständige Schulleitungsmitglied beantragt bei der 
Maturitätskommission des Kantons Zug einen Nachteilsausgleich für die Maturitätsprü-
fungen.

Ab der 4. Klasse tritt A.________ in die postobligatorische Schulzeit ein. Für die Matura-
prüfungen wird von der Maturitätskommission nur noch ein Zeitzuschlag gewährt. Die 
problematischen Massnahmen (u.a. sich Texte vorlesen lassen, Minderbewertung von 
Wörterprüfungen) werden ab der 4. Klasse gestrichen, weil sie lernzielbefreiend sind. 
Viele Fächer verlangen z.B. im Lehrplan, dass man komplexe Texte lesen und verstehen 
können muss (vgl. bspw. Lehrplan Deutsch). Ebenso wird dann darauf verzichtet, Texte 
doppelt zu korrigieren (vgl. 3.a) oder einen speziell aufgesetzten Prüfungslaptop zu ver-
wenden.

5.
5.1 Der Beschwerdeführer bemängelte in erster Linie Ziff. 8 der neu verfügten NAM, 
welche seiner Ansicht nach – abgesehen von einem Zeitaufschlag – eine vollständige 
Aufhebung sämtlicher Massnahmen ab der 4. Klasse der KSZ vorsehen würde, was er als 
einer notwendigen Einzelfallprüfung entgegenstehend und diskriminierend erachtete 
(E. 3.2). Einerseits ist es nicht korrekt, dass Ziff. 8 eine Streichung aller Massnahmen ab 
der 4. Klasse – abgesehen von einem Zeitaufschlag – vorsehen würde, und anderseits 
stehen die darin ins Auge gefassten Anpassungen sehr wohl in Einklang mit Art. 8 Abs. 2 
BV und sind dementsprechend nicht diskriminierend, wie im Folgenden aufzuzeigen ist.

5.2 Auch die neu verfügten NAM sind umfassend und detailliert ausgestaltet und wei-
chen nur minim von den NAM März 2022 ab. Es finden sich zahlreiche Bestimmungen zu 
den Hilfsmitteln, zu Massnahmen und Organisation in allen Fächern, spezifisch zu den 
Sprachfächern und schliesslich zu den Nichtsprachfächern (vgl. E. 4.1 f. Ziff. 1–4 vorste-
hend). Bei Ziff. 8 handelt es sich lediglich um die Regelung zur Geltungsdauer, Überprü-
fung und Anpassungen der NAM, wie sich aus deren Überschrift unschwer ablesen lässt, 

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und nicht um die eigentliche Festlegung der konkreten Massnahmen. Einleitend wird in 
Ziff. 8 denn auch festgehalten, dass die NAM grundsätzlich bis zum Abschluss der Mittel-
schulzeit – und damit auch in der nachobligatorischen Gymnasialperiode ab der 4. Klasse 
– zur Anwendung kommen.

5.3 Im Hinblick auf die am Ende der Gymnasialzeit zu absolvierende die Maturaprü-
fung findet sich sodann der Hinweis, dass dabei einzig ein Zeitzuschlag gewährt werden 
würde. Es handelt sich dabei lediglich um einen Hinweis und keineswegs um eine bereits 
vorweggenommene Festlegung der NAM bei der Maturaprüfung. Diese werden durch die 
Maturitätskommission – und nicht durch die KSZ selbst – festgelegt (vgl. Bildungschan-
cengerechtigkeit an den Zuger Mittelschulen – Richtlinien zum Nachteilsausgleich des 
Kantons Zug der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug S. 2; einsehbar unter: 
https://zg.ch/de/ bildung/bildungssystem/chancen), worauf die KSZ auch hinwies. Unter 
Berücksichtigung der Richtlinien zur Harmonisierung des Nachteilsausgleichs im Bereich 
der gymnasialen Maturität der SMK – auf welche auch beschwerdeweise hingewiesen 
wurde – erweist sich der Hinweis nicht als gänzlich korrekt, was aber an der Grundrechts-
konformität unter den in Ziff. 8 in Aussicht gestellten möglichen NAM-Anpassungen ab der 
4. Klasse keinen Abbruch tut (vgl. sogleich E. 5.4). Es ist jedoch mit Bezug auf den künfti-
gen Antrag der KSZ an die Maturitätskommission zu bemerken, dass die besagten Richtli-
nien neben einem Zeitzuschlag je nach Schwergrad der LSR in Nichtsprachfächer auch 
die Prüfung weiterer Massnahmen empfehlen (vgl. Anhang lit. e zu den SMK-Richtlinien; 
einsehbar unter https://backend.sbfi.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-sbfitestch-
files/files/2025/05/23/ df89eed8-1486-4ad5-a576-b58e71366118.pdf). Explizit wird aber 
statuiert, dass die Rechtschreibung in Sprachfächern zu bewerten ist. Darauf gilt es beim 
Antrag an die Maturitätskommission zu achten.

5.4 Die in Ziff. 8 ins Auge gefassten Anpassungen betreffen die Streichung von lern-
zielbefreienden Massnahmen, den Verzicht auf eine Doppelkorrektur in Sprachfächern 
(Verweis auf Ziff. 3.a) und die Verwendung eines speziell aufgesetzten Prüfungslaptops.

Sowohl im Prüfungsrecht als auch bei Anpassungen am Bildungsangebot dürfen Mass-
nahmen zum Nachteilsausgleich nicht dazu führen, dass zentrale Fähigkeiten, deren Vor-
handensein mit der infrage stehenden Ausbildung sichergestellt werden sollen, nicht mehr 
überprüft werden können (BGer 2C_466/2023 vom 19. April 2024 E. 5.5.1 und E. 2.3 vor-
stehend). Eine Lernzielbefreiung durch entsprechende NAM kommt in einer gymnasialen 
Ausbildung, deren Ziel der Erwerb der Hochschulreife ist, demnach grundsätzlich nicht in 

https://zg.ch/de/%20bildung/bildungssystem/chancen
https://backend.sbfi.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-sbfitestch-files/files/2025/05/23/%20df89eed8-1486-4ad5-a576-b58e71366118.pdf
https://backend.sbfi.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-sbfitestch-files/files/2025/05/23/%20df89eed8-1486-4ad5-a576-b58e71366118.pdf

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Urteil V 2025 65

Frage. Die Ankündigung, solche Massnahmen zu streichen, stellt somit keine Verletzung 
des Diskriminierungsverbotes dar, vielmehr ist eine solche Anpassung geradezu ange-
zeigt. Die Herstellung von Chancengleichheit darf nicht zu einer Überkompensation und 
damit zu einer Verletzung der Chancengleichheit der anderen Prüfungsteilnehmer führen. 
Vielmehr hat grundsätzlich jede Kandidatin und jeder Kandidat die gleiche Leistung zu er-
bringen und sich den gleichen Bewertungsmassstäben zu unterziehen (BGE 147 I 73 
E. 6.6). Das in diesem Zusammenhang angeführte Beispiel zum Deutschlehrplan, wonach 
das Erlernen der Fähigkeit komplexe Texte zu lesen und zu verstehen, ein im Lernplan 
vorgesehenes Lernziel ist, zeigt dies anschaulich. Der Besuch eines Gymnasiums – ins-
besondere im nachobligatorischen Teil – stellt denn auch höhere Anforderungen an Schü-
ler als der Besuch einer Volks- oder Sekundarschule. Dazu gehört unter anderem auch die 
Fähigkeit, unter Stressbedingungen Gedankengänge richtig zu erfassen und in einer kor-
rekten Formulierung zum Ausdruck zu bringen, zumal dies in allen Schulfächern von Wich-
tigkeit ist. Diese Fähigkeit darf auch von Beeinträchtigten erwartet werden (BGer 
2P.140/2002 vom 18. Oktober 2002 E. 7.5). Der blosse Umstand, dass einzelne Personen 
ohne eigenes Verschulden diese Fähigkeiten nicht besitzen, kann nicht dazu führen, dass 
die Anforderungen reduziert werden müssten (BGE 122 I 130 E. 3c/aa).

Gleich verhält es sich mit der doppelten Korrektur in den Sprachfächern. Die entsprechen-
de Bestimmung der NAM März 2022 sah eine geringere Gewichtung von Rechtschreibe-
fehlern in den Sprachfächern vor, wenn die betreffenden Wörter phonetisch korrekt aufge-
schrieben wurden (vgl. E. 4.1 Ziff. 3.a). Aus dem Grundsatz der Chancengleichheit kann 
nicht abgeleitet werden, dass auf persönliche Nachteile eines Kandidaten Rücksicht zu 
nehmen wäre, wenn durch das Examen gerade jene Fähigkeiten überprüft werden sollen, 
die vom Nachteil des betroffenen Kandidaten (besonders) beeinträchtigt sind. Ob bei Le-
se- und Rechtschreibeschwäche ein Ausgleich durch Nichtbewertung von Rechtschreib-
fehlern einzuräumen ist, hängt davon ab, ob der Schwerpunkt der Prüfung auf der fachli-
chen Leistungsfähigkeit liegt (Nachteilsausgleich zulässig) oder ob auch Lese- und Recht-
schreibfähigkeiten geprüft werden sollen (Nachteilsausgleich unzulässig; BGE 147 I 73 
E. 6.4.1). Gerade bei Sprachfächern ist Letzteres der Fall und daher ein Nachteilsaus-
gleich im Sinne einer geringeren Bewertung der Schreibfehler unzulässig. Ebenso wenig 
zulässig wäre daher die Verwendung eines in diesem Sinne speziell – etwa mit einem Kor-
rekturprogramm – aufgesetzten Prüfungslaptops (vgl. BGer 2C_974/2014 vom 27. April 
2015 E. 4.4.4, wonach ein PC mit einem reinen Schreibprogramm zum Ausgleich behinde-
rungsbedingter motorischer Erschwernisse zulässig ist, nicht jedoch ein Korrekturpro-
gramm).

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Urteil V 2025 65

5.5 Die beschwerdeweise geforderten Massnahmen finden sich – abgesehen von der 
unzulässigen reduzierten Bewertung in den Sprachfächern (vgl. dazu E. 5.4 vorstehend) – 
im Wesentlichen auch in den angepassten NAM. So sind weiterhin Zeitverlängerungen bei 
schriftlichen Prüfungen (E. 4.1 f. Ziff. 2.h, 3.h und 4.a), der Verzicht auf die Bewertung von 
Rechtschreibefehlern in nichtsprachlichen Fächern (Ziff. 4.b), der Einsatz unterstützender 
Hilfsmittel (Ziff. 1, 2.a und 2.g) und gegebenenfalls alternative Prüfungsformate (Ziff. 1.c, 
2.e, 2.f und 3.f) vorgesehen.

5.6 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Anpassung der NAM gemäss der 
Verfügung der KSZ vom 16. November 2023 rechtmässig bzw. grundrechtskonform sind, 
mithin in Einklang mit dem Diskriminierungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV stehen. Dies führt 
zur Abweisung der Beschwerde.

Mit vorliegendem Urteil erübrigt sich eine Beurteilung einer Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen sowie des Antrages des Regierungsrats vom 11. Juli 2025 (act. 4) über den 
Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskos-
ten von Fr. 1'000.–, welche mit dem geleisteten Kostenvorschuss im nämlichen Betrag 
verrechnet werden (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Dem in seinem amtlichen Wirkungskreis ob-
siegende Beschwerdegegner wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 28 Abs. 2a 
VRG).

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Urteil V 2025 65

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Spruchgebühr von Fr. 1'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt und mit 
dem von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die gesetzlichen Vertreter des Beschwerdeführers (mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung; im Doppel), an den Regierungsrat (dreifach), an die Kan-
tonsschule Zug und an die Finanzverwaltung (nur im Dispositiv).

Zug, 16. Oktober 2025

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am