# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfd92cf5-8369-575b-b3db-137575bcaf71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-05-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.05.2017 C-107/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-107-2014_2017-05-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-107/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  M a i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Matthias Burri-Küng. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch lic. iur. Elisabeth Maier, Advokatin,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, 

Verfügung vom 27. November 2013. 

 

 

 

C-107/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am (…) 1961 geborene, in seinem Heimatland wohnhafte deut-

sche Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ar-

beitete in den Jahren 2006 bis 2012 (mit Unterbruch von September 2007 

bis und mit Oktober 2009) in der Schweiz und entrichtete dabei Beiträge 

an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(Akten der Vorinstanz [act.] 13-2 f., 15-30 f.). 

A.b Zuletzt war der gelernte Landmaschinenschlosser, Facharbeiter für 

Krankenpflege und Fachpfleger für Geriatrie sowie Gärtner, Garten- und 

Landschaftsbauer als Gruppenleiter Reintegrationsprogramm in der Ge-

meindeverwaltung in B.______ angestellt. Am 10. Februar 2012 meldete 

die Arbeitgeberin den Beschwerdeführer bei der IV-Stelle C._______ 

(Grenzgänger) zur Früherfassung an. Auf dem Anmeldeformular wurde 

eine seit dem 8. November 2011 bestehende volle Arbeitsunfähigkeit auf-

grund einer schweren Depression aufgeführt (act. 1-1 ff., 11-1). 

A.c Am 18. März 2012 meldete sich der Beschwerdeführer bei der IV-Stelle 

C.______ (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der schwei-

zerischen Invalidenversicherung an (act. 10-2 ff.). In der Folge tätigte die 

IV-Stelle medizinische und beruflich-erwerbliche Abklärungen (act. 11 ff.). 

A.d Am 9. August 2012 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer Integ-

rationsmassnahmen in Form eines Belastbarkeitstrainings für die Dauer 

vom 15. August 2012 bis zum 14. November 2012 zu (act. 34). Nach Ab-

schluss des Belastbarkeitstrainings teilte die IV-Stelle dem Beschwerde-

führer am 13. Dezember 2012 mit, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass 

zur Zeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien und daher der 

Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft werde (act. 39). Gleichzeitig in-

formierte sie, dass zur Prüfung des Leistungsgesuchs eine ambulante psy-

chiatrische Abklärung bei Dr. med. D.______ notwendig sei und gewährte 

ihm das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Begutachtung (act. 38-1). 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer wurde am 21. März 2013 durch Dr. med. 

D.______ untersucht und begutachtet. Gestützt auf das Gutachten vom 27. 

März 2013 kündigte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid 

vom 31. Juli 2013 die Zusprache einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung 

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Seite 3 

ab 1. November 2012 bzw. einer Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Juni 2013 

an (act. 53-1 ff.). 

B.b Am 12. September 2013 erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch 

Advokatin lic. iur. Elisabeth Maier, gegen den Vorbescheid Einwand (act. 

59-1 ff.). 

B.c Mit zwei Verfügungen vom 27. November 2013 sprach die aufgrund 

des ausländischen Wohnsitzes zum Verfügungserlass zuständige IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland (IVSTA; nachfolgend: Vorinstanz) dem Be-

schwerdeführer wie angekündigt eine ganze Rente mit Wirkung ab 1. No-

vember 2012 bzw. eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Juni 2013 zu (act. 

67-2 ff.). 

C.  

C.a Gegen diese Verfügungen liess der Beschwerdeführer durch seine 

Rechtsvertreterin am 9. Januar 2014 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erheben (BVGer act. 1). Die Verfügungen vom 27. November 

2013 seien aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen 

Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei zur weiteren Abklärung des 

Sachverhalts ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Subeventualiter 

sei die Angelegenheit in Aufhebung der Verfügungen vom 27. November 

2013 zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter 

Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanz. Zudem sei dem Beschwerdeführer 

für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und die 

unentgeltliche Verbeiständung mit der Unterzeichneten zu bewilligen. 

C.b Mit Eingabe vom 16. Januar 2014 reichte der Beschwerdeführer dem 

Bundesverwaltungsgericht den Bericht des Sozialpsychiatrischen Dienstes 

des Landesratsamtes E.______ vom 9. Januar 2014 ein (BVGer act. 3). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 11. März 2014 beantragte die Vorinstanz mit 

Verweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle die Abweisung der Be-

schwerde (BVGer act. 5). 

C.d Mit Replik vom 28. April 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest (BVGer act. 8). 

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Seite 4 

C.e Mit Zwischenverfügung vom 6. Mai 2014 bewilligte der zuständige In-

struktionsrichter das Gesuch um unentgeltiche Prozessführung und Ver-

beiständung und ordnete dem Beschwerdeführer Rechtsanwältin lic. iur. 

Elisabeth Maier als amtliche Rechtsvertreterin bei (BVGer act. 10). 

C.f Mit Duplik vom 3. Juni 2014 hielt die Vorinstanz an ihren Anträgen fest 

(BVGer act. 13). 

C.g Die unaufgeforderten Eingaben des Beschwerdeführers vom 28. Juli 

2014 und 18. August 2014 samt Kopien des psychologischen Befundbe-

richts vom 17. Juli 2014 sowie des ärztlichen Befundberichts vom 12. Au-

gust 2014 wurden der Vorinstanz mit Verfügungen vom 30. Juli 2014 und 

20. August 2014 zugestellt (BVGer act. 15, 16, 17 und 18). Am 18. Sep-

tember 2014 reichte der Beschwerdeführer dem Gericht ein Schreiben der 

Deutschen Rentenversicherung vom 25. August 2014 sowie den Renten-

bescheid der Deutschen Rentenversicherung vom 15. September 2014 ein 

(BVGer act. 19). 

C.h Mit Schlussbemerkungen vom 26. September 2014 hielt die Vo-

rinstanz an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung 

der angefochtenen Verfügung fest (BVGer act. 20). 

C.i Mit Verfügung vom 3. Oktober 2014 wurde der Vorinstanz die Eingabe 

des Beschwerdeführers vom 18. September 2014 bzw. dem Beschwerde-

führer die Schlussbemerkungen der Vorinstanz vom 26. September 2014 

zur Kenntnis zugestellt und der Schriftenwechsel unter Vorbehalt weiterer 

Instruktionsmassnahmen abgeschlossen (BVGer act. 21). 

D.  

D.a Mit Verfügung vom 31. März 2016 kündigte der Instruktionsrichter den 

Parteien die Einholung eines bidisziplinären psychiatrischen und internisti-

schen Gerichtsgutachtens bei der klinischen Abteilung F._______ des Uni-

versitätsspitals C.______ an (nachfolgend: Gerichtsgutachten). Gleichzei-

tig erhielten die Parteien Gelegenheit, sich zum beabsichtigten Vorgehen 

zu äussern und insbesondere allfällige Anträge zur Ergänzung des Fragen-

katalogs und allfällige Ausstandsgründe gegen die genannten Sachver-

ständigen geltend zu machen, ansonsten die Begutachtung wie vorgese-

hen in Auftrag gegeben werde (BVGer act. 31). 

D.b Mit Stellungnahme vom 7. April 2016 führte der Beschwerdeführer aus, 

der psychiatrische Gutachter Dr. med. G._______ werde nur akzeptiert, 

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Seite 5 

wenn dieser über einen dem schweizerischen FMH Facharzttitel Psychiat-

rie und Psychotherapie entsprechenden aktuellen Fachausbildungsnach-

weis verfüge (BVGer act. 34). 

D.c Mit Stellungnahme vom 18. April 2016 formulierte die Vorinstanz di-

verse Bemerkungen und Empfehlungen zum Fragekatalog (BVGer act. 

35). 

D.d Mit Zwischenverfügung vom 28. April 2016 ordnete das Bundesverwal-

tungsgericht die Begutachtung wie angekündigt an, wobei an Dr. med. 

G.______ als psychiatrischer Gutachter festgehalten wurde und die Emp-

fehlungen und Bemerkungen der Vorinstanz den Gutachtern zur Kenntnis 

gegeben und deren Berücksichtigung in das pflichtgemässe Ermessen der 

Gutachter gestellt wurde. Ferner wurde die Bemerkung Ad. Punkt 3 der 

Vorinstanz als Ergänzungsfrage in den Fragekatalog aufgenommen 

(BVGer act. 30).  

D.e Die bidisziplinäre medizinische Begutachtung des Beschwerdeführers 

durch die Begutachtungsstelle F._______ erfolgte am 5. und 6. September 

2016 (BVGer act. 31). Im Gerichtsgutachten vom 4. November 2016 ka-

men die Gutachter hinsichtlich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zusam-

menfassend zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer die Arbeitsfähig-

keit in seinen angestammten Tätigkeiten sowie in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit vollständig aufgehoben sei. In etwaigen Verweistätigkeiten liege 

eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Das Leistungsver-

mögen in solchen Tätigkeiten liege bei 2 Stunden pro Tag, bei einer Prä-

senzzeit von 3 Stunden (BVGer act. 43). 

D.f  Mit Stellungnahme vom 13. Dezember 2016 schloss sich die Vo-

rinstanz der Stellungnahme der IV-Stelle an (BVGer act. 45). Diese bean-

tragte gestützt auf die Ergebnisse des Gerichtsgutachtens die Zusprache 

von Rentenleistungen auf Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der 

angestammten Tätigkeit bzw. einer Arbeitsunfähigkeit von 75 % in einer 

entsprechenden Verweistätigkeit mit Wirkung ab 1. November 2012 und 

somit sinngemäss die Gutheissung der Beschwerde (BVGer act. 46, Bei-

lage). 

D.g Mit Stellungnahme vom 22. Dezember 2016 beantragte der Beschwer-

deführer die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. November 2012 (BVGer 

act. 48). 

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Seite 6 

D.h Mit Verfügung vom 3. Januar 2017 wurde der Schriftenwechsel abge-

schlossen (BVGer act. 49). 

E.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und der im 

Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Beweismittel ist – so-

weit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvo-

raussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschwerde einzutreten ist 

(BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1) vorbehal-

ten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 

bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und 

soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 

IVG (SR 831.20) sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar 

(Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 

vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporal-

rechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender 

Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwen-

dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zu den anfechtbaren 

Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 

1 Bst. b IVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht 

gegeben (Art. 32 VGG). 

1.3 Gemäss Art. 40 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist zur Entgegennahme und Prü-

fung der Anmeldung diejenige IV-Stelle zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet 

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die Versicherten ihren Wohnsitz haben (Bst. a); für im Ausland wohnende 

Versicherte ist unter Vorbehalt von Abs. 2 von Art. 40 IVV die IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland zuständig (Bst. b). Art. 40 Abs. 2 IVV regelt die Zu-

ständigkeit bei Grenzgängern in der Weise, dass zur Entgegennahme und 

Prüfung der Anmeldungen die IV-Stelle zuständig ist, in deren Tätigkeits-

gebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt auch für 

ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen 

Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesund-

heitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die 

Verfügungen werden von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen. 

Die einmal begründete Zuständigkeit der IV-Stelle bleibt im Verlaufe des 

Verfahrens erhalten (Art. 40 Abs. 3 IVV). 

1.4 Die angefochtenen Verfügungen datieren vom 27. November 2013 

(BVGer act. 1 Beilage 2). Die Beschwerde wurde am 9. Januar 2014 ein-

gereicht. Aufgrund des Fristenstillstands vom 18. Dezember bis 2. Januar 

gemäss Art. 38 ATSG wurde die Beschwerde somit – auch ohne Berück-

sichtigung  der geltend gemachten mangelhaften Eröffnung der Verfügung 

– frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a VwVG in Verbindung mit 

Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen 

Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die 

Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; Kognition, vgl. 

BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 1 ff. zu 

Art. 49). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition (E. 

2.1 hiervor) kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 

gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Er-

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Seite 8 

gebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz ab-

weicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 

1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt 

heute in Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA zur Anwendung. Der Anspruch auf Leistungen der schwei-

zerischen Invalidenversicherung richtet sich auch nach dem Inkrafttreten 

des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). 

3.2 Die Sache beurteilt sich – vorbehältlich besonderer übergangsrechtli-

cher Regelungen – nach denjenigen materiellen Rechtssätzen, die bei der 

Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten 

(vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor 

einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 

nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 

4.  

4.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit oder Unmöglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen, verstanden (vgl. Art. 8 

Abs. 1 und 3 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beein-

trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-

menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Nach Art. 7 Abs. 2 

ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung, sind für die Beurtei-

lung einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-

chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen und eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur dann vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande-

ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

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Seite 9 

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Wei-

se wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 

Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Die Annahme eines 

psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 

Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege 

artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abge-

stützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine solche 

Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung 

für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 65 E. 3.4). 

4.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung) 

haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit o-

der die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zu-

mutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder ver-

bessern können (Bst. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-

bruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ge-

wesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 

invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. 

4.4 Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung) 

werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre-

chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht 

staatsvertragliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. 

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesge-

richts] stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, son-

dern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

Eine – vorliegend zutreffende – Ausnahme von diesem Prinzip gilt aufgrund 

des FZA und der anwendbaren europäischen Verordnungen seit dem 1. 

Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen 

Gemeinschaft (EU), denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine 

Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz 

haben. 

C-107/2014 

Seite 10 

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

4.6 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Exper-

ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Je substanzieller sich eine medizinische 

Fachperson äussert, umso höher ist der Beweiswert ihrer Aussage (RU-

DOLF RÜEDI, Das medizinische Gutachten - Erwartungen des Sozialversi-

cherungsrichters an den Arzt, in: Gabriela Riemer-Kafka [Hrsg.], Medizini-

sche Gutachten, Zürich 2005, S. 80). Liegen unterschiedliche, sich wider-

sprechende Expertenmeinungen vor, wird diejenige Begutachtung obsie-

gen, die lückenlos dokumentiert ist und durch eine schlüssige Beurteilung 

zu überzeugen vermag: kurz, es kommt auf die Qualität an (JACQUES 

MEINE, die ärztliche Unfallbegutachtung in der Schweiz - Erfüllt sie die heu-

tigen Qualitätsanforderungen?, in: Swiss Surg 1998; 4: 54). 

4.7 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grund-

satz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser 

Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 

auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichts-

gutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschät-

zung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fach-

kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-

stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen 

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Seite 11 

kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist  

oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender 

Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurtei-

lung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusse-

rungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die 

Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es 

die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, 

dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abwei-

chende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinwei-

sen). Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwal-

tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -

ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-

gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-

gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 

mit weiteren Hinweisen). 

5.  

Hinsichtlich des Anfechtungsobjekts ist vorab festzuhalten, dass die Vo-

rinstanz den Entscheid über die rückwirkend abgestufte Rentenzusprache 

in zwei Verfügungen vom 27. November 2013 aufgeteilt hat. Nach der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung bildet die rückwirkende abgestufte Ren-

tenzusprache ein einheitliches Rechtverhältnis, sodass der Rentenan-

spruch für die gesamten Bezugszeiten der Überprüfung unterliegen (BGE 

125 V 413). Dementsprechend ist es im Fall einer rückwirkenden abgestuf-

ten Rentenzusprache grundsätzlich nicht zulässig, für bestimmte Perioden 

je getrennt zu verfügen (vgl. BGE 131 V 164 ff. E. 2.3). Die zwei Verfügun-

gen vom 27. November 2013 sind deshalb als Teil ein und derselben Ren-

tenverfügung zu betrachten, welche gleichzeitig das Anfechtungsobjekt bil-

det (im Folgenden: Verfügung vom 27. November 2013 oder angefochtene 

Verfügung). Die verschiedenen Perioden mit unterschiedlichem (allfälli-

gem) Rentenanspruch bilden Teilaspekte eines einheitlichen Anspruchs, 

die nicht durch teilweise Anfechtung auf einen beschränkten Streitgegen-

stand reduziert werden können (vgl. BGE 125 V 413 E. 2b mit Hinweisen).  

Nach dem Gesagten ist somit nicht zwischen einem nicht angefochtenen 

und damit formell rechtskräftigen Teil (Anspruch auf eine ganze Rente ab 

1. November 2012) und einem strittigen Teil (Anspruch auf eine Viertels-

rente mit Wirkung ab 1. Juni 2013) zu unterscheiden. Streitgegenstand der 

angefochtenen Verfügung – und somit gerichtlich überprüfbar – ist daher 

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Seite 12 

der Rentenanspruch ab 1. November 2012 (bzw. dem frühestmöglichen 

Rentenbeginn).  

6.  

6.1 Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfü-

gung vom 27. November 2013, womit die Vorinstanz dem Beschwerdefüh-

rer mit Wirkung ab 1. November 2012 eine ganze Rente der Invalidenver-

sicherung und mit Wirkung ab 1. Juni 2013 eine Viertelsrente zugespro-

chen hat. 

6.2 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führte die Vorinstanz im 

Wesentlichen aus, bei Ablauf der einjährigen Wartefrist im November 2012 

sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Gruppenleiter 

(Gartenarbeiten Reintegrationsprogramm) sowie in jeglichen alternativen 

Erwerbstätigkeiten in vollem Umfang arbeitsunfähig gewesen, sodass 

nach Ablauf der Wartefrist ein Invaliditätsgrad von 100 % bestanden habe. 

Aus spezialärztlicher Sicht seien ihm jedoch ab 22. März 2013 einfache, 

überschaubare Routinearbeiten ohne Team- und Kundenkontakt und ohne 

Verantwortungsübernahme in einem Pensum von 80 % zumutbar. In Frage 

kämen beispielsweise Kontroll-, Sortier- oder Überwachungstätigkeiten so-

wie einfache Lagerarbeiten usw. Der Einkommensvergleich ergebe unter 

Berücksichtigung eines Abzugs wegen reduzierter Beschäftigung ein Inva-

liditätsgrad von 45 %. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Über-

gangsfrist von drei Monaten, sei die ganze Rente somit ab 1. Juni 2013 auf 

eine Viertelsrente zu reduzieren (act. 67-13 ff.). 

6.3 Aufgrund von Diskrepanzen zwischen dem Gutachten zu Handen der 

Deutschen Rentenversicherung vom 19. Dezember 2012 (act. 43-1 ff.) so-

wie weiterer Berichte der (teil-)stationären Behandlungen des Beschwer-

deführers (vgl. act. 26-1 ff., 21-7 ff.) und dem Administrativgutachten der 

Vorinstanz vom 27. März 2013 (act. 45-1ff) hat das Bundesverwaltungsge-

richt in Nachachtung der Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 E. 4.2 

ff. ein Gerichtsgutachten eingeholt. Die Parteien beantragen gestützt auf 

das Gerichtsgutachten nunmehr übereinstimmend die Ausrichtung einer 

ganzen Rente mit Wirkung ab 1. November 2012. Somit ist nachfolgend 

insbesondere zu prüfen, ob zwingende Gründe gegen den Beweiswert des 

Gerichtsgutachtens sprechen. 

  

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Seite 13 

6.4  

6.4.1 Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen des vom Bundesverwal-

tungsgericht in Auftrag gegebenen Gerichtsgutachtens am 6. September 

2016 von Dr. med. H.______, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 

FMH, Fallführende Oberärztin F.______ Begutachtung, MAS Versiche-

rungsmedizin, Vertrauensärztin SGV, Zertifizierte medizinische Gutachte-

rin SIM, und am 5. September 2016 von Dr. med. G.______, Facharzt für 

Neurologie und Psychiatrie, Oberarzt F.______ Begutachtung, untersucht 

und begutachtet. Im Gerichtsgutachten vom 4. November 2016 nannten 

die Gutachter folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Re-

zidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradig, chronifiziert (ICD-10 

F33.1); Persönlichkeitsstörung mit vorrangig vermeidend-selbstunsiche-

ren, aber auch dependenten Zügen (ICD-10 F61). Demgegenüber konnten 

aus internistischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-

fähigkeit gestellt werden (BVGer act. 43, S. 12). 

Zusammenfassend kommen die Gerichtsgutachter zum Schluss (BVGer 

act. 43, S. 5 sowie Psychiatrisches Fachgutachten, S. 32), dass beim Be-

schwerdeführer ein chronifiziertes depressives Syndrom bei seit Jahrzehn-

ten bestehender rezidivierender depressiver Erkrankung bestehe, die im 

Längsverlauf dokumentiert und nachvollziehbar sei. Es bestehe zudem 

eine Persönlichkeitsstörung mit vorrangig vermeidend selbstunsicheren, 

aber auch dependenten Zügen, welche die Entstehung des depressiven 

Syndroms fördere und im Verlauf aufrechterhalte. Die aktuelle diagnosti-

sche Einschätzung stehe in guter Übereinstimmung zu den diagnostischen 

Einschätzungen der meisten Vorbehandler und im Rahmen der psychiatri-

schen Vorbegutachtungen durch Dr. med. I.______ vom 8. Januar 2013 

und Dr. med. D._______ vom 27. März 2013. Das komorbide Vorliegen der 

affektiven Störung und der Persönlichkeitsstörung führe zur Aufhebung der 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten und der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

und zu einer relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in etwaigen 

Verweistätigkeiten (zu den Funktionsstörungen im Detail vgl. psychiatri-

sches Teilgutachten, BVGer act. 43, S. 19 ff., S. 26 f.). Diese werde mit 

maximal 2 Stunden pro Tag bei einer Präsenzzeit von 3 Stunden einge-

schätzt. Die Funktionseinbussen liessen sich auch aus den gescheiterten 

Eingliederungsversuchen ablesen. Die Anforderungen an eine optimal an-

gepasste Tätigkeit müssten in erster Linie die funktionellen Defizite des Be-

schwerdeführers berücksichtigen. Insbesondere müsse eine reizarme Ar-

beitsumgebung mit wenig Sozialkontakten wie Kontakt zu Auftraggebern, 

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Seite 14 

Kunden und Kollegen gegeben sein. Der Beschwerdeführer müsse Gele-

genheit haben, sein Arbeitstempo selber bestimmen zu können. Er müsse 

ausreichende Pausenmöglichkeiten haben. Eine etwaige Arbeitstätigkeit 

dürfe keinen äusseren Druck beinhalten (z.B. Zeitdruck). Denkbar seien 

beispielsweise Homeoffice-Tätigkeiten (BVGer act. 43. S. 13). Über die 

psychiatrischen Diagnosen hinaus bestünden keine weiteren internisti-

schen Diagnosen, die die Arbeitsfähigkeit in relevanter Weise einschränk-

ten. Die Therapiemöglichkeiten seien weitgehend ausgeschöpft, in Anbe-

tracht der Gesamtkonstellation erscheine eine Besserung des medizini-

schen Zustandsbildes, aber auch der Arbeitsfähigkeit, in absehbarer Zeit 

unrealistisch. 

6.4.2 Das Gerichtsgutachten ist umfassend, beruht auf einer eingehenden 

Untersuchung des Beschwerdeführers, geht einlässlich auf die Beschwer-

den des Versicherten ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über dessen 

Gesundheitszustand. Die bestehenden Funktionsstörungen werden aus-

führlich aufgezeigt und deren Auswirkung auf die Leistungs- und Arbeitsfä-

higkeit dargelegt. Ferner berücksichtigt es auch die übrigen bei den Akten 

liegenden medizinischen Berichte. Insbesondre setzt es sich einlässlich mit 

den Vorgutachten der Deutschen Rentenversicherung von Dr. med. 

I._______ und dem Administrativgutachten der Vorinstanz von Dr. med. 

D._______ auseinander (BVGer act. 43, S 6. f., S. 27 f.). Dabei wird sowohl 

zur abweichenden Einschätzung des Schweregrades der diagnostizierten 

Psychopathologien als auch zu den Diskrepanzen in der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit Stellung genommen. Hinsichtlich der von Dr. med. 

D.______ im Administrativgutachten festgehaltenen Arbeitsfähigkeit von 

80 % in einer adaptierten Tätigkeit wird im Gerichtsgutachten ausgeführt, 

dass dieses hohe Funktionsniveau nicht nachvollzogen werden könne. Es 

müsse darauf verwiesen werden, dass sich das Wesen einer Persönlich-

keitsstörung mit verringerter Selbstwirksamkeitserwartung und geringem 

Selbstwert nicht nur im Kontakt mit anderen Menschen, sondern auch an 

einem "isolierten Arbeitsplatz" äussere. Auch sei jeder Arbeitsplatz in ei-

nem Anstellungsverhältnis Sozialkontakten unterlegen. Depressive Symp-

tome lägen nicht nur situationsbedingt vor. Entgegen der Auffassung des 

Gutachtens von Dr. med. I.______, der die Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers auch in adaptierten Tätigkeiten als vollständig aufgehoben er-

achtete, konnte im Gerichtsgutachten gestützt auf Schilderung des Tages-

ablaufs sowie vorhandener Ressourcen, die der Beschwerdeführer jedoch 

krankheitsbedingt nicht ausreichend nutzen könne, eine Restarbeitsfähig-

keit von 2 Stunden bei einer Präsenz von ca. 3 Stunden festgestellt wer-

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Seite 15 

den. Insgesamt erscheinen die dargelegten medizinischen Zusammen-

hänge sowie die vorgenommenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar 

und überzeugend. Davon geht auch RAD-Arzt Dr. med. J._______, Fach-

arzt der forensischen Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, der sich 

in seiner Stellungnahme vom 24. November 2016 dem Gerichtsgutachten 

vollumfänglich anschliesst (BVGer act. 45, Beilage). Es sind somit keine 

zwingenden Gründe ersichtlich, die gegen den Beweiswert des Gerichts-

gutachtens sprechen würden. 

7.  

7.1 Die Bemessung der Invalidität von Personen, die im Gesundheitsfall 

eine volle Erwerbstätigkeit weiter ausgeübt hätten, hat durch die allge-

meine Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen. Bei dieser Me-

thode berechnet die Verwaltung zuerst das sogenannte Valideneinkom-

men. Erfasst wird damit das Erwerbseinkommen, das ohne den Gesund-

heitsschaden erzielt werden könnte. Davon zieht sie das Invalideneinkom-

men ab. Darunter ist das Erwerbseinkommen zu verstehen, das nach Ein-

tritt des Gesundheitsschadens und nach Durchführung von Eingliede-

rungsmassnahmen auf zumutbare Weise erreicht werden könnte. Aus der 

Differenz zwischen dem Valideneinkommen und dem Invalideneinkommen 

resultiert eine Einkommenseinbusse. Dieser Fehlbetrag wird in Prozenten 

ausgedrückt, welche dem Invaliditätsgrad entsprechen. 

7.2 Ausgehend von einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden 

pro Woche, resultiert bei einer Arbeitsfähigkeit von 2 Stunden pro Tag eine 

Einschränkung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von rund 76 % bzw. 

eine verbleibende Restarbeitsfähigkeit von rund 24 % (2 x 100/ [41.6/5]). 

Die Vorinstanz ist demgegenüber in ihrer Stellungnahme vom 7. Dezember 

2016 – wohl ausgehend von einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 40 

Stunden pro Woche – von eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % ausgegangen, 

was in Bezug auf die Höhe des Rentenanspruchs jedoch ohne Belang 

bleibt.  

7.3 Die Höhe des Valideneinkommens von Fr. 85‘739 gemäss angefochte-

ner Verfügung ist unbestritten. Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens nicht mehr Erwerbstätig war, ist beim Invalidenein-

kommen auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge-

gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (BGE 

129 V 472 E. 4.2.1). Die Vorinstanz ist aufgrund der für den Beschwerde-

führer noch in Frage kommenden adaptierten Tätigkeiten zutreffend von 

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Seite 16 

der im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns anwendbaren LSE 

2010, Tabelle TA1, Total Männer Anforderungsniveau 4, Umrechnung von 

40 auf 41.6 Wochenstunden, zuzüglich Nominallohnentwicklung) ausge-

gangen und hat ein durchschnittliches Invalideneinkommen bei einem Ar-

beitspensum von 100 % von Fr. 62‘264.- ermittelt. Der Beschwerdeführer 

könnte somit bei einer verbleibenden Restarbeitsfähigkeit von 24 % ein In-

valideneinkommen von Fr. 14‘943.- erzielen, sodass nach Gegenüberstel-

lung der beiden Vergleichseinkommen ein rentenbegrünender Invaliditäts-

grad von rund 83 % resultiert ([85‘739 – 14‘943] x 100/85‘739). Bei diesem 

Ergebnis erübrigt es sich zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer zusätzlich 

ein beantragter leidensbedingter Abzug von mindestens 20 % zu gewähren 

ist. 

8.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gerichtsgutachten eine ver-

lässliche Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs bildet. Ge-

stützt auf das Gerichtsgutachten ist von einer vollständig aufgehobenen 

Arbeitsfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten und einer Restarbeitsfä-

higkeit von 24 % in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Die Invalidi-

tätsbemessung ergibt einen Invaliditätsgrad von rund 83 %, sodass mit 

Wirkung ab 1. November 2012 Anspruch auf eine ganze Rente der Invali-

denversicherung besteht. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. 

9.  

9.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG). Weil der Beschwerdeführer obsiegt, sind ihm keine Kosten aufzuer-

legen. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

9.2 Der obsiegende und vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 

Lasten der Verwaltung. 

Die Parteientschädigung umfasst dabei die Kosten der Vertretung sowie 

allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Die Kos-

ten der Vertretung umfassen gemäss Art. 9 Abs. 1 VGKE das Anwaltsho-

norar (Bst. a), den Ersatz der Auslagen (Bst. b) und der Mehrwertsteuer 

C-107/2014 

Seite 17 

(Bst. c), wobei letztere nur dann geschuldet ist, wenn die zu entschädi-

gende Partei Wohnsitz oder Sitz in der Schweiz hat (vgl. dazu Urteile des 

BVGer C-3800/2012 vom 27. Mai 2014; C-7742/2009 vom 9. August 2012 

E. 7.2; C-6248/2011 vom 25. Juli 2012 E. 12.2.5 mit weiteren Hinweisen 

und C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweisen). Das Anwaltshono-

rar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Ver-

treterin bemessen (Art. 10 Abs. 1 VGKE), wobei der Stundensatz für An-

wälte und Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens Fr. 400.- be-

trägt (Art. 10 Abs. 2 VGKE). Die Partei, die Anspruch auf Parteientschädi-

gung erhebt, hat dem Bundesverwaltungsgericht vor dem Beschwerdeent-

scheid eine detaillierte Kostennote einzureichen, aus welcher hervorgehen 

muss, welche Arbeiten durchgeführt worden sind und wer wieviel Zeit zu 

welchem Tarif aufgewendet hat (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 4.84 f.). 

9.3 Mit Honorarnote vom 18. August 2014 hat die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers für ihre Bemühungen im Zeitraum vom 11. Dezember 

2013 bis 18. August 2014 eine Parteientschädigung von Fr. 1'517.70 (4 h 

50 Min. à Fr. 250.-, zuzgl. Auslagen von total Fr. 234.50 und Mehrwert-

steuer von 8 % in der Höhe von Fr. 112.40; vgl. BVGer act. 49, Beilage) 

geltend gemacht. Für die weiteren Bemühungen im Zeitraum vom 26. Au-

gust 2014 bis 22. Dezember 2016 wird gemäss Honoranote vom 22. De-

zember 2016 die Ausrichtung einer Parteientschädigung von Fr. 1‘462.65 

(4h 55 Min. à Fr. 250.-, zuzgl. Auslagen von total Fr. 125.00 und Mehrwert-

steuer von 8 % in der Höhe von Fr. 108.35; vgl. BVGer act. 49, Beilage) 

beantragt. Der Gesamtaufwand von 9 h und 45 Minuten ist unter Berück-

sichtigung des aktenkundigen Aufwands nicht zu beanstanden. Rechtspre-

chungsgemäss kann zusätzlich eine Stunde für den nachprozessualen 

Aufwand zugesprochen werden (vgl. Urteil des BGer 9C_387/2012 vom 

26. September 2012 E. 4). Die Rechtsvertreterin hat gemäss Leistungs-

journalen zu den vorgenannten Honorarnoten für Fotokopien total Fr. 210.- 

geltend gemacht, wobei sie pro Kopie Fr. 1.- verrechnet hat. Gemäss 

Art. 11 Abs. 4 VGKE kann pro Kopie jedoch nur Fr. -.50 in Rechnung ge-

stellt werden. Dem Beschwerdeführer ist somit eine Parteientschädigung 

von Fr. 2‘942.- (10 h 45 Min. à Fr. 250.- [=2‘687.50], zuzügl. Auslagen von 

total Fr. 254.50 [105 + 91.50 + 58], exklusiv Mehrwertsteuer, die aufgrund 

des Wohnsitzes des Beschwerdeführers im Ausland nicht geschuldet ist 

[vgl. vorstehende E. 9.2]), zuzusprechen. 

9.4 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die bereits bewilligte unent-

geltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung obsolet. 

C-107/2014 

Seite 18 

9.5 Zu prüfen bleibt die Verlegung der seitens des Bundesverwaltungsge-

richts bereits bezahlten Kosten für das während des Beschwerdeverfah-

rens eingeholte bidisziplinäre Gerichtsgutachten, die sich auf Fr. 12‘000.- 

belaufen (BVGer act. 45).  

9.5.1 Wo zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Be-

weismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche 

indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, sind die 

Kosten der Begutachtung durch eine MEDAS den IV-Stellen aufzuerlegen 

und nach der tarifvertraglichen Regelung zu berechnen (vgl. BGE 137 V 

210 E. 4.4.2; Urteil des BGer 9C_253/2016 vom 22. September 2016 

E. 2.1). Unter diesen Umständen stellen die Kosten der Begutachtung 

keine Verfahrenskosten im Sinne von Art. 69 Abs. 1bis IVG dar, sondern Ab-

klärungskosten im Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG, die vom Versicherungs-

träger zu tragen sind (BGE 139 V 496 E. 4.3). Diese Regelung ist grund-

sätzlich auch auf mono- und bisdisziplinäre Gutachten anwendbar, soll 

aber nicht zu einer systematischen Belastung der IV-Stelle mit Gutachtens-

kosten führen. Um die Kosten mono- und bisdisziplinärer gerichtlicher Gut-

achten der IV-Stelle zu überbinden, muss ein Zusammenhang bestehen 

zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Not-

wendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies ist namentlich in fol-

genden Konstellationen der Fall: Wenn eine manifester Widerspruch zwi-

schen den verschiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen 

besteht, ohne dass die Verwaltung diesen durch objektiv begründete Argu-

mente entkräftet hat; wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen 

Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder auf eine Ex-

pertise abgestellt hat, welche die Anforderungen an eine medizinische Be-

urteilungsgrundlage nicht erfülle (vgl. BGE 140 V 70 E. 6.1; 139 V 496 

E. 4.4; Urteil des BGer 8C_301/2016 vom 7. Juli 2016 E. 2.2). 

9.5.2 Im vorliegenden Verfahren war das Einholen eines bidisziplinären 

Gerichtsgutachtens erforderlich, weil die Vorinstanz auf das Administrativ-

gutachten von Dr. med. D._______ vom 27. März 2013 abgestellt und die 

bestehenden Widersprüche in den medizinischen Akten unaufgelöst gelas-

sen hatte, mithin aufgrund mangelhafter vorinstanzlicher Untersuchung. In-

folgedessen gehören die Kosten für das vorliegende bidisziplinäre Ge-

richtsgutachten nicht zu den Verfahrenskosten, sondern zu den Abklä-

rungskosten, die grundsätzlich von der Vorinstanz zu tragen sind. 

C-107/2014 

Seite 19 

9.5.3 Hinsichtlich der Höhe der von der Vorinstanz zu tragenden Kosten ist 

zunächst festzuhalten, dass die tarifvertraglichen Regelungen, welche zwi-

schen dem Bundesamt für Sozialversicherungen und den medizinischen 

Abklärungsstellen vereinbart wurden, auf Gerichtsgutachten nicht direkt 

anwendbar sind (vgl. Urteil des BGer 9C_217/2014 vom 2. Dezember 2014 

E. 4.2). Hinzu kommt, dass diese tarifvertraglichen Regelungen nur für po-

lydisziplinäre Gutachten gelten (vgl. Art. 72bis Abs. 1 IVV), mithin für mono- 

und bidisziplinäre Gutachten ohnehin nicht zur Anwendung gelangen. So-

mit sind die Kosten für das vorliegende bidisziplinäre Gerichtsgutachten 

schon aus diesen Gründen vollumfänglich der Vorinstanz zu überbinden 

(vgl. Urteil des BVGer C-4699/2013 vom 14. März 2017 E. 11.3.3).  

Abgesehen davon sprechen aber auch weitere Gründe gegen die Anwen-

dung der tarifvertraglichen Regelungen für die Abgeltung von Gerichtsgut-

achten. Bei dem durch das Bundesverwaltungsgericht eingeholten Ge-

richtsgutachten ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass die Gerichtsgutach-

ter in der Funktion des Obergutachtens ein Administrativgutachten sowie 

ein Gutachten zu Handen der Deutschen Rentenversicherung zu beurtei-

len hatten und umfangreiche Vorakten mit Auslandbezug auswerten muss-

ten. Schliesslich wurde mit Blick auf das bereits mehrere Jahre dauernde 

vorinstanzliche Verfahren und mit Blick auf das Gebot des raschen Verfah-

rens auf eine zügige Erledigung des Begutachtungsauftrags hingewirkt. In 

Würdigung all dieser Aspekte wäre es nicht gerechtfertigt, ein qualitativ 

hochstehendes Gerichtsgutachten nach dem gleichen Tarif wie ein Admi-

nistrativgutachten abzugelten (vgl. Urteil des BVGer C-4699/2013 vom 14. 

März 2017 E. 11.3.3). Die Kosten für das vom Bundesverwaltungsgericht 

bereits bezahlte Gerichtsgutachten von Fr. 12‘000.- sind somit der Vo-

rinstanz aufzuerlegen. 

9.6 Ebenfalls von der Vorinstanz zu tragen sind die seitens des Bundes-

verwaltungsgerichts bereits vorausbezahlten Auslagen des Beschwerde-

führers für die Fahrt zur Begutachtung in der Höhe von EUR 223.70 (Art. 45 

Abs. 2 ATSG; BVGer act. 42). Dieser Betrag ist von der Vorinstanz zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

 

 

(Dispositiv auf der nächsten Seite) 

  

C-107/2014 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 27. November 

2013 aufgehoben. 

2.  

Dem Beschwerdeführer wird mit Wirkung ab 1. November 2012 eine ganze 

Rente der Invalidenversicherung zugesprochen. 

3.  

Die Sache wird zur Neuberechnung der Rente und anschliessender Neu-

verfügung an die Vorinstanz überwiesen. 

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

5.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2‘942.- zugesprochen. 

6.  

Die dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 6. Mai 2014 be-

willigte unentgeltliche Rechtspflege wird gegenstandslos. 

7.  

Die Vorinstanz hat der Gerichtskasse die Kosten des Gerichtgutachtens in 

Höhe von Fr. 12‘000.- sowie Reisekosten in Höhe von EUR 223.70 zurück-

zuerstatten. 

8.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

 

C-107/2014 

Seite 21 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Matthias Burri-Küng 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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