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**Case Identifier:** 3d0e00dc-c0d0-5408-a654-cddd76483316
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.01.2022 200 2021 479
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-479_2022-01-26.pdf

## Full Text

200 21 479 IV
KOJ/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Januar 2022

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Mai 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 9. Dezember 2013 unter Hinweis auf eine psychische Be-
einträchtigung erstmals bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Abklärung der medi-
zinischen sowie erwerblichen Verhältnisse und Durchführung beruflicher 
Eingliederungsmassnahmen (AB 20, 26, 29) verneinte die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit Verfügung vom 31. Oktober 2014 
(AB 36) einen Rentenanspruch unter Hinweis auf die Wiederaufnahme der 
bisherigen Tätigkeit durch den Versicherten.

Nachdem ihm seine Arbeitsstelle gekündigt worden war, wandte sich der 
Versicherte mit Schreiben vom 30. Januar 2015 (AB 37) mit der Bitte um 
Unterstützung bei der Eingliederung an die IVB. Diese gewährte wiederum 
berufliche Eingliederungsmassnahmen (AB 51, 57, 62) und tätigte parallel 
dazu medizinische sowie erwerbliche Abklärungen. Mit Verfügung vom 
20. Oktober 2016 (AB 78) sprach die IVB dem Versicherten ab dem 1. Au-
gust 2016 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 53 % zu, wel-
chen Anspruch sie mit formloser Mitteilung vom 5. September 2018 (AB 94) 
bestätigte.

Im August 2019 liess der Versicherte durch seinen Arbeitgeber eine massi-
ve Verschlechterung seines Gesundheitszustands melden (AB 95), wor-
aufhin die IVB im November 2019 eine Rentenrevision einleitete (AB 97). 
Sie aktualisierte die Akten in medizinischer sowie erwerblicher Hinsicht und 
sprach per April 2020 eine berufliche Eingliederungsmassnahme (AB 127) 
zu, welche Ende Juni 2020 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen 
wurde (AB 139, 142). In der Folge veranlasste die IVB eine psychiatrische 
Begutachtung des Versicherten durch Dr. med. C.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten vom 11. Januar 2021 
[AB 167]). Nach entsprechender vorbescheidweiser Ankündigung (AB 168) 
wies sie das Rentenerhöhungsgesuch mit Verfügung vom 25. Mai 2021 ab 
(AB 169).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. Juni 2021 Beschwerde mit den folgen-
den Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. Mai 2021 sei auf-
zuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei rückwirkend seit September 2019 eine 
volle (recte: ganze) IV-Rente (zuzüglich Zins seit wann rechtens) 
auszurichten. Eventualiter sei ab Februar 2021 eine volle (recte: 
ganze) IV-Rente zuzusprechen.

3. Subeventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen.

4. Dem Beschwerdeführer sei für das Beschwerdeverfahren die un-
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter Beiordnung des Un-
terzeichnenden als amtlicher Anwalt.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteu-
er, zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Die Beschwerdegegnerin reichte mit Beschwerdeantwort vom 10. August 
2021 eine Stellungnahme des Gutachters Dr. med. C.________ vom 
5. August 2021 (in den Gerichtsakten) zu den Akten und schloss auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 22. September bzw. Duplik vom 22. Oktober 2021 hielten 
die Parteien an den bisherigen Anträgen fest.

Der Instruktionsrichter hiess das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
mit Verfügung vom 2. November 2021 gut und ordnete dem Beschwerde-
führer Rechtsanwalt B.________ als amtlichen Anwalt bei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. Mai 2021 
(AB 169). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers, namentlich derjenige auf eine ganze Rente ab September 2019 
bzw. ab Februar 2021.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs, namentlich der daraus fliessenden Begründungs-
pflicht (Beschwerde S. 12 Rz. 31; Replik S. 1 Rz. 1).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]).

Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass 
sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffe-
nen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. 
Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild ma-
chen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 
sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtli-
chen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 
E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 2020 AHV Nr. 2 S. 5 E. 4, 2017 
KV Nr. 6 S. 30 E. 5).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2019 IV 
Nr. 65 S. 210 E. 4.3).

2.4 In der angefochtenen Verfügung vom 25. Mai 2021 (AB 169) hielt 
die Beschwerdegegnerin fest, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass sich 
die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers aufgrund der vorlie-
genden Beschwerden unverändert darstelle und somit keine wesentlichen 
Veränderungen mit Auswirkungen auf den Rentenanspruch vorlägen. Da 

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keine erhebliche Verschlechterung eingetreten sei, habe der Beschwerde-
führer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente (S. 1).

Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers trifft damit nicht zu, dass 
es der angefochtenen Verfügung an "jeglichen Überlegungen, von denen 
sich die Beschwerdegegnerin hat leiten lassen" (Beschwerde S. 12 Rz. 31), 
mangeln würde. Es war dem Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsvertre-
ter problemlos möglich, eine sehr ausführlich begründete Beschwerde ein-
zureichen, wobei er zu Recht davon ausging, dass die in der angefochte-
nen Verfügung erwähnten Abklärungen namentlich das psychiatrische Gut-
achten von Dr. med. C.________ vom 11. Januar 2021 (AB 167) betrafen. 
Selbst wenn von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen 
würde, wäre diese lediglich leichter Natur und im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens als geheilt zu betrachten (E. 2.3 hiervor).

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; BBl 2020 5535 ff.) in Kraft getreten. Weil in zeit-
licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-
gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der 
Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat-
bestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213) und die angefochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der 
IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 datiert, ist der Rentenanspruch nach den 
bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist 
(BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsscha-
dens ist noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter 
hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut 
nach dem Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Er-
werbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen 
des geklagten Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu ar-
beiten. Deshalb gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter aussch-
liesslicher Berücksichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen 
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als 
relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versi-
cherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leis-
tungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren 
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 
V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob 
und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch 
zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten 
offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies 
für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivier-
ten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 
2 S. 5 E. 4.2).

3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

3.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

3.7.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 9

Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

3.7.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

3.7.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 10

stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisi-
onsergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater 
Abs. 1 IVV), in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen 
Verfügung gleichzustellen (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV 
Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

4.

4.1 Der Anspruch auf die ursprünglich zugesprochene halbe Invaliden-
rente wurde mit formloser Mitteilung vom 5. September 2018 (AB 94) 
bestätigt. Auch eine blosse Mitteilung kann in Bezug auf den Vergleichs-
zeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichgestellt sein (vgl. E. 3.7.3 
hiervor). Im Verwaltungsakt vom 5. September 2018 ist jedoch keine 
rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung zu erblicken; 
es wurden lediglich ein Verlaufsbericht des behandelnden Psychiaters (AB 
93) und ein Arbeitgeberbericht (AB 90) eingeholt bzw. von der Ausgleichs-
kasse der Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; AB 86) ediert. 
Folglich ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 20. Ok-
tober 2016 (AB 78) mit jenem im Zeitpunkt der angefochtenen Revisions-
verfügung vom 25. Mai 2021 (AB 169) zu vergleichen und zu prüfen, ob in 
den tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung eingetreten ist, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsrelevanter Weise zu beeinflussen 
(vgl. E. 3.7.1 hiervor).

4.2 Die Verfügung vom 20. Oktober 2016 (AB 78), mittels welcher dem 
Beschwerdeführer ab dem 1. August 2016 eine halbe Rente zugesprochen 
wurde, basierte in medizinischer Hinsicht insbesondere auf dem Verlaufs-
bericht des Spitals D.________ vom 14. April 2016 (AB 61) und dem Be-
richt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. E.________, 

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Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Juli 2016 (AB 65). 
Diagnostiziert wurde eine undifferenzierte Schizophrenie (ICD-10: F20.3) 
mit Erstdiagnose im Mai 2013 (AB 61 S. 3 Ziff. 3). Die Ärzte des Spitals 
D.________ gingen von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % als … aus und 
empfahlen, eine darüber hinausgehende Steigerung der Belastbarkeit zur 
Prävention einer Dekompensation zu vermeiden (AB 61 S. 4 Ziff. 13). Der 
RAD-Arzt teilte diese Einschätzung (AB 65 S. 2).

4.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustands seit Erlass 
der Verfügung vom 20. Oktober 2016 (AB 78) ergibt sich aus den Akten 
das Folgende:

4.3.1 Im Bericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 16. Okto-
ber 2019 (AB 93 und 109) betreffend Hospitalisation vom 23. September 
bis 11. Oktober 2019 wurde eine undifferenzierte Schizophrenie (ICD-10: 
F20.3) mit Erstdiagnose im Mai 2013 diagnostiziert. Der Patient sei zuletzt 
im Jahr 2013 in den psychiatrischen Diensten F.________ hospitalisiert 
und danach lange stabil gewesen. Er habe sich in ambulanter Behandlung 
befunden. Seit Mai 2019 (Tod der Schwiegermutter) bestehe wieder Unru-
he und Traurigkeit. Der Patient habe grosse Mühe gehabt, die angebotene 
Therapie anzunehmen und am Therapieprogramm teilzunehmen. Sein 
grösstes Anliegen sei es gewesen, die Schlafstörungen zu beheben. Die 
innerliche Unruhe, Nervosität und die Schlafstörung seien im Vordergrund 
gewesen. Der Druck bzw. die Schmerzen im Stirnbereich seien am ehesten 
als eine körperliche Halluzination zu deuten. Ein Schädel-MRI sei unauffäl-
lig gewesen. Bei fehlender Selbst- und Fremdgefährdung sei der Patient 
auf eigenen Wunsch, gegen den Rat der Ärzte, entlassen worden.

4.3.2 Dr. med. G.________ (im Medizinalberuferegister ohne anerkann-
ten Facharzttitel verzeichnet [vgl. <www.medregom.admin.ch>]) berichtete 
am 12. Dezember 2019 (AB 108) von einer Verschlechterung des psychi-
schen Gesundheitszustands seit Mai 2019. Klinisch relevant sei die fest-
stellbare Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung mit Verlangsamung 
der Gedanken und Traurigkeit (S. 5 Ziff. 2.4). Seit dem 1. Mai 2019 bestehe 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 4 Ziff. 1.3, S. 6 Ziff. 2.7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 12

Im Schreiben vom 23. (richtig wohl: 27. [AB 115 S. 3]) Januar 2020 führte 
Dr. med. G.________ aus, er habe den Versicherten zuletzt am 24. Januar 
2021 gesehen. Dessen psychischer Zustand habe sich verbessert. Die 
schon lange bestehenden Kopfschmerzen mit Druck im Kopf, die als kör-
perliche Halluzination bewertet würden, hätten sich mit der medikamentö-
sen Optimierung etwas verbessert. Ab sofort seien Eingliederungsmass-
nahmen zumutbar.

Im Bericht vom 24. Juli 2020 (AB 143) hielt Dr. med. G.________ fest, der 
Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Aufgrund der ungünstigen 
Diagnose sehe die Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit zur Zeit nicht gut 
aus. Eine Wiedereingliederung sei gescheitert.

4.3.3 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, führte im Bericht vom 29. September 2020 (AB 156) aus, 
die bereits leistungsrelevante Schizophrenie (Erkrankungsbeginn 2013) 
bestehe fort. Sie werde lege artis behandelt. Seit Mai 2019 werde nachvoll-
ziehbar eine Verschlechterung beschrieben. Überwiegend würden Negativ-
Symptome im Rahmen der schizophrenen Erkrankung dokumentiert. Die 
gesundheitliche Situation wechsle aber. Nach einer Hospitalisation im Ok-
tober/November 2019 seien Eingliederungsmassnahmen zunächst nicht 
zumutbar gewesen, im Januar 2020 habe sich der Gesundheitszustand 
dann gebessert. Das daraufhin aufgegleiste Belastbarkeitstraining habe 
wiederum aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden müssen. 
Später habe der Versicherte mitgeteilt, dass er per 1. September 2020 ein 
selbstständig organisiertes Arbeitstraining starten werde. Aus dieser Tatsa-
che könne man ableiten, dass wiederum eine Verbesserung eingetreten 
sein könne. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit sei nach der Aktenlage nicht beur-
teilbar. Eine psychiatrische Begutachtung werde aufgegleist.

4.3.4 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutach-
ten vom 11. Januar 2021 (AB 167) eine paranoide Schizophrenie, unvoll-
ständige Remission (ICD-10: F20.04 [S. 28 Ziff. 5]). Gemäss Mini-ICF-
Rating für Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen bei psychischen 
Erkrankungen (Mini-ICF-APP) zeige der Versicherte in den Fähigkeiten zur 
Planung und Strukturierung von Aufgaben sowie zur Konversation und 
Kontaktfähigkeit zu Dritten eine leichte, in den Fähigkeiten zur Kompetenz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 13

und Wissensanwendung sowie der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit 
eine mässige Beeinträchtigung; ansonsten bestünden keine Beeinträchti-
gungen (S. 23 ff. Ziff. 4.5). Der Explorand habe im Rahmen der Untersu-
chung vom 7. Januar 2021 – unter spezifischer Arzneimittelbehandlung mit 
Antipsychotika und Neuroleptika – von einer Verschlechterung von Krank-
heitssymptomen, die sich u.a. durch innere Unruhe, Schlafstörungen und 
"verschlechterte Gedanken" abbilden sollten, berichtet. Psychotische Plus-
symptome (u.a. Wahn, Realitätsverkennungen, akustische Halluzinationen) 
seien zum Zeitpunkt des Begutachtungsgesprächs nicht evident gewesen. 
Zudem seien auch keine ausgebildeten Wahngedanken bzw. überwertige 
Ideen oder Körperhalluzinationen (mehr) objektivierbar gewesen (Gruppe 5 
der Eingangskriterien der ICD-10). Der Versicherte habe zudem keine 
Symptome wie Erregung und Aggressivität gezeigt (Gruppe 7 der Ein-
gangskriterien der ICD-10). Er habe sich mit Verlangsamung im formalen 
Denken präsentiert. Der Gedankengang sei nicht sprunghaft und nicht um-
ständlich gewesen. Die Affektivität sei verflacht gewesen. Eine Verände-
rung der klinischen Befunde, die eine überdauernde Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustands seit dem Referenzzeitpunkt der RAD-
Beurteilung vom 12. Juli 2016 begründeten, seien im gutachterlichen Un-
tersuchungsgespräch vom 7. Januar 2021 nicht augenscheinlich gewesen 
(S. 29 f.). Aus versicherungsmedizinisch-psychiatrischer Perspektive 
bestünden in einer Gesamtschau noch leichte bis mittelgradige Einschrän-
kungen der beruflichen Leistungsfähigkeit in Bezug zu einem störungsad-
aptierten Arbeitsplatz, die in medizinisch-theoretischer Hinsicht eine Ar-
beitsunfähigkeit von gesamthaft 50 % begründeten. Seit dem Referenzzeit-
punkt der IV-Verfügung vom 20. Oktober 2016 habe sich keine Verände-
rung des Gesundheitszustands ergeben (S. 28). Leidensangepasst sei eine 
Tätigkeit ohne Eigenverantwortung in einem kleinen Arbeitsteam mit wert-
schätzendem Umgang, in einem reizarmen Arbeitsklima ohne Schicht- und 
Wochenendarbeit, ohne flankierende Weiterbildung, ohne Zeitdruck und mit 
"supported employment" als auch der Möglichkeit für regelmässige Pau-
sen. Empfehlenswert erscheine eine Tätigkeit mit vorstrukturierten und klar 
überschaubaren Anweisungen und Abläufen (S. 33).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 14

4.3.5 Am 19. Februar 2021 (AB 173 S. 55 ff.) berichteten die psychiatri-
schen Dienste F.________ über eine aktuell leichte depressive Symptoma-
tik im Rahmen der diagnostizierten undifferenzierten Schizophrenie.

Einem weiteren Bericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 
18. April 2021 (AB 173 S. 58 ff.) betreffend Hospitalisation vom 22. Februar 
bis 9. April 2021 sind in psychiatrischer Hinsicht die Diagnosen undifferen-
zierte Schizophrenie und psychische und Verhaltensstörungen durch Seda-
tiva oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom, Erstdiagnose 05.03.2021 
(ICD-10: F13.2), zu entnehmen. Bei Aufnahme habe der Patient über eine 
Unruhe berichtet, die seit September 2020 intensiver geworden sei. Die 
Ehefrau habe bestätigt, dass ihr Mann zu Hause sehr unruhig und fast nicht 
mehr tragbar gewesen sei. Im Verlauf der Behandlung sei eine Medika-
mentenumstellung erfolgt. Nach durchgeführtem Benzodiazepinentzug und 
deutlicher Stabilisierung des Zustandsbilds sei der Patient auf eigenen 
Wunsch nach Hause entlassen worden.

4.3.6 Im Bericht des Spitals D.________ vom 27. April 2021 (AB 173 
S. 51 ff.) wurde festgehalten, ein zusätzlich belastender Faktor für den Pa-
tienten sei die Erkrankung des Vaters, welcher unter Blutzucker Angstzu-
stände bekommen habe. Aufgrund der depressiven Verstimmung und der 
Schlafstörungen seien Cymbalta und Mirtazapin zusätzlich installiert wor-
den.

4.3.7 In der von der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren ein-
gereichten ergänzenden Stellungnahme vom 5. August 2021 (AB 177) führ-
te der Gutachter Dr. med. C.________ aus, in den neu vorliegenden Be-
richten werde keine Verschlechterung hin zu einem schizophrenen Defekt-
zustand oder einer fortwährenden floriden psychotischen Plussymptomatik 
festgehalten, die eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit erklärte. Es seien im 
Wesentlichen vergleichbare psychopathologische Befunde objektiviert wor-
den, die im Gutachten unter der Beurteilung einer "unvollständigen Remis-
sion" einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10: F20.04) bereits berücksich-
tigt worden seien. Durch die neu vorgelegten Berichte schienen hingegen
– konsistent zur Beurteilung im Gutachten vom 11. Januar 2021 – weitere 
Inkonsistenzen auf. So sei im Bericht der psychiatrischen Dienste 
F.________ vom 18. April 2021 z.B. festgehalten worden, dass der Versi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 15

cherte "jeden Abend bis 22 Uhr" bei der Familie verbracht habe. Es sei 
damit keine stationäre Behandlung durchgeführt worden, die mit einer sich 
verschlechternden Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis korre-
liere. Inkonsistent sei auch, dass der Versicherte gemäss dem Bericht der 
psychiatrischen Dienste F.________ hernach eine teilstationäre Behand-
lung abgelehnt habe, was wesentlich gegen einen erhöhten Leidensdruck 
spreche, der bei einer an Schizophrenie erkrankten Person im Allgemeinen 
auch im Umfeld sehr deutlich zu erwarten sei. An den Ausführungen im 
Gutachten vom 11. Januar 2021 sei vollumfänglich festzuhalten. Eine Ver-
schlechterung des psychischen Gesundheitszustandes seit dem Untersu-
chungszeitpunkt vom 7. Januar 2021 sei nicht überwiegend wahrscheinlich 
zu bestätigen (S. 18).

4.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt 
wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 16

hebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein 
betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen 
Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenbe-
rechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am rechtlich 
erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) 
ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine 
effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vor-
behalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitli-
chen Verhältnisse sich verändert haben (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 
und 4.2.1).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). Eine von anderen mit der versicherten 
Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität 
des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten 
eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen 
und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung 
letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Ge-
richtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 
E. 7.2.2 S. 110).

4.6 Das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 11. Januar 2021 
(AB 167) erfüllt zusammen mit der ergänzenden Stellungnahme vom 
5. August 2021 (AB 177) die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen und erbringt vollen Beweis. Der psychiatrische Gutachter hat 
gestützt auf die fachärztliche Untersuchung vom 7. Januar 2012 (AB 167 
S. 2) schlüssig und für den Rechtsanwender anhand der klassifikatorischen 
Vorgaben nachvollziehbar dargelegt, dass die Voraussetzungen für das 
Stellen der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie, unvollständige Re-
mission (ICD-10: F20.04), erfüllt sind und diese Erkrankung in einer lei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 17

densangepassten Tätigkeit unverändert eine hälftige Arbeitsunfähigkeit zur 
Folge hat. Die gutachterliche Einschätzung, wonach im hier massgeblichen 
Vergleichszeitraum (vgl. E. 4.1 hiervor) keine anhaltende Verschlechterung 
der gesundheitlichen Situation eingetreten ist, wird unter Bezugnahme auf 
die Aktenlage und in Würdigung der medizinischen Berichte der behan-
delnden Ärzte überzeugend begründet. Was der Beschwerdeführer dage-
gen vorbringt, vermag daran nichts zu ändern:

4.6.1 Soweit der Beschwerdeführer auf den Tod der Schwiegermutter im 
Mai 2019 und die Kündigung des Arbeitsverhältnisses im November 2019 
per Ende Januar 2020 hinweist (Beschwerde S. 7 Rz. 18, S. 8 Rz. 21), 
handelt es sich dabei um invaliditätsfremde psychosoziale Belastungsfakto-
ren. Der Gutachter hat diese – wie auch die im Bericht des Spitals 
D.________ vom 27. April 2021 (AB 173 S. 52) als Belastungsfaktor be-
zeichnete Erkrankung des Vaters des Beschwerdeführers – bei seiner Be-
urteilung korrekterweise ausser Acht gelassen (AB 167 S. 30, 177 S. 15; 
vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2).

4.6.2 Wie vorstehend dargelegt, hat der Gutachter die Diagnose einer 
paranoiden Schizophrenie, unvollständige Remission (ICD-10: F20.04), 
nachvollziehbar hergeleitet. Soweit im Rahmen der Rentenzusprache im 
Jahr 2016 noch eine undifferenzierte Schizophrenie (ICD-10: F20.3) dia-
gnostiziert worden war (AB 61 S. 3 Ziff. 3), ist diese diagnostische Unschär-
fe hier nicht von Belang, sind doch die Abgrenzungen zwischen den Be-
schwerdebildern fliessend und ist zu Recht unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer nach wie vor an einer Erkrankung aus dem schizophrenen 
Formenkreis leidet (AB 167 S. 34; Beschwerde S. 15 f. Rz. 38) und es sich 
damit um denselben Gesundheitsschaden wie im Jahr 2016 handelt.

4.6.3 In der Stellungnahme vom 5. August 2021 (AB 177) hat sich der 
Gutachter ausführlich zu den vom Beschwerdeführer behaupteten Mängeln 
am Gutachten vom 11. Januar 2021 (AB 167) sowie zu den im Nachgang 
dazu neu erstellten und im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberich-
ten (AB 173 S. 51 ff.) geäussert.

4.6.3.1 Dabei hat der Gutachter überzeugend dargelegt, dass entgegen 
der Darstellung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 14 f. Rz. 36 f.) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 18

während der Exploration keine sprachlichen Schwierigkeiten bestanden 
haben und eine Verständigung mit dem Beschwerdeführer in Hochdeutsch 
problemlos möglich gewesen ist (S. 14). Der Verweis in der Replik vom 
22. September 2021 auf den Eintrag vom 6. Januar 2014 im "Protokoll per 
10.08.2021" (in den Gerichtsakten), wonach er "etwas gebrochen Deutsch" 
spreche, lässt nicht auf grosse, sondern im Gegenteil auf bloss geringe 
sprachliche Verständigungsschwierigkeiten des Beschwerdeführers 
schliessen. Aus den Akten – insbesondere bezüglich der diversen berufli-
chen Eingliederungsmassnahmen (AB 25, 33, 58, 144) – ergeben sich 
denn auch keine Hinweise auf erhebliche sprachliche Verständigungs-
schwierigkeiten, welche eine psychiatrische Begutachtung behindern wür-
den. Dasselbe gilt für die in den Berichten der psychiatrischen Dienste 
F.________ vom 18. April 2021 (AB 173 S. 58 ff.) und des Spitals 
D.________ vom 27. April 2021 (AB 173 S. 51 ff.) erwähnte sprachliche 
Barriere (AB 173 S. 53, 60), welche Aussage sich auf das therapeutische 
Setting bezieht, für welches eine Verständigung in der Muttersprache des 
Beschwerdeführers als sinnvoll erachtet wird. Die Berichte enthalten dem-
gegenüber keine Anhaltspunkte, dass die Kommunikation anlässlich seiner 
Aufenthalte in diesen Institutionen aus sprachlichen Gründen erschwert 
gewesen wäre.

4.6.3.2 Was die als ungenügend gerügte Dauer der Exploration von 
70 Minuten (AB 167 S. 2) betrifft (Beschwerde S. 17 Rz. 40), ist darauf hin-
zuweisen, dass es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens 
grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend 
ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis 
schlüssig ist. Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu 
betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden 
Psychopathologie angemessen sein. Wie hoch dieser im Einzelfall zu ver-
anschlagen ist, unterliegt letztlich aber der Fachkenntnis und dem Ermes-
sensspielraum des damit befassten Experten (SVR 2021 IV Nr. 12 S. 34 
E. 3.2.3.2, 2019 IV Nr. 85 S. 280 E. 6, 2017 IV Nr. 75 S. 232 E. 4.3). Das 
Gutachten erweist sich – wie vorstehend dargelegt (E. 4.6) – als vollständig 
und schlüssig. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass der zeitliche Auf-
wand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie nicht 
angemessen gewesen wäre.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 19

4.6.3.3 Der Beschwerdeführer hat sich ausführlich zur funktionellen Leis-
tungsprüfung anhand der Ergebnisse des Mini-ICF-APP geäussert und ist 
zur Schlussfolgerung gelangt, der Gutachter habe die Einschränkung als 
deutlich zu wenig ausgeprägt beurteilt und in der Gesamtschau sei von 
einer mittelgradigen bis erheblichen Einschränkung der beruflichen Leis-
tungsfähigkeit auszugehen, welche eine medizinisch-theoretische Arbeits-
unfähigkeit von 70 % begründe (Beschwerde S. 17 ff. Rz. 40, insbesondere 
S. 22 Rz. 52). Diesbezüglich ist dem Gutachter zuzustimmen, dass es sich 
bei diesen Ausführungen um "nichtmedizinische Interpretationen" 
(AB 176.1 S. 149) handelt. Diese vermögen die gestützt auf die vom Gut-
achter im Rahmen der Exploration erhobenen objektiven psychopathologi-
schen Befunde getroffene Einschätzung einer Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 50 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht in Zweifel zu 
ziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] vom 21. Juni 2016, 
9C_614/2015, E. 5.1).

4.6.3.4 Schliesslich hat der Gutachter in der Stellungnahme nachvollzieh-
bar und schlüssig dargelegt, dass auch unter Berücksichtigung der im Be-
schwerdeverfahren neu eingereichten medizinischen Unterlagen eine
massgebliche gesundheitliche Verschlechterung seit dem Untersuchungs-
zeitpunkt nicht erstellt ist und gestützt darauf auch nicht von einer höheren 
als einer hälftigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden kann.

4.7 Der Sachverhalt ist nach dem Gesagten rechtsgenüglich abge-
klärt. Auf weitere Beweismassnahmen, namentlich die beantragte neuerli-
che psychiatrische Begutachtung (Beschwerde S. 31 Rz. 68), kann in anti-
zipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. dazu BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV 
Nr. 50 S. 163 E. 4). Ein medizinischer Revisionsgrund ist gestützt auf das 
beweiskräftige Gutachten des Dr. med. C.________ vom 11. Januar 2021 
(AB 167) zu verneinen.

5.

Ein sonstiger Revisionsgrund wird weder behauptet noch ist ein solcher 
ersichtlich. Was insbesondere die Kündigung vom 13. November 2019 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 20

(AB 107.4) des ab 1. November 2016 bestandenen Arbeitsverhältnisses im 
Umfang von 50 % (AB 107.3) betrifft, ist das Folgende festzustellen: 

Die Invaliditätsbemessung in der Referenzverfügung vom 20. Oktober 2016 
basierte hinsichtlich der Bestimmung des Invalideneinkommens auf einem 
Tabellenlohn gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus-
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und nicht auf einem konkret 
erzielten Einkommen (AB 78 S. 5). Insofern wirkt sich die zwischenzeitlich 
eingetretene Veränderung in beruflich-erwerblicher Hinsicht mit Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit sowie deren Beendigung nicht auf die Grundlagen 
der Invaliditätsbemessung aus (vgl. Urteil des BGer vom 22. Februar 2019, 
9C_479/2018, E. 2.1 e contrario), womit diesbezüglich eine revisionsrecht-
lich relevante Veränderung und dementsprechend ein erwerblicher Revisi-
onsgrund zu verneinen ist.

6.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin das Rentener-
höhungsgesuch des Beschwerdeführers mangels revisionsrechtlich rele-
vanter Sachverhaltsänderung zu Recht abgewiesen. Die gegen die Verfü-
gung vom 25. Mai 2021 (AB 169) erhobene Beschwerde ist damit abzuwei-
sen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege ist er – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 21

Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272) – jedoch von der Zahlungspflicht zu befreien 
(Art. 113 VRPG).

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

7.3 Es bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt B.________ 
festzulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 8. November 2021 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Aufwand von 27.2 Stunden geltend. Dieser ist auch unter Berück-
sichtigung der ausführlichen gutachterlichen Stellungnahme vom 5. August 
2021, welche einen zweiten Schriftenwechsel notwendig machte, zu hoch. 
Mit Blick auf den überschaubaren Sachverhalt, die fehlende rechtliche 
Komplexität – strittig war im Wesentlichen das Vorliegen eines Revisions-
grundes – und vergleichbare Fälle erscheint ein Zeitaufwand von höchs-
tens 20 Stunden als angemessen. Folglich wird der tarifmässige Parteikos-
tenersatz für dieses Verfahren auf Fr. 5'560.75 (20 h x Fr. 250.--, Auslagen 
von Fr. 163.20 und Mehrwertsteuer von 7.7 % im Betrag von Fr. 397.55) 
festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 22

Fr. 4'000.-- (20 h x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 163.20 und 
Mehrwertsteuer von 7.7 % im Betrag von Fr. 320.55, total somit eine Ent-
schädigung von Fr. 4'483.75, auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nach-
zahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern ent-
sprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
er – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 5'560.75 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 4'483.75 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334,

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2022, IV/21/479, Seite 24