# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98043047-7736-537b-a553-5e2c2641d23f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-06-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.06.2005 SF 2005 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2005-16_2005-06-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 21.06./31.10.2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 05 16/17 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli, Heinz-Bommer, Tomaschett-Murer und Vital
Aktuarin ad hoc Honegger Droll

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In der Strafsache

des Z., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. Dieter Marty, Post-
fach 528, Alexanderstrasse 8, 7002 Chur,

und

des X., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic.iur. Albert Studer, c/o 
Bodenmann & Baumann, Brühlgasse 39, Postfach, 9004 C.,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. März 2005, 

wegen einfacher Körperverletzung, unvollendeter Raubversuchs etc.,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

A. a) Z. wurde am 19.09.1982 in A. geboren und wuchs zusammen mit 
vier Geschwistern bei seiner Mutter in ungünstigen Familienverhältnissen an ver-

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schiedenen Orten in den Kantonen C., D. und A. B. auf. Im Alter von etwa 9 Jahren 
lebte er zusammen mit seiner älteren Schwester und dem Bruder während eines 
Jahres im Kinderheim G. in E.. Nach der Schliessung des Kinderheims kamen er 
und seine Geschwister für ein weiteres Jahr zu einer Pflegefamilie nach F. Ansch-
liessend nahm die Mutter ihre Kinder wieder zu sich. Z. besuchte drei Jahre die 
Primarschule und von der 4. bis zur 8. Klasse die Sonderschule in H.. Nach der 
Schulentlassung war er ein Jahr lang arbeitslos. Danach absolvierte er bei der Firma 
I. in J. eine zweijährige Anlehre als Velo-Mofa-Mechaniker. Diese Ausbildung 
schloss er erfolgreich ab. Nach einer dreimonatigen Arbeitslosigkeit hatte er im 
Raum C./A. verschiedene Temporärstellen inne. Seit ca. Frühjahr 2002 arbeitet er 
als Hilfsarbeiter/Maschinenführer bei der Firma K. in L.. Dabei erzielt er ein monat-
liches Nettoeinkommen von ca. Fr. 3'500.--. Eigenen Angaben zufolge hat er Schul-
den in Höhe von ca. Fr. 5'000.--.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist der Angeklagte einmal verzeich-
net: Am 30. Mai 2003 verurteilte ihn das Verhöramt A. B. wegen Fahrens ohne Füh-
rerausweis, Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder sowie wegen 
Fahrens ohne Haftpflichtversicherung zu 3 Tagen Gefängnis, Probezeit 2 Jahre, 
und Fr. 400.-- Busse. Im ADMAS-Register ist er zweimal verzeichnet. Gemäss 
Führungsbericht der Kantonspolizei A. B. geniesst Z. keinen guten Leumund. Die 
Polizeistelle E. habe sich immer wieder mit ihm befassen müssen. Er sei uneinsich-
tig und schenke den Schranken der Gesetzesordnung zu wenig Beachtung.

Am 31. März 2004 wurden die Psychiatrischen Dienste Graubünden mit einer 
psychiatrischen Begutachtung von Z. beauftragt. In ihrem Gutachten vom 4. August 
2004 gelangt Frau Dr.med. M. zu folgender Diagnose: Aus forensisch-psychiatri-
scher Sicht besteht beim Exploranden eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitss-
törung, die für die Beurteilung des Deliktes relevant ist. Ausserdem ist bei ihm eine 
Abhängigkeit von Alkohol und Cannabis, in beiden Fällen gegenwärtig abstinent, zu 
diagnostizieren.

Im Übrigen kommt die Gutachterin zum Schluss, dass bei Z. die Fähigkeit zur 
Einsicht in das Unrecht der Tat grundsätzlich vorhanden war, dass jedoch die Fähig-
keit, dem Tatreiz steuernd entgegen zu wirken, auf Grund der ängstlich vermeiden-
den Persönlichkeitsstörung und bedingt durch die spezielle Beziehung zu seinem 
Komplizen X. in leichtem Grade vermindert gewesen sei (Art. 11 StGB). Der Geis-
teszustand des Angeklagten erfordere eine ambulante psychiatrisch-psychothera-
peutische Behandlung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 letzter Satz StGB, die 

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sowohl zweckmässig als auch genügend wäre, um eine allfällige Rückfallgefahr zu 
vermindern. Diese fachärztliche Behandlung sollte sowohl die ängstlich vermei-
dende Persönlichkeitsstörung mit Entwicklung eines adäquaten Selbstwertgefühls 
und sozialer Kompetenz umfassen als auch Aspekte der Suchtproblematik einbe-
ziehen. Der sofortige Vollzug einer Strafe wäre grundsätzlich mit einer ambulanten 
Behandlung vereinbar. Im Falle eines bedingten Strafvollzuges wird die Anordnung 
einer Schutzaufsicht empfohlen, um die psychiatrisch-psychotherapeutische Be-
handlung, die Unterstützung bei der beruflichen Weiterentwicklung sowie andere 
sozial flankierende Massnahmen zu gewährleisten und zu kontrollieren.

Z. wurde am 21. September 2003 unweit des Tatortes in N. von der Kantons-
polizei festgenommen. Er befand sich bis zum 2. Oktober 2003 in der Strafanstalt 
AP. in W. in Untersuchungshaft.

b) X. wurde am 25.07.1979 in C. geboren und wuchs zusammen mit einem 
älteren Bruder bei seinen Eltern in C. in ungünstigen Familienverhältnissen auf. Als 
er sieben Jahre alt war, liessen sich seine Eltern scheiden. In C. besuchte er 
während 6 Jahren die Primar- und während 3 Jahren die Realschule. Im März 1996 
wurde X. in die O. in P. platziert, nachdem er verschiedene Verstösse gegen das 
Strassenverkehrsgesetz begangen hatte. Ende Mai 1996 wurde diese Massnahme 
wieder aufgehoben und X. kehrte zu seiner Familie zurück. In der Folge wurde X. 
immer wieder straffällig, so dass er am 29. Dezember 1997 in das Q. eingewiesen 
wurde. Ende September 1998 wurde er dem Heim R. in S. zugewiesen, wo er sich 
bis zum 18. Januar 2000 aufhielt. In dieser Institution begann er auch eine Lehre 
als Mechaniker, welche er jedoch nach ca. einem Jahr wieder abbrach. Für kurze 
Zeit befand sich X. dann auf freiem Fuss. Nach sechsmonatiger Untersuchungshaft 
erfolgte am 20. November 2000 die Einweisung in die Arbeitserziehungsanstalt T.. 
Dort kehrte der Angeklagte am 22. Juli 2002 aus einem Urlaub nicht mehr zurück 
und tauchte dann für fast ein Jahr unter. Nach seiner erneuten Festnahme am 1. 
Juli 2003 und seiner Weigerung, die Arbeitserziehungsmassnahme fortzusetzen, 
wurde er am 21. August 2003 entlassen. In der Folge wohnte er bis im Dezember 
2003 zusammen mit seinem Cousin Z. und einem dritten Wohnpartner in einem 
Einfamilienhaus in U.. Anschliessend zog er wieder zu seiner Mutter nach V. X. ist 
arbeitslos und bezieht Arbeitslosenunterstützung von monatlich ca. Fr. 1'450.--. Zu-
dem wird er finanziell von seinen Eltern unterstützt. Eigenen Angaben zufolge hat 
er weder Schulden noch Vermögen.

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In den Jahren 1994 bis 1997 erwirkte der Angeklagte insgesamt sechs Ju-
gendstrafen. Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist der Angeklagte zweimal 
verzeichnet: Am 17.12.1997 wurde er vom Untersuchungsrichteramt C. wegen 
mehrfacher unzüchtiger Belästigungen, mehrfacher Verletzung von Verkehrsregeln 
und mehrfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 6 Wochen 
Haft, bei einer Probezeit von einem Jahr, und Fr. 120.-- Busse verurteilt. Am 5. Juli 
2001 wurde er zudem vom Bezirksgericht S. wegen Raubes, unvollendeten Raub-
versuchs, mehrfachen Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfacher Sachbeschädi-
gung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfacher Entwendung zum Gebrauch 
sowie Versuchs dazu und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
verurteilt und gestützt auf Art. 100b's StGB in eine Arbeitserziehungsanstalt einge-
wiesen.

Mit Beschluss des Bezirksgerichts S. vom 25.09.2003 wurde die am 
05.07.2001 angeordnete Arbeitserziehungsmassnahme im Sinne von Art. 100bis 
StGB aufgehoben. X. wurde für die mit Urteil des Bezirksgerichts S. vom 05.07.2001 
abgeurteilten Taten mit 16 Monaten Gefängnis bestraft, wovon 338 Tage durch Un-
tersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden waren. Der Vollzug der Freiheitsstrafe 
wurde nicht aufgeschoben. An die Freiheitsstrafe wurden 609 Tage Massnahme-
vollzug angerechnet, weshalb die Freiheitsstrafe bereits vollumfänglich verbüsst 
war.

Aufgrund des Vorlebens und der Vorstrafen von X. muss sein Leumund als 
schlecht bezeichnet werden.

Am 31. März 2004 wurden die Psychiatrischen Dienste Graubünden mit einer 
psychiatrischen Begutachtung von X. beauftragt. In ihrem Gutachten vom 4. Okto-
ber 2004 gelangt Frau Dr.med. M. zu folgender Diagnose: Beim Exploranden ist die 
medizinische Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung gemäss DSM IV-
TR zu stellen. Zudem finden sich bei ihm Merkmale einer Psychopathie im spezifi-
schen Sinn dieses Begriffes (gemäss der Psychopathie-Checkliste nach Hare, ab-
gekürzt PCL-R). Im Übrigen kam die Gutachterin zum Schluss, dass die Zurech-
nungsfähigkeit des Angeklagten im Tatzeitpunkt voll erhalten war. Der Geisteszu-
stand des Angeklagten würde zudem eine forensisch-psychiatrische, deliktsorien-
tierte Behandlung unter Berücksichtigung der dissozialen Persönlichkeitsmerkmale 
und der Psychopathie gemäss Art. 43 StGB dringend erfordern, doch sei eine sol-
che Massnahme angesichts der vehementen Ablehnung des Angeklagten nicht 
durchführbar (S. 36). Der sofortige Strafvollzug wäre mit einer ambulanten, jedoch 

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lediglich allgemeinpsychiatrischen Behandlung grundsätzlich vereinbar. Bezüglich 
der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit sei dem Angeklagten eine schlechte Le-
galprognose zu stellen. Bei erneuter Delinquenz müsse die Notwendigkeit einer 
Verwahrung diskutiert werden. Dies ganz besonders im Hinblick auf die Zunahme 
der Deliktschwere in der Vergangenheit sowie die völlig fehlende Problemsicht des 
Angeklagten. Zudem seien diesfalls auch vormundschaftliche Massnahmen zu prü-
fen.

X. befand sich vom 21. September bis zum 2. Oktober 2003 in N. und W. in 
Untersuchungshaft.

B. Mit Verfügung vom 17. März 2005 wurden Z. und X. wegen einfacher 
Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, unvollendeten Raubversuchs 
gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, mehr-
fachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, strafbaren Vorbereitungshand-
lungen zu Brandstiftung gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB, mehrfachen Missbrauchs 
von Ausweisen und Schildern gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG, mehrfacher Sach-
beschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, mehrfacher Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie wegen Widerhand-
lung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. c, d und e und Art. 5 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung 
mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage 
liegt nach Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. März 2005 
der folgende Sachverhalt zu Grunde:

"1. der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, des un-
vollendeten Raubversuchs gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB in Verbindung 
mit Art. 21 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 
186 StGB, der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Brandstiftung gemäss 
Art. 260bis Abs. 1 StGB sowie des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen 
und Schildern gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG.

Anfangs September 2003 kamen die beiden Angeklagten überein, irgendwo 
ein Waffengeschäft zu überfallen, um sich Gewehre und Pistolen zu beschaf-
fen. Da ihnen dieses Unterfangen in der Nähe ihres Wohnortes in A. zu ris-
kant war, entschieden sie sich für ein Waffengeschäft im Kanton Graubünden. 
Im elektronischen Telefonbuch fanden sie in W. und in N. zwei Objekte (act. 
6/17.1). In der Folge beschlossen Sie, das Waffengeschäft Y. in N. zu überfal-
len. Die Tatausführung war vorerst auf Freitag 19.09.2003 geplant, wurde aber 
wegen des Geburtstagsfestes von Z. auf Samstag 20.09.2003 verschoben.

Ihrem Tatplan zufolge wollten sie den Geschäftsinhaber in dessen Wohnung 
aufsuchen, ihn durch den Einsatz eines Elektroschockgerätes und von Pfef-
ferspray in ihre Gewalt bringen, ihn fesseln und knebeln und ihm anschlies-
send die Schlüssel zum Geschäft abnehmen, um daraus Waffen zu entwen-
den. Um allfällige Spuren zu vernichten, war beabsichtigt, den Boden des Waf-
fengeschäftes nach dem Diebstahl in Brand zu setzen. Zu diesem Zweck hat-

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ten sie sich zwei Liter Brandbeschleuniger besorgt. Diese Flaschen verstauten 
sie in den Taschen, welche später für den Abtransport der Waffen bestimmt 
waren. Um nicht aufzufallen, war schliesslich auch geplant, sich Bündner Kon-
trollschilder zu beschaffen und diese am Fahrzeug anzubringen.

Am Samstagmorgen, 20.09.2003, legten die Angeklagten die für den Überfall 
benötigten Tatutensilien in den Personenwagen von Z.: Handschuhe, Sturm-
mütze, Taschenlampe, Pfefferspray, Gaspistole und Elektroschockgerät. Zu-
dem nahmen sie noch je eine Tasche mit Ersatzkleidern mit. Auf der ansch-
liessenden Fahrt nach N. kauften sie um ca. 13.00 Uhr in einem Motorradge-
schäft in AA. noch eine zweite Sturmmütze für Z. (act. 6/17.2). In einem ande-
ren Geschäft kauften sie drei Klebebänder und Brennsprit.

Zwischen 16.00 und 17.00 Uhr kamen die Angeklagten in N. an. Im elektroni-
schen Telefonbuch einer Telefonkabine suchten sie die genaue Adresse des 
Waffengeschäftes sowie die Privatadresse des Geschäftsführers heraus. 
Letztere konnten sie jedoch nicht finden. Hingegen stellten sie fest, dass an 
derselben Adresse, an welcher sich auch das Waffengeschäft befand, ein 
AB. wohnhaft war. In der Annahme, es handle sich bei AB. um den Ge-
schäftsführer, fuhren sie anschliessend zum Tatobjekt, um es zu reko-
gnoszieren. Daraufhin nahmen sie im McDonald's das Nachtessen ein. In der 
Folge fuhren sie in Richtung AC., um sich zwei Bündner Kontrollschilder zu 
beschaffen. Auf einem Parkplatz in AD. entwendeten sie ab einem Lkw Mer-
cedes das vordere Kontrollschild (AF.). Da sich das hintere Kontrollschild nicht 
abmontieren liess, fuhren sie nach N. weiter, wo sie kurze Zeit später das hin-
tere Kontrollschild (AG.) eines dort abgestellten Sachentransportanhängers 
entwendeten. Vor der Rückfahrt nach N. brachten sie die beiden Kontrollschil-
der an einem abgelegenen Platz an ihrem AH. an. Gleichzeitig zogen sie sich 
die mitgeführten schwarzen Kleider an und rüsteten sich für den Überfall.

Aus einer Telefonkabine beim Bahnhof N. Platz riefen sie in der Folge bei AB. 
an, um sich zu vergewissern, dass jemand zu Hause war. Dabei meldete sich 
eine Kinderstimme. Anschliessend fuhren sie zum Waffengeschäft an der AJ.-
Strasse und stellten das Fahrzeug auf der Gebäuderückseite ab.

Durch ein offen stehendes Waschküchenfenster an der Gebäuderückseite 
verschafften sich die Angeklagten Zugang zum Geschäfts- und Wohnhaus. An-
schliessend stiegen sie die Treppe bis zum 4. Stock hinauf, wo sie die Woh-
nungstüre des vermeintlichen Geschäftsinhabers fanden. Daraufhin kehrten 
sie wieder zur Waschküche zurück, behändigten dort Klebeband und Elektro-
schockgerät sowie Handschuhe und maskierten sich mit den Sturmhauben. 
Den Pfefferspray hatte der Angeklagte Würth bereits zuvor in die Tasche ge-
steckt. In der Folge stiegen sie erneut bis zur Wohnung von AB. hoch 
und läuteten an dessen Wohnungstüre. Nachdem AB. die Türe geöffnet 
hatte, stiess X. von rechts mit dem Elektroschockgerät gegen den Körper von 
AB., um diesen widerstandsunfähig zu machen. Der Geschädigte wurde 
im oberen Bauchbereich leicht getroffen und schrie laut auf. Trotzdem 
gelang es ihm, die Wohnungstüre zuzuschlagen und zu verriegeln. Die An-
geklagten mussten daraufhin unverrichteterdinge die Flucht ergreifen.

AB. erlitt bei der Attacke mit dem Elektroschockgerät gemäss Arztbericht eine 
oberflächliche streifige Rötung im mittleren Oberbauchbereich sowie ein 
Schmerzsyndrom der unteren Lendenwirbelsäule. Durch die Abwehrbewe-
gung zog er sich zudem einen Bandscheibenriss zu, welcher eine Spitalein-
weisung und eine Rückenoperation erforderlich machte.

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Am 21.09.2003 stellte AB. gegen die Angeklagten Strafantrag wegen Körper-
verletzung und Hausfriedensbruchs. Am 31.10.2003 stellte auch die AK. AG 
gegen die Angeklagten Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.

Anlässlich der Festnahme und der Hausdurchsuchung vom 21./22. Septem-
ber 2003 wurden bei den Angeklagten, in deren Fahrzeug sowie an ihrem 
Wohnort in U. diverse Tatutensilien (2 Sturmmasken, 2 Baseballcaps, 3 Paar 
Handschuhe, 1 CO2-Pistole mit Munition, 1 Pfefferspray, 3 Flaschen Brand-
beschleuniger, 3 Rollen Klebeband, 1 Stablampe, 1 Schraubenzieher, 1 Kup-
ferdraht), ein deutsches Kontrollschild, mehrere Flaschen Kunstdünger, 2 Ma-
gazine zu Softgunpistole und eine abgeänderte Schweizer-Hakenkreuzfahne 
sowie diverse Unterlagen und Handnotizen polizeilich sichergestellt und be-
schlagnahmt.

2. der mehrfachen Sachbeschädiqung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.

Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt zwischen dem 24. und 30. Novem-
ber 2003 führten die beiden Angeklagten abends vom Fenster ihres Wohnhau-
ses am AL. in U./AR aus mit zwei Kleinkaliberwaffen Zielübungen durch. Dabei 
gaben sie mehr als 30 Schüsse auf die in der Nähe des Wohnhauses befind-
lichen Signaltafeln und Blumenkisten ab. An drei Verkehrssignalen der Haupt-
strasse E.-U. sowie in einem Blumenkistchen konnten insgesamt 27 Ein-
schüsse gezählt werden, wodurch ein Sachschaden (inkl. Ersatzkosten) in 
Höhe von ca. Fr. 2'070.-- entstand.

Am 05.01. sowie am 02.04.2004 stellte das Kantonale Tiefbauamt B. sowie 
die Gemeinde U. gegen die Angeklagten Strafantrag wegen Sachbeschädi-
gung.

Die beiden Kleinkalibergewehre der Marke JW-15A , cal. 22 I.r., samt Zielfern-
rohr und über 303 Patronen, 22 Schrotpatronen sowie zwei gefüllte Magazine 
wurden anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellt und beschlagnahmt.

Am 9. November 2004 reichte der Kanton A. B., vertreten durch die Baudirek-
tion von A. B., gegen die beiden Angeklagten eine Adhäsionsklage über Fr. 
1'282.60 ein.

3. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

3.1. In der Zeit vom 1. Oktober 2002 bis zum 1. April 2003 konsumierte der Ange-
klagte Z. an seinem Wohnort in E. ca. 5-6 Joints oder allwöchentlich etwa 20 
Gramm Marihuana sowie ca. 5 Gramm Haschisch. Die Betäubungsmittel 
kaufte er auf der Gasse oder in Hanfläden für insgesamt ca. Fr. 3'350.--.

3.2. In der Zeit vom Oktober 2002 bis zum 29. März 2004 konsumierte der Ange-
klagte X. täglich etwa einen Joint Cannabis sowie insgesamt ca. 50 Gramm 
Marihuana, welches er im Garten seiner Eltern in V. selbst angepflanzt hatte. 
Im Weiteren konsumierte er ca. 10 Gramm Marihuana im Gemeinschaftskon-
sum mit Kollegen.

Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 22. September 2003 konnten beim An-
geklagten X. 13 Gramm Marihuana sowie 76,2 Gramm Hanfsamen sicherge-
stellt und beschlagnahmt werden.

4. der Widerhandlunq qeqen Art. 4 Abs. 1 lit. c, d und e und Art. 5 Abs. 1 lit. b und 
c in Verbindunq mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz.

4.1. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt in den Jahren 2001 und 2002 er-
warb der Angeklagte Z. in einem grenznahen Geschäft in Deutschland drei 

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Schmetterlingsmesser und führte diese anschliessend ohne Berechtigung in 
die Schweiz ein. Im Weiteren kaufte er etwa im April 2003 in einem Asienge-
schäft in E. ein Nunchaku. Diese Waffen und weitere selbstgebastelte Waffen 
(Tonfu, Nunchaku) bewahrte er bei sich zu Hause auf, wo sie anlässlich der 
Hausdurchsuchung vom 22. September 2003 polizeilich sichergestellt und be-
schlagnahmt wurden.

4.2. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt zwischen November 2000 und Juli 
2002 kaufte der Angeklagte X. über einen Versandhandel in Deutschland ein 
Elektroschockgerät für ca. 169 Euro. Am 20.09.2004 fuhr er mit dem Elektro-
schockgerät ohne Waffentragbewilligung von U. nach N.. Nach dem Überfall 
konnte die Waffe im Tatfahrzeug sichergestellt und beschlagnahmt werden.“

C. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden vom 21. Juni 2005 waren die beiden Angeklagten persönlich, deren 
amtliche Verteidiger und der Staatsanwalt, Dr.iur. Alex Zindel zugegen. 

Der Staatsanwalt, Dr.iur. Alex Zindel, stellte und begründete die folgenden 
Anträge:

"1. Die Angeklagten Z. und X. seien im Sinne der Anklage schuldig zu spre-
chen.

2. a) X. sei mit drei Jahren Zuchthaus unter Abzug der Untersuchungshaft 
zu bestrafen.

b) Es sei eine ambulante Behandlung während des Strafvollzuges ge-
richtlich anzuordnen.

3. a)Z. sei mit 18 Monaten Gefängnis abzüglich der erlittenen Untersu-
chungshaft zu bestrafen.

b) Es sei ihm der bedingte Strafvollzug bei einer Probezeit von 4 Jahren 
zu gewähren.

c) Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges betreffend der 3 Tage 
Gefängnis gemäss Entscheid des Verhöramtes A. B. sei zu widerrufen 
und die Strafe zu vollziehen.

d) Dem Angeklagten sei die Weisung zu erteilen sich im Sinne des 
psychiatrischen Gutachtens ambulant behandeln zu lassen.

e) Für den Angeklagten Z. sei eine Schutzaufsicht zu errichten.

4. Die sichergestellten und beschlagnahmten Betäubungsmittel seien rich-
terlich einzuziehen und der Vernichtung zuzuführen. Die sichergestell-
ten und beschlagnahmten Tatutensielen, wie vorher beschrieben, seien 
richterlich einzuziehen und über deren weitere Verwendung zu befin-
den.

5. Die Kosten seien den Angeklagten je zur Hälfte unter solidarischer Haf-
tung für die andere Hälfte zu überbinden."

Der amtliche Verteidiger von Z., Rechtsanwalt lic.iur. Dieter Marty, stellte und 
begründete folgende Anträge:

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„1. Z. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er milde, nicht über 16 Monate Gefängnis zu bestrafen.

3. Es sei Z. die Rechtswohltat des bedingten Strafvollzuges zu gewähren.

4. Es sei eine ambulante Massnahme anzuordnen und Z. sei unter Schutz-
aufsicht zu stellen.

Der amtliche Verteidiger anerkannte im Weiteren die vom Kanton A. am 9. 
November 2004 eingereichte Adhäsionsklage im Betrage von Fr. 1'282.60.

Der amtliche Verteidiger von X., Rechtsanwalt lic.iur Albert Studer, stellte und 
begründete folgende Anträge:

„1. Der Angeklagte sei freizusprechen vom Vorwurf der strafbaren Vorbe-
reitungshandlungen zu Brandstiftung gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB.

2. Der Angeklagte sei schuldig zu sprechen, der einfachen Körperverlet-
zung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, des unvollendeten Raubver-
suchs gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 21 
Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB, des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern 
gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG, der mehrfachen Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, der Widerhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 
lit. c, d und e und Art. 5 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung mit Art. 33 Abs. 
1 lit. a Waffengesetz sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 
19a Ziff. 1 BetmG.

3. Der Angeklagte sei deshalb im Zusatz zum Urteil des Bezirksgerichts S. 
vom 25. September 2003 zu einer Strafe von 14 Monaten Gefängnis zu 
verurteilen.

4. An diese Freiheitsstrafe seien 947 Tage Sicherheitshaft, bzw. Massnah-
mevollzug abzüglich 16 Monate der Grundstrafe, d.h. 467 Tage anzu-
rechnen.

5. Der Vollzug der heute auszufällenden Strafe sei zu Gunsten einer am-
bulanten Massnahme im Sinne von Art. 43 StGB aufzuschieben.

6. Die mit Verfügung vom 27. März 2004 beschlagnahmten Gegenstände 
seien einzuziehen.

7. Der Angeklagte sei unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Mitangeklag-
ten Z. zu verpflichten, dem kantonalen Tiefbauamt von A. B. Fr. 1'282.60 
Schadenersatz zu bezahlen.

Im Übrigen seien die Zivilforderungen auf den Zivilweg zu verweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge“

In seinem Schlusswort bedauert Z. was geschehen ist. Er entschuldigt sich 
und erklärt, sich zu bessern.

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X. schliesst sich dem Vorbringen von Z. an. Er erklärt, das Geschehene wie-
der gut machen zu wollen.

Auf die Ausführungen in den mündlichen Vorträgen wird, soweit erforderlich, 
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Der in der Anklageschrift relevierte Sachverhalt ist ausgewiesen. Der 
dargestellte Sachverhalt deckt sich im Wesentlichen mit den Angaben der Ange-
klagten im Ermittlungsverfahren, von denen sie auch an der Hauptverhandlung nicht 
abwichen. Er wird mit Ausnahme unbedeutender Details von beiden Angeklagten 
anerkannt. Es ist im Folgenden zu prüfen, ob und allenfalls auf Grund welcher Straf-
bestimmungen die Angeklagten für ihr Verhalten zur Verantwortung zu ziehen sind.

2. Gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu zehn 
Jahren oder mit Gefängnis nicht unter sechs Monaten bestraft, wer mit Gewalt ge-
gen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben 
oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen 
Diebstahl begeht. Gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB wird der Räuber mit Zuchthaus oder 
mit Gefängnis nicht unter einem Jahr bestraft, wenn er zum Zweck des Raubes eine 
Schusswaffe oder eine andere gefährliche Waffe mit sich führt. Gemäss Art. 140 
Ziff. 3 Abs. 3 StGB wird der Räuber mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft, 
wenn er sonstwie durch die Art, wie er den Raub begeht, seine besondere Gefähr-
lichkeit offenbart. Die Strafe ist Zuchthaus nicht unter fünf Jahren, wenn der Täter 
das Opfer in Lebensgefahr bringt, ihm eine schwere Körperverletzung zufügt oder 
es grausam behandelt (Art. 140 Ziff. 4 StGB).

a) Raub ist eine qualifizierte Form der Nötigung (Art. 181 StGB, vgl. BGE 107 
IV 108), um einen Diebstahl begehen oder die weggenommene Sache behalten zu 
können. Die Nötigungshandlung muss sich gegen eine Person richten, die in Bezug 
auf die zu stehlende Sache eine Schutzposition einnimmt, d.h. gegen den Gewahr-
samsinhaber bzw. -hüter oder einen Dritten, der Nothilfe leistet (BGE 113 IV 66). Im 
Gegensatz zum früheren Recht müssen Gewaltanwendung und Drohung nicht 
mehr zur Widerstandsunfähigkeit des Opfers führen. Das Begehen eines Diebstahls 
(mit allen nach Art. 139 StGB erforderlichen objektiven und subjektiven Merkmalen) 
wird nach geltendem Recht für die Vollendung des Raubes stets vorausgesetzt. 
Sinngemäss muss der Diebstahl im Falle von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB gerade 

11

durch die Nötigungshandlung ermöglicht worden sein. Andererseits ist der Versuch 
aber nicht vollendet, wenn der Täter zwar Gewalt verübt, den Diebstahl aber nicht 
begangen hat. Zur Anwendbarkeit von Ziff. 2 genügt es, dass der Täter die Waffe 
zur Verfügung hat; er braucht sie beim Raub nicht auch zu verwenden. Tut er dies, 
so kommen statt Ziff. 2 die Qualifikationen von Ziff. 3 und 4 in Betracht (vgl. BGE 
110 IV 78).

b) Am 20. September 2003 drangen die Angeklagten in N. in das Gebäude, 
in welchem sich das Waffengeschäft Y. befindet, ein, um sich beim vermeintlich im 
oberen Stock des Gebäudes wohnenden Geschäftsführer den Schlüssel für das 
Waffengeschäft zu holen mit der Absicht, verschiedene Waffen zu entwenden. Um 
AB. zu überwältigen, führten die Angeklagten ein Elektroschockgerät und einen 
Pfefferspray mit sich. Nachdem AB. auf das Läuten der Angeklagten an der Woh-
nungstüre diese geöffnet hatte, stiess X. von rechts mit dem Elektroschockgerät 
gegen den Körper von AB., um diesen widerstandsunfähig zu machen. AB. wurde 
im oberen Bauchbereich leicht getroffen und schrie laut auf. Es gelang ihm gleich-
wohl die Wohnungstüre zu verschliessen, worauf die Angeklagten die Flucht ergrif-
fen. Gemäss Arztbericht erlitt AB. durch den Angriff mit dem Elektroschockgerät 
eine oberflächliche streifige Rötung im mittleren Oberbauchbereich sowie ein 
Schmerzsyndrom der unteren Lendenwirbelsäule. Durch die Abwehrbewegung zog 
er sich zudem einen Bandscheibenriss zu, welcher eine Spitaleinweisung und eine 
Rückenoperation erforderlich machte. Die Angeklagten sind überführt und gestän-
dig, gemeinschaftlich, also in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken, das 
Elektroschockgerät gegen AB. eingesetzt zu haben, um ihn in ihre Gewalt zu brin-
gen, damit sie ihm die Schlüssel zum Waffengeschäft abnehmen und daraus Waf-
fen entwenden konnten. Da sich AB. erfolgreich zur Wehr setzen konnte, indem es 
ihm gelang, die Wohnungstüre vor den Angeklagten wieder zuzuziehen, flüchteten 
die Angeklagten. Damit haben die Angeklagten zwar Gewalt verübt, den Diebstahl 
aber nicht begangen, so dass es bei einem unvollendeten Raubversuch geblieben 
ist. Elektroschockgeräte, welche die Widerstandskraft von Menschen beeinträchti-
gen oder die Gesundheit auf Dauer schädigen können, gelten gemäss Art. 4 Abs. 1 
lit. e des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition als Waffe 
(nachfolgend Waffengesetz genannt; SR 514.54). Das für den Angriff verwendete 
Elektroschockgerät mit einer Stromspannung von mindestens 75'000 Volt, mit wel-
chem ein Mensch getötet werden könnte, ist damit unter den Begriff der „gefährli-
chen Waffe“ gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB zu subsumieren. Der Qualifikationsgrund 
der Bewaffnung wäre durchaus gegeben. Weitere Voraussetzung für die Anwend-
barkeit von Ziff. 2 ist indes, dass die Waffe lediglich mitgeführt wird und nicht - wie 

12

vorliegend - zum Einsatz kommt. Die Gefährdung liegt in der Verfügbarkeit der 
Waffe. Macht der Räuber von der Waffe Gebrauch, so soll er gemäss BGE 110 IV 
78 nach Ziff. 3 oder 4 bestraft werden. Vorliegend sind die Qualifikationsgründe 
gemäss Ziff. 4 nicht gegeben. Die Angeklagten haben jedoch durch den Einsatz des 
Elektroschockgerätes, welches für das Opfer glücklicherweise nicht schlimmere 
Folgen zeitigte, wie auch durch die Mitführung weiterer Gegenstände, wie die Gas-
pistole und den Pfefferspray, eine besondere Gefährlichkeit offenbart. Sie sind des 
unvollendeten Raubversuchs gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB in Verbindung mit 
Art. 21 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

c) Gegen die Angeklagten ist auf Grund der durch den Übergriff mit dem Elek-
troschockgerät bei AB. bewirkten Verletzungen auch Anklage wegen einfacher Kör-
perverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB erhoben worden. Gemäss herr-
schender Lehre und Rechtsprechung gilt eine einfache Körperverletzung, die im Zu-
sammenhang mit der Gewaltanwendung an Opfern im Rahmen von Art. 140 StGB 
bewirkt werden, als durch Art. 140 StGB konsumiert (vgl. Trechsel, Kurzkommentar, 
2. Auflage, N 24 zu Art. 140 StGB mit weiteren Hinweisen, insb. PKG 1967 Nr. 12; 
Rehberg, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Bemerkungen zu Ziff. 1 von Art. 140 
StGB; Stratenwerth, BT 1, Rz. 140, S. 313). Als Folge davon, sind die Angeklagten 
von der Anklage der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 
StGB freizusprechen (vgl. PKG 1967 Nr. 12).

3. Wer gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, 
in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem 
Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werkplatz un-
rechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu ent-
fernen, darin verweilt, wird, auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft (Art. 
186 StGB).

Durch das offen stehende Waschküchenfenster drangen die Angeklagten un-
befugt in das Geschäfts- und Wohnhaus ein. Via Waschküche und Treppenhaus 
gelangten sie in das 4. Stockwerk zur Wohnung des vermeintlichen Geschäftsinha-
bers und läuteten an dessen Wohnungstüre. Nachdem AB. die Wohnungstüre 
geöffnet hatte, betätigte X. den Knopf des Elektroschockgerätes und stiess es ge-
gen AB.. Dabei war X. zumindest mit einem Arm in der Wohnung (act. 3.7, S. 5). 
AB. stiess mit dem Ellbogen heftig gegen den eintretenden X. und es gelang ihm, 
die Türe zuzuknallen und zu verschliessen. Da Mittäterschaft gegeben ist (vgl. oben 
unter Ziff. 2 und 3 Erw.), machten sich beide Angeklagten unbestritten des mehrfa-

13

chen Hausfriedensbruchs schuldig. Die für die Bestrafung notwendigen Strafan-
träge liegen rechtsgenüglich vor (act. 10. 4 und 5).

4. Gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren 
oder mit Gefängnis bestraft, wer planmässig konkrete technische oder organisato-
rische Vorkehrungen trifft, deren Art und Umfang zeigen, dass er sich anschickt, 
eine der folgenden strafbaren Handlungen auszuführen: Art. 111 Vorsätzliche 
Tötung, Art. 112 Mord, Art. 122 Schwere Körperverletzung, Art. 140 Raub, Art. 183 
Freiheitsberaubung und Entführung, Art. 185 Geiselnahme, Art. 221 Brandstiftung, 
Art. 264 Völkermord. Führt der Täter aus eigenem Antrieb die Vorbereitungshand-
lung nicht zu Ende, so bleibt er straflos (Art. 260bis Abs. 2 StGB). Strafbar ist auch, 
wer die Vorbereitungshandlung im Ausland begeht, wenn die beabsichtigten straf-
baren Handlungen in der Schweiz verübt werden sollen. Artikel 3 Ziffer 1 Absatz 2 
ist anwendbar (Art. 260bis Abs. 3 StGB).

a) Technische Vorkehren sind das Bereitstellen von Deliktswerkzeug (wie 
Waffen, Gift, Sprengstoff etc.) und Hilfsmitteln zur Tatausführung (nach BGE 111 IV 
150 neben dem Zurverfügungstellen eines Wagens sogar schon das Umladen von 
Werkzeugen und Waffen), solche organisatorischer Natur (Planung des Ablaufs) 
und alle übrigen Massnahmen, die den reibungslosen Ablauf des geplanten Delikts 
ermöglichen sollen (vgl. BGE 111 IV 150: Rollenverteilung zwischen Mittätern). Be-
griff der planmässigen konkreten Vorkehrungen nach BGE 111 IV 157: Mehrere 
überlegt ausgeführte Handlungen, die im Rahmen eines deliktischen Vorhabens 
eine bestimmte Vorbereitungsfunktion haben. Sie müssen nach Art und Umfang so 
weit gediehen sein, dass vernünftigerweise angenommen werden kann, der Täter 
werde seine damit manifestierte Deliktabsicht ohne weiteres in Richtung auf eine 
Ausführung der Tat weiterverfolgen; d.h. er muss zumindest psychologisch an der 
Schwelle der Tatausführung angelangt sein. Nicht vorausgesetzt wird, dass der 
Täter auch objektiv zur Tat ansetzt und dass die Vorkehrungen auf ein nach Ort, 
Zeit und Begehungsweise bereits hinreichend konkretisierbares Delikt Bezug ha-
ben. Subjektiv ist Vorsatz erforderlich (vgl. Stefan Trechsel, Schweizerisches Straf-
gesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Auflage, Art. 260bis StGB, N 2 ff.). Nach Abs. 2 die-
ser Bestimmung bleibt straflos und soll demjenigen quasi eine «goldene Brücke» 
gebaut werden, der, nachdem er alle geplanten Vorbereitungshandlungen ausge-
führt hat, aus eigenem Antrieb und in besonderer Weise bekundet, dass er nicht 
mehr bereit ist, das Hauptdelikt zu begehen. Hat er noch nicht alle geplanten Vor-
bereitungshandlungen zu Ende geführt, so genügt für die Bejahung des Rücktritts, 
dass er aus eigenem Antrieb auf die Ausführung eines wesentlichen Teils der Vor-

14

bereitungshandlungen verzichtet. Aus eigenem Antrieb tritt derjenige zurück, der 
aus inneren Motiven, unabhängig von äusseren Gegebenheiten, seinen Plan nicht 
weiter verfolgt (RS 2001 Nr. 146, BGE 118 IV 367, vgl. schon Pra 78 (1989) Nr. 
233).

b) Die Angeklagten hatten unbestritten geplant, nach der Entwendung ver-
schiedener Waffen den Boden des Waffengeschäftes in Brand zu setzen, um allfäl-
lige Spuren zu vernichten. Dazu erwarben sie auf der Fahrt nach N. in einem Ge-
schäft in AA. zwei Literflaschen Flüssig-Grillanzünder. Diese Flaschen lagen 
während des Raubüberfall-Versuchs in den Taschen, welche für den späteren Ab-
transport der Waffen bestimmt waren, im Wagen bereit (act. 11.1). Die Vorbereitun-
gen waren damit so weit gediehen, dass objektiv die verbrecherische Absicht ein-
deutig erkennbar ist und sich das Verhalten nicht anders deuten lässt, als auf Brand-
stiftung ausgerichtet. Es besteht objektiv und subjektiv eine zureichende Beziehung 
zwischen der Vorbereitung und dem Tatbestand der Brandstiftung, um Art. 260bis 
Abs. 1 StGB Platz greifen zu lassen. Anderer Auffassung ist der amtliche Verteidiger 
von X.. Er erachtet die vom Gesetz geforderte Planmässigkeit als nicht gegeben, 
da dafür die Beschaffung des Brennsprits nicht genüge. Im Weiteren glaubt er, dass 
die Angeklagten, wären sie planmässig vorgegangen, den Brennsprit gar nicht hät-
ten kaufen müssen, weil sie dann gewusst hätten, dass sie diesen gar nicht benöti-
gen würden. Die Angeklagten haben bereits bei der Entwicklung ihres Planes über 
den Raubüberfall miteinbezogen, anschliessend den Boden des Waffengeschäftes 
in Brand zu setzen. Damit wollten sie allfällige von ihnen hinterlassene Spuren, wie 
Haare, verwischen und auch die Polizei ablenken (act. 9.3, S. 3, act. 8.3, S. 3 und 
8.7, S. 2). Zur Umsetzung ihres Planes erwarben sie auf der Fahrt nach N. den dafür 
notwendigen Brandbeschleuniger. Es handelt sich also nicht um eine in ihrer Ziel-
richtung noch vage Vorbereitungshandlung, sondern der Kauf des Brandbeschleu-
nigers war als Teil eines mehrschichtigen Planes konkret und überlegt ausgeführt 
worden. Daran ändert nichts, dass die Angeklagten dann auf Grund der lokalen Ge-
gebenheit zum Schluss kamen, dass der Einsatz des Brandbeschleunigers nicht 
erforderlich sei (act. 8.13, S. 2 f.). Die Vorbereitungshandlungen sind so weit gedie-
hen, dass die Angeklagten die Tat hätten ausführen können. Nicht immanent ist 
dem Begriff der Planmässigkeit, dass die geplante Tat überhaupt zwingend erfor-
derlich war oder Sinn machte. Dass die Angeklagten noch vor dem Überfall auf AB. 
beschlossen haben, von der Brandstiftung abzusehen, führt nicht automatisch zur 
Anwendbarkeit von Art. 260bis Abs. 2 StGB. Dafür wäre erforderlich, dass der Rück-
tritt freiwillig, d.h. aus inneren Motiven erfolgte. Die Angeklagten haben ihren Plan 
jedoch auf Grund von äusseren Gegebenheiten nicht weiter verfolgt. Sie liessen von 

15

ihrem Plan ab, weil sie der Meinung waren, dass der vorhandene Fluchtweg die 
beabsichtigte Brandstiftung überflüssig mache. Die Angeklagten sind der strafbaren 
Vorbereitungshandlungen zu Brandstiftung gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB schuldig 
zu sprechen.

5. Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG stellt mit Gefängnis oder Busse unter Strafe, 
wer sich vorsätzlich Kontrollschilder oder Fahrradkennzeichen widerrechtlich aneig-
net, um sie zu verwenden oder andern zum Gebrauch zu überlassen.

Um nicht aufzufallen und sich zu tarnen, entwendeten die Angeklagten auf 
einem Parkplatz in AD. ab einem Lkw Mercedes das vordere Kontrollschild AF. und 
in N. Glaris das hintere Kontrollschild AG. eines dort abgestellten Sachentransport-
anhängers. Damit haben sie sich des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisschil-
dern gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG schuldig gemacht.

6. Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird, wer eine Sache, an der ein frem-
des Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört 
oder unbrauchbar macht, auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.

Einmal zwischen dem 24. und 30. November 2004 schossen die beiden An-
geklagten abends vom Fenster ihres Wohnhauses am AL. in U./AR mit zwei Klein-
kalibergewehren auf die in der Nähe des Wohnhauses befindlichen Signaltafeln und 
Blumenkisten. Sie gaben über 30 Schüsse ab und es konnten an drei Verkehrssi-
gnalen der Hauptstrasse E.-U. sowie in einem Blumenkistchen insgesamt 27 Ein-
schüsse gezählt werden. Die Angeklagten haben sich dadurch unbestritten der 
mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. 
Am 05. Januar bzw. 02. April 2004 stellte das Kantonale Tiefbauamt B. bzw. die 
Gemeinde U. Strafantrag wegen Sachbeschädigung, so dass der für die Bestrafung 
erforderliche Strafantrag vorliegt. 

7. Gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird mit Haft oder Busse bestraft, wer 
unter anderem unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert.

a) Dadurch, dass Z. in der Zeit vom 1. Oktober 2002 bis zum 1. April 2003 
allwöchentlich 5 - 6 Joints oder etwa 20 Gramm Marihuana konsumierte, machte er 
sich der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig.

b) Ebenso ist X. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
schuldig zu sprechen, da er in der Zeit vom Oktober 2002 bis zum 29. März 2004 

16

täglich etwa einen Joint Cannabis sowie zirka 50 Gramm selbst kultiviertes Marihu-
ana konsumierte. Im Weiteren konsumierte er zirka 10 Gramm Marihuana im Ge-
meinschaftskonsum mit Kollegen.

8.  Gemäss Art. 4 Abs. 1 Waffengesetz gelten u.a. als Waffen Dolche 
und Messer mit einhändig bedienbaren Schwenk-, Klapp-, Fall-, Spring- oder ande-
ren Auslösemechanismen (lit. c); Geräte, die dazu bestimmt sind, Menschen zu ver-
letzen, namentlich Schlagringe, Schlagruten, Schlagstöcke, Wurfsterne, Wurfmes-
ser und Hochleistungsschleudern (lit. d) und Elektroschockgeräte, welche die Wi-
derstandskraft von Menschen beeinträchtigen oder die Gesundheit auf Dauer schä-
digen können (lit. e). Dabei sind gemäss Art. 5 Abs. 1 Waffengesetz verboten der 
Erwerb, das Tragen und das Vermitteln an Empfänger und Empfängerinnen im In-
land sowie die Einfuhr von u.a. Waffen nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c (lit. b) 
und Waffen nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstaben d und e (lit. c). Gemäss Art. 33 Abs. 
1 Waffengesetz wird mit Gefängnis oder Busse bestraft, wer u.a. vorsätzlich ohne 
Berechtigung Waffen, wesentliche oder besonders konstruierte Waffenbestandteile, 
Waffenzubehör, Munition oder Munitionsbestandteile überträgt, vermittelt, erwirbt, 
herstellt, abändert, trägt oder einführt (lit. a).

a) Z. erwarb in den Jahren 2001 und 2002 in Deutschland drei Schmetter-
lingsmesser und führte diese ohne Bewilligung in die Schweiz ein. Im Weiteren 
kaufte er im April 2003 in einem Geschäft in E. ein Nunchaku. Schliesslich stellte er 
sich selbst Waffen wie Tonfu und Nunchaku her. Anlässlich der Hausdurchsuchung 
vom 22. September 2003 wurden diese Waffen polizeilich sichergestellt. Durch den 
verbotenen Erwerb und die Herstellung der vorerwähnten, unter das Waffengesetz 
fallenden Waffen hat sich Z. zweifelsohne der Widerhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 
lit. c, d, und e und Art. 5 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a 
Waffengesetz schuldig gemacht.

c) Zwischen November 2000 und Juli 2002 kaufte X. über einen deutschen 
Versandhandel ein Elektroschockgerät. Am 29. September 2004 fuhr er mit dem 
Elektroschockgerät ohne Waffentragbewilligung von U. nach N.. Die Waffe wurde 
nach dem Überfall im Tatfahrzeug sichergestellt. Durch den Erwerb und das Tragen 
des nach dem Waffengesetz verbotenen Elektroschockgeräts hat sich X. der Wi-
derhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. c, d, und e und Art. 5 Abs. 1 lit. b und c in 
Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz schuldig gemacht.

17

9. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Das Verschulden um-
fasst den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Der Bemes-
sung der Schuld ist die Schwere der Tat zugrunde zu legen. Weiter unterscheidet 
man beim Verschulden Tat- und Täterkomponenten. Bei der Tatkomponente be-
trachtet man das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Willensrichtung mit wel-
cher der Täter handelte und seine Beweggründe. Die Täterkomponente hingegen 
umfasst Vorleben und persönliche Verhältnisse des Täters sowie das Verhalten 
nach der Tat oder im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Straf-
empfindlichkeit (BGE 117 IV 112 ff. mit Hinweisen). Das Tatverschulden ist von der 
Schwere des deliktischen Erfolges, den unterschiedlich gravierenden Modalitäten, 
der Tatbegehung und dem Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zuge-
schrieben werden muss, abhängig. Je leichter es für ihn gewesen wäre, die Norm 
zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie (Stratenwerth, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, Bern 
1989, N 6ff zu § 7). Die den Täter belastenden oder entlastenden Umstände sind 
jeweils als Straferhöhungs- und Strafminderungsgründe innerhalb des ordentlichen 
Strafrahmens zu berücksichtigen. Im Weiteren sieht das Gesetz eine Strafrahmen-
erweiterung vor, wenn einer oder mehrere der besonders aufgeführten Strafschär-
fungs- oder Strafmilderungsgründe erfüllt sind (vgl. Art. 64 - 68 StGB). Bei ihrem 
Vorliegen ist der Richter nicht mehr an den für das betreffende Delikt geltenden 
Strafrahmen gebunden. Miteinander zusammentreffende Strafmilderungs- und 
Strafschärfungsgründe können sich gegenseitig kompensieren, der dem Richter zur 
Verfügung stehende Strafrahmen weitet sich aber sowohl nach oben als auch nach 
unten aus. In der Begründung der Strafzumessung müssen die Überlegungen des 
Richters nachvollziehbar sein.

Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstra-
fen verwirkt hat, so verurteilt ihn der Richter nach dem Asperationsprinzip zu der 
Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Er kann jedoch 
das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte überschrei-
ten und ist dabei zudem an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 
68 Ziff. 1 StGB).

Führt der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder ei-
nes Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende, so kann er mil-
der bestraft werden (Art. 21 Abs. 1 StGB).

18

b) Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten Strafe be-
drohten Tatbestand fällt. Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall 
die in Art. 140 Ziff. 3 StGB vorgesehene Mindeststrafe von zwei Jahre Zuchthaus.

ba) Das Verschulden des Angeklagten Z. wiegt nicht mehr leicht. Sein 
Wunsch nach einem teurem Sportwagen resp. dem dafür erforderlichen Geld war 
der Ausgangspunkt dafür, dass es in der Folge dazu kann, dass sich X. verschie-
dene Gedanken über Möglichkeiten zur Geldbeschaffung machte (vgl. act. 6.17 
handschriftliche Notizen X.). Es entstand in der Folge die gemeinsame Idee, ein 
Waffengeschäft zu überfallen. Wohl war X. bei der Planung des Tatablaufs wie auch 
bei der Ausführung der Tat der führende Kopf. Z. war aber nicht nur ein einfacher 
Mitläufer, sondern er wirkte bei der Entschliessung, der Planung und auch bei der 
Ausführung der Delikte als Mittäter in massgebender Weise mit. Er war bestens 
über die mitgeführten Waffen und Gegenstände im Bild. Er wusste, dass der Ge-
schäftsführer mit dem Elektroschockgerät angegriffen werden sollte. Gegenüber der 
Gutachterin erklärte er zwar, dass ihm X. versichert habe, dass dieses Gerät nur 
zur Verteidigung eingesetzt werde. Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zu 
seinen Aussagen im Ermittlungsverfahren. Das Gefahrenpotenzial dieser Waffe war 
Z. ebenfalls bekannt. Es kann nur von Glück gesprochen werden, dass dem Opfer 
keine schwereren Schäden zu gefügt worden sind. Sodann wäre es Z. gewesen, 
der den Geschäftsführer nach dem Angriff mit dem Elektroschockgerät hätte fesseln 
und knebeln sollen. Strafschärfend wirken sich das Zusammentreffen mehrerer 
Straftatbestände und bei verschiedenen Delikten die mehrfache Tatbegehung aus. 
Angesichts der an den Tag gelegten kriminellen Energie - die Angeklagten wollten 
ursprünglich auch noch einen Brand zur Verwischung ihrer Spuren legen, obwohl 
sie wussten, dass das Gebäude bewohnt war - ist es in Anwendung von Art. 68 Ziff. 
1 StGB gerechtfertigt, die Mindeststrafe von zwei Jahren Zuchthaus um die Hälfte 
zu erhöhen. Da es beim Raub bei einem unvollendeten Versuch geblieben ist, kann 
die Strafe gemäss Art. 21 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 65 StGB auf Zuchthaus 
von mindestens einem Jahr gemildert werden. Sodann kann die Strafe infolge der 
psychiatrisch attestierten verminderten Zurechnungsfähigkeit gemäss Art. 11 StGB 
in Verbindung mit Art. 66 StGB zudem nach freiem Ermessen gemildert werden, 
womit der Richter an die Strafart und das Strafmass, welche für das Verbrechen 
angedroht sind, nicht gebunden ist. Vorliegend ist der Umstand, dass es beim Raub 
bei einem unvollendeten Versuch geblieben ist, sicher strafmildernd zu berücksich-
tigen. Eine erhebliche Strafmilderung ist jedoch nicht gerechtfertigt, weil die straf-
bare Tätigkeit einzig infolge der erfolgreichen Abwehr durch AB. nicht zu Ende ge-
führt worden ist. Strafmildernd ist im Weiteren die in leichtem Grade verminderte 

19

Zurechnungsfähigkeit zu bewerten. Die Gutachterin diagnostizierte bei Z. eine 
ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung, welche bewirkte, dass die Fähigkeit 
dem Tatreiz steuernd entgegenzuwirken, in leichtem Grade vermindert gewesen 
war. Das psychiatrische Gutachten zeigt das schwierige persönliche Umfeld von Z. 
während der Kindheit und Jugendzeit auf. Das darauf zurückzuführende mangelnde 
Selbstwertgefühl und das aus Furcht vor Kritik und Ablehnung entwickelte ange-
passte Verhalten von Z. führten zu einer gewissen Kritiklosigkeit gegenüber X.. Die 
schwierigen persönlichen Umstände, wie auch das umfassende Geständnis und die 
gezeigte Reue sind strafmindernd zu berücksichtigen. Straferhöhend sind die Vor-
strafen und insbesondere die Tatsache zu werten, dass Z. während laufender Pro-
bezeit delinquierte und darüber hinaus erneut während laufendem Ermittlungsver-
fahren (mehrfache Sachbeschädigung).

Die Strafmilderungs- und - minderungsgründe würden eine Reduktion der 
Ausgangstrafe von drei Jahren Zuchthaus auf gegen ein Jahr Gefängnis rechtferti-
gen. Die Straferhöhungsgründe, von welchen hauptsächlich die Delinquenz 
während der Probezeit und überdies während laufendem Ermittlungsverfahren zu 
Buche schlagen, lassen jedoch eine einjährige Gefängnisstrafe als zu milde erschei-
nen; eine solche würde dem Verschulden von Z. nicht gerecht. In Würdigung sämt-
licher Strafzumessungsgründe hält das Kantonsgericht eine Strafe von 17 Monaten 
Gefängnis für angemessen, was einen Monat unter dem Antrag der Staatsanwalt-
schaft liegt. Die Reduktion um einen Monat erfolgte auf Grund des für die erhobene 
Anklage wegen einfacher Körperverletzung zu erfolgenden Freispruchs. Die Polizei- 
und Untersuchungshaft von 12 Tagen ist anzurechnen.

bb) Bei X. ist zunächst die Anwendbarkeit von Art. 68 Ziff. 2 StGB zu prüfen, 
wonach der Richter, wenn er eine mit Freiheitsstrafe bedrohte Tat zu beurteilen hat, 
die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat zu Freiheitsstrafe 
verurteilt worden ist, die Strafe so zu bestimmen hat, dass der Täter nicht schwerer 
bestraft wird, als wenn die mehreren strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt 
worden wären. Der Angeklagte wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes S. vom 5. Juli 
2001 des Raubes, des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, 
des mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie weiterer Delikte für schuldig befunden. 
Als Massnahme wurde die Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt im Sinne 
von Art. 100bis StGB angeordnet. Mit Beschluss des Bezirksgerichts S. vom 25. Sep-
tember 2003, also nachdem der Angeklagte die - mit Ausnahme der Sachbeschä-
digung - heute beurteilten Delikte verübt hat, wurde die Arbeitserziehungsmass-
nahme aufgehoben und er wurde für seine am 5. Juli 2001 abgeurteilten Taten mit 

20

16 Monaten Gefängnis bestraft. Das Gericht erachtet den klaren Wortlaut von Art. 
68 Ziff. 2 StGB für massgebend. X. hat die vorliegend beurteilten Delikte - mit Aus-
nahme der Sachbeschädigung - begangen, bevor er mit Beschluss des Bezirksge-
richtes S. zu 16 Monaten Gefängnis bestraft worden ist. Art. 68 Ziff. 2 StGB ist dem-
nach anwendbar. Die durch die Anwendbarkeit von Art. 68 Ziff. 2 StGB bewirkte 
Bevorteilung eines Täters, der als Massnahme in eine Arbeitserziehungsanstalt ein-
gewiesen worden war, gegenüber demjenigen, der anstelle dieser Massnahme die 
Strafe vollzogen hat, ist systembedingt. Denn die Einweisung in eine Arbeitserzie-
hungsanstalt erfolgt nach dem monistischen System anstelle einer Strafe (Art. 100bis 
Ziff. 1 StGB). Wird die Massnahme abgebrochen, kann der Richter - wie vorliegend 
geschehen - nachträglich eine Strafe aussprechen. 

Das Kantonsgericht Graubünden hat also für die vorliegend beurteilten De-
likte teilweise (mit Ausnahme der Sachbeschädigung) eine Zusatzstrafe zu der 
durch das Bezirksgericht S. am 25. September 2003 ausgesprochenen Strafe von 
16 Monaten Gefängnis auszusprechen. Das Verschulden des Angeklagten für die 
durch das Bezirksgericht S. beurteilten Delikte wurde gesamthaft betrachtet als 
nicht mehr leicht bewertet. Dabei ist aber zu beachten, dass der Angeklagte beim 
Raub als Mitläufer bezeichnet worden ist. Dahingegen hatte er beim vorliegend be-
urteilten Raubversuch die führende Rolle inne. Ihn trifft ein schweres Verschulden. 
Der Tatplan und die Tatumsetzung sprechen eine deutliche Sprache und weisen 
auf eine hohe kriminelle Energie hin. X. liess sich von seinem Plan auch nicht ab-
halten, als er feststellen musste, dass sich Kinder in der Wohnung des Überfallop-
fers aufhielten. Er scheute sich auch nicht davor, das Elektroschockgerät gezielt 
einzusetzen, obwohl ihm die damit verbundene Lebensgefahr für das Opfer bekannt 
waren. Sein Verschulden darf aber auch bei den übrigen begangenen Delikten nicht 
bagatellisiert werden. Strafschärfend wirken sich auch bei ihm das Zusammentref-
fen mehrere Straftatbestände und die teilweise mehrfache Tatbegehung aus. Ent-
gegen der Auffassung der Verteidigung ist sodann die Strafschärfungsregel des 
Rückfalles gemäss Art. 67 Ziff. 1 Abs. 2 StGB anwendbar. Ziff. 1 Abs. 2 stellt die 
freiheitserziehende Massnahme der Zuchthaus- und Gefängnisstrafe gleich. 
Gemäss Ziff. 1 Abs. 1 genügt für die Anwendbarkeit der teilweise Vollzug. Die mehr-
fache Sachbeschädigung erfolgte nach Abbruch der Arbeitserziehungsmassnahme, 
welche mit Beschluss des Bezirksgerichts S. vom 25. September 2003 aufgehoben 
wurde, womit der Rückfall gegeben ist. Straferhöhend sind die etlichen Vorstrafen 
zu werten, welche X. allerdings alle in jugendlichem Alter erwirkte. Wesentlich straf-
erhöhend ist zu werten, dass X. trotz laufendem Untersuchungsverfahren erneut 
delinquierte. Strafmildernd ist dahingegen zu veranschlagen, dass es beim Raub 

21

beim Versuch geblieben ist. Eine verminderte Zurechnungsfähigkeit lag im Tatzeit-
punkt gemäss Gutachten der psychiatrischen Dienste von Graubünden vom 04. Ok-
tober 2004 nicht vor. Der Strafmilderungsgrund gemäss Art. 11 StGB in Verbindung 
mit Art. 66 StGB gelangt demnach für die heute beurteilten Delikte im Gegensatz 
zum Verfahren vor dem Bezirksgericht S. nicht zur Anwendung. Die von der Gut-
achterin gestellte Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung kann aber im 
Rahmen der persönlichen Verhältnisse strafmindernd berücksichtigt werden. 
Ebenso ist zu Gunsten des Angeklagten seine nicht leichte Jugend leicht strafmin-
dernd zu gewichten. Strafmindernd sind schliesslich das Geständnis des Angeklag-
ten, sein kooperatives Verhalten während der Strafuntersuchung wie auch, dass er 
eine gewisse Reue und Einsicht zeigt, zu werten. Schliesslich ist zu seinen Gunsten 
die seit der letzten Tat erfolgte persönliche Entwicklung des Angeklagten zu werten. 
Er bemüht sich offenbar um eine Neuausrichtung, wie die Berichte der Gemeinde 
V. sowie der Arbeitgeberin zeigen. Das Kantonsgericht Graubünden ist der Auffas-
sung, dass das Bezirksgericht S., hätte es die - mit Ausnahme der Sachbeschädi-
gung - vorliegend beurteilten Delikte ebenfalls beurteilen müssen, maximal dreiein-
halb Jahre Zuchthaus ausgesprochen hätte. Das Kantonsgericht Graubünden er-
achtet daher in Würdigung sämtlicher beurteilten Delikte - also auch der mehrfachen 
Sachbeschädigung - und Strafzumessungsgründe sowie des Umstandes, dass für 
die erhobene Anklage wegen einfacher Körperverletzung ein Freispruch erfolgt, ge-
samthaft eine Strafe von 25 Monaten Zuchthaus dem Verschulden des Angeklagten 
angemessen. Diese ist teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts S. 
vom 29. September 2003 auszusprechen.

Anzurechnen ist dem Angeklagten dabei die im hiesigen Verfahren erstan-
dene Polizei- und Untersuchungshaft von 12 Tagen. Im Weiteren plädiert der Ver-
teidiger von X. dafür, dass 947 Tage Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 
Massnahmevollzug abzüglich der 16 Monate Gefängnisstrafe gemäss dem Be-
schluss des Bezirksgerichts S. vom 25. September 2003 angerechnet werden. Die 
erwähnten 947 Tage Haft- und Massnahmevollzug sind vom Bezirksgericht S. voll-
umfänglich an die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 16 Monaten angerechnet 
worden. Eine erneute Berücksichtigung ist nicht möglich, auch wenn der damals 
angerechnete Massnahmevollzug länger gedauert hat als die vom Bezirksgericht S. 
ausgesprochene Strafe. Die überzähligen Tage sind verfallen. Andernfalls könnte 
der Angeklagte aus dem Massnahmevollzug eine Reserve für künftige Delikte ge-
nerieren. Das kann nicht Sinn und Zweck des Gesetzes sein.

22

10. Gemäss Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 StGB lässt der Richter, wenn der Verur-
teilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, die Strafe voll-
ziehen.

Der Z. mit Urteil des Verhöramts A. B. vom 30. Mai 2003 gewährte bedingte 
Strafvollzug von drei Tagen Gefängnis ist damit zu widerrufen; die Strafe ist zu voll-
ziehen.

11. Im Folgenden ist zu prüfen, ob Z. die Rechtswohltat des bedingten 
Strafvollzuges gewährt werden kann. Die diesbezüglichen Anforderungen bestim-
men sich nach Art. 41 StGB. Danach kann der Richter den Vollzug einer Freiheits-
strafe von nicht mehr als 18 Monaten aufschieben, wenn die objektiven und subjek-
tiven Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Die objektive Voraussetzung, dass der 
Angeklagte nicht innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vorsätz-
lich begangenen Verbrechens oder Vergehens eine Zuchthaus- oder Gefängniss-
trafe von mehr als drei Monaten verbüsst hat, ist im vorliegenden Fall erfüllt. Sub-
jektiv ist erforderlich, dass Vorleben und Charakter des Angeklagten erwarten las-
sen, er werde durch den Aufschub der Freiheitsstrafe von weiteren Verbrechen oder 
Vergehen abgehalten. Mit anderen Worten, es muss ihm eine günstige Prognose 
gestellt werden können (Trechsel, a.a.O., Note 13 zu Art. 41 StGB).

a) Dabei ist es aber auch unter den nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu berück-
sichtigenden Umständen nicht zulässig, einzelnen Kriterien eine vorrangige Bedeu-
tung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu 
lassen, also etwa einseitig auf die Umstände der Tat abzustellen. Vielmehr sind 
neben den Tatumständen, das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tat-
sachen, welche gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten 
seiner Bewährung zulassen, in die Beurteilung miteinzubeziehen, um auf Grund ei-
ner Gesamtwürdigung zu entscheiden, ob der Verurteilte für dauerndes Wohlver-
halten Gewähr bietet oder nicht (BGE 118 IV 100 f.; PKG 1994 Nr. 28, PKG 1993 
Nr. 24 mit weiteren Hinweisen). Dabei genügt für eine positive Prognose weder die 
vage Hoffnung auf Bewährung (BGE 115 IV 82, 100 IV 133, BGE 102 IV 63) noch 
die Annahme, der bedingte Strafvollzug vermöge den Verurteilten eher zu bessern 
als die Vollstreckung der Strafe (BGE 74 IV 195). In erster Linie ist also der Grund-
satz der Spezialprävention massgebend (BGE 118 IV 100). Es ist jedoch offensicht-
lich, dass sich selbst durch eine umfassende und intensive Auseinandersetzung mit 
der Täterpersönlichkeit keine absolut zuverlässige Zukunftsvoraussage treffen 
lässt. Bei der Prüfung der günstigen Prognose im Sinne von Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 

23

StGB steht daher die Frage in Vordergrund, unter welchen Voraussetzungen einem 
Verurteilten trotz unsicherer Zukunftsaussicht Vertrauen geschenkt werden kann 
(PKG 1993 Nr. 24 mit weiteren Hinweisen). Vermag der Richter begründetes Ver-
trauen zu gewinnen, so ist der Vollzug aufzuschieben. Der Richter muss von der 
Besserungsaussicht mit Begründung überzeugt sein. Wo zwischen vager Hoffnung 
und Bedenken geschwankt wird, ist die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
nicht angezeigt (BGE 100 IV 133, BGE 115 IV 82, BGE 118 IV 97, PKG 1993 Nr. 
24), weil dann kein Vertrauen auf Bewährung herrscht.

b) Erste Voraussetzung für eine dauernde Besserung ist die Einsicht in das 
begangene Unrecht. Z. bedauert, was er getan hat. Er entschuldigt sich für seine 
Taten und beteuert, sich bessern zu wollen. Er hat den Kontakt zu seinem Cousin 
X. abgebrochen. Andererseits darf nicht übersehen werden, dass die Vorstrafe, die 
Delinquenz während der Probezeit und auch die Bedenkenlosigkeit beim Raubü-
berfall mitzumachen, gegen eine günstige Prognose sprechen. Diese Bedenkenlo-
sigkeit steht in ursächlichem Zusammenhang mit der von der Gutachterin diagnos-
tizierten Persönlichkeitsstörung des Angeklagten. Diesbezüglich empfiehlt die Gut-
achterin eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im Sinne 
von Art. 43 Ziff. 1 letzter Satz StGB. Die fachärzliche Behandlung sollte sowohl die 
ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung mit Entwicklung eines adäquaten 
Selbstwertgefühls und sozialer Kompetenz umfassen, als auch Aspekte der Sucht-
problematik einbeziehen. Die Gutachterin erachtet diese Massnahme sowohl als 
zweckmässig als auch genügend, um einer allfälligen Rückfallgefahr zu begegnen. 
Bei der Prognosestellung ist die Wirkung von Weisungen miteinzubeziehen. Es be-
steht gestützt auf Art. 41 Ziff. 2 StGB die Möglichkeit, Z. bei Gewährung des beding-
ten Strafvollzuges die Weisung zu erteilen, sich während der Probezeit einer ambu-
lanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen, und ihn 
zur Überwachung der Weisung unter Schutzaufsicht zu stellen. Bei der Prognose-
stellung ist ferner die Wirkung des Widerrufs der durch das Verhöramt A. B. bedingt 
aufgeschobenen Strafe zu berücksichtigen, auch wenn die zu vollziehende Strafe 
von kurzer Dauer ist. Unter der Voraussetzung, dass Z. die Weisung erteilt wird, 
dass er sich einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung 
unterzieht und er unter Schutzaufsicht gestellt wird, kann ihm gesamthaft betrachtet 
eine günstige Prognose gestellt werden. Der bedingte Strafvollzug ist ihm demnach 
zu gewähren, wobei ihm gestützt auf Art. 41 Ziff. 2 StGB die Weisung erteilt wird, 
sich während der Probezeit einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandlung zu unterziehen. Zur Überwachung der Weisung wird er gestützt auf 

24

dieselbe Bestimmung für die Dauer der Probezeit unter Schutzaufsicht gestellt. Als 
begleitende Anordnung wird die Probezeit auf vier Jahre angesetzt.

12. Bei X. kommt die Gewährung des bedingten Strafvollzuges bereits aus 
objektiven Gründen nicht in Betracht. Zu prüfen ist die Anordnung einer Mass-
nahme. Erfordert der Geisteszustand des Täters, der eine vom Gesetz mit Zucht-
haus oder Gefängnis bedrohte Tat begangen hat, die damit im Zusammenhang 
steht, ärztliche Behandlung oder besondere Pflege und ist anzunehmen, dadurch 
lasse sich die Gefahr weiterer mit Strafe bedrohter Taten verhindern oder vermin-
dern, so kann der Richter Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt anordnen. Er 
kann ambulante Behandlung anordnen, sofern der Täter für Dritte nicht gefährlich 
ist (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB).

Die Gutachterin führt aus, dass die diagnostizierte dissoziale Persönlich-
keitsstörung von X. massgeblich zur bisherigen Delinquenz geführt habe, und sie 
erachtet daher eine forensisch-psychiatrisch, deliktsorientierte Behandlung unter 
Berücksichtigung der dissozialen Persönlichkeitsmerkmale und der Psychopathie 
als dringend notwendig. Die Gutachterin geht davon aus, dass sich durch die Be-
handlung die Rückfallgefahr vermindern lasse. Sie taxiert die Massnahme jedoch 
als nicht durchführbar, weil sich der Angeklagten diesbezüglich negativ ausgespro-
chen habe. Zur Anordnung einer Massnahme ist es nicht erforderlich, dass der Täter 
mit dieser einverstanden ist. Immerhin wird die Anordnung einer ambulanten Be-
handlung nur erfolgen, wenn der Täter die nötige Bereitschaft zur Mitarbeit zeigt. 
Ansonsten müssen einzig die allgemeinen und besonderen gesetzlichen Voraus-
setzungen gegeben sein, was vorliegend der Fall ist. Die verübten Taten stehen im 
Zusammenhang mit dem krankhaften psychischen Zustand des Angeklagten, wel-
cher die Gefahr weiterer Delinquenz in sich birgt. Die dissoziale Persönlichkeitss-
törung bedarf der ärztlichen Behandlung, wobei die Gutachterin erwartet, dass die 
Massnahme auf die Rückfallstendenz einen günstigen Einfluss hat. Nicht erforder-
lich ist, dass zur Behandlung die Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt erfolgt. 
Die dissoziale Persönlichkeitsstörung erfordert keine stationäre Behandlung in einer 
psychiatrischen Klinik. Das Gericht erachtet daher die Anordnung einer gezielten 
ambulanten Behandlung als zweckmässiger, zumal der Angeklagte auf richterliches 
Befragen vor Schranken erklärt hat, sich einer Therapie unterziehen zu wollen. Er 
befinde sich bereits in psychiatrischer Behandlung und habe die Einsicht gewonnen, 
dass er sich ändern müsse. Gegenüber der Gutachterin habe er sich einzig gegen 
eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik gewehrt, nicht jedoch gegen eine am-
bulante Therapie. Der Angeklagte erklärte, auch bei einer unbedingten Strafe bereit 

25

für eine Therapie zu sein. Dabei plädiert der Verteidiger dafür, dass in Anwendung 
von Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB der Vollzug der Strafe zu Gunsten der ambulanten 
Behandlung aufgeschoben werde, weil der Vollzug der Freiheitsstrafe die bereits 
sehr weit fortgeschrittene Resozialisierung des Angeklagten gefährden könnte. Der 
Verteidiger verweist diesbezüglich auf den Bericht von Dr.med. AN. vom 25. April 
2005 und auf die Berichte der Wohnsitzgemeinde und der AO. Stiftung. Grundsätz-
lich gilt, dass die Strafe vollstreckt und gleichzeitig die Massnahme durchgeführt 
wird. Die Strafe ist nur dann aufzuschieben, wenn die Massnahme vordringlich und 
mit dem Strafvollzug unvereinbar ist oder wenn eine tatsächliche Aussicht auf er-
folgreiche Behandlung durch den sofortigen Vollzug der Freiheitsstrafe erheblich 
beeinträchtigt würde. Die Gutachterin erachtet vorliegend den Vollzug der Strafe mit 
einer ambulanten Massnahme vereinbar. Demgegenüber empfiehlt die gegenwär-
tige Therapeutin des Angeklagten sinngemäss den Aufschub des Strafvollzuges zu 
Gunsten der Massnahme. Sie sieht die Gefahr, dass sich X. in einer Institution wie-
der auflehnen und Schwierigkeiten bereiten könnte. Eine berufliche und soziale In-
tegration unter kontrollierter Führung in „freier“ Gesellschaft sei für X. sinnvoller. 
Das Gericht anerkennt die Bemühungen und den Willen des Angeklagten, den Rank 
zu finden. Die Therapie stellt für ihn denn auch nicht nur eine Notwendigkeit, son-
dern viel mehr eine Chance dar, aus seinem Leben noch etwas Sinnvolles zu ma-
chen. Das Gericht ist jedoch nicht der Meinung, dass dafür der Vollzug der Strafe 
aufzuschieben ist. Abgesehen vom Erfordernis, Straftaten zu ahnden, liegt kein Fall 
vor, bei dem aus nachvollziehbaren Gründen die Auswirkungen des Strafvollzuges 
eine erfolgreiche Behandlung beeinträchtigen könnten. Für den Aufschub der Strafe 
genügt es nicht, dass sich der Angeklagte in einer Strafanstalt nicht wohl fühlt und 
sich gegen die Ordnung in einer Strafanstalt auflehnen könnte. Ersteres ist dem 
Strafvollzug immanent und letzteres hilft ihm nicht. Der Angeklagte weiss, dass er 
mit Hilfe fachärztlicher Betreuung an sich arbeiten muss. Dazu gehört auch, dass er 
sich an die vorgegebene Ordnung von Institutionen hält. Schliesslich ist nicht die 
Institution dafür verantwortlich, dass er sich in ihr aufhalten muss, sondern er selbst.

13. Gemäss Art. 58 Abs. 1 StGB verfügt der Richter ohne Rücksicht auf 
die Strafbarkeit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die 
zur Begehung einer strafbaren Handlung gedient haben oder bestimmt waren, oder 
die durch eine strafbare Handlung hervorgebracht worden sind, wenn diese Ge-
genstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ord-
nung gefährden.

26

Entsprechend werden die gemäss Beschlagnahmeverfügung vom 29. März 
2004 bei Z. und X. sichergestellten Gegenstände gerichtlich eingezogen.

14. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Angeklagten die Adhä-
sionsklage der Baudirektion des Kantons A. B. im Betrage von Fr. 1'282.60 unter 
solidarischer Haftbarkeit anerkennen.

15. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Untersuchungskosten 
und Gebühren der Staatsanwaltschaft sowie die Gerichtsgebühr zu Lasten der Ver-
urteilten, welche zudem die Kosten ihrer amtlichen Verteidigung sowie der ambu-
lanten Behandlung zu tragen haben (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten der Polizei- 
und Untersuchungshaft sowie des Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden (Art. 
158 Abs. 3 StPO).

a) Der amtliche Verteidiger von X. macht einen Zeitaufwand von 31.65 Std. 
geltend, wobei der Aufwand für die Teilnahme an der Hauptverhandlung um fünf 
Stunden zu tief verrechnet worden ist. Dieser Aufwand ist zusätzlich zu berücksich-
tigen, nachdem er von Rechtsanwalt Studer noch rechtzeitig geltend gemacht wor-
den ist. Das Honorar nach Zeitaufwand beträgt demnach Fr. 6'047.-- (Fr. 5'222.-- + 
Fr. 825.--), was sich der Sache als angemessen erweist. Zu berücksichtigen sind 
ferner die Spesen von Fr. 510.-- und die Mehrwertsteuer von Fr. 498.35. Insgesamt 
beläuft sich das Honorar von Rechtsanwalt Studer auf Fr. 7'055.60. 

b) Der amtliche Verteidiger von Z. macht einen Zeitaufwand von 54.75 Stun-
den geltend, was auf den ersten Blick im Vergleich zum Zeitaufwand des amtlichen 
Verteidigers von X. als sehr hoch erscheint. indessen gilt es zu beachten, dass er 
im Vergleich zu diesem weitergehende Aufwendungen, insbesondere im Zusam-
menhang mit dem Gerichtsverfahren über die Haftanordnung, hatte. Eine Prüfung 
des detailliert aufgeführten Zeitaufwands führt zum Schluss, dass dieser nicht nach-
gerade als unangemessen bezeichnet werden kann. Der amtliche Verteidiger von 
Z. hat den Aufwand für die Teilnahme an der Hauptverhandlung ebenfalls zu tief 
veranschlagt und zwar um 2.5 Stunden. Dementsprechend ist die Honorarnote um 
Fr. 412.50 zu erhöhen. Insgesamt beläuft sich das Honorar auf Fr. 9'901.95 (Fr. 
9'202.55 zuzüglich MwSt von Fr. 699.40).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

A. Z. und X. werden von der Anklage der einfachen Körperverletzung gemäss 
Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB freigesprochen.

B. Z. und X. sind schuldig des unvollendeten Raubversuchs gemäss Art. 140 
Ziff. 3 Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, des mehrfachen 
Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, der strafbaren Vorbereitungs-
handlungen zu Brandstiftung gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB, des mehrfa-
chen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 
7 SVG, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, 
der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie der Wi-
derhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. c, d und e sowie Art. 5 Abs. 1 lit. b und c 
in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz.

C. Z.

1. a) Dafür wird Z. mit 17 Monaten Gefängnis bestraft, abzüglich der erstande-
nen Polizei- und Untersuchungshaft von 12 Tagen.

b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 
vier Jahren aufgeschoben.

c) Z. wird gestützt auf Art. 41 Ziff. 2 StGB die Weisung erteilt, sich während 
der Probezeit einer ambulanten psychiatrischen-psychotherapeutischen Be-
handlung zu unterziehen. Zur Überwachung dieser Weisung wird er gestützt 
auf dieselbe Bestimmung für die Dauer der Probezeit unter Schutzaufsicht 
gestellt.

2. Der mit Urteil des Verhöramts A. B. vom 30. Mai 2003 gewährte bedingte 
Strafvollzug wird widerrufen; die Strafe von drei Tagen Gefängnis ist zu voll-
ziehen.

D. X.

1. a) Dafür wird X., teilweise als Zusatzstrafe zum Beschluss des Bezirksge-
richts S. vom 25. September 2003, mit 25 Monaten Zuchthaus bestraft, ab-
züglich der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft von 12 Tagen.

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b) Zudem wird parallel zum Strafvollzug eine ambulante allgemeinpsychiatri-
sche Behandlung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 letzter Satz StGB ange-
ordnet.

E. Einziehung

Die gemäss Beschlagnahmeverfügung vom 29. März 2004 bei Z. und X. si-
chergestellten Gegenstände werden gestützt auf Art. 58 Abs. 1 StGB gericht-
lich eingezogen.

F. Adhäsionsklage

Von der Anerkennung der Adhäsionsklage der Baudirektion des Kantons A. 
B. im Betrag von Fr. 1'282.60 durch Z. und X. unter solidarischer Haftung 
wird Vormerk genommen.

G. Kosten

Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus den Untersuchungskosten der 
Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 15’647.--, den Kosten gemäss Art. 
354 StGB von Fr. 400.-- sowie der Gerichtsgebühr von Fr. 6'000.--, total somit 
von Fr. 22'047.-- gehen je zur Hälfte, d.h. zu je Fr. 11'023.50 zu Lasten der 
beiden Verurteilten, die zudem die Kosten ihrer amtlichen Verteidigung (Z. 
Fr. 9'901.95 einschliesslich Mehrwertsteuer und X. Fr. 7'055.60 einschliess-
lich Mehrwertsteuer) sowie der ambulanten Behandlung zu tragen haben.

Die Kosten der angerechneten Polizei- und Untersuchungshaft sowie des 
Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden.

H. Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

I. Mitteilung an:

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__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident:  Die Aktuarin ad hoc: