# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3155a408-8c29-56d4-956f-7d8eeef46ab3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2014 200 2013 962
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-962_2014-03-17.pdf

## Full Text

200 13 962 IV
SCJ/PRN/BRL/MAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. März 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/13/962, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1986 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde am 21. November 2001 (Dossier der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1) von seinen Eltern unter Hinweis auf eine 
Lernbehinderung, schulische Probleme sowie einen Entwicklungsrückstand 
der Motorik (S. 3) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
(IV) angemeldet. Nach Beendigung der obligatorischen Schulzeit (Klein-
klasse A) gewährte die IVB dem Versicherten diverse Eingliederungsmass-
nahmen (act. II 4, 8, 13). Im Rahmen einer erstmaligen beruflichen Einglie-
derung absolvierte er vom 12. Februar 2005 bis am 7. August 2006 eine IV-
Anlehre im …-Bereich (act. II 25, 31). Nach der Einholung von zwei Berich-
ten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. bzw. 29. März 2007 
(act. II 51, 53) sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 22. Ju-
ni 2007 (act. II 56) rückwirkend ab 1. August 2006 eine 100%-ige Invaliden-
rente zu. Diese wurde mit Verfügungen vom 8. Oktober 2007 (act. II 61) 
sowie vom 1. Mai 2012 (act. II 71) bestätigt. Seit dem 21. Mai 2008 war der 
Versicherte bei der Stiftung B.________ in … tätig. Dieses Arbeitsverhält-
nis wurde per 30. November 2012 durch die Stiftung B.________ aufgelöst 
(vgl. act. II 74, S. 3; 76, S. 9).

Mit Schreiben vom 29. Januar 2013 erkundigte sich der Versicherte bei der 
IVB, ob es möglich wäre, einen geschützten Lehrstellenplatz zu finden 
(act. II 72). In der Folge gewährte die IVB dem Versicherten eine berufsbe-
raterische Abklärung bei der Berufsberatung BIZ-… (act. II 77). Nach Ein-
holung erwerblicher sowie medizinischer Unterlagen (act. II 85, 89 f.) und 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 91 f.) verfügte die IVB am 
3. Oktober 2013 (act. II 94) die Abweisung des Leistungsbegehrens. Beruf-
liche Massnahmen seien aufgrund des Gesundheitszustandes zurzeit nicht 
möglich. 

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 30. Oktober 2013 Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern und beantragte sinn-
gemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung 
von beruflichen Massnahmen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, sein Arbeitseinsatz bei der Stiftung B.________ sei über drei Jahre 
lang geschätzt worden und beim Absolvieren verschiedener Schnupperleh-
ren seien keine Beeinträchtigungen festgestellt worden, die eine Lehre ver-
unmöglichen würden.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer 
leide unter mittelschweren neuropsychologischen Dysfunktionen und unter 
Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen des Sozialverhaltens, welche dazu 
führten, dass der Versicherte in der freien Wirtschaft nicht arbeitsfähig sei, 
weshalb eine Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt vorliegend nicht ziel-
führend sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. Oktober 2013, worin 
die Beschwerdegegnerin Stellung zur Eingliederung in der freien Wirtschaft 
genommen hat (act. II 94). Streitig und zu prüfen ist daher einzig der An-
spruch des Beschwerdeführers auf Massnahmen beruflicher Art zur Ein-
gliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Nicht Teil des Anfechtungsobjekts 
und daher in diesem Verfahren nicht zu prüfen sind berufliche Integrati-
onsmassnahmen im geschützten Rahmen (vgl. act. II 72 sowie BGE 131 V 
164 E. 2.1 S. 164).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-

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nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

Gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG haben Bezügerinnen und Bezüger von Renten 
der Invalidenversicherung Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliede-
rung, sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann 
(lit. a) und die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbes-
sern (lit. b). Massnahmen zur Wiedereingliederung sind Integrationsmass-
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a 
Abs. 2 IVG, Massnahmen beruflicher Art nach Art. 15 - 18c IVG, die Abga-
be von Hilfsmitteln nach Art. 21 - 21quater IVG sowie die Beratung und Be-
gleitung von Rentenbezügerinnen und -bezüger und ihrer Arbeitgeber 
(Art. 8a Abs. 2 lit. a - d IVG).

Der Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG 
entsteht, sobald die Massnahmen im Hinblick auf Alter und Gesundheitszu-
stand der versicherten Person angezeigt sind (Art. 10 Abs. 2 IVG).

Die Ausrichtung einer halben oder sogar einer ganzen Invalidenrente 
schliesst die Gewährung von Eingliederungsvorkehren nicht aus, sofern 
zwischen den Kosten und dem praktischen Nutzen der Massnahme ein 
angemessenes Verhältnis besteht (BGE 122 V 77 E. 3b bb S. 79, 
115 V 191 E. 5c S. 200 2a).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Mass-
nahmen zur beruflichen Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu Recht 
abgelehnt hat, bzw. ob die Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Be-
stimmungen (vgl. E. 2.2 hiervor) verbessert werden kann.

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Im neuropsychologischen Bericht des RAD vom 21. März 2007 
(act. II 51, S. 4) diagnostizierte Dr. phil. C.________, Fachpsychologe für 

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Neuropsychologie FSP, mittelschwere neuropsychologische Dysfunktionen 
unklarer Ätiologie mit Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen des Sozial-
verhaltens, Störungen der Reizverarbeitung und Konzentration, exekutiven 
und autonoetischen Minderfunktionen, figuralen Gedächtnisschwächen 
sowie visuokonstruktiven Minderfunktionen. Insbesondere den Verhaltens-
auffälligkeiten bzw. den Störungen im Sozialverhalten komme eine weitrei-
chende Alltagsrelevanz zu. Es sei davon auszugehen, dass die Symptoma-
tik des Versicherten nicht therapeutisch zugänglich sei, weshalb die An-
passungsleistungen vom Umfeld und nicht vom Beschwerdeführer zu er-
bringen seien. Weniger aufgrund der kognitiven, als vielmehr aufgrund die-
ser Verhaltensauffälligkeiten könne nicht von einer Tauglichkeit für die freie 
Wirtschaft ausgegangen werden.

3.2.2 Basierend auf dem neuropsychologischen Bericht vom 21. März 
2007 (act. II 51) führte die RAD-Ärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, im Bericht vom 29. März 2007 (act. II 53) 
aus, aufgrund der mittelschweren bis schweren neuropsychologischen Dys-
funktionen und den zusätzlichen Verhaltensauffälligkeiten gebe es keine 
Tätigkeit in der freien Wirtschaft, in welche dieser Versicherte integriert 
werden könne. Somit bestehe für jegliche Tätigkeit in der freien Wirtschaft 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Allenfalls sei eine Integration in eine 
geschützte Werkstätte denkbar, allerdings nur unter optimalen Bedingun-
gen (S. 2).

3.2.3 Im Bericht vom 26. August 2013 (act. II 89, S. 4) diagnostizierte der 
RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mittelschwere bis schwere neuro-
psychologische Dysfunktionen unklarer Ätiologie und verwies auf die neu-
ropsychologische Untersuchung vom 12. März 2007 (act. II 51). Gemäss 
Besprechung des Falls mit den Neuropsychologen des RAD sei nicht an-
zunehmen, dass heute diesbezüglich wesentlich andere Befunde vorlägen. 
Somit erübrige sich eine nochmalige neuropsychologische Abklärung. Wei-
ter würden die vorliegenden Akten und die Feststellungen während der 
Untersuchung keine konkreten Hinweise auf eine Verbesserung auf der 
Verhaltensebene liefern. Somit sei nicht von einem anderen Zumutbar-

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keitsprofil als im Bericht vom März 2007 festgelegt auszugehen (act. II 89, 
S. 4; vgl. auch act. II 90).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a/cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.4 Die Zusprechung einer ganzen IV-Rente ab 1. August 2006 mit Ver-
fügung vom 22. Juni 2007 (act. II 56) erfolgte mit der Begründung, dass 
dem Beschwerdeführer die Ausübung einer Tätigkeit in der freien Wirt-
schaft aus medizinischer Sicht nicht zumutbar sei. Es sei lediglich eine 
Tätigkeit im geschützten Rahmen ohne rentenbeeinflussendes Erwerbsein-
kommen möglich (S. 6). Die IVB stützte sich dabei massgeblich auf die 

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RAD-Berichte vom 21. bzw. 29. März 2007 (act. II 51, 53), wonach auf-
grund der mittelschweren bis schweren neuropsychologischen Dysfunktio-
nen und den zusätzlichen Verhaltensauffälligkeiten in der freien Wirtschaft 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe. Die Eingliederungsfähigkeit 
wurde demzufolge in diesem Zeitpunkt verneint (vgl. E. 2.2 hiervor), was 
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wurde.

In der hier angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2013 (act. II 94) hat 
sich die Beschwerdegegnerin auf den Bericht des RAD-Arztes Dr. med. 
E.________ vom 26. August 2013 (act. II 89; vgl. E. 3.2.3 hiervor) gestützt. 
Dieser ist in der Darlegung der Befunde widerspruchsfrei und nachvollzieh-
bar begründet, wird nicht durch einen Bericht eines behandelnden Arztes 
widerlegt und erfüllt auch sonst die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes gestellten Anfor-
derungen (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb darauf abzustellen ist.

Demnach ist erstellt, dass sich eine nochmalige neuropsychologische Un-
tersuchung erübrigt, da diesbezüglich keine wesentlich anderen Befunde 
vorliegen. Folglich ist betreffend Erwerbsfähigkeit bzw. Eingliederungspo-
tenzial nach wie vor auf das Zumutbarkeitsprofil gemäss den RAD-
Berichten vom März 2007 (act. II 51, S. 4; 53, S. 2) abzustellen. Demnach 
gibt es aufgrund der Verhaltensauffälligkeiten bzw. den Störungen im Sozi-
alverhalten keine Tätigkeit in der freien Wirtschaft, in welche der Be-
schwerdeführer integriert werden kann. Das Verhalten des Beschwerdefüh-
rers wird denn auch von der Beschwerdegegnerin als Hauptgrund für die 
Untauglichkeit für eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft aufgeführt (vgl. Ver-
fügung vom 3. Oktober 2013, act. II 94). Da invalide oder von einer Invali-
dität bedrohte Versicherte nur dann Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen im Sinne von Art. 8 f. IVG haben, wenn ein Eingliederungspotenzi-
al vorhanden ist, bzw. sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbes-
sert werden kann (vgl. E. 2.2 hiervor), hat der Beschwerdeführer nach dem 
Gesagten kein Anrecht auf Eingliederungsvorkehren im ersten Arbeits-
markt.

3.5 Zu keinem anderen Ergebnis führt die Beurteilung der Stiftung 
B.________. Bereits der Umstand, dass die Arbeitsstelle im geschützten 
Rahmen bei der B.________ aufgrund des Verhaltens des Beschwerdefüh-

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rers bzw. wegen Konflikten mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden nach über 
vier Jahren gekündigt wurde (vgl. act. II 74, S. 2 f.), deutet auf eine Nicht-
eignung für eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt hin. Im Fragebogen für 
Arbeitgebende vom 25. Februar 2013 wurde seitens der B.________ über-
dies betont, der Beschwerdeführer müsse in einem geschützten Arbeits-
platz arbeiten, wo er handwerklich tätig sein könne (act. II 76, S. 8).

Auch Rückmeldungen aus den im Frühjahr 2013 begonnenen beruflichen 
Bemühungen ergeben Hinweise auf unveränderte Schwierigkeiten des Be-
schwerdeführers auf der Verhaltensebene. Nach einem Schnuppereinsatz 
vom 11. bis 14. Juni 2013 in der Abklärungsstelle F.________ (vgl. act. II 
86) wurde etwa dargelegt, sein Verhalten sei auffällig. Eine Lehre EFZ sei 
nicht realistisch und auch für eine Attestlehre bestünden grosse Bedenken 
(Protokoll der IVB per 12. Dezember, S. 3). Weiter wurde nach einem 
Schnuppereinsatz im August 2013 im G.________ in … ausgeführt, das 
Interesse des Beschwerdeführers sei gering gewesen, er sei ein Einzel-
kämpfer und praktisch nicht in ein Team zu integrieren. Der Beschwerde-
führer sei nicht für eine Lehre geeignet, bzw. auch nicht für eine Anstellung 
als … (Protokoll der IVB per 12. Dezember 2012, S. 4).

Soweit die Berufs- und Laufbahnberaterin des BIZ … im Bericht vom 
24. Mai 2013 (act. II 85) ausführt, der Beschwerdeführer sei sehr motiviert, 
differenziert und zuverlässig und es seien wichtige Voraussetzungen für 
eine berufliche Ausbildung vorhanden (S. 4), vermag dies am Gesamtein-
druck nichts zu ändern. Vielmehr wird auch hier ausdrücklich darauf hinge-
wiesen, dass er in einer Gruppe oder unter Leistungsdruck ein anderes 
Verhalten zeigen könne als im Rahmen der Beratung beobachtet (S. 1). 
Das Benehmen wurde ferner auch im H.________ der Berufs-, Studien- 
und Laufbahnberatung als ungewöhnlich wahrgenommen - der Beschwer-
deführer habe immer wieder hämisch gelacht, laut geschnaubt und teilwei-
se geflucht (S. 6).

Nach dem Gesagten überwiegen auch in den Berichten aus der beruflichen 
Praxis die Meinungen, dass für den Beschwerdeführer eine Tätigkeit im 
ersten Arbeitsmarkt jedenfalls zurzeit nicht in Frage kommt. Insofern ver-
mögen auch die Erklärungen, wonach während einer Schnupperwoche bei 
der I.________ AG niemandem eine Beeinträchtigung aufgefallen sei, um 

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nicht im … arbeiten zu können (vgl. Schreiben vom 14. Oktober 2013; Be-
schwerdebeilage [act. I] 2), und der Beschwerdeführer gemäss Schreiben 
der J.________ AG vom 28. Oktober 2013 eine Lehre als … erlernen kön-
ne (act. I 3), nichts daran zu ändern. Dies umso mehr, als die Aussagen 
von Fachpersonen der beruflichen Integration wie der Abklärungsstelle 
F.________ oder der Stiftung B.________ stärker zu gewichten sind und 
diese übereinstimmend von einer Nichteignung für den ersten Arbeitsmarkt 
ausgehen.

3.6 Zusammenfassend bestehen keine ausreichenden Anhaltspunkte, 
die ein Abweichen vom Zumutbarkeitsprofil aus dem Jahr 2007 (act. II 53, 
S. 2) bzw. die Annahme einer Eingliederungswirksamkeit zu begründen 
vermögen. Es ist erstellt, dass trotz beruflichen Eingliederungsmassnah-
men voraussichtlich keine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit des Be-
schwerdeführers in der freien Wirtschaft eintreten würde. Die Beschwerde-
gegnerin hat den Anspruch auf berufliche Massnahmen im ersten Arbeits-
markt demzufolge zu Recht verneint.

4. Die angefochtene Verfügung vom 3. Oktober 2013 (act. II 94) ist 
somit gesamthaft nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Dies sind dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe zu entnehmen.

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5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.