# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 600890fc-97c1-5cad-b7da-38b281410bb6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Bezirksgerichte Mietgericht 07.12.2017 MB170027-L/Z2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_BK_004_MB170027-L-Z2_2017-12-07.pdf

## Full Text

ZMP 2018 Nr. 7 

Art. 101 ZPO; Art. 56 und 132 ZPO; Art. 144 Abs. 2 ZPO. Zureichende Gründe 

für die Bewilligung der Bezahlung eines Kostenvorschusses in Raten. Be-

wusst produzierter prozessualer Mangel. 

Zwar sind die Voraussetzungen für eine Ratenzahlung des Vorschusses für die 

Gerichtskosten weniger streng als diejenigen für die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege. Die Gesuchstellerin muss aber zureichende Gründe glaubhaft 

machen, mithin dartun, dass sie nicht in der Lage ist, den Vorschuss in einer ein-

zigen Zahlung zu leisten. Geschieht dies trotz Kenntnis der Voraussetzungen 

nicht, ist das Gesuch abzuweisen, ohne dass der  Gesuchstellerin Nachfrist zur 

Verbesserung anzusetzen ist. 

Aus der Verfügung des Mietgerichts MB170022-L/Z2 vom 7. Dezember 2017 

(OG-Entscheid im Anschluss; Gerichtsbesetzung: Weber; Gerichtsschreiberin 

Schenk): 

"1. Mit Beschluss vom 23. November 2017 wurde das Gesuch der Klägerin um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen und ihr eine Frist von 

10 Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 8'610.– angesetzt. Die 

weitere Prozessleitung wurde dem Vorsitzenden delegiert. Der Beschluss wurde 

von der Klägerin am 27. November 2017 entgegen genommen.  

2. Mit Eingabe vom 5. Dezember 2017 übte die Klägerin Kritik am erwähnten 

Beschluss, verzichtete aber dennoch auf eine Beschwerde und stellte ein Gesuch 

um Gewährung von Ratenzahlungen für den Vorschuss, wobei sie zur Begrün-

dung auf die Kritik am Beschluss vom 23. November 2017 verwies. 

3.1 Nach Art. 98 ZPO kann das Gericht von der klagenden Partei einen Vor-

schuss bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen. Trotz der 

Kann-Formulierung ist das Gericht bei seinem Entscheid über die Auferlegung 

eines Vorschusses nicht frei. Wie schon im Beschluss vom 23. November 2017 

festgehalten, ist ein Vorschuss in Höhe der Gerichtskosten die Regel; eine Ab-

weichung davon bedarf entsprechender Gründe (BGE 140 III 159 E. 4.2), die von 

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der gesuchstellenden Partei darzutun und zu belegen sind. Materialien, Lehre und 

Rechtsprechung befürworten zu recht die Möglichkeit von Zahlungserleichterun-

gen (z.B. KUKO ZPO-SCHMID, Art. 98 N 10; Botschaft zur Schweizerischen Zivil-

prozessordnung vom 29. Juni 2006, BBl 2006, S. 7293). Die bundesrätliche Bot-

schaft nennt dabei insbesondere den Fall, dass die Voraussetzungen der unent-

geltlichen Rechtspflege nur knapp nicht erfüllt sind (a.a.O.). Nach der Rechtspre-

chung des Obergerichts des Kantons Zürich bildet insbesondere die Einräumung 

von Zahlungsraten einen Anwendungsfall eines Fristerstreckungsgesuchs, gehe 

es doch der Sache nach um eine gestaffelte Fristerstreckung im Sinne von  

Art. 144 Abs. 2 ZPO (Urteil PC110055-O vom 11. Januar 2012, E. II.4.2; abrufbar 

unter www.gerichte-zh.ch/Entscheide). Nach der genannten Bestimmung und der 

Rechtsprechung erfordert eine Fristerstreckung allerdings die Darlegung zu-

reichender Gründe. 

3.2 Das vorliegende Gesuch genügt diesen Anforderungen nicht. Obwohl die 

Gesuchstellerin einräumt, dass ihr Sohn als Jus-Student auf Bachelorstufe über 

Rechtskenntnisse verfügt und sie bei der Klage und dem Gesuch unterstützt, geht 

sie mit keinem Wort darauf ein, weshalb ihr die Zahlung des Vorschusses mittels 

einer Einmalzahlung innert der ordentlichen Frist nicht möglich sein soll. Sie gibt 

zwar an, sie habe die Unterlagen zu ihren Einkommens- und Vermögensverhält-

nissen nicht schon mit der Klage einreichen können, da ihr ehemaliger Anwalt das 

Mandat einen Tag vor der Klage niedergelegt habe, weil sie sich die Anwaltskos-

ten nicht mehr habe leisten können. Abgesehen davon, dass ein Anwalt, der er-

kennt, dass seine Mandantin sich die Anwaltskosten nicht leisten kann, für ge-

wöhnlich nicht das Mandat niederlegt, sondern zu einem Gesuch um unentgeltli-

che Prozessführung rät und dieses im Namen seiner Mandantin auch stellt, be-

zieht sich die Gesuchstellerin mit dieser Darstellung auf die Zeit der Klageeinrei-

chung. Seither (…) sind drei Wochen vergangen. Dennoch will die Gesuchstelle-

rin offenbar immer noch ausserstande sein, irgendwelche Belege zu ihren Ein-

kommens- und Vermögensverhältnissen vorzulegen oder diese auch nur näher zu 

erläutern. Soweit sie überdies behauptet, sie habe sich beim Mietgericht am 23. 

November 2017 telefonisch erkundigt, bis wann sie die erforderlichen Unterlagen 

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(zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege) einreichen müsse, entspricht dies 

nicht den Tatsachen. Die Gesuchstellerin vermeidet es denn auch darzulegen, 

wer genau ihr was gesagt haben soll. Ihre Darstellung widerspricht auch ihrer 

schriftlichen Klage, mit der sie es regelrecht auf die Einräumung einer Frist anleg-

te. Der vorliegende Fall unterscheidet sich deutlich von dem von ihr zitierten Bun-

desgerichtsurteil 5A_897/2013 vom 8. Juli 2014. Zwar hat die Gesuchstellerin 

auch im vorliegenden Fall die Nachreichung der Gesuchsbegründung und der 

Unterlagen angekündigt; sie erläuterte aber nicht, wieso sie nicht zur sofortigen 

Einreichung der Unterlagen in der Lage war, die sich in ihrem Besitz befinden 

müssen. Daraus lässt sich ohne weiteres der Schluss ziehen, dass es für dieses 

Verhalten keine plausiblen Gründe gibt. Heute, drei Wochen später, gilt das umso 

mehr. Abgesehen davon hat das Bundesgericht auch im genannten Entscheid 

den Grundsatz bestätigt, dass die richterliche Fragepflicht ihre Grenzen dort fin-

det, wo eine Partei ihre Obliegenheit zur Begründung und Belegung des Gesuchs 

kennt und dennoch keine gehörige Eingabe einreicht (a.a.O., E. 3.2). An der glei-

chen Stelle betonte das Bundesgericht auch, dass eine Gesuchstellerin sich das 

Wissen einer von ihr beigezogenen Fachperson durchaus anrechnen lassen 

muss. Die gegenteilige Auffassung der Gesuchstellerin im vorliegenden Fall er-

weist sich daher als haltlos. 

 Darüber hinaus bestreitet die Gesuchstellerin auch in der vorliegenden Ein-

gabe nicht, dass sie sich einen Mietzins von Fr. 5'100.– pro Monat leistet. Es geht 

gar nicht darum, dass von ihr eine Einschränkung ihrer Lebenshaltung erwartet 

wird. Vielmehr behauptet sie selber, sie verwende die Wohnung "auch für ge-

schäftliche Zwecke bzw. zur Ausübung meines Berufes" und diese entspreche 

ihrer familiären Situation und den ortsüblichen Ansätzen. Daraus geht indessen 

klar hervor, dass sie sich den Mietzins in der erwähnten Höhe leisten kann und 

will, was Geldquellen voraussetzt, welche eine unentgeltliche Rechtspflege oder 

auch nur die Einräumung von Ratenzahlungen ausschliessen. Soweit sich die 

Gesuchstellerin daher in Vorwürfe wie der Verletzung des Gehörsanspruchs, des 

überspitzten Formalismus oder des Verstosses gegen Treu und Glauben ver-

steigt, fällt namentlich der letzte Punkt auf sie zurück: Sie macht nicht einmal den 

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Versuch, irgendwelche Zahlungsschwierigkeiten zu behaupten oder zu belegen. 

Dass sie auf eine Beschwerde gegen den Beschluss vom 23. November 2017 

verzichtet hat, ist unter solchen Umständen bezeichnend. Für den Fall der Fort-

setzung ihres Verhaltens muss sie damit rechnen, dass ihr Frist angesetzt wird, 

um zu einer Ordnungsbusse Stellung zu nehmen, denn ihr Verhalten erweist sich 

als mutwillig (Art. 128 Abs. 3 ZPO). 

 Das Gesuch um Ratenzahlungen ist daher abzuweisen. Zu beachten ist im-

merhin, dass kurze Fristerstreckungen zur Leistung des Kostenvorschusses in der 

Praxis des Mietgerichts grosszügig gehandhabt werden. So genügt dafür schon 

der Hinweis, dass die Überweisung innert der angesetzten ursprünglichen Frist 

nicht sichergestellt sei. Da die Gesuchstellerin den Antrag auf Ratenzahlung in-

nert der angesetzten Frist für den Vorschuss gestellt hat, besteht jedenfalls An-

lass, ihr wenigstens eine einmalige Fristerstreckung bis 15. Dezember 2017 zu 

gewähren." 

 

* * * * * 

 

Aus dem Urteil des Obergerichts PD180001-O vom 26. Februar 2018 (kein Wei-

terzug ans Bundesgericht; Gerichtsbesetzung: Diggelmann, Lichti Aschwanden, 

Higi; Gerichtsschreiberin Kröger): 

"(…) 

2.  

2.1. Entscheide über die Leistung von Vorschüssen sind mit Beschwerde an-

fechtbar (Art. 103 ZPO). Auf die rechtzeitig schriftlich mit Stellung und Begrün-

dung von Rechtsmittelanträgen (vgl. Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO) erhobene Be-

schwerde ist daher einzutreten. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechts-

anwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend 

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gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Tatsachenvorbringen und Beweismittel 

sind im Beschwerdeverfahren nicht zulässig (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

2.2. Bei der Frist zur Leistung eines Vorschusses für die Gerichtskosten handelt 

es sich um eine gerichtliche Frist (vgl. Art. 101 ZPO). Als solche ist sie nach 

Art. 144 Abs. 2 ZPO grundsätzlich erstreckbar. Ein Gesuch um Ratenzahlung des 

Vorschusses ist – wie die Vorinstanz richtig festhält – nichts anderes als ein Ge-

such um eine gestaffelte Fristerstreckung (vgl. ZK ZPO-SUTER/VON HOLZEN, 

Art. 101 N 7; OGer ZH PC110055, Urteil vom 11. Januar 2012 E. II./2.). Art. 144 

Abs. 2 ZPO verlangt für die Gewährung von Fristerstreckungen das Vorliegen 

"zureichender Gründe". Die geltend gemachten Gründe müssen im Gesuch mög-

lichst genau angegeben werden. Sie sind von der gesuchstellenden Partei min-

destens glaubhaft zu machen (BSK ZPO-BENN, 3. Aufl. 2017, Art. 144 N 8 f.; 

MERZ, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 144 N 11). 

2.3. Die Vorinstanz kam zum Schluss, das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Ratenzahlungen genüge diesen Anforderungen nicht und wies dieses ohne weite-

re Verfahrensschritte ab.  

(… [Zusammenfassung der vorinstanzlichen Erwägungen]) 

2.4. Die Beschwerdeführerin kritisiert in ihrer Beschwerde vorab den Beschluss 

der Vorinstanz vom 23. November 2017, mit welchem ihr Gesuch um unentgeltli-

che Rechtspflege abgewiesen wurde. Dieser Entscheid blieb unangefochten und 

ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Auf die diesbezüglichen Aus-

führungen der Beschwerdeführerin ist daher nicht einzugehen.  

2.5. Gegen die vorliegend angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2017 

bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, entgegen den Ausführungen 

der Vorinstanz habe sie dargelegt, weshalb ihr die Zahlung des gesamten Vor-

schusses nicht möglich sei. Sinnvollerweise hätte das Mietgericht dazu auch die 

Ausführungen in ihrem Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege heranziehen müs-

sen. Ferner habe die Vorinstanz ihr bei einem Telefongespräch vom 

23. November 2017 gesagt, es werde ihr schriftlich mitgeteilt, welche Unterlagen 

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sie einzureichen habe. Die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör, ihr Recht auf 

Beweis sowie die gerichtliche Fragepflicht verletzt, indem sie das Ratenzahlungs-

gesuch der Beschwerdeführerin ohne weitere Anhörung und ohne Aufforderung 

zur Einreichung von Unterlagen abgewiesen habe. Die Beschwerdeführerin habe 

ihre Obliegenheit zur Belegung ihres Gesuchs nicht gekannt. Das juristische Wis-

sen ihres Sohnes könne ihr nicht angerechnet werden. Er befinde sich noch im 

Studium und habe weder Parteistellung noch sei er ihr Vertreter. Schliesslich ha-

be die Vorinstanz zu Unrecht eine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, 

indem sie von der Höhe des Mietzinses auf ihre Leistungsfähigkeit geschlossen 

habe.  

2.6. Wie ausgeführt hatte die Beschwerdeführerin zunächst ein Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege gestellt, welches die Vorinstanz mit Beschluss vom 

23. November 2017 abgewiesen hatte. In der Begründung ihres Entscheids hatte 

die Vorinstanz festgehalten, die Beschwerdeführerin habe es versäumt, ihr Ge-

such auch nur ansatzweise konkret zu begründen. Dahingegen habe sie ihre Kla-

ge materiell ausführlich begründet und mit Beweismitteln belegt. Es sei unerfind-

lich, weshalb sie dies nicht auch für das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

getan habe, wäre es ihr doch möglich gewesen, die erforderlichen Angaben zu 

machen und die entsprechenden Beilagen einzureichen bzw. zumindest darzule-

gen, weshalb sie dazu zurzeit nicht in der Lage sei. Die Vorinstanz kam zur Auf-

fassung, bei den fehlenden Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen handle es 

sich um einen durch die Beschwerdeführerin bewusst produzierten Mangel. Es sei 

ihr daher keine Nachfrist anzusetzen, sondern das Gesuch ohne weiteres abzu-

weisen. Dieser Entscheid der Vorinstanz ist im vorliegenden Verfahren wie ausge-

führt nicht zu überprüfen. 

2.7. In ihrem daraufhin gestellten Gesuch um Ratenzahlung vom 5. Dezember 

2017 kritisierte die Beschwerdeführerin das Vorgehen der Vorinstanz. Gleichzeitig 

beantragte sie die Gewährung von Ratenzahlungen und verwies dabei pauschal 

auf ihre "aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse". Dies ohne nähere 

Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen zu machen oder irgendwelche Bele-

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ge dazu einzureichen. Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, die Vo-

rinstanz hätte ihren Antrag um unentgeltliche Rechtspflege als Gesuchsbegrün-

dung heranziehen müssen. Auch in diesem fehlten jedoch konkrete Angaben zu 

ihren finanziellen Verhältnissen, worauf die Beschwerdeführerin im Entscheid der 

Vorinstanz vom 23. November 2017 ausdrücklich hingewiesen wurde (vgl. E. 2.6. 

vorstehend; …). In ihrer Beschwerde bringt die Beschwerdeführerin ferner vor, sie 

habe in ihrem Gesuch klar dargelegt, wieso sie zur gleichzeitigen Einreichung der 

jeweiligen Unterlagen ausserstande gewesen sei. Sie verweist dabei jedoch ledig-

lich auf die Mandatsniederlegung ihres Rechtsanwaltes kurz vor der Klageeinrei-

chung. Die Vorinstanz hielt zu Recht fest, seither seien drei Wochen vergangen 

und die Beschwerdeführerin erläutere nicht, weshalb sie nach wie vor nicht in der 

Lage sei, Belege zu ihren finanziellen Verhältnissen einzureichen oder diese auch 

nur näher darzulegen. Erst mit ihrer Beschwerde reichte die Beschwerdeführerin 

zwei Belege zu ihren finanziellen Verhältnissen ein. Da im Beschwerdeverfahren 

neue Vorbringen und Beweismittel unzulässig sind, können diese jedoch nicht 

berücksichtigt werden (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Die Vorinstanz hielt damit zu Recht 

fest, das Gesuch sei weder begründet noch belegt.  

2.8. Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin eine Nachfrist 

zur Ergänzung des Gesuchs um Ratenzahlung hätte ansetzen müssen. Zwar ist 

der Beschwerdeführerin Recht zu geben, dass sie allein aufgrund des Umstan-

des, dass ihr Sohn offenbar Jura studiert und sie im Verfahren teilweise unter-

stützt, nicht als rechtskundige bzw. rechtsvertretene Partei angesehen werden 

kann. Sie konnte aber aufgrund des Entscheids der Vorinstanz vom 23. Novem-

ber 2017 über die Nichtgewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ohne weite-

res erkennen, dass ein genereller Verweis auf die "Einkommens- und Vermö-

gensverhältnisse" zur Begründung eines Gesuchs um Zahlungserleichterungen 

nicht genügt, sondern die finanziellen Verhältnisse konkret darzulegen und geeig-

nete Belege dazu einzureichen sind, oder aber zumindest glaubhaft darzulegen 

ist, weshalb die Belege im gegebenen Zeitpunkt nicht verfügbar sind. Soweit sich 

die Beschwerdeführerin auch bezüglich ihres Gesuchs um Ratenzahlung auf ein 

(nicht aktenkundiges) Telefongespräch mit der Vorinstanz vom 23. November 

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2017 beruft, ist weiter darauf hinzuweisen, dass sie den vorgenannten vorinstanz-

lichen Entscheid erst am 27. November 2017 erhalten hat, und es kann daher 

offenbleiben, mit wem die Beschwerdeführerin das von ihr erwähnte Gespräch 

geführt hat. Aus einer allfälligen zuvor erteilten abweichenden Auskunft könnte sie 

deshalb mit Blick auf ihr Ratenzahlungsgesuch nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das erneut 

gänzlich unbegründete Gesuch der Beschwerdeführerin um Zahlungserleichte-

rungen ohne Nachfristansetzung abwies, und dies stellt namentlich auch keinen 

gegen Art.  29 Abs. 1 BV verstossenden überspitzten Formalismus dar. Die ge-

richtliche Fragepflicht ersetzt weder die zumutbare Mitwirkung der Parteien bei 

der Feststellung des Sachverhalts noch dient sie dazu, prozessuale Nachlässig-

keiten auszugleichen oder Auswirkungen bewussten Verhaltens einer Partei 

rückgängig zu machen, wo sich dieses nachträglich als nachteilig auswirkt (BGer 

5A_115/2012 vom 20. April 2012, E. 4.5.2. m.w.H.; BGer 5P.147/2001 vom 

30. August 2001 E. 2.a.cc). 

2.9. Bei diesem Ergebnis ist auf die Kritik der Beschwerdeführerin an den Aus-

führungen der Vorinstanz zu den Mietkosten sowie zu allenfalls mutwilliger Pro-

zessführung nicht weiter einzugehen, zumal diese keine Auswirkung auf den Ver-

fahrensausgang haben. 

3.  

Wie in der Verfügung vom 5. Januar 2018 festgehalten, ist bei der Beschwerde 

von einem sinngemäss eventualiter gestellten Gesuch um Fristerstreckung aus-

zugehen. Nachdem die mit dem angefochtenen Entscheid angesetzte Zahlungs-

frist abgelaufen war, hatte die Vorinstanz mit Verfügung vom 20. Dezember 2017 

bereits die Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt. Da die Be-

schwerde innert dieser Frist erhoben wurde, konnte diese während dem Be-

schwerdeverfahren nicht säumniswirksam ablaufen. Der Beschwerdeführerin ist 

damit die Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses neu anzusetzen. Die 

Modalitäten der Vorschussleistung richten sich nach den übrigen Bestimmungen 

in der Verfügung der Vorinstanz vom 20. Dezember 2017. Die Beschwerdeführe-

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rin ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass im Falle des unbenützten Ablaufs 

der neu angesetzten Nachfrist auf ihre Klage nicht eingetreten wird (vgl. OGer ZH 

PS170071 vom 23. März 2017 m.w.H.). 

4.  

4.1. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdeführerin 

für das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). In Anwen-

dung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit §§ 2, 4 und 7 GebVOG ist die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen. 

4.2. Da dem Beschwerdegegner im vorliegenden Verfahren keine Aufwendun-

gen entstanden sind, ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 95 

Abs. 3 ZPO). 

(…)" 

 

 

Zürcher Mietrechtspraxis (ZMP): Entscheidungen des Mietgerichtes und der Schlichtungsbehör-

de des Bezirkes Zürich. Ausgabe 2018, 28. Jahrgang.  
 

Herausgegeben vom Mietgericht des Bezirkes Zürich, Postfach, 8036 Zürich 

© Mietgericht des Bezirkes Zürich, Redaktion: MLaw J. Mosele, Leitende Gerichtsschreiberin; 

Dr. R. Weber, Mietgerichtspräsident