# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8d9acc5-0bf8-5722-82f0-48072573b363
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.11.2014 100 2013 406
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-406_2014-11-07.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 9. September 2015 teilweise 
gutgeheissen und das vorliegende Urteil aufgehoben (2C_1125/2014).

100.2013.406U
MUT/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. November 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 3000 
Bern 7

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Verweigerung der 
Niederlassungsbewilligung und Wegweisung (Entscheid der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern vom 21. Oktober 2013; BD 107/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 6. November 2001 reiste A.________, geboren am … 1981, unter falschem 
Namen in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Sein Asylgesuch wurde am 
21. Dezember 2002 rechtskräftig abgewiesen und er wurde aus der Schweiz 
weggewiesen. Mangels gültiger Papiere konnte die Wegweisung nicht vollzogen 
werden. Ab Juli 2005 galt er als nicht auffindbar. Unter seinem richtigen Namen heira-
tete A.________ am 26. April 2007 die Schweizer Bürgerin, B.________, geboren am 
… 1986, und erhielt gestützt auf diese Ehe eine Aufenthaltsbewilligung, die letztmals 
bis zum 23. April 2012 verlängert wurde. Am 27. Februar 2012 ersuchte A.________ 
um Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Mit Verfügung vom 5. April 2013 verwei-
gerte die Einwohnergemeinde (EG) Bern die Erteilung der Niederlassungsbewilligung. 
Zudem verfügte sie die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wies 
A.________ aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist auf den 31. Mai 
2013 an.

B.

Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die Polizei- und Militärdirektion 
des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 21. Oktober 2013 ab und setzte 
A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 28. November 2013 an.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 21. November 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag erhoben, der Entscheid der POM sei 
aufzuheben und ihm sei die Niederlassungsbewilligung oder eventualiter die 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 
10. Januar 2014 die Abweisung der Beschwerde. Die EG Bern hat sich nicht 
vernehmen lassen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 3

Am 4. Juli 2014 hat A.________ ergänzende Unterlagen ins Recht gelegt. Am 
12. September 2014 hat die EG Bern weitere Dokumente zu den Akten gegeben. 

Am 10. Oktober 2014 hat A.________ als vorsorgliche Massnahme um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens 
ersucht. Die POM beantragt mit Stellungnahme vom 3. November 2014 (vgl. Beilage) 
die Abweisung des Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Gerügt werden können die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen 
(Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Im Streit liegt vorab die Verweigerung der Niederlassungsbewilligung.

2.1 Gemäss Art. 42 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben Ehegatten nach einem 
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren Anspruch auf 
Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Nach der Praxis des Bundesgerichts setzt der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 4

Anspruch nach Art. 42 Abs. 3 AuG das Bestehen des ehelichen Zusammenlebens 
bzw. einer Haushaltsgemeinschaft während fünf Jahren in der Schweiz voraus 
(BGE 140 II 289 E. 3.6.2 mit Hinweisen). Das Erfordernis des Zusammenwohnens 
besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden 
und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG i.V.m. Art. 76 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]). Diese Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses 
Gewicht aufweisen, was grundsätzlich von der ausländischen Person darzutun ist 
(Art. 90 AuG; BGer 2C_505/2013 vom 4.10.2013, E. 4.2 mit Hinweisen). Je weniger die 
Ehegatten die Situation des Getrenntlebens beeinflussen können, ohne einen grossen 
Nachteil in Kauf nehmen zu müssen, desto eher kann ein wichtiger Grund 
angenommen werden (BGer 2C_703/2013 vom 22.8.2013, E. 2.1; VGE 2013/390 vom 
10.4.2014, E. 3.1).

2.2 Der Beschwerdeführer reiste am 6. November 2001 unter dem Namen … in die 
Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Sein Asylgesuch wurde am 21. Dezember 2002 
rechtskräftig abgewiesen. Der Vollzug der Wegweisung war jedoch nicht möglich, weil 
die notwendigen Ausweispapiere nicht beschafft werden konnten (Vorakten EG Bern, 
pag. 183). In der Folge wurde der Beschwerdeführer unter seinem falschen Namen 
mehrere Male in der Drogenszene der Stadt Bern aufgegriffen, weshalb wiederholt 
eine Ausgrenzung verfügt wurde (Vorakten EG Bern, pag.  6, 14 und 25 f.). Zudem 
wurde er wegen mehrfacher Widerhandlung gegen ausländerrechtliche Massnahmen 
sowie wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte zu insgesamt 82 
Tagen Gefängnis verurteilt (Vorakten EG Bern, pag. 1 f.). Ab Juli 2005 wird er mit 
unbekanntem Aufenthaltsort in den Akten vermerkt (Vorakten EG Bern, pag. 58 und 
183). Am 26. April 2007 heiratete der Beschwerdeführer unter seinem richtigen Namen 
die Schweizer Bürgerin B.________ (Vorakten EG Bern, pag. 50 und 60). Gestützt auf 
diese Ehe wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung erteilt (Vorakten EG Bern, pag. 57). 
Der gemeinsame Sohn C.________ kam am 10. April 2009 zur Welt (Vorakten EG 
Bern, pag. 184). Am 10. April 2011 wurde die Polizei wegen Verdachts auf häusliche 
Gewalt zur Wohnung der Familie gerufen (Vorakten EG Bern, pag. 93). Bereits im 
März 2008 war es zu einem Vorfall gekommen, weswegen die Polizei ausrücken 
musste (Vorakten EG Bern, pag. 64). Am 31. Juli 2011 meldete B.________ sich sowie 
den Sohn C.________ von Bern ab und in Biel an (Vorakten EG Bern, pag. 184 f.). Mit 
Schreiben vom 20. Dezember 2012 an die EG Bern führte B.________ aus, ihre 
Abmeldung von Bern und Wohnsitznahme in Biel sei einzig aus praktischen Gründen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 5

(langer Arbeitsweg) erfolgt. Die Wochenenden würden sie und der Beschwerdeführer 
gemeinsam mit ihrem Sohn in der Familienwohnung in Bern verbringen (Vorakten 
POM, Beilage 5 zur Beschwerde vom 6. Mai 2013). Anlässlich der Instruktionsverhand-
lung der POM vom 26. August 2013 sagte sie hingegen aus, sie sei hauptsächlich 
wegen der vielen Streitereien nach Biel gezogen. So sei der Arbeitsweg nicht der 
richtige Grund für die Trennung gewesen; sie hätten diese Geschichte erzählt, damit 
ihr Mann nicht zurück nach Guinea müsse (Vorakten POM, Protokoll zur 
Instruktionsverhandlung vom 26. August 2013, S. 6). Mit zwischenzeitlich 
rechtskräftigem Scheidungsurteil vom 27. Juni 2014 wurde die Ehe zwischen dem 
Beschwerdeführer und B.________ geschieden (act. 6A und 8A). 

2.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, einerseits habe sich seine Frau am 31. Juli 
2011 übereilt abgemeldet; die regelmässigen wöchentlichen Übernachtungen in Biel 
hätten erst im Sommer 2012 begonnen. Andererseits sei dies ohnehin kein 
eigentliches Getrenntleben gewesen, sondern nur eine Massnahme, um den 
Arbeitsweg zu verkürzen. Weiter führt er aus, es könne nicht von einem 
längerdauernden Getrenntleben oder gar einer nicht bestehenden 
Familiengemeinschaft ausgegangen werden. Denn diese sei insbesondere an den 
Wochenenden in Bern gepflegt worden. Im Übrigen stelle «der schwierige Arbeitsweg 
für eine Mutter mit einem Kleinkind» ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AuG dar, 
weshalb der Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung gemäss Art. 42 
Abs. 3 i.V.m. Art. 49 AuG gegeben sei (Beschwerde, S. 2 f.). Die Vorinstanz führt aus, 
es liege kein wichtiger Grund gemäss Art. 49 AuG vor, da weder der Arbeitsweg der 
Ehefrau noch die stundenweise Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers getrennte 
Wohnorte gerechtfertigt hätten (angefochtener Entscheid, E. 3d). Zwar ist die Ehefrau 
des Beschwerdeführers in Grenchen in der Uhrenbranche tätig, weshalb sie von Bern 
aus einen relativ langen Arbeitsweg hat, der insbesondere bei Schichtbetrieb belastend 
sein kann. Hingegen wäre es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, seiner Ehefrau 
nach Biel zu folgen. Die Reisezeit von Biel nach Bern beträgt mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln rund 30 Minuten. Diese Strecke wird täglich von vielen Menschen 
bewältigt und wäre für den Beschwerdeführer eine zumutbare Pendeldistanz gewesen. 
Im Übrigen ist nicht ersichtlich und macht er auch nicht geltend, dass er sich um eine 
Versetzung bei seiner damaligen Arbeitgeberin bemüht hätte, die in Biel ebenfalls über 
eine Niederlassung verfügt (Niederlassungen D._____ AG, einsehbar unter 
<http://www.....ch>, Rubriken «Unternehmung/Standorte»). Es liegt somit kein wichtiger 
Grund nach Art. 49 AuG vor, der getrennte Wohnorte rechtfertigen würde. Wenn die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 6

Vorinstanz zudem aufgrund widersprüchlicher Aussagen der Eheleute betreffend 
Grund und Zeitpunkt des Umzugs der Ehefrau (vgl. E. 2.2 hiervor; Beschwerde an die 
POM vom 6. Mai 2013, S. 4 f.; Protokoll zur Instruktionsverhandlung vom 26. August 
2013, S. 6) für die Beurteilung, ob die 5-jährige Frist nach Art. 42 Abs. 3 AuG 
eingehalten ist oder nicht, auf objektive Kriterien – wie die formelle Abmeldung der 
Exfrau aus Bern – abstellt, ist dies sachlich begründet. Auch erscheint der Sachverhalt 
insoweit liquid, als auf die beantragten Einvernahmen des Beschwerdeführers und 
seiner Exfrau verzichtet werden kann; die entsprechenden Beweisanträge werden 
abgewiesen. Soweit die Vorinstanz deshalb zum Schluss gelangt ist, der 
Beschwerdeführer habe lediglich in der Zeit vom 26. April 2007 bis zum 31. Juli 2011 
mit seiner Exfrau zusammengewohnt und damit die Frist von fünf Jahren gemäss 
Art. 42 Abs. 3 AuG nicht erreicht, ist dies nicht zu beanstanden. Demnach hat die 
Vorinstanz einen Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu Recht 
verneint.

3.

Weiter rügt der Beschwerdeführer die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und die Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Nach Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen 
und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, 
wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Anspruch gilt gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a 
AuG nach Auflösung der Ehe verselbständigt weiter, wenn die Ehegemeinschaft 
mindestens drei Jahre bestanden hat und (kumulativ) eine erfolgreiche Integration 
besteht (BGE 136 II 113 E. 3.3.3). Im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ist 
aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die 
eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Abzustellen ist dabei im 
Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen 
Wohngemeinschaft sowie auf den Willen der Eheleute (vgl. BGE 138 II 229 E. 2, 
137 II 345 E. 3.1.2; VGE 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem 
Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch 
weiter bestanden hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). – Wenn die Vorinstanz davon ausgeht, 
die Ehegemeinschaft bestehe seit dem Auszug der Ehefrau am 31. Juli 2011 (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 7

E. 2.2 hiervor) nicht mehr, hat sie entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 
(Beschwerde, S. 3) zu Recht eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 50 Abs. 1 AuG geprüft. Da in der Zwischenzeit die Ehe rechtskräftig geschieden ist 
(vgl. act. 8A), kann sich der Beschwerdeführer ohnehin nicht mehr auf Art. 42 Abs. 1 
AuG berufen.

3.2 Es ist unbestritten, dass die Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers 
insgesamt länger als drei Jahre gedauert hat (vgl. E. 2.2 hiervor; angefochtener 
Entscheid, E. 4b). In Frage steht aber, ob sich dieser erfolgreich in die hiesigen 
Verhältnisse integriert hat. Die Vorinstanz hat eine erfolgreiche Integration des 
Beschwerdeführers verneint (angefochtener Entscheid, E. 4).

3.2.1 Eine erfolgreiche Integration im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG liegt vor, 
wenn die ausländische Person namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte 
der Bundesverfassung respektiert, den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und 
zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet und sich mit den 
Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzt (Art. 77 Abs. 4 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; 
SR 142.201]; Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von 
Ausländerinnen und Ausländern [VInTA, SR 142.205]). Massgebend sind etwa die 
Dauer der Anwesenheit, die persönlichen Beziehungen zur Schweiz (insbesondere 
wenn Kinder vorhanden sind), die berufliche Situation, das persönliche Verhalten und 
die Sprachkenntnisse. Daneben sind weitere positive und negative Indikatoren 
bezüglich des Integrationsgrads zu beachten. Negativ ins Gewicht fallen etwa 
Schulden oder der Verstoss gegen grundlegende gesellschaftliche Werte. Positiv zu 
werten sind beispielsweise ein geordnetes Familienleben oder die soziale Teilhabe. Bei 
einer ausländischen Person, die in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste 
Anstellung hat, immer finanziell unabhängig war, sich korrekt verhält und die örtliche 
Sprache beherrscht, bedarf es deshalb ernsthafter Umstände, um eine erfolgreiche 
Integration zu verneinen. Dagegen ergibt sich aus dem Umstand, dass die 
ausländische Person sich strafrechtlich nichts hat zuschulden kommen lassen und ihr 
Unterhalt ohne Sozialhilfe gewährleistet erscheint, für sich allein noch keine 
erfolgreiche Integration. Entscheidend ist letztlich eine Gesamtwürdigung der 
konkreten Umstände (vgl. BGE 2C_14/2014 vom 27.8.2014, E. 4.6.1; 
BGer 2C_602/2013 vom 10.06.2014, E. 5.2, 2C_719/2013 vom 10.12.2013, E. 2.2; 
VGE 2013/231 vom 11.08.2014, E. 4.2.1; Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 8

in Uebersax et al. [Hrsg.], Handbücher für die Anwaltspraxis, Band VIII, 
Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 7.120).

3.2.2 Die POM führt zur Begründung der fehlenden Integration des Be-
schwerdeführers insbesondere an, er zeige die Bereitschaft, sich über die 
schweizerische Rechtsordnung hinwegzusetzen, sofern dies seinen persönlichen 
Zielen diene. So habe er im Jahr 2001 unter falscher Identität ein Asylgesuch gestellt 
und in der Folge die Behörden jahrelang getäuscht. Zudem sei er im Strafregister mit 
seinem im Asylverfahren angegebenen Namen wegen Widerhandlungen und 
Vergehen im Ausländerrecht verzeichnet. Darüber hinaus sei er wiederholt in der 
Berner Drogenszene angetroffen worden, weswegen mehrfach eine Ausgrenzung 
verfügt worden sei (angefochtener Entscheid, E. 4c). Der Beschwerdeführer bestreitet 
die Feststellung der Vorinstanz, er würde die schweizerische Rechtsordnung nicht 
respektieren. Seine Verfehlungen lägen beinahe zehn Jahre oder sogar noch länger 
zurück, weshalb nicht ohne weiteres auf sein heutiges Verhalten geschlossen werden 
könne (Beschwerde, S. 4). – Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass sein 
Fehlverhalten einige Jahre zurückliegt und er sich seither soweit ersichtlich 
wohlverhalten hat. Er scheint sich seiner Verfehlungen bewusst zu sein und zeigt 
gewisse Reue (Beschwerde, S. 4). Dies ändert aber nichts daran, dass er sich nicht 
während seines gesamten Aufenthalts in der Schweiz tadellos verhalten hat; vielmehr 
musste die Polizei aufgrund von Hinweisen auf häusliche Gewalt zweimal die 
Familienwohnung aufsuchen (vgl. E. 2.2 hiervor). Im Übrigen sind Gewalt und Drohung 
gegen Behörden und Beamte wie auch ausländerrechtliche Vergehen nicht zu 
bagatellisieren (vgl. Vorakten EG Bern, pag. 1 f.; Beschwerde, S. 4). Ein solches 
Verhalten darf, selbst wenn die einzelnen Straftaten als eher geringfügig zu 
qualifizieren sind, als Anhaltspunkt dafür gewertet werden, dass der Beschwerdeführer 
den Respekt gegenüber der rechtsstaatlichen Ordnung vermissen lässt und sich mit 
grundlegenden gesellschaftlichen Werten schwer tut (Art. 4 Bst. a VIntA; Art. 77 Abs. 4 
Bst. a VZAE; BGer 2C_983/2011 vom 13.6.2012, E. 3.3.3). Demnach durfte die 
Vorinstanz diese Vorfälle zu Ungunsten des Beschwerdeführers werten.

3.2.3 Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid weiter fest, es könne auch 
nicht von einer wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers ausgegangen 
werden. Der Beschwerdeführer habe nie eine gefestigte Vollzeiterwerbstätigkeit 
ausgeübt und zwischen September 2008 und August 2012 nur stundenweise 
Reinigungsarbeiten ausgeführt. Überdies vermöge er den Nachweis nicht zu erbringen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 9

er bemühe sich seit August 2012 ernsthaft um eine Erwerbstätigkeit (angefochtener 
Entscheid, E. 4c). Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, er komme seinen 
finanziellen Verpflichtungen stets nach und habe nie Sozialhilfe bezogen. Zwar sei er 
seit August 2012 arbeitslos; er habe aber Anspruch auf Arbeitslosengeld und könne 
jeden Monat mehr Stellenbewerbungen vorlegen als das Regionale 
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) verlange. Ferner habe er die Lastwagenprüfung 
abgelegt, um seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. – Dem 
Beschwerdeführer ist zugutezuhalten, dass er der deutschen und der französischen 
Sprache mächtig ist. Er ist schuldenfrei (Vorakten EG Bern, pag. 102) und nicht von 
der Sozialhilfe abhängig (Vorakten EG Bern, pag. 101). Zudem bemüht er sich 
offensichtlich ernsthaft um eine Arbeitsstelle und scheut auch Weiterbildungen nicht. Er 
verkennt aber, dass dies allein noch nicht ausreicht, um von einer gelungen beruflichen 
und wirtschaftlichen Integration sprechen zu können (vgl. E. 3.2.1 hiervor). Denn trotz 
seiner Bemühungen hat er bisher noch nie eine Vollzeitstelle ausgeübt und konnte sich 
keine stabile Erwerbssituation schaffen. Wenn die Vorinstanz deshalb von einer 
ungenügenden wirtschaftlichen Integration ausgeht, ist dies nicht zu beanstanden. 

3.2.4 Schliesslich geht die Vorinstanz auch von einer mangelnden sozialen 
Integration des Beschwerdeführers aus. Denn es werde weder dargetan noch seien 
Anhaltspunkte vorhanden, die über die geltend gemachte Beziehung zu seinem Sohn 
hinaus ein soziales Beziehungsnetz in der Schweiz belegen würden (angefochtener 
Entscheid, E. 4c). Der Beschwerdeführer argumentiert dagegen, die Vorinstanz habe 
bezüglich seiner sozialen Integration den Sachverhalt unvollständig festgestellt. Er 
habe regelmässig Kontakt mit mehreren Schweizer Bürgerinnen und Bürgern oder 
könne diese zu seinen Freunden zählen. Zudem stehe er in Verbindung mit der KITA 
und dem Kindergarten sowie mit vielen anderen Eltern und deren Kindern 
(Beschwerde, S. 4 f.). – Der Umgang mit Behörden und Institutionen wie der KITA oder 
dem Kindergarten stellt keinen genügenden Nachweis der sozialen Integration dar. 
Ebenso wenig vermögen Bekanntschaften an diesen Orten oder Kontakte zu einer 
RAV-Mitarbeiterin ein soziales Netz in der Schweiz belegen. Der Beschwerdeführer 
bringt nichts Plausibles vor, das seine Behauptung stützen würde, er sei sozial 
integriert. Die vom Beschwerdeführer beantragten Einvernahmen versprechen keine 
weiteren Erkenntnisse, weshalb die diesbezüglich gestellten Beweisanträge 
abgewiesen werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 10

3.3 Die Vorinstanz hat den ihr bei der Prüfung der Integrationskriterien 
zukommenden Beurteilungsspielraum (vgl. BGE 2C_14/2014 vom 27.8.2014, E. 4.6.1) 
nicht überschritten und es ist nicht zu beanstanden, dass sie die Integration des 
Beschwerdeführers insgesamt für ungenügend hält.

4.

Weiter macht der Beschwerdeführer mit Blick auf die Beziehung zu seinem 5-jährigen 
Sohn, der Schweizer Bürger ist und damit über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht 
verfügt, einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG geltend.

4.1 Ein Anspruch auf Verbleib in der Schweiz kann sich gestützt auf Art. 50 Abs. 1 
Bst. b AuG ergeben, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, zu denen eine enge 
Beziehung besteht und die in der Schweiz gut integriert sind (vgl. BGE 138 II 229 
E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2; BVR 2010 S. 481 E. 5.2.1). Leitlinie bildet Art. 8 der 
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) und der inhaltlich 
deckungsgleiche Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101), weil es diese Garantien 
verletzen kann, wenn die Pflege einer intakten familiären Beziehung zwischen der 
betroffenen Person und einem Kind mit festem Anwesenheitsrecht in der Schweiz 
durch die Entfernungsmassnahme vereitelt würde. Insbesondere können die wichtigen 
persönlichen Gründe im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG nicht einschränkender 
verstanden werden als allfällige, sich aus Art. 8 EMRK ergebende Ansprüche auf 
Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (BGer 2C_1047/2013 vom 
24.6.2014, E. 2.3, 2C_719/2013 vom 10.12.2013, E. 2.3). Nach der von der Vorinstanz 
zutreffend wiedergegebenen ständigen Praxis des Bundesgerichts kann der nicht 
sorge- oder obhutsberechtigte Elternteil aus den angeführten Verfassungs- und 
Konventionsbestimmungen einen Anwesenheitsanspruch ableiten, wenn in affektiver 
und wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese 
wegen der Distanz zum Heimatland der ausländischen Person praktisch nicht 
aufrechterhalten werden könnte und das bisherige Verhalten in der Schweiz zu 
keinerlei Klagen Anlass gegebenen hat (sog. tadelloses Verhalten; BGE 139 I 315 
E. 2.2 mit Hinweisen). Diese Kriterien haben in der Rechtsprechung, je nach 
Konstellation, weitere Nuancierungen erfahren. Einerseits ist das Erfordernis der 
besonderen Intensität der affektiven Beziehung bereits dann erfüllt, wenn der persönli-
che Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen Besuchsrechts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 11

kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.5; zum Ganzen 
VGE 2013/231 vom 11.8.2014, E. 4.3.1). Andererseits stellt ein geringfügiger Verstoss 
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung keinen selbständigen, zwingenden 
Grund für eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung dar, sondern ist im Rahmen 
der Interessenabwägung zu gewichten (BGer 2C_584/2013 vom 7.5.2014, E. 3.3). 

4.2 Der Beschwerdeführer ist gemäss der Vereinbarung über die Scheidungsfolgen 
weiterhin sorge-, wenn auch nicht obhutsberechtigt (act. 6A/2). Deshalb darf zwar – 
entgegen der Ansicht der Vorinstanz – die in E. 4.1 wiedergegebene Rechtsprechung 
zum blossem Besuchsrecht (BGE 139 I 315) nicht unbesehen Anwendung finden (vgl. 
BGE 140 I 145 E. 4.1 [Pra 103/2014 Nr. 90]; BGer 2C_1047/2013 vom 24.6.2014, 
E. 3.3). Aber grundsätzlich ist von einem möglichen Anspruch auf Aufenthalts-
bewilligung gemäss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV auszugehen, wobei im Rahmen der 
nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK durchzuführenden Interessenabwägung ein Verstoss gegen 
die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht notwendigerweise einem Anspruch auf 
Verbleib entgegensteht. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes vom 
20. November 1989 (SR 0.107) gebietet diesfalls eine massgebliche Berücksichtigung 
des Kindesinteresses im Rahmen der Interessenabwägung (BGer 2C_606/2013 vom 
4.4.2014, E. 6.3). In diesem Rahmen ist ein Ausgleich zwischen einem allfälligen 
negativen Verhalten der gesuchstellenden Person und ihren sowie den Interessen des 
Kindes an der Aufrechterhaltung ihrer sehr engen Beziehung anzustreben. Dies soll 
jedoch nicht zu einer mit der Rechtsprechung zum umgekehrten Familiennachzug (vgl. 
z.B. BGE 137 I 247) bei Kindern mit schweizerischer Staatsangehörigkeit 
vergleichbaren Situation führen. Vielmehr soll ein Verstoss gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung negativ berücksichtigt werden dürfen; jedoch handelt es sich 
nur um ein Kriterium unter anderen, das in der umfassenden Interessenabwägung zu 
berücksichtigen ist (BGE 140 I 145 E. 4.3 [Pra 103/2014 Nr. 90]; zum Ganzen 
BGer 2C_584/2013 vom 7.5.2014, E. 3.2.).

4.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei stets für seinen Sohn da. Sie würden 
täglich telefonieren, grundsätzlich alle Wochenenden zusammen verbringen und sähen 
sich auch mehrfach während der Arbeitswoche. Zudem suche er, wenn notwendig, mit 
seinem Sohn den Arzt auf und betreue das Kind während der Krankheit (Beschwerde, 
S. 6). – In der Zwischenzeit wurde die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und 
B.________ rechtskräftig geschieden (act. 8A). Gemäss Scheidungskonvention wurde 
das gemeinsame Sorgerecht vereinbart, die Obhut jedoch der Mutter zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 12

Die Vereinbarung überlässt die Regelung des Besuchsrechts den Parteien; für den 
Streitfall wurde ein übliches Besuchsrecht (alle zwei Wochen ein Wochenende, vier 
Wochen Ferien, alternativ Weihnachten und Neujahr sowie Ostern und Pfingsten) 
festgelegt (act. 6A/2). Damit ist von einer engen affektiven Beziehung im Sinn der 
Rechtsprechung auszugehen, was im Übrigen auch die Vorinstanz nicht in Frage stellt 
(angefochtener Entscheid, E. 5b). Da der Sachverhalt diesbezüglich unbestritten ist, 
vermögen die beantragten Einvernahmen zu keinen weiteren Erkenntnissen führen. 
Die hierzu gestellten Beweisanträge werden abgewiesen.

4.4 Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, reicht eine intakte Beziehung in 
affektiver Hinsicht allein nicht aus, um daraus einen nachehelichen Härtefall bzw. einen 
Anspruch gemäss Art. 8 EMRK auf Aufenthalt abzuleiten (angefochtener Entscheid, 
E. 5b). Vielmehr sind die übrigen Kriterien wie die wirtschaftlich enge Beziehung, die 
Achtung der Rechtsordnung und die Möglichkeit der Beziehungspflege vom Ausland 
her in die Interessensabwägung miteinzubeziehen. Hierzu führt die Vorinstanz aus, es 
könne in wirtschaftlicher Hinsicht nicht von einer intakten Beziehung gesprochen 
werden, da der Beschwerdeführer keine signifikante finanzielle Unterstützung an 
seinen Sohn leiste (angefochtener Entscheid, E. 5b). Der Beschwerdeführer bringt 
dagegen vor, eine solche sei zurzeit gar nicht erforderlich und stehe nicht in Frage. Im 
Fall einer Scheidung würde er seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen 
(Beschwerde, S. 6). Zwischenzeitlich wurde die Ehe geschieden (vgl. E. 2.2 hiervor) 
und der Beschwerdeführer zur Zahlung von monatlich Fr. 500.-- an seinen Sohn ver-
pflichtet (act. 6A/2). Aus den Akten ist weder ersichtlich noch wird geltend gemacht, 
dass der Beschwerdeführer seit Rechtskraft des Scheidungsurteils dieser Verpflichtung 
nachgekommen wäre. Es bestehen im Gegenteil Hinweise, die seiner Argumentation 
widersprechen: So hält der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um Erlass einer 
vorsorglichen Massnahme vom 10. Oktober 2014 fest, seine wirtschaftliche Situation 
sei äusserst schlecht und die Unterhaltszahlungen an seinen Sohn seien in Frage 
gestellt (act. 10). Demzufolge und aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
bereits im Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz arbeitslos war, ist nicht zu 
beanstanden, wenn diese nicht von einer intakten wirtschaftlichen Beziehung ausgeht.

4.5 Negativ ins Gewicht fällt überdies, dass der Beschwerdeführer sich bisher nicht 
klaglos verhalten hat. Selbst im Licht der neusten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, wonach geringfügige Verstösse gegen die Rechtsordnung nicht 
zwangsläufig zu einer Nichtverlängerung des Aufenthaltstitels führen (vgl. dazu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 13

E. 4.1 f. hiervor), dürfen seine Verurteilungen wegen mehrfacher Missachtung von 
Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, Vergehen gegen das AuG sowie wegen 
Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte zu insgesamt 82 Tagen Gefängnis 
(vgl. E. 2.2 hiervor) bei der Beurteilung berücksichtigt werden. Zwar liegen die 
Verurteilungen bereits einige Jahre zurück, doch erreichen sie mit einem zu-
sammengerechneten Strafmass von 82 Tagen Gefängnis eine ausserhalb des 
Bagatellbereichs liegende Grössenordnung. Schliesslich kann der Behauptung des 
Beschwerdeführers nicht gefolgt werden, wegen der grossen Distanz zu seinem 
Heimatland könne die Beziehung zu seinem Sohn nicht mehr gelebt werden 
(Beschwerde, S. 6). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann die 
Beziehung mittels gegenseitigen Besuchen sowie den herkömmlichen 
Kommunikationsmitteln auch vom Ausland her in einem gewissem Rahmen gepflegt 
werden, zumal heute bereits Kleinkinder mit den zur Verfügung stehenden 
elektronischen Geräten umgehen können. Sogar wenn nicht von der Hand zu weisen 
ist, dass insbesondere die für den Sohn drohende räumliche Trennung vom Vater eine 
gewisse Härte bedeutet, verletzt der angefochtene Entscheid somit kein Recht, wenn 
er dem Beschwerdeführer auch in dieser Hinsicht einen Anspruch auf weiteren 
Verbleib in der Schweiz abspricht.

4.6 Weitere Gründe, welche ein Aufenthaltsrecht vermitteln könnten, sind weder 
geltend gemacht noch ersichtlich. Die Vorinstanz hat daher einen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Verlängerung seines Aufenthalts in der Schweiz zu Recht 
verneint.

5.

Zu Recht rügt der Beschwerdeführer die Verweigerung der ermessensweisen 
Bewilligungsverlängerung durch die Vorinstanz nicht. Denn diese hat eine umfassende 
Prüfung vorgenommen sowie alle massgebenden Umstände und Interessen 
berücksichtigt (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6). Bei ihrer Ermessensausübung sind 
der Vorinstanz keine Rechtsfehler unterlaufen (vgl. BVR 2010 S. 481 E. 6.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 66 N. 21), 
weshalb nicht zu beanstanden ist, dass sie die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers auch nicht ermessensweise verlängert hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 14

6.

6.1 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die 
von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzusetzen.

6.2 Mit dem Entscheid in der Hauptsache erübrigt es sich, das Gesuch um Erlass 
einer vorsorglichen Massnahme – Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bis zum 
Abschluss des Beschwerdeverfahrens (vgl. vorne Bst. C) – zu beurteilen (BVR 2012 
S. 314 E. 5.4; VGE 2013/420 vom 11.8.2014, E. 5.7; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 28 N. 5).

6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 23. Dezember 2014.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2014, Nr. 100.2013.406U, Seite 15

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

i.V.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.