# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e98f9c74-8f4a-58ba-8834-8c43274d6707
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-25
**Language:** de
**Title:** Einstellung der Heilbehandlungsleistungen (Physiotherapie) erfolgte zu Recht; Leistungspflicht des Unfallversicherers für Rückfall/Spätfolgen nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
**Docket/Reference:** UV.2014.00083
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2014.00083.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2014.00083
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Buchter
Urteil
vom
25. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft
Steinengraben 41, 4003 Basel
Beschwerdegegnerin
Zustelladresse: Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft
Rechtsdienst
Wuhrmattstrasse
21, 4103 Bottmingen
Unter Hinweis
, dass
der
1975 geborene
X.___
, von Beruf Rechtsanwalt und als
Di
rector
/
Tax
Specialist
bei der
Y.___
AG angestellt, am 2. Januar 2012
im Skigebiet
Z.___
in
A.___
beim Skifahren verunfallte und eine
subcapitale
Humerus
fraktur
rechts mit anschliessender Arbeitsunfähigkeit bis 26. Februar 2012 erlitt (
Urk. 8/UM,
Urk. 8/M3), wofür die Schweizerische National-Versicherungs-Ge
sell
schaft
aus der obligatorischen Unfallversicherung die gesetzlichen Leistun
gen in Form von Taggeld
(Urk. 8/TG1-TG2)
und Heilbehandlung erbrachte,
die Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft
nach entsprechender Mitteilung vom 17. Oktober 2012 (Urk. 8/K2)
mit
Verfügung vom 5. Februar 2013 (Urk. 8/K5)
die Heilbehandlungsleistungen (Physiotherapie) per
31. Okto
ber 2012 einstellte und zugleich ihre Leistungspflicht für Beschwerden
an der
Hals
wirbel
säule
(HWS)
verneinte,
sie
auf Einsprache (Urk. 8/K7) hin mit Entscheid vom 3. März 2014 (Urk. 2) die Kosten für die MRI-Untersuchung der HWS vom 26. Juni 2012 in Höhe von Fr. 837.15 als Abklärungskosten
(Unfalldiagnostik)
im Sinne von
Art.
45 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
übernahm
, jedoch
die Einsprache im darüber hinausgehenden Umfang ab
wies,
der Versicherte
da
gegen am 6. April 2014
(Urk. 1)
Beschwerde erhob
und bean
tragte
, die
Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft
sei zu verpflich
ten, die Versicherungsleistungen für sämtliche von den behandelnden Ärzten in Folge des Unfalls vom 2. Januar 2012 durchgeführten respektive verordneten Be
handlunge
n und diagnostischen Massnahmen
, insbesondere für die
Schulter
operation
vom 26. Juni 2013 einschliesslich Nachbehandlung
, zu erbringen
,
die Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft in ihrer
Beschwerde
antwort
vom 26. Mai 2014 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde schloss
und sich
der Beschwerdeführer im Rahmen des mit Verfügung vom 18. August 2014 (Urk. 9) angeordneten zweiten Schriftenwechsels nicht ve
rnehmen liess
, was
ers
te
rer
am 30. September 2014
zur Kenntnis g
ebracht wurde (Urk. 11);
in Erwägung,
dass
die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden voraussetzt (BGE
12
9 V 177 E. 3.1 und 3.2),
nach Gesetz und Rechtsprechung
de
r
Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen
(
Heilbehandlung
,
Taggeld
) abzuschliessen (
und
de
r
Anspr
uch auf eine
Invalidenrente und
eine Integritätsentschädigung
zu prüfen
)
ist
,
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und all
fällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl.
Art.
19
Abs.
1
des Bundesgesetz
es über die Unfallversicherung,
UVG
; BGE 137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 E. 4.1),
demgemäss die v
erunfallte Person Anspruch auf Heilbehandlung
gemäss
Art. 10 UVG hat
, solange von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheit
szustandes erwartet werden kann,
sich letzteres mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Kon
zeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist (vgl. etwa Art. 1a und Art. 4 UVG), namentlich
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der
unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit be
stimmt, wobei die
Verwendung des Begriffes „namhaft“ durch den Gesetzgeber verdeutlich
t
, dass die durch weitere Heilbehandlung
erhoffte
Bess
erung ins Ge
wicht fallen muss und u
nbedeutende Verbesserungen nicht
genügen
(BGE 134 V 109 E.
4.3),
in diesem Zusammenhang der Gesundheitszustand der versicherten Person pro
gnostisch und
nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen
zu
beurteil
en ist
(Urteil des Bundesgerichts
8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1),
die Versicherungsleistungen
einschliesslich
Heilbehandlung
gemäss
Art. 10 UVG
auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden
(
Art.
11 der Verordnu
ng über die Unfallversi
cherung,
UVV)
;
in weiterer Erwägung, dass
sich
die am 2. Januar 2012 erlittene
Humerusf
raktur
nach konservativer Be
hand
lung
in der
Röntgenuntersuchung vom 9. Februar 2012
schon fast
kom
plett
verheilt
präsentierte
und dem
Beschwerdeführer
bereits ab 27. Februar 2012
wie
der eine
100%ige
Arbeitsfähigkeit
für die angestammte Tätigkeit bei der
Y.___
AG
bescheinigt wurde
(Urk. 8/M3, Urk. 8/M5)
,
welche
er eig
e
nen An
gaben zu
folge auch umsetzte (Urk. 8/M8),
die
Weiterführung der
Physiotherapie die Verbesserung der Beweglichkeit und Funktionalität der Schulter
bezweckte
(
Urk. 8/M11
) und die
MR-
Arthrographie
der rechten Schulter vom 6. September 2012 eine vollständige Konsolidierung
der
Humerusfraktur
zeigte (Urk. 8/M13
, Urk. 8/M14 S. 3
)
,
Ende Oktober 2012 unbestrittenermassen
(Urk. 1 S. 2 und
5) keine weitere Heil
behandlung anstand und von einer solchen bereits deshalb keine namhafte Bes
serung des Gesundheitszustandes im Sinne der Rechtsprechung mehr zu erwar
ten gewesen wäre, weil damals in der angestammten Tätigkeit bereits seit rund acht Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vorlag (vgl.
dazu
auch Urteile des Bun
desgerichts 8C_591/2013 vom 29. Januar 2013 E. 2.2 und 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.2.1)
,
die Beschwerdegegnerin demgemäss ohne weiteres ihre Leistungen betreffend Phy
siotherapie einstellen durfte, weshalb die Beschwerde insoweit abzuweisen ist,
die – fast acht Monate nach Einstellung der Leistungen betreffend Phy
sio
therapie und Einholung der Zweitmeinung von Dr. med.
B.___
, Facharzt für Chirurgie, vom 27. Mai 2013 (Urk. 8/M18) – am 26. Juni 2013 (Urk. 8/M21) in der Klinik
C.___
, durchge
führte Operation ebenso wie die Entfer
nung des
Osteosynthesematerials
vom Mai 2014 (Urk. 8/M34 S. 2) nicht Gegen
stand dieses Verfahrens bildet, übernahm doch die Beschwerdegegnerin die an
fall
enden Kosten unter dem Titel „Rückfall“ (Urk. 7 S. 5 unten und Urk.
8/M34),
über allfällige weitere Leistungen in diesem Zusammenhang nicht entschieden wurde und diese ebenfalls nicht Gegenstand dieses Verfahrens sind, weshalb dies
bezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
etwaige
HWS-Beschwerden unbestrittenermassen nicht in einem
k
ausal
en Z
u
sammenhang zum Unfall vom 2. Januar 2012 stehen, weshalb die
Beschwerde
gegnerin
dafür nicht leistungspflichtig und der angefochtene Entscheid
(Urk. 2)
auch in dieser Hinsicht
nicht zu beanstanden
ist
;
erkennt das Gericht:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit darauf einge
treten
wird
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubBuchter