# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb50de10-1754-549f-862c-1148e27fdcfe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2025 F-7401/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7401-2025_2025-10-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7401/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Sebastian Kempe, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig; 

Gerichtsschreiberin Aisha Luisoni. 

   

Parteien 

 
A._______, 

geboren am (…), Marokko, 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 24. September 2025. 

 

 

 

F-7401/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 19. September 2025 in der Schweiz 

um Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Finger-

abdruck-Datenbank (Zentraleinheit EURODAC) ergab, dass er am 14. De-

zember 2021 in Österreich ein Asylgesuch gestellt hatte. 

B.  

Im Rahmen des Dublin-Gesprächs am 23. September 2025 gewährte die 

Vorinstanz dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit 

Österreichs für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, 

zum Nichteintretensentscheid, zur Wegweisung nach Österreich und zu 

seinem Gesundheitszustand. 

C.  

Gleichentags ersuchte die Vorinstanz die österreichischen Behörden um 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Diese hiessen das Ersuchen am 24. September 2025 gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO gut. 

D.  

Mit Verfügung vom 24. September 2025 – eröffnet am 25. September 2025 

– trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, 

ordnete seine Wegweisung nach Österreich an und forderte ihn auf, die 

Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzei-

tig wies sie auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende aufschiebende 

Wirkung hin und beauftragte den Kanton B._______ mit dem Vollzug der 

Wegweisung. 

E.  

Der damalige Rechtsvertreter zeigte der Vorinstanz mit Schreiben vom 

25. September 2025 die Beendigung des Mandatsverhältnisses an. 

F.  

Mit (Formular-)Beschwerde vom 26. September 2025 (Postaufgabe) ge-

langte der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 24. September 

2025 an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Anweisung an 

F-7401/2025 

Seite 3 

das SEM, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei die Sache zur 

vollständigen Erstellung des Sachverhalts an das SEM zurückzuweisen, 

subeventualiter sei das SEM anzuweisen, individuelle Zusicherungen be-

züglich dem Zugang zum Asylverfahren, adäquater medizinischer Versor-

gung und Unterbringung von den Behörden des zuständigen Dublin-Staats 

einzuholen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der aufschie-

benden Wirkung und Anweisung an das Migrationsamt, keine Vollzugs-

handlungen durchzuführen. Zudem ersuchte er um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung sowie Beiordnung eines amtlichen Rechtsbei-

stands. 

G.  

Am 29. September 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an. 

H.  

Das Bundesverwaltungsgericht forderte den Beschwerdeführer mit Zwi-

schenverfügung vom 1. Oktober 2025 (ausgehändigt am 8. Oktober 2025) 

auf, innert 3 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung eine verbesserte Be-

schwerdeschrift mit Begründung seiner Begehren einzureichen, andern-

falls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. 

I.  

Der Beschwerdeführer reichte am 9. Oktober 2025 (Posteingang) die Be-

gründung der in seiner Beschwerde vom 26. September 2025 gestellten 

Begehren (auf einem neuen Beschwerdeformular) nach und stellte zudem 

die folgenden Rechtsbegehren: 

Die Verfügung des SEM sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei an-

zuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren. Es sei festzustellen, dass 

der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei 

und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er erneut um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses sowie Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands. Even-

tualiter sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen (gemeint: zu er-

teilen). 

F-7401/2025 

Seite 4 

J.  

Das Migrationsamt des Kantons B._______ stellte der Vorinstanz mit 

Schreiben vom 17. Oktober 2025, wovon dem Bundesverwaltungsgericht 

eine Kopie zugestellt worden ist, einen Antrag auf Anordnung von Untersu-

chungshaft vom 15. Oktober 2025 der Staatsanwaltschaft (…) des Kantons 

B._______ zu. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31 VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf 

die Beschwerde – unter Vorbehalt nachfolgender Erwägung – einzutreten 

ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

Das Gericht entscheidet über diese endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG). 

1.3. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2; je m.w.H.). Die Fragen der Flüchtlingseigenschaft 

und der Asylgewährung sowie die allfällige Feststellung der Unzulässigkeit, 

Unzumutbarkeit und/oder Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges unter 

Art. 83 Abs. 2-4 AIG und damit verknüpft die allfällige Anordnung einer vor-

läufigen Aufnahme waren demgegenüber im vorinstanzlichen Verfahren 

nicht zu prüfen. Sie können folglich nicht zum Gegenstand des Beschwer-

deverfahrens gemacht werden, weshalb auf die entsprechenden Anträge 

nicht einzutreten ist. 

1.4. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG) zu behandeln ist. 

F-7401/2025 

Seite 5 

2.  

2.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO (negativer Asylentscheid) grundsätzlich Österreich für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des Beschwerdefüh-

rers zuständig ist, auch wenn das dortige Asylverfahren bereits rechtskräf-

tig abgeschlossen ist, dass das österreichische Asylsystem rechtspre-

chungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer die 

Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz über-

ginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse er-

sichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie zu Recht erkannt, 

dass keine konkreten Hinweise dafür vorliegen, dass der Beschwerdefüh-

rer bei einer Überstellung gravierenden Menschenrechtsverletzungen im 

Sinne von Art. 3 EMRK ausgesetzt oder unter Verletzung des Non-Refou-

lement-Gebots in seinen Heimatsstaat überstellt würde oder dass er bei 

einer Rückkehr nach Österreich in eine existenzielle Notlage geraten 

würde. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung 

des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylver-

ordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Er-

messens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie 

hat den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hinreichend abge-

klärt, in den Überstellungsmodalitäten aufgeführt und korrekt dahingehend 

gewürdigt, dass ihm in Österreich der Zugang zu medizinischer Notfallver-

sorgung und unbedingt erforderlichen Behandlungen von Krankheiten of-

fensteht. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG dessen Wegweisung 

nach Österreich angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die korrek-

ten vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen. 

2.2. Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der vorinstanzlichen Verfügung nichts zu ändern. Dies 

gilt namentlich auch für die vorgebrachten Gesundheitsprobleme (kaputte 

Zähne und Drogenprobleme). Österreich verfügt über eine ausreichende, 

für Dublin-Überstellte hinreichend zugängliche medizinische Infrastruktur 

(Urteile des BVGer F-1124/2025 vom 5. März 2025 E. 2.2; F-74/2025 vom 

17. Februar 2025 E. 3.2.2) und es liegen keine konkreten Hinweise vor, 

wonach Österreich ihm den Zugang zu allenfalls benötigten Behandlungen 

verweigern würde. 

Nach dem Gesagten besteht auch kein Anlass, die Sache zur vollständigen 

Erstellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen oder diese 

F-7401/2025 

Seite 6 

anzuweisen, individuelle Zusicherungen von Österreich einzuholen, wes-

halb der entsprechende Eventual- sowie der Subeventualantrag abzuwei-

sen sind. 

3.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 

Verfügung vom 24. September 2025 nicht zu beanstanden ist. Die Be-

schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.  

Mit vorliegendem Urteil wird der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung gegenstandslos und fällt der am 29. September 2025 angeord-

nete Vollzugsstopp dahin. 

5.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuwei-

sen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt 

– als aussichtlos zu bezeichnen sind und dies auch im Gesuchszeitpunkt 

waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

F-7401/2025 

Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Aisha Luisoni 

 

 

Versand: