# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d52a511-06c7-58b2-9b5f-8603d356e54b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.03.2024 S 2022 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-127_2024-03-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 13. März 2024 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________ GmbH
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________ und/oder Rechtsanwältin 
lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch den Rechtsdienst der Ar-
beitslosenkasse des Kantons Zug, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Kurzarbeitsentschädigung)

S 2022 127

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Urteil S 2022 127

A. Die A.________ GmbH reichte am 3. März 2020 mit Hinweis auf das Coro-
navirus resp. die entsprechenden Massnahmen des Bundesrates beim Amt für Wirtschaft 
und Arbeit des Kantons Zug (AWA) erstmals eine Voranmeldung von Kurzarbeit ein 
(AWA-act. 1). In der Verfügung vom 5. März 2020 hielt das AWA fest, dass gegen die 
Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung kein Einspruch erhoben werde, und, sofern die 
übrigen Voraussetzungen erfüllt seien, die Arbeitslosenkasse vom 6. März bis 5. Juni 2020 
Kurzarbeitsentschädigung ausrichten könne (AWA-act. 2). In der Folge sprach das AWA 
der A.________ GmbH für mehrere Zeitperioden, letztmals vom 1. Juni bis 30. November 
2021, Kurzarbeitsentschädigung zu (AWA-act. 4, 7, 9, 11, 13). Nach Abklärungen betref-
fend den Zeitraum ab Juni 2021 (AWA-act. 14) und insbesondere den Monat August 2021 
(AWA-act. 16) erhob das AWA auch für den Zeitraum vom 1. Dezember 2021 bis zum 
28. Februar 2022 keinen Einspruch gegen die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung 
zugunsten der A.________ GmbH (AWA-act. 19).

Mit Verfügung vom 11. Februar 2022 hob das AWA die Verfügungen vom 10. November 
2020 (AWA-act. 9), 29. Januar 2021 (AWA-act. 11) und 5. Mai 2021 (AWA-act. 13) auf 
und erhob gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung insofern teilweise Ein-
spruch, als es einen Kurzarbeitsentschädigungsanspruch für die Zeit vom 1. Januar bis 
30. November 2021 verneinte (AWA-act. 23). Die dagegen erhobene Einsprache wies das 
AWA mit Einspracheentscheid vom 7. September 2022 ab (AWA-act. 24 f.).

B. Dagegen erhob die A.________ GmbH am 7. Oktober 2022 Beschwerde mit dem 
Hauptantrag, es sei der Einspracheentscheid vom 7. September 2022 vollumfänglich auf-
zuheben und ihr Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum vom 1. Januar 
2021 bis zum 30. November 2021 gutzuheissen (act. 1). 

C. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2022 schloss das AWA auf Abweisung der Be-
schwerde (act. 3). 

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Urteil S 2022 127

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfügun-
gen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden. 
Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle ist 
– in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG – das Versicherungsgericht desselben Kantons 
zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Ver-
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIV; SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kan-
ton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kanto-
nale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in 
Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG; BGS 162.1]).

1.2 Der angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit 
des Kantons Zug erlassen, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurtei-
lung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde ist 
innerhalb der 30-tägigen Frist (Art. 60 Abs. 1 ATSG) eingegangen. Die Beschwerdeführe-
rin ist durch den angefochtenen Entscheid direkt betroffen und somit zur Beschwerde legi-
timiert. Letztere entspricht schliesslich den formellen Anforderungen, weshalb sie zu prü-
fen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den Sachverhalt ab, der sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfü-
gung respektive Einspracheentscheids realisiert hat. In zeitlicher Hinsicht sind, vorbehält-
lich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei 
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 
148 V 162 E. 3.2.1; 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je 
mit Hinweisen; eingehender zur intertemporalen Rechtsanwendung bei Dauersachverhal-
ten BGE 148 V 162 E. 3.2).

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Urteil S 2022 127

2.2 Im Zusammenhang mit Massnahmen wegen des Coronavirus (Covid-19) erliess 
der Bundesrat verschiedene Verordnungen, die innert kurzer Zeit mehrere Änderungen er-
fuhren. Das Verfahren zum Erlass von Gesetzes- und Verordnungsrecht war auf Bundes-
ebene durch die ausserordentliche Lage im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie 
einer besonderen Dynamik unterworfen. Die Dringlichkeit der Massnahmen brachte es mit 
sich, dass in hoher Kadenz Notverordnungen erlassen, aufgehoben und ersetzt wurden, 
ohne dass eine in allen Teilen handwerklich ausgereifte, wohl durchdachte Rechtsetzung 
im Fokus stehen konnte. Mit dem Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für 
Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 25. Septem-
ber 2020 (Covid-19-Gesetz; SR 818.102) erhielt der Bundesrat besondere Befugnisse zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie und zur Bewältigung der Auswirkungen der getroffe-
nen Massnahmen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Behörden. So kann der Bundesrat 
nach Art. 17 Abs. 1 lit. d Covid-19-Gesetz vom AVIG abweichende Bestimmungen über 
den Ablauf des Verfahrens zur Voranmeldung von Kurzarbeit und zur Ausrichtung der 
Kurzarbeitsentschädigung sowie die Form von deren Auszahlung erlassen (vgl. dazu BGE 
148 V 144 E. 4). Es wurden in der Folge aber auch einige dieser Aspekte direkt im Gesetz 
geregelt.

2.3 Der angefochtene Entscheid erging am 7. September 2022 und betrifft Leistungen 
für den Zeitraum ab 1. Januar 2021. In zeitlicher Hinsicht sind deshalb diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die ab 1. Januar 2021 Geltung hatten. Weiter sind diejenigen 
Verwaltungsanweisungen zu berücksichtigen, die der Vorinstanz am 7. September 2022 
vorgelegen (und ihr gegenüber Bindungswirkung entfaltet) haben. Das Gericht ist an diese 
zwar nicht gebunden, weicht davon aber nicht ohne triftigen Grund ab, wenn sie eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen (vgl. etwa BGE 147 V 
278 E. 2.2 sowie E. 3.3 unten).

3. 
3.1 Gemäss Art. 31 Abs. 1 AVIG haben versicherte Arbeitnehmer, deren Arbeitsver-
hältnis nicht gekündigt ist und deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz 
eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn der Arbeitsausfall anrechen-
bar sowie voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass durch Kurzar-
beit die Arbeitsplätze erhalten werden können. Ein Arbeitsausfall ist unter anderem anre-
chenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und unvermeidbar ist (Art. 32 
Abs. 1 lit. a AVIG). Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe – in 

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Urteil S 2022 127

Berücksichtigung des präventiven Charakters der Kurzarbeitsentschädigung – sehr weit 
aus und versteht darunter sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt 
und nicht nur den Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb 
angebotenen Gütern und Dienstleistungen (BGE 128 V 305 E. 3a; BGer 8C_549/2017 
vom 20. Dezember 2017 E. 3.2 und EVG C 279/05 vom 2. November 2006 E. 1, je mit 
Hinweisen). Ein auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführender und an sich grundsätzlich 
anrechenbarer Arbeitsausfall gilt jedoch dann nicht als anrechenbar, wenn er branchen-, 
berufs- oder betriebsüblich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verur-
sacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regelmässig wie-
derkehrende Arbeitsausfälle von der Kurzarbeitsentschädigung ausschliessen (BGE 121 V 
371 E. 2a und 119 V 357 E. 1a, je mit Hinweisen). Ebenfalls nicht anrechenbar ist ein Ar-
beitsausfall, wenn er durch betriebsorganisatorische Massnahmen, andere übliche Be-
triebsunterbrechungen oder durch Umstände bedingt ist, die zum normalen Betriebsrisiko 
des Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a 2. Satzteil AVIG; ARV 2004 Nr. 5 S. 58 
E. 2.1).

Gemäss Art. 32 Abs. 3 AVIG regelt der Bundesrat für Härtefälle die Anrechenbarkeit von 
Arbeitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen, auf wetterbedingte Kundenausfälle 
oder auf andere vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind. Er 
kann für die Fälle von Absatz 2 abweichende längere Karenzfristen vorsehen und bestim-
men, dass der Arbeitsausfall nur bei vollständiger Einstellung oder erheblicher Einschrän-
kung des Betriebes anrechenbar ist. Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen 
oder andere nicht vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, sind 
anrechenbar, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirtschaftlich tragbare 
Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar machen kann 
(Art. 51 Abs. 1 AVIV). 

3.2 Wie in der Botschaft zum Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für 
Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (BBl 2020 2068 
S. 6563 ff.) in Ziff. 2.3.8 ausgeführt wird, besteht der Sinn und Zweck der Kurzarbeitsent-
schädigung nicht in der Existenzsicherung des Betriebs bzw. der Deckung von Umsatz- 
oder Betriebseinbussen, sondern im Erhalt von Arbeitsplätzen durch die Verhinderung von 
kurzfristig aufgrund des Arbeitsrückgangs ausgesprochenen Kündigungen. Nach den lau-
fend aktualisierten Weisungen des SECO an die kantonalen Arbeitsämter und die öffentli-
chen und privaten Arbeitslosenkassen "Sonderregelungen aufgrund der Pandemie" kann 
eine Pandemie aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und der Schwere nicht als 

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normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 
AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Umständen jeder Arbeitgeber davon betroffen 
sein kann. Demnach sind Arbeitsausfälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern 
und Dienstleistungen, die auf die Pandemie zurückzuführen sind, in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG anrechenbar. Die Arbeitgeber müssen allerdings glaubhaft darle-
gen, inwiefern die Arbeitsausfälle auf die Pandemie zurückzuführen sind (vgl. Weisung 
Nr. 2020/01 des SECO vom 10. März 2020 S. 3). Während zu Beginn der Pandemie der 
blosse Hinweis auf diese als ausreichende Begründung betrachtet wurde (Weisung des 
SECO Nr. 2020/6 vom 9. April 2020 S. 5), galt diese Erleichterung bereits seit August 
2020 und mithin auch im hier interessierenden Zeitpunkt nicht mehr, sondern war eine 
nähere Plausibilisierung verlangt (zum Ganzen auch BGer 8C_555/2021 vom 24. Novem-
ber 2021 E. 3.3.1 und 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.3).

3.3 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich 
an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzel-
fall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestim-
mungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungswei-
sungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar-
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine 
rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 
224 E. 4.4.2; 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen). Dabei ist grundsätzlich diejenige Fassung 
mitzuberücksichtigen, die der Entscheidbehörde im Verfügungszeitpunkt vorgelegen hat 
(BGer 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.2 mit Hinweis).

4. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner den Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Kurzarbeitsentschädigung vom 1. Januar 2021 bis 30. November 2021 zu 
Recht verneint hat. Zentrale Streitpunkte sind dabei, ob die Beschwerdeführerin glaubhaft 
machen konnte, dass der von ihr im streitgegenständlichen Zeitraum geltend gemachte 
Arbeitsausfall in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit der Pandemie stand, und 
zum anderen, ob der erlittene Arbeitsausfall unvermeidbar gewesen ist.

5.
5.1 Der Beschwerdegegner verneinte den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurza-
rbeitsentschädigung im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen mit der Begründung, 
die Beschwerdeführerin sei von einem Hauptkunden – dem D.________ resp. den daran 

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teilnehmenden Ausstellern – abhängig; ein derartiges Klumpenrisiko gehöre zum norma-
len Betriebsrisiko. Dieses sei durch schadenmindernde Massnahmen zu vermeiden, in-
dem durch eine entsprechende Diversifizierung der Geschäftstätigkeit der Abhängigkeit 
von einem (Haupt-)Kunden Abhilfe geschaffen werde. Zudem sei entscheidend, dass 
mangels konkret ausgefallener Arbeit auch keine wirtschaftlich bedingte Herabsetzung der 
vertraglichen Arbeitszeit der arbeitnehmenden Person gegeben sei. Für geleistete Arbeit, 
welche keinen Umsatz zur Folge habe, könne kein anrechenbarer Ausfall geltend gemacht 
werden. Ein Ausfall könne nur dann angerechnet werden, wenn wegen fehlender Arbeit 
keine Arbeitszeit geleistet und folglich auch kein Umsatz erzielt werden könne. Wenn für 
das Jahr 2021 infolge Absage des D.________ kein Umsatz generiert werden könne, kön-
ne hieraus kein Ausfall geltend gemacht werden, da hierfür auch zu Beginn des Jahres 
2021 zwingend eine entsprechende Vermittlungstätigkeit stattgefunden haben müsste. 
Das verwirklichte Risiko des Ausfalls des D.________ und der damit einhergehende Um-
satzausfall sei eine Folge des gewöhnlichen Unternehmerrisikos und nicht auf wegen der 
Pandemie ausgefallene Arbeit zurückzuführen. Gleiches gelte sodann im Zusammenhang 
mit der Absage des D.________ 2022, weil im hier relevanten Jahr 2021 die entsprechen-
de Arbeit bereits habe geleistet werden müssen (BF-act. 2 S. 8 ff.).

5.2 Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, sie habe ihrer Mitarbeiterin im streitge-
genständlichen Zeitrahmen keine Arbeit zuweisen können, da sie aufgrund der Ungewiss-
heit betreffend die Durchführung des D.________ im Jahr 2021 von ihren Kunden keine 
Aufträge erhalten habe. Es habe im Jahr 2021 nicht nur einen Umsatzverlust, sondern 
auch einen ausgewiesenen Arbeitsausfall gegeben. Die D.________ 2021 und 2022 seien 
aufgrund der Pandemie abgesagt worden. Der D.________ sei erstmalig .________ 
durchgeführt worden und habe seit .________  jährlich stattgefunden. Es sei vor der Pan-
demie schlicht undenkbar gewesen, dass der D.________  jemals hätte abgesagt werden 
können. Sie sei daher mit ihrem Geschäftsmodell kein bewusst gewähltes Risiko einge-
gangen, welches ein normales Betriebsrisiko darstelle. Im Gegenteil, die Nachfrage nach 
der von ihr angebotenen Dienstleistungen als Hotel-Brokerin sei aufgrund der Pandemie 
und der neu aufstrebenden Technologien wie Zoom-Meetings rückläufig gewesen. Sie ha-
be trotz intensiver Bemühungen keine weiteren Aufträge generieren können. Der Be-
schwerdegegner verkenne zudem, dass es mitnichten möglich gewesen wäre, von einem 
Tag auf den anderen ein neues Betriebskonzept zu erarbeiten in einer Zeit, in welcher die 
Eventbranche aufgrund der Pandemie generell konjunkturell schlecht gelaufen sei. Der 
Ausfall des D.________ und der damit einhergehende Umsatzausfall seien nicht die Folge 
des gewöhnlichen Unternehmerrisikos. Der Arbeitsausfall sei klar auf die Pandemie 

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zurückzuführen; sie habe einen Arbeitsausfall erlitten, weil die Aufträge ausgeblieben sei-
en, und habe daher ihre Mitarbeiterin nicht beschäftigen können. Die Arbeitsausfälle hät-
ten auf aussergewöhnlichen, pandemiebedingten Umständen gegründet, die über das 
hinausgehen, was zum normalen Betriebsrisiko gehört (act. 1 Ziff. 32 ff.). 

Hinsichtlich des Vorwurfs der Verletzung der Schadenminderungspflicht führt die Be-
schwerdeführerin aus, sie habe nicht lediglich die Hoffnung gehabt, dass der D.________ 
2022 stattfindet, vielmehr habe die Messebetreiberin den D.________ offiziell bestätigt. 
Die Corporate-Kunden seien infolge der Pandemie vorsichtig gewesen, neue Aufträge zu 
erteilen und hätten ihre Entscheidung, am D.________ teilzunehmen, lange hinausgezö-
gert. Ein neues Betriebskonzept habe sie nicht von einem Tag auf den anderen etablieren 
können, zudem habe sie aktiv versucht, neue Aufträge zu generieren. Sie sei ihrer Scha-
denminderungspflicht unverzüglich mit notwendigen Massnahmen nachgekommen (act. 1 
Ziff. 43).

5.3
5.3.1 Soweit der Beschwerdegegner sinngemäss die Kontrollierbarkeit des Arbeitsaus-
falls gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG i.V.m. Art. 46b lit. a AVIV verneint, ist er auf Folgen-
des hinzuweisen. Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Arbeitszeitenübersichten 
genügen den Anforderungen von Art. 46b lit. a AVIV resp. der entsprechenden Weisung 
des SECO (AVIG-Praxis KAE [B34]); der Beschwerdegegner hat die Arbeitszeitenüber-
sichten denn auch nie beanstandet. Demnach erlitt deren Arbeitnehmerin in den Monaten 
Januar bis November 2021 folgende Arbeitsausfälle: Januar: 108.45 Ausfallstunden; Fe-
bruar: 108.05 Ausfallstunden; März: 126.71 Ausfallstunden; April: 111.35 Ausfallstunden; 
Mai: 102.13 Ausfallstunden; Juni: 121.49 Ausfallstunden; Juli: 122.39 Ausfallstunden; Au-
gust: 122.44 Ausfallstunden; September: 121.19 Ausfallstunden; Oktober: 116.62 Ausfalls-
tunden; November: 123.32 Ausfallstunden; dies entspricht einem Arbeitsausfall von durch-
schnittlich ca. 80 % (vgl. BF-act. 15). Dieser Arbeitsausfall ist auch aus dem im Jahr 2021 
erlittenen Umsatzrückgang ersichtlich (vgl. BF-act. 16). Auf Basis der unbestrittenen Ar-
beitszeitübersichten ist somit ein Arbeitsausfall der betroffenen Arbeitnehmerin von ca. 80 
% im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. November 2021 erstellt.

5.3.2 Die Beschwerdeführerin bezweckt die Vermittlung von Hotelunterkünften sowie die 
Erbringung von entsprechenden Beratungsdienstleistungen (AWA-act. 1). Als Hotel-
Brokerin sei sie auf die Vermittlung von Hotelzimmern für Messen und Seminare für Cor-
porate-Kunden spezialisiert. Die Entschädigung ihrer Tätigkeit erfolge dabei über die ge-

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buchten Hotels in Prozentsätzen der durch die Corporate-Kunden getätigten Umsätze. Sie 
erziele einen Umsatz, wenn sie für die Corporate-Kunden entsprechende Hotelbuchungen 
vornehmen könne. Erst mit einem Auftrag eines Corporate-Kunden könne sie tätig werden 
und ihre Dienstleistung anbieten. Der für sie wichtigste jährliche Anlass sei der 
D.________, der rund 80 % des jährlichen Umsatzes ausmache; sie organisiere und bu-
che für ihre Kunden Hotels für Übernachtungen, wofür sie nach durchgeführtem Anlass 
(D.________) eine Kommission erhalte. Die Planung und Organisation des nächsten An-
lasses beginne üblicherweise bereits nach Ende des stattfindenden D.________ (act. 1 
Ziff. 11 f.). In der Voranmeldung von Kurzarbeit vom 3. März 2020 liess sie ausführen, 
aufgrund des Coronavirus bzw. der entsprechenden Massnahmen des Bundesrates sei 
der für März 2020 anberaumte D.________ am .________ 2020 kurzfristig abgesagt wor-
den. Es würden praktisch keine Einkünfte generiert, da keine Grossveranstaltungen 
durchgeführt werden können und sie sich in den letzten Jahren auf dieses Marktsegment 
spezialisiert habe (AWA-act. 1). In der Voranmeldung von Kurzarbeit vom August und No-
vember 2020 sowie Januar und Mai 2021 gab die Beschwerdeführerin jeweils an, die 
Kurzarbeit müsse wegen des massiven Rückgangs von Buchungen, vor allem wegen des 
Ausfalls des D.________, durchgeführt werden (AWA-act. 6, 8, 10, 12).

Per 31. Mai 2021 wurde die weitgehende Aufhebung diverser behördlicher Massnahmen 
beschlossen, unter anderem die Öffnung der Innenbereiche von Restaurants und Bars. 
Auch waren unter anderem wieder Publikumsveranstaltungen in Innenräumen mit einer 
Limite von 100 Personen und draussen von 300 Personen möglich (vgl. Covid-19-
Verordnung besondere Lage, Änderungen vom 26. Mai 2021; AS 2021 300). Per 26. Juni 
2021 folgten weitere massgebliche Öffnungsschritte. So wurden unter anderem die Ho-
meoffice-Pflicht und die Maskenpflicht im Freien aufgehoben. Ausserdem konnten in Re-
staurants wieder beliebig viele Personen zusammensitzen und Grossveranstaltungen mit 
Zertifikat ohne Beschränkungen von Kapazität und Anzahl Personen stattfinden; Diskothe-
ken und Tanzlokale durften ebenfalls wieder öffnen, wenn auch mit der Zugangsbeschrän-
kung Covid-Zertifikat. Damit war die Durchführung von Messeveranstaltungen bereits ab 
Juni 2021 unter gewissen Umständen wieder möglich. Wie oben dargelegt (E. 3.2) führt 
der Wegfall resp. die Milderung behördlicher Massnahmen indes nicht automatisch zur 
Durchbrechung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Arbeitsausfall und der Pan-
demie (vgl. auch VGer Zug S 2022 92 vom 27. Oktober 2023 E. 4.2.3).

Ausgehend von den Vorbringen der Beschwerdeführerin (einschliesslich Buchhaltung [BF-
act. 16]) und mit Blick auf ihren (statutarischen) Zweck (Vermittlung von Hotelunterkünften 

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an Geschäftskunden) erscheint es grundsätzlich glaubhaft, dass deren Dienstleistung 
auch im streitgegenständlichen Zeitrahmen pandemiebedingt kaum nachgefragt wurde. 
Nachvollziehbar ist insbesondere, dass Zielkunden der Beschwerdeführerin auch nach 
gewissen Lockerungen der Massnahmen angesichts der seit Frühjahr 2020 stetig geän-
derten Corona-Bekämpfungsmassnahmen eine längerfristige Planung (insbesondere: ver-
bindliche Buchung von Hotelzimmern anlässlich von [Gross-]Veranstaltungen) vorerst 
aussetzten (vgl. auch BF-act. 10 f.). Dem Beschwerdegegner ist zwar insofern zuzustim-
men, als die Beschwerdeführerin mit der Hauptausrichtung auf einen einzigen Anlass im 
Jahr – den D.________ – bewusst ein betriebswirtschaftliches Klumpenrisiko eingeht, 
weshalb dessen Wegfall – und mag er noch so unerwartet kommen – grundsätzlich als 
Betriebsrisiko im Sinne des AVIG zu werten ist, und eine Anrechenbarkeit des dadurch 
entstandenen Arbeitsausfalls ausgeschlossen ist (Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG; BGer 
8C_549/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 4.2). Hier ist aber zu beachten, dass die Absage 
des D.________ in den Jahren 2020 bis 2022 und mithin der (Haupt-)Arbeitsausfall bei der 
Beschwerdeführerin unbestrittenermassen auf die Pandemie zurückzuführen war, weshalb 
er in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG grundsätzlich anrechenbar ist (zur Auswir-
kung auf die Schadenminderungspflicht siehe sogleich).

5.3.3 Wie bereits dargelegt muss ein Arbeitsausfall nach Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG aber 
auch unvermeidbar sein. Der Arbeitgeber hat also alles Zumutbare zu unternehmen, um 
Arbeitsausfälle zu vermeiden oder zu vermindern. Der Leistungsansprecher hat insbeson-
dere alles Zumutbare vorzukehren, wie wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte 
bzw. wie wenn es keine Versicherung gäbe (Schadenminderungspflicht; vgl. etwa BGE 
140 V 267 E. 5.2.1; 141 V 642 E. 4.3.2). Nachdem die Situation rund um die Pandemie die 
Bevölkerung seit Frühjahr 2020 begleitet hatte, war damit zu rechnen, dass diese Lage 
noch länger den Alltag und die Arbeitswelt bestimmen würde. Die Unternehmen – und ge-
rade auch die unbestrittenermassen nicht direkt von behördlichen Massnahmen betroffene 
Beschwerdeführerin – standen daher in der Pflicht, alle nötigen Vorkehrungen zur Abwen-
dung resp. Vermeidung eines allfälligen Arbeitsausfalles zu treffen und gegebenenfalls ihr 
Angebot anzupassen (vgl. dazu auch AVIG-Praxis KAE C3 und C6a in der seit 1. Januar 
2022 in Kraft stehenden Fassung). Die von der Beschwerdeführerin diesbezüglich ange-
führten Anstrengungen erweisen sich allerdings als klar ungenügend: Wenn sie geltend 
macht, sie habe nach Absage des D.________ 2021 im Juni 2020 bestehende Kunden 
angeschrieben und nachgefragt, ob weiterer Unterstützungsbedarf bestehe, sowie mittels 
E-Mails, Telefongesprächen und persönlichen Kontaktaufnahmen mit den Corporate-
Kunden versucht, Hotelzimmer und Seminarräume zu vermitteln (act. 1 Ziff. 18 f., 36; 

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vgl. insbesondere BF-act. 11 im Jahr 2021) – weitere operative Bemühungen werden nicht 
geltend gemacht und sind nicht ersichtlich –, so zeugt dies mehr von ausgebliebenen An-
passungsbemühungen als vom Bestreben, den Arbeitsausfall in Nachachtung ihrer Scha-
denminderungspflicht möglichst zu verhindern. Ob die Beschwerdeführerin die Tragweite 
resp. den Gehalt der sie treffenden Schadenminderungspflicht verstanden hat, scheint mit 
Blick auf ihre Antwort auf die Frage nach den getroffenen Massnahmen zur Schadenmin-
derung im September 2021 – Entlassung einer Mitarbeiterin zwecks Kostensenkung 
(AWA-act. 16) – denn auch fraglich, bezieht sich die Schadenminderungspflicht im Sinne 
von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG doch auf die Vermeidung des Arbeitsausfalls der Arbeitneh-
menden und nicht auf den Umsatzausfall des Arbeitgebers, zumal mit der Ausrichtung von 
Kurzarbeitsentschädigung gerade die Entlassung von Mitarbeitenden vermieden werden 
soll (vgl. E. 3.2). Wohl mag zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 und nach Absage 
des D.________ 2020 im Februar desselben Jahres resp. im Juni 2020 für 2021 eine aus-
sergewöhnliche Situation für die Beschwerdeführerin vorgelegen haben und war sie da-
durch unvorhersehbar betroffen. Daher ist ihr zuzustimmen, wenn sie geltend macht, ein 
neues Betriebskonzept habe nicht von einem auf den anderen Tag etabliert werden kön-
nen (act. 1 Ziff. 43). Im Laufe des Jahres 2020 bzw. bis zu dessen Ende war allerdings 
genügend Zeit vorhanden, um auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren, indem zumin-
dest hätte versucht werden müssen, neue Akquisemöglichkeiten zu organisieren und neue 
Tätigkeitsfelder sowie Kundengruppen zu erschliessen. Dies musste für die Beschwerde-
führerin umso mehr gelten, als sie mit der Fokussierung auf einen bestimmten Anlass be-
wusst ein Betriebsrisiko einging. Im Ergebnis kann der Beschwerdeführerin der Vorwurf 
der Schadenminderungspflichtverletzung nicht erspart bleiben.

6.
6.1 Mit der dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung 
vom 11. Februar 2022 zog der Beschwerdegegner die Verfügungen vom 10. November 
2020, 29. Januar 2021 und 5. Mai 2021, mit welchen er die Auszahlung von Kurzarbeits-
entschädigung für die Monate Dezember 2020 bis November 2021 bewilligte, in Wieder-
erwägung, und erhob für die Zeit vom 1. Januar bis 30. November 2021 gegen die Aus-
zahlung von Kurzarbeitsentschädigung Einspruch. Die Beschwerdeführerin vertritt mit 
Verweis auf bundesgerichtliche Rechtsprechung die Ansicht, die Voraussetzungen eines 
wiedererwägungsweisen Zurückkommens auf die Verfügungen vom 10. November 2020, 
29. Januar 2021 und 5. Mai 2021 seien vorliegend nicht gegeben (act. 1 Ziff. 48). 

12

Urteil S 2022 127

6.2 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige 
Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig 
sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient 
der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger 
Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Zweifellose Unrichtigkeit meint 
dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit 
der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Soweit ermessensgeprägte 
Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliess-
lich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretba-
rer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 
148 V 195 E. 5.3 mit Hinweisen).

Wie unter E. 5.3.3 dargelegt kam die Beschwerdeführerin ihrer Schadenminderungspflicht 
eindeutig nicht nach. Nachdem der Arbeitsausfall mithin nicht unvermeidbar war, sind die 
ursprünglichen Verfügungen vom 10. November 2020, 29. Januar 2021 und 5. Mai 2021 in 
falscher Rechtsanwendung ergangen und daher zweifellos unrichtig. Das Erfordernis der 
erheblichen Bedeutung der Berichtigung ist sodann in Anbetracht der in Frage stehenden 
Kurzarbeitsentschädigung für eine Mitarbeiterin für die Monate Januar bis November 2021 
erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf den Grundsatz 
des Vertrauensschutzes beruft, steht dieser einer Wiedererwägung nicht entgegen 
(vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist 
diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). 
Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine – 
gestützt auf den Vertrauensschutz – vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind 
(zu den einzelnen Voraussetzungen vgl. etwa BGer 2C_199/2017 vom 12. Juni 2018 
E. 3.4). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin 
nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, der Beschwerdegegner habe ihr die 
Kurzarbeitsentschädigung zugesprochen und die (weitere) Auszahlung auch zu einem 
späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Telefongesprächs bestätigt. Es ist auch nicht ersicht-
lich, wodurch hier ein Vertrauensschutz begründet sein könnte, nachdem ohnehin keine 
vorbehaltlose Bewilligung von Kurzarbeit erfolgte.

Im Ergebnis hat der Beschwerdegegner die ursprünglichen Verfügungen, mit denen er ge-
gen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. No-
vember 2021 keinen Einspruch erhob, zu Recht in Wiedererwägung gezogen.

13

Urteil S 2022 127

7. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner den Anspruch 
auf Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. November 2021 zu 
Recht verneint hat, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid vom 7. September 
2022 im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Damit erweist sich die vorliegende Beschwer-
de als unbegründet und ist vollumfänglich abzuweisen. 

8. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG oder im Covid-19-Gesetz ist 
das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 
Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG 
keine Parteientschädigung zuzusprechen.

14

Urteil S 2022 127

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an den 
Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirtschaft 
und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 
Bern.

Zug, 13. März 2024

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am