# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8cda963-b5a8-5436-853b-9661b5657a1a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.01.2012 D-66/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-66-2012_2012-01-18.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­66/2012/sed

U r t e i l   v om   1 8 .   J a nua r   2 0 1 2  

Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;  
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Kamerun, 
(…),  
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);
Verfügung des BFM vom 30. Dezember 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge im Besitz von ihr 
nicht  zustehenden  Ausweisen  (…)  ihren  Heimatstaat  am  6. Dezem­ber 
2011  auf  dem  Luftweg  in  Richtung  Zürich  verliess,  wo  sie  am  7. De­
zember  2011  im  Transitbereich  des  Flughafens  am  Weiterflug  nach 
B.______ gehindert wurde,

dass  es  sich  bei  den  erwähnten  Ausweisen  gemäss  dem  Bericht  des 
Fachdienstes  der  Flughafenpolizei  Zürich  vom  7. Dezember  2011, 
welcher die beiden bei der Beschwerdeführerin sichergestellten Ausweise 
am selben Tag untersuchte,  um missbräuchlich  verwendete Dokumente 
handelt,

dass  die  Beschwerdeführerin  vor  dem  auf  den  8. Januar  2012 
angesetzten  Rückflug  psychisch  auffällig  und  deshalb  am  7. Dezember 
2011  in  C.______  eingewiesen  beziehungsweise  dort  zwecks  einer 
viertätigen Diagnose interniert wurde,

dass  am  13. Dezember  2011  für  die  Beschwerdeführerin  erneut  ein 
Rückflug gebucht wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  14. Dezember  2011  um  Asyl 
nachsuchte,  wobei  sie  durch  das  Bundesamt  schriftlich  aufgefordert 
wurde,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Ausweispapiere 
nachzureichen,  verbunden  mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall 
werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten,

dass  das  BFM  ihr  gleichentags  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig 
verweigerte  und  ihr  für  die  Dauer  des  weiteren  Asylverfahrens  bis 
maximal  60  Tage  der  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  als 
Aufenthaltsort zugewiesen wurde,

dass die Beschwerdeführerin am 15. Dezember 2011 summarisch befragt 
und  am  27. Dezember  2011  durch  den  Dienst  Flughafenverfahren  des 
BFM einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde,

dass sie dabei im Wesentlichen vorbrachte, sie sei in D.______ geboren 
und  kenne  weder  ihre  Herkunft  noch  die  Namen  ihrer 
Familienangehörigen  (…),  da  sie  im  Kindesalter  beim  Spielen  mit 
anderen Kindern  von  (…) Männern mit  einem Fahrzeug  entführt  und  in 

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ein  Haus  in  einem  ihr  unbekannten,  weit  entfernten  Dorf  (…)  gebracht 
worden sei,

dass sie dort während einer Zeitdauer, die sie nicht bemessen könne, bis 
zu  ihrer Flucht  in einem Zimmer gehalten worden sei, wo sie sich habe 
prostituieren müssen und das sie nie habe verlassen dürfen,

dass  es  ihr  gelungen  sei,  im  Rahmen  ihrer  Tätigkeit  illegal  einen 
gewissen  Geldbetrag  anzusparen,  welchen  sie  vor  ihren  Entführern 
verborgen gehalten habe,

dass  sie  eines  Tages  einem  Freier  ihre  Situation  geschildert  habe, 
woraufhin  ihr  dieser  versprochen habe,  ihr  zu helfen,  und  ihr  bei  seiner 
Rückkehr  gesagt  habe,  er  habe  die Erlaubnis,  sich  draussen mit  ihr  zu 
unterhalten,

dass sie mit dem Freier nach draussen gegangen und dann in sein Auto 
gestiegen  sei,  woraufhin  sie  zusammen  mit  ihm  zum  Flughafen  von 
E.______ gefahren sei,

dass  sie  dort  dem Freier  ihre Ersparnisse  ausgehändigt  habe, während 
sie von ihm Ausweispapiere, ein Flugticket und einen kleinen Geldbetrag 
erhalten habe, wobei er  ihr das weitere Vorgehen erklärt und alles Gute 
gewünscht habe,

dass sie daraufhin ohne Begleitperson die Kontrollen passiert habe und 
nach Zürich gereist sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30. Dezember  2011  –  eröffnet  am 
31. Dezember  2011  –  feststellte,  die  Beschwerdeführerin  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  ihr  Asylgesuch  ablehnte  und  die 
Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  hielten  den 
Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art. 7  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand,

dass  bereits  die  Angaben  der  Beschwerdeführerin  zu  ihrer  Identität, 
Herkunft  und  Biografie  mangels  Vollständigkeit  erhebliche  Zweifel  an 
ihrer Glaubwürdigkeit weckten,

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dass  die  Asylvorbringen  bezüglich  Entführung,  Aufenthalt  in 
Gefangenschaft  und  Flucht  aus  dieser  unsubstanziiert  und  deshalb  als 
gänzlich unglaubhaft zu qualifizieren seien,

dass  schliesslich  die  Schilderung  der  Umstände  der  Ausreise  aus  dem 
Heimatstaat realitätsfremd erscheine,

dass  persönliche  Eindrücke  des  angeblich  jahrelangen  Leidenswegs 
gänzlich  fehlten  und  die  Beschwerdeführerin  trotz  expliziter  und 
wiederholter Aufforderung nicht in der Lage gewesen sei, das Erlebte und 
die  zusammenhängenden  Umstände  im  Detail  zu  schildern,  sondern 
immer  wieder  versucht  habe,  den  Fragen  auszuweichen,  und  vage 
geantwortet  habe,  um  dann  schliesslich  zu  Protokoll  zu  geben,  die 
Antwort auf die Frage nicht zu kennen,

dass  unter  diesen  Umständen  in  Bezug  auf  die  geltend  gemachten 
Vorbringen offensichtlich auf ein Konstrukt zu schliessen sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  insbesondere  in  Bezug  auf  den  Gesundheitszustand  der 
Beschwerdeführerin auf das ärztliche Attest der C.______ vom (…) zu 
verweisen  sei,  welches  ihre Reisefähigkeit  bestätige,  und  den Ärzten 
keine  Schwangerschaft  bekannt  sei  beziehungsweise  kein 
Schwangerschaftstest gemacht worden sei, wobei ihr Vorbringen, zirka 
im  (…)  Monat  schwanger  zu  sein,  ebenfalls  kein 
Wegweisungshindernis darstelle,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 5. Januar 2012  (vorab 
per  Telefax)  gegen  diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  dabei  unter  Kosten  und  Entschädigungsfolge 
beantragte,  es  sei  der  angefochtene  Entscheid  aufzuheben,  die 
Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren,  die 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der  unent­
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundes­
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten­
vorschusses  ersuchte,  und  zudem  beantragte,  im  Sinne  einer  vor­
sorglichen  Massnahme  seien  die  Vollzugsbehörden  anzuweisen,  die 

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Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  sowie  jede 
Weitergabe von Daten an denselben zu unterlassen,

dass  sie  eventualiter  über  eine  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  in 
einer separaten Verfügung zu informieren sei,

dass  sie  schliesslich  beantragte,  es  sei  eventuell  die  aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Januar 2012 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 50 und 
Art. 52 VwVG),

dass somit – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – auf die 
frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin  zu  entscheiden  ist  (Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich 

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vorliegend  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG),

dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  hat  (Art. 42  Abs. 1 
AsylG)  und  das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung  nicht  entzogen  hat  (Art. 55  Abs. 2  VwVG),  weshalb  auf  den 
Eventualantrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung 
nicht einzutreten ist,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  anerkannt  wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei den frauenspezifischen 
Fluchtgründen Rechnung zu tragen ist (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung ausführlich  und  –  nach 
Überprüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – 
zu  Recht  festgestellt  hat,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin 
genügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht,

dass  diesbezüglich  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die 
nicht  zu  beanstandenden Erwägungen  in  der  angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

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dass es der Beschwerdeführerin nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das 
Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass  auch  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  dieser 
Feststellung  nichts  zu  ändern  vermögen,  zumal  sie  sich  –  abgesehen 
davon,  dass  die Schwangerschaft  nunmehr  seit  drei Monaten  bestehen 
würde  –  einzig  auf  eine  Wiederholung  der  bisherigen  Vorbringen 
beschränken,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  732),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 

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flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art. 3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihr  in 
Kamerun droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  in  Kamerun  herrschende  politische  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass  vor  dem  Hintergrund  der  offensichtlich  unglaubhaften  Verfol­
gungsvorbringen  entgegen  den  Aussagen  der  Beschwerdeführerin 
nicht  davon  auszugehen  ist,  sie  besitze  in  ihrem  Heimatstaat  kein 
tragfähiges soziales oder familiäres Beziehungsnetz,

dass  die  noch  junge  Beschwerdeführerin,  welche  gemäss  ihren 
Angaben  in  Kamerun  den  Primarschulunterricht  besucht  hat,  soweit 
aktenkundig,  zudem  an  keinen  schwerwiegenden  gesundheitlichen 
Problemen leidet, wobei diesbezüglich auch auf das erwähnte ärztliche 
Attest der C.______ zu verweisen ist,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, sie 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation 
geraten,  die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AsylG),

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich 
möglich  (Art. 83  Abs. 2  AuG)  erscheint,  da  es  Pflicht  der 
Beschwerdeführerin ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr 
notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  auch  eine  allfällig  bestehende  Schwangerschaft  der 
Beschwerdeführerin  im  geltend  gemachten  Stadium  an  ihrer 
Transportfähigkeit  nichts  ändern  würde,  umso  weniger,  als  sich 
diesbezüglich  aus  den Akten  keine Anhaltspunkte  für  Komplikationen 
ergeben,

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dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  unter 
anderem  beantragte,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich 
anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jede 
Datenweitergabe an denselben zu unterlassen,

dass  Personendaten  von  Asylsuchenden,  anerkannten  Flüchtlingen 
und Schutzbedürftigen dem Heimat­ oder Herkunftsstaat nicht bekannt 
gegeben  werden,  wenn  dadurch  die  betroffene  Person  oder  ihre 
Angehörigen  gefährdet  würden,  und  über  ein  Asylgesuch  keine 
Angaben gemacht werden dürfen (Art. 97 Abs. 1 AsylG),

dass jedoch die für die Organisation der Ausreise zuständige Behörde 
zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Wegweisung notwendigen 
Reisepapiere mit dem Heimat­ oder Herkunftsstaat Kontakt aufnehmen 
kann, wenn  in erster  Instanz das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft 
verneint wurde (Art. 97 Abs. 2 AsylG),

dass gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über 
den  Vollzug  der Weg­  und  Ausweisung  von  ausländischen  Personen 
(VVWA,  SR  142.281)  das  Vorliegen  der  Flüchtlingseigenschaft  als 
verneint  gilt,  wenn  das  Asylgesuch  abgelehnt  oder  ein 
Nichteintretensentscheid verfügt wurde,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom  30. Dezember  2011  abgelehnt  hat,  weshalb  formal  die 
Voraussetzungen gemäss Art. 97 Abs. 2 AsylG erfüllt sind,

dass  im Übrigen aufgrund der  dem Bundesverwaltungsgericht  derzeit 
vorliegenden  Akten  nichts  auf  eine  konkrete  Gefährdung  der 
Beschwerdeführerin  durch  eine  allfällige  Bekanntgabe  der  in  Art. 97 
Abs. 3  Bstn.  a­c  AsylG  erwähnten  Personendaten  gegenüber  der 
zuständigen ausländischen Behörde hindeutet,

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dass  folglich  der  in  der  Beschwerde  mit  keinem  Wort  begründete 
Antrag,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich  anzuweisen,  die 
Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jegliche 
Datenweitergabe an denselben zu unterlassen, abzuweisen ist,

dass  aus  den  dem  Gericht  vorliegenden  Akten  nicht  hervorgeht,  die 
Vorinstanz  habe  die  Beschwerdeführerin  betreffende  Daten  an  den 
Heimatstaat  weitergegeben,  weshalb  auf  das  Eventualbegehren,  die 
Beschwerdeführerin  sei  bei  bereits erfolgter Datenweitergabe  in einer 
separaten Verfügung zu  informieren, mangels Rechtsschutzinteresses 
im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist,

dass  der  Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, 
weshalb darüber nicht mehr zu befinden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet der von der 
Beschwerdeführerin nicht nachgewiesenen prozessualen Bedürftigkeit, 
abzuweisen  ist,  da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als 
aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne 
von Art. 65 Abs. 2 VwVG mangels Erfüllung der Voraussetzungen von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Contessina Theis Daniel Widmer

Versand: