# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bb05f33-53b6-5b28-b3f3-081307dd1838
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.04.2015 KV-SG 2014/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-SG-2014-3_2015-04-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV-SG 2014/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik:
Kantonales Recht (Alimentenbevorschussung, a.o.EL, 

iPV,Kinderzul

Publikationsdatum: 13.04.2015

Entscheiddatum: 13.04.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 13.04.2015
Art. 12c Vo-EG: Begriff der Ausbildung (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 13. April 2015, KV-SG 2014/3).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Entscheid vom 13. April 2015

in Sachen

A.___,

Rekurrentin,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse, 

Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

individuelle Prämienverbilligung 2014

Sachverhalt:

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A.      

A.a  Die 19__ geborene und seit 24. September 2012 geschiedene A.___ (nachfolgend: 

Gesuchstellerin) ersuchte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen 

(nachfolgend: SVA) am 9. Februar 2014 um eine individuelle Prämienverbilligung (IPV) 

für sich und ihre am _. Mai 1995 geborene, in Ausbildung stehende Tochter B.___ für 

das Jahr 2014 (act. G 3.1/1).

A.b  Mit Verfügung vom 11. März 2014 gewährte die SVA Tochter B.___ im Sinn von 

Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) 

die Mindestgarantie und sprach ihr für das Jahr 2014 eine Prämienverbilligung von Fr. 

1'617.60 zu. Ein Anspruch der Gesuchstellerin wurde basierend auf einem 

anrechenbaren Einkommen von Fr. 51'699.-- (Reineinkommen gemäss 

Veranlagungsberechnung über die Staats- und Gemeindesteuern 2012: Fr. 31'923.--, 

zuzüglich Liegenschaftsaufwand: Fr. 21'166.-- und Mietwert des selbstbewohnten 

Eigenheims: Fr. 5'610.--, abzüglich Kinderabzug: Fr. 7'000.-- für Tochter B.___) 

verneint (act. G 3.1/2).

B.      

B.a  Gegen die Verfügung vom 11. März 2014 erhob die Gesuchstellerin am 23. März 

2014 Einsprache und beantragte sinngemäss eine Neuberechnung der 

Prämienverbilligung gestützt auf die Einkommensverhältnisse im Bezugsjahr 2014. 

Daraus resultiere nicht nur ein IPV-Anspruch für ihre Tochter im Rahmen der 

Mindestgarantie, sondern auch für sie selbst (act. G 3.1/3).

B.b  Mit Entscheid vom 25. April 2014 wies die SVA die Einsprache ab. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, bei der von der Gesuchstellerin im Januar/

Februar 2014 aufgenommenen "Ausbildung" zur Arbeitsagogin am Institut für 

Arbeitspädagogik (IfA), handle es sich nicht um eine Ausbildung im Sinn von Art. 12c 

der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die 

Krankenversicherung (Vo-EG; sGS 331.111) zum Erlangen eines grundsätzlich neuen 

Berufsbildes, sondern um eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung, weshalb 

bei der Berechnung der IPV nicht auf die Steuerdaten des Bezugsjahrs 2014 abgestellt 

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werden könne. Eine Neuberechnung falle sodann auch gestützt auf Art. 11 Abs. 3 des 

Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (EG-

KVG; sGS 331.11) in Verbindung mit Art. 12  Vo-EG ausser Betracht (act. G 1.1).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Gesuchstellerin (nachfolgend: 

Rekurrentin) am 9. Mai 2014 Beschwerde (richtig: Rekurs) mit dem Antrag, die 

Berechnung der IPV 2014 sei anhand der aktuellen Einkommensverhältnisse des 

Bezugsjahrs vorzunehmen. Die Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA sei als 

Ausbildung anzuerkennen und ihre neue Situation mit tieferem Einkommen und 

entsprechend tieferer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sei zu berücksichtigen (act. G 

1).

C.b  In ihrer Vernehmlassung vom 3. Juni 2014 beantragte die SVA (nachfolgend: 

Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde (act. G 3) und verwies auf die Erwägungen 

im angefochtenen Einspracheentscheid sowie die "Stellungnahme Fachbereich" vom 

19. Mai 2014 (act. G 3.1).

C.c  Mit Replik vom 5. Juli 2014 (act. G 5) reichte die Rekurrentin eine Bestätigung des 

Steueramtes C.___ vom 30. Juni 2014 ein, dass die Ausbildung zur Diplomierten 

Arbeitsagogin IfA aus steuerrechtlicher Sicht eine Ausbildung darstelle (act. G 5.1).

C.d  Die Vorinstanz verzichtete auf eine Duplik (act. G 6).

C.e  Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Nach Art. 65 Abs. 1 KVG haben die Kantone den Versicherten in bescheidenen 

wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen zu gewähren. Dazu haben sie 

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nach Art. 97 Abs. 1 KVG Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG zu erlassen. Der 

Kanton St. Gallen ist dieser Verpflichtung durch die Art. 9 bis 16 EG-KVG und die 

dazugehörigen Vollzugsvorschriften in Art. 9 bis 38  Vo-EG nachgekommen, wobei er 

insbesondere die persönlichen (Art. 10 EG-KVG) und die einkommensmässigen (Art. 11 

EG-KVG) Voraussetzungen sowie die Höhe der Prämienverbilligung (Art. 12 EG-KVG) 

festgesetzt hat.

1.2   Eine Prämienverbilligung wird nach Art. 10 Abs. 1 EG-KVG Personen gewährt, die 

im Kanton St. Gallen steuerrechtlichen Wohnsitz haben (lit. a; in der bis 31. Dezember 

2014 gültigen Fassung) und ein die Prämienverbilligung auslösendes Einkommen 

erzielen (lit. b). In Bezug auf die einkommensmässigen Voraussetzungen bestimmt Art. 

11 EG-KVG, dass das die Prämienverbilligung auslösende Einkommen unter teilweiser 

Berücksichtigung des steuerbaren Vermögens von der Regierung durch Verordnung 

festgesetzt wird (Abs. 1). Grundlage des die Prämienverbilligung auslösenden 

Einkommens bildet in der Regel die letzte definitive Steuerveranlagung (Abs. 2; in der 

bis 31. Dezember 2014 gültigen Fassung). Liegt im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung 

bzw. am Ende des Anspruchsjahres die definitive Veranlagung des vorangehenden 

Jahres vor, so ist diese Veranlagung der Anspruchsprüfung zugrunde zu legen. Auf die 

Steuerdaten der vorletzten Steuerperiode (vgl. Art. 12 Abs. 1 Vo-EG) kann lediglich 

dann abgestellt werden, wenn die definitive Veranlagung des vorangehenden Jahres im 

Zeitpunkt der Anspruchsprüfung noch nicht vorliegt (vgl. dazu Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2012, B 2011/223, E. 

4.2).

1.3   Das massgebende Einkommen für die Berechnung der Prämienverbilligung für 

Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton entspricht gemäss Art. 12 Abs. 2 Vo-

EG dem Reineinkommen, zuzüglich 20 Prozent des steuerbaren Vermögens (Ziff. 1), 

die Beiträge an die Gebundene Selbstvorsorge Säule 3a (Ziff. 2), die Leistungen und 

Einkaufsbeiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (Ziff. 3), den 

Liegenschaftsaufwand, soweit dieser den Pauschalbetrag von 20 Prozent der 

Mieteinnahmen übersteigt (Ziff. 4), den Vorjahresverlusten nach Art. 42 des 

Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 5), 75% des im vereinfachten Verfahren nach 

Art. 3 des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit vom 

17. Juni 2005 abgerechneten Bruttolohns (Ziff. 5 ), die freiwilligen Zuwendungen und 

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Parteispenden nach Art. 46 Abs. 1 Bst. c des Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 

5 ), die Fahrkosten nach Art. 18 der Steuerverordnung vom 20. Oktober 1998, soweit 

diese den Betrag von Fr. 3'000.-- je unselbständig Erwerbenden übersteigen (Ziff. 

5 ), den Abzug von 30 Prozent auf den Mietwert des selbstbewohnten Eigenheims 

nach Art. 34 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 5 ), sowie 

abzüglich den Kinderabzug nach Art. 14 Vo-EG (Ziff. 6).

2.     

Basis für die Prüfung des Anspruchs auf Prämienverbilligung 2014 der Rekurrentin 

bilden also grundsätzlich die definitiven Steuerwerte des Jahres 2013. Diese lagen 

jedoch im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung bzw. des Erlasses des 

Einspracheentscheids vom 25. April 2014 (= zeitliche Grenze der richterlichen 

Überprüfungsbefugnis; vgl. dazu BGE 131 V 11 E. 1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; 

RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 E. 2a) noch nicht vor, weshalb allgemein die definitiven 

Steuerwerte des Jahres 2012 die Basis bilden (vgl. Erwägung 1.2). Das veranlagte 

Reineinkommen betrug in diesem Jahr laut definitiver Steuerveranlagung Fr. 31'923.-. 

Mit der Anrechnung des Liegenschaftsaufwands, soweit dieser den Pauschalabzug von 

20 Prozent der Mieteinnahmen übersteigt (Unterhalts-/Verwaltungskosten für 

Liegenschaften: Fr. 24'834.-- ./. 20 Prozent des Ertrags aus Mieteinnahmen Fr. 3'668.-- 

[Fr. 18'340.--: 100 x 20] = Fr. 21'166.--; vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 4 Vo-EG) und des 

Abzugs von 30 Prozent auf den Mietwert des selbstbewohnten Eigenheims 

(Eigenmietwert: Fr. 13'090.-- :100 x30 = Fr. 5'610.--; vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 5 ) - 

ebenfalls gemäss definitiver Steuerveranlagung 2012 - sowie nach Berücksichtigung 

des Kinderabzugs von Fr. 7'000.-- (vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 6 Vo-EG in Verbindung mit 

Art. 14 Abs. 1 Vo-EG) ergibt sich ein massgebendes Einkommen von Fr. 51'699.-- (vgl. 

act. G 3.1/2, G 3.8). Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 25. 

April 2014 bei der Berechnung des Prämienverbilligungsanspruchs auf diesen 

Einkommenswert ab.

3.       

3.1   Mit ihrem Rekurs verlangt die Rekurrentin eine Neuberechnung der 

Prämienverbilligung für das Jahr 2014. Sie habe im Januar/Februar 2014 eine 

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zweijährige Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA begonnen. Sie arbeite 

deswegen seit dem 1. Januar 2014 nur noch mit einem Pensum von 70% und erziele 

ein entsprechend verringertes Einkommen. Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei 

also während der nächsten zwei Jahre entsprechend kleiner (act. G 1). Wird eine 

Ausbildung aufgenommen und die Erwerbstätigkeit reduziert oder aufgegeben, so 

kommt die in Art. 12c Abs. 2 Vo-EG vorgesehene Ausnahmebestimmung zur 

Anwendung, wonach für zwei Jahre das voraussichtliche Bruttoeinkommen des 

Bezugsjahres zuzüglich 20 Prozent des steuerbaren Vermögens als massgebendes 

Einkommen gilt. Das Bruttoeinkommen wird zu 75 Prozent angerechnet. Vorbehalten 

bleibt Art. 12 Abs. 3 Vo-EG. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dass es sich 

bei der Erlangung des Titels zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA nicht um eine 

Ausbildung, sondern um eine Weiterbildung handle, womit die Voraussetzung für eine 

Beachtung neuerer Einkommensverhältnisse nicht erfüllt sei und eine Anwendbarkeit 

von Art. 12c Abs. 2 Vo-EG nicht in Betracht falle.

3.2   Der Begriff "Ausbildung" wird vom Gesetz bzw. der Verordnung nicht näher 

umschrieben. Als Ausbildung im engeren Sinn gilt das Erlernen eines Erst- oder 

Zweitberufs. Sie ist abzugrenzen von der Weiterbildung, bei der es um die Erweiterung 

bereits erworbener Kenntnisse in einem bestimmten Beruf geht. Weiterbildung ist 

diejenige Art von Ausbildung im weiteren Sinn, die jemand auf sich nimmt, um in 

seinem Beruf auf dem Laufenden zu bleiben, den steigenden Anforderungen einer 

beruflichen Stellung gewachsen zu bleiben (Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 1. März 2013, KV-SG 2012/5, E. 3.1; AGVE 2000 Nr. 101)

3.3   Ausgehend von der Definition des Begriffs Weiterbildung ist hinsichtlich der 

Qualifikation der "Ausbildung" der Rekurrentin zur Arbeitsagogin IfA als Aus- oder 

Weiterbildung das Verhältnis zu ihrer bisherigen Tätigkeit entscheidend. Die 

Rekurrentin ist ursprünglich gelernte Dekorationsgestalterin. Seit Januar 2013 - und 

damit bis zum Beginn der Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA erst seit 

einem Jahr - arbeitete sie im Haus D , einer Institution des OVWB (= Ostschweizer 

Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Körperbehinderung oder Hirnverletzung; 

vgl. http://www.ovwb.ch) abgerufen am 25. März 2015). In den Lohnabrechnungen des 

Hauses D.___ per 28. Februar 2014 (act. G 3.1/3) und 31. März 2014 (act. G 1.3) wird 

die Rekurrentin allgemein als "Mitarbeiterin" bezeichnet. - Angesichts der konkreten 

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"Ausbildung" zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA kann ausgeschlossen werden, dass 

diese zum Ziel haben soll, der Rekurrentin zu ermöglichen, ihre im Beruf als 

Dekorationsgestalterin bereits erworbenen Kenntnisse zu erweitern, darin auf dem 

laufenden zu bleiben bzw. den steigenden Anforderungen gewachsen zu bleiben. Bei 

einer Dekorationsgestalterin und einer Diplomierten Arbeitsagogin IfA (vgl. dazu http://

www.berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?id

=3231 abgerufen am 25. März 2014) handelt es sich augenscheinlich um verschiedene 

Berufsbilder. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Rekurrentin bereits seit einem 

Jahr im arbeitsagogischen Bereich tätig war, dies jedoch vielmehr generell denn als 

gelernte Fachfrau. Im arbeitsagogischen Bereich stellt die "Ausbildung" zur 

Diplomierten Arbeitsagogin IfA für die Rekurrentin demnach eine institutionelle, 

strukturierte (Erst-)Ausbildung mit Diplomierung - ausgerichtet auf ein bestimmtes, 

neues Bildungsziel - dar. Die Tatsache, dass die fragliche "Ausbildung" 

berufsbegleitend ist, d.h. die Rekurrentin daneben arbeitet, spricht grundsätzlich nicht 

gegen die Annahme einer Ausbildung (vgl. dazu Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 1. März 2013, a.a.O., E. 3.3).

3.4   Angesichts des Gesagten ist festzuhalten, dass die Sachlage der Rekurrentin 

massgebend gegen die Annahme einer Weiterbildung spricht und die "Ausbildung" zur 

Diplomierten Arbeitsagogin IfA mithin als Ausbildung im Sinn von Art. 12c Abs. 2 Vo-

EG anzuerkennen ist. Entsprechend wurden der Rekurrentin für ihre Ausbildung auch 

von der Steuerbehörde keine Steuerabzüge gewährt (act. G 5.1). Gemäss Art. 39 Abs. 

1 lit. d des kantonalen Steuergesetzes (sGS 811.1) können mit dem Beruf 

zusammenhängende Weiterbildungs- und Umschulungskosten von den steuerbaren 

Einkünften abgezogen werden. Bezüglich Ausbildungskosten hingegen ist dies nicht 

der Fall. Die Steuerbehörde geht also im konkreten Fall von einer Ausbildung aus. Ihre 

Beurteilung ist zwar grundsätzlich für das vorliegende Verfahren nicht bindend. 

Dennoch ist zu beachten, dass im EG-KVG sowie in der Vo-EG die Übereinstimmung 

des Prämienverbilligungsrechts mit dem Steuerrecht zum Ausdruck gebracht wird. 

Insbesondere basiert das für die Berechnung des Anspruchs auf IPV massgebende 

Einkommen auf den Steuerdaten (vgl. Art. 12 Vo-EG; vgl. auch Art. 11 EG-KVG).

4.       

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4.1   Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz die "Ausbildung" zur 

Diplomierten Arbeitsagogin IfA zu Unrecht nicht als Ausbildung im Sinn von Art. 12c 

Abs. 2 Vo-EG anerkannt hat. In diesem Sinn ist der Rekurs gutzuheissen und die 

angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist zur Neuberechnung des IPV-

Anspruchs und zur neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Frage, ob 

für eine Neuberechnung der IPV für das Jahr 2014 Art. 11 Abs. 3 EG-KVG 

herangezogen werden kann, muss damit nicht mehr geprüft werden.

4.2   Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 

951.1) hat in Streitigkeiten grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen 

Begehren ganz oder zum Teil abgewiesen werden. Beim vorliegenden 

Verfahrensausgang hat demnach die Vorinstanz die Gerichtsgebühr zu bezahlen. Diese 

ist in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der 

einen Rahmen von Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen Fällen 

üblich, auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In Gutheissung des Rekurses wird die angefochtene Verfügung aufgehoben und 

die Sache zur Neuberechnung des IPV-Anspruchs und zur neuen Verfügung an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.

2.      Die Vorinstanz hat Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

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