# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 255dd4bf-4c07-5646-899f-655355382799
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.01.2024 SB230168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230168_2024-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230168-O/U/cs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Ohnjec 

und Ersatzoberrichter PD Dr. Zogg sowie Gerichtsschreiberin MLaw 

Blumer 

Urteil vom 23. Januar 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____,

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend gewerbsmässigen Betrug etc.  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 7. September 
2022 (DG210027)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 14. Oktober 2021 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 28).

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 59 S. 36 ff. = Urk. 65 S. 36 ff.)

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 i.V.m. 

Abs. 2 StGB,

 des geringfügigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatz-

strafe zu der mit Urteil des Bezirksgerichtes Brugg vom 20. April 2021 

(ST.2020.37) ausgefällten Strafe, wovon bis und mit heute 23 Tage durch 

Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 100.00.

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag.

5. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen.

6. Der Beschuldigte wird gemäss seinem Anerkenntnis verpflichtet, der nach-

folgend genannten Privatklägerschaft im nachfolgend genannten Umfang 

Schadenersatz zu bezahlen:

 dem Privatkläger 2, B._____, Fr. 85.00 nebst Zins zu 5 % seit 31. Au-

gust 2020;

 dem Privatkläger 3, C._____, Fr. 77.00 nebst Zins zu 5 % seit 11. Au-

gust 2020;

 dem Privatkläger 5, D._____, Fr. 110.00 nebst Zins zu 5 % seit 5. Au-

gust 2020;

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 dem Privatkläger 6, E._____, Fr. 100.00;

 dem Privatkläger 7, F._____, Fr. 70.00 nebst Zins zu 5 % seit 4. No-

vember 2020;

 dem Privatkläger 9, G._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 10, H._____, Fr. 50.00 nebst Zins zu 5 % seit 8. No-

vember 2020;

 dem Privatkläger 11, I._____, Fr. 120.00 nebst Zins zu 5 % seit 25. 

September 2020;

 dem Privatkläger 12, J._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 13, K._____, Fr. 350.00;

 dem Privatkläger 14, L._____, Fr. 80.00 nebst Zins zu 5 % seit 28. 

September 2020;

 dem Privatkläger 16, M._____, Fr. 200.00;

 der Privatklägerin 19, N._____, Fr. 87.40 nebst Zins zu 5 % seit 7. Sep-

tember 2020;

 dem Privatkläger 21, O._____, Fr. 75.00;

 dem Privatkläger 22, P._____, Fr. 200.00;

 dem Privatkläger 23, Q._____, Fr. 100.00;

 dem Privatkläger 24, R._____, Fr. 500.00 nebst Zins zu 5 % seit 22. 

November 2020;

 dem Privatkläger 25, S._____, Fr. 70.00 nebst Zins zu 5 % seit 3. Okto-

ber 2020;

 dem Privatkläger 26, T._____, Fr. 120.00;

 dem Privatkläger 27, U._____, Fr. 630.00 nebst Zins zu 5 % seit 8. Ok-

tober 2020;

 dem Privatkläger 28, V._____, Fr. 180.00;

 dem Privatkläger 29, W._____, Fr. 33.20;

 dem Privatkläger 33, AA._____, Fr. 250.00; 

 dem Privatkläger 34, AB._____, Fr. 170.00 nebst Zins zu 5 % seit 

9. Oktober 2020;

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 dem Privatkläger 35, AC._____, Fr. 65.00 nebst Zins zu 5 % seit 

17. November 2020;

 dem Privatkläger 37, AD._____, Fr. 150.00 nebst Zins zu 5 % seit 

2. Dezember 2020;

 dem Privatkläger 38, AE._____, Fr. 400.00 nebst Zins zu 5 % seit 

23. August 2020;

 dem Privatkläger 39, AF._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 40, AG._____, Fr. 200.00 nebst Zins zu 5 % seit 

27. November 2020;

 dem Privatkläger 41, AH._____, Fr. 95.00;

 dem Privatkläger 42, AI._____, Fr. 400.00 nebst Zins zu 5 % seit 28. 

November 2020;

 dem Privatkläger 43, AJ._____, Fr. 145.00;

 dem Privatkläger 44, AK._____, Fr. 290.00 nebst Zins zu 5 % seit 

12. November 2020;

 dem Privatkläger 46, AL._____, Fr. 50.00;

 der Privatklägerin 47, AM._____, Fr. 60.00 nebst Zins zu 5 % seit 

30. September 2020;

 dem Privatkläger 48, AN._____, Fr. 200.00;

 dem Privatkläger 49, AO._____, Fr. 120.00;

 die Privatklägerin 50, AP._____, Fr. 180.00 nebst Zins zu 5 % seit 

25. November 2020;

 der Privatkläger 51, AQ._____, Fr. 200.00;

 dem Privatkläger 53, AR._____, Fr. 100.00;

 dem Privatkläger 54, AS._____, Fr. 85.00 nebst Zins zu 5 % seit 

23. Oktober 2020;

 dem Privatkläger 55, AT._____, Fr. 300.00 nebst Zins zu 5 % seit 5. 

Dezember 2020;

 dem Privatkläger 56, AU._____, Fr. 180.00;

 dem Privatkläger 57, AV._____, Fr. 30.00;

 dem Privatkläger 58, AW._____, Fr. 25.00;

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 dem Privatkläger 59, BA._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 60, BB._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 62, BC._____, Fr. 250.00;

 dem Privatkläger 63, BD._____, Fr. 250.00 nebst Zins zu 5 % seit 

22. September 2020;

 dem Privatkläger 64, BE._____, Fr. 95.00 nebst Zins zu 5 % seit 1. Ok-

tober 2020;

 dem Privatkläger 66, BF._____, Fr. 250.00;

 dem Privatkläger 68, BG._____, Fr. 180.00;

 dem Privatkläger 69, BH._____, Fr. 120.00;

 dem Privatkläger 70, BI._____, Fr. 160.00;

 dem Privatkläger 71, BJ._____, Fr. 150.00;

 dem Privatkläger 73, BK._____, Fr. 180.00;

 dem Privatkläger 74, BL._____, Fr. 300.00 nebst Zins zu 5 % seit 

6. September 2020;

 dem Privatkläger 75, BM._____, Fr. 85.00 nebst Zins zu 5 % seit 

17. September 2020;

 dem Privatkläger 76, BN._____, Fr. 56.00 nebst Zins zu 5 % seit 4. 

September 2020;

 dem Privatkläger 77, BO._____, Fr. 250.00;

 dem Privatkläger 78, BP._____, Fr. 75.00 nebst Zins zu 5 % seit 

25. Oktober 2020;

 dem Privatkläger 79, BQ._____, Fr. 209.00;

 dem Privatkläger 80, BR._____, Fr. 65.00;

 dem Privatkläger 84, BS._____, Fr. 200.00;

 dem Privatkläger 86, BT._____, Fr. 350.00;

 dem Privatkläger 87, BU._____, Fr. 250.00 nebst Zins zu 5 % seit 

5. September 2020;

 dem Privatkläger 88, BV._____, Fr. 357.00 nebst Zins zu 5 % seit 

7. November 2020;

 dem Privatkläger 89, BW._____, Fr. 300.00;

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 dem Privatkläger 91, CA._____, Fr. 300.00;

 dem Privatkläger 92, CB._____, Fr. 50.00;

 dem Privatkläger 94, CC._____, Fr. 40.00;

 dem Privatkläger 95, CD._____, Fr. 100.00 nebst Zins zu 5 % seit 21. 

November 2020;

 dem Privatkläger 96, CE._____, Fr. 100.00;

 dem Privatkläger 97, CF._____, Fr. 330.00;

 dem Privatkläger 98, CG._____, Fr. 200.00;

 dem Privatkläger 99, CH._____, Fr. 150.00. 

In einem allfälligen Mehrbetrag wird die Privatklägerschaft mit ihren Zivilan-

sprüchen (Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren) auf den Zivilweg 

verwiesen. 

7. Die nachfolgend genannte Privatklägerschaft wird mit ihren Zivilforderungen 

(Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren) auf den Zivilweg verwiesen:

 Privatkläger 1, CI._____;

 Privatkläger 4, CJ._____;

 Privatkläger 8, CK._____;

 Privatkläger 15, CL._____;

 Privatkläger 17, CM._____;

 Privatkläger 18, CN._____;

 Privatkläger 20, CO._____;

 Privatkläger 30, CP._____;

 Privatkläger 31, CQ._____;

 Privatkläger 32, CR._____; 

 Privatkläger 36, CS._____;

 Privatkläger 45, CT._____;

 Privatkläger 52, CU._____;

 Privatkläger 61, CV._____;

 Privatkläger 65, CW._____;

 Privatkläger 67, DA._____;

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 Privatkläger 71, DB._____;

 Privatkläger 81, DC._____;

 Privatkläger 82, DD._____;

 Privatkläger 83, DE._____;

 Privatkläger 85, DF._____;

 Privatkläger 90, DG._____;

 Privatklägerin 93, DH._____.

8. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.00   Gebühr für das Vorverfahren.

9. Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____, wird für seine Aufwendungen als amtli-

cher Verteidiger des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 14'920.00 

(inkl. Barauslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) entschädigt.

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenom-

men diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt.

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO.

Berufungsanträge:

a) Der amtlichen Verteidigung:
(Urk. 66 S. 2; Urk. 84 S. 7; sinngemäss)

Der Beschuldigte sei als Zusatzstrafe zum Urteil vom 20. April 2021 des Be-

zirksgerichtes Brugg (ST.2020.37) zu einer Zusatzstrafe von 3 Monaten 

bzw. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 26 Monaten zu verurteilen.

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b) Der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis: 
(Urk. 70, schriftlich)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

_________________________________

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksge-

richtes Dietikon vom 7. September 2022, das dem Beschuldigten und seinem 

amtlichen Verteidiger sowie der Staatsanwaltschaft mündlich eröffnet und überge-

ben wurde (Prot. I S. 40), liess der Beschuldigte rechtzeitig Berufung anmelden 

(Urk. 57; Art. 399 Abs. 1 StPO). Das begründete Urteil wurde den Parteien am 

18. respektive am 19. Januar 2023 zugestellt (Urk. 59 und Urk. 63/1-2), woraufhin 

der Beschuldigte am 7. Februar 2023 fristgerecht die Berufungserklärung einrei-

chen liess (Urk. 66; Art. 399 Abs. 3 StPO).

2. Mit Präsidialverfügung vom 17. März 2023 wurde die Berufungserklärung 

der Staatsanwaltschaft und den Privatklägern zugestellt. Gleichzeitig wurde ihnen 

Frist zur Erklärung der Anschlussberufung oder eines Nichteintretensantrags an-

gesetzt (Urk. 68). Die Staatsanwaltschaft erklärte den Verzicht auf Anschlussbe-

rufung innert Frist und ersuchte zeitgleich um Dispensation von der Teilnahme an 

der Berufungsverhandlung (Urk. 69/1 und Urk. 70). Die Privatkläger liessen sich 

nicht vernehmen. Mit Verfügung vom 17. August 2023 dispensierte die Berufungs-

instanz die Staatsanwaltschaft von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung 

(Urk. 70).

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3. Zur Berufungsverhandlung vom 23. Januar 2024 erschien der Beschuldigte 

in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, in welchem Rahmen er die eingangs 

aufgeführten Anträge stellen liess (Prot. II S. 3; Urk. 84 S. 7). 

II. Prozessuales

1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht er-

fassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (JÜRG BÄHLER, in: Basler Kommentar, 

Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N 1 f. zu Art. 402 StPO).

2. Gegen das vorinstanzliche Urteil wurde seitens des Beschuldigten ein 

Rechtsmittel erhoben. Er beantragt eine Bestrafung mit 3 Monaten Freiheitsstrafe 

als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes Brugg vom 20. April 2021 

(ST.2020.37) respektive mit 26 Monaten Gesamtfreiheitsstrafe. Er ficht damit die 

Dispositivziffern 2 teilweise (Höhe Zusatzfreiheitsstrafe) und 3 teilweise (Vollzug 

der Zusatzfreiheitsstrafe) des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 66 S. 2; Prot. II 

S. 3; Urk. 84 S. 7). Nicht angefochten wurden die Dispositivziffern 1 (Schuld-

spruch), 2 teilweise (Busse als Zusatzstrafe), 3 teilweise (Vollzug der Busse als 

Zusatzstrafe), 4 (Ersatzfreiheitsstrafe), 5 (Landesverweisung), 6 und 7 (Zivilforde-

rungen) sowie 8 bis 11 (Kostendispositiv). Insoweit ist das Urteil des Bezirksge-

richtes Dietikon vom 7. September 2022 in Rechtskraft erwachsen, was vorab mit 

Beschluss festzustellen ist. Damit blieb der vorinstanzliche Entscheid lediglich hin-

sichtlich der Höhe der ausgesprochenen Zusatzfreiheitsstrafe und deren Vollzug 

streitig. Die Berufungsinstanz hat sich hierauf zu beschränken, wobei der vorin-

stanzliche Entscheid diesbezüglich unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbots 

im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zur Disposition steht. 

3. Schliesslich hat sich das urteilende Gericht nicht mit allen Parteistandpunk-

ten einlässlich auseinanderzusetzen und es muss nicht jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegen. Vielmehr kann sich die Berufungsinstanz auf die für ih-

ren Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 146 IV 297 

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E. 2.2.7; BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil des Bundesge-

richts 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 2.5 m.H.).

III. Strafe

1. Vorinstanzliche Strafzumessung hinsichtlich des Berufungsgegenstands

1.1. Die allgemeinen Strafzumessungsregeln hat die Vorinstanz zutreffend dar-

gelegt, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 65 S. 18 ff.). Im Sinne einer 

Wiederholung ist nochmals festzuhalten, dass der zu beurteilende gewerbsmäs-

sige Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB als vor-

liegend schwerste Straftat zu beurteilen ist. Die Strafnorm sieht als Sanktion Frei-

heitsstrafe bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen vor. 

1.2. Im Rahmen des Tatverschuldens berücksichtigte die Vorinstanz insbeson-

dere die beträchtliche Anzahl einzelner Delikte zum Nachteil einer grossen Anzahl 

an Geschädigten (128 einzelne Vorschussbetrüge) in einem Zeitraum von vier 

Monaten. Die Deliktssumme von insgesamt Fr. 21'194.55 sei nicht unerheblich, 

auch wenn die einzelnen Deliktsbeträge geringfügig seien. Der Beschuldigte habe 

viel Zeit in seine deliktischen Tätigkeiten investiert, weshalb es die entsprechende 

kriminelle Energie zu berücksichtigten gelte. Sein delinquentes Verhalten habe 

nicht aus eigenem Antrieb, sondern zufolge seiner Verhaftung am 8. Dezember 

2020 aufgehört. Er habe direktvorsätzlich und ausschliesslich aus egoistischen 

Motiven gehandelt. Daher sei das Tatverschulden insgesamt als gerade noch 

leicht einzustufen, wofür eine Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe als an-

gemessen erscheine. Die durch das Urteil des Bezirksgerichts Brugg vom 20. 

April 2021 ausgefällte Freiheitsstrafe von 23 Monaten berücksichtigte sie in An-

wendung des Asperationsprinzips mit 11 Monaten. Dabei erwog sie, dass die mit 

Urteil des Bezirksgerichts Brugg beurteilten und die vorliegend zu beurteilenden 

Taten nicht als Tateinheit anzusehen seien. Zwar bestehe teilweise ein sachlicher 

Zusammenhang, da es sich bei einem der Delikte, welche durch das Bezirksge-

richt Brugg beurteilt worden seien, auch um sogenannte Vorschussbetrüge ge-

handelt habe. Indessen sei der Beschuldigte damals auch des gewerbsmässigen 

Diebstahls, des mehrfachen (teilweise versuchten) Hausfriedensbruchs sowie der 

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mehrfachen (teilweise versuchten) Sachbeschädigung schuldig gesprochen wor-

den. Diese Taten stünden in keinem sachlichen Zusammenhang zu den hier zu 

beurteilenden Taten. Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wertete die 

Vorinstanz als strafzumessungsneutral. Als weitere täterabhängige Faktoren be-

rücksichtigte sie das Nachtatverhalten des Beschuldigten begünstigend im Um-

fang von 7 Monaten, zumal er sich im Strafverfahren als kooperativ und geständig 

gezeigt habe. Damit habe er die Strafuntersuchung wesentlich erleichtert. Dar-

über hinaus sei eine gewisse Reue und Einsicht erkennbar. Dagegen erwog sie 

die erneute Straffälligkeit des Beschuldigten während laufender Strafuntersu-

chung in Brugg und laufender Probezeit als deutlich straferhöhend im Umfang von 

11 Monaten. Von der daraus entstandenen hypothetischen Gesamtstrafe von 

45 Monaten Freiheitsstrafe zog die Vorinstanz die mit Urteil des Bezirksgerichtes 

Brugg vom 20. April 2021 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 23 Monaten ab und 

setzte die Zusatzfreiheitsstrafe auf 22 Monate fest, unter Anrechnung 23 erstan-

dener Hafttage. Einen (teilweisen) Strafaufschub schloss sie zufolge der Höhe der 

hypothetischen Gesamtstrafe von 45 Monaten Freiheitsstrafe aus (zum Ganzen 

Urk. 65 S. 22 ff.).

2. Vorbringen der Verteidigung

2.1. Im Berufungsverfahren kritisierte der amtliche Verteidiger die Strafzumes-

sung im vorinstanzlichen Urteil insoweit, als die tiefe Gesamtschadenssumme von 

Fr. 21'194.55 zu wenig bis gar nicht berücksichtigt worden sei. Die Schadens-

summe für jeden einzelnen Geschädigten bewege sich im Bagatellbereich; im 

Durchschnitt betrage sie Fr. 165.–. Dies hätte die Vorinstanz erheblich verschul-

densmindernd berücksichtigen müssen. Die von der Vorinstanz eingesetzte Ein-

satzstrafe von 30 Monaten sei auch im Hinblick auf das leichte Verschulden des 

Beschuldigten unangemessen. Dies ergebe sich bereits aus dem Vergleich zur 

vom Erstgericht festgelegten Einsatzstrafe von 7 Monaten für gewerbsmässigen 

Diebstahl. Die von der Vorinstanz gewählte Einsatzstrafe von 30 Monaten liege 

sogar höher als die Gesamtstrafe, die das Erstgericht für alle dort zu beurteilen-

den Delikte zusammen gefällt habe. Weiter sei merklich zu Gunsten des Beschul-

digten strafmindernd zu berücksichtigen, dass er bei der Tatbegehung keine be-

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sondere Raffinesse an den Tag gelegt und sich durch die Angaben eigener Daten 

selbst exponiert habe. "Überhart" bewertet habe die Vorinstanz die Delinquenz 

während laufendem Strafverfahren, indem sie die Einsatzstrafe um 11 Monate er-

höht habe. Ferner gelte es die Doppelverwertung zu beachten – das Bezirksge-

richt Brugg habe die Delinquenz während laufendem Verfahren bereits berück-

sichtigt. Klar strafmindernd zu berücksichtigen seien das jugendliche Alter des Be-

schuldigten, sein sofortiges und umfassendes Geständnis und die gezeigte Reue 

sowie Einsicht in sein Fehlverhalten. Weil von einer tieferen Einsatzstrafe auszu-

gehen sei, hätten die zu beurteilenden Taten auch einen geringeren Anteil an der 

Gesamtstrafe, was sich in einer entsprechend geringeren Reduktion der asperier-

ten Grundstrafe (4 Monate anstelle von 12 Monaten bei der Vorinstanz) nieder-

schlage. Dies ergebe eine hypothetische Gesamtstrafe von 26 Monaten. Nach 

Abzug der Strafe des Ersturteils ergebe sich eine Zusatzstrafe von beantragten 

3 Monaten (Prot. II S. 10; Urk. 84 S. 2 ff.). 

2.2. Darüber hinaus brachte der amtliche Verteidiger an der Berufungsverhand-

lung vor, aus dem von ihm eingereichten Vollzugsbericht der Justizvollzugsanstalt 

Wauwilermoos vom 4. Dezember 2023 ergingen ein tadelloses Vollzugsverhalten 

und sehr gute Arbeitsleistungen des Beschuldigten. Er sei reuig und einsichtig 

hinsichtlich seiner Delinquenz und des Frustes der Geschädigten. Der Beschul-

digte zahle bereits auf ein Konto ein, um mit diesem Geld die Geschädigten ent-

schädigen zu können (Prot. II S. 10; Urk. 84 S. 2; Urk. 85).

3. Strafzumessung und Vollzug

3.1. Bildung einer Zusatzstrafe

3.1.1. Mit Blick auf den Berufungsgegenstand hat zunächst eine Neubeurteilung 

der vorliegenden Umstände nach den üblichen Strafzumessungskriterien zu erfol-

gen. Dazu ist im Sinne einer Vorbemerkung festzuhalten, dass die Vorinstanz die 

relevanten äusseren und inneren Umstände in ihr Urteil miteinbezogen hat. Es gilt 

lediglich die Gewichtung derselben zu überprüfen und gegebenenfalls punktuell 

zu ergänzen. Ausgangspunkt und Leitlinie ist dabei das rechtskräftige Ersturteil 

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des Bezirksgerichtes Brugg vom 20. April 2021, zu welchem eine Zusatzstrafe zu 

fällen ist.

3.1.2. Im Zeitraum vom 5. August 2020 bis 7. Dezember 2020, mithin innert vier 

Monaten, erzielte der Beschuldigte eine nicht unbeachtliche Deliktssumme von 

Fr. 21'194.55, indem er eine beträchtliche Anzahl von 128 Personen um für sich 

genommen eher moderate Einzelbeträge betrog (Vorschussbetrüge; Urk. 28 

S. 3 ff.). Zur Beurteilung des Verschuldens fallen in casu weniger die einzelnen 

Deliktsbeträge, die durchschnittliche Schadenssumme oder die Deliktssumme ins-

gesamt, sondern vielmehr die innert kurzer Zeit überaus grosse Anzahl geschä-

digter Personen ins Gewicht, welche von erheblicher krimineller Energie zeugt. 

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass das delinquierende Verhalten nicht aus 

eigenem Antrieb, sondern erst mit seiner Verhaftung endete (Urk. 65 S. 22). Das 

stümperhafte Tatvorgehen des Beschuldigten ändert nichts an der Intensität der 

kriminellen Energie. Er unternahm zwar keine ausserordentlichen Anstrengungen, 

um zu verhindern, dass er bei den Betrügen auffliegt und gegen ihn ein Strafver-

fahren eingeleitet wird. Trotzdem bediente er sich unzähliger erfundener, lebens-

naher Geschichten, um seine Person als Verkäufer glaubhafter darzustellen, und 

war auch rund um die Uhr erreichbar, investierte mithin viel Zeit in seine delikti-

schen Tätigkeiten (so bereits die Vorinstanz, Urk. 65 S. 22 f.). Zugutezuhalten ist 

dem Beschuldigten der Umstand, dass das Tatbestandsmerkmal der Arglist in ge-

wissen Fällen nur knapp erfüllt war. Mithin war auch die Konstruktion viel raffinier-

terer Lügengebäude – als der vom Beschuldigten beanspruchten – denkbar. Da-

mit ist das objektive Tatverschulden in Relation zum Strafrahmen des gewerbs-

mässigen Betrugs insgesamt als gerade noch leicht zu qualifizieren. Dieses wird 

weder durch das direktvorsätzliche Handeln und die finanzielle Motivation, die in 

der gewerbsmässigen Tatbegehung bereits berücksichtigt ist, noch durch das 

eher junge Alter des Beschuldigten relativiert (vgl. auch Urk. 49/429 und 

49/432 f.). Für das gerade noch leichte Verschulden erscheint eine Einsatzstrafe 

von 30 Monaten Freiheitsstrafe, wie sie die Vorinstanz erwog, als zu hoch. Dies 

gilt auch mit Blick auf die im Ersturteil festgesetzte Einsatzstrafe von 7 Monaten 

für gewerbsmässigen Diebstahl, obschon das Bezirksgericht Brugg damals ver-

gleichsweise wenige (sechs) Diebstähle zu beurteilen hatte, die zwar auch innert 

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kürzester Zeit (einem Monat) mit einer ähnlichen Deliktssumme von circa 

Fr. 22'000.– erfolgten, jedoch vergleichsweise lediglich rund 26 geschädigte Per-

sonen betrafen (vgl. Urk. 49/6 ff. und 49/432 f.). Daher erscheint, entgegen dem 

Vorbringen der Verteidigung, vorliegend eine vergleichbare Einsatzstrafe zu erwä-

gen, eine Einsatzstrafe von 24 Monaten Freiheitsstrafe der neu zu beurteilenden 

Delinquenz und dem gerade noch leichten Verschulden angemessen.

3.1.3. Zur Beurteilung der Täterkomponenten ist vorab festzuhalten, dass das 

Zweitgericht auf die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zum Zeitpunkt 

der Zusatzstrafe abzustellen hat (JÜRG-BEAT ACKERMANN, in: Basler Kommentar, 

Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N 14 zu Art. 49 StGB m.H.). Diese haben sich jedoch 

seit dem Ersturteil vom 20. April 2021, soweit ersichtlich, nicht massgeblich verän-

dert (Prot. II S. 4 ff.) und wurden im Übrigen von der Vorinstanz detailliert wieder-

gegeben. Darauf und auf die Ausführungen zum Vorleben kann zur Vermeidung 

von Wiederholungen verwiesen werden (Urk. 49/434 f.; Urk. 65 S. 24 f.). Mit dem 

Bezirksgericht Brugg und der Vorinstanz wirken sich das Vorleben und die per-

sönlichen Verhältnisse strafzumessungsneutral aus. Im massgebenden Ersturteil 

wurden die Vorstrafen sowie der Umstand, dass der Beschuldigte einerseits wäh-

rend der laufenden Probezeiten delinquierte, andererseits sein deliktisches Han-

deln trotz ausgestandener Untersuchungshaft und während der laufenden Stra-

funtersuchung ungehindert fortsetzte, insgesamt im Umfang von 6 Monaten straf-

erhöhend berücksichtigt (vgl. Urk. 49/434 Erw. 7.6.2.). Die durch die Vorinstanz 

für die wiederum erneute Delinquenz des Beschuldigten während des Strafverfah-

rens in Brugg im Zusammenhang mit dem hier zu beurteilenden gewerbsmässi-

gen Betrug vorgenommene Straferhöhung um 11 Monate findet vor diesem Hin-

tergrund keine Stütze. In Anbetracht der Erwägungen des Erstgerichts ist der Um-

stand, dass der Beschuldigte auch hinsichtlich der in diesem Verfahren zu beur-

teilenden Straftaten während des laufenden Strafverfahrens und während laufen-

der Probezeit delinquierte, mit einer Erhöhung zu 8 Monaten zu berücksichtigen. 

Im Gegensatz zum Verfahren vor dem Erstgericht, wo sich unter dem Titel des 

Nachtatverhaltens nichts zu Gunsten des Beschuldigten strafmindernd auswirkte 

(vgl. Urk. 49/435 Erw. 7.6.2.), ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass er vorlie-

gend bereits in der Strafuntersuchung ein umfassendes Geständnis ablegte und 

- 15 -

das Verfahren damit erheblich erleichterte. Sodann zeigte der Beschuldigte dies-

mal von Anfang an eine gewisse Reue und Einsicht in sein Fehlverhalten, was 

sich auch in der Berufungsverhandlung bestätigte (Urk. 65 S. 25, Prot. II S. 4, 

8 ff.). Die Vorinstanz nahm eine Reduktion der Strafe um 7 Monate vor. Eine Re-

duktion für das Nachtatverhalten erscheint angesichts der Höhe der dem Ver-

schulden zugemessenen Einsatzstrafe von 24 Monaten im Umfang von 11 Mona-

ten als gerechtfertigt. Zusammenfassend bleibt es unter Berücksichtigung der Tä-

terkomponenten bei einer Einsatzstrafe von 21 Monaten Freiheitsstrafe. 

3.1.4. Wurde bei der Grundstrafe und/oder den neuen Delikten bereits eine Ge-

samtstrafe gebildet (und damit bereits asperiert), ist im Rahmen der Zusatzstra-

fenbildung durch das Zweitgericht darauf zu achten, dass es nicht zur doppelten 

Asperation kommt. Für diesen Fall ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

bei der Erhöhung der (bereits asperierten) Grundstrafe resp. der bereits asperier-

ten Gesamtstrafe für die neuen Delikte das Asperationsprinzip gemässigt anzu-

wenden (BGE 142 IV 265 E. 2.4.4 m.w.H.). Angesichts der vorliegend bereits as-

perierten Grundstrafe ist unter nunmehr gemässigter Anwendung des Asperati-

onsprinzips die Einsatzstrafe im Umfang von angemessenen 12 Monaten Frei-

heitsstrafe zu erhöhen. 

3.1.5. Im Ergebnis ergibt die Einsatzstrafe von 21 Monaten Freiheitsstrafe erhöht 

um die anteilsmässige Grundstrafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe eine hypotheti-

sche Gesamtstrafe von 33 Monaten Freiheitstrafe. Hiervon ist die rechtskräftige 

Grundstrafe von 23 Monaten Freiheitsstrafe in Abzug zu bringen, woraus sich die 

vorliegend auszufällende Zusatzstrafe von 10 Monaten Freiheitsstrafe errechnet 

(zum methodischen Vorgehen insgesamt vgl. BGE 142 IV 265 E. 2.3 f.; HANS MA-

THYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, N 524 ff.).

3.2. Anrechnung der Haft

Mit der Vorinstanz sind nach Art. 51 StGB vorliegend 23 Tage als durch (Untersu-

chungs-)Haft erstanden an die Strafe anzurechnen (D1/Urk. 15/2 und 16).

- 16 -

3.3. Vollzug

3.3.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheits-

strafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 

nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen 

oder Vergehen abzuhalten (bedingte Strafe; Art. 42 Abs. 1 StGB). Das Gericht 

kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens 

drei Jahren teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden 

des Täters genügend Rechnung zu tragen (teilbedingte Strafe; Art. 43 Abs. 1 

StGB). Zur Beurteilung, ob für die Zusatzstrafe objektiv der (teil)bedingte Strafvoll-

zug in Betracht kommt, ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die sich 

aus der Grundstrafe und der Zusatzstrafe ergebende Strafdauer massgebend (Ur-

teil des Bundesgerichts 6b_574/2008 vom 27. November 2008 E. 2.1). 

3.3.2. Für die sich aus der Grundstrafe und der Zusatzstrafe ergebende Straf-

dauer von 33 Monaten Freiheitsstrafe würde ein teilbedingter Vollzug in Frage 

kommen. Jedoch ist dem Beschuldigten – wie das Bezirksgericht Brugg in seinem 

Urteil vom 20. April 2021 erwog (Urk. 49/435 f. Erw. 7.7.) – eine schlechte Legal-

prognose zu stellen: Die regelmässige und insbesondere auch gleichartige Delin-

quenz trotz laufender Probezeit, unmittelbar eröffneter Strafuntersuchung und ver-

büsster Untersuchungshaft wirken sich zuungunsten des Beschuldigten aus. Bei 

dieser Unbelehrbarkeit und Renitenz kann ihm keine gute Prognose gestellt wer-

den. Daran vermag auch die anlässlich der Berufungsverhandlung vorgebrachte 

inzwischen eher positive Entwicklung im Strafvollzug nichts zu ändern (Prot. II 

S. 5 ff.; Urk. 85 S. 2 ff.). Die Zusatzfreiheitsstrafe ist zu vollziehen.

3.4. Fazit

Im Ergebnis ist der Beschuldigte mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatz zu der 

mit Urteil des Bezirksgerichtes Brugg vom 20. April 2021 (ST.202.37) ausgefällten 

Strafe, zu bestrafen. Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen.

- 17 -

IV. Kosten

1. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind auf Fr. 2'500.– zu veranschlagen 

(Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 der Gebührenver-

ordnung des Obergerichts). Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Par-

teien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Ob eine Partei im Rechtsmittelverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, 

hängt davon ab, in welchem Ausmass ihre gestellten Anträge gutgeheissen wur-

den (THOMAS DOMEISEN, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 3. Aufl. 

2023, N 6 zu Art. 428 StPO).

2. Da der Beschuldigte vorliegend mit seinen Anträgen zu drei Fünfteln ob-

siegt, sind ihm ausgangsgemäss die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Aus-

nahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, zu zwei Fünfteln aufzuerlegen und 

im Übrigen auf die Gerichtskassen zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung für das Berufungsverfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rü-

ckzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO ist im Umfang von zwei Fünfteln 

vorzubehalten.

3. Der seitens der amtlichen Verteidigung geltend gemachte Aufwand von 

Fr. 4'580.70 für das zweitinstanzliche Gerichtsverfahren ist ausgewiesen und er-

scheint angemessen (Urk. 86). Es rechtfertigt sich daher, Rechtsanwalt Dr. iur. 

HSG X._____ für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren pauschal und ge-

samthaft mit Fr. 5'500.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu entschädigen. 

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 

7. September 2022 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 2 teil-

weise (hinsichtlich der Busse als Zusatzstrafe), 3 teilweise (hinsichtlich Voll-

zug der Busse als Zusatzstrafe), 4 (Ersatzfreiheitsstrafe), 5 (Landesverwei-

sung), 6 und 7 (Zivilforderungen) sowie 8 bis 11 (Kostendispositiv) in 

Rechtskraft erwachsen ist.

- 18 -

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatz zu 

der mit Urteil des Bezirksgerichtes Brugg vom 20. April 2021 (ST.2020.37) 

ausgefällten Strafe, wovon 23 Tage als durch Haft geleistet gelten.

2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 2'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 5'500.00   amtliche Verteidigung.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu zwei Fünfteln aufer-

legt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtli-

chen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzah-

lungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von zwei Fünf-

teln vorbehalten.

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Voll-

zugsdienste (kanzlei.bvd@ji.zh.ch)
 die Privatklägerschaft

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.)

- 19 -

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Voll-

zugsdienste (kanzlei.bvd@ji.zh.ch)
 die Privatklägerschaft, sofern verlangt

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Voll-

zugsdienste 
 das Migrationsamt des Kantons Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestim-
mung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

 das Bezirksgericht Brugg (Referenz: ST.2020.37)
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 23. Januar 2024

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Wenker

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw Blumer