# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f47286ae-cc71-57bd-8b48-e39d571150f6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-20
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 20.06.2023 BA 2023 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2023-13_2023-06-20.pdf

## Full Text

20230512_120847_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2023 13

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 20. Juni 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Zug, 

betreffend

Zahlungsbefehl / Arrest

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Sachverhalt

1. Auf Gesuch von B.________ (nachfolgend: Arrestgläubigerin) stellte das Bezirksgericht 
Zürich, Einzelgericht Audienz, am 3. Februar 2023 für eine Forderung von CHF 28'000.00 
gegen A.________ (Arrestschuldner; nachfolgend: Beschwerdeführer) gestützt auf Art. 271 
Abs. 1 Ziff. 4 SchKG einen Arrestbefehl aus. Verarrestiert wurden nebst einem auf den Be-
schwerdeführer lautenden Konto bei der C.________, Zürich, "sämtliche Forderungen, Divi-
denden- und sonstige Ausschüttungsansprüche, die sich aus der Aktionärsstellung des 
Schuldners bei der D.________ AG, ________, 6300 Zug, ergeben, alles soweit verarres-
tierbar, bis zur Deckung der Arrestforderung samt Kosten." Das Bezirksgericht Zürich wies 
dem Betreibungsamt Zürich 1 die Rolle des "Lead-Amtes" zu (act. 1/4 und 3/1). 

2. Mit Schreiben vom 6. Februar 2023 – vorab per Mail vom 3. Februar 2023 – beauftragte 
das Betreibungsamt Zürich 1 das Betreibungsamt Zug mit dem Arrestvollzug (act. 3/1). Am 
3. Februar 2023 vollzog das Betreibungsamt Zug den Arrest Nr. E.________ und fertigte eine 
Arrestsperranzeige für die Drittschuldnerin aus (act. 3/2-3/3). Diese Anzeige konnte am 
7. Februar 2023 an F.________, Bevollmächtigte der D.________ AG, zugestellt werden 
(act. 3/6). 

3. Am 10. Februar 2023 stellte die Arrestgläubigerin beim Betreibungsamt Zug das Betrei-
bungsbegehren für CHF 28'000.00 ("Privatdarlehen Tranchen 1-8 [November 2019 – Juni 
2020]") nebst Zins zu 5 % seit 20. Oktober 2020, für CHF 30'000.00 ("Privatdarlehen Tran-
che 9 [November 2020]") nebst Zins zu 5 % seit 30. Juni 2021 sowie für CHF 10'000.00 
("Privatdarlehen Tranche 10 [August 2021]") nebst Zins zu 5 % seit 31. Dezember 2021 
(act. 3/8). 

4. Das Betreibungsamt Zug stellte am 13. Februar 2023 den Zahlungsbefehl aus. Es beauftrag-
te das Betreibungsamt Zürich 1 mit der Zustellung des Zahlungsbefehls, da der Beschwerde-
führer angekündigt hatte, am nächsten Tag beim Betreibungsamt Zürich 1 vorbeizugehen 
(act. 3 S. 2). Am 15. Februar 2023 stellte das Betreibungsamt Zürich 1 dem Beschwerdefüh-
rer den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. G.________ des Betreibungsamtes Zug zu. Der 
Beschwerdeführer erhob gleichentags Rechtsvorschlag (act. 3/9). 

5. Am 13. Februar 2023 teilte die D.________ AG, vertreten durch den Beschwerdeführer, dem 
Betreibungsamt Zug mit, dass dem Beschwerdeführer ihr gegenüber keine Forderungen, Di-
videnden- und sonstigen Ausschüttungsansprüche zustünden, die sich aus dessen Aktionär-
sstellung bei der Gesellschaft ergeben würden (act. 3/11). 

6. Mit Schreiben vom 16. Februar 2023 informierte das Betreibungsamt Zürich 1 das Betrei-
bungsamt Zug, dass das Arrestverfahren Nr. H.________ in vollem Umfang aufgehoben 
werde, da lediglich ein geringer Betrag von CHF 49.16 erfasst worden sei. Die blockierten 
Vermögenswerte könnten mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben werden (act. 3/12). 

7. Mit Eingabe vom 20. Februar 2023 reichte der Beschwerdeführer bei der II. Beschwerde-
abteilung des Obergerichts Zug als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs 
Beschwerde ein. Sinngemäss machte er geltend, nur das "Lead-Betreibungsamt", hier das 
Betreibungsamt Zürich 1, dürfe einen Zahlungsbefehl ausstellen. Weiter beantragte er die 

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Streichung der ungesetzlich aufgenommenen Betreibungen im Zahlungsbefehl Nr. 
G.________. Nur die bewilligte Forderung von CHF 28'000.00 (ohne Zins) gemäss Arrestbe-
fehl des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Februar 2023 sei in den Zahlungsbefehl aufzuneh-
men. Die beiden Forderungen über CHF 30'000.00 und CHF 10'000.00, je nebst Zins, seien 
zu streichen. Schliesslich stellte er den Antrag, der Arrest Nr. E.________ des Betreibungs-
amtes Zug sei "mangels Objekt und minderwertigem Arrestsubstrat" aufzuheben (act. 1). 

8. Mit Verfügung vom 27. Februar 2023 hob das Betreibungsamt Zug den Zahlungsbefehl in der 
Betreibung Nr. G.________ auf. Es fertigte unter der Betreibung Nr. G.________ einen neu-
en Zahlungsbefehl mit dem ausschliesslichen Forderungsbetrag von CHF 28'000.00 (analog 
Arrestbefehl) aus und stellte den Zahlungsbefehl neu zu (act. 3/13). 

9. In der Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2023 beantragte das Betreibungsamt Zug die 
Abweisung der Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sei (act. 3). 

10. Am 27. April 2023 erkundigte sich der Beschwerdeführer telefonisch, ob seit dem Einreichen 
seiner Beschwerde Zustellversuche an ihn erfolgt seien, und gab eine neue Zustelladresse in 
der Schweiz an (act. 4). 

Erwägungen

1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die zusätzlich auf dem Zahlungsbefehl aufgeführten Beträ-
ge seien nicht zulässig. Es dürfe lediglich ein Betrag von CHF 28'000.00 aufgeführt werden 
(vgl. act. 1). 

Das Betreibungsamt Zug hob mit Verfügung vom 27. Februar 2023 – mithin innert laufender 
Vernehmlassungsfrist (vgl. Art. 17 Abs. 4 SchKG) – den Zahlungsbefehl in der Betreibung 
Nr. G.________ auf. Dazu hielt es fest, fälschlicherweise seien neben der Hauptforderung 
gemäss Arrestbefehl vom 3. Februar 2023 des Bezirksgerichts Zürich weitere Forderungen 
erfasst worden. Unter der Betreibung Nr. G.________ werde daher ein neuer Zahlungsbefehl 
ausgefertigt und zugestellt. Die entstehenden Kosten würden zu Lasten des Amtes gehen 
(vgl. act. 3/13). Folglich ist die Beschwerde in diesem Punkt gegenstandslos geworden und 
abzuschreiben. 

Die Behandlung der Beschwerde durch die Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und 
Konkurs ist insoweit fortzusetzen, als mit der Wiedererwägung den im Beschwerdeverfahren 
gestellten Begehren nicht entsprochen worden und damit die Beschwerde nicht gegenstand-
los geworden ist (vgl. BGE 126 III 85). 

2. Der Beschwerdeführer macht geltend, nur das "Lead-Betreibungsamt", hier das Betreibungs-
amt Zürich 1 und nicht das Betreibungsamt Zug, dürfe in der Arrestprosequierung einen Zah-
lungsbefehl an den Arrestschuldner ausstellen (vgl. act. 1). 

2.1 Dem hält das Betreibungsamt Zug im Wesentlichen Folgendes entgegen: 

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2.1.1 Gemäss Art. 52 SchKG bestehe ein spezieller Betreibungsort im Arrest, weil die mit dem 
Arrest belegten Vermögenswerte auch dort verwertet werden könnten, wo sie sich befänden. 
Die Verwertung setze eine vorgängige Betreibung voraus. Art. 52 SchKG erlaube daher die 
Betreibung am Ort der Arrestgegenstände, die sogenannte Arrestbetreibung.  

2.1.2 In BGE 148 III 138 habe das Bundesgericht die Zulässigkeit eines Lead-Betreibungsamtes 
bejaht und den rechtshilfeweisen Vollzug eines Arrestes möglich gemacht. Alle involvierten 
Betreibungsämter würden dem Lead-Amt einen Bericht über den Arrestvollzug machen, wo-
mit das Lead-Betreibungsamt eine einzige Arresturkunde erstelle. Dass nun die an verschie-
denen Orten vollzogenen Arreste durch eine einzige Betreibung beim Lead-Amt prosequiert 
werden könnten, sei in der Konsequenz nachvollziehbar. Dem stehe die Problematik ge-
genüber, dass beim Ausländerarrest der Betreibungsort dahinfalle, wenn sich der Arrest als 
erfolglos erweise. Zwar habe das Bundesgericht in BGE 148 III 138 die Lead-Funktion des 
Betreibungsamtes und die Rechtshilfe im Arrestvollzug bejaht, sich aber zum Betreibungsort 
nicht geäussert. Entsprechend seien die gesetzlichen Bestimmungen zum besonderen Be-
treibungsort im Arrest (Art. 52 SchKG) gültig, weshalb die Betreibung am Ort der gelegenen 
Sache – solange das Bundesgericht nicht etwas anderes sage – nach wie vor zulässig sei 
und eine Rückweisung des Betreibungsbegehrens durch das Betreibungsamt nicht korrekt 
wäre. 

2.1.3 Des Weiteren sei zu beachten, dass vorliegend das Betreibungsamt Zürich 1 als Lead-Amt 
vom Bezirksgericht Zürich bestimmt worden sei. Als einziges weiteres Amt in diesem Verfah-
ren involviert sei das Betreibungsamt Zug. Beim Lead-Amt Zürich 1 sei vom Arrest lediglich 
CHF 49.16 erfasst, weshalb das Betreibungsamt Zürich 1 das Arrestverfahren aufgehoben 
habe. Entsprechend falle auch der Betreibungsort Zürich 1 dahin. 

2.1.4 Das Obergericht des Kantons Bern habe im Entscheid ABS 22 149 E. 4.5.1 ausdrücklich 
darauf hingewiesen, dass die einzelne Prosequierung am Ort der gelegenen Sache "auch 
zulässig" sei. Nach Vock/Meiser-Müller (SchKG-Klagen nach der Schweizerischen ZPO, 2. 
A. 2018, S. 337) sollte seit dem schweizweiten Arrest eine einzige Betreibung beim Lead-
Amt genügen, was jedoch bis zur Klärung der Frage durch das Bundesgericht nicht ganz klar 
sei, weshalb man gut daran täte, die in verschiedenen Betreibungskreisen vollzogenen Ar-
reste je mit einer einzelnen Betreibung zu prosequieren. Solange es keine entsprechende 
Anpassung im Gesetz gebe und/oder das Bundesgericht nicht einen "besonderen Betrei-
bungsort beim Lead-Amt" für alle involvierten Arrestorte bejahe, habe der Gläubiger die 
Wahl. Wenn der Gläubiger sich nicht dem Risiko aussetzen möchte, dass er einen Arrest-
vollzug nicht oder nicht richtig prosequiert habe und dadurch Gefahr laufe, einen vermögens-
rechtlichen Schaden zu erleiden, könne er – wie vorliegend – einzelne Betreibungen am je-
weiligen Arrestort einleiten. In der Praxis gebe es diesbezüglich keine Probleme (vgl. act. 1 
S. 3 f.).   

2.2 Ist für eine Forderung Arrest gelegt, so kann die Betreibung auch dort eingeleitet werden, wo 
sich der Arrestgegenstand befindet (vgl. Art. 52 SchKG). Rechte und Forderungen, die durch 
Wertpapiere verkörpert sind, sind dort belegen, wo sich diese physisch befinden (BGE 116 III 
107 E. 5b). Forderungen, die nicht in einem Wertpapier verkörpert sind, sind am Wohnsitz 
des Gläubigers (Vollstreckungsschuldners) belegen. Wohnt der Vollstreckungsschuldner im 
Ausland, der Drittschuldner aber in der Schweiz, so gilt die Forderung als am Wohnsitz des 

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Drittschuldners in der Schweiz belegen und sie ist dort zu verarrestieren bzw. zu pfänden 
(BGE 140 III 512 E. 3.2).  

Vorliegend wurden Forderungen, die nicht in einem Wertpapier verkörpert sind, am Sitz der 
der D.________ AG, Zug, als Drittschuldnerin verarrestiert. Mangels Wohnsitzes des 
Schuldners in der Schweiz ist demnach Zug als Ort der belegenen Forderung Betreibungsort. 
Allerdings wurde mit Arrestbefehl des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Februar 2023 das Be-
treibungsamt Zürich 1 als "Lead-Betreibungsamt" bestimmt und beauftragt, den Arrestvollzug 
mit den im Abschnitt "Arrestgegenstände" genannten Betreibungsämtern – konkret dem Be-
treibungsamt Zug – zu koordinieren (vgl. act. 3/1). Es stellt sich die Frage, ob die Gläubigerin 
die Prosequierungsbetreibung beim Lead-Betreibungsamt (somit beim Betreibungsamt 
Zürich 1) anheben muss oder auch an jedem anderen Ort des Arrestvollzugs (somit beim Be-
treibungsamt Zug) anheben darf. Auf diese Kontroverse ist im Folgenden einzugehen. 

2.3 Vor der Revision des Arrestrechts musste ein Gläubiger, der mehrere, in unterschiedlichen 
Gerichtskreisen liegende Vermögenswerte mit Arrest belegen wollte, separate Arrestbegeh-
ren stellen und jeden der Arreste durch separate Betreibung am jeweiligen Arrestort prose-
quieren (vgl. BGE 88 III 59 E. 4). Mit der Einführung der ZPO und der Inkraftsetzung des re-
vidierten Lugano-Übereinkommens am 1. Januar 2011 wurde auch das Arrestrecht geändert. 
Wesentliche Neuerungen dieser Revision sind der Arrestgrund des definitiven Rechtsöff-
nungstitels (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG), ein Arrestgerichtsstand auch am Betreibungsort 
(Art. 272 Abs. 1 SchKG) und die Ausdehnung der örtlichen Zuständigkeit des Arrestrichters 
auf die ganze Schweiz (Art. 271 Abs. 1 SchKG). Die Schaffung eines einheitlichen schweiz-
weiten Vollstreckungsraums war ein erklärtes Ziel der Anpassung des SchKG an den mit der 
ZPO verwirklichten schweizweiten Massnahmen- und Vollstreckungsraum. Ein einheitlicher 
Vollstreckungsraum mit einem schweizweiten Arrest erfordert einen koordinierten Arrestvoll-
zug. Ein rechtshilfeweiser Arrestvollzug setzt voraus, dass das Arrestgericht im Arrestbefehl 
ein Lead-Betreibungsamt bestimmt. Entsprechend hat das Bundesgericht die Zulässigkeit 
eines schweizweiten Arrestvollzugs durch ein Lead-Betreibungsamt bejaht (BGE 148 III 138 
E. 3.4; vgl. Meier-Dieterle, www.arrestpraxis.ch – update 133 / 10.03.2022). Offen gelassen 
hat das Bundesgericht die Frage, ob die einheitliche örtliche Zuständigkeit auch für die Pro-
sequierungsbetreibung gilt. 

2.3.1 Das Obergericht des Kantons Bern hatte im Entscheid vom 10. August 2022 als Aufsichts-
behörde in Betreibungs- und Konkurssachen die Frage zu beurteilen, ob ein Arrestgläubiger 
eine Pfändung am Arrest-Rechtshilfeort in Bern beantragen konnte, nachdem am Ort des 
Lead-Betreibungsamtes in Winterthur keine Vermögenswerte vom Arrest erfasst wurden. Das 
Obergericht verwies auf die schweizweite örtliche Kompetenz für die Arrestbewilligung und 
führte aus, diese einheitliche örtliche Zuständigkeit müsse auch für die Prosequierung gelten. 
Der Gläubiger, der mehrere Arreste bei einem einzigen Gericht habe erwirken können, könne 
diesen schweizweiten Arrest folgerichtig auch durch eine Betreibung am Arrestort des Lead-
Betreibungsamtes prosequieren. So könne eine örtliche Aufsplitterung vermieden werden, 
zumal die (auch zulässige) einzelne Prosequierung an den verschiedenen Arrestorten für alle 
Beteiligten aufwendig sei. Die Gläubigerin habe den schweizweiten Arrest folglich mit der Be-
treibung beim Winterthur-Stadt gültig prosequiert. Nachdem das in Winterthur gelegene Ar-
restvermögen mangels Bestreitung der Drittansprüche aus dem Arrest gefallen sei, sei 
grundsätzlich auch der dortige Betreibungsort dahingefallen. Dies könne aber nicht zur Hin-

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fälligkeit des gesamten, rechtzeitig prosequierten schweizweiten Arrestes führen. Ansonsten 
hätte die Gläubigerin mit einer – auch für den Schuldner im Sinne seiner vorgebrachten Ar-
gumentation – einheitlichen Prosequierungsbetreibung gegenüber der einzelnen Prosequie-
rung der Arrest ein erhöhtes, sachlich nicht gerechtfertigtes Risiko zu tragen. Insbesondere 
auch weil im konkreten Fall nach Wegfall des Arrestvermögens beim Lead-Betreibungsamt in 
Winterthur nur noch der Arrestort Bern bestanden habe, habe die Gläubigerin das Betrei-
bungsverfahren betreffend die in Bern gelegenen Arrestgegenstände zu Recht in Bern fort-
gesetzt (Urteil des Obergerichts des Kantons Bern ABS 22 149 vom 10. August 2022 
E. 4.5.1 f.). 

2.3.2 Nach Meier-Dieterle gilt die schweizweite örtliche, gesetzlich explizit geregelte Kompetenz 
bei der Arrestbewilligung auch für die Prosequierung, ansonsten der Zweck der Revision 
nicht erreicht werde. Damit könne am Ort der Arrestbewilligung, d.h. entweder am Betrei-
bungsort oder am Ort eines Vermögensgegenstandes (Art. 272 Abs. 1 SchKG), die Prose-
quierung des Arrestes durch Betreibung mit Wirkung für alle vom Gericht schweizweit ausge-
stellten Arrestbefehle vorgenommen werden, und zwar unabhängig davon, ob die einzelnen 
Arrestbefehle Forderungen oder Sachwerte zum Gegenstand hätten. Eine Prosequierung 
durch separate Betreibungen an jedem Ort des Arrestvollzugs werde dadurch aber nicht 
ausgeschlossen (Meier-Dieterle, in: Hunkeler [Hrsg.], Schuldbetreibungs- und Konkursge-
setz, Kurzkommentar, 2. A. 2014, Art. 279 N 2b). 

2.3.3 Zahlreiche weitere Autoren sind der Ansicht, dass die Prosequierungsbetreibung beim Lead-
Betreibungsamt eingeleitet werden kann, äussern sich aber nicht dazu, ob die Prosequierung 
auch durch separate Betreibung am Ort des Arrestvollzugs erfolgen kann (vgl. Meier-
Dieterle/Crestani, Die schweizweite Zuständigkeit im Arrestvollzug, in: AJP 8/2015 S. 1128; 
Milani, Der schweizweite Arrestbefehl und sein Vollzug durch das Lead-Betreibungsamt, in: 
AJP 6/2022 S. 598; Reiser, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 279 SchKG N 6, allerdings 
nur, wenn der Gläubiger das Betreibungsbegehren beim Betreibungsamt an einem Arrestort 
einreicht, der zum Sprengel des den Arrest anordnenden Gerichts gehört; Schmid, Basler 
Kommentar, a.a.O., Art. 52 SchKG N 12; Staehelin, in: Dasser/Oberhammer, Lugano-
Übereinkommen, 3. A. 2021, Art. 47 IPRG N 91; Theus Simoni, Das Lead-Betreibungsamt 
gemäss BGE 148 III 138 und seine Folgen, in: ZZZ 2022 S. 407 f.). Zum Teil wird darauf hin-
gewiesen, dass ein vorsichtiger Gläubiger die in verschiedenen Betreibungskreisen vollzoge-
nen Arreste je mit einzelnen Betreibungen prosequieren sollte, um nichts zu versäumen (vgl. 
Boller, Rechtshilfeweiser Arrestvollzug durch ein Lead-Betreibungsamt, in: ZZZ 2022 S. 344; 
Vock/Meier-Dieterle, SchKG-Klagen nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. A. 
2018, S. 337). 

2.3.4 Die Meinung des Obergerichts des Kantons Bern verdient Zustimmung. Weshalb es nur 
zulässig sein soll, einen Arrest beim Lead-Betreibungsamt zu prosequieren, nicht aber (auch) 
bei einem von mehreren Vollzugsorten, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht er-
sichtlich. Demnach kann der Arrestgläubiger bei einem schweizweiten Arrest die Prosequie-
rungsbetreibung wahlweise beim Lead-Betreibungsamt oder beim Betreibungsamt am Ort 
des Arrestvollzuges einleiten. Dies gilt umso mehr, als im vorliegenden Fall das Betreibungs-
amt Zürich 1 als Lead-Betreibungsamt das Arrestverfahren mit Verfügung vom 16. Februar 
2023 aufgehoben hat, da in Zürich lediglich ein geringer Betrag von CHF 49.16 verarrestiert 

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werden konnte. Entsprechend fällt der Betreibungsort beim Betreibungsamt Zürich 1 ausser 
Betracht (vgl. act. 3/12). 

2.3.5 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Prosequierungsbetreibung beim Betreibungsamt 
Zug eingeleitet werden durfte, weshalb der vom Betreibungsamt Zug in der Betreibung 
Nr. G.________ ausgestellte Zahlungsbefehl unter diesem Aspekt nicht zu beanstanden war. 

3. Schliesslich erklärt der Beschwerdeführer, das Betreibungsamt Zug habe den Arrest 
Nr. E.________ "mangels Objekt und minderwertigem Arrestsubstrat" – wie das Lead-
Betreibungsamt Zürich1 – aufzuheben. Mit Schreiben vom 12. Februar 2023 habe die 
D.________ AG mitgeteilt, dass sich keine Forderungen, Dividenden oder sonstigen Aus-
schüttungsansprüche aus der Aktionärsstellung des Schuldners ergäben. Somit sei kein 
Vollstreckungssubstrat vorhanden, weshalb das Betreibungsverfahren Nr. G.________ da-
hinfallen und im Register gelöscht werden müsse (vgl. act. 1). 

3.1 Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Betreibungsamt zur Nachprü-
fung der Grundlagen eines Arrestbefehls weder berechtigt noch verpflichtet (BGE 118 III 8). 
Die gerichtlich festgestellte Glaubwürdigkeit von Forderungen, das Vorliegen eines Arrest-
grunds oder die Zugehörigkeit der zu verarrestierenden Vermögenswerte sind für die Betrei-
bungsbehörden verbindlich. Eine diesbezügliche Nachprüfung liegt nicht in der Kompetenz 
der Betreibungsbehörden und ihrer Aufsichtsbehörden. Eine révision au fond steht den Be-
treibungsbehörden und deren Aufsichtsbehörden nicht zu. Für die Überprüfung des Arrest-
befehls steht die Arresteinsprache gemäss Art. 278 SchKG zur Verfügung. Vergreift sich der 
Arrestschuldner im Rechtsmittel, indem er – statt eine Einsprache gegen den Arrestbefehl 
zu erheben – mit der Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG an die Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs vorbringt, dass kein Arrestgrund vorliege und das Arrestge-
such unbegründet sei, kann seinem Anliegen kein Erfolg beschieden sein (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_240/2008 vom 12. Juni 2008; vgl. zum Ganzen: Reiser, a.a.O., Art. 275 
SchKG N 11 und 16a). 

3.2 Am 13. Februar 2023 teilte die Drittschuldnerin – die D.________ AG – dem Betreibungsamt 
Zug schriftlich mit, dass dem Schuldner – dem Beschwerdeführer – gegenüber der 
D.________ AG keine Forderungen, Dividenden- und sonstigen Ausschüttungsansprüche 
zustünden, die sich aus dessen Aktionärsstellung bei der Gesellschaft ergeben würden 
(act. 3/11). Unterzeichnet wurde diese Erklärung vom Beschwerdeführer als einzigem Ver-
waltungsrat der D.________ AG. Belege dazu liegen keine vor. Entsprechend bleibt die Be-
hauptung der Drittschuldnerin unbelegt. Hinzu kommt Folgendes: Nachdem der Arrestrichter 
das Vorliegen des Arrestgegenstandes als genügend glaubhaft erachtete und den Arrest be-
willigte, kann die II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts des Kantons Zug als Aufsichts-
behörde über Schuldbetreibung und Konkurs den Arrestgegenstand nicht erneut überprüfen. 
Dies gilt auch dann, wenn die Drittschuldnerin bestreitet, dass dem Beschwerdeführer auf-
grund seiner Aktionärsstellung eine Forderung zusteht. Bestreitet die Drittschuldnerin – wie 
hier die D.________ AG – den Bestand oder die Höhe der verarrestierten Forderung, so hat 
dies lediglich zur Folge, dass die Verarrestierung eine bestrittene Forderung betrifft (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_559/2017 und 5A_560/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.2.2 mit Hin-
weis auf BGE 109 III 11 E. 2 und BGE 120 III 18 E. 4). An der Gültigkeit der Verarrestierung 

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ändert dies nichts (vgl. Kren Kostkiewicz, SchKG Kommentar, 20. A. 2020, Art. 99 SchKG N 
7; Rohner, in: Hunkeler [Hrsg.], a.a.O., Art. 106 SchKG N 5). 

4. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, so-
weit sie nicht gegenstandslos geworden ist.  

Das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs ist 
grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG).

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Beschwerdeführer
- Betreibungsamt Zug 
- Gläubigerin 

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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