# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4442d0a4-889b-5132-a12f-f9f7b6cbeddc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.06.2008 UV 2007/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-80_2008-06-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/80

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 02.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2008
Art. 6, 10 und 16 UVG: Überprüfung der Leistungspflicht des 
Unfallversicherers nach Wadenbeinbruch. Fortbestehende Schmerzen 
ursächlich ungenügend abgeklärt; Rückweisung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2008, UV 2007/80).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 2. Juni 2008

in Sachen

Helsana Versicherungen AG, Postfach, 8081 Zürich,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,

9001 St. Gallen,

und

T.___

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Beigeladener,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1954 geborene T.___ war bei der A.___ als Hilfsarbeiter angestellt und in 

dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 20. November 2004 stürzte 

er alkoholisiert und zog sich eine Rissquetschwunde an der Stirn links zu, welche im 

Kantonalen Spital Rorschach genäht wurde. Wieder zu Hause verunfallte der 

Versicherte erneut und zog sich dabei einen Wadenbeinbruch zu. Dieser wurde zwei 

Tage später im Spital operativ mittels Plattenosteosynthese versorgt (UV act. 6). Die 

Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen). Die 

Heilung verlief vorerst komplikationslos, sodass der Versicherte ab dem 17. Januar 

2005 wieder arbeitete (UV act. 7). Am 9. März 2005 setzte er die Arbeit aus, weil er 

elektrisierende Schmerzen im Bereich des Vorderfusses hatte. Das Osteosematerial 

wurde deshalb bereits am 14. März 2005 wieder entfernt (UV act. 10, 11). Der 

Versicherte nahm am 23. Mai 2005 die Arbeit wieder auf, setzte diese jedoch (schon) 

am 30. Mai 2005 wieder aus, weil er weiterhin an Fussbeschwerden litt (UV act. 15). Die 

Arbeitsstelle wurde ihm am 24. Mai 2005 auf Ende Juli 2005 gekündigt. (UV act. 15). 

Am 20. Juni 2005 nahm er die Arbeit wieder vollumfänglich auf (UV act. 19).

A.b   Die A.___ meldete der Suva am 17. Oktober 2005 einen Rückfall mit einer 

Arbeitsaussetzung vom 3. bis 16. Oktober 2005 (UV act. 20). Offenbar war der 

Versicherte trotz Kündigung weiterbeschäftigt worden. In der Folge dauerten die 

Schmerzen fort und die ärztliche Behandlung zog sich in die Länge. Hausarzt Dr. med. 

B.___ diagnostizierte am 17. Oktober 2005 neuropathische Schmerzen im 

Unterschenkel links. Der Versicherte klagte über subjektiv wiederkehrend 

einschiessende Schmerzen im Unterschenkel links distal bei objektiv reizlosen 

Wundverhältnissen (UV act. 25). Mit Ausnahme eines Arbeitsversuchs vom 14. bis zum 

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17. August 2006 (50%) war der Versicherte ab dem 1. Mai 2006 nicht mehr arbeitsfähig 

(UV act. 22). Dr. B.___ wies ihn deshalb wegen anhaltender therapieresistenter 

Schmerzen zur neurologischen Abklärung an das Kantonsspital St. Gallen (UV act. 31). 

Die dortigen Neurologen kamen in ihren Untersuchungen vom 18. Juli 2006 zum 

Schluss, dass eine Neuropathie des Nervus peroneus superficialis links vorliege. Auf 

Grund des typischen Versorgungsgebietes und des zeitlichen Zusammenhangs mit der 

Operation bzw. dem Trauma wurde von einer traumatischen oder ärztlich verursachten 

Läsion von Fasern des Nervus cutaneus dorsalis medius als Endast des Nervus 

peroneus superficialis links ausgegangen (UV act. 35, 36). Die Schmerzsymptomatik 

liess sich mit den bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht erklären (UV act. 38). 

Dr. med. C.___, Suva-Facharzt für Chirurgie, verneinte in einer ersten kreisärztlichen 

Beurteilung vom 13. November 2006, dass die fortgesetzt geklagten Beschwerden in 

einem überwiegenden Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stünden, sondern 

brachte sie mit einer Alkoholerkrankung in Verbindung (UV act. 43). In einer 

zusätzlichen Untersuchung in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie am 29. November 2006 wurde die Diagnose der 

Neurologen bestätigt und dem Versicherten weitere Therapiemöglichkeiten aufgezeigt. 

Aus Sicht dieser Fachärzte wurde keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt (UV act. 45). Der 

Versicherte beklagte jedoch in der Schlussuntersuchung in der Neurologie vom 9. 

Januar 2007 weiterhin elektrisierende, teils reissende, teils brennende Schmerzen im 

Bereich des Fussrückens auf der linken Seite. Ausserdem sei die extreme 

Berührungsempfindlichkeit störend. Dies verunmögliche ihm, einer Arbeit 

nachzugehen, weil er keine Arbeitsschuhe mehr anziehen könne. Die Neurologen 

hielten anlässlich ihrer Untersuchung an der Diagnose vom 18. Juli 2006 fest (UV act. 

49).

A.c    Am 16. März 2007 sprach die Suva am Arbeitsort vor und orientierte den 

Versicherten sowie die Arbeitgeberin über die voraussichtliche Leistungseinstellung. 

Auf Grund der vorliegenden medizinischen Unterlagen würden allfällig noch vorliegende 

Unfallfolgen eine weitere Arbeitsunfähigkeit nicht mehr begründen. Die Parteien 

vereinbarten eine Arbeitsaufnahme auf den 26. März 2007 (UV act. 58). In seiner 

Stellungnahme vom 26. März 2007 äusserte sich Kreisarzt Dr. C.___ zum Bericht des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 17. Januar 2007. Er erachtete die Beurteilung, dass es 

sich auf Grund der zeitlichen Nähe zur Operation bzw. zum Trauma um eine 

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traumatische oder iatrogene Läsion des Nervus peroneus superficialis links, bzw. 

seines Endastes, des Nervus cutaneus dorsalis medialis, handle, als nicht 

nachvollziehbar. Er stellte fest, dass sich im jüngsten neurologischen Bericht viele 

typische Zeichen einer Alkoholkrankheit fänden. Deshalb betrachte er diese als 

Ursache der Beschwerden (UV act. 59).

B.        

B.a   Mit Verfügung vom 27. März 2007 stellte die Suva die Versicherungsleistungen 

auf den 31. März 2007 ein, weil keine Unfallfolgen mehr vorhanden seien. Auf Grund 

der vorliegenden medizinischen Unterlagen sei rein unfallbedingt ab dem 26. März 

2007 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar.

B.b Die von der Helsana Versicherung AG hiegegen am 28. März 2007 vorsorglich 

erhobene und am 3. Mai 2007 begründete Einsprache (UV act. 65, 68) wies die Suva 

mit Einsprache-Entscheid vom 6. Juni 2007 ab (UV act. 71).

C.        

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde der Helsana 

Versicherungen AG vom 4. Juli 2007 mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weiterhin die gesetzlichen Leistungen 

zu erbringen. Die Beschwerdeführerin bejaht den natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang. Sie verweist betreffend die Beweislast auf die 

Beschwerdegegnerin, welche das Wegfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen habe, nachdem sie ihre Leistungspflicht bis zum 31. 

März 2007 vorbehaltlos anerkannt habe. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, 

dass die Verfügung der Beschwerdegegnerin vor dem Vorliegen der kreisärztlichen 

Beurteilung verfasst und der Kreisarzt somit vor vollendete Tatsachen gestellt worden 

sei. Ausserdem habe dieser den Versicherten nicht persönlich untersucht.

C.b Am 26. Oktober 2007 verfasste Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie FMH und 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Abteilung Versicherungsmedizin der 

Suva, eine ärztliche Beurteilung zur Frage, ob die andauernden Schmerzen am linken 

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Fuss nach den operativen Eingriffen vom 22. November 2004 und 14. März 2005 

neurologisch zu erklären seien und ob sie eine wahrscheinliche Folge des Unfalls vom 

20. November 2004 seien. Nach Ansicht von Dr. D.___ führten der Unfall vom 

November 2004 und beide nachfolgenden operativen Eingriffe nicht mit 

Wahrscheinlichkeit zu relevanten Verletzungen peripherer Nerven. Die vom 

Versicherten geklagten Schmerzen und die von ihm in den verschiedenen 

Untersuchungen gemachten Angaben könnten nicht im Rahmen von 

Zusatzuntersuchungen bestätigt werden. Auf Grund der unauffälligen Befunde in der 

klinisch-neurologischen Untersuchung und in der Kernspintomographie der betroffenen 

Strukturen könne auf neurologischem Gebiet keine organische oder strukturelle 

Schädigung des Nervensystems als Folge des Unfalls vom November 2004 festgestellt 

werden. Somit seien die Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 

einem kausalen Zusammenhang zu diesem Unfall oder zu den nachfolgenden 

operativen Eingriffen zu sehen. Ausserdem seien aus neurologischer Sicht weitere 

diagnostische Massnahmen zur Abklärung von Unfallfolgen nicht indiziert, weil auch 

mit detaillierteren klinisch-neurophysiologischen Untersuchungen oder anderen 

Untersuchungsverfahren die Wahrscheinlichkeit des Zusammenhangs etwaiger 

pathologischer Befunde mit dem Unfall vom November 2004 nicht bestätigt oder 

widerlegt werden könnten (UV act. 72).

C.c   In der Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2007 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. U. Glaus, St. Gallen, die 

Abweisung der Beschwerde. Der Rechtsvertreter führt in seiner Begründung auf, dass 

bei einer anspruchsaufhebenden Tatfrage eine Umkehr der Beweislast stattfinde, wenn 

die Unfallkausalität einmal bejaht worden sei. Der Beweis des Wegfalls des natürlichen 

Kausalzusammenhangs müsse aber nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 

erbracht werden. Die Kausalität hinsichtlich des Wadenbeinbruchs sei zu keinem 

Zeitpunkt bestritten worden. Es sei lediglich die Kausalität zwischen dem Sturz und der 

später aufgetretenen Schmerzsymptomatik verneint worden. Damit bleibe es (nebst 

dem Untersuchungsgrundsatz) bei der ordentlichen Beweislastverteilung für 

leistungsbegründende Tatfragen. Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, dass in 

der Zwischenzeit bei der versicherungsmedizinischen Abteilung eine neurologische 

Beurteilung eingeholt worden sei. Im Bericht von Dr. D.___ vom 26. Oktober 2007 

würden die subjektiv geschilderten Beschwerden des Versicherten als nicht 

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objektivierbar beurteilt und damit stünden sie nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall. Mit diesem 

Bericht dürften allfällige Zweifel der Beschwerdeführerin an der objektiven Beurteilung 

von Kreisarzt Dr. C.___ ausgeräumt sein.

C.d Mit Replik vom 16. Januar 2008 und Duplik vom 4. Februar 2008 bestätigten die 

Parteien ihre Standpunkte.

Erwägungen:

1.         

1.1    Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht auf den 31. 

März 2007 eingestellt hat. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrem Einspracheentscheid 

die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf Versicherungsleistungen 

(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG, SR 832.20), die 

Voraussetzung des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis 

und dem eingetretenen Schaden sowie über den im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 119 V 

338 E. 1; BGE 118 V 289 E. 1b je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird 

verwiesen. Ergänzend ist anzufügen, dass bereits eine Teilursache 

haftungsbegründend wirkt (Art. 36 UVG). Gemäss der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts obliegt es dem Versicherer, den Wegfall des ursächlichen Charakters 

des Unfalls im Hinblick auf den Gesundheitsschaden der versicherten Person zu 

beweisen. Die Möglichkeit allein, dass der Unfall keinen kausalen Effekt mehr hat, ist 

nicht ausreichend (RKUV 2000, Nr. U 363, E. 2 mit Hinweisen).

1.2    Für das ganze Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Versicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

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Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Insofern sind auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten einholen, 

beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird 

(BGE 125 V 352 E. 3).

1.3    Die ärztliche Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA 

betreffend der Unfallkausalität von Dr. D.___ vom 26. Oktober 2007 (UV act. 72) wurde 

von der Beschwerdegegnerin während der Rechtshängigkeit des 

Beschwerdeverfahrens eingeholt. Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das 

kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die 

Behandlung der Sache geht also mit ihrer Einreichung auf die Beschwerdeinstanz über. 

Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der 

Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der 

Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von 

Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (vgl. BGE 127 V 231 f. E. 2b/aa; U. Kieser, 

ATSG-Kommentar, Zürich 2003, Art. 61 Rz 65). Die Abteilung Versicherungsmedizin ist 

ein eigener ärztlicher Dienst der SUVA, den diese häufig zur Überprüfung kreisärztlicher 

Beurteilungen heranzieht. Im konkreten Fall wollte die Beschwerdegegnerin die Frage 

der Unfallkausalität von ärztlicher Seite nochmals differenzierter darlegen lassen. Die 

fragliche Abklärung durch Dr. D.___ bewegt sich damit im Rahmen des in der 

Rechtsprechung Zugelassenen und ist aus diesem Grund zu berücksichtigen. Die 

Beschwerdeführerin konnte sich sodann nachträglich zur ärztlichen Beurteilung von Dr. 

D.___ im Rahmen des vom Versicherungsgericht angeordneten zweiten 

Schriftwechsels äussern, womit auch dem Anspruch auf rechtliches Gehör Genüge 

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getan ist (vgl. dazu Urteil des EVG vom 29. April 2003 i/S. B., [I 679/02] E. 1.3). Die 

Beschwerdeführerin hat denn auch das Vorgehen nicht beanstandet.

2.         

2.1    Vorliegend ist unbestritten, dass sich der Versicherte am 20. November 2004 bei 

einem Selbstunfall einen Wadenbeinbruch zuzog, welcher am 22. November operativ 

mittels Plattenosteosynthese versorgt wurde (UV act. 6). Am 9. März 2005 setzte er die 

Arbeit aus, weil er starke Schmerzen im Bereich des Malleolus lateralis hatte. Das 

Osteosynthesematerial wurde deshalb bereits am 14. März 2005 wieder entfernt (UV 

act 10, 11). In der Nachkontrolle vom 27. April 2005 wurden neuropathische 

Schmerzen im Bereich des linken Vorfusses diagnostiziert. Im Folgenden traten immer 

wieder Schmerzen im linken Vorfuss auf, welche sich mit der Zeit zu einer Neuropathie 

des Nervus peroneus superficialis links bzw. dessen Endastes, des Nervus cutaneus 

dorsalis medialis entwickelten. Der Versicherte war auf Grund dieser Beschwerden 

immer wieder arbeitsunfähig. Bis auf einen kurzen Wiederaufnahmeversuch im August 

war er seit dem 1. Mai 2006 ununterbrochen arbeitsunfähig. Hingegen wurde von der 

Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. 

Gallen in der Untersuchung vom 29. November 2006 festgehalten, dass aus ihrer Sicht 

keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt werde (UV act. 45). Die Beschwerdegegnerin 

befand auf Grund dieser Aussage, dass der Versicherte rein unfallbedingt wieder 

arbeitsfähig sei. Sie wurde dabei unterstützt von der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. 

C.___ vom 13. November 2006 (UV act. 43), welcher die Unfallkausalität verneinte. Sie 

vereinbarte deshalb bei der Anhörung des Versicherten am 16. März 2007 eine 

Wiederaufnahme der Arbeit auf den 26. März 2007 (UV act. 58) und bestätigte dies mit 

Verfügung vom 27. März 2007, womit auch die Leistungseinstellung auf den 31. März 

2007 angeordnet wurde (UV act. 60). Vorliegend ist deshalb die Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 20. November 2004 und den später 

aufgetretenen neuropathischen Beschwerden im linken Vorfuss zu prüfen.

2.2    Die Neurologen des Kantonsspitals gehen in ihren Beurteilungen der 

Schmerzsymptomatik vom 20. Juni 2006 sowie vom 17. Januar 2007 auf Grund des 

typischen Versorgungsgebiets und des zeitlichen Zusammenhangs übereinstimmend 

von einer traumatischen oder ärztlich verursachten Läsion von Fasern des Nervus 

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cutaneus dorsalis medialis als Endast des Nervus peroneus superficialis links und 

somit von einer direkten oder indirekten unfallkausalen Ursache aus (UV act. 35, 49).

2.2.1             Aus den Beurteilungen der Fachärzte des Kantonsspitals St. Gallen ist 

ersichtlich, dass einerseits auf Grund des zeitlichen Zusammenhangs von einer 

Unfallkausalität ausgegangen wird. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass gemäss der 

Formel "post hoc ergo propter hoc"der zeitliche Zusammenhang einer 

gesundheitlichen Schädigung, welche nach einem Unfall auftritt, allein gerade nicht 

genügt, eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Unfallkausalität zu bejahen 

(BGE 119 V 341 E. 2 b/bb).

2.2.2             Es ist somit weiter zu prüfen, ob es nebst der zeitlichen Komponente 

weitere Hinweise für eine überwiegende Wahrscheinlichkeit einer unfallkausalen 

Ursache gibt. Die Neurologen führen als Ursache der Neuropathie andererseits das 

typische Versorgungsgebiet bestimmter Nerven auf, welches durch den Unfall oder die 

ärztlichen Eingriffe betroffen und möglicherweise geschädigt worden sei. Es ist 

tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass durch den Unfall und die darauf 

folgenden Eingriffe Nerven hätten geschädigt werden können, weil ein solches Risiko 

bei Frakturen mit nachfolgender Operation immer besteht. Ob die Klinikärzte 

diesbezüglich von einer überwiegend wahrscheinlichen oder nur möglichen Ursache 

ausgehen, ist jedoch aus ihren Berichten nicht ersichtlich.

2.3    Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit einer traumatischen oder ärztlich 

verursachten Läsion des Nervus peroneus superficialis wird von Dr. C.___ als wenig 

begründet angesehen. Objektiv könne sowohl radiologisch, als auch orthopädisch, 

chirurgisch oder neurologisch kein organischer Befund sicher identifiziert werden. Aus 

seiner Sicht stehe hier ganz im Vordergrund eine Alkoholkrankheit. Es gebe deutliche 

Angaben des Arbeitgebers. Dafür sprächen auch die deutlich vorhandenen 

Hautveränderungen im Bereich des Unterschenkels, die häufig bei Alkoholkrankheiten 

im Rahmen einer gestörten Gerinnung aufträten (UV act. 43). Es bestehen tatsächlich 

Hinweise auf eine Alkoholkrankheit des Versicherten. So ist dieser 

unbestrittenermassen alkoholisiert verunfallt (UV act. 5, 33/2). Bei einer Besprechung 

mit der Beschwerdegegnerin war er gar alkoholisiert und auch seine Arbeitgeberin 

sagte in diesem Sinne aus (UV act. 40, 41). Die Beurteilung von Dr. C.___ begründet 

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jedoch nicht, weshalb die Diagnose und Beurteilung der Nervenläsion durch das 

Kantonsspital nicht nachvollziehbar und deshalb weniger wahrscheinlich sein soll. Wie 

bereits in der Beurteilung der Neurologen vom 20. Juli 2006 festgehalten worden ist, 

kann der betroffene Nerv elektrophysiologisch nicht verlässlich untersucht werden (UV 

act. 36). Damit ist die Diagnose aber nicht einfach falsch. Weshalb jedoch eine 

Alkoholkrankheit mit allfällig kausal dazu auftretenden petechialen Blutungen zu 

elektrisierenden Schmerzen im Vorderfuss führen soll, begründet der Kreisarzt nicht. 

Auch in seinem zweiten Bericht vom 26. März 2007 führt Dr. C.___ nicht aus, weshalb 

die Beurteilungen der Fachärzte des Kantonsspital St. Gallen nicht nachvollziehbar 

seien, sondern verweist erneut auf eine vorliegende Alkoholkrankheit, ohne zu deren 

Symptomen oder Verlauf konkrete Angaben zu machen (UV act. 59). Ausserdem fällt 

auf, dass die Beschwerdegegnerin bereits am 16. März 2007 eine Besprechung mit 

dem Versicherten durchführte und diesen auf ihre Leistungseinstellung hinwies, ohne 

über einen aktuellen kreisärztlichen Bericht zu verfügen (UV act. 58). Es ist daher nicht 

auszuschliessen, dass seine medizinische Stellungnahme von 

versicherungstechnischen Überlegungen mitbestimmt, als auch ergebnisorientiert 

abgegeben wurde. Hinzu kommt, dass Dr. C.___ Facharzt für Chirurgie ist und somit 

nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt. Der Beweiswert seiner 

kreisärztlichen Beurteilung erscheint daher insgesamt als deutlich eingeschränkt.

2.4    Ebenso führt Dr. D.___ in seiner Beurteilung vom 26. Oktober 2007 aus, dass die 

Einschätzung der Neurologen des Kantonsspitals St. Gallen nicht nachvollziehbar sei.

2.4.1             Betreffend den zeitlichen Zusammenhang sei in den zeitnahen Berichten 

nach der Operation vom 22. November 2004 (UV act. 6,7) festgestellt worden, dass 

Durchblutung und periphere Sensomotorik intakt seien. Es lägen deshalb keine 

Hinweise für eine Schädigung von Strukturen des peripheren Nervensystems als Folge 

des Unfalls vor. Auch die angegebenen Schmerzen im Bereich des Malleolus lateralis, 

welche zu einer möglicherweise etwas vorzeitigen Metallentfernung am 14. März 2005 

geführt hätten, könnten nicht als Hinweis auf eine periphere Nervenschädigung 

bewertet werden. Diese Einschätzung werde unterstützt durch die Erwähnung, dass im 

Rahmen der postoperativen Kontrolluntersuchung vom 28. April 2005 (UV act. 12) im 

Kantonalen Spital Rorschach im Bereich der Narbe nach der Metallentfernung keine 

Druckdolenz und keine Dysästhesie vorgelegen seien. Somit könne aus neurologischer 

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Sicht auch mehrere Wochen nach der Metallentferung vom März 2005 keine 

operations- oder unfallbedingte peripher-neurologische Schädigung gefunden werden 

(UV act. 72 S. 4). Dr. D.___ führt weiter aus, dass die Einschätzung der Ärzte der 

Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen allein auf den Angaben des Versicherten in 

der klinisch-neurologischen Untersuchung beruhen würden. Dies werde aus dem 

Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. 

September 2006 (UV act. 37) deutlich, da der Versicherte dort bei Ablenkung im 

betroffenen Gebiet zeitweise keine Druckschmerzhaftigkeit mehr gezeigt habe. Eine 

messbare Schädigung habe in der klinisch-neurophysiologischen Zusatzuntersuchung 

nicht gefunden werden können. Daher könne aus neurologischer Perspektive bezüglich 

der diagnostizierten Neuropathie des Nervus peroneus superficialis links kein 

organisches oder strukturelles Korrelat nachgewiesen werden. Einen weiteren Hinweis 

auf fehlende organische oder strukturelle Schädigungen als Ursache der geklagten 

Beschwerden stelle der Befund der Kernspintomographie des linken Fusses vom 25. 

September 2006 (UV act. 35) dar, worin insgesamt normale Weichteilstrukturen (bei 

initialen arthrotischen Veränderungen im Bereich des Fusswurzelknochens) 

beschrieben worden seien (UV act. 72 S. 5).

2.4.2             Die Ausführungen von Dr. D.___ legen in zwar nachvollziehbarer Weise 

dar, dass die Beschwerden des Versicherten aus seiner Sicht nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf eine traumatische oder iatrogene Läsion des Nervus peroneus 

superficialis links bzw. seines Endastes des Nervus cutaneus dorsalis medialis 

zurückzuführen seien. Jedoch ist auch seine Beurteilung, wie sich nachfolgend zeigen 

wird, mit erheblichen Mängeln behaftet.

2.5    In der Kontrolle im Kantonalen Spital Rorschach vom 28. April 2005 wurde als 

Schmerzursache eine Morton-Neuralgie im linken Vorfuss in Betracht gezogen. Klinisch 

fiel beidseits eine Vorfussdeformität im Sinne eines Hallux mit Spreizfussbildung auf. 

Durch seitliche Komprimierung des Spreizfusses konnten die elektrisierenden 

Schmerzen ebenfalls ausgelöst werden. Nach Injektion eines Lokalästhetikums kam es 

allerdings nicht zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden (UV act. 12).

2.5.1             Dr. D.___ führte in seiner Beurteilung vom 27. Oktober 2007 diesbezüglich 

aus, dass der Versicherte als neue Beschwerden im April 2005 elektrisierende 

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Schmerzen und eine deutliche Druckdolenz zwischen dem 4. und 5. Strahl distal des 

linken Fusses beklagt habe, welche diagnostisch als Morton-Neuralgie im Bereich des 

linken Vorfusses eingeordnet worden seien. Aus neurologischer Sicht müsste eine 

Morton-Neuralgie im Bereich des linken Vorfusses beim Versicherten als 

unfallunabhängige Erkrankung eingeschätzt werden, da im Bereich des Vorfusses links 

kein Trauma und kein operativer Eingriff stattgefunden hätten. Eine Morton-Neuralgie 

sei eine nicht selten spontan auftretende Gesundheitsstörung bei vorbestehenden 

Fussdeformitäten – wie sie im Kantonalen Spital Rorschach im Sinne eines Hallux mit 

Spreizfussbildung festgestellt worden seien (UV act. 72 S. 4).

2.5.2             Diese Argumentation, welche für eine unfallunabhängige Erkrankung 

sprechen soll, vermag nicht zu überzeugen. Denn sie krankt schon daran, dass die 

Diagnose einer Morton-Neuralgie überhaupt nicht gesichert ist, weil typischerweise bei 

einer Morton'schen Interdigitalneuralgie die Schmerzen durch eine lokale Infiltration 

beseitigt werden können (Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Auflage, 

S. 1155). Dies war beim Versicherten aber gerade nicht der Fall. Ausserdem hat er auf 

beiden Seiten einen Hallux mit Spreizfussbildung, jedoch nur im linken Fuss 

neuropathische Schmerzen zu beklagen. Zudem vermöchte die Diagnose keine 

Erklärung für die vom Versicherten anfänglich auch geklagten Schmerzen im 

Unterschenkel zu liefern. Die Morton-Neuralgie und die Vorfussdeformität wurden denn 

auch weder von den Neurologen noch von der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen als mögliche Schmerzursache erwähnt. Nach dem Gesagten 

erscheint es mithin als wenig wahrscheinlich, dass die Vorfussdeformität zur 

vorliegenden Schmerzsymptomatik geführt hat.

2.5.3             Dr. D.___ verneint, dass zwischen dem Unfall vom November 2004 und 

den neu aufgetretenen Schmerzen im Oktober 2005 ein zeitlicher Zusammenhang 

bestehe (UV act. 72 S. 5). Wie sich aus den Akten ergibt, klagte der Versicherte jedoch 

bereits am 26. April 2005, d.h. kurz nach der wegen starker Beschwerden 

vorgezogenen Metallentfernung vom 14. März 2005, über anhaltende Schmerzen im 

Unterschenkel und Fuss links (UV act. 10). Diese Schmerzen wurden in der 

Untersuchung am Kantonalen Spital Rorschach am 27. April 2005 als elektrisierend 

bezeichnet (UV act. 12). Auf Grund dieser wiederkehrenden elektrisierenden 

Schmerzen wurde der Beschwerdegegnerin am 17. Oktober 2005 ein Rückfall 

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gemeldet (UV act. 24, 25). Somit liegt nicht, wie von Dr. D.___ behauptet, im Oktober 

2005 ein neues Beschwerdebild vor.

2.5.4             Wie schon Dr. C.___ in seinen Beurteilungen erwähnt auch Dr. D.___ als 

mögliche unfallunabhängige Ursache den erhöhten Alkoholkonsum. Zur Begründung 

verweist er pauschal auf sich wiederholende Hinweise in den ärztlichen Dokumenten 

seit Juli 2004 (UV act. 72 S. 6). Welche Hinweise er konkret meint, lässt er allerdings 

offen. Dass er – scheinbar im Widerspruch dazu – in seinem Bericht eigenhändig 

festhält, aus den vorliegenden neurologischen Befunden könne keine alkoholbedingte 

Polyneuropathie diagnostiziert werden, macht die These der alkoholbedingten 

Schmerzursache auch nicht wahrscheinlicher. Ohne diese Diagnose ist es aber nicht 

nachvollziehbar, wie die lediglich mit Indizien belegte und nicht weiter abgeklärte 

Alkoholkrankheit elektrisierende Schmerzen im Vorfuss verursachen können und 

andere, naheliegendere Ursachen verdrängen soll.

2.5.5             Auf Grund dieser Mängel kann auch auf die Versicherungsmedizinische 

Beurteilung von Dr. D.___ nicht abgestellt werden. Es erscheint daher unumgänglich, 

vor einem allfälligen Abschluss des Versicherungsfalles weitere medizinische 

Abklärungen durchführen zu lassen.

2.6    Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass die vorhandenen 

medizinischen Akten zur Beantwortung der Kausalität zwischen der Neuropathie und 

dem Unfallereignis vom 20. November 2004 nicht genügen.

3.         

Die Beschwerdegegnerin bringt in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2007 

vor, dass sie nicht den Wegfall der natürlichen Kausalität zu beweisen habe, weil es 

sich bei der Schmerzsymptomatik um eine neue Kategorie von Beschwerden handle. 

Es obliege deshalb der Beschwerdeführerin den Beweis für leistungsbegründende 

Tatfragen zu erbringen. Diese Argumentation überzeugt nach den vorstehenden 

Schilderungen in Erwägung 2 und vor dem Hintergrund von RKUV 2000, Nr. U 363, E. 

2 nicht. Es lassen sich keine entsprechenden Hinweise in den medizinischen Akten für 

eine qualitativ neue Ursache der neurologischen Beschwerden finden. Es obliegt somit 

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der Beschwerdegegnerin, den Wegfall der natürlichen Kausalität nachzuweisen. Dazu 

bedarf es einer Begutachtung des Versicherten durch bisher mit dem Fall nicht 

befasste, unabhängige neurologische und chirurgische Fachärzte. Ob es zusätzlich 

allenfalls eine internistische, dermatologische oder gar psychiatrische Begutachtung 

braucht, werden die Fachärzte zu entscheiden haben.

4.         

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 6. Juni 2007 gutzuheissen und die Angelegenheit zur Vornahme der genannten 

Abklärungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 6. Juni 2007 aufgehoben und die Angelegenheit zur Vornahme der Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und zu anschliessender neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2008
	Art. 6, 10 und 16 UVG: Überprüfung der Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Wadenbeinbruch. Fortbestehende Schmerzen ursächlich ungenügend abgeklärt; Rückweisung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2008, UV 2007/80).

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