# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ced08af-782c-519e-8d54-662508638895
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.05.2025 F-1246/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1246-2025_2025-05-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1246/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton, Richterin Christa Preisig, 

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (...), 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zugunsten von B._______; 

Verfügung des SEM vom 27. Januar 2025. 

 

 

 

F-1246/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am (...) ersuchte der in Nepal wohnhafte nepalesische Staatsangehörige 

B._______, geboren (...) (Gesuchsteller und Gast) bei der Schweizeri-

schen Auslandsvertretung in (...) um Ausstellung eines Schengen-Visums 

für einen 32-tägigen Besuchsaufenthalt bei dem im Kanton C.______ le-

benden A._______ (Gastgeber und Beschwerdeführer). 

B.  

Mit Formularverfügung vom 1. August 2024 verweigerte die Schweizer 

Vertretung die Ausstellung des Schengen-Visums, da Zweifel am Aufent-

haltszweck des Gesuchstellers bestünden. Zudem könne seine Absicht ei-

ner fristgerechten Wiederausreise aus dem Schengen-Raum nicht festge-

stellt werden (SEM act. 2/pag. 51). 

C.  

Am 30. August 2024 erhob der Beschwerdeführer gegen die Formularver-

fügung Einsprache bei der Vorinstanz (SEM act. 1). In der Folge liess Letz-

tere durch die kantonale Migrationsbehörde weitere Abklärungen zum 

Sachverhalt vornehmen (SEM act. 4 und act. 6). 

D.  

Mit Verfügung vom 27. Januar 2025 wies die Vorinstanz die Einsprache ab 

(SEM act. 7). 

E.  

Gegen diese Verfügung gelangte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

25. Februar 2025 an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte die 

Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung des Visums 

zu Besuchszwecken in der Schweiz für 30 Tage. Die Kosten des Verfah-

rens seien dem SEM aufzuerlegen. Der Beschwerde beigelegt waren meh-

rere Beweismittel (u.a. [Aufzählung Beweismittel]). 

F.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 2. Mai 2025, welche 

dem Beschwerdeführer am 8. Mai 2025 zur Kenntnis gebracht wurde, auf 

Abweisung der Beschwerde. 

 

 

F-1246/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Von der Vorinstanz erlassene Einspracheentscheide bezüglich Schen-

gen-Visa sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

(vgl. Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 VwVG). Das Rechtsmittelverfahren richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt  

(Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorangegangenen Einspracheverfahren 

teilgenommen und ist als Gastgeber des Gesuchstellers durch den ange-

fochtenen Entscheid besonders berührt. Obwohl der ursprünglich ange-

strebte Besuchszeitraum inzwischen abgelaufen ist, muss auf ein fortbe-

stehendes Rechtsschutzinteresse geschlossen werden. Dies belegt allein 

schon die Einreichung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer ist daher 

zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 In der vorliegenden Beschwerdeangelegenheit entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).  

2.  

Mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht von Am-

tes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung 

der Begehren gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als 

den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 

ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheids (vgl. BVGE 

2014/1 E. 2). 

3.  

Der angefochtenen Verfügung liegt das Gesuch eines nepalesischen 

Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums für einen Besuch in der 

Schweiz zugrunde. Da sich der Gesuchsteller nicht auf die EU/EFTA-Per-

sonenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beabsichtigte Aufent-

haltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorliegende Streitsache in 

den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich der Schengen-As-

soziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den Schengen-Besitzstand 

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Seite 4 

und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte übernom-

men hat (BVGE 2014/1 E. 3; 2011/48 E. 3). Das Ausländer- und Integrati-

onsgesetz (AIG, SR 142.20) und dessen Ausführungsbestimmungen ge-

langen nur soweit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziierungsabkom-

men keine abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 Abs. 4 AIG).  

4.  

4.1 Die Schweiz ist – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht ver-

pflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten und entschei-

det darüber, vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen, autonom (vgl. 

BVGE 2009/27 E. 3). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatli-

chen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Ein-

reise und Visa aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise 

beziehungsweise das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen 

nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise vermittelt auch das Schen-

gen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5).  

4.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, sofern dieses gemäss der Verordnung (EU) 2018/1806 des Euro-

päischen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 zur Aufstel-

lung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten 

der Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste 

der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind 

(ABl. L 303/39 vom 28.11.2018) erforderlich ist. Im Weiteren müssen Dritt-

staatsangehörige den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Auf-

enthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. 

Sie dürfen nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreisever-

weigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ord-

nung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internatio-

nalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (vgl. zum Ganzen: Art. 

5 Abs. 1 und 2 AIG; Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 über 

die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 6 Abs. 1 

und 2 der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 9. März 2016 [kodifizierter Text] über einen Gemein-

schaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen [nachfol-

gend: Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 14 

Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex 

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Seite 5 

der Gemeinschaft [nachfolgend: Visakodex, VK, Abl. L 243 vom 

15.9.2009]).  

4.3 Eine drittstaatsangehörige Person muss für die fristgerechte Wieder-

ausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. e 

SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 in fine; 2011/48 E. 4.5). Die Be-

hörden haben daher unter Mitwirkung der drittstaatsangehörigen Person 

zu prüfen, ob diese für die gesicherte Wiederausreise Gewähr bietet (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Das Vi-

sum wird verweigert, wenn begründete Zweifel an der Echtheit der vom 

Antragsteller vorgelegten Belege oder am Wahrheitsgehalt ihres Inhalts, 

an der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen oder der von ihm bekundeten Ab-

sicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gül-

tigkeit des beantragten Visums zu verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK). 

4.4 Sind die erwähnten Voraussetzungen nicht erfüllt, kann in Ausnahme-

fällen ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit erteilt werden, das 

nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats gilt. Von dieser 

Möglichkeit kann der betreffende Mitgliedstaat unter anderem Gebrauch 

machen, wenn er es aus humanitären Gründen, aus solchen des nationa-

len Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen für erforder-

lich hält (vgl. Art. 3 Abs. 4 und 5 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a Visakodex; Art. 6 

Abs. 5 Bst. c SGK). 

5.  

5.1 Aufgrund seiner Staatsangehörigkeit unterliegt der Gesuchsteller der 

Visumspflicht (vgl. E. 4.2 hiervor). Bei der Prüfung der Einreisevorausset-

zungen nach Art. 6 Abs. 1 SGK ist die Frage der gesicherten Wiederaus-

reise zentral. Eine solche erachtete das SEM aufgrund der allgemeinen 

Situation im Heimatland Nepal und der persönlichen Verhältnisse der ein-

geladenen Person als nicht genügend gewährleistet. 

5.2 In der Regel lassen sich keine gesicherten Feststellungen darüber tref-

fen, ob eine drittstaatsangehörige Person tatsächlich beabsichtigt, vor Ab-

lauf des Visums den Schengen-Raum zu verlassen, weshalb darüber eine 

Prognose zu erstellen ist. Hierzu sind alle Umstände des Einzelfalles zu 

würdigen. Die Beweisführungslast obliegt dabei der drittstaatsangehörigen 

Person (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 14 Abs. 3 i.V.m. Anhang II VK; Art. 6 

Abs. 1 Bst. c SGK; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2014/1 E. 4.4 und E. 6.1). 

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Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte Wieder-

ausreise können sich zunächst aus der allgemeinen Situation im Herkunfts-

land der drittstaatsangehörigen Person ergeben. Namentlich bei Einreise-

gesuchen von Personen aus Staaten beziehungsweise Regionen mit poli-

tisch, wirtschaftlich und sozial ungünstigen Verhältnissen rechtfertigt sich 

eine strenge Praxis, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen 

erfahrungsgemäss häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich be-

fristeten Einreisebewilligung im Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.). 

5.3 Nepal ist ein Agrarstaat, in dem die Selbstversorgung im Vordergrund 

steht. Obwohl sich nur ein geringer Teil des Landes für die landwirtschaft-

liche Nutzung eignet und eine grosse Abhängigkeit vom Monsun besteht, 

arbeiten fast zwei Drittel aller Erwerbstätigen in diesem Wirtschaftszweig. 

Durch die zunehmende landwirtschaftliche Nutzung auch ungeeigneter Bö-

den kommt es vielerorts zu Erosionsschäden, die das Risiko von Erdrut-

schen und Flutkatastrophen erhöhen. Verschärft wird die Situation durch 

den globalen Klimawandel. Durch die Erderwärmung schmelzen die Glet-

scher im Himalaya-Gebirge, was zu Überschwemmungen führt. Gleichzei-

tig ändern sich die Niederschlagsmuster, was sich negativ auf die Land-

wirtschaft wirkt, zum Beispiel in Form von häufigeren Unwettern und Dür-

ren. Hinzu kam das schlimme Erdbeben im April 2015, welches die Wirt-

schaft für längere Zeit zum Erliegen brachte. Alle nepalesischen Regierun-

gen der vergangenen Jahre bemühten sich um eine Liberalisierung der 

Wirtschaft, ein armutsorientiertes und beschäftigungsförderndes Wachs-

tum, die Abmilderung des starken Stadt-Land-Gefälles sowie den Wieder-

aufbau zerstörter Infrastruktur. Doch die politische Situation mit häufig 

wechselnden Regierungskoalitionen, eine schwerfällige Bürokratie, die 

schwankende Qualität der Energieversorgung, ein unzureichendes Bil-

dungssystem und der Mangel an Fachkräften behindern die Entwicklung. 

Nach dem pandemiebedingten Wirtschaftseinbruch 2020 (minus 2,4 Pro-

zent) schwankte die Konjunktur in den folgenden Jahren, was zu einem 

unterschiedlichen Wachstum zwischen 2 bis knapp 5 Prozent führte. Für 

dieses und die folgenden Jahre wird von Wachstumswerten um die 5 Pro-

zent und einer leicht sinkenden Inflation ausgegangen. Eine wichtige Säule 

der nepalesischen Wirtschaft bilden die Rücküberweisungen der zahlrei-

chen Nepalesinnen und Nepalesen, die im Ausland arbeiten, vor allem in 

Indien, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Diese Gelder machen etwa ein Viertel des nepalesischen Bruttoinlands-

produkts aus und haben in den vergangenen Jahren erheblich zur Armuts-

minderung im Land beigetragen. Seit 2005 hat Nepal mehr Devisen durch 

Rücküberweisungen eingenommen als durch Exporte und ausländische 

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Direktinvestitionen zusammen (Bundesministerium für wirtschaftliche Zu-

sammenarbeit und Entwicklung, Wirtschaftliche Situation Erholung von 

Pandemiefolgen, https://www.bmz.de/de/laender/nepal/wirtschaftliche-si-

tuation-141462; Statista, Nepal - Wachstum des BIP bis 2029; 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/382785/umfrage/wachstum-

des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-nepal/; beide abgerufen am 09.04.2025). 

5.4 Vor diesem Hintergrund kann das Gericht nicht von vornherein aus-

schliessen, dass der Gesuchsteller seinen Aufenthalt in der Schweiz (bzw. 

im Schengen-Raum) über die Gültigkeitsdauer des beantragten Visums 

hinaus verlängern könnte, um bessere Lebensbedingungen als in seinem 

Heimatland zu finden. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vor-

instanz das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Besu-

chern aus Nepal grundsätzlich als hoch einstuft, insbesondere wenn im 

westlichen Ausland bereits ein gewisses Beziehungsnetz besteht.  

 

Bei der Risikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgemeine Umstände 

und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte des konkreten 

Einzelfalls zu berücksichtigen. Dabei sind in die Prognose über die Absicht 

einer gesuchstellenden Person, den Schengen-Raum fristgerecht zu ver-

lassen, deren persönliche, familiäre und berufliche beziehungsweise wirt-

schaftliche Situation sowie deren Interessenlage miteinzubeziehen (BVGE 

2014/1 E. 6.3.1). Obliegt einer gesuchstellenden Person im Heimatland 

beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre 

Verantwortung, kann dies die Prognose für eine anstandslose Wiederaus-

reise begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer Heimat 

keine besonderen Verpflichtungen haben, das Risiko eines ausländer-

rechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten Einreise 

als hoch eingeschätzt werden (BVGE 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 E. 8).  

6.  

Es ist daher zu prüfen, ob die persönliche, familiäre, berufliche und vermö-

gensrechtliche Situation des Gesuchstellers für seine fristgerechte Aus-

reise aus der Schweiz spricht. 

6.1 Diesbezüglich hält die Vorinstanz fest, dass dem Gesuchsteller in sei-

nem Heimatland keine besonderen, über dem üblichen Masse stehenden, 

familiären oder gesellschaftlichen Verpflichtung obliegen, welche ihn nach-

haltig von einer möglichen Emigration abzuhalten vermöchten. Auch könne 

nicht angenommen werden, dass er heute in wirtschaftlich vorteilhaften 

Verhältnissen lebe. Er habe sich vor (Nennung Zeitpunkt) für ein Arbeits-

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Seite 8 

visum in D._______ beworben, jedoch bis heute keine Antwort erhalten. 

Auch lerne seine Ehefrau Deutsch, damit sie zusammen im Ausland leben 

könnten. Dies deute stark darauf hin, dass er Nepal verlassen und sich im 

Schengen-Raum festsetzen möchte. Auch sei er bereits in G._______ er-

werbstätig gewesen. Weiter seien dem Bankkontoauszug plötzlich grös-

sere Geldtransfers zu entnehmen; solche würden häufig getätigt, um die 

finanzielle Situation zwecks Erhalts eines Visums zu beschönigen. Darüber 

hinaus verfüge er über ein sehr bescheidenes Vermögen. Sodann würden 

die Reisekosten und die Lebenshaltungskosten während des Aufenthaltes 

in der Schweiz laut dem Visumsantrag zumindest teilweise durch den Gast-

geber getragen. 

6.2 Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, die Absicht des Gesuch-

stellers, in D._______, ein Arbeitsvisum zu erhalten, sei der Idee einer le-

galen Arbeitsmigration entsprungen. Dies hätten in den Jahren 2022/2023 

über 30'000 Staatsangehörige Nepals ebenfalls getan. Der Gesuchsteller 

habe kein Visum erhalten, was dieser akzeptiert habe. Es sei spekulativ, 

nun daraus abzuleiten, dass er sich auf illegalem Weg in Europa festsetzen 

wolle. Ausserdem habe dieser kein Interesse, ein langwieriges und aus-

sichtsloses Asylverfahren zu durchlaufen. Der Zweck des kurzfristigen Auf-

enthalts in der Schweiz bestehe darin, die Sehenswürdigkeiten des Landes 

zu besuchen und den Nachlass eines in Nepal verstorbenen gemeinsamen 

Schweizer Freundes im persönlichen Gespräch mit dessen (Nennung Ver-

wandte) zu regeln. Dem Gesuchsteller werde durch eine generelle Ein-

schätzung unterstellt, dass das Risiko einer nicht anstandslosen Rückkehr 

nach Nepal grundsätzlich hoch einzustufen sei. Sowohl die Schweizer Ver-

tretung in (...) als auch die Angehörige von E._______ in der Schweiz hät-

ten jedoch ausreichend Vertrauen gehabt und den Gesuchsteller mit sämt-

lichen Formalitäten im Zusammenhang mit dem Todesfall und der Beiset-

zung des gemeinsamen Freundes E._______ bevollmächtigt. Die vom 

SEM geäusserten Zweifel an den "Absichten" des Gesuchstellers seien 

deshalb unbegründet. Es sei nicht anzunehmen, dass er durch eine un-

rechtmässige Ausnutzung der Reiseerlaubens seine oder die Zukunft sei-

ner Ehefrau gefährden würde. Der Vater des Gesuchstellers habe selbst 

mehrfach zu Besuch in der Schweiz geweilt, um immer wieder zurückzu-

reisen. Die Einschätzung der Vorinstanz dürfe nicht dazu führen, dass allen 

Personen aus Nepal ein fehlender Rückkehrwille nach einem Besuch in 

der Schweiz unterstellt werde. Sodann liege es auf der Hand, dass der 

Gesuchsteller ein bescheideneres Einkommen und Vermögen im Vergleich 

zu schweizerischen Verhältnissen habe. Entgegen der Annahme des SEM 

bestehe weiterhin ein Arbeitsverhältnis des Gesuchstellers als (Nennung 

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Tätigkeit und Arbeitgeber) an dessen Wohnort. Seine Familie lebe in stabi-

len wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen und sei in F._______ ver-

wurzelt. Neben den beruflichen Verpflichtungen verwalte er auch die Lie-

genschaften der Familie. Insgesamt würden somit viele Gründe für eine 

anstandslose Wiederausreise sprechen. 

6.3 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen (...)-jährigen kinderlosen 

Mann. Bezüglich seiner privaten Situation lässt sich den Akten entnehmen, 

dass er seit dem (Nennung Zeitpunkt) verheiratet ist und in F._______ lebt, 

wo er seit dem (Nennung Zeitpunkt) als (Nennung Funktion) in (Nennung 

Geschäft) arbeitet (vgl. SEM act. 2/pag. 28 und 54). Weitere Details zu sei-

ner privaten Situation sind keine bekannt. Vorliegend soll angesichts der in 

seiner Heimat lebenden Ehefrau und der Eltern eine Verwurzelung in Nepal 

nicht in Abrede gestellt werden. Allerdings lassen die lediglich sehr pau-

schal vorgetragenen Ausführungen des Gesuchstellers in seiner schriftli-

chen Erklärung vom 14. Oktober 2024 (vgl. Beschwerdebeilage 3), wonach 

er Verpflichtungen in Nepal habe, nicht darauf schliessen, dass ihm beson-

dere gesellschaftliche oder familiäre Verpflichtungen im Sinne der Recht-

sprechung obliegen würden. So bringt er darin lediglich in wenig konkreter 

Form vor, er habe eine Familie, zu der er zurückkehren und für die er sor-

gen möchte. Weiter sei er für die Überwachung der im Besitz der Familie 

stehenden Immobilien und Mietobjekte verantwortlich. Das Zurücklassen 

von Familienangehörigen bildet für sich allein noch keine Garantie für eine 

anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Besuchsauf-

enthalt. So zeigt die Erfahrung, dass es in der Regel vielmehr die individuell 

herrschenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse sind, die letztlich 

über Rückkehr oder Verbleib im Ausland entscheiden. In diesem Zusam-

menhang ist vorliegend zu berücksichtigen, dass der Gesuchsteller bereits 

im Ausland (in G._______) erwerbstätig war, sich in D._______ um den 

Erhalt eines Arbeitsvisums bemühte und seine Ehefrau Deutsch lernt, da-

mit sie im Ausland leben könnten. Zudem verfügt er in der Schweiz durch 

den Gastgeber, einen langjährigen Freund der Familie (vgl. SEM act. 

1/pag. 12), über vorbestehende Beziehungen, was das Emigrationsrisiko 

erhöht. Sodann stellt die geltend gemachte Verantwortung für die im Besitz 

der Familie stehenden Immobilien und Mietobjekte keine Aufgabe dar, die 

nicht auch von einem anderen Familienmitglied oder einer beauftragten 

Dritt- respektive Fachperson wahrgenommen werden könnte. Die familiä-

ren und persönlichen Verpflichtungen sind demnach insgesamt nicht so 

beschaffen, dass sie den Beschwerdeführer in nachhaltiger Weise von ei-

ner Emigration abhalten könnten. 

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Seite 10 

6.4 Aufgrund dieser Ausgangslage ist der wirtschaftlichen Situation des 

Beschwerdeführers ein besonderes Augenmerk zu widmen. Diesbezüglich 

wird angeführt, er arbeite seit dem (Nennung Zeitpunkt) als (Nennung Tä-

tigkeit) in einem (Nennung Geschäft) in F._______ und verdiene monatlich 

zirka NRS 25'000 (umgerechnet Fr. 152.25) zuzüglich Provision bei Ab-

schluss eines jeden Verkaufsgeschäfts. Hinzu komme ein monatlicher Ver-

dienst aus den familieneigenen Mietobjekten von NRS 100'000 (umgerech-

net Fr. 609.–; vgl. SEM act. 2/pag. 54; Beschwerdebeilage 3). Das SEM 

hielt es angesichts der mit dem Visumsantrag eingereichten Arbeitsbestä-

tigung vom (...) für fraglich, ob er tatsächlich noch im besagten Geschäft 

arbeite, zumal jene gänzlich in der Vergangenheitsform geschrieben wurde 

(vgl. SEM act. 7, S. 3). Demgegenüber wurde mit der Beschwerde eine 

weitere Arbeitsbestätigung des nämlichen Arbeitgebers vom (...) einge-

reicht, die dem Gesuchsteller eine aktuell bestehende Anstellung und Be-

schäftigung bescheinigt. Allerdings lässt deren Inhalt jedoch keine Hin-

weise über den Umfang seiner Tätigkeit und die genauen Arbeitseinsätze 

zu. Auch wurden weder ein Arbeitsvertrag noch ein Lohnausweis oder Be-

scheinigungen über erhaltene Lohngelder eingereicht. Die mit dem Vi-

sumsgesuch eingereichten Bankbelege der (...)-Bank (vgl. SEM act. 2/pag. 

36-38) weisen per 25. Juli 2024 einen Saldo von umgerechnet Euro 

5'304.50 aus, wobei über 90% dieses Betrags aus einer einmaligen Ein-

zahlung seines (Nennung Verwandter) vom 25. Juli 2024 herrühren. Wei-

tere Bankbelege der (...) Bank (...), enthaltend Kontoauszüge vom 25. Ja-

nuar bis 25. Juli 2024, weisen einen Saldo per 25. Juli 2024 von NRP 

284'423.59 (umgerechnet Fr. 1'705.40) aus. Dabei ging auf das fragliche 

Konto am 9. Juli 2024 eine Zahlung von Fr. 2'650.– von H._______, ver-

mutungsweise die in der Schweiz lebende (Nennung Verwandte) des in 

Nepal verstorbenen Familienfreundes, ein (vgl. SEM act. 2/pag. 29-35). Vor 

diesem Hintergrund und in Berücksichtigung des Umstandes, dass diese 

hohen Einzahlungen wenige Tage respektive Wochen vor der Visumsan-

tragstellung am (...) erfolgten, kann jedenfalls nicht auf günstige wirtschaft-

liche Verhältnisse des Gesuchstellers geschlossen werden, die ihn nach-

haltig von einer Emigration abzuhalten vermöchten. Sodann erscheint es 

bemerkenswert, dass der Gesuchsteller in den Arbeitsbestätigungen einer-

seits als (Nennung Funktion) bezeichnet wird, er andererseits aber offen-

bar problemlos einen Monat dem Betrieb fernbleiben könnte (vgl. SEM act. 

2/pag. 54), um in dieser Zeit hierzulande den Beschwerdeführer als Freund 

der Familie sowie die (Nennung Verwandte) eines in Nepal verstorbenen 

gemeinsamen Schweizer Freundes zu besuchen. Somit kann nicht von ei-

ner massgeblichen beruflichen Verankerung des Eingeladenen ausgegan-

gen werden, welche die Gefahr eines Verbleibes in der Schweiz 

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Seite 11 

beziehungsweise im Schengen-Raum über den deklarierten Zeitraum hin-

aus als unwahrscheinlich erscheinen liesse. Nebst den vorstehenden Aus-

führungen ist darauf hinzuweisen, dass der Auslandaufenthalt aufgrund der 

bescheideneren Einkommensmöglichkeiten vollumfänglich vom Gastge-

ber finanziert werden müsste respektive würde (vgl. Rechtsmitteleingabe 

Ziff. 5), und die nicht auszuschliessende Absicht des Gesuchstellers, in na-

her Zukunft zusammen mit seiner Frau – welche derzeit die deutsche Spra-

che lerne – im Ausland zu leben. Der verständliche Wunsch des Beschwer-

deführers, dem Gesuchsteller die Schweiz zu zeigen und mit ihm zwecks 

Beziehungspflege und Diskussion über den Nachlass von E._______ des-

sen (Nennung Verwandte) zu besuchen, vermag an dieser Beurteilung 

nichts zu ändern. So ist bei der Risikobeurteilung in erster Linie das mögli-

che Verhalten des Gastes selbst von Bedeutung. Gastgeber können mit 

rechtlich verbindlicher Wirkung zwar für gewisse finanzielle Risiken im Zu-

sammenhang mit dem Besuchsaufenthalt, nicht aber für ein bestimmtes 

Tun oder Unterlassen ihres Gastes einstehen (vgl. in diesem Zusammen-

hang auch BVGE 2009/27 E. 9). 

6.5 Mit der fehlenden Gewähr für eine anstandslose Wiederausreise ist 

eine zwingende Voraussetzung zur Erteilung eines Schengen-Visums nicht 

erfüllt. Gründe für die Ausstellung eines Visums mit räumlich beschränkter 

Gültigkeit (vgl. dazu E. 4.4) wurden von den Beteiligten zu Recht nicht gel-

tend gemacht und solche sind denn auch nicht ersichtlich. 

7.  

Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte 

von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher ab-

zuweisen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 800.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der am 28. März 2025 in der gleichen Höhe geleistete 

Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-1246/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe bezahlte Kostenvorschuss wird zu deren Bezah-

lung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

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