# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38a97082-f08d-508d-8288-dca11a7b04d6
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-16
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 16.09.2025 A1 24 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-24-125_2025-09-16.pdf

## Full Text

A1 24 125 

 

URTEIL VOM 16. SEPTEMBER 2025 

 

Kantonsgericht Wallis 

Öffentlichrechtliche Abteilung 

 

Es wirken mit: Christophe Joris, Präsident, Michael Steiner und Frédéric Fellay, Richter, 

sowie Seraphine Kronig, Gerichtsschreiberin, 

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

STAATSRAT DES KANTONS WALLIS, Vorinstanz, 

EINWOHNERGEMEINDE Y _________, andere Behörde, 

 

(Bauwesen) 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 1. Mai 2024.  

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Sachverhalt 

 

A.  Aus dem in Rechtskraft erwachsenen Kantonsgerichtsentscheid A1 20 124 vom 

13. November 2020 ergibt sich folgender Sachverhalt: X _________ reichte am 12. Ja-

nuar 2015 ein Baugesuch für den Neubau eines Geräteschuppens auf der Parzelle Nr. 

xxx, Plan Nr. yyy (GBV Nr. xx, Plan Nr. yyy1), auf dem Gebiet der Gemeinde  

Y _________ (nachfolgend: Gemeinde) in der Landwirtschaftszone ein. Die Kantonale 

Baukommission (KBK) verfügte am 16. April 2015 einen Bauabschlag, welcher in 

Rechtskraft erwachsen ist. Da der Geräteschuppen trotzdem erstellt wurde, verfügte die 

KBK am 6. April 2017, dass auf den Hauptantrag um Erteilung der Baubewilligung sowie 

auf eine Wiedererwägung ihres Entscheids vom 16. April 2015 nicht eingetreten werde. 

Gleichzeitig wurde X _________ aufgefordert, bis am 30. Juni 2017 den rechtmässigen 

Zustand wiederherzustellen. Der Staatsrat wies die dagegen erhobene Beschwerde vom 

8. Juni 2017 am 10. Juni 2019 ab. Das Kantonsgericht bestätigte den Staatsratsent-

scheid am 13. November 2020. Dieser Kantonsgerichtsentscheid ist rechtskräftig. 

Die KBK forderte X _________ am 14. Juni 2023 letztmals auf, bis Ende Juli 2023 Fotos 

einzureichen, welche den vollständigen Rückbau des Geräteschuppens klar belegten. 

B.  X _________ reichte am 10. März 2023 bei der Gemeinde ein Baugesuch für den 

Umbau / die Renovation einer Fahrnisbaute mit Nutzungsänderung auf der Parzelle Nr. 

xxx, Plan Nr. yyy, im Orte genannt «A _________», ein. Die Gemeinde übermittelte am 

5. April 2023 dem Kantonalen Bausekretariat (KBS) die Bauakten zur Behandlung. Das 

KBS ersuchte X _________ am 17. April 2023, weitere Unterlagen (wie z.B. einen aktu-

ellen Grundbuch- oder Katasterauszug) nachzureichen. Letztgenannter vervollständigte 

am 17. Mai 2023 sein Baugesuch und gab dazu nähere Auskünfte. Die KBK trat an ihrer 

Sitzung vom 1. Juni 2023 auf das Baugesuch vom 10. März 2023, welches als Gesuch 

um Wiedererwägung qualifiziert wurde, nicht ein. Dieser Nichteintretensentscheid wurde 

X _________ am 14. Juni 2023 eröffnet. X _________ erhob dagegen beim Staatsrat 

am 14. Juli 2023 Beschwerde. Der Staatsrat wies die Beschwerde am 1. Mai 2024 ab. 

C.  Gegen den Entscheid des Staatsrates des Kantons Wallis erhob X _________ (Be-

schwerdeführer) am 6. Juni 2024 Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei der Öffentlich-

rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts und stellte folgende Rechtsbegehren: 

" 1. Der angefochtene Entscheid des Staatsrates vom 01.05.2024 ist aufzuheben und die Sache ist 
zur materiellen Behandlung an die KBK zurück zu weisen. 

 2. Die KBK wird angewiesen mein Baugesuch im Sinne der Richtlinien für das Errichten eines 
Bienenstandes zu bewilligen. 

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 3. Die Kosten von Verfahren und Entscheid sind dem Fiskus aufzuerlegen." 

D.  Die Gemeinde liess sich am 18. Juni 2024 vernehmen. Sie führte aus, dass die illegal 

erstellte Fahrnisbaute nun schon seit 2015 stehe und schon längst hätte zurückgebaut 

werden sollen. Mit den immer wieder eingereichten Beschwerden sowie dem neuen Bau-

gesuch werde einzig versucht, die Konsequenzen aus dem in Rechtskraft erwachsenen 

Kantonsgerichtsurteil vom 13. November 2020 hinauszuschieben. Es sei offensichtlich, 

dass letztgenanntem Urteil bis heute nicht Folge geleistet worden sei, da die widerrecht-

lich erstellte Fahrnisbaute nach wie vor stehe. 

E.  Der Staatsrat verzichtete am 3. Juli 2024 auf eine Stellungnahme, verwies auf den 

angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig 

hinterlegte er die Akten und eine Stellungnahme der KBK vom 17. Juni 2024. Die KBK 

beantragte die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten 

sei und verzichtete auf eine Stellungnahme. 

Weitere Sachverhaltsdarstellungen, Parteibehauptungen sowie Begründungen sind, so-

weit rechtlich von Bedeutung, in den nachfolgenden Erwägungen aufgeführt. 

 

Erwägungen 

 

1.  

1.1  Der angefochtene Entscheid des Staatsrats stellt eine letztinstanzliche Verfügung 

im Sinne von Art. 72 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungs-

rechtspflege vom 6. Oktober 1976 (VVRG; SGS/VS 172.6) dar, die mangels Ausschlus-

ses in den Art. 74 bis Art. 77 VVRG der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterliegt. Der 

Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Staatsratsentscheids, durch die-

sen berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung, 

so dass er gemäss Art. 80 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a VVRG zur Beschwerde-

führung legitimiert ist. 

1.2  Der angefochtene Staatsratsentscheid vom 1. Mai 2024 wurde am 3. Mai 2024 der 

Schweizerischen Post zum Versand übergeben. Der Beschwerdeführer holte den per 

Einschreiben versandten Entscheid am 7. Mai 2024 am Schalter ab (vgl. die Sendungs-

nummer 98.xx.xx.xx). Die Beschwerdefrist begann am 8. Mai 2024 zu laufen und endete 

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am 6. Juni 2024; die Beschwerde vom 6. Juni 2024 ist mithin fristgerecht eingereicht 

worden. 

1.3  Der Devolutiveffekt bewirkt, dass der Rechtsmittelentscheid prozessual die ange-

fochtene Verfügung ersetzt. Allein der Rechtsmittelentscheid ist Gegenstand des an-

schliessenden oberinstanzlichen Beschwerdeverfahrens (HERZOG, Kommentar zum Ge-

setz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. A., 2020, N. 18 zu Art. 72 

VRPG). Als Folge des im Beschwerdeverfahren geltenden Devolutiveffekts ist aus-

schliesslich der Entscheid des Staatsrats vom 1. Mai 2024, welcher die Verfügung der 

KBK vom 1. Juni 2023 ersetzt hat, Anfechtungsobjekt. Der Entscheid der KBK gilt aber 

inhaltlich als mitangefochten (BGE 150 II 244 E. 4.4; Bundesgerichtsurteil 1C_287/2023 

vom 21. August 2024 E. 1.2; Kantonsgerichtsurteil A1 20 159 vom 23. März 2021 E. 1.1). 

1.4  Die Beschwerdeschrift hat eine Begründung zu enthalten und muss darlegen, an 

welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet (Art. 80 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 48 

Abs. 2 VVRG). Der Beschwerdeführer hat sich somit mit dem angefochtenen Entscheid 

auseinanderzusetzen. Insbesondere muss zumindest aus der Beschwerdebegründung 

ersichtlich sein, was der Beschwerdeführer verlangt und auf welche Tatsachen er sich 

beruft. Die Begründung braucht nicht zuzutreffen. Das Bundesgericht verlangt, dass die 

Vorbringen sachbezogen sind und aus der Beschwerde ersichtlich wird, in welchen 

Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 134 I 303 

E. 1.3 mit Hinweisen; Bundesgerichtsurteil 1C_177/2021 vom 10. März 2022 E. 1.3). Der 

anwaltlich nicht vertretene Beschwerdeführer setzt sich mit den Ausführungen des 

Staatsrats kaum auseinander. Letztlich kann aber offen bleiben, ob eine den Begrün-

dungsanforderungen genügende Eingabe vorliegt, weil die Beschwerde in der Sache 

ohnehin abzuweisen ist. 

1.5  Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 

80 Abs. 1 lit. b und c i.V.m. Art. 46 und Art. 48 VVRG). 

2.  Das Gericht hat die Angelegenheit nicht unter allen Gesichtspunkten zu überprüfen, 

sondern kann sich im Wesentlichen auf die gerügten Punkte beschränken (Art. 48 Abs. 2 

i.V.m. Art. 80 Abs. 1 lit. c VVRG). Es können zudem nur Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Überschreitungen oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige o-

der unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht 

werden. Die Unzweckmässigkeit der Verfügung kann jedoch nur in Fällen, die hier nicht 

zutreffen (Art. 78 VVRG), überprüft werden. 

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3.  Umstritten ist in casu, ob der Staatsrat das Nichteintreten der KBK auf das Baugesuch 

vom 10. März 2023 zu Recht geschützt hat. 

3.1  Der Beschwerdeführer rügt, er habe – entgegen der Einschätzung der KBK – ein 

Baugesuch für die Erstellung bzw. Umnutzung einer Fahrnisbaute in ein Bienenhaus 

(und nicht ein Wiedererwägungsgesuch) gestellt. 

3.2  Die KBK erwog, dass ihr Entscheid vom 16. April 2015, womit sie dem Beschwer-

deführer die Erteilung einer Baubewilligung für den Bau eines Geräteschuppens auf der 

Parzelle Nr. xxx (GBV Nr. xx) verweigerte, in Rechtskraft erwachsen sei. Sie nahm das 

neu eingereichte Baugesuch vom 10. März 2023 als Wiedererwägungsgesuch entgegen 

und prüfte diesen Anspruch gestützt auf Art. 33 Abs. 2 VVRG. Die KBK kam zum 

Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nicht gegeben seien, weil 

sich die Umstände nicht wesentlich verändert hätten und der Gesuchsteller keine Be-

weismittel anrufe, die er nicht schon in früheren Verfahren habe geltend machen können. 

Der Staatsrat seinerseits führte in seinem Entscheid vom 1. Mai 2024 aus, dass der 

Beschwerdeführer in seinem Baugesuch vom 10. März 2023 (singemäss) darum ersu-

che, den illegal erstellten Geräteschuppen auf der Parzelle Nr. xxx fortan als Geräte-

schuppen für einen Imker zu nutzen, wobei die Bienenstöcke nicht in den Geräteschup-

pen gestellt, sondern unter dessen Vordach gestellt würden. Diese neu geplante Nut-

zung ändere nichts daran, dass es sich nach wie vor um einen Kleinstbetrieb (Hobby) 

handle, für den kein landwirtschaftlicher Bedürfnisnachweis habe erbracht werden kön-

nen. So habe sich die Sachlage nicht verändert, weshalb die KBK zu Recht nicht auf das 

Wiedererwägungsgesuch eingetreten sei. 

3.3  Vorab ist die Frage zu prüfen, ob die KBK das Gesuch als neues Baugesuch hätte 

behandeln müssen, oder ob sie dieses aufgrund der Identität mit dem vorausgegange-

nen Gesuch als solches um Wiedererwägung entgegen nehmen durfte. 

3.3.1  Die materielle Rechtskraft eines Entscheids bewirkt insbesondere, dass die Par-

teien grundsätzlich mit Begehren ausgeschlossen sind, die den bereits beurteilten Streit-

gegenstand («res iudicata», d.h. abgeurteilte Sache i.S. von Art. 59 Abs. 2 lit. e der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]) betref-

fen (BGE 142 III 210 E. 2. und 2.1 mit Hinweisen; Bundesgerichtsurteil 4A_65/2024 vom 

19. August 2024 E. 2 und 2.1). Eine abgeurteilte Sache (res iudicata) liegt vor, wenn der 

strittige Anspruch mit einem schon rechtskräftig beurteilten identisch ist. Dies trifft zu, 

falls der Anspruch dem Gericht aus demselben Rechtsgrund und gestützt auf denselben 

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Sachverhalt erneut zur Beurteilung unterbreitet wird und sich wieder die gleichen Par-

teien gegenüberstehen. Die Identität von prozessualen Ansprüchen beurteilt sich nach 

der bundesgerichtlichen Formel nach den Klageanträgen und dem behaupteten Lebens-

sachverhalt, wobei nicht der Inhalt der Begehren, sondern ihr Wortlaut massgebend ist. 

Das neue Begehren ist deshalb trotz abweichender Umschreibung vom beurteilten nicht 

verschieden, wenn es in diesem bereits enthalten war oder wenn im neuen Verfahren 

das kontradiktorische Gegenteil zur Beurteilung gestellt wird (BGE 144 I 11 E. 4.2; Bun-

desgerichtsurteil 1C_2/2023 vom 2. Juni 2023 E. 3.3). Dies gilt bspw., wenn die zustän-

dige Baubehörde in einem (ersten) Entscheid rechtskräftig über die vom Bauherrn zu 

verwendende Dachziegelfarbe entschieden hat und dieselbe Behörde später im Rah-

men eines neuerlichen Baugesuchs desselben Bauherrn über die Zulässigkeit einer hier-

von abweichenden Ziegelfarbe zu befinden hat. Indem die Behörde dem Bauherrn vor-

geschrieben hat, es sei ausschliesslich eine bestimmte Ziegelfarbe zu verwenden, ver-

bot sie ihm nämlich gleichzeitig, die Dächer mit Ziegeln anderer Farbe einzudecken 

(Bundesgerichtsurteil 1C_180/2021 vom 19. August 2021 E. 5.3). 

3.3.2  Nach der Rechtsprechung ist die Rechtskraftwirkung von Dauerverfügungen inso-

weit beschränkt, als die Verwaltungsbehörde gemäss dem Gleichbehandlungsgebot 

(Art. 29 BV) verpflichtet ist, auf ein neues Gesuch bzw. ein Wiedererwägungsgesuch 

einzutreten, wenn die Umstände sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert 

haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft 

macht, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals gel-

tend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder keine Veranlas-

sung bestand. Auf kantonaler Ebene findet sich diese Formel in Art. 33 Abs. 2 VVRG. 

Neue Gesuche dürfen allerdings nicht dazu dienen, rechtskräftige Entscheide immer 

wieder infrage zu stellen (Bundesgerichtsurteile 2C_275/2024 vom 17. Februar 2025 E. 

3.5; 2C_32/2024 vom 29. Mai 2024 E. 4.1; 2C_191/2018 vom 10. September 2018 E. 

3.1; 1C_673/2013 vom 7. März 2014 E. 5.2). Wenn ein Bauprojekt abgelehnt worden ist, 

weil es materiell-rechtlich nicht bewilligungsfähig war, der Bauherr die Baute aber trotz-

dem realisierte und er dann in ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren verwickelt 

wird, muss er ein neues Projekt präsentieren, das in den relevanten Punkten gegenüber 

dem bereits abgewiesenen Baugesuch differiert. Wurde z.B. ein Projekt abgewiesen, 

weil das Gebäude ein Geschoss zu viel enthält und damit die Vorschriften über die An-

zahl der Geschosse nicht eingehalten wurden, genügt es nicht, ein neues Gesuch ein-

zureichen, bei dem die Anzahl der Fenster geändert oder zusätzlich eine Garage ange-

baut wird, damit die Bewilligungsbehörde sich nochmals mit dem Gesuch befassen 

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muss. Vielmehr muss der Bauherr damit rechnen, dass die Bewilligungs- und Baupoli-

zeibehörde darauf mit dem Hinweis auf die Identität mit dem bereits abgelehnten Projekt 

nicht eintreten wird. Hätte die Behörde diese Möglichkeit nicht, wäre sie gezwungen, 

immer wieder das gleiche Objekt zu prüfen und der illegale Erbauer könnte auf diese 

Weise die Wiederherstellung verhindern (Kantonsgerichtsurteil A1 21 233 E. 5.2 mit Hin-

weis). 

3.3.3  Am 16. April 2015 verweigerte die KBK dem Beschwerdeführer die Baubewilligung 

für den Bau eines Geräteschuppens auf der Parzelle Nr. xxx. Da der Geräteschuppen 

trotz dieses Bauabschlags errichtet wurde, verfügte die KBK am 6. April 2017 die Wie-

derherstellung des rechtmässigen Zustandes. In derselben Verfügung trat die KBK u. a. 

auf den Antrag um Erteilung der Baubewilligung gemäss Baugesuch vom 12. Januar 

2015 sowie auf das Gesuch um Wiedererwägung ihres Entscheids vom 16. April 2015 

nicht ein. Der Staatsrat wies mit Entscheid vom 10. Juni 2020 die Beschwerde gegen 

die Verfügung der KBK vom 6. April 2017 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies 

das Kantonsgericht mit Urteil A1 20 124 vom 13. November 2020 ab. Das Kantonsgericht 

qualifizierte im soeben erwähnten Urteil die landwirtschaftliche Tätigkeit des Beschwer-

deführers (Bewirtschaftung von 2 104 m2 Rebbauflächen) als nicht zonenkonforme Frei-

zeitlandwirtschaft und bestätigte, dass der umstrittene Geräteschuppen gemäss Art. 16a 

des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700) und Art. 

34 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) nicht zonenkon-

form ist. 

3.3.4  Dem umstrittenen Baugesuch vom 10. März 2023 ist zu entnehmen, dass der Be-

schwerdeführer einen Umbau / eine Renovation einer Fahrnisbaute mit Nutzungsände-

rung auf der Parzelle Nr. xxx in der Landwirtschaftszone beantragt. Dem Gesuch lag ein 

Schreiben des Bieneninspektors der Bezirke B _________ und C _________ vom 

10. März 2023 bei, in welchem Letztgenannter den vorgesehenen Standort als sehr gut 

geeignet für einen Bienenstand einschätzte. Die Pläne sind im Massstab 1:100 einge-

reicht und mit dem Vermerk «UM-BAU GERÄTERAUM Y _________» beschriftet wor-

den, wobei die Vorsilbe «UM-» des Wortes Umbau handschriftlich ergänzt wurde. Sämt-

liche Pläne wurden ausschliesslich in Schwarz dargestellt. Das KBS verlangte am 

17. April 2023 verschiedene Unterlagen nach, wie etwa das Diplom des Planverfassers, 

einen Projektbeschrieb oder die projektspezifischen Pläne und Unterlagen. Zudem 

wurde der Beschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht, dass alle neu projektierten 

Bauteile auf den Plänen in roter Farbe auszuführen seien, bestehende in grauer Farbe 

und abzubrechende in gelber Farbe. Der Beschwerdeführer antwortete mit Schreiben 

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vom 17. Mai 2023, dass das ursprüngliche Baugesuch im Januar 2015 eingereicht wor-

den sei und der damalige Planverfasser (Architekt D _________) zwischenzeitlich ver-

storben und sein Diplom nicht mehr auffindbar sei. Betreffend den Projektbeschrieb 

führte der Beschwerdeführer Folgendes aus: «Es geht beim Projekt darum, den beste-

henden Geräteschuppen als Geräteraum für einen Imker zu nutzen. Die Wander-Bie-

nenstöcke selber werden hauptsächlich unter dem Vordach aufgestellt, wenn erforder-

lich, in der angrenzenden Wiese. Dazu braucht es keinerlei Veränderungen an der be-

stehenden Bausubstanz.» 

3.3.5  Vorauszuschicken ist, dass der bereits erstellte Geräteschuppen nie bewilligt 

wurde. Der Geräteraum wurde ohne Baubewilligung erstellt. In dem vor mehr als vier-

einhalb Jahren abgeschlossenen Rechtsmittelverfahren wurde die Verpflichtung zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes bestätigt. Die Bezeichnung des neuen 

Baugesuchs als «Umbau» mit Nutzungsänderung ist vor diesem Hintergrund unzutref-

fend, zumal weder die widerrechtlich erstellte Baute noch deren Nutzung als Geräte-

schuppen bewilligt wurde. Wie der Beschwerdeführer selbst ausführt, wurden beim neu 

eingereichten Baugesuch wiederum dieselben Pläne wie bereits beim Baugesuch vom 

12. Januar 2015 eingereicht. Es handelt sich mithin um dasselbe Projekt. Neu ist einzig 

die beabsichtigte Nutzung: Zwar soll die widerrechtlich erstellte Baute – gleich wie beim 

vorausgegangenen Baugesuch – als Geräteschuppen genutzt werden. Dieser soll aber 

nicht zur Bewirtschaftung von rund 2 000 m2 Reben, sondern neu als Geräteraum für 

einen Imker dienen. Der Staatsrat führt im angefochtenen Entscheid diesbezüglich aus, 

dass die neu geplante Nutzung nichts daran ändere, dass es sich nach wie vor um einen 

Kleinstbetrieb (Hobby) handle, für den kein landwirtschaftlicher Bedürfnisnachweis habe 

erbracht werden können. Dies bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Da die neu ange-

strebte Nutzung des nicht bewilligten Geräteschuppens wiederum als Freizeitlandwirt-

schaft zu qualifizieren ist, besteht Identität zum bereits beurteilten Baugesuch.  

Der Beschwerdeführer unterliess es vorliegend, sein neu eingereichtes Projekt in den 

relevanten Punkten gegenüber dem bereits abgewiesenen Baugesuch zu ändern. Mithin 

ergibt sich, dass hinsichtlich des Geräteraums in den rechtsrelevanten Punkten seit dem 

rechtskräftigen Urteil des Kantonsgerichts A1 20 124 vom 13. November 2020 keine 

wesentliche Änderung eingetreten ist. 

3.3.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das vorliegend umstrittene Gesuch auf-

grund der Identität nicht als neues Baugesuch qualifiziert werden kann, welches die KBK 

hätte behandeln müssen. Der Beschwerdeführer macht wiederum eine landwirtschaftli-

che Tätigkeit geltend, welche zur (nicht zonenkonformen) Freizeitlandwirtschaft zählt. 

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Die KBK durfte mithin das neue Gesuch mit dem Hinweis auf die Identität mit dem vo-

rausgegangenen Gesuch als Wiedererwägungsgesuch entgegennehmen. Die Be-

schwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 

4.  Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und 

Glauben. Es sei nicht rechtens, wenn die KBK durch ihr Verhalten beim Bürger den Ein-

druck wecke, das Baugesuch werde materiell behandelt, indem sie weitere Unterlagen 

und Auskünfte verlange, um alsdann willkürlich auf das Baugesuch mit rechtlich nicht 

haltbarer Begründung gar nicht erst einzutreten.  

4.1  Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot 

widersprüchlichen Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des be-

rechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwar-

tungen begründendes Verhalten der Behörden. Unter bestimmten Umständen rechtfer-

tigt selbst eine unrichtige Zusicherung einer Behörde eine vom materiellen Recht abwei-

chende Behandlung des Rechtsuchenden. Vorausgesetzt ist, dass sich das Verhalten 

der Behörden auf eine konkrete, den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit 

bezieht, dass die Behörde für die Erteilung der Zusicherung zuständig war oder der Bür-

ger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte, dass die anfragende 

Person die Unrichtigkeit bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit nicht ohne weiteres erken-

nen konnte, dass sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getrof-

fen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können und dass die ge-

setzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat. Zwischen 

Vertrauen und Disposition muss zudem ein Kausalzusammenhang bestehen. Sind diese 

Voraussetzungen erfüllt, rechtfertigt sich eine vom materiellen Recht abweichende Be-

handlung, sofern keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen (vgl. 

zum Ganzen BGE 143 V 341 E. 5.2.1; Bundesgerichtsurteile 8C_755/2023 vom 24. Ok-

tober 2024 E. 4.1.2; 2C_561/2022 vom 23. April 2024 E. 12.3.1; HÄFELIN / MÜLLER / UHL-

MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., 2020, § 10 N. 627 ff.; TSCHANNEN / MÜL-

LER / KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., 2022, § 22 N. 478 ff.). 

 

4.2  Der Beschwerdeführer hat am 10. März 2023 ein (neues) Baugesuch gestellt. Aus 

dem Baugesuch samt den eingereichten Plänen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 

eine Umnutzung ohne bauliche Massnahmen beantragt. Aus den eingereichten Unterla-

gen geht hingegen nicht hervor, dass die Baute ohne Baubewilligung errichtet und eine 

Wiederherstellungsverfügung erlassen worden ist. Nach Erhalt dieses Baugesuchs hat 

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das KBS am 17. April 2023 weitere Unterlagen eingefordert, welche der Beschwerde-

führer am 17. Mai 2023 nachreichte. Das vom Beschwerdeführer eingereichte Bauge-

such war unvollständig, so dass ein Nachfordern der fehlenden Unterlagen nicht als treu-

widriges Verhalten der KBK bzw. des KBS qualifiziert werden kann. Der Beschwerde-

führer macht ferner nicht geltend, dass er seit dem Schreiben des KBS vom 17. April 

2023 Dispositionen getroffen habe, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden 

könnten. Zudem besteht in casu keine Vertrauensgrundlage: Mit dem umstrittenen 

Schreiben des KBS wurden lediglich weitere Unterlagen nachgefordert. Der Beschwer-

deführer führt nicht aus, inwiefern das KBS eine Zusicherung zur Erteilung der Baube-

willigung erteilt hätte. Sodann ist nicht das KBS sondern die KBK die zuständige Be-

hörde. Es ist nicht erkennbar, inwiefern sich die KBK oder das KBS treuwidrig oder wi-

dersprüchlich verhalten haben sollen. Allein aus dem Nachfordern von Unterlagen durch 

das KBS konnte der Beschwerdeführer nicht davon ausgehen, dass die KBK auf sein 

Baugesuch eintreten und dieses bewilligen wird.  

5.  Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die KBK argumentiere ambivalent und zwei-

deutig. Einerseits trete sie auf das Baugesuch materiell ein, indem sie die Entfernung 

vom Wohnort des Imkers bis zum Bienenstand als zu klein beurteile und andererseits 

trete sie auf das Wiedererwägungsgesuch nicht ein. 

5.1  Dem KBK-Entscheid ist Folgendes zu entnehmen: «Die Bienenstöcke des Imkers 

werden laut Baugesuch nicht in die Baute gestellt, sondern lediglich unter dem Vordach 

gestellt. Des Weiteren wohnt der genannte Imker nur wenige Kilometer von dem Stand-

ort der Baute entfernt, was die Notwendigkeit eines Geräteschuppens an diesem Ort 

keinerlei begründen mag (vgl. Art. 16a Abs. 1 RPG). Aus den folgenden dargelegten 

Tatsachen ergibt sich, das sich die Umstände weder wesentlich verändert haben oder 

dass der Gesuchsteller Beweismittel namhaft macht, die im früheren Verfahren nicht be-

kannt waren, unmöglich vorzubringen waren oder keine Veranlassung zur deren Erbrin-

gung bestand.» 

5.2  Dem bereits erwähnten Kantonsgerichtsurteil A1 20 124 vom 13. November 2020 

ist in E. 9.3 zu entnehmen, dass ein Geräteschuppen auch in einer Bauzone errichtet 

werden könnte, weshalb die negative Standortgebundenheit zu verneinen ist. Das Ge-

richt ist zum Schluss gekommen, dass die Lagerung im Dorf ohne weiteres möglich er-

scheint und vertretbar ist. Dagegen sprechen einzig Gründe der Bequemlichkeit, zumal 

die Fahrstrecke von der Wohnung des Beschwerdeführers zum Geräteschuppen ge-

mäss seinen Angaben nur ca. 3 km beträgt. Das Kantonsgericht hat auch die positive 

Standortgebundenheit verneint.  

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5.3  Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die KBK sein Baugesuch nicht 

materiell behandelt. Die KBK hat das neue Baugesuch mit dem bereits rechtskräftig ab-

gewiesenen Baugesuch verglichen und ist dabei zum Schluss gekommen, dass das 

neue Baugesuch identisch zum Ersten ist, bzw. dass sich die Umstände nicht wesentlich 

verändert haben. Da laut neuem Baugesuch der Geräteschuppen nicht mehr vom Be-

schwerdeführer selbst genutzt werden soll, sondern von einem in Y _________ wohn-

haften Imker, hat die KBK auch diesbezüglich überprüft, ob eine wesentliche Änderung 

vorliegt. Die sich in den Akten befindenden Adressen des Imkers (Imkerei, E _________) 

wie auch des Beschwerdeführers (F _________) befinden sich beide nur wenige Kilo-

meter vom Geräteschuppen entfernt. So liegt auch in Sachen Wegdistanz des Nutzers 

zum Geräteschuppen keine wesentliche Änderung vor. Auch diese Rüge erweist sich 

mithin als unbegründet.  

6.  Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem 

Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unterliegende Partei mit den entspre-

chenden Folgen für die Tragung der Kosten und für die Zusprechung einer Parteient-

schädigung. 

6.1  Im Beschwerdeverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu 

tragen (Art. 89 Abs. 1 VVRG). Ausnahmsweise können die Kosten ganz oder teilweise 

erlassen werden (Art. 89 Abs. 2 VVRG). Vorliegend bestehen keine Gründe, von der 

Grundregel abzuweichen, weshalb der Beschwerdeführer die Gerichtsgebühr bezahlen 

muss. Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes betreffend den Tarif der Kosten und Entschä-

digungen vor Gerichts- oder Verwaltungsbehörden vom 11. Februar 2009 (GTar; 

SGS/VS 173.8) setzen sich die Kosten aus den Auslagen der Entscheidbehörde sowie 

der Gerichtsgebühr zusammen. Die Gerichtsgebühr für Beschwerdeverfahren vor der 

Öffentlichrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts beträgt in der Regel zwischen 

Fr. 280.00 und Fr. 5 000.00 (Art. 25 GTar). Aufgrund der Bedeutung des Falles sowie 

seines Umfangs und Schwierigkeitsgrads wird die Gerichtsgebühr vorliegend auf 

Fr. 1 500.00 festgesetzt. Der Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrech-

net. 

6.2  Der Beschwerdeführer hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 91 Abs. 1 VVRG e contrario). Den Behörden oder mit öffentlichen 

Aufgaben betrauten Organisationen, welche obsiegen, wird in der Regel keine Partei-

entschädigung zugesprochen (Art. 91 Abs. 3 VVRG). Vorliegend besteht kein Grund, 

von dieser Regel abzuweichen. 

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Demnach erkennt das Kantonsgericht: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1 500.00 werden X _________ auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Das Urteil wird X _________, der Einwohnergemeinde Y _________ und dem 

Staatsrat des Kantons Wallis schriftlich mitgeteilt. 

 

Sitten, 16. September 2025