# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c138b8b1-201e-552e-88c6-5f541640ef59
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.01.2014 SB130282
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130282_2014-01-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130282-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin  

lic. iur. C. Grieder 

 
Urteil vom 20. Januar 2014 

 
in Sachen 

 

A._____,  
Privatkläger und Berufungskläger 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
sowie 

 
Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin 

 
gegen 

 
B._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

 

betreffend  

Drohung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht, vom  
8. Mai 2013 (GG130010) 

Anklage: 

- 2 - 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 12. März 2013 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 20). 

 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180  

Abs. 1 StGB. 

2. Vom Vorwurf der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB wird der 

Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–.  

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'000.00   Gebühr Strafuntersuchung gemäss § 4 GebV StrV 

Fr.         Kanzleikosten 

Fr.         Auslagen Vorverfahren 

Fr.         amtliche Verteidigung (bisher) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Des Rechtsvertreters des Privatklägers: 

- 3 - 

 (schriftlich; Urk. 49)  
"1. (…) 
2. Es sei Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon (Geschäfts-
Nr. GG130010-M) in Sachen Staatsanwaltschaft Limmat/Albis gegen 
den Beschuldigten B._____, geb tt.mm.1954 aufzuheben und es sei 
der Beschuldigte anklagegemäss der Beschimpfung im  
Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und anklage-
gemäss zu bestrafen. 
3. (…) 
4. Es sei der Beschuldigte B._____ zur Zahlung Fr. 500.00 als  
Genugtuung an den Zivilkläger, A._____, zu verpflichten." 
 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

 (Urk. 45) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Prozessuales 

1.1. Der Verlauf des Verfahrens bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt sich aus 

dem Entscheid vom 8. Mai 2012 (Urk. 36 S. 3).  

1.2. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

8. Mai 2012 wurde der Beschuldigte der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 

StGB schuldig gesprochen. Vom Vorwurf der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 

Abs. 1 StGB wurde der Beschuldigte frei gesprochen. Der Beschuldigte wurde mit 

einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bestraft, wobei diese Strafe auf-

geschoben und die Probezeit auf 2 Jahre angesetzt wurde. Die Kosten der Unter-

suchung und des gerichtlichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten auferlegt.  

1.3. Nach Zustellung des Urteilsdispositiv (Urk. 30) am 15. Mai 2013 (Urk. 31/3) 

meldete der Rechtsvertreter des Privatklägers innert Frist Berufung an (Urk. 32; 

Art. 399 Abs. 1 StPO). Nach Zustellung des begründeten Entscheids am 8. Juli 

- 4 - 

2013 (Urk. 34 i.V.m. Urk 35/2) reichte der Rechtsvertreter des Privatklägers am 

29. Juli 2013 (Poststempel) eine mit Berufungserklärung bezeichnete Eingabe ein 

(Urk. 38, Art. 399 Abs. 3 StPO). Nach entsprechender schriftlicher Aufforderung 

zur Präzisierung und vor allem zur Stellung von klaren Anträgen (Urk. 40) reichte 

der Rechtsvertreter des Privatklägers am 8. August 2013 die Berufungserklärung 

ein (Urk. 41). Mit Präsidialverfügung vom 9. August 2013 wurde dem Beschuldig-

ten und der Staatsanwaltschaft eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt und 

Frist angesetzt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder Nichtein-

treten auf die Berufung zu beantragten, während der Beschuldigte zusätzlich auf-

gefordert wurde, dem Gericht das "Datenerfassungsblatt" sowie die aufgelisteten 

Unterlagen einzureichen (Urk. 43). Die Staatsanwaltschaft beantragte in der Folge 

mit Eingabe vom 15. August 2013 die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

und ersuchte um Dispensation von der Berufungsverhandlung (Urk. 45).  

1.4. Am 20. Januar 2014 fand die Berufungsverhandlung statt (Prot. II S. 4).  

 

II. Berufungsumfang 

Der Rechtsvertreter des Privatklägers A._____ beantragt zusätzlich zum  

Schuldspruch wegen Drohung den Beschuldigten wegen Beschimpfung nach 

Art. 177 StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen (Urk. 38, 

Urk. 41 u. Urk. 49). Angefochten sind demnach die Dispositiv Ziffern 2 und 3. 

Nicht angefochten sind die Dispositiv Ziffern 1 und 4-6. Somit ist die Rechtskraft 

der Dispositiv Ziffern 1 und 5-6 des vorinstanzlichen Urteils festzustellen.  

 

III. Beweisanträge 

Beweisanträge wurden keine gestellt. 

 
 

III. Sachverhalt  

1. Der Rechtsvertreter des Privatklägers A._____ verlangt zusätzlich zum 

Schuldspruch betreffend Drohung eine Verurteilung des Beschuldigten B._____ 

- 5 - 

wegen Beschimpfung nach Art. 177 StGB. Er macht in diesem Zusammenhang 

geltend, den vorinstanzlichen Ausführungen zur Glaubhaftigkeit des Beschuldig-

ten sei nicht zu folgen. Es sei lebensfremd zu behaupten, dass der Beschuldigte 

den Privatkläger zwar bedroht nicht aber beschimpft habe. Bei einem verbalen 

Streit würden Drohung und Beschimpfung eine Einheit bilden. Zudem seien die 

Aussagen des Privatklägers glaubhaft und glaubwürdig (Urk. 41). 

2. Somit ist im Folgenden zu prüfen, ob der eingeklagte Sachverhalt aufgrund 

der Akten – entgegen des vorinstanzlichen Freispruchs – rechtsgenügend nach-

gewiesen werden kann.  

2.1. Als Beweismittel liegen die Aussagen des Geschädigten A._____ und jene 

des Beschuldigten vor. Sodann liegt eine Strafanzeige des damaligen Rechtsver-

treters des Geschädigten A._____ vom 4. Juli 2012 bei den Akten (Urk. 1). Die 

Teilnahmerechte des Beschuldigten bei den Beweiserhebungen wurde gewahrt 

und die genannten Beweismittel sind uneingeschränkt verwertbar. 

3. Auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz betreffend die Beweis-

würdigung im Allgemeinen kann zu Vermeidung von Wiederholungen verwiesen 

werden (Urk. 36 S. 5-7; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

4. Die Beweismittel, nämlich die Aussagen des Privatklägers und Beschuldig-

ten A._____ und des Beschuldigten B._____ wurde von der  

Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 36 S. 9 Ziff. 4.3.). Ergänzend sind 

die Aussagen der beiden Beteiligten nochmals wiederzugeben.  

5.1. Der Geschädigte A._____ wurde am 26. Juli 2012 bei der Kantonspolizei  

Zürich befragt (Urk. 6/1).  

 Danach befragt, was am fraglichen 30 Juni 2012, ca. 14.00 Uhr, geschehen 

sei, sagte der Geschädigte A._____, dass er mit B._____ Streit gehabt  

habe. Er habe ein Fahrzeug verkauft. Danach sei B._____ aus dem Büro ge-

kommen, habe die Strasse überquert und sei an den Zaun gestanden, welcher 

seinen Platz umgebe. Er sei unter der Tür von seinem Bürocontainer gestanden. 

Die Distanz zwischen seinem Standort und dem Zaun habe schätzungsweise ca. 

- 6 - 

10 Meter betragen. B._____ habe ihm zugerufen: "Du bis ein toter Mann, ich brin-

ge dich um, ich bringe dich von hinten um, du bis fertig in einigen Tage, dein Le-

ben ist in meiner Hand". Dieser habe italienisch gesprochen; sie würden immer 

italienisch sprechen. Er spreche sehr gut italienisch (Urk. 6/1 S. 2).  

 Auf die Frage, wie ernst er dieses Aussage genommen habe sagte der  

Geschädigte A._____, dass er zu ihm gesagt habe, dass dieser ein Arschloch sei 

und habe einen Stein in dessen Richtung geworfen, damit dieser aufhöre. Er habe 

Angst vor B._____. Er sei sich ganz sicher, dass dieser ihm etwas antun könnte. 

Er fühle sich überall unsicher (Urk. 6/1 S. 2). 

5.2. Am 12. Februar 2013 wurde A._____ bei der Staatsanwaltschaft Limmattal / 

Albis als beschuldigte Person einvernommen (Urk. 6/2). Er bestätigte seine bei 

der Polizei zu Protokoll gegebenen Aussagen als richtig (Urk. 6/2 S. 2). Auf die 

Frage, warum er die Steine geworfen habe, sagte A._____, dass dieser ihn pro-

voziert und ihm gesagt habe, dass dieser ihn umbringen werde. Der erste Stein 

habe sein eigenes Auto getroffen. Der Beschuldigte B._____ sei vor dem Eingang 

zu seinem Verkaufsareal gestanden und habe zu ihm gesagt, dass er heraus-

kommen solle um mit diesem zu boxen. Er habe dann gesagt, dass dieser ein 

Arschloch sei. Sie seien hier um Autos zu verkaufen und nicht um zu boxen (Urk. 

6/2 S. 2 f.).  

 Auf entsprechende Frage, führte A._____ aus, dass dieser gesagt habe: "Ich 

werde Dich umbringen. Deine Mutter muss eine Kuh sein, wenn sie einen Sohn 

wie Dich auf die Welt gestellt hat". Das habe dieser auf italienisch gesagt. Er 

glaube dies habe er am Samstag, den 1. Juli 2012 gesagt. B._____ habe ihm 

Cornuto (Zuhälter) und Figlio die Putana (Hurensohn) gesagt (Urk. 6/2 S. 3).  

 Als er bei der Polizei Strafanzeige erstattet habe, habe er sich nicht getraut 

genau alles zu sagen, was Herr B._____ ihm gegenüber gesagt habe. Damals sei 

sein Neffe dabei gewesen. Er habe nicht gewollt, dass dieser mitbekomme, wie 

Herr B._____ seine Frau bezeichnet habe. Diese Beleidigungen seien am Tag 

des Steinewerfens erfolgt. Das sei alles am selben Tag erfolgt. Dieser habe ihn  

- 7 - 

bedroht und provoziert. Er habe mit dem Steinwerfen darauf reagiert. Dieser  

provoziere ihn jeden Tag. Das die letzten 5 Jahre (Urk. 6/2 S. 4).  

5.3. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Mai 2013 führte der Privatkläger 

und Beschuldigte A._____ aus, dass der Beschuldigte B._____ ihm gedroht habe. 

Dann habe er Arschloch gerufen, dieser habe ihn provoziert (Prot. I S. 5).  

6.1. Am 5. Juli 2012 wurde der Beschuldigte B._____ bei der Kantonspolizei Zü-

rich befragt (Urk. 5/1). Danach befragt, wie es zum Streit mit A._____  

gekommen sei, führte der Beschuldigte B._____ aus, dass er vis à vis von seinem 

Areal noch einen Parkplatz gemietet habe. Dieser Parkplatz befinde sich vor dem 

Zaun welcher zum Areal von Herrn A._____ gehöre. Auf diesem Parkplatz habe  

er noch ein Fahrzeug abgestellt. An diesem Tag sei er zu diesem Fahrzeug  

gegangen und habe schauen wollen, ob es noch funktioniere. Er habe es laufen 

lassen, da er habe wissen wollen, ob die Batterie noch gut sei. Kaum habe er das 

Fahrzeug laufen lassen, habe A._____ begonnen, ihn zu beleidigen. Dieser habe 

ihm Wörter wie; "Hurensohn, deine Mutter ist eine Kuh oder deine Frau ist eine 

Hure" zugerufen. Dann sei er wieder zurück in sein Areal gegangen. Als er dort 

gewesen sei, habe A._____ mehrere Steine gegen ihn geworfen. Er glaube es 

seien 4 Stück gewesen (Urk. 5/1 S. 1 und 2).  

 Probleme mit A._____ habe er seit ca. 2 Jahren. Das Ganze habe wegen 

dem Parkplatz, welcher er gemietet habe, begonnen. Dieser sei der  

Meinung, dass der Parkplatz diesem gehöre. Seit dieser Zeit werde er von 

A._____ beleidigt. Auch erzähle dieser in Restaurants und an anderen Orten 

Schlechtes über ihn. Alles was dieser erzähle stimme nicht. 

 Auf die Frage, ob er A._____ auch schon beleidigt habe, sagte der Beschul-

digte B._____, dass, wenn es wieder mal zu einer Diskussion mit diesem  

gekommen sei, sei es schon möglich, dass er diesen auch schon als Arschloch 

betitelt habe. Aber die ganzen Diskussionen seinen von diesem angefangen  

worden (Urk. 5/1 S. 2 f.). 

- 8 - 

6.2. Der Beschuldige B._____ wurde am 12. Februar 2013 bei der Staatsanwalt-

schaft Limmat / Albis einvernommen (Urk. 5/2). Auf den Vorhalt, wonach er  

– gestützt auf die Aussagen des Geschädigten A._____, diesem am Samstag, 

30. Juni 2012, mit dem Tod gedroht und diesen beleidigt zu haben, sagte der  

Beschuldigte B._____, dass dies nicht stimme (Urk. 5/2 S. 2). 

6.3. Der Beschuldigte B._____ gab anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Mai 

2013 auf entsprechenden Vorhalt der Vorwürfe in der Anklageschrift zu Protokoll, 

dass das alles nicht stimme. Es seien alles Lügen. Er habe nie gesagt, dass er 

diesen (A._____) umbringen werde. Er habe immer gesagt, dass sie ihre Proble-

me einmal diskutieren sollten. Dieser habe immer angefangen. Sogar dessen 

Brüder aus Rimini hätten gedroht, ihn umzubringen. Er habe aber immer nur dis-

kutieren wollen. Ihn hätten die Leute auch gewarnt, dass dieser Mann in der ägyp-

tischen Mafia sei (Prot. I S. 6 f.).  

7. In der Strafanzeige vom 4. Juli 2012 (Urk. 1), welche vom damaligen 

Rechtsvertreter des Privatklägers und Beschuldigten A._____ eingereicht wurde, 

ist ausgeführt, dass der Anzeigeerstatter/Antragsteller (A._____) schon seit länge-

rem durch den Beschuldigten bedroht werde (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Die jüngste und  

neueste Eskalation in dieser Angelegenheit habe sich am 29. Juni 2012 (recte: 

30.6.2012) an der … [Adresse] in … ereignet. Kurz nachdem der Anzeigeerstat-

ter/Antragsteller ein Fahrzeug habe verkaufen können, habe sich ihm der Be-

schuldigte genähert. Dabei habe er diesem gegenüber mehrfache Drohungen ge-

tätigt. Der Beschuldigte B._____ habe unter anderem gegenüber dem Anzeigeer-

statter (A._____) gedroht, er werde ihn rücklings erwischen, sein Leben werde 

bald ein Ende haben, er werde ihn umbringen, die Zeit sei reif (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2).  

8. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss dass hinsichtlich der zur 

Anklage gebrachten Beschimpfung nicht auf die Aussagen des Privatklägers 

A._____ abgestellt werden könne, weil dieser erst anlässlich der staatsanwalt-

schaftlichen Einvernahme zur Protokoll gegeben hat, der Beschuldigte habe ihm 

"Cornuto", "Figlio di Putana" und "deine Mutter muss eine Kuh sein, wenn sie ei-

nen Sohn wie Dich auf die Welt gestellt hat" gesagt. Auch die Begründung, dass 

er bei der Polizei wegen seines anwesenden Neffen die fragliche Beschimpfung 

- 9 - 

nicht wiedergegeben habe, scheint nicht glaubhaft. Dazu kommt, dass in der 

Strafanzeige vom 4. Juli 2012 (Urk. 1) einzig von den Drohungen des Beschuldig-

ten die Rede ist. Die Vorinstanz kam in Anwendung des Grundsatzes "in dubio 

pro reo" folgerichtig zum Schluss, dass nicht zweifelsfrei davon ausgegangen 

werden könne, dass die eingeklagten Beschimpfungen auch tatsächlich anlässlich 

des Vorfalles vom 30. Juni 2012 ausgesprochen wurden.  

9. Der Vertreter des Privatklägers A._____ führt in diesem Zusammenhang 

aus, dass es lebensfremd sei zu behaupten, dass der Beschuldigte zwar den Pri-

vatkläger bedroht nicht jedoch beschimpft habe (Urk. 41 S. 1). Diesen Ausführun-

gen kann nicht gefolgt werden. Eine Drohung, kann, muss aber nicht zwangsläu-

fig von Beschimpfungen begleitet werden. Genauso wenig bilden bei einem ver-

balen Streit Drohung und Beschimpfungen zwingend eine Einheit. Dass der Be-

schuldigte bereits in der Vergangenheit den Privatkläger beschimpft hat, kann an 

dieser Stelle offen bleiben, da einzig der Vorfall vom 30. Juni 2012 entsprechend 

eingeklagt wurde.  

10. Der Anklagesachverhalt gemäss Anklageziffer 2 ist demnach nicht rechts-

genügend erstellt, weshalb der Beschuldigte vom Vorwurf der Beschimpfung im 

Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB freizusprechen ist.  

 

V. Sanktion 

1. Die vorinstanzlichen Erwägungen zum Strafrahmen und zur Strafzumessung 

sind zu bestätigen und es kann zur Vermeidung von Wiederholungen darauf ver-

wiesen werden (Urk. 36 S. 11; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend sei diesbezüglich 

einzig auf die einschlägigen Entscheide des Bundesgerichts hingewiesen (BGE 

136 IV 55 E.5.4; Entscheide des Bundesgerichts 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010 

E.2, 6B_865/2009 vom 25. März 2010 und 6B_238/2009 vom 8. März 2010, je mit 

Hinweisen).  

2. Die Ausführungen der Vorinstanz betreffend die objektive Tatkomponente 

sind zutreffend. Beide Beteiligten haben übereinstimmend ausgesagt, dass  

dem heute zu beurteilenden Konflikt ein jahrelanger Streit vorausgegangen ist,  

- 10 - 

in dessen Rahmen es beidseits zu Beschimpfungen gekommen ist. Vor dem  

Hintergrund, dass der Geschädigte A._____ den Beschuldigten – nach dessen 

Drohung – noch beschimpft hat, so kann – mit der Vorinstanz – davon aus-

gegangen werden, dass der drohenden Charakter der Äusserung des Beschuldig-

ten relativiert werden muss. Das objektive Tatverschulden ist als leicht zu  

qualifizieren. 

3. Auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erläuterungen zur subjektiven 

Tatschwerde wie auch zur Täterkomponente kann zur Vermeidung von Wieder-

holungen verwiesen werden (Urk. 36 S. 13; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Im Rahmen der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aktualisierend und 

ergänzend aus, seine Frau habe Krebs und könne nur wenig arbeiten (Urk. 48 

S. 2). 

4. Aus den persönlichen Verhältnissen und dem Werdegang des Beschuldig-

ten lassen sich keine strafzumessenden Faktoren ableiten. Im Zentralstrafregister 

sind keine Vorstrafen verzeichnet (Urk. 37).  

5. In Würdigung sämtlicher Elemente sowohl der Tat- wie auch der Täterkom-

ponente ist die von der Vorinstanz ausgefällte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

bestätigen. 

6.1. Bei der Geldstrafe richtet sich die Höhe des Tagessatzes nach den persönli-

chen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters im Zeitpunkt des Urteils,  

namentlich nach Einkommen und – soweit er davon lebt – Vermögen, nach  

seinem Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten und 

nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB).  

6.2. Die finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten wurden von der Vorinstanz 

erhoben und entsprechend aufgeführt (Urk. 36 S. 13 f. Ziff. 3.2.) Anlässlich der 

heutigen Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aktualisierend aus, es 

gehe finanziell schlecht, er verdiene fast nichts, weil der Privatkläger A._____ ihm 

die Kunden vergraule. Er habe über Fr. 40'000.-- Schulden (Urk. 48 S. 2). 

- 11 - 

6.3. Der Beschuldigen lebt nach wie vor in bescheidenen finanziellen Ver-

hältnissen; insbesondere hat sich seine Schuldensituation verschlimmert. Ein  

Tagessatz in der Höhe von Fr. 30.- erscheint als angemessen.  

7. In Gesamtwürdigung der strafzumessungsrelevanten Kriterien ist der  

Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.- zu bestrafen.  

 

VI. Vollzug 

Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz kann vollumfänglich  

verwiesen werden (Urk. 42 S. 14 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Vollzug der  

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.-- ist aufzuschieben und die Probezeit 

auf zwei Jahre festzusetzen.  

 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Kosten des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 2'500.- zu veranschlagen 

(Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 der Gebührenverordnung des 

Obergerichts, LS.211.11.).  

2. Im Berufungsverfahren unterliegt der Privatkläger vollumfänglich, weshalb 

ihm die Kosten dieses Verfahrens aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

3. Der Privatkläger ist zu verpflichten, dem Beschuldigten gestützt auf Art. 429 

Abs. 1 lit. b StPO eine Umtriebsentschädigung von Fr. 200.-- zuzsprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom  

8. Mai 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

 " 1. Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB. 

  2.-4. (…) 

- 12 - 

  5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'000.00   Gebühr Strafuntersuchung gemäss § 4 GebV StrV 

Fr.         Kanzleikosten 

Fr.         Auslagen Vorverfahren 

Fr.         amtliche Verteidigung (bisher) 
 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

  6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ wird weiter vom Vorwurf der  

Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB freigesprochen.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 30.--.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  

2 Jahre festgesetzt.  

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'500.--.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt.  

6. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten eine Umtriebs-

entschädigung von Fr. 200.-- zu bezahlen.  

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben) 

- 13 - 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (versandt) 
− den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers RA lic. iur. X._____ im 

Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers A._____ (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 
− den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers RA lic. iur. X._____ im 

Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers A._____  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG) 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

- 14 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 20. Januar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 

 
 
 

 

 

	Urteil vom 20. Januar 2014
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180  Abs. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom  8. Mai 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	" 1. Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB.
	2.-4. (…)
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt."
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ wird weiter vom Vorwurf der  Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.--.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  2 Jahre festgesetzt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'500.--.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt.
	6. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten eine Umtriebsentschädigung von Fr. 200.-- zu bezahlen.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (versandt)
	 den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers RA lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers A._____ (übergeben)
	 den Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers RA lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers A._____
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.