# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2dad0a8-f981-5e96-bf64-61ea05c51fcd
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 08.08.2023 WBE.2023.121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-121_2023-08-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

1. Kammer 

 

 

WBE.2023.121 / mk / jb 
(DVIRD.22.166)  

Art. 119 

 

Urteil vom 8. August 2023 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichterin Schircks, Vorsitz 

Verwaltungsrichterin Bärtschi 

Verwaltungsrichter Clavadetscher 

Gerichtsschreiberin Klein   

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Rudolf Studer, Rechtsanwalt, 

Laurenzenvorstadt 19, Postfach, 5001 Aarau 

 

 

gegen 

 

 

  Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Postfach, 5001 Aarau    

 

  Departement Volkswirtschaft und Inneres, Frey-Herosé-Strasse 12, 

5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Entzug des Führerausweises 

 

Entscheid des Departements Volkswirtschaft und Inneres 

vom 24. Januar 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Mit Verfügung vom 3. November 2022 entzog das Strassenverkehrsamt 

des Kantons Aargau (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) A., geboren am 

[…] 1946, den Führerausweis für die Dauer von drei Monaten ab 1. Januar 

2023 bis und mit 31. März 2023. 

 

Zur Begründung führte das Strassenverkehrsamt im Wesentlichen Folgen-

des aus: 

 

Schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c SVG 
 

 Fahrlässige einfache Körperverletzung 

 Mangelnde Aufmerksamkeit 

 Verursachen eines Verkehrsunfalls 
 
Begangen am: […] 2021 in Q., innerorts (gemäss rechtskräftigem 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft U. vom 11. April 2022). 

 

B. 

1. 

Mit Eingabe vom 5. Dezember 2022 liess A. gegen die Verfügung vom 

Strassenverkehrsamt Beschwerde beim Departement Volkswirtschaft und 

Inneres (nachfolgend: DVI) erheben und folgende Anträge stellen: 

 

1. 
Die Verfügung des Beschwerdegegners vom 3. November 2022 
(PIN 34.546.123.113) sei aufzuheben. 
 
2. 
Der Beschwerdeführer sei zu verwarnen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegeg-
ners. 

 

2. 

Am 24. Januar 2023 entschied das DVI: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Das Strassenverkehrsamt wird angewiesen, den Beginn der Entzugsdauer 
nach Rechtskraft dieses Beschwerdeentscheids neu festzusetzen. 
 
 
 
 

 - 3 - 

 

 

 

3. 
Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten, bestehend aus einer 
Staatsgebühr von Fr. 1'000.– sowie den Kanzleikosten und den Auslagen 
von Fr. 158.10, zusammen Fr. 1'158.10 zu bezahlen. 
 
4. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

C. 

1. 

Am 30. März 2023 liess A. gegen den ihm am 1. März 2023 zugestellten, 

vollständig begründeten Entscheid des DVI Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde erheben und folgende Anträge stellen: 

 

1. 
In Gutheissung der Beschwerde seien der Entscheid des Departements 
Volkswirtschaft und Inneres vom 24. Januar 2023 (DVIRD.22.166) und die 
Verfügung des Beschwerdegegners vom 3. November 2022 
(PIN 34.546.123.113) aufzuheben. 
 
2. 
Der Beschwerdeführer sei zu verwarnen. 
 
Eventualiter 
 
Dem Beschwerdeführer sei i.S.v. Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG i.V.m. Art. 90 
Abs. 1 SVG der Führerausweis für die Dauer von einem Monat zu entzie-
hen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegeg-
ners. 

 

2. 

Mit Eingabe vom 25. April 2023 überwies das DVI aufforderungsgemäss 

die Akten (inkl. Strafakten der Staatsanwaltschaft U. betreffend den Vorfall 

vom […] 2021) und erstattete die Beschwerdeantwort, worin es unter 

Verweis auf die ausführlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid 

die kostenfällige Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beantragte. 

 

3. 

Das Strassenverkehrsamt verzichtete mit Eingabe vom 27. April 2023 auf 

eine Stellungnahme und beantragte mit Verweis auf die Akten die Abwei-

sung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

 

4. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall im Zirkularverfahren entschieden 

(vgl. § 7 Abs. 1 und 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 

2011 [GOG; SAR 155.200]). 

  

 - 4 - 

 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen letztinstanzliche Ent-

scheide der Verwaltungsbehörden (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspflegege-

setz, VRPG; SAR 271.200]. Der angefochtene Entscheid des DVI ist ver-

waltungsintern letztinstanzlich (§ 50 Abs. 2 VRPG i.V.m. § 9 Abs. 1 und 

§ 10 Abs. 1 lit. d der Verordnung über die Delegation von Kompetenzen 

des Regierungsrats vom 10. April 2013 [Delegationsverordnung, DelV; 

SAR 153.113]). Das Verwaltungsgericht ist folglich zur Beurteilung der vor-

liegenden Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde ist einzutreten. 

 

3. 

Ist – wie hier – der Entzug des Führerausweises umstritten, steht dem Ver-

waltungsgericht – im Rahmen der Beschwerdeanträge – die Befugnis zur 

vollumfänglichen Überprüfung mit Einschluss der Ermessenskontrolle zu 

(§ 55 Abs. 1 und Abs. 3 lit. c VRPG). 

 

II. 

1. 

1.1. 

Dem angefochtenen Entscheid liegt im Wesentlichen folgender Sachver-

halt zugrunde (angefochtener Entscheid, Erw. II/2): 

 

Der Beschwerdeführer fuhr am […] 2021, auf der Hauptstrasse in Q. 
Richtung R. Zur gleichen Zeit überquerte eine Fussgängerin (ihr Fahrrad 
linksseitig neben sich herschiebend) von links nach rechts den 
Fussgängerstreifen. Der Beschwerdeführer erreichte den genannten 
Fussgängerstreifen, als die Fussgängerin bereits auf dem Bürgersteig auf 
der anderen Strassenseite war, das Hinterrad ihres Fahrrades jedoch noch 
nicht. Aufgrund der tiefstehenden, ihn blendenden Sonne bemerkte der 
Beschwerdeführer die Fussgängerin und ihr Fahrrad zu spät und kollidierte 
mit dem Hinterrad des Fahrrads. Durch die Kollision mit dem Hinterrad 
wurde die Fussgängerin zu Boden gerissen und erlitt einen 
Schambeinbruch und diverse Prellungen (Rapport der Kantonspolizei Aar-
gau vom 2. Dezember 2021). 

 

Der erwähnte Sachverhalt ist unbestritten (Verwaltungsgerichtsbeschwer-

de, Rz. 4). 

 

 - 5 - 

 

 

 

1.2. 

Als Folge des Vorfalls vom […] 2021 verurteilte die Staatsanwaltschaft U. 

den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 11. April 2022 wegen 

fahrlässiger Körperverletzung gemäss Art. 125 des Schweizerischen 

Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) zu einer 

Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 210.– (bedingt aufgeschoben, 

Probezeit zwei Jahre) und einer Busse von Fr. 1'200.–. Dieser Strafbefehl 

ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

 

2. 

2.1. 

Umstritten ist die Qualifikation der durch den Beschwerdeführer begange-

nen Widerhandlung. Während die Vorinstanz den Vorfall vom […] 2021 als 

schwere Widerhandlung gemäss Art. 16c des Strassenverkehrsgesetzes 

vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) einstuft, bestreitet der 

Beschwerdeführer das Vorliegen einer solchen und macht geltend, dass in 

casu lediglich eine leichte Widerhandlung gemäss Art. 16a SVG vorliege, 

es sich unter allen Umständen aber höchstens um eine mittelschwere 

Widerhandlung gemäss Art. 16b SVG handeln könne (Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde Rz. 11). 

 

Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausge-

gangen ist, dass das Verhalten des Beschwerdeführers als schwere Wider-

handlung gemäss Art. 16c SVG zu qualifizieren ist. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst vor, dass durch die Verur-

teilung nach Art. 125 Abs. 1 StGB zwar Art. 90 Abs. 1 SVG, nicht aber 

(zwingend) auch Art. 90 Abs. 2 SVG konsumiert werde. Indem die Staats-

anwaltschaft U. weder eine zusätzliche Verurteilung nach Art. 90 Abs. 2 

SVG vorgenommen noch klar auf diesen Straftatbestand hingewiesen 

habe, dürfe davon ausgegangen werden, dass es sich im vorliegenden Fall 

lediglich um eine einfache Verkehrsregelverletzung handle (Verwaltungs-

gerichtsbeschwerde, Rz. 10). 

 

2.2.2. 

In der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts ist die Verwaltungsbehörde 

grundsätzlich frei, ausser die rechtliche Qualifikation hänge stark von der 

Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, etwa, weil 

er den Beschuldigten persönlich einvernommen hat (BGE 124 II 103, 

Erw. 1c/bb; 119 Ib 158, Erw. 3c). Der Warnungsentzug ist eine der Strafe 

ähnliche, aber von ihr unabhängige Verwaltungsmassnahme mit präventi-

vem Charakter, die primär die Erziehung des fehlbaren Fahrzeuglenkers 

im Interesse der Verkehrssicherheit und nicht dessen Bestrafung bezweckt, 

auch wenn sie vom Betroffenen mitunter als Strafe empfunden wird. Die 

 - 6 - 

 

 

 

straf- und verwaltungsrechtliche Beurteilung der Schwere eines strassen-

verkehrsrechtlich massgeblichen Fehlverhaltens müssen sich daher nicht 

zwingend decken (Urteile des Bundesgerichts 1C_464/2020 vom 16. März 

2021, Erw. 2.2 und 1C_564/2019 vom 28. Mai 2020, Erw. 3.2). Nach einer 

strafrechtlichen Verurteilung wegen Art. 90 Abs. 1 SVG muss der Fehlbare 

mit einem Warnungsentzug des Führerausweises rechnen; dabei kommt 

auch eine Sanktionierung nach Art. 16c SVG in Betracht, wenn die dafür 

geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 

1C_26/2018 vom 15. Juni 2018, Erw. 6.6). 

 

2.2.3. 

Vorliegend hat die Staatsanwaltschaft U. ausschliesslich aufgrund der 

polizeilichen Akten im Strafbefehlsverfahren entschieden und der 

Beschwerdeführer keine gerichtliche Beurteilung verlangt. Zudem bestrei-

tet der Beschwerdeführer den im Strafbefehl vom 11. April 2022 festgehal-

tenen Sachverhalt nicht. Die Verwaltungsbehörde war in ihrer administra-

tivrechtlichen Beurteilung des vorliegenden Falles grundsätzlich frei. Aus 

dem Schweigen der Staatsanwaltschaft zu Art. 90 SVG im Strafbefehl vom 

11. April 2022 kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten 

ableiten, weshalb auch nicht weiter auf die Frage allfälliger Konkurrenzen 

von Bestimmungen einzugehen ist. 

 

2.3. 

Im Strassenverkehrsgesetz wird zwischen der leichten, mittelschweren und 

schweren Widerhandlung unterschieden (Art. 16a–c SVG). Gemäss 

Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von 

Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, 

wenn ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach der 

Rechtsprechung müssen eine geringe Gefahr und ein leichtes Verschulden 

kumulativ gegeben sein (BGE 135 II 138, Erw. 2.2.3). Die fehlbare Person 

wird verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis 

nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wur-

de (Abs. 3), andernfalls wird der Führerausweis für mindestens einen Mo-

nat entzogen (Abs. 2). Gemäss Art. 16b SVG begeht eine mittelschwere 

Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für 

die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach 

einer mittelschweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindes-

tens einen Monat entzogen (Abs. 2 lit. a). Gemäss Art. 16c SVG begeht 

eine schwere Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsre-

geln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in 

Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer schweren Widerhandlung wird der 

Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Abs. 2 lit. a). Die 

Mindestentzugsdauer darf – von hier nicht relevanten Ausnahmen abgese-

hen – nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG). 

 

 - 7 - 

 

 

 

Die mittelschwere Widerhandlung nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG stellt ei-

nen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden 

Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG (ge-

ringe Gefahr für die Sicherheit anderer und leichtes Verschulden) und nicht 

alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach 

Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG (qualifizierte objektive Gefährdung und qualifizier-

tes Verschulden) gegeben sind. Ist die Gefährdung gering, aber das Ver-

schulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden 

gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (Urteil des Bundesge-

richts 1C_184/2020 vom 9. Juli 2020, Erw. 3.1.4 mit Hinweisen). 

 

Die wesentlichen Kriterien zur Unterscheidung von Widerhandlungen sind 

demnach das Mass der Verkehrsgefährdung und die Schwere des Ver-

schuldens. 

 

2.4. 

2.4.1. 

Gemäss dem in Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG verankerten allgemeinen Gefähr-

dungstatbestand begeht eine schwere Widerhandlung, wer "durch grobe 

Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit 

anderer hervorruft oder in Kauf nimmt". Nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung besteht eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer bereits 

bei einer "erhöht abstrakten Gefährdung", worunter die "naheliegende 

Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung" verstanden wird 

(BGE 123 II 37, Erw. 1b f.). Eine erhöhte abstrakte Gefährdung besteht, 

wenn die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder einer Verletzung 

naheliegt. Ob dies zutrifft, ist anhand der jeweiligen Umstände des Einzel-

falles zu beurteilen ([zur Publikation vorgesehenes] Urteil des Bundesge-

richts 1C_626/2021 vom 3. November 2022, Erw. 3.1 mit Hinweisen). 

 

2.4.2. 

Zur Verkehrsgefährdung erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, dass sich 

eine schwere Gefährdung der Verkehrssicherheit in den schweren Verlet-

zungen der Fussgängerin konkretisiert habe. Der Beschwerdeführer sei mit 

dem Hinterrad des Fahrrades einer von links kommenden Fussgängerin 

auf dem Fussgängerstreifen kollidiert, da er diese aufgrund der tiefstehen-

den, ihn blendenden Sonne und mangelnder Aufmerksamkeit seinerseits 

zu spät gesehen habe. Eine entsprechende Konstellation sei aufgrund von 

Lehre und Praxis als schwerwiegend im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG 

zu erachten (angefochtener Entscheid, Erw. III/3c). 

 

2.4.3. 

Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, er sei mit geringer Geschwindig-

keit aus dem Kreisverkehr gefahren. Ausserdem habe sich die Geschädigte 

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bereits auf der anderen Seite auf dem Gehweg befunden und nur ihr Fahr-

rad, das sie neben sich hergeschoben habe, sei mit dem Hinterrad noch 

auf der Strasse gewesen (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Rz. 12). 

 

2.4.4. 

Gemäss Art. 26 Abs. 1 SVG muss sich jedermann im Verkehr so verhalten, 

dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder 

behindert noch gefährdet. Die fahrzeugführende Person muss das Fahr-

zeug ständig so beherrschen, dass sie ihren Vorsichtspflichten nachkom-

men kann (Art. 31 Abs. 1 SVG), was unter anderem voraussetzt, dass sie 

ihre Aufmerksamkeit dem Verkehr zuwendet (Art. 3 Abs. 1 der Verkehrs-

regelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV; SR 741.11]). Gemäss 

Art. 33 Abs. 2 SVG hat der Fahrzeugführer vor Fussgängerstreifen beson-

ders vorsichtig zu fahren und nötigenfalls anzuhalten, um den Fussgängern 

den Vortritt zu lassen, die sich schon auf dem Streifen befinden oder im 

Begriff sind, ihn zu betreten (vgl. auch Art. 6 Abs. 1 VRV). Die Missachtung 

dieser Regeln bei der Anfahrt zu einem Fussgängerstreifen ruft eine ernst-

liche Gefahr für die Fussgänger hervor, da diese bei einer Kollision mit ei-

nem Auto selbst bei relativ geringer Fahrgeschwindigkeit schwere und 

schwerste Verletzungen davontragen können; die Missachtung des Vor-

trittsrechts von Fussgängern auf der Fahrbahn stellt in aller Regel sowohl 

objektiv als auch subjektiv eine schwere Verletzung von Verkehrsregeln 

dar: Gemäss Rechtsprechung handelt es sich bei den Pflichten gemäss 

Art. 33 Abs. 2 SVG und Art. 6 Abs. 1 VRV um grundlegende Verkehrs-

regeln (Urteile des Bundesgerichts 1C_490/2016 vom 10. März 2017, 

Erw. 3.5 sowie 1C_122/2022 vom 11. Juli 2022, Erw. 3.3.2, je mit Hinwei-

sen; so auch Urteil des Bundesgerichts 6S.265/2005 vom 1. Dezember 

2005, Erw. 2.3, wonach Art. 33 Abs. 2 und 3 zentrale Verkehrsregeln ent-

halten, deren Missachtung regelmässig zu schweren Unfällen führt). Wer 

das Vortrittsrecht einer von links kommenden Fussgängerin auf dem Fuss-

gängerstreifen missachtet, sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Hal-

ten bringt und die Fussgängerin noch touchiert, begeht gemäss bundesge-

richtlicher Rechtsprechung eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln und 

schafft eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer. In rechtlicher Hin-

sicht ist diesfalls ohne Weiteres eine schwere Widerhandlung im Sinne 

von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben (Urteil des Bundesgerichts 

6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006).  

 

Die vorliegend zu beurteilende Gefährdung ist vor dem Hintergrund der er-

wähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung als schwer einzustufen. 

Diese Gefährdung hat sich denn auch in diversen, nicht mehr leichten Ver-

letzungen der betroffenen Fussgängerin verwirklicht. 

 

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2.5. 

2.5.1. 

Der Entzug des Führerausweises im Sinne von Art. 16 ff. SVG setzt neben 

einer konkreten oder jedenfalls erhöhten abstrakten Gefährdung anderer 

Rechtsgüter stets kumulativ ein Verschulden der fahrzeugführenden Per-

son voraus. Schuldhaft handelt, wer einen Tatbestand vorsätzlich oder 

fahrlässig erfüllt. Ist die Tat darauf zurückzuführen, dass die straffällige Per-

son die Folgen ihres Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht 

bedacht oder nicht darauf Rücksicht genommen hat, so begeht sie das De-

likt fahrlässig. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn die betroffene Per-

son die Vorsicht nicht beachtet, zu der sie nach den Umständen und nach 

ihren persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). 

 

Ein leichtes Verschulden liegt vor, wenn der fahrzeugführenden Person, die 

sich im Verkehr grundsätzlich richtig verhält, nur eine leichte Unaufmerk-

samkeit vorgeworfen werden kann oder wenn die Verkehrsregelverletzung 

letztlich auf das Zusammenspiel unglücklicher Umstände zurückzuführen 

ist (RÜTSCHE/WEBER, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz [BSK 

SVG], 2014, N. 8 zu Art. 16a SVG mit Hinweisen). Hingegen ist ein mittel-

schweres Verschulden anzunehmen, wenn eine elementare Verkehrsregel 

verletzt wird und für die Durchschnittslenkerin oder den Durchschnittslen-

ker erkennbar sein musste, dass dadurch Dritte gefährdet werden können. 

Ein mittelschweres Verschulden liegt insbesondere dann vor, wenn der 

fahrzeugführenden Person mehr als nur eine leichte Unaufmerksamkeit 

vorgeworfen werden kann (RÜTSCHE/WEBER, a.a.O., N. 12 zu Art. 16b mit 

Hinweisen). 

 

Schliesslich ist von einem schweren Verschulden auszugehen, wenn der 

Fahrzeugführer ein "rücksichtsloses oder sonst schwerwiegend verkehrs-

regelwidriges Verhalten" manifestiert hat (statt vieler: Urteil des Bundesge-

richts 6B_593/2013 vom 22. Oktober 2013, Erw. 2.2). Ein vorsätzliches 

Handeln ist dabei nicht erforderlich, wie aus dem irreführenden Wortlaut 

des Gesetzes ("in Kauf nimmt") gefolgert werden könnte. Bei fahrlässigem 

Handeln bedarf es indessen mindestens einer groben Fahrlässigkeit, wel-

che zu bejahen ist, "wenn der Täter sich der allgemeinen Gefährlichkeit 

seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist" (RÜTSCHE/WEBER, a.a.O., 

N. 10 zu Art. 16c SVG). Unbewusst fahrlässiges Handeln qualifiziert das 

Bundesgericht dann als grobe Fahrlässigkeit, "wenn das Nichtbedenken 

der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auf Rücksichtslosigkeit beruht 

(…). Rücksichtslos ist unter anderem ein bedenkenloses Verhalten gegen-

über fremden Rechtsgütern. Dieses kann auch in einem blossen (momen-

tanen) Nichtbedenken der Gefährdung fremder Interessen bestehen"  

(BGE 131 IV 133, Erw. 3.2; RÜTSCHE/WEBER, a.a.O., N. 10 zu Art. 16c 

SVG). 

 

 - 10 - 

 

 

 

2.5.2. 

Die Vorinstanz beurteilte das Verschulden des Beschwerdeführers als 

schwer. Sie stellte dabei im Wesentlichen darauf ab, dass er die bei Fuss-

gängerstreifen erhöhte Sorgfaltspflicht, die durch den Umstand der starken 

Sonneneinstrahlung noch erhöht war, habe vermissen lassen, was ihm als 

grobe Fahrlässigkeit im Sinne eines schweren Verschuldens angelastet 

werden müsse. Da die Fussgängerin die Strasse von links nach rechts 

überquert habe, sei das Verschulden grösser als es in entgegengesetzter 

Richtung der Fall gewesen wäre, da mehr Zeit zur Verfügung gestanden 

habe, um die Fussgängerin zu bemerken. Zudem sei seiner Aufmerksam-

keit auch das in der Gegenrichtung für die Fussgängerin haltende Fahrzeug 

entgangen, was zusätzlich für die mangelnde Aufmerksamkeit des Be-

schwerdeführers spreche (angefochtener Entscheid, Erw. III/4b). 

 

2.5.3. 

Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, dass sein Verschulden of-

fenkundig gering sei. Er sei mit geringer Geschwindigkeit aus dem Kreis-

verkehr gefahren. Weil genau in diesem Zeitpunkt die Sonne stark geblen-

det habe, habe er sich aufgrund des Einbiegens auf die neue Strasse noch 

nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnen können, und das Fahrrad, wel-

ches nur noch knapp auf der Strasse gestanden habe, sei ohnehin schwie-

rig zu erkennen gewesen. Der Sachverhalt zeige klar, dass er weder (even-

tual-)vorsätzlich noch grobfahrlässig gehandelt habe und sich der Unfall 

ausschliesslich aufgrund der unglücklichen Verkettung der Umstände er-

eignet habe (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Rz. 12 f.). 

 

2.5.4. 

Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG muss die lenkende Person ihr Fahrzeug je-

derzeit so beherrschen, dass sie ihren Vorsichtspflichten nachkommen 

kann. Die ständige Beherrschung des Fahrzeugs gehört zu den elemen-

tarsten Verkehrsregeln im Strassenverkehr (Urteil des Bundesgerichts 

6B_1404/2019 vom 17. August 2020, Erw. 3.4; ANDREAS ROTH, BSK SVG, 

N. 1 zu Art. 31 SVG). Die fahrzeugführende Person muss ihre Aufmerk-

samkeit insbesondere der Strasse und dem Verkehr zuwenden (Art. 3 

Abs. 1 Satz 1 VRV) und jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils erforder-

liche Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeit-

verlust zweckmässig zu reagieren (BGE 127 II 302, Erw. 3c). Das Mass der 

Aufmerksamkeit, das von der Fahrzeugführerin oder vom Fahrzeugführer 

verlangt wird, richtet sich nach den gesamten Umständen, namentlich der 

Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den 

voraussehbaren Gefahrenquellen (vgl. BGE 137 IV 290, Erw. 3.6 mit Hin-

weis). Wie erwähnt, hat die fahrzeuglenkende Person gemäss Art. 33 

Abs. 2 SVG zudem vor Fussgängerstreifen besonders vorsichtig zu fahren. 

Gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG ist sodann die Geschwindigkeit stets den Um-

ständen anzupassen, namentlich den Besonderheiten von Fahrzeug und 

Ladung, sowie den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen (vgl. auch 

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Art. 4 VRV). Der Fahrzeugführer muss Sicht auf die gesamte Strasse und 

den Gehsteig in der Nähe des Fussgängerstreifens haben und hat – sofern 

dies nicht der Fall ist – die Geschwindigkeit so zu verlangsamen, dass er 

bei überraschend auftauchenden Fussgängern jederzeit anhalten kann 

(Urteil des Bundesgerichts 6S.96/2006 vom 3. April 2006, Erw. 2.2; 

PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ord-

nungsbussengesetz [nachfolgend: Kommentar SVG], 2. Aufl. 2015, N. 5 zu 

Art. 33 SVG mit Hinweisen).  

 

Gemäss Strafbefehl vom 11. April 2022 lenkte der Beschwerdeführer den 

Personenwagen […] auf der Hauptstrasse in Q. (innerorts) und bemerkte 

aufgrund der blendenden Sonne und mangelnder Aufmerksamkeit die sich 

bereits auf dem Fussgängerstreifen Höhe Liegenschaft Hauptstrasse […] 

befindende Fussgängerin zu spät. Wie sich dem Polizeirapport samt 

(nachträglich erstellter) Fotodokumentation vom 2. Dezember 2021 

(nachfolgend: Polizeirapport) entnehmen lässt, waren die 

Strassenverhältnisse und die Witterung vor Ort gut sowie der betreffende 

Streckenabschnitt gerade und damit übersichtlich (Polizeirapport, S. 1; Fo-

toanhang zum Polizeirapport, S. 1). Für einen vom Beschwerdeführer erst 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren behaupteten "Kreisverkehr" (Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde, Rz. 12) findet sich in den Akten keinerlei 

Stütze. So oder anders würde sich ein solcher Umstand ohnehin nicht zu-

gunsten des Beschwerdeführers auswirken, da sich das Fahrverhalten 

stets an den gegebenen Verhältnissen zu orientieren hat.  

 

Nach Angaben des Beschwerdeführers herrschte reger Kolonnenverkehr, 

weshalb maximal eine Fahrgeschwindigkeit von 40 km/h möglich gewesen 

sei (polizeiliche Einvernahme beschuldigte Person vom […] 2021 

[nachfolgend: Einvernahme], S. 2). Entgegen seiner Annahme entsprach 

dies jedoch unter den gegebenen Umständen keineswegs einer "geringen" 

Geschwindigkeit (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Rz. 12): Vorab lag die 

innerorts geltende zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50km/h nicht mar-

kant höher als die vom Beschwerdeführer gefahrene Geschwindigkeit; wei-

ter führte bereits das vom Beschwerdeführer erwähnte hohe Verkehrsauf-

kommen notwendigerweise zu einer Anpassung der Geschwindigkeit nach 

unten; zudem blendete die tiefstehende Sonne den Beschwerdeführer, was 

zusätzlich eine Verringerung der Geschwindigkeit hätte mit sich bringen 

müssen. Das Fahren innerorts bei regem Verkehrsaufkommen verlangt von 

der fahrzeuglenkenden Person die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. 

Spätestens, als er sich dem Fussgängerstreifen näherte, hätte der Be-

schwerdeführer seine Fahrgeschwindigkeit nochmals deutlich reduzieren 

und seine Bremsbereitschaft erhöhen müssen, da er morgens um 9.15 Uhr 

innerorts (überdies in der Nähe einer Bäckerei) offensichtlich mit Fussgän-

gerverkehr hätte rechnen müssen. Bei gebotener Aufmerksamkeit wäre zu-

dem ohne Weiteres vorhersehbar gewesen, dass im dichten Kolonnenver-

 - 12 - 

 

 

 

kehr hinter einem Fahrzeug gegebenenfalls unverhofft eine Person, wel-

cher der Vortritt gewährt wurde, von links auf dem Fussgängerstreifen her-

vortreten könnte. Folglich ist es nicht zu seinen Gunsten zu berücksichti-

gen, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, die Fussgängerin sei hinter ei-

nem entgegenkommenden Fahrzeug auf die Strasse gekommen, was er 

zu spät habe sehen können (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Rz. 4). Viel-

mehr blieb ihm sogar mehr Zeit, um die von links kommende Fussgängerin 

zu erblicken, als wenn diese von der rechten Seite her auf die Strasse ge-

treten wäre. 

 

Das Verschulden des Beschwerdeführers wiegt bei einer Gesamtbetrach-

tung schwer. Dies umso mehr, als er gemäss Aktenlage ein mit der Um-

gebung vertrauter Berufsfahrer und nicht ortsfremd ist; so befährt er unter 

anderem die (über Q. führende) Strecke S.-T. (vgl. Bestätigung des 

Arbeitgebers "B. AG" und "C. AG" mit Sitz in S., vom 6. Oktober 2022, 

wonach der Beschwerdeführer als Senior-Chef [u. a.] die Chauffeure zu 

den vorgeladenen Fahrzeugen nach [u.a.] T. fahre; ferner ist die B. AG im 

Polizeirapport als Halter des vom Beschwerdeführer am […] 2021 

gefahrenen Personenwagens eingetragen; vgl. zudem Urteil des 

Bundesgerichts 1C_327/2012 vom 27. Februar 2013, Erw. 2.3). 

 

2.6. 

Zusammenfassend ist unter Berücksichtigung der konkreten Umstände, 

der einschlägigen Rechtsprechung und in Übereinstimmung mit der Vor-

instanz von einer schweren Gefährdung der Verkehrssicherheit sowie von 

einem schweren Verschulden auszugehen. Damit liegt eine schwere Wi-

derhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften gemäss Art. 16c 

Abs. 1 lit. a SVG vor.  

 

Nach einer schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindes-

tens drei Monate entzogen (Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). Da das Strassen-

verkehrsamt die Mindestentzugsdauer nicht überschritten hat, darf gemäss 

Art. 16 Abs. 3 SVG der – immerhin jahrzehntelang – ungetrübte automobi-

listische Leumund des Beschwerdeführers und dessen berufliche Notwen-

digkeit, ein Motorfahrzeug zu führen, nicht berücksichtigt werden. Folglich 

ist die verfügte Entzugsdauer von drei Monaten gemäss Art. 16c Abs. 2 

lit. a SVG rechtmässig und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 

 

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die verwal-

tungsgerichtlichen Verfahrenskosten zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG). Eine 

Parteientschädigung ist nicht auszurichten (§ 32 Abs. 2 VRPG).  

 

  

 - 13 - 

 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Strassenverkehrsamt wird angewiesen, den Beginn der Entzugsdauer 

nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils neu festzusetzen. 

 

3. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 1'200.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 292.00, gesamthaft Fr. 1'492.00, sind vom Beschwerdeführer zu 

bezahlen. 

 

4. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

das Departement Volkswirtschaft und Inneres 

das Strassenverkehrsamt (Akten nach Rechtskraft) 

das Bundesamt für Strassen (ASTRA) 

 

Mitteilung an: 

den Regierungsrat des Kantons Aargau 

 

Strafakten (nach Rechtskraft) an: 

die Staatsanwaltschaft U. 
 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

 - 14 - 

 

 

 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
   

Aarau, 8. August 2023 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Schircks Klein