# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26f06fc5-55bf-50cc-ab5b-dd6ae671fc54
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-02
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 02.12.2022 2022_OG V 22 11_Planungs- und Baurecht
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2022-OG-V-22-11-Plan_2022-12-02.pdf

## Full Text

Planungs- und Baurecht. Art. 28, Art. 96 PBG. Art. 48 Bauordnung Altdorf. Zone 
für öffentliche Bauten und Anlagen. Ausnahmebewilligung innerhalb der 
Bauzone. Die Einwohnergemeinde verfügt bei der Auslegung des vom 
kantonalen Recht vorgegebenen und der kommunalen Bauordnung 
übernommenen Begriffs des öffentlichen Interesses über Autonomie. Nach 
vertretbarer kommunaler Beurteilung war die streitige Nutzung weder von 
einem öffentlichen Interesse getragen noch konnte sie als private Nutzung von 
untergeordneter Natur gelten, womit die Nutzung nicht zonenkonform war. 
Nachdem aber immerhin zwei mutmasslich zonenkonforme 
Alternativnutzungen ernsthaft geprüft wurden, entsprechende Lösungen aber 
gescheitert sind und überdies auch die Gemeinde selber keinen Bedarf 
angemeldet hat, stand jedoch ernsthaft im Raum, dass eine sinnvolle 
zonenkonforme Nutzung eventuell nicht möglich war. Ob die bestehende 
private Nutzung tatsächlich als praktisch alternativlos angesehen werden 
musste, wäre durch die kommunale Baubehörde näher zu prüfen gewesen. 
Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die 
kommunale Baubehörde zur Neubeurteilung. 
 
Obergericht, 2. Dezember 2022, OG V 22 11 
 
Aus den Erwägungen: 
 
 
2. 

2.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss erwogen, es sei offensichtlich, dass die 
Nutzung der streitbetroffenen Halle als Einstellhalle für Wohnwagen und Wohnmobile weder 
eine öffentliche noch eine den öffentlichen Interessen dienende Baute oder Anlage darstelle. 
Es handle sich um eine private Nutzung. Als solche sei diese in der Zone für öffentliche 
Bauten und Anlagen nur zulässig, wenn sie von untergeordneter Natur sei und die 
zonenkonforme Nutzung nicht beeinträchtige. Um als untergeordnet gelten zu können, 
bedürfe es eines engen sachlichen Zusammenhangs mit der öffentlichen Hauptnutzung. Die 
Hauptnutzung diene vorliegend dem öffentlichen Interesse der veterinärmedizinischen 
Grundversorgung. Die Einstellhalle für Wohnwagen und Wohnmobile stelle keine notwendige 
Ergänzung zur Gross- und Nutztierpraxis dar und es sei nicht ersichtlich, dass diese 
betrieblich indiziert wäre. Es handle sich bei der Einstellhalle als Parkierungsfläche für 
Wohnwagen und Wohnmobile um eine private Nutzung, die überwiegend der Erfüllung 
privater (Gewinn-)Interessen diene. Der sachliche Zusammenhang mit der öffentlichen 
Hauptnutzung fehle, weshalb die beantragte Nutzung nicht als untergeordnete private 
Nutzung zu betrachten und somit nicht zonenkonform sei. 
2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die im Planungs- und Baugesetz enthaltene 
Aufzählung zulässiger öffentlicher Nutzungen sei nicht abschliessend. Wie der Betrieb einer 
Recyclinganlage durch Private sei auch der Betrieb einer Parkierungsanlage für Wohnwagen 
und Wohnmobile, die allen Interessierten offenstehen würde, die ein entsprechendes 
Fahrzeug besässen, im öffentlichen Interesse. Auch die BK Altdorf habe ein «gewisses» 
öffentliches Interesse nicht verneint. Sie habe in der Antwort auf eine Voranfrage am 6. 
Februar 2013 geäussert, dass eine private Nutzung nur möglich sei, wenn das Gelände oder 
Gebäude nicht für eine öffentliche oder dem öffentlichen Interesse dienende Nutzung 
benötigt werde und mitgeteilt, eine Einstellhalle ziehe kein massives Verkehrsaufkommen 
nach sich und lasse auch sonst keine Immissionen befürchten, weshalb diese private 
Nutzung denkbar sei. Vorliegend sei es gerade so, dass die Einstellhalle nicht für eine 
klassische öffentliche Nutzung benötigt werde und Versuche, die Einstellhalle für Sport- oder 
andere öffentliche Zwecke nutzbar zu machen, seien aufgrund des ungünstigen Grundrisses 

der Halle mehrfach gescheitert. Wenn die Einstellhalle nicht für Wohnwagen und 
Wohnmobile genutzt würde, würde sie leer stehen und niemandem etwas nützen. 
 
3. 
3.1 Gemäss Art. 28 PBG und Art. 48 Bauordnung Altdorf (BO, Altdorfer Rechtsbuch 40.11) 
sind in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen öffentliche oder öffentlichen Interessen 
dienende Bauten und Anlagen zulässig (Abs. 1). Als öffentliche oder öffentlichen Interessen 
dienende Bauten und Anlagen gelten insbesondere Bauten der öffentlichen Verwaltung, 
Schulhäuser, Spitäler, Heime, Kirchen, Klöster, Friedhöfe, Versorgungs- und 
Entsorgungsanlagen sowie öffentliche Sport- und Erholungsanlagen (Abs. 2). Private 
Nutzungen sind zulässig, wenn sie von untergeordneter Natur sind und die zonenkonforme 
Nutzung nicht beeinträchtigen (Abs. 3).  
3.2 Inhalt und genaue Tragweite des Begriffes des öffentlichen Interesses lassen sich nicht 
in eine einfache allgemein gültige Formel fassen. Verfassung und gesetzliche 
Zielbestimmungen geben Anhaltspunkte. Ob ein ausreichendes öffentliches Interesse zu 
Grunde liegt, ist oft nur von Fall zu Fall nach Massgabe der jeweils gegebenen Umstände zu 
bestimmen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, 
Rz. 462). Beim Begriff des «öffentlichen Interesses» handelt es sich um einen unbestimmten 
Rechtsbegriff (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 463), welcher vorliegend im 
Zusammenhang mit der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen vom kantonalen Recht 
bloss exemplarisch und nicht abschliessend geregelt wird (vergleiche das verwendete Wort 
«insbesondere» in der gesetzlichen Aufzählung, E. 3.1 hievor). Den Gemeinden ist der 
erstinstanzliche Vollzug der kantonalen baurechtlichen Bestimmungen übertragen und sie 
erlassen für sich im Rahmen des kantonalen Gesetzes eine eigene Bauordnung (vergleiche 
Art. 4 Abs. 1, Art. 17 Abs. 1, Art. 102 Abs. 1 PBG). Ihnen kommt bei der Beurteilung des 
Begriffes des «öffentlichen Interesses» eine durch die Gemeindeautonomie geschützte 
relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu, dergestalt, dass sie den Begriff zwar nicht 
einschränkender, unter Umständen aber weiter verstehen dürfen, als in der 
kantonalrechtlichen Aufzählung zum Ausdruck gebracht (vergleiche zur insoweit 
vergleichbaren Rechtslage: BGE 136 I 395 E. 3.2.3). Die Einwohnergemeinde Altdorf 
respektive die für sie hoheitlich handelnde BK Altdorf verfügt somit bei der Auslegung des 
(von Art. 28 PBG vorgegebenen und von Art. 48 BO übernommenen) Begriffs des 
öffentlichen Interesses und damit bei der Beurteilung der Zonenkonformität der umstrittenen 
Nutzung über Autonomie. 
 
4. 
4.1 Die hier streitbetroffene Halle ist Bestandteil des sich auf der Liegenschaft Nr. 2381 an 
der Giessenstrasse 46 in Altdorf befindlichen dreigeschossigen Gebäudes. Die Halle 
befindet sich im Erdgeschoss. Sie ist rund 5.60 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 
526 m2. Die Grundfläche der Halle entspricht etwa der Hälfte der Fläche des 
Erdgeschosses. Auf der anderen Hälfte der Erdgeschossfläche ist eine Gross- und 
Nutztierpraxis untergebracht. Die Liegenschaft Nr. 2381 liegt gemäss kommunalem 
Nutzungsplan in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Im Gebäude auf der 
Liegenschaft Nr. 2381 sind demnach grundsätzlich nur öffentliche oder öffentlichen 
Interessen dienende Nutzungen zulässig. Private Nutzungen sind nur zulässig, wenn sie von 
untergeordneter Natur sind und die zonenkonforme Nutzung nicht beeinträchtigen 
(vergleiche E. 3.1 f. hievor). 
4.2 Die Vorinstanz ging im angefochtenen Beschluss davon aus, dass die mit Baugesuch 
vom 21. November 2018 beantragte und seit 1. August 2017 bereits gelebte Nutzung der 
Halle als Einstellhalle für Wohnwagen und Wohnmobile nicht öffentlichen Interessen diene 
und schützte damit die entsprechende Auffassung der BK Altdorf in ihrem in Anwendung von 
Art. 28 PBG respektive Art. 48 BO ergangenen Bauentscheid vom 24. Februar 2021. Dass 
die betreffende Nutzung nicht öffentlichen Interessen dient, entspringt somit kommunaler 
Beurteilung in einem Bereich, in welchem die Gemeinde über Autonomie verfügt. Die 
Beschwerdeführerin vermag nichts Stichhaltiges aufzuzeigen, weshalb diese Beurteilung 
nicht vertretbar wäre. Der Vergleich mit der Recyclinganlage geht an der Sache vorbei. Dass 

eine entsprechende Anlage im Auftrag der öffentlichen Hand auch von Privaten geführt 
werden kann (wobei hier nichts darüber ausgesagt wird, ob und unter welchen 
Voraussetzungen dies möglich wäre), ändert nichts daran, dass Entsorgungsanlagen 
gemäss ausdrücklicher gesetzlicher Regelung dem öffentlichen Interesse dienen, während 
dies bei einer Parkierungsanlage für Wohnmobile nicht der Fall ist und nach vertretbarer 
kommunaler Beurteilung auch nicht der Fall sein müsste. Die Beschwerdeführerin führte in 
der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift selber aus, dass die Wohnmobile, wenn sie nicht wie 
bisher in der Einstellhalle parkiert werden könnten, auf den Grundstücken der betreffenden 
Fahrzeugeigentümer parkiert werden müssten. Von einer akuten Mangellage bezüglich 
Wohnmobilparkplätzen kann somit nicht gesprochen werden, wobei offengelassen werden 
kann, ob im gegenteiligen Fall, das heisst bei Bestehen einer Mangellage, von einem 
öffentlichen Interesse ausgegangen werden müsste. Grundsätzlich liegt es in der 
Selbstverantwortung der betreffenden Fahrzeugeigentümer, für ihr Fahrzeug eine geeignete 
Abstellmöglichkeit zu finden oder dann – bei Fehlen entsprechender Möglichkeiten – auf ein 
solches Fahrzeug zu verzichten. Das Halten eines Wohnmobils oder Wohnwagens stützt 
sich nicht auf ein allgemeines Grundbedürfnis, auch wenn sich das Camping-Hobby 
zunehmender Beliebtheit erfreuen mag. Vielmehr handelt es sich – jedenfalls nach insofern 
vertretbarer kommunaler Beurteilung – um private Partikular- und nicht um öffentliche 
Interessen.  
 
5. Nachdem die hier streitbetroffene Nutzung der Halle als Einstellhalle für Wohnwagen 
und Wohnmobile nicht als öffentlichen Interessen dienend bezeichnet werden kann, gilt sie 
als private Nutzung. Als solche könnte sie in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen nur 
zulässig sein, wenn sie von untergeordneter Natur wäre und die zonenkonforme Nutzung 
nicht beeinträchtigen würde (siehe E. 3.1 hievor). Die Beschwerdeführerin äussert sich in 
ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zu den diesbezüglichen Erwägungen der 
Vorinstanz. Sie rügt somit nicht, die Vorinstanz habe die untergeordnete Natur der privaten 
Nutzung zu Unrecht verneint. Das Gericht braucht sich deshalb – mangels offensichtlicher 
Mängel im angefochtenen Beschluss – mit dieser Frage und insbesondere auch mit der 
Frage, ob zwischen der privaten Nutzung und der öffentlichen Interessen dienenden 
Hauptnutzung ein sachlicher Zusammenhang bestehen muss, nicht eingehend zu befassen 
(vergleiche E. 1.4 hievor). Ausserdem geht aus den Akten hervor, dass die hier fragliche 
Halle als Bestandteil des dreigeschossigen Gebäudes rund 5.60 Meter hoch ist und eine 
Grundfläche von 526 m2 aufweist. Die Grundfläche der Halle, welche sich im Erdgeschoss 
befindet, entspricht dabei etwa der Hälfte der gesamten Fläche des Erdgeschosses 
(vergleiche E. 4.1 hievor). Die Halle macht somit einen bedeutenden Teil des auf dem hier 
streitgegenständlichen Grundstück gelegenen Gebäudes aus. Auch unabhängig von einem 
sachlichen Zusammenhang zur Hauptnutzung erscheint es nicht offensichtlich unrichtig, die 
vollständige private Nutzung der Halle als Parkierungsanlage für Wohnmobile und 
Wohnwagen unter diesen Umständen als nicht mehr untergeordneter Natur zu beurteilen. 
 
6. Nachdem feststeht, dass die von der Beschwerdeführerin beantragte Nutzung weder 
von einem öffentlichen Interesse getragen ist noch als private Nutzung von untergeordneter 
Natur gelten kann, muss die Nutzung in Übereinstimmung mit der Vorinstanz und der BK 
Altdorf als nicht zonenkonform bezeichnet werden. Der angefochtene Beschluss hält insofern 
einer Überprüfung stand. 
 
7. 
7.1  Die Vorinstanz prüfte weiter, ob die Voraussetzungen zur Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung erfüllt sind und verneinte dies. Gemäss Art. 96 PBG können 
Ausnahmen von einzelnen Bauvorschriften und Plänen des Kantons oder der Gemeinden 
bewilligt werden, wenn wichtige Gründe das rechtfertigen (lit. a); und keine überwiegenden 
öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (lit. b).  
7.2  
7.2.1 Eine Ausnahmebewilligung bezweckt, im Einzelfall Härten und offensichtliche 
Unzweckmässigkeiten, das heisst offensichtlich ungewollte Wirkungen zu beseitigen, die mit 

dem Erlass der Regel nicht beabsichtigt waren. Sie darf dagegen nicht eingesetzt werden, 
um generelle Gründe zu berücksichtigen, die sich praktisch immer anführen liessen, weil auf 
diesem Wege das Gesetz selber abgeändert würde (BGE 117 Ia 146 E. 4; vergleiche auch 
BGer 1C_396/2018 vom 12.04.2019 E. 5.1, 1C_425/2016 vom 09.05.2017 E. 3.5). Die 
Durchbrechung der bau- und planungsrechtlichen Ordnung darf daher mit Rücksicht auf 
deren Wirksamkeit und Rechtssicherheit nur in besonders begründeten Einzelfällen 
zugelassen werden. Die Bewilligungspraxis muss zurückhaltend sein, damit die Ausnahme 
Ausnahme bleibt und nicht zur Regel wird. Nicht Gegenstand der Ausnahmebewilligung kann 
daher die systematische Korrektur einer allgemein unbefriedigenden Vorschrift sein; eine 
solche muss im ordentlichen Gesetzgebungs- beziehungsweis Nutzungsplanverfahren 
geändert werden (Ludwig/Stalder, Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. Bern 2013, S. 501 
Rz. 89). 
7.2.2 Als Ausnahmegrund kommen Verhältnisse in Betracht, die sich auf Zweck, Umfang 
oder Gestaltung des konkreten Bauvorhabens beziehen und in den geltenden Vorschriften 
keine genügende Berücksichtigung finden. Die Gewährung einer Ausnahme ist beim 
Vorliegen objektiver Besonderheiten erlaubt (zum Beispiel Lage und Form der Parzelle, 
Beschaffenheit des Baugrundes, Art des Bauvorhabens, technische Besonderheiten der 
Nutzung etc.) (Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Bern 
2020. N. 4b und 5 zu Art. 26-27). Ein eine Ausnahmebewilligung rechtfertigender Härtefall 
kann etwa vorliegen, wenn eine sinnvolle zonenkonforme Überbauung (oder Nutzung) eines 
Grundstückes ohne Ausnahmebewilligung nicht mehr möglich ist (vergleiche BGer 
1C_396/2018 a.a.O. E. 5.2; vergleiche auch BVR 1999 S. 211 E. 4b). In jedem Fall müssen 
aber spezielle, vom Normalfall abweichende Umstände vorliegen. Der blosse Wunsch nach 
optimaler, gewinnbringender Nutzung eines Grundstücks oder einfach besserer Lösung stellt 
keinen Ausnahmegrund dar (Zaugg/Ludwig, a.a.O., N. 5 zu Art. 26-27). 
7.3 In der Beschwerde wird vorgebracht, die Beschwerdeführerin habe die Halle nicht etwa 
selbst gebaut, um eine spätere Nutzung zu erzwingen, sondern die Halle sei schon 
bestehend gewesen, ziemlich verrusst nach dem Brand des GreenPower Uri-Kraftwerks. 
Auch habe es mehrfach Interessenten gegeben, die eine Nutzung der Halle für Sportzwecke 
in Betracht gezogen hätten. Es sei aber immer an der gegebenen Bauweise mit den vielen 
Säulen gescheitert. Darum sei es wirklich so: Die Halle werde nicht für eine klassische 
öffentliche Nutzung benötigt. Wenn sie nicht als Einstellhalle für Wohnwagen und 
Wohnmobile genutzt würde, würde sie leer stehen und niemandem etwas nützen. 
7.4 Die Beschwerdeführerin macht mit ihren Darlegungen letztlich geltend, dass eine 
sinnvolle zonenkonforme Nutzung der streitbetroffenen Halle nicht (mehr) möglich sei. Damit 
macht die Beschwerdeführerin „wichtige Gründe“ im Sinne von Art. 96 lit. a PBG geltend. 
Ihre diesbezüglichen Argumente sind – entgegen der Vorinstanz – nicht zum Vornherein 
offensichtlich unbegründet und ohne nähere Prüfung abzuweisen. Immerhin hat auch die BK 
Altdorf (ohne dies freilich explizit so zu bezeichnen) mit ihren bisherigen befristeten 
Bewilligungen die fragliche Nutzung im Sinne einer Ausnahme bewilligt und damit der Sache 
nach Ausnahmebewilligungen erteilt. In ihrem Bewilligungsentscheid vom 20. Mai 2019 
führte die BK Altdorf denn auch aus, die Einstellhalle werde nicht zonenkonform genutzt. Die 
BK sei aber bereit, die bestehende Nutzung der Einstellhalle als Zwischennutzung zu 
bewilligen, bis eine geeignete öffentliche Nutzung gefunden werde. Damit gab die BK Altdorf 
zum Ausdruck, dass sie die nicht zonenkonforme Nutzung ausnahmsweise zulasse.  
7.5 Dass die BK Altdorf die bestehende Nutzung bisher ausnahmsweise bewilligt hat, 
bedeutet freilich noch nicht, dass für die bestehende Nutzung eine zeitlich unbefristete 
Ausnahmebewilligung zu erteilen wäre. Zu beachten ist aber Folgendes. 
7.5.1 Wie sich den Akten entnehmen lässt, befand sich auf dem Grundstück der heutigen 
Tierarztpraxis ehemals das Gebäude des Biomassenkraftwerks der Green Power AG. Am 3. 
November 2012 brannte dieses Gebäude nieder. Die Beschwerdeführerin gibt 
unwidersprochen zu bedenken, dass die heutige Halle im Gebäude an der Giessenstrasse 
46 auf der schon vorbestehenden Halle des ehemaligen Gebäudes des GreenPower Uri-
Kraftwerks basiert. Die Überreste der Halle, welche nach Angaben der Beschwerdeführerin 
„ziemlich verrusst“, aber offenbar in ihrem Grundriss noch einigermassen intakt waren, 
wurden somit – wiederum nach Angaben der Beschwerdeführerin – in das heutige Gebäude 

integriert. Treffen die Angaben der Beschwerdeführerin zu, so wäre ihre Auffassung, sie 
habe die Halle nicht selbst gebaut, um eine spätere Nutzung zu erzwingen, nachvollziehbar 
und bei der weiteren Beurteilung, ob ein wichtiger Grund für eine Ausnahme vorliegt, zu 
berücksichtigen. Die Situation wäre jedenfalls nicht vergleichbar mit der Situation, in welcher 
die Beschwerdeführerin das heutige Gebäude von Grund auf neu gebaut hätte. Es war im 
ausdrücklichen Interesse der Gemeinde, dass das Areal des ehemaligen 
Biomassenkraftwerks wiederum einer sinnvollen Nutzung im Interesse der Öffentlichkeit 
zugeführt wird. Der Aufbau und Betrieb einer Gross- und Nutztierpraxis wurde als sinnvolle 
Nutzung erachtet (vergleiche Beschluss des Gemeinderats Altdorf vom 02.11.2015). 
Ebenfalls sinnvoll und letztlich den Interessen, auf der betreffenden Parzelle wieder eine 
sinnvolle Nutzung zu ermöglichen, dienend kann auch der Umstand gewertet werden, dass 
das heutige Gebäude auf den Restmauern des vormaligen Gebäudes errichtet wurde. Es 
wäre kaum nachhaltig und wenig sinnvoll gewesen, von der Beschwerdeführerin zu 
verlangen, die Überreste des abgebrannten Gebäudes komplett zu beseitigen anstatt darauf 
aufbauend das neue Gebäude zu konzipieren und die Überreste darin zu integrieren. Wenn 
dies schlussendlich zu einer Halle führte, von der heute festgestellt werden muss, dass sie 
nur schwer einer öffentlichen Nutzung zuführbar ist, so ist dies nicht ausschliesslich durch 
die Beschwerdeführerin selbstverschuldet, wie man das bei einem kompletten Neubau 
allenfalls eher annehmen könnte. Der heutige Grundriss der Halle ist somit ein nicht 
ausschliesslich selbstverschuldeter und heute gegebener Sachzwang, welcher eine sinnvolle 
öffentliche Nutzung offenbar erschwert. 
7.5.2 In Anschlag zu bringen ist schliesslich, dass die Beschwerdeführerin in der 
Vergangenheit mindestens zwei Alternativnutzungen ernsthaft geprüft hat, von welchen 
anzunehmen ist, dass sie als Sportnutzung dem Zonenzweck entsprochen hätten. Aus den 
Akten ergibt sich, dass diese Bemühungen letztlich aber an wirtschaftlichen Überlegungen 
seitens der involvierten Sportorganisationen und dem ungünstigen Grundriss der Halle 
gescheitert sind. Wesentlich für die Frage, ob eine sinnvolle zonenkonforme Nutzung (noch) 
möglich ist, ist insbesondere die ausreichende Prüfung von Alternativvarianten. Eine 
Ausnahmebewilligung rechtfertigt sich namentlich nicht, wenn zumutbare Alternativen zur 
Verfügung stehen (vergleiche Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 
5. Aufl., Bern 2020. N. 5 zu Art. 26-27). Ob die Sache vorliegend an diesen Punkt gelangt ist 
und die heute gelebte private Nutzung tatsächlich als praktisch alternativlos angesehen 
werden muss, kann an dieser Stelle offengelassen werden. Es ist nicht am Gericht, 
gleichsam erstinstanzlich darüber zu befinden. Nachdem aber immerhin zwei mutmasslich 
zonenkonforme Alternativnutzungen ernsthaft geprüft wurden, entsprechende Lösungen 
aber gescheitert sind und überdies auch die Gemeinde selber keinen Bedarf angemeldet hat, 
steht doch ernsthaft im Raum, dass eine sinnvolle zonenkonforme Nutzung eventuell nicht 
möglich ist. Sollte dies der Fall sein und tatsächlich zutreffen, was die Beschwerdeführerin zu 
bedenken gibt („Wenn die Halle nicht als Einstellhalle für Wohnwagen und Wohnmobile 
genutzt würde, würde sie leer stehen“), dann sähe das Gericht nicht, inwiefern das Vorliegen 
eines „wichtigen Grundes“ abzusprechen wäre, denn es konnte beim Erlass der hier 
vorliegenden Zonenordnung kaum eine gewollte Wirkung gewesen sein, eine grundsätzlich 
nutzbare und bestehende Halle leerstehend und ungenutzt zu lassen (vergleiche E. 7.2.1 
hievor). Vielmehr dürfte eine leerstehende und ungenutzte Halle den Zonenzweck noch 
weniger erfüllen als eine privat genutzte Halle, zumal die Zone für öffentliche Bauten und 
Anlagen eine Bauzone darstellt und in einer solchen ungenügend genutzte Flächen 
möglichst vermieden werden sollten (vergleiche Art. 3 Abs. 3 lit. abis RPG). 
7.6 Nach dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass in der vorliegenden Sache die 
Erteilung einer Ausnahmebewilligung ernsthaft in Betracht fällt. Dabei ist es nicht am Gericht, 
gleichsam erstinstanzlich zu prüfen, ob die Umstände für einen „wichtigen Grund“ im Sinne 
der gesetzlichen Ausnahmebestimmung vorliegend schon gegeben sind; namentlich, ob eine 
sinnvolle zonenkonforme Nutzung noch möglich erscheint oder ob dies nicht der Fall ist, 
wobei Letzteres unter anderem daran anknüpfen muss, ob genügend zonenkonforme, aber 
letztlich nicht umsetzbare Alternativnutzungen geprüft worden sind. Die Sache ist deshalb 
zur Prüfung einer Ausnahmebewilligung an die BK Altdorf zurückzuweisen. Hierbei könnte 
die BK Altdorf auch eine bedingte Bewilligung in Betracht ziehen, das heisst, die Bewilligung 

zwar unbefristet erteilen, aber an die Bedingung knüpfen, dass nicht eine geeignete im 
öffentlichen Interesse stehende Nutzung bestehe und die Bewilligung dann widerrufen 
werde, wenn sich eine sinnvolle im öffentlichen Interessen stehende Nutzung ergeben sollte 
(Art. 106 Abs. 1 PBG; vergleiche BGer 1C_8/2019 vom 20.05.2019 E. 3.4).