# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33ea1c43-c87e-594b-b65e-d583a78406a7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.11.2011 E-4949/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4949-2011_2011-11-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­4949/2011

U r t e i l   v om   2 2 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Richter Markus König,
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting­Schalch;  
Gerichtsschreiberin Karin Maeder­Steiner.

Parteien A._______,
Uganda,  
vertreten durch lic. iur. Susanne Gnekow, Rechtsanwältin, 
Caritas Schweiz, (…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 31. August 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
am  5.  Mai  2011  verliess  und  nach  Kenia  gelangte,  von  dort  mit  dem 
Flugzeug am 24. Juni 2011 in die Schweiz einreiste und gleichentags im 
Empfangs­ und Verfahrenszentrum Kreuzlingen um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  summarischen  Befragung  und  der  direkten 
Bundesanhörung im Wesentlichen geltend machte, er sei ein B._______ 
aus  dem  Stamm  der  C._______  und  stamme  aus  D._______  im 
gleichnamigen Distrikt, wo er seit seiner Geburt gelebt habe,

dass  er  in  seiner  Heimat  (…)  Jahre  die  Primar­  und  (…)  Jahre  die 
Sekundarschule  und  ab  (…)  während  (…)  Jahre  die  A­Level­Stufe 
besucht habe,

dass  er  ab  (…)  die  eigentlich  drei  Jahre  dauernden  (…)  Studies  in 
D._______ besucht habe, diese aber (…) habe abbrechen müssen,

dass er keinen Beruf erlernt und von Dezember 2007 bis zur Abreise aus 
D._______ in einem (…)geschäft gearbeitet habe,

dass er aufgrund seiner homosexuellen Orientierung behelligt worden sei, 
man ihm gedroht habe, ihn umzubringen, und er sich deshalb zur Flucht 
entschieden habe,

dass er am Montag, den (…) 2011 nach der Heimkehr aus einem Hotel 
beziehungsweise einem Etablissement festgestellt habe, dass bei ihm zu 
Hause  eingebrochen worden  sei,  alle  seine  Sachen  ins  Freie  geschafft 
und seine Bücher in Brand gesetzt worden seien,

dass der Hausbesitzer, die Polizei und der Vorsitzende des  (…) vor Ort 
gewesen seien, ihm der Letztgenannte ein Schreiben ausgehändigt habe, 
in dem ihm vorgeworfen worden sei, unmoralische sexuelle Handlungen 
begangen  zu  haben  und  Angehöriger  einer  Gruppe  zu  sein,  die 
unmoralische sexuelle Vorstellungen verbreiten würde,

dass  ihm zudem von einer Familie vorgeworfen worden sei, er  trage die 
Verantwortung dafür, dass ihr Sohn homosexuell geworden sei,

dass ihm von den anwesenden Personen Bibelverse vorgelesen worden 
seien und ihn ein Mann mit einer Gartenhacke angegriffen habe, worauf 

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er sich beim Versuch, sich vor dem Angriff zu schützen, an der Hand so 
sehr verletzt worden sei, dass er das Bewusstsein verloren habe,

dass  er  im E._______ Hospital  wieder  zu  sich  gekommen  sei  und  dort 
während  (…)  Tagen  unter  Polizeibewachung  geblieben,  am  (…)  2011 
entlassen und  in eine Zelle der  (…) Police Station gebracht worden sei, 
wo er einen Tag habe verbringen müssen,

dass er am (…) 2011 vor dem (…) Gericht habe erscheinen müssen, sein 
Partner, ein Mann und eine Frau erschienen seien, und er, nachdem sein 
Partner  eine  Kaution  von  (…)  Mio.  Uganda­Schilling  bezahlt  habe, 
freigekommen sei, 

dass er am (…) 2011 wieder vor dem Gericht hätte erscheinen müssen, 
ihn  sein  Partner  mit  dem  Auto  über  F._______  zu  einem  ihm 
unbekannten  Ort  in  Kenia  gebracht  habe,  von  wo  aus  er  später  in  die 
Schweiz geflogen sei,

dass  der  Beschwerdeführer  als  Beweismittel  seine  Wählerkarte  im 
Original und drei Schreiben zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  31.  August  2011  –  eröffnet  am  2. 
September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. September 2011 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  unter  anderem  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und 
die materielle Behandlung seines Asylgesuchs beantragte,

dass er in prozessrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung und unentgeltlichen Verbeiständung  im Sinn von Art. 65 
Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersuchte,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Zwischenverfügung  vom  14.  September  2011  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses verzichtete,  für den Entscheid über die Gesuche um 
unentgeltliche  Prozessführung  und  unentgeltliche  Verbeiständung  auf 
einen späteren Zeitpunkt verwies und den Beschwerdeführer aufforderte, 

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innert  Frist  den  in  der  Beschwerde  in  Aussicht  gestellten  Arztbericht 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2011 innert erstreckter Frist, 
einen Arztbericht vom 18. Oktober 2011 zu den Akten reichte,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass  es  auf  dem Gebiet  des  Asyls  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des BFM entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG,  i. V. m. 
Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32­35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8  insb.  E.  5.6.5  S.  90  f.),  und  dementsprechend  in  einem 
diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren  insoweit  auch  die 
Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  bildet  (vgl.  BVGE  2007/8  E. 
2.1 S. 73),

dass  über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  in  einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich,  wie  nachfolgend  aufgezeigt  wird,  hier  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  vorliegend  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht 
eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht  innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise­ oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
aufgrund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich  aufgrund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG), 

dass  die  Vorinstanz  diesbezüglich  in  der  angefochtenen  Verfügung 
vorbringt,  bei  der  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  ugandischen 
Wählerkarte handle es sich nicht um ein Reise­ oder  Identitätspapier  im 
Sinn von Art. 1 Bstn. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311),

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  zur  Nichtabgabe  von 
Identitäts­  oder  Reisepapieren  den  stereotypen  Vorbringen  vieler 

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Asylsuchender  ähnlich  seien,  die  nicht  gewillt  seien,  den  Asylbehörden 
ihre Identität mittels Dokumenten offenzulegen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer  verunmöglichten,  Reise­  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass  dem  in  der  Beschwerde  entgegengehalten  wird,  erst  seit  diesem 
Jahr  würden  in  Uganda  Identitätskarten  ausgestellt  und  Pässe  seien 
extrem  teuer,  sodass  die  Wählerkarten  in  im  ugandischen  Alltag  wie 
Identitätskarten,  namentlich  zum  Nachweis  der  Identität  gegenüber 
Behörden, verwendet würden,

dass  –  sollte  davon  ausgegangen werden  die  abgegebene Wählerkarte 
erfülle  die  Anforderungen  an  ein  Identitätspapier  nicht  –  unter 
Berücksichtigung der Umstände im Heimatland zumindest entschuldbare 
Gründe für das Fehlen eines Identitätspapieres bejaht werden müssten,

dass die Fragen, ob der eingereichte Wählerausweis ein Identitätspapier 
im Sinn von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ist und ob entschuldbare Gründe 
für  die  Nichtabgabe  von  Reise­  oder  Identitätspapieren  vorliegen,  offen 
bleiben  können,  nachdem  sich  ein  Nichteintretensentscheid  –  wie  die 
nachfolgenden  Erwägungen  zeigen  werden  –  vorliegend  ohnehin  nicht 
rechtfertigen lässt,

dass der Gesetzgeber mit der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs.  3  AsylG  wie  erwähnt  ein  Summarverfahren  geschaffen  hat,  in 
welchem  –  trotz  der  Bezeichnung  als  "Nichteintretensentscheid"  –  über 
das  Bestehen  oder  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft 
abschliessend materiell befunden wird (vgl. BVGE 2007/8 E. 5),

dass  auf  das  Asylgesuch  nach  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts 
nicht einzutreten ist, wenn bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
festgestellt  werden  kann,  dass  die  asylsuchende  Person  die 
Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  erfüllt  und  sich  die 
Offensichtlichkeit  der  fehlenden  Flüchtlingseigenschaft  dabei  aus  der 
Unglaubhaftigkeit der Vorbringen, genauso aber auch aus der fehlenden 
asylrechtlichen  Relevanz  ergeben  kann  (vgl.  BVGE  2007/8  E. 5.6.4­
5.6.5),

dass  auf  das  Asylgesuch  hingegen  zwecks  weiterer  im  ordentlichen 
Verfahren  vorzunehmender  Abklärungen  –  sowohl  bezüglich 

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Sachverhalts­  als  auch  Rechtsfragen  –  einzutreten  ist,  wenn  aufgrund 
einer  summarischen  Prüfung  nicht  abschliessend  festgestellt  werden 
kann,  ob  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  nicht  Flüchtling  ist 
(BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass  sich  vorliegend  angesichts  der  von  vielen  Realitätskennzeichen 
geprägten  protokollierten  Aussagen,  der  eingereichten  Beweismittel, 
sowie  des  auf  Beschwerdeebene  nachgereichten  Arztberichts  die 
Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  klarerweise  nicht  als 
offensichtlich unglaubhaft qualifizieren lassen,

dass  auch  die  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  der  Vorbringen  angesichts 
der  im  Raum  stehenden  Rechtsfragen  nicht  offensichtlich  verneint 
werden könnte,

dass  sich  demnach  vorliegend  aufgrund  einer  summarischen  Prüfung 
nicht  abschliessend  feststellen  lässt,  ob  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt oder nicht, und das BFM zu Unrecht gestützt 
auf  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  auch  keiner  der  übrigen  gesetzlichen  Nichteintretenstatbestände 
erfüllt zu sein scheint,

dass  somit  die  Beschwerde  gutzuheissen  und  die  angefochtene 
Verfügung  aufzuheben  ist  und  die  Akten  zur  Weiterführung  des 
Asylverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen sind,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten zu erheben sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei 
von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe Kosten  zusprechen 
kann (Art. 64 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  eine  Kostennote  zu 
den  Akten  gereicht  hat,  die  darin  aufgeführten  Kosten  als 
verhältnismässig  erscheinen,  sich  der  notwendige  Vertretungsaufwand 
für  die  Zeit  nach  Einreichung  des  Rechtsmittels  aufgrund  der  Akten 
zuverlässig  abschätzen  lässt  und  somit  die  vom  BFM  zu  leistende 
Parteientschädigung  in  Anwendung  von Art. 14  Abs.  2  des Reglements 

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vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2) von Amtes wegen auf 
insgesamt  Fr.  1'550.–  (inklusive  Mehrwertsteuer­  und  Auslagen) 
festgelegt wird,

dass sich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im  Sinn  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  bei  dieser  Sachlage  als 
gegenstandslos erweist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  soweit  die  Aufhebung  der 
angefochtenen Verfügung beantragt wird.

2.  
Die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  31.  August  2011  wird  aufgehoben. 
Die  Akten  werden  zur  Weiterführung  des  Asylverfahrens  an  die 
Vorinstanz zurückgewiesen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. 
Das  BFM  hat  dem  Beschwerdeführer  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 1'550.–  zu 
leisten.

5. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 
Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Karin Maeder­Steiner

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