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**Case Identifier:** 8823cec8-3f5b-5589-90d8-7fbae881566d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.05.2022 200 2021 758
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-758_2022-05-13.pdf

## Full Text

200 21 758 IV
LOU/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Mai 2022

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

GastroSocial Pensionskasse
Buchserstrasse 1, Postfach, 5001 Aarau
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 27. September 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene und zuletzt (bis zur Kündigung per Ende Juni 2020) bei 
C.________ GmbH (nachfolgend C.________) in unterschiedlichen Pen-
sen erwerbstätig gewesene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin), Mutter zweier in den Jahren 1998 und 2003 gebore-
ner Kinder, meldete sich im Februar 2019 unter Hinweis auf ein Burnout bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
[act. II], 3; 50 S. 2). Nach diversen Abklärungen gewährte die IVB Frühin-
terventionsmassnahmen (act. II 25) und schritt – nachdem sie einen An-
spruch auf Eingliederungsmassnahmen verneint hatte – zur Rentenprüfung 
(act. II 27). In deren Rahmen holte die IVB weitere Unterlagen des Kran-
kentaggeldversicherers (act. II 29.1 ff.) ein und zog Berichte behandelnder 
Ärzte sowie einen ärztlichen Bericht von Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD; act. II 
43) bei. Zudem beauftragte sie ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung 
der häuslichen und erwerblichen Verhältnisse; der entsprechende Bericht 
konnte jedoch aufgrund einer zwischenzeitlich geltend gemachten Ver-
schlechterung des psychischen Gesundheitszustandes mit attestierter 
100%-iger Arbeitsunfähigkeit nicht fertiggestellt werden (act. II 49; 50 S. 
12). In der Folge veranlasste die IVB bei Dr. med. E.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, eine Begutachtung und stellte dem 
Gutachter nach Vorliegen der Expertise vom 28. Oktober 2020 (act. II 66.1) 
Zusatzfragen (Stellungnahmen vom 24. November 2020 [act. II 68 S. 2 ff.], 
7. Dezember 2020 (act. II 70) und vom 16. Dezember 2020 [act. II 71 S. 2 
f.]). Ferner liess sie durch ihren Abklärungsdienst einen weiteren Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellen (act. II 76 S. 2 ff.). Mit Vorbe-
scheid vom 18. Februar 2021 (act. II 77) stellte die IVB der Versicherten die 
Ausrichtung einer per 31. Oktober 2020 befristeten und auf der gemischten 
Methode basierenden (Erwerb: 60%; Haushalt: 40%) abgestuften Invali-
denrente in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben (act. 
II 82; 88), woraufhin die IVB bei Dr. med. E.________ sowie von ihrem Ab-
klärungsdienst je eine Stellungnahme einholte (act. II 91; 93). Mit Verfü-

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gung vom 27. September 2021 (act. II 95) entschied die IVB wie im Vorbe-
scheid in Aussicht gestellt. 

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 29. Oktober 2021 Beschwerde erheben. Er stellt den fol-
genden Antrag:

Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. September 2021 sei auf-
zuheben und die Sache sei zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Schreiben vom 15. November 2021 liess die Beschwerdeführerin einen 
Bericht des Spitals F.________ vom 4. November 2021 (Akten der Be-
schwerdeführerin [act. I] 5) zu den Akten reichen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2021 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.  

Am 27. April 2022 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. April 2022 lud der Instruktionsrich-
ter die GastroSocial Pensionskasse zum Verfahren bei. Mit Schreiben vom 
2. Mai 2022 verzichtete diese auf die Einreichung einer Stellungnahme und 
verwies auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der angefochte-
nen Verfügung vom 27. September 2021. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. September 2021 
(act. II 95). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den mass-
geblichen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher 
Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 

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grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213) und die angefochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der IVG-
Änderung vom 19. Juni 2020 datiert, ist vorliegend der Rentenanspruch 
nach den bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (nachfolgend aArt.) zu 
prüfen.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig ge-
wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bis zum (in zeitlicher Hinsicht massgebenden) Erlass der Verfü-
gung vom 27. September 2021 präsentierte sich die medizinische Aktenla-
ge im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Im Bericht vom 20. November 2019 (act. II 41) diagnostizierte Dipl. 
med. G.________ (im eidgenössischen Medizinalberufsregister ohne Wei-
terbildungstitel verzeichnet), Spital F.________, eine mittelgradige depres-
sive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine verminderte Stresstoleranz (S. 3). 
Im Verlauf der Behandlung habe die Arbeitsfähigkeit auf 70% des ausgeüb-
ten 60%-Pensums gesteigert werden können. Wenn man jedoch davon 
ausgehe, dass die Reduktion des Arbeitspensums auf 60% wegen bereits 
bestehender Erkrankung bedingt gewesen sei, sei von einer höheren ge-
samten Arbeitsunfähigkeit auszugehen (S. 4).

3.1.2 Vom 20. Januar bis 28. Februar 2020 war die Beschwerdeführerin 
in der Klinik H.________ in stationärem Aufenthalt. Im Austrittsbericht vom 
11. März 2020 (act. II 49 S. 1-6) wurde eine mittelgradige depressive Epi-
sode diagnostiziert (S. 1). Die Beschwerdeführerin sei am 28. Februar 2020 
in psychisch deutlich gebessertem und stabilem physischem Zustand aus-
getreten, klar von Eigen- und Fremdgefährdung sowie von Suizidalität di-
stanziert (S. 5).

3.1.3 Dipl. med. G.________ diagnostizierte im Bericht vom 30. März 
2020 (act. II 51) eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1) so-
wie eine Traumafolgestörung bei verminderter Stresstoleranz. Der Ge-
sundheitszustand habe sich "gering" verbessert (S. 1). Die 
Arbeitsunfähigkeit betrage 100% (S. 3).

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3.1.4 Dr. med. E.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 28. Oktober 2020 (act. II 66.1) eine depressive Episode (ICD-10 F32), 
aktuell weitgehend teilremittiert, sowie eine Traumafolgestörung ohne ICD-
10-Kodierung, aus versicherungspsychiatrischer Sicht diskussionsbedürftig 
(S. 13). 

Es werde verständlich, dass die Beschwerdeführerin unter diversen Belas-
tungsfaktoren Ende 2019 ein depressives Syndrom erlitten habe, dass die 
stationäre Behandlung in der Klinik H.________ angezeigt gewesen sei. 
Unter adäquater Medikation sei es allerdings dort zu einer Besserung ge-
kommen. Gemäss ihren Angaben habe sie sich dann über Monate danach 
deutlich besser gefühlt; erst in den vergangenen Wochen nach einem 
zweiwöchigen Aufenthalt in der …, wo sie habe nach dem Vater und einer 
Schwester schauen müssen, habe sie nun in den letzten Wochen wieder 
vermehrte Albträume erlitten und "Bilder" am Tag (S. 14). Es sei somit zu 
einer Teilremission der depressiven Episode gekommen, die sich unter 
Fortführung einer optimierten Behandlung aus Psychopharmakotherapie 
und Psychoedukation auch noch weiter stabilisieren und zur Vollremission 
führen liesse. 

Ausserdem falle auf, dass die Beschwerdeführerin offensichtlich durch die 
behandelnde Ärztin in ihrem Verständnis des psychischen Befindens und 
des Ablaufs krankheitswertiger Symptome in einer Art und Weise unter-
stützt und begleitet werde, die aus versicherungspsychiatrischer Sicht als 
diskussionsbedürftig erscheine. Zwar habe die Beschwerdeführerin glaub-
haft in ihrem Leben Traumatisierungen erlitten, habe bereits eine schwieri-
ge und verantwortungsvolle Kindheit gehabt, habe viel gearbeitet, habe es 
dann geschafft, gegen den Willen des Vaters sich aus einer traumatisie-
rend erlebten Ehe zu lösen, habe eine Arbeitstätigkeit über Jahre erfolg-
reich geführt, ihre Familie weiter aufgebaut mit dem Eingehen einer zweiten 
Ehe und einer weiteren familiären Entwicklung mit zwei Söhnen. Aus die-
sen Leistungen lasse sich indessen gerade nicht eine Traumafolgestörung 
ICD-10-kodiert ableiten. Es sei sehr fraglich, ob es sich bei diesem Ge-
schehen überhaupt um eine psychiatrische Erkrankung handle, selbst 
wenn die Psychotraumatologie hier die Meinung vertrete, Burnout, Work-
Life-Dysbalance und affektive Episode seien im Sinne von Stressfolgen als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 8

Traumafolgestörung zu bezeichnen. Er – Dr. med. E.________ – sei hier 
jedoch der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin durch ihre Leistungen in 
ihrem Leben eben gerade eine grosse Resilienz gezeigt habe; dass sie 
über so viele Jahre "funktioniert" habe, sei auch Ausdruck von Leistungs-
fähigkeit und Willen gewesen (S. 15).

In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin bei C.________ wäre die Be-
schwerdeführerin wieder arbeitsfähig, insbesondere in ihrem zuletzt ver-
traglich erbrachten Pensum von 60%. Allerdings sollte sie nach 
durchgemachter depressiver Episode keine Nachtarbeit erbringen, allen-
falls Wechselschichtarbeit zwischen 07:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr 
abends wäre vorstellbar. In einer angepassten Tätigkeit wäre eine normale 
Arbeitsfähigkeit zumutbar, sofern eine supportive und rekonditionierende 
Therapie erfolge (S. 17). Bei C.________ wäre auf eine angepasste Tätig-
keit im Sinne von Zwei-Schicht-Arbeit entweder morgens oder nachmittags 
und abends möglichst mit planbaren Schichten und nicht täglichem Wech-
sel zu verweisen. Der Beschwerdeführerin wäre auch eine andersartige 
Tätigkeit in einem produzierenden Betrieb zumutbar (S. 18).

Mit E-Mail vom 7. Dezember 2020 (act. II 70) präzisierte Dr. med. 
E.________ auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin, bezogen auf ein 
100%-Pensum habe die Arbeitsunfähigkeit vom 15. Oktober 2018 bis 28. 
Februar 2020 100%, vom 1. März bis 31. Mai 2020 80%, vom 1. Juni bis 
31. Juli 2020 60% und vom 1. August bis 30. September 2020 40% betra-
gen. 

3.1.5 Im zu Handen der damaligen Rechtsvertreterin verfassten und mit 
"Ihre Prüfung zum Vorbescheid der IV-Stelle Kanton Bern" betiteltem Be-
richt der I.________ AG vom 25. März 2021 (act. II 88 S. 12-17) wurden als 
(psychiatrische) Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 
posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1) im Sinne einer 
komplexen PTBS nach ICD-11 sowie eine mittelgradige depressive Episo-
de (ICD-10 F32.1), DD rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), festgehalten (S. 13). Die Beschwer-
deführerin befinde sich seit dem 8. Februar 2021 (freiwillig und geplant) in 
stationärer Behandlung (S. 12). Bei der Beschwerdeführerin sei von einem 
bindungsinstabilen Umfeld mit emotionaler und körperlicher Vernachlässi-

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gung sowie psychischer und physischer Gewalt in der Kindheit und dem 
Jugendalter, früher Parentifizierung sowie weiteren Traumatisierungen im 
Lebensverlauf (u.a. Suizid des Bruders, Zwangsheirat) auszugehen. Auf-
grund dessen habe sich im Verlauf eine tiefgreifende strukturelle Störung 
mit deutlichen funktionellen Einschränkungen entwickelt (S. 14). Es beste-
he seit dem Eintritt in die Klinik bzw. zum aktuellen Zeitpunkt eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Unter "Prognose zur Arbeits-
fähigkeit" wurde festgehalten, zu empfehlen sei eine Tätigkeit, die vor Über-
forderung und Überlastung schütze, ohne Führungsfunktion, ohne hohen 
Zeit- und Leistungsdruck und ohne Schichtarbeit (S. 17).

3.1.6 In der Stellungnahme vom 10. Mai 2021 (act. II 91 S. 2 ff.) hielt Dr. 
med. E.________ an seinen bisherigen Einschätzungen fest. 

3.1.7 Im zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin ver-
fassten und mit "Stellungnahme IV-Verfügung" betiteltem, von der leitenden 
Psychologin und dem leitenden Arzt des Spitals F.________ unterzeichne-
tem Bericht vom 4. November 2021 (act. I 4) wurde festgehalten, es sei von 
einer komplexen PTBS "(ICD-10: F43.1)" auszugehen. Im Rahmen dieser 
komme es immer wieder zu depressiven Episoden, gegenwärtig mittelgra-
dig. Die Symptomatik, einerseits die depressive, andererseits die trauma-
bedingte, führten in den letzten Jahren wiederholt zu ausgeprägten 
Funktions- und Leistungseinschränkungen, die eine Arbeitsunfähigkeit 
nach sich gezogen hätten bzw. nach sich zögen (S. 1). Seit Ende Septem-
ber 2020 sei es zu einer gewissen Stabilisierung des Gesundheitszustands 
auf tiefem Niveau gekommen. Seit dem Austritt aus der I.________ AG sei 
es zu einer Stagnation und im Verlauf gar wieder einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustands gekommen. Dies möglicherweise aufgrund er-
neut auftretender Trigger im sozialen Umfeld (Gewalt und Bedrohung durch 
den Bruder), die zu einer Retraumatisierung geführt hätten (S. 2).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 10

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. E.________ vom 28. 
Oktober 2020 (act. II 66.1) erfüllt – einschliesslich seiner Stellungnahmen 
(act. II 68 S. 2 ff.; 70; 71 S. 2 f.; 91 S. 2 ff.) – die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2.2 vorne) und erbringt Beweis. 
Es ist in Bezug auf die Diagnosestellung, die therapeutischen Überlegun-
gen und die gemäss seiner Einschätzung im Verlauf grundsätzlich wieder 
hergestellte Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und überzeugend begründet. 
Danach liegt bei der Beschwerdeführerin eine weitgehend teilremittierte 
depressive Episode sowie eine (aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
diskussionsbedürftige) Traumafolgestörung vor, welche die Arbeitsfähigkeit 
in (im Verlauf) graduell abnehmender Weise beeinfluss(t)en. 

3.4 Die Beschwerdeführerin kritisiert insbesondere unter Hinweis auf 
den Bericht der I.________ AG vom 25. März 2021 (act. II 88 S. 12-17) die 
Einschätzungen von Dr. med. E.________ insoweit, als der Experte das 
Vorliegen einer ICD-10-kodierten Traumafolgestörung, namentlich einer 
(komplexen) PTBS, verneint (act. II 66.1 S. 15). 

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3.4.1 Abgesehen davon, dass Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung 
nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 
ATSG die medizinische Befundlage bildet (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221) 
und mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens noch nicht gesagt ist, 
dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 
110), erweist sich die diagnostische Klassifizierung im Gutachten von Dr. 
med. E.________ als schlüssig und nachvollziehbar. Namentlich hat der 
Gutachter entgegen der Darstellung in der Beschwerde ausführlich und mit 
hinreichender Begründungsdichte dargelegt, weshalb aus seiner Sicht eine 
das funktionelle Leistungsvermögen in wesentlichem Umfang einschrän-
kende Traumafolgestörung nicht vorliegt. Insbesondere verweist Dr. med. 
E.________ darauf, dass die Beschwerdeführerin durch ihre Leistungen im 
Verlaufe ihres Lebens (Loslösung aus einer als traumatisierend erlebten 
Ehe gegen den Willen des Vaters; erfolgreich ausgeübte Arbeitstätigkeit 
über Jahre; Aufbau einer Familie mit Eingehen einer zweiten Ehe und einer 
weiteren familiären Entwicklung mit zwei Söhnen) eine grosse Resilienz 
gezeigt bzw. über viele Jahre "funktioniert" habe, was Ausdruck ihrer Leis-
tungsfähigkeit und ihres Willens sei. Dementsprechend gelangte der Gut-
achter zum Schluss, dass sich aufgrund dieser Leistungen eine ICD-10-
kodierte Traumafolgestörung – und damit auch eine (komplexe) PTBS – 
nicht herleiten lasse (act. II 66.1 S. 15).

3.4.2 Mit diesen überzeugenden Ausführungen trägt der Gutachter dem 
rechtsprechungsgemässen Umstand Rechnung, dass die Herleitung und 
Begründung der Diagnose einer PTBS besonderer Achtsamkeit bedarf (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 13. Oktober 2021, 
8C_415/2021, E. 4.1). Namentlich dort, wo das Belastungskriterium (im 
Sinne des oder der traumaauslösenden Ereignisse[s]) allein durch die sub-
jektiven Angaben und Schilderungen der betroffenen Person belegt wird, 
lässt sich ein entsprechender Nachweis in aller Regel nicht ohne Weiteres 
erbringen. Nebst der ihrerseits für die Bejahung einer PTBS bedeutsamen 
Schwere des Belastungskriteriums erfordert die Latenzzeit zwischen initia-
ler Belastung und Auftreten der Störung eine eingehende Prüfung. Diese 
beträgt nach ICD-10 wenige Wochen, bis (sechs) Monate. Besondere Be-
gründung braucht es dabei in jenen Fällen, in denen ganz ausnahmsweise 
aus bestimmten Gründen ein späterer Beginn berücksichtigt werden soll 

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(BGE 142 V 342 E. 5.2.2 S. 347). Es sind keine Gründe ersichtlich, diese 
strengen beweismässigen Voraussetzungen an die (rechtsgenügliche) 
Ausgewiesenheit einer PTBS nicht auch in Bezug auf die komplexe PTBS, 
welche erst im seit 1. Januar 2022 gültigen Kodiersystem ICD-11 klassifi-
ziert ist und bei der (u.a.) auch die diagnostischen Voraussetzungen der 
PTBS erfüllt sein müssen (vgl. <www.icd.who.int> -> ICD-11 Homepage 
->Coding Tool, PTSD [Code 6B41]; <www.dimdi.de> -> Kodiersysteme – 
Klassifikationen ICD-ICD 11 -> ICD-11 in Deutsch – Entwurfsfassung), an-
zuwenden. 

Entsprechend vermag der Bericht der I.________ AG vom 25. März 2021 
(act. II 88 S. 12-17), in welchem eine PTBS "im Sinne einer komplexen 
[PTBS] nach ICD-11" – die offiziell noch gar nicht in Kraft gesetzt worden 
war und damit noch nicht hätte verwendet werden dürfen – diagnostiziert 
wurde (S. 13), an den anderslautenden diagnostischen Einschätzungen 
des Administrativexperten keine Zweifel zu wecken. Insbesondere fehlt im 
Bericht vom 25. März 2021 jegliche Diskussion der Frage, weshalb trotz 
langer Latenzzeit (von hier mindestens 20 Jahren [vgl. act. II 66.1 S. 10 f.]) 
zwischen initialer Belastung in der Jugendzeit und Auftreten der Störung 
eine (komplexe) PTBS zu diagnostizieren ist. Vielmehr schliessen die Be-
handler der I.________ AG direkt von den subjektiven Ereignis- und Be-
schwerdeangaben der Beschwerdeführerin sowie von durchgeführten 
psychologischen Tests auf das Vorliegen einer (komplexen) PTBS sowie 
einer sich daraus ergebenden funktionellen Beeinträchtigung, was – insbe-
sondere mit Blick auf die dargelegte lange Latenzzeit – beweisrechtlich 
nicht genügt (vgl. auch Entscheid des BGer vom 26. Juni 2013, 
9C_228/2013, E. 4.1.4). Das Gesagte trifft sodann auch auf den Bericht 
des Spitals F.________ vom 4. November 2021 zu (act. I 4), zumal dieser 
Bericht im Wesentlichen auf die von den Behandlern der I.________ AG 
gemachten (diagnostischen) Einschätzungen Bezug nimmt. Im Übrigen 
wird im Bericht des Spitals F.________ festgehalten, dass man es ablehne, 
"gutachterliche Einschätzungen von anderen Fachpersonen zu beurteilen, 
es sei denn, es [lägen] offensichtliche Fehleinschätzungen vor". Die Unter-
zeichner des Berichts äusserten sich ausdrücklich nicht zum Gutachten von 
Dr. med. E.________, woraus zu folgern ist, dass sie dessen Einschätzun-
gen nicht für unzutreffend halten. Indem die Behandler des Spitals 

http://www.icd.who.int

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 13

F.________ ihre Einschätzung jener des Gutachters gegenüberstellen, 
ohne gleichzeitig unter Bezugnahme auf dessen Ausführungen konkrete 
medizinische Aspekte namhaft zu machen, die dem Experten entgangen 
wären, vermögen sie keine Zweifel am Beweiswert dessen Expertise zu 
wecken.

3.4.3 Auf mangelnden Beweiswert des Gutachtens und der Stellung-
nahmen von Dr. med. E.________ kann auch insoweit nicht geschlossen 
werden, als der Administrativexperte einer stationären (psychotrauma-
tologischen) Behandlung kritisch gegenübersteht und darauf hinweist, dass 
dadurch eine längerfristige Besserung und eine Steigerung der Lebensqua-
lität nicht als gesichert und belegt erscheine (vgl. act. II 66.1 S. 16). Zum 
einen lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der the-
rapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits rechtspre-
chungsgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn 
die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen (Entscheid des BGer vom 25. 
August 2021, 8C_277/2021, E. 3). Zum andern kann nicht unerwähnt blei-
ben, dass gemäss dem Bericht des Spitals F.________ vom 4. November 
2021 (act. I 4) nach dem Austritt aus der Klinik I.________ AG die Sym-
ptomatik im Rahmen der von den Behandlern postulierten komplexen 
PTBS persistiert habe und es im Verlauf zu einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes gekommen sei, womit die Vorbehalte von Dr. med. 
E.________ hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin beschrittenen 
Behandlungsweges zumindest nicht widerlegt sind bzw. seine Einschät-
zung, wonach eine rasche Eingliederung ins Erwerbsleben vorzuziehen sei 
(act. II 66.1 S. 15 f.), nicht gegen den Beweiswert seiner Beurteilung 
spricht. Ungeachtet dessen ist festzuhalten, dass eine allfällige, inzwischen 
eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Blick auf Art. 
88a Abs. 2 IVV ausserhalb des hier zu beurteilenden Zeitraums liegt (vgl. 
E. 3.1 vorne). 

3.4.4 Schliesslich ist auch die Kritik an der gutachterlichen Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit unbegründet: Im Bericht der I.________ AG vom 25. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 14

März 2021 (act. II 88 S. 12-17) hielten die Behandler fest, unter der Weiter-
führung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei im Ver-
lauf von einer weiteren, aufgrund der tiefgreifenden strukturellen Sympto-
matik am ehesten graduellen Verbesserung der Symptomatik und damit mit 
einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Eine abschliessende 
Prognose könne aktuell nicht gestellt werden. Hierfür bedürfe es weiter-
führender arbeitsmedizinischer Abklärungen, nicht zuletzt aufgrund der seit 
längerem bestehenden fehlenden Teilhabe am Arbeitsleben. Ferner sei 
eine Tätigkeit, die vor Überforderung und Überlastung schütze, ohne 
Führungsfunktion, ohne hohen Zeit- und Leistungsdruck und ohne Schicht-
arbeit zu empfehlen (S. 17). Diese Einschätzung divergiert nicht wesentlich 
von jener des Administrativexperten, welcher eine graduelle Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit postuliert (act. II 70) und eine Tätigkeit ohne Wechsel-
schichtarbeit empfahl (vgl. act. II 66.1 S. 15; 68 S. 3). Wenn Dr. med. 
E.________ in seiner Stellungnahme vom 10. Mai 2021 (act. II 91 S. 2 ff.) 
deshalb festhielt, es werde im Bericht der I.________ AG vom 25. März 
2021 "durchaus übereinstimmend von einer grundsätzlichen Arbeitsfähig-
keit ausgegangen" (act. II 91 S. 4), ist dies nachvollziehbar. Ebenso stellt 
die von den Behandlern der I.________ AG offenbar als mitursächlich für 
die Arbeitsunfähigkeit erachtete fehlende Teilhabe am Arbeitsleben einen 
invaliditätsfremden Grund dar, der bei der Beurteilung der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht 
auszuklammern ist. Schliesslich kann auch aus dem Kurzbericht "AMM 
Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit" vom 1. Oktober 2021 (act. I 3) keine 
höhere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte abgeleitet wer-
den, basiert dieser Bericht doch hauptsächlich auf der subjektiven Ein-
schätzung der Beschwerdeführerin, allein 20% arbeitsfähig zu sein (vgl. 
auch Protokoll [in den Gerichtsakten], Eintrag vom 28. Dezember 2020). 

3.5

3.5.1 Demnach ist sowohl hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheits-
zustandes als auch bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für den 
gesamten hier massgebenden Beurteilungszeitraum (vgl. E. 3.1 vorne) auf 
das Gutachten von Dr. med. E.________ vom 28. Oktober 2020 einsch-
liesslich seiner Stellungnahmen abzustellen (vgl. E. 3.3 vorne). Präzisie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 15

rend ist indessen Folgendes festzuhalten: Dr. med. E.________ hielt im 
Gutachten vom 28. Oktober 2020 fest, dass ihm nicht bekannt sei, welche 
Arbeiten bzw. Aufgaben die vor dem Gesundheitsschaden ausgeübte 
Tätigkeit als … des … (vgl. act. II 19 S. 4; 76 S. 4) genau beinhaltete (vgl. 
act. II 68 S. 2 f.). Insbesondere ging er davon aus, dass die Beschwerde-
führerin vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit keine leitende Funktion mehr in-
nehatte (vgl. act. II 68 S. 3, Ziff. 2), was mit dem Tätigkeitsprofil einer … 
jedoch nicht gänzlich übereinstimmt (vgl. <www.jobs.....ch> ->Berufe). Dass 
der Gutachter tatsächlich eine Tätigkeit ohne Führungsfunktion als zumut-
bar erachtete, kann seiner letzten Stellungnahme vom 10. Mai 2021 ent-
nommen werden, in welcher Dr. med. E.________ festhält, die Aussage 
der Ärzte der I.________ AG, wonach eine Tätigkeit namentlich ohne 
Führungsfunktion zu empfehlen sei (vgl. act. II 88 S. 17), widerspreche den 
Ausführungen im Gutachten nicht (act. II 91 S. 4 oben). Soweit die Be-
schwerdegegnerin deshalb für die Bestimmung des Invalideneinkommens 
in Bezug auf den gesamten, als rentenrelevant erachteten Zeitraum vom 
1. Oktober 2019 bis 31. Oktober 2020 (act. II 95 S. 1) am zuletzt beim bis-
herigen Arbeitgeber C.________ nach Massgabe eines 60%-Pensums 
erzielten Lohn angeknüpft hat, kann ihr aufgrund der insoweit unvollständi-
gen medizinisch-theoretischen Tatsachengrundlage nicht gefolgt werden.

3.5.2 Indessen ist aufgrund des Gutachtens von Dr. med. E.________ 
erstellt, dass der Beschwerdeführerin eine untergeordnete Tätigkeit z.B. "in 
einem produzierenden Betrieb" zumutbar ist, sofern keine Nacht- bzw. 
Wechselschichtarbeit geleistet werden muss (act. II 66.1 S. 17 f.). Eine 
solche Tätigkeit entspricht einer Verweistätigkeit nach Massgabe von Kom-
petenzniveau 1 der Tabelle TA1 der vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE). 

Was im Weiteren den Verlauf der Arbeitsfähigkeit anbelangt, so folgt aus 
der E-Mail vom 7. Dezember 2020 (act. II 70), dass bis Ende Februar 2020 
von einer 100%igen, bis Ende Mai 2020 von einer 80%igen, bis Ende Juli 
2020 von einer 60%igen und bis Ende September 2020 von einer 40%igen 
Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. Weiter folgt aus der Stellungnahme vom 
16. Dezember 2020, dass der Gutachter von einer Steigerung der Arbeits-
fähigkeit von 20% pro zwei Monate ausging (act. II 71 S. 3), wobei er den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 16

Verlauf deshalb nur bis zu einer Arbeitsfähigkeit von 60% skizzierte, weil 
die Beschwerdeführerin ein 60%-Pensum ausübte und der Gutachter sie in 
der angestammten Tätigkeit als wiederum arbeitsfähig erachtete (vgl. E. 
3.5.1 vorne). Demnach ist ab Oktober 2020 in einer den Leiden angepass-
ten Verweistätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 80% auszu-
gehen, was denn auch aus rechtlicher Sicht (BGE 141 V 281) überzeugt, 
war der psychische Untersuchungsbefund anlässlich der Begutachtung 
doch unauffällig (act. II 66.1 S. 13) und liegen in Anbetracht des weitge-
hend uneingeschränkten aussererwerblichen Aktivitätenniveaus (S. 13; act. 
I 3 S. 2) sowie intakter sozialer Kontakte (act. II 66.1 S. 12) keine gewichti-
gen Gründe vor, welche trotz Vorliegens einer – allein weitgehend teilremit-
tierten – depressiven Episode für eine invalidisierende Erkrankung 
sprechen (BGE 148 V 49). 

3.5.3 Demnach ist der Ermittlung des Invaliditätsgrades bis Ende Febru-
ar 2020 eine 0%ige, von März bis Ende Mai 2020 eine 20%ige, von Juni bis 
Ende Juli 2020 eine 40%ige, von August bis Ende September 2020 eine 
60%ige und ab Oktober 2020 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer den 
Leiden angepassten Verweistätigkeit zugrunde zu legen. 

4.

Der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns ist mit Blick auf die im 
Februar 2019 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 3) sowie der 
seit Mitte Oktober 2018 attestierten Arbeitsunfähigkeit (act. II 1.2 S. 11) im 
Oktober 2019 (Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). 

5.

5.1 In der angefochtenen Verfügung vom 27. September 2021 (act. II 
95) legte die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Invaliditätsgrades 
einen Status von 60% Erwerb und 40% Haushalt zugrunde (S. 5 f.). Die 
Beschwerdeführerin macht geltend, es sei im Gesundheitsfall von einem 
Status 100% Erwerb auszugehen (Beschwerde, S. 7 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 17

5.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Zu berücksichtigen sind die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das 
Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli-
chen Neigungen und Begabungen. Dabei sind die konkrete Situation und 
die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen 
Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b 
S. 195; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1).

5.3 Anlässlich der Erhebung zu den häuslichen Verhältnissen am 
25. März 2020 (act. II 76 S. 2 ff.) gab die Beschwerdeführerin auf die 
Frage, ob sie ohne gesundheitliche Einschränkung eine Erwerbstätigkeit 
ausüben würde, an, sie habe 2003-2015 zu einem Pensum von 60% gear-
beitet, dann zwei Jahre 100% in selber Funktion. Dann habe sie gemerkt, 
dass es zu viel geworden sei. Danach habe sie erneut auf ein Pensum von 
60% reduziert (ca. 2017), immer noch als …. Es sei ihr zu viel geworden, 
da sie sich neben dieser Führungsposition auch noch um ihre "Ursprungs-
familie" (Eltern), ihre eigene Familie und den Haushalt gekümmert habe. 
Sie habe die Leitungsfunktion als … der … abgeben wollen und dann 60% 
gearbeitet, dies als Stellvertretung, jedoch immer noch in einer verantwor-
tungsvollen Position. Wenn sie gesund geblieben wäre, hätte sie weiterhin 
60% in leitender Funktion gearbeitet. Die restliche Zeit hätte sie für die Be-
treuung der Kinder, ebenso für den Haushalt nutzen wollen. Man habe ein 
Haus mit Garten. Das benötige Zeit (S. 5). 

Aufgrund dieser Angaben der Beschwerdeführerin sowie mit Blick auf de-
ren persönlichen Verhältnisse und bisherige Erwerbsbiographie ist mit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 18

Beschwerdegegnerin von einem Status von 60% Erwerb und 40% Haushalt 
auszugehen. Dabei kommt der bereits bei Eintritt der Krankheit im Oktober 
2018 (act. II 1.2 S. 11) im Umfang eines 60%-Pensums ausgeübten Tätig-
keit starker Indizwert zu (vgl. Entscheid des BGer vom 15. März 2022, 
8C_669/2021, E. 5.3.2), zumal für die in den Akten ärztlicherseits teilweise 
geäusserte Auffassung, die Pensumreduktion sei aufgrund der Erkrankung 
erfolgt (vgl. act. II 41 S. 4), keine Anhaltspunkte bestehen. Im Gegenteil 
wurde auch in der Krankheitsmeldung der Kollektiv-Krankenversicherung 
ein Beschäftigungsgrad von 60% vermerkt (vgl. act. II 1.2 S. 10). Nichts 
Anderes folgt aus den Angaben des Arbeitgebers (act. II 19 S. 2). Ein im 
hypothetischen Gesundheitsfall höheres Erwerbspensum lässt sich entge-
gen der Beschwerdeführerin (Beschwerde, S. 7) auch nicht aus dem Weg-
fall der Kinderbetreuungspflichten ableiten, hätten diese doch in Anbetracht 
des Alters ihrer 1998 und 2003 geborenen Söhne (act. II 3 S. 3) bereits vor 
bzw. bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Jahre 2018 eine höhergradige 
als eine 60%ige Erwerbstätigkeit erlaubt. Bezeichnenderweise hat die Be-
schwerdeführerin die Statusfestlegung der Beschwerdegegnerin im Vorbe-
scheidverfahren denn auch nicht beanstandet (vgl. act. II 88 S. 1-11). 
Ausserdem gab die Beschwerdeführerin an, ausserhalb ihrer Erwerbstätig-
keit die Zeit für "Haus und Garten" nutzen zu wollen, womit sich auch inso-
weit ein Status von 60% Erwerb als hinreichend plausibel erweist.

5.4 Zusammenfassend ist für den gesamten Beurteilungszeitraum 
(vgl. E. 3.1 vorne) von einem Status von 60% Erwerb und 40% Haushalt 
auszugehen.

6.

6.1 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung) wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig 
sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin 
mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG (Einkommens-
vergleichsmethode) festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe-
reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen 
Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG, in der bis 31. Dezem-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 19

ber 2021 gültig gewesenen Fassung). In diesem Falle sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 
293). 

6.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

6.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

6.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausge-
gebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 
2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

6.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 20

summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV, in der bis 31. Dezember 2021 gültig ge-
wesenen Fassung). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und 
Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale 
Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 3 IVV, in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). 
Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die 
versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand 
des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV, in der 
bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). 

6.4

6.4.1 Für den erwerblichen Bereich steht hinsichtlich des Validenein-
kommens gestützt auf die Angaben im Abklärungsbericht fest, dass die 
Beschwerdeführerin als Gesunde bis zum massgeblichen Zeitpunkt der 
Verfügung vom 27. September 2021 hypothetisch auch weiterhin als … der 
… (bei C.________) tätig gewesen wäre (act. II 76 S. 5). Für die Ermittlung 
des ohne Gesundheitsschaden erzielten Einkommens ist folglich auf den 
beim ehemaligen Arbeitgeber der Beschwerdeführerin zuletzt erzielten 
Verdienst (vgl. act. II 19 S. 5) abzustellen (vgl. E. 6.2.1 vorne). 

6.4.2 Indem die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive im massgeblichen Beurteilungszeitraum keiner Erwerbs-
tätigkeit nachging, ist dem Invalideneinkommen mit Blick auf das 
gutachterlich formulierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.5.2 vorne) eine Hilfs-
arbeitertätigkeit gemäss LSE 2018, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Wert 
TOTAL, Frauen, Kompetenzniveau 1, zugrunde zu legen (vgl. E. 6.2.2 vor-
ne; Entscheid des BGer vom 2. Dezember 2021, 8C_632/2021, E. 6.3.2). 
Eines leidensbedingten Abzugs (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 
E. 4.2.3 S. 481; Entscheid des BGer vom 9. März 2022, 8C_256/2021 [zur 
Publikation vorgesehen], E. 9.2.2) bedarf es nicht, zeigt die Beschwerde-
führerin doch weder auf noch ist es ersichtlich, welche Limitierungen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 21

Leistungsfähigkeit, die auch im Rahmen einer angepassten Tätigkeit eine 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur 
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg erlauben würden, hier vor-
liegen sollten. 

6.5 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt stellte die Be-
schwerdegegnerin für die Ermittlung des Invaliditätsgrads auf den Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 12. Februar 2021 ab (act. II 76 S. 2 
ff.). Dieser Bericht wurde vom spezialisierten Abklärungsdienst der Be-
schwerdegegnerin verfasst und basiert aufgrund der Eindämmung der Ver-
breitung des Coronavirus auf einer telefonischen Erhebung, womit die 
Beschwerdeführerin und ihr Ehemann einverstanden waren (act. II 76 S. 2). 
Der Bericht erfolgte in Kenntnis der medizinischen Situation und namentlich 
des Gutachtens einschliesslich der weiteren Stellungnahmen von Dr. med. 
E.________ (vgl. S. 6). Ferner stützt sich das Ergebnis auf die Angaben 
der Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerblichen Verhältnissen 
und zum Haushalt. Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der 
Haushaltsaufgaben entspricht den Vorgaben von Rz. 3087 KSIH (in Kraft 
gestanden bis 31. Dezember 2021). Die Gewichtung der einzelnen Aufga-
benbereiche hält sich sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten 
und ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden, zumal 
keine offensichtlichen Fehler ersichtlich sind (zu den Voraussetzungen an 
den Beweiswert von Abklärungsberichten, vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2). Auf den 
Abklärungsbericht vom 12. Februar 2021 kann somit abgestellt werden. 

7.

7.1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 
27. September 2021 vier Einkommensvergleiche durchgeführt (act. II 95 S. 
5 f.), was den sich laufend ändernden Arbeitsunfähigkeitsgraden geschul-
det ist (vgl. E. 3.5.3 vorne). Diese stellen jeweils eine Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen im Sinne eines Revisionsgrundes (aArt. 17 
Abs. 1 ATSG, in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) 
dar. Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 22

Rente sind denn auch die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine 
anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass 
dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend 
eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der 
Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Drei-
monatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsände-
rung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 
263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).

7.2 Für die Zeit von Oktober 2019 (vgl. E. 4 vorne) bis Februar 2020 
ergibt sich bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit was folgt: 

7.2.1 Das Valideneinkommen ist aufgrund der Angaben des ehemaligen 
Arbeitgebers zu ermitteln (vgl. E. 6.4.1 vorne). Die Beschwerdegegnerin 
hat für den Einkommensvergleich folglich zu Recht auf das dort im Jahr 
2017 erzielte bzw. im Jahr 2019 weiterhin erzielbare Einkommen von 
Fr. 3'510.-- pro Monat respektive Fr. 45'630.-- jährlich (act. II 19 S. 5) abge-
stellt und dieses auf 100% hochgerechnet (vgl. E. 6.3 vorne), woraus (pro 
2019) ein Valideneinkommen von Fr. 76'050.-- resultiert (Fr. 45'630.-- /0.6). 

Das Invalideneinkommen beträgt bei einer medizinisch-theoretischen Ar-
beitsfähigkeit von 0% (vgl. E. 3.5.3 vorne) Fr. 0.--. 

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich somit ab 
Oktober 2019 bezogen auf den erwerblichen Bereich ein (ungewichteter) 
Invaliditätsgrad von 100% bzw. gewichtet 60% (100% x 0.6). 

7.2.2 In Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt ging der 
Abklärungsdienst im Abklärungsbericht vom 12. Februar 2021 von einer 
Einschränkung von (ungewichtet) 20% aus (act. II 76 S. 14), woraus 
gewichtet ein Invaliditätsgrad von 8% (20% x 0.4) resultiert. 

7.2.3 Damit beträgt der Invaliditätsgrad ab Oktober 2019 68% (60% + 
8%). Entsprechend hat die Beschwerdeführerin in Übereinstimmung mit der 
angefochtenen Verfügung ab Oktober 2019 Anspruch auf eine Dreiviertel-
sinvalidenrente (vgl. E. 2.3 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 23

7.3 Ab März 2020 beträgt die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit 
20% (vgl. E. 3.5.3 vorne). 

7.3.1 Das Valideneinkommen von Fr. 76'050.-- (vgl. E. 7.2.1 vorne) ist 
der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung anzupassen, wobei 
auf den Nominallohnindex gemäss der entsprechenden Erhebung des BFS 
abzustellen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 10. Mai 2013, 8C_67/2013, 
E. 3.3.5; BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen, 2011 – 2020). Massge-
bend wäre grundsätzlich Position I (… und …), welche jedoch für das Jahr 
2020 keinen Wert ausweist. Abzustellen ist folglich auf Position G-S (Sektor 
3, …). Das pro 2020 massgebliche Valideneinkommen beträgt demnach 
Fr. 76'833.30 (Fr. 76'050.-- / 106.8 x 107.9).

Das Invalideneinkommen ist auf der Grundlage von TA1_tirage_skill_level, 
Wert TOTAL, Frauen, Kompetenzniveau 1, zu ermitteln (vgl. E. 3.5.1 und 
6.4.2 vorne). Gestützt darauf sowie unter Berücksichtigung der durch-
schnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, TOTAL) beziffert sich das (auf ein 
Vollpensum hochgerechnete sowie ebenfalls nominalindexbereinigte) Inva-
lideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 20% pro März 2020 auf 
Fr. 11'142.80 (Fr. 4'371.-- x 12 / 40 x 41.7 / 105.9 x 107.9 x 0.2).

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich somit ab 
März 2020 eine Erwerbseinbusse von Fr. 65‘690.50 (Fr. 76'833.30 – 
Fr. 11'142.80) und damit bezogen auf den erwerblichen Bereich ein 
Invaliditätsgrad von 85.5% (Fr. 65‘690.50 / Fr. 76'833.30 x 100) bzw. 
gewichtet von 51.3% (85.5% x 0.6).

7.3.2 In Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt ermittelte der 
Abklärungsdienst im Abklärungsbericht vom 12. Februar 2021 eine 
Einschränkung von (ungewichtet) 14.7% (act. II 76 S. 14), woraus 
gewichtet ein Invaliditätsgrad von 5.88% (14.7% x 0.4) resultiert. 

7.3.3 Damit beträgt der Invaliditätsgrad ab März 2020 gerundet (zur 
Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) und gewichtet 57%. Ab Juni 
2020 (vgl. E. 7.1 vorne) hat die Beschwerdeführerin in Übereinstimmung 
mit der angefochtenen Verfügung vom 27. September 2021 Anspruch auf 
eine halbe Invalidenrente (vgl. E. 2.3 vorne).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 24

7.4 Ab Juni 2020 beträgt die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit 
40% (vgl. E. 3.5.3 vorne). 

7.4.1 Das Valideneinkommen beläuft sich unverändert auf Fr. 76'833.30. 
Das Invalideneinkommen beziffert sich auf Fr. 22'285.55 (Fr. 4'371.-- x 12 / 
40 x 41.7 / 105.9 x 107.9 x 0.4), woraus eine Einkommensdifferenz von 
Fr. 54'547.75 und im erwerblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 71% 
(Fr. 54'547.75 / Fr. 76'833.30 x 100) bzw. gewichtet 42.6% (71% x 0.6) re-
sultiert. 

7.4.2 Der Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich Haushalt beträgt 
gewichtet unverändert 5.88% (act. II 76 S. 14).

7.4.3 Damit resultiert ab Juni 2020 ein Invaliditätsgrad von gerundet und 
gewichtet 48%. Ab September 2020 (vgl. E. 7.1 vorne) hat die Beschwer-
deführerin in Bestätigung der angefochtenen Verfügung folglich Anspruch 
auf eine Viertelsrente (vgl. E. 2.3 vorne).

7.5 Ab August 2020 beträgt die medizinisch-theoretische Arbeitsfähig-
keit 60% (vgl. E. 3.5.3 vorne).

7.5.1 Das Valideneinkommen beziffert sich weiterhin auf Fr. 76'833.30. 
Das Invalideneinkommen beträgt Fr. 33'428.35 (Fr. 4'371.-- x 12 / 40 x 41.7 
/ 105.9 x 107.9 x 0.6). Bei einer Einkommensdifferenz von Fr. 43'404.95 
resultiert im erwerblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 56.49% 
(Fr. 43'404.95 / Fr. 76'833.30 x 100) bzw. gewichtet 33.89% (56.49% x 
0.6). 

7.5.2 Der Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich Haushalt beträgt 
gewichtet weiterhin 5.88% (act. II 76 S. 14).

7.5.3 Bei einem Invaliditätsgrad von gerundet 40% (33.89% + 5.88%) ab 
August 2020 besteht demnach entgegen der angefochtenen Verfügung 
vom 27. September 2021 weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 
2.3 vorne). 

7.6 Schliesslich beträgt ab Oktober 2020 die medizinisch-theoretische 
Arbeitsfähigkeit mindestens 80% (vgl. E. 3.5.3 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 25

7.6.1 Das Valideneinkommen beläuft sich unverändert auf Fr. 76'833.30. 
Das Invalideneinkommen beziffert sich auf Fr. 44'571.10 (Fr. 4'371.-- x 12 / 
40 x 41.7 / 105.9 x 107.9 x 0.8), woraus eine Einkommensdifferenz von 
Fr. 32'262.20 und im erwerblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 42% 
(Fr. 32'262.20 / Fr. 76'833.30 x 100) bzw. gewichtet 25.2% (42% x 0.6) re-
sultiert. 

7.6.2 Wird in Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt – zu Gunsten 
der Beschwerdeführerin – auch weiterhin von einem (gewichteten) Invali-
ditätsgrad von 5.88% ausgegangen, so beträgt der Invaliditätsgrad ab 1. 
Oktober 2020 gesamthaft 31% (25.2% + 5.88%), womit der Anspruch auf 
eine Viertelsrente per 31. Dezember 2021 endet (vgl. E. 2.3 vorne). 

7.7 Demnach besteht ab Oktober 2019 Anspruch auf eine Dreiviertels-
rente, ab Juni 2020 auf eine halbe Rente sowie ab September bis und mit 
Dezember 2020 auf eine Viertelsrente der IV, jeweils samt (akzessorisch 
auszurichtender) Kinderrente (vgl. act. II 95 S. 1). 

8.

Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen und die an-
gefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 27. September 2021 ist da-
hingehend abzuändern, als auch für die Zeit vom 1. November bis 
31. Dezember 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente besteht. Soweit wei-
tergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 

9.

9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 26

Die Beschwerdeführerin obsiegt in geringem Ausmass, nämlich insofern, 
als der Anspruch auf eine Viertelsrente zwei Monate länger dauert. Bei 
diesem Prozessausgang sind die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt 
auf Fr. 800.--, im Umfang von Fr. 600.-- der Beschwerdeführerin und im 
Umfang von Fr. 200.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Anteil 
der Beschwerdeführerin ist dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
zu entnehmen; der verbleibende Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 200.-- 
ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. 

9.2 Aufgrund des teilweisen Obsiegens besteht lediglich ein Anspruch 
auf Ersatz eines Anteils der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. Entscheid 
des BGer vom 16. November 2010, 9C_580/2010, E. 4.1). Diese werden – 
mit Blick auf die Ausführungen unter E. 9.1 hiervor respektive nach Mass-
gabe des teilweisen Obsiegens sowie unter Berücksichtigung der von 
Rechtsanwalt B.________ gesamthaft in Rechnung gestellten Aufwändun-
gen von Fr. 3'269.90 – auf pauschal Fr. 800.-- (inklusive Auslagen und 
Mehrwertsteuer [MWST]) festgesetzt. Die obsiegende Beschwerdegegnerin 
hat als Sozialversicherungsträgerin nach allgemeinem sozialversicherungs-
rechtlichem Prozessgrundsatz keinen Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 27. September 2021 dahingehend ab-
geändert, als auch für die Zeit vom 1. November bis 31. Dezember 
2020 Anspruch auf eine Viertelsrente besteht. Soweit weitergehend, 
wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden im Umfang von Fr. 600.-- 
der Beschwerdeführerin und im Umfang von Fr. 200.-- der Beschwer-
degegnerin zur Bezahlung auferlegt. Der Anteil der Beschwerdeführe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2022, IV/21/758, Seite 27

rin wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- entnommen. 
Die restlichen Fr. 200.-- werden der Beschwerdeführerin nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung von pauschal Fr. 800.-- (inkl. Auslagen und MWST) zu 
bezahlen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt Einga-

be der Beigeladenen vom 2. Mai 2022)
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beigeladenen vom 2. Mai 2022)
- GastroSocial Pensionskasse
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.