# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a347b883-0c4c-54b2-92ab-8ddeadab8e39
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.01.2024 D-438/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-438-2024_2024-01-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-438/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  J a n u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang,   

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kosovo,   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Art. 40 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 AsylG); 

Verfügung des SEM vom 16. Januar 2024 / N (…). 

 

 

 

D-438/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge den Kosovo am 

1. November 2023 verliess und am 15. November 2023 in die Schweiz 

einreiste, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass sie anlässlich der Kurzbefragung vom 12. Dezember 2023 sowie der 

Anhörung zu den Asylgründen vom 5. Januar 2024 zur Begründung des 

Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, sie sei als kosovarische 

Staatsangehörige seit dem Jahr 1994 in der Schweiz aufgewachsen, und 

habe im Jahr 2007 einen in Kosovo lebenden Mann geheiratet und zwei 

Kinder bekommen, 

dass ihr Ehemann ihr im Jahr 2010 beziehungsweise 2014 bei einem Feri-

enaufenthalt in Kosovo ihre Dokumente weggenommen habe, weshalb sie 

habe dortbleiben müssen, 

dass ihre Ehe geschieden worden sei, ihr Ex-Mann ihr die Kinder wegge-

nommen und sie unzählige Male mit dem Tod und auch über Dritte bedroht 

und misshandelt habe, 

dass sie ihn nicht habe anzeigen können, weil er über Beziehungen im 

Kosovo verfüge und die Polizei ihr gesagt habe, sie könne nicht helfen, 

dass ihre finanzielle Lage katastrophal sei, niemand sie im Kosovo unter-

stützt habe, sie bei verschiedenen Verwandten gelebt und ab und zu gear-

beitet habe, aber ein gutes Verhältnis zu ihren Verwandten habe, 

dass ihr Ex-Mann am (…) Oktober 2023 physisch gewalttätig geworden sei 

und ihr die Dokumente zurückgegeben habe, weshalb sie mit finanzieller 

Unterstützung ihrer Verwandten illegal in die Schweiz gereist sei, weil sie 

hier aufgewachsen sei und ihre Papiere zurückwolle, da sie im Kosovo 

nicht auf Kosten anderer leben könne, 

dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 

16. Januar 2024 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegweisung 

aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die geschilder-

ten massiven Bedrohungen seitens des Ehemannes der Beschwerdefüh-

rerin während fast zehn Jahren seien nicht glaubhaft, zumal sie sich in 

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dieser ganzen Zeit nie zur Ausreise entschlossen habe, was nicht nach-

vollziehbar sei und nicht auf einen hohen Leidensdruck schliessen lasse, 

dass ihre Erklärung, wonach sie auf die Rückgabe der Dokumente gewar-

tet habe, nicht plausibel sei, zumal sie zahlreiche weitere Dokumente hätte 

einreichen können, die ihren Aufenthalt in der Schweiz bestätigt hätten, 

und ihre Eltern und Geschwister hier leben würden, 

dass in Anbetracht der Unterstützung durch ihre Verwandten auch ihre 

schlechte finanzielle Situation sie nicht an einer Ausreise gehindert hätte, 

dass ihr Ex-Mann nach der Scheidung und der Übernahme des Sorge-

rechts als einflussreicher Politiker für die Belästigungen schliesslich gar 

kein Motiv gehabt hätte und dieses Verhalten seinem Image vielmehr scha-

den könnte, 

dass ihre Ausführungen zu den Bedrohungen durch Drittpersonen äusserst 

oberflächlich und allgemein ausgefallen seien, sodass nicht davon auszu-

gehen sei, sie habe die geschilderte Bedrohung in diesem Kontext erlebt, 

dass es sich bei Kosovo schliesslich um einen sicheren Drittstaat handle, 

in welchem davon ausgegangen werden könne, dass sich die Beschwer-

deführerin im Falle von Bedrohungen durch Drittpersonen an die Behörden 

wenden könne und diese schutzfähig und schutzwillig seien, 

dass ihr Erklärungsversuch nicht greife, wonach ihr Ex-Mann einflussreich 

gewesen sei und die Polizei die Hilfe verweigert habe, zumal sie sich auch 

an höhere Polizeiämter, ein Gericht oder eine der zahlreichen Frauen-

rechtsorganisationen hätten wenden können, 

dass angesichts der in der Schweiz und Kosovo lebenden Verwandten, 

welche sie stets unterstützt hätten, trotz ihrer angeblich katastrophalen fi-

nanziellen Situation der Vollzug der Wegweisung zumutbar, zulässig und 

möglich sei, zumal sie es geschafft habe, zehn Jahre in Kosovo zu leben, 

dass sie gemäss ihren Angaben gesund sei, es ihr auch psychisch gut 

gehe und allfälligen suizidalen Tendenzen bei der Vorbereitung der Rück-

führung mit geeigneten Massnahmen Rechnung getragen werden könne, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat am 16. Januar 2024 

niederlegte, 

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dass die Beschwerdeführerin mit undatierter Eingabe (Poststempel unle-

serlich; Eingang am 22. Januar 2024) gegen diesen Entscheid beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss (die for-

mularartigen Anträge sind in albanischer Sprache, die Begründung deutsch 

abgefasst) die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung 

der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung, eventualiter die Fest-

stellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Erteilung 

einer vorläufigen Aufnahme beantragte, 

dass sie in formeller Hinsicht ebenfalls sinngemäss um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 22. Ja-

nuar 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

dass der Eingang der Beschwerde am 22. Januar 2024 bestätigt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass zwar einzelne Teile der Beschwerde in einer fremden Sprache abge-

fasst sind, sich dieser Teil aber auf den vorgedruckten Teil einer Formular-

beschwerde beschränkt und die handschriftliche Begründung in deutscher 

Sprache verfasst wurde, weshalb von einer insgesamt gut verständlichen 

und rechtsgenüglichen Beschwerde auszugehen ist, 

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass der Wunsch der Beschwerdeführerin nach einem Verbleib in der 

Schweiz angesichts ihrer Assoziation zur Schweiz nachvollziehbar ist, die 

Flüchtlingseigenschaft aber voraussetzt, dass sie ernsthafte Nachteile 

oder begründete Furcht vor solchen Nachteilen glaubhaft machen kann, 

dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-

kenntnis gelangt ist, die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden weder 

den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsyIG, 

noch den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsyIG genü-

gen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es der 

Beschwerdeführerin nicht gelingt, diesen Argumenten Stichhaltiges entge-

genzusetzen, 

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dass das SEM nämlich zu Recht ausführte, es sei angesichts der geltend 

gemachten massiven Bedrohungen nicht nachvollziehbar, dass sich die 

Beschwerdeführerin in dieser ganzen Zeit nie zur Ausreise entschlossen 

habe, weshalb die geschilderten langjährigen Bedrohungen nicht glaubhaft 

seien, 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe lediglich noch einmal auf die 

Taten ihres Ex-Manns und ihre Assoziation zur Schweiz sowie allgemein 

auf die in Kosovo herrschende Korruption und schlechte Behandlung der 

Frauen verwies, 

dass diese Vorbringen im Wesentlichen bereits in der Anhörung vorge-

bracht und im Asylentscheid abgehandelt wurden beziehungsweise sich 

nicht auf die konkrete Situation der Beschwerdeführerin beziehen, 

dass das SEM die Beschwerdeführerin bezüglich der Bedrohungen durch 

den Ehemann und weitere Drittpersonen zudem zu Recht unter Verweis 

auf den Status Kosovos als sicheren Drittstaat und die Schutzfähigkeit und 

Schutzwilligkeit der kosovarischen Behörden auf den dortigen Rechtsweg 

verwiesen hat, 

dass die in der Beschwerde wie auch schon an der Anhörung erwähnte 

offenbar einmalige Konsultation eines Anwaltes, welcher ihr nicht geholfen 

habe, daran nichts grundsätzlich zu ändern vermag, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

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dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

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Seite 8 

dass diesbezüglich auf die ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen zu 

verweisen ist, denen in der Beschwerde nichts Wesentliches entgegenge-

halten wird,  

dass der Einwand der Beschwerdeführerin, ihre Familienangehörigen hät-

ten sie nicht unterstützt, angesichts ihres offenbar guten Verhältnisses zu 

diesen und der Tatsache, dass diese sie in Kosovo bei sich aufgenommen 

und ihre Ausreise finanziert haben, als Schutzbehauptung zu werten ist, 

dass auch der Bezug der Beschwerdeführerin zur Schweiz, wo sie aufge-

wachsen ist, aber die letzten zehn Jahre nicht mehr gewohnt hat, keine 

andere Schlussfolgerung zulässt, 

dass der Vollzug der Wegweisung deshalb vorliegend zumutbar ist,  

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ange-

sichts der oben dargelegten Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen 

ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner 

 

 

Versand: