# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ef1c55f-fb8e-5527-bce5-c2ec8a35457c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 31.08.2017 110 2016 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2016-43_2017-08-31.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2017/271 vom 23.10.2018).

RA Nr. 110/2016/43 Bern, 31. August 2017

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________

und

Herrn C.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Grindelwald, Bauverwaltung, 
Spillstattstrasse 2, Postfach 104, 3818 Grindelwald

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Grindelwald vom 
4. Februar 2016 (Parzelle Nr. D.________; Sanierung Wohnteil in Scheune)

RA Nr. 110/2016/43 2

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer einer Scheune mit Wohnanteil bzw. eines 

Weidhauses auf der Parzelle Grindelwald Grundbuchblatt Nr. D.________. Die Parzelle 

liegt in der Landwirtschaftszone. Das Weidhaus wurde vom Vater des Beschwerdeführers 

(von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter) saniert. Dafür erteilte die Gemeinde mit 

Entscheid vom 31. März 2011 die Baubewilligung und das Amt für Gemeinden und 

Raumplanung (AGR) mit Verfügung vom 10. März 2011 die Ausnahmebewilligung für das 

Bauen ausserhalb der Bauzone.1 Während der Umbauphase bewilligten die Gemeinde mit 

Entscheid vom 11. September 2014 und das AGR mit Verfügung vom 15. August 2014 

eine Erweiterung der Bruttogeschossfläche des Weidhauses um 27 m2.2

2. Am 3. August 2015 meldete der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte der 

Gemeinde, er habe in Abweichung zur Baubewilligung vom 31. März 2011 in der 

Südfassade anstelle von drei bewilligten Fenstern ein kleines und ein grosses Fenster 

eingebaut.3 Die Gemeinde Grindelwald führte daraufhin am 5. August 2015 einen 

Augenschein vor Ort durch. Sie stellte dabei gegenüber dem bewilligten Zustand folgende 

Abweichungen fest:

- Weglassen von zwei Fenstern und Einbau eines kleineren Fensters an der 

Nordfassade.

- Verschiebung zweier Giebelfenster von der Nordfassade an die Ostfassade.

- Verschiebung der Eingangstüre an die südöstliche Ecke der Ostfassade.

- Einbau zweier vergrösserten Dreiecksfenster (neu "Vierecksfenster") an der 

Ostfassade.

- Einbau einer horizontalen Schlitzbefensterung an der Ostfassade.

- Einbau eines grossen Fensters ohne Sprossung an der Südfassade.

- Vergrösserung der Terrasse auf ca. 30 m2 (bewilligt 7 m2).

1 Vgl. pag. 29 ff. der Vorakten der Gemeinde Grindelwald (weisser Ordner Baugesuch Nr. 546/2161)
2 Vgl. im separaten Dossier Nr. 2692 /2014 der Gemeinde Grindelwald
3 Vgl. Formular Selbstdeklaration Baukontrolle 2 pag. 27 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald (weisser 
Ordner Baugesuch Nr. 546/2161)

RA Nr. 110/2016/43 3

3. Nach mehrmaliger Aufforderung reichte der von Amtes wegen am Verfahren 

Beteiligte am 3. Dezember 2015 überarbeitete Pläne und Fotos der Südfassade ein. Das 

AGR behandelte die Abweichungen im Projektänderungsverfahren. Für das unbesprosste 

Fenster auf der Südseite sowie für die Vergrösserung der Terrasse verweigerte es mit 

Verfügung vom 27. Januar 2016 die Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der 

Bauzone. Für die anderen Änderungen am Gebäude erteilte es mit Auflagen die 

Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG4. Es wies die Gemeinde an, das Verfahren 

weiterzuführen und unverzüglich ein Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustandes einzuleiten.

4. Mit Entscheid vom 4. Februar 2016 ordnete die Gemeinde – soweit hier von 

Interesse – Folgendes an:
"1) Für folgende Gegenstände wird der Bauabschlag erteilt und Sie werden aufgefordert 
die ohne Baubewilligung ausgeführten Bauarbeiten wie folgt rückgängig zu machen und den 
rechtmässigen Zustand wiederherzustellen:

1.1) Das grosse, unbesprosste Fenster an der Südfassade ist auf das bewilligte Mass 
zurückzubauen und gemäss der Baubewilligung vom 31. März 2011 mit Sprossen 
auszuführen.

1.2) Die auf ca. 30.00 m2 vergrösserte Terrasse ist auf die bewilligte Grösse von 3.00 x 
2.30 = 7 m2 zurückzubauen.

1.3) Die beiden Giebelfenster auf der Ostseite sind nachträglich mit Sprossen zu 
versehen.

2) Für folgende Gegenstände wird die Baubewilligung erteilt:

2.1) Nordfassade: Einbau des kleinen Fensters anstelle der bewilligten zwei grossen 
Fenster.

2.2) Ostfassade: a) Wechsel der zwei grossen Fenster von der Nordfassade auf die 
Ostfassade mit der Auflage, diese nachträglich mit Sprossen zu 
versehen (vgl. Wiederherstellungsverfügung Ziffer 1.3)

b) Neue horizontale Schlitzbefensterung unterhalb des Giebels
c) Vergrösserte Dreiecksfenster (neu "Vierecksfenster) und
d) Verschieben der Eingangstüre gegen Süden.

(…)."

Zudem forderte die Gemeinde den Beschwerdeführer auf, die Arbeiten zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bis 15. August 2016 auszuführen. 

Gleichzeitig drohte sie die Ersatzvornahme und eine Busse bei Nichtbefolgung an.

4 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

RA Nr. 110/2016/43 4

5. Gegen den Bauabschlag und Wiederherstellungsverfügung reichte der 

Beschwerdeführer am 23. Februar 2016 bei der Gemeinde Grindelwald Beschwerde ein. 

Er wehrt sich in erster Linie gegen die angeordneten Massnahmen zur Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands. Er verlangt, auf die Wiederherstellungsmassnahmen seien 

zu verzichten, besonders auf das Wegspitzen des Natursteinplatzes, welcher als Parkplatz 

und Vorplatz diene. Sinngemäss beantragt er damit die teilweise Aufhebung oder 

Änderung des angefochtenen Bauentscheids der Gemeinde vom 4. Februar 2016.

6. In der Stellungnahme vom 20. April 2016 beantragt das AGR die Abweisung der 

Beschwerde. Auch die Gemeinde schliesst in ihrer Eingabe vom 13. April 2016 auf 

Abweisung der Beschwerde.

7. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet5, führte den 

Schriftwechsel durch und holte bei der Gemeinde die Vorakten ein. Danach führte es im 

Beisein der Parteien, des Regierungsstatthalters und eines Vertreters des AGR einen 

Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Das Rechtsamt beteiligte mit 

Instruktionsverfügung vom 30. Mai 2016 C.________ von Amtes wegen am Verfahren. In 

der Folge liessen sich der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am Verfahren 

Beteiligte durch den gleichen Anwalt vertreten. Um mit der Gemeinde und dem AGR eine 

einvernehmliche Lösung zu finden, beantragten der Beschwerdeführer und der von Amtes 

wegen am Verfahren Beteiligte die Sistierung des Beschwerdeverfahrens. Diesen Antrag 

hiess das Rechtsamt mit Instruktionsverfügung vom 18. Juli 2016 gut und sistierte das 

Beschwerdeverfahren erstmals bis September 2016. Nach dreimaliger Verlängerung nahm 

es mit Instruktionsverfügung vom 28. April 2017 das Verfahren wieder an die Hand. Es 

forderte den Beschwerdeführer und den von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte auf, die 

aktuelle Situation der Umgebung mit Plänen und Fotos zu dokumentieren. Die Gemeinde 

und das AGR erhielten Gelegenheit, sich zu den Eingaben des Beschwerdeführers und 

des von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte zum Verfahren zu äussern.

5 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)

RA Nr. 110/2016/43 5

8. Mit Schreiben vom 29. Mai 2017 teilte die Gemeinde mit, der unrechtmässige 

Zustand gemäss Ziffer 1.2 der Wiederherstellungsverfügung (Vergrösserung der Terrasse) 

sei beseitigt worden. Das AGR fordert in seiner Stellungnahme vom 31. Mai 2017, es sei 

den Rückbau der Terrasse auf 7 m2 gemäss der Wiederherstellungsverfügung 

durchzusetzen. In den Schlussbemerkungen vom 22. Juni 2017 beantragen der 

Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte die Abschreibung 

des Verfahrens. Auf die vorhandenen Akten und Rechtsschriften wird, soweit für den 

Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Bauentscheide – und mit ihnen zusammen die weiteren Verfügungen nach Art. 9 

Abs. 2 Bst. b KoG6 wie jene des AGR – sowie baupolizeiliche Verfügungen können nach 

Art. 40 und Art. 49 Abs. 1 BauG7 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der 

BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Der Beschwerdeführer reichte seine Beschwerde am 21. März 2016 per Fax bei der 

BVE ein. Die Gemeinde teilte in ihrer Stellungnahme vom 13. April 2016 mit, die 

Beschwerde sei am 24. Februar 2016 bei ihr eingegangen. Es ist aktenkundig, dass die 

Beschwerde im Original am 23. Februar 2017 mit eingeschriebener Post bei der Poststelle 

Grindelwald aufgegeben wurde und bei der Gemeinde am 24. Februar 2017 einging.8 Dass 

der Beschwerdeführer seine Beschwerde an die Gemeinde und nicht an die BVE 

versandte, schadet vorliegend nicht. Fristen sind auch gewahrt, wenn die Eingabe 

rechtzeitig bei einer unzuständigen bernischen Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde 

eingereicht worden ist (Art. 42 Abs. 3 VRPG9). Dies ist hier, wie oben ausgeführt, der Fall. 

Die 30-tägige Frist ist somit gewahrt.

6 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
7 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).
8 Vgl. pag. 2 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald
9 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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c) Der Beschwerdeführer, dessen nachträgliches Baugesuch teilweise abgewiesen und 

der zu diversen Wiederherstellungsmassnahmen verpflichtet wurde, ist durch den vorin-

stanzlichen Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Die 

Beschwerde enthält Anträge und eine Begründung; auf sie ist einzutreten.

2. Streitgegenstand / Abschreibung

a) Anfechtungsobjekte sind der Bauentscheid und die Wiederherstellungsverfügung 

vom 4. Februar 2016 der Gemeinde Grindelwald sowie die Verfügung des AGR vom 

27. Januar 2016. Umstritten und Streitgegenstand ist der Bauabschlag sowie die 

Anordnung der Gemeinde zur Herstellung des rechtmässigen Zustands (vgl. Ziffer 1, 3 und 

4 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids).

b) Der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte 

(nachfolgend: Beschwerdeführende) ersuchen in ihren Schlussbemerkungen vom 22. Juni 

2017 um Abschreibung des Verfahrens. Sie bringen vor, die Gemeinde habe an einem 

Entscheid in der Sache ihr Desinteresse erklärt und gemeldet, der unrechtmässige Zustand 

sei betreffend die Terrasse beseitigt worden. Das Beschwerdeverfahren könne damit als 

erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden.

c) Dem Antrag auf Abschreibung des Verfahrens kann gefolgt werden, soweit die 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands beim Fenster in der Südfassade und beim 

Giebelfenster auf der Ostseite zur Diskussion steht (vgl. Ziffer 1.1 und 1.3 des Dispositivs 

des angefochtenen Entscheids). Während des Beschwerdeverfahrens verkleinerten die 

Beschwerdeführenden von unten her die Fensteröffnung in der Südfassade ca. um die 

Hälfte. Das entspricht in etwa dem bewilligten Fenstermass gemäss der Baubewilligung 

vom 31. März 2011 und dem Vorschlag des Vertreters des AGR am Augenschein.10 Auch 

rüsteten die Beschwerdeführenden das südseitige Fenster mit Sprossen aus und brachten 

dort einen Fensterladen in Form eines Scheunentors an. Überdies versahen sie die 

ostseitigen Giebelfenster mit Sprossen. Das geht aus den Fotos hervor, die die 

Beschwerdeführenden als Beilage zur Eingabe vom 28. November 2016 einreichten. Damit 

10 Vgl. Projektplan "Ansichten" vom 25. Februar 2011 im Mst. 1:50, bewilligt mit Stempel der Gemeinde 
Grindelwald vom 31. März 2011 hinter pag. 29 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald; vgl. Protokoll des 
Augenscheins vom 23. Mai 2016 der BVE S. 8, Votum E.________

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haben sie die verfügten Wiederherstellungsmassnahmen gemäss Ziffer 1.1 und 1.3 des 

Dispositivs des angefochtenen Entscheids erfüllt. Der rechtmässige Zustand ist in diesen 

Punkten hergestellt. Das rechtserhebliche Interesse an einen Entscheid bezüglich dieser 

zwei Punkte ist wegefallen. Die Beschwerde wird als erledigt vom Geschäftsverzeichnis 

abgeschrieben, soweit sie den Bauabschlag und die Massnahmen zur Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands beim Fenster in der Südfassade und beim Giebelfenster auf 

der Ostseite betreffen (vgl. Ziffer 1.1. und 1.3. des Dispositivs des angefochtenen 

Entscheids).

d) Anders liegen die Dinge bei der Terrasse (vgl. Ziffer 1.2 des Dispositivs des 

angefochtenen Entscheids): Die Beschwerdeführenden weisen zwar zu Recht darauf hin, 

dass die Gemeinde im Schreiben vom 29. Mai 2017 ihr Desinteresse an einem Entscheid 

in der Sache erklärte und fest hielt, der unrechtmässige Zustand sei auch bei der Terrasse 

beseitig worden. Auch ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführenden zwischenzeitlich 

den Steinplattenboden verkleinert und den Holzzaun verkürzt haben. Das belegen die 

Fotos vom 18. Mai 2017, die die Gemeinde mit dem Schreiben vom 29. Mai 2017 

einreichte. Darauf ist ersichtlich, dass die Steinplattenfläche auf der Ostseite des 

Weidhauses von Norden her verkleinert wurde. Gleichzeitig wurde dort der Holzzaun 

verkürzt, so dass er mit dem Plattenboden übereinstimmt. Das gleiche Bild ergibt sich aus 

dem Umgebungsplan im Massstab 1:100 vom 12. Mai 2017, den die 

Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 15. Mai 2017 einreichten. Aus dem 

Umgebungsplan geht hervor, dass die Beschwerdeführenden die Steinplattenfläche 

ostseitig um eine Tiefe von 1.55 m verkleinerten. Diese Lösung beruht offenbar auf 

Gesprächen zwischen den Beschwerdeführenden, der Gemeinde und dem AGR, während 

das Beschwerdeverfahren sistiert war. Ziel der Gespräche war es, dass die Gemeinde die 

angefochtene Wiederherstellungsverfügung aufhebt und das Beschwerdeverfahren 

abgeschlossen werden kann. Die Gemeinde hat die angefochtene 

Wiederherstellungsverfügung jedoch weder formell zurückgenommen noch deren 

Rücknahme verbindlich in Aussicht gestellt. Es besteht immer noch eine 

zusammenhängende Steinplattenfläche von 46.2 m2. Verlangt wurde der Rückbau der 

Terrasse auf die bewilligte Fläche von 7 m2. Bei dieser Sachlage ist die Auffassung der 

Gemeinde, wonach mit der Verkleinerung der Terrasse der unrechtmässige Zustand 

beseitigt sein soll, rechtlich nicht haltbar. Nach wie vor besteht eine versiegelte 

Steinplattenfläche von 46.2 m2. Ebenso liegt kein Beschwerderückzug der 

Beschwerdeführenden vor. Es liegen damit keine Gründe nach Art. 39 Abs. 1 VRPG vor, 

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die eine Abschreibung des Beschwerdeverfahrens betreffend die Terrasse rechtfertigen 

(vgl. Ziff. 1.2 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids). Vielmehr steht die 

Beschwerde vom 26. Februar 2016 nach wie vor im Raum. Mit dieser wird gefordert, es sei 

auf den Rückbau des Natursteinplatzes wegen Verstosses gegen das 

Verhältnismässigkeitsprinzip zu verzichten. Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob die 

Gemeinde den Rückbau der Terrasse zu Recht anordnete.

3. Abgrenzung und Umfang der Terrasse

a) Gemäss den Akten wurde das Weidhaus im Jahr 1974 vom damaligen Eigentümer 

umgebaut. Es liegt über drei Kilometer Luftlinie entfernt oberhalb des Dorfs von 

Grindelwald auf einer Höhe ca. 1300 Meter über Meer und befindet sich an einem gegen 

Südwesten abfallenden Hang. Im Jahr 2014/2015 sanierten die Beschwerdeführenden den 

Wohnteil des Weidhauses gestützt auf die Baubewilligungen vom 31. März 2011 und 

11. September 2014. Im Aussenbereich verlegten sie auf dem Niveau des ostseitigen 

Terrains entlang der Süd- und Ostfassade Natursteinplatten. Zusätzlich erstellten sie auf 

der Südseite senkrecht aufragende Stützmauern. Die Steinplattenfläche grenzten sie vom 

umliegenden Weideland mit einem Holzzaun ab. Im Bereich der Stützmauern dient der 

Holzzaun zugleich als Absturzsicherung.

b) Aus den Fotos und Projektplänen, die die Gemeinde dem AGR mit Schreiben vom 

7. Dezember 2015 zur Prüfung schickte, geht der Umfang bzw. das Flächenmass der 

Terrasse nirgends klar hervor.11 Das AGR ging in seiner Verfügung vom 27. Januar 2016 

deshalb von einer auf ungefähr 30 m2 vergrösserten Terrasse aus. Diese Mass liegt auch 

dem angefochtenen Bauentscheid und der Wiederherstellungsverfügung vom 4. Februar 

2016 zugrunde.12 Diese Einschätzung das AGR und der Gemeinde ist unpräzis: Die BVE 

führte am 23. Mai 2016 einen Augenschein vor Ort durch. Dabei stellte sich heraus, dass 

die mit Natursteinplatten belegte Fläche im Südosten des Weidhauses deutlich grösser ist 

als 30 m2.13 Deren Umfang beträgt, nachdem die Beschwerdeführenden einen Teil der 

Steinplatten entfernten, gemäss dem Umgebungsgestaltungsplan 46.2 m2.14 Diese 

11 Vgl. pag. 7 bis 14 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald
12 Vgl. angefochtener Entscheid B./Ziff.2/Gedankenstrich 4
13 Vgl. Fotos Nr. 15, 16, 18 und 20 zum Protokoll vom Augenschein vom 23. Mai 2016
14 Vgl. Umgebungsgestaltungsplan vom 12. Mai 2017 im Massstab 1:100

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versiegelte Fläche gilt als Terrasse und ist von der Wiederherstellungsverfügung betroffen. 

Davon gingen auch die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde aus. So forderten sie in 

ihrer Beschwerde, es sei auf den Rückbau des Natursteinplatzes, der als Parkplatz und 

Vorplatz diene, zu verzichten. Zudem sahen die Beschwerdeführenden und die Gemeinde 

im Wegspitzen der Steinplatten um die Tiefe von 1.55 m von Norden her und in der 

teilweisen Entfernung des Holzzaunes den Rückbau der Terrasse, wie das mit der 

angefochtenen Wiederherstellungsverfügung angeordnet wurde. Damit ist erstellt, dass die 

Terrasse – anders als im angefochtenen Bauentscheid und der 

Wiederherstellungsverfügung fälschlicherweise festgehalten – eine Steinplattenfläche von 

46.2 m2 umfasst (vgl. Umgebungsgestaltungsplan vom 12. Mai 2017 im Mst. 1:100).

c) Nicht erfasst vom Bauentscheid und der angefochtenen 

Wiederherstellungsverfügung und somit nicht Streitgegenstand sind die gekofferte Zufahrt 

von 85.5 m2 sowie der Strassenanschluss an die F.________strasse. Den Akten kann nicht 

entnommen werden, ob für die gekofferte Zufahrt und den Strassenanschluss eine 

Bewilligung vorliegt. Das ist durch die Baupolizeibehörde zu klären. Falls für diese 

Gegenstände keine Baubewilligung vorliegen sollte, ist zu prüfen, ob im Rahmen eines 

Wiederherstellungsverfahrens der rechtmässige Zustand herzustellen ist.

4. Formelle Rechtswidrigkeit

a) Die mit Steinplatten ausgeführte Terrasse im Aussenbereich des Weidhauses 

umfasst eine Fläche von 46.2 m2. Gemäss der Baubewilligung vom 31. März 2011 ist im 

Bereich der Südfassade eine Terrasse von knapp 7 m2 bewilligt. Ein Teil dieser bewilligten 

Terrassenfläche befindet sich im Bereich der Grundfläche eines vorspringenden 

Gebäudeteils, der gemäss den am 31. März 2011 bewilligten Plänen hätte abgebrochen 

werden sollen. Da dieser vorspringende Gebäudeteil aber nicht abgebrochen wurde, 

befindet sich heute eine Fläche von ca. 3.75 m2 der bewilligten Terrassenfläche innerhalb 

des Gebäudes.15 Ausserhalb des heutigen Gebäudevolumens ist lediglich eine 

Terrassenfläche von 3.15 m2 bewilligt. Nicht bewilligt sind gemäss den vorhandenen Akten 

15 Vgl. bewilligter Grundrissplan vom 23. Januar 2011 mit rev. Datum vom 23. Februar 2011 im Mst. 1:50 hinter 
pag. 29 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald

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ausserdem die Stützmauern für die Terrasse.16 Ein Vergleich der bewilligten Pläne17 mit 

der heutigen Situation zeigt, dass die Beschwerdeführenden die Terrasse über das 

Sechsfache grösser erstellten als ursprünglich bewilligt. Am Augenschein bemerkten sie, 

es sei ihnen nicht in den Sinn gekommen, dass für die Erweiterung der Terrasse eine 

Baubewilligung nötig gewesen wäre. In der Umgebung seien überall solche Terrassen zu 

sehen; diese seien üblich und zeitgemäss.18 Sinngemäss sind sie davon ausgegangen, 

dass die auf 46.2 m2 vergrösserte Terrasse mit Stützmauern und Holzzaun keine 

Baubewilligung erfordert.

b) Nach Art. 7 BewD19 benötigen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone eine 

Baubewilligung, wenn sie geeignet sind, die Nutzugsordnung zu beeinflussen, indem sie 

beispielsweise den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder 

die Umwelt beeinträchtigen. Das ist hier offensichtlich der Fall: Die baulichen 

Veränderungen betreffen den Aussenbereich des Weidhauses. In seiner bisherigen 

Ausgestaltung hatte das Weidhaus den Charakter einer Scheune mit Stallteil, wie die Fotos 

in den Vorakten zeigen.20 Eine versiegelte Steinplattenfläche bestand nicht, wie am 

Augenschein in Erfahrung gebracht werden konnte.21 Das Weidhaus mit der umstrittenen 

Umgebungsgestaltung liegt weit ausserhalb der Bauzone. Aus den Fotos vom 

Augenschein geht hervor, dass der Aussenraum des Weidhauses grossflächig mit 

Natursteinplatten versiegelt wurde. Zudem wurden neu bis zu 2 m hohe und 4 m lange 

Stützmauern erstellt, die von der Strasse, d.h. vom öffentlichen Raum aus, gut einsehbar 

sind.22 Solche bauliche Massnahmen erfordern eine Baubewilligung; sie sind geeignet, die 

ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Umgebung des Weidhauses erheblich zu 

verändern. Die Umgebungsgestaltung geht zudem massiv über die Baubewilligung vom 

31. März 2016 hinaus. Es steht damit fest, dass die auf 46.2 m2 vergrösserte Terrasse mit 

Stützmauern und Holzzaun formell rechtswidrig ist.

16 Vgl. bewilligter Fassadenplan vom 23. Januar 2011 mit rev. Datum vom 23. Februar 2011 im Mst. 1:50 hinter 
pag. 29 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald
17 Grundriss- und Fassadenpläne vom 23. Januar 2011 mit rev. Datum vom 23. Februar 2011 im Mst. 1:50 
hinter pag. 29 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald
18 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 23. Mai 2016 der BVE S. 9, Votum U. E.________ und S. 10, Votum 
A.________
19 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
20 Vgl. pag. 20, 21 und 22 in den Vorakten der Gemeinde Grindelwald
21 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 23. Mai 2016 der BVE S. 9, Votum C.________
22 Vgl. Fotos Nr. 11, 13 und 15 der Fotodokumentation zum Protokoll des Augenscheins vom 23. Mai 2016

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5. Materielle Rechtswidrigkeit

a) Das AGR hat im Rahmen eines Projektänderungsverfahrens geprüft, ob die 

Vergrösserung der Terrasse mit Stützmauern und Holzzaun bewilligungsfähig ist. Es kam 

zum Schluss, dass es sich grundsätzlich um eine mit einem Weidhaus unvereinbare 

Umgebungsgestaltung handle. Mit Verfügung vom 27. Januar 2016 verweigerte das AGR 

die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG.23 Infolgedessen erteilte die Gemeinde den 

Bauabschlag (vgl. Ziffer 1 und des Dispositivs des angefochtenen Bauentscheids).

b) Die Beurteilung des AGR und der Gemeinde ist nicht zu beanstanden. Nach Art. 22 

Abs. 2 RPG können Bauten und Anlagen nur bewilligt werden, wenn sie dem Zweck der 

Nutzungszone entsprechen. Die Bauparzelle Nr. D.________ liegt in der 

Landwirtschaftszone und damit im Nichtbaugebiet. In dieser Zone sind grundsätzlich nur 

Bauten und Anlagen zonenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung 

oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a RPG). Die baulichen 

Veränderungen in der Umgebung des Weidhauses dienen nicht der Landwirtschaft und 

sind dementsprechend nicht zonenkonform. Damit sie bewilligt werden könnten, müssten 

sie die Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG 

erfüllen. Zwar befindet sich das Weidhaus gemäss kantonalem Richtplan in einem 

Temporärsiedlungsgebiet. Nach dem Zonenplan "Landschaft" der Gemeinde Grindelwald24 

liegt es ausserdem in einer Kulturlandschaft mit Weidhäusern und ist im kommunalen 

Weidhausinventar verzeichnet. Damit beabsichtigte die Gemeinde Grindelwald, das 

Gebäude als landschaftsprägende Baute zu schützen. Bei solchen Gebäuden können laut 

Art. 39 Abs. 2 RPV25 Nutzungsänderung unter bestimmten Voraussetzungen als 

standortgebunden bewilligt werden, sofern die äussere Erscheinung und die bauliche 

Grundstruktur im Wesentlichen unverändert bleiben. Eine dieser Voraussetzungen ist aber, 

dass der kantonale Richtplan und die Gemeindevorschriften Kriterien zur Schutzwürdigkeit 

und Vollzugsbestimmungen enthalten (Art. 39 Abs. Abs. 2 Bst. d RPV und Massnahmeblatt 

D_01 des kantonalen Richtplans). Die Gemeinde Grindelwald hat bei der letzten 

Ortsplanungsrevision Vorschriften zu den geschützten Weidhäusern erlassen; die 

23 Vgl. pag. 6 der Vorakten der Gemeinde Grindelwald
24 Zonenplan Landschaft der Gemeinde Grindelwald vom 8. Juni 2001 (genehmigt am 29. August 2005)
25 Raumplanungsverordnung des Bundesrates vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)

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entsprechenden Bestimmungen in ihrem Landschaftsreglement26 wurden aber vom AGR 

nicht genehmigt.27 Art. 39 Abs. 2 RPV ist daher nicht anwendbar. In Frage kommt damit 

einzig eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG.

c) Bauten und Anlagen, die unter den Geltungsbereich von Art. 24c RPG fallen, können 

erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden (Art. 24c 

Abs. 2 RPG). Eine Änderung gilt als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die 

Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen 

gewahrt bleibt (Art. 42 Abs. 1 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im 

Wesentlichen gewahrt bleibt, ist nach Art. 42 Abs. 3 RPV unter Würdigung der gesamten 

Umstände zu beurteilen.28 Erweiterungen ausserhalb des Gebäudevolumens führen zu 

einer Veränderung am äusseren Erscheinungsbild. Damit Veränderungen ausserhalb des 

Gebäudevolumens zulässig sind, müssen sie für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder für 

eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die 

Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). An diese Voraussetzungen sind gemäss 

der bundesgerichtlichen und verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung hohe 

Anforderungen zu stellen.29

d) Vorliegend wirkt sich die vergrösserte Terrasse mit den dazu nötigen hohen 

Stützmauern auf der Südseite des Weidehauses negativ auf das äussere Erscheinungsbild 

aus.30 Die baulichen Veränderungen im Aussenbereich des Weidhauses haben den 

ursprünglich landwirtschaftlichen Charakter und die natürliche Umgebung stark verändert: 

Dies einerseits durch die hohen Stützmauern im Bereich der Südfassade des Weidhauses. 

Sie treten prominent in Erscheinung und heben sich durch die schanzenartige Konstruktion 

störend von der natürlichen Umgebung und dem Landschaftsbild ab. Diese negative 

Erscheinung wird durch die ortsuntypische Materialwahl für die Mauer noch verstärkt. 

Andererseits stören auch die grossflächige Versiegelung und der massive Holzzaun den 

typisch landwirtschaftlichen Charakter der Umgebung. Von einer massvollen Erweiterung 

im Sinn von Art. 24c Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 42 Abs. 1 RPV kann hier nicht 

gesprochen werden. Die Identität der Baute ist durch die massive Veränderung der 

26 Landschaftsreglement der Gemeinde Grindelwald vom 8. Juni 2001 (genehmigt am 29. August 2005)
27 Verfügung des AGR vom 29. August 2005 (G. Nr. 120 02 40)
28 BGer 1C_312/2016 vom 3.4.2017, E. 3.1 mit Hinweisen
29 BGer 1C_247/2015 vom 14. Januar 2016, E. 4.2; VGer 2014/322 vom 3. Mai 2016, E. 3.5 ff.
30 Vgl. Fotos Nr. 11, 13 und 15 der Fotodokumentation zum Protokoll des Augenscheins vom 23. Mai 2016

RA Nr. 110/2016/43 13

Umgebung des Weidhauses nicht mehr gewahrt. Zudem führt die grossflächige Terrasse 

im Aussenbereich zu einer stark erweiterten Nutzungsmöglichkeit des Aussenraums. So 

lässt sich die Terrasse nicht nur für den Aufenthalt im Freien, sondern auch als Vorplatz, 

Parkplatz oder Zufahrt nutzen, wie die Beschwerdeführenden in der Beschwerde selber 

bemerken. Mit der künstlichen Umgebungsgestaltung kann auch keine Verbesserung des 

Erscheinungsbildes erzielt werden. Eine Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 24c RPG 

kann nicht erteilt werden. Das deckt sich mit den Gestaltungsgrundsätzen des AGR zu 

Artikel 24c RPG.31 Danach sind z.B. grössere Terrainveränderungen mit hohen 

Stützmauern oder grossflächige Oberflächenversiegelungen unzulässig. Die 

Beschwerdeführenden können mit dem Einwand, wonach solche Terrassen zeitgemäss 

und in der Umgebung überall zu sehen sind, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Beim 

fraglichen Weidhaus handelte es sich ursprünglich bloss um eine zeitweise bewohnte 

Baute im Sinn von Art. 42 Abs. 3 Bst. c RPV. Obschon Art. 24c RPG für solche Bauten 

anwendbar ist, dürfen bauliche Veränderungen nicht dazu führen, dass eine wesentliche 

Veränderung der Nutzungsmöglichkeiten ermöglicht wird. Ein Anspruch auf zeitgemässes 

Wohnen kann daher für solche Bauten nicht geltend gemacht werden. Vielmehr ist auf die 

Erhaltung der natürlichen Umgebung zu achten, d.h. die Umgebung muss weitgehendst 

den ursprünglichen Charakter beibehalten. Demnach sind bei Weidhäusern 

Veränderungen der Umgebung ebenso unzulässig wie zusätzliche Erschliessungsanlagen, 

wie Zufahrten und dergleichen. Als Zwischenergebnis steht damit fest, dass die 

vergrösserte Terrasse mit Stützmauern und Holzzaun formell und materiell rechtswidrig ist.

6. Wiederherstellung

a) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung ausgeführt, so setzt die 

Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die 

Wiederherstellungsanordnung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein 

und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen (Art. 47 Abs. 6 BewD). Verhältnismässig 

ist eine Anordnung dann, wenn sie zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und 

erforderlich und für die Betroffenen zumutbar ist. Bei geringfügigen Abweichungen und 

wenn die Bauherrschaft im baurechtlichen Sinn gutgläubig handelte, kann die 

31 Vgl. www.jgk.be.ch / Baubewilligungen / Bauen ausserhalb der Bauzonen / Gestaltungsgrundsätze zu Artikel 
24c RPG – Änderungen von altrechtlichen Bauten und Anlagen, Fassung Juni 2015

http://www.jgk.be.ch

RA Nr. 110/2016/43 14

Wiederherstellung unterbleiben, wenn nicht gewichtige öffentliche oder private Interessen 

diese gebieten. Bei bösem Glauben der Bauherrschaft kann auf die Wiederherstellung nur 

verzichtet werden, wenn die Abweichung vom Erlaubten unbedeutend ist oder die 

Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt oder unverhältnismässig wäre. Auf 

den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich somit auch eine Bauherrschaft berufen, 

die nicht gutgläubig gehandelt hat. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 

grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen 

Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes 

Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls erwachsenden Nachteile nicht 

oder nur in verringertem Mass berücksichtigen.32

b) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist 

im Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen 

Bestimmungen und an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen 

Ordnung widersprechen, generell gross ist. Besonderes Gewicht kommt dem öffentlichen 

Interesse am konsequenten Vollzug des Bau-, Planungs- und Umweltrechts ausserhalb 

des Baugebiets zu.33 Das Weidhaus befindet sich ausserhalb des Baugebiets. Die 

Beschwerdeführenden haben in Überschreitung bzw. ohne Baubewilligung und ohne 

Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG die Umgebung des Weidhauses massiv 

verändert und damit die Vorschriften des Raumplanungsrechts verletzt. Dies widerspricht 

zwingenden öffentlichen Interessen.34 Die angeordnete Wiederherstellung liegt daher im 

öffentlichen Interesse.

c) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden ist der Rückbau der Terrasse 

auf die bewilligte Fläche von 7 m2 auch verhältnismässig: Der Rückbau der 

Steinplattenfläche ist geeignet und erforderlich, um die natürliche und ortstypische 

Umgebung beim nur zeitweise bewohnten Weidhaus soweit möglich wieder herzustellen 

und die unzulässige Nutzung der Terrasse zu unterbinden. Indem der Rückbau der 

Steinplattenfläche bis auf die bewilligte Fläche 7 m2 angeordnet worden ist, geht die 

Wiederherstellung auch nicht weiter, als die Gemeinde mit der Baubewilligung vom 

31. März 2011 ursprünglich bewilligte. Die Beschwerdeführenden können sich auch nicht 

32 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N 9 ff. mit Hinweisen
33 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a; BGE 136 II 359 E. 6; BGer 1C_397/2007 E. 3.4
34 BVR 1992 S. 488 E. 3

RA Nr. 110/2016/43 15

auf den guten Glauben berufen. Sie machen zwar geltend, dass in der Gegend überall 

solche Terrassen zu sehen seien und dass ihnen nicht im Geringsten in den Sinn 

gekommen sei, dass für die Erstellung der Terrasse eine Baubewilligung nötig sei.35 Es gilt 

jedoch grundsätzlich, dass die Bewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt ist. Wer bauen 

will, muss sich um die Zulässigkeit seines Tuns kümmern und sich bei den Behörden nach 

der Bewilligungspflicht erkundigen, selbst auf die Weiterführung einer rechtswidrigen Praxis 

darf nicht vertraut werden.36 Die Beschwerdeführenden haben es unterlassen, sich nach 

der Baubewilligungspflicht zu erkundigen. Das hätte ihnen ohne Weiteres zugemutet 

werden können. Der Beschwerdeführer ist aktiver Bauunternehmer und der von Amtes 

wegen am Verfahren Beteiligte Mitglied des Gemeinderats von Grindelwald. Die 

Beschwerdeführenden gelten deshalb nicht als gutgläubig. Daher könnte auf die 

Wiederherstellung nur dann verzichtet werden, wenn die Abweichung vom Erlaubten 

unbedeutend oder nicht im öffentlichen Interesse wäre. Beides ist – wie oben ausgeführt – 

nicht der Fall. Da es sich bei der Wahrung der Zonenkonformität in der 

Landwirtschaftszone um ein gewichtiges öffentliches Interesse handelt, wäre sogar bei 

Gutgläubigkeit der Beschwerdeführenden nicht von einer Wiederherstellung abzusehen.37 

Ihren privaten Interessen kann kein erhebliches Gewicht beigemessen werden. Diese 

bestehen im Wunsch nach einer (nicht gesetzeskonformen) Ideallösung, also einer 

grösstmöglichen Terrasse. Hinzu kommen der Verlust der Investitionskosten und die 

Einsparung der Kosten, die durch den Rückbau entstehen. Die Gemeinde rechnet mit 

wenigen Tausend Franken für den Rückbau. Sie rechtfertigen keine Abweichung von den 

vorliegend gewichtigen öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung. Insgesamt 

überwiegen die öffentlichen Interessen klar die Interessen der Beschwerdeführenden. Die 

Wiederherstellung der Terrasse ist deshalb zumutbar und verhältnismässig.

d) Die Gemeinde ordnete in der Wiederherstellungsverfügung an, dass die auf ca. 

30 m2 vergrösserte Terrasse auf die bewilligte Grösse von 3.00 x 2.30 = 7 m2 zurückgebaut 

werden muss. Damit ergibt sich der Umfang der zu entfernenden Steinplattenfläche aus 

dem Dispositiv der angefochtenen Verfügung nicht eindeutig. Ist das Dispositiv 

35 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 23. Mai 2016 der BVE S. 9, Votum C.________
36 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 9b, mit Hinweisen
37 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b/d mit Hinweis auf BGE 132 II 21 E. 6.4 und BGer 
1C_404/2009 vom 12. Mai 2010 E. 4

RA Nr. 110/2016/43 16

auslegungsbedürftig, ist die Begründung zur Sinnermittlung heranzuziehen.38 Aus der 

Erwägung 3b folgt, dass die Wiederherstellungsverfügung die versiegelte 

Steinplattenfläche von 46.2 m2 betrifft. Diese Fläche ist bis auf die bewilligte 

Terrassenfläche gemäss der Baubewilligung vom 31. März 2011 zurückzubauen. Wie aus 

der Erwägung 4a hervorgeht, ist gemäss der Baubewilligung vom 31. März 2011 entlang 

der Südfassade im Grunde eine Terrassenfläche von ca. 7 m2 bewilligt. Da der 

vorspringende Gebäudeteil anders als in den bewilligten Plänen vorgesehen nicht 

abgebrochen wurde, steht an diesem Ort ein Teil der bewilligten Terrassenfläche im 

Umfang von 3.75 m2 nicht mehr zur Verfügung. Es wäre unverhältnismässig, von den 

Beschwerdeführenden zu verlangen, den vorspringenden Gebäudeteil abzureissen damit 

diese Fläche ebenfalls als Aussenterrasse genutzt werden kann. Der Klarheit halber wird 

die Ziffer 1.2 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids deshalb präzisiert. Danach ist 

die mit Steinplatten auf 46.2 m2 vergrösserte Terrasse auf die ausserhalb des Gebäudes 

bewilligte Terrassenfläche von 3.15 m2 (gemäss Grundrissplan vom 23. Januar 2011 mit 

rev. Datum vom 23. Februar 2011 im Mst. 1:50) zurückzubauen. D.h., die Steinplatten sind 

zu entfernen und der ursprüngliche Zustand ist wieder herzustellen. Der Bodenaufbau und 

die Bodenqualität müssen entsprechend der angrenzenden Umgebung rekultiviert werden. 

Die bestehenden Stützmauern und der Holzzaun sind ebenfalls zurückzubauen und an die 

bewilligte Terrassengrösse von 3.15 m2 anzupassen. Damit ist die 

Wiederherstellungsverfügung hinreichend klar und vollstreckbar. Die Beschwerde erweist 

sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.

e) Zwischen den Beschwerdeführenden, der Gemeinde und dem AGR fanden 

Gespräche statt, wie die Wiederherstellung der Terrasse vollzogen werden kann. Wie in 

der Erwägung 2d ausgeführt, verkleinerten die Beschwerdeführenden die 

Steinplattenfläche ostseitig um eine Tiefe von 1.55 m. Im Schreiben vom 31. Mai 2017 

forderte das AGR, die Verkleinerung der Terrasse auf 7 m2 sei durchzusetzen. Die 

Beschwerdeführenden machen geltend, die Forderung des AGR sei unter dem Aspekt des 

Vertrauensschutzes bedenklich. Inwiefern dies relevant sein soll und zu einem Verzicht auf 

die Wiederherstellung der Terrasse führen könnte, ist nicht ersichtlich und wird von den 

Beschwerdeführenden auch nicht näher begründet. Zum einen verfügt das AGR im 

Beschwerdeverfahren über keine Entscheidbefugnisse. Zum anderen befindet sich in den 

Akten keine Vereinbarung, die die Einigung zwischen den Beschwerdeführenden und dem 

38 Vgl. BGE 131 II 13 E. 2.3; VGE 2009/274 vom 22. Juli 2010 E. 7.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 12

RA Nr. 110/2016/43 17

AGR belegt. Auch wäre das AGR weder als erstinstanzliche Behörde noch als 

Aufsichtsbehörde zuständig, die fragliche Wiederherstellungsmassnahme durchzusetzen. 

Dafür ist die Gemeinde als Baupolizeibehörde oder der Regierungsstatthalter als 

Aufsichtsbehörde über die Gemeinde zuständig (Art. 47 und Art. 48 BauG).

f) Die in der Verfügung der Gemeinde vom 4. Februar 2016 angesetzte Frist zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ist am 15. August 2016 abgelaufen. Die 

Frist wird deshalb neu angesetzt. Der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am 

Verfahren Beteiligte werden aufgefordert, die Wiederherstellung bis spätestens am 31. Juli 

2018 vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer und der von 

Amtes wegen am Verfahren Beteiligte die Bauarbeiten selber ausführen und die 

notwendigen Arbeiten während den Wintermonaten nicht ausgeführt werden können, 

erscheint die angesetzte Frist als angemessen.

7. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG39). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 1'600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 GebV40). Für 

den Augenschein vom 23. Mai 2016 wird in Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine 

zusätzliche Gebühr von Fr. 300.00 erhoben. Die Verfahrenskosten des 

Beschwerdeverfahrens betragen somit Fr. 1'900.00.

b) Der Beschwerdeführer und der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte gelten 

vorliegend als unterliegend. Sie haben den rechtmässigen Zustand beim Fenster in der 

Südfassade und beim Giebelfenster auf der Ostseite wieder hergestellt, weshalb das 

Beschwerdeverfahren bezüglich dieser zwei Punkte vom Geschäftsverzeichnis 

abgeschrieben werden konnte. Dafür tragen die Beschwerdeführenden die Kostenfolgen. 

Betreffend die Terrasse ist die Beschwerde unbegründet. Dass die angefochtene 

Wiederherstellungsmassnahme präzisiert werden musste, ist ebenfalls auf das Verhalten 

der Beschwerdeführenden zurückzuführen und hat keinen Einfluss auf die 

Kostenverlegung. Die Beschwerdeführenden haben es im vorinstanzlichen Verfahren trotz 

39 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
40 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

RA Nr. 110/2016/43 18

mehrmaliger Aufforderung versäumt, vollständige Unterlagen zur veränderten Umgebung 

einzureichen. Für das AGR war der genaue Umfang der Terrasse nicht feststellbar. Diesen 

Mangel haben die Beschwerdeführenden im Beschwerdeverfahren korrigiert. Es ist 

deshalb gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer und dem von Amtes wegen am Verfahren 

Beteiligte die Verfahrenskosten von Fr. 1'900.00 aufzuerlegen. Sie haften solidarisch für 

den gesamten Betrag.

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten gemäss Art. 108 

Abs. 3 VRPG zu ersetzen. Da die Gemeinde Grindelwald und das AGR keinen Anspruch 

auf Parteikostenersatz haben (Art. 104 Abs. 4 VRPG), sind keine Parteikosten zu 

sprechen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird, soweit sie die Herstellung des rechtmässigen Zustands des 

Fensters in der Südfassade und der Giebelfenster in der Ostseite betrifft (vgl. Ziffer 

1.1. und 1.3. der Wiederherstellungsverfügung), als erledigt vom 

Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit die Herstellung des rechtmässigen 

Zustands der Terrasse betroffen ist. Ziffer 1.2. des Dispositivs der Verfügung der 

Gemeinde Grindelwald vom 4. Februar 2016 wird wie folgt präzisiert:
"Die mit Steinplatten auf 46.2 m2 vergrösserte Terrasse ist auf die bewilligte 

Terrassenfläche von 3.15 m2 (gemäss Grundrissplan vom 23. Januar 2011 mit rev. 

Datum vom 23. Februar 2011 im Mst. 1:50) zurückzubauen. D.h., die Steinplatten sind zu 

entfernen und der ursprüngliche Zustand ist wieder herzustellen. Der Bodenaufbau und 

die Bodenqualität sind entsprechend der angrenzenden Umgebung zu rekultivieren. Die 

bestehenden Stützmauern und der Holzzaun sind zurückzubauen und an die bewilligte 

Terrassengrösse von 3.15 m2 anzupassen."

Im Übrigen wird der Entscheid der Einwohnergemeinde Grindelwand vom 4. Februar 

2016 bis auf die Wiederherstellungsfrist in Ziffer 3 des Verfügungsdispositivs 

bestätigt. Die Frist wird neu auf den 31. Juli 2018 angesetzt.

RA Nr. 110/2016/43 19

3. Die Verfahrenskosten von 1’900.– werden dem Beschwerdeführer und dem von 

Amtes wegen am Verfahren Beteiligte zur Bezahlung auferlegt. Sie haften solidarisch 

für den gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser 

Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

4. Parteikosten sind keine zu sprechen.

RA Nr. 110/2016/43 20

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt B.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Grindelwald, Bauverwaltung, eingeschrieben

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier

- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, Schloss 1, Postfach 276, 3800 

Interlaken, zur Kenntnis, A-Post

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin