# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64d6f6f4-2102-5898-b1ef-1cadfad11c70
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-24
**Language:** de
**Title:** Bauen ausserhalb der Bauzonen. Standortgebundenheit eines Naturschutzweihers. Immissionen durch Insekten und Frösche. Kompensation von Fruchtfolgeflächen.
**Docket/Reference:** BRGE III Nr. 0077/2017
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/brge_iii_0077_2017_571.pdf

## Full Text

BRGE III Nr. 77/2017 vom 24. Mai 2017 in BEZ 2019 Nr. 2 

(Bestätigt mit VB.2017.00408 vom 25. Januar 2018.) 

4. Umstritten ist der Bau des Weihers A, der im Nordosten der Bauparzelle 
(neu Kat. Nr. 1) und unmittelbar westlich des angrenzenden Flurwegs Kat. Nr. 2 
geplant ist. Der 20 m lange und 7,5 m breite Weiher soll eine Fläche von rund 
135 m2 und eine Wassertiefe von höchstens 0,75 m aufweisen. Um den Weiher 
herum ist eine 165 m2 grosse Feuchtwiese vorgesehen. Für das Bauvorhaben 
werden  insgesamt  75  m3  Oberboden  und  46,5  m3  3  Unterboden  abgegraben. 
Der  ausgehobene  Oberboden  wird  grösstenteils  im  Süden  der  Feuchtwiese 
aufgetragen,  wo  anschliessend  auf  einer  Fläche  von  gegen  400  m2  eine 
Blumenwiese  angesät  wird.  Der  abgegrabene  Unterboden  wird  einesteils  für 
den  Bau  vor  Ort  verwendet  und  andernteils  abgeführt.  Die  Abdichtung  des 
Weihers  erfolgt  mit  Lehm.  Zudem  hält  sich  die  Bauherrschaft  offen,  eine 
Drainage aufzuheben, um die Zufuhr von Wasser in den Weiher zu erhöhen.  

Die Bauparzelle befindet sich inmitten der Landwirtschaftszone.  

5.  Die  Vorinstanzen  haben  ihre  angefochtenen  Entscheide  wie  folgt 

begründet:  

Die  Weiher  A  und  B  dienten  dem  Naturschutz  und  dem  ökologischen 
Ausgleich  im  Rahmen  der  Landumlegung  C.  Sie  eigneten  sich  insbesondere 
zur  Schaffung  von  Laichgewässern  für  Amphibien.  Der  nahe  Wald  sei  ein 
Lebensraum 
für  Grasfrösche,  Erdkröten  und  Bergmolche.  Nach  dem 
Überwintern im Wald wanderten die Amphibien im Frühjahr in grosser Zahl zu 
einem Weiher in D. Um dorthin zu gelangen, müssten sie die stark befahrene E-
Strasse  überqueren,  was  vielen  nur  gelänge,  wenn  sie  am  Froschzaun 
abgefangen  und  dann  von  Freiwilligen  über  die  Strasse  getragen  würden.  Mit 
der  Errichtung  der  geplanten  Weiher  würden  in  extensiv  genutzter  Umgebung 
zwei  neue  Laichstandorte  geschaffen,  zu  denen  die  Frösche  und  Kröten  ohne 
Erschwernis selbständig gelangten. Das Bauvorhaben bilde daher eine wichtige 
Massnahme  zur  Erhaltung  dieser  geschützten  Tiere.  Zudem  unterstützten  die 
Weiher  den  ökologischen  Ausgleich,  der  obligatorischen  Bestandteil  der 
Landumlegung  bilde,  die  vor  dem  Abschluss  stehe.  Die  Standorte  der Weiher 
seien nach Abwägung aller Interessen von Fachleuten bestimmt worden. Durch 
das  Bauvorhaben  werde  der  Lebensraum  für  Tiere  und  Pflanzen  in  der 
Landschaftskammer  F  vernetzt  und  ökologisch  aufgewertet.  Der  Weiher  A 
in  Einklang  mit  dem  regionalen  Vernetzungsprojekt  des 
stehe  sodann 
Naturnetzes  G,  das  für  diesen  Standort  die  Schaffung  eines  Feuchtgebietes 
vorsehe. Die Anlage sei deshalb standortgebunden, weshalb der Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG nichts im Wege stehe.  

6.  Die  Rekurrenten  sind  dagegen  der  Auffassung,  dass  die 
Ausnahmebewilligung  zu  Unrecht  erteilt  worden  sei.  So  sei  der  Standort  A  für 
das  Anlegen  eines  Feuchtgebiets  nicht  geeignet,  umso  mehr  als  der 
Strassenschmutz  des Flurwegs  den Weiher stark verunreinigen  werde.  An  der 
künstlichen  Wasserstelle  werde  sich  sodann  eine  Mücken-  und  Fliegenplage 

 
 
 
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ausbreiten,  die  auch  die  Liegenschaften  der  Rekurrenten  in  Mitleidenschaft 
ziehen  werde.  Auch  passten  der  Weiher  samt  Magerwiese  und  die  bereits 
vorhandenen  Obstbäume  nicht  zueinander.  Zudem  sei  mit  erheblichem  Lärm 
von  quakenden  Fröschen  und  der  Störung  der  Nachtruhe  zu  rechnen.  Durch 
das  Bauvorhaben  gingen  schliesslich  geschützte  Fruchtfolgeflächen  (FFF) 
verlustig,  wobei  die  Kompensation  der  eingebüssten  Fläche  zu  Unrecht 
aufgeschoben worden sei.  

7.1 Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder 
für den produzierenden Gartenbau nötig sind, sind gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG 
in  der  Landwirtschaftszone  zonenkonform.  Das  Bauvorhaben  erfüllt  diese 
Kriterien  unbestrittenermassen  nicht.  Die  Baudirektion  geht  demgegenüber 
davon  aus,  dass  die  umstrittene  Anlage  die  Voraussetzungen  für  eine 
Ausnahmebewilligung  nach  Art.  24  RPG  erfüllt.  Gemäss  dieser  Vorschrift 
werden  Bauten  und  Anlagen  ausserhalb  der  Bauzonen  ausnahmsweise 
bewilligt, wenn ihr Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. 
a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).  

7.2  Das  Gebiet  A 

ist  Teil  einer  grossen  zusammenhängenden 
Landwirtschaftszone im Süden des H-Sees. In südlicher und östlicher Richtung 
folgt Wald (…). Die Waldung stösst im Norden an die E-Strasse an, bei der es 
sich um eine stark befahrene Hauptverkehrsstrasse handelt. In diesem Bereich 
führt  in  der  Jahreszeit,  in  der  die  Amphibien  vom  Wald  aus  zum  Laichen  den 
Weiher  bei  D  aufsuchen,  eine  Amphibienzugstelle  über  die  Strasse.  An  der 
fraglichen Zugstelle sind  auf der jahreszeitlichen Wanderung der Amphibien in 
den  Jahren  2014  und  2015  insgesamt  760  bzw.  582  Tiere  gezählt  worden 
(Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz [karch], 
http://www.karch.ch).  Mit  den  geplanten  Weihern  beabsichtigt  die  Bauher-
rschaft,  zwei  neue  Laichgewässer  für  Amphibien  anzulegen,  die  von  den 
geschützten  Tieren  ohne  Gefahren  des  Strassenverkehrs  aufgesucht  werden 
können.  Das  Vorhaben  ist  somit  auf  einen  Standort  ausserhalb  der  Bauzonen 
angewiesen,  da  sich  diese  weitab  vom  Lebensraum  der  hiesigen  Amphibien 
befinden.  

Die  Standortgebundenheit  des  Bauvorhabens  wird  insofern  denn  auch 

nicht in Abrede gestellt.  

7.3 Demgegenüber ziehen die Rekurrenten die Eignung des vorgesehenen 
Standorts  in  Zweifel.  Dieser  sei  weder  für  das  Anlegen  eines  Feuchtgebiets 
noch für das Ansäen einer Magerwiese geeignet. Zwar sei weiter im Norden ein 
Potenzial  für  ein  Feuchtgebiet  auszumachen,  nicht  aber  an  der  vorgesehenen 
Stelle. Dort bestehe auch kein Potenzial für eine Magerwiese, die ohnehin nicht 
zum  Teich  und  zu  den  Hochstammobstbäumen  passe,  die  unlängst  weiter 
westlich auf der Bauparzelle gepflanzt worden seien.  

Der  umstrittene  Standort  war  früher  Teil  eines  Rieds,  das  in  den  Jahren 
1944  und  1945  im  Laufe  der  Bodenmelioration  durch  den  Einbau  von 
Drainagen  entwässert  wurde.  Das  Gebiet  ist  nach  wie  vor  durch  Fremdnässe 
gekennzeichnet. Als Folge davon ist die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des 
Bodens durch Grund- und Hangwasser eingeschränkt. Die Bodenfläche, die für 

 
 
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den Weiher,  die  Feucht-  und  die  Blumenwiese  vorgesehen  ist,  weist  hingegen 
ein Potenzial zur Ergänzung von Feuchtgebieten auf. Der Standort ist deshalb 
durchaus  geeignet,  um  einen  neuen  Lebensraum  für  Amphibien  und  für  die 
Vegetation  einer  Feuchtwiese  zu  schaffen.  Daran  ändert  der  Umstand  nichts, 
dass etwa 160 m weiter östlich ein noch grösseres Potenzial für Feuchtgebiete 
besteht,  denn  jener  Standort,  der  sich  inmitten  der  landwirtschaftlichen 
Nutzfläche befindet, stellt aufgrund seiner Nähe zum Weiher B die angestrebte 
Vernetzung  der  Feuchtgebiete  nur  unzureichend  sicher.  Die  Lage  und 
Beschaffenheit  der  vorgesehenen  Lokalität  ist  demzufolge  nicht  zu  be-
anstanden.  

Magerwiesen  wachsen  auf  nährstoffarmen,  sogenannt  mageren  Böden, 
derweil  an  nährstoffreichen  Standorten  andere  Arten  von  Blumenwiesen 
gedeihen.  So  sind  auf  sonnigen  und  nährstoffreichen  Standorten  Fromental-
wiesen verbreitet, während auf feuchten, nährstoffreichen Orten beispielsweise 
Kohldistel-Wiesenfuchsschwanz-Wiesen  vorkommen.  Im  Süden  des  Weihers 
und  der  Feuchtwiese  eine  Magerwiese  anzulegen  –  wovon  die  Rekurrenten 
fälschlicherweise auszugehen scheinen –, wäre vorliegend schon deshalb nicht 
sinnvoll,  weil  an  jener  Stelle  der  Oberboden,  der  beim  Bau  der  Anlage 
abgetragen wird, ausgebracht werden soll. Es ist denn auch keine Magerwiese, 
sondern  eine  standortgerechte  Blumenwiese  geplant,  die  sich  mit  der  lokalen 
Bodenfeuchtigkeit verträgt.  

Davon abgesehen wird das ehemalige Ried, auf dem sich heute teils kahle 
landwirtschaftliche Nutzflächen befinden, durch das Anlegen des Weihers sowie 
der  Feucht-  und  Blumenwiese  landschaftlich  aufgewertet.  Eine  mangelhafte 
Einordnung des Vorhabens fällt deswegen ausser Betracht (Art. 3 Abs. 2 lit. b 
RPG und § 238 PBG).  

7.4  Die  Rekurrenten  befürchten  eine  Mücken-  und  Fliegenplage  und 
wenden  zudem  ein,  dass  der  auf  dem  angrenzenden  Kiesweg  aufgewirbelte 
Staub den Weiher verschmutze werde.  

Die Benützung des Flurwegs durch landwirtschaftliches Gerät dürfte nur an 
ausgeprägt trockenen Tagen grösseren Staub aufwirbeln. Selbst dann ist nicht 
damit zu rechnen, dass der Weiher verstaubt und nicht funktionstüchtig bleibt.  

Mückenplagen  entwickeln  sich  insbesondere  nach  einem  feuchten  und 
nassen  Frühjahr  ohne  Frosteinbruch,  wenn  in  der  Folge  keine  Trockenheit, 
sondern  immer  wieder  Regen  einsetzt.  Im  Falle  einer  solchen  Plage  sind  die 
Rekurrenten  in  erster  Linie  den  Stechmücken  ausgesetzt,  die  sich  auf  der 
eigenen  Liegenschaft  in  Pfützen  und  anderen  Wasseransammlungen  aus-
breiten. Die Insekten am Weiher wiederum werden durch Fressfeinde dezimiert, 
die mit dem Bauvorhaben gezielt gefördert werden.  

Den Rügen ist deshalb keine Folge zu geben.  

7.5  Weiter  bringen  die  Rekurrenten  vor,  dass  beim  Weiher  quakende 
Frösche  die  Nachtruhe  stören  werden.  Die  Anlage  sei  mit  den  Lärmschutz-
vorschriften unvereinbar.  

 
 
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In  der  Schweiz  kommen  lediglich  drei  Arten  von  Fröschen  vor,  die  derart 
laut  quaken,  dass  sie  als  Lärmbelästigung  wahrgenommen  werden  können. 
Dazu  zählen  der  Wasserfrosch  –  auch  Grünfrosch  genannt  –  und  die  beiden 
Kategorien  von  Laubfröschen.  Laubfrösche  sind  allerdings  selten  und  verur-
sachen  deshalb  kaum  je  Probleme.  Der  Wasserfrosch  hingegen  besiedelt 
regelmässig die in Wohngebieten verbreiteten Teiche, was zu Lärmemissionen 
führen  kann.  Während  der  Fortpflanzungszeit,  die  von  April  bis  Juni  dauert, 
quakt der Wasserfrosch regelmässig. Bei warmem Wetter wird tags und nachts 
gequakt.  Die  Männchen  stimulieren  sich  dabei  gegenseitig.  Je  mehr  Frösche 
vorhanden  sind,  desto  intensiver  fällt  das  Gequake  aus.  Andere  Frösche  und 
Kröten  quaken  auch,  die  Rufe  sind  jedoch  meist  leise  und  werden  nicht  als 
Belästigung  wahrgenommen.  Ist  der  Weiher  im  Frühling  noch  voller  aktiver 
Erdkröten und Grasfrösche, so verstummt der Lärm zudem im Sommer, umso 
mehr  als  diese  Froscharten  nach  dem  Laichen  wieder 
ihre  üblichen 
Lebensräume aufsuchen.  

Ein  Hauptzweck  des  umstrittenen  Weihers  besteht  darin,  die  beiden 
Amphibienarten  Erdkröte  und  Grasfrosch  zu  fördern.  An  der  betroffenen 
Amphibienzugstelle werden alljährlich viele Dutzende dieser Tiere gezählt. Seit 
Beginn der Zählungen in den 1980er Jahren wurde demgegenüber noch nie ein 
Wasserfrosch  gesichtet.  Sodann  verläuft  im  Südwesten  des  Weihers  die 
Autostrasse,  die  eine  Wanderbarriere  für  Amphibien  darstellt.  Im  Weiher  A 
werden sich daher, wenn überhaupt, kaum zahlreiche Wasserfrösche einfinden. 
Ausserdem  ist  das  Wohnhaus  der  Rekurrenten  über  60  m  von  der  geplanten 
Anlage  entfernt  und,  wie  sich  am  Augenschein  gezeigt  hat,  durch 
Nebengebäude  vom  Weiher  abgeschirmt.  Es  ist  deshalb  davon  auszugehen, 
dass die von den Amphibien verursachten Lärmimmissionen die Rekurrenten in 
ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören werden (vgl. Art. 25 Abs. 1 i.V.m. Art. 
15 USG).  

Demzufolge  bestand  für  die  Vorinstanzen  zu  Recht  kein  Anlass  zur 
Anordnung von lärmschutzrechtlichen Emissionsbegrenzungen (vgl. Art. 7 Abs. 
1 der Lärmschutz-Verordnung).  

7.6  Die  Rekurrenten  beanstanden die  Zerstörung  von  FFF und  halten die 
landwirtschaftlichen 

aufgeschobene  Kompensation  der  verlorengehenden 
Nutzfläche für unzulässig.  

Die  Inanspruchnahme  von  FFF  ist  nicht  von  vornherein  ausgeschlossen, 
setzt  aber  eine  umfassende  Abwägung  aller  Interessen  voraus.  Verlangt  wird 
die  Prüfung  von  Alternativen  ohne  oder  mit  weniger  Beanspruchung  von  FFF 
einschliesslich der Möglichkeiten zur Kompensation. Zudem muss sichergestellt 
sein,  dass  der  im  Sachplan  des  Bundes  festgelegte  kantonale  Anteil  am 
Mindestumfang  der  FFF  dauernd  erhalten  bleibt  (BGr,  28.  September  2016, 
1C_429/2015, E. 6.2).  

Durch den Bau des umstrittenen Weihers gehen 300 m2 FFF verloren. Ein 
alternativer  Standort,  der  keine  oder  weniger  FFF  konsumieren  würde,  steht 
nicht  zur  Verfügung,  weil  im  gesamten  Gebiet  von  A  FFF  ausgeschieden  sind 
(vgl. im GIS die Karte «Fruchtfolgeflächen FFF»). Die verlustig gehende Fläche 

 
 
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ist  der  Nutzungseignungsklasse  6  zugeteilt,  wonach  Futterbau  bevorzugt, 
Ackerbau  hingegen  nur  stark  eingeschränkt  möglich  ist.  Als  Folge  davon 
beschränkt  sich  der  Verlust  auf  bedingte  FFF.  Der  betroffene  Boden  ist 
ausserdem  bereits  anthropogen,  das  heisst 
in  seinem  Aufbau  durch 
menschliches  Zutun  massgeblich  verändert  worden.  Nichtsdestotrotz  hat  die 
Baudirektion  die  vollständige  Kompensation  der  eingebüssten  Fläche  verfügt, 
wobei  mit  der  Erfüllung  der  Auflage  zugewartet  werden  kann,  bis  die  Summe 
der  auszugleichenden  Fläche  5'000  m2  beträgt.  Mit  Schreiben  vom  21.  März 
2014  hat  die  Bauherrschaft  ausdrücklich  bestätigt,  dieser  Verpflichtung 
beizeiten nachzukommen. Unter diesen Umständen ist das öffentliche Interesse 
am Erhalt der in Frage stehenden FFF erheblich zu relativieren.  

Demgegenüber  bildet  das  Bauvorhaben  ein  bedeutendes  Element  zur 
Förderung  des  Biotopverbunds  im  Raum  A.  Weiher  und  Feuchtwiese  dienen 
für  Amphibien  und  andere 
insbesondere  als  wichtiger  Trittstein 
Wasserlebewesen.  Der  angestrebten  ökologischen  Vernetzung  und 
landschaftlichen  Aufwertung  ist  auch  mit  Blick  auf  die  gerade  erfolgte 
Landumlegung  erhebliche  Bedeutung  zuzumessen.  Es  besteht  folglich  ein 
überwiegendes öffentliches Interesse an der Verwirklichung des Bauvorhabens.  

Im Weiteren beträgt der Anteil des Kantons Zürich am Mindestumfang der 
FFF gemäss Sachplan  des  Bundes  vom  8. April 1992 44'000 ha. Das  Amt für 
Raumentwicklung  (ARE)  geht  in  seinem  Prüfbericht  zum  kantonalen  Richtplan 
vom  15.  April  2015  davon  aus,  dass  im  Kanton  Zürich  derzeit  44'500  ha  FFF 
sichergestellt  sind.  Damit  ist  der  kantonale  Mindestanteil,  wenn  auch  knapp, 
liegt  es  gemäss  Rechtsprechung  des 
eingehalten. 
Bundesgerichts im Ermessen des Kantons, ob und wie verlustig  gehende FFF 
auf seinem Gebiet zu kompensieren sind (BGr 1C_429/2015, E. 6.3).  

In  dieser  Situation 

Die Rüge ist daher unberechtigt.