# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d75a6e2-600c-57aa-bd78-97839c617e70
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-16
**Language:** de
**Title:** Erschliessung. Kein Anspruch auf Anschluss an ausserkommunale Strasse.
**Docket/Reference:** BRGE I Nr. 0113/2021
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_i_nr._0113-2021_vom_16._juli_2021.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE I Nr. 

R1L.2020.00045 
0113/2021     

Entscheid vom 16. Juli 2021     

Mitwirkende 

Abteilungsvizepräsident Claude Reinhardt, Ersatzrichterin Marlen Patt, 
Baurichter Christian Hurter, Gerichtsschreiber Daniel Schweikert     

in Sachen 

Rekurrierende 

1.  S. AG […] 
2.  D. und S. K. […] 

beide vertreten durch […] 

gegen 

Rekursgegner 

1.  Gemeinderat X […] 

Mitbeteiligter 

2.  Gemeinderat Y […] 

betreffend 

Beschluss des Gemeinderates vom 31. August 2020; Vorentscheid betref-
fend  Erschliessung  Grundstücke  Kat.-Nrn.  1,  2  und  3  (Gemeinde  Y)  über 
L.-Strasse, Grundstück Kat.-Nr. 4 (Gemeinde X) 
______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 
Mit  Beschluss  vom  31.  August  2020  beantwortete  der  Gemeinderat  X  fol-

gende, ihm von der S. AG sowie von D. und S. K. zum Vorentscheid vorge-

legte Frage Nr. 1 im Sinne der Erwägungen abschlägig: 

   " Kann eine zonenkonforme Überbauung auf den Grundstücken Kat.-Nr. 
1, 2 und 3 in Y bzw. die entsprechende Anzahl Wohneinheiten von un-
gefähr 24 Stück über die (Kat.-Nr. 4) in X erschlossen werden und für 
einen  entsprechenden  Anschluss  auf  der  Südseite  des  Wendeham-
mers der L.-Strasse eine Baubewilligung in Aussicht gestellt werden?" 

B. 
Mit  gemeinsamer  Rekurschrift  vom  23.  November  2020  gelangten  die  S. 

AG  sowie  D.  und  S.  K.  fristgerecht  an  das  Baurekursgericht  des  Kantons 

Zürich und beantragten: 

 "1.  Es  sei  der  angefochtene  Beschluss  aufzuheben,  soweit  damit  Vorent-
scheidfrage 1 abschlägig beantwortet wurde (d.h. keine Bewilligung für 
die Erschliessung der Grundstücke Kat.-Nrn. 1, 2 und 3 in der Gemein-
de Y über die L.-Strasse Kat.-Nr. 4 in X in Aussicht gestellt wurde), und 
es  sei  der  Gemeinderat  X  einzuladen,  die  Erschliessung  einer  zonen-
konformen Überbauung auf den Grundstücken Kat.-Nrn. 1, 2 und 3 mit 
ungefähr  24  Wohneinheiten  über  die  L.-Strasse  sowie  einen  entspre-
chenden  Anschluss  auf  der  Südseite  des  Wendehammers  der  L.-
Strasse zuzulassen. 

  2.  Es sei ein Augenschein durchzuführen. 

  3.  Alles  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zu  Lasten  des  Rekurs-

gegners." 

C. 
Vom  Rekurseingang  wurde  mit  Verfügung  vom  26.  November  2020  Vor-

merk genommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. 

D. 
Der Gemeinderat X beantragte mit Rekursantwort vom 21. Dezember 2020 

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Seite 2 

 
 
die Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten-

folge zulasten der Rekurrierenden. 

E. 
Der  als  Mitbeteiligter  in  das  Verfahren  aufgenommene  Gemeinderat  Y 

schloss  in  seiner  Vernehmlassung  ebenfalls  vom  21.  Dezember  2020  auf 

Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Rekurrierenden. 

F. 
Mit  Replik  vom  1.  Februar  2021 und  Duplik vom  15. Februar  2021  (einge-

reicht  anlässlich des Augenscheins  vom  28. April  2021)  hielten  die  Rekur-

rierenden sowie der Gemeinderat X an ihren jeweiligen Anträgen fest. Der 

mitbeteiligte Gemeinderat Y verzichtete stillschweigend auf Duplik. 

G. 
Am 28. April 2021 führte eine Delegation des Baurekursgerichts im Beisein 

der Parteien den erwähnten Augenschein vor Ort durch. 

H. 
Eine weitere Eingabe der Rekurrierenden datiert vom 25. Mai 2021. 

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Seite 3 

 
 
 
 
Es kommt in Betracht: 

1.1. 
Die Rekurrierenden sind als Gesuchsteller und Adressaten der abschlägig 

beantworteten  Vorentscheidfrage  Nr.  1  unstreitig  zum  Rekurs  legitimiert 

(§ 338a des Planungs- und Baugesetzes [PBG]). 

1.2. 
Aus dem  Umstand,  dass  die  Duplik  des  Gemeinderats X  vom  15. Februar 

2021  gemäss  Ausführungen  des  Gemeindeschreibers  aufgrund  eines 

Kanzleifehlers  nicht  verschickt  –  und  deshalb  erst  am  Augenschein  vom  

28.  April  2021  nachträglich  überreicht  –  wurde,  erwuchs  den  Rekurrieren-

den kein Rechtsnachteil. Die Duplik wurde anlässlich des besagten Augen-

scheins auch den Rekurrierenden übergeben (Prot. S. 3). Diese äusserten 

sich  in  ihrer  Eingabe  vom  25.  Mai  2021  nicht  dazu,  obwohl  ihnen  dies 

selbstredend  ebenso  zugestanden  hätte  wie  das  Anbringen  von  Bemer-

kungen zu den Erkenntnissen des Augenscheins. 

Sowohl  die  klar  verspätet  eingereichte  Duplik  des  Gemeinderats  X  vom 

15. Februar  2021  wie  auch  die  unaufgefordert  eingereichte  Eingabe  der 

Rekurrierenden vom 25. Mai 2021 dürfen und werden vorliegend als Folge 

der behördlichen Untersuchungspflicht berücksichtigt; es steht dies generell 

im Ermessen der Rekursinstanz (Alain Griffel, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2014, § 23 Rz. 23). 

2.1. 
Im  materiellrechtlicher  Hinsicht  ist  vorliegend  die  Frage  umstritten,  ob  im 

Rahmen  einer  allfälligen  Neuüberbauung  der  allesamt  auf  […]  Gemeinde-

gebiet  [von  Y]  in  der  Zone  W3/60  gelegenen  Grundstücke  Kat.-Nr.  1  der 

Rekurrentin  1  und  Kat.-Nrn.  2  und  3  der  Rekurrierenden  2  mit  insgesamt 

ungefähr  24  Wohneinheiten  die  Erschliessung  neu  via  die  auf  dem  Ge-

meindegebiet von X verlaufende L.-Strasse vorgesehen werden kann. Die-

se  […]  Gemeindestrasse  [von  X]  stösst  mit  dem Wendehammer  an  ihrem 

südlichen Ende exakt an die derzeit durch einen Gartenzaun wahrnehmba-

re  Gemeindegrenze  zwischen X  und  Y  an  (www.gis.zh.ch;  Prot.  S.  8  Foto 

Nr. 4 und Prot. S. 9 Foto Nr. 6).  

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Seite 4 

 
 
2.2. 
Der  Gemeinderat X  verneint  einen  Erschliessungsanspruch  von  in Y  gele-

genen Bauparzellen an die in X gelegene L.-Strasse. 

2.3. 
Die Rekurrierenden halten den Anspruch für gegeben. Im Einzelnen führen 

sie zusammengefasst aus, die Grundstücke Kat.-Nrn. 1 ff. in Y würden heu-

te  über  eine  servitutarisch  gesicherte  Stichstrasse  ab  der  […]  F.-Strasse 

[von  Y]  erschlossen.  Die  Parzellen  Kat.-Nrn.  1,  2  und  3  seien  unternutzt 

und mit teilweise baufälligen Gebäuden überstellt. Unglücklicherweise wie-

sen  die  drei  Parzellen  eine  in  West-Ost-Richtung  verlaufende,  langrecht-

eckige Form und in der Nord-Süd-Richtung eine geringe Breite auf; im Falle 

der Parzelle Kat.-Nr. 1 der neubauwilligen Rekurrentin 1 betrage diese Brei-

te  nicht  einmal  20  m.  Die  Gemeinde  Y  habe  in  ihrer  Bau-  und  Zonenord-

nung  (BZO)  sehr  einschränkende  Bauvorschriften  statuiert,  welche  eine 

Neuüberbauung  der  Parzellen  mit  der  bestehenden  Parzellarstruktur  fak-

tisch  verunmöglichten.  Insbesondere  müssten  Gebäude  nach  Süden  hin 

einen  grossen  Grundabstand  von  10  m  und  auf  den  übrigen  Seiten  einen 

kleinen Grundabstand von 5,5 m respektieren, welche Grundabstände sich 

bei  einer  Fassadenlänge  von  mehr  als  20  m  auch  noch  um  einen  Viertel 

der  Mehrlänge  bzw.  um  maximal  4  m  vergrösserten  (Art.  22  BZO  i.V.m. 

Art. 43 Ziff. 1 BZO; Art. 46 Ziff. 1 BZO). Zwar dürfte ein Gebäude eine Län-

ge von 50 m aufweisen (Art. 22 BZO); ein entsprechender Bau müsse aber 

auf der Südseite somit einen Grenzabstand von 14 m und (unter anderem) 

auf der Nordseite einen solchen von 9,5 m aufweisen. Bei einer Bauparzel-

le mit einer Tiefe von nicht einmal 20 m könne die zulässige Gebäudelänge 

damit nicht ansatzweise ausgeschöpft werden, weil andernfalls die resultie-

renden  Abstände  gar  keinen  Baubereich  mehr  ergäben.  Auch  eine  offene 

Bauweise  bzw.  die  Realisierung  von  zwei  separaten  Baukörpern  brächten 
keine wirkliche Entlastung, weil Art. 46 Ziff. 2 BZO eine Gesamtbetrachtung 

von Bauten mit unterschrittenem Grenz- und Gebäudeabstand vorschreibe. 

Im Ergebnis resultierten bei Berücksichtigung der massgeblichen Vorschrif-

ten theoretische Baubereiche, welche geradezu verschwindend klein seien 

(vgl. act. 4.2, Planbeilage A). 

Eine  sinnvolle  Überbauung  der  Parzelle  Kat.-Nr.  1  der  Rekurrentin  1  sei 

daher nur unter Einbezug der Parzellen Kat.-Nrn. 2 und 3 der Rekurrieren-

den 2 und unter Vornahme eines Landabtausches möglich, indem aus den 

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Seite 5 

 
 
drei in West-Ost-Richtung verlaufenden Parzellen zwei neue, in Nord-Süd-

Richtung  verlaufende  Parzellen  geschaffen  würden.  Ein  solcher  Abtausch 

ermögliche einerseits den einstweiligen Fortbestand der im Besitz der der-

zeit  nicht  bauwilligen  Rekurrierenden  2  befindlichen  Gebäude  an  der  F.-

Strasse 1 und 2 (act. 4.2, Planbeilage B, Variante B1). Andererseits – und 

vor allem – könne dadurch der Problematik des auf der Südseite zu respek-

tierenden grossen Grundabstandes sowie den heute ungünstigen, in West-

Ost-Richtung langrechteckigen Grundstücksformen begegnet werden. 

Damit der unternutzte und neu gefangene Grundstücksteil B im Osten einer 

Neuüberbauung  mit  zugehöriger  Unterniveaugarage  zugeführt  werden 

könne  und  die  dafür  nötigen,  etwa  19  Fahrzeugabstellplätze  erschlossen 

werden könnten, müsse indes eine Zufahrt über die […] L.-Strasse [von X] 

möglich  sein.  In  einer  zweiten  Phase  könnten  dann  dereinst  die  derzeit 

nicht  neubauwilligen  Rekurrierenden  2  den  im  Westen  gelegenen  neuen 

Grundstücksteil  A  an  diese  Unterniveaugarage  anschliessen  und  darüber 

Ersatzneubauten für die Gebäude an der F.-Strasse 1 und 2 erstellen (act. 

4.2, Planbeilage B, Variante B2). 

Ohne  eine  Erschliessung  ab  der  L.-Strasse  bliebe  der  neubauwilligen  Re-

kurrentin 1  nur  der Weg  über ein  Quartierplanverfahren  oder –  wegen  der 

einer  Landumlegung  entgegenstehenden  Bestandesbauten  der  Rekurrie-

renden  2  –  gar  einer  Gebietssanierung  gemäss  §§  186  ff.  PBG,  um  die 

überfällige Aufwertung der Parzelle Kat.-Nr. 1 an der Gemeindegrenze um-

setzen zu können. 

Die L.-Strasse in X sei eine dem Gemeingebrauch gewidmete Strasse. Mit 

der Ausgestaltung der L.-Strasse sowie von deren Wendehammer habe die 

Gemeinde X in Kauf genommen, dass die dortigen Liegenschaften im Falle 
einer Neuüberbauung dereinst an die L.-Strasse anschliessen könnten. Es 

existierten keine Vorschriften, welche die Erschliessung eines Grundstücks 

über  eine  Strasse  auf  dem  Gebiet  einer  Nachbargemeinde  untersagen 

würden. Die L.-Strasse sei für die nachgesuchte Erschliessungslösung hin-

reichend  ausgebaut  und  auch  Aspekte  der  Verkehrssicherheit  oder  des 

Umweltschutzes  (Lärm)  stünden  einem Anschluss  nicht  entgegen.  Bei ob-

jektiver  Betrachtung  hätten  die  Rekurrierenden  ein  sehr  grosses  Interesse 

an  der  Erschliessung  ihrer  Parzellen  über  die  L.-Strasse,  welche  die  Ge-

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meinde  X  mit  deren  Erstellung  auch  ermöglicht  habe.  Ein  entsprechender 

Anschluss dürfe daher nicht verweigert werden. 

2.4. 
Der Gemeinderat Y hält dafür, tatsächlich erschwerten die von den Rekur-

rierenden  genannten  baurechtlichen  Rahmenbedingungen  eine  Bebaubar-

keit  insbesondere  wegen  der  langrechteckigen  Form  der  Baugrundstücke 

bzw.  wegen  den  in  Y  geltenden  Abstandsregelungen.  Nachdem  eine  Be-

bauung  der  rekurrentischen  Grundstücke  nach  den  Vorstellungen  der  Re-

kurrierenden  indes  ohnehin  nur  möglich  sei,  wenn  eine  Vereinigung  bzw. 

Neuanordnung der Grundstücke stattfinde, werde auch die Frage einer (al-

ternativen)  Erschliessung  via  die  […]  L.-Strasse  [von  X]  obsolet.  Denn  im 

Falle einer Vereinigung bzw. Neuanordnung der Baugrundstücke seien Zu-

fahrtsvarianten ab der […] F.-Strasse [von Y] wie bisher, unter Inanspruch-

nahme der gesicherten Wegrechte, durchaus vorstell- und realisierbar. 

3.1. 
Die  Erschliessung  ist  eine  Grundvoraussetzung,  damit  ein  Grundstück 

(neu) überbaut werden kann (Art. 22 Abs. 2 lit. b des Raumplanungsgeset-

zes [RPG]). Ein Grundstück gilt als erschlossen, wenn die für die betreffen-

de  Nutzung  hinreichende  Zufahrt  besteht  und  die  erforderlichen  Wasser-, 

Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe herangeführt sind, dass ein An-

schluss  ohne  erheblichen  Aufwand  möglich  ist  (Art.  19  Abs.  1  RPG).  Vor-

liegend liegt – als Teilgehalt des Erschliessungsbegriffs – allein die vorste-

hend ersterwähnte Zugänglichkeit im Sinne von § 237 PBG, mithin die Er-

schliessung mit Anlagen des Verkehrs (Strassen und Wege), im Streit. 

Ein  Erschliessungsplan  im  Sinne  der  §§  90-95  PBG  regelt  die  Grober-
schliessung.  Zu  seiner  Erstellung  sind  die  zürcherischen  Gemeinden  ver-

pflichtet  (§  90  Abs.  1  PBG).  Die  sogenannte  Feinerschliessungsplanung 

wird grundsätzlich mittels Quartierplan (§§ 123 ff. PBG) gewährleistet. Der 

Quartierplan  ermöglicht  im  erfassten  Gebiet  eine  der  planungs-  und  bau-

rechtlichen Ordnung entsprechende Nutzung und enthält die dafür nötigen 

Anordnungen (§ 123 Abs. 1 PBG). Je nach den Umständen kann ein Quar-

tierplan auch auf Teilmassnahmen beschränkt werden (§ 123 Abs. 2 PBG). 

Teilquartierpläne  sind  beispielsweise  denkbar  für  Grenzverschiebungen 

und geringfügige Landabtäusche (Christoph Fritzsche/Peter Bösch/Thomas 

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Wipf/Daniel  Kunz,  Zürcher  Planungs-  und  Baurecht,  6.  Aufl.,  Wädenswil 

2019,  Bd.  1,  S.  240).  Für  die  Einleitung  eines  Quartierplanverfahrens  ge-

nügt  es  unter  Umständen  bereits,  wenn  auch  nur  ein  Grundstück  unzu-

reichend  erschlossen  ist  (VB.2018.00515  vom  27.  Juni  2019,  E.  2.2). 

Denkbar  sind  durch  den  Gemeindevorstand  initiierte  sogenannte  amtliche 

Quartierpläne,  durch  Grundeigentümer  veranlasste  private  Quartierpläne 

(§ 160a  PBG)  sowie  sogenannte  superprivate  Quartierpläne,  deren  öffent-

lich-rechtliches Erschliessungsgenügen spätestens im Baubewilligungsver-

fahren (§ 237 Abs. 4 PBG) überprüft wird. 

3.2. 
Die  Zuständigkeit  für  die  Grob-  und  Feinerschliessung  des  eigenen  Ge-

meindegebiets respektive dessen Unterteilung in quartierplanrechtlich sinn-

volle  Beizugsgebiete  liegt  –  nachgerade  genuin  –  bei  der  entsprechenden 

Gemeinde (§ 90 Abs. 1 PBG und § 130 Abs. 1 PBG). Nur ganz ausnahms-

weise,  nämlich  dann,  wenn  die  sinnvolle  Begrenzung  des  Beizugsgebiets 

Land  in  zwei  oder  mehreren  Gemeinden  erfordert,  ist  ein  Quartierplanver-

fahren in allen betroffenen Gemeinden einzuleiten und koordiniert durchzu-

führen  (§§  40-45  der  Quartierplanverordnung  [QPV]).  Ein  solcher  Fall  lag 

bzw.  liegt  vorliegend  offenkundig  nicht  vor.  Das  angrenzende  Gemeinde-

gebiet von X respektive das dortige, ehemals als ein Beizugsgebiet im Sin-

ne  des  Quartierplanrechts  definierte  Gebiet  wurde  seinerseits  offenkundig 

durch die A.-Strasse und die L.-Strasse daselbst erschlossen. Gemäss un-

bestritten  gebliebenen  Ausführungen  der  Gemeinde  X  beruhte  jene  Quar-

tiererschliessung ihrerseits auf einer weit zurückliegenden Quartierplanung, 

an  welcher  sich  in  den  letzten  Jahrzehnten  nichts  Substantielles  geändert 

und welche sich auch bewährt habe. 

3.3. 
Das hier streitbetroffene Gebiet in Y wurde  im Sinne des vorstehend Aus-

geführten  mit  dem  vom  Regierungsrat  genehmigten  Quartierplan-Nr.  13 

von der auf ihrem Gemeindegebiet erschliessungszuständigen Gemeinde Y 

(allein)  erschlossen  […].  Die  Baugrundstücke  innerhalb  des  […]  Beizugs-

gebiets  [von  Y]  und  damit  auch  die  rekurrentischen  Grundstücke  gelten 

nach  Massgabe  dieses  Quartierplans  als  (fein-)erschlossen.  In  der  Folge 

wurden  die  Grundstücke  denn  auch  überbaut.  Es  wurde  seinerzeit  sowie 

bis zur Kundgabe der Neubauabsichten der Rekurrentin 1 offenbar nie ein 

Erschliessungsmangel  konstatiert,  wenngleich  es  der  heute  vorhandenen 

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Stichstrasse  mit  der  Auffassung  der  Rekurrierenden  an  einer  Wendemög-

lichkeit  fehlt.  Dieser  Umstand  bildet  vorliegend  aber  weder  Streitanlass 

noch Streitgegenstand (vgl. Replik [act. 17], Rz. 14). 

3.4. 
Abgesehen von der eben erwähnten, nicht Streitgegenstand bildenden feh-

lenden Wendemöglichkeit am Ende der Stichstrasse ist nicht zu erkennen, 

weshalb die rekurrentischen Grundstücke gegenwärtig oder gar generell als 

nicht (mehr) allein via dem Gebiet der erschliessungszuständigen Gemein-

de  Y  rechtsgenügend  feinerschlossen  zu  betrachten  sein  sollten.  Die  sich 

vorliegend stellende Problematik ergibt sich bei Lichte betrachtet denn auch 

nicht  aus  Erschliessungsmängeln,  sondern  vielmehr  aus  sehr  restriktiven 

Abstandsvorschriften  gemäss  der  BZO  Y  im  Verein  mit  schmalen  Grund-

stücksformen (siehe nachstehende Ziff. 4).  

3.5. 
Läge  tatsächlich  bzw.  neuerdings  ein  behebungsbedürftiger  Erschlies-

sungsmangel  vor,  dann  wäre  auch für  dessen  Behebung  die  Gemeinde Y 

allein  zuständig.  Die  oben  erwähnten  Quartierplanvarianten  respektive  die 

weiteren  im  entsprechenden  Abschnitt  des  PBG  genannten  Institute 

(Grenzbereinigung  [§§  178-185  PBG];  Gebietssanierung  [§§  186-188 

PBG])  stünden  zur  Verfügung.  Dass  mit  der  Heranziehung  der  entspre-

chenden Instrumente ein gewisser zeitlicher Aufwand verbunden sein mag, 

ändert nichts an deren Existenz.  

Die Gemeinde X hingegen ist planungs- und baurechtlich für die Behebung 

eines  allfälligen  Erschliessungsmangels  auf  fremden  Gemeindegebiet  in 

keiner  Art  und Weise  verantwortlich.  Eine  solche  Betrachtungsweise  wäre 

mit der vorstehend erläuterten, nachgerade genuinen Monopolzuständigkeit 
einer  Gemeinde  für  die  Erschliessung  ihres  eigenen  Gemeindegebiets  – 

und nur dieses Gebiets – nicht zu vereinbaren. Eine Gemeinde wie vorlie-

gend  die  Gemeinde  X  muss  auch  nicht  etwa  einer  Bauherrschaft  in  einer 

Nachbargemeinde  quasi  an  der  Grenze  erschliessungstechnisch  "aushel-

fen",  um  dergestalt  die  von  der  erschliessungszuständigen  Nachbarge-

meinde  zu  verantwortenden  Erschliessungsdefizite  zu  kompensieren  –  lä-

gen  solche  vor.  In  diesem  Sinne  ist  es  qualifiziert  unzutreffend,  wenn  die 

Rekurrierenden  dafürhalten,  die  Gemeinde  X  habe  mit  der  Ausgestaltung 

der  L.-Strasse  mit  einem  bis  an  die  Gemeindegrenze  reichenden  Wende-

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Seite 9 

 
 
hammer eine Erschliessung des in der Gemeinde Y liegenden Grundstücks 

Kat.-Nr.  1  nachgerade  in  Kauf  genommen  oder  ermöglicht  (Rekursschrift 

[act.  2],  Rz.  16  und  24).  Diese  Betrachtungsweise  lässt  die  –  eindeutig  – 

abgrenzbaren  kommunalen  Planungshoheiten  und  Erschliessungszustän-

digkeiten  verschiedener  Gemeinden  gänzlich  ausser  Acht.  Der  Umstand, 

dass der Wendehammer der L.-Strasse an der Gemeindegrenze endet, ist 

in  Bezug  auf  […]  Bauparzellen  [von  Y]  rein  zufällig  und  keinesfalls  plan-

mässig. Es ist nicht vorstellbar, dass die Gemeinde X mit seiner Ausgestal-

tung quasi in Kauf genommen hat, dass dereinst Grundeigentümer aus der 

Nachbargemeinde  Erschliessungsansprüche  über  die  Gemeindegrenze 

hinweg  geltend  machen.  Die  vor  Jahrzehnten  vorgenommene  Quartierpla-

nung und Feinerschliessung auf [dem] Gemeindegebiet [von X] war selbst-

redend allein für Baugrundstücke im Bereich des entsprechenden […] Bei-

zugsgebiets [von X] bestimmt. 

3.6. 
Schliesslich und bemerkungsweise ist die Gemeinde X auch nicht verpflich-

tet, für Bauherrschaften auf dem Gebiet einer Nachbargemeinde planerisch 

tätig  zu  werden  respektive  Vorschläge  für  Überbauungsprobleme  einzu-

bringen, welche wie erwähnt allein aus ungünstigen Grundstücksformen im 

Verein mit restriktiven Bauvorschriften in der Nachbargemeinde resultieren 

(in diesem Sinne jedoch Replik [act. 17], Rz. 12, 16 und 18). 

3.7. 
Am Ausgeführten ändert explizit nichts, dass in der Rechtsprechung bereits 

mehrmals  erkannt  wurde,  es  stehe  einem  Grundeigentümer,  dessen 

Grundstück von mehreren Strassen erschlossen sei, grundsätzlich frei, von 

welcher  Strasse  er  sein  Grundstück  erschliessen  wolle.  Erstens  sind  die 

streitgegenständlichen  Baugrundstücke  in  Y  –  nach  Massgabe  obiger 
Grundsatzausführungen  betreffend  gemeindehoheitlicher  Erschliessungs-

zuständigkeit – gerade nicht von mehreren Strassen erschlossen. Das An-

grenzen des Wendehammers der […] L.-Strasse [von X] an die Gemeinde-

grenze stellt keinesfalls eine – quasi in Unzuständigkeit ergangene – plan-

mässige  Alternativerschliessung  ausserkommunaler  Baugrundstücke  dar. 

Zweitens äussern sich die in der Rechtsprechung bislang behandelten Fälle 

allesamt  zum  Erschliessungsanspruch  von  (teilweise  sogenannten  "passi-

ven")  Quartierplangenossen  im  Rahmen  desselben  Quartierplangebiets, 

welcher Fall hier nicht vorliegt (vgl. VB.2003.00044 in BEZ 2004 Nr. 2, mit 

R1L.2020.00045 

Seite 10 

 
 
einer 

Zusammenfassung 

der 

diesbezüglichen  Rechtsprechung; 

VB.2007.00356  und  VB.2007.00360  vom  5.  Dezember  2007,  E.  4.1; 

VB.2010.00613  und  VB.2010.00618  in  BEZ  2011  Nr.  22,  E.  3).  Auch  aus 

dem  rein  gemeindeinternen  Fall  VB  87/0088,  welcher  in  BEZ  1988  Nr.  45 

publiziert  wurde,  lässt  sich  keine  Wahlmöglichkeit  der  alternativen  Er-

schliessung über eine Gemeindegrenze hinweg ableiten; ebensowenig aus 

der  rekurrentischerseits  erwähnten,  wenngleich  wohl  eher  singulären  Er-

schliessung  einer  Tankstelle  in  Adliswil  über  das  Gebiet  der  Stadt  Zürich, 

zumal  über  die  diesbezügliche  Erschliessungsvereinbarung  (welche  wohl 

kaum ohne das Einverständnis der Stadt Zürich zustande gekommen sein 

dürfte)  nichts  bekannt  ist.  Dasselbe  gilt  betreffend  den  weiter  geltend  ge-

machten (act. 21, Rz. 5) Umkehrschluss aus § 261 PBG, wonach Gebäude 

politische  Grenzen  nicht  überstellen  dürfen.  Daraus  mag  sich  zwar  erge-

ben, dass  eine  Erschliessung  eine politische  Grenze  überstellen darf  –  so 

geschehen offenbar im erwähnten Fall betreffend die Tankstelle in Adliswil. 

Ein  Anschlussanspruch  gegenüber einer  Nachbargemeinde  respektive  ge-

genüber einer zufällig an die Gemeindegrenze angrenzenden Strasse einer 

Nachbargemeinde lässt sich nach Massgabe des oben Ausgeführten ohne 

–  wie  vorliegend  –  das  Einverständnis  dieser  Nachbargemeinde  zusam-

mengefasst jedoch unter keinem Titel begründen.  

3.8. 
Bei  diesem  Ergebnis  erübrigt  sich  die  Prüfung  der  Frage,  ob  die  […]  L.-

Strasse  [von  X]  allenfalls  (auch)  aus  Gründen  der  Verkehrssicherheit,  des 

Umweltschutzes  oder  der  zurückzulegenden  Fahrdistanz  vorliegend  nicht 

erschliessungsgeeignet wäre, von vornherein. 

3.9. 
Das Ausgeführte führt zur Abweisung des Rekurses. 

4. 
Bemerkungsweise ist die von den Rekurrierenden konstatierte und vorste-

hend ausführlich wiedergegebene Problematik bei der Neuüberbauung der 

Parzelle Kat.-Nr. 1 und allenfalls später auch der Parzellen Kat.-Nrn. 2 und 

3  nicht  in  Abrede  zu  stellen.  Allein,  sie  hat,  wie  vorstehend  ausgeführt, 

nichts mit einem Erschliessungsmangel zu tun, bei dem sich überhaupt die 

Frage stellen würde, ob er allenfalls "auf Kosten" der Gemeinde X zu behe-

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ben sein könnte. Die Gründe für die unübersehbare Neuüberbauungsprob-

lematik  sind  gänzlich  anderweitig  begründet.  Die  Bauparzellen  sind  in  der 

Nord-Süd-Ausdehnung  tatsächlich  nur  rund  20 m  breit.  Die  Vorschrift  von 

Art.  22  BZO  statuiert  für  die  Wohnzone  W3/60  einen  grossen  Grundab-

stand  von  beim  Vergleich  mit  anderen  Gemeinden  grundsätzlich  eher  ho-

hen  –  wenngleich  aber  nicht  etwa  singulären  oder  nachgerade  exorbitant 

hohen  –  10  m.  Anders  als  in  anderen  Gemeinden  mit  grossen  Grundab-

standsregelungen  von  etwa  derselben  Grössenordnung  kommt  in  Y  indes 

erschwerend dazu, dass dieser grosse Grundabstand zwingend und immer 

von der am stärksten nach Süden gerichteten Seite einzuhalten ist (Art. 43 

Ziff. 1 BZO) und nicht etwa, so die häufig anzutreffende Regelung in ande-

ren Gemeinden, von der am meisten nach Süden gerichteten Längsfassa-

de bzw. -seite oder schlicht von der Hauptwohnseite. Regelungen der letzt-

genannten  Arten  ergäben  planerischen  Spielraum,  welcher  in  Y  nicht  zur 

Verfügung steht. Bei einem überdies von allen übrigen Gebäudeseiten ein-

zuhaltenden kleinen Grundabstand von immerhin auch noch 5,5 m (Art. 22 

i.V.m.  Art.  43  Ziff.  2  BZO)  sind  in  der  Nord-Süd-Ausrichtung  nur  gerade 

rund 20 m breite Grundstücke von vornherein nur noch mit rund 4,5 m brei-

ten Gebäuden überbaubar. In der Länge lässt sich diese aufgrund der rest-

riktiven  Bauvorschriften  erzwungene  Gebäudeschmalheit  ebenfalls  nicht 

kompensieren,  weil  diesfalls  bald  Mehrlängenzuschläge  (Art.  46  Ziff.  1 

BZO) fällig werden, was wiederum zu (noch) schmaleren Gebäuden führen 

würde. Die umschriebenen Umstände führen mit der Auffassung der Rekur-

rierenden  und  in  Übereinstimmung  mit  den  von  einem  Architekturbüro  er-

stellten  Überbauungsstudien  (act.  4.2;  Anhänge)  dazu,  dass  zonenkonfor-

me dreigeschossige Neuüberbauungen auf Baugrundstücken wie den vor-

liegend  streitbetroffenen  in  der  hiesigen  Zone  W3/60  in  Y  kaum  denkbar 

sind (nur beim Verzicht auf Vollgeschosse ergäben sich [geringfügige] Ab-

standserleichterungen; vgl. Art. 44 BZO). 

Die Zone W3/60 auf dem Gemeindegebiet von Y ist gross; sie reicht bis zur 

Ü.-Strasse (www.gis.zh.ch). Die vorstehend umschriebene Problematik be-

schlägt damit wohl auch ein grösseres Gebiet. Beispielweise dürfte eine re-

gelkonforme Neuüberbauung nach Massgabe der geltenden BZO auch bei 

den Parzellen Kat.-Nrn. 5-9 sowie 10-12 nördlich und südlich des nahe ge-

legenen F.-Wegs (Kat.-Nr. 13) sehr schwierig werden, nachdem auch diese 

Parzellen  in der  Nord-Süd-Ausdehnung  allesamt  nur  rund  20 m breit  sind. 

Indes ist es nicht Gegenstand und Aufgabe des vorliegenden Rechtsmittel-

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verfahrens,  sich  mit,  sofern  in  der  Gemeinde  Y  dereinst  überhaupt  er-

wünscht,  diesbezüglichen  Lösungsansätzen  zu  beschäftigen,  von  denen 

wohl  grundsätzlich  mehrere  (Quartierplanung,  Landumlegung[en],  Neupar-

zellierung[en], BZO-Revision usw.) denkbar wären. 

5. 
Zusammengefasst ist der Rekurs abzuweisen. 

6.1. 
Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  unter  Solidarhaftung  für  den 

ganzen Betrag der Rekurrentin 1 zur Hälfte und den Rekurrierenden 2 je zu 

einem  Viertel  aufzuerlegen  (§  13  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes 

[VRG]). 

Nach  §  338  Abs.  1  PBG  bzw.  §  2  der  Gebührenverordnung  des  Verwal-

tungsgerichts  (GebV  VGr)  legt  das  Baurekursgericht  die  Gerichtsgebühr 

nach seinem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem 

bestimmbaren  Streitwert  oder  dem  tatsächlichen  Streitinteresse  fest.  Liegt 

wie  hier  ein  Verfahren  ohne  bestimmbaren  Streitwert  vor,  beträgt  die  Ge-

richtsgebühr in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 

Abs.  2  GebV  VGr).  Bei  der  Bemessung  der  Gebührenhöhe  steht  der  Re-

kursinstanz  ein  grosser  Ermessensspielraum  zu  (Kaspar  Plüss,  in:  Kom-

mentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 Rz. 25 ff.). 

Demnach ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 4'000.-- festzusetzen. 

6.2. 
Der  mitbeteiligte  Gemeinderat  Y  beantragt  die  Zusprechung  einer  Um-

triebsentschädigung. Vorliegend handelt es sich zwar nicht um einen einfa-

chen Fall. Dessen ungeachtet hatte der Mitbeteiligte im Rechtsmittelverfah-

ren  keinen  besonderen  Aufwand  zu  treiben  –  dieser  beschränkte  sich  auf 

das  Einreichen  einer  samt  Apparat  gerade  einmal  dreiseitigen  Rekursant-

wort. Die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 lit. a VRG sind daher nicht er-

füllt,  so  dass  von  der  Zusprechung  einer  Umtriebsentschädigung  an  den 

mitbeteiligten Gemeinderat Y abzusehen ist. 

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Die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung an die Rekurrierenden ent-

fällt ausgangsgemäss von vornherein. 

[…] 

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