# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2c4fd28-2514-5847-9a46-b79fa1f954bb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LE230042-O19
**Docket/Reference:** LE230042-O19
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LE230042-O19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LE230042-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

die Oberrichterinnen Dr. D. Scherrer und lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw E. Tvrtkovic

Beschluss und Urteil vom 18. Februar 2025

in Sachen

A._____, 

Gesuchsteller und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____, 

sowie

1.

2.

C._____, 

D._____, 

Verfahrensbeteiligte

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____, 

- 2 -

betreffend Eheschutz

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Uster vom 17. Januar 2023 (EE220009-I)

- 3 -

(Modifizierte) Rechtsbegehren:

des Gesuchstellers (Urk. 66 S. 1 ff.):

"1. Die Anträge der Gesuchsgegnerin seien abzuweisen, sofern sie 
nicht mit den eigenen Anträgen des Gesuchstellers übereinstim-
men.

2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Ehegatten bereits seit 

dem 1. Januar 2021 voneinander getrennt leben und er die eheli-
che Wohnung an der E._____-strasse ..., F._____, bereits seit 
dem 1. Januar 2021 verlassen hat.

3. Die gemeinsamen Söhne C._____, geb. tt.mm.2009, und 

D._____, geb. tt.mm.2012, seien unter die gemeinsame / alter-
nierende Obhut der Parteien mit hälftiger Betreuungsverantwor-
tung der Eltern zu stellen, wobei die Kinder ihren zivilrechtlichen 
Wohnsitz bei der Mutter haben und der Gesuchsteller die Kinder 
wie folgt betreut: 

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-

-

Jeweils in einer Woche von Montag Schulschluss bis am 
Montag in der Folgewoche bis Schulbeginn:

Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf 
Ostern, beginnt seine Betreuungsverantwortung am Grün-
donnerstag nach Kindergarten-/Schulschluss und dauert bis 
Dienstag nach Ostern Kindergarten-/Schulbeginn, in schul-
präsenzfreien Zeiten (z.B. Ferien) bis 09.00 Uhr; 

Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf 
Pfingsten, verlängert sich seine Betreuungsverantwortung 
bis Dienstag nach Pfingsten Kindergarten-/Schulbeginn, in 
schulpräsenzfreien Zeiten (z.B. Ferien) bis 09.00 Uhr; 

Eine allfällig damit kollidierende Ferienregelung geht den 
Feiertagswochenenden vor; 

In den Weihnachtsferien der Kinder betreuen die Eltern die 
Kinder alternierend, d.h. ein Jahr betreut die Kindsmutter die 
Kinder, im anderen Jahr der Kindsvater; 

Während der Hälfte der Schulferien der Kinder; 

Die Ferienregelungen [gehen] der regulären Betreuungsre-
gelung während der Schulzeit der Söhne vor;

Die Eltern sprechen sich über die jährliche Ferienplanung 
des Folgejahres jeweils bis 30. November des Vorjahres ab. 
Kommt bezüglich der Aufteilung der Ferien keine Einigung 
zustande, kommt dem Gesuchsteller in den Jahren mit gera-
der Jahreszahl und der Gesuchsgegnerin in den Jahren mit 
ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht betreffend 
die Aufteilung der Ferien zu

- 4 -

-

-

Ist ein Elternteil, aus welchen Gründen auch immer, nicht in 
der Lage, die Betreuung gemäss dem hier vereinbarten Be-
treuungsplan selber zu übernehmen, ist er verpflichtet, für 
eine angemessene Betreuung der Kinder durch Drittperso-
nen auf eigenen Kosten besorgt zu sein. Eine Anfrage an 
den anderen Elternteil ist möglich; dieser ist jedoch nicht ver-
pflichtet, die Betreuung zu übernehmen;

Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- 
oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache bleiben 
vorbehalten. 

4. Der Antrag auf rückwirkende Beurteilung der Kinderunterhaltsbei-

träge sei abzuweisen.

5. Eventualiter für den Fall, dass der Kinderunterhalt rückwirkend 

beurteilt werden sollte, verpflichtet sich der Gesuchsteller, der Ge-
suchsgegnerin für die beiden gemeinsamen Kinder C._____, 
geb. tt.mm.2009, und D._____, geb. tt.mm.2012, ab 1. März 2021 
bis 31. Mai 2022 die nachfolgenden monatlichen Unterhaltsbei-
träge zu bezahlen: 

-

-

CHF 4'870.00 für C._____ (davon CHF 0.00 Betreuungsun-
terhalt);

CHF 1'400.00 für D._____ (davon CHF 0.00 Betreuungsun-
terhalt).

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus auf den 
Ersten eines Monats.

6. Weiter verpflichtet sich der Gesuchsteller, der Gesuchsgegnerin 
für die beiden gemeinsamen Kinder C._____, geb. tt.mm.2009, 
und D._____, geb. tt.mm.2012, ab 1. Juni 2022 für die weitere 
Dauer des Getrenntlebens die nachfolgenden monatlichen Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen: 

-

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CHF 5'200.00 für C._____ (davon CHF 0.00 Betreuungsun-
terhalt);

CHF 1'300.00 für D._____ (davon CHF 0.00 Betreuunsun-
terhalt).

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus auf den 
Ersten eines Monats.

7. Bezüglich dem Kinderunterhalt für die beiden gemeinsamen Kin-

der C._____, geb. tt.mm.2009, und D._____, geb. tt.mm.2012, sei 
festzuhalten, dass jeder Elternteil für die Söhne (Wohnkosten, 
Kleider, Verpflegung, Ferien, Ausflüge usw.) selber aufkommt und 
die ordentlichen, regelmässigen Fixkosten der Kinder (Kranken-
kasse, Gesundheitskosten, Schulkosten für C._____, usw.) von 
der Gesuchsgegnerin getragen werden und der Gesuchsteller die 

- 5 -

Schulkosten für D._____ im Sinne eines zusätzlichen Unterhalts-
beitrages direkt an die Schule bezahlt. 

8. Die ausserordentlichen Kinderkosten im Sinne von Art. 286 
Abs. 3 ZGB seien von den Eltern je hälftig zu tragen. 

9. Es sei festzustellen, dass sich die Parteien ab 1. Juni 2022 ge-
genseitig keine persönlichen Unterhaltsbeiträge mehr schulden 
bzw. es sei auf die Festsetzung von persönlichen Unterhaltsbei-
trägen der Ehegatten zu verzichten.

10. Der Gesuchsteller sei für berechtigt zu erklären, den Betrag von 
CHF 344'702.00 mit den rückwirkend festgelegten Unterhaltsbei-
trägen zu verrechnen.

11. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ge-

suchsgegnerin (zzgl. 7.7% Mehrwertsteuer)."

der Gesuchsgegnerin (Urk. 45 S. 2 ff.)

 "1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Ehegatten bereits seit 
dem 1. Januar 2021 voneinander getrennt leben und der Gesuch-
steller die eheliche Wohnung an der E._____-strasse ..., F._____ 
bereits am 1. Januar 2021 verlassen hat.

2. Die eheliche Wohnung an der E._____-strasse ..., F._____ sei für 
die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchsgegnerin und den bei-
den Söhnen C._____, geb. tt. [recte: tt.] mm. 2009 und D._____, 
geb. tt.mm.2012 zuzuweisen.

3. Die beiden Söhne C._____ und D._____ seien unter die Obhut 
der Gesuchsgegnerin zu stellen, mit zivilrechtlichem Wohnsitz 
ebenfalls bei der Mutter. 

4. Es sei das Besuchsrecht, resp. das Ferienbesuchsrecht des Ge-
suchstellers zu regeln. Vorschlag für die Betreuungsregelung:

-

-

-

-

an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend 
(Schulschluss bzw. 18:00 Uhr bis Montagmorgen, Schulbe-
ginn bzw. 08:00 Uhr);

Fällt das Betreuungswochenende auf Ostern, beginnt die 
Betreuungsverantwortung bereits ab Gründonnerstag, 
Schulschluss bzw. 18:00 Uhr und dauert bis Dienstag, 
Schulbeginn, bzw. 8:00 Uhr;

fällt das Betreuungswochenende auf Pfingsten, verlängert 
sich die Betreuungsverantwortung bis Dienstag Schulbeginn 
bzw. 8.00 Uhr;

an jedem anderen Wochenende jeweils am Sonntagnach-
mittag, von 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Sofern die Gesuchs-
gegnerin das gesamte Wochenende mit den Kindern ver-
bringen möchte (etwa für einen Ausflug), wird die Betreuung 

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durch den Gesuchsteller auf einen gemeinsam festzulegen-
den Nachholtermin an einem anderen Wochenende oder un-
ter der Woche verschoben (Nachholrecht);

-

-

in den Jahren mit gerader Jahreszahl über die gesamten 
Weihnachts- und Neujahrsferien; 

während fünf Wochen Ferien pro Jahr (zusätzlich zu den al-
ternierend stattfindenden Weihnachts- und Neujahrsferien). 

In der übrigen Zeit (inkl. den gesamten Weihnachts- und Neu-
jahrsferien in Jahren mit ungerader Jahreszahl) werden die 
Söhne von der Gesuchsgegnerin betreut.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach 
gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.

5. Kinderunterhalt: Der Gesuchsteller sei mit Wirkung ab März 2021 

zu verpflichten, während der Dauer des Getrenntlebens für den 
Barunterhalt der Söhne die folgenden monatlichen Unterhaltsbei-
träge (zuzüglich allfällig bezogene Familienzulagen) zu bezahlen:

Bis Ende Mai 2022:

-

-

CHF 5'164.30.00 für D._____ (inkl. CHF 2'495.00 Schulge-
bühren G._____)

CHF 5'494.30 für C._____ (inkl. CHF 2'830.00 Schulgebüh-
ren G._____)

Ab Juni 2022:

-

-

CHF 5'796.20 für D._____ (inkl. CHF 2'995.00 Schulgebüh-
ren G._____)

CHF 6'126.20 für C._____ (inkl. CHF 2'830.00 Schulgebüh-
ren G._____)

Die ausserordentlichen Kinderkosten im Sinne von Art. 286 
Abs. 3 ZGB seien von den Eltern je hälftig zu tragen.

6. Ehegattenunterhalt: Mit Wirkung ab März 2022 sei der Gesuch-
steller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des 
Getrenntlebens monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge wie folgt 
zu bezahlen:

Bis Ende Mai 2022: CHF 8'310.70

Ab Juni 2022: CHF 5'561.80

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MWST) zu-
lasten des Gesuchstellers, eventualiter unter Kostenregelung 
nach Ermessen gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO."

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der Kindsvertreterin (Urk. 65 S. 1):

"1.

2.

Es seien die beiden Söhne C._____, geb. tt.mm.2009, und 
D._____, geb. tt.mm.2012, unter die alternierende Obhut beider 
Kindseltern zu stellen.

Es sei der zivilrechtliche Wohnsitz für beide Kinder entweder am 
Wohnsitz des Vaters oder der Mutter festzulegen, jedoch für 
beide am gleichen Ort. 

3.

Es sei die Betreuung der Söhne wie folgt zu regeln: 

-

-

abwechselnd je eine Woche am Stück von Montag-Morgen, 
Schulbeginn bis Montag-Morgen, Schulbeginn der darauffol-
genden Woche durch je einen Elternteil, 

je zur Hälfte während der Schulferien und Feiertage durch je 
einen Elternteil."

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 17. Januar 2023:
(Urk. 81 S. 6; Urk. 89 S. 46 = Urk. 94 S. 46)

1.

Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ wird als Kindsvertreterin von C._____ und 

D._____ für ihre Bemühungen und Barauslagen aus der Gerichtskasse mit 

Fr. 3'597.– zzgl. Fr. 276.95 (7.7 % MwSt), somit gesamthaft Fr. 3'873.95 ent-

schädigt.

2.

[Schriftliche Mitteilung]

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 17. Januar 2023:
(Urk. 81 S. 7 ff; Urk. 89 S. 46 ff. = Urk. 94 S. 46 ff.)

1.

Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 1. Januar 

2021 getrennt leben.

2.

Die Obhut für die beiden Söhne C._____, geboren tt.mm.2009, und 

D._____, geboren tt.mm.2012, wird den Parteien gemeinsam übertragen.

Der zivilrechtliche Wohnsitz der Söhne befindet sich bei der Mutter (Ge-

suchsgegnerin).

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3.

Die Betreuungsanteile der Eltern werden wie folgt festgelegt:

-

Die Betreuung der Söhne erfolgt im wöchentlichen Wechsel zwischen 

den Parteien. Der Wechsel der Betreuungsverantwortung findet jeweils 

am Montagmorgen nach Schulbeginn bzw. in schulpräsenzfreien Zei-

ten um 09.00 Uhr statt.

-

Fällt die Betreuungswoche auf Ostern, verlängert sich die Betreuungs-

verantwortung bis Dienstag nach Ostern Schulbeginn. Fällt die Betreu-

ungswoche auf Pfingsten, verlängert sich die Betreuungsverantwortung 

bis Dienstag nach Pfingsten Schulbeginn.

-

Die Eltern betreuen die Kinder während der Hälfte der Schulferien. In 

den Jahren mit gerader Jahreszahl betreut die Gesuchsgegnerin die 

Kinder über die gesamten Weihnachts- und Neujahrsferien und in den 

Jahren mit ungerader Jahreszahlen der Gesuchsteller. Die Eltern spre-

chen sich über die Ferienplanung des Folgejahrs jeweils bis 30. No-

vember des Vorjahres ab. Kommt bezüglich der Aufteilung der Ferien 

keine Einigung zustande, kommt dem Gesuchsteller für die Jahre mit 

gerader Jahreszahl und der Gesuchsgegnerin für die Jahre mit ungera-

der Jahreszahl das Entscheidungsrecht zu.

4.

Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des 

Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge an die Kosten des Unterhalts 

und der Erziehung für die Söhne C._____ und D._____, jeweils auf den Ers-

ten jedes Monats im Voraus, zuzüglich allfälliger vertraglicher Kinderzula-

gen, wie folgt zu bezahlen:

–  (rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023:

für C._____  Fr. 5'740.–

(davon Fr. 1'070.– Überschussanteil und 

Fr. 2'830.– Schulkosten)

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für D._____ Fr. 4'750.–

(davon Fr. 2'260.– Betreuungsunterhalt und 

Fr. 1'070.– Überschussanteil, exkl. Schul-

kosten)

–  ab 1. Februar 2023:

für C._____  Fr. 5'300.–

(davon Fr. 940.– Überschussanteil und 

Fr. 3'090.– Schulkosten)

für D._____ Fr. 1'930.–

(davon Fr. 940.– Überschussanteil, exkl. 

Schulkosten)

Die Schulkosten für C._____ werden von der Gesuchsgegnerin aus dessen 

Unterhaltsbeiträgen bezahlt. Die Schulkosten für D._____ bezahlt der Ge-

suchsteller direkt der Schule.

Die Parteien tragen die ausserordentlichen Kinderkosten, denen beide Par-

teien ausdrücklich zugestimmt haben, je zur Hälfte nach Vorlage der ent-

sprechenden Rechnungen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere 

Versicherungen, finanziert werden. Kommt keine Einigung über die Kosten-

tragung zustande, so trägt die veranlassende Partei die entsprechende Aus-

gabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteili-

gung bleibt vorbehalten.

5.

Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des 

Getrenntlebens monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge, jeweils auf den 

Ersten jedes Monats im Voraus, wie folgt zu bezahlen:

- Fr. 4'260.– (rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023

- Fr. 2'950.– ab 1. Februar 2023.

6.

Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 und 5 vorstehend 

basiert auf folgenden Grundlagen: 

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen 
separat:

 Gesuchsteller:

Fr. 28'000.– (100 % Pensum)

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 Gesuchsgegnerin:

bis 31. Mai 2022

ab 1. Juni 2022

Fr. 

0.–

Fr. 4'980.– (100 % Pensum)

 C._____ und D._____:

je

Fr.

230.–

(Kinderzula-

gen)

Vermögen der Parteien und der Kinder:

Vorliegend ist das Vermögen der Parteien und der Kinder für die Unterhalts-

berechnung nicht relevant.

familienrechtlicher Bedarf:

 Gesuchsteller:

ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022
D._____)

Fr. 5'750.– (exkl. Schulkosten 

ab 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 Fr. 7'190.– (exkl. Schulkosten 
D._____)

ab 1. Februar 2023

 Gesuchsgegnerin:

Fr. 7'040.–

ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022

Fr. 4'000.–

ab 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 Fr. 4'850.–

ab 1. Februar 2023

Fr. 4'250.–

 C._____:

ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022

Fr. 4'820.–  (inkl. Schulkosten)

ab 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 Fr.  4'980.–  (inkl. Schulkosten)

ab 1. Februar 2023

beim Gesuchsteller:

Fr. 1'200.–

bei der Gesuchsgegnerin: 

Fr. 4'590.– (inkl. Schulkosten)

 D._____:

ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022

Fr. 1'550.– (exkl. Schulkosten)

ab 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 Fr.  1'660.– (exkl. Schulkosten)

ab 1. Februar 2023

beim Gesuchsteller: 

Fr. 4'000.– (inkl. Schulkosten)

bei der Gesuchsgegnerin: 

Fr. 1'210.–

- 11 -

7.

Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsteller seiner Unter-

haltspflicht für die Monate Juli 2021 bis und mit Dezember 2022 gemäss vor-

stehenden Ziffern 4 und 5 im Umfang von Fr. 238'216.– nachgekommen ist. 

8.

Die eheliche Wohnung an der E._____-strasse ..., F._____, wird inklusive 

Hausrat und Mobiliar für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchsgegne-

rin und den gemeinsamen Söhnen zur alleinigen Benützung zugewiesen.

9.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

3'000.–

; die weiteren Auslagen betragen:

3'873.95   Kinderprozessbeiständin

948.75   Dolmetscherin. 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Entscheids, so 

ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.

10. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem vom 

Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchsgegne-

rin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den geleisteten Kostenvorschuss im 

Umfang von Fr. 1'500.– zu ersetzen.

11. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

12.

[Schriftliche Mitteilung]

13.

[Rechtsmittel]

(Modifizierte) Berufungsanträge:

des Gesuchstellers und Berufungsklägers (Urk. 116 S. 2 ff.):

"1. Das  Urteil  vom  17.  Januar  2023  des  Bezirksgerichts  Uster 
(Geschäfts-Nr. EE220009-I)  sei  bezüglich  Dispositivziffern  4 
[Kinderunterhaltsbeiträge], 
[Ehegattenunterhaltsbeiträge], 
6 [Grundlagen] 9, 10 und 11 [Kosten- und Entschädigungsfolgen] 
aufzuheben und wie folgt abzuändern:

5 

2. Der Berufungskläger/Gesuchsteller sei in Abänderung von Dispo-
sitivziffer  4  [Kinderunterhaltsbeiträge]  zu  verpflichten,  der  Beru-
fungsbeklagten/Gesuchsgegnerin  für  die  gemeinsamen  Kinder 

- 12 -

D._____ und C._____ monatliche  Unterhaltsbeiträge  (zzgl.  allfäl-
lige in dieser Zeit vom Berufungskläger/Gesuchsteller bezogenen 
Familien-/ Ausbildungszulagen) wie folgt zu bezahlen.

 Phase I: Ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022:

Für C._____: 

Für D._____: 

CHF 5'150.00 pro Monat;

CHF 4'850.00 pro Monat;

(davon CHF 2'805.00 Betreuungsunterhalt);

 Phase II: 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023

Für C._____:

Für D._____:

CHF 5'245.00 pro Monat;

CHF 2'075.00 pro Monat;

 Phase III: 1. Februar 2023 bis 30. September 2023

Für C._____:

Für D._____:

CHF 4'050.00 pro Monat;

CHF 590.00 pro Monat;

 Phase IV: ab 1. Oktober 2023 bis 29. Februar 2024

Für C._____:

Für D._____:

    CHF 3'130.00 pro Monat;

CHF 205.00 pro Monat;

In den Phasen I bis IV werden die Schulkosten für C._____ von der Be-
rufungsbeklagten/Gesuchsgegnerin aus dessen Unterhaltsbeiträgen be-
zahlt.  Die  Schulkosten  für  D._____  bezahlt  der  Berufungskläger/Ge-
suchsteller  im  Sinne  eines  zusätzlichen  Unterhaltsbetrages  direkt  der 
Schule.

 Phase V: ab 1. März 2024 für die weitere Dauer der Arbeitslosig-

keit des Gesuchstellers/Berufungsklägers 

Für C._____:CHF 200.00 pro Monat;

Für D._____:CHF 200.00 pro Monat;

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils
auf den Ersten eines jeden Monats.

3. Der Berufungskläger/Gesuchsteller sei in Abänderung von Dispo-
sitivziffer 5 [Ehegattenunterhaltsbeiträge], zu verpflichten, der Be-
rufungsbeklagten/Gesuchsgegnerin  eheliche  Unterhaltsbeiträge 
wie folgt zu bezahlen:

 Phase I: Ab 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022:

CHF 2'165.00 pro Monat;

 Phase II: 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023

CHF 535.00 pro Monat;

- 13 -

 Phase III: 1. Juni 2022 (recte: 1. Februar 2023) bis 30. September 

2023

CHF 515.00 pro Monat;

 Phase IV: ab 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des Ge-

trenntlebens

CHF 0.00 pro Monat.

Die  Unterhaltsbeiträge  sind  zahlbar  monatlich  im  Voraus,  jeweils 
auf den Ersten eines jeden Monats.

4. Die  Grundlagen  der  Unterhaltsbeiträge  gemäss  Dispositivziffer  6 
seien im Sinne der nachstehenden Ausführungen an die aktuellen 
Verhältnisse anzupassen.

5. Eventualantrag  für  den  Fall,  dass  das  Obergericht  das  vorlie-
gende  Verfahren  als  nicht  spruchreif  erachtet,  sei  die  Sache  zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6. Alles  unter  Kosten  und  Entschädigungsfolgen  (zzgl.  7.7%  Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Berufungsbeklagten/Gesuchsgegnerin."

der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (Urk. 109 S. 3; Urk. 131 S. 3): 

"1. Es sei die Berufung des Gesuchstellers / Berufungsklägers vom 18. Septem-
ber 2023 – inkl. seiner modifizierten Anträge gemäss der Eingabe vom 
6. Februar 2024 – vollumfänglich abzuweisen; 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Ge-
suchstellers / Berufungsklägers." 

2.

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.

Die Parteien heirateten im Jahr 2005. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne, 

C._____ (C._____), geboren am tt.mm.2009 und D._____ (D._____), geboren am 

tt.mm.2012, hervor. Seit dem 1. Januar 2021 leben die Parteien getrennt (Urk. 94, 

S. 46, Dispositivziffer 1). 

2. Mit Eingabe vom 4. Februar 2022 ersuchte der Gesuchsteller und Berufungs-

kläger (fortan Gesuchsteller) das Bezirksgericht Uster (fortan Vorinstanz) um Erlass 

von  Eheschutzmassnahmen  (Urk. 1-3).  Hinsichtlich  der  Prozessgeschichte  des 

- 14 -

erstinstanzlichen  Verfahrens  kann  auf  den  angefochtenen  Entscheid  verwiesen 

werden (Urk. 94 S. 6 ff.). Dieser erging am 17. Januar 2023 zunächst in unbegrün-

deter (Urk. 81), hernach auf Begehren des Gesuchstellers (Urk. 85) in begründeter 

Form (Urk. 89 = Urk. 94). 

3.

Dagegen  erhob  der  Gesuchsteller  mit  Eingabe  vom  18.  September  2023 

rechtzeitig  Berufung  (Urk. 93).  Der  mit  Verfügung  vom  2.  Oktober  2023  einver-

langte Kostenvorschuss von Fr. 8'000.– (Urk. 102) ging fristgerecht ein (Urk. 103). 

Die Kindsvertreterin erklärte mit Eingabe vom 10. Oktober 2023, dass sie sich im 

vorliegenden Berufungsverfahren nicht vernehmen lasse, sofern lediglich die Un-

terhaltsbeiträge angefochten seien (Urk. 105). Die rechtzeitig (vgl. Urk. 108) erstat-

tete Berufungsantwort der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (fortan Ge-

suchsgegnerin)  mit  den  eingangs  zitierten  Anträgen  datiert  vom  27.  November 

2023 (Urk. 109). Sie wurde dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 11. Januar 2024 

zur Kenntnisnahme zugestellt, wobei ihm gleichzeitig Frist zur Stellungnahme zu 

den Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin angesetzt wurde (Urk. 112). Der Ge-

suchsteller bezog innert zwei Mal erstreckter Frist (Urk. 114; Urk. 115) Stellung und 

modifizierte seine Berufungsanträge wie eingangs wiedergegeben (Urk. 116). Am 

4. März  2024  (Urk.  119),  am  27. März  2024  (Urk. 123)  und  am  8. April  2024 

(Urk. 125) erstattete der Gesuchsteller weitere (Noven-)Eingaben, mit denen er un-

ter anderem dem Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin von sich aus nachkam 

und  den  Lohnausweis  2023  sowie  die  Lohnabrechnungen  Januar  und  Februar 

2024 einreichte (Urk. 127/1-3). Die Gesuchsgegnerin nahm zu den vier vorerwähn-

ten  Eingaben  des  Gesuchstellers  innert  der  ihr  mit  Verfügung  vom  9.  April  2024 

angesetzten  (Urk. 128)  und  zweimal  erstreckten  Frist  (Urk.  129;  Urk.  130)  am 

8. Mai 2024 Stellung (Urk. 131). Es folgten diverse weitere Eingaben beider Par-

teien, welche der Gegenseite jeweils zur Kenntnis- bzw. Stellungnahme zugestellt 

wurden (Urk. 135; Urk. 141; Urk. 143; Urk. 146; Urk. 147; Urk. 150; Urk. 151; Urk. 

154, Urk. 155; Urk. 156). Nachdem der Gesuchsteller nach Zustellung der letzten 

gesuchsgegnerischen  Eingabe  erklärte,  auf  eine  weitere  Stellungnahme  zu  ver-

zichten (Urk. 157), wurde den Parteien mit Verfügung vom 5. Dezember 2024 an-

- 15 -

gezeigt, dass das Berufungsverfahren in die Phase der Urteilsberatung übergegan-

gen sei (Urk. 158). 

4.

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-92). Das Verfahren er-

weist sich als spruchreif. Auf die Parteivorbringen ist nachfolgend nur insoweit ein-

zugehen, als sie für die Entscheidfindung relevant sind. 

II. Prozessuales

1.

Die  Berufung  hemmt  die  Rechtskraft  nur  im  Umfang  der  Anträge  (Art.  315 

Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind die Dispositiv-Ziffern 1 (Getrenntleben), 2 (Ob-

hut), 3 (Betreuungsregelung), 7 (geleistete Unterhaltsbeiträge) und 8 (Zuteilung der 

ehelichen  Wohnung)  des  vorinstanzlichen  Urteils.  Diese  Ziffern  sind  somit  in 

Rechtskraft erwachsen, wovon Vormerk zu nehmen ist. 

2. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die  Berufungsinstanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1).

3.

Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). 

Es ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in 

den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der ge-

nannten Mängel leidet. Dies setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden 

Eintretensvoraussetzung) voraus, dass die Berufung erhebende Partei die vorin-

stanzlichen Erwägungen bezeichnet, die sie anficht, sich argumentativ mit diesen 

auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten auf-

zeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Ein-

reden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte 

Berufungsgrund  ergeben  soll.  Die  pauschale  Verweisung  auf  frühere  Vorbringen 

oder  deren  blosse  Wiederholung  genügen  nicht  (vgl.  BGE  141  III  569  E.   2.3.3; 

BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begrün-

- 16 -

dungsanforderungen  entsprechenden  Weise  beanstandet  wird,  braucht  von  der 

Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von of-

fensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu 

beschränken,  die  in  der  schriftlichen  Begründung  formgerecht  gegen  den  erstin-

stanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 

5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). Die Anforderungen an die Berufung 

gelten sinngemäss auch für die Berufungsantwort (BGer 4A_496/2016 vom 8. De-

zember 2016 E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). Diese Grundsätze gelten auch im 

Bereich  der  unbeschränkten  Untersuchungsmaxime  (BGer  5A_800/2019  vom  9. 

Februar 2021 E. 5.1).

4.

Für  Kinderbelange  in  familienrechtlichen  Angelegenheiten  statuiert  Art.  296 

Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz. Das Gericht erforscht 

in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bin-

dung an die Parteianträge. In Verfahren, die der umfassenden Untersuchungsma-

xime unterstehen, können die Parteien im Berufungsverfahren neue Tatsachen und 

Beweismittel  bis  zur  Urteilsberatung  unbeschränkt  vorbringen  (Art.  317  Abs.  1bis 

i.V.m.  Art.  407  f.  ZPO).  Bezüglich  der  Ehegattenunterhaltsbeiträge  gilt  einerseits 

der  Dispositionsgrundsatz  (Art.  58  Abs.  1  ZPO),  andererseits  aber  auch  die  be-

schränkte Untersuchungsmaxime gemäss Art. 272 ZPO. Sind – wie vorliegend – 

sowohl  Kinder-  als  auch  Ehegattenunterhaltsbeiträge  festzusetzen,  ist  eine  ge-

meinsame Berechnung durchzuführen (Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Pra-

xis, 2. Aufl., 2014, S. 104). Somit schlägt die uneingeschränkte Untersuchungsma-

xime  auch  hinsichtlich  der  Ermittlung  der  Ehegattenunterhaltsbeiträge  durch 

(vgl. OGer ZH LE170035 vom 8. Dezember 2017, S. 11). Damit gilt die in Kinder-

belangen  gelockerte  Novenschranke  vorliegend  umfassend,  weshalb  im  Beru-

fungsverfahren, soweit die Unterhaltsbeiträge betroffen sind, sämtliche Noven zu 

hören sind, auch wenn sie bereits vor Vorinstanz hätten vorgebracht werden kön-

nen (OGer ZH LE190037 vom 7. Mai 2020 E. 5, OGer ZH LE190019 vom 3. Okto-

ber 2019 E. II. 3.1, BGE 147 III 301 E. 2.2 m.w.H.). 

5.

Anzumerken bleibt, dass der Gesuchsteller am 3. Januar 2023 beim Bezirks-

gericht Uster eine Scheidungsklage eingereicht hat (vgl. Urk. 109 S. 19). Die Ein-

- 17 -

leitung des Scheidungsverfahrens führt weder zur Gegenstandslosigkeit des Ehe-

schutz-  bzw.  Berufungsverfahrens  noch  zum  Verlust  der  Zuständigkeit  des  Ehe-

schutz- bzw. Berufungsgerichts. Massnahmen, die das Eheschutzgericht erlässt, 

bleiben in Kraft, solange das Scheidungsgericht sie nicht abändert (Art. 276 Abs. 2 

ZPO i.V.m. Art. 179 Abs. 1 ZGB). Das Eheschutzgericht führt das bei ihm hängige 

Verfahren ordentlich, das heisst unter Berücksichtigung sämtlicher nach Art. 229 

ZPO (und gegebenenfalls Art. 317 ZPO) massgebenden Tatsachen, zu Ende. Da-

bei ist unerheblich, ob diese Tatsachen vor oder nach Rechtshängigkeit des Schei-

dungsverfahrens eingetreten sind (vgl. BGE 148 III 95 E. 4.3-4.6). Entgegen der 

Auffassung der Gesuchsgegnerin lassen allfällige im Rahmen des Scheidungsver-

fahrens zu beurteilende güterrechtliche Ansprüche das Rechtsschutzinteresse an 

der Festlegung der Unterhaltsbeiträge im vorliegenden Eheschutzberufungsverfah-

ren nicht entfallen (vgl. Urk. 109 S. 19). 

1.

Ausgangslage 

III. Materielles

Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind die Kinder- und Ehegat-

tenunterhaltsbeiträge für die Gesuchsgegnerin. Der Gesuchsteller wendet sich in 

seiner  Berufung  in  erster  Linie  gegen  die  vorinstanzliche  Überschussverteilung 

(nachstehend E. III. 2). Zudem sind die veränderte Einkommenssituation des Ge-

suchstellers seit Erlass des vorinstanzlichen Urteils (nachstehend E. III. 3), die An-

rechnung eines hypothetischen Einkommens der Gesuchsgegnerin (nachstehend 

E. III. 4) sowie einzelne Bedarfspositionen (nachstehend E. III. 6) strittig.

2.

Überschussverteilung 

2.1. Überschussanteil der Gesuchsgegnerin

2.1.1. Die Vorinstanz sprach der Gesuchsgegnerin in der Phase I einen Überschus-

santeil von Fr. 3'940.– (40%), in der Phase II einen solchen von Fr. 4'850.– (40%) 

und  in  der  Phase III  einen  solchen  von  3'685.–  (33%)  zu  (Urk.  94  S.  39  ff.).  Zur 

Frage der Obergrenze des gebührenden Unterhalts der Gesuchsgegnerin äusserte 

sich die Vorinstanz nicht.

- 18 -

2.1.2. Der Gesuchsteller rügt eine falsche Überschussverteilung. Wie aus E. 7.6.3 

des angefochtene Entscheids hervorgehe, habe die Vorinstanz die Obergrenze des 

ehelichen  Unterhaltsanspruchs  durch  den  gebührenden  Bedarf  nach  Massgabe 

des zuletzt gelebten Standards vor der Trennung der Parteien ignoriert. Dies ob-

wohl er sich in beiden Hauptverhandlungen (am 8. Juni 2022 und am 7. Dezember 

2022) substantiiert und detailliert mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe: Im 

Jahr vor der Trennung (2020) habe der Familie ein monatliches Einkommen von 

Fr. 19'750.– zur Verfügung gestanden. Nach Abzug des damaligen familienrechtli-

chen Existenzminimums habe ein monatlicher Überschussanteil von Fr. 6'497.40, 

resultiert was auf "grosse und kleine Köpfe" verteilt einem Anteil von Fr. 2'165.80 

pro  Ehegatte  und  Fr. 1'082.90  pro  Kind  entspreche  (vgl. Urk. 66  S.  8  ff.).  Damit 

stelle  das  aktuelle  familienrechtliche  Existenzminimum  der  Gesuchsgegnerin  zu-

züglich ihres Überschussanteils von Fr. 2'165.– den maximalen gebührenden Be-

darf  und  damit  ihren  Unterhaltsanspruch  dar.  Die  Gesuchsgegnerin  habe  im  ge-

samten vorinstanzlichen Verfahren weder eigene Ausführungen zum gebührenden 

Bedarf  gemacht  noch  die  von  ihm  vorgebrachten  Zahlen  zu  Einkommen,  Bedarf 

und  Überschussverteilung  im  letzten  Jahr  vor  der  Trennung  bestritten.  Trotzdem 

habe die Vorinstanz den gesamten – und durch das seit Mai 2022 erzielte Einkom-

men der Gesuchsgegnerin vergrösserten – Überschuss ohne Begrenzung auf alle 

Parteien verteilt. Dieses Vorgehen verletze nicht nur die im Rahmen von Art. 163 

ZGB  geltende  Dispositionsmaxime,  sondern  sei  gemäss  bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung gar willkürlich (vgl. BGer 5A_915/2021 vom 9. März 2023). Dar-

über hinaus habe die Vorinstanz seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, 

zumal sie in E. 7.2.2. ihres Entscheids seine diesbezüglichen Vorbringen korrekt 

wiedergegeben, sich in der Begründung jedoch nicht weiter damit auseinanderge-

setzt habe (Urk. 93 S. 9 ff.). 

2.1.3. Die  Gesuchsgegnerin  erwidert,  die  Obergrenze  des  gebührenden  Bedarfs 

sei nicht verletzt. Der Gesuchsteller verkenne, dass im vorliegenden Fall zum einen 

keine Sparquote vorgelegen habe und im letzten Ehejahr deutlich mehr Geld ver-

braucht als eingenommen worden sei. Zum anderen überstiegen die trennungsbe-

dingten Mehrkosten das heute verfügbare Mehreinkommen. Damit sei klar, dass 

der Gesamtüberschuss heute – trotz Aufnahme der Erwerbstätigkeit der Gesuchs-

- 19 -

gegnerin  –  geringer  sei  und  der  gebührende  Bedarf  gemäss  letztem  ehelichen 

Standard nicht überschritten werde. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit den 

Ausführungen des Gesuchstellers zum ehelichen Standard sei daher nicht erfor-

derlich. Im Übrigen habe sie sich vor Vorinstanz sehr wohl zu dieser Thematik ge-

äussert und dargetan, dass der Unterhalt aufgrund der trennungsbedingten Mehr-

kosten nicht zu deckeln, sondern der Überschuss (ohne Beschränkung) nach gros-

sen und kleinen Köpfen zu verteilen sei (Urk. 109 S. 4 ff.; vgl. Urk. 45 Rz. 24-29). 

2.1.4. Bei  genügenden  finanziellen  Mitteln  haben  beide  Ehegatten  Anspruch  auf 

Fortführung  des  zuletzt  gemeinsam  gelebten  Standards.  Dieser  bildet  die  Ober-

grenze des gebührenden Unterhalts. Verunmöglichen trennungsbedingte Mehrkos-

ten  es,  den  früheren  Lebensstandard  aufrechtzuerhalten,  so  hat  der  Unterhalts-

gläubiger Anrecht auf die gleiche Lebenshaltung wie der Unterhaltsschuldner (BGE 

147  III  293  E.  4.4  m.w.H.).  Der  zuletzt  gelebte  gemeinsame  Standard  entspricht 

dem  familienrechtlichen  Existenzminimum  bei  Getrenntleben  zuzüglich  des  be-

tragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss. Um die 

Obergrenze  des  ehelichen  Unterhaltsbeitrags  zu  bestimmen,  ist  der  Überschuss 

während  des  Zusammenlebens  zu  ermitteln,  der  rechnerisch  nach  den  üblichen 

Teilungsgrundsätzen zu verteilen ist (vgl. BGE 147 III 293 E. 4.4). Hierzu sind vom 

Gesamteinkommen der Familie während des Zusammenlebens die damalige Spa-

rquote  sowie  die  damaligen  familienrechtlichen  Existenzminima  abzuziehen 

(vgl. Schwizer/Oeri, "Neues" Unterhaltsrecht?, in: AJP 2022 S. 3 ff., S. 7). Für die 

Ermittlung dieser drei Grössen ist auf dasselbe Referenzjahr, nämlich auf das letzte 

Jahr vor der Trennung abzustellen (Arndt, Die Sparquote, Basis für die nacheheli-

che  Unterhaltsberechnung,  in:  Fankhauser/Reusser/Schwander  [Hrsg.],  Brenn-

punkt  Familienrecht,  Festschrift  für  Thomas  Geiser  zum  65.  Geburtstag,  2017, 

S. 43 ff., S. 52). Dem zuletzt gemeinsam gelebten Standard kommt bei der Berech-

nung des Unterhalts damit die Funktion einer Obergrenze zu. Sofern dieser im Ein-

zelfall  aufgrund  der  konkreten  Umstände  allerdings  nicht  erreicht  werden  kann, 

kann  auf  seine  Bestimmung  verzichtet  werden  (BGer  5A_144/2023  vom  26. Mai 

2023 E. 4.4.1). 

- 20 -

2.1.5. Mit dem Gesuchsteller ist festzuhalten, dass die Vorinstanz es unterliess, die 

Lebensführung der Parteien vor der Trennung unter Berücksichtigung des damali-

gen Einkommens und des damaligen familienrechtlichen Existenzminimums bzw. 

des damaligen Überschusses festzuhalten. Ebenso wenig hat sie sich zu den tren-

nungsbedingten Mehrkosten und zu einer allfälligen Sparquote geäussert. Vor dem 

Hintergrund der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist zunächst zu prü-

fen, ob der zuletzt gemeinsam gelebte Standard unter den konkreten Umständen 

noch erreicht werden kann. Ist dies nicht der Fall, erübrigt sich dessen Bestimmung. 

Da die Parteien seit dem 1. Januar 2021 getrennt leben (Urk. 94 Dispositiv-Ziffer 

1), ist der Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 massgebend. 

2.1.6. Einkommen im Jahr 2020

2.1.6.1. Der Gesuchsteller bringt vor, der Familie habe im Jahr 2020 ein monatli-

ches Einkommen von Fr. 19'750.– zur Verfügung gestanden, ohne dies im vorlie-

genden  Berufungsverfahren  näher  zu  begründen  (Urk.  93  S.  9).  Soweit  die  Ge-

suchsgegnerin überdies einen Vermögensverzehr anrechnen wolle, sei dieses Vor-

bringen verspätet und ohnehin unbeachtlich, da der Lebensbedarf der Parteien aus 

dem Einkommen zu bestreiten sei (Urk. 116 S. 18). 

2.1.6.2. Die Gesuchsgegnerin macht demgegenüber geltend, die Familie habe im 

Jahr 2020 ein Gesamteinkommen von Fr. 337'077.– erzielt. Dieses setze sich zu-

sammen  aus  dem 

jährlichen  Nettoeinkommen  des  Gesuchstellers  von 

Fr. 306'023.–, Pauschalspesen von Fr. 18'000.–, Nettoerträgen aus der Vermietung 

der damaligen Ferienwohnung in der H._____ von Fr. 11'542.– sowie Wertschrif-

tenerträgen  von  Fr. 1'512.–  (vgl.  Urk.  13/20).  Zusätzlich  sei  der  Vermögensver-

brauch der Familie im Jahr 2020 von insgesamt Fr. 28'435.– zu berücksichtigen. 

Letzterer ergebe sich aus einem Vergleich der Steuererklärungen 2019 (Urk. 13/19) 

und  2020  (Urk.  13/20),  bereinigt  um  Schwankungen  der  Aktienkurse.  Insgesamt 

habe  die  Familie  im  Jahr  2020  damit  durchschnittlich  einen  Monatsbetrag  von 

Fr. 30'459.– (Fr. 337'077.– + Fr. 28'435.– : 12) zur Deckung des ehelichen Stan-

dards benötigt (Urk.  109 S. 7 ff.). 

- 21 -

2.1.6.3. Vorliegend ist zunächst das Einkommen zu ermitteln, über welches die Par-

teien während des Zusammenlebens verfügten. Aus der Steuererklärung 2020 er-

geben sich die folgenden, vom Gesuchsteller unbestritten gebliebenen Einnahmen 

der Parteien (Urk. 13/20 S. 5):

 Nettoeinkommen Gesuchsteller: Fr. 306'023.– bzw. Fr. 25'500.– pro Monat,

 Pauschalspesen: Fr. 18'000.– bzw. Fr. 1'500.– pro Monat,

 Liegenschaftserträge: Fr. 11'542.– bzw. Fr. 961.– pro Monat,

 Wertschriftenerträge: Fr. 1'512.– bzw. Fr. 126.– pro Monat,

=  Gesamtbetrag: Fr. 337'077.– bzw.  Fr. 28'090.– pro Monat. 

Grundsätzlich  ist  davon  auszugehen,  dass  sämtliches  Einkommen  von  den  Par-

teien  verbraucht  wurde.  Lebten  die  Parteien  sparsamer,  als  es  ihre  Verhältnisse 

zuliessen, so resultiert eine Sparquote (BGE 147 III 265 E. 7.3). Lebten die Parteien 

hingegen über ihre Verhältnisse, so bedeutet dies, dass sie entweder Vermögen 

verbrauchten oder Schulden anhäuften. Beides ist für die Bestimmung des eheli-

chen Standards relevant (so ausdrücklich bezüglich des Vermögensverzehrs BGE 

147 III 393 E. 6.1.5 und BGer 5A_681/2018 vom 1. Mai 2019 E. 5.2.1). Um dies zu 

beurteilen, besteht die Möglichkeit, anhand zweier Steuererklärungen einen Ver-

mögensverzehr oder Schuldenanstieg zu berechnen und diesen zum separat be-

stimmten Familieneinkommen zu addieren (vgl. OGer ZH LY220047 vom 2. Okto-

ber 2023 E. III. 1.2.3.). Im vorliegenden Fall hat die Gesuchsgegnerin gestützt auf 

die Steuererklärungen der Jahre 2019 und 2020 einen Vermögensverzehr in der 

Höhe von Fr. 28'435.– dargelegt. Entgegen dem Gesuchstellers ist dieses Vorbrin-

gen  aufgrund  der  im  Berufungsverfahren  geltenden  gelockerten  Novenschranke 

(vgl. E. II. 4.) nicht verspätet. Der Gesuchsteller hat den Vermögensverbrauch an 

sich weder bestritten, noch eine Sparquote geltend gemacht. Demnach ist dem Fa-

milieneinkommen im Jahr 2020 von Fr. 28'090.– auch der behauptete Vermögens-

verbrauch von Fr. 2'370.– pro Monat (Fr. 28'435.–: 12) hinzuzurechnen. Dies ergibt 

einen Gesamtbetrag von Fr. 30'459.–, der den Parteien im Jahr 2020 für ihre Le-

benshaltung zur Verfügung stand. 

- 22 -

2.1.7. Trennungsbedingte Mehrkosten 

2.1.7.1. Der Gesuchsteller äussert sich zu den trennungsbedingten Mehrkosten le-

diglich dahingehend, dass bestritten werde, dass es im Lichte der heutigen bun-

desgerichtlichen  Rechtsprechung  noch  relevant  sei,  ob  die  trennungsbedingten 

Mehrkosten das Mehreinkommen überstiegen oder nicht (Urk. 116 S. 17). 

2.1.7.2. Die Gesuchsgegnerin macht geltend, dass die trennungsbedingten Mehr-

kosten  sich  insgesamt  auf  Fr.  5'610.–  pro  Monat  beliefen  (Urk.  109  S. 10; 

vgl. Urk. 45 S. 11). Diese setzten sich wie folgt zusammen: zusätzliche Wohnkos-

ten des Gesuchstellers: Fr. 3'390.– (vgl. Urk. 94 S. 36 f.), Parkplatzkosten des Ge-

suchstellers:  Fr. 150.–  (vgl.  Urk.  94  S.  36  f.),  Mehrkosten  für  Kommunikation: 

Fr. 120.–, Erhöhung der Grundbeträge für die Ehegatten: 1'000.–, Erhöhung des 

Grundbetrags von D._____: Fr. 200.–, zusätzliche Hausrat-/Haftpflichtversicherung 

des  Gesuchstellers:  Fr. 30.–,  Berufsauslagen  der  Gesuchsgegnerin  infolge  Auf-

nahme einer Erwerbstätigkeit: Fr. 220.– für auswärtige Verpflegung (Urk. 94 S. 32) 

und Fr. 500.– für Mobilitätskosten (Urk. 109 S. 9). 

2.1.7.3. Entgegen  der  Auffassung  des  Gesuchstellers  ist  die  Frage,  ob  die  tren-

nungsbedingten Mehrkosten das Mehreinkommen der Parteien übersteigen, für die 

Beurteilung, ob der eheliche Standard erreicht werden kann, durchaus relevant – 

insbesondere  da  vorliegend  keine  Sparquote  geltend  gemacht  wurde.  Die  Ge-

suchsgegnerin stützt ihre Berechnung der trennungsbedingten Mehrkosten auf die 

vorinstanzlich  festgelegten  Bedarfszahlen,  macht  jedoch  davon  abweichend  hö-

here Mobilitätskosten in der Höhe von Fr. 500.– pro Monat geltend. Diese Bedarfs-

position ist nachfolgend zu prüfen. 

Die Vorinstanz erwog zu den Mobilitätskosten der Gesuchsgegnerin, es seien keine 

Gründe ersichtlich, weshalb es ihr nicht zuzumuten wäre, den Arbeitsweg zwischen 

ihrem  Wohnort  (F._____)  und  ihrem  Arbeitsort  (Zürcher  I._____)  mit  öffentlichen 

Verkehrsmitteln zu bewältigen. Folglich seien ihr die notwendigen Kosten für ein 

ZVV-Monatsabonnement für drei Zonen von Fr. 125.– anzurechnen (Urk. 94 S. 31). 

- 23 -

Die Gesuchsgegnerin wendet ein, ihr seien die Kosten für ein Auto anzurechnen, 

bestehend  aus  monatlichen  Parkplatzkosten  von  Fr.  269.25  (Urk.  45  S.  13; 

Urk. 47/27) sowie Kilometerkosten von Fr. 0.70 für den täglichen Arbeitsweg von 2 

x 14.8 km (vgl. Urk. 45 S. 19). Das Auto habe Kompetenzcharakter, da ihr durch-

schnittlicher Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln rund eine Stunde in An-

spruch nehme. Allein der Fussweg von der Haltestelle bis nach Hause betrage je 

nach Verbindung zwischen 17 und 23 Minuten (vgl. Urk. 111/2). Hingegen könne 

sie  den  Arbeitsweg  mit  dem  Auto  in  weniger  als  15  Minuten  bewältigen.  Zudem 

müsse sie regelmässig bis 19.00 oder 19.30 Uhr arbeiten. Ein nahezu einstündiger 

Arbeitsweg  mit  den  öffentlichen  Verkehrsmitteln  verunmögliche  es  ihr,  nach  Ar-

beitsende rechtzeitig nach Hause zu kommen, um für die Kinder das Abendessen 

zuzubereiten und gemeinsam mit ihnen zu essen. Schliesslich sei ihm Rahmen der 

Gleichbehandlung der Parteien zu berücksichtigen, dass der Gesuchsteller seinen 

Arbeitsweg ebenfalls mit dem Auto zurücklegen dürfe (Urk. 109 S. 9 f.). 

Der Arbeitsort der Gesuchsgegnerin im Zürcher I._____ liegt rund 9 km von ihrem 

Wohnort in F._____ entfernt. Gemäss www.maps.google.com und www.sbb.ch be-

trägt die Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 40 Minuten. Die behauptete 

Zeitersparnis im Vergleich zur Fahrdauer mit dem Privatfahrzeug (15 Minuten) ist 

somit nicht erheblich. Auch der geltend gemachte Fussweg beeinträchtigt die Zu-

mutbarkeit  der  Nutzung  öffentlicher  Verkehrsmittel  nicht.  Zudem  verkehren  auch 

nach  19.30  Uhr  regelmässig  öffentliche  Verkehrsmittel,  sodass  eine  rechtzeitige 

Heimkehr innerhalb eines zumutbaren Zeitrahmens gewährleistet bleibt. Der Ver-

gleich mit dem Gesuchsteller, der seinen Arbeitsweg ebenfalls mit dem Auto zu-

rücklegen dürfe, ist in diesem Zusammenhang unbeachtlich, da sich die Umstände 

der Parteien unterscheiden und in seinem Bedarf ohnehin nur ein unwesentlich hö-

herer Betrag von Fr. 150.– für Mobilitätskosten angerechnet wurde (vgl. 94 S. 35). 

Dem  Fahrzeug  der  Gesuchsgegnerin  kommt  kein  Kompetenzcharakter  zu.  Die 

Rüge erweist sich als unbegründet, weshalb es bei den vorinstanzlich berücksich-

tigten Mobilitätskosten von Fr. 125.– bleibt. 

- 24 -

2.1.7.4. Nach dem Gesagten ist von folgenden trennungsbedingten Mehrkosten der 

Parteien auszugehen: 

Position

vor Trennung

nach Trennung

Differenz/Mehr-

kosten

neue Wohnung GS

Parkplatzkosten 

GS

-

-

Fr. 3'390.–

Fr. 3'390.–

Urk. 94 S. 36

Fr. 150.–

Fr. 150.–

Urk. 94 S. 37

Kommunikation 

Fr. 180.–

Fr. 300.– (2x  Fr. 150.–)

Fr. 120.–

Urk. 94 S. 36

(inkl. Serafe)

Grundbetrag  Ehe-

Fr. 1'700.–

Fr. 2'700.– (2 x Fr. 1'350.–)

Fr. 1'000.–

Richtlinien

gatten

Grundbetrag 

Fr. 400.–

Fr. 600.–

Fr. 200.–

Richtlinien

D._____

Hausrat-/Haft-

pflichtversicherung 

GS

Berufsauslagen 

GGin

-

-

Total

2.1.8. Fazit

Fr. 30.–

Fr. 30.–

Urk. 94 S. 36

Ausw. Verpflegung: 

Urk. 94 S.31

Fr.  220.–

Fr. 220.–

Mobilität: Fr. 125.–

Fr. 125.–

Fr. 5'235.–

Den Parteien stand im Jahr 2020 ein Gesamtbetrag von Fr. 30'459.– pro Monat zur 

Verfügung, der vollständig für die laufende Lebenshaltung verwendet wurde. Eine 

Sparquote hat der hierfür beweisbelastete Gesuchsteller nicht behauptet. Gemäss 

den  vorinstanzlich  festgelegten  Einkommenszahlen  verfügten  die  Parteien  nach 

der Trennung zunächst über ein Einkommen von Fr. 28'000.– (Einkommen des Ge-

suchstellers) und ab Aufnahme der Erwerbstätigkeit der Gesuchsgegnerin im Mai 

2022 über ein solches von Fr. 33'440.– (Fr. 28'000.– [Einkommen Gesuchsteller] + 

Fr.  4'980.–  [Einkommen  Gesuchsgegnerin]  +  2  x  Fr.  230.–  [Kinderzulagen]).  Die 

- 25 -

trennungsbedingten Mehrkosten belaufen sich auf monatlich Fr. 5'235.– und kön-

nen damit nicht mit dem Mehreinkommen der Parteien abgedeckt werden. Folglich 

stehen den Parteien insgesamt weniger Mittel zur Verfügung als im Jahr vor der 

Trennung. Unter diesen Umständen ist ausgeschlossen, dass die Parteien den zu-

letzt  gelebten  gemeinsamen  Lebensstandard  aufrechterhalten  können.  Der  Ge-

suchsteller ist daher mit seinem Einwand, der Gesuchsgegnerin sei maximal ein 

Überschussanteil von Fr. 2'165.– zuzuweisen, nicht zu hören. Die Berufung ist in 

diesem Punkt abzuweisen. 

2.2. Überschussanteile der Kinder

2.2.1. Die Vorinstanz sprach C._____ und D._____ in der Phase I einen Überschus-

santeil  von  je  Fr.  980.–  (10%),  in  der  Phase  II  einen  solchen  von  je  Fr.  1'210.– 

(10%)  und  in  der  Phase  III  einen  solchen  von  je  Fr.  940.–  (8.5  %  pro  Kind  und 

Haushalt) zu. Zu einer Begrenzung der Überschussanteile äusserte sich die Vor-

instanz auch hier nicht (Urk. 94 S. 40 f.). 

2.2.2. Der Gesuchsteller moniert, die Vorinstanz habe sich ebenso wenig mit einer 

Beschränkung der Überschussanteile der Kinder auseinandergesetzt. Er habe be-

reits im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass letztere ebenfalls auf den letz-

ten Standard der gemeinsamen Lebensführung zu beschränken seien, da ein über 

Fr. 1'000.– pro Monat und Kind hinausgehender Überschussanteil aus erzieheri-

schen Gründen abzulehnen sei und auch nicht den je gelebten Verhältnissen ent-

spreche (vgl. Urk. 66 S. 11). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne 

ein Kind im Rahmen der Überschussverteilung nicht Anspruch auf eine Lebensfüh-

rung geltend machen, welche diejenige der Eltern bzw. den angestammten Stan-

dard vor einer Trennung der Eltern überschreite. Ferner sei bei überdurchschnittlich 

guten finanziellen Verhältnissen der rechnerische Überschussanteil des Kindes aus 

erzieherischen  und  konkreten  Bedarfsgründen  zu  limitieren  (BGer  5A_311/2019 

vom 11. November 2020 E. 7.3; BGer 5A_44/2020 vom 8. Juni 2021 E. 5.2.1). Die 

Vorinstanz hätte – insbesondere weil sie in E. 7. 6.3 des angefochtenen Entscheids 

von "sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen" ausgehe und entsprechend von der 

üblichen Überschussverteilung nach grossen und kleinen Köpfen abweiche – auch 

- 26 -

die Obergrenze der Überschussanteile der Kinder prüfen und begründen müssen 

(Urk. 93 S. 12 ff.). 

2.2.3. Die Gesuchsgegnerin hält dem entgegen, dass die Obergrenze des Unter-

halts gemäss letztem ehelichem Standard zwar für die Ehegatten, nicht aber für die 

Kinder  gelte  (unter  Hinweis  auf  BGE  147  III  293  E.  4.4).  Ohnehin  sei  der  Über-

schussanteil der Kinder in der vorliegenden Konstellation aufgrund der trennungs-

bedingten  Mehrkosten der  Parteien  tiefer  als  während  des  letzten  gemeinsamen 

Ehejahres 2020. Die Kinder hätten im Übrigen durchaus einen Anspruch darauf, 

am Lebensstandard der Eltern zu partizipieren. Als Beispiele seien die erheblichen 

Kosten für Freizeit und Ferien der Kinder zu erwähnen, wie etwa für jährliche Rei-

sen zur Familie der Gesuchsgegnerin nach Japan und in die USA sowie kostenin-

tensive  Skikurse.  Diese  könnten  mit  einer  pauschalen  Überschussbeschränkung 

nicht gedeckt werden. Der Gesuchsteller lege denn auch keine konkreten Gründe 

dar,  die  eine  Begrenzung  der  Überschussanteile  aus  "erzieherischen  Gründen" 

rechtfertigen  würden.  Eine  pauschale  Beschränkung  der  Überschussanteile  der 

Kinder sei daher weder notwendig noch gerechtfertigt (Urk. 109 S. 12 f.). 

2.2.4. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt die Limitierung des Über-

schusses entsprechend dem Standard vor der Trennung nur zwischen den Ehe-

gatten. Kinder sollen grundsätzlich von einer überdurchschnittlichen Leistungsfä-

higkeit der Eltern profitieren und an einer gehobenen Lebensstellung der Eltern teil-

haben, weshalb ihr Überschuss betragsmässig nicht auf ihren früheren Anteil wäh-

rend des Zusammenlebens begrenzt wird (BGE 147 III 293 E. 4.4, BGE 147 III 265 

E. 7.2). Der rechnerische Überschuss des minderjährigen Kindes kann jedoch aus 

erzieherischen und aus konkreten Bedarfsgründen, namentlich bei weit überdurch-

schnittlich  guten  finanziellen  Verhältnissen,  limitiert  werden  (BGE  147  III  293 

E. 4.4.; BGer 5A_52/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 7. 2 m.w.H.). 

2.2.5. Vorliegend  kann  zunächst  auf  die  Erwägungen  zum  Überschussanteil  der 

Gesuchsgegnerin verwiesen werden (E. III. 2.1). Angesichts der trennungsbeding-

ten Mehrkosten und dem Fehlen einer Sparquote liegen auch die Überschussan-

teile  der  Kinder  unter  denjenigen  im  letzten  Ehejahr  der  Parteien.  Sodann  kann 

offen bleiben, ob im vorliegenden Fall von weit überdurchschnittlichen Verhältnis-

- 27 -

sen auszugehen ist, da der Gesuchsteller weder erzieherische noch konkrete Be-

darfsgründe  für  eine  Begrenzung  des  Überschusses  substantiiert  dargelegt  hat. 

Insbesondere hat er die von der Gesuchsgegnerin geltend gemachten Ferien- und 

Freizeitkosten  der  Kinder  nicht  bestritten.  Die  Überschussanteile  der  Kinder  sind 

deshalb nicht zu beschränken. Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt als 

unbegründet. 

3.

Einkommen des Gesuchstellers

3.1. Ausgangslage

3.1.1. Die Vorinstanz rechnete dem Gesuchsteller, der zum damaligen Zeitpunkt in 

einem 100%-Pensum als CEO bei der J._____ Holding AG tätig war, ein monatli-

ches Nettoeinkommen von Fr. 28'000.– (monatliches Fixsalär von Fr. 23'470.– und 

flexibler Bonusanteil von ca. Fr. 5'000.–) an (Urk. 94 S. 23 f.). Dies blieb insoweit 

unbeanstandet (vgl. Urk. 93 S. 13 f.). 

3.1.2. Der  Gesuchsteller  bringt  im  Sinne  eines  echten  Novums  vor,  er  habe  am 

29. August 2023 vom Verwaltungsrat seines Arbeitgebers die Kündigung mit sofor-

tiger Freistellung erhalten (vgl. Urk. 96/3). Bis Februar 2024 werde ihm weiterhin 

sein  bisheriges  Fixsalär  ausbezahlt  (Urk. 93  S. 14).  Nach  Erhalt  der  Kündigung 

habe  er  umgehend  mit  der  Suche  nach  einer  neuen  Arbeitsstelle  begonnen  und 

sich am 8. Januar 2024 beim RAV angemeldet (Urk 116 S. 6 ff.; Urk. 118/1-4). Mit 

Eingaben vom 4. März 2024 (Urk. 119), 27. März 2024 (Urk. 123) und 3. Juli 2024 

(Urk. 135) reichte der Gesuchsteller jeweils Abrechnungen der Arbeitslosentaggel-

der  sowie  Nachweise  über  seine  fortlaufenden  Stellensuchbemühungen  ein 

(Urk. 121/1-2; Urk. 124/1; Urk. 137/1-16). Aufgrund seiner sehr spezifischen Bran-

chenerfahrung  erweise  sich  die  Stellensuche  auf  dem  Executive  Level  deutlich 

schwieriger als erwartet. Trotz umfassender Anstrengungen, darunter Coachings, 

diversen RAV-Seminaren und einem eigens engagierten Outplacement Berater so-

wie  rund  250  Bewerbungen,  seien  seine  Suchbemühungen  bislang  erfolglos  ge-

blieben. Er habe kein einziges Stellenangebot erhalten, das er hätte ablehnen kön-

nen. Ab dem 1. März 2024 sei deshalb von seiner Arbeitslosigkeit auszugehen. Die 

Anrechnung eines hypothetischen Einkommens in der bisherigen Grössenordnung 

- 28 -

von  Fr. 28'000.–  sei  unter  diesen  Umständen  ausgeschlossen  (Urk.  135  S. 3  ff). 

Am 14. März 2024 habe er eine abschliessende Bonuszahlung der J._____ Holding 

AG in der Höhe von Fr. 127'185.90 erhalten (vgl. Urk. 137/11). Diese Zahlung ent-

spreche,  auf  das  Jahr  2024  umgerechnet,  einem  monatlichen  Bonusanteil  von 

Fr. 10'600.–. Zusammen mit den Arbeitslosentaggeldern in Höhe von Fr. 9'105.– 

belaufe  sich  sein  monatliches  Gesamteinkommen  auf  Fr. 19'700.–,  was  im  Ver-

gleich zu seinem früheren Einkommen eine Reduktion von 30% bedeute (Urk. 135 

S. 29). Mit Eingabe vom 11. September 2024 teilte der Gesuchsteller schliesslich 

mit,  dass  es  ihm  nach  über  einem  Jahr  intensiver  Suche  gelungen  sei,  auf  den 

1. Oktober 2024 eine neue Arbeitsstelle zu finden (Urk. 143). Am 24. Oktober 2024 

reichte er die erste Lohnabrechnung ein, wonach er neu ein monatliches Nettoein-

kommen  von  Fr. 17'198.65  erziele  (Urk. 151;  Urk. 153/1).  Dies  entspreche  einer 

dauerhaften Einkommensreduktion von 39%. Eine zusätzliche variable Vergütung 

in Form einer erfolgsabhängigen Abschlussvergütung sei nicht zugesichert und für 

das Jahr 2025 kaum zu erwarten (vgl. Urk. 157). 

3.1.3. Die Gesuchsgegnerin entgegnet, es sei weiterhin von einem Einkommen des 

Gesuchstellers von mindestens Fr. 28'000.– pro Monat auszugehen. In ihrer Ein-

gabe vom 8. Mai 2024 begründet sie dies wie folgt: Erstens liege für die Zeit der 

Arbeitslosigkeit des Gesuchstellers keine tatsächliche Einkommensreduktion vor. 

Neben den Arbeitslosentaggeldern von rund Fr. 9'000.– sei auch die ihm noch zu-

stehende  Bonuszahlung  der  J._____  Holding  AG  anzurechnen.  Diese  sei  in  der 

Höhe von pro rata mindestens Fr. 20'000.– pro Monat zu erwarten, womit weiterhin 

ein monatliches Gesamteinkommen von rund Fr. 29'000.– vorliege (Urk. 131 S. 5 

ff.). Zweitens sei dem Gesuchsteller ohnehin ein hypothetisches Einkommen in der 

Höhe von Fr. 28'000.– pro Monat anzurechnen: Aufgrund seiner beruflichen Quali-

fikationen und Arbeitserfahrungen sei es ihm ohne Weiteres zumutbar und möglich, 

eine Anschlusslösung mit einem vergleichbaren Einkommen zu finden. Die gegen-

teilige Darstellung des Gesuchstellers sei nicht glaubhaft und nachweislich falsch. 

Insbesondere finde sich in den eingereichten Bewerbungsunterlagen ein direkter 

Nachweis dafür, dass er ein Stellenangebot bei der K._____ Switzerland abgelehnt 

habe (Urk. 118/4 S. 249). Diese freiwillige Arbeitslosigkeit sei rechtlich unbeacht-

lich.  Im  Übrigen  komme  der  Gesuchsteller  seiner  Beweis-  und  Dokumentations-

- 29 -

pflicht, wonach es ihm trotz aller Anstrengungen nicht möglich sei, wieder eine ähn-

lich bezahlte Stelle zu finden, ohnehin nicht hinreichend nach. Mangels Struktur, 

Übersicht  und  Vollständigkeit  der  eingereichten  Bewerbungsunterlagen  sei  eine 

Überprüfung nicht möglich. Insbesondere fehle es an diversen Absageschreiben. 

Schliesslich habe der Gesuchsteller auch nicht nachgewiesen, dass die Kündigung 

vom August 2023 nicht auf sein freiwilliges oder verschuldetes Verhalten zurück-

zuführen sei, was ebenso zur Anrechnung eines hypothetischen Einkommens führe 

(vgl. Urk. 131 S. 7 ff.). 

In ihrer Eingabe vom 30. September 2024 stellt die Gesuchsgegnerin sich sodann 

auf den Standpunkt, dass unklar sei, ob die im März 2024 ausgewiesene Bonus-

zahlung  von  rund  Fr. 127'000.–  die  einzige  Auszahlung  der  J._____  Holding  AG 

darstelle. Der Gesuchsteller habe gemäss Arbeitsvertrag Anspruch auf einen zie-

labhängigen und einen fixen Bonus. Da er keine genaue Berechnung des ausbe-

zahlten Bonus eingereicht habe, sei denkbar, dass noch weitere Zahlungen erfolgt 

seien.  Da  inzwischen  aber  ohnehin  klar  sei,  dass  mit  den  vom  Gesuchsteller  im 

Berufungsverfahren nachträglich offengelegten Einkommen und der neuen Anstel-

lung  kein  tieferes  Einkommen  vorliege,  erübrigten  sich  weitere  Diskussionen  zur 

gesamten Thematik. Fasse man nämlich die verschiedenen Einkommenszahlen für 

das Jahr 2023 und 2024 zusammen, ergebe sich ein monatliches Durchschnitts-

einkommen von (mindestens) Fr. 30'148.93. Der im vorinstanzlichen Urteil ange-

rechnete durchschnittliche Lohn von (mindestens) Fr. 28'000.– sei damit nach wie 

vor korrekt (vgl. Urk. 147 S. 6 ff). Schliesslich sei auch mit dem Antritt der neuen 

Anstellung und damit für die Zukunft ab 2025 vom bisherigen Einkommen von min-

destens Fr. 28'000.– des Gesuchstellers auszugehen, sowohl in tatsächlicher (un-

ter  Berücksichtigung  der  ihm  zustehenden  Bonuszahlung)  als  auch  in  hypotheti-

scher Hinsicht (Urk. 155 S. 1 f.). 

3.2. Würdigung

3.2.1. Einkommen im Jahr 2023

- 30 -

Der im vorliegenden Berufungsverfahren eingereichte Lohnausweis 2023 des Ge-

suchstellers  weist  einen  Nettolohn  von  408'320.–  sowie  Pauschalspesen  von 

Fr. 18'000.– aus (Urk. 127/1). Dies entspricht einem monatlichen Einkommen von 

rund Fr. 35'500.–. Es ist damit höher als das vorinstanzlich angenommene Einkom-

men von Fr. 28'000.–. Dies ist aufgrund der geltenden Offizialmaxime von Amtes 

wegen zu berücksichtigen. 

3.2.2. Einkommen im Jahr 2024

3.2.2.1. Lohnzahlungen im Januar 2024 und Februar 2024

Die eingereichten Lohnabrechnungen für die letzten zwei Monate des Anstellungs-

verhältnisses bei der J._____ Holding AG weisen für Januar und Februar 2024 je 

einen Lohn von Fr. 24'221.15 auf (Urk. 127/2-3). 

3.2.2.2. Arbeitslosentaggelder von März 2024 bis September 2024

a) Das  Arbeitsverhältnis  des  Gesuchsteller  bei  der  J._____  Holding  AG  endete 

per 29. Februar 2024 (vgl. Urk. 96/3). Soweit die Gesuchsgegnerin Einwände hin-

sichtlich  der  Kündigung  vorbringt,  erweisen  sich  diese  als  unbegründet 

(vgl. Urk. 131 S. 10; Urk. 147 S. 13). So macht sie geltend, im Kündigungsschrei-

ben vom 29. August 2023 (Urk. 96/3; Urk. 137/15) fehlten Standardausführungen 

zu Krankentaggeldversicherungen, dem Kündigungsgrund und weiteren Lohnzah-

lungen. Dem ist entgegenzuhalten, dass solche Angaben nicht zwingend in einem 

Kündigungsschreiben enthalten sein müssen. Auch die Vermutung, der Gesuch-

steller  habe  Teile  des  Kündigungsschreibens  entfernt,  weil  daraus  hervorgehen 

würde, dass er die Kündigung selber verschuldet oder gewünscht habe, findet keine 

Grundlage.  Die  beanstandete  "fehlende  halbe  Seite"  betrifft  erkennbar  nur  die 

Adresszeile, wie sich durch einen Vergleich mit der ersten Seite des Dokuments 

feststellen lässt. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, weshalb der Gesuchsteller seine 

eigene Kündigung hätte herbeiführen sollen, um sich danach einem langwierigen 

Bewerbungsprozess  auszusetzen.  Es  bestehen  keine  Anhaltspunkte  dafür,  dass 

der Gesuchsteller die Kündigung selber verursacht hätte. Er braucht demnach auch 

- 31 -

nicht  aufgefordert  zu  werden,  das  Original  der  Kündigung  einzureichen 

(vgl. Urk. 131 S. 11). 

b) Sodann erweisen sich die Stellensuchbemühungen des Gesuchstellers insge-

samt als ausreichend. Auch wenn mit der Gesuchsgegnerin festzuhalten ist, dass 

diese nicht lückenlos und chronologisch geordnet vorgelegt wurden, ist eine hinrei-

chende  Überprüfung  dennoch  möglich:  Die  eingereichten  Unterlagen  umfassen 

eine vom Gesuchsteller selbst geführte und jeweils aktualisierte Liste seiner Such-

bemühungen  sowie  diverse  Bewerbungsnachweise  (vgl.  Urk.  116  S.  7  ff.; 

Urk. 118/4; Urk. 119 S. 3 ff; Urk. 121/2; Urk. 137/1-16). Damit ist im Zeitraum vom 

31. August 2023 bis zum 11. Juni 2024 eine Vielzahl von Bewerbungsaktivitäten 

dokumentiert,  wobei  der  Gesuchsteller  um  Fristansetzung  vor  Erlass  des  Urteils 

ersuchte, um seine fortlaufenden Suchbemühungen nachzureichen. Letzteres er-

übrigt sich nunmehr angesichts seiner neuen Anstellung per 1. Oktober 2024. Die 

Durchsicht der Bewerbungsunterlagen zeigt, dass er jeweils individuell angepasste 

Bewerbungsschreiben  verfasst  und  seine  vollständigen  Bewerbungsunterlagen, 

einschliesslich des relevanten Arbeitszeugnisses der J._____ Holding AG (vgl. Urk. 

131 S. 12; Urk. 137/9), eingereicht hat. Im spezifischen Fall des Gesuchstellers gilt 

zu  berücksichtigen,  dass  die  Suche  nach  Führungspositionen,  insbesondere  auf 

CEO-Stufe, mit besonderen Herausforderungen verbunden ist. Solche Positionen 

sind naturgemäss begrenzt und werden nicht nur über klassische Bewerbungspro-

zesse, sondern über berufliches und persönliches Networking, Spontanbewerbun-

gen oder die Zusammenarbeit mit Headhuntern besetzt. Aus den eingereichten Un-

terlagen geht hervor, dass der Gesuchsteller sich auch auf diesem Weg aktiv um 

eine neue Anstellung bemüht hat. Dass nicht sämtliche Absageschreiben vorliegen, 

lässt entgegen der Gesuchsgegnerin nicht den Rückschluss zu, dass der Gesuch-

steller verschiedentlich Stellenangebote freiwillig abgelehnt hat. Insbesondere bei 

Bewerbungsverfahren  für  Führungspositionen  erfolgen  Absagen  nicht  immer  for-

mell, da viele Rekrutierungsprozesse über persönliche Kontakte abgewickelt wer-

den. Dies ergibt sich auch aus den vermerkten Notizen des Gesuchstellers, wo er 

teilweise Absagen vermerkte. Betreffend die Absage bei der K._____ Switzerland 

hat der Gesuchsteller zudem glaubhaft dargelegt, dass es sich dabei lediglich um 

ein unverbindliches Erstgespräch im Zusammenhang mit dem Aufbau eines selb-

- 32 -

ständigen Franchiseunternehmens handelte, welches für ihn finanziell nicht renta-

bel gewesen wäre (vgl. Urk. 135 S. 30 ff.; Urk. 137/14). In einer Gesamtwürdigung 

ist daher nicht davon auszugehen, dass der Gesuchsteller sich freiwillig in die Ar-

beitslosigkeit begeben hat. Vielmehr erscheint es angesichts der dargelegten Um-

stände und der dokumentierten Suchbemühungen glaubhaft, dass es dem Gesuch-

steller nicht möglich war, vor dem 1. Oktober 2024 eine neue Stelle zu finden. Von 

der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ist deshalb abzusehen. 

c) Für die Zeit vom 1. März bis 30. September 2024 sind dem Gesuchsteller daher 

die  ausbezahlten  Arbeitslosentaggelder  als  Erwerbseinkommen  anzurechnen. 

Diese  betrugen  durchschnittlich  Fr. 9'105.–  (21.7  Taggelder  à  455.30  [Art.  40a 

AVIV], abzgl. 5.3% [Fr. 523.64] AHV/IV/EO, 2.47% [Fr. 244.04] NBU und Fr. 6.51 

BVG-Risikoprämie; Urk. 124/1, Urk. 137/1-3).

3.2.2.3. Bonuszahlung im März 2024

a) Relevant ist weiter die am 14. März 2024 erfolgte Bonuszahlung in der Höhe 

von Fr. 127'185.90 (Urk. 137/11). Der Einwand des Gesuchstellers, die Bonuszah-

lung sei inzwischen verbraucht (vgl. Urk. 135 S. 28), ist unbeachtlich, da es sich 

um einen tatsächlich zugeflossenen Einkommenswert handelt. Ebenso unbegrün-

det erweist sich der Einwand der Gesuchsgegnerin, wonach unklar sei, ob der Ge-

suchsteller noch weitere Bonuszahlungen seines ehemaligen Arbeitgebers erhal-

ten habe (vgl.  Urk. 147 S. 6 und S. 10). Bonuszahlungen werden praxisgemäss als 

einmalige Gesamtsumme ausbezahlt, auch wenn sie aus einem fixen und einem 

zielabhängigen Anteil bestehen. Es sind keinerlei Hinweise ersichtlich, weshalb der 

Gesuchsteller vorliegend zu einem späteren Zeitpunkt weitere Bonus(raten-)zah-

lungen hätte erhalten sollen, die er nicht offengelegt hat. Dies wird im Übrigen durch 

die  eingereichten  Kontoauszüge  vom  1. Januar  2024  bis  10. Mai  2024  belegt 

(Urk. 137/12). Demnach erübrigt es sich, den Gesuchsteller zur Einreichung weite-

rer Kontoauszüge aufzufordern (vgl. Urk. 147 S. 7). 

b) Bonuszahlungen stellen in der Regel einen Lohnbestandteil des vergangenen 

und  nicht  des  laufenden  Jahres  dar  (vgl.  BGer  5A_686/2012  vom  6.  Dezember 

2010  E.  2.4).  Analog  zur  bisherigen  Praxis  im  vorliegenden  Fall  (vgl.  Urk.  135 

- 33 -

S. 29), erscheint es jedoch sachgerecht, die Bonuszahlung im Jahr der Auszahlung 

zu berücksichtigen. Für das Jahr 2024 ergibt sich damit umgerechnet ein Bonusan-

teil von gerundet Fr. 10'600.– pro Monat (Fr. 127'185.90 : 12), der dem Gesuch-

steller jeweils als Einkommensbestandteil anzurechnen ist. 

3.2.2.4. Neuer Lohn ab 1. Oktober 2024 

a) Der Gesuchsteller ist seit dem 1. Oktober 2024 bei der L._____ AG in einem 

100%-Pensum als "Abteilungsleiter (SL3)" angestellt. Gemäss Ziff. 3.1 des Arbeits-

vertrages  setzt  sich  sein  Lohn  aus  einem  jährlichen  Grundeinkommen  und  einer 

erfolgsabhängigen Abschlussvergütung zusammen (Urk. 145/1 S. 1). 

b) Fraglich ist zunächst, wie hoch das monatliche Nettoeinkommen des Gesuch-

stellers ist. Aus dem Arbeitsvertrag geht ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 22'167.– 

hervor (Urk. 145/1 S. 1). In der eingereichten Lohnabrechnung für Oktober 2024 ist 

ein  monatlicher  Nettolohn  von  Fr. 17'198.65  ausgewiesen  (Urk. 153/1).  Die  Ge-

suchsgegnerin bestreitet diese Höhe und wendet ein, der Gesuchsteller versuche 

durch die Wahl maximaler Vorsorgebeiträge seinen Nettolohn zulasten der Unter-

haltsbeiträge zu reduzieren. Bei praxisüblichen Sozialabzügen errechne sich viel-

mehr ein monatlicher Fixlohn von Fr. 19'507.– (Urk. 147 S. 6 f.; Urk. 155 S. 2). Dem 

ist nicht zu folgen. Die Wahl eines bestimmten Vorsorgeplans liegt im Rahmen der 

arbeitsrechtlichen Gestaltungsfreiheit und dient dem legitimen Zweck der Altersvor-

sorge.  Die  entsprechenden  Beiträge  sind  zweckgebunden  und  stehen  dem  Ge-

suchsteller nicht frei zur Verfügung. Ein missbräuchliches Verhalten des Gesuch-

stellers zur Umgehung seiner Unterhaltspflichten ist nicht dargetan. Es ist daher auf 

den tatsächlich ausgewiesenen Nettolohn von Fr. 17'198.65 abzustellen. 

c) Zu prüfen bleibt weiter, ob der Gesuchsteller im Rahmen seiner neuen Anstel-

lung Anspruch auf einen Bonus hat. Vorab ist festzuhalten, dass die Gesuchsgeg-

nerin aus der früheren Anstellung des Gesuchstellers (vgl. Urk. 147 S. 8) nichts zu 

ihren Gunsten ableiten kann. Jede Arbeitgeberin ist in der Gestaltung von Boni frei 

und nicht an Vergütungen aus früheren Anstellungen eines Arbeitnehmers gebun-

den. Gemäss Ziff. 3.3 des Arbeitsvertrages wird dem Gesuchsteller ein sogenann-

ter "… Performance Bonus" (…PB) gewährt. Dieser wird ausdrücklich als variabel 

- 34 -

bezeichnet  und  an  die  "wirtschaftlichen  Ergebnisse  sowie  die  Erreichung  bench-

markorientierter Bereichs- und Unternehmensziele geknüpft. Der …PB kann "bis 

zu 55% des Grundeinkommens" betragen (vgl. Urk. 145/1 S. 2). Entgegen der Auf-

fassung der Gesuchsgegnerin (vgl. Urk. 155 S. 2) lässt sich aus dieser vertragli-

chen Regelung kein verbindlicher Anspruch auf eine Bonuszahlung ableiten. Die 

vorerwähnten Bedingungen verdeutlichen vielmehr, dass die Auszahlung nicht ga-

rantiert ist. Hinzu kommt, dass der Gesuchsteller die neue Anstellung erst im Okto-

ber 2024 angetreten hat und sich ein allfälliger Bonus, der frühestens Ende April 

2025 ausbezahlt würde, auf ein Geschäftsjahr bezieht, in dem er vollständig in der 

Probezeit war. Die Wahrscheinlichkeit einer Bonuszahlung im Jahr 2025 ist daher 

gering.  Im  Übrigen  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  zwischen  den  Parteien  ohnehin 

bereits das Scheidungsverfahren hängig ist und die Beurteilung der künftigen Ein-

kommenssituation des Gesuchstellers, einschliesslich einer allfälligen Bonuszah-

lung  im  April  2025,  dem  Scheidungsgericht  überlassen  ist.  Für  das  vorliegende 

Eheschutz(berufungs)verfahren ist einstweilen ausschliesslich vom fixen Nettoein-

kommen des Gesuchstellers in der Höhe von rund Fr. 17'200.– auszugehen. 

3.2.2.5. Durchschnittliches Einkommen für das Jahr 2024

Die Einnahmen des Gesuchstellers im Jahr 2024 stellen sich nach dem Gesagten 

wie folgt dar:

 1. Januar 2024 bis 29. Februar 2024: Fr. 34'820.– pro Monat (Fr. 24'220.– 

[Fixsalär] + Fr. 10'600.– [Bonusanteil])

 1. März 2024 bis 30. September 2024: Fr. 19'700.– (Fr. 9'105.– [Arbeitslo-

sentaggelder] +Fr. 10'600.– [Bonusanteil])

 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024: Fr. 27'800.– (Fr. 17'200.– [Fixsa-

lär]+ Fr. 10'600.– [Bonusanteil])

Zur Vereinfachung und um zu viele Berechnungsphasen zu vermeiden, erscheint 

es sachgerecht, für das Jahr 2024 von einem Durchschnittseinkommen auszuge-

hen. Demnach ergibt sich für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 

- 35 -

2024 ein monatliches Durchschnittseinkommen des Gesuchstellers von gerundet 

Fr. 24'250.– ([2 x Fr. 34'820.– + 7 x Fr. 19'700.– + 3 x Fr. 27'800] / 12 Monate). 

3.2.3. Einkommen im Jahr 2025 

Ab dem 1. Januar 2025 entfällt der Bonusanteil als Einkommensbestandteil (vgl. E. 

III.3.2.2.4). Dem Gesuchsteller ist ab diesem Zeitpunkt daher ausschliesslich das 

Fixsalär von Fr. 17'200.– als Einkommen anzurechnen. Von der Anrechnung eines 

hypothetischen (höheren) Einkommens ist unter Verweis auf die Ausführungen un-

ter E. III. 3.2.2.2 abzusehen.

3.3. Fazit

Für die Unterhaltsberechnung ist somit von folgenden Einkommen des Gesuch-

stellers auszugehen:

 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2022: Fr. 28'000.– pro Monat 

 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023: Fr. 35'500.– pro Monat

 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024: Fr. 24'250.– pro Monat

 ab 1. Januar 2025: Fr. 17'200.– pro Monat

4.

Einkommen der Gesuchsgegnerin 

4.1. Tatsächlich erzieltes Einkommen

Die Vorinstanz erwog, die Gesuchsgegnerin sei bis zur Aufnahme ihrer Erwerbstä-

tigkeit am 23. Mai 2022 keiner Arbeit nachgegangen, weshalb ihr für die Phase I 

kein Einkommen anzurechnen sei (Urk. 94 S. 24). Ab dem 23. Mai 2022 habe sie 

eine Erwerbstätigkeit im Umfang eines 100%-Pensums aufgenommen. Für die Zeit 

ab  Juni  2022  sei  damit  von  einem  durchschnittlichen  Nettomonatslohn  von 

Fr. 4'980.– auszugehen (Urk. 94 S. 25). Dies blieb unangefochten (Urk. 93 S. 14). 

- 36 -

4.2. Hypothetisches Einkommen ab 1. Oktober 2023

4.2.1. Der Gesuchsteller beantragt, der Gesuchsgegnerin sei ab 1. Oktober 2023 

ein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Zur Begründung lässt er ausführen, 

die Gesuchsgegnerin schöpfe mit ihrer aktuellen Tätigkeit als "Executive Assistant 

and Office Manager" weder ihre Eigenversorgungskapazität noch ihre Unterhalts-

pflicht  gegenüber  den  beiden  gemeinsamen  Kindern  aus.  Die  Gesuchsgegnerin 

habe im Jahr 2008 in Deutschland einen MBA in "International Accounting and Ta-

xation" erworben und sei damit eine hochqualifizierte Fachkraft im internationalen 

Finanz-  und  Beratungsbereich.  Zudem  habe  sie  inzwischen  die  CFA-Prüfung 

(Chartered Financial Analyst) – eine anspruchsvolle Weiterbildung im Finanzwesen 

– bestanden oder stehe kurz vor deren Abschluss. Gemäss seinem Informations-

stand  befinde  sich  die  Gesuchsgegnerin  derzeit  im  Bewerbungsprozess  bei  ver-

schiedenen Finanzinstituten. Es sei klar, dass es für sie ohne weiteres zumutbar 

und auch möglich sei, zeitnah eine Anstellung in ihrer angestammten beruflichen 

Tätigkeit in der Finanzbranche zu finden und ein deutlich höheres Erwerbseinkom-

men  zu  erzielen,  als  im  vorinstanzlichen  Verfahren  angenommen.  Eine  Frau  mit 

den beruflichen Qualifikationen, der Ausbildung und der Erfahrung der Gesuchs-

gegnerin könne im Bereich der Finanzberatung-/Dienstleistung selbst mit nur weni-

gen Jahren Berufserfahrung und im unteren Kaderbereich gemäss Salarium ohne 

Weiteres ein Einkommen von Fr. 13'000.– brutto erzielen. Die beruflichen Perspek-

tiven der Gesuchsgegnerin seien angesichts des Fachkräftemangels, der auch die 

Finanzbranche betreffe, hervorragend, wie aus Stellenportalen von Unternehmen 

wie N._____, KPMG und Ernst & Young ersichtlich sei. Die Gesuchstellerin sei zur 

Edition eines allfälligen neuen Arbeitsvertrags oder, falls ein solcher noch nicht vor-

liege,  zur  Edition  ihrer  Bewerbungsunterlagen  (Bewerbungsschreiben,  CV  samt 

Beilagen) aufzufordern, damit ihre Suchbemühungen beurteilt und ihr zukünftig an-

zurechnendes Einkommen eruiert werden könne. Bis zum Beweis des Gegenteils 

sei davon auszugehen, dass sie bereits über einen neuen Arbeitsvertrag verfüge 

oder zeitnah verfügen werde. Daher sei ihr ab 1. Oktober 2023 ein hypothetisches 

Einkommen von Fr. 13'000.– brutto bzw. Fr. 11'000.– netto anzurechnen (Urk. 93 

S. 14 ff.; Urk. 116 S. 18).

- 37 -

4.2.2. Die Gesuchsgegnerin erwidert, es sei ihr weder zumutbar noch möglich, ein 

höheres Einkommen zu erzielen. Der Gesuchsteller stütze seine Behauptung auf 

Noven, insbesondere auf eine bestandene CAF-Prüfung, eine neue Arbeitsstelle 

und eine Lohnerhöhung, die es nicht gebe. Sie habe im Mai 2022 trotz schwieriger 

beruflicher und persönlicher Umstände ihre aktuelle 100%-Anstellung angetreten, 

da ihr neuer Arbeitgeber ihr keine Anstellung in einem tieferen Pensum habe an-

bieten können. Ihr Nettolohn belaufe sich weiterhin auf Fr. 4'980.– pro Monat und 

sei seit dem erstinstanzlichen Urteil unverändert. Ihre aktuelle berufliche Situation 

sei die Folge des gemeinsam gewählten Ehemodells. Sie habe während der Ehe 

ihre berufliche Laufbahn zugunsten der Familie aufgegeben, während der Gesuch-

steller Karriere gemacht habe. Sie habe im Jahr 2000 den Bachelor of Arts in Japan 

erlangt. Von 2002 bis 2004 habe sie  als Public Relations Officer bei M._____ in 

Tokio gearbeitet. Als sie im Jahr 2004 zum Gesuchsteller nach Deutschland gezo-

gen sei, habe sie dort einen MBA gemacht. Im Jahr 2006 habe sie ein Praktikum 

bei N._____ in O._____ absolviert, wo sie japanische Klienten betreut und ihre Di-

plomarbeit geschrieben habe. Anfang 2008 habe sie ihre Anstellung bei N._____ 

aufgeben müssen, weil der Gesuchsteller beruflich nach P._____ versetzt worden 

sei. Seither sei sie keiner Anstellung mehr nachgegangen, sondern sei für die Kin-

dererziehung, die Haushaltsführung und das Familienmangement zuständig gewe-

sen. Aufgrund der häufigen beruflichen Versetzungen des Gesuchstellers habe die 

Familie  etwa  alle  drei  bis  vier  Jahre  umziehen  müssen,  unter  anderem  nach 

P._____, Q._____, R._____ und schliesslich Zürich. Sie habe damit insgesamt ma-

ximal zwei bis drei Jahre in der (japanischen) Finanz- und Beratungsbranche gear-

beitet.  Mit  so  wenig  und  über  15  Jahre  zurückliegender  Arbeitserfahrung,  keiner 

hiesigen Ausbildung und Arbeitserfahrung könnte sie nicht "wieder" in die Finanz-

branche einsteigen. Ebenso sei die Darstellung des Gesuchstellers in Bezug auf 

die CFA-Prüfung unzutreffend. Sie habe die Prüfung sowohl Ende 2021 als auch 

im  Mai  2022  nicht  bestanden.  Die  Prüfung  sei  sehr  anspruchsvoll  und  erfordere 

intensive Vorbereitung, weshalb sie sich seither nicht mehr damit auseinanderge-

setzt  habe.  Schliesslich  sei  die  Behauptung  des  Gesuchstellers,  wonach  sie  ein 

Nettoeinkommen von Fr. 11'000.– erzielen könne, abwegig. Sie verfüge weder über 

eine schweizerische Ausbildung noch über relevante Arbeitserfahrung und sei auch 

- 38 -

keine hier anerkannte Betriebswirtin bzw. eine vergleichbare Spezialistin. Hätte sie 

bei besserer Qualifikation in der Finanzbranche Chancen auf eine Anstellung ge-

habt, wäre sie maximal als "Financial Auditor" einzustufen gewesen, wofür gemäss 

Lohnbuch  2022  ein  Bruttolohn  von  rund  Fr.  6'500.–  bzw. ein  Nettolohn  von  rund 

Fr. 5'500.– erzielt werden könne. Dies entspreche in etwa ihrem jetzigen Einkom-

men. Zusammenfassend gebe es keine Gründe bzw. Voraussetzungen dafür, von 

ihrem  tatsächlichen  Einkommen  (hypothetisch)  erhöhend  abzuweichen  (Urk. 109 

S. 14 ff.). 

4.2.3. Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen ist grundsätzlich vom tatsäch-

lich erzielten Einkommen der Parteien auszugehen. Davon kann abgewichen wer-

den und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, 

falls und soweit eine entsprechende Einkommenssteigerung möglich und zumutbar 

ist. Dabei handelt es sich um Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. 

Welche Tätigkeit als zumutbar erscheint, ist eine Rechtsfrage. Tatfrage bildet hin-

gegen, ob die als zumutbar anerkannte Tätigkeit möglich und das angenommene 

Einkommen effektiv erzielbar ist (BGE 144 III 481 E. 4; BGE 143 III 233 E. 3.2; BGE 

137 III E. 4.2.2.2.). Zu berücksichtigen sind dabei Aspekte wie die berufliche Qua-

lifikation, sprachliche Kenntnisse, bisherige und künftige Aus- und Weiterbildungen, 

das Alter und der Gesundheitszustand, persönliche und geographische Gegeben-

heiten sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Wo die reale Möglichkeit einer Ein-

kommenssteigerung fehlt, muss sie ausser Betracht bleiben (BGer 5A_129/2019 

vom 10. Mai 2019 E. 3.2.2.1. m.w.H.).

4.2.4. Beide  Parteien  gehen  vorliegend  davon  aus,  dass  die  Ehe  gescheitert  ist, 

zumal seit dem 3. Januar 2023 auch das Scheidungsverfahren vor dem Bezirksge-

richt Uster hängig ist (vgl. Urk. 109 S. 19). Die Gesuchsgegnerin arbeitet derzeit in 

einem 100%-Pensum als "Executive Assistant und Office Manager" und erzielt ein 

Nettoeinkommen von 4'980.– pro Monat. Zu prüfen ist, ob sie mit dieser Tätigkeit 

ihre Eigenversorgungskapazität bereits ausschöpft oder ob ihr künftig ein höheres 

hypothetisches Einkommen anzurechnen ist. 

Die Gesuchsgegnerin verfügt zwar über eine fundierte akademische Ausbildung. 

Sie hat gemäss eigenen Angaben im Jahr 2002 einen Bachelor of Arts und im Jahr 

- 39 -

2008 einen MBA in "International Accounting und Taxation" (2008) erworben. Ihre 

Berufserfahrung in diesem Bereich ist jedoch begrenzt und liegt lange zurück. Kon-

kret umfasst sie ein Praktikum in P._____ (2002), eine Tätigkeit als Public Relations 

Officer  bei  M._____  in  Tokio  (2002  –  2004)  und  ein  Praktikum  bei  N._____  in 

O._____ (2006). Seit ihrer letzten beruflichen Tätigkeit im Jahr 2008 war sie bis zur 

Aufnahme ihrer Erwerbstätigkeit im Mai 2022 während 14 Jahren nicht erwerbstä-

tig, sondern übernahm unbestritten die Führung des Haushalts und die Betreuung 

der  beiden  gemeinsamen  Söhne.  Diese  lange  Erwerbsunterbrechung  zugunsten 

der Familie hat dazu geführt, dass ihre fachlichen und praktischen Kompetenzen 

nicht  mehr  den  aktuellen  Anforderungen  in  der  Finanzbranche  entsprechen.  Die 

Gesuchsgegnerin hat zudem glaubhaft dargelegt, dass sie trotz intensiver Vorbe-

reitung zweimal an der CFA-Prüfung (Chartered Financial Analyst) gescheitert ist. 

Es ist davon auszugehen, dass diese international anerkannte Qualifikation im Fi-

nanzwesen (vgl. Urk. 111/7) ihre Chancen für höher dotierte Positionen erheblich 

verbessert hätte. Dass sie die Prüfung nicht bestanden hat, spricht ebenfalls dafür, 

dass die Gesuchsgegnerin (noch) nicht über die erforderlichen Fähigkeiten für eine 

hochqualifizierte Tätigkeit in der Finanz- und Beratungsbranche verfügt. 

Selbst wenn man die Zumutbarkeit einer Tätigkeit in der Finanzbranche bejahen 

würde, ist zu bezweifeln, dass es der Gesuchsgegnerin tatsächlich auch möglich 

wäre, ein Einkommen in der vom Gesuchsteller behaupteten Grössenordnung zu 

generieren. Der Gesuchsteller verweist hierzu auf die Lohnberechnungsplattform 

des  Bundesamts  für  Statistik  (Salarium)  und  geht  von  einem  durchschnittlichen 

Bruttolohn von monatlich Fr. 13'000.– aus. Diese Annahme basiert auf folgenden 

Parametern:  Region  Zürich,  Branche  Finanzdienstleistungen,  Berufsgruppe:  Be-

triebswirte und vergleichbare Spezialisten/innen, unteres Kader, 42 Wochenstun-

den,  universitärer  Hochschulabschluss,  Alter  46  Jahre,  3  Dienstjahre,  Unterneh-

mensgrösse über 50 Mitarbeitende, 12 Monatslöhne, Sonderzahlungen für weibli-

che  Personen  mit  Niederlassungsbewilligung  C  (Urk. 96/4).  Diese  Berechnung 

lässt jedoch die konkreten Umstände unberücksichtigt. Wie dargelegt ging die Ge-

suchsgegnerin seit über 14 Jahren keiner ausserhäuslichen Arbeitstätigkeit nach, 

war bis zur Trennung der Parteien noch nie auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt 

tätig und erfüllt mit ihrem Qualifikationsprofil kaum die aktuellen Anforderungen im 

- 40 -

Finanzwesen. Es erscheint deshalb sachgerecht, ihre beruflichen Möglichkeiten auf 

der  Grundlage  weniger  spezialisierter  Tätigkeiten  im  Finanzwesen  zu  beurteilen. 

Gemäss  Lohnbuch  2024  liegt  der  Bruttolohn  für  Berufseinsteiger  im  Bereich  Fi-

nanzassistent/Sachbearbeiter  Buchhaltung  bei  rund  Fr. 5'500.–  (vgl.  Lohnbuch 

2024, S. 379). Dieses Einkommen bewegt sich in der Grössenordnung des derzei-

tigen Nettolohns der Gesuchsgegnerin von Fr. 4'980.–.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Gesuchsgegnerin mit ihrer derzeitigen 

Tätigkeit als Executive Assistant und Office Managerin einem 100%-Pensum die 

ihr zumutbare und mögliche Eigenversorgungskapazität ausschöpft. Demnach ist 

sie  im  Rahmen  des  vorliegenden  Eheschutzverfahrens  nicht  zu  verpflichten,  ein 

höheres  Einkommen  zu  erzielen.  Folglich  braucht  sie  auch  nicht  aufgefordert  zu 

werden, einen neuen Arbeitsvertrag oder allfällige Suchbemühungen einzureichen 

(vgl.  Urk. 93  S.  17).  Es  ist  weiterhin  von  einem  monatlichen  Einkommen  von  Fr. 

4'980.– auszugehen. 

5.

Einkommen der Kinder

Die Vorinstanz rechnete beiden Kindern ein Einkommen aus Familienzulagen von 

je Fr. 230.– pro Monat an (Urk. 94 S. 25). Korrekterweise wären bei D._____ (da-

mals 14-jährig) Fr. 250.– und C._____ (damals 11-jährig) Fr. 200.– zu berücksich-

tigen gewesen, was jedoch keine Auswirkung auf das Gesamtergebnis hat. Seither 

haben sich folgende  Änderungen  ergeben:  D._____  wurde  am  tt.mm.2024  zwölf 

Jahre alt, wodurch ab diesem Zeitpunkt beiden Kindern Kinderzulagen in der Höhe 

von je Fr. 250.– zustehen. Ferner wurden die Kinderzulagen per 1. Januar 2025 ab 

dem 12. Altersjahr auf Fr. 268.– erhöht (vgl. Verordnung über die Anpassung der 

Familienzulagen an die Preisentwicklung vom 28. August 2024 [SR 836.2]). 

- 41 -

6.

Familienrechtlicher Bedarf 

6.1. Phasenbildung

Die Vorinstanz legte ihrer Unterhaltsberechnung drei Phasen zu Grunde (Urk. 94 

S. 22 f.): 

 Phase I: 1. Juli 2021 bis 31. Mai 2022 (rückwirkende Beantragung der Un-

terhaltsbeiträge; alleinige Obhut der Gesuchsgegnerin)

 Phase II: 1. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 (Aufnahme der Erwerbstätigkeit 

der Gesuchsgegnerin; alleinige Obhut der Gesuchsgegnerin)

 Phase III: ab 1. Februar 2023 (Beginn der alternierenden Obhut für C._____ 

und D._____)

Aufgrund der Änderungen bei den Einkommens- und Bedarfszahlen erscheint es 

sachgerecht die vorinstanzliche Phase III per 31. Dezember 2023 enden zu lassen 

und die Unterhaltsberechnung um folgende Phasen zu ergänzen: 

 Phase IV: ab 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 

 Phase V: ab 1. Januar 2025 

6.2. Bedarf der Parteien in Phasen I-III

6.2.1. Unterstützungsbetrag "Omi" im Bedarf des Gesuchstellers 

6.2.1.1. Der  Gesuchsteller  rügt,  die  Vorinstanz  habe  die  monatlichen  Unterstüt-

zungsleistungen an seine Mutter zu Unrecht nicht als Bedarfsposition berücksich-

tigt. Er habe vorinstanzlich ausgeführt (vgl. Prot. I. S. 13), dass er gemäss öffentli-

cher Urkunde (Urk. 13/18) seiner Mutter in Deutschland einen Unterhalt von EUR 

1'000  pro  Monat  zu  bezahlen  habe.  Diese  Unterhaltsverpflichtung  habe  bereits 

während  der  Ehe  bestanden,  sei  in  der  aussergerichtlichen  Trennungsvereinba-

rung der Parteien enthalten und von der Gesuchsgegnerin im erstinstanzlichen Ver-

fahren nicht bestritten worden. Trotzdem habe die Vorinstanz den Betrag weder im 

familienrechtlichen  Existenzminimum  noch  als  Sparquote  berücksichtigt  (Urk.  93 

S. 19). 

- 42 -

6.2.1.2. Die Gesuchsgegnerin erwidert, diese Zahlungen gehörten nicht in das fa-

milienrechtliche Existenzminimum, sondern seien vom Gesuchsteller aus seinem 

Überschuss zu bezahlen. Soweit er diese im Sinne einer Sparquote geltend mache, 

sei bereits dargelegt worden, dass eine solche nicht bestanden habe. Bei den Zah-

lungen handle es sich, wie etwa bei den hohen Flugkosten für regelmässigen Be-

suche der Familie der Gesuchsgegnerin in Japan, um eine Überschuss- und nicht 

um eine Sparposition. Zudem sei nicht belegt und werde bestritten, dass der Ge-

suchsteller die Zahlungen an seine Mutter überhaupt noch tätige (Urk. 109 S. 21 

f.).

6.2.1.3. Rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge sind gemäss den Richtlinien der 

Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung 

des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 1. Juli 2009 im Bedarf zu be-

rücksichtigen, wenn sie nachweislich geleistet werden. Der notariell beurkundete 

Vertrag (Urk. 13/18 S. 6) belegt zwar eine rechtliche Verpflichtung des Gesuchstel-

lers zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen an seine Mutter, nicht jedoch, dass diese 

tatsächlich  bezahlt  werden.  Entsprechend  ist  der  vom  Gesuchsteller  geltend  ge-

machte Betrag von Fr. 1'000.– weder in seinem Bedarf noch im Sinne einer Spar-

quote zu berücksichtigen. 

6.2.2. Berufsauslagen im Bedarf des Gesuchstellers

6.2.2.1. Die Vorinstanz berücksichtigte in den Phasen I-III im Bedarf des Gesuch-

stellers Berufsauslagen in Höhe von Fr. 220.– für die auswärtige Verpflegung und 

Mobilitätskosten von Fr. 150.– für seinen Privatparkplatz (Urk. 94 S. 35). Dies blieb 

unangefochten. 

6.2.2.2. Der Gesuchsteller wurde Ende August 2023 mit sofortiger Wirkung freige-

stellt (Urk. 96/3). Entsprechend fielen ihm in der Phase III während vier Monaten 

(September bis Dezember 2023) keine Berufsauslagen an. In Phase III sind im Be-

darf  des  Gesuchstellers  entsprechend  Fr. 140.–  für  auswärtige  Verpflegung 

[Fr. 220.– x 7 + Fr. 0.– x 4 Monate] und Fr. 95.– [Fr. 150.– x 7 + Fr. 0.– x 4] für 

Mobilitätskosten zu berücksichtigen. 

- 43 -

6.2.3. Mobilitätskosten im Bedarf der Gesuchsgegnerin 

Hinsichtlich  des  Einwands  der  Gesuchsgegnerin,  ihr  seien  entgegen  dem  vorin-

stanzlichen Urteil Mobilitätskosten von Fr. 500.– anzurechnen (Urk. 109 S. 20), ist 

auf die Ausführungen unter E. III. 2.1.7 zu verweisen. Es bleibt bei Mobilitätskosten 

in der Höhe von Fr. 125.–.

6.2.4. Schulkosten von C._____ und D._____ 

6.2.4.1. Beide Söhne besuchen die G._____ [Privatschule]. Die Vorinstanz berück-

sichtigte im Bedarf von C._____ Schulkosten von monatlich Fr. 2'830.– (Phase I 

und II; Urk. 94 S. 28) bzw. Fr. 3'085.– (Phase III; Urk. 94 S. 33). Diese Schulkosten 

würden  von  der  Gesuchsgegnerin  aus  den  Unterhaltsbeiträgen  bezahlt  (Urk.  94 

S. 47, Dispositiv-Ziffer 4). Die Schulkosten von D._____ in der Höhe von Fr. 2'500.– 

(Phase I und II; Urk. 94 S. 35) bzw. Fr. 2'800.– (Phase III; Urk. 94 S. 38) bezahle 

der Gesuchsteller demgegenüber direkt an die Schule. Dies blieb unangefochten. 

6.2.4.2. Der  Gesuchsteller  bringt  in  seiner  Berufung  vor,  die  Schulkosten  von 

D._____ hätten sich im Schuljahr 2023/2024 auf Fr. 3'015.– pro Monat erhöht, was 

als Novum zu berücksichtigen sei (Urk. 93 S. 29; Urk. 96/8). Die Gesuchsgegnerin 

hält fest, dass auch die Schulkosten von C._____ auf Fr. 3'162.– gestiegen seien, 

weshalb  der  Unterhaltsbeitrag  entsprechend  anzupassen  sei  (Urk. 109  S. 26; 

Urk. 111/8). 

6.2.4.3. Die Erhöhung der Schulkosten für das Schuljahr 2023/2024 ist für beide 

Kinder ausgewiesen. Entsprechend sind die Schulkosten in Phase III wie folgt an-

zupassen: Im Bedarf von C._____ (im Haushalt der Gesuchsgegnerin) sind Schul-

kosten  von  Fr.  3'120.–  pro  Monat  (6  x  Fr.  3'085.–  [Februar  bis  Juli  2023]+  5  x 

Fr. 3'162.–  [August  bis  Dezember  2023])  zu  berücksichtigen.  Im  Bedarf  von 

D._____  (im  Haushalt  des  Gesuchstellers)  belaufen  sich  die  Schulkosten  auf 

Fr. 2'900.– pro Monat (6 x Fr. 2'800.– [Februar bis Juli 2023] + 5 x Fr. 3'015.– [Au-

gust bis Dezember 2023]). 

- 44 -

6.2.5. Steuern (alle Parteien)

6.2.5.1. Der  Gesuchsteller  beanstandet  die  vorinstanzliche  errechnete  Steuerbe-

lastung. Aufgrund der zu hohen Unterhaltsbeiträge seien die Steuern im Bedarf der 

Gesuchsgegnerin und der Kinder zu hoch bzw. im Bedarf des Gesuchstellers zu 

tief (Urk. 93 S. 18 ff.). Da sich die Überschussverteilung der Vorinstanz als korrekt 

erweist (vgl. E. III. 2), sind auch die Steuerbeträge der Parteien in den Phasen I 

und II nicht zu beanstanden. 

6.2.5.2. Für die Phase III sind die Steuern aufgrund der Änderungen in den Ein-

kommens- und Bedarfspositionen von Amtes wegen neu zu berechnen. 

6.2.5.3. Auf  Seiten  der  Gesuchsgegnerin 

ist  hierfür  ein  Einkommen  von 

Fr. 190'060.–  (Fr. 59'760  [Erwerbseinkommen]  +  Fr.  5'400.–  [Kinderzulagen]  + 

Fr. 124'900.–  [Unterhaltsbeiträge  geschätzt])  zu  berücksichtigen.  Für  die  Staats- 

und Gemeindesteuern resultiert nach dem Kinderabzug von Fr. 18'000.– und den 

weiteren steuerrelevanten Abzügen (Fr. 6'700.– Berufsauslagen, Fr. 5'200.– Versi-

cherung für sich und die Kinder) ein steuerbares Einkommen von Fr. 160'160.–. Für 

die direkte Bundessteuer ergibt sich nach dem Kinderabzug von Fr. 13'200.– und 

den  weiteren  steuerrelevanten  Abzügen  (Fr.  6'700.–  Berufsauslagen,  Fr. 3'200.– 

Versicherung  für  sich  und  die  Kinder)  ein  steuerbares  Einkommen  von  Fr. 

166'960.–. Gestützt auf den Steuerrechner des Kantons Zürich (Steuerjahr: 2023; 

Zivilstand: getrennt; Tarif: Verh. und Einelterntarif; Konfession: andere; Gemeinde: 

S._____;  Vermögen:  0.–  [vgl.  Urk.  13/20])  resultiert  eine  Staats-  und  Gemeinde-

steuer von Fr. 17'939.70 und eine direkte Bundessteuer von Fr. 7'498.–. Die mo-

natliche Steuerlast beträgt demnach gerundet Fr. 2'100.–.

6.2.5.4. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (Urk. 94 S. 28 f.), ist ein Anteil 

der Steuern den Kindern zuzuweisen, wobei die Einkünfte des Kindes in das Ver-

hältnis  zu  den  insgesamt  zu  versteuernden  Einkünften  des  Elternteils  zu  setzen 

sind (BGE 147 III 457 E. 4.2.3.5). Die monatlichen Einkünfte von C._____ betragen 

Fr. 5'740.– (Fr. 5'490.– Barunterhalt [inkl. Überschussanteil] und Fr. 250.– Kinder-

zulagen),  jene  von  D._____  betragen  Fr. 2'170.–  (Fr.  1'970.–  Barunterhalt  [inkl. 

Überschussanteil] und Fr. 200.– Kinderzulagen) und jene der Klägerin Fr. 7'930.– 

- 45 -

(Fr. 4'980.– Erwerbseinkommen und Fr. 2'950.– ehelicher Unterhalt). Demnach be-

trägt der Steueranteil von C._____ Fr. 760.– (35%) und derjenige von D._____ Fr. 

290.–  (15%).  Der  Gesuchsgegnerin  verbleibt  ein  Steueranteil  von  Fr.  1'050.– 

(50%). 

6.2.5.5. Das Einkommen des Gesuchstellers beträgt Fr. 426'000.–. Nach Abzug der 

Unterhaltsbeiträge von geschätzt Fr. 124'900.– sowie der (infolge Freistellung an-

teilsmässig gekürzten) steuerrechtlich relevanten Abzüge (Fr. 6'100.– Berufsausla-

gen, Fr. 9'600.– Versicherung und 3. Säule, Fr. 8'500.– Schuldzinsen) resultiert ein 

steuerbares  Einkommen  von  Fr.  276'900.–  (Staats-  und  Gemeindesteuer)  bzw. 

Fr. 277'700.–  (direkte  Bundessteuer).  Gibt  man  die  Daten  im  Steuerrechner  des 

Kantons Zürich ein (Steuerjahr 2023; Zivilstand: getrennt; Tarif: Grundtarif; Konfes-

sion:  römisch-katholisch,  Gemeinde:  U._____;  steuerbares  Vermögen:  Fr. 

640'000.– [vgl. Urk. 13/20]), so resultiert eine Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 

51'885.05 und eine direkte Bundessteuer von Fr. 23'572.35. Die monatliche Steu-

erlast beträgt gerundet Fr. 6'300.–. 

6.2.6. Übrige Bedarfspositionen 

6.2.6.1. Die übrigen Bedarfspositionen der Parteien wurden nicht beanstandet und 

erweisen sich als angemessen. Nach dem Gesagten ist der vorinstanzlich festge-

legte Bedarf der Parteien in den Phasen I und II vollständig zu übernehmen (Urk. 94 

S. 26, 30, 33 und 36). 

6.2.6.2. In Phase III gestalten sich die Bedarfspositionen neu wie folgt (Änderungen 

im Vergleich zur Vorinstanz kursiv, vgl. Urk. 94 S. 32 und 37): 

GGin

C._____ 

D._____

GS

C._____ 

D._____

Grundbetrag

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Wohnkosten

Fr. 750.–

Fr. 375.–

Fr. 375.–

Fr. 1'695.–

Fr. 847.–

Fr. 847.–

Kranken-
kasse (KVG)

Gesundheits-
kosten

Fr. 255.–

Fr. 85.–

Fr. 85.–

Fr. 230.–

Fr. 35.–

Fr. 20.–

-

Fr. 50.–

-

-

-

-

- 46 -

-

-

-

-

Fr. 95.–

Fr. 140.–

Schulkosten

-

Fr. 3'120.–

Mobilitäts-
kosten

Fr. 125.–

auswärtige 
Verpflegung

Fr. 220.–

-

-

Steuern

Fr. 1'050.–

 Fr. 760.–

Fr. 290.–

Fr. 6'300.–

Serafe

Fr. 30.–

Hausrat- und 
Haftpflicht-
vers.

Fr. 30.–

Kommunika-
tionskosten

Fr. 120.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 30.–

Fr. 30.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 2'900.–

-

-

-

-

-

Fr. 120.–

Fr. 50.–

Fr. 50.–

Versicherun-
gen (VVG)

Fr. 130.–

Fr. 25.–

Fr. 50.–

Fr. 170.–

-

-

Total:

Fr. 4'095.–

Fr. 4'685.–

Fr. 1'100.–

Fr. 10'210.–

Fr. 1'197.–

Fr. 4'097.–

6.3. Bedarf der Parteien in Phase IV: 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 

6.3.1. Berufsauslagen im Bedarf des Gesuchstellers

6.3.1.1. Während seiner Freistellung bzw. Arbeitslosigkeit vom 1. Januar 2024 bis 

31. September 2024 sind dem Gesuchsteller keine Berufsauslagen anzurechnen 

(vgl. Urk. 116 S. 16).

6.3.1.2. Mit Antritt der neuen Stelle per 1. Oktober 2024 sind wieder Berufsauslagen 

im  Bedarf  des  Gesuchstellers  zu  berücksichtigen.  Diese  umfassen  zunächst  die 

geltend gemachten (Urk. 143 S. 2) und unbestritten gebliebenen Mehrkosten für 

auswärtige Verpflegung in der Höhe von Fr. 220.–. 

6.3.1.3. Betreffend die Mobilitätskosten bringt der Gesuchsteller vor, er werde ein 

Geschäftsauto erhalten. Die weiteren Details, auch etwaige Kostenbeteiligungen, 

seien jedoch noch unklar (Urk. 143 S. 2). Die Gesuchsgegnerin entgegnet, die Kos-

ten für das Geschäftsauto würden vermutlich vollumfänglich vom Arbeitgeber über-

nommen. Sie seien in jedem Fall nicht höher als die vorinstanzlich angerechneten 

Fr. 150.– (Urk. 147 S. 17). 

- 47 -

Gemäss  Ziff.  14  des  Arbeitsvertrages  hat  der  Gesuchsteller  Anspruch  auf  einen 

Geschäftswagen, wobei die Mobilität separat geregelt wird (vgl. Urk. 145/ S. 7). Da 

der  Gesuchsteller  vorliegend  keine  Mobilitätskosten  in  konkreter  Höhe  geltend 

macht und davon auszugehen ist, dass die Kosten des Geschäftsfahrzeugs vom 

Arbeitgeber übernommen werden, bleibt es beim von der Vorinstanz anerkannten 

und von der Gesuchsgegnerin zugestandenen Fr.  150.– für den Privatparkplatz, 

die im Bedarf des Gesuchstellers zu berücksichtigen sind. 

6.3.1.4. Der Gesuchsteller macht neu Übernachtungskosten geltend. Er habe sich 

aufgrund  der  zeitlichen  und  persönlichen  Belastung  durch  einen  Arbeitsweg  von 

über zwei Stunden pro Tag dazu entschlossen, in den Wochen ohne Kinderbetreu-

ung ein Zimmer in der Jugendherberge T._____ zu mieten. Die wöchentliche Miete 

betrage Fr. 368.–, was zusätzlichen Kosten von Fr. 736.– pro Monat (für zwei Wo-

chen) entspreche. Diese Kosten seien ihm als zusätzliche Berufsauslagen im Be-

darf zuzugestehen (Urk. 143 S. 2). Die Gesuchsgegnerin bestreitet die Anrechnung 

zusätzlicher Wohnkosten. Selbst wenn diese dauerhaft anfallen würden, was be-

stritten und mit einer Buchungsbestätigung von vier Tagen nicht belegt sei, so wä-

ren  diese  vom  Gesuchsteller  aus  seinem  Überschuss  zu  bezahlen.  Ein  täglicher 

Arbeitsweg von einer Stunde pro Strecke sei lang, aber nicht aussergewöhnlich. 

Der  neue  Arbeitsweg  sei  dem  Gesuchteller  –  gerade  wenn  er  in  jenen  Wochen 

keine  Betreuungspflicht  habe  –  ohne  Weiteres  persönlich  und  zeitlich  zumutbar. 

Dies gelte umso mehr, als ihm ein Geschäftsauto zur Verfügung stehe (Urk. 147 

S. 17). 

Unumgängliche Berufsauslagen sind im Bedarf zu berücksichtigen, sofern der Ar-

beitgeber nicht dafür aufkommt (Ziff. III. 3. Kreisschreiben). Mit der Gesuchsgegne-

rin ist festzuhalten, dass mit der eingereichten Buchungsbestätigung für vier Tage 

(Urk. 145/3) nicht glaubhaft gemacht ist, dass die Unterkunftskosten dem Gesuch-

steller dauerhaft und künftig tatsächlich anfallen. Zudem legt er keine besonderen 

Umstände dar, die eine Unterkunft am Arbeitsort erforderlich machen würden. Ein 

täglicher  Arbeitsweg  von  über  zwei  Stunden  rechtfertigt  keine  Anrechnung  von 

Übernachtungskosten, zumal der Gesuchsteller den Weg in Wochen mit Kinderbe-

treuung regelmässig bewältigt. Es handelt sich demnach nicht um unumgängliche 

- 48 -

Berufsauslagen, weshalb der Betrag von Fr. 736.– pro Monat nicht im Bedarf zu 

berücksichtigen ist.

6.3.2. In der Phase IV sind beim Gesuchsteller somit Fr. 55.– für die auswärtige 

Verpflegung (Fr. 0.– x 9 Monate und Fr. 220.– x 3 Monate) und Fr. 40.– für Mobili-

tätskosten als Berufsauslagen im Bedarf zu berücksichtigen. 

6.3.3. Schulkosten von C._____ und D._____ 

Soweit der Gesuchsteller im Rahmen seiner Eingabe vom 6. Februar 2024 geltend 

macht,  die  Kosten  für  die  Privatschule  seien  infolge  seiner  Arbeitslosigkeit  ab 

1. März 2024 nicht mehr aus dem laufenden Einkommen der Parteien finanzierbar 

und deshalb nicht länger im familienrechtlichen Existenzminimum zu berücksichti-

gen (Urk. 116 S. 17; vgl. auch Urk. 135 S. 29), ist dies inzwischen überholt. Der 

Gesuchsteller beantragte sodann bei der G._____ eine Reduktion der Schulgebüh-

ren, die infolge seiner Arbeitslosigkeit ab August 2024 für zwölf Monate im Umfang 

von 20% gewährt wurde (Kosten für C._____ neu: Fr. 2'510.–; für D._____ neu: 

Fr. 2'440.–; Urk. 137/16). Beide Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass 

die  Schulgebühren  mit  der  Wiederaufnahme  der  Erwerbstätigkeit  wieder  auf  die 

reguläre Höhe angehoben werden (vgl. Urk. 134 S. 45 und Urk. 147 S. 15 f.). Da 

der Gesuchsteller bereits ab 1. Oktober 2024 wieder eine neue Anstellung ange-

treten hat, ist anzunehmen, dass die reduzierte Gebühr lediglich in den Monaten 

August 2024 und September 2024 anfiel. Demnach sind für die Phase IV von 1. 

Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 Schulkosten in der Höhe von monatlich rund 

Fr. 3'050.– für C._____ (Januar - Juli 2024: 7 x Fr. 3'162.– [Schulgebühr 2023/2024] 

+ August - September 2024: 2 x Fr. 2'510.– [reduzierte Schulgebühr 2024/2025] + 

3 x Fr. 3'135.– [volle Schulgebühr 2024/2025] / 12) zu berücksichtigen. Für D._____ 

belaufen sich die Schulkosten in dieser Phase auf Fr. 2'930.– pro Monat (Januar - 

Juli 2024: 7 x Fr. 3'015.– [Schulgebühr 2023/2024] + August - September 2024: 2 

x 2'440.– [reduzierte Schulgebühr 2024/2025] + 3 x Fr. 3'050.– [volle Schulgebühr 

2024/2025] / 12). 

- 49 -

6.3.4. Steuern (alle Parteien) 

6.3.4.1. Die Steuern sind für die Phase IV (und damit für das Jahr 2024) für alle 

Parteien neu zu berechnen. Auf Seiten der Gesuchsgegnerin ist hierfür ein Einkom-

men von Fr. 144'820.– (Fr. 59'760 [Erwerbseinkommen] + Fr. 5'760.– [Kinderzula-

gen]  +  Fr. 79'300.–  [Unterhaltsbeiträge  geschätzt])  zu  berücksichtigen.  Für  die 

Staats- und Gemeindesteuern resultiert nach dem Kinderabzug von Fr. 18'600.– 

und  den  weiteren  steuerrelevanten  Abzügen  (Fr.  6'700.–  Berufsauslagen, 

Fr. 5'500.–  Versicherungen  für  sich  und  die  Kinder)  ein  steuerbares  Einkommen 

von Fr. 114'020.–. Für die direkte Bundessteuer ergibt sich nach dem Kinderabzug 

von Fr. 13'400.– und den weiteren steuerrelevanten Abzügen (Fr. 6'700.– Berufs-

auslagen,  Fr. 3'200.–  Versicherungen)  ein  steuerbares  Einkommen  von 

Fr. 121'520.–.  Gestützt  auf  den  Steuerrechner  des  Kantons  Zürich  (Steuerjahr: 

2024; Zivilstand: getrennt; Tarif: Verh. und Einelterntarif; Konfession: andere; Ge-

meinde: S._____; Vermögen: 0.– [vgl. Urk. 13/20]) resultiert eine Staats- und Ge-

meindesteuer von Fr. 10'296.95 und eine direkte Bundessteuer von Fr. 2'583.– Die 

monatliche Steuerlast beträgt demnach gerundet Fr. 1'100.–.

6.3.4.2. Für die Kinder ist wiederum ein Steueranteil auszuscheiden (E. III. 6.2.5.4). 

Der Anteil von C._____ beträgt Fr. 410.– (35%), derjenige von D._____ Fr. 105.– 

(10%). Der Gesuchstellerin verbleibt ein Steueranteil von Fr. 585.– (55%). 

6.3.4.3. Das Einkommen des Gesuchstellers beträgt Fr. 291'000.–. Nach Abzug der 

Unterhaltsbeiträge von geschätzt Fr. 79'300.-– sowie der (anteilsmässig gekürzten) 

steuerrechtlich relevanten Abzüge (Fr. 4'800.– Berufsauslagen, Fr. 9'900.– Versi-

cherung und 3. Säule, Fr. 8'500.– Schuldzinsen) resultiert ein steuerbares Einkom-

men von Fr. 188'500.– (Staats- und Gemeindesteuer) bzw. Fr. 189'600.– (direkte 

Bundessteuer). Gibt man die Daten im Steuerrechner des Kantons Zürich ein (Steu-

erjahr 2024; Zivilstand: getrennt; Tarif: Grundtarif; Konfession: römisch-katholisch, 

Gemeinde:  U._____;  steuerbares  Vermögen:  Fr.  640'000.–  [vgl.  Urk.  13/20]),  so 

resultiert eine Staats-und Gemeindesteuer von Fr. 30'490.55 und eine direkte Bun-

dessteuer  von  Fr. 11'712.50.  Die  monatliche  Steuerlast  beträgt  gerundet  Fr. 

3'500.–. 

- 50 -

6.3.5. Übrige Bedarfspositionen

Die  übrigen  Bedarfspositionen  bleiben  unverändert.  Demnach  ergeben  sich  in 

Phase  IV  folgende  Bedarfspositionen  (Änderungen  im  Vergleich  zur  vorherigen 

Phase III kursiv): 

GGin

C._____ 

D._____

GS

C._____ 

D._____

Grundbetrag

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Wohnkosten

Fr. 750.–

Fr. 375.–

Fr. 375.–

Fr. 1'695.–

Fr. 847.–

Fr. 847.–

Fr. 255.–

Fr. 85.–

Fr. 85.–

Fr. 230.–

- 

Krankenkasse 
(KVG)

Gesundheits-
kosten

Fr. 35.–

Fr. 20.–

Schulkosten

-

Fr. 3'050.–

Mobilitätskos-
ten

Fr. 125.–

auswärtige 
Verpflegung

Fr. 220.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 50.–

-

Fr. 40.–

Fr. 55.–

Steuern

Fr. 585.–

Fr. 410.–

Fr. 105.–

Fr. 3'500.–

Serafe

Hausrat- und 
Haftpflichtvers.

Fr. 30.–

Fr. 30.–

Kommunikati-
onskosten

Fr. 120.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 30.–

Fr. 30.–

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Fr. 2'930.–

-

-

-

-

-

Fr. 120.–

Fr. 50.–

Fr. 50.–

Versicherun-
gen (VVG)

Fr. 130.–

Fr. 25.–

Fr. 50.–

Fr. 170.–

-

-

Total:

Fr. 3'630.–

Fr. 4'265.–

Fr. 915.–

Fr. 7'270.–

Fr. 1'197.–

Fr. 4'127.–

6.4. Bedarf der Parteien in Phase V: ab 1. Januar 2025

6.4.1. Berufsauslagen im Bedarf des Gesuchstellers

Ab 1. Januar 2025 im Bedarf des Gesuchstellers die üblichen Berufsauslagen von 

Fr. 220.– für auswärtige Verpflegung und Mobilitätskosten von Fr. 150.– zu berück-

sichtigen. 

- 51 -

6.4.2. Schulkosten von C._____ und D._____ 

Für beide Kinder sind wieder die vollen Schulgebühren für das Schuljahr 2024/2025 

zu  berücksichtigen  (vgl.  E.  III.  6.3.3).  Dementsprechend  sind  Schulkosten  von 

Fr. 3'135.– im Bedarf von C._____ (im Haushalt der Gesuchsgegnerin) und solche 

von Fr. 3'050.– im Bedarf von D._____ (im Haushalt des Gesuchstellers) anzurech-

nen (vgl. Urk. 137/16). 

6.4.3. Steuern (alle Parteien) 

6.4.3.1. In der Phase V ist auf Seiten der Gesuchsgegnerin von einem Einkommen 

von  Fr.  108'192.–  auszugehen  (Fr. 59'760.–  [Erwerbseinkommen]  +  Fr.  6'432.– 

[Kinderzulagen] + Fr. 42'000.– [Unterhaltsbeiträge geschätzt]) zu berücksichtigen. 

Für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  resultiert  nach  dem  Kinderabzug  von 

Fr. 18'600.– und den weiteren steuerrelevanten Abzügen (Fr. 6'700.– Berufsausla-

gen Mobilität, Fr. 5'500.– Versicherungen für sich und die Kinder) ein steuerbares 

Einkommen von Fr. 77'392.–. Für die direkte Bundessteuer ergibt sich nach dem 

Kinderabzug  von  Fr.  13'600.–  und  den  weiteren  steuerrelevanten  Abzügen 

(Fr. 6'700.– Berufsauslagen, Fr. 3'200.– Versicherung) ein steuerbares Einkommen 

von Fr. 84'692.–. Gestützt auf den Steuerrechner des Kantons Zürich (Steuerjahr: 

2025; Zivilstand: getrennt; Tarif: Verh. und Einelterntarif; Konfession: andere, Ge-

meinde: S._____, steuerbares Vermögen: Fr. 0.– [vgl. Urk. 13/20]) resultiert eine 

Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 5'500.– und eine direkte Bundessteuer von 

Fr. 660.–. Die monatliche Steuerlast beträgt demnach gerundet Fr. 515.–.

6.4.3.2. Ein  Anteil  der  Steuern  ist  wiederum  den  Kindern  zuzuweisen  (E.  III. 

6.2.5.4). Der Anteil von C._____ beträgt Fr. 210.– (40%), derjenige von D._____ 

Fr. 20.– (5%). Der Gesuchstellerin verbleibt ein Steueranteil von Fr. 285.– (55%). 

6.4.3.3. Das Einkommen des Gesuchstellers beträgt Fr. 206'400.–. Nach Abzug der 

Unterhaltsbeiträge von geschätzt Fr. 42'000.– sowie der steuerrechtlich relevanten 

Abzüge  (Fr.  7'200.–  Berufsauslagen,  Fr.  10'100.–  Versicherung  und  3.  Säule, 

Fr. 8'500.– Schuldzinsen) resultiert ein steuerbares Einkommen von Fr. 138'600.– 

(Staats-  und  Gemeindesteuer)  bzw.  Fr. 139'700.–  (direkte  Bundessteuer).  Gibt 

- 52 -

man die Daten im Steuerrechner des Kantons Zürich ein (Steuerjahr 2025; Zivil-

stand:  getrennt;  Tarif:  Grundtarif;  Konfession:  römisch-katholisch,  Gemeinde: 

U._____; steuerbares Vermögen: Fr. 640'000.– [vgl. Urk. 13/20]), so resultiert eine 

Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 20'022.75 und eine direkte Bundessteuer von 

Fr. 5'988.–. Die monatliche Steuerlast beträgt gerundet Fr. 2'160.–. 

6.4.4. Übrige Bedarfspositionen

6.4.4.1. Die übrigen Bedarfspositionen bleiben unverändert. Sie präsentieren sich 

wie folgt (Änderungen im Vergleich zu Phase IV kursiv):

GGin

C._____ 

D._____

GS

C._____ 

D._____

Grundbetrag

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Fr. 1'350.–

Fr. 300.–

Fr. 300.–

Wohnkosten

Fr. 750.–

Fr. 375.–

Fr. 375.–

Fr. 1'695.–

Fr. 847.–

Fr. 847.–

Fr. 255.–

Fr. 85.–

Fr. 85.–

Fr. 230.–

- 

Kranken-
kasse (KVG)

Gesundheits-
kosten

Fr. 35.–

Fr. 20.–

Schulkosten

-

Fr. 3'135.–

Mobilitäts-
kosten

Fr. 125.–

auswärtige 
Verpflegung

Fr. 220.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 50.–

-

Fr. 150.–

Fr. 220.–

Steuern

Fr. 285.–

Fr. 210.–

Fr. 20.–

Fr. 2'160.–

Serafe

Fr. 30.–

Hausrat- und 
Haftpflicht-
vers.

Fr. 30.–

Kommunika-
tionskosten.

Fr. 120.–

-

-

-

-

-

-

Fr. 30.–

Fr. 30.–

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Fr. 3'050.–

-

-

-

-

-

Fr. 120.–

Fr. 50.–

Fr. 50.–

Versicherun-
gen (VVG)

Fr. 130.–

Fr. 25.–

Fr. 50.–

Fr. 170.–

-

-

Total:

Fr. 3'330.–

Fr. 4'150.–

Fr. 830.–

Fr. 6'205.–

Fr. 1'197.–

Fr. 4'247.–

7.

Unterhaltsberechnung 

- 53 -

7.1. Vorbemerkung

Die  Vorinstanz  hat  die  rechtlichen  Grundlagen  der  Unterhaltsberechnung  zutref-

fend dargelegt (Urk. 94 S. 18 ff.), worauf verwiesen werden kann. Anwendbar ist 

die  zweistufige  Berechnungsmethode  mit  Überschussverteilung.  Ergänzend  ist 

festzuhalten, dass die Kinderkosten bei alternierender Obhut (vorliegend ab Phase 

III) mit je hälftigen Betreuungsanteilen proportional zur Leistungsfähigkeit zu tragen 

sind (Urk. 93 S. 25 f.; vgl. BGE 147 III 265 E. 5.5), was die Vorinstanz unberück-

sichtigt gelassen hat. Sodann sind bei alternierender Obhut mit hälftigen Betreu-

ungsanteilen die Überschussanteile der Kinder grundsätzlich hälftig zwischen den 

Eltern zu verteilen (BGer 5A_330/2022 vom 27. März 2023 E. 4.2). 

7.2. Unterhaltsberechnung für Phasen I und II

Nach dem Gesagten sind für die Phasen I und II im Berufungsverfahren keine Kor-

rekturen vorzunehmen. Einzig das Einkommen des Gesuchstellers wäre bereits ab 

1. Januar 2023 erhöht, jedoch rechtfertig es sich aufgrund der kurzen Dauer von 

einem Monat nicht, eine separate Neuberechnung für Phase II vorzunehmen. Das 

höhere Einkommen wird daher erst in Phase III (ab 1. Februar 2023 - 31. Dezember 

2023) berücksichtigt. Für die Unterhaltsberechnung in Phase I und II kann daher 

vollumfänglich  auf  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  verwiesen  werden  (Urk.  94 

S. 41 ff.). 

7.3. Unterhaltsberechnung für Phasen III, IV und V 

7.3.1. Für die neue Berechnung lassen sich die massgebenden Einkommens- und 

Bedarfszahlen tabellarisch wie folgt darstellen:

Phase III: 1. Februar 
2023 - 31. Dezember 
2023 

Phase IV: 1. Januar 
2024 bis 31. Dezember 
2024

Phase V: ab 1. Januar 
2025

Einkommen GS

Fr. 35'500.–

Fr. 24'250.–

Fr. 17'200.–

Einkommen GGin Fr. 4'980.–

Fr. 4'980.–

Fr. 4'980.–

Einkommen 
C._____ 
(KiZu im Haushalt der 
GGin)

Fr. 250.–

Fr. 250.–

Fr. 268.–

- 54 -

Einkommen 
D._____
(KiZu im Haushalt der 
GGin)

Gesamteinkom-
men

Fr. 200.–

Fr. 230.–

Fr. 268.–

Fr. 40'930.–

Fr. 29'710.–

Fr. 22'716.–

Bedarf GS

Fr. 10'210.–

Bedarf GGin

Fr. 4'095.–

Bedarf C._____ 
bei GGin

Fr. 4'685.–

Fr. 7'270.–

Fr. 3'630.–

Fr. 4'265.–

Fr. 6'205.– 

Fr. 3'330.–

Fr. 4'150.–

Bedarf C._____ 
bei GS

Bedarf D._____ 
bei GGin

Bedarf D._____ 
bei GS

Fr. 1'197.–

Fr. 1'197.–

Fr. 1'197.–

Fr. 1'100.– 

Fr. 915.–

Fr. 830.–

Fr. 4'097.–

Fr. 4'127.–

Fr. 4'247.–

Gesamtbedarf

Fr. 25'384.–

Fr. 21'404.–

Fr. 19'959.–

Überschuss

Fr. 15'546.–

Überschussanteil 
GS

Fr. 5'181.–

Überschussanteil 
GGin

-

Fr. 8'306.–

Fr. 2'768.–

Fr. 2'757.–

Fr. 918.–

Fr. 2'768.–

Fr. 918.–

Überschussanteil 
C._____ 

Überschussanteil 
D._____

Fr. 1'298.– pro Haushalt

Fr. 694.– pro Haushalt

Fr. 230.– pro Haushalt

Fr. 1'298.– pro Haushalt 

Fr. 694.– pro Haushalt 

Fr. 230.– pro Haushalt

7.3.2. In Phase III (1. Februar 2023 bis 31. Dezember 2023) verfügt der Gesuch-

steller  über  einen  Überschuss  von  Fr.  25'290.–  (Fr.  35'500.–  Einkommen  - 

Fr. 10'210.– Bedarf) und die Gesuchsgegnerin über einen solchen von Fr. 885.– 

(Fr. 4'980.– Einkommen - Fr. 4'095.– Bedarf). Dies entspricht einer Leistungsfähig-

keit des Gesuchstellers von 97% und einer solchen der Gesuchsgegnerin von 3%. 

Dementsprechend hat der Gesuchsteller für die Kinder einen Unterhaltsbeitrag von 

97% der Gesamtkinderkosten abzüglich der Kosten, die in seinem Haushalt anfal-

len, zu leisten. 

- 55 -

Die vom Gesuchsteller zu leistenden Kinderunterhaltsbeiträge berechnen sich kon-

kret wie folgt: 

 Fr. 5'490.– Barunterhalt für C._____ (Fr. 7'981.– [97% des Gesamtbedarfs 

von C._____ in beiden Haushalten abzgl. der Kinderzulagen von Fr. 250.–] 

- Fr. 2'495.– [Fr. 1'197.– Bedarf von C._____ im Haushalt des Gesuchstel-

lers + Fr. 1'298.– Überschussanteil pro Haushalt])

 Fr. 1'970.– Barunterhalt für D._____ (Fr. 7'365.– [97% des Gesamtbedarfs 

von D._____ in beiden Haushalten abzgl. der Kinderzulagen von Fr. 200.–] 

- Fr. 5'395.– [Fr. 4'097.– Bedarf von D._____ im Haushalt des Gesuchstel-

lers + Fr. 1'298.– Überschussanteil pro Haushalt]

Ergänzend  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Überschussanteile  auch  in  dieser 

Phase – trotz des erhöhten Einkommens des Gesuchstellers – nicht zu beschrän-

ken sind. Für den (theoretisch) resultierenden Unterhaltsbeitrag für die Gesuchs-

gegnerin  in  der  Höhe  von  Fr.  4'287.–  (Fr.  4'095.–  Bedarf  Gesuchgegnerin  + 

Fr. 5'172.– Überschussanteil - Fr. 4'980.– Einkommen) erübrigt sich dies ohnehin, 

da  es  aufgrund  der  Dispositionsmaxime  beim  zugesprochenen  Ehegattenunter-

haltsbeitrag von Fr. 2'950.– pro Monat bleibt. Die Überschussanteile der Kinder sind 

mangels substantiierter Darlegung von erzieherischen und konkreten Bedarfsgrün-

den durch den Gesuchsteller ebenfalls nicht zu limitieren (vgl. E. III. 2.2). 

7.3.3. In Phase IV (1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024) verfügt der Gesuchstel-

ler über einen Überschuss von Fr. 16'980.– (Fr. 24'250.– Einkommen - Fr. 7'270.– 

Bedarf) und die Gesuchsgegnerin über einen solchen von Fr. 1'350.– (Fr. 4'980.– 

Einkommen und Fr. 3'630.– Bedarf). Dies entspricht einer Leistungsfähigkeit des 

Gesuchstellers von ca. 93% und einer solchen der Gesuchsgegnerin von ca. 7%, 

womit die Parteien den Barbedarf der Kinder in diesem Umfang zu tragen haben. 

Die  vom  Gesuchsteller  zu  leistenden  Kinderunterhaltsbeiträge  berechnen  sich 

demnach wie folgt: 

 Fr. 4'250.– Barunterhalt für C._____ (Fr. 6'138.– [93% des Gesamtbedarfs 

von C._____ in beiden Haushalten inkl. Überschussanteil abzgl. der Kinder-

- 56 -

zulagen  von  Fr.  250.–]  -  Fr. 1'892.–  [Fr.  1'197.–  Bedarf  von  C._____  im 

Haushalt des Gesuchstellers + Fr. 694.– Überschussanteil pro Haushalt])

 Fr. 945.– Barunterhalt für D._____ (Fr. 5'766.– [93% des Gesamtbedarfs von 

D._____ in beiden Haushalten inkl. Überschussanteil abzgl. der Kinderzula-

gen von Fr. 230.–] - Fr. 4'821.– [Fr. 4'127.–Bedarf von D._____ im Haushalt 

des Gesuchstellers + Fr. 694.– Überschussanteil pro Haushalt]

Die Gesuchsgegnerin hat Anspruch auf persönliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe 

von Fr. 1'420.– pro Monat (Fr. 3'630.– [Bedarf der Gesuchsgegnerin] + Fr. 2'768.– 

[Überschussanteil] - Fr. 4'980.– [Einkommen der Gesuchsgegnerin]). 

7.3.4. In Phase V (ab 1. Januar 2025) verfügt der Gesuchsteller über einen Über-

schuss  von  Fr.  10'995.–  (Fr.  17'200.–  Einkommen  -  Fr.  6'205.–  Bedarf)  und  die 

Gesuchsgegnerin  über  einen  solchen  von  Fr.  1'650.–  (Fr.  4'980.–  Einkommen  - 

Fr. 3'330.– Bedarf). Dies entspricht einer Leistungsfähigkeit von ca. 87% des Ge-

suchstellers bzw. ca. 13% der Gesuchsgegnerin. Der Gesuchsteller hat demnach 

für die Kinder einen Unterhaltsbeitrag von 87% der Gesamtkinderkosten abzüglich 

der Kosten, die in seinem Haushalt anfallen, zu leisten. 

Die  vom  Gesuchsteller  zu  leistenden  Kinderunterhaltsbeiträge  berechnen  sich 

demnach wie folgt: 

 Fr. 3'390.– Barunterhalt für C._____ (Fr. 4'820.– [87% des Gesamtbedarfs 

von C._____ in beiden Haushalten abzgl. der Kinderzulagen von Fr. 268.–] 

- Fr. 1'427.– [Fr. 1'197.– Bedarf von C._____ im Haushalt des Gesuchstel-

lers + Fr. 230.– Überschussanteil pro Haushalt])

 Fr. 110.– Barunterhalt für D._____ (Fr. 4'585.– [87% des Gesamtbedarfs von 

D._____  in  beiden  Haushalten  abzgl.  der  Kinderzulagen  von  Fr.  268.–]  - 

Fr. 4'477.– [Fr. 4'247.–Bedarf von D._____ im Haushalt des Gesuchstellers 

+ Fr. 230.– Überschussanteil pro Haushalt] 

Die Gesuchsgegnerin hat in dieser Phase keinen Anspruch auf persönliche Unter-

haltsbeiträge,  da  ihr  Einkommen  ihren  Bedarf  zuzüglich  ihres  Überschussanteils 

- 57 -

übersteigt (Fr. 3'330.– [Bedarf der Gesuchsgegnerin] + Fr. 918.– [Überschussan-

teil] - Fr. 4'980.– [Einkommen der Gesuchsgegnerin]). 

8.

Ergebnis Unterhaltsbeiträge

8.1.

Zusammenfassend ist der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgeg-

nerin  folgende  monatliche  Kinderunterhaltsbeiträge,  zuzüglich  allfälliger  vertragli-

cher  oder  gesetzlicher  Familienzulagen  für  C._____  und  D._____  zu  bezahlen, 

zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats im Voraus:

-

(rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023:

für C._____

Fr. 5'740.– 

(davon  Fr.  1'070.–  Überschussanteil  und 

Fr. 2'830.– Schulkosten) 

für D._____

Fr. 4'750.–

(davon  Fr.  2'260.–  Betreuungsunterhalt  und 

Fr.  1'070.–  Überschussanteil,  exkl.  Schulkos-

ten)

-

ab 1. Februar 2023 bis 31. Dezember 2023:

für C._____

Fr. 5'490.– 

(inkl. Überschussanteil und Fr. 3'120.– Schul-

kosten) 

für D._____

Fr. 1'970.–

(inkl. Überschussanteil, exkl. Schulkosten)

-

ab 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024: 

für C._____

Fr. 4'250.– 

(inkl. Überschussanteil und Fr. 3'050.– Schul-

kosten) 

für D._____

Fr. 945.–

(inkl.  Überschussanteil,  exkl.  Schulkosten)

-

ab 1. Januar 2025: 

- 58 -

für C._____

Fr. 3'390.– 

(inkl. Überschussanteil und Fr. 3'135.– Schul-

kosten) 

für D._____

Fr. 110.–

(inkl. Überschussanteil, exkl. Schulkosten)

Die Schulkosten für C._____ werden von der Gesuchsgegnerin aus dessen Unter-

haltsbeiträgen bezahlt. Die Schulkosten für D._____ bezahlt der Gesuchsteller di-

rekt der Schule. 

8.2.

Zudem ist der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für sich 

persönlich folgende Ehegattenunterhaltsbeiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils auf 

den Ersten eines jeden Monats im Voraus: 

-

-

-

-

Fr. 4'260.– (rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023 

Fr. 2'950.– ab 1. Februar 2023 bis 31. Dezember 2023 

Fr. 1'420.– ab 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

Fr. 0.– ab 1. Januar 2025

8.3. Dispositivziffer 6, worin die Vorinstanz die finanzielle Grundlagen für die Un-

terhaltsbeiträge  (Einkommen/familienrechtlicher  Bedarf)  festhielt  (Urk.  94  S.  48), 

wurde ebenfalls angefochten und wäre entsprechend anzupassen. Die Deklarati-

onspflichten (Art. 282 Abs. 1 ZPO; Art. 129 ZGB) betreffen indessen nur das Schei-

dungsverfahren. Im Eheschutzverfahren müssen die Referenzwerte nicht im Dis-

positiv aufgeführt werden. Es reicht aus, wenn diese aus den Erwägungen hervor-

gehen (OGer ZH LE170001 vom 26. September 2017 E. D. 2.5). Auch resultieren 

keine Fehlbeträge hinsichtlich der Söhne, die im Dispositiv zu deklarieren wären 

(vgl. Art. 287a ZGB; Art. 301a lit. c ZPO). Dispositivziffer 6 ist daher aufzuheben. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.

Der  Gesuchsteller  verlangt  die  ausgangsgemässe  Auferlegung  der  Kosten 

des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu Lasten der Gesuchgegnerin und die 

- 59 -

Zusprechung einer Parteientschädigung (Urk. 93 S. 32). Die Vorinstanz setzte die 

Entscheidgebühr für ihr Verfahren auf Fr. 3'000.– fest, auferlegte die Kosten den 

Parteien je zur Hälfte und schlug die Parteientschädigungen wett (Urk. 94 Disposi-

tivziffern 7, 8 und 9). Der erstinstanzliche Kostenentscheid erweist sich auch unter 

Berücksichtigung  der  anzupassenden  Unterhaltsbeiträge  weiterhin  als  angemes-

sen. Das vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Urk. 94 Disposi-

tivziffern 7, 8 und 9) ist daher zu bestätigen.

2.

Die  Entscheidgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  in  Anwendung  von 

§ 5 Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG auf Fr. 8'000.– 

festzusetzen.

3.

Im Rechtsmittelverfahren gelten dieselben Verteilungsgrundsätze wie vor ers-

ter Instanz (Art. 106 ff. ZPO). Berufungsgegenstand bilden vorliegend die Kinder-

unterhaltsbeiträge sowie die Unterhaltsbeiträge für die Gesuchsgegnerin persön-

lich – und damit ausschliesslich vermögensrechtliche Belange. Die Prozesskosten 

sind  daher  in  Anwendung  von  Art.  106  ZPO  nach  Obsiegen  und  Unterliegen  zu 

verteilen. Der Gesuchsteller beantragt mit seiner Berufung eine Reduktion der Un-

terhaltsbeiträge auf insgesamt Fr. 263'370.– ([11 Monate à Fr. 5'150.– + Fr. 4'850.– 

+  Fr.  2'165.–]  +  [8  Monate  à  5'245.–  +  Fr.  2'075.–  +  Fr.  535.–]  +  [8  Monate  à 

Fr. 4'050.– + Fr. 590.– + 515.–] + [5 Monate à Fr. 3'130.– + Fr. 205.– + Fr. 0.–] + 

[22 Monate à Fr. 200.– + Fr. 200.– + Fr. 0.–, gerechnet bis Ende Dezember 2025, 

da Scheidungsverfahren bereits hängig], Urk. 116 S. 2 ff.). Die Gesuchsgegnerin 

ersucht um Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 109 S. 3), welche Unter-

haltszahlungen für diese Zeit von insgesamt Fr. 636'550.– vorsieht ([19 Monate à 

Fr. 5'740.– + Fr. 4'750.– + Fr. 4'260.–] + 35 Monate à Fr. 5'300.– + Fr. 1'930.– + 

Fr. 2'950.–, gerechnet bis Ende Dezember 2025], Urk. 94 S. 46 ff.). Neu gespro-

chen  werden  insgesamt  Fr.  516'140.–  ([19  Monate  à  Fr.  5'740.–  +  Fr.  4'750.–  + 

Fr. 4'260.–]  +  [11  Monate  à  5'490.–  +  Fr. 1'970.–  +  Fr.  2'950.–]  +  [12  Monate  à 

Fr. 4'250.–  +  Fr.  945.–  +  Fr.  1'420.–]  +  [12  Monate  à  Fr.  3'390.–  +  Fr.  110.–  + 

Fr. 0.– ]). Damit unterliegt der Gesuchsteller zu rund 70%. Entsprechend sind die 

Kosten  des  zweitinstanzlichen  Verfahrens  dem  Gesuchsteller  im  Umfang  von 

Fr. 5'600.– und der Gesuchsgegnerin im Umfang von Fr. 2'400.– aufzuerlegen. Die 

- 60 -

Kosten  sind  mit  dem  vom  Gesuchsteller  geleisteten  Kostenvorschuss  von 

Fr. 8'000.– (Urk. 103) zu verrechnen. Die Gesuchsgegnerin ist zu verpflichten, dem 

Gesuchsteller den Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 2'400.– zurückzuerstatten 

(aArt. 111 Abs. 1 ZPO). 

4.

Des  Weiteren  ist  der  Gesuchsteller  dem  Antrag  das  Gesuchsgegnerin  ent-

sprechend (Urk. 109 S. 3) zu verpflichten, dieser für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung zu bezahlen. Die volle Entschädigung ist in Anwen-

dung von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 11 Abs. 1–3 und § 13 Abs. 1 und Abs. 2 AnwGebV 

auf Fr. 10'000.– festzusetzen. Die auf 40% reduzierte Parteientschädigung beträgt 

demnach Fr. 4'000.– zzgl. Mehrwertsteuern von Fr. 324.– (8.1%). 

Es wird beschlossen: 

1.

Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1, 2, 3, 7 und 8 des Urteils des 

Einzelgerichts am Bezirksgericht Uster vom 17. Januar 2023 in Rechtskraft 

erwachsen sind. 

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt:

1.

In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 4 und 5 

des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksge-

richt Uster vom 17. Januar 2023 aufgehoben und wie folgt ersetzt: 

"4. Der  Gesuchsteller  wird  verpflichtet,  der  Gesuchsgegnerin  für  die  Dauer 

des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge an die Kosten des Un-

terhalts und der Erziehung für die Söhne C._____ und D._____, jeweils 

auf den Ersten jedes Monats im Voraus, zuzüglich allfälliger vertraglicher 

Kinderzulagen, wie folgt zu bezahlen:

–  (rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023:

für C._____ Fr. 5'740.–

(davon Fr. 1'070.– Überschussanteil und 

Fr. 2'830.– Schulkosten)

- 61 -

für D._____ Fr. 4'750.–

(davon  Fr.  2'260.–  Betreuungsunterhalt 

und  Fr. 1'070.–  Überschussanteil,  exkl. 

Schulkosten)

–  ab 1. Februar 2023 bis 31. Dezember 2023:

für C._____ Fr. 5'490.–

(inkl.  Überschussanteil  und  Fr. 3'120.– 

Schulkosten)

für D._____ Fr. 1'970.–

(inkl.  Überschussanteil,  exkl.  Schulkos-

ten)

–  ab 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024:

für C._____ Fr. 4'250.–

(inkl.  Überschussanteil  und  Fr. 3'050.– 

Schulkosten)

für D._____ Fr. 945.–

(inkl.  Überschussanteil,  exkl.  Schulkos-

ten)

–  ab 1. Januar 2025:

für C._____ Fr. 3'390.–

(inkl.  Überschussanteil  und  Fr. 3'135.– 

Schulkosten)

für D._____ Fr. 110.–

(inkl.  Überschussanteil,  exkl.  Schulkos-

ten)

Die Schulkosten für C._____ werden von der Gesuchsgegnerin aus des-

sen Unterhaltsbeiträgen bezahlt. Die Schulkosten für D._____ bezahlt der 

Gesuchsteller direkt der Schule.

Die  Parteien  tragen  die  ausserordentlichen  Kinderkosten,  denen  beide 

Parteien ausdrücklich zugestimmt haben, je zur Hälfte nach Vorlage der 

entsprechenden Rechnungen, soweit diese nicht von Dritten, insbeson-

- 62 -

dere Versicherungen, finanziert werden. Kommt keine Einigung über die 

Kostentragung zustande, so trägt die veranlassende Partei die entspre-

chende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der 

Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

5. Der  Gesuchsteller  wird  verpflichtet,  der  Gesuchsgegnerin  für  die  Dauer 

des Getrenntlebens monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge, jeweils auf 

den Ersten jedes Monats im Voraus, wie folgt zu bezahlen:

- Fr. 4'260.– (rückwirkend) ab 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023

- Fr. 2'950.– ab 1. Februar 2023 bis 31. Dezember 2023

- Fr. 1'420.– ab 1. Januar 2024 - 31. Dezember 2024

- Fr. 0.– ab 1. Januar 2025" 

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 

Die Dispositiv-Ziffer 6 (finanzielle Grundlagen) wird ersatzlos aufgehoben. 

Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Zif-

fern 9 bis 11) wird bestätigt.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 8'000.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuch-

steller im Umfang von Fr. 5'600.– und der Gesuchsgegnerin im Umfang von 

Fr. 2'400.– auferlegt und mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller 

den geleisteten Vorschuss im Umfang von Fr. 2'400.– zu ersetzen.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das zweitin-

stanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4'324.– zu bezahlen.

8.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

- 63 -

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

9.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 90 und Art. 98 
BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
mehr als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 18. Februar 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw E. Tvrtkovic 

versandt am:
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