# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09ac2d5a-a891-522b-a255-338fe635e24e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LF250064-O1
**Docket/Reference:** LF250064-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LF250064-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LF250064-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder sowie Gerichts-

schreiberin MLaw M. Schnarwiler

Beschluss vom 25. Juli 2025

in Sachen

1.

2.

A._____, 

B._____, 

Beschwerdeführer

betreffend Testamentseröffnung

im Nachlass von C._____, geboren tt. November 1945, von D._____, 

gestorben tt.mm.2025, wohnhaft gewesen in E._____

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes 

Bülach vom 24. Juni 2025 (EL250079)

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Erwägungen:

1.1 C._____, wohnhaft gewesen in E._____, starb am tt.mm.2025 in F._____. 

Mit Schreiben vom 3. März 2025 reichte die Zürcher Kantonalbank dem Einzelge-

richt des Bezirksgerichtes Zürich (fortan Vorinstanz) eine eigenhändige letztwillige 

Verfügung vom 18. April 2008 und ein eigenhändiger Testamentsnachtrag vom 

15. Mai 2011 von C._____ (fortan Erblasser) ein (act. 5/1). Die Vorinstanz eröff-

nete daraufhin mit Urteil vom 24. Juni 2025 die letztwillige Verfügung. Sie hielt 

fest, der Erblasser habe mit letztwilliger Verfügung vom 18. April 2008 seine da-

malige Ehefrau als Alleinerbin eingesetzt. Da die Ehe danach geschieden worden 

sei, könne die geschiedene Ehefrau aus dieser letztwilligen Verfügung indes 

keine Rechte ableiten. Daher gehe der Nachlass an die gesetzlichen Erben, den 

Neffen A._____ (fortan Beschwerdeführer) und die Nichte B._____, geborene 

A._____B._____C._____ (fortan Beschwerdeführerin). Die Vorinstanz stellte den 

Beschwerdeführern einen Erbschein auf Verlangen in Aussicht, hielt fest, dass die 

Durchführung der Erbteilung Sache der Erben sei und dass die Kosten auf Rech-

nung des Nachlasses vom Beschwerdeführer bezogen würden (act. 4 [= 

act. 5/8]).

1.2 Dagegen erheben die Beschwerdeführer mit Eingaben vom 11. Juli 2025 

(Datum Poststempel: 11./12. Juli 2025) rechtzeitig (vgl. act. 5/9) ein als Berufung 

bezeichnetes Rechtsmittel. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen 

(act. 5/1–10). Die Sache erweist sich als spruchreif. 

2.1 Die Eröffnung eines Testaments gehört zu den Angelegenheiten der 

freiwilligen bzw. nichtstreitigen Gerichtsbarkeit, welche der Kanton Zürich dem 

Einzelgericht im summarischen Verfahren zugewiesen hat (vgl. Art. 556 ZGB 

i.V.m. Art. 551 Abs. 1 ZGB und Art. 54 Abs. 3 SchlT ZGB, § 24 lit. c und § 137 

lit. c GOG i.V.m. Art. 248 lit. e ZPO sowie zum Ganzen auch ZK ZPO-FELLER, 

4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2025, Art. 19 N 5 ff. m.w.H.). Gegen erstinstanzliche 

Summarentscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung 

zulässig, sofern der Streitwert mindestens Fr. 10'000.– beträgt (Art. 308 Abs. 2 

ZPO). Das Erbrecht regelt die Nachfolge in das Vermögen einer verstorbenen 

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Person und beschränkt sich auf deren Vermögenswerte. Ein erbrechtliches Ver-

fahren ist demnach stets eine vermögensrechtliche Angelegenheit im Sinne von 

Art. 308 Abs. 2 ZPO. Der Umfang des gesamten Nachlasses ist hier nicht be-

kannt, indes betrug das Vermögen des Erblassers gemäss Auskunft des Steuer-

amtes im Jahr 2023 Fr. 6'000.– (act. 5/7). Es ist daher davon auszugehen, dass 

der Mindeststreitwert für die Berufung nicht erreicht ist. Das Rechtsmittel ist als 

Beschwerde entgegenzunehmen. 

2.2 Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und die offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist innerhalb der Rechtmittelfrist schriftlich und 

begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde führende Partei 

hat darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzliche Entscheid leidet. Mit an-

deren Worten hat sie sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzuset-

zen und im Einzelnen aufzuzeigen, aus welchen Gründen er falsch ist (vgl. etwa 

HUNGERBÜHLER, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, Art. 321 N 21 i.V.m. Art. 311 

N 30; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 4. Aufl. 2025, Art. 321 N 15). Bei Parteien 

ohne anwaltliche Vertretung wird an die Begründungslast ein weniger strenger 

Massstab angelegt (OGer ZH PS110192 vom 21. Februar 2012 E. 5.1; BK ZPO-

Sterchi, Art. 321 N 17 f.; BSK ZPO-SPÜHLER, 4. Aufl. 2025, Art. 321 N 4 i.V.m. 

Art. 311 N 18; HUNGERBÜHLER, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, Art. 321 N 21 

i.V.m. Art. 311 N 32; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 4. Aufl. 2025, Art. 321 N 

15). Enthält die Beschwerde aber keine Begründung, ist darauf nicht einzutreten 

(BK ZPO-STERCHI, Art. 321 N 22; HUNGERBÜHLER, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 

2025, Art. 321 N 21 i.V.m. Art. 311 N 32 und 46).

3.

Die Beschwerdeführer tragen lediglich vor, die "Entscheidung" beruhe auf ih-

rer "Unwissenheit bezüglich Schulden oder Vermögen des Verstorbenen und den 

entsprechenden Folgen". Rechtsmittelanträge enthält die Beschwerde damit 

keine, und auch sonst ist anhand dieser Begründung nicht erkennbar, inwiefern 

die Beschwerdeführer der Vorinstanz eine falsche Rechtsanwendung oder falsche 

Feststellung des Sachverhaltes vorwerfen. Da damit kein Fehler des angefochte-

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nen Entscheides geltend gemacht wird, ist auf die Beschwerde mangels eines An-

trages und einer Begründung nicht einzutreten.

4.

Der Begründung lässt sich immerhin sinngemäss eine Unsicherheit der Be-

schwerdeführer entnehmen, da sie offenbar keine Kenntnisse bezüglich des 

Nachlasses des Verstorbenen haben; allenfalls besteht die Sorge, der Nachlass 

sei überschuldet. Die Beschwerdeführer sind daher darauf hinzuweisen, dass die 

Möglichkeit besteht, die Erbschaft auszuschlagen. Die Frist dazu beträgt drei Mo-

nate und beginnt für die gesetzlichen Erben – soweit sie nicht nachweisbar erst 

später vom Erbfall Kenntnis erhalten haben – mit dem Zeitpunkt des Todes der 

verstorbenen Person (Art. 566 f. ZGB). Die Ausschlagung muss bei der zuständi-

gen Behörde erklärt werden und wird von dieser zu Protokoll genommen. Im Kan-

ton Zürich hat die Ausschlagungserklärung beim Bezirksgericht am letzten Wohn-

sitz der verstorbenen Person zu erfolgen (Art. 28 Abs. 2 ZPO; § 137 lit. e GOG). 

5.

Umständehalber sind für das Beschwerdeverfahren ausnahmsweise keine 

Kosten zu erheben. Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

1.

2.

Es wird beschlossen:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erho-

ben und keine Parteientschädigungen zugesprochen.

3.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an das Einzelgerichte des Bezirksgerichtes Bülach, 

je gegen Empfangsschein.

4.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
mutmasslich Fr. 6'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

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