# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 485a48bf-d609-56b2-98ca-21fbdee5bb44
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.04.2010 IV 2008/368
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-368_2010-04-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/368

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 14.04.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
Art. 16 ATSG Art. 28 Abs. Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 in Kraft 
gestandenen Fassung) Anpassungsstörung nach heftiger 
Ellbogenkontusion. Verschlechterung der psychischen Situation. Psychische 
Störung mit Krankheitswert ist ausgewiesen, weshalb auf die gutachterliche 
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden kann (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, IV 
2008/368). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_408/2010.

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 

Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 14. April 2010

in Sachen

V.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach,

9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

V.___ (Jahrgang 1947) schlug am 19. Dezember 2003 seinen rechten Ellbogen mit 

grosser Wucht an einer Tischkante an. Zunehmend leidet er seither an 

Schulterschmerzen. Seit 7. Januar 2004 besteht gemäss Unfallmeldung der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) vom 12. Februar 2004 in der 

angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Dr. med. A.___, Spezialarzt 

Orthopädie FMH, gab in seinem Bericht vom 26. Januar 2004 an, der Versicherte klage 

seit dem Unfall über Ruhe- und Belastungsschmerzen in der rechten Schulter. Es 

bestehe ein positives Impingementzeichen sowie radiologisch eine AC-Gelenksarthrose 

und leichte degenerative Veränderungen des Glenohumeralgelenks. Die 

Arbeitsunfähigkeit betrage 100%. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Die 

Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen gab am 20. August 

2004 an, MR-tomographisch habe der Nachweis einer Rotatorenmanschettenruptur 

rechts erbracht werden können. Sodann liege eine unklare Schwellung der rechten 

Hand vor. Eine Thrombose des rechten Armes habe ausgeschlossen werden können. 

Aus orthopädischer Sicht sei eine Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten unterhalb des 

Schulterniveaus möglich. Die Schwellung im Bereich der rechten Hand sei wohl 

dadurch bedingt, dass der Versicherte den Arm ständig herunterhängen lasse (bei den 

Suva-Akten). Die Suva teilte dem Versicherten am 10. November 2004 mit, dass sie 

gemäss ihren medizinischen Unterlagen von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 

15. November 2004 und von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit ab 29. November 2004 

ausgehe, weshalb das Taggeld entsprechend angepasst werde (bei den Suva-Akten). 

Mit Verfügung vom 20. September 2005 sprach die Suva dem Versicherten bei einem 

Invaliditätsgrad von 14% (Valideneinkommen Fr. 57'000.-- und Invalideneinkommen Fr. 

49'000.--) eine Rente sowie eine Integritätsentschädigung von 10% zu. Auf Grund der 

reinen Unfallfolgen sei er für leichte Tätigkeiten unterhalb des Schultergürtels voll 

arbeitsfähig (bei den Suva Akten). Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Suva 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mit Entscheid vom 21. Juli 2006 teilweise gut und erhöhte den Invaliditätsgrad auf 

15%. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (IV-act. 73). Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen wies mit Entscheid vom 16. August 2007 die Beschwerde des 

Versicherten gegen den Einspracheentscheid der Suva ab (bei den Suva Akten).

B.   

B.a Der Versicherte meldete sich am 8. Oktober 2004 bei der Invalidenversicherung 

zum Bezug von Leistungen an wegen "Arm unbeweglich, kann nicht anheben, 

Schulter" (IV-act. 3). Die Arbeitgeberin des Versicherten berichtete der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen am 27. Oktober 2004, der Versicherte sei als Maschinist vom 

1. April 1993 bis 31. Oktober 2004 bei ihr tätig gewesen. Im 2003 habe er insgesamt Fr. 

58'629.55 verdient (IV-act. 12). Dr. med. B.___, Innere Medizin FMH, gab in seinem 

Arztbericht vom 2. November 2004 an, der Versicherte sei seit 7. Januar 2004 auf 

unbestimmte Zeit voll arbeitsunfähig. Es liege eine Rotatorenmanschettenruptur rechts, 

eine fragliche somatoforme Schmerzstörung und ein Münchhausensyndrom vor. 

Jegliche Therapien seien bisher ohne Erfolg gewesen. Die bisherige Tätigkeit sei dem 

Versicherten nicht mehr zumutbar. Sitzend und linkshändig könnte der Versicherte 

irgendeine Tätigkeit verrichten (IV-act. 14).

B.b Zur Abklärung einer psychischen Komorbidität beauftragte die IV-Stelle am 

28. Januar 2005 die Klinik Gais mit einer psychiatrischen Begutachtung des 

Versicherten (IV-act. 25). Dr. med. C.___, Psychiatrie/Psychotherapie, gab in seinem 

Gutachten vom 18. Mai 2005 an, der Versicherte leide an einer Anpassungsstörung mit 

Angst und Depression gemischt (ICD-10: F43.22). Die Arbeitsfähigkeit sei dadurch um 

20% eingeschränkt. Zur Überwindung der Schmerzen seien die Somatiker zu befragen 

(IV-act. 36). Am 9. August 2005 meldete das Spital Rorschach, beim Versicherten habe 

man eine Diskushernie C5/6 rechtsbetont festgestellt (IV-act. 45).

B.c Die IV-Stelle verzichtete am 12. Dezember 2005 formlos auf die Durchführung von 

beruflichen Massnahmen, weil sich der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig fühle (IV-

act. 55).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.d Mit Verfügung vom 13. Januar 2005 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab. 

Gemäss ihren Abklärungen sei dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit zu 

75% zumutbar. Da der Invaliditätsgrad mit 25% unter 40% liege, habe er keinen 

Anspruch auf eine Rente (IV-act. 59). Dagegen liess der Versicherte am 9. Februar 2006 

Einsprache erheben. Wie aus dem Gutachten des Krankentaggeldversicherers vom 

2. Februar 2006 in der Beilage hervorgehe, bestehe mindestens eine 35%ige 

Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 61). Das Institut für Assessment GmbH (IA) hatte in seinem 

Gutachten vom 2. Februar 2006 angegeben, die klinisch fassbare 

Rotatorenmanschettenruptur rechts zusammen mit dem mässigen Zervikalsyndrom 

würden eine Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten 

nicht ausschliessen. Das somatisch gestaltete Leiden lasse sich in seinem ganzen 

Ausmass durch objektive Befunde nicht genügend begründen. Eine teilweise 

Arbeitsunfähigkeit resultiere aus der Interaktion von somatischer Einschränkung in 

Verbindung mit der depressiven Stimmungsbeeinträchtigung im Umfang von 35%. Auf 

Grund der durch lange Arbeitslosigkeit erfolgten Dekonditionierung müsse ein Aufbau 

zur Erreichung der maximalen Restarbeitsfähigkeit von 65% vorgenommen werden (IV-

act. 65-6/57).

B.e Am 18. Mai 2006 liess der Versicherte der IV-Stelle den ausstehenden Bericht 

seines Psychiaters zukommen (IV-act. 67). In diesem Bericht vom 7. April 2006 gab Dr. 

med. D.___, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an, der Versicherte leide 

an einer mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Symptomen (ICD-10: 

F32.11) auf dem Boden einer ängstlichen Persönlichkeit (ICD-10: F60.6) sowie an 

einem chronifizierten Schmerzsyndrom nach einem Arbeitsunfall am 19. Dezember 

2003 mit Verletzung des rechten Ellbogens. Der Versicherte zeige eine selbstunsichere, 

sehr ängstliche Persönlichkeitsstruktur und besitze nur bescheidene intellektuelle 

Fähigkeiten. Durch den Unfall sei es zu einer psychischen Dekompensation und zum 

Ausbruch einer Depression gekommen. Wegen der Komorbidität und Chronifizierung 

der Beschwerden sei der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 68).

B.f  Daraufhin widerrief die IV-Stelle am 14. September 2006 ihre Verfügung vom 

13. Januar 2006 und stellte weitere Abklärungen in Aussicht (IV-act. 78). Am 21. 

September 2006 teilte sie dem Versicherten mit, dass auf Grund des Widerrufs der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verfügung vom 13. Januar 2006 das gegen diese Verfügung gerichtete 

Einspracheverfahren abgeschlossen sei (IV-act. 82).

B.g Am 13. Februar 2007 ging bei der IV-Stelle das von der 

Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten von Dr. 

med. E.___, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein. In seinem Gutachten 

vom 15. November 2006 gab der Psychiater als Diagnose eine Anpassungsstörung mit 

Angst, Depression und Sorgen bei einem chronischen Schmerzsyndrom infolge 

körperlicher Krankheit und zum Teil des Unfalls (ICD-10: F43.23) seit 2004 an. Ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde eine psychogene Überlagerung der 

körperlichen Beschwerden (ICD-10: F54) sowie eine einfache ängstliche Persönlichkeit 

(ICD-10: F60.6). In einer leidensangepassten Tätigkeit könne der Versicherte sechs bis 

sieben Stunden arbeiten mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit von etwa 20%. 

Inklusive somatische Beschwerden bestünde eine Arbeitsunfähigkeit von 35% (G act. 

10.2). Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete eine polydisziplinäre 

Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz als erforderlich (IV-act. 75 und 88).

B.h Am 23. Januar 2008 erstattete die MEDAS Ostschweiz das Gutachten. Der 

Versicherte war orthopädisch, internistisch und psychiatrisch begutachtet worden. Die 

Ärzte gaben folgenden Hauptdiagnosen (mit Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit) an:

- Anpassungsstörung mit depressiven Phänomenen und Beeinträchtigung von anderen 

Gefühlen (ICD-10: F43.23)

-  Psychische Überlagerung der somatischen Beschwerden (ICD-10: F54)

-  PHS pseudoparalytica rechts (ICD-10: M75.1) bei/mit:

- St. n. heftiger Ellbogenkontusion rechts 19.12.2003

- ausgedehnter Rotatorenmanschettenruptur rechts (Supraspinatussehne, 

Subcapularissehne) mit Tendinopathie der Infraspinatussehne und Luxation der langen 

Bicepssehne sowie AC-Arthrose (MRI 26.02.2004)

- passagerem Sulcus-ulnaris-Syndrom rechts möglich

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

- massiver Schmerzausweitung

-  Zervikalsyndrom (ICD-10: M54.2) bei/mit:

- leichter medio-lateraler Diskusprotrusion C5/C6 ohne Neurokompression 

(MRI 01.12.2004)

- neurologisch Ausschluss einer paraspinalen oder peripheren Neurokompression 

15.03.2005

- klinisch wegen massiver Überlagerung nicht beurteilbar

-  Chondropathia-patellae-Symptomatik links (ICD-10: M22.4) bei/mit:

- radiologisch beginnender Gonarthrose und Femoro-Patellar-Arthrose 02.20.2007

- ohne Funktionsstörungen.

Die Ärzte gaben in der zusammenfassenden Beurteilung an, der Versicherte stamme 

aus dem Kosovo und arbeite seit 1973 in der Schweiz. Er habe viele Arbeitsstellen 

gewechselt, vermutlich aber meistens mit seinen Landsleuten kommuniziert, weshalb 

er die Landessprache nicht gelernt habe. Er habe acht Jahre lang die Grundschule 

besucht. Durch seine praktischen Tätigkeiten habe er etwas gelernt und habe 

entsprechend qualitativ gute Arbeit leisten können. Der Versicherte habe berichtet, das 

Hauptproblem sei seine rechte Schulter. Er könne den Vorderarm vom Ellbogen bis zur 

rechten Hand gut gebrauchen, jedoch nicht den Oberarm zwischen Ellbogen und 

Schulter. Die Elevation sei unmöglich, er müsse den Arm immer hängenlassen. 

Zunehmend habe er auch Schmerzen bei Kopfrotation und Schwindel. Ein beidseitiger 

Tinnitus sei fachärztlich abgeklärt worden. Er sei immer sehr müde. Er sitze viel ruhig 

da und mache mehrere kleine Spaziergänge. Wegen Doppelbildern könne er weder 

lange lesen noch fernsehen. Aus dem psychiatrischen MEDAS-Konsiliargutachten vom 

12. Dezember 2007 von Dr. E.___ geht hervor, dass der Unfall zu einer psychischen 

Dekompensation geführt habe. Dazu habe die Persönlichkeitsstruktur mit wenig 

Abwehrmöglichkeiten und Durchschlagskraft bei geringen intellektuellen und 

emotionalen Ressourcen verholfen. Die laufende psychiatrische Behandlung habe 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

keine Veränderung bewirken können. Der Versicherte sei nicht imstande, seine aktuelle 

psychische Situation zu beschreiben, also auch nicht, sie wahrzunehmen. Umso mehr 

fokussiere er auf somatische Beschwerden. Verglichen mit der Begutachtungssituation 

vor einem Jahr habe sich der Gesundheitszustand aus psychischer Sicht 

verschlechtert. Die vorliegende Anpassungsstörung werde durch die Zunahme 

depressiver Symptome, Sorgen, Anspannung, Ärger und Aggression verstärkt. Aus 

psychischer Sicht liege deshalb ab sofort eine Arbeitsunfähigkeit von 40 bis 45% vor. 

Der Zustand habe sich weitgehend chronifiziert und es sei anzunehmen, dass sich die 

psychische Störung praktisch nicht mehr beeinflussen lasse (IV-act. 105). Aus 

somatischer Sicht konnten die Ärzte die angegebene und demonstrierte Hilflosigkeit 

respektive Funktionsunfähigkeit der rechten Schulter nicht objektivieren. Der klinische 

Befund im Schultergürtel oder im Bereich der HWS könne auf Grund der nicht 

übersehbaren massiven Schmerzausweitung nicht herangezogen werden. Die 

nachgewiesene Rotatorenmanschettenruptur lasse Tätigkeiten über Schultergürtelhöhe 

und/oder mit repetitiver Kraftanwendungen rotatorischer Art als nur sehr eingeschränkt 

bis nicht mehr zumutbar begründen. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei wegen der 

arthrographisch nachgewiesenen grossen Rotatorenmanschettenläsion rechts für 

körperlich belastende Tätigkeiten keine Restarbeitsfähigkeit mehr in einem vernünftigen 

Ausmass zumutbar, dies seit dem Unfall vom 19. Dezember 2003. Für alle anderen 

Tätigkeiten bestehe von Seiten des rechten Schultergürtels und des rechten Armes 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei ab dem Unfall 

bis zur Begutachtung durch Dr. E.___ im November 2006 von einer 35%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Danach sei wahrscheinlich allmählich eine 

Verschlechterung eingetreten, die spätestens seit der aktuellen Begutachtung 

ausgewiesen sei. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht betrage 40 bis 45 % (IV-

act. 104).

B.i Der RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2008 fest, beim 

Versicherten sei recht schnell im Anschluss an den Unfall die Diagnose einer 

Anpassungsstörung gestellt worden. Diese Diagnose werde nach den ICD-10-Kriterien 

auf zwei Jahre beschränkt. Die einzelnen Symptome seien nicht dergestalt, dass sie 

eine spezifische Diagnose rechtfertigten. Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung könne eine Anpassungsstörung per se keine länger dauernde 

Invalidität bewirken. Deshalb sei die Diagnose von Dr. E.___ nicht ganz nachvollziehbar, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

weshalb um eine Stellungnahme gebeten werde (IV-act. 106). Dr. E.___ teilte der IV-

Stelle am 28. Februar 2008 mit, beim Versicherten sei die Diagnose einer 

Anpassungsstörung gerechtfertigt. An die Begrenzung auf zwei Jahre gemäss ICD-10 

halte man sich nicht mehr so strikte, weil Therapeuten mitunter tatsächlich einen 

längeren Verlauf einer Anpassungsstörung feststellten. Dies sei auch beim Versicherten 

der Fall. Natürlich könne man auch eine depressive Störung diagnostizieren. Damit 

würde man aber die Kausalitätsfrage ausser Acht lassen, was nicht korrekt sei (IV-act. 

108). Der RAD hielt unter Verweis auf ICD-10 fest, dass die Anpassungsstörung per se, 

in Analogie zur Dysthymie, keine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit bewirken könne. 

Deshalb könne weiterhin von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit ausgegangen werden (IV-act.109).

B.j Mit Vorbescheid vom 17. März 2008 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Bei einem Einkommen ohne Behinderung 

von Fr. 54'476.-- und einem Einkommen mit Behinderung von Fr. 40'857.-- resultiere 

eine Einkommenseinbusse von Fr. 13'619.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 

25%. Der RAD komme nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen sowie des erstellten 

Gutachtens zum Schluss, dass die spezifische Diagnose einer Anpassungsstörung auf 

Grund der Symptome nicht gerechtfertigt sei (IV-act. 112). Dagegen liess der 

Versicherte am 30. April 2008 unter anderem einwenden, wenn die IV-Stelle nicht auf 

die Diagnose und Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS abstellen wolle, so habe sie 

eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben (IV-act. 115). Der RAD 

gab am 31. Juli 2008 zu den Einwänden des Versicherten an, man habe nicht die 

Feststellungen des MEDAS-Gutachtens "uminterpretiert", sondern die 

Schlussfolgerungen der vom Bundesgericht vertretenen Auffassung angepasst (IV-act. 

122). Mit Verfügung vom 4. August 2008 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab. Zu 

den Einwänden des Versicherten verwies die IV-Stelle auf die Stellungnahme des RAD 

vom 31. Juli 2008 (IV-act. 123).

C.   

C.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 8. September 2008 Beschwerde 

erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 4. August 2008. Ihm sei mit 

Wirkung ab wann rechtens, allerspätestens ab 1. Dezember 2004, eine ganze 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Invalidenrente, eventualiter eine ¾-IV-Rente zuzusprechen und auszurichten. 

Eventualiter sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie 

weitere Abklärungen vornehme, insbesondere medizinische Berichte und Gutachten 

einhole, und gestützt darauf neu über die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers 

verfüge. Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde damit, dass die 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen derjenigen aus somatischen Gründen 

hinzugerechnet werden müsse, weshalb er Anspruch auf mindestens eine ¾-IV-Rente 

habe. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen sei auf die 

Einschätzung der MEDAS-Ärzte abzustellen und nicht auf diejenige des RAD. Bereits 

sein behandelnder Psychiater gehe von einer höheren Arbeitsunfähigkeit aus 

psychischen Gründen aus. Diesbezüglich sei deshalb ein ergänzender Bericht von Dr. 

med. F.___, Spezialarzt Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie FMH, Dr. 

D.___ und der MEDAS einzuholen oder ein Obergutachten in Auftrag zu geben. Sodann 

habe die MEDAS die Schwindelbeschwerden zuwenig beachtet. Gemäss Bericht von 

Dr. F.___ vom 16. September 2008 liege eine mittelgradige Einschränkung vor, die in 

der Leistungsbeurteilung zu berücksichtigen sei (G act. 4.1). Weil eine erhebliche 

Komorbidität gegeben sei und weitere rechtsprechungsgemässe Kriterien erfüllt seien, 

könne eine zumutbare Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen 

ausgeschlossen werden. Auch sei das Valideneinkommen gemäss 

Einspracheentscheid der Suva auf Fr. 62'568.-- anzuheben. Sein letztes Einkommen 

habe bereits mehr betragen als das von der Beschwerdegegnerin verwendete. 

Schliesslich rechtfertige sich beim Invalideneinkommen ein zusätzlicher Abzug in der 

Höhe von 25% (G act. 1).

C.b Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung wurde 

dem Beschwerdeführer mit Zwischenentscheid vom 11. Dezember 2008 bewilligt (G 

act. 12).

C.c In der Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die MEDAS habe 

den Beschwerdeführer sorgfältig untersucht. Dabei hätten sich keine Hinweise 

ergeben, dass seine Schwindelbeschwerden organischer Natur seien. Aus dem Bericht 

von Dr. F.___ ergebe sich, dass sich seine Diagnose auf aggravierendes Verhalten 

abstütze. Auf diesen Bericht könne man deshalb nicht abstellen. Aus somatischer Sicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sei dem Beschwerdeführer deshalb eine angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar. Die 

von der MEDAS gestellte Diagnose einer Anpassungsstörung sei nicht per se 

invalidisierend. Vielmehr wäre dies nur der Fall, wenn der Schweregrad dieser Diagnose 

die Kriterien für eine Komorbidität erfüllte. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Der von 

der MEDAS erhobene Befund belege keinen invalidisierenden Gesundheitszustand. 

Vielmehr seien im Wesentlichen einzig die Schmerzensäusserungen des 

Beschwerdeführers beschrieben worden. Eine einfache Persönlichkeitsstruktur und 

soziale Probleme würden keine Invalidität begründen. Das MEDAS-Gutachten sei 

bezüglich der erhobenen Befunde und Diagnosen schlüssig. Hingegen stehe die 

psychiatrisch festgesetzte Arbeitsfähigkeit von 55 bis 60% nicht im Einklang mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Die von der MEDAS diagnostizierte psychische 

Überlagerung von somatischen Beschwerden sei nicht invalidisierend, weil keine 

psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vorliege. 

Deswegen sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen auszugehen. 

Betreffend Valideneinkommen könne vom im Jahr 2003 zuletzt erzielten Einkommen 

des Beschwerdeführers von Fr. 58'833.-- ausgegangen werden. Weil davon 

auszugehen sei, dass sich Validen- und Invalideneinkommen in etwa gleich 

entwickelten, könne eine Aufwertung unterbleiben. Das Invalideneinkommen für 

Hilfsarbeiter habe gemäss den Tabellen der schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

2003 Fr. 57'745.-- betragen. Weil der Beschwerdeführer an der linken Schulter 

eingeschränkt sei, könne ein sogenannter Leidensabzug von 10% angenommen 

werden. Ein höherer Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt. Das Invalideneinkommen 

betrage Fr. 51'971.--, voraus ein Invaliditätsgrad von 12% resultiere. Damit bestehe 

kein Anspruch auf eine Invalidenrente (G act. 10).

C.d Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 24. Februar 2009 an seinen 

Anträgen fest (G act. 17).

C.e Am 5. März 2009 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer 

Duplik (G act. 19).

C.f  Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.  

1.1  Mit Beschwerde vom 8. September 2008 hat der Beschwerdeführer die Verfügung 

vom 4. August 2008 angefochten. Das Einspracheverfahren gegen die Verfügung vom 

13. Januar 2006 ist mit Mitteilung vom 21. September 2006 formell rechtskräftig 

abgeschrieben worden (IV-act. 82).

1.2  Die Verfügung vom 4. August 2008 ist nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 

1. Januar 2008 ergangen. Mangels einer übergangsrechtlichen Norm rechtfertigt es 

sich allerdings, für die vor diesem Zeitpunkt massgebenden Verhältnisse (Einleitung 

des Rentenprüfungsverfahrens unter altem Recht) die im Folgenden zitierten, bis zum 

31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen anzuwenden.

1.3  Streitig ist ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Nach aArt. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht der Anspruch 

auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, 

derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente. Gemäss aArt. 28 

Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die Invalidität grundsätzlich durch 

einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

1.4  Für das gesamte Verwaltungs- und gerichtliche Beschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

2.  

2.1  Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der 

ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die 

versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die 

Beschwerdegegnerin stellt teilweise auf die Ergebnisse der MEDAS-Begutachtung ab, 

nicht hingegen auf deren Arbeitsfähigkeitsschätzung aus psychischer Sicht. 

Diesbezüglich macht die Beschwerdegegnerin geltend, die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

der MEDAS sei an die bundesgerichtliche Rechtsprechung anzupassen. Demgemäss 

bewirke die Anpassungsstörung keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit, weshalb die 

Einschränkung von 40 bis 45% nicht zutreffen könne. Diese Diagnose werde nämlich 

gestellt, wenn für eine andere spezifische Diagnose die Kriterien einer einzelnen 

Störung nicht erfüllt seien. Der Beschwerdeführer verlangt dagegen eine erneute 

psychiatrische Untersuchung, wenn auf das MEDAS-Gutachten nicht abgestellt würde.

2.2  Aus den Akten geht hervor, dass der Unfall vom 19. Dezember 2003 bei 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen zu einer Rotatorenmanschettenruptur 

geführt hat. Nach der MEDAS-Beurteilung besteht seither in der bisherigen Tätigkeit 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 104-24/27). Diese körperliche 

Beeinträchtigung hat gemäss übereinstimmender Beurteilung der begutachtenden 

Ärzte des Kantonspitals St. Gallen, des IA und der MEDAS dazu geführt, dass 

Überkopfarbeiten und/oder Tätigkeiten mit repetitiver Kraftanwendung rotatorischer Art 

nicht mehr möglich sind. Unter Berücksichtigung dieser qualitativen Anforderungen 

sind dem Beschwerdeführer alle anderen Arbeiten unterhalb des Schultergürtels nach 

der objektiven Einschätzung der Ärzte nach wie vor zumutbar (Suva-act. 26, IV-act. 

65-40/57 und IV-act. 104). Der Beschwerdeführer hat anlässlich der Begutachtung 

durch die MEDAS eine Vielzahl von weiteren Beschwerden beklagt. Diese konnten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

grösstenteils nicht objektiviert werden und wurden einer psychischen Überlagerung 

zugeordnet. Aus somatischer Sicht ist deshalb in einer leidensangepassten Tätigkeit 

keine Arbeitsunfähigkeit in quantitativer Hinsicht begründbar.

2.3  Hingegen ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer an psychischen Beschwerden 

mit Krankheitswert leidet und deshalb die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Wie Dr. 

E.___ in seinem Konsiliargutachten vom 12. Dezember 2007 überzeugend begründet 

hat, hat der Unfall zu einer psychischen Dekompensation geführt. Dr. E.___ hat 

ausgeführt, der Beschwerdeführer könne auf Grund seiner Persönlichkeitsstruktur 

seine psychische Situation weder beschreiben noch wahrnehmen, weshalb er auf die 

somatischen Beschwerden fokussiere. Diese überlagere er und bringe sie auf eine 

primitive Art und Weise durch einen demonstrativen und aggravatorischen Auftritt zum 

Ausdruck. Diese Verhaltensform sei primär nicht Ausdruck einer Rentenbegehrlichkeit, 

sondern einer beschränkten Fähigkeit, sich emotional und intellektuell adäquat 

auszudrücken. Als Diagnose hat Dr. E.___ wie bereits in seinem vorangehenden 

Gutachten vom 14. September 2006 eine Anpassungsstörung mit Angst, Depression 

und Sorgen (ICD-10 F: 43.23) angegeben. Die Arbeitsfähigkeit sei dadurch um 40 bis 

45% eingeschränkt (IV-act. 105). Diese Diagnose stimmt mit der Einschätzung von Dr. 

C.___ überein, der in seinem Gutachten vom 18. Mai 2005 ebenfalls einer 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt (ICD-10: F43.22) festgestellt 

hat (IV-act. 45). Der behandelnde Psychiater, Dr. D.___, hat dagegen in seinem Bericht 

vom 7. April 2006 angegeben, der Beschwerdeführer leide an einer mittelgradigen 

depressiven Störung mit somatischen Symptomen auf dem Boden einer ängstlichen 

Persönlichkeit. Wegen der Komorbidität und der Chronifizierung der Beschwerden liege 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor (IV-act. 68). Bereits in seinem ersten Gutachten 

vom 15. November 2006 hat Dr. E.___ ausgeführt, die von Dr. D.___ geschilderten 

Symptome der psychomotorischen Verlangsamung, Antriebsverminderung, 

Konzentrationsstörungen, Einengung des Denkens auf die bestehenden Beschwerden 

sowie Lust- und Interessenlosigkeit seien in der aktuellen psychiatrischen Exploration 

zwar vorhanden, sie würden jedoch nicht so stark dominieren (G act. 10.2). Dr. E.___ 

hat deshalb die von Dr. D.___ gestellte Diagnose einer mittelschweren depressiven 

Störung nicht bestätigt. Zur Arbeitsfähigkeit hat er ausgeführt, der Beschwerdeführer 

könne in einer adaptierten Tätigkeit sechs bis sieben Stunden bei einer reduzierten 

Leistungsfähigkeit von 20% arbeiten. Insgesamt betrage die Arbeitsunfähigkeit 35% (G 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

act. 10.2). Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht ist somit nicht 

ausgewiesen.

2.4  Ein Jahr später hat Dr. E.___ in seinem Gutachten vom 12. Dezember 2007 

angegeben, der Beschwerdeführer leide nach wie vor an einer Anpassungsstörung mit 

depressiven Phänomenen und Beeinträchtigung von anderen Gefühlen (ICD-10: 

F43.23). Sodann liege eine psychische Überlagerung der somatischen Beschwerden 

(ICD-10: F54) vor. Seit seiner letzten Begutachtung sei eine Verschlechterung 

eingetreten, indem die depressiven Symptome, Anspannung, Ärger und Aggression 

zugenommen hätten. Der Beschwerdeführer stecke in einer für ihn ausweglosen 

Situation, sei rat- und hilflos und habe resigniert. Ab sofort halte er ihn für 40 bis 45% 

als arbeitsunfähig. An eine Besserung der gesundheitlichen Situation und der 

Arbeitsfähigkeit sei nicht zu denken. Der Zustand habe sich chronifiziert und die 

psychischen Störungen seien praktisch nicht mehr beeinflussbar. Im Gegenteil sei mit 

einer allmählichen Verschlechterung zu rechnen (IV-act. 105). Auf Nachfrage des RAD 

hat Dr. E.___ seine Diagnose damit begründet, dass diese weiterhin zutreffend sei, weil 

nicht nur Elemente einer depressiven Störung vorlägen, sondern auch eine Störung 

betreffend das Sozialverhalten. Mit der Diagnose einer depressiven Störung allein 

würde die Frage der Kausalität ausser Acht gelassen. Schliesslich hat er darauf 

hingewiesen, dass die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht per se für eine milde 

Form einer Depression mit geringen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit spreche (IV-

act. 108). Der RAD ist mit dieser Diagnose nicht einverstanden. Diesbezüglich ist 

festzuhalten, dass die Invalidenversicherung grundsätzlich nicht nach Art und Genese 

des Gesundheitsschadens fragt, der die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt, sondern ob 

medizinischerseits ein psychopathologischer Befund, eine psychische Erkrankung also 

und eine daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden (vgl. BGE 132 V 65 

E. 3.4). Aus den Akten ergibt sich, dass unabhängig von der Diagnose sowohl vom 

behandelnden Arzt wie von den begutachtenden Psychiatern davon ausgegangen wird, 

dass beim Beschwerdeführer seit 2005 eine psychische Störung mit Krankheitswert 

vorliegt.

2.5  Dr. e.___ hat in seinem Gutachten vom 12. Dezember 2007 angegeben, der 

Beschwerdeführer sei auf Grund seiner einfachen Persönlichkeitsstruktur nicht in der 

Lage, seine psychische Situation adäquat wahrzunehmen oder zu beschreiben, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

weshalb er auf die somatischen Beschwerden fokussiere. Seine geringen Ressourcen 

würden verhindern, dass er seine Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung vollständig 

überwinden könne. Der Unfall habe zur psychischen Dekompensation mit einer 

depressiven Störung geführt. Der Beschwerdeführer sei daher ab sofort zu 40 bis 45% 

arbeitsunfähig (IV-act. 105). Diese Ausführungen erscheinen dem Gericht überzeugend. 

Ein weiterer Hinweise auf eine psychische Störung mit Krankheitswert liegt sodann in 

der regelmässigen psychiatrischen Behandlung seit 4. Februar 2005 ohne sichtbaren 

Therapieerfolg sowie in der umfassenden Medikation mit Antidepressiva und 

Anxiolytika (IV-act. 67 und 104-3/27). Auf das überzeugende MEDAS-Gutachten vom 

23. Januar 2008 kann deshalb abgestellt werden. Demgemäss ist der 

Beschwerdeführer in einer körperlich belastenden Tätigkeit seit 19. Dezember 2003 zu 

100% arbeitsunfähig. Aus psychiatrischer Sicht besteht seit 12. Dezember 2007 eine 

40 bis 45%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 104-24/27).

2.6  Die Beurteilung des RAD vermag dagegen nicht zu überzeugen. Aus den Akten ist 

klar ersichtlich, dass der Arbeitsunfähigkeit eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit 

einer psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gefolgt ist. Dass allein das Kriterium 

der theoretisch anzunehmenden Dauer einer psychischen Störung zur Nichtbeachtung 

der psychiatrischen Arbeitsfähigkeitsschätzung führt, ist nicht gerechtfertigt. Wie Dr. 

e.___ klar angegeben hat, bedeutet die Anpassungsstörung nicht durchwegs eine 

milde Form einer Depression. Daher ist die Annahme, dass der Beschwerdeführer statt 

an einer Anpassungsstörung an einer Dysthymia leidet, die keine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit habe, nicht schlüssig. Die psychiatrische Aktenlage verdeutlicht 

hinreichend, dass ein pathologischer Zustand eingetreten ist und die daraus 

resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch mit einer dem Beschwerdeführer 

zumutbaren Willensanstrengung nicht vollständig überwunden werden kann. Eine 

somatoforme Schmerzstörung wurde nicht diagnostiziert, sodass entgegen der Ansicht 

der Beschwerdegegnerin die analoge Anwendung der entsprechenden Rechtspraxis 

dem vorliegenden Fall von vornherein nicht gerecht wird. Im Übrigen ist es nicht 

Aufgabe des RAD, die schlüssigen medizinischen Grundlagen einer juristischen 

Würdigung zu unterziehen (vgl. IV-act. 122).

2.7  Zusammenfassend ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

aus somatischer Sicht in seiner bisherigen Tätigkeit ab 19. Dezember 2003 zu 100% 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

arbeitsunfähig war (IV-act. 104-24/27). Dr. c.___ hat ihm aus psychischer Sicht ab 

18. Mai 2005 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Das Gutachten des IA vom 

2. Februar 2006 hat eine 35%ige Arbeitsunfähigkeit festgestellt, wobei eine Interaktion 

von somatischen Einschränkungen in Verbindung mit der depressiven 

Stimmungsbeeinträchtigung berücksichtigt worden war. Dr. e.___ hat den 

Arbeitsunfähigkeitsgrad von 35% in seinem Gutachten vom 15. November 2006 

bestätigt. Damit kann ab Februar 2006 von einer 35%igen Arbeitsunfähigkeit 

ausgegangen werden. Dass dieser Arbeitsunfähigkeitsgrad gemäss MEDAS-Gutachten 

vom 23. Januar 2008 jedoch bereits ab 19. Dezember 2003 galt, ist bei der 

vorliegenden Aktenlage (vgl. Gutachten Dr. C.___) nicht überwiegend wahrscheinlich. 

Hingegen ist von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ab der MEDAS-

Begutachtung auszugehen. So ist der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht ab 

12. Dezember 2007 zu 40 bis 45%ige arbeitsunfähig. Dr. F.___ hat in seinem Bericht 

vom 16. September 2008 keine Arbeitsunfähigkeit angegeben (G act. 4.1). Daher ist 

nicht anzunehmen, dass eine mittelgradige Einschränkung der Leistungsfähigkeit auf 

Grund der Schwindelbeschwerden eine höhere Arbeitsunfähigkeit begründen würde, 

als sie aus psychiatrischer Sicht gegeben ist.

3.  

3.1  Auf der Basis der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrade für eine 

leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen. Das 

Valideneinkommen beläuft sich für das Jahr 2003 auf Fr. 58'633.-- (IV-act. 8, 12). Der 

Beschwerdeführer arbeitet seit dem Unfall nicht mehr. Das Invalideneinkommen ist 

deshalb auf Grund der LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen (vgl. etwa Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. März 2008 [8C_119/2007] E. 5.2). Gemäss der Tabelle TA 1 

der LSE 2002 und angepasst an die Nominallohnentwicklung belief sich das 

Durchschnittseinkommen der Hilfsarbeiter aller Branchen im Jahr 2003 auf 

Fr. 57'745.-- im Jahr.

3.2  Betreffend den geltend gemachten Leidensabzug ist festzuhalten, dass der oftmals 

als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug nichts mit dem Leiden zu tun hat. Vielmehr 

sollen damit jene Nachteile ausgeglichen werden, welche die versicherte Person bei 

der Anwendung statistischer Daten für das Invalideneinkommen erleidet. Die Invalidität 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

bewirkt - neben der Arbeitsunfähigkeit - auf den realen Arbeitsmarkt bezogen eine 

zusätzliche Lohneinbusse. Denn die statistischen Tabellenlöhne werden auf der 

Grundlage von Daten gesunder Arbeitnehmer erhoben. Solche Werte erreicht der 

invalide Arbeitnehmer im Allgemeinen nicht. Vielmehr muss er in der Entwicklung des 

Invaliditätseinkommens beziehungsweise der Invalidenkarriere mannigfaltige Nachteile 

gewärtigen (vgl. BGE 126 V 75 neues Fenster zum Leidensabzug). Der 

Beschwerdeführer ist gegenüber einem gesunden Konkurrenten benachteiligt, weil 

mehr Krankheitsabwesenheiten zu erwarten sind und er weniger flexibel ist (z.B. in 

Bezug auf Überstunden). Er wird deshalb seine Arbeitskraft zu einem 

unterdurchschnittlichen Lohn anbieten müssen, was in der ärztlichen Schätzung der 

Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt ist. Sodann ist bei Männern im tiefsten 

Anforderungsniveau die Teilzeitarbeit hochgerechnet auf ein Vollpensum statistisch 

gesehen schlechter entlöhnt als Vollzeitarbeit (Tabelle T8* auf S. 28 der LSE 2002). 

Männer im tiefsten Anforderungsniveau erzielten im Jahr 2002 mit einem zwischen 

50% und 89% liegenden Arbeitspensum aufgerechnet auf ein Vollpensum ein zwischen 

8.5% und 10.4% tieferes Einkommen. Dies ist zu berücksichtigen. Der geringen 

Ausbildung sowie den mangelnden Deutschkenntnissen ist mit der Einstufung auf das 

Niveau 4 gemäss den statistischen Löhnen im Anhang der LSE bereits Rechnung 

getragen worden. Ebenso rechtfertigt das fortgeschrittene Alter (Jahrgang 1947) keinen 

zusätzlichen Abzug. Es ist von einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage auszugehen. 

Dabei ist die Neuanstellung auch älterer Arbeitskräfte nicht notwendigerweise mit einer 

unterdurchschnittlichen Entlöhnung verbunden. Aus dem Umstand, dass ältere 

Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seltener eine Anstellung finden als 

jüngere, ist für das hypothetische Invalideneinkommen nichts abzuleiten. Vielmehr liegt 

primär ein Aspekt des Arbeitslosigkeitsrisikos vor (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2008 [IV 2007/242] 

E. 4.3.5 mit Hinweisen). Insgesamt erscheint unter diesen Umständen ein Abzug von 

15% als angemessen.

3.3  Gemäss IA-Gutachten vom 2. Februar 2006 war dem Beschwerdeführer zu jener 

Zeit eine leidensangepasste Tätigkeit noch zu 65% zumutbar. Für die Zeit zuvor ist mit 

Dr. C.___ von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% auszugehen (IV-act. 36-3/4), was eine 

rentenbegründende Invalidität ausschliesst. Das Invalideneinkommen betrug für die 

Zeit ab Februar 2006 bei einem 65%-Pensum und einem "Leidensabzug" von 15% 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fr. 31'904.--. Die Einkommenseinbusse betrug im Vergleich zum Valideneinkommen 

von Fr. 58'633.-- somit Fr. 26'729.-- und der Invaliditätsgrad 45.58%. Das Wartejahr 

(aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG) war bei einer seit Dezember 2003 bestehenden 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit im Februar 2006 erfüllt. Der 

Beschwerdeführer hat somit ab 1. Februar 2006 Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.4  Seit Dezember 2007 (Zeitpunkt des MEDAS-Gutachten) ist der 

Arbeitsunfähigkeitsgrad auf 40 bis 45% gestiegen. Das Invalideneinkommen beträgt 

somit in einem 55- bis 60%-Pensum noch Fr. 31'760.-- beziehungsweise Fr. 34'647.-- 

und nach einem weiterhin angemessenen "Leidensabzug" von 15% Fr. 26'996.-- 

beziehungsweise

Fr. 29'445.--. Werden diese Einkommen dem Valideneinkommen von Fr. 58'633.-- 

gegenübergestellt, resultiert ein Invaliditätsgrad von 49.78 (gerundet 50%) 

beziehungsweise von 53.96%. Der Beschwerdeführer hat somit in Anwendung von Art. 

88a Abs. 2 IVV ab 1. März 2008 Anspruch auf eine halbe Rente.

4.  

4.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung in 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat ab 1. Februar 

2006 Anspruch auf eine Viertelsrente. Ab 1. März 2008 besteht ein Anspruch auf eine 

halbe Rente. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten 

Leistung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3 

Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der 

Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen 

Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme 

amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt an den Verfahren vor 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb 

die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.3  Die obsiegende beschwerdeführerende Partei hat bei diesem Verfahrensausgang 

einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung bemisst sich 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 

des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die bereits bewilligte unentgeltliche 

Prozessführung gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 4. August 2008 

aufgehoben. Der Beschwerdeführer hat ab 1. Februar 2006 Anspruch auf eine 

Viertelsrente und ab 1. März 2008 auf eine halbe Rente. Die Sache wird im Sinn der 

Erwägungen zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
	Art. 16 ATSG Art. 28 Abs. Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 in Kraft gestandenen Fassung) Anpassungsstörung nach heftiger Ellbogenkontusion. Verschlechterung der psychischen Situation. Psychische Störung mit Krankheitswert ist ausgewiesen, weshalb auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, IV 2008/368). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_408/2010.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T13:54:41+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen