# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6121f704-f1c4-5543-861a-170a38c7d092
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.12.2017 725 17 282 / 339
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-282---339_2017-12-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. Dezember 2017 (725 17 282 / 339) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beweiswert einer EFL Abklärung; Berechnungsmethode der UVG-Rente bei einer versi-

cherten Person, die teilzeitlich erwerbstätig ist; Abklärungsergebnisse betreffend Integri-

tätsentschädigung nicht aussagekräftig 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Natalie Matiaska, Ad-
vokatin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion 
Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____, geboren 1961, arbeitete als Verkäuferin in der Bäckerei B.____ AG in einem 
Pensum von 40 % und war durch ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar Versiche-
rungsgesellschaft AG (Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert. Am 27. März 2013 erlitt sie zu Hause auf der Treppe einen Sturz, bei dem sie 
sich eine Impressionsfraktur des Thorakalwirbels BWK 12 mit einer Höhenverminderung der 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Hinterkante zuzog. In der Folge erbrachte die Mobiliar die gesetzlichen Leistungen. Nachdem 
mit konservativen Massnahmen eine Stabilisierung der Fraktur hatte erzielt werden können, 
nahm die Versicherte am 14. August 2013 ihre Arbeit im Umfang eines halben Pensums und ab 
Oktober 2013 schliesslich wieder in vollem Umfang von 40 % auf. Im Frühjahr 2015 nahmen die 
Schmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule wieder zu, weshalb die Versicherte 
kurze Zeit zu 100 % arbeitsunfähig wurde. Ab April 2015 wurde ihr erneut eine 50 %-ige Ar-
beitsunfähigkeit bezogen auf ihr 40 %-Pensum attestiert. Mit Verfügung vom 28. September 
2015 stellte die Mobiliar gestützt auf die Aktennotiz ihres beratenden Arztes Dr. med. C.____, 
Orthopädische Chirurgie FMH, vom 2. Juli 2015 ihre Leistungen per 13. Juli 2015 ein und lehnte 
weitere Taggeldansprüche ab. Per Ende November 2015 wurde das Arbeitsverhältnis zwischen 
der Versicherten und der Bäckerei B.____ AG aufgrund der reduzierten Belastbarkeit der Versi-
cherten aufgelöst. In der Folge fand sie im März 2016 eine Anstellung als Kassiererin bei einer 
Minigolfanlage. 
 
Nachdem A.____ gegen die Verfügung vom 28. September 2015 Einsprache erhoben hatte, 
veranlasste die Mobiliar auf Anraten von Dr. med. D.____, Facharzt für Chirurgie und ebenfalls 
beratender Arzt, weitere medizinische Abklärungen. Zur Klärung der noch bestehenden Ar-
beitsunfähigkeit wurde ein MRI veranlasst und im Frühling 2016 entschieden, eine Evaluation 
der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) der Versicherten beim Institut E.____ AG, durchfüh-
ren zu lassen (Bericht vom 25. August 2016). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2016 hob die 
Mobiliar die bisherige Verfügung vom 25. September 2015 auf. Sie hielt fest, dass der Endzu-
stand erreicht sei, da eine weitere Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
stands mehr erwarten lasse und sprach der Versicherten eine Integritätsentschädigung von 
10 % zu. Die Ausrichtung einer Rente lehnte sie mangels einer Erwerbseinbusse von mindes-
tens 10 % ab. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte erneut Einsprache. Mit Ein-
spracheentscheid vom 14. August 2017 wies die Mobiliar die Einsprache ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Natalie 
Matiaska, am 12. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei der angefochtene Einspracheent-
scheid aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente auf der Basis eines Erwerbsunfähigkeits-
grades von 42 % ab dem 13. Juli 2015 sowie eine Integritätsentschädigung von mehr als 10 % 
auszurichten, alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Oktober 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Schriften und auf die eingereichten Unter-
lagen wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Z.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 12. September 2017 ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen sind der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenren-
te sowie die Höhe der Integritätsentschädigung. 
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden jedoch Versiche-
rungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen 
zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfol-
gend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleiben-
de oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese wiederum ent-
spricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Validen-
einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass Vali-
den- und Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 
(BGE 130 V 343 E. 3.4.2). 
 
4.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin 
ist als erstes zu prüfen, in welchem Ausmass diese unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der 
Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
4.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie der Feststellung natürlicher 
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten versicherungsinter-
ner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die 
Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur gerin-
ge Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, 
mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa-
che Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 
V 465 E. 4.5). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden 
Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder 
Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden 
Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die 
einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte 
bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende 
– Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Oktober 2014, 8C_677/2014, E. 7.2). 
 
4.4 Schliesslich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht noch darauf hinzuweisen, dass die 
streitigen Tatfragen nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu klären sind (BGE 129 V 177 E. 3.1). 
 
5.1 Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin liegen die folgenden 
ärztlichen Berichte vor:  
 
5.2 Mit Stellungnahme vom 27. Oktober 2015 führt Prof. Dr. E.____, Chefarzt der Abtei-
lung Spinale Chirurgie des Spitals F.____, aus, dass er seine Patientin aus wirbelsäulenchirur-
gischer Sicht weiterhin als 50 % arbeitsunfähig in der Tätigkeit als Verkäuferin in einer Bäckerei 
erachte, da sie überwiegend stehen und regelmässig grössere Gewichte heben und tragen 
müsse. Bei der Patientin bestehe eine posttraumatische Kyphose nach der Berstungsfraktur 
BWK 12 mit Störung der sagittalen Balance. Dies führe zu einer Überlastung der Rückenmus-
kulatur im ehemaligen Frakturbereich. Die Fehlstellung sei für die belastungsabhängigen Rü-
ckenschmerzen verantwortlich. Insbesondere die Arbeit in der Bäckerei im Stehen mit zusätzli-
chem Heben und Tragen von grösserem Gewicht führe zu einer Überlastung der Muskulatur mit 
konsekutiver Dekompensation. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. C.____ sei nicht 
zutreffend, da er die Fehlstellung nicht berücksichtigt habe. Der Status quo ante könne nicht 
mehr erreicht werden. 
 
5.3 Dem Protokoll des Gesprächs zwischen Dr. D.____ und der zuständigen Sachbearbei-
terin der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2016 kann entnommen werden, dass Dr. D.____ 
den Kyphosewinkel von 17° als erheblich bzw. grenzwertig erachte. Umgekehrt erstaune es 
aber, dass die Versicherte den 4-Personenhaushalt selbständig ohne Haushaltshilfe machen 
könne. Soweit sie die Hausarbeit bestreiten könne, müssten zwei Arbeitstage mit einer Pause 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dazwischen ebenfalls möglich sein. Er brauche aber nähere Angaben. Dr. D.____ empfahl die 
Einholung eines aktuellen MRI. 
 
5.4 Mit Schreiben vom 18. Januar 2016 hält Dr. med. G.____, Oberarzt der Abteilung Spi-
nale Chirurgie des Spitals F.____, auf Anfrage der Beschwerdegegnerin fest, dass die elektro-
nischen Winkelmessungen am PC-Bildschirm einer Schwankungsbreite ausgesetzt seien, ins-
besondere wenn die Röntgenbilder aus leicht verschiedenen Winkeln aufgenommen worden 
seien, sodass die Referenzebenen von Bild zu Bild leicht unterschiedlich sein könnten. Grund-
sätzlich müsse von einer gewissen Fehlerbandbreite von +/- 5° ausgegangen werden. Letztend-
lich seien die absoluten Winkel auch nicht entscheidend, sondern der Gesamtverlauf. Der nicht 
unerhebliche Kyphosewinkel von ca. 15-20° sei praktisch unmittelbar nach dem Unfallereignis 
aufgetreten. Im Verlauf habe sich der Winkel nicht mehr nennenswert geändert, was bedeute, 
dass die Fraktur selbst unverändert geblieben und nicht weiter gesintert sei. Letztendlich ent-
scheide nicht der absolute Kyphosewinkel über eine etwaige operative Behandlung, sondern 
allein das klinische Zustandsbild. Grundsätzlich könne auch eine höhergradige Kyphose mit 
einem beschwerdefreien Patienten einhergehen. Allerdings seien die beschriebenen Be-
schwerden zwanglos auf eine muskuläre Insuffizienz bei dieser kyphotischen Fehlstellung zu-
rückzuführen und damit seien die Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallas-
soziiert. Gleiches gelte auch für den Rückfall von 2015.  
 
5.5 Dr. med. H.____, Facharzt FMH Radiologie, hält nach dem MRT BWS nativ vom 22. 
Februar 2016 fest, dass ein Status nach Berstungsfraktur von BWK 12 mit Höhenverminderung 
vorwiegend der Vorderkante (vertebraler Kyphosewinkel ca. 9°) vorliege. Es bestehe eine kon-
sekutive Vorwölbung der Hinterkante in den Spinalkanal von 4 mm ohne Tangie-
rung/Kompression des Myelons. Zusätzlich liege eine reizlose Schmorl’sche Impression im 
posterioren Anteil der Deckplatte von BWK 12 vor, aber keine in den Spinalkanal reichende 
Diskusherniation oder wesentliche Protrusion. Der segmentale Kyphosewinkel (Deckplatte BWK 
11 zu Bodenplatte BWK 12) betrage 23°. Es bestünden reizlose umgebende Weichteile sowie 
reizlose Kostotransversal- und Facettengelenke. In der oberen und mittleren BWS bestünden 
einzelne flache Protrusionen/Herniationen ohne Tangierung neuraler Strukturen. 
 
5.6 Die Fachärzte des Instituts E.____ AG (Dr. med. I.____, FMH Innere Medi-
zin/Rheumatologie und PD Dr. med. J.____, FMH Physikalische und Rehabilitati-
on/Rheumatologie) diagnostizieren in ihrem Bericht vom 25. August 2016 mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Thorakolumbovertebralsyndrom mit Hyperkyphose der 
BWS mit posttraumatischer Akzentuierung bei Status nach inkompletter Berstungsfraktur BWK 
12 vom 27. März 2013, im Verlauf stabiler Kyphosewinkel von 15-20° (Deckplatte BWK 11/ Bo-
denplatte LWK 1), bei MR-tomographisch Vorwölbung der Hinterkante BWK 12 in den Spinal-
kanal von 4 mm ohne Tangierung oder Kompression des Myelons (MRI vom 22. Februar 2016), 
im oberen und mittleren BWS-Abschnitt vereinzelt flache Protrusionen ohne Tangierung neura-
ler Strukturen, ausgeprägte muskuläre Dysbalance mit Myogelosen am thorakolumbalen Über-
gang sowie muskulärem Stabilisationsdefizit der Wirbelsäule. Ohne Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit wird der Verdacht auf eine Fingerpolyarthrose erhoben. In Bezug auf die Arbeits-
fähigkeit halten die Fachärzte fest, dass die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin in einer Bä-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ckerei nicht mehr zumutbar sei. Leichte bis mittelschwere Arbeit (Heben von Taillen- zu Kopf-
höhe selten bis max. 7.5 kg und Heben horizontal selten bis max. 20 kg) seien ganztags zu-
mutbar. Im Sinne einer speziellen Einschränkung sei zu berücksichtigen, dass die Tätigkeit 
wechselpositionierend sein müsse. Tätigkeiten über Schulterhöhe sollten maximal manchmal 
(bis 3 Std./Tag) und Tätigkeiten in vorgeneigter Position des Rumpfes sollten maximal selten 
(bis 30 Min./Tag) ausgeführt werden. 
 
5.7 In einem Gespräch zwischen der Beschwerdegegnerin und Dr. D.____ werden dessen 
Einschätzungen im Protokoll vom 9. November 2016 wie folgt festgehalten: Der Endzustand sei 
per Juli 2015 eingetreten. Die Tätigkeit als Verkäuferin Bäckerei sei nicht mehr zumutbar. Es 
würden verschiedene Vorzustände vorliegen. Einerseits habe der Wirbelkörper selbst ein 
Schmorl’sches Knötchen aufgewiesen, sei also schon vorbeschädigt gewesen. Andererseits 
würden auf verschiedenen Etagen der BWS bereits Diskusprotrusionen vorliegen. Ferner habe 
als Folge der lumbalen Hyperlordose eine unfallunabhängige verstärkte Kyphose der BWS be-
standen, die bei der Bemessung des Kopf-Winkels von BWK 12 nicht einzubeziehen sei. Dies 
erkläre die verschiedenen Winkelangaben, bei welchen die vorbestehende Kyphose nebst BWK 
12 aufgepfropft worden sei. Darüber hinaus habe schon eine Hyperlordose bestanden, welche 
die Problematik zusätzlich verschärft habe. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit in Wechsel-
position mit Traglimite sei noch ganztags zumutbar. Auch die angestammte Tätigkeit als Den-
talassistentin sei noch zumutbar, da diese sitzend wie stehend erfolgen könne und höchstens 
im Cervikalbereich vornüber geneigt gearbeitet werden müsse. Der Kyphosewinkel des Wirbel-
körpers BWK 12 selbst (Oberkante zu Unterkante) betrage 9°. Die vorbestehende übrige Ky-
phose über weitere Wirbel hinweg sei nicht zu berücksichtigen. Die daraus resultierende Fehl-
haltung begründe gewisse Schmerzen, die zwischendurch zunehmen, aber jeweils wieder ver-
schwinden würden. Die Schmerzintensität (++) rechtfertige eine Integritätsentschädigung von 5-
10 % gemäss Tabelle 7 der Suva (IE bei Affektionen der Wirbelsäule). 
 
5.8 Mit Bericht vom 13. Juni 2017 hält Dr. G.____ fest, dass in zeitlicher Hinsicht eine Tä-
tigkeit von vier Stunden am Stück zumutbar sei. Nach einer ausreichend langen Pause von 1.5 
bis 2 Stunden, in der die Explorandin auch die Möglichkeit habe, sich hinzulegen, wäre grund-
sätzlich auch eine nachmittägliche zusätzliche Tätigkeit von 2 bis 3 Stunden zumutbar. Er er-
achte ein Arbeitspensum in angepasster Tätigkeit von 70 % als sinnvoll. Die Einschränkung 
ergebe sich aus der Notwendigkeit, regelmässige Physiotherapien und auch andere sportliche 
Aktivitäten durchzuführen. Ferner benötige die Versicherte auch noch einen Teil ihrer Ressour-
cen für die Haushaltarbeit. Die erlernte Tätigkeit als Dentalassistentin erscheine aus wirbelsäu-
lenchirurgischer Sicht nicht mehr zumutbar. Die Explorandin müsste hier über eine längere Zeit 
in unbewegter Tätigkeit in einer Oberkörperrotation und vornüber gebeugt Haltetätigkeiten ver-
richten, was aus den genannten Gründen nicht mehr möglich sei. 
 
6.1 Die Beschwerdeführerin macht im Zusammenhang mit der Ermittlung der Arbeitsfähig-
keit geltend, dass die Abklärungen des Instituts E.____ AG für die Beurteilung der Zumutbarkeit 
in einer anderen beruflichen Tätigkeit nicht ausreichen würden, da insbesondere der Beizug 
einer entsprechenden Fachperson aus dem Bereich chirurgische Orthopädie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates fehle. Es sei insbesondere umstritten, in welchem zeitlichen 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Ausmass die Beschwerdeführerin ihren Rücken noch belasten dürfe bzw. solle, um längerfristig 
keine Verschlechterung ihres Zustands zu provozieren. Aus dem Leistungstest im Anhang 2 
ergebe sich, dass sie bereits nach 30-minütigem Sitzen und Stehen Entlastungsbewegungen im 
Rücken mache. Vorgeneigtes Stehen sei nur während fünf Minuten möglich gewesen, vorge-
neigtes Sitzen sei gar nicht getestet worden. Nach dem Test habe sie eine längere Pause für 
Entlastungsbewegungen im Liegen gemacht. Die Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin 
sei vom Institut E.____ AG als zuverlässig und konsistent beurteilt worden. Die Annahme der 
Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit ganztags sei deshalb nicht nachvollziehbar, 
vor allem angesichts der Empfehlung, die Therapiemassnahmen noch zu steigern. Die zeitliche 
physische Belastbarkeit sei beim Institut E.____ AG gerade nicht getestet worden, sondern man 
habe aus den Leistungstests Rückschlüsse auf länger dauernde Belastungen gezogen. Das 
Gutachten des Instituts E.____ AG sei insoweit unvollständig, als es sich nicht bzw. ungenü-
gend mit der Frage befasst habe, ob ein ganztätiges Pensum bei gleichzeitiger intensiver The-
rapie auf Dauer nicht zu einer grossen Belastung für den Rücken führen würde. Dr. G.____ ha-
be in seinem Bericht vom 13. Juni 2017 klar festgehalten, dass er es aus wirbelsäulenchirurgi-
scher Sicht für wichtig halte, dass die Beschwerdeführerin regelmässig Pausen einlegen könne. 
Einerseits sei nach einer Arbeitszeit von 4 Stunden eine Pause von 1.5 bis 2 Stunden nötig, 
andererseits sollte die Beschwerdeführerin auch während der Arbeitszeit regelmässig Ruhe-
pausen einlegen können. Eine ganztägige Arbeitszeit sei daher seines Erachtens nicht zumut-
bar, jedoch ein Pensum von 70 % in einer leidensangepassten Tätigkeit. Damit könne die Pati-
entin auch die empfohlene, von ihm ebenfalls als sinnvoll erachtete Steigerung der Übungsin-
tensität umsetzen. Er nehme auch Stellung zur Tätigkeit als Dentalassistentin, die er als nicht 
mehr zumutbar erachte. Die Beurteilung von Dr. G.____ beruhe auf einer persönlichen Unter-
suchung der Beschwerdeführerin, die er zuvor nur einmal im Jahr 2013 in einer Verlaufskontrol-
le gesehen habe. Somit bestehe keine besondere Nähe zur Patientin, weshalb auf seine Beur-
teilung ohne Vorbehalte abgestellt werden könne. Sollte nicht darauf abgestellt werden können, 
müsste ein externes medizinisches Gutachten mit den Fachrichtungen chirurgische Orthopädie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates eingeholt werden zwecks Klärung der noch zu-
mutbaren Resterwerbsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht. Es gehe dabei um 
komplexe Fragen und es stünden langfristige Leistungen nach UVG zur Diskussion, weshalb 
angesichts widersprüchlicher medizinischer Einschätzungen die Einholung eines interdisziplinä-
ren Gutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG unabdingbar sei. Der beim Institut E.____ AG ein-
geholte Bericht erfülle die Anforderungen an eine eigentliche polydisziplinäre Begutachtung 
nicht, wie die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 7. März 2016 selbst einräume. 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet einen weiteren Abklärungsbedarf. Der medizini-
sche Zustand sei klar dokumentiert. Einzig die Auswirkungen des medizinischen Zustands auf 
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie die Integritätseinbusse stünden zur Debatte. Ausser-
dem seien lediglich die medizinischen Diagnosen und die Arbeitsunfähigkeitsatteste für die 
konkrete, bisher ausgeübte Tätigkeit den Ärzten zu überlassen, während für eine gesamthafte 
Würdigung der Frage, welche sonstigen Tätigkeiten noch möglich seien, Arbeitsagogen und 
Eingliederungsfachleute besser geeignet seien. Die Beschwerdeführerin erhebe denn auch kei-
ne substantiierten Rügen hinsichtlich der medizinischen Abklärung. Unter den Experten, die 
beim Institut E.____ AG die Abklärungen durchgeführt hätten, sei mit Dr. I.____ auch ein Fach-

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

arzt für Innere Medizin und Rheumatologie und mit Dr. J.____ ein Facharzt für physikalische 
Medizin und Rehabilitation gewesen. Beide Fachärzte seien zudem zertifizierte medizinische 
Gutachter. Ihre Beurteilung sei von Dr. D.____, der als früherer Suva-Kreisarzt über grosse Er-
fahrung verfüge, bestätigt worden. Gemäss der EFL seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 
in wechselnder Position mit seltenen Arbeiten über Schulterhöhe bei Beachtung der Traglimite 
von 20 kg ganztags zumutbar. Bei einer solchen Tätigkeit bestehe kein erhöhter Pausenbedarf. 
Dr. G.____ möge bei seiner Kritik im Wesentlichen die bisherige Tätigkeit im Auge gehabt ha-
ben. Sie sei aber nicht geeignet, erhebliche Zweifel an der Beurteilung des Instituts E.____ AG 
zu wecken, zumal Dr. G.____ keine konkreten Beobachtungen mache, wie sie im Rahmen ei-
ner EFL möglich seien, und auch nicht über branchenübergreifendes, von Patientenangaben 
unabhängiges Wissen über jegliche Berufsbilder des gesamten Arbeitsmarktes verfüge. Die 
Annahme einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 70 % basiere nicht auf einer vollständigen Abklä-
rung und sei deshalb nicht haltbar. 
 
6.3.1 Vorab ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin das Ergebnis der bisherigen me-
dizinischen Abklärungen nicht grundsätzlich in Frage stellt, sondern geltend macht, die Rester-
werbsfähigkeit sei in qualitativer und vor allem in quantitativer Hinsicht zu wenig abgeklärt. Die 
Diagnostik und das Erreichen des Endzustands sind jedoch zwischen den Parteien unbestritten. 
 
6.3.2 Die Rüge, das Institut E.____ AG habe sich weitgehend auf die Abklärung der Zumut-
barkeit der bisherigen Tätigkeit beschränkt, ist unbegründet. Entsprechend dem erteilten Auf-
trag hat das Institut E.____ AG vielmehr die Auswirkungen der bestehenden gesundheitlichen 
Einschränkungen auf die Arbeit analysiert. In der Folge wurde – wie auch bei Gutachten üblich 
– unter dem Titel der Arbeitsfähigkeit zunächst die angestammte Tätigkeit und anschliessend 
die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit beurteilt. Die Unzumutbarkeit der bisherigen 
Tätigkeit ist allseits anerkannt. 
 
6.3.3 Bezüglich der Verweistätigkeit bestehen zwischen der Beurteilung von Dr. G.____ und 
dem Institut E.____ AG aus qualitativer Sicht kaum Differenzen, ausser dass Dr. G.____ ohne 
nähere Begründung das Traglimit bei 5 kg ansiedelt, während das Institut E.____ AG von 7.5 kg 
(selten) ausgeht. Die von der Beschwerdegegnerin erwähnten 20 kg beziehen sich auf seltenes 
Heben horizontal, was aber nicht in die Schlussbeurteilung eingeflossen ist. Eine Differenz 
ergibt sich hingegen in quantitativer Hinsicht, da das Institut E.____ AG eine angepasste Tätig-
keit aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht als ganztags zumutbar erachtet, während Dr. 
G.____ lediglich ein Pensum von 70 % attestiert. Dr. G.____ begründet seine Einschätzung mit 
erhöhtem Ruhepausenbedarf, wobei er sich – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegne-
rin – auf die Verweistätigkeit bezieht, zumal auch er die angestammte Tätigkeit für unzumutbar 
erachtet. Soweit ein geringeres Pensum mit der empfohlenen Ausdehnung der Therapiemass-
nahmen begründet wird, kann dem aber nur beschränkt gefolgt werden. Der Bericht des Insti-
tuts E.____ AG empfiehlt zwar eine Steigerung der Übungsintensität hin zu zweimal wöchentli-
chem Krafttraining, hält aber explizit fest, dass dieses die von der Versicherten zum damaligen 
Zeitpunkt vorgenommenen passiven physiotherapeutischen Behandlungen und allenfalls die 
Gruppenübungen ersetzen könnte (S. 4). Eine Würdigung des Berichts von Dr. G.____ vom 13. 
Juni 2017 zeigt, dass er – abgesehen von dem nicht als relevant zu betrachtenden Hinweis auf 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

das Trainingsprogramm sowie die Zeit für die Verrichtung der Haushaltstätigkeiten – nicht 
nachvollziehbar darlegt, weshalb er in einer angepassten Tätigkeit für den Nachmittag lediglich 
2 bis 3 Stunden für zumutbar erachtet. Objektive Aspekte, die den erhöhten Pausenbedarf der 
Beschwerdeführerin erklären würden, benennt er keine. Hinzu kommt, dass Dr. G.____ die Be-
schwerdeführerin seit dem Tag ihres Unfalles als Wirbelsäulenspezialist behandelt (vgl. Arzt-
zeugnis UVG vom 2. April 2013, Berichte vom 8. April 2013, vom 29. April 2013 und vom 1. Juli 
2013 zuhanden des Hausarztes). Es besteht damit – entgegen der Auffassung der Beschwer-
deführerin – eine besondere Nähe im Sinne eines Behandlungsauftrages. Die Beurteilung von 
Dr. G.____ ist daher mit gewissen Vorbehalten zu versehen, weshalb in Bezug auf die Eruie-
rung des zumutbaren Pensums nicht darauf abgestellt werden kann. 
 
6.3.4 Die Beurteilung des Instituts E.____ AG dagegen beruht auf einem umfassenden Stu-
dium der Akten sowie der bildgebenden Untersuchungen, einer fachspezifischen ärztlichen kli-
nischen Untersuchung und der korrekten Anamneseerhebung im Rahmen eines strukturierten 
Interviews sowie auf einer mehrstündigen spezifischen Testung der funktionellen Leistungsfä-
higkeit der Beschwerdeführerin während zwei Tagen. Der Bericht des Instituts E.____ AG, der 
formal als Gutachten bezeichnet werden kann, beantwortet die gestellten Fragen umfassend, 
berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beeinträchtigungen und ist in der Dar-
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend. Ebenso wurden die 
gezogenen Schlussfolgerungen in nachvollziehbarer Weise hergeleitet. Der Bericht wird damit 
den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische 
Stellungnahme gerecht. Es ist ihm volle Beweiskraft zuzuerkennen, falls keine konkreten Indi-
zien gegen seine Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb).  
 
6.3.5 Soweit die Beschwerdeführerin gegen die Verlässlichkeit des Berichts des Instituts 
E.____ AG vorbringt, dass der Beizug einer Fachperson aus dem Bereich der chirurgischen 
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates gefehlt habe, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Besteht wie im vorliegenden Fall eine klare Diagnose, können die Auswirkungen der-
selben auf die Arbeitsfähigkeit auch von Ärzten mit einer Spezialausbildung in Rheumatologie in 
rechtsgenüglicher Weise beurteilt werden, denn diese Fachärzte sind ebenfalls in der Lage, 
Einschränkungen der normalen Funktionsfähigkeit des Stütz- und Bewegungsapparates zuver-
lässig zu beurteilen.  
 
6.3.6 Die Beschwerdeführerin stellt sich zudem auf den Standpunkt, dass es in Anbetracht 
der Testergebnisse, die im Anhang 2 aufgeführt worden seien, nicht nachvollziehbar sei, wes-
halb die Ärzte des Instituts E.____ AG eine leidensangepasste Tätigkeit als ganztags zumutbar 
erachten würden. Anlässlich der Testung hätte sich gezeigt, dass nach 30-minütigem Sitzen 
und Stehen Entlastungsbewegungen im Rücken zu beobachten gewesen seien. Vorgeneigtes 
Stehen sei nur während 5 Minuten möglich gewesen, vorgeneigtes Sitzen sei gar nicht erst ge-
testet worden. Nach dem Test habe eine längere Pause für Entlastungsbewegungen im Liegen 
durchgeführt werden müssen. Die Gutachter hätten sich nicht mit der Problematik auseinander 
gesetzt, wie eine ganztägige Tätigkeit möglich sein solle ohne längere Erholungspausen. Auch 
diese Rüge bietet keinen Anlass, den Bericht des Instituts E.____ AG in Zweifel zu ziehen. Bei 
den Testübungen, die von der Beschwerdeführerin erwähnt werden, handelt es um Übungen, 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

bei der die Beschwerdeführerin diejenigen Körperhaltungen einnehmen musste, die im An-
schluss an die Testung vom Institut E.____ AG als nicht mehr oder nicht dauernd zumutbar 
erachtet wurden. Diese Körperhaltungen und Bewegungen und die Einschränkungen wurden 
genügend gewürdigt und die Umschreibung der Restarbeitsfähigkeit erscheint auch unter Be-
rücksichtigung der Testergebnisse als schlüssig. 
 
6.4 Somit ist zusammenfassend festzuhalten, dass hinsichtlich der Beurteilung der medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit kein weitergehender Abklärungsbedarf besteht, da keine 
Indizien vorliegen, die gegen den vollen Beweiswert des Berichts des Instituts E.____ AG spre-
chen würden. Auf die Einholung weiterer medizinischer Berichte kann deshalb verzichtet wer-
den. Die Beschwerdegegnerin ging folglich zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführerin 
die Ausübung einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % zugemutet werden könne. 
 
7.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens stellt sich die Frage, was die Beschwerde-
führerin aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt 
hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass 
die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungs-
punkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung 
sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 
100 f. E. 3b). 
 
7.2 Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall nur teilzeitlich, so wird – anders als in 
der Invalidenversicherung oder bei der Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit für die Taggelder (BGE 
135 V 287) – der Lohn auf ein 100%-Pensum umgerechnet. Begründet wird dies damit, dass 
das Valideneinkommen unabhängig davon zu bestimmen ist, ob die versicherte Person vor dem 
Unfall ihre Arbeitskraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat; diesem Faktor werde nämlich in 
der Unfallversicherung bereits dadurch Rechnung getragen, dass die Renten aufgrund des ver-
sicherten Verdienstes (Art. 15 UVG) festgesetzt werden (BGE 119 V 475 E. 2b). 
 
7.3 Die Beschwerdegegnerin ermittelte gestützt auf den IK-Auszug im Jahr 2014 bei einem 
Arbeitspensum von 40 % ein Jahreseinkommen im Betrag von Fr. 20'800.--. Dieses Ergebnis 
wurde von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt und ist auch nach Akten- und Rechtslage 
nicht zu beanstanden. Somit ergibt sich – angepasst an den Zeitpunkt eines allfälligen Renten-
beginns im Jahr 2015 (+ 0.5 % [+ Fr. 104.--], vgl. dazu Bundesamt für Statistik, Tabelle T1.3.10, 
Nominallohnindex, Frauen 2011-2015) sowie aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum – ein Vali-
deneinkommen von Fr. 52‘260.--. 
 
8.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3). 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.2 Vorliegend arbeitet die Beschwerdeführerin stundenweise in einer Minigolfanlage als 
Kassiererin. Mit diesem Arbeitspensum schöpft sie die ihr verbleibende Restarbeitsfähigkeit von 
100 % nicht in zumutbarer Weise voll aus, was darauf zurückzuführen ist, dass sie weiterhin 
bestenfalls in einem 40 %-igen Arbeitspensum teilzeitlich erwerbstätig sein möchte. Daher kann 
zur Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf den tatsächlich erzielten Verdienst abgestellt 
werden. 
 
8.3 Kann bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf das tatsächlich erzielte 
Erwerbseinkommen abgestellt werden, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft, so 
können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden 
(BGE 139 V 592 E. 2.3). Dabei ist im Bereich der Unfallversicherung bei der Bemessung der 
Vergleichseinkommen grundsätzlich von einem Vollzeitpensum auszugehen, unabhängig da-
von, ob die versicherte Person vor dem Unfall eine Teilzeit- oder eine Vollzeiterwerbstätigkeit 
ausgeübt hat. Massgebend ist, welches die Verdienstmöglichkeiten einer versicherten Person 
sind, von der angenommen wird, dass sie diese Verdienstmöglichkeiten voll ausnützt (Urteil des 
Bundesgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 6.2). 
 
8.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass gestützt auf die Beurteilung von Dr. 
G.____ lediglich von einer 70 %-igen Tätigkeit auszugehen sei. Sie weist im Weiteren die Aus-
führungen der Beschwerdegegnerin betreffend die Durchführung von Nähkursen und problem-
losem Nähen in der Freizeit als unsachlich und aktenwidrig zurück. Auch die IV-
Haushaltsabklärung sei irrelevant, nachdem die dort festgestellten nur geringen Einschränkun-
gen auf den grossen, von der IV im Rahmen der Schadenminderung als zumutbar erachteten 
Beitrag des Ehemannes zurückzuführen seien. Auf ein Einkommen als Dentalassistentin könne 
gestützt auf die Beurteilung von Dr. G.____ nicht abgestellt werden. Aber auch die Alternativ-
begründung der Beschwerdegegnerin sei nicht haltbar. Abzustellen sei bei den Tabellenlöhnen 
nicht auf das Kompetenzniveau 2, nachdem die Beschwerdeführerin die letzte Tätigkeit in der 
Bäckerei nicht weiterführen und auch nicht als Dentalassistentin arbeiten könne. Mangels 
kaufmännischer Ausbildung sei ohne zusätzliche Ausbildung kein Einsatz im Rechnungs- und 
Patientenwesen möglich. Die von der Beschwerdegegnerin genannte Arbeit in der Verpackung 
in der Pharmaindustrie sei unter Kompetenzniveau 1 einzuordnen, da es sich um einfache Tä-
tigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art handle. Da das Kompetenzniveau 1 vor allem 
körperliche und handwerkliche Tätigkeiten umfasse, für die die Beschwerdeführerin aufgrund 
ihrer gesundheitlichen Beschwerden nur ziemlich eingeschränkt in Frage komme, sei überdies 
ein leidensbedingter Abzug von 15-20 % zu gewähren. Gestützt auf diese Parameter sei von 
einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 42 % auszugehen. 
 
8.5 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass die Tätigkeit als Dentalassistentin, die 
nicht mit der Tätigkeit einer Dentalhygienikerin zu verwechseln sei, primär eine Hilfstätigkeit sei, 
bei der meist eine Neigung des Kopfes bzw. der HWS ohne BWS/LWS nötig sei. Ausserdem 
bestehe ein Grossteil der Arbeit in der Begrüssung der Patienten, der Terminvereinbarung, der 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Kontrolle von Zahlungseingängen, der Instrumentensterilisation und der Assistenz bei Röntgen-
aufnahmen, weshalb auch sitzende Tätigkeiten möglich seien. Zu beachten sei auch, dass die 
Konsistenz auch eine entsprechende Einschränkung in sonstigen Lebensbereichen wie Hobby 
und Haushalt voraussetze, wo aber hier gerade keine gravierenden Einschränkungen vorlägen. 
Selbst wenn eine Tätigkeit als Dentalassistentin ausschiede, könne die Beschwerdeführerin in 
einfachen und angepassten Tätigkeiten problemlos ein Einkommen erzielen, wie sie dies zuvor 
in der Bäckerei getan habe. Sie sei bereits früher im Rechnungswesen und in der Patientenad-
ministration tätig gewesen. Sie verfüge über eine gute schulische und berufliche Ausbildung 
und bringe auch eine gewisse Erfahrung im Gesundheits- und Rechnungswesen mit. Auf das 
Kompetenzniveau 1, wie es für ungelernte Personen oder solche mit Sprachproblemen ohne 
jede Berufserfahrung angebracht sein möge, könne deshalb nicht abgestellt werden.  
 
8.6 Der Bericht des Instituts E.____ AG äussert sich nicht zur angestammten Tätigkeit als 
Dentalassistentin. Er hält aber fest, dass das arbeitsbezogene relevante Problem unter ande-
rem in einer reduzierten Belastungstoleranz für das Einnehmen von länger dauernden stati-
schen Positionen wie z.B. längerem Sitzen oder Stehen bestehe (S. 3). Dr. G.____ erachtet 
diese als nicht mehr zumutbar, da die Beschwerdeführerin dabei über längere Zeit in unbeweg-
ter Haltung in einer Oberkörperrotation verharren und vornüber gebeugt Haltetätigkeiten ver-
richten müsste. Die Tätigkeiten einer Dentalassistentin wurden von der Beschwerdegegnerin 
grundsätzlich richtig umschrieben. Dabei verkennt sie aber, dass tatsächlich immer wieder 
vornüber geneigte Haltungen notwendig sind. Dazu ist anzumerken, dass die Beurteilung des 
Instituts E.____ AG nicht danach differenziert, ob nun nur der Kopf und die HWS oder auch die 
BWS/LWS geneigt werden müssten, wobei diese Differenzierungen ohnehin nur schwer vorzu-
nehmen wären. Auf der Webseite der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) wird die 
Tätigkeit der Dentalassistentin umschrieben. Dabei zeigt sich, dass bei den Anforderungen un-
ter anderem explizit eine robuste Gesundheit aufgeführt ist (https://www.sso.ch/sso/ 
berufsbilder/dentalassistentin.html). Auch aus einem Berufsporträt des Fernsehens SRF zeigt 
sich deutlich, dass die Tätigkeit regelmässig vornüber geneigte Haltungen erfordert 
(https://www.srf.ch/sendungen/myschool/berufsbild-dentalassistentin-efz-2). Gestützt auf das 
vom Institut E.____ AG festgelegte Verweisprofil ist deshalb die Tätigkeit als Dentalassistentin 
als nicht mehr zumutbar zu erachten. Damit ist zur Ermittlung des Invalideneinkommens das 
Total der LSE und nicht die Branche „Gesundheits- und Sozialwesen“ heranzuziehen. 
 
8.7 Weiter ist zwischen den Parteien das anwendbare Kompetenzniveau umstritten. Kom-
petenzniveau 1 umfasst einfache körperliche und handwerkliche Arbeiten, während Kompe-
tenzniveau 2 praktische Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung/Administration, Be-
dienung von Maschinen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst, Fahrdienst abdecken 
soll. Die Beschwerdeführerin verfügt über einen Schul- und Berufsabschluss und Berufserfah-
rung in verschiedenen Bereichen. Von 2008 bis 2011 arbeitete sie wieder in ihrer angestamm-
ten Tätigkeit als Dentalassistentin in einer Zahnarztpraxis. In Anbetracht dieser Zeitspanne ist 
davon auszugehen, dass sie sich in der Datenverarbeitung und in der Administration wieder auf 
den neuesten Stand bringen konnte und diese Berufserfahrung ins Gewicht fällt. Unter Berück-
sichtigung der Rechtsprechung zu den früheren Anforderungsprofilen ist daher vom Kompe-
tenzniveau 2 auszugehen. 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.8 Damit ist das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE 2014, Privater Sektor, 
TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 2, Frauen, zu berechnen. Ausgehend von ei-
nem monatlichen Einkommen von Fr. 4‘808.-- und unter Berücksichtigung einer betriebsübli-
chen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2015 von 41.7 Stunden sowie einer Nominallohnent-
wicklung von 0.5 % ergibt sich bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 100 % ein Jahresein-
kommen von Fr. 60‘445.--. 
 
8.9 Wird das Invalideneinkommen wie vorliegend auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit 
soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale der 
versicherten Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Alter, Dauer der Betriebszugehö-
rigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 
Lohnhöhe haben können. Der so genannte Leidensabzug soll aber nicht automatisch, sondern 
nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Per-
son wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung 
des Leidensabzugs ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdi-
gung der Umstände im Einzelfall massgebend, wobei der Abzug vom statistischen Lohn auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 134 V 322 E. 5.2, 126 V 75 E. 5). Die Frage, 
ob ein Leidensabzug vorzunehmen ist, stellt eine Rechtsfrage dar, während es sich bei jener 
nach der Höhe des Abzuges um eine typische Ermessensfrage handelt. Bei der Überprüfung 
des Leidensabzugs erstreckt sich die Kognition des kantonalen Versicherungsgerichts auch auf 
die Beurteilung der Angemessenheit (BGE 137 V 71 E. 5.2). Allerdings darf das Sozialversiche-
rungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung 
setzen. Vielmehr muss es sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichen-
de Ermessensausübung als nahe liegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6). 
 
8.10 Die Beschwerdeführerin begründet einen solchen damit, dass im Kompetenzniveau 1 
vor allem körperliche und handwerkliche Tätigkeiten abgebildet seien, für die sie nur sehr ein-
geschränkt verfügbar sei. Da auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen ist, kann dieser Auffas-
sung nicht gefolgt werden. Richtig ist sodann der Einwand der Beschwerdegegnerin, dass Um-
stände, die bereits bei der Bemessung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit berück-
sichtigt wurden, nicht nochmals beim leidensbedingten Abzug zum Tragen kommen können. 
Daher erscheint der von der Beschwerdegegnerin in Anbetracht des Zumutbarkeitsprofils vor-
genommene Abzug von 15 % als angemessen. Es ist somit von einem hypothetisch erzielbaren 
Invalideneinkommen im Jahr 2015 von Fr. 51‘378.-- (Fr. 60‘445.-- x 0.85) auszugehen. Stellt 
man dieses Invalideneinkommen dem Valideneinkommen von Fr. 52‘260.-- gegenüber, ergibt 
sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 1.68 %. Weil gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG 
ein Anspruch auf eine Invalidenrente erst ab einem Invaliditätsgrad von 10 % besteht, hat die 
Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Die Be-
schwerde ist deshalb in diesem Punkt unbegründet. 
 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.1 Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat 
die Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen In-
tegrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt und ist 
entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abzustufen (Art. 25 UVG). Die Schwere des 
Integritätsschadens wird nach dem medizinischen Befund beurteilt. Bei gleichem medizini-
schem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich, er wird abstrakt und egali-
tär bemessen (BGE 124 V 29 E. 3c). Gemäss Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallver-
sicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädi-
gung die Richtlinien des Anhangs 3. In diesem Anhang finden sich Richtwerte, welche für eine 
Reihe von häufig vorkommenden Integritätsschäden die Höhe der Integritätseinbusse in Pro-
zenten des maximal versicherten Verdienstes bestimmen. Diese Richtwerte hat die Suva wei-
terentwickelt, indem sie für weitere Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet hat. Diese so ge-
nannten Suva-Tabellen stellen keine Rechtssätze, sondern Verwaltungsweisungen dar, die als 
solche für das im Streitfall angerufene Versicherungsgericht nicht verbindlich sind. Soweit sie 
allerdings Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleis-
tet werden soll, sind sie nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar und vom angerufenen Versicherungsgericht im Einzelfall zu beachten (BGE 124 
V 29 E. 1c). Findet sich für einen zu beurteilenden Gesundheitsschaden weder im Anhang 3 zur 
UVV noch in den Suva-Tabellen ein Richtwert, so ist die Schwere des Integritätsschadens 
durch den Vergleich mit den geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 UVV; 
BGE 113 V 218 E. 3). Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beein-
trächtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte 
auf fachärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung 
aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den 
Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt 
und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. 
Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständi-
gen (Urteil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
9.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass bezüglich des Kyphosewinkels wider-
sprüchliche Aussagen vorlägen. Bezeichnenderweise hätten sich die beiden externen Beurtei-
lungen für einen grösseren Winkel ausgesprochen als der beratende Arzt der Beschwerdegeg-
nerin. Gemäss Beurteilung von Dr. H.____ vom 22. Februar 2016 betrage der segmentale Ky-
phosenwinkel gemessen zwischen Bodenplatte BWK 12 und Deckplatte BWK 11 23°. Ausge-
hend von einer bereits früher ärztlich bestätigten Fehlerbandbreite von +/- 5% decke sich dieser 
Befund mit demjenigen von Dr. G.____ vom 18. Januar 2016 (15-20°). Der Beurteilung von Dr. 
H.____ komme besonderes Gewicht zu, da es sich um einen externen Arzt handle, der in kei-
nem besonderen Naheverhältnis zu einer Partei stehe und im Auftragsschreiben explizit eine 
Winkelmessung nach Cobb verlangt worden sei. Der beratende Arzt habe nicht geltend ge-
macht, dass Dr. H.____ den Winkel nicht mit dieser Methode berechnet habe, gehe dann aber 
trotzdem von einer anderen Berechnung aus, indem lediglich zwischen Ober- und Unterkante 
der BWK 12 gemessen werde. Aus der Suva-Tabelle 7.2 gehe nicht hervor, welche Methode 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die richtige sei. Angesichts der medizinischen Unklarheit sei diese Frage gutachterlich zu klä-
ren. 
 
9.3 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass wiederholt unterschiedliche Wer-
te gemessen worden seien, ohne dass diese überzeugend begründet worden seien, weshalb 
auf Empfehlung des beratenden Arztes ein weiteres MRI veranlasst worden sei. Die vorausge-
gangenen Divergenzen könnten auch damit zusammenhängen, dass sich behandelnde Ärzte 
gewohnt seien, den gesamten Zustand unter Einschluss unfallfremder und degenerativer Ver-
änderungen zu berücksichtigen oder damit einfach nicht vertraut seien. Dr. D.____ sei als 
früherer Suva-Kreisarzt mit den massgeblichen Suva-Tabellen und Kriterien demgegenüber 
bestens vertraut. Massgebend sei der unfallbedingte Kyphosewinkel nach Cobb zwischen 
Ober- und Unterkante des betreffenden Wirbels. Der Kyphosewinkel von BWK 12 unter Aus-
schluss der sonstigen unfallfremden Fehlhaltung über weitere Wirbel belaufe sich gemäss MRI 
vom Februar 2016 auf lediglich 9°. Zwar ergebe sich unter Einbezug des oben angrenzenden 
Wirbels ein Winkel von rund 20° und über das gesamte thorakolumbale Segment einer von na-
hezu 45°, doch seien diese nicht unfallkausal. Damit sei die Integritätsentschädigung von 10 % 
korrekt. Selbst bei einem Kyphosewinkel von über 21° käme gemäss Tabelle höchstens eine 
Integritätsentschädigung von 15 – 20 % in Frage, wobei für das obere Limit dauerhaft anhalten-
de Ruheschmerzen erforderlich wären. 
 
9.4 Vorab ist festzuhalten, dass die Suva-Tabelle 7 in der Tat keine Angaben über die für 
die Messung des Kyphosewinkels relevante Methode macht. Vorliegend wurden unterschiedli-
che Winkel gemessen, die aber stets zwischen 15° und 20° lagen. Das Spital F.____ hat die 
unterschiedlichen Ergebnisse mit einer Bandbreite von Ungenauigkeit von +/- 5% begründet. Im 
Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2016 wurde ausgeführt, dass praktisch 
unmittelbar nach dem Unfall bei der Patientin ein Kyphosewinkel von 15 – 20° aufgetreten sei, 
der sich in der Folge nicht mehr wesentlich verändert habe. Im MRI-Bericht vom Februar 2016 
wurden ein vertebraler Kyphosewinkel BWK 12 von 9° und ein segmentaler Kyphosewinkel 
Deckplatte BWK 11 / Bodenplatte BWK 12 von 23° angegeben. Der beratende Arzt Dr. D.____ 
ging in der Folge von einem Winkel von 9° aus, da er den Winkel zwischen Ober- und Unter-
kante des BWK 12 als massgebend erachtete. 
 
9.5 Aktuell liegen bezüglich des für die Frage des Integritätsschadens relevanten Kypho-
sewinkels unterschiedliche medizinische Beurteilungen vor. Die Auffassung von Dr. D.____ wird 
von der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die fachärztliche Einschätzungen substantiiert 
bestritten. Es bleiben daher gewisse Zweifel an der (internen) Beurteilung des beratenden Arz-
tes zurück, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Demnach kann aufgrund der vorhan-
denen medizinischen Aktenlage die Frage, wie hoch der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Integritätsentschädigung ist, nicht abschliessend beurteilt werden. Es ist abzuklären, wie 
sich die beiden gemessenen Winkel zu einander verhalten und welcher Winkel warum für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung massgebend sein muss. Dabei ist auch zu berück-
sichtigen, dass unfallkausale und krankheitsbedingte Schädigungen vorliegen, weshalb nicht 
auf das Beschwerdebild insgesamt abgestellt werden kann. Da die Beschwerdegegnerin den 
rechtserheblichen Sachverhalt nur unvollständig festgestellt hat und es nicht die Aufgabe der 

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, ist es 
Sache der Vorinstanz, die für den Anspruch der Integritätsentschädigung notwendigen weiteren 
Abklärungen durchzuführen. Die Angelegenheit ist deshalb zu ergänzenden Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird angehalten, den der Beschwerdeführerin aus 
dem Unfall vom 27. März 2013 dauerhaft verbleibenden Gesundheitsschaden medizinisch 
nachvollziehbar und begründet durch einen Gutachter im Verfahren von Art. 44 ATSG feststel-
len lassen und sodann erneut zu dem gegebenenfalls daraus der Beschwerdeführerin zu-
stehenden Anspruch auf eine Integritätsentschädigung in Verfügungsform Stellung nehmen. 
Somit ist eine neue Beurteilung bei einem externen medizinischen Sachverständigen einzuho-
len. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. August 2017 wird daher aufgehoben und 
die Beschwerde in diesem Sinne teilweise gutgheissen. 
 
10.1 Art. 61 lit . a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf 
und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an die Ver-
waltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als obsiegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Der Be-
schwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu-
zusprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 
21. November 2017 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 9.8333 
Stunden und Auslagen in der Höhe von Fr. 151.60 geltend gemacht. Dabei wurden auch Be-
mühungen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzversicherung Orion (40 Minuten) aufge-
führt. Diese Bemühungen sind nicht zu berücksichtigen. Nach Abzug derselben ergibt sich ein 
Zeitaufwand von 9 Stunden und 10 Minuten, was sich umfangmässig und in Anbetracht der 
vorgebrachten Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind 
zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangen-
den Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Da der Einspracheentscheid vom 14. Au-
gust 2017 lediglich insoweit aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung sowie 
zur anschliessenden Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, als mit 
ihm ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von mehr als 10 % abgelehnt wurde, ist es 
angemessen, der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung basierend auf ei-
nem Aufwand von 7 Stunden und damit von Fr. 2‘053.70 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteu-
er) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Im Übrigen werden die ausserordentli-
chen Kosten wettgeschlagen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-

 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art.  93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
Seite 19   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird insoweit teilweise gutgeheissen, als der ange-
fochtene Einspracheentscheid von 14. August 2017 in Bezug auf die 
Integritätsentschädigung aufgehoben und die Angelegenheit in diesem 
Punkt zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘053.70 (inkl. Auslagen und 
8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausseror-
dentlichen Kosten wettgeschlagen. 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 3. Mai 2018 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_325/2018) erhoben. 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht