# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f2a03a3-253a-5141-addb-6cb3fa7d0384
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-04
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 04.01.2024 VBE.2023.131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-131_2024-01-04.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2023.131 / lf / sc 
Art. 2 

 

 

Urteil vom 4. Januar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin 

Oberrichterin Gössi 

Oberrichterin Fischer 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch MLaw Markus Loher, Rechtsanwalt, Nordstrasse 20, 

8006 Zürich    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 3. Februar 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1969 geborene Beschwerdeführer meldete sich infolge eines Unfalls 

(Unfallereignis vom 25. August 2017) am 2. Juni 2018 bei der Beschwer-

degegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin 

tätigte daraufhin erwerbliche und medizinische Abklärungen, holte die Ak-

ten der Unfallversicherung (Suva) ein und nahm Rücksprache mit dem Re-

gionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Nach durchgeführtem Vorbescheidver-

fahren sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfü-

gung vom 3. Februar 2023 für den Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis am 

31. Mai 2019 und vom 1. März 2020 bis am 31. Oktober 2022 eine ganze 

Invalidenrente sowie für den Zeitraum vom 1. Juni 2019 bis am 29. Februar 

2020 eine halbe Invalidenrente zu und verneinte einen darüberhinausge-

henden Rentenanspruch sowie den Anspruch auf berufliche Massnahmen. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 3. Februar 2023 erhob der Beschwerdeführer 

mit Eingabe vom 9. März 2023 fristgerecht Beschwerde und stellte fol-

gende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und sei der Sachverhalt 
weiter, mittels medizinischen Gutachtens, abzuklären; alsdann sei neu 
über den Rentenanspruch zu entscheiden. 
 

2. Eventualiter sei die Sache unter Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Sachverhaltsabklärung 
mittels Gutachtens und Neuentscheidung zurückzuweisen. 

 
 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Las-

ten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 5. Mai 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

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gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend. 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 3. Februar 2023 (Vernehmlassungs-

beilage [VB] 94) stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-

sicht im Wesentlichen auf die Akten der Unfallversicherung, insbesondere 

auf die kreisärztlichen Beurteilungen von med. pract. B._____, Facharzt für 

Chirurgie, vom 25. Juli (VB 73.4) und 2. November 2022 (VB 92.19) sowie 

von Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, vom 16. November 2022 

(VB 92.16), und auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes 

Dr. med. D._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates, vom 21. November 2022 (VB 87). 

 

3.1.2. 

3.1.2.1. 

In seinem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 25. Juli 2022 hielt 

med. pract. B._____ die nachfolgenden Diagnosen fest (VB 73.4 S. 15): 

 

"Restbeschwerdesymptomatik bei Status nach perkutaner Achillesseh-
nenverlängerung rechts am 20.08.2021 bei posttraumatischem Pes equi-
nus rechts bei 
- Status nach Plattenentfernung proximale Tibia lateral Knietotalendop-

rothese rechts am 20.08.2020 bei aktivierter schwerer posttraumati-
scher Valgusgonarthrose rechts bei komplexer Tibiakopf-Luxations-
fraktur rechts mit Kompartmentsyndrom mit/bei 
(…) 

 
Beginnende USG-Arthrose rechts bei Status nach nicht dislozierter kon-
servativ behandelter Calcaneusfraktur rechts. 

 
Abgeheiltes Ekzem im Bereich des rechten Unterschenkels und Fussrü-
ckens rechts am ehesten im Rahmen einer Stauung der rechten untere 
Extremität und bei Xerosis cutis bei oben genannten Diagnosen" 

 

Zudem führte er aus, aus versicherungsmedizinischer Sicht sollte aktuell 

und künftig in einer angepassten, leichten und selten mittelschweren, 

wechselbelastenden Tätigkeit (überwiegend sitzend, gehend und stehend) 

unter folgenden Voraussetzungen eine ganztägige Arbeitsfähigkeit 

 - 4 - 

 

 

gegeben sein: Kein Besteigen von Leitern, Gerüsten sowie Begehen von 

unebenem Gelände, auch keine Arbeiten in Zwangshaltungen, wie Kauern 

oder Knien, sehr selten Besteigen von Treppen, kein Tragen und/oder He-

ben sowie Bewegen von mittelschweren bis schweren Lasten mit Hubwa-

gen ohne Eigenbetrieb, keine Arbeiten mit Schlägen und/oder Vibrationen 

auf die rechte untere Extremität sowie keine Arbeiten unter schlechten Wet-

terverhältnissen, wie Kälte oder Nässe. Ansonsten würden keine anderen 

Einschränkungen bestehen, insbesondere nicht solche zeitlicher Natur 

(VB 73.4 S. 16 f.). 

 

3.1.2.2. 

In seiner Stellungnahme vom 2. November 2022 führte 

med. pract. B._____ aus, in den Einwänden des Beschwerdeführers vom 

12. Oktober 2022 (VB 92.24) seien keine neuen medizinischen Tatsachen 

dargelegt worden. Zusammenfassend sei festzustellen, dass dessen Aus-

führungen nichts an der kreisärztlichen Beurteilung zu ändern vermöchten 

(VB 92.19 S. 20). 

 

3.1.2.3. 

Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, hielt in seiner Aktenbeurteilung 

vom 16. November 2022 fest, die Vereinbarkeit der Schmerzangaben mit 

dem Zustand nach Kompartmentsyndrom sei lediglich möglich, jedoch 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Zusam-

menfassend werde von neurologisch-versicherungsmedizinischer Seite 

das Vorliegen eines neuropathischen Schmerzbildes nicht mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit bestätigt (VB 92.16 S. 2). 

 

3.1.3. 

Der RAD-Arzt Dr. med. D._____ führte in seiner Aktenbeurteilung vom 

21. November 2022 aus, in der angestammten Tätigkeit als Kranführer be-

stehe ab dem 25. August 2017 dauerhaft eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

In einer angepassten Tätigkeit habe vom 1. Dezember 2018 bis zum 

28. Februar 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, anschliessend bis zum 

18. Dezember 2019 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und danach bis zum 

31. Oktober 2022 wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 

Seit dem 1. November 2022 bestehe bis aktuell eine 100%ige Arbeitsfähig-

keit. Eine angepasste Tätigkeit sei wechselbelastend, überwiegend sit-

zend, körperlich leicht und selten mittelschwer, ohne Besteigen von Leitern 

oder Gerüsten, ohne das Begehen von unebenem Gelände und sehr selten 

dem von Treppen, auch keine Arbeiten in Zwangshaltungen, wie Kauern 

oder Knien, mit Schlägen und/oder Vibrationen auf die rechte untere Extre-

mität und ohne Umwelteinflüsse wie Kälte und Nässe (VB 87 S. 4). 

 

 - 5 - 

 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, auf die Beurteilungen 

der Kreisärzte Dr. med. C._____ und med. pract. B._____ sowie des RAD-

Arztes Dr. med. D._____ könne nicht abgestellt werden. Die versiche-

rungsinternen Ärzte würden ohne hinreichende Erklärung von den im Kan-

tonsspital E._____ und in der Universitätsklinik F._____ gewonnenen Er-

kenntnissen abweichen. Der Sachverhalt sei daher unzureichend abgeklärt 

(vgl. Beschwerde S. 5 ff.). 

 

 - 6 - 

 

 

4.2. 

4.2.1. 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Zweifel an der kreisärztlichen 

Stellungnahme hätten durch ein externes Gutachten aus dem Weg ge-

räumt werden müssen und man hätte nicht nochmals bei den Kreisärzten 

nachfragen dürfen (vgl. Beschwerde S. 7 ff.), ist darauf hinzuweisen, dass 

die Suva aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers (VB 92.23 f.) er-

gänzende kreisärztliche Aktenbeurteilungen eingeholt hat (vgl. VB 92.20). 

Dabei hatten Dr. med. C._____ und med. pract. B._____ nicht die Schlüs-

sigkeit ihrer früheren Stellungnahmen zu überprüfen, sondern diese ledig-

lich zu erläutern und ergänzen. Daraus lässt sich nicht bereits schliessen, 

dass auch nur geringe Zweifel an den Beurteilungen evident gewesen 

seien und daher ein Gutachten hätte eingeholt werden müssen. Damit ist 

das Vorgehen der Suva vorliegend nicht zu beanstanden und die Stellung-

nahmen von med. pract. B._____ vom 2. November 2022 und von 

Dr. med. C._____ vom 16. November 2022 sind nicht bereits deshalb als 

nicht beweiswertig einzuschätzen. 

 

4.2.2. 

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die versicherungsinternen Ärzte 

würden ohne hinreichende Erklärung von den im Kantonsspital E._____ 

und in der Universitätsklinik F._____ gewonnenen Erkenntnissen abwei-

chen und sich nicht damit auseinandersetzen, dass die Beschwerden von 

den Behandlern als plausible Unfallfolgen qualifiziert worden seien (vgl. Be-

schwerde S. 5 ff.). 

 

In dem vom Beschwerdeführer aufgeführten Bericht des Kantonsspital 

E._____ vom 8. Juni 2022 wurde festgehalten, klinisch imponiere eine 

leichte Schwellung im Bereich des rechten OSG mit Hyperpigmentation. 

Die gesamte Muskulatur des rechten Beines zeige sich im Seitenvergleich 

atrophisch, die Kraft sei im Seitenvergleich ebenfalls vermindert. Die bei 

ihnen durchgeführte Neurographie des rechten Beines habe sich vollkom-

men unauffällig gezeigt, ohne Hinweis einer peripheren Nervenschädigung. 

Zusammenfassend seien die brennenden und tiefen Schmerzen zu neuro-

pathischen Schmerzen zuzuordnen und gut mit einem Zustand nach Com-

partmentsyndrom (postoperative Komplikation) vereinbar (VB 73.15 S. 3). 

 

Der Beschwerdeführer wurde daraufhin im Rahmen der kreisärztlichen Un-

tersuchung vom 25. Juli 2022 von med. pract. B._____ umfassend fach-

ärztlich untersucht und dieser führte aus, klinisch würden eine minimale 

Schwellung und ein Erguss des rechten Kniegelenks bestehen, ansonsten 

würden keine anderen pathologischen Befunde vorliegen. Im Bereich des 

distalen Unterschenkels und des Fusses bestehe eine leichte Rötung, aber 

ohne klinische Hinweise für einen Infekt, ein CRPS oder ein florides Ekzem. 

Es bestünden klinisch eine leichte Schwellung des rechten Sprunggelenks, 

aber kein Erguss, keine Hinweise für eine Bandinstabilität und eine etwas 

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verbesserte, insgesamt als gut zu bewertende Beweglichkeit des rechten 

Sprunggelenks in allen Ebenen. Klinisch bestehe eine leichte muskuläre 

Atrophie des gesamten rechten Beines, aber diesbezüglich keine resultie-

rende Kraftminderung. Leichte Hypästhesie an der Innenseite des mittleren 

und distalen Unterschenkels sowie des gesamten rechten Fusses, ansons-

ten würden keine anderen sensiblen und keine motorischen Defizite beste-

hen und keine Durchblutungsstörungen. Die beklagten Beschwerden seien 

unter Würdigung der klinischen, operativen und radiologischen Befunde 

medizinisch zum Teil erklärbar, aber die Beschwerdeintensität sei medizi-

nisch nicht nachvollziehbar. Auch die vom Beschwerdeführer beschrie-

bene, deutlich eingeschränkte Gehstrecke lasse sich aufgrund der objekti-

vierbaren (orthopädischen und neurologischen) sowie neurophysiologi-

schen Befunde nicht erklären. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sollte 

aktuell und künftig in einer angepassten Tätigkeit eine ganztägige Arbeits-

fähigkeit gegeben sein (VB 73.4 S. 16 f.). 

 

Nach Eingang der Stellungnahmen des Beschwerdeführers vom 12. und 

13. Oktober 2022 (VB 92.23 f.) führte med. pract. B._____ in seiner Akten-

beurteilung vom 2. November 2022 aus, die Untersuchung, welche von ihm 

am 25. Juli 2022 durchgeführt worden sei, weise praktisch auf identische 

klinische Befunde im Bereich des rechten Unterschenkels/OSG und des 

rechten Fusses hin, wie diese von Dr. med. E._____ zur Untersuchung 

vom 31. März 2022 festgestellt worden seien (VB 92.19 S. 15 f.). Bezüglich 

der Knieproblematik hätten sich die Befunde ebenfalls bereits seit mehre-

ren Monaten nicht mehr verändert. Klinisch hätten sich nur eine minimale 

Schwellung und ein Erguss des rechten Kniegelenks gezeigt, ansonsten 

hätten, exakt wie in der Voruntersuchung vom 30. Juni 2021, keine anderen 

pathologischen Befunde vorgelegen. Im Bereich des Fussrückens und des 

rechten Unterschenkels habe sich nach der Operation vom 20. August 

2021 ein chronisches Ekzem manifestiert. Die letzte diesbezügliche Ver-

laufskontrolle habe am 18. Februar 2022 stattgefunden, wobei sich dem 

KG-Eintrag entnehmen lasse, dass sich der Hautbefund erheblich gebes-

sert habe und kaum noch Ekzem zu erkennen gewesen sei, lediglich im 

Bereich der OP-Rotationslappen hätte sich schuppige Haut gezeigt, ver-

mutlich auch durch vegetative Störung (VB 92.19 S. 16). Er habe die Diag-

nose eines stattgehabten Kompartmentsyndroms in seinem Bericht vom 

25. Juli 2022 im Abschnitt "Diagnosen" ganz deutlich erwähnt und die Fol-

gen des stattgehabten und behandelten Kompartmentsyndroms in der Be-

urteilung der Belastbarkeit berücksichtigt und die Belastbarkeit entspre-

chend angepasst. Auch die klinischen Befunde im Sinne von leichter 

Schwellung des Sprunggelenks, leichter Rötung des gesamten distalen 

rechten Unterschenkels und rechten Fusses seien exakt beschrieben wor-

den. Am 25. Juli 2022 sei der Beschwerdeführer bei der Befragung über 

die aktuellen Beschwerden ausführlich informiert worden, was eine 

Schmerzskala bedeute, und er habe sich über belastungsabhängige 

Schmerzen geäussert, dass diese auf der Schmerzskala bei 10 von 10 

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bleiben würden. Es sei zu erwähnen, dass es sich bei der Schmerzangabe 

um ein rein subjektives Empfinden des Beschwerdeführers handle. Es sei 

aber die ärztliche Aufgabe, die subjektiven Beschwerden aufgrund der ob-

jektivierbaren medizinischen Befunde zu relativieren. Aus diesen Gründen 

und aufgrund der klinischen, operativen und radiologischen Befunde sei 

von ihm (med. pract. B._____) im Bericht vom 25. Juli 2022 beschrieben 

worden, dass die beklagten Beschwerden nur zum Teil erklärbar, aber die 

Beschwerdeintensität medizinisch nicht nachvollziehbar sei und sich die 

vom Beschwerdeführer deutlich eingeschränkte Gehstrecke nicht erklären 

lasse. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich aus unfallchirurgischer 

Sicht nur eine leicht bis mässig eingeschränkte Flexion des rechten Knie-

gelenks und nur minimale Einschränkungen der Beweglichkeit des rechten 

Sprunggelenks gezeigt. Es hätten sich klinisch auch keine Hinweise für 

eine Bandinstabilität in den erwähnten Gelenken gezeigt und die Muskula-

tur des gesamten rechten Beines sei leicht atrophisch gewesen, aber ohne 

diesbezüglich resultierende Kraftminderung. Auch diese subjektiven Anga-

ben hätten aufgrund der obenerwähnten klinischen Befunde nicht objekti-

viert werden können (VB 92.19 S. 17 f.). Es sei aus medizinischer Sicht 

sehr wohl nachvollziehbar, dass bei Differenzen der Umfangmessung an 

den Extremitäten gleichzeitig eine gleiche Kraftentwicklung möglich sei 

(VB 92.19 S. 18). Die Kraftentwicklung an einem Muskel und sogar an einer 

grossen Muskelgruppe sei von vielen verschiedenen histologischen und 

physiologischen Faktoren abhängig und selbst ein Umfang der Muskulatur 

sei kein Hinweis für eine Kraftdifferenz. Zudem sei zu bemerken, dass im 

Bericht von Dr. med. F._____, Facharzt für Neurologie, vom 8. Juni 2022 

(VB 73.15 S. 2 ff.) keine Werte beschrieben worden seien, wie die Kraft im 

Seitenvergleich vermindert gewesen sein soll. Aus seiner Sicht 

(med. pract. B._____) handle es sich in der Beschreibung von 

Dr. med. F._____ um einen Widerspruch. Es sei darin beschrieben worden, 

dass sich die Neurographie des rechten Beines vollkommen unauffällig ge-

zeigt habe, ohne Hinweise einer peripheren Nervenschädigung. Insofern 

sei eine neurogene Ursache der leichten muskulären Atrophie nicht gege-

ben und insofern sei aufgrund anderer Kriterien eine gleiche Kraftentwick-

lung gegeben (VB 92.19 S. 19). 

 

Dr. med. C._____ hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 16. November 2022 

fest, neurologisch spezialärztlich sei ein Nervenschaden bei unauffälliger 

Elektrodiagnostik und somit eine Läsion des Nervus tibialis und peronaeus 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Die Vereinbarkeit 

der Schmerzangaben mit dem Zustand nach Kompartmentsyndrom sei le-

diglich möglich, jedoch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit. Die Diagnosestellung eines neuropathischen Schmer-

zes sei nicht überzeugend und nachvollziehbar bzw. werde nicht erklärt 

hinsichtlich bestehender alleiniger klinischer Angaben mit der subjektiven 

Schmerzanamnese von tiefen und brennenden sowie belastungsabhängi-

gen Schmerzen. Hinweise für eine Berührungsempfindlichkeit hinsichtlich 

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typischer neuropathischer Symptome wie eine Allodynie bzw. Hyperpathie 

seien nicht dokumentiert. Lediglich eine Überempfindlichkeit am Fussrü-

cken bzw. Hypästhesie im Bereich der Narbe seien im neurologischen Be-

fund dokumentiert worden. Entscheidende unfallfremde Differenzialdiagno-

sen wie z.B. die vorliegende periphere Verschlusskrankheit bei bereits vor-

liegender chronisch kritischer Beinischämie vom 11/2020 und dafür typi-

sche Belastungsanhängigkeit im Sinne einer Schaufensterkrankheit seien 

in der neurologischen Untersuchung des Kantonsspital E._____ vom 

9. Juni 2022 nicht berücksichtigt worden (VB 92.16 S. 1). Ebenfalls als 

nicht weiter berücksichtigte, unfallfremde Differenzialdiagnose für die ge-

nannte Störung habe ein chronisches Ekzem bestanden. Als Argument für 

das Bestehen eines neuropathischen Schmerzes werde von neurologi-

scher Seite die gewählte antineuropathische Therapie genannt. Gemäss 

dem Grundsatz einer exjuvantibus Therapie mit dem Rückschluss cum hoc 

ergo propter hoc sei medizinisch nicht zulässig, hieraus einen diagnosti-

schen Rückschluss als Bestätigung für den neuropathischen Schmerz ab-

zuleiten. Zusammenfassend werde von neurologisch-versicherungsmedi-

zinischer Seite das Vorliegen eines neuropathischen Schmerzbildes nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt (VB 92.16 S. 2). 

 

Sowohl med. pract. B._____ wie auch Dr. med. C._____ setzten sich damit 

umfassend mit dem Bericht des Kantonsspital E._____ vom 8. Juni 2022 

(VB 73.15 S. 2 ff.) sowie den vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen 

und Krämpfen und den nachweisbaren Schwellungen und Befunden aus-

einander und begründeten ihre Einschätzung ausführlich. 

Med. pract. B._____ berücksichtigte sodann entgegen dem Beschwerde-

führer (vgl. Beschwerde S. 8) explizit die Folgen des stattgehabten und be-

handelten Kompartmentsyndroms sowie die klinischen Befunde in der Be-

urteilung der Belastbarkeit (VB 73.4 S. 16 f.; 92.19 S. 17). Er hielt jedoch 

auch fest, die beklagten Beschwerden seien unter Würdigung der klini-

schen, operativen und radiologischen Befunde medizinisch zum Teil erklär-

bar, aber die Beschwerdeintensität sei medizinisch nicht nachvollziehbar. 

Auch die vom Beschwerdeführer beschriebene, deutlich eingeschränkte 

Gehstrecke lasse sich aufgrund der objektivierbaren (orthopädischen und 

neurologischen) sowie neurophysiologischen Befunde nicht erklären 

(VB 73.4 S. 16; VB 92.19 S. 18). 

 

Der RAD-Arzt Dr. med. D._____ führte in seiner Aktenbeurteilung vom 

21. November 2022 ebenfalls aus, dass die versicherungsmedizinisch er-

mittelte Arbeitsfähigkeit die ressourcenorientierte Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers abbilde und sich dadurch von der ausschliesslich diag-

nose- und defizitorientierten Interpretation und passiven Haltung des Be-

schwerdeführers unterscheide (VB 87 S. 4). Von einer passiven Haltung 

(vgl. Beschwerde S. 10) ging Dr. med. D._____ wohl aufgrund der subjek-

tiven Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers aus. Entgegen dem 

Beschwerdeführer folgerte der RAD-Arzt aus den Vorakten jedoch nicht, 

 - 10 - 

 

 

dass ein Verdacht auf ein Compartmentsyndrom zu keinem Zeitpunkt ge-

äussert worden sei (vgl. Beschwerde S. 10), sondern er führte aus, dass 

ein Verdacht auf das erneute und kaum mögliche Vorliegen eines Kompart-

mentsyndroms zu keinem Zeitpunkt geäussert worden sei und dass daher 

auf der Suche nach der Schmerzursache der bekannt postfaktische Zu-

stand als am ehesten wahrscheinlich angenommen worden sei (VB 87 

S. 4). Zudem hielt er explizit fest, dass sich der Beschwerdeführer am 

25. August 2017 eine komplexe Tibiakopf-Luxationsfraktur rechts mit Kom-

partmentsyndrom sowie eine nicht dislozierte Calcaneusfraktur rechts zu-

gezogen habe und dass auch nach einem erfolgreich therapierten Kom-

partmentsyndrom mit einer Funktionsbeeinträchtigung der betroffenen Ext-

remität zu rechnen sei (VB 87 S. 3). Dr. med. D._____ bezeichnete den 

Heilungsprozess sodann auch nicht als insgesamt komplikationslos (vgl. 

Beschwerde S. 10), sondern er hielt lediglich in Wiedergabe der Vorakten 

fest, dass die Behandlung nach komplikationsarmem Verlauf am 25. Sep-

tember 2018 abgeschlossen worden sei und nach einer perkutanen Achil-

lessehnenverlängerung rechts bei posttraumatischem Pes equinus am 20. 

August 2021 nach komplikationslosem postoperativem Verlauf ab dem 

11. Oktober 2021 eine 50%ige und weitere zwei Wochen später wieder 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen sei (VB 87 S. 3). Inwie-

fern es die Beurteilung von Dr. med. D._____ sodann hätte beeinflussen 

können, wenn er die vom Beschwerdeführer zu den Akten gereichten Bilder 

nicht nur in Schwarz-Weiss gesehen hätte (vgl. Beschwerde S. 11), ist zu-

dem nicht ersichtlich. 

 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinischen Akten, auf die 

sich die Kreisärzte sowie Dr. med. D._____ stützten, auf verschiedenen 

persönlichen Untersuchungen, unter anderem auf mehreren kreisärztlichen 

Untersuchungen von med. pract. B._____ (VB 11.6; 15.13; 21.5; 46; 54.8; 

73.4), beruhen und ein vollständiges Bild betreffend den vorliegend rele-

vanten medizinischen Sachverhalt ergeben (vgl. E. 3.2.3. hiervor). Die Be-

urteilungen der Kreisärzte und des RAD-Arztes Dr. med. D._____ (vgl. 

E. 3.1. hiervor) sind in sich schlüssig, plausibel und fundiert begründet. Sie 

berücksichtigen sowohl alle relevanten Vorakten wie auch die angegebe-

nen Beschwerden (VB 73.4 S. 13, 15 f.) und die bildgebenden sowie die 

unter anderem von med. pract. B._____ in persönlichen Untersuchungen 

erhobenen Befunde. Dr. med. C._____ und med. pract. B._____ setzten 

sich unter anderem auch ausführlich mit dem Bericht des Kantonsspital 

E._____ vom 8. Juni 2022 (VB 73.15 S. 2 ff.) auseinander. Sie wie auch 

Dr. med. D._____ kamen zu den einleuchtenden fachärztlichen Schlussfol-

gerungen und der nachvollziehbar begründeten Arbeitsfähigkeitseinschät-

zung. Insgesamt ist damit keine mangelnde Auseinandersetzung der versi-

cherungsinternen Ärzte mit den medizinischen Akten, den erhobenen Be-

funden und den Angaben des Beschwerdeführers ersichtlich. 

 

 - 11 - 

 

 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf seine subjektiven Schmerz- bezie-

hungsweise Beschwerdeangaben stützt, ist im Übrigen festzuhalten, dass 

die subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begrün-

dung einer Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen. Vielmehr muss im Rah-

men der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, 

dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüs-

sig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen die 

Schmerzangaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprü-

fung zugänglich sein (BGE 143 V 124 E. 2.2.2, mit Hinweis auf 

BGE 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398; vgl. auch BGE 139 V 547 E. 5.4 S. 556), 

was vorliegend gemäss vorangehend aufgeführten, schlüssig begründeten 

Beurteilungen der versicherungsinternen Ärzte nicht vollumfänglich der Fall 

ist. 

 

4.2.3. 

In dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der Universitätskli-

nik F._____ vom 12. Dezember 2022 hielten PD Dr. med. G._____, Fach-

arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-

rates, und Assistenzärztin Dr. med. H._____ die den von 

med. pract. B._____ im Bericht vom 25. Juli 2022 gestellten (VB 73.4 

S. 15) entsprechenden Diagnosen fest (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 3 

S. 1) und führten aus, die Beschwerden des Beschwerdeführers würden 

sie auf das erfolgte Trauma mit kompliziertem Verlauf mit Kompartment-

syndrom, Infektbehandlung sowie Hautdeckung zurückführen. Das MRI 

zeige entsprechende Veränderungen (vgl. BB 3 S. 2). Auf die vom Be-

schwerdeführer am 18. Januar 2023 gestellten Fragen (vgl. BB 4 S. 3) 

führte PD Dr. med. G._____ am 26. Januar 2023 sodann aus, der Be-

schwerdeführer habe bereits viel durchgemacht nach komplexer Unter-

schenkelfraktur des Calcaneus mit kompliziertem Verlauf, Ausbildung ei-

nes Kompartmentsyndroms, Infekt und posttraumatischem Pes equinus. Er 

beschreibe diffuse Schmerzen im Bereich des rechten Sprunggelenkes und 

im Bereich des Kniegelenkes sowie des Beines. Die Gehstrecke sei stark 

herabgesetzt. Im durchgeführten MRI würden sich Veränderungen der 

Achillessehne bei Status nach Verlängerung, eine leichte Atrophie sowie 

Verfettung des Musculus soleus Goutallier I, gleichermassen wie die krani-

alen Anteile der Extensor- und Peronealmuskeln, zeigen. Zudem bestehe 

ein umschriebenes, kräftiges Muskelödem der medialen Anteile des Tibialis 

anterior Muskels. Damit würden sich die vom Beschwerdeführer angege-

benen Beschwerden nicht vollumfänglich rückschliessen lassen. Somit 

fehle das direkte Korrelat zum MRI. Der komplizierte postoperative Verlauf 

mit Kompartmentsyndrom und Infekt sowie Hautdeckung könne jedoch zu 

diffusen Schmerzen führen. Insbesondere der brennende Charakter könnte 

auch auf eine neurologische Genese hindeuten. Anscheinend habe eine 

neurophysiologische Untersuchung hier jedoch keine strukturellen Erkennt-

nisse gezeigt. Er habe den Beschwerdeführer am 12. Dezember 2022 nur 

einmalig gesehen. Damals habe sich ein hinkendes Gangbild gezeigt, der 

 - 12 - 

 

 

Zehen- und Fersenstand sei jedoch problemlos möglich gewesen. Somit 

sei es ihm in der Sprechstunde nicht möglich, die Gehstrecke des Be-

schwerdeführers vorherzusagen. Häufig komme es bei derart komplizierten 

postoperativen Verläufen zu einer chronischen Schmerzsituation (BB 4 

S. 1). 

 

Damit vermögen auch die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte 

der Universitätsklinik F._____ keine Zweifel an den versicherungsinternen 

Beurteilungen zu begründen, da darin keine neuen Diagnosen oder Be-

funde aufgeführt wurden und ebenfalls festgehalten wurde, dass das di-

rekte Korrelat der angegebenen Beschwerden zum MRI fehlen würde, wo-

mit sich die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden nicht voll-

umfänglich rückschliessen liessen, und PD Dr. med. G._____ zudem die 

Gehstrecke des Beschwerdeführers nicht vorhersagen könne (BB 4 S. 1). 

 

4.2.4. 

Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung des Sachverhalts durch den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 8) ist 

schliesslich festzuhalten, dass diese bereits deshalb unbehelflich ist, weil 

er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.1.2). 

 

4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch nur 

geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der erwähnten Be-

urteilungen von med. pract. B._____ vom 25. Juli (VB 73.4) und 2. Novem-

ber 2022 (VB 92.19), Dr. med. C._____ vom 16. November 2022 

(VB 92.16) und Dr. med. D._____ vom 21. November 2022 (VB 87) erwe-

cken könnten (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Die besagten Beurteilungen erfüllen 

demnach die Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige medi-

zinische Stellungnahmen (vgl. E. 3.2.1. hiervor). Der medizinische Sach-

verhalt erscheint vor diesem Hintergrund hinreichend abgeklärt, sodass auf 

weitere Abklärungen verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdi-

gung; vgl. BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 10 

S. 27 E. 4). 

 

Die Beschwerdegegnerin ist damit gestützt auf die Beurteilungen der Kreis-

ärzte Dr. med. C._____ und med. pract. B._____ sowie des RAD-Arztes 

Dr. med. D._____ zu Recht in der angestammten Tätigkeit ab dem 25. Au-

gust 2017 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und in einer angepassten 

Tätigkeit vom 1. Dezember 2018 bis zum 28. Februar 2019 sowie vom 

19. Dezember 2019 bis zum 25. Juli 2022 von einer 100%igen Arbeitsun-

fähigkeit, vom 1. März 2019 bis zum 18. Dezember 2019 von einer 50%i-

gen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 25. Juli 2022 (Datum der kreisärztlichen 

 - 13 - 

 

 

Untersuchung durch med. pract. B._____) von einer 100%igen Arbeitsfä-

higkeit des Beschwerdeführers ausgegangen. 

 

5. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

wurde die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsgrad-

berechnung (VB 94 S. 4 ff.) vom rechtskundig vertretenen Beschwerdefüh-

rer – nach Lage der Akten im Ergebnis zu Recht – nicht beanstandet, so 

dass sich diesbezügliche Weiterungen erübrigen. 

 

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 3. Februar 2023 

(VB 94) damit im Ergebnis nicht zu beanstanden. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden dem Beschwer-

deführer auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

  

 - 14 - 

 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 4. Januar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Fricker