# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51649bf5-e4dc-580e-b29e-70d24e5536de
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-01-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.01.2022 B-5572/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5572-2021_2022-01-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 25 60 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-5572/2021 

 

 
 

 
 Z w i s c h e n v e r f ü g u n g  

v o m  1 0 .  J a n u a r  2 0 2 2   

 

 
 In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 A._______, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  gegen 

  
Bundesamt für Zivildienst ZIVI, 

Regionalzentrum Rüti, 

(…), 

Vorinstanz,  

 

Gegenstand 
 Zulassung zum Zivildienst, 

 

 

B-5572/2021 

Seite 2 

wird festgestellt und in Erwägung gezogen, 

dass A._______ (hiernach: Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 

8. Dezember 2021 vom Bundesamt für Zivildienst ZIVI, Regionalzentrum 

Rüti (hiernach: Vorinstanz) zum Zivildienst zugelassen wurde (Akten der 

Vorinstanz [vi-act.] 5), 

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 22. Dezember 2021 die 

am 8. Dezember 2021 verfügte Zulassung zum Zivildienst anficht mit der 

Begründung, seine Anmeldung beim Zivildienst beruhe auf einem Miss-

verständnis, denn er habe "nie die Absicht" gehabt, "mit Bedacht zum 

Zivildienst zugelassen zu werden", 

dass der Beschwerdeführer weiter ausführt, er wolle stattdessen seiner 

Militärdienstpflicht nachkommen und entsprechend dem ihm vorliegenden 

Marschbefehl am 17. Januar 2022 seine Rekrutenschule antreten, 

dass mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 23. Dezember 2021 das 

Begehren des Beschwerdeführers, die Gültigkeit des (dem Gericht da-

mals noch nicht vorliegenden) Marschbefehls für die (Rekrutenschule) 

(Antritt: 17. Januar 2022) festzustellen, einstweilen abgewiesen wurde, 

dass der Beschwerdeführer das oben erwähnte Ansinnen unter Einrei-

chung des betreffenden Marschbefehls mit einem Gesuch an die Vor-

instanz um Wiedereinteilung in die Armee vom 27. Dezember 2021 be-

kräftigt, 

dass der Beschwerdeführer damit sinngemäss beantragt, es sei gericht-

lich die Gültigkeit seines ihm vorliegenden Marschbefehls für die (Rekru-

tenschule) (Antritt: 17. Januar 2022) festzustellen, 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 3. Januar 2022 ihre Vernehmlas-

sung sowie die gesamten Vorakten einreicht und die Abweisung der Be-

schwerde beantragt, denn der Beschwerdeführer habe, nachdem er am 

16. September 2021 erstmals um Zulassung zum Zivildienst ersucht und 

am 20. Oktober 2021 den Einführungstag vollständig besucht hatte, sein 

zweites Gesuch um Zuteilung zum Zivildienst vom 6. Dezember 2021 

innert Frist bestätigt, weshalb die Verfügung zur Zulassung zum Zivil-

dienst vom 8. Dezember 2021 rechtmässig ergangen sei,  

dass die Vorinstanz weiter ausführt (vgl. Vernehmlassung, Ziff. 3.1), der 

Beschwerdeführer habe sein zweites Gesuch um Zuteilung zum Zivil-

B-5572/2021 

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dienst vom 6. Dezember 2021 angesichts seines vollständigen Besuches 

des Informationstages zum Zivildienst am 20. Oktober 2021 im Wissen 

gestellt, dass eine Zulassung zum Zivildienst definitiv und eine Wieder-

eingliederung durch die Armee nur in seltenen Fällen möglich sei (vi-

act. 11), 

dass die Vorinstanz schliesslich in ihrer Vernehmlassung vom 3. Januar 

2022 zum Gesuch des Beschwerdeführers um Wiedereingliederung in die 

Armee ausführt, ein solches Gesuch könne erst nach Beendigung des 

ersten Zivildiensteinsatzes – und somit nach rechtskräftiger Zulassung 

zum Zivildienst – eingereicht werden (Art. 11 Abs. 3 Bst. d des Zivildienst-

gesetzes vom 6. Oktober 1995 [ZDG, SR 824.0] i.V.m. Art. 19 der Verord-

nung vom 11. September 1996 über den zivilen Ersatzdienst [Zivil-

dienstverordnung, ZDV, SR 824.01]), wobei das Kommando Ausbildung 

über die Wiedereinteilung entscheide (vgl. Vernehmlassung, Ziff. 4, S. 5), 

weshalb der Beschwerdeführer ein entsprechendes Gesuch noch nicht 

stellen könne, 

dass das Kommando Ausbildung mit E-Mail vom 5. Januar 2022 seine 

Stellungnahme zur Vernehmlassung der Vorinstanz eingereicht, sich 

dieser vollumfänglich angeschlossen hat und festhält, die angefochtene 

Zulassungsverfügung vom 8. Dezember 2021 der Vorinstanz sei recht-

mässig ergangen, 

dass das Kommando Ausbildung in seiner Stellungnahme vom 5. Januar 

2022 weiter ausführt, ein Gesuch um Wiedereinteilung in die Armee kön-

ne von einer zivildienstpflichtigen Person erst nach Beendigung eines 

ersten Zivildiensteinsatzes eingereicht werden (Art. 11 Abs. 3 Bst. d ZDG 

i.V.m. Art. 19 ZDV),  

dass das Kommando Ausbildung schliesslich zum vom Beschwerdeführer 

vorgelegten Marschbefehl festhält, dass der Beschwerdeführer seit dem 

Zeitpunkt der Zustellung der angefochtenen Zulassungsverfügung nicht 

mehr militär-, sondern zivildienstpflichtig sei und der vorliegende Marsch-

befehl daher hinfällig geworden sei, weshalb der Beschwerdeführer somit 

nicht verpflichtet sei, die am 17. Januar 2022 beginnende Rekrutenschule 

anzutreten, 

dass sich der Beschwerdeführer innert der ihm bis zum 7. Januar 2022 

eingeräumten Frist weder zur Vernehmlassung der Vorinstanz noch zur 

Stellungnahme des Kommandos Ausbildung hat vernehmen lassen, 

B-5572/2021 

Seite 4 

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden 

Streitsache zuständig ist (Art. 63 Abs. 1 ZDG), 

dass der Beschwerdeführer zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]), die Eingabefrist gewahrt ist und die übrigen Sachurteilsvo-

raussetzungen ebenfalls vorliegen (Art. 47 ff. VwVG), 

dass dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 52 Abs. 2 VwVG Gelegen-

heit gegeben wurde sich zur Frage zu äussern, ob er eine Beschwerde 

einreichen, oder ein Wiedererwägungsgesuch zuhanden der Vorinstanz 

stellen will, mit dem Hinweis, dass Stillschweigen als Festhalten an der 

Beschwerde gedeutet werde, worauf sich der Beschwerdeführer nicht zu 

dieser Frage geäussert hat, 

dass der Instruktionsrichter von Amtes wegen oder auf Begehren einer 

Partei vorsorgliche Massnahmen anordnen kann, um den bestehenden 

Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen einstweilen zu schützen, 

wobei die vorsorgliche Massnahmen zum einen durch ein überwiegendes 

privates oder öffentliches Interesse begründet sein müssen und das Ver-

hältnismässigkeitsprinzip zu beachten haben und sich zum anderen als 

nötig erweisen muss, dass die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen sind 

und die vorsorglichen Massnahmen nicht dazu führen, dass der Ent-

scheid in der Sache präjudiziert oder gar illusorisch gemacht wird (Art. 39 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsge-

richt [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 56 VwVG; 

BGE 127 II 132 E. 3 m.H.; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 

KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., 

Basel 2013, Rz. 3.32),  

dass der Beschwerdeführer sinngemäss in seiner Beschwerde beantragt, 

es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme gerichtlich die Gültigkeit 

seines ihm vorliegenden Marschbefehls für die (Rekrutenschule) (Antritt: 

17. Januar 2022) festzustellen, 

dass ein Gesuch um Zuteilung zum Zivildienst nach dem Wortlaut des 

Gesetzes nicht mehr zurückgezogen werden kann, wenn die Vollzugsstel-

le ihren Entscheid eröffnet hat (Art. 18a Abs. 2 ZDG), was vom Gesetz-

geber unter anderem mit dem Verweis auf das Ausschliessen eines "Sei-

tenwechselns und Taktierens" begründet wurde (Botschaft zur Änderung 

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Seite 5 

der Bundesgesetze über den zivilen Ersatzdienst und über die Wehr-

pflichtersatzabgabe [BBI 2008 2707, 2742 f.]), 

dass ein Gesuch um Wiedereinteilung in die Armee nach einschlägigem 

Gesetzes- und Verordnungsrecht nur stellen kann, wer seinen ersten 

Zivildiensteinsatz ordentlich beendet hat (Art. 11 Abs. 3 Bst. d ZDG i.V.m. 

Art. 19 ZDV), wobei das Kommando Ausbildung über die Wiederein-

teilung entscheidet (Art. 19 Abs. 3 ZDV), 

dass die für den Beschwerdeführer besonders einschneidende Regelung, 

wonach er vor Wiedereinteilung in der Armee einen Zivildiensteinsatz zu 

leisten hat, auf einem Gesetz im formellen Sinne beruht (vgl. dazu grund-

legend BVGE 2014/50 E. 4), 

dass in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer seit dem Zeit-

punkt der Zustellung der angefochtenen Zulassungsverfügung entbunden 

ist von der Pflicht, die Militärdienstleistung zu erbringen (Art. 17 Abs. 1 

zweiter Satz ZDG), der vorliegende Marschbefehl hinfällig geworden ist,  

dass aus rechtlicher Sicht blosse subjektive "Missverständnisse" entge-

gen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht relevant sind, 

dass der Beschwerdeführer auch irrt in der Annahme, dass in der Rechts-

mittelfrist gegen die Zulassungsverfügung eine Art "Bedenkzeit" zu sehen 

ist, 

dass im vorliegenden Zusammenhang nicht näher auf die Frage einzuge-

hen ist, ob im Rahmen des Zulassungsverfahrens nicht formularmässig 

oder im Rahmen der Datenbearbeitung auf dem Internetportal E-ZIVI 

sicherzustellen ist, dass die Gesuchsteller nachgewiesenermassen 

Kenntnis genommen haben von der Pflicht zur Leistung eines Zivildienst-

einsatzes, bevor sie ein allfälliges Gesuch um Wiedereinteilung in die 

Armee stellen können, 

dass sich demnach zusammenfassend ergibt, dass das sinngemäss ge-

stellte Begehren des Beschwerdeführers um vorsorgliche Massnahmen, 

es sei die Gültigkeit des (offenbar im September 2021, also lange vor Er-

gehen der angefochtenen Zulassungsverfügung, ergangenen) Marschbe-

fehls betreffend die Rekrutenschule (…) (Antritt: 17. Januar 2022) festzu-

stellen, abzuweisen ist, 

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Seite 6 

dass auch im Rahmen einer Interessenabwägung nicht anders zu ent-

scheiden wäre, zumal die Beschwerde dazu keine Hinweise enthält und 

der Beschwerdeführer im Gesuch auf Wiedereinteilung in die Armee vom 

27. Dezember 2021 lediglich ohne nähere Ausführungen darauf hinweist, 

dass er im Familienbetrieb benötigt werde, 

dass über die Rechtmässigkeit der angefochtenen Zulassungsverfügung 

vom 8. Dezember 2021 mit dem Endentscheid in der Hauptsache ab-

schliessend zu befinden sein wird, 

dass im Falle eines Rückzugs der Beschwerde die vorliegende Verfügung 

gestützt auf Art. 6 Abs. 2 des Informationsreglements für das Bundesver-

waltungsgericht (SR 173.320.4) veröffentlicht werden kann, 

dass dem Beschwerdeführer im Hauptverfahren eine weitere Frist zur 

freigestellten Stellungnahme zur Vernehmlassung der Vorinstanz einzu-

räumen ist, 

dass diese Zwischenverfügung nicht mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht ange-

fochten werden kann (Art. 83 Bst. i i.V.m. Art. 82 des Bundesgesetzes 

vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, 

SR 173.110]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 7 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Begehren des Beschwerdeführers, es sei vorsorglich die Gültigkeit 

des Marschbefehls betreffend die Rekrutenschule (…) (Antritt: 17. Januar 

2022) festzustellen, wird abgewiesen. 

2.  

Dem Beschwerdeführer steht es frei, im Hauptverfahren bis zum 

31. Januar 2022 Stellung zur Vernehmlassung der Vorinstanz zu nehmen. 

3.  

Diese Verfügung geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, an die 

Zentralstelle des Bundesamtes für Zivildienst sowie zur Kenntnis an das 

Kommando Ausbildung. 

 

 

Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Marc Steiner Cyrill Schäke 

 

 

 

 

 

Versand: 10. Januar 2022