# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54b970b0-18f8-524e-94e4-c4711accf2ac
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-19
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 19.05.2017 2017_OG V 17 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2017-OG-V-17-7_2017-05-19.pdf

## Full Text

Schulwesen. Art. 5 Abs. 2 BV. Art. 5 Abs. 1 lit. a, Art. 6 Verordnung über die 
Kantonale Mittelschule Uri (Mittelschuleverordnung). Art. 1, Art. 6, Art. 14 Abs. 
1, 2 und 3, Art. 18 Abs. 2 Reglement über die Maturitätsprüfungen an der 
Kantonalen Mittelschule Uri (MPR). Einreichen eines Plagiates im Rahmen der 
Maturitätsprüfung. Disziplinarische Sanktion des Ausschlusses und 
Nichtbestehens der Maturitätsprüfung. Im Schwerpunktfach «Bildnerisches 
Gestalten» gilt die persönliche gestalterische Arbeit als schriftliche 
Maturitätsprüfung. Das Einreichen eines Plagiates als persönliche 
gestalterische Arbeit stellt eine «Unregelmässigkeit» im Sinne des MPR dar. 
Die gesetzliche Regelung zum Disziplinarwesen der Maturitätsprüfung darf 
aufgrund des Sonderstatusverhältnisses, in welchem sich Mittelschüler 
befinden, weit gefasst sein. Die Aufklärung über die disziplinarischen 
Sanktionen erfolgte ausreichend und die angeordnete disziplinarische 
Sanktion erwies sich im konkreten Fall als verhältnismässig. Abweisung der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 
 
Obergericht, 19. Mai 2017, OG V 17 7 
 
 
Sachverhalt: 
 

A. 

 
X, absolvierte Ende des Schuljahres 2015/2016 an der Kantonalen Mittelschule Uri, Altdorf, 
die Maturitätsprüfung. Mit Verfügung vom 15. Juni 2016 teilte die Maturitätskommission Uri X 
mit, dass die persönlich zu gestaltende Arbeit im Fach Bildnerisches Gestalten einer 
Übernahme des Bildes «Betrayal» von Mario Sanchez Nevado entspreche, ohne die Quelle 
anzugeben. Es liege ein Plagiat und somit eine Unregelmässigkeit vor, weshalb die Matura-
prüfung insgesamt als nicht bestanden gelte. Eine von X gegen diese Verfügung gerichtete 
Einsprache wies die Maturitätskommission mit Entscheid vom 19. August 2016 ab. 
 

B. 
 
Gegen den Einspracheentscheid gelangte X mit Verwaltungsbeschwerde vom 14. 
September 2016 an den Erziehungsrat des Kantons Uri. Dieser wies das Rechtsmittel mit 
Entscheid vom 18. Januar 2017 ab. 
 

 
Aus den Erwägungen: 

 
 1. a) Nach Art. 38 Verordnung über die Kantonale Mittelschule Uri 
(Mittelschulverordnung, RB 10.2401) i.V.m. Art. 70 Abs. 3 Gesetz über Schule und Bildung 
(Schulgesetz, RB 10.1111) kann gegen Beschwerdeentscheide des Erziehungsrates beim 
Obergericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden. Das Verfahren richtet sich 
nach der VRPV (Art. 70 Abs. 4 Schulgesetz; zum vorangehenden Einspracheverfahren in 
Sachen Maturitätsprüfung vergleiche: Art. 40 VRPV i.V.m. Art. 35 Abs. 1 Reglement über die 
Maturitätsprüfungen an der Kantonalen Mittelschule Uri [MPR, RB 10.2414]). Die sachliche, 
örtliche und funktionelle Zuständigkeit liegt beim angerufenen Obergericht des Kantons Uri 
(Verwaltungsrechtliche Abteilung). 
 

 2. a) Die Schülerinnen und Schüler der Kantonalen Mittelschule Uri legen nach 
Abschluss der 6. Gymnasialklasse die Maturitätsprüfungen ab (Art. 5 Abs. 1 lit. a, Art. 6 
Mittelschulverordnung i.V.m. Art. 1 und Art. 6 MPR). Geprüft werden die Fächer Deutsch, 
Französisch oder Italienisch, Englisch, Mathematik sowie das Schwerpunktfach, wobei die 
Prüfungen jeweils aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil bestehen (Art. 15 Abs. 
1 lit. a - e, Art. 15 Abs. 2 MPR). Im Schwerpunktfach «Bildnerisches Gestalten» gilt die 
persönliche gestalterische Arbeit als schriftliche Prüfung. Für diese Arbeit stehen sechs 
Wochen zur Verfügung (Art. 18 Abs. 2 MPR). Nach Art. 14 Abs. 1 MPR hat die Benützung 
unerlaubter Hilfsmittel sowie jede andere Unregelmässigkeit den Ausschluss von den 
Prüfungen zur Folge. Die Maturitätsprüfung gilt als nicht bestanden. Strittig und zu prüfen ist 
vorliegend in einem ersten Schritt, ob die Beschwerdeführerin im Rahmen der schriftlichen 
Maturitätsprüfung im Fach «Bildnerisches Gestalten» ein Plagiat eingereicht hat. Wäre dies 
zu verneinen, läge von vornherein keine Unregelmässigkeit vor. 
 
   b) Die Beschwerdeführerin absolvierte Ende des Schuljahres 2015/2016 die 
Maturitätsprüfungen unter anderem in ihrem Schwerpunktfach «Bildnerisches Gestalten». In 
diesem Zusammenhang reichte die Beschwerdeführerin als persönliche gestalterische Arbeit 
am 11. April 2016 ein von ihr gemaltes Bild mit dem Titel «Der Zerstörer» ein. In einem 
dazugehörigen schriftlichen Begleitdokument («Portfolio») erläuterte die Beschwerdeführerin 
den Gestaltungsprozess und nahm Bezug auf ein Referenzwerk. Als Referenzwerk wurde 
«Der Zyklop» von Redon Odilon angegeben. Dem Portfolio beigeschlossen ist eine 
Erklärung, in welcher die Beschwerdeführerin bestätigt, die Arbeit ohne fremde Hilfe 
gemacht und alle Quellen angegeben zu haben. 
 
   c) Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, es sei augenfällig, dass das von der 
Beschwerdeführerin eingereichte Bild «Der Zerstörer» betreffend Idee, Bildaufbau, 
Farbgestaltung und auch betreffend verschiedenen Details mit dem Werk «Betrayal» von 
Mario Sanchez Nevado in hohem Masse übereinstimme. Die Übereinstimmungen seien 
dermassen eklatant, dass nicht von einem blossen «Sich-Inspirieren-Lassen» ausgegangen 
werden könne. Das Bild der Beschwerdeführerin enthalte auch keine zusätzlichen neuen 
Ideen. Schwerwiegend sei weiter die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin während der 
ganzen Phase der Arbeit auf die Angabe der Quelle ihres Bildes verzichtet habe. Dies 
entgegen der Erklärung, die Arbeit ohne fremde Hilfe gemacht und alle Quellen angegeben 
zu haben. 
 
   d) Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie das Bild von Mario Sanchez 
Nevado «einmal gesehen» habe. Das Bild habe aber lediglich als Inspiration gedient. Es 
könne keineswegs von einer bewussten Erstellung eines Plagiats ausgegangen werden. 
Vielmehr sei es so, dass die Beschwerdeführerin das Bild im Internet schlicht nicht mehr 
gefunden habe. Sie habe während der Erstellung der Prüfungsarbeit keinerlei Zugriff zum 
Original gehabt. Das Bild habe sich ihr dermassen eingeprägt, dass es auch ohne 
Konsultation als ständige Inspiration habe dienen können. Die Quelle sei unabsichtlich nicht 
angegeben worden. Ohnehin stimme das von der Beschwerdeführerin gemalte Bild in keiner 
Weise vollkommen mit dem Bild von Mario Sanchez Nevado überein, auch wenn die Bilder 
unbestrittenermassen grosse Gemeinsamkeiten aufweisen würden. 
 
   e) Ein Plagiat liegt vor, wenn in einer Arbeit fremde Gedanken, Formulierungen etc. 
nicht als solche gekennzeichnet, sondern als eigene Leistung ausgegeben werden. Als 
Plagiat gilt insbesondere das Einreichen eines fremden Werks unter eigenem Namen 
(Entscheid Bundesverwaltungsgericht vom 29.07.2010, B-229/2010, E. 3.2 mit Hinweisen; 
vergleiche auch: Schwarzenegger/Wohlers, Plagiatsformen und disziplinarrechtliche 
Konsequenzen, in: Unijournal Die Zeitung der Universität Zürich, 4/2006, S. 3). Das Plagiat 
ist abzugrenzen von Zitaten, mit welchen durch Quellenangabe – in begrenztem Umfang – 
auf den Urheber beziehungsweise die Urheberin verwiesen wird (Verwaltungspraxis der 
Bundesbehörden [VPB], 69.35, E. 4.1). Der Plagiatsbegriff zerfällt damit im Wesentlichen in 
zwei Elemente. Das erste Element betrifft die Übereinstimmung des eigenen Werks mit 

einem fremden. Zwischen dem eigenen und dem fremden Werk muss eine derartige 
Übereinstimmung bestehen, dass von einer ganzen oder teilweisen Übernahme des fremden 
Werks ausgegangen werden kann. Ob die Übernahme unverändert geschieht oder als 
Resultat einer Umarbeitung, deren Abstand vom Original nicht die freie Benutzung erreicht, 
ist unerheblich (Gian Martin, Universitäres Disziplinarrecht – unter besonderer 
Berücksichtigung der Handhabung von Plagiaten, AJP 2007 S. 482). Das zweite Element 
betrifft die Transparenz. Ein Plagiat liegt dann vor, wenn die Übereinstimmung nicht 
transparent gemacht wird, indem die einschlägige Quelle nicht angegeben wird (vergleiche 
Gian Martin, a.a.O., S. 482). Es entsteht in einem solchen Fall der irrige Eindruck, das 
eigene Werk entspringe eigener Urheberschaft, obwohl in Wirklichkeit wesentliche Teile 
eines fremden Werks übernommen wurden. Ob es sich bei den Informationsquellen um 
Bücher, Zeitschriften, Websites, Filme, Tondokumente oder – wie vorliegend – Werke der 
bildenden Kunst handelt, spielt keine Rolle (vergleiche Merkblatt «Ethik/Plagiat» der 
Schweizerischen Maturitätskommission SMK vom 28.10.2009 in der Fassung vom 
22.07.2011, S. 1). 
 
   f) Sowohl auf dem Bild «Der Zerstörer» der Beschwerdeführerin als auch auf dem 
Bild «Betrayal» von Mario Sanchez Nevado findet sich das zentrale Motiv der 
personifizierten Erde, welche mit dem Tod – ausgedrückt durch eine Hand, welche eine 
Pistole auf die Erde richtet – bedroht wird. Der Lauf der Pistole ist bei beiden Bildern mit der 
Silhouette einer Industrielandschaft kombiniert. Beide Bilder thematisieren durch diese 
plakative Gegenüberstellung die Bedrohung der Erde durch Klimaerwärmung und 
Umweltverschmutzung. Das Motiv und die dahinterstehende Bildidee kann bei beiden 
Bildern als identisch bezeichnet werden. Auch der Bildaufbau des Werkes der 
Beschwerdeführerin entspricht nahezu exakt dem Original. So befindet sich die 
personifizierte Erde auf dem Bild der Beschwerdeführerin ebenfalls auf der linken Bildseite in 
gegenüber der Bilddiagonalen leicht im Gegenuhrzeigersinn gedrehter Schräglage. Der 
Pistolenlauf richtet sich vergleichbar dem Original aus der unteren rechten Bildecke auf das 
Angesicht der personifizierten Erde. Bei beiden Bildern ist es bemerkenswerterweise eine 
linke Hand, welche die Pistole hält. Die Übereinstimmung der beiden Bilder ist frappant. Das 
von der Beschwerdeführerin gemalte Bild «Der Zerstörer» stimmt in wesentlichen Punkten 
mit dem Bild «Betrayal» von Mario Sanchez Nevado überein. Um unnötige Wiederholungen 
zu vermeiden, kann ergänzend auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, 
denen sich das Gericht anschliessen kann (angefochtener Entscheid, E. 5). Das erste 
Element eines Plagiats (Übereinstimmung des eigenen Werks mit einem fremden Werk) ist 
klar erfüllt. Daran ändern die gegenteiligen Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts, wie 
sich sogleich ergibt (E. 2g und h hernach). 
 
   g) Die Beschwerdeführerin räumt ein, dass die Gemeinsamkeiten der Werke 
offenkundig seien, wendet aber ein, die Unterschiede zwischen den Werken seien bisher von 
den Vorinstanzen nicht gewürdigt worden. Dieser Vorwurf trifft nicht zu. Im 
Einspracheverfahren haben die beteiligten Examinatoren Stellung genommen. Dabei gingen 
sie auch auf die Unterschiede zwischen dem Werk der Beschwerdeführerin und dem Original 
ein (vergleiche Stellungnahme Hans Peter Gnos vom 20.07.2016 S. 4; Stellungnahme 
Andreas Wegmann und Marc Ochsner vom 28.07.2016 S. 15). Zu den Stellungnahmen 
konnte sich die Beschwerdeführerin äussern. In Würdigung des Schriftenwechsels und der 
übrigen Akten kamen die Vorinstanzen zum Schluss, dass die beiden Werke in wesentlichen 
Punkten übereinstimmen. Die Vorinstanzen verneinen und übersehen somit nicht, dass 
gewisse Unterschiede zwischen den Werken bestehen. Sie erachten diese Unterschiede 
aber als untergeordnet, wobei diese Beurteilung nicht zu beanstanden ist (E. 2f hievor). 
Anders als die Beschwerdeführerin zu meinen scheint, ist für ein Plagiat nicht erforderlich, 
dass eine exakte Kopie vorliegt. Die Übernahme wesentlicher Aspekte eines Werkes reicht 
aus (Gian Martin, a.a.O., S. 484 sowie E. 2e hievor).  
 
   h) Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe das Bild von Mario Sanchez Nevado 
einmal im Internet gesehen und danach nicht wiedergefunden. Es habe sich in ihr 

Gedächtnis eingeprägt und lediglich als Inspiration gedient. Das Original habe ihr während 
der Arbeit an ihrem Bild nicht vorgelegen. Entgegen den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin kann mit Blick auf die frappanten Übereinstimmungen zwischen ihrem 
Bild und dem Original von Mario Sanchez Nevado nicht von einer blossen Inspiration 
ausgegangen werden. Eine solche könnte etwa dann vorliegen, wenn das Thema des 
Originalbildes variiert worden wäre, etwa indem eine personifizierte Erde auf einer tickenden 
Zeitbombe sitzend abgebildet worden wäre oder Ähnliches. Es kann ferner als notorisch 
gelten, dass ein prägnantes Bild wie das Bild «Betrayal», welches bereits einmal im Internet 
gefunden wurde, mit vernünftigem Rechercheaufwand in ebendiesem Internet 
wiedergefunden werden kann, auch ohne den Titel und den Künstlernamen zu kennen. Die 
Eingabe wesentlicher Elemente des Bildes als Suchbegriffe (etwa «Mutter», «Natur», 
«Pistole» oder «earth», «gun») führt innert nützlicher Frist zum Erfolg. Die 
Beschwerdeführerin konnte sich das Bild somit ohne Weiteres beschaffen. Dass das Original 
im Internet nicht wiedergefunden wurde, erachtet das Gericht daher als wenig glaubhaft, 
zumal die Beschwerdeführerin als Gymnasiastin mit dem Internet bestens vertraut ist. Im 
Übrigen hätte die Möglichkeit bestanden, die Fachlehrer bei der Suche nach dem angeblich 
nicht wiederaufzufindenden Bild um Hilfe zu bitten (vergleiche E. 2i hernach). Damit hätte 
das Originalbild – sofern denn eine entsprechende ehrliche Absicht bestanden hätte – 
aufgefunden werden können. Ob der Beschwerdeführerin das Original tatsächlich vorlag, ist 
letztlich aber ohnehin nicht entscheidend. Denn offenbar hatte die Beschwerdeführerin das 
Original dermassen präsent – sei es, weil ihr das Bild effektiv vorlag, sei es, weil sie es vor 
dem inneren Auge präsent hatte –, dass sie in der Lage war, das Original in seinen 
wesentlichen Teilen zu übernehmen. Letztlich spielt es keine Rolle, ob das angeblich eigene 
Werk von einem effektiv vorliegenden Originalexemplar des fremden Werks oder aus der 
Erinnerung an dieses abgezeichnet wird. Entscheidend ist, dass ein fremdes Werk in seinen 
wesentlichen Teilen übernommen wird. Dies ist vorliegend geschehen. 
 
   i) Zu prüfen ist das Element der Transparenz. Die Beschwerdeführerin hatte sechs 
Wochen Zeit, um ihre Arbeit fertigzustellen. In dieser Zeit erstellte die Beschwerdeführerin 
mehrere Projektskizzen und es fanden insgesamt drei Zwischengespräche mit den 
Fachlehrern statt. Auf einer Projektskizze ist zu sehen, dass die Beschwerdeführerin die 
Pistole mit Industriesilhouette ursprünglich auch noch mit einer Messerklinge kombiniert 
hatte. Eine Idee wie sie sich auch auf dem Bild von Mario Sanchez Nevado findet. Auf 
Nachfrage eines Fachlehrers, wie die Beschwerdeführerin auf die Idee mit der Messerklinge 
käme, soll die Beschwerdeführerin ausweichend reagiert haben. In welcher Weise dies 
zutrifft, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls unterliess es die Beschwerdeführerin aber, den 
Fachlehrern bei dieser Gelegenheit mitzuteilen, dass sie die Idee mit der Messerklinge, wie 
überhaupt die Idee mit der Pistole und der Industriesilhouette, von einem fremden Werk 
hatte und sie unterliess es auch, die Fachlehrer um Hilfe bei der Suche des angeblich 
unauffindbaren Originalbildes zu bitten. Auffällig ist schliesslich, dass just die Idee mit der 
Messerklinge, worauf die Beschwerdeführerin explizit angesprochen wurde, im 
schlussendlich abgegebenen Bild «Der Zerstörer» nicht mehr zu finden ist. Für das Gericht 
ergibt sich aus diesen Gründen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des fraglichen 
Zwischengesprächs bewusst das Bild von Mario Sanchez Nevado vor Augen hatte, dies aber 
auch auf Nachfrage nicht transparent machte. Auch später und vor allem auch im 
schriftlichen Begleitdokument, dem «Portfolio», gab die Beschwerdeführerin nicht ein 
einziges Mal bekannt, dass sie in Wirklichkeit die Idee zu ihrem Bild und wesentliche 
Elemente davon einem fremden Werk, konkret dem Bild «Betrayal» von Mario Sanchez 
Nevado, entnommen hatte. Dieser Umstand ist umso irritierender, als dass gemäss 
Aufgabenstellung durchaus erlaubt und sogar gefordert war, ein Referenzwerk anzugeben. 
Als Referenzwerk gab die Beschwerdeführerin aber nicht etwa das Werk von Mario Sanchez 
Nevado, sondern das Werk «Der Zyklop» von Redon Odilon an. Damit gab die 
Beschwerdeführerin – entgegen ihrer ausdrücklichen Erklärung – nicht alle Quellen an. Das 
zweite Element eines Plagiats (fehlende Transparenz) ist ebenfalls erfüllt, womit insgesamt 
in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von einem Plagiat auszugehen ist, welches die 
Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Maturitätsprüfung eingereicht hat. 

 
 3. a) Nach Art. 14 Abs. 1 MPR hat die Benützung unerlaubter Hilfsmittel sowie «jede 
andere Unregelmässigkeit» den Ausschluss von den Maturitätsprüfungen zur Folge. Die 
Maturitätsprüfung gilt als nicht bestanden. Die Beschwerdeführerin rügt in diesem 
Zusammenhang, es sei nie erläutert worden, was unter einer Unregelmässigkeit im Sinne 
von Art. 14 Abs. 1 MPR zu verstehen sei. Der Terminus sei nicht genügend definiert und 
könne deshalb nicht dazu dienen, zum Ausschluss zu führen. Überdies fehle es der 
Beschwerdeführerin am Verschulden. Es sei ihr zu keinem Zeitpunkt bewusst gewesen, dass 
sie die Quelle ihrer Inspiration hätte angeben müssen. 
 
   b) Mit Blick darauf, dass keine blosse Inspiration, sondern eine Übernahme 
wesentlicher Teile eines fremden Werks vorliegt, läuft die Argumentation der 
Beschwerdeführerin mit Bezug auf ihr Verschulden ins Leere. Es kann damit offenbleiben, ob 
in einer persönlichen Arbeit nicht auch eine «blosse» Inspirationsquelle anzugeben wäre. 
Eine transparente Bezugnahme auf das Bild «Betrayal» von Mario Sanchez Nevado ist im 
konkreten Fall jedenfalls bewusst nicht erfolgt (E. 2i hievor). Es kann nicht von einem 
blossen Versehen oder einer Ungenauigkeit von untergeordneter Bedeutung ausgegangen 
werden. 
 
   c) Die Beschwerdeführerin befindet sich als Mittelschülerin in einem 
Sonderstatusverhältnis, das heisst, sie steht im Gegensatz zu den übrigen Menschen in 
einer engeren Rechtsbeziehung zum Staat, so dass daraus besondere Pflichten und 
Einschränkungen von Freiheitsrechten resultieren (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 450 f.; Gian Martin, a.a.O., S. 474). Im 
schulischen Disziplinarrecht muss die gesetzliche Regelung – abgesehen von der 
Begründung des Sonderstatusverhältnisses – nicht bis ins letzte Detail gehen, sondern darf 
der Natur des Rechtsverhältnisses entsprechend weit gefasst sein (BGE 135 I 85 E. 6.2, 129 
I 24 E. 8.5, 121 I 27 E. 4a). Dies gilt jedenfalls dann, wenn Grundrechtseinschränkungen 
infrage stehen, die sich in voraussehbarer Weise aus dem Zweck des 
Sonderstatusverhältnisses ergeben (BGE 139 I 286 f. E. 5.3.1). Die Zulässigkeit der 
Anordnung von Disziplinarmassnahmen zur Aufrechterhaltung eines geordneten 
Prüfungsbetriebes im Falle von Unregelmässigkeiten ergibt sich ohne Weiteres aus dem 
Zweck des Sonderstatusverhältnisses (vergleiche BGE 129 I 23 f. E. 8.4). Insofern darf die 
gesetzliche Regelung zum Disziplinarwesen der Maturitätsprüfung grundsätzlich weit gefasst 
sein. Dass das Einreichen eines Plagiats einen Verstoss gegen die wissenschaftliche und 
künstlerische Redlichkeit bedeutet und insofern geeignet ist, im Rahmen einer 
Abschlussprüfung eine Unregelmässigkeit darzustellen, ist notorisch und braucht nicht weiter 
erörtert zu werden. Im universitären Bereich ist das Thema von zentraler Bedeutung 
(vergleiche Gian Martin, a.a.O., S. 473 f.). Bei einer Maturitätskandidatin, welche gerade die 
Feststellung der Hochschulreife erlangen möchte (vergleiche Art. 2 MPR), kann demnach 
vorausgesetzt werden, dass sie weiss, dass das Einreichen eines Plagiats im Rahmen der 
Maturitätsprüfung eine Unregelmässigkeit im Sinne von Art. 14 Abs. 1 MPR bedeutet. Die 
Rüge der fehlenden Bestimmtheit der Disziplinarvorschrift ist vor diesem Hintergrund 
unbegründet. 
 
 4. a) Gemäss Art. 14 Abs. 3 MPR macht die Prüfungsleitung die Kandidatinnen und 
Kandidaten vor Beginn der Prüfungen auf die Bestimmungen von Art. 14 Abs. 1 und 2 MPR 
aufmerksam. Die Beschwerdeführerin rügt mit Bezug auf die Aufklärungspflicht der 
Prüfungsleitung nicht, es sei auf die Bestimmungen von Art. 14 MPR nicht aufmerksam 
gemacht worden, wendet jedoch ein, es sei den Schülern des Fachs Bildnerisches Gestalten 
für das Nicht-Angeben von Quellen eine andere Sanktion als das Nicht-Bestehen der Matura 
angezeigt worden. Die Aufklärung sei daher ungenügend erfolgt. 
 
   b) Es trifft zu, dass die Lehrer für ihr Fach Bildnerisches Gestalten einen 
schriftlichen Leitfaden zur Maturaprüfung abgegeben haben, in welchem für das Nicht-
Angeben von Quellen eine andere Sanktion als das Nicht-Bestehen der Matura angedroht 

wird. So wird im Leitfaden angegeben, bei unvollständigen oder nicht der Wahrheit 
entsprechenden Protokollen könne die ganze Arbeit zurückgewiesen oder mit 
entsprechenden Abzügen bewertet werden (S. 2). Die Beschwerdeführerin kann aus diesem 
Umstand jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zum einen vermögen die Ausführungen 
der Fachlehrer in ihrem Leitfaden die disziplinarischen Bestimmungen im MPR nicht zu 
derogieren. Zum anderen wurde in den Weisungen des Rektors zur Maturaprüfung 2016 auf 
die Bestimmungen von Art. 14 Abs. 1 und 2 MPR ausdrücklich aufmerksam gemacht (S. 4). 
Die Beschwerdeführerin rügt denn auch zurecht nicht, es sei auf die Bestimmungen von Art. 
14 MPR nicht aufmerksam gemacht worden. Es kann somit davon ausgegangen werden, 
dass die Beschwerdeführerin die entsprechenden Disziplinarsanktionen kannte, zumal von 
einer Prüfungskandidatin erwartet werden kann, dass sie die Weisungen über die zu 
absolvierenden Prüfungen kennt (vergleiche hierzu: Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 
687). Wenn aber die Bestimmungen von Art. 14 MPR als bekannt vorausgesetzt werden 
können, können davon abweichende Angaben von Fachlehrern nicht ohne Weiteres als 
Vertrauensgrundlage dienen. Die Beschwerdeführerin hätte den Widerspruch jedenfalls 
erkennen können und müssen. Sie kann sich nicht bloss damit entlasten, dass sie sich auf 
die für sie günstigeren Angaben verliess (vergleiche Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 
684). Die Rüge der ungenügenden Aufklärung ist demnach unbegründet. 
 
 5. a) Die Beschwerdeführerin rügt, die getroffene disziplinarische Sanktion sei 
unverhältnismässig. Die Disziplinarmassnahme müsse geeignet sein, das angestrebte Ziel 
zu erreichen, dürfe nicht weitergehen als zur Zielerreichung notwendig und müsse in einem 
vernünftigen Verhältnis zum angestrebten Ziel stehen. 
 
   b) Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) ist im gesamten 
Verwaltungsrecht bei der Rechtsetzung und bei der Rechtsanwendung zu beachten. Er setzt 
voraus, dass die staatliche Massnahme das geeignete Mittel zur Erreichung des 
angestrebten Zieles ist, dass der Eingriff nicht über das hinausgeht, was zur Erreichung des 
Zweckes erforderlich ist, und dass zwischen Ziel und Mitteln ein vernünftiges Verhältnis 
besteht (BGE 2C_1149/2015 vom 29.03.2016 E. 4.7 mit Hinweisen; Häfelin/Müller/Uhlmann, 
a.a.O., Rz. 520 mit Hinweisen). Disziplinarische Massnahmen sind Sanktionen gegenüber 
Personen, die – wie vorliegend – in einem besonderen Rechtsverhältnis zum Staat (zum 
Beispiel Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Schüler, Strafgefangene) oder unter einer 
besonderen Aufsicht des Staates (zum Beispiel Rechtsanwälte, Medizinalpersonen) stehen 
(BGE 2C_1149/2015 a.a.O. E. 4.4.4, sogenanntes „Sonderstatusverhältnis“, vergleiche E. 3c 
hievor). Disziplinarmassnahmen dienen der Durchsetzung der Dienstpflichten oder der 
Anstaltsordnung und damit der Sicherstellung der ordnungsgemässen Aufgabenerfüllung wie 
auch der Wahrung des Ansehens oder der Vertrauenswürdigkeit der Institution. Sie gelangen 
im Anschluss an Pflichtverletzungen zur Anwendung und haben sowohl pönalen wie 
präventiven Charakter (BGE 2C_1149/2015 a.a.O. E. 4.4.4). Dies trifft auch auf Art. 14 Abs. 
1 MPR zu. Dieser hat einerseits zum Ziel, Schülerinnen und Schüler davon abzuhalten, 
anlässlich der Maturitätsprüfung zu betrügen, und sieht andererseits im Falle eines 
Regelverstosses eine Bestrafung des oder der Betreffenden vor. Ferner soll die Wahrung 
des öffentlichen Interesses, vertrauen zu können, dass Maturitätsabschlüsse an der 
Kantonalen Mittelschule Uri regelrecht zustande kommen, und entsprechend auch das 
Ansehen der Schule sichergestellt werden (vergleiche BGE 2C_1149/2015 a.a.O. E. 4.4.5 
zur vergleichbaren Bestimmung des dortigen Studiengangreglements). 
 
   c) Von der Beschwerdeführerin wird zurecht nicht bestritten, dass der Ausschluss 
von den Maturitätsprüfungen im Falle von Regelverstössen eine geeignete Massnahme zur 
Erreichung der genannten Ziele darstellt. Die Beschwerdeführerin bestreitet jedoch die 
Erforderlichkeit. Es hätte als Sanktion auch eine ungenügende Note im betreffenden Fach 
erteilt werden können. 
 
   d) Die ausgesprochene Sanktion des Ausschlusses von der Maturitätsprüfung 
verbunden mit deren Nichtbestehen ist zweifelsohne streng. Auf der anderen Seite ist das 

Einreichen eines Plagiates im Rahmen einer Abschlussprüfung ein schwerwiegender 
Verstoss und keine Bagatelle. Dies muss für die Maturitätsprüfung umso mehr gelten, 
nachdem es deren Zweck ist, die Hochschulreife der Kandidatinnen und Kandidaten 
festzustellen (Art. 2 MPR; vergleiche E. 3c hievor). Eine Strenge von einiger Erheblichkeit ist 
somit erforderlich, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Das blosse Erteilen einer 
ungenügenden Note würde hier nicht ausreichen, zumal die Beschwerdeführerin selber 
ausführt, sie hätte sich im Fach Bildnerisches Gestalten eine Note 1 leisten können, ohne 
dass die Matura in Gefahr gewesen wäre (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 07.02.2017 
S. 5 Ziff. 2.3). Das Erteilen einer ungenügenden Note wäre somit eine kaum spürbare 
Sanktion gewesen. Die Übereinstimmung zwischen dem Werk der Beschwerdeführerin und 
dem eigentlichen Referenzwerk von Mario Sanchez Nevado ist ferner dermassen frappant, 
dass selbst bei Angabe der Quelle und somit regelkonformem Verhalten mit einer 
hinreichenden Wahrscheinlichkeit ein Abzug, eventuell gar eine ungenügende Note, 
resultiert hätte. Dies ergibt sich daraus, dass die Aufgabe darin bestand, eine persönliche 
gestalterische Arbeit abzuliefern (Art. 18 Abs. 2 MPR) und für die Bewertung demnach unter 
anderem die Elemente «persönlicher Ansatz» und «Innovation», aber auch etwa 
«Selbstständigkeit» und «Entwicklung des Themas» massgebend waren 
(Bewertungsschema vom 01.05.2016). Auch aus Gründen der Gleichbehandlung mit 
denjenigen Maturandinnen und Maturanden, welche sich regelkonform verhalten, aber 
dennoch eine ungenügende Note erhalten, drängt es sich auf, bei einem doch erheblichen 
Regelverstoss wie dem vorliegenden nicht nur eine ungenügende Note zu erteilen, sondern 
die Prüfung als Nichtbestanden zu erklären, wie es im Übrigen auch dem klaren Wortlaut des 
Gesetzes entspricht. Die Erforderlichkeit der angeordneten Disziplinarsanktion ist vor diesem 
Hintergrund zu bejahen. 
 
   e) Eine Verwaltungsmassnahme ist nur gerechtfertigt, wenn sie ein vernünftiges 
Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betroffenen 
Privaten bewirkt, wahrt. Es ist eine wertende Abwägung zwischen öffentlichen und 
betroffenen privaten Interessen vorzunehmen (Entscheid Bundesverwaltungsgericht vom 
01.04.2009, A-4236/2008, E. 7.8.4; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 556). Art. 14 Abs. 1 
MPR ist insofern strikt formuliert, als dass bei einem Regelverstoss der Ausschluss von den 
Maturitätsprüfungen erfolgen und die Prüfung als nicht bestanden gelten soll. Der 
Gesetzgeber hat mit dieser Bestimmung die Interessenabwägung in generell-abstrakter 
Weise vorgenommen und entschieden, dass die Sicherstellung eines geordneten 
Prüfungsbetriebes und die Wahrung des Ansehens der Schule einem überwiegenden 
öffentlichen Interesse entsprechen (vergleiche hierzu BGE 139 II 33 E. 2.7.1, 1C_598/2014 
vom 18.04.2016 E. 4.3, 1C_258/2015 vom 22.03.2016 E. 7). Diese Wertung ist zu 
respektieren, sodass die Interessenabwägung weitgehend zugunsten des öffentlichen 
Interesses vorab entschieden ist (vergleiche BGE 139 II 33 E. 2.7.1). Zu bedenken ist 
dennoch, dass die Maturitätsprüfung im Falle des Nichtbestehens wiederholt werden kann 
(Art. 32 MPR). Die Beschwerdeführerin wird somit nicht endgültig ausgeschlossen. Zudem 
hat die Maturitätskommission zugesichert, dass die Beschwerdeführerin die Maturaarbeit 
nicht wiederholen muss (Verfügung vom 15.06.2016 S. 1). Das Nichtbestehen der 
Maturitätsprüfung 2016 tangiert die privaten Interessen der Beschwerdeführerin an der 
Erlangung der Maturität und der Ermöglichung des weiteren Bildungsweges somit zwar 
durchaus. Die Beschwerdeführerin erhält jedoch eine zweite Chance und muss zudem nicht 
sämtliche Leistungen wiederholen. So sind die Konsequenzen der angeordneten 
Disziplinarsanktion zwar streng, werden durch die genannten Umstände aber auch relativiert. 
Angesichts dieser Umstände und der bereits vom Gesetzgeber vorgenommenen Gewichtung 
der öffentlichen Interessen ist die angeordnete Disziplinarsanktion daher als zumutbar zu 
beurteilen. Dass eine zeitliche Verzögerung des Maturaabschlusses eintritt und die 
Beschwerdeführerin die Maturitätsprüfung nachzuholen hat, liegt in der Natur der zwar 
strengen, aber zulässigen angeordneten Sanktion. 
 
   f) Die gestützt auf Art. 14 Abs. 1 MPR angeordnete Disziplinarsanktion erweist sich 
nach dem Gesagten als geeignet, erforderlich und zumutbar und damit verhältnismässig. Vor 

diesem Hintergrund verbleibt auch für die Anwendung von Art. 14 Abs. 2 MPR kein Raum. 
Diese Bestimmung gelangt nur zur Anwendung, wenn ein "begründeter Verdacht" einer 
Unregelmässigkeit vorliegt. Wie hinlänglich gezeigt, liegt vorliegend nicht nur ein Verdacht 
auf die Einreichung eines Plagiats vor. Vielmehr ist erwiesen, dass die Beschwerdeführerin 
ein Plagiat eingereicht hat (E. 2 hievor). 
 
 6. a) Die Beschwerdeführerin rügt abschliessend, sie sei zu den Prüfungen 
zugelassen worden, obwohl die zuständige Behörde seit einiger Zeit von der Existenz eines 
Plagiates ausgegangen sei. Aufgrund der Zulassung zu den Prüfungen sei ein allfälliges 
"Nicht-Bestanden-Erklären" verwirkt worden. 
 
   b) Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Der an der Prüfung beteiligte 
Fachexperte führte im Einspracheverfahren aus, der Verdacht auf ein Plagiat sei "Mitte Juni", 
kurz vor der mündlichen Matura, aufgekommen und habe sich hernach aufgrund von 
Recherchen im Internet bestätigt (Stellungnahme Hans Peter Gnos a.a.O. S. 1). 
Anhaltspunkte, dass diese Angaben unrichtig wären, bestehen keine und solche werden von 
der Beschwerdeführerin auch nicht näher dargelegt. Wenn die Maturitätskommission die nun 
strittige Sanktion mit Verfügung vom 15. Juni 2016 angeordnet hat, liegt ein ungehörig 
langes Zuwarten demnach von vornherein nicht vor. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass 
einer Behörde eine gewisse Zeit für Abklärungen zuzugestehen ist. Die Prüfungsbehörde soll 
eine strenge Sanktion wie die vorliegende nicht leichthin aussprechen, sondern nur dann, 
wenn die Abklärungen sorgfältig erfolgt sind. Dies liegt nicht zuletzt auch im Interesse der 
betroffenen Schülerinnen und Schüler. 
 
 7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der 
schriftlichen Maturitätsprüfungen 2016 ein Plagiat eingereicht und damit eine 
"Unregelmässigkeit" im Sinne von Art. 14 Abs. 1 MPR begangen hat. Die in der Folge von 
der Maturitätskommission angeordnete und von der Vorinstanz bestätigte Disziplinarsanktion 
des Nichtbestehens der Maturitätsprüfung erfolgte zurecht. Namentlich ist die Regelung von 
Art. 14 Abs. 1 MPR genügend bestimmt und die Aufklärung über die Sanktionen ausreichend 
erfolgt. Die schliesslich ausgesprochene Sanktion hat sich ferner als zwar streng, aber 
verhältnismässig erwiesen. Der Entscheid der Vorinstanz ist nach dem Gesagten somit nicht 
zu beanstanden und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde entsprechend abzuweisen.