# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3956861-877c-5ae3-8c8c-a23ea027a755
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.04.2013 IV 2012/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-24_2013-04-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.04.2013

Entscheiddatum: 24.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2013
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Beweiskraft Gutachten. 
Gutachterliche Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für 
leidensangepasste Tätigkeiten schlüssig (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 24. April 2013, IV 2012/24).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

 

Entscheid vom 24. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Bachmann, Rosenbergstrasse 42,

9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

 

 

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 27. Juli 2007 zum Bezug von IV-Leistungen an (act. G 8.1). 

Der behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte im 

Bericht vom 13. August 2007 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mögliche 

Depression mit multiplen somatoformen Störungen, einen Hohl-Rundrücken, eine 

Fehlhaltung mit muskulärer Dysbalance, cervical. Die für leidensangepasste Tätigkeiten 

bestehende Arbeitsfähigkeit hielt er für abklärungsbedürftig (act. G 8.12). Im Bericht 

vom 21. August 2007 gab die behandelnde Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und 

Psychotherapie, an, die Versicherte leide an einer undifferenzierten 

Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1). Für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge die 

Versicherte über eine 50 bis 70%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 8.17). Am 11. Februar 2008 

berichtete Dr. C.___, dass durch die laufende psychiatrische Therapie eine Besserung 

der Arbeitsfähigkeit habe erreicht werden können. Es bestehe eine gute Prognose. Für 

leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte Dr. C.___ eine 70%ige Arbeitsfähigkeit 

(act. G 8.20). Im Verlaufsbericht vom 13. Mai 2008 führte sie aus, der 

Gesundheitszustand sei stationär geblieben (act. G 8.33).

A.b   Am 24. April 2008 fand eine Abklärung im Haushalt der Versicherten statt. Die 

Abklärungsperson hielt im Bericht vom 21. Mai 2008 fest, die Versicherte habe bis zum 

Eintritt des Gesundheitsschadens (2. März 2007) zu einem Pensum von 70% als 

"Betriebsangestellte Hausdienst" gearbeitet. Die Versicherte habe ihre Arbeit zwar 

wieder aufgenommen, jedoch zu einem reduzierten Umfang von 50%, ausgehend vom 

bisherigen 70%igen Pensum. Die Abklärungsperson ermittelte für den 

Haushaltsbereich eine Einschränkung von 18% (act. G 8.34).

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A.c   Mit Vorbescheid vom 28. Mai 2008 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, ihr Rentengesuch abzuweisen. Sie ermittelte in Anwendung der gemischten 

Methode und ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten einen Invaliditätsgrad von 12% (act. G 8.40). Dagegen erhob die 

Versicherte am 30. Mai 2008 Einwand (act. G 8.43; vgl. auch die Eingaben vom 1. Juli 

2008, act. G 8.49, und vom 10. September 2008, act. G 8.56). Sie reichte am 

26. September 2008 (Datum Posteingang bei der IV-Stelle) eine Stellungnahme von 

Dr. med. D.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 25. September 2008 ein, 

worin dieser eine psycho-physische Erschöpfung und einen Verdacht auf eine 

Dysthymia diagnostizierte. Die Versicherte sei vorwiegend erschöpfungsbedingt nicht 

in der Lage, mehr als 50% zu arbeiten (act. G 8.62; vgl. auch den ausführlichen Bericht 

von Dr. D.___ vom 12. Dezember 2008, act. G 8.67). Ergänzend teilte Dr. D.___ am 

16. Januar 2009 mit, dass sich die bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit auf das bis vor 

zwei Jahren realisierte 70%ige Pensum bezogen habe. Die Begründung hierfür liege in 

der Doppelbelastung Erwerbstätigkeit und Haushaltspflichten (act. G 8.69).

A.d   RAD-Ärztin Dr. E.___ kam in der Stellungnahme vom 20. Januar 2009 zum 

Schluss, die Doppelbelastung Erwerbstätigkeit und Haushalt bilde einen IV-fremden 

Faktor und könne bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt 

werden. Es sei weiterhin von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 8.70).

A.e   Am 22. Januar 2009 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (act. 

G 8.71). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 23. Februar 2009 (act. G 8.79-2 ff.) 

hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 6. Mai 2010, IV 2009/66, teilweise 

gut und wies die Sache zur Vornahme eines psychiatrischen Gutachtens an die IV-

Stelle zurück. Allenfalls werde diese bei der Festlegung des Invaliditätsgrads eine 

Neubeurteilung der erwerblichen Einschränkung sowie der Aufteilung von Erwerbs- und 

Haushaltstätigkeit vorzunehmen haben (act. G 8.87).

A.f    Die Versicherte wurde am 13. April 2011 von Dr. med. F.___ und med. pract. 

G.___, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Im Gutachten 

vom 15. Juli 2011 diagnostizierten die Experten ohne Auswirkung auf die Arbeits­

fähigkeit eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1), eine 

rezidivierende depressive Störung, voll remittiert (ICD-10: F33.4) bei Status nach 

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leichter bis mittelgradiger depressiver Episode 2009/2010 sowie akzentuierte 

Persönlichkeitszüge mit abhängigen und histrionischen Anteilen (ICD-10: Z73.1). 

Sowohl für die angestammte wie auch für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge die 

Versicherte über eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (act. G 8.94).

A.g   Gestützt auf die gutachterliche Einschätzung stellte die IV-Stelle der Versicherten 

mit Vorbescheid vom 18. August 2011 in Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen. Bei 

der Ermittlung des 5%igen Invaliditätsgrads ging sie von einer 70%igen Erwerbs- und 

30%igen Haushaltstätigkeit aus (act. G 8.101). Dagegen erhob die Versicherte am 

22. September 2011 Einwand (act. G 8.102), den sie am 14. November 2011 mit einem 

Schreiben des behandelnden Dr. med. H.___, Oberarzt der Klinik I.___ für ambulante 

psychosomatische Behandlung und Rehabilitation AG, vom 11. November 2011 

ergänzte (act. G 8.105). Hierzu nahm der RAD am 20. Dezember 2011 Stellung und 

hielt fest, dass keine Gesichtspunkte vorgebracht worden seien, die nicht im Rahmen 

des Gutachtens beachtet worden wären (act. G 8.106). Am 22. Dezember 2011 

verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (act. G 8.107).

B.     

B.a   Gegen die Verfügung vom 22. Dezember 2011 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 23. Januar 2012. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung sowie die Zusprache einer 

Invalidenrente (act. G 1). In der ergänzenden Eingabe vom 19. März 2012 beantragt sie 

eventualiter, die Sache sei zur erneuten Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Im Wesentlichen stellt sich die Beschwerdeführerin auf den 

Standpunkt, das psychiatrische Gutachten sei nicht beweiskräftig. Gestützt auf die 

Einschätzungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen (vgl. den Bericht von 

Dr. H.___ vom 11. November 2011 und die ärztliche Zeugnisse von Dr. med. J.___, 

Psychiatrisches Zentrum Y.___, vom 19. Dezember 2011 und 26. Januar 2012, sowie 

die Bestätigung über die tagesklinische Behandlung im Psychiatrischen Zentrum Y.___ 

vom 27. Februar 2012, act. G 6.1 ff.) sei ein Rentenanspruch ausgewiesen (act. G 6).

B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2012 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, das psychiatrische 

Gutachten sei beweiskräftig und die Rentenabweisung sei zu Recht erfolgt (act. G 8).

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B.c   Mit Schriftsatz vom 4. Mai 2012 reicht die Beschwerdeführerin den 

Austrittsbericht der im Psychiatrischen Zentrum Y.___ behandelnden Psychologen vom 

19. April 2012 und ein Arztzeugnis von Dr. H.___ vom 26. April 2012 ein (act. G 9).

B.d   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. 

G 11).

 

Erwägungen:

1.      

Zu prüfen ist vorliegend, ob die angefochtene Ablehnung des Rentenanspruchs zu 

Recht erfolgte.

1.1    Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der 

für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.2    Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über (IVG; 

SR 831.20, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung; vgl. die gleichlautende 

Bestimmung des aArt. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) 

geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, 

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bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.

1.3    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Wenn der 

entscheid-relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die 

Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, N 62 zu Art. 61).

2.      

Die Beschwerdegegnerin vertritt gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 

15. Juli 2011 den Standpunkt, dass kein rentenbegründender Invaliditätsgrad bestehe 

(act. G 5.107). Die Beschwerdeführerin hält diese medizinische Beurteilung für nicht 

beweiskräftig (act. G 1 und G 6).

2.1    Zunächst bringt die Beschwerdeführerin vor, die angefochtene Verfügung stütze 

sich im Wesentlichen auf Untersuchungen bis August 2010. Während des ganzen

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Jahres 2011 sei sie jedoch weiterhin dringend auf ärztliche Behandlung angewiesen 

gewesen (act. G 1, S. 3 und G 6, S. 3).

2.1.1           Vorab ist festzustellen, dass die Behauptung, die angefochtene 

Rentenablehnung stütze sich im Wesentlichen bloss auf einen bis August 2010 

eingetretenen Sachverhalt, aktenwidrig ist. Die Experten stützten sich im Gutachten 

vom 15. Juli 2011 vielmehr auf eine am 13. April 2011 durchgeführte Untersuchung. 

Das Vorbringen der Beschwerdeführerin scheint denn auch auf einem Versehen zu 

beruhen, da sie bei ihrer Argumentation offenbar auf das Datum des 

Gutachtensauftrags (2. August 2010) abgestellt hat (act. G 8.94-1).

2.1.2           Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin während des ganzen Jahres 

2011 auf ärztliche Behandlung angewiesen gewesen sei, vermag keinen Zweifel am 

Gutachten entstehen zu lassen. Denn von einer Behandlungsbedürftigkeit darf nicht 

generell auf eine Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 24. April 2007, I 687/06, E. 5.2). Im Übrigen haben auch die Gutachter eine 

Fortsetzung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung empfohlen (act. 

G 8.94-20), weshalb davon ausgegangen werden kann, dass sie einer weiteren 

Behandlungsbedürftigkeit hinreichend Rechnung trugen.

2.2    Ferner macht die Beschwerdeführerin geltend, es seien anlässlich der 

Begutachtung keine Stellungnahmen der behandelnden medizinischen Fachpersonen 

eingeholt worden (act. G 1, S. 3). Das psychiatrische Gutachten vom 15. Juli 2011 

beruhte auf einer umfassenden persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin 

und erfolgte in Kenntnis sowie Würdigung der gesamten relevanten Voraktenlage. 

Insbesondere zogen die Gutachter auch den Bericht der Klinik I.___ vom 

13. September 2010 betreffend den Rehabilitationsaufenthalt vom 2. bis 27. August 

2010 mit ein (act. G 8.94). Es ergeben sich weder aus dem Gutachten noch den 

übrigen Umständen Gesichtspunkte, die das Einholen einer zusätzlichen 

Stellungnahme der behandelnden medizinischen Fachpersonen erfordert hätten. Die 

Beschwerdeführerin benennt den auch keinen entsprechenden konkreten Anlass.

2.3    Nach der Auffassung der Beschwerdeführerin fällt gegen die gutachterliche 

Einschätzung ins Gewicht, dass sie seit Dezember 2011 im Psychiatrischen Zentrum 

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Y.___ hospitalisiert bzw. behandelt werde (act. G 1, S. 3, und G 6, S. 3). Die 

gutachterliche Auffassung, wonach die erfolgte Rehabilitationsbehandlung erfolgreich 

verlaufen sei, treffe daher nicht zu (act. G 6, S. 4). Bei dieser Argumentation übersieht 

die Beschwerdeführerin, dass sich die Gutachter in diesem Zusammenhang zum 

Rehabilitationsaufenthalt vom 2. bis 27. August 2010 (vgl. zum Arztbericht vom 

13. September 2010 act. G 8.94-8) und bis zum Untersuchungszeitpunkt vom 13. April 

2011 eingetretenen Verlauf äusserten. Die erst mehr als ein halbes Jahr später erfolgte 

tagesklinische Behandlung vermag daher die damalige Sichtweise der Gutachter nicht 

in Zweifel zu ziehen. Dies umso weniger, als auch die damals in der Klinik I.___ 

behandelnden Ärzte von einem positiven Behandlungsverlauf sprachen (act. G 8.94-9) 

und deren Aussage - nebst den eigenen Untersuchungsergebnissen - Grundlage für 

die gutachterliche Äusserung bildete (act. G 8.94-17 f.).

2.4    Schliesslich führt die Beschwerdeführerin gegen die gutachterliche Beurteilung 

verschiedene Stellungnahmen der behandelnden medizinischen Fachpersonen ins Feld 

(act. G 6.1 ff. und G 9.1 f.).

2.4.1           In diesem Kontext ist darauf hinzuweisen, dass ein den 

Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V 

351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und nicht Anlass zu weiteren 

Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, die im Rahmen 

der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer anderen 

Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 9C_830/2007, 

E. 4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der Natur der 

Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden 

psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 

innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 

zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis 

vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).

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2.4.2           Was die Stellungnahme von Dr. H.___ vom 11. November 2011 (act. 

G 8.105) und vom 26. April 2012 (act. G 9.2), die ärztlichen Zeugnisse von Dr. J.___ 

vom 19. Dezember 2011 und 26. Januar 2012 sowie deren Bestätigung des 

Klinikaufenthalts vom 27. Februar 2012 (act. G 6.2 ff.) anbelangt, so sind diese allein 

schon wegen des Fehlens einer näheren Begründung nicht geeignet, die Beweiskraft 

des psychiatrischen Gutachtens zu erschüttern. Die im ärztlichen Zeugnis von 

Dr. H.___ ohne weiteren Angaben ab 16. März 2012 - mithin unmittelbar im Anschluss 

an die tagesklinische Rehabilitation - bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit ist nicht 

schlüssig (act. G 9.2), zumal sie im Widerspruch zur Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Psychologen des Psychiatrischen Zentrums steht, die ab diesem Zeitpunkt zumindest 

von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit ausgingen (Austrittsbericht vom 19. April 2012, act. 

G 9.2). Des Weiteren erwecken die genannten medizinischen Akten den Eindruck, dass 

hinsichtlich der Frage nach der Restarbeitsfähigkeit primär auf die Selbsteinschätzung 

der Beschwerdeführerin abgestellt wurde. Dieser Eindruck wird auch durch den 

Austrittsbericht vom 19. April 2012 bestätigt. Darin diagnostizierten die behandelnden 

Psychologen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive 

Episode und eine Somatisierungsstörung. Angesichts dieses Leidensbilds und mangels 

schlüssiger Begründung der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit erscheint eine 

60%ige Leistungseinbusse nicht nachvollziehbar (act. G 9.1). Der Psychostatus bei 

Austritt ergab schliesslich auch keine stark einschränkenden Befunde ("47-jährige 

Patientin, gepflegt, übergewichtig. Bewusstseinsklar, orientiert. Leichte 

Gedächtnisstörung. Keine Hinweise auf formale Denkstörung, Zwänge, Wahn, 

Sinnestäuschungen oder Ich-Störung. Im Affekt leicht depressiv und ängstlich. Leichte 

innere Unruhe. Antrieb leicht reduziert, Appetit unauffällig. Schwere 

Durchschlafstörung. Anamnestisch latente Suizidgedanken, aktuell klare 

Distanzierung", act. G 9.1).

2.4.3           Selbst wenn im Übrigen für die Dauer der tagesklinischen Behandlung 

(19. Dezember 2011 bis 16. März 2012) bis zum Austritt am 16. März 2012 von einem 

verschlechterten Gesundheitszustand auszugehen wäre, so fällt ins Gewicht, dass sich 

der Gesundheitszustand spätestens ab 16. März 2012 verbessert hat. Ein allfällig 

verschlechterter Gesundheitszustand dauerte daher weniger als 3 Monate und wäre 

ohne Relevanz für einen (befristeten) Rentenanspruch (vgl. Art. 88a Abs. 2 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Demnach kann offen 

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bleiben, ob die während der tagesklinischen Behandlung im Vordergrund gestandene 

Schmerzproblematik ("zentrales Thema", act. G 9.2, S. 4) eine invalidisierende Wirkung 

im Sinn der Schmerzrechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. BGE 130 V 352) zeitigte. 

Mit Blick darauf, dass der Psychostatus bei Austritt (act. G 9.1) demjenigen im 

psychiatrischen Gutachten (act. G 8.94-13 f.) entspricht, kann mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das gutachterlich bescheinigte 

Leistungsniveau spätestens ab 16. März 2012 wieder erreicht wurde.

2.5    Die gutachterliche Bescheinigung einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für 

jegliche Tätigkeiten beruht auf einer umfassenden eigenen Untersuchung und ist 

schlüssig. Insbesondere haben die Gutachter in Nachachtung der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (BGE 130 V 352) plausibel dargelegt, dass der Beschwerdeführerin 

eine Willensanstrengung zumutbar sei, ihre unspezifischen, somatoformen 

Beschwerden zu überwinden (act. G 8.94-18 f.). Ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad ist daher mit der Beschwerdegegnerin zu verneinen.

3.      

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. Der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran 

anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2.       Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

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