# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db9ffb08-c045-5568-a287-25b9630a0278
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.07.2021 725 20 437/188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-437-188_2021-07-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
Vom 8. Juli 2021 (725 20 437 / 188)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem objektivierbaren, 

retropatellären Knorpelschaden sowie einer allfälligen Läsion des Nervus femora-

lis und einem Schlittelunfall, bei welchem die versicherte Person eine Tibiapla-

teaufraktur zugezogen hatte. 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela War-
tenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1976 geborene A.____ arbeitete vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2019 als Fahr-
lehrer beim X.____ und war durch den Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 

 

 
 
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26. Dezember 2017 verunfallte er beim Schlitteln und zog sich dabei eine Tibiaplateaufraktur 
rechts zu mit anschliessender vollständiger Arbeitsunfähigkeit (Schadenmeldung vom 3. Januar 
2018). Die Suva erbrachte für die Folgen dieses Unfallereignisses die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen (Taggelder und Heilbehandlungskosten). Am 18. Juli 2018 wurde eine Kniearth-
roskopie durchgeführt. Danach hielt er sich zur Rehabilitation vom 15. Oktober 2018 bis 20. No-
vember 2018 stationär in der Klinik B.____ auf. Vom 8. Juli 2019 bis 31. August 2019 befand er 
sich in der Klinik C.____, wo unter anderem eine schwere depressive Episode und ein Verdacht 
auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurden (vgl. Austrittsbericht vom 
13. September 2019). Mit Verfügung vom 18. September 2019 stellte die Suva die Versiche-
rungsleistungen gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. med. D.____, FMH Neuro-
logie, vom 25. Juli 2019 und Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 21. Mai 2019 und 13. August 2019 per 30. September 2019 ein. 
Zur Begründung führte sie an, dass die geklagten körperlichen Beschwerden am rechten Knie 
nicht mehr unfallbedingt seien und deswegen keine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit mehr be-
stehe. In Bezug auf die psychischen bzw. allfälligen organisch nicht nachweisbaren Beschwerden 
sei der adäquate Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 26. Dezember 2017 zu vernei-
nen. Daran hielt die Suva nach Einholung der kreisärztlichen Stellungnahme von Dr. E.____ vom 
21. Februar 2020 mit Entscheid vom 9. Oktober 2020 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Altermatt, am 9. November 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid 
aufzuheben und es sei die Suva zu verpflichten, ihm über den 30. September 2019 hinaus die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In 
der Begründung beanstandete er die Beweistauglichkeit der kreisärztlichen Beurteilungen. Aus-
serdem sei der medizinische Endzustand noch nicht erreicht, weshalb die Suva den adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Unfallfolgen und dem Unfallereignis verfrüht 
geprüft habe. Da sämtliche Adäquanzkriterien gemäss Bundesgerichtsrechtsprechung erfüllt 
seien, habe sie die Adäquanz zu Unrecht verneint. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 1. Dezember 2020 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
D. Der Versicherte hielt in seiner Replik vom 25. März 2021 an seinen und die Suva in ihrer 
Duplik vom 9. April 2021 an ihren Rechtsbegehren fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

 

 
 
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erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 9. November 2020 ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 30. September 2019 hinaus An-
spruch auf Versicherungsleistungen der Suva hat. 
 
2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gibt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 
ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 
zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Der Anspruch auf Taggelder und 
Heilbehandlung entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er 
erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit 
dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Ren-
tenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und all-
fällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

 

 
 
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und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – 
im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 
129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen dem ver-
sicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden auch ein adäquater Kausalzusammen-
hang gegeben sei. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 
Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der 
erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechts-
frage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist 
(BGE 112 V 30 E. 1b).  

 
2.5  Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natür-
lichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Liegen keine organisch (hin-
reichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfol-
gen. Bei einem Unfall, bei welchem die versicherte Person kein Schleudertrauma oder einer adä-
quanzrechtlich äquivalenten Verletzung erlitten hat, hat die Adäquanzbeurteilung der Folgeschä-
den des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 (sog. Psycho-Praxis) entwickelten Kriterien zu erfol-
gen. Für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen sind nur die erlittenen 
körperlichen, aber nicht die psychischen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen mas-
sgebend (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).  

 
2.6 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 
(status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 
eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsauf-
hebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

 

 
 
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leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicher-
ten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 
2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
4.1 Den medizinischen Akten kann entnommen werden, dass der Versicherte anlässlich des 
Schlittelunfalls vom 26. Dezember 2017 eine posterolaterale Tibiaplateau-Impressionsfraktur 
rechts erlitt (vgl. Berichte des Spitals F.____ vom 27. Dezember 2017 und 5. Januar 2018). In 
der bildgebenden Untersuchung vom 4. Januar 2018 zeigte die Impres-sionsfraktur am posterola-
teralen Tibiaplateau eine fokale Knorpelschädigung des deckenden tibialen Knorpels mit deutli-
chem Knochenmarködem. Die Menisci und die Kreuzbänder seien intakt, wobei eine Zerrung 
oder ein kleinerer Einriss im distalen vorderen Kreuzband bestehen könnte. Ein weiteres sehr 
kleines Knochenmarködem befinde sich im medialen Tibiaplateau. Zudem sei eine retropatelläre 
Knorpelkontusion an der medialen Facette sowie ein deutlicher Hämarthros (= blutiger Gelenker-
guss) festzustellen. Ausserdem bestehe ein Verdacht auf eine Kapselruptur. Im MRT-Bericht vom 

 

 
 
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30. Mai 2018 wurde am rechten Knie eine mittelgradige Chondropathie retropatellär sowie eine 
leichtgradige Chondropathie beim lateralen femorotibialen Gelenk, eine kleine Bakerzyste und 
eine Tendinopathie der Semimembranussehne beschrieben. Aufgrund dieser Befunde wurde in 
der Klinik G.____ am 18. Juli 2018 eine Arthroskopie durchgeführt (vgl. Berichte der vom 18. und 
22. Juli 2018). Im postoperativen Verlauf zeigte sich beim Versicherten ein Defizit im Bereich der 
muskulären Aktivierung und eine Hyposensibilität (vgl. Verlaufsberichte der Klinik G.____ vom 
30. August 2018 bis 6. September 2018). Da die MRT-Untersuchung der Lendenwirbelsäule 
(LWS) vom 30. August 2018 keine auffälligen Befunde ergab, wurde eine neurologische Abklä-
rung veranlasst.  
 
4.2  Dr. med. H.____, FMH Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 25. September 2018 als 
Diagnosen eine unklare Schmerzsymptomatik der rechten unteren Extremität mit unklaren, funk-
tionellen sensomotorischen Ausfällen, derzeit ohne Nachweis einer peripheren neurogenen Lä-
sion bei Status nach Kniekontusion rechts fest. In der Beurteilung wies er darauf hin, dass er den 
Versicherten aufgrund der Knieschmerzen nicht habe vollständig untersuchen können. Er habe 
keine Hinweise für eine periphere neurogene Läsion im Bereich der unteren Ex-tremitäten, ins-
besondere für eine Läsion des Nervus femoralis, finden können Die Befunde der Elektroneuro-
myographie vom 24. September 2018 seien auch bland gewesen. Er könne die Beschwerden 
des Versicherten deshalb aus neurologischer Sicht nicht erklären.  
 
4.3 Am 1. Oktober 2018 wurden die LWS und der Plexus lumbosacralis rechts erneut bild-
gebend untersucht. Es ergaben sich keine wesentlichen Auffälligkeiten (vgl. Bericht des I.____ 
vom 1.Oktober 2018).  
 
4.4 Während des Aufenthalts in der Klinik B.____ vom 15. Oktober 2018 bis 20. November 
2018 wurde der Versicherte unter anderem psychiatrisch untersucht. Gemäss psychosomati-
schem Konsilium vom 16. Oktober 2018 sei es beim Versicherten infolge der Dauerschmerzen, 
der unregelmässigen stechenden Oberschenkelschmerzen, der Unklarheit über die Diagnosen 
und der Einschränkungen in der Freizeit sowie im Beruf zu einer depressiven Symptomatik ge-
kommen. Die psychiatrische Störung begründe eine mittelschwere arbeitsrelevante Leistungs-
minderung. Bei der MRT-Untersuchung vom 17. Oktober 2018 wurde beim rechten Knie ein 
atroph imponierender, partiell mitabgebildeter Musculus vastus medialis und lateralis (DD: neu-
rogenes Ödem) festgestellt. Am 15. November 2018 untersuchte die Fachärztin Dr. med. J.____ 
den Versicherten in neurologischer Hinsicht. Dr. J.____ berichtete am 23. November 2018, dass 
die klinische und elektrophysiologische Untersuchung wegen erheblicher Beschwerden unter 
Hypnose erfolgt sei. Sie erachtete die Befunde mit dem Vorliegen  
einer ausgeprägten axonalen Schädigung des Nervus femoralis rechts als vereinbar. Im Austritts-
bericht vom 27. November 2018 hielten die behandelnden Ärzte der Klinik B.____ als Diagnosen 
eine Fraktur des posterolateralen Tibiaplateaus, ein unklares Schmerzsyndrom der rechten un-
teren Extremität mit unklaren funktionellen sensomotorischen Ausfällen, derzeit ohne Nachweis 
einer peripheren neurologischen Läsion, ein Exanthem am Rücken unklarer Ätiologie, eine mit-
telgradige depressive Episode und einen Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung 
fest. 
 

 

 
 
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4.5 Mit Schreiben vom 10. Dezember 2018 wies Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie, Klinik G.____, die Klinik B.____ darauf hin, dass die Diagnose "unkla-
res Schmerzsyndrom der rechten unteren Extremität mit unklaren funktionellen sensomotori-
schen Ausfällen, derzeit ohne Nachweis einer peripheren neurologischen Läsion" falsch sei, sei 
doch eine Läsion des Nervus formalis gestützt auf die Beurteilung von Dr. J.____ nachgewiesen. 
Im Bericht vom 12. Dezember 2018 sprach Dr. K.____ in seiner Diagnosenauflistung nur noch 
von einer höchstwahrscheinlich bestehenden axonalen Schädigung des Nervus femoralis rechts.  
 
4.6 Die am 17. Dezember 2018 durchgeführte MRT-Untersuchung des rechten Oberschen-
kels und der Leiste ergab ein neurogenes muskuläres Ödem, eine diffuse Atrophie und eine deut-
liche Kontrastaffinität des Musculus rectus femoris und quadrizeps. Da eine Läsion des Nervus 
femoralis nicht sichtbar sei, müsse die Nervenschädigung zwischen den Abgängen der Muskel-
äste des Sartorius und des Rectus femoris liegen (vgl. auch Bericht von Dr. K.____ vom 18. 
Dezember 2018).  
 
4.7 Am 11. Januar 2019 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. E.____. Dieser 
hielt als Diagnosen einen Status nach Tibiakopf-Impressionsfraktur und offener Mikrofrakturie-
rung des Knorpels der medialen Patellafacette mit Einbringung eines unbesetzten Novocart-
Membrans, einen Verdacht auf eine axonale Schädigung des Nervus femoralis rechts, eine mas-
sive Muskelatrophie des rechten Oberschenkels und massive Einschränkungen des rechten 
Kniegelenks bei Bewegungs- und Belastungsschmerzen fest. In der Beurteilung führte er aus, 
dass auf den MRT-Bildern ein Kontusionsschaden des retropatellaren Knorpels an der medialen 
Facette sichtbar sei. Gleichzeitig falle auf, dass auf keiner der MRT-Bilder in der Patella ein Bone 
bruise (= Knochenmarködem) unter dem Knorpelschaden festzustellen sei. Demgegenüber sei 
ein solcher im Bereich der Tibiaplateaufraktur deutlich erkennbar. Damit sei zwar ein Schaden 
am Nervus femoralis messtechnisch nachgewiesen, die Ursache hierfür sei aber nicht evaluiert. 
Hierzu sei eine weitere neurologische Abklärung erforderlich. Weiter bestehe ein erhebliches 
Schmerzsyndrom mit Beteiligung einer psychischen Komponente. Gravierende strukturelle Schä-
den am Kniebandapparat könnten aufgrund der MRT-Bildgebung ausgeschlossen werden. Der 
Versicherte sei aktuell in der Lage, eine rein sitzende Tätigkeit ganztags durchzuführen. Demge-
genüber sei es ihm nicht mehr möglich, körperliche Arbeiten auszuüben. Denn eine tägliche Geh-
strecke von 4 x 500 m könne er aufgrund der einsetzenden Belastungsschmerzen beim Gehen 
kaum bewältigen. Eine Tätigkeit als Lehrer sei deswegen nicht mehr möglich.  
 
4.8 Auf Zuweisung von Dr. K.____ untersuchte Dr. med. L.____, FMH Neurologie, den Ver-
sicherten. In ihrem Bericht vom 22. Februar 2019 diagnostizierte sie ein anhaltendes 
Schmerzsyndrom, eine axonale Läsion des Nervus femoralis rechts, eine mittelgradige depres-
sive Episode und einen Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie hielt fest, 
dass die Befunde, insbesondere der MRT-Befund vom 17. Dezember 2018, und die von 
Dr. J.____ vorgenommenen neurologischen und neurophysiologischen Untersuchungen konsis-
tent seien, was eine Schädigung des Nervus femoralis belegen würde. Die Ursache hierfür bleibe 
jedoch unklar. Möglicherweise liege eine Blutsperre oder eine Verletzung durch das Anlegen des 
Katheters beim operativen Eingriff vom 18. Juli 2018 vor. Da die Untersuchung aus Zeitgründen 

 

 
 
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nur kursorisch habe durchgeführt werden können, werde der Versicherte zu einem späteren Zeit-
punkt umfassend untersucht. 
 
4.9 Im Bericht vom 19. März 2019 wies Dr. K.____ auf die MRT-Untersuchung des rechten 
Kniegelenks vom 18. März 2019 hin, welche ein deutlich fibrotisch verändertes und ausgedehn-
tes, retropatelläres Ersatzgewebe ohne ausgeprägtes Knochenödem zeige.  
 
4.10 In psychiatrischer Hinsicht ist den Akten zu entnehmen, dass vom 14. Januar 2019 bis 
18. Februar 2019 eine ambulante psychiatrische Behandlung des Versicherten in der M.____ 
stattfand. In den Berichten vom 24. und 30. April 2019 wurden als Diagnose eine mittelgradige 
depressive Episode und ein sonstiger chronischer Schmerz festgehalten. Aufgrund eines psychi-
schen Zusammenbruchs mit suizidalen Äusserungen hielt sich der Versicherte vom 3. April 2019 
bis 8. Juli 2019 stationär in der M.____ auf. Gemäss den Berichten vom 3. Juni 2019 und 5. 
August 2019 litt der Versicherte nun an einer schweren depressiven Episode ohne psychotische 
Symptome (ICD-10 F32.2), einer chronischen Schmerzstörung gemäss ICD-10 F45.41 und einer 
Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F61.  
 
4.11 Vor Eintritt in die M.____ am Nachmittag des 3. April 2019 erfolgte am Vormittag die 
angekündigte umfassende Untersuchung bei Dr. L.____. Gemäss ihrem Bericht vom 9. April 2019 
sei der somatische gesundheitliche Zustand unverändert. Der Versicherte gehe weiterhin mit ei-
ner Streckschiene rechts und belaste das Bein so wenig wie möglich. Wegen starker Schmerzen 
habe eine Untersuchung des rechten Knies nur teilweise stattfinden können. Nach wie vor be-
ständen eine Oberschenkelatrophie rechts und eine diffuse Hypästhesie im Ober- und Unter-
schenkel medial bei normaler Sensibilität am rechten Fuss. Die Hüftflexion sei bei geringer Inner-
vation der Kniestrecker nur leicht eingeschränkt gewesen. Sie betrachte eine polydisziplinäre Re-
habilitation als indiziert. Zurzeit stehe aber die Behandlung der psychischen Störungen im Vor-
dergrund. 
 
4.12  In der Aktenbeurteilung vom 10. Mai 2019 äusserte sich der Vertrauensarzt der Suva, 
med. pract. N.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zur Kausalität des psychischen Ge-
sundheitszustandes des Versicherten. Er stellte fest, dass es beim psychisch vorbelasteten Ver-
sicherten zu Komplikationen in Form von beunruhigenden Symptomen wie Schmerzen, Muskel-
schwund, Schwäche, Verlust der Sensibilität am betroffenen Bein gekommen sei, welche orga-
nisch nicht ausreichend erklärt werden könnten. Aufgrund dieser unklaren, diffusen somatischen 
Situation seien psychische Symptome aufgetreten. Das Vollbild einer affektiven Störung in Form 
einer ausgeprägten depressiven Episode habe bereits beim Aufenthalt in der Klinik B.____ im 
Herbst 2018 bestanden. Die anhaltende unklare Situation habe schliesslich zu einem psychi-
schen Zusammenbruch geführt. Die heute bestehende schwere depressive Episode sei deshalb 
überwiegend wahrscheinlich zumindest teilweise auf das Unfallereignis zurückzuführen.   
 
4.13 Da bis anhin keine vollständigen neurologischen Abklärungen durchgeführt werden 
konnten, beauftragte die Suva das Spital P.____ mit einer neurologischen Begutachtung. Ge-
mäss Bericht von Prof. Dr. med. N.____, FMH Neurologie, vom 30. Mai 2019 konnten elektro-

 

 
 
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physiologische Untersuchungen erst stattfinden, nachdem der Versicherte 4,5 mg Temesta Ex-
pedit eingenommen hatte. Die Untersuchungen ergaben unauffällige Neurographien des Nervus 
femoralis, des Nervus tibialis, des Nervus saphenus und des Nervus suralis. Die entsprechenden 
Muskeln hätten keine pathologischen Spontanaktivitäten (PSA) gezeigt (vgl. Elektromyographie 
und Elektroneurographie vom 31. Mai 2019). Prof. O.____ diagnostizierte aufgrund der elektro-
physiologischen und klinischen Befunde eine Parese sowie Hypästhesien am rechten Bein, ein 
anhaltendes Schmerzsyndrom bei Status nach Arthroskopie des rechten Kniegelenks und eine 
mittelgradige depressive Episode mit Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung. In 
der Beurteilung führte er aus, dass bei der klinischen Untersuchung eine Parese des rechten 
Beines bei dysfunktional anmutendem Gangbild mit intermittierend vollständiger Belastung des 
rechen Beines imponiert habe. Im Rahmen von unbewussten Bewegungsabläufen und in der 
konfrontativen Testung hätten plegische (= vollständig gelähmte) Muskelgruppen bewegt werden 
können. Es zeigten sich zudem fluktuierende Hypästhesien beim rechten Bein. Eine Beurteilung 
des Reflexstatus sei nicht möglich, da der Versicherte die Testung des Patellarsehnenreflexes 
abgelehnt habe. Der rechte Oberschenkel sei deutlich atroph, was auf das ständige Tragen der 
Knieschiene und der fehlenden Belastung zurückzuführen sei. Aufgrund der unauffälligen elekt-
rophysiologischen Diagnostik könne nicht von einer ursächlichen Nerven- und Muskelschädigung 
ausgegangen werden. Zwar könne eine initiale Schädigung des Nervus femoralis durch den an-
lässlich der Operation vom 18. Juli 2018 angelegten Femoraliskatheter nicht ausgeschlossen 
werden. Die hochgradige ausgeprägte Parese führte er aber nicht auf eine Nervenschädigung, 
sondern auf eine somatoforme Schmerzstörung zurück.  
4.14 Auf Veranlassung von Dr. L.____ hielt sich der Versicherte zur neurologischen Rehabi-
litation und psychosomatischen Behandlung vom 8. Juli 2019 bis 31. August 2019 stationär in der 
Klinik C.____ auf. In den Berichten vom 19. Juli 2019 und 12. August 2019 sowie im Austrittsbe-
richt vom 13. September 2019 wurden als Diagnosen eine schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome (ICD-10 F32.2), ein chronischer Schmerz mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41), ein Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-
10 F61) und ein chronisches Schmerzsyndrom mit einer axonalen Läsion des Nervus femoralis 
rechts mit Parese und Atrophie des Musculus quadrizeps femoris rechts und bei Status nach 
Kniearthroskopie rechts am 18. Juli 2018 festgehalten. Dem Austrittsbericht ist zu entnehmen, 
dass der Versicherte bei Eintritt an Unterarmgehstützen knapp zimmermobil gewesen sei. Dabei 
habe das rechte Bein durch eine Schiene stabilisiert werden müssen. Die klinische Untersuchung 
sei bei ausgeprägter Allodynie im Bereich des rechten Oberschenkels und des rechten Knies 
deutlich erschwert gewesen. Nach schrittweiser Anpassung und Intensivierung des multimodalen 
Therapieprogramms mit aktivierenden, kräftigenden und funktionsverbessernden Massnahmen, 
schmerzreduzierenden Verfahren, intensiven psychologischen Gespräche undt Teilnahme an ei-
ner Schmerzbewältigungsgruppe habe die Gehdistanz sukzessive gesteigert werden. Kurze Stre-
cken ohne Orthesen seien zunehmend realistischer geworden. Psychisch zeige sich der Versi-
cherte stabiler.  
 
4.15 Der Kreisarzt Dr. med. D.____, FMH Neurologie, beurteilte am 25. Juli 2019 den Ge-
sundheitszustand des Versicherten aus neurologischer Sicht. Er kam zum Schluss, dass auf-
grund der elektrophysiologischen Untersuchungen von Dr. H.____ vom 24. September 2018 und 

 

 
 
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von Prof. O.____ vom 31. Mai 2019 eine neurogene Nervenläsion mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit ausgeschlossen werden könne. Die neurologischen Befunde (Innervationsgebiete 
anderer Nerven, Beschwerdevalidierung mit Hinweis für nichtorganische Lähmungen) und die 
auffälligen neurophysiologischen Befunde würden auf eine nicht organische "funktionelle" Läh-
mung hinweisen. Die Oberschenkelatrophie lasse sich mit der Inaktivität des rechten Beines 
durch inädaquate Nutzung einer Extensionsschiene durch den Versicherten erklären. Bei fehlen-
den neurogenen Nervenschäden könnten die geltend gemachten Beschwerden am rechten Bein 
nicht auf das Unfallereignis zurückgeführt werden. Aus neurologischer Sicht bestehe eine volle 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. 
 
4.16 Am 13. August 2019 nahm der Kreisarzt Dr. E.____ nochmals Stellung zur medizini-
schen Aktenlage. Er hielt fest, dass die beim Schlittelunfall erlittene Tibiaplateaufraktur folgenlos 
ausgeheilt sei und die bestehenden Beschwerden nicht unfallbedingt seien. Bei den in den MRT-
Befunden gezeigten Knorpelschäden sei zu berücksichtigen, dass für deren Entstehung entweder 
ein direktes oder eine Abscherverletzung bei indirektem Trauma notwendig sei. Bei einem direk-
ten Trauma könne es zu einer Schädigung des Knorpels kommen, wenn die axiale Belastung mit 
einer Krafteinwirkung einhergehe, welchr einem freien Fall aus 4 m Höhe entspreche. Beim vor-
liegenden Unfallereignis sei nicht davon auszugehen, dass die axiale Gewalteinwirkung zu einer 
direkten Schädigung des Knorpels im femoropatellaren Gleitlager geführt habe. Dazu komme, 
dass weder in der Patella noch in der Trochlea ein Bone bruise entstanden sei, was aber bei einer 
knorpelschädigenden Krafteinwirkung zu erwarten gewesen wäre. Selbst wenn es sich um eine 
direkte anstelle einer axialen Gewalteinwirkung gehandelt hätte, sei eine erhebliche Krafteinwir-
kung notwendig. Dabei müssten die direkt vorgelagerten Strukturen am Kniegelenk (Haut, Pa-
tella, Kniescheibenband) Schäden aufweisen, was hier aber nicht feststellbar sei. Bei einer indi-
rekten Gewalteinwirkung sei es vorstellbar, dass Scherkräfte zu subchondralen Verletzungen in 
Form eines Bone bruise sowie Begleitverletzungen an den Kniestrukturen (Seitenbänder, Kreuz-
bänder, Kapselretinakula etc.) führten. Vorliegend liessen sich aber bildgebend keine Hinweise 
auf eine solche Verletzung finden. Es sei deshalb davon auszugehen, dass das Unfallereignis 
nicht geeignet gewesen sei, einen Knorpelschaden durch Scherkräfte hervorzurufen. Es sei zwar 
möglich, dass die operativ resezierte Plica mediopatellaris (= Falte der Gelenkschleimhaut) durch 
den Hämarthros, der überwiegend wahrscheinlich durch die Fraktur entstanden sei, entzündlich 
verändert gewesen sei und dadurch subpatelläre Einklemmungen hervorgerufen habe. Solche 
Entzündungen seien jedoch temporär und würden nach dem Verschwinden des Hämarthros 
spontan ausheilen. Im Rahmen des Einspracheverfahrens äusserte sich Dr. E.____ am 21. Feb-
ruar 2020 erneut zur medizinischen Aktenlage. Er hielt daran fest, dass für die Annahme eines 
unfallbedingten Knorpelschadens ein Knochenmarködem in der Patella vorliegen müsste. Da ein 
solches Ödem nicht festgestellt worden sei, könnten die retropatellären osteochondralen Läsio-
nen nicht auf das Unfallereignis zurückgeführt werden. 
 
4.17 Der behandelnde Psychiater Dr. med. Q.____ schrieb den Versicherten aufgrund einer 
vorerst mittelgradigen und später schweren Episode sowie einer seit Jahren bestehenden chro-
nischen Schmerzstörung zu 100 % arbeitsunfähig. Der Versicherte sei aufgrund der massiven 
Antriebsstörung, des Konzentrationsmangels, der beeinträchtigten Gedächtnisleistung, der feh-
lenden Belastbarkeit, der fehlenden Geduld, der Schmerzen, der Immobilität sowie der raschen 

 

 
 
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Ermüdbarkeit aktuell nicht erwerbsfähig (vgl. Berichte vom 20. November 2019, 10. Februar 2020 
und 28. Mai 2020). 
 
5.1 Die Suva stützte sich bei der Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. September 
2019 in somatischer Hinsicht auf die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. D.____ vom 25. Juli 
2019 und von Dr. E.____ vom 13. August 2019 und 21. Februar 2020. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass keine organischen Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Dieses Ergebnis der vo-
rinstanzlichen Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hier-
vor), kommt nach der Rechtsprechung den Berichten beratender Ärzte des Versicherungsträgers 
zwar nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut-
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber 
soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner 
Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an 
der Richtigkeit der Feststellungen der Dres. D.____ und E.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr fest-
zuhalten, dass sich sowohl Dr. D.____ als auch Dr. E.____ einlässlich mit den bei den Akten 
liegenden medizinischen Unterlagen umfassend auseinandersetzen und die Unfallkausalität 
schlüssig verneinten.  
 
5.2 Im Streit steht die Unfallkausalität einer allfälligen Läsion des Nervus femoralis und des 
bildgebend objektivierbaren, retropatellären Knorpelschadens. Dr. D.____ stützte seine Ansicht, 
wonach aus neurologischer Sicht keine Schädigung des Nervus femoralis vorliege und die 
Paresen, die Oberschenkelatrophie sowie die schmerzhaften Sensibilitätsstörungen bei der ge-
samten rechten unteren Extremität nicht unfallkausal seien, auf die Berichte von Dr. H.____ vom 
25. September 2018 und Prof. O.____ vom 31. Mai 2019. Dabei überzeugt die Beurteilung von 
Prof. O.____. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die elektrophysiologische Untersuchung  
– im Gegensatz zu denjenigen durch Dr. H.____ sowie Dr. J.____ und Dr. L.____ – vollständig 
durchgeführt werden konnte. Auch in klinischer Hinsicht konnte der Versicherte – bis auf zwei 
einzelne Testungen – umfassend untersucht werden. Prof. O.____ kam gestützt auf seine Be-
funde zum Schluss, dass das Vorliegen einer Läsion des Nervus femoralis in neurologischer Hin-
sicht nicht bestätigt werden könne. Er schloss zwar nicht aus, dass es bei der Arthroskopie vom 
18. Juli 2018 beim Anlegen des Femoraliskatheters zu einer leichten Schädigung des Nervus 
femoralis gekommen sei. Er betrachtete es jedoch nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass 
es tatsächlich zu einer solchen Schädigung gekommen sei; er ordnete die Beschwerden vielmehr 
einer somatoformen Schmerzstörung zu. Die abweichenden Auffassungen von Dr. J.____, Dr. 
L.____ und Dr. K.____, welche von einer nachgewiesenen axonalen Verletzung des Nervus 
femoralis ausgehen, die entweder auf das Unfallereignis oder auf eine Schädigung durch das 
Anlegen des Femoraliskatheters zurückzuführen sei, erweisen sich als nicht genügend beweis-
kräftig. Dr. K.____ und Dr. L.____ stützen sich auf ihre eigenen klinischen Untersuchungen und 
auf die elektroneurographischen und elektromyographischen Befunde von Dr. J.____. Die Ergeb-
nisse von Dr. J.____ sind jedoch nur beschränkt aussagekräftig, da die Untersuchungen nur unter 
Hypnose durchgeführt werden konnten, während diejenigen von Prof. O.____ lediglich der Ab-
gabe eines Beruhigungsmittels bedurften. Dr. J.____ erachtete zwar die Befunde mit dem Vorlie-
gen einer ausgeprägten axonalen Schädigung der Nervus femoralis als "vereinbar". Gleichzeitig 
hielt sie aber in ihrer Diagnoseaufstellung fest, dass der Nachweis einer peripheren neurogenen 

 

 
 
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Läsion fehle. Selbst Dr. L.____ stellte in ihrem Bericht vom 22. Februar 2019 ausdrücklich und 
Dr. K.____ in seinem Bericht vom 12. Februar 2019 implizit fest, dass eine strukturelle Nervenlä-
sion in der Bildgebung nicht habe nachgewiesen werden können. Bei dieser Sachlage hat die im 
Raum stehende Schädigung des Nervus femoralis als nicht objektivierbar zu gelten. Es ist daher 
nicht zu beanstanden, dass Dr. D.____ insbesondere die Beurteilung von Prof. O.____ als aus-
schlaggebend erachtet hat und davon ausgegangen ist, dass keine Schädigung des Nervus 
femoralis vorliege. Daran ändert auch der MRT-Bericht vom 17. Dezember 2018 nichts, in wel-
chem festgestellt wurde, dass eine Nervenschädigung zwischen den Abgängen der Äste des 
Musculus sartorius und des rectus fermoris liegen müsse. Bei dieser Äusserung handelt es sich 
lediglich um eine Vermutung, was jedoch beweisrechtlich nicht genügt, um von einer objektivier-
baren Läsion des Nervus femoralis ausgehen zu können (vgl. BGE 121 V 204 E. 6b, 117 V 194 
E. 3b). Auch mit der Beurteilung von Dr. E.____ vom 11. Januar 2019, in welchem dieser fest-
stellte, eine Schädigung am Nervus femoralis sei messtechnisch nachgewiesen, lässt sich der 
Nachweis einer solchen Schädigung nicht erbringen. Weiter machte Dr. D.____ zu Recht auf 
Inkonsistenzen aufmerksam. So habe Prof. O.____ bei seiner Untersuchung bei unbewussten 
Bewegungsabläufen Bewegungen von plegischen Muskelgruppen feststellen können, was aber 
nicht zu den angegebenen Paresen passen würde. Ebenso würden die von Prof. O.____ in seiner 
Beurteilung festgehaltenen positiven Hooverzeichen, wonach eine Innervation des paretischen 
Beines beim Anheben des kontralateralen nicht paretischen Beines erfolgt sei, auf inkonsistente 
Beschwerdeangaben schliessen lassen. Auch Dr. L.____ stellte in ihrem Bericht vom 22. Februar 
2019 fest, dass die schmerzbedingte Minderinnervation von Muskeln nicht zu erklären sei, zumal 
sich diese Muskeln in der elektromyographischen Untersuchung als unauffällig zeigten.  
 
5.3 Mit der bildgebend nachgewiesenen retropatellären osteochondralen Läsion am rechten 
Kniegelenk setzte sich Dr. E.____ in seinen Beurteilungen vom 13. August 2019 und 21. Februar 
2020 eingehend auseinander. Seine Ausführungen, wonach ein Knorpelschaden hinter der Knie-
scheibenrückfläche (Patella) nur dann auf das Unfallereignis zurückgeführt werden könne, wenn 
ein Knochenmarködem hinter der Patella vorliege, sind nachvollziehbar und mit Hinweisen auf 
die Fachliteratur belegt. Anhaltspunkte, welche Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser medizini-
schen Ausführungen erwecken könnten, ergeben sich keine aus den Akten. Im Bereich der Pa-
tella, des femoropatellaren Gleitlagers und der Femurkondyle konnten keine Knochenmarködeme 
nachgewiesen werden. Die in der MRT vom 4. Januar 2018 sichtbaren Knochenmarködeme be-
fanden sich im oberen Teil der Tibia, aber nicht bei der Patella. Bei der Patella handelt es sich 
jedoch um einen von der Tibia klar unterscheidbaren, knöchernen Gelenkkörper des Knies 
(vgl. PSCHYREMBEL ONLINE: URL: https://bit.ly/3eMQqxP [7. 7.2021]). Es ist daher nicht zu bean-
standen, wenn Dr. E.____ aufgrund der Bildgebung zum Schluss kommt, dass kein Hinweis auf 
eine unfallbedingte Knorpelschädigung an der Rückfläche der Patella bestehe. Nicht zuletzt spre-
chen auch die fehlenden Begleitverletzungen an den Kniestrukturen gegen das Vorliegen einer 
traumatischen Ursache der retropatellären Knorpelschädigung (vgl. Literaturhinweis von 
Dr. E.____ in seiner Beurteilung vom 13. August 2019). Hierzu ist insbesondere auf den MRT-
Befund vom 30. August 2018 zu verweisen, in welchem festgestellt wurde, dass die Kniebinnen-
strukturen vollständig erhalten seien (vgl. auch Verlaufsbericht von Dr. K.____ vom 4. Januar 
2018 bis 2. Februar 2018). Daran ändert auch der Verweis des Versicherten auf der MRT-Befund 
vom 4. Januar 2018 nichts, wonach eine zentrale Stauchung des retropatellären Knorpels mit 

 

 
 
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Verdacht auf eine Einblutung und oberflächliche Unregelmässigkeit insbesondere an der media-
len Facette festgehalten wurde. Denn ein Verdachtsbefund reicht nicht aus, um mit im Sozialver-
sicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer unfall-
bedingten retropatellären Knorpelschädigung ausgehen zu können (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 
Hinweisen).  
 
5.4 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilungen der Dres. D.____ und E.____ bestehen, weshalb 
darauf abzustellen ist. Auch wenn die vom Versicherten geäusserten Beschwerden alleine schon 
aufgrund der ausgeprägten Atrophie am rechten Bein glaubhaft sind, sind sie nicht hinreichend 
objektivierbar. Denn nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann erst dann von 
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen gesprochen werden, wenn die erhobenen Be-
funde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen hinreichend bestätigt wurden (BGE 138 V 248 
E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hin-
weisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall, weshalb der Versicherte die Folgen der Beweislosigkeit 
zu tragen hat, da er aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (vgl. dazu Urteil 
des Bundesgerichts vom 12. Juni 2014, 9C_701/2013, E. 4.1; BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweis). 
Es ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass die Suva davon ausging, dass zum Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung per 30. September 2019 die geklagten, somatischen Beeinträchtigungen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 26. Dezember 2017 zurück-
zuführen seien und deshalb für deren Behandlung keine Leistungspflicht bestehe.  
 
6.1 Aufgrund der medizinischen Aktenlage durfte die Suva – entgegen der Ansicht des Ver-
sicherten – zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 30. September 2019 den adäquaten Kau-
salzusammenhang nach Massgabe von BGE 115 V 133 prüfen. Denn gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung ist die Prüfung der Adäquanz nach BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt 
vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann 
(BGE 144 V 354 E. 4.2 und 134 V 109 E. 6.1). Ist ein Endzustand der organisch objektiv ausge-
wiesenen Unfallfolgen eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsent-
schädigung abzuschliessen (BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen, 134 V 109 E. 4.1). Aus den 
vorstehend geschilderten medizinischen Unterlagen geht klar hervor, dass beim Versicherten im 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung per Ende September 2019 keine nachweisbaren somatischen 
Unfallfolgen mehr vorlagen, sondern ausschliesslich psychische und allenfalls organisch nicht 
hinreichend nachweisbare Unfallfolgeschäden. Unter diesen Umständen durfte die Suva den Fall-
abschluss per Ende September 2019 vornehmen und im Hinblick auf einen allfälligen Anspruch 
auf eine Invalidenrente auf diesen Zeitpunkt hin prüfen, ob die beim Versicherten vorhandenen 
psychischen bzw. nicht objektivierbaren Gesundheitsbeeinträchtigungen in einem natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 26. Dezember 2019 stehen. Da 
sich der Versicherte beim Schlittelunfall weder ein Schleudertrauma der HWS, noch eine adä-
quanzrechtliche äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma zugezogen hatte, hat die 
Suva zu Recht die Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 vorgenommen. Damit sind die vom 

 

 
 
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Versicherten in der Beschwerde vom 9. November 2020 aufgeführten Kriterien gemäss Schleu-
dertrauma-Praxis nicht anwendbar.   
 
6.2.1 Für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist an das (objektiv erfass-
bare) Unfallereignis anzuknüpfen. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungs-
weise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren 
Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schwe-
ren Unfällen erfolgt. Massgebend ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei ent-
wickelnden Kräften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem 
Unfallgeschehen zugeordnet werden können (BGE 134 V 109 E. 10.1; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, 
U 2/07 E. 5.3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2011, 8C_100/2011, E. 3.4 Ingress, nicht 
publ. in: BGE 137 V 199).  
 
6.2.2 Vorliegend fuhr der Versicherte am 26. Dezember 2017 auf einem Schlitten, als er beim 
Versuch, einem anderen Schlitten auszuweichen, frontal in eine von Schnee bedeckten Mauer 
fuhr. Dabei zog er sich eine Tibiaplateau-Impressionsfraktur zu (vgl. Schadenmeldung UVG vom 
3. Januar 2018; Arztzeugnis UVG von Dr. med. R.____, FMH Allgemeinmedizin, vom 10. Februar 
2018). Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften 
ist das Ereignis mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts als mittelschwerer Unfall 
im Grenzbereich zu leichteren Ereignissen zu qualifizieren (vgl. zur bundesgerichtlichen Kasuis-
tik: ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
Zürich/Basel/Genf 2012, S. 64).  
 
6.3.1 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig 
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon er-
scheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.3). Als wichtigste Kri-
terien sind zu nennen (BGE 115 V 133 E. 6c/aa): 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe  

  Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

- körperliche Dauerschmerzen; 

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit  

 
6.3.2 Bei mittelschweren Ereignissen im Grenzbereich zu leichten Unfällen müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs entweder ein einzelnes in besonders ausge-
prägter Weise oder aber vier dieser Kriterien erfüllt sein (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 64 
mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).  
 

 

 
 
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6.4.1 Die Kriterien "besonders dramatische Begleitumstände" und "besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls sind objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. 
Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr.  U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil 
des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1). Der Versicherte erachtet den Unfall 
vom 26. Dezember 2017 als besonders eindrücklich, weil er beim Schlitteln mit gestrecktem Bein 
in eine hinter einem Schneewalm versteckten Mauer geprallt sei. Es ist nachvollziehbar, dass der 
Versicherte den Vorfall in subjektiver Hinsicht als eindrücklich empfand. Objektiv betrachtet und 
unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrück-
lichkeit innewohnt (BGE 135 I 169 nicht publ. E. 7.2 des Urteils vom 15. Juni 2009, 8C_807/2008; 
Urteil des Bundesgerichts vom 16.  Dezember 2016, 8C_611/2016, E. 3.4 mit weiteren Hinwei-
sen), kann das Unfallereignis aber, so wie es sich vorliegend insgesamt zugetragen hat, nicht als 
besonders dramatisch oder eindrücklich im Sinne der massgebenden bundesgerichtlichen Recht-
sprechung bezeichnet werden, womit diese Kriterien nicht erfüllt sind. 
 
6.4.2 Auch das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlittenen Verletzungen ist 
nicht erfüllt. In BGE 140 V 356 E. 5.5.1 setzte sich das Bundesgericht näher mit diesem Kriterium 
auseinander und wies auf die Kasuistik in seinem Urteil vom 6. November 2012, 8C_398/2012, 
E. 6.2.1 f. hin. Auch wenn sich der Versicherte beim Unfall vom 26. Dezember 2017 eine Kno-
chenfraktur zuzog, war diese Verletzung im Lichte der bundesgerichtlichen Kasuistik weder be-
sonders schwer noch von besonderer Art, um erfahrungsgemäss eine psychische Fehlentwick-
lung herbeiführen zu können. 
 
6.4.3 Desgleichen können die Kriterien "ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behand-
lung" und "körperliche Dauerschmerzen" nicht bejaht werden. Zwar steht der Versicherte seit dem 
Schlittelunfall in ärztlicher Behandlung. Das Gericht ist überzeugt davon, dass der Versicherte 
erhebliche Schmerzen hat und er deswegen in seiner Mobilität eingeschränkt ist. Es kann jedoch 
nicht darüber hinweggesehen werden, dass sich die geklagten Schmerzen nicht genügend ob-
jektivieren lassen. Da organisch nicht hinreichend erklärbare Beschwerden und psychische Be-
einträchtigungen bei einer Prüfung der Adäquanz nach BGE 115 V 133 nicht in die Beurteilung 
einzubeziehen sind, ist das Vorliegen dieser beiden Kriterien rechtsprechungsgemäss zu vernei-
nen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 28. Januar 2016, 8C_649/2015, E. 6.2 und vom 28. 
April 2010, 8C_903/2009, E. 4.6). 
 
6.4.4 Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert hat, ist nicht erfüllt. Für die Annahme, dass bei der Arthroskopie vom 18. Juli 2018 
der Nervus femoralis beim Anlegen eines Femoraliskatheters verletzt wurde, fehlt ein rechts-
genüglicher Nachweis. 
 
6.4.5 Aus der ärztlichen Behandlung und der erheblichen Beschwerden kann nicht schon auf 
ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen 
geschlossen werden. Die Einnahme von Medikamenten und die Durchführung von verschiede-
nen Therapien genügen nicht für die Bejahung dieses Kriteriums. Es bedarf hierzu besonderer 

 

 
 
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Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Novem-
ber 2014, 8C_496/2014, E. 4.6). Solche Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich und werden vom 
Versicherten auch nicht geltend gemacht.  
 
6.4.6 Schliesslich ist hinsichtlich des Kriteriums des Grads und der Dauer der physisch be-
dingten Arbeitsunfähigkeit festzuhalten, dass gemäss der medizinischen Aktenlage die organisch 
nachgewiesenen Unfallfolgen zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 30. September 2019 
verheilt waren und keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründeten. Die heute bestehende Arbeitsun-
fähigkeit ist vorwiegend auf die psychischen Störungen zurückzuführen, welche jedoch bei die-
sem Kriterium nicht massgebend sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). Demnach ist auch dieses Kri-
terium als nicht erfüllt zu betrachten. 
 
6.4.7 Somit ist keines der Adäquanzkriterien erfüllt. Folglich muss nach bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung der adäquate Kausalzusammenhang zwischen allfälligen nicht objektivierbaren 
somatischen sowie psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 26. Dezember 2017 
verneint werden. Bei diesem Ergebnis könnte die Adäquanz selbst dann nicht bejaht werden, 
wenn – wie der Versicherte geltend macht – von einem mittelschweren Unfallereignis im engeren 
Sinn auszugehen wäre. 
 
7. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Suva ihre Leistungspflicht 
für die vom Versicherten geklagten, jedoch organisch nicht nachweisbaren Beschwerden und für 
die psychischen Beeinträchtigungen abgelehnt und die Versicherungsleistungen per 30. Septem-
ber 2019 eingestellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 9. ktober 2020 
erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.