# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f0dbab7-7c21-589c-ab97-efb1bd348ca3
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 28.11.2023 602 2022 265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2022-265_2023-11-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Rue des Augustins 3, case postale 630, 1701 Fribourg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2022 265

Urteil vom 28. November 2023

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richter: Dominique Gross 

Vanessa Thalmann
Gerichtsschreiber: Timothy Schertenleib 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Zbinden

gegen

OBERAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz, 

GEMEINDE KERZERS, Erstinstanz, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Schneuwly

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen; Natur- und Heimatschutz

Ausnahmebewilligung für die Baum- und Heckenbeseitigung im Perimeter 
Detailbebauungsplan Stockacker

Beschwerde vom 23. Dezember 2022 gegen den Entscheid vom 24. Novem-
ber 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Die A.________ (Beschwerdeführerin) stellte am 30. März 2021 bei der Gemeinde Kerzers 
(Gemeinde) ein Gesuch um eine Ausnahmebewilligung für die Baum- und Heckenbeseitigung im 
Perimeter des Detailbebauungsplans (DBP) Stockacker, im Bereich der Wilergasse. Die Gemeinde 
erteilte am 5. Juli 2021 die Ausnahmebewilligung und publizierte diese im Amtsblatt Nr. 29 vom 
23. Juli 2021.

B. Im selben Amtsblatt publizierte die Gemeinde auch den DBP Stockacker in vierter öffentlicher 
Auflage, auf den sich das Ausnahmebewilligungsgesuch insbesondere stützte. Gegen diesen DBP 
wurden diverse Einsprachen erhoben, welche die Gemeinde abwies. Die Einsprecher erhoben hier-
gegen Beschwerde bei der Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt 
(RIMU). Diese Beschwerden sind nach wie vor hängig, und der DBP wurde noch nicht von der RIMU 
genehmigt. 

C. Gegen die Ausnahmebewilligung erhoben die Vereine B.________, C.________ und 
D.________ sowie acht Einzelpersonen (Einsprechergruppe Stockacker) Beschwerden beim Ober-
amt des Seebezirks (Vorinstanz).

D. Die Vorinstanz vereinte diese Beschwerdeverfahren. Mit Entscheid vom 24. November 2022 
hiess sie die Beschwerden gut und hob die Ausnahmebewilligung auf. Zur Begründung führte sie 
insbesondere aus, die Erteilung einer Ausnahmebewilligung sei vor der Genehmigung des DBP, der 
die Verkehrserschliessung definiert, nicht möglich. Ferner sei eine Ausnahmebewilligung gestützt 
auf das Koordinationsprinzip im Rahmen eines Baubewilligungsgesuchs zu erteilen.

E. Gegen diesen Entscheid hat die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Dezember 2022 
Beschwerde an das Kantonsgericht erhoben. Sie beantragt insbesondere, der Entscheid sei aufzu-
heben und die Ausnahmebewilligung der Gemeinde sei zu bestätigen; eventualiter sei der Entscheid 
der Gemeinde zu bestätigen, unter Erteilung der Bedingung, dass der DBP Stockacker in vierter 
Auflage genehmigt werde; subeventualiter sei die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

F. Mit Schreiben vom 6. Februar 2023 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde.

G. Am 17. März 2023 beantragt die Gemeinde die Gutheissung der Beschwerde.

H. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen 

1.

Das Kantonsgericht ist gestützt auf Art. 114 Abs. 1 Bst. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) i.V.m. Art. 53 Abs. 2 des kantonalen 
Gesetzes vom 12. September 2012 über den Natur- und Landschaftsschutz (NatG; SGF 721.0.1) 

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zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung 
des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 
VRG). Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher 
einzutreten.

2.

Mit Beschwerde an das Kantonsgericht kann insbesondere die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens gerügt werden. Die Rüge der Unangemessen-
heit ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

3.1. Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid zur Begründung insbesondere aus, die Erteilung 
einer Ausnahmebewilligung sei vor der Genehmigung des DBP, der die Verkehrserschliessung defi-
niert, nicht möglich. Die Verkehrserschliessung sei zwingend im DBP zu regeln. Die Ausnahmebe-
willigung für die Baum- und Heckenbeseitigung könne nicht losgelöst vom DBP erteilt werden, da 
sie die Zufahrt zum betreffenden Perimeter zum Ziel habe. Die Erteilung einer Baubewilligung – und 
damit verbundenen Ausnahmebewilligung – sei vor Genehmigung des DBP nicht möglich. Solange 
eine vollständige Erschliessung nicht sichergestellt sei, könne für die Wohnüberbauung nämlich 
keine Baubewilligung erteilt werden. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Ausnahmebewilligung könne direkt auf Basis des rechts-
kräftigen Zonennutzungsplans der Gemeinde Kerzers sowie des Art. 33 des kommunalen Planungs- 
und Baureglements (PBR) vom 25. Februar 2015 (durch die Direktion genehmigt am 30. September 
2015) erteilt werden. Ein Zuwarten bis zur Genehmigung des DBP sei nicht notwendig.

3.2. Detailbebauungspläne finden ihre Grundlagen in den Art. 62 ff. des kantonalen Raumpla-
nungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 (RPBG; SGF 710.1). Ein DBP regelt die Überbau-
barkeit von Teilgebieten der Gemeinde mit dem Ziel, die im Zonennutzungsplan und im dazugehöri-
gen Reglement vorgesehene ortsplanerische Grundordnung zu ergänzen oder zu verfeinern (Art. 
62 Abs. 1 RPBG). Die Gemeinde legt im Zonennutzungsplan Perimeter fest, in denen ein DBP 
erstellt werden muss, bevor eine Baubewilligung erteilt werden kann, wobei sie im Reglement zum 
Zonennutzungsplan die Ziele und Grundsätze für die Erstellung des DBP festlegt (Art. 63 Abs. 1 
RPBG). Ein DBP enthält für den festgelegten Perimeter insbesondere Vorschriften über die 
Erschliessung (Art. 65 Abs. 1 RPBG). Die Direktion prüft den DBP unter dem Gesichtspunkt der 
Gesetzes- und Zweckmässigkeit und seiner Übereinstimmung mit den kantonalen und regionalen 
Plänen und genehmigt ihn (Art. 86 Abs. 3 RPBG).

3.3. In Art. 33 PBR mit dem Titel "Perimeter mit obligatorischem Detailbebauungsplan 'Stock-
acker'" wird der Perimeter Stockacker der Pflicht zu einem obligatorischen DBP unterworfen (Abs. 
1). Die Erschliessung hat vom Gärteli, der Sonnhaldenstrasse, der Stockackerstrasse oder der 
Wilergasse her zu erfolgen (Abs. 3). Die landschafts- und quartierverträgliche Verkehrserschlies-
sung sowie optimale Bedingungen für den Langsamverkehr werden als wichtige Anforderungen an 
die Gesamtüberbauung festgehalten (Abs. 4, 5. Lemma). Das PBR hält in Art. 6 Abs. 2 sodann fest, 
dass in Perimetern mit obligatorischen DBP kein Baugesuch bewilligt wird, das nicht einem geneh-
migten DBP entspricht, ausgenommen Umbauten und kleinere Anbauten, welche die nachfolgende 
Ausarbeitung des DBP in keiner Weise präjudizieren. 

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3.4. Nach den kantonalen und kommunalen Rechtsgrundlagen muss somit ein rechtsgültiger und 
damit von der Direktion genehmigter DBP vorliegen, bevor eine Baubewilligung erteilt werden kann 
(Art. 63 Abs. 1 RPBG für das kantonale, Art. 6 Abs. 2 PBR für das kommunale Recht). Gemäss der 
gesetzlichen Konzeption bildet der DBP – als kommunaler Detailplan – nämlich die materielle Grund-
lage hinsichtlich der Überbaubarkeit des von ihm umfassten Perimeters, in Ergänzung des kommu-
nalen Zonennutzungsplans. Abweichungen von den planerischen Vorschriften im DBP können im 
Rahmen späterer Baubewilligungsverfahren gestützt auf Art. 148 Abs. 1 RPBG zugelassen werden. 
Insofern stellt der DBP, eben als Planungsinstrument, eine Grundlage für das Bewilligungsverfahren 
des späteren Bauprojekts dar (vgl. hinsichtlich der Zulassung von Abweichungen bspw. Urteil KG 
FR 602 2020 106 vom 3. März 2021 E. 4.4). Bevor konkrete Bauprojekte genehmigt werden, muss 
folglich ein rechtsgültiger DBP vorliegen, da die Projekte auf dessen Vorschriften basieren müssen. 
Vorliegend geht es jedoch nicht um eine Baubewilligung, sondern um eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 20 i.V.m. 22 NatG (vgl. sogleich E. 3.5). Es ist aufgrund der Beschwerde zu prüfen, ob 
auch für eine solche Ausnahmebewilligung zwingend ein rechtsgültiger DBP vorliegen muss, wie 
dies die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid dargelegt hat.

3.5. Nach Art. 22 Abs. 1 NatG dürfen Gehölze ausserhalb des Waldareals, wie Hecken, nicht 
entfernt werden, wenn sie sich ausserhalb der Bauzone befinden, standortgerecht sind und einen 
ökologischen oder landschaftlichen Wert aufweisen. Die anderen Massnahmen zum Schutz von 
Gehölzen ausserhalb des Waldareals obliegt den Gemeinden (Art. 22 Abs. 2 NatG). Ausnahmen 
von den Schutzbestimmungen werden in Anwendung von Art. 20 NatG bewilligt; die entsprechenden 
Verfügungen werden von der Gemeinde getroffen (Art. 22 Abs. 3 NatG). Art. 20 NatG sieht vor, dass 
Ausnahmen von den Schutzbestimmungen bewilligt werden können, wenn sich eine Beeinträchti-
gung durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden lässt (Abs. 1). 
Gestützt auf diese Bestimmungen ist ein Entfernen von Gehölz grundsätzlich zu vermeiden und 
diesbezüglich jedenfalls eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen (vgl. Urteile KG FR 
602 2016 85 vom 10. Januar 2017 E. 4, 602 2016 7 vom 24. August 2017 E. 6 und 602 2022 29 
vom 4. Mai 2023 E. 2.3.4).

Art. 18 Abs. 1 und 2 des kantonalen Reglements vom 27. Mai 2014 über den Natur- und Land-
schaftsschutz (NatR; SGF 721.0.11) sehen in Ergänzung zu Art. 22 NatG vor, dass sich Verfahren 
und Zuständigkeit bei einer Ausnahmebewilligung im Rahmen eines Baubewilligungsgesuchs nach 
der Baugesetzgebung richten und der Entscheid von der Behörde gefällt wird, die für die Erteilung 
der Baubewilligung zuständig ist (Abs. 1 Satz 1), und dass in allen anderen Fällen die Gemeinden 
für die Erteilung von Ausnahmebewilligungen zuständig sind, nach vorgängiger Anhörung des Amts 
(Abs. 2).

Art. 17 Abs. 3 PBR sieht, gestützt auf die Gesetzgebungskompetenz in Art. 22 Abs. 2 NatG, einen 
umfassenden und strikten Schutz für bestimmte Objekte vor: Die im Zonennutzungsplan bezeichne-
ten und im Anhang 6 PBR aufgeführten Objekte sowie deren unmittelbare Umgebung dürfen grund-
sätzlich weder entfernt noch beschädigt oder verändert werden. Die vorliegend interessierende 
Hecke im Bereich der Wilergasse wurde von der Gemeinde als solches Schutzobjekt deklariert 
(Schutzobjekt Nummer N14 in Anhang 6 PBR i.V.m. Art. 17 Abs. 3 PBR). Betreffend diese Hecke 
hat das Kantonsgericht im Urteil 602 2016 7 vom 10. Januar 2017 bereits festgehalten, dass trotz 
der absoluten Formulierung in Art. 17 Abs. 3 PBR Ausnahmebewilligungen gemäss Art. 20 NatV 
i.V.m. Art. 22 NatG möglich sind, sofern die entsprechenden Voraussetzungen nach NatG erfüllt 
sind (siehe E. 6d.dd des Urteils).

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3.6. Weiter hat das Kantonsgericht in diesem Urteil 602 2016 7 festgehalten, dass schon im DBP, 
der den Perimeter Stockacker regeln soll, eine umfassende Interessenabwägung hinsichtlich des 
Eingriffs in die geschützte Hecke für die Erschliessung des Perimeters erfolgen muss (vgl. dortige 
E. 6d.ee sowie 7a). Dass die kantonale Gesetzgebung in der Frage der Zuständigkeit differenziert 
(vgl. Art. 18 Abs. 1 und 2 NatR, E. 3.5 hiervor), ob eine Ausnahmebewilligung im Rahmen eines 
Baubewilligungsverfahrens beantragt wird oder nicht, verdeutlicht einen Konnex zwischen der 
Ausnahmebewilligung nach NatG und der Baugesetzgebung zusätzlich. Da die Erschliessung des 
Perimeters im DBP zu regeln ist (Art. 63 Abs. 1 RPBG) und diese vorliegend durch (teilweise) 
Rodung der Hecke ermöglicht werden soll, kann die Ausnahmebewilligung – die der Erschliessung 
gemäss DBP dienen soll – nicht bereits vor Rechtskraft des DBP erteilt werden: Wenn der DBP bzw. 
die darin geregelte konkrete Erschliessung nämlich nicht genehmigt werden, besteht für die Rodung 
der Hecke kein Grund mehr. Die Interessenabwägung müsste in diesem Fall zu Ungunsten der 
Rodung ausfallen. 

Die Baugesetzgebung, insbesondere Art. 63 Abs. 1 RPBG für das kantonale und Art. 6 Abs. 2 PBR 
für das kommunale Recht, ist daher so zu verstehen, dass die Erteilung einer Ausnahmebewilligung 
nach Art. 20 NatG für einen Eingriff in geschützte Objekte zur Erschliessung in einem DBP-Perimeter 
nicht ohne DBP erfolgen kann. 

An dieser Einschätzung ändern auch der rechtskräftige Zonennutzungsplan bzw. Art. 33 Abs. 1 PBR 
nichts, auf die sich die Beschwerdeführerin beruft. Der Zonennutzungsplan bezeichnet nur die räum-
lichen Dimensionen des Perimeters Stockacker, ohne sich näher zur weiteren konkreten Projektie-
rung zu äussern. Art. 33 Abs. 1 PBR mit dem Titel "Begründung" statuiert einzig in allgemeiner 
Weise, dass für den Perimeter Stockacker zwingend ein DBP zu erstellen ist und mit der Quartier-
planung eine qualitätsvolle, ortsangepasste Wohnüberbauung erreicht werden soll. Auch hieraus 
lässt sich nicht ableiten, dass eine Ausnahmebewilligung auch ohne den DBP – der die im Zonen-
nutzungsplan vorgesehene Zonennutzung konkretisieren soll – erteilt werden kann. Im Übrigen sei 
festgehalten, dass eine Ausnahmebewilligung ohne DBP auch nicht gestützt auf Art. 33 Abs. 3 PBR 
erteilt werden kann. Diese Bestimmung regelt, dass die Erschliessung vom Gärteli, der Sonnhalden-
strasse, der Stockackerstrasse oder der Wilergasse her erfolgen muss. Sie zeigt damit die verschie-
denen theoretischen Möglichkeiten der Erschliessung auf, die im Rahmen des DBP-Verfahrens 
weiter zu prüfen und anschliessend im DBP zu genehmigen sind. Damit ist gemäss Art. 20 NatG 
sowie Art. 63 Abs. 1 RPBG und Art. 6 Abs. 2 PBR eben im DBP die effektive Erschliessungsoption 
festzulegen, ob also eine Erschliessung über die Wilergasse erfolgt und damit eine Rodung der 
geschützten Hecke allenfalls gerechtfertigt werden kann.

3.7. Damit ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Ausnahmebewilligung zu Recht aufgehoben 
hat. Die Ausnahmebewilligung kann nicht ohne DBP erteilt werden, der die Erschliessung regelt. 
Wie nachfolgend aufgezeigt wird, sind diese beiden Verfahren (DBP und Ausnahmebewilligung) zu 
koppeln bzw. zu koordinieren.

4.

4.1. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Vorinstanz hätte die Ausnahmebewilligung 
mit der Suspensivbedingung der Genehmigung des DBP verknüpfen können und stellt vor dem 
Kantonsgericht den Antrag, die Ausnahmebewilligung mit dieser Bedingung zu erteilen. Die Ausnah-
mebewilligung müsse nicht mit dem Baubewilligungsverfahren für die Erschliessung des Perimeters 
Stockacker verknüpft werden. 

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Die Gemeinde ergänzt hierzu, die Vorinstanz hätte ihr Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen 
Entscheid über die Genehmigung des DBP auch sistieren können. Sie führt aus, sie sei ihrer Pflicht 
zur materiellen Koordination nachgekommen und habe alle für das Entscheidverfahren massgeben-
den Gesetzgebungen berücksichtigt, geprüft und in ihren Entscheid einbezogen. Der einzige 
Vorwurf, der ihr hinsichtlich der Koordination gemacht werden könnte, sei, dass sie die Ausnahme-
bewilligung nicht gleichzeitig mit den Entscheiden betreffend die Einsprachen gegen den DBP eröff-
net habe. Dieser könne aber nicht zur Aufhebung der Ausnahmebewilligung führen.

Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid aus, dass eine Ausnahmebewilligung gestützt auf das 
Koordinationsprinzip im Rahmen eines Baubewilligungsgesuchs zu erteilen sei. Eine isolierte 
Prüfung des Gesuchs um Ausnahmebewilligung ohne Berücksichtigung der Zufahrtsregelung sei im 
Lichte des Koordinationsprinzips nicht zulässig, da insbesondere die Interessen an der Ausnahme-
bewilligung nicht unabhängig von der Erschliessung beurteilt werden könnten. 

4.2. Vorab ist zu prüfen, ob und inwiefern die Koordinationsgrundsätze auf die Erteilung der 
Ausnahmebewilligung überhaupt Anwendung finden. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die 
erteilte Ausnahmebewilligung überhaupt mit einem anderen Verfahren zu koordinieren ist und stellt 
sich auf den Standpunkt, wenn eine Koordination tatsächlich notwendig sei, dann ausschliesslich 
mit dem Verfahren betreffend den DBP.

4.3. Sind für die Verwirklichung eines Projektes verschiedene materiellrechtliche Vorschriften 
anzuwenden und besteht zwischen diesen Vorschriften ein derart enger Sachzusammenhang, dass 
sie nicht getrennt und unabhängig voneinander angewendet werden dürfen, so muss diese Rechts-
anwendung materiell koordiniert erfolgen. Ohne erstinstanzlichen Gesamtentscheid kann ein solcher 
Verfahrensablauf beispielsweise so erfolgen, dass mehrere getrennt getroffene Entscheide gleich-
zeitig und mit dem Vorbehalt der Erteilung der weiteren Bewilligungen versehen eröffnet werden; 
dies am besten gesamthaft und zusammengefasst durch die erstinstanzliche Behörde, die für 
dasjenige Verfahren zuständig ist, das eine frühzeitige und umfassende Prüfung ermöglicht. Bei 
einer solchen einheitlichen und gleichzeitigen Eröffnung verschiedener getrennt getroffener kanto-
naler bzw. kommunaler erstinstanzlicher Entscheide durch eine Behörde sollte zur Vereinfachung 
des Verfahrens und aus Gründen des Sachzusammenhangs ein gegen alle Entscheide zulässiges 
Rechtsmittel vorgesehen werden, am zweckmässigsten dasjenige, das für das Leitverfahren gege-
ben ist. Denn die getrennt erlassenen Entscheide müssen in einem einheitlichen Rechtsmittelver-
fahren angefochten werden können. Werden die einzeln getroffenen Entscheide zwar zeitlich und 
inhaltlich koordiniert, aber getrennt eröffnet (was sich in der Regel als unzweckmässig erweist), so 
sollte sichergestellt werden, dass dasjenige Rechtsmittel offensteht, das gegen den Entscheid 
gegeben ist, der im Leitverfahren getroffen wird. Nur so kann bei bestehendem engem Sachzusam-
menhang die sachgerechte Anwendung des materiellen Rechts gewährleistet und erreicht werden, 
dass jedenfalls eine Rechtsmittelinstanz alle Einwendungen in einem Gesamtentscheid umfassend 
beurteilen kann (zum Ganzen ausführlich BGE 116 Ib 50 E. 4a und b; 118 Ib 381 E. 4a und 122 II 
81 E. 6d.aa).

Diese Rechtsprechung des Bundesgerichts wurde mit der Einführung von Art. 25a des Bundesge-
setzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) konkretisiert und ergänzt. Dieser 
schreibt vor, dass eine Behörde zu bezeichnen ist, die für ausreichende Koordination sorgt, wenn 
die Errichtung oder Änderung einer Baute Verfügungen mehrere Behörden erfordert (Abs. 1). Die 
für die Koordination verantwortliche Behörde hat dabei insbesondere für eine inhaltliche Abstim-
mung sowie möglichst für eine gemeinsame oder gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen zu sorgen 
(Abs. 2 Bst. d). Die Verfügungen dürfen keine Widersprüche enthalten (Abs. 3). Diese Grundsätze 

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sind sodann auf das Nutzungsplanverfahren sinngemäss anwendbar (Abs. 4). Hinsichtlich dieser 
sinngemässen Anwendung ist ersichtlich, dass die Grundsätze auch im Nutzungsplanverfahren 
analog übernommen und angewandt werden (vgl. STALDER/TSCHIRKY/SCHWEIZER, in Raumpla-
nungs- Bau- und Umweltrecht – Entwicklungen 2014/15, S. 183 f., mit Hinweis auf das Urteil des 
aargauischen Verwaltungsgerichts WBE.2013.506 vom 9. April 2014; zudem Urteil VGer BE vom 
7. April 2011 E. 5.3, in BVR 2011, S. 411-429 sowie die Ausführungen bei ABEGG/DÖRIG, Koordina-
tionspflichtige Bauvorhaben bei Schutzobjekten, N. 9 ff., mit weiteren Hinweisen, insbesondere auf 
die Praxis des Zürcher Verwaltungsgerichts).

Der kantonale Gesetzgeber hat die Koordinationsgrundsätze in der Bau- und der Naturschutzge-
setzgebung im kantonalen Recht umgesetzt. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Bst. c NatG stellen die Organe 
des Staates und die Gemeinden insbesondere von Amtes wegen die Koordination zwischen den 
verschiedenen vom Natur- und Landschaftsschutz betroffenen Gesetzgebungen sicher, wie etwa 
Raumplanung und Bau, Umwelt- und Gewässerschutz oder Wald. Gemäss Art. 7 Abs. 1 RPBG 
sorgen die für Raumplanung und Baubewilligung zuständigen Behörden dafür, dass die Verfahrens-
koordination sichergestellt ist, wobei das Ausführungsreglement gemäss Abs. 2 die in diesem 
Bereich anwendbaren Vorschriften festlegt. Art. 3 Abs. 1 des kantonalen Ausführungsreglements 
vom 1. Dezember 2009 zum Raumplanungs- und Baugesetzes (RPBG; SGF 710.11) hält zudem 
fest, dass Planungsbehörden alle Unterlagen eines Dossiers, die sich auf dasselbe Projekt bezie-
hen, in eine gemeinsame öffentliche Auflage und/oder Vernehmlassung geben.

4.4. Die vorliegende Ausnahmebewilligung bildet unbestrittenermassen Gegenstand der vorge-
sehenen Überbauung im Perimeter Stockacker der Gemeinde Kerzers. Mit der Rodung eines Teils 
der Hecke werden erste Umsetzungsmassnahmen betreffend die Erschliessung der Überbauung 
bewilligt. Die Erschliessung selbst ist in Grundzügen im PBR geregelt und wird ausführlich im noch 
zu genehmigenden DBP behandelt, wo auch festgelegt wird, ob diese tatsächlich über die Wilergas-
se und durch das Gebiet der Hecke erfolgen soll. Zwischen der Regelung der Erschliessung auf 
Planungsebene, also auf Stufe DBP, und der Prüfung, ob die Ausnahmebewilligung zur Rodung 
erteilt werden kann, ob also die planerisch konkret angedachte Erschliessung tatsächlich auch aus 
naturschutzrechtlichen Gründen erfolgen kann, besteht nach Ansicht des Kantonsgerichts ein enger 
Sachzusammenhang. So wurde in der Rechtsprechung bspw. ein Sachzusammenhang bejaht zwi-
schen einer Rodungsbewilligung über 7'000 m2 Wald und einer Teilrevision des kommunalen Bauzo-
nenplans sowie der Bau- und Nutzungsordnung im Hinblick auf die Realisierung eines neuen Park-
hauses (vgl. hierzu STALDER/TSCHIRKY/SCHWEIZER, S. 183 f.). Auch bejaht wurde eine Koordina-
tionspflicht und damit ein Sachzusammenhang zwischen einer Rodungsbewilligung und der Zuwei-
sung von Wald und geschütztem Ufer- und Gewässerraum zu einer Nutzungszone (hierzu Urteil KG 
BL 810 16 388 vom 29. November 2017 E. 5), zwischen dem Ausscheiden einer Spezialzone im 
Hinblick auf den Bau eines Windparks in einem Nutzungsplan und einer Ausnahmebewilligung nach 
Massgabe von Art. 18 Abs. 1ter NHG (hierzu Urteil BGer 1C_346/2014 vom 26. Oktober 2016) und 
zwischen zwei Überbauungsplänen, die dasselbe Grossprojekt betrafen (Urteil BGer 1C_348/2019 
vom 27. April 2020 E. 5). Gleiches ergibt sich im Übrigen auch aus dem Urteil KG FR 602 2016 7 
vom 24. August 2017, in dem dargelegt wurde, dass jedenfalls bei einem Eingriff wie dem vorliegen-
den bereits im Rahmen des DBP eine umfassende Interessenabwägung für eine Ausnahmebewilli-
gung erfolgen muss: Wenn bereits die Grundsatzfrage der Erschliessung des gesamten Perimeters 
derart grundlegende Eingriffe in geschützte Biotope zur Folge hat, muss sich schon der DBP zur 
Interessenabwägung nach Art. 20 NatG äussern, ansonsten er gar nicht genehmigt werden kann. 
Dabei muss insbesondere auch geprüft werden, ob mildere Massnahmen ausreichend sind (vgl. 
Urteil KG FR 602 2016 7 vom 24. August 2017 E. 6d.ee). Der DBP bildet die Grundlage für die 

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gesamte Perimetererschliessung und legt die diesbezüglichen Detailvorschriften fest. Die Ausnah-
mebewilligung wiederum stützt sich auf die dortigen Vorschriften (vgl. E. 3 hiervor). Beide Instru-
mente beschlagen dasselbe vorgesehene Projekt. Im DBP kann daher bereits auf Detailplanungs-
stufe die Ausnahmebewilligung zur Rodung erteilt werden, sofern die Vorschriften von Art. 20 NatG 
eingehalten werden. Weil mit der Ausnahmebewilligung die grundlegende Erschliessungsfrage 
geregelt werden soll, besteht vorliegend bereits zwischen dem Verfahren auf Erlass des DBP und 
demjenigen auf Erteilung der Ausnahmebewilligung ein Sachzusammenhang, der eine Koordination 
beider Verfahren erfordert. 

Entgegen der vorinstanzlichen Begründung ist die Ausnahmebewilligung somit nicht erst mit dem 
Baubewilligungsverfahren betreffend die konkrete Umsetzung des (Bau-)Projekts zu koordinieren. 
Die Ausnahmebewilligung kann – und muss – losgelöst von der Umsetzung im Baubewilligungsver-
fahren im Verfahren betreffend DBP erteilt werden. Mit der Detailplanung im DBP zur Erschlies-
sungsfrage wird nämlich die Raumplanungsentwicklung in der Gemeinde geregelt; mit dem DBP 
werden also auch Raumplanungsziele und -vorstellungen der Gemeinde umgesetzt, losgelöst von 
der letztlichen Ausführung des Bauprojekts im konkreten Perimeter. Die Gemeinde erlässt den DBP 
und die entsprechende Ausnahmebewilligung eben im Hinblick auf die Realisierung der entspre-
chenden Raumentwicklung. Mit dem DBP steht damit eine Detailplanung zur Beurteilung, deren 
raum- und umweltrelevante Auswirkungen erfassbar sind, womit das Baubewilligungsverfahren 
bereits weitgehend vorbestimmt wird. Insofern hängt die vorliegend interessierende Rodung der 
Schutzobjekte nicht von der Bauausführung, sondern von der Raumentwicklung und den Zielen und 
Vorschriften des konkreten, detaillierten DBP ab, indem die notwendigen Eingriffe zur Erschliessung 
des gesamten geplanten Quartiers genehmigt werden. Zur Einhaltung der Koordinationsgrundsätze 
reicht es somit, die Koordination mit dem Ausnahmebewilligungsverfahren auf Detailplanungsstufe 
DBP vorzunehmen (vgl. Urteil BGer 1C_346/2014 vom 26. Oktober 2016 E. 4.4; Urteil VGer GR R 
20 62 vom 9. März 2022 E. 4.3.5; zudem STALDER/TSCHIRKY/SCHWEIZER, S. 183 f.). 

Indes ist zu beachten, dass sich die Rodung – sofern die einschlägigen Voraussetzungen mit Blick 
auf den DBP erfüllt sein sollten – erst dann in zeitlicher Hinsicht als notwendig erweisen dürfte bzw. 
umgesetzt werden dürfte, wenn die Erweiterung der Strasse bzw. allenfalls die den Perimeter umfas-
senden Bauprojekte tatsächlich realisiert werden sollen bzw. können. Dies dürfte gegebenenfalls im 
Rahmen der Ausnahmebewilligung mittels einer Bedingung sicherzustellen sein.

Die Koordination ist damit in einer Situation wie der vorliegenden nicht (erst) mit dem Baubewilli-
gungsverfahren, sondern bereits auf Detailplanungsstufe DBP sicherzustellen.

4.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Ausnahmebewilligung mit dem Verfahren betreffend 
den DBP zu koordinieren ist. 

4.6.

4.6.1. Die Gemeinde hat den Koordinationsgrundsatz vorliegend verletzt: Dieser verlangt doch wie 
gesehen (E. 4.3 hiervor), dass bei getrennter Eröffnung von Entscheiden allfällige Beschwerdever-
fahren in einem einheitlichen Rechtsmittelverfahren münden müssen. Eine Rechtsmittelinstanz soll 
in einem einzelnen Rechtsmittelverfahren alle Einwendungen zu einem Grossprojekt vollumfassend 
prüfen können, auch wenn sie unterschiedlicher materieller Natur sind. Da die Gemeinde die 
Ausnahmebewilligung vorliegend nicht zusammen mit dem DBP als Gesamtdossier aufgelegt hat 
(was sie auch aufgrund von Art. 3 Abs. 1 RPBR hätte tun müssen, vgl. E. 4.3 hiervor), haben sich 
die Rechtsmittelwege getrennt: Für Beschwerden gegen den Einspracheentscheid betreffend DBP 
ist die Direktion gleichzeitig mit ihrem Genehmigungsentscheid zum DBP zuständig (Art. 88 Abs. 1 

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und 2 RBPG); für solche gegen die Ausnahmebewilligung der Oberamtmann (Art. 116 Abs. 2 VRG 
i.V.m. Art. 53 Abs. 2 NatG). Folglich entstanden aufgrund der unterlassenen, gemeinsamen Auflage 
verschiedene Rechtsmittelverfahren vor unterschiedlichen Rechtsmittelinstanzen. Ein Gesamtent-
scheid einer einzigen Rechtsmittelinstanz über alle Einwendungen wird verhindert.

An diesem Ergebnis ändern auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin und der Gemeinde 
nichts. Die Koordinationsgrundsätze gelten auch im Nutzungsplanverfahren grundsätzlich unverän-
dert (vgl. E. 4.3 hiervor). Sie sollen genau verhindern, dass Rechtsuchende mehrere separate 
Rechtsmittelverfahren führen und koordinieren müssen, bspw. durch Sistierungsanträge oder der-
gleichen. Vielmehr soll ein gebündeltes, alle zu koordinierenden materiellrechtlichen Fragen umfas-
sendes Rechtsmittelverfahren resultieren. Aus diesem Konzentrationsgrund wäre entgegen der 
Argumentation der Beschwerdeführerin bzw. der Gemeinde auch eine Sistierung des Beschwerde-
verfahrens durch die Vorinstanz keine die Koordinationsgrundsätze wahrende Option gewesen. 
Denn so erfolgte ja genau keine inhaltliche Koordination der beiden Verfahren, wie es die Grundsät-
ze erfordern. Auch das Verknüpfen der Ausnahmebewilligung mit einer Suspensivbedingung ist 
keine genügende Koordination: Es handelt sich auch hierbei genau betrachtet gar nicht um eine 
Koordination zwischen den beiden Verfahren, sondern um einen Kniff, damit durch die gegenseitige 
Abhängigkeit widersprüchliche Urteile verhindert werden, sollte der spätere Entscheid im anderen 
Verfahren andersartig ausfallen. Würde dieses Vorgehen geschützt, könnten die Koordinations-
grundsätze umgangen werden. Ein Gesamtentscheid über die sämtlichen raum- und umweltrechtli-
chen Aspekte würde unterbunden (E. 4.3 hiervor; vgl. Urteil BGer 1C_398/2016 vom 2. Februar 
2017 E. 2.7) und die Koordination zwischen den zu koordinierenden Verfahren würde verhindert.

4.6.2. Die Vorinstanz hat somit nach dem Gesagten zu Recht darauf verzichtet, ihr Beschwerde-
verfahren zu sistieren bzw. die Ausnahmebewilligung mit der Suspensivbedingung der Genehmi-
gung des DBP zu verknüpfen. Die Gemeinde hat wie erwähnt die Koordinationsgrundsätze verletzt. 
Die Rügen der Beschwerdeführerin und der Gemeinde sind abzuweisen, ebenso wie der Antrag der 
Beschwerdeführerin, wonach die Ausnahmebewilligung mit einer Suspensivbedingung wie der 
erwähnten zu genehmigen sei. 

Die Gemeinde hätte die Ausnahmebewilligung vorliegend direkt in den DBP integrieren müssen (wie 
in Urteil KG FR 602 2016 7 vom 24. August 2017 skizziert). Es wird nun gegebenenfalls an der 
Gemeinde sein, bei der RIMU zu veranlassen, dass die Erteilung einer (neuen) Ausnahmebewilli-
gung als (für das Genehmigungsverfahren neues) Element im DBP-Genehmigungsverfahren aufge-
nommen und im Genehmigungsentscheid abgehandelt wird (vgl. Art. 86 Abs. 2 RPBG). So wird 
sichergestellt, dass die RIMU sowohl über den DBP als auch die Ausnahmebewilligung koordiniert, 
im Sinne der Koordinationsgrundsätze, entscheidet.

5.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Ausnahmebewilligung der Gemeinde 
zu Recht aufgehoben hat. Die Beschwerde ist abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid ist im 
Ergebnis (aber nicht vollauf in der Begründung) zu bestätigen. 

6.

Die Verfahrenskosten, die auf CHF 3'500.- festgelegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet werden, sind dem Verfahrensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerle-
gen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 

Kantonsgericht KG
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und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Eine Parteientschädigung ist 
nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 3'500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist die Einsprache an 
die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheids angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 28. November 2023/tsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber