# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6aa16532-b5c5-5122-9038-1a5eb8621437
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-26
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 26.04.2024 101 2023 456
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2023-456_2024-04-26.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2023 456
101 2023 457
101 2024 7

Urteil vom 26. April 2024

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Sandra Wohlhauser, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Silvia Gerber

Parteien A.________ und B.________, Beklagte, Berufungskläger und 
Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin Pascale 
Ruckstuhl

gegen

C.________ und D.________, Kläger, Berufungsbeklagte und 
Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Tarkan Göksu

Gegenstand Nachbarrecht - Lärmimmissionen

Berufungen vom 7. Dezember 2023 und 15. Januar 2024 gegen den 
Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 20. November 2023

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Sachverhalt

A. Am 5. November 2021 reichten C.________ und D.________ beim Präsidenten des Zivilge-
richts des Seebezirks (nachfolgend der Präsident) ein Gesuch um Erlass vorsorglicher sowie super-
provisorischer Massnahmen ein. Sie beantragten namentlich, dass A.________ und B.________ zu 
verpflichten seien, unverzüglich allen Tieren während des nächtlichen Verweilens (22:00 Uhr bis 
7:00 Uhr) auf den Grundstücken, welche an das Grundstück von C.________ und D.________ (Art. 
eee des Grundbuchs der Gemeinde F.________) angrenzen, insbesondere auf den Grundstücken 
Art. ggg, hhh und iii des Grundbuchs der Gemeinde F.________, die Glocken abzunehmen. Im glei-
chen Sinne sei ihnen zu verbieten, den Tieren Glocken anzuhängen.

Der Präsident wies das Gesuch mit Entscheid vom 31. Januar 2022 ab.

Die von C.________ und D.________ hiergegen erhobene Berufung, wies der hiesige Hof mit Urteil 
101 2022 89 vom 18. Juli 2022 ab, soweit darauf einzutreten war.

B. Am 9. Januar 2023 reichten C.________ und D.________ ein Schlichtungsgesuch betreffend 
Lärmimmissionen von Kuhglocken gegen A.________ und B.________ beim Präsidenten ein. Am 
29. März 2023 wurde ihnen die Klagebewilligung erteilt (10 2023 22; act. 1 und 6).

Am 28. April 2023 reichten sie ihre Klage beim Zivilgericht des Seebezirks (hiernach: das Zivilgericht) 
ein. Gleichzeitig stellten sie ein Gesuch um vorsorgliche und superprovisorische Massnahmen 
(act. 1).

Der Präsident hiess das Gesuch um superprovisorische Massnahmen mit Entscheid vom 4. Mai 
2023 teilweise gut und untersagte A.________ und B.________, ihren Tieren in der Zeit zwischen 
22:00 Uhr und 07:00 Uhr auf den Grundstücken, die an das Grundstück Art. eee des Grundbuchs 
der Gemeinde F.________ angrenzen, insbesondere auf den Grundstücken Art. hhh und/oder ggg 
sowie Art. iii, während mehr als 30 Tagen pro Kalenderjahr Glocken anzuhängen (act. 3).

A.________ und B.________ schlossen mit Klageantwort vom 4. Juli 2023 auf Abweisung der Klage 
sowie des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen (act. 11).

Am 24. Juli 2023 ging beim Zivilgericht unaufgefordert ein Schreiben von J.________ – einer Nach-
barin der Parteien – ein (act. 14).

Die Hauptverhandlung fand am 26. Juli 2023 statt. Die Vergleichsverhandlungen scheiterten. 
C.________ und D.________ reichten weitere Beweismittel ein und ergänzten ihre Tatsachenbe-
hauptungen sowie Beweisanträge. Sie beantragten namentlich die Erstellung eines gerichtlichen 
Lärmgutachtens. A.________ und B.________ schlossen auf Abweisung der Beweisanträge und 
ergänzten ebenfalls ihre Tatsachenbehauptungen. Die Parteien wurden einvernommen. Sämtliche 
noch offenen Beweisanträge wurden abgewiesen und die Beweisabnahme geschlossen. Den 
Parteien wurde Frist gesetzt, um ihre schriftlichen Schlussvorträge einzureichen (act. 16), was sie 
am 11. bzw. 18. September 2023 taten (act. 17 und 18).

C. Am 20. November 2023 entscheid das Zivilgericht das Folgende: 

I. Vorsorgliche Massnahmen

1. Das Gesuch um Erlass provisorischer Massnahmen wird teilweise gutgeheissen. 

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2. A.________ und B.________ wird untersagt, ihren Tieren in der Zeit zwischen 22:00 Uhr und 
07:00 Uhr auf den Grundstücken Art. hhh und Art. ggg von F.________, während mehr als 
20 Tagen pro Kalenderjahr Glocken anzuhängen.

II. Hauptsache

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen. 

2. A.________ und B.________ wird untersagt, ihren Tieren in der Zeit zwischen 22:00 Uhr und 
07:00 Uhr auf den Grundstücken Art. hhh und Art. ggg von F.________, während mehr als 
20 Tagen pro Kalenderjahr Glocken anzuhängen.

III. Kosten

1. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt. Sie werden auf CHF 5'000.00 fest-
gesetzt und vom Kostenvorschuss von D.________ und C.________ bezogen. B.________ und 
A.________ haben ihnen die Gerichtskosten im Umfang von CHF 2'500.00 zu erstatten.

2. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

D. Gegen diesen Entscheid erhoben A.________ und B.________ am 7. Dezember 2023 Beru-
fung. Sie beantragen, dass der Entscheid vom 20. November 2023 aufzuheben und das Gesuch um 
vorsorgliche Massnahmen sowie die Klage von C.________ und D.________ vom 28. April 2023 
abzuweisen seien. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

C.________ und D.________ erhoben am 15. Januar 2024 ebenfalls Berufung. Sie stellen folgende 
Rechtsbegehren:

1. In Gutheissung der Berufung sei das Urteil des Zivilgerichts vom 20. November 2023 aufzuheben und 
es sei folgendes Urteil zu fällen:

I. A.________ und B.________ seien zu verpflichten, allen Tieren während des nächtlichen 
Verweilens (22 Uhr bis 7 Uhr) auf den Grundstücken, welche an das Grundstück von C.________ 
und D.________ (Art. eee des Grundbuchs der Gemeinde F.________) angrenzen, 
insbesondere auf den Grundstücken Art. ggg und hhh des Grundbuchs der Gemeinde 
F.________, die Glocken abzunehmen. 

II. A.________ und B.________ sei zu verbieten, allen Tieren während des nächtlichen Verweilens 
(22 Uhr bis 7 Uhr) auf den Grundstücken, welche an das Grundstück von C.________ und 
D.________ (Art. eee des Grundbuchs der Gemeinde F.________) angrenzen, insbesondere auf 
den Grundstücken Art. ggg und hhh des Grundbuchs der Gemeinde F.________, Glocken 
anzuhängen. 

III. Es sei die unter Ziffer I beantragte Massnahme unter Androhung einer Ordnungsbusse für jeden 
Tag der Nichterfüllung in der Höhe von CHF 500.- auszusprechen (Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO).

IV. Es sei die unter Ziffer II beantragte Massnahme unter Androhung einer Ordnungsbusse in der 
Höhe von CHF 500.- für jeden Tag der Widerhandlung und für jedes Tier, das eine Glocke trägt, 
sowie unter Strafandrohung der Busse gemäss Art. 292 StGB für den Widerhandlungsfall 
auszusprechen (Art. 343 Abs. 1 lit. a und c ZPO).

V. Die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien vollständig und solidarisch 
A.________ und B.________ aufzuerlegen.

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VI. A.________ und B.________ seien solidarisch zu verurteilen, C.________ und D.________ für 
das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung zu bezahlen.

2. Eventualiter sei das Urteil des Zivilgerichts des Seebezirks vom 20. November 2023 aufzuheben und 
zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Die Kosten des Verfahrens der Berufung seien solidarisch B.________ und A.________ aufzuerlegen.

4. B.________ und A.________ seien solidarisch zu verurteilen, C.________ und D.________ für das 
Berufungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen.

C.________ und D.________ schlossen mit Berufungsantwort vom 29. Januar 2024 auf Abweisung 
der Berufung von A.________ und B.________, soweit darauf einzutreten sei. Die Kosten des Beru-
fungsverfahrens seien solidarisch A.________ und B.________ aufzuerlegen und sie seien solida-
risch zu verpflichten, ihnen eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen.

A.________ und B.________ (nachfolgend die Berufungskläger) schlossen ihrerseits mit Berufungs-
antwort vom 8. März 2024 ebenfalls auf Abweisung der Berufung von C.________ und D.________ 
(nachfolgend die Berufungsbeklagten), soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge.

Erwägungen

1.

Gemäss Art. 125 Bst. c ZPO kann das Gericht zur Vereinfachung des Prozesses insbesondere 
selbstständig eingereichte Klagen vereinigen.

Da sich vorliegend die beiden Berufungen gegen den gleichen Entscheid richten und es um die 
gleichen Rechtsfragen geht, rechtfertigt es sich, zur Vereinfachung die Verfahren 101 2023 456 und 
457 sowie 101 2024 7 zu vereinigen.

2.

2.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 Bst. a und b und Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Endentscheide 
sowie Entscheide über vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert der 
zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens 
CHF 10‘000.- beträgt. Der Streitwert wird durch die Rechtsbegehren bestimmt. Lautet das Rechts-
begehren nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das Gericht den Streitwert fest, sofern sich 
die Parteien darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 ZPO).

Beim Schutz vor übermässigen Einwirkungen im Sinne von Art. 684 ZGB handelt es sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit (Urteil BGer 5A_889/2017 vom 20. April 2018 E. 1). Für die 
Bestimmung des Streitwerts ist der Wert zu schätzen, um den das von Immissionen betroffene 
Grundstück zunimmt oder um den das Immissionen verursachende Grundstück abnimmt, wenn die 
behauptete Immission beseitigt wird, wobei der höhere Betrag streitwertbestimmend ist (Urteil BGer 
5A_774/2017 vom 12. Februar 2018 E. 1.2.4 m.H.).

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Vorliegend bezifferte die Vorinstanz den Streitwert auf CHF 100'000.-, was von den Berufungsklä-
gern bestritten wird. Allerdings führen sie in ihrer Berufung selbst aus, dass die Streitwertgrenze von 
CHF 10'000.- erreicht ist, was nicht offensichtlich unrichtig ist. Dies gilt somit entgegen der Ansicht 
der Berufungskläger auch für die Berufung der Berufungsbeklagten. Die Streitwertgrenze von CHF 
10'000.- für die Berufung ist demnach erreicht. Hingegen ist nicht klar, ob auch diejenige von CHF 
30'000.- für eine Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht erreicht ist (Art. 51 und 74 BGG).

2.2. Die Berufungsfrist beträgt in der Hauptsache 30 Tage seit Zustellung des begründeten 
Entscheides (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Hingegen ist auf vorsorgliche Massnahmen das summarische 
Verfahren anwendbar (Art. 248 Bst. d ZPO), wobei die Berufungsfrist 10 Tage beträgt (Art. 314 Abs. 
1 ZPO).

Der begründete Entscheid wurde den Berufungsklägern am 28. November 2023 zugestellt. Die am 
7. Dezember 2023 eingereichte Berufung erfolgte demnach sowohl in der Hauptsache als auch 
betreffend die vorsorglichen Massnahmen fristgerecht. 

Den Berufungsbeklagten wurde der begründete Entscheid ebenfalls am 28. November 2023 zuge-
stellt. Die am Montag, 15. Januar 2024, eingereichte Berufung erfolgte somit unter Berücksichtigung 
des Fristenstillstandes (Art. 145 Abs. 1 Bst. c ZPO) auch fristgerecht.

2.3. Mit der Berufung können sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

2.4. Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Begründen 
bedeutet aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dieser Anfor-
derung genügt der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen 
Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den 
angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Die Begründung muss hinreichend genau 
und eindeutig sein, um von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt 
voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er 
anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1).

Entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten enthält die Berufung der Berufungskläger grundsätz-
lich eine rechtsgenügliche Begründung. Die Berufungskläger waren auch nicht verpflichtet, Geset-
zesartikel, Rechtsprechung oder Doktrin zu zitieren, da der Richter das Recht von Amtes wegen 
anwendet (Art. 57 ZPO). Darüber hinaus wird der Einfachheit halber in den nachstehenden Erwä-
gungen darauf eingegangen, wenn die Berufung den Begründungsanforderungen nicht genügt.

Auch die Berufung der Berufungsbeklagten enthält grundsätzlich eine rechtsgenügliche Begrün-
dung.

2.5. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. Da sich die zur Entscheidung nötigen Informationen in den 
Akten befinden, wird auf eine Verhandlung verzichtet.

2.6. Neue Tatsachen und Beweismittel werden nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 
konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

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Die Berufungsbeklagten sind der Ansicht, dass die Berufungskläger in ihrer Berufung unzulässige 
Noven geltend machen. Sie hätten vor der Vorinstanz namentlich nie dargelegt, wo genau sich die 
Koppeln befinden.

Es ergibt sich jedoch bereits aus dem angefochtenen Entscheid, dass vier Weiden bestehen, 
nämlich die Süd-, Südwest-, Nord- und Nordwestweiden, welche zumindest teilweise wiederum in 
verschiedene Koppeln unterteilt sind (E. 5.8 des angefochtenen Entscheids mit Verweis auf die von 
den Berufungsbeklagten eingereichten Beweismittel in act. 2.8 und 15.23). Es wäre ausserdem an 
den Berufungsbeklagten gelegen, die genaue Lage der Weiden bzw. Koppeln substantiiert zu 
behaupten (vgl. nachstehend E. 5.3 und 6.3). 

Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens kann ausserdem offenbleiben, ob die von den Parteien im 
Berufungsverfahren 101 2024 7 eingereichten Noven zulässig sind.

3.

Strittig sind vorliegend Lärmimmissionen von Kuhglocken. 

Wird jemand dadurch, dass ein Grundeigentümer sein Eigentumsrecht überschreitet, geschädigt 
oder mit Schaden bedroht, so kann er auf Beseitigung der Schädigung oder auf Schutz gegen 
drohenden Schaden und auf Schadenersatz klagen (Art. 679 Abs. 1 ZGB). 

Jedermann ist verpflichtet, bei der Ausübung seines Eigentums, wie namentlich beim Betrieb eines 
Gewerbes auf seinem Grundstück, sich aller übermässigen Einwirkung auf das Eigentum der Nach-
barn zu enthalten (Art. 684 Abs. 1 ZGB). Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach 
Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwir-
kungen durch Luftverunreinigung, üblen Geruch, Lärm, Schall, Erschütterung, Strahlung oder durch 
den Entzug von Besonnung oder Tageslicht (Abs. 2). 

Bei der Beurteilung der Übermässigkeit einer Einwirkung müssen demnach die Lage und Beschaf-
fenheit der Grundstücke und der Ortsgebrauch berücksichtigt werden. In Bezug auf den Ortsge-
brauch ist der Charakter des betroffenen Quartiers zu berücksichtigen. In einem Wohnquartier 
kommt dem Interesse der Bewohner an Ruhe ein grosses Gewicht zu, selbst wenn in der Nähe ein 
landwirtschaftlicher Betrieb geführt wird (BGE 101 II 248 E. 6). Der Umstand, dass der landwirt-
schaftliche Betrieb bereits vor der Entstehung eines Wohnquartiers bestand, verleiht kein Vorzugs-
recht. Im Gegenteil kann die Umwandlung eines landwirtschaftlichen oder industriellen Quartiers in 
ein Wohnquartier zur Folge haben, dass Immissionen unzulässig werden, die vorher erlaubt waren. 
Der Verursacher dieser Immission kann daher gezwungen werden, sein Verhalten den veränderten 
Umständen anzupassen, selbst wenn die von ihm ausgeübte Aktivität einer langen Tradition 
entspricht. Dies gilt selbst wenn die neuen Anwohner ihre Liegenschaft in Kenntnis des landwirt-
schaftlichen Betriebs gekauft oder gebaut haben. Eine Ausnahme besteht nur, wenn die vorbeste-
hende Nutzung dem Quartier einen Charakter verliehen hat, der weiterhin besteht, oder wenn der 
sich beklagende Nachbar darauf verzichtet hat, sich auf Art. 684 ZGB zu berufen, oder wenn letzte-
rer durch sein eigenes Handeln die Beschaffenheit der Grundstücke verändert hat (BGE 88 II 10 
E. 1a; Urteil BGer 5A_635/2007 vom 13. Februar 2008 E. 2.4.1; je m.H.).

Bei der Abgrenzung zwischen zulässiger und unzulässiger, d.h. übermässiger, Immission ist die 
Intensität der Einwirkungen massgebend. Diese beurteilt sich nach objektiven Kriterien. Der Richter 
hat eine sachlich begründete Abwägung der Interessen vorzunehmen, wobei er den Massstab des 
Empfindens eines Durchschnittsmenschen in der gleichen Situation zugrunde zu legen hat. Bei dem 

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nach Recht und Billigkeit zu treffenden Entscheid bleibt stets zu beachten, dass Art. 684 ZGB als 
nachbarrechtliche Norm in erster Linie der Herstellung eines nachbarlichen Interessenausgleichs 
dienen soll. Sowohl bei der Beurteilung der Frage, ob die von ihm festgestellten Einwirkungen ange-
sichts der gegebenen örtlichen Verhältnisse als im Sinne der genannten Bestimmung übermässig 
und damit unzulässig sind, als auch bei der Anordnung der von ihm als geboten erachteten Vorkeh-
ren steht dem Sachrichter ein Ermessen zu (BGE 132 III 49 E. 2.1). Bei der Prüfung einer Immission 
auf ihre Zulässigkeit ist für die Nacht allgemein ein strengerer Massstab anzulegen als für den Tag. 
Übermässig ist nachts in der Regel jede unnötige störende Immission (BGE 101 II 248 E. 6a m.H.). 
Ein Nachbar muss sich jedoch auch nachts jene Immissionen gefallen lassen muss, die ein durch-
schnittlich sensibler Nachbar als nicht übermässig wahrnimmt (Urteil BGer 5A_889/2017 vom 
20. April 2018 E. 5.2; vgl. auch BGE 126 III 223 E. 4a; Urteil BGer 5C.269/2004 vom 16. Juni 2005 
E. 4.1, nicht publ. in BGE 131 III 505).

Die in der Lärmschutzverordnung aufgeführten Grenzwerte können für die privatrechtliche Beurtei-
lung der Übermässigkeit eine Rolle spielen. Diese gehen freilich von anderen Referenzgrössen aus 
(Berücksichtigung von Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit im Umweltschutzrecht [Art. 13 
Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983; USG, SR 814.01] gegenüber dem Mass-
stab des Durchschnittsmenschen im Privatrecht), legen allgemeine Standards fest im Gegensatz 
zur rein einzelfallbezogenen Beurteilung des Privatrechts und schützen auch nicht so umfassend 
vor Immissionen wie dieses (z.B. kein Schutz vor ideellen Immissionen). Demgegenüber ist dem 
Privatrecht das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip (Art. 11 Abs. 2 USG) unbekannt. Derartigen Unter-
schieden ist Rechnung zu tragen, was ein Abstellen auf das öffentlichrechtlich Zulässige im Rahmen 
des privatrechtlichen Immissionsschutzes in zahlreichen Fällen von vornherein ausschliesst. 
Dennoch verlangen die allgemeinen Gebote der widerspruchsfreien und koordinierten Anwendung 
der Rechtsordnung den sachgerechten Einbezug von und die möglichst weitgehende Rücksichtnah-
me auf Normen anderer Rechtsgebiete zum gleichen Gegenstand. Die rechtsanwendenden Behör-
den haben demnach in diesem Sinne auf eine Harmonisierung des Immissionsschutzes hinzuwir-
ken. Namentlich im Zusammenhang mit Lärmimmissionen, für welche die Anhänge zur Lärmschutz-
Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) Belastungsgrenzwerte festschreiben, sind 
bei der Beurteilung des privatrechtlich zu duldenden Masses die öffentlichrechtlichen Belastungs-
grenzwerte heranzuziehen (BGE 126 III 223 E. 3c m.H.). Die Empfindlichkeitsstufe III ist für Misch-
zonen, namentlich Wohn- und Gewerbezonen sowie Landwirtschaftszonen vorgesehen (Art. 43 Abs. 
1 Bst. c LSV). Dies bedeutet, dass die Lärmgrenzen auch mit Rücksicht auf die Wohnnutzung so 
festzulegen sind, dass die Wohnbevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört wird (Art. 
15 USG). Bei regelmässigen Lärmimmissionen über der Weckschwelle nach Mitternacht kann indes-
sen nicht geschlossen werden, die Wohnbevölkerung sei in ihrem Wohlbefinden, das namentlich 
eine im Wesentlichen ungestörte Nachtruhe voraussetzt, nicht bedeutend beeinträchtigt (BGE 126 
III 223 E. 4b).

4.

4.1. Die Berufungskläger machen zunächst geltend, dass die Kuhglocken für die Lokalisierung 
sowie die Sicherheit der Kühe notwendig seien. Ein nächtliches Kuhglockenverbot hätte erhebliche 
finanzielle Auswirkungen. Die Haltung von Kühen mit Glocken innerhalb der Landwirtschaftszone 
sei zonenkonform und in K.________ absolut üblich. Eine Grossmehrheit der Nachbarn würde sich 
nicht an den Kuhglocken stören. Das Tragen von Kuhglocken sei somit durch die Lage und Beschaf-
fenheit der Parzellen sowie durch den Ortsgebrauch gerechtfertigt.

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4.2. Die Berufungskläger setzen sich allerdings einerseits nicht mit der vorinstanzlichen Erwä-
gung auseinander, wonach vorliegend sowohl in der Dorfzone als auch in der Landwirtschafszone 
die Lärmempfindlichkeitsstufe III zur Anwendung komme, nachts in der Regel Immissionsgrenzwerte 
von 55 dB(A) und Alarmwerte von 65 dB(A) gelten würden, und die WHO empfehle, in der Nacht 
einen Schwellenwert von 40 dB(A) einzuhalten. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
sind ausserdem regelmässige Lärmimmissionen über der Weckschwelle nach Mitternacht unzuläs-
sig. Selbst wenn die Tätigkeit der Berufungskläger grundsätzlich zonenkonform ist, bedeutet dies 
demnach nicht, dass jegliche Lärmimmissionen erlaubt sind. Daran ändert nichts, wenn sich ange-
blich eine Grossmehrheit der Nachbarn nicht an den Kuhglocken stört, wobei sich die Berufungsklä-
ger auch diesbezüglich nicht substantiiert mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzen, 
wonach eine Grossmehrheit der Personen, die an der Unterschriftensammlung teilgenommen 
haben, sich nicht in einer mit den Berufungsbeklagten vergleichbaren Situation befinden würde. Viel-
mehr begnügen sie sich mit der pauschalen Behauptung, dass bloss 10 Personen der Unterschrif-
tensammlung nicht in der Nähe ihrer Parzelle wohnen würden. Ebenso wenig vermögen die weiteren 
Beweismittel bzw. Zeitungsartikel beweisen, dass die konkret vorliegenden Lärmimmissionen für 
eine Durchschnittsperson nicht übermässig sind.

Die Vorinstanz hat sich andererseits in E. 5.10 eingehend mit den Behauptungen der Berufungsklä-
ger betreffend Sicherheit und Lokalisierung der Kühe, dem Ortsgebrauch sowie der Lage und 
Beschaffenheit der Grundstücke befasst. Die Berufungskläger setzen sich nicht substantiiert damit 
auseinander, sondern bringen einfach erneut ihren vorinstanzlichen Standpunkt vor. Die angebli-
chen finanziellen Folgen haben sie darüber hinaus nicht belegt, womit offenbleiben kann, ob sie 
diese Behauptung rechtzeitig vorgebracht haben. Die Erwägungen der Vorinstanz entsprechen 
ferner der langjährigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach sich Landwirte der Quartier-
entwicklung anzupassen haben und in besiedelten Gebieten – wie vorliegend – nicht einzusehen 
ist, worin die Kontrolle für die Tierbesitzer durch das Glockengeläute bestehen soll. Anders verhielte 
es sich bloss, wenn eine entlegene ausgedehnte und unwegsame Alpweide in Frage stünde (BGE 
101 II 248 E. 6b/bb), was in casu nicht der Fall ist. Es ist nicht ersichtlich, warum diese Rechtspre-
chung vorliegend nicht anwendbar sein soll. Die Berufungskläger machen denn auch selbst geltend, 
dass sich die Parzellen am Rande der Dorfzone und somit nicht fernab befinden. Weiter führen sie 
selbst aus, dass nicht sämtliche Bauern in F.________ und K.________ ihren Kühen Glocken 
anhängen, was gegen deren Notwendigkeit spricht.

Die Berufung der Berufungskläger ist demnach in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist.

5. 

Strittig ist weiter das von den Berufungsbeklagten in Auftrag gegebene private Lärmgutachten.

5.1. Die Berufungskläger rügen, dass die Vorinstanz die im Parteigutachten enthaltenen Lärm-
werte fälschlicherweise als erwiesen erachtet habe, wenn sich die Kühe auf der Südweide befinden. 
Im Gutachten werde auch gar nicht näher konkretisiert, auf welcher Koppel sich die Kühe während 
der Messung befunden hätten. Die Messungen hätten nicht nur bei offenem Fenster, sondern 
zusätzlich bei geschlossenem Fenster (und gezogenen Vorhängen) durchgeführt werden müssen.

Die Berufungsbeklagten sind hingegen der Ansicht, dass die Berufungskläger weder im erstinstanz-
lichen Verfahren noch im Berufungsverfahren das Lärmgutachten substantiiert bestritten hätten, 
womit die Lärmwerte erwiesen seien.

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5.2.

5.2.1. Einerseits werden gemäss Art. 39 Abs. 1 LSV Lärmimmissionen in der Mitte der offenen 
Fenster lärmempfindlicher Räume ermittelt. 

Andererseits bezweckt die Klage gemäss Art. 679 ZGB die Beseitigung des die Störung verursa-
chenden Zustandes auf dem Ausgangsgrundstück (REY/STREBEL, in Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch II, 7. Aufl. 2023, Art. 679 N. 15). Eine Pflicht des Betroffenen, das Übermass der Immissionen 
durch eigene Vorkehrungen zu dämpfen, besteht nach Art. 684 ZGB nur in einem sehr beschränkten 
Rahmen. Vom Nachbarn kann verlangt werden, dass er diejenigen Einrichtungen und Massnahmen 
trifft, die allgemein gebräuchlich sind und die jeder billig denkende Nachbar unter gleichen Verhält-
nissen auf sich nehmen würde. Es ist jedoch Zurückhaltung am Platz. Im Übrigen besteht die Pflicht, 
eigene Massnahmen zu treffen, höchstens im Rahmen des Rechtsmissbrauchsverbots. Diese 
Voraussetzung dürfte nur in seltenen Fällen gegeben sein. Ein Lärmverursacher kann sich nicht 
darauf berufen, die Einwirkung wäre dann nicht übermässig, wenn der Nachbar die Fenster 
geschlossen hätte (BGE 40 II 26 E. 3; MEIER-HAYOZ, in Berner Kommentar, 1975, Art. 684 N. 205 
f.). 

5.2.2. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Messungen nur bei offenem Fenster durch-
geführt wurden. Das Schlafen bei offenem Fenster ist – vor allem in den Sommermonaten – weit 
verbreitet und die Berufungsbeklagten sind nicht verpflichtet, darauf zu verzichten.

Allerdings haben die Berufungskläger grundsätzlich das Parteigutachten sehr wohl bestritten (vgl. 
u.a. E. 3 ff. und 5.7 f. des angefochtenen Entscheids sowie Ziff. 20 ff. der Berufung). Hingegen kann 
aufgrund der nachfolgenden Erwägungen offenbleiben, ob die im privaten Lärmgutachten enthalte-
nen Lärmwerte, welche gemäss den Gutachtern übermässig seien, erwiesen sind. 

5.3.

5.3.1. Unterlassungsklagen müssen auf das Verbot eines genau umschriebenen Verhaltens gerich-
tet sein. Die verpflichtete Partei soll erfahren, was sie nicht mehr tun darf, und die Vollstreckungs- 
oder Strafbehörden müssen wissen, welche Handlungen sie zu verhindern oder mit Strafe zu bele-
gen haben. Werden diese Behörden mit der Behauptung angerufen, der Beklagte habe eine ihm 
untersagte Handlung trotz des Verbots des Zivilrichters begangen, haben sie einzig zu prüfen, ob 
die tatsächliche Voraussetzung erfüllt ist; dagegen haben sie das Verhalten nicht rechtlich zu qualifi-
zieren. Verlangt der Kläger vom Richter, eine drohende Rechtsverletzung zu verbieten oder eine 
bestehende Verletzung zu beseitigen, muss er im Rechtsbegehren genau umschreiben, welche 
bestimmten Handlungen der Gegenpartei zu verbieten sind. Das Gericht ist nach dem Dispositions-
grundsatz an diese Rechtsbegehren gebunden und kann nicht seinerseits geeignete Massnahmen 
anordnen, die so nicht verlangt wurden (u.a. BGE 142 III 587 E. 5.3; 131 III 70 E. 3.3; Urteil BGer 
4A_460/2011 vom 20. Dezember 2011 E. 2.1; je m.H.).

5.3.2. Wie bereits gesehen, ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, dass vier Weiden beste-
hen, nämlich die Süd-, Südwest-, Nord- und Nordwestweiden, welche zumindest teilweise wiederum 
in verschiedene Koppeln unterteilt sind (E. 5.8 des angefochtenen Entscheids mit Verweis auf act. 
2.8 und 15.23). Dies wird von den Parteien nicht substantiiert bestritten. 

Ebenso ist die Feststellung der Vorinstanz unbestritten geblieben, dass das private Lärmgutachten 
bloss Auskunft über die Lärmimmissionen zu geben vermag, wenn sich die Kühe auf der Südweide 
befinden. Aus dem privaten Lärmgutachten geht denn auch hervor, dass sich die Kühe auf der 

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Südweide in der Nähe des Schlafzimmerfensters befanden und sich frei zwischen dem Stall und der 
Weide bewegen konnten (E. 5.7 des angefochtenen Entscheids i.V.m. S. 6 des Privatgutachtens; 
act. 2/6). Es trifft allerdings zu, dass die genaue Weidezone bzw. das Ausmass der Südweide nicht 
bekannt ist. Den Akten kann lediglich entnommen werden, dass sich die Südweide zusammen mit 
der Südwestweide auf dem Grundstück Art. ggg des Grundbuchs der Gemeinde F.________ befin-
det (vgl. act. 2/2, 2/8, 15/23). Die Berufungsbeklagten legen jedoch nicht substantiiert dar, wo die 
Grenze zwischen der Süd- und der Südwestweide verläuft. Die von ihnen erstellten Pläne sind 
unpräzise und geben keine Auskunft über den genauen Grenzverlauf. Die Grenzen sind denn auch 
nicht identisch eingezeichnet (vgl. act. 2/2 und 2/8). Selbst wenn die Lärmwerte für die Südweide 
erwiesen wären, so sind sie es nicht für die Südwestweide (vgl. nachstehend E. 6). Unter diesen 
Umständen könnte, selbst wenn für die Südweide übermässige Lärmimmissionen nachgewiesen 
wären, dies nicht zum Dispositiv erhoben werden. 

Die Berufung der Berufungskläger ist in diesem Punkt teilweise gutzuheissen.

6.

6.1. Die Berufungskläger machen weiter geltend, dass es sich auch beim Lärmtagebuch der 
Berufungsbeklagten um eine reine Parteibehauptung handle. Die Richtigkeit der gemessenen Lärm-
pegel könne nicht verifiziert werden, da nicht klar sei, wie die Messungen durchgeführt worden seien. 
Nur weil die Resultate der Messungen der Berufungsbeklagten nicht im Widerspruch zu den im 
Privatgutachten ausgewiesenen Messungen stünden, komme den Messresultaten nicht ein erhöhter 
Beweiswert zu. Die Berufungsbeklagten hätten als überdurchschnittlich lärmsensible Menschen ein 
erhebliches Interesse, bei ihren eigenen Messungen übermässige Lärmimmissionen festzustellen. 
Sie hätten ein gerichtliches Gutachten sowie einen Augenschein beantragen müssen, was sie nicht 
(rechtzeitig) getan hätten. Als die Berufungsbeklagten anlässlich der Hauptverhandlung das Gutach-
ten beantragt hätten, seien bereits 20 der 30 Tage, an welchen die Kühe gemäss dem superprovi-
sorischen Entscheid Glocken tragen dürfen, aufgebraucht gewesen. Dies sei zulasten der Beru-
fungsbeklagten auszulegen.

Die Berufungsbeklagten bringen erneut vor, dass die Berufung nicht genügend begründet sei. Die 
Berufungskläger würden die Erwägungen der Vorinstanz nicht bestreiten, wonach das Lärmtage-
buch akribisch geführt worden sei, ein völlig kohärentes Bild ergebe und die eigenen Behauptungen 
der Berufungskläger betreffend die Anzahl Nächte, in denen die Kühe draussen waren, bestätigten. 
Ebenso wenig, dass das Lärmtagebuch nicht im Widerspruch zum privaten Lärmgutachten stehe. 
Die Berufungskläger hätten letzteres jedoch nicht ausreichend bestritten, womit die Existenz von 
Immissionen unbestritten bzw. nicht beweisbedürftig sei. Sie seien auch nicht überdurchschnittlich 
Lärmsensibel und hätten kein erhebliches persönliches Interesse, bei ihren eigenen Messungen 
übermässige Lärmimmissionen festzustellen. Auch andere Nachbarn würden sich an den Kuhglo-
cken stören. Hätten die Berufungskläger ein Gutachten als notwendig befunden, hätten sie ihrem 
Antrag positiv gegenüberstehen müssen. Subsidiär rügen sie eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs, indem die Vorinstanz ihren Antrag auf Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens abgewie-
sen hat.

6.2. Aus der Berufung geht ohne Weiteres hervor, dass die Berufungskläger eine unrichtige 
Verteilung der Beweislast rügen, zumal sie geltend machen, dass nicht sie, sondern die Berufungs-
beklagten ein gerichtliches Gutachten hätten beantragen müssen. 

Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, jene Partei das Vorhandensein einer 
behaupteten Tatsache zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet. Nach dem bundesrechtlichen 

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Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten 
von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Ausnahmen von diesem Regelbeweismass 
der vollen Überzeugung ergeben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Recht-
sprechung und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern 
der Natur der Sache nach nicht möglich oder nicht zumutbar ist und insofern eine "Beweisnot" 
besteht (BGE 130 III 321 E. 3.2 m.H.). Nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven 
Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünf-
tigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3). Eine weitere Beweiserleich-
terung ist in denjenigen Fällen vorgesehen, in denen eine Behauptung nur glaubhaft gemacht 
werden muss. Die Glaubhaftmachung ist vom Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
insoweit zu unterscheiden, als die Glaubhaftmachung insbesondere summarische Verfahren mit 
Beweismittelbeschränkungen betrifft. Glaubhaft gemacht ist dabei eine Tatsache schon dann, wenn 
für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der 
Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (BGE 130 III 321 E. 3.3; 132 III 
715 E. 3.1).

Gemäss Art. 152 Abs. 1 ZPO hat jede Partei das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und 
fristgerecht angebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt.

6.3. Die Erwägung der Vorinstanz, wonach das Lärmtagebuch akribisch geführt worden sei, ein 
kohärentes Bild ergebe und die Aussagen der Berufungskläger bestätigten, bezog sich bloss auf die 
Anzahl der Nächte, die die Kühe auf der Weide verbrachten. Die genaue Anzahl kann jedoch offen-
bleiben, da zumindest durchschnittlich knapp 33 Weidetage pro Sommer anerkannt sind, was genü-
gen würde, um die Lärmimmissionen als übermässig erscheinen zu lassen, sollten die Lärmimmis-
sionen an diesen Tagen bzw. Nächten regelmässig die Weckschwelle überschreiten (vgl. BGE 126 
III 223 E. 4b m.H.). Die Berufungsbeklagten behaupten darüber hinaus übermässige Lärmimmissio-
nen an weit mehr als 33 Nächten, womit die Berufungskläger nichts zu ihren Gunsten daraus ablei-
ten können, dass die Berufungsbeklagten bereit gewesen wären, den angefochtenen Entscheid zu 
akzeptieren. Die Vergleichsbereitschaft schliesst nicht aus, dass die Lärmimmissionen übermässig 
sind.

Betreffend die Lärmwerte erwog die Vorinstanz namentlich das Folgende (E. 5.8): «Es ist nicht klar, 
wie die Messungen durch die Kläger durchgeführt wurden. Entgegen den Ausführungen der Beklag-
ten stehen sie aber nicht im Widerspruch zu den im Privatgutachten ausgewiesenen Messwerten. 
Die Nordweide ist klein und dem Haus der Kläger sehr nahe. Es erscheint folglich nicht völlig abwe-
gig, dass auch von dieser Weide aus Maximalpegel von 65 Dezibel gemessen wurden. Ähnliche 
Pegel wurden von den Gesuchstellern allem Anschein nach auch am 26. Juni 2023 gemessen (act. 
15.29). Um die Messungen der Kläger zu entkräften, hätten die Beklagten zudem von ihrer eigenen 
Liegenschaft aus Messungen durchführen können, ist diese doch sehr ähnlich gelegen, wie jene der 
Kläger. Dies haben sie jedoch unterlassen. Die Erstellung eines gerichtlichen Lärmgutachtens 
haben die Beklagten abgelehnt.»

Aus den Erwägungen geht demnach hervor, dass die Vorinstanz von den Messwerten der Beru-
fungsbeklagten nicht überzeugt war, sondern diese bloss als «nicht völlig abwegig» bezeichnete, 
wobei sich dies nur auf die Nordweide und nicht auch auf die Nordwest- und Südwestweiden bezog. 
In der Folge auferlegte sie die Beweislast den Berufungsklägern. Vorliegend behaupten jedoch die 
Berufungsbeklagten übermässige Lärmimmissionen, was von den Berufungsklägern sowohl im erst-

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instanzlichen als auch im Berufungsverfahren bestritten wurde (vgl. u.a. E. 3 ff. und 5.7 f. des ange-
fochtenen Entscheids sowie Ziff. 20 ff. der Berufung), womit die Beweislast den Berufungsbeklagten 
obliegt. Dabei gilt das Regelbeweismass, zumal die Lärmwerte ohne Weiteres durch entsprechende 
Messungen bewiesen werden können. Beim Regelbeweismass genügt es jedoch nicht, dass etwas 
«nicht völlig abwegig» erscheint. Darüber hinaus haben die Berufungsbeklagten als Kläger sehr 
wohl ein Interesse daran, möglichst hohe Lärmimmissionen zu messen, dies unabhängig davon, ob 
sie nun lärmsensibel sind oder nicht. Den Berufungsklägern kann auch nicht vorgeworfen werden, 
dass sie die Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens abgelehnt haben. Wie bereits erwähnt, obliegt 
nicht ihnen die Beweislast, sondern den Berufungsbeklagten. Es steht einer Partei frei, die Abwei-
sung eines Beweismittels der Gegenpartei zu beantragen. Die Lärmwerte der Nord-, Nordwest- und 
Südwestweiden sind demnach durch das Lärmtagebuch nicht bewiesen.

Hingegen ist nicht ersichtlich, warum die Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens zu spät verlangt 
worden sein soll. Auch wenn im Zeitpunkt des Antrags am 26. Juli 2023 bereits 20 der 30 Tage, an 
welchen die Kühe gemäss dem superprovisorischem Entscheid Glocken tragen dürfen, aufge-
braucht gewesen sein sollen, so steht dies einerseits der Erstellung eines Gutachtens im Jahr 2024 
nicht entgegen. Andererseits hätte auch im Rahmen des Entscheids über vorsorgliche Massnahmen 
angeordnet werden können, dass das Tragen der Glocken für die Erstellung des Gutachtens zuläs-
sig ist. Es sind jedoch ohnehin keine vorsorglichen Massnahmen anzuordnen (vgl. nachstehend 
E. 7). 

Schliesslich legen die Berufungskläger nicht substantiiert dar, warum die Berufungsbeklagten neben 
dem gerichtlichen Gutachten zwingend auch einen Augenschein hätten beantragen müssen. Die 
Berufungskläger können somit nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten.

Die Berufungen sind somit in diesem Punkt teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit zur Erstel-
lung des Gutachtens und zu neuem Entscheid in der Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.

7.

Strittig sind schliesslich die vorsorglichen Massnahmen.

7.1. Die Berufungskläger rügen in diesem Zusammenhang zunächst eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs. Weiter beanstanden sie namentlich, dass keine übermässigen Lärmimmissionen 
glaubhaft gemacht worden seien. 

Die Berufungsbeklagten sind hingegen der Ansicht, dass die Kuhglocken übermässige Lärmimmis-
sionen verursachen würden.

7.2. Gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO trifft das Gericht die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, 
wenn die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist 
oder eine Verletzung zu befürchten ist und ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder gutzuma-
chender Nachteil droht. 

Zur Glaubhaftmachung im Sinne der zitierten Norm genügt es im Allgemeinen, wenn für das Vorhan-
densein der behaupteten Tatsachen gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit 
der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten (u.a. BGE 140 III 610 E. 4.1 
m.H.). Die Rechtslage ist grundsätzlich nur summarisch zu prüfen und vorläufig zu beurteilen, ohne 
die sich stellenden rechtlichen Fragen endgültig zu klären (BGE 139 III 86 E. 4.2 m.H.). 

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7.3. Vorliegend könnte sich die Frage stellen, ob die Angelegenheit nicht bereits rechtskräftig 
entschieden wurde. Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens ist jedoch nicht weiter darauf einzuge-
hen. Ebenso, ob das rechtliche Gehör der Berufungskläger verletzt wurde.

Weiter genügt es auch für die Glaubhaftmachung nicht, dass etwas «nicht völlig abwegig» erscheint. 
Wie bereits gesehen (vorstehend E. 6.3), bezog sich diese Erwägung der Vorinstanz jedoch ohnehin 
bloss auf die eigenen Lärmmessungen der Berufungsbeklagten betreffend die Nordweide und nicht 
auch auf diejenigen der Nordwest- und Südwestweiden. Darüber hinaus erwog die Vorinstanz zutref-
fend, dass nicht klar sei, wie die Messwerte der Berufungsbeklagten zustande gekommen sind. Die 
Berufungsbeklagten, welchen die Beweislast obliegt, setzen sich nicht damit auseinander. Sie haben 
zudem als Kläger ein Interesse daran, möglichst hohe Lärmimmissionen zu messen, unabhängig 
davon, ob sie lärmsensible Personen sind oder nicht. Unter diesen Umständen können die Mess-
werte der Berufungsbeklagten betreffend die Nord-, Nordwest- und Südwestweiden nicht als glaub-
haft bezeichnet werden. Daran ändert nichts, dass die im Lärmtagebuch festgehaltene Anzahl 
Weidetage angeblich mit den Aussagen der Berufungskläger übereinstimmen. 

Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Messwerte der Süd- und der Nordweide aufgrund 
des privaten Gutachtens bezüglich der Südweide und dem Umstand, dass die Nordweide gemäss 
der Vorinstanz klein und dem Haus der Berufungsbeklagten sehr nahe gelegen ist, glaubhaft sind, 
so könnten dennoch keine vorsorglichen Massnahmen in Bezug auf die Süd- und Nordweide ange-
ordnet werden. Die Berufungsbeklagten haben die Rechtsbegehren betreffend die vorsorglichen 
Massnahmen gleich wie die Begehren in der Hauptsache bzw. mit Verweis auf diese formuliert. Die 
Südweide befindet sich jedoch auf dem gleichen Grundstück wie die Südwestweide und die Nord-
weide auf dem gleichen Grundstück wie die Nordwestweide, ohne dass die Abgrenzung zwischen 
Süd- und Südwestweide bzw. Nord- und Nordwestweide klar wäre (vgl. vorstehend E. 5.3.2, wobei 
das für die Süd- und Südwestweide Gesagte analog für die Nord- und Nordwestweide, welche sich 
auf dem Grundstück Art. hhh des Grundbuchs der Gemeinde F.________ befinden, gilt). Wie bereits 
gesehen, könnte ein nächtliches Verbot der Glocken begrenzt auf die Nord- und/oder die Südweide 
daher nicht zum Dispositiv erhoben werden (vorstehend E. 5.3). Die weiteren Voraussetzungen für 
die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen sind demnach nicht zu prüfen.

Die Berufung der Berufungskläger ist somit diesbezüglich gutzuheissen und das Gesuch um 
vorsorgliche Massnahmen abzuweisen.

8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auf die weiteren Rügen der Parteien nicht einzugehen. Fest-
zuhalten ist, dass der erstinstanzliche Entscheid betreffend die Genugtuung (Abweisung) nicht ange-
fochten wurde und insofern in Rechtskraft erwachsen ist. 

9.

9.1. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt. 
Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfah-
rens verteilt (Abs. 2). Sind am Prozess mehrere Personen als Haupt- oder Nebenparteien beteiligt, 
so bestimmt das Gericht ihren Anteil an den Prozesskosten. Es kann auf solidarische Haftung erken-
nen (Abs. 3).

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9.2. In der Hauptsache wurden die beiden Berufungen teilweise gutgeheissen, soweit darauf 
einzutreten war. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahrenskosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen 
und die Parteikosten wettzuschlagen. 

Die Verfahrenskosten werden pauschal auf CHF 12'000.- festgesetzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 des 
Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]) und von den geleisteten Vorschüssen 
bezogen.

9.3. In Bezug auf die vorsorglichen Massnahmen wurde die Berufung der Berufungskläger gutge-
heissen. Die Prozesskosten sind demnach den unterliegenden Berufungsbeklagten, unter solidari-
scher Haftung, aufzuerlegen.

9.3.1. Die Verfahrenskosten werden pauschal auf CHF 1’500.- festgesetzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 
19 JR) und vom geleisteten Vorschuss bezogen. Die Berufungsbeklagten haben den Berufungsklä-
gern CHF 1'500.- zu ersetzen.

9.3.2. Nach Art. 105 Abs. 2 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung nach den Tarifen, d.h. 
nach dem Justizreglement zu. Bei globaler Festsetzung – wie vorliegend – berücksichtigt die Behör-
de namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie die notwendige Arbeit der 
Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien (Art. 63 
Abs. 2 JR). Bei Beschwerden gegen Urteile des Einzelgerichts ist der Höchstbetrag CHF 3'000.-, 
welcher bis auf das Doppelte erhöht werden kann, wenn besondere Umstände es rechtfertigen (Art. 
64 Abs. 1 Bst. e und Abs. 2 JR).

Die Berufungskläger verwiesen betreffend die vorsorglichen Massnahmen zu einem wesentlichen 
Teil auf ihre Begründung in der Hauptsache. Die vorsorglichen Massnahmen führten demnach bloss 
zu einem kleinen Zusatzaufwand. Nach den erwähnten Kriterien kann die Entschädigung daher auf 
CHF 600.- inkl. Auslagen festgesetzt werden. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. CHF 46.20, da die 
Berufung noch im Jahr 2023 erstellt wurde. Die Entschädigung beläuft sich somit auf CHF 646.20.

Der Hof erkennt:

I. Die Verfahren 101 2023 456 und 457 sowie 101 2024 7 werden vereinigt.

II. Die Berufungen werden teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

III. Ziff. I. des Dispositivs des Entscheids des Zivilgerichts des Seebezirks vom 20. November 
2023 wird abgeändert und lautet neu wie folgt:

I.   Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen.

Es wird festgestellt, dass der Entscheid betreffend die Abweisung der Genugtuung in Rechts-
kraft erwachsen ist.

Des Weiteren wird der Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 20. November 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit zur Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens und zu 
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.

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IV. Die Verfahrenskosten für die beiden Berufungsverfahren werden pauschal auf insgesamt 
CHF 13'500.- festgesetzt. 

C.________ und D.________ haben davon CHF 7’500.- und A.________ und B.________ 
CHF 6’000.- zu tragen. 

Die Verfahrenskosten werden von den geleisteten Vorschüssen bezogen. C.________ und 
D.________ haben, unter solidarischer Haftung, A.________ und B.________ CHF 1'500.- zu 
erstatten.

V. Die von C.________ und D.________, unter solidarischer Haftung, an A.________ und 
B.________ zu leistende Parteientschädigung wird auf CHF 646.20, inkl. 7.7% MwSt., festge-
setzt. 

VI. Zustellung.

Das Bundesgericht beurteilt als ordentliche Beschwerdeinstanz Beschwerden gegen Entscheide in 
Zivilsachen; das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 
72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. 
Es beurteilt ebenfalls subsidiäre Verfassungsbeschwerden; das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. BGG geregelt. In beiden Fällen 
ist die begründete Beschwerdeschrift innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Urteils-
ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Führt eine Partei gegen einen 
Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungsbeschwerde, so hat sie beide 
Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

Freiburg, 26. April 2024/sig

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin