# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bf2df13-0e6f-57fe-96f6-8a721f6a5954
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-29
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 29.09.2025 SBK.2025.209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-209_2025-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2025.209  
(STA.2025.2266)  

Art. 298 

 

 

Entscheid vom 29. September 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Schär 

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli 

 

 
   

Beschwerde-

führer/ Gesuch-

steller 

 A._____, […], 

[…]  

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg,  

Riburgerstrasse 4, 4310 Rheinfelden  

 

 

Beschuldigter   B._____, […], 

[…]  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand/ 

Gegenstand 

 Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Rheinfelden- 

Laufenburg vom 10. Juli 2025 

 

Ausstandsgesuch betreffend die Staatsanwaltschaft Rheinfelden- 

Laufenburg 

 

in der Strafsache gegen B._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 15. Mai 2025, 18:10 Uhr, meldete sich B._____, Wirt der C._____ in 

Q._____ (nachfolgend Beschuldigter), bei der Kantonalen Notrufzentrale 

und gab an, vom Restaurantbesitzer "gegenüber" belästigt zu werden. Auf-

grund dieser Meldung rückte eine Patrouille der D._____, aus. Vor Ort 

konnten der Beschuldigte sowie A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 

angetroffen werden. Am gleichen Abend erstattete der Beschwerdeführer 

bei der D._____, per E-Mail einen Strafantrag gegen den Beschuldigten 

wegen unlauteren Wettbewerbs. Er brachte vor, dass sich am 15. Mai 2025 

zwei Gäste, welche im E._____ reserviert hätten, aufgrund der verwirren-

den Raumsituation versehentlich an einen Tisch in der C._____ gesetzt 

hätten. Er und seine Partnerin hätten beobachtet und gehört, wie diese 

Gäste gegenüber dem Beschuldigten geäussert hätten, dass sie reserviert 

hätten. Der Beschuldigte habe kurz etwas verwirrt geschaut und ihnen 

dann die Karte gegeben. Die Gäste hätten ihm später mitgeteilt, dass sie 

den Irrtum zu spät bemerkt hätten. Beim Verhalten des Beschuldigten 

handle es sich um Abwerben der Gäste, somit um unlauteren Wettbewerb.  

 

Mit E-Mail vom 16. Mai 2025 ergänzte der Beschwerdeführer seine An-

zeige, indem er geltend machte, dass der Beschuldigte eine unzutreffende 

1-Stern-Google-Rezension ("sehr unprofessionell und störend sehr auf-

dringlich ausserdem hat sein laden kein wc") gegen das E._____ verfasst 

habe.  

 

2. 

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erliess am 10. Juli 2025 

eine Nichtanhandnahmeverfügung in der vom Beschwerdeführer am 

15. und 16. Mai 2025 beanzeigten Angelegenheit. Die Nichtanhandnahme-

verfügung wurde von der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau am 

11. Juli 2025 genehmigt.  

 

3. 

3.1. 

Gegen diese ihm am 19. Juli 2025 zugestellte Nichtanhandnahmeverfü-

gung erhob der Beschwerdeführer am 28. Juli 2025 bei der Beschwerde-

kammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau Beschwerde 

mit folgenden Anträgen: 

 

" 1. 
 Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden sei wegen des Anscheins der Befan-

genheit gemäss Art. 56 lit. f StPO im Verfahren abzuziehen, und die Sa-
che sei einer anderen Staatsanwaltschaft zu überweisen. 

 
 
 

 - 3 - 

 

 

 2. 
 Eventualiter sei die Nichtanhandnahmeverfügung vom 10. Juli 2025 auf-

zuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, eine Strafuntersu-
chung gegen Herrn B._____ wegen des Verdachts auf unlauteren Wett-
bewerb (Art. 3 UWG) zu eröffnen." 

 

3.2. 

Die Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des Ober-

gerichts des Kantons Aargau forderte den Beschwerdeführer mit Verfügung 

vom 7. August 2025 auf, innert 10 Tagen ab (am 9. August 2025 erfolgter) 

Zustellung dieser Verfügung eine Sicherheit von Fr. 1'000.00 für allfällige 

Kosten zu leisten. Diese Sicherheit bezahlte der Beschwerdeführer am 

19. August 2025. 

 

3.3. 

Es wurden die Akten, aber keine Beschwerdeantworten eingeholt. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft sind gemäss 

Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit 

Beschwerde anfechtbar. Nachdem vorliegend keine Beschwerde-

auschlussgründe gemäss Art. 394 StPO bestehen, ist die Beschwerde 

grundsätzlich zulässig. 

 

2. 

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg begründete die Nichtan-

handnahmeverfügung im Wesentlichen wie folgt: 

 

Bei Art. 3 UWG gehe es um täuschendes oder in anderer Weise gegen den 

Grundsatz von Treu und Glauben verstossendes Verhalten oder Ge-

schäftsgebaren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwi-

schen Anbietern und Abnehmern beeinflusse. Betreffend die am 

15. Mai 2025 erfolgte Nichtaufklärung der im Restaurant C._____ sitzen-

den Personen lasse sich zum einen ein vorsätzliches Handeln des Beschul-

digten nicht erstellen und zum anderen liege bei einem blossen Unterlas-

sen des Hinweises an die Gäste auch noch keine irreführende oder täu-

schende Geschäftspraktik im Sinne des UWG vor. Der Beschuldigte habe 

bspw. nicht mit dem Namen des E._____ geworben oder die Gäste anders-

wie aktiv beeinflusst. Sodann dürfte für die Gäste spätestens beim Erhalt 

der Speisekarte auch ohne Weiteres erkennbar gewesen sein, dass sie 

sich im falschen Lokal befänden. Es handle sich also, jedenfalls soweit es 

sich erstellen lasse, vielmehr um ein Missverständnis.  

 

 - 4 - 

 

 

Betreffend die diffamierende Rezension über das E._____ auf Google 

bleibe zu sagen, dass diese bereits ca. ein Jahr alt sei und damit der vom 

Beschwerdeführer gegen den Beschuldigten gestellte Strafantrag wohl ver-

spätet sei. Die Ausführungen in der Rezension könnten als persönliche 

Empfindung/Meinung eines unzufriedenen Kunden durchaus Eingang in 

eine Rezension finden, eine blosse Schmähkritik sei darin nicht zu erken-

nen. Ob der Bewertende tatsächlich Kunde des E._____ gewesen sei, 

könne sodann auch nicht mehr nachvollzogen werden. Überdies liessen 

sich mit einfacher Recherche weitere 1-Stern-Rezensionen auf Google 

über das E._____ finden, weshalb es der beanzeigten Rezension nicht von 

Beginn weg an jeder Glaubhaftigkeit fehle.  

 

3. 

3.1. 

Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwer-

deinstanz innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt 

werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO). Verlangt die 

Strafprozessordnung, dass das Rechtsmittel begründet wird, so hat die 

Person, die das Rechtsmittel ergreift, gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO genau 

anzugeben, welche Punkte des Entscheids sie anficht (lit. a), welche 

Gründe einen anderen Entscheid nahe legen (lit. b) und welche Beweismit-

tel sie anruft (lit. c). Sofern der angefochtene Entscheid eine Eventualbe-

gründung enthält, ist darzulegen, weshalb sowohl Haupt- als auch Eventu-

albegründung unzutreffend sind, weil nur in diesem Falle Gründe dargelegt 

werden, welche im Resultat einen anderen Entscheid nahelegen (VIKTOR 

LIEBER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 

2020, N. 2 zu Art. 385 StPO; JÜRG BÄHLER, in: Basler Kommentar, Schwei-

zerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 8 zu Art. 385 StPO; PAT-

RICK GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessord-

nung, 2011, N. 392).  

 

3.2. 

3.2.1. 

Die Anträge in der Beschwerde werfen Fragen auf. So erschliesst sich 

nicht, weshalb der Beschwerdeführer als Hauptantrag den Ausstand der 

Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg, die Aufhebung der Nichtan-

handnahmeverfügung aber nur "eventualiter" verlangt. Die Staatsanwalt-

schaft Rheinfelden-Laufenburg hat die Nichtanhandnahmeverfügung ge-

stützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO erlassen, d. h. weil die fraglichen Straf-

tatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind. 

Ohne Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung vom 10. Juli 2025 wird 

die Strafanzeige nicht weiter bearbeitet. Die Prüfung des verlangten Aus-

stands der gesamten Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erüb-

rigte sich damit.  

 

 - 5 - 

 

 

Aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde (Beschwerde, S. 2 f.) ist 

nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer deshalb den Ausstand 

der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg verlangt, weil es ihm nicht 

(einzig) um den Vorfall vom 15. Mai 2025 bzw. die am 16. Mai 2025 bean-

zeigte 1-Stern-Rezension geht, sondern er vielmehr im Grundsatz überprüft 

haben will, ob sich der Beschuldigte deswegen strafrechtlich schuldig 

macht, weil er Verwechslungen von Lokalbesuchern nicht verhindern und 

solche stillschweigend hinnehmen soll (Beschwerde, S. 3). Dies ist aber 

nicht möglich, braucht es doch für die Eröffnung einer Strafuntersuchung 

hinsichtlich Zeit und Ort eines konkreten Sachverhalts, andernfalls die Mög-

lichkeit einer Verurteilung mangels rechtsgenüglicher Anklage von vornhe-

rein ausser Betracht fällt (Art. 9 und Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). Gegenstand 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kann somit nur der beanzeigte 

Vorfall vom 15. Mai 2025 sowie die mit E-Mail vom 16. Mai 2025 beanzeigte 

1-Stern-Rezension, m.a.W. die Nichtanhandnahmeverfügung der Staats-

anwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg vom 10. Juli 2025 sein. 

 

Für die Beurteilung des mit Hauptantrag verlangten Ausstandsbegehrens 

bedarf es deshalb der Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg. Diesbezüglich lässt sich der 

Beschwerde (S. 5) immerhin im Rahmen "der Schlussbemerkung" entneh-

men, dass der Beschwerdeführer sinngemäss (auch) die Aufhebung der 

Nichtanhandnahmeverfügung verlangt, so dass sich bei wohlwollender 

Auslegung schliessen lässt, dass der Beschwerdeführer nebst dem Aus-

stand der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg (doch) auch die Auf-

hebung der Nichtanhandnahmeverfügung vom 10. Juli 2025 verlangt. Die 

Rechtsmässigkeit der Nichtanhandnahmeverfügung ist deshalb zu prüfen. 

 

3.2.2. 

Nach Ansicht des Beschwerdeführers besteht gegen den Beschuldigten 

bezüglich Art. 3 Abs. 1 lit. b, d und e UWG ein Anfangstatverdacht.  

 

Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG handelt unlauter, wer über sich, seine 

Firma, seine Geschäftsbezeichnung, seine Waren, Werke oder Leistungen, 

deren Preise, die vorrätige Menge, die Art der Verkaufsveranstaltung oder 

über seine Geschäftsverhältnisse unrichtige oder irreführende Angaben 

macht oder in entsprechender Weise Dritte im Wettbewerb begünstigt; 

 

unlauter handelt weiter, wer Massnahmen trifft, die geeignet sind, Ver-

wechslungen mit den Waren, Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbe-

trieb eines anderen herbeizuführen (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG); 

 

ebenso handelt unlauter, wer sich, seine Waren, Werke, Leistungen oder 

deren Preise in unrichtiger, irreführender, unnötig herabsetzender oder an-

lehnender Weise mit anderen, ihren Waren, Werken, Leistungen oder 

 - 6 - 

 

 

deren Preise vergleicht oder in entsprechender Weise Dritte im Wettbewerb 

begünstigt (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG). 

 

3.2.3. 

3.2.3.1. 

Der Beschwerdeführer schildert in der Beschwerde zunächst den bereits 

bekannten Sachverhalt (Reservation zweier Gäste im E._____; wegen 

räumlicher Unübersichtlichkeit hätten diese Gäste irrtümlicherweise an ei-

nem Tisch der C._____ Platz genommen; der Beschuldigte habe die Gäste 

nicht aufgeklärt, obwohl ihm keine Reservation vorgelegen habe; die Gäste 

hätten den Irrtum erst bemerkt, als ihnen das Essen serviert worden sei). 

Die räumliche Situation zwischen den beiden Betrieben sei objektiv unüber-

sichtlich. Täglich setzten sich Gäste, meist ortsunkundige Besucher, verse-

hentlich an die falschen Tische. Die Tatsache, dass dieser Irrtum regelmäs-

sig vorkomme, spreche für eine "objektive Mehrdeutigkeit" der örtlichen 

Verhältnisse. Ein Verlust von mehreren zehntausend Franken während der 

vergangenen zwei Jahre für das E._____ sei plausibel, auch da Mitarbei-

tende des E._____ ständig draussen stehen müssten, um Gäste rechtzeitig 

über die Platzverhältnisse aufzuklären. Es habe bereits früher einen ver-

gleichbaren Fall gegeben. Manche Gäste würden bis am Schluss ihres Be-

suchs denken, dass sie beim E._____ einkehrten, obwohl sie an einem 

Tisch der C._____ sässen. Zwar könne daraus nicht auf eine bewusste Ab-

sicht des Beschuldigten geschlossen werden, doch die Umstände würden 

nahelegen, dass "Verwechslungen nicht nur nicht verhindert, sondern still-

schweigend hingenommen werden". Eine sorgfältige strafrechtliche Prü-

fung könne hier zur Klärung beitragen.  

 

3.2.3.2. 

Der Beschwerdeführer lässt in seiner Begründung jegliche Auseinander-

setzung mit der Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft 

Rheinfelden-Laufenburg vermissen. So legt er nicht dar, inwiefern das Ver-

halten des Beschuldigten auf Vorsatz (vgl. Art. 23 Abs. 1 UWG) schliessen 

lässt und inwiefern das Unterlassen eines Hinweises auf die (angebliche) 

Verwechslung des Lokals im Sinn des UWG strafbar sein soll. Unbestritte-

nermassen ist es nicht der Beschuldigte, der die örtliche Situation, aufgrund 

welcher es zu den Verwechslungen kommen soll, geschaffen hat. Allein 

deshalb, weil der Beschuldigte die Verwechslung stillschweigend hinnimmt 

und nicht aktiv verhindert, handelt er nicht im Sinne von Art. 3 UWG unlau-

ter. Abgesehen davon schliesst der Beschwerdeführer selbst nicht auf eine 

"bewusste Absicht" des Beschuldigten (Beschwerde, S. 3). Ohne Vorsatz 

fällt eine Strafbarkeit nach Art. 3 UWG aber von vornherein ausser Betracht 

(vgl. Art. 23 Abs. 1 UWG).   

 

3.2.3.3. 

Die Gäste, aufgrund welcher es zur Anzeige gekommen ist, hatten im 

E._____ reserviert, womit davon auszugehen ist, dass sie wussten, welche 

 - 7 - 

 

 

Art von Speisen dort angeboten werden. Die Speisekarte der C._____ un-

terscheidet sich von derjenigen des E._____ fundamental (vgl. dazu die im 

Internet aufgeschalteten Menu- bzw. Speisekarten). Es ist deshalb schlicht 

nicht glaubhaft, dass die Gäste die Verwechslung erst bemerkt haben wol-

len, als das Essen auf dem Tisch stand. Dies umso weniger, weil sie auf-

grund der Reservation den Namen des Restaurants kannten, so dass sie 

bereits beim Erhalt der Speisekarte, welche sicherlich mit dem Namen der 

C._____ betitelt ist, hätten reagieren können, wenn sie dies denn gewollt 

hätten. Dies wurde vom betreffenden Gast, welcher am 15. Mai 2025 im 

E._____ reserviert hatte, auch bestätigt (vgl. die SMS-Nachricht, wonach 

er [der Gast] früher hätte reagieren sollen). Dass der Beschuldigte diese 

Gäste durch unrichtige bzw. irreführende Angaben im Sinne von Art. 3 

Abs. 1 lit. b UWG zum Verbleib überredet oder hierfür Massnahmen im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG getroffen hatte, macht der Beschwerde-

führer nicht geltend. Einem Wechsel ins Restaurant des Beschwerdefüh-

rers vor Aufgabe der Bestellung in der C._____ stand somit nichts im Wege. 

Die angeblich vom Beschuldigten zu Beginn des Restaurantbesuchs nicht 

erfolgte Information betreffend die Lokalverwechslung war deshalb nicht 

geeignet, die Gäste vom Besuch des E._____ abzuhalten. Strafrechtlich 

relevantes Verhalten ist somit nicht ersichtlich. 

 

3.2.4.  

Was die angeblich rufschädigende Google-Rezension anbelangt, so blieb 

vom Beschwerdeführer die Feststellung der Staatsanwaltschaft Rheinfel-

den-Laufenburg, wonach der hierfür notwendige Strafantrag (vgl. Art. 23 

Abs. 1 UWG) wohl verspätet gestellt worden sei, unbestritten. Der fehlende 

Strafantrag stellt ein Prozesshindernis dar, weshalb auch in diesem Punkt 

die Nichtanhandnahmeverfügung zu Recht erging. Soweit der Beschwer-

deführer in der Beschwerde vorbringt, im Zeitpunkt seines Strafantrags sei 

es zu weiteren negativen Google-Bewertungen gekommen, ist hierauf nicht 

einzugehen, waren diese Bewertungen doch nicht Gegenstand seiner 

Strafanzeige und sind sie deshalb in der Nichtanhandnahmeverfügung 

auch nicht erwähnt. Dazu zu bemerken ist dennoch, dass der Beschwer-

deführer offensichtlich selbst nicht davon ausgeht, dass diese negativen 

Bewertungen dem Beschuldigten anzulasten sind. So führt er aus, dass 

auffalle, dass nach "rechtlichen Initiativen oder öffentlichen Äusserungen" 

seinerseits erneut 1-Stern-Bewertungen aufgetaucht seien, was den Ein-

druck einer "Einschüchterungswirkung" etc. aufkommen lasse. Für eine 

"koordinierte" Aktion spreche auch, dass mehrere der genannten 1-Stern-

Bewertungen mit "gefällt mir" markiert seien, trotz des Umstands, dass es 

sich um anonyme Profile ohne erkennbare Aktivität handle. Einen plausib-

len Zusammenhang dieser neuen 1-Stern-Bewertungen zum Beschuldig-

ten legt er nicht dar.  

 

 - 8 - 

 

 

3.3. 

Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten ist. An der Prüfung des gestellten Ausstandsbegehrens besteht bei 

diesem Verfahrensausgang kein rechtlich geschütztes Interesse mehr, 

weshalb es als gegenstandslos von der Geschäftskontrolle abzuschreiben 

ist.  

 

4. 

Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und es ist ihm keine 

Entschädigung zuzusprechen. Der Beschuldigte wurde in das Beschwer-

deverfahren nicht involviert. Ein entschädigungspflichtiger Aufwand fällt da-

mit ausser Betracht. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Das Ausstandsgesuch wird infolge Gegenstandslosigkeit von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben.  

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 32.00, zusammen 

Fr. 1'032.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit der von ihm 

geleisteten Sicherheit von Fr. 1'000.00 verrechnet, so dass er der Gerichts-

kasse noch Fr. 32.00 zu bezahlen hat. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

 - 9 - 

 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

  

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 

Ausstandsbegehren kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der vollständi-

gen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweizerische 

Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 92, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

  

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

  

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 29. September 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Groebli Arioli