# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29251325-d925-50a9-af04-36c97522dc24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2008 E-6533/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6533-2006_2008-05-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6533/2006/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 0 8

Richter Kurt Gysi (Vorsitz),
Richter Bendicht Tellenbach,
Richterin Regula Schenker Senn, 
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
B._______, geboren _______,
C._______, geboren _______,
D._______, geboren _______,
E._______, geboren _______,
F._______, geboren _______,
Jemen,
vertreten durch Peter D. Deutsch, Fürsprecher, 
________
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung vom 21. Juli 2003
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6533/2006

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer  verliess  mit  seinen zwei  älteren Söhnen sein 
Heimatland nach eigenen Angaben am 13. September 2001 auf dem 
Luftweg  und  gelangte  am  18.  September  2001  über  Italien  in  die 
Schweiz, wo er am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Basel um Asyl nachsuchte. Am 24. September 2001 wurde er im Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum und am 4. Januar 2002 von der zustän-
digen kantonalen Behörde zu seinen Asylgründen angehört.

B.
Am 11. November 2002 reiste die Beschwerdeführerin zusammen mit 
ihrem dritten Sohn in die Schweiz nach, stellte ebenfalls ein Asylge-
such und wurde am 14. November 2002 im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Basel sowie am 27. Juni 2003 von der zuständigen kantona-
len Behörde zu ihren Asylgründen angehört.

C.
Für  die  Vorbringen der  Beschwerdeführer  zu  ihren Asylgesuchen ist 
auf die Akten zu verweisen.

D.
Mit Verfügung vom 21. Juli 2003 lehnte die Vorinstanz die Asylgesuche 
ab  und  ordnete  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführer  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug an.

E.
Mit  Beschwerde vom 20. August  2003 beantragten die Beschwerde-
führer, der Entscheid der Vorinstanz vom 21. Juli 2003 sei aufzuheben 
und es sei ihnen das nachgesuchte Asyl zu gewähren. Eventuell seien 
die Ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die 
Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen. Es sei ihnen das Recht auf 
unentgeltliche  Rechtspflege  samt  Beiordnung  eines  unentgeltlichen 
Rechtsbeistandes zu gewähren.

F.
Mit  Zwischenverfügung  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK)  vom  28.  August  2003  wurde  das  Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrens-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) gutgeheissen, 

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das  Gesuch  um  Bestellung  eines  unentgeltlichen  Anwalts  im  Sinne 
von  Art.  65  Abs.  2  VwVG  abgewiesen  und  die  Beschwerdeführer 
aufgefordert, innert Frist weitere Beweismittel einzureichen.

G.
Mit Eingabe vom 13. Juni 2005 reichten die Beschwerdeführer ein wei-
teres Beweismittel in Kopie mit deutscher Übersetzung zu den Akten. 
Am 21. September 2005 reichten sie das Original  des Beweismittels 
nach.

H.
Mit  Eingabe  vom 7. Dezember  2005  reichten  die  Beschwerdeführer 
Unterlagen betreffend ihrer Integration in der Schweiz zu den Akten.

I.
Mit Vernehmlassung vom 6. Januar 2006 verneinte die Vorinstanz das 
Vorliegen einer schwerwiegenden persönlichen Notlage der Beschwer-
deführer und beantragte die vollumfängliche Abweisung der Beschwer-
de. Mit Eingabe vom 27. Januar 2006 und drei ergänzenden Eingaben 
nahmen die Beschwerdeführer hierzu Stellung.

J.
Mit  Eingabe  vom  18.  April  2006  wurde  ein  ärztliches  Zeugnis  vom 
6. April 2006 der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern den Be-
schwerdeführer betreffend zu den Akten gereicht.

K.
Auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichtes mit Zwischenverfü-
gung vom 22. Januar 2008 reichten die Beschwerdeführer mit Eingabe 
vom 11. Februar 2008 ein aktuelles ärztliches Zeugnis vom 31. Januar 
2008 den Beschwerdeführer betreffend zu den Akten. 

Mit gleicher Eingabe wurde der neue Rechtsvertreter der Beschwerde-
führer mandatiert. Zudem wurden verschiedene Referenzschreiben zu 
den Akten gereicht.

L.
Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 15. Februar 2008 
wurde der Vorinstanz in einem weiteren Schriftenwechsel Gelegenheit 
gegeben, sich zur aktuellen Verfahrenslage zu äussern.

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M.
Mit Vernehmlassung vom 3. März 2008 nahm das BFM zur aktuellen 
Sachlage Stellung und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

N.
Auf  Einladung  des  Bundesverwaltungsgerichtes  vom 11.  März  2008 
nahmen die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. März 2008 unter 
Beilage verschiedener Unterlagen zur Vernehmlassung des BFM Stel-
lung.

O.
Mit  Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichtes  vom  28.  März  2008 
wurde dem BFM Gelegenheit gegeben, sich zum aktuellen Aktenstand 
vernehmen zu lassen. Mit Vernehmlassung vom 15. April 2008 bean-
tragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde.

P.
Auf Anfrage des Bundesverwaltungsgerichtes vom 17. April 2008 hiel-
ten die Beschwerdeführer mit Erklärung vom 28. April 2008 fest, ihre 
Beschwerde vom 20. August 2003 nur hinsichtlich Eventualantrag auf-
rechtzuerhalten.

Q.
Mit  Eingabe vom 28. April  2008 reichte  der  Rechtsvertreter der  Be-
schwerdeführer  und  mit  Eingabe  vom  23.  April  2008  der  frühere 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer je eine Kostennote zu den Ak-
ten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des Verwaltungs-
verfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021). 
Das BFM gehört  zu  den  Behörden nach Art. 33  VGG und ist  daher 
eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet 
betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das 
Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der 

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vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig 
(Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängigen 
Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar  (vgl.  Art.  53 
Abs. 2 VGG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführer  sind  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und 
haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise  Änderung.  Die  Beschwerdeführer  sind daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1, 
Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-
treten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Die Beschwerdeführer haben mit schriftlicher Erklärung mitgeteilt, die 
Beschwerde vom 20. August 2003 werde nur hinsichtlich Eventualan-
trag aufrechterhalten. Die Beschwerde ist daher, soweit sie die Flücht-
lingseigenschaft, das Asyl und die Anordnung der Wegweisung als sol-
che betrifft, als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschrei-
ben. Gegenstand des Verfahrens bildet somit die Frage des Wegwei-
sungsvollzuges.

4.

4.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder 
nicht zumutbar, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]).

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4.2 Die Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegwei-
sung sind alternativer Natur. Ist eine von ihnen erfüllt, ist der Vollzug 
der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere An-
wesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläu-
fige Aufnahme zu regeln (vgl. die weiterhin geltende Rechtsprechung 
in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-
kommission EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2. mit weiteren Hinweisen).

4.3 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich für Ausländerinnen und 
Ausländer dann als unzumutbar, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 
4 AuG). 

4.3.1 Sind von einem Vollzug der Wegweisung Kinder betroffen, so bil-
det im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung das Kindeswohl einen Ge-
sichtspunkt von gewichtiger Bedeutung. Unter dem Aspekt des Kindes-
wohls sind sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die 
im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. EMARK 
1998 Nr. 13 Erw. 5e.aa). Erschwerte (Re-)Integrationsmöglichkeiten im 
Heimatstaat infolge einer fortgeschrittenen Assimilierung des Kindes in 
der Schweiz können zur Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzuges der ganzen Familie  führen (EMARK 2005 Nr. 6 Erw. 
6.2., 1998 Nr. 31 Erw. 8c.ff.ccc).

4.3.2 In Berücksichtigung dieser Rechtsprechung ist insbesondere die 
Situation  des  zweiten  und  dritten  Sohnes  der  Beschwerdeführer  zu 
würdigen.  Der  zweitälteste  Sohn  ist  16  1/2-jährig  und  seit  seinem 
10. Lebensjahr in der Schweiz wohnhaft. Sein jüngerer Bruder steht im 
10. Lebensjahr und lebt seit 5 1/2 Jahren in der Schweiz. Beide sind 
seit Jahren in der Schweiz schulpflichtig. Sie dürften sich aufgrund ih-
res Alters und ihres in der Schweiz verbrachten Lebensabschnittes an 
die  schweizerische  Lebensweise  angeglichen  haben  und  in  erhebli-
chem Mass durch das hiesige kulturelle  und soziale Umfeld geprägt 
sein. Demgegenüber werden sie kaum über jene - namentlich schriftli-
chen - Kenntnisse ihrer  Muttersprache verfügen,  welche für  sie  eine 
adäquate Eingliederung ins Schulsystem in der Heimat vorauszuset-
zen wären. Auch in weiteren sozialen Bereichen wäre ihre Intergration 
in der Heimat in erhöhtem Masse in Frage gestellt. Es besteht dem-
nach die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung 
verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in 

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der  Schweiz  einerseits  und  die  sich  gleichzeitig  abzeichnende 
Problematik  einer  Integration  in  eine  ihnen  fremd  gewordene 
Umgebung  andererseits  zu  Belastungen  ihrer  jugendlichen  und 
kindlichen  Entwicklung  führen  würden,  die  mit  dem  Schutzanliegen 
des  Kindeswohls  nicht  zu  vereinbaren  wären.  Das  Gericht  erachtet 
demnach  den  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführer  und 
ihrer gesamten Familie unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte 
zum heutigen  Zeitpunkt  insgesamt  als  nicht  zumutbar  im  Sinne  der 
gesetzlichen Bestimmung. Aus den Akten ergeben sich zudem keine 
Hinweise auf allfällige Ausschlussgründe gemäss Art. 83 Abs. 7 AuG.

4.3.3 Bei dieser Sachlage kann darauf verzichtet werden, die gemäss 
aktueller  Aktenlage  erhebliche  Beeinträchtigung  des  Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers sowie weitere Aspekte im Zusammen-
hang mit der Frage der Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges zu 
prüfen.

5.
Die Beschwerde ist somit hinsichtlich des Wegweisungsvollzuges gut-
zuheissen, die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2003 hinsichtlich 
der Ziffern 4 und 5 des Dispositivs aufzuheben und die Vorinstanz an-
zuweisen,  die  Beschwerdeführer  vorläufig  in  der  Schweiz  aufzuneh-
men. Bezüglich der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, der Ge-
währung von Asyl und der Wegweisung an sich ist die Beschwerde ge-
genstandslos geworden.

6.
Die  Verfahrenskosten  können  ganz  oder  teilweise  erlassen  werden, 
wenn  ein  Rechtsmittel  ohne  erheblichen  Aufwand  für  das  Gericht 
durch Rückzug erledigt wird (Art. 6 Bst. a des Reglements vom 11. De-
zember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Bei diesem Verfahrensaus-
gang sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

7.
Den Beschwerdeführern ist als teilweise obsiegender Partei für die ih-
nen im Beschwerdeverfahren notwendigerweise entstandenen Kosten 
eine hälftig reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VGKE).  Der frühere Rechtsvertreter 
der  Beschwerdeführer  reichte  eine  Honorarnote  im  Umfang  von  Fr. 
3068.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertssteuer), der aktuell mandatierte 
Rechtsvertreter eine Kostennote im Betrage von Fr. 3003.10 ein. Die 

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vorliegend  notwendigerweise  entstandenen  Parteikosten  sind 
insgesamt  auf  Fr.  4000.--  zu  bemessen. Die  zu  entschädigenden, 
hälftigen Parteikosten sind somit  auf  insgesamt Fr. 2000.-- (inklusive 
Auslagen und der Mehrwertsteuer) festzusetzen (Art. 9 Abs. 1, Art. 10 
und Art. 14 Abs. 2 VGKE). Das BFM ist  anzuweisen, den Beschwer-
deführern diesen Betrag als Entschädigung für das Verfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht auszurichten (Art. 64 Abs. 2 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug gegenstandslos ge-
worden abgeschrieben, soweit es die Flüchtlingseigenschaft, die Asyl-
gewährung und die Anordnung der Wegweisung betrifft.

2.
Die Beschwerde wird bezüglich des Wegweisungsvollzuges gutgehei-
ssen.

3.
Die Ziffern 4 und 5 der Verfügung vom 21. Juli 2003 werden aufgeho-
ben. Das BFM wird angewiesen, die Beschwerdeführer in der Schweiz 
vorläufig aufzunehmen.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5.
Das BFM hat  den Beschwerdeführern  eine Parteientschädigung von 
Fr. 2000.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu entrichten.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: 
angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung mit den Ak-
ten Ref-Nr. N_______ (in Kopie; per Kurier)

- Y._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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