# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d4a252a-20f5-5cd1-bf05-c01d81445c03
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.12.2017 S 2016 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-119_2017-12-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 119

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuar Gross 

URTEIL

vom 15. Dezember 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Invalidenrente

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1. A._____ ist Vater dreier Kinder und geschieden. Von Beruf ist er ange-

lernter Gartenbauer und wohnt in X._____. Ab 1986 war er bei der 

B._____ als Kranführer angestellt. Am 30. Januar 2008 meldete er sich 

ein erstes Mal bei der Invalidenversicherung des Kantons Graubünden 

(hiernach IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen aufgrund psychischer 

Leiden. Die IV-Stelle gewährte ihm am 30. Juli 2009 Frühinterventions-

massnahmen in Form von Support am Arbeitsplatz. Da die Chancen einer 

Weiterbeschäftigung bei der B._____ als gering eingestuft wurden, ge-

währte ihm die IV-Stelle am 12. November 2009 und am 14. Juli 2010 

Kostengutsprachen für die Unterstützung bei der Stellensuche und beim 

Job Coaching. Vom 1. Mai bis 31. August 2010 war er als Praktikant im 

C._____ tätig. Ab dem 1. September 2010 erhielt er eine Anstellung bei 

der D._____ als Miterzieher, wofür die IV-Stelle am 3. Januar 2011 Kos-

tengutsprachen für einen Arbeitszuschuss während der Anlern- und Ein-

arbeitungszeit vom 1. September bis zum 30. November 2010 gewährte. 

Nach entsprechendem Vorbescheid lehnte die IV-Stelle mit Verfügung 

vom 31. März 2011 die Gewährung einer Invalidenrente aufgrund eines 

IV-Grades von 9 % ab. 

2. Am 22. August 2012 meldete sich A._____ erneut bei der IV-Stelle zum 

Bezug einer Invalidenrente aufgrund einer Arthrose im rechten Fussge-

lenk seit 2011 samt Operation im Mai 2012 und wegen Hüft- und Rücken-

problemen seit anfangs 2012 inklusive Rückenoperation am 30. August 

2012. In dem von der IV-Stelle veranlassten Rheumatologischen Gutach-

ten vom 11. Mai 2014 stellte Dr. med. E._____, Facharzt Rheumatologie 

und Innere Medizin FMH die Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits-

fähigkeit eines lumbovertebralen und lumbospondylogenen Syndroms 

links (Status nach Spondylodese L5/S1 am 30. August 2012 und degene-

rative Veränderungen L2 bis L5), Status nach Arthrodese des linken 

Sprunggelenkes am 29. Oktober 2013 (residueller postoperativer Reizzu-

stand des rechten Fusses) und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-

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keit Arteriosklerose mit hämodynamisch nicht signifikant stenosierender 

Plaques in der Aorta carotis interna beidseits sowie knapp mittelgradige 

Stenose der Aorta illiaca links bei unauffälliger peripherer Perfusion beid-

seits. Bezüglich Arbeitsfähigkeit führte er Folgendes aus: Retrospektiv ist 

die aus den Akten zu erhebende Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 7. Mai 

2012 bis 8. Juli 2012, von 50 % vom 9. Juli 2012 bis 28. August 2012, 100 

% vom 29. August 2012 bis Ende 2012, 50 % von Januar bis ca. Ende 

März 2013 und wiederum 100 % von ca. April 2013 bis zur Begutachtung 

plausibel. In einer den erwähnten Einschränkungen gut angepassten, 

wechselbelasteten Tätigkeit mit auch häufig möglichem Sitzen besteht 

aus rheumatologischer Sicht medizinisch-theoretisch mindestens seit Fe-

bruar 2014 (vier Monate nach OSG-Arthrodese) keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Darin Berücksichtigung fand auch die Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit EFL vom 16./17. April 2014 durch F.____. 

Empfohlen wurde die Reintegration am bisherigen Arbeitsplatz mit den 

erwähnten Anpassungen bzw. Entlastungen von A._____ in einem 

primären Pensum von 50 % mit dem Versuch, das Pensum graduell bis 

mindestens 80 % zu steigern innerhalb der nächsten 3-4 Monate. Sollten 

die erforderlichen Adaptationen des Arbeitsplatzes nicht möglich sein, 

müssten berufliche Massnahmen bzw. die Suche eines neuen, angepass-

ten Arbeitsplatzes z.B. mit weniger stark behinderten Patienten geprüft 

werden. 

3. Die IV-Stelle gewährte A._____ am 11. Juli 2014 Kostengutsprache für 

ein Belastbarkeitstraining (Integrationsmassnahmen) vom 1. Juli bis 30. 

September 2014 im EP G._____, welche mit Verfügung vom 23. Septem-

ber 2014 bis zum 31. März 2015 und mit Verfügung vom 24. April 2015 

bis Ende Mai 2015 verlängert wurde. Gemäss Verlaufsbericht des Haus-

arztes Dr. med. H._____ vom 16. März 2015 hatte sich der gesundheitli-

che Zustand von A._____ inzwischen sowohl bezüglich der Problematik 

am rechten Fuss mit nun radiologisch anhaltend nachgewiesener Pseu-

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doarthrosebildung und fehlendem ossären Durchbau als auch wegen der 

starken Zunahme der Rückenschmerzen mit zum Teil starken pseudora-

dikulären Schmerzen im linken Bein verschlechtert. Der genannte Haus-

arzt hielt eine definitive Berentung im Sinne einer Invalidisierung nunmehr 

als unumgänglich. Am 15. Juni 2015 veranlasste die IV-Stelle eine Ab-

klärung beim Regionalen Aerztlichen Dienst (RAD) inklusive Evaluation 

der funktionellen Leistungsfähigkeit. Laut Abklärungsbericht vom 27. Ok-

tober 2015 der RAD-Ärztin I._____, Fachärztin für Physikalische Medizin 

und Rehabilitation, und der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) durch die Kliniken Valens gemäss Bericht vom 11. November 2015 

teilte die IV-Stelle A._____ (nach Vorbescheid und Einwand) mit Verfü-

gung vom 16. August 2016 mit, dass er ab 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 
Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente habe. Im Übrigen wur-

de kein rentenbegründender IV-Grad anerkannt, wobei ein Validenein-

kommen von Fr. 76'075.70 einem Invalideneinkommen von Fr. 66'979.16 

gegenübergestellt wurde, was den IV-Grad von 11.96 % ergab. 

4. Dagegen erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführer) am 19. September 

2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den Anträgen um Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung, soweit diese eine rentenbegrün-

dende Invalidität ab 1. Mai 2014 ausschliesse, und Gewährung einer gan-

zen IV-Rente ab 1. Mai 2015. Die RAD-Abklärung vom Herbst 2015 sei im 

Ergebnis alleine von der RAD-Ärztin I._____ bestimmt, deren Untersu-

chungstätigkeit sich auf eine Befragung des Beschwerdeführers von 125 

Minuten beschränkt habe und die auf ein veraltetes Gutachten von Dr. 

med. E._____ vom 11. Mai 2014 abgestellt habe. Demgegenüber hätten 

die behandelnden Ärzte (so der Hausarzt Dr. med. H._____, die Fachärz-

tin für innere Medizin/Rheumatologie FMH Dr. med. K._____, die Chiro-

praktorin Dr. med. L._____, die G._____ und das KIGA aufgrund einer 

Vielzahl von Untersuchungen mit mehrjähriger Begleitung) anderslauten-

de Erkenntnisse gewonnen, welche im angefochtenen Entscheid pau-

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schal verworfen worden seien. Letztere Fachleute hätten ab 2014 eine 

wesentliche Veränderung des gesundheitlichen Zustands des Beschwer-

deführers festgestellt, die sich auch auf seine Arbeitsfähigkeit negativ 

auswirkten. Er werde diesbezüglich noch eine eigene Abklärung des Kan-

tonsspitals Baselland in Liestal nachreichen. Das Valideneinkommen von 

Fr. 76'075.70 werde nach wie vor anerkannt. Hingegen werde das von der 

IV-Stelle ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 66'979.16 als völlig halt-

loses Konstrukt zurückgewiesen. Der Beschwerdeführer könne ab Mai 

2014 bis heute und auf weitere absehbare Zeit hinaus bestenfalls in einer 

geschützten Werkstätte unter Anleitung ein wöchentliches Pensum von 

rund 28 % leisten. 

5. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde. Bestritten seien die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 

1. Februar 2014 und das Invalideneinkommen. Die RAD-Ärztin I._____ 

habe den Beschwerdeführer gemäss ihrem Bericht über die rheumatolo-

gische Untersuchung vom 8. Juni 2015 von Kopf bis Fuss untersucht inkl. 

ganze Wirbelsäule, obere Extremitäten, untere Extremitäten und neurolo-

gischem Status. In der angefochtenen Verfügung habe die IV-Stelle nach-

vollziehbar ausgeführt, weshalb die Einschätzungen der Dres. med. 

H._____ und K._____, des Chirozentrums, der ARBE und des KIGA die 

Beurteilungen des RAD Ostschweiz nicht zu erschüttern vermöchten. Zu-

dem hätten die drei involvierten RAD-Ärzte (I.____, M.____ und N.____) 

sämtliche Vorakten berücksichtigt und gewürdigt. Auch sei dabei die ver-

bleibende Behinderung am rechten Sprunggelenk voll berücksichtigt wor-

den. Selbst wenn man beim Invalideneinkommen den maximal zulässigen 

Leidensabzug von 25 % zugelassen hätte, würde sich bei einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers immer noch nur ein rentenaus-

schliessender IV-Grad von 33.97 % ergeben. 

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6. Nebst einer Stellungnahme vom 27. Oktober 2016 reichte der Beschwer-

deführer mit Schreiben vom 9. November 2016 und 6. Januar 2017 noch 

die Berichte über die Untersuchungen am Kantonsspital Baselland in Lie-

stal von Dr. med. O._____ (Leitender Arzt Team Fuss- und Sprunggelenk, 

Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-

parates, Untersuchung vom 31. Oktober 2016) und von Dr. med. P._____ 

(Leitende Ärztin Team Wirbelsäule, Fachärztin Physikalische Medizin und 

Rehabilitation FMH, Untersuchung vom 9. Dezember 2016 nach Compu-

tertomographie vom 4. November 2016) ein. Diese Berichte belegten mit 

aller nur wünschenswerten Deutlichkeit, dass der Experte Dr. med. 

E._____ in seinem Bericht 2014 fälschlicherweise von einer Heilung der 

Arthrodese am OSG ausgegangen sei. Eine solche Heilung sei nicht ein-

getreten und werde sich auch in Zukunft nicht einstellen. Diese Aussagen 

gingen bis ins Jahr 2014 zurück und seien somit auch im vorliegenden 

Fall zu berücksichtigen. Auf jeden Fall seien die ab 2014 erfolgten bishe-

rigen Arbeitsversuche, den Beschwerdeführer im Rahmen einer behinde-

rungsgeeigneten Tätigkeit einzusetzen, aufgrund seiner nicht ausreichen-

den Arbeitsfähigkeit allesamt gescheitert. 

7. Mit weiterem Schreiben vom 20. Januar 2017 bestätigte die IV-Stelle ihre 

Duplik vom 18. November 2016 und unterstrich nochmals, dass Dr. med. 

E._____ im Jahr 2014 davon ausgegangen sei, dass der Beschwerdefüh-

rer in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit trotz der Beschwerden am 

OSG rechts über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfüge. Dies werde 2017 

auch im letzten Satz von Dr. med. P._____ bestätigt, indem sie rein medi-

zinisch theoretisch für die Wirbelsäule eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

(recte klarerweise Arbeitsfähigkeit; Verschrieb wurde später bestätigt und 

korrigiert) annahm. Die von Dres. med. P._____ und O._____ attestierten 

funktionellen Leistungsfähigkeiten bzw. Leistungsunfähigkeiten liessen 

durchaus den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer in einer behinde-

rungsgeeigneten Tätigkeit trotz seiner Beschwerden über eine 100%ige 

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Arbeitsfähigkeit verfüge. Die Bedingung, dass er die Möglichkeit haben 

müsse, bei Bedarf aufzustehen und/oder einige Schritte zu gehen, habe 

wohl lohnmindernde Folgen, welche aber mit dem höchstzulässigen Ab-

zug von 25 % voll berücksichtigt worden seien, weshalb sich auf jeden 

Fall maximal ein rentenausschliessender IV-Grad von 33.97 % ergebe. 

8. In einem weiteren Schriftenwechsel beharrten die Parteien auf ihren bis-

herigen Anträgen und anderslautenden Begründungen. 

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Litiganten wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 16. August 2016 stellt 

somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Kanton 

Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. 

a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Als Adressat bzw. Direktbetroffener der angefochtenen Rentenverfügung 

ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten.

b) Strittig und zu prüfen ist hier einerseits die Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers seit dem 1. Februar 2014 gestützt auf die vorhandenen Arzt- 

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und Klinikberichte sowie andererseits die Höhe des Invalideneinkom-

mens, woraus sich – zusammen mit dem unbestritten gebliebenen Vali-

deneinkommen – der rentenrelevante IV-Grad ergibt.

2. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), die die Folge von Geburtsgebre-

chen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbe-

gründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines Einkommens-

vergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-

fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein-

kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). 

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. all-

gemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 142 V 290 E.4, 141 

V 15 E.3.2, 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähig-

keit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, 

erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisheri-

gen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ab-

lauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht der versicherten Person nach 

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Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühes-

tens aber im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 

IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, 

bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente, bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem In-

validitätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3. a) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung des 

Beschwerdeführers gebessert hat, ist sein Zustand im August 2016 (Zeit-

punkt des Verfügungserlasses) aufgrund der seit Mai 2014 bekannten 

Arztberichte (Rheumatologisches Gutachten von Dr. med. E._____) zu 

beurteilen. Für die Frage, ob immer noch eine Rentenberechtigung be-

steht, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das angerufene Gericht 

auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere 

Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des Arztes 

darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Ent-

wicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjek-

tiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagno-

se zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die 

Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Ar-

beitsfähigkeit kommt dem Arzt jedoch keine abschliessende Beurteilungs-

kompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung und gibt 

eine Schätzung ab, die er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich 

begründet. Die ärztlichen Auskünfte bilden eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten 

noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).

b) Das Bundesgericht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

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verfahren gilt daher der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-

fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts-

anspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-

den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-

samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hin-

sichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex-

perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten. Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug 

auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien 

für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Zuge des Verwaltungsver-

fahrens eingeholten Gutachten von externen Fachleuten und Spezialärz-

ten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Resultaten gelangen, ist bei der Beweiswür-

digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In Bezug auf Berichte 

von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rech-

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nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-

che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 E.3a mit Hinweisen). Auch 

den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 

schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-

ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Anhalts-

punkte gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der 

befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität oder Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, die den Arzt-

berichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilich-

keit des verwaltungsinternen Gutachters allerdings ein strenger Massstab 

anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der verwaltungs-

internen Feststellungen, so sind ergänzende medizinischen Abklärungen 

vorzunehmen oder allenfalls ein gerichtliches Obergutachten zur Klärung 

der festgestellten Widersprüche einzuholen (BGE 135 V 465 E.4.4). Laut 

Bundesgerichtsurteil 9C_159/2016 vom 2. November 2016 E.2.3 ist der 

Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung zur 

Invalidenversicherung (IVV. SR 831.201) mit jenem externer medizini-

scher Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis-

gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen und die 

Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt.

c) Vorliegend sind folgende ärztlichen Gutachten bzw. Facharzt- und RAD-

Berichte – im Wesentlichen kurz wiedergegeben – aktenkundig und für 

die Streitentscheidung betreffend Gesundheitszustand bzw. Arbeitsfähig-

keit ab dem 1. Februar 2014 bis zur angefochtenen (Einstellungs-) Verfü-

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gung vom 16. August 2016 und damit eine allenfalls fortgesetzte Renten-

bezugsberechtigung über dieses Datum hinaus von Belang:

Im rheumatologischen Gutachten vom 11. Mai 2014 stellte Dr. med. 
E._____, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, unter Berück-
sichtigung der ganzen Krankengeschichte (Anamnese) des Beschwerde-
führers die Diagnosen (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit): Lum-
bovertebrales und lumbospondylogenes Syndrom links sowie Status nach 
Arthrodese des linken Sprunggelenkes am 29. Oktober 2013. Zur Arbeits-
fähigkeit wurde vermerkt: Qualitative Beeinträchtigungen der Arbeits-
fähigkeit bestehen von Seiten der LWS und des rechten Sprunggelenkes, 
wobei bezüglich letzteren eine gewisse Verbesserung nach Abheilung 
des noch vorhandenen postoperativen Reizzustandes in den nächsten 
Monaten erwartet werden kann. Aus rheumatologischer Sicht bestehen 
folgende Einschränkungen bzw. zumutbare Belastungen: Heben auf 
Hüfthöhe repetitiv bis max. 7.5 kg, vereinzelt bis max. 15 kg zumutbar; 
Heben auf Kopfhöhe repetitiv bis max. 5 kg, vereinzelt bis max. 12.5 kg 
zumutbar; ununterbrochene Arbeiten über Kopf max. 4 Minuten; Arbeiten 
in der Hocke nur vereinzelt zumutbar; ebenes Gehen manchmal bis 200 
m, vereinzelt bis 300 m zumutbar; Treppen steigen nur gelegentlich zu-
mutbar, kurze Treppen mit wenigen Stufen können manchmal bewältigt 
werden. Gehen auf unebener Unterlage ist zumindest vorläufig zu ver-
meiden. Die aktuelle Tätigkeit in der Pflege/Betreuung hirnverletzter Be-
hinderter ist aus rheumatologischer Sicht vor allem aufgrund der vorwie-
gend stehend/gehend auszuführender Arbeit und dem notwendigen He-
ben von Lasten bis 25 kg, gelegentlich auch >25 kg nur noch bedingt zu-
mutbar. In einer den erwähnten Einschränkungen gut angepassten, 
wechselbelasteten Tätigkeit mit auch häufig möglichem Sitzen besteht 
aus rheumatologischer Sicht medizinisch-theoretisch mindestens seit Fe-
bruar 2014 (4 Monate nach OSG-Arthrodese) keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 136 14/18, 16/18 und 17/18). 

Laut Verlaufsbericht vom 16. März 2015 des Dr. med. H._____, Arzt für 
Allgemeine Medizin FMH, hat sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers seit der letzten ärztlichen Kontrolle bei seinem Hausarzt 
verschlechtert. Der Patient klage seitens der Problematik am rechten 
Fuss mit radiologisch (CT 30.12.2014) nachgewiesener Pseudoarthrose-
bildung mit fehlendem ossären Durchbau über anhaltend chronische 
Schmerzen, stark belastungsabhängig im rechten Fuss. Daneben hätten 
auch die Rückenschmerzen bei bekannten schweren degenerativen Ver-
änderungen in der Lendenwirbelsäule L2-L5 und Zustand nach Spondy-
lodese L5/S1 in der vergangenen Zeit stark zugenommen mit zum Teil 
starken pseudoradikulären Schmerzen im linken Bein. Was die Pseudoar-
throse im Bereich des rechtens OSG angehe, könnte theoretisch die Re-
arthrodese durchgeführt werden. Die Prognose betreffend Verbesserung 
der Symptomatik sei aber schwierig zu stellen. Aktuell gebe der Patient 

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an, dass bereits nach zwei Stunden Belastbarkeitstraining die Schmerzen 
für ihn unerträglich würden. Aus seiner Sicht (Meinung Hausarzt) sei eine 
definitive Berentung im Sinne einer Invalidisierung nun unumgänglich (IV-
act. 192 1/3).

Im rheumatologischen Untersuchungsbericht vom 8. Juni 2015 stellte die 
RAD-Ärztin I._____, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilita-
tion, Sozialmedizin, Zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, fest, dass 
aktuell ohne Zweifel eine reduzierte Belastbarkeit des Stütz- und Bewe-
gungsapparates im Bereich der Hüftregion, der Lendenwirbelsäule und 
des rechten Sprunggelenkes bestehe. Nicht nachvollziehbar sei aller-
dings, dass in einer adaptierten Tätigkeit unter Berücksichtigung des Be-
lastungs- und Ressourcenprofils nur eine viermal dreistündige Arbeits-
fähigkeit bestehe, die zudem noch mit um 10 % bis 80 % reduzierter Leis-
tung im Rahmen der beruflichen Abklärung angegeben wurde. Entspre-
chend den erhobenen klinischen Befunden und vorliegenden radiologi-
schen Ergebnissen müsste eine viel höhere Arbeitsfähigkeit in adaptierter 
Tätigkeit möglich sein. Nachvollziehbar seien Einschränkungen, die be-
lastungsabhängig auftreten würden (wie Gehen, Stehen, Treppensteigen 
oder Gehen auf unebenem Gelände). Es sei deshalb noch eine EFL (Eva-
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit) durchzuführen (vgl. IV-act. 
230 20/26, 21/26).

Im Arztpraxisbericht vom 22. Oktober 2015 hielt Dr. med. K._____, 
Fachärztin Innere Medizin und Rheumatologie FMH, fest, dass es sich 
bezüglich der Rückenproblematik empfehle, die physiotherapeutischen 
Massnahmen zur Verbesserung der Kraft und Stabilität der Rückenmus-
kulatur fortzusetzen. Operative Massnahmen seien hier nicht indiziert. Der 
Patient arbeite derzeit vier Tage pro Woche jeweils drei Stunden im Sinne 
einer wechselbelastenden Tätigkeit, wobei er an seine Grenzen komme. 
Steigerungen der Arbeitsfähigkeit seien nicht möglich gewesen. 
Grundsätzlich sei dem Patienten aus rheumatologischer Sicht eine leichte 
wechselbelastende Tätigkeit maximal halbtags zumutbar. Dabei sollten 
aber Tätigkeiten wie längeres Stehen und Laufen vermieden werden. 
Umschulungsmassnahmen seien sicherlich schwierig, da der Patient 
auch Legastheniker sei und Büroarbeiten nicht in Frage kämen. Die aktu-
elle Tätigkeit als Wohnungsbetreuer sei eingeschränkt möglich, da er die 
entsprechenden Anpassungen selbst vornehmen und die Arbeit einteilen 
könne (IV-act. 237 10/28).   

Gemäss interdisziplinärer RAD-Abklärung vom 27. Oktober 2015 beste-
hen beim Beschwerdeführer aus psychischen Gründen keine Funktions-
einschränkungen (vgl. Dr. med. M._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH; IV-act. 230 12/ 26 Ziff. 7.2.1). Aus rheumatologi-
scher Sicht wurde dem Beschwerdeführer ebenfalls eine uneingeschränk-
te Arbeitsfähigkeit attestiert (so RAD-Ärztin I._____, IV-act. 230 22/26 Ziff. 
8.1.4, 8.2.3-8.2.6). Die geschätzte Gesamtarbeitsfähigkeit in angestamm-

- 14 -

ter Tätigkeit wurde in einem Vollpensum auf 80 %, in einer leidensadap-
tierten Tätigkeit auf 100 % festgelegt. Der Beginn für eine ganztätig adap-
tierte Arbeitsfähigkeit wurde spätestens auf das Datum der EFL [vom 
September 2015] festgesetzt (IV-act. 230 22/26 Ziff. 8.2.6). Im interdiszi-
plinären Konsens vom 23. November 2015 bestätigten die RAD-Ärzte ihre 
Beurteilungen in der RAD-Abklärung (IV-act. 230 24/26). 

Im Bericht der Kliniken Valens vom 11. November 2015 wurden folgende 
Schlussfolgerungen vom Rheuma- und Rehabilitationszentrum (I._____ 
RAD Ostschweiz) und Therapeuten Ergonomie (Q._____) gezogen: Als 
arbeitsrelevante Probleme seien Haltungs- und belastungsabhängige Rü-
ckenschmerzen, Fussschmerzen rechts und Hüftschmerzen links festge-
stellt worden. Die berufliche (angestammte) Tätigkeit als Behindertenbe-
treuer sei dem Betroffenen ganztags (Arbeitszeit) zumutbar. Zusätzliche 
Pausen von ca. 2 h pro Tag seien bei langem Stehen und Gehen indiziert. 
Spezielle Einschränkungen bestünden beim Hantieren und Bewegen von 
Lasten >15 kg und sollten vermieden werden. Längeres Sitzen sollte un-
terbrechbar sein (max. Sitzdauer ohne Unterbruch ca. 1 Stunde). In einer 
wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit sei eine ganz-
tätige Arbeitsfähigkeit zumutbar, wobei die Sitzdauer auch hier nicht län-
ger als 1 Std. ohne Unterbruch sein sollte (IV-act. 229 3/18).

Mit Stellungnahme vom 3. Dezember 2015 hielt der RAD-Arzt Dr. med. 
N._____, Facharzt FMH Innere Medizin, unverändert an der früheren Be-
urteilung vom 27. Mai 2014 fest, wonach dem Patienten eine mittelschwe-
re und schwere körperliche Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr 
zuzumuten sei. In angestammter Tätigkeit (Betreuertätigkeit) bestehe eine 
vollpensige Arbeitsfähigkeit mit 2 Std. Zusatzpausen und mit den speziel-
len Einschränkungen des Hebens oder Tragens von Lasten >15 kg, wel-
che ausgeschlossen seien. Längeres Sitzen sollte durch Pausen unter-
brochen sein, maximale Sitzdauer ca. 1 Stunde. In angepasster wechsel-
belastender leichter bis mittelschwerer Arbeit bestehe eine vollpensige 
Zumutbarkeit resp. eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 100 %, mit Beach-
tung der bereits erwähnten speziellen Einschränkungen. Die attestierte 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gelte spätestens ab dem Datum 
der EFL 09/2015. Da indes der Gesundheitszustand seit dem Gutachten 
E._____ 02/2014 keine wesentliche Änderung erfahren habe, könne die-
se Arbeitsfähigkeit bereits ab diesem Zeitpunkt angenommen werden (IV-
act. 246 21/32).

Im Arztattest vom 18. Februar 2016 – zuhanden des Anwalts des Be-
schwerdeführers – hielt der Hausarzt Dr. med. H._____ unverändert an 
seinem früheren Verlaufsbericht vom 16. März 2015 fest. Zusammenfas-
send bleibe festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand des Patien-
ten gegenüber früher verschlechtert habe. Objektivierbar sei diese Ver-
schlechterung anhand der letzten CT-Untersuchung vom 1. Februar 2016 
des Sprunggelenkes rechts und aufgrund der klinischen Untersuchungen 

- 15 -

und der Anamneseerhebung. Die IV stützte sich allein auf das interdiszi-
plinäre Gutachten der RAD-Ärzte vom 27. Oktober 2015 und nehme 
überhaupt keine Rücksicht auf den Gesundheitsverlauf in den letzten 1 ½ 
Jahren (IV-act. 237 7/28).

Im Bericht vom 11. März 2016 – zuhanden des Anwalts des Beschwerde-
führers – hielten die Chiropraktiker Dres. med. R._____ und L._____ fest, 
dass ihre Therapiesitzungen jeweils eine vorübergehende Verbesserung 
des Zustandes gebracht hätten. Die rezidive Anfälligkeit habe allerdings 
nicht entscheidend positiv beeinflusst werden können. Vor allem längeres 
Laufen und erhöhte körperliche Belastung führten rasch zu einer Ver-
schlechterung des Zustandes. Es könne folgendes Funktionsprofil des 
Patienten erstellt werden: Zugemutet könnten ihm noch Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Lasten bis 15 kg. Die Arbeit sollte idealerweise in 
einem Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen durchgeführt werden kön-
nen. Die Dauer der Belastung sollte auf einen halben Arbeitstag limitiert 
werden (IV-act. 240 3/8 und 4/8). 

In der Folge wurden von Seiten des Beschwerdeführers noch zwei Arzt-
berichte des Kantonsspitals Baselland vom 13. Dezember 2016 (Dr. med. 
P._____, Leitende Ärztin) sowie vom 15. Dezember 2016 (Dr. med. 
O._____) eingereicht. Im erstgenannten Bericht wurde bezüglich Arbeits-
fähigkeit vermerkt: Rein medizinisch theoretisch bestehe wegen der lum-
balen Schmerzen [Wirbelsäule] eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit [recte: 
Arbeitsfähigkeit – Verschrieb seitens Beschwerdeführer anerkannt; vgl. 
Eingabe vom 9. Februar 2017 Ziff. 1] für leichte körperliche Tätigkeiten 
wechselbelastend mit einer Gewichtslimite von 5 kg (vgl. beschwerdefüh-
rerische Akten [Bf-act.] 3). In der zweitgenannten ärztlichen Stellungnah-
me wurde weiter festgehalten, dass der Kollege E._____ in seinem Be-
richt von 2014 wahrscheinlich von einer geheilten Arthrodese am OSG 
ausgegangen sei. Diese sei im kürzlich durchgeführten SPECT-CT nicht 
bestätigt worden. Erst wenn diese Situation ausgeheilt sei, könne eine 
zuverlässige Aussage über die mögliche Restarbeitsfähigkeit des Patien-
ten gemacht werden (vgl. Bf-act. 4).

d) In Würdigung der soeben zitierten Arzt-, Facharzt- und Klinikberichte ist 

das streitberufene Gericht zur Überzeugung gelangt, dass für die Beurtei-

lung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit Februar 2014 

und einer seither allenfalls erhöhten Arbeitsfähigkeit in erster Linie auf das 

interdisziplinäre RAD-Gutachten/die Abklärung vom 27. Oktober 2015 ab-

gestellt werden kann, worin keine psychiatrischen Funktionseinschrän-

kungen beim Beschwerdeführer festgestellt wurden (Dr. med. M._____) 

und seine Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf 100 % 

- 16 -

beziffert wurde (RAD-Ärztin I._____). Die dazu enthaltenen Ausführungen 

sind inhaltlich vollständig, aussagekräftig und überzeugend (IV-act. 230). 

Sie stimmen mit den Erkenntnissen im rheumatologischen Gutachten vom 

11. Mai 2014 überein, worin Dr. med. E._____ ebenfalls auf keine Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit erkannte. In einer gut angepassten, 

wechselbelastenden Tätigkeit mit häufiger Sitzgelegenheit sei der Be-

schwerdeführer mindestens ab Februar 2014 (vier Monate nach OSG-

Arthrodese) wieder voll arbeitsfähig (IV-act. 136). Gleiches ist auch der 

Stellungnahme vom 3. Dezember 2015 des RAD-Arztes Dr. med. N.____ 

zu entnehmen, worin dieser dem Beschwerdeführer in einer angepassten, 

wechselbelastenden leichten bis mittelschweren Arbeit eine Gesamtar-

beitsfähigkeit von 100 % attestierte. Weil in der Zeit zwischen der EFL-

Abklärung 09/2015 und dem rheumatologischen Gutachten 02/2014 keine 

wesentliche Änderung des Gesundheitszustands eingetreten sei, könne 

für die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit auf den letzteren Zeitpunkt 

abgestellt werden (IV-act. 246). Daran vermögen die vom Beschwerde-

führer für seinen Standpunkt angeführten Berichte und Atteste allesamt 

materiell nichts zu ändern. Im Verlaufsbericht des Hausarztes Dr. med. 

H._____ wird zwar von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands 

gesprochen, ohne diese jedoch klinisch nachzuweisen. Vielmehr wurden 

dort hauptsächlich die Angaben des Patienten wiedergegeben und daraus 

aus Sicht des genannten Hausarztes auf eine definitive Berentung im 

Sinne einer Invalidisierung geschlossen (IV-act. 192). Für die Beantwor-

tung der Rentenfrage ist der betreffende Hausarzt aber gar nicht zustän-

dig. Dasselbe gilt auch für sein nachgereichtes Attest vom 18. Februar 

2016 (IV-act. 237). Der Arztpraxisbericht von Dr. med. K._____ vom 22. 

Oktober 2015 unterscheidet sich von den eingangs zitierten Facharztbe-

richten (Dres. med. E._____/M._____/ I._____/N._____) sodann weder in 

den festgestellten Gesundheitsleiden (Rücken- und Hüftprobleme) noch 

bezüglich einer wechselbelastend zumutbaren Arbeitsfähigkeit, sondern 

einzig in der Dauer der Ausübung derselben, da sie lediglich eine halbtä-

- 17 -

gige Arbeit für möglich erachtet (IV-act. 237). Die Chiropraktiker Dres. 

med. R._____ und L._____ teilen diese Meinung offenbar, da sie im Be-

richt vom 16. März 2016 feststellten, dass die Arbeit idealerweise in ei-

nem Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen verrichtet werden könnte, 

die Dauer der Belastung allerdings auf einen halben Arbeitstag limitiert sei 

(IV-act. 240). Diese Einschätzungen vermögen die bedeutend präzisieren 

und plausibleren Detailabklärungen in den Kliniken Valens anlässlich der 

EFL (Arbeitsbezogene Belastungstests) im September 2015 (IV-act. 229 

10-11/18) und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen der dort vor Ort 

abklärenden Fachleute (I._____/Q._____) aber noch nicht zu erschüttern 

oder gar zu entkräften. An diesem Ergebnis können auch die ohne Zwei-

fel erst nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. August 

2016 erstellten Arztberichte des Kantonsspitals Basel vom 13. Dezember 

2016 durch Dr. med. P._____ (Bf-act. 3) und 15. Dezember 2016 durch 

Dr. med. O._____ (Bf-act. 4) nichts ändern, weil diese Arztberichte für 

den hier allein zur Beurteilung stehenden Zeitraum (Februar 2014 bis Au-

gust 2016) vorab keine Beachtung mehr finden dürfen, andernfalls der 

gesetzliche Instanzenzug missachtet würde und auf Beweismittel abge-

stellt würde, die der Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid noch nicht 

bekannt waren und auch bei grösster Sorgfalt ihres Handelns gar nicht 

bekannt sein konnten. Massgebend für die gerichtliche Beurteilung der 

vorliegenden Streitsache kann nämlich einzig der Sachverhalt sein, wie er 

sich zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 16. August 2016 präsen-

tierte. Erst später erstellte Arzt- oder Klinikberichte müssen daher ausser 

Betracht fallen, sofern sie nicht explizit auf frühere Ereignisse Bezug 

nehmen. Im erstgenannten Bericht vom 13. Dezember 2016 wird zudem 

(recte) ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit trotz lumbaler Rü-

ckenprobleme gesprochen und der Bericht vom 15. Dezember 2016 stellt 

nur auf eine vage Vermutung ab, wonach das rheumatologische Gutach-

ten vom 11. Mai 2014 von Dr. med. E._____ 'wahrscheinlich' von einem 

unrichtigen Heilungsprozess des rechten Sprunggelenkes (verheilt innert 

- 18 -

4 Monaten nach OSG-Arthrodese) ausgegangen sei. Diese Sachdarstel-

lung vermag schon deshalb nicht zu überzeugen, weil danach noch zahl-

reiche Untersuchungen durch die RAD-Ärzte stattfanden und bereits im 

Bericht vom 8. Juni 2015 festgehalten wurde, dass aufgrund der erhobe-

nen klinischen sowie radiologischen Befunde beim Beschwerdeführer ei-

ne viel höhere Arbeitsfähigkeit in einer adaptierter Tätigkeit möglich sein 

sollte und daher zur Klärung der arbeitsbezogenen Belastbarkeit noch ei-

ne EFL durchzuführen sei (IV-act. 230). Die objektiv festgestellten Körper-

leiden (Rücken- und Hüftprobleme und Einschränkungen am Sprungge-

lenk rechts) wurden demnach von der Beschwerdegegnerin ausreichend 

und beweisrechtlich korrekt berücksichtigt.

e) Zusammengefasst ergibt sich, dass es an der medizinisch-theoretischen 

Beurteilung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

einer leidensangepassten Tätigkeit ab Februar 2014 nichts auszusetzen 

gibt und diese hiermit bestätigt wird.  

4. a) Was die wirtschaftliche Komponente und folglich die Ermittlung des Inva-

liditätsgrads gestützt auf den üblichen Einkommensvergleich zwischen 

Validen- und Invalideneinkommen gestützt auf Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 16 ATSG angeht, so ist zunächst für die Festlegung des Validenein-

kommens (mutmasslicher Jahresverdienst ohne Behinderung) entschei-

dend, was der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des frühestmöglichen Ren-

tenbeginnes nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit als Gesunder verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt er-

zielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent-

spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt 

worden wäre (BGE 135 V 297 E.5.1). Von diesen Grundsätzen ausge-

hend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdegegner ein Jahres-

einkommen von Fr. 76‘075.70 zugestanden (IV-act. 243 2/8). Dieses Vor-

- 19 -

gehen ist zu Recht unbeanstandet geblieben und gibt zu keinen weiteren 

Ausführungen oder Korrekturen Anlass (s. IK-Auszüge 2008/2009; IV-act. 

239 7/7).

b) Strittig und zu prüfen ist demgegenüber, welches Invalideneinkommen 

(mutmasslich noch erzielbares Jahreseinkommen trotz Behinderung) der 

Beschwerdeführer unter Ausschöpfung der ermittelten Arbeitsfähigkeit 

(siehe E.3e, hiervor) auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch erzielen 

könnte. Hat der Versicherte, wie vorliegend der Beschwerdeführer, nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so ist das massgebliche 

Invalideneinkommen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ent-

weder aufgrund der DAP-Zahlen (= Dokumentation von Arbeitsplätzen der 

SUVA) oder der LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 

126 V 75 E.3b/aa, 117 V 18 E.2c/aa). Im letztgenannten Fall ist praxis-

gemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustel-

len, wobei jeweils vom sog. Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 

129 V 472 E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben sind in der Folge auf 

eine durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, weil 

die LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisier-

ten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 124 V 321 E.3b/bb).

c) Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen des Beschwerde-

führers auf der Grundlage der LSE 2012, Anforderungsniveau 1, männ-

lich, Pensum 100 %, bestimmt (IV-act. 246 24/32). Danach beträgt der 

standardisierte, monatliche Bruttoverdienst bei Männern (TA 1) in einer 

einfachen Tätigkeit körperlicher oder handwerklicher Art (Anforderungsni-

veau 1) Fr. 5‘210.-- (IV-act. 248 2/2 mit LSE Tabelle 2012). Daraus ergibt 

sich auf der Basis der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochen-

stunden (Fr. 5‘210.-- : 40 x 41.7 = Fr. 65‘177.10) unter Anpassung an die 

Nominalentwicklung (2013: Teuerung 0.7401 %; 2014/2015: je 1.00 %) 

- 20 -

ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 66‘979.25 (IV-act. 248 1/2) bei ei-

ner 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (Ar-

beiten im Sitzen und/oder Stehen mit der Möglichkeit von zeitlichen Un-

terbrüchen/Pausen bei andauernder Sitzhaltung oder Stehposition), was 

einer Erwerbseinbusse von Fr. 9‘096.45 bzw. 11.96 % entspricht.  

d) Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass ihm noch ein 

Leidensabzug auf das unrealistisch hoch ermittelte Invalideneinkommen 

zustehen würde. Auch mit diesem Argument dringt der Beschwerdeführer 

nicht durch. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich 

berücksichtigt, dass Versicherte, die in ihrer letzten Erwerbstätigkeit kör-

perlich schwere Arbeit verrichtet haben und nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens selbst für leichtere Arbeiten nur mehr beschränkt einsatz-

fähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau 

gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur für physische 

Schwerarbeit gewährte Abzug entwickelte sich darauf zu einem allgemei-

nen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Um-

stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche 

Merkmale der Versicherten – wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 

Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad – Aus-

wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber 

nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts-

punkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer 

dieser Merkmale seine gesundheitsbedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt bloss mit unterdurchschnittlichem Einkommen 

verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der Ein-

fluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und 

total auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen, wobei der 

Abzug in der Regel nicht weniger als 10 % betragen sollte (BGE 134 V 

322 E.5 und 6, 126 V 75 E.5b/aa; Urteile des Verwaltungsgerichts des 

- 21 -

Kantons Graubünden S 13 50 vom 1. Oktober 2013 E.4d, S 14 35 vom 

27. August 2015 E.5e und S 15 27 vom 10. September 2015 E.5d; ferner 

ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundes-

gesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich u.a. 2014, Art. 28a 

N.104). Der Beschwerdeführer brachte dazu nur vor, dass die Sprungge-

lenkverletzung rechts nach wie vor Schmerzen verursache, weshalb er 

nicht im Stande sei, dass evaluierte Invalideneinkommen zu erzielen. 

Dieser Sachdarstellung kann sich das Gericht nicht anschliessen, zumal 

die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des noch erzielbaren Jahres-

einkommens trotz Behinderungen korrekt vorging und zu Recht von einer 

vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausging. Werden das 

unbestrittene Valideneinkommen für 2015 von Fr. 76‘075.70 und das 

mutmassliche Invalideneinkommen für 2015 von Fr. 66‘979.25 einander 

gegenübergestellt, ergibt sich rechnerisch aber effektiv ein Invaliditäts-

grad von 11.96 % bzw. mithin gerundet 12 % (BGE 130 V 121 E.3). Dar-

an würde selbst ein maximal gewährter Leidensabzug von 25 % auf das 

Invalideneinkommen nichts ändern, da ein so nach unten korrigiertes In-

valideneinkommen von Fr. 50‘234.45 (0.75 x Fr. 66‘979.25) einen Invali-

ditätsgrad von 33.96 % bzw. mithin gerundet 34 % ergäbe, was immer 

noch nicht zum Bezug einer Invalidenrente gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG 

(Mindest-IV-Grad 40 %) berechtigt hätte.  

e) Die Beschwerdegegnerin war demnach von Gesetzes wegen verpflichtet, 

dem Beschwerdeführer keine Invalidenrente zu gewähren. Die Anpas-

sungsfrist von drei Monaten nach Art. 88a Abs. 1 IVV wurde dabei korrekt 

eingehalten, da die ärztlich attestierte Verbesserung des Gesundheitszu-

stands bereits am 1. Februar 2014 (4 Monate nach OSG-Arthrodese) ein-

getreten ist und die angefochtene Rentenverfügung vom 16. August 2016 

damit erst drei Monate später (ab 1. Mai 2014) ihre gesetzlichen Wirkun-

- 22 -

gen entfalten konnte. Die Nichtgewährung der beantragten Rente ist folg-

lich sowohl in materieller als auch in zeitlicher Hinsicht korrekt erfolgt. 

5. a) Die angefochtene Verfügung vom 16. August 2016 ist demnach rechtens, 

was zur Abweisung der Beschwerde vom 19. September 2016 führt.

b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver-

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- 

bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses Verfahrens sind 

die Gerichtskosten von Fr. 700.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer 

zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

c) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht praxisgemäss kein Anspruch 

auf eine aussergerichtliche Parteientschädigung zu (Umkehrschluss aus 

Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

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Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 8. Mai 

2018 abgewiesen (9C_168/2018).