# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c2924ef-a0bb-5b8b-b023-d0eb4af5a9c0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 03.06.2024 ZK1 2023 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-166_2024-06-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 3. Juni 2024

[Mit Urteil 5A_456/2024 vom 12. Juni 2025 hat das Bundesgericht die gegen die-
sen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen].

Referenz ZK1 23 166

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Hubert und Nydegger
Ehrenzeller, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger

B._____
Berufungsklägerin

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Schreiber
Hartbertstrasse 11, Postfach 611, 7001 Chur 

gegen

C._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch den C._____
wiedervertreten durch Rechtskonsulent lic. iur. Patrick Benz
Rathaus, Poststrasse 37, Postfach 810, 7001 Chur

Gegenstand Anfechtung nach Art. 285 ff. SchKG

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur vom 8.9.2023, mitgeteilt am 
14.11.2023 (Proz. Nr. 115-2022-25)

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Mitteilung 12. Juni 2024

Sachverhalt

A. B._____, geboren am 6. Februar 2009, und A._____, geboren am 22. April 
2006, sind die Kinder von D._____. Dieser wiederum ist der Sohn von E._____.

B. Mit eigenhändigem Testament vom 30. August 2017 hielt E._____ fest, ihr 
Sohn D._____ habe auf jeglichen Erbanspruch verzichtet. Als alleinige Erben setz-
te sie ihre Enkel B._____ und A._____ zu gleichen Teilen ein. Für den Fall, dass 
gegenüber ihrem Sohn finanzielle Ansprüche mit Bezug auf seinen Erbanspruch, 
auf den er gemäss Erbvertrag verzichtet habe, geltend gemacht würden, setzte 
E._____ diesen auf den um die Hälfte reduzierten Pflichtteil gemäss Art. 480 ZGB 
(RG act. II.1.13).

C. Am 12. September 2017 schloss D._____ mit E._____ einen Erbverzichts-
vertrag ab. Darin verzichtete er zugunsten seiner beiden Kinder B._____ und 
A._____ auf sämtliche erbrechtlichen Ansprüche im Nachlass seiner Mutter (RG 
act. II.1.14).

D. Mit Testamentsergänzung vom 19. September 2017 räumte E._____ ihrem 
Sohn D._____ im Sinne eines Vermächtnisses an der Liegenschaft Grundstück-
Nr. F._____ mit Wohnhaus an der G._____, H._____, für sich und seine Ehefrau 
sowie seine Nachkommen ein lebenslängliches und unentgeltliches Wohnrecht ein 
(RG act. II.1.13).

E. Am 5. Oktober 2018 verstarb E._____. B._____ und A._____ erbten von 
ihrer Grossmutter unter anderem das Grundstück-Nr. F._____ mit Wohnhaus an 
der G._____ in H._____ und wurden entsprechend als neue Eigentümer der Lie-
genschaft im Grundbuch eingetragen (RG act. II.1.16). 

F. Die C._____ verfügt gegen D._____ über Pfändungsverlustscheine im Um-
fang von CHF 43'091.50. Sie verlangt, zur Deckung dieser Forderungen sei der 
Erbverzichtsvertrag vom 12. September 2017 mittels paulianischer Anfechtung 
aufzuheben und das Grundstück-Nr. F._____, Plan-Nr. I._____, Grundbuch 
H._____, mit Beschlag zu belegen und amtlich zu verwerten.

G. Nach gescheitertem Schlichtungsversuch gelangte die C._____ mit Klage 
vom 18. Mai 2022 an das Regionalgericht Plessur mit folgendem Rechtsbegehren:

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1. Der Erbverzichtsvertrag vom 12. September 2017 zwischen E._____ 
und D._____ sei für anfechtbar im Sinne von Art. 285 ff. SchKG zu er-
klären.

2. Die C._____ sei unter Duldungspflicht von B._____ und A._____ zu 
ermächtigen, das Grundstück-Nr. F._____, Plan-Nr. I._____, Grund-
buch H._____, zur Deckung der Forderung im Umfang von CHF 
43'091.50 mit Beschlag zu belegen und amtlich verwerten zu lassen.

3. Das Betreibungs- und Konkursamt Plessur sei anzuweisen, die 
zwangsvollstreckungsrechtliche Beschlagnahme im Umfang von Ziffer 
2 der Rechtsbegehren zu vollziehen und das Grundstück-Nr. F._____, 
Plan-Nr. I._____, Grundbuch H._____, zu verwerten.

4. Eventuell seien B._____ und A._____ zu verpflichten, der C._____ 
CHF 43'091.50 zuzüglich 5 % Zins seit dem 13. Januar 2022 zu be-
zahlen. 

5. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 
von B._____ und A._____.

Mit Klageantwort vom 8. Juni 2022 beantragten B._____ und A._____ die kosten-
fällige Klageabweisung.

H. Nach einer ersten Instruktionsverhandlung vom 23. August 2022 fand ein 
zweiter Rechtsschriftenwechsel statt. An einer weiteren Instruktionsverhandlung 
vom 21. Februar 2023 wurden zwei Zeugen befragt. Die Hauptverhandlung fand 
am 8. September 2023 statt. 

I. Am 8. September 2023 (unbegründet mitgeteilt am 12. September 2023, 
begründet mitgeteilt am 14. November 2023) fällte die Vorinstanz folgenden Ent-
scheid:

1. a) Die C._____ wird ermächtigt, unter Duldungspflicht von B._____ 
und A._____, das Grundstück-Nr. F._____, Plan-Nr. I._____, 
Grundbuch H._____, zur Deckung der Forderung im Umfang von 
CHF 43'091.50 mit Beschlag zu belegen und amtlich verwerten 
zu lassen.

b) Das Betreibungs- und Konkursamt Plessur wird angewiesen, die 
zwangsvollstreckungsrechtliche Beschlagnahme im Umfang von 
Dispo.-Ziff. 1 lit. a hiervor zu vollziehen und das Grundstück-Nr. 
F._____, Plan-Nr. I._____, Grundbuch H._____, zu verwerten.

2. a) Die Gerichtskosten betragen CHF 9'400.00. Sie gehen solida-
risch zu Lasten von B._____ und A._____.

b) Die Gerichtskosten werden mit dem von der C._____ geleisteten 
Vorschuss von CHF 400.00 (Schlichtungsverfahren) verrechnet. 
Den Fehlbetrag von CHF 9'000.00 für den unbegründeten [recte: 
begründeten] Entscheid haben B._____ und A._____ dem Kan-
ton Graubünden nachzuzahlen.

c) B._____ und A._____ haben der C._____ die geleisteten Vor-
schüsse von CHF 400.00 zu ersetzen.

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d) Der C._____ wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]

J. Gegen diesen Entscheid erhoben B._____ und A._____ (nachfolgend: Be-
rufungskläger) am 4. Dezember 2023 beim Kantonsgericht von Graubünden Beru-
fung mit folgendem Rechtsbegehren:

1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Klage abzuweisen.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zuzüglich den jeweils geltenden Mehrwert-
steuersatz zulasten der Berufungsbeklagten für beide Instanzen.

K. In ihrer Berufungsantwort vom 31. Januar 2024 stellte die C._____ (nach-
folgend: Berufungsbeklagte) folgende Anträge:

1. Die Berufung sei, soweit überhaupt darauf einzutreten ist, abzuweisen 
und der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Plessur sei zu 
bestätigen.

2. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge unter solida-
rischer Haftbarkeit der Berufungskläger.

L. Der bei den Berufungsklägern eingeforderte Kostenvorschuss ging innert 
Frist ein. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Die Sache ist spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Angefochten ist ein berufungsfähiger erstinstanzlicher Endentscheid (vgl. 
Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Der Streitwert entspricht dem Gesamtbetrag der Pfän-
dungsverlustscheine der Berufungsbeklagten von CHF 43'091.50, womit das 
Streitwerterfordernis von Art. 308 Abs. 2 ZPO erfüllt ist. Der vorinstanzliche Ent-
scheid wurde den Berufungsklägern am 15. November 2023 zugestellt. Die dage-
gen erhobene Berufung erfolgte mit Eingabe vom 4. Dezember 2023 frist- und 
formgerecht (vgl. Art. 311 Abs. 1 und 2 ZPO). Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts als Kollegialgericht ergibt sich aus Art. 7 EGzZPO (BR 320.100). 

1.2. Für die minderjährigen Berufungskläger bestehen Beistandschaften zur 
Verwaltung des Kindesvermögens. Zur Prozessführung von verbeiständeten Per-
sonen ist die Zustimmung der KESB erforderlich, sofern der Beistand den Prozess 
in Vertretung der betroffenen Person führt (Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB). Die Beru-
fungsbeklagte macht geltend, die von der KESB Nordbünden erteilte Zustimmung 
erstrecke sich nicht auf die Erhebung eines Rechtsmittels. Auf die Berufung sei 
daher nicht einzutreten. Dieser Einwand verfängt nicht. Die KESB Nordbünden 

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erteilte mit Entscheid vom 10. Februar 2022 dem Beistand "betreffend Forde-
rungsklage (Art. 285 ff. SchGK, actio pauliana) der C._____ gegen A._____ und 
B._____ die Zustimmung zur Prozessführung" mit Substitutionsrecht (RG act. 
III.1.3, Dispositiv-Ziff. 1). Dass diese Zustimmung die Erhebung eines Rechtsmit-
tels nicht mitumfassen soll, überzeugt angesichts dieser weit gefassten Formulie-
rung nicht; zur Prozessführung gehört auch die Erhebung allfälliger Rechtsmittel. 
Sämtliche Prozessvoraussetzungen sind damit erfüllt. Auf die Berufung ist einzu-
treten.

1.3. Auf den Antrag der Berufungsbeklagten, der streitgegenständliche Erbver-
zichtsvertrag sei für anfechtbar im Sinne von Art. 285 ff. SchKG zu erklären (Kla-
geantrag Ziff. 1), trat die Vorinstanz nicht ein (act. B.1, E. 2; korrekterweise hätte 
die Vorinstanz dies auch im Dispositiv erwähnen müssen). Dieser Nichteintreten-
sentscheid blieb unangefochten. Insoweit ist der vorinstanzliche Entscheid in Teil-
rechtskraft erwachsen (vgl. Art. 315 Abs. 1 ZPO; Alexander Brunner/Moritz Vi-
scher, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerische Zi-
vilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2021, N 1 zu Art. 315 ZPO).

2. Vorinstanzlicher Entscheid

2.1. Die Berufungsbeklagte stützt ihre Klage auf die Absichtsanfechtung nach 
Art. 288 SchKG. Dieser Bestimmung zufolge sind alle Rechtshandlungen anfecht-
bar, welche der Schuldner innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Pfändung oder 
Konkurseröffnung in der dem anderen Teil erkennbaren Absicht vorgenommen 
hat, seine Gläubiger zu benachteiligen oder einzelne Gläubiger zum Nachteil an-
derer zu begünstigen (Art. 288 Abs. 1 SchKG). Eine Klagegutheissung setzt nach 
dieser Bestimmung eine Gläubigerschädigung, die Schädigungsabsicht des 
Schuldners und die Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht für den begünstigten 
Dritten voraus (BGer 5A_233/2022 v. 31.8.2023 E. 3.2).

2.2. Umstritten ist, ob der Erbverzichtsvertrag überhaupt eine nach Art. 285 ff. 
SchKG anfechtbare Rechtshandlung ist. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der 
Abschluss eines Erbverzichtsvertrags sei geeignet, mittelbar zu einer Gläubiger-
schädigung zu führen. Die Absichtsanfechtung gemäss Art. 288 SchKG sei daher 
auf den Erbverzichtsvertrag anwendbar.

2.3. Bezüglich Gläubigerschädigung erwog die Vorinstanz, der Vater der Beru-
fungskläger habe durch den Erbverzicht den Zufluss einer ihm zustehenden, wert-
haltigen Erbschaft verhindert und so sein Haftungssubstrat geschmälert. Der Ein-
wand der Berufungskläger, ihr Vater habe einerseits aufgrund der Einräumung des 

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Wohnrechts, andererseits aufgrund lebzeitiger Zuwendungen mehr von seiner 
Mutter erhalten, als ihm erbrechtlich zugestanden wäre, gehe fehl. Das Wohnrecht 
sei nicht nur ihm, sondern auch seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern ein-
geräumt worden. Der von den Berufungsklägern angenommene Wert des Wohn-
rechts sei demnach durch vier zu teilen. Der Wertanteil, welcher auf ihren Vater 
entfalle, übersteige den Wert seines gemäss aArt. 471 Ziff. 1 ZGB i.V.m. Art. 480 
Abs. 1 ZGB auf 3/8 des Nachlasses reduzierten Pflichtteilsanspruchs nicht. Dass 
der Vater der Berufungskläger von seiner Mutter lebzeitige Zuwendungen in der 
behaupteten Höhe erhalten habe, sei nicht bewiesen. Die Tatbestandsvorausset-
zung der Gläubigerschädigung sei erfüllt.

2.4. Die Tatbestandsmerkmale der Schädigungsabsicht, der Erkennbarkeit so-
wie die Einhaltung der fünfjährigen Verdachtsfrist erachtete die Vorinstanz eben-
falls als gegeben. Im Ergebnis führe dies zur Anfechtbarkeit des Erbverzichtsver-
trags. Die Begehren der Berufungsbeklagten um Beschlaglegung und amtliche 
Verwertung (Klageanträge Ziff. 2 und 3) wurden gutgeheissen, während ihr Even-
tualbegehren (Klageantrag Ziff. 4) nicht beurteilt wurde. 

3. Anwendbarkeit der Absichtsanfechtung auf den Erbverzichtsvertrag 

3.1. Die Berufungskläger rügen, entgegen der Ansicht der Vorinstanz unterliege 
ein Erbverzichtsvertrag nicht der Absichtsanfechtung gemäss Art. 288 SchKG. 
Neben den Tatbestandsmerkmalen dieser Bestimmung müssten auch die 
grundsätzlichen Voraussetzungen, welche Art. 285 Abs. 1 SchKG für alle Anfech-
tungsklagen aufstelle, erfüllt sein. Letzterer Bestimmung zufolge komme eine An-
fechtungsklage nur in Frage, wo Vermögenswerte der Zwangsvollstreckung ent-
zogen worden seien. Dies sei bei einem Erbverzicht nicht der Fall. Der Schuldner 
verzichte lediglich auf eine Anwartschaft. Im Zeitpunkt des Abschlusses des Erb-
verzichtsvertrags komme es zu keiner Vermögensveränderung beim Schuldner. 
Damit fehle es bereits an einer anfechtbaren Rechtshandlung.

3.2. Die Berufungsbeklagte erwidert, Art. 285 SchKG umschreibe keine abwei-
chenden oder eigenen Tatbestandselemente, sondern lediglich den Zweck der 
Anfechtungsklage. Die Absichtsanfechtung gemäss Art. 288 SchKG umfasse 
sämtliche Rechtshandlungen. Ausser Betracht fallen würden nur Vorkehren, die 
ohne Einwirkung auf das Vermögen des Schuldners blieben, was bei einem Erb-
verzichtsvertrag nicht behauptet werden könne. Die Anfechtungsklage greife dort, 
wo es um unlautere Machenschaften gehe. Dies sei der Fall, wenn auf Vollstre-
ckungssubstrat vorsätzlich verzichtet werde, das sich bei normalem Geschäftsge-
baren beim Schuldner vorgefunden hätte.

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3.3. Gemäss Art. 285 Abs. 1 SchKG sollen mit der Anfechtungsklage Vermö-
genswerte der Zwangsvollstreckung zugeführt werden, die ihr durch eine Rechts-
handlung nach den Artikeln 286–288 SchKG entzogen worden sind. Die Anfech-
tungsklage bezweckt, den früheren Vermögensstand des Schuldners wiederher-
zustellen, was der französisch- und italienischsprachige Gesetzestext mit der Be-
zeichnung "révocation" bzw. "revocazione" zum Ausdruck bringt (Kurt 
Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 
9. Aufl., Bern 2013, § 52 Rz. 1; Jolanta Kren Kostkiewicz, Schuldbetreibungs- und 
Konkursrecht, 3. Aufl., Zürich 2018, N 1660; vgl. auch BGer 5A_835/2012 v. 
16.5.2013 E. 2.1). Sie richtet sich gegen Handlungen und Unterlassungen des 
Schuldners, mit denen er ihm bereits zustehendes Haftungssubstrat entäusserte 
bzw. über bei ihm pfändbare Vermögenswerte verfügte und dadurch sein Haf-
tungssubstrat schmälerte (Adrian Staehelin/Lukas Bopp, in: Staehe-
lin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs II, 3. Aufl., Basel 2021, N 24 zu Art. 285 SchKG; OGer ZH 
LB100012 v. 5.12.2011 E. II.4.e.cc S. 24; vgl. BGer 5C.232/2005 v. 27.10.2005 E. 
2; BGer 5C.268/2002 v. 14.2.2003 E. 2.3). Der gemäss Art. 285 Abs. 1 SchKG 
verpönte Entzug von Vermögenswerten kann erfolgen durch Verminderung der 
Aktiven oder durch Erhöhung der Passiven des Schuldners (Staehelin/Bopp, 
a.a.O., N 1 zu Art. 285 SchKG; Brigitte Umbach-Spahn/Stefan Bossart, in: Hunke-
ler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 4 zu Art. 285 SchKG). 
Art. 285 Abs. 1 SchKG enthält (abgesehen vom Erfordernis der Gläubigerschädi-
gung, das sich aus Art. 285 Abs. 1 SchKG ergibt [vgl. BGE 134 III 452 E. 2]) keine 
zusätzlichen Tatbestandsmerkmale. Die ratio legis der Bestimmung umschreibt 
die anfechtbare Rechtshandlung näher und setzt so der Anfechtungsklage Gren-
zen (vgl. Hans-Ueli Vogt, Krisenmanagement unter dem Damoklesschwert der 
paulianischen Anfechtung, in: GesKR 2/2009, S. 177).

3.4. Ob der Erbverzichtsvertrag eine in diesem Sinne anfechtbare Rechtshand-
lung darstellt, ist höchstrichterlich nicht abschliessend geklärt. In einem Leitent-
scheid aus dem Jahr 2012 befasste sich das Bundesgericht mit der paulianischen 
Anfechtung eines Erbverzichtsvertrags, welchen ein Schuldner mit seinem Vater 
zugunsten seiner erwachsenen Söhne eingegangen war. Das Bundesgericht be-
fand, dass ein Erbverzichtsvertrag weder als Schenkung noch als unentgeltliche 
Verfügung nach Art. 286 Abs. 1 SchKG anfechtbar ist (BGE 138 III 497 E. 6.2 f.). 
Es ging auch auf die Absichtsanfechtung gemäss Art. 288 SchKG ein. Es erläuter-
te jedoch lediglich das Tatbestandsmerkmal der Erkennbarkeit und die Frage, un-
ter welchen Umständen die Vermutung, eine nahestehende Person habe die 
schlechte Vermögenslage des Schuldners gekannt, auch im Verhältnis Vater-

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Sohn und bei Rechtsgeschäften, an welchen die begünstigten Söhne nicht betei-
ligt waren, greifen kann. Dabei kam das Bundesgericht zum Schluss, im konkreten 
Fall sei die Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht unbewiesen. Ob die übrigen 
Tatbestandmerkmale der Absichtsanfechtung erfüllt gewesen wären, liess das 
Bundesgericht (wie bereits die damalige Vorinstanz) offen (BGE 138 III 497 E. 7.3; 
OGer ZH LB100012 v. 5.12.2011 E. II.4.d S. 21 f.).

3.5. Aufgrund dieses Bundesgerichtsentscheids wird in der Lehre teilweise – 
jeweils ohne weitere Begründung – postuliert, Erbverzichtsverträge seien gemäss 
Art. 288 SchKG anfechtbar (Peter Breitschmid/Philip R. Bornhauser, in: Gei-
ser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl., Basel 2023, N 10 
zu Art. 495 ZGB, anders hingegen N 1 zu Art. 497 ZGB; Stefan Grundmann, in: 
Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 5. Aufl., Basel 2023, N 14a und 
25a zu Art. 495 ZGB, anders hingegen N 5 zu Art. 497 ZGB; Ivo Schwander, in: 
Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl., Basel 2023, 
N 2 zu Art. 578 ZGB; Stephan Wolf/Ricarda Stoppelhaar, Paulianische Anfechtung 
und Schutz der Erbengläubiger gemäss Art. 578 ZGB – ein Vergleich, in: Mar-
kus/Hrubesch-Millauer/Rodriguez [Hrsg.], Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 
Bern 2018, S. 705).

3.6. Diese Lehrmeinung überzeugt nicht. Denn wie das Bundesgericht im selben 
Entscheid festhielt, disponiert der Schuldner, welcher erbvertraglich auf eine 
zukünftige Erbschaft verzichtet, weder in rechtlicher noch in wirtschaftlicher Hin-
sicht über sein Vermögen (BGE 138 III 497 E. 6.3). Er veräussert kein Aktivum 
(BGE 138 III 497 E. 6.3), sondern verzichtet lediglich auf eine Anwartschaft, wel-
che nicht zu seinem pfändbaren Vermögen gehört (BGE 138 III 497 E. 3.4). Für 
die Gläubiger stellt die Erbanwartschaft denn auch keine gesicherte Kreditie-
rungsbasis, sondern eine blosse Hoffnung auf zukünftigen Anfall von Vollstre-
ckungssubstrat dar (BGE 138 III 497 E. 3.4). Unter Verweis auf diese Rechtspre-
chung vertritt ein anderer Teil der Lehre die Ansicht, der Erbverzicht unterliege 
nicht der Anfechtungsklage gemäss Art. 285 ff. SchKG (Kathrin Kriesi, Actio Pauli-
ana: Anfechtbare Handlungen nach Art. 285 ff. SchKG, Genf 2020, S. 35 und 43; 
Paul-Henri Steinauer, Le droit des successions, 2. Aufl., Bern 2015, N 652 und Fn. 
22; vgl. auch Grundmann, a.a.O., N 3 ff. zu Art. 497 ZGB). Vor dem Hintergrund 
der Zwecksetzung der Anfechtungsklage, den früheren Vermögensstand wieder-
herzustellen, ist diese Ansicht überzeugend. Denn kommt es nicht zu einer Ver-
äusserung von Aktiven, sondern lediglich zu einem Verzicht auf eine unpfändbare 
Anwartschaft, so führt der Erbverzichtsvertrag nicht zu einer Veränderung des 
pfändbaren schuldnerischen Vermögens. Damit liegt auch kein gemäss Art. 285 

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Abs. 1 SchKG verpönter Entzug von Vermögenswerten vor. Der unentgeltliche 
Erbverzicht des Schuldners ist daher keine im Sinne von Art. 288 SchKG anfecht-
bare Rechtshandlung.

3.7. Die Berufungsbeklagte führt aus, entgegen der Ansicht der Berufungskläger 
sei irrelevant, ob im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung eine Vermögensverän-
derung beim Schuldner eingetreten sei. Die Anfechtungsklage finde auch dann 
Anwendung, wenn zum Zeitpunkt der Vornahme der anfechtbaren Handlung noch 
keine Veränderung der Vermögensverhältnisse des Schuldners stattgefunden ha-
be. Die Wirkungen des Erbverzichtsvertrags träten erst im Zeitpunkt des Todes 
des Erblassers ein. Inwiefern dies vorliegend eine Rolle spielen soll, ist nicht er-
sichtlich. Denn nach dem Gesagten verursacht der unentgeltliche Erbverzichtsver-
trag weder im Zeitpunkt der Unterzeichnung noch im Zeitpunkt des Todes des 
Erblassers eine Veränderung des pfändbaren schuldnerischen Vermögens. Viel-
mehr führt der unentgeltliche Erbverzicht dazu, dass die ansonsten im Zeitpunkt 
des Todes des Erblassers eintretende Veränderung des Vermögens des Verzich-
tenden unterbleibt. 

3.8. Dass im Erbverzicht zugunsten der eigenen Nachkommen unlautere Ma-
chenschaften zu erblicken seien, wie dies die Berufungsbeklagte geltend macht, 
vermag angesichts des Umstandes, dass diese Möglichkeit im Gesetz ausdrück-
lich angelegt ist, ebenfalls nicht zu überzeugen (vgl. BGE 138 III 497 E. 4.2). Auch 
eine allenfalls denkbare analoge Anwendung der Anfechtungsmöglichkeit gemäss 
Art. 578 ZGB durch richterliche Lückenfüllung im Sinne von Art. 1 Abs. 2 ZGB fällt 
in der vorliegenden Konstellation ausser Betracht, weil laut Bundesgericht bei je-
ner Klage nicht die (durch die angefochtene Ausschlagung) begünstigte Person 
passivlegitimiert ist, sondern der (ausschlagende) Erbe (BGE 55 II 18 E. 3; 
BGE 138 III 497 E. 3.1). 

4. Gläubigerschädigung

4.1. Umstritten ist weiter, ob eine Gläubigerschädigung eingetreten ist. Eine sol-
che liegt grundsätzlich vor, wenn die angefochtene Handlung die Gläubiger oder 
einzelne von ihnen schädigt, indem sie das Vollstreckungssubstrat oder ihren An-
teil daran vermindert oder ihre Stellung im Vollstreckungsverfahren in anderer 
Weise verschlechtert (BGer 5A_95/2019 v. 18.9.2019 E. 3.1).

4.2. Die Berufungskläger argumentieren, diese Voraussetzung sei hier nicht er-
füllt. Ihr Vater habe aufgrund der Einräumung des Wohnrechts mehr von seiner 
Mutter erhalten, als ihm erbrechtlich zugestanden wäre. Das Vorgehen der Vor-

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instanz, welche den Wert des Wohnrechts durch vier teile, sei nicht haltbar. Wie 
es sich damit verhält, kann hier offen bleiben. Immerhin sei darauf hingewiesen, 
dass weder das Wohnrecht noch der periodische Nutzen, welchen das Wohnrecht 
dem Berechtigten verschafft, der Pfändung unterliegen (Michel Mooser, in: Gei-
ser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl., Basel 2023, N 8 
zu Art. 776 ZGB m.w.H.). Entsprechend kann ein Wohnrecht in der Zwangsvoll-
streckung gegen den Schuldner nicht zugunsten der Gläubiger erfasst werden 
(Staehelin/Bopp, a.a.O., N 25 zu Art. 286 SchKG). Stellt ein Wohnrecht jedoch 
kein pfändbares Vermögen dar, so vermag dessen Einräumung einer allfälligen 
gläubigerschädigenden Verminderung des Vollstreckungssubstrats nicht entge-
genzuwirken (vgl. BGE 130 III 235 E. 2.1.1 f.). 

4.3. Dass keine Gläubigerschädigung vorliegt, ergibt sich bereits aus dem oben 
in E. 3.6 Erläuterten. Zwar kann nicht in Abrede gestellt werden, dass die Gläubi-
ger im konkreten Fall finanziell bessergestellt gewesen wären, wenn der Vater der 
Berufungskläger den Erbverzichtsvertrag nicht unterzeichnet und die Erbschaft 
erhalten hätte. Die Anfechtungsklage richtet sich jedoch lediglich gegen Handlun-
gen und Unterlassungen des Schuldners, mit denen er sich des ihm bereits zuste-
henden Haftungssubstrates entäussert. Sie hindert den Schuldner nicht daran, 
den Erwerb neuen Vermögens zu unterlassen (Staehelin/Bopp, a.a.O., N 24 zu 
Art. 285 SchKG). Der Verzicht auf den Erwerb neuen Vermögens ist mit anderen 
Worten nicht mit der Verminderung des vorhandenen Vermögens gleichzusetzen. 
Durch den Erbverzichtsvertrag wird lediglich auf den Erwerb neuen Vermögens 
verzichtet. Die Aktiven bzw. das pfändbare Vermögen des Schuldners – und damit 
das den Gläubigern zur Verfügung stehende Vollstreckungssubstrat – werden da-
durch nicht vermindert. Eine Gläubigerschädigung liegt damit nicht vor.

5. Eventualbegehren der Berufungsbeklagten

5.1. Vor Vorinstanz beantragte die Berufungsbeklagte, eventualiter seien die 
Berufungskläger gestützt auf die Bestimmungen zur Verwandtenunterstützung 
(Art. 328 f. ZGB) zu verpflichten, ihr CHF 43'091.50 zuzüglich 5 % Zins seit dem 
13. Januar 2022 zu bezahlen (Klageantrag Ziff. 4). Die Vorinstanz beurteilte die-
sen Eventualantrag nicht, weil sie bereits die Anfechtung bejahte.

5.2. Wurde ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt, steht es im Ermessen 
des Berufungsgerichts, ob es bei Gutheissung der Berufung selbst einen neuen 
Entscheid fällt oder den Prozess zur Ergänzung an die Vorinstanz zurückweist 
(Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 ZPO; KGer GR ZK1 16 140 v. 14.12.2016 E. 3e). Die 
Rückweisung an die erste Instanz soll dabei die Ausnahme bleiben. Vorliegend 

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wurde lediglich ein vergleichsweise kleiner Teil der Klage nicht beurteilt. Die Sa-
che ist spruchreif, so dass aus prozessökonomischen Überlegungen ein neuer 
Entscheid angezeigt ist (vgl. zum Ganzen Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 26 zu Art. 318 ZPO).

5.3. Die Berufungsbeklagte stellte den Eventualantrag in ihrer Klageschrift. Die 
dazugehörigen Tatsachenbehauptungen – insbesondere betreffend die Tatbe-
standsvoraussetzungen der Verwandtenunterstützung nach Art. 328 f. ZGB – folg-
ten jedoch erst im Rahmen der Hauptverhandlung (vgl. RG act. VII.3 S. 3 und RG 
act. VII.5 S. 2). Vorgängig hatten bereits zwei Instruktionsverhandlungen sowie ein 
zweiter Schriftenwechsel stattgefunden. Neue Tatsachenbehauptungen wären 
daher zu diesem Zeitpunkt nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 
Abs. 1 ZPO zulässig gewesen (vgl. BGE 146 III 55 E. 2.3.1). Dass diese Voraus-
setzungen vorliegend erfüllt waren, wurde weder vorgebracht noch ist dies ersicht-
lich. Es fehlt damit bereits an einem rechtzeitig vorgebrachten Tatsachenfunda-
ment, anhand dessen das Eventualbegehren beurteilt werden könnte. Dieses ist 
daher mangels Schlüssigkeit abzuweisen.

6. Zusammenfassend wird die Berufung gutgeheissen und die Klage abge-
wiesen, soweit die Vorinstanz auf die Klage eingetreten ist (vgl. betreffend Nicht-
eintreten oben E. 1.3). Das Argument der Berufungskläger, wonach aufgrund der 
Einräumung des Wohnrechts keine Gläubigerschädigung eingetreten sei, verfängt 
zwar nicht. Jedoch liegen weder eine anfechtbare Handlung noch eine Gläubiger-
schädigung vor, da mit dem Erbverzichtsvertrag kein Aktivum entäussert wurde, 
welches der Zwangsvollstreckung wieder zugeführt werden könnte. Das Eventual-
begehren der Berufungsbeklagten auf Verwandtenunterstützung gemäss 
Art. 328 f. ZGB wird abgewiesen, da die dazugehörigen Tatsachenbehauptungen 
verspätet vorgebracht wurden.

7. Prozesskosten

7.1. Bei diesem Ergebnis gehen die Prozesskosten sowohl des erstinstanzli-
chen Verfahrens als auch des Berufungsverfahrens zulasten der Berufungsbe-
klagten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

7.2. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren, welche die Vor-
instanz auf CHF 9'400.00 festsetzte, werden von den Parteien nicht beanstandet. 
Sie erscheinen im Hinblick auf den Aufwand und das Streitinteresse angemessen 
(vgl. Art. 15 EGzZPO i.V.m. Art. 3 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]) und sind zu bestäti-

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gen. Bei der ermessensweisen Festsetzung der Parteientschädigung bildet Aus-
gangspunkt der von der anwaltlichen Vertretung der entschädigungsberechtigten 
Partei in Rechnung gestellte Betrag (Art. 2 HV [BR 310.250]). Der Rechtsvertreter 
der Berufungskläger machte für das vorinstanzliche Verfahren ein Honorar von 
CHF 16'673.45 geltend (RG act. VI.4). Der vereinbarte Stundenansatz von 
CHF 250.00 sowie der Interessenwertzuschlag von 5 % bzw. CHF 2'154.50 (RG 
act. IV.3) sind im Rahmen des Üblichen (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 
und 2 HV). Der zeitliche Aufwand von insgesamt 50.65 Stunden erscheint ange-
messen (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 und 3 HV). Hinzu kommen wie verlangt Barauslagen 
von CHF 664.40 sowie die Mehrwertsteuer von CHF 1'192.05. Die Berufungsbe-
klagte hat den Berufungsklägern für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung von total CHF 16'673.45 zu bezahlen. 

7.3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind angesichts des Aufwands 
und des Streitinteresses auf CHF 4'000.00 festzusetzen (Art. 15 Abs. 2 EGzZPO 
i.V.m. Art. 9 VGZ). Da die Berufungskläger im Berufungsverfahren keine Honorar-
note eingereicht haben, ist ihr Stundenaufwand zu schätzen (vgl. Art. 2 HV). Für 
das Studium des vorinstanzlichen Urteils sowie für das Verfassen der Berufung 
erscheint unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Prozessstoff aus dem 
erstinstanzlichen Verfahren bereits bekannt war und es im Berufungsverfahren im 
Wesentlichen einzig noch um eine bereits vor der Vorinstanz diskutierte Rechts-
frage ging, ein Aufwand von total sechs Stunden angemessen, was ausgehend 
vom vereinbarten Stundenansatz von CHF 250.00 zzgl. Spesenpauschale (3 %) 
und Mehrwertsteuer (anwendbar ist der zum Zeitpunkt der Leistungserbringung 
Ende 2023 anwendbare Satz von 7.7 %, Art. 115 Abs. 1 i.V.m. Art. 112 Abs. 1 
MWSTG) eine Entschädigung von CHF 1'664.00 ergibt.

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Demnach wird erkannt:

1. Es wird vorgemerkt, dass der Nichteintretensentscheid des Regionalge-
richts Plessur vom 8. September 2023 betreffend Klageantrag Ziffer 1 nicht 
angefochten wurde. Damit ist dieser in Rechtskraft erwachsen.

2. Im Übrigen wird in Gutheissung der Berufung der Entscheid des Regional-
gerichts Plessur vom 8. September 2023 aufgehoben und durch folgende 
Fassung ersetzt:

"1. Die Klageanträge Ziffer 2–4 werden abgewiesen.

 2. a) Die Gerichtskosten betragen CHF 9'400.00. Sie gehen zu Lasten 
der C._____.

b) Die Gerichtskosten werden mit dem von der C._____ geleisteten 
Vorschuss von CHF 400.00 (Schlichtungsverfahren) verrechnet. 
Den Fehlbetrag von CHF 9'000.00 hat die C._____ nachzuzahlen.

c) Die C._____ hat B._____ und A._____ eine Parteientschädigung 
von CHF 16'673.45 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen."

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 werden der 
C._____ auferlegt und mit dem von B._____ und A._____ geleisteten Kos-
tenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. Die C._____ hat B._____ und 
A._____ den geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 4'000.00 
direkt zu ersetzen.

4. Die C._____ hat B._____ und A._____ für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'664.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu 
bezahlen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

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6. Mitteilung an: