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**Case Identifier:** 743984c0-b886-5973-942c-95db47ad6fe4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.01.2006 B 2005/137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2005-137_2006-01-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2005/137

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.01.2006

Entscheiddatum: 24.01.2006

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.01.2006
Umweltrecht, Baubewilligung für einen Stall. Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit 
Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV (SR 814.318.142.1). Nachbarn, die sich nicht in 
der Bauzone befinden, haben Anrecht auf Schutz vor lästigen und 
schädlichen Immissionen, die von einer Tierhaltungsanlage ausgehen. Auf 
die von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und 
Landtechnik, Tänikon, erlassenen Empfehlungen zu Mindestabständen für 
Tierhaltungsanlagen (FAT-Richtlinie Nr. 476) können sie sich indessen nicht 
berufen (Verwaltungsgericht, B 2005/137).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. 

Haltinner-Schillig

_______________

In Sachen

R. B., ,

Beschwerdeführer I,

P. B.,

Beschwerdeführer II,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. F.

 

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gegen

 

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

E. und B. B.-H.,

Beschwerdegegner,

sowie

 

Politische Gemeinde M., vertreten durch den Gemeinderat, M.,

Beschwerdebeteiligte,

betreffend

 

Baubewilligung (Stall)

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ E. B. ist Eigentümer der Parzelle Nr. 741, A., Grundbuch M. Das 48'638 m2 grosse 

Grundstück liegt gemäss Zonenplan A./Sch. vom 4./22. Mai 1988 in der 

Landwirtschaftzone. Eine kleine Fläche der Parzelle ist dem übrigen Gemeindegebiet 

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zugewiesen, eine weitere Fläche ist Wald. Das Grundstück ist teilweise mit einer Zone 

für Skiabfahrts- und Skiübungsgelände überlagert. In südöstlicher Richtung befindet es 

sich zunächst in der Ebene, dann steigt es mit mittlerem Gefälle an.

Die Parzelle Nr. 741 grenzt im Südwesten an das teils der Kernzone Dorf, teils der 

Landwirtschaftszone zugeteilte Grundstück Nr. 3757, das sich im Eigentum von R.B. 

befindet. Im Nordosten grenzt die Parzelle an das unüberbaute Grundstück Nr. 52 von 

P.B., das der Landwirtschaftszone und zu einem kleinen Teil dem übrigen 

Gemeindegebiet zugeordnet ist. Die nordöstliche Parzellengrenze verläuft teilweise 

einer Friedhofmauer entlang. Friedhof und Kirche liegen auf der Parzelle Nr. 48 in der 

Zone für öffentliche Bauten und Anlagen.

B./ Am 1. Juli 2002 reichten E. und B. B.-H. ein Baugesuch ein. Danach sollen auf dem 

flachen, der Friedhofmauer vorgelagerten Teil der Parzelle Nr. 741 ein Stallgebäude, 

eine Remise sowie eine Zufahrt erstellt werden.

Während der Auflagefrist erhoben unter anderen R.B. und P.B. Einsprache beim 

Gemeinderat M. R.B. berief sich auf die vom Bauvorhaben ausgehenden Lärm- und 

Geruchsbelästigungen, während P.B. geltend machte, es verunstalte das Ortsbild und 

störe die Friedhofsruhe.

Am 1. Dezember 2003 erteilte der Gemeinderat M. die Baubewilligung und wies die 

öffentlich-rechtlichen Einsprachen im Sinn der Erwägungen ab. Die Abweisung der 

Einsprachen wird unter anderem damit begründet, ein Gutachten von K., vom 1. 

September 2003 (Gutachten K. I) zeige auf, dass die Vorschriften der Luftreinhalte-

Verordnung (SR 814.318.142.1, abgekürzt LRV) eingehalten seien.

Am 12. Dezember 2003 widerrief der Gemeinderat M. die Baubewilligung und die 

Einspracheentscheide vom 1. Dezember 2003. Der Widerruf wurde damit begründet, 

das Gutachten K. I beruhe auf einem Fehler, indem für die Mastkälber ein falscher 

Faktor verwendet worden sei. Die korrigierte Berechnung des Experten vom 8. 

Dezember 2003 (Gutachten K. II) ergebe, dass die Baute den geforderten 

Mindestabstand zum benachbarten Wohnhaus deutlich unterschritte.

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Am 15. Juli 2004 erteilte der Gemeinderat M. die Baubewilligung erneut. Am gleichen 

Tag wies er die öffentlich-rechtlichen Einsprachen von R.B. und P.B. betreffend 

Verunstaltung des Ortsbildes, Luftreinhaltung und Lärmschutz im Sinn der Erwägungen 

ab. Gleichzeitig hiess er die Einsprachen, soweit privatrechtlicher Natur, im Sinn der 

Erwägungen gut. Der Einspracheentscheid wird u.a. damit begründet, R.R. habe im 

Auftrag der Bauherrschaft am 29. März 2004 ein weiteres Gutachten erstellt. Dieses 

Gutachten (Gutachten R.) zeige auf, dass der Mindestabstand zwar leicht 

unterschritten werde, aber zumutbar sei.

C./ Gegen die Einspracheentscheide des Gemeinderates M. vom 15. Juli 2004 erhoben 

R.B. und P.B. am 29. Juli 2004 Rekurs beim Baudepartement. Am gleichen Tag 

reichten sie zudem gegen den Entscheid des Gemeinderates M. betreffend die 

Baubewilligung Rekurs bei der Regierung Rekurs ein und beantragten, die beiden 

Rekursverfahren seien zu koordinieren. Dieser Rekurs wurde dem Baudepartement zur 

Bearbeitung überwiesen. Am 19. August 2004 stellten R.B. und P.B. folgende 

Rechtsbegehren: Die Entscheide des Gemeinderates M. vom 15. Juli 2004 betreffend 

die Baubewilligung für den Stallbau von E. und B. B.-H. sowie betreffend die 

Einsprachen von R.B. und P.B. seien aufzuheben und die Baubewilligung sei zu 

verweigern. Eventuell seien die Entscheide des Gemeinderates M. vom 15. Juli 2004 

aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung an diesen zurückzuweisen. 

Die Rekurrenten machten die Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend. In 

materieller Hinsicht rügten sie, der Standort der Baute sei unzulässig. Sodann 

verunstalte sie das Orts- und Landschaftsbild und halte den Mindestabstand zur 

bewohnten Zone nicht ein. Das Baudepartement wies den Rekurs am 6. Juli 2005 ab, 

nachdem es Stellungnahmen des Amtes für Raumentwicklung (ARE) und des Amtes für 

Umweltschutz (AFU) eingeholt und einen Augenschein durchgeführt hatte. Ziff. IV des 

Bauentscheids des Gemeinderats M. vom 15. Juli 2004 betreffend Baubewilligung 

2004-0093 wurde mit folgender Auflage ergänzt: Die Entlüftung erfolgt mittels einer 

Unterdruck-Lüftung über die Südostfassade des Bauvorhabens sowie mit Hilfe eines 

Rollvorhangs (Ziff. 2 des Entscheids).

D./ Am 20. Juli 2005 erhoben R.B. und P.B. gegen den Entscheid des 

Baudepartementes vom 6. Juli 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellen 

die Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben und die Baubewilligung sei zu 

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verweigern (Ziff. 1); eventauliter sei der Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit 

sei zur Neubeurteilung an den Gemeinderat M. zurückzuweisen (Ziff. 2); eventualiter sei 

die Erteilung der Baubewilligung zu sistieren, bis über die neue Konzessionierung des 

Skilifts in A. entschieden sei (Ziff. 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 

des Rekursgegners (richtig: Beschwerdegegners), eventualiter zu Lasten der 

Verfahrensvorschriften verletzenden Behörde (Ziff. 3). R. B. und P. B. rügen, die 

Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig und unvollständig festgestellt und sie habe 

sowohl formelles wie auch materielles Recht verletzt.

Das Baudepartement nahm am 29. September 2005 Stellung und beantragte, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Der Gemeinderat M. stellte am 18. Oktober 2005 das 

Rechtsbegehren, der Beschwerde sei keine Folge zu geben. Auch E. und B. B.-H. 

hielten am 30. Oktober 2005 dafür, der Beschwerde sei keine Folge zu geben.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:

a) Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben. Nach Art. 59bis des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, abgekürzt VRP) beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide der Departemente, sofern kein 

ordentliches Rechtsmittel an eine Verwaltungsbehörde oder eine 

verwaltungsunabhängige Kommission des Bundes offen steht. Sodann entsprechen 

die Beschwerdeeingabe vom 20. Juli 2005 und ihre Ergänzung vom 7. September 2005 

zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Insoweit sind die 

Prozessvoraussetzungen erfüllt.

b) Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Beschwerde 

legitimiert, wer an der Aenderung oder Aufhebung des Entscheides ein eigenes 

schutzwürdiges Interesse dartut. Was die Legitimation von Nachbarn zur 

Beschwerdeführung anbetrifft, ist nach ständiger Rechtsprechung des 

Verwaltungsgerichts eine enge räumliche Beziehung zum Baugrundstück erforderlich. 

Sodann muss der Nachbar direkt und in höherem Mass als irgendjemand in den 

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eigenen Interessen beeinträchtigt werden (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 414 mit 

Hinweisen).

aa) Der Nachbar hat das Rechtsschutzinteresse nach der st. gallischen Praxis für jede 

einzelne Rechtsbehauptung nachzuweisen. Er muss den eigenen Vorteil geltend 

machen, den er daraus zieht, oder den Nachteil, der abgewendet wird, wenn die 

Beschwerde gutgeheissen wird. In der Regel sind dies praktische, tatsächliche, 

wirtschaftliche oder ideelle, gleichsam handfest Belange, um deren Willen der Nachbar 

die Verfügung anficht. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen 

Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde der beschwerdeführenden Partei in ihrer 

rechtlichen oder tatsächlichen Situation einbringen würde (GVP 1996, Nr. 59 mit 

Hinweis). Dieses Erfordernis ist kaum problematisch, wenn sich der Nachbar auf 

Bestimmungen beruft, denen eine nachbarschützende Funktion zukommt, wie 

insbesondere den Vorschriften über Gebäude- und Grenzabstände, die zulässige 

Ausnützung, die Geschosszahl und Gebäudehöhe oder die zonenkonformen 

Immissionen. Nicht zugelassen zur Beschwerde wird der Nachbar aber, wenn er sich 

auf die Nichteinhaltung von Abstandsvorschriften auf der ihm abgewandten Seite 

beruft und er nicht nachzuweisen vermag, weshalb er von der Verletzung in höherem 

Mass betroffen ist als die Allgemeinheit (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 416 mit 

Hinweisen).

bb) Die Beschwerdeführer sind Eigentümer von Grundstücken, die unmittelbar an 

dasjenige angrenzen, auf dem der Bau eines Stalls, einer Remise und einer Zufahrt 

bewilligt worden ist. Sie berufen sich in materieller Hinsicht darauf, die Vorinstanz habe 

die Grundsätze der Abstandsberechnung der von der Eidgenössischen 

Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik, Tänikon (FAT) erlassenen 

Empfehlungen zu Mindestabständen für Tierhaltungsanlagen aus dem Jahr 1995 (FAT-

Richtlinie Nr. 476) in mehrfacher Hinsicht unrichtig angewendet. Sie habe deshalb zu 

Unrecht festgestellt, der danach geforderte Mindestabstand werde insbesondere 

bezüglich des Grundstücks Nr. 3757 des Beschwerdeführers I gewahrt.

Nach Art. 3 Abs. 1 LRV müssen neue stationäre Anlagen so ausgerüstet und betrieben 

werden, dass sie die im Anhang 1 festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten. In 

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Bezug auf Geruchsemissionen aus Tierhaltungsanlagen enthält Anhang 1 LRV keine 

Emissionsgrenzwerte. Gemäss Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV müssen die nach den 

anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu bewohnten 

Zonen eingehalten werden. Als solche gelten insbesondere die Empfehlungen der FAT. 

Unter "bewohnte Zonen" sind ausschliesslich an die Landwirtschaftszone grenzende 

Bauzonen im Sinn von Art. 15 des Raumplanungsgesetzes (SR 700, abgekürzt RPG) zu 

verstehen (vgl. dazu BGE 126 II 45).

Der Beschwerdeführer I ist Eigentümer des an die Parzelle Nr. 741 angrenzenden 

Grundstücks Nr. 3757, das teils in der Kernzone Dorf, teils in der Landwirtschaftszone 

liegt und mit einem Wohnhaus überbaut ist. Er ist demzufolge berechtigt zu rügen, der 

Mindestabstand zur Zonengrenze gemäss FAT-Richtlinie Nr. 476 sei nicht eingehalten 

und er habe deshalb mit unzulässigen Geruchsbelästigungen zu rechnen. Anders 

verhält es sich bezüglich des Beschwerdeführers II. Er ist Eigentümer des an die 

Parzelle Nr. 741 angrenzenden unüberbauten Grundstücks Nr. 52, das der 

Landwirtschaftszone und zu einem kleinen Teil dem übrigen Gemeindegebiet 

zugeordnet ist. Auch sein Grundstück Nr. 4570, das nicht an das Grundstück Nr. 741 

angrenzt, und auf dem sich ein Wohnhaus befindet, liegt im übrigen Gemeindegebiet. 

Flächen, die der Landwirtschaftszone oder dem übrigen Gemeindegebiet zugewiesen 

sind, gelten im Kanton St. Gallen als Nichtbaugebiet (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- 

und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 88). Zutreffend ist zwar, dass auch Nachbarn, die 

sich nicht in der Bauzone befinden, Anrecht auf Schutz vor lästigen und schädlichen 

Immissionen und insbesondere auf Einhaltung von Mindestabständen haben (vgl. BGE 

126 II 45). Auf die Mindestabstandsregelung der FAT-Richtlinie Nr. 476 können sie sich 

indessen nicht berufen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer II nicht geltend 

macht, der Mindestabstand gemäss dieser Richtlinie werde bezogen auf seine 

Grundstücke nicht eingehalten und dass es diesbezüglich deshalb auch an einer 

Begründung fehlt (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP). Die 

Beschwerde des Beschwerdeführers II kann deshalb in dieser Hinsicht nicht an die 

Hand genommen werden.

cc) Zu prüfen ist weiter, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann, soweit die 

Beschwerdeführer geltend machen, die bewilligte Baute halte den vorgeschriebenen 

Abstand gemäss FAT-Richtlinie Nr. 476 zu Friedhof und Kirche nicht ein, was dazu 

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führe, dass Besucher des Friedhofs und Kirchgänger - so auch die Beschwerdeführer 

selber - durch Geruchsbelästigungen in ihrer Andacht gestört würden.

Der Nachbar ist grundsätzlich nicht berechtigt zu rügen, die zu erwartenden 

Immissionen beeinträchtigten die Interessen in einem weiteren Bereich des 

Gemeindegebiets (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 417 mit Hinweis). Dementsprechend 

kann er nicht geltend machen, das Bauvorhaben verletze den minimalen Abstand zu 

einer Zone, wo sich ein Drittgrundstück befindet. Eine Ausnahme liegt dann vor, wenn 

eine Ausnahmebewilligung nach Art. 77 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) 

erteilt worden ist (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 942 mit Hinweis auf GVP 1998 Nr. 27). Die 

Beschwerdeführer behaupten nicht, dies treffe im vorliegenden Fall zu. Sie berufen sich 

vielmehr darauf, die Vorinstanz verletze Recht, weil sie davon ausgehe, die FAT-

Richtlinie Nr. 476 sei gegenüber einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen nicht 

anwendbar. Sodann würden Art. 11 des Umweltschutzgesetzes (SR 814.01, abgekürzt 

USG) und Art. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210) die Einhaltung eines 

angemessenen Abstands gebieten.

Als Friedhofbesucher und Kirchgänger werden die Beschwerdeführer durch den 

Standort der bewilligten Baute in ihren Interessen nicht mehr belastet als Dritte, die 

sich in diesem Bereich aufhalten, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht 

eingetreten werden kann. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass sie sich auf ein 

Urteil des Bundesgerichts berufen, wonach bei projektierten Mobilfunkanlagen alle 

Personen einspracheberechtigt sind, die innerhalb eines Radius wohnen, ausserhalb 

dessen in jedem Fall eine tiefere Strahlung als 10 Prozent des Anlagengrenzwertes 

erzeugt wird und die Einspracheberechtigung dieser Personen nicht davon abhängt, ob 

die konkrete Strahlung auf ihrem Grundstück, unter Berücksichtigung der 

Leistungsabschwächung gegenüber der Hauptstrahlausrichtung, weniger als 10 

Prozent des Anlagegrenzwertes beträgt (BGE 128 II 168 f.; vgl. auch Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 417). Zutreffend ist zwar, dass die in der näheren Umgebung einer 

projektierten Mobilfunkanlage wohnenden Personen nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung durch die von der Anlage ausgehenden Strahlen in besonderer Weise 

betroffen und daher zur Beschwerde legitimiert sind. Die Beschwerdelegitimation ergibt 

sich anhand einer Berechnungsformel zur Ermittelung des Radius, innerhalb dessen die 

Strahlung noch 10 Prozent des Anlagegrenzwerts betragen kann. Das Bundesgericht 

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hält diese Vorgehensweise nicht zuletzt deshalb für sinnvoll, weil komplexe 

Berechnungen im Einzelfall vermieden werden können (BGE 128 II 170 f.; ZBl 

2005/599). Im Fall einer zonenkonformen Stallbaute, von der Geruchsemissionen 

ausgehen, ist es indessen weder aus technischen noch aus anderen Gründen 

erforderlich, dass Nachbarn nicht nur eigene, sondern auch Interessen Dritter oder 

öffentliche Interessen wahrnehmen.

dd) Sodann ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit die Beschwerdeführer 

geltend machen, der angefochtene Entscheid verletze Art. 93 BauG, weil die bewilligte 

Baute verunstaltend wirke.

Nach Art. 93 BauG sind Bauten und Anlagen, Ablagerungen und andere Eingriffe in das 

Gelände, die das Orts- und Landschaftsbild verunstalten, untersagt. Nach Art. 93 Abs. 

2 BauG ist dem Charakter der Gegend und der Art der Zone bei der Beurteilung 

Rechnung zu tragen. Verunstaltung bedeutet eine schwerwiegende Verletzung 

ästhetischer Werte; sie ist gleichbedeutend mit einer erheblichen Beeinträchtigung (vgl. 

dazu : Zingg, Natur- und Heimatschutz insbesondere nach st. gallischem Recht, Diss. 

Zürich 1975, S. 88). Bauten, die in jeder Hinsicht den Zonenvorschriften entsprechen, 

können nicht schon deshalb mit dem Eingliederungsgebot unvereinbar bezeichnet 

werden, weil sie grössere Ausmasse und eine grössere Nutzungsdichte aufweisen als 

die umstehenden Gebäude. In solchen Fällen vermögen nur klar überwiegende 

öffentliche Interessen einen Bauabschlag zu rechtfertigen (vgl. GVP 2002 Nr. 12).

Nach der Praxis des Bundesgerichts werden mit

ästhetischen Generalklauseln gewöhnlich ausschliesslich öffentliche Interessen 

wahrgenommen und sie schützen die Interessen Privater nur in Einzelfällen (vgl. B. 

Zumstein, Die Anwendung der ästhetischen Generalklauseln des kantonalen 

Baurechts, Diss. St. Gallen 2001, S. 62 mit Hinweis). Der Nachbar muss konkret 

darlegen, in welcher Weise das Bauvorhaben seiner eigenen Liegenschaft Schaden 

zufügt. Damit soll dem Nachbar die Möglichkeit eingeräumt werden, sich zur Wehr zu 

setzen gegen eine unästhetische Bauweise in der nächsten Umgebung, die einen 

objektiv schweren Eingriff in das Orts- und Landschaftsbild und damit eine 

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Wertverminderung seines eigenen Grundstücks zur Folge hat (vgl. Zumstein, a.a.O., S. 

64 mit Hinweis).

Die Beschwerdeführer begründen nicht näher, inwiefern sie durch das geplante 

Gebäude, das ihrer Ansicht nach verunstaltend wirkt, in ihren persönlichen Interessen 

unmittelbar und intensiver betroffen sein sollten als Dritte. Sie machen ausschliesslich 

öffentliche Interessen geltend, indem sie argumentieren, das Vorhaben beeinträchtige 

das Ortsbild von A. massiv und verdecke den Blick auf die Hangwiese, den idyllischen 

Hintergrund von Kirche und Friedhof.

ee) Weil die Beschwerdeführer nicht berechtigt sind, geltend zu machen, die bewilligte 

Baute verunstalte das Orts- und Landschaftsbild von A., ist ihnen auch die Legitimation 

bezüglich der Rüge abzusprechen, der Leiter der Denkmalpflege des Amtes für Kultur, 

der dem Projekt am 4. Oktober 2002 aus denkmalpflegerischer Sicht zugestimmt hat, 

sei befangen und hätte deshalb in den Ausstand treten müssen. Der Leiter der 

Denkmalpflege nimmt als Fachperson öffentliche Interessen wahr. Ebenfalls nicht zu 

prüfen ist deshalb ihr Einwand, das Baubewilligungsverfahren für das 

landwirtschaftliche Bauvorhaben und das Verfahren betreffend Erlass einer 

Schutzverordnung für die Kirche von A. hätten koordiniert werden müssen. Dem Antrag 

der Beschwerdeführer, die Beschwerdebeteiligte habe einen Amtsbericht betreffend 

den Stand des Verfahrens einer Schutzverordnung zu erstellen, braucht nicht 

entsprochen zu werden.

ff) Des weiteren ist die Beschwerde nicht an die Hand zu nehmen, soweit damit gerügt 

wird, der Standort des Bauvorhabens sei unzulässig, weil er sich innerhalb einer Zone 

für Skiabfahrts- und Skiübungsgelände im Sinn von Art. 19 BauG und Art. 9 des 

Baureglements der Beschwerdebeteiligten befinde bzw. die Baubewilligung sei im 

Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Skibetriebs bis zum Verfall der Konzession für 

den Skilift am 30. November 2007 unter Missachtung von Art. 88 BauG erteilt worden.

Zonen für Skiabfahrts- und Skiübungsgelände dienen nach Art. 19 BauG der 

Freihaltung von Gelände für die Ausübung des Skisportes. Sie überlagern in der Regel 

eine Grundnutzung (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 136). Nach Art. 88 Abs. 1 BauG erlischt die 

Baubewilligung, wenn die Bauarbeiten nicht innert Jahresfrist nach Rechtskraft 

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begonnen werden. Auch in diesem Zusammenhang begründen die Beschwerdeführer 

nicht näher, inwiefern sie durch eine allfällige Beeinträchtigung des Skibetriebs durch 

die bewilligte Baute direkt und in höherem Mass als andere in den eigenen 

schutzwürdigen Interessen beeinträchtigt sein

könnten. Sodann ist die Baubewilligung vom 15. Juli 2004 an die Auflage geknüpft 

worden, dass der Skisport bis zum Ablauf der Konzession am 30. November 2007 

nicht eingeschränkt oder behindert werden darf und dass die Ausführung etappiert zu 

erfolgen hat bzw. dass der südwestliche Teil der Baute vor der Versetzung des Skilifts 

nicht gebaut werden darf.

gg) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer II nicht zur Beschwerde 

zuzulassen ist und dass auf die Beschwerde des Beschwerdeführers I im Sinn der 

Erwägungen einzutreten ist.

2./ Der Beschwerdeführer rügt, sein rechtliches Gehör sei in mehrfacher Hinsicht 

verletzt worden.

a) Die prozessuale Garantie des rechtlichen Gehörs ist in Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung (SR 101) verankert. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist das 

Recht der Privaten, in einem von einer Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten 

Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten 

und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu können 

(vgl. Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2002, 

Rz. 1672). Die bundesrechtlichen Ansprüche auf rechtliches Gehör stellen 

Mindestgarantien dar. Für das Verfahren vor einer kantonalen Behörde sind somit in 

erster Linie die kantonalen Prozessvorschriften massgebend (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., 

Rz. 79 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Anspruch 

auf rechtliches Gehör formeller Natur. Seine Verletzung führt somit in der Regel zu einer 

Aufhebung des betreffenden Entscheids. Eine Heilung des Mangels im 

Rechtsmittelverfahren ist jedoch möglich, wenn der Rechtsmittelinstanz die gleiche 

Kognition wie der Vorinstanz zusteht und dem Beschwerdeführer kein Rechtsnachteil 

erwächst. Nach der kantonalen Praxis drängt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz 

auf, wenn dieser bei ihrem Entscheid ein erheblicher Beurteilungsspielraum zukommt. 

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Wenn hingegen die unterbliebene Anhörung nachgeholt werden kann und die 

Rechtsmittelbehörde mit derselben Kognition entscheidet, wird eine Heilung 

zugelassen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 81 und 990 je mit Hinweisen).

b) Unbegründet ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Beschwerdebeteiligte habe 

Vorschriften über die Verfahrenskoordination (vgl. Gesetz über die 

Verfahrenskoordination in Bausachen, sGS 731.2 und Verordnung über 

Verfahrenskoordination und Fristen in Bausachen, sGS 731.21) verletzt, weil sie die 

Rechtsmittelbelehrungen der Baubewilligungsentscheide und der 

Einspracheentscheide nicht aufeinander abgestimmt habe. Der Beschwerdeführer legt 

nicht dar, inwiefern ihm daraus im Rekursverfahren ein Rechtsnachteil erwachsen sein 

soll und es bestehen diesbezüglich auch keine Anhaltspunkte. Die Staatskanzlei hat 

den bei der Regierung eingereichten Rekurs des Beschwerdeführers der Vorinstanz zur 

Bearbeitung überwiesen.

c) Ebenfalls nicht ersichtlich ist, welche nachteiligen Auswirkungen auf die 

Rechtsstellung der Beschwerdeführers die Tatsache haben soll, dass das ARE am 16. 

September 2003 entschieden hat, zu einem Zeitpunkt, als das Gutachten K. II und das 

Gutachten R. betreffend Einhaltung des Mindestabstands noch nicht erstellt worden 

waren.

Nach Art. 22 Abs. 2 RPG müssen Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone 

entsprechen. Dies trifft zu, wenn die Bauten und Anlagen zur landwirtschaftlichen 

Bewirtschaftung nötig sind (Art. 16a Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 20 BauG). Die 

Prüfung der Frage, ob dies zutrifft, obliegt dem ARE (Art. 87bis BauG und Art. 2 RRB 

über den Vollzug von Art. 77 Abs. 2 und Art. 87bis BauG, sGS 731.10). Das ARE hat 

am 16. September 2003 denn auch festgestellt, die geplante Baute sei 

betriebsnotwendig und angemessen dimensioniert und entspreche damit dem Zweck 

der Nutzungszone. Somit war die Tatsache, dass der Gutachter K. zu einem späteren 

Zeitpunkt auf seine erste Beurteilung zurückgekommen ist bzw. dass das Gutachten R. 

noch nicht verfügbar war, für die Beurteilung der Zonenkonformität durch das ARE 

nicht entscheidrelevant. Daran ändert nichts, dass in den Erwägungen zum Entscheid 

des ARE vom 16. September 2003 festgehalten wird, das Gutachten K. I zeige auf, 

dass die Vorschriften der LRV eingehalten seien. Das ARE hat in seiner Stellungnahme 

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im Rahmen des Rekursverfahrens vom 12. November 2004 zutreffend ausgeführt, die 

Prüfung der Frage, ob die Abstandsvorschriften aufgrund der Geruchsemissionen 

eingehalten seien, falle nach Art. 2 lit. c des Grossratsbeschlusses über 

Luftreinhaltemassnahmen (sGS 672.32) in die Zuständigkeit der Politischen Gemeinde 

bzw. aus der Teilverfügung vom 16. September 2003 könne nicht geschlossen werden, 

das Bauvorhaben sei als zonenkonform eingestuft worden, weil die Bestimmungen 

über Luftreinhaltemassnahmen eingehalten seien.

d) Der Beschwerdeführer geht des weitern zu Unrecht davon aus, es liege eine 

Gehörsverletzung vor, weil die Beschwerdebeteiligte seinen Rechtsvertreter zum 

Augenschein vom 13. März 2003 nicht eingeladen habe. Der Augenschein ist am 27. 

Mai 2003 in Anwesenheit des Beschwerdeführers und seines Rechtsvertreters 

wiederholt worden. Hinzu kommt, dass eine Verletzung des rechtlichen Gehöhrs durch 

die Beschwerdebeteiligte im Rahmen des Rekursverfahrens hätte geheilt werden 

können.

e) Sodann kann das Gericht dem Beschwerdeführer nicht folgen, soweit er geltend 

macht, die Beschwerdebeteiligte habe sein rechtliches Gehör verletzt, weil sie sich mit 

seinen Vorbehalten bezüglich des Gutachtens K. I nicht befasst und am 1. Dezember 

2003 die Baubewilligung erteilt sowie die Einsprachen abgewiesen habe. Die 

Beschwerdebeteiligte hat diese Entscheide am 12. Dezember 2003 widerrufen und sie 

sind nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Was die Rüge des Beschwerdeführers 

anbetrifft, er habe sich zum Gutachten R. nicht äussern können, obschon es Grundlage 

der Entscheide der Beschwerdebeteiligten vom 15. Juli 2004 sei, steht fest, dass er im 

Besitz dieses Gutachtens war. Er hat es der Vorinstanz im Rahmen des 

Rekursverfahrens zum Beweis eingereicht und sich in der Rekursschrift vom 19. August 

2004 damit inhaltlich auseinandergesetzt. Sodann konnte der Beschwerdeführer im 

Rekursverfahren zu den Vorakten Stellung nehmen. Ein allfälliger Verfahrensmangel im 

Rahmen des Einspracheverfahrens ist somit im Rekursverfahren geheilt worden.

f) Weiter erweist sich der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe sein 

rechtliches Gehör verletzt, weil sie ihm keine Gelegenheit gegeben habe, zu den 

Einschätzungen des AFU vom 10. Januar und 22. Februar 2005 betreffend 

Mindestabstand Stellung zu nehmen, als unbegründet. Aktenkundig ist, dass die 

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Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Mitberichte des AFU am 11. Januar bzw. am 23. 

Februar 2005 zugestellt hat. Sodann sind sie anlässlich des Rekursaugenscheins vom 

25. Februar 2005 erörtert worden. Des weiteren steht fest, dass dem Beschwerdeführer 

am 2. März 2005 Gelegenheit geboten worden ist, sich zum Augenscheinprotokoll zu 

äussern. Davon hat er am 16. März 2005 Gebrauch gemacht. Es wäre ihm 

unbenommen gewesen, ebenfalls Ausführungen zu den Mitberichten des AFU zu 

machen.

g) Auch die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz wäre gehalten gewesen, ihm 

die Möglichkeit einzuräumen, sich bezüglich des extern beigezogenen Experten der 

FAT vernehmen zu lassen und Ergänzungsfragen zu stellen bzw. sich zum von den 

Beschwerdegegnern vorgeschlagenen Einbau von Ventilatoren zu äussern, ist nicht zu 

hören.

Aktenkundig ist, dass die Vorinstanz keine Expertise in Auftrag gegeben hat. Das AFU 

hat am 22. Februar 2005 nach Rücksprache mit einem Sachbearbeiter der FAT 

gegenüber der Vorinstanz eine zweite Stellungnahme abgegeben. Die FAT ist für die 

Abgabe von Empfehlungen bezüglich der erforderlichen Mindestabstände von Anlagen 

der bäuerlichen Tierhaltung und der Intensivtierhaltung zuständig (vgl. S. 8 hievor).

Was die Ventilatoren anbetrifft, ergibt sich sodann, dass der Beschwerdeführer selber 

im Rahmen des Rekursverfahrens vorgebracht hat, "für das einwandfreie Funktionieren 

eines Kaltstalles" sei die Installation von Ventilatoren erforderlich (Eingabe vom 19. 

August 2004, S. 10). Dazu haben sich die Beschwerdegegner am 20. September 2004 

positiv geäussert und mitgeteilt, die mechanische Entlüftung werde nicht über die 

Kamine, sondern durch eine Bohrung bergwärts erfolgen, weshalb sich ein allfälliger 

Emissionspunkt um gut 30 m vom Haus des Beschwerdeführers entferne. Dieses 

Schreiben ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 15. Dezember 2004 

zugestellt worden. Am 15. März 2005 haben die Beschwerdegegner sodann den 

überarbeiteten Plan "Baueingabe 3 Stallgeschoss" eingereicht, auf denen der Standort 

der Ventilatoren in den beiden Entlüftungskaminen und die Grenze des "Laufhofs" 

ersichtlich sind. Am 30. März 2005 hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 

mitgeteilt, aus der beiliegenden Stellungnahme der Beschwerdebeteiligten und den 

eingereichten Plänen ergebe sich, dass die Grenze des Laufhofs 4 m weiter südöstlich 

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liege als bisher angenommen. Sodann habe die geplante Entlüftung über die 

Südostfassade des geplanten Stalls zur Folge, dass die massgebenden 

Emissionspunkte um etliche Meter von der Grenze zur Kernzone Dorf (Parzelle Nr. 

3757) entfernt zu liegen kämen, weshalb das Bauvorhaben den erforderlichen 

Mindestabstand von 14 m gegenüber dieser Zone einhalte. Demzufolge habe der 

Rekurs keine Aussicht auf Erfolg. Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen 

der Vorinstanz vom 20. April 2005 und vom 25. April 2005 ist dem Beschwerdeführer 

eine Kopie dieses Plans samt einer Offerte der Firma DeLaval am 30. März 2005 

zugestellt worden. Es wäre ihm deshalb möglich gewesen, sich im Rahmen des 

Rekursverfahrens zu den durch die Markierung von Ventilatoren ergänzten Plänen zu 

äussern.

h) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die

Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte hätten gegen das "Verbot des 

Berichtannahmens" verstossen und den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt. Sie 

hätten sich durch Parteigutachter und Fürsprecher innerhalb und ausserhalb der 

Verwaltung instruieren lassen. Sodann hätten sie es unterlassen, massgebliche 

Vorgänge wie den Auftrag für ein Gutachten oder Kontakte am Telefon zu 

protokollieren. Des weiteren gehe es nicht an, dass die Vertreterin der Vorinstanz die 

Angelegenheit im Vorfeld eines Augenscheins mit nur einer Partei bespreche.

aa) Nach Art. 56 Abs. 1 VRP entscheidet die Rekursinstanz, ohne an die Anträge der 

Beteiligten gebunden zu sein. Nach Abs. 2 dieser Vorschrift kann sie die Sache zur 

neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen. Die Zulassung der reformatio in 

peius vel melius liegt in der Doppelfunktion der Verwaltungsrechtspflege begründet, die 

darin besteht, sowohl die individuellen Interessen zu schützen als auch das objektive 

Recht zu verwirklichen (vgl. Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 27 N. 3; 

W.E. Hagmann, Die st. gallische Verwaltungsrechtspflege und das 

Rechtsmittelverfahren vor dem Regierungsrat, Diss. Zürich 1979, S. 254). Sodann 

ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte Verwaltungsorgan nach Art. 12 Abs. 

1 VRP den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen durch Befragen von 

Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von Urkunden, 

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Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein oder auf andere geeignete 

Weise. Es ist der Behörde somit unbenommen, sich auf die Fachkunde der Verwaltung 

zu stützen (vgl. dazu GVP 1986 Nr. 43). Der Beizug eines Amtsberichts kann 

vorgeschrieben sein, liegt im übrigen aber im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

im Ermessen der entscheidenden Instanz (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 976 mit 

Hinweisen).

Die Vorinstanz hat im Rahmen des Rekursverfahrens derartige Abklärungen getroffen. 

Sie hat nicht nur einen Augenschein durchgeführt und eine Stellungnahme des ARE 

eingeholt, sondern, wie dargelegt, auch Mitberichte des AFU bezüglich der 

Berechnung des Mindestabstands. Inwiefern die Vorinstanz dadurch den 

Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Bei dieser 

Sachlage kann offen bleiben, ob dem Einspracheentscheid der Beschwerdebeteiligten 

vom 15. Juli 2004 in dieser Hinsicht ein rechtsgenüglicher Sachverhalt zugrunde liegt, 

wie der Beschwerdeführer behauptet.

bb) Die Wahrung des Akteneinsichts- und Beweisführungsrechts durch den von einer 

Verfügung Betroffenen setzt eine Aktenführungspflicht der Verwaltung voraus. Die 

Behörden haben alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört und 

entscheidwesentlich sein kann. Dieser ursprünglich für das Strafverfahren entwickelte 

Grundsatz muss als Gehalt von Art. 29 Abs. 2 BV für alle Verfahrensarten gelten (BGE 

130 II 477 mit Hinweisen). Zum Grundsatz, dass entscheidrelevante Tatsachen und 

Ergebnisse schriftlich festzuhalten sind, gehört die Pflicht zur Protokollführung über 

entscheidwesentliche Abklärungen, Zeugeneinvernahmen und Verhandlungen im 

Rechtsmittelverfahren (VerwGE vom 6. Dezember 2005 i.S. 

Stockwerkeingentümergemeinschaft F.). Dazu gehören telefonische Kontakte in der 

Regel nicht, es sei denn, sie hätten Beweischarakter und dienten zur Stützung der 

behördlichen Anordnung. Es bestehen indessen keine Anhaltspunkte, wonach die 

Vorinstanz für den Entscheid

wesentliche Vorgänge nicht protokolliert und dem Beschwerdeführer somit 

vorenthalten haben könnte. Fest steht insbesondere, dass sie kein Gutachten in 

Auftrag gegeben bzw. keinen Gutachter instruiert hat. Des weiteren besteht kein Grund 

zur Annahme, die Vertreterin der Vorinstanz habe sich im Vorfeld des Augenscheins mit 

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den Beschwerdegegnern in einer Art und Weise unterhalten, die hätte entscheid-

wesentlich sein können.

3./ Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt 

in mehrfacher Hinsicht unrichtig und unvollständig abgeklärt und den 

Untersuchungsgrundsatz verletzt.

a) Die unrichtige Feststellung des Sachverhalts knüpft an die Beweiswürdigung an. 

Unrichtig ist ein Sachverhalt festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien 

unrichtige Schlüsse gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder 

aktenwidrig festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden. Die 

Unvollständigkeit des festzustellenden Sachverhalts knüpft dagegen beim Umfang der 

Beweiserhebung an: Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn 

entscheidrelevante Umstände nicht oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (vgl. 

Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 587 mit Hinweisen).

b) Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe es unterlassen, die quer 

durch sein Grundstück Nr. 3757 verlaufende Grenze zwischen Kern- und 

Landwirtschaftszone auszumessen, was für eine Abstandberechnung unabdingbar sei. 

Dementsprechend seien die Akten durch einen hochaufgelösten Ausschnitt des 

Zonenplans zu ergänzen.

Die Vorinstanz hat ihre Folgerungen bezüglich der Einhaltung des Mindestabstands auf 

der Basis von zwei von der Beschwerdebeteiligten im Rahmen des Rekursverfahrens 

eingereichten Plänen im Massstab 1:1000 und 1:500 gezogen. Auf den Plänen ist der 

Verlauf der Zonengrenze klar ersichtlich. Der Vorwurf, die Vorinstanz habe den 

Sachverhalt in dieser Hinsicht unvollständig abgeklärt, erweist sich somit als 

unbegründet.

c) Der Beschwerdeführer bemängelt weiter zu Unrecht, die Vorinstanz habe Art. 11 

USG verletzt, weil sie es unterlassen habe, abzuklären, ob das Bauvorhaben an einem 

anderen, geeigneteren Ort verwirklicht werden könnte.

Nach Art. 87 Abs. 1 BauG ist die Baubewilligung zu erteilen, wenn keine im öffentlichen 

Recht begründeten Hindernisse vorliegen. In materieller Hinsicht ist die Baubewilligung 

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überwiegend feststellender Natur. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen und 

Bedingungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Erteilung der Bewilligung. Die 

Bewilligung qualifiziert sich daher rechtlich als Polizeibewilligung. Als solche begründet 

sie keine neuen Rechte. Vielmehr stellt sie nur fest, dass gegen die beabsichtigte 

Tätigkeit keine polizeilichen Hindernisse vorliegen (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 847 mit 

Hinweis).

Die Vorinstanz hatte demnach einzig zu prüfen, ob dem zur Diskussion stehenden 

Projekt im öffentlichen Recht begründete Hindernisse entgegenstehen. Etwas anderes 

lässt sich auch aus Art. 11 USG nicht ableiten, wonach Luftverunreinigungen, Lärm, 

Erschütterungen und Strahlen durch Massnahmen an der Quelle begrenzt werden. Die 

Vorinstanz war somit weder berechtigt noch verpflichtet für das Bauvorhaben 

Alternativstandorte zu prüfen bzw. die Bauherrschaft anzuhalten, nach anderen 

Möglichkeiten zu suchen. Es besteht somit auch kein Anlass im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens entsprechend dem Antrag des Beschwerdeführers im Hinblick 

auf Alternativstandorte Zeugen zu befragen und auf der Alp Z. einen Augenschein 

durchzuführen.

4./ Zu prüfen ist weiter, ob der angefochtene Entscheid materielles Recht verletzt.

a) Das Verwaltungsgericht ist zur Ueberprüfung der Angemessenheit eines Entscheids 

nicht befugt (Art. 61 Abs. 1 VRP). Es darf daher sein eigenes Ermessen nicht anstelle 

des Ermessens der Verwaltung stellen und hat sich daher darauf zu beschränken, über 

die Einhaltung des Ermessensspielraums zu wachen. Es schreitet nur ein, wenn die 

Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht hat (vgl. 

Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740 mit Hinweisen).

Ein Ermessensmissbrauch wird angenommen, wenn sich die Behörde zwar an den 

Rahmen des ihr vom Gesetz eingeräumten Ermessens hält, dieses jedoch 

missbräuchlich handhabt. Dies ist der Fall, wenn die Behörde die bei der 

Ermessensausübung zu achtenden verfassungsrechtlichen Grundsätze, insbesondere 

den Grundsatz der Rechtsgleichheit, der Verhältnismässigkeit und das Verbot der 

Willkür, verletzt hat (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 741 und 742 mit Hinweisen).

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b) Bei der Erteilung einer Baubewilligung sind nicht nur die Anforderungen des RPG, 

sondern auch diejenigen des USG zu berücksichtigen. Dieses Gesetz sowie die 

gestützt darauf erlassene LRV haben zum Ziel, die Menschen vor schädlichen oder 

lästigen Luftverunreinigungen und damit auch vor erheblich störenden, übermässigen 

Geruchsbelästigungen zu schützen (Art. 1 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 3 USG, Art. 1 Abs. 1 

LRV). Zu diesem Zweck sind Luftverunreinigungen in erster Linie durch Massnahmen 

an der Quelle zu begrenzen (Grundsatz der Emissionsbegrenzung, Art. 11 Abs. 1 USG). 

Als Emissionsbegrenzung an der Quelle lässt sich auch die Wahl des Standorts einer 

Emissionsquelle verstehen, weil sie immerhin eine Verringerung der Immissionen bei 

den Betroffenen erreicht (vgl. T. Loretan, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. 

Aufl., Zürich/Basel/Genf 2004, N 16 zu Art. 11 Abs. 1 USG). Das USG ist kein 

Verhinderungs-, sondern ein Massnahmegesetz. Es blendet die Frage aus, ob eine 

bestimmte Quelle überhaupt nötig sei. Die Untersuchung beschränkt sich vielmehr auf 

die Frage, welche emissionsmindernden technischen Vorkehrungen zur Verfügung 

stehen (vgl. Loretan, a.a.O., N 17a zu Art. 11 Abs. 1 USG mit Hinweis auf BGE 116 Ib 

159, E. 6b = URP 1990 337). In einer ersten Stufe sind die Emissionen unabhängig von 

der bestehenden Umweltbelastung vorsorglich so weit zu begrenzen, als dies 

technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). 

Nach Art. 4 Abs. 2 LRV sind Massnahmen zur Emissionsbegrenzung technisch und 

betrieblich möglich, die bei vergleichbaren Anlagen im In- und Ausland erfolgreich 

erprobt sind (lit. a) oder bei Versuchen erfolgreich eingesetzt wurden und nach den 

Regeln der Technik auf andere Anlagen übertragen werden können (lit. b). Für die 

Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit von Emissionsbegrenzungen ist nach Art. 4 

Abs. 3 LRV auf einen mittleren und wirtschaftlich gesunden Betrieb der betreffenden 

Branche abzustellen. Gibt es in einer Branche sehr unterschiedliche Klassen und 

Betriebsgrössen, so ist von einem mittleren Betrieb der entsprechenden Klasse 

auszugehen. In einer zweiten Stufe sind die getroffenen Emissionsbegrenzungen zu 

verschärfen und zu ergänzen, wenn feststeht, dass die Einwirkungen trotzdem 

übermässig werden (Art. 11 Abs. 3 USG).

Nach Art. 3 Abs. 1 LRV müssen neue stationäre Anlagen so ausgerüstet und betrieben 

werden, dass sie die im Anhang 1 festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten. In 

Bezug auf Geruchsimmissionen aus Tierhaltungsanlagen enthält Anhang 1 LRV, wie 

ausgeführt, keine Emissionsgrenzwerte. Für die Errichtung von Anlagen der bäuerlichen 

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Tierhaltung und der Intensivtierhaltung müssen gemäss Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV 

die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu 

bewohnten Zonen eingehalten werden. Als solche gelten insbesondere die 

Empfehlungen der FAT. Die Mindestabstandsvorschrift stellt eine Massnahme zur 

vorsorglichen Emissionsbegrenzung im Sinn von Art. 3 LRV dar. Sie dient der 

Aufrechterhaltung der Wohnqualität von an Landwirtschaftszonen grenzenden 

Bauzonen gemäss Art. 15 RPG (BGE 126 II 45). Der massgebende Abstand ist stets die 

kürzeste Strecke zwischen Emissionsquelle und Zonengrenze und von den 

Grenzabständen des kantonalen und kommunalen Rechts unabhängig. Ziff. 512 Abs. 1 

im Anhang 2 der LRV geht von einer Tierhaltungsanlage ohne Abluftreinigung aus. Bei 

solchen Ställen treten die Gerüche diffus aus dem Gebäude aus, was zwangsläufig zur 

Folge hat, dass der Mindestabstand vom nächstliegenden Teil des Gebäudes her 

gemessen werden muss (BGE 117 Ib 385). Nach Ziff. 512 Abs. 2 im Anhang 2 der LRV 

dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die geruchsintensive Abluft 

gereinigt wird.

c) Den Berechnungen im angefochtenen Entscheid liegt die FAT-Richtlinie Nr. 476 aus 

dem Jahr 1995 zugrunde. Diese wird zur Zeit überarbeitet. Es liegt ein 

Vernehmlassungsentwurf vom 7. März 2005 vor. Die FAT-Richtlinie Nr. 476 beinhaltet 

keine Rechtssätze. Sie ist indessen ein anerkanntes Hilfsmittel zur Abklärung der 

Frage, ob die Mindestabstände eingehalten sind. Nach Ziff. 2.1. der Richtlinie wird der 

Mindestabstand in einem dreistufigen Verfahren berechnet. l. Bestimmen der 

Geruchsbelastung nach Tierart (Tab. 1 und Formel 1); 2. Berechnen des 

"Normabstandes aus Geruchsbelastung" nach Formel 2 oder gemäss Abbildung 2; 

3.Berechnen des "Mindestabstandes" durch Korrektur des Normabstandes mit 

Einflussfaktoren des Haltungssystems, der Lüftung und des Standorts (Tab. 2 und 

Formel 3).

d) Nach Ansicht des Beschwerdeführers wendet die Vorinstanz die Grundsätze der 

Abstandsberechnung der FAT-Richtlinie Nr. 476 in mehrfacher Hinsicht unrichtig an. 

Nach seinen Berechnungen resultiert eine Geruchsbelastung von 6,1. Daraus 

berechnet er einen Mindestabstand von 41 m und (nach Abzug von 30 %) einen 

Mindestabstand von 29 m gegenüber der benachbarten Kernzone Dorf (S. 20 der 

Beschwerdeschrift). Demgegenüber hat die Vorinstanz gestützt auf eine 

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Geruchsbelastung von 3,45 einen Mindestabstand von 20,12 m und (nach Abzug von 

30 %) einen solchen von 14,09 m errechnet. Sodann hat sie festgestellt, damit werde 

der Minimalabstand des Bauvorhabens zur benachbarten Kernzone Dorf sowohl nach 

der FAT-Richtlinie Nr. 476 als auch nach dem Vernehmlassungsentwurf vom 7. März 

2005 eingehalten.

aa) Der angefochtene Entscheid beruht auf der Annahme, die Beschwerdegegner 

würden 12 Kühe, 7 Rinder, 8 Mäsen (Jungrinder 1-2 Jahre), 8 Aufzuchtskälber sowie 20 

Mastkälber (bis 4 Monate alte Tiere, bis 200 kg) halten. Die Vorinstanz erachtete es als 

gerechtfertigt, die unter den Begriff "Mastkälber" fallenden Tiere unter der Kategorie 

"Kälber, Rinder, Kühe, Pferde" mit einem Geruchsbelastungsfaktor von je 0,15 je 

Grossvieheinheit (GVE) zu erfassen und nicht unter der Kategorie "Mastkälber (ab 10 

Tiere)" mit einem Geruchsbelastungsfaktor von je 0,20 bzw. 0,25 je Tier (vgl. FAT-

Richtlinie Nr. 476, Tabelle 1, Ziff. 2.1, S. 3). Bei insgesamt 23 GVE (Faktoren für die 

Umrechnung des Tierbestandes in GVE vgl. Anhang zur landwirtschaftlichen 

Begriffsverordnung, SR 910.91: 12 Kühe mit dem Faktor 1,0; 7 Rinder mit dem Faktor 

0,6; 8 Aufzuchtkälber mit dem Faktor 0,25; 8 Mäsen mit dem Faktor 0,4; 20 Kälber zur 

Grossviehmast mit dem Faktor 0,08) resultierte eine Geruchsbelastung von 3,45.

Weil die schematische Berechnung des Normabstands nach der FAT-Richtlinie Nr. 476 

(vgl. Ziff. 21.1, S. 3) erst ab einer Geruchsbelastung von 4 zur Anwendung kommt, ging 

die Vorinstanz sodann für die Berechnung des Mindestabstands von einer 

Geruchsbelastung von 4 aus. Daraus errechnete sie einen "Normabstand nach 

Geruchsbelastung" von 19,61 m. In der Folge berücksichtigte sie die Korrekturfaktoren: 

Geländeform: 1,2; Höhenlage: 0,9; je 1,0 für Aufstallung/Entmistung, 

Hofdüngerproduktion, Sauberkeit, Fütterung, Lüftung, Geruchsreduzierung, im Bereich 

der Stallabluft und Geruchsreduzierung bei der Güllelagerung (vgl. dazu FAT-Richtlinie 

Nr. 476 Ziff. 2.1, Tabelle 2, S. 4). Dies ergab einen "Mindestabstand" gegenüber der 

benachbarten Kernzone Dorf von 20,12 m. Der "Mindestabstand" wird nach der FAT-

Richtlinie Nr. 476 (S. 1) zu Zonen, in denen mässig störende Betriebe zugelassen sind, 

wie Dorfzonen und Kernzonen, um 30 % reduziert, was einen effektiv erforderlichen 

Mindestabstand von 14,09 m ergab.

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bb) Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe die FAT-Richtlinie Nr. 476 

verletzt, weil sie für die Mastkälber den Geruchsbelastungsfaktor 0,15 je GVE und nicht 

den Geruchsbelastungsfaktor 0,20 bzw. 0,25 je Tier eingesetzt habe. Der angefochtene 

Entscheid beruhe auf der unrichtigen Annahme, die FAT-Richtlinie Nr. 476 unterscheide 

zwischen "bäuerlicher" und "intensiver" Kälbermast und es liege eine "bäuerliche" und 

somit weniger geruchsintensive Kälbermast vor, die es rechtfertige, einen geringeren 

Geruchsbelastungsfaktor zur Anwendung zu bringen.

Gemäss Ziff. 511 des Anhangs 2 der LRV gelten die Bestimmungen dieser Ziffer für 

Anlagen der bäuerlichen Tierhaltung und der Intensivtierhaltung. Die LRV schliesst 

somit nicht aus, dass die nach den "anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen 

Mindestabstände zu bewohnten

Zonen" unterschiedlich sein können, je nach dem, wie die Tiere gehalten werden. Das 

AFU hat diesem Umstand in einer ersten Stellungnahme im Rahmen des 

Rekursverfahrens vom 10. Januar 2005 keine Rechnung getragen und zur Problematik 

der Berechnung des Mindestabstandes ausgeführt, die Haltung von Mastkälbern sei 

wesentlich geruchsintensiver als die Haltung von Rindvieh, was mit den 

Geruchsbelastungsfaktoren zum Ausdruck komme. Dem angefochtenen Entscheid 

liegt indessen die zweite Stellungnahme des AFU vom 22. Februar 2005 zugrunde, die 

nach Rücksprache mit der FAT erteilt worden ist. Danach ist es im vorliegenden Fall 

zulässig, die Mastkälberhaltung nicht als intensive, sondern als rein bäuerliche 

einzustufen. Der Vertreter des AFU hat diese Meinungsäusserung anlässlich des 

Augenscheins vom 25. Februar 2005 damit begründet, die Mastkälber seien nicht mit 

einem Geruchsbelastungsfaktor von 0,20 bzw. 0,25 je Tier (ab 10 Tiere) zu 

veranschlagen, weil sie mit Vollmilch getränkt würden. Der Vorinstanz kann nicht 

vorgeworfen werden, sie habe Recht verletzt, weil sie dieser Argumentation gefolgt ist. 

Von einem relativ kleinen Tierbestand der geplanten Art mit Kühen, Rindern, Mäsen 

sowie Aufzucht- und Mastkälbern gehen nach allgemeiner Lebenserfahrung deutlich 

weniger Emissionen aus, als von einer Mastkälberhaltung im klassischen Sinn, wo eine 

grosse Anzahl Tiere massiv mit Milchpulver gemästet wird. Hinzu kommt, dass nach 

Angabe der Beschwerdegegner mehr als die Hälfte des Tierbestands die 

Sommermonate auf der Alp verbringt und dass die Zahl der Mastkälber während dieser 

Zeit in der Regel auf weniger als zehn zurückgeht, weshalb die 

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Geruchsbelastungsfaktoren für Mastkälber von 0,20 und 0,25 ohnehin nicht zur 

Anwendung kommen würden. Es wäre deshalb stossend, die Geruchsbelastung 

entsprechend der Annahme des Beschwerdeführers so zu berechnen, dass für die 12 

Kühe (Faktor 1,0), 7 Rinder (Faktor 0,6), 8 Aufzuchtkälber (Faktor 0,25) und 8 Mäsen 

(Faktor 0,4) insgesamt ein Geruchbelastungsfaktor von 3,21 und für die 20 Mastkälber 

insgesamt ein solcher von 4,0 bzw. 5,0 resultiert, zumal die Zahl der Mastkälber im 

Sommer wesentlich geringer ist. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Mastkälber 

nach dem Projekt in grösstmöglicher Entfernung von der Zonengrenze untergebracht 

werden. Hinzu kommt, dass sich die Beschwerdegegner bereit erklärt haben, die in den 

Planunterlagen ersichtlichen Entlüftungskamine mit Ventilatoren und einem Rollvorhang 

auszustatten. Die Vorinstanz hat eine solche Entlüftung über die Südostfassade des 

Stallgebäudes, wiederum in grösstmöglicher Entfernung zur Zonengrenze, im Sinn 

einer vorsorglichen Emissionsbegrenzung als Auflage angeordnet.

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden kann, 

die Abstandsberechnung beruhe bezüglich des Geruchsbelastungsfaktors für die 

Mastkälber der Beschwerdegegner auf einer unsachlichen Annahme. Entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers hatte die Vorinstanz deshalb nicht weiter 

abzuklären, ob Kälbermast mit Vollmilch weniger geruchsintensiv ist als andere 

Kälbermast und auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erübrigt es sich, die vom 

Beschwerdeführer beantragte Expertise erstellen zu lassen und einen Augenschein 

durchzuführen.

cc) Sodann argumentiert der Beschwerdeführer, die Aussage der Beschwerdegegner, 

wonach die Kälber nur mit Vollmilch gefüttert würden, sei kritisch zu hinterfragen. 

Sowohl Migros als auch Coop würden für ihre Labelproduktionen verlangen, dass 

neben Vollmilch Futtermittel eingesetzt würden. Zudem werde bei der Kälbermast mit 

Vollmilch wesentlich mehr Milch benötigt als bei der Fütterung der Kälber mit 

Milchpulver. Sodann müsse die Tatsache, dass die Kälbermast ohne ein Biolabel 

wirtschaftlich nicht interessant sei, nach dem in Art. 11 USG verankerten 

Vorsorgeprinzip berücksichtigt werden. Weiter müsse abgeklärt werden, ob die Kühe 

der Beschwerdegegner genügend Milch für die Kälbermast mit Vollmilch produzierten.

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In diesem Zusammenhang ist dem Beschwerdeführer vorab entgegenzuhalten, dass 

das USG kein Verhinderungs-, sondern ein Massnahmegesetz ist (vgl. S. 25 hievor). Die 

Frage, ob es für die Beschwerdegegner wirtschaftlich interessant ist, Mastkälber 

ausschliesslich mit Vollmilch zu füttern bzw. ob und wenn ja wo für derartige 

Schlachttiere ein Absatzmarkt besteht, ist deshalb nicht entscheid-relevant. Eine 

Expertise bezüglich der Wirtschaftlichkeit von Kälbermast mit Vollmilch ist deshalb 

nicht erforderlich. Ebenso wenig sind die Beschwerdegegner anzuhalten, über den 

"Absatzkanal der 50 Mastkälber" Auskunft zu erteilen. Der Beschwerdeführer 

bezweifelt weiter, dass 12 Kühe bzw. 4 Kühe (im Sommer sind 8 Kühe auf der Alp) 

genügend Milch produzieren um 20 Mastkälber zu füttern. Abgesehen davon, dass die 

Zahl der von den Beschwerdegegnern gehaltenen Mastkälber während des Jahres 

schwankt - im Sommer werden nach ihren Angaben in der Regel weniger als 10 Tiere 

gehalten - hat der Vertreter des AFU anlässlich des Augenscheins vom 25. Februar 

2005 festgehalten, die Mastkälberhaltung auf dem geplanten Betrieb sei nach 

Auffassung der FAT "bäuerlich", weil die Kälber mit Vollmilch getränkt würden. Aus 

fachlicher Sicht besteht somit kein Zweifel, dass die Kühe der Beschwerdegegner 

genügend Milch geben, um die Kälbermast mit Vollmilch zu gewährleisten. Hinzu 

kommt, dass es den Beschwerdegegnern unbenommen ist, sich im Fall von 

Engpässen allenfalls anderweitig Vollmilch zu beschaffen. Eine Expertise bezüglich der 

Frage, ob die Kühe der Beschwerdegegner genügend Milch geben um die

Kälbermast mit Vollmilch sicherzustellen, war somit im

Rahmen des Rekursverfahrens nicht erforderlich. Ebenso

wenig muss eine solche im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erstellt werden.

dd) Der Beschwerdeführer vertritt weiter den Standpunkt, die Vorinstanz habe ihren 

Berechnungen den falschen Emissionspunkt zu Grunde gelegt. Massgebend sei nicht 

der Stallmittelpunkt, sondern die nächstgelegene Austrittsöffnung der Abluft. Des 

weiteren seien die Auswirkungen der Entlüftung ungewiss.

aaa) Nach der FAT-Richtlinie Nr. 476 (Ziff. 2.2, S. 5) sind die Mindestabstände vom 

Emissionspunkt der Stallgebäude an zu messen. Die Mindestabstandskurve entspricht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/28

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einem Kreis um den Emissionspunkt eines einzelnen Stallgebäudes. Der Kreisradius 

entspricht dem Mindestabstand.

Als Emissionspunkt einzeln stehender Stallgebäude bis maximal 100 m Länge gelten: 

Für einen Stall auf einem Areal mit weiteren Gebäuden in einem Abstand von weniger 

als 50 m die nächstgelegenen Austrittsöffnungen der Abluft, in den übrigen Fällen der 

Stallmittelpunkt (Schnittpunkt der Stallgrundflächendiagonalen).

Nach dem Entwurf zur FAT-Richtlinie Nr. 476 vom 7. März 2005 entspricht der 

Emissionspunkt der nächstgelegene Austrittsöffnung der Abluft. Bei zwangsbelüfteten 

Ställen sind das die Abluftkamine (Emissionspunkte), bei freibelüfteten Ställen die 

Fassaden (Emissionslinie). Bei der Rinderhaltung wird der am Rand angeordnete 

Auslauf zu 50 % berücksichtigt, d.h. die Emissionslinie wird in der Mitte des Auslaufs 

angesetzt. Als zusätzliche Emissionsquellen können Mist- und Güllelager sowie Hoch- 

und Flachsilos einbezogen werden (vgl. Entwurf, S. 12).

bbb) Im angefochtenen Entscheid wird der Emissionspunkt mit dem Schnittpunkt der 

Stallgrundflächendiagonalen gleichgesetzt. Daraus hat die Vorinstanz einen Abstand 

zur Kernzone Dorf von rund 25 m errechnet und festgestellt, der erforderliche 

Mindestabstand 14,09 m sei eingehalten. Sodann führt sie aus, gleiches gelte, wenn 

der Entwurf zur FAT-Richtlinie Nr. 476 vom 7. März 2005 als Berechnungsgrundlage 

beigezogen werde bzw. wenn die nächstgelegene Austrittsöffnung der Abluft als 

Emissionspunkt gelte. Soweit der Beschwerdeführer geltend machen will, als 

nächstgelegene Austrittsöffnung der Abluft habe die in der Verlängerung der 

Fassadenflucht vorgesehene Jauchegrube zu gelten, ist ihm entgegenzuhalten, dass 

Mist- und Güllelager in der FAT-Richtlinie Nr. 476 nicht erwähnt werden und dass sie 

nach dem Vernehmlassungsentwurf vom 7. März 2005 nicht Emissionspunkt sind. Sie 

können nur als zusätzliche Emissionsquelle berücksichtigt werden. Dem Antrag des 

Beschwerdeführers, es sei eine Expertise bezüglich der Jauchegrubeentlüftung bzw. 

der Austrittspunkte zu erstellen, braucht deshalb nicht entsprochen zu werden. Im 

Zusammenhang mit der Berechnung des Mindestabstands hat die Vorinstanz die 

Jauchegrube sodann wie erwähnt berücksichtigt und dafür unter dem Titel 

"Hofdüngerproduktion" einen Korrekturfaktor von 1,0 eingesetzt. Der Vorwurf des 

Beschwerdeführers, der Berechnung des Mindestabstands liege ein falscher 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/28

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Emissionspunkt zugrunde bzw. die Jauchegrube und die Lüftung bzw. 

Geruchsreduzierung bei der Flüssigmistlagerung seien bei der Berechnung des 

Mindestabstandes unberücksichtigt geblieben bzw. unrichtig berücksichtigt worden, 

erweist sich somit als unbegründet.

ccc) Der Beschwerdeführer bestreitet im Zusammenhang mit der Berechnung des 

Mindestabstandes weiter, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgeht, die 

Laufhofgrenze verlaufe in südöstlicher Richtung vier Meter von der Fassadenflucht 

zurückversetzt. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Bauplan Fassaden, 

"Südwest Fassade".

Der Plan, auf den sich der Beschwerdeführer bezieht, zeigt die Ansicht des Stalls von 

Südwesten. Der entlang der Fassade verlaufende Laufhof ist folglich nicht ersichtlich. 

Aus dem Plan "Baueingabe 3 Stallgeschoss", der mit dem Baugesuch eingereicht 

wurde, ergibt sich indessen, dass die nordwestliche Laufhofgrenze nicht in der 

Verlängerung der Fassadenflucht, sondern rund 4 m in südöstlicher Richtung 

zurückversetzt verläuft.

ddd) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der erforderliche Mindestabstand 

sowohl nach der FAT-Richtlinie Nr. 476 als auch nach dem Entwurf vom 7. März 2005 

eingehalten ist.

5./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde des Beschwerdeführers I 

abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Auf die Beschwerde des 

Beschwerdeführers II kann nicht eingetreten werden. Dem Verfahrensausgang 

entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens den 

Beschwerdeführern je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- erscheint angemessen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- ist anzurechnen. Der Rest von Fr. 2'000.--, für den R. 

B. und P.

B. solidarisch haften (Art. 96bis VRP), wird bei R. B., A., erhoben. Die 

Beschwerdeführer können keine ausseramtliche Entschädigung beanspruchen (vgl. Art. 

98 Abs. 1, Art. 98bis und Art. 98ter VRP).

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Die Beschwerdegegner, welche nicht anwaltlich vertreten sind, haben für das 

Beschwerdeverfahren Anspruch auf eine Umtriebsentschädigung (Art. 98 Abs. 1 und 

Art. 98bis VRP). Sie haben ein entsprechendes Begehren gestellt. Eine 

Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- ist angemessen. Sie wird den 

Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 

271 Abs. 2 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2) je zur Hälfte auferlegt. Für 

weitergehende von den Beschwerdegegnern geltend gemachte Ansprüche bietet das 

Beschwerdeverfahren keine Grundlage (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. 

gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 190).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde von R. B. wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann. Auf die Beschwerde von P. B. wird nicht eingetreten.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- werden den 

Beschwerdeführern je zur Hälfte auferlegt. Der Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird 

angerechnet. Die Beschwerdeführer haften solidarisch. Der Betrag von Fr. 2'000.-- wird 

gesamthaft bei R. B., A., erhoben.

3./ Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren 

unter solidarischer Haftung je zur Hälfte mit insgesamt Fr. 500.-- ausseramtlich zu 

entschädigen.

V. R. W.

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

die Beschwerdeführer I und II (durch Rechtsanwalt lic. iur. F.)–

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/28

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am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, kann gegen diesen 

Entscheid innert 30 Tagen seit der Eröffnung Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden.

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegner–

die Beschwerdebeteiligte–

Bundesamt für Raumentwicklung, 3003 Bern–

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 24.01.2006
	Umweltrecht, Baubewilligung für einen Stall. Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV (SR 814.318.142.1). Nachbarn, die sich nicht in der Bauzone befinden, haben Anrecht auf Schutz vor lästigen und schädlichen Immissionen, die von einer Tierhaltungsanlage ausgehen. Auf die von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik, Tänikon, erlassenen Empfehlungen zu Mindestabständen für Tierhaltungsanlagen (FAT-Richtlinie Nr. 476) können sie sich indessen nicht berufen (Verwaltungsgericht, B 2005/137).

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