# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4113d43-73ba-5196-9ff3-69179ef1eac7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2010 D-7989/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7989-2010_2010-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7989/2010
sch/bah/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...),
Jemen,
vertreten durch Johanna Fuchs, Elisa - Asile, Assistance 
juridique bénévole aux requérants d'asile, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. November 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7989/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer den Jemen eigenen Angaben zufolge am 
25. Mai 2009 verliess und am 26. Mai 2009 in der Schweiz erstmals 
um Asyl nachsuchte,

dass das BFM mit  Verfügung vom 26. Mai  2009  feststellte,  der  Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylge-
such  ablehnte,  ihn  aus  der  Schweiz  wegwies  und  den  Vollzug  der 
Wegweisung als durchführbar erachtete,

dass das Bundesverwaltungsgericht  eine gegen diese Verfügung ge-
richtete  Beschwerde vom 9. November  2009 mit  Urteil  D-7034/2009 
vom 18. August 2010 vollumfänglich abwies,

dass der Beschwerdeführer sich durch seine Rechtsvertreterin mit als 
"Demande de reconsidération" bezeichneter Eingabe vom 4. Oktober 
2010 schriftlich an das BFM wandte und dieses darum ersuchte, den 
Vollzug der Wegweisung auszusetzen, ihn von der Bezahlung der Ver-
fahrenskosten und eines Gebührenvorschusses zu befreien,  ihm die 
Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren  be-
ziehungsweise eventualiter die Undurchführbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs festzustellen und seine vorläufige Aufnahme in der Schweiz 
anzuordnen,

dass er  seiner  Eingabe  mehrere  Beweismittel  beilegte  (vgl. act.  B1; 
Beweismittelumschlag),

dass er sein Gesuch im Wesentlichen damit begründete, die Sicher-
heitskräfte des Jemens hätten seine Familie auch nach seiner Flucht 
belästigt, was in einem Schreiben seines Cousins bestätigt werde,

dass die Sicherheitskräfte seinen Onkel mitgenommen und über des-
sen Sohn – den ebenfalls in die Schweiz geflohenen Cousin des Be-
schwerdeführers – befragt hätten, wobei dem Onkel mitgeteilt worden 
sei, sein Sohn stehe wegen seiner Parteizugehörigkeit auf einer Liste 
von gesuchten Personen,

dass seiner Familie am 7. Februar 2010 eine polizeiliche Vorladung zu-
gestellt worden sei,

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dass  bereits  in  der  Beschwerde  vom  9.  November  2009  auf  die 
schlechte Lage von Oppositionellen, die sich für die Sache des Süd je-
mens einsetzten, hingewiesen worden sei,

dass mit den neu eingereichten Beweismitteln die Glaubhaftigkeit sei-
ner Aussagen und die Berechtigung der von ihm geäusserten Ängste 
belegt werden könnten,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  seit  seiner  Ankunft  in  der  Schweiz 
exilpolitisch betätige, was bereits (im ersten Beschwerdeverfahren) be-
legt worden sei,

dass  seine diesbezüglichen  Tätigkeiten mit  zwei  von ihm verfassten 
Artikeln, die im Internet unter Beifügung einer Fotografie und der Nen-
nung seines Namens publiziert worden seien, untermauert würden, 

dass er bei einer Rückkehr in den Jemen sehr wahrscheinlich verhaftet 
und misshandelt würde,

dass das BFM mit  Verfügung vom 4. November  2010 – eröffnet  am 
8. November 2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. d des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das zweite Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  das  exil-
politische Engagement  des Beschwerdeführers  sei  bereits  im ersten 
Verfahren  geltend  gemacht  und  in  der  Verfügung  des  BFM  vom 
7. Oktober 2009 beziehungsweise dem Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts vom 18. August 2010 abgehandelt worden,

dass  auf  diese  Vorbringen  nicht  mehr  einzutreten  sei,  da  sie  keine 
neuen Tatsachen und Beweismittel darstellten,

dass  sowohl  der  Brief  an  den  Cousin  des  Beschwerdeführers  vom 
2. August  2010  als  auch  die  polizeiliche  Vorladung  vom 3.  Februar 
2010 vor Erlass des Beschwerdeentscheides entstanden seien, wes-
halb sie einem Überprüfungsverbot durch das BFM unterlägen,

dass  der  vom  Beschwerdeführer  verfasste  Internetartikel  vom 
10. September 2010 keine Änderung des im ersten Verfahren vertre-
tenen Standpunkts zu begründen vermöge, da durch das blosse Ver-

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fassen eines weiteren Artikels  sich  sein Profil  nicht  derart  verändert 
habe, dass er nun durch das jemenitische Regime als konkrete Ge-
fährdung wahrgenommen würde,

dass teilweise mangels Zuständigkeit und wegen fehlender Hinweise, 
dass nach dem Abschluss des ersten Asylverfahrens Ereignisse ein-
getreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begrün-
den, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant 
sind, auf die Eingabe vom 4. Oktober 2010 nicht einzutreten sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  15. November 2010 
durch seine Rechtsvertreterin gegen diesen Entscheid beim Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, 
auf  das  Wiedererwägungsgesuch  sei  einzutreten,  der  Vollzug  der 
Wegweisung sei  auszusetzen,  er  sei  von der Bezahlung von Verfah-
renskosten  und  eines  Kostenvorschusses  zu  befreien,  ihm  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren  bezie-
hungsweise  eventualiter  sei  die  Undurchführbarkeit  des  Wegwei-
sungsvollzugs  festzustellen  und  seine  vorläufige  Aufnahme  in  der 
Schweiz anzuordnen,

dass für die Begründung der Beschwerde, der mehrere Beweismittel 
beiliegen, auf die Akten zu verweisen und – soweit entscheidwesent-
lich – nachfolgend darauf einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. November 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m. Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass gemäss nach wie  vor  geltender  Praxis  ein  nach einem bereits 
erfolglos  durchlaufenen Asylverfahren gestelltes  Gesuch,  in  dem die 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  beantragt  wird,  nach  den 
Regeln  von  Art.  32  Abs. 2  Bst.  d  AsylG  zu  behandeln  ist,  und  von 
dieser  Regel  nur  abgewichen  werden  darf,  wenn  Revisionsgründe 
geltend  gemacht  werden  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1998  Nr. 1  E. 6 
S. 10 ff.); EMARK 2006 Nr. 20 E. 2.3 S. 214),

dass mit der Eingabe vom 4. Oktober 2010 zwar (vorbestandene) Be-
weismittel  eingereicht  wurden,  die  im  Rahmen  eines  Revisionsver-
fahrens allenfalls hätten geprüft werden können, 

dass die im Asylverfahren versierte Rechtsvertretung indessen auf die 
Einreichung  eines Revisionsgesuchs beim Bundesverwaltungsgericht 
verzichtete und das Bundesverwaltungsgericht weder berechtigt noch 
verpflichtet  ist,  von Amtes  wegen ein  Revisionsverfahren einzuleiten 
(vgl. Art. 45 VGG i.V.m. Art. 121 ff. BGG),

dass  es  sich  somit  bei  der  als  "Demande  de  reconsidération"  be-
zeichneten Eingabe vom 4. Oktober 2010, in der wiederum die Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  und die Asylgewährung beantragt 
werden, klarerweise um ein zweites Asylgesuch handelt,

dass  das  BFM  die  Eingabe  einerseits  als  zweites  Asylgesuch, 
andererseits  als  Wiedererwägungsgesuch  entgegennahm,  was  nicht 
der geltenden Praxis entspricht (vgl. EMARK, a.a.O.),

dass  dem  Beschwerdeführer  durch  die  vom  BFM  gewählte  Vor-
gehensweise  indessen  kein  Rechtsnachteil  erwachsen  ist,  da  es 
sowohl geprüft hat, ob seit der letztmaligen Beurteilung des Falles Er-
eignisse  eingetreten  sind,  die  für  die  Flüchtlingseigenschaft  be-
ziehungsweise  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes  relevant 
sind,  als  auch,  ob  sich  der  Wegweisungsvollzug  nach  wie  vor  als 
durchführbar erweist,

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dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass indessen auf den Antrag, der Vollzug der Wegweisung sei aus-
zusetzen,  nicht  einzutreten  ist,  da  der  Beschwerde  gemäss  Art.  42 
AsylG die aufschiebende Wirkung zukommt,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 

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oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt, die geeig-
net  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die 
Gewährung  vorübergehenden Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2 
Bst. e AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz  unbestrittenermassen 
bereits erfolglos ein Asylverfahren durchlaufen hat,

dass mit  den mit dem zweiten Asylgesuch vom 4. Oktober 2010 be-
ziehungsweise  mit  der  Beschwerde  vom  15.  November  2010  ein-
gereichten  Beweismitteln,  die  sich  auf  die  vom  Beschwerdeführer 
bereits  im  ersten  Asylverfahren  geltend  gemachten  Vorfluchtgründe 
beziehen,  keine  zwischenzeitlich  eingetretenen  Ereignisse  dargetan 
werden,  die  geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, 
zumal  damit  hauptsächlich  beabsichtigt  wird,  die  im  ersten  Asylver -
fahren  vorgenommene  Würdigung  des  geltend  gemachten  Sachver-
halts in Frage zu stellen,

dass das BFM und das Bundesverwaltungsgericht im ersten Asylver-
fahren  übereinstimmend  zum  Schluss  gelangt  sind,  die  vom  Be-
schwerdeführer in der Schweiz ausgeübten exilpolitischen Aktivitäten 
seien nicht geeignet, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen,

dass die in der Beschwerde vom 15. November 2010 vertretene, ab-
weichende Auffassung irrelevant ist,

dass der  Beschwerdeführer  geltend macht,  er  habe auch nach dem 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. August 2010 weiterhin 
exilpolitische Aktivitäten ausgeübt,

dass  er  am  10.  September  2010  einen  regimekritischen  Artikel  im 
Internet publiziert habe,

dass diesem Umstand  keine eigenständige Bedeutung beigemessen 
werden kann, da er lediglich eine Fortsetzung des bisherigen, von den 
Asylbehörden für die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft nicht als 

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ausreichend  erachteten,  exilpolitischen  Engagements  des  Be-
schwerdeführers darstellt,

dass  das  BFM  vorliegend  berechtigterweise  auf  eine  (erneute)  An-
hörung des Beschwerdeführers verzichtet hat, da seine exilpolitischen 
Aktivitäten bereits  im ersten Asylverfahren geltend gemacht  und ge-
prüft  wurden  und  mit  dem  kurz  nach  Abschluss  dieses  Verfahrens 
eingereichten  zweiten  Asylgesuch  keine  grundlegend  veränderte 
Sachlage  glaubhaft  behauptet  wurde,  sodass  der  rechtserhebliche 
Sachverhalt als erstellt erachtet werden durfte (vgl. BVGE 2009/53 E. 
5.7 S. 772),

dass das BFM durch das Geltendmachen von weiteren exilpolitischen 
Aktivitäten nicht gehalten war, auf das zweite Asylgesuch einzutreten, 
da sich aufgrund des konkreten Kontexts – wie vorstehend ausgeführt 
–  keine  Hinweise  ergeben,  die  geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigen-
schaft des Beschwerdeführers zu begründen (vgl. BVGE 2009/53 E. 6 
und 7 S. 772 f.),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 

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strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Jemen noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  diesbezüglich  insbesondere  auf  die  Erwägungen im Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 18. August 2010 zu verweisen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-

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stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  mit  dem  direkten  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  zufolge  Aussichtslosigkeit  der  Be-
schwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr.  600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage:Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt (vorab per Telefax und per Kurier, mit 
den Akten Ref.-Nr. N (...))

- die zuständige kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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