# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f78979df-1828-520a-a424-4a8de53b1f47
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.09.2016 PA160023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA160023_2016-09-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PA160023-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichtsschrei-

berin Dr. M. Isler 

Beschluss und Urteil vom 9. September 2016 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer, 

 

sowie 

 

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich,  

Verfahrensbeteiligte, 

 

betreffend 
fürsorgerische Unterbringung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des Bezirksge-
richtes Zürich vom 18. August 2016 (FF160177) 

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Erwägungen: 
 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1 Nachdem der Beschwerdeführer seit Anfang 2016 auf freiwilliger Basis eini-

ge Male stationär und ambulant in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich 

(PUK) behandelt worden war (vgl. act. 5 [Austrittsberichte vom 23. März, 24. Mai 

und 27. Juli 2016]), ordnete die Psychiatrisch-Psychologische Poliklinik am 

11. August 2016 seine fürsorgerische Unterbringung in der PUK an. Als Grund 

gab sie die psychische Erkrankung (Schizophrenie, dissoziale und narzisstische 

Persönlichkeitsstörung) des Beschwerdeführers an und schilderte, dass er wie-

derholt Drohungen gegenüber der Sozialarbeiterin geäussert sowie versucht ha-

be, sich eine Waffe zu organisieren. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch 

angespannt, stark gereizt, zeige niederschwellige Impulsdurchbrüche und wirke 

stark bedrohlich (act. 5). 

1.2 Mit Eingabe vom 11. August 2016 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde 

gegen die fürsorgerische Unterbringung (act. 1). Das Einzelgericht, 10. Abteilung, 

des Bezirksgerichts Zürich setzte der PUK mit Verfügung vom 15. August 2016 

Frist zur Stellungnahme zur Beschwerde, lud zur Anhörung / Hauptverhandlung 

auf den 18. August 2016 vor, ordnete die Einholung eines psychiatrischen Gut-

achtens über den Beschwerdeführer an und bestellte Dr. med. B._____ als Gut-

achter (act. 2). Mit Verfügung und Urteil vom 18. August 2016 (vorab im Disposi-

tiv, vgl. act. 10) wies die Vorinstanz die Beschwerde ab und bewilligte dem Be-

schwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für ihr Verfahren (act. 12 = 

act. 14). 

1.3 Gegen die unbegründete Version des Entscheids vom 18. August 2016 er-

hob der Beschwerdeführer am 22. August 2016 Beschwerde bei der Kammer 

(act. 15). Mit Schreiben vom 24. August 2016 wurde ihm mitgeteilt, dass die zehn-

tägige Beschwerdefrist ab der Zustellung des begründeten Entscheids laufe und 

er bis Fristablauf Zeit habe, sein Rechtsmittel zu ergänzen (act. 16). Der Be-

schwerdeführer wiederholte seine (unbegründete) Beschwerdeeingabe und Bitte 

um Neubeurteilung mit Eingabe vom 25. Augst 2016 (act. 17). 

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 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-12). Die Sache er-

weist sich als spruchreif. 

2. Prozessuale Vorbemerkung 

 Eine Begründung der Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung 

ist nicht erforderlich (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Wird die Beschwerde wie vorliegend 

ohne Begründung erhoben, wird aufgrund der Akten entschieden. Die gerichtli-

chen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Amtes wegen 

(Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). 

3. Fürsorgerische Unterbringung 

3.1 Art. 426 ZGB regelt die fürsorgerische Unterbringung einer Person gegen ih-

ren Willen. Für die materiellen Voraussetzungen der Unterbringung kann ohne 

weiteres auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(act. 14 S. 3). 

3.2 Vorliegen eines Schwächezustands 

 Das Gesetz zählt die für eine fürsorgerische Unterbringung möglichen 

Schwächezustände in abschliessender Weise auf, nämlich psychische Störung, 

geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung (BSK Erw.Schutz-GEISER/ ET-

ZENSBERGER, Art. 426 N 12). Vorliegend erfolgte die Einweisung aufgrund einer 

psychischen Störung des Beschwerdeführers (vgl. act. 5). Damit von einer sol-

chen gesprochen werden kann, muss ein Krankheitsbild vorliegen. Dieses muss 

zusätzlich erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten 

haben. Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit be-

halten hat und am sozialen Leben teilnehmen kann. Eine soziale Störung allein 

reicht mit anderen Worten für das Feststellen einer psychischen Störung nicht aus 

(so z.B. auch BSK Erw.Schutz-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 15). 

 Die Vorinstanz bejahte gestützt auf die Ausführungen des Gutachters, der 

Klinik, die Einschätzung des Beschwerdeführers selbst und schliesslich ihre eige-

nen, an der Verhandlung gewonnenen Eindrücke den Befund einer psychischen 

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Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB (act. 14 S. 4 f.). Grund an diesen 

übereinstimmenden Schlussfolgerungen sowie an der Diagnose zu zweifeln, be-

steht aufgrund der Akten nicht. Der Beschwerdeführer hört Stimmen, die ihm ein 

Helm auf dem Kopf sendet, und leidet damit an einer psychischen Störung mit pa-

ranoider Symptomatik. Daneben weist das Krankheitsbild des Beschwerdeführers 

depressive Aspekte sowie eine Überempfindlichkeit aus (vgl. Prot. VI S. 19).  

3.3 Schutz- bzw. Fürsorgebedürftigkeit 

 Die Vorinstanz hat in zutreffender Weise den Zweck und die Bedeutung des 

Kriteriums der Fürsorgebedürftigkeit des Patienten erläutert. Darauf ist zu verwei-

sen (act. 14 S. 5 f.). Hervorzuheben ist, dass die fürsorgerische Unterbringung in 

jedem Fall dem Schutz der betroffenen Person dient. Dem Schutz der Umgebung 

kommt nur subsidiäre Bedeutung zu (vgl. Art. 426 Abs. 2 ZGB). Voraussetzung ist 

daher immer, dass der Betroffene eines besonderen Schutzes bedarf, der eben 

nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann. Ein solch besonderer 

Schutz kann notwendig werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass die Person 

infolge ihrer psychischen Störung unbesonnen, selbstschädigend oder für Dritte 

gefährlich handelt (OGer ZH PA150024 vom 16. November 2015 E. 3.2.1.). Der 

Schutz Dritter darf zwar in die Beurteilung einbezogen werden, kann für sich allein 

aber grundsätzlich nicht ausschlaggebend sein (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur 

Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 7001, S. 7062 f.). 

Massgebend für die Zurückbehaltung ist in erster Linie die Selbstgefährdung 

(BGer 5A_444/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.2.). Es wird allerdings anerkannt, 

dass es letztlich ebenfalls zum Schutzauftrag gehört, eine kranke Person davon 

abzuhalten, eine schwere Straftat zu begehen (BGer 5A_228/2016 vom 11. Juli 

2016 E. 4.3.1). In diesem Zusammenhang ist jedoch zu prüfen, ob die Gefähr-

dung Dritter auch durch andere staatliche Massnahmen verhindert werden kann 

(vgl. etwa BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, 

Rz. 393). 

 Der Gutachter wollte sich auf die entsprechende Frage, ob der gegenwärtige 

Zustand des Beschwerdeführers eine Unterbringung in der Klinik erfordere, nicht 

festlegen (Prot. VI S. 19). Er schilderte aber in nachvollziehbarer Weise, dass der 

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Beschwerdeführer gerade aufgrund seiner übermässigen Sensibilität / Überemp-

findlichkeit in einer Not sei. Beispielsweise habe er Verfolgungsideen, weil er so 

stark höre, wenn andere hinter ihm hergingen, und er könne diese Eindrücke nicht 

wegfiltern. In diesem Zusammenhang entstehe die Wut gegenüber Drittpersonen, 

weil der Beschwerdeführer meine, sein Umfeld könne ihm helfen, selbst wenn 

dies objektiv betrachtet gar nicht möglich sei. Er gerate in Wut gegenüber dem 

Sozialamt, weil ihm keine neue Wohnung besorgt würde, oder gegenüber der 

PUK, wenn er kein Einzelzimmer erhalte. Dass dies gar nicht im Machtbereich der 

betroffenen Personen stehe, sei ihm nicht geläufig. Letztlich wirke sich diese 

Empfindlichkeit störender aus als die Stimmen, die er höre. Sie führe auch zur 

starken Isolation des Beschwerdeführers und zu seinem Wunsch, bei sich in der 

Wohnung ganztags betreut zu werden. Der Gutachter kam zum Schluss, dass die 

Situation in der PUK für den Beschwerdeführer prinzipiell sehr gut sei, weil er da-

mit wunschgemäss auch nicht mehr so alleine sei. Zugleich müsse aber auch sei-

ne Symptomatik gelindert werden, indem er für die psychotischen und depressi-

ven Aspekte Medikamente erhalte (Prot. VI S. 18). 

 Seitens der Klinik wurde an der vorinstanzlichen Verhandlung festgehalten, 

dass eine stationäre Therapie indiziert sei und der Beschwerdeführer dringend 

Hilfe benötige (Prot. VI S. 25 und 29). Dr. med. C._____ führte aus, dass vom Be-

schwerdeführer eine substantielle Gefahr ausgehe, welche zwar nicht hochakut 

sei, aber im mittelgradigen Bereich liege. Diese Gefahr sei klar auf seine Krank-

heit zurückzuführen und würde im Falle einer erfolgreichen Medikation signifikant 

abnehmen. Im gegenwärtigen Zustand bekunde der Beschwerdeführer aufgrund 

seiner Krankheit Mühe, sich auf die Interaktion mit anderen Menschen adäquat 

einzulassen, aus seiner Sicht bestehende Ärgernisse richtig einzuordnen und da-

raus handlungsleitende Motivationen abzuleiten. Es müsse davon ausgegangen 

werden, dass der Beschwerdeführer bei jedem potentiellen Konflikt mit dem Bei-

stand oder der Sozialarbeiterin reduziert steuerungsfähig sei (Prot. VI S. 25). 

Dr. med. D._____ ergänzte, dass der Beschwerdeführer keiner sei, der ins Ge-

fängnis gehöre, weil er aus Lust und Laune Leute bedrohe, sondern er sei psy-

chisch krank. Für eine freiwillige Behandlung bestehe jedoch kein Raum, weil je-

derzeit Konflikte auftreten könnten, welche den Beschwerdeführer veranlassen 

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würden, die Klinik zu verlassen. Die vom Beschwerdeführer ausgehende Gefahr 

sei stark situationsabhängig. Belastungsmomente liessen sich jedoch nicht ver-

meiden, weshalb die Exazerbation der Bedrohung sehr wahrscheinlich sei. Vor 

dieser Eskalation solle der Beschwerdeführer geschützt werden (Prot. VI S. 29 f.). 

 Anlass für die Einweisung bildete ein Hausbesuch der für ihn zuständigen 

Sozialarbeiterin beim Beschwerdeführer, während welchem er ihr gegenüber eine 

Morddrohung äusserte ("Du bist Serbin. Ich hasse Serben. Wenn ich eine Waffe 

hätte, würde ich dich auf der Stelle erschiessen. Am liebsten möchte ich dich so-

fort umbringen"; act. 5). Bereits in der Vergangenheit war es immer wieder zu 

massiven Drohungen gegenüber Mitarbeitern der Sozialbehörde gekommen, 

weshalb dem Beschwerdeführer im März 2016 für das Sozialzentrum … ein 

Hausverbot auferlegt wurde (act. 7 [Schreiben des Sozialzentrums … vom 17. 

August 2016]). Auch das im Frühsommer 2016 etablierte "Home Treatment" 

musste am 7. Juli 2016 aufgrund des vom Beschwerdeführer ausgehenden Ge-

fährdungspotentials abgebrochen werden (Prot. VI S. 24; act. 5 [Austrittsbericht 

vom 27. Juli 2016 S. 6]). Die Drohungen und Beschimpfungen des Beschwerde-

führers an die Adresse des Sozialdienstes sind aktenkundig (act. 7). Anlass dafür 

boten zumeist das in den Augen des Beschwerdeführers zu geringe Essensgeld 

oder das Gefühl, zu wenig betreut zu werden.  

 Die Gefährdung Dritter stellt im Falle des Beschwerdeführers lediglich den 

oberflächlichen und unmittelbar ursächlichen Grund für die Unterbringung dar. Die 

Ausführungen der Klinikärzte und des Gutachters verdeutlichen sehr gut, dass 

dem aggressiven und bedrohlichen Verhalten ein Krankheitsbild zugrunde liegt. 

Dies wird vom Beschwerdeführer selbst anerkannt und aus diesem Grund bittet er 

auch um Hilfe (Prot. VI S. 14). Dass sich die Fremdgefährdung lediglich situati-

onsbezogen bemerkbar macht, der Beschwerdeführer im Klinikalltag gegenüber 

dem Personal im Gegenteil aber einen freundlichen, unauffälligen und kooperati-

ven Umgang pflegt (act. 5 [Verlaufsbericht der Berufsgruppe Pflege]), ist daher für 

die Frage der Unterbringung (und ihrer Rechtfertigung) von untergeordneter Rele-

vanz. Dies kann dem Beschwerdeführer auch erklärend entgegengehalten wer-

den, wenn er nicht versteht, weshalb er gegen seinen Willen in der Klinik sei, er 

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habe doch lediglich verbale Beschimpfungen geäussert und würde nicht darüber 

hinausgehen, weil er kein gewalttätiger Mensch sei (Prot. VI S. 11 f.; act. 4 S. 2). 

Die Fürsorgebedürftigkeit fusst letztlich nicht auf dem fremdaggressiven Verhal-

ten, sondern ergibt sich aus den Krankheitssymptomen und dem damit verbunde-

nen (unbestrittenen) Leidensdruck. Insofern muss auch die Einschätzung der Vo-

rinstanz, dass eine Selbstgefährdung des Beschwerdeführers derzeit zu vernei-

nen sei (act. 14 S. 8), dahingehend relativiert werden, als dies einzig in Bezug auf 

ein mögliches Suizidrisiko zutrifft, welches der Beschwerdeführer glaubhaft in Ab-

rede stellt (act. 5, Prot. VI S. 12 und 14). Die Selbstgefährdung äussert sich vor-

liegend vielmehr in der übermässigen Sensibilität und der mangelnden Fähigkeit, 

intensive Gefühle richtig einzuschätzen und zu steuern bzw. unter Kontrolle zu 

halten. 

 Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt (act. 14 S. 7), fehlt dem Beschwerde-

führer ein Umfeld, welches ihm bei der Alltagsbewältigung oder in Krisenzeiten 

behilflich sein könnte. Darunter leidet er. Es ist daher absolut nachvollziehbar, 

dass er selbst den Verbleib in der Klinik – abgesehen davon, dass er nicht auf 

freiem Fuss ist und er über gewissen Lärm und das Essen klagt – "nicht so 

schlimm" findet (Prot. VI S. 17), sondern im Gegenteil mehrfach den Wunsch 

nach einer (möglichst ganztägigen) Betreuung äusserte (act. 5 [Austrittsbericht 

vom 27. Juli 2015, S. 2 und 5]). Diesem Bedürfnis kann im Rahmen eines statio-

nären Settings in der PUK Rechnung getragen werden. Die Schutz- und Fürsor-

gebedürftigkeit des Beschwerdeführers ist unter diesen Aspekten zu bejahen. 

Umstände, die anderes zu begründen und rechtfertigen vermöchten, sind nicht 

ersichtlich. 

3.4 Verhältnismässigkeit 

 Auch betreffend die allgemeinen Ausführungen zur Voraussetzung der Ver-

hältnismässigkeit und ihren Teilgehalten (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Verhält-

nismässigkeit im engeren Sinne) kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vor-

instanz verwiesen werden (act. 14 S. 7 f.). Sie schloss, dass sich der Beschwer-

deführer in der PUK in einer seiner psychischen Krankheit angemessenen Klinik 

befinde. Bei einer Entlassung wäre er aufgrund der nicht behandelten Krankheit 

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nicht in der Lage, auf Konfliktsituationen angemessen zu reagieren, woraus eine 

konkrete Fremdgefährdung entstehen könne. In diesem Zusammenhang verweist 

die Vorinstanz auch auf die von den Fachpersonen dringend vorgeschlagenen 

und benötigten Medikamente. Eine ambulante Massnahme komme zudem im jet-

zigen Zeitpunkt nicht in Frage und sei in der Vergangenheit auch gescheitert. 

Damit sei die Verhältnismässigkeit der Unterbringung zu bejahen (act. 14 S. 9 f.). 

 Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff in die per-

sönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist daher nur zulässig, wenn kei-

ne leichtere Massnahme der betroffenen Person einen genügenden Schutz ge-

währt, mit der Unterbringung hingegen ein solcher erreicht werden kann (vgl. wie-

derum etwa BSK Erw.Schutz-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 22). Vorliegend 

fällt entscheidend ins Gewicht, dass sowohl seitens des Gutachters als auch der 

Klinik die Meinung vertreten wird, der Klinikaufenthalt ohne eine geeignete Medi-

kation bringe nicht viel, sondern verschiebe die Problematik einfach vorüberge-

hend (Prot. VI S. 22, S. 27). Die Einnahme von Medikamenten wird vom Be-

schwerdeführer gegenwärtig aber verweigert (Prot. VI S. 12 f., act. 5). Insofern 

stellt sich die Frage, ob mit der fürsorgerischen Unterbringung das angestrebte 

Ziel – den Hauptleidensdruck zu verringern – überhaupt erreicht werden kann.  

 Gemäss den Ausführungen der beiden Klinikärzte erlaube die Einbindung in 

den stationären Rahmen erfahrungsgemäss eine gemeinsame Aufarbeitung mit 

dem Patienten, welche Medikamente ihm inwiefern etwas nützen und welche Ne-

benwirkungen in Kauf genommen werden müssten. So könne mit einem Patien-

ten, der anfänglich die Medikation verweigert habe, häufig eine gemeinsame Ba-

sis gefunden werden (Prot. VI S. 27). Die Einschätzung, dass sich im stationären 

Kontext eine Kooperation mit dem Beschwerdeführer erzielen lassen sollte, wird 

auch vom Gutachter geteilt (Prot. VI S. 21). Diesem Aspekt gilt es bei der Verhält-

nismässigkeitsprüfung Rechnung zu tragen. Es ist zu hoffen, dass der Beschwer-

deführer, eingebettet in den Klinikalltag (in den er sich wohlbemerkt schon einige 

Male freiwillig begeben hat und dies gemäss eigenen Angaben auch wieder tun 

würde [Prot. VI S. 16]), Vertrauen in das Hilfsangebot der Fachkräfte schöpft und 

sich von einer medizinischen Behandlung überzeugen lässt. Unter dem Verhält-

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nismässigkeitsaspekt ist sodann zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 

dem stationären Klinikaufenthalt nicht grundsätzlich ablehnend gegenübersteht. 

Er wehrt sich hauptsächlich gegen die Unfreiwilligkeit, das für sein Empfinden 

schlechte Essen und den Lärm (Prot. VI S. 9, 15, 17). Diesen Beanstandungen 

wurde seitens der Klinik aber bereits entgegengewirkt, indem der Beschwerdefüh-

rer beispielsweise eine Essenseinkaufsliste schreiben darf und die entsprechen-

den Nahrungsmittel für ihn besorgt werden (act. 5), er ein Einzelzimmer bewohnt 

und ein begleiteter Ausgang diskutiert wird (Prot. VI S. 29). Bei den Rahmenbe-

dingungen des stationären Settings wird dem Beschwerdeführer also (soweit 

möglich) entgegengekommen, was sich auch auf dessen Einstellung dem Klini-

kaufenthalt gegenüber auswirken wird. Schliesslich ist der Vorinstanz darin zuzu-

stimmen, dass es sich bei der PUK um eine der psychischen Krankheit des Be-

schwerdeführers angemessenen Klinik handelt. 

3.5 Fazit 

 Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Un-

terbringung des Beschwerdeführers zu bejahen, weshalb seine Beschwerde ab-

zuweisen ist. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1 Zu den finanziellen Verhältnissen des Beschwerdeführers ist bekannt, dass 

er durch das Sozialamt unterstützt wird und keiner Erwerbstätigkeit nachgeht 

(Prot. VI S. 16 f.). Es ist ihm daher wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren die 

unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, zumal er offensichtlich nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, um für die Prozesskosten aufzukommen und seine 

Beschwerde nicht von Vornherein aussichtslos im Sinne des Gesetzes erscheint. 

4.2 In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf 

Fr. 500.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 450f ZGB in Verbindung mit 

Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch zufolge der ihm gewährten unentgeltlichen Prozess-

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führung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachzahlungspflicht 

gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

Es wird beschlossen: 

1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren gewährt. 

2. Schriftliche Mitteilung gemäss nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde des Beschwerdeführers wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht 

nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an den Beistand, an die 

verfahrensbeteiligte Klinik, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 10. Abtei-

lung, und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Dr. M. Isler 
 
versandt am: 
12. September 2016 
 
 

	Beschluss und Urteil vom 9. September 2016
	Eine Begründung der Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung ist nicht erforderlich (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Wird die Beschwerde wie vorliegend ohne Begründung erhoben, wird aufgrund der Akten entschieden. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanze...
	4.2 In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 450f ZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch zufol...

	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde des Beschwerdeführers wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an den Beistand, an die verfahrensbeteiligte Klinik, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...