# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d08ba43-e14e-5414-8fb4-412e37b9d3ad
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 C-7712/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7712-2010_2012-02-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­7712/2010

U r t e i l   v om   1 6 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, Richter Andreas Trommer,
Gerichtsschreiberin Barbara Kradolfer.

Parteien A._______, 
vertreten durch lic. iur. Peter Bolzli, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Ausdehnung der kantonalen Wegweisung.

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Sachverhalt:

A. 
A.a Die Beschwerdeführerin (brasilianische Staatsangehörige, geb. 1954) 
reiste erstmals am 10. Januar 1993 in die Schweiz ein, wo sie am 14. Mai 
1993 einen schweizerisch­ungarischen Doppelbürger heiratete. Daraufhin 
wurde ihr eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Im Februar 1995 verliess sie 
zusammen  mit  ihrem  Ehemann  die  Schweiz,  um  sich  in  Brasilien 
niederzulassen.  Dort  wurde  am  6. Mai  1995  die  gemeinsame  Tochter 
geboren,  welche  die  brasilianische,  die  ungarische  und  die 
schweizerische  Staatsangehörigkeit  erhielt.  Ende  1997  übersiedelte  der 
Ehemann  alleine  nach  Ungarn.  Anlässlich  eines  Besuches  der 
Beschwerdeführerin  und  ihrer  Tochter  in  Ungarn  im  März  1998  entzog 
der Ehemann der Beschwerdeführerin die Tochter. Am 29. Oktober 2001 
wurde  der  Beschwerdeführerin  vom  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich 
(nachfolgend: Migrationsamt) eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, damit sie 
von  der  Schweiz  aus  auf  dem  Rechtsweg  und  mit  Hilfe  der 
schweizerischen  Behörden  auf  die  Rückführung  ihrer  Tochter  in  ihre 
Obhut  hinwirken  konnte.  Die  Aufenthaltsbewilligung  wurde  regelmässig 
verlängert, letztmals bis zum 22. Dezember 2006.

A.b  Am  27.  November  2006  wurde  die  Ehe  der  Beschwerdeführerin 
geschieden.

A.c Mit Verfügung vom 29. Juni 2007 verweigerte das Migrationsamt die 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  und  wies  die 
Beschwerdeführerin aus dem Kantonsgebiet weg. Zur Begründung wurde 
angeführt, dass nie ein Anspruch auf Aufenthalt bestanden habe, da seit 
Jahren  keine  eheliche  Gemeinschaft  mehr  bestehe  und  der  Schweizer 
Ehegatte  im  Ausland  lebe.  Für  die  Wahrnehmung  des  der 
Beschwerdeführerin zustehenden Rechts auf Besuche bei ihrer in Ungarn 
lebenden Tochter sei der Aufenthalt  in der Schweiz nicht notwendig. Es 
sei  ihr  zuzumuten,  sich  in  Ungarn  um  eine  Aufenthaltsbewilligung  zu 
bemühen.  Zudem  sei  sie,  abgesehen  von  drei Monaten,  während  ihres 
bisherigen  sechsjährigen  Aufenthalts  keiner  geregelten  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen  und  habe  Sozialhilfe  in  beträchtlicher  Höhe  bezogen. 
Diese  Verfügung wurde  sowohl  vom Regierungsrat  des  Kantons  Zürich 
(Beschluss  vom  25. November  2009)  als  auch  vom  zürcherischen 
Verwaltungsgericht  (Urteil  vom  24.  März  2010)  geschützt.  In  der  Folge 
räumte  das  Migrationsamt  der  Beschwerdeführerin  eine  Frist  zum 
Verlassen  des  Kantonsgebietes  bis  zum  31. Oktober  2010  ein  und 

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beantragte  gleichzeitig  bei  der  Vorinstanz  die  Ausdehnung  der 
Wegweisung auf das Gebiet der ganzen Schweiz.

A.d Am  4.  Oktober  2007  wurde  die  Obhut  und  das  Sorgerecht  für  die 
Tochter  der  Beschwerdeführerin  von  einem  ungarischen  Gericht 
letztinstanzlich dem Vater zugesprochen. Der Beschwerdeführerin wurde 
ein Besuchsrecht eingeräumt.

B. 
Nachdem  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  im  Hinblick  auf  die 
Ausdehnung der kantonalen Wegweisungsverfügung auf das Gebiet der 
ganzen  Schweiz  und  des  Fürstentums  Liechtenstein  rechtliches  Gehör 
gewährt  hatte,  erliess  sie  am  19.  Oktober  2010  eine  entsprechende 
Verfügung. Sie wies die Beschwerdeführerin an, die Schweiz bis zum 31. 
Oktober 2010 zu verlassen, und entzog einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebenden  Wirkung.  In  der  Begründung  stellte  sie  fest,  dass  die 
kantonale Wegweisungsverfügung  in Rechtskraft erwachsen sei und die 
Beschwerdeführerin  in  keinem  anderen  Kanton  über  eine 
Aufenthaltsbewilligung  verfüge,  weshalb  sich  die  Ausdehnung 
rechtfertige.  Ferner  hielt  sie  fest,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung 
zulässig, zumutbar und möglich sei.

C. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  29. Oktober  2010  beantragt  der 
Rechtsvertreter namens seiner Mandantin die Aufhebung der Verfügung 
vom 19. Oktober 2010. Die Vorinstanz sei anzuweisen, den Vollzug der 
Wegweisung  zugunsten  einer  vorläufigen  Aufnahme  aufzuschieben.  In 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt  er,  die  aufschiebende  Wirkung 
sei  wieder  herzustellen  und  das  Migrationsamt  sei  vorsorglich 
anzuweisen,  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens  sämtliche 
Vollzugshandlungen  zu  unterlassen.  Zudem  ersucht  er  um  Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege.

Der Rechtsvertreter  erklärt  ausdrücklich,  dass nicht  die Wegweisung an 
sich in Frage gestellt werde. Vielmehr sei die Vorinstanz zu Unrecht zum 
Schluss  gekommen,  der  Vollzug  der  Wegweisung  sei  zumutbar.  Die 
Beschwerdeführerin  könne  aus  finanziellen  und  zeitlichen Gründen  das 
Besuchsrecht  nicht  von  Brasilien  aus  wahrnehmen.  Da  sie  zu  Ungarn 
weder  in  sprachlicher  noch  in  kultureller Hinsicht  eine Beziehung  habe, 
komme eine Wohnsitznahme dort nicht in Frage. Hingegen halte sie sich 
seit  2001  ununterbrochen  in  der  Schweiz  auf,  dazu  kämen  noch  die 

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beiden  Jahre  von  1993  bis  1995.  Insofern  sei  der  Vollzug  der 
Wegweisung nicht nur im Hinblick auf die Beziehung zur Tochter und das 
Kindeswohl unzumutbar,  sondern auch unter dem Aspekt des Schutzes 
des Privatlebens.

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  11.  November  2010  wies  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  Anträge  auf  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  und  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege ab.

E. 
Am  16.  März  2011  sprach  die  Beschwerdeführerin  persönlich  beim 
Bundesverwaltungsgericht  vor  und  gab  diverse  Beweismittel  zu  den 
Akten. Zudem wies sie eine Ausreisekarte vor, aus der hervorging, dass 
ihr  eine Ausreisefrist  bis  zum 31. Mai  2011  gesetzt worden war.  In  der 
Folge  reiste  die  Beschwerdeführerin  am  30. Mai  2011  aus  der  Schweiz 
aus.

F. 
Neben  den  Vorakten  zog  das  Bundesverwaltungsgericht  (BVGer) 
antragsgemäss die Akten des Migrationsamts bei.

Auf  den weiteren Akteninhalt wird  –  soweit  entscheiderheblich  –  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  BVGer  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32 
VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968 
(VwVG, SR 172.021), die von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde 
erlassen wurden.  Darunter  fallen  u.a.  Verfügungen  des  BFM  betreffend 
Ausdehnung  der  kantonalen  Wegweisungsverfügung.  Das  BVGer 
entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig  (Art.  83  Bst. c  Ziff.  4  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2.  Sofern  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt, 
richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  BVGer  nach  dem 
Verwaltungsverfahrensgesetz (Art. 37 VGG).

1.3.  Gemäss  Art.  48  Abs.  1  VwVG  ist  zur  Verwaltungsbeschwerde 
berechtigt,  wer  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat.  Im 
Allgemeinen  ist  ein  Interesse  im  Sinne  dieser  Bestimmung  nur  dann 
schutzwürdig, wenn die betroffene Person nicht bloss bei Einreichung der 
Beschwerde,  sondern  auch  noch  im  Zeitpunkt  der  Urteilsfällung  ein 
aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung hat (vgl. 
BGE  137 I  23  E. 1.3  mit  Hinweisen).  Die  nachträgliche  Ausreise  der 
Beschwerdeführerin  führte  indessen  zum  Vollzug  des 
Wegweisungsentscheides. Die angefochtene Massnahme ist somit durch 
Konsumption  dahingefallen  (vgl. Urteil  des Bundesgerichts  2A.538/2003 
vom  25.  November  2003  E.  1.1)  und  es  fehlt  am  aktuellen 
Rechtsschutzinteresse.  Eine  allfällige  Gutheissung  der  Beschwerde 
würde  an  dieser  Situation  nichts  ändern.  Insbesondere  würde  sie  der 
Beschwerdeführerin  kein  Recht  auf Wiedereinreise  vermitteln.  Dennoch 
kann der Beschwerdeführerin die Schutzwürdigkeit ihres Interesses nicht 
abgesprochen  werden,  weil  sie  die  Schweiz  während  des  hängigen 
Verfahrens  als  Folge  der  Verweigerung  vorsorglicher  Massnahmen 
verlassen musste. Das Interesse der Beschwerdeführerin ist jedoch nicht 
länger  auf  die  Aufhebung  der  Verfügung  gerichtet,  sondern  beschränkt 
sich auf die Feststellung, ob die angefochtene Verfügung zum Zeitpunkt 
des  Erlasses  rechtens  gewesen  ist  (vgl.  Urteil  des  BVGer  C­984/2009 
vom 22. Juli 2010 E. 1.3). Im dargelegten Rahmen ist die Legitimation der 
Beschwerdeführerin  zu  bejahen  und  auf  ihre  frist­  und  formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  BVGer  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht, 
einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die 
unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale  Behörde  als 
Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die Unangemessenheit  gerügt werden 
(Art.  49  VwVG).  Das  BVGer  wendet  im  Beschwerdeverfahren  das 
Bundesrecht von Amtes wegen an. Es  ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 
an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden  und  kann  die 
Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen 
gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts­ und 

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Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides  (vgl.  BVGE  2011/1  E. 2, 
BVGE 2007/41 E. 2 und Urteil des BVGer A­2682/2007 vom 7. Oktober 
2010 E. 1.2. und 1.3).

3. 
3.1.  Am  1.  Januar  2008  trat  das  Ausländergesetz  vom  16. Dezember 
2005  (AuG; SR 142.20) mit  seinen Ausführungsbestimmungen  (u.a. der 
Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und 
Erwerbstätigkeit  [VZAE,  SR  142.201])  in  Kraft  und  löste  das  bis  dahin 
geltende  Bundesgesetz  vom  26. März  1931  über  Aufenthalt  und 
Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  sowie  verschiedene 
darauf  gestützt  erlassene  Verordnungen  ab  (vgl.  Art. 125  i.V.m.  Ziff.  I 
Anhang  2  des  AuG  und  Art.  91  VZAE).  In  Verfahren,  die  vor  diesem 
Zeitpunkt  anhängig  gemacht  wurden,  bleibt  nach  der 
übergangsrechtlichen  Ordnung  des  Ausländergesetzes  das  alte 
materielle Recht anwendbar. Dabei ist grundsätzlich ohne Belang, ob auf 
das Verfahren auf Gesuch hin (vgl. Art. 126 Abs. 1 AuG) oder von Amtes 
wegen  eröffnet  wurde  (per  analogiam  Art. 126  Abs.  1  AuG;  vgl.  BVGE 
2008/1  E.  2  mit  Hinweisen).  Das  Verfahren  selbst  folgt  dem  neuen 
Verfahrens­ und Organisationsrecht  (Art.  126 Abs. 2 AuG). Altrechtliche 
Zuständigkeiten bleiben davon unberührt, wenn sie unter der Geltung des 
alten  Rechts  begründet  wurden  (perpetuatio  fori)  oder  wenn  das  neue 
Recht  auf  das  alte  materielle  Recht  verweist,  die  für  dessen 
Verwirklichung  notwendige  Zuständigkeitsordnung  aber  nicht  mehr  zur 
Verfügung  stellt  (vgl.  das  Urteil  des  BVGer  C­7842/2008  vom  23. April 
2009 E. 3.1 mit Hinweis).

3.2.  Im  vorliegenden  Fall  wurde  das  der  angefochtenen 
Ausdehnungsverfügung  zugrunde  liegende  Wegweisungsverfahren  auf 
kantonaler  Ebene   vor  dem  1.  Januar  2008  eingeleitet  (vgl.  Verfügung 
des Migrationsamts vom 29. Juni 2007). Massgeblich ist folglich das alte 
materielle  Recht  einschliesslich  der  diesbezüglich  vorgesehenen 
altrechtlichen  Zuständigkeiten.  Das  BFM  war  daher  für  den  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung zuständig (vgl. Urteil des BVGer C­1249/2010 
vom 2. Juni 2010 E. 3.2 mit Hinweisen). Entgegen den Erwägungen der 
Vorinstanz  gilt  das  alte materielle  Recht  auch  für  die  Prüfung  allfälliger 
Vollzugshindernisse. Indem sich das BFM in seiner Verfügung auf Art. 83 
AuG  bezog,  hat  es  das  falsche Recht  angewendet. Weil  einerseits  das 
BVGer  – wie  bereits  erwähnt  –  das Recht  von Amtes wegen anwendet 
und  andererseits  Art. 83  AuG  inhaltlich  der  früheren  Regelung  gemäss 
Art. 14a ANAG entspricht (die vorgenommenen Änderungen sind lediglich 

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systematischer und sprachlicher Natur),  führt die Anwendung der neuen 
Bestimmung  jedoch  nicht  zur  Kassation  der  angefochtenen  Verfügung 
und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid (vgl. 
das erwähnte Urteil des BVGer C­1249/2010 E. 3.2). 

4. 
4.1. Gemäss  Art.  1a  ANAG  ist  eine  ausländische  Person  nur  dann  zur 
Anwesenheit  in der Schweiz berechtigt, wenn sie über eine Aufenthalts­ 
oder  Niederlassungsbewilligung  verfügt  oder  nach  dem  Gesetz  keiner 
solchen  bedarf  (zu  Letzterem  vgl.  Art.  2  ANAG  und  Art.  1  der 
Vollziehungsverordnung  vom  1. März  1949  zum  Bundesgesetz  über 
Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer  [ANAV,  AS  1949  228]). 
Besitzt  sie  keine  Bewilligung  und  kann  sie  sich  auch  nicht  auf  ein 
gesetzliches  Bleiberecht  berufen,  so  ist  ihr  Aufenthalt  illegal  und  sie  ist 
von Gesetzes wegen verpflichtet, die Schweiz zu verlassen  (vgl. Art. 12 
Abs. 1 ANAG,  ferner den Tatbestand des  illegalen Aufenthalts  im Sinne 
von  Art.  23  Abs.  1  ANAG  sowie:  NICOLAS WISARD,  Les  renvois  et  leur 
exécution en droit des étrangers et en droit d'asile, Basel/Frankfurt a.M. 
1997, S. 102).

Abgesehen  von  Fällen,  in  denen  von  vornherein  kein  Aufenthaltsrecht 
besteht,  ist  eine  ausländische  Person  unter  anderem  auch  dann  zur 
Ausreise  verpflichtet,  wenn  ihr  eine  Bewilligung  oder  die  Verlängerung 
einer  solchen  verweigert  wurde.  Die  zuständige  Behörde  hat  in  diesem 
Fall  den Tag  festzusetzen,  an dem die Aufenthaltsberechtigung aufhört, 
das  heisst,  sie  hat  der  ausländischen  Person  eine  Ausreisefrist 
anzusetzen. Ist die Behörde eine kantonale, so hat die betroffene Person 
aus dem Kanton auszureisen, ist es eine Bundesbehörde, so hat sie aus 
der  Schweiz  auszureisen.  Die  Bundesbehörde  kann  die  Pflicht  zur 
Ausreise aus einem Kanton auf die ganze Schweiz ausdehnen (vgl. Art. 
12 Abs. 3 ANAG). Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAV präzisiert diese Norm, 
indem er festhält, dass das Bundesamt "in der Regel die Ausdehnung der 
Wegweisung  auf  die  ganze  Schweiz"  verfügt,  "wenn  nicht  aus 
besonderen Gründen dem Ausländer Gelegenheit gegeben werden soll, 
in einem anderen Kanton um eine Bewilligung nachzusuchen".

4.2.  Das  BVGer  hat  sich  in  zahlreichen  Urteilen  zur  Rechtsnatur  der 
Ausdehnungsverfügung  und  zu  den  sich  daraus  ergebenden 
Konsequenzen  auf  die  Kognition  der  Bundesbehörden  geäussert.  Nach 
seiner  Rechtsprechung  stellt  die  Ausdehnungsverfügung  eine 
Massnahme  dar,  die  einerseits  als  rein  exekutorische  Anordnung  der 

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Durchsetzung  einer  vorbestehenden  gesetzlichen  Verpflichtung  dient – 
nämlich  der  Pflicht  einer  ausländischen  Person,  nach  Wegfall  ihres 
gesetzlichen  oder  auf  einer  Bewilligung  beruhenden  Aufenthaltsrechts 
auszureisen  –  und  die  andererseits  gegenüber  der  kantonalen 
Wegweisung  streng  akzessorisch  ist.  Hinzu  kommt,  dass  die 
Zuständigkeit  zur  Legalisierung  des  Aufenthalts  nach  der  geltenden 
bundesstaatlichen  Kompetenzausscheidung  nicht  beim  Bund,  sondern 
grundsätzlich bei den Kantonen liegt. Gestützt darauf erachtet das BVGer 
in  seiner  ständigen  Rechtsprechung  Kritik  am  negativen 
Bewilligungsentscheid  als  unzulässig.  Unzulässig  sind  darüber  hinaus 
alle  Vorbringen,  die  darauf  hinauslaufen,  dass  die  ausländische Person 
ein überwiegendes  Interesse am weiteren Verbleib  in der Schweiz oder 
gar  einen  Anspruch  auf  eine  Aufenthaltsregelung  hat.  Mit  Aussicht  auf 
Erfolg  kann  gegen  die  Ausdehnung  nur  vorgebracht  werden,  dass  in 
einem Drittkanton um die Erteilung einer Bewilligung nachgesucht wurde, 
und  dies  auch  nur  dann,  wenn  dieser  Drittkanton  der  ausländischen 
Person  für  die  Dauer  des  Bewilligungsverfahrens  den  Aufenthalt  auf 
seinem Gebiet ausdrücklich gestattet (vgl. statt vieler das erwähnte Urteil 
des BVGer C­1249/2010 E. 4.2 mit Hinweisen).

4.3. Mit dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid des Kantons Zürich, 
ihr  die  Aufenthaltsbewilligung  nicht  zu  verlängern,  fehlt  es  der 
Beschwerdeführerin  an  einem  Rechtstitel  für  einen  rechtmässigen 
Aufenthalt  in  der  Schweiz.  Die  Beschwerdeführerin  hat  auch  keine 
Bewilligung in einem anderen Kanton in Aussicht. Es besteht daher kein 
Spielraum,  um  vom  Grundsatz  der  Ausdehnung  der  kantonalen 
Wegweisung  auf  die  ganze  Schweiz  und  das  Fürstentum  Liechtenstein 
abzuweichen.  Insofern  ist  die  angefochtene  Verfügung  nicht  zu 
beanstanden. Davon geht auch die Beschwerdeführerin aus, die in Ziffer 
14  der  Beschwerdeschrift  die  Rechtmässigkeit  der 
Ausdehnungsverfügung ausdrücklich anerkennt.

5. 
Es  bleibt  zu  prüfen,  ob  dem  Vollzug  der  Wegweisung  Hindernisse 
entgegen  gestanden  hätten,  indem  der  Vollzug  nicht  möglich,  nicht 
zulässig  oder  nicht  zumutbar  gewesen  wäre  (vgl.  Art.  14a  Abs.  2 – 4 
ANAG),  und  die  Vorinstanz  gestützt  auf  Art.  14a  Abs.  1  ANAG  die 
vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen.  In diesem Zusammenhang 
gilt  es  darauf  hinzuweisen,  dass  die  vorläufige  Aufnahme  als 
Ersatzmassnahme für den Vollzug der Wegweisung ausgestaltet  ist. Sie 
tritt  neben  die  Wegweisung,  deren  Bestand  sie  nicht  tangiert,  sondern 

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vielmehr  voraussetzt  (vgl.  dazu BVGE 2010/42 E. 5 mit  Hinweisen).  Zu 
Recht weist  die Beschwerdeführerin  darauf  hin,  dass die Vorinstanz als 
für  die  Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  zuständige  Behörde – 
ungeachtet  der  Bestimmung  von  Art. 14b  Abs. 1  ANAG  (bzw.  des  im 
Wesentlichen gleich  lautenden Art. 83 Abs. 6 AuG) – von Amtes wegen 
eine  umfassende  Prüfung  vorzunehmen  hat  (vgl.  BVGE  2011/7  E. 8, 
BVGE 2010/42 E. 10.2). Entsprechendes ergibt  sich aus dem Anspruch 
auf  rechtliches  Gehör,  das  den  Betroffenen  eine  Mitwirkung  an  der 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  garantiert  und  die 
Behörde verpflichtet, Vorbringen ernsthaft zu prüfen (vgl. BGE 137 II 266 
E. 3.2).

6. 
6.1.  Gemäss  Art.  14a  Abs.  2  ANAG  ist  der  Vollzug  der  Weg­  oder 
Ausweisung  nicht  möglich,  wenn  der  Ausländer  weder  in  den  Heimat­ 
oder in den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin 
gebracht  werden  kann.  Er  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  des  Ausländers  in  den 
Heimat­, Herkunfts­ oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 
ANAG). Ferner kann der Vollzug insbesondere nicht zumutbar sein, wenn 
er  für  die  ausländische  Person  eine  konkrete  Gefährdung  darstellt 
(Art. 14a Abs. 4 ANAG).

6.2. Die Beschwerdeführerin macht  nicht  geltend,  es  lägen Gründe  vor, 
die den Vollzug der Wegweisung unzulässig im Sinne von Art. 14a Abs. 3 
ANAG  machen  würden.  Es  gehen  auch  aus  den  Akten  keine 
Anhaltspunkte  hervor,  die  auf  die  Unzulässigkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung schliessen liessen. Zwar beruft sich die Beschwerdeführerin 
auf  Art. 8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte  und Grundfreiheiten  (EMRK, SR  0.101),  aus  dem  sich 
zweifellos völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz ergeben können. 
Im vorliegenden Fall sind jedoch keine Verpflichtungen ersichtlich, die zur 
Unzulässigkeit  des  Vollzugs  führen  könnten.  Auf  die  unter  dem  Aspekt 
von  Art. 8  EMRK  geltend  gemachte  Unzumutbarkeit  gemäss  Art. 14a 
Abs. 4 ANAG ist nachfolgend einzugehen. Ferner fällt die Unmöglichkeit 
des  Vollzugs  der  Wegweisung  gemäss  Art.  14a  Abs.  2  ANAG  ausser 
Betracht,  da  die  Beschwerdeführerin  die  angesetzte  Ausreisefrist 
eingehalten hat.

6.3. 

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6.3.1.  Als  unzumutbar  im  Sinne  von  Art.  14a  Abs.  4  ANAG  wird  der 
Vollzug der Wegweisung in erster Linie dann angesehen, wenn er für die 
betroffene  Person  eine  konkrete  Gefährdung  darstellen  würde.  Eine 
konkrete  Gefährdung  wird  insbesondere  dann  angenommen,  wenn  im 
Zielland Krieg oder eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, wenn die 
Menschenrechtslage  desolat  ist  oder  wenn  die  absolut  notwendige 
medizinische Versorgung nicht gewährleistet ist (vgl. BVGE E­6220/2006 
vom 27. Oktober 2011 E. 11.1, BVGE 2009/50 E. 10.1; BVGE 2007/10 E. 
5.1;  vgl.  auch  Urteile  des  BVGer  C­4183/2011  vom  16. Januar  2012 
E. 3.4, C­7090/2007 vom 23. August 2011 E. 6.3).

6.3.2. Die  Beschwerdeführerin  macht  in  dieser  Hinsicht  in  Ziffer 18  der 
Beschwerdeschrift  geltend,  die  kantonalen  Behörden  hätten  es 
abgelehnt, ihren Fall unter dem völkerrechtlichen Aspekt von Art. 8 EMRK 
zu  betrachten.  Gemäss  dem  kantonalen  Verwaltungsgericht  käme  ihr 
gestützt auf Art. 8 EMRK nur dann ein Anwesenheitsanspruch zu, wenn 
das  betreffende  Schweizer  Kind  in  der  Schweiz  leben  würde.  Der 
Schutzgedanke,  der  in Art.  8 EMRK zum Ausdruck  komme, müsse nun 
zumindest  im  Rahmen  der  Prüfung  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen  analog  berücksichtigt  werden. 
Entscheidend  sei,  ob  das  Besuchsrecht  auch  von  Brasilien  aus 
tatsächlich ausgeübt werden könne, was zu verneinen sei. Es gehe um 
die Aufrechterhaltung der intakten Mutter­Tochter­Beziehung und um das 
Wohl  eines  Schweizer  Kindes.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  der 
Beschwerdeführerin sei deshalb aus humanitären Gründen unzumutbar.

6.3.3. Wie bereits weiter oben ausgeführt, sind im vorliegenden Verfahren 
Vorbringen unzulässig, die den negativen Bewilligungsentscheid in Frage 
stellen.  Indem  die  Beschwerdeführerin  sich  auf  die  von  Art.  8  EMRK 
geschützten  Garantien  des  Familien­  und  Privatlebens  beruft  und  ein 
überwiegendes  privates  Interesse  in  Gestalt  der  Beziehung  zu  ihrer 
Tochter  und  der  Tatsache,  dass  sie  das  ihr  eingeräumte  Besuchsrecht 
leichter von der Schweiz her ausüben könnte, am weiteren Verbleib in der 
Schweiz geltend macht, stellt sie den negativen Entscheid im kantonalen 
Bewilligungsverfahren  in  Frage.  Dieser  Aspekt  kann  deshalb  im 
vorliegenden  Verfahren,  entgegen  der  Auffassung  der 
Beschwerdeführerin,  nicht  überprüft  werden  (vgl.  die Urteile  des BVGer 
C­4183/2011  vom  16. Januar  2012  E. 4.3  und  C­2276/2007  vom 
24. November 2007 E. 7.2). Dies würde auch gelten, wäre dieses Thema 
– wie die Beschwerdeführerin behauptet – im kantonalen Verfahren nicht 
ausführlich  behandelt  worden  (vgl.  die  ausführlichen  Erwägungen  im 

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Entscheid  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons  Zürich  vom  24.  März 
2010  E. 2.3 ­ 2.7,  3.2 ­ 3.4).  Die  von  der  Beschwerdeführerin 
vorgebrachten  Tatsachen  sind  auch  nicht  dazu  geeignet,  den  diesem 
Verfahren zugrunde liegenden kantonalen Entscheid in irgendeiner Form 
in Frage  zu  stellen  (vgl.  in  diesem Zusammenhang  das  erwähnte Urteil 
des  BVGer  C­4183/2011  E.  4.3  letzter  Absatz).  Es  ist  insbesondere 
darauf  hinzuweisen,  dass  nicht  der  von  den  Schweizer  Behörden 
erlassene  Wegweisungsentscheid  und  dessen  Vollzug  die 
Beschwerdeführerin von ihrer Tochter trennt, sondern die Tatsache, dass 
letztere  unter  der  elterlichen  Sorge  des  Vaters  steht  und  mit  ihm  in 
Ungarn  lebt.  Ein  weiterer  Verbleib  in  der  Schweiz  würde  den  Kontakt 
zwar  erleichtern;  ein  Anspruch  auf  Aufenthalt  ergibt  sich  daraus  aber 
nicht.  Auf  der  Familienschutznorm  von  Art.  8  EMRK  beruhende 
Ansprüche  könnte  die  Beschwerdeführerin  allenfalls  gegenüber  dem 
Staat Ungarn erheben, der die Konvention ebenfalls ratifiziert und in Kraft 
gesetzt  hat  (vgl.  zum  Geltungsbereich  der  EMRK 
www.eda.admin.ch/vertraege >  Datenbank  Staatsverträge > 
Internationale Abkommen nach Gegenstand > 0.10 Menschenrechte und 
Grundfreiheiten).  Wegen  fehlenden  Bezugs  zu  diesem  Land  hat  die 
Beschwerdeführerin aber offenbar auf entsprechende Schritte verzichtet.

6.3.4. Weder  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  noch  den  Akten 
können Hinweise  zu  einer  allfälligen  konkreten Gefährdung  entnommen 
werden,  die  den  Wegweisungsvollzug  im  Sinne  von  Art.  14a  Abs.  4 
ANAG unzumutbar machen würde, müsste die Beschwerdeführerin nach 
Brasilien zurückkehren. Eine solche Gefährdung geht insbesondere nicht 
aus den medizinischen Berichten hervor, welche die Beschwerdeführerin 
am  16. Mai  2011  zu  den  Akten  gegeben  hat.  Zum  Einen  betreffen  sie 
medizinische Behandlungen aus dem Jahr 2003 und zum Anderen wird 
nicht  geltend  gemacht,  geschweige  denn  nachgewiesen,  dass  die 
damalige  Krankheit  heute  zu  einer  konkreten  Gefährdung  der 
Beschwerdeführerin  führen  würde,  müsste  sie  in  ihr  Heimatland 
zurückkehren.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  ist  deshalb  als  zumutbar 
anzusehen.

6.4. Nach dem Gesagten kommt das BVGer in Übereinstimmung mit der 
Vorinstanz zum Schluss, dass der angeordnete Vollzug der Wegweisung 
unter allen gemäss Art. 14a ANAG massgebenden Aspekten rechtmässig 
war.  Für  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  bestand  demnach 
weder Anlass noch Raum.

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Seite 12

7. 
Die  angefochtene  Verfügung  ist  demnach  im  Ergebnis  nicht  zu 
beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Verfahrenskosten  der 
Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG,  Art.  1  ff.  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 12)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  900.­  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie sind durch den einbezahlten Kostenvorschuss gedeckt.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] zurück)
– das Migrationsamt des Kantons Zürich (Akten Ref­Nr. […] zurück)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Kradolfer

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