# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6048a36f-3d31-508f-98e6-82ef26ed52ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2008 D-7072/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7072-2008_2008-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7072/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, Nigeria,
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 28. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7072/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  im  Juli  2008 
sein Heimatdorf in Nigeria verliess, seine Reise nach einem fünf- be-
ziehungsweise  viertägigen  Aufenthalt  in  C._______  Richtung 
D._______  fortsetzte,  von  wo  aus  er  nach  einem  etwa  elftägigen 
Aufenthalt per Schiff in ein ihm unbekanntes Land reiste und von dort 
per  LKW  an  einen  wiederum  ihm  unbekannten  Ort  gelangte,  seine 
Reise im Zug fortsetzte und am 17. August 2008 illegal in die Schweiz 
einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 29. August 2008 im E._______ befragt und am 17. Oktober 
2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den Asylgründen 
angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend  machte,  er  habe  sein  Ziel,  ein  erfolgreicher  Fussballspieler  zu 
werden,  nicht  erreicht,  weshalb er  die Hilfe eines Medizinmannes in 
Anspruch genommen habe, der dann von ihm verlangt habe, mit sei-
ner Halbschwester zu schlafen und ihm nach drei  Monaten ein paar 
Schamhaare von ihr zu überbringen, 

dass er  bei  Befolgen dieser  Anweisungen sehr  reich werden würde, 
ihm jedoch, falls er die Schamhaare dem Medizinmann nicht überbrin-
ge, der Tod drohe,

dass ihm der Medizinmann eine Medizin mitgegeben habe, welche er 
und seine Schwester vor dem Geschlechtsakt je zur Hälfte trinken soll-
ten, 

dass er seiner Halbschwester am 7. oder 8. Juni 2008 die Hälfte der 
Medizin  verabreicht  habe  und  sie  daraufhin  Geschlechtsverkehr  ge-
habt hätten, wobei er bemerkt habe, dass sie überhaupt keine Scham-
behaarung habe, weshalb er die Forderung des Medizinmannes nicht 
habe erfüllen können,

dass seine Halbschwester von ihm schwanger geworden sei,

dass er am 13. Juli 2008 während der Messe von einem Nachbarn er-
fahren  habe,  er  werde  von  F._______  zu  Hause  gesucht  und  dürfe 

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deshalb nicht mehr nach Hause zurückkehren, worauf er mit Hilfe von 
mehreren  Personen  habe  flüchten  und  sein  Heimatland  verlassen 
können,

dass das  BFM  mit  Verfügung  vom  28.  Oktober  2008  gestützt  auf 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 
wobei er diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass keine Hinweise vorliegen würden, der Beschwerdeführer habe ir-
gendwelche Anstrengungen zur Papierbeschaffung unternommen, und 
zudem sei  nicht  glaubhaft,  dass er  die Reise  von Nigeria  bis  in  die 
Schweiz  ohne  jegliche  Ausweispapiere  und  ohne  jemals  kontrolliert 
worden zu sein unternommen habe,

dass seine diesbezüglichen Antworten stereotypen Vorbringen von Ge-
suchstellern entsprechen würden, welche nicht bereit seien, ihre Iden-
tität mit Ausweispapieren zu belegen,

dass das BFM in den Aussagen des Beschwerdeführers zu den asyl-
begründenden Vorbringen zahlreiche Unstimmigkeiten und Widersprü-
che feststellte, so habe er beispielsweise bezüglich des Medizinman-
nes  und  der  angeblichen  Forderungen  divergierende  Angaben  ge-
macht,

dass auch seine Angaben bezüglich der behaupteten Flucht sowie der 
Personen,  welche  ihm  zur  Flucht  verholfen  hätten,  widersprüchlich 
ausgefallen seien, so habe er unter anderem zunächst angegeben, er 
sei  mit  einem  Anwalt  namens  G._______  im  Auto  nach  C._______ 
gereist, jedoch später ausgesagt, ein Pfarrer habe ihn im Kofferraum 
seines Autos nach C._______ gebracht,

dass  er  sich  auch  bezüglich  der  Daten  widerspreche,  so  soll  er 
H._______  zunächst  am  14.  Juli  2008,  später  am  18.  Juli  2008 
verlassen  haben  und  seine  Halbschwester  am  8.  Mai  2008  zuletzt 
gesehen  haben,  aber  am  7.,  8.,  11.  oder  12.  Juni  2008  noch 
Geschlechtsverkehr mit ihr gehabt haben,

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dass die Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss 
Art. 7 AsylG nicht standhielten, so dass deren Asylrelevanz nicht ge-
prüft werden müsse, 

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei  beantragte,  die  Verfügung des BFM vom 
28. Oktober 2008 sei vollumfänglich aufzuheben und sein Asylgesuch 
vom 17. August  2008 sei  gutzuheissen; eventualiter  sei  die Wegwei-
sungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragt wurde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit - unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen - auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  mithin  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  in  der 
Rechtsschrift vom 7. November 2008 das Gutheissen des Asylgesuchs 
beantragt wird,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  bezüglich 
der  nicht  eingereichten  Identitätsdokumente  vorbrachte,  er  sei  noch 
nie im Besitz eines Passes gewesen und habe auch noch nie einen 
beantragt, jedoch habe er vor ungefähr drei Jahren eine Identitätskarte 
beantragt, welche er jedoch nie erhalten habe (vgl. A 1/9, S. 3 f.),

dass er in Widerspruch zu der vorgenannten Aussage anlässlich der 
Direktbefragung zu Protokoll gab, nie eine Identitätskarte beantragt zu 
haben (vgl. A 9/15, S. 8),

dass er auf Vorhalt der festgestellten abweichenden Aussagen erklär-
te, es handle sich vielleicht um ein Missverständnis, denn in der Erst-
befragung habe er nicht gesagt, er habe eine Identitätskarte beantragt, 

dass er etwas anderes, nämlich die National-Identitätskarte beantragt 
habe (vgl. A 9/15, S. 12),

dass der Beschwerdeführer die Richtigkeit und Vollständigkeit sämtli-
cher Protokolle nach deren Rückübersetzung ohne Einwände oder An-
merkungen unterschriftlich bestätigte und sich somit bei seinen Aussa-
gen behaften zu lassen hat, weshalb der vorerwähnte Einwand als un-
beholfener Erklärungsversuch für die festgestellten Ungereimtheiten in 
seinen Aussagen zu werten und nicht ansatzweise geeignet ist, zu ei-
ner von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen,

dass er auf die Frage nach dem Unterschied zwischen einer Identitäts-
karte und einer National-Identitätskarte antwortete, die National-Identi-
tätskarte könne man als Identitätskarte in Betracht ziehen, man könne 
beides gleichermassen betrachten (vgl. A 9/15, S. 12), womit der Be-
schwerdeführer seine anfängliche Behauptung, wonach es sich um ein 

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Missverständnis  handle  und  er  nie  von einer  Identitätskarte  gespro-
chen habe, gleich selbst widerlegt,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  sich  an der  vorerwähnten Beurteilung auch mit  der  nachträgli-
chen Einreichung von Identitätsausweisen nichts ändern würde, da es 
bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. 
die  weiterhin  massgebliche  Praxis  der  ARK in  EMARK 1999  Nr. 16 
E. 5c.aa),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den Erwä-
gungen der Vorinstanz bezüglich der Nichtabgabe von Identitätspapie-
ren sowie der in diesem Zusammenhang festgestellten Widersprüche 
nichts entgegensetzt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete und folgerichtig 
auf eine Prüfung der Asylrelevanz verzichtete, wobei vorab auf die ent-
sprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten,

dass sich die Beschwerde im Wesentlichen in einer rudimentären Wie-
derholung  der  aktenkundigen  Vorbringen  erschöpft,  und  es  der  Be-
schwerdeführer  unterlässt,  sich  mit  den Erwägungen zu den festge-

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stellten  Unglaubhaftigkeitsmerkmalen  in  seinen  Aussagen  auseinan-
derzusetzen, und die Beschwerde deshalb nicht ansatzweise geeignet 
ist,  zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu 
führen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuel-
le  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein; 
Verfügung des BFM vom 28. Oktober 2008 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- das I._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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