# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ed3de3f-a4c8-5b2f-b8f0-40e0b3701888
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-03-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.03.2009 RR.2009.48
**Docket/Reference:** RR.2009.48
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2009-48_2009-03-17

## Full Text

Auslieferung an Deutschland
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG)

Entscheid vom 17. März 2009 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ho-
lenstein,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH  
AUSLIEFERUNG,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland 
 
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2009.48 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Die deutschen Behörden haben mit Meldung der SIRENE Deutschland 
vom 17. September 2004 um Verhaftung des deutschen Staatsangehöri-
gen A. zwecks Auslieferung an Deutschland ersucht (act. 3.1). Die Auslie-
ferung wird gestützt auf einen Haftbefehl des Amtsgerichts Hamburg vom 
5. August 2004 wegen Zolldelikten verlangt. Zusammengefasst wird A. dar-
in vorgeworfen, im Zusammenwirken mit einem weiteren Beschuldigten 
Einfuhrabgaben in der Höhe von über EUR 1 Mio verkürzt zu haben, indem 
er in der Zeit von Mai 1999 bis Juli 2000 durch 28 selbständige Handlungen 
aus Taiwan in die Bundesrepublik Deutschland eingeführte DVD-
Abspielgeräte bei den jeweiligen Einfuhranmeldungen bei den Zollämtern 
wahrheitswidrig als externe DVD-Rom Laufwerke bzw. Computerbestand-
teile deklariert haben soll, auf welche zur Tatzeit kein Drittlandzoll erhoben 
worden sei (act. 3.6). 

 
B. Am 19. Februar 2009 wurde A. in Walzenhausen AR festgenommen. Noch 

am selben Tag ordnete das Bundesamt für Justiz (nachfolgend “Bundes-
amt“) die provisorische Auslieferungshaft an (act. 3.2). Anlässlich seiner 
Einvernahme widersetzte sich A. einer vereinfachten Auslieferung an 
Deutschland (act. 3.3). In der Folge erliess das Bundesamt am 19. Februar 
2009 einen Auslieferungshaftbefehl, welcher A. am 20. Februar 2009 eröff-
net wurde (act. 3.5).   
 

C. Gegen diese Verfügung lässt A. bei der Beschwerdekammer des Bundes-
strafgerichts mit Eingabe vom 2. März 2009 Beschwerde einreichen mit 
den Anträgen, der Auslieferungshaftbefehl vom 19. Februar 2009 sei per 
sofort aufzuheben (act. 1).  

 
Das Bundesamt beantragt in seiner Vernehmlassung vom 5. März 2009 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge (act. 3). 
 
Mit Schreiben vom 11. März 2009 lässt A. an seinen Beschwerdeanträgen 
festhalten (act. 4). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
 
 
 
 

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Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.   
1.1 Für den Auslieferungsverkehr und die vorläufige Auslieferungshaft zwi-

schen der Schweiz und Deutschland sind primär das Europäische Ausliefe-
rungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1), das 
zu diesem Übereinkommen am 17. März 1978 ergangene zweite Zusatz-
protokoll (2. ZP; SR 0.353.12), welchem beide Staaten beigetreten sind, 
sowie der zwischen der Schweiz und Deutschland abgeschlossene Zusatz-
vertrag über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner An-
wendung vom 13. November 1969 (Zusatzabkommen; SR 0.353.913.61) 
massgebend.  

1.2 Der Rat der Europäischen Union hat am 27. November 2008 die vollständi-
ge Anwendung des Schengen-Besitzstands in der Schweiz ab dem 12. De-
zember 2008 beschlossen (Beschluss des Rates 2008/903/EG; ABl. L 327 
vom 5. Dezember 2008, S. 15 – 17). Gestützt auf Art. 2 Ziff. 1 des Abkom-
mens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft, der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaft über 
die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung, Anwendung und Ent-
wicklung des Schengen-Besitzstands (Schengen-Assoziierungsabkommen 
[SAA]; SR 0.360.268.1) sind für die Auslieferung zwischen der Schweiz und 
Deutschland überdies die Bestimmungen der Art. 59 ff. des Übereinkom-
mens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von 
Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, 
SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) zwecks Ergänzung 
und Erleichterung der Anwendung des EAUe massgebend.  

1.3 Soweit die einleitend genannten Staatverträge (s. Ziff. 1.1) bestimmte Fra-
gen nicht abschliessend regeln, findet auf das Verfahren der Auslieferung 
und der vorläufigen Auslieferungshaft ausschliesslich das Recht des er-
suchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundes-
gesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen 
(IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über interna-
tionale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11). Dies gilt auch im 
Verhältnis zum SDÜ (Art. 1 Abs. 1 lit. a IRSG). Das innerstaatliche Recht 
gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn 
dieses geringere Anforderungen an die Auslieferung stellt (BGE 129 II 462 
E. 1.1 S. 464; 122 II 140 E. 2 S. 142). 

 

 

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1.4   

1.4.1 Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts findet für den Be-
reich der internationalen Rechtshilfe, mangels anders lautender Über-
gangsbestimmungen, das im Zeitpunkt des Entscheids jeweils geltende 
Recht Anwendung. Die verwaltungsrechtliche Natur des Rechtshilfeverfah-
rens schliesst die Anwendung des Grundsatzes der Nichtrückwirkung aus 
(BGE 112 Ib 576 E. 2 S. 583 ff.; 120 Ib 112 E. 4 S. 119). In seinem Ent-
scheid vom 12. April 2002 hält das Bundesgericht sodann explizit fest, dass 
Normen über die Amts- oder Rechtshilfe gemäss ihrer Natur und nach in-
ternationalen Gepflogenheiten im Allgemeinen sofort anwendbar sind 
(2A.551/2001 E. 2a; s. auch ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciai-
re internationale en matière pénale, Bern 2004, S. 80). Fehlen anders lau-
tende Übergangsbestimmungen, steht somit zusammenfassend fest, dass 
im Bereich der internationalen Rechtshilfe die im Zeitpunkt des Entscheids 
geltenden innerstaatlichen Normen und Staatsverträge auf strafbare Hand-
lungen Anwendung finden, die vor Inkrafttreten der betreffenden Bestim-
mungen begangen wurden, und diese demzufolge rückwirkend Geltung 
haben.  

1.4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet im Hinblick auf die ihm vorgeworfenen Ta-
ten aus den Jahren 1999 bis 2000 die unbegrenzte Rückwirkung der Aus-
lieferungsbestimmungen des SDÜ und beruft sich dabei auf Art. 28 des 
Wiener Übereinkommens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge 
(WKR; SR 0.111) sowie auf die Übergangsbestimmungen in Art. 46 des 
Betrugsbekämpfungsabkommens (act. 1 S. 6 ff. und act. 4 S. 3 f.). 

Im Lichte der vorstehend zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
braucht die rückwirkende Anwendbarkeit des SDÜ im Rahmen dieses Ent-
scheids über den Auslieferungshaftbefehl nicht weiter vertieft zu werden. 
Vorliegend sieht bereits das innerstaatliche Recht in Art. 3 Abs. 3 lit. b 
IRSG vor, dass einem Auslieferungsersuchen entsprochen werden kann, 
wenn ein qualifizierter Abgabebetrug im Sinne von Art. 14 Abs. 4 des Bun-
desgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) Gegen-
stand des Verfahrens ist (Fassung gemäss Ziff. I 2 des Bundesgesetzes 
vom 3. Oktober 2008 zur Umsetzung der revidierten Empfehlungen der 
Groupe d’action financière, in Kraft seit dem 1. Februar 2009; AS 2009 
S. 362). Wie noch darzulegen sein wird, können die dem Beschwerdeführer 
vorgeworfenen Taten unter diesen Tatbestand subsumiert werden.  

2. Gegen einen Auslieferungshaftbefehl kann innert zehn Tagen ab der 
schriftlichen Eröffnung bei der II. Beschwerkammer des Bundesstrafge-
richts Beschwerde geführt werden (Art. 48 Abs. 2 IRSG i.V.m. Art. 47 

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IRSG; Art. 9 Abs. 3 des Reglements für das Bundesstrafgericht; SR 
173.710). Der Auslieferungshaftbefehl vom 19. Februar 2009 wurde dem 
Beschwerdeführer am 20. Februar 2009 eröffnet (act. 3.5). Die Beschwerde 
vom 2. März 2009 wurde demnach firstgerecht eingereicht, weshalb darauf 
einzutreten ist. 

3. Die Verhaftung des Beschuldigten während des ganzen Auslieferungsver-
fahrens bildet die Regel (BGE 117 IV 359 E. 2a S. 362; bestätigt in BGE 
130 II 306 E. 2 S. 309 ff.). Eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls 
und eine Haftentlassung rechtfertigen sich ausnahmsweise, wenn der Be-
schuldigte sich voraussichtlich der Auslieferung nicht entzieht und die 
Strafuntersuchung nicht gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG), wenn er den 
sogenannten Alibibeweis erbringt, indem er ohne Verzug nachweist, dass 
er zur Zeit der Tat nicht am Tatort war (Art. 47 Abs. 1 lit. b IRSG), wenn er 
nicht hafterstehungsfähig ist oder andere Gründe vorliegen, die eine weni-
ger einschneidende Massnahme rechtfertigen (Art. 47 Abs. 2 IRSG; Urteil 
des Bundesgerichts 1A.170/1997 vom 10. Juni 1997, E. 3a, veröffentlicht in 
Pra 2000 Nr. 94 S. 569), oder wenn sich die Auslieferung als offensichtlich 
unzulässig erweist (Art. 51 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 2-5 IRSG). Diese Auf-
zählung ist nicht abschliessend (BGE 130 II 306 E. 2.1 S. 309; 117 IV 359 
E. 2a S. 361 f.). Offensichtlich unzulässig kann ein Auslieferungsersuchen 
sein, wenn ohne jeden Zweifel und ohne weitere Abklärungen ein Aus-
schlussgrund vorliegt (vgl. BGE 111 IV 108 E. 3a S. 110). Im Übrigen sind 
Vorbringen gegen die Auslieferung als solche oder gegen die Begründet-
heit des Auslieferungsbegehrens im eigentlichen Auslieferungsverfahren zu 
prüfen. Die ausnahmsweise zu gewährende Haftentlassung ist deshalb an 
strengere Voraussetzungen gebunden als der Verzicht auf die gewöhnliche 
Untersuchungshaft in einem Strafverfahren oder die Entlassung aus einer 
solchen (vgl. BGE 130 II 306 E. 2.2 und 2.3 S. 309 f.; 111 IV 108 E. 2 S. 
110). 

 
4.  
4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass – soweit sich der Auslieferungshaft-

befehl auf Art. 14 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 3 Abs. 3 lit. b IRSG stütze – we-
der im Haftbefehl des Amtsgerichts Hamburg noch im Auslieferungshaftbe-
fehl Hinweise auf ein arglistiges Vorgehen des Beschwerdeführers vorlie-
gen würden (act. 1 S. 6). In seiner Beschwerdereplik beruft er sich sodann 
auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.164/2001 vom 7. Dezember 2001, 
wonach die blosse Falschanmeldung am Zoll nicht als Abgabebetrug gelte. 
Da dem Beschwerdeführer vorgeworfen werde, er habe Einfuhrabgaben 
verkürzt, indem er DVD-Abspielgeräte unzutreffend als Computerbestand-
teile habe anmelden lassen, könne das ihm zur Last gelegte Verhalten 
nicht als qualifizierter Abgabebetrug gelten (act. 4 S. 2). 

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4.2 Diese Einwände betreffen die Voraussetzungen der Auslieferung selbst 

und sind deshalb im vorliegenden Verfahren lediglich dahingehend zu prü-
fen, ob ohne jeden Zweifel und ohne weitere Abklärungen der geltend ge-
machte Ausschlussgrund vorliegt (s. supra Ziff. 3).  

 
Aufgrund des seit dem 1. Februar 2009 in Kraft getretenen Änderung des 
IRSG (Art. 3 Abs. 3 lit. b) ist Auslieferung neu bei qualifiziertem Abgabebe-
trug (bandenmässigem Schmuggel) nach Art. 14 Abs. 4 VStrR vorgesehen, 
wobei dieser Tatbestand ebenfalls auf den 1. Februar 2009 in Kraft getre-
ten ist (AS 2009 S. 361). Dabei müssen zunächst die Tatbestandsmerkma-
le des Abgabetrugs im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VStrR erfüllt sein. Das 
heisst, der Täter muss durch arglistiges Verhalten dem Gemeinwesen un-
rechtmässig und in einem erheblichen Betrag eine Abgabe vorenthalten. 
Der Arglistbegriff von Art. 14 Abs. 2 VStrR orientiert sich grundsätzlich an 
der Rechtsprechung zum gemeinrechtlichen Betrugstatbestand gemäss 
Art. 146 StGB (BGE 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 76 f.). Nach der Rechtsprechung 
des Bundesgerichts handelt insbesondere arglistig, wer ein ganzes Lügen-
gebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe be-
dient (BGE 126 IV 165 E. 2a S. 171 m.w.H.). Arglist kann auch bei einfa-
chen falschen Angaben gegeben sein, unter anderem wenn deren Über-
prüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar 
ist (BGE 126 IV 165 E. 2a S. 171; 125 IV 124 E. 3 S. 128; 122 IV 246 E. 3a 
S. 247; TPF 2007 45 E. 5.2.2, je m.w.H.). Wenn zusätzlich zu diesen Tat-
bestandsmerkmalen die Qualifikationsmerkmale der Bandenmässigkeit, der 
fortgesetzten Verübung des Delikts und des Abzielens auf einen erhebli-
chen Gewinn vorliegen, ist der qualifizierte Tatbestand des bandenmässi-
gen Schmuggels erfüllt (siehe dazu auch BBl 2007 S. 6269 ff., insbesonde-
re S. 6293 f.). Nach der Rechtsprechung ist Bandenmässigkeit gegeben, 
wenn zwei oder mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent 
geäusserten Willen zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer 
selbständiger, im einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten 
zusammenzuwirken (Urteil des Bundesgerichts 6P.104/2004 vom 24. März 
2005, E. 3; BGE 132 IV 132 E. 5.2, 122 IV 265 E. 2b mit Hinweisen).  
 
Nach der Darstellung im Haftbefehl des Amtsgerichts Hamburg vom 5. Au-
gust 2004 soll der Beschwerdeführer als Geschäftsführer und Mitgesell-
schafter einer Handelsgesellschaft jeweils im bewussten und gewollten Zu-
sammenwirken und auf Grund eines gemeinsamen Tatplans mit einem wei-
teren Beschuldigten durch 28 selbständige Handlungen DVD-Abspielgeräte 
eingeführt haben. Diese Geräte habe er bei den jeweiligen Einfuhrabferti-
gungen durch unter anderem gutgläubige Mitarbeiter mehrerer Speditions-

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unternehmen unzutreffend als externe DVD-ROM-Laufwerke bzw. Compu-
terbestandteile anmelden lassen. Die unzutreffenden Erklärungen sollen 
sich jeweils auf die für die zolltarifliche Einreichung massgeblichen Waren-
bezeichnungen und Warennummern bezogen haben. Dadurch soll er Ein-
fuhrabgaben in der Höhe von EUR 1‘235‘911.70 verkürzt haben. 
 
Dass sich dieser Sachverhaltsvorwurf als bandenmässiger Schmuggel im 
Sinne von Art. 14 Abs. 4 VStrR qualifizieren liesse, erscheint bei einer pri-
ma vista Betrachtung zumindest nicht ausgeschlossen. So erscheinen in 
diesem Sinne die qualifizierten Tatbestandsmerkmale (der Bandenmässig-
keit, der fortgesetzten Verübung des Delikts und des Abzielens auf einen 
erheblichen Gewinn) aufgrund des Vorwurfes, wonach der Beschwerdefüh-
rer im Zusammenwirken mit einem weiteren Beschuldigten durch 28 selb-
ständige Handlungen insgesamt Einfuhrabgaben in der Höhe von über 
EUR 1 Mio verkürzt haben soll, als hinreichend erfüllt. Ebenso bestehen 
prima vista Anhaltspunkte für die Annahme arglistigen Verhaltens. Entge-
gen seiner Darstellung beschränkten sich die mutmasslichen Täuschungs-
handlungen des Beschwerdeführers nicht auf blosse Falschanmeldungen 
am Zoll wie in jenem vom Beschwerdeführer zitieren Bundesgerichtsent-
scheid 1A.164/2001 vom 7. Dezember 2001. Vielmehr ist gestützt auf den 
Haftbefehl der deutschen Behörden vorliegend von systematischer Ver-
wendung von wahrheitswidrigen Deklarationen bei den jeweiligen Einfuhr-
anmeldungen unter Einschaltung gutgläubiger Dritter auszugehen. Vor die-
sem Hintergrund vermag der vom Beschwerdeführer zitierte Bundesge-
richtsentscheid die Strafbarkeit des Beschwerdeführers nicht von vornher-
ein auszuschliessen, da nicht im Einzelnen vergleichbare Sachverhalte vor-
liegen. Der Umstand, dass nach Dafürhalten des Beschwerdeführers im 
Haftbefehl der dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Abgabebetrug und 
insbesondere die arglistige Vorgehensweise nicht detailliert vorgeworfen 
wird, schliesst diesen – wie vorstehend aufgezeigt – nicht aus, zumal die 
deutschen Behörden den Betrugsvorwurf im Auslieferungsersuchen noch 
spezifizieren können. Diese Frage wird, wie das Bundesamt in seiner Stel-
lungsnahme zu Recht vorbringt (act. 3 S. 2), gegebenenfalls im eigentli-
chen Auslieferungsverfahren genauer zu prüfen sein. Lässt sich die Straf-
barkeit des Beschwerdeführers nicht zum Vornherein ausschliessen, er-
scheint unter diesem Titel die Auslieferung nicht als offensichtlich unzuläs-
sig.  
 
Sieht die Schweiz aufgrund ihrer innerstaatlichen Gesetzgebung die Auslie-
ferung vor, ist der weitere Einwand des Beschwerdeführers bezüglich der 
Auslieferungsverpflichtung nach Art. 63 SDÜ nicht weiter zu prüfen. 
 

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4.3 Andere Gründe, welche eine Auslieferung offensichtlich auszuschliessen 
oder sonst zu einer Aufhebung der Auslieferungshaft zu führen vermöch-
ten, werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. So be-
streitet der Beschwerdeführer zurecht die Fluchtgefahr selbst nicht. Diese 
ist, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (act. 3 Ziff. 4), gerade 
auch in Anbetracht der rechtlichen Situation in anderen Staaten ohne Wei-
teres gegeben. 

 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
daher abzuweisen. 

 
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Für die Berech-
nung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement vom 11. Februar 2004 
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) 
zur Anwendung (vgl. TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). Die Ge-
richtsgebühr ist vorliegend auf Fr. 2'500.-- festzusetzen (vgl. Art. 3 des Re-
glements). 

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 17. März 2009 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Holenstein 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 
gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).