# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67645720-9520-5261-8007-2f12543e31c5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.02.2018 200 2017 768
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-768_2018-02-07.pdf

## Full Text

200 17 768 BV
KOJ/GUA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Februar 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Kläger

gegen

C.________
Beklagte

betreffend Klage vom 6. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Feb. 2018, BV/17/768, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Kläger) war vom 1. Mai 
2008 bis 30. April 2009 bei der D.________ angestellt und im Rahmen die-
ses Arbeitsverhältnisses bei der C.________ (Personalvorsorgestiftung 
bzw. Beklagte) berufsvorsorgeversichert (Klagebeilagen [act. I] 2). 

Mit Verfügung vom 14. Februar 2017 (act. I 7) sprach die IV-Stelle ... (IV-
Stelle) dem Versicherten aufgrund verspäteter Anmeldung ab 1. Januar 
2013 eine ganze Invalidenrente zu, verbunden mit dem Hinweis, dass der 
Kläger seit dem 1. März 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich einge-
schränkt sei (act. I 7 S. 3). Die Verfügung blieb unangefochten und er-
wuchs in Rechtskraft.

Mit Schreiben vom 23. März 2017 (act. I 2) reagierte die Personalvorsorge-
stiftung auf einen bei ihr eingelangten Rentenantrag des Versicherten. 
Mangels echtzeitlich attestierten und dokumentierten Arbeitsunfähigkeiten 
über 18 Monate für die Periode vom 1. November 2009 bis 30. April 2011 
könne der Beginn der Arbeitsunfähigkeit, welche letztlich zur Erwerbsun-
fähigkeit geführt habe, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den 1. März 2009 
festgelegt werden. Der Beginn der einjährigen Wartefrist sei frühestens ab 
1. Mai 2011 belegt. Es bestehe kein Anspruch auf Invalidenleistungen der 
Personalvorsorgestiftung (act. I 2 S. 3).

B.

Am 6. September 2017 liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Klage erheben 
und beantragten, die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger nach Gesetz 
und Reglement Invalidenleistungen zu erbringen, wobei die einzelnen Ren-
tenbetreffnisse zu verzinsen seien (Verzugszinsen von 5% ab Klageerhe-
bung). Zudem sei die Beklagte zu verpflichten, den Kläger auf den frühest 

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möglichen Zeitpunkt hin von der Beitragspflicht für die Sparbeiträge an das 
Altersguthaben zu befreien. Dies unter Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beklagten.

Mit Klageantwort vom 4. Oktober 2017 beantragte die Beklagte die Abwei-
sung der Klage.

Am 5. Oktober und 1. November 2017 gelangten die mit prozessleitenden 
Verfügungen vom 4. und 24. Oktober 2017 edierten Akten der IV-Stelle 
beim Gericht ein.

Mit Replik vom 20. Oktober 2017 und Ergänzung der Replik vom 13. No-
vember 2017 hielt der Kläger vollumfänglich an seinen Anträgen fest und 
nahm zu den vom Gericht edierten Akten der IV-Stelle sowie einem zuhan-
den des Krankentaggeldversicherers erstellten Gutachten des Dr. med. 
E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Okto-
ber 2009 (act. I 10) Stellung.

Mit Eingabe vom 22. November 2017 verzichtete die Beklagte auf die Ein-
reichung einer Duplik.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 6. September 2017 gel-
tend gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes 
vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denvorsorge [BVG; SR 831.40] i.V.m. mit Art. 87 lit. c des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21] und Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-

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schaft [GSOG; BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der 
schweizerische Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betrie-
bes, bei dem die versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für 
den Wahlgerichtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der 
Arbeitgeber oder die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 
BVG Nr. 17 S. 62 E. 2.3). Die Beklagte hat Sitz im Kanton Bern, womit das 
angerufene Gericht auch örtlich zuständig ist. Die Sachurteilsvorausset-
zungen sind erfüllt und auf die Klage ist einzutreten.

1.2 Aufgrund des im Recht der beruflichen Vorsorge auf kantonaler 
Ebene vorgeschriebenen Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand 
einzig aus den Rechtsbegehren der Klage. Innerhalb des Streitgegenstan-
des ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxi-
me an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 84 Abs. 3 VRPG; 
vgl. auch BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26). Streitig und zu prüfen ist somit der 
Anspruch des Klägers auf eine Invalidenrente der obligatorischen und 
überobligatorischen beruflichen Vorsorge, zuzüglich Verzugszins, sowie 
dessen Befreiung von der Beitragspflicht für die Sparbeiträge an das Al-
tersguthaben.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

2.

2.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40% in-
valid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invali-
dität geführt hat, versichert waren.

2.2 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 

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der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68).

2.3 Anspruch auf eine volle Invalidenrente der obligatorischen berufli-
chen Vorsorge besteht, wenn die versicherte Person im Sinne der Invali-
denversicherung mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie zu mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente 
(Art. 24 Abs. 1 BVG).

2.4 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle gebunden, wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar 
erweist (BGE 138 V 125 E. 3.3 S. 130, 129 V 150 E. 2.5 S. 156; SVR 2011 
BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). Für die Beurteilung der Frage, ob sich die Invali-
ditätsbemessung der Invalidenversicherung als offensichtlich unhaltbar 
erweist, muss auf die Aktenlage, wie sie sich den Organen der Invaliden-
versicherung bei Verfügungserlass präsentierte, abgestellt werden 
(BGE 126 V 308 E. 2a S. 311). Die Vorsorgeeinrichtung ist dann nicht an 
den Entscheid der IV-Stelle gebunden, wenn sie erst im Nachhinein dessen 
zweifellose Unrichtigkeit erkennt (BGE 138 V 409 E. 3.2 S. 415).

Für den Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge ist die Bindungs-
wirkung positiv-rechtlich ausdrücklich verankert, indem sich der Leistungs-
anspruch auf eine Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge 
an den sachbezüglichen Voraussetzungen des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) orientiert 
(Art. 23 lit. a BVG; BGE 132 V 1 E. 3.2 S. 4). Verwenden die Vorsorgeein-
richtungen demgegenüber einen anderen Invaliditätsbegriff als die Invali-

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denversicherung, rechtfertigt sich eine selbstständige Prüfung, wobei sich 
die Vorsorgeeinrichtungen diesfalls auf die medizinischen und erwerblichen 
Abklärungen der IV-Organe stützen können (BGE 120 V 106 E. 3c S. 109).

2.5 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. 
Erfolgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine 
Bindungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). 
Selbst wenn die Vorsorgeeinrichtung – bei fehlendem Einbezug ins IV-
rechtliche Verfahren – innerhalb der Rechtsmittelfrist anderweitig von der 
Verfügung Kenntnis erhält, erzeugt der Entscheid der IV-Organe keine Bin-
dungswirkung für die Vorsorgeeinrichtung. Sie ist auch nach Treu und 
Glauben nicht gehalten, die Verfügung anzufechten oder deren Eröffnung 
zu ihren Handen zu verlangen (SVR 2012 BVG Nr. 30 S. 122 E. 3.2).

2.6 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleistun-
gen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 5. IV-
Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Ren-
te der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs 
Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit 
Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 
S. 422).

3.

Aufgrund der Akten ist erstellt und unbestritten, dass der Kläger vom 
1. Mai 2008 bis 30. April 2009 bei der D.________ angestellt und über die-
sen Zeitraum – resp. unter Berücksichtigung der Nachdeckungsfrist 
gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG bis maximal Ende Mai 2009 – bei der Beklag-
ten berufsvorsorgeversichert war (act. I 2 S. 1). Weiter sind auch der An-
spruch auf eine ganze Invalidenrente der eidgenössischen Invalidenversi-
cherung sowie der Rentenbeginn ab 1. Januar 2013 (Klageantwort, S. 3 
Ziff. 1.3) zu Recht unstrittig. Streitig ist indessen der von der IV-Stelle in der 
Verfügung vom 14. Februar 2017 auf den 1. März 2009 (act. I 7 S. 3) fest-

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gelegte Eintritt der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit. Zu prüfen 
ist, ob dieser Zeitpunkt auch für den Rentenanspruch des Klägers aus be-
ruflicher Vorsorge massgebend ist.

3.1 Die Beklagte macht geltend, die Bindungswirkung entfalle, da der 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit auf einen Zeitpunkt hin festgelegt worden sei, 
der weiter als sechs Monate seit der Anmeldung zum Leistungsbezug bei 
der IV-Stelle zurückliege (Klageantwort, S. 4). 

Es kann hier jedoch offen bleiben, ob eine derartige Bindungswirkung be-
steht oder nicht, da auch bei einer freien Prüfung des Eintritts der massge-
benden Arbeitsunfähigkeit kein Ergebnis resultiert, welches vom invaliden-
versicherungsrechtlich Festgestellten abweicht (vgl. E. 3.4 hiernach).

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten hierzu im Wesentli-
chen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemei-
ne Innere Medizin, attestierte dem Kläger am 26. Februar 2009 eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100% vom 16. bis 27. Februar 2009 (act. III 7). Im An-
schluss daran attestierte Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, dem Kläger mindestens ab 1. März bis 30. September 
2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Arztzeugnisse vom 9. April, 14. 
Mai, 4. Juni, 26. Juni, 18. August sowie 21. September 2009 [act. III 8 – 
13]). Im Oktober 2009 schrieb Dr. med. G.________ den Kläger zu 50% 
und im Mai 2011 wieder zu 100% arbeitsunfähig (Arztzeugnisse vom 16. 
Oktober 2009 und 16. August 2011 [act. III 14 f.]).

3.2.2 Dr. med. E.________ stellte im Gutachten zuhanden der Kranken-
taggeldversicherung vom 11. Oktober 2009 fest, die aktuellen Angaben des 
Klägers sowie das aktuelle Untersuchungsgespräch hätten keinerlei Hin-
weise für das Bestehen von depressiven Symptomen wie Affektarmut, Ge-
dankenkreisen, Antriebslosigkeit oder Verlangsamung ergeben. Der Kläger 
habe insgesamt einen völlig unauffälligen psychopathologischen Befund 
aufgewiesen. Seine Angaben, er habe nach mehr als sieben Monaten 
Krankschreibung immer noch eine Blockade, könne sich schlecht organi-
sieren und habe die Kündigung immer noch in keiner Weise verarbeitet, 
könnten nicht berücksichtigt werden und wirkten weitgehend unglaubwür-

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dig. Bei der aktuellen Untersuchung hätten keine psychische Störung mit 
Krankheitswert und insbesondere keine mit einer depressiven Verstimmung 
einhergehenden Zeichen mehr bestanden. Aus psychiatrischer Sicht be-
stehe keine psychische Störung mehr, die eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit in der angestammten oder in einer anderen in Frage kommenden 
Tätigkeit begründen könne (act. I 10 S.7 f.).

3.2.3 Dr. med. G.________ diagnostizierte im Bericht vom 22. Dezem-
ber 2012 eine abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.7) sowie differentialdiagnostisch eine Schizophrenia simplex (ICD-10 
F 20.6; act. III 73 Ziff. 1.1). Beim Kläger könne ein verminderter Antrieb, 
eine Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit sowie eine herabgesetzte 
Auffassungsgeschwindigkeit festgestellt werden (act. III 75 Ziff. 1.7). Er 
könne Interaktionen schwer einschätzen und interpretieren. Seit März 2009 
bestehe eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 80% (act. III 75 
Ziff. 1.6).

3.2.4 Im von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Gutachten vom 
11. März 2016 diagnostizierte Dr. med. H.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Schizophrenia simplex (ICD-10 F 20.6; Klageantwortbeilagen [act. II] 10 
S. 12 Ziff. 6.1). Der Kläger sei krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage, die 
für jegliche Arbeitstätigkeiten in der freien Wirtschaft notwendige Konzen-
tration, Ausdauer, kognitive Umstell- und Anpassungsfähigkeit, die affektive 
Differenziertheit, soziale Handlungsfähigkeit, den notwendigen Antrieb und 
die erforderliche Ausdauer aufzubringen. Der Kläger sei aus psychiatri-
scher Sicht 100% arbeitsunfähig (act. II 10 S. 17 Ziff. 8.1.1 f.). Er leide seit 
mindestens sieben Jahren an einer Schizophrenia simplex mit fortschrei-
tendem Residuum. Der Krankheitsverlauf lasse sich auch in seiner Er-
werbsfähigkeit mit einem typischen „Knick“ in allen Lebensbereichen und in 
der beruflichen Entwicklung nachweisen. Psychopathologisch bestünden 
deutliche bis schwere Einschränkungen auf der Verhaltensebene, der sozi-
alen Funktionsebene und im Affektbereich. Diese Einschränkungen würden 
auch eine leidensangepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt verhindern 
(act. II 10 S.19 Ziff. 8.2.8). Eine Arbeitsfähigkeit sei krankheitsbedingt seit 
2009 nicht mehr gegeben (act. II 10 S. 20 Ziff. 8.4).

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3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die IV-Stelle legte den Eintritt der zur Invalidität führenden Arbeits-
unfähigkeit im Vorbescheid vom 7. Oktober 2016 (act. III 386 f.) wie auch in 
der Verfügung vom 14. Februar 2017 (act. I 7) mit ausführlicher und 
schlüssiger Begründung, auf welche hier verwiesen werden kann, auf den 
1. März 2009 fest. Dabei stützte sie sich auf die übereinstimmenden Ein-
schätzungen der Gutachterin Dr. med. H.________ sowie der behandeln-
den Ärzte Dres. med. G.________ und F.________, namentlich deren 
echtzeitliche Arztzeugnisse (act. II 10 S. 20 Ziff. 8.4, act. III 7 – 15 und 75 
Ziff. 1.6).

Das Gutachten von Dr. med. H.________ vom 11. März 2016 (act. II 10) 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hier-
vor), sodass darauf abzustellen ist. Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 

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unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Ausführungen der Gutachterin sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar be-
gründet. 

Dr. med. H.________ bestätigt nicht nur die von Dr. med. G.________ ge-
stellte Diagnose einer Schizophrenia simplex (act. III 73 Ziff. 1.1 und act. II 
10 S. 12 Ziff. 6.1), sondern legt auch überzeugend dar, dass der Kläger 
bereits seit mindestens sieben Jahren an der psychischen Erkrankung mit 
fortschreitendem Residuum leide. In Bezug auf die Erwerbsfähigkeit sei der 
Krankheitsverlauf aufgrund des typischen „Knicks“ in allen Lebensberei-
chen und in der beruflichen Entwicklung nachweisbar (act. II 10 S. 19. Ziff. 
8.2.8). Der Kläger sei krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage, die für jeg-
liche Arbeitstätigkeiten notwendige Konzentration, Ausdauer, kognitive 
Umstell- und Anpassungsfähigkeit, die affektive Differenziertheit, soziale 
Handlungsfähigkeit sowie den notwendigen Antrieb und die erforderliche 
Ausdauer aufzubringen (act. II 10 S. 17 Ziff. 8.1.1). Schliesslich kommt die 
Gutachterin in Übereinstimmung mit den Einschätzungen der behandeln-
den Ärzte Dres. med. F.________ und G.________ zum Schluss, dass 
bereits seit 2009 keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei (act. II 10 S. 20 
Ziff. 8.4 und act. III 7-15 und 75 Ziff. 1.6). Somit berücksichtigt sie – entge-
gen den Ausführungen der Beklagten (Klageantwort, S. 4) – nicht nur den 
gesamten Zeitraum vom 1. November 2009 bis 30. April 2011, sondern 
setzt sich auch kritisch mit den Vorakten auseinander.

Daran ändert die Einschätzung des Dr. med. E.________ gemäss Gutach-
ten vom 11. Oktober 2009 (act. I 10) nichts. Seine Feststellung, der Kläger 
leide unter keiner psychischen Störung mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit, wird durch die restlichen medizinischen Akten nicht gestützt, son-
dern steht im Gegenteil isoliert da. Der psychiatrische Gutachter setzt sich 
namentlich allein mit dem Beschwerdebild einer depressiven Störung aus-
einander (act. I 10 S. 7 f.) und lässt insbesondere die von Dr. med. 
G.________ zuvor gestellten Diagnosen einer posttraumatischen Belas-
tungsstörung bzw. einer Anpassungsstörung (vgl. act. I 10 S. 4) wie auch 
die mögliche Diagnose einer Schizophrenia simplex gänzlich undiskutiert. 
Dabei ist insbesondere nicht ausser Acht zu lassen, dass Dr. med. 

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E.________ zum Zeitpunkt der Untersuchung davon Kenntnis hatte, dass 
der eineiige Zwillingsbruder des Klägers an einer Schizophrenie erkrankt 
war und 2006 verstorben ist (act. I 10 S. 2). Wie Dr. med. H.________ 
überzeugend darlegt, gehört der Kläger damit einer Risikogruppe dieser 
Erkrankung an, was zumindest einer kritischen Auseinandersetzung mit der 
möglichen Diagnose einer Schizophrenie bedurft hätte (act. II 10 S. 12 
Ziff. 7.1). Dr. med. E.________ zieht seine Schlussfolgerungen allein ge-
stützt auf die Angaben des Beschwerdeführers, ohne diese kritisch zu wür-
digen (act. I 10 S. 7). Damit vermag das Gutachten vom 11. Oktober 2009 
(act. I 10) nicht zu überzeugen, was auch mit Bezug auf die Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit des Klägers gilt.

Soweit die Beklagte eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs 
gestützt auf die Rechtsprechung geltend macht, wonach bei der Festset-
zung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit nicht auf nachträgliche Annahmen 
und spekulative Überlegungen abzustellen sei (Klageantwort, S. 3 Ziff. 1.3; 
Entscheid des BGer vom 17. September 2009, 8C_380/2009, E. 2.1, mit 
Hinweis auf den Entscheid des BGer vom 11. September 2008, 
9C_368/2008 E. 2), ist ihr nicht zu folgen. Sowohl Dr. med. F.________ als 
auch Dr. med. G.________ haben die Arbeitsunfähigkeit des Klägers im 
Februar 2009 bzw. spätestens ab März 2009 echtzeitlich bescheinigt (act. 
III 7 – 14). Diese Einschätzung wurde sodann sowohl von Dr. med. 
G.________ selber wie auch von Dr. med. H.________ bestätigt (act. III 75 
Ziff. 1.6 und act. II 10 S. 20 Ziff. 8.4). Schliesslich steht dem auch nicht ent-
gegen, dass der Kläger zwischenzeitlich bei der Arbeitslosenversicherung 
angemeldet war (act. III 51). Der Kläger war gemäss Dr. med. H.________ 
aufgrund der krankheitstypischen Eigenlogik, der vagen Selbstwahrneh-
mung sowie des reduzierten Realitätsbezugs nicht in der Lage, seine eige-
ne Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen (act. II 10 S. 16 Ziff. 7.4 und 
7.4.1).

Die Arbeitsfähigkeit ist aber nicht auch etwa bereits vor der Zeit der Versi-
cherungsunterstellung eingetreten: Dr. med. H.________ führt zwar aus, 
dass die „Beschwerden und Symptome… mindestens seit 2008, mit sehr 
hoher Wahrscheinlichkeit aber bereits einige Jahre früher, so stark ausge-
prägt [gewesen seien], dass eine kontinuierliche Berufstätigkeit nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Feb. 2018, BV/17/768, Seite 12

möglich war …“ (act. II 10 S. 13), jedoch liegen echtzeitlich attestierte und 
damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesene Arbeitsun-
fähigkeiten erst ab 2009 vor (act. III 7 – 14).

Damit sind die Feststellungen der IV-Stelle nicht nur nicht offensichtlich 
unhaltbar, vielmehr ist deren Feststellung der während der Dauer des Vor-
sorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zutreffend.

3.5 Nach dem Dargelegten ist auf die Feststellungen der IV-Stelle ab-
zustellen; die andauernde Arbeitsunfähigkeit des Klägers ist seit Februar 
bzw. März 2009 erstellt. Die Beklagte ist, da der Kläger bis zum 30. 
April 2009 bei ihr berufsvorsorgeversichert war, damit leistungspflichtig. Bei 
einem Invaliditätsgrad von 100% gemäss (insoweit nicht bestrittener) Ver-
fügung der Invalidenversicherung vom 14. Februar 2017 (act. I 7) hat der 
Kläger ab 1. Januar 2013 (sechs Monate nach der Anmeldung bei der Inva-
lidenversicherung vom 26. Juli 2012 [act. III 1]; vgl. E. 2.6 hiervor) An-
spruch auf eine Vollinvalidenrente der Beklagten; die Wartefrist gemäss 
Art. 19 Ziff. 4 des Vorsorgereglements (gültig ab 1. Januar 2009; act. I 4 
S. 17) war zu dieser Zeit bereits abgelaufen.

4.

Gemäss der im Recht der beruflichen Vorsorge anwendbaren Regelung 
von Art. 105 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) 
haben Vorsorgeeinrichtungen auf fälligen Invalidenrenten erst ab dem Zeit-
punkt Verzugszins zu leisten, in dem die versicherte Person die Betreibung 
angehoben oder gerichtliche Klage eingereicht hat; dabei beträgt der Ver-
zugszins 5% (Art. 104 Abs. 1 OR), sofern das Reglement der Vorsorgeein-
richtung nicht eine andere Regelung kennt (BGE 119 V 131 E. 4 S. 133). 
Für zwischen der Klageeinreichung und dem Zeitpunkt der Eröffnung des 
Urteils fällig gewordene Rentenbetreffnisse läuft der Verzugszins ab dem 
Fälligkeitsdatum. Bei verspäteter Auszahlung künftiger Renten ist für die 
Inverzugsetzung wieder gemäss Art. 105 Abs. 1 OR vorzugehen (zum 
Ganzen: SVR 2010 BVG Nr. 1 S. 3 E. 3.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Feb. 2018, BV/17/768, Seite 13

Im vorliegenden Fall hat der Kläger am 6. September 2017 Klage erhoben 
(Postaufgabe). Dementsprechend ist die Beklagte – mangels abweichender 
reglementarischer Grundlage (vgl. Vorsorgereglement, gültig ab 1. Ja-
nuar 2009 [act. I 4]) – zu verpflichten, ab diesem Zeitpunkt für die bis zur 
Klageeinreichung fällig gewordenen Betreffnisse einen Verzugszins von 5% 
zu bezahlen. Auf den seither fällig gewordenen Betreffnissen ist der Ver-
zugszins ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum zu bezahlen.

5.

Mit dem Entstehen des Anspruchs auf eine volle Invalidenrente erlischt die 
Beitragspflicht für die Sparbeiträge an das Altersguthaben (Art. 35 Ziff. 2 
des Vorsorgereglements [act. I 4 S. 29 bzw. act. I 5 S. 21]). Somit ist der 
Kläger ab 1. Januar 2013 (vgl. E. 3.5 hiervor) von der Beitragspflicht zu 
befreien. Die Klage ist auch insoweit gutzuheissen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

6.2 Die Parteikosten sind nach Massgabe des Unterliegens auf die Par-
teien zu verlegen (Art. 109 Abs. 1 VRPG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 1. Dezember 2017 wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 4‘787.-- (bestehend aus einem Honorar von Fr. 4‘287.50 [17.15 Std. à 
Fr. 250.--], Auslagen von Fr. 144.90.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 354.60 
[8% auf Fr. 4‘432.40]) festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beklagte dem 
Kläger zu ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Feb. 2018, BV/17/768, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, dem Kläger 
mit Wirkung ab dem 1. Januar 2013 eine Vollinvalidenrente auszurich-
ten, zuzüglich Verzugszins zu 5% im Sinne der Erwägung 4, und ihn 
ab 1. Januar 2013 von der Beitragspflicht für die Sparbeiträge an das 
Altersguthaben zu befreien.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beklagte hat dem Kläger die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr.  4‘787.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Klägers
- C.________ 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, 

Postfach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.