# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23689974-fd24-5392-b50d-e589684555dd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.09.2023 U 2023 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2023-55_2023-09-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 23 55

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterInnen Paganini und von Salis

Aktuarin ad hoc Fuchs

URTEIL

vom 19. September 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ gmbh,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____,

Beschwerdegegnerin

und

C._____ AG,
Beigeladene

betreffend Submission

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I. Sachverhalt:

1. Die Stimmbevölkerung der Gemeinde B._____ genehmigte am 24. 

November 2019 den Kredit für den Neubau des Alterszentrums D._____ 

mit Pflegeheim, Alterswohnungen und öffentlicher Tiefgarage sowie der 

damit verbundenen Anpassung der E._____ in einer Höhe von CHF 

38'850'000.-- inkl. Mehrwertsteuer (+/- 10%). 

2. Am 31. März 2023 erfolgte sodann die öffentliche Ausschreibung für die 

Bodenbeläge aus Holz (BKP 281.7) mit Eingabefrist bis am 15. Mai 2023. 

Die Ausschreibung erfolgte im offenen Verfahren mit Publikation sowohl 

im kantonalen Amtsblatt als auch auf der Vergabeplattform simap.ch.

3. Als Eignungskriterien wurden die technische Leistungsfähigkeit 

(Referenzen) und das Vorhandensein ausreichender und geeigneter 

personeller Ressourcen zur termingereichten Realisierung der 

ausgeschriebenen Leistungen festgehalten. Für die Ermittlung des 

wirtschaftlich günstigsten Angebots legte die Gemeinde B._____ folgende 

Zuschlagskriterien mit ihren Gewichtungen fest: Preis (50%), Qualität 

insbesondere Ausmass/Nachtragsmanagement Kosten- und 

Termineinhaltung (25%), Kapazität wie Personaleinsatz und Erfahrung 

Schlüsselpersonen/Anbieter/Subunternehmer (15 %) und Qualität der 

Auftragsanalyse, darunter die Darlegung der Erfolgsfaktoren und die 

Analyse der Risiken für die einwandfreie Erbringung der Werkleistungen 

(10%). 

4. Am 17. Mai 2023 wurden die fünf eingegangenen Offerten geöffnet und 

entsprechend protokolliert. Die Offertöffnung zeigte folgendes Bild: 

1. C._____ AG CHF 306'470.20

2. A._____ GmbH CHF 303'890.52

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3. F._____ – G._____ CHF 491'209.25

4. H._____ AG CHF 589'485.50

5. I._____ AG CHF 416'573.80

5. In der Folge nahm die fachkundige und der Gemeinde B._____ als 

Unterstützung bei der Vergabe dienende J._____ AG am 22. Juni 2023 

die Offertenanalyse vor. Während dieser stellte die J._____ AG fest, dass 

die C._____ AG die Beiträge im Leistungsverzeichnis falsch 

zusammengezählt hätte, sodass sich die korrekte Eingabesumme auf 

CHF 302'233.70 und nicht wie noch im Eröffnungsprotokoll vom 17. Mai 

2023 angegeben auf CHF 306'470.20 belaufe.

6. Die Auswertung der eingegangenen Offerten durch die J._____ AG ergab 

für die C._____ AG ein Total von 4.1 Punkten, für die A._____ GmbH ein 

solches von 3.35 sowie für die weiteren Anbieterinnen ein solches von 

2.05 Punkten und weniger.

7. Gestützt auf dieses Ergebnis vergab die Gemeinde B._____ den Auftrag 

für die Bodenbeläge aus Holz (BKP 281.7) am 10. Juli 2023 an die 

C._____ AG. Die Mitteilung des Vergabeentscheides erfolgte tags darauf 

an alle anderen Offerenten. 

8. Gegen den Zuschlagsentscheid vom 10./11. Juli 2023 erhob die A._____ 

gmbh (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 21. Juli 2023 Beschwerde 

an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Die 

Beschwerdeführerin rügt, dass sie mit dem Vergabeentscheid nicht 

einverstanden sei, zumal ihr Angebot das günstigere sei und die am 17. 

Mai 2023 genannte Eingabesumme der C._____ AG (nachfolgend: 

Beigeladene) nicht derjenigen im Zuschlagsentscheid vom 11. Juli 2023 

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entspräche. Überdies führe die Beigeladene ihre Arbeiten mithilfe von 

Subunternehmen aus. In diesem Zuge sei zu überprüfen, ob diese auch 

die Eignungskriterien erfüllten und ob alle Unterlagen dazu geliefert 

worden seien. 

9. In ihrer Vernehmlassung vom 7. August 2023 führt die Gemeinde B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) aus, dass die Abweichung der 

Eingabesummen der Beigeladenen auf einen Rechnungsfehler 

zurückzuführen sei. Dabei seien die einzelnen Positionen richtig, jedoch 

falsch zusammengezählt worden. Ein solcher Rechenfehler dürfe von 

Amtes wegen korrigiert werden und in die Offerten-Evaluation Eingang 

finden. Folglich reichte die Beigeladene das wirtschaftlich günstigste 

Angebot mit CHF 302'233.70 ein, weshalb diese den Zuschlag erhielt. 

Weiter bestreitet die Beschwerdegegnerin, dass die Beigeladene 

Subunternehmer beauftrage, zumal dafür keinerlei Hinweise bestünden 

und in dem betreffenden "Unternehmernachweis Formular 1" in diesem 

Punkt ein "Nein" gesetzt worden sei. Die Beigeladene habe somit 

bestätigt, dass sie sämtliche Arbeiten selbst, also ohne Subunternehmer, 

ausführen werde. 

Die Beigeladene verzichtete an einer Teilnahme am Verfahren. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und die übrigen 

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen. 

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1 Im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens gelten seit 1. Oktober 

2022 die Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche 

Beschaffungswesen (IVöB; BR 803.710) und die dazugehörigen 

kantonalen Ausführungsbestimmungen. Das bisher geltende kantonale 

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Submissionsgesetz (SubG; BR 803.300) und die Submissionsverordnung 

(SubV; BR 803.310) wurden per 30. September 2022 aufgehoben. 

Anfechtungsobjekt bildet der Vergabeentscheid vom 10. Juli 2023, 

mitgeteilt am 11. Juli 2023. Gemäss Art. 52 Abs. 1 IVöB kann gegen 

Verfügungen der Auftraggeber Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden erhoben werden. Anfechtbar ist insbesondere 

der Zuschlag (Art. 53 Abs. 1 lit. e IVöB). 

1.2 Zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist, wer durch den angefochtenen 

Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner 

Aufhebung oder Änderung aufweist (Art. 50 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Die Legitimation ist 

gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als unterlegene Bewerberin eine 

reelle Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechtsmittels den Zuschlag zu 

erhalten. Ob das zutrifft, ist aufgrund der Begehren und Rügen der 

Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die Legitimation ist bspw. zu bejahen, 

wenn der nicht berücksichtigte Anbieter als Zweitplatzierter vernünftige 

Chancen für einen Zuschlag gehabt hätte (BGE 141 II 14 E. 4.1). Gemäss 

Offertanalyse vom 22. Juni 22023 wurde die Beschwerdeführerin mit 

insgesamt 3.35 Punkten bewertet und lag damit direkt hinter der 

Beigeladenen, somit an zweiter Stelle (vgl. beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 10). Als Zweitplatzierte hat die Beschwerdeführerin ein Interesse 

an der Aufhebung des Vergabeentscheids und ist somit grundsätzlich zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert, soweit sie im Falle der Gutheissung der 

Beschwerde reelle Chancen auf den Zuschlag an sich selber hat.

1.3 Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit Eröffnung der Verfügung (Art. 56 

Abs. 1 IVöB). Der Vergabeentscheid vom 10. Juli 2023 wurde am 11. Juli 

2023 den anderen Offerenten mitgeteilt. Bei der Beschwerdeführerin ging 

die Mitteilung am 14. Juli 2023 ein. Mit Aufgabe der Beschwerde am 

21. Juli 2023 (Datum Poststempel) ist die Frist gewahrt.

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1.4 Die Überprüfung von Vergabeentscheiden beschränkt sich gemäss Art. 56 

Abs. 3 IVöB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 VRG auf Rechtsverletzungen inklusive 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie auf unvollständige 

oder unrichtige Sachverhaltsfeststellungen. Die Beschwerdeführerin rügt, 

dass die Eingabesummen der Beigeladenen nicht übereinstimmen und die 

Beigeladene Subunternehmer beiziehe. Insofern rügt die 

Beschwerdeführerin eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie 

eine fehlerhafte Ermessensausübung durch die Vergabe an die 

Beigeladene. Mit der Rüge betreffend den Beizug von Subunternehmern 

beantragt die Beschwerdeführerin implizit den Ausschluss der 

Zuschlagsempfängerin aus dem Vergabeverfahren; in diesem Fall hätte 

die Beschwerdeführerin als Zweitplatzierte reelle Chancen auf den 

Zuschlag.

Es ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 

Auftrag zu Recht an die Beigeladene vergeben hat. In diesem Zuge ist 

insbesondere zu klären, worauf die Abweichung der Eingabesummen 

zurückzuführen ist und ob diese berichtigt werden durfte. Weiter ist zu 

klären, ob die Beigeladene Subunternehmer beizieht und falls ja, ob diese 

die Eignungskriterien erfüllen.

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die von der Beigeladenen am 17. Mai 

2023 protokollierte Eingabesumme nicht mit derjenigen im 

Vergabeentscheid vom 11. Juli 2023 übereinstimmt. Eine solche 

Diskrepanz sei unzulässig. Es sei für die Beurteilung der Vergabe zudem 

auf diejenige in der Protokolleröffnung abzustellen (CHF 306'470.20). 

Ausgehend von diesem Betrag hätte nämlich die Beschwerdeführerin mit 

CHF 303'890.52 das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben, 

weshalb ihr der Zuschlag hätte erteilt werden müssen. 

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3.2 Die Beschwerdegegnerin führte bezüglich der Diskrepanz der 

Eingabesummen aus, dass der J._____ AG bei der Offertenanalyse 

aufgefallen sei, dass die einzelnen Positionen zwar stimmten, diese 

jedoch falsch zusammengezählt worden seien. Daher sei die 

Gesamtsumme von Amtes wegen zu berichtigen und dürfe in der 

Evaluation mitberücksichtigt werden. 

3.3.1 Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVöB prüft der Auftraggeber die eingegangenen 

Angebote auf die Einhaltung der Formerfordernisse. Offensichtliche 

Rechenfehler werden von Amtes wegen berichtigt. Rechnungsfehler sind 

fehlerhaft durchgeführte Operationen mit im Angebot aufgeführten 

Grössen. Rechnungsfehler müssen offensichtlich sein, damit sie korrigiert 

werden dürfen und es muss eine unlautere Absicht der Anbieterin 

ausgeschlossen sein. Zudem muss der tatsächliche Wille der Anbieterin 

feststehen, um einen Rechnungsfehler korrigieren zu können (Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] U 2021 53 vom 26. 

Oktober 2021 E. 2.5). 

3.3.2 Unzulässig ist hingegen die Korrektur von Kalkulationsfehlern oder von 

Fehlern in der Preiserklärung (VGU U 2002 101 vom 31. Oktober 2002 

E. 3a). Ein Kalkulationsfehler liegt etwa vor, wenn die Anbieterin bei der 

Berechnung des Einheitspreises versehentlich gewisse Fixkosten und 

dergleichen nicht beachtet und damit einen zu tiefen Einheitspreis offeriert. 

Dieser interne Kalkulationsfehler ist für die Vergabebehörde unter dem 

Blickwinkel der Korrekturen grundsätzlich unbeachtlich und die Anbieterin 

bleibt gebunden (VGU U 2014 64 vom 21. Oktober 2014 E. 3c).

3.3.3 Korrekturen an der Offerte sind nach Offerteneröffnung nur bei 

offensichtlichen Rechenfehlern zulässig. Eine solcher liegt bspw. vor, 

wenn im Angebot ein Korrekturfaktor von 0.4 angeboten wird, dann aber 

bei den einzelnen Positionen irrtümlicherweise mit einem Faktor von 0.6 

gerechnet wird (VGU U 2002 101 vom 31. Oktober 2002 E. 3b f.). 

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Massgebend, verbindlich und unabänderlich sind die detailliert pro 

Position offerierten Preise und nicht die addierte Angebotssumme. Die 

Offertensumme darf also mit anderen Worten bereinigt werden, wenn die 

einzelnen pro Position ausgewiesenen Preise korrekt sind (VGU U 2014 

64 vom 21. Oktober 2014 E. 4b). 

3.4 Die Beschwerdegegnerin hält in ihren besonderen Bestimmungen 

Nr. 225.300 zusätzlich fest, dass keine Angebotsverhandlungen 

durchgeführt werden, sondern ausschliesslich technische Bereinigungen 

stattfinden (vgl. Bg-act. 2). 

3.5 Im vorliegenden Fall ergibt ein Zusammenrechnen der einzelnen 

Positionen einen Betrag in Höhe von CHF 295'962.40 und nicht wie von 

der Beigeladenen in ihrer Offerte angegeben von CHF 300'107.95. 

Dementsprechend beläuft sich nach Vornahme der Abzüge und der 

Berücksichtigung der Mehrwertsteuer die Gesamtsumme auf CHF 

302'233.70 und nicht auf CHF 306'470.20. Der Beigeladenen unterlief 

folglich in ihrer Offerte ein Additionsfehler beim Zusammenzählen der – 

wohlgemerkt korrekten – einzelnen Positionen, sodass die J._____ AG 

diesen von Amtes wegen berichtigen durfte. Insofern ist die im 

Zuschlagsentscheid für die Beigeladene berichtigte Eingabesumme in 

Höhe von CHF 302'233.70 nicht zu beanstanden. 

3.6 Gemäss Art. 41 IVöB erhält das vorteilhafteste Angebot den Zuschlag. 

Überdies macht der Preis 50% der Gewichtung aus (vgl. Bg-act. 5 

Beurteilungskriterien). Mit CHF 302'233.70 liegt die Beigeladenen unter 

den CHF 303'890.52 der Beschwerdeführerin und erhält folglich beim 

Zuschlagskriterium 'Preis' die volle Punktezahl. Hinzu kommt, dass die 

Beigeladene nicht nur bei der Beurteilung des Preises besser abschnitt, 

sondern auch in den Rubriken Qualität (25%) und Kapazität (15%). Die 

Beigeladene bot somit insgesamt das wirtschaftlich günstigere Angebot an 

als die Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin durfte den Zuschlag 

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folglich der Beigeladenen erteilen. Die Rüge der Beschwerdeführerin 

erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 

4.1 Die Beschwerdeführerin rügt im Weiteren, dass die Beigeladene für die 

Erfüllung des Auftrages Subunternehmer in Anspruch nehme. Dies sei bei 

der Beschwerdeführerin nicht der Fall, weshalb sie der Beigeladenen aus 

diesem Grunde vorzuziehen sei. Überdies sei nicht erstellt, ob die 

Beschwerdegegnerin auch die Eignungskriterien und die erforderlichen 

Unterlagen betreffend Subunternehmer überprüft und eingeholt habe. Die 

Beschwerdeführerin fordert das angerufene Gericht daher dazu auf, zu 

überprüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Eignungskriterien der 

Subunternehmen geprüft und alle notwendigen Unterlagen diesbezüglich 

eingeholt habe. 

4.2 Gemäss den besonderen Bestimmungen Nr. 260.300 der 

Beschwerdegegnerin ist die angebotene Leistung grundsätzlich durch die 

im Angebot genannte Unternehmerin zu leisten (vgl. Bg-act. 2). 

Subunternehmer sind nur mit Zustimmung der Bauherrin zugelassen und 

haben ihren Leistungsumfang offen zu legen. Dabei haben die 

Subunternehmer die Eignungskriterien ebenso zu erfüllen. 

4.3 Aus den von der Beigeladenen eingereichten Unterlagen (vgl. Bg-act. 7) 

finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass diese Subunternehmer für die 

Auftragserfüllung beschäftigt. Die Beigeladene legt ein projektbezogenes 

Organigramm ins Recht, auf dem ersichtlich ist, wer mit dem Projekt 

betraut sein wird. Dabei handelt es sich bei allen genannten Personen um 

firmeninterne. So soll die strategische Ebene durch den Geschäftsführer 

und den Stellvertreter der Beigeladenen erfolgen, während auf der 

operativen Ebene ebenfalls der Geschäftsführer und 3-5 seiner Mitarbeiter 

agieren sollen. 

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4.4 Woher die Annahme der Beschwerdeführerin rührt, die Beigeladene 

beauftrage Subunternehmer, ist folglich nicht erstellt, weshalb sich eine 

weitere Prüfung erübrigt. 

5. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erweisen sich der 

angefochtene Vergabeentscheid vom 10./11. Juli 2023 als rechtmässig 

und die Rügen der Beschwerdeführerin als unbegründet, weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen 

die Gerichtskosten zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 73 Abs. 1 VRG). 

Die Staatsgebühr wäre aufgrund der auf dem Spiel stehenden 

wirtschaftlichen Interessen praxisgemäss im Bereich von CHF 2'000.-- bis 

CHF 4'000.-- anzusiedeln (vgl. etwa VGU U 2021 53 und VGU U 2021 40). 

Unter Berücksichtigung des eingeschränkten Prozessthemas und des 

damit einhergehenden geringeren Aufwandes für das Gericht rechtfertigt 

sich eine Staatsgebühr am unteren Rand dieser Spannbreite. Das Gericht 

erachtete deshalb eine Staatsgebühr von CHF 2'000.-- als angemessen. 

Der Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu, da sie in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 78 Abs. 2 VRG). Die 

beigeladene Zuschlagsempfängerin hat sich am Verfahren nicht beteiligt, 

weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht. 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 257.00

zusammen CHF 2'257.00

gehen zulasten der A._____ gmbh.

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3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]