# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d122d61a-e6a0-5247-900f-6080bdf1f30f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2014 D-6034/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6034-2014_2014-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6034/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Martin Zoller, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Deutschland, 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (verkürzte Beschwerdefrist); 

Verfügung des BFM vom 10. Oktober 2014 / N (…). 

 

 

D-6034/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer Deutschland eigenen Angaben zufolge am 

20. September 2014 verliess und am selben Tag in die Schweiz einreiste, 

wo er am 22. September 2014 um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum (EVZ) B._______ vom 24. September 2014, der Anhörung zu den 

Asylgründen vom 6. Oktober 2014 sowie in seinen im Rahmen des erst-

instanzlichen Verfahrens eingereichten handschriftlichen biographischen 

Notizen zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er sei in C._______, in der damaligen UdSSR und heute 

D._______, geboren worden und habe dort bis im Jahre 1991 gelebt, 

dass er im November 1991 als deutschstämmiger Spätaussiedler nach 

Deutschland gekommen und dort im E._______ in F._______ registriert 

worden sei, 

dass er indessen von Beginn an nie integriert und immer als "Fremder" 

abgestempelt worden sei, 

dass er im März des Jahres 1992 einen deutschen Reisepass und eine 

deutsche Identitätskarte erhalten habe, 

dass er im selben Jahr vom Landgericht G._______ wegen Sachbeschä-

digung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden 

sei, welche in der Folge auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt worden 

sei, 

dass er in den Jahren 1992 und 1993 mehrmals durch Polizeikräfte auf 

der Strasse oder auf dem Revier körperlich misshandelt worden sei, 

dass er im Herbst 1993 durch Polizeibeamte mitten in der Nacht aus dem 

Schlaf gerissen und anschliessend auf dem Polizeirevier mit Füssen ge-

treten worden sei, 

dass er in der Folge ständig observiert worden sei, 

dass er im Mai 1994 aus Enttäuschung über seine Erlebnisse in Deutsch-

land nach D._______ zurückgekehrt sei, 

D-6034/2014 

Seite 3 

dass ihn seine Verwandten in Deutschland in der Folge dazu überredet 

hätten, nach Deutschland zurückzukehren, was er im März 1996 denn 

auch getan habe, 

dass er im April 1996 durch Sicherheitsbeamte unter Vorweisung eines 

Sicherheitshaftbefehls festgenommen und in der Justizvollzugsanstalt 

G._______ inhaftiert worden sei, 

dass er am 24. Dezember 1997 zum jüdischen Glauben konvertiert sei 

und den Vornamen A._______ angenommen habe, 

dass er am 5. September 2001 vom Landgericht G._______ zu einer 

Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt worden sei, wobei er sich nach 

einer halbjährigen Untersuchungshaft vom (…) bis am (…) in einer ge-

schlossenen psychiatrischen Klinik befunden habe, 

dass er sich am 1. September 2006 mittels eines an den damaligen 

H._______ gerichteten Schreibens (erfolglos) von der deutschen Staats-

angehörigkeit losgesagt habe, 

dass er am 7. Oktober 2011 zwecks Vermeidung eigener Staatenlosigkeit 

die souveräne I._______-Republik gegründet habe, 

dass er nach seiner behördlichen Entlassung (…) bis am 29. August 2014 

bei der (…) Stiftung J._______ in K._______ gelebt habe, 

dass es am 29. August 2014 dort zu einer Auseinandersetzung mit einem 

anderen Patienten gekommen sei, worauf ihn die Stiftung wegen ver-

suchten Mordes angezeigt habe, 

dass er in der Folge durch einen Amtsarzt in das Klinikum L._______ des 

M._______ eingeliefert worden sei, wo ihn die Kriminalpolizei N._______ 

am 8. September 2014 zur Sache einvernommen habe, 

dass er am 11. September 2014 durch das Amtsgericht N._______ ent-

mündigt und ihm einstweilig bis am 11. März 2015 ein Berufsbetreuer be-

stellt worden sei, 

dass er am 12. beziehungsweise 15. September 2014 aus dem Klinikum 

entlassen worden sei, 

D-6034/2014 

Seite 4 

dass er anschliessend aus Angst, erneut in eine geschlossene psychiatri-

sche Einrichtung eingewiesen zu werden, in die Schweiz eingereist sei 

und hier ein Asylgesuch gestellt habe, 

dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 10. Oktober 

2014 feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz ver-

fügte und deren Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen ausführte, den Aussagen 

des Beschwerdeführers seien keine nachvollziehbaren Hinweise dafür zu 

entnehmen, dass der deutsche Staat in den zahlreichen gerichtlichen 

Verfahren, in die er involviert gewesen sei, die Prinzipien der Rechtsstaat-

lichkeit verletzt habe, 

dass allfällige körperliche Verletzungen durch die Polizei, die er geltend 

gemacht habe, zur Anzeige gebracht werden könnten und nach deut-

schem Recht geahndet würden, 

dass sein Asylgesuch demzufolge abzulehnen sei, 

dass der Wegweisungsvollzug im Weiteren als zulässig, zumutbar und 

möglich zu erachten sei, 

dass der Bundesrat Deutschland angesichts der innenpolitischen Situati-

on als verfolgungssicheren Staat (safe country) im Sinne von Art. 6a Abs. 

2 Bst. a AsylG (SR 142.31) bezeichnet habe, 

dass gemäss dem am 29. September 2012 in Kraft getretenen Art. 108 

Abs. 2 AsylG die Beschwerdefrist bei Entscheiden nach Art. 40 AsylG 

(Ablehnung ohne weitere Abklärungen) in Verbindung mit Art. 6a Abs. 2 

Bst. a AsylG fünf Arbeitstage betrage, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Oktober 2014 (Datum 

des Poststempels) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, die angefoch-

tene Verfügung sei aufzuheben und ihm Asyl in der Schweiz zu gewäh-

ren, 

dass der Beschwerdeführer seiner Rechtsmittelschrift einen Auszug aus 

dem Beschluss des Amtsgerichts N._______ vom 11. September 2014 

(Entmündigungsverfahren), ein Telefaxschreiben des (…) Zentrums für 

D-6034/2014 

Seite 5 

Forensische Psychiatrie O._______ an Richter P._______ vom 

19. November 2001, ein Schreiben des stellvertretenden ärztlichen Direk-

tors des Zentrums für Forensische Psychiatrie O._______ an den Be-

schwerdeführer vom 22. Juli 2010 sowie eigene Korrespondenzschreiben 

an die Staatsanwaltschaft G._______ vom 1. Januar 2007, an das Land-

gericht Q._______ vom 12. Januar 2010, an das Justizministerium 

R._______ vom 12. Mai 2010, an den deutschen H._______ vom 30. Juli 

2010, an den Präsidenten des Oberlandesgerichts S._______ vom 

7. Juni 2011 und an den deutschen T._______ vom 27. Juli 2011 beifügte, 

dass die Kopien der vorinstanzlichen Akten am 21. Oktober 2014 per Fax 

beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Aus-

lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende 

Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

D-6034/2014 

Seite 6 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde im Wesentlichen damit 

begründete, er wolle nicht den Rest seines Lebens in einer psychiatri-

schen Anstalt verbringen, da dies faktisch einem Mord gleichkomme, 

dass den Akten zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer zwischen 

dem 27. September 2001 und dem 31. Juli 2014 auf der Rechtsgrundlage 

von § 126a der deutschen Strafprozessordnung in einer forensisch-psy-

chiatrischen Klinik interniert war (vgl. Telefaxschreiben des (…) Zentrums 

für Forensische Psychiatrie O._______ an Richter P._______ vom 

19. November 2001 i.V.m. act. A7/12 F und A 42 f.), 

dass, sind dringende Gründe für die Annahme vorhanden, dass jemand 

eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminder-

ten Schuldfähigkeit begangen hat und dass seine Unterbringung in einem 

psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt angeordnet 

werden wird, das Gericht […] die einstweilige Unterbringung in einer die-

ser Anstalten anordnen kann, wenn die öffentliche Sicherheit es erfordert 

(§ 126a Abs. 1 StPO), 

D-6034/2014 

Seite 7 

dass somit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer im ge-

nannten Zeitraum wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit psychiat-

risch interniert war, 

dass die Anwendung einer entsprechenden Massnahme zur Wahrung der 

öffentlichen Sicherheit als rechtsstaatlich legitim erscheint, 

dass es entsprechend auch rechtsstaatlich legitim erscheint, eine ent-

sprechende Massnahme erneut zu verhängen, falls die gesetzlichen Vor-

aussetzungen hierfür erfüllt sein sollten, 

dass der Beschwerdeführer indessen nach eigenem Bekunden am 

12. September 2014 (vgl. act. A4/11 S. 4, Ziff. 2.01) respektive am 

15. September 2014 (act. A7/12 S. 6 f. F und A 46 und 48) aus dem 

Massnahmenvollzug entlassen worden ist, 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, in Deutschland den Rechtsmit-

telweg zu beschreiten, falls er erneut psychiatrisch interniert werden und 

er die entsprechende Massnahme als zu Unrecht erfolgt erachten sollte, 

dass es sich bei einer derartigen staatlichen Massnahme indessen kla-

rerweise um keine staatliche Verfolgung aus asylbeachtlichen Motiven 

handelt, zielt diese doch lediglich darauf ab, einem Menschen einerseits 

durch geeignete therapeutische Massnahmen medizinisch zu helfen und 

ihn andererseits präventiv an der Verübung weiterer gemeinrechtlicher 

Delikte zu hindern, solange hierzu Veranlassung besteht, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), 

dass von dieser Regel dann abgewichen wird, wenn die asylsuchende 

Person im Besitz einer gültigen ausländerrechtlichen Aufenthalts- oder 

Niederlassungsbewilligung ist (vgl. Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 

über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV1; SR 142.311]), 

dass die Wegweisung praxisgemäss auch dann nicht verfügt wird, wenn 

eine asylsuchende Person grundsätzlich über einen Anspruch auf Ertei-

D-6034/2014 

Seite 8 

lung einer Aufenthaltsbewilligung verfügt und diesbezüglich ein Gesuch 

bei der zuständigen kantonalen Ausländerbehörde bereits pendent ist 

(vgl. dazu bspw. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-7983/2009 

vom 13. Januar 2010 E. 4.1 [dritter Absatz] S. 7 f.), 

dass im Falle des Beschwerdeführers indessen weder der eine noch der 

andere Grund für den Verzicht auf die Anordnung der Wegweisung erfüllt 

ist, 

dass in diesem Zusammenhang zwar festzustellen ist, dass es sich beim 

Beschwerdeführer um einen Staatsangehörigen Deutschlands und damit 

um einen Bürger der Europäischen Union handelt, weshalb er nach den 

Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren 

Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsab-

kommen [FZA], SR 0.142.112.681) grundsätzlich über das Recht auf Ein-

reise und Aufenthalt in der Schweiz wie auch über eine Anspruchsgrund-

lage für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verfügt, 

dass dieser Umstand jedoch vorliegend der Anordnung der Wegweisung 

nicht entgegensteht, da sich der Beschwerdeführer nicht aus einem der 

im Freizügigkeitsabkommen genannten Gründe in der Schweiz aufhält, 

sondern – soweit ersichtlich – alleine zwecks Einreichung eines Asylge-

suchs in die Schweiz eingereist ist (vgl. hierzu Urteil D-1333/2014 des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 19. März 2014 E. 7.1 und 7.2), 

dass somit die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 

Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

D-6034/2014 

Seite 9 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-

gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-

sichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass die Schweizer Vollzugsbehörden im vorliegenden Fall indessen an-

gewiesen werden, aufgrund von Anzeichen einer vom Beschwerdeführer 

ausgehenden Fremd- beziehungsweise Selbstgefährdung dessen Rück-

überstellung nach Deutschland medizinisch zu begleiten und ein geeigne-

tes Sicherheitsdispositiv zu treffen, 

D-6034/2014 

Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass indessen vorliegend gestützt auf Art. 6 Abs. 1 Bst. b VGKE auf die 

Auferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6034/2014 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Martin Zoller Philipp Reimann 

 

 

Versand: