# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af6d648e-8d31-5c2e-9b20-ac1031ca3cd2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 26.02.2013 I/1-2012/176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2012-176_2013-02-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2012/176

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 26.02.2013

Entscheiddatum: 26.02.2013

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 26.02.2013
Art. 39 Abs .1 lit. d StG (sGS 811.1). Weiterbildungskosten. Die Kosten für 
Psychotherapie/Selbsterfahrung, die eine Schulpsychologin im Rahmen 
einer postgradualen Weiterbildung zur Psychotherapeutin aufwendet, 
können als Weiterbildungsaufwand vom Einkommen abgezogen werden 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 26. Februar 2013, I/
1-2012/176).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Franziska Geser

 

X und Y, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2011)

 

Sachverhalt:

A.- X und Y sind verheiratet und wohnen zusammen mit ihren Kindern in A. Y ist 

Psychologin FSP und arbeitet als Schulpsychologin.

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B.- X und Y deklarierten für das Jahr 2011 ein steuerbares Einkommen von gesamthaft 

Fr. 90'300.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 165'345.--. In der Steuererklärung 

machten sie einen Berufskostenabzug der Ehefrau in der Höhe von Fr. 13'924.-- 

geltend. Die Veranlagungsbehörde reduzierte den Abzug auf Fr. 10'251.--, indem sie 

die geltend gemachten Kosten von Fr. 3'673.-- (inkl. Fahrkosten) für die 

Psychotherapie-Selbsterfahrung nicht als Weiterbildungsaufwand anerkannte.

C.- Gegen die Veranlagung erhoben X und Y mit Schreiben vom 24. Juli 2012 

Einsprache mit der Erklärung, dass es sich bei den Psychotherapie-Stunden um einen 

zwingenden Teil der systemischen Ausbildung von Y handle, die deren Arbeitgeber für 

ihr Stellenprofil vorsehe. Dementsprechend seien die entsprechenden Kosten zum 

Weiterbildungskostenabzug zuzulassen. Mit Entscheid vom 10. September 2012 wies 

das kantonale Steueramt die Einsprache ab. Zur Begründung führte es aus, dass 

aufgrund der erhaltenen Belege nicht nachgewiesen werden könne, dass die Kosten im 

direkten Zusammenhang mit einer Weiterbildung stehen würden und notwendig 

gewesen seien.

D.- Mit Eingabe vom 21. September 2012 erhoben X und Y gegen den 

Einspracheentscheid Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragten 

die Anerkennung der Kosten in der Höhe von Fr. 3'673.-- als Weiterbildungskosten 

sowie eine entsprechende Korrektur der Steuerveranlagung 2011.

Mit Vernehmlassung vom 12. November 2012 beantragte die Vorinstanz die Abweisung 

des Rekurses, unter Kostenfolge zulasten der Rekurrenten. Die Rekurrenten nahmen 

am 29. November 2012 zur Vernehmlassung Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in 

den Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

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Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 21. September 2012 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG, und 

Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). 

Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 10. September 

2012. Dabei ist umstritten, ob die Rekurrenten die Aufwendungen der Rekurrentin für 

die Psychotherapie-Selbsterfahrung als Weiterbildungskosten geltend machen und 

zum Abzug bringen können.

a) Unselbständigerwerbende können die mit dem Beruf zusammenhängenden 

Weiterbildungskosten zum Abzug bringen (Art. 39 Abs. 1 lit. d StG). Als 

Weiterbildungskosten gelten Aufwendungen für die Erhaltung, Sicherung sowie die 

Vertiefung der beruflichen Kenntnisse, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der 

Berufsausübung stehen und für die eine gewisse Notwendigkeit ausgewiesen ist. Die 

Weiterbildung umfasst neben den Anstrengungen, bereits erworbene Fähigkeiten zu 

erhalten, auch den Erwerb verbesserter Kenntnisse für die Ausübung des gleichen 

Berufs (vgl. StB 39 Nr. 6; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das 

st.gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 44). Zu den abziehbaren 

Weiterbildungskosten gehören insbesondere Auslagen für Fachliteratur, Teilnahme an 

Fachkursen, -seminaren und -kongressen, Studien- und Sprachaufenthalte im eigenen 

Fachbereich mit Kurs- oder Schulbesuch sowie Mitgliederbeiträge für 

wissenschaftliche Vereine. Abzugsfähig sind die belegten Aufwendungen. Massgeblich 

für die Anerkennung als abzugsfähige Weiterbildungskosten ist, ob die Aufwendungen 

für die Erzielung des Erwerbseinkommens nützlich sind und nach der 

Verkehrsauffassung im Rahmen des Üblichen liegen. Ohne Nachweis wird in der Praxis 

ein Pauschalabzug gewährt, wenn aufgrund der beruflichen Stellung die Notwendigkeit 

einer gewissen Weiterbildung glaubhaft ist (vgl. BGE vom 17. Oktober 2005, 2A.

182/2005, E. 2.3.1; SGE 2006 Nr. 2; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 44 f.). 

Als Weiterbildungs- und Umschulungskosten gelten unter anderem auch Kosten für 

eine fachliche Spezialisierung (vgl. StB 39 Nr. 6).

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b) Vorliegend sind die Aufwendungen für die Psychotherapie ausgewiesen. Umstritten 

ist jedoch, ob es sich dabei tatsächlich um Weiterbildungskosten handelt. So machen 

die Rekurrenten geltend, dass die Psychotherapie-Selbsterfahrung im Rahmen einer 

Weiterbildung stattgefunden habe, die vom Arbeitgeber für das Stellenprofil der 

Rekurrentin vorgesehen sei (act. 7/1.4). Die Vorinstanz hingegen erklärte, dass 

aufgrund der eingereichten Belege nicht nachgewiesen sei, dass die Kosten im 

direkten Zusammenhang mit einer Weiterbildung stünden und notwendig gewesen 

seien. Gemäss den im Recht liegenden Unterlagen liesse sich auf Weiterbildungen der 

Rekurrentin in den Jahren 2004 bis 2008 schliessen. Im Jahre 2008 sei eine 

Zertifizierung erfolgt; mit einer solchen sei eine Weiterbildung in der Regel beendigt. Im 

Jahr 2009 seien keine Weiterbildungskosten der Rekurrentin deklariert und im Jahr 

2010 lediglich ein Betrag von Fr. 420.-- für die Mitgliedschaft im Fachverband 

Schweizer Psychologinnen FSP als Weiterbildungskosten in Abzug gebracht worden. 

Es sei den im Jahr 2011 deklarierten Weiterbildungskosten nicht zu entnehmen, dass 

sich die Rekurrentin momentan in einer Weiterbildung zur Psychotherapeutin befinde. 

Der berufliche Zusammenhang zwischen den bei einem Psychologen FSP absolvierten 

19 Stunden Selbsterfahrung könne somit nicht erstellt werden und sei zu wenig belegt. 

Bei den Therapie-Stunden seien also nicht die Fortbildung der eigenen beruflichen 

Fähigkeiten, sondern primär private Bereiche und die persönliche Weiterbildung des 

Individuums im Zentrum gestanden. Die Aufwendungen seien damit nicht als 

Weiterbildungskosten zu qualifizieren und seien nicht abzugsfähig (act. 2/1; act. 6).

c) Auf den Honorar-Rechnungen des aufgesuchten Psychologen ist vermerkt, dass 

diese nicht für eine Heilbehandlung nach ICD-10 gestellt wurden (act. 7/1.6). Zwar ist 

notiert, dass sie zur Abrechnung mit der Krankenkasse verwendet werden können; es 

ist aber davon auszugehen, dass es sich dabei um eine Standard-Formulierung 

handelt, die (versehentlich) nicht aus der Vorlage gelöscht worden ist. Insoweit 

erscheint es als glaubhaft, dass die Psychotherapie-Stunden im Rahmen einer 

Weiterbildung durchgeführt wurden.

Des Weiteren liegt eine Bestätigung des Psychologen im Recht, die besagt, dass es 

sich bei den von der Rekurrentin bei ihm genutzten 18 Stunden um Selbsterfahrung als 

Bestandteil ihrer postgradualen Weiterbildung zur Psychotherapeutin am IEF Zürich 

gehandelt habe (act. 7/1.15). Die Bestätigung ist klar und es ist kein Grund ersichtlich, 

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weshalb darauf nicht abgestellt werden könnte. Die Vorinstanz hat denn auch nichts 

Gegenteiliges festgestellt. Ferner haben die Rekurrenten spätestens mit der Einsprache 

Unterlagen eingereicht, die über die Bestandteile der Weiterbildung der Rekurrentin 

sowie die bereits absolvierten Teile Aufschluss geben (act. 7/1.4 und 7/1.19). So geht 

aus dem "Programm Weiterbildung in Systemtherapie" hervor, dass 100 Lektionen 

Einzel-Selbsterfahrung Bestandteil der entsprechenden Weiterbildung sind (act. 7/1.4). 

Die Rekurrenten haben sodann ein Formular des IEF eingereicht, welches die 

Anforderungen für den Fachtitel für Psychotherapie FSP aufführt. Handschriftlich ist 

notiert, welche Ausbildungsteile in welchem Zeitrahmen durchgeführt wurden. Für die 

Selbsterfahrung-Einzeln sind 31 Stunden in den Jahren 2009 bis 2011 vermerkt, keine 

jedoch für die Zeit davor. Das Formular enthält zwar weder ein Datum noch eine 

Unterschrift, es lässt sich aber durch die im Recht liegenden Zertifikate nachvollziehen. 

Aus dem Zertifikat für die "Systemtherapeutische Beraterin IEF" ergibt sich, dass die 

Rekurrentin in den Jahren 2002-2004 noch keine Einzel-Selbsterfahrung absolviert 

hatte (act. 7/1.16). Aus dem Zertifikat "Weiterbildung in Systemtherapie" geht weiter 

hervor, dass auch während dieses Ausbildungsteils noch keine Einzel-Selbsterfahrung 

durchgeführt worden war (act. 7/1.17). Auch aus den im Recht liegenden Übersichten 

über die von den Rekurrenten in den Jahren 2004 bis 2008 deklarierten Berufskosten 

ist ersichtlich, dass entsprechende Abzüge nicht bereits früher geltend gemacht 

worden sind (act. 7/1.7 – 7/1.11). Einzig die bereits in den Jahren 2009 und 2010 

absolvierten Therapie-Stunden sind bei den Berufskosten nirgends ersichtlich. 

Möglicherweise sind diese in den entsprechenden Veranlagungsjahren versehentlich 

nicht als Abzüge geltend gemacht worden. Dies ist jedoch vorliegend nicht 

massgeblich.

Des Weiteren haben die Rekurrenten eine Bestätigung des Instituts für systemische 

Entwicklung und Fortbildung IEF ins Recht gelegt (act. 10/1). Darin wird ebenfalls 

bestätigt, dass die Selbsterfahrungs- und Einzelsupervisionstunden zur Weiterbildung 

"Systemische Therapeutin" gehören und die Ausbildung erst mit der Absolvierung 

dieser Stunden abgeschlossen ist. Zertifikate seien als Bestätigung der bereits 

besuchten Seminare und der Abschlussarbeit ausgestellt worden; erst nach 

Beendigung der Einzelselbsterfahrungs- und Einzelsupervisionstunden werde aber das 

Gesamtzertifikat erteilt. In der Tat dauert die Weiterbildung der Rekurrentin bereits 

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längere Zeit. Die Verzögerung lässt sich aber durch die Geburten der Kinder in den 

Jahren 2006 und 2009 erklären.

Die Ausführungen der Rekurrenten sind damit nachvollziehbar und glaubwürdig. Die 

eingereichten Unterlagen bestätigen ihre Darlegungen. Es ist dementsprechend 

hinreichend dargetan, dass die Psychotherapie-Stunden im Rahmen der Weiterbildung 

der Rekurrentin, und nicht für private Bedürfnisse, durchgeführt wurden.

d) In einem zweiten Schritt stellt sich die Frage, ob die entsprechenden 

Weiterbildungskosten Aufwendungen für die Erhaltung, Sicherung sowie die Vertiefung 

der beruflichen Kenntnisse gelten müssen. Sodann sind der unmittelbare 

Zusammenhang mit der gegenwärtigen Berufsausübung und die Notwendigkeit zu 

prüfen. Die Vorinstanz hat zu diesem Punkt keine Stellung bezogen, da sie bereits 

davon ausgegangen ist, dass nicht genügend belegt sei, dass die Aufwendungen im 

Zusammenhang mit einer Weiterbildung stünden. Die Rekurrenten machen geltend, 

dass der Stellenbeschrieb auf die notwendige Zusatzausbildung in Beratung und 

Therapie verweise (vgl. act. 1). Auf dem Stellenbeschrieb ist vermerkt, dass als 

"erforderliche berufliche Grundausbildung" ein Psychologiestudium, als "erforderliche 

Fachausbildung" Kinder- und Jugendpsychologie und als "erforderliche 

Zusatzausbildung" Beratung/Therapie nötig sei (act. 2/2). Die genaue Bedeutung der 

knappen Begriffe ist etwas unklar; es ist aber davon auszugehen, dass der Arbeitgeber 

von der Rekurrentin erwartete, dass sie die erforderliche Zusatzausbildung in Beratung/

Therapie absolvierte. Dementsprechend sind der unmittelbare Zusammenhang mit der 

gegenwärtigen Berufsausübung und die Notwendigkeit gegeben.

Die Praxis anerkennt im Übrigen Aufwendungen für eine fachliche Spezialisierung als 

Weiterbildungskosten, ohne dass dies abhängig von einer Verpflichtung des 

Arbeitgebers wäre (vgl. StB 39 Nr. 6). Vorliegend handelt es sich auf jeden Fall um eine 

Vertiefung im Bereich der Psychologie, die auf der bisherigen Ausbildung der 

Rekurrentin aufbaut. Es ist davon auszugehen, dass auch eine Schulpsychologin gute 

Gründe hat, sich weiterzubilden und zu spezialisieren, um den an sie gestellten 

Anforderungen zu genügen und auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Der Zusammenhang mit der Berufsausübung ist auch unter diesem Gesichtspunkt 

erstellt und die Notwendigkeit ausgewiesen. Die Aufwendungen für die im Rahmen der 

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Weiterbildung absolvierte Psychotherapie-Selbsterfahrung sind damit als 

Weiterbildungskosten abzugsfähig.

Indirekte Kosten, wie z.B. auswärtige Verpflegung, Unterkunft und Fahrt zum 

Weiterbildungsort sind für die Weiterbildung notwendig und deshalb abziehbar. Dabei 

gelten dieselben Ansätze wie bei den Berufsauslagen im allgemeinen (StB 39 Nr. 6). Die 

Auslagen, die die Rekurrenten im Zusammenhang mit der Psychotherapie-

Selbsterfahrung hatten, sind ausgewiesen. Dementsprechend ist der volle von den 

Rekurrenten geltend gemachte Betrag in der Höhe von Fr. 3'673.-- als 

Weiterbildungskosten abzugsfähig.

3.- Der Rekurs ist gutzuheissen. Das steuerbare Einkommen der Rekurrenten ist 

folglich auf Fr. 87'300.-- zu reduzieren. Der Einspracheentscheid ist aufzuheben und 

die Rekurrenten sind mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 87'300.-- und einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 165'000.- zu veranlagen.

4.- Dem Verfahrensgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Staat 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- ist angemessen 

(Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.1). Der Kostenvorschuss von Fr. 

600.-- ist den Rekurrenten zurückzuerstatten.

 

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird gutgeheissen und der Einspracheentscheid des Kantonalen 

Steueramtes 

       vom 10. September 2012 aufgehoben.

2.    Die Rekurrenten werden für die Kantons- und Gemeindesteuer 2011 mit einem 

steuerbaren

       Einkommen von Fr. 87'300.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 165'000.-- 

       veranlagt.

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3.    Die amtlichen Kosten von Fr.  600.-- werden dem Staat auferlegt. Der 

Kostenvorschuss in 

       der Höhe von Fr. 600.-- wird den Rekurrenten zurückerstattet.

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