# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5c56176-c2a3-5115-92eb-f909d6696db1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.10.2011 E-4352/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4352-2011_2011-10-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­4352/2011

U r t e i l   v om   1 7 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;  
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
C._______, geboren am (…),
D._______, geboren am (…),
alle Mazedonien, 
alle vertreten durch Annelise Gerber, (…), 
Beschwerdeführende, 

Gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Juli 2011 
N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  ihren 
Heimatstaat am 4. Oktober 2010 verliessen und am 12. Oktober 2010 in 
die Schweiz einreisten, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  D._______  vom  18.  Oktober  2010  sowie  der 
Anhörung  vom 2. Dezember  2010  zur Begründung  der Asylgesuche  im 
Wesentlichen  geltend  machten,  sie  seien  Angehörige  der  Volksgruppe 
F._______,  1995  sei  der  (…)  (…)  des  Beschwerdeführers  ermordet 
worden,  sein  (…)  und  dessen  (…)  seien  Zeuge  des  Vorfalls  gewesen, 
weshalb  sie  vor  Gericht  gegen  die  Täter  ausgesagt  hätten,  die  Täter 
seien daraufhin verurteilt worden und ins Gefängnis gekommen, 

dass  die  beiden  Täter,  nachdem  sie  einige  Jahre  später  entlassen 
worden seien, den Beschwerdeführer wiederholt geschlagen, beschimpft 
und  bedroht  hätten  und  zudem  gedroht  hätten,  die  gesamte  Familie 
auszulöschen,

dass,  als  der  Beschwerdeführer  zusammen  mit  seiner  Frau,  seinem 
Sohn,  seinem  Vater  und  dessen  Bruder  im  Juli  2010  in  der  Stadt 
unterwegs  gewesen  sei,  der  Vater  und  der  (...)  des Beschwerdeführers 
von den beiden Tätern angegriffen und verletzt worden seien, wobei der 
Vater sogar mit einem Messer verletzt worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer,  seine  Frau  und  sein  Sohn  nach  Hause 
gerannt seien und die Polizei alarmiert hätten, welche sich an den Tatort 
begeben und die  beiden Verletzten  ins Spital  gebracht  hätten, während 
die  beiden  Täter  entkommen  seien,  wobei  diese  aber  später  von  der 
Polizei vorgeladen, daraufhin aber frei gelassen worden seien,

dass auch die Beschwerdeführerin ein­, zweimal bedroht worden sei und 
ausserdem den Angriff im Juli 2010 mitangesehen habe,

dass  sich  die  Beschwerdeführenden  aus  Angst  vor  weiteren 
Verfolgungen  zusammen  mit  den  Eltern  des  Beschwerdeführers  nach 
G._______ begeben hätten, wo sie zwei Monate geblieben seien, bis der 
Vater  des  Beschwerdeführers  die  beiden  Täter  in  der  Stadt  gesehen 
habe, vor denen sie sich anschliessend im Ausland in Sicherheit gebracht 
hätten,

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dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung 
vom  7. Juli  2011  –  eröffnet  am  11. Juli  2011  –  ablehnte  und  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  der  Wegweisung 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 
seien  in  zentralen  Punkten  widersprüchlich,  enthielten  weitere 
Unstimmigkeiten,  entbehrten  der  inneren  Logik  und  seien  in  Bezug  auf 
das  Einsetzen  der  Gefahr  und  der  Aufenthaltsdauer  in  G._______  zu 
wenig substanziiert,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe  ihrer Rechtsvertreterin vom 
6. August 2011 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  
per  Telefax  Beschwerde  erhoben  und  dabei  beantragten,  der  negative 
Entscheid  sei  aufzuheben,  eventualiter  sei  die  Unzulässigkeit  und  die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen,

dass  die  Begehren  nicht  klar  gestellt  waren,  aber  die  Beschwerde  auf 
Grund  ihrer Begründung als Anfechtung der gesamten Verfügung  (Asyl­ 
und Vollzugspunkt) entgegengenommen wurde,

dass  die  Beschwerdeführenden  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die 
unentgeltliche Rechtspflege beantragten,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe  ihrer Rechtsvertreterin vom 
11.  August  2011  (Poststempel)  eine  formgültige  Beschwerde 
nachreichten,

dass  der  Antrag  auf  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG, SR 172.021) mit Zwischenverfügung vom 
15. August 2011 abgewiesen wurde,

dass  der  mit  genannter  Zwischenverfügung  verlangte  Kostenvorschuss 
am 29. August 2011 fristgerecht geleistet wurde,

dass gleichentags die Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit und ein vom 
4.  August  2011  datierter  Bericht  zur  Situation  der  F._______  in 
Mazedonien beim Gericht eingingen,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 

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entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass Vorbringen dann glaubhaft  sind, wenn sie genügend substanziiert, 
in sich schlüssig und plausibel sind und die beschwerdeführende Person 
persönlich glaubwürdig ist,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, der inneren Logik entbehren, den Tatsachen nicht entsprechen oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden,  auch  dann,  wenn  der  Beschwerdeführer  wichtige  Tatsachen 
unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens 
Vorbringen  auswechselt  oder  unbegründet  nachschiebt,  mangelndes 
Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert,

dass  es  für  die Glaubhaftmachung  nicht  ausreicht,  wenn  der  Inhalt  der 
Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung aller Aspekte wesentliche 
und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Sachverhaltsdarstellung sprechen, 

dass  entscheidend  ist, ob bei  einer Gesamtwürdigung  die Gründe,  die 
für  die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen 
oder  nicht,  wobei  auf  eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  ist  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2005  Nr.  21  E.  6.1  mit  weiteren 
Hinweisen),

dass  die  Befragungsprotokolle,  wie  das  BFM  zu  Recht  monierte,  in 
zentralen  Punkten  widersprüchliche  Darstellungen  enthalten,  dass 
beispielsweise  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung 
aussagte,  er  habe  die  Drohungen  der  Polizei  nicht  gemeldet,  weil  er 
Angst  gehabt  habe  (A4  S. 5),  während  er  anlässlich  der  vertieften 
Anhörung zu Protokoll gab, er habe die Vorfälle ein­, zweimal der Polizei 
gemeldet  (A19  S.  4),  oder  dass  der  Beschwerdeführer  aussagte,  sein 
Vater habe die beiden Verfolger in der Stadt gesehen und sei sofort nach 
Hause  gekommen  (A19,  S.  8),  während  seine  Frau  aussagte,  ihr 

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Schwiegervater habe die beiden vom Fenster aus in G._______ gesehen 
(A20 S. 7), 

dass  die  Beschwerdeführenden  auf  Vorhalt  hin  die  angesprochenen 
Widersprüche nicht überzeugend zu erklären vermochten,

dass  dem  BFM  darin  zuzustimmen  ist,  der  Erklärungsversuch  der 
Beschwerdeführerin  betreffend  die  abweichende  Angabe  bezüglich  der 
Sichtung  der  beiden  Verfolger  in  G._______,  ihr  Schwiegervater  habe 
wohl die Verfolger vom Fenster aus gesehen und sei anschliessend in die 
Stadt  gefahren,  um  sich  zu  vergewissern,  der  inneren  Logik  entbehrt, 
zumal er sich vor den beiden gefürchtet habe,

dass dazu sowie zu den weiteren vom BFM monierten Widersprüchen auf 
dessen Ausführungen verwiesen werden kann,

dass  es  den  Beschwerdeführenden  auch  auf  Beschwerdeebene  nicht 
gelungen ist, die Widersprüche auszuräumen,

dass  die  Befragungsprotokolle  weitere  Unstimmigkeiten  enthalten  und  
die  Vorbringen  bezüglich  der  Gefahrenlage,  des  Einsetzens  der 
Bedrohung  und  des  Aufenthalts  in  G._______  wenig  konkret  und 
detailliert ausgeführt, mithin ungenügend substanziiert sind,

dass  darüber  hinaus  die  Beschwerdeführenden  keine  asylrelevanten 
Verfolgungsgründe geltend machen (vgl. Art. 3 AsylG), 

dass  die  Schilderungen  vielmehr  auf  eine  rein  private  Verfolgung 
(Familienfehde)  hindeuten,  welche  dem  Staat  in  keiner  Art  und  Weise 
zugerechnet werden kann, zumal die Beschwerdeführenden angeben, die 
Täter  seien  für  den  Mord  am  (...)  des  Beschwerdeführers  zu  einer 
Freiheitsstrafe  verurteilt  worden,  die  sie  auch  abgesessen  hätten,  und 
seien  von  der  hohen  Polizeipräsenz  im  Stadtzentrum  ihres  Wohnortes 
von Gewalttaten abgehalten worden,

dass  auf  Grund  jener  Aussagen  auch  die  Schutzfähigkeit  und  –be­
reitschaft des mazedonischen Staates zu bejahen ist, 

dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen, weshalb  das  Bundesamt  die  Asylgesuche  zu Recht  abgelehnt 
hat,

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dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  der 
Beschwerdeführenden  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  insbesondere  die  geltend  gemachten  wirtschaftlichen 
Schwierigkeiten  der  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  nicht  entgegenstehen, 
zumal  die  Beschwerdeführenden  über  Ausbildung  und  Angehörige  im 
Heimatstaat verfügen, dort aufgewachsen sind und wahrscheinlich auf ein 
tragfähiges soziales Netz zurückgreifen können,

dass  auch  aus  dem  Kindeswohl  kein  Vollzugshindernis  abzuleiten  ist, 
zumal (…) und sich erst seit relativ kurzer Zeit in der Schweiz aufhalten,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 

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unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  die  Verfahrenskosten  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer