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**Case Identifier:** a010bc07-3ba0-50e9-9da3-56d0ed918162
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-08-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 17.08.2006 I/1-2005/209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2005-209_2006-08-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2005/209

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 17.08.2006

Entscheiddatum: 17.08.2006

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 17.08.2006
Art. 180 Abs. 2 StG: Offensichtliche Unrichtigkeit einer 
Ermessensveranlagung (Verwaltungsrekurskommission, I/1-2005/209, 17. 
August 2006).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Erwin Müller und Fritz Buchschacher; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

 

In Sachen

U.S.,

Rekurrent,

vertreten durch,

gegen

 

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

 

betreffend

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Einkommens- und Vermögenssteuern 2002 und 2003

 

Sachverhalt:

A.- U.S. ist als … selbständig erwerbstätig. Er wohnt in A. und war per Ende 2002 und 

2003 Eigentümer von Grundstücken in A. im Kanton St. Gallen und in B. im Kanton 

Thurgau sowie in Spanien.

B.- Für die Jahre 2002 und 2003 reichte er trotz zahlreicher Fristerstreckungen und 

Mahnungen unter Androhung von Bussen und Ermessensveranlagung keine 

Steuererklärungen ein. Deshalb wurde er ermessensweise am 22. September 2005 für 

2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 21'200.-- zum Satz von Fr. 22'000.-- 

und am 14. September 2005 für 2003 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 

20'900.-- zum Satz von Fr. 21'700.-- und für beide Jahre ohne steuerbares Vermögen 

veranlagt.

Gegen diese Ermessensveranlagungen erhob U.S. durch seine Vertreterin mit Eingabe 

vom 13. Oktober 2005 Einsprache unter Einreichung von nicht unterzeichneten 

Jahresrechnungen per 31. Dezember 2002 und 31. Dezember 2003. Er beantragte, 

nach Verrechnung von Verlusten früherer Geschäftsjahre ohne steuerbares Einkommen 

veranlagt zu werden. Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen mit Entscheiden 

vom 26. Oktober 2005 ab. Es erwog dabei, die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit 

seien geschätzt und in den Veranlagungen netto, d.h. nach Verlustverrechnung mit Null 

eingesetzt worden. Ein allenfalls ungenügend berücksichtigter Verlustvortrag könne in 

einer späteren Steuerperiode nicht mehr nachgeholt werden.

C.- Gegen diese Einsprache-Entscheide erhob U.S. durch seine Vertreterin mit Eingabe 

vom 24. November 2005 (persönlich überbracht am 25. November 2005) Rekurs bei 

der Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, die Ermessensveranlagungen 

seien aufzuheben und das steuerbare Einkommen gemäss nachgereichten 

Deklarationen von Fr. 156'900.-- für 2002 und Fr. 60'200.-- für 2003 sei für beide Jahre 

unter Verrechnung der Geschäftsverluste der vorangegangenen sieben Geschäftsjahre 

von Amtes wegen auf Fr. 0.-- festzusetzen.

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Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 5. Januar 2006, der Rekurs sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Rekurrenten vollumfänglich 

abzuweisen. Sie machte zudem geltend, sie hätte auf die Einsprache nicht eintreten 

können und sie materiell nicht behandeln müssen. Dazu nahm der Rekurrent mit 

Eingabe vom 23. Februar 2006 Stellung.

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit 

notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der am 25. November 2005 persönlich überbrachte 

Rekurs ist rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht 

die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, 

abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- In verfahrensrechtlicher Hinsicht fragt sich, ob die Vorinstanz zu Recht auf die 

gegen die Ermessensveranlagungen für die Jahre 2002 und 2003 erhobene Einsprache 

eingetreten ist und sie materiell behandelt hat.

Vorab ist festzustellen, dass die Vorinstanz den Rekurrenten unbestrittenermassen und 

zu Recht für die Steuerperioden 2002 und 2003 nach Ermessen veranlagt hat. Der 

Rekurrent ist der Pflicht gemäss Art. 168 Abs. 2 StG, die Steuererklärung 

wahrheitsgemäss und vollständig auszufüllen, persönlich zu unterzeichnen und 

zusammen mit den vorgeschriebenen Beilagen fristgemäss der zuständigen Behörde 

einzureichen, nicht nachgekommen. Für beide Jahre wurde zahlreichen Begehren um 

Erstreckung der Frist zur Einreichung der Deklarationen entsprochen. Der Rekurrent 

wurde schliesslich von der Veranlagungsbehörde entsprechend Art. 168 Abs. 3 StG 

und unter Hinweis auf die Möglichkeit der Veranlagung nach Ermessen im 

Unterlassungsfall für die Steuererklärung 2002 am 9. Juni 2004 und für die 

Steuererklärung 2003 unter anderem am 3. Juni 2005 aufgefordert, das Versäumte 

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innert angemessener Frist nachzuholen. Damit waren die Voraussetzungen für die 

Veranlagung der Steuerperioden 2002 und 2003 nach pflichtgemässem Ermessen im 

Sinn von Art. 177 StG erfüllt.

Gemäss Art. 180 Abs. 2 StG kann der Steuerpflichtige eine Ermessensveranlagung nur 

wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Die Einsprache ist zu begründen und 

muss allfällige Beweismittel nennen. Diese Regelung führt zu einer Umkehr der 

Beweisführungspflicht zulasten des Steuerpflichtigen. Jedoch ist auf jede begründete 

Einsprache auch gegen eine Ermessensveranlagung einzutreten (vgl. Botschaft, in: ABl 

1997 S. 1049). Insbesondere kann ein Nichteintretensentscheid nicht allein mit dem 

Fehlen von Beweismitteln begründet werden (vgl. SGE 2001 Nr. 14).

Zusammen mit der Einsprache wurden zwar nicht die vollständigen Steuererklärungen 

2002 und 2003 eingereicht. Jedoch lagen ihr die Jahresrechnungen über die 

selbständige Erwerbstätigkeit des Rekurrenten in den Geschäftsjahren 2002 und 2003 

bei. Zudem wurde der Antrag, der Rekurrent sei für 2002 und 2003 ohne 

steuerpflichtiges Einkommen zu veranlagen mit der Verrechnung des Einkommens mit 

Verlusten aus früheren Jahren begründet. Unter diesen Umständen ist die Vorinstanz 

auf die Einsprache zu Recht eingetreten und hat einen materiellen Entscheid gefällt. 

Hinzu kommt, dass weder in den Rechtsmittelbelehrungen der 

Veranlagungsverfügungen vom 14. und vom 22. September 2005 noch soweit 

ersichtlich im Einspracheverfahren die Möglichkeit, mangels Begründung auf das 

Rechtsmittel nicht einzutreten, angedroht wurde (BGE 123 II 553). Insbesondere wurde 

dem Rekurrenten im Einspracheverfahren auch nicht - unter Androhung des 

Nichteintretens - die Gelegenheit eingeräumt, seine Begründung zu ergänzen und 

weitere Beweismittel beizubringen oder zu bezeichnen.

3.- Der Rekurrent hat im Rekurs für 2002 und 2003 vollständige, am 30. November 

2005 unterzeichnete Steuererklärungen eingereicht. Beigelegt waren die 

Jahresrechnungen 2002 und 2003, Wertschriften- und Schuldenverzeichnisse sowie 

die Formulare betreffend Versicherungsprämien und Sparzinsen und betreffend die 

Liegenschaften. Wie im Einspracheverfahren ist es auch im anschliessenden 

Rekursverfahren bei Ermessensveranlagungen möglich, deren Unrichtigkeit mittels 

Einreichen einer vollständig ausgefüllten Steuererklärung zu begründen (vgl. SGE 2001 

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Nr. 14; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 

6. Aufl. 1999, S. 196). Dementsprechend ist die nachträglich eingegangene 

Steuererklärung zur Beurteilung des Rekurses beizuziehen.

In ihrer Vernehmlassung hat die Vorinstanz die Abweisung des Rekurses beantragt. In 

der Begründung des Antrags beschränkt sie sich im Wesentlichen darauf, die 

Abweisung der Einsprache zu rechtfertigen. Zu den nachträglich eingereichten 

Deklarationen und Beilagen bemerkt sie lediglich, wenn die 

Verwaltungsrekurskommission darauf noch eintrete, habe der Rekurrent die Kosten zu 

übernehmen. Sie macht aber weder geltend, die eingereichten Unterlagen seien nicht 

geeignet, die Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung zu belegen noch der Rekurrent 

sei bei der im Vergleich zur Ermessensveranlagung höheren Deklaration zu behaften. 

Der Rekurrent ist im Rekursverfahren seinen Verfahrenspflichten gemäss Art. 168 Abs. 

2 in Verbindung mit Art. 169 StG nachgekommen. Er hat für die beiden Steuerjahre je 

eine vollständig ausgefüllte, persönlich unterzeichnete Steuererklärung zusammen mit 

den vorgeschriebenen Beilagen, nämlich Verzeichnissen über die Wertschriften, 

Forderungen und Schulden (Art. 169 Abs. 1 lit. c StG) und unterzeichneten 

Jahresrechnungen (Art. 169 Abs. 2 StG), eingereicht. Die weiteren Mitwirkungspflichten 

gemäss Art. 170 Abs. 2 StG treffen den Steuerpflichtigen erst auf Verlangen der 

Veranlagungsbehörde.

Ob die eingereichten Deklarationen, nach denen das satzbestimmende steuerbare 

Einkommen vor Verrechnung mit Verlusten aus vorangegangenen Geschäftsjahren mit 

Fr. 156'934.-- für 2002 und mit Fr. 60'225.-- für 2003 klar über jenen der 

Ermessensveranlagungen von Fr. 22'000.-- für 2002 und Fr. 21'700.-- für 2003 lagen, 

die offensichtliche Unrichtigkeit der Ermessensveranlagungen darzutun vermögen, 

kann im vorliegenden Rekursverfahren offen bleiben, da sie auch für sich betrachtet 

offensichtlich fehlerhaft sind.

4.- Offensichtlich unrichtig ist eine Schätzung dann, wenn sie willkürlich ist (vgl. 

Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 21. Mai 2003, in: StE 2004 

B 92.3 Nr. 13, E. 4c). Offensichtlich unrichtig sind jene Schätzungen, die sachlich nicht 

begründbar sind, insbesondere pönal oder fiskalisch motiviert sind, sich auf 

sachwidrige Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützen oder sonst mit 

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den aktenkundigen Verhältnissen des Einzelfalls aufgrund der Lebenserfahrung 

vernünftigerweise nicht vereinbart werden können (vgl. Richner/Frei/Kaufmann, 

Handkommentar zum DBG, Zürich 2003, N 66 zu Art. 132 DBG, dessen Abs. 3 im 

Wortlaut mit Art. 180 Abs. 2 StG übereinstimmt).

Mit der Einsprache wurde - zwar ohne dass vollständige Deklarationen eingereicht 

wurden - geltend gemacht, die Verrechnung früherer Verluste aus der selbständigen 

Tätigkeit führe für die beiden Steuerjahre 2002 und 2003 zu Veranlagungen des 

Rekurrenten ohne steuerbares Einkommen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen 

Einsprache-Entscheid dazu ausgeführt, aufgrund der Verlustverrechnung habe sie 

keine Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit berücksichtigt. In welchem 

Ausmass im Rahmen früherer rechtskräftiger Veranlagungen des Rekurrenten Verluste 

aus den vorangegangenen Geschäftsjahren festgestellt und zur Verrechnung gebracht 

wurden, wird aus den umstrittenen Veranlagungen nicht ersichtlich. Damit erweist sich 

das Vorgehen sowohl in materieller als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht als 

offensichtlich mangelhaft.

Die Beschränkung der periodenübergreifenden Verrechnung von Verlusten aus der 

selbständigen Erwerbstätigkeit auf diese Einkommensquelle widerspricht dem 

geltenden Recht. Zwar ist Art. 42 StG, welcher die Verrechnung von Verlusten 

vorangegangener Geschäftsjahre regelt, Teil des Abschnittes betreffend die 

selbständige Erwerbstätigkeit, so dass unter systematischen Gesichtspunkten eine 

Beschränkung der Verrechnung früherer Verluste auf die Einkünfte aus der 

selbständigen Erwerbstätigkeit nicht ausgeschlossen wäre. Auch der Wortlaut ist 

bezüglich des zur Verrechnung heranzuziehenden Substrats offen. Hingegen verlangen 

die Vorgaben des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden (SR 641.14, abgekürzt: StHG) eine Verrechnung mit dem 

Einkommen der Bemessungsperiode (vgl. Art. 10 Abs. 2 StHG für die zweijährige 

Pränumerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung und Art. 67 StHG für die 

einjährige Postnumerandobesteuerung mit Gegenwartsbemessung; M. Reich, in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. Aufl. 2002, N 35 sowie 

betreffend das System der Postnumerandobesteuerung N 37-38 zu Art. 10 StHG). In 

der Lehre zum st. gallischen Steuerrecht wird denn auch die Auffassung vertreten, 

soweit innerhalb der gleichen Steuerperiode eine Verlustverrechnung mit übrigen 

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Einkünften nicht möglich sei, könne ein Geschäftsverlust sodann in den nachfolgenden 

Jahren nicht nur mit Unternehmungsgewinnen, sondern neu mit den gesamten 

steuerbaren Einkünften dieser Jahre verrechnet werden (vgl. Weidmann/Gross¬mann/

Zigerlig, a.a.O., S. 103). Dies entspricht im Übrigen auch dem Recht der direkten 

Bundessteuer (vgl. Art. 31 Abs. 1 und Art. 211 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer; SR 642.11, abgekürzt: DBG).

In verfahrensrechtlicher Hinsicht war es dem Rekurrenten weder aufgrund der 

Ermessensveranlagungen noch aufgrund der Einsprache-Entscheide möglich, zu 

erkennen, von welchen Verlusten die Veranlagungsbehörde ausgegangen ist, in 

welchem Umfang sie verrechnet wurden und in welcher Höhe sich der restliche 

vorzutragende Verlust bewegt. Auch die Ermessensveranlagung entbindet die 

Veranlagungsbehörde nicht, ihr Vorgehen zu begründen.

Damit erweisen sich die angefochtenen Ermessensveranlagungen als offensichtlich 

falsch, auch wenn den Akten keine Hinweise auf die konkreten in früheren Jahren 

steuerlich anerkannten Verluste aus der selbständigen Erwerbstätigkeit des 

Rekurrenten zu entnehmen sind. Der Rekurrent macht es sich allerdings auch zu 

einfach, wenn er die Berücksichtigung der Vorjahresverluste von Amtes wegen 

verlangt. Die Beweislast über Bestand und Umfang der Verluste liegt beim 

Steuerpflichtigen.

5.- Schliesslich ist zu prüfen, ob die Verwaltungsrekurskommission selbst die 

Veranlagungen vorzunehmen hat oder ob die Streitsache gestützt auf Art. 56 Abs. 2 

VRP zur neuen Veranlagung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.

Der Erlass einer reformatorischen Entscheidung setzt voraus, dass eine Streitsache 

entscheidungsreif ist, dass dem Gericht die entsprechende Entscheidungsbefugnis 

zusteht, dass durch eine reformatorische Entscheidung keine unzulässige Verkürzung 

des Rechtsmittelwegs entsteht und dem angefochtenen Entscheid keine unheilbaren 

Verfahrensmängel anhaften. An der Entscheidungsreife fehlt es vor allem dann, wenn 

der Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist. Eine Rückweisung erscheint unter anderem 

dann angezeigt, wenn eine wesentliche Ergänzung der Beweisgrundlagen notwendig 

ist, die den Gang des Rechtsmittelverfahrens wesentlich belasten würde oder wenn der 

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Entscheid auf eine erheblich veränderte Tatsachengrundlage zu stehen käme, die für 

die Ermessensbetätigung von Bedeutung ist (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1028-1030).

Einerseits hat die Vorinstanz weder im Veranlagungs- und Einspracheverfahren noch im 

anschliessenden Rekursverfahren Angaben über die - mit den Einkünften aus der 

selbständigen Erwerbstätigkeit zur Verrechnung gebrachten - Verluste aus 

vorangegangenen Geschäftsjahren wie sie in den früheren Veranlagungen des 

Rekurrenten festgestellt wurden, gemacht. Insoweit ist der Sachverhalt ungenügend 

abgeklärt. Bereits dieser Umstand schliesst eine Veranlagung durch die Rekursinstanz 

aus. Sodann liegen vom Rekurrenten im Rekursverfahren eingereichte vollständige 

Steuererklärungen vor, welche geeignet sind, die umstrittenen Veranlagungen auf eine 

neue Grundlage zu stellen. Diese Umstände rechtfertigten die Rückweisung der 

Streitsache an die Vorinstanz.

6.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs teilweise gutzuheissen und die 

angefochtenen Einsprache-Entscheide vom 26. Oktober 2006 und die ihnen zugrunde 

liegenden Ermessensveranlagungen aufzuheben sind. Die Streitsache ist an die 

Vorinstanz zur neuen Veranlagung unter Berücksichtigung der im Rekursverfahren 

eingereichten Steuererklärungen und unter Beachtung des Grundsatzes der 

periodenübergreifenden Verlustverrechnung mit dem steuerbaren Einkommen späterer 

Jahre zurückzuweisen.

7.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu zwei Dritteln 

dem Rekurrenten aufzuerlegen; einen Drittel der Kosten trägt der Staat (Art. 95 Abs. 1 

VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- ist angemessen (vgl. Ziff. 362 

Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu 

verrechnen.

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