# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d77c699-98a6-52ac-96e4-bdf4bf9a096d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-15
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 15.08.2025 SK 2025 206
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2025-206_2025-08-15.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Beschluss
SK 25 206

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 15. August 2025

Besetzung Oberrichterin Friederich Hörr (Präsidentin), 
Oberrichter Horisberger, 
Oberrichterin Bochsler
Gerichtsschreiberin Roth

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwältin B.________

Verurteilter/Beschwerdeführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

und

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID), Kramgasse 20, 
3011 Bern

Vorinstanz

Gegenstand Beschwerde gegen den Entscheid der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern vom 6. März 2025 (2024.SIDGS.859) und Gesuch 
um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege 

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Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

1. Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 11. April 2014 wurde 
A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen mehrfacher schwerer Kör-
perverletzung und mehrfachen Verbreitens menschlicher Krankheiten zu einer un-
bedingten Freiheitsstrafe von 15 Jahren, abzüglich 458 Tage Untersuchungs- und 
Sicherheitshaft, verurteilt (amtliche Akten der Bewährungs- und Vollzugsdienste 
des Amts für Justizvollzug des Kantons Bern [nachfolgend: BVD], pag. 204 ff.). Mit 
Urteil vom 24. März 2015 bestätigte das Bundesgericht das obergerichtliche Urteil 
im Schuld- und Strafpunkt (amtliche Akten BVD, pag. 368 ff.). Der Beschwerdefüh-
rer trat seine Strafe am 11. April 2014 an und wurde am 30. Juni 2015 in die Justiz-
vollzugsanstalt C.________ (nachfolgend: JVA C.________) verlegt (amtliche Ak-
ten BVD, pag. 410 ff.). Mit E-Mail vom 16. Juli 2025 teilten die BVD mit, dass der 
Beschwerdeführer am 17. Juli 2025 in die geschlossene Wohngruppe der Justiz-
vollzugsanstalt D.________ verlegt werden wird (pag. 50). 

2. Am 9. August 2024 erhielten die BVD ein vom Beschwerdeführer am 8. August 
2024 verfasstes Schreiben. Beigelegt war sein Gesuch um bedingte Entlassung 
vom 27. Juli 2024. In diesem Zusammenhang überliess er den BVD zudem eine 
von ihm korrigierte Version des Entwurfs des Vollzugsberichts der JVA C.________ 
(amtliche Akten BVD, pag. 1578 ff.). 

3. Mit Schreiben vom 22. August 2024 gewährten die BVD dem Beschwerdeführer, 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, im Sinne der Gewährung des rechtli-
chen Gehörs die Möglichkeit, sich betreffend die gestützt auf Art. 86 Abs. 3 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0] jährlich durchzuführende 
Prüfung der bedingten Entlassung im Strafvollzug nach bereits erfolgter Verweige-
rung derselben auf den Zweidrittelstermin und deren beabsichtigten Nichtge-
währung, bis spätestens zum 9. September 2024 schriftlich zu äussern (amtliche 
Akten BVD, pag. 1638 ff.).

4. Der Beschwerdeführer gab den BVD mit Schreiben vom 19. September 2024 innert 
erstreckter Frist bekannt, im Rahmen des rechtlichen Gehörs persönlich angehört 
werden zu wollen. Am 16. Oktober 2024 wurde ihm in den Räumlichkeiten der JVA 
C.________ zur beabsichtigten Abweisung der bedingten Entlassung aus dem 
Strafvollzug das rechtliche Gehör gewährt (amtliche Akten BVD, pag. 1685 f.).

5. Mit Verfügung vom 18. November 2024 verweigerten die BVD dem Beschwerde-
führer die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug (amtliche Akten BVD, 
pag. 1708 ff.; amtliche Akten Vorinstanz, pag. 1 ff.).

6. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2024 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (recte: Sicherheitsdirektion des Kan-
tons Bern [nachfolgend: SID oder Vorinstanz]; amtliche Akten Vorinstanz, 
pag. 19 ff.). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 

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bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug. Ferner ersuchte er um Erteilung der 
unentgeltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ 
als amtliche Rechtsbeiständin (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 19 ff.). Mit Be-
schwerdevernehmlassung vom 8. Januar 2025 beantragten die BVD die Abwei-
sung der Beschwerde (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 31 ff.).

7. Mit Verfügung vom 15. Januar 2025 wurde die Beschwerde von der Vorinstanz zur 
Verbesserung zurückgewiesen und es wurde eine Frist zur Wiedereinreichung so-
wie zur Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen auf den 27. Januar 2025 ge-
setzt (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 34 ff.). Mit Schreiben vom 21. Januar 2025 
reichte der Beschwerdeführer erneut die korrigierte und nunmehr von seiner 
Rechtsvertreterin unterzeichnete Beschwerde bei der Vorinstanz ein (amtliche Ak-
ten Vorinstanz, pag. 40 ff.).

8. Die Vorinstanz wies mit Entscheid vom 6. März 2025 die Beschwerde sowie das 
Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege begründet ab; unter Aufer-
legung der Verfahrenskosten von CHF 400.00 an den Beschwerdeführer (amtliche 
Akten Vorinstanz, pag. 58 ff.).

9. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin B.________ namens und im Auf-
trag ihres Klienten am 10. April 2025 beim Obergericht des Kantons Bern fristge-
recht Beschwerde und stellte folgende Anträge (pag. 1 ff.):
1. Es sei der Beschwerdeentscheid vom 6. März 2025 der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern 

aufzuheben und Herr A.________ sei laut Art. 86 StGB bedingt zu entlassen, sobald er eine 
Wohnung gefunden hat.

2. A.________ sei eine amtliche Verteidigung zu gewähren und Frau B.________, Rechtsanwältin 
in I.__ (Ortschaft), als amtliche Verteidigerin zu ernennen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

10. Gestützt auf diese Eingabe eröffnete die 2. Strafkammer des Obergerichts des 
Kantons Bern (nachfolgend: 2. Strafkammer oder Kammer) mit Verfügung vom 
14. April 2025 das vorliegende Beschwerdeverfahren und forderte die Vorinstanz 
auf, innert Frist eine Stellungnahme sowie die Vollzugsakten des Beschwerdefüh-
rers einzureichen. In derselben Verfügung wurde Rechtsanwältin B.________ ge-
beten, die Anwaltsvollmacht einzureichen, was mit Schreiben vom 15. April 2025 
geschah (pag. 30 ff.).

11. Mit Vernehmlassung vom 23. April 2025 beantragte die Vorinstanz die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Zum Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege enthielt sie sich eines Antrags (pag. 36 f.). 

12. Mit Verfügung vom 24. April 2025 wurde der Generalstaatsanwaltschaft Gelegen-
heit zur Stellungnahme geboten (pag. 38 f.). Diese beantragte in ihrer Stellung-
nahme vom 2. Mai 2025 unter Verweis auf die zutreffenden Ausführungen der 
Vorinstanz in ihrem Beschwerdeentscheid vom 6. März 2025 sowie ihrer Vernehm-
lassung vom 23. April 2025 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde und ver-
zichtete auf weitere Ausführungen (pag. 41). Mit Verfügung vom 5. Mai 2025 wurde 

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dem Beschwerdeführer Gelegenheit geboten, eine Replik einzureichen. Der Be-
schwerdeführer verzichtete in der Folge auf die Einreichung einer Replik, woraufhin 
mit Verfügung vom 3. Juni 2025 der Schriftenwechsel geschlossen, die Zusam-
mensetzung der Kammer bekannt gegeben und der schriftliche Entscheid in Aus-
sicht gestellt wurde (pag. 45 f.).

II. Formelles 

13. Gegen Verfügungen und Beschwerdeentscheide der SID im Bereich des Justizvoll-
zugs kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung bei den Strafkammern des Oberge-
richts des Kantons Bern Beschwerde geführt werden (Art. 52 Abs. 1 des Gesetzes 
über den Justizvollzug [JVG; BSG 341.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. c des Organisati-
onsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Die 2. Strafkammer ist 
somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren rich-
tet sich gemäss Art. 53 JVG nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege 
(VRPG; BSG 155.21), soweit das JVG keine besonderen Bestimmungen enthält. 
Namentlich finden die Art. 79 und Art. 80 bis Art. 84a VRPG sinngemäss Anwen-
dung (Art. 86 Abs. 2 VRPG). 

14. Der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz datiert vom 6. März 2025 und wurde dem 
Beschwerdeführer am 11. März 2025 per Einschreiben zugestellt. Das Zustellda-
tum vom 11. März 2025 wurde durch Nachfrage bei der Vorinstanz mit Zustellung 
des Nachweises von der SID durch die Kammer verifiziert (pag. 48 f.). Die Be-
schwerde ist demnach fristgerecht eingereicht worden (vgl. Art. 52 Abs. 1 JVG). 

15. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist vom 
angefochtenen Entscheid direkt betroffen und als unterlegene Partei zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 79 Abs. 1 VRPG).

16. Auf die Beschwerde vom 10. April 2025 ist somit einzutreten. Da es sich bei der 
Vorinstanz nicht um ein unabhängiges Gericht im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Kon-
vention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) 
handelt, ist die 2. Strafkammer als einzige gerichtliche kantonale Instanz in ihrer 
Kognition nicht beschränkt (Urteil des Bundesgerichts 6B_983/2020 vom 3. No-
vember 2020 E. 1.3.2 und E. 1.4; vgl. auch Art. 80 VRPG).

III. Materielles 

17. Erwägungen der Vorinstanz

Für das Vorleben des Beschwerdeführers verwies die Vorinstanz auf den 
Beschluss der Kammer vom 8. November 2023 (amtliche Akten BVD, pag. 1493), 
gemäss welchem dieses aufgrund der Vorstrafenlosigkeit und eines Lebens in 
weitgehend geordneten Verhältnissen positiv ins Gewicht falle. Es seien keine 
Gründe ersichtlich, weshalb das Vorleben des Beschwerdeführers heute anders 
beurteilt werden sollte, weshalb dieses nach wie vor positiv ins Gewicht falle (amtli-
che Akten Vorinstanz, pag. 61; pag. 13). 

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Hinsichtlich der prognostisch zu berücksichtigenden Persönlichkeitsmerkmalen des 
Beschwerdeführers fasste die Vorinstanz die diesbezüglich wesentlichen Erwägun-
gen des Entscheids der SID vom 24. Mai 2023 (amtliche Akten BVD, pag. 1438 f.), 
des Beschlusses der Kammer vom 8. November 2023 (amtliche Akten BVD, 
pag. 1495, 1499), der Aktennotiz zur Vollzugskoordinationssitzung vom 12. Sep-
tember 2023 (amtliche Akten BVD, pag. 1512 f.), der Disziplinarverfügungen vom 
19. April 2024 und vom 22. April 2024 (amtliche Akten BVD, pag. 1557 ff., 1571), 
des Vollzugsberichts vom 29. Juli 2024 (amtliche Akten BVD, pag. 1570 ff.), des 
Gesuchs des Beschwerdeführers um bedingte Entlassung vom 27. Juli 2024 (amt-
liche Akten BVD, pag. 1685 ff.), des Urteils des Bezirksgerichts Lausanne vom 
11. Januar 2023 sowie des Urteils des Kantonsgerichts des Kantons Waadt vom 
8. September 2023 (amtliche Akten BVD, pag. 1601 ff., 1615) zusammen. Darauf 
könne grundsätzlich verwiesen werden (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 61 ff.; 
pag. 13 ff.). Mit Blick auf diese Grundlagen hätten sich seit der letzten Beurteilung 
durch die Kammer vom 8. November 2023 offensichtlich keine wesentlichen Ände-
rungen ergeben. Selbst der Vollzug der hier zur Diskussion stehenden Freiheits-
strafe habe den Beschwerdeführer nicht vor weiterer Straffälligkeit abhalten kön-
nen. Hinsichtlich der aus diesem späteren Verfahren resultierenden unbedingten 
Freiheitsstrafe von 10 Monaten sei er der Ansicht, diese sei zu Unrecht ausgespro-
chen worden. Dabei habe der Beschwerdeführer erneut eine andere Person für 
sein eigenes Verhalten verantwortlich gemacht, was sogar eine Verurteilung wegen 
falscher Anschuldigung zu Folge gehabt habe. Es würden sich somit deutliche Par-
allelen zu seiner Haltung bezüglich der Delikte zeigen, welche zur momentan in 
Vollzug stehenden Freiheitsstrafe von 15 Jahren geführt hätten. Die BVD hätten in 
diesem Zusammenhang zu Recht auf die gefestigten deliktrelevanten Persönlich-
keitsanteile und das Ausbleiben einer Verbesserung hingewiesen. Auch erschienen 
die Schilderungen der JVA C.________, wonach er im Rahmen einer Meinungs-
verschiedenheit einen Miteingewiesenen am Arm gepackt haben soll, mit Blick auf 
sein (teilweise) impulsives Verhalten plausibel. Wie es sich im Einzelnen damit ver-
halte, müsse jedoch nicht abschliessend geklärt werden, zumal in Bezug auf die 
von med. pract. E.________ erwähnten Risikoeigenschaften so oder anders kein 
entscheidend ins Gewicht fallender Wandel zum Positiven ersichtlich sei. Bis heute 
sei beim Beschwerdeführer von einem eklatanten Mangel an Problembewusstsein 
und Verantwortungsübernahme auszugehen. Das Prognosekriterium «Täterper-
sönlichkeit» sei bei dieser Ausgangslage nach wie vor klar negativ zu gewichten 
(amtliche Akten Vorinstanz, pag. 64 ff., pag. 16 ff.). 

Zum übrigen deliktischen und sonstigen Verhalten des Beschwerdeführers verwies 
die Vorinstanz zunächst auf E. 6.5 ihres Beschwerdeentscheides vom 24. Mai 
2023, wonach dieses aufgrund des negativen Verhaltens nach der Tat und im 
Strafverfahren, des eher negativen Verhaltens in der JVA C.________, des Aus-
bleibens von Wiedergutmachungsleistungen und der bloss teilweisen Erreichung 
der Vollzugsziele trotz einiger positiver Aspekte insgesamt negativ ins Gewicht fal-
le. Zudem verwies sie auf E. 15.5 f. und E. 15.9 des Beschlusses der Kammer vom 
8. November 2023 (vgl. amtliche Akten Vorinstanz, pag. 67 ff. und amtliche Akten 
BVD, pag. 1502 ff.). Sie gelangte zum Schluss, dass angesichts der Angaben der 
JVA C.________ das Vollzugsverhalten des Beschwerdeführers trotz etlicher posi-

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tiver Aspekte auch heute insgesamt als verweigernd und deshalb eher negativ be-
wertet werden müsse. Insbesondere verschliesse sich der Beschwerdeführer nach 
wie vor der Gelegenheit, den Umgang mit Konfliktsituationen zu erlernen. Dass er 
in der Lage sei, solche zu meistern, konnte er bisher nicht unter Beweis stellen. Im 
Gegenteil bestünden mit Blick auf die erwähnten Disziplinierungen deutliche An-
haltspunkte, dass er sich im Rahmen einer allfälligen Auseinandersetzung nicht 
bloss zurückziehen würde, sondern impulsiv und unter Anwendung körperlicher 
Kraft reagieren könnte. Aufgrund dieser Umstände, des Ausbleibens freiwilliger 
Wiedergutmachungsleistungen sowie der bloss teilweisen Erreichung der Vollzugs-
ziele falle das Prognosekriterium «übriges deliktisches und sonstiges Verhalten» 
auch im jetzigen Zeitpunkt negativ ins Gewicht. An diesem Schluss würden auch 
die Vorbringen des Beschwerdeführers offensichtlich nichts ändern, zumal er im 
Wesentlichen bloss seine bisherigen Argumente (Führens eines zurückgezogenen 
Lebens und seine Anpassungsfähigkeit) wiederhole und eine Begründung, weshalb 
die Erwägungen der SID sowie der Kammer im Rahmen der erstmaligen Prüfung 
der bedingten Entlassung unzutreffend sein sollten, weitestgehend vermissen lies-
se (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 67 ff.; pag. 19 ff.).

Betreffend die zu erwartenden Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers verwies 
die Vorinstanz wiederum vorab auf ihre diesbezüglichen Erwägungen in ihrem Ent-
scheid vom 24. Mai 2023. Darin sei unter anderem festgestellt worden, dass über 
die Zukunftspläne des Beschwerdeführers hinsichtlich des Wohnorts nichts be-
kannt sei. Es sei jedenfalls nicht davon auszugehen, dass er in sein früheres Domi-
zil zurückkehren werde, zumal er sein Haus verkauft habe. Es sei nicht ersichtlich, 
inwiefern er über ein tragfähiges soziales Umfeld verfüge, das ihn nach seiner Ent-
lassung unterstützen könnte. Durch sein Vorhaben, wieder K._____ (Inhalt Berufs-
tätigkeit) zu geben, bestünde das Risiko der Bildung asymmetrischer Beziehungen, 
welche die Begehung von weiteren Straftaten begünstigen könnte (amtliche Akten 
BVD, pag. 1444 f.). Weiter verwies sie auf E. 16.5 ff. des Beschlusses der Kammer 
vom 8. November 2023. Darin werde unter anderem erwähnt, der Beschwerdefüh-
rer verfüge über kein soziales Umfeld. Auch dürften dessen finanzielle Verhältnisse 
im Tatzeitpunkt günstig gewesen sei. Anhaltspunkte, wonach seine Taten finanziell 
motiviert gewesen seien, würden jedenfalls keine vorliegen. Die angebliche Schul-
denfreiheit und das vom Beschwerdeführer erwartete Einkommen durch Erteilen 
von O.______ (Berufstätigkeit) würde deshalb prognostisch kaum ins Gewicht fal-
len. Es bestehe keinerlei Garantie, dass der Beschwerdeführer nach seiner Entlas-
sung nicht wieder als J._____ (Beruf) tätig sein werde, zumal sich dessen Tätigkei-
ten als L.______ (Beruf) und J._____ (Beruf) teilweise auf denselben Personen-
kreis bezogen hätten. Indem er seine T.______ (Ort Berufsausübung) in seinem 
Wohnzimmer betrieben habe, hätte denn auch keine klare räumliche Trennung zu 
seiner Tätigkeit als J._____ (Beruf) bestanden (amtliche Akten Vorinstanz, 
pag. 69 ff.; pag. 21 ff.). Aufgrund der aufgezeigten Sachlage könne nicht gesagt 
werden, dass sich die beschriebene Ausgangslage verändert habe. Der Beschwer-
deführer habe des Weiteren angegeben, Mitglied einer «Gemeinde» sowie einer 
«Loge» zu sein und Kontakt zu Familienangehörigen zu pflegen. Obwohl er erklärt 
habe, von vielen Personen besucht zu werden, seien für das Jahr 2024 nur drei 
Besuche von Privatpersonen aktenkundig. Allein aus seinen Angaben und diesen 

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Besuchen lasse sich jedenfalls nach wie vor nicht auf einen tragfähigen sozialen 
Empfangsraum mit deliktprotektiver Wirkung schliessen. Auch zeige er keine kon-
kreten Pläne hinsichtlich seiner zukünftigen Wohnsituation auf. Diese Umstände 
seien negativ zu bewerten. Zudem sei mit der Kammer darauf hinzuweisen, dass 
günstige finanzielle Verhältnisse den Beschwerdeführer auch in der Vergangenheit 
nicht von Delinquenz habe abhalten können, weshalb diese prognostisch kaum ins 
Gewicht fielen. Der Beschwerdeführer beabsichtige bis heute, nach seiner Entlas-
sung K._____ (Inhalt Berufstätigkeit) zu geben, wobei dieser bei Freunden und Be-
kannten sogar vor Ort stattfinden solle. Diese Absicht zeuge von fehlendem Pro-
blembewusstsein und sei deshalb negativ zu gewichten. Insgesamt seien die zu 
erwartenden Lebensverhältnisse immer noch als negativ zu beurteilen. Mit seinen 
diesbezüglichen Vorbringen sei der Beschwerdeführer nicht zu hören. Er wiederho-
le erneut im Wesentlichen bloss seine bisherigen Argumente (betreffend die finan-
ziellen Verhältnisse, die geplante Tätigkeit als L.______ (Beruf), das Führen eines 
zurückgezogenen Lebens und seine Anpassungsfähigkeit) und ignoriere über weite 
Strecken die Erwägungen der SID und der Kammer im Rahmen der erstmaligen 
Prüfung der bedingten Entlassung (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 72; pag. 24). 

Als Zwischenfazit hielt die Vorinstanz fest, es hätten sich seit der letzten Beurtei-
lung durch die Kammer keine wesentlichen Änderungen ergeben und eine Ge-
samtwürdigung der fraglichen Aspekte spreche klarerweise gegen eine bedingte 
Entlassung (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 73; pag. 25). 

Betreffend die Differenzialprognose verwies sie wiederum zunächst auf die Erwä-
gungen der Kammer im Beschluss vom 8. November 2023 (amtliche Akten BVD, 
pag. 1508). Gemäss diesen sei nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer 
in der verbleibenden Zeit damit beginnen könnte, sich ernsthaft mit seinen Taten 
auseinanderzusetzen. Der Beschwerdeführer könne die verbleibende Zeit dazu 
nutzen, an seinem Verhalten zu arbeiten und seine Wiedereingliederung zu organi-
sieren. Eine Verbesserung der Legalprognose im weiteren Vollzug sei möglich. Der 
beschwerdeführerische Einwand, die Persönlichkeit des Beschwerdeführers werde 
sich verschlechtern, wenn er weiter in Haft bleibe und ihm kein Vertrauen geschen-
kt werde, verfange deshalb nicht. Auch unter Berücksichtigung des Umstands, 
dass bis zur Vollverbüssung der gegen den Beschwerdeführer verhängten Frei-
heitsstrafe noch knapp drei Jahre verbleiben würden, sei für die Vorinstanz kein 
Grund ersichtlich, weshalb die erwähnten Ausführungen der Kammer heute keine 
Geltung mehr beanspruchen sollten (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 73 f.; 
pag. 25 f.). Zusammengefasst kommt die Vorinstanz bezüglich der Differenzialpro-
gnose zu folgenden Schlüssen: Eine Verbesserung der Legalprognose sei nach 
wie vor möglich. Dem Beschwerdeführer sei zwar insofern zuzustimmen, als die 
vorzeitige Entlassung nicht per se von einer «Resozialisierung in Form eines Er-
zwingens von mehr Sozialleben» abhängig gemacht werden könne. Er scheine 
aber zum einen zu verkennen, dass ihm ein tragfähiger sozialer Empfangsraum bei 
der Wiedereingliederung behilflich sein könne. Zum andere dürfe von ihm erwartet 
werden, dass er sich (unter anderem) mit seinen problematischen und deliktför-
dernden Persönlichkeitsaspekten sowie seinem Verhalten während des Vollzugs 
auseinandersetzt und durch einen vermehrten Kontakt zu anderen Personen die 
Gelegenheit wahrnimmt, den Umgang mit Konfliktsituationen zu erlernen. Ein 

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zurückgezogenes Leben biete keinesfalls (hinreichend) Gewähr für das Ausbleiben 
eines Rückfalls. Im Übrigen würden sich beide Entlassungsszenarien als negativ 
erweisen, sollte der Beschwerdeführer die für eine Verbesserung der Legalprogno-
se erforderlichen Anstrengungen unterlassen. Insgesamt spreche die Differenzial-
prognose deshalb gegen eine bedingte Entlassung. Dies müsse umso mehr gelten, 
als bei einem Rückfall das höchstrangige Rechtsgut der körperlichen Integrität ge-
fährdet wäre. In diesem Zusammenhang sei zu betonen, dass dem Sicherheitsin-
teresse der Allgemeinheit auch dann Vorrang eingeräumt werden könne, wenn im 
Strafvollzug keine weitere signifikante Verbesserung der Legalprognose zu erwar-
ten sei. An diesem Schluss würden die Vorbringen des Beschwerdeführers offen-
sichtlich nichts zu ändern vermögen, zumal er auch diesbezüglich im Wesentlichen 
bloss seine bisherigen Argumente (betreffend Therapie, Vertrauen bzw. Misstrau-
en, das Führen eines zurückgezogenen Lebens, seine Anpassungsfähigkeit und 
das Recht, die Taten zu bestreiten) wiederhole und eine Begründung, weshalb die 
Erwägungen der Kammer im Rahmen der erstmaligen Prüfung der bedingten Ent-
lassung unzutreffend sein sollten, weitestgehend vermissen lasse. Aufgrund des 
Gesagten hätten die BVD dem Beschwerdeführer die bedingte Entlassung zu 
Recht verweigert, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abgewiesen werde (amt-
liche Akten Vorinstanz, pag. 74; pag. 26). 

In ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2025 (pag. 36 f.) verwies die Vorinstanz 
zunächst auf ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid. Weiter führte sie 
aus, die vorliegende Beschwerde enthalte keine Vorbringen, welche in ihrem Ent-
scheid nicht gebührend mitberücksichtigt worden seien oder am Ausgang des Ver-
fahrens etwas zu ändern vermögen würden. Der Beschwerdeführer beschränke 
sich auch in seiner vorliegenden Beschwerdeschrift im Wesentlichen darauf, die 
bereits vorgebrachten Argumente zu wiederholen. Mit den Erwägungen im ange-
fochtenen Beschwerdeentscheid setze er sich nur punktuell auseinander. Weshalb 
im Rahmen der Beurteilung des Prognosekriteriums «Täterpersönlichkeit» die Ta-
tumstände nicht berücksichtigt werden könnten, sei nicht nachvollziehbar. Der Be-
schwerdeführer werde dadurch nicht «nochmals für die gleiche Tat verurteilt». Eine 
Vollverbüssung der Strafe ohne Gewährung vorgängiger Vollzugslockerungen wäre 
zwar nicht optimal, würde jedoch nichts daran ändern, dass Vollzugslockerungen 
bzw. die bedingte Entlassung nur gewährt werden könnten bzw. könnte, wenn die 
dazu notwendigen Voraussetzungen erfüllt seien (pag. 36 f.). 

18. Vorbringen Beschwerdeführer 

Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, die angefochtene Verfügung 
verletze die Prinzipien der bedingten Entlassung gemäss Art. 86 StGB. Im vorlie-
genden Fall sei die vorzeitige Entlassung bereits einmal verweigert worden. Seit-
dem habe sich seine Situation verbessert, an seinem Charakter jedoch habe sich 
nichts geändert. Er sei nach wie vor nicht therapierbar und werde auch weiterhin 
seine Unschuld beteuern, dies werde sich auch in den nächsten Jahren nicht än-
dern. Dieser Umstand zeige auf, dass «die Weiterführung der Haft bis zum Ende» 
keine Verbesserung der Legalprognose bringen könne, sondern eher eine Ver-
schlechterung. Es sei somit viel besser und sicherer, wenn die Bewährungshilfe die 

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ersten Jahre in Freiheit überwachen und ihn in Freiheit unterstützen könne. Dies 
sei der Zweck der vorzeitigen Entlassung (pag. 3).

Mit der Erwägung 4 der Vorinstanz sei er einverstanden. Sein Vorleben falle positiv 
ins Gewicht, was wichtig sei, da dies ein wichtiger Hinweis betreffend Rückfallge-
fahr darstelle. Er sei nie rückfällig geworden und habe sich während der langen In-
struktion immer ohne Probleme in Freiheit aufgehalten (pag. 3). Er sei tief gläubig 
und habe engen Kontakt mit der Pfarrerin der JVA C.________. Dies zeige, dass er 
fähig sei, sozialen Kontakt aufzunehmen. Ausserdem habe er im Rahmen eines 
anstaltsinternen Gottesdienstes ein Konzert gegeben (pag. 3). Weiter bringt er vor, 
er könne sich nicht mit Taten auseinandersetzen, wenn er diese seiner Ansicht 
nach nicht begangen habe. Man könne ihm die vorzeitige Entlassung nicht aus die-
sem Grund verweigern. Eine Tataufarbeitung sei in einem solchen Fall nicht mög-
lich und somit könne auch die bedingte Entlassung nicht davon abhängig gemacht 
werden (pag. 4). Der Beschwerdeführer verweist in diesem Zusammenhang auf 
den Beschluss der Kammer vom 8. November 2023, gemäss welchem sich die in-
nere Einstellung des Beschwerdeführers offensichtlich nicht verändert habe und er 
sich auch während mehr als 10 Jahren im Strafvollzug nicht mit seinen Taten oder 
seinen Persönlichkeitsmerkmalen auseinandergesetzt habe. Gemäss Beschwerde-
führer sei dies der Beweis dafür, dass er seine Persönlichkeit auch in den nächsten 
drei Jahren nicht ändern werde und somit die Situation heute dieselbe sei wie sie 
am Ende der Strafe sein werde. Dies spreche für die vorzeitige Entlassung. Es sei 
willkürlich und sogar gefährlicher, jemanden mit einer Persönlichkeitsstörung nicht 
vorzeitig zu entlassen, da diese Person sich nicht ändern könne und deshalb umso 
mehr Unterstützung benötige, um das Leben in Freiheit zu erlernen (pag. 5).

Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, der angefochtene Entscheid habe 
vergessen zu erwähnen, dass er erst nach seiner Verurteilung am 11. April 2014 in 
Haft genommen worden sei; die Taten, für welche er verurteilt worden sei, jedoch 8 
bis 10 Jahre zurückgelegen hätten. Er hätte somit bereits vor seiner Verurteilung 
gezeigt, dass er nicht rückfällig werde und absolut nicht gefährlich sei. Wenn be-
reits die Strafuntersuchung genügt habe, dass er keine weiteren Straftaten began-
gen habe, würde er nach 12 Jahren Haft noch weniger rückfällig werden (pag. 3 f.). 
Es stimme zwar, dass er noch ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt und wegen 
Gewalt und Drohung gegen Beamte gehabt habe, da er nicht aus dem Haus habe 
gehen wollen, doch seien dies ganz andere Delikte. Es seien bloss Vergehen und 
eine Rückfallgefahr nach einer vorzeitigen Entlassung sei unwahrscheinlich, da er 
nicht mehr in einem Eheverhältnis leben werde. Auch das Verfahren, welches er in 
Lausanne gehabt habe, hätte mit seiner Scheidung bzw. mit seiner Exfrau zu tun 
gehabt. Auch hier sei keine Gewalt im Spiel gestanden und es bestehe diesbezüg-
lich auch keine Rückfallgefahr, da die Scheidung definitiv abgeschlossen sei und er 
alles bezahlt hätte, was er seiner Frau schuldig gewesen sei. Auch hätte er alles 
bezahlt, was er der Opferhilfe schuldig gewesen sei (pag. 4). Gespräche mit einer 
Psychologin lehne er nicht ab, diese müssten jedoch Alltagsprobleme betreffen und 
im Rahmen einer ambulanten Therapie in Freiheit durchgeführt werden können 
(pag. 5).

10

Zu den Erwägungen der BVD bezüglich seines übrigen deliktischen und sonstigen 
Verhaltens brachte der Beschwerdeführer zusammengefasst vor, man könne nicht 
sagen, er habe keine Zahlungen an die Opferhilfe getätigt. Es sei alles bezahlt 
worden. Ob er heute oder in drei Jahren wieder frei komme, ändere in Sachen Si-
cherheit und Rückfallgefahr absolut nichts. Zudem sei eine sofortige Rückfallgefahr 
auch von Herrn E.________ nicht angenommen worden, was klar für eine vorzeiti-
ge Entlassung spreche. Hinzu komme, dass er die vom erstinstanzlichen Gericht 
ausgesprochene Strafe bereits erstanden habe und er heutzutage nicht mehr we-
gen schwerer Körperverletzung für dasselbe verurteilt werden würde, da Y.______ 
(Krankheitsbegriff) heute heilbar sei. Dies seien ebenfalls indirekte Gründe, wes-
halb die vorzeitige Entlassung gewährt werden müsse und diese nicht aus Sicher-
heitsgründen verweigert werden könne. Zudem sei es von der Vorinstanz falsch 
gewesen, die Tat selbst und die Art, wie sie begangen worden sei, als «Umstände, 
die offensichtlich negativ ins Gewicht fallen», zu beurteilen. Der Täter könne bei der 
vorzeitigen Entlassung nicht nochmals für die gleiche Tat verurteilt werden. Er habe 
gelernt, sich nicht bemerkbar zu machen, wenn er ein friedliches Leben wolle, und 
Regeln einzuhalten, auch wenn diese keinen Sinn machen würden (pag. 6 f.). Er 
habe sich deshalb in die Arbeit zurückgezogen und habe hierfür einen vorzüglichen 
Bericht seines Arbeitsagogen erhalten, was für eine gute Legalprognose sehr wich-
tig sei (pag. 6). Es seien ihm sämtliche positiven Fähigkeiten, welche er brauche, 
um keine Delikte mehr zu begehen, attestiert worden. Er werde keine finanziellen 
Probleme haben, welche ihn zu Straftaten verlocken könnten. Zusätzlich zu seiner 
Rente werde er ein Einkommen generieren können, da es viele Leute gebe, welche 
O.______ (Berufstätigkeit) benötigen würden und er auch Konzerte geben könne. 
Insgesamt müsse sein Verhalten im Vollzug als generell gut bezeichnet werden. Es 
sei sein Recht, in Freiheit wie auch im Gefängnis, zurückgezogen zu leben, solan-
ge er die anderen Lebensregeln befolge, was er auch tue (pag. 6 f.).

Zu den Erwägungen der Vorinstanz betreffend die zu erwartenden Lebensverhält-
nisse bringt der Beschwerdeführer zusammengefasst vor, die Behörden könnten 
nicht die vorzeitige Entlassung verweigern, weil er noch keine Wohnung habe, da 
er vor diesem Entscheid keine Wohnung finden könne. Sobald die bedingte Entlas-
sung bewilligt werde, könne er eine Wohnung suchen. Er habe bereits Kontakte in 
P.______ (Ort für Berufsausübung) aufgenommen und könne dort auch eine 
Wohnmöglichkeit finden. Es sei willkürlich zu sagen, seine U.________ (Berufsin-
halt) würden eine konkrete Gefährdung für die Begehung weiterer Straftaten dar-
stellen, da er damals zwei Aktivitäten (als J._____ (Beruf) und als L.______ (Be-
ruf)) ausgeführt habe. Die Tätigkeit als J._____ (Beruf) würde er sicher nicht wieder 
aufnehmen. Als L.______ (Beruf) hingegen habe er nie ein Delikt begangen 
(pag. 7). Nach der Differenzialprognose würde sich seine vorzeitige Entlassung be-
reits nach den zuvor erwähnten Argumenten rechtfertigen. Eine Verbesserung der 
Legalprognose sei in seinem Fall eben nicht möglich (pag. 8). Auch könne man 
nicht sagen, dass ein zurückgezogenes Leben keinesfalls (hinreichend) Gewähr für 
das Ausbleiben eines Rückfalls gewähre. Vielmehr könnten diejenigen Delikte, für 
welche er verurteilt worden sei, nicht von einem zurückgezogenen Menschen be-
gangen werden. Wer impulsiv sei, könne sich mit dem Vermeiden von Kontakten 
schützen, was nicht heisse, überhaupt keine Kontakte zu haben. Es sei willkürlich 

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zu sagen, dass eine intelligente Person wie der Beschwerdeführer nicht sicher 
zurückgezogen leben könne. Dies werde er auch nicht tun, da er ja V.______ (Be-
rufsinhalt) geben wolle. Es sei besser, ihn jetzt freizulassen mit Auflagen, als in drei 
Jahren ohne jegliche Auflagen und Kontrolle, ansonsten «das Risiko auf eine Rück-
fallgefahr» nur grösser werde (pag. 8).

19. Wesentliche Entscheidgrundlagen 

19.1 Forensisch-psychiatrisches Gutachten vom 13. Dezember 2010 und Stellungnah-
me vom 26. Mai 2011 von Dr. med. G.________

Aus dem forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 13. Dezember 2010 (amtliche 
Akten BVD, pag. 1 ff.) und der Stellungnahme vom 26. Mai 2011 (amtliche Akten 
BVD, pag. 55 ff.), beide von Dr. med. G.________, Forensisch-Psychiatrischer 
Dienst (FPD) der Universität Bern, geht hervor, dass beim Beschwerdeführer eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit histrionischen, paranoiden und narzissti-
schen Anteilen (ICD-10 F61.0) diagnostiziert wurde und sich daneben Züge von 
«psychopathy» abbilden liessen (amtliche Akten BVD, pag. 51). Gemäss diesem 
Gutachten stünden in den Beziehungen des Beschwerdeführers aufgrund seiner 
Persönlichkeitsstruktur die eigenen Interessen im Vordergrund. Skrupel oder 
Schuldgefühle, die Abhängigkeit anderer auszunutzen, würden kaum erlebt und ei-
ne Problemeinsicht bestehe nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerde-
führer seine Beziehungen auch in Zukunft in dieser, das Gegenüber tendenziell 
ausbeutenden Art und Weise konstelliere, sei hoch. Das Risiko, dass es in solchen 
Beziehungen auch zu strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen komme (z.B. 
Drohung, Nötigung, finanzielle Schädigung oder andere Taten wie diejenigen, wel-
che ihm aktuell zur Last gelegt würden) und die letztlich dem Ziel dienten, das Ge-
genüber zu beherrschen, sei ebenfalls erhöht (amtliche Akten BVD, pag. 49 f.). Die 
für die Tatzeit diagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstörung bestehe weiterhin 
und die vorgeworfenen Taten seien mit der Störung in Zusammenhang gestanden 
(amtliche Akten BVD, pag. 52). Eine mindestens partielle Einsicht des Beschwerde-
führers in die Persönlichkeitsstörung wäre ein erster Schritt in Richtung einer Ver-
änderung der dysfunktionalen Muster. Von daher wäre Einsicht deliktpräventiv und 
würde zu einer veränderten Risikoeinschätzung hin zu einem geringeren Risiko 
führen (amtliche Akten BVD, pag. 66). 

19.2 Forensisch-psychiatrisches Gutachten vom 21. September 2020 von med. pract.  
E.________ 

Gemäss dem forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 21. September 2020 von 
med. pract. E.________ (amtliche Akten BVD, pag. 833 ff.) sei sowohl für den Tat-
zeitraum (2001 bis 2005) wie auch aktuell beim Beschwerdeführer von der Ver-
dachtsdiagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und 
psychopathischen Anteilen (ICD-10: F60.8) auszugehen. Differenzialdiagnostisch 
liege eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung mit paranoiden und psycho-
pathischen Zügen vor (amtliche Akten BVD, pag. 917). Im Rahmen der klinischen 
prognostischen Bewertung fielen die in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers 
verankerten Risikoeigenschaften wie chronifizierte Gewaltbereitschaft, eine stark 
ausgeprägte Dominanzproblematik und kaltblütig manipulative Persönlichkeit we-

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gen deren hohen Ausprägung und auch deutlichen Bedeutung für das Tatverhalten 
als legalprognostisch ungünstige Faktoren stark ins Gewicht (amtliche Akten BVD, 
pag. 906 und pag. 911). Bezüglich des Verhaltens nach den Taten seien laut med. 
pract. E.________ unter anderem die starken Externalisierungstendenzen des Be-
schwerdeführers, die gezielten Manipulationen verschiedener Opfer, das konse-
quente Bestreiten der Taten auch über ein rechtskräftiges Urteil hinaus sowie das 
bedrohliche Verhalten gegenüber der Polizei als prognostisch ungünstig zu bewer-
ten (amtliche Akten BVD, pag. 912). Das deutliche Rückfallrisiko und die zu erwar-
tende Schwere der Taten bei einem Rückfall sprechen aus forensisch-
psychiatrischer Sicht ganz klar für eine Behandlung. Die Chancen, mittels einer de-
liktpräventiv ausgerichteten psychotherapeutischen Behandlung risikosenkende Ef-
fekte zu erreichen, seien zwar aufgrund der gänzlich fehlenden Therapiemotivation 
des Beschwerdeführers sehr gering bis allenfalls gering. Allerdings bestünde bei 
ihm keine fixierte Behandlungsunfähigkeit. Die Situation würde sich umgehend ver-
ändern, wenn der Beschwerdeführer die Tatbegehungen eingestehen könnte und 
im weiteren Verlauf dazu bereit wäre, darüber zu sprechen und sich auf eine Aus-
einandersetzung mit seinen Risikoeigenschaften einzulassen (amtliche Akten BVD, 
pag. 914 f.). Beim Beschwerdeführer bestand tatzeitnah und bestehe auch aktuell 
ein deutliches Rückfallrisiko für einschlägige Gewaltdelikte und somit schwere Kör-
perverletzungen im bisher gezeigten Rahmen und häusliche Gewaltdelikte inklusi-
ve Drohungen (amtliche Akten BVD, pag. 923). Aufgrund des gewinnenden Verhal-
tens und der manipulativen Fähigkeiten des Beschwerdeführers seien bei ihm kei-
ne Weisungen oder Auflagen denkbar, welche das Risiko nach einer bedingten 
Entlassung wesentlich senken könnten. Im Falle einer bedingten Entlassung mit 
Weisungen und Auflagen während der Probezeit läge bei ihm ein deutliches Rück-
fallrisiko für einschlägige Delinquenz vor (amtliche Akten BVD, pag. 924).  

19.3 Vollzugsbericht der JVA C.________ vom 29. Juli 2024

Dem Vollzugsbericht der JVA C.________ vom 29. Juli 2024 (amtliche Akten BVD, 
pag. 1570 ff.) lässt sich zusammengefasst Folgendes entnehmen: Der Beschwer-
deführer zeige sich nach wie vor sehr zurückgezogen. Er werde meist freundlich, 
ruhig und angepasst erlebt. Seine Interaktion mit Mitarbeitenden sowie mit mitein-
gewiesenen Personen sei auf das Notwendigste beschränkt. Er verbringe seine 
Freizeit fast ausschliesslich in seiner Zelle und nehme, mit Ausnahme der obligato-
rischen monatlichen Kochgruppe und der Abteilungsversammlung, nicht am Grup-
pengeschehen teil. In der reduzierten zwischenmenschlichen Beziehungsgestal-
tung schienen seine zentralen Beziehungsmotive weiterhin Anerkennung und die 
eigene Bedürfnisbefriedigung zu sein. Der Beschwerdeführer könne in Stresssitua-
tionen oder in Situationen, in denen er sich ungerecht behandelt fühle, impulsiv, 
aufbrausend, gereizt oder ungeduldig reagieren. Bezugspersonengespräche fän-
den weiterhin nicht statt. Bezüglich der Zusammenarbeit zeige er sich misstrauisch 
und äussere sich dahingehend, er brauche keine Gespräche, da er zu Unrecht in 
Haft sei. Er sei nach wie vor überzeugt, dass es sich in seinem Fall um einen Jus-
tizfehler handle. Eine Auseinandersetzung mit seinen problematischen Persönlich-
keitsaspekten und seinen deliktrelevanten Verhaltensweisen sei daher nicht mög-
lich. Bezüglich des Delikts habe er erklärt, die Schüler hätten Drogen genommen 
und sich durch die Verwendung der gleichen Utensilien angesteckt. Er arbeite 

13

meist konzentriert und zuverlässig und erreiche gute Arbeitsresultate. Dennoch ha-
be es am 17. April 2024 einen Angriff durch den Beschwerdeführer auf die körperli-
che Integrität eines Miteingewiesenen gegeben. Zudem habe er am selben Tag die 
Arbeit verweigert, woraufhin er erneut habe diszipliniert werden müssen. Er besu-
che keine störungs- und deliktorientierte Therapie und leiste keine Wiedergutma-
chung. Auch wolle er den Schadenersatzforderungen gemäss Urteil nicht nach-
kommen. Die «Persönlichkeitsaspekte des Wahrnehmens, Denkens, Fühlens, Wol-
lens und der Beziehungsgestaltungen» schienen im Alltag massiv beeinträchtigt zu 
sein. Der Beschwerdeführer verfüge über einen guten Umgang mit seinen internen 
Finanzen und gehe sehr sparsam mit seinem Arbeitsentgelt um. Seine Aussenkon-
takte beschränkten sich hauptsächlich auf seine Angehörigen in Italien. Er gab an, 
mit ihnen regelmässigen telefonischen Kontakt zu pflegen. Sporadisch rufe ihn eine 
Nichte aus der Schweiz an. Ansonsten verfüge er über kein soziales Netz in der 
Schweiz. Seine sozialen Interaktionen seien grundsätzlich nicht konfliktbehaftet 
und sein Vollzugsalltag verlaufe ruhig und geordnet. Allerdings falle es ihm schwer, 
sich im Rahmen der Bezugspersonengespräche auf die Bearbeitung deliktrelevan-
ter Alltagsthemen einzulassen. Deshalb sei es nach wie vor schwierig, seine Risi-
kodisposition einzuschätzen. Es sei davon auszugehen, dass er über kein Pro-
blembewusstsein und keine Veränderungsbereitschaft verfüge. Eine Einlassung 
auf diese «Thematik» (auch im Rahmen der Bezugspersonengespräche) zwecks 
Ausbaus der «Bewältigungs- und Problemlösungsstrategien» sei wünschenswert 
(vgl. amtliche Akten BVD, pag. 1570 ff.). 

19.4 Persönliche Anhörung Beschwerdeführer vom 16. Oktober 2024

An der persönlichen Anhörung im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs 
vom 16. Oktober 2024 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber den BVD zu-
sammengefasst, bei ihm habe sich der Glaube, unschuldig zu sein, verfestigt. Auch 
habe er Staatsanwalt H.________ schriftlich mitgeteilt, dass er (der Beschwerde-
führer) diesen ins Gefängnis bringen werde. Mit der Therapie wolle man erreichen, 
dass eine Verwahrung angeordnet werde. Er brauche aber keine Therapie, er sei 
gesund. Die Dokumente seien von seiner Ex-Frau gefälscht worden. Aus dem Ge-
fängnis heraus hätte er sie gar nicht fälschen können. Er sei bereit, mit einer Fach-
person zu reden, wolle aber nicht als Delinquent bezeichnet werden, weil wenn 
man ihn so nenne, sei es immer wieder wie eine neue Verurteilung. Er habe die 
Delikte nicht begangen. Man habe von ihm nichts zu befürchten. Nach seiner be-
dingten Entlassung würde er primär im virtuellen Raum K._____ (Inhalt Berufstätig-
keit) geben. Ausser bei Freunden und Bekannten, bei diesen würde der Unterricht 
vor Ort stattfinden (vgl. amtliche Akten BVD, pag. 1685 f.).

19.5 Abklärungen der BVD bei den Universitären Psychiatrischen Diensten

Mit Schreiben vom 31. Juli 2024 ersuchten die BVD die Universitären Psychiatri-
schen Dienste (nachfolgend: UPD), im Fall des Beschwerdeführers eine foren-
sisch-psychiatrische Abklärung zur Therapieindikation vorzunehmen. Sodann luden 
die UPD den Beschwerdeführer am 7. November 2024 zu einem Abklärungsge-
spräch ein (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 1694 ff.). Trotz Aufklärungsbemühun-
gen seitens UPD, dieses Gespräch unabhängig von der nachfolgenden therapeuti-
schen Zuständigkeit stattfinden zu lassen, verweigerte der Beschwerdeführer ein 

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solches mit der Begründung, nur zu einer bestimmten Therapeutin zu wollen. In 
seinem Schreiben vom 13. November 2024 an die BVD hielt der Beschwerdeführer 
explizit fest, er sei bereit, mit Frau F.________ über sein Projekt, was ihm grossen 
Erfolg bringen werde, zu sprechen (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 1702). Die 
UPD gelangen zum Schluss, dies zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit dem Be-
schwerdeführer zu besprechen und zu schauen, wann die gewünschte Therapeutin 
Zeit für eine Abklärung hätte (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 1697). Mit E-Mail 
vom 28. Januar 2025 berichtete die UPD an die BVD, der Beschwerdeführer sei 
mittlerweile zum Abklärungsgespräch gekommen. Eine therapeutische Erreichbar-
keit des Beschwerdeführers bzw. die Aussicht, diese im Rahmen einer Therapie 
aufzubauen, habe sich ihnen aber leider nicht gezeigt (amtliche Akten Vorinstanz, 
pag. 1767). 

20. Rechtliche Grundlagen zur beantragten bedingten Entlassung 

Hat der Gefangene zwei Drittel seiner Strafe, mindestens aber drei Monate, ver-
büsst, so ist er durch die zuständige Behörde bedingt zu entlassen, wenn es sein 
Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere 
Verbrechen oder Vergehen begehen (Art. 86 Abs. 1 StGB). Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung stellt die bedingte Entlassung die Regel und die 
Verweigerung die Ausnahme dar. In dieser letzten Stufe des Strafvollzugs soll der 
Entlassene den Umgang mit der Freiheit erlernen. Diesem spezialpräventiven 
Zweck stehen die Schutzbedürfnisse der Allgemeinheit gegenüber. Ob die mit einer 
bedingten Entlassung stets verbundene Gefahr neuer Delikte hinnehmbar ist, hängt 
nicht nur vom Wahrscheinlichkeitsgrad der Begehung einer neuen Straftat ab, son-
dern namentlich auch von der Bedeutung des bei einem Rückfall allfällig bedrohten 
Rechtsguts. Je höherwertigere Rechtsgüter in Gefahr sind, desto grösser ist das 
Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit und desto geringer darf das Risiko sein, das 
eine bedingte Entlassung mit sich bringt (BGE 133 IV 201 E. 2.3; Urteil des Bun-
desgerichts 6B_441/2018 vom 23. Juli 2018 E. 2.1 und BGer 6B 1188/2015 vom 
22. Februar 2016, E. 1.1.4.). Die (Legal-)Prognose über das künftige Wohlverhalten 
ist in einer Gesamtwürdigung zu erstellen, welche nebst dem Vorleben, der Per-
sönlichkeit und dem Verhalten des Täters während des Strafvollzugs vor allem 
dessen neuere Einstellung zu seinen Taten, seine allfällige Besserung und die 
nach der Entlassung zu erwartenden Lebensverhältnisse berücksichtigt (BGE 133 
IV 201 E. 2.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_333/2021 vom 9. Juni 2021 E. 1.2 
und 6B_32/2019 vom 28. Februar 2019 E. 2.2). 

Im Sinne einer Differenzialprognose sind zudem die Vorzüge und Nachteile der 
Verbüssung der gesamten Strafe denjenigen einer Aussetzung des letzten Teils 
der Strafe gegenüberzustellen (BGE 124 IV 193 E. 4a und E. 5b/bb; Urteile des 
Bundesgerichts 6B_333/2021 vom 9. Juni 2021 E. 1.2 und 6B_32/2019 vom 
28. Februar 2019 E. 2.2). Es ist zu fragen, ob die bedingte Entlassung, allenfalls 
begleitet von Bewährungshilfe und Weisungen, die Resozialisierung im Vergleich 
zur Vollverbüssung begünstigt. Mit anderen Worten ist aufgrund zweier Gesamt-
prognosen, einerseits für den Fall der bedingten Entlassung wie andererseits bei 
der Vollverbüssung, eine Risikobeurteilung vorzunehmen (KOLLER, a.a.O., N 16 zu 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/0d72a0fb-0da0-4ba4-b2da-cea9858bddc9/citeddoc/5fb72bb3-aac0-4034-8d44-dbbfe02bb9eb/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/0d72a0fb-0da0-4ba4-b2da-cea9858bddc9/citeddoc/5fb72bb3-aac0-4034-8d44-dbbfe02bb9eb/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/08730c91-7dfd-4047-bd81-e64326bd3268/citeddoc/c813c279-0576-4a4c-8eb4-ceae07710ed2/source/document-link

15

Art. 86). Als Vorzüge der Vollverbüssung kommen etwa die Möglichkeit, im Rah-
men einer Therapie mit der Deliktaufarbeitung zu beginnen, sich mit seinen Per-
sönlichkeitsmerkmalen auseinanderzusetzen und einen Veränderungsprozess 
durchzumachen sowie die schrittweise Heranführung an die Freiheit im Rahmen 
von Vollzugsöffnungen, in Betracht. Lässt sich nicht mit Bestimmtheit klären, ob die 
Gefahr mit der Vollverbüssung abnehmen, gleich bleiben oder zunehmen wird, ist 
die bedingte Entlassung nicht vorzugswürdig (vgl. KOLLER, a.a.O., N. 16 zu 
Art. 86). Beim Entscheid über die bedingte Entlassung hat die zuständige Behörde 
einen Ermessensspielraum (vgl. BGer 6B_441/2018 vom 23. Juli 2018, E. 2.1). 

Das Vorleben des Verurteilten ist vorab unter dem Gesichtspunkt früherer Straffäl-
ligkeit zu prüfen. Nicht beachtlich ist die Art der begangenen Straftaten, es sei 
denn, diese liessen Rückschlüsse auf die Täterpersönlichkeit zu (vgl. KOLLER, 
a.a.O., N. 7 zu Art. 86). Bei den prognostisch zu berücksichtigenden Persönlich-
keitsmerkmalen des Täters handelt es sich um Merkmale, welche auf strafrechtlich 
relevante Denk- und Verhaltensmuster hinweisen, wie u. a. eine erhöhte Kränkbar-
keit, Impulsivität, Selbstbezogenheit, Aggressivität, eine Tendenz, Verhalten und 
Absichten anderer generell als feindselig wahrzunehmen, ein übersteigerter Domi-
nanzanspruch sowie ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis. Zu beurteilen ist, ob sich 
die innere Einstellung des Täters verändert hat, ob er Einsicht in die Folgen seiner 
Tat gewonnen hat, seine Tat bereut und eine «objektiv nachvollziehbare Auseinan-
dersetzung» stattgefunden hat (vgl. KOLLER, a.a.O., N. 8 f. zu Art. 86). Um die im 
Vollzugsplan definierten Ziele zur Rückfallvermeidung zu erreichen, ist die inhaftier-
te Person gesetzlich verpflichtet, bei den Sozialisierungsbemühungen und Entlas-
sungsvorbereitungen aktiv mitzuwirken (Art. 75 Abs. 4 StGB). Fehlende Tataufarb-
eitung und die Weigerung, an Resozialisierungsmassnahmen als Vollzugsziel aktiv 
mitzuwirken, darf als prognoserelevant erachtet und negativ gewürdigt werden 
(BGer 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015, E. 5.6.). Resozialisierungsmassnahmen set-
zen kein Schuldeingeständnis hinsichtlich der Anlasstat voraus; eine Auseinander-
setzung ist hinsichtlich der kriminogenen Persönlichkeitsmerkmalen erforderlich 
(vgl. BGer 6B_652/2021 vom 14. September 2021 E. 3.2). Gemäss ständiger 
Rechtsprechung des Bundesgerichts fällt die Teilnahme an einer deliktpräventiven 
Therapie zweifelsfrei unter die Mitwirkungsplicht im Sinne von Art. 75 Abs. 4 StGB. 
Dazu führte das Bundesgericht aus, dass Therapie im Strafvollzug keine Privatan-
gelegenheit sei und demnach nicht im Belieben des Insassen liege, sondern eine 
Pflicht der inhaftierten Person der Allgemeinheit gegenüber sei (vgl. SIDLER CHRI-
STOPH, Strafvollzugsbegleitende Therapien ohne gerichtliche Anordnung: Herlei-
tung der vollzugsrechtlichen Pflicht und der Therapieindikation, FJP- Forum Justiz 
& Psychiatrie 2022, S. 41; Urteile des Bundesgerichts 6B_593/2012 vom 10. Juni 
2013, E. 4.3 und 6B_4/2011 vom 28. November 2011, E. 2.6 und E. 2.9 sowie 
KOLLER, a.a.O., N 10 zu Art. 86).  

Vom Fehlen eines Geständnisses darf nicht auf eine negative Prognose geschlos-
sen werden, da dafür prognostisch indifferente Gründe verantwortlich sein können 
(BGE 124 IV 193 E. 5.ee). Als prognostisch relevant sind Erfahrungen über das 
Verhalten in jenen Anstaltssituationen einzustufen, welche «dem normalen Leben 
ähnlich sind», wie vielfach das Arbeitsverhalten (BGE 124 IV 193, 203), das Ver-

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/08730c91-7dfd-4047-bd81-e64326bd3268/citeddoc/44a9d14a-4b26-420c-b1f0-232b75e22c95/source/document-link
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzrgi2f62lwl4ytsmy

16

halten gegenüber Personal und Mitgefangenen sowie allgemein Verlässlichkeit und 
Vertrauenswürdigkeit (KOLLER, a.a.O., N 10 zu Art. 86). Blosses Wohlverhalten im 
Strafvollzug darf nicht ohne Weiteres als prognostisch positiv gewertet werden 
(BGE 103 Ib 27 E. 1; Urteil des Bundesgericht 6B_93/2015 E. 5.3). Soweit dieses 
reines Anpassungsverhalten darstellt, ist es sogar prognostisch negativ zu werten 
(KOLLER, a.a.O., N 10 zu Art. 86). Für die Beurteilung der prognostischen Bedeu-
tung der nach der Entlassung aus dem Freiheitsentzug zu erwartenden Lebensver-
hältnisse ist, bezogen auf die konkrete Gefährdung, weitere, bestimmte Straftaten 
zu begehen, namentlich die künftige gesellschaftliche Integration des Verurteilten in 
die Familie oder familienähnliche Beziehungsnetze und in die Arbeitswelt zu prüfen 
bzw. ob der mutmassliche «soziale Empfangsraum» kriminogene Gefährdungen 
aufweist oder umgekehrt protektive Wirkungen entfalten kann (KOLLER, a.a.O., 
N 11 zu Art. 86). 

Im Weiteren kann ergänzend auf die zutreffenden theoretischen Ausführungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 60 ff.; pag. 12 ff.).

21. Erwägungen der Kammer 

Der Beschwerdeführer hat am 7. Januar 2023 zwei Drittel seiner Freiheitsstrafe 
verbüsst (amtliche Akten BVD, pag. 1708). Damit ist das zeitliche Erfordernis von 
Art. 86 Abs. 1 StGB klarerweise erfüllt. Demzufolge hängt der Entscheid über die 
bedingte Entlassung des Beschwerdeführers davon ab, ob ihm eine günstige Pro-
gnose im Sinne von Art. 86 Abs. 1 StGB gestellt werden kann. 

Das Vorleben des Beschwerdeführers ist aufgrund der Vorstrafenlosigkeit und ei-
nes Lebens in weitgehend geordneten Verhältnissen in Übereinstimmung mit der 
Vorinstanz positiv zu werten (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 66). Weitere Aus-
führungen erübrigen sich, zumal der Beschwerdeführer keine Einwände vorbrachte 
(pag. 3). 

Bezüglich des Kriteriums der Täterpersönlichkeit kann sich die Kammer den dies-
bezüglichen substantiierten und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz eben-
falls anschliessen, weshalb grundsätzlich auf diese verwiesen werden kann (vgl. 
amtliche Akten Vorinstanz, pag. 61 ff.; pag. 13 ff.). Ergänzend ist Folgendes fest-
zuhalten: Der Beschwerdeführer wurde für seine Taten rechtskräftig verurteilt, sei-
ne Schuld gilt somit als bewiesen. Seit der letzten Beurteilung durch die Kammer 
vom 8. November 2023 haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben und 
es ist beim Beschwerdeführer nach wie vor von einem augenfälligen Mangel an 
Problembewusstsein und Verantwortungsübernahme auszugehen. Die von ihm 
vorgebrachten Gespräche mit der Pfarrerin sind zwar hinsichtlich der Entwicklung 
seines sozialen Empfangsraums zu begrüssen und isoliert betrachtet prognostisch 
positiv zu werten. Dennoch ändern diese Gespräche und sein W.______ (berufli-
ches) Einbringen im Rahmen eines Gottesdienstes nichts daran, dass sich der Be-
schwerdeführer bis heute einer fundierten Auseinandersetzung mit seinen began-
genen Taten verschliesst, indem er deren Begehung weiterhin bestreitet anstatt 
aufarbeitet, seine Verurteilung als Justizfehler abtut und nach wie vor nicht bereit 
ist, eine deliktrelevante Therapie zu machen (vgl. pag. 4 f.). Diese konstante Wei-

17

gerung des Beschwerdeführers, an therapeutischen Gesprächen als ein im Voll-
zugsplan definiertes Vollzugsziel (vgl. amtliche Akten BVD, pag. 1530 f.) oder an 
Abklärungsgesprächen mit der UPD aktiv teilzunehmen (vgl. E. 19.5 hiervor), zeigt 
deutlich auf, dass sich seine innere Einstellung nach wie vor nicht verändert und 
keine objektiv nachvollziehbare Auseinandersetzung mit seinen Taten stattgefun-
den hat. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung 
der gutachterlich festgestellten Behandlungsmöglichkeit und Krankheitsbildern (vgl. 
E. 19.1 und 19.2 hiervor) wäre eine Tataufarbeitung durch den Beschwerdeführer 
im vorliegenden Fall durchaus möglich und es wäre ihm zuzumuten, sich im Rah-
men von Sozialisierungsbemühungen mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen aus-
einanderzusetzen und so einen Veränderungsprozess durchzumachen. Die Ver-
weigerung des Beschwerdeführers, sich diesen Auseinandersetzungen zu stellen, 
ist, entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen, durchaus prognoserelevant 
und klar negativ zu würdigen. Aufgrund des Gesagten schätzt die Kammer zwar die 
Wahrscheinlichkeit als eher gering ein, dass bis zur Vollverbüssung der Strafe noch 
Therapiegespräche stattfinden werden, um die begangenen Taten aufzuarbeiten. 
Angesichts der Feststellung von med. pract. E.________, wonach sich die Situation 
des Beschwerdeführers umgehend verändern würde, wenn er die Tatbegehungen 
eingestehen könnte und sich auf eine Auseinandersetzung mit seinen Risikoeigen-
schaften einlassen würde (vgl. E. 19.2 hiervor), erachtet es die Kammer als nicht 
ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer im Verlauf der nächsten Jahre seine 
Haltung doch noch ändern und die verbleibende Zeit im Strafvollzug dazu nutzen 
wird, sich mit seinen Taten und seinen kriminogenen Persönlichkeitsmerkmalen 
ernstlich auseinanderzusetzen und seine Wiedereingliederung in die Gesellschaft 
zu organisieren. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach er sich in den 
nächsten drei Jahren ohnehin nicht ändern und weiterhin seine Unschuld beteuern 
werde (pag. 3), verfängt deshalb aus Sicht der Kammer nicht. Angesichts der vor-
liegenden Anlasstaten und der gestellten Diagnose bzw. Verdachtsdiagnose ist es 
demnach, entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers, weder willkürlich 
noch gefährlich, den Beschwerdeführer aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung 
nicht vorzeitig zu entlassen. 

Der Beschwerdeführer hat, entgegen seinen Behauptungen, auch keineswegs be-
wiesen, dass er nicht rückfällig wird und nicht gefährlich ist. So lebte er weder bis 
zum Zeitpunkt seiner Verurteilung am 11. April 2014 deliktfrei (er machte sich am 
14. und 15. März 2013 insbesondere der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen 
Behörden und Beamte schuldig [vgl. amtliche Akten BVD, pag. 579 f. und 1497 f.]) 
noch seit seiner Verurteilung am 11. April 2014 bis zur Einreichung der vorliegen-
den Beschwerde am 10. April 2025. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist 
den Akten zu entnehmen, dass das Bezirksgericht Lausanne den Beschwerdefüh-
rer am 11. Januar 2023 wegen versuchten Betrugs, Urkundenfälschung (beides 
begangen am 18. Dezember 2015) und falscher Anschuldigung (begangen am 
3. September 2019) zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten verurteil-
te (amtliche Akten BVD, pag. 1747). Die dagegen erhobene Berufung wies das 
Kantonsgericht des Kantons Waadt (nachfolgend: Kantonsgericht) am 8. Septem-
ber 2023 ab (vgl. amtliche Akten BVD, pag. 1485 f. und 1610 ff. sowie Akten Vor-
instanz, pag. 64). Zum Sachverhalt hielt das Kantonsgericht sinngemäss fest, der 

18

Beschwerdeführer habe im Scheidungsverfahren zwei gefälschte Dokumente (eine 
Schenkungsurkunde und die Kopie einer Quittung) eingereicht, um sich bei der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung einen Vorteil zu verschaffen und habe später 
Klage gegen seine Exfrau erhoben und diese fälschlicherweise beschuldigt, die 
angeblich originale Schenkungsurkunde zum Verschwinden gebracht und durch ei-
ne Fälschung ersetzt zu haben. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, vermochte 
selbst der Vollzug der vorliegend zur Diskussion stehenden Freiheitsstrafe von 15 
Jahren den Beschwerdeführer offensichtlich nicht von weiterer Straffälligkeit abhal-
ten. Indem der Beschwerdeführer für sein eigenes strafbares Verhalten in vorge-
nanntem Verfahren wiederum eine andere Person verantwortlich machte, geht die 
Kammer mit der Vorinstanz einig, wonach sich deutliche Parallelen zu seiner Hal-
tung bezüglich der Delikte zeigen würden, welche zur derzeit in Vollzug stehenden 
Freiheitsstrafe geführt haben. Der Angriff auf die körperliche Integrität eines Mitein-
gewiesenen, welcher im April 2024 passierte und mit einer Busse diszipliniert wur-
de, zeugt aus Sicht der Kammer zudem von einer erhöhten Impulsivität und Ge-
reiztheit des Beschwerdeführers. Zwar ist dem Beschwerdeführer insofern Recht 
zu geben, als eine Disziplinarstrafe isoliert betrachtet zu wenig relevant ist, um die 
bedingte Entlassung nicht zu gewähren. Gewisse Rückschlüsse auf die Täterper-
sönlichkeit können daraus aber ohne Weiteres gezogen werden. Insbesondere die 
zwei erwähnten gerichtlichen Verurteilungen lassen beim Beschwerdeführer Per-
sönlichkeitsmerkmale wie unter anderem eine erhöhte Kränkbarkeit, Impulsivität, 
Selbstbezogenheit und Aggressivität erkennen, welche auf strafrechtlich relevante 
Denk- und Verhaltensmuster hinweisen und demnach aus Sicht der Kammer 
durchaus prognoserelevant sind. 

Auch aus dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er Gespräche mit einer 
Psychologin nicht ablehne, diese jedoch Alltagsprobleme betreffen müssten und 
auch durch eine ambulante Therapie in Freiheit durchführbar sein sollten, lässt sich 
hinsichtlich des vorliegend zu beurteilenden Kriteriums der Täterpersönlichkeit 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Fakt ist, der Beschwerdeführer ist auch nach 
über 10 Jahren im Strafvollzug nicht bereit, eine deliktrelevante Therapie zu ma-
chen, obwohl ihm dies trotz seiner Diagnose möglich wäre. Für die Kammer ergibt 
sich nach dem Gesagten eine nach wie vor äusserst ungünstige Prognose, was die 
Persönlichkeit des Beschwerdeführers anbelangt, weshalb das Kriterium klar nega-
tiv zu gewichten ist.

Nach Auffassung der Kammer ist der vorinstanzliche Entscheid auch bezüglich der 
Prüfung des Kriteriums des übrigen deliktischen und sonstigen Verhaltens nicht zu 
beanstanden, weshalb wiederum grundsätzlich auf die substantiierten und zutref-
fenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann (vgl. amtliche Akten 
Vorinstanz, pag. 67 ff.). Ergänzend und bezugnehmend auf die beschwerdeführeri-
schen Einwände ist Folgendes festzuhalten: Dem Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers, wonach auch von med. pract. E.________ keine sofortige Rückfallgefahr an-
genommen wurde, was klar für die vorzeitige Entlassung spreche, ist nicht zu fol-
gen. Zwar ist im Gutachten von med. pract. E.________ tatsächlich nicht explizit 
von einer «sofortigen Rückfallgefahr» die Rede. Unter Berücksichtigung des durch 
med. pract. E.________ festgestellten deutlichen Rückfallrisikos für einschlägige 
Gewaltdelikte (vgl. E. 19.2 hiervor), sprich für schwere Körperverletzungen im bis-

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her gezeigten Rahmen sowie häusliche Gewaltdelikte, besteht aus Sicht der Kam-
mer nach wie vor ein erhebliches Rückfallrisiko, was klar gegen eine bedingte Ent-
lassung spricht. Auch aus dem weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers, wo-
nach er heute nicht mehr wegen schwerer Körperverletzung verurteilt würde, da 
Y.______ (Krankheitsbegriff) heute heilbar sei, vermag er nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten. Dass die rechtliche Beurteilung zum Begehungs- bzw. zum Urteilszeit-
punkt möglicherweise eine andere war als sie heute wäre, sagt nichts zum Rück-
fallrisiko wegen Gewaltdelikten aus. 

Der Kammer liegen weiter, abgesehen von einer einmaligen Zahlung in Höhe von 
CHF 250.00 an die Stiftung Opferhilfe Z.______ (Ort der betreffenden Stiftung) im 
März 2022 (amtliche Akten BVD, pag. 1250 und pag. 1314), keinerlei Dokumente 
vor, welche weitere Zahlungen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der 
Opferhilfe belegen würden. Indem der Beschwerdeführer momentan keine materi-
elle Wiedergutmachung leistet, den bestehenden Schadenersatzforderungen nicht 
nachkommen will (amtliche Akten BVD, pag. 1531) und bei der zuvor erwähnten 
Zahlung an die Stiftung Opferhilfe Z.______  (Ort der betreffenden Stiftung) auf den 
Hinweis bestand, er bezahle dieses Geld nicht an die «X.______ (Bezeichnung Op-
fer aus Tätersicht)» (amtliche Akten BVD pag. 1250 und pag. 1314), zeigen die 
nach wie vor fehlende Reue und dass beim Beschwerdeführer bis heute kein Ge-
sinnungswandel stattgefunden hat. Dies ist prognostisch negativ zu werten. Dem 
Beschwerdeführer ist insofern zuzustimmen, dass gewisse Punkte hinsichtlich der 
Bewertung seines Vollzugsverhaltens positiv ins Gewicht fallen, wie beispielsweise, 
dass er gewisse Vollzugsziele erreicht hat, gute Arbeitsresultate zeigt und einen 
Wechsel der Bezugsperson akzeptieren konnte. Diese ihm im Rahmen des Arbeits-
rapports attestierten Fähigkeiten wurden in der Würdigung der Vorinstanz, entge-
gen dem Vorbringen des Beschwerdeführers, nicht ignoriert. Jedoch lassen sich al-
lein aus seinem guten Verhalten im Vollzugsalltag keine prognoserelevanten Ver-
änderungen in Bezug auf seine Rückfallgefährdung ableiten. Beim festgestellten 
Wohlverhalten des Beschwerdeführers in seinem Vollzugsalltag handelt es sich 
aus Sicht der Kammer denn auch eher um reines Anpassungsverhalten, welches 
entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen negativ zu würdigen ist. Es ist 
das gute Recht des Beschwerdeführers, zurückgezogen zu leben. Auch sind nicht 
einzelne Vorfälle für die Beurteilung des übrigen deliktischen und sonstigen Verhal-
tens entscheidend, sondern es ist das Verhalten im Vollzug als Gesamtheit zu be-
trachten. Dennoch führt das zurückgezogene und konfliktvermeidende Verhalten 
des Beschwerdeführers sowie seine konstante Therapieverweigerung aus Sicht der 
Kammer unweigerlich dazu, dass er sich sämtlichen Gelegenheiten verschliesst, 
Konfliktsituationen zu erlernen und es infolgedessen nicht möglich ist, eine zuver-
lässige Einschätzung bezüglich seines Konfliktverhaltens in Freiheit zu machen. Im 
Einklang mit der Vorinstanz ist dies prognostisch negativ zu werten. Die Kritik des 
Beschwerdeführers, wonach es von der Vorinstanz falsch gewesen sei, die Tat 
selbst und die Art, wie sie begangen worden sei, als Umstände zu beurteilen, wel-
che offensichtlich negativ ins Gewicht fallen, verfängt nicht. Die Umstände der An-
lasstaten sind insoweit zu beachten und in die Gesamtwürdigung für die Prüfung 
der bedingten Entlassung miteinzubeziehen, als sie Rückschlüsse auf die Persön-
lichkeit des Beschwerdeführers und damit auf dessen künftiges Verhalten in Frei-

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heit erlauben. Angesichts der erwähnten positiven und negativen Aspekte ist das 
übrige deliktische und sonstige Verhalten in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 
auch im heutigen Zeitpunkt als insgesamt negativ zu werten. 

Auch betreffend das Kriterium der zu erwartenden Lebensverhältnisse beschränkt 
sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf, seine bereits vor der Vor-
instanz vorgebrachten Argumente zu wiederholen und setzt sich wiederum kaum 
mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinander. Auch bezüglich 
dieses Kriteriums kann sich die Kammer den zutreffenden und substantiierten Er-
wägungen der Vorinstanz anschliessen und grundsätzlich darauf verweisen (amtli-
che Akten Vorinstanz, pag. 69 ff.; pag. 21 ff.). Unter Bezugnahme der vom Be-
schwerdeführer vorgebrachten Einwände ist ergänzend festzuhalten, dass er kein 
soziales Umfeld und gemäss eigenen Angaben auch keine nahe Familie mehr hat 
(pag. 7). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er hätte bereits Kontakt mit 
P.______ (Ort für Berufsausübung) aufgenommen und könne dort auch eine 
Wohnmöglichkeit finden (pag. 7), kann nicht als gefestigte geplante Wohnstruktur 
verstanden werden und ist für die Kammer vage. Dass er zu seiner Wohnsituation 
nach seiner bedingten Entlassung noch keine klaren Angaben machen konnte, 
stellt für die Kammer für die Beurteilung der zu erwartenden Lebensverhältnisse je-
doch ohnehin nicht der zentrale Punkt dar (vgl. auch Rechtsbegehren 1). Die zuvor 
genannten Umstände sowie das Vorhaben des Beschwerdeführers, nach seiner 
Entlassung als pensionierter N.______ (Beruf) weiterhin O.______ (Berufstätigkeit) 
zu geben, erachtet die Kammer als prognostisch negativ. Der Beschwerdeführer 
verkennt oder ignoriert bis heute gänzlich, dass eine Vielzahl seiner Opfer ehema-
lige Q.________ (Kundinnen) und R.________ (Kunden) von ihm waren oder diese 
über solche mit ihm in Kontakt getreten sind (vgl. amtliche Akten BVD, pag. 229 ff.). 
Sein Vorhaben, wieder S._____ (Beruf) zu unterrichten, zeugt von seinem nach wie 
vor fehlenden Problembewusstsein und zeigt deutlich auf, dass er sich bis heute 
nicht mit seinen begangenen Delikten auseinandergesetzt hat. Hätte eine fundierte 
Auseinandersetzung mit seinen Taten stattgefunden, wäre anzunehmen, dass er 
sich nach einer allfälligen bedingten Entlassung nicht wieder bewusst in ein Setting 
hineinbegeben würde, welches demjenigen zum Tatzeitpunkt ähnlich ist. Entgegen 
den Behauptungen des Beschwerdeführers kann aufgrund des Gesagten von ei-
nem sozialen Empfangsraum mit protektiver Wirkung keine Rede sein. Vielmehr ist 
bei einer bedingten Entlassung von einem mutmasslichen Umfeld des Beschwer-
deführers auszugehen, welches demjenigen zum Tatzeitpunkt ähnlich sein wird 
und für ihn als Person wiederum kriminogene Gefährdungen aufweist. Die Kammer 
erachtet den Schluss der Vorinstanz als zutreffend, wonach die Aktivitäten als 
J._____ (Beruf) und als L.______ (Beruf) so eng miteinander verknüpft waren, 
dass der Beschwerdeführer bei Wiederaufnahme der M.______ (Berufstätigkeit) 
keine Garantie abgeben könnte, nicht auch wieder als J._____ (Beruf) tätig zu wer-
den. Auch diesbezüglich verfängt der Einwand des Beschwerdeführers nicht. Das 
Vorhaben, in Zukunft wieder O.______ (Berufstätigkeit) geben zu wollen, ist des-
halb als negativer Umstand zu würdigen. 

Es gibt keine Anhaltspunkte, wonach die Anlasstaten des Beschwerdeführers fi-
nanziell motiviert gewesen sind (vgl. E. 16.7 des Beschlusses der Kammer vom 
8. November 2023; amtliche Akten Vorinstanz, pag. 1506). Günstige finanzielle 

21

Verhältnisse haben ihn demnach auch in der Vergangenheit nicht davon abgehal-
ten, straffällig zu werden. Aus Sicht der Kammer ist der aktuell gute und sparsame 
Umgang des Beschwerdeführers mit seinen Finanzen zwar begrüssenswert, pro-
gnostisch jedoch nicht gross von Belang, geschweige denn ein Beleg dafür, nicht 
mehr rückfällig zu werden. Nach dem Gesagten fallen die zu erwartenden Lebens-
verhältnisse des Beschwerdeführers legalprognostisch negativ ins Gewicht. 

Insgesamt gelangt die Kammer bei einer Gesamtwürdigung der klar negativ bzw. 
negativ zu gewichtenden Kriterien der Täterpersönlichkeit, des deliktischen und 
sonstigen Verhaltens sowie der zu erwartenden Lebensverhältnisse trotz des als 
positiv zu würdigenden Vorlebens des Beschwerdeführers zu einer negativen Le-
galprognose.

Auch betreffend die Differenzialprognose beschränkt sich der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen darauf, seine bereits vor der Vorinstanz vorgebrachten Argumente zu 
wiederholen, ohne sich jedoch mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids 
auseinanderzusetzen. Die Kammer schliesst sich bezüglich der Differenzialprogno-
se wiederum den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz an, weshalb 
grundsätzlich auf diese verwiesen werden kann. Es ist insoweit auf die Einwände 
des Beschwerdeführers einzugehen, als diese im Rahmen vorangehender Erwä-
gungen noch nicht abgehandelt worden sind. Da bei einem Rückfall des Be-
schwerdeführers das hochwertige Rechtsgut der körperlichen Unversehrtheit ge-
fährdet wäre, ist das Schutzbedürfnis der Allgemeinheit vorliegend als besonders 
hoch zu werten. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach eine Freilas-
sung ohne jegliche Unterstützung am Ende der Strafe viel gefährlicher für die Ge-
sellschaft sei, verfängt aus den folgenden Gründen nicht: Indem die bedingte Ent-
lassung zum heutigen Zeitpunkt verweigert wird, bedeutet nicht, dass zukünftig bei 
gegebenen Vor-aussetzungen nicht doch noch vor der Vollverbüssung der Strafe 
gewisse Vollzugsöffnungen oder gar eine bedingte Entlassung in Betracht kommen 
könnten. Ob dies jedoch jemals der Fall sein wird, hängt einzig vom Verhalten und 
der Bereitschaft des Beschwerdeführers ab, sich seinen von ihm begangenen De-
likten zu stellen und diese therapeutisch aufzuarbeiten, um die derzeit bestehende 
Rückfallgefahr in genügendem Masse zu reduzieren und so den Weg für ein Leben 
in Freiheit zu ebnen. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Prognosekriterien «Täterpersönlich-
keit» und «übriges deliktisches und sonstiges Verhalten» bis zur Vollverbüssung 
der Strafe durch den Beschwerdeführer grundsätzlich einer Verbesserung zugäng-
lich sind und er die verbleibende Zeit im Strafvollzug für eine günstige Entwicklung 
nutzen könnte. Entsprechend lässt sich aus Sicht der Kammer die Legalprognose 
des Beschwerdeführers bis zum Strafende noch immer positiv beeinflussen. Im 
Falle eines allfälligen Unterlassens legalprognostisch relevanter Anstrengungen 
und eines Ausbleibens von Verbesserung erweisen sich beide Entlassungsszena-
rien als gleichermassen negativ. Damit fällt die Legalprognose im Rahmen der Dif-
ferenzialprognose somit ebenfalls negativ und zu Ungunsten des Beschwerdefüh-
rers aus. 

22

Die Kammer gelangt daher auch unter Einbezug der Differenzialprognose zum 
Schluss, dass dem Beschwerdeführer die bedingte Entlassung aufgrund seiner un-
günstigen Legalprognose zu verweigern ist. 

Gestützt auf die voranstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen / Unentgeltliche Rechtspflege

22. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf eine Gebühr von CHF 2'000.00, vom unterliegenden Beschwerdefüh-
rer zu tragen (Art. 108 Abs. 1 sowie Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 und 
Art. 51 lit. a des Verfahrenskostendekrets [VKD; BSG 161.12]). Ein Parteikostener-
satz ist nicht geschuldet (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 3 VRPG). Der Be-
schwerdeführer hat indessen sowohl im vor- als auch im oberinstanzlichen Be-
schwerdeverfahren ein Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege un-
ter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Rechtsvertretung ge-
stellt (amtliche Akten Vorinstanz, pag. 21; pag. 2).  

23. Gemäss Art. 111 Abs. 1 VRPG befreien die Verwaltungs- oder die Verwaltungsjus-
tizbehörden eine Partei auf Gesuch hin von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- 
sowie Sicherstellungspflichten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen 
Voraussetzungen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beige-
ordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, 
bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren 
und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist dabei, 
ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung 
zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll 
einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht 
deshalb austragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1).

24. Die Vorinstanz hat das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege in-
folge Aussichtslosigkeit und mangels Prozessarmut abgewiesen (amtliche Akten 
Vorinstanz, pag. 74 ff.). In seiner Beschwerde vom 10. April 2025 wendet sich der 
anwaltlich vertretene Beschwerdeführer weder in den Rechtsbegehren noch in der 
Begründung gegen die vorinstanzliche Nichtgewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege. Mangels entsprechender Anfechtung ist der diesbezügliche Ent-
scheid der Vorinstanz vorliegend nicht Streitgegenstand.

25. Für das oberinstanzliche Verfahren ist der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspfle-
ge nach den genannten Kriterien zu prüfen. Im Vordergrund steht dabei das Kriteri-
um der Aussichtslosigkeit. Im vorinstanzlichen Verfahren wurden dem Beschwerde-
führer die Gründe für die Abweisung der Beschwerde nachvollziehbar und gestützt 
auf die einschlägigen Vollzugsakten aufgezeigt und dargelegt. Auch hat sich die 
Vorinstanz sorgfältig mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinanderge-
setzt. Wie bereits in den vorangehenden Erwägungen mehrfach erwähnt, be-

23

schränkte sich der Beschwerdeführer vor der Kammer weitgehend darauf, seine 
vor der Vorinstanz gemachten Einwände zu wiederholen und brachte mithin nichts 
vor, was an der Begründung der Vorinstanz etwas hätte ändern können. Seine Ver-
lustchancen im Beschwerdeverfahren vor der Kammer überwogen seine Gewinn-
chancen demzufolge deutlich.   

Nach dem Gesagten ist das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im oberinstanzlichen Verfahren unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ 
als amtliche Anwältin infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen. Für das Gesuch um 
Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege werden keine Verfahrenskosten erho-
ben. 

26. Der Beschwerdeführer hat die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von 
CHF 2'000.00 zu tragen.

24

Die 2. Strafkammer beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen. Für den 
Entscheid über dieses Gesuch werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Verfahrenskosten im oberinstanzlichen Beschwerdeverfahren, bestimmt auf eine 
Gebühr von CHF 2'000.00, werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern

Mitzuteilen:
- dem Amt für Justizvollzug des Kantons Bern, Bewährungs- und Vollzugsdienste

Bern, 15. August 2025 Im Namen der 2. Strafkammer

Die Präsidentin:

Oberrichterin Friederich Hörr

Die Gerichtsschreiberin:

Roth

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.