# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cc44821-ac40-5f8e-8849-5bde99227cd4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.02.2021 I 2020 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-81_2021-02-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 81

Entscheid vom 12. Februar 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1957) war bei der C.________ AG als Rechtskonsulent zu 
50% angestellt und dadurch bei der B.________ AG (nachfolgend B.________) 
obligatorisch unfallversichert, als er am 3. Oktober 2019 einen Fahrradunfall er-
litt. Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 4. Oktober 2019 musste A.________ 
auf einer E-Bike-Tour rund um den D.________ auf einer Nebenstrasse wegen 
einem über die Strasse gespannten Weidezaunband brüsk abbremsen, was zum 
Wegrutschen des Vorderrades und Sturz auf die linke Schulter mit anschliessen-
dem Weiterrutschen auf dem nassen, mit Kuhdreck bedeckten Asphalt unter dem 
Weidezaunband hindurch geführt hat (Vi-act. 4). Noch am Unfalltag wurde er im 
E.________ in F.________ medizinisch versorgt, wo die Diagnose einer Kontu-
sion der linken Schulter und einer Verstauchung des rechten Daumens als Folge 
eines Fahrradsturzes gestellt wurde (Vi-act. 1). Mit Schreiben vom 8. Oktober 
2019 anerkannte die B.________ das Unfallereignis vom 3. Oktober 2019 und 
sie bestätigte, die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen (Vi-act. 5).

B. Mit Email vom 29. November 2019 teilte A.________ der B.________ mit, 
bei der Meldung des Unfalles vom 3. Oktober 2019 die Verletzung des linken 
Knies vergessen zu haben. Er werde sich wegen den anhaltenden Schmerzen 
untersuchen lassen (Vi-act. 8). Am 6. Dezember 2019 erfolgte ein MRI Knie nativ 
links (Vi-act. 14) und nach einem Untersuch durch Dr.med. G.________ (Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie FMH) vom 13. Dezember 2019 stellte dieser 
"aufgrund der doch ausgeprägten Beschwerden" die Indikation für eine Kniear-
throskopie bei Diagnose Velosturz mit Kniedistorsionstrauma links, mediale Me-
niskusläsion, Schulterdistorsionstrauma rechts [sic], Daumenkontusionstrauma 
rechts (Vi-act. 17). Die Kniearthroskopie erfolgte am 19. Dezember 2019 (Vi-act. 
19 und 21; der Operationsbericht nennt irrtümlich den 9.12.2019).

C. Mit Schreiben vom 6. Februar 2020 informierte die B.________ 
A.________, aufgrund einer Beurteilung des sie beratenden PD Dr.med. Dr.iur. 
H.________ (Facharzt Chirurgie und Intensivmedizin, zertifizierter medizinischer 
Gutachter SIM) seien die operativ behandelten Beschwerden überwiegend wahr-
scheinlich unfallfremd. In den Verlaufseinträgen des Hausarztes med.pract. 
I.________ (Assistenzarzt für Allgemeine Innere Medizin) fänden sich ab dem 4. 
November 2019 keine Behandlungshinweise mehr bezogen auf die linke Schulter 
und den rechten Daumen; der status quo sine sei per 4. November 2019 einge-
treten und die Leistungspflicht ende (Vi-act. 26). 

Mit Email vom 13. Februar 2020 zeigte sich A.________ mit der Ankündigung 
nicht einverstanden und er verlangte eine anfechtbare Verfügung (Vi-act. 107). 

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Am 20. Februar 2020 erhob Dr.med. G.________ bei der B.________ Einspruch 
gegen die Leistungseinstellung (Vi-act. 31). 

Am 1. Mai 2020 verfügte die B.________ (Vi-act. 32):

1. Die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung bzgl. 
der linken Schulter und des rechten Fingers im Zusammenhang mit dem Ereig-
nis vom 03.10.2019 werden per 04.11.2019 eingestellt.

2. Die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung im Zu-
sammenhang mit dem linken Knie mit dem Ereignis vom 03.10.2019 werden 
abgelehnt.

3. Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung entzogen (Art. 54 
ATSG i.V.m. Art. 11 ATSV).

D. Am 15. Mai 2020 erhob A.________ gegen die Verfügung vom    1. Mai 
2020 Einsprache (Vi-act. 39). Im Verlauf des Einspracheverfahrens holte die 
B.________ Berichte (inkl. der diagnostischen und intraoperativen Bilder) der 
behandelnden Ärzte ein und sie unterbreitete ihrem beratenden Arzt Dr.med. 
J.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, zertifizierter medizini-
scher Gutachter SIM) Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang bei Unfall 
oder UKS (Vi-act. 56). Gestützt auf seinen Bericht wurde die Einsprache mit Ein-
spracheentscheid vom 2. September 2020 teilweise gutgeheissen. In Aufhebung 
der Verfügung vom 1. Mai 2020 wurden die Versicherungsleistungen im Zusam-
menhang mit den linksseitigen Schulter- und rechtsseitigen Daumenbeschwer-
den per 13. Dezember 2019 eingestellt; die Leistungen im Zusammenhang mit 
den linksseitigen Kniebeschwerden wurden per 6. Dezember 2019 eingestellt (Vi-
act. 77).

E. Am 28. September 2020 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem Rechtsbegehren: 

Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 2. September 2020 sei 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Versicherungs-
leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem 
Unfall vom 3. Oktober 2019 auch für die Behandlung des linken Knies zu erbrin-
gen.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2020 beantragt die Vorinstanz, die 
Beschwerde vom 28. September 2020 sei unter Kosten- und Entschädigungsfol-
ge abzuweisen. Mit Stellungnahme vom 15. Dezember 2020 hält der Beschwer-
deführer an seinem Rechtsbegehren vom 28. September 2020 fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1. Nach Eingang der Bagatellunfall-Meldung vom 4. Oktober 2019 hatte die 
Vorinstanz das gemeldete Ereignis vom 3. Oktober 2019 als Unfall im Sinne von 
Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 anerkannt (Nichtberufsunfall; Vi-
act. 5). Auch wurden die gesetzlichen Versicherungsleistungen in Aussicht ge-
stellt, ohne dass konkrete Unfallfolgen als solche anerkannt worden wären. Es ist 
unbestritten, dass die Vorinstanz in der Folge Leistungen erbrachte.

Mit Verfügung vom 1. Mai 2020 setzte sich die Vorinstanz mit Schulterbeschwer-
den links, Daumenbeschwerden rechts sowie Kniebeschwerden links als geltend 
gemachte Unfallfolgen auseinander. Die Kniebeschwerden links wurden als nicht 
unfallkausal nicht anerkannt, die beiden andern wurden als Unfallfolgen aner-
kannt, wobei der status quo sine per 4. November 2019 erreicht sei und die Ver-
sicherungsleistungen per dieses Datum eingestellt würden (Vi-act. 32). In teilwei-
ser Gutheissung der Einsprache hat die Vorinstanz mit dem angefochtenen Ein-
spracheentscheid ihre Leistungspflicht für die Schulter- und Daumenbeschwer-
den neu bis zum 13. Dezember 2019 anerkannt. Auch wurde anerkannt, dass 
das Knie links durch das anerkannte Unfallereignis Schürfungen erlitt, wobei 
nach Abheilen dieser Wunden der status quo sine per 6. Dezember 2019 erreicht 
worden sei und die Leistungen per dieses Datum eingestellt würden. 

Die vorliegende Beschwerde richtet sich ausschliesslich gegen die Leistungsein-
stellung bezüglich der Kniebeschwerden links (vgl. Beschwerde Ziff. C.24). Damit 
erwuchs der Einspracheentscheid hinsichtlich der Schulterbeschwerden links und 
der Daumenbeschwerden rechts unangefochten in Rechtskraft. Bezüglich der 
Kniebeschwerden links macht der Beschwerdeführer geltend, die am 19. De-
zember 2019 operativ versorgten Gesundheitsschäden seien unfallkausal.

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist damit einzig, ob die Vorinstanz eine Leis-
tungspflicht für die vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden links 
über den 6. Dezember 2019 hinaus zu Recht abgelehnt hat. 

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 
830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 
die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 
Tod zur Folge hat. 

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Zudem erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver-
renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, 
Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 
UVG).

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). 

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 
126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

2.2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 

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als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er-
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang er-
gebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch objektiv ausgewie-
senen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate und natürli-
che Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 2). 

2.3.1 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
Urteil BGer 8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 2.1.1; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 
Erw. 3.2 mit Hinweisen [8C_901/2009]; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass mit dem status quo sine der Gesundheitszu-
stand bezeichnet wird, der sich bei einem schicksalsmässig verlaufenden, krank-
haften Vorzustand ergibt, wenn nach einer vorübergehenden, unfallbedingten 
Verschlimmerung die auf einen Unfall zurückzuführende Gesundheitsschädigung 
vollständig abheilt und der Unfall keine natürliche Ursache des beim Versicherten 
vorhandenen Gesundheitsschadens mehr darstellt. Demgegenüber wird unter 
dem status quo ante ein unmittelbar vor dem Unfall bestehender und stabiler 
Vorzustand verstanden, der wieder erreicht wird, wenn die unfallbedingte Ge-
sundheitsschädigung vollständig abgeheilt ist. Liegt ein schicksalsmässig verlau-
fender krankhafter Vorzustand im Sinne des status quo sine vor, schliesst dieser 
das Erreichen des status quo ante aus; umgekehrt kann ein status quo sine gar 
nie eintreten, wenn ein stabiler krankhafter Vorzustand durch einen unfallbeding-
ten Gesundheitsschaden nur temporär verschlimmert und der status quo ante 
wieder erreicht wird (Urteil EVGer U 135/05 vom 7.7.2005 Erw. 3.2).

2.3.2 Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus ärztlicher 
Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder er-
reicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer richtunggeben-
den Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54; Urteil BGer 

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8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1 m.H.). Bei einer bloss vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes entfällt die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers bei Eintritt des Status quo sine vel ante (vgl. Urteile BGer 
8C_331/2015 Erw. 2.1.1; 8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 
vom 5.9.2013 Erw. 3.1).

2.3.3 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. 
Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den nega-
tiven Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 
die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung ver-
loren haben, also dahingefallen sind (Urteile BGer 8C_608/2020 vom 15.12.2020 
Erw. 5.2; 8C_855/2018 vom 14.3.2019 Erw. 3.1).

2.4 Bei Taggeldern und Heilbehandlung handelt es sich nicht um Dauerleistun-
gen. Der Versicherungsträger kann diese ohne Berufung auf einen Wiedererwä-
gungs- oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" einstellen, wenn sich her-
ausstellt, dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind, 
etwa weil bei richtiger Betrachtung gar kein versichertes Ereignis vorliegt (BGE 
130 V 380 Erw. 2.3.1; Urteile BGer 8C_187/2017 vom 11.8.2017 Erw. 2.3; 8C 
176/2016 vom 17.5.2016 Erw. 3.2; 8C 249/2016 vom 1.3.2017 Erw. 3.2).

2.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.Aufl., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, 
ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen 
sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind 
die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in 
der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

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und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der 
Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 
2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 vom 27.4.2010 
Erw. 2.2). 

Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches 
des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, 
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Be-
weis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen anti-
zipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach 
Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 
104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

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2.6.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

2.6.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 
V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

2.6.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärzt-
lich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 
Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschie-
denheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall re-

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gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden 
(vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen). 

2.6.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_608/2020 vom 
15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 8C_540/2007 vom 
27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

3. Zum Unfallereignis vom 3. Oktober 2019 und den daran anschliessenden 
Gesundheitsverlauf ergibt sich aus den Akten:

3.1.1 Der Unfallhergang vom 3. Oktober 2019 wurde in der Bagatell-Unfallmel-
dung vom 4. Oktober 2019 wie folgt beschrieben:

Tour mit E-Bike rund um D.________. Auf einer Nebenstrasse brüskes Bremsen 
wegen über Strasse gespanntem Weidezaunband führt zum Wegrutschen des 
Vorderrades und Sturz auf die linke Schulter mit anschliessendem Weiterrutschen 
auf dem nassen mit Kuhdreck bedeckten Asphalt unter dem Weidezaunband hin-
durch.

Als Verletzungen genannt wurden eine Prellung der Schulter links sowie eine 
Prellung Finger rechts. 

In der Beschwerde vor Verwaltungsgericht hält der Beschwerdeführer zum Un-
fallhergang fest, er habe das Weideband zu spät gesehen, habe brüsk gebremst, 
das Vorderrad sei auf Kuhdreck weggerutscht und er sei über den Lenker kata-
pultiert worden und sei auf dem Asphalt vor dem Weideband hart aufgeschlagen 
und auf dem Bauch unter dem Weideband noch mehrere Meter auf dem Asphalt 
weiter geglitten. Der Sturz sei in einer Abfahrt bei relativ grosser Geschwindigkeit 
passiert. Es sei alles sehr schnell gegangen; er wisse nicht, ob er beim Sturz 
sein linkes Knie verdreht oder nur heftig auf dem Asphalt aufgeschlagen habe. Er 
habe sich aus eigener Kraft erheben können, sei benommen gewesen und habe 

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starke Schmerzen an der linken Schulter und am rechten Daumen verspürt und 
habe sich hinsetzen müssen (Beschwerde Ziff. C.3, D). Er sei dann von Tourbe-
gleitern in den Spital-Notfall gebracht worden. 

3.1.2 Im Bericht des Spitals an den Hausarzt vom 3. Oktober 2019 wurde als 
Diagnose eine Schulterkontusion links und eine Verstauchung des rechten Dau-
mens nach Fahrradsturz genannt (Vi-act. 1). Der Beschwerdeführer präsentiere 
Schmerzen an der linken Schulter mit Einschränkung der Beweglichkeit aber oh-
ne Sensibilitätseinschränkung. Der rechte Daumen weise eine Wunde auf und 
schmerze. Der Daumenschmerz behindere am meisten. Die linke Schulter und 
der rechte Daumen wurden geröntgt, Frakturen konnten ausgeschlossen werden. 
Im Bericht erwähnt wurden sodann die Versorgung der verletzten Schulter links 
und des Daumen rechts sowie die Verordnung von Schmerzmedikamenten. Eine 
Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert.

3.2 Am 29. November 2019 berichtete der Beschwerdeführer der Vorinstanz, 
er habe in der Unfallmeldung die Verletzung des linken Knies vergessen (Vi-act. 
8). Am Unfalltag habe man im Spital den Daumen und die Schulter versorgt und 
geröntgt und ihm erst dann die Hose ausgezogen und die Prellung/Schürfung am 
linken Knie verarztet mittels Desinfektion und Pflaster. Im Behandlungsbericht sei 
dies ebenso wenig erwähnt wie die Desinfektion einer kleinen Schürfung auf der 
rechten Wange. In der Unfallmeldung habe er beides nicht erwähnt, weil er - 
wohl aufgrund der starken Schmerzmittel - keine Beschwerden verspürt habe. 
Eine Woche nach dem Unfall sei er für zwei Wochen nach K.________ geflogen. 
Nach einer Woche habe er versuchsweise die Medikamente abgesetzt, dann 
aber starke Schmerzen im Knie und der Schulter verspürt, so dass er in 
K.________ Schmerzmittel gekauft und bis zur nächsten Arztkonsultation dau-
ernd eingenommen habe. Nach Rückkehr habe er med.pract. I.________ aufge-
sucht und ihn über die Beschwerden unterrichtet. Die verheilte Wunde am Knie 
sei noch gut sichtbar gewesen (auch noch am 29.11.2019). Der Arzt habe dann 
einen Meniskustest gemacht, der negativ ausgefallen sei, und für Schulter, Knie 
und Daumen Physiotherapie verordnet. Beim Knie setze der Schmerz immer 
beim Anlaufen ein, auch komplettes Beugen gehe schmerzbedingt nicht. Die seit-
liche Stabilität sei gut, Gehen und Treppensteigen gehe, abwärts mit zu Beginn 
leichten, dann zunehmenden Schmerzen. Da die Physiotherapie keine wirklichen 
Fortschritte bringe, die Schmerzen nicht abnähmen, wolle er das Knie und die 
linke Schulter in der L.________ (Klinik) für orthopädische Chirurgie in 
M.________ untersuchen lassen.

Am 4. Dezember 2019 erklärt der Beschwerdeführer der Vorinstanz telefonisch, 
er habe noch keine richtige Diagnose erhalten und möchte deswegen zum Or-

12

thopäden. Er habe Physiotherapie gemacht und der Meniskustest sei nun 
scheinbar positiv, was er anfangs nicht gewesen sei. Er sei hinsichtlich der Be-
lastbarkeit unsicher. Am Unfalltag habe er "draufstehen" können, heute habe er 
auch keine Mühe "mit bergauf", sondern nur beim Sitzen resp. Biegen und Auf-
stehen (Vi-act. 11).

3.3 Auf diese Meldung hin holte die Vorinstanz Berichte des Hausarztes ein, 
der am 6. Dezember 2019 einen Auszug der Krankengeschichte einreicht (Vi-act. 
12). Aus den Verlaufseinträgen ergibt sich, dass ihn der Beschwerdeführer nach 
Velosturz vom 3. Oktober 2019 am 7. Oktober 2019 aufgesucht hatte zwecks 
Boostrix und Verbandswechsel. Dokumentiert wird ein Befund und Prozedere be-
treffend Daumen rechts, ebenso nach der Konsultation vom 11. Oktober 2019. 
Das linke Knie ist nicht vermerkt.

Am 4. November 2019 dokumentiert med.pract. I.________:

Subjektiv: Immer noch Knie-SZ seit obigem Velosturz (damals stand es nicht im 
Vordergrund, nicht erwähnt)
Beurteilung: Velosturz am 3.10.2019
- Kontusion Knie links
- Kontusion Schulter links
- Kontusion Daumen rechts
Prozedere: Physio

Und nach der Konsultation vom 5. Dezember 2019 notiert er:

Subjektiv: Immer noch Schmerzen am linken Knie seit dem Unfall. Medialseitig. 
Die Physiotherapie hätte bisher keine Besserung erzielen können. Die Schmerzen 
würden bei gleichzeitiger Flexion und Innenrotation auftreten.
Objektiv: Rx Knie links ap/lat/Patellaaufnahme: Zeichen einer leichten medialen 
Gonarthrose mit subchondraler Mehrsklerosierung und geringer Gelenkspaltver-
schmälerung. Patella zentriert. Keine Fraktur.
Beurteilung: Velosturz am 3.10.2019
- Kontusion Knie links DD Binnenläsion/Meniskusschaden
- Kontusion Schulter links
- Kontusion Daumen rechts
Prozedere: Ad MRT Knie links. Frage insbesondere ob Meniskusläsion oder fri-
scher Knorpelschaden. Besprechung der Bilder bei mir nächste Woche.

3.4 Das vom Hausarzt erwähnte MRI Knie links nativ erfolgte am 6. Dezember 
2019 bei Klinik "Kontusion Knie links. Seither stechende Schmerzen medialseitig 
proximal vom Gelenk. Frage: Knorpelschaden? Meniskusschaden? Binnenläsi-
on? Ödem?". PD Dr.med. N.________ (Facharzt Radiologie) notierte als Befund 
und Beurteilung:

Befund
Wenig Gelenkserguss. Mittelgrosse polylobulierte Bakerzyste.

13

Mediales Gelenkskompartiment: Komplexer Einriss des lnnenmeniskushinterhor-
nes und Pars. intermedia mit primär radiärer Risskomponente. Leichte Extrusion 
der Pars intermedia. Knochenmarksödem medialseitig am Femurkondylus.
Leichte Ausdünnung des Knorpelüberzuges in der Hauptbelastungszone. Durch-
gängiges mediales Kollateralband mit vermehrter periligamentärer Flüssigkeit. Et-
was Flüssigkeit in der Bursa anserina.
Laterales Gelenkskompartiment: Intakter Knorpelüberzug, Aussenmeniskus, late-
rales Kollateralband und Bizepssehne. Signalalteration der proximalen Popliteus-
sehne. Ruptur des inferioren meniskopopleatalen Faszikels des Hiatus popliteus.
lnterkondylärraum: Intaktes vorderes und hinteres Kreuzband. Das VKB zeigt sich 
leicht signalalteriert mit kleinen zystischen Veränderung im proximalen Anteil.
Femoropatelläres Kompartiment: Strecksehnenapparat und Retinacula intakt. Pa-
tella zentriert. Intakte Knorpelüberzüge.
Ansatztendinopathie der Quadrizepssehne. Regelrechter Hoffa'scher Fettkörper.

Beurteilung
• Komplexer Einriss des lnnenmeniskushinterhornes mit leichter Extrusion der Pars 

lntermedia.
• Geringgradige Partialruptur des medialen Kollateralbandes mit vermehrter perili-

gamentärer Flüssigkeit.
• Zerrung des vorderen Kreuzbandes. Regelrechtes hinteres Kreuzband und Aus-

senmeniskus.
• Zerrung der Popliteussehne sowie Ruptur des inferioren menisko-poplitealen 

Faszikel des Hiatus popliteus.
• Mässiger Gelenkserguss. Polylobulierte Bakerzyste. Leichte Bursitis Pes anseri-

na.

3.5 Im Bericht vom 20. Dezember 2019 an den Hausarzt berichtete Dr.med. 
G.________ zur Konsultation vom 13. Dezember 2019 zu den

Diagnosen
- Velosturz mit Kniedistorsionstrauma links, mediale Meniskusläsion
- Schulterdistorsionstrauma rechts [recte links]
- Daumenkontusionstrauma rechts

Der Beschwerdeführer sei am 3. Oktober 2019 mit dem Velo gestürzt und habe 
sich hierbei ein komplexes Kniedistorsionstrauma links, eine Daumenkontusion 
rechts und eine Schulterdistorsionstrauma rechts [recte links] zugezogen. Von 
Seiten des Kniegelenks weise er massive Bewegungs-, Belastungs- und Ruhe-
beschwerden auf. Das MRI Knie links zeige eine komplexe mediale Meniskuslä-
sion sowie eine Innenband-Partialruptur. Als klinischen Befund erhob Dr.med. 
G.________:

Leichtgradige Schwellung des linken Kniegelenkes, die F/E beträgt 120-0-0°, aus-
geprägte mediale Meniskuszeichen auslösbar. Die Kreuz- und Seitenbänder sind 
stabil, die Patellar- und Quadrizepssehne intakt. Ein Niederknien ist linksseitig 
nicht möglich.

Aufgrund der ausgeprägten Beschwerden erachtete Dr.med. G.________ die In-
dikation für eine Kniearthroskopie als gegeben (Vi-act. 17).

14

3.6 Am 19. Dezember 2019 erfolgte durch Dr.med. G.________ bei Diagnose 
Velosturz mit komplexer medialer Meniskusläsion Knie links und intraartikulärer 
Synovialitis eine Kniearthroskopie links mit medialer Meniskusnaht nach Teilme-
niskektomie und intraartikulärer Synovektomie (Vi-act. 19; 21). Gemäss Operati-
onsbericht zeigte sich ein intraartikulärer Erguss, der ausgespült wurde, und liess 
sich eine intraartikuläre Synovialitis darstellen, worauf eine sukzessive Synovek-
tomie erfolgte. Patella und Trochlea zeigten sich unauffällig. Weiter dokumentier-
te Dr.med. G.________:

Mediales Kompartiment: Allenfalls Chondropathie Grad I bis II medialer Femurkon-
dylus. Der mediale Meniskus ist jedoch komplex eingerissen. Hierbei zeigt sich vor 
allem ein Lappenriss, welcher in sich torquiert und im Gelenk feststeckt. Es erfolgt 
hier die Teilresektion des medialen Meniskus und anschliessend die Anfrischung 
des medialen Meniskus an der Basis mit Meniskusnaht. Es zeigt sich nun eine 
sehr stabile Meniskusrekonstruktion.

Zentralpfeiler: Intaktes vorderes und hinteres Kreuzband.

Laterales Kompartiment: Unauffällige Gelenkverhältnisse.

In der Verlaufskontrolle vom 7. Januar 2020 zeigte sich der Beschwerdeführer 
weitgehend beschwerdefrei, er belastete teil bis voll. Es zeigten sich reizlose Na-
rbenverhältnisse, eine Beweglichkeit F/E von 120-0-0°, Schmerzen waren keine 
auslösbar. Ab dem 1. Januar 2020 wurde dem Beschwerdeführer eine vollstän-
dige Arbeitsfähigkeit attestiert (Vi-act. 23). 

3.7 In seiner Beurteilung vom 23. Januar 2020 stellte PD Dr.med. Dr.iur. 
H.________ fest, Dr.med. G.________ berichte von einem massiven Kniedistor-
sionstrauma, was sich so weder aus dem Bericht des Spitals in F.________ noch 
den Folgeuntersuchungen nach dem Unfall beim Hausarzt (3. und 7.10.2019) er-
gebe. Es fänden sich keine Informationen zu einer Problematik des linken Knies. 
Das MRI vom 6. Dezember 2019 (persönlich eingesehen) lasse eine komplexe 
Signalveränderung im Bereiche des Hinterhorns des Innenmeniskus erkennen, 
was überwiegend wahrscheinlich Ausdruck einer degenerativen Veränderung 
des Innenmeniskus sei und nicht auf den Fahrradunfall zurückzuführen sei. Die 
im MRI erkennbare Signalveränderung im Bereiche des vorderen Kreuzbandes 
könne für eine Zerrung sprechen, allerdings habe Dr.med. G.________ intraope-
rativ ein intaktes vorderes Kreuzband gefunden. Die durchgeführte Knieoperation 
sei damit überwiegend wahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit dem geltend 
gemachten Ereignis vom 3. Oktober 2019 einzuordnen, sondern habe der aus-
schliesslichen Behandlung eines Vorzustandes gedient (Vi-act. 24).

3.8.1 Auf die Mitteilung der Leistungseinstellung hin opponierte der Beschwerde-
führer mit Email vom 13. Februar 2020 (Vi-act. 107). Entgegen den vorinstanzli-

15

chen Ausführungen sei sein linkes Knie bereits am Unfalltag im Spital und später 
bei med.pract. I.________ behandelt worden. Seine Praxishilfe habe die Wunde 
desinfiziert und den Verband gewechselt. Das MRI zeige sehr klar Verletzungen, 
die auf eine traumatische Ursache zurückgehen würden. Auch Dr.med. 
G.________, der die Meniskektomie durchgeführt habe, sei klar der Ansicht, 
dass die Meniskusverletzung auf den Unfall zurückzuführen sei.

3.8.2 Auf Ersuchen des Beschwerdeführers bestätigte med.pract. I.________ am     
20. Februar 2020 ihm gegenüber das Unfallereignis vom 3. Oktober 2019 sowie 
die Konsultationen vom 7. und 11. Oktober sowie 4. November und 5. Dezember 
2019 (Vi-act. 30). Beim Unfall sei es zur Kontusion von Knie links, Daumen 
rechts und Schulter links gekommen. Initial sei die Wundversorgung im Vorder-
grund gestanden, bereits damals am Daumen rechts und am Knie links. Weil die 
Schürfwunde am Daumen schlimmer gewesen sei, sei auf das linke Knie erst im 
Verlaufe umfassender eingegangen worden. Seines Erachtens sei die Knie-
Läsion sehr gut vereinbar mit dem Unfall-Ereignis.

3.8.3 Am 20. Februar 2020 erhob Dr.med. G.________ gegenüber der Vor-
instanz Einspruch gegen die Leistungseinstellung (Vi-act. 31). Der Beschwerde-
führer habe sich beim Fahrradsturz vom 3. Oktober 2019 (u.a.) ein massives 
Kniedistorsionstrauma links zugezogen; entsprechende Befunde seien auch von 
Seiten des erstbehandelnden Spitals festgehalten worden. Der Beschwerdefüh-
rer habe bei der Untersuchung vom 13. Dezember 2019 noch immer ausgepräg-
te Bewegungs- und Belastungsbeschwerden bei anhaltender Schwellung des lin-
ken Kniegelenkes aufgewiesen. Die klinische und radiologische Untersuchung 
vom 6. Dezember 2019 habe eine mediale Seitenbandruptur, eine Zerrung des 
vorderen Kreuzbandes und eine komplexe Läsion des Innenmeniskus gezeigt. 
Bei dieser Diagnosestellung sei von einem eindeutigen Unfallereignis auszuge-
hen, weshalb die Vorinstanz zahlungspflichtig sei. 

3.9 Dem ärztlichen Bericht von Dr.med. G.________ an die Vorinstanz vom 25. 
Juni 2020 ist zu entnehmen, dass die Behandlung am 31. Januar 2020 abge-
schlossen wurde. Der Beschwerdeführer habe sich weitgehend beschwerdefrei 
gezeigt und voll belastet. Klinisch habe sich eine Beweglichkeit F/E von 120-0-0° 
bei reizlosen Narbenverhältnissen gezeigt (Vi-act. 49).

Med.pract. I.________ nannte in seinem Bericht vom 2. Juli 2020 als Diagnose 
einen Fahrradsturz vom 3. Oktober 2019 mit Kontusion Knie links, Schulter links 
und Daumen rechts. Am 19. Dezember 2019 sei eine Operation der komplexen 
medialen Meniskusläsion Knie links erfolgt; ob unfallfremde Faktoren im Hei-
lungsverlauf mitspielen würden, sei ihm nicht bekannt (Vi-act. 51).

16

Die Vorinstanz holte zudem (zu dem ihr bereits vorliegenden MRI vom 
6.12.2019) die intraoperativen Bilder vom 19. Dezember 2019 ein (Vi-act. 55). 

3.10 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Vorinstanz zur Frage des 
natürlichen Kausalzusammenhangs bei Unfall oder unfallähnlicher Körperschädi-
gung eine ärztliche Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr.med. J.________ ein. 
In seinem Bericht vom 9. August 2020 fasst er zum einen den aktenmässigen 
Verlauf zusammen. 

Die Bilder des MRI vom 6. Dezember 2019, die ihm persönlich vorliegen, inter-
pretiert Dr.med. J.________ wie folgt:

[Das MRT] zeigt als Hauptbefund Veränderungen im medialen Meniskus, dessen 
Binnensubstanz vom hinteren Korpus bis zum Hinterhorn ein vorwiegend horizon-
talverlaufendes hyperintenses Signal aufweist, das fokal in die Unterfläche ausläuft 
und auch eine einzelne radiäre Komponente enthält, sodass insgesamt von einer 
Komplexläsion zu sprechen ist. Der Bandapparat ist zentral und kollateral durch-
gängig abgrenzbar und zeigt am vorderen Kreuzband (VKB) und am medialen Kol-
lateralband (MCL) geringe ödematöse Veränderungen, wobei ich die Bezeichnung 
des Radiologen, der von einer "geringgradigen Partialruptur" beziehungsweise 
"Zerrung" der genannten Bänder spricht, für eine Überinterpretation halte. Vielmehr 
widerspiegeln diese Befunde - natürlich auch abhängig von der klinischen Unter-
suchung - einen Zustand, wie er bei einer sportlich zumindest intermittierend akti-
ven Person in der Alterskategorie des Versicherten als nicht unüblich anzusehen 
ist. Der Knorpelbelag ist medial etwas ausgedünnt, zeigt aber keine höhergradigen 
Alterationen, ist lateral und femoropatellar unauffällig und begleitet wird das Ganze 
von einem geringen intraartikulären Erguss, jedoch einer polylobulierten Baker- 
Zyste.

In seiner Beurteilung der medizinischen Akten fasste Dr.med. J.________ zu-
sammen:

- der Beschwerdeführer habe am 3. Oktober 2019 einen Fahrradunfall erlitten 
und sei gleichentags im Spital detailliert anamnestisch befragt und untersucht 
worden;

- es zeigten sich im Wesentlichen Verletzungen an der Schulter links und Dau-
men rechts;

- an den vom Beschwerdeführer geltend gemachten zusätzlichen Hautverlet-
zungen sei nicht zu zweifeln. Sie seien aber von banalem Charakter, andern-
falls sie in den ärztlichen Berichten erwähnt worden wären;

- gerade die Wundversorgung am Knie lege nahe, dass dort eine klinische Un-
tersuchung stattgefunden habe, sie aber offenbar keine relevanten Auffällig-
keiten zeigte;

17

- gemäss Einsprache sei beim Hausarzt auch die Wundversorgung am linken 
Knie erfolgt. Dies sei aber nicht dokumentiert. Der Hausarzt hätte sicherlich 
umgehend reagiert, wenn sich der Verdacht auf über die Hautverletzungen 
hinausgehende frische Verletzungen ergeben hätte. Auch hätte der Hausarzt 
bei akutem Knietrauma ein Schonhinken feststellen müssen. Im Gegenteil ha-
be der Hausarzt am 11. Oktober 2019 dokumentiert, es gehe dem Beschwer-
deführer gut, was darauf schliessen lasse, er habe unter keinen wesentlichen 
Beschwerden gelitten;

- ein komplexes Kniedistorsionstrauma, wie von Dr.med. G.________ zwei Mo-
nate später am 13. Dezember 2019 beschrieben, könne daher fast sicher 
ausgeschlossen werden;

- solche Verletzungen seien fast immer unmittelbar mit erheblichen Schmerzen 
und einer eingeschränkten Gehfähigkeit verbunden, was zeitnah nicht doku-
mentiert sei, obwohl die primäre Anamneseerhebung vor der Analgetikaein-
nahme erfolgt sei;

- das MRI des linken Knies vom 6. Dezember 2019 zeige als wesentlichen Be-
fund eine mediale Meniskopathie, die von ihrer Morphologie her mit einer von 
der degenerierten Binnensubstanz ausgehenden Komplexläsion einen typisch 
degenerativen Aspekt aufweise. Dazu passe die polylobulierte Baker-Zyste, 
wie sie für ein chronisches intraartikuläres Geschehen fast beweisend sei. 
Ausser der Meniskusläsion lasse sich dafür keine anderweitige Pathologie als 
potentielle Ursache finden;

- die intraoperativen Bilder der Kniearthroskopie vom 19. Dezember 2019 wür-
den mit ihren ausgedehnten randständigen Ausfransungen den degenerativen 
Charakter der Mensikusläsion ohne namhafte Zweifel bestätigen;

- die ödematösen Veränderungen des Innenbandes und vorderen Kreuzbandes 
sowie der Popliteussehne solle rein anhand der Bildgebung nicht als 'Zerrung' 
bezeichnet werden; es handle sich MR-tomografisch um erkennbare Alteratio-
nen. Dr.med. G.________ habe nach Anamnese und klinischem Untersuch 
eine Affektion der genannten Strukturen ausgeschlossen und anlässlich der 
Arthroskopie hätten sich keine Hinweise auf deren Verletzung ergeben. Zu-
dem seien schon leichte Innenbandverletzungen typischerweise sehr 
schmerzhaft, was der Beschwerdeführer selbst bemerkt und gegenüber den 
Ärzten erwähnt hätte. Diese ödematösen Veränderungen hätten daher keine 
erkennbare klinische Bedeutung und liessen keine Rückschlüsse auf eine al-
lenfalls traumatische Ätiologie zu, zumal sie in der Alterskategorie des Be-
schwerdeführers sehr oft im Kontakt mit dem natürlichen Alterungsprozess zu 
sehen seien.

18

Dr.med. J.________ schliesst seine Beurteilung mit der Feststellung:

Insgesamt ergeben sich somit weder durch zeitnahe anamnestische und klinische 
Untersuchungen, noch durch die späteren klinischen und bildgebenden Untersu-
chungen oder die Arthroskopie vom 19.12.2019 Hinweise dafür, dass es beim Er-
eignis vom 03.10.2019 zu einer Verletzung am linken Knie gekommen wäre, die 
über das Ausmass von oberflächlichen Hautverletzungen hinausging. Nach Abhei-
len dieser Wunden war bezüglich des Kniegelenks somit ein status quo sine er-
reicht und konnte letztlich durch die MRT vom 06.12.2019 auch noch bildgebend 
belegt werden. […]

Diese Einschätzung lässt sich auch durch die in der Einsprache des Versicherten 
nachträglich erwähnten anamnestischen Details nicht in Zweifel stellen, sondern 
wird dadurch vielmehr sogar bestätigt. Allein der Umstand, dass dem linken Knie 
des Versicherten sowohl im E.________ am Unfalltag, als auch bei den hausärztli-
chen Kontrollen vom 07.10. und vom 11.10.2019 aufgrund der daselbst vorliegen-
den Hautverletzungen offenbar konkrete Beachtung geschenkt wurde, lässt - in der 
Annahme einer seriösen Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit durch alle Beteiligten 
- ausschliessen, dass dort eine relevante frische Verletzung der Binnenstrukturen 
vorhanden war. Eine solche wäre durch das vom Versicherten geschilderte Ereig-
nis zudem auch kaum erklärbar gewesen, da Kontusionen des Kniegelenks trau-
mabiologisch nicht geeignet sind, Läsionen des medialen Meniskus herbeizu-
führen. Wenn Dr. G.________ in seinem Bericht vom 13.12.2019 dann sogar pos-
tuliert, es habe "ein komplexes Kniedistorsionstrauma links" stattgefunden, spricht 
dies aus meiner Sicht nicht unbedingt für einen genügenden Respekt vor der Ar-
beit von Berufskolleg*innen, da es von diesen ja dann wiederholt einfach überse-
hen worden wäre. Hingegen darf durchaus die schon nach einer einzigen Konsul-
tation vorgeschlagene und dann auch fast umgehend von Dr. G.________ durch-
geführte arthroskopische Intervention mit partieller medialer Meniskektomie kritisch 
beleuchtet werden. Dazu sei auf die entsprechenden Leitlinien von Swiss Orthopa-
edics verwiesen, die ein solches Prozedere nur in begründeten Ausnahmefällen 
vorsehen, wie ich sie unter den vorliegenden Bedingungen nicht erkennen kann. 
Das Risiko der beschleunigten Entwicklung einer medialen Gonarthrose muss - 
abhängig vom Umfang der erfolgten Teilmeniskektomie - jedenfalls als erhöht be-
urteilt werden.

4. Vor Verwaltungsgericht schildert der Beschwerdeführer den Sachverhalt 
fast identisch wie in der Einsprache (mit wenigen Weglassungen resp. Ergän-
zungen). Neue, seine Darstellung untermauernde medizinische Berichte hat er 
nicht ins Recht gelegt. 

Die vorinstanzliche Mutmassung, die Knieverletzung sei nur oberflächlich, weil 
sie sonst im Spitalbericht erwähnt worden wäre, sei falsch. Seinerseits begründet 
er die Unterlassung damit, dass zuerst alle erkennbaren Verletzungen untersucht 
und im PC erfasst worden seien; die Knieverletzung sei erst nach Ausziehen der 
Jeans entdeckt worden. Sie sei dann versorgt worden, aber da die PC-Erfassung 
bereits abgeschlossen gewesen sei, sei keine Nacherfassung erfolgt.

19

Die Ruhigstellung von Schulter und Daumen sowie der Knieverband hätten sei-
nen Gang beeinträchtigt und dadurch ein Schonhinken genügend begründet, 
weshalb sich weitere Abklärungen nicht aufgedrängt hätten. Er habe sich zu die-
sem Zeitpunkt keine Sorgen um das Knie gemacht und sei von einer Schürfung 
und Prellung ausgegangen. Die Schulterschmerzen seien derart stark gewesen, 
dass sie alles überschattet hätten. Die Tatsache, dass die Gehbeschwerden erst 
zwei Wochen nach dem Unfall aufgetreten seien, sei in der hohen Schmerzmit-
teldosierung begründet.

Bis zum 13. Oktober 2019 habe er täglich Schmerzmittel genommen und diese 
ab dem 14. Oktober 2019 reduziert, worauf zunehmend starke Schmerzen aufge-
treten seien in der linken Schulter und leichte im linken Knie, letzte stark beim 
Aussteigen aus dem Bus oder Treppenabsteigen. Er sei aber auch dann noch 
von einer Prellung ausgegangen und sei zur bisherigen Medikation zurückge-
kehrt. Das linke Knie sei nur noch mit starken Schmerzmitteln und nur bei norma-
ler Belastung schmerzfrei gewesen; beim Treppenabstieg, bei abfallender Stras-
se sowie je nach Intensität der Physiotherapie seien trotz Medikamenten 
Schmerzen aufgetreten. 

Die widersprüchliche Feststellung der angeblich nur oberflächlichen Hautverlet-
zung am linken Knie durch die beratenden Ärzte zeige, dass diese sich als An-
wälte der Vorinstanz verstünden und nicht gutachterlich tätig seien. Ob über-
haupt eine Knieverletzung vorgelegen habe, sei zudem eine reine Frage der 
Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung und habe in einem medizinischen 
Gutachten nichts zu suchen. Auch würden sich die beiden ärztlichen Beurteilun-
gen widersprechen, indem das erste eine Verletzung des Knies ganz ausschlies-
se. Zudem setze sich keine Beurteilung mit dem Umstand auseinander, dass die 
hohe Schmerzmitteldosierung eine frühere Erkennung der Kniebeschwerden 
verhindert habe.

Ob er beim Sturz das Knie nur heftig aufgeschlagen oder doch verdreht habe, 
könne er selber nicht sagen; er verstehe indes nicht, gestützt auf welche Fakten 
die beratenden Ärzte eine Verdrehung oder gar jede Verletzung des Meniskus 
durch den Sturz ausschliessen könnten.

Die Meniskusverletzung könne nur durch den Fahrradsturz vom 3. Oktober 2019 
ausgelöst worden sein. Er habe zuvor nie unter Kniebeschwerden gelitten. Nach 
dem Unfall habe er sein Knie schmerzbedingt so stark geschont, dass kaum eine 
Belastung aufgetreten sei, welche eine Meniskusläsion hätte auslösen können. 
Das Auftreten der Schmerzen nach dem Unfall und deren Persistieren bis zur 
Operation sei klares Indiz, dass der Unfall als conditio sine qua non kausal für die 
Knieschmerzen und damit für die Meniskusverletzung gewesen sei.

20

Das MRI vom 6. Dezember 2019 zeige im linken Knie ausser einer leichten Aus-
dünnung des Knorpelüberzuges keine degenerativen Schäden, dagegen eine 
Meniskusverletzung, eine Zerrung der Popliteussehne und eine geringgradige 
Partialruptur des medialen Kollateralbandes, die nur mit traumatischer Einwir-
kung erklärbar seien.

Die behandelnden Ärzte Dr.med. N.________, Dr.med. G.________ und 
med.pract. I.________ kämen übereinstimmend zum Schluss, die erkannten 
Knieverletzungen seien auf eine traumatische Einwirkung zurückzuführen. Der 
Unfall vom 3. Oktober 2019 sei der einzige der letzten Jahre und es sei mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die erlittenen Knie-
verletzungen auf diesen Unfall zurückzuführen seien. Zudem sei die Beurteilung 
von Dr.med. N.________ die objektivste; weil sich sein Auftrag nicht auf den 
Nachweis von Unfallfolgen bezogen habe, sondern einzig auf die Ursache der 
Kniebeschwerden. Er habe sich ausdrücklich nicht zur Unterscheidung Un-
fall/Krankheit geäussert, weshalb seiner Diagnose ein erhöhter Beweiswert zu-
komme.

5.1 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung vom 1. Mai 2020 resp. im Einspra-
cheentscheid vom 2. September 2020 im Wesentlichen auf die Beurteilungen ih-
rer beratenden Ärzte abgestellt. Der Beschwerdeführer stellt dabei korrekt fest, 
dass diese nicht vollends deckungsgleich sind. Dies hat aber auch die Vorinstanz 
festgestellt und sie hat ausführlich begründet, weshalb sie ihren Einspracheent-
scheid auf die Beurteilung von Dr.med. J.________ abstützt, da eine Hautverlet-
zung am linken Knie nicht in Zweifel gezogen werden könne. Was jedoch die Un-
fallkausalität der weiteren geltend gemachten Knieverletzungen anbelangt, be-
steht im Ergebnis kein Widerspruch, verneinen diese doch beide beratenden Ärz-
te.

5.2 Wenn sich aber die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf die Beur-
teilung ihres beratenden Arztes Dr.med. J.________ vom 8. August 2020 ab-
stützt, ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Beurteilungen von versiche-
rungsinternen Ärzten zu beachten, wonach nur auf deren Feststellungen abge-
stellt werden kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 142 V 58 Erw. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 
vom 27.9.2019 Erw. 6.1; vorstehend Erw. 2.6.2). 

5.3 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers besteht vorliegend je-
doch keine Veranlassung, an der Beurteilung von Dr.med. J.________ zu zwei-
feln.

21

5.3.1 Zum einen basiert seine Beurteilung vom 8. August 2020 auf sämtlichen 
greifbaren medizinischen Akten von der Notfallversorgung im Spital in 
F.________ bis zum Bericht über den Behandlungsabschluss von Dr.med. 
G.________ sowie den Beurteilungen der behandelnden Ärzte zur Ankündigung 
der Leistungseinstellung durch die Vorinstanz. Auch zog er in seine Beurteilung 
nicht nur die Berichte zu den vorhandenen diagnostischen und intraoperativen 
Bildern bei, sondern beurteilte diese selbst. Auch setzte er sich mit dem vom Be-
schwerdeführer umschriebenen Unfallhergang und dem Gesundheitsverlauf und 
seiner Begründung auseinander. Seine Ausführungen hierzu erscheinen sodann 
nachvollziehbar und schlüssig, weshalb - wie nachfolgend noch aufzuzeigen ist - 
darauf abgestellt werden kann.

5.3.2 Der Beschwerdeführer macht zu Unrecht geltend, der Bericht des Radiolo-
gen Dr.med. N.________ sei der objektivste, da er sich einzig auf die Ursache 
der Kniebeschwerden, die Pathologie, konzentriert habe ohne Unterscheidung 
von Unfall oder Krankheit. Gerade deshalb vermag sein Bericht zum MRI vom 6. 
Dezember 2019 an der Beurteilung von Dr.med. J.________ aber keine Zweifel 
zu erwecken. Denn die vorliegende Kernfrage besteht in der Klärung der Kausa-
lität. Als Radiologe bestand die Aufgabe von Dr.med. N.________ aber einzig in 
der Ermittlung eines Befundes anhand der Bildgebung. Zur Frage der Ursache 
der erhobenen Gesundheitsschädigungen musste er sich nicht äussern und äus-
serte er sich auch nicht. Er bezeichnete ausdrücklich keinen der beschriebenen 
Schäden als traumatisch oder degenerativ. Dr.med. N.________ äussert sich 
nicht zur Ätiologie und nimmt auch keine Interpretation vor. Was die erhobenen 
Befunde anbelangt, so wird die von ihm dokumentierte komplexe Meniskusläsion 
durch die beratenden Ärzte nicht bestritten; insofern besteht auch kein Wider-
spruch. Bezüglich die Bänder resp. deren Verletzung hat Dr.med. J.________ 
nachvollziehbar erläutert, dass zum einen die MRI-Bilder keine eindeutige Aus-
sage zulassen und zum andern diesbezüglich auch Dr.med. G.________ auf-
grund seiner intraoperativen Beurteilung stabile Verhältnisse dokumentiert habe.

Gerade weil dem Radiologen einzig Fragen zur Pathologie gestellt wurden, nicht 
aber zur möglichen Ursache und Dr.med. N.________ sich einzig zum festge-
stellten Befund äussert, vermag er keine auch nur geringen Zweifel an der versi-
cherungsinternen Beurteilung der Unfallkausalität zu erwecken.

5.3.3 Vom Hausarzt med.pract. I.________ liegen die Einträge in die Krankenge-
schichte vor sowie sein Bestätigungsschreiben an den Beschwerdeführer vom 
20. Februar 2020. 

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In den ereignisnahen Aufzeichnungen wird eine Knieverletzung nicht erwähnt 
(wie auch im Spitalbericht vom 3.10.2019 nicht). 

Knieschmerzen sind erstmals am 4. November 2019 dokumentiert und auch hier 
ohne objektiven Befund, sondern einzig anamnestisch, indem gemäss Be-
schwerdeführer seit dem Fahrradsturz Knieschmerzen bestünden, er sie aber nie 
erwähnt habe, da nicht im Vordergrund stehend (vgl. oben Erw. 3.3). Der Email 
des Beschwerdeführers vom 29. November 2019 kann zwar entnommen werden, 
dass der Hausarzt das Knie im November auch klinisch untersucht hat, der Me-
niskustest damals aber negativ ausfiel (vgl. oben Erw. 3.2). Erst am 5. Dezember 
2019 wird auch ein objektiver Befund dokumentiert und ein Röntgenbefund wie-
dergegeben, der mit Zeichen einer leichten medialen Gonarthrose mit subchon-
draler Mehrsklerosierung und geringer Gelenkspaltverschmälerung degenerative 
Veränderungen aufwies. Zudem gelangte der Hausarzt zur Beurteilung einer 
Kontusion (nicht Distorsion) des Knies, im Dezember mit Differenzialdiagnose 
Binnenläsion/Meniskusschaden, worauf er das bekannte MRI veranlasst hat. 
Aufgrund dieser echtzeitlichen Dokumentation kann - wie Dr.med. J.________ 
(und auch PD Dr.med. Dr.iur. H.________) zu Recht feststellte - nicht mit dem 
geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Fahrrad-
sturz vom 3. Oktober 2019 als Ursache für den am 19. Dezember 2019 operativ 
sanierten Kniegelenksschaden geschlossen werden.

Am 20. Februar 2020 - nach Ankündigung der Leistungseinstellung gestützt auf 
die Beurteilung von PD Dr.med. Dr.iur. H.________ - äusserte sich der Hausarzt 
auf Wunsch des Beschwerdeführers zur Unfallkausalität. Allerdings beschränkt 
sich das Schreiben auf die Bestätigung der Behandlung im Nachgang zum - un-
bestrittenen - Fahrradsturz und die Erklärung, da die Schürfwunde am Daumen 
schlimmer gewesen sei, sei auf das linke Knie erst im Verlaufe umfassender ein-
gegangen worden. Er erwähnt wohl, dass initial die Wundversorgung des Dau-
mens und auch am linken Knie im Vordergrund gestanden habe (was seitens 
Vorinstanz nicht bestritten wird), erklärt dabei aber nicht, warum die Wundversor-
gung am Knie im Gegensatz zum Daumen nicht dokumentiert ist. Auch ergänzt 
er in seiner Bestätigung nicht etwa, die Knieschmerzen seien zwar nicht doku-
mentiert, aber sehr wohl besprochen worden. Mithin muss angenommen werden, 
dass Kniebeschwerden - trotz Wundversorgung - gar nie zur Sprache kamen. 
Anders als der Beschwerdeführer, der in seinen Eingaben die Schulterbeschwer-
den als überwiegend hervorhebt, betont der Hausarzt die Daumenverletzung als 
die schlimmste Verletzung, welche verhindert habe, dass das Knie genauer be-
trachtet wurde. Und schliesslich steht die abschliessende Bemerkung von 
med.pract. I.________, die Knieläsion sei gut vereinbar mit dem Unfallereignis, 
ohne jegliche Begründung da. Namentlich setzt er sich auch nicht mit der - da-

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mals bereits vorliegenden - Beurteilung von PD Dr.med. Dr.iur. H.________ aus-
einander, wonach die sich im MRI vom 6. Dezember 2019 zeigende komplexe 
Signalveränderung im Bereiche des Hinterhorns des Innenmeniskus überwie-
gend wahrscheinlich Ausdruck einer degenerativen Veränderung und mit dem 
Fahrradsturz eben nicht gut vereinbar sei. Med.pract. I.________ begründet 
nicht, inwiefern die von ihm dokumentierte Kniekontusion zur Meniskusläsion 
führen konnte (was gemäss Dr.med. J.________ auszuschliessen ist). 

Damit aber vermögen die Berichte von med.pract. I.________ an den Beurteilun-
gen der versicherungsinternen Ärzte keine auch nur geringen Zweifel zu erwe-
cken.

5.3.4 Soweit Dr.med. G.________ nach seinem Untersuch vom 13. Dezember 
2019 von einem komplexen (Bericht vom 13.12.2019) resp. massiven (Bericht 
vom 30.12.2019 und 20.2.2020) Kniedistorsionstrauma berichtet, findet dies we-
der in einem medizinischen Bericht noch im Beschrieb des Unfallhergangs eine 
Grundlage. Die Betroffenheit des Knies wird erstmalig durch den Hausarzt am 4. 
November 2019 dokumentiert und als Kontusion beurteilt. Der Beschwerdeführer 
selber hält fest, aufgrund der Sturzgeschwindigkeit könne er sich nicht erinnern, 
ob er das Knie nur geprellt oder auch verdreht habe. Wenn Dr.med. G.________ 
in seinem "Einspruch" vom 20. Februar 2020 also ausführt, entsprechende Be-
funde seien auch von Seiten des erstbehandelnden Spitals in F.________ am 3. 
Oktober 2019 festgehalten, so ist dies falsch. Das Spital erwähnt das Knie über-
haupt nicht und der weiterbehandelnde Hausarzt, der das Knie mindestens für 
die Wundversorgung sah, spricht von einer Kontusion. 

Die Unfallkausalität begründet Dr.med. G.________ sodann einzig derart, dass 
die klinische wie auch radiologisch Abklärung eine mediale Seitenbandruptur, ei-
ne Zerrung des vorderen Kreuzbandes sowie eine komplexe Läsion des Innen-
meniskus ergeben habe (vgl. oben Erw. 3.8.3). Dies stellt er so in den Raum, oh-
ne darauf einzugehen, dass dies nicht seinem intraoperativ erhobenen Befund 
entspricht (vgl. oben Erw. 3.6). Auch setzt er sich nicht mit der Beurteilung von 
PD Dr.med. Dr.iur. H.________ auseinander, wonach das MRI eine komplexe 
Signalveränderung im Bereiche des Hinterhorns des Innenmeniskus erkennen 
lasse, was überwiegend wahrscheinlich Ausdruck einer degenerativen Verände-
rung des Innenmeniskus und nicht Traumafolge sei. Auch Dr.med. J.________ 
begründet den degenerativen Charakter mit der Morphologie der medialen Me-
niskopathie, dem Vorliegen der polylobulierten Baker-Zyste und den intraoperati-
ven Bildern, die ausgedehnte randständige Ausfransungen zeigen würden. Auch 
der Röntgenbefund vom 5. Dezember 2019 mit Zeichen einer leichten medialen 
Gonarthrose mit subchondraler Mehrsklerosierung und geringer Gelenkspaltver-

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schmälerung weist degenerative Veränderungen auf. Damit begründen die bera-
tenden Ärzte ihre Beurteilungen ausführlich, wogegen Dr.med. G.________ allein 
aufgrund des Befundes einer komplexen Meniskusläsion auf eine traumatische 
Ursache schliesst. Damit aber vermag er an den ausführlichen Begründungen 
der Versicherungsärzte keine Zweifel zu erwecken.

5.3.5 Der Beschwerdeführer begründet die Unfallkausalität des weitern mit der 
Feststellung, vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen zu sein. Erst seither müsse 
er etwa regelmässig den Lift im Bürohaus benutzen und habe er Schmerzen 
beim Treppenabsteigen oder nach der Physiotherapie. Damit aber ist er nicht zu 
hören, vermag doch die zeitliche Komponente allein die Unfallkausalität nicht zu 
beweisen (vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" 
BGE 119 V 335 Erw. 2b/bb S. 341 f.; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer 
8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 2.2.3.1). 

5.3.6 Die Nichterwähnung der Knieverletzung im erstbehandelnden Spital erklärt 
der Beschwerdeführer mit dem zeitlichen Ablauf des Untersuchs und der Be-
handlung; die PC-Erfassung sei bereits abgeschlossen gewesen, als er die Hose 
ausgezogen habe und die Knieverletzung gesehen worden sei. Dies mag zutref-
fen. Damit aber vermag der Beschwerdeführer die Erklärung von Dr.med. 
J.________ nicht zu entkräften, der nachvollziehbar feststellt, zu jenem Zeitpunkt 
habe der Beschwerdeführer noch keine Schmerzmedikamente erhalten, allfällige 
Knieschmerzen seien damit - was der Beschwerdeführer später geltend mache - 
noch nicht unterdrückt gewesen. Eine akute traumatische Kniebinnenverletzung 
hätte jedoch Schmerzen derart verursachen müssen, dass diese vom Beschwer-
deführer auch benannt und dann entsprechend auch dokumentiert worden 
wären. Da dies nicht der Fall war, sind derartige Schmerzen auszuschliessen. 

Auch im weiteren Verlauf vermag der Beschwerdeführer nicht zu erklären, wes-
halb der Hausarzt, der die Kniewunde versorgt hat, keine ernsthaftere Verletzung 
erkennen konnte bzw. musste. Weder die Schmerzmedikamente noch die über-
wiegenden Schmerzen an der Schulter resp. dem Daumen vermögen zu begrün-
den, dass eine schmerzhafte Kniebinnenverletzung trotz Behandlung der äusse-
ren Knieverletzung überhaupt nicht zur Sprache gekommen ist. Indem Dr.med. 
J.________ darauf hinwies, hat er - entgegen der Behauptung des Beschwerde-
führers - nicht etwa die Fähigkeit des Hausarztes in Frage gestellt, sondern in 
Anerkennung dessen Fähigkeit zu Recht am Vorliegen einer schmerzhaften 
Kniebinnenverletzung gezweifelt. 

Zu Unrecht kritisiert der Beschwerdeführer schliesslich die Arbeit der beratenden 
Ärzte. Zum einen verkennt er, dass diese nicht die geltend gemachten Kniever-

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letzungen bestreiten. Sie erklären diese aber nicht als traumatisch, sondern be-
gründen die degenerative Genese. Zum andern lässt er ausser Betracht, dass 
der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs beziehungsweise dessen 
Wegfallens in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu 
führen ist und auch die Abgrenzungsfrage Trauma oder Vorzustand in erster Li-
nie von diesen zu beurteilen ist (Urteile BGer 8C_241/2020 vom 29.5.2020 Erw. 
3; 8C_267/2019 vom 30.10.2019 Erw. 6). Mithin haben die beratenden Ärzte ihr 
Aufgabengebiet nicht zu Unrecht verlassen.

5.4 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet. 
Weder ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Beurteilung von Dr.med. 
J.________ abgestellt hat, noch, dass die Leistungen für das Knie links per 6. 
Dezember 2019 eingestellt wurden.

6. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG). Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht nicht (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 12. Februar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Februar 2021