# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 720feb74-fdbb-5a00-b705-a34f5ac15827
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.12.2012 RT120194
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT120194_2012-12-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT120194-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. Ch. Büchi 

Urteil vom 21. Dezember 2012 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 20. November 2012 (EB121527) 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. a) Mit Urteil vom 20. November 2012 erteilte das Einzelgericht Audi-

enz am Bezirksgericht Zürich in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes 

C._____ (Zahlungsbefehl vom 24. September 2012) gestützt auf die in der Verfü-

gung des Friedensrichteramtes D._____ vom 5. Juli 2012 verurkundete Klagean-

erkennung der Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchsgegne-

rin; Urk. 4/2) definitive Rechtsöffnung für Fr. 3'289.50; unter Kosten und Entschä-

digungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin (Urk. 12 S. 3). 

 b) Hiergegen hat die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 29. November 

2012 fristgerecht Beschwerde erhoben und beantragt, es sei in der vorgenannten 

Betreibung lediglich im Betrag von Fr. 2'161.80 definitive Rechtsöffnung zu ertei-

len (Urk. 11).  

 c) Da sich die Beschwerde sogleich als unbegründet bzw. unzulässig er-

weist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzich-

tet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

 2 a) Die Gesuchsgegnerin bringt vor, dass sie den Forderungsbetrag 

im Umfang von Fr. 3'289.50 grundsätzlich anerkenne. Es gelte jedoch zu berück-

sichtigen, dass der Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) 

während seiner Anstellung bei der Gesuchsgegnerin verpflichtet gewesen sei, 

Beiträge an die 2. Säule zu leisten. Seine monatliche Leistungsverpflichtung habe 

Fr. 161.10 betragen. Der Gesuchsteller sei über eine Dauer von insgesamt 17 

Monaten bei der Gesuchsgegnerin beschäftigt gewesen. Für neun Monate sei der 

Gesuchsteller seiner Beitragspflicht nachgekommen. Der Gesuchsgegnerin sei 

jedoch unklar, ob eine solche auch die temporäre Anstellung des Gesuchstellers 

während des ersten Monats seiner Beschäftigung betreffe. Zumindest für die ver-

bleibenden sieben Monate sei der Gesuchsteller seine Beitragspflicht schuldig 

geblieben, was einem Gesamtbetrag von Fr. 1'127.70 entspreche. Damit belaufe 

sich der von der Gesuchsgegnerin geschuldete Betrag auf Fr. 2'161.80.  

- 3 - 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweis-

mittel sind ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

 c) An der von der Vorinstanz auf den 20. November 2012 um 09.45 Uhr 

anberaumten Hauptverhandlung ist keine der Parteien erschienen (vgl. Prot. Vi. 

S. 3). Wie von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt, 

hatte sie deshalb gestützt auf die Akten zu entscheiden (Art. 234 Abs. 1 ZPO 

i.V.m. Art. 219 ZPO; BSK ZPO-Mazan, Art. 253 N 19). Das von der Gesuchsgeg-

nerin nunmehr im vorliegenden Beschwerdeverfahren Vorgebrachte ergibt sich in 

keiner Weise aus den vorinstanzlichen Akten. Damit sind die Vorbringen der Ge-

suchsgegnerin allesamt neu und im Beschwerdeverfahren nicht mehr zu berück-

sichtigen. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 1'127.70. Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 300.– festzusetzen.  

 b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

 c) Dem Gesuchsteller ist für das Beschwerdeverfahren mangels relevan-

ter Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO), 

der Gesuchsgegnerin nicht, weil sie unterliegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts Audi-

enz am Bezirksgericht Zürich vom 20. November 2012 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt. 

- 4 - 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

einer Kopie von Urk. 11 sowie von Urk. 4/1-2, sowie an das Bezirksgericht 

Zürich, Einzelgericht Audienz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen – abgesehen der Urk. 4/1-2 – nach unbe-

nütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 1'127.70. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 21. Dezember 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Büchi 
 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 21. Dezember 2012
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 20. November 2012 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage einer Kopie von Urk. 11 sowie von Urk. 4/1-2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audienz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...