# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9dd9dea-2dfc-5d07-98ba-a8f1e46c2982
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 05.12.2018 B 2016/224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-224_2018-12-05.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/224

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 05.12.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 05.12.2018
Baurecht, Art. 22 Abs. 1 RPG. Die Baubewilligungsbehörde hat das 
nachträgliche Baugesuch für die Umnutzung der Dachfläche auf einer 
angebauten Garage zu einer Terrasse und das dazu errichtete Geländer 
ohne Durchführung eines Auflage- und Einspracheverfahrens abgewiesen. 
Das Baudepartement hat den von den Baugesuchstellern erhobenen Rekurs 
gutgeheissen und die Angelegenheit zur Durchführung des ordentlichen 
Verfahrens – beschränkt auf die Behandlung des Geländers als 
Absturzsicherung – an die Politische Gemeinde zurückgewiesen. Das 
Verwaltungsgericht weist die von der Politischen Gemeinde erhobene 
Beschwerde ab. Macht eine Bauherrschaft eine bestimmte Nutzung zum 
Gegenstand ihres Gesuchs, wäre das Bauvorhaben indes objektiv auch für 
eine andere, weitergehende Nutzung geeignet, so ist es der 
Baubewilligungsbehörde unbenommen, und unter Umständen sogar 
geboten, in der Baubewilligung klärend zu verfügen, welche konkrete 
Nutzung bewilligt und welche allfällige angesichts der Bauausführung 
ebenfalls mögliche, aber nicht beantragte und folglich nicht bewilligte 
Nutzung nicht zulässig ist. Es bleibt der Beschwerdeführerin anheimgestellt, 
im Rahmen des Entscheides über das Baugesuch für die Absturzsicherung 
gegebenenfalls die Nutzung des Dachs als Terrasse zu verbieten. Die 
Rechtslage kann nicht im Melde-, sondern nur im ordentlichen 
Baubewilligungsverfahren geklärt werden (Verwaltungsgericht, B 2016/224).

Entscheid vom 5. Dezember 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

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Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans-Walther Rutz, Ländernachstrasse 50, 

Postfach 225, 9443 Widnau,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

A.__ und B.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Möhr, GM Rechtsanwälte, St. Jakob-

Strasse 37, 9000 St. Gallen,

Gegenstand

Baubewilligung

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.__ und B.__ sind Eigentümer des in der Gemeinde X.__ gelegenen Grundstücks 

Nr. 0000__. Das Grundstück liegt gemäss Zonenplan in der Wohnzone W2b. Es ist mit 

einem zweigeschossigen Einfamilienhaus mit Satteldach überbaut. Im Nordosten ist 

eine Garage mit Flachdach an das Einfamilienhaus angebaut. Für diesen Anbau gilt 

nach Art. 10 Abs. 6 des Baureglements der Gemeinde X.__ ein verminderter 

Grenzabstand von 1 m. Mit Schreiben vom 13. Mai 2015 teilte die Politische Gemeinde 

X.__ den Grundeigentümern mit, auf ihrem Grundstück sei ohne Baubewilligung das 

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Flachdach der Garage, welche mit vermindertem Grenzabstand erstellt worden sei, zu 

einer Dachterrasse umgebaut beziehungsweise umgenutzt worden, und forderte sie zur 

Einreichung eines Baugesuchs auf (act. 9/8/5). Hierauf reichte A.__ mit dem für das 

baurechtliche Meldeverfahren vorgesehenen Formular und Beilageplänen ein 

nachträgliches Baugesuch für ein bereits erstelltes Schutzgeländer, bestehend aus 

einem Metallrahmen mit Glasfüllungen, auf dem Garagendach ein (act. 9/8/1-4). Die 

Bauverwaltung teilte mit Schreiben vom 18. Juni 2015 mit, das Baugesuch "Erstellung 

Geländer auf dem Garagendach" werde zufolge Nichtanwendbarkeit des 

Meldeverfahrens in das ordentliche Verfahren verwiesen. Ferner gab der Bauverwalter 

an, eine Nutzung der Dachfläche sei bei einer Baute mit vermindertem Grenzabstand 

erst mit einem Grenzabstand des Geländers von 3 m möglich, und verlangte mit einer 

Frist von 10 Tagen die Einreichung eines revidierten Baugesuchs (act. 9/8/6). Dieser 

Aufforderung leisteten A.__ und B.__ keine Folge. Am 21. August 2015 verfügte die 

Politische Gemeinde X.__ u.a. die Einstellung der Bauarbeiten und setzte A.__ und B.__ 

nochmals Frist zur Einreichung eines revidierten Baugesuchs an (act. 9/8/7). Die 

Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nach weiterem schriftlichen 

Meinungsaustausch beantragten A.__ und B.__ am 22. Januar 2016 den Erlass einer 

anfechtbaren Verfügung (act. 9/8/11), worauf die Politische Gemeinde X.__ "die 

Umnutzung der Dachfläche auf der angebauten Garage zu einer Terrasse und das dazu 

errichtete Geländer bestehend aus Metallrahmen und Glasfüllungen" mit Verfügung 

vom 4. April 2016 ohne Durchführung eines Auflage- und Einspracheverfahrens abwies 

(Beilage zu act. 9/1).

B. Den gegen den Bauabschlag geführten Rekurs hiess das Baudepartement mit 

Entscheid vom 24. Oktober 2016 im Sinn der Erwägungen gut (Dispositiv Ziffer 1a). Es 

hob die Bauabschlagsverfügung vom 4. April 2016 auf (Dispositiv Ziffer 1b) und wies 

die Streitsache zur Durchführung des ordentlichen Verfahrens im Sinn der Erwägungen 

an die Politische Gemeinde zurück (Dispositiv Ziffer 1c). Auf die Erhebung der 

Entscheidgebühr bei der Politischen Gemeinde X.__ wurde verzichtet (Dispositiv Ziffer 

2a) und A.__ der geleistete Kostenvorschuss zurückerstattet (Dispositiv Ziffer 2b). Die 

Politische Gemeinde X.__ wurde verpflichtet, A.__ und B.__ für das Rekursverfahren 

ausseramtlich mit CHF 2'750 zuzüglich Mehrwertsteuer zu entschädigen (Dispositiv 

Ziffer 3a). Einen Augenschein führte das Baudepartement nicht durch.

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C. Die Politische Gemeinde X.__ (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 25. 

Oktober 2016 versandten Rekursentscheid des Baudepartements (Vorinstanz) durch 

ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 8. November 2016 und Ergänzung vom 

2. Dezember 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge seien die Ziffern 1a-c, 2b und 3a des angefochtenen 

Entscheids aufzuheben.

Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2016 beantragte die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei abzuweisen. A.__ und B.__ (Beschwerdegegner) beantragten mit 

Vernehmlassung ihres Rechtsvertreters vom 10. Januar 2017, die Beschwerde sei, 

soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

abzuweisen. Die Beschwerdeführerin nahm mit Eingabe vom 26. Januar 2017 Stellung 

zu den Vernehmlassungen. Die Beschwerdegegner äusserten sich dazu am 7. Februar 

2017.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Nach Art. 64 Abs. 1 

in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP steht der zuständigen Behörde einer öffentlich-

rechtlichen Körperschaft das Beschwerderecht zur Wahrung öffentlicher Interessen zu. 

Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist eine politische Gemeinde zur 

Beschwerde legitimiert, wenn sie durch Setzung eigener Verwaltungsakte lokale 

öffentliche Interessen zu wahren hat, insbesondere in Bausachen (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, N 450 ff.; VerwGE 

B 2013/213 vom 19. Februar 2015 E. 2, www.gerichte.sg.ch). Diese Voraussetzung ist 

im vorliegenden Fall erfüllt; die Beschwerdeführerin hat die Verfügung (Bauabschlag) 

erlassen, welche die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid aufgehoben hat. Die 

Beschwerdeführerin ist somit zur Erhebung der Beschwerde berechtigt. Sie hat die 

Beschwerde gegen den am 25. Oktober 2016 versandten Rekursentscheid mit Eingabe 

vom 8. November 2016 rechtzeitig erhoben. Die Beschwerde erfüllt zusammen mit der 

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Ergänzung vom 2. Dezember 2016 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP und Art. 48 

Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, der angefochtene Entscheid beruhe bezüglich der 

inhaltlichen Weisung, das Baugesuch der Beschwerdegegner auf die Behandlung des 

Geländers als Absturzsicherung zu beschränken, auf einem unrichtig oder 

unvollständig festgestellten Sachverhalt. Überdies stelle die Weisung, ein 

nachträgliches Baubewilligungsverfahren für ein Baugesuch mit irreführender 

beziehungsweise mit einer klar vom objektiven Ist-Zustand der Nutzung und den 

objektiven Nutzungsmöglichkeiten der Dachfläche des Garagenanbaus als Terrasse 

abweichenden Projektbezeichnung durchzuführen, eine unhaltbare Ermessenskontrolle 

beziehungsweise einen Ermessensmissbrauch dar. In das Entscheidermessen der 

Beschwerdeführerin werde willkürlich eingegriffen. Die Vorinstanz unterstütze mit ihrem 

Rückweisungsentscheid ein treuwidrig als Absturzsicherung gestelltes Bauvorhaben. 

Ein Baugesuchsteller könne die Baubewilligungsbehörde bei ihrer Prüfungstätigkeit 

nicht mittels blosser Absichtserklärungen binden; die Bewilligungsbehörde habe – erst 

recht bei einem nachträglichen Baugesuch – von der tatsächlichen Nutzung und den 

objektiven Nutzungsmöglichkeiten auszugehen. Es sei kein Unterscheid zwischen dem 

Geländer des Balkons und der Absturzsicherung auszumachen, weshalb es grotesk 

sei, wenn das eine Geländer lediglich ein Schutzgeländer zu Reinigungszwecken des 

Garagendachs darstelle, während das andere ein Balkongeländer sei. Es sei nach 

erteilter Bewilligung für das Schutzgeländer nicht kontrollierbar, zu welchem Zweck 

sich eine Person auf dem Garagendach aufhalte. Die Auslegung von Art. 10 Abs. 6 des 

Baureglements sei klar und gelte nur für Garagen und Abstellräume, nicht aber für 

Terrassen. Die Vorinstanz hätte zumindest vorfrageweise die durch die 

Beschwerdeführerin vorgenommene Auslegung von Art. 10 Abs. 6 Baureglement 

überprüfen müssen. Sei die Bewilligungsfähigkeit von vornherein auszuschliessen, 

würden sich jegliche Betrachtungen über den Einbezug von Nachbarn erübrigen. Das 

Verwaltungsgericht könne die Auslegung von Art. 10 Abs. 6 Baureglement und damit 

die Bewilligungsfähigkeit des Bauprojekts materiell abschliessend beurteilen. Es sei 

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überdies ein Eingriff in ihr Entscheidermessen, wenn Planab-weichungen von der 

Vorinstanz als blosses "gestalterisches Versehen" bezeichnet würden.

2.2. Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur auf der Grundlage einer 

Baubewilligung errichtet werden. Bauvorhaben und Nutzungsänderungen, die nicht 

durch eine rechtskräftige Baubewilligung abgedeckt sind, sind formell rechtswidrig. 

Bevor eine Behörde die Beseitigung einer formell rechtswidrigen Baute anordnet, hat 

sie im Rahmen eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens zu prüfen, ob die 

Baute nachträglich bewilligt werden kann. Kann die Baute nachträglich nicht bewilligt 

werden, ist sie auch materiell rechtswidrig. Formell und materiell rechtswidrige Bauten 

sind grundsätzlich zu beseitigen. Vor Erlass des Abbruchbefehls hat die Behörde indes 

im Einzelfall zu prüfen, ob der Anordnung des Abbruchs die allgemeinen Prinzipien des 

Verfassungs- und Verwaltungsrechts entgegenstehen (B. Heer, St. Gallisches Bau- und 

Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1198; B. Waldmann, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr 

[Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 6.4 ff., 6.28 ff.; 

Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 1, Planungsrecht, 

Verfahren und Rechtsschutz, 5. Aufl. 2011, Rz. 10.2.1, 10.2.3, 10.2.4.1; P. Hänni, 

Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 356 f.).

2.3. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, bestimmt die Bauherrschaft mit ihrem 

Baugesuch, ob und in welchem Umfang ein baubewilligungspflichtiger Sachverhalt 

bewilligt werden soll (Dispositionsprinzip; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsgericht, 7. Aufl. 2016, Rz. 985 f.). Folglich kann nach der Rechtsprechung 

des Verwaltungsgerichts eine Aufforderung der Baubehörde, ein nachträgliches 

Baugesuch einzureichen, weder durchgesetzt noch angefochten werden (GVP 1998 Nr. 

9 S. 35). Kommt eine Bauherrschaft der an sich richtigen behördlichen Anweisung, für 

eine bauliche Änderung oder vorgenommene bewilligungspflichtige Nutzungsänderung 

ein Baugesuch nachzureichen, nicht nach, bleibt dieser einzig die Möglichkeit 

beziehungsweise Pflicht, stattdessen von Amtes wegen ein Nutzungsverbot zu prüfen 

sowie ein Wiederherstellungsverfahren einzuleiten (VerwGE B 2012/143 vom 24. Januar 

2013 E. 4.1.1, www.gerichte.sg.ch; anders dagegen etwa im Kanton Zürich: Fritzsche/

Bösch/Wipf, a.a.O., Rz. 10.2.3, wo es als möglich erachtet wird, die Baueingabe im Fall 

fehlender Mitwirkung der Bauherrschaft durch die Baubehörde erstellen zu lassen; vgl. 

dagegen die Möglichkeit zur Ersatzvornahme im Wiederherstellungsverfahren nach 

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Art. 159 Abs. 2 des seit 1. Oktober 2017 in Kraft stehenden Planungs- und 

Baugesetzes, PBG, sGS 731.1). Es ist der Bewilligungsbehörde aber verwehrt, über 

eine Nutzung zu entscheiden, um welche gar nicht nachgesucht wird (BGE 127 II 215 

E. 5). Macht eine Bauherrschaft eine bestimmte Nutzung zwar zum Gegenstand ihres 

Gesuchs, wäre das Bauvorhaben indes objektiv auch für eine andere, weitergehende 

Nutzung geeignet, so ist es der Baubewilligungsbehörde unbenommen und unter 

Umständen sogar geboten, in der Baubewilligung klärend zu verfügen, welche konkrete 

Nutzung bewilligt und welche allfällige angesichts der Bauausführung ebenfalls 

mögliche, aber nicht beantragte und folglich nicht bewilligte Nutzung nicht zulässig ist.

2.4. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist ein auf 

behördliche Aufforderung hin eingereichtes nachträgliches Baugesuch, welches die 

Beschwerdegegner auf ein Gesuch betreffend ein Schutzgeländer auf einem 

Garagendach beschränkt haben, und welches die Beschwerdeführerin ohne 

Durchführung des von ihr selbst angeordneten ordentlichen Baubewilligungsverfahrens 

abgewiesen hat. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht Gegenstand des 

Verfahrens ist angesichts der Umschreibung des nachträglichen Baugesuchs durch die 

Beschwerdegegner und deren während des ganzen Verfahrens bekräftigten Aussage, 

das Geländer nur als Absturzsicherung für den Unterhalt des Garagendachs, nicht aber 

für die Nutzung des Dachs als Terrasse angebracht zu haben (vgl. zur entsprechenden 

Bestätigung im Beschwerdeverfahren: act. 11), die – vergangene, gegenwärtige oder 

künftige – Umnutzung des Garagendachs in eine Terrasse. Auf das derart 

umschriebene nachträgliche Baugesuch und darauf, dass das Garagendach nicht als 

Terrasse genutzt wird, sind die Beschwerdegegner zu behaften. Es bleibt der 

Beschwerdeführerin vorliegend anheimgestellt, im Rahmen des anstehenden 

Entscheids über das Baugesuch für die Absturzsicherung ein Verbot für die Nutzung 

des Dachs als Terrasse zu prüfen und gegebenenfalls zu erlassen (vgl. dazu zur 

Rechtslage vor 1. Oktober 2017: Art. 130 Abs. 1 des kantonalen Baugesetzes, 

nGS 32-47; seit 1. Oktober 2017: Art. 159 Abs. 1 lit. c PBG; Heer, St. Gallisches Bau- 

und Planungsrecht, 2003, Rz. 1201). Von einer Verletzung von Art. 61 Abs. 1 VRP oder 

einem willkürlichen Eingriff in das Entscheidungsermessen der Beschwerdeführerin 

durch die Vorinstanz kann keine Rede sein.

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2.5. Soweit die Beschwerdeführerin der Ansicht ist, die Bewilligungsfähigkeit der 

Nutzung des Garagendachs als Terrasse sei von vornherein auszuschliessen und ein 

entsprechendes Baugesuch u.a. auch zufolge der fehlenden 

Grenzabstandsvereinbarung abzuweisen, geht sie ebenfalls fehl (vgl. zur 

immissionsrechtlichen Bedeutung der Nutzung eines Flachdachs eines 

baurechtswidrigen Gebäudes als Terrasse: VerwGE B 2018/189 vom 21. November 

2018 E. 6.4). Wie die Vorinstanz in E. 2.5 ihres Rekursentscheids zu Recht festgestellt 

hat, ist Art. 10 Abs. 6 des kommunalen Baureglements auslegungsbedürftig, womit die 

nachträgliche Bewilligungsfähigkeit einer Nutzung des Garagendachs als Terrasse 

nicht von vornherein völlig auszuschliessen ist, zumal das neue Recht seit 1. Oktober 

2017 auf zwei Seiten offene und ungedeckte Gartensitzplätze von der 

Bewilligungspflicht ausnimmt (Art. 136 Abs. 2 lit. b PBG). Ebenso ist der Vorinstanz 

beizupflichten, dass die Beschwerdeführerin offenbar selber davon ausging, die Frage 

sei nicht derart klar, andernfalls hätte sie direkt die Wiederherstellung des 

ursprünglichen Zustands verfügt anstatt die Beschwerdegegner aufzufordern, ein 

nachträgliches Baugesuch einzureichen. Daran ändert wie dargelegt nichts, dass die 

Beschwerdegegner in der Folge nur um nachträgliche Bewilligung einer 

Absturzsicherung ersucht haben und nicht um nachträgliche Bewilligung einer 

Dachterrasse. Die Frage der Bewilligungsfähigkeit einer Dachterrasse nach Art. 10 

Abs. 6 Baureglement ist wie dargelegt und von der Vorinstanz zu Recht erkannt nicht 

Anfechtungsgegenstand und auch vorfrageweise oder aus prozessökonomischen 

Gründen nicht zu prüfen, zumal kein Auflage- und Einspracheverfahren durchgeführt 

wurde (vgl. dazu nachfolgende E. 2.6).

2.6. Ebenfalls nicht stichhaltig sind die Darlegungen der Beschwerdeführerin, weshalb 

vorliegend kein Auflage- und Einspracheverfahren durchzuführen sei. Die unmittelbare 

Abweisung eines Baugesuchs ohne Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens 

wird die Ausnahme bleiben (B. Waldmann, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], 

a.a.O., Rz. 6.7). Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzulegen, weshalb vorliegend 

auf die Durchführung des Verfahrens zu verzichten sei, zumal sie beziehungsweise ihre 

Bauverwaltung es war, welche die nachträgliche Durchführung des ordentlichen 

Baubewilligungsverfahrens anordnete (act. 9/8/6). Die Durchführung des 

Meldeverfahrens klärt die Rechtslage nicht (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 900); 

eine Klärung kann nur im Rahmen der Durchführung des ordentlichen 

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Baubewilligungsverfahrens unter Berücksichtigung allfälliger Einsprachen von 

Nachbarn herbeigeführt werden. Vorliegend kann wie dargelegt keine Rede davon sei, 

die Rechtslage bezüglich der Dachnutzung sei nach Art. 10 Abs. 6 Baureglement derart 

klar, dass von vornherein feststehe, dass das (realisierte) Bauvorhaben nicht 

bewilligungsfähig sei. Eher könnte man sich mit der Vorinstanz fragen, ob die 

Absturzsicherung als solche überhaupt baubewilligungspflichtig ist. Die Vorinstanz hat 

das diesbezügliche Rechtsanwendungsermessen der Beschwerdeführerin, hierfür ein 

ordentliches Baubewilligungsverfahren durchzuführen, mit ihrem Entscheid gewahrt, 

was nicht zu beanstanden ist. Es ist denn auch richtig, in Streitfällen (die Behörde 

wurde offenbar auf Anzeige eines Nachbarn auf das Geländer aufmerksam) ein 

(ordentliches) Baubewilligungsverfahren durchzuführen, um die Rechtslage für 

sämtliche Beteiligten unter Einbezug allfälliger rechtsmittellegitimierter Nachbarn 

verbindlich zu klären. Das Vorgehen, wie es die Beschwerdeführerin in act. 6, S. 14 f. 

anführt (Klärung der Auslegung von Art. 10 Abs. 6 Baureglement ausserhalb eines 

Baubewilligungsverfahrens und erst anschliessend, falls das Verwaltungsgericht zum 

Urteil gelangt, die Terrassennutzung sei trotz des verminderten Grenzabstands von 1 m 

zulässig, Durchführung des Auflage- und Einspracheverfahrens), würde offensichtlich 

zwingende Verfahrensbestimmungen und die Rechte rechtsmittelbefugter Nachbarn 

verletzen (zur Rechtslage im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung: 

Art. 81 und 83 ff. BauG; zur heutigen Rechtslage: Art. 139 und 152 ff. PBG).

3. Gestützt auf vorstehende Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. Auf die 

weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Verfahrenskoordination und der 

Bedeutung von Abweichungen in den Plänen gegenüber dem bereits Realisierten muss 

angesichts des Ergebnisses nicht näher eingegangen werden.

4.

4.1. (…).

4.2. (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 3'000 

werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Auf die Erhebung wird verzichtet.

3. Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegner für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 2'080 zuzüglich acht Prozent 

Mehrwertsteuer.

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Scherrer

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