# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0ae57f7-a00b-575e-b497-fdbf94cedf7a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-17
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 17.03.2025 S 2023 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2023-56_2025-03-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 17. März 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw Marko Mrljes, zm rechtsanwaelte,
Burgerstrasse 17, Postfach, 6000 Luzern 7

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente und berufliche Massnahmen)

S 2023 56

2

Urteil S 2023 56

A. A.________, geboren 1984, war vom 1. Mai 2015 bis zum 30. November 2021 als 
B.________ bei der C.________ AG angestellt (IV-act. 14). Am 23. Februar 2022 (Ein-
gangsdatum) meldete sich der Versicherte wegen Rückenbeschwerden bei der IV-Stelle 
Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle liess einen Auszug aus dem indivi-
duellen Konto (IK-Auszug vom 4. März 2022 [IV-act. 11]) erstellen und zog die Akten der 
Unfallversicherung Suva (IV-act. 13) bei. In der Folge holte sie den Arbeitgeberbericht der 
C.________ AG vom 17. März 2022 (IV-act. 14), die Akten der Krankentaggeldversiche-
rung D.________ (IV-act. 15) und den Bericht von Dr. med. E.________, FMH Allgemeine 
Medizin, vom 27. März 2022 (IV-act. 18) ein. Am 21. April 2022 teilte die IV-Stelle dem 
Versicherten mit, dass die Voraussetzungen für eine Arbeitsvermittlung erfüllt seien und er 
von einer Eingliederungsberaterin bei der Stellensuche unterstützt werde (IV-act. 20). 
Daraufhin holte die IV-Stelle den Bericht von Dr. med. F.________, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 26. August 2022 ein (IV-act. 30). Vom 16. August bis zum 9. Sep-
tember 2022 führte die Befas G.________ im Auftrag der IV-Stelle eine beruflich-
medizinische Abklärung durch (vgl. Abklärungsbericht vom 20. September 2022, IV-
act. 35). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 6. Januar 2023 
[IV-act. 47] und Einwand ["Einsprache"] des Versicherten vom 4. Februar 2023 [IV-
act. 53]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. März 2023 (IV-act. 56) bei einem 
ermittelten Invaliditätsgrad von 19 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Zudem hielt 
sie fest, dass weitere Eingliederungsmassnahmen nicht angezeigt respektive zielführend 
seien. 

B. Dagegen erhob der Versicherte am 12. Mai 2023 Beschwerde mit folgenden An-
trägen (act. 1 S. 2):

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 30.3.2023 sei aufzuheben.

2. Die Angelegenheit sei der Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die not-

wendigen Umschulungsmassnahmen in die Wege leitet und mit einem verwaltungsex-

ternen medizinischen Gutachten die Auswirkungen der Rückenbeschwerden des Be-

schwerdeführers auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit rechtsgenüglich überprüft. 

Nach Abschluss der Umschulungsmassnahmen ist eine erneute Rentenberechnung 

durchzuführen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin. 

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Urteil S 2023 56

C. Am 17. Mai 2023 bezahlte der Beschwerdeführer den ihm mit Verfügung vom 
15. Mai 2023 auferlegten Kostenvorschuss innert Frist (act. 2 f.). 

D. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 21. Juni 2023 die 
Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

E. Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 19. Juli 2023 an seinen Anträgen fest 
(act. 7). Die Beschwerdegegnerin teilte am 24. Juli 2023 mit, dass sie auf eine Duplik ver-
zichte (act. 9). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in casu: 
30. März 2023) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben. Die 
IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 30. März 2023; diese ging frühestens am 
31. März 2023 beim Beschwerdeführer ein (act. 1 S. 2). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 
lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzurei-
chen. Die Beschwerdeschrift wurde am 12. Mai 2023 der Post übergeben (vgl. Briefum-
schlag zu act. 1). Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerde-
frist wurde somit – unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom siebten Tag vor Os-
tern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern (Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a 

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ATSG) – gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt be-
troffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und 
Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Be-
schwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-
zielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). 
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hy-
pothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit 
soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, 
wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können 
(BGE 124 V 321 E. 3b/aa; BGer 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 3.1). 

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3.3
3.3.1 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben 
gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese not-
wendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Vor-
aussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der An-
spruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Er-
werbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbe-
sondere das Alter (lit. a), der Entwicklungsstand (lit. b), die Fähigkeiten der versicherten 
Person (lit. c) und die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (lit. d) zu berücksichtigen 
(Art. 8 Abs. 1bis IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Art. 8 Abs. 3 IVG 
in medizinischen Massnahmen (lit. a), Beratung und Begleitung (lit. abis), Integrations-
massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. ater), Massnahmen be-
ruflicher Art (lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 

3.3.2 Der Anspruch auf berufliche Massnahmen unterliegt den allgemeinen Anspruchs-
voraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG. Die Eingliederungsmassnahme hat somit neben 
den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendigkeit auch 
demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) als drittem 
Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu genügen. Sie muss demnach unter 
Berücksichtigung der gesamten tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles 
in einem angemessenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Dabei 
lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, nämlich die sachliche, die zeitliche, die finan-
zielle und die persönliche Angemessenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch 
ein bestimmtes Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleis-
tet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer gewissen 
Dauer ist; des Weiteren muss der zu erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis 
zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmassnahme stehen; schliesslich muss die 
konkrete Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 143 V 190 E. 2.2 mit 
Hinweisen; BGer 8C_266/2022 vom 8. März 2023 E. 2.2).

3.3.3 Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätig-
keit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähig-
keit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Der An-
spruch auf Umschulung setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person wegen 
der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie 

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ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten 
eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wo-
bei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen).

3.3.4 Berufliche Massnahmen können zwar unter anderem dazu dienen, subjektive Ein-
gliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu 
beseitigen. Es bedarf indessen auch eines Eingliederungswillens beziehungsweise einer 
entsprechenden Motivation der versicherten Person. Es sind insbesondere die gegenüber 
der Verwaltung und den medizinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krank-
heitsüberzeugung beziehungsweise Arbeitsmotivation zu berücksichtigen. Ebenfalls von 
Belang sein können die im Vorbescheidverfahren und vor kantonalem Versicherungsge-
richt gemachten Ausführungen respektive gestellten Anträge (BGer 9C_289/2022 vom 
27. Juli 2023 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist nur dann von fehlen-
dem Eingliederungswillen bzw. fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit auszugehen, 
wenn er mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht (BGE 138 V 
218 E. 6; BGer 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 4.2). Fehlt es am Eingliede-
rungswillen bzw. an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit, so entfällt der Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchgeführt werden müsste (BGer 8C_19/2016 vom 4. April 2016 E. 5.2.3 mit Hinweis). 
Die Einstellung einmal zugesprochener beruflicher Eingliederungsmassnahmen wegen 
angeblich fehlender subjektiver Eingliederungsbereitschaft darf indes zwingend erst nach 
Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (Art. 21 Abs. 4 ATSG) erfolgen 
(BGer 9C_783/2015 vom 7. April 2016 E. 4.8.2 mit Hinweisen). 

3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-
nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-
res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

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Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der 
Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis).

3.6 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par-
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das 
heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhal-
tes und der rechtlichen Erwägungen. Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, 
wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter die-
ser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei 
einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die 
Verwaltung abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer-
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 
Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 142 II 218 E. 2.8.1; 137 I 195 E. 2.3.2, je mit 
Hinweisen).

4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass sie 
mit Mitteilung vom 21. April 2022 einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung und Abklärung der 
beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten bejaht habe. Die zuständige Beraterin habe die 
Eingliederung per 21. September 2022 abgeschlossen. Weitere Eingliederungsmassnah-
men seien nicht angezeigt respektive zielführend. Der Beschwerdeführer sei in der ange-
stammten Tätigkeit als B.________ aufgrund der ausgewiesenen degenerativen lumbalen 
Schmerz- und Reizproblematik seit dem 20. Januar 2021 (Beginn der einjährigen Warte-
zeit) in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. In einer rückenadaptierten angepassten Tätig-
keit sei er jedoch zu 100 % arbeitsfähig. Ohne gesundheitliche Beeinträchtigung könnte er 
als B.________ ein jährliches Einkommen von Fr. 80'880.– erzielen. Mit gesundheitlicher 
Beeinträchtigung sei es ihm möglich, ein Einkommen von Fr. 65'532.– zu erwirtschaften. 
Demgemäss ergebe sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'348.– und ein Invaliditätsgrad 
von 19 %. Bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % bestehe kein Anspruch auf eine Invali-
denrente (IV-act. 56). 

4.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass die Beschwerdegeg-
nerin in der angefochtenen Verfügung lediglich festgehalten habe, weitere Eingliede-

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rungsmassnahmen seien nicht zielführend und notwendig. Diese Begründung sei ungenü-
gend und verletze den Anspruch auf rechtliches Gehör. Auf die Aktenbeurteilungen von 
Dr. med. H.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) könne sodann nicht abgestellt werden. Als Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
sei er zur Beurteilung der Rückenbeschwerden, welche auf einen posttraumatischen 
Bandscheibenvorfall zurückzuführen seien, nicht kompetent. Zudem habe Dr. H.________ 
das erstellte Zumutbarkeitsprofil und die Bestimmung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
nicht mit medizinischen Fakten begründet. Im Weiteren seien die Voraussetzungen für ei-
ne Umschulung erfüllt. Im Rahmen des Einkommensvergleichs habe die Beschwerdegeg-
nerin bei der Festsetzung des Valideneinkommens fälschlicherweise keinen 13. Monats-
lohn berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei ein leidensbedingter 
Abzug von mindestens 10 % zu gewähren (act. 1). 

5. Aktenkundig sind im Wesentlichen folgende medizinischen Beurteilungen:

5.1 Die Ärzte des I.________, welche im Auftrag der D.________ am 30./31. August 
2021 eine funktionsorientierte medizinische Abklärung (FOMA) durchgeführt hatten, stell-
ten im Bericht vom 28. September 2021 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit (IV-act. 15/48):

belastungsabhängiges Lumbovertebralsyndrom mit intermittierender radikulärer Schmerz-

ausstrahlung Dermatom L4 rechts mit/bei:

- Diskopathie L3/4 mit Diskusprotrusion und konsekutiv rezessaler Stenosierung mit 

Tangierung der Nervenwurzel L4 rechts

- Anlagebedingt eher enger Spinalkanal

Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte des I.________ 
eine Adipositas Klasse I BMI 34 kg/m2. Sie erklärten, dass die als sehr schwer zu taxie-
rende Tätigkeit als B.________ aufgrund der Gewichtsbelastung und der einzunehmenden 
rückenbelastenden Körperpositionen, wie Arbeiten in der Hocke und in vorgeneigter Kör-
perhaltung, nur noch in einem 50%-Pensum zumutbar sei. Eine wechselpositionierende, 
mittelschwere berufliche Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer aus rheumatologisch-
orthopädischer Sicht ganztags zumutbar (IV-act. 15/50). 

5.2 Doktor F.________ nannte im Bericht vom 26. August 2022 als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.2, bestehend seit 

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Oktober 2021). Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er nicht an. 
Doktor F.________ erklärte, er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die 
bisherige Tätigkeit zumutbar sei. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei vollzeitlich 
zumutbar (IV-act. 30/3–5). 

5.3 Doktor med. J.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, der den 
Beschwerdeführer am 25. August 2022 im Rahmen der Befas-Abklärung untersucht hatte, 
hielt im Bericht vom 20. September 2022 fest, dass ein chronisches lumbovertebrales bis 
lumbospondylogenes Syndrom rechts gegeben sei. Medizinisch bestehe analog zur Beur-
teilung des I.________ und des Hausarztes Dr. E.________ eine volle Arbeitsfähigkeit für 
wechselbelastende, maximal mittelschwere Tätigkeiten (IV-act. 35/14). 

5.4 Doktor med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der den 
Beschwerdeführer ebenfalls im Rahmen der Befas-Abklärung am 18. August 2022 unter-
sucht hatte, hielt im Bericht vom 20. September 2022 fest, dass eine somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) zu diagnostizieren sei. Aus fachpsychiatrischer Sicht 
könne keine wesentliche und dauerhafte Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähig-
keit erkannt werden (IV-act. 35/17). 

6.
6.1
6.1.1 In medizinischer Hinsicht lag der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen die 
bidisziplinäre Beurteilung von Dr. J.________ und Dr. K.________ vom 20. September 
2022 zugrunde (IV-act. 35). 

6.1.2 Doktor J.________ legte in dieser Beurteilung dar, dass ein chronisches lumbo-
vertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom rechts gegeben sei. Intermittierend seien 
radikuläre Ausstrahlungen denkbar. Eine radikuläre Ausfallsymptomatik lasse sich jedoch 
nicht objektivieren. In mehreren MRIs sei eine Diskopathie L3/4 ersichtlich gewesen. Eine 
breitbasige Protrusion führe zu einer leichten spinalen Enge bei bereits konstitutionell eher 
eng angelegtem Spinalkanal. Beschrieben sei auch eine rezessale Einengung rechts, was 
die intermittierenden Ausstrahlungen in den rechten Oberschenkel erklären könnte. Wie 
bereits anlässlich der FOMA mit Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) im 
Jahr 2021 würden sich auch anlässlich der aktuellen Untersuchung mehrere Zeichen einer 
nicht-organischen Symptomausweitung (positive Scheinmanöver, weitgehende Therapie-
resistenz auf alle Behandlungen, nicht-organische Hypästhesie im rechten Bein) zeigen. 

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Es müsse deshalb von einer nicht-organisch bedingten Chronifizierung ausgegangen wer-
den. Mit einer monosegmentalen degenerativen Wirbelsäulenveränderung allein würden 
sich die anhaltenden therapieresistenten Schmerzen nicht plausibel erklären lassen (IV-
act. 35/14). Doktor K.________ führte sodann aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine 
Schmerzausweitung gegeben sei. Es bestünden psychosoziale und emotionale Konflikte 
(unter anderem eine Verbitterung). Zu diagnostizieren sei eine somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10 F45.4). Darunter seien auch die depressiven Symptome zu subsumieren. 
Aufgrund der vorhandenen Alltagsfunktionalität im privaten Kontext und des psychiatri-
schen Behandlungsumfangs sei von einer leichten Ausprägung der somatoformen 
Schmerzstörung auszugehen. Eine wesentliche und dauerhafte Beeinträchtigung der be-
ruflichen Leistungsfähigkeit könne aus fachpsychiatrischer Sicht nicht erkannt werden (IV-
act. 35/16–17). Im Rahmen der bidisziplinären Beurteilung kamen Dr. J.________ und 
Dr. K.________ zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer wechselbelastenden, 
maximal mittelschweren Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Er könne repetitiv Lasten bis maxi-
mal ca. 7 kg, einzeln bis 15 kg und selten bis maximal 20 kg tragen. Die motorischen 
Funktionen seien normal. Zu vermeiden seien langandauerndes vorgeneigtes Sitzen, län-
geres Stehen an Ort und häufige Arbeiten in gebückter Haltung oder mit extendiertem 
Rumpf. Eine Kälte-/Feuchtigkeitsexposition sei nur selten möglich. Zu vermeiden seien 
zudem Vibrationen und axiale Schläge (IV-act. 35/17–18). 

6.1.3 Diese Beurteilung von Dr. J.________ und Dr. K.________, welche sie in Kenntnis 
der relevanten Vorakten abgaben, ist angesichts der genannten Befunde und der dazu-
gehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel. Das von ihnen erstellte Belastungs-
profil ist detailliert und mit Blick auf die vorhandenen Rückenbeschwerden nachvollzieh-
bar. Die Einschätzung von Dr. J.________ und Dr. K.________, wonach der Beschwerde-
führer in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, deckt sich überdies mit den Be-
urteilungen der Ärzte des I.________ und auch der behandelnden Dr. E.________ (vgl. 
IV-act. 18/3) und Dr. F.________. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers beruht 
die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, auf welche die Be-
schwerdegegnerin abstellte, nicht auf einer (reinen) Aktenbeurteilung von RAD-Arzt 
Dr. H.________. Doktor H.________ hat im Rahmen der ihm obliegenden Pflichten als 
RAD vielmehr geprüft, ob die Beurteilung von Dr. J.________ und Dr. K.________, welche 
eingehende fachärztliche Untersuchungen durchgeführt hatten, nachvollziehbar ist (IV-
act. 43). Dies ist nicht zu beanstanden. Auf deren Beurteilung kann demnach abgestellt 
werden. Weitere medizinische Abklärungen sind nicht erforderlich. 

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Urteil S 2023 56

6.2 Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit in wirt-
schaftlicher Hinsicht auswirkt. 

6.2.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist vom Einkommen auszugehen, das 
der Beschwerdeführer bei der C.________ AG vor Eintritt des Gesundheitsschadens er-
zielte. Wie dem Arbeitgeberbericht vom 17. März 2022 sowie dem in der Beilage dazu 
eingereichten Lohnjournal (IV-act. 14) zu entnehmen ist, betrug der Monatslohn ab dem 
1. Januar 2020 brutto Fr. 6'740.–. Dieser Lohn wurde dem Beschwerdeführer 13 Mal aus-
gerichtet. Hinzu kam eine Mittagszulage von monatlich Fr. 300.– (vgl. dazu BGer 
8C_762/2020 vom 4. Mai 2021 E. 3.2.3). Angepasst an die Nominallohnindexentwicklung 
(vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex 1993–2022, Tabelle T1.93, Männer, Total) 
ergibt sich für das Jahr 2022 demnach ein Valideneinkommen von Fr. 92'195.60 
([Fr. 6’740.– x 13] + [Fr. 300.– x 12] : 130.9 x 132.3). 

6.2.2 Aufseiten des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen (LSE 2020, 
TA1_tirage_skill_ level, Kompetenzniveau 1, Männer, Total). Unter Berücksichtigung der 
durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Bun-
desamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 1990–2022, 
T 03.02.03.01.04.01) und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2022 
(vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex 1993–2022, Tabelle T1.93, Männer, Total) 
ergibt sich somit ein Einkommen von Fr. 66'014.70 (Fr. 5'261.– x 12 : 40 x 41.7 : 131.9 x 
132.3). Ein leidensbedingter Abzug ist nicht zu berücksichtigen. Dies mit Blick darauf, dass 
dem Beschwerdeführer wechselbelastende, maximal mittelschwere Tätigkeiten mit den 
umschriebenen Einschränkungen (vgl. E. 6.1.2) nach wie vor in einem 100%-Pensum 
möglich sind, weshalb ihm grundsätzlich noch ein weites Spektrum an zumutbaren Ver-
weistätigkeiten offensteht (vgl. dazu etwa BGer 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 
E. 4.3.2). Überdies rechtfertigen auch sein Alter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder 
die Aufenthaltskategorie keinen Abzug. 

6.2.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 92'195.60 und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 66'014.70 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'180.90 und damit ein nicht 
rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 28 % (Fr. 26'180.90 : Fr. 92'195.60).

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Urteil S 2023 56

7.
7.1 Nachdem dem Beschwerdeführer, der im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-
nen Verfügung 38-jährig war, die bisherige Tätigkeit als B.________ nicht mehr zumutbar 
ist, ist nun zu prüfen, ob ein allfälliger Anspruch auf weitere Eingliederungsmassnahmen 
besteht. Die Beschwerdegegnerin verneinte dies mit der Begründung, dass die subjektive 
Eingliederungsfähigkeit fehle (vgl. dazu auch act. 5 S. 3). 

7.2 Die Fachpersonen der Befas hielten im Abklärungsbericht vom 20. September 
2022 fest, dass der Beschwerdeführer auf dem ersten Arbeitsmarkt grundsätzlich viele 
Möglichkeiten hätte und auch gute Ressourcen bewiesen habe. Die Diskrepanz zwischen 
der subjektiven und der objektiven Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei jedoch gross. Er 
verfüge über ein durchschnittliches kognitives Potential. Aufgrund der eingeschränkten 
Deutschkenntnisse und der fehlenden Schulbildung in der Schweiz erfülle er die Anforde-
rungen für berufsbildende Massnahmen im Rahmen von Grundausbildungen allerdings 
nicht. Möglich wäre die Qualifizierung anhand von Kursen. Sein Verhalten habe im Ab-
klärungskontext deutlich demonstrative Züge gehabt (IV-act. 35/20–21). In der Stellung-
nahme vom 21. September 2022 hielt die Eingliederungsberaterin der Beschwerdegegne-
rin fest, dass das Ziel der Befas-Abklärung eine Qualifikation "on the job" gewesen sei, bei 
welcher mögliche Einsatzgebiete hätten eruiert werden sollen. Der Beschwerdeführer ha-
be aber leider schmerzbedingt nicht von der Befas-Abklärung profitieren können. Er habe 
sich vom Hausarzt bereits nach dem ersten Tag zu 70 % arbeitsunfähig schreiben lassen. 
In der restlichen Zeit sei er nur drei Stunden anwesend gewesen und habe in dieser Zeit 
nochmals zusätzliche Pausen benötigt. Dies habe einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit im 
ersten Arbeitsmarkt nicht entsprochen. Der im Befas-Bericht erwähnte Arbeitgeber hätte 
Interesse am Beschwerdeführer gehabt und ihm die Möglichkeit geboten, eine Ausbildung 
als Projektleiter zu absolvieren. Der Beschwerdeführer sei jedoch der Auffassung gewe-
sen, dass er Hilfsarbeiten hätte verrichten müssen, welche unter seinen Qualifikationen 
gewesen wären. Anlässlich des Abschlussgesprächs sei kommuniziert worden, dass er 
nicht bei der Eingliederung unterstützt werden könne, da er sich offenbar subjektiv nicht 
arbeitsfähig fühle (IV-act. 36/6). 

7.3 Wie sich aus dem Bericht der Befas vom 20. September 2022 ergibt, konnte die 
beruflich-medizinische Abklärung vom 16. August bis zum 9. September 2022 nur teilwei-
se durchgeführt werden, weil der Beschwerdeführer vom Hausarzt ab dem zweiten Tag zu 
70 % arbeitsunfähig geschrieben wurde. Den externen Arbeitseinsatz als Objektleiter Ge-
bäudehülle bei der L.________ AG in M.________ brach er schon am ersten Tag ab (IV-

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act. 35/5). Zudem ergaben sich im Rahmen der Befas-Abklärung Hinweise auf eine 
Selbstlimitierung und Aggravierung (IV-act. 35/21). Dies deutet auf eine Krankheitsüber-
zeugung des Beschwerdeführers hin, welche eine Eingliederung zumindest erschwert. 
Andererseits wies die Eingliederungsberaterin jedoch auch darauf hin, dass der Be-
schwerdeführer gegenüber der Invalidenversicherung hinsichtlich der Kostenübernahme 
für Deutschkurse und Umschulungen/Ausbildungen eine grosse Erwartungshaltung habe 
(IV-act. 36/6). An den zwischen dem 15. und dem 26. August 2022 im Rahmen der Befas-
Abklärung erfolgten Tests betreffend Konzentration, Intelligenz, Spracheinstufung, Persön-
lichkeit und Interessen/Neigungen sowie an den medizinischen Untersuchungen hatte der 
Beschwerdeführer denn auch teilgenommen. Diesbezüglich sind keine Fehltage akten-
kundig (IV-act. 35/5). Im vonseiten der Befas unterbreiteten Fragebogen i28plus gab er 
dabei an, dass ihn bei den Berufsfunktionen, für welche in der Regel keine formale Ausbil-
dung vorausgesetzt werde, die Tätigkeiten als Projektleiter/Coach, im Bereich Baukon-
struktion (Planung), als Sachbearbeiter Innendienst, Kranführer, Sicherheitsassistent Poli-
zei oder im Support-Rechenzentrum (Informatik) interessieren würden (IV-act. 35/6; von-
seiten der Befas wurden im Übrigen etwa auch Tätigkeiten als Chauffeur, im Bereich der 
Maschinenüberwachung oder Sicherheit vorgeschlagen; IV-act. 35/20). Im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren beantragt der Beschwerdeführer sodann einzig die Zusprache von 
Eingliederungsmassnahmen. Dies wiederum deutet auf das Vorhandensein einer gewis-
sen Arbeitsmotivation hin. In Würdigung der gesamten Umstände kann im Zeitpunkt der 
Einstellung der Eingliederungsmassnahmen im September 2022 – lediglich ca. sieben 
Monate nach der Anmeldung zum Leistungsbezug im Februar 2022 – damit nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf einen fehlenden Eingliederungswil-
len geschlossen werden. Ob vorliegend für die Einstellung der Eingliederungsmassnah-
men infolge mangelnder subjektiver Eingliederungsfähigkeit auch zwingend ein vorgängi-
ges Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen gewesen wäre, muss unter diesen 
Umständen nicht erörtert werden. Abschliessend ist zu bemerken, dass die Begründung in 
der angefochtenen Verfügung vom 30. März 2023, wonach weitere Eingliederungsmass-
nahmen nicht angezeigt und zielführend seien, zwar äusserst knapp ausgefallen ist. Eine 
allfällige Rückweisung der Sache ausschliesslich zur erneuten Begründung würde indes 
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, weshalb 
davon abzusehen ist (vgl. E. 3.6). 

8. Die angefochtene Verfügung ist demnach insoweit aufzuheben, als damit ein An-
spruch auf weitere Eingliederungsmassnahmen verneint wurde. Die Sache ist an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese zusätzliche beruflich-erwerbliche Ab-

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klärungen vornehme und über einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen neu ent-
scheide. Zu prüfen ist insbesondere die Durchführung eines allfälligen Arbeitsversuchs 
(vgl. dazu IV-act. 35/20) und/oder einer Umschulung – die hierfür erforderliche Vorausset-
zung der Erwerbseinbusse von mindestens 20 % ist erfüllt (vgl. E. 6.2.3). Wie die Fachleu-
te der Befas feststellten (IV-act. 35/20), dürfte dabei mit Blick auf die fehlende Ausbildung 
des Beschwerdeführers in der Schweiz und auf dessen Deutschkenntnisse insbesondere 
eine Qualifizierung anhand von Kursen in Betracht fallen. In diesem Sinne ist die Be-
schwerde gutzuheissen. 

9.
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren bei Streitigkeiten um Bewilligung 
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versi-
cherungsgericht kostenpflichtig. Im vorliegenden Verfahren sind die Kosten ermessens-
weise auf Fr. 800.– anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der unterliegenden Beschwer-
degegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– ist dem Be-
schwerdeführer vollumfänglich zurückzuerstatten.

9.2 Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ist zulasten der Beschwerdegegne-
rin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'200.– zuzusprechen (Art. 61 lit. g 
ATSG). 

15

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfü-
gung vom 30. März 2023 insoweit aufgehoben wird, als damit ein Anspruch auf 
weitere Eingliederungsmassnahmen verneint wurde. Die Sache wird an die IV-
Stelle Zug zurückgewiesen, damit diese zusätzliche beruflich-erwerbliche Ab-
klärungen vornehme und danach über einen Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen neu entscheide. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt.

3. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2’200.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug der Ziffern 2 und 3 
im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 17. März 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber
versandt am