# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91e5d65d-eb7f-5dc7-9d45-36c0a4db2808
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2010 C-5763/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5763-2009_2010-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5763/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Spanien,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Rolf A. Tobler, 
Kirchenfeldstrasse 68, Postfach 120, 3000 Bern 7,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5763/2009

Sachverhalt:

A.
Die am (...) 1954 geborene, verheiratete, spanische Staatsangehörige 
X._______ lebt seit 2007 in Spanien (act. 41). Sie hat in den Jahren 
1979 bis  1999 in der  Schweiz  als  Maschinenführerin  gearbeitet  und 
dabei  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung  entrichtet  (act. 3  und  34).  Mit  Gesuch  vom 
8. Dezember  1998 hat  sie bei  der  IV-Stelle  Luzern  (nachfolgend: IV-
Stelle  LU)  einen  Antrag  auf  Leistungen  der  schweizerischen 
Invalidenversicherung (IV) gestellt (act. 1).

B.
Mit  Verfügung  vom 7. Dezember  2000  (act. 24)  hat  die  IV-Stelle  LU 
X._______  aufgrund  des  ermittelten  Invaliditätsgrades  von  89%  mit 
Wirkung  ab  1. September  1999  eine  ganze  Rente  zugesprochen. 
Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

Die IV-Stelle LU stützte sich dabei im Wesentlichen auf folgende ärzt-
liche  Unterlagen: die  Berichte  von  Dr. med. A._______,  Arzt  für  All-
gemeinmedizin, vom 14. Dezember 1998 (act. 8) und vom 1. Novem-
ber  1999  (act. 18)  sowie  den  Bericht  des  Spitals  B._______  vom 
7. Mai 1999 (act. 12).

In  den  genannten  Berichten  stellten  die  Ärzte  folgende  Diagnosen: 
Madelung'sche  Deformität  beidseits,  links  symptomatisch  und  In-
stabilität der distalen Ulna am linken Handgelenk. Die Ärzte erachteten 
X._______ zufolge dieser Einschränkungen seit dem 20. März 1999 in 
der ursprünglichen Tätigkeit als Maschinenführerin bis auf weiteres für 
100% arbeitsunfähig, in einer leichten Verweistätigkeit jedoch zu 100% 
arbeitsfähig.

C.
Im  April  2003  hat  die  IV-Stelle  LU  von  Amtes  wegen  ein  Renten-
revisionsverfahren eingeleitet  (act. 28 ff.),  welches mit  der  Verfügung 
vom 12. Mai 2003 (act. 31), welche die bisherige ganze Rente (jedoch 
neu mit  einem Invaliditätsgrad von 100%) bestätigte,  abgeschlossen 
worden ist. 

Die IV-Stelle LU stützte sich dabei im Wesentlichen auf den Verlaufs-
bericht  von  Dr. med. A._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin  vom 

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21. April  2003 (act. 29),  in welchem dieser die bisherigen Diagnosen 
bestätigte  und  angab,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  von 
X._______ nicht  verändert  habe und sie seit  dem 20. März 1999 zu 
100% arbeitsunfähig sei.

D.
Mit Verfügung vom 25. September 2006 (act. 39) wurde die Rente ge-
stützt auf den beim Hausarzt eingeholten Verlaufsbericht vom 17.  Sep-
tember 2006 (act. 37) wiederum bestätigt.

E.
Nach  Durchführung  eines  weiteren  Revisionsverfahrens  von  Amtes 
wegen  hob  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend: 
IVSTA)  die  Rente  von  X._______  mit  Verfügung  vom  14. Juli  2009 
(act. 102) wiedererwägungsweise wegen offensichtlicher Unrichtigkeit 
mit Wirkung per 1. September 2009 auf.

Die  IVSTA hat  sich  dabei  im  Wesentlichen  auf  folgende  Unterlagen 
gestützt: das MEDAS-Gutachten vom 14. Januar 2009 (act. 83) sowie 
die  medizinische  Stellungnahme  von  Dr. med. C._______,  Ärztin  für 
Allgemeinmedizin,  physikalische  Medizin  und  Rehabilitation  sowie 
Sportmedizin, vom 21. Januar 2009 (act. 86).

Die  Ärzte  attestierten  X._______  namentlich  chronische 
Handgelenkschmerzen  linksbetont  (Madelung'sche  Deformität)  und 
eine unübersehbare Überlagerung, Ausweitung und Selbstlimitierung. 
Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bezifferten die Ärzte auf 100% 
in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Maschinenführerin  und  auf  0%  in 
leichten  bis  gelegentlich  mittelschweren  Tätigkeiten  ohne  repetitiv-
monotone Bewegungen.

F.
Gegen  die  Verfügung  vom  14. Juli  2009  hat  X._______,  vertreten 
durch  Fürsprecher  Rolf  A. Tobler,  mit  Eingabe  vom  11. September 
2009  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  eingereicht.  Sie 
beantragte die Aufhebung der Verfügung sowie die Weiterausrichtung 
der bisherigen Leistungen der Invalidenversicherung, eventualiter  die 
Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz,  alles  unter  Kosten-  und 
Entschädigungsfolge.  Zur  Begründung  führte  sie  aus,  die 
Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien vorliegend nicht er-
füllt, da die ursprüngliche Verfügung nicht offensichtlich unrichtig sei.

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G.
Am 29. September 2009 ist der mit Zwischenverfügung vom 16. Sep-
tember 2009 einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- 
beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen.

H.
Mit  Vernehmlassung  vom  3. Dezember  2009  beantragte  die  IVSTA 
unter Hinweis auf die eingeholten Stellungnahmen des medizinischen 
Dienstes die Abweisung der Beschwerde.

I.
Mit Replik vom 12. Februar 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Rechtsbegehren fest.

J.
Mit Duplik vom 5. März 2010 hielt auch die IVSTA an ihrem gestellten 
Antrag fest.

K.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  eingereichten 
Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Ver-
fügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  VGG nichts  an-
deres bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben 
in  sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestim-

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mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil  des Sozial-
versicherungsrechts  vom  6. Oktober  2000  (ATSG,  SR 830.1)  vorbe-
halten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes 
auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, 
wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vor-
sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In-
validenversicherung anwendbar (Art. 1a bis  70 IVG),  soweit  das IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden 
nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrecht-
licher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen 
grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche  im  Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE 130 V 1 
E. 3.2).

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass sie  im Sinne  von Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin ist spanische Staatsangehörige, so dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA,  SR 0.142.112.681),  insbesondere dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selb-
ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-
schaft  zu-  und  abwandern,  haben  die  in  den  persönlichen  Anwen-
dungsbereich  der  Verordnung fallenden,  in  einem Mitgliedstaat  woh-
nenden  Personen  aufgrund  der  Rechtsvorschriften  eines  Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

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2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie  der  Effektivität  –  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraus-
setzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  nach 
der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entspre-
chend bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf  eine  Rente  der  Invalidenversicherung  ausschliesslich  nach  dem 
innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201), dem ATSG und der der Verordnung vom 11. Sep-
tember 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11). 

2.3 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs sind vom 1. Januar 1992 
bis zum 31. Dezember 2003 das IVG und die IVV in der Fassung vom 
22. März 1991 (3. IV-Revision, AS 1991 2377) respektive vom 21. Au-
gust 1991 (AS 1991 2116), bis zum 31. Dezember 2007 das IVG und 
das  ATSG in  der  Fassung  vom 21. März  2003  und  die  IVV  in  der 
Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision,  AS 2003 3837  be-
ziehungsweise AS 2003 3859) anwendbar. Am 1. Januar 2008 sind die 
Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV  vom  28. September  2007  (5. IV-Revision,  AS 2007 5129  bezie-
hungsweise AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Renten-
anspruch auf die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Be-
stimmungen der erwähnten Erlasse in der seit diesem Datum gelten-
den Fassung anwendbar.

Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen materiell nicht verändert 
haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteiliges vermerkt  – 
die Bestimmungen lediglich in der ab 1. Januar 2008 gültig gewesenen 
Fassung zitiert.

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2.4 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung  (hier: 
14. Juli  2009) eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweis). Tatsachen,  die jenen Sachverhalt  seither  verändert  haben, 
sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung 
sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.5 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.

3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len  haben.  Aufgabe  des  Arztes  im  schweizerischen  Invalidenver-
sicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls be-
züglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten kon-
kret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 
E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

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Die  arbeitsmedizinische  Aufgabe  der  Ärztinnen  und  Ärzte  besteht 
darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die versicherte Person in ihren 
körperlichen oder  geistigen Funktionen leidensbedingt  eingeschränkt 
ist. Sie  erstellen  ein  positives und/oder  negatives Leistungsprofil  mit 
Blick auf jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im 
Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person 
wesentlich  sind  (zum  Beispiel,  ob  diese  sitzend  oder  stehend,  im 
Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss sowie, ob 
sie  Lasten  heben  und  tragen  kann).  Den  Ärzten  obliegt  es  folglich 
nicht,  sich  dazu  zu  äussern,  ob  sie  denken,  dass  die  versicherte 
Person eine Stelle finden wird oder nicht. Ihre Einschätzung hat sich 
auf das medizinische Leistungskalkül zu beschränken.

3.3 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  BGer  I 268/2005  vom  26. Januar  2006  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi -
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 

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und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.4 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli -
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi -
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli -
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In-
validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er 
im fraglichen Zeitpunkt  nach dem im Sozialversicherungsrecht  allge-
mein gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge-
sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 
erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung und  der  realen Einkommensent-

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wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah-
rung entspricht,  dass die bisherige Tätigkeit  ohne Gesundheitsscha-
den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müs-
sen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, da-
mit sie berücksichtigt werden können. Zusatzeinkommen wie zum Bei-
spiel  Überstundenentschädigungen  können  berücksichtigt  werden, 
wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um Spesenent -
schädigungen handelt. Da aber die Invaliditätsschätzung der dauernd 
oder  für  längere  Zeit  bestehenden  Erwerbsunfähigkeit  entsprechen 
muss, bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung eines derartigen 
Zusatzeinkommens, dass der Versicherte aller Voraussicht nach damit 
hätte  rechnen  können  (vgl.  Urteil  des  BGer  U 178/03  vom 18. März 
2004 E. 2.2 mit Hinweisen).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be-
ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person  konkret  steht.  Ist  –  wie  hier  –  kein  tatsächlich  erzieltes  Er-
werbseinkommen nach Eintritt  der Invalidität mehr gegeben, nament-
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen 
hat,  so  sind  nach  der  Rechtsprechung  die  gesamtschweizerischen 
Tabellenlöhne  gemäss  den  vom  BFS  periodisch  herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472 
E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zent-
ralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor.

3.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 
70% ein Anspruch auf eine ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei 
einem Grad der Invalidität von 60%, auf eine halbe Rente bei einem 
solchen von 50% und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 40%.

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine  abweichende  Regelung  vorsehen,  was für  Staaten  der  EU der 
Fall ist.

4.  
Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell 

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rechtskräftige  Verfügungen  oder  Einspracheentscheide  zurückkom-
men, wenn diese zweifellos unrichtig  sind und ihre Berichtigung von 
erheblicher  Bedeutung  ist.  Betreffend  das  Kriterium  der  offensicht-
lichen Unrichtigkeit ist ein restriktiver Massstab anzusetzen, wenn der 
Wiedererwägungsgrund im Bereich der materiellen Anspruchsvoraus-
setzungen, namentlich im Bereich der Invalidität liegt. Es handelt sich 
doch hierbei um Anspruchsvoraussetzungen, deren Beurteilung in Be-
zug  auf  gewisse  Schritte  und  Elemente  (z.B. Schätzungen,  Beweis-
würdigungen,  Zumutbarkeitsfragen)  notwendigerweise  Ermessens-
züge aufweist. Erscheint  die  Beurteilung der  materiellen  Anspruchs-
voraussetzungen vor dem massgeblichen Hintergrund der Sach- und 
Rechtslage wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszu-
sprechung  darbot  als  vertretbar,  scheidet  die  Annahme zweifelloser 
Unrichtigkeit aus (BGE 127 V 469 E. 2c mit Hinweisen).

5.

5.1 Die  IVSTA macht  vorliegend  geltend,  aus  dem Protokoll  der  IV-
Stelle LU gehe klar hervor, dass die Restarbeitsfähigkeit der Versicher-
ten im Rahmen des Rentenfestsetzungsverfahrens in den Jahren 1998 
bis  2000  nicht  korrekt  und  inbesondere  zu  wenig  vertieft  abgeklärt 
beziehungsweise  festgestellt  worden  sei,  da  sich  die  Beschwerde-
führerin nicht kooperativ gezeigt habe. Der Rentenentscheid sei daher 
zweifellos unrichtig und wiedererwägungsweise aufzuheben gewesen.

5.2 Die Beschwerdeführerin wendet demgegenüber ein, dem Protokoll 
der IV-Stelle LU vom 10. April 2007 sei zu entnehmen, dass sich diese 
eingehend  mit  der  Möglichkeit  einer  anderen  Tätigkeit  als  der  bis-
herigen Tätigkeit als Maschinenführerin auseinandergesetzt habe und 
somit nicht von einer zweifellosen Unrichtigkeit des Entscheids auszu-
gehen sei.

5.3 Unbestritten  und  den  Akten  zweifelsfrei  zu  entnehmen ist,  dass 
die  Beschwerdeführerin  im  Zeitpunkt  der  Rentenfestsetzung  durch 
eine bei ihr festgestellte Madelung'sche Deformität eingeschränkt war. 
Aus  den  Akten  geht  ferner  hervor,  dass  Dr. med. D._______  und 
Dr. med. E._______, Ärzte der chirurgischen Klinik des Kantonsspitals 
F._______, mit Bericht vom 13. Oktober 1998 (act. 4) feststellten, dass 
die Beschwerdeführerin aufgrund der Probleme mit den Handgelenken 
nur  noch  zu  50% arbeiten  könne.  Dr. med. A._______  bestätigte  in 
seinem Bericht vom 14. Dezember 1998 (act. 8), dass die Beschwer-
deführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei und 

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in einer "anderen" Tätigkeit seit 28. September 1998 zu 50% arbeits-
fähig sei. Diese beiden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit hat auch 
die  beurteilende  IV-Stelle  LU  in  ihrem Schreiben  vom 4. Dezember 
1999 (act. 10)  übernommen und der  Beschwerdeführerin den Erlass 
einer Verfügung nach Ablauf der Wartefrist in Aussicht gestellt.

Mit Schreiben vom 5. April 1999 (act. 11) hat Dr. med. A._______ eine 
Zweitmeinung eines Arztes aus dem Spital B._______ angefordert und 
ihm namentlich mitgeteilt,  dass bei  der Beschwerdeführerin folgende 
Perioden von Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben: vom 23. Juli 1998 
bis  1. August  1998  100%,  vom  28. September  1998  bis  4. Februar 
1999  50%,  vom  5. Februar  1999  bis  25. Februar  1999  100%,  vom 
26. Februar 1999 bis 19. März 1999 75% und seit dem 20. März 1999 
bis auf weiteres 100%.

Die  Ärzte  des  Spitals  B._______ bestätigten mit  Bericht  vom 7. Mai 
1999  (act. 12)  das  Vorliegen  einer  beidseitigen  Mandelung'schen 
Deformität  und  bezifferten  die  damalige  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf 100%, gaben jedoch nicht 
an,  ob  dies  nur  für  die  ursprüngliche  Tätigkeit  gelte  oder  auch  für 
Verweistätigkeiten.  Sie  empfahlen  eine  Adaptierung  des 
Arbeitsplatzes,  um der Beschwerdeführerin eine Weiterbeschäftigung 
zu  ermöglichen.  Alternativ  empfohlen  sie  auch  eine  Arbeitstherapie, 
anlässlich welcher die Beschwerdeführerin bei 100%iger Anwesenheit 
und  angepasster  Arbeitsleistung  adaptierte  Tätigkeiten  ausüben 
könne.  Eine  abwechslungsreiche  Tätigkeit  mit  nur  teilweiser 
Beschäftigung an einer Maschine sei ideal.

Mit  Schreiben  vom  18. Juli  1999  (act. 16)  wandte  sich 
Dr. med. A._______  an  die  IV-Stelle  LU  und  berichtete  über  einen 
misslungenen  Rehabilitationsversuch  sowie  über  die  Unmöglichkeit 
einer Arbeitstherapie im Betrieb; er schlage daher eine Berentung vor.

Am  1. November  1999  berichtete  Dr. med. A._______  in  seinem 
Schreiben an die IV-Stelle  LU (act. 18)  über den unveränderten Ge-
sundheitszustand der  Beschwerdeführerin und teilte  betreffend Mög-
lichkeit  einer  Verweistätigkeit  mit,  dass  er  aufgrund  der  schlechten 
Sprachkenntnisse  sowie  der  mangelnden  Ausbildung  keine  Tätigkeit 
sehe,  welche die Beschwerdeführerin ausüben könne. Eine Tätigkeit 
mit Tastaturgebrauch wäre – abgesehen von der fehlenden Ausbildung 

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– denkbar und ein Versuch in einem geschützten Rahmen daher mög-
lich.

5.4 Die IV-Stelle LU ist anlässlich der Rentenfestsetzung im Jahr 2000 
gestützt  auf  die  vorstehenden  medizinischen  Berichte  zum  Schluss 
gekommen,  dass  eine  Tätigkeit  lediglich  in  einem geschützten Rah-
men möglich wäre, weshalb bei der Durchführung des Einkommens-
vergleichs  von  einem  (hypothetischen)  Invalideneinkommen  von 
Fr. 2.50  pro  Stunde ausgegangen wurde. Nicht  berücksichtigt  wurde 
dabei,  dass  insbesondere  Dr. med. A._______  im  neuesten  der  IV-
Stelle  LU  damals  vorliegenden  Bericht  bestätigte,  dass  die  Be-
schwerdeführerin  grundsätzlich  arbeiten  könne,  aber  aufgrund  der 
schlechten Sprachkenntnisse und der  fehlenden Ausbildung Schwie-
rigkeiten  zu  erwarten  seien.  Ebenso  wenig  wurde  die  Meinung  der 
Ärzte des Spitals B._______ berücksichtigt, welche sowohl durch ihre 
Äusserung betreffend Anpassung des Arbeitsplatzes implizit als auch 
in Bezug auf die empfohlene Arbeitstherapie konkret aussagten, dass 
die Beschwerdeführerin noch arbeitsfähig sei.

Die  Angaben  von  Dr. med. A._______  hätten  die  IV-Stelle  LU  nicht 
dazu veranlassen dürfen, den Invaliditätsgrad ohne Berücksichtigung 
einer Verweistätigkeit zu bestimmen, nur weil jener der Ansicht ist, es 
werde schwierig, eine geeignete Stelle zu finden (vgl. E.  3.2 hiervor). 
Das von der IV-Stelle LU zur Bestimmung des Invalidätsgrades berück-
sichtigte  Einkommen  aus  einer  Arbeit  in  geschütztem  Rahmen  ent-
spricht zudem nicht der Tätigkeit, welche der Beschwerdeführerin aus 
medizinischer Sicht noch zuzumuten wäre. Denn auch die Ärzte des 
Spitals B._______ haben in ihrem Bericht vom 7. Mai 1999 bestätigt, 
dass  eine  leichte  Tätigkeit  bei  voller  Präsenz  am Arbeitsplatz,  aber 
verminderter Leistung, zumutbar sei. 

Ferner  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  auch  die  gescheiterte  Reha-
bilitation und die Unmöglichkeit der Arbeitstherapie keinen Einfluss auf 
die  Zumutbarkeit  einer  leichten  Verweistätigkeit  haben  können,  da 
diese darauf zurückzuführen sind, dass die Beschwerdeführerin einer-
seits keine Rehabilitation in einem geschützten Rahmen machen woll -
te (act. 21.1) und andererseits die geplante Arbeitstherapie respektive 
Anpassung des Arbeitsplatzes  aus Gründen,  die  der  frühere  Arbeit-
geber  zu  vertreten hatte,  gescheitert  ist  (act. 12). Die  Unmöglichkeit 
eine angepasste Tätigkeit auszuführen ist somit nicht auf invaliditäts-
bedingte Gründe zurückzuführen. Denn der Umstand allein, dass eine 

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versicherte Person zur Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf einen 
Nischenarbeitsplatz  angewiesen  ist,  führt  nicht  zur  Verneinung  des 
Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt, und der Angebotsfächer des ausgeglichenen 
Arbeitsmarkts umfasst auch – ausserhalb von geschützten Werkstät-
ten – gewisse "soziale Winkel", also Arbeits- und Stellenangebote, bei 
welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten 
des Arbeitgebers rechnen können (HANS-JAKOB MOSIMANN, Praxis der In-
validitätsbemessung: aktueller Stand der Rechtsprechung, in: Schwei-
zerische  Zeitschrift  für  Sozialversicherungsrecht  und  berufliche  Vor-
sorge [SZS], 51/2007 S. 2 ff. [insbesondere S. 17] mit Hinweisen).

Richtigerweise hätte die IV-Stelle LU – wie sie dies im Einkommens-
vergleich vom 28. Januar 2009 (act. 87) gemacht hat – anhand der zu 
100% zumutbaren leichten Verweistätigkeiten und unter Berücksichti-
gung  eines  entsprechenden  leidensbedingten  Abzuges  den  Invalidi-
tätsgrad berechnen müssen. Sie wäre dabei zu einem Invaliditätsgrad 
zwischen  15,41%  (bei  einem  leidensbedingten  Abzug  von  5%)  und 
33,22% (beim maximal möglichen leidensbedingten Abzug von 25%) 
gekommen, weshalb festzustellen ist, dass die Verfügung, mit welcher 
die  IV-Stelle  LU  den  IV-Grad  der  Beschwerdeführerin  unter  Berück-
sichtigung  eines  (hypothetischen)  Einkommens  aus  der  Tätigkeit  in 
einer  geschützten  Werkstatt  auf  89%  festgelegt  hat,  zweifellos  un-
richtig ist. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die 
Rente aufgrund der am 12. Mai 2003 und am 25. September 2006 er-
lassenen  Revisionsverfügungen  gestützt  auf  kurze,  die  bisherigen 
Diagnosen bestätigende Arztatteste und ohne eingehende Evaluation 
der  Sachlage  bestätigt  worden  ist.  Da  es  sich  bei  der  in  Wiederer-
wägung gezogenen Verfügung zudem um einen Rentenentscheid han-
delt und somit eine wiederkehrende Leistung im Streit steht, ist ferner 
von  der  Erheblichkeit  der  Korrektur  dieses  Entscheids  auszugehen 
(vgl. BGE 102 V 128), weshalb die Verfügung vom 7. Dezember 2000 
aufzuheben ist. 

6.
Zu prüfen bleibt, wie sich der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin 
seit  dem  frühestens  möglichen  Beginn  des  Rentenanspruchs  (nach 
Ablauf der Wartefrist am 1. September 1999) entwickelt hat und ob sie 
seither einen Anspruch auf eine Rente erworben hat.

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6.1 Wie oben bereits erwähnt,  hat die IV-Stelle LU am 12. Mai 2003 
und am 25. September 2006 je gestützt auf ein Arztzeugnis des Haus-
arztes, Dr. med. A._______, eine Verfügung erlassen, mit welcher sie 
die  bisherige  Rente  bestätigt  hat.  Sowohl  der  beurteilende  Arzt  als 
auch die Beschwerdeführerin haben in den zuvor eingeholten Frage-
bogen bestätigt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde-
führerin  seit  der  letzten Beurteilung nicht  verändert  hat. Bei  diesem 
Resultat der medizinischen Abklärungen bestand somit keine Notwen-
digkeit,  einen  neuen  Einkommensvergleich  durchzuführen.  Es  ist 
daher festzustellen, dass sich der IV-Grad der Beschwerdeführerin bis 
zur zweiten Revision am 25. September 2006 nicht verändert hat.

6.2 Im Rahmen des im Jahr 2009 durchgeführten Revisionsverfahrens 
wurden folgende medizinische Unterlagen produziert:

6.2.1 Das  Gutachten  von  Dr. med. G._______,  Arzt  für  Psychiatrie 
und Psychotherapie,  vom 17. November  2008 (act. 81)  attestiert  der 
Beschwerdeführerin  zwar  keinerlei  psychiatrische  Diagnosen  mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, hingegen das Vorliegen von psycho-
logischen  Faktoren  oder  Verhaltensfaktoren  bei  andernorts  klassi-
fizierten Erkrankungen (ICD-10 F54),  die  jedoch keinen Einfluss  auf 
die Arbeitsfähigkeit haben.

6.2.2 Dr. med. H._______, Facharzt für Rheumatologie, stellte bei der 
Beschwerdeführerin  in  seinem  Gutachten  vom  19. November  2008 
(act. 82)  als  Diagnose mit  Einfluss auf  die Arbeitsfähigkeit  eine Ma-
delung'sche  Deformität  fest.  Ferner  diagnostizierte  er  folgende  ge-
sundheitliche Beeinträchtigungen ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit:  Fehlhaltung  mit  leichter  rechtskonvexer  Skoliose,  leichtem 
thorakolumbalem  Überhang,  akzentuierter  Lendenlordose  und  Hal-
tungsinsuffizienz bei  dekonditionierter  Rumpfmuskulatur, leichte Seg-
mentdegeneration  L4/5  und  L5/S1 sowie  deutliche Schmerzfixierung 
und Überlagerung. Insgesamt  erachtete  Dr. med. H._______  die  Be-
schwerdeführerin in der früheren Arbeit als Maschinenführerin als zu 
100% arbeitsunfähig, in körperlich leichten, gelegentlich mittelschwe-
ren, nicht ständig repetitiv-monotonen Tätigkeiten als zu 100% arbeits-
fähig und im Haushalt als zu 70% arbeitsfähig.

6.2.3 Mit  dem  Gesamtgutachten  der  MEDAS  Zentralschweiz  vom 
14. Januar  2009  (act. 83)  wurden  die  Einschätzungen  der  Teilgut-
achten  von  Dr. med. G._______  und  Dr. med. H._______  über-
nommen.

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6.2.4 Mit  Stellungnahme  vom  21. Januar  2009  (act. 86)  bestätigte 
schliesslich  auch  die  Ärztin  des  medizinischen  Dienstes  der  IVSTA, 
Dr. med. C._______,  Ärztin  für  Allgemeinmedizin,  physikalische 
Medizin und Rehabilitation sowie für Sportmedizin, die Feststellungen 
des MEDAS-Gutachtens und attestierte der Beschwerdeführerin eine 
volle  Arbeitsunfähigkeit  in  ihrer  früheren  Tätigkeit  als  Maschinen-
führerin sowie eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten.

6.2.5 Es  ist  somit  festzuhalten,  dass  auch  anlässlich  der  neusten 
Revision bei der Beschwerdeführerin keine erhebliche Änderung des 
Gesundheitszustandes festgestellt werden konnte. Die Ärzte diagnosti-
zierten zwar – in Abweichung zu den früheren ärztlichen Einschätzun-
gen – eine Fehlhaltung im Bereich der  Wirbelsäule sowie in  psychi-
scher  Hinsicht  eine  Überlagerungstendenz  und  Anzeichen  von 
Schmerzfixierung.  Diese  neuen  Diagnosen  wurden  jedoch  als  uner-
heblich in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit eingestuft,  weshalb der Be-
schwerdeführerin  in  leichten  Verweistätigkeiten  eine  Arbeitsfähigkeit 
von 100% attestiert wurde.

6.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin über die Jahre nicht verändert hat und 
somit  die wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente zu Recht  er-
folgt ist,  da die Beschwerdeführerin von Anfang an keinen Anspruch 
auf eine Rente hatte und auch später keinen solchen erworben hat.

In Bezug auf die Wirkung der Wiedererwägung ist darauf hinzuweisen, 
dass der Entscheid über die Vornahme der Wiederwägung sowie auch 
über  die  zeitlichen Wirkungen derselben grundsätzlich  im Ermessen 
des  Versicherungsträgers  liegt  (vgl.  BGE 110 V 291). Allerdings  sind 
für die (wiedererwägungsweise) Aufhebung von Renten besondere Be-
stimmungen zu beachten: Gemäss Art. 85 Abs. 2 IVV in  Verbindung 
mit  Art. 88bis Abs. 2 lit. a  IVV erfolgt  die Herabsetzung oder  die Auf-
hebung von Renten frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zu-
stellung der Verfügung folgenden Monats an. Da die Verfügung vorlie-
gend  am  14. Juli  2009  ergangen  und  der  Beschwerdeführerin  am 
16. Juli  2009 (vgl. act. 103)  zugestellt  worden ist,  hat  die IVSTA die 
Rente zu Recht mit Wirkung per 1. September 2009 aufgehoben.

Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden, weshalb 
die Beschwerde abzuweisen ist.

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7.  

7.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Fran-
ken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren 
sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 400.--  festzusetzen  und  der  Be-
schwerdeführerin als unterlegene Partei aufzuerlegen. Die Verfahrens-
kosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

7.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Partei-
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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