# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bb08fb4-32e8-5ff9-867d-7363b552f4f7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 25.08.2020 R 2019 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2019-37_2020-08-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 19 37

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
Richter Audétat, Racioppi 

Aktuar ad hoc Fässler

URTEIL

vom 25. August 2020

in der Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

Beschwerdegegnerin

und

Amt für Raumentwicklung Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Baugesuch (BAB)

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1. Die Parzelle 1277 in der Gemeinde X._____, Fraktion Y._____, wurde am 

23. Juni 2015 von der Parzelle 1091 abparzelliert. Darauf befindet sich das 

Ökonomiegebäude Assek.-Nr. _____ (Viehstall im EG und Heustall im 

OG). Dieser steht je hälftig im Miteigentum von B._____ und C._____. Der 

Stall wird seit 1990 nicht mehr für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung 

der umliegenden Flächen benötigt. Die Parzelle liegt in der Landwirt-

schaftszone, welche von einer Landschaftsschutzzone gemäss Art. 34 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden überlagert wird. 

A._____ verfügt seit dem 11. April 2016 über ein lebenslängliches Nutz-

niessungsrecht an der Parzelle 1277 sowie dem Stall.

2. Am 23. November 2017 stellte A._____ ein Gesuch um Erteilung einer 

Baubewilligung für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone (nachfol-

gend: BAB). Die Baukosten schätzte er auf Fr. 168'000.--, wobei folgende 

Arbeiten ausgeführt werden sollten: Sanierung und Umbau des Stalls 

zwecks Erhalt und Nutzung zu nichtlandwirtschaftlichen Zwecken, die Um-

nutzung des Stalls zur Hobbytierhaltung im Unterstall und zu Lagerzwe-

cken/Lagerraum und beheizbarem und beleuchtbarem Hobbyraum mit den 

baulichen Massnahmen Ab- und Auftrölen mit teilweiser Fundamentsiche-

rung und Ersatz einzelner schadhafter Hölzer und Bauteile, Erneuerung 

Fundament und Geschossdecken, Erneuerung der Hocheinfahrt zum Heu-

stall, Neuerstellung eines Solarpanels und Neubau einer Stapelgrube, Neu-

erstellung eines Windgenerators, Erneuerung der privaten Wasserquelle 

und Erstellung einer Wasserzuleitung zum geplanten Tränkebrunnen ne-

ben dem Stall.

3. Die Gemeinde X._____ leitete das Gesuch am 21. Dezember 2017 mit dem 

Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung dem Amt für Raumentwicklung 

(nachfolgend: ARE) weiter. Das ARE forderte verschiedentlich Aktenergän-

zungen an, welchen Folge geleistet wurde. Am 13. April 2018 erfolgte eine 

erste vorläufige Beurteilung durch das ARE, worauf A._____ das Gesuch 

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betreffend Erstellung eines Windgenerators zurückzog. Weiter erfolgten die 

Ämtervernehmlassungen des Amts für Landwirtschaft und Geoinformation 

(ALG), des Amts für Natur und Umwelt (ANU) und des Amts für Wald und 

Naturgefahren (AWN), sowie am 10. Juli 2018 ein Augenschein. Am 

10. August 2018 erfolgte eine zweite vorläufige Beurteilung des ARE. Zu 

dieser Beurteilung wurde A._____ das rechtliche Gehör gewährt. Er nahm 

am 14. und 23. August 2018 Stellung. Es erfolgte sodann am 3. Oktober 

2018 eine dritte vorläufige Beurteilung des ARE, wozu A._____ am 18. Ok-

tober 2018 Stellung nahm. Die Gemeinde X._____ schrieb am 20. Dezem-

ber 2018, dass sie das Vorgehen des ARE unterstütze.

4. Am 19. Februar 2019 erliess das ARE den BAB-Entscheid. Es bewilligte 

die Instandstellung und Umnutzung des Stalles zu Einstell- und Lagerzwe-

cken gestützt auf Art. 24a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumpla-

nung unter dem Vorbehalt, dass bei veränderten Verhältnissen von Amtes 

wegen neu verfügt werde. Die Bewilligung wurde mit folgenden weiteren 

Auflagen erteilt:

"a) Zur Wahrung der Identität der sich in der Landschaftsschutzzone befind-
lichen Stallbaute inkl. ihrer Umgebung dürfen bei der Instandstellung der 
Stallbaute mittels der sogenannten "Abtröl-Methode" inkl. Fundamentsi-
cherungen nur schadhafte Rundhölzer ersetzt und in der angestammte 
Position gebracht werden. Anderweitige Baumassnahmen, wie etwa Vo-
lumenvergrösserungen und Fensterausbrüche resp. der Einbau von 
Wohnungseinrichtungen sind strikte untersagt.

b) Es darf lediglich eine teilweise punktuelle Fundamentsicherung (ohne 
durchgehende Bodenplatte) erfolgen. Die bisherige Geschossdecke ist 
im Rahmen der Instandstellung in gleicher Art und Weise und Tragfähig-
keit zu belassen.

c) Die Bauarbeiten haben unter grösstmöglicher Schonung der Bestockung 
und des Waldrands sowie der umliegenden Landwirtschaftsflächen zu 
erfolgen. Unmittelbar nach Vollendung der Instandstellung der Stallbaute 
muss der ursprüngliche und rechtmässige Zustand, welcher im Schrei-
ben des ARE vom 10. August 2019 umrissen wurde und aus den seitens 
des Gesuchstellers am 9. Mai 2018 nachgereichten Fotoaufnahmen her-
vorgeht, unaufgefordert durch den Gesuchssteller auf eigene Kosten 
wiederhergestellt werden. Dazu gehört die Beseitigung sämtlicher für die 
bewilligte Instandstellung der Stallbaute erforderlichen Materialien (v.a. 
Holzstapel) als auch die Entsorgung der Bauabfälle sowie die Beseiti-
gung der Baustelleninstallationen (u.a. mobile Sägevorrichtung mit Un-
terstand und Toi-Toi-WC-Anlage) als auch der für den für den Stallaus-

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bau benötigten Gerätschaften (Maschinen, Traktor, Stromgenerator 
etc.).

d) Die Stallbaute (Assek-Nr. _____) auf Parzelle Nr. 1277 darf in Zukunft 
nur in Verbindung mit dem aufgrund der vorliegenden BAB-Verfügung 
(BAB-Nr. 2017-1153) bewilligten Lagerzwecken verwendet werden 
(Zweckentfremdungsverbot: Das Gebäude darf nur zu dem gemäss 
BAB-Bewilligung Nr. 2017-1153 bewilligten Zweck genutzt werden), Da-
mit wird eine Wohnnutzung ausdrücklich untersagt."

Weiter bewilligte das ARE die Instandstellung der privaten Quelle auf Par-

zelle 1095 und der neuen Wasserzuleitung mit Tränkebrunnen gestützt auf 

Art. 22 Abs. 2 i.V.m. Art. 16a des Bundesgesetzes über die Raumplanung 

unter der Suspensivbedingung "(lit.a), dass die Gemeinde ihre Baubewilli-

gung erst nach Vorliegen eines schriftlichen Durchleitungsrechts über Par-

zelle 1094 erteilen dürfe (Art. 89 Abs. 3 KRG)" und unter den folgenden 

Auflagen:

"b) Die genaue Linienführung der Wasserzuleitung im Wald ist mit dem zu-
ständigen Regionalforstingenieur des AWN vor Ort im Gelände festzule-
gen. Eingriffe in die Bestockungen respektive Entfernung von Bäumen 
und Sträuchern dürfen nur aufgrund einer forstamtlichen Anzeichnung 
und unter Anleitung des örtlichen Forstdienstes erfolgen.

c) Die Bauarbeiten haben unter grösstmöglicher Schonung der Bestockun-
gen zu erfolgen, wobei die Grabenbreite der geplanten Wasserzuleitung 
(inkl. der zwischenzeitlichen Deponie des Aushubmaterials) 4 m nicht 
überschreiten darf. Im Waldareal dürfen keine Materialien und Gerät-
schaften deponiert oder Bauinstallationen erstellt werden."

Die BAB-Bewilligung für die Umnutzung des Stalls für die Hobbytierhaltung 

im Unterstall zu einem beheiz- und beleuchtbaren Hobbyraum und zu dau-

erhaften Wohnzwecken im Unterstall, die Erneuerung des Fundaments und 

der Geschossdecken in Massivbauweise/Eisenbeton und die Erneuerung 

der Hocheinfahrt mit gedeckten Abladeplatz und die Erstellung des Solar-

zellenpanels auf der Dachfläche, der Stapelgrube aus Ortsbeton, die Ter-

rainveränderung zur Verwertung des anfallenden Aushubs und Material-

container wurde nicht erteilt. Diesbezüglich gelte das Bauvorhaben gemäss 

Art. 87 Abs. 5 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden als 

abgewiesen.

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5. Am 16. April 2019 erteilte bzw. verweigerte die Gemeinde X._____ die Bau-

bewilligung für die nachgesuchten Vorhaben analog der BAB-Bewilligung 

vom 19. Februar 2019. Diese wurde gleichzeitig mit der BAB-Bewilligung 

eröffnet. Betreffend die Bewilligung der Instandstellung der privaten Quelle 

mit neuer Wasserleitung zum Stall mit Tränkebrunnen wurde auf eine se-

parate Verfügung (Baubescheid betreffend Gesuch Nr. FE 2017-13, Teil II) 

verwiesen. Diese lag zunächst nicht bei den Akten, wurde vom Instrukti-

onsrichter aber bei der Gemeinde X._____ am 4. August 2020 telefonisch 

angefordert, von dieser dem Gericht am 7. August 2020 eingereicht und 

den Parteien am gleichen Tag zur Kenntnisnahme zugestellt. A._____ 

nahm dazu am 10. August 2020 Stellung. Er führte insbesondere aus, dass 

die Erschliessung der privaten Quelle nicht Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens sei.

6. Am 15. Mai 2019 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) gegen 

den Bauentscheid der Baubehörde X._____ vom 16. April 2019 Rekurs 

(recte: Beschwerde) beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Er beantragte sinngemäss die Korrektur des Entscheides zu seinen Guns-

ten. Begründend führte er an, dass das Baugesuch am 23. November 2017 

vollständig eingereicht worden sei. Die Gemeinde X._____ und das ARE 

hätten sich 17 Monate Zeit gelassen, um eine einfache Baubewilligung zu 

erteilen. Weiter seien die Gebühren für die Gemeinde und den Kanton als 

Pauschale in Rechnung gestellt worden. Sie könnten somit nicht überprüft 

werden. Die erteilte Teilbaubewilligung sei infolge technischen Gründen 

nicht ausführbar. Die Stallbaute auf der Parzelle 1277 sei der einzige bau-

liche Basisort für weitere auf dem Gemeindegebiet befindlichen und noch 

dazukommende Grundstücke. Die Baubewilligung habe die Mindestbedürf-

nisse der Bewirtschaftung der Y._____er/X._____er Grundstücke zu 

berücksichtigen, was hier nicht erfolgt sei. Der Beschwerdeführer machte 

sodann geltend, dass der Aufforderung der Gemeinde X._____, die beilie-

gende Verfügung des ARE sei einzuhalten, nicht entsprochen werden 

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könne und er sie zurückweise. Ein Eintrag ins Grundbuch (recte: Anmer-

kung der Nutzungsbeschränkung betreffend Wohnnutzung) wie vom ARE 

im BAB-Entscheid vom 19. Februar 2019 gefordert, könne nicht akzeptiert 

werden. Bis zur Fertigstellung sei ihm zudem eine zumutbare Bauzeit von 

mindestens drei Jahren einzuräumen.

7. Am 1. Juli 2019 beantragte die Gemeinde X._____ (nachfolgend: Be-

schwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Bei den vom Be-

schwerdeführer angefochtenen Punkten betreffend Entscheidverzögerung, 

fehlende Überprüfbarkeit der Staatsgebühren, nicht realisierte Teilbaube-

willigung, die Baubewilligung entspreche nicht den Bewirtschaftungsbe-

dürfnissen und seinem Wiederstand gegen die grundbuchliche Anmerkung 

eines Zweckentfremdungsverbotes verwies die Beschwerdegegnerin auf 

den angefochtenen Entscheid des ARE sowie die Vernehmlassung des 

ARE. Weil das neue Raumplanungsgesetz für den Kanton Graubünden am 

1. April 2019 kurz vor Verfahrensschluss in Kraft getreten ist, sei es ein 

Versehen der Gemeinde gewesen, die Fristen nach Art. 91 des alten 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden anzusetzen. Selbst-

verständlich gälten mittlerweile die neuen Fristen. Der Beschwerdeführer 

werde von der Beschwerdegegnerin diesbezüglich nach Abschluss des 

Gerichtsverfahrens informiert.

8. Am 28. Juli 2019 beantragte auch das ARE (nachfolgend: Beschwerdegeg-

ner), die Beschwerde sei abzuweisen.

Der Vorwurf der Entscheidverzögerung werde nicht näher begründet. Es 

werde vom Beschwerdeführer nicht dargetan und sei auch nicht ersichtlich, 

inwiefern die Auflagen die bewilligten Instandhaltungsarbeiten zu kompro-

mittieren vermöchten. Richtig sei, dass die betreffenden Auflagen keine 

Baumassnahmen zum Zweck der Wohnnutzung zuliessen, welche weiter-

gehenden statischen und bautechnischen Anforderungen genügen müss-

ten. Solche sprengten den Rahmen von Art. 24a des Bundesgesetzes über 

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die Raumplanung aber bei Weitem. Die Baubewilligung müsse auch nicht 

irgendwelchen Bewirtschaftungsbedürfnissen umliegender Grundstücke 

entsprechen. da der Beschwerdeführer Nichtlandwirt sei, wäre höchstens 

eine Freizeitlandwirtschaft im Sinne von Art. 34 Abs. 5 Raumplanungsver-

ordnung möglich. Eine Bewilligung für eine zonenkonforme Wohnnutzung 

sei hingegen von vornherein ausgeschlossen. Der vehemente Widerstand 

gegen die streitbezogene Anmerkung eines Wohnnutzungsverbots belege 

die Absicht des Beschwerdeführers, die Stallbaute zu Wohnzwecken zu 

nutzen. Die Anmerkung ermögliche eine Publizitätswirkung und könne all-

fälligen Rechtsnachfolgern entgegengehalten werden. Auch Rechtssicher-

heitsüberlegungen sprächen für die Anmerkung des Wohnnutzungsver-

bots.

Bezüglich der vom Beschwerdeführer gerügten, fehlenden Überprüfbarkeit 

der Staatsgebühren verwies der Beschwerdegegner auf die einschlägigen 

und in der Gerichtspraxis entwickelten Gebührengrundsätzen, namentlich 

auf das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Zur Konkretisierung sei 

die Verordnung über die Kosten in Verwaltungsverfahren, eine interne 

BAB-Tarifliste sowie die Kostenregeln aus dem Raumplanungsgesetz für 

den Kanton Graubünden herangezogen worden. Die Gebühren stützten 

sich auf die gesetzlichen Grundlagen, seien rechtens und nicht zu bean-

standen.

9. Ein weiteres Schreiben vom Beschwerdeführer, welches am 18. Juni 2019 

beim Verwaltungsgericht eingegangen ist, betrifft das vorliegende Verfah-

ren nicht.

10. Mit Replik vom 12. August 2019 (Poststempel) ergänzte der Beschwerde-

führer seine Beschwerdeeingabe, wobei er an seinen Anliegen festhielt.

11. Am 21. August 2019 verzichtete der Beschwerdegegner auf die Einrei-

chung einer Duplik.

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12. Mit Schreiben vom 23. August 2019 verzichtete auch die Beschwerdegeg-

nerin auf die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Vorbringungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf die weiteren Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen 

Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder eidgenös-

sischem Recht endgültig sind. Der angefochtene kommunale Entscheid 

vom 16. April 2019 stellt einen kommunalen Entscheid i.S.v. Art. 49 Abs. 1 

lit. a VRG dar. Dagegen steht kein anderes Rechtmittel als die Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde zur Verfügung (vgl. Art. 92 des Raumplanungs-

gesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100] sowie Art. 47 ff. 

der kantonalen Raumplanungsverordnung [KRVO; BR 801.110]). Der 

BAB-Entscheid vom 20. Februar 2019 ist eine Verfügung einer kantonalen 

Behörde, welche sich auf das KRG stützt. Demnach unterliegt sie gemäss 

Art. 103 Abs. 1 KRG der Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Die örtli-

che und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist somit gege-

ben.

1.2. Als Adressat des angefochtenen Entscheids vom 16. April 2019 ist der Be-

schwerdeführer von diesem berührt und er weist ein schutzwürdiges Inter-

esse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. Art. 50 VRG). Auf die 

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im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzu-

treten (vgl. Art. 52 Abs. 1 und 38 VRG).

2. Die Erschliessung der privaten Quelle auf der Parzelle 1095, welche vom 

Beschwerdegegner und, mit separater Baubewilligung, von der Beschwer-

degegnerin unter Auflagen bewilligt wurde, ist nach eigenen Angaben des 

Beschwerdeführers nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Be-

schwerdethema des Verfahrens bilden einzig die Nachvollziehbarkeit der 

Gebühren sowie die Anmerkung einer Nutzungsbeschränkung im Grund-

buch und die technische Undurchführbarkeit der übrigen bewilligten In-

standstellungsarbeiten bzw. die Abweisung der vorgesehenen Sanierungs-

massnahmen.

3. Zunächst ist jedoch in formelrechtlicher Hinsicht auf den Vorwurf der Ver-

fahrensverschleppung durch die Beschwerdegegnerin und den Beschwer-

degegner einzugehen. Mit dem Beschwerdegegner ist festzuhalten, dass 

der Beschwerdeführer mit seiner undurchsichtigen und unkooperativen 

Haltung die Begründung des rechtserheblichen Sachverhaltes erheblich er-

schwert hat. Aus den Akten ist ersichtlich, dass zahlreiche Ergänzungen 

einverlangt werden mussten (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 

8). Der Beschwerdeführer ist am 13. April 2018 aufgefordert worden, seine 

genaue Wohnsitzadresse bekannt zu geben. Dass er bereits seit fünf Jah-

ren in der vorliegend im Streit liegenden Stallbaute wohnt, hat er erst nach 

mehr als drei Monaten am 14. August 2018 offengelegt (vgl. Bg-act. 16). 

Zudem mussten gemäss Angaben des Beschwerdegegners verschiedene 

Bauvorhaben auf Übereinstimmung mit den BAB-Bestimmungen geprüft 

werden. Der Beschwerdeführer hat die relativ lange Verfahrensdauer somit 

selbst zu verantworten.

4. In seiner Beschwerde vom 15. Mai 2019 beantragte der Beschwerdeführer 

in materiellrechtlicher Hinsicht sinngemäss die Korrektur des Entscheides 

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zu seinen Gunsten. Die Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen 

sich jedoch weitgehend in appellatorischer Kritik am angefochtenen Ent-

scheid vom 16. April 2019. Er wehrt sich lediglich gegen die Kostenauflage, 

wobei er nicht die Höhe der Kosten in Frage stellt, sondern nur angibt, dass 

er sie nicht nachvollziehen kann. Zudem beklagt er die grundbuchliche An-

merkung der Nutzungsbeschränkung betreffend Wohnnutzung sowie die 

zu kurzen Baufristen. Alle diese Argumente vermögen am angefochtenen 

Entscheid hingegen nichts zu ändern, was im Folgenden zu zeigen ist.

4.1. Gemäss Art. 96 Abs. 4 KRG erhebt die BAB-Behörde für BAB-Entscheide 

bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen von den Gesuchsstellenden 

beziehungsweise Parteien Gebühren, welche aus einer Staatsgebühr bis 

3000 Franken, einer Kanzleigebühr und dem Ersatz allfälliger Barauslagen 

bestehen. Nach der Verordnung über die Kosten im Verwaltungsverfahren 

(VKV; BR 370.120) richtet sich die Bemessung der Staatsgebühr nach den 

Kriterien des Verwaltungsrechtspflegegesetzes und den Gebühren-

grundsätzen (Art. 4 Abs. 1 VKV), namentlich nach dem Kostendeckungs- 

und Äquivalenzprinzip. Vorliegend sind sodann noch die die drei zeitlich 

aufeinanderfolgenden Verordnungen betreffend Bewilligungsgebühren der 

Beschwerdegegnerin (aktuelle Fassung vom 2. April 2019, 

http://www.X._____.ch/pdfdateien/211/20190402_Verordnung%20Baube-

willigungsgeb%C3%BChren_ge%C3%A4ndert%202.4.2019.pdf [zuletzt 

besucht am 25. August 2020]) anzuwenden.

Gemäss Beschwerdegegner werde die Staatsgebühr in der Regel gemäss 

Art. 3 VKV (d.h. pauschal) für den Verfahrensaufwand erhoben. Für BAB-

Entscheide werde eine Staatsgebühr bis grundsätzlich Fr. 3'000.-- und eine 

Kanzleigebühr sowie allfällige Barauslagen erhoben (Art. 96 Abs. 4 KRG). 

Es gebe sodann eine interne BAB-Tarifliste. Die Gebühren für Ausfertigun-

gen und Mitteilungen betrügen gemäss Art. 6 Abs. 2 VKV, Fr. 16.-- je an-

gefangene Originalseite und Fr. 1.-- je kopierte Seite für die Abgabe weite-

rer notwendiger Entscheide. Hier sei eine pauschale Staatsgebühr von 

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Fr. 1'900.-- erhoben worden. Das sei rechtens. Die Höhe der Staatsgebühr 

von Fr. 1'900.-- habe der Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet. 

Gestützt auf die Tarifliste des Departementes für Volkswirtschaft und Sozi-

ales/ARE seien vorliegend Fr. 550.-- zur Deckung der beim Beschwerde-

gegner anfallenden Fixkosten, Fr. 100.-- für Beratungen und Besprechun-

gen, Fr. 200.-- für den Augenschein, Fr. 50.-- für wiederholte Aktenergän-

zungen und Fr. 1'000.-- für die Redaktion und Prüfung des BAB-Entschei-

des berechnet worden. Zusammen mit der Ausfertigungs- und Mitteilungs-

gebühr von Fr. 410.-- resultieren die in Rechnung gestellten Fr. 2'310.-- 

(vgl. Gerichtsakte A3 S. 18).

Die vom Beschwerdegegner geltend gemachten Gebühren können nach 

Ansicht des Gerichts sehr wohl nachvollzogen werden und stützen sich auf 

die einschlägigen gesetzlichen Grundlagen. Die vom Beschwerdegegner 

geltend gemachten Gebühren sind somit nicht zu beanstanden.

4.2. Die gesetzliche Grundlage für die Anmerkung einer Nutzungsbeschrän-

kung im Grundbuch findet sich in Art. 44 Abs. 2 der Raumplanungsverord-

nung (RPV; SR 700.1). Demnach kann die zuständige kantonale Behörde 

weitere Eigentumsbeschränkungen, insbesondere Nutzungs- und Verfü-

gungsbeschränkungen, sowie Bedingungen und Auflagen anmerken las-

sen. Wie der Beschwerdegegner richtig ausführt, eignet sich die mit der 

Anmerkung bezweckte Publizitätswirkung namentlich dazu, Dritte – so 

etwa spätere Grundstückserwerber – auf die bestehende Nutzungsbe-

schränkung hinzuweisen. Der Eintrag im Grundbuch hat im Übrigen nur 

orientierende Bedeutung; die öffentlich-rechtliche Nutzungsbeschränkung, 

wie sie die Bewilligungsbehörde verfügt hat, besteht auch ohne Anmerkung 

im Grundbuch (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_750/2013 vom 28. April 

2014 E.4.2. m.H.), weshalb auch nicht ersichtlich ist, wie es zu einer vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Wertminderung der Liegenschaft 

kommen soll. Die grundbuchliche Anmerkung der Nutzungsbeschränkung 

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betreffend Wohnnutzung bzw. des Zweckänderungsverbots ist somit zuläs-

sig.

4.3. Was die behauptete Unmöglichkeit, die erteilte Teilbaubewilligung auch 

(technisch) umsetzen zu können bedeutet, ist nicht ganz klar. Hier geht es 

jedenfalls nicht um die technische Machbarkeit des Baus bzw. der Instand-

haltungsarbeiten, sondern vielmehr um die Frage, ob die betreffenden Ar-

beiten zu Recht bewilligt bzw. nicht bewilligt wurden. Genau das stellt der 

Beschwerdeführer aber nicht in Frage. Auch dieses Argument des Be-

schwerdeführers stellt damit lediglich appellatorische Kritik dar. Gemäss 

Art. 93 Abs. 2 KRG übernehmen Kanton und Gemeinden durch die Bewil-

ligung und Kontrolle von Bauten und Anlagen keine Haftung für Konstruk-

tion, Festigkeit, Materialeignung und Sicherheit der ausgeführten Bauten 

und Anlagen. Die Baubewilligung steckt den Rahmen des gesetzlich Er-

laubten ab. Wenn eine Sanierung/Instandstellung wie sie vom Beschwer-

deführer beantragt wurde und eingeschränkt von der Beschwerdegegnerin 

bewilligt wurde, bautechnisch nicht möglich ist, ist dies dem Beschwerde-

führer zuzurechnen. Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner 

haben jedenfalls das unter der Bestimmung von Art. 24a RPG Mögliche 

bewilligt.

Dem Beschwerdeführer ist sodann auch nicht zu folgen, wenn er sagt, dass 

der Stall Basisort für andere auf Gemeindegebiet befindliche Grundstücke 

sowie solche des Beschwerdeführers seien. Bauten und Anlagen für die 

Freizeitlandwirtschaft gelten gemäss Art. 34 Abs. 5 RPV nämlich nicht als 

zonenkonform (in der Landwirtschaftszone). Dem Beschwerdegegner ist 

diesbezüglich zuzustimmen. Weil es sich beim Beschwerdeführer nicht um 

einen Landwirt handelt, kommt eine zonenkonforme Wohnnutzung von 

vornherein nicht in Frage (vgl. die Stellungnahme des Amts für Landwirt-

schaft und Geoinformation [Bg-act. 10]). Die vom Beschwerdeführer vorge-

brachten Argumente können jedenfalls nicht zur Begründung einer allfälli-

gen zonenkonformen Wohnnutzung auf der Parzelle 1277 dienen.

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5. Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass die Baufristen zu kurz bemessen 

seien, hat sich die Beschwerdegegnerin für ihr Versehen entschuldigt und 

mitgeteilt, dass diese nach Abschluss des Gerichtsverfahrens durch die 

Baubehörde der Beschwerdegegnerin angepasst werden. Die revidierte 

Fassung von Art. 91 Abs. 2 KRG ist auf den 1. April 2019 in Kraft getreten. 

Die Beschwerdegegnerin hat anerkannt bzw. eingestanden, dass es sich 

um ein Versehen handelte, als sie die Fristen nach dem alten Recht an-

setzte. Sie werde dem Beschwerdeführer die korrigierten Fristen nach Ab-

schluss des Gerichtsverfahrens mitteilen. Darauf ist die Gemeinde zu be-

haften, weshalb sich weitere Ausführungen zu dieser Frage erübrigen.

6. Im Ergebnis kann folglich festgehalten werden, dass die von der Beschwer-

degegnerin am 16. Mai 2019 erteilte bzw. verweigerte Baubewilligung für 

die nachgesuchten Vorhaben analog der BAB-Bewilligung zu Recht ergan-

gen ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

7. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kos-

ten des Verfahrens zu tragen (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr 

wird auf Fr. 2'000.-- festgelegt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Bund, Kanton und 

Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisa-

tionen wird in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn 

sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Es besteht hier kein Anlass, 

davon abzuweichen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

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- und den Kanzleiauslagen von Fr. 334.--

zusammen Fr. 2'334.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]