# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52bf4c0c-e198-58d1-8d04-4dab94325f51
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-30
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2004 und Direkte Bundessteuer 2004
**Docket/Reference:** ST.2008.383
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2008_383_cc.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
DES KANTONS ZÜRICH 

1 ST.2008.383 
1 DB.2008.235 

Entscheid 

30. November 2009 

Mitwirkend: 

Präsident U. Hofstetter, Mitglied A. Tobler, Ersatzmitglied W. Balsiger und Sekretär 
M. Ochsner 

In Sachen 

1.  A,    

2.  B,    

Nr. 1 vertreten durch RA lic.iur. Paul Müller,  
Bratschi Wiederkehr & Buob,  
Bollwerk 15, Postfach 5576, 3001 Bern,  

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

gegen 

Rekurrenten/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2004 und Direkte Bundessteuer 2004

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige  bzw.  zusammen  mit  seiner  Ehefrau  B  die 

Pflichtigen)  ist  als  Ökonom  im  Bereich  Vermögensverwaltung/Portfoliomanagement 

tätig.  In  der  Steuererklärung  2004  wurden  für  ihn  einerseits  Einkünfte  aus  unselbst-

ständiger  Erwerbstätigkeit  bzw.  aus  einer  Anstellung  bei  der  C  in  D  (nachfolgend  C), 

von  Fr. 198'772.-  und  andrerseits  Einkünfte  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  von 

Fr. 245'053.-  deklariert.  Bei  den  Letzteren  handelte  es  sich  um  den  letztmaligen  Jah-

resgewinn der vom Pflichtigen seit 1995 betriebenen Einzelfirma E; der Umstand, dass 

in  der  Jahresrechnung  2004  der  Einzelfirma  alle  Geschäftsaktiven  per  31. Dezember 

2004  mit  Fr. 0.-  bewertet  waren,  liess  nämlich  darauf  schliessen,  der  Pflichtige  habe 

seine  diesbezügliche  Geschäftstätigkeit  per  Ende  2004  aufgegeben.  Im  Privatvermö-

gen  deklarierten  die  Pflichtigen  u.a.  eine  Beteiligung  (2000  Aktien)  an  der  F  AG,  G 

(vormals H AG; nachfolgend F/H). Zur Firmengruppe der Letzteren gehören die Toch-

tergesellschaften C, I AG, K, und die J AG, K.  

Bereits in den Vorjahren hatte die Steuerbehörde die Auffassung vertreten, die 

vorgenannte Beteiligung an der F/H sei dem Geschäftsvermögen des Pflichtigen zuzu-

ordnen,  weil  dessen  Einzelfirma  den  Hauptumsatz  mit  Gesellschaften  der  H-Gruppe 

erziele. In den  Einschätzungsverfahren  betreffend die Steuerperioden 2002 und 2003 

wies der Steuerkommissär sogar explizit darauf hin, dass die Beteiligung in die Bilanz 

der  Einzelfirma  aufzunehmen  sei.  Im  Rahmen  einer  telefonischen  Besprechung  vom 

11. Juli  2005  wurde  damals  auch  bereits  die  Frage  aufgeworfen,  welche  steuerlichen 

Folgen  eine  Liquidation  der  Einzelfirma  (bzw.  ein  Übergang  der  selbstständigen  Er-

werbstätigkeit  des  Pflichtigen  für  die  H-Gruppe  zu  einer  Festanstellung  bei  dieser 

Gruppe)  haben  würde.  Dabei  vertrat  der  Steuerkommissär  die  Ansicht,  dass  diesfalls 

alle Vermögenswerte – inklusive die dannzumal zu bewertende F/H-Beteiligung – vom 

Geschäfts- ins Privatvermögen zu überführen seien. Der Steuervertreter der Pflichtigen 

stellte  sich  demgegenüber  auf  den  Standpunkt,  bei  dieser  Beteiligung  handle  es  sich 

um Privatvermögen.  

Weil die Deklaration 2004 – wie erwähnt – nahelegte, der Pflichtige habe sei-

ne  selbstständige  Erwerbstätigkeit  per Ende  2004 aufgegeben, musste in der Steuer-

periode  2004  die  Frage  nach  der  bisherigen  Zuordnung  der  F/H-Beteiligung  zum  Ge-

schäfts-  oder  Privatvermögen  im  Hinblick  auf  mögliche  steuerliche  Konsequenzen 

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zwangsläufig  beantwortet  werden.  Für  den  Fall  der  Zuordnung  der  Beteiligung  zum 

Geschäftsvermögen war zudem der Wert der Beteiligung im Zeitpunkt der Überführung 

ins Privatvermögen zu ermitteln bzw. war zu prüfen, ob ein steuerbarer Überführungs-

gewinn realisiert worden ist. Im Rahmen einer entsprechenden Untersuchung verlangte 

der Steuerkommissär in der Folge am 5. Juli und 18. September 2006 detaillierte Aus-

züge aus der Buchhaltung der Einzelfirma und forderte er zudem Unterlagen und An-

gaben  zur Bestimmung  des  Werts der  F/H-Beteiligung  ein.  Die  Pflichtigen  liessen die 

Auflagen am 20. Juli bzw. 27. Oktober 2006 beantworten.  

Gestützt auf das Untersuchungsergebnis vertrat der Steuerkommissär mit Ein-

schätzungsvorschlägen für die Steuerperiode 2004 vom 31. Oktober 2006  die Auffas-

sung,  im  Zusammenhang  mit  der  Aufgabe  der  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  des 

Pflichtigen sei einkommensseitig ein Gewinn aus der Überführung von 2000 F/H-Aktien 

vom  Geschäfts-  ins  Privatvermögen  in  der  Höhe  von  Fr. 1'604'206.-  aufzurechnen 

(Überführungswert  Fr. 1'983'806.-  ./.  Anschaffungswert  von  Fr. 379'600.-).  Dem  Über-

führungswert  legte  er  dabei  einen  selbst  errechneten  Aktienpreis  von  Fr. 992.-  zu 

Grunde. Die Pflichtigen liessen diese Vorschläge mit Eingabe vom 28. November 2006 

zurückweisen. 

Mit Auflage vom 1. Dezember 2006 ergänzte der Steuerkommissär die Unter-

suchung, wobei er insbesondere den Vertrag zwischen den Aktionären der F/H (Aktio-

närsbindungsvertrag)  sowie  die  Verträge  betreffend  die  Zusammenarbeit  des  Pflichti-

gen  mit  den  Gruppengesellschaften  einforderte.  Die  Pflichtigen  liessen  diese  Auflage 

am 13. Februar 2007 beantworten.  

Am 20. August 2007 trafen sich die Parteien zu einer Besprechung. Eine Eini-

gung  kam  dabei  weder  mit  Bezug  auf  die  Frage,  ob  die  F/H-Beteiligung  dem  Ge-

schäfts-  oder  Privatvermögen  zuzuordnen  sei,  noch  hinsichtlich  der  Bewertungsfrage 

zustande.  

Unter  Bezugnahme  auf  die  vorerwähnte  Besprechung  liess  der  Vertreter  der 

Pflichtigen dem Steuerkommissär am 29. Oktober 2007 eine persönliche Stellungnah-

me des Pflichtigen betreffend die Bewertung der F/H-Aktien zukommen.  

Mit  Auflage  vom  6. Dezember  2007  und  Mahnung  vom  21. Januar  2008  ver-

langte  der  Steuerkommissär  unter  Bezugnahme  auf  den  Aktionärsbindungsvertrag 

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weitere  Unterlagen  zur  Wertermittlung  der  F/H-Aktien.  Diese  Auflagen  liessen  die 

Pflichtigen am 9. Januar bzw. 5. Februar 2008 beantworten.  

Mit  Entscheid  bzw.  Hinweis  vom  20. Februar  2008  schätzte  der  Steuerkom-

missär die Pflichtigen für die Staats- und Gemeindesteuern 2004 mit einem steuerba-

ren Einkommen von Fr. 1'598'600.- (statt deklariert Fr. 405'331.-) und einem steuerba-

ren Vermögen von Fr. 80'000.- (statt deklariert Fr. 0.-) ein bzw. sah er für die direkten 

Bundessteuer die Veranlagung mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 1'601'200.- 

(statt deklariert Fr. 407'931.-) vor. Die einkommensseitigen Aufrechnungen begründete 

er dabei mit einem bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit erzielten Net-

togewinn aus der Überführung der F/H-Beteiligung vom Geschäfts- ins Privatvermögen 

von  Fr. 1'325'873.-  (Überführungswert  Fr. 1'705'473.-  ./.  Einstandswert/  Buchwert 

Fr. 379'600.- ./. AHV-Rückstellung von 10%). Der Überführungswert basierte auf einem 

neu errechneten Aktienpreis von Fr. 853.-. 

Die  Veranlagung  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  wurde  den  Pflichtigen 

mit Schlussrechnung vom 27. März 2008 formell eröffnet.  

B.  Die  hiergegen  erhobenen  Einsprachen  vom  20. März  bzw.  16. April  2008, 

mit welchen die Pflichtigen unter Verweis auf die Gehörigkeit der F/H-Beteiligung zum 

Privatvermögen  den  Verzicht  auf  die  Aufrechnung  eines  Überführungsgewinns  bzw. 

die Vornahme der Einkommenseinschätzungen gemäss Deklaration hatten verfechten 

lassen,  wurden  vom  kantonalen  Steueramt  nach  Durchführung  weiterer  Bewertungs-

abklärungen  (Auflage  vom  2. Juni  2008  und  Antwort  vom  28. Juli  2008)  mit  Entschei-

den vom 24. Oktober 2008 abgewiesen. 

C. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 26. November 2008 liessen die Pflichti-

gen  abermals  die  Vornahme  von  deklarationsgemässen  Einkommenseinschätzungen 

infolge Zuordnung der F/H-Beteiligung zum Privatvermögen beantragen. Weiter wurde 

für den Fall einer Zuordnung zum Geschäftsvermögen verfochten, dass pro 2004 noch 

keine Überführung  der Beteiligung  ins Privatvermögen stattgefunden habe und mithin 

die  Einkommensveranlagungen  2004  wiederum  deklarationsgemäss  vorzunehmen 

seien  (Eventualantrag  1).  Falls  auf  pro  2004  ins  Privatvermögen  überführtes  Ge-

schäftsvermögen  geschlossen  werde,  sei  sodann  von  einem  Aktienwert  von  Fr. 170.- 

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und  damit  von  einem  Überführungsverlust  auszugehen,  womit  die  steuerbaren  Ein-

kommen  entsprechend  herabzusetzen  seien  (Eventualantrag  2);  im  Übrigen  seien  je-

denfalls  die  200  Aktien,  welche  der  Pflichtige  am  29. April  2004  gekauft  habe,  dem 

Privatvermögen zuzuordnen, weil pro 2004 keine selbstständige Erwerbstätigkeit mehr 

ausgeübt  worden  sei  (Eventualantrag  3).  Weiter  wurde  die  Zusprechung  einer  Partei-

entschädigung beantragt.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Rekurs-  bzw.  Beschwerdeantwort  vom 

18. Dezember 2008 auf kostenfällige Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische 

Steuerverwaltung (ESTV) liess sich nicht vernehmen.  

Im Rahmen von längeren Vergleichsbemühungen des Referenten der Rekurs-

kommission  konnte  am  2./21. Oktober  2009  mit  den  Parteien  in  der  Bewertungsfrage 

eine Einigung erzielt werden.  

Auf das Ergebnis der steueramtlichen Untersuchungen im Einschätzungs- und 

Einspracheverfahren, die vorinstanzlichen Erwägungen in den angefochtenen Einspra-

cheentscheiden und die Rekurs- bzw. Beschwerdebegründung ist, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.  

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1. a)  Im  Anschluss  an  den  in  der  Bewertungsfrage  zustande  gekommenen 

Vergleich  stellte  der  von  den  Pflichtigen  neu  beigezogene  Vertreter  mit  E-mail  vom 

2. Oktober 2009 Antrag auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels.  

b)  Die  Rekurskommission  ordnet  nur  ausnahmsweise – namentlich  zur  Wah-

rung  des  rechtlichen  Gehörs – einen  weiteren  Schriftenwechsel  an  (§ 148  Abs. 2  des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG, bzw. Art. 142 Abs. 3 des Bundesgesetzes über 

die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990, DBG). Vorliegend sind keine Grün-

de  ersichtlich,  welche  es  rechtfertigten,  dem  Antrag  auf  Einräumung  eines  zweiten 

Schriftenwechsels  zu  entsprechen,  denn  die  Rekurs-  bzw.  Beschwerdeantwort  der 

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Vorinstanz  enthält  keinerlei  neuen  Vorbringen,  welche  eine  Anhörung  der  Pflichtigen 

erforderlich machen würden. 

Im  Übrigen  ist  den  Anforderungen  der  neuen  Rechtsprechung  des  Bundesge-

richts  in  Bezug  auf  das  Replikrecht  mit  Zustellung  der  Rekursantwort  am  29.  Januar 

2009 entsprochen worden (BGE 133 I 98; 133 I 100).  

2. a)  Nach  der  Generalklausel  von  § 16  Abs. 1  StG  und  Art. 16  Abs. 1  DBG 

unterliegen  der  Einkommenssteuer  alle  wiederkehrenden  und  einmaligen  Einkünfte. 

Gemäss § 18 StG und Art. 18 DBG sind insbesondere alle Einkünfte aus einem Han-

dels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf 

sowie  aus  jeder  anderen  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  steuerbar  (jeweils  Abs. 1). 

Zu den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zählen sodann auch alle Kapi-

talgewinne  aus  Veräusserung,  Verwertung  oder  buchmässiger  Aufwertung  von  Ge-

schäftsvermögen; der Veräusserung gleichgestellt ist die Überführung von Geschäfts-

vermögen in das Privatvermögen, wobei als Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte 

gelten, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit dienen (jeweils 

Abs. 2).  

b) Der Pflichtige hat die im Streit liegenden Aktien der  im Jahr 2000 neu ge-

gründeten F/H wie folgt erworben: 

01.11.2000 (Kauf) 

1080 Aktien à Fr. 100.-  

26.09.2002 (Zukauf) 

720 Aktien à Fr. 330.- 

29.04.2004 (Zukauf) 

200 Aktien à Fr. 170.- 

     (Fr.) 

108'000.- 

237'600.- 

34'000.- 

Total 

2000 Aktien                   

379'600.-. 

Per  Ende  2004  waren  diese  2000  Aktien  noch  immer  in  seinem  Besitz;  sie 

sind also nicht verkauft worden (vgl. Wertschriftenverzeichnis 2004). Steuerbares Ein-

kommen konnte mit diesen Aktien pro 2004 mithin nur dann erzielt werden, wenn sie in 

dieser  Periode  vom  Geschäftsvermögen  des  Pflichtigen  in  dessen  Privatvermögen 

überführt worden sind. Zu prüfen ist damit zunächst, ob sich die Aktien überhaupt je im 

Geschäftsvermögen des Pflichtigen befunden haben. 

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3. a) Eine Zuordnung der Aktien zum Geschäftsvermögen bedingt vorab, dass 

der  Pflichtige  bei  deren  Erwerb  eine  selbstständige  Erwerbstätigkeit  ausgeübt  hat. 

Dass dies in den Jahren vor 2004 grundsätzlich der Fall war, ist unbestritten. Zum Hin-

tergrund der diesbezüglichen Tätigkeit des Pflichtigen lässt sich der Rekurs- bzw. Be-

schwerdeschrift entnehmen:  

aa)  Am  1. Oktober  1993  sei  der  Pflichtige  in  die  im  Jahr  1992  gegründete  H 

AG in L, eine "Vorgängerfirma" der heutigen F/H, eingetreten, wobei er sich damals mit 

1478  Aktien  (=  29.56%)  an  dieser  Gesellschaft  beteiligt  habe.  Im  Jahr  1994  habe  er 

sich  dann  mit  200  Aktien  (=  25%)  auch  an  der  M  AG  in  N,  einer  Gesellschaft  seines 

Vaters, beteiligt. Das letztere Engagement habe man damals bei der H AG (Herren O 

und P) nicht gerne gesehen; es sei befürchtet worden, dass sich der Pflichtige zu stark 

um  das  väterliche  Geschäft  kümmern  werde.  Aus  diesem  Grund  habe  dieser  seine 

Beteiligung an der H AG 1995 verkauft, sei aus dieser ausgetreten und habe  die Ein-

zelfirma  "E,  A,  N"  gegründet.  Erst  fünf  Jahre  später,  am  1. November  2000,  habe  er 

sich dann mit 1080 Aktien (= 9%) an der im Februar 2000 neu gegründeten F/H betei-

ligt; am 26. September 2002 habe er sodann weitere 720 Aktien (6%) und am 29. April 

2004 weitere  200 Aktien (1.67%)  hinzu gekauft. Der seinerzeitige  Verkauf der Beteili-

gung  an  der  H  AG  dokumentiere,  dass  die  Einzelfirma  nicht  aus  steuerlichen  Überle-

gungen  gegründet  worden  sei,  sondern  lediglich,  um  klare  Verhältnisse  zu  schaffen; 

mit  dem  Verkauf  habe  der  Pflichtige  damals  bewusst  in  Kauf  genommen,  nicht  mehr 

auf  die  Geschäftsstrategie – weder  als  Aktionär,  noch  als  Verwaltungsrat – Einfluss 

nehmen zu können. Den Entscheid, wieder als Arbeitnehmer in die F/H-Gruppe einzu-

treten (sinngemäss 2004), habe der Pflichtige nach den Austritten der Herren O und P 

gefällt.  

bb)  Diesen  Ausführungen  gemäss  war  der  Pflichtige  mithin  ab  1995  als 

selbstständiger  Vermögensverwalter  tätig.  Belegt  ist  dies  ab  2001  auch  durch  die  ak-

tenkundigen  Deklarationen.  In  der  Steuererklärung  2001  wurden  Einkünfte  aus  der 

besagten  Einzelfirma  von  Fr. 609'822.-  deklariert;  pro  2002  waren  es  dann 

Fr. 249'873.-  und  pro  2003  Fr. 323'042.-.  Einkünfte  aus  unselbstständiger  Erwerbstä-

tigkeit  sind  vom  Pflichtigen  (abgesehen  von  Nebeneinkünften  aus  behördenamtlicher 

Tätigkeit  und  VR-Honoraren)  in  diesen  rechtskräftig  veranlagten  Steuerjahren  nicht 

erzielt  worden.  Solche  kamen  als  Folge  seiner  Neuanstellung  bei  der  C  erst  im  hier 

betroffenen Kalenderjahr 2004 hinzu; in diesem Jahr stellte er zudem den Betrieb sei-

ner Einzelfirma ein bzw. erwirtschafte er zum letzten Mal entsprechende Einkünfte aus 

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selbstständiger  Erwerbstätigkeit  von  Fr. 245'053.-.  Eine  berufliche  Veränderung  bzw. 

ein  Wechsel  von  selbstständiger  zu  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  hat  mithin  frü-

hestens im Kalenderjahr 2004 stattgefunden.  

b) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass  der Pflichtige jedenfalls  beim Erwerb 

der  ersten  beiden  Aktientranchen  pro  2000  und  2002  selbstständig  erwerbstätig  war. 

Eine selbstständige Erwerbstätigkeit lag aber auch beim Erwerb der letzten 200 Aktien 

im  April  2004  noch  immer  vor.  Der  gegenteiligen  Ansicht  der  Pflichtigen  (Eventualan-

trag 3) kann nicht gefolgt werden: 

aa)  Die  Letzteren  führen  aus,  bereits  ab  dem  1. Januar  2003  seien  die  Vor-

aussetzungen  für  die  Annahme  einer  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  des  Pflichtigen 

eigentlich nicht mehr gegeben gewesen. Bis und mit 2002 habe dieser nämlich neben 

seiner  Tätigkeit  für  die  F/H-Gruppe  auch  Leistungen  für  die  M  AG  erbracht  und  ver-

rechnet.  Ab  dem  1. Januar  2003  sei  er  dann  aber  nur  noch  für  die  F/H-Gruppe  tätig 

gewesen und habe er damit die von den AHV-Behörden gestellten Anforderungen für 

eine  selbstständige  Erwerbstätigkeit  nicht  mehr  erfüllt;  auch  seien  steuerlich  die  ent-

sprechend  vorausgesetzten  Kriterien  (eigenes  Risiko,  Teilnahme  am  Wirtschaftsver-

kehr etc.) nicht mehr gegeben gewesen. Im Endeffekt habe ein abhängiges Arbeitsver-

hältnis bzw. ein Unterstellungsverhältnis gegenüber seinen Auftraggebern vorgelegen. 

Weil das Steuerjahr 2003 bereits definitiv veranlagt und die selbstständige Erwerbstä-

tigkeit bis anhin von keiner Seite hinterfragt worden sei, könne die Letztere nun frühes-

tens 2004 in Frage gestellt werden.  

bb)  Dem  ist  zunächst  entgegenzuhalten,  dass  der  Pflichtige  in  den  Jahren 

2003 und 2004 gemäss seinen Honorarrechnungen auch für die S in T, sowie pro 2004 

für  die  Q  in  R  tätig  war.  Ob  und  wie  die  letzteren  Gesellschaften  mit  der  F/H-Gruppe 

verflochten  sind,  ist  nicht  bekannt;  eine  ausschliessliche  Tätigkeit  für  Firmen  dieser 

Gruppe  ab  2003  ist  damit  jedenfalls  nicht  nachgewiesen  worden.  Hinzu  kommt,  dass 

es  Treu  und  Glauben  widerspricht,  wenn  ein  Steuerpflichtiger  seinen  steuerrechtlich 

(und  sozialversicherungsrechtlich)  über  Jahre  in  Anspruch  genommenen  Status  als 

Selbstständigerwerbender genau dann erstmal in Frage stellt, wenn für ihn deswegen 

ungünstige steuersystematische Konsequenzen im Raum stehen. In der  vorliegenden 

Konstellation  kann  es  deshalb  letztlich  nur  um  die  Frage  gehen,  wann  die  seit  1995 

ausgeübte  selbstständige  Erwerbstätigkeit  beendet  worden  ist.  Diesbezüglich  ist  die 

Aufgabe  der  geschäftlichen  Tätigkeit  und  die  damit  verbundene  Liquidation  des  Ge-

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schäftsvermögens  massgeblich  (vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kommentar  zum 

harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  2. A.,  2006,  § 18  N 46  und  dies.  in  Handkom-

mentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 18 N 58). Vorliegend ist die Geschäftsaufgabe pro 

2004 erfolgt, und zwar klarerweise nach dem Zukauf der letzten Aktientranche im April. 

In der Jahresrechnung 2004 der Einzelfirma sind die verschiedenen Geschäftseinnah-

men und -ausgaben nämlich noch über das ganze Jahr hinweg verteilt und die Liquida-

tionsbuchungen  bzw.  die  Ausbuchungen  der  Geschäftsaktiven  ins  Privatvermögen 

datieren denn auch erst vom 31. Dezember 2004.  

c)  Als  Zwischenergebnis  lässt  sich  somit  festhalten,  dass  der  Pflichtige  beim 

Erwerb  aller  in  Frage  stehenden  2000  Aktien  der  F/H  selbstständig  erwerbstätig  war. 

Ob  die  Beteiligung  an  der  F/H  dieser  Tätigkeit  bzw.  dem  entsprechenden  Geschäfts-

vermögen des Pflichtigen zuzuordnen ist, ist damit freilich noch nicht entschieden. Fest 

steht indes bereits, dass dem an das Kriterium der fehlenden selbstständigen Erwerbs-

tätigkeit anknüpfenden Eventualantrag 3 kein Erfolg beschieden sein kann. 

4. a) Wie bereits erwähnt, gelten als Geschäftsermögen alle Vermögenswerte, 

die  ganz  oder  vorwiegend  der  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  dienen  (§ 18  Abs. 2 

Satz 3 StG; Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG).  

Bei  Wertschriften  bzw.  Aktien  handelt  es  sich  um  Alternativgüter,  die  sowohl 

dem Geschäft wie auch privaten Zwecken dienen können. Nach ständiger Rechtspre-

chung ist die Zuteilung eines alternativen Wirtschaftguts nach objektiven Gesichtspunk-

ten unter Würdigung der Gesamtheit der Umstände und der tatsächlichen Verhältnisse 

des  Einzelfalls  vorzunehmen.  Dabei  kommt  der  Mittelherkunft  für  die  Anschaffung  

und der buchmässigen Behandlung des betreffenden Aktivums geringeres Gewicht zu 

als  seiner  Zweckbestimmung  im  Betrieb,  d.h.  der  technisch-wirtschaftlichen  Funktion 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 18 N 80 sowie Art. 18 N 96, je mit Hinweisen).  

Nach  der  jüngsten  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  liegt  bei  Aktien  bzw. 

Beteiligungsrechten Geschäftsvermögen im Sinn der vorgenannten Gesetzbestimmun-

gen dann vor, wenn eine enge wirtschaftliche Beziehung zwischen der Beteiligung an 

der  Kapitalgesellschaft  und  dem  Geschäft  des  Steuerpflichtigen  besteht  (Urteil  vom 

22. April  2005,  StE 2006  B 23.2  Nr. 31,  auch  zum  Folgenden).  Eine  solche  ist  insbe-

sondere  anzunehmen,  wenn  die  Beteiligung  für  Geschäftszwecke  erworben  wurde 

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oder  sie  dem  Inhaber  einen  massgeblichen  Einfluss  auf  eine  Gesellschaft  verschafft, 

deren  geschäftliche  Tätigkeit  seiner  eigenen  entspricht  oder  diese  sinnvoll  ergänzt, 

was  ihm  erlaubt,  seine  ursprüngliche  Geschäftstätigkeit  auszudehnen.  Diese  Voraus-

setzung  ist  gegeben,  wenn  der  Steuerpflichtige  die  Beteiligungsrechte  konkret  dazu 

einsetzt,  um  das  Geschäftsergebnis  seines  eigenen  Unternehmens  bzw.  dessen  Ge-

winnchancen zu verbessern (BGr, 9. April 2004, 2A. 431/2000, E. 4, publiziert in: ASA 

71, 288; vgl. auch Peter Locher, Kommentar zum DGB, 2001, N 139 zu Art. 18 DBG). 

Nicht erforderlich für die Zurechnung zum Geschäftsvermögen ist eine Mehrheitsbetei-

ligung (STE 2006 B 23.2 Nr. 31: 25 %-Beteiligung). 

b) Die in Frage stehenden 2000 Aktien der F/H entsprechen mit 16.67% (1/6 

der insgesamt 12'000 Aktien) lediglich einer Minderheitsbeteiligung. Dies hindert deren 

Zuteilung zum Geschäftsvermögen des Pflichtigen nach dem Gesagten nicht. Voraus-

setzung  bildet  indessen,  dass  die  erworbene  Beteiligung  für  dessen  Tätigkeit  als 

selbstständiger Vermögensverwalter von wirtschaftlichem Nutzen war.  

aa)  Unbestritten  ist,  dass  der  Pflichtige  im  Rahmen  seiner  selbstständigen  

Erwerbstätigkeit in den Jahren 2000 bis 2004 den Grossteil seiner Dienstleistungen für 

die sogenannte H-Gruppe  erbracht hat. Aus den Geschäftsjahren  2002 bis  2004 sind 

folgende detaillierten Honorarrechnungen aktenkundig (vgl. die Belege zu den entspre-

chenden Einnahmebuchungen): 

  Total Honorare 

  davon 

2002 
  (Fr.) 

 2003    
   (Fr.) 

   2004 
      (Fr.) 

379'427.30 

515'672.15 

446'840.- 

  H AM Fondsleitung AG, D 

50'787.30 

104'000.- 

  C, D 

  I AG, 
  K 

  H AG, G 

  S, 
  T 

  Q, R 

  M AG  

258'240.- 

193'680.- 

20'400.- 

30'500.- 

30'000.- 

96'840.- 

141'117.15 

320'000.- 

46'375.- 

50'000.- 

Bei der C und der I AG handelt es sich um 100%ige Tochtergesellschaften der 

F/H (vgl. Aktienbewertung). Allein mit diesen beiden Kunden erwirtschaftete die Einzel-

firma  des  Pflichtigen  in  den  vorerwähnten  Jahren  mithin  beinahe  die  Hälfte  ihrer  Ein-

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nahmen.  Damit  ist  naheliegend,  dass  der  Erwerb  der  F/H-Beteiligung  dem  Pflichtigen 

(in der Terminologie des Bundesgerichts) auch dazu gedient hat, das Geschäftsergeb-

nis bzw. die Gewinnchancen  seiner eigenen Tätigkeit als selbstständiger Vermögens-

verwalter zu verbessern.  

bb) Die Pflichtigen stellen dies unter Verweis auf den nachfolgenden Zahlen-

vergleich in Abrede: 

Geschäftsjahr 

Gewinn 

Umsatz 

                                          (Fr.)                                      (Fr.) 

  1997 

  1998 

  1999 

  2000 

  2001 

  2002 

  2003 

  2004 

281'601.- 

640'065.- 

239'309.- 

432'381.- 

609'858.- 

259'783.- 

333'042.- 

245'053.- 

502'071.- 

770'636.- 

418'653.- 

601'161.- 

783'690.- 

425'427.- 

537'672.- 

446'840.- 

Diese Aufstellung zeige, dass sich die durchschnittlichen Ergebnisse der Ein-

zelfirma  nach  dem  Erwerb  der  F/H  Aktien  in  den  Jahren  2000,  2002  und  2004  nicht 

verbessert hätten.  

Die Argumentation mit einem solchen Zahlenvergleich greift zu kurz: Dies zu-

nächst  schon  deshalb,  weil  ein  geschäftlich  bedingter  Beteiligungserwerb  auch  mit 

Blick auf den Wegfall von bisherigen Auftraggebern oder zur Sicherung des bisherigen 

Auftragsvolumens  eingegangen  werden  kann.  Das  Bundesgericht  spricht  im  Zusam-

menhang  mit  der  Abgrenzungsfrage  denn  auch  zu  Recht  von  der  Verbesserung  der 

Gewinnchancen; eine tatsächliche Gewinnsteigerung ist für die Zuweisung eines Betei-

ligungserwerbs  in  den  geschäftlichen  Bereich  nicht  erforderlich.  Im  Übrigen  zeigt  der 

Zahlenvergleich der Pflichtigen auf, dass per 1999 ein Umsatz- und Gewinneinbruch zu 

verzeichnen war, worauf in den Kalenderjahren 2000/2001, d.h. unmittelbar nach dem 

Erwerb der ersten Aktientranche, wieder eine deutliche Erholung stattgefunden hat.  

Mit  den  Geschäftskennzahlen  allein  lässt  sich  die  Abgrenzungsfrage  letztlich 

wohl nicht beantworten, weshalb die Beziehungen des Pflichtigen zu den Gesellschaf-

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ten  der  H-Gruppe  sowie  zu  der  in  Frage  stehenden  Beteiligung  noch  näher  auszu-

leuchten sind:   

cc) Auszugehen ist zunächst davon, dass der Pflichtige seine Umsätze schon 

vor dem Beteiligungserwerb vorab  mit Gesellschaften der  H-Gruppe erzielt  hat.  Dafür 

spricht  etwa,  dass  er  seit  1994  im  Verwaltungsrat  der  H  AG,  G  (früher  K),  sitzt  (vgl. 

Handelsregisterauszug). Bei der am 9. Dezember 1999 im Handelsregister eingetrage-

nen I AG, K (früher L), ist der Pflichtige sodann seit dem 21. September 2000 mit der 

Funktion  "Direktor"  aufgeführt  (vgl.  Handelsregisterauszug).  Sodann  ist  er  seit  dem 

8. Mai  2001  Verwaltungsratspräsident  der  per  8. Mai  2001  im  Handelsregister  einge-

tragenen J AG, K (vgl. Handelsregisterauszug). Verwaltungsrat war der Pflichtige aber 

auch bei der H AM Fondsleitung AG, D (vgl. Lohnausweis 2002 über ein entsprechen-

des Verwaltungsratshonorar). Ein von der C publiziertes Curriculum (aus der Zeit nach 

2005) führt den Pflichtigen sodann als ihren CEO seit 1993 auf; im gleichen Dokument 

wird  er  zudem  als  Gründungsmitglied,  Partner  und  CEO  der  H  Group  K/G  seit  1993 

aufgeführt. Auch bei der (im Gartenbau tätigen) Gesellschaft seines Vaters, der M AG, 

N (heute U AG), hat der Pflichtige seit 1994 ein Mandat als Verwaltungsrat (vgl. Han-

delsregisterauszug).  

Als  allgemeine  Erkenntnis  lässt  sich  damit  festhalten,  dass  der  Pflichtige  die 

Umsätze seiner Einzelfirma offenkundig seit jeher grossmehrheitlich mit Leistungen für 

Gesellschaften erzielt hat, in welche er funktionell eingebunden war bzw. in welchen er 

aufgrund seiner Funktionen über die Auftragsvergabe mit entscheiden konnte.  

Die F/H mit Sitz in G wurde (unter der früheren Firma H AG) am 16. Februar 

2000 ins Handelsregister eingetragen. Einsitz in deren Verwaltungsrat nahm der Pflich-

tige  erst  am  7. Dezember  2006. Wenn  er  per  2000,  2002  und  2004  Aktien  an  dieser 

neu gegründeten  Holding- bzw. Beteiligungsgesellschaft erworben hat, so ist ein  wirt-

schaftlicher Zusammenhang zur Geschäftstätigkeit seiner Einzelfirma offensichtlich:  

Indirekt hat er damit nämlich einen Anteil an den Hauptkunden seiner Einzel-

firma erworben, denn der F/H gehören – wie erwähnt – u.a. die Tochtergesellschaften 

C und I AG. Mit 16.67% aller Aktien bzw. einer Beteiligung von 1/6  war er zwar nicht 

massgebender  Aktionär  der  F/H  und  hatte  er  zudem  in  den  fraglichen  Jahren  auch 

noch nicht Einsitz in deren Verwaltungsrat genommen; Einfluss auf die Geschäftspolitik 

konnte  er  als  einer  von  damals  sieben  Partnern  aber  gleichwohl  nehmen.  Schon  mit 

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den  im  Gründungsjahr  erworbenen  1'080  Aktien  hielt  er  nämlich  immerhin  das  viert-

grösste Aktienpaket (nach V [3'240 Aktien], P [2'880 Aktien] und der W AG [2'880 Akti-

en];  vgl.  Aktionärsbindungsvertrag);  seine  Stellung  innerhalb  der  partnerschaftlich  or-

ganisierten  Gesellschaft  war  damit  keineswegs  unbedeutend,  zumal  er  über  die 

anderen Gesellschaften der H-Gruppe auch mit dem Hauptaktionär V geschäftlich eng 

verbunden  war  (gemäss  Curriculum  der  C  ist  der  Letztere  [wie  der  Pflichtige]  Grün-

dungsmitglied  und  Partner  der  H-Group,  K/G,  und  deren  Präsident).  Wie  bereits  fest-

gestellt, stand das Auftragsvolumen der Einzelfirma des Pflichtigen  seit jeher in engs-

tem  Zusammenhang  zu  dessen  Verflechtungen  mit  den  einzelnen  Unternehmen  der  

H-Gruppe.  Wenn  nun einigen  dieser  Unternehmen  mit  der  F/H  eine  Dachgesellschaft 

übergestülpt worden ist und sich der Pflichtige als Partner an dieser Dachgesellschaft 

beteiligt  hat,  so  liegt  es  auf  der  Hand,  dass  er  damit  seine  Position  innerhalb  der  

H-Gruppe weiter gefestigt hat, was letztlich wiederum auch seiner von dieser Gruppe 

wirtschaftlich  abhängigen  Einzelfirma  zugute  gekommen  ist.  Im  Sinn  der  bundesge-

richtlichen Rechtsprechung ist mithin von einer engen wirtschaftlichen Beziehung zwi-

schen  der  Beteiligung  des  Pflichtigen  an  der  in  Frage  stehenden  Kapitalgesellschaft 

und dessen Einzelfirma auszugehen. 

Damit steht fest, dass die 2000 Aktien der F/H während der Dauer der selbst-

ständigen  Erwerbstätigkeit  des  Pflichtigen  dessen  Geschäftsvermögen  zuzuordnen 

sind;  insoweit  dringen  die  Pflichtigen  mit  ihrer  gegenteiligen  Auffassung  mithin  nicht 

durch. 

5. a) Für den nun eingetretenen Fall der Zuordnung der  F/H-Beteiligung zum 

Geschäftsvermögen  lassen  die  Pflichtigen  verfechten,  dass  eine  Überführung  ins  Pri-

vatvermögen pro 2004 noch gar nicht stattgefunden habe (Eventualantrag 1). Diesfalls 

sei nämlich davon auszugehen, dass im Kalenderjahr 2004 zwar die aktive Erwerbstä-

tigkeit geendet habe; jedoch habe noch keine endgültige Klarheit betreffend die weitere 

Zweckbestimmung  der  Beteiligung  bestanden.  Der  Pflichtige  habe  nicht  entschieden 

bzw.  nicht  entscheiden  können,  ob  er  die  Beteiligung  veräussern  oder  in  sein  Privat-

vermögen  überführen  wolle.  Er  habe  nämlich  nicht  wissen  können,  ob  der  Fiskus  die 

Beteiligung als Geschäftsvermögen qualifiziere.  

b)  Wie  bereits  ausgeführt,  endet  die  selbstständige  Erwerbstätigkeit  mit  der 

Aufgabe  der  geschäftlichen  Tätigkeit  und  der  damit  verbundenen  Liquidation  des Ge-

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schäftsvermögens. Bei  der Betriebsaufgabe stellt sich  dabei die Frage, wann die ent-

sprechenden Vermögensgegenstände die Geschäftsvermögensqualität verlieren und in 

das  Privatvermögen  übergehen.  Dies  muss  nicht  (zwingend)  mit  der  Betriebsaufgabe 

der Fall sein. Was früher Betriebsvermögen war, bleibt es auch nach der Berufs- oder 

Geschäftsaufgabe solange, als nicht eine private Verwendung nachgewiesen wird (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, §  18 N 46 und dies., Art. 18 N  84).   

c) Im vorliegenden Fall hat der Pflichtige seine selbstständige Erwerbstätigkeit 

per Ende 2004 aufgegeben; dies zeigt sich einerseits in den letzten Honorarrechnun-

gen,  welche  allesamt  noch  das  Geschäftsjahr  2004  betreffen  (vgl.  Belege  zum  Er-

tragskonto  3000)  und  andrerseits  aber  auch  im  Umstand,  dass  er  ab  dem  1. Januar 

2005 einen neuen Arbeitsvertrag mit der C über die Anstellung als deren Geschäftsfüh-

rer  mit  einem  Jahressalär  von  Fr. 420'000.-  abgeschlossen  hat.  Spätestens  per  Ende 

2004  hat  der  Pflichtige  aber  nicht  nur  seine  Geschäftsaktivitäten  eingestellt,  sondern 

hat  er  auch  die  Liquidation  seiner  Einzelfirma  abgeschlossen.  Gemäss  Buchhaltung 

wurden  nämliche  sämtliche  Aktiven – wie  z.B.  Mobiliar  und  Einrichtungen,  Fahrzeug, 

Darlehen – per  31. Dezember  2004  ins  Privatvermögen  überführt  (vgl.  Buchhaltungs-

konto  2800).  Der  gleiche  Überführungszeitpunkt  muss  mithin  auch  für  die  F/H-

Beteiligung  gelten,  welche  der  Pflichtige  fälschlicherweise  (und  entgegen  den  steuer-

behördlichen  Aufforderungen  in  den  Vorjahren)  nie  in  die  Geschäftsbilanz  aufgenom-

men hatte.  

6. a) Die Pflichtigen lassen weiter verfechten, falls eine Überführung der Betei-

ligung  vom  Geschäfts-  ins  Privatvermögen  pro  2004  stattgefunden  habe,  so  sei  der 

Überführungswert der Beteiligung massiv nach unten zu korrigieren (Eventualantrag 2). 

Auszugehen sei von Fr. 170.- pro Aktie, welchen Preis der Pflichtige beim Zukauf der 

200 Aktien am 29. April 2004 bezahlt habe. Damit resultiere letztendlich kein Überfüh-

rungsgewinn, sondern im Gegenteil ein Überführungsverlust. 

b)  Auszugehen  ist  nach  dem  Gesagten  davon,  dass  die  Überführung  per 

31. Dezember 2004 stattgefunden hat. Schon aus diesem Grund kann auf den von den 

Pflichtigen verfochtenen Wert, welcher den Zeitpunkt April 2004 betrifft, nicht abgestellt 

werden, denn der Verkehrswert  der F/H unterliegt aufgrund der Geschäftsausrichtung 

ihrer  Tochtergesellschaften  starken  Schwankungen.  Die  letzteren  sind  allesamt  direkt 

oder  indirekt  im  Bereich  der  Verwaltung  von  Vermögen  oder  Drittfonds  tätig.  Dass  in 

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diesem  Geschäftsbereich  innert  kurzer  Zeit  ein  starker  Wertanstieg,  aber  auch  ein 

starker Wertzerfall eintreten kann, ist nicht erst seit der jüngsten Finanzkrise allgemein 

bekannt.  Dies  zeigt  sich  im  vorliegenden  Fall  auch  darin,  dass  am  23. Mai  2005  ein 

Paket von 60 F-H-Aktien zum Preis von Fr. 330.- pro Aktie die Hand gewechselt haben 

(vgl. die diesbezügliche Vereinbarung zwischen der H AG und X im Anhang). Für den 

hier gesuchten Wert per 31. Dezember 2004 kann mithin auf per April 2004  oder Mai 

2005 bezahlte Preise nicht abgestellt werden. Hinzu kommt, dass die beiden erwähn-

ten  Handänderungen  unter  Partnern  der  F/H  stattgefunden  haben,  weshalb  nicht  von 

einem Verkauf unter unabhängigen Dritten ausgegangen werden kann. Letzteres auch 

deshalb  nicht,  weil  im  Aktionärsbindungsvertrag  festgelegt  ist,  dass  sich  der  unter 

Partnern  zu  zahlende  Kaufpreis  nach  einer  bestimmten  Formel  berechnet  (Mittelwert 

"Net  assue  value  +  3%  Vermögen  unter  Verwaltung"  sowie  "Bewertung  der  Gesell-

schaft durch die Y AG, K"; vgl. Ziff. 2.2 des Aktionärsbindungsvertrags in) und die ent-

sprechenden Berechnungen zu den beiden erwähnten Transaktion im steueramtlichen 

Untersuchungsverfahren  von  den  Pflichtigen  jedoch  nicht  vorgelegt  worden  sind.  In 

den  entsprechenden  Auflageantworten  vom  9. Januar  und  5. Februar  2008  wurde  le-

diglich  darauf  hingewiesen,  dass  die  bezahlten  Preise  angemessen  und  realistisch 

gewesen seien und der Markt eben nicht mehr hergegeben habe.  

Bei  dieser  Lage  der  Dinge  hätte  zur  Bestimmung  des  Verkehrswerts  einer 

F/H-Aktie  per  Überführungszeitpunkt  grundsätzlich  ein  Gutachten  eingeholt  werden 

müssen.  Im  Hinblick  darauf,  dass  ein  solches  (teures)  Gutachten  unter  Umständen 

obsolet werden könnte (Zuordnung der Beteiligung ins Privatvermögen durch das Ver-

waltungs-  bzw.  Bundesgericht  bei  einem  allfälligem  Weiterzug),  suchte  der  Referent 

der  Rekurskommission  mit  den  Parteien  eine  vergleichsweise  Einigung  in  der  Bewer-

tungsfrage und konnte eine solche schliesslich erzielt werden. Dabei einigten sich die 

Parteien auf einen Wert von Fr. 450.- pro Aktie (vgl. E-mail des Vertreters der Pflichti-

gen vom 2. Oktober 2009, Protokollnotiz vom 21. Oktober 2009 betreffend die Zustim-

mung der Steuerbehörde). Auf diesen Wert ist folglich abzustellen, womit sich der  er-

zielte Netto-Überführungsgewinn wie folgt errechnet: 

Überführungswert: 

2000 Aktien à Fr. 450.- 

./. Einstandswert/Buchwert der Aktien 

   (Fr.)  

900'000.-  

379'600.- 

520'400.- 

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./. Rückstellung AHV-Beiträge (10%) 

Netto-Überführungsgewinn 

52'040.- 

468'360.-. 

7. a) Nach alledem sind der Rekurs bzw. die Beschwerde teilweise gutzuheis-

sen.  

Unter  einkommensseitiger  Aufrechnung  des  vorstehend  errechneten  Betrags 

sind  die  Pflichtigen  somit  für  die  Steuerperiode  2004  mit  einem  steuerbaren  Einkom-

men  von  Fr. 873'600.-  (statt  deklariert  Fr. 405'331.-;  Staats-  und  Gemeindesteuern) 

bzw. Fr. 876'291.- (statt deklariert Fr. 407'931.-; Direkte Bundessteuer) einzuschätzen. 

Das im Bereich der Staats- und Gemeindesteuern nicht angefochtene steuerbare Ver-

mögen von Fr. 80'000.- ist sodann zu bestätigen.  

b) Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rekurs- bzw. des Beschwerdeverfah-

rens den Parteien anteilsmässig aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG bzw. Art. 144 Abs. 1 

DBG).  

Den  im  Ergebnis  nur  wenig  mehr  als  zur  Hälfte  obsiegenden  Rekurrenten/Be-

schwerdeführern  sind  sodann  stark 

reduzierte  Umtriebsentschädigungen  von 

Fr. 1'000.-  bzw.  Fr. 700.-  zuzusprechen  (§ 152  StG  i.V.m.  § 17  Abs. 2  des  Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. 

Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 

1968). 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Steuerpe-

riode 2004 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 873'600.- und einem steuer-

baren Vermögen von Fr. 80'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 und § 47 

Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

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2.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Beschwerdeführer werden für die 

Steuerperiode 2003 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 876'200.- veranlagt 

(Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif). 

[…] 

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