# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 620b28d4-bbd0-5aab-b28f-3a21bd5efcee
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.12.2018 200 2018 653
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-653_2018-12-10.pdf

## Full Text

200 18 653 IV
SCJ/BRM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Bundesgerichtsentscheid vom 6. August 2018 (Rückweisung an 
Vorinstanz IV 38/17)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ meldete sich am 22. Oktober 2012 wegen 
eines im Mai 2012 diagnostizierten Mammakarzinoms zur Beruflichen Inte-
gration/Rente bei der IV-Stelle Bern (IVB) an (Akten der IVB [act. II] 12). 

Die IVB holte erwerbliche (act. II 18, 26) und medizinische (act. II 20, 23, 
25, 28, 35, 40) Unterlagen ein und liess die Versicherte auf Empfehlung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. C.________, FMH 
Innere Medizin (act. II 44), polydisziplinär (gynäkologisch, orthopädisch, 
psychiatrisch und internistisch) begutachten. Das damit beauftragte 
D.________ (MEDAS, act. II 51) erstattete das Gutachten am 13. Februar 
2015 (act. II 54.1). 

Sodann liess die IVB einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellen 
(act. II 66).

Nachdem der RAD nochmals Stellung genommen (act. II 69 S. 3 ff.) und 
die Einschätzung der Gutachter als insgesamt nachvollziehbar beurteilt 
hatte, holte die IVB Zwischenberichte der behandelnden Ärzte ein (act. II 
99, 102, 103, 108) und veranlasste – aufgrund zwischenzeitlich geänderter 
Rechtsprechung – eine Verlaufsbegutachtung in der MEDAS (act. II 81, 
85); das Gutachten wurde am 28. Juni 2016 erstattet (act. II 111.1). Im 
Rahmen der anschliessenden Aktualisierung des Abklärungsberichts 
Haushalt/Erwerb wurde ab Mai 2013 ein Invaliditätsgrad von 82% und ab 1. 
Januar 2014 ein solcher von 32% ermittelt. 

B.

Gestützt auf diese Abklärungen stellte die IVB der Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 23. August 2016 die Ausrichtung einer vom 1. Mai 2013 bis 
31. März 2014 befristeten ganzen Rente in Aussicht (act. II 117) und ver-
fügte, nachdem sie den Abklärungsdienst zu den von der Versicherten, 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 11. Oktober 2016 erhobe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 3

nen Einwänden (act. II 121) hatte Stellung nehmen lassen (act. II 124), am 
30. Dezember 2016 entsprechend dem Vorbescheid (act. II 128).

Die dagegen am 13. Januar 2017 erhobene Beschwerde wies das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, 
mit Entscheid vom 6. Juni 2017 ab. Auf Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten hin änderte das Bundesgericht die Verfügung 
der IVB vom 30. Dezember 2016 mit Urteil vom 6. August 2018 insoweit 
ab, als es feststellte, dass die Beschwerdeführerin ab 1. April 2014 An-
spruch auf eine Viertelsrente hat. Im Übrigen wurde die Sache an das kan-
tonale Gericht zurückgewiesen, damit dieses den Rentenanspruch ab Juni 
2016 prüfe und dabei insbesondere der Frage nachgehe, ob sich der Ge-
sundheitszustand der Versicherten ab dem Zeitpunkt der revisionsweisen 
Herabsetzung der Rente per April 2014 bis zum Verfügungserlass weiter 
verbessert und ob dies gegebenenfalls Auswirkungen auf den Rentenan-
spruch gehabt habe. 

C.

Im unter der Verfahrensnummer IV/2018/653 vor dem Verwaltungsgericht 
wieder aufgenommenen Verfahren gab der Instruktionsrichter den Parteien 
im Lichte des Bundesgerichtsentscheides vom 6. August 2018 Gelegen-
heit, abschliessend Stellung zu nehmen.

Mit Eingabe vom 2. Oktober 2018 liess die Beschwerdeführerin, nach wie 
vor vertreten durch Rechtsanwalt B.________, ausführen, dass für die Prü-
fung des Rentenanspruchs ab Juni 2016 nicht auf das Gutachten der ME-
DAS vom 28. Juni 2016 abgestellt werden könne, selbst wenn es sich da-
bei – wie dies das Bundesgericht angenommen habe – um ein Verlaufs-
gutachten handle. Wenn die Gutachter lediglich rund eineinhalb Jahre nach 
der ersten Begutachtung (13. Februar 2015) zu einer komplett anderen 
Einschätzung bezüglich Diagnosen und Arbeitsfähigkeit gelangten, werde 
nicht glaubhaft eine gesundheitliche Veränderung dargetan, sondern ledig-
lich eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen unveränderten Sach-
verhaltes abgegeben. Das genannte Gutachten sei nicht beweiswertig, 
sodass darauf nicht abgestellt werden könne und der Anspruch auf eine 

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Viertelsrente weiterhin bestehe. Sollte wider Erwarten auf das Gutachten 
der MEDAS vom 28. Juni 2016 abgestellt werden, würde der Rentenan-
spruch per Ende September 2016 erlöschen. 

In ihrer Stellungnahme vom 2. Oktober 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin, die ab 1. April 2014 zugesprochene Viertelsrente sei spätestens 
per 31. Mai 2016 aufzuheben. Das Urteil des Bundesgerichts vom 6. Au-
gust 2018 sei insofern widersprüchlich, als einerseits eine Viertelsrente ab 
1. April 2014 zugesprochen, andererseits aber die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen werde, damit diese prüfe, ob sich der Gesundheitszustand 
seit der revisionsweisen Herabsetzung der Rente (April 2104) bis zum Ver-
fügungserlass (30. Dezember 2016) in rentenrelevanter Weise verbessert 
habe; gemäss Dispositiv sei die Rückweisung indessen zur Prüfung des 
Rentenanspruchs ab Juni 2016 erfolgt. Zudem werde in E. 7 des Urteils 
festgestellt, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten gemäss 
Verlaufsgutachten vom Juni 2016 in der Folge weiter verbessert habe.

 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 5

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet weiterhin die Verfügung vom 30. Dezem-
ber 2016 (act. II 128), mit welcher die Beschwerdegegnerin rückwirkend 
eine vom 1. Mai 2013 bis 31. März 2014 befristete ganze Rente zugespro-
chen hat. Aufgrund des Urteils des Bundesgerichts vom 6. August 2018 
steht nunmehr fest, dass die Beschwerdeführerin ab 1. April 2014 An-
spruch auf eine Viertelsrente hat. Streitig und zu prüfen ist gemäss Urteils-
dispositiv Ziff. 1 des Rückweisungsentscheids der Rentenanspruch der 
Beschwerdeführerin ab Juni 2016. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 6

kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 
28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder 
der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-
ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293; Entscheid des BGer vom 6. September 2017, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 7

9C_752/2016 [zur Publikation vorgesehen], E. 2.1). Die gemischte Methode 
bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des IV-Grades. 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber 
bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 
S. 508).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Eine von anderen mit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 8

versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-
anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

2.5 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho-
ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 
130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201]). 

3.

3.1 Ausgangspunkt ist das Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 
2018, in welchem der Beschwerdeführerin einerseits gestützt auf das Gut-
achten der MEDAS vom 13. Februar 2015 (act. II 54.1) ab April 2014 eine 
Viertelsrente zugesprochen und andererseits die Sache zur Prüfung des 
Rentenanspruchs ab Juni 2016 und in diesem Zusammenhang der Frage, 
ob sich der Gesundheitszustand der Versicherten ab dem Zeitpunkt der 
revisionsweisen Herabsetzung der Rente per April 2014 bis zum Verfü-

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gungserlass weiter verbessert und ob dies gegebenenfalls Auswirkungen 
auf den Rentenanspruch gehabt habe, zurückgewiesen hat.

Die Urteilsdispositiv Ziff. 1 scheint dabei in Widerspruch zu den Ausführun-
gen in E. 7 des Urteils zu stehen, worauf auch die Beschwerdegegnerin in 
ihrer Stellungnahme vom 2. Oktober 2018 hinweist. Dieser vermeintliche 
Widerspruch ist indessen insofern zu lösen, als für die Zeit zwischen den 
Gutachten der MEDAS vom 13. Februar 2015 und dem Verlaufsgutachten 
der MEDAS vom 28. Juni 2016 keine aussagekräftigen medizinischen Be-
richte über den gesundheitlichen Gesamtzustand der Beschwerdeführerin 
vorliegen, die eine schlüssige Beurteilung des Rentenanspruchs erlauben 
würden. Auszugehen ist somit davon, dass erst aufgrund der Ergebnisse 
des Verlaufsgutachtens vom 28. Juni 2016 Anlass bestand, das Vorliegen 
einer Veränderung des Gesundheitszustandes bzw. eines medizinischen 
Revisionsgrundes zu prüfen. Im Anschluss an die revisionsweise Herab-
setzung des Anspruchs auf eine Viertelsrente ab April 2014 rechtfertigt sich 
somit eine – erneute – Prüfung des Rentenanspruchs frühestens ab dem 
Zeitpunkt dieses Gutachtens, wie dies das Bundesgericht dem angerufe-
nen Gericht denn auch in Ziff. 1 des Urteilsdispositivs aufgetragen hat.

3.2 Die seinerzeitige Zusprechung einer bis 31. März 2014 befristeten 
ganzen Rente sowie auch die vom Bundesgericht zugesprochene Viertels-
rente ab April 2014 basierte auf dem – unbestritten gebliebenen –
Gutachten der MEDAS vom 13. Februar 2015. Darin wurde davon ausge-
gangen, dass nach Abschluss der therapeutischen Massnahmen aufgrund 
des Mammakarzinoms im Februar 2013 noch eine volle Arbeitsunfähigkeit 
bestanden und sich die Arbeitsfähigkeit im Verlauf des Jahres 2013 suk-
zessive auf das ab Januar 2014 in einer adaptierten Tätigkeit attestierte 
Ausmass von 60% gesteigert habe. Darüber hinaus sei die Versicherte 
wegen der Tuberculum majus-Fraktur ab Mai 2013 für ca. drei Monate voll 
arbeitsunfähig gewesen (act. II 54.1 S. 37 f.). 

3.3 Zur Entwicklung des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit im vorliegend massgebenden Zeitraum ist den Akten im 
Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 10

3.3.1 Verschiedene zwischen Juli 2015 und Januar 2016 durchgeführte 
Untersuchungen betreffend die geklagte allgemeine Müdigkeit ergaben 
kein somatisches Korrelat für deren Erklärung (act. II 99, 102, 103 S. 8-12).

3.3.2 In seinem Bericht vom 19. Februar 2016 hielt – der am 20. Juli 
2015 einmalig zur Organisation der unter E. 3.3.1 hiervor erwähnten Ab-
klärung konsultierte – Dr. med. E.________, Facharzt für Chirur-
gie/Sportmedizin, keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
fest; als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte er 
eine unklare Müdigkeit, einen Status nach Operation und Chemotherapie 
bei Mamma-Ca 2012 (St. n. Bestrahlung 2013, aktuell hormonelle Thera-
pie), einen Status nach Eisenmangel (substituiert), Status nach Hypogly-
kämie-Episoden (nicht mehr relevant) sowie eine Osteopenie. Aus seiner 
Sicht bestünden keine körperlichen und auch keine geistigen Einschrän-
kungen, psychiatrische Einschränkungen (depressives Zustandsbild, de-
pressive Episoden) seien möglich. Bei aus somatischer Sicht guter Pro-
gnose empfahl er die Durchführung eines Aufbautrainings sowie einer 
psychiatrischen Evaluation, da er die rasche Ermüdbarkeit als psychisch 
bedingt erachtete. Die Patientin sei vollumfänglich arbeitsfähig (act. II 103 
S. 2-7).

3.3.3 Im Verlaufsgutachten vom 28. Juni 2016 unter Beteiligung der 
Fachdisziplinen innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie, Neuropsychologie 
und Gynäkologie hielten die Ärzte der MEDAS als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine Bewegungseinschränkung der rechten 
Schulter leichten bis mässigen Grades (bei Narbenkontraktur und Lymphö-
dem des rechten Armes mit leichter Kraftminderung nach axillärer Lympha-
denektomie sowie Nachbestrahlung bei Mammakarzinom), einen thorakal 
fixierten Hohlrundrücken (V. a. Morbus Scheuermann, indolent) sowie ein 
Mammakarzinom rechts (mit/bei Lymphknotenmetastase axillär rechts, St. 
n. wiederholter neoadjuvanter Chemotherapie mit verschiedenen Präpara-
ten, St. n. Ablatio mammae rechts, St. n. lokoregionärer Bestrahlung, en-
dokriner Therapie [vorgesehene Laufzeit 8 Jahre]) fest; als Diagnosen ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine Epicondylopathia humeri 
radialis beidseits (geringgradig ausgeprägt), ein Patellaspitzensyndrom 
beidseits (geringgradig ausgeprägt), ein Hallux valgus et rigidus beidseits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 11

(geringgradig ausgeprägt), ein St. n. Tuberculum majus-Fraktur links 
05/2013 (folgenlos ausgeheilt), ein St. n. Eisenmangel bei Hypermenorrhoe 
mit St. n. parenteraler Eisensubstitution sowie ein Vitamin D-Mangel ge-
nannt. Eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer somati-
schen oder psychiatrischen Erkrankung könne nicht festgestellt werden. 
Anders als im Gutachten von 2015 müsse davon ausgegangen werden, 
dass die Versicherte den damals gestiegenen Anforderungen in der freien 
Wirtschaft und am damaligen Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen gewesen 
sei, dies wegen ihrer schon vorbestehenden Konstitution. In einer einfa-
chen, … Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Flexibilität sei die Ver-
sicherte voll arbeitsfähig. Aufgrund der aktuellen gutachterlichen Untersu-
chung bestehe auch in einer adaptierten körperlich leichten Tätigkeit ohne 
vermehrte Beanspruchung des rechten Armes und der rechten Schulter ab 
Gutachtensdatum eine volle Arbeitsfähigkeit; diese Verbesserung gegenü-
ber dem vorangegangenen Gutachten sei mit der konsolidierten Situation 
bezüglich des onkologischen Leidens zu erklären (act. II 111.1 insb. 44 ff.).

3.4 Das von der IVB eingeholte polydisziplinäre Gutachten (vgl. E. 
3.3.3 hiervor) erfüllt die nach der geltenden höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an eine Expertise gestellten Anforderungen. Es ist für die streitigen 
Belange umfassend, beruht auf einlässlichen gutachterlichen Untersuchun-
gen und wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der 
geklagten Beschwerden abgegeben. Es überzeugt auch inhaltlich, indem 
es in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen 
nachvollziehbar begründet sind (vgl. E. 2.4 hiervor). Namentlich beruht die 
Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auf umfas-
senden Erhebungen. Die gutachterlichen Feststellungen wurden sodann 
unter Einbezug der aktenkundigen Arztberichte diskutiert sowie gestützt 
darauf die aktuelle Arbeitsfähigkeit überzeugend und mit einlässlicher Be-
gründung dargestellt. Die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in einer adap-
tierten Tätigkeit im Vergleich zum Gutachten der MEDAS vom 13. Februar 
2015 wurde überdies nachvollziehbar begründet, namentlich damit, dass 
diese mit der konsolidierten Situation bezüglich des onkologischen Leidens 
zu erklären sei; zudem würden aus psychiatrischer Sicht derzeit keine nen-
nenswerten Konflikte bestehe, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hät-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 12

ten. Dem Gutachten der MEDAS vom 28. Juni 2016 kommt voller Beweis-
wert zu, sodass darauf abzustellen ist.

Damit liegt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht bloss 
eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen unveränderten Sachver-
halts vor, sondern es ist spätestens ab dem Verlaufsgutachten vom 28. Ju-
ni 2016 von einem medizinischen Revisionsgrund auszugehen. Im Übrigen 
hat auch bereits das Bundesgericht in E. 5.2.2. des Rückweisungsurteils 
vom 6. August 2018 ausgeführt, die unterschiedliche Beurteilung der Leis-
tungsfähigkeit in den zwei Gutachten der MEDAS erkläre sich vor allem mit 
einer zwischenzeitlich erfolgten weiteren Verbesserung des Gesundheits-
zustandes, das heisst mit veränderten Verhältnissen; aufgrund dessen hat 
das Bundesgericht ausdrücklich festgehalten, dass es sich beim zweiten 
Gutachten tatsächlich um ein Verlaufsgutachten und nicht um eine soge-
nannte „second opinion“ handle. Wäre das Bundesgericht von einer bloss 
unterschiedlichen Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Zu-
standes ausgegangen, hätte sich eine Rückweisung an die Vorinstanz zur 
weiteren Abklärung eines Rentenanspruchs ab dem Gutachtensdatum erü-
brigt.

3.5 Die auf dieser medizinischen Grundlage vorzunehmende Invali-
ditätsbemessung richtet sich laut E. 3 des Rückweisungsurteils des Bun-
desgerichts vom 6. August 2018 nach der Einkommensvergleichsmethode 
für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich im Sinne der Rechtsprechung 
gemäss BGE 142 V 290 bei einem Pensum von 80% im Validitätsfall. 

Angesichts der gutachterlich festgelegten vollen Arbeitsfähigkeit für eine 
körperlich angepasste leichte Tätigkeit steht ohne weiteres fest, dass der 
Invaliditätsgrad ab dem Datum des Verlaufsgutachtens vom 28. Juni 2016 
unter den rentenbegründenden Wert von 40% gefallen ist, was gemäss Art. 
88a Abs. 1 IVV zur Aufhebung der Viertelsrente per Ende September 2016 
führt. 

3.6 Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Dezember 2016 wird 
– soweit im Lichte der Bundesgerichtsurteils vom 6. August 2018 überhaupt 
noch zu prüfen – insofern gutgeheissen, als die Beschwerdeführerin An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 13

spruch auf eine bis Ende September 2016 befristete Viertelsrente hat. So-
weit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens, wobei von einem hälftigen Obsiegen 
der Beschwerdeführerin auszugehen ist, werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.—, hälftig aufgeteilt. Der Anteil der Be-
schwerdeführerin wird dem im Verfahren IV/2017/38 geleisteten Kosten-
vorschuss entnommen; der Differenzbetrag wird nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils zurückerstattet.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung hat 
die Beschwerde führende Partei bei teilweisem Obsiegen mindestens An-
spruch auf eine reduzierte Parteientschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; 
SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Angesichts ihres hälftigen Obsiegens (vgl. E. 3.1 zweiter Absatz hiervor) 
hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf hälftigen Ersatz der mit den – 
angemessenen – Kostennoten von Rechtsanwalt B.________ vom 27. Fe-
bruar 2017 resp. 18. Oktober 2018 geltend gemachten Parteikosten. Die 
IVB hat der Beschwerdeführerin dementsprechend eine Parteientschädi-
gung in Höhe von Fr. 2‘515.50 (inkl. Auslagen und MWSt) auszurichten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2018, IV/18/653, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Dezember 2016 wird im 
Sinne der Erwägungen insofern gutgeheissen, als die Beschwerdefüh-
rerin Anspruch auf eine bis Ende September 2016 befristete Viertels-
rente hat. Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden je zur Hälfte der Be-
schwerdeführerin sowie der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der Anteil 
der Beschwerdeführerin wird dem im Verfahren IV/2017/38 geleisteten 
Kostenvorschuss entnommen; der Differenzbetrag wird nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin Parteikosten in 
Höhe von Fr. 2‘515.50 (inkl. Auslagen und MWSt) zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.