# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3c94265-cbce-51c3-9fc6-f87f89cb3a3a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-12-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 19.12.2006 AGVE_2006_24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_AGVE-2006-24_2006-12-19.pdf

## Full Text

112 Verwaltungsgericht 2006 

in der Weise, dass Geschäftsverluste nicht mit dem Einkommen aus 
unselbstständiger Erwerbstätigkeit verrechnet werden dürften (Meier, 
a.a.O., § 53 aStG N 12b, § 57 aStG N 17c). 

4. Wie sich die Rechtslage unter dem neuen Recht darbietet, wo 
Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen 
Grundstücken des Geschäftsvermögens speziell geregelt werden und 
nur im Umfang der wieder eingebrachten Abschreibungen der Ein-
kommenssteuer unterliegen (§ 27 Abs. 4 StG), kann hier offen blei-
ben. 

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Abtreter den bei einer 
Hofübergabe erlittenen Liquidationsverlust jedenfalls dann einkom-
menswirksam abziehen kann, wenn der Übernehmer das Geschäfts-
vermögen unter mindestens gleich grosser Herabsetzung des Buch-
werts in seine Buchhaltung aufnimmt.  

6. Aus den beigezogenen Steuerakten des Sohnes (Käufer des 
Landwirtschaftsbetriebs) ist ersichtlich, dass dieser ab 1993 eine 
Buchhaltung führte und das Landgutvermögen mit Fr. y in die Eröff-
nungsbilanz aufnahm. Den Revisionsnotizen ist zu entnehmen, dass 
er dabei die vom Vater übernommenen Vermögenswerte mit dem 
vereinbarten Preis von Fr. x einsetzte. Diesbezüglich wurde die 
Buchhaltung von den Steuerbehörden akzeptiert und der rechtskräf-
tigen Veranlagung zugrunde gelegt. 

24 Geschäfts-/Privatvermögen. 
- Beteiligung (Aktienzeichnung, Darlehensgewährung) des Inhabers 

einer Einzelfirma, zwecks Diversifikation, an einer AG mit völlig an-
derem Tätigkeitsbereich. Auch in einem solchen Fall ist Geschäfts-
vermögen nicht von vornherein ausgeschlossen; vielmehr hängt die 
Zuordnung der Beteiligung zum Geschäfts- oder Privatvermögen 
auch hier von der Gesamtheit der objektiv feststellbaren tatsächli-
chen Verhältnisse ab. 

- Geringe Bedeutung der buchhalterischen Behandlung als Geschäfts-
vermögen, wenn im Zeitpunkt der Einbuchung der Verlust bereits 
absehbar oder sogar eingetreten ist. 

2006 Kantonale Steuern 113 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 19. Dezember 2006 in 
Sachen R.W. gegen Steuerrekursgericht. Publikation in StE 2007 vorgesehen. 

25 Liegenschaftsunterhaltskosten (§ 39 StG; § 24 StGV). 
- Generelle Umschreibung der abzugsfähigen Liegenschaftsunterhalts-

kosten (Erw. 1). 
- Anwendung der "Dumont-Praxis" unter neuem Recht. Auslegung 

der aktuellen, auch für das kantonale Recht verbindlichen Praxis des 
Bundesgerichts (Erw. 2). 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 18. September 2006 in 
Sachen Kantonales Steueramt gegen Steuerrekursgericht und J.G. Publikation 
in StE 2007 vorgesehen.  

Aus den Erwägungen 

1./1.1. Bei Liegenschaften im Privatvermögen können die Un-
terhaltskosten, die Versicherungsprämien und die Kosten der Ver-
waltung durch Dritte abgezogen werden. Den Unterhaltskosten sind 
Investitionen gleichgestellt, die dem Energiesparen und dem Um-
weltschutz dienen, soweit sie bei der direkten Bundessteuer abzieh-
bar sind (§ 39 Abs. 2 StG).  

1.2./1.2.1. Als Kosten für den Unterhalt von Liegenschaften 
gelten bloss die werterhaltenden Aufwendungen (§ 24 Abs. 1 StGV; 
§ 41 lit. d StG e contrario). Sie dienen dazu, die Liegenschaft im ein-
kommenssteuerrechtlich massgebenden Nutzwert zu erhalten. Durch 
solche Massnahmen bleiben Gestalt und Zweckbestimmung des Ge-
bäudes unverändert. Lediglich die mangelhaften Installationen wer-
den ersetzt bzw. die vorhandenen, aber schadhaft gewordenen Ge-
bäudeteile repariert. Die Liegenschaft wird unterhaltsmässig wieder 
in denjenigen Zustand versetzt, in dem sie einmal war. Der bisherige 
Verwendungszweck, allenfalls modernisiert, bleibt erhalten (vgl. Pe-
ter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 
32 N 24; Dieter Egloff, in: Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 
Band 1, 2. Aufl., Muri/Bern 2004, § 39 N 38; Richner/Frei/ Kauf-