# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68e4bd4b-e941-55ca-b5cf-ced28c7049ac
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.05.2024 200 2023 686
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-686_2024-05-14.pdf

## Full Text

200 23 686 IV
FRC/SAW/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Mai 2024

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2024, IV/23/686, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) wurde 1981 mit einer 
ausgeprägten Skoliose der Wirbelsäule geboren (Akten der IV-Stelle Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. IID] 22.1 S. 1701 Ziff. 4). Die Invali-
denversicherung übernahm in der Folge die Kosten für diverse Hilfsmittel 
sowie medizinische und berufliche Massnahmen, unter anderem übernahm 
sie die Kosten der Erstausbildung zur …, welche die Versicherte im Som-
mer 2004 erfolgreich abschloss (Akten der IVB [act. IIC] 22.1 S. 1210, 
1119, 1029, 914, 870; act. IID 12 S. 3). Im weiteren Verlauf bildete sich die 
Versicherte zur … weiter (Akten der IVB [act. IIA] 79 S. 3; act. IID 12 S. 2). 
Ab August 2004 wurde ihr eine Viertelsrente und ab April 2008 eine halbe 
Invalidenrente zugesprochen (act. IIC 22.1 S. 830; Akten der IVB [act. IIB] 
22.1 S. 690, 609). Dieser Anspruch wurde mit Verfügung vom 23. Juni 
2010 (act. IIB 22.1 S. 444) nach Einholung eines orthopädischen Gutach-
tens vom 1. April 2010 (act. IIB 22.1 S. 471) bestätigt. 

Im Mai 2012 stellte die Versicherte ein Gesuch um berufliche Weiterausbil-
dung (Berufsmatura, um danach … zu lernen, act. IIA 22.1 S. 225). Mit 
Schreiben vom 22. November 2012 wurde ihr mitgeteilt, dass dies von Sei-
ten der Invalidenversicherung nicht unterstützt werde (act. IIA 22.1 S. 176). 
Am 28. August 2017 (act. IIA 72 S. 2) ersuchte sie um Kostengutsprache 
für eine Umschulung zur …. Dieses Leistungsbegehren wies die IVB mit 
Verfügung vom 21. Juni 2018 (act. IIA 111) ab. Das Verwaltungsgerichts 
des Kantons Bern bestätigte dies mit Urteil vom 7. Juni 2019, IV/2018/585 
(Akten der IVB [act. II] 127), unter Verweis darauf, dass der Beschwerde-
führerin die erlernte und ausgeübte Tätigkeit in der früheren Anstellung 
grundsätzlich weiterhin zumutbar wäre und sie diese Tätigkeit aufgegeben 
habe, um sich der Ausbildung zur … zu widmen. Diese Beurteilung wurde 
vom Bundesgericht (BGer) mit Entscheid vom 3. Dezember 2019, 
8C_510/2019 (act. II 132), grundsätzlich bestätigt. Das Bundesgericht kam 
jedoch ergänzend zum Schluss, dass ungeklärt geblieben sei, ob die Be-
schwerdeführerin im Rahmen ihrer Ausbildung zur … Anspruch auf Ver-
gütung invaliditätsbedingter Mehrkosten habe. Die Sache wurde für ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2024, IV/23/686, Seite 3

sprechende Abklärungen an die IVB zurückgewiesen. Die daraufhin von 
der IVB in die Wege geleiteten Abklärungen (act. II 138) wurden mit Mittei-
lung vom 3. April 2020 (act. II 139) mangels Kontaktaufnahme der Be-
schwerdeführerin abgeschlossen. Eine im Mai 2020 (act. II 144) durchge-
führte Revision ergab keine rentenbeeinflussenden Änderungen (act. II 
161). 

Am 26. März 2023 teilte die Versicherte im Rahmen einer weiteren Ren-
tenüberprüfung mit, sie habe das Studium … abgeschlossen und arbeite 
nun bei der D.________ (act. II 184 S. 3 Ziff. 2.3 und 2.6). Die IVB tätigte in 
der Folge medizinische sowie erwerbliche Abklärungen und hob nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 200, 207) mit Verfügung vom 
29. August 2023 (act. II 209) die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente 
bei einem Invaliditätsgrad von 37% per Ende September 2023 auf.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________ von B.________, am 29. September 2023 Beschwerde und 
beantragte die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 
die Zusprache einer IV-Rente „nach neuem Recht“ bei einem Invaliditäts-
grad von 59%. Eventualiter sei die „altrechtliche“ halbe Rente weiterhin 
zuzusprechen.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – insofern auf Gutheis-
sung der Beschwerde, als der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditäts-
grad von 43% eine Rente von 32.5% einer ganzen Rente zuzusprechen 
sei. 

Mit Replik vom 14. Dezember 2023 bzw. Duplik vom 28. Dezember 2023 
hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. August 2023 (act. II 
209). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbesonde-
re die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Invali-
denrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil die Be-
schwerdeführerin, deren Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten dieser Än-
derung entstand (act. IIC 22.1 S. 830; act. IIB 22.1 S. 690, 609, 444; act. II 
161), bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch nicht vollen-
det hatte und sich – wie noch ausgeführt wird – der Invaliditätsgrad im 
massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiernach) gemäss Art. 17 
Abs. 1 lit. a ATSG nicht im Umfang von mindestens fünf Prozentpunkte 
geändert hat (vgl. E. 4.3.4 hiernach), bleiben die bis 31. Dezember 2021 
geltenden Normen (fortan aArt.) anwendbar und findet auch kein Wechsel 
zum stufenlosen Rentensystem statt (lit. b Abs. 1 der Übergangsbestim-
mungen zur Änderung vom 19. Juni 2020; Ziff. 9105 des Kreisschreibens 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Ren-
te in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand 1. Januar 2024; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 
224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4

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2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). 

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des 
an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha-
ben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 110 E. 3.1). 

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

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3.

3.1 Der revisionsrechtlich massgebende Vergleichszeitpunkt 
(vgl. E. 2.4.3 hiervor) bildet die Verfügung vom 23. Juni 2010 (act. IIB 22.1 
S. 444), als auf der Basis umfassender Abklärungen, insbesondere der 
Einholung des orthopädischen Gutachtens vom 1. April 2010, der Anspruch 
auf eine halbe Invalidenrente, bei einem IV-Grad von weiterhin 54%, 
bestätigt wurde. Der dieser Verfügung zugrundeliegende Sachverhalt ist 
mit demjenigen zu vergleichen, wie er sich bis zum Erlass der angefochte-
nen Verfügung vom 29. August 2023 (act. II 209) entwickelt hat. Die Verfü-
gung vom 1. Dezember 2020 (act. II 161), mit welcher über die weitere 
Ausrichtung der halben Rente informiert wurde, bildet vorliegend kein Ver-
gleichszeitpunkt, da dieser keine umfassende materielle Prüfung der an-
spruchserheblichen Tatsachen vorausging (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

3.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass sich der medizinische 
Sachverhalt im massgeblichen Vergleichszeitraum nicht verändert hat. Im 
orthopädischen Gutachten vom 1. April 2010 attestierte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, aufgrund der schweren congenitalen rechtskonve-
xen Kyphoskoliose mit restriktiver Pneumopathie eine Arbeitsfähigkeit von 
50% mit 100% Leistung (act. IIB 22.1 S. 475 f. Ziff. 5 f.). Diese Beurteilung 
wurde in der Folge wiederholt bestätigt (act. IIA 88 S. 6, 108 S. 3; act. II 
152 S. 5 Ziff. 4.1 f., 158 S. 3 ff., 193 S. 3 Ziff. 11 und S. 4 Ziff. 13). Anzei-
chen für eine zwischenzeitlich eingetretene Veränderung des Gesundheits-
zustandes werden nicht vorgebracht und sind nicht ersichtlich, zumal die 
Beschwerdeführerin entsprechend dem Zumutbarkeitsprofil erwerbstätig ist 
(act. IIB 22.1 S. 462; Protokoll der IVB, S. 8 [in den Gerichtsakten]; act. II 
177 S. 2). Zu klären bleibt eine Veränderung in erwerblicher Hinsicht:

Die Beschwerdeführerin hat das Bachelor-Studium … abgeschlossen (act. 
II 175 S. 1 f.) und arbeitet seit dem 1. Januar 2023 als … bei der 
D.________, wobei sie ein Einkommen von monatlich Fr. 3'500.-- erzielt 
(act. II 177 S. 2, 195 S. 3 ff.). Diese erwerblichen Veränderungen sind 
grundsätzlich geeignet, sich auf den Invaliditätsgrad auszuwirken. Ein Re-

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visionsgrund ist somit ausgewiesen, was auch von den Parteien nicht be-
stritten wird, weshalb der Rentenanspruch frei zu prüfen ist (vgl. E. 2.4.4 
hiervor). Streitig ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ein-
kommensvergleich und dabei insbesondere das Valideneinkommen (vgl. 
Beschwerde S. 4 ff. Ziff. 3 ff.).

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Massgebend sind dabei die tatsächlichen Verhältnisse im 
Zeitpunkt der allfälligen Rentenrevision, d.h. vorliegend diejenigen des Jah-
res 2023 (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute 
BGer] vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). 

Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen pra-
xisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte 
Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom-
men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. So-
dann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. 
Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete 
Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prü-
fungen usw. kundgetan worden sein. Diese Grundsätze gelten auch für 

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junge Versicherte. Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Entwick-
lung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizie-
rung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung 
gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesundheitsschadens ge-
kommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter 
anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit weitergeführt 
werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in 
einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die 
versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch 
im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (BGE 145 V 141 E. 5.2.1 
S. 144; SVR 2021 IV Nr. 29 S. 92 E. 2.2, 2018 IV Nr. 48 S. 153 E. 4.2).

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der 
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS): Vor 
Vollendung des 21. Altersjahres 70 %, vor Vollendung des 25. Altersjahres 
80 %, vor Vollendung des 30. Altersjahres 90 % und nach Vollendung des 
30. Altersjahres 100 % (aArt. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Als Erwerb von 
„zureichenden beruflichen Kenntnissen“ ist die abgeschlossene Berufsaus-
bildung zu betrachten (Ziff. 3037 des Kreisschreibens des BSV über die 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], Stand 
1. Januar 2021).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181).

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4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
29. August 2023 (act. II 209 S. 1) bei der Berechnung des Valideneinkom-
mens davon aus, die Beschwerdeführerin wäre ohne Gesundheitsschaden 
als … tätig und stützte sich auf die Lohnangaben aus dem Jahr 2009. Im 
Rahmen der Beschwerdeantwort (S. 2 Ziff. 9) führte sie sodann aus, das 
Valideneinkommen sei basierend auf den Regeln zur Frühinvalidität festzu-
legen und die Beschwerde entsprechend teilweise gutzuheissen. Keiner 
dieser Auffassungen der Beschwerdegegnerin kann gefolgt werden.

Im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen anlässlich des 
Erstgesprächs am 10. Januar 1996 wurde festgehalten, die Beschwerde-
führerin interessiere sich für Menschen und sei kontaktfreudig (act. IID 22.1 
S. 1531). Im weiteren Verlauf erklärte die Beschwerdeführerin am 10. De-
zember 1998 anlässlich der Besichtigung der Ausbildungseinrichtung 
(act. IID 22.1 S. 1526) – im Alter von 17 Jahren und damit noch vor Beginn 
der Erstausbildung –, sie möchte den … anstreben; ihr späteres Berufsziel 
sei …. Nach Abschluss der Ausbildung zur … im Jahre 2004 (act. IID 12 
S. 3) bildete sie sich ab April 2006 bis Oktober 2008 ohne Unterstützung 
der Invalidenversicherung zur … weiter (act. IID 12 S. 2; act. IIA 79 S. 3; 
22.1 S. 87) und absolvierte vom 23. August bis 8. November 2011 einen 
zwölftägigen Kurs „…“ (beinhaltend unter anderem drei Tage …, act. IIB 
22.1 S. 325). Im Leistungsgesuch um berufliche Weiterausbildung vom 18. 
Mai 2012 (act. IIA 22.1 S. 225) gab sie an, sie möchte mehr mit Menschen 
zusammenarbeiten und in …Funktion tätig sein. Um ihr „Vorhaben umset-
zen“ zu können, müsse sie „die Berufsmatura machen, um danach …“ zu 
lernen. Nachdem das Leistungsgesuch abschlägig entschieden worden war 
(act. IIA 22.1 S. 176 f.), absolvierte sie mehrere Kurse, insbesondere in den 
Bereichen … sowie …, besuchte diverse Abendseminare des F.________ 
und schloss im Januar 2017 das … (Zulassungsverfahren „sur Dossier“ für 
Studieninteressierte an die Fachhochschule, Bereich …, die nicht über ei-
nen der geforderten formalen Bildungsabschlüsse verfügen; vgl. www…..ch 
– Studium – … – Bachelor – Bewerben – Zulassungsvoraussetzungen; 
www…..ch) ab (act. IIA 79 S. 2). Anschliessend begann sie im September 

http://www.fhnw.ch

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2017 mit dem Bachelor-Studium in …, welches sie anfangs 2022 erfolg-
reich bestand (act. IIA 72 S. 2; act. II 175 S. 1 f.).

4.3.2 Aus den Akten ergibt sich unzweifelhaft, dass sich die Beschwerde-
führerin bereits zu Beginn ihrer beruflichen Ausbildung und Karriere für die 
aktuelle Tätigkeit als … interessiert hat und sie die vorhergehende … 
Erstausbildung mit dem Ziel absolviert hat, sich ihren Berufswunsch der-
einst zu erfüllen. Sie hat dies danach zielstrebig und konsequent verfolgt, 
woran nichts ändert, dass die Absolvierung der Ausbildungen mehr Zeit in 
Anspruch genommen hat, als dies für eine Person ohne Einschränkungen 
möglich gewesen wäre. Bestätigt wird dies letztlich auch dadurch, dass die 
Beschwerdeführerin an ihrem Ziel festgehalten hat, obwohl seitens der In-
validenversicherung schliesslich keine Umschulung finanziert wurde. Paral-
lel dazu erweiterte sie ihren Erfahrungsschatz dadurch, dass sie das Er-
lernte bei ihren beruflichen Tätigkeiten fortlaufend einsetzte. So begann die 
Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2010 – neben der bereits vorher aus-
geübten Tätigkeit im … – als … zu arbeiten (Akten der IVB [act. IIE] 1.8 S. 
3 f.) und war anschliessend von Februar 2014 bis August 2017 als … bei 
der G.________ tätig (act. IIA 79 S. 2). Nach dem Bachelor-Studium be-
gann sie ab dem 1. Januar 2023 bei der D.________ als … zu arbeiten 
(act. II 177 S. 2). Damit ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer 
Jugend den Berufswunsch der … hatte und diesen auch im hypothetischen 
Gesundheitsfall verfolgt und erreicht hätte. Entsprechend den Regeln zur 
ausnahmsweisen Berücksichtigung von Aus- und Weiterbildungen ist im 
vorliegenden Fall der Einbezug der beruflichen Entwicklungen nach Eintritt 
der Einschränkung in die Berechnung des Valideneinkommens geboten. 
Die Beschwerdeführerin wäre nämlich auch im Gesundheitsfall überwie-
gend wahrscheinlich ….

Mit dem erfolgreichen Abschluss der …Ausbildung und den fortführenden 
Weiterbildungen mit Abschluss als … hat die Beschwerdeführerin inzwi-
schen trotz ihrer Invalidität den Endstand ihrer Ausbildung, wie sie sie im 
Gesundheitsfall absolviert hätte, erreicht. Sie konnte damit zureichende 
berufliche Kenntnisse erwerben (vgl. ergänzend Ziff. 3035 KSIH). Damit 
bleibt – entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeantwort (S. 2 Ziff. 9) 
– weder nach bisherigem noch dem ab 1. Januar 2022 geltenden Recht 

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Raum, das Valideneinkommen nach Art. 26 Abs. 6 IVV (in der ab 1. Januar 
2022 [und hier nicht anwendbaren] Fassung, vgl. E. 2.1 hiervor) resp. nach 
aArt. 26 Abs. 1 IVV unter Berücksichtigung einer Frühinvalidität (vgl. E. 
4.2.1 hiervor) zu bestimmen. Entgegen der Auffassung der Beschwerde-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 29. August 2023 (act. II 209 
S. 1) ist beim Valideneinkommen auch nicht das Einkommen als … heran-
zuziehen, sondern auf eine Tätigkeit als … abzustellen.

4.3.3 Die Beschwerdegegnerin hat das von der Beschwerdeführerin bei 
der D.________ tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen als Invalidenein-
kommen für die Invaliditätsbemessung herangezogen (act. II 209 S. 1). 
Dies ist nicht zu beanstanden, entspricht doch die von der Beschwerdefüh-
rerin ausgeübte Tätigkeit dem Zumutbarkeitsprofil. Die Beschwerdeführerin 
arbeitet seit dem 1. Januar 2023 in einem Pensum von 50% bei der 
D.________ (act. II 177 S. 2), was dem (unverändert) möglichen Pensum 
entspricht (vgl. E. 3.2 vorstehend). Folglich schöpft die Beschwerdeführerin 
die verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll aus. Der in die-
ser Tätigkeit erzielte Lohn entspricht gemäss den schlüssigen Angaben der 
Arbeitgeberin der tatsächlich erbrachten Leistung (act. II 199 S. 7 Ziff. 5.2). 
Es liegt kein Soziallohn vor. Das jährliche Gehalt bei einem Arbeitspensum 
von 50% beträgt Fr. 45'500.-- (Fr. 3'500.-- x 13 Monate, act. II 199 S. 7 Ziff. 
5.1). Das Valideneinkommen entspricht dem Doppelten dieses Einkom-
mens.

4.3.4 Mit ihrer Ausbildung als … kann die Beschwerdeführerin frei zwi-
schen einer Anstellung im öffentlichen wie privaten Bereich wählen. Zufolge 
des ausgewiesenen Fachkräftemangels im Bereich der … und mit Blick auf 
die breite berufliche Bildung sowie den umfangreichen beruflichen Erfah-
rungsschatz ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sie jede 
solche Tätigkeit innerhalb des medizinisch möglichen Pensums von 50% 
ohne weitere behinderungsbedingte lohnmindernde Einschränkung aus-
führen kann und unter diesen Umständen das Valideneinkommen dement-
sprechend aktuell genau dem Doppelten dessen entspricht, was sie ihrer 
Gesundheit entsprechend verdienen kann. Der Invaliditätsgrad der Be-
schwerdeführerin entspricht in der hier zu beurteilenden Zeit in jeder An-
stellung als … dem Grad der gesundheitlichen Einschränkung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2024, IV/23/686, Seite 13

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tätig-
keitsfeld resp. vom gleichen Lohn zu berechnen, erübrigt sich deren ge-
naue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Ar-
beitsunfähigkeit (in Analogie zu BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des BGer 
vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021), hier von (aktuell noch) 50%. Da sich der 
Invaliditätsgrad nicht um mindestens fünf Prozentpunkte (vgl. E. 2.1 hier-
vor) geändert hat, findet auch kein Wechsel zum stufenlosen Rentensys-
tem statt. Damit hat die Beschwerdeführerin durchgehend Anspruch auf 
eine halbe Invalidenrente (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten erfolgte die Rentenaufhebung per Ende September 
2023 zu Unrecht. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 29. Sep-
tember 2023 ist die angefochtene Verfügung vom 29. August 2023 (act. II 
209) aufzuheben. Die Beschwerdeführerin hat durchgehend Anspruch auf 
eine halbe Rente. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2024, IV/23/686, Seite 14

sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 9. Januar 2024 (in den Gerichtsakten) macht Rechts-
anwalt C.________ von B.________ für das Jahr 2023 einen Aufwand von 
11.55 Stunden à Fr. 130.--, ausmachend Fr. 1'501.50, sowie die Mehrwert-
steuer (MWST) von 7.7% im Betrag von Fr. 115.60, total Fr. 1'617.10, gel-
tend. Betreffend das Jahr 2024 macht er einen Aufwand von 1.4 Stunden à 
Fr. 130.--, ausmachend Fr. 182.--, und die MWST von 8.1% im Betrag von 
Fr.  14.75, total Fr. 196.75, geltend. Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. zur 
Bemessung der Parteientschädigung bei gemeinnützig tätigen Rechtsbera-
tungsstellen Rundschreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung 
und der Abteilung für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter 
www.justice.be.ch; BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4). Die Parteientschädigung ist 
damit insgesamt auf Fr. 1'813.85 festzusetzen; diesen Betrag hat die Be-
schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 29. August 2023 aufgehoben und festgestellt, dass 
die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 
Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Mai 2024, IV/23/686, Seite 15

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'813.85 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werde.