# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 494f358c-fcd0-528d-8f6e-6ddddc8a1715
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.07.2020 SB200092
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200092_2020-07-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200092-O/U/hb 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, lic. iur. Spiess und 

lic. iur. Stiefel sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. Leuthard 

 

Urteil vom 3. Juli 2020 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. Jäger,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Raub etc.   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 
15. Oktober 2019 (GG190031) 
 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. April 2019 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 16). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und 
− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 32 Tage 

durch Haft erstanden sind, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 1. Februar 2019.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

3 Jahre festgesetzt.  

4. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet. 

Dementsprechend wird auf eine Ausschreibung der Landesverweisung im 

Schengener Informationssystem ebenfalls verzichtet. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin zufolge Anerkennung 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 960.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

werden die Zivilansprüche der Privatklägerin auf den Zivilweg verwiesen. 

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 4'620.–   Auslagen (Gutachten … FOR/IRM) 

Fr. 9'588.85   amtl. Verteidigungskosten (inkl. 7.7% MwSt.) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-

schuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

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Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 

StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

Berufungsanträge: 

a) Der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland: 

(Urk. 43 S. 1) 

 1. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 9 Mona-

ten, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Feb-

ruar 2019. 

 2. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. 

 3. Es sei eine Landesverweisung von 7 Jahren sowie deren Ausschrei-

bung im Schengener Informationssystem anzuordnen. 

 4. Dem Beschuldigten seien die Kosten des Berufungsverfahrens aufzuer-

legen. 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 44 S. 1) 

 1. Das Urteil der Vorinstanz vom 15. Oktober 2019 sei zu bestätigen. 

 2. Die Kosten seien ausgangsgemäss aufzuerlegen, die Kosten der amtli-

chen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

  

-   4   - 

Erwägungen: 

 

I. 

 a) Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 3. August 2018 um ca. 

21.40 Uhr an der B._____-strasse … in C._____/ZH von hinten der Privatklägerin 

genähert, ihr mit einer Hand den Mund zugehalten und sie mit dem anderen Arm 

unterhalb des Halses umfasst zu haben. Dann habe er versucht, ihr die Handta-

sche zu entreissen. Die Privatklägerin habe sich aber an die Tasche geklammert 

und auf Englisch um Hilfe gerufen. Der Beschuldigte habe sie, ebenfalls auf Eng-

lisch, zur Herausgabe der Handtasche aufgefordert. Es sei zu einem Gerangel ge-

kommen, wobei der Beschuldigte an der Tasche gezerrt habe und die Privatkläge-

rin zu Boden gestürzt sei. Auf dem Boden liegend habe sie dem Beschuldigten ge-

sagt, sie habe Geld, worauf er erwidert habe, sie solle ihm dieses geben. Die Pri-

vatklägerin habe in ihrer Handtasche nach dem Portemonnaie gesucht und, als in 

einem nahen Gebäude das Licht angegangen sei, wieder nach Hilfe gerufen. Der 

Beschuldigte habe erneut an der Tasche gezerrt, so dass deren Riemen gerissen 

und ein Sachschaden von Fr. 380.– entstanden sei. Der Beschuldigte habe ein aus 

der Handtasche gefallenes Etui mit einer Sonnenbrille im Wert von Fr. 580.– be-

händigt und sei davongerannt. 

 b) Das Bezirksgericht Bülach, Einzelgericht, sprach den Beschuldigten am 

15. Oktober 2019 des Raubes (Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) und der Sachbeschä-

digung (Art. 144 Abs. 1 StGB) schuldig. Es bestrafte ihn mit 7 Monaten Freiheits-

strafe als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 

2019, gewährte ihm dafür den bedingten Strafvollzug und setzte die Probezeit auf 

drei Jahre fest. Auf die von der Staatsanwaltschaft beantragte Landesverweisung 

wurde in Anwendung der Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) verzichtet. Das 

Gericht verpflichtete den Beschuldigten sodann, der Privatklägerin Fr. 960.– Scha-

denersatz zu bezahlen, und auferlegte ihm die Verfahrenskosten (Urk. 32 

S. 26/27). 

 c) Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft rechtzeitig die Beru-

fung an (Urk. 20; Art. 399 Abs. 1 StPO) und reichte sodann auch fristgerecht die 

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Berufungserklärung ein (Urk. 35; Art. 399 Abs. 3 StPO, vgl. Urk. 30). Sie beantragt, 

die Freiheitsstrafe auf neun Monate zu erhöhen, deren bedingten Vollzug zu ver-

weigern und den Beschuldigten unter Ausschreibung im Schengener Informations-

system für sieben Jahre des Landes zu verweisen (Urk. 35 S. 2). Der Beschuldigte 

und die Privatklägerin erklärten keine Anschlussberufung. Im Berufungsverfahren 

wurden keine Beweisanträge gestellt. Nach der heutigen Berufungsverhandlung 

erweist sich der Prozess als spruchreif. 

 

II. 

 Das bezirksgerichtliche Urteil blieb hinsichtlich des Schuldspruchs (Ziff. 1), 

des Zivilpunkts (Ziff. 5) und des Kostendispositivs (Ziff. 6 und 7) unangefochten. Es 

ist insoweit in Rechtskraft erwachsen (Art. 402 StPO), was vorab in einem Be-

schluss festzustellen ist. 

 

III. 

 1. a) Der Beschuldigte hat zwei Straftatbestände erfüllt, wovon der Raub 

(Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) mit einer von sechs Monaten bis zu zehn Jahren 

Freiheitsstrafe reichenden Strafandrohung der schwerere ist. Die dafür auszuspre-

chende Strafe ist wegen der ausserdem begangenen Sachbeschädigung (Art. 144 

Abs. 1 StGB) angemessen zu erhöhen (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

 b) Der Beschuldigte beging die heute zu beurteilenden Delikte, bevor er am 

1. Februar 2019 vom Bezirksgericht Zürich wegen mehrfachen Diebstahls (Art. 139 

Ziff. 1 StGB), mehrfacher Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB) und mehrfa-

chen Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verur-

teilt wurde. Heute ist demnach eine Zusatzstrafe zu jenem Urteil auszufällen. Diese 

ist so zu bemessen, dass der Beschuldigte insgesamt nicht schwerer bestraft wird, 

als wenn seine damaligen und die nun eingeklagten Straftaten gleichzeitig beurteilt 

worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). 

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 c) Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es be-

rücksichtigt dabei dessen Vorleben und persönliche Verhältnisse sowie die Wir-

kung der Strafe auf sein Leben. Das Verschulden wird nach der Schwere der 

Rechtsgutverletzung, der Verwerflichkeit des Handelns und den Beweggründen 

und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit er nach den gesamten 

Umständen in der Lage war, rechtskonform zu handeln (Art. 47 Abs. 1 und 2 

StGB). 

 2. a) Bei der vorliegend zu beurteilenden Raubtat war die Deliktssumme mit 

Fr. 580.– bescheiden. Zwar ist anzunehmen, dass der Beschuldigte soviel Beute 

wie möglich machen wollte, doch war beim Raub einer Handtasche kaum viel mehr 

zu erwarten. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass die körperliche Integrität 

der Privatklägerin nur in geringem Masse beeinträchtigt wurde. Nicht zu folgen ist 

aber ihrer Einschätzung bezüglich der eingesetzten Nötigungsmittel. Der Beschul-

digte packte die Privatklägerin in einem schmalen, nur schwach beleuchteten und 

schwer einsehbaren Wegdurchgang (vgl. Fotos in Urk. 3) unvermittelt von hinten, 

umfasste sie mit einem Arm am Hals und hielt ihr mit der anderen Hand den Mund 

zu. Dieses Tatvorgehen war vorhersehbar geeignet, das Opfer in grosse Angst zu 

versetzen. Die Privatklägerin erklärte denn auch, nachdem sie zu Boden gegangen 

war, dem Beschuldigten sofort, dass sie Geld habe, und schickte sich an, dieses 

herauszugeben, weil sie offensichtlich eine weitere Gewaltanwendung befürchtete. 

Im Rahmen der vom Tatbestand des einfachen Raubes umfassten denkbaren 

Handlungen erweist sich die objektive Schwere der vom Beschuldigten verübten 

Tat zwar noch als leicht. Sie darf aber keinesfalls bagatellisiert werden. In subjekti-

ver Hinsicht brachte der Beschuldigte vor, dass er damals auf der Strasse gelebt 

habe und in Geldnot gewesen sei (Prot. I S. 23). Dies vermag indessen sein Ver-

schulden nur geringfügig zu mildern, da hierzulande für Menschen in solchen Not-

situationen ausreichende Hilfsangebote bestehen und deshalb niemand gezwun-

gen ist, zum Überleben zu delinquieren. Insgesamt erweist sich für das Raubdelikt 

eine Einsatzstrafe von zwölf Monaten als angemessen. 

 

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 b) Zur Beschädigung der Handtasche kam es beim erneuten Versuch des 

Beschuldigten, diese an sich zu reissen. Der Unrechtsgehalt diesen Nebendelikts 

geht in demjenigen des Raubes auf, weshalb unter diesem Titel keine Straferhö-

hung erfolgen muss. 

 3. a) A._____ wurde 1998 in D._____ (Brasilien) geboren. In der Schweiz ver-

fügt er über eine Aufenthaltsbewilligung B. Die ersten neun Lebensjahre verbrach-

te der Beschuldigte in Brasilien. 2007 kam er im Rahmen des Familiennachzugs zu 

seiner Mutter in die Schweiz, wo auch sein Bruder sowie Tanten, Cousins und 

Cousinen leben. In Brasilien war er letztmals 2015 und hat er noch eine Grossmut-

ter, die aber schon 85-jährig ist, sowie Verwandte väterlicherseits, mit denen er 

keinen Kontakt pflegt. Nach der Übersiedlung in die Schweiz kam es zu familiären 

Problemen und häufigen Wohnortswechseln. Die Schulleistungen des Beschuldig-

ten liessen nach, und er begann, die Schule öfters zu schwänzen. Auch eine Psy-

chotherapie brachte keine Besserung. Der Beschuldigte wurde schliesslich von der 

Schule verwiesen und kam in ein Heim. Dort entwich er und kam für zwei Jahre zu 

einer Pflegefamilie. Zusammen mit der Beiständin suchte man zur Unterbringung 

des Beschuldigten eine geeignete Wohngemeinschaft und fand diese ca. 2014 im 

"Hof E._____" in F._____/ZH, einer sozialpädagogischen Einrichtung zur Betreu-

ung Jugendlicher. Nach sechs Jahren Primarschule und drei Jahren Sekundar-

schule C besuchte der Beschuldigte noch das 10. Schuljahr. Eine Berufsausbil-

dung konnte er jedoch nie beginnen, und er hatte bis anhin auch noch nie eine fes-

te Anstellung, sondern machte lediglich Praktika. Von diesen beendete er – ge-

mäss seinen Angaben wegen psychischer Probleme – keines ordnungsgemäss. 

So arbeitete er u.a. bei "G._____", wo ihm aber, nachdem man ihn zuerst wegen 

Zuspätkommens verwarnt hatte, nach einem handfesten Streit mit einem anderen 

Mitarbeiter fristlos gekündigt wurde. Der Beschuldigte gibt an, seit Juli 2019 mit ei-

nem vollen Pensum im Sinne eines Praktikums als Hauswart beim "Hof E._____" 

zu arbeiten, dafür aber lediglich mit Fr. 400.– entlöhnt zu werden. Im Übrigen ist er 

nach wie vor auf Sozialhilfe angewiesen. Seit Februar 2019 steht er wiederum in 

einer Psychotherapie. Zudem wurde für den Beschuldigten auf seinen Antrag hin 

im Mai 2020 von der KESB eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwal-

tung errichtet, wobei ihn die Beiständin H._____ insbesondere im Bereich Ausbil-

dung und berufliche Integration, aber auch beim Erledigen administrativer Angele-

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genheiten und im Verkehr mit Behörden und (Sozial-)Versicherungen unterstützt. 

Mit der Unterstützung der Beiständin hat sich der Beschuldigte inzwischen bei der 

IV angemeldet und per 1. August 2020 eine Lehrstelle als Gärtner bei der Stiftung 

I._____, einer Einrichtung für Arbeitsintegration, gefunden. Am liebsten wäre er al-

lerdings in der Betreuung von Jugendlichen mit Beeinträchtigung oder von älteren 

Menschen tätig. Mit einer entsprechenden Lehre zum Fachmann Betreuung möch-

te er aber noch warten, bis er seine eigenen Probleme im Griff hat. Der Beschul-

digte ist ledig und kinderlos. Er hat seit ca. Ende 2018 eine Freundin, wohnt aber 

nicht mit dieser zusammen, sondern (nach einem vorübergehenden Ausschluss 

seit November 2018 wieder) im "Hof E._____". Er beherrscht die hiesige Sprache 

und spricht ausserdem Portugiesisch und etwas Französisch. Der Beschuldigte hat 

kein Vermögen, aber Fr. 11'000.– Schulden vom Schwarzfahren mit der Bahn. Er 

äusserte die Absicht, eine Ausbildung zu machen, zu arbeiten und eine Familie zu 

gründen (Urk. 2 S. 1/2, Urk. 4/1 S. 3, Urk. 4/3 S. 6-8, Urk. 11/3 S. 1, Urk. 34, 

Urk. 38, Prot. I S. 8-22, Prot. II S. 5 ff., Urk. 42/1-4). 

 b) Der Beschuldigte ist im Schweizerischen Strafregister mit zwei Verurteilun-

gen verzeichnet. Am 27. Mai 2015 bestrafte ihn die Jugendanwaltschaft Unterland 

wegen qualifizierten Raubes, Drohung, Sachbeschädigung und Übertretung des 

Eisenbahngesetzes mit 40 Tagen Freiheitsentzug, bedingt vollziehbar mit einem 

Jahr Probezeit. Das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung (Einzelgericht), fällte ge-

gen den Beschuldigten am 1. Februar 2019 wegen mehrfachen Diebstahls, mehr-

facher Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs eine Freiheitsstra-

fe von 7 Monaten aus und gewährte ihm dafür den bedingten Strafvollzug mit drei 

Jahren Probezeit. Diese Verurteilung gilt im vorliegenden Zusammenhang nicht als 

Vorstrafe, weil der Beschuldigte die nun eingeklagten Delikte vorher beging und 

deshalb heute eine Zusatzstrafe fällig wird. 

 4. a) Die Verurteilung aus dem Jahre 2015 ist zwar einschlägiger Natur, wirkt 

sich aber, da es sich um eine Jugendstrafe handelt, nur leicht straferhöhend aus. 

 

 b) Der Beschuldigte bestritt während der ganzen Untersuchung, den Überfall 

auf die Privatklägerin verübt zu haben (Urk. 4/1 S. 2/3, Urk. 4/2 S. 4, Urk. 4/3 

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S. 2/5), obwohl ihm wiederholt vorgehalten wurde, dass an der Privatklägerin seine 

DNA festgestellt worden war (vgl. Urk. 6/1 S. 2 und Urk. 6/2 S. 1). Erst in der vor-

instanzlichen Hauptverhandlung legte er ein Geständnis ab (Prot. I S. 23). Dieses 

ist aber trotzdem zumindest leicht strafmindernd zu berücksichtigen. Auch wirkt 

sich das schwierige Vorleben des Beschuldigten leicht strafmindernd aus. Insge-

samt halten die Strafminderungsgründe sich mit dem vorstehend erwähnten Straf-

erhöhungsgrund die Waage. Für die vorliegend eingeklagten Delikte bleibt es so-

mit bei einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. 

 c) Das Urteil vom 1. Februar 2019, zu welchem heute eine Zusatzstrafe aus-

zusprechen ist, betraf zwei zusammen mit zwei Mittätern im Juli 2018 innerhalb 

weniger Tage begangene Einbrüche in ein Schulhaus mit einer Diebesbeute von 

insgesamt Fr. 2'375.45 und insgesamt Fr. 7'500.– Sachschaden (Beizugsakten BG 

Zürich, Proz. Nr. GG180239, Urk. 24 S. 2/3 und Urk. 46 S. 4). Aufgrund dieser Ta-

ten ist die Strafe in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) an-

gemessen zu erhöhen. Dies führt zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 16 Mona-

ten, von der die schon früher ausgefällten 7 Monate Freiheitsstrafe in Abzug zu 

bringen sind. Der Beschuldigte ist somit heute zu einer Zusatzstrafe von 9 Mona-

ten zu verurteilen. 

 d) Der Beschuldigte hat im vorliegenden Verfahren 32 Tage Haft erstanden 

(Urk. 8/1-11), die ihm auf die Strafe anzurechnen sind (Art. 51 StGB). 

 

IV. 

 a) Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingt vollziehbare Strafe nicht als notwen-

dig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 

abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Dem Täter ist dabei eine Probezeit von mindes-

tens zwei und höchstens fünf Jahren anzusetzen (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die ein-

schränkende Bestimmung, wonach der Vollzugsaufschub nach einer Verurteilung 

zu mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe während fünf Jahren nur beim Vorlie-

gen besonders günstiger Umstände zulässig ist (Art. 42 Abs. 2 StGB), findet vor-

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liegend keine Anwendung, weil eine Zusatzstrafe auszusprechen ist. Diese Sankti-

on ist so festzusetzen, dass der Beschuldigte insgesamt nicht härter bestraft wird, 

als wenn die nun eingeklagten und die am 1. Februar 2019 geahndeten Delikte 

gemeinsam beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

 b) Es ist daher zu prüfen, ob (und unter Ansetzung welcher Probezeit) dem 

Beschuldigten diesfalls der bedingte Strafvollzug zu gewähren gewesen wäre. Bei 

der Prognosestellung bezüglich der Bewährungsaussichten eines Delinquenten 

sind alle relevanten Faktoren wie namentlich die Tatumstände, das Vorleben des 

Täters, dessen Nachtatverhalten, aber auch das Mass seiner sozialen und wirt-

schaftlichen Integration und die zu erwartende Warnwirkung der Strafe einzube-

ziehen. Der bedingte Strafvollzug ist nur zu verweigern, wenn dem Täter eine ein-

deutig schlechte Prognose gestellt werden muss (Trechsel / Pieth, StGB-

Praxiskommentar, 3.A., Zürich / St. Gallen 2018, N 8 f. zu Art. 42 mit zahlreichen 

Hinweisen auf die Rechtsprechung). 

 c) Die heute zu beurteilende Tat des Beschuldigten offenbart ein nicht uner-

hebliches Mass an krimineller Energie (vgl. Erw. III/2a). Hinzu kommt, dass der 

Beschuldigte schon einmal wegen Raubes bestraft wurde, weil er eine Frau mit ei-

nem Küchenmesser bedroht hatte, um ihr das Geld aus dem Portemonnaie zu 

stehlen (Urk. 14/3 S. 51). Damals war der Beschuldigte allerdings noch minderjäh-

rig und das Jugendstrafrecht anwendbar. Da heute eine Zusatzstrafe auszufällen 

ist, muss er noch so behandelt werden, wie wenn er erstmals als Erwachsener 

verurteilt werden müsste (Art. 49 Abs. 1 StGB). Bezüglich des Nachtatverhaltens 

des Beschuldigten ist zu berücksichtigen, dass er sich – wenn auch erst vor Be-

zirksgericht – doch noch zu einem Geständnis durchrang (Prot. I S. 23) und seit 

Februar 2019 in einer Psychotherapie steht (Prot. I S. 11/12, Prot. II S. 10, Urk. 

42/2). Als prognostisch ungünstig erscheint hingegen, dass der Beschuldigte keine 

Berufsausbildung absolviert und bis heute den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht 

geschafft hat. Positiv zu werten ist zwar, dass der Beschuldigte mit der Unterstüt-

zung seiner Beiständin per 1. August 2020 in einem Arbeitsintegrationsprojekt eine 

Lehrstelle als Gärtner gefunden hat, doch ist aufgrund der bisher gescheiterten be-

ruflichen Integration des Beschuldigten ungewiss, ob er die Lehre zu Ende bringen 

würde. Zudem wäre er weiterhin von der Sozialhilfe abhängig. Seine Probleme im 

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Elternhaus, bei Praktika und zeitweise auch im "Hof E._____" (Erw. III/3a) machen 

deutlich, dass es dem Beschuldigten schwer fällt, sich in soziale Strukturen einzu-

fügen und, wo nötig, Autoritäten zu akzeptieren. Anderseits darf von der erlittenen 

Untersuchungshaft eine gewisse Warnwirkung erwartet werden. Insgesamt erweist 

sich die Prognose als kritisch, aber noch nicht als ausgesprochen schlecht. Dem 

Beschuldigten ist trotz erheblicher Bedenken auch für die Zusatzstrafe der beding-

te Strafvollzug zu gewähren, dies allerdings unter Ansetzung einer vierjährigen 

Probezeit. 

 

V. 

 1. Das Gericht verweist den Ausländer, der einen Raub begangen hat, unab-

hängig von der Höhe der Strafe für 5 bis 15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 

lit. c StGB). Von dieser Massnahme darf nur ausnahmsweise abgesehen werden, 

wenn sie für den Ausländer einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde 

und das öffentliche Interesse an der Wegweisung gegenüber seinem privaten Inte-

resse am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegt (Art. 66a Abs. 2 StGB). 

 2. Der Beschuldigte kam im Alter von neun Jahren zu seiner Mutter in die 

Schweiz, lebt nun seit 13 Jahren hier und hat in der Schweiz auch sechs Jahre die 

Schule besucht. Er ist somit teilweise in der Schweiz aufgewachsen, was auch da-

zu geführt hat, dass er die hiesige Sprache problemlos beherrscht. Seit Mai 2020 

hat der Beschuldigte eine Beiständin, mit deren Hilfe es ihm gelungen ist, per 1. 

August 2020 eine Lehrstelle zu finden. Zudem ist er bei der IV angemeldet. Im jet-

zigen Zeitpunkt hat der Beschuldigte jedoch noch keine Berufsausbildung und 

auch den Einstieg ins Berufsleben nicht geschafft, weshalb er seit längerem auf 

Sozialhilfe angewiesen ist. Dies würde sich auch nicht ändern, wenn er die Lehr-

stelle antreten würde. Zudem bekundete er auch im Übrigen Mühe, sich sozial zu 

integrieren. So kam es in der Familie, bei Praktika und auch in der therapeutischen 

Wohngemeinschaft zu Konflikten. Der Beschuldigte muss heute zum zweiten Mal 

wegen Raubes verurteilt werden, nachdem er schon mit 16 Jahren eine solche Tat 

beging und dabei das Opfer mit einem Messer bedrohte. Ausserdem beging er 

Einbrüche. In der Schweiz hat er immerhin Angehörige, namentlich einen Bruder, 

-   12   - 

mit welchem er allerdings keinen Kontakt mehr hat (Prot. II S. 6 und 12), und die 

Mutter, mit der er inzwischen wieder etwas besser auszukommen scheint (Prot. I 

S. 18). Der Beschuldigte ist ledig und kinderlos. Er spricht (brasilianisches) Portu-

giesisch und dürfte sich in Brasilien nach einigen Anfangsschwierigkeiten zurecht-

finden. Allerdings hat er in Brasilien kaum soziale Kontakte. Neben seiner hochbe-

tagten Grossmutter, die derzeit im Spital ist, hat er zwar noch weitere Verwandte, 

die er aber nicht kennt (Prot. I S. 21). Nach einer Landesverweisung wäre er dort 

somit weitestgehend auf sich allein gestellt. Zudem würde er in Brasilien Mühe ha-

ben, eine geeignete Arbeit zu finden, zumal er dort wohl kaum bei der Arbeitssu-

che unterstützt würde. Insgesamt ist ganz knapp davon auszugehen, dass bei ihm 

ein schwerer persönlicher Härtefall vorliegt. 

 3. Auch wenn der Härtefall noch bejaht werden kann, ist der Beschuldigte 

nach Durchführung einer Interessenabwägung trotzdem des Landes zu verweisen. 

Nach zwei keinesfalls zu verharmlosenden Raubdelikten und in Anbetracht der 

auch sonst nach wie vor wenig stabilen persönlichen und wirtschaftlichen Situation 

des Beschuldigten (vgl. Erw. III/3a) besteht ein sehr erhebliches öffentliches Inte-

resse an dessen Fernhaltung. Dieses überwiegt gegenüber dem durchaus be-

trächtlichen Interesse des Beschuldigten, in der Schweiz bleiben zu können. Der 

schon recht langen Aufenthaltsdauer des Beschuldigten in der Schweiz, seiner 

partiell erfolgten Integration in die hiesige Gesellschaft und der familiären Bande, 

die ihn mit der Schweiz verbinden, ist mit der Festsetzung der Verweisungsdauer 

auf fünf Jahre Rechnung zu tragen. Zudem ist die Landesverweisung im Schenge-

ner Informationssystem auszuschreiben. 

 

VI. 

 Die Staatsanwaltschaft dringt mit ihrer Berufung hinsichtlich des Strafmasses, 

der Anordnung einer Landesverweisung und deren Ausschreibung im Schengener 

Informationssystem durch, unterliegt aber bezüglich der von ihr beantragten Ver-

weigerung des bedingten Strafvollzugs und der Dauer der Landesverweisung. Bei 

diesem Prozessausgang sind die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens, mit 

Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung im Betrag von pauschal 

-   13   - 

Fr. 4'600.– inklusive Mehrwertsteuer (vgl. Urk. 41), zu drei Vierteln dem Beschul-

digten aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelge-

richt, vom 15. Oktober 2019 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 

5 (Zivilpunkt) sowie 6 und 7 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 32 Tage 

durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, als Zusatzstrafe zum 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 2019. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf vier 

Jahre festgesetzt. 

3. Der Beschuldigte wird für fünf Jahre des Landes verwiesen. 

4. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssys-

tem wird angeordnet. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'600.–   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt und 

zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungs-

pflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von drei Vierteln vor-

behalten. 

-   14   - 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben) 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Privatklägerin J._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 
− das Bezirksgericht Zürich, in die Akten GG 180239 (im Dispositiv) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

 

8. Rechtsmittel: 

 Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes. 

 
 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 3. Juli 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Leuthard 
 

 

	Urteil vom 3. Juli 2020
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 32 Tage durch Haft erstanden sind, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 2019.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet. Dementsprechend wird auf eine Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem ebenfalls verzichtet.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin zufolge Anerkennung Schadenersatz in der Höhe von Fr. 960.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag werden die Zivilansprüche der Privatklägerin auf den Zivilweg verwiesen.
	6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 15. Oktober 2019 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 5 (Zivilpunkt) sowie 6 und 7 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 32 Tage durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 2019.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf vier Jahre festgesetzt.
	3. Der Beschuldigte wird für fünf Jahre des Landes verwiesen.
	4. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird angeordnet.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Ge...
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Privatklägerin J._____
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 das Bezirksgericht Zürich, in die Akten GG 180239 (im Dispositiv)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	8. Rechtsmittel: