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**Case Identifier:** d6f35741-7e78-51c2-867d-5e69f865c9a0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.11.2016 810 16 162
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-162_2016-11-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. November 2016 (810 16 162) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strassen und Verkehr 

 

 

Warnungsentzug des Führerausweises 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin i.V. Irmgard Mostert Meier 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Bruno Muggli, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Warnungsentzug des Führerausweises  

(RRB Nr. 0792 vom 31. Mai 2016) 
 
  

 

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A. A.____ fuhr am 20. Juni 2015 in einem Lieferwagen lveco mit Sachentransportanhä-
nger (Zentralachsanhänger) auf der Autobahn A3 von St. Gallen nach Pratteln, als er in Frick 
einer Polizeipatrouille der Kantonspolizei Aargau auffiel. Eine Kontrollwägung des Lieferwagens 
mit Anhänger ergab folgende Überlastungen: 
 
- Lieferwagen: Betriebsgewicht überschritten um 477 kg beziehungsweise 13.63 %, 

Stützlast überschritten um 172 kg beziehungsweise 172 %; 
- Sachentransportanhänger: Deichsellast überschritten um 172 kg beziehungsweise 

172 %. 
 
B. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg verurteilte A.____ mit Strafbefehl vom 
27. Juli 2015 wegen In-Verkehr-Bringens eines Fahrzeuges mit Übergewicht sowie Überschrei-
tens der zulässigen Deichsel- und Stützlast gestützt u.a. auf Art. 96 Abs. 1 lit. c des Strassen-
verkehrsgesetzes (SVG) vom 19. Dezember 1958 sowie wegen In-Verkehr-Bringens bringen 
eines Fahrzeuges in nicht vorschriftsgemässem Zustand gemäss Art. 93 Abs. 2 lit. a zu einer 
Busse von Fr. 2'200.--. Der Strafbefehl ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 
 
C. Die Polizei Basel-Landschaft, Administrativmassnahmen (Polizei), teilte A.____ mit 
Schreiben vom 25. November 2015 im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs mit, 
dass sie erwäge, ihm als administrative Massnahme den Führerausweis für drei Monate zu ent-
ziehen. 
 
D. Mit Verfügung vom 11. Januar 2016 entzog die Polizei A.____ den Führerausweis we-
gen schwerer Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG für die Dauer von drei 
Monaten. Mit Schreiben vom 15. Januar 2016 teilte Bruno Muggli, Advokat, als Vertreter von 
A.____ der Polizei mit, dass er das Schreiben vom 25. November 2015 nie erhalten habe und 
die Verfügung damit an einem Mangel bezüglich des rechtlichen Gehörs leide. 
 
E. Die Polizei zog mit Verfügung vom 19. Januar 2016 die Verfügung vom 11. Januar 
2016 in Wiedererwägung und widerrief diese aufgrund des nicht gewährten rechtlichen Gehörs. 
Mit gleichem Datum wurde A.____ bzw. seinem Anwalt das rechtliche Gehör gewährt. Mit 
Schreiben vom 8. Februar 2016 liess sich A.____ vernehmen. Gemäss seinen Ausführungen 
liege eine schwere Verletzung der Verkehrsregeln weder in objektiver noch in subjektiver Hin-
sicht vor. Er beantragte, es sei auf eine Massnahme zu verzichten unter o/e-Kostenfolge oder 
eine begründete Verfügung zu erlassen. 
 
F. Mit Verfügung vom 12. Februar 2016 entzog die Polizei A.____ den Führerausweis 
wegen schwerer Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG für die Dauer von drei 
Monaten und forderte ihn auf, diesen bis spätestens am 19. April 2016 der Polizei per Ein-
schreiben zuzustellen. Zur Begründung führte die Polizei das Überschreiten der zulässigen 
Stütz- und Deichsellast um je 172 %, begangen am 20. Juni 2015 mit einem Lieferwagen mit 
Anhänger auf der Autobahn A3 in Frick, sowie den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Rheinfel-
den-Laufenburg vom 27. Juli 2015 an. Gegen diese Verfügung erhob A.____, immer noch ver-
treten durch Bruno Muggli, Advokat, mit Eingabe vom 29. Februar 2016 Beschwerde beim Re-

 

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gierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Er beantragte die Aufhebung der 
Verfügung vom 11. Januar 2016 unter o/e-Kostenfolge. 
 
G. Der Regierungsrat wies mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 0792 vom 31. Mai 
2016 die Beschwerde ab und verfügte, dass A.____ bis am 30. Juni 2016 der Polizei seinen 
Führerausweis zuzustellen habe. 
 
H. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Bruno Muggli, Advo-
kat, am 9. Juni 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt, der Entscheid des Regierungsra-
tes vom 31. Mai 2016 sei aufzuheben und der Beschwerdeführer sei mit einer Verwarnung nach 
Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG zu belegen, alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staates. Zu-
dem stellt er einen Beweisantrag auf Anordnung einer technischen Expertise über die Frage 
nach dem Bruchverhalten der Stützvorrichtung und der Deichsel bei einer Überbelastung von 
172 kg. 
 
I. Mit Vernehmlassung vom 4. Juli 2016 schliesst der Rechtsdienst des Regierungsrats 
auf Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsrechtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Anfechtungsob-
jekt der vorliegenden Beschwerde ist der Regierungsratsbeschluss Nr. 0792 vom 31. Mai 2016. 
Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlus-
statbestand vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Angelegen-
heit gegeben. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefoch-
tene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochte-
nen Entscheids und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die weite-
ren formellen Voraussetzungen gemäss §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die vorliegende Be-
schwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen - untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Im Rechtsbegehren der Beschwerde vom 29. Februar 2016 an den Regierungsrat ver-
langte der Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung der Polizei vom 11. Januar 2016, 
die er auf dem Deckblatt seiner Eingabe auch als Beschwerdegegenstand bezeichnet hatte. 

 

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Eine polizeiliche Verfügung dieses Datums hatte zwar existiert, sie war jedoch von der Polizei 
mit Verfügung vom 19. Januar 2016 aufgrund des nicht gewährten rechtlichen Gehörs widerru-
fen worden. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Rechtsbegehren nach Treu und 
Glauben auszulegen, insbesondere im Licht der dazugehörigen Begründung. Eine sichtlich un-
gewollte oder unbeholfene Wortwahl schadet dem Beschwerdeführer nicht (BGE 137 III 617 
E. 6.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_751/2013 vom 4. April 2014 E. 1.1; 1C_339/2008 vom 
24. September 2008 E. 1.2). Vorliegend hat der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer im vor-
instanzlichen Verfahren - wörtlich genommen - eine bereits widerrufene Verfügung angefoch-
ten, womit es eigentlich an einem gültigen Anfechtungsobjekt mangelte. Aus seinen Ausführun-
gen in der Beschwerdebegründung speziell zur Frage der Fristenwahrung geht indes hervor, 
dass der Beschwerdeführer eigentlich die Verfügung vom 12. Februar 2016 anfechten wollte, 
die er der Beschwerde auch beigelegt hatte. Der Regierungsrat hat sich mit dieser Problematik 
nicht auseinandergesetzt. Er ist in seinem Beschluss vom 31. Mai 2016 stillschweigend, aber im 
Ergebnis zu Recht auf das offensichtlich Gewollte eingegangen und hat weder im Sachverhalt 
noch in den Erwägungen Bezug auf die widerrufene Verfügung vom 11. Januar 2016 genom-
men. 
 
4.1 Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Führerausweisentzug für die Dauer von drei 
Monaten zu Recht erfolgte. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, dass keine 
schwere Widerhandlung gegen die Verkehrsregeln gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG vorliege. 
Der Fall sei vielmehr nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG als leichte Widerhandlung zu behandeln 
und maximal mit einer Verwarnung zu ahnden. 
 
4.2 Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Wi-
derhandlung (Art. 16a-c SVG). Nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG begeht eine leichte Wider-
handlung, wer durch die Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit 
anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Die fehlbare Person wird 
verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und kei-
ne andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 2 und 3 SVG). In besonders 
leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). Gemäss Art. 16b 
Abs. 1 lit. a SVG begeht eine mittelschwere Widerhandlung, wer durch Verletzung von Ver-
kehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Nach einer 
mittelschweren Widerhandlung wird der Ausweis für mindestens einen Monat entzogen 
(Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG). Leichte und mittelschwere Widerhandlungen werden als einfache 
Verkehrsregelverletzungen im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG erfasst (BGE 135 II 138 E. 2.4). 
Eine schwere Widerhandlung begeht, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine 
ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16c Abs. 1 lit. a 
SVG). Eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer ist dabei nicht erst bei einer konkreten, 
sondern bereits bei einer erhöhten abstrakten Gefährdung gegeben (BGE 131 IV 133 E. 3.2). 
Nach einer schweren Widerhandlung, welche einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne 
von Art. 90 Abs. 2 SVG entspricht (BGE 132 II 234 E. 3), wird der Führerausweis für mindes-
tens drei Monate entzogen (Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). 
 

 

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4.3 Aus der Verfügung der Polizei vom 12. Februar 2016 geht hervor, dass gemäss kanto-
naler Praxis und nach Rücksprache mit den technischen Experten der Polizei Basel-Landschaft 
bei einer Überschreitung des Gesamtgewichtes, der Stütz- und/oder der Deichsellast um bis zu 
49 % eine Verwarnung (leichte Widerhandlung), bis 99 % ein Führerausweisentzug von min-
destens 1 Monat (mittelschwere Widerhandlung) und ab 100 % ein Führerausweisentzug von 
mindestens 3 Monaten (schwere Widerhandlung) ausgesprochen wird. Der Beschwerdeführer 
rügt, dass die vorgenommene Massnahmenfestsetzung die individuellen Umstände nicht be-
rücksichtige und deshalb nicht geeignet sei, die getroffene Massnahme zu rechtfertigen. 
 
5.1 Die Annahme einer schweren Widerhandlung erfordert kumulativ eine qualifizierte ob-
jektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden. In objektiver Hinsicht wird verlangt, dass 
die Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet wurde. Dabei genügt nach der Rechtsprechung eine 
erhöhte abstrakte Gefährdung, die vorliegt, wenn in Anbetracht der jeweiligen Verhältnisse des 
Einzelfalls der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar einer Verletzung nahe liegt. Subjek-
tiv erfordert der Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung ein rücksichtsloses oder sonst 
schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, bei fahrlässiger 
Begehung grobe Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_588/
2015 vom 14. April 2016 E. 2.2; 1C_3/2015 vom 26. August 2015 E. 4.2; 1C_169/2014 vom 
18. Februar 2015 E. 3.2; HANS GIGER, SVG Kommentar Strassenverkehrsgesetz mit weiteren 
Erlassen, 8. Aufl., Zürich 2014, Art. 16c SVG N 4). 
 
5.2 Gemäss Sachverhaltsfeststellung der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg im 
Strafbefehl vom 27. Juli 2015 fuhr der Beschwerdeführer am 20. Juni 2015 in einem Lieferwa-
gen mit Zentralachsanhänger auf der Autobahn A3 in Richtung Basel, als er in Frick einer Poli-
zeipatrouille der Kantonspolizei Aargau auffiel. Bei der Kontrollwägung des Lieferwagens mit 
Anhänger wurden Überschreitungen der Stütz- und Deichsellast um je 172 % sowie eine Über-
schreitung des Betriebsgewichts des Lieferwagens um 13.63 % festgestellt. 
 
5.3 Nach Art. 29 SVG dürfen Fahrzeuge nur in betriebssicherem Zustand in Verkehr ge-
setzt werden. Dies bedingt insbesondere, dass die Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen 
nicht überladen werden und die Ladung sachgemäss verteilt und gesichert wird (vgl. Art. 30 
Abs. 2 SVG; GIGER, a.a.O., Art. 30 SVG N 7). Die Bestimmungen werden konkretisiert in Art. 67 
der Verkehrsregelnverordnung (VRV) vom 13. November 1962, der die maximalen Gewichte 
und Lasten definiert. Diese Normen tragen zur Sicherheit im Strassenverkehr bei, insbesondere 
auch auf Autobahnen, wo die Verkehrsteilnehmer mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs 
sind. Es handelt sich dabei um wichtige Verkehrsvorschriften (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
1C_588/2015 vom 14. April 2016 E. 2.3; 1C_169/2014 vom 18. Februar 2015 E. 4.1; 1C_456/
2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.1).  
 
5.4 Der Regierungsrat erwog in seinem Entscheid, die massive Überlastung im Bereich der 
Stütz- und Deichsellast um 172 % berge sehr hohe Gefahren. Die Überlastung habe Auswir-
kungen auf die Stabilität und auf das Bremsverhalten (erhöhte Schleudergefahr, reduzierte Sta-
bilität und Manövrierbarkeit) des Zugfahrzeuges und des Anhängers. Des Weiteren könne die 
falsche Lastenverteilung dazu führen, dass die Kupplung oder die Deichsel brechen und sich 

 

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der Anhänger verselbstständigen könne. Durch die massive Überlastung sei ein Materialversa-
gen bereits bei geringen Geschwindigkeiten grundsätzlich und erst recht bei hohen Geschwin-
digkeiten, wie sie auf den Autobahnen gefahren werden, möglich. Der Beschwerdeführer macht 
demgegenüber geltend, dass diese Aussage falsch sei. Unfallexperten widersprächen dieser 
These, ein Materialbruch bei dieser Überlastung sei als nahezu ausgeschlossen anzusehen. 
Aus diesem Grund könne nur die gutachterliche Beurteilung die Frage der erhöhten abstrakten 
Gefährdung beantworten.  
 
5.5 Die Beurteilung, ob eine erhöhte abstrakte Gefährdung vorliegt, hängt von den konkre-
ten Umständen des Einzelfalls ab (vgl. E. 5.1). Das Bundesgericht hat sich bereits in mehreren 
Entscheiden mit der Frage einer Gefährdung der Verkehrssicherheit durch die Überschreitung 
von zulässigen Lasten und Gewichten im Strassenverkehr befasst. Im Entscheid 1C_588/2015 
vom 14. April 2016 beurteilte das Bundesgericht die Überschreitung der Stütz- und Deichsellast 
um 271 % bzw. 346 % als schwere Widerhandlung, ebenso urteilte es im Urteil 1C_169/2014 
vom 18. Februar 2015 in Bezug auf eine Überschreitung der Deichsellast bei einem Sachen-
transportanhänger um 132 %, der Stützlast um 190 %, der Anhängerlast um 12,5 % und des 
Betriebsgewichts um 12,5 %. Im Urteil 1C_3/2015 vom 26. August 2015 ging es bei einer Über-
schreitung der Stütz- und Deichsellast um 404 % bzw. 152 % von einer erhöhten abstrakten 
Gefahr für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und von einer schweren Widerhandlung 
im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG aus. Es erachtete dabei eine verminderte Bremsleistung 
sowie die Möglichkeit eines Bruchs der Anhängervorrichtung aufgrund der erheblichen Überbe-
lastung als plausibel. Dies insbesondere dann, wenn die Verkehrssituation ein brüskes Ab-
bremsen oder abrupte Lenkmanöver erfordere. Das Bundesgericht ging bei einer derart massi-
ven Überschreitung der Stütz- und Deichsellast von einer ernsthaften Gefährdung der Ver-
kehrssicherheit aus, ansonsten die vorgeschriebenen Grenzwerte für die zulässigen Lasten un-
sachgemäss tief angesetzt wären, wofür es keine Anhaltspunkte gebe. Es befand, dass ein Ab-
brechen bzw. Schleudern des Anhängers insbesondere auf Autobahnen, auf denen mit hohen 
Geschwindigkeiten gefahren werde, schwerwiegende Folgen für die übrigen Verkehrsteilneh-
mer haben könne (Urteile des Bundesgerichts 1C_588/2015 vom 14. April 2016 E. 2.5; 
1C_3/2015 vom 26. August 2015 E. 4.5; 1C_169/2014 vom 18. Februar 2015 E. 4.2). 
 
5.6 Der vorliegende Fall ist mit diesen Urteilen vergleichbar: Der Beschwerdeführer war mit 
einer Fahrzeugkombination auf der Autobahn unterwegs und die festgestellten Überschreitun-
gen der Stütz- und Deichsellast bzw. des Betriebsgewichts bewegen sich in ähnlichem Rah-
men. Gemäss Bundesgericht ist die massive Überbelastung der Anhängerkupplung bzw. 
-deichsel geeignet, eine Gefährdung oder Verletzung der Verkehrssicherheit herbeizuführen, 
und zwar in einer Art und Weise, dass Leib und Leben sowie das Vermögen der übrigen Ver-
kehrsteilnehmer durch die mögliche Verursachung von Unfällen zu Schaden kommen können 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_588/2015 vom 14. April 2016 E. 2.5). Aufgrund der klaren bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung erübrigt sich die Einholung der beantragten technischen Ex-
pertise. Die Vorinstanz ging deshalb zu Recht von einer erhöhten abstrakten Gefahr für die Si-
cherheit anderer aus. 
 

 

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6.1 Subjektiv ist für das Vorliegen einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a 
SVG erforderlich, dass dem Täter aufgrund eines rücksichtslosen oder sonst wie schwerwie-
gend regelwidrigen Verhaltens zumindest eine grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann. 
Grobe Fahrlässigkeit kommt nicht nur dann in Betracht, wenn der Täter sich der allgemeinen 
Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist; sondern auch, wenn er die Ge-
fährdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht zieht. In diesem Fall 
wird vorausgesetzt, dass das Nichtbedenken der Gefährdung anderer auf Rücksichtslosigkeit 
beruht (BGE 131 IV 133 E. 3.2).  
 
6.2 Wer einen Zentralachsanhänger mit sich führt, muss über die für dessen Handhabung 
erforderlichen Grundkenntnisse verfügen und der bei diesen Gefährten naturgemäss besonders 
wichtigen Ausbalancierung der Ladung das erforderliche Augenmerk schenken (Urteil des Bun-
desgerichts 1C_3/2015 vom 26. August 2015 E. 4.5). Als Lenker war der Beschwerdeführer für 
die Einhaltung der Verkehrsvorschriften und damit auch für das korrekte Beladen des von ihm 
mitgeführten Anhängers vollumfänglich verantwortlich (vgl. Art. 26 Abs. 1 SVG, Art. 57 Abs. 1 
VRV). Sein Einwand, dass er nur einen Teil der Strecke als Chauffeur übernommen habe und 
beim Beladen nur dabei war und nicht selbst beladen habe, vermag ihn deshalb nicht zu entlas-
ten (vgl. DORIS BÜHLMANN, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Stras-
senverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 96 SVG N 87; GIGER, a.a.O., Art. 96 SVG N 8). Die Bela-
dung des Anhängers war dermassen unausgewogen und eine Überladung so offensichtlich, 
dass sie sofort ins Auge sprang, was sich auch aus der sich bei den Akten befindlichen Fotodo-
kumentation klar ergibt. Die falsche Beladung des Anhängers hätte vom Beschwerdeführer bei 
Ausübung der in dieser Situation erforderlichen Aufmerksamkeit und seiner Kontrollpflicht ohne 
weiteres erkannt werden können und müssen. Der Beschwerdeführer muss sich den Vorwurf 
der groben Fahrlässigkeit gefallen lassen, und zwar gleichgültig darum, ob er die Fahrt ausführ-
te, obwohl er die Grundregeln für Handhabung solcher Anhänger pflichtwidrig nicht kannte, oder 
ob er sie kannte und sich darüber sorgfaltswidrig hinwegsetzte. 
 
6.3 Die Vorinstanz ist demnach zu Recht von einer schweren Widerhandlung gegen die 
Verkehrsregeln im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG ausgegangen. Die Entzugsdauer liegt bei 
einer schweren Widerhandlung bei mindestens drei Monaten (Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG), sie 
darf nicht unterschritten werden (BGE 135 II 138 E. 2.2.1). Die Beschwerde ist somit abzuwei-
sen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie 
die Beweiskosten. Sie werden in der Regel und in angemessenem Ausmass der ganz oder 
teilweise unterliegenden Partei, nicht jedoch der Vorinstanz, auferlegt. Gemäss dem Ausgang 
des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu ver-
rechnen. Ausgangsgemäss sind die Parteikosten wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat seinen Führerausweis spätestens 30 Tage 

nach Rechtskraft dieses Urteils der Polizei Basel-Landschaft, Adminis-
trativmassnahmen, Brühlstrasse 43, 4415 Lausen, mit eingeschriebe-
nem Brief zuzustellen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.