# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 594f733a-7eae-5258-88c4-78fd45b2617c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.06.2010 UV 2009/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-85_2010-06-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.04.2020

Entscheiddatum: 22.06.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 22.06.2010
Art. 6, 10, 16 UVG: Sturz vom Kirschbaum aus geschätzten 7 Metern Höhe 
als mittelschweren Unfall eingestuft (unter Offenlassung, ob mittelschwer im 
engeren Sinn oder an der Grenze zu den schweren Ereignissen) und 
Kausalität der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen mit dadurch 
bedingter Arbeitsunfähigkeit verneint. Art. 24f. UVG, Art. 36 UVV und Anhang 
3 zur UVV: Integritätsentschädigung von 5% auf 10% erhöht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2010, UV 
2009/85).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 22. Juni 2010

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rudolf Sutter, Toggenburgerstrasse 24, 9500 Wil,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   M.___, geboren 1953, war als Hilfsarbeiter im Fleischverarbeitungsbetrieb A.___ 

tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 25. Juni 2007 wurde es ihm beim 

Kirschenpflücken schwarz vor den Augen und er fiel vom Baum (UV-act. 1 und 20). 

Beim Sturz aus geschätzten 7 Metern Höhe zog er sich beidseitige Laminafrakturen der 

Halswirbelkörper (HWK) 2 und 3, Kontusionen der Brust- und Lendenwirbelsäule (BWS 

bzw. LWS), Frakturen der Grundphalangen Dig I und II (grosse und zweite Zehe) am 

linken Fuss, eine Commotio cerebri, nicht dislozierte Frakturen der zweiten, dritten und 

fünften rechten Rippe und der fünften bis siebten linken Rippe sowie 

Gesichtskontusionen und Schürfungen rechtsbetont zu und wurde mit dem 

Rettungshelikopter ins Kantonsspital St. Gallen geflogen (UV-act. 8). Wegen der 

Laminafrakturen wurde am 29. Juni 2007 eine dorsale Spondylodese C2 bis C4 mit 

Baby Moss System und Eigenspongiosa vom linken dorsalen Beckenkamm 

durchgeführt (UV-act. 6). Die übrigen Brüche wurden konservativ versorgt. 

Neurologische Ausfälle wurden weder unmittelbar nach dem Unfall noch während des 

24-tägigen Spitalaufenthalts berichtet (vgl. UV-act. 8). Ein Wundinfekt an der 

Entnahmestelle der Spongiosa führte am 10. Juli 2007 zu einer Wundrevision in 

Vollnarkose, ein Infekt im Bereich der Operationswunde am Hals wurde lokal behandelt 

(UV-act. 7f.). Am 18. Juli 2007 wurde der Versicherte zur stationären Rehabilitation in 

die Klinik Valens verlegt. Diese verliess er am 14. August 2007 ohne jegliche Hilfsmittel 

selbständig in vollem Umfang mobil (inklusive Treppen) und schmerzarm (UV-act. 11).

A.b   Schon seit einigen Jahren vor dem Unfall vom 25. Juni 2007 wurde der 

Versicherte wegen arterieller Hypertonie sowie einer Bronchitis mit Anosmie bzw. einer 

chronischen hyperplastischen Sinusitis beidseits ärztlich behandelt (vgl. UV-act. 11 und 

32). Im Spätherbst 2007 wurde er unfallfremd an der Nase operiert (vgl. UV-act. 20).

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A.c   Anlässlich der Verlaufskontrollen am Kantonsspital St. Gallen klagte der 

Versicherte zunehmend über Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, ausstrahlend 

in die rechte Schulter und den rechten Unterarm (UV-act. 10 und 14). Im 

Magnetresonanz-tomogramm (MRI) vom 1. Oktober 2007 konnte weder eine 

Myelopathie noch eine Wurzelkompression nachgewiesen werden (UV-act. 18). Am 

6. November 2007 zeigte sich den Ärzten der Klinik für Orthopädische Chirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen eine gewisse Symptomausweitung (UV-act. 17). Gegenüber 

dem Aussendienstmitarbeiter der Suva klagte der Versicherte bei der ausführlichen 

Befragung am 8. November 2007 über Schmerzen im Nacken, am Rücken, im Bereich 

der Rippen und am linken Fuss und deutete an, dass er wegen der Unfallfolgen und 

nach 30 Jahren Tätigkeit eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht mehr unbedingt sehe 

(UV-act. 20). Die Abklärung der Lähmungserscheinungen an den Armen und Fingern, 

besonders der rechten Hand, an der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen 

ergab, dass der Versicherte beidseits an einem schweren Karpaltunnelsyndrom litt, 

rechts ausgeprägter als links. Weiter zeigten sich demyelinisierende Läsionen der Nervi 

ulnarum ohne Hinweis auf ein Sulcus ulnaris Syndrom, deren Ursache unklar blieb. 

Bezüglich des Karpaltunnelsyndroms empfahlen die Ärzte operative Dekompressionen 

der Nervi mediani (UV-act. 24, 30 und 32). Den Zusammenhang des 

Karpaltunnelsyndroms mit dem Unfall vom 25. Juni 2007 beurteilte Kreisarzt Dr. med. 

B.___, Facharzt FMH für Chirurgie, am 19. Februar 2008 als nicht überwiegend 

wahrscheinlich (UV-act. 38). Die Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen hatten am 5. Februar 2008 die Unfallbehandlung mit der 

Nachkontrolle aufgrund der Spondylodese abgeschlossen, bei unveränderten 

Stellungsverhältnissen ohne Lockerungszeichen und guter Konsolidierung sowie bei 

voller Belastbarkeit der Halswirbelsäule. Wegen des massiven paravertebralen 

Hartspanns und zur Verbesserung der Beweglichkeit in der Halswirbelsäule, die 

deutlich eingeschränkt war, empfahlen sie die Weiterführung der ambulanten Therapien 

(Massagen und Physiotherapie, UV-act. 33).

A.d   Für die Unfallfolgen erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen 

(Heilungskosten und Taggelder). Die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten hatte seit dem 

Unfall vom 25. Juni 2007 100% betragen (vgl. UV-act. 8, 14, 17 und 32f.). Ab 1. März 

2008 hielt ihn Dr. B.___ für die leichte Ersatztätigkeit in der Gebindewäscherei, die die 

Arbeitgeberin zur Verfügung stellte, unfallbedingt zu 50% einsatzfähig (vgl. UV-act. 22 

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und 38). Der Kreisarzt ging bei seiner Beurteilung vom 19. Februar 2008 davon aus, 

dass im Lauf des Monats März 2008 eine Steigerung auf eine volle Arbeitstätigkeit 

möglich sein sollte, sofern der Versicherte nicht wegen der Operation des 

Karpaltunnelsyndroms am Arbeitseinsatz gehindert werde. Am 5. März 2008 wurde 

durch den Aussendienstmitarbeiter der Suva mit dem Versicherten die Arbeitstätigkeit 

zu 50% in der Gebindewäscherei ab 10. März 2008 besprochen und am 6. März 2008 

schriftlich festgehalten (vgl. UV-act. 42f.). Bei der Unterredung gab der Versicherte an, 

sein Gesundheitszustand habe sich nicht gebessert. Zu den bekannten Schmerzen im 

Hals, am Rücken und im Bereich der Rippen, den Schwierigkeiten durchzuschlafen 

sowie den Schwindelbeschwerden seien die Schmerzen an den Handgelenken und die 

eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Hand gekommen. Weiter berichtete er über 

Probleme mit seinen Blutzucker-Werten und über Gewichtsverlust. Den vorgesehenen 

Arbeitseinsatz von etwas mehr als vier Stunden pro Tag beurteilte er als lange und 

anstrengend. Nachdem der Versicherte seine 50%ige Arbeitsfähigkeit im März 2008 

beim nochmals leichteren Etikettieren von Bechern (vgl. UV-act. 44) umgesetzt hatte, 

Anfang April 2008 Ferien bezogen und ab Mitte April 2008 zu 50% in der 

Gebindewäscherei tätig war, wurde er anlässlich eines weiteren - ebenfalls schriftlich 

zusammengefassten - Gesprächs mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva 

angehalten, ab 1. Mai 2008 ein Arbeitspensum von 100% einzuhalten (vgl. UV-act. 

48f.). Da der Versicherte Zeugnisse seiner Hausärztin, Dr. med. C.___, Fachärztin FMH 

für Innere Medizin und Pneumologie, bzw. des von ihr beigezogenen Facharztes FMH 

für Neurologie, Dr. med. D.___, beibrachte, wonach seine Arbeitsfähigkeit (auch in der 

Ersatztätigkeit) eingeschränkt sei (vgl. UV-act. 50 und 52), wurde eine kreisärztliche 

Untersuchung veranlasst. Dr. B.___ hielt in seinem Bericht vom 5. Juni 2008 (UV-act. 

54) aufgrund der Untersuchung des Versicherten fest: "(…) Bezüglich Unfallfolgen darf 

festgehalten werden, dass die Spondylodese stabil verheilt ist. Auch darf festgehalten 

werden, dass Rippenfrakturen und Phalangenfrakturen der Zehen geheilt sind. Die 

geäusserten massiven Schmerzen im Bereich des gesamten Rückens wie auch am 

gesamten Körper kann ich mit Blick auf das Unfallereignis vor knapp einem Jahr nicht 

einordnen und habe aufgrund der diskrepanten Befunde bei der Untersuchung Mühe, 

den Zusammenhang der geschilderten Probleme mit dem Unfallereignis zu sehen. 

(…)". Die massiven Beschwerden im Bereich der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule 

wie auch im Bereich des übrigen Körpers beurteilte der Kreisarzt nicht mit 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit natürlich kausal zum Unfallereignis vom Juni 2007. 

Er empfahl eine konsiliarische rheumatologische Untersuchung und attestierte 

unfallbedingt volle Arbeitsfähigkeit (in der Ersatz- bzw. Schontätigkeit; a.a.O. S. 5f.). 

Anlässlich verschiedener Gespräche bei bzw. mit der Arbeitgeberin, teilweise im 

Beisein einer Vertreterin der Krankentaggeldversicherung, wurde seitens der Suva 

festgehalten, dass unfallbedingt weiterhin von voller Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

ausgegangen werde (vgl. UV-act. 57, 59f., 62, 66 und 68f.). Auch die Berichte von 

Dr. C.___ vom 22. August 2008 (UV-act. 61) sowie von Dr. med. E.___, Facharzt FMH 

für Allgemeinmedizin, den der Versicherte als neuen Hausarzt zugezogen hatte, vom 

28. August 2008 (UV-act. 68), hätten gegenüber der kreisärztlichen Untersuchung vom 

5. Juni 2006 im Bezug auf die Unfallfolgen keine Änderungen der objektivierbaren 

Befunde ergeben (vgl. UV-act. 67 und 69).

A.e   Anlässlich stationär durchgeführter Untersuchungen an der Klinik für Neurologie 

des Kantonsspitals St. Gallen vom 16. bis 18. September 2008 wurde beim 

Versicherten eine sensomotorische axonal-demyelinisierende Polyneuropathie beider 

Beine diagnostiziert, am ehesten durch den Diabetes mellitus Typ 2 verursacht (vgl. 

UV-act. 80a). Bei der rheumatologischen Abklärung am Kantonsspital St. Gallen vom 

25. September und 17. Oktober 2008 wurde eine entzündliche rheumatische 

Erkrankung ausgeschlossen und eine Fibromyalgie für eher unwahrscheinlich erklärt. 

Aufgrund der generalisierten Schmerzen wurde der Patient in der 

Schmerzsprechstunde angemeldet, aufgrund anderer unfallfremder Befunde für weitere 

urologische und dermatologische Untersuchungen (vgl. UV-act. 84).

A.f    Gestützt auf die aktualisierten (medizinischen) Unterlagen wurde die 

Integritätseinbusse des Versicherten durch den Kreisarzt-Stellvertreter Prof. Dr. med. 

F.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats, am 11. November 2008 auf 5% geschätzt. Aufgrund des 

Stellenbeschriebs vom 9. Oktober 2008 (UV-act. 75f.) hielt er die angestammte leichte 

Arbeit als Sortierer von Tierknochen für zumutbar und die diesbezügliche 

Arbeitsfähigkeit zu 100% gegeben, dies unter Berücksichtigung der vorgeneigten 

Arbeitsposition. Weiter beschrieb er die unfallbedingten Einschränkungen des 

Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und beurteilte bei einer angepassten 

körperlich leichten Tätigkeit volle Präsenz als möglich (UV-act. 86).

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A.g   In der Zwischenzeit hatte sich der Versicherte auch bei der Invalidenversicherung 

(IV) zum Leistungsbezug angemeldet (vgl. UV-act. 87). Am 6. Januar 2009 fand eine 

Besprechung zwischen ihm und Vertretern der Arbeitgeberin, der Unfallversicherung, 

der Krankentaggeldversicherung und der IV statt (UV-act. 94). Gleichzeitig gewährte die 

Suva dem Versicherten das rechtliche Gehör bezüglich zu erwartender Leistungen der 

Unfallversicherung. Am 19. Januar 2009 ging der Bericht von Dr. med. G.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2009 bei der Suva ein 

(UV-act. 93). Danach war der Versicherte wegen Verdachts auf depressive Entwicklung 

von Dr. E.___ überwiesen und seit 14. November 2008 von ihr behandelt worden. Als 

psychiatrische Diagnosen nannte Dr. G.___ eine Anpassungsstörung mit längerer 

depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) sowie den Verdacht auf eine partielle 

posttraumatische Belastungsstörung.

B.        

B.a   Mit formeller Verfügung vom 3. Februar 2009 (UV-act. 98) hielt die Suva fest, dass 

die Taggeldleistungen bereits per 30. April 2008 eingestellt worden seien, ab dem 

16. Februar 2009 ausser Röntgenkontrollen in grösseren Abständen keine 

Heilungskosten mehr übernommen würden und wegen der bleibenden 

Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung von 5% bzw. Fr. 5'340.-- 

ausgerichtet werde. Für die psychischen Beschwerden verneinte sie den adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Juni 2007 und daraus folgend eine 

Leistungspflicht für deren Behandlung und die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit.

B.b   Vorsorglich erhob die SWICA Krankenversicherung am 12. Februar 2009 

Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Februar 2009, zog diese am 19. Februar 2009 

aber wieder zurück (UV-act. 99 und 101).

B.c   Der Versicherte hatte zwischenzeitlich Rechtsanwalt lic. iur. Rudolf Sutter, Wil, mit 

der Wahrung seiner Interessen beauftragt. Dieser erhob am 6. März 2009 vorsorglich 

Einsprache (UV-act. 103). Mit der Einsprachebegründung reichte der Rechtsvertreter 

am 2. April 2009 der Unfallversicherung auch den Bericht des Palliativzentrums 

(Schmerzsprechstunde) am Kantonsspital St. Gallen vom 10. Dezember 2008 sowie 

Antworten auf seine Fragen durch Dr. E.___ vom 17. Februar 2009 sowie durch 

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Dr. G.___ vom 23. März 2009 ein (UV-act. 105 mit Beilagen 1 bis 3). - Mit 

Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 wies die Suva die Einsprache ab.

C.        

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 20. August 2009 mit den Anträgen:

1.       Der Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 sei aufzuheben.

2.       Von einer Einstellung der (Heilkosten- und Taggeld-)Leistungen der Suva sei 

vorläufig abzusehen.

3.       Der Beschwerdeführer sei neurochirurgisch zu begutachten und anschliessend 

entsprechend den Empfehlungen des Gutachters zu therapieren. Die Suva sei zu 

verpflichten, ihre Leistungen bis zum Abschluss von psychischer Begutachtung und 

Therapie weiterhin zu erbringen.

4.       Nach Abschluss der Behandlung der psychischen Beschwerden sei eine 

Neubeurteilung vorzunehmen.

5.       Dem Beschwerdeführer sei, basierend auf einer Integritätseinbusse von 50%, 

eine Integritätsentschädigung von Fr. 53'400.-- zuzusprechen, eventualiter sei mit der 

Zusprechung einer Integritätsentschädigung bis zum Abschluss der Begutachtung und 

allfällig daran anschliessender Behandlung gemäss Ziffer 2 zuzuwarten.

6.       Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Zur Begründung wird angeführt, lediglich die Behandlung der somatischen Unfallfolgen 

sei abgeschlossen. Da der Unfall vom 25. Juni 2007 schwer gewesen sei, sei der 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Unfallfolgen und dem Unfall zu 

bejahen. Selbst wenn von einem mittelschweren Unfall ausgegangen werde, würden 

die unfallbezogenen Umstände klarerweise auf einen adäquaten Kausalzusammenhang 

der psychischen Beschwerden mit dem Unfall hinweisen. So oder anders würde sich 

vorab eine neurochirurgische Begutachtung mit anschliessender Therapie aufdrängen. 

Bei der Bemessung der Integritätseinbusse seien die psychischen Unfallfolgen 

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ebenfalls zu berücksichtigen. Der Verdacht auf eine posttraumatische 

Hirnfunktionsstörung (POS) müsse durch Begutachtung abgeklärt werden. Bei einer 

mittelschweren Hirnfunktionsstörung würde Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung von 50% bestehen. Der Beschwerde wurde eine 

Stellungnahme von Dr. G.___ zum Einspracheentscheid vom 10. Juli 2009 beigelegt 

(act. G 1.2).

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 15. September 2009 beantragt die Suva die 

Abweisung der Beschwerde und führt aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers 

seien unbegründet und vermöchten ihren Standpunkt, der im Einspracheentscheid 

dargelegt worden sei, nicht zu ändern. Die Frage der Adäquanz sei eine reine 

Rechtsfrage, weshalb der Bericht von Dr. G.___ vom 10. Juli 2009 nicht relevant sei. 

Der Sturz vom Kirschbaum am 25. Juni 2007 sei ein mittelschweres Unfallereignis im 

mittleren Bereich gewesen. Da bezüglich Unfallschwere ausschliesslich der 

augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen 

sei und dabei weder die Begleitumstände und die Eindrücklichkeit noch die erlittenen 

Verletzungen zu beachten seien, könne der Sturz vom 25. Juni 2007 nicht als 

mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den schweren Unfällen qualifiziert werden. 

Keines der Adäquanzkriterien nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 sei 

erfüllt, weshalb die Suva für die psychischen Störungen des Beschwerdeführers nicht 

leistungspflichtig sei und sich der angefochtene Einspracheentscheid als rechtens 

erweise.

C.c   Replizierend lässt der Beschwerdeführer an den Anträgen der Beschwerde 

festhalten und die bidisziplinäre medizinische Standortbestimmung einreichen, die 

Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, unter Einbezug 

der psychiatrischen Beurteilung von med. pract. I.___, Facharzt FMH für Psychiatrie 

und Psychotherapie, vom 5. August 2009, am 21. August 2009 zuhanden der SWICA 

Gesundheitsorganisation verfasst hat (act. G 7.1). Zur Begründung führt der 

Rechtsvertreter an, beim Unfall vom 25. Juni 2007 handle es sich um ein schweres und 

nicht nur um ein mittelschweres Ereignis. Jedenfalls seien mehrere Adäquanzkriterien 

erfüllt, weshalb die Leistungspflicht der Suva auch für die psychischen Leiden des 

Beschwerdeführers gegeben sei. Sein Standpunkt werde im Übrigen durch die 

Gutachten von Dr. H.___ und med. pract. I.___ gestützt.

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C.d   Die Suva hat darauf verzichtet, eine Duplik einzureichen, worauf der 

Schriftenwechsel am 30. November 2009 abgeschlossen worden ist (act. G 8f.).

D.        

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist einerseits, ob die Suva zu Recht aufgrund des Unfalls 

vom 25. Juni 2007 weitere Versicherungsleistungen an den Beschwerdeführer 

verweigert hat (Taggelder über den 30. April 2008 bzw. Heilungskosten über den 

15. Februar 2009 hinaus). Andererseits ist die Bemessung der Integritätseinbusse bzw. 

der zugesprochenen Integritätsentschädigung Gegenstand der vorliegenden 

Beschwerde.

1.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bezüglich 

Heilungskosten, Taggelder und Integritätsentschädigung zutreffend dargelegt 

(Erwägung 1). Gleiches gilt für die Ausführungen zum adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden 

(Erwägung 3.a). Darauf kann verwiesen werden.

1.3    Zur Beurteilung der Unfallschwere im Rahmen der Adäquanzprüfung ist 

ergänzend auf den Entscheid des Bundesgerichts U 2/07 vom 19. November 2007 

(U 2/07 vereinigt mit U 3/07 und U  4/07, publiziert als SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26), 

besonders dessen Erwägung 5.3.1. hinzuweisen, wie es die Beschwerdegegnerin in 

Ziffer 5.2. der Beschwerdeantwort zutreffend tut. Nach dieser Rechtsprechung ist bei 

der Bestimmung der Schwere eines Unfalls allein auf den augenfälligen 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften abzustellen, nicht jedoch 

auf Folgen des Unfalls oder auf Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen 

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zugeordnet werden können. Diesen wird gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien 

Rechnung getragen. Das gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - 

Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für äussere 

Umstände, die unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände 

oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfen sind, wie eine allfällige 

Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall 

für andere Personen nach sich zieht.

2.          

2.1    Es ist unbestritten, dass die Behandlung der somatischen Unfallfolgen 

abgeschlossen ist. Unangefochten ist auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 

unfallfremd an verschiedenen physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen leidet (vgl. 

Diagnoselisten von Dr. E.___ [UV-act. 105 Beilage 2] bzw. von Dr. H.___ [act. G 7.1 

S. 10 und 12f.]: arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, Hypercholesterinämie, 

beidseitiges Karpaltunnelsyndrom rechtsbetont, Neuropathie der Nervi ulnarum, 

Polyneuropathie der Beine, Asthma bronchiale). In diesem Beschwerdeverfahren geht 

es um Heilungskosten und Taggeldleistungen aufgrund der psychischen 

Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und - indirekt - wegen des chronifizierten 

panvertebralen Schmerzsyndroms (mit Tendenz zum generalisierten Schmerzsyndrom). 

Nicht zu prüfen ist der natürliche Kausalzusammenhang dieser 

Gesundheitsbeschwerden zum Unfall vom 25. Juni 2007. Wie das Bundesgericht in 

ständiger Rechtssprechung in BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472 (mit Hinweisen) 

festgehalten hat, kann er offen bleiben, wenn er nicht adäquat und damit nicht 

rechtsgenüglich ist, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

2.2    Bezüglich Unfallschwere stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, 

das Unfallereignis vom 25. Juni 2007 sei als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren, der 

nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liege, während der Beschwerdeführer 

die Meinung vertreten lässt, es liege ein schwerer Unfall vor. Die höchstrichterliche 

Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei Sturzereignissen wurde im Lauf der 

vergangenen Jahre verschärft (wie allgemein die Rechtsprechung zur 

Adäquanzbeurteilung). Während laut Zusammenstellung im Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

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Bundesgerichts) vom 27. April 1998 E. 3.a (publiziert als RKUV 1998 U 307 S. 448) ein 

Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von vier bis fünf Metern auf einen Gehsteig mit 

verschiedenen gravierenden Knochenbrüchen 1989 (unveröffentliches Urteil R. vom 

25. Juni 1989) und ein Absturz eines Kranführers mit einem an der Decke eines 

Bahntunnels montierten Kran aus mindestens acht Metern Höhe 1997 

(unveröffentliches Urteil L. vom 23. Dezember 1997) als schwere Unfälle qualifiziert 

worden waren, beurteilte das höchste schweizerische Sozialversicherungsgericht am 

8. Oktober 2004 den Sturz eines Bauarbeiters aus einer Höhe von etwa sieben bis acht 

Metern auf einen Humusboden als mindestens mittelschwer im Grenzbereich zu den 

schweren Unfällen (Urteil U 168/04 E. 5.2). Ein gutes Vierteljahr später listete das EVG 

im Urteil U 458/04 (vom 7. April 2005) folgende Sturzereignisse als mittelschwere 

Unfälle im mittleren Bereich bis angrenzend an die schweren Unfälle auf: Sturz eines 

Bauhilfsarbeiters in einen rund acht Meter tiefen Kaminschacht mit offener Fraktur des 

rechten Fusses (RKUV 1999 U 330 S. 122f. E. 4b/bb mit Hinweis); Sturz aus rund 6-8 

Metern auf den mit Bauschutt und Erde bedeckten Boden mit Halswirbelbruch (Urteil 

U 167/99 vom 8. Februar 2000). Diese Urteile waren vor dem in Erwägung 1.3 

dargestellten Entscheid des Bundesgerichts (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 [U 2/07] E. 5.3.1) 

ergangen, der die Beurteilung der Unfallschwere allein auf den augenfälligen 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften konzentrierte. Am 9. April 

2009 qualifizierte das Bundesgericht den Sturz eines Gipsers von einem Baugerüst 

kopfüber ein Stockwerk in die Tiefe, bei dem er mit dem Gesicht auf einem 

abgestellten Gerät aufschlug und sich eine Kieferfraktur zuzog, als mittelschweren 

Unfall (8C_825/2009 E. 4.2). Den Sturz eines Werkstattleiters von einer Leiter aus ca. 

vier bis fünf Metern Höhe auf einen Hallenboden beurteilte es am 22. Februar 2010 

höchstens als im engeren Sinn mittelschweren Unfall (8C_1014/2009 E. 5.1). - Im Licht 

dieser Rechtsprechung und ihrer Verschärfung zu Lasten der Versicherten kann der 

Unfall vom 25. Juni 2007 keinesfalls als schwer, sondern höchstens als mittelschwer 

bezeichnet werden. Besonders aufgrund der erlittenen Schürfungen und Prellungen 

darf davon ausgegangen werden, dass der Sturz des Beschwerdeführers durch die 

Äste des Kirschbaums gebremst worden war und somit nicht von einem freien Fall aus 

geschätzten sieben Metern Höhe auszugehen ist. Ob dieser Unfall unter die 

mittelschweren Ereignissen im engeren Sinn fällt, oder an der Grenze zu den schweren 

Ereignissen liegt, kann letztlich offenbleiben: Wie nachfolgend darzustellen ist, sind die 

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Adäquanzkriterien auch bei einem an der Grenze zu den schweren liegenden Ereignis 

nicht in genügender Weise erfüllt, damit die Adäquanz der psychischen Beschwerden 

zu bejahen wäre.

2.3    Die Adäquanzprüfung richtet sich nach BGE 115 V 133 und ist ohne 

Berücksichtigung der psychischen bzw. allein aufgrund der somatischen Unfallfolgen 

nach den Kriterien vorzunehmen, die die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid 

(Erwägung 3.a) zutreffend aufgelistet hat. Sie vertritt die Auffassung, keines der sieben 

Adäquanzkriterien sei erfüllt (Einspracheentscheid Erwägung 3.b bzw. 

Beschwerdeantwort vom 15. September 2009). Demgegenüber stellt der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers fünf Adäquanzkriterien als erfüllt dar (vgl. 

besonders Replik S. 3f.).

2.3.1           In der Replik hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die beiden 

Adäquanzkriterien ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, sowie schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen nicht 

erwähnt. Da die Akten keinerlei Hinweise enthalten, wonach eines dieser beiden 

Adäquanzkriterien erfüllt wäre, können sie ohne detaillierte Prüfung verneint werden.

2.3.2           Besonders dramatische Begleitumstände bzw. die besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls seien laut Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

gegeben, weil durch den Sturz aus sieben Metern mit unmittelbarer Erstickungsgefahr 

(die Zunge habe sich in den Rachen zurückgezogen) und der erlittenen Brüche im 

Nacken (Genickbruch) der Einsatz der Rega notwendig gewesen sei. Wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend bemerkt, ist dieses 

Kriterium objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens oder 

Angstgefühls der versicherten Person und ist jedem mindestens mittelschweren Unfall 

eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, welche jedoch noch nicht für eine Bejahung des 

Adäquanzkriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2008 vom 

11. Februar 2009 E. 3.2.3 mit Hinweis). - Dem Beschwerdeführer war nach 

übereinstimmenden Angaben in den unfallnahen Unterlagen schwarz vor den Augen 

geworden, bevor er vom Kirschbaum stürzte (vgl. UV-act. 1 und 20). Es ist daher davon 

auszugehen, dass er den Sturz nicht bei (vollem) Bewusstsein erlebte. Ein 

Notfalltransport mit dem Rettungshelikopter ist in der Schweiz bei Verdacht auf 

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Rückenverletzung Standardvorgehen. Daraus und aus einer möglichen 

Erstickungsgefahr, die in keinem Arztbericht erwähnt wird, lässt sich nicht ableiten, der 

Unfall habe sich unter besonders dramatischen Begleitumständen zugetragen oder sei 

besonders eindrücklich gewesen. Das Bundesgericht hat dieses Kriterium im Übrigen 

auch beim Sturz kopfüber vom Baugerüst auf ein abgestelltes Gerät verneint (vgl. Urteil 

8C_825/2009 vom 9. April 2009 E. 4.3).

2.3.3           Der Beschwerdeführer brach sich beim Unfall Teile der zweiten und dritten 

Halswirbelkörper (Bogenplatte der Wirbelbogen, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/

Wirbel_(Anatomie) [Abfrage vom 27. April 2010] bzw. Lamina arcus vertebrae), mehrere 

Rippen auf beiden Seiten sowie die Grundphalangen zweier Zehen am linken Fuss, er 

erlitt eine Hirnerschütterung, Prellungen (Kontusionen) der Brust- und 

Lendenwirbelsäule sowie des Gesichts und Schürfungen vor allem auf der rechten 

Körperseite (vgl. UV-act. 8 bzw. Sachverhalt A.a). Diese Verletzungen waren nicht 

lebensgefährlich, wie sie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beschreibt, 

konnte doch mit der Operation an der Halswirbelsäule vier Tage zugewartet und die 

übrigen Verletzungen konservativ behandelt werden. Die Gehirnerschütterung war nicht 

schwer und der Sturz hatte nicht zu einem Genickbruch im eigentlichen Sinn geführt (= 

Bruch des Dens axis an der Verbindung zwischen dem Kopf und der Halswirbelsäule, 

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kopfgelenk → Schädigung der Kopfgelenke [Abfrage 

vom 26. April 2010]). Zu beurteilen sind die erlittenen Verletzungen, nicht diejenigen, 

die der Beschwerdeführer im schlimmsten Fall hätte erleiden können. Bei den erlittenen 

Verletzungen handelte es sich insbesondere nicht um solche, die erfahrungsgemäss 

geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, weshalb auch dieses 

Adäquanzkriterium zu verneinen ist.

2.3.4           Die ärztliche Behandlung der (unfallbedingten) somatischen Gesundheits­

beeinträchtigungen, und nur diese sind - wie bereits dargelegt - bei der 

Adäquanzprüfung psychischer Beschwerden in Betracht zu ziehen, gilt dann als 

ungewöhnlich lange dauernd, wenn eine kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete Behandlung 

gegeben ist. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht 

die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_744/2009 vom 8. Januar 2010 E. 11.3 mit Hinweisen). - Der 

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Beschwerdeführer musste sich am 29. Juni 2007 der Spondylodese-Operation 

unterziehen sowie am 10. Juli 2007 einer Wundrevision der Spongiosa-Entnahmestelle 

am Beckenkamm in Vollnarkose (UV-act. 6f.). Nach einem rund dreiwöchigen 

stationären Aufenthalt im Spital und der anschliessenden Rehabilitation von vier 

Wochen war er ohne jegliche Hilfsmittel selbständig mobil (inklusive Treppen) und 

schmerzarm (vgl. UV-act. 8 und 11; Aufenthalt 25. Juni [bis 18. Juli bzw.] bis 14. August 

2007). Bei der Entlassung aus der Klinik Valens wurde lediglich noch ambulante 

Physiotherapie einmal pro Woche (neben Schmerzmedikamenten in Reserve) 

verschrieben (UV-act. 11). Als ärztliche Massnahmen folgten ab dann lediglich 

(Röntgen-) Kontrollen und die Abklärung weiterer Gesundheitsbeschwerden (vgl. UV-

act. 10, 14, 17f., 24, 30, 32f. und 54). Dieser ärztlichen Behandlung kann keine 

ungewöhnlich lange Dauer im Sinn der zitierten Rechtsprechung zugesprochen 

werden. Dass es der Beschwerdeführer anders empfand, dürfte mit der Behandlung 

(inklusive Operation) seiner unfallfremden Beschwerden zusammenhängen (vgl. UV-act. 

20, 105 Beilage 2 und act. G 7.1 S. 10 und 12f.).

2.3.5           Der Beschwerdeführer lässt starke Beschwerden im Nackenbereich, im 

Bereich der gebrochenen Rippen sowie Zehen gelten machen und daraus körperliche 

Dauerschmerzen herleiten. Zwar sind gelegentliche Schmerzen aufgrund der erlittenen 

Verletzungen nachvollziehbar, besonders im Nacken und im Bereich der Rippen (vgl. 

UV-act. 86, Antwort 2). Das geltend gemachte Schmerzniveau (8 auf der Skala von 

1 bis 10 gemäss Replik) ist jedoch nicht auf die physischen Unfallfolgen 

zurückzuführen, sondern teilweise durch die unfallfremden somatischen 

Gesundheitsbeeinträchtigungen und vor allem im Rahmen der psychisch bedingten 

Symptomausweitung zu erklären (vgl. UV-act. 17 und 54). Aufgrund der relativ geringen 

objektiven Unfall-Restfolgen und ihres Auslösens gelegentlicher Schmerzen ist das 

Adäquanzkriterium der körperlichen Dauerschmerzen zu verneinen.

2.3.6           Eine physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Unfallfolgen ist von 

Prof. F.___ sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt begründet ausgeschlossen worden (vgl. UV-act. 86 Antworten 3 und 4). 

Der Beschwerdeführer lässt denn auch lediglich psychisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeiten anführen (vgl. Replik S. 3 am Ende). Wie bereits mehrfach 

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ausgeführt, ist darauf nicht abzustellen, und dieses Adäquanzkriterium ebenfalls nicht 

erfüllt.

2.3.7           Zusammenfassend ist keines der sieben Adäquanzkriterien erfüllt. Der 

adäquate Kausalzusammenhang der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen mit 

dem Unfall vom 25. Juni 2007 ist daher zu verneinen; unabhängig davon, ob dieser als 

mittelschweres Ereignis im engeren Sinn oder als solches an der Grenze zu den 

schweren Unfällen eingestuft wird.

2.4    Da es im Sinn der vorstehenden Erwägungen am adäquaten 

Kausalzusammenhang der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Unfall 

vom 25. Juni 2007 fehlt, besteht keine Leistungspflicht der Suva für deren Behandlung 

und für die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin hat daher 

die Übernahme weiterer Heilungskosten nach dem 15. Februar 2009 und weiterer 

Taggeldleistungen nach dem 30. April 2008 zu Recht abgelehnt. Diesbezüglich ist die 

Beschwerde abzuweisen.

3.         

3.1    Mit der Verfügung vom 3. Februar 2009 wurde dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 5'340.-- bei einer Integritätseinbusse von 5% 

zugesprochen (UV-act. 98). Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin offenbar auf 

die Beurteilung von Kreisarzt-Stellvertreter Prof. F.___, der am 11. November 2008 auf 

die Fragen nach dem Integritätsschaden antwortete (UV-act. 86): "Da die Rotation der 

Halswirbelsäule erheblich eingeschränkt ist (kreisärztliche Untersuchung vom 5. Juni 

2008 [UV-act. 54]), liegt eine Minderfunktion vor. Dieser Befund kann auch mit 

Schmerzen einhergehen, so dass eine Integritätsentschädigung von 5% gerechtfertigt 

erscheinen könnte entsprechend Tabelle 7 'Integritätsschaden bei 

Wirbelsäulenaffektionen'." Diese Einschätzung ist sehr vage gehalten und eine 

einlässliche Begründung für den ermittelten Wert fehlt.

3.2    Die erwähnte Tabelle (abrufbar unter https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/

its/mimes/

zwaswo/99/pdf/02870_07_d.pdf) geht von Anhang 3 zur Verordnung über die 

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Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) aus, wo in der Skala der Inte-

gritätsentschädigung bei sehr starken schmerzhaften Funktionseinschränkungen der 

Wirbelsäule eine Entschädigung von 50% vorgesehen ist. Bei nicht aufgeführten 

Integritätsschäden ist gemäss Ziffer 1 von Anhang 3 zur UVV die Entschädigung nach 

dem Grad der Schwere vom Skalenwert abzuleiten. Die Ärzte der Suva haben mit den 

Tabellen zu den einzelnen Unfallfolgen Feinraster geschaffen, die nach Möglichkeit bei 

allen Versicherten die gleiche Bemessung der Integritätsentschädigungen 

gewährleisten sollen. Diese sind blosse Verwaltungsweisungen an die Organe der Suva 

und deshalb für das Gericht nicht verbindlich, dienen ihm aber als Richtwerte (vgl. BGE 

124 V 209 E. 4.a cc S. 211, übersetzt in Pra 87 [1998] Nr. 161 S. 462). Fallen mehrere 

körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren 

Unfällen zusammen, wird die Integritätsentschädigung gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV 

nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Dafür werden die Prozentzahlen, die 

den einzelnen Schädigungen entsprechen, selbst dann zusammengezählt, wenn eine, 

mehrere oder alle davon für sich die Schwelle von 5% nicht erreichen. Die 

Entschädigung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen die 

Erheblichkeitsgrenze von 5% übersteigt (vgl. BGE 116 V 156 E. 3b S. 157 und RKUV 

1988 U 48 E. 2b S. 236f.).

3.3    Die Beschwerdegegnerin nahm im angefochtenen Einspracheentscheid zur 

Integritätsentschädigung nicht Stellung, obwohl der Beschwerdeführer mit seiner 

Einsprache vom 6. März bzw. 2. April 2009 deren Wert angefochten hatte (UV-act. 103 

bzw. 105). Aufgrund der Beschwerde bzw. von Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das 

Versicherungsgericht zur umfassenden Überprüfung der Integritätsentschädigung 

gehalten (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 60ff. zu Art. 61 ATSG), 

zumal sie in diesem Verfahren sowohl Anfechtungs- als auch Streitgegenstand ist. - 

Der Beschwerdeführer lässt den Antrag auf eine Integritätsentschädigung von 50% mit 

psychischen Schädigungen, hauptsächlich mit dem Verdacht auf ein POS (ICD-10 

F07.2 = organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma; vgl. Beilage 3 zu UV-

act. 105) begründen und als Vergleichswert die Integritätseinbusse bei einer 

mittelschweren Hirnfunktionsstörung beiziehen. Wie in der vorstehenden Erwägung 2 

ausgeführt, sind die psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers nicht adäquat kausal zum Unfall vom 25. Juni 2007 und es besteht 

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diesbezüglich kein Rechtsanspruch auf irgendwelche Leistungen der 

Unfallversicherung, somit auch nicht auf eine Integritätsentschädigung.

3.4    Zu überprüfen ist jedoch, welche Integritätsentschädigung aufgrund der adäquat 

kausalen Unfallfolgen geschuldet ist:

3.4.1           Die Schätzung der Integritätseinbusse einer versicherten Person ist ein 

Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid, 

den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 

Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise 

anders hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht 

ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 bzw. BGE 123 V 150 

E. 2 mit Hinweisen).

3.4.2           Im Magnetresonanztomogramm der Wirbelsäule vom 1. Oktober 2007 

wurden neben der Spondylodese C2 bis C4 auch degenerative Veränderungen an der 

Halswirbelsäule dokumentiert ("betont C3 bis C7", UV-act. 18). - Bei der 

Abschlussuntersuchung an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 5. Februar 2008 zeigten sich Druckdolenzen über der gesamten 

Halswirbelsäule (vor allem paravertebral) und im Bereich der Narbe am Beckenkamm 

sowie deutliche Einschränkungen von Rotation, Seitneigung, Flexion und Extension der 

Halswirbelsäule. Der verbleibende Bewegungsumfang wurde im Bericht vom 7. Februar 

2008 allerdings nicht festgehalten (UV-act. 33). - Auch Dr. B.___ stellte bei der 

kreisärztlichen Untersuchung am 5. Juni 2008 Bewegungseinschränkungen der 

Halswirbelsäule fest (UV-act. 54). Die gemessenen Werte (Befund, S. 3) relativierte er 

allerdings in seiner Beurteilung, wo er unter anderem festhielt (S. 5 oben): "Im Liegen 

bzw. im Gespräch oder in unerwarteten Situationen ist die Beweglichkeit des Kopfes 

und des Torso praktisch frei, bei der Messung zeigen sich deutliche 

Bewegungseinschränkungen wie bereits erwähnt." Der Kreisarzt ging dennoch 

offensichtlich von einer Integritätseinbusse beim Beschwerdeführer aus, hielt er doch 

am Ende seiner Beurteilung fest (S. 5 unten): "Auch darf meines Erachtens davon 

ausgegangen werden, dass unfallbedingt der Fall im Laufe der nächsten Monate unter 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2010&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+126+V+75&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-150%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page152

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Anerkennung des spondylosebedingten Integritätsschadens abgeschlossen werden 

kann." Er selbst schätzte die Integritätseinbusse nicht ein. - Bei der Untersuchung des 

Beschwerdeführers an der Klinik für Rheumatologie des Kantonsspitals St. Gallen am 

25. September bzw. 17. Oktober 2008 zur "Abklärung von unklaren Nacken- und 

Rückenschmerzen bei Status nach Laminafraktur HWK 2 und 3" zeigte er eine 

schlechtere Beweglichkeit der Halswirbelsäule als gegenüber Dr. B.___. Die 

untersuchenden Ärztinnen und Ärzte hielten in ihrem vom 29. September 2008 

datierten Bericht unter anderem fest (UV-act. 84): "55-jähriger Patient in 

schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand und schlankem Ernährungszustand. 

Patient schwitzt sehr stark und stöhnt während der ganzen Untersuchung. (…)" - 

Dr. H.___ konnte am 25. Mai 2009 die Wirbelsäule des Beschwerdeführers aufgrund 

dessen Verhaltens ("auffälliges Schmerzverhalten und schmerzbedingte 

Selbstlimitierung") gar nicht mehr adäquat untersuchen. Der Beschwerdeführer 

schilderte subjektiv auch Schmerzen im Rippenbereich und im linken Fuss (Zehen-

Grundphalangen). Objektive Befunde erhob der Rheumatologe dazu nicht bzw. ging 

aufgrund der ihm vorliegenden Unterlagen von konsolidierten Frakturen aus 

(Medizinische Standortbestimmung zuhanden der SWICA Gesundheitsorganisation act. 

G 7.1).

3.4.3           Angesichts der dargestellten Untersuchungsbefunde sind sowohl 

Rückschlüsse auf die rein unfallbedingte physische Integritätseinbusse des 

Beschwerdeführers sehr schwierig zu ziehen als auch die Überprüfung der 

Einschätzung von Prof. F.___ schlecht möglich. Bei der dokumentierten Zunahme des 

Schmerzverhaltens bzw. der schmerzbedingten Selbstlimitierung sind auch von einer 

erneuten fachärztlichen Expertise mit Untersuchung des Beschwerdeführers keine 

weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 und Urteil des Bundesgerichts 

8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.2 je mit Hinweisen).

3.4.4           Die allfällige Integritätseinbusse ist auch aufgrund der Hirnerschütterung zu 

prüfen, die der Beschwerdeführer beim Unfall vom 25. Juni 2007 erlitt. Für seine 

Darstellung, er habe beim Sturz vom Kirschbaum am 25. Juni 2007 auch eine schwere 

Gehirnerschütterung erlitten, finden sich in den Akten keine Belege: In den unfallnahen 

Unterlagen wird angegeben, dass ihm schwarz vor den Augen geworden war und er 

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darauf vom Kirschbaum stürzte. Wann er wieder zu sich kam, ist im Bericht des Suva-

Aussendienstmitarbeiters über die Befragung vom 8. November 2007 nicht vermerkt 

(UV-act. 20). Die medizinischen Unterlagen halten als übereinstimmende Diagnose eine 

Commotio cerebri fest, was einer leichten Hirnerschütterung entspricht (vgl. St. 

Dettwiler, MTBI - Versicherungsrechtliche Aspekte, in: Medizinische Mitteilungen der 

Suva 2007 S. 136, und S. Friedauer, Leichte traumatische Hirnverletzung [MTBI], hill 

2009 Fachartikel n. 5 [publiziert am 6. Mai 2009 auf www.swisslex.ch], je mit 

Hinweisen). Hätte sich der Beschwerdeführer eine schwere Hirnerschütterung 

zugezogen, hätte die Diagnose "Contusio cerebri" gelautet, was klar nicht der Fall ist. 

Im Austrittsbericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 19. Juli 2007 wurde unter 

Anamnese festgehalten: "REGA-Zuweisung, Patient ist beim Ernten von Kirschbaum 

gefallen, kurzfristig bewusstlos. Bei Eintreffen REGA am Baum sitzend, kardiopulmonal 

stabil. Rückenschmerzen. Ausreichender Tetanusimpfstatus." (UV-act. 8). Beim Eintritt 

in die Klinik Valens wurden - ausser einer leichten Kraftverminderung an der rechten 

oberen Extremität - keine auffälligen neurologischen Befunde erhoben (UV-act. 11). 

Unfallnah wurden wegen allfälliger Folgen der Commotio cerebri weder spezielle 

Therapien noch kognitive Störungen erwähnt. Dr. med. J.___, Abteilungsärztin an der 

Klinik Valens, erhob in der Systemanamnese häufig auftretende halbseitige 

Kopfschmerzen links, von denen aufgrund der Auflistung unter unfallfremden und 

unfallbedingten Befunden nicht klar ist, ob der Beschwerdeführer darunter bereits vor 

dem Unfall vom 25. Juni 2007 litt (UV-act. 11). Es liegen somit keine Hinweise auf eine 

mehr als leichte Hirnerschütterung vor und es darf aufgrund der medizinischen Akten 

davon ausgegangen werden, dass diese innert Wochen oder höchstens einigen 

Monaten nach dem Unfall folgenlos ausgeheilt ist (vgl. J. Söhnke et Al. 

Behandlungsphasen nach leichter traumatischer Hirnverletzung, in: Medizinische 

Mitteilungen der Suva 2007 S. 117ff. mit Hinweisen). Daher darf geschlossen werden, 

dass eine Einbusse der körperlichen oder geistigen Integrität des Beschwerdeführers 

aufgrund der durchgemachten Commotio cerebri, die zudem andauert, weder 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist noch je mit diesem erforderlichen 

Beweisgrad nachweisbar sein wird. Die Voraussetzungen für die Zusprechung einer 

Integritätsentschädigung wegen der Hirnerschütterung sind somit nicht erfüllt. Daran 

ändert auch die Fragebeantwortung vom 23. März 2009 an den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers durch Dr. G.___ nichts, worin sie die Möglichkeit einer Contusio 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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cerebri in Betracht zog (Beilage 3 zu UV-act. 105). Dies umso weniger als ihr damals 

die unfallnahen (medizinischen) Akten nicht bekannt waren und sie die psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung des Beschwerdeführers erst rund 17 Monate nach 

dem Unfall aufgenommen hatte (UV-act. 93).

3.4.5           Die Suva-Tabelle 7 der Integritätsschäden bei Wirbelsäulenaffektionen sieht 

je nach Grad der Bewegungseinschränkung und der Schmerzen abgestufte Werte vor. 

Bei Status nach Spondylodese ist eine Erhöhung um 5 bis 15% vorgesehen. An 

anderen Körperteilen als der Halswirbelsäule sind keine unfallbedingten 

Integritätseinbussen dokumentiert. Weitere allfällige Integritätsschäden des 

Beschwerdeführers sind psychisch - vor allem durch die Schmerzverarbeitungsstörung 

- verursacht und damit in diesem Zusammenhang nicht zu berücksichtigen. In 

Würdigung der (adäquat) unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers und in Anwendung der dargestellten Bemessungsregeln 

rechtfertigt es sich, seine Integritätseinbusse mit 10% zu bemessen und ihm eine 

Integritätsentschädigung von insgesamt Fr. 10'680.-- zuzusprechen. Unter 

Berücksichtigung der Integritätsentschädigung von 5% bzw. Fr. 5'340.--, die in der 

Verfügung vom 3. Februar 2009 anerkannt und aufgrund derselben ausbezahlt worden 

war (UV-act. 97f.), bleibt eine Restzahlung durch die Beschwerdegegnerin von 

Fr. 5'340.-- zugunsten des Beschwerdeführers.

3.5    Bezüglich Integritätsentschädigung wird die Beschwerde damit teilweise 

gutgeheissen.

4.          

4.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 aufzuheben, als dem 

Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung von 10% im Gesamtbetrag von 

Fr. 10'680.-- zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Angesichts des 

teilweisen Obsiegens besteht Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 1'500.-- (einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird insofern teilweise gutgeheissen und der 

Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 diesbezüglich aufgehoben, als dem 

Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung von 10% im Gesamtbetrag von 

Fr. 10'680.-- zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit pauschal Fr. 1'500.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.06.2010
	Art. 6, 10, 16 UVG: Sturz vom Kirschbaum aus geschätzten 7 Metern Höhe als mittelschweren Unfall eingestuft (unter Offenlassung, ob mittelschwer im engeren Sinn oder an der Grenze zu den schweren Ereignissen) und Kausalität der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen mit dadurch bedingter Arbeitsunfähigkeit verneint. Art. 24f. UVG, Art. 36 UVV und Anhang 3 zur UVV: Integritätsentschädigung von 5% auf 10% erhöht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2010, UV 2009/85).

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