# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35be50a8-9ffa-5e6c-bfd8-536d05b473dd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2020 715 20 33/142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-33-142_2020-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. Juni 2020 (715 20 33 / 142) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung aufgrund selbstverschuldeter Arbeitslosig-
keit: Kündigung ohne Zusicherung einer anderen Arbeitsstelle; Unzumutbarkeit des Ver-
bleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht rechtsgenüglich belegt. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 
 
 

A. Der 1971 geborene A.____ war seit dem 1. Dezember 2017 bei der B.____ in X.____ 
als Beschaffungsmanager im Umfang eines 100%-Pensums angestellt gewesen. Mit Schreiben 
vom 25. Juni 2019 löste er dieses Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der vertraglichen Kündi-
gungsfrist per 30. September 2019 auf. 
 
B. Am 26. September 2019 meldete sich A.____ beim Regionalen Arbeitsvermittlungszent-
rum Y.____ (RAV) zur Arbeitsvermittlung an. Gleichentags beantragte er die Ausrichtung von 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Arbeitslosenentschädigung im Umfang einer Vollzeitbeschäftigung mit Wirkung ab 1. Okto-
ber 2019. 
 
C. Nach weiteren Abklärungen des Sachverhalts stellte die Öffentliche Arbeitslosenkasse 
Baselland (Kasse) den Versicherten mit Verfügung vom 19. November 2019 wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 32 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. Zur 
Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass er die Stelle gekündigt habe, ohne dass 
ihm eine andere Arbeitsstelle vertraglich zugesichert gewesen sei. Die geltend gemachten ge-
sundheitlichen Gründe für die Kündigung seien zudem nicht ersichtlich, zumal sich das einge-
reichte Arztzeugnis dazu nicht äussere. Darüber hinaus habe er den Arzt erstmals am 19. Au-
gust 2019 konsultiert, woraus folge, dass die Arbeitsstelle ohne ärztliche Empfehlung gekündigt 
worden sei. Eine dagegen erhobene Einsprache des Versicherten wies die Kasse mit Einsprache-
entscheid vom 6. Januar 2020 ab. 
 
D. Hiergegen erhob der Versicherte am 16. Januar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht 
des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und bean-
tragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben; eventualiter sei das Verschulden 
als leicht einzustufen und die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zwischen einem und 15 
Tag(en) festzulegen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, die Fortführung des Ar-
beitsverhältnisses bei seinem ehemaligen Arbeitgeber sei aus gesundheitlichen Gründen unzu-
mutbar gewesen. 
 
E. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 2. April 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. Die Ausführungen des Beschwerdeführers würden keine andere Sichtweise der strit-
tigen Angelegenheit zulassen. Insbesondere würden die eingereichten Arztzeugnisse nicht 
rechtsgenüglich belegen, dass ein weiterer Verbleib an der bisherigen Arbeitsstelle unzumutbar 
gewesen sei. 
 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 

 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kam 
der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb die 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, wes-
halb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die im Übrigen form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 16. Januar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Versicherten 
zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 32 Tagen in der An-
spruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 370.90 (Kassen Dok 57) liegt der 
Streitwert von Fr. 11'868.80 unter diesem Grenzbetrag. Über die Beschwerde ist demnach präsi-
dial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungs-
sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be-
herrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 
828). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Dieser Tatbe-
stand erfasst Verhaltensweisen der versicherten Person, die kausal für den Eintritt der Arbeitslo-
sigkeit sind und eine Verletzung der Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, bedeuten. Art. 44 Abs. 
1 AVIV zählt in den lit. a-d beispielhaft Tatbestände auf, die unter den Begriff der selbstverschul-
deten Arbeitslosigkeit fallen. So liegt selbstverschuldete Arbeitslosigkeit unter anderem dann vor, 
wenn die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine 
andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht 
zugemutet werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne 
der Arbeitslosenversicherung liegt also immer dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeits-
losigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen 
Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (Urteil des Bundesgerichts 
vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die Scha-
denminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeitsgedan-
ken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und ortsüb-
lichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wie-
derbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter 
Praxis entschieden, dass die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisherigen Arbeitsstelle stren-
ger beurteilt wird als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb 
mit Hinweisen). Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zu-
gemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle 
gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 27 zu Art. 
16; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 116). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige ("volontairement") Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund ("sans motif légitime") sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 
gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Grün-
den muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Be-
weismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse nicht 
mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr zweck-
dienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegenden 
Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 
4b/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2013, 8C_742/2013, E. 4.1). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen; Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 
lit. c ATSG). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen 
vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 
uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 
V 193 E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2013, 8C_742/2013, E. 4.2). Die Mit-
wirkungspflicht kommt als allgemeiner Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdever-
fahren zur Anwendung und bedeutet das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sachverhalts (vgl. KURT PÄRLI/LAURA KUNZ, Basler Kommentar zum ATSG, N 9 und 14 zu Art. 28 
ATSG). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 
Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerde-
fall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 136). 
Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 
mit weiteren Hinweisen). Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung entwickelte. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitli-
che Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Spätere Arztberichte 
(und andere einschlägige Dokumente) sind allerdings in die Beurteilung mit einzubeziehen, so-
weit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gege-
bene Situation erlauben (Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5; 
BGE 131 V 242 E. 2.1; BGE 121 V 362 E. 1b in fine). 
 
4.1 Im Antrag zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung vom 26. September 2019 gab der 
Versicherte an, dass er seine Arbeitsstelle am 30. Juni 2019 (recte: 25. Juni 2019) per 30. Sep-
tember 2019 gekündigt habe. Betreffend den Grund für die Kündigung verwies er auf ein Arzt-
zeugnis von Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, vom 19. Septem-
ber 2019. Darin gab Dr. C.____ an, er könne bestätigen, dass der Versicherte seine Stelle aus 
gesundheitlichen Gründen gekündigt habe; eine Weiterbeschäftigung beim bisherigen Arbeitge-
ber dürfte eine Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich ziehen. Im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs vom 6. November 2019 verwies der Beschwerdeführer betreffend den Kündi-
gungsgrund auf das von Dr. C.____ am 29. Oktober 2019 ausgefüllte Formular “Arztzeugnis für 
die Arbeitslosenversicherung”. Darin gab Dr. C.____ an, der Versicherte sei seit dem 19. Au-
gust 2019 bei ihm aufgrund psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung und bejahte, dass er 
aufgrund seiner eigenen Untersuchung und medizinischen Einschätzung zum Schluss komme, 
dass es dem Versicherten aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar sei, am bisherigen Ar-
beitsplatz zu verbleiben. Ebenso sei zurzeit keine Tätigkeit zumutbar. Im Übrigen verwies er auf 
sein Arztzeugnis vom 19. September 2019. In seiner Einsprache vom 29. November 2019 gegen 
die Einstellungsverfügung vom 19. November 2019 legte der Versicherte dar, er habe die Arbeits-
stelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt und diesbezüglich bereits mit der Anmeldung 
beim RAV ein Arztzeugnis zur Verfügung gestellt. Sodann habe er auf Verlangen der Kasse das 
Arztzeugnis-Formular mit einer Begründung seines Arztes nachgereicht. Schliesslich habe er der 
Kasse mit E-Mail vom 4. November 2019 mitgeteilt, dass sie sich bei Fragen bezüglich seiner 
Krankheit direkt mit Dr. C.____ in Verbindung setzen solle. In seiner Beschwerde vom 16. Ja-
nuar 2020 wies der Versicherte nochmals darauf hin, dass er das Arbeitsverhältnis aus gesund-
heitlichen Gründen habe beenden müssen und entsprechende ärztliche Zeugnisse eingereicht 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

habe. Darüber hinaus brachte er vor, dass bei ihm am 6. Dezember 2019 eine chronische Lyme-
Borreliose diagnostiziert worden sei. Diese Krankheit habe bei ihm zu körperlichen und psychi-
schen Belastungen geführt. So habe er seit längerem unter Krankheitssymptomen wie Müdigkeit, 
Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Nerven- und Körperblockaden 
und zuletzt an einer Infektion am Kniegelenk gelitten. Entsprechend sei er gesundheitlich ange-
schlagen gewesen und habe seine Arbeit unter diesen Umständen nicht weiterführen können. 
Als letzte Konsequenz habe er die Arbeitsstelle kündigen müssen. 
 
4.2 In medizinischer Hinsicht liegen die vorgenannten (vgl. E. 4.1) Arztzeugnisse vor. Den 
Akten ist zudem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom 14. Mai 2019 bis zum 
3. Juni 2019 sowie am 7. Juni 2019 unfallbedingt arbeitsunfähig war. Des Weiteren geht aus dem 
Jahresplan des ehemaligen Arbeitgebers hervor, dass er am 28. und 29. August 2019 der Arbeit 
krankheitshalber ferngeblieben war. Entsprechende Arbeitsunfähigkeitszeugnisse liegen hierfür 
indes nicht vor. Mit Bericht vom 12. Januar 2020 diagnostizierte Dr. med. D.____, FMH Rheuma-
tologie, von der Klinik E.____ eine Borrelliose (M. Lyme) bei Monoarthritis Kniegelenk rechts, 
positive Borrelien-Serologie im Blut und Gelenkpunktat. Anamnestisch hielt Dr. D.____ fest, dass 
der Versicherte im Mai 2019 eine Distorsion des rechten Kniegelenks erlitten habe und damals 
physiotherapeutisch behandelt worden sei. Der Erguss habe sechs Wochen danach nachgelas-
sen; mit intensivem Muskeltraining sei eine deutliche Besserung eingetreten. Anfang Okto-
ber 2019 sei jedoch wieder eine deutliche Schwellung des rechten Kniegelenks aufgetreten. 
 
5. Zu prüfen ist im Folgenden, ob dem Beschwerdeführer ein Verschulden an seiner Ar-
beitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV 
anzulasten ist. 
 
5.1 Unbestritten kündigte der Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis mit der B.____ am 
25. Juni 2019 unter Beachtung der dreimonatigen Kündigungsfrist ordentlich per 30. Septem-
ber 2019, ohne dass ihm eine andere Arbeitsstelle zugesichert gewesen wäre. Die Frage der 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung beurteilt sich demgemäss danach, ob ihm ein Verblei-
ben an der bisherigen Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer neuen Anstellung zumutbar gewesen 
wäre (vgl. E. 2.3 hiervor). Damit ist zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Unzu-
mutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen durch ein eindeutiges 
ärztliches Zeugnis oder durch andere geeignete Beweismittel belegt ist (vgl. E. 2.5 hiervor). 
 
5.2 Die Kasse stellt sich auf den Standpunkt, dass der Versicherte die Unzumutbarkeit der 
Aufrechterhaltung des hier massgeblichen Arbeitsverhältnisses nicht habe beweisen können. Die 
sich in den Akten befindlichen Arztzeugnisse würden allesamt keine Unzumutbarkeit der ehema-
ligen Arbeitsstelle des Versicherten begründen. So würden insbesondere präzise Angaben zum 
Gesundheitszustand sowie eine Diagnose fehlen. Es sei nicht ansatzweise ersichtlich, aus wel-
chen konkreten Gründen die Verrichtung der bisherigen Arbeit plötzlich gesundheitsgefährdend 
gewesen sein solle. Hinzu komme, dass der Versicherte den behandelnden Arzt erst nach Ein-
reichung der Kündigung aufgesucht habe. Ebenso sei der Versicherte während der Kündigungs-
frist lediglich zwei Tage krank gewesen, wobei die Gründe für die zweitägige, krankheitsbedingte 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Abwesenheit Ende August 2019 nicht bekannt seien. Somit wäre dem Versicherten aus arbeits-
versicherungsrechtlicher Sicht die Weiterbeschäftigung bis zur Annahme einer neuen Arbeits-
stelle zumutbar gewesen. 
 
5.3 Den Akten zufolge hat Dr. C.____ das Arztzeugnis vom 19. September 2019 knapp drei 
Monate nach dem eingereichten Kündigungsschreiben vom 25. Juni 2019 ausgestellt. Des Wei-
teren war der Beschwerdeführer erst ab dem 19. August 2019 in ärztlicher Behandlung bei Dr. 
C.____. Vor diesem Hintergrund kann den Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die ge-
sundheitlichen Beschwerden Anlass für die Kündigung gegeben hätten, nicht gefolgt werden. Im 
Zeitpunkt der Kündigung stand jedenfalls nicht fest, dass die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen 
Gründen und auf ärztlichen Rat hin hätte aufgegeben werden müssen. Somit kann ein Kausalzu-
sammenhang zwischen den gesundheitlichen Beschwerden, die zur freiwilligen Stellenaufgabe 
geführt haben müssten, nicht erstellt werden. Ferner ist auch dem Kündigungsschreiben vom 
25. Juni 2019 nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich aus gesundheitlichen Grün-
den von seinem Arbeitgeber getrennt hätte. Die rückwirkende Beurteilung von Dr. C.____ (vgl. 
Arztzeugnis vom 29. Oktober 2019), wonach er aufgrund eigener Untersuchungen zum Schluss 
komme, die bisherige Arbeitsstelle sei nicht mehr zumutbar, begründet dies ebensowenig. Weiter 
ins Gewicht fällt, dass Dr. C.____ im Arztzeugnis vom 19. September 2019 angibt, der Beschwer-
deführer sei wegen psychischer Probleme bei ihm in ärztlicher Behandlung. Der Beschwerdefüh-
rer verweist sodann auch auf der RAV-Anmeldung auf jenes Arztzeugnis. Dies lässt die Vermu-
tung zu, dass er die Arbeitsstelle aus psychischen Gründen aufgegeben hat. In seiner Be-
schwerde vom 16. Januar 2020 bringt der Beschwerdeführer indes vor, die Arbeitsstelle aufgrund 
der Lyme-Borreliose aufgegeben zu haben. Insofern widerspricht sich der Beschwerdeführer in 
Bezug auf die gesundheitlichen Gründe, die zur Stellenaufgabe geführt haben. Unbesehen davon 
lassen sich den Arztzeugnissen von Dr. C.____ vom 19. September 2019 und vom 29. Okto-
ber 2019 weder eine Diagnose respektive ein Befund noch eine medizinische Beurteilung ent-
nehmen. Schliesslich vermag auch der eingereichte Arztbericht von Dr. D.____ vom 12. Ja-
nuar 2020 nichts an dieser Beurteilung zu ändern. Somit ist mit der Kasse einig zu gehen, dass 
der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich belegt, dass die freiwillige Stellenaufgabe aufgrund 
von gesundheitlichen Beschwerden erfolgen musste. 
 
5.4 Nach dem Ausgeführten steht fest, dass es im Rahmen der Mitwirkungspflicht der Par-
teien (vgl. E. 3.1 hiervor) am Beschwerdeführer gelegen wäre, die Notwendigkeit der Aufgabe 
der Arbeitsstelle glaubhaft zu machen, was ihm nicht gelungen ist. Der Beschwerdeführer kann 
nicht rechtsgenüglich darlegen, dass ein zwingender Grund zur freiwilligen Stellenaufgabe vor-
gelegen hat. Ein Kausalzusammenhang zwischen der behaupteten krankheitsbedingten Arbeits-
unfähigkeit des Beschwerdeführers und der Arbeitsstelle im Sinne einer Gesundheitsgefährdung 
ist nicht erstellt. Bei dieser Aktenlage wäre es dem Beschwerdeführer in arbeitslosenversiche-
rungsrechtlicher Hinsicht deshalb zumutbar gewesen, seine Anstellung – gegebenenfalls unter 
einer vorübergehenden Krankschreibung oder einer allfälligen ärztlichen Therapie – vorerst bei-
zubehalten. In Anbetracht der gesundheitlichen Situation, die der Beschwerdeführer beschreibt, 
kann der Wunsch nach einer Stellenaufgabe zwar nachvollzogen werden. Eine Kündigung ohne 
neue, vertraglich zugesicherte Arbeitsstelle mit der Folge des Bezugs von Arbeitslosenentschä-

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

digung zu Lasten der Allgemeinheit rechtfertigt sich vorliegend aber nicht, weshalb der Tatbe-
stand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung 
mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV als erfüllt zu betrachten ist. Die Einstellung in der Anspruchsberech-
tigung ist demnach nicht zu beanstanden. 
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die Dauer der 
Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie beträgt 
nach Art. 45 Abs. 3 AVIV 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden (lit. a), 16 - 30 Tage bei mittel-
schwerem Verschulden (lit. b) und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (lit. c). Innerhalb die-
ses Rahmens entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermessen. Das Gericht 
greift nur mit Zurückhaltung in das der Arbeitslosenkasse zustehende Ermessen ein. Es setzt 
nicht sein Ermessen anstelle desjenigen der Arbeitslosenkasse, solange diese von ihrem Ermes-
sen pflichtgemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichtspunkten gebührend 
Rechnung getragen hat. 
 
6.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist im vorliegenden Fall von einer selbstverschul-
deten Arbeitslosigkeit auszugehen. Da der Beschwerdeführer eine zumutbare Arbeitsstelle ohne 
Zusicherung einer neuen Stelle aufgegeben hat, liegt ein schweres Verschulden vor, womit der 
grundsätzliche Rahmen für die Bemessung der Einstelltage zwischen 31 und 60 Tagen liegt (Art. 
45 Abs. 3 lit. c in Verbindung mit Abs. 4 lit. a AVIV). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die 
Dauer der Einstellung auf 32 Tage festgesetzt. Damit hat sie die Einstellungsdauer am unteren 
Rand des für diese Verschuldenskategorie vorgesehenen Rahmens festgesetzt. Bei der Festle-
gung der Einstellungsdauer sind die gesundheitlichen Probleme zu Gunsten des Beschwerde-
führers zu Recht verschuldensmindernd berücksichtigt worden. Insgesamt erweist sich die auf 32 
Tage festgelegte Einstellung in der Anspruchsberechtigung unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Umstände des Beschwerdeführers und mit der gebotenen Zurückhal-
tung als angemessen. 
 
7. Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Ja-
nuar 2020 nicht zu beanstanden ist. Der Beschwerdeführer konnte nicht rechtsgenüglich darle-
gen, dass ihm aus gesundheitlichen Gründen ein Verbleib an der bisherigen Arbeitsstelle zumin-
dest bis zur Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle nicht zumutbar gewesen wäre. Die Beschwer-
degegnerin hat sodann ihr Ermessen bei der Festlegung der Einstelltage korrekt ausgeübt. Die 
Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
  

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.