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**Case Identifier:** 5fc24445-285d-568d-9155-555f8378f599
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.04.2025 IV 2024/203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-203_2025-04-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/203

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.05.2025

Entscheiddatum: 03.04.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 03.04.2025
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines 
Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 3. April 2025, IV 2024/203).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/9 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 3. April 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/203 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und  

Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/203 
 

 

2/9 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ meldete sich im August 2014 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-

act. 2). Er gab an (IV-act. 8), er habe in seinem Herkunftsland die obligatorische Schule besucht. Nach 

seiner Einreise in die Schweiz habe er einen Schweisser-Kurs absolviert. Er arbeite als 

Produktionsmitarbeiter. Der Allgemeinmediziner Dr. med. B.___ berichtete im September 2014 (IV-act. 

23), der Versicherte leide an einer Epilepsie unklarer Ätiologie. Diese stehe nicht mit den vom 

Versicherten beklagten Rückenschmerzen in Zusammenhang. Sie habe auch keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die ZVMB GmbH am 23. September 2016 ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 84). Die Sachverständigen hielten fest, der Versicherte leide an 

einem chronischen lumbo-vertebralen und lumbo-spondylogenen Schmerzsyndrom links sowie – ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einer Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen 

Gründen, an einer somatoformen Störung, an einer Persönlichkeitsakzentuierung, an einem 

chronischen cervico-thoracalen Schmerzsyndrom und an einem Status nach einem einmaligen 

generalisierten Krampfanfall. Für körperlich nicht allzu schwere Tätigkeiten bestehe „auch angesichts 

der erheblichen Diskrepanzen und Unstimmigkeiten“ eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Im 

September 2016 notierte Dr. med. C.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), das 

Gutachten sei in jeder Hinsicht überzeugend (IV-act. 85). Mit einer Verfügung vom 30. April 2020 wies 

die IV-Stelle das Rentenbegehren mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab (IV-act. 

162). 

A.b Im April 2023 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 169). Das 

Ambulatorium für Erwachsenenpsychiatrie D.___ hatte am 23. März 2023 berichtet (IV-act. 171), der 

Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen 

Episode, an einer Epilepsie, an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit anankastischen und 

narzisstischen Anteilen, an einer bilateralen Lumboischialgie, an einer paramedianen Discusprotrusion 

mit einer Wurzeltangierung S1 links, an mehrsegmentalen Discusprotrusionen im Niveau der 

Halswirbelsäule ohne Neurokompressionen, an dissoziativen Bewegungsstörungen in der Form von 

intermittierenden Verkrampfungen des rechten Arms und des Rumpfs sowie an einer chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Der psychische und physische 

Gesundheitszustand habe sich seit dem Jahr 2020 erheblich verschlechtert. Die RAD-Ärztin Dr. med. 

E.___ notierte im Juni 2023, eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei glaubhaft 

gemacht (IV-act. 180). Mit einer Mitteilung vom 15. Juni 2023 wies die IV-Stelle das Begehren um 

berufliche Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 187). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/9 

A.c Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die GA eins AG am 15. Juni 2024 ein polydisziplinäres 

Gutachten (IV-act. 228). Der internistische Sachverständige hielt fest, auf seinem Fachgebiet hätten 

sich kaum wesentliche Einschränkungen feststellen lassen. Erwähnenswert sei lediglich ein 

Schlafapnoesyndrom, das eingehend abgeklärt worden sei. Die Therapie mit einer CPAP-Maske sei 

vom Versicherten nicht toleriert worden, aber auch ohne diese Therapie verspüre der Versicherte keine 

wesentliche Tagesmüdigkeit. Aus allgemein-internistischer Sicht sei der Versicherte uneingeschränkt 

arbeitsfähig. Inkonsistenzen seien im Rahmen der Untersuchung nicht aufgefallen. Der psychiatrische 

Sachverständige führte aus, der Versicherte habe seine Beschwerden und die Schmerzen betont. Eine 

Verdeutlichungstendenz, wenn nicht gar ein gewisses aggravatorisches Verhalten habe sicher 

vorgelegen. Das Untersuchungsgespräch habe aber gut durchgeführt werden können. Der Versicherte 

sei freundlich und kooperativ gewesen. Er habe die gestellten Fragen ausführlich beantwortet. Er habe 

mit einer normalen Stimme gesprochen. Seine Mimik und seine Gestik seien normal ausgeprägt 

gewesen. Die affektive Modulation sei eingeschränkt geblieben. Der Versicherte habe belastet, 

unterschwellig auch traurig gewirkt. Der affektive Kontakt habe gut hergestellt werden können. Die 

Stimmung sei leicht depressiv, bei aber durchaus erhaltenen Interessen, gewesen. Der Versicherte sei 

bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Die Aufmerksamkeit, die Auffassung und das 

Gedächtnis seien intakt gewesen. Das Denken sei formal geordnet und inhaltlich unauffällig gewesen. 

Die geltend gemachte vollständige Arbeitsunfähigkeit lasse sich nicht mit dem Aktivitätsniveau im Alltag 

vereinbaren. Der Versicherte gehe regelmässig einer Beschäftigung in einem geschützten Rahmen 

nach (Pensum: 20%), helfe im Haushalt bei kleineren Sachen mit, gehe einkaufen und fahre 

regelmässig kürzere Strecken mit dem Auto. Zudem sei er in der Lage, Ferienreisen mit seiner Familie 

in die Heimat zu absolvieren. Die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer 

Persönlichkeitsstörung könne nicht nachvollzogen werden. Die Kriterien für diese Diagnose seien nicht 

erfüllt. Der Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig 

leichten Episode, an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an akzentuierten narzisstischen und anankastischen 

Persönlichkeitszügen. Aufgrund der Depression und der Schmerzstörung komme es zu einer erhöhten 

Ermüdbarkeit, weshalb ein vermehrter Pausenbedarf bestehe. Der Versicherte sei zu 80 Prozent 

arbeitsfähig. Der rheumatologische Sachverständige hielt fest, der Versicherte habe bei der Erhebung 

der Anamnese und des klinischen Status kooperativ mitgewirkt. Er habe aber immer wieder, sogar beim 

selbständigen Transfer vom Stehen zum Sitzen, vom Sitzen zum Liegen und umgekehrt, eine deutliche 

Schmerzgrimassierung gezeigt. Das Aus- und Ankleiden sei rasch und zügig, ohne zu beobachtende 

Bewegungseinschränkungen gelungen. Der (im Gutachten detailliert beschriebene) objektive klinische 

Befund sei von erheblichen Inkonsistenzen geprägt gewesen. So habe der Versicherte bei der gezielten 

Flexionsprüfung eine erhebliche schmerzbedingte Einschränkung gezeigt; in der liegenden Position und 

beim Einnehmen des selbständigen Langsitzes habe dann aber eine deutlich bessere Flexionsfähigkeit 

festgestellt werden können. Im Anschluss habe der Versicherte wiederum eine deutliche Einschränkung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/9 

präsentiert, die sich somatisch nicht habe erklären lassen. Die cervicale und thoracale 

Bewegungseinschränkung sei primär schmerzbedingt myofascial bedingt. In den gesamten Akten 

hätten sich keine Hinweise auf relevante mechanisch-degenerative Veränderungen cervical oder 

thoracal finden lassen. Der periphere Gelenkstatus an den oberen und unteren Extremitäten sei völlig 

unauffällig gewesen. Unter Berücksichtigung der mehrere Jahre betreffenden Akten könne das vom 

Versicherten beklagte, therapieresistente Schmerzbild rein somatisch nicht adäquat erklärt werden. Die 

bildgebenden Befunde seien sicherlich nicht geeignet, um die chronifizierte, ausgedehnte 

Schmerzsymptomatik nachvollziehen zu lassen. Es bestehe eine ganz erhebliche subjektive 

Krankheits- und Behinderungsüberzeugung mit einer sekundären Selbstlimitierung und einem 

sekundären Krankheitsgewinn. Diagnostisch leide der Versicherte an einem chronischen lumbo-

vertebralen bis lumbo-spondylogenen Schmerzsyndrom sowie – ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit – an einer chronischen Schmerzgeneralisierungs- und -ausweitungstendenz. Eine ideal 

leidensadaptierte Tätigkeit sei ihm uneingeschränkt zumutbar. Der neurologische Sachverständige 

führte aus, der Versicherte habe einen stark leidenden Eindruck gemacht. Während des Gesprächs sei 

er mehrmals aufgestanden. Das Aus- und Ankleiden sei mit flüssigen Bewegungen und ohne 

erkennbare Einschränkungen erfolgt. In der Untersuchungssituation habe der Versicherte oft gestöhnt 

und sich mit den Händen den Rücken gerieben. Der neurologische Status habe aber ohne wesentliche 

Einschränkungen erhoben werden können. Das Aufrichten aus dem Liegen sei etwas kompliziert, aber 

nicht mit einem deutlich rückenschonenden Verhalten erfolgt. Der (im Gutachten detailliert 

beschriebene) klinische Befund sei unauffällig gewesen. Die antiepileptische Therapie sei nach einer 

jahrelangen Anfallsfreiheit und unauffälligen EEG-Befunden mittlerweile abgeschlossen worden. Das 

Lasègue-Zeichen sei im Liegen stark positiv gewesen, aber der Langsitz habe problemlos durchgeführt 

werden können. Der kräftige, muskulöse Körperbau widerspreche den Angaben über ein weitgehendes 

Schonverhalten im Alltag. Aus neurologischer Sicht seien die geltend gemachten Beschwerden nicht 

nachvollziehbar. Der Versicherte sei für leidensadaptierte Tätigkeiten uneingeschränkt arbeitsfähig. 

Nach der Konsensbesprechung hielten die Sachverständigen fest, dem Versicherten sei die zuletzt 

ausgeübte, körperlich belastende Tätigkeit als Eisenleger und Schweisser nicht mehr zumutbar. Für 

ideal leidensadaptierte Tätigkeiten sei hingegen ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 80 Prozent zu attestieren. 

Die RAD-Ärztin Dr. E.___ qualifizierte das Gutachten als überzeugend (IV-act. 231). 

A.d Ein Sachbearbeiter der IV-Stelle errechnete unter Berücksichtigung eines 

Arbeitsfähigkeitsgrades von 80 Prozent und eines pauschalen Tabellenlohnabzuges von zehn Prozent 

einen Invaliditätsgrad von 28 Prozent (IV-act. 232). Mit einem Vorbescheid vom 28. Juni 2024 teilte die 

IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie die Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 234). Dagegen liess der Versicherte am 6. 

September 2024 einwenden (IV-act. 250), das Gutachten der GA eins AG überzeuge nicht. Er könne 

nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig sein. Mit einer Verfügung vom 11. September 2024 wies 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/9 

die IV-Stelle das Rentenbegehren bei einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 28 Prozent 

ab (IV-act. 251). 

B.  

B.a Am 14. Oktober 2024 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. September 2024 erheben (act. G 1). Er liess die Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung, die Zusprache einer „vollen“ (recte: ganzen) Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent mit Wirkung ab dem 7. November 2023 sowie eventualiter 

die Einholung eines orthopädischen Teilgutachtens beantragen. Zur Begründung liess er ausführen, er 

könne nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig sein. Das Gutachten der GA eins AG überzeuge 

nicht.  

B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 11. Dezember 2024 die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, das Gutachten der GA eins AG 

überzeuge in jeder Hinsicht. Weshalb dem Beschwerdeführer eine Erwerbstätigkeit in der freien 

Wirtschaft nicht zumutbar sein sollte, sei nicht einzusehen. 

B.c Der Beschwerdeführer liess am 28. Januar 2025 an seinen Anträgen festhalten (act. G 7). Er liess 

einen Verlaufsbericht des Ambulatoriums für Erwachsenenpsychiatrie D.___ vom 22. Januar 2025 

einreichen (act. G 7.5), in dem unter anderem eine rezidivierende depressive Störung mit einer 

gegenwärtig mittelgradigen Episode diagnostiziert und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert 

worden war. 

B.d Die Beschwerdegegnerin hielt am 12. Februar 2025 ebenfalls an ihrem Antrag fest (act. G 9). 

B.e Der Beschwerdeführer liess am 20. Februar 2025 eine Honorarnote über 4’511 Franken 

einreichen (act. G 11.1). 

Erwägungen 

1.  

1.1 Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren 

Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens 

entsprechen muss. Dieses hat sich nach der verbindlichen Abweisung des Begehrens um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen am 15. Juni 2023 auf die Prüfung des im April 2023 eingereichten 

Rentenbegehrens und damit auf die Frage nach einem Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

frühestens ab dem 1. Oktober 2023 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) beschränkt. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.2 Die Prüfung des Rentenbegehrens hat allerdings, weil es sich dabei um eine sogenannte 

Neuanmeldung gehandelt hat, das Glaubhaftmachen einer relevanten Sachverhaltsveränderung nach 

der Abweisung des ersten Rentenbegehrens am 30. April 2020 vorausgesetzt. Diese Hürde hat der 

Beschwerdeführer gemäss der überzeugenden Aktenwürdigung durch den RAD mit dem von ihm 

eingereichten Bericht des Ambulatoriums für Erwachsenenpsychiatrie D.___ vom 23. März 2023 

gemeistert, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten ist. 

2.  

Gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die während 

eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent 

arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid 

ist, einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird 

gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Erwerbstätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem 

Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre. 

3.  

Der Beschwerdeführer verfügt über keine Berufsausbildung, die es ihm ermöglichen würde, ein 

entsprechendes Berufseinkommen zu erzielen. Er hat zwar einen Schweisserkurs absolviert, aber das 

hat es ihm nicht erlaubt, einen über dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne (66’453 

Franken im Jahr 2014) liegendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Sein Lohn hat im Jahr 2014 nämlich 

63’179 Franken betragen (vgl. IV-act. 17–2). Seine Erwerbsmöglichkeiten auf dem allgemeinen und 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt haben folglich jenen eines gewöhnlichen Hilfsarbeiters entsprochen, 

weshalb der statistische Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne als Valideneinkommen heranzuziehen ist. 

4.  

4.1 Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist massgebend, 

welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zumutbar sind. Zur Beantwortung 

dieser Frage hat die Beschwerdegegnerin die GA eins AG mit einer polydisziplinären Begutachtung des 

Beschwerdeführers beauftragt. Die Sachverständigen haben den Beschwerdeführer umfassend 

internistisch, psychiatrisch, rheumatologisch und neurologisch untersucht und sie haben die 

medizinischen Vorakten eingehend gewürdigt. Der internistische, der rheumatologische und der 

neurologische Sachverständige haben mit ihren detaillierten Befundschilderungen anschaulich 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/9 

aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer an keiner somatischen Gesundheitsbeeinträchtigung gelitten 

hat, die sich auf die Arbeitsfähigkeit in einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit ausgewirkt hätte. Die von 

ihnen erhobenen objektiven klinischen Befunde sind nämlich weitestgehend unauffällig gewesen. 

Lediglich die Arbeitsfähigkeit für körperlich belastende Tätigkeiten ist aufgrund von geringfügigen 

Veränderungen an der Wirbelsäule eingeschränkt gewesen. Aufgefallen ist insgesamt nur eine 

erhebliche Beschwerdeverdeutlichung, wie sie bereits im ersten Verwaltungsverfahren von den 

Sachverständigen der ZVMB GmbH in deren Gutachten vom 23. September 2016 („erhebliche 

Diskrepanzen und Unstimmigkeiten“) beschrieben worden war. So hat der rheumatologische 

Sachverständige der GA eins AG unter anderem anschaulich beschrieben, dass der Beschwerdeführer 

sogar beim selbständigen Transfer vom Stehen zum Sitzen, vom Sitzen zum Liegen und umgekehrt 

eine deutliche Schmerzgrimassierung gezeigt habe und dass der Beschwerdeführer beispielsweise bei 

der gezielten Flexionsprüfung eine erhebliche schmerzbedingte Einschränkung präsentiert, in der 

liegenden Position und beim Einnehmen des selbständigen Langsitzes dann aber eine deutlich bessere 

Flexionsfähigkeit gezeigt habe. Anschliessend habe der Beschwerdeführer dann aber wiederum eine 

deutliche Einschränkung präsentiert, die sich somatisch nicht habe erklären lassen. Die bildgebenden 

Befunde seien sicherlich nicht geeignet, die chronifizierte, ausgedehnte Schmerzsymptomatik 

nachvollziehbar zu machen. Es bestehe eine ganz erhebliche subjektive Krankheits- und 

Behinderungsüberzeugung mit einer sekundären Selbstlimitierung und einem sekundären 

Krankheitsgewinn. Die behandelnden Ärzte haben keine objektiven klinischen oder bildgebenden 

Befunde genannt, die Zweifel am Attest einer aus somatischer Sicht uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten wecken würden. Welchen Erkenntnisgewinn eine zusätzliche 

orthopädische Begutachtung verschaffen würde, ist nicht einzusehen, da sich das orthopädische und 

das rheumatologische Fachgebiet weitgehend überlappen, weshalb mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der rheumatologische Sachverständige eine relevante 

orthopädische Gesundheitsbeeinträchtigung festgestellt hätte. Der entsprechende Eventualantrag des 

Beschwerdeführers ist folglich abzuweisen. 

4.2 Der psychiatrische Sachverständige hat ebenfalls eine erhebliche Beschwerdeverdeutlichung 

festgestellt, die er anschaulich beschrieben hat. Allerdings hat er aber auch objektive klinische Befunde 

für eine depressive Störung, für eine Schmerzstörung sowie für eine Persönlichkeitsakzentuierung 

erhoben. Diese Befunde sind jedoch nur geringfügig ausgeprägt gewesen. Die Schlussfolgerung des 

psychiatrischen Sachverständigen, die depressive Symptomatik und die Schmerzstörung führten zu 

einer erhöhten Ermüdbarkeit, weshalb der Beschwerdeführer bei einer Erwerbstätigkeit auf zusätzliche 

Pausen angewiesen sei, lässt sich aus der Sicht eines medizinischen Laien gut nachvollziehen. Das 

Attest eines Arbeitsunfähigkeitsgrades von 20 Prozent überzeugt. Die behandelnden Ärzte haben die 

depressive Störung im Gegensatz zum psychiatrischen Sachverständigen nicht als leicht-, sondern als 

mittelgradig qualifiziert, aber ihre Berichte erwecken den Eindruck, als hätten sie nur auf die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/9 

pessimistischen Angaben des Beschwerdeführers abgestellt. Den Berichten der behandelnden Ärzte 

lässt sich jedenfalls nicht entnehmen, dass diese der ausgeprägten Verdeutlichungstendenz, die der 

Beschwerdeführer auch ihnen gegenüber an den Tag gelegt haben dürfte, Rechnung getragen hätten. 

Zudem hat der psychiatrische Sachverständige der GA eins AG überzeugend aufgezeigt, dass die in 

den Berichten der behandelnden Ärzte erwähnte Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung 

nicht hat zutreffen können, weil die Diagnosekriterien offenkundig nicht erfüllt gewesen sind. Die 

Berichte der behandelnden Ärzte sind folglich nicht geeignet, Zweifel an der Überzeugungskraft des 

psychiatrischen Teilgutachtens der GA eins AG zu wecken.  

4.3 Gestützt auf das in jeder Hinsicht überzeugende Gutachten der GA eins AG steht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer im 

hier massgebenden Zeitraum für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten zu 80 Prozent arbeitsfähig 

gewesen ist. Da ihm auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt ideal leidensadaptierte 

Hilfsarbeiten zur Verfügung gestanden haben, entspricht der Ausgangswert des zumutbarerweise 

erzielbaren Invalideneinkommens dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne und damit dem 

Valideneinkommen. Allerdings kann aus dem Umstand, dass der allgemeine und ausgeglichene 

Arbeitsmarkt leidensadaptierte Tätigkeiten bereit hält, nicht abgeleitet werden, dass der 

Beschwerdeführer an einer solchen Arbeitsstelle einen dem statistischen Zentralwert entsprechenden 

Lohn erzielen könnte. Deshalb muss bei der Berechnung des Invaliditätsgrades die Berücksichtigung 

eines dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzuges geprüft werden. Nach der ständigen 

Praxis der Abteilung II des St. Galler Versicherungsgerichtes ist ein solcher Abzug zu berücksichtigen, 

wenn davon ausgegangen werden muss, dass die versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit 

demselben ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde, im selben Pensum tätige Person, 

das heisst wenn anzunehmen ist, dass ein strikt ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also 

keinen Soziallohn ausrichtender Arbeitgeber der versicherten Person keinen durchschnittlichen, 

sondern nur einen unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlen würde, um seinen aus der Anstellung der 

versicherten Person resultierenden „Arbeitsmehrwert“ – die Differenz zwischen dem ökonomischen 

Wert der Arbeitsleistung und den direkten und indirekten Lohn- und Lohnnebenkosten – auf einen 

durchschnittlichen Betrag zu erhöhen. In Bezug auf den Beschwerdeführer fallen diesbezüglich 

insbesondere die depressionsbedingt typische überdurchschnittlich starke Schwankung der 

Arbeitsleistung sowie das Risiko überdurchschnittlich häufiger krankheitsbedingter Absenzen in 

Betracht. Diese fallen angesichts des eher hohen Arbeitsunfähigkeitsgrades allerdings nicht allzu stark 

ins Gewicht, weshalb der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Abzug von zehn Prozent 

korrekt ist (vgl. den Entscheid IV 2021/26 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 3. März 2022, E. 

2.5). Bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von lediglich 20 Prozent und einem dem Tabellenlohnabzug 

analogen Abzug von zehn Prozent resultiert ein Invaliditätsgrad von lediglich 28 Prozent. Der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/9 

Beschwerdeführer ist folglich nicht rentenbegründend invalid gewesen, weshalb die 

Beschwerdegegnerin sein Rentenbegehren zu Recht abgewiesen hat. 

5.  

Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. September 2024 ist abzuweisen. Die angesichts des 

durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken festzusetzenden 

Gerichtskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Sie sind durch den von ihm 

geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Der unterliegende Beschwerdeführer hat 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese sind durch den von 

ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. 

3.  

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen. 

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		2026-01-28T04:32:56+0100
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