# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de7b97bd-edda-55f2-a6be-956b532cb4ae
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.05.2016 PF160009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF160009_2016-05-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PF160009-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Urteil vom 9. Mai 2016 

in Sachen 

 

A._____ AG,  

Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend 
Mitwirkung der Behörde bei der Erbteilung 

 im Nachlass von B._____, geboren tt. Februar 1934, von C._____, gestor-

ben tt.mm.2015, wohnhaft gewesen … [Adresse], 

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes Erbschaftssachen des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 4. März 2016 (EN160098) 

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Erwägungen: 

1. 

1.1. B._____, geboren tt. Februar 1934, verstarb am tt.mm. 2015 mit letztem 

Wohnsitz in Zürich (nachfolgend Erblasserin; vgl. act. 6/2-3). Mit Eingabe vom 

26. Februar 2016 gelangte die A._____ AG (Gesuchstellerin und Beschwerdefüh-

rerin, fortan Beschwerdeführerin) an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Erb-

schaftssachen (fortan Vorinstanz). Sie teilte mit, Gläubigerin von D._____, dem 

Sohn der Erblasserin zu sein und gegen diesen einen Pfändungsverlustschein 

vom 15. Februar 2000 zu besitzen, und beantragte die amtliche Mitwirkung der 

Behörde bei der Erbteilung (act. 6/1). 

1.2. Die Vorinstanz setzte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 4. März 

2016 eine Frist von 10 Tagen an, um für die Mitwirkung der Behörde bei der Erb-

teilung einen Kostenvorschuss von einstweilen Fr. 4'000.00 sowie für die mut-

masslichen Gerichtskosten einen Vorschuss von Fr. 1'000.00 zu leisten, unter der 

Androhung, dass ansonsten das Gesuch abgewiesen werde (act. 6/5 = act. 3 = 

act. 5 S. 3, Dispositiv-Ziffer 1).  

1.3. Mit Eingabe vom 21. März 2016 (Datum Poststempel) erhob die Beschwer-

deführerin rechtzeitig Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 

4. März 2016. Sie stellt den folgenden Antrag (act. 6/4; act. 2 S. 2): 

"Es sei Ziff. 1 des Dispositives des angefochtenen Entscheides so neu 
 zu fassen, dass der Vorschuss (Fr. 4'000.00) für die Bemühungen des 
 mitwirkenden Notariates nicht jetzt, sondern erst nach entsprechenden 
 Abklärungen des Notariates verlangt wird, allenfalls sei der für das No-
 tariat vorgesehene Vorschuss auf höchstens Fr. 500.– anzusetzen." 

1.4. Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 6/1-5). 

Den mit Verfügung vom 31. März 2016 einverlangten Kostenvorschuss für das 

Beschwerdeverfahren leistete die Beschwerdeführerin fristgerecht (act. 8-11). Das 

Verfahren ist spruchreif. 

 

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2. 

2.1. Die Vorinstanz erwog in der angefochtenen Verfügung, der zuständige Notar 

sei mit der Mitwirkung bei der Erbteilung zu beauftragen. Die Kosten hierfür seien 

gestützt auf § 14 Abs. 2 der Notariatsgebührenverordnung vom 9. März 2009 von 

der Beschwerdeführerin vorzuschiessen. Bei Bedarf sei eine Erhöhung des einst-

weilen auf Fr. 4'000.00 festgelegten Kostenvorschusses durch den Notar zuläs-

sig. Zudem könne von der Beschwerdeführerin ein Vorschuss bis zur Höhe der 

mutmasslichen Gerichtskosten verlangt werden, wobei zu bemerken sei, dass die 

Erbenermittlung noch nicht stattgefunden habe und dafür noch Auslagen entstün-

den (act. 6/5 = act. 3 = act. 5 S. 2). 

2.2. Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde zusam-

mengefasst vor, sie sei Verlustscheinsgläubigerin (Forderung von Fr. 4'195.00) 

des Schuldners und Sohnes der Erblasserin, weshalb sie nach dem Tod der Erb-

lasserin die Anordnung der Mitwirkung bei der Erbteilung der Erblasserin gemäss 

Art. 609 ZGB verlangt habe. Der Vorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.00 für die 

Mitwirkung des Notars sei aufzuheben, weil ein solcher heute nicht ohne Willkür 

festgesetzt werden könne. Eventualiter könne ein kleiner Vorschuss für erste Ab-

klärungen des Notars erhoben werden. Der Einzelrichter könne nicht wissen, wie 

der Notar vorgehen und welchen Aufwand er haben werde. Der Einzelrichter habe 

dem Notar keine Anweisungen zu erteilen, dieser müsse das Vorgehen nach 

pflichtgemässem Ermessen selber bestimmen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wer-

de der Notar die Erben anschreiben und fragen, ob sie bereit seien, die Forderung 

aus dem Erbteil des Schuldners zu tilgen. Seien die Erben dazu nicht bereit, 

müsste der Notar abklären warum nicht. Erst dann könne der Vorschuss festge-

setzt werden, durch den Notar einvernehmlich mit der Beschwerdeführerin oder 

bei Uneinigkeit durch den Einzelrichter. Das Vorgehen der Kostenvorschusserhe-

bung von Fr. 4'000.00 sei prohibitiv und verunmögliche praktisch die Geltendma-

chung kleinerer Forderungen gegen einen Schuldner, der geerbt habe (act. 2 

S. 2 f.). 

2.3.1. Auf Verlangen des Gläubigers eines Erben, der gegen letzteren Verlust-

scheine besitzt, hat die zuständige Behörde anstelle dieses Erben an der Teilung 

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mitzuwirken (Art. 609 Abs. 1 ZGB). Es handelt sich dabei um eine zur freiwilligen 

Gerichtsbarkeit gehörende erbrechtliche Massnahme, welche den Schutz des Er-

bengläubigers vor einer drohenden Benachteiligung in der Erbteilung bezweckt 

(Prax-Komm Erbrecht-Weibel, 3. A., Basel 2015, Art. 609 N 1). Die Bestimmung 

der zuständigen Behörde liegt in der Kompetenz der Kantone (Art. 54 Abs. 1 

SchlT ZGB). Im Kanton Zürich ist das Einzelgericht im summarischen Verfahren 

zuständig. Wird ein Begehren nach Art. 609 Abs. 1 ZGB gestellt und ist ihm zu 

folgen, so beauftragt das Einzelgericht die Notarin oder den Notar mit der Mitwir-

kung bei der Erbteilung (§ 138 Abs. 1 i.V.m. § 137 lit. i GOG, Art. 248 lit. e ZPO).  

2.3.2. Die Gebührenerhebung für die notarielle Tätigkeit im Falle der Mitwirkung 

bei der erbrechtlichen Teilung erfolgt gemäss Notariatsgebührenverordnung nach 

Zeitaufwand auf der Basis eines Stundenansatzes von Fr. 180.00. Das Notariat 

kann von der Person, die das Gesuch stellt, einen Kostenvorschuss verlangen 

(§ 24 Abs. 1 und § 29 Abs. 1 NotG sowie § 27 NotG i.V.m. § 14 Abs. 2 NotGebV 

und Ziffer 3 des Anhangs zur NotGebV). Zum Vorbringen der Beschwerdeführe-

rin, das Einzelgericht könne dem Notar keine Anweisungen erteilen, ist zu bemer-

ken, dass das Notariat in Fällen, in denen es im Auftrag des Einzelgerichts han-

delt, unter dessen Aufsicht steht. Im Weiteren obliegt es dem Einzelgericht, auf 

Antrag über die (definitive) Festsetzung der Entschädigung des Notariats zu ent-

scheiden, wobei es sich in der Regel an die Ansätze gemäss der Notariatsgebüh-

renverordnung halten wird (§ 139 Abs. 1 GOG als speziellere und vorgehende 

Regel gegenüber § 24 NotG, vgl. dazu OGer ZH PF150057 vom 21. Oktober 

2015, Erw. 5.2; vgl. auch § 139 Ziff. 6 sowie § 140 Notariatsverordnung sowie 

Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, Genf 2012, § 139 N 6). Für eine ein-

vernehmliche Festlegung der Kosten bzw. des Kostenvorschusses, wie die Be-

schwerdeführerin es sich wünscht, besteht kein Raum. Ferner findet ihre Ansicht, 

der Vorschuss könne erst nach erfolgten ersten Abklärungen festgesetzt werden 

bzw. es müsste für erste Abklärungen zunächst ein Teilvorschuss erhoben wer-

den, im Gesetz keine Stütze. In Anbetracht der Kostenregelungskompetenz des 

auftragserteilenden Einzelrichters erachtet es die Kammer als vertretbar, dass 

auch der Einzelrichter einen Vorschuss für die Kosten des Notars verlangen kann. 

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Dabei kann es sich je nach Fall aufdrängen, zur Festsetzung der Höhe des Vor-

schusses mit dem Notar Rücksprache zu nehmen.  

Davon zu unterscheiden ist die Frage, in welchem Zeitpunkt das Gericht einen 

solchen Kostenvorschuss verlangen kann bzw. soll. Die Vorinstanz hat (noch) 

nicht darüber entschieden, ob die Voraussetzungen für die Mitwirkung der Behör-

de bei der Teilung gegeben sind; sie hat dieselbe (noch) nicht angeordnet und 

auch das zuständige Notariat (noch) nicht beauftragt. Formelle Voraussetzung für 

die Mitwirkung der Behörde bei der Teilung anstelle eines Schuldnererben ist ein 

entsprechendes Gesuch eines Erbengläubigers oder des Betreibungsamtes, 

wenn der Anteil des Schuldnererben gepfändet wurde und der Gläubiger die 

Pfandverwertung verlangt hat: Das Betreibungsamt kann das Gesuch unabhängig 

von den Teilungsabsichten der Erben stellen. Da ein Gläubiger die Erbteilung 

nicht selber herbeiführen kann, kann das Gesuch durch ihn erst dann wirksam 

gestellt werden, wenn die Erben selbst die Teilung (grundsätzlich) beschlossen 

haben oder wenn eine Erbteilungsklage erhoben ist bzw. unmittelbar bevorsteht 

(vgl. PraxKomm Erbrecht-Weibel, a.a.O., Art. 609 N 3 m.w.H.). All dies ist auf-

grund der vorliegenden Akten unbekannt. Den vorinstanzlichen Erwägungen zu-

folge hat noch keine Erbenermittlung stattgefunden, womit es amtlicherseits an 

der Klarheit über den Antritt der Erbschaft fehlt.  

2.4. Den Beanstandungen der Beschwerdeführerin ist entsprechend den vorste-

henden Erwägungen zu den formellen Voraussetzungen für die Mitwirkung der 

Behörde bei der Teilung dahingehend zu folgen, als die Einholung des Kosten-

vorschusses für die Tätigkeit des Notars verfrüht erfolgt ist. Dispositiv-Ziffer 1 der 

Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht Erbschaftssachen, vom 

4. März 2016 ist deshalb insoweit aufzuheben, als damit eine Frist zur Leistung 

des Kostenvorschusses von Fr. 4'000.00 angesetzt und bei Säumnis die Ge-

suchsabweisung angedroht wurde. Die vorinstanzliche Androhung, dass bei 

Nichtleistung des Vorschusses das Gesuch um Mitwirkung der Behörde bei der 

Erbteilung abgewiesen werde, kann sich nur auf den Kostenvorschuss von 

Fr. 4'000.00 bezogen haben. Denn bei Nichtleistung des Gerichtskostenvor-

schusses ist bekanntlich eine Nachfrist anzusetzen. Sollte der Vorschuss von 

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Fr. 1'000.00 – welcher von der Beschwerdeführerin ausdrücklich nicht angefoch-

ten wurde (vgl. act. 2 Rz. 2) – nicht bereits bezahlt worden sein, wäre mit der 

Nachfristansetzung die Säumnisfolge des Nichteintretens auf das Gesuch anzu-

drohen (Art. 101 Abs. 3 ZPO). 

3. 

Dem Rechtsmittelantrag der Beschwerdeführerin wird entsprochen. Ausgangs-

gemäss sind für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben (Art. 107 

Abs. 2 ZPO). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.00 ist der Beschwerde-

führerin zurückzuerstatten. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen: Zum 

einen fehlt es an einem Antrag der Beschwerdeführerin auf Zusprechung einer 

Parteientschädigung (act. 2; Art. 105 Abs. 2 ZPO). Zum anderen gibt es im vorlie-

genden Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit keine Gegenpartei, von welcher 

eine Parteientschädigung zugesprochen werden könnte, und eine aus der Staats-

kasse auszurichtende Parteientschädigung kommt gemäss Praxis der Kammer 

nur in ganz besonderen, hier nicht gegebenen Ausnahmefällen in Betracht (vgl. 

OGer ZH PQ140037 vom 28. Juli 2014, E. 3.1, bestätigt in OGer ZH PQ140040 

vom 25. September 2014, E. 6).  

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung des 

Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht Erbschaftssachen, vom 4. März 2016 

insoweit aufgehoben, als damit eine Frist zur Leistung eines Kostenvor-

schusses von Fr. 4'000.00 für die Mitwirkung der Behörde bei der Erbteilung 

angesetzt und bei Säumnis die Gesuchsabweisung angedroht wurde. 

2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.  

3. Die Obergerichtkasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den geleis-

teten Kostenvorschuss von Fr. 500.00 zurückzuerstatten. 

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

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5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin sowie an das Bezirksge-

richt Zürich, Einzelgericht Erbschaftssachen, und an die Obergerichtskasse, 

je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 4'000.00. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
versandt am: 
10. Mai 2016 
 
 

	Urteil vom 9. Mai 2016
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht Erbschaftssachen, vom 4. März 2016 insoweit aufgehoben, als damit eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 4'000.00 für di...
	2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Die Obergerichtkasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.00 zurückzuerstatten.
	4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin sowie an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Erbschaftssachen, und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...