# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07b2284e-b08d-524a-9545-c404e15cf46f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2014 100 2013 308
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-308_2014-06-26.pdf

## Full Text

100.2013.308U
BUR/SIL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiber Sieber 

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

und

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Rayonverbot nach dem Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt 
anlässlich von Sportveranstaltungen (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 8. August 2013; BD 007/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.06.2014, Nr. 100.2013.308U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der Beschwerdeführer ist Mitglied des Vereins «…», der «die Unterstützung des 
Fussballclubs [FC] Luzern auf den Rängen» «durch Choreografien und andere legale 
optische sowie akustische Supportmöglichkeiten an den Spielen» bezweckt. Während 
des Fussballspiels des FC Thun gegen den FC Luzern am 5. November 2011 in der 
Arena Thun brannten Anhänger des FC Luzern Handlichtfackeln ab. Anhand der 
Bildaufnahmen der Stadionkameras identifizierte die Kantonspolizei Bern A.________ 
als Koordinator dieser Aktion. Am 10. Dezember 2012 verfügte sie was folgt: 

«1. A.________ ist es untersagt, sich in der Zeit vom 09.02.2013 bis 
08.02.2014 bei sämtlichen Fussballspielen in der Arena Thun, Stade de 
Suisse sowie Gurzelen während dem Zeitraum von vier Stunden vor bis 
vier Stunden nach der Sportveranstaltung innerhalb des Perimeters 
gemäss beiliegenden Kartenausschnitten aufzuhalten. 
Ausnahmen bilden Spiele zwischen Firmen- und Prominenten-
Mannschaften sowie Spiele zwischen Nachwuchsmannschaften U18 und 
jünger, sofern diese nicht als Vorspiele nationaler oder internationaler 
Wettbewerbe oder Vorbereitungen angesetzt sind.

2. Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung kommt keine 
aufschiebende Wirkung zu.

3. Wird dieser Verfügung durch den Betroffenen nicht im Sinne von Ziffer 1 
vorstehend Folge geleistet, erstattet die Polizei gestützt auf Art. 292 StGB 
Anzeige wegen mit Busse bedrohten Ungehorsams gegen eine amtliche 
Verfügung.

[...]» 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 10. Januar 2013 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Er beantragte die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sowie die Herstellung der aufschiebenden Wirkung der 
Beschwerde. Am 5. Februar 2013 wies die POM das Gesuch um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung ab und sistierte das Beschwerdeverfahren bis zur 
rechtskräftigen Erledigung des zwischenzeitlich gegen A.________ eröffneten 
Strafverfahrens. Eine hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht 
am 22. April 2013 bezüglich der Sistierung des Verfahrens gut; weitergehend wies es 

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die Beschwerde ab (Verfahren 100.2013.85). Mit Entscheid vom 8. August 2013 wies 
die POM die Beschwerde vom 10. Januar 2013 ab. 

Bereits am 27. Dezember 2012 hatte der Schweizerische Fussballverband (SFV) 
aufgrund des Rayonverbots vom 5. November 2011 ein vom 20. Dezember 2012 bis 
zum 19. Dezember 2014 dauerndes Stadionverbot gegen A.________ ausgesprochen 
und ihm während dieses Zeitraums den Besuch sämtlicher Wettbewerbs- und 
Freundschaftsspiele des SFV (inkl. seiner Abteilungen, Regionalverbände und Klubs), 
der National- und Regio-League sowie der Swiss Ice Hockey Association verboten. 

Mit Strafbefehl vom 24. September 2013 erkannte die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Bern, Region Oberland, A.________ der Widerhandlung gegen die 
Sprengstoffgesetzgebung schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe 
von 48 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- und einer Busse von Fr. 1'200.--. Gegen den 
Strafbefehl hat A.________ am 26. September 2013 Einsprache erhoben. 

C.

Gegen den Entscheid vom 8. August 2013 hat A.________ am 9. September 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und beantragt was folgt: 

«1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
08.08.2013 […] sowie die Verfügung der Kantonspolizei […] vom 
10.12.2012 betreffend Rayonverbot seien aufzuheben. 

2. Gegen den Beschwerdeführer sei kein Rayonverbot zu verhängen. 

3. Gegen den Beschwerdeführer sei keine Strafandrohung nach StGB 292 
auszusprechen.

4. Gegen den Beschwerdeführer seien keine Massnahmen auszusprechen.

5. Vorliegender Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

6. Über die aufschiebende Wirkung sei superprovisorisch zu verfügen.

7. Dem Unterzeichnenden seien sämtliche Akten zur Einsichtnahme 
zukommen zu lassen und es sei ihm zu ermöglichen, nach Akteneinsicht 
vorliegende Beschwerde zu ergänzen, zu erweitern und zu spezifizieren 
sowohl was Begründung als auch was die Anträge betrifft.

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.» 

Der damalige Abteilungspräsident hat die superprovisorische Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verweigert und der 

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Instruktionsrichter hat mit Verfügung vom 16. Oktober 2013 das Gesuch um 
aufschiebende Wirkung abgewiesen. 

Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2013 schliesst die POM auf Abweisung der 
Beschwerde. Am 16. Oktober 2013 hat der Instruktionsrichter bei der 
Staatsanwaltschaft Oberland die Akten des gegen A.________ geführten 
Strafverfahrens ediert und mit Verfügungen vom 6. und vom 13. November 2013 hat er 
diesem die Verfahrensakten zur Einsicht zugestellt. Mit Replik vom 16. Dezember 2013 
und Duplik vom 6. Januar 2014 halten die Verfahrensbeteiligten an ihren Ausführungen 
fest. Mit Eingabe vom 7. März 2014 hat sich A.________ zum aktuellen und 
praktischen Interesse seiner Beschwerde geäussert und am 26. März 2014 hat er wei-
tere Unterlagen eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. 

1.2 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist befugt, wer am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die 
angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und 
ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung oder 
des Entscheids hat (Art. 79 Bst. a-c VRPG). Letzteres setzt grundsätzlich voraus, dass 
die beschwerdeführende Person ein aktuelles Interesse an der Behandlung ihres 
Rechtsmittels hat und ein günstiger Entscheid für sie von praktischem Nutzen wäre 
(vgl. BVR 2014 S. 105 E. 1.2.1, 2012 S. 225 E. 3.1). – Das Rayonverbot ist am 
8. Februar 2014 abgelaufen (vgl. Akten POM, pag. 3 ff.; Bst. A hiervor). Gestützt auf 
dieses hat der SFV dem Beschwerdeführer indessen als privatrechtliche Massnahme 
ein bis am 19. Dezember 2014 andauerndes Stadionverbot erteilt (vgl. act. 21A; Bst. B 
hiervor). Ausserdem hat der Beschwerdeführer aufgrund des Rayonverbots die Ein-

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tragung in das elektronische Informationssystem HOOGAN des Bundesamts für Polizei 
(Fedpol) zu gewärtigen (vgl. Art. 24a des Bundesgesetzes vom 21. März 1997 über 
Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit [BWIS; SR 120] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 
der Verordnung vom 4. Dezember 2009 über verwaltungspolizeiliche Massnahmen des 
Bundesamtes für Polizei und über das Informationssystem HOOGAN [VVMH; 
SR 120.52]; vgl. auch BGE 137 I 31 E. 6.7). Hierdurch können ihm weitere Nachteile 
entstehen. Damit hat er ein hinreichend schutzwürdiges Interesse an der 
Beschwerdeführung, auch wenn das Rayonverbot heute nicht mehr wirksam ist (vgl. 
BGer 1C_88/2011 vom 15.6.2011, E. 1). Auf die form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist daher unter Vorbehalt von E. 1.3 hiernach einzutreten. 

1.3 Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung des Entscheids der 
POM auch jene der Verfügung der Kantonspolizei vom 10. Dezember 2012 (vgl. 
Rechtsbegehren 1). Er übersieht dabei, dass seiner Beschwerde an die POM voller 
Devolutiveffekt zugekommen und deren Entscheid an die Stelle des Entscheids der 
Kantonspolizei getreten ist. Anfechtungsobjekt vor dem Verwaltungsgericht ist deshalb 
ausschliesslich der Entscheid der POM vom 8. August 2013. Soweit die Aufhebung der 
Verfügung der Kantonspolizei beantragt wird, ist auf die Beschwerde deshalb nicht 
einzutreten (vgl. BVR 2010 S. 411 E. 1.4).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
(Art. 21 ff. VRPG; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]), da die POM nicht sämtliche Akten, 
insbesondere nicht die Akten des gegen ihn geführten Strafverfahrens mit dem 
Bildmaterial vorgelegt habe (Beschwerde, S. 3 und 7). – Der Gehörsanspruch umfasst 
das Recht auf Einsicht in sämtliche Verfahrensakten (Art. 23 Abs. 1 VRPG; vgl. statt 
vieler BVR 2013 S. 443 E. 3.2.1, 2012 S. 252 E. 3.3.4). Die POM hat ihre sachver-
haltlichen Feststellungen gestützt auf die von der Kantonspolizei im vorinstanzlichen 
Verfahren mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2013 eingereichte Dokumentation 
getroffen, insbesondere die Bilder 6, 8 und 9 der Stadionkameras sowie das von der 

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Polizei erstellte Ablaufschema (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4 und 5, insb. 5c). 
Diese Dokumentation hat die POM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
5. Februar 2013 zur Einsicht zugestellt (vgl. Akten POM, pag. 21). Eine Verletzung des 
Akteneinsichtsrechts liegt somit nicht vor. Eine solche ergibt sich auch nicht daraus, 
dass dem Beschwerdeführer die Akten des gegen ihn geführten Strafverfahrens nicht 
vorgelegt worden sind. Da die Vorinstanz auf diese Unterlagen mit Ausnahme der 
vorerwähnten Dokumentation nicht abgestellt hat, musste sie dem Beschwerdeführer 
auch nicht Einsicht in diese gewähren. Dass die POM die Strafakten nicht beigezogen 
hat, beschlägt sodann nicht das rechtliche Gehör, sondern betrifft die richtige und voll-
ständige Feststellung des Sachverhalts und ist damit eine Frage der Rechtmässigkeit 
des angefochtenen Entscheids. Ob der Beschwerdeführer hinreichend in das 
Strafverfahren einbezogen worden ist, ist nicht im Rahmen des 
Verwaltungsjustizverfahrens zu prüfen. Vorliegend spielt daher auch keine Rolle, wann 
der Beschwerdeführer über die Eröffnung des Strafverfahrens informiert worden ist. 

3.

3.1 In der Sache umstritten ist die Rechtmässigkeit des Rayonverbots vom 
10. Dezember 2012. Dieses erging gestützt auf Art. 4 des Konkordats vom 
15. November 2007 über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von 
Sportveranstaltungen (nachfolgend: Konkordat; BSG 559.14). Das Konkordat ist am 
2. Februar 2012 in wichtigen Punkten geändert worden. Die Änderungen sind im 
Kanton Bern am 12. März 2014 in Kraft getreten (BAG 14-27; vgl. Art. 15 Abs. 2 
Konkordat). Das Rayonverbot gegen den Beschwerdeführer wurde aufgrund von 
Vorfällen angeordnet, die sich vor Inkrafttreten der Rechtsänderung zugetragen haben. 
Es ist daher das Konkordat in seiner ursprünglichen Fassung massgebend (vgl. 
BVR 2004 S. 348 E. 1.2; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
6. Aufl. 2010, Rz. 325 ff.). 

3.2 Einer Person, die sich anlässlich von Sportveranstaltungen nachweislich an 
Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen beteiligt hat, kann der Aufenthalt in 
einem genau umschriebenen Gebiet im Umfeld von Sportveranstaltungen (Rayon) zu 
bestimmten Zeiten verboten werden; die zuständige kantonale Behörde bestimmt den 
Umfang der einzelnen Rayons (Art. 4 Abs. 1 Konkordat). Das Rayonverbot kann 
längstens für die Dauer eines Jahres verfügt werden (Art. 4 Abs. 2 Konkordat). 

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Gewalttätiges Verhalten und Gewalttätigkeiten liegen nach Art. 2 Abs. 1 des 
Konkordats namentlich vor, wenn eine Person eine der in dieser Bestimmung 
angeführten Straftaten begangen oder dazu angestiftet hat. Als gewalttätiges Verhalten 
gilt ferner die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch das Mitführen oder 
Verwenden von Waffen, Sprengmitteln, Schiesspulver oder pyrotechnischen 
Gegenständen an Sportstätten, in deren Umgebung sowie auf dem An- und 
Rückreiseweg (Art. 2 Abs. 2 Konkordat). 

4.

4.1 Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe anlässlich des 
Fussballspiels zwischen dem FC Thun und dem FC Luzern während einer Fanaktion 
das Abbrennen von Handlichtfackeln koordiniert und so Anhänger des FC Luzern zur 
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch das Mitführen und Verwenden von 
pyrotechnischen Gegenständen angestiftet (Art. 2 Abs. 2 Konkordat; vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 5). Das Konkordat bezweckt die Verhinderung 
gewalttätigen Verhaltens und will gewaltbereite Personen von Sportanlässen fernhalten 
(vgl. Art. 1 Konkordat und E. 4.2 hiernach). Es kann deshalb nicht zweifelhaft sein, 
dass von vorbeugenden Polizeimassnahmen gestützt auf das Konkordat nicht nur er-
fasst wird, wer Handlichtfackeln mitführt und abbrennt, sondern auch wer – wie 
angeblich der Beschwerdeführer – als «Capo» einer Fangruppe solche Aktionen 
koordiniert und damit auf die verpönte Gewalttätigkeit im Stadion massgeblichen 
Einfluss ausübt. Ob der Vorwurf der POM der Rechtskontrolle standhält, ist 
nachfolgend zu prüfen. 

4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet, das Anzünden von Handlichtfackeln oder 
anderem pyrotechnischem Material koordiniert oder choreographiert zu haben. Ein 
entsprechender Verdacht lasse sich nicht erhärten (vgl. Beschwerde, S. 6 f. und 7 ff.). 
– Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers haben Massnahmen gestützt auf das 
Konkordat keinen strafrechtlichen Charakter; das Rayonverbot ist polizeilicher Natur 
und dient präventiv der Gefahrenabwehr (vgl. BGE 140 I 2 E. 5.1 und 6.1, 137 I 31 E. 3 
und 5.2). Die Anordnung des Rayonverbots enthält für sich gesehen damit keinen 
strafrechtlichen Vorwurf. Es kann angeordnet werden, wenn sich eine Person 
nachweislich an Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen beteiligt hat (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Der Begriff «nachweislich» ist, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt 

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(vgl. angefochtener Entschied, E. 2), im Zusammenhang mit Art. 3 Konkordat zu 
verstehen, wo der Nachweis gewalttätigen Verhaltens umschrieben wird. In den dort 
genannten Fällen kommt einzig ein Verdacht zum Ausdruck, dem in den 
entsprechenden Verfahren nachgegangen wird. Ausgangspunkt für das Rayonverbot 
ist somit der Verdacht gewalttätigen Handelns. Ein förmlicher strafprozessualer Beweis 
oder gar eine rechtskräftige strafrechtliche Verurteilung wird nicht verlangt (vgl. 
BGE 137 I 31 E. 5.2, BGer 1C_88/2011 vom 15.6.2011, E. 3.5). Zu prüfen ist folglich, 
ob aufgrund der Akten ein hinreichender Verdacht besteht, dass der Beschwerdeführer 
sich im Sinn des Konkordats gewalttätig verhalten hat. Die in Art. 3 Konkordat 
genannten Nachweise (wie polizeiliche Anzeigen, glaubwürdige Aussagen oder 
Bildaufnahmen der Polizei oder der Sportvereine) dienen dabei als entsprechende Hin-
weise. Es kann aber nicht ohne weiteres auf diese Hinweise abgestellt werden. 
Vielmehr sind sie mit Blick auf die konkrete Massnahme zu prüfen und zu gewichten. 
Sie dienen als Indizien für den Verdacht gewalttätigen Verhaltens (vgl. 
BGer 1C_278/2009 vom 16.11.2010, E. 5.2; anschaulich zum [altrechtlichen] 
Rayonverbot nach Art. 24b BWIS VGer ZH 19.6.2008 [VB.2008.00237], E. 5.2). Dem 
Beschwerdeführer kann somit nicht gefolgt werden, wenn er meint, es müsse 
«zumindest der Verdacht auf ein strafbares Verhalten vorliegen» (vgl. Beschwerde, 
S. 8). 

4.3 Die Vorinstanz kam gestützt auf die von der Kantonspolizei vorgelegten 
Unterlagen zum Schluss, dass Anhänger des FC Luzern während des Fussballspiels 
gegen den FC Thun in einer koordinierten Aktion Handlichtfackeln im Stadion 
abgebrannt haben. Der Beschwerdeführer habe den beteiligten Personen 
Anweisungen erteilt und insbesondere das Signal zum Abbrennen der Handlichtfackeln 
gegeben. Zum Nachweis hat sie auf das Ablaufschema der Kantonspolizei und die von 
dieser eingereichten Standbilder der Stadionkameras verwiesen (vgl. angefochtener 
Entschied, E. 5c; act. 5B). Der Handlungsablauf erlaubt es, die Standbilder 
chronologisch einzuordnen, womit sich die Geschehnisse rekonstruieren lassen. Dem-
nach hat sich gegen Ende der Halbzeitpause (18.44 Uhr) eine Person im Gästesektor 
vor den Anhängern des FC Luzern auf dem Zaun positioniert und die Kapuze der 
Jacke über den Kopf gezogen (Bilder Nr. 8 und 9 [act. 5B]). Etwa zur gleichen Zeit 
haben sich weitere Fans vermummt und Vorbereitungen zum Abbrennen von 
Handlichtfackeln getroffen (Bilder Nr. 29, 30, 47, 49-51 [act. 9A]). Wenig später (18.48 
Uhr) hat sich die auf dem Zaun sitzende Person mit einem Megaphon an die Fans 
gewandt (Bild Nr. 6 [act. 5B]). Daraufhin haben diese die Handlichtfackeln entzündet 

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(Bilder Nr. 10, 28, 48, 52 und 54 [act. 5B und 9A]; vgl. zum Ganzen Handlungsablauf, 
Stichworte «Beginn der Fan-Aktion» sowie «Beschuldigte Pers. Nr. 5-8» [act. 5B]). 
Aufgrund des Zeitpunkts (unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit) und der Abfolge 
der Ereignisse ist es naheliegend, dass die betreffende Person tatsächlich das Zeichen 
zum Abbrennen der (zuvor vorbereiteten) Handlichtfackeln gegeben hat und die ganze 
Aktion abgesprochen war. Auch wenn einige Bilder erst im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren ediert worden sind, erwächst der Vorinstanz kein Vorwurf, dass sie einzig 
auf die Bilder Nr. 6, 8 und 9 abgestellt hat (angefochtener Entscheid, insb. E. 5c). Die 
Geschehnisse sind mithilfe dieser Bilder ohne weiteres nachvollziehbar, auch wenn die 
durch das Verwaltungsgericht eingeholten Bilder die Sachlage noch verdeutlichen. Am 
Ergebnis ändert nichts, dass keine Tonaufzeichnungen gemacht wurden (vgl. dazu Be-
schwerde, S. 8; Replik vom 16.12.2013 [act. 16], S. 2 f.). Mit dem Bildmaterial ist 
hinreichend dargetan, dass sich die Aktion wie von den Vorinstanzen dargestellt 
zugetragen hat. Auf den Bildern – auch auf dem bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
vorhandenen Bild Nr. 6 – ist ersichtlich, dass Handlichtfackeln abgebrannt wurden. Da 
es sich um aussagekräftige Standbilder der Stadionkameras handelt, ist nicht 
erforderlich, die gesamten Videoaufnahmen zu edieren. 

Die Beteiligung des Beschwerdeführers an der Aktion ergibt sich hieraus freilich noch 
nicht. Allerdings wurde er durch den Sicherheitsverantwortlichen des FC Luzern als 
diejenige Person identifiziert, welche mit dem Megaphon auf dem Zaun sass (vgl. 
act. 16A4). Zwar war der Beschwerdeführer bei dieser Identifizierung offenbar nicht 
anwesend (vgl. auch Replik vom 16.12.2013 [act. 16], S. 4). Dennoch ist die 
Identifikation ein Hinweis auf die Beteiligung des Beschwerdeführers. Dieser gab 
anlässlich der Einvernahme durch die Kantonspolizei Luzern am 8. April 2012 auch zu, 
dass er das Spiel besuchte, auf den Zaun stieg und sich mit einem Megaphon an die 
Fans richtete. Ausserdem gab er zu Protokoll, die Aufgabe eines «Capo», d.h. eines 
Koordinators der Fangruppe zu erfüllen (vgl. act. 16A3 S. 3 und 4). Nach dem 
Gesagten besteht der hinreichende Verdacht, dass es der Beschwerdeführer war, der 
das Zeichen zum Abbrennen der Handfackeln gab. – Ins Leere geht auch der Einwand, 
die Aktion sei bereits vor dem Spiel vorbereitet worden, weshalb «eine Anstiftungs-
handlung seitens des Beschwerdeführers» nicht mehr nötig gewesen sei (Eingabe vom 
26.3.2014 [act. 23], S. 1). Massgeblich ist wie ausgeführt die Rolle des Koordinators 
der verpönten Aktion. 

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4.4 Damit ist es nicht rechtfehlerhaft, wenn die POM zum Schluss gekommen ist, 
dass sich der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 4 Abs. 1 Konkordat nachweislich an 
Gewalttätigkeiten beteiligt hat. 

5.

5.1 Der Beschwerdeführer hält die angeordnete Massnahme für unverhältnismässig 
(Beschwerde, S. 6 und 9). – Das Rayonverbot nach Art. 4 Konkordat beschränkt die 
Bewegungsfreiheit als Teil der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV, Art. 12 Abs. 1 
KV) sowie gegebenenfalls die Versammlungsfreiheit (Art. 22 BV, Art. 19 Abs. 1 KV; vgl. 
BGE 140 I 2 E. 11.1, 137 I 31 E. 6.1 und 6.2). Der Eingriff in diese Grundrechte ist nur 
zulässig, wenn das gegen den Beschwerdeführer verhängte Rayonverbot sich als 
verhältnismässig erweist (vgl. Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 28 Abs. 3 KV). Der Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine Massnahme für das Erreichen des im 
öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich ist und 
sich für die betroffene Person in Anbetracht der Schwere der 
Grundrechtseinschränkung als zumutbar erweist. Es muss eine vernünftige Zweck-
Mittel-Relation vorliegen (vgl. statt vieler BGE 140 I 2 E. 9.2.2; BVR 2013 S. 105 E. 5.1, 
je mit Hinweisen). 

5.2 Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist der Zusammenhang zwischen dem 
Rayonverbot und der ihm vorgeworfenen Handlung nicht erkennbar, weil diese schon 
über ein Jahr zurückliegt. Die angeordnete Massnahme sei daher nicht «sinnvoll» 
(Beschwerde, S. 6). Er bestreitet damit die Eignung der Massnahme zum Erreichen der 
im öffentlichen Interesse liegenden Ziele. – Das Rayonverbot bezweckt die 
Verhinderung von Gewalttätigkeiten an Sportveranstaltungen durch Fernhaltung von 
gewalttätigen Personen; Sportanlässe sollen friedlich durchgeführt werden können (vgl. 
BGE 140 I 2 E. 6.1, 137 I 31 E. 3). Dass dieses Ziel nicht erreicht werden soll, weil das 
Rayonverbot erst rund ein Jahr nach dem Spiel vom 5. November 2011 angeordnet 
wurde, leuchtet nicht ein. Das Verbot ist ohne weiteres geeignet, die Beteiligung des 
Beschwerdeführers an Gewalttätigkeiten anlässlich von Sportveranstaltungen zu 
verhindern. Wenn der Beschwerdeführer schliesslich der Auffassung ist, eine blosse 
Verwarnung genüge (Beschwerde, S. 6), übersieht er, dass es sich beim Rayonverbot 
um die mildeste im Konkordat vorgesehene Massnahme handelt (vgl. BGE 137 I 31 
E. 7.5.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.06.2014, Nr. 100.2013.308U, Seite 11

5.3 Die POM hat überzeugend dargelegt (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6c), 
dass der Beschwerdeführer durch das Rayonverbot nicht übermässig eingeschränkt 
wird. Der Beschwerdeführer bestreitet dies vor Verwaltungsgericht nicht, weshalb kein 
Grund besteht, insoweit von der Beurteilung der Vorinstanz abzuweichen. Es stehen 
gewichtige öffentliche Interessen – die Verhinderung von Gewalttätigkeiten an 
Sportveranstaltungen (vgl. E. 5.2 hiervor) – auf dem Spiel. Das örtlich und zeitlich 
eingeschränkte Rayonverbot ist dem Beschwerdeführer zumutbar. Hieran ändert 
nichts, dass der SFV das Rayonverbot zum Anlass genommen hat, dem Beschwer-
deführer zusätzlich ein Stadionverbot zu erteilen (vgl. Bst. B hiervor). Es ist Sache der 
privaten Organisationen, nach ihren eigenen Regeln vorzugehen, die Sachlage 
einzuschätzen und allenfalls ein Stadionverbot zu erlassen (vgl. BGer 1C_278/2009 
vom 16.11.2009, E. 8). Zu beurteilen ist vorliegend einzig die staatlich angeordnete 
Massnahme und ihre unmittelbaren Auswirkungen. 

5.4 Die Vorinstanz hat das Rayonverbot zu Recht als verhältnismässig angesehen. 
Es ist auch nicht zu beanstanden, dass dieses mit der Strafandrohung nach Art. 292 
des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) versehen wurde (vgl. 
Art. 13 Abs. 2 Konkordat).

6.

Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtmässig. Die Beschwerde ist somit 
unbegründet und abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. – Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens sind die Verfahrenskosten dem unterliegenden Beschwerdeführer 
aufzuerlegen und keine Parteikosten zu sprechen (vgl. Art. 108 Abs. 1 und 3 sowie 
Art. 104 Abs. 3 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

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2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- der Kantonspolizei Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung 
beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.