# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b336f4b6-d566-50b4-b5c0-b480084f519b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2025 F-8329/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-8329-2025_2025-11-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-8329/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren (…), ohne Nationalität, diverse Alias-

Namen 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 27. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

F-8329/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer stellte am (...) in der Schweiz ein Asylgesuch.  

A.b Am 3. September 2025 fand das persönliche Gespräch statt gemäss 

Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO). Dabei wurde ihm unter anderem das rechtliche Gehör zur 

allfälligen Zuständigkeit Deutschlands, B._______, C._______ und 

D._______ für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 

gewährt. Zugleich wurde er nach seinem Gesundheitszustand befragt.  

Er führte dazu aus, er sei im Jahr (...) aus E._______ ausgereist. Über 

F._______ und G._______ sei er am (...) nach D._______ gelangt. An-

schliessend sei er nach H._______ und C._______ gereist, wo er sich wäh-

rend (Nennung Dauer) aufgehalten habe. Anschliessend sei er (Nennung 

Dauer) in B._______ gewesen, gefolgt von Aufenthalten in I._______ und 

J._______. Er habe in keinem der erwähnten Länder ein Asylgesuch ein-

gereicht. Sein (Nennung Verwandter) lebe in Europa, aber er wisse nicht 

in welchem Land. Auf Vorhalt, dass er in Deutschland während (Nennung 

Dauer) inhaftiert gewesen und am (...) auf Bewährung entlassen worden 

sei, führte er an, dass dies sein (Nennung Verwandter) gewesen sei. Er sei 

nicht im Gefängnis gewesen und habe mit (Nennung deliktische Tätigkeit) 

nichts zu tun. In Deutschland habe er keinen Aufenthaltstitel. Er gerate we-

gen seines (Nennung Verwandter) in Schwierigkeiten, da sie miteinander 

verwechselt würden. Auch in B._______ oder C._______ habe er keinen 

Aufenthaltstitel. Er habe in keinem der europäischen Länder seine Finger-

abdrücke abgeben müssen. Er habe ferner keine Kontakte zu Deutsch-

land, B._______, C._______ oder D._______ und wolle nicht dorthin zu-

rück.  

 

Zu seinem Gesundheitszustand gab er an, er leide an (Nennung Leiden 

und Therapie). Sodann konsumiere er täglich (Nennung verschiedene 

Suchtmittel). Ferner wolle er wegen eines (Nennung Beschwerden) einen 

(Nennung Facharzt) aufsuchen. 

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Seite 3 

A.c Am 3. September 2025 ersuchte das SEM die deutschen Behörden, 

sich gemäss Art. 13 Abs. 2 Dublin-III-VO für zuständig zu erklären und der 

Übernahme des Beschwerdeführers zuzustimmen. 

A.d Am (...) wurde der Beschwerdeführer von dem ihm zugewiesenen Bun-

desasylzentrum (BAZ) als verschwunden gemeldet. Am (...) meldete er 

sich dort erneut an. 

A.e Am 27. Oktober 2025 stimmten die deutschen Behörden dem Über-

nahmeersuchen des SEM zu. 

B.  

Mit Verfügung vom 27. Oktober 2025 – am Folgetag eröffnet – trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegweisung nach 

Deutschland an und forderte ihn auf, die Schweiz spätestens am Tag nach 

Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und stellte fest, einer allfälligen 

Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. 

C.  

Der Beschwerdeführer focht die Verfügung des SEM mit Beschwerde vom 

30. Oktober 2025 beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragt, es sei 

der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und sein Asylgesuch in der 

Schweiz zu prüfen. 

D.  

Mit Verfügung vom 31. Oktober 2025 setzte die Instruktionsrichterin den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG, Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvorausset-

zungen (Art. 48 Abs. 1 VwVG [Legitimation], Art. 108 Abs. 3 AsylG [Frist] 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG [Form]) sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde 

einzutreten ist. 

1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens sowie die unrichtige oder 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG; BVGE 2015/9 E. 6.2 und 8.2.2). 

1.3 Die vorliegende Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegrün-

det, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustim-

mung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin 

(Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und 

mit summarischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a AsylG). 

2.  

2.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen 

Staates prüft das SEM die Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. 

Führt diese Prüfung zur Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die 

Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, tritt das SEM, nachdem der betref-

fende Mitgliedstaat einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt 

hat (respektive innert Frist auf die entsprechende Anfrage nicht geantwor-

tet hat; vgl. Art. 22 Abs. 1 und 7 Dublin-III-VO), auf das Asylgesuch nicht 

ein (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 6.2). 

2.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den im Kapitel III dargelegten Kri-

terien (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. 

auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

3.  

Nachdem die deutschen Behörden dem Wiederaufnahmegesuch des SEM 

am 27. Oktober 2025 zugestimmt haben, ist die Zuständigkeit Deutsch-

lands gestützt auf Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO 

prinzipiell gegeben. Sodann ist in grundlegender Hinsicht festzuhalten, 

dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ih-

ren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 

E. 8.3). 

4.  

4.1 Mit Blick auf Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO ist festzuhalten, dass das Asyl-

verfahren in Deutschland keine systemischen Schwachstellen aufweist 

(Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). Unter Hinweis auf die konstante Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa die Urteile des BVGer F-3296/2025 

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vom 15. Mai 2025 E. 6; F-2124/2024 vom 11. April 2024 E. 5.1;  

D-3964/2023 vom 19. Juli 2023 E. 7.3, D-2755/2023 vom 14. Juli 2023 

E. 6.2, E-3051/2023 vom 1. Juni 2023 E. 6.2 und D-1442/2023 vom 

22. März 2023 E. 8.1) erübrigen sich diesbezüglich weitere Erörterungen. 

4.2 Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt. 

5.  

Als weitere potentielle Rechtsgrundlage für einen Zuständigkeitsübergang 

auf die Schweiz ist Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO zu prüfen. 

5.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat abwei-

chend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO beschliessen, einen bei ihm von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestellten Antrag auf inter-

nationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung 

festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist. Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-

siert. Erweist sich die Überstellung einer asylsuchenden Person in einen 

Dublin-Mitgliedstaat als unzulässig im Sinne der EMRK oder einer ande-

ren, die Schweiz bindenden, völkerrechtlichen Bestimmung, muss die Vor-

instanz die Souveränitätsklausel anwenden und das Asylgesuch in der 

Schweiz behandeln (BVGE 2015/9 E. 8.2.1; 2010/45 E. 7.2). 

5.2 Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO 

(vgl. E. 5 hiervor) kann vermutungsweise davon ausgegangen werden, 

dass Deutschland seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflich-

tungen gegenüber Personen in der Situation des Beschwerdeführers nach-

kommt und insbesondere auch die Rechte schützt, die sich aus der Ver-

fahrens- und Aufnahmerichtlinie ergeben (vgl. Urteile des BVGer                   

E-4933/2023 vom 22. September 2023; E-4531/2023 vom 28. August 

2023). Diese Vermutung kann zwar im Einzelfall widerlegt werden. Hierfür 

bedarf es aber konkreter und ernsthafter Hinweise, die von der betroffenen 

Person glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des 

BVGer D-5698/2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1). Der Beschwerdeführer 

führt aus, er habe keinen Kontakt zu Deutschland und wolle nicht dorthin 

zurück. Darauf angesprochen, dass er dort (Nennung Dauer) in Haft gewe-

sen sei, bestritt er diesen Vorhalt und wies auf einen angeblichen (Nennung 

Verwandter) hin, den dies betroffen habe. Ausserdem habe er dort keine 

ausreichende soziale, medizinische und psychologische Unterstützung 

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erhalten, zumal er an (Nennung Leiden) leide, die regelmässige medizini-

sche Betreuung erforderten. Weder habe er eine stabile Unterkunft noch 

konstante medizinischen Kontrollen erhalten, was zu einer Verschlechte-

rung seines Gesundheitszustands geführt habe. Zudem sei er nach seiner 

Haftentlassung ohne reale Unterstützung dagestanden. Die Behörden hät-

ten sich kaum um seine Situation gekümmert und der Zugang zu Integrati-

ons- oder Rehabilitationsmassnahmen sei ihm verwehrt geblieben. Er ver-

mag seine Ausführungen jedoch nicht zu konkretisieren oder zu belegen. 

Zudem bleiben seine Entgegnungen widersprüchlich, etwa hinsichtlich der 

verbüssten Haft. So bestritt er auf Vorhalt im Dublin-Gespräch jemals in 

Haft gewesen zu sein (vgl. SEM act. 12 S. 1), um nun auf Beschwerde-

ebene anzugeben, er habe "nach seiner Haftentlassung" keine Unterstüt-

zung seitens der deutschen Behörden erhalten. Damit gesteht er ein, dass 

er tatsächlich in Haft war. Zudem bedeutet dies, dass seine Ausführungen 

zu seinen früheren Aufenthaltsorten vor der Einreise in die Schweiz – so 

insbesondere einen angeblichen (Nennung Dauer) Aufenthalt in 

B._______ – als tatsachenwidrig zu erachten sind (vgl. SEM act. 12 S. 1). 

Insgesamt vermag er keine konkreten Hinweise für die Annahme glaubhaft 

zu machen, Deutschland würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahme-

richtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten 

und/oder die ihm zustehenden Rechte verletzen.  

 

Allein aus dem Umstand, dass die deutschen Asylbehörden sein Asylge-

such bereits abgelehnt haben (vgl. SEM act. 18), lässt sich nicht ableiten, 

deren Entscheid sei nicht im Rahmen eines rechtsstaatlich korrekten Ver-

fahrens ergangen. Es liegen auch keine Anhaltspunkte vor, die darauf 

schliessen lassen, Deutschland habe im Falle des Beschwerdeführers den 

Grundsatz des Non-Refoulement gemäss Art. 33 FK und Art. 3 EMRK nicht 

beachtet und beabsichtige, ihn in seinen Herkunftsstaat zurückzuschaffen, 

ohne geprüft zu haben, ob ihm dort flüchtlingsrechtlich relevante Verfol-

gung oder eine menschenrechtswidrige Behandlung drohen würde. Im Üb-

rigen hat er die Möglichkeit, den dortigen Behörden allfällige Wiederauf-

nahme- oder Wiedererwägungsgründe im Rahmen eines Folgeantrags 

nach Art. 40 Verfahrensrichtlinie zu unterbreiten. Hinsichtlich des geltend 

gemachten, jedoch nicht weiter belegten fehlenden Schutzes oder der aus-

gebliebenen Unterstützungshandlungen während seines dortigen Aufent-

haltes, kann er sich an die zuständigen Polizei- und Justizbehörden wen-

den respektive den Rechtsmittelweg beschreiten. Deutschland ist ein 

Rechtsstaat und die Behörden sind gewillt und fähig, staatlichen Schutz zu 

gewähren.  

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Seite 7 

5.3 Was den medizinischen Sachverhalt angeht, so kann eine zwangs-

weise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur 

ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen. Ein 

solcher würde voraussetzen, dass eine bereits schwer kranke Person 

durch die Abschiebung mit dem realen Risiko konfrontiert würde, einer 

ernsten, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesund-

heitszustandes ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden  

oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung führen würde 

(vgl. Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, 

Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H., bestätigt durch Urteil des 

EGMR Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 

Nr. 57467/15, §§ 121 ff.). Eine solche Situation liegt hier offenkundig nicht 

vor. 

Weder aus der Beschwerdeschrift noch aus den vorinstanzlichen Akten 

sind Gründe ersichtlich, die für die Ausübung des Selbsteintrittsrechts spre-

chen würden. Die Vorinstanz hat sich in Kenntnis der geltend gemachten 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen, des Umstandes, dass er im BAZ we-

der eine medizinische Erstkonsultation in Anspruch nahm noch sich jemals 

an das Gesundheitspersonal wandte noch im Verlaufe des erstinstanzli-

chen Verfahrens medizinischen Unterlagen einreichte (vgl. SEM act. 22 

S. 4 f.), ausführlich mit seinem Gesundheitszustand auseinandergesetzt 

und ist zum Ergebnis gelangt, dass kein medizinischer Behandlungsbedarf 

ersichtlich ist, der ein Hindernis für eine Überstellung nach Deutschland 

darstellen würde (vgl. SEM act. 22 S. 5). Es bestehen keine Anhaltspunkte 

dafür, dass ihm in Deutschland nach einer Überstellung die erforderliche 

medizinische (Weiter-)Behandlung verweigert würde, zumal die Mitglied-

staaten zur Erbringung medizinischer Leistungen verpflichtet sind (vgl. 

Art. 26 Aufnahmerichtlinie).  

5.4 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verfügt das SEM bei 

der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessensspiel-

raum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Die angefochtene Verfügung ist unter die-

sem Blickwinkel nicht zu beanstanden; insbesondere sind den Akten keine 

Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein Über- respektive Un-

terschreiten des Ermessens zu entnehmen. Das Gericht enthält sich dies-

bezüglich weiterer Äusserungen. 

5.5 Nach dem Gesagten besteht kein Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO.  

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Seite 8 

6.  

Das SEM ist zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Die Überstel-

lung nach Deutschland ist in Anwendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu 

Recht angeordnet worden. 

7.  

Die Beschwerde ist abzuweisen und die Verfügung des SEM zu bestätigen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.‒ 

festzusetzen (vgl. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt ausgangsgemäss ausser 

Betracht (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Ur-

teils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

Versand: