# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86d0aaa3-ec5d-5023-9db2-ca04145e2fa7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.12.2014 200 2014 200
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-200_2014-12-15.pdf

## Full Text

200 14 200 IV
SCJ/LUB/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 23. Januar 2008 zum Leistungsbezug bei der 
IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) an. Zur Art der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung gab sie ein psychophysisches Erschöp-
fungs- und Überlastungssyndrom (Burnout), Allergien und ein Barrett-
Syndrom an (Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 1). Die 
IVB nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor, na-
mentlich veranlasste sie eine Begutachtung durch Dr. med. C.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Gutachten vom 14. Ok-
tober 2008; AB 23). Nach Erstellung eines Abklärungsberichtes Haushalt 
vom 24. Februar 2009 (AB 27) und Durchführung des Vorbescheidverfah-
rens (AB 28 f.) verneinte die IVB mit Verfügung vom 7. April 2009 (AB 31) 
einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 31 %, wobei sie von 
einem Status von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt ausging. Diese 
Verfügung blieb unangefochten.

In der Folge gewährte die IVB der Versicherten berufliche Massnahmen. 
Diese wurden mehrfach begonnen (AB 32, 48, 69) und jeweils wieder ab-
gebrochen (AB 46, 68, 101), so insbesondere die berufliche Abklärung und 
das Belastbarkeitstraining bei der Abklärungsstelle D.________ (nachfol-
gend Abklärungsstelle D.________; AB 56, 91).

B.

Am 2. Mai 2012 stellte die Versicherte den Antrag, ein zweites Gutachten 
zur Abklärung ihres Anspruchs auf eine Invalidenrente erstellen zu lassen 
(AB 90). Die IVB nahm dieses Schreiben als sinngemässe Neuanmeldung 
entgegen, holte weitere Akten ein und ersuchte den Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn um eine Stellungnah-
me (AB 119). Zur weiteren Beurteilung veranlasste sie eine bidisziplinäre 
(internistisch-psychiatrische) Begutachtung bei der MEDAS E.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 3

(Gutachten vom 25. November 2013; AB 138). Mit Vorbescheid vom 4. 
Dezember 2013 (AB 140) stellte die IVB der Versicherten die erneute Ab-
weisung eines Rentenanspruchs bei einem Invaliditätsgrad von 30 % in 
Aussicht. Trotz dagegen erhobenen Einwänden (AB 141) verfügte die IVB 
am 27. Januar 2014 (AB 143) wie im Vorbescheid vorgesehen.

C.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
mit Eingabe vom 27. Februar 2014 Beschwerde mit den folgenden Rechts-
begehren:

1. Die Verfügung vom 27. Januar 2014 sei aufzuheben.
2. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2009 

Anspruch auf eine ganze Rente der IV hat.

3. Eventualiter: Die Akten seien zur weiteren Abklärung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen.

4. Prozessualer Antrag: Es sei eine öffentliche Verhandlung unter Anhörung 
der Beschwerdeführerin durchzuführen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung hält sie im Wesentlichen fest, die gutachterlichen Ein-
schätzungen hinsichtlich der verbleibenden und zumutbaren Erwerbsfähig-
keit seien offensichtlich nicht schlüssig. Die Einschätzung von Dr. med. 
C.________ habe sich als zu optimistisch herausgestellt und die Schluss-
folgerungen des Gutachtens der MEDAS E.________ würden nicht mit der 
Realität übereinstimmen. Eine eigenständige und umfassende Begutach-
tung sei durch die MEDAS E.________ nicht durchgeführt worden. Die 
behandelnden Ärzte hätten die Versicherte ab dem 26. August 2008 bis 
Ende 2013 weitestgehend zu 100 % arbeitsunfähig erklärt und es sei bis 
auf weiteres von einer Einschränkung von 100 % im Erwerb und von 29 % 
im Haushalt auszugehen, was einen Invaliditätsgrad von 85 % ergebe.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2014 beantragt die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde. Sie führt im Wesentlichen aus, die bidisziplinäre 
Begutachtung der MEDAS E.________ sei umfassend, schlüssig und 
nachvollziehbar, weshalb auf die darin attestierte Arbeitsfähigkeit vollum-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 4

fänglich abgestellt werden könne. Eine Veränderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen habe sich zudem dahingehend ergeben, dass es zu einer 
gesundheitlichen Verbesserung gekommen sei. 

Der Instruktionsrichter wies mit Verfügung vom 14. April 2014 den Antrag 
der Beschwerdeführerin auf Partei- und Zeugenbefragung ab.

Mit Zuschrift vom 12. September 2014 verzichtet die Beschwerdeführerin 
auf die Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung und bringt zu-
sätzlich vor, Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie, bei der sie seit dem 8. Mai 2014 in Behandlung stehe, attestiere 
ihr aus psychiatrischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. Sie 
verweist dabei auf beigelegte Arztberichte von Dres. med. F.________ und 
G.________, Facharzt für Neurologie FMH und Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH.

Mit Stellungnahme vom 6. Oktober 2014 weist die Beschwerdegegnerin 
hauptsächlich darauf hin, dass die neu eingereichten Arztberichte nach 
Verfügungserlass erstellt worden und nicht geeignet seien, die sorgfältig 
durchgeführten Abklärungen der IVB zu erschüttern. Es sei nach wie vor 
auf das Gutachten der MEDAS E.________ abzustellen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 5

gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 27. Januar 2014 (AB 143). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente 
der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 6

kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie-
renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsun-
fähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, wel-
che durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belas-
tung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann 
einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisie-
rende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psy-
chosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psy-
chosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund 
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss 
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor-
handen sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren 
einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten 
oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehen-
den – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegrün-
dend auswirken (SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden 
Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch manifestieren-
den Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeu-
tend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-
sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 7

lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5

2.5.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 8

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-
chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 
stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 
mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-
teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 
kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 
Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

2.6 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche im 
Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie 
analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräfti-
ger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 
V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 9

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin das Schreiben der Be-
schwerdeführerin vom 2. Mai 2012 (AB 90) als Neuanmeldung qualifizierte. 
Sie ist darauf eingetreten und hat den Rentenanspruch in der angefochte-
nen Verfügung vom 27. Januar 2014 (AB 143) materiell geprüft. Die Eintre-
tensfrage ist – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 
V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichs-
zeitraum zwischen der Verfügung vom 7. April 2009 (AB 31) und der Verfü-
gung vom 27. Januar 2014 (AB 143) eine Veränderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer 
für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.6 
hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 10

3.2 Die Verfügung vom 7. April 2009 (AB 31) gründete in medizinischer 
Hinsicht im Wesentlichen auf dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 
C.________ vom 14. Oktober 2008 (AB 23). Dieser diagnostizierte eine 
Zwangsstörung (Zwangsgedanken und -handlungen gemischt [ICD-10 
F42.2]), welche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (AB 23 S. 14). Als 
Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine Persön-
lichkeit mit akzentuierten anankastischen, histrionischen und dependenten 
Zügen infolge psychosozialer Dauerbelastung, dekompensierten zwangs-
neurotischen und hysterisch-hypochondrischen Störungen bei misslunge-
ner Autonomieentwicklung in pathogenem, autoritär-hermetischem Famili-
enmilieu mit/bei Zwangsstörung (ICD-10 F42.2), multiplen unspezifischen 
somatoformen Störungen (ICD-10 F45.9) und psychosexueller Reifungs- 
und Funktionsstörung (ICD-10 F52.9) auf. Bei der Versicherten seien leich-
tere repetitive, reaktive, symptomatische depressive Verstimmungen mög-
lich, dagegen liege keine affektive Störung vor, welche die Kriterien einer 
depressiven oder manischen Episode erfülle. Ebenso könne keine namhaf-
te, andauernde neurasthenische Symptomatik (ICD-10 F48.0), keine anhal-
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) und keine Persönlich-
keitsstörung ausgemacht werden (AB 23 S. 15). Der einzige relevante ob-
jektive Befund hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei die zwangsneurotische 
Problematik, die in Form von Zwängen im Denken und Handeln, Zweifel, 
Unsicherheit und Ambivalenz (Zählzwang, Kontrollen, ob Türen und Fens-
ter geschlossen, Rechnungen richtig bezahlt seien) die Produktivität (Leis-
tung, Output/Zeit) tangiere. Die Zwangsproblematik könne nicht als schwer 
bezeichnet werden. Die Minderung der Arbeitsfähigkeit von 1/4 bis 1/3 für 
die (selbst einteilbaren) Haushaltarbeiten sei damit grosszügig berücksich-
tigt worden (AB 23 S. 16). Bei einer beruflichen Tätigkeit im …-Bereich 
müsste wegen fehlender Selbsteinteilbarkeit, höherer Stressbelastung, 
höherem Konzentrationsanspruch, regelmässiger Leistungserwartung und 
niedriger Fehlertoleranz mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 
50 % gerechnet werden. Aufgrund der seit sechzehn Jahren fehlenden 
Berufspraxis sei dies eine theoretische Angabe (AB 23 S. 17). Zur Behand-
lung der Zwangsstörungen und der somatoformen Probleme regte Dr. med. 
C.________ die Abgabe eines Antidepressivums, ergänzt durch eine leich-
te Neuroleptisierung, an. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 11

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass 
der Verfügung vom 7. April 2009 (AB 31) lässt sich den Akten im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen:

3.3.1 Im Arztbericht vom 3. Juli 2012 führte Dr. med. H.________ als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere reaktive 
Depression mit Angstzuständen und Zwangshandlungen seit Ende 2006 
und ein Barrett-Syndrom mit Einwachsen der Magenschleimhaut in den 
Oesophagus auf. Als objektive Befunde hielt er eine Verlangsamung, 
Zwangshandlungen bei Überforderungen, Oesophagitis und Müdigkeit fest. 
Die gegenwärtige Behandlung umfasse Gesprächs-, Neural- und Phytothe-
rapie wie auch homöopathische Therapien und Symbioselenkung. Die bis-
herige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Versicherte müsse nach be-
ruflichen Integrationsmassnahmen in den …-Bereich umgeschult werden. 
In diesem Bereich bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50 %. 
Die Prognose sei gut (AB 109).

3.3.2 Im Arztbericht vom 6. Juli 2012 führte Dr. med. I.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, meist 
mittelgradig, seit Jahren (ICD-10 F 33.1) und eine komplexe Persönlich-
keitsstörung (zwanghaft, ängstlich vermeidend, abhängig, hypochondrisch; 
ICD-10 F60.9) auf. Es liege ein Status nach einer chronischen Traumatisie-
rung in einer stark religiösen Familie vor. Als aktuelle Symptome bestünden 
eine psychomotorische und kognitive Verlangsamung, Kontrollzwänge, 
umständliches, repetitives Denken und Reden, Verstimmungszustände mit 
einschiessenden Suizidimpulsen, Existenzängste, Erschöpfung, psychoso-
ziale Überforderung in geschütztem Arbeitstraining und multiple psychoso-
matische/hypochondrische Beschwerden (Magen-Darm-Speiseröhre, Haut, 
Atmung). Die Versicherte stehe seit dem 28. August 2009 in seiner Be-
handlung und sei seither vollumfänglich arbeitsunfähig. Sie sei auf ihre kör-
perlichen Leiden sowie die alternativen Behandlungsmethoden und Diäten 
fixiert, weshalb keine medizinischen Massnahmen erfolgsversprechend 
seien. Die Prognose sei als eher ungünstig anzusehen und er sei betref-
fend beruflicher Integration wenig optimistisch (AB 104).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 12

3.3.3 In seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2012 (AB 119) führte der 
RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, aus, dass im Vergleich zum Gutachten von Dr. med. C.________ 
(AB 23) in den Berichten der behandelnden Ärzte vom Juli 2012 (AB 104, 
109) neue und andere Diagnosen aufgeführt seien. Im Gutachten von 
Dr. med. C.________ (AB. 23) sei die Diagnose einer Zwangsstörung im 
Vordergrund gestanden und es sei explizit festgehalten worden, dass eine 
depressive Störung und eine Persönlichkeitsstörung nicht habe festgestellt 
werden können. In den aktuellen Arztberichten würden einerseits eine 
schwere reaktive Depression (ohne Angabe einer ICD-10-Kodierung) und 
andererseits eine meist mittelgradige, rezidivierende depressive Störung 
angegeben. Bezüglich der Zwangssymptomatik würden in den aktuellen 
Arztberichten Zwangshandlungen (ohne Angabe einer ICD-10-Kodierung) 
und u.a. zwanghafte Züge im Rahmen einer komplexen Persönlichkeitss-
törung erwähnt. Betreffend Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit lägen von 
den beiden Ärzten unterschiedliche Beurteilungen vor. Er empfehle zur 
weiteren Abklärung eine bidisziplinäre allgemeinmedizinisch/internistische 
und psychiatrisch-psychotherapeutische Begutachtung.

3.3.4 Im bidisziplinären Gutachten der MEDAS E.________ vom 25. No-
vember 2013 (AB 138) hielten die Ärztinnen Dres. med. K.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, und L.________, Fachärz-
tin für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine anankastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.5) und eine Dysthymia mit rezidivierenden depressiven Episoden (ICD-
10 F34.1) fest. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
führten sie Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gemischt, jetzt remit-
tiert (ICD-10 F42.2), eine Panikstörung, jetzt remittiert (ICD-10 F41.0), ein 
beginnendes metabolisches Syndrom (grenzwertige Adipositas [ICD-10 
E66.0]; Hyperurikämie, unbehandelt, asymptomatisch [ICD-10 E79.0]) und 
rezidivierende gastritische Beschwerden (ICD-10 K29.7) auf. Aus allge-
mein-internistischer Sicht lägen weder aktenmässig, anamnestisch, klinisch 
noch labormässig relevante Befunde und Diagnosen vor, die sich auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirkten. Auch in der Vergangenheit habe somatisch 
keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Aus psychiatrischer Sicht stehe bei der 
Versicherten die anankastische Persönlichkeitsstörung im Vordergrund. Als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 13

Dauerzustand bestehe eine leichte affektive Beeinträchtigung im Sinne 
einer Dysthymie mit rezidivierenden depressiven Episoden. Die Zwangsge-
danken und Zwangshandlungen hätten keinen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit, weil diese remittiert seien. Im Haushalt zeige sich keine Ein-
schränkung, da die Versicherte ihre Arbeit frei einteilen und die notwendi-
gen Pausen einlegen könne. Für Erwerbstätigkeiten bestünden demge-
genüber quantitative und qualitative Einschränkungen. Für Arbeiten auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt, wie auch im angestammten Beruf, bestehe 
eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 70 %. Die Arbeitsunfähigkeit von 30 % 
sei auf die grössere Verlangsamung gegenüber gleichaltrigen gesunden 
Personen und der eingeschränkten Anpassungs- und Ausdauerfähigkeit 
zurückzuführen. Der Vorgutachter Dr. med. C.________ habe in seinem 
Gutachten vom 14. Oktober 2008 (AB 23) ähnliche Diagnosen gestellt. Er 
habe die Einschränkung in der Haushalttätigkeit um etwa 1/4 bis 1/3 beur-
teilt und eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für …-Tätigkeiten festgehalten. 
Inzwischen habe der psychische Befund gegenüber dem Vorgutachten, 
insbesondere bezüglich der Depression gebessert und auch die Sympto-
matik werde von der Versicherten selbst als teilweise reduziert angegeben. 
Aus bidisziplinärer Sicht resultiere für jegliche leichten bis mindestens mit-
telschweren Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %. 
Diese Einschätzung sei ab November 2013 zu bestätigen. Vorangehend 
könne auf die Einschätzung des letzten psychiatrischen Gutachtens im 
Jahr 2008 (AB 23) verwiesen werden.

3.4 Die angefochtene Verfügung vom 27. Januar 2014 (AB 143) erging 
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen gestützt auf das bidisziplinäre 
Gutachten der MEDAS E.________ vom 25. November 2013 (AB 138). 
Dieses erfüllt die von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an 
den Beweiswert von ärztlichen Berichten und Gutachten (vgl. E. 2.5 hier-
vor). Es ist durchwegs nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind 
überzeugend begründet. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf 
eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten getroffen worden. 
Die geklagten Beschwerden wurden wiedergegeben und es fand eine Aus-
einandersetzung damit statt. Das Gutachten ist für die streitigen Belange 
umfassend. Dem Gutachten kommt somit voller Beweiswert zu (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Zu keiner anderen Beurteilung führen die von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 14

der Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten Einwände und mit Einga-
be vom 12. September 2014 zugestellten medizinischen Berichte (Be-
schwerdebeilage [BB] 3 ff.).

3.4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die gutachterli-
chen Einschätzungen der noch verbleibenden und zumutbaren Erwerbs-
fähigkeit seien offensichtlich nicht schlüssig. Sie begründet dies damit, 
dass die Einschätzung von Dr. med. C.________ sich als viel zu optimis-
tisch erwiesen habe. Die beiden Aufenthalte in der Abklärungsstelle 
D.________ hätten gezeigt, dass sie wegen ihrer ausgeprägten Persön-
lichkeitsmerkmale nicht ansatzweise in der Lage sei, eine regelmässige, 
geschweige denn ökonomisch verwertbare Arbeit zu leisten. Auch die 
Schlussfolgerungen der MEDAS-Gutachterinnen würden an der Realität 
vorbeizielen. Die als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellten Dia-
gnosen der Zwangsgedanken und Zwangshandlungen seien keineswegs 
remittiert und würden sich in jedem Arbeitsverhältnis negativ auswirken 
(Beschwerde S. 12 Art. 5). Diese Ausführungen vermögen an der Ein-
schätzung der beiden Gutachterinnen der MEDAS E.________ zur Arbeits-
fähigkeit keine begründeten Zweifel zu erwecken. Dr. med. L.________ hält 
überzeugend und schlüssig fest, dass in der Führung des eigenen Haus-
haltes keine Einschränkungen bestehen, da die Beschwerdeführerin ihre 
Arbeit frei einteilen und Pausen einlegen könne. Zudem bestehe bei dieser 
Tätigkeit keine besondere Anforderung an die Schnelligkeit. Im Zusam-
menhang für Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sowie im ange-
stammten Beruf legt sie nachvollziehbar dar, dass aufgrund der grösseren 
Verlangsamung gegenüber gleichaltrigen gesunden Personen und der ein-
geschränkten Anpassungs- und Ausdauerfähigkeit eine Einschränkung im 
Umfang von 30 % bestehe (AB 138 S. 16).

3.4.2 Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin, wonach eine ei-
genständige und umfassende Begutachtung nicht erfolgt sei, basiert das 
Gutachten der MEDAS E.________ auf umfassenden, allgemein-
internistischen und psychiatrischen Untersuchungen (AB 137, 138 S. 3). Es 
deckt damit sämtliche vorliegend relevanten Fachbereiche ab. Wenn die 
Beschwerdeführerin weiter kritisiert, dass die Gutachterinnen ihre Persön-
lichkeit lediglich in einem 3/4-Stunden dauernden Gespräch erfasst haben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 15

sowie das Gutachten übernehme denn auch im Wesentlichen nur die von 
Dr. med. C.________ gestellten Diagnosen und aus der Untersuchung ge-
zogenen Schlussfolgerungen (vgl. Beschwerde S. 12 Art. 5), vermag dies 
am Beweiswert des Gutachtens ebenfalls nichts zu ändern. Es ist diesbe-
züglich darauf hinzuweisen, dass rechtsprechungsgemäss aus der Dauer 
einer Untersuchung nicht auf den Beweiswert eines ärztlichen Berichts ge-
schlossen werden kann (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. 
März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). Konkrete Hinweise, die unter diesem 
Aspekt gegen die Zuverlässigkeit des vorliegenden Gutachtens sprechen, 
werden von der Beschwerdeführerin nicht aufgeführt und sind auch nicht 
ersichtlich. Für die Annahme, dass die Exploration nicht sorgfältig vorge-
nommen wurde oder das Mass an gutachtlicher Eigenwahrnehmung unzu-
reichend war, liegen zudem keine Anhaltspunkte vor.

3.4.3 An der Beurteilung der MEDAS E.________ vermag auch der Be-
richt von Dr. med. F.________ vom 9. September 2014 (BB 3 ff.) nichts zu 
ändern. Einerseits ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin erst seit 
dem 8. Mai 2014 bei Dr. med. F.________ in psychiatrischer Behandlung 
steht (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 12. September 2014 [in 
den Gerichtsakten]). Letztere kann deshalb aus eigener Beobachtung nur 
über einen Sachverhalt berichten, welcher nach dem in zeitlicher Hinsicht 
massgebenden Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2014 
(AB 143) liegt. Solche Arztberichte sind grundsätzlich nicht in die Beurtei-
lung miteinzubeziehen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Andererseits 
ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte bzw. Spe-
zialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung 
in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353).

3.4.4 Im Weiteren beruht die Kritik von Dr. med. F.________ an den 
Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS E.________ hauptsäch-
lich darauf, dass die Angaben der Beschwerdeführerin über eine Verbesse-
rung ihrer gesundheitlichen Situation nicht im wiedergegebenen Sinne ge-
macht worden seien. Die Beschwerdeführerin habe ihr gegenüber mehr-
fach betont, dass sie während der Untersuchung diese Aussagen nicht 
gemacht habe. Aus diesem Grund habe die Beschwerdeführerin auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 16

selbst eine Stellungnahme (AB 144) an die IVB verfasst. Aus den gesam-
ten Akten ergeben sich indessen keine Anhaltspunkte für die Annahme, 
dass die während der Begutachtung erfolgten Aussagen der Beschwerde-
führerin nicht in korrekter Weise niedergeschrieben worden wären. Die 
nachträgliche Distanzierung der Beschwerdeführerin erscheint demge-
genüber nachvollziehbar, wurde doch in Bestätigung des Vorbescheides 
(AB 140) mit Verfügung vom 27. Januar 2014 (AB 143) der Anspruch auf 
eine Invalidenrente erneut abgelehnt. Soweit die Beschwerdeführerin den 
Einschätzungen im MEDAS-Gutachten ihre subjektiven 
Beschwerdeangaben entgegenhält, ist einerseits darauf hinzuweisen, dass 
für die sozialversicherungs- bzw. invalidenversicherungsrechtlichen 
Belange auf eine – wie vorliegend – fachgerecht erhobene objektivierte 
Befundlage abzustellen ist. Andererseits ist das subjektive Empfinden der 
versicherten Person – insbesondere wenn es sich wie im vorliegenden Fall 
nur sehr bedingt mit der Auffassung der begutachtenden Ärztinnen deckt – 
für sich allein nicht massgebend (Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 28. Mai 2004, I 677/03, E. 
2.3.1), zumal die Beschwerdeführerin keine (relevanten) medizinischen 
Aspekte benennt, die im Rahmen der Begutachtung bei der MEDAS 
E.________ ausser Acht geblieben wären.

3.4.5 Schliesslich ergaben die von der Beschwerdeführerin ins Recht ge-
legten Ergebnisse der neurologischen, neuropsychologischen und nukle-
armedizinischen Untersuchungen keinen Hinweis auf das Vorliegen einer 
neurodegenerativen Erkrankung als Ursache für die kognitive Leistungs-
minderung und für die Zwangssymptomatik. Dr. med. M.________ hält im 
Rahmen seiner Beurteilung vom 16. Juli 2014 zudem auch fest, dass be-
weisende bildgebende Untersuchungen für das Vorliegen einer Zwangs-
störung gegenwärtig noch nicht zur Verfügung stünden (BB 4, 5, 6).

3.5 Die bidisziplinäre Beurteilung (AB 138) von Dres. med. K.________ 
und L.________ ist schlüssig und nachvollziehbar. Es sind denn auch kei-
ne divergierenden medizinischen Berichte vorhanden, die geeignet wären, 
die gutachterlichen Schlussfolgerungen zu erschüttern oder die auf die 
Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen hinweisen würden. Es 
ist beweismässig darauf abzustellen. Dies hat zur Folge, dass ein – medi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 17

zinischer – Revisionsgrund im Sinne einer Verbesserung der gesundheitli-
chen Verhältnisse im Vergleich zum Vorgutachten von Dr. med. 
C.________ vom 14. Oktober 2008 (AB 23) als erstellt zu gelten hat (AB 
138 S. 16).

Die Beschwerdegegnerin hat deshalb in medizinischer Hinsicht korrekter-
weise auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS E.________ 
(AB 138 S. 15) abgestellt und ist dementsprechend von einer Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit um Umfang von 70 % für jegliche leichte bis mittel-
schwere Tätigkeiten, vollschichtig realisierbar, ausgegangen (AB 143). Ge-
stützt darauf ist nachfolgend der Invaliditätsgrad zu bemessen.

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 18

turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Da den Tabellenlöhnen generell eine 
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung 
auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich 
(BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen 
bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch 
leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist 
in der Regel vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für 
Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforde-
rungsniveau 4) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse 
im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc). Die 
Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Der 
frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der Neuanmel-
dung vom 2. Mai 2012 (AB 90) und in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG 
(Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs) der 1. November 2012. Der Einkommensvergleich ist auf diesen 
Zeitpunkt hin vorzunehmen.

Die Beschwerdegegnerin hat die Invaliditätsbemessung in Anwendung der 
allgemeinen Methode vorgenommen (AB 143). Wie sie selbst und zu Recht 
in ihrer Beschwerdeantwort festhält, hätte die Invaliditätsbemessung im 
vorliegenden Fall nach der gemischten Methode (80 % Erwerbstätigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 19

bzw. 20 % Haushalt) erfolgen müssen (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 3). 
Aus dem Abklärungsbericht Haushalt vom 24. Februar 2009 (AB 27) geht 
hervor, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden im Um-
fang von 80 % einer Erwerbstätigkeit nachginge und die restlichen 20 % im 
Haushalt tätig wäre. Dieser Status liegt auch der unangefochtenen Verfü-
gung vom 7. April 2009 (AB 31) zu Grunde. Aus den Akten ergeben sich 
keine Anhaltspunkte, dass nunmehr von einem anderen Status auszuge-
hen wäre. Die Statusfrage kann jedoch letztlich offen gelassen werden, da 
auch in Anwendung der für die Beschwerdeführerin hier vorteilhafteren 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ein rentenausschlies-
sender Invaliditätsgrad resultiert, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

Da die Beschwerdeführerin als … im … angestellt war (AB 1, 27) und die 
Ausübung dieser Tätigkeit bereits längere Zeit zurückliegt (vgl. AB 141 S. 
37), ist das Valideneinkommen grundsätzlich hypothetisch, d.h. anhand von 
Tabellenlöhnen (LSE 2010), zu ermitteln. Angesichts der beruflichen Aus-
bildung der Beschwerdeführerin (… [AB 1 S. 6], … [AB 1 S.11], … [AB 1 
S.12], … [AB 13 S. 3]) und der mehrjährigen beruflichen Tätigkeit als …, ist 
auf die Tabelle TA7, Ziffer 37 (hauswirtschaftliche Tätigkeiten), Niveau 1 
und 2, Frauen, der LSE 2010 abzustellen. Dies ergibt ein Jahreseinkom-
men von 59‘292.-- (Fr. 4‘629.-- x 12 Monate / 40 Wochenstunden x 41.9 
[BUA, Pos. 94 - 96 Erbringung von sonstigen Dienstleistungen] / 100 x 
101.9 [Tabelle T1.2.10, Frauen, Pos. 94 - 96]).

Die Beschwerdeführerin hat trotz mehrfachen beruflichen Eingliederungs-
massnahmen auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Erwerbstätigkeit aufge-
nommen. Es ist deshalb das hypothetische Invalideneinkommen ebenfalls 
auf der Basis der LSE 2010, Tabelle TA7, Ziffer 37 (hauswirtschaftliche 
Tätigkeiten), Niveau 1 und 2, Frauen, zu bestimmen. Nach Anpassung an 
die durchschnittliche Wochenarbeitszeit und die erfolgte Lohnentwicklung 
resultiert für eine 100 %-ige Tätigkeit ein Jahreseinkommen von 
Fr. 59‘292.--. Unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 70 % ergibt 
dies ein Invalideneinkommen von Fr. 41‘504.40. Ein Abzug vom Tabellen-
lohn rechtfertigt sich vorliegend nicht, zumal der Verlangsamung gegenü-
ber gleichaltrigen gesunden Personen und der eingeschränkten Anpas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 20

sungs- und Ausdauerfähigkeit bereits im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils 
Rechnung getragen wird (AB 138 S. 16).

Bei der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkom-
mens resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 17‘787.60 (Fr. 59‘292.-- - 
Fr. 41‘504.40), was einen Invaliditätsgrad von 30 % (Fr. 17‘787.60 : 
Fr. 59‘292.-- x 100) ergibt. Es besteht dementsprechend kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. E. 2.3 hiervor). Die angefochtene Verfügung vom 
27. Januar 2014 (AB 143) ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dage-
gen erhobene Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2014, IV/14/200, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.