# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c45e36b-759a-5fa1-b544-69883b302723
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 07.02.2024 BRGE III Nr. 0018/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-III-Nr--0018-20_2024-02-07.pdf

## Full Text

BRGE III Nr. 0018/2024 vom 7. Februar 2024 in BEZ 2024 Nr. 23 
 
(Bestätigt mit VB.2024.00132 vom 19. Juli 2024.) 

3. Das Baugrundstück liegt in der Landwirtschaftszone und ist im 

südwestlichen Bereich mit den Hofgebäuden des rekurrentischen Betriebes 

überstellt. Dieser wird als Futter- und Ackerbaubetrieb mit 0,21 ha 
Freilandgemüse sowie Legehennenhaltung und 1,28 Standardarbeitskräften 
(SAK) unbestrittenermassen als zonenkonformes landwirtschaftliches Gewerbe 

ausgewiesen. Streitbetroffen ist ein südlich des Betriebsleiterhauses erstellter, 
mit einer bogenartigen Metall-/Glaskonstruktion überdachter Swimmingpool mit 
einer Fläche von 10,8 m x 4,15 m und einer befestigten Umgebung von 

insgesamt (inkl. Pool) rund 180 m2. 

4. Die Baudirektion begründet die Verweigerung der nachträglichen 

raumplanungsrechtlichen Bewilligung des überdachten Swimmingpools 

einerseits mit Verweis auf Art. 34 Abs. 3 der Raumplanungsverordnung (RPV) 
damit, dass Bauten (und Anlagen) für den Wohnbedarf in der 
Landwirtschaftszone nur dann zonenkonform seien, wenn sie für den Betrieb des 

entsprechenden landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich seien. 

Andererseits stützt sie ihren Entscheid auf ihre ständige Praxis, wonach sich 

die Bewilligungsfähigkeit von untergeordneten Umgebungsgestaltungen 

ausserhalb der Bauzonen auf den Nahbereich des Wohnhauses (max. 7 m ab 
Fassade) beschränke. Der strittige Swimmingpool sei mit bis zu 35 m Distanz zur 
Fassade des Wohnhauses erstellt worden. Zwar sei aufgrund der 

Entstehungsgeschichte des Hofes nachvollziehbar, dass eine Positionierung 
innerhalb des genannten Nahbereichs nicht möglich sei, der Pool sei jedoch 
nochmals zwischen 7 m bis 18 m von der entlang der Fassade verlaufenden 

Erschliessungsstrasse entfernt erstellt worden. Damit sei die Lage des 
Swimmingpools auch unter Berücksichtigung der speziellen Verhältnisse des 
Hofes zu weit vom Wohnhaus entfernt. Zudem könne die Gesamtanlage mit der 

grossen Umgebungsfläche und der halbrunden Überdeckung nicht mehr als 
untergeordnet betrachtet werden.  

5.1 Der Rekurrent macht geltend, die Zulässigkeit eines Swimmingpools sei 

in der Landwirtschaftszone nicht generell ausgeschlossen. Eine Positionierung 
direkt an der Fassade des Wohnhauses sei betriebsbedingt nicht möglich, da dort 
arealinterne Gebäudezufahrten und Garagenvorplätze bestünden. Eine Anlage 

für die Freizeitnutzung könne somit sinnvollerweise nur im südlich an die 
Hofzufahrtsstrasse angrenzenden Streifen realisiert werden. Dort würden jedoch 
die direkt angrenzenden Bereiche bereits durch die betriebsnotwendige 

Gartennutzung belegt bzw. weiter östlich Fruchtfolgeflächen betreffen. Zu 
beachten sei zudem, dass der Pool insbesondere als Bewegungsmöglichkeit für 
den vom Prader-Willi-Syndrom (PWS) betroffenen Bruder des Rekurrenten 

erstellt worden sei. Die Überdachung führe schliesslich zu einer Erhöhung der 
Anlage von max. 1,5 m und werde optisch von der Bepflanzung kaschiert. Damit 
sei sie nicht geeignet, das Landschaftsbild im Sinne von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV 

zu beeinträchtigen. Betrachte man das gesamte Betriebszentrum, sei der 

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Swimmingpool zwischen den Gärten und Bepflanzungen südlich des 

Wohnhauses gut eingebettet.  

Sollte der Swimmingpool nicht als zonenkonform bewilligt werden können, 

beantragt der Rekurrent eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG. Der 

Pool sei aufgrund der besonderen Kondition des Bruders erstellt worden. Das 
nächste Schwimmbad befinde sich in einer Entfernung von 3,7 km in T. Es sei 
nicht möglich gewesen, auf eine Alternative im Baugebiet auszuweichen. (…) 

5.3 Die Trennung von Bauzonen und Nichtbauzonen als wichtigster 

Grundsatz der heutigen Raumplanung verlangt, dass bodenverändernde 
Nutzungen von Bereichen, die für Bodenerhaltendes vorgesehen sind, 

grundsätzlich ferngehalten werden. Bauten und Anlagen sind daher in aller Regel 
in einer ihnen entsprechenden Bauzone zu verwirklichen. Ausserhalb des 
Baugebietes dürfen sie nur erstellt werden, wenn dies die einschlägige 

Nutzungszone gestattet (Art. 22 RPG) oder wenn die 
Ausnahmevoraussetzungen von Art. 24 ff. RPG gegeben sind. Zweck dieser 
Trennung von Bauzonen und Nichtbauzonen ist die Verhinderung von 

Streusiedlungen und von übermässigem Verkehr in den Landwirtschaftsgebieten 
sowie der Landschaftsschutz. 

Neue landwirtschaftliche Bauten und Anlagen müssen in ihrer konkreten 

Ausgestaltung für eine zweckmässige Bewirtschaftung des Bodens am 
vorgesehenen Standort objektiv notwendig und nicht überdimensioniert sein. Der 
landwirtschaftliche Zweck darf nicht bloss Vorwand sein, um ein Bauvorhaben zu 

verwirklichen, das für die Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Bodens nicht 
erforderlich ist. Massgebend sind nicht subjektive Wünsche und Bedürfnisse. 
Dasselbe muss für Bauten und Anlagen im Zusammenhang mit dem 

landwirtschaftlichen Wohnen gelten. Dieses Vorrecht, ausserhalb der Bauzonen 
zu wohnen, bleibt deshalb einerseits einem verhältnismässig engen 
Personenkreis vorbehalten, andererseits sind auch die damit verbundenen 

baulichen Massnahmen in Grenzen zu halten.  

Da die Frage, inwiefern ein landwirtschaftlicher Bedarf für eine 

Gartengestaltung besteht, nicht explizit geregelt ist, wird für 

Umgebungsgestaltungen bei zonenkonformen Wohnbauten regelmässig auf die 
Praxis zu den altrechtlichen Wohnbauten nach Art. 24c RPG zurückgegriffen. Die 
Baudirektion Kanton Zürich verfolgt eine langzeitige und konstante Praxis, 

wonach sie Gartenanlagen zu zonenfremden Wohnnutzungen in der 
Landwirtschaftszone nur in deren Nahbereich bewilligt, wobei dieser Nahbereich 
innerhalb eines 7 m-Radius um das Wohnhaus angenommen wird. Diese 

Einschränkung ist im Hinblick auf die Vermeidung weiterer Zersiedelung sinnvoll 
und grundsätzlich nicht in Frage zu stellen. Selbstredend sind diesbezüglich 
zonenkonforme, landwirtschaftliche Wohnnutzungen nicht schlechter zu stellen. 

Auch Landwirten ist eine Gartennutzung rund um ihr Heim nicht zu verwehren. 
Hingegen ist auch nicht ersichtlich, weshalb einer landwirtschaftlichen 
Wohnnutzung eine grössere Gartenfläche zustehen sollte als einer altrechtlichen, 

nicht zonenkonformen Wohnnutzung. Dies, zumal die Anlagen in beiden Fällen 
nicht der Landwirtschaft dienen und auch landwirtschaftliche Wohnbauten und 
selbst landwirtschaftliche Zweckbauten ihrem Bedarf entsprechend zu 

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beschränken sind, um die Zersiedelung gering zu halten und Kulturland wie auch 

die Landschaft zu schützen. Entsprechend ist nicht einzusehen, weshalb einer 
landwirtschaftlichen Wohnnutzung eine unbeschränkte Fläche zur 
Freizeitnutzung zur Verfügung stehen sollte. Wenn die Baudirektion Kanton 

Zürich ihre für nichtlandwirtschaftliches Wohnen ausserhalb der Bauzonen 
entwickelte Bewilligungspraxis für Gartenanlagen auch auf das 
landwirtschaftliche Wohnen anwendet und damit das raumplanerische Interesse 

höher einstuft, erscheint dies gerechtfertigt. Die regelmässig verlangte räumliche 
Beschränkung wurde im Sinne der Rechtsgleichheit, der Rechtssicherheit und 
der Raumplanung auch vom Bundesgericht geschützt (BGr 1C_439/2018 vom 

13. März 2020, E. 4.4). Dabei ist festzuhalten, dass es sich bei einer Praxis nicht 
um eine starre Regelung handelt, sondern um einen Richtwert.  

5.4 Grundsätzlich handelt es sich bei einem privaten Swimmingpool nicht 

um eine Anlage, welche im Sinne von Art. 24 RPG auf einen Standort ausserhalb 
der Bauzonen angewiesen ist oder der für ein landwirtschaftliches Gewerbe 
betriebsnotwendig wäre. Insofern kann er höchstens im Rahmen der hier 

unbestrittenermassen zonenkonformen landwirtschaftlichen Wohnnutzung 
beurteilt werden. Wie ausgeführt, kommt dabei die sogenannte 7 m-Regel zur 
Anwendung, wobei es sich um einen Richtwert handelt. Das rekurrentische 

Wohnhaus befindet sich mitten im Betriebszentrum und ist mit den übrigen 
betrieblichen Gebäuden zusammengebaut. Die südliche Fassade, vor der die 
Poolanlage erstellt wurde, steht zwar frei, wird jedoch von der rund 10 m breiten, 

betriebsnotwendigen Erschliessungsfläche, welche südlich um den 
Gebäudekomplex führt, umschlossen. Diese spezielle Konstellation wurde auch 
von der Baudirektion berücksichtigt, indem sie nicht davon ausgeht, dass eine 

Gartennutzung zu diesem Wohnhaus direkt an der Fassade erfolgen oder darauf 
verzichtet werden müsste. Der Swimmingpool wurde jedoch auch nicht 
anschliessend an diese Erschliessungsfläche errichtet, sondern 10 m weiter 

südlich. Die Fläche dazwischen dient ebenfalls der Gartennutzung, wie den 
Orthofotos zu entnehmen ist, für Blumen oder Kräuter sowie die 
Umgebungsgestaltung der Poolanlage, zu deren Gunsten der Garten in den 

letzten Jahren weichen musste (…). Inwiefern dieser Garten betriebsnotwendig 
sein soll bzw. er, falls er doch wesentlich zum betrieblichen Einkommen beitragen 
sollte, an dieser Stelle liegen muss, ist nicht ersichtlich, handelt es sich doch um 

einen Gemüseanbaubetrieb, der über die notwendigen Anbauflächen verfügt. 
Der bestehende Garten kann somit nicht als Argument für die noch grössere 
Distanz des Pools zum Wohnhaus herangezogen werden. Gleichzeitig kann die 

Aussengestaltung nicht weiter ausgedehnt werden, wenn die entsprechenden 
Flächen bereits belegt sind. Die räumliche Beschränkung führt dazu, dass 
allenfalls nicht jede gewünschte Nutzung realisiert werden kann und auf die eine 

zugunsten einer anderen verzichtet werden muss. Allerdings ist dabei wiederum 
zu beachten, dass nur untergeordnete und sich gut ins Landschaftsbild 
einfügende Anlagen bewilligungsfähig sind. Dies schliesst einen Swimmingpool 

nicht von vornherein aus, verlangt jedoch eine Anpassung in Bezug auf die 
Dimensionierung und Ausgestaltung, wobei klar festzuhalten ist, dass die strittige 
Anlage mit ihrer Grösse, Überdachung und grossflächigen befestigten 

Umgebung auch innerhalb des Nahbereichs nicht bewilligungsfähig wäre. Daran 
ändern im Übrigen auch die Bedürfnisse des Bruders des Rekurrenten nichts, 

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zumal diesen bislang auch mit einem kleineren Becken ohne Überdachung und 

erweiterte Sitzplatzgestaltung Rechnung getragen werden konnte.  

Insgesamt ist somit die Beurteilung der Baudirektion, wonach der 

Swimmingpool sich auch unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse klar 

ausserhalb des Nahbereichs des Wohnhauses befindet und gleichzeitig nicht als 
untergeordnet und sich in das Landschaftsbild einpassend erweist, 
nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Der Rekurs erweist sich insoweit als 

unbegründet.