# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24acfbaa-f26f-56e1-b309-634727a9e1ec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2009 D-5191/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5191-2009_2009-08-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5191/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren D._______,
alias A._______, geboren E._______, 
alias A._______, Geburtsdatum unbekannt, 
Nigeria,
F._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 5. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5191/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Nigeria am 18. Mai 2009 auf dem Luftweg mit einer ihm unbekannten 
Fluggesellschaft verliess und an einen ihm unbekannten Ort gelangte, 
seine Reise mit einer anderen ihm unbekannten Fluggesellschaft fort-
setzte und am 20. Mai 2009 in die Schweiz gelangte, wo er am glei-
chen Tag im G._______ um Asyl nachsuchte,

dass das BFM mit Verfügung vom 20. Mai 2009 dem Beschwerdefüh-
rer die Einreise in die Schweiz bewilligte, 

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere abgab,

dass er am 29. Mai 2009 im H._______ befragt und am 9. Juli 2009 in 
Anwendung von Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
[AsylG,  SR  142.31]) in  Anwesenheit  seiner  Rechtsvertretung 
beziehungsweise  Vertrauensperson  durch  das  Bundesamt  zu  den 
Asylgründen angehört wurde,

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte,  im November  2008 hätten Kämpfe zwischen Muslimen 
und Christen in I._______ unter anderem zur Zerstörung seiner Schule 
geführt,  weshalb  er  fortan  in  der  Kirche  gemeinsam  mit  anderen 
Kindern von einem Pfarrer betreut worden sei,

dass er den Wunsch geäussert habe, weiterhin zur Schule gehen zu 
wollen,

dass  man seinem Wunsch  entsprochen  und  ihm mitgeteilt  habe,  er 
würde im Ausland -  im Land der  weissen Leute -  zur  Schule gehen 
können,

dass er sich gefreut und in Begleitung des Pfarrers seine Reise nach 
J._______ angetreten habe,

dass er nach der Landung im Flughafen seinen Begleiter aus den Au-
gen  verloren  habe,  worauf  er  sich  weinend  an  die  Polizei  gewandt 
habe und diese vergeblich den Namen seines Begleiters ausgerufen 
habe,

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dass er von den Polizisten erfahren habe, dass er sich in der Schweiz 
und nicht in J._______ befinde,

dass er einfach nur Hilfe brauche und gar nicht wisse, was Asyl sei,

dass es keinen anderen Ort gebe, wo er hingehen könne, 

dass er niemanden in seinem Heimatland habe und es besser wäre, 
ihm eine Schlinge um den Hals zu legen, als ihn zurückzuschaffen, 

dass der Beschwerdeführer mit  Fernhalteverfügung der Regionalpoli-
zei Bern vom 21. Juli 2009 wegen Störung der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung - Verkauf von Drogen  - aus einem von den Behörden be-
zeichneten Perimeter ausgegrenzt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. August 2009 - eröffnet am 10. Au-
gust 2009 - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung die aufschie-
bende Wirkung entzogen wurde,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass die Darstellung zu den angeblich nicht vorhandenen Ausweisen 
den stereotypen Vorbringen vieler  Gesuchsteller  entsprechen würde, 
welche nicht bereit  seien, ihre Identität  mittels Dokumenten zu bele-
gen,

dass in den Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinem Alter, sei-
nen Eltern, seinen Verwandten und ausserfamiliären Bezugspersonen 
sowie  zu  seiner  Schulbildung  und  -dauer  zahlreiche  Widersprüche 
festzustellen seien, 

dass seinen Vorbringen insgesamt nicht geglaubt werden könne, wes-
halb davon auszugehen sei, er sei mit entsprechenden Dokumenten in 
die Schweiz gereist,

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dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-
schwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu-
reichen,

dass  das  BFM  auch  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu  den 
asylbegründenden Vorbringen als widersprüchlich und tatsachenwidrig 
qualifizierte, 

dass  er  demnach  die  Flüchtlingseigenschaft gemäss  Art.  3  und  7 
AsylG nicht erfülle, weshalb aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklä-
rungen zur Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft oder von Wegwei-
sungsvollzugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. August 2009 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei  die vollumfängliche Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung, die Gutheissung seines Asylgesuch sowie even-
tualiter  die Aufhebung des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung 
der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass sich aus den Verfahrensakten keine Anhaltspunkte ergeben, wel-
che  zu  Zweifeln  an  der  Urteilsfähigkeit  des  am B._______,  be-
ziehungsweise  D._______,  beziehungsweise  E._______ geborenen 
Beschwerdeführers  Anlass  geben  würden,  weshalb  er  unter  diesen 
Umständen, ungeachtet der Glaubhaftigkeit seiner geltend gemachten 
Minderjährigkeit, als prozessfähig zu erachten ist,

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

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dass deshalb auf den Antrag auf Gewährung von Asyl nicht einzutre-
ten ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte, er habe in seinem Heimatland weder einen 
Pass noch eine Identitätskarte besessen oder beantragt (vgl. A 7/10, 
S. 4), 

dass er nicht wisse, unter welcher Identität er gereist sei, und ihm die 
Bordkarte  mit  dem  darauf  aufgedruckten  Namen  nichts  sage  (vgl. 
A 7/10, S. 2),

dass er absolut nichts zur Beschaffung von Identitätsdokumenten un-
ternehmen könne (vgl. A 7/10, S. 5),

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dass der Beschwerdeführer zum Reiseweg, zu den benutzten Flugge-
sellschaften sowie zur Zwischendestination keinerlei Angaben machen 
konnte, was als Hinweis zu werten ist, er wolle seine wahren Reiseum-
stände gegenüber den Asylbehörden nicht offen legen,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuches Dokumente einzurei-
chen,  zutreffend und mit  hinreichender Begründung verneint  hat und 
zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  darauf  verwiesen  werden 
kann,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den diesbe-
züglichen Erwägungen nichts entgegenbringt,

dass indessen in Abweichung zu seinen protokollierten Aussagen, wo-
nach ihm die Zwischendestination völlig unbekannt gewesen sei (vgl. 
A 7/10, S. 7), auf Beschwerdeebene erstmals dargelegt wird, der Flug-
zeugwechsel habe in K._______ stattgefunden, 

dass diese Darstellung in der Beschwerde nicht ansatzweise geeignet 
ist, die festgestellten Unglaubhaftigkeitsmerkmale auszuräumen, son-
dern im Gegenteil die Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fest-
gestellten  Unglaubhaftigkeitsmerkmale  weiter  bestärkt  und zu  keiner 
vom BFM abweichenden Beurteilung führt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
auf  die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass es der  Beschwerdeführer  unterlässt,  sich mit  den Erwägungen 
der Vorinstanz auseinanderzusetzen, sondern lediglich den bereits ak-

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tenkundigen Sachverhalt wiederholt und in unsubstanziierter Weise an 
der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen festhält, weshalb die Ausführun-
gen in der Beschwerdeschrift insgesamt nicht geeignet sind, zu einer 
anderen Beurteilung zu führen,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des  AuG  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  nach  eigenen  Angaben  am  E._______ 
beziehungsweise  D._______  oder  B._______  geboren  wurde,  somit 
nach dem massgebenden schweizerischen Recht (vgl. EMARK 1994 
Nr. 11 E. 4d S. 92) noch minderjährig wäre, und mithin grundsätzlich 
den Normen des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die 
Rechte  des  Kindes  (KRK,  SR   0.107)  unterliegen  würde,  welchen 
Bestimmungen  im  Hinblick  auf  die  Frage  der  Zulässigkeit  und  Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzuges besonders Rechnung zu tragen 
wäre,

dass  die  Vorinstanz  aber  zu  Recht  auf  diesbezügliche  Erwägungen 
und allenfalls  weitere  Abklärungen im Heimatstaat  des Beschwerde-

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führers  verzichten konnte,  da sie  zutreffend davon ausgegangen ist, 
dass der Beschwerdeführer versucht habe, seine Identität - und mitun-
ter auch seinen wirklichen Geburtstag - zu verschleiern,

dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer 
minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten Identitäts-
dokumenten auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1 S. 210), 
vorliegend  der  Beschwerdeführer  jedoch  -  wie  dargelegt  -  keine 
Identitätsdokumente eingereicht hat,

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung insgesamt  mit  über-
zeugenden Argumenten dargelegt hat, weshalb den Angaben des Be-
schwerdeführers  über  sein  Alter  nicht  geglaubt  werden  könne,  und 
sich bei seiner Beurteilung zutreffend auf die offenkundig unsubstanzi-
ierten  und  realitätsfremden  Angaben  -  insbesondere  seine  Identität, 
den Reiseweg sowie seine Identitätspapiere betreffend - gestützt hat 
(vgl. diesbezüglich EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 S. 210 ff.), 

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  behaupteten 
Identität in der Tat vage ausgefallen sind, 

dass er zwar ein genaues Geburtsdatum angab, dieses jedoch variier-
te (vgl. A 20/20, S. 8), und zudem hinsichtlich seiner Absichten, seine 
Identität zu belegen, auffallend vage und interesselos blieb,

dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objekti-
ve Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der 
Beweislosigkeit trägt (vgl. EMARK 2001 Nrn. 22 und 23), und es dem 
Beschwerdeführer vor dem Hintergrund der Erwägungen nicht gelun-
gen ist, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, 

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG) grundsätzlich von Amtes we-
gen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und 
Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  asylsuchenden 
Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der  Asylbehörden 
sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypotheti-
schen Herkunftsländern zu forschen,

dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner von ihm nicht 
rechtsgenüglich  nachgewiesenen  wahren  Identität  zu  tragen  hat,  in-

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dem vermutungsweise  davon auszugehen ist,  es würden einer Weg-
weisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine  Vollzugshindernisse 
im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entge-
gen stehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 f.),

dass  nach  dem  Gesagten  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen 
und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass  die  Kosten  des  Verfahrens in  der  Höhe von Fr. 600.--  (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- den L._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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