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**Case Identifier:** ff7b7fe2-07f0-5608-ba28-a65117eb40ad
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.12.2025 IV 2025/70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-70_2025-12-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/6

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/70

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.01.2026

Entscheiddatum: 03.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 03.12.2025
Art. 55 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 IVV. Der Beschwerdeführer war zuletzt 
als Grenzgänger im Kanton St. Gallen erwerbstätig und hatte im Zeitpunkt 
der Anmeldung bei der IV-Stelle seinen Wohnsitz weiterhin in der 
benachbarten Grenzregion. Die Beschwerdegegnerin war folglich für den 
Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zuständig. Die Beschwerde wird 
dahingehend gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben 
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie 
die Angelegenheit zum Erlass der Verfügung über den Rentenanspruch der 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) überweise (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Dezember 2025, IV 
2025/70).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/5 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 3. Dezember 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Katja Blättler  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/70 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/70 
 

 

2/5 

Sachverhalt 
A.  

A.a Der in Deutschland wohnhafte A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 28. März 2023 
über seinen Krankentaggeldversicherer bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle 

SG) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1 ff.). Er war damals als 

Grenzgänger bei der B.___ erwerbstätig. Das seit 1. Januar 2017 bestehende Arbeitsverhältnis wurde 

von der Arbeitgeberin per 30. Juni 2023 gekündigt (IV-act. 16).  

A.b Nach ersten Abklärungen überwies die IV-Stelle SG unter Hinweis auf den Wohnsitz des 
Versicherten im Ausland die Akten am 16. Juni 2023 der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: IVSTA) mit der Bitte um weitere Bearbeitung der IV-Anmeldung und Prüfung der 

Einleitung des EU-Verfahrens (IV-act. 34). Die IVSTA retournierte der IV-Stelle SG daraufhin mit 

Schreiben vom 30. Juni 2023 das Leistungsbegehren des Versicherten zwecks Abklärung und 

Beschlussfassung. Sie wies darauf hin, dass aufgrund des Wohnsitzes des Versicherten im Ausland 

die IVSTA für den Erlass der Verfügung zuständig sei (IV-act. 35). 

A.c Am 6. Juli 2023 teilte die IV-Stelle SG dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche 
Massnahmen bestehe (IV-act. 37). Nach Beizug der Akten des Krankentaggeldversicherers und 

Durchführung weiterer Abklärungen, insbesondere Einholung des polydisziplinären Gutachtens der 

Neurologie Toggenburg AG vom 12. Dezember 2024 (IV-act. 104), stellte die IV-Stelle SG dem 

Versicherten mit Vorbescheid vom 6. Januar 2025 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht 

(IV-act. 111). Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2025 Einwand (IV-act. 116 f.). 

A.d Am 26. Februar 2025 verfügte die IV-Stelle SG entsprechend ihrem Vorbescheid (IV-act. 120). 

B.  

B.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 24. März 2025 (Datum 
Postaufgabe) Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 26. Februar 2025 sei aufzuheben und 

es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei eine neue multidisziplinäre medizinische 

Begutachtung anzuordnen (act. G1).  

B.b Die IV-Stelle SG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. 
Juli 2025 die Abweisung der Beschwerde (act. G6).  

B.c Mit Replik vom 19. August 2025 beantragte der Beschwerdeführer insbesondere, es sei ihm mit 
Wirkung ab August 2022 eine ganze IV-Rente zuzusprechen und das Gutachten der Neurologie 

Toggenburg AG sei mangels Verwertbarkeit aus dem Recht zu weisen. Es sei festzustellen, dass ihm 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/70 
 

 

3/5 

eine erneute "Standardbegutachtung" aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar sei. Eventualiter 

sei ein Gerichtsgutachten an einer universitär angebundenen Fachklinik mit nachgewiesener 

Kompetenz im Bereich ME/CFS durchzuführen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die 

privat bezahlten medizinischen Abklärungskosten zu erstatten (act. G8).  

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 8. September 2025 auf die Einreichung einer Duplik 
(act. G10).  

B.e Am 5. September 2025 (Posteingang: 15. September 2025) und 17. November 2025 reichte der 
Beschwerdeführer weitere Eingaben ein (act. G11, G15). 

Erwägungen 
1.  

Zunächst ist von Amtes wegen zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung zuständig war.  

1.1  Zuständig ist in der Regel die IV-Stelle, in deren Kantonsgebiet der Versicherte im Zeitpunkt der 
Anmeldung seinen Wohnsitz hat. Der Bundesrat ordnet die Zuständigkeit in Sonderfällen (Art. 55 Abs. 

1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Nach Art. 40 Abs. 1 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist zuständig zur Entgegennahme und 

Prüfung der Anmeldungen die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten ihren Wohnsitz 

haben (lit. a) oder für im Ausland wohnende Versicherte – unter Vorbehalt der speziellen Regelung 

für Grenzgänger gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV sowie des hier nicht interessierenden Art. 40 Abs. 2bis IVV 

– die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (lit. b). Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die 

IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbstätigkeit ausüben, zur Entgegennahme und 

Prüfung der Anmeldungen zuständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der 
Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der 

Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden 

von der IVSTA erlassen. Laut Art. 40 Abs. 3 IVV bleibt die einmal begründete Zuständigkeit der IV-

Stelle im Verlauf des Verfahrens grundsätzlich erhalten. 

1.2 Der Beschwerdeführer war zuletzt als Grenzgänger im Kanton St. Gallen erwerbstätig (IV-act. 16, 
IV-act. 33) und lebte im Zeitpunkt der Anmeldung bei der Invalidenversicherung und auch heute noch 

im grenznahen Raum in C.___. Er macht einen Gesundheitsschaden geltend, der auf die Zeit seiner 

Tätigkeit als Grenzgänger im Kanton St. Gallen zurückgehen soll (IV-act. 1 Ziff. 6.1, IV-act. 33-2). Unter 

diesen Umständen war die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 40 Abs. 2 IVV zur Entgegennahme 

und Prüfung der IV-Anmeldung des Beschwerdeführers zuständig, jedoch nicht für den Erlass der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/70 
 

 

4/5 

Verfügung. Letzteres fällt in den Zuständigkeitsbereich der IVSTA (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

vom 15. Juni 2010, 9C_108/2010, E. 2.2; Rz. 7006 ff. des Kreisschreibens über das Verfahren in der 

Invalidenversicherung [KSVI]; Rz. 1004 des Kreisschreibens über die Rechtspflege in 

AHV/IV/EL/EO/FamZLw/FamZ/ÜL; URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der 

Invalidenversicherung, 2010, S. 145, Rz. 806). Darauf hat die IVSTA die Beschwerdegegnerin im 
Übrigen im Schreiben vom 30. Juni 2023 auch ausdrücklich hingewiesen (IV-act. 35; vgl. auch das nach 

Erlass der angefochtenen Verfügung verfasste Schreiben der IVSTA an die Beschwerdegegnerin vom 

26. Mai 2025, in dem die IVSTA nochmals darauf hinwies, dass aufgrund des Wohnsitzes des 

Beschwerdeführers im Ausland die IVSTA für den Erlass der Verfügung zuständig sei [IV-act. 151]). 

Die Beschwerdegegnerin war folglich für den Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zuständig; sie 

hätte die Akten nach Abschluss der Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfahrens zum 

Erlass der Verfügung an die IVSTA überweisen müssen, damit diese die Verfügung erlässt. 

1.3 Die gesetzliche Zuständigkeitsordnung im öffentlichen Verfahrensrecht 
hat zwingenden Charakter. Von den gesetzlich festgelegten sachlichen, örtlichen und funktionellen 

Zuständigkeiten darf folglich nicht abgewichen werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

kann jedoch unter gewissen Voraussetzungen aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung 

des Entscheids einer unzuständigen kantonalen IV-Stelle abgesehen werden, nämlich dann, wenn die 

Unzuständigkeit nicht gerügt wird und zudem aufgrund der Aktenlage in der Sache entschieden werden 

kann (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 16. Juli 2002, I 8/02, E. 1.1 mit 

Hinweisen). Ein Anspruch auf Heilung der Unzuständigkeit besteht allerdings nicht (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. August 2010, IV 2009/243, E. 2.3).  

1.4 Zwar rügt der Beschwerdeführer die Unzuständigkeit der Beschwerdegegnerin zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung nicht, hält indessen eventualiter die Durchführung zusätzlicher Abklärungen 

für erforderlich, weshalb nicht von vornherein davon ausgegangen werden kann, dass die Sache 

materiell spruchreif ist und bereits gestützt darauf nicht von der Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung infolge Unzuständigkeit abgesehen werden kann. Der fehlenden Rüge der Unzuständigkeit 
darf im vorliegenden Fall zudem kein hohes Gewicht beigemessen werden, da der Beschwerdeführer 

nicht anwaltlich vertreten ist. Des Weiteren ist – wie das EVG im erwähnten Urteil vom 16. Juli 2002, I 

8/02, in E. 2.4 weiter ausführte – in Fällen wie dem vorliegenden dem Gesichtspunkt der 

Prozessökonomie geringeres Gewicht beizumessen. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass Personen mit 

Wohnsitz im Ausland ein schutzwürdiges sachliches Interesse daran haben, dass ihr Rentenanspruch 

von der IVSTA beurteilt wird, da diese auf Grund ihrer Kenntnisse und Erfahrung besser als eine 

kantonale IV-Stelle in der Lage ist, relevante Geschehensabläufe ausserhalb der Schweiz kompetent 

zu würdigen. Im Übrigen wird durch die Zuweisung der Fälle von im Ausland wohnenden Personen an 

die IVSTA eine einheitliche Rechtsanwendung gewährleistet, was auch im Interesse der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/70 
 

 

5/5 

Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit liegt. Schliesslich ist zu beachten, dass für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen der IVSTA nicht das kantonale Versicherungsgericht, sondern das 

Bundesverwaltungsgericht zuständig ist (Art. 69 Abs. 1 lit. b IVG). Eine Heilung des 

Zuständigkeitsmangels würde damit zu einer Abweichung vom gesetzlich zwingend geregelten 

Rechtsmittelweg führen. Ein Absehen von der Aufhebung der angefochtenen Verfügung der 
unzuständigen Beschwerdegegnerin rechtfertigt sich – selbst unter Beachtung der angesichts des 

zwingenden Charakters der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung kritisch zu betrachtenden 

bundesgerichtlichen Praxis – daher nicht.  

1.5 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die angefochtene 
Verfügung vom 26. Februar 2025 wegen Unzuständigkeit der Beschwerdegegnerin aufzuheben ist. Die 

Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie – nach allfälliger Aktualisierung des 

Dossiers – die Angelegenheit zum Erlass der Verfügung über den Rentenanspruch der IVSTA 

überweise. 

2.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist sie vollumfänglich der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- ist dem 

Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 26. Februar 

2025 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie die 

Angelegenheit zum Erlass der Verfügung über den Rentenanspruch der IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (IVSTA) überweise. 

2.  
Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

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		2026-01-28T03:57:15+0100
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