# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04044524-2754-595a-a6b0-af680a02481c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-03-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.03.2013 BB.2013.3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2013-3_2013-03-28.pdf

## Full Text

Beschluss vom 28. März 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A.,  

vertreten durch Rechtsanwalt Venerio Quadri 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Kostentragungspflicht der beschuldigten Person bei 

Einstellung des Verfahrens (Art. 426 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 310 Abs. 2 StPO); aufschiebende Wirkung 

(Art. 387 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2013.3 + BP.2013.1 

 

 

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft im Rahmen der gegen A. und gegen deren Ehe-

mann B. wegen des Verdachts der Geldwäscherei am 9. Oktober 2008 

Vermögenswerte der Kontobeziehung Nr. 1, lautend auf die C. AG, bei der 

Bank D. AG in Z. beschlagnahmte; 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 30. Oktober 2012 die Be-

schlagnahme des obgenannten Kontos bei der Bank D. AG bis auf einen 

Restbetrag von EUR 14'338.-- aufgehoben hat;  

 

- das Verfahren gegen A. mit Verfügung vom 10. Januar 2013 unter Auferle-

gung der Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- eingestellt wurde (act. 1.1); 

 

- A. am 21. Januar 2013 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-

richts Beschwerde erhebt und beantragt, Ziff. 2 des Dispositivs der Einstel-

lungsverfügung hinsichtlich der Kostenauferlegung sei aufzuheben; sie zu-

dem u.a. beantragt, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu er-

teilen (act. 1); 

 

- A. mit Eingabe vom 25. März 2013 den Rückzug ihrer Beschwerde vom  

21. Januar 2013 erklärt (act. 5 und 5.1), was der Bundesanwaltschaft mit 

Schreiben vom 27. März 2013 zur Kenntnis gebracht wird (act. 6); 

 

- wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis 

zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Akten-

ergänzungen zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO); 

 

- der Rückzug der Beschwerde vorliegend nach Abschluss des Schriften-

wechsels und daher nicht mehr im Sinne des Gesetzes rechtzeitig erfolgte; 

 

- dessen ungeachtet kein Interesse mehr an der Weiterführung des Be-

schwerdeverfahrens besteht;  

 

- die Beschwerde dementsprechend gegenstandslos geworden ist und somit 

als erledigt abzuschreiben ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens das Nebenverfahren betreffend auf-

schiebende Wirkung ebenfalls zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 

abzuschreiben ist; 

 

 

 

- die Kosten eines gegenstandslos gewordenen Beschwerdeverfahrens der-

jenigen Partei aufzuerlegen sind, welche die Gegenstandslosigkeit verur-

sacht hat (TPF 2011 31); 

 

- die Gegenstandslosigkeit von der Beschwerdeführerin durch ihren (verspä-

teten) Rückzug verursacht worden ist, weshalb sie die Kosten für das vor-

liegende Verfahren zu tragen hat; 

 

- diese auf Fr. 500.-- festzusetzen sind (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 

Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR, SR 173.713.162]); 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und erkennt: 

 

 

 

1. Die Beschwerde wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrie-

ben. 

 

2. Das Gesuchsverfahren betreffend aufschiebende Wirkung wird zufolge Ge-

genstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 28. März 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Venerio Quadri 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).