# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fca96f42-82b7-5cb2-b69e-fdf85ddbeae7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.07.2015 IV 2013/179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-179_2015-07-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/179

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2020

Entscheiddatum: 21.07.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2015
Art. 28 IVG. Das Gutachten ist nicht überzeugend. Rückweisung zur weiteren 
Abklärung, da der Sachverhalt sich auch in weiteren Punkten als 
unzureichend abgeklärt erweist (Entscheid des Versicherungsgericht des 
Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2015, IV 2013/179).

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2015

Entscheid vom 21. Juli 2015

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Miriam 

Lendfers; Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und

Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Rente

Sachverhalt

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A.       

A.a  A.___ meldete sich erstmals im Februar 2008 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Sie gab an, seit Geburt an einer Skoliose zu leiden. Weiter 

bestünden eine Stenose und eine Osteoporose, ausserdem sei der Ischiasnerv 

eingeklemmt (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 12. Februar 2009 wurde ihr 

Leistungsbegehren abgewiesen (IV-act. 38).

A.b  Am 27. August 2010 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von 

Leistungen der IV an. Neu gab sie an, aufgrund der starken Medikation gegen die 

Rückenschmerzen sei sie nicht mehr in der Lage, ihre Tätigkeit wie bisher auszuüben. 

Sie leide an Müdigkeit und Konzentrationsschwäche (IV-act. 47). Am 5. August 2010 

berichtete der Oberarzt der Klinik für orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals 

St. Gallen, die Versicherte zeige im MRI eine foraminale Stenose von L5 beidseits. Im 

radiologischen Bild zeige sich eine massive Thorakoskoliose sowie eine 

fortgeschrittene Spondylose mit Spondylolisthese Grad III. Der Versicherten sei die 

operative Sanierung empfohlen worden, wobei sie einer operativen Intervention aber 

skeptisch gegenüber stehe und die konservative Therapie ausnützen wolle (IV-act. 48). 

Im Arbeitgeberbericht vom 13. November 2010 wurde festgehalten, dass die 

Versicherte aufgrund ihrer starken Medikation nicht mehr in der Lage sei, ihre Tätigkeit 

wie bisher auszuführen. Nachdem sie vom 21. Januar bis 22. Februar 2009 zu 100% 

und vom 23. März 2009 bis 21. Oktober 2010 zu 50% arbeitsunfähig gewesen sei, sei 

sie aktuell in einem Pensum von 50% tätig, habe aber ihre volle Einsatzfähigkeit bei 

weitem nicht erreicht. Da die Versicherte eine langjährige Mitarbeiterin sei, sei man 

bereit, sie im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes weiter zu beschäftigen (IV-

act. 59-4 f.).

A.c  Am 19. Dezember 2010 berichtete Dr. med. B.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie 

und Psychotherapie, die Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1). Zudem leide sie an 

ausgeprägter Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Am Arbeitsplatz sei sie aufgrund ihrer 

mangelnden Konzentration, Vergesslichkeit, Schläfrigkeit und Unzuverlässigkeit 

aufgefallen. Aufgrund dessen sei sie vor drei Monaten von den Aufgaben als 

Pflegefachfrau entbunden und als Betreuerin weiterbeschäftigt worden. Diese 

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Kränkung habe die depressive Symptomatik verstärkt. Die Versicherte nehme die 

Medikamente Concerta, Ritalin, Quilonorm und Cymbalta ein. Es bestehe eine 

verminderte Leistungsfähigkeit von 50% bei einem Pensum von 100% (IV-act. 64). 

Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 

25. November 2010, die Versicherte nehme auch Transtec, Targin und Wellbutrin. Eine 

Tätigkeit im Rahmen von 4-5 Stunden am Tag erachte er als zumutbar (IV-act. 63-2).

A.d  Am 26. Januar 2011 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass eine medizinische 

Abklärung notwendig sei (IV-act. 66). Dazu wurde die Versicherte am 13. April 2011 

internistisch/rheumatologisch und psychiatrisch begutachtet. Das Gutachten wurde am 

7. Juli 2011 erstattet (IV-act. 72). Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Rheumatologie und 

Innere Medizin, hielt folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest:

"1. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bds. rechtsbetont bei/mit:

- Wirbelsäulenfehlform mit schwerer Rotationsskoliose der BWS

- i. progredienter Grössenverlust, DD bei Dg3

- Fehlstatik und muskulären Dysbalancen

- Lumbosakraler Segmentdegeneration und Spondylolisthese L5

- Anamnestisch V.a. beginnende Claudicatio spinalis

2. Cervicovertebralsyndrom

- Degenerative Veränderungen der HWS

- Muskuläre Dysbalance bei Fehlstatik in Folge Skoliose

3. V.a. manifeste Osteoporose

- Grössenverlust 7cm seit 2009

- Akzentuierung von Skoliose und Kyphose im Verlauf?

4. Symmetrische Polyarthritis der MCP- und PIP-Gelenke, einschliesslich Fussbefall?

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- Morgensteifigkeit > 60 Minuten" (IV-act. 72-25).

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien eine chronische Hepatitis C und ein 

Nikotinabusus von mind. 30 py. Die Versicherte nehme die folgenden Medikamente ein: 

Ecofenac, Transtec, Targin, Pantozol, Novaril und Fokaline (IV-act. 72-22). Aus 

rheumatologischer Sicht bestehe das arbeitsmedizinische Problem in einer 

verminderten Belastbarkeit des Achsenorgans für schweres Heben und Tragen von 

Lasten sowie für Arbeiten in wirbelsäulenbelastenden Zwangspositionen, 

längerdauernd rein stehend, in vornüber geneigten Körperhaltungen, mit repetitiv 

rumpforientierten Stereotypien sowie im Überkopfbereich. Zumutbar seien körperlich 

leicht belastende Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit 

idealerweise der Möglichkeit zur freien Wahl der zuträglichen Körperhaltung und der 

Möglichkeit zur Arbeit im eigenen Rhythmus (IV-act. 72-26).

Aus psychiatrischer Sicht lägen folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits­

fähigkeit vor:

"1. Psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten 

Erkrankungen (Lumbovertebralsyndrom) (ICD-10: F54)

2. Dysthymia (ICD-10: F34.1)

3. Anamnestisch: ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0) mit ständigem Gebrauch 

psychotroper Substanzen (Stimulantien)"

Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus 

psychiatrischer Sicht fest, bei der aktuellen Untersuchung seien kaum objektivierbare 

Hinweise auf das Vorliegen depressiver Symptome vorhanden gewesen. Es sei eine 

nervöse, agitierte und angespannte Versicherte eruierbar gewesen, bei dysthymem 

Grundaspekt, jedoch keine depressive Symptomatik im engeren Sinn. Dies könne 

jedoch auch ein Erfolg der antidepressiven Therapie sein, wobei die Versicherte nun 

auf ein trizyklisches Medikament eingestellt worden sei. Die Verstärkung der 

Depression durch die Arbeitsniederlegung spreche dafür, dass die Versicherte von der 

Beschäftigung profitiert habe. Jede ausserhäusliche Tätigkeit wäre aus psychiatrischer 

Sicht heilsam. Die Versicherte sehe Chancen für eine positive Lebensgestaltung 

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subjektiv nur noch in einer Berentung. Aus psychiatrischer Sicht habe sich jedoch kein 

Grund finden können, warum die Willensanstrengung zur Reintegration in das 

Berufsleben von der Versicherten nicht auch weiterhin gefordert werden könne (IV-

act. 72-28). Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten hielten die Gutachter fest, aufgrund 

der bislang im Vordergrund stehenden chronischen Rückensymptomatik mit derzeit 

möglicher Claudicatio spinalis sei die Versicherte in der zuvor ausgeübten körperlich 

leicht belastenden Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig im Sinne von halbtätigen Einsätzen. 

Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit auf 70% zu schätzen, wobei sich die 

Einschränkungen aus dem multifaktoriellen Symptomkomplex "Müdigkeit und 

Konzentrationsschwierigkeiten" ergebe (IV-act. 72-28). Medizinisch theoretisch seien 

der Versicherten an die Beschwerden ideal angepasste Tätigkeiten in einem 

rentenausschliessenden Pensum, zumindest in einem 70%igen Pensum zuzumuten 

(IV-act. 72-30).

A.e  Am 27. September 2011 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass keine 

Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, da sie sich nicht arbeitsfähig fühle (IV-

act. 78).

A.f   Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt gab die 

Versicherte am 19. Oktober 2011 an, sie würde heute ohne die gesundheitliche 

Beeinträchtigung einer 60%igen Erwerbstätigkeit nachgehen. Sie habe aus 

gesundheitlichen Gründen die Kündigung erhalten und sei nicht arbeitsfähig (IV-

act. 80-10). Am 28. Februar 2012 fand eine Abklärung im Haushalt der Versicherten 

statt (IV-act. 89). Die Abklärungsperson beschrieb die Versicherte als körperliches 

Wrack, untergewichtig und ausgemergelt. Infolge Osteoporose sei sie um 9 cm 

geschrumpft. Im Gespräch vor Ort sei auf eine weitere gesundheitliche 

Verschlechterung seit der Begutachtung im April 2011 hingewiesen worden. Es habe 

ein weiterer innerer Zerfall nach dem definitiven Verlust der Arbeitsstelle und der 

dadurch praktisch einzigen Sozialkontakte stattgefunden (IV-act. 89-12). Insgesamt 

wurde die Versicherte als im Haushalt zu 41% eingeschränkt eingeschätzt.

A.g  Am 14. Juli 2012 berichtete Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, die durchgeführten Tests hätten gezeigt, dass bei der Versicherten 

ohne Einnahme von Methylphenidat eine deutlich eingeschränkte 

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Konzentrationsfähigkeit sowie eine verlangsamte sensomotorische 

Grundgeschwindigkeit bestünden (IV-act. 92-2). Die Versicherte leide an 

Antriebsmangel, emotionaler Überreagibilität, Aufmerksamkeitsstörung, verminderter 

Belastbarkeit und sei beim Lasten Heben und längeren Stehen eingeschränkt. Mit 

diesen Symptomen und Einschränkungen sei eine Tätigkeit in der Pflege nicht 

verantwortbar (IV-act. 92-4). Er diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie ein ADHS im Erwachsenenalter und schätzte 

die Versicherte als Psychiatriepflegerin als zu 100% arbeitsunfähig ein. Seit der 

Kündigung ihrer Stelle sei die Versicherte mit Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin, 

Reboxetin, Fluoxetin, Atomoxetin, Dexmethylphenidat [vers. galenische Formen], 

Dexamphetamin, MAOI Selegilin und Venlafaxin behandelt worden. 

A.h  RAD-Arzt Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 

22. August 2012 Stellung. Er führte aus, der Ansicht von Dr. F.___ könne nicht gefolgt 

werden, da die Behandlung mit Ritalin als Schmerzbehandlungsindikation von den 

Herstellerrichtlinien nicht vorgesehen sei. Zudem sei auch die Dosierung von 400 mg 

Methylphenidat täglich sehr hoch. Aus der Aufzählung der bereits zum Einsatz 

gekommenen Medikamente zeige sich eine schwer nachvollziehbare Polypragmasie. 

Es müsse eine iatrogene Ritalinabhängigkeit zugunsten der Aufgabe eines 

andersartigen Substanzgebrauchs bei Hepatitis C vermutet werden. Die von Dr. F.___ 

durchgeführten Tests wiesen eklatante Mängel auf. Die detaillierte Schilderung des 

Verhaltens der Versicherten im Arbeitgeberfragebogen dokumentiere eine hochgradige 

Medikamentenüberdosierung. Aus medizinischer Sicht sei seit der Begutachtung keine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. An der im Gutachten 

ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit von 50% könne aus fachpsychiatrischer Sicht 

festgehalten werden (IV-act. 93-4)

A.i    Mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2012 kündigte die IV-Stelle an, sie werde das 

Leistungsbegehren der Versicherten bei einem IV-Grad von 34% abweisen 

(Einschränkung im Erwerb 17.4%, im Haushalt 16.4%) (IV-act. 100).

A.j    Am 29. Januar 2013 liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter die 

Ausrichtung einer Rente beantragen (IV-act. 105). Der Rechtsvertreter führte an, die 

Versicherte habe ihre Tätigkeit aufgrund ihres Rückenleidens nur mit der Einnahme von 

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Ritalin bewerkstelligen können. Sie habe dieses Medikament als Energiequelle benutzt, 

damit sie einigermassen habe funktionieren können. In Rücksprache mit Dr. F.___ 

nehme sie dieses aber seit ca. November 2012 nicht mehr ein. Allein aus 

psychiatrischer Sicht gehe Dr. F.___ von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus. In 

einer angepassten Tätigkeit gehe er von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von vielleicht 

30% aus (vgl. IV-act. 105-18). Das Gutachten von Dr. D.___, der aus rheumatologischer 

Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei, sei aufgrund der aktuellen 

medizinischen Situation überholt. Dies zeige auch der Arbeitgeberbericht, in dem 

festgehalten worden sei, dass die Versicherte ihre volle (frühere) Arbeitsfähigkeit bei 

weitem nicht erreiche. Weiter sei festzuhalten, dass die Versicherte als Pflegefachfrau 

in einem 100%-Pensum Fr. 74'841.-- verdienen würde. Das von ihr zuletzt erzielte 

Einkommen sei ein Soziallohn gewesen und könne nicht für die Berechnung des 

Invaliditätsgrades herangezogen werden. Die Einschränkungen im Haushalt seien zu 

tief eingeschätzt worden. Unter Ziff. 7.4 "Einkauf und weitere Besorgungen" sei der 

Einschränkungsgrad mit 50% zu tief berücksichtigt worden. Aufgrund des schweren 

Rückenleidens mit Lähmungserscheinungen sowie wegen der schweren 

Konzentrationsstörungen müsse mindestens ein Einschränkungsgrad von 80% 

berücksichtigt werden. Es könne nicht sein, dass bei der Rubrik "Wäsche und 

Kleiderpflege" trotz der geltend gemachten Einschränkung von 50% gar keine 

Einschränkung akzeptiert worden sei. Insbesondere könne dem berufstätigen Ehemann 

nicht zugemutet werden, die ganze Wäsche- und Kleiderpflege vorzunehmen, 

nachdem bereits seine Mitarbeit in der Wohnungspflege und Ernährung aufgrund der 

Schadenminderungspflicht zu einer Reduktion des IV-Grades geführt habe. Da die 

Berechnung des Einschränkungsgrades einen gewissen Unsicherheitsfaktor aufweise 

und da selbst die Abklärungsperson die Versicherte als körperliches Wrack bezeichnet 

habe, sei im Haushalt ein Einschränkungsgrad von 50% angebracht. Daraus resultiere 

ein IV-Grad von 20% im Haushalt und 60% in der Erwerbstätigkeit, insgesamt ein IV-

Grad von 80%. Weiter seien alle Gutachten mindestens zwischen 2 und 3 Jahre alt und 

somit nicht mehr relevant. Daher sei ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen, das in 

orthopädischer/rheumatologischer und psychiatrischer Sicht die Beeinträchtigungen 

der Versicherten beurteile.

A.k  Einem Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. November 2012 ist zu 

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entnehmen, dass die Versicherte nach einer Infiltration am 6. Juli 2012 ca. zwei Monate 

lang beschwerdefrei gewesen sei. Daher sei eine erneute therapeutische 

Wurzelinfiltration L5 beidseits geplant (IV-act. 105-14).

A.l    Am 26. Januar 2013 berichtete Dr. C.___, die Versicherte leide seit Jahren unter 

Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen ins rechte Bein, die zu Einschränkungen beim 

Gehen und Treppensteigen führten. Die Ursache dieser Beschwerden sei eine 

Spondylolisthesis auf der Höhe L5/S1, welche zu einer Nervenkompression führe. Die 

Versicherte vertrage keine starkwirksamen Opiate und müsse daher täglich die 

Höchstdosis Voltaren einnehmen. Bei Exazerbationen werde im Kantonsspital eine 

Infiltration durchgeführt, die jeweils eine deutliche Schmerzlinderung, aber leider nur für 

wenige Wochen, bringe. Infiltrationen könnten nur 3-4 Mal im Jahr durchgeführt 

werden. Durch das Rückenleiden sei die Versicherte in ihrem täglichen Leben 

eingeschränkt (IV-act. 106).

A.m Am 30. Januar 2013 berichtete Dr. F.___, dass mit verschiedenen antidepressiven 

Medikamenten keine starke Verbesserung der depressiven Symptome habe erreicht 

werden können. Die Versicherte zeige eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, 

Freudlosigkeit sowie eine Verminderung ihres Antriebs. Die deutliche Verminderung der 

Energie führe zu einer erhöhten Ermüdbarkeit und einer Aktivitätseinschränkung. 

Sowohl die Konzentration als auch die Aufmerksamkeit sowie das Selbstwertgefühl 

und das Selbstvertrauen seien vermindert. Sie klage über Gefühle von Wertlosigkeit 

und erlebe Zukunftsperspektiven negativ und pessimistisch. Sie habe häufig 

Suizidgedanken, leide an Schlafstörungen und vermindertem Appetit. Im Sinne des 

somatischen Syndroms zeige sie Interessenverlust und Verlust der Freude an 

angenehmen Aktivitäten. Ihre Fähigkeit, auf eine freundliche Umgebung emotional zu 

reagieren, sei mangelhaft, sie zeige ein deutliches Morgentief sowie einen 

Gewichtsverlust. Weiter bestehe der objektive Befund einer psychomotorischen 

Agitiertheit (IV-act. 107-3).

A.n  Am 6. März 2013 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens 

gemäss Vorbescheid. Zur Begründung führte sie an, am Validen- und 

Invalideneinkommen werde festgehalten, da dieses vom Arbeitgeber so bestätigt 

worden sei. Dem Ehemann sei die Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht 

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auferlegt worden, die gemäss der Verwaltungspraxis anzurechnen sei. Damit resultiere 

eine Einschränkung von 41%. In medizinischer Hinsicht seien keine neuen Tatsachen 

bekannt geworden und es seien auch keine ergänzenden medizinischen Abklärungen 

angezeigt. Bei einer Einschränkung im Erwerb von 17.4% und 16.4% im Haushalt 

resultierte ein Invaliditätsgrad von 34% (IV-act. 110).

B.    

B.a  Dagegen richtete sich die Beschwerde vom 22. April 2013, worin die 

Beschwerdeführerin beantragen liess, es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen; 

eventualiter sei ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen (act. G 1). Zur Begründung 

führte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an, die Beschwerdeführerin sei 

gelernte Pflegefachfrau/Krankenpflegerin. Die Beschwerdeführerin habe die 

anspruchsvolle Tätigkeit als Pflegefachfrau schon seit längerer Zeit nicht mehr ausüben 

können. Daher sei sie nur noch als Hilfspflegerin tätig gewesen. Im Fragebogen für 

Arbeitgebende sei festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin zwar in einem 

Beschäftigungsgrad von 50% gearbeitet, sie aber ihre volle (gemeint frühere) 

Arbeitsfähigkeit bei weitem nicht erreiche habe. Weiter sei festgehalten worden, dass 

sie aufgrund der starken Medikation nicht im Stand gewesen sei, die Tätigkeiten wie 

bisher auszuführen. Zudem finde sich folgende Aussage im Arbeitgeberbericht: "Da 

A.___ eine langjährige Mitarbeiterin ist, sind wir jedoch bereit, sie im Rahmen eines 

geschützten Arbeitsplatzes weiter zu beschäftigen". Ferner sei dem Arbeitgeberbericht 

zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Pflegefachfrau bei einem 

Beschäftigungsgrad von 100% Fr. 74'841.-- verdienen würde. Im sozialen 

Beschäftigungsprogramm des ehemaligen Arbeitgebers sei der Beschwerdeführerin ab 

1. August 2010 für einen Beschäftigungsgrad von 50% ein Lohn von monatlich 

Fr. 2'450.-- (Fr. 31'850/Jahr) ausgerichtet worden. Dies entspreche nur 42.56% des 

Lohnes ohne Gesundheitsschaden. Bedenke man, dass dies ein reiner Soziallohn 

gewesen sei, sei dieser bei der Berechnung des IV-Grades nicht zu berücksichtigen. 

Weiter führte der Rechtsvertreter aus, das Rückenleiden in Verbindung mit der 

chronischen Hepatitis C, dem ADHS-Syndrom und der rezidivierenden depressiven 

Störung habe zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt. Dr. F.___ gehe allein schon aus 

psychiatrischer Sicht von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus. Der Facharzt habe von 

einer eventuell möglichen Arbeitsfähigkeit von 30% in einer angepassten Tätigkeit 

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gesprochen. Aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einen Finger-

Bodenabstand von 0 cm erreiche, könne keine Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. 

Dieser Umstand sei das Ergebnis eines krankheitsbedingten langjährigen Krafttrainings 

und sei zudem auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin infolge 

der Osteoporose um 9 cm geschrumpft sei. Zudem führe die Beschwerdeführerin 

viermal monatlich Physiotherapieeinheiten durch, wobei es infolge der stark 

ausgeprägten Depression aber zu einer reduzierten Anzahl von Behandlungen 

gekommen sei. Damit sei dargelegt, dass das Gutachten von Dr. D.___ vom 7. Juli 

2011 aufgrund der aktuellen medizinischen Situation überholt sei. Dr. C.___ habe 

zudem am 11. April 2013 festgehalten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der 

gesundheitlichen Beschwerden und der ungenügenden Schmerzbehandlung zu 100% 

arbeitsunfähig sei, wobei die psychische Erkrankung die Arbeitsunfähigkeit in hohem 

Masse mitbeeinflusse. Weiter wandte der Rechtsvertreter ein, die Einschränkung im 

Haushalt sei mit 41% zu tief bemessen. Da selbst die Abklärungsperson die 

Beschwerdeführerin als körperliches Wrack bezeichnet habe, sei im Haushalt eine 

Einschränkung von mindestens 50% angebracht. Da die Beschwerdeführerin weder 

ihre ursprüngliche Tätigkeit noch eine andere Tätigkeit ausüben könne und ihr keinerlei 

eigenverantwortliche, selbständige Tätigkeit möglich sei, sei an eine verwertbare 

Leistung nicht zu denken. Als Arbeitnehmerin sei sie zu 100% eingeschränkt. Daraus 

ergebe sich zusammen mit der Einschränkung im Haushalt eine gesamter 

Einschränkungsgrad von mindestens 80%. Weiter machte der Rechtsvertreter geltend, 

da die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten alle zwischen 2 und 

3 Jahre alt und damit nicht mehr relevant seien, sei ein neutrales interdisziplinäres 

Gutachten einzuholen.

B.b  Am 20. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie an, die von Dr. D.___ anlässlich 

seiner Begutachtung erhobenen Befunde hätten sehr ausgeprägte pathologische 

Beeinträchtigungen am Bewegungsapparat aufgezeigt. Seine Schlussfolgerung, dass 

die Beschwerdeführerin aus internistisch-rheumatologischer Sicht auch in einer dem 

Leiden angepassten Tätigkeit nur noch zu 50% arbeitsfähig sei, erscheine vor diesem 

Hintergrund als schlüssig. Die Annahme einer höhergradigen Einschränkung sei 

demgegenüber nicht nachvollziehbar, hätten doch weder eine 

Nervenwurzelkompression noch eine segmentale Instabilität vorgelegen. Auch eine 

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Osteoporose sei nicht nachweisbar gewesen. Der von der Beschwerdeführerin 

eingereichte Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. November 2012 benenne 

keine Aspekte, die bei der Begutachtung nicht bekannt gewesen seien und die 

geeignet wären, Zweifel an der Beurteilung der rheumatologische Experten zu 

erwecken. In diesem Bericht habe keine Auseinandersetzung mit den gutachterlichen 

Schlussfolgerungen stattgefunden. Unter diesen Umständen könne auf diese Angaben 

nicht abgestellt werden. Der psychiatrische Gutachter Dr. E.___ habe die Diagnosen 

"psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten 

Erkrankungen (ICD-10: F54), Dysthymia (ICD-10: F34.1) und anamnestisch ein ADHS 

im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0) mit ständigem Gebrauch psychotroper 

Substanzen" gestellt. Er habe der Beschwerdeführerin eine 30%ige Einschränkung in 

der Arbeitsfähigkeit attestiert. Hinsichtlich der Diagnose F54 handle es sich 

rechtsprechungsgemäss bei einer solchen Verhaltensauffälligkeit nicht um ein Leiden 

mit Krankheitswert. Da die Dysthymia nicht mit einer schwerwiegenden 

Psychopathologie auftrete, liege ebenfalls kein invalidisierender Gesundheitsschaden 

vor. Hinsichtlich des ADHS sei dem Gutachten zu entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin mit dieser Diagnose ihr Leben lang arbeitsfähig gewesen sei. Bei 

der Untersuchung hätten zudem keine gravierenden Konzentrationsmängel festgestellt 

werden können. Nach Dr. E.___ sei die Ursache der von der Beschwerdeführerin 

beschriebenen Konzentrationsschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsdefizite letztlich 

unklar. Unter diesen Umständen könne das nicht gesicherte ADHS nicht als 

invalidisierender Gesundheitsschaden betrachtet werden. Insgesamt würden die 

psychischen Beschwerden keine sozialversicherungsrechtlich relevante 

Arbeitsunfähigkeit begründen. Der behandelnde Psychiater Dr. F.___ habe neben dem 

ADHS eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive 

Episode, diagnostiziert. Aus dem Bericht gehe hervor, dass diese Diagnose vorwiegend 

auf Testergebnissen und damit auf Angaben und Einschätzungen der versicherten 

Person selbst beruhe. Mit den erhobenen Befunden des psychiatrischen Gutachters 

setze sich der Bericht nicht auseinander. Im Übrigen habe sich auch der RAD 

dahingehend geäussert, dass nicht auf die Feststellungen von Dr. F.___ abgestellt 

werden könne und sich daraus kein Bedarf nach weiteren Abklärungen ergeben würde. 

Da gemäss der interdisziplinären Beurteilung im Gutachten D.___/E.___ die aus 

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psychiatrischer Sicht attestierte 30%ige Einschränkung aus psychiatrischer Sicht von 

derjenigen aus internistisch-rheumatologischer Sicht konsumierte werde, könne die 

Frage nach der invalidisierenden Wirkung der psychischen Beschwerden letztlich offen 

bleiben. Aufgrund der überzeugenden gutachterlichen Beurteilung sei die 

Beschwerdeführerin als in der zuletzt ausgeübten Arbeit als Pflegefachfrau und in 

anderen behinderungsangepassten Tätigkeiten als zu 50% arbeitsfähig zu betrachten. 

Das Valideneinkommen der Versicherten betrage bei einem Pensum von 60% 

Fr. 44'904.--. Für das Inalideneinkommen könne auf die Tabellenlöhne der 

Lohnstrukturerhebung abgestellt werden. Im Gesundheitswesen, 

Anforderungsniveau 3, habe der Durchschnittslohn im Jahr 2010 Fr. 69'384.-- (bei 40 

Stunden pro Woche) betragen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und einer Arbeitszeit 

von 41.6 Stunden ergebe sich ein Einkommen von Fr. 36'080.--. Ein Abzug von diesem 

Tabellenlohn rechtfertige sich nicht. Daraus ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad von 

19.6%, bei einer Quote von 60% Erwerb betrage die gewichtete Invalidität 11.8%. Der 

Haushaltsabklärungsbericht sei durch einen erfahrenen Mitarbeiter verfasst worden 

und die Mithilfe des Ehemannes im Haushalt sei zumutbar und zu berücksichtigen, 

zumal dieser auch angeben habe, eine wesentliche Unterstützung zu leisten. Bei einem 

Anteil von 40% betrage die gewichtete Invalidität im Aufgabenbereich 16.4%. 

Insgesamt ergebe sich ein IV-Grad von 28.2%. Dieser liege unter der 

anspruchsbegründenden Schwelle von 40%.

B.c  In seiner Replik vom 23. August 2013 hielt der Rechtsvertreter an seinen Anträgen 

fest und führte an, die Berechnung des Invalideneinkommens in der 

Beschwerdeantwort sei widersprüchlich und verletze das rechtliche Gehör, da die 

Beschwerdegegnerin neu auf einen massiv höheren Lohn abgestellt habe. Obwohl im 

Gutachten von Dr. D.___ mehrfach festgehalten worden sei, dass die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen nachvollziehbar seinen und das Gehen und 

Stehen schmerzhaft seien, werde letztlich bei der Beurteilung auf das Gehen nicht 

mehr Bezug genommen. Das Gutachten von Dr. D.___ sei insofern widersprüchlich, als 

es zum Schluss gelange, der Beschwerdeführerin sei noch eine 50%ige Tätigkeit als 

Krankenpflegerin zumutbar. Aus dem Fragebogen für Arbeitgebende gehe hervor, dass 

die Beschwerdeführerin an ihrem letzten Arbeitsplatz hauptsächlich habe gehen und 

stehen müssen (3 bis 5 ¼ Stunden/Tag). Weiter gehe daraus auch hervor, dass die 

Beschwerdeführerin bei einem Pensum von 50% bei weitem nicht ihre volle 

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Einsatzfähigkeit erreicht habe. Eine 50%ige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin 

keinesfalls mehr zumutbar. Die Beschwerdegegnerin habe einen Invalidenlohn ermittelt, 

den die Beschwerdeführerin bei einer Tätigkeit im Anforderungsniveau 3 als 

Pflegefachfrau erzielen könnte. Diese Annahme widerspreche der Beurteilung des 

letzten Arbeitgebers, der ausgeführt habe, dass die Beschwerdeführerin nach Eintritt 

des Gesundheitsschadens nur noch als Hilfspflegerin habe eingesetzt werden können. 

Die Beschwerdeführerin sei als Pflegefachfrau nicht mehr einsetzbar und könne 

höchstens noch einfache und repetitive Tätigkeiten ausführen, die keine 

abgeschlossene Berufsausbildung erforderten. Dabei würde sie ein jährliches 

Einkommen von maximal Fr. 30'888.-- erzielen können. Zudem sei entgegen der 

Ansicht der Beschwerdegegnerin auch ein "Leidensabzug" angezeigt, da die 

gesundheitlich beeinträchtigte Beschwerdeführerin gegenüber gesunden 

Arbeitnehmern im Nachteil sei. Dabei seien alle persönlichen und beruflichen 

Umstände zu berücksichtigen. Da die Beschwerdeführerin nur noch Hilfsarbeiten 

ausführen könne, gelte es zu beachten, dass im tiefsten Anforderungsniveau 

Teilzeitarbeit, aufgerechnet auf ein Vollzeitpensum, schlechter entlöhnt werde. 

Ebenfalls zu berücksichtigen sei, dass die Beschwerdeführerin ihr ganzes Leben im 

Gesundheitswesen als Pflegefachfrau tätig gewesen sei und keine andere 

Arbeitserfahrung habe. Aufgrund ihres Alters würde es ihr entsprechend schwer fallen, 

sich an einem anderen Arbeitsplatz einzuarbeiten. Diese Problematik sei einem 

potentiellen Arbeitgeber klar. Wenn sich trotzdem eine Stelle finden lasse, müsse mit 

einer derart hohen Lohneinbusse gerechnet werden, dass keine realistische 

Verwertbarkeit mehr vorliege. Ohnehin sei die Beschwerdeführerin aber zu 100% 

arbeitsunfähig. Aufgrund ihrer Invalidität sei sie in ihrem früheren Tätigkeitsbereich 

heruntergestuft worden auf das Niveau einer Betreuerin/Hilfspflegerin. Bereits dieser 

Umstand habe sie massiv psychisch belastet, was aber im Gutachten von Dr. E.___ 

nicht berücksichtigt worden sei. Sie habe die Arbeiten nur noch unter Aufsicht einer 

weiteren Person ausführen dürfen, was eine massive Unsicherheit und erheblichen 

Druck ausgelöst habe. Aufgrund dieser Umstände sei die Beschwerdeführerin aus 

psychischen Gründen nicht mehr in der Lage, ihre Tätigkeit als Pflegefachfrau 

auszuüben. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin 5_-jährig sei und bereits seit 

dem 10. März 2011 nicht mehr gearbeitet habe. Die Tätigkeit am letzten Arbeitsplatz 

sei eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe gewesen. Die 

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Konzentrationsschwierigkeiten der Beschwerdeführerin stellten für jeden Arbeitgeber 

ein Risiko dar. Für einen Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitswesens sei es alleine 

aus diesem Grund nicht zumutbar, die Beschwerdeführerin einzustellen. Auch eine 

adaptierte Tätigkeit in einem anderen Bereich sei der Beschwerdeführerin nicht mehr 

zumutbar. Sie sei aufgrund ihrer Krankheit bereits 8 cm geschrumpft, sie sei sehr hager 

und ausserdem bereits 5_-jährig. Da sie nicht über die erforderliche Ausbildung verfüge 

und keine Computerkenntnisse habe, sei ihr keine Bürotätigkeit möglich. Somit sei der 

Beschwerdeführerin die Verwertung einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit nicht nur 

medizinisch und sozialpraktisch unzumutbar, sondern auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt auch gar nicht mehr umsetzbar. Betreffend die Arbeitsfähigkeit sei der 

Arztbericht von Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu 

beachten (act. G 7).

B.d  Dr. H.___, bei dem sich die Beschwerdeführerin seit April 2013 in Behandlung 

befindet, berichtete am 20. Juni 2013, die Beschwerdeführerin habe sich stets in einer 

gedrückten Stimmungslage mit unterschiedlicher Intensität der Depression gezeigt. 

Aktuell liege eine mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung vor. 

Der chronifizierte und wechselhafte Gesundheitszustand erfordere eine sehr ausgefeilte 

und spezifische medikamentöse Behandlung, die durch Dr. F.___ durchgeführt werde. 

Es bestehe eine Verminderung des Antriebs mit sozialem Rückzug, Freudlosigkeit, 

Verlust von früher getätigten Freizeitaktivitäten und Kontakten. Der Energieverlust 

bewirke eine schnelle Ermüdbarkeit und gegenüber früheren Zeiten massive 

Aktivitätseinschränkungen. Bei längeren Gesprächen falle eine deutliche 

Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung auf (act. G 7.1/14).

B.e  Am 26. August 2013 berichtete Dr. F.___, es liege eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig schwere Episode, vor. Nachdem die Psychopharmakotherapie 

mit Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin, Reboxetin, Bubropion, Atomoxetin, Selegilin 

keine Verbesserung der Depression bewirkt habe, habe er erneut Fluoxetin und 

Methylphenidat eingesetzt. Anlässlich der Untersuchung habe die Beschwerdeführerin 

eine schwere depressive Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und eine 

Antriebsstörung gezeigt. Da sie an einem Polymorphismus leide (einem Gendefekt, der 

zu einem ultraschnellen Ritalinabbau führe) sei die sehr hohe Dosis Methylphenidat 

notwendig geworden. Der Plasmaspiegel von Methylphenidat liege im Normbereich, 

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wohingegen das Abbauprodukt in sehr hoher Dosis nachweisbar sei. Aufgrund der 

derzeitigen psychopathologischen Befunde sei die Beschwerdeführerin als 

Krankenpflegerin zu 100% arbeitsunfähig. Unter Berücksichtigung des Krankheits- und 

Behandlungsverlaufs sei die Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit ungünstig. Es 

könne davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsunfähigkeit dauerhaft sein werde 

(act. G 8.2).

B.f   Die Beschwerdegegnerin hielt an ihren Anträgen fest und verzichtete auf eine 

ausführliche Duplik (act. G 10).

Erwägungen:

1.

1.1  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]), das heisst der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach ärztlicher Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

1.2  Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, 

SR 831.20) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf­

gabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, Anspruch auf eine Rente (lit. a), 

wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

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mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine 

Dreiviertelsrente und ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze 

Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

 

1.3  Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind die zuständige Behörde und später 

das Gericht auf von den Ärzten zur Verfügung zu stellende Unterlagen angewiesen. 

Aufgabe der Ärzte ist es denn auch, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Versicherte arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Im 

Rahmen der freien Beweiswürdigung dürfen sich Verwaltung und Gericht weder über 

die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sind die ärztlichen 

Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer sozialversicherungsrechtlichen 

Tragweite zu übernehmen. Die rechtsanwendende Behörde hat sorgfältig zu prüfen, ob 

die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte 

(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, 

welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus, unbeachtlich sind 

(BGE 130 V 356, E. 2.2.5).

2.

2.1  Aus medizinischer Sicht hat sich die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten 

D.___/E.___ gestützt. Dr. D.___ hatte festgehalten, die von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden seien bereits durch die ausgeprägte Wirbelsäulenfehlform 

plausibel. Bei allerdings gut trainierter Rumpfmuskulatur sei eine höhergradige 

Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit nicht zwingend nachvollziehbar. Sofern die 

Grössenabnahme von 7 cm real gegeben sei, könne dies Ausdruck einer 

fortschreitenden – und dringlich stabilisationsbedürftigen – skoliotischen Deformation 

sein. Diese Aussage legt nahe, dass Dr. D.___ bezweifelt hat, ob die 

Beschwerdeführerin tatsächlich kleiner geworden ist. Er hat dies aber offenbar nicht 

genauer überprüft. Aus den Angaben im Gutachten lässt sich nicht rekonstruieren, ob 

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der Gutachter die Grösse mit der Beschwerdeführerin besprochen hat, ob er ihre 

Grösse gemessen hat oder ob er einfach die Angaben der Beschwerdeführerin notiert 

hat. Im vorliegenden Fall wäre dies aber wichtig gewesen, da daraus einzelne 

Diagnosen abgeleitet worden sind (skoliotische Deformation, Osteoporose). Eine 

genaue Abklärung in dieser Hinsicht hätte sich umso mehr aufgedrängt, als bereits die 

Vorakten widersprüchliche Angaben über die Grösse der Beschwerdeführerin enthalten 

hatten. So ist beispielsweise dem Gutachten des Rheumatologen Dr. med. I.___ (vom 

15. Juni 2009, S. 3, Fremdakten Taggeldversicherung nicht nummeriert) zu entnehmen, 

die Beschwerdeführerin sei 167 cm gross. Im am 6. Juni 2009 von Dr. med. J.___ 

erstellten psychiatrischen Teilgutachten wird die Grösse mit 159 cm angegeben (S. 3, 

Fremdakten Taggeldversicherung nicht nummeriert). Diese Diskrepanz scheint den 

Gutachtern damals nicht aufgefallen zu sein (im Gegensatz zu Gewichtsschwankungen 

von 2 kg, auf die Dr. J.___ explizit hingewiesen hat). Dr. D.___ hat die Grösse der 

Beschwerdeführerin mit 160 cm angegeben. Da er aber offenkundig Zweifel daran 

hatte, ob sich die Grösse der Beschwerdeführerin tatsächlich verändert hatte, hätte er 

sich ausführlicher damit auseinandersetzen müssen. Dr. D.___ hat offen gelassen, ob 

nun eine skoliotische Deformation oder sogar eine Osteoporose vorliegt. Die 

Beschwerdeführerin ist zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht in rheumatologischer 

Behandlung gestanden. Insbesondere aufgrund der Osteoporose und aufgrund 

allfälliger Folgenveränderungen mit dem entsprechenden Therapiebedarf sowie zur 

diagnostischen Einordnung der Polyarthritis der kleinen Gelenke hat der Gutachter eine 

rheumatologische Betreuung und Verlaufsbeurteilung empfohlen. Auch bezüglich der 

Claudicatio spinalis hat er eine ergänzende diagnostische Abklärung im Rahmen der 

Betreuung in der Wirbelsäulensprechstunde des Kantonsspitals empfohlen. In dieser 

Hinsicht dürfte der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der 

Begutachtung also noch nicht abschliessend geklärt gewesen sein.

2.2  Dr. D.___ hat weiter ausgeführt, für schweres Heben und Tragen sowie für Arbeiten 

in wirbelsäulenbelastenden Zwangspositionen sei das Achsenorgan vermindert 

belastbar. In Anbetracht der Wirbelsäulendeformation erscheint es nachvollziehbar, 

dass die Beschwerdeführerin vermindert körperlich belastbar ist. Dr. D.___ hat 

hinzugefügt, dass sich bei der Beschwerdeführerin im Rahmen einer Polyarthritis mit 

Befall der Hände und Füsse je nach Krankheitsaktivität eine mehr oder weniger 

ausgeprägte Einschränkung ergebe. Diese Einschränkung hat er aber weder beziffert 

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noch hat er angegeben, wie sich diese genau auswirkt. Er hat die Beschwerdeführerin 

in einer körperlich leicht belastenden Tätigkeit als zu 50% arbeitsfähig (im Sinne von 

halbtägigen Einsätzen) eingeschätzt. Er hat aber nicht dargetan, wie er zu einer 

Einschränkung von gerade 50% gelangt ist. Der Zusammenhang zwischen den 

medizinischen Diagnosen und der abschliessenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

ist nicht genügend ausführlich begründet. Dr. D.___ hat ausgeführt, er halte die 

Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten körperlich leicht belastenden Tätigkeit 

für zu 50% arbeitsfähig. Dabei ist er aber z.B. nicht darauf eingegangen, dass die 

Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit gemäss Arbeitgeberbericht die 

meiste Zeit über (ca. 3-5 ¼ Stunden/Tag) gehen und stehen musste. Weiter gehörte 

auch das leichte bis mittelschwere Heben und Tragen dazu und die Notwendigkeit, 

sich bücken zu können und beweglich zu sein. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

von 50% steht zudem auch in einem erklärungsbedürftigen Widerspruch zur 

Einschätzung des Arbeitgebers, der vermerkt hat, dass die Beschwerdeführerin auch in 

einem 50%-Pensum bei weitem nicht die volle Einsatzfähigkeit erreicht habe (obwohl 

dabei auch die psychiatrische Seite des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdeführerin eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte). Abschliessend hat 

Dr. D.___ die Beschwerdeführerin als in einer ideal adaptierten Tätigkeit zu 70% 

arbeitsfähig eingeschätzt. Er hat aber nicht begründet, worin die Unterschiede zur 

angestammten Tätigkeiten liegen und woraus sich die verbleibende Einschränkung von 

30% in einer adaptierten Tätigekeit ergeben soll. Insgesamt erweist sich die 

gutachterliche Beurteilung in somatischer Hinsicht als nicht überzeugend. Der 

Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin ist daher nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.

2.3  Der psychiatrische Gutachter, Dr. E.___, hat festgehalten, die Beschwerdeführerin 

habe angegeben, dass sie sich manchmal total blockiert, geradezu katatonisch, fühle. 

Sie habe dann keinen Antrieb mehr, sei komplett lustlos, habe weder Hunger noch 

Durst und bleibe einfach im Bett liegen. Diese Aussage hat Dr. E.___ als schwer 

nachvollziehbar beurteilt. Sie passe nicht in das Schema einer depressiven Störung, 

allenfalls zu einer schweren depressiven Störung, sicher jedoch nicht in eine 

mittelgradige Episode. Er habe aber bei der aktuellen Untersuchung kaum 

objektivierbare Hinweise für das Vorliegen depressiver Symptome gefunden. Er habe 

eine nervöse, agitierte und angespannte Person bei dysthymen Grundaspekt, jedoch 

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keine depressive Symptomatik im engeren Sinn wahrgenommen. Dazu hat er aber 

festgehalten, dass dies auch der Erfolg der antidepressiven Therapie sein könne. Er ist 

sich demnach nicht sicher gewesen, ob bei der Beschwerdeführerin nicht doch eine 

Depression vorliegen könnte. Seine Angaben sind widersprüchlich, hat er doch im 

darauffolgenden Satz festgehalten, die Verstärkung der Depression durch die 

Arbeitsniederlegung spreche dafür, dass die Beschwerdeführerin von einer 

Beschäftigung profitiere. Damit ist er, entgegen seiner vorherigen Angaben, doch 

davon ausgegangen, dass bei der Beschwerdeführerin früher eine Depression 

vorgelegen hatte. Damit sind seine Schlussfolgerungen jedenfalls nicht nachvollziehbar. 

Insgesamt ist die psychiatrische Einschätzung sehr kurz und geht nur unzureichend auf 

die konkreten Beschwerdeschilderungen ein. Der psychiatrische Gutachter hat nicht 

dargelegt, aus welchen Gründen er die Beschwerdeführerin als nicht depressiv 

betrachtet hat. Aus seinen Schilderungen geht nicht hervor, woraus er die Diagnose 

einer Dysthymia abgeleitet hat, d.h. wieso er die einzelnen depressiven 

Verstimmungszustände der Beschwerdeführerin als nicht genügend schwer oder 

anhaltend beurteilt hat, um die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung zu 

rechtfertigen. Die behandelnde Psychiaterin Dr. B.___ hat demgegenüber festgehalten, 

dass die Beschwerdeführerin bereits seit Jahren an einer rezidivierenden depressiven 

Störung leide, und Dr. F.___ hat notiert, dass bei Beginn der Behandlung im Jahr 2011 

eine schwere depressive Episode vorgelegen habe. Dr. E.___ hat zudem ausgeführt, 

dass die Beschwerdeführerin ein trizyklisches Antidepressivum zu sich nehme. 

Ungeachtet des allfälligen Schweregrades der depressiven Störung ist es aufgrund 

dieser Angaben nicht nachvollziehbar, dass der psychiatrische Experte das Vorliegen 

einer depressiven Störung gänzlich verneint hat. Da bei der Beschwerdeführerin der 

Verdacht auf einen Ritalinmissbrauch bestanden hat, wäre zu erwarten gewesen, dass 

der psychiatrische Sachverständige sich auch dazu äussert. Er hat nämlich auch 

aufgeführt, dass die Beschwerdeführerin angeblich 2 Tabletten Focalin Retard (ein 

Dexmethylphenidat) zu sich nehme. Zu den möglichen Wirkungen und 

Nebenwirkungen dieser Medikation hat er aber nichts erwähnt. Die psychiatrische 

Begutachtung bzw. die entsprechende Arbeitsfähigkeitsschätzung weist somit nicht 

den erforderlichen Beweiswert auf.

2.4  Im Arztbericht von Dr. F.___ vom 14. Juli 2012 ist eine ganze Reihe von 

Psychopharmaka aufgeführt worden, welche die Beschwerdeführerin einnehme 

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(Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin, Reboxetin, Fluoxetin, Atomoxetin, 

Dexmethylphenidat [vers. galenische Formen], Dexamphetamin, MAOI Selegilin und 

Venlafaxin), wobei aus dem Bericht nicht hervorgeht, ob diese Medikamente alle 

zusammen eingenommen wurden oder ob im Verlaufe der Behandlung diverse 

Medikamente ausprobiert und dann wieder abgesetzt wurden. In seinem Bericht vom 

19. Juli 2012 hat Dr. F.___ von einem Behandlungsbeginn im Jahr 2011 gesprochen. Im 

Gutachten (vom 7. Juli 2011) sind dann aber nur die Medikamente Focalin und Noveril 

aufgelistet worden. Mit der Einnahme von Ritalin habe die Beschwerdeführerin bereits 

ein Jahr zuvor aufgehört. Diese Angaben stehen in deutlichem Widerspruch 

zueinander. Im Rahmen der Begutachtung ist die Beschwerdeführerin dann zwar auf 

Drogen, nicht aber auf die Vielzahl von Medikamenten getestet worden. Da aber im 

Vorfeld der Verdacht auf einen allfälligen Medikamentenmissbrauch geäussert worden 

war, wäre eine Bestimmung des Medikamentenspiegels notwendig gewesen. 

Insgesamt präsentiert sich der Sachverhalt auch in dieser Hinsicht als unzureichend 

abgeklärt. Einerseits ist nämlich nicht erstellt, welche Medikamente die 

Beschwerdeführerin tatsächlich einnimmt, und andererseits ist nicht erklärt worden, 

welche Wirkungen oder Nebenwirkungen die Medikamente auf die Beschwerdeführerin 

haben. Damit bleibt offen, ob die Beschwerdeführerin nun aufgrund ihrer Depression 

eingeschränkt ist oder ob sich die Einschränkungen erst durch den Gebrauch der 

Medikamente ergeben. Dr. E.___ ist sich, was dies betrifft, offenbar nicht sicher 

gewesen. Er hat angeben, es sei möglich, dass er keine Hinweise für eine Depression 

gefunden habe, weil das Antidepressivum helfe. Dr. E.___ ist nicht auf die Einschätzung 

im Arbeitgeberbericht eingegangen, laut dem es der Beschwerdeführerin aufgrund der 

starken Medikation nicht mehr möglich sei, ihre Tätigkeit wie bisher auszuüben. 

Dr. F.___ hat die Beschwerdeführerin aufgrund des Antriebsmangels, der emotionalen 

Überreagibilität, der Aufmerksamkeitsstörung, der verminderten Belastbarkeit und der 

depressiven Stimmung sogar als zu 100% arbeitsunfähig eingeschätzt. Falls eine 

Teilremission eintrete, sei in einer ideal angepassten Tätigkeit, welche die geringe 

Belastbarkeit, die geringe Anpassungsfähigkeit, die emotionale Überreagibilität, die 

hohe Erschöpfbarkeit, die zeitweilige Desorganisation und die Konzentrationsstörung 

berücksichtige, möglicherweise eine Arbeitsfähigkeit von 30% möglich. Daraus ist 

allerdings nicht ersichtlich, ob damit auch die körperlichen Beeinträchtigungen 

berücksichtigt worden sind. Insgesamt erweist sich damit weder die Einschätzung von 

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Dr. F.___ noch diejenige des psychiatrischen Gutachters, der die Beschwerdeführerin 

aus psychiatrischer Sicht als zu 70% arbeitsfähig eingeschätzt hat, als überzeugend.

2.5  Der RAD-Arzt hat in seiner Stellungnahme vom 22. August 2012 lediglich 

festgehalten, dass von einer iatrogenen Ritalinabhängigkeit ausgegangen werden 

müsse. Auf den offensichtlichen Widerspruch zwischen dem Gutachten, in dem nur 

wenige Medikamente erwähnt worden sind, und dem Bericht des behandelnden 

Arztes, der eine ganze Liste von Medikamenten genannt hat, ist der RAD-Arzt nicht 

eingegangen. Zudem ergibt sich aus der Stellungnahme des RAD-Arztes ein weiterer 

Widerspruch. So hat dieser notiert, aus fachpsychiatrischer Sicht könne an der 

50%igen Arbeitsfähigkeit, wie sie im Gutachten festgelegt worden sei, festgehalten 

werden. Aus psychiatrischer Sicht hat der Gutachter Dr. E.___ die Beschwerdeführerin 

aber als zu 70% arbeitsfähig eingeschätzt. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit hatte sich aus 

den somatischen Beschwerden ergeben.

2.6  Die Beschwerdegegnerin hätte demnach Rückfragen an die Gutachter stellen 

müssen, um die Abklärung zu vervollständigen. Erst damit hätte das Gutachten die 

erforderliche Überzeugungskraft aufgewiesen. Indem die Beschwerdegegnerin auf das 

nicht überzeugende Gutachten abgestellt hat, so dass die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin nun nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist, hat die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht 

gemäss Art. 43 ATSG verletzt. Da es nicht die Aufgabe des Gerichts sein kann, der 

Verwaltung deren ureigenste Aufgabe, nämlich die Abklärung des massgebenden 

Sachverhalts, abzunehmen, besteht keine Notwendigkeit, ein Gerichtsgutachten in 

Auftrag zu geben. Vielmehr ist die Sache zur weiteren Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, zumal nicht nur in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin ein zusätzlicher Abklärungsbedarf besteht, wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen.

3.

3.1  Zur Berechnung des Invaliditätsgrades hat die Beschwerdeführerin für das 

Valideneinkommen auf die Angaben im Arbeitgeberbericht abgestellt. Die 

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Validenlohnbasis von Fr. 74'841.-- in einem 100%-Pensum ist unbestritten. Bei einem 

60%-Pensum resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 44'904.--.

3.2  Für das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin die Tabellenlöhne der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen, da die 

Beschwerdeführerin nach der Kündigung nicht mehr als Pflegefachfrau erwerbstätig 

gewesen ist. Sie hat auf die Tabelle TA1 2010, Durchschnittswert Gesundheitswesen 

Anforderungsniveau 3 abgestellt. Daraus hat sie ein Invalideneinkommen von 

Fr. 36'080.-- errechnet. Da aber die Beschwerdeführerin, wie gezeigt, als 

Pflegefachfrau mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu 50% arbeitsfähig 

ist, rechtfertigt es sich nicht, auf diesen Wert abzustellen. Beim vom Arbeitgeber zuletzt 

ausgerichteten Lohn, der sich auf Fr. 31'850.-- belief, hat es sich um einen Soziallohn 

gehandelt, der für die Berechnung des IV-Grades ebenfalls nicht herangezogen werden 

darf. Die Beschwerdegegnerin wird dementsprechend auch zu prüfen haben, welcher 

Invalidenlohn für die Berechnung herangezogen werden kann.

3.3  Weiter ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin angegeben hat, die Arbeit sei 

ein fester Bestandteil ihres Lebens gewesen und habe ihr auch Lebensinhalt gegeben. 

Sie habe jahrelang für die Erhaltung der Arbeitsstelle gekämpft und dafür im privaten 

Bereich Abstriche gemacht. Weiter hat sie angegeben, sie habe die Arbeit sukzessive 

reduziert, um die Arbeitsfähigkeit trotz Schmerzen zu erhalten. Zunächst sei sie zu 

100% arbeitstätig gewesen, ab 2000 bis 2008 zu 80% und danach noch zu 60%. Aus 

den Akten ist nicht klar ersichtlich, ob die Beschwerdeführerin das Pensum von 60% 

freiwillig gewählt hat oder ob sie aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen war. 

Jedenfalls erscheint es fraglich, ob sie, wenn sie vollständig gesund wäre, tatsächlich 

nur in einem 60%-Pensum tätig wäre, oder ob sie nicht eher 80% oder sogar 100% 

erwerbstätig wäre. Soweit dies aus den Akten ersichtlich ist, wurde die 

Beschwerdeführerin zu dieser Frage nicht konkret befragt. Im Abklärungsbericht findet 

sich keine Protokollierung der Fragen und Antworten, aus der klar hervorgehen würde, 

was genau mit der Beschwerdeführerin besprochen worden ist. Dem 

Abklärungsbericht ist allerdings zu entnehmen, dass der Ehemann aktuell bereits die 

meisten Aufgaben im Haushalt übernimmt. Der Ehemann hat zudem angegeben, er 

habe schon immer einen grösseren Teil der Haushaltführung übernommen. Die Ehefrau 

sei nie die klassische Hausfrau gewesen. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die 

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Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit ihre Erfüllung nicht in der Haushaltstätigkeit 

fände und nicht in einem solch hohen Ausmass im Haushalt tätig wäre. Dies deutet 

eher darauf hin, dass sich die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht 

in der Lage gesehen hat, mehr zu arbeiten, und die restliche Zeit dafür gebraucht hat, 

sich zu erholen und nicht sich in einem Umfang von 40% der Haushaltstätigkeit zu 

widmen. Da auch die Kinder längst erwachsen sind, spricht nur wenig für die 

Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 40% im Haushalt Tätige. Der Sachverhalt 

ist jedenfalls in dieser Hinsicht noch nicht genügend geklärt. Die Sache muss daher an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden, damit sie weitere Abklärungen tätigt. 

Sie hat insbesondere die Beschwerdeführerin dazu zu befragen, in welchem Umfang 

sie erwerbstätig wäre, wenn sie vollständig gesund wäre. Dabei muss die 

Beschwerdeführerin ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sie sich in eine 

fiktive Situation versetzen müsse, in der sie vollständig gesund sei und nie 

gesundheitlich beeinträchtigt gewesen sei.

3.4  Zum Abklärungsbericht Haushalt bleibt anzuführen, dass eine sehr hohe 

Mitwirkungspflicht des Ehemannes berücksichtigt worden ist. Anscheinend stellt sich 

die Situation so dar, dass der Ehemann den grössten Teil der Haushaltarbeiten 

erledigen muss, weil die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt weitgehend ausfällt. 

Die Beschwerdegegnerin hat die berufliche Situation des Ehemannes nicht genauer 

abgeklärt, um zu prüfen, inwieweit ihm eine Mithilfe im Haushalt zumutbar ist, sondern 

sie hat für die Beurteilung einfach auf die Angaben des Ehemannes zum Ist-Zustand 

abgestellt und dann diesen Ist-Zustand ohne weiteres als zumutbar qualifiziert. Dies 

hat dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin als im Haushalt nur relativ gering 

eingeschränkt beurteilt worden ist, obwohl sie faktisch erheblich eingeschränkt sein 

dürfte. Die Tatsache, dass der Ehemann den Haushalt neben seiner Erwerbstätigkeit 

erledigt muss, weil ihm nichts anderes übrigbleibt, muss aber hinsichtlich der 

Schadenminderungspflicht davon unterschieden werden, ob ihm der effektiv geleistete 

Arbeitsaufwand im Haushalt auch tatsächlich zumutbar ist. Dies erscheint als fraglich, 

so dass der Sachverhalt auch in dieser Hinsicht weiter abgeklärt werden muss.

3.5  Zusammenfassend ergibt sich, dass der massgebliche Sachverhalt insgesamt 

nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt 

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ist. Dementsprechend ist die Verfügung vom 6. März 2013 aufzuheben und die Sache 

ist zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.

4.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Bei 

vorliegendem Ausgang des Verfahrens ist sie von der Beschwerdegegnerin zu tragen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

4.2  Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.           

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 6. März 2013 auf­

gehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung im Sinne 

der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.           

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen, der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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3.                                                                                          

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2015
	Art. 28 IVG. Das Gutachten ist nicht überzeugend. Rückweisung zur weiteren Abklärung, da der Sachverhalt sich auch in weiteren Punkten als unzureichend abgeklärt erweist (Entscheid des Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2015, IV 2013/179).

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