# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b04948e5-f768-50d5-9066-5e4a6e57b2f2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.10.2014 200 2014 831
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-831_2014-10-29.pdf

## Full Text

200 14 831 UV
SCP/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
Beschwerdeführer

gegen

SWICA Versicherungen AG
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 37, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. Juli 2014 (9930/0019.84606.13.0)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2014, UV/14/831, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) war über seine Arbeitgeberin bei der SWICA Versicherungen AG (fort-
an SWICA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
sich gemäss Bagatellunfall-Meldung am 8. März 2013 beim Ausladen einer 
Kommode aus einem Auto das rechte Knie verdrehte und sich dabei eine 
Meniskusschädigung zuzog (vgl. Akten der SWICA, Antwortbeilage [AB] 1). 

Eine am 21. Oktober 2013 formlos erfolgte Ablehnung ihrer Leistungspflicht 
(vgl. AB 14) bestätigte die SWICA mit Verfügung vom 14. Januar 2014 
(AB 19) mit der Begründung, dass weder ein Unfall im Rechtssinne noch 
eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Eine hiergegen am 13. Fe-
bruar 2014 vorsorglich erhobene (vgl. AB 20) und am 19. März 2014 be-
gründete Einsprache (AB 24) wies sie mit Entscheid vom 14. Juli 2014 
(AB 26) ab.

B.

Mit Eingabe vom 11. September 2014 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, der ange-
fochtene Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihm seien 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. März 2013 die gesetzlichen 
Unfallversicherungsleistungen zu erbringen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2014, UV/14/831, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 14. Juli 
2014 (AB 26). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzlichen 
Unfallversicherungsleistungen betreffend die rechtsseitigen Kniebeschwer-
den im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. März 2013. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2014, UV/14/831, Seite 4

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in der 
Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädigun-
gen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder De-
generation zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-
chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2). Einschiessende Schmerzen fallen als Sym-
ptome einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie 
allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, 
ohne dass hiezu ein davon unterscheidbares äusseres Moment hinein-
spielt. Wer also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewe-

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gung im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz 
erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 
UVV herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen 
Körperschädigung berufen. Die physiologische Beanspruchung des Skelet-
tes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Fak-
tor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem norma-
len Gebrauch der Körperteile gesteigertes Gefährdungspotenzial innewoh-
nen muss. Erfüllt ist demgegenüber das Erfordernis des äusseren 
schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach 
unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen 
können, also im Sinne der bisherigen Rechtsprechung das plötzliche 
Aufstehen aus der Hocke, die heftige und/oder belastende Bewegung und 
die durch äussere Einflüsse unkontrollierbare Änderung der Körperlage 
(BGE 139 V 327 E 3.3.2 S. 330, 129 V 466 E. 4.2.2 und 4.2.3 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt im Weiteren einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 

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den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Die Anforderungen an den 
Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs in Medizin und Recht 
müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich sein. Deshalb kann es vor-
kommen, dass der natürliche Kausalzusammenhang aufgrund 
(unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, obwohl im Einzelfall 
ein strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht zu erbrin-
gen ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-

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lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

3.

3.1 Gemäss der Hergangsschilderung in der Bagatellunfall-Meldung 
vom 21. Mai 2013 (AB 1) verdrehte der Beschwerdeführer beim Ausladen 
einer Kommode aus einem Auto das rechte Knie. Anlässlich der persönli-
chen Befragung vom 23. September 2013 präzisierte er, nach dem Hoch-
heben der Kommode habe er sich nach rechts drehen und losgehen wol-
len, allerdings sei der rechte Fuss stehen geblieben und das rechte Knie 
habe sich in die gewollte Richtung gedreht. Er habe einen stechenden 
Schmerz auf der Aussenseite des Knies verspürt, die Kommode wieder 
abgestellt und sein Knie geprüft. Das Knie sei in der Folge nicht ange-
schwollen und er habe darauf stehen bzw. auch gehen können, doch habe 
er immer Schmerzen verspürt (vgl. AB 12/1 Ziff. 3 f.). Mit E-Mail vom 5. No-
vember 2013 (AB 16) ergänzte er, die Kommode sei zirka 60 Zentimeter 
tief, einen Meter breit, 80 Zentimeter hoch und wiege rund 20 Kilogramm. 
Die Kommode habe mit einem erheblichen Drehmoment auf das Knie ein-
gewirkt und zudem sei das Verdrehen des Knies zusätzlich durch den 
«eher rau» geteerten und unebenen Boden begünstigt worden.

3.2 Es ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten, dass das Ereig-
nis vom 8. März 2013 nicht als Unfall im Sinne der Legaldefinition von 
Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Zwar erachtete die Rechtsprechung den für 
den Unfallbegriff vorausgesetzten ungewöhnlichen äusseren Faktor biswei-
len auch als erfüllt, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein 
ganz ausserordentlicher Kraftaufwand zu einer Schädigung führte (vgl. 
BGE 116 V 136 E. 3b S. 139). Mit Blick auf die höchstrichterliche Kasuistik 
genügt das hier geltend gemachte Gewicht von zirka 20 Kilogramm hierfür 
indes von vornherein nicht (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. August 2011, 8C_246/2011, E. 4.4; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesge-
setz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 44 f.).

Aufgrund der diagnostizierten lateralen Meniskusläsion am rechten Knie 
(vgl. AB 6) ist jedoch zu prüfen, ob der Sachverhalt unter den Tatbestand 

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von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV zu subsumieren ist, 
mithin eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt und unter diesem Titel 
eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht. Zwar liess die Be-
schwerdegegnerin offen, ob eine Listendiagnose gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV 
gegeben sei (vgl. AB 26/5 E. 3.4), es wurde indes am 15. April 2013 mittels 
MRI ein radiärer Riss im lateralen Meniskuskorpus befundet (vgl. AB 4), 
weshalb der Meniskusriss auch ohne Vorliegen des Operationsberichts in 
tatsächlicher Hinsicht als erstellt zu gelten hat.

3.3 Das Heben bzw. Tragen einer 20 Kilogramm schweren Kommode 
per se stellt aufgrund der höchstrichterlichen Judikatur infolge fehlenden 
gesteigerten Schädigungspotenzials keinen äusseren Faktor und damit 
kein unfallähnliches Ereignis dar. Das Bundesgericht entschied beispiels-
weise in diesem Sinne bezüglich des Hebens eines zirka 20 Kilogramm 
schweren Koffers durch eine Frau (Entscheid des BGer vom 13. Februar 
2009, 8C_656/2008, E. 3.3). Es erwog zudem, dass im Anheben einer un-
gefähr 15 Kilogramm schweren Kiste mit etwas Schwung nichts Pro-
grammwidriges liege und dies zum natürlichen Ablauf gehöre, um ein Ge-
wicht zu verschieben (vgl. Entscheid des BGer vom 17. März 2010, 
8C_867/2009, E. 3.3). Dass ein Gegenstand aufgrund seiner Abmessun-
gen gegebenenfalls in unergenomischer Haltung gehoben werden muss, 
vermag daran nichts zu ändern, worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend 
hinwies (vgl. AB 26/5 Ziff. 3.4; Beschwerdeantwort S. 5). So kann beim 
Heben einer 22 bis 30 Kilogramm schweren Folienrolle durch eine männli-
che erwachsene Person in einer ergonomisch nicht optimalen Haltung für 
sich allein betrachtet, d.h. ohne besondere hinzutretende Umstände, kein 
äusserer Faktor im Sinne der Rechtsprechung erblickt werden (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 8. November 2013, 8C_407/2013, E. 3.3.1). 

3.4 Die zum Heben bzw. Tragen der Kommode hinzugetretene Dreh-
bewegung ist als normale alltägliche Verrichtung zu betrachten, welche 
üblicherweise nicht über eine physiologisch normale und psychologisch 
beherrschte Beanspruchung des Körpers hinausgeht und welcher prinzipi-
ell kein besonderes Schädigungspotenzial inhärent ist (vgl. Entscheid des 
BGer vom 28. September 2010, 8C_22/2010, E. 5.3; Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 

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17. März 2005, U 453/04, E. 2). Zwar bejahte das vormalige EVG einen 
äusseren Faktor beim Anheben eines 15 Kilogramm schweren, sperrigen 
Tisches mit gleichzeitiger Drehbewegung, um diesen auf dem Rücken zu 
transportieren (vgl. Entscheid des EVG vom 5. Juli 2004, U 123/04, E. 3.3). 
Dieser Entscheid ist indes insoweit hier nicht einschlägig, als es in jenem 
Fall um eine Bizeps-Verletzung ging, der Versicherte eine relativ komplexe 
körpereigene Bewegung ausführte und dabei die Schulter- bzw. Rückenre-
gion sowie die Arme belastete. Der vorliegende Sachverhalt ist vielmehr mit 
dem Versicherten zu vergleichen, der beim Anheben einer zirka 20 Kilo-
gramm schweren Waage und anschliessendem Abdrehen unter sofort ein-
schiessenden Schmerzen im Knie litt. Das EVG erwog, dass von einer un-
ter normalen Bedingungen erfolgten Bewegung auszugehen sei, sodass 
der äussere Faktor infolge fehlendem gesteigerten Schädigungspotenzial 
und somit ein unfallähnliches Ereignis im Sinne der Rechtsprechung zu 
verneinen seien (vgl. Entscheid des EVG vom 2. Dezember 2004, 
U 148/04, E. 2.3). Nicht anders kann es sich im vorliegenden Fall verhalten. 
Aus dem geltend gemachten Umstand, dass der Beschwerdeführer die 
Last während der Rotation nicht nahe am Körper hielt (vgl. AB 16, 24/4 
Ziff. II Ziff. 2; Beschwerde S. 5 Ziff. III Ziff. 3.5), lässt sich nicht schliessen, 
aufgrund der daraus resultierenden biomechanischen Aspekte sei ein zur 
Unkontrollierbarkeit des Drehens führendes Moment hinzugetreten. Die 
initialen Schilderungen des Ereignisablaufs enthalten keine Hinweise auf 
besondere Umstände. Soweit der Beschwerdeführer einsprache- bzw. be-
schwerdeweise (vgl. AB 24/4 Ziff. II Ziff. 2; Beschwerde S. 5 Ziff. III 
Ziff. 3.5) versucht, der Bodenbeschaffenheit eine besondere Gefahrenlage 
beizumessen, kann ihm nicht gefolgt werden. Ein «eher rau» (vgl. AB 16) 
geteerter Boden ist ebenso wenig aussergewöhnlich wie Bodenunebenhei-
ten. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass die Asphaltierung 
bzw. Bodenunebenheiten ein unübliches Ausmass erreicht hätten bzw. er 
die Bodenbeschaffenheit nicht habe wahrnehmen können (vgl. bezüglich 
einer Knieverrenkung auf unebenem Untergrund bei Dunkelheit: Entscheid 
des BGer vom 20. November 2012, 8C_628/2012, E. 5), womit sich dies-
bezügliche Tatbestandserhebungen erübrigen (sog. antizipierte Beweis-
würdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Des Weiteren wird eine Dreh-
bewegung namentlich beim Tragen schwerer Gegenstände in aller Regel 
nicht durch ein Gleiten, sondern mit einem Schritt ausgeführt. So oder an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2014, UV/14/831, Seite 10

ders ist es weder aktenkundig noch wird vorgebracht, dass der Beschwer-
deführer dabei gestolpert oder ausgerutscht wäre. 

3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Heben bzw. Tragen 
der Kommode in Kombination mit der vollzogenen Drehbewegung weder 
ein gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnte noch eine mehr als 
physiologisch normale und psychologisch beherrschte Beanspruchung des 
Körpers vorlag. Das Ereignis ist mangels eines äusseren Faktors nicht als 
unfallähnlich im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 2.1 hievor) zu qualifizie-
ren.

Bei dieser Ausgangslage kann die Tatfrage nach der natürlichen Kausalität 
(vgl. E. 2.2.1 hievor) zwischen dem Ereignis vom 8. März 2013 und der 
Meniskusverletzung offen bleiben. Es sei deshalb nur am Rande bemerkt, 
dass zwischen dem inkriminierten Vorfall und der hausärztlichen Erstkon-
sultation vom 9. April 2013 (vgl. AB 6 Ziff. 1) eine nicht unbeachtliche La-
tenzzeit von einem Monat lag und der befundete Radiärriss (vgl. AB 4) – 
wenngleich er, anders als ein horizontaler Riss, eher für eine traumatische 
Genese spricht (vgl. BOHNDORF/IMHOF/WÖRTLER, Radiologische Diagnostik 
der Knochen und Gelenke, 3. Aufl. 2014, S. 210) – ätiologisch auch dege-
nerativ bedingt sein kann (vgl. JÜRGEN MÄURER, Effiziente Kniebildgebung, 
2004, S. 54).

Es ist nach dem Dargelegten folgerichtig, dass die Beschwerdegegnerin 
mit Verfügung vom 14. Januar 2014 (AB 19) sowohl das Vorliegen eines 
Unfalls im Rechtssinne als auch eine unfallähnliche Körperschädigung ver-
neinte und dies mit Einspracheentscheid vom 14. Juli 2014 (AB 26) 
bestätigte. Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 11. September 2014 
erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2014, UV/14/831, Seite 11

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SWICA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.