# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41cc9ab9-97cb-5d33-a5b4-55bca54359e7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 05.09.2023 A 2023 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2023-20_2023-09-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 23 20

4. Kammer 

Vorsitz Stöhr

RichterIn Brun und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 5. September 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Grundstückgewinnsteuer

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I. Sachverhalt:

1. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____, C._____, bestand 

einerseits aus diversen Privatpersonen und andererseits aus der EG 

D._____, einer einfachen Gesellschaft, welcher wiederum A._____, als 

Gesamteigentümer zufolge einfacher Gesellschaft angehörte. Die EG 

D._____, v.d. Rechtsanwalt Dr. iur. I._____, erwarb im August 2007 im 

Zwangsvollstreckungsverfahren gegen E._____ auf der Parzelle F._____ 

in C._____ (politische Gemeinde G._____) 26 Autoeinstellplätze zum 

Preis von CHF 500'000.--. Mit öffentlicher Urkunde vom 29. Oktober 2007 

wurde das Gesamteigentum der EG D._____ in Miteigentum aufgeteilt und 

den einzelnen Eigentümern zugewiesen, womit die EG D._____ dahinfiel. 

Im Oktober 2021 veräusserte A._____ die in Miteigentum stehenden drei 

Autoeinstellplätze Nr. 7, 8 und 13 (Miteigentumsanteile Nr. J._____, 

K._____ und L._____) für je CHF 50'000.--, insgesamt CHF 150'000.--, an 

die Hotel H._____ AG mit Sitz in der Gemeinde G._____. Die 

Handänderung erfolgte per 29. Oktober 2021. In der Steuererklärung für 

Grundstückgewinne 2021 deklarierte A._____ den genannten 

Veräusserungspreis von CHF 150'000.-- und brachte davon CHF 1'783.-- 

für Gebühren und Abgaben in Abzug resp. einen Veräusserungserlös von 

CHF 148'217.--. Die Anlagekosten gemäss Seite 3 des Hauptformulars 

bezifferte er auf insgesamt CHF 113'810.--, bestehend aus 

CHF 111'000.— für den Erwerbspreis, CHF 1'710.-- für Nebenkosten des 

Erwerbs sowie CHF 1'100.-- an wertvermehrenden Aufwendungen für das 

Garagentor. Der Grundstückgewinn betrug demnach gemäss Deklaration 

CHF 34'407.--.

2. Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend 

Steuerverwaltung) erliess am 5. Dezember 2022 die definitive Veran-

lagungsverfügung für die kantonale und kommunale Grundstück-

gewinnsteuer zur genannten Veräusserung vom 29. Oktober 2021. Dabei 

legte sie den steuerbaren und satzbestimmenden Gewinn auf 

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CHF 90'524.-- fest und erkannte auf einen Steuerbetrag von je 

CHF 7'948.15 für den Kanton und die Gemeinde G._____. Im Unterschied 

zur Steuererklärung erkannte sie lediglich Anlagekosten von 

CHF 57'693.— an. Die Reparatur- und Unterhaltsarbeiten sowie Ersatz-

investitionen anerkannte sie nicht als wertvermehrende Aufwendungen 

und liess die nicht belegten Kosten unberücksichtigt. Zu den 

Abweichungen bemerkte sie, dass aufgrund der eingereichten 

"Anmeldung zur Eintragung des Eigentumsübergangs eines Grundstücks 

zufolge Zuschlag im Zwangsvollstreckungsverfahrens" der Kaufpreis für 

die drei Autoeinstellplätze mit CHF 57'693.-- (CHF 500'000— [Kaufpreis] : 

26 [gekaufte Einstellplätze] x 3 [veräusserte Einstellplätze]) berücksichtigt 

worden sei.

3. Mit dagegen erhobener Einsprache vom 13. Dezember 2022 verwies 

A._____ darauf, dass aus der Rechnungsstellung von Dr. iur. 

I._____ hervorgehe, dass er im Jahr 2007 für die drei Autoeinstellplätze 

insgesamt CHF 90'000.-- als Anzahlung geleistet habe, der Beleg für die 

weiteren Kosten fehle. Zudem seien die Kosten für die Beurkundung 

sicher angefallen, womit sich ein Beleg dafür erübrige. Schliesslich werde 

aus der Rechnungsstellung der KABA ersichtlich, dass es sich um eine 

neue Anlage handle. Gestützt darauf verlangte die Steuerverwaltung am 

7. Februar 2023 von A._____ den vollständigen im Grundbuch 

eingetragenen ursprünglichen Kaufvertrag (GB-Eintrag vom 29. Oktober 

2007), die vollständige im Grundbuch eingetragene Begründung von 

Miteigentum vom 5. November 2007, belegsmässige Nachweise für die 

Nebenkosten des Erwerbs und die Rechnung der geltend gemachten 

wertvermehrenden Aufwendungen von CHF 1'100.--. Mit E-Mail vom 

13. Februar 2023 reichte A._____ folgende Unterlagen ein: die Kopie der 

Anmeldung zur Eintragung des Eigentumsübergangs eines Grundstücks 

zufolge Zuschlag im Zwangsvollstreckungsverfahren; die öffentliche 

Urkunde betreffend Neufassung der Begründungserklärung auf 

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Stockwerkeigentum an der Parzelle F._____, u.a. mit Anpassung der 

Wertquoten; die Rechnungen des Grundbuchamtes über CHF 690.-- für 

die Eigentumsübertragung zufolge Zwangsversteigerung und für die 

Eintragungen der neuen Dienstbarkeiten und Eigentumszuweisungen 

Autoeinstellplätze von CHF 2890.--; die Kostenbeteiligung für die 

Reparatur des Garagentors sowie die Offerte der KABA betreffend 

Torantrieb.

4. Mit Entscheid vom 2. Mai 2023 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache 

insoweit teilweise gut, als sie bei einem steuerbaren Gewinn von 

CHF 90'111.-- von den eingereichten Rechnungen für Notariats- und 

Grundbuchgebühren betreffend die EG D._____ vom 23. August 2007 

bzw. 22. November 2007 von CHF 690.-- resp. CHF 2'890.-- anteilsmässig 

CHF 413.10 (CHF 3580.-- [Total Rechnungen für Notariats- und 

Grundbuchgebühren] : 26 [Anzahl erworbene Einstellplätze] x 3 [Anzahl 

veräusserte Einstellplätze]) als Nebenkosten der Veräusserung 

berücksichtigte, nicht hingegen die geltend gemachten Kosten für die 

Reparatur des Garagentors von CHF 1'100.--. Dabei erwog sie, dass auf 

den Verkauf über total 26 Parkplätze von E._____ an die EG D._____, bei 

welchem der Veräusserungspreis CHF 500'000.-- betragen habe bzw. auf 

den durchschnittlichen Verkaufspreis von CHF 19'231.--, abzustellen sei. 

Die beiden eingereichten Rechnungen für Notariats- und Grundbuch-

gebühren betreffend die EG D._____ seien mit CHF 413.10 als Neben-

kosten der Veräusserung anteilig berücksichtigt. Bei den gemäss 

eingereichten Offerten geltend gemachten Aufwendungen handle es sich 

klar um Unterhaltskosten, die nicht als wertvermehrende Aufwendungen 

berücksichtigt werden könnten. Dies führe bei bereinigten Anlagekosten 

von CHF 58'106.-- zu einem steuerbaren und satzbestimmenden Gewinn 

von neu CHF 90'111.-- resp. zu einem Steuerbetrag von je CHF 7'893.85, 

insgesamt CHF 15'787.70.

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5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 25. Mai 

2023 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit dem Antrag, die Anlagekosten der drei Parkplätze seien mit insgesamt 

CHF 87'000.-- zu berücksichtigen, ohne Erwerbskosten. Begründend 

führte er an, dass er für die drei Parkplätze im Jahr 2007 gemäss der 

Schlussrechnung vom 30. April 2008 von Dr. iur. I._____ CHF 90'000.-- 

als Anzahlung geleistet habe. Nach der Rückerstattung von CHF 3'000.-- 

habe der tatsächliche Erwerbspreis insgesamt CHF 87'000.— resp. 

CHF 29'000.-- pro Parkplatz betragen. Aus der Schlussrechnung wie auch 

dem Schreiben an die Steuerverwaltung vom 5. Februar 2008 gehe klar 

hervor, dass 18 Parkplätze verkauft worden seien und die Notariats- und 

Grundbuchgebühren in der Höhe von CHF 3'580.-- somit durch diese 

Anzahl Parkplätze zu teilen seien, was CHF 596.65 ergebe.

6. Die Steuerverwaltung (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 13. Juli 2023 auf Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen an, eine Neuberechnung unter 

Berücksichtigung der beschwerdeführerischen Anträge führe zu einer 

Steuer von CHF 8'836.--, womit der Streitwert CHF 6'951.-- betrage. Der 

Steuerkommissär habe zunächst den massgebenden Erwerbspreis 

ermittelt, indem aus dem vorhergehenden Verkauf der Zuschlags-

entscheid von CHF 500'000.-- für 26 Parkplätze quotal zur Bemessung der 

Anlagekosten eingesetzt worden sei, was zu Anlagekosten von 

CHF 57'693.-- geführt habe. Mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 

habe sich die Steuerverwaltung auf den Standpunkt gestellt, dass 

aufgrund des Teilverkaufes von E._____ lediglich ein Durchschnittspreis 

von CHF 19'231.-- anerkannt werde und der in der Einsprache geltend 

gemachte Wert von CHF 30'000.-- pro Parkplatz nicht als nachgewiesen 

gelte. Die Steuerverwaltung habe sich betreffend Erwerbspreis auf den 

Zwangsvollstreckungsentscheid gestützt, wonach 26 Parkplätze zu 

gesamthaft CHF 500'000.-- an die EG D._____ veräussert worden seien; 

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darunter auch die drei Parkplätze 13, 14 und 8 (recte: 7, 8 und 13). 

Betreffend diese Parkplätze sei ein Durchschnittsanlagewert von 

CHF 19'231.-- pro Parkplatz (CHF 57'693.--) eingesetzt worden. Der durch 

Dr. iur. I._____ genannte Wert von CHF 30'000.-- sei rein vorläufig und 

überschlagsweise zu verstehen. Gleichzeitig habe der Beschwerdeführer 

keine individuelle Abrechnung für den seinerzeitigen Erwerb abliefern 

können, weshalb sich die Steuerverwaltung mit der Einsetzung eines 

korrekten Erwerbspreises anhand der vorliegenden Unterlagen begnügt 

habe.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 

betreffend kantonale und kommunale Grundstückgewinnsteuer, mit 

welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers vom 13. Dezember 2022 abgewiesen und damit die 

Rechtmässigkeit der veranlagten Grundstückgewinnsteuern bestätigt hat 

(vgl. Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 3; Akten der Beschwerde-

gegnerin [Bg-act.] 8). Solche Entscheide können gemäss Art. 139 Abs. 1 

des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) mit 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

angefochten werden. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungs-

gerichts ergibt sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungs-

gericht Beschwerden gegen Entscheide von Dienststellen der kantonalen 

Verwaltung und von unselbständigen Anstalten des kantonalen Rechts 

beurteilt, soweit das kantonale Recht den direkten Weiterzug vorsieht, was 

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hier – wie gesehen (vgl. Art. 139 Abs. 1 StG) – der Fall ist. Demzufolge 

fällt die Beurteilung der vorliegenden Streitsache in die Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Der Beschwerdeführer ist 

als formeller und materieller Adressat des angefochtenen Einsprache-

entscheids berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Aufhebung auf und ist damit ohne Weiteres zur Beschwerdeerhebung 

befugt (vgl. Art. 50 Abs. 1 VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 38 f. VRG; 

Art. 139 StG). Der Streitwert überschreitet die Grenze von CHF 5'000.-- 

(vgl. die Aufstellung der Beschwerdegegnerin, wonach sich die Differenz 

des Steuerbetrages insgesamt auf CHF 6'951.-- belaufe [Bg-act. 1]), 

weshalb das vorliegende Urteil in Dreierbesetzung ergeht (Art. 43 VRG).

2. Unbestritten geblieben ist hier das Vorliegen einer steuerbegründenden 

Veräusserung. Hingegen strittig und zu prüfen ist im Wesentlichen der 

Erwerbspreis der drei Autoeinstellplätze, die durch den Beschwerdeführer 

veräussert wurden.

3.1. Das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) verpflichtet die Kantone, 

sämtliche Gewinne, die sich bei der Veräusserung eines Grundstücks des 

Privatvermögens oder eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücks 

sowie von Anteilen daran ergeben, zu besteuern, soweit der Erlös die 

Anlagekosten (Erwerbspreis oder Ersatzwert zuzüglich Aufwendungen) 

übersteigt (Art. 12 Abs. 1 StHG). Von dieser verpflichtenden Besteuerung 

können nur solche Gewinne ausgenommen werden, bei denen der 

Harmonisierungsgesetzgeber in einer abschliessenden Aufzählung einen 

Steueraufschub vorsieht (Erbgang, Erbvorbezug, Schenkung, Begrün-

dung oder Aufhebung der ehelichen Gütergemeinschaft, bestimmte Arten 

von Landumlegungen, Ersatzbeschaffung von land- oder forstwirt-

schaftlichen Grundstücken oder Eigenheimen; Art. 12 Abs. 3 StHG). Nach 

kantonalem Recht unterliegen Gewinne aus der Veräusserung von 

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Grundstücken des Privatvermögens der Grundstückgewinnsteuer (Art. 41 

Abs. 1 lit. a StG). Die Steuerpflicht wird durch jede Veräusserung 

begründet, mit welcher Eigentum an einem Grundstück übertragen wird 

(Art. 42 Abs. 1 StG), steuerpflichtig ist dabei der Veräusserer (Art. 45 

Abs. 1 StG). Auch die Bündner Gemeinden erheben gemäss Art. 6 des 

Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern (GKStG; BR 720.200) 

i.V.m. Art. 45 ff. StG eine Grundstückgewinnsteuer in der Höhe der 

Kantonssteuer.

3.2. Steuerbar ist der Veräusserungsgewinn im Sinne von Art. 46 Abs. 1 StG, 

d.h. der Betrag, um den der Erlös die Anlagekosten (Erwerbspreis und 

Aufwendungen) übersteigt (ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, 

Schweizerisches Grundstückgewinnsteuerrecht, Zürich/Basel/Genf 2021, 

§ 10 Rz. 1). Während für die Berechnung der Anlagekosten die letzte 

steuerbegründende Veräusserung massgebend ist (Art. 46 Abs. 2 StG), 

gelten als Erlös alle Leistungen des Erwerbers (Art. 47 Abs. 1 StG). Als 

Erwerbspreis gilt der beurkundete Kaufpreis zuzüglich aller weiteren 

Leistungen des Erwerbers (Art. 48 Abs. 1 StG); als Aufwendungen die 

Kosten für Erschliessungen, Bauten, Umbauten und andere dauernde 

Verbesserungen, die eine Werterhöhung des Grundstückes bewirkt haben 

(Art. 49 Abs. 1 lit. a StG), Grundeigentümerbeiträge, wie Perimeter-

beiträge für Bau und Korrektion von Strassen, für Bodenverbesserungen, 

für Wasser- und Lawinenverbauungen (lit. b) sowie Kosten, die mit dem 

Erwerb und der Veräusserung des Grundstückes verbunden sind, mit 

Einschluss der üblichen Provisionen und Vermittlungsgebühren (lit. c). 

Aufwendungen, die bei der Einkommenssteuer als Abzüge berücksichtigt 

worden sind, und der Wert eigener Arbeit, der nicht als Einkommen 

versteuert worden ist, können nicht geltend gemacht werden (Art. 49 

Abs. 2 StG).

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3.3. In Anwendung des Grundsatzes von Art. 8 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) gilt grundsätzlich im Steuerverfahren die 

allgemeine Regel, wonach die Veranlagungsbehörde die objektive 

Beweislast für Tatsachen trägt, welche die Steuerschuld begründen oder 

mehren, die steuerpflichtige Person hingegen für Tatsachen, welche die 

Steuerschuld aufheben oder mindern (ZWEIFEL/HUNZIKER/

MARGRAF/OESTERHELT, a.a.O., § 13 Rz. 24; vgl. statt vieler BGE 148 II 285 

E.3.1.3, 140 II 248 E.3.5 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 

2C_217/2021 vom 4. November 2021 E.1.7, 2C_509/2020 vom 7. Oktober 

2020 E.1.4, 2C_848/2018 vom 22. August 2019 E.1.4). Dementsprechend 

hat der Beschwerdeführer auch die einschlägigen Belege und Nachweise 

für die von ihm behaupteten, steuermindernden Tatsachen zu erbringen 

resp. solche Tatsachen hinreichend zu belegen und nachzuweisen. Im 

vorliegenden Fall trägt somit der Beschwerdeführer die Beweislast 

betreffend die Höhe des Erwerbspreises für die drei veräusserten 

Autoeinstellplätze wie auch betreffend die Höhe der anrechenbaren 

Notariats- und Grundbuchgebühren.

4.1. Richtig ist, dass die EG D._____ im Jahr 2007 26 Autoeinstellplätze zum 

Preis von CHF 500'000.-- zu Gesamteigentum erworben hat. Ebenso als 

korrekt erweist sich der durch die Beschwerdegegnerin berechnete hierfür 

anfallende Preis pro Autoeinstellplatz von CHF 19'231.--. Im Anschluss 

daran veräusserte die EG D._____ indessen die zuvor im Gesamt-

eigentum befindlichen Autoeinstellplätze, indem mit Begründungs-

erklärung vom 29. Oktober 2007 das Gesamteigentum an den Autoein-

stellplätzen gemäss Ziffer 5 aufgehoben und neu zu Alleineigentum 

zugewiesen wurde (vgl. Ziffer 6 [vgl. Bf-act. 2 und Bg-act. 7]). Folglich 

veräusserte die EG D._____ nach Erwerb der 26 Autoeinstellplätze drei 

hiervon an den Beschwerdeführer, wobei der Kaufpreis pro 

Autoeinstellplatz CHF 29'000.-- betrug (vgl. Schlussrechnung i.S. EG 

D._____ vom 30. April 2008 [Bf-act. 1]). In diesem Schreiben wurde 

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festgehalten, dass die ersteigerten Autoeinstellplätze in der persönlichen 

Steuererklärung zu deklarieren seien, da die EG D._____ aufgrund ihres 

Dahinfallens keine Steuererklärung einzureichen habe. Mit der Schluss-

rechnung wurden dem Beschwerdeführer zudem CHF 3'000.-- von den 

bereits überwiesenen CHF 90'000.-- für die drei Autoeinstellplätze 

zurückerstattet. Damit ist aus den Akten erstellt, dass die drei Autoeinstell-

plätze zum Preis von je CHF 29'000.-- an den Beschwerdeführer 

veräussert worden waren.

4.2. Der Beschwerdeführer bestreitet die Höhe der anteilsmässig 

berücksichtigten Nebenkosten, so gehe aus der Schlussrechnung wie 

auch aus dem Schreiben an die Steuerverwaltung vom 5. Februar 2008 

von Dr. iur. I._____ klar hervor, dass 18 Autoeinstellplätze veräussert 

worden seien, so dass die anteiligen Notariats- und Grundbuchgebühren 

CHF 596.65 ausmachten. Weder in der Schlussrechnung vom 30. April 

2008 (Bf-act. 1) noch im Schreiben vom 5. Februar 2008 (Bf-act. 2) wird 

die Anzahl 18 erwähnt. Hingegen teilte Dr. iur. I._____ im Schreiben vom 

9. Mai 2007 an die Mitglieder der EG D._____ mit "[…]. In der Beilage 

(Beilage 1) erhalten Sie das Versteigerungsprotokoll. Des weiteren 

erhalten Sie eine Liste derjenigen Mitglieder der EG D._____ (Beilage 2), 

die nun Gesamteigentümer der 18 Parkplätze wurden. […]." (vgl. Beilage 

zur Einsprache vom 13. Dezember 2022 [Bg-act. 5 S. 2]). Wie bereits 

dargelegt, geht das Gericht aber von einer Veräusserung von insgesamt 

26 Autoeinstellplätzen aus, so dass sich die anteilsmässige Berück-

sichtigung von Nebenkosten der Veräusserung betreffend den 

Beschwerdeführer von CHF 413.10 als rechtens und diese Rüge als 

unbegründet erweist (vgl. angefochtenen Einspracheentscheid [Bg-act. 8 

S. 1]).

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4.3. Nach dem Gesagten belaufen sich die Anlagekosten der drei veräusserten 

Autoeinstellplätze 7, 8 und 13 somit auf insgesamt CHF 87'413.10, womit 

ein steuerbarer Grundstückgewinn von CHF 60'803.90 resultiert. Daher ist 

die Beschwerde gutzuheissen, der angefochtene Einspracheentscheid 

aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten in 

Anwendung von Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin, zumal eine Rückweisung hinsichtlich der 

Auferlegung von Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung 

praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden 

Partei gilt (vgl. BGE 141 V 281 E.11.1, 137 V 210 E.7). Die Staatsgebühr 

wird vorliegend in Anbetracht des Umfangs und der Schwierigkeit der 

Sache gestützt auf Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 1'500.-- festgesetzt und 

zusammen mit den Kanzleiauslagen der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht praxisgemäss 

keine Parteientschädigung zu, eine solche hat er auch nicht beantragt.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-

entscheid der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden vom 2. Mai 

2023 wird aufgehoben. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 

zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'500.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 248.00

zusammen CHF 1'748.00

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gehen zulasten der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden. Der 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1'500.00 wird dem 

Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]