# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d1e518f-ed1d-561d-9544-27f116102afc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 21.08.2020 HE200214
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE200214_2020-08-21.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE200214-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Präsident, sowie Gerichtsschreiber  

Christian Markutt 
 

Urteil vom 21. August 2020 

 

in Sachen 
 

A._____ GmbH, 
Gesuchstellerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

gegen 
 

B._____ GmbH, 
Gesuchsgegnerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ 
 

sowie 
 

C._____ Ltd.,  
Nebenintervenientin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____, 
 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2; act. 15 S. 2) 

"1. Das Grundbuchamt D._____, … [Adresse] sei superprovisorisch, 
eventualiter provisorisch, im Sinne von Art. 961 ZGB anzuweisen, 
zugunsten der Gesuchstellerin und zulasten des Grundstücks der 
Gesuchsgegnerin ein Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzu-
tragen auf der Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, E._____-Strasse. 
…, F._____, für eine Pfandsumme von Fr. 1'197'590.40 nebst 
Zins zu 5 % seit dem 1. April 2020 auf Fr. 706'105.42 und zu 5 % 
seit dem 22. April 2020 auf Fr. 270'071.20 sowie zu 5 % seit dem 
16. Juni 2020 auf Fr. 221'413.78. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten 
der Gesuchsgegnerin." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Am 4. Juni 2020 (hierorts überbracht) reichte die Gesuchstellerin das Gesuch mit 

obigem Rechtsbegehren ein (act. 1; act. 3/2-57). Mit Verfügung vom 4. Juni 2020 

wurde dem Gesuch einstweilen ohne Anhörung der Gegenpartei entsprochen und 

das Grundbuchamt D._____ wurde angewiesen, das beantragte Pfandrecht vor-

läufig im Grundbuch einzutragen (act. 4). Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegne-

rin – unter Androhung der Säumnisfolgen – Frist angesetzt, um eine Stellung-

nahme einzureichen (act. 4). Mit Eingabe vom 12. Juni 2020 verkündete die Ge-

suchsgegnerin der C._____ Limited, G._____ [Ort in Irland], und der C._____ AG, 

H._____ [Ort], im Sinne von Art. 78 ff. ZPO den Streit und beantragte, es sei ihr 

die Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zu erstrecken (act. 11). Mit Verfü-

gung vom 15. Juni 2020 wurde von der Streitverkündung Vormerk genommen 

und die entsprechende  Fristerstreckung gewährt (act. 13). Mit Eingabe vom 

25. Juni 2020 beantragte die Gesuchstellerin – zusätzlich zu ihrem Gesuch vom 

4. Juni 2020 – die Eintragung eines provisorischen Bauhandwerkerpfandrechts für 

den Verzugszins zu 5 % seit dem 16. Juni 2020 auf Fr. 221'413.78 (act. 15). Mit 

Verfügung vom 26. Juni 2020 wurde u.a. erwogen, dass die entsprechende Ein-

tragung des Verzugszinses nicht superprovisorisch beantragt worden sei, womit 

- 3 - 

der Gesuchsgegnerin zunächst Frist angesetzt wurde, um dazu Stellung zu neh-

men (act. 17). Mit Eingabe vom 18. Juli 2020 beantragte die C._____ Ltd. als 

Streitberufene und Nebenintervenientin, es sei das Gesuch um Bestellung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts abzuweisen sowie es sei ihr 90 Tage Frist zur Einrei-

chung einer Bankgarantie anzusetzen (act. 19). Mit Verfügung vom 21. Juli 2020 

wurde die C._____ Ltd. als Nebenintervenientin im Rubrum aufgenommen 

(act. 22). Zudem wurde der Gesuchsgegnerin die Frist zur Stellungnahme er-

streckt sowie der Gesuchstellerin Frist angesetzt, um sich zu einem Zuwarten mit 

dem Endentscheid bis zur Einreichung einer Bankgarantie durch die Nebeninter-

venientin zu äussern (act. 22). Die Gesuchstellerin liess sich hierzu innert Frist 

vernehmen und beantragte u.a., es sei der Antrag der Nebenintervenientin auf 

Zuwarten mit dem Endentscheid bis zur Einreichung einer Bankgarantie abzuwei-

sen (act. 24). Mit Eingabe vom 30. Juli 2020 beantragte die Gesuchsgegnerin, es 

sei das Begehren um provisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

abzuweisen, eventualiter sei festzustellen, dass die von der Nebenintervenientin 

offerierte und nachzureichende Bankgarantie eine hinreichende Sicherheit im 

Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB darstelle (act. 25). 

2. Formelles 

Angesichts dessen, dass bis dato weder eine mögliche Sicherheit (Bankgarantie) 

eingereicht wurde noch nähere Informationen dazu vorliegen, inwiefern eine sol-

che zu erwarten wäre sowie geschuldet dem Umstand, dass die Gesuchstellerin 

ein weiteres Zuwarten ausdrücklich ablehnt (act. 24), besteht keine Grundlage, 

um mit dem Endentscheid weiter zuzuwarten (vgl. auch die Hinweise in der Ver-

fügung vom 21. Juli 2020 [act. 22]). 

Der Gesuchgegnerin wurde Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt. In ihrer 

Eingabe vom 30. Juli 2020 (act. 25) verzichtete die Gesuchsgegnerin – abgese-

hen vom Einwand der hinreichenden Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB 

– auf (materielle) Einwände gegen die vorläufige Eintragung des Bauhandwerker-

pfandrechts. Nachdem im vorliegenden summarischen Verfahren nach einmaliger 

Anhörung kein zweiter Schriftenwechsel oder eine mündliche Hauptverhandlung 

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vorgesehen ist, hat es damit sein Bewenden; es liegt Aktenschluss vor (BGE 144 

III 117 E. 2.2). 

Da (i) die Gesuchsgegnerin ihren Sitz in Zürich hat, (ii) die geschäftliche Tätigkeit 

mindestens der Gesuchstellerin (act. 3/5) betroffen ist, (iii) beide Parteien im 

schweizerischen Handelsregister eingetragen sind (act. 3/4-5) und (iv) der Streit-

wert CHF 30'000.– übersteigt, ist das Handelsgericht des Kantons Zürich (Einzel-

gericht) gemäss Art. 6 Abs. 2 und 5 ZPO sowie Art. 13 und 31 ZPO i.V.m. § 45 lit. 

b GOG örtlich und sachlich zuständig. 

3. Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

3.1. Unbestrittener Sachverhalt 

Unter Berücksichtigung der Eingaben der Parteien sowie der eingereichten Unter-

lagen (act. 1; act. 3/2-57; act. 11; act. 15; act. 16/58-59; act. 19; act. 24; act. 25) 

erscheint Folgendes als glaubhaft gemacht bzw. ist unbestritten geblieben: 

- Die Gesuchsgegnerin ist derzeit daran, in F._____ ein Rechenzentrum zu 

bauen bzw. die dort bestehenden Anlagen auszubauen. Für die Arbeiten hat 

sie als Generalunternehmerin die C._____ AG beauftragt, welche ihrerseits 

die I._____ AG, J._____ [Ort], beauftragte (act. 1 Rz. 4). 

- Von der I._____ AG, J._____, wurde die Gesuchstellerin als Subunterneh-

merin betraut mit Montagearbeiten, dem Rohrleitungsbau und Schweissar-

beiten. Ein Werkvertrag wurde am 21. August 2019 unterzeichnet (act. 1 Rz. 

4; act. 3/8).  

- Die Gesuchstellerin leistete 2020 im Wesentlichen in drei Bereichen Arbei-

ten: (i) Installationen von Rohr- und Pumpanlagen auf dem Dach des Be-

triebsgebäudes 5.3 und Verbindungsleitungen zum früheren Gebäude 5.2, 

(ii) Arbeiten im Logistikgebäude, (iii) Metallbau-Arbeiten im Rahmen eines 

Spezialauftrags im Gebäude 5.3 (act. 1 Rz. 4; act. 3/9-20). 

- 5 - 

- Letztmals wurde die Gesuchstellerin von der I1._____ Mitte Januar 2020 für 

ihre Arbeiten bezahlt, obwohl die Gesuchstellerin auch in der Folge noch Ar-

beiten geleistet hat (act. 1 Rz. 5). 

- Diverse Rechnungen wurden trotz Mahnung (von der I1._____) nicht begli-

chen (act. 1 Rz. 5; act. 3/21-31). 

- Am 27. März 2020 orientierte die I1._____ die Gesuchstellerin, dass sie aus 

finanziellen Gründen ihre Tätigkeiten auf der Baustelle einstellen müsse. Die 

Gesuchsgegnerin und C._____ wurden aufgefordert, die Subunternehmer 

direkt zu bezahlen (act. 1 Rz. 6). 

- Damit die Bauarbeiten fortgesetzt und zeitnah abgeschlossen werden konn-

ten, vereinbarten die Gesuchstellerin und C._____, dass erstere die bisher 

über I1._____ getätigten Leistungen künftig direkt für C._____ erbringen 

würde (act. 1 Rz. 6; act. 3/32-33). 

- Nachdem mit Urteil vom 21. April 2020 der Konkurs über die I._____ AG er-

öffnet wurde, gelangte die Gesuchstellerin an die Gesuchsgegnerin sowie 

die C._____ und forderte diese auf, die Gesuchstellerin direkt zu bezahlen 

(act. 1 Rz. 8; act. 3/35-36). 

- Aufgrund ausstehender Guthaben hat die Gesuchstellerin schliesslich die 

Arbeit niedergelegt. Der Rechnungsbetrag für die Rechnung Nr. 2020-0264 

ging am 13. Mai 2020 bei der Gesuchstellerin ein (act. 1 Rz. 9). 

- Nachdem der Gesuchstellerin der Zutritt zur Baustelle zur Weiterarbeit ver-

weigert wurde, war der letzte Arbeitstag der Gesuchstellerin der 12. Mai 

2020, obschon sie nochmals ausdrücklich die Weiterarbeit angeboten hat 

(act. 1 Rz. 9 f.; act. 3/47-50).  

- Mit Schreiben vom 20. Mai 2020 gelangte die Gesuchstellerin ein weiteres 

Mal an die C._____ und die Gesuchsgegnerin und räumte eine letzte Frist 

zur Bezahlung der offenen Rechnungen ein, mit ihrer Rechnung Nr. 2020-

0265 verrechnete die Gesuchstellerin die letzten von ihr auf der Baustelle 

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getätigten Arbeiten sowie die gekauften und verbauten Materialien (act. 1 

Rz. 11; act. 3/52-54). 

- Zusammengefasst sind Rechnungen der Gesuchstellerin im Umfang von 

CHF 1'197'590.40 offen (act. 1 Rz. 18). 

- Per 1. April 2020 wurde ein Betrag von Fr. 706'105.42 (Rechnungen Nrn. 

2020-0253 bis 2020-0258) gemahnt, per 22. April 2020 ein Betrag von 

Fr. 270'071.20 (Rechnungen Nrn. 2020-0259 bis 2020-0262) (act. 1 Rz. 19) 

und per 16. Juni 2020 ein Betrag von Fr. 221'413.78 (Rechnungen Nrn. 

2020-0265) (act. 15 S. 2). 

3.2. Rechtliches 

Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung eines 

gesetzlichen Grundpfandrechtes für die Forderungen der Handwerker oder Un-

ternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Materi-

al und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechtes richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstückes, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Voll-

endung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der Eigen-

tümer für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet (Art. 839 

Abs. 2 und 3 ZGB).  

Geht es lediglich um die vorläufige Eintragung des Pfandrechtes, so muss die 

Gesuchstellerin ihr Begehren nur glaubhaft machen. An die Glaubhaftmachung 

sind nach konstanter Lehre und Praxis keine strengen Anforderungen zu stellen: 

Die vorläufige Eintragung eines gesetzlichen Pfandrechtes darf nur dann verwei-

gert werden, wenn der Bestand des Pfandrechtes ausgeschlossen oder höchst 

unwahrscheinlich ist. Dies gilt insbesondere bei unklarer oder unsicherer Rechts-

lage (BGE 86 I 265 E. 3; BGE 137 III 563 E. 3.3; BGE 102 Ia 86; BGE 112 Ib 484; 

Urteil des Bundesgerichts 5A_613/2015 vom 22. Januar 2016 E. 4; SCHUMACHER, 

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Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl. 2008, N. 1394 ff. bzw. SCHUMACHER, Das 

Bauhandwerkerpfandrecht, Ergänzungsband zur 3. Aufl., 2011, N. 609 ff.; ZOBL, 

Das Bauhandwerkerpfandrecht de lege lata und de lege ferenda, ZSR 101(1982) 

II Halbband S. 158, ZR 79 [1980] Nr. 80 S. 152 E. 1). 

3.3. Würdigung 

Aufgrund der glaubhaft gemachten Darstellungen bzw. des unbestritten gebliebe-

nen Sachverhalts hat sich erwiesen, dass die Gesuchstellerin diverse pfandbe-

rechtigte Arbeiten (Montagearbeiten, Rohrleitungsbau, Schweissarbeiten) im Um-

fang von gesamthaft CHF 1'197'590.40 auf dem Grundstück der Gesuchsgegne-

rin geleistet hat. Mit der letzten pfandberechtigten Leistung datierend vom 12. Mai 

2020 und der vorläufigen Eintragung im Grundbuch per 4. Juni 2020 (act. 4) res-

pektive der vorliegenden Bestätigung wird die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 

Abs. 2 ZGB ohne Weiteres eingehalten. Dass bislang keine Bankgarantie oder ei-

ne andere Sicherheit vorliegt, wurde bereits erwähnt. Zudem hat die Gesuchstel-

lerin weiter glaubhaft gemacht respektive ist unbestritten geblieben, dass ihre 

(Teil-) Forderungen trotz Mahnungen unbezahlt geblieben sind, sodass der gefor-

derte Zins von je 5 % für die Pfandsummen von CHF 706'105.42 seit dem 1. April 

2020, CHF 270'071.20 seit dem 22. April 2020 sowie CHF 221'413.78 seit dem 

16. Juni 2020 ausgewiesen ist. 

4. Prosequierung 

Sodann ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintra-

gung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequie-

rungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 

III 554 E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines ge-

sonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in ei-

nem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine 

Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustim-

mung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-

flussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

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Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Oberge-

richts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 

lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 1'197'590.40 auszugehen, 

wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 

und § 10 Abs. 1 GebV OG auf CHF 12'000.– festzusetzen ist. 

Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden. 

Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin end-

gültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine 

einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzelgerichts des 

Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Verfahren betref-

fend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstellerin zu bezie-

hen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vor-

behalten bleibt.  

Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen 

Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch je-

doch nicht prosequieren sollte, ist der Gesuchsgegnerin in Anwendung von § 4 

Abs. 1 und 2 sowie § 9 AnwGebV OG eine Parteientschädigung von rund 

CHF 12'000.– zuzusprechen. 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 4. Juni 2020 bis zur rechtskräftigen 

Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, 

E._____-Strasse …, F._____, 

für eine Pfandsumme von CHF 1'197'590.40 nebst Zins zu 5 % seit 1. April 

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2020 auf CHF 706'105.42 und zu 5 % seit dem 22. April 2020 auf 

CHF 270'071.20. 

Zusätzlich ist neu ein Pfandrecht vorläufig einzutragen für Zins zu 5 % seit 
dem 16. Juni 2020 auf CHF 221'413.78. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 26. Oktober 2020 angesetzt, um eine 

Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin 

anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 12'000.–. 

Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) 

bleiben vorbehalten. 

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch 

die ihr in Dispositiv-Ziffer 2 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Kla-

ge, wird sie verpflichtet, der Gesuchsgegnerin eine Parteientschädigung von 

CHF 12'000.– zu bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D._____. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 1'197'590.40.  

- 10 - 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 21. August 2020 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

Christian Markutt 

 

	Urteil vom 21. August 2020
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2; act. 15 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	2. Formelles
	3. Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts
	3.1. Unbestrittener Sachverhalt
	3.2. Rechtliches
	3.3. Würdigung

	4. Prosequierung
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 4. Juni 2020 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Disposit...
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 26. Oktober 2020 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lösc...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 12'000.–. Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) bleiben vorbehalten.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch die ihr in Dispositiv-Ziffer 2 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Klage, wird sie verpflichtet, de...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D._____.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).