# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 448b77df-47b9-54bd-8696-56479b95ffa7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.06.2015 ZK1 2015 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-41_2015-06-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 02. Juni 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 41 08. Juni 2015

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Aebli

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
5. März 2015, mitgeteilt am 9. März 2015, in Sachen der Y._____, 

betreffend Errichtung einer Beistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Prätti-
gau/Davos vom 20. Dezember 2013 wurde für Y._____ eine Vertretungsbeistand-
schaft errichtet. Als Beistand wurde ihr Sohn X._____, wohnhaft in O.1_____, ein-
gesetzt. Dem Beistand sind im Wesentlichen die Aufgaben zugewiesen worden, 
das gesamte Einkommen und Vermögen von Y._____ zu verwalten, für eine ge-
eignete Wohnsituation sowie hinreichende medizinische Betreuung besorgt zu 
sein, die öffentliche Verwaltung, namentlich den Verkehr mit Ämtern und Behör-
den, zu übernehmen und für eine ausreichende Versicherungsdeckung und -
leistung zu sorgen. Zudem wurde der Beistand aufgefordert, ein Inventar über 
sämtliche Vermögenswerte aufzunehmen und dieses zusammen mit einem Bud-
get der Behörde zur Genehmigung einzureichen.

B. Gegen diesen Entscheid führte Y._____ Beschwerde, welche das Kantons-
gericht von Graubünden mit Entscheid vom 3. März 2014 abwies und damit die 
Errichtung der Beistandschaft bestätigte.

C. X._____ erstellte per 20. Dezember 2013 das gemäss Errichtungsentscheid 
geforderte Eingangsinventar, wobei dieses einen Aktivsaldo von CHF 30'673.35 
aufwies, und reichte es der KESB Prättigau/Davos am 18. Februar 2014 ein (vgl. 
Akten KESB act. 47 und 48). Das Eingangsinventar wurde von der KESB geprüft 
und mit Entscheid des instruierenden Behördenmitglieds vom 6. Juni 2014 ge-
nehmigt (vgl. Akten KESB act. 55). Gleichzeitig nahm die Behörde vom mutmass-
lich ausgeglichenen Budget, das von X._____ am 3. Mai 2014 eingereicht wurde 
und die monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf rund CHF 6'500.-- beziffert, 
Kenntnis. Die Verfahrenskosten des betreffenden Entscheids wurden auf 
CHF 265.-- festgesetzt und Y._____ auferlegt.

D.1. Anlässlich der Abklärung der Vermögensverhältnisse von Y._____ ist der 
Beistand X._____ auf diverse Unterlagen gestossen, die in Zusammenhang mit 
einem Kaufrechtsvertrag betreffend eine Liegenschaft in O.2_____ im Kanton 
A._____ stehen. Nach entsprechenden Nachforschungen erhielt er eine Kopie des 
Immobilienkaufrechtvertrags, welcher vom 23. Mai 1996 datiert und durch einen 
Notar in O.3_____ öffentlich beurkundet wurde (vgl. Akten KESB act. 67). Im be-
treffenden Vertrag trat B._____, der zwischenzeitlich verstorben ist, als Konzedent 
und Y._____ als Kaufsberechtigte auf, wobei die Parteien einen Kaufrechtspreis 
von CHF 140'000.-- vereinbarten. Davon sollten laut Vertrag CHF 70'000.-- bei 
dessen Unterzeichnung anbezahlt und die weiteren CHF 70'000.-- in monatlichen 

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Raten von CHF 600.-- abbezahlt werden. Die Eigentumsübertragung sollte nach 
vollständiger Begleichung des Restkaufpreises, der Zinsen und Nebenkosten er-
folgen. Der Vertrag sieht vor, dass das Kaufrecht bis zum 31. Dezember 2016 be-
steht. Zudem wurde Y._____ ein ausschliessliches Wohnrecht an der besagten 
Liegenschaft einschliesslich eines Benutzungsrechts des Gartens für dieselbe 
Dauer eingeräumt.

2. Gemäss Grundbuchauszug vom 18. April 2014 fungiert die Erbengemein-
schaft des B._____ sel. als Eigentümerin der betreffenden Liegenschaft. Dem 
Auszug lässt sich des Weiteren entnehmen, dass ein Wohnrecht zu Gunsten von 
Y._____ als Dienstbarkeit eingetragen ist und noch bis zum 9. September 2016 
Gültigkeit hat. Der Bestand des Kaufrechts geht aus dem Grundbuchauszug in-
dessen nicht hervor. Daher stellt sich insbesondere die Frage, ob das Kaufrecht 
noch gültig ist bzw. welcher Teil des Kaufrechtspreises bereits bezahlt worden ist 
und ob dieser allenfalls zurückgefordert werden kann.

3. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2014 orientierte X._____ die KESB Prätti-
gau/Davos über die erlangten Informationen. Da auch ein Treffen mit den Erben 
von B._____ sel. keine Klarheit in die Angelegenheit bringen mochte, bat X._____ 
die Behörde um Rat bezüglich des weiteren Vorgehens und fragte an, ob seitens 
der KESB eine rechtliche Beratung zur Verfügung stünde (vgl. Akten KESB 
act. 68).

4. Die KESB Prättigau/Davos unterbreitete X._____ in ihrem Antwortschreiben 
vom 6. November 2014 den Vorschlag, dass die Behörde in Anwendung von 
Art. 392 Ziff. 2 ZGB einen Rechtsanwalt beauftrage, welcher eine rechtliche Ein-
schätzung hierzu abgeben solle. Im Anschluss daran wäre X._____ als Beistand 
gehalten, zu versuchen, mit der Erbengemeinschaft von B._____ sel. eine Eini-
gung zu erzielen. Falls dies nicht gelingen sollte, so wäre der betreffende Anwalt 
mit der gerichtlichen Durchsetzung zu betrauen. Die Behörde ersuchte X._____ 
abschliessend – sofern dieses Vorgehen auch in seinem Sinne sei –, vorzugswei-
se einen im Kanton A._____ tätigen Rechtsanwalt zu benennen, welcher bereit 
wäre, das Mandat zu einem Stundenansatz von CHF 200.-- zu übernehmen (vgl. 
Akten KESB act. 69).

E. Nachdem in der nachfolgenden Korrespondenz zwischen der Behörde und 
dem Beistand stets von einem im Kanton A._____ ansässigen Anwalt die Rede 
war, bat X._____ die KESB Prättigau/Davos mit E-Mail vom 14. Januar 2015 dar-
um, Rechtsanwalt D._____, tätig im Büro E._____ in O.4_____, das Mandat zu 

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erteilen, da seine Lebenspartnerin mit diesem sehr gute Erfahrungen gemacht 
habe (vgl. Akten KESB act. 72). Auf eine entsprechende Nachfrage der KESB bei 
Rechtsanwalt D._____ wurde klar, dass dieser das Mandat nicht zum Stundenan-
satz von CHF 200.-- übernehmen könne, doch bestehe die Möglichkeit, in der 
Kostenfrage allenfalls teilweise entgegenzukommen und X._____ zu bitten, den 
verbleibenden Differenzbetrag zu tragen (vgl. Akten KESB act. 73).

F. Als X._____ ein Schreiben von Rechtsanwalt F._____, welcher die Erben-
gemeinschaft des B._____ sel. vertritt, erhielt, teilte er der KESB Prättigau/Davos 
mit E-Mail vom 24. Januar 2015 mit, dass er Rechtsanwalt D._____ die Unterla-
gen zugestellt und ihm das Mandat erteilt habe, zumal die Zeit dränge (vgl. Akten 
KESB act. 74). Gemäss Aktennotiz der KESB sicherte X._____ der Behörde glei-
chentags telefonisch zu, dass er ihnen eine Bestätigung zukommen lasse, wonach 
er den Betrag, welcher den Tarif von CHF 200.-- übersteige, übernehmen werde 
(vgl. Akten KESB act. 74).

G. Anlässlich eines am 29. Januar 2015 zwischen C._____, der Lebenspartne-
rin von X._____, und der KESB geführten Telefongesprächs wurde die Zusage, 
die Kostendifferenz zu übernehmen, relativiert. Die Behörde stellte indessen klar, 
dass eine Mandatierung von Rechtsanwalt D._____ durch die KESB zu einem 
Ansatz von CHF 300.-- nicht in Betracht falle. Ausserdem habe sie der Auftragser-
teilung noch nicht zugestimmt, weshalb derzeit sämtliche Kosten zu Lasten des 
Beistands gehen würden (vgl. Akten KESB act. 75).

H.1. Mit Schreiben vom 30. Januar 2015 wies die KESB den Beistand nochmals 
ausdrücklich darauf hin, dass die Entschädigung für den Aufwand des Rechtsan-
walts solange von ihm persönlich zu tragen sei, als dass kein entsprechender Ent-
scheid der KESB ergangen sei. Sodann räumte die Behörde ein, dass aufgrund 
der komplexen juristischen Fragestellungen im vorliegenden Fall ausnahmsweise 
vom praxisgemässen Stundenansatz von CHF 200.-- abgewichen und ein maxi-
mal zulässiger Ansatz von CHF 240.-- zugestanden werden könne. Ausserdem 
könne er als Beistand eine ausserordentliche Entschädigung von maximal 
CHF 600.-- im Zusammenhang mit der in Frage stehenden Angelegenheit geltend 
machen, wobei der Aufwand zu belegen und zu begründen sei. Falls er nicht be-
reit sein sollte, den Differenzbetrag zwischen dem Stundenansatz von CHF 300.-- 
von Rechtsanwalt D._____ und dem zulässigen Betrag von CHF 240.-- zu über-
nehmen, so werde seitens der KESB ein Rechtsanwalt beauftragt (vgl. Akten 
KESB act. 77).

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2. X._____ nahm mit E-Mail vom 1. Februar 2015 zu diesem Schreiben Stel-
lung und führte aus, er lehne es ab, dass die KESB einen Anwalt zu einem tiefe-
ren Stundenansatz mandatiere, welchem es an der nötigen Fachkompetenz fehle 
und der mit mehr Kosten weniger erreichen würde. Stattdessen schlug er vor, 
dass er Rechtsanwalt D._____ persönlich und im Interesse seiner Mutter beauf-
trage und dessen Kosten zumindest vorläufig selber trage, womit er gleichzeitig 
nicht mehr verpflichtet sei, die Behörde über die weiteren zu treffenden Entschei-
dungen zu informieren. Allerdings würde er sich vorbehalten, die Aufwendungen 
für den Anwalt im Falle eines positiven Ergebnisses mit einem allfälligen Erlös, 
welcher zu Gunsten seiner Mutter resultieren würde, zu verrechnen (vgl. Akten 
KESB act. 78).

3. Mit E-Mail vom 2. Februar 2015 teilte die KESB Prättigau/Davos X._____ 
vorab mit, dass die Behörde diesem Vorgehen nicht zustimme. Im Schreiben vom 
11. Februar 2015 begründete sie ihre ablehnende Haltung näher und führte aus, 
dass eine Mandatierung eines Rechtsanwalts in Vertretung seiner diesbezüglich 
wohl urteilsunfähigen Mutter nicht zulässig sei. Überdies sei ihm gegenüber stets 
klar kommuniziert worden, dass der Beizug des vorgeschlagenen Rechtsanwalts 
zum Stundenansatz von CHF 300.-- nur in Frage komme, wenn er seinerseits den 
Differenzbetrag übernehme. Die Auftragserteilung an einen Anwalt, welcher einen 
höheren Stundenansatz als CHF 240.-- geltend mache, sei einerseits gestützt auf 
die Richtlinien der Geschäftsleitung der KESB Graubünden und andererseits auch 
angesichts der finanziellen Situation von Y._____ nicht möglich. Da er als Sohn 
und erbberechtigter Nachkommen allenfalls ein eigenes Interesse an der Klärung 
dieser Angelegenheit habe, erachte es die Behörde aufgrund dieses möglichen 
Interessenkonflikts als angezeigt, ihm diesbezüglich das Vertretungsrecht zu ent-
ziehen. Gleichzeitig werde die KESB einen Rechtsanwalt zum zulässigen Stun-
denansatz beauftragen. X._____ wurde sodann in Aussicht gestellt, dass er einen 
entsprechenden Entscheid mit Rechtsmittelbelehrung erhalten werde (vgl. Akten 
KESB act. 82).

4. In der Folge liess sich seitens der KESB ein Anwalt im A._____ finden, der 
sich bereit zeigte, das Mandat zu einem Stundenansatz von CHF 240.-- zu über-
nehmen.

I. Die KESB Prättigau/Davos forderte beim behandelnden Arzt von Y._____, 
Dr. med. G._____, eine Kurzbeurteilung in Bezug auf deren Urteils- und Hand-
lungsfähigkeit an. Dabei war insbesondere die Frage zu beantworten, ob Y._____ 
einer Anhörung betreffend die beabsichtigte Beschränkung der beiständlichen 

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Vertretungsrechte sowie die Ernennung eines Rechtsanwalts als Beistand zur 
Klärung und allfälligen Durchsetzung der rechtlichen Ansprüche aus dem Immobi-
lienkaufrechtsvertrag gewachsen wäre. Dr. med. G._____ hielt fest, dass bei 
Y._____ eine eindeutige und bereits ziemlich fortgeschrittene Demenz mit Unzu-
rechnungsfähigkeit bestehe. Infolgedessen sei sie nicht fähig, zu komplexeren 
Sachverhalten Stellung zu nehmen oder Entscheidungen in finanziellen Fragen zu 
treffen (vgl. Akten KESB act. 88).

J. Mit Schreiben vom 1. März 2015 nahmen X._____ und C._____ insbeson-
dere zum Brief der KESB vom 11. Februar 2015 und der weiteren Korrespondenz 
Stellung. Darin brachten sie ihren Unmut über die Zusammenarbeit mit der KESB 
zum Ausdruck und erklärten, dass ihre Anliegen nicht ernst genommen würden 
und seit der ersten Kontaktaufnahme am 12. Oktober 2014 in der fraglichen Ange-
legenheit nichts habe erreicht werden können. Im Schreiben vom 11. Februar 
2015 werde ihnen seitens der KESB ein Fehlverhalten unterstellt, doch sie seien 
sich eines solchen nicht bewusst. Vielmehr würde die Behörde gegen sie arbeiten 
und damit eine erfolgreiche Klärung der Angelegenheit gefährden. Zu einer weite-
ren Kooperation seien sie nicht bereit und würden die beteiligten Behördenmitglie-
der als befangen erachten. Überdies wehrte sich X._____ gegen den angedrohten 
Teilentzug der Vertretungsrechte (vgl. Akten KESB act. 90).

K. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 5. März 2015 errichtete die KESB 
Prättigau/Davos für Y._____ eine weitere Beistandschaft. Rechtsanwalt H._____ 
wurde als Fachbeistand im Sinne von Art. 394 ZGB eingesetzt, um die Interessen 
von Y._____ in Bezug auf allfällige aus dem Immobilienkaufrechtsvertrag fliessen-
de Ansprüche zu vertreten. Er wurde berechtigt, seinen Aufwand zu einem Stun-
denansatz von CHF 240.-- in Rechnung zu stellen. Für die Führung der Beistand-
schaft wurde ein Kostendach von total CHF 2'000.-- festgesetzt. Zudem wurde 
X._____ unter Androhung einer Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB ange-
wiesen, dem Anwalt sämtliche notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen 
und ihn zu instruieren.

L. Bereits am 2. März 2015 (Poststempel 3. März 2015) erhob X._____ Be-
schwerde beim Kantonsgericht von Graubünden, wobei er sich gegen einen weite-
ren Einsatz der KESB Prättigau/Davos wehrte, da diese nicht im Interesse von 
Y._____ handle und mit ihrem Verhalten die Sicherstellung der Vermögensrechte 
der Verbeiständeten gefährde. Er stellte den Antrag, dass die KESB Prätti-
gau/Davos sofort von ihrer Aufsichtspflicht über seine Tätigkeit freizustellen und 
die Situation von Y._____ neu zu beurteilen sei. Am 15. März 2015 (Poststempel 

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16. März 2015) reichte X._____ sodann gegen den Entscheid der KESB Prätti-
gau/Davos vom 5. März 2015 eine ergänzende Beschwerde ein mit dem Antrag, 
diesen Entscheid für nichtig zu erklären. Er hielt darin unter anderem fest, dass 
eine weitere Zusammenarbeit mit der KESB unter den gegebenen Umständen 
unzumutbar sei.

M. Während Rechtsanwalt H._____ mit Schreiben vom 25. März 2015 auf eine 
Stellungnahme verzichtete, liess sich die KESB Prättigau/Davos mit Eingabe vom 
9. April 2015 zur Beschwerde vernehmen und beantragte deren Abweisung, so-
weit darauf einzutreten sei.

N. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenen-
schutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach 
Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 
210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Be-
schwerdeinstanz. Der Beschwerdeführer stützt sich indessen in seiner Eingabe 
vom 2. März 2015 auf eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung im Sin-
ne von Art. 450a Abs. 2 ZGB. Eine Rechtsverweigerung liegt vor, wenn die Behör-
de trotz rechtlicher Verpflichtung keinen Entscheid erlässt; eine Rechtsverzöge-
rung, wenn sie das Verfahren ungerechtfertigterweise nicht innert angemessener 
Frist erledigt. Ein Entscheid als Anfechtungsobjekt ist diesfalls nicht notwendig, da 
die Verweigerung oder Verzögerung dem anfechtbaren Entscheid gleichzusetzen 
ist (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar Erwachsenen-
schutz, Basel 2012, N 21 f. zu Art. 450a ZGB; Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001 ff., S. 7085). Vorliegend lässt sich 
jedoch weder eine Rechtsverweigerung noch eine Rechtsverzögerung feststellen. 
Vielmehr ist die KESB Prättigau/Davos in Bezug auf den fraglichen Kaufrechtsver-
trag tätig geworden und hat mit Entscheid vom 5. März 2015 eine Fachbeistand-
schaft errichtet, womit ein anfechtbarer Entscheid vorliegt.

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b) Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB unter an-
derem die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der 
Anordnung der KESB direkt betroffene Person (Daniel Steck, a.a.O., N 29 zu 
Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, 
N 21 zu Art. 450 ZGB). Aber auch die der betroffenen Person nahestehenden 
Personen sowie die Personen, welche ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben, sind von Geset-
zes wegen zur Beschwerde berechtigt (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 und 3 ZGB). Als Bei-
stand kommt X._____ die Beschwerdelegitimation einerseits als am vor-
instanzlichen Verfahren beteiligte Person (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB) sowie ande-
rerseits als nahestehende Person der Betroffenen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB; vgl. 
Daniel Steck, a.a.O., N 33 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, a.a.O., N 23 zu 
Art. 450 ZGB) ohne Weiteres zu.

c) Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB 30 Tage seit 
Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich 
und begründet einzureichen, wobei in formeller Hinsicht keine hohen Anforderun-
gen gestellt werden dürfen (Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450a ZGB; Bot-
schaft Erwachsenenschutz, a.a.O., S. 7085). Vorliegend hat der Beistand bereits 
mit Eingabe vom 2. März 2015 (Poststempel 3. März 2015) und damit vor Ergehen 
des formellen Entscheids der KESB Prättigau/Davos, welcher vom 5. März 2015 
datiert und am 9. März 2015 mitgeteilt wurde, Beschwerde erhoben. Alsdann hat 
er mit der ergänzenden Eingabe vom 15. März 2015 (Poststempel 16. März 2015) 
noch ausdrücklich auf den vorgenannten Entscheid der KESB Bezug genommen. 
Die Beschwerdefrist gilt daher als gewahrt. Auch die Begründungsanforderungen 
sind erfüllt, womit auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten ist (vgl. dazu auch nachfolgend E. 2c).

d) Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt 
(Art. 450c ZGB). Vorliegend wurde in Ziffer 7 des Dispositivs des angefochtenen 
Entscheids einem allfälligen Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen.

2.a) Im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz sind die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB) zu be-
achten, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (Daniel Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für 
die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialma-
xime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung 

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von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsät-
ze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch 
auf das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Au-
er/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar Erwachsenen-
schutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Hermann 
Schmid, a.a.O., N 7 zu Art. 446 ZGB; Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stett-
ler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 446 
ZGB). 

b) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche 
Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann 
(Botschaft Erwachsenenschutz, a.a.O., S. 7085; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu 
Art. 450a ZGB).

c/aa) Vorliegend ist nicht ganz klar, wogegen sich die Beschwerde von X._____ 
genau richtet. Seine Anträge lauten einerseits dahin, die KESB Prättigau/Davos 
von ihrer Aufsichtspflicht bezüglich seiner Tätigkeit freizustellen und die Situation 
von Y._____ neu zu beurteilen. Andererseits beantragt er, der getroffene Ent-
scheid sei für nichtig zu erklären, und bringt vor, eine weitere Zusammenarbeit mit 
der KESB sei unter diesen Umständen unzumutbar. Dies deutet darauf hin, dass 
der Beschwerdeführer ein Begehren um Aufhebung der für Y._____ errichteten 
Beistandschaft stellen möchte. Auf ein solches Begehren könnte die Beschwer-
deinstanz jedoch nicht eintreten, da – mit Ausnahme der Fälle von Rechtsverzöge-
rung und Rechtsverweigerung – nur Entscheide der KESB angefochten werden 
können, das heisst anfechtbar ist nur, was bereits Gegenstand des betreffenden 
Entscheids der Behörde gebildet hat. Der vorliegend angefochtene Entscheid be-
zieht sich jedoch nicht auf die Aufhebung der Beistandschaft, so dass ein derarti-
ges Beschwerdebegehren nicht zulässig wäre. Vielmehr müsste der Beistand 
zunächst einen entsprechenden Antrag an die KESB stellen, was diese in ihrer 
Beschwerdeantwort zutreffend festhält.

bb) Darüber hinaus lässt sich der Beschwerdeeingabe von X._____ sein Miss-
fallen entnehmen, dass die KESB Prättigau/Davos Rechtsanwalt H._____ als Bei-
stand eingesetzt und ihn mit der rechtlichen Beurteilung der Situation im Zusam-
menhang mit dem abgeschlossenen Kaufrechtsvertrag zwischen Y._____ und 

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B._____ sel. betraut hat. Aus der Beschwerde geht hervor, dass sich X._____ 
stattdessen eine Beauftragung des von ihm vorgeschlagenen Rechtsanwalts 
D._____, der bei E._____ in O.4_____ tätig ist, wünscht. Nachfolgend ist somit zu 
prüfen, ob die KESB den Vorschlag des Beistands übergehen durfte und zu Recht 
einen von ihr ausgewählten Rechtsanwalt als Fachbeistand zur Abklärung dieser 
Frage eingesetzt hat (vgl. E. 3).

cc) Zudem bleibt an dieser Stelle anzumerken, dass auf die Rüge des Bei-
stands, wonach für die Genehmigung des Eingangsinventars durch die KESB un-
gerechtfertigte Kosten in Höhe von CHF 265.-- erhoben worden seien, nicht einge-
treten werden kann, zumal der Genehmigungsentscheid vom 6. Juni 2014 datiert 
(vgl. Akten KESB act. 55) und die Beschwerdefrist inzwischen längst verstrichen 
ist.

3.a) Die bei den Akten liegende Korrespondenz zwischen dem Beistand und der 
KESB Prättigau/Davos lässt ein eigentliches „Seilziehen“ erkennen, wobei es dar-
um geht, wer sich bei der Bestimmung des für die rechtlichen Abklärungen beizu-
ziehenden Rechtsanwalts durchsetzen kann. Beiderseits unbestritten ist vorlie-
gend, dass die Rechtsabklärungen betreffend den Kaufrechtsvertrag den Beizug 
eines Rechtsanwalts bedürfen. Dies ergibt sich einerseits aufgrund des noch un-
klaren Sachverhalts, zu dessen Aufklärung gewisse Recherchen nötig sind. An-
derseits würde die rechtliche Einordnung der Situation einen Laien rasch überfor-
dern. Hinzu kommt, dass es offenbar um eine Summe von CHF 140'000.-- und 
damit nicht um einen Bagatellbetrag geht. Auch kann nicht ausgeschlossen wer-
den, dass nach Abklärung der Rechtslage ein allfälliger Rechtsanspruch prozes-
sual durchgesetzt werden muss, zumal die Erben von B._____ sel. gemäss den 
Akten bis anhin keine Bereitschaft zu einer einvernehmlichen Beilegung der Ange-
legenheit gezeigt haben. Unter diesen Umständen erscheint die Mandatierung 
eines Rechtsanwalts geradezu geboten und die Notwendigkeit, eine Fachperson 
beizuziehen, ist zu Recht bejaht worden. Letztlich stellt sich bei der Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde in rechtlicher Hinsicht die Frage, wer für die ent-
sprechende Mandatierung eines Anwalts zuständig ist und ob bzw. welche Mitwir-
kungsrechte dem Beistand diesbezüglich zukommen.

b) Ausgeschlossen werden kann jedenfalls, dass die verbeiständete Y._____ 
selbst einen Rechtsanwalt beauftragen könnte. Infolge der von Dr. med. G._____ 
diagnostizierten Demenz mit Unzurechnungsfähigkeit (vgl. Akten KESB act. 88) 
wäre der entsprechende Vertrag gestützt auf Art. 18 ZGB rechtlich unwirksam. 
Aus diesem Grunde durfte die KESB Prättigau/Davos – entgegen der in der Be-

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schwerde vertretenen Auffassung des Beistands – auch auf die nach Art. 447 
Abs. 1 ZGB grundsätzlich vorzunehmende Anhörung von Y._____ betreffend die 
Errichtung der Fachbeistandschaft verzichten.

c/aa) Als Nächstes ist zu prüfen, ob X._____ in seiner Funktion als Beistand be-
rechtigt wäre, auf Kosten der Verbeiständeten Dritte für die Abklärung gewisser 
Fragen, welche spezifische Fachkenntnisse voraussetzen, beizuziehen. Dabei ist 
von der Umschreibung der Aufgaben des Beistands, wie sie im Entscheid der 
KESB vom 20. Dezember 2013 über die Errichtung der Beistandschaft in 
Nachachtung von Art. 391 Abs. 1 ZGB vorgenommen worden ist, auszugehen. Die 
dem Beistand obliegende Verwaltung des gesamten Einkommens und Vermögens 
wurde unter anderem auch dahingehend ausgestaltet, dass der Beistand für die 
Geltendmachung von Forderungen zu sorgen hat. Dies wurde in Dispositivziffer 2 
lit. a des vorerwähnten Entscheids entsprechend festgesetzt (vgl. Akten KESB 
act. 31). In der Entscheidbegründung wurde sodann ausdrücklich festgehalten, 
dass dies nicht nur eine Aufgabe des Beistands darstellt, sondern dass er diesbe-
züglich die gesetzliche Vertretung von Y._____ übernehme und mit direkter Wir-
kung für sie handle. Innerhalb des umschriebenen Zuständigkeitsbereichs kann 
der Beistand – unter Vorbehalt der zustimmungsbedürftigen Geschäfte gemäss 
Art. 416 ZGB – somit in eigener Kompetenz handeln. Der KESB steht unter dem 
neuen Recht keine generelle Weisungsbefugnis in dem Sinne zu, dass sie auch in 
Handlungen des Beistands eingreifen dürfte, die in dessen festgesetzten Aufga-
benbereich liegen (vgl. Kurt Affolter, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 7 zu Art. 405 ZGB). Falls dies die KESB in 
einem bestimmten Fall dennoch tun möchte, müsste sie gestützt auf Art. 417 ZGB 
zusätzliche zustimmungsbedürftige Geschäfte vorbehalten haben oder auf ihre 
Umschreibung der Kompetenzen und Aufgaben des Beistands in einem neuen 
Entscheid zurückkommen. Von diesen Möglichkeiten wurde vorliegend indessen 
kein Gebrauch gemacht.

bb) Zwischen der verbeiständeten Person und dem Beistand besteht trotz 
behördlich angeordneter Massnahme ein auftragsähnliches Verhältnis (Christoph 
Häfeli, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenen-
schutz, Bern 2013, N 2 zu Art. 408 ZGB; derselbe, in: Rosch/Büchler/Jakob 
[Hrsg.], Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, Basel 2014, N 2 zu Art. 408 ZGB). 
Grundsätzlich hat der Beistand als Beauftragter persönlich zu handeln, es sei 
denn, er ist zur Übertragung gewisser Geschäfte ermächtigt, durch die Umstände 
genötigt oder eine Vertretung wird übungsgemäss als zulässig betrachtet (Art. 398 
Abs. 3 OR). Zur Ausführung bestimmter Aufgaben kann und muss der Beistand 

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allerdings Hilfspersonen beiziehen. Darunter fällt etwa die Abklärung und Durch-
setzung von Rechtsansprüchen durch einen Rechtsanwalt (Kurt Affolter, BSK Er-
wachsenenschutz, N 14 zu Art. 408 ZGB; derselbe, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, Basel 2014, N 14 zu 
Art. 408 ZGB; Kurt Affolter/Regula Gerber Jenni, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 2 f. zu Art. 413 ZGB; vgl. auch 
Christoph Häfeli, FamKommentar, N 2 zu Art. 408 ZGB; derselbe, Erwachsenen-
schutzrecht, N 2 zu Art. 408 ZGB). Die Befugnis, einzelne Aufgaben zu übertra-
gen, richtet sich vorab nach der Komplexität des Mandats, dem zeitlichen und 
sachlichen Aufwand, der Sachkompetenz des Beistands, dessen zeitlicher Ver-
fügbarkeit sowie den Regeln einer effizienten Auftragserfüllung und den Finanzie-
rungsmöglichkeiten (Kurt Affolter, BSK Erwachsenenschutz, N 14 zu Art. 408 
ZGB; derselbe, BSK Zivilgesetzbuch I, N 14 zu Art. 408 ZGB). Ist der Beistand zur 
Übertragung der Aufgabe befugt, so haftet er für die gehörige Sorgfalt bei der 
Auswahl, Instruktion und Überwachung des Dritten (Art. 399 Abs. 2 OR; vgl. auch 
Kurt Affolter, BSK Erwachsenenschutz, N 15 zu Art. 408 ZGB; derselbe, BSK Zi-
vilgesetzbuch I, N 15 zu Art. 408 ZGB; Christoph Häfeli, FamKommentar, N 2 zu 
Art. 408 ZGB; derselbe, Erwachsenenschutzrecht, N 2 zu Art. 408 ZGB).

cc) Im Lichte dieser Ausführungen liegt es damit in der Zuständigkeit des Bei-
stands, den entsprechenden Auftrag an einen Rechtsanwalt zu erteilen. Der Bei-
stand hat lediglich darauf zu achten, dass er die nötige Sorgfalt bei dessen Aus-
wahl, Instruktion und Überwachung walten lässt. Im Rahmen der Auswahl gilt es 
nebst den juristischen Qualifikationen zunächst zu prüfen, ob es sinnvoller ist, ei-
nen Anwalt aus dem Kanton A._____ oder aus dem Kanton O.4_____ zu manda-
tieren. Für Ersteres würde der Umstand sprechen, dass sich die fragliche Liegen-
schaft im A._____ befindet, für Letzteres, dass die Erben des B._____ sel. in 
O.4_____ wohnhaft sind. Da es vorliegend um Fragen aus einem blossen Kauf-
rechtsvertrag über ein Grundstück geht, kann nicht ohne Weiteres gesagt werden, 
dass ein Anwalt am Ort der gelegenen Sache für ein solches Mandat prädestinier-
ter ist. Denn für Streitigkeiten aus einem Grundstückkaufrechtsvertrag kommt im 
Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung durchaus auch der Wohnsitz der 
beklagten Partei als Gerichtsstand in Betracht (vgl. Art. 29 Abs. 2 ZPO; Thomas 
Sutter-Somm/Cordula Lötscher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Auflage, 
Zürich 2013, N 18 zu Art. 29 ZPO). Falls die ersten Rechtsabklärungen zum 
Schluss führen sollten, dass ein Gerichtsverfahren einzuleiten ist, müsste hierfür 

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gemäss Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB allerdings die Zustimmung der KESB eingeholt 
werden.

d) Der Beistand hat sein Amt sorgfältig zu führen (vgl. Art. 398 Abs. 2 OR). 
Gegenständlich beinhaltet die sorgfältige Amtsführung insbesondere auch, dass 
der Beistand gewisse Kostenüberlegungen anstellt. Er sollte somit nicht ohne hin-
reichende Gründe einen vergleichsweise kostspieligeren Anwalt beauftragen. 
Rechtsanwalt D._____ wird vom Beistand trotz des geforderten Tarifs von 
CHF 300.-- pro Stunde gegenüber einem anderen Anwalt vorgezogen. Als Grund 
dafür führt er an, dass er bzw. seine Lebenspartnerin, welche in der Treuhand-
branche tätig ist, sich von den fachlichen Qualitäten von Rechtsanwalt D._____ 
habe überzeugen und bereits positive Erfahrungen mit ihm habe sammeln können 
(vgl. Akten KESB act. 72). Dies stellt ein wichtiges Kriterium für die Auswahl eines 
Rechtsvertreters dar, zumal sich das zum Rechtsanwalt bestehende Auftragsver-
hältnis gerade durch das besondere Vertrauenserfordernis auszeichnet. Sodann 
müssen durch einen erfahrenen, effizient arbeitenden Anwalt nicht zwangsläufig 
mehr Kosten verursacht werden, nur weil dieser seine Leistungen zu einem höhe-
ren Tarif erbringt. Vorliegend liegt der Stundenansatz von Rechtsanwalt D._____ 
20% über jenem von Rechtsanwalt H._____. Da es zunächst nur um eine erste 
Beurteilung der Sachlage geht, wird sich der Zeitaufwand des Rechtsanwalts in 
Grenzen halten, so dass sich der höhere Ansatz nicht übermässig auswirken dürf-
te. Der Beistand wird ohnehin gut daran tun, ein Kostendach festzulegen, damit er 
seiner Sorgfaltspflicht auch bezüglich der Überwachung des beauftragten Anwalts 
hinreichend nachkommt. Die Instruktion von Rechtsanwalt D._____ durch den 
Beistand dürfte schliesslich – soweit sie nicht bereits erfolgt ist – kein Problem 
darstellen.

4.a) Des Weiteren wirft der Beistand in der bei den Akten liegenden Korrespon-
denz die Frage auf, weshalb sich die KESB Prättigau/Davos so sehr auf die Be-
schränkung des Stundenansatzes auf einen Betrag von CHF 200.-- bzw. 
CHF 240.-- fixiere (vgl. Akten KESB act. 90). Hierzu kann festgehalten werden, 
dass weder das EGzZGB noch die kantonale Verordnung zum Kindes- und Er-
wachsenenschutz (KESV; BR 215.010) derartige Höchstbegrenzungen enthalten. 
Art. 31 Abs. 4 KESV sieht lediglich vor, dass eine Fachperson für die konkreten 
fachspezifischen Verrichtungen nach dem üblichen Stundenansatz des entspre-
chenden Berufstarifs entschädigt werden kann, wenn die Beistandschaft die Er-
nennung einer solchen Fachperson erfordert. Eine Bezifferung der Stundenansät-
ze findet sich indessen in der Richtlinie zur Kostenerhebung der KESB im Kanton 
Graubünden (Stand 8. September 2014), welche von der Geschäftsleitung der 

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Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden gestützt auf Art. 40 Abs. 2 lit. b EGz-
ZGB in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. a KESV in Ausführung der Art. 63 f. EGz-
ZGB und Art. 25 ff. KESV erlassen worden ist. Gemäss Ziffer 2.4.1 dieser Richtli-
nie werden Rechtsanwälte als selbständige Fachbeistände unter Berücksichtigung 
der Tarife ihres Berufsverbands entschädigt, allerdings höchstens zu einem Stun-
denansatz von CHF 200.-- bis maximal CHF 240.--. Wie erwähnt stützt sich die 
Richtlinie zur einheitlichen Kostenerhebung der KESB im Kanton Graubünden auf 
Art. 40 Abs. 2 lit. b EGzZGB. Diese Bestimmung überträgt der Geschäftsleitung 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden die Aufgabe, eine einheitliche Pra-
xis zu entwickeln. Die besagte Richtlinie stellt somit nichts anderes als eine Pra-
xisfestlegung der KESB-Geschäftsleitung für die einzelnen Behörden dar. Aller-
dings stellt sich die Frage, wie verbindlich diese Richtlinie für die Festsetzung der 
Entschädigungstarife im Einzelfall sein kann. Zu beachten ist, dass eine Richtlinie 
bloss ein anleitendes Hilfsmittel ohne normative Kraft darstellt. Sinn der Richtlinie 
ist, den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden wegleitend ein Instrument zur 
Verfügung zu stellen, welches ihnen die gleichförmige und schnelle Rechtsan-
wendung erleichtert, wobei jedoch stets ein Ermessensspielraum bestehen bleibt. 
Es handelt sich somit um eine praxisorientierte und – gemessen an der Vielfältig-
keit der in Betracht fallenden Lebenssachverhalte – unvollständige Rechtsanwen-
dungshilfe, welche die Behörde nicht davon entbindet, die besonderen Umstände 
in jedem Einzelfall zu prüfen, und die nicht ausschliesst, dass in begründeten Fäl-
len ein Abweichen von den in der Richtlinie genannten Ansätzen und Leitsätzen 
zulässig oder gar geboten ist (vgl. dazu auch den Beschluss der Schuldbetrei-
bungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts von Graubünden als Aufsichts-
behörde über Schuldbetreibung und Konkurs KSK 09 39 vom 18. August 2009 zur 
Änderung der Richtlinien für die Bemessung des betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimums nach Art. 93 SchKG). Insbesondere darf die Richtlinie selbstredend 
nicht dazu dienen, um von übergeordnetem Recht oder anerkannten und gelten-
den Rechtsgrundsätzen abzuweichen. Diesem blossen Richtliniencharakter wird 
die vorgenannte Formulierung in Ziffer 2.4.1 nicht gerecht. Vielmehr wird durch 
den strikten Formulierungsstil fälschlicherweise der Anschein absoluter Verbind-
lichkeit erweckt (vgl. zum Ganzen den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen 
des Kantonsgerichts von Graubünden ERZ 14 340 vom 14. Januar 2015 E. 7a 
sowie den Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 15 38 vom 27. April 2015 E. 5d).

b) Damit ist festzuhalten, dass die KESB Prättigau/Davos insbesondere auch 
in ihrer Beschwerdeantwort zu Unrecht derart starr daran festhält, dass der Stun-

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denansatz eines beizuziehenden Rechtsanwalts den Betrag von CHF 200.-- bzw. 
CHF 240.-- nicht übersteigt. Die Richtlinie sieht in Ziffer 2.4.1 zwar vor, dass die 
Obergrenze des Entschädigungstarifs für einen Rechtsanwalt bei CHF 240.-- liegt, 
doch schliesst diese Höchstgrenze nicht aus, dass die KESB aufgrund des Richtli-
niencharakters hiervon im Einzelfall ermessensweise, das heisst bei Vorliegen 
hinreichender Gründe, abweichen darf.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass es angesichts der gegebenen Um-
stände Sache des Beistands ist, unter Wahrung der ihm obliegenden Sorgfalts-
pflichten einen Rechtsanwalt für die nötigen rechtlichen Abklärungen in Bezug auf 
den Kaufrechtsvertrag zwischen Y._____ und B._____ sel. auszuwählen, zu in-
struieren und zu überwachen. Der KESB Prättigau/Davos fehlte es somit an der 
Kompetenz, in den Zuständigkeitsbereich des Beistands als Vermögensverwalter 
einzugreifen und durch die Errichtung einer entsprechenden Fachbeistandschaft 
selbst einen Anwalt mit den Rechtsabklärungen zu beauftragen. Folglich ist die 
Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid vollständig aufzuhe-
ben.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Da der Beschwerdeführer mit 
seiner Beschwerde durchgedrungen ist, gehen die Verfahrenskosten in Höhe von 
CHF 1'500.-- zu Lasten des Kantons Graubünden (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Mangels 
eines entsprechenden Antrags wird dem Beschwerdeführer keine aussergerichtli-
che Entschädigung zugesprochen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann, gutgeheis-
sen und der angefochtene Entscheid wird aufgehoben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.-- verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: