# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb9bdd6d-818a-5ca5-bfee-72893f78585a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.01.2015 UV 2013/70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-70_2015-01-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/70

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.01.2015

Entscheiddatum: 27.01.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 27.01.2015
Art. 6 und 19 UVG. Der Fallabschluss erfolgte zu Recht. Adäquanz 
psychischer Beschwerden bei Anwendung der Psycho-Praxis verneint. 
Keine Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2015, UV 
2013/70).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_170/2015.Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterinnen 
Christiane Gallati Schneider und Monika Gehrer-Hug; Gerichtsschreiber 
Daniel FurrerEntscheid vom 27. Januar 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. 
Tanja Strauch-Frei, Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten 
SG,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ war seit 16. Juni 2008 bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva 

obligatorisch unfallversichert, als er am 18. Juni 2008 als Beifahrer eines Lieferwagens 

in einen Unfall verwickelt wurde. Gemäss Polizeibericht vom 3. Juli 2008 geriet das 

Fahrzeug auf den Pannenstreifen, und aufgrund einer Lenkkorrektur brach das Heck 

des Lieferwagens nach links aus, weshalb das Fahrzeug ins Schleudern kam. 

Schlussendlich geriet der Lieferwagen über die rechtsseitig abfallende 

Wiesenböschung, durchschlug den Wildschutzzaun und schlug anschliessend mit der 

Fahrzeugfront auf der Wiese auf. Durch den starken Aufprall überschlug sich der 

Lieferwagen und kam anschliessend auf der Wiese auf dem Dach liegend zum 

Stillstand. Am Fahrzeug entstand Totalschaden (UV-act. 193). Die Erstbehandlung des 

verletzten Versicherten erfolgte im Spital C.___, in welchem er vom 18. bis 24. Juni 

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2008 hospitalisiert war. Im Austrittsbericht vom 10. Juli 2008 wurden eine stabile 

ventrale Kompressionsfraktur LWK 1, eine Thorax- und Schulterkontusion rechts sowie 

Lagerungsschwindel diagnostiziert (UV-act. 9). Im Anschluss war der Versicherte vom 

24. Juni bis 11. Juli 2008 im Landeskrankenhaus D.___ hospitalisiert. Dort wurden ein 

Schädel-Hirntrauma, eine LWK 1-Fraktur sowie eine BWK 3-Fraktur, ein 

Lagerungsschwindel bei Contusio labyrinthi links und eine arterielle Hypertonie 

diagnostiziert (UV-act.25). Im Landeskrankenhaus E.___ wurden in der Folge mehrere 

Kontrolluntersuchungen durchgeführt (UV-act. 20). Vom 6. September bis 7. November 

2008 war der Versicherte erneut in stationärer Behandlung im Landeskrankenhaus 

D.___. Im Austrittsbericht vom 11. November 2008 wurden neu eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), und eine 

dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung (ICD-10: F44.6) diagnostiziert (UV-

act. 44).

A.b  Vom 15. Dezember 2008 bis 17. April 2009 war der Versicherte in der Rehaklinik 

Bellikon hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 19. April 2009 wurde insbesondere 

festgehalten, dass keine Hinweise für eine traumatische Hirnverletzung auch nur milder 

Ausprägung gefunden worden seien. Es bestehe jedoch eine mittelgradige 

Leistungsminderung infolge einer psychischen Störung mit Krankheitswert (UV-act. 73). 

Der Versicherte begab sich ab 21. November 2008 in psychiatrische Behandlung bei 

Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie, (UV-act. 91). Vom 9. Dezember 2009 bis 4. 

Januar 2010 war der Versicherte aufgrund von massiven Schlafstörungen bei 

depressiver Symptomatik erneut in stationärer Behandlung im Landeskrankenhaus 

D.___ (UV-act. 131).

A.c  Mit Schreiben vom 6. Juni 2013 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass eine 

Behandlung der sie allein betreffenden Unfallfolgen nicht mehr notwendig sei, weshalb 

die Heilkosten- und Taggeldleistungen unter Berücksichtigung einer Übergangsfrist mit 

dem 30. November 2013 eingestellt würden (UV-act. 290). Mit Verfügung vom 7. Juni 

2013 wurde dem Versicherten eine Integritätsentschädigung zugesprochen. Eine 

erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit liege nicht vor, 

weshalb keine Invalidenrente zugesprochen wurde (UV-act. 291).

B.    

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B.a  Mit Einsprache vom 10. Juli 2013 beantragte die Rechtsvertreterin des 

Versicherten, die Verfügung vom 7. Juni 2013 sei aufzuheben und dem Versicherten 

seien für sämtliche Folgen des Unfalls vom 18. Juni 2008 die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen zu erbringen. Sie begründete dies insbesondere damit, dass 

die psychischen Unfallfolgen nicht berücksichtigt worden seien. Zudem seien die 

Angaben zu einem Unfall von 1986 falsch, der Versicherte habe 2008 nicht mehr unter 

den Folgen dieses Unfalls gelitten und der Kopf sei bei diesem Unfall nicht in 

Mitleidenschaft gezogen worden. Weiter bestehe noch ein erhebliches Behandlungs- 

und Besserungspotential, weshalb die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt sei, womit die 

Voraussetzungen für die Leistungseinstellung nicht gegeben seien. Es sei auf das im 

Landeskrankenhaus E.___ diagnostizierte Schädel-Hirntrauma abzustellen und deshalb 

die sogenannte Schleudertrauma-Praxis anzuwenden (UV-act. 298).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 16. September 2013 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten ab. Zur Begründung wurde angeführt, es würden keine Hinweise für 

eine Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen einer Commotio und 

einer Contusio cerebri vorliegen, weshalb nicht die Schleudertrauma-Praxis, sondern 

die sogenannte Psycho-Praxis zur Anwendung komme. Da bezüglich der somatischen 

Unfallfolgen keine wesentliche Besserung zu erwarten sei, sei der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses korrekt gewesen. Der adäquate Kausalzusammenhang zum Unfall vom 

18. Juni 2008 sei nicht gegeben, weshalb für psychische respektive geklagte nicht 

objektivierbare Beschwerden keine weiteren Leistungen erbracht werden könnte (UV-

act. 304).

C.    

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Rechtsvertreterin des Versicherten 

mit Eingabe vom 17. Oktober 2013 und Ergänzung vom 20. November 2013 

Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 7. Juni 2013 und der 

Einspracheentscheid vom 16. September 2013 seien aufzuheben, dem 

Beschwerdeführer seien für sämtliche Folgen des Unfalles vom 18. Juni 2008 die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen, eventualiter sei die Sache zur 

weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, der vorliegenden 

Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, unter Kosten- und 

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Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde 

insbesondere angeführt, aus psychiatrischer Sicht sei der Endzustand noch nicht 

erreicht, weshalb die Voraussetzungen für die Leistungseinstellung nicht gegeben seien 

und die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt sei. Zudem liege ein Schädelhirntrauma 

mindestens im Grenzbereich einer Contusio cerebri vor, was die Anwendung der 

Schleudertrauma-Praxis rechtfertige. Selbst wenn die Adäquanzprüfung nicht zu früh 

erfolgt wäre, sei die Adäquanz zu bejahen (act. G 1, 3).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Der medizinische Endzustand in Bezug auf die 

physisch objektivierbaren Unfallfolgen sei unbestrittenermassen längst erreicht. Es 

würden sich bildgebend keinerlei physische Unfallfolgen im Hirnbereich objektivieren 

lassen und ferner sei auch eine milde traumatische Hirnverletzung (MTBI) 

auszuschliessen. Dementsprechend habe die Adäquanzprüfung nach der Psycho-

Praxis zu erfolgen. Für die psychischen Probleme sei die Beschwerdegegnerin mangels 

adäquater Unfallkausalität nicht leistungspflichtig (act. G 5).

C.c  Mit Replik vom 31. März 2014 (act. G 11) und Duplik vom 2. Mai 2014 (act. G 13) 

hielten die Parteien an ihren jeweiligen Standpunkten fest.

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher 

eingegangen.

Erwägungen:

1.     

Am beschwerdeweise gestellten Antrag um Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde, der vom Gericht versehentlich nicht behandelt wurde, hat 

die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers auf Anfrage nicht festgehalten (vgl. act. G 

16). Der Antrag ist damit gegenstandslos geworden, sodass sich weitere Ausführungen 

dazu erübrigen.

2.     

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2.1   Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 7. Juni 2013 lediglich über 

Ansprüche des Beschwerdeführers auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung 

befunden. Nicht zum Anfechtungsgegenstand jener Verfügung zählen Taggeld und 

Heilbehandlung. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin sich im vorliegend 

angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht nur mit den Ansprüchen auf 

Invalidenrente und Integritätsentschädigung befasst. In der Beschwerde vom 

17. Oktober 2013 beantragt der Beschwerdeführer die "gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Heilungskosten, Taggelder und Integritätsentschädigung)", in 

der Beschwerdeergänzung vom 20. November 2013 ist bei den Anträgen nur noch von 

den gesetzlichen Versicherungsleistungen die Rede, ohne dass diese näher spezifiziert 

werden. In der Begründung werden explizit (weitere) Taggelder beantragt (act. G 3 

S. 11). Mangels Anfechtungsgegenstands ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht 

einzutreten. Zu prüfen ist hingegen der Rentenanspruch des Beschwerdeführers, zumal 

zu seinen Gunsten auch ohne expliziten entsprechenden Antrag davon auszugehen ist, 

dass sich sein Anfechtungswille auch darauf erstreckt. Ferner wurde die 

Integritätsentschädigung zum Streitgegenstand erhoben; aus der Begründung der 

Beschwerdeergänzung ergibt sich, dass der Beschwerdeführer diesbezüglich nach 

weiteren Behandlungen neue Erkenntnisse erwartet und allenfalls eine Neufestsetzung 

für angezeigt hält. Zusammenfassend sind im vorliegenden Verfahren folglich die 

Ansprüche des Beschwerdeführers auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung zu 

überprüfen, betreffend Taggeld und Heilbehandlung ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten.

2.2   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Ist der Versicherte zu mindestens 10% invalid, so hat er Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 IVG).

2.3   Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

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über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Während es 

Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82 174, E. 2b). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinne von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1; BGE 127 V 102 E. 5b/bb, mit Hinweisen). Sind 

dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädel-Hirntrauma erlitten, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung oder eines 

Schädel-Hirntraumas, muss geprüft werden, ob zum typischen Beschwerdebild einer 

solchen Verletzung gehörende Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für 

Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgeben. Andernfalls 

erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und 

in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum 

adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass 

die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 

organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, 

ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

2.4   Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweis­

regeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

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worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

3.     

3.1   Der Beschwerdeführer beantragt, dass er in Bezug auf das Unfallgeschehen und 

seine Beschwerden vom Gericht zu befragen sei, sofern das Gericht nicht bereits 

aufgrund der Aktenlage seine Schilderung als erwiesen betrachte (act. G 11).

3.2   Bezüglich des Unfallgeschehens ist es unerheblich, ob sich das Unfallfahrzeug 

einmal oder zweimal überschlagen hat (vgl. nachfolgende Erwägung 5.1.2). Ansonsten 

ist das Unfallgeschehen unbestritten. Bezüglich der Beschwerden des 

Beschwerdeführers hat das Gericht die vorliegenden Arztberichte zu würdigen. Eine 

Befragung des Beschwerdeführers durch das Gericht würde keine neuen Erkenntnisse 

bringen, zumal eine medizinische Beurteilung der Beschwerden nicht durch das 

Gericht vorgenommen werden kann.

4.     

4.1   Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fort­

setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des – unfallbedingt 

beeinträchtigten – Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 

dahin. Nach konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, der Versicherer hat die 

Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 

Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 

und 2.2.3.1; 134 V 109 E. 4.1 mit Hinweisen). Der Zeitpunkt des Fallabschlusses hängt 

also davon ab, ob von der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte 

Verbesserung erwartet werden kann, wobei vorliegend entsprechend der Psycho-

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Praxis (vgl. nachfolgende Erwägungen) lediglich physische Komponenten für diese 

Beurteilung zu berücksichtigen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1 und E. 6.1).

4.2   Gemäss kreisärztlicher Untersuchung vom 6. Mai 2013 ergeben sich aus 

somatischer Sicht keine Anhaltspunkte für eine wesentliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Dem Beschwerdeführer seien leichte bis mittelschwere vollschichtige 

Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung ohne Einnehmen von Zwangshaltungen in 

Reklinations- und Inklinationspositionen der Wirbelsäule zuzumuten. Er bedürfe keiner 

weiteren medizinischen Behandlungsmassnahmen (UV-act. 287, S. 10 f.). Dies wird 

vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten. Damit ist aus somatischer Sicht der 

gesundheitliche Endzustand eingetreten. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin per 30. November 2013 die Rentenprüfung vornahm.

5.     

5.1   Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass ein Schädel-Hirntrauma 

vorliege und deshalb die Schleudertrauma-Praxis anzuwenden sei.

5.2   Das Vorliegen eines Schädel-Hirntraumas, worunter sämtliche 

Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung des 

Gehirns und seiner Hüllen, einschliesslich Gehirnschädel und Kopfschwarte, 

subsumiert werden, rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis 

nur, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen 

Commotio und Contusio cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen 

hierfür nicht aus (vgl. Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 6. Mai 2003, U 6/03, 

und vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 

14. August 2014, 8C_358/2014, E. 2.4.1). Die Schwere eines Schädel-Hirntraumas wird 

üblicherweise nach dem Punktwert in der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt. In 

dieser Skala erhält der Patient für bestimmte Reaktionen (wie Augenöffnen, Reaktion 

auf Schmerzreize und sprachliche Äusserungen) eine Anzahl von Punkten, welche zum 

Schluss addiert werden. Der schlechteste Wert beträgt 3, der beste 15. Von einem 

leichten Schädel-Hirntrauma spricht man bei einem GCS-Wert von 13 bis 15 

(mittelschwer: 9 bis 13, schwer: 3 bis 8; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 264. 

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Aufl., Berlin 2012, zu "Bewusstseinsstörung" und "Glasgow Coma Scale"; Urteil des 

EVG vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1).

5.3   Im erstbehandelnden Spital C.___ wurde kein Schädel-Hirntrauma diagnostiziert. 

Es wurde eine GCS-Überwachung durchgeführt, ohne dass ein entsprechender Wert 

festgehalten wurde. Es habe keine Übelkeit, kein Erbrechen und keine Amnesie "für 

den Zeitraum des Unfallereignisses" bestanden. Der Beschwerdeführer habe über 

Lagerungsschwindel, temporal einstechende Schmerzen und Schwierigkeiten beim 

Lesen geklagt. Ausserdem sei eine Pupillenseitendifferenz aufgefallen (UV-act. 9, S. 2). 

Im Bericht vom 9. Juli 2008 diagnostizierten die Ärzte der neurologischen Abteilung des 

Landeskrankenhauses D.___ ein Schädel-Hirntrauma. In der Anamnese hielten sie fest, 

dass der Beschwerdeführer paroxysmal auftretenden Lagerungsschwindel mit 

gelegentlicher Kombination eines Ohrgeräusches schildere. Der Schwindel sistiere 

nach Sekunden. Darüber hinausgehend sehe er beim Lesen etwas verschwommen. Im 

Befund wurden lediglich eine etwas sakkadierte Blickfolgebewegung und das Auftreten 

eines leichten Lagerungsschwindels ohne Nachweis eines Nystagmus bei 

Lagerungsmanövern festgehalten (UV-act. 25). Die Ärzte des Landeskrankenhauses 

E.___ haben in der Folge die Diagnose Schädel-Hirntrauma übernommen, ohne sich 

weiter dazu zu äussern. Es wurde zudem ein Tinnitus links diagnostiziert (UV-act. 30). 

Im Austrittsbericht der Klinik Bellikon vom 19. April 2009 sowie im neuropsychologisch 

und psychopathologischen Bericht vom 14. April 2009 wurde explizit festgehalten, 

dass keine Hinweise für eine traumatische Hirnverletzung auch nur milder Ausprägung 

gefunden worden seien. Das durchgeführte Schädel-MRI sei diesbezüglich unauffällig 

gewesen. Der Beschwerdeführer habe eine Schädelprellung ohne traumatische 

Hirnverletzung, ohne MTBI ("mild traumatic brain injury") erlitten (UV-act. 73 f.). Im 

neurologischen Fachgutachten vom 31. August 2010 hielt Prim. Dr. G.___, Facharzt für 

Neurologie und Psychiatrie, fest, dass beim Beschwerdeführer keine Hinweise auf ein 

MTBI vorlägen (UV-act. 222, S. 58 f.). Im ärztlichen Entlassungsbericht des J.___ vom 

31. Juli 2012, erwähnten die Ärzte unter anderem einen Zustand nach Polytrauma 2008 

mit Schädelhirntrauma Grad 1 (UV-act. 253). In der neurologischen Beurteilung vom 20. 

Dezember 2012 hielt Dr. med. H.___, Neurologie FMH, fest, dass analog der 

Einschätzung der Fachärzte der Rehaklinik Bellikon keine milde traumatische 

Hirnverletzung (MTBI), sondern eine "Schädelprellung" vorliege (UV-act. 278, S. 9). In 

der ärztlichen Stellungnahme von Dr. med. univ. I.___, Facharzt für Innere Medizin, 

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stellt dieser fest, dass aufgrund der Aufzeichnungen des Krankenhauses C.___ klar 

hervorgehe, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Verkehrsunfalls ein Schädel-

Hirntrauma erlitten habe (act. G 3.16).

5.4   Sowohl die Ärzte der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 73, S. 2 f.) als auch Dr. H.___ 

(UV-act. 278, S. 9 f.) legen überzeugend dar, dass keine milde traumatische 

Hirnverletzung (MTBI) vorgelegen habe. Aus den Berichten der Landeskrankenhäuser 

D.___ und E.___, des Zentrums J.___, sowie von Dr. I.___ geht keine Begründung für 

die Diagnose Schädel-Hirntrauma hervor. Insbesondere werden in diesen Berichten 

auch keine Angaben über die Schwere des Schädel-Hirntraumas gemacht. Einzig im 

Entlassungsbericht des Zentrums J.___ wurde ein Schädelhirntrauma Grad 1 

diagnostiziert (UV-act. 253, S. 2). Selbst wenn das Vorliegen eines Schädel-

Hirntraumas bejaht würde, wäre ein solches mindestens im Grenzbereich zwischen 

Commotio und Contusio cerebri nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen. 

Die Voraussetzungen für die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) 

bei der Prüfung der Unfallkausalität von Gesundheitsschäden ohne organisch-

strukturelles Substrat sind damit nicht erfüllt, so dass die Adäquanz nach der Psycho-

Praxis (BGE 115 V 133) zu prüfen ist.

5.5   Die Anwendbarkeit der Psycho-Praxis ergibt sich auch aus nachfolgender 

Überlegung.

5.5.1         Die Psycho-Praxis greift auch Platz, wenn die zum typischen 

Beschwerdebild eines Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen zwar 

teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik aber 

ganz in den Hintergrund getreten sind oder die physischen Beschwerden im Verlauf der 

ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine 

sehr untergeordnete Rolle gespielt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 

2008, 8C_181/2007, E. 2.4; BGE 127 V 102 E. 5b/bb; Urteil vom 6. Juni 2012, 

8C_906/2011, E. 3.1; Urteil vom 9. November 2011, 8C_416/2011, E. 6).

5.5.2         Bereits im Bericht der neurologischen Abteilung des Landeskrankenhauses 

D.___ vom 9. Juli 2008 wurde eine leicht gedämpfte Grundstimmung festgehalten (UV-

act. 25, S. 3). Im Bericht der Abteilung Psychiatrie des Landeskrankenhauses D.___ 

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vom 11. November 2008 wurden schliesslich eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), und eine dissoziative Sensibilitäts- 

und Empfindungsstörung (ICD-10: F44.6) diagnostiziert (UV-act. 44, S. 3). Im 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon wurde zusätzlich eine somatoforme 

Schmerzstörung mit multilokulären Missempfindungen diagnostiziert. Es wurde 

festgehalten, dass eine mittelgradige Leistungsminderung infolge einer psychischen 

Störung mit Krankheitswert bestehe (UV-act. 73, S. 1 f.). Die Schmerzproblematik im 

linken Kopfbereich trage eine somatoforme Qualität mit sich, am ehesten im Sinne 

eines psychotraumatologischen Äquivalents. Es sei zu beachten, dass sich der 

Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Unfalls und seither anhaltend in einer 

schwierigen psychosozialen Belastungssituation befunden habe (Trennung von 

langjähriger Lebenspartnerin kurz vor dem Unfallereignis, unklare berufliche 

Perspektiven, kürzlich erfolgte Aufgabe einer selbständigen, erfolglosen beruflichen 

Tätigkeit; UV-act. 74, S. 6 f.). Ab November 2008 war der Beschwerdeführer in 

regelmässiger psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie 

(vgl. UV-act. 205). Im Entlassungsbericht des Zentrums J.___ vom 30. August 2012 

wurde zudem eine dissoziative Störung im Rahmen einer PTSD (posttraumatic stress 

disorder; ICD-10: F44.6) diagnostiziert (UV-act. 253). Die posttraumatische 

Belastungsstörung und die depressive Episode bilden nicht Teil der 

schleudertraumaspezifischen Beschwerden, sondern stellen davon zu trennende, 

eigenständige Leiden dar, zumal zusätzlich sekundäre psychosoziale 

Belastungsfaktoren, wie Trennung von der langjährigen Lebenspartnerin und unklare 

berufliche Perspektiven, vorliegen. Dies zieht die Anwendung der Psycho-Praxis nach 

sich (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Mai 2009, 8C_347/2008, E. 4.6).

6.     

6.1   Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6) 

vom objektiv fassbaren Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall, wenn 

dem Unfall eine massgebende Bedeutung für deren Entstehung zukommt. Dies trifft 

dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 

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ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2; 

2001 UV Nr. 8 S. 32 E. 3, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

133 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche 

Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und Grad 

und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei der Beurteilung der Frage, 

ob diese Kriterien erfüllt sind, ist die psychisch bedingte Beeinträchtigung 

auszuklammern und nur der somatische Anteil zu berücksichtigen (BGE 134 V 109 E. 

6.1; 123 V 98 E. 2a).

6.2   Vorliegend sind folgende somatischen Beeinträchtigungen aktenkundig: die 

stabile ventrale Kompressionsfraktur LWK 1, die stabile BWK 3 Fraktur und die 

contusio labyrinthi. Beim festgestellten Schlafapnoesyndrom fehlt bereits die natürliche 

Kausalität, da es mangels eines nachgewiesenen Schädel-Hirntraumas nicht als 

Unfallfolge gewertet werden kann (vgl. UV-act. 278, S. 11 und 279, S. 32).

6.2.1         Der Unfall vom 18. Juni 2008 kann aufgrund des Geschehensablaufs – 

infolge einer Lenkkorrektur, nachdem das Fahrzeug auf den Pannenstreifen geraten 

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war, brach das Heck des Lieferwagens nach links aus, weshalb das Fahrzeug ins 

Schleudern geriet, rechtsseitig über die abfallende Wiesenböschung geriet, den 

Wildschutzzaun durchschlug, mit der Fahrzeugfront auf der Wiese aufschlug, durch 

den starken Aufprall überschlug und anschliessend auf der Wiese auf dem Dach 

liegend zum Stillstand kam (vgl. UV-act. 193) – nicht als ausserordentlich schweres, 

lebensbedrohliches Geschehen im Sinne der Praxis (dargestellt in RKUV 1995 Nr. U 

215 S. 91) eingestuft werden, bei welchem die Adäquanz praxisgemäss ohne Weiteres 

zu bejahen wäre (vgl. auch Urteil des EVG vom 20. Juli 2005, U 338/04, und vom 13. 

Juni 2005, U 276/04, E. 2.3).

6.2.2         Die Unterscheidung zwischen mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu 

den schweren Unfällen und solchen im mittleren Bereich ist insofern von Bedeutung, 

als bei Unfällen im mittelschweren Bereich nach der Praxis mehrere Zusatzkriterien 

erfüllt sein müssen, um die Adäquanz bejahen zu können, wobei die Zahl um so 

geringer sein kann, ja näher das Ereignis bei den schweren Unfällen liegt (vgl. dazu 

BGE 115 V 122 E. 6c/bb). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers scheint es 

unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_363/2012, E. 4.3 mit Hinweisen) gerechtfertigt, 

vorliegend von einem mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinn auszugehen. Ob sich 

das Fahrzeug dabei einmal oder zweimal überschlagen hat, ändert nichts an dieser 

Beurteilung. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre somit zu bejahen, wenn 

ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders 

ausgeprägter Weise vorliegt oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder 

auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 E. 6b).

6.2.3         Eine gewisse Eindrücklichkeit für den Beschwerdeführer kann dem Ereignis 

nicht abgesprochen werden. Eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische 

Begleitumstände sind allerdings nicht belegt, zumal das objektive Unfallgeschehen 

massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 61 ff.). Unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 11. Juni 2010, 8C_9/2010, E. 3.7.1, mit Hinweisen) ist 

vorliegend das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit oder dramatischer 

Begleitumstände zu verneinen.

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6.2.4         Die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere 

ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ist mit 

Bezug auf die stabile ventrale Kompressionsfraktur LWK 1, die stabile BWK 3 Fraktur 

sowie die contusio labyrinthi zu verneinen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 

2014, 8C_51/2014, E. 5.5.1).

6.2.5         In Bezug auf die massgebenden Verletzungen liegen weder eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, noch ein erheblicher Grad 

und Dauer der Arbeitsunfähigkeit vor.

6.3   Da vorliegend sämtliche Kriterien nicht erfüllt sind, ist die Adäquanz zu verneinen. 

Folglich entfällt auch ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

7.     

Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Voraussetzungen für die Bemessung einer 

Integritätseinbusse und die Zusprechung einer Integritätsentschädigung im 

angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargestellt (vgl. UV-act. 304, E. 7a). 

Darauf wird verwiesen. Wie in den vorhergehenden Erwägungen dargelegt wurde, ist 

aus somatischer Sicht der gesundheitliche Endzustand eingetreten (vgl. E. 4.3) und die 

psychiatrischen Gesundheitsschäden sind nicht unfallkausal (vgl. E. 6). Anhaltspunkte, 

dass der unfallbedingte (somatische) Integritätsschaden mit 5% unrichtig bemessen 

worden wäre, fehlen; solche werden auch nicht behauptet. Insgesamt ist die 

Integritätsentschädigung von 5% nicht zu beanstanden.

8.     

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 16. September 2013 abzuweisen, soweit darauf einzutreten 

ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

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entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.01.2015
	Art. 6 und 19 UVG. Der Fallabschluss erfolgte zu Recht. Adäquanz psychischer Beschwerden bei Anwendung der Psycho-Praxis verneint. Keine Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2015, UV 2013/70).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2015.Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Monika Gehrer-Hug; Gerichtsschreiber Daniel FurrerEntscheid vom 27. Januar 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Tanja Strauch-Frei, Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten SG,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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