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**Case Identifier:** d89a5580-5af6-5437-bfb1-4647f7fa0c92
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.08.2017 200 2017 607
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-607_2017-08-25.pdf

## Full Text

200 17 607 IV
SCP/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. August 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2017, IV/17/607, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) beschied ein Leis-
tungsgesuch der 1968 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Be-
schwerdeführerin) mit formloser Mitteilung vom 15. Mai 2014 abschlägig 
(Akten der IVB, Antwortbeilagen [AB] 5, 17). Nach einer Neuanmeldung 
vom 17. November 2016 (AB 24) und durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (AB 67 f., 70) verneinte die IVB mit Verfügung vom 24. Mai 2017 
(AB 75) einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung mangels 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens erneut.

B.

Mit Eingabe vom 28. Juni 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch Für-
sprecher B.________, Beschwerde. Sie beantragt, die angefochtene Ver-
fügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Mai 2017 (AB 75). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung, insbesondere Eingliederungsmassnahmen (Beschwerde S. 9 
Ziff. III Ziff. 13). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern 
es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 
die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medika-
mentenmissbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im Sin-
ne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2017, IV/17/607, Seite 5

rechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt 
hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Er-
werbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 
oder wenn sie selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 
E. 3c S. 268; SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7 E. 2.2.1).

2.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Eingliede-
rungsmassnahmen bestehen laut Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG unter anderem in 
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbil-
dung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe).

2.5 Wurde eine Rente oder eine andere Dauerleistung wegen eines 
fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades bereits einmal verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person glaub-
haft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden 
kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei be-
gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Dies gilt auch für Revisionsgesu-
che im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) 
sowie analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener 
rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme bean-
tragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintre-
tensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung 
des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 
V 108 E. 5.3.1 S. 112).

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Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch 
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung. Hinsichtlich eines allfälligen Rentenan-
spruchs, anderer Dauerleistungen oder beruflicher Eingliederungsmass-
nahmen gilt es zunächst zu prüfen, ob im Vergleich zur Sachlage, wie sie 
der integralen Leistungsablehnung im Jahr 2014 (AB 17) zugrunde lag, im 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 24. Mai 2017 
(AB 75) in den tatsächlichen Verhältnissen eine erhebliche Änderung ein-
getreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.5 hiervor). Gegebenenfalls ist anschliessend der Leistungsanspruch in 

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rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung 
des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsa-
chenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen 
zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 
E. 1.1).

3.2 Für die Zeit bis zur formlosen Mitteilung vom 15. Mai 2014 (AB 17) 
lassen sich den Akten in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die fol-
genden Angaben entnehmen: 

3.2.1 Vor der ersten Anmeldung zum Leistungsbezug vom 4. Dezember 
2013 (AB 5) hatte die Beschwerdeführerin im selben Jahr zwei stationäre 
Alkoholentzüge vom 13. bis 23. Mai 2013 bzw. vom 22. bis 29. Juli 2013 in 
der geschlossenen suchtspezifischen Station der C.________ (AB 43/18-
25) sowie eine stationäre Behandlung vom 15. August bis 26. September 
2013 in der Klinik D.________ hinter sich. Im Austrittsbericht der Klinik 
D.________ vom 18. November 2013 (AB 43/12-17) wurden eine gegen-
wärtig mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10: F33.1), ein schädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10: F10.1) 
sowie eine Allergie auf Penicilin diagnostiziert. Bis zum 6. Oktober 2013 
wurde eine vollständige und danach hausärztlich bis auf weiteres eine 
50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 43/17; vgl. auch AB 70/5-9). 

3.2.2 Zufolge eines erneuten Rückfalls befand sich die Beschwerdeführe-
rin vom 10. bis 13. Dezember 2013 abermals in der suchtspezifischen Sta-
tion der C.________ (AB 43/8 f.). Danach hatte sie den Alkoholkonsum bis 
zur Leistungsablehnung vom 15. Mai 2014 (AB 17) mit medikamentöser 
Unterstützung (Antabus) einigermassen unter Kontrolle und war beruflich 
wieder eingegliedert (AB 8/2, 43/36; IV-Protokoll [in den Gerichtsakten] 
S. 1, Eintrag vom 6. Mai 2014).

3.3 Der weitere Verlauf im Nachgang zur ersten Leistungsablehnung 
vom 15. Mai 2014 (AB 17) präsentierte sich nach der medizinischen Akten-
lage hauptsächlich wie folgt: 

3.3.1 Am 7. August 2014 konsultierte die Beschwerdeführerin wegen ei-
ner psychischen Dekompensation bzw. einem Alkoholtrinkrückfall notfall-
mässig das Spital E.________, wo nebst einer gegenwärtig mittelgradigen 

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depressiven Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: 
F33.1) ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Substanzgebrauch 
(ICD-10: F10.24), diagnostiziert, eine stationäre Behandlung empfohlen 
und vom 10. bis 13. August 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit beschei-
nigt wurde (AB 43/36 f.).

3.3.2 Anlässlich der erneuten Hospitalisation in der Klinik D.________ 
vom 10. September bis 13. Oktober 2014 wurden unveränderte Diagnosen 
(ICD-10: F33.1, F10.24) gestellt und während des Aufenthalts sowie bis 
zum 21. Oktober 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
(AB 43/30-35). In der Folge wurde die Beschwerdeführerin vom 20. Okto-
ber bis 7. November 2014 (im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbrin-
gung [FU]) bzw. 8. bis 18. Dezember 2014 (regulär) in den psychiatrischen 
Dienste F.________ stationär therapiert (AB 43/38, 59/2-6). Die Ärzte der 
psychiatrischen Dienste F.________ erwähnten als neue Diagnose eine 
gemischte Persönlichkeitsstörung mit vor allem abhängigen histrionischen 
Anteilen (ICD-10: F61), äusserten sich jedoch nicht zur medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit. 

3.3.3 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, vermerkte im Bericht vom 15. Dezember 2016 (AB 53/2-19) als 
einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit fünf Jah-
ren bestehende rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgra-
dige Episode (ICD-10: F33.1). Das Alkoholabhängigkeitssyndrom (ICD-10: 
F10.24) ordnete er dagegen den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit zu. Er bescheinigte eine seit 10. Oktober 2011 mit wenigen 
kurzen Unterbrüchen vollständige Arbeitsunfähigkeit und erachtete die bis-
herige Tätigkeit im zeitlichen Rahmen von 50 % mit einer nicht näher quan-
tifizierten Leistungseinschränkung für zumutbar.

3.3.4 Seitens der Fachstelle … erwähnte der behandelnde Psychologe 
lic. phil. H.________ im Bericht vom 16. Januar 2017 (AB 61/2-7) als Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit 2013 bestehende, 
aktuell remittierte rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.4) bzw. 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein seit 2014 bestehendes Alko-
holabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.20). Er er-

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achtete die Arbeitsfähigkeit grundsätzlich als gegeben, ein schrittweiser 
Einstieg sei indes zwingend.

3.3.5 In der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
vom 20. Februar 2017 (AB 66) gelangte Dr. med. I.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, zum Schluss, dass eine eigenständige, 
mithin nicht im Kontext des Suchtmittelkonsums stehende affektive Störung 
(ICD-10: F33) nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen sei. Aus 
versicherungsmedizinischer Sicht fehle mit der bislang einzigen nachvoll-
ziehbaren Diagnose einer ruhenden Alkoholabhängigkeit (ICD-10: F10.20) 
ein Nachweis für einen anhaltenden Gesundheitsschaden.

Nachdem die Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Einwandes (AB 68) 
gegen den Vorbescheid (AB 67) unter anderem ein verkehrsmedizinisches 
Obergutachten des J.________ vom 25. Juli 2016 (AB 70/10-17) sowie 
diverse Laborbefunde (AB 72/2-5) nachgereicht hatte, hielt Dr. med. 
I.________ am 11. Mai 2017 an seiner Beurteilung fest (AB 74).

3.3.6 Zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin erklärte 
lic. phil. H.________ mit Schreiben vom 21. Juni 2017 (Akten der Be-
schwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 5) insbesondere, der Anlass für 
die Beratungen durch das K.________ sei die Aufarbeitung eines Stras-
senverkehrsdelikts (Fahren in angetrunkenem Zustand) aus dem Jahre 
2013 gewesen. Der entsprechende Vorfall sei im Zusammenhang mit ei-
nem episodischen und missbräuchlichen Alkoholkonsum (ICD-10: F10.1) 
und nicht einer Abhängigkeitserkrankung (ICD-10: F10.2) zu sehen. Die 
Beschwerdeführerin habe rasch zu einer stabilen und labortechnisch nach-
gewiesenen Abstinenz gefunden und gelernt, ohne Rückgriff auf Alkohol 
mit schwierigen und belastenden Situationen umzugehen.

3.3.7 Der Hausarzt hielt am 16. Juni 2017 unter anderem fest, es bestehe 
eine depressive Erkrankung mit persönlichkeitsbedingten Ausprägungen 
sowie eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf (BB 7).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.5

3.5.1 Soweit die Neuanmeldung vom 17. November 2016 (AB 24) mit 
einer seit fünf Jahren (AB 53/2 Ziff. 1.1) bzw. 2013 bestehenden und ge-
genwärtig remittierten (AB 61/2 Ziff. 1.1) rezidivierenden depressiven 
Störung sowie einem seit 2014 abstinenten Alkoholabhängigkeitssyndrom 
(AB 61/2 Ziff. 1.1) begründet wird, ist von einem im Vergleich zum Refe-
renzzeitpunkt (vgl. E. 3.1 hiervor) unverändert gebliebenen Gesundheitszu-
stand auszugehen, was einen Anspruch auf eine Invalidenrente, andere 
Dauerleistungen oder Eingliederungsmassnahmen von vornherein aussch-
liesst (vgl. E. 2.5 hiervor). Zwar ist unter revisionsrechtlichen Gesichtspunk-
ten das Erfordernis einer auf Dauer gerichteten Änderung bereits mit Ablauf 
der dreimonatigen Wartezeit im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV grundsätz-
lich erfüllt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 

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2012, 9C_530/2012, E. 5.2). Die psychische Dekompensation bzw. der 
Alkoholtrinkrückfall anfangs August 2014 (AB /36 f.) führte aber nicht zur 
konsekutiven stationären Behandlung, vielmehr kam es erst rund einen 
Monat später zu einer gut vierwöchigen Hospitalisation in der Klinik 
D.________ (AB 43/30-35). Nach der bis zum 7. November 2014 dauern-
den dreiwöchigen FU in den psychiatrischen Dienste F.________ wurde 
die Beschwerdeführerin in gebessertem Zustand nach Hause entlassen 
(AB 59/4-6) und erst wieder vom 8. bis 18. Dezember 2014 dort stationär 
therapiert (AB 43/38, 59/2 f.). Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob eine 
relevante Gesundheitsverschlechterung vorlag, die ohne wesentliche Un-
terbrechung drei Monate dauerte. Wie es sich damit verhält kann hier aber 
letztlich offen bleiben, denn selbst unter der Prämisse eines vorliegenden 
Revisionsgrundes und einer diesfalls zu erfolgenden materiellen Prüfung 
des Leistungsanspruchs würde sich – wie nachfolgend aufgezeigt wird – im 
Ergebnis nichts ändern.

3.5.2 Die RAD-Stellungnahmen vom 20. Februar 2017 (AB 66) und 
11. Mai 2017 (AB 74), in welchen das Vorliegen eines anhaltenden Ge-
sundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint wurde, 
erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. 
E. 3.4 hiervor) und erbringen vollen Beweis. Dass Dr. med. I.________ 
keine klinische Exploration durchführte, ist nicht geeignet, den Beweiswert 
seiner Einschätzungen zu erschüttern (Beschwerde S. 9 Ziff. III Ziff. 13), 
konnte er sich anhand der wesentlichen Vorakten doch ein insgesamt lü-
ckenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 
56 S. 371 E. 5b), zumal sich das Erheben früherer Arztberichte (Beschwer-
de S. 9 Ziff. III Ziff. 13) im Neuanmeldungsverfahren erübrigte. Seine 
Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugen insbesondere 
angesichts der höchstrichterlichen Rechtsprechung, wonach eine leichte 
bis mittelschwere Störung aus dem depressiven Formenkreis – mit Aus-
nahme von hier nicht vorliegenden seltenen Konstellationen – von vornher-
ein keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung darstellt 
(vgl. Entscheid des BGer vom 15. Mai 2017, 8C_753/2016, E. 4.3 mit Hin-
weisen). Denn die von den involvierten Ärzten diagnostizierte rezidivieren-
de depressive Störung erreichte im hier massgebenden Zeitraum unbestrit-
tenermassen höchstens eine mittelgradige Ausprägung (ICD-10: F33.1; 

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AB 43/30, 43/37, 53/2 Ziff. 1.1). Für die Annahme von lic. phil. H.________, 
wonach die Störung mittlerweile remittiert sei (AB 61/2 Ziff. 1.1), spricht im 
Übrigen, dass die Beschwerdeführerin in keiner fachpsychiatrischen Be-
handlung mehr steht und – abgesehen von der früheren Einnahme von 
Venlafaxin – keine antidepressive Pharmakotherapie in Anspruch nimmt 
(AB 70/11 ff.). Hinzu kommt, dass die depressiven Stimmungseinbrüche 
stets aufgrund einer beruflichen Überforderungs- oder Belastungssituation 
ausgelöst wurden und sich die Beschwerdeführerin jeweils erholte, sobald 
sich die diesbezüglichen Verhältnisse besserten (AB 43/14, 43/31 f., 
43/36 f.; Beschwerde S. 4 f. Ziff. III Ziff. 5 f.), mithin lag ein reaktives Ge-
schehen vor, was eine invalidisierende Wirkung per se ausschliesst (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299). Dass bei den depressiven Episoden allenfalls 
persönlichkeitsbezogene Aspekte hineinspielten, vermag daran nichts zu 
ändern. Einerseits hielten die psychiatrischen Diensten F.________ an der 
noch im November 2014 zwischenzeitlich diagnostizierten gemischten Per-
sönlichkeitsstörung (ICD-10: F61; AB 59/4) im Dezember 2014 nicht mehr 
fest (AB 49/38, 59/2) und attestierte in diesem Zusammenhang auch keine 
Arbeitsunfähigkeit. Andererseits wurden die vom Hausarzt angenommenen 
«persönlichkeitsbedingten Ausprägungen» der depressiven Erkrankung 
(BB 7) fachärztlich nicht anhand der klinisch-diagnostischen Leitlinien her-
geleitet bzw. einer klaren Diagnose zugeordnet. Schliesslich ergibt sich aus 
den anamnestischen Angaben, dass die Alkoholabhängigkeit nicht Folge 
eines depressiven Geschehens ist und damit keine Invalidität im Sinne des 
Gesetzes zu begründen vermag (vgl. E. 2.3 hiervor). So hatte die Be-
schwerdeführerin im Alter von 24 Jahren (AB 43/14, 43/37) und damit lange 
Zeit vor der ersten depressiven Dekompensation im Jahr 2011 bzw. 2013 
(AB 43/13, 43/31; IV-Protokoll [in den Gerichtsakten] S. 1, Eintrag vom 
22. August 2013) mit dem übermässigen Bierkonsum begonnen, um damit 
nach der Arbeit «abschalten» zu können. Ohnehin soll die Beschwerdefüh-
rerin gemäss dem behandelnden Psychologen nach dem Strassenver-
kehrsdelikt im Jahr 2013 rasch abstinent geworden sein (AB 61/2 Ziff. 1.1; 
BB 5), worauf auch das verkehrsmedizinische Obergutachten (AB 70/10-
17) sowie die verschiedenen Laborbefunde (AB 72/2-5) hindeuten. Insoweit 
bewirkt die Alkoholproblematik denn auch anerkanntermassen (Beschwer-
de S. 9 Ziff. III Ziff. 13) keine relevante Einschränkung des funktionellen 
Leistungsvermögens mehr.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2017, IV/17/607, Seite 13

3.6 Nach dem vorstehend Dargelegten ist ein invalidisierender Gesund-
heitsschaden nicht ausgewiesen, weshalb selbst dann kein Anspruch auf 
Leistungen der Invalidenversicherung bestünde, wenn ein Revisionsgrund 
vorläge. Die Verfügung vom 24. Mai 2017 (AB 75) ist folglich nicht zu be-
anstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2017, IV/17/607, Seite 14

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.