# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ec9f526-d71d-52bd-8ad1-9c9c41704f89
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-04-13
**Language:** de
**Title:** Abgrenzung von Wald und Bauzonen
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0052/2023
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/auszug_brge_iv_nr._0052_2023_vom_13.04.2023.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE IV Nr. 

R4.2022.00178 
0052/2023    

Entscheid vom 13. April 2023    

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Reto  Philipp,  Baurichter  Urs  Hany,  Baurichterin  Petra 
Röthlisberger, Gerichtsschreiber Paul Wegmann     

in Sachen 

Rekurrent 

A, […]  

vertreten durch […] 

gegen 

Rekursgegnerin 

1.  Baudirektion  Kanton  Zürich,  Walchetor,  Walcheplatz 2,  Postfach, 

8090 Zürich  

Mitbeteiligte 

2.  Politische Gemeinde X, […]  

betreffend 

Verfügung Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Natur (ALN) 
vom  28.  September  2022;  Abgrenzung  von  Wald  und  Bauzonen,  Festset-
zung statische Waldgrenzen, […]  
_______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Verfügung vom 28. September 2022 setzte die Baudirektion Kanton Zü-

rich,  Amt  für  Landschaft  und  Natur  (ALN),  die  Abgrenzung  von  Wald  und 

Bauzone und die statische Waldgrenze auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1 in der 

Gemeinde X gemäss Waldgrenzenplan 1:1000 vom 24. Juni 2022 fest (Dis-

positivziffern II und III), wies die dagegen gerichtete Einsprache ab (Disposi-

tivziffer I) und lud die Gemeinde X ein, die Waldgrenzen in den kommunalen 

Nutzungsplan zu übertragen und in der amtlichen Vermessung nachzuführen 

(Dispositivziffer IV). 

B. 

Mit Eingabe vom 31. Oktober 2022 erhob A fristgerecht Rekurs an das Bau-

rekursgericht des Kantons Zürich und stellte folgende Anträge: 

  " 1.  Es sei die Verfügung vom 28. September 2022 betreffend Waldfest-

stellung vollumfänglich aufzuheben; 

    2. 

    3. 

es seien die im ÖREB-Kataster und allenfalls in weiteren Dokumen-
ten eingetragenen (projektierten) Waldgrenzen auf dem Grundstück 
Kat.-Nr. 1 X ersatzlos zu löschen; 

es sei die im ÖREB-Kataster und allenfalls in weiteren Dokumenten 
eingetragene  (projektierte)  Waldabstandslinie  auf  dem  Grundstück 
Kat.-Nr. 1 X ersatzlos zu löschen; 

    4. 

es sei ein Augenschein durchzuführen; 

    5. 

die  Verfahrenskosten  seien  der  Rekursgegnerin  aufzuerlegen  und 
diese sei zu verpflichten, dem Rekurrenten eine angemessene Um-
triebsentschädigung zuzusprechen." 

C. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  1.  November  2022  wurde  vom  Rekurseingang 
Vormerk genommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Die Ge-

meinde X wurde als Mitbeteiligte in das Rekursverfahren einbezogen. 

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Seite 2 

 
 
D. 

Mit  Schreiben  vom  22.  November  2022  verzichtete  die  Mitbeteiligte  aus-

drücklich auf Äusserungen zur Sache. Die Baudirektion beantragte mit Ein-

gabe  vom  1.  Dezember  2022  -  unter  Verweis  auf  den  Mitbericht  des  ALN 

vom 23. November 2022 - die Abweisung des Rekurses. 

E. 

Mit Replik vom 21. Dezember 2022 und Duplik vom 17. Januar 2023 - unter 

Verweis auf den Mitbericht des ALN vom 16. Januar 2023 - hielten der Re-

kurrent und die Vorinstanz an ihren Anträgen fest. Mit Schreiben vom 16. Ja-

nuar 2023 reichte die Vorinstanz zudem auf entsprechende Aufforderung hin 

weitere Unterlagen ein. Mit Eingabe vom 31. Januar 2023 hat der Rekurrent 

tripliziert. 

F. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit zur Entscheidbegründung erfor-

derlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Als Eigentümer des streitbetroffenen Grundstücks und Adressat der ange-

fochtenen Verfügung ist der Rekurrent ohne Weiteres gemäss § 21 Abs. 1 

des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) und § 338a des Planungs- und 

Baugesetzes  (PBG)  zur  Rekurserhebung  legitimiert.  Da  auch  die  übrigen 

Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. namentlich zur Zuständigkeit des 

Baurekursgerichts § 33a des Kantonalen Waldgesetzes [KWaG]), ist auf den 

Rekurs grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist jedoch auf den rekur-

rentischen  Antrag  Ziff. 3.  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  bildet 

ausschliesslich die Waldfeststellung. Auch wenn diese ihrerseits Vorausset-

zung der Festsetzung von Waldabstandslinien im Sinne von § 66 PBG ist, 

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Seite 3 

 
 
erfolgt letztere in einem separaten Verfahren, so dass im vorliegenden Re-

kursverfahren - ungeachtet des Ausgangs desselben - kein Entscheid über 

die beantragte Löschung der derzeit (zumindest) im ÖREB-Kataster (vgl. das 

Geoinformationssystem  des  Kantons  Zürich;  https://maps.zh.ch/;  GIS-ZH) 

eingetragenen projektierten Waldabstandslinie zu ergehen hat. 

2. 

Es wird die Durchführung eines Augenscheins beantragt (vgl. § 7 VRG). Das 

Baurekursgericht hat unbesehen von Parteianträgen nur dann einen Augen-

schein durchzuführen, wenn die Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, 

auf Grund der Akten aber noch unklar sind. Diese Voraussetzung ist vorlie-

gend nicht erfüllt, so dass kein Augenschein durchzuführen war (vgl. hierzu 

auch E. 6.1). 

3. 
Das teilweise streitbetroffene Grundstück im Halte von 7'587 m2 und mit an-
nähernd rechteckiger Form befindet sich zur Hauptsache in der kantonalen 

Landwirtschaftszone  und  umfasst  überdies  im  südöstlichen  Bereich  eine  - 

auf diesen Grundstücksteil beschränkte - Kernzone (Kernzone B), in der sich 

Ruinen  von  fünf  Gebäuden  einer  ehemaligen  Spinnerei  befinden.  Das 

Grundstück grenzt im Süden teilweise unmittelbar an die C, im Übrigen an 

Parzellen,  welche  der kantonalen Landwirtschaftszone  zugeschieden  sind. 

Die  strittige  Waldfeststellung  bezieht  sich  auf  eine  Teilfläche  des  Grund-

stücks, die sich nördlich der genannten Kernzone - aber nur auf einer kurzen 

Strecke unmittelbar an diese angrenzend - befindet. 

4.1 

In  der  angefochtenen  Verfügung  wird  ausgeführt,  bei  der  mit  RRB 

Nr. 1065/1998 für die Gemeinde X vorgenommenen Abgrenzung aller an die 

Bauzonen  grenzenden  Wälder  sei  eine  auf  dem  Luftbild  von  1998  bereits 

deutlich erkennbare Bestockung auf der Parzelle Kat.-Nr. 1 aufgrund ihres 

jungen Alters noch nicht als Wald beurteilt worden. Im Jahr 2012 habe der 

Grundeigentümer sämtliche Bestockung auf dem gesamten Areal ohne forst-

rechtliche  Bewilligung  entfernt.  Im  in  der  Folge  eingeleiteten  Waldfeststel-
lungsverfahren sei eine Waldfläche von 1'220 m2 mit einer maximalen Breite 

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von 21 m ermittelt worden. Das Ergebnis sei dem Grundeigentümer und der 

Gemeinde am 16. Mai 2012 vor Ort und am 14. Juni 2012 per E-Mail mitge-

teilt worden. Da aufgrund der damals laufenden Planungsarbeiten trotz ent-

sprechender Aufforderung der Gemeinde von der öffentlichen Auflage des 

Waldgrenzenplans  vorläufig  abgesehen  worden  sei,  habe  dieser  nicht 

rechtskräftig festgesetzt werden können. Nachdem im Entscheid des Baure-

kursgerichts  des  Kantons  Zürich  im  Verfahren  G.-Nr.  R4.2021.00162  vom 

10. Februar 2022, festgehalten worden sei, dass vorgängig zur Festlegung 

einer  Waldabstandslinie  eine  formelle  Waldfeststellung  erfolgen  müsse, 

komme das ALN dieser Aufforderung mit vorliegender Verfügung nach, wo-

bei  der  Waldgrenzenplan  die  im  Jahr  2012  festgestellte  Waldfläche  bein-

halte, an der - zufolge fehlender Änderung des Sachverhalts - festgehalten 

werde. Im Jahr 2012 sei im Waldfeststellungsverfahren die entfernte Besto-

ckung anhand der übriggebliebenen Baumstrünke beurteilt und festgestellt 

worden, dass die entfernten Bäume ein Alter von mehr als 20 Jahren aufwei-

sen  würden.  Die  quantitativen  Merkmale  seien  mit  einer  Fläche  von 
1'220 m2, einer Breite von 8 bis 25 m und einem Alter von mehr als 20 Jahren 
vollständig erfüllt. Die Bestockung sei durchgängig geschlossen, womit ge-

mäss Waldfeststellungsrichtlinie des Kantons Zürich auch schmale Fortsätze 

(Breite < 12 m) als Wald gelten würden, wenn sie die gleiche Funktion wie 

der  Restbestand  erfüllten.  Die  Bestockung  habe  grösstenteils  aus  Eschen 

und Ahorn sowie Hasel, alles ortstypischen Waldbaum- resp. Straucharten, 

sowie einer durchgängigen Krautschicht bestanden, welche durch die Aus-

dehnung ein typisches Waldinnenklima vorgewiesen habe. Die entfernte Be-

stockung hätte sich aufgrund der Ausdehnung, des Alters resp. der Baumar-

tenzusammensetzung  zur  Holzproduktion  geeignet.  Zudem  würden  auch 

kleine Waldflächen eine wichtige Wohlfahrtsfunktion aufweisen und für Klein-

tiere  und  Vögel  einen  wichtigen  Lebensraum  bieten.  Durch  die  Lage  zwi-

schen  offenem  Landwirtschaftsland  und  dem  Gewässer  bilde  die  Besto-
ckung zudem ein wichtiges Vernetzungselement, womit sie mehrere Wald-

funktionen erfülle und die qualitativen Waldeigenschaften ebenfalls gegeben 

seien.  Entgegen  dem  Einsprecher  sei  die  bestockte  Einwuchsfläche  nicht 

erst nach rechtmässiger Rodung im Jahr 2013 entstanden. Auch seien aus-

serhalb  der  Kernzone  keine  Bauten  oder  Anlagen  ersichtlich,  die  auf  eine 

Industriebrache  hinweisen  würden.  Da  die  Fläche  natürlich  eingewachsen 

sei und die Bäume länger als 20 Jahre gewachsen seien, sei erstellt, dass 

das Areal waldfähig sei. 

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4.2 

Der Rekurrent bestreitet, dass sich auf seinem Grundstück Wald im Sinne 

von Art. 2 des Waldgesetzes (WaG) befinde und dass die projektierten Wald-

grenzen zutreffend seien, wobei es dem ALN obliege, den Nachweis zu er-

bringen, dass die betreffende Bestockung die qualitativen und quantitativen 

Anforderungen von Wald erfülle. Beim Grundstück handle es sich um eine 

Industriebrache,  weshalb  eine  intakte  einheimische  Strauch-  und  Kraut-

schicht  sowie  eine  waldtypische  Bodenvegetation  fehlen  würden.  Das 

Grundstück weise somit kein waldfähiges Biotop auf. Entsprechend fänden 

sich darauf auch nur vereinzelt Waldbäume und Waldsträucher. Auch ver-

möge die Bestockung keine Waldfunktionen zu erfüllen. Es handle sich wei-

testgehend um eine blosse Verbuschung, die keinerlei Schutz-, Wohlfahrts- 

oder Nutzfunktion erfülle. Es werde bestritten, dass im Jahr 1998 die Beur-

teilung, wonach es sich nicht um Wald handle, allein aufgrund des angeblich 

jungen Alters der Bestockung erfolgt sei. Die für einen Wald vorausgesetzte 

Fläche sei nicht gegeben gewesen. Als der Rekurrent im Jahr 2012 die Be-

stockung habe entfernen lassen, habe es sich - so wie heute - nicht um Wald 

gehandelt; die vom Gesetz vorausgesetzte Fläche sei nicht gegeben gewe-

sen. Die streitgegenständliche bestockte Einwuchsfläche sei erst nach der 

rechtmässigen Rodung im Jahr 2013 entstanden. Entgegen der angefochte-

nen  Verfügung  sei  bezüglich  der  Breite  die  minimale  Breite  entscheidend. 

Bestritten werde insbesondere die Darstellung, wonach auch schmale Forts-

ätze mit einer Breite von weniger als 12 m als Wald gelten würden. Es handle 

sich vorliegend nicht um schmale Fortsätze; vielmehr sei die gesamte Besto-

ckung bis auf eine kleine Ausnahme deutlich weniger breit als 12 m. Ausge-

hend von der im ÖREB-Kataster projektierten Waldgrenze weise die Besto-

ckung mit einer Länge von insgesamt rund 100 m lediglich im südöstlichen 

[recte:  südwestlichen] Bereich  über  eine  Länge  von  rund  20 m  eine  Breite 

von  mindestens  12  m  auf,  während  vier  Fünftel  des  Bestockungsstreifens 
weniger als 12 m breit seien; unter diesen Umständen könne nicht mehr von 

"Fortsätzen" gesprochen werden. 

In der Replik führt der Rekurrent ergänzend aus, er bestreite vorsorglich die 

Anwendbarkeit  der  von  der  Vorinstanz  vernehmlassungsweise  erwähnten 

kantonalen Waldfeststellungsrichtlinien, da die Vorinstanz lediglich die Sei-

ten  7-19  eines  85-seitigen  Dokuments,  welches  er  nicht  kenne,  ins  Recht 

gelegt habe. Zudem würden diese Richtlinien gegen das kantonale Waldge-
setz  verstossen,  wo  grundsätzlich  eine  Waldfläche  von  800  m2  und  eine 

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Breite von mindestens 12 m vorausgesetzt würden. Eventualiter sei festzu-

halten,  dass  die  Richtlinie  unter  "isolierten  Kleinflächen"  im  Sinne  von 
Ziff. 1.2.4 eine Fläche von mindestens 800 m2, welche auf eine Länge von 
66 m grundsätzlich eine Breite von 12 m (Bestockung 8 m) aufweise, ver-

stehe, wobei zwar auch eine Verengung im Sinne von Ziff. 1.2.5 der Richtlinie 

vorkommen könne, was aber heisse, dass der hauptsächlichste Teil der Ab-

wicklung  von  66  m  über  12  m  breit  sein  müsse.  Ein  Nachvollzug  im  GIS 

zeige, dass von der äussersten westlichen Spitze der Bestockung Richtung 

Nordosten die Distanz ca. 22 m betrage, bis die Breite der Bestockung klei-
ner als 12 m sei; das Ausmessen dieser Fläche ergebe ca. 400 m2, womit 
die  geforderte  Fläche  von  800  m2  bei  weitem  nicht  erfüllt  sei,  so  dass  die 
Bestockung  auch  nicht  als  isolierte  Kleinfläche  bezeichnet  und  damit  als 

Wald qualifiziert werden könne. 

5. 

Gemäss Art. 2 Abs. 1 WaG gilt als Wald jede Fläche, die mit Waldbäumen 

oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunktionen (gemäss Art. 1 Abs. 1 

lit. c WaG namentlich Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion) erfüllen kann, 

wobei Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch nicht mas-

sgebend sind. Gemäss Art. 2 Abs. 4 WaG können die Kantone innerhalb des 

vom Bundesrat festgesetzten Rahmens bestimmen, ab welcher Breite, wel-

cher Fläche und welchem Alter eine einwachsende Fläche sowie ab welcher 

Breite  und  welcher  Fläche  eine  andere  Bestockung  als Wald  gilt  (Satz  1); 

erfüllt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunkti-

onen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend (Satz 2). Entspre-

chend sieht Art. 1 Abs. 1 der Waldverordnung (WaV) vor, dass die Kantone 

die Werte, ab welchen eine bestockte Fläche als Wald gilt, innerhalb der fol-

genden Bereiche bestimmen: Fläche mit Einschluss eines zweckmässigen 
Waldsaumes 200-800 m2 (lit. a); Breite mit Einschluss eines zweckmässigen 
Waldsaumes 10-12 m (lit. b); Alter der Bestockung auf Einwuchsflächen 10-

20 Jahre (lit.c.). Gestützt auf diese Vorgaben wird im Kantonalen Waldgesetz 

(§  2  KWaG)  festgelegt,  eine  mit  Waldbäumen  oder  Waldsträuchern  be-

stockte Fläche gelte als Wald, wenn sie folgende Minimalerfordernisse auf-
weise:  800  m2  Fläche  mit  Einschluss  eines  zweckmässigen  Waldsaumes 
(lit. a), 12 m Breite mit Einschluss eines zweckmässigen Waldsaumes (lit. b), 

ein Alter von 20 Jahren bei Einwuchsflächen (lit. c). 

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Wer ein schutzwürdiges Interesse nachweist, kann vom Kanton feststellen 

lassen, ob eine Fläche Wald ist (Art. 10 Abs. 1 WaG). Gemäss Abs. 2 der 

genannten Bestimmung ist beim Erlass und bei der Revision von Nutzungs-

plänen nach dem Raumplanungsgesetz (RPG) eine Waldfeststellung in fol-

genden Gebieten anzuordnen: in Gebieten, in denen Bauzonen an den Wald 

grenzen oder in Zukunft grenzen sollen (lit. a); ausserhalb der Bauzonen in 

Gebieten,  in  denen  der  Kanton  eine  Zunahme  des Waldes  verhindern  will 

(lit. b). Gemäss Art. 13 WaG werden Waldgrenzen, die gemäss Art. 10 Abs. 2 

WaG festgestellt worden sind, in den Nutzungsplänen eingetragen (Abs. 1); 

neue  Bestockungen  ausserhalb  dieser Waldgrenzen  gelten  nicht  als Wald 

(Abs. 2; vgl. auch Abs. 3 zur Möglichkeit der Überprüfung der Waldgrenzen). 

Rodungen sind grundsätzlich verboten und bedürfen einer an bestimmte Vo-

raussetzungen  gebundenen  Ausnahmebewilligung  (sog.  Rodungsbewilli-

gung; vgl. Art. 5 WaG). 

6.1 

Vorab  ist  festzuhalten,  dass  mit  dem  in  der  angefochtenen  Verfügung  er-

wähnten Regierungsratsbeschluss vom 13. Mai 1998 RRB Nr. 1065/1998, 

mit welchem festgestellt wurde, dass in der Gemeinde X keine Wälder an die 

Bauzone grenzen, keine für den vorliegend strittigen Bereich massgebliche 

negative Feststellung erfolgt ist. Dies deshalb, weil es damals - entsprechend 

der alten Fassung von Art. 10 Abs. 2 WaG, die dem heutigen Art. 10 Abs. 2 

lit.  a  WaG  entsprach  -  ausschliesslich  um  die  Abgrenzung  von  Wald  und 

Bauzonen  ging.  Während  diese  gegebenenfalls  der  späteren  Entstehung 

von Wald im Rechtssinn innerhalb der Bauzone entgegenstehen kann, wirkt 

sie sich auf entsprechende Änderungen ausserhalb derselben nicht aus, so 

dass insoweit nach wie vor der dynamische Waldbegriff gilt (wobei die Mög-

lichkeit einer Festsetzung statischer Waldgrenzen ausserhalb der Bauzonen 
erst  mit  der  per  1.  Juli  2013  in  Kraft  getretenen  neuen  Bestimmung  von 

Art. 10 Abs. 2 lit. b WaG geschaffen worden ist; vgl. zum Ganzen auch Alain 

Maunoir/Gaëtan Blaser-Suarez, Kommentar WaG, Thomas Abt/Roland No-

rer/Florian Wild/Nicolas Wisard (Hrsg.), Zürich 2019, Art. 13 Rz. 3, 22 ff.). 

Vorauszuschicken ist weiter, dass die umstrittene vorinstanzliche Waldfest-

stellung wie aufgezeigt nicht auf einer Qualifikation der heutigen Bestockung, 

sondern auf der Beurteilung der Bestockung, wie sie vor deren Entfernung 

im Jahr 2012 bestand, beruht. Obwohl grundsätzlich bei der Prüfung, ob eine 

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Bestockung Wald ist, der im Zeitpunkt des (erstinstanzlichen) Entscheids tat-

sächliche  Wuchs  und  dessen  Funktion  massgebend  sind,  ist  ausnahms-

weise  trotz  ganzen  oder  teilweisen  Fehlens  einer  Bestockung  Wald  anzu-

nehmen, wenn Flächen ohne Bewilligung gerodet worden sind (BGE 124 II 

85, E. 4d; BGr 1C_561/2018 vom 13. Februar 2020, E. 2.1.2, mit weiteren 

Hinweisen [und unter Verweis auch auf Art. 2 Abs. 2 lit. c WaG, wonach als 

Wald auch Grundstücke gelten, für die eine Aufforstungspflicht besteht]; Ari-

ane Ayer, Kommentar WaG, Art. 10 Rz. 37 f.). Vorliegend ist somit entschei-

dend, ob die Bestockung im Jahr 2012 vor ihrer Entfernung rechtlich als Wald 

zu qualifizieren war, da diesfalls eine - unbestrittenermassen nicht eingeholte 

- Rodungsbewilligung erforderlich gewesen wäre und die entsprechende Flä-

che demnach weiterhin als Wald gelten würde. Nicht massgebend ist dem-

gegenüber der heutige Zustand, bezüglich dessen die Vorinstanz vernehm-

lassungsweise festhält, es sei unbestritten, dass die Bestockung heute das 

Alter von 20 Jahren nicht erreicht habe. Entsprechend - und in Übereinstim-

mung mit den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz - erweist sich damit 

auch der  beantragte  Augenschein  als  untaugliches  Beweismittel,  da  damit 

keine  Beurteilung  des  massgeblichen  Zustands  im  Jahr  2012  möglich  ist. 

Demgegenüber anerkennt die Rechtsprechung als Beweismittel in entspre-

chenden Konstellationen insbesondere die Verwendung von Luftaufnahmen 

bzw. Orthofotos, mit denen die Entwicklung der bestockten Fläche nachge-

wiesen  werden  kann  (BGr  1C_561/2018  vom  13.  Februar  2020,  E.  2.5.1; 

Ayer, a.a.O., Art. 13 Rz. 39). 

6.2 

Wie in E. 5 aufgezeigt, bestehen für die Qualifikation einer Bestockung als 

Wald  zunächst  bestimmte  qualitative  Voraussetzungen.  Hinsichtlich  der 

Überprüfbarkeit der Erfüllung dieser Kriterien in einem früheren Zeitpunkt er-

geben sich zwangsläufig gewisse Schwierigkeiten, die allerdings primär da-
rauf zurückzuführen sind, dass seitens des Rekurrenten die Bestockung ent-

fernt  wurde,  ohne  vorgängig  hoheitlich  abklären  zu  lassen,  ob  es  sich  bei 

dieser  um Wald handle  (was  gemäss  §  10 Abs.  1 WaG  möglich  gewesen 

wäre) und gegebenenfalls eine Rodungsbewilligung einzuholen. Zwar ist es 

demgegenüber  durch  die  Vorinstanz  zu  vertreten,  dass  nicht  zeitnah  ein 

förmliches  Waldfeststellungsverfahren  durchgeführt,  sondern  lediglich  ent-

sprechende Feststellungen getätigt und in einem Plan (vgl. act. 11.4) festge-

halten wurden. Dieser Umstand ist jedoch nicht geeignet, eine Bejahung der 

qualitativen  Waldmerkmale  -  zu  denen  insbesondere  einheimische  Baum- 

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Seite 9 

 
 
und  Straucharten,  eine  Waldbodenvegetation  mit  einheimischer  Strauch- 

und  Krautschicht,  ein  gestufter  Waldrand  sowie  das  Vorhandensein  eines 

Waldinnenklimas (BGE 122 II 72, E. 2d) sowie die Eignung zur Erfüllung min-

destens einer der in Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG genannten Waldfunktionen (Ro-

land Norer, Kommentar WaG, Art. 2 Rz. 28 f.) zählen - von vornherein aus-

zuschliessen: Zum einen ist der Nachweis des Einwuchses der strittigen Flä-

che  bis  zum  Jahr  2012  anhand  der  im  GIS-ZH  einsehbaren  und  teilweise 

(vgl. act. 11.1) auch seitens der Vorinstanz eingereichten Luftbilder und Ort-

hofotos zu führen, wobei sich - was auch für das quantitative Kriterium des 

Alters entscheidend ist - zeigt, dass bereits im Jahr 1987 eine entsprechende 

Bestockung  bestand  (vgl.  zur  Frage  der  Ausdehnung  E. 6.3).  Zum  andern 

sind die spezifisch im Zusammenhang mit den qualitativen Voraussetzungen 

erhobenen  rekurrentischen  Rügen  von  vornherein  nicht  geeignet,  die  vo-

rinstanzliche  Einschätzung  bezüglich  der  qualitativen  Waldmerkmale  in 

Frage zu stellen: So liegt die strittige Bestockung gerade nicht im Bereich der 

die  frühere  Bebauung  umfassenden  Kernzone,  sondern  in  der  Landwirt-

schaftszone, so dass für den massgeblichen Grundstücksteil nicht von einer 

Industriebrache  auszugehen  ist.  Die  in  der  angefochtenen  Verfügung  ge-

nannten Funktionen sind sodann ohne weiteres nachvollziehbar, da insbe-

sondere die Wohlfahrtsfunktion (im Sinne der Eignung als Erholungsraum, 

prägendes Landschaftselement und Lebensraum für wildlebende Tiere) of-

fenkundig ist und im Übrigen auch die grundsätzliche Eignung zur Nutzung 

im Rahmen der Holzproduktion plausibel erscheint. Entgegen dem rekurren-

tischen  Vorbringen  ist somit  nicht  ersichtlich,  dass  die  Beurteilung  im  Jahr 

2012 und in der Folge die strittige vorinstanzliche Einschätzung zu Unrecht 

von der Erfüllung der qualitativen Waldmerkmale ausgegangen wäre. 

6.3 

Der Rekurrent bestreitet auch die Erfüllung der quantitativen Kriterien. Deren 
Bedeutung  betreffend  ist  allerdings  zunächst  darauf  hinzuweisen,  dass  es 

sich  um  -  der  Konkretisierung  des  unbestimmten  (qualitativen)  Rechtsbe-

griffs  des Waldes  bei  kleineren  Bestockungen  dienende  -  Mindestkriterien 

handelt: Wo sie erreicht werden, ist die Waldqualität unter Vorbehalt ausser-

gewöhnlicher Verhältnisse zu bejahen, ohne dass deswegen ohne Weiteres 

der Umkehrschluss - wonach bei Unterschreitung der Masse kein Wald vor-

liege - gezogen werden dürfte, da ein solcher Schematismus den qualitativen 

Waldbegriff aushöhlen würde (BGE 122 II 72, E. 3b; Norer, a.a.O., Art. 2 Rz. 

59 ff., insb. Rz. 64). 

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Seite 10 

 
 
Unabhängig von diesem grundsätzlichen Vorrang des qualitativen Waldbe-

griffs ist sodann festzuhalten, dass vorliegend auch die quantitativen Voraus-

setzungen erfüllt sind: Unbegründet sind zunächst die formellen Einwände 

gegen die durch die Vorinstanz eingereichten kantonalen Waldfeststellungs-

richtlinien (act. 11.2). Diese bilden Teil des - nunmehr ebenfalls in den Akten 

liegenden - Forstrechtshandbuchs (act. 16.2), wobei es sich um verwaltungs-

interne Weisungen  handelt,  deren  Hauptfunktion  die  Gewährleistung  einer 

rechtsgleichen Verwaltungspraxis ist und die das Wissen und die Sachkunde 

der Fachleute zum Ausdruck bringen (vgl. act. 16.2 S. 40; vgl. hierzu auch 

BGE 122 II 274, E. 3b). Dabei ist sowohl hinsichtlich des monierten Verstos-

ses der Richtlinien gegen das kantonale Waldgesetz als auch mit Blick auf 

die Auslegung der Richtlinien selbst zu beachten, dass die undifferenzierte 

Übernahme  der  in  Art.  1  Abs.  1  WaV  genannten  Höchstwerte  in  den  ein-

schlägigen  kantonalen  Rechtsnormen  (vgl.  §  2  KWaG) in  Rechtsprechung 

und Lehre als äusserst problematisch erachtet wird (Norer, a.a.O., Rz. 70, 

mit weiteren Hinweisen). So bezeichnete das Bundesgericht spezifisch die 

in § 2 KWaG enthaltene Regelung aus diesem Grund als unvollständig und 

missverständlich und verzichtete lediglich deshalb auf die Aufhebung dieser 

Bestimmung,  weil  eine  bundes-  und  verfassungskonforme  Auslegung  und 

Anwendung - im Sinne des Verzichts auf eine schematische Anwendung - 

möglich sei (BGE 125 II 440, E. 3). 

Ebendieser  bundesgerichtlichen  Forderung  entspricht  es  nun,  wenn  in 

Ziff. 1.2.4 der Richtlinie festgehalten wird, isolierte Kleinflächen, die nur teil-

weise  über  12  m  breit  seien,  würden  als Wald  gelten,  wenn  das minimale 

Waldareal von 8 Aren auf einer Länge von 66 m erreicht werde (vgl. zu einer 

entsprechenden Regelung im Kanton St. Gallen BGE 122 II 274 E. 4) und 

weiter  festgelegt  wird,  schmale,  flächige  Fortsätze  (aber  nicht  einzelne 

Baumreihen)  mit  gleicher  Funktion  wie  das  Kleinwäldchen  seien  ebenfalls 
Wald (act. 11.2 S. 13, wobei sich bereits in der im Jahr 2012 anwendbaren 

Fassung der Richtlinie ein gleichlautender Passus findet, sodass irrelevant 

ist, auf welche der Versionen abgestellt wird). Die genannte Konkretisierung 

der  in  §  2  KWaG  genannten  quantitativen  Vorgaben  trägt  dem  Umstand 

Rechnung,  dass die  Rechtsprechung  bezüglich  der  Mindestbreite  auf  eine 

Durchschnittsbetrachtung abstellt und ein nicht allzu schematisches Vorge-

hen fordert (BGE 122 II 274, E. 4; Noser, a.a.O., Art. 2 Rz. 61, mit weiteren 

Hinweisen). Während sich nun ausgehend vom Postulat der Durchschnitts-

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betrachtung bei einer Fläche von 800 m2 und einer Breite von 12 m die frag-
liche  Länge  von  66  m  (bzw.  im  zitierten  Bundesgerichtsentscheid  67  m) 

ergibt, findet die weitere seitens des Rekurrenten angeführte Vorgabe, wo-

nach "grundsätzlich" bzw. im "hauptsächlichsten Teil" eine Breite von 12 m 

bestehen müsse, im Text der Richtlinie ("nur teilweise über 12 m breit") keine 

Grundlage, wobei das dem Wortlaut der Richtlinie zu entnehmende grosszü-

gigere Verständnis auch dem der entsprechenden Umschreibung isolierter 

Kleinflächen  zugrundeliegenden  Ansatz  einer  Flexibilisierung  der  pauschal 

ins kantonale Recht übernommenen Höchstwerte besser Rechnung trägt. 

Ausgehend von diesem Verständnis sind vorliegend die Vorgaben der Wald-

feststellungsrichtlinie  und  in  diesem  Sinn  die  durch  diese  konkretisierten 

quantitativen Vorgaben von § 2 KWaG erfüllt: Die strittige Bestockung weist 

ihre grösste Breite von maximal knapp 23 m im südwestlichen Teil auf, und 

verschmälert sich Richtung Nordosten (vgl.  act. 16.1.1 sowie den überein-

stimmenden Eintrag im ÖREB-Kataster [im GIS-ZH]), wobei gemäss der sei-

tens der Vorinstanz eingereichten - bezüglich der Vermassung nicht umstrit-

tenen - Darstellung (act. 11.3) die Fläche der ausgehend vom südwestlichen 
Ende auf einer Länge von 66 m vorhandenen Bestockung 842 m2 beträgt. 
Unzutreffend  ist  demgegenüber  die  rekurrentische  Messweise,  welche  die 

Fläche ausschliesslich für den Teil der Bestockung, in dem eine Breite von 

12 m erreicht wird, bestimmt; ebenfalls unmassgeblich ist nach dem Gesag-

ten  der  Umstand,  dass  die  im  Durchschnitt  erreichte  Breite  von  12  m  auf 

lediglich ca. einem Drittel der fraglichen Länge von 66 m besteht, zumal ein 

ununterbrochener  Wuchszusammenhang  gegeben  ist  (vgl.  zur  Bedeutung 

dieses  letztgenannten Kriteriums  BGE  122  II  274,  E. 4c). Was  schliesslich 

die Frage der schmalen Waldfortsätze anbelangt, so treten diese zur isolier-

ten  Kleinfläche  im  vorstehend  genannten  Sinn  hinzu  (vgl.  Abbildung  5  in 

act. 11.2 S. 13). Ausgangspunkt bildet somit die im vorstehend umschriebe-
nen Sinn bestimmte isolierte Kleinfläche. Gegenüber dieser - aus act. 11.3 

in ihren Abmessungen ersichtlichen - Fläche erscheint der restliche, weiter 

nordöstlich  liegende  Teil  der  Bestockung  als  untergeordnet,  so  dass  der 

Qualifikation desselben als schmaler Waldfortsatz im Sinne der Waldfeststel-

lungsrichtlinie nichts entgegensteht. 

Ebenfalls erfüllt ist gestützt auf die in E. 6.2 erwähnten Luftbilder und Ortho-

fotos das Kriterium des Alters von - im Zeitpunkt der Entfernung - mindestens 

20  Jahren,  wobei  die  genaue  Abmessung  im  nordöstlichsten  Teil  aus  den 

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ältesten massgeblichen Luftbildern (vgl. act. 11.1) nur eingeschränkt sichtbar 

ist, was aber an der Qualifikation der Bestockung als Wald von vornherein 

nichts zu ändern vermag und mangels entsprechender, auf die konkrete Aus-

dehnung der Waldgrenze bezogener Rügen des Rekurrenten nicht weiter zu 

vertiefen ist. 

Damit ergibt  sich, dass  die fragliche  Bestockung  im  Zeitpunkt  ihrer  Entfer-

nung auch die quantitativen Vorgaben erfüllt hat, so dass - unabhängig vom 

grundsätzlichen Vorrang der qualitativen Waldmerkmale - auch in dieser Hin-

sicht keine Veranlassung besteht, die vorinstanzliche Qualifikation als Wald 

im Rechtssinn in Zweifel zu ziehen. 

7. 

Zusammengefasst ist der Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

8.1 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten dem Rekurrenten aufzuerlegen 

(§ 13 VRG). 

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwaltungs-

gerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr nach sei-

nem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem bestimm-

baren  Streitwert  oder dem  tatsächlichen  Streitinteresse fest.  Liegt  wie  hier 

ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die Gerichtsgebühr 

in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 Abs. 2 GebV 

VGr).  Bei  der  Bemessung  der  Gebührenhöhe  steht  der  Rekursinstanz  ein 

grosser  Ermessensspielraum  zu  (Kaspar  Plüss,  in:  Kommentar  VRG,  3. 
Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 Rz. 25 ff.). 

Demnach ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 4'500.-- festzusetzen. 

8.2 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem Rekurrenten von vornherein 

keine Umtriebsentschädigung zu. 

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