# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba04a22b-38c2-58b4-98a8-6b9c45efef50
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.08.2013 SB130167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130167_2013-08-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130167-O/U/eh 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, und  

Dr. D. Schwander, Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie  

die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 
 

Urteil vom 13. August 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin Dr. iur. U. Frauenfelder Nohl,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.  
(Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts) 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom  
13. Januar 2012 (DG110346) 

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom  
21. Juni 2012 (SB120194)  

Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts vom  
21. März 2013 (6B_523/2012) 

 

 

 

- 2 - 

 
Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl vom 3. November 2011 ist diesem 

Urteil beigeheftet (Urk. 23). 

Urteil der Vorinstanz: 

"Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1, 2, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 

Ziff. 2 lit. c aBetmG in Verbindung mit Art. 25 StGB, 

- der mehrfachen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 

SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, 

- des mehrfachen vorsätzlichen qualifizierten Fahrens in fahrunfähigem Zu-

stand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG 

und Art. 2 Abs. 1 VRV sowie Art. 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung der Bundes-

versammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr, 

- des Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises im 

Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG, 

- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 

Abs. 7 SVG, 

- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haftpflichtver-

sicherung im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 63 SVG, 

- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne Fahrzeugausweis im Sinne von 

Art. 96 Ziff. 1 SVG sowie 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

- 3 - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 25 Tage 

durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von 

Fr. 300.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und 

2 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. 

6. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], Scha-

denersatz von Fr. 218.20  zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger 

B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'800.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 8'727.05   Auslagen Untersuchung 

Fr. 1'139.–   ausserkantonale Untersuchung 

Fr. 15'593.50   amtliche Verteidigung 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, je-

doch definitiv abgeschrieben. 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Hö-

he der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschie-

den. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], eine 

Umtriebsentschädigung von Fr. 100.– zu bezahlen. 

- 4 - 

12. Mitteilung 

13. Rechtsmittel" 

 

Urteil des Obergerichts vom 21. Juni 2012: 

"Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 

13. Januar 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

„Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge-

setz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1, 2, 4 und 5 aBetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. c aBetmG in Verbindung mit Art. 25 StGB, 

- der mehrfachen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 

Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, 

- des mehrfachen vorsätzlichen qualifizierten Fahrens in fahrunfähigem 

Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 

Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV sowie Art. 1 Abs. 1 und 2 der Ver-

ordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Stras-

senverkehr, 

- des Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises 

im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG, 

- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 

Ziff. 1 Abs. 7 SVG, 

- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haft-

pflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit 

Art. 63 SVG, 

- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne Fahrzeugausweis im Sinne 

von Art. 96 Ziff. 1 SVG sowie 

- 5 - 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 25 Tage 

durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse 

von Fr. 300.–. 

3. (...) Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. (….) 

6. (….) 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], 

Schadenersatz von Fr. 218.20 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird der Privat-

kläger B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'800.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 8'727.05   Auslagen Untersuchung 

Fr. 1'139.–   ausserkantonale Untersuchung 

Fr. 15'593.50   amtliche Verteidigung 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenom-

men derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt, jedoch definitiv abgeschrieben. 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separa-

tem Beschluss entschieden. 

- 6 - 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], 

eine Umtriebsentschädigung von Fr. 100.– zu bezahlen. 

12. Mitteilung 

13. Rechtsmittel" 

2. Mitteilung.  

Es wird erkannt: 

1. Die mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abt., vom 2. Mai 2008 angeordne-

te ambulante Massnahme wird aufgehoben. 

2. Es wird erneut eine ambulante therapeutische Massnahme im Sinne von 

Art. 63 StGB angeordnet. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidi-

gung, werden auf die Gerichtskasse genommen. 

5. Mitteilung 

6. Rechtsmittel" 

abschliessende Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (schriftlich; Urk. 78 S. 2) 

1. Es sei entsprechend dem Urteil des Bundesgerichts vom 21. März 2013 eine 

Bewährungshilfe anzuordnen. 

2. Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 83) 

 Keine Anträge 

- 7 - 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der hiesigen 

Kammer vom 21. Juni 2012 kann auf die Ausführungen im genannten Entscheid (Urk. 66 

S. 4 f.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid vom 21. März 2013 (Urk. 75 S. 2) ver-

wiesen werden. 

1.2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 21. Juni 2012 erhob die Oberstaats-

anwaltschaft Zürich Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht (Urk. 70/2). Sie bean-

tragte, das angefochtene Urteil sei hinsichtlich der Anordnung einer ambulanten Mass-

nahme (Dispositivziffer 2) aufzuheben und stattdessen eine stationäre Massnahme an-

zuordnen; eventualiter sei die Sache zur Einholung eines Ergänzungsgutachtens und 

neuen Beurteilung an das Obergericht zurückzuweisen. Das Bundesgericht hiess die Be-

schwerde der Oberstaatsanwaltschaft mit Urteil vom 21. März 2013 gut und wies die Sa-

che zur Anordnung einer Bewährungshilfe an das Obergericht zurück (Urk. 75 S. 6). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 23. Mai 2013 wurde das schriftliche Berufungsverfahren 

angeordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, um zur Frage der Anordnung einer 

Bewährungshilfe abschliessend Stellung zu nehmen (Urk. 76). Mit Eingabe vom 7. Juni 

2013 liess der Beschuldigte beantragen, es sei entsprechend dem Urteil des Bundesge-

richts vom 21. März 2013 eine Bewährungshilfe anzuordnen, unter ausgangsgemässer 

Kosten- und Entschädigungsfolge (Urk. 78 S. 2). Mit Präsidialverfügung vom 10. Juni 

2013 wurde die Eingabe des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft zur Stellungnahme 

und der Vorinstanz zur freigestellten Vernehmlassung zugestellt (Urk. 81). Die Staatsan-

waltschaft teilte mit Eingabe vom 12. Juni 2013 mit, sie verzichte angesichts der Fakten-

lage auf eine Stellungnahme (Urk. 83). Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung 

(Urk. 84). 

1.4. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung 

2.1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft zwar gutge-

heissen, aber weder das Urteil vom 21. Juni 2012 noch den gleichentags von der Kam-

mer gefassten Beschluss aufgehoben (Urk. 75 S. 6).  

2.2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht somit 

nur noch die - im ersten Verfahren gar nie thematisierte - Anordnung einer Bewährungs-

hilfe durch das Gericht. Hinsichtlich der weiteren Punkte erfolgte keine Korrektur des 

- 8 - 

obergerichtlichen Entscheids. Sowohl das Urteil des Obergerichts Zürich vom 21. Juni 

2012 als auch der Beschluss gleichen Datums bleiben damit bestehen. Der Klarheit hal-

ber ist der Eintritt der Rechtskraft dieser beiden Entscheide vorab vorzumerken.  

3. Bewährungshilfe 

3.1. Diesbezüglich führt das Bundesgericht im Entscheid vom 21. März 2013 aus, das 

Obergericht erwäge, dass die regelmässige Medikamenteneinnahme sichergestellt resp. 

kontrollierbar sei, da die Medikamente dem Beschuldigten nun mittels monatlicher De-

potspritzen verabreicht würden. Die Oberstaatsanwaltschaft Zürich stelle nicht in Abrede, 

dass die Medikamentenabgabe vom Beschuldigten zurzeit zuverlässig eingehalten werde 

und dass bei konsequenter Einhaltung dieser Therapie die schizoaffektive Störung 

grundsätzlich kontrolliert bzw. behandelt und letztlich "geheilt" werden könne. Sie gebe 

aber zu Recht zu bedenken, dass die Depotspritzen im Zeitpunkt des obergerichtlichen 

Urteils erst seit mehr als einem Monat eingesetzt worden seien. Um eine zuverlässige 

Prognose betreffend die konsequente Einhaltung der Therapie abgeben zu können, 

müsste ein weitaus längerer Erfahrungsbericht zur neuen Medikamentenabgabe vorlie-

gen (Urk. 75 S. 4 f.). 

3.2. Das Bundesgericht hält fest, dass das Obergericht diesen Bedenken mit der An-

ordnung einer Bewährungshilfe hätte begegnen können und müssen. Da der Beschuldig-

te in der Vergangenheit die Medikamente mehrfach eigenhändig abgesetzt habe, sei 

nicht automatisch sichergestellt, dass er die Therapie mit den monatlichen Depotspritzen 

einhalte. Um ihn zur Therapie zu motivieren und zugleich auf ihn sanften Druck auszu-

üben, erscheine das Mittel der Bewährungshilfe als sinnvoll und verhältnismässig, um 

das Therapieziel zu erreichen (Urk. 75 S. 5). 

3.3. Gemäss den verbindlichen Feststellungen des Bundesgerichts ist für die Dauer der 

ambulanten Behandlung daher eine Bewährungshilfe anzuordnen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Der Beschuldigte hat nicht zu vertreten, dass infolge Rückweisung des Bundesgerichts 

ein zweites Berufungsverfahren nötig wurde. Dementsprechend sind die Kosten des vor-

liegenden Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, auf die Ge-

richtskasse zu nehmen.  

- 9 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass der Beschluss und das Urteil des Obergerichts des Kan-

tons Zürich, I. Strafkammer, vom 21. Juni 2012 (SB120194) in Rechtskraft erwach-

sen sind. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Für die Dauer der ambulanten therapeutischen Massnahme im Sinne von 

Art. 63 StGB wird eine Bewährungshilfe angeordnet. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen. 

3. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

- das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativmass-
nahmen (PIN Nr. ...). 

4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen er-
hoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begrün-
deten Ausfertigung an gerechnet, bei der strafrechtlichen Abteilung des Bundesge-

richtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorge-

schriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten 

sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

- 10 - 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 13. August 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 13. August 2013
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	"Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1, 2, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. c aBetmG in Verbindung mit Art. 25 StGB,
	- der mehrfachen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG,
	- des mehrfachen vorsätzlichen qualifizierten Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV sowie Art. 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgr...
	- des Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG,
	- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG,
	- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 63 SVG,
	- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 1 SVG sowie
	- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 25 Tage durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und 2 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	6. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], Schadenersatz von Fr. 218.20  zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch definitiv abgeschrieben.
	10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], eine Umtriebsentschädigung von Fr. 100.– zu bezahlen.
	12. Mitteilung
	13. Rechtsmittel"
	"Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 13. Januar 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	„Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1, 2, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. c aBetmG in Verbindung mit Art. 25 StGB,
	- der mehrfachen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG,
	- des mehrfachen vorsätzlichen qualifizierten Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV sowie Art. 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgr...
	- des Führens eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG,
	- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 Abs. 7 SVG,
	- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 63 SVG,
	- des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 1 SVG sowie
	- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 25 Tage durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	3. (...) Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. (….)
	6. (….)
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], Schadenersatz von Fr. 218.20 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch definitiv abgeschrieben.
	10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____, … [Adresse], eine Umtriebsentschädigung von Fr. 100.– zu bezahlen.
	12. Mitteilung
	13. Rechtsmittel"
	2. Mitteilung.
	Es wird erkannt:
	1. Die mit Beschluss des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abt., vom 2. Mai 2008 angeordnete ambulante Massnahme wird aufgehoben.
	2. Es wird erneut eine ambulante therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB angeordnet.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben.
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Mitteilung
	6. Rechtsmittel"
	abschliessende Berufungsanträge:
	1. Es sei entsprechend dem Urteil des Bundesgerichts vom 21. März 2013 eine Bewährungshilfe anzuordnen.
	2. Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der hiesigen Kammer vom 21. Juni 2012 kann auf die Ausführungen im genannten Entscheid (Urk. 66 S. 4 f.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid vom 21. März 2013 (Urk. 75 S. 2) verwie...
	1.2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 21. Juni 2012 erhob die Oberstaatsanwaltschaft Zürich Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht (Urk. 70/2). Sie beantragte, das angefochtene Urteil sei hinsichtlich der Anordnung einer ambulanten Massn...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 23. Mai 2013 wurde das schriftliche Berufungsverfahren angeordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, um zur Frage der Anordnung einer Bewährungshilfe abschliessend Stellung zu nehmen (Urk. 76). Mit Eingabe vom 7. Ju...
	1.4. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung
	2.1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft zwar gutgeheissen, aber weder das Urteil vom 21. Juni 2012 noch den gleichentags von der Kammer gefassten Beschluss aufgehoben (Urk. 75 S. 6).
	2.2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht somit nur noch die - im ersten Verfahren gar nie thematisierte - Anordnung einer Bewährungshilfe durch das Gericht. Hinsichtlich der weiteren Punkte erfolgte keine Korrektur de...

	3. Bewährungshilfe
	3.1. Diesbezüglich führt das Bundesgericht im Entscheid vom 21. März 2013 aus, das Obergericht erwäge, dass die regelmässige Medikamenteneinnahme sichergestellt resp. kontrollierbar sei, da die Medikamente dem Beschuldigten nun mittels monatlicher Dep...
	3.2. Das Bundesgericht hält fest, dass das Obergericht diesen Bedenken mit der Anordnung einer Bewährungshilfe hätte begegnen können und müssen. Da der Beschuldigte in der Vergangenheit die Medikamente mehrfach eigenhändig abgesetzt habe, sei nicht au...
	3.3. Gemäss den verbindlichen Feststellungen des Bundesgerichts ist für die Dauer der ambulanten Behandlung daher eine Bewährungshilfe anzuordnen.

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass der Beschluss und das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 21. Juni 2012 (SB120194) in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Für die Dauer der ambulanten therapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB wird eine Bewährungshilfe angeordnet.
	2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	3. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	- das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativmassnahmen (PIN Nr. ...).

	4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.