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**Case Identifier:** 83251436-71d4-59ad-8f96-3e131ce8ef09
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.01.2022 S 2021 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-20_2022-01-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L  vom 13. Januar 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, c/o AXA Leben AG, General Guisan-
Strasse 40, 8400 Winterthur
Klägerin

gegen

A.________
Beklagte 

betreffend

Berufliche Vorsorge 
(Beiträge)

S 2021 20

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Urteil S 2021 20 

A.
a) Die A.________ schloss sich per 13. Februar 2017 der AXA Stiftung Berufliche 
Vorsorge, Winterthur (nachfolgend: Axa), für die Durchführung der beruflichen Vorsorge 
an (Kl-act. 2, S. 4).

b) Nachdem die Axa die A.________ vergeblich zur Bezahlung ausstehender 
Beiträge ermahnt hatte, kündigte sie mit Schreiben vom 8. Juli 2020 den Anschlussvertrag 
per 31. Juli 2020 (Kl-act. 14) und forderte in der Schlussabrechnung vom 26. August 2020 
die Bezahlung von Fr. 59'668.– bis spätestens 30. September 2020 (Kl-act. 16).

c) Weil die A.________ ihrer Zahlungspflicht nicht nach kam, leitete die Axa im 
Oktober 2020 beim Betreibungsamt C.________ die Betreibung ein. Gemäss 
Zahlungsbefehl Nr. x.________ vom 22. Oktober 2020 (zugestellt am 26. Oktober 2020) 
hat die Betriebene BVG-Beiträge gemäss Schlussabrechnung in der Höhe von Fr. 
59'668.– zuzüglich 5 % Zins seit 1. Oktober 2020, eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 800.– 
und die Kosten des Zahlungsbefehls von Fr. 103.30 zu bezahlen (Kl-act. 17). Dagegen 
erhob die A.________ am 26. August 2020 ohne Begründung Rechtsvorschlag.

B. Mit Klageschrift vom 2. Februar 2021 (Poststempel 4. Februar 2021) beantragte 
die Axa, die A.________ sei zu verpflichten, ihr Fr. 59'668.–, nebst Zins zu 5 % seit dem 
1. Oktober 2020 und Fr. 800.– Bearbeitungsgebühren zu bezahlen. Der Rechtsvorschlag 
in der Betreibung Nr. x.________ des Betreibungsamts C.________ vom 22. Oktober 
2020 sei in diesem Umfang aufzuheben und der Klägerin die definitive Rechtsöffnung zu 
erteilen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der A.________. Zur 
Begründung legte die Axa im Wesentlichen dar, die A.________ habe die geschuldeten 
Beträge nicht bezahlt. Obwohl sie sich dessen bewusst gewesen sei, habe sie 
Rechtsvorschlag erhoben und somit die Axa gezwungen, diesen Prozess zu führen 
(act. 1).

C. Mit Schreiben vom 5. Februar 2021 ersuchte das Verwaltungsgericht die 
A.________, bis zum 8. März 2021 eine Klageantwort einzureichen (act. 2). Die 
A.________ liess sich innert dieser Frist nicht vernehmen.

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Urteil S 2021 20 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Jeder Kanton bezeichnet gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) ein Gericht, 
das als letzte kantonale Instanz über Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, 
Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet. Gerichtsstand ist der 
schweizerische Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem der 
Versicherte an-gestellt wurde (Art. 73 Abs. 3 BVG). Gemäss § 82 des Gesetzes über den 
Rechtsschutz in Verwaltungssachen (VRG; BGS 162.1) beurteilt das Verwaltungsgericht 
als einzige kantonale Instanz Klagen aus dem Gebiet der eidgenössischen 
Sozialversicherung, für deren Beurteilung das Bundesrecht eine einzige kantonale 
Gerichtsbehörde vorschreibt. Angesichts des Sitzes der Beklagten in C.________ ist das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Klage örtlich und 
sachlich zuständig. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Die Rahmenbedingungen zur Durchführung der beruflichen Vorsorge finden sich 
im BVG. Artikel 2 BVG bestimmt, welche Arbeitnehmer dem Versicherungsobligatorium 
unterstellt sind. In Art. 7 ff. BVG ist die obligatorische Vorsorgeversicherung im Einzelnen 
geregelt. Danach wird eine Arbeitgeberin, die obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer 
beschäftigt, verpflichtet, eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene 
Vorsorgeeinrichtung zu errichten oder sich einer solchen anzuschliessen, ansonsten die 
Auffangeinrichtung den Anschluss vornimmt (Art. 11 und Art. 60 BVG). Der Anschluss 
erfolgt gemäss Art. 11 Abs. 3 BVG rückwirkend. Die Finanzierung der Vorsorgeeinrichtung 
ist in Art. 65–72 BVG geregelt. Nach Art. 66 Abs. 1 BVG legt die Vorsorgeeinrichtung die 
Höhe der Beiträge der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in den reglementarischen 
Bestimmungen fest. Der Arbeitgeber schuldet der Vorsorgeeinrichtung die gesamten den 
reglementarischen Bestimmungen entsprechenden Beiträge (Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG). 
Für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge kann die Vorsorgeeinrichtung von ihm 
Verzugszinsen verlangen (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG). Die Abwicklungsmodalitäten, 
wonach der Arbeitgeber den in den reglementarischen Bestimmungen der 
Vorsorgeeinrichtung festgelegten Beitragsanteil des Arbeitnehmers vom Lohn abzieht und 
diesen der Vorsorgeeinrichtung bis spätestens zum Ende des ersten Monats nach 
Kalender- oder Versicherungsjahr überweist, finden sich in Art. 66 Abs. 3 und 4 BVG.

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Urteil S 2021 20 

3.
3.1 Im vorliegenden Verfahren beantragt die Klägerin in der Klageschrift vom 
2. Februar 2021 die Zusprechung einer Kapitalforderung von Fr. 59'668.– zuzüglich eines 
Zinses zu 5 % auf dieser Forderung seit dem 1. Oktober 2020 und eine 
Bearbeitungsgebühr in der Höhe von Fr. 800.–. Im Folgenden sind die rechtliche 
Grundlage und die Höhe der geltend gemachten Forderungen zu prüfen. In diesem 
Zusammenhang ist auf Art. 73 Abs. 2 BVG zu verweisen, wonach das 
Versicherungsgericht den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen abzuklären hat, 
weshalb die Korrektheit der eingeklagten Forderungssumme zu überprüfen ist. Allerdings 
hat der Untersuchungsgrundsatz sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. 
Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 
3. Aufl., Art. 73 N 7.5). Bleibt eine Partei dem Verfahren unentschuldigt fern – eine 
fehlende Klageantwort ist als unentschuldigtes Fernbleiben zu werten – und unterlässt es 
somit, die in der Klageschrift mindestens glaubhaft gemachte und durch etliche 
Aktenstücke dokumentierte Forderung in Frage zu stellen, kann es nicht die Aufgabe des 
Sozialversicherungsgerichts sein, die Richtigkeit sämtlicher Positionen der mithin faktisch 
unbestrittenen Forderung quasi auf Vorrat aufgrund von Abrechnungen, Listen und 
Tabellen im Detail zu prüfen. Da die Berechtigung der Forderung vorliegend zu keinem 
Zeitpunkt beanstandet wurde, kann sich das Gericht im Folgenden (E. 4) auf eine eher 
summarische Prüfung der Rechtmässigkeit der eingeklagten Positionen beschränken.

3.2 Bei der Klägerin handelt es sich um eine gemäss Art. 48 BVG registrierte 
Vorsorgeeinrichtung. Mit ihr schloss die Beklagte am 16. Februar 2017 rückwirkend per 
13. Februar 2017 einen Anschlussvertrag ab (Kl-act. 2). Es liegen keine Indizien dafür vor, 
dass der Anschluss der Beklagten bei der Klägerin nicht vorbehaltlos zustande gekommen 
sein sollte. Mit der Unterzeichnung des Anschlussvertrags anerkannte die Beklagte, der 
Klägerin die pro Kalenderquartal ermittelten und ihr mit Fälligkeit per Quartalsende in 
Rechnung gestellten Beiträge sowie auch die Beiträge gemäss Kostenreglement und für 
den Sicherheitsfonds zu bezahlen (Ziff. 3.3 des Anschlussvertrags; Kl-act. 2).

4.
4.1 Mit Schlussabrechnung vom 26. August 2020 hat die Klägerin den ausstehenden 
Betrag mit Fr. 59'668.– beziffert und die Beklagte um die Überweisung dieses Betrags bis 
zum 30. September 2020 gebeten. Sie drohte ihr zudem an, den Ausstand nach Ablauf 

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Urteil S 2021 20 

dieser Frist auf dem Rechtsweg einzufordern und ihr die entstehenden Kosten und 
Umtriebe zu belasten (Kl-act. 16).

4.2 Aus den Akten geht hervor, dass sich die ausstehende Kapitalforderung von 
Fr. 59'668.– wie folgt zusammensetzt (vgl. Kl-act. 16 und 18): 

- Fr. 35'778.30 Ausstand Beiträge 2019 per 31. Dezember 2019 (inkl. 4 % Zins 
in der Höhe von Fr. 553.50)

- Fr. 100.– Mahngebühr für Ausstand 2019
- Fr. 9'267.30 Beiträge 2020 bis 31. März 2020, fällig per 30. Juni 2020
- Fr. 9'267.30 Beiträge 2020 bis 30. Juni 2020, fällig per 30. September 2020
- Fr. 3'089.10 Beiträge 2020 bis 31. Juli 2020, fällig per 30. September 2020
- Fr. 700.– Auflösungskosten
- Fr. 1'466.– Zins zu 5 % 1. Januar bis 30. September 2020

Neben den per Vertragsauflösung ausstehenden Prämien für die versicherten 
Arbeitnehmenden der Beklagten sind darin also auch Vertragsauflösungskosten und 
Mahngebühren sowie Verzugszinsen enthalten. Im Folgenden werden die einzelnen 
Positionen summarisch auf ihre Rechtmässigkeit geprüft.

4.3 Die Beklagte hat sich – wie erwähnt – mit Unterzeichnung des Anschlussvertrags 
zur Bezahlung der quartalsweise in Rechnung gestellten Beiträge verpflichtet (vgl. E. 3.2). 
Aus dem Vorsorgeplan ergibt sich, dass neben den Prämien für den Sparbeitrag auch 
Risiko- und Kostenbeiträge sowie einen Beitrag an den Sicherheitsfonds geschuldet sind 
(Kl-act. 3 als integrierender Bestandteil des Vorsorgereglements, vgl. Ziff. 7 des 
Anschlussvertrags, Kl-act. 2). Der Umfang der so zusammengesetzten, ausstehenden 
Beiträge für die Jahre 2019 und 2020, welche Teil der eingeklagten Kapitalforderung sind, 
ist aus den Akten ersichtlich (u.a. aus diversen Beitragsrechnungen). Er ergibt sich 
insbesondere auch aus dem Auszug des Beitragskontos für die Jahre 2019 bis 2020 (Kl-
act. 18) und ist nicht zu beanstanden.

Ausgewiesen sind vorliegend offene Beiträge in der Höhe von insgesamt Fr. 56'848.50; 
darin enthalten sind die aufgelaufenen Beiträge für das Jahr 2019 von Fr. 35'224.80 (ohne 
Zinsen) sowie die ausstehenden Beiträge für das Jahr 2020 von Fr. 21'623.70 
(Fr. 9'267.30 + Fr. 9'267.30 + Fr. 3'089.10). Die Höhe der offenen Beiträge wurde von der 
Beklagten im Übrigen nicht bestritten.

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Urteil S 2021 20 

4.4 Weiter enthält die eingeklagte Forderung Kosten für das Mahnverfahren und die 
Vertragsauflösung; diese haben ihre Rechtsgrundlagen in Ziffer 4 des Kostenreglements 
(Kl-act. 5 S. 2 f.). Da die Beklagte den Erhalt des Kostenreglements bestätigt hat (vgl. 
Ziff. 7 des Anschlussvertrags, Kl-act. 2) und in den Ziffern 1.3, 3.3 und 6.9 des 
Anschlussvertrags explizit auf das Kostenreglement verwiesen wird (Kl-act. 2), bildet 
dieses einen integrierenden Bestandteil des zwischen den Parteien abgeschlossenen 
Anschlussvertrages. In Ziffer 3.3 des Anschlussvertrags behält sich die Klägerin sodann 
ausdrücklich das Recht vor, den Anschlussvertrag bei Zahlungsverzug mit sofortiger 
Wirkung aufzulösen (Kl-act. 2, Ziff. 3.3).

Ein Blick auf den Kontoauszug des Beitragskontos zeigt, dass der Saldo des 
Vorsorgekontos der Beklagten im Mai 2019 das letzte Mal ausgeglichen war. In der Folge 
machte die Klägerin die Beklagte mit jeder neuen Beitragsrechnung (vgl. Kl-act. 8–10, 12 
und 13) auf die (sich laufend erhöhenden) ausstehenden Forderungen aufmerksam. 
Überdies hat sie die Beklagte für den Ausstand auf dem Beitragskonto von Fr. 35'778.30 
(exklusiv Mahngebühren) per 31. Dezember 2019 explizit gemahnt (Kl-act. 11). Aufgrund 
des anhaltenden Zahlungsverzugs löste die Klägerin den Anschlussvertrag letztlich auf 
(Kl-act. 14).

Nach summarischer Prüfung sind folglich die erhobenen ausserordentlichen 
Verwaltungsgebühren in der Höhe von insgesamt Fr. 800.– (Fr. 700.– Auflösungskosten, 
Fr. 100.– Mahngebühren) nicht zu beanstanden. Wohlgemerkt hat die säumige Beklagte 
die von der Klägerin geltend gemachten Forderungen auch diesbezüglich nie bestritten.

4.5
4.5.1 Die eingeklagte Kapitalforderung beinhaltet zudem Verzugszinsen. Der 
Schlussabrechnung vom 26. August 2020 (Kl-act. 16) ist eine provisorische Zinsrechnung 
für das Jahr 2020 beigefügt, welche für den gesamten Ausstand einen Zinsanspruch zu 5 
% bis zum 30. September 2020 in der Höhe von insgesamt Fr. 1'466.– ausweist. Aus dem 
Kontoauszug vom 29. Dezember 2020 (Kl-act. 18) geht zudem hervor, dass die Klägerin 
zuvor bereits für die im Jahr 2019 ausstehenden Beiträge Verzugszinsen zu 4 % in der 
Höhe von Fr. 553.50 geltend machte, welche sie zum damaligen Ausstand hinzurechnete.

4.5.2 Die Verzugszinsen haben ihre rechtliche Grundlage zunächst in Art. 66 Abs. 2 
Satz 2 BVG, wonach die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge 

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Verzugszinsen verlangen kann. In diesem Zusammenhang hält Ziffer 3.3 des 
Anschlussvertrags fest: Unterbleibt die fristgemässe Zahlung (der Beitragsrechnung), 
schuldet der Arbeitgeber einen Zins. Die Beklagte hat diese Pflicht zur Entrichtung eines 
Verzugszinses durch die Unterzeichnung des Anschlussvertrags anerkannt.

4.5.3 Gemäss der Rechtsprechung besteht in der beruflichen Vorsorge lediglich in 
Bezug auf Beitragsforderungen (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG) eine spezialgesetzliche 
Grundlage zur Erhebung von Verzugszinsen, nicht jedoch betreffend Nebenforderungen 
wie Kosten, denen kein Kapitalschuldcharakter zukommt. Nach dem klaren Wortlaut von 
Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG können Verzugszinsen nur auf nicht rechtzeitig bezahlte 
Beiträge erhoben werden. Wohl umfasst Art. 66 BVG auch Verwaltungskosten. Gemeint 
sind damit jedoch die ordentlichen Verwaltungskosten (Art. 65 Abs. 3 BVG i.V.m. Art. 48a 
der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2; 
SR 831.441.1]), welche im Sinne von Art. 66 Abs. 1 BVG (ebenfalls) paritätisch zu leisten 
und durch die Beiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zu finanzieren sind. 
Davon gerade nicht erfasst sind Kosten, bei denen es sich um ausserordentliche 
administrative Umtriebe handelt, die einzig und allein zu Lasten der Arbeitgeberin gehen. 
Ebenso wenig belässt er Raum für das (subsidiäre) Heranziehen von Art. 104 Abs. 1 OR 
(BGer 9C_180/2019 vom 2. März 2020 E. 3.2.1; VGer ZG S 2020 158 vom 29. März 2021 
E. 6.2.2). Somit besteht vorliegend grundsätzlich kein Anspruch auf Verzugszins in Bezug 
auf die geltend gemachten (ausserordentlichen) Gebühren wie die Mahn- und 
Vertragsauflösungsgebühren. Aus der provisorischen Zinsrechnung vom 26. August 2020 
(Kl-act. 16) ist ersichtlich, dass die Klägerin dies fälschlicherweise ausser Acht liess und 
auch auf diesen Beträgen Zinsen erhob, was nicht rechtens ist.

4.5.4 Die Höhe der Verzugszinsen richtet sich in erster Linie nach der im 
Vorsorgevertrag getroffenen Parteivereinbarung und wo eine solche fehlt, nach den 
gesetzlichen Verzugszinsbestimmungen von Art. 102 ff. OR. Vorliegend werden die 
Zinssätze gemäss Ziffer 2.2 des Anschlussvertrags (Kl-act. 2) durch die Stiftung festgelegt 
und können jederzeit angepasst werden. Die Klägerin verlangte für 2019 Verzugszinsen 
von 4 % und ab 2020 solche von 5 %, was auf den jeweiligen Beitragsrechnungen 
vermerkt ist (vgl. u.a. Kl-act. 9, 10, 12 und 13). Ein Verzugszins von 5 % gilt nach Art. 104 
Abs. 1 OR als marktkonform; die von der Beschwerdeführerin erhobenen (tieferen) Zinsen 
sind daher nicht zu beanstanden. 

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4.5.5  Um den Beginn des Verzugszinsenlaufs zu ermitteln, ist zunächst die gesetzliche 
Fälligkeitsregelung in Art. 66 Abs. 4 BVG zu beachten, wonach die Arbeitgeberin der 
Vorsorgeeinrichtung die Beiträge bis spätestens zum Ende des ersten Monats nach dem 
Kalender- oder Versicherungsjahr, für welches sie geschuldet sind, zu überweisen hat. 
Diese findet jedoch nur Anwendung, wenn weder vertragliche noch allgemein 
reglementarische Fälligkeitsregelungen vereinbart wurden. Gemäss Ziffer 3.3 des 
vorliegend massgebenden Anschlussvertrags werden die Beiträge pro Kalenderquartal 
ermittelt und dem Arbeitgeber – also der Beklagten – mit Fälligkeit per Quartalsende in 
Rechnung gestellt. Unterbleibt die fristgemässe Zahlung, schuldet der Arbeitgeber – für 
die nunmehr fälligen Beiträge – einen Zins (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG und Ziff. 3.3, Kl-
act. 2). In Ziffer 2.2 des Anschlussvertrages ist weiter festgehalten, dass alle Konti 
verzinslich geführt werden und Zinsen zu Gunsten oder zu Lasten des Arbeitgebers am 
Ende des Versicherungsjahres gutgeschrieben bzw. belastet werden.

Weiter ist zu beachten, dass von Verzugszinsen keine Verzugszinsen erhoben werden 
dürfen, es gilt das Zinseszinsverbot, das Verbot des Anatozismus (Art. 105 Abs. 3 OR). 

4.5.6 Die Klägerin errechnete für das Jahr 2019 einen Verzugszins von Fr. 553.50, dass 
hierbei Zinseszinsen oder Zinsen auf Gebühren erhoben worden wären, ist aus dem 
Kontoauszug vom 29. Dezember 2020 (Kl-act. 18) nicht klar ersichtlich und wird von der 
Beklagten auch nicht geltend gemacht. Bei summarischer Prüfung ist daher von für das 
Jahr 2019 geschuldeten Verzugszinsen von Fr. 553.50 auszugehen.

In Bezug auf die Zinsen für das Jahr 2020 ist die Sachlage anders. Aus der, der 
Schlussabrechnung (Kl-act. 16) beigelegten, provisorischen Zinsrechnung für 2020 vom 
26. August 2020 sowie dem Kontoauszug des Beitragskontos für die Jahre 2019 und 2020 
(Kl-act. 18) geht eindeutig hervor, dass der Saldovortrag von Fr. 35'778.30 per 
31. Dezember 2019 die Verzugszinsen 2019 enthält und diese mit verzinst, also 
Zinseszins erhoben wurde. Zinsrelevant wäre hier jedoch allein die für 2019 noch 
ausstehende Beitragsforderung von Fr. 35'224.80 gewesen, wie sie am 1. Dezember 2019 
in Rechnung gestellt wurde (Kl-act. 10) bzw. sich auch aus dem Kontoauszug ergibt. 
Weiter wurden für 2020 sowohl auf den Mahngebühren, wie auch auf den 
Auflösungskosten unzulässigerweise Verzugszinsen erhoben (Kl-act.16). Letztlich ist aus 
der provisorischen Zinsrechnung für 2020 zudem ersichtlich, dass die Klägerin die 
errechneten Verzugszinsen jeweils laufend in die saldierte Beitragsforderung eingerechnet 

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und darauf weitere Verzugszinsen berechnet hat und auch damit gegen das 
Zinseszinsverbot verstösst.

4.5.7 Im Folgenden sind die Verzugszinsen für die Zeit vom 1. Januar bis 
30. September 2020 nach der Massgabe der erwähnten Rechtsregeln zu berechnen, da 
sie nur in diesem Umfang zugesprochen werden dürfen.

Aus den Akten ergibt sich, dass neben dem Beitragsausstand 2019 von Fr. 35'224.80 für 
den ab 1. Januar 2020 Verzugszinsen geschuldet sind, allein die Beitragsforderung bis 
März 2020 über Fr. 9'267.30, welche per 30. Juni 2020 fällig war, zu berücksichtigen ist. 
Die übrigen Beitragsforderungen 2020 waren erst per Ende September 2020 fällig und 
sind daher nicht relevant (vgl. oben E. 4.2), was auch die Klägerin in ihrer provisorischen 
Zinsrechnung korrekt berücksichtigte (Kl-act. 16).

Damit sind auf Fr. 35'224.80 Zinsen zu 5 % von 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 
geschuldet, was Fr. 873.20 ergibt. In der Folge erhöht sich der ausstehende Beitragssaldo 
um Fr. 9'267.30 (per 30. Juni 2020 fällige Beiträge) auf Fr. 44'492.10. Dieser Betrag ist 
wiederum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. September 2020 zu 5 % zu verzinsen, was 
Fr. 554.65 ergibt. Insgesamt hat die Beklagte damit für die Zeit vom 1. Januar bis 
30. September Verzugszinsen in der Höhe von Fr. 1'427.85 zu bezahlen.

Zusammen mit den Verzugszinsen für 2019 ergibt dies per 30. September 2020 eine 
Zinsforderung auf ausstehenden Beitragsforderungen von Fr. 1'981.35.

Verzugszinsen dürfen auch nach einer Betreibung und Klage keine weiteren Zinsen 
tragen, auch hier gilt das Zinseszinsverbot (BGE 131 III 12 E. 9.3 mit Hinweis). 
Infolgedessen sind die aufgelaufenen Zinsen von Fr. 1'981.35 bei der Berechnung der 
Kapitalforderung nicht zu berücksichtigen und als separate Forderung auszuweisen, wie 
die Verwaltungskosten.

4.6 Nach dem Gesagten und nachdem die Beklagte nie Einspruch gegen die 
Beitragsrechnungen erhoben und die Schlussabrechnung und den Kontoauszug akzeptiert 
hat und auch im vorliegenden Verfahren die von der Klägerin geltend gemachten 
Forderungen nicht bestritten hat, ist gestützt auf die vorliegenden Unterlagen von einer 
ausstehenden Beitragsforderung von Fr. 56'848.50 (E. 4.3) zuzüglich Verwaltungskosten 

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von Fr. 800.– (E. 4.4), sowie einer separaten Zinsforderung für den bis zum 
30. September 2020 aufgelaufenen Verzugszins von Fr. 1'981.35 (E. 4.5) auszugehen. 

4.7. Die Klägerin beantragte ferner die Zusprechung von Zinsen zu 5 % seit 1. Oktober 
2020 auf der eingeklagten Kapitalforderung. Auch diesbezüglich sind die obgenannten 
Grundsätze zu beachten. Folglich hat die Klägerin Anspruch auf eine Verzinsung der per 
30. September 2020 fälligen Beitragsforderungen im Umfang von insgesamt Fr. 56'848.50 
mit 5 % ab dem 1. Oktober 2020. Auch hiergegen wurden keine Einwände erhoben.

4.8 Zu guter Letzt hat die in der Klage zusätzlich zur Kapitalforderung von Fr. 59'688.– 
eingeklagte Bearbeitungsgebühr von Fr. 800.– ihre Rechtsgrundlage in der Ziffer 4 des 
Kostenreglements (Kl-act. 5, S. 3) und ist daher ebenfalls nicht zu beanstanden (vgl. 
E. 4.4).

5. In Berücksichtigung des oben Ausgeführten ist die Klage insoweit gutzuheissen, 
dass der Klägerin Fr. 56'848.50 zuzüglich Zinsen zu 5 % seit dem 1. Oktober 2020, 
Verwaltungsgebühren von Fr. 800.– und aufgelaufene Verzugszinsen von Fr. 1'981.35 
sowie die Bearbeitungsgebühr Fr. 800.– zuzusprechen sind. 

Des Weiteren ist der Klägerin die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Für eine Forderung 
wird insoweit Rechtsöffnung erteilt, als sie berechtigterweise in Betreibung gesetzt wurde. 
In Berücksichtigung des Zahlungsbefehls Nr. x.________ vom 22. Oktober 2020 ist für die 
eingeklagte Kapitalforderung im Umfang von Fr. 56'848.50, für den Zins von 5 % seit 
1. Oktober 2020 auf dieser Kapitalforderung, für Verwaltungsgebühren von Fr. 800.– und 
aufgelaufene Verzugszinsen von Fr. 1'981.35 sowie die Bearbeitungsgebühr Fr. 800.– die 
definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Der Umfang des in Betreibung gesetzten Betrags wird 
dadurch leicht unterschritten. Für die Zahlungsbefehlskosten von insgesamt Fr. 103.30 in 
der Betreibung Nr. x.________ braucht keine Rechtsöffnung erteilt zu werden, da die 
Gläubigerin gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG berechtigt ist, von den Zahlungen der 
Schuldnerin die Betreibungskosten vorab zu erheben.

6. Die Klägerin anerbot die Beweise für ihre Sachverhaltsdarstellung im Rahmen der 
eingereichten Akten. Die Abnahme weiterer Beweise erweist sich als nicht notwendig, 
zumal weitere Beweisabnahmen auch nicht beantragt wurden.

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7. Verfahrenskosten werden keine erhoben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die obsiegende 
Vorsorgeeinrichtung hat als Sozialversicherungsträgerin praxisgemäss keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (GVP 1991/92 202; vgl. dazu auch BGE 112 V 356 E. 6).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Klägerin 
Fr. 56'848.50 nebst Zinsen zu 5 % seit 1. Oktober 2020 und die 
Verwaltungsgebühren von Fr. 800.–, Verzugszinsen von Fr. 1'981.35 sowie 
Bearbeitungsgebühren von Fr. 800.– zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. x.________ des Betreibungsamts 
C.________ wird für den Betrag von Fr. 56'848.50 nebst Zinsen zu 5% hierfür seit 
1. Oktober 2020 sowie für Verwaltungsgebühren von Fr. 800.– und Verzugszinsen 
von Fr. 1'981.35 und für die Bearbeitungsgebühren von Fr. 800.– aufgehoben und 
der Klägerin diesbezüglich die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an die Klägerin (zusammen mit den eingereichten Akten), an die 
Beklagte (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) sowie an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern.

Zug, 13. Januar 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am