# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33cb467c-ea0a-58cd-ab9b-71ee714b68a4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 21.01.2021 UV 2019/55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-55_2021-01-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/22

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/55

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.08.2021

Entscheiddatum: 21.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.01.2021
Art. 18 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 1 UVG, Art. 36 UVV, Art. 16 ATSG. Schlüssige 
ärztliche Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer 
Tätigkeiten. Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels LSE. 
Voraussetzungen für eine höhere Integritätsentschädigung nicht erfüllt. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 21. Januar 2021, UV 2019/55).

Entscheid vom 21. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin 

Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2019/55

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), stürzte gemäss Schadenmeldung UVG für 

arbeitslose Personen vom 10. Oktober 2011 am 28. Mai 2011 auf die rechte Hand 

(Suva-act. 1). Im Unfallzeitpunkt war er als Bezüger von Arbeitslosenentschädigung 

obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert (vgl. Suva-act. 1 und 4). Gemäss 

Operationsbericht des Spitals B.___, Chirurgie, vom 8. Juni 2011 hatte er bei diesem 

Sturz eine dislozierte Basisfraktur Metacarpale IV und V Hand rechts erlitten (Suva-act. 

6 ff.), welche am 3. Juni 2011 operativ versorgt worden war (Suva-act. 9). Die Suva 

sprach dem Versicherten am 17. Oktober 2011 für die Folgen des Nichtberufsunfalls 

die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 15).

A.a. 

Am 23. Februar 2012 wurde der Versicherte im Spital B.___ neurologisch 

abgeklärt. Dabei konnten in der elektrodiagnostischen Untersuchung keine 

pathologischen Befunde erhoben werden (Suva-act. 48). Am 27. April 2012 wurde das 

Osteosynthesematerial im Spital B.___ entfernt, da der Versicherte unter 

persistierenden Schmerzen mit inkomplettem Faustschluss und intermittierenden 

Dysästhesien litt (Suva-act. 59). Laut Sprechstundenbericht des Operateurs vom 11. 

Juni 2012 hatte der Versicherte am 8. Juni 2012 über vor allem abends bestehende 

Schmerzen berichtet und über eine Verminderung der Sensibilität im Bereich des 

ulnaren Dig. V sowie über Schmerzen vor allem bei Extension und Krafteinwirkung 

geklagt (Suva-act. 66). Nach der Abschlussuntersuchung vom 28. August 2012 hielt 

der Operateur fest, aus chirurgischer Sicht könne der Versicherte eine Arbeit 

aufnehmen. Klinisch bestehe eine normale Funktion. Die Hypästhesie im ulnaren Anteil 

A.b. 

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B.

Am 12. September 2016 ging bei der Suva ein Bericht des Leitenden Arztes Chirurgie 

des Spitals B.___ vom 8. September 2016 betreffend den Versicherten ein. Dieser habe 

die chirurgische Sprechstunde aufgrund persistierender Beschwerden im ulnocarpalen 

Übergang seiner rechten Hand aufgesucht. Als Diagnosen wurden Restbeschwerden 

der Wunde habe für die Funktion keine Relevanz. Was den Versicherten vor allem 

einschränke, sei der Schmerz (Suva-act. 84).

Mit Mitteilung vom 17. September 2012 verneinte die Eidgenössische Invaliden­

versicherung (IV) einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen des 

Versicherten, da ihm die bisherige Tätigkeit als Chauffeur zumutbar sei (Suva-act. 87).

A.c. 

Am 23. November 2012 besuchte der Versicherte die Schmerzsprechstunde im 

Spital B.___, wo sich zumindest ein Teil der Schmerzen als Sympathicus-indiziert 

erklären liess und eine möglicherweise bereits erfolgte zentrale Sensibilisierung 

angesprochen wurde (Suva-act. 96).

A.d. 

Am 11. Januar 2013 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht (Suva-act. 

102). Eine vom zuständigen Kreisarzt veranlasste MRT vom 4. Februar 2013 zeigte eine 

geringe intermetacarpale Arthrose im Bereich der Basis Dig. 4/5 und eine ansonsten 

unauffällige Mittelhandregion (Suva-act. 104). Mit Nachtrag vom 14. Februar 2013 hielt 

der Kreisarzt fest, seine Einschätzung, dass andere als unfallbedingte Beschwerden 

und Einschränkungen vorliegen würden, habe sich bestätigt. Die nur diskret 

ausgeprägte Arthrose begründe keine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit 

als Auslieferungsfahrer. Für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei der 

Versicherte ebenfalls ganztags einsetzbar (Suva-act. 106).

A.e. 

Am 28. Februar 2013 teilte die Suva dem Versicherten den Fallabschluss unter 

Übernahme der bisherigen Heilkosten und Auszahlung der Taggeldleistungen bis 31. 

März 2013 mit (Suva-act. 110). Selbiges verfügte sie auf Ersuchen des Versicherten am 

8. März 2013 (Suva-act. 111 f.).

A.f. 

Mit Verfügung vom 24. Juni 2013 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente, da dem Versicherten ab Mai 2012 seine bisherige Tätigkeit wieder zu 

100 % zumutbar sei (Suva-act. 118).

A.g. 

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ulnare Hand rechts, Verdacht auf Cubitaltunnelsyndrom, differentialdiagnostisch 

Double Crush Nervus ulnaris rechts und Narbenneurom, sowie eine Exostose mit 

möglichem intermetacarpalem Impingement Dig. IV/V rechts genannt (Suva-act. 119). 

Am 16. September 2016 reichte der Versicherte der Suva eine Rückfallmeldung zum 

Unfall vom 28. Mai 2011 ein (Suva-act. 122). Darin erklärte er, seit 1. August 2015 

selbständig als Geschäftsführer/ Pizzaiolo und Inhaber der C.___ erwerbstätig zu sein 

(Suva-act. 122; vgl. auch Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend C.___, 

eingetragen vom 20. Juli 2015 bis 19. September 2016). Am 21. September 2016 

wurde der Versicherte elektrophysiologisch-neurologisch in der Neurologie des Spitals 

B.___ abgeklärt. Dabei wurde die Diagnose eines Double crush-Syndroms von Nervus 

ulnaris rechts, ohne klinische oder elektrodiagnostische Schädigungszeichen, gestellt 

und ein konservativ-exspektatives Vorgehen empfohlen (Suva-act. 148). Am 

29. September 2016 erklärte der Leitende Arzt Handchirurgie des Spitals B.___, am 

Vortag habe die Operationsplanung stattgefunden bei den Diagnosen symptomatische 

Exostose mit intermetacarpalem Impingement Basis Metacarpale V rechts sowie 

Nervus ulnaris Double crush-Reizsyndrom ohne elektrophysiologische 

Schädigungszeichen (Suva-act. 128). Am 7. Oktober 2016 nahm er beim Versicherten 

eine Osteophytenabtragung und Knochenmarkversiegelung vor (Suva-act. 136). Am 

13. Oktober 2016 fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und einer Suva-

Mitarbeiterin statt. Dabei erklärte der Versicherte, seine Ehefrau führe ein Restaurant. 

Im Juli 2016 hätten sie die Rentabilität diskutiert und seien zum Schluss gekommen, 

dass es sich nicht lohne, wenn beide im Restaurant arbeiteten. So habe er im August 

2016 entschieden, nicht mehr im Restaurant zu arbeiten (Suva-act. 130). Gemäss 

Bericht zur Abschlusskontrolle am Spital B.___ vom 7. Dezember 2016 war die 

postoperative Entwicklung gut und die Arbeitsfähigkeit wurde ab dem 3. Januar 2017 

"freigegeben" (Suva-act. 160). Gleichentags teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

sie wiederum für die Folgen des Unfalls vom 28. Mai 2011 aufkomme (Taggeld vom 8. 

September 2016 bis 2. Januar 2017 und Heilbehandlung; Suva-act. 158).

C.  

Am 1. Februar 2017 nahm der Versicherte seine Tätigkeit im Restaurant E.___ in 

F.___ auf, welches seine Ehefrau D.___ führte (Suva-act. 180; vgl. Internet-Auszug aus 

dem Handelsregister betreffend D.___, eingetragen ab 15. September 2016). Am 15. 

Mai 2017 informierte der Versicherte die Suva, dass er wieder Beschwerden habe 

(Suva-act. 165). Gleichentags reichte er die Rückfallmeldung ein (Suva-act. 170). Am 

22. Mai 2017 wurde in der Radiologie N.___ eine Computertomographie seiner rechten 

C.a. 

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Hand vorgenommen (Suva-act. 179). Am 30. Mai 2017 berichtete Dr. med. G.___, 

Facharzt für Handchirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats, über eine gleichentags erfolgte Konsultation des Versicherten. Er 

stellte unter Berücksichtigung seiner Untersuchung und der CT-Resultate vom 22. Mai 

2017 die Diagnose Schmerzpersistenz metacarpal IV/V Hand rechts nach Frakturen 

und mehreren Operationen sowie Nervus ulnaris-Läsion mit/bei Knochenschuppe 

dorsal Metacarpale V bzw. Ansatz ECU-Sehne und Gelenkirregularität intermetacarpal 

IV/V, freier Ossikel ECU-Sehnenansatz und proximal intermetacarpal 

Kortikalisveränderung (Suva-act. 189).

Am 9. Juni 2017 fand eine kreisärztliche Aktenbeurteilung statt (Suva-act. 193). 

Gestützt darauf teilte die Suva dem Versicherten am 14. Juni 2017 mit, dass sie für die 

Folgen des Unfalls vom 28. Mai 2011 erneut Versicherungsleistungen übernehme. Sie 

entrichte frühestens ab dem 1. Mai 2017 ein Taggeld und vergüte 

Heilbehandlungskosten (Suva-act. 198). Am 19. Juni 2017 führte Dr. G.___ beim 

Versicherten in der Klinik H.___ eine Ossikelresektion Metacarpale V rechts durch 

(Suva-act. 206). Am 17. August 2017 empfahl er dem Versicherten im Sinne eines 

Arbeitsversuchs und zu therapeutischen Zwecken, stundenweise seine Tätigkeit als 

Pizzaiolo wiederaufzunehmen (Suva-act. 207). Der Versicherte berichtete der Suva am 

4. September 2017, dass er diesen Versuch nach kurzer Zeit habe abbrechen müssen, 

da er zu starke Schmerzen in der Hand verspürt habe (Suva-act. 210). Am 19. Oktober 

2017 berichtete Dr. G.___, es sei am 12. Oktober 2017 ein Spect-CT der Hand erfolgt 

(vgl. diesbezüglichen Bericht in Suva-act. 227). Dieses zeige tatsächlich etwas 

Anreicherung nicht nur an der Operationsstelle dorsal im Ansatzbereich der ECU-

Sehne, sondern auch in der intermetacarpalen Veränderung sowie im 

Carpometacarpalgelenk Dig. V. Diese Befunde passten zu den angegebenen 

Schmerzen (Suva-act. 219). Am 31. Oktober 2017 fand eine telefonische Besprechung 

zwischen Dr. G.___ und Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie, statt. Im Nachgang dazu notierte der Kreisarzt, wenn Dr. G.___ und 

der Versicherte die Operation (Versteifung zweier Mittelhandknochen) befürworteten, 

werde die Suva die Kosten dafür übernehmen, auch wenn sich daraus eine erneut 

lange Arbeitsunfähigkeit und am Ende wohl kaum ein perfekter Zustand ergäben (Suva-

act. 222). Am 24. November 2017 fand der nächste Sprechstundenbesuch des 

C.b. 

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Versicherten bei Dr. G.___ statt. Dieser erklärte, es lägen ossäre Veränderungen 

intermetacarpal IV/V vor, welche gemäss klinischer Untersuchung für die Schmerzen 

verantwortlich seien. Er und der zuständige Kreisarzt seien sich einig, dass eine 

schwierige Situation vorliege und keine Garantie auf Erfolg mit einer spezifischen 

Operation gegeben werden könne. Naheliegend sei, dass mit weniger Schmerzen zu 

rechnen sei, sobald dieser Gelenkanteil stabilisiert sei. Diese Arthrodese sei das 

einzige, was er als Handchirurg noch als sinnvoll erachte. Inwiefern damit die 

Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könne, insbesondere auch bei einer Nervus ulnaris 

Problematik, sei unklar (Suva-act. 230). Am 9. Januar 2018 erteilte die Suva 

Kostengutsprache für die geplante Operation (Suva-act. 236 i.V.m. 222). Am 22. Januar 

2018 wurde die Arthrodese proximal intermetacarpal IV/V mit Beckenkammspan von 

rechts von Dr. G.___ in der Klinik H.___ durchgeführt (Suva-act. 239 f.). Am 5. März 

2018 und damit sechs Wochen postoperativ berichtete Dr. G.___ über einen 

problemlosen Verlauf. Er erklärte, als Pizzaiolo sei mit einer Arbeitsunfähigkeit von drei 

Monaten zu rechnen. Arbeitsversuche seien aber grundsätzlich ab sofort erlaubt (Suva-

act. 242). Am 8. März 2018 fand eine Besprechung zwischen dem Versicherten und 

dem zuständigen Case Manager der Suva statt. Dabei wurde ein Arbeitsversuch als 

Arbeitstherapie vereinbart (Suva-act. 245). Am 4. Mai 2018 berichtete Dr. G.___, 

betreffend das Skelett könne die Behandlung nun abgeschlossen werden. Die 

Arthrodese sei stabil und belastbar. Zur Diskussion stehe eine Denervation des 

dorsalen Nervus ulnaris-Astes beim Entrapment im proximalen Nervenbereich. Es 

bestehe aber nach wie vor ein Elektrisieren dorsal im proximalen Narbenbereich mit 

Absetzen und intraossärer Verlagerung. Ob unter dem Strich die Arbeitsfähigkeit damit 

verbessert werden könne, wenn der Versicherte zwar keine Schmerzen mehr habe, 

aber auch nichts mehr spüre, sei fraglich (Suva-act. 256).

Am 24. Mai 2018 veranlasste Dr. G.___ nach Rücksprache mit Kreisarzt Dr. I.___ 

(vgl. Suva-act. 259 und 261) die Einholung einer Zweitmeinung bei der Handchirurgie 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; Suva-act. 262). Am 27. Juni 2018 wurde der 

Versicherte durch Dr. med. J.___, Leitender Arzt Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG, untersucht. Dieser berichtete am 29. Juni 2018, 

grundsätzlich wäre sicherlich ein sehr zurückhaltendes Vorgehen bei chronischer 

Schmerzanamnese zu empfehlen, allerdings berichte der Versicherte glaubhaft über die 

C.c. 

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Funktionseinschränkung und auch eine zunehmende psychosoziale 

Belastungssituation bei jahrelangen Beschwerden. Ausserdem liessen sich diese doch 

eher gut lokalisieren. Der Hauptschmerz im CMC IV und V Gelenk sollte auf eine 

diagnostische Infiltration eine deutliche Beschwerdenlinderung für ein bis zwei Stunden 

bringen. In diesem Fall wäre die Indikation zur CMC IV und V-Arthrodese gegeben. Die 

Tendovaginitis sollte durch die Metallentfernung zu beheben sein. Bezüglich des Nervs 

würde er eine Neurolyse und ein Wrapping des Nervs versuchen. Zusätzlich könnte ein 

Lipofilling um den Nerv erfolgen, was einen zusätzlichen Benefit erwarten liesse (Suva-

act. 278). Am 15. August 2018 besprach der Versicherte diese Vorschläge mit Dr. G.___ 

(vgl. Suva-act. 287). Am 16. August 2018 erteilte die Suva Kostengutsprache für die 

Durchführung einer Osteosynthese-Materialentfernung (OSME), einer Neurolyse Nervus 

ulnaris und einer Synoviektomie (Suva-act. 284). Am 27. August 2018 erfolgte die 

operative Exploration mit Neurolyse und Neuromverlagerung Nervus ulnaris und OSME 

metacarpal durch Dr. G.___ in der Klinik H.___ (Suva-act. 290 und 295). Zwölf Tage 

postoperativ berichtete Dr. G.___ über einen unauffälligen Verlauf (Suva-act. 293). Am 

27. September 2018 konsultierte der Versicherte Dr. G.___ wegen einer 

Schmerzexzerbation (Suva-act. 296). Am 13. November 2018 untersuchte Dr. G.___ 

den Versicherten abermals und berichtete, dass dieser drei Monate nach der letzten 

Operation immer noch eine Berührungsempfindlichkeit dorsoulnar zeige. Immerhin 

könne der Versicherte die Hand für einfache Greifarbeiten nutzen (Suva-act. 304).

Anlässlich eines Gesprächs vom 19. November 2018 berichtete der Versicherte 

dem zuständigen Suva-Case Manager, er habe versucht, im Restaurant seiner Gattin 

zu arbeiten. Es sei ihm jedoch nicht gelungen. Die reduzierte Belastbarkeit seiner 

rechten Hand lasse dies einfach nicht zu (Suva-act. 306). Am 29. November 2018 

erfolgte eine Vorlage an den Kreisarzt Dr. I.___ zur Festlegung der abschliessenden 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 307). Am 14. Januar 2019 untersuchte Dr. I.___ den 

Versicherten und erstattete am 15. Januar 2019 seinen Bericht. Aufgrund der 

mehrmaligen Operationen an der dominanten rechten Hand mit schliesslich Arthrodese 

zwischen den Metacarpalia IV und V rechts sei von folgendem Zumutbarkeitsprofil 

auszugehen: Vollzeitig und vollschichtig möglich wären dem Versicherten manuell 

leichte Tätigkeiten ohne besondere Anforderung an die dominante rechte Hand 

bezüglich Grob- und Feinarbeit. Das Gewichtslimit liege bei 7.5 kg, ausnahmsweise bis 

C.d. 

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15 kg bei beidhändigem Einsatz. Weiterhin zu übernehmen zum Erhalt der 

Arbeitsfähigkeit sei die Schmerzmittelmedikation; andere Massnahmen seien nicht 

erforderlich. Ausgenommen wäre hier allenfalls die Entfernung der verbliebenen 

Kompressionsschraube an der Basis der Metacarpalia IV und V. Diese rage etwas vor 

und könnte bei Kontusion dieser Stelle zu Schmerzen führen (Suva-act. 316 S. 1 und 

8). Aufgrund der intermetacarpalen Arthrodese IV und V rechts und der diskreten 

sensiblen Neuropathie des Ramus dorsalis Nervi ulnaris bestehe eine knapp erhebliche 

Integritätseinbusse. Für sich allein würden diese beiden Schädigungen keine erhebliche 

Integritätseinbusse bedingen, zusammen halte er aber die Erheblichkeitsgrenze für 

knapp erreicht. Dabei sei festzuhalten, dass der Schaden von 5 % bezogen auf den 

Armwert einen Zehntel betrage. Dies sei als grosszügige Schätzung der vorhandenen 

Schädigung zu werten (Suva-act. 317).

Mit Schreiben vom 16. Januar 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

eine Behandlung nicht mehr notwendig sei, weshalb sie die Heilkosten- und 

Taggeldleistungen per 31. Januar 2019 einstellen werde. Die Kosten der notwendigen 

Schmerzmittel werde sie zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit weiterhin übernehmen (Suva-

act. 320).

C.e. 

Am 25. Januar 2019 berichtete Dr. G.___ über eine Konsultation des Versicherten 

vom Vortag. Der Beurteilung des Kreisarztes, welcher weitere operative Interventionen 

als unwahrscheinlich hilfreich einschätze, könne er sich weitgehend anschliessen. Er 

sei aber auch nicht sicher, ob die Entfernung der Schraube etwas bringen werde, da 

die Schmerzen eher dorsal im Bereich des Neuroms seien. Hier wolle er den Gedanken 

der Denervation bzw. der intraossären Verlegung des ganzen dorsalen Nervus ulnaris-

Astes mit Neurom als allerletzte Option nochmals diskutieren (Suva-act. 324).

C.f. 

Am 1. Februar 2019 kündigte D.___ den Arbeitsvertrag zwischen dem Versicherten 

und ihr als Betreiberin des Restaurants E.___ (Suva-act. 330).

C.g. 

Mit Verfügung vom 6. März 2019 verneinte die Suva bei einem errechneten 

Invaliditätsgrad von 5 % einen Rentenanspruch des Versicherten und sprach ihm eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % zu (Suva-act. 

334).

C.h. 

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D.  

Am 15. März 2019 berichtete Dr. G.___ über eine durchgeführte Testinfiltration des 

Ramus dorsalis Nervus ulnaris. Man habe es mit einer ganz schwierigen 

Schmerzsituation zu tun. Der Versicherte könne grundsätzlich diverse Arbeiten 

ausführen, aber genau der Druck auf die Handkante, welcher als Pizzaiolo unabdingbar 

sei, gehe nicht (Suva-act. 339).

C.i. 

Am 2. April 2019 erhob Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, St. Gallen, für den 

Versicherten Einsprache gegen die Verfügung vom 6. März 2019. Er beantragte die 

Ausrichtung einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 

65 %, allermindestens 25 %, sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von mindestens 10 % (Suva-act. 344).

D.a. 

Ebenfalls am 2. April 2019 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten 

auf berufliche Massnahmen, da er in der Stellensuche nicht eingeschränkt sei (Suva-

act. 342). Am 15. April 2019 erliess sie einen entsprechenden Vorbescheid zuhanden 

von Fürsprecher Küng (Suva-act. 348).

D.b. 

Am 14. Mai 2019 berichtete Dr. G.___ über eine gleichentags erfolgte Konsultation 

des Versicherten. Er beklage unveränderte Schmerzen. Es müsse noch Klarheit 

darüber erlangt werden, ob die Schmerzen durch das Neurom oder auch im Rahmen 

der Schraube bestehen würden und somit durch eine Schraubenentfernung gelindert 

werden könnten. Er habe den ganzen Nervus ulnaris, also nicht nur den dorsalen Ast, 

sondern auch den palmaren, ultraschallgesteuert anästhesiert (Suva-act. 349).

D.c. 

Per 1. Juni 2019 schlossen der Versicherte und K.___ als neue Inhaberin des 

Restaurant E.___, F.___(vgl. Suva-act. 373), einen Arbeitsvertrag ab als 

Geschäftsführer, Koch-Pizzaiolo und Patentinhaber (Suva-act. 351 und 371). Der 

Handelsregistereintrag des Einzelunternehmens L.___ mit K.___ als Inhaberin und dem 

Versicherten als Einzelzeichnungsberechtigtem war bereits per 5. März 2019 erfolgt 

(vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend L.___ sowie Suva-act. 373).

D.d. 

Am 11. Juni 2019 attestierte Dr. G.___ dem Versicherten eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 24. Juni 2019 mit erlaubten Arbeitsversuchen (Suva-act. 

D.e. 

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E.  

351 S. 4, 354 und 364). Am 14. Juni 2019 erteilte die Suva Kostengutsprache für die 

OSME und ggf. Neurolyse (Suva-act. 355 S. 2). Diese Operation und eine partielle 

Denervation wurden am 24. Juni 2019 durch Dr. G.___ in der Klinik H.___ durchgeführt 

(Suva-act. 365 f.).

Mit Schreiben vom 2. Juli 2019 teilte die Suva Dr. G.___ mit Kopie an Fürsprecher 

Küng mit, dass sie mangels medizinisch objektivierbarer Befundänderung im Vergleich 

zur kreisärztlichen Untersuchung vom 14. Januar 2019 die Arbeitsunfähigkeit erst ab 

dem Operationstag für rund einen Monat akzeptieren könne (Suva-act. 367 S. 2).

D.f. 

Am 8. Juli 2019 berichtete Dr. G.___, es sei nun kein Osteosynthesematerial mehr 

in der Hand, weshalb dieses nicht mehr für die Schmerzen verantwortlich sein könne. 

Ein Neurom sei bekannt und dürfte Hauptgrund für die Druckdolenz dorsoulnar im 

Carpus sein. Nun dürfe eine Belastungssteigerung erfolgen, so dass vier Wochen nach 

der Operation mindestens ein Zustand wie präoperativ erreicht sei und auch eine 

entsprechende Arbeitsfähigkeit bestehe. Selbstverständlich hoffe er, dass diese weiter 

gesteigert werden könne (Suva-act. 374).

D.g. 

Mit Einspracheentscheid vom 6. August 2019 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten unter Bestätigung der Verfügung vom 6. März 2019 ab (Suva-act. 378).

D.h. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Fürsprecher Küng, am 9. September 2019 

Beschwerde und beantragte das Folgende: Der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben, soweit eine weitergehende Leistungspflicht der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) verneint werde. Es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, das 

heisse eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 65 %, 

allermindestens basierend auf einem Invaliditätsgrad von 25 %, und eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von mindestens 10 % 

zuzusprechen und zu entrichten. Eventualiter sei der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und es seien weitere Abklärungen zu veranlassen; 

sodann seien ihm mindestens die vorstehend genannten Leistungen zuzusprechen und 

zu entrichten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

E.a. 

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Erwägungen

1.  

Beschwerdegegnerin. Darüber hinaus sei Fürsprecher Küng zum unentgeltlichen 

Rechtsbeistand zu ernennen (act. G1).

Am 12. September 2019 setzte das Gericht Fürsprecher Küng eine Frist bis 2. 

Oktober 2019 zur Einreichung des Formulars "Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege" (act. G2).

E.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. September 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G4).

E.c. 

Am 2. Oktober 2019 ersuchte Fürsprecher Küng um Fristerstreckung (act. G5), 

welche bis 28. Oktober 2019 gewährt wurde (act. G6)

E.d. 

Am 28. Oktober 2019 teilte Fürsprecher Küng dem Gericht mit, dass das Mandat 

erloschen sei (act. G7).

E.e. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G8 und 

9).

E.f. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch 

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

1.1. 

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Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente 

zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 6. August 2019 (Suva-act. 378). Streitig und zu prüfen sind in 

sachlicher Hinsicht der darin verneinte Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente und auf eine höhere als die darin zugesprochene 

Integritätsentschädigung.

1.2. 

In zeitlicher Hinsicht gilt es zu beachten, dass gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung grundsätzlich derjenige Sachverhalt zu berücksichtigen ist, der sich 

bis zum Erlass des Einspracheentscheides (vorliegend: 6. August 2019) verwirklicht hat 

(BGE 142 V 341 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Unbestritten geblieben ist im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren, dass per Januar 2019 der gesundheitliche Endzustand erreicht 

und daher der Rentenanspruch und der Integritätsentschädigungsanspruch in diesem 

Zeitpunkt zu prüfen waren (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] sowie Schreiben der Suva vom 16. Januar 2019 

[Suva-act. 320], Verfügung vom 6. März 2019 [Suva-act. 334] und Einspracheentscheid 

vom 6. August 2019 [Suva-act. 378]). Es ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 14./15. Januar 

2019 den Fallabschluss zu diesem Zeitpunkt vornahm und die Operation vom 24. Juni 

2019 (OSME und partielle Denervation; Suva-act. 366) als erneuten Rückfall zum Unfall 

vom 28. Mai 2011 behandelte (vgl. Einspracheentscheid vom 6. August 2019, Suva-

act. 378 Sachverhalt G). Denn die allfällige Notwendigkeit dieser Operation war von Dr. 

I.___ zwar in der kreisärztlichen Beurteilung bereits erwähnt worden (Suva-act. 316 S. 

8), sie stand jedoch erst im Juni 2019 fest (vgl. Suva-act. 324 und 364). Der Operateur 

Dr. G.___ hatte noch am 25. Januar 2019 bezweifelt, ob diese Operation etwas bringen 

werde (vgl. Suva-act. 324). Unter dem Titel des erneuten Rückfalls entrichtete die Suva 

vorübergehende Leistungen, indem sie Kostengutsprache für die Operation vom 24. 

Juni 2019 erteilte (Suva-act. 355), dem Beschwerdeführer ab dem 24. Juni bis 21. Juli 

2019 wiederum ein Taggeld ausrichtete (vgl. Suva-act. 367 und 376) und - soweit aus 

den Akten ersichtlich - für die pre- und postoperativen Konsultationen des 

1.3. 

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2.  

Beschwerdeführers bei Dr. G.___ sowie für eine von diesem am 8. Juli 2019 verordnete 

Therapie aufkam (vgl. Suva-act. 374). Dass die Beschwerdegegnerin per 21. Juli 2019 

einen erneuten Fallabschluss vornehmen durfte, blieb zu Recht unbestritten. Bei der 

Prüfung des Rentenanspruchs und der Integritätsentschädigung ist jedoch im 

Folgenden der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Enspracheentscheides vom 6. 

August 2019 zu berücksichtigen.

Angesichts der in E. 1.1 ausgeführten gesetzlichen Bestimmungen besteht 

ausserdem eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/

Hans-Urlich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: 

KOSS UVG]).

2.1. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

2.2. 

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3.

Zunächst gilt es zu prüfen, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der angefochtene 

Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

kreisärztliche Beurteilung von Dr. I.___ vom 14./15. Januar 2019 (Suva-act. 378 i.V.m. 

316). Der Beschwerdeführer bringt gegen diese Beurteilung nichts vor, bestreitet die 

Einschätzung seiner verbliebenen Arbeitsfähigkeit jedoch implizit, indem er in der 

Beschwerde vom 9. September 2019 von einer ihm "allenfalls verbliebenen 

Arbeitskraft" spricht (act. G1 Ziff. IV/3).

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Dr. I.___ diagnostizierte nach Durchsicht der Akten (vgl. Suva-act. 316 S. 1 bis 5) 

und nach eigener Untersuchung des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2019 (vgl. 

Suva-act. 316 S. 6 f.) ein medizinisch nur teilweise erklärbares Schmerzsyndrom ulnar 

an der dominanten rechten Hand mit leichter, rein sensibler Neuropathie des Ramus 

dorsalis Nervi ulnaris bei/nach dislozierten Basisfrakturen Metacarpale IV und V vom 

28. Mai 2011, Osteosynthese am 3. Juni 2011, OSME am 27. April 2012, 

Revisionsoperation mit Osteophytenabtragung und Knochenmarkversiegelung Basis 

Metacarpale IV und V am 7. Oktober 2016, Revision mit Resektion eines Ossikels 

Metacarpale V am 19. Juni 2017, Arthrodese proximal-intermetacarpal IV/V am 22. 

Januar 2018 sowie subtotale OSME mit Exploration, Neurolyse und 

Neuromverlagerung Nervus ulnaris am 27. August 2018 (Suva-act. 316 S. 7). Aufgrund 

der mehrmaligen Operationen an der dominanten rechten Hand mit schliesslich 

Arthrodese zwischen den Metacarpale IV und V rechts legte er folgendes 

Zumutbarkeitsprofil fest: Manuell leichte Tätigkeiten ohne besondere Anforderung an 

die dominante rechte Hand bezüglich Grob- und Feinarbeit seien dem Versicherten 

vollzeitig und vollschichtig möglich. Das Gewichtslimit betrage 7.5 kg, ausnahmsweise 

bis 15 kg bei beidhändigem Einsatz (Suva-act. 316 S 8).

3.1. 

Insgesamt kommen bei der Durchsicht der kreisärztlichen Beurteilung und der 

übrigen Akten keinerlei Zweifel an dieser Einschätzung von Dr. I.___ auf und der 

Beschwerdeführer vermag auch keine solchen zu erwecken. Es ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil die 

3.2. 

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4.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 1.1) der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

in Frage stehende Gesundheitsschädigung bzw. die damit verbundenen Beschwerden 

und ihre praktischen Auswirkungen umfassend berücksichtigt. An diesem 

Zumutbarkeitsprofil ändert sodann die im Nachgang dazu erfolgte Operation vom 

24. Juni 2019 nichts. Denn der Operateur Dr. G.___ erklärte in seinem Bericht vom 8. 

Juli 2019 ausdrücklich und in Kenntnis der kreisärztlichen Beurteilung vom 14./15. 

Januar 2019, dass vier Wochen nach der Operation mindestens ein Zustand wie 

präoperativ erreicht sein und auch eine entsprechende Arbeitsfähigkeit bestehen werde 

(Suva-act. 374). Folglich ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit, 

entsprechend den Adaptionskriterien von Dr. I.___ (vgl. E. 3.1), voll arbeitsfähig. 

Ergänzende medizinische Abklärungen, insbesondere die vom Beschwerdeführer 

beantragte Begutachtung (vgl. act. G1 Ziff. IV/3), sind also nicht erforderlich.

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er seine "ihm allenfalls verbliebene" 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten könne 

(act. G1 Ziff. IV/3). Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden 

Arbeitsfähigkeit ist unter Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu 

bestimmen. Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist 

ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht 

berücksichtigt (BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. 

Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen 

Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür 

verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 

28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der 

Beschwerdeführer ist in medizinischer Hinsicht in einer adaptierten Tätigkeit voll 

arbeitsfähig (vgl. vorstehend E. 3). Laut kreisärztlicher Beurteilung ist anzunehmen, 

dass keine erhebliche Belastungsminderung der dominanten rechten Hand vorliegt 

(Suva-act. 316 S. 8; vgl. vorstehend E. 3). Deshalb kann nicht von der - vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten (act. G1 Ziff. IV/4) - faktischen Einhändigkeit 

ausgegangen werden. Zudem hält nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt gar für funktionell Einarmige ein hinreichend grosses 

4.1. 

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Angebot an realistischen Arbeitsgelegenheiten bereit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 9. März 2015, 9C_842/2014 E. 3.2 mit Hinweisen). Umso mehr muss das für 

Personen gelten, die weniger gravierende Einschränkungen aufweisen. Die 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist folglich zu bejahen.

 4.2. 

 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

4.2.1. 

Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom 6. März (Suva-act. 334) und 

im Einspracheentscheid vom 6. August 2019 (Suva-act. 378) vom Totalwert der Lohn­

strukturerhebung LSE TA1 2016 (Privater Sektor) aus und errechnete ein Validen­

einkommen von Fr. 67'743.-- für das Jahr 2019 (Fr. 5'340.-- x 12 Monate / 40 Std. pro 

Woche x 41.7 Std. pro Woche x 1.004 [2017] x 1.005 [2018] x 1.005 [erstes bis drittes 

Quartal 2019]). Sie stellte auf die LSE ab, da der Versicherte im Unfallzeitpunkt 

arbeitslos gewesen sei, auch davor immer wieder arbeitslos gewesen sei und häufig 

die Tätigkeit gewechselt habe. Angesichts des vom Beschwerdeführer von 2006 bis 

2010 erzielten Durchschnitteinkommens von Fr. 32'086.-- erachtete sie diesen 

Validenlohn als grosszügig bemessen (Suva-act. 378 E. 3a). In der Beschwerdeantwort 

vom 20. September 2019 wies sie sodann darauf hin, dass sich der effektive 

Validenbruttolohn 2017 vor dem zweiten Rückfall auf lediglich Fr. 63'700.-- belaufen 

habe (act. G4 Ziff. III/4.2; Suva act. 182). Der Beschwerdeführer möchte ein massiv 

höheres Valideneinkommen von Fr. 85'750.-- angewendet sehen, da er anfangs des 

Jahrtausends als Auslieferungsfahrer etwa Fr. 70'000.-- verdient habe und die 

Nominallohnentwicklung zu berücksichtigen sei (act. G1 Ziff. IV/2).

4.2.2. 

Die Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers ist nur rudimentär aktenkundig. 

In der Beschwerde wird erklärt, er habe vor dem Unfall während über zehn Jahren als 

Lieferwagen-Chauffeur Kategorie B gearbeitet (act. G1 Ziff. IV/2). Damit 

übereinstimmend hatte der Beschwerdeführer einem Mitarbeiter der Suva am 25. 

November 2011 mitgeteilt, dass er vor der Arbeitslosigkeit über zehn Jahre als 

Lieferwagen-Chauffeur gearbeitet habe (Suva-act. 30). Diese Angaben lassen sich mit 

den dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug; Suva-act. 271) zu 

entnehmenden Arbeitgebern vereinbaren (beispielsweise O.___; P.___: im 

4.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/22

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Handelsregister des Kantons Q.___ als Gesellschafter und Geschäftsführer der R.___ 

GmbH eingetragen; S.___. Soweit der Beschwerdeführer auf ein von ihm erzieltes 

Einkommen von Fr. 70'000.-- Bezug nimmt, so ist seinem IK-Auszug einzig für das Jahr 

2004 annähernd ein solches zu entnehmen (Suva-act. 271). Da sich der Unfall im Jahr 

2011 ereignete, macht die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend, dass dieses 

Einkommen nicht massgebend sein könne (act. G4 Ziff. III/4.2). Für das Jahr vor dem 

Unfall vom 28. Mai 2011 ist dem IK-Auszug ein Einkommen von Fr. 17'263.-- zu 

entnehmen (Suva-act. 271). Angesichts der bis zum Unfallzeitpunkt während mehrerer 

Jahre ausgeübten Tätigkeit als Auslieferungschauffeur ist jedoch nicht auf das von der 

Beschwerdegegnerin in der TA1 gewählte Einkommen eines Hilfsarbeiters über 

sämtliche Branchen hinweg abzustellen, sondern auf jenes im Wirtschaftszweig 53 

"Post-, Kurier- und Expressdienste" im privaten Sektor. Dieses betrug im 

Kompetenzniveau 1 gemäss TA1, Privater Sektor, Männer, von 2016 Fr. 5'382.-- bei 40 

Arbeitsstunden, was angepasst an die in dieser Branche betriebsübliche wöchentliche 

Arbeitszeit von 42.1 Stunden (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Kataloge und 

Datenbanken > Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 

03.02.03.01.04.01, Abteilung 53 Post-, Kurier- und Expressdienste, Jahr 2019) und die 

branchenspezifische Nominallohnentwicklung (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > 

03 Arbeit und Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten > 

Lohnentwicklung > T1.10, Nominallohnindex, 2011 - 2019) zu einem 

Valideneinkommen von Fr. 69'132.80 (5'382.-- x 12 Monate / 40 Std. pro Woche x 42.1 

Std. pro Woche x 1.004 [2017] x 0.999 [2018] x 1.014 [2019]) führt.

 4.3. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen LSE oder die Lohnangaben aus 

der Dokumentation von Arbeitsplätzen der Suva (sog. DAP-Zahlen; diese wurden von 

4.3.1. 

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der Suva bis 2019 erhoben) herangezogen werden (BGE 136 V 297 E. 5.2 , 129 V 472 

E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 592).

Der Beschwerdeführer war arbeitslos, als er am 28. Mai 2011 den Unfall erlitt. 

Nach dem Unfall erzielte er in den Jahren 2013 und 2014 als Angestellter 

Erwerbseinkommen und 2015 und 2016 war er bei der Ausgleichskasse als 

Selbständigerwerbender gemeldet (Suva-act. 271). Per 1. Juni 2019 unterzeichnete er 

einen Arbeitsvertrag als "Geschäftsführer, Koch-Pizzaiolo und Patentinhaber", gemäss 

welchem er ein Einkommen von Fr. 5'300.-- pro Monat erzielte (Suva-act. 371 S. 3 f.), 

was einem Jahreseinkommen von Fr. 68'900.-- inkl. 13. Monatslohn gemäss Ziff. 10 

Arbeitsvertrag in Verbindung mit Art. 12 L-GAV entspricht. Vor dem Hintergrund, dass 

der Beschwerdeführer bereits zehn Tage nach Antritt dieser Arbeitsstelle 

krankgeschrieben wurde (vgl. Suva-act. 351 S. 4, 354 und 364) und dass angesichts 

seiner Einschränkungen der rechten Hand eine Tätigkeit im Gastronomiebereich nicht 

als besonders angepasst erscheint, kann dieses Einkommen nicht als 

Invalideneinkommen hinzugezogen werden. Bei dieser Ausgangslage durfte die 

Beschwerdegegnerin für die zahlenmässige Bestimmung des Invalideneinkommens in 

der Verfügung und im Einspracheentscheid auf die Tabellenlöhne abstellen. Nach den 

für den gesamten privaten Sektor massgeblichen Werten beträgt der monatliche 

Bruttolohn bei 40 Stunden pro Woche Fr. 5'340.-- (LSE TA1 2016, Kompetenzniveau 1, 

Männer, Total). Nominallohnindexiert und angepasst an die durchschnittliche 

Wochenarbeitszeit im Jahr 2019 von 41.7 Stunden resultiert ein Jahreseinkommen von 

Fr. 68'012.60 (Fr. 5'340.-- x 12 Monate / 40 Std. pro Woche x 41.7 Std. pro Woche x 

1.004 [2017] x 1.005 [2018] x 1.009 [2019]). Soweit der Beschwerdeführer erklärt, er 

könne höchstens noch ein Einkommen von "eventuell rund Fr. 30'000.--" erzielen, ist 

dies nicht nachvollziehbar.

4.3.2. 

Zu prüfen bleibt, ob vom obgenannten Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. 

Ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa 

leidensbedingte Einschränkung, Alter und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige 

Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des 

Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Die Beschwerdegegnerin gewährte in der 

Verfügung vom 6. März 2019 und im Einspracheentscheid vom 6. August 2019 einen 

Tabellenlohnabzug von 5 % (Suva-act. 334 und 378 E. 3b). In der Beschwerdeantwort 

erklärt sie, dieser Abzug sei zu Unrecht erfolgt, weil die leidensbedingten 

4.4. 

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5.

Weiter ist die Höhe der dem Beschwerdeführer zugesprochenen 

Integritätsentschädigung zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm gestützt auf 

die Beurteilung von Dr. I.___ eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 5 

% zu (Suva-act. 317). Er fordert eine Integritätsentschädigung basierend auf einem 

Integritätsschaden von mindestens 10 % (act. G1).

Einschränkungen mit einer an die Handbeschwerden angepassten, körperlich leichten 

Tätigkeit bereits berücksichtigt worden seien (act. G4 Ziff. III/4.1). Wie Kreisarzt Dr. 

I.___ festhielt, sind dem Beschwerdeführer alle manuell leichten Tätigkeiten ohne 

besondere Anforderung an die dominante rechte Hand bezüglich Grob- und Feinarbeit 

zumutbar. Das Gewichtslimit liege bei 7.5 kg, ausnahmsweise dürfe ein Gewicht bis 15 

kg betragen bei beidhändigem Einsatz (Suva-act. 316 S. 8). Die Einschränkungen des 

Beschwerdeführers wurden im Rahmen dieser medizinischen Leistungsbeurteilung 

umfassend berücksichtigt (vgl. E. 3.2) und eine lohnmässige Einschränkung im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern ist nicht ersichtlich. Der 1976 

geborene Beschwerdeführer steht sodann noch nicht im weit fortgeschrittenen 

Lebensalter, weshalb auch das Merkmal "Alter" keinen Tabellenlohnabzug rechtfertigt. 

Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer für den Folgen des Ereignisses vom 28. 

Mai 2011 angepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Der 

Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass selbst der von der 

Beschwerdegegnerin ursprünglich gewährte Tabellenlohnabzug von 5 % - welcher 

unter den vorliegenden Umständen das Maximum bildet - nicht zu einem 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad zu führen vermöchte.

Aus der Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von Fr. 68'012.60 mit dem 

Valideneinkommen von Fr. 69'132.80 resultiert eine Erwerbseinbusse von 2 % und 

folglich kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde bezüglich 

Rentenanspruch ist damit abzuweisen.

4.5. 

Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift 

bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, 

wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 

augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der 

Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche 

5.1. 

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oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird 

die Integritätsentschädigung gemäss Abs. 3 nach der gesamten Beeinträchtigung 

festgesetzt. Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der 

Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht 

abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische 

Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Die medizinische 

Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von 

der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind 

für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV 

bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für 

den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben 

ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a). Die Höhe der 

Integritätsentschädigung stellt eine typische Ermessensfrage dar. Das 

Versicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich auf Gegebenheiten abstützen 

können, welche eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1, 126 V 75 E. 6).

Als Folge des Unfallereignisses besteht beim Beschwerdeführer ein medizinisch 

nur teilweise erklärbares Schmerzsyndrom ulnar an der dominanten rechten Hand mit 

leichter, rein sensibler Neuropathie des Ramus dorsalis Nervi ulnaris. Aufgrund der 

intermetacarpalen Arthrodese IV und V rechts und der diskreten sensiblen Neuropathie 

des Ramus dorsalis Nervi ulnaris erachtete Dr. I.___ eine Integritätseinbusse von 5 % 

als knapp erfüllt. Er betonte jedoch, dass die Basisarthrodese zweier 

Mittelhandknochen und die diskrete, rein sensible Neuropathie eines kleinen 

Nervenastes je für sich allein keine erhebliche Integritätsstörung darstellen würden 

(Suva-act. 317 S. 1). Anhaltspunkte zur Höhe der Integritätsentschädigung liefern die 

von der Suva publizierten Feinrastertabellen 1 und 5. Nach der Tabelle 1, welche den 

"Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten" auflistet, 

entspricht die völlige Gebrauchsunfähigkeit der gesamten oberen Extremität 50 %. 

Eine Ulnarislähmung proximal entspricht 15 % und distal (intrinsische Handmuskulatur) 

10 %. Die Tabelle 5 listet den "Integritätsschaden bei Arthrosen" auf und sieht dabei für 

Fingergelenk-Arthrosen und Fingergelenk-Arthrodesen keinen Integritätsschaden vor. 

Die in der Beschwerde erwähnten Werte (vgl. act. G1 Ziff. IV/4) beziehen sich wohl auf 

die "Handgelenk-Arthrose" oder die "Handwurzel-Arthrose", für welche je ein 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/22

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6.  

Entscheid

Integritätsschaden von 5-10 % für eine mässige und von 10-25 % resp. 10-15 % für 

eine schwere Arthrose sowie von 15 % resp. 10 % für eine Gelenkresektion oder 

Arthrodese vorgesehen wird. Vorliegend ist jedoch nicht das Handgelenk von einer 

Arthrodese resp. von einer Arthrose betroffen. Vielmehr fand eine Versteifung zweiter 

Mittelhandknochen statt (Suva-act. 239 f.). Dem Kreisarzt ist angesichts der 

vorgenannten Richtwerte zuzustimmen, dass für diese Arthrodese alleine kein 

erheblicher Integritätsschaden festgestellt werden könnte, zumal diese Einschränkung 

am zutreffendsten der Fingergelenk-Arthrodese entspricht. Zusammen mit der 

sensiblen Neuropathie des Ramus dorsalis Nervi ulnaris erachtete Dr. I.___ die 

Erheblichkeitsgrenze von 5 % knapp als erreicht. Dies ist nachvollziehbar und der 

Beschwerdeführer vermochte keine Zweifel an dieser Einschätzung zu erwecken. Es 

liegen denn auch keine anderen Einschätzungen im Recht. Der Vollständigkeit halber 

ist darauf hinzuweisen, dass mit der Integritätsentschädigung konkrete, objektivierbare 

gesundheitliche Schäden und nicht die im Einzelfall subjektiv als störend empfundenen 

Einschränkungen oder individuellen Besonderheiten berücksichtigt werden. Die 

Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich allein nach dem medizinischen Befund 

(BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 221 E. 4b mit Hinweisen; KOSS UVG-Thomas Frei, N 3 f. 

zu Art. 25). Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die nachvollziehbare 

Einschätzung von Dr. I.___ eine Integritätsentschädigung auf Basis eines 

Integritätsschadens von 5 % zusprach, ist nach dem Gesagten vertretbar und nicht zu 

beanstanden.

Die Beschwerde gegen die Höhe der Integritätsentschädigung ist daher ebenfalls 

abzuweisen.

5.3. 

Im Sinne der vorherstehenden Erwägungen ist der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 6. August 2019 nicht zu beanstanden und die dagegen 

erhobene Beschwerde gesamthaft abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).6.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Da der Beschwerdeführer die (verlängerte) 

Frist zur Einreichung des ausgefüllten und belegten Gesuchsformular für die 

unentgeltliche Rechtspflege unbenützt verstreichen liess, ist der in der Beschwerde 

gestellte Antrag um unentgeltliche Rechtsverbeiständung als hinfällig zu betrachten.

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/22

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.01.2021
	Art. 18 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 1 UVG, Art. 36 UVV, Art. 16 ATSG. Schlüssige ärztliche Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer Tätigkeiten. Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels LSE. Voraussetzungen für eine höhere Integritätsentschädigung nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Januar 2021, UV 2019/55).

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