# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59791424-b98f-5b90-9cab-8a4b4eb3a157
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.09.2025 100 2024 347
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-347_2025-09-22.pdf

## Full Text

100.2024.347U
HER/SCN/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 22. September 2025

Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiberin Schaller

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
3011 Bern

betreffend Aufenthaltsbewilligung; Nichteintreten auf Gesuch (Entscheid 
der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 10. Oktober 2024; 
2024.SIDGS.497)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 2

Prozessgeschichte und Erwägungen:

1.

1.1 A.________ (Jg. 1974), Staatsangehöriger von Algerien, reiste am 
8. Januar 2002 in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. Am 
27. November 2002 heiratete er eine Schweizer Bürgerin und erhielt gestützt 
auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 31. Oktober 2007 verfügte 
A.________ über die Niederlassungsbewilligung. Die kinderlos gebliebene 
Ehe wurde 2012 geschieden. Aus der später in Algerien geschlossenen 
zweiten Ehe mit einer Landsfrau ging 2015 eine Tochter hervor. Diese Ehe 
wurde 2018 geschieden, ohne dass es zu einem Familiennachzug kam. Mit 
Verfügung vom 21. September 2017 widerrief die Einwohnergemeinde (EG) 
Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), infolge an-
dauernder Sozialhilfeabhängigkeit die Niederlassungsbewilligung von 
A.________ und wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der 
Schweiz weg. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben sowohl vor der 
damaligen Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM; heute: Si-
cherheitsdirektion [SID]; Entscheid vom 5.6.2019) als auch vor dem Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern (VGE 2019/224 vom 14.7.2021) sowie vor 
dem Bundesgericht (BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022) erfolglos. Der Aus-
reiseverpflichtung (Ausreisefrist 31.10.2022) leistete er keine Folge.

1.2 Am 19. August 2022 ersuchte A.________ die EG Bern (EMF) um 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Ermessensbewilligung wegen Härte-
falls). Die EG Bern trat mit Verfügung vom 5. Juli 2024 auf das Gesuch nicht 
ein.

1.3 Dagegen erhob A.________ am 7. August 2024 Beschwerde bei der 
SID. Deren instruierender Rechtsdienst wies die mit Beschwerde gestellten 
Gesuche um Gewährung des prozeduralen Aufenthalts (vorsorgliche Mass-
nahme) und unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 
9. September 2024 ab. Mit Entscheid vom 10. Oktober 2024 wies die SID 
die Beschwerde ab.

1.4 Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 13. November 2024 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 3

Entscheid sei aufzuheben, die Sache sei an die EG Bern zurückzuweisen 
und diese sei anzuweisen, auf das Gesuch vom 19. August 2022 einzutre-
ten. Zudem hat er um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines 
Rechtsvertreters als amtlichen Anwalt ersucht. 

Die SID beantragt mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2024, die Be-
schwerde sei abzuweisen; hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege enthält sie sich eines Antrags. Die EG Bern hat sich nicht ver-
nehmen lassen.

Am 29. Januar 2025 stellte A.________ den Antrag, die EG Bern sei im Sinn 
einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, von jeglichen Vollzugshand-
lungen abzusehen (act. 7). Mit Verfügung vom 18. März 2025 bestätigte die 
Instruktionsrichterin nach Anhörung der übrigen Verfahrensbeteiligten ihre 
Anweisung, auf Handlungen zum Vollzug der Wegweisung vorläufig zu ver-
zichten (act. 8-10). 

2.

2.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.2 Der angefochtene Entscheid hat eine Nichteintretensverfügung der 
EG Bern zum Gegenstand, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 119 N. 35 mit Hinweis 
auf die Praxisfestlegung der erweiterten Abteilungskonferenz vom 
29.11.2010 in der Fassung vom 17.10.2014).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 4

2.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

3.

Umstritten ist, ob die Vorinstanz das Nichteintreten der EG Bern auf das Ge-
such vom 19. August 2022 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu 
Recht bestätigt hat.

3.1 Die SID hat festgehalten, dass im Rahmen des vorangegangenen 
rechtskräftig abgeschlossenen Widerrufs- und Wegweisungsverfahrens un-
ter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit alle massgebenden Kriterien der 
persönlichen Situation des Beschwerdeführers in die Entscheidung einbezo-
gen worden seien (angefochtener Entscheid E. 4.1). Der Beschwerdeführer 
sei bis heute nicht im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig, obwohl er sich nach 
eigenen Angaben seit Frühling 2022 um seine berufliche Integration 
bemühe. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Selbständigkeit sei weder 
realisiert noch absehbar. Die vorgebrachte einmonatige Arbeitsunfähigkeit 
des Beschwerdeführers im August/September 2024 vermöge daran nichts 
zu ändern, zumal das dazu eingereichte Arztzeugnis vom 3. September 
2024 ohne Angabe von Gründen bzw. einer Diagnose erstellt und somit nicht 
aussagekräftig sei (angefochtener Entscheid E. 4.2). Zur gesundheitlichen 
Situation des Beschwerdeführers hielt die SID fest, die seit der rechtskräfti-
gen Wegweisung erstellten aktenkundigen Arztberichte dokumentierten 
keine wesentliche Änderung in seiner gesundheitlichen Situation. Die Beur-
teilung seines Gesundheitszustands im Wegweisungsverfahren sei somit 
auch heute noch massgebend. Soweit allfällige temporäre Krisen auf die dro-
hende Wegweisung zurückzuführen sein dürften, könne dies praxisgemäss 
für sich allein nicht zu einer Anwesenheitsregelung in der Schweiz führen 
und eine Härtefallregelung rechtfertigen (angefochtener Entscheid E. 4.3). 
Damit lägen keine wesentlichen Veränderungen des Sachverhalts vor, die 
geeignet wären, eine günstigere Beurteilung herbeizuführen und eine mate-
rielle Neubeurteilung rechtfertigten (angefochtener Entscheid E. 5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 5

3.2 Ist eine früher bestehende Bewilligung widerrufen bzw. nicht verlän-
gert worden, so kann grundsätzlich jederzeit eine neue Bewilligung beantragt 
werden. Unabhängig davon, ob solche Eingaben als Wiedererwägung oder 
als neues Gesuch bezeichnet werden, dürfen sie nicht dazu dienen, rechts-
kräftige Entscheide immer wieder in Frage zu stellen oder die Fristen für die 
Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen. Gestützt auf Art. 29 der Bundes-
verfassung (BV; SR 101) ist eine Verwaltungsbehörde nur verpflichtet, auf 
ein neues Gesuch einzutreten, wenn die Umstände (Sachverhalt oder 
Rechtslage) sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben. Glei-
ches gilt, wenn die gesuchstellende Person erhebliche Tatsachen und Be-
weismittel beibringt, die ihr im früheren Verfahren nicht bekannt waren, die 
sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht vorbringen konnte oder 
für deren Geltendmachung im vorangehenden Verfahren kein Anlass be-
stand (vgl. BGE 146 I 185 E. 4.1 [Pra 110/2021 Nr. 36]), 136 II 177 E. 2.1; 
Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 56 N. 40). Wird ein neues Gesuch mit Sachverhaltsvor-
bringen begründet, die bereits im Rahmen eines früheren Gesuchs rechts-
kräftig beurteilt wurden oder hätten beurteilt werden können, ist darauf 
grundsätzlich nicht einzutreten bzw. allenfalls höchstens unter den analogen 
– strengen – Voraussetzungen einer Revision (BGE 146 I 185 E. 4.1 
[Pra 110/2021 Nr. 36], 138 I 61 E. 4.3, 136 II 177 E. 2.2.1; 
BGer 2C_678/2021 vom 6.12.2021 E. 4.2). Eine wesentliche Änderung der 
rechtserheblichen Sachumstände und damit ein Anspruch auf Neubefas-
sung besteht nur, wenn die geltend gemachten Veränderungen geeignet 
sind, eine andere Beurteilung herbeizuführen und ein für die betroffene Per-
son günstigeres Ergebnis damit ernstlich in Betracht fällt (BGE 136 II 177 
E. 2.2.1; jünger etwa BGer 2C_112/2023 vom 16.1.2025 E. 4.3; 
VGE 2024/350 vom 10.9.2025 E. 3.1, 2024/118 vom 18.11.2024 E. 3.3). 

3.3 Der Beschwerdeführer hat bis heute der rechtskräftigen Wegweisung 
infolge Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung wegen Sozialhilfeabhän-
gigkeit nicht Folge geleistet (vorne E. 1.1). Wer statt der Ausreiseverpflich-
tung nachzukommen, im Land verbleibt und ein neues Gesuch stellt, kann 
nur ausnahmsweise einen Anspruch auf Neubeurteilung geltend machen 
(vgl. BGer 2C_13/2020 vom 8.5.2020 E. 5.3.2; angefochtener Entscheid 
E. 3.3). Neue Sachumstände, die sich nur dadurch ergeben haben, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 6

betroffene Person einer rechtskräftigen Wegweisung nicht Folge geleistet 
hat, können nicht ohne Weiteres als neue und rechtserhebliche Tatsachen 
geltend gemacht werden (vgl. BGer 2C_572/2020 vom 22.10.2020 E. 4.1.2). 
Wenn doch, haben sie entsprechend reduziertes Gewicht, 
(BGer 2C_875/2021 vom 26.11.2021 E. 3.3 [betrifft VGE 2021/180 vom 
29.9.2021] mit weiteren Hinweisen). Anders zu entscheiden hiesse, jene 
Personen, die sich über rechtskräftige Wegweisungen hinwegsetzen, ge-
genüber denjenigen zu bevorzugen, die sich an die behördlichen Vorgaben 
halten, was rechtsstaatlich nicht angeht (BGE 149 I 72 E. 2.1.5).

4.

4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe seit seiner Wegweisung 
aus der Schweiz im Jahr 2022 «erste Schritte zurück in den Arbeitsmarkt» 
unternommen (Beschwerde S. 5). So habe er an Arbeitsintegrationsmass-
nahmen teilgenommen, in einem ersten Schritt in den Werkstätten (Garten-
gruppe) der Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD), und in ei-
nem zweiten Schritt in Form eines dreimonatigen 50 %-Praktikums im Be-
reich der Haus- und Gartenpflege (Praktikumsvertrag in Akten EMF 5C 
pag. 972 f.). Seither habe sich seine gesundheitliche Situation wieder ver-
schlechtert. Er beruft sich dabei auf eine stationäre Behandlung in den UPD 
vom 28. August bis 5. September 2024 und deren ärztliches Zeugnis vom 
3.9.2024 (bescheinigte Arbeitsunfähigkeit vom 20.8.-17.9.2024 ohne Grun-
dangabe [Akten SID 5A pag. 27]), einen Bericht von Dr. med. ... vom 6. No-
vember 2024, korrigiert am 19. November 2024 (Beschwerdebeilage 4 
act. 1C bzw. act. 3A), – bei diesem Arzt befindet er sich seit Oktober 2024 in 
Behandlung –, und ein am 5. September 2024 offenbar eingereichtes neues 
IV-Gesuch. Dies seien wesentliche Änderungen der Sachumstände, die eine 
Neubeurteilung rechtfertigen würden (Beschwerde S. 3 ff.). 

4.2 Die vorgebrachten Tätigkeiten im zweiten Arbeitsmarkt sind marginal 
und der Beschwerdeführer hat die eine Tätigkeit erst kurz vor dem Bundes-
gerichtsurteil vom 18. Mai 2022 aufgenommen bzw. das kurze Teilzeit-Prak-
tikum danach absolviert, nachdem im Wegweisungsverfahren darauf hinge-
wiesen worden war, dass er sich zu keinem Zeitpunkt auch nur um eine Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 7

beitsintegrationsmassnahme bemüht habe (VGE 2019/224 vom 14.7.2021 
E. 7.2.3 [Akten EMF 5C pag. 546 ff., 563]). Selbst wenn man diese Sa-
chumstände als neu betrachtet, liegt darin, worauf die Vorinstanz zutreffend 
hingewiesen hat, keine wesentliche Änderung des Sachverhalts, welche ge-
eignet wäre, eine für den Beschwerdeführer günstige Beurteilung seines 
Härtefallgesuchs herbeizuführen. Diese Tätigkeiten wurden nur ermöglicht, 
weil der Beschwerdeführer die angeordnete Ausreise verweigerte. Solche 
Umstände haben nur reduziertes Gewicht (vgl. vorne E. 3.3; angefochtener 
Entscheid E. 4.2). Das Praktikum hat zudem zu keiner weiteren Tätigkeit 
oder einer Teilzeit-Anstellung in der betreffenden Branche geführt. Nach 
dem Gesagten ist dem Beschwerdeführer seit der rechtskräftigen Wegwei-
sung (Mai 2022) kein nennenswerter Schritt in Richtung wirtschaftliche Inte-
gration gelungen und eine solche ist auch weiterhin nicht absehbar. 

4.3 Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers war im Wider-
rufs- und Wegweisungsverfahren breit dokumentiert und wurde eingehend 
geprüft, insbesondere wurde die vom Beschwerdeführer verfochtene Diag-
nose einer Schizophrenie im Allgemeinen oder einer paranoiden Schizo-
phrenie im Besonderen gestützt auf Fachgutachten nicht bestätigt 
(VGE 2019/224 vom 14.7.2021 E. 4.3 und 7.2 [Akten EMF 5C pag. 546 ff., 
551 ff. und 561 ff.]; BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022 E. 3.2.2 f. und 3.4.2 
[Akten EMF 5C pag. 613 ff., 619 ff. und 623]). Weder das (unbegründete) 
ärztliche Zeugnis der UPD vom 3. September 2024 (Akten SID 5A pag. 27) 
noch der Bericht von Dr. med. … vom 6./19. November 2024 (vorne E. 4.1) 
zeigen auf, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im 
Vergleich zu den Erkenntnissen im Wegweisungsverfahren wesentlich geän-
dert resp. verschlechtert hätte. Namentlich setzt sich der Bericht von 
Dr. med. … – dieser nennt als eine der Hauptdiagnosen wiederum «parano-
ide Schizophrenie» – nicht mit der abweichenden Diagnose und den 
Schlussfolgerungen in den drei vom Beschwerdeführer erfolglos angestreng-
ten Verfahren um Leistungen der Invalidenversicherung (IV) auseinander, 
deren Befunde der gerichtlichen Beurteilung im Wegweisungsverfahren zu-
grunde lagen; Teil der damals vorliegenden Akten war auch das von 
Dr. med. … in seinem Bericht namentlich erwähnte Gutachten von 
Prof. Dr. med. … aus dem Jahr 2019 (vgl. VGE 2019/224 vom 14.7.2021 
E. 4.3.3 und Gutachten vom 13.2.2019 [Akten EMF 5C pag. 553 f. und 900-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 8

933]). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer offenbar erneut ein Verfah-
ren um IV-Leistungen anhängig gemacht hat, hilft ihm vor diesem Hinter-
grund nicht. Die Vorinstanz hat im Übrigen zutreffend darauf hingewiesen 
(vorne E. 3.1), dass temporäre Krisen, die auf die drohende Wegweisung 
zurückzuführen sind, allein keine Härtefallregelung rechtfertigen (vgl. dazu 
BGE 139 II 393 E. 5.2.2). Auch mit den übrigen im Bericht von Dr. med. .… 
angesprochenen «negativen gesundheitlichen Implikationen» eines Weg-
weisungsvollzugs nach Algerien (Beschwerde S. 4 bzw. Bericht S. 2 f.) sind 
keine wesentlich geänderten Verhältnisse glaubhaft gemacht. Die Rückkehr 
des Beschwerdeführers in sein Heimatland wurde mit Urteilen des Verwal-
tungs- und Bundesgerichts u.a. unter Einbezug des Aspekts der Behandel-
barkeit psychischer Erkrankungen als zumutbar beurteilt, falls er einer ge-
wissen psychiatrischen Unterstützung – etwa Gesprächstherapie samt allfäl-
liger Medikation – bedürfte (vgl. VGE 2019/224 vom 14.7.2021 E. 8.2 f. bzw. 
BGer 2C_716/2021 vom 18.5.2022 E. 3.4 [Akten EMF 5C pag. 546 ff., 
565 ff. bzw. 613 ff., 623]). 

4.4 Insgesamt begründen die Vorbringen des Beschwerdeführers keine 
wesentliche Änderung der rechtserheblichen Sachumstände, welche ernst-
lich zu einem für ihn günstigeren Ergebnis führen könnte. Ein Anspruch auf 
materielle Prüfung seines Gesuchs um eine Härtefallbewilligung besteht da-
her nicht. Die Beschwerde ist abzuweisen. Wie die Vorinstanzen verzichtet 
das Verwaltungsgericht in vorliegender Konstellation praxisgemäss darauf, 
Betroffenen eine neue Ausreisefrist zu setzen (vgl. VGE 2024/350 vom 
10.9.2025 E. 3.6, 2023/63 vom 5.7.2024 E. 3.6 [bestätigt durch 
BGer 2C_381/2024 vom 27.3.2025]).

5.

5.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer grundsätzlich verfahrenskostenpflichtig und hat seine Parteikosten 
selbst zu tragen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 VPRG). Er hat indes 
um unentgeltliche Rechtspflege ersucht (vgl. vorne E. 1.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 9

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 
Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aus-
sichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst, 
wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage hal-
ten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach 
der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzuse-
hen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Ver-
lustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können 
(BGE 142 III 138 E. 5.1; BVR 2019 S. 128 E. 4.1).

5.3 Die Beschwerde muss in der Sache als von vornherein aussichtslos 
bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat den angefochtenen Entscheid einge-
hend und überzeugend begründet. Der Beschwerdeführer wiederholt im We-
sentlichen seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Vorbrin-
gen. Auch das neue Beweismittel (Bericht von Dr. med. … vom 
6./19.11.2024) ändert mangels Auseinandersetzung mit der einlässlichen 
Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers und der 
Zumutbarkeit seiner Rückkehr nach Algerien im Wegweisungsverfahren (vgl. 
vorne E. 4.3) nichts daran, dass die Gewinnaussichten als beträchtlich ge-
ringer einzustufen sind als die Verlustgefahren. Dass der Beschwerde unter 
diesen Umständen kein Erfolg beschieden sein konnte, musste auch für den 
Beschwerdeführer erkennbar sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege ist daher abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre. 

5.4 Der Beschwerdeführer hat somit die Kosten des verwaltungsgericht-
lichen Verfahrens zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VPRG). Da über das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege erst im Endentscheid befunden wird und der 
Beschwerdeführer deshalb keine Gelegenheit hatte, sein Rechtsmittel nach 
Abweisung dieses Begehrens zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, 
sind diese praxisgemäss bloss im Rahmen der üblichen Abschreibungsge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 10

bühren zu erheben (BVR 2016 S. 369 E. 4.3.1; Lucie von Büren, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 111 N. 17). Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche Rechts-
pflege sind keine Kosten zu erheben (Art. 112 Abs. 1 VRPG). Parteikosten 
sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerde-
führer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern
- Staatssekretariat für Migration

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2025, Nr. 100.2024.347U, 
Seite 11

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.