# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89f659e1-4b01-5db1-b2ca-920ab1d78c29
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.08.2019 S 2018 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2018-8_2019-08-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 8

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis
Richter Meisser, Audétat

Aktuarin ad hoc Jauch

URTEIL

vom 20. August 2019

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Fivian,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ war vom 1. Juli 2011 bis zum 31. Mai 2013 als Allrounder bei der 

Firma C._____ AG mit einem Arbeitspensum von 80 % angestellt und bei 

der B._____ AG gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

obligatorisch unfallversichert. Bei der Sportschule D._____ war er im 

Rahmen einer Nebenbeschäftigung als Skilehrer tätig. Am 18. Dezember 

2011 erlitt A._____ einen Skiunfall und zog sich dabei eine distale 

Tibiafraktur zu, weshalb er in der Folge mehrfach operiert werden musste. 

Die B._____ AG entrichtete die gesetzlichen Leistungen in Form von 

Heilbehandlungskosten und Taggeldern.

2. Ab dem 1. Juni 2013 nahm A._____ eine neue Tätigkeit als selbständig 

erwerbender Personaldienstleister auf und gründete die Einzelfirma 

E._____.

3. Ab Juni 2013 erfolgte die Metallentfernung und der letzte Eingriff fand am 

20. August 2015 in einem Unispital statt. 

4. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 stellte die B._____ AG die 

Taggeldleistungen rückwirkend per 30. September 2012 ein, da A._____ 

ab dem 1. Oktober 2012 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei und 

tatsächlich auch voll gearbeitet habe. Auf eine Rückforderung zu viel 

ausbezahlter Taggelder wurde verzichtet. Ebenso wurde darauf 

hingewiesen, dass die Arbeitsunfähigkeit infolge der operativen 

Metallentfernung für den Zeitraum vom 7. Juni 2013 bis 25. Juni 2013 zu 

100 % anerkannt werde und die Heilbehandlungskosten von der Verfügung 

nicht tangiert und weiterhin übernommen würden. Die gegen diese 

Verfügung erhobene Einsprache wies die B._____ AG mit Entscheid vom 

7. Januar 2014 ab, soweit sie darauf eintrat. Gegen diesen 

Einspracheentscheid erhob A._____ sodann Beschwerde, welche das 

hiesige Gericht mit Entscheid vom 28. Oktober 2014 abwies (vgl. VGU 

S 14 20). Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

- 3 -

5. Zur Beurteilung einer weitergehenden Leistungspflicht liess die B._____ 

AG A._____ am 13. September 2016 von Dr. med. F._____, Facharzt FMH 

für orthopädische Chirurgie, begutachten. Dieser hielt in seinem Gutachten 

vom 22. November 2016 sowie dem ergänzenden Bericht dazu vom 6. Juni 

2017 fest, es könne von einer aktuellen Stabilisierung des 

Gesundheitszustandes bis zum zukünftigen Operationszeitpunkt 

ausgegangen werden. Ein operativer Eingriff sei künftig unzweifelhaft 

notwendig, allerdings zögere A._____, einen solchen durchführen zu 

lassen. Bei der gegebenen Situation käme wohl eher eine Arthrodese als 

eine Protheseimplantation in Frage. Die Integritätseinbusse belaufe sich in 

diesem Fall auf 30 %. Die Tätigkeit als Allrounder in der angestammten 

Stellung von A._____ sei maximal zu 50 % möglich. Die von A._____ ab 

dem 1. Juni 2013 ausgeübte Tätigkeit als Personaldienstleister sei optimal. 

Der Einsatz sei vollschichtig und mit voller Leistung zumutbar.

6. Mit Verfügung vom 4. September 2017 stellte die B._____ AG ihre 

Heilkosten gemäss Art. 10 UVG in Anbetracht der Stabilisierung des 

unfallbedingten Gesundheitszustandes vollständig ein und verneinte den 

Anspruch auf eine IV-Rente, da A._____ ab dem 1. Juni 2013 in der 

angepassten Tätigkeit keinen Einkommensverlust mehr erlitten habe. 

Hingegen sprach die B._____ AG A._____ eine Integritätsentschädigung 

von Fr. 37'800.-- auf Basis einer Integritätseinbusse von 30 % zu. Weiter 

wurden die bisher ausbezahlten Taggelder dem Jahreslohn von 

Fr. 61'263.30 entsprechend korrigiert. 

7. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die B._____ AG mit 

Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 ab.

8. Gegen diesen abschlägigen Einspracheentscheid erhob A._____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 17. Januar 2018 Beschwerde beim 

- 4 -

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids, die Zusprechung einer 

Invalidenrente (IV-Rente) ab 1. Juni 2013 (ausgehend von einem 

Invaliditätsgrad von 27 %) bzw. eventualiter die Zusprechung einer IV-

Rente nach richterlichem Ermessen sowie die Berechnung und Korrektur 

bereits ausbezahlter Taggelder gestützt auf einen versicherten Verdienst 

von Fr. 74'297.50 bzw. eventualiter nach richterlichem Ermessen. Zur 

Begründung führte er im Wesentlichen aus, der versicherte Verdienst setze 

sich aus dem Jahresbruttolohn bei der C._____ AG in der Höhe von 

Fr. 50'700.-- (13 x Fr. 3'900.--; inkl. 13. Monatslohn), dem nicht 

beanstandeten Naturallohn von Fr. 4'197.50, den Überstunden von 

Fr. 9'500.-- sowie dem durchschnittlichen Skilehrerlohn von Fr. 9'900.-- 

zusammen und betrage somit Fr. 74'297.50. Für die Ermittlung des 

Valideneinkommens sei sodann entscheidend, was der Beschwerdeführer 

im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder verdient hätte, 

weshalb der Skilehrerlohn ebenfalls zu berücksichtigen sei. Nach 

Anpassung des Valideneinkommens in der Höhe von mindestens 

Fr. 74'297.50 an die Nominallohnentwicklung resultiere ein 

Valideneinkommen von mindestens Fr. 75'000.--. Weiter sei für das 

Invalideneinkommen nicht auf LSE-Tabellenlöhne oder DAP-Zahlen 

abzustellen, da die neue Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers auf seine 

Gesundheitsschädigung optimal angepasst sei. Das Invalideneinkommen 

sei damit gestützt auf das durchschnittliche Jahreseinkommen in den 

letzten Jahren zu ermitteln und mit maximal Fr. 55'000.-- zu erfassen (Lohn 

Halbjahr 2013: ca. Fr. 6'000.--; Lohn 2014: ca. Fr. 50'000.--; Lohn 2015: ca. 

Fr. 60'000.--). Bei dem von der B._____ AG ermittelten 

Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 73'558.80 gestützt auf die 

Tabellenlöhne hätte im Übrigen aufgrund der Ausbildung sowie der 

beruflichen Möglichkeiten des Beschwerdeführers das Kompetenzniveau 2 

herangezogen und zudem ein Leidensabzug von 15 % vorgenommen 

- 5 -

werden müssen, womit das Invalideneinkommen gestützt auf die 

Tabellenlöhne maximal Fr. 55'070.90 betragen würde. Nachdem das 

Valideneinkommen bei Fr. 75'000.-- und das Invalideneinkommen bei 

Fr. 55'000.-- anzusetzen sei, betrage der Invaliditätsgrad 27 %.

9. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2018 beantragte die B._____ AG 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend führte sie aus, der Zeitpunkt des Erreichens des 

medizinischen Endzustands sei unbestritten, weshalb für die Prüfung einer 

IV-Rente auf den 1. Juni 2013 abzustellen sei. Der Beschwerdeführer 

vermöge kein stichhaltiges Argument gegen die Berechnung des 

Valideneinkommens im Einspracheentscheid vorzubringen, weshalb auf 

das im Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 aufgeführte 

Valideneinkommen von Fr. 61'263.30 (Grundjahreslohn von Fr. 46'800.--, 

13. Monatslohn von Fr. 2'925.--, Fr. 7'340.80 Abgeltung für Überstunden 

sowie Naturallohn von Fr. 4'197.50) abzustellen sei. Für das 

Invalideneinkommen sei sodann auf die Tabellenlöhne abzustellen, da sich 

der Beschwerdeführer in den letzten Jahren – nach eigenen Angaben – 

regelmässig und über längere Zeit im Ausland bei seinem Kind aufgehalten 

habe, womit davon auszugehen sei, dass er keiner regelmässigen 

Arbeitstätigkeit in der Schweiz nachgegangen sei und somit keine 

besonders stabilen Verhältnisse vorgeherrscht hätten. Die Berechnung des 

Invalideneinkommens anhand der Tabellenlöhne der LSE 2014 ergebe bei 

einem vollen Pensum ein jährliches Einkommen von Fr. 73'558.90 (LSE 

2014, TA 1 Männer Kompetenzniveau 3, Fr. 5'880.-- x 12 ./. 40 x 41.7). 

Gemäss dem Gutachter Dr. med. F._____ handle es sich bei der vom 

Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit als Personaldienstleister um eine 

optimale Eingliederung ohne Einschränkungen, womit sich ein 

Leidensabzug vorliegend nicht rechtfertige. Somit könne auf ein 

Invalideneinkommen von Fr. 73'558.90 abgestellt werden. Unter 

Berücksichtigung des Valideneinkommens von Fr. 61'263.30 ergebe sich, 

- 6 -

dass kein Invaliditätsgrad ausgewiesen sei, weshalb ein Anspruch auf eine 

IV-Rente zu verneinen sei. Hinsichtlich des versicherten Verdienstes führte 

die Beschwerdegegnerin aus, der Beschwerdeführer sei erst am 1. Juli 

2011 bei der C._____ AG angestellt gewesen, weshalb die vor dem 1. Juli 

2011 erzielten Lohnbestandteile aufgrund des Äquivalenzprinzips nicht zu 

berücksichtigen seien. Der versicherte Verdienst sei anhand des 

Monatslohns von  Fr. 3'900.-- auf einen Jahreslohn aufgerechnet worden, 

was Fr. 46'800.-- ergebe. Da der Beschwerdeführer erst ab dem 1. Juli 

2011 bei der C._____ AG angestellt gewesen sei, sei der 13. Monatslohn 

nur anteilsmässig anzurechnen (Fr. 2'925.--). Sodann seien die vor dem 

1. Juli 2011 geleisteten Überstunden nicht relevant. Ab dem 1. Juli 2011 

habe der Beschwerdeführer Überstunden geleistet, welche mit Fr. 7'340.80 

abgegolten worden seien. Dass der Beschwerdeführer mit seiner 

damaligen Arbeitgeberin eine anderweitige Einigung erzielt habe, sei 

unerheblich. Weiter sei der Beschwerdeführer bei der Sportschule D._____ 

auf Abruf tätig gewesen. Die Sportschule habe bestätigt, dass keine 

Mindestarbeitszeit garantiert worden sei. Der Beschwerdeführer habe bei 

der Sportschule zwischen April 2011 und November 2011 keinen AHV-

Lohn erzielt. Im Dezember 2011 habe er lediglich Fr. 90.-- verdient. Daraus 

sei klar zu schliessen, dass für den Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt 

keine Nichtberufsunfalldeckung über die Nebentätigkeit als Skilehrer 

bestanden habe. Folglich sei der Lohn als Skilehrer nicht zum versicherten 

Verdienst hinzuzurechnen. Zusammenfassend betrage der versicherte 

Lohn Fr. 61'263.30 und der Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 

erweise sich als rechtmässig. 

10. In seiner Replik vom 17. Mai 2018 hielt der Beschwerdeführer fest, es sei 

weiterhin unklar, wie man auf den Überstundenbetrag von Fr. 7'340.80 

komme und weshalb der Skilehrerlohn – zumindest im Rahmen der 

Rentenprüfung – nicht berücksichtigt werden solle. Sodann übersehe die 

Beschwerdegegnerin, dass das Valideneinkommen bei der 

- 7 -

Taggeldberechnung und Rentenprüfung nicht gleich hoch sei. Die Aussage 

des Gutachters, wonach es sich bei der Tätigkeit als Personaldienstleister 

um eine optimale Eingliederung handle, sei unter der Voraussetzung 

erfolgt, dass der Beschwerdeführer gewisse Belastungslimiten einhalte. Es 

sei deshalb nicht einzusehen, weshalb kein Leidensabzug angebracht 

werden solle. Im Weiteren schöpfe der Beschwerdeführer seine 

Arbeitstätigkeit – soweit körperlich möglich – seit Jahren voll aus, weshalb 

der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn heranzuziehen sei. Es 

treffe schlicht nicht zu, dass sich der Beschwerdeführer in den letzten 

Jahren regelmässig und länger im Ausland aufgehalten habe. Der 

Beschwerdeführer habe im April 2014 geheiratet und im September 2014 

sei seine Tochter zur Welt gekommen. Die Kindsmutter und das Kind 

hätten infolge eines einjährigen Mutterschaftsurlaubes bis Ende September 

2015 in X._____ gewohnt. Während und nach der Anwesenheit der 

Ehefrau und der Tochter in der Schweiz sei der Beschwerdeführer 

praktisch immer einer "100%-igen" Beschäftigung nachgegangen

11. In ihrer Duplik vom 14. Juni 2018 führte die Beschwerdegegnerin zusätzlich 

aus, die angerechneten Überstunden seien anhand der von der 

Arbeitgeberin erhaltenen Angaben berechnet worden. Sodann habe der 

Beschwerdeführer dem Schadeninspektor der Beschwerdegegnerin 

anlässlich einer Besprechung im Februar 2016 bestätigt, dass er die ganze 

Zeit zwischen dem Ausland (wo seine Frau und sein zweites Kind wohnen 

würden) und X._____ pendle. Bereits im Oktober 2015 habe der 

Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin bestätigt, dass er 

sich im Ausland aufhalte und sich dort auch behandeln liesse. Im Übrigen 

würden dies auch die eingereichten Abrechnungen der dort durchgeführten 

Heilbehandlungen belegen.

12. In der freigestellten Stellungnahme vom 18. Juni 2018 brachte der 

Beschwerdeführer alsdann vor, er sei über Jahre hinweg als 

- 8 -

Skilehrer/Skiinstruktor bei der Sportschule D._____ angestellt gewesen. 

Von Hilfsskilehrertätigkeit könne nachweislich keine Rede sein. Alsdann sei 

der Schwiegervater des Beschwerdeführers Arzt, weshalb sich der 

Beschwerdeführer in dessen Obhut begeben habe, zumal er im Ausland 

auch über exzellente Therapeuten verfügt habe. Der Beschwerdeführer 

erziele sein Haupteinkommen während den Wintermonaten, weshalb er in 

den wärmeren Monaten etwas mehr Zeit für die Familie besitze. In seiner 

Tätigkeit als Personalverleiher telefoniere er viel und verrichte 

administrative Arbeiten, was auch aus dem Ausland möglich gewesen sei. 

Der Beschwerdeführer sei stets einer 100%igen Tätigkeit nachgegangen. 

Sollte dies weiterhin bestritten werden, müssten die Ehefrau und Mutter 

des Beschwerdeführers als Zeugen vorgeladen werden.

13. Mit Schreiben vom 9. August 2019 wurde den Parteien Frist zur 

Stellungnahme im Sinne von Art. 61 lit. d ATSG eingeräumt, da das Gericht 

beabsichtigte, dem Beschwerdeführer betreffend versicherten Verdienst 

zur Taggeldberechnung mehr zuzusprechen, als er verlangt hatte. Der 

Beschwerdeführer erklärte mit Schreiben vom 12. August 2019 sein 

Einverständnis mit der beabsichtigten Abänderung des versicherten 

Verdienstes. Die Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist nicht 

vernehmen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 4. Dezember 2017. Ein solcher Entscheid 

- 9 -

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons 

angefochten werden, in dem die versicherte Person zur Zeit der 

Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Der versicherte Beschwerdeführer 

wohnt in X._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist 

die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts zu bejahen. Als formeller und 

materieller Adressat des angefochtenen Entscheides ist der 

Beschwerdeführer vom angefochtenen Einspracheentscheid berührt und 

weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist somit einzutreten (Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG). 

2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend einerseits, ob die Beschwerdegegnerin 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente zu Recht 

verneint hat und andererseits, ob die Beschwerdegegnerin den 

versicherten Verdienst für die Taggeldberechnung korrekt bemessen hat. 

Unbestritten geblieben sind demgegenüber die Leistungseinstellung und 

die Integritätsentschädigung sowie der Zeitpunkt des Erreichens des 

medizinischen Endzustandes per 1. Juni 2013.

3. Bezüglich des anwendbaren Rechts gilt zu beachten, dass am 

1. Januar 2017 die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

getreten sind. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 

vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

- 10 -

sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 

sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend ereignete sich der Unfall 

im Dezember 2011, so dass diesbezüglich grundsätzlich die bis zum 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung finden und in dieser 

Fassung zitiert werden.

4.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen 

Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen (BU), Nichtberufsunfällen 

(NBU) und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 

infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 

Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller 

Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes (Art. 17 Abs. 1 

UVG). Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf 

eine IV-Rente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid 

ist und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung ihres Gesundheitszustands mehr zu erwarten ist und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG).

4.2. Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 29 E.1). Dazu wird das 

- 11 -

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der 

Einkommensdifferenz lässt sich dann der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 

128 V 29 E.1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend (Urteil des Bundesgerichts 

8C_61/2018 vom 23. März 2018 E.6.2).

5. Vorliegend ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen 

Anspruch auf eine Rente nach UVG hat. Diesbezüglich ist zwischen den 

Parteien sowohl das Invalideneinkommen als auch das Valideneinkommen 

strittig. Unstrittig ist demgegenüber der Zeitpunkt der Rentenprüfung ab 

dem 1. Juni 2013.

5.1. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

- 12 -

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt 

für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von 

Arbeitsplätzen seitens der SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 

E.5.2; 129 V 472 E.4.2.1). Im erstgenannten Fall sind die entsprechenden 

Angaben auf eine durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit 

umzurechnen, da die LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf 

einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 

124 V 321 E.3b/bb).

5.2. Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

4. Dezember 2017 betreffend Invalideneinkommen fest, gemäss dem 

Gutachter Dr. med. F._____ wäre der Beschwerdeführer als Allrounder zu 

50 % und in der seit dem 1. Juni 2013 ausgeübten Tätigkeit als 

Personaldienstleister zu 100 % arbeitsfähig. Letztere Tätigkeit sei gemäss 

Dr. med. F._____ optimal und könne aus orthopädisch-traumatologischer 

Sicht ganztags ausgeübt werden. Vorliegend sei das Invalideneinkommen 

unter Beizug der LSE zu ermitteln. Der Beschwerdeführer sei gemäss 

eigenen Angaben seit mehreren Jahren als Personaldienstleister tätig. Er 

verfüge somit über Berufs- und Fachkenntnisse, so dass bei den LSE-

Tabellenlöhnen auf das Kompetenzniveau 3 abgestellt werden könne. Die 

Beschwerdegegnerin gelangte auf Basis der üblichen durchschnittlichen 

Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden und bei einer 100%-igen 

Arbeitsfähigkeit auf ein Invalideneinkommen von Fr. 73'558.90 (Fr. 5'880.-

- / 40 x 41.7 x 12). Dabei stützte sie sich gemäss Ausführungen im 

Einspracheentscheid auf die LSE 2014, TA1, Männer, Kompetenzniveau 3 

(vgl. Beilagen Beschwerdegegnerin [Bg-act.] A90 S. 5). 

5.3. Der Beschwerdeführer rügt diesbezüglich, dass die Beschwerdegegnerin 

zur Festsetzung des Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-124-V-321

- 13 -

abgestellt hat. Es sei aktenkundig, dass seine neue Erwerbstätigkeit auf 

seine Gesundheitsschädigung optimal angepasst sei, weshalb das 

Invalideneinkommen gestützt auf sein durchschnittliches 

Jahreseinkommen in den letzten Jahren zu ermitteln sei. Bei der 

Anwendung der Tabellenlöhne hätte die Beschwerdegegnerin sodann 

aufgrund seiner Ausbildung und beruflichen Möglichkeiten auf das 

Kompetenzniveau 2 abstellen müssen. Hinzu komme, dass Versicherte, 

die selbst bei leichten Hilfsarbeiten behindert seien, im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

lohnmässig benachteiligt würden. Im vorliegenden Fall rechtfertige sich 

deshalb ein Leidensabzug von mindestens 15 % (vgl. Beschwerdeschrift 

S. 10 ff.).

5.4. Vorliegend ist unbestritten und ergibt sich aus dem Gutachten von Dr. med. 

F._____, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 22. November 2016 (Bg-

act. B39) sowie seinem ergänzenden Bericht vom 6. Juni 2017 (Bg-act. 

B41), dass der Beschwerdeführer in seiner ehemaligen Tätigkeit als 

Allrounder dauerhaft nicht mehr arbeiten könne, jedoch die Tätigkeit als 

Personaldienstleister optimal sei, da der Beschwerdeführer sich diese 

organisatorisch so arrangieren könne, dass eigentlich in orthopädischer-

traumatologischer Hinsicht keine messbare Leistungseinschränkung zu 

erkennen sei. Der Einsatz sei demnach vollschichtig und mit voller Leistung 

zumutbar (Bg-act.  B39 S. 15). Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob 

von der effektiv ausgeübten Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als 

Personaldienstleister auszugehen oder auf die Tabellenlöhne abzustellen 

ist. 

5.5.1. Vorliegend ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 

2013 eine neue Tätigkeit als selbständig erwerbender Personaldienstleister 

aufnahm und die Einzelfirma E._____ gründete. Gemäss der definitiven 

Veranlagungsverfügung betreffend die Kantons- und Gemeindesteuer 

- 14 -

2013 (Beilagen Beschwerdeführer [Bf-act.] 20) belief sich sein Einkommen 

aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Jahr 2013 auf Fr. 25'631.--, wobei 

der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführt, in diesem Betrag seien 

neben den Einkünften aus der selbständigen Tätigkeit als 

Personaldienstleistungsunternehmen noch Fr. 7'000.-- für die Vermietung 

seiner Wohnung am WEF, Fr. 2'000.-- aus der Pedalo-Vermietung am See 

sowie ca. Fr. 10'000.-- Taggelder enthalten. Das Einkommen aus der 

selbständigen Tätigkeit als Personaldienstleister habe deshalb im Jahr 

2013 knapp Fr. 6'000.-- betragen (vgl. Beschwerdeschrift S. 6). Für das 

Jahr 2014 ist der entsprechenden Veranlagungsverfügung (Bf-act. 21) ein 

Einkommen von Fr. 50'317.-- zu entnehmen. Für das Jahr 2015 geht aus 

der Steuerklärung 2015 (Bf-act. 19) alsdann ein Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 60'475.-- hervor. 

5.5.2. Im Weiteren ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer 

gegenüber dem Schadeninspektor anlässlich des Gesprächs vom 

1. Februar 2016 auf die Frage, welche Tätigkeiten er in seinem Betrieb 

(Personaldienstleistung) ausführe, angab, er sei sowohl für 

Bauunternehmungen, touristische und gastronomische Dienstleistungen, 

Verwaltung von Häusern (für das Personal des Skigebiets), Events als 

auch für Personalverleih tätig. Zurzeit laufe aber nichts. Beim Bau werde 

aufgrund der wirtschaftlichen Lage und des gesetzlichen Umfeldes 

(Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung) nicht mehr 

investiert und bei den touristischen bzw. gastronomischen Dienstleistungen 

gäbe es kein Potenzial (Bg-act. A65 S. 1). Auf die Frage, wie sein 

Tagesablauf aussehe, gab der Beschwerdeführer alsdann zur Antwort, 

obschon er fast keine Arbeit habe, stehe er um 7 Uhr morgens auf und 

gehe frühstücken und duschen. Dann mache er ein bisschen Autotherapie 

mit seinem Fussgelenk. Schlussendlich gehe er ins Büro. Er schaue dann 

seine E-Mails an und telefoniere an diverse potentielle Kunden. Da aber 

seit einigen Monaten nichts laufe, mache er auch nicht viel (vgl. Bg-act. 

- 15 -

A65 S. 1). Sodann erklärte die Mutter des Beschwerdeführers, welche für 

einen Teil der Buchhaltung der Einzelfirma zuständig ist, anlässlich des 

Gesprächs vom 1. Februar 2016, die Buchhaltung 2014 werde demnächst 

abgeschlossen und die Daten 2015 seien noch nicht vorhanden. Der 

Gewinn 2013 liege bei weniger als Fr. 10'000.-- und im Jahr 2014 dürfte er 

Fr. 35'000.-- nicht übersteigen (Bg-act. A65 S. 3). Ferner führte der 

Beschwerdeführer betreffend seine Wohnsituation aus, der offizielle 

Wohnsitz sei in X._____. Er pendle aber die ganze Zeit zwischen dem 

Ausland (wo seine Frau und sein zweites Kind wohnen würden) und 

X._____. Im Winter bleibe er eher in der Schweiz und im Frühling, Sommer 

und Herbst sei er viel im Ausland (Bg-act. A65 S. 5). 

5.5.3. Gestützt auf die bisherigen Einkommen gemäss Veranlagungsverfügungen 

bzw. Steuererklärung (Bf-act. 19-21) sowie gestützt auf die Antworten im 

Bericht des Schadeninspektors vom 4. Februar 2016 (Bg-act. A65), 

wonach seit einigen Monaten nichts mehr laufe, beim Bau nicht mehr 

investiert werde und bei den touristischen bzw. gastronomischen 

Dienstleistungen es kein Potenzial gäbe, ist nicht davon auszugehen, dass 

im Rahmen der selbständigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Personaldienstleister besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind 

und der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft. Zumal Letzteres bereits dann nicht der 

Fall ist, wenn die versicherte Person auf dem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen 

Lohn erzielen könnte. Auf diesem hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein 

Stellenwechsel auch dann zumutbar, wenn es für die versicherte Person 

auf Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem tatsächlichen 

Arbeitsmarkt sehr schwierig oder gar unmöglich ist, eine entsprechende 

Stelle zu finden. Die Anrechnung dieses hypothetischen höheren 

Einkommens beruht dabei weniger auf der Schadenminderungspflicht, 

sondern auf der Überlegung, dass die Unfallversicherung lediglich die 

- 16 -

durch den unfallkausalen Gesundheitsschaden bedingte Lohneinbusse 

ausgleichen soll (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_61/2018 vom 23. März 

2018 E.6.4). Insoweit ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin anstatt auf den tatsächlich erzielten Verdienst auf 

den höheren, auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

erzielbaren Lohn bzw. auf die Tabellenlöhne abstellte. 

5.6. Hinsichtlich der Tabellenlöhne gilt es zunächst festzuhalten, dass in der 

LSE 2014 TA1 im Kompetenzniveau 3 bei den Männern nirgends ein Lohn 

von Fr. 5'880.-- auszumachen ist, auf welchen die Beschwerdegegnerin zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens angeblich abgestellt hat. Allerdings 

findet sich ein solcher in der LSE 2010, TA1, Männer, Sektor 78 

"Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften", Anforderungsniveau 3 

"Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt". Damit hat die 

Beschwerdegegnerin offensichtlich entgegen ihren Ausführungen im 

Einspracheentscheid zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die LSE 

2010 abgestellt. Da das Anforderungsniveau 3 dem heutigen 

Kompetenzniveau 2 entspricht (vgl IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 

22. Oktober 2014), wird der Einwand des Beschwerdeführers, wonach 

beim Abstellen auf die Tabellenlöhne das Kompetenzniveau 2 zu 

berücksichtigen gewesen wäre, obsolet. Betreffend die Wahl der Tabelle 

gilt allerdings festzuhalten, dass grundsätzlich immer die aktuellsten 

statistischen Daten zu verwenden sind, wenn auf Tabellenlöhne abgestellt 

wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_228/2017 vom 14. Juni 2017 E.2.3). Mit 

Blick auf die Rentenprüfung ab Juni 2013 ist damit vorliegend die LSE 2012 

und nicht die LSE 2010 heranzuziehen. Bei Abstellen auf die LSE 2012, 

TA1, Kompetenzniveau 2, Männer, Sektor 78, sowie unter 

Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 

Wochenstunden und Anpassung an die Nominallohnentwicklung ergibt 

sich für das Jahr 2013 ein Invalideneinkommen von Fr. 69'569.80 

(Fr. 5'517.-- / 40 x 41.7 x 12 x 1.008).

- 17 -

5.7.1. Im Folgenden bleibt damit noch zu prüfen, ob ein Leidensabzug 

vorzunehmen ist, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Wird das 

Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten – wie vorliegend gestützt auf die LSE – ermittelt, ist 

der entsprechende Ausgangswert allenfalls durch einen leidensbedingten 

Abzug von maximal 25 % zu reduzieren (sogenannter Leidensabzug), um 

der Tatsache Rechnung zu tragen, dass persönliche oder berufliche 

Merkmale Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 

75 E.5b/aa; Urteil des Bundesgerichts 9C_708/2009 vom 19. November 

2009 E.2.1.1). Ein solcher Abzug wird etwa für leidensbedingte 

Einschränkungen, aber auch aufgrund des Alters, der Anzahl Dienstjahre, 

der Nationalität, des Aufenthaltsstatus oder des Beschäftigungsgrads 

gewährt. Dabei soll der Leidensabzug jedoch nicht automatisch und in 

jedem Fall gewährt werden, sondern nur unter Berücksichtigung der 

gesamten Umstände des Einzelfalls (BGE 126 V 75 E.5b/aa). Das Ziel 

muss es stets bleiben, ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der 

zumutbaren Verwertung der noch möglichen Restarbeitsfähigkeit 

entspricht. 

5.7.2. Dem Gutachten von Dr. med. F._____ vom 22. November 2016 ist zu 

entnehmen, dass aufgrund der unfallkausalen Befunde ein ausschliesslich 

stehender Einsatz, der Einsatz auf Leitern und Gerüsten oder in unebenem 

Gelände orthopädisch-traumatologisch nicht mehr zumutbar sei. Da dies 

ein Grossteil der Tätigkeit eines Allrounders in der angestammten Stellung 

des Beschwerdeführers darstelle, sei sicher (viel) mehr als 50 % der 

damaligen Berufsausübung nicht mehr zumutbar (Bg-act. B39 S. 15). 

Daraus wird ersichtlich, dass die gesundheitlich bedingten 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-75
http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-75
http://links.weblaw.ch/de/9C_708/2009
http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-75

- 18 -

Einschränkungen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in einer 

vorwiegend stehenden Tätigkeit haben. Die Tätigkeit in der 

Personaldienstleistung beurteilte Dr. med. F._____ hingegen als optimal. 

Der Hinweis von Dr. med. F._____, wonach dabei die obgenannten 

Belastungslimiten eingehalten werden müssten, rechtfertigt – entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers – keinen Leidensabzug. Denn 

gleichzeitig hielt Dr. med. F._____ fest, dass der Einsatz vollschichtig und 

mit voller Leistung zumutbar sei (Bg-act. B39 S. 15), womit er offenbar 

davon ausging, dass in einer solchen Tätigkeit die Belastungslimiten 

grundsätzlich eingehalten werden können. Dies erscheint auch 

nachvollziehbar, ist bei einer Tätigkeit als Personaldienstleister weder 

ausschliesslich stehender Einsatz, der Einsatz auf Leitern und Gerüsten 

oder in unebenem Gelände gefragt. Es ist damit nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen ist, dass der 

Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Personaldienstleister über eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit verfügt, deren zumutbare Verwertbarkeit auf 

dem Arbeitsmarkt zu bejahen ist. Anhaltspunkte für persönliche 

einkommensbeeinflussende Merkmale (Alter, Dienstjahre, Nationalität, 

etc.) gibt es ebenfalls keine, weshalb sich auch in diesem Bereich kein 

Abzug rechtfertigt. Mit der Beschwerdegegnerin ist damit festzustellen, 

dass der Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit ausüben könnte, ohne 

dass ein Arbeitgeber nennenswerte gesundheitlich bedingte 

Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. Damit hat 

die Beschwerdegegnerin die Gewährung eines Leidensabzugs zu Recht 

verneint.

5.8. Nach dem Ausgeführten ist von einem Invalideneinkommen von 

Fr. 69'569.80 auszugehen. 

6. In einem nächsten Schritt ist das Valideneinkommen zu bestimmen, 

welches zwischen den Parteien ebenfalls strittig ist. Uneinig sind sich die 

- 19 -

Parteien namentlich darüber, welcher Betrag für den 13. Monatslohn sowie 

die Überstundenentschädigung zu berücksichtigen ist und ob das 

Einkommen des Beschwerdeführers aus seiner Skilehrernebentätigkeit 

anzurechnen ist. Nicht strittig ist demgegenüber, dass der Naturallohn in 

Höhe von Fr. 4'197.50 zum Valideneinkommen gehört. 

6.1. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns – 

vorliegend im Jahr 2013 – nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 134 V 322 

E.4.1). In der Praxis bildet das vor dem Eintritt der zur Invalidität führenden 

Arbeitsunfähigkeit erzielte, tatsächlich bezogene Einkommen häufig 

Anhalts- und Ausgangspunkt, da nach empirischer Feststellung in der 

Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden 

wäre. Bei der Bestimmung dieses zuletzt erzielten Einkommens sind 

sämtliche Erwerbseinkommen (auch etwa Nebeneinkünfte oder 

regelmässig geleistete Überstunden), für welche eine AHV-Beitragspflicht 

besteht, zu berücksichtigen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 

Zürich/Basel/Genf 2015, N 28 f. zu Art. 16 ATSG).

6.2. Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 4. Dezember 2017 für das Valideneinkommen vom ermittelten 

versicherten Verdienst aus, welchen sie in der Höhe von Fr. 61'263.30 

festsetzte. Dabei stellte sie auf einen Monatslohn von Fr. 3'900.--, welchen 

sie auf ein Jahr aufrechnete, einen anteilmässigen 13. Monatslohn von 

Fr. 2'925.--, eine Entschädigung für ab dem 1. Juli 2011 geleistete 

Überstunden von Fr. 7'340.80 sowie einen Naturallohn von Fr. 4'197.50 ab. 

Demgegenüber rechnete sie den Verdienst aus dem Nebenerwerb des 

Beschwerdeführers als Skilehrer nicht zum versicherten Verdienst hinzu 

(vgl. Bg-act. A90 S. 4).

- 20 -

6.3. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang geltend, der 

13. Monatslohn sei nicht nur anteilsmässig für die Zeitspanne vom 1. Juli 

2011 bis 11. Dezember 2011 (recte: 18. Dezember 2011), sondern voll zu 

Fr. 3'900.-- aufzurechnen. Sodann stünde ihm für die Überstunden gestützt 

auf die Vereinbarung zwischen ihm und der C._____ AG vom 25. Februar 

2016 ein Betrag von Fr. 9'500.-- brutto zu. Überdies sei der 

durchschnittliche Skilehrerlohn von mindestens Fr. 9'900.-- zusätzlich zum 

versicherten Verdienst hinzuzurechnen, da dasjenige Einkommen 

massgebend sei, das eine invalide Person erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre, wozu der Skilehrerlohn zwingend gehöre (vgl. 

Beschwerdeschrift S. 6 ff.).

6.4. Im Allgemeinen ist vorab festzuhalten, dass der versicherte Verdienst, der 

sich nach dem vor Eintritt des Risikos erzielten Einkommen richtet, nicht 

identisch mit dem hypothetisch ohne Unfall erzielten Einkommen im Sinne 

des Valideneinkommens nach Art. 16 ATSG ist. Insbesondere werden 

beim versicherten Verdienst – im Gegensatz zum Valideneinkommen – 

lohnmässige Entwicklungen nach Eintritt des versicherten Risikos, wie 

etwa Karriereschritte oder die allgemeine Lohnentwicklung, grundsätzlich 

nicht berücksichtigt (DOROTHEA RIEDI HUNOLD, UVG – Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, KOSS - Kommentar zum Schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, Bern 2018, N 5 zu Art. 15 UVG).

6.5. Der Beschwerdeführer war vom 19. April 2010 bis zum 30. Juni 2011 bei 

der G._____ AG angestellt. In der Folge wurde sein Arbeitsverhältnis von 

der C._____ AG übernommen, bei welcher er vom 1. Juli 2011 bis zum 

31. Mai 2013 als Allrounder angestellt war (Bf-act. 3 und 4; Bg-act. A19). 

Aus den Arbeitsverträgen vom 19. April 2010 bzw. 2. August 2011 geht 

hervor, dass der Beschwerdeführer bei der G._____ AG sowie der C._____ 

AG zu einem Pensum von 80 % resp. 36 Stunden pro Woche als Allrounder 

angestellt war und dabei einen Festlohn von monatlich Fr. 3'900.-- brutto 

- 21 -

verdiente (Bf-act. 3 und 4). Zudem war der Beschwerdeführer gemäss 

Arbeitsvertrag vom 12. Oktober 2011 bei der Sportschule D._____ für die 

Wintersaison 2011/2012 als Skilehrer tätig (Bf-act. 5). 

6.6. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer bei der 

C._____ AG einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 3'900.-- bzw. einen 

Jahreslohn von Fr. 46'800.-- erwirtschaftete. Soweit die 

Beschwerdegegnerin einen anteilsmässigen 13. Monatslohn von 

Fr. 2'925.-- angerechnet hat, handelt es sich dabei – entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers – nicht um einen pro rata-Anspruch 

des 13. Monatslohnes von Juli 2011 bis Dezember 2011, sondern um den 

anteilmässigen Anspruch gemäss dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag des 

Gastgewerbes, Stand 1. Januar 2010 (L-GAV 2010). Gemäss 

Arbeitsvertrag vom 2. August 2011 richtet sich der Minimalanspruch auf 

den 13. Monatslohn nach den jeweils geltenden Bestimmungen des L-GAV 

2010. Nach Art. 12 L-GAV 2010 hat der Mitarbeiter Anspruch auf einen 

13. Monatslohn im folgenden Ausmass: 50 % eines Bruttomonatslohnes ab 

Beginn des siebten Anstellungsmonats; 75 % eines Bruttomonatslohnes ab 

Beginn des zweiten Anstellungsjahres; 100 % eines Bruttomonatslohnes 

ab Beginn des dritten Anstellungsjahres. Die von der Beschwerdegegnerin 

berücksichtigten Fr. 2'925.-- entsprechen 75 % des monatlichen 

Bruttolohnes von Fr. 3'900.--. Damit geht die Beschwerdegegnerin davon 

aus, dass sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls im 

Dezember 2011 im zweiten Anstellungsjahr befunden hat. Dies erscheint 

auch korrekt, nachdem das ursprüngliche Arbeitsverhältnis mit der 

G._____ AG von der C._____ AG am 1. Juli 2011 offensichtlich 

übernommen wurde. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 

ist nun aber beim Valideneinkommen darauf abzustellen, was der 

Versicherte bei Weiterführung der Tätigkeit im Gesundheitsfall verdient 

hätte. Dies im Unterschied zur Berechnung des versicherten Verdiensts für 

die Bemessung der Rente – sollte ein Anspruch auf eine solche bestehen 

- 22 -

–, wofür der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn 

massgebend ist (Art. 15 Abs. 2 UVG). Aus diesem Grund ist vorliegend für 

den 13. Monatslohn von 100 % eines Bruttomonatslohnes auszugehen, 

hätte der Beschwerdeführer ab dem dritten Anstellungsjahr im Jahr 2013 

ohne weiteres einen Anspruch auf diesen gehabt. Damit ist für das 

Valideneinkommen ein 13. Monatslohn in Höhe von Fr. 3'900.-- zu 

berücksichtigen. 

6.7. Im Weiteren ist zwischen den Parteien strittig, ob der Lohn, welcher der 

Beschwerdeführer bei der Sportschule D._____ als Skilehrer verdiente, für 

das Valideneinkommen zu berücksichtigen ist.

 

Der Beschwerdeführer arbeitete seit der Saison 2006/2007 jede 

Wintersaison bis zu seinem Unfall am 18. Dezember 2011 als Skilehrer bei 

der Sportschule D._____ (vgl. Bf-act. 5 und 6). Aufgrund der vorliegenden 

im Unfallzeitpunkt bereits mehrere Jahre ausgeübten Nebenbeschäftigung 

ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese ohne den Unfall 

weiterhin in den jeweiligen Wintersaisons ausgeübt hätte. Aus diesem 

Grund ist der Skilehrerlohn – entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin – beim Valideneinkommen zu berücksichtigen. 

Aufgrund dessen, dass der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2011 

bereits anfangs der Saison 2011/2012 ausfiel, kann vorliegend nicht auf 

den Lohn der Saison 2011/2012 abgestellt werden. Ebenso ergibt sich aus 

den Akten, dass der Beschwerdeführer in der Saison 2010/2011 viele 

Ausbildungstage absolvierte, an welchen er keinen Unterricht erteilen 

konnte (vgl. Bg-act. A79), weshalb es sich nicht rechtfertigt nur auf diese 

Saison abzustellen. Vielmehr ist vor diesem Hintergrund auf den 

Durchschnitt sämtlicher fünf Wintersaisons vor dem Unfall abzustellen, 

mithin auf den Lohn der Saisons 2006/2007, 2007/2008, 2008/2009, 

2009/2010 sowie 2010/2011, zumal ein Skilehrerlohn auch starken 

Schwankungen unterliegt. Insbesondere hängt die Anzahl der Arbeits- oder 

- 23 -

Unterrichtstage wesentlich von Wetter- und Schneeverhältnissen, der 

Hoch- und Zwischensaison, der Anzahl der Gäste und 

Unterrichtsteilnehmenden ab (BGE 128 V 298 E.3b). Aus den 

Lohnkontoblättern der Sportschule D._____ ergibt sich – unter 

Ausklammerung der Lohnfortzahlung jeweils im September – ein AHV-

Bruttolohn von Fr. 8'649.80 für die Saison 2006/2007, von Fr. 9'387.80 für 

die Saison 2007/2008, von Fr. 7'610.40 für die Saison 2008/2009, von 

Fr. 5'538.50 für die Saison 2009/2010 und von Fr. 4'406.90 für die Saison 

2010/2011 (Bf-act. 6). Daraus resultiert ein AHV-Durchschnittsbruttolohn 

von Fr. 7'118.68. Dieses Einkommen ist bei der Ermittlung des 

Valideneinkommens ebenfalls zu berücksichtigen. 

6.8. Schliesslich sind sich die Parteien uneinig, ob in Bezug auf das 

Valideneinkommen der Betrag von Fr. 7'340.80 oder von Fr. 9'500.-- für die 

Überstundenentschädigung zu beachten ist. Diese Frage kann vorliegend 

offen gelassen werden. Denn selbst wenn der vom Beschwerdeführer 

geltend gemachte höhere Betrag von Fr. 9'500.-- zur Ermittlung des 

Valideneinkommens herangezogen werden würde und dementsprechend 

von einem der Nominallohnentwicklung angepassten Valideneinkommen 

von Fr. 72'665.-- ((Fr. 46'800.-- + Fr. 3'900.-- + Fr. 7'118.68 + Fr. 4'197.50 

+ Fr. 9'500.--) x 1.008 x 1.008) ausgegangen würde, ergäbe sich daraus 

lediglich ein Invaliditätsgrad von rund 4 % ([Fr. 72'665.-- ./. Fr. 69'569.80] x 

100 / Fr. 72'665.--), womit immer noch kein Rentenanspruch nach UVG 

bestünde. 

6.9. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin einen 

Anspruch auf eine Rente nach UVG zu Recht verneint hat.

7. Damit bleibt noch zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den versicherten 

Verdienst für die ausgerichteten Taggelder korrekt berechnet hat.

- 24 -

7.1. Gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG werden Taggelder nach dem versicherten 

Verdienst bemessen. Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der 

Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). 

Dies kann ein Monats-, Wochen- oder Stundenlohn sein. Zudem werden 

noch nicht ausbezahlte Lohnbestandteile, auf welche ein Rechtsanspruch 

besteht, hinzugerechnet (Art. 22 Abs. 3 UVV). Unter Letzteres fallen etwa 

die anteilsmässig erworbenen Ansprüche auf Bezahlung eines 13. 

Monatslohns oder Ferienentschädigung. Der so ermittelte Lohn wird auf ein 

Jahr aufgerechnet (RIEDI HUNOLD, a.a.O., N 11 zu Art. 15 UVG). 

7.2. Abs. 3 von Art. 15 UVG ermächtigt den Verordnungsgeber, den 

versicherten Verdienst in Sonderfällen zu regeln. Von dieser Bestimmung 

hat der Bundesrat in Art. 22-24 UVV Gebrauch gemacht. Unter Vorbehalt 

der in Art. 22 Abs. 2 lit. a - d UVV genannten – und im vorliegenden Fall 

nicht zu interessierenden – Abweichungen entspricht der versicherte 

Verdienst dem nach der Bundesgesetzgebung über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) massgebenden Lohn. Als 

für die Berechnung der AHV-Beiträge massgebender Lohn gilt nach Art. 5 

Abs. 2 AHVG jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte 

oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst 

auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, 

Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche 

Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil 

des Arbeitsentgeltes darstellen. Gemäss Art. 7 lit. a der Verordnung über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) gehören 

Entschädigungen für Überzeitarbeit zum massgebenden Lohn.

7.3. Wie bereits unter E.6.6. vorstehend festgehalten, ist unbestritten, dass der 

Beschwerdeführer bei der C._____ AG im Unfallzeitpunkt einen 

monatlichen Bruttolohn von Fr. 3'900.-- bzw. einen Jahreslohn von 

Fr. 46'800.-- erwirtschaftete. Nebst dem Monatslohn ist beim versicherten 

- 25 -

Verdienst zudem der anteilsmässig erworbene Anspruch auf Bezahlung 

des 13. Monatslohnes zu berücksichtigen. Im Gegensatz zum 

Valideneinkommen ist hierfür der erworbene Anspruch per Unfallzeitpunkt 

massgebend und sind Entwicklungen nach Eintritt des versicherten Risikos 

nicht zu beachten (vgl. E.6.4. vorstehend). Der Beschwerdeführer befand 

sich im Dezember 2011 im zweiten Anstellungsjahr, womit ihm gemäss 

Art. 12 L-GAV 2010 75 % eines Bruttomonatslohnes als 13. Monatslohn 

zusteht. Die Beschwerdegegnerin hat damit zur Berechnung des 

versicherten Verdiensts zu Recht nur einen Betrag von Fr. 2'925.-- als 13. 

Monatslohn berücksichtigt. 

7.4. Im Weiteren ist fraglich und zu prüfen, ob der Lohn, den der 

Beschwerdeführer im Rahmen seiner Nebenbeschäftigung als Skilehrer 

erzielte, als versicherter Verdienst gilt. Die Beschwerdegegnerin verneinte 

dies im angefochtenen Einspracheentscheid mit der Begründung, wonach 

zum Zeitpunkt des Unfalls für den Beschwerdeführer keine NBU-Deckung 

über die Nebentätigkeit als Skilehrer bestanden habe (Bg-act. A90 S. 4).

7.4.1. Vorliegend ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich beim Unfall 

vom 18. Dezember 2011 um einen Nichtberufsunfall handelte. In Art. 23 

UVV ist der massgebende Lohn für das Taggeld in Sonderfällen geregelt. 

Gemäss Art. 23 Abs. 5 UVV (in der bis zum 1. Januar 2017 gültigen 

Fassung) ist der Gesamtlohn massgebend, sofern die versicherte Person 

bei mehr als einem Arbeitgeber beschäftigt war. In der Vergangenheit kam 

es immer wieder zu Differenzen darüber, wie diese Norm auszulegen ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2012 vom 4. März 2013). 

Rechtsprechungsgemäss galt bisher, dass nur Löhne, auf welchen 

Beiträge zur Finanzierung des versicherten Risikos erhoben worden sind, 

zum massgebenden Lohn gehören (BGE 126 V 26 E.3c). Dies ist 

namentlich bei Nichtberufsunfällen von Bedeutung, wenn die versicherte 

Person neben ihrer Haupterwerbstätigkeit noch eine 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-26%3Ade&number_of_ranks=0#page26

- 26 -

Nebenerwerbstätigkeit im Umfang von weniger als acht Stunden ausübt 

(ANDRÉ PIERRE HOLZER, Der versicherte Verdienst in der obligatorischen 

Unfallversicherung, SZS 2010, Heft Nr. 3, S. 218).

7.4.2. Per 1. Januar 2017 ist der neue Art. 23 Abs. 5 UVV in Kraft getreten mit 

folgendem Wortlaut: "War der Versicherte vor dem Unfall bei mehr als 

einem Arbeitgeber tätig, so ist der Gesamtlohn aus allen 

Arbeitsverhältnissen massgebend, unabhängig davon, ob diese 

Arbeitsverhältnisse eine Deckung nur bei Berufsunfällen oder auch bei 

Nichtberufsunfällen begründet haben. Diese Bestimmung gilt auch für die 

freiwillige Versicherung." Mit dieser per 1. Januar 2017 in Kraft getretenen 

Ergänzung der Norm wurde nun die Abgrenzung der berufs- und 

nichtberufsunfallversicherten Arbeitsverhältnisse geklärt. Die 

Rechtsprechung nach BGE 126 V 26 E.3c, wonach bei Nichtberufsunfällen 

jene Einkommen unberücksichtigt blieben, welche im Rahmen von 

Kleinstspesen erzielt wurden und keinen Versicherungsschutz für 

Nichtberufsunfälle boten, ist damit obsolet geworden (RIEDI HUNOLD, 

a.a.O., N 19 zu Art. 15 UVG). 

7.4.3. Grundsätzlich finden auf das vorliegende Beschwerdeverfahren noch die 

bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung (vgl. E.3 

vorstehend). In seinem Entscheid vom 4. März 2013 hat das Bundesgericht 

betreffend Auslegung von Art. 23 Abs. 5 UVV festgehalten, dass eine 

laufende Gesetzesrevision bei der Auslegung einer Norm des geltenden 

Rechts in gewissen Fällen berücksichtigt werden könne. Dies gelte aber 

nur, wenn das geltende System nicht grundsätzlich geändert, sondern nur 

eine Konkretisierung des bestehenden Rechtszustands angestrebt wird 

oder Lücken des geltenden Rechts ausgefüllt werden sollen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_297/2012 vom 4. März 2013 E.7.2.4). Im Zeitpunkt des 

besagten Entscheids war allerdings noch nicht absehbar, ob das Gesetz 

tatsächlich abgeändert wird. Da im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 

- 27 -

vom 4. Dezember 2017 klar war, dass die vorliegend massgebende 

Bestimmung sich tatsächlich per 1. Januar 2017 geändert hat und es sich 

bei der geänderten Norm um eine Konkretisierung des bisherigen 

Rechtszustandes durch eine Ergänzung im Wortlaut handelt, erscheint es 

vorliegend gerechtfertigt, für die Auslegung der hier noch zur Anwendung 

kommenden Bestimmung von Art. 23 Abs. 5 UVV bereits die künftige 

Änderung zu berücksichtigen. 

7.4.4. Nachdem der neue Wortlaut von Art. 23 Abs. 5 UVV nun klar festhält, dass 

der Gesamtlohn aus allen Arbeitsverhältnissen massgebend ist, 

unabhängig davon, ob diese Arbeitsverhältnisse eine Deckung nur bei 

Berufsunfällen oder auch bei Nichtberufsunfällen begründet haben, 

bedeutet dies, dass vorliegend der Verdienst aus der Skilehrertätigkeit 

unabhängig der Wochenarbeitszeit für den Gesamtlohn zu berücksichtigen 

ist. Damit erübrigen sich Ausführungen zur Wochenarbeitszeit des 

Beschwerdeführers in seiner Nebentätigkeit. 

7.4.5. Bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers als Skilehrer handelt es sich um 

eine Saisonbeschäftigung. Die Anzahl der Arbeits- oder Unterrichtstage 

hängt – wie bereits vorstehend festgehalten (vgl. E.6.7.) – wesentlich von 

den Wetter- und Schneeverhältnissen, der Hoch- oder Zwischensaison, der 

Anzahl der Gäste und Unterrichtsteilnehmenden ab. Damit unterliegt der 

Lohn eines Skilehrers starken Schwankungen, sodass – auch bei einer 

Saisonbeschäftigung – in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV auf einen 

angemessenen Durchschnittslohn pro Tag abzustellen ist (BGE 128 V 298 

E.3b).

7.4.6. Der Arbeitsvertrag mit der Sportschule D._____ wurde am 12. Oktober 

2011 unterzeichnet und für die Wintersaison 2011/2012 abgeschlossen 

(Bf-act. 5). Massgebend für die nach der abstrakten Methode erfolgende 

Berechnung des Taggeldes ist nicht der mutmasslich entgangene 

- 28 -

Verdienst, sondern jener, den die versicherte Person vor dem Unfall 

bezogen hat. Das gilt grundsätzlich auch für die in Art. 23 UVV geregelten 

Sonderfälle (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 1. September 2009 E.2.3). Bis zum Unfall vom 18. Dezember 

2011 konnte der Beschwerdeführer seine Tätigkeit in der Saison 

2011/2012 nur gerade eine kurze Zeit ausüben, mithin gemäss der 

Tagesaufschlüsselung der Arbeitgeberin gerade mal an einem halben Tag 

(Bg-act. A77). Da der Beschwerdeführer bereits in der Wintersaison vor 

dem Unfall als Skilehrer für die Sportschule D._____ tätig war, bietet sich 

als Bezugsgrösse für die Bestimmung des Durchschnittslohnes der in der 

Saison 2010/2011 erzielte Verdienst an. Soweit der Beschwerdeführer 

diesbezüglich die Auffassung vertritt, er habe in der Saison 2010/2011 

zahlreiche Ausbildungstage absolviert, welche er in der Saison 2011/2012 

als zusätzliche Skilehrertage entschädigt erhalten hätte, ist dem 

entgegenzuhalten, dass für die Berechnung der Taggelder eben gerade 

nicht der mutmasslich entgangene Verdienst entscheidend ist, sondern 

derjenige vor dem Unfall. Der Tagesaufschlüsselung der Sportschule 

D._____ für den Zeitraum Dezember 2010 bis April 2011 ist zu entnehmen, 

dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit 12 Halbtage und 17 Ganztage 

als Skilehrer unterrichtet hatte (Bg-act. A77). Gemäss der Auskunft der 

Sportschule D._____ gegenüber der Beschwerdegegnerin werden die 

Skilehrer für einen halben Tag mit Fr. 95.-- und für einen ganzen Tag mit 

Fr. 180.-- entlöhnt (Bg-act. A77). Folglich resultiert eine Entschädigung von 

Fr. 1'140.-- (12 x Fr. 95.--) + Fr. 3'060.-- (17 x Fr. 180.--), was für die Zeit 

vom 1. Dezember 2010 bis 30. April 2011 einen Verdienst von Fr. 4'200.-- 

ergibt. Diese Summe ist nun durch die Anzahl der damit abgegoltenen 

Kalendertage von insgesamt 151 (31 Tage + 31 Tage + 28 Tage + 31 Tage 

+ 30 Tage) zu teilen, was einen Durchschnittslohn von Fr. 27.80 pro Tag 

(Fr. 4'200.-- / 151 Tage) ergibt. Umgerechnet auf ein Jahr resultiert 

demnach ein versicherter Verdienst für die Skilehrertätigkeit von 

Fr. 10'147.-- (Fr. 27.80 x 365 Tage). 

- 29 -

7.5. Schliesslich gilt es noch zu prüfen und ist zwischen den Parteien strittig, 

welcher Betrag für die Überstundenentschädigung beim versicherten 

Verdienst zu berücksichtigen ist. Während der Beschwerdeführer eine 

Überstundenentschädigung von Fr. 9'500.-- geltend macht, stellte die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auf einen 

Betrag von Fr. 7'340.80 ab.

7.5.1. Hinsichtlich der streitigen Überstundenentschädigung ist vorab 

festzuhalten, dass ein erst nach Eintritt des versicherten Ereignisses 

effektiv ausgerichteter und verabgabter Verdienst nur dann als vor dem 

Unfall bezogener Lohn zu gelten hat, sofern er für den massgebenden 

Zeitraum vor dem Unfallereignis bestimmt war und ein diesbezüglicher 

Rechtsanspruch ausgewiesen ist (Urteil des eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 294/99 vom 16. Februar 2001 E.4b mit Hinweis 

auf RKUV 1995 Nr. U 226 S. 188 E.4b). Der Rechtsanspruch auf 

Vergütung der Überstunden entsteht, wenn sie geleistet werden (vgl. Urteil 

des eidgenössischen Versicherungsgerichts U 469/05 vom 2. Februar 

2006 E.4.2). Demzufolge fallen Überstunden, die vom Beschwerdeführer 

nach dem Unfallzeitpunkt vom 18. Dezember 2011 geleistet wurden bzw. 

Entschädigungen für diese von Vornherein für die Berechnung des 

versicherten Verdienstes ausser Betracht. 

7.5.2. Vorliegend befinden sich zwei Vereinbarungen zwischen dem 

Beschwerdeführer und der C._____ AG betreffend 

Überstundenentschädigung in den Akten. Die eine Vereinbarung datiert 

vom 31. August 2012. Mittels dieser wurde eine Forderung des 

Beschwerdeführers betreffend Entschädigung von 296 Überstunden mit 

einer Forderung der C._____ AG aus zu viel bezahltem Lohn verrechnet 

(vgl. Bg-act. A82). In welchem Zeitraum diese Überstunden entstanden 

sind, ist der Vereinbarung nicht zu entnehmen. Die zweite Vereinbarung 

- 30 -

datiert vom 25. Februar 2016 und enthält die Anerkennung der C._____ 

AG, wonach der Beschwerdeführer für die G._____ AG sowie die C._____ 

AG im Zeitraum vom 19. April 2010 bis zum 18. Dezember 2011 

Überstunden in der Höhe von rund 550 Stunden geleistet haben soll. Der 

Vereinbarung ist ebenfalls zu entnehmen, dass rund die Hälfte der 

Überstunden bereits abgerechnet worden sei, weshalb die C._____ AG 

dem Beschwerdeführer noch einen Betrag von Fr. 9'500.-- brutto schulde 

(Bf-act. 8). Auch aus dieser Vereinbarung geht nicht hervor, welche 

angefallenen Überstunden mit diesem Betrag entschädigt werden sollen. 

Der Betrag von Fr. 9'500.-- brutto wurde dem Beschwerdeführer 

schliesslich mit der Lohnabrechnung März 2016 ausbezahlt (Bg-act. A82). 

Aus der E-Mail der C._____ AG vom 3. Januar 2017 an die 

Beschwerdegegnerin geht alsdann hervor, dass die C._____ AG lediglich 

zweimal Überstunden ausbezahlt bzw. verrechnet habe, namentlich einmal 

mit der Vereinbarung vom 31. August 2012 sowie der Vereinbarung vom 

25. Februar 2016 (Bg-act. A82). Soweit damit die Vereinbarung vom 

25. Februar 2016 festhält, dass rund die Hälfte der Überstunden bereits 

abgerechnet worden seien, muss damit folglich der verrechnete Betrag von 

Fr. 7'340.80 für 296 Überstunden in der Vereinbarung vom 31. August 

2012 gemeint sein.

7.5.3. Soweit die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang vorbringt, es 

seien lediglich die Überstunden ab Juli 2011 zu berücksichtigen, da der 

Beschwerdeführer erst seit diesem Zeitpunkt bei der C._____ AG angestellt 

sei, steht dieser Einwand im Widerspruch zu ihren Ausführungen 

betreffend 13. Monatslohn, wo die Beschwerdegegnerin auf das zweite 

Anstellungsjahr abstellt und damit offensichtlich von einem einzigen 

Arbeitsverhältnis seit 19. April 2010 ausgeht (vgl. E.6.6. vorstehend). Diese 

Ansicht erscheint denn auch gerechtfertigt, nachdem die C._____ AG das 

Arbeitsverhältnis von der G._____ AG übernommen hat und offenbar auch 

sämtliche vom Beschwerdeführer bis Ende Juni 2011 geleisteten 

- 31 -

Überstunden dannzumal nicht abgerechnet wurden. Dies ergibt sich u.a. 

daraus, dass in der Vereinbarung vom 25. Februar 2016 zwischen dem 

Beschwerdeführer und der C._____ AG ein Vergleich betreffend 

Überstunden ab der Zeit vom 1. April 2010 geschlossen wurde. Folglich ist 

damit von einem einzigen Arbeitsverhältnis auszugehen und ist 

nachfolgend der Rechtsanspruch des Beschwerdeführers auf Vergütung 

von seit April 2010 bis 17. Dezember 2011 akkumulierten und noch nicht 

ausbezahlten Überstunden zu ermitteln.

7.5.4. Die Vereinbarung vom 25. Februar 2016 spricht von rund 550 geleisteten 

Überstunden im Zeitraum vom 1. April 2010 bis zum 18. Dezember 2011 

(Bf-act. 8). Demgegenüber ist der Abrechnung von H._____ (einst 

Einzelzeichnungsberechtigter für die G._____ AG [vgl. HR-Auszug 

abrufbar auf www.zefix.ch]) und I._____ (einst kollektiv zu zweien 

Zeichnungsberechtigter für die C._____ AG [vgl. HR-Auszug abrufbar auf 

www.zefix.ch]) per 18. Dezember 2011 ein Mehrstundensaldo von 367.99 

Stunden zu entnehmen (vgl. "Total Überzeit per 18. Dezember 2011" auf 

der Überzeitabrechnung in Bg-act. A29). Im Nachfolgenden ist damit zu 

prüfen, wie viele Überstunden bis zum Unfall vom 18. Dezember 2011 

aufgelaufen sind. Ausgehend von einer 36-Stunden-Woche gemäss 

Arbeitsvertrag und 52 Wochen pro Jahr sowie unter Berücksichtigung von 

fünf Wochen Ferien und sechs Feiertagen pro Jahr ergibt sich eine jährliche 

Sollarbeitszeit von 1'649 Stunden resp. eine tägliche Sollarbeitszeit von 

4.52 Stunden. Gestützt darauf sowie den bei den Akten liegenden 

Stundenabrechnungen des Beschwerdeführers (vgl. 

Stundenabrechnungen April 2010 bis Dezember 2011 in Bg-act. A76) 

ergeben sich für den massgebenden Zeitraum folgende Soll- und Ist-

Arbeitszeiten:

Monate Soll Ist
19.4.10 – 30.4 10 54 86

- 32 -

Mai 2010 140 201.75

Juni 2010 135.6 184

Juli 2010 140 188.50

August 2010 140 156.50

September 2010 135.6 222.50

Oktober 2010 140 203.75

November 2010 135.6 101.30

Dezember 2010 140 85

Januar 2011 140 133.20

Februar 2011 126.56 48.25

März 2011 140 8.8

April 2011 135.6 130.75

Mai 2011 140 155.75

Juni 2011 135.6 123.75

Juli 2011 140 193.50

August 2011 140 212.25

September 2011 135.6 135.75

Oktober 2011 140 156.5

November 2011 135.6 272.75

1.12.11- 17.12.11 76.84 87.5

Total 2'746.60 3'088.05

Aus der obgenannten Tabelle wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer 

per Unfallzeitpunkt am 18. Dezember 2011 einen aufgelaufenen 

Überstundensaldo von 341.45 Stunden (3'088.05 ./. 2'746.60) aufwies, 

welchen er noch nicht mittels Freizeit kompensieren konnte. Folglich 

müssen sich die in der Vereinbarung vom 25. Februar 2016 erwähnten 550 

Überstunden entgegen dem Wortlaut der Vereinbarung wohl auf das 

gesamte Arbeitsverhältnis vom 19. April 2010 bis 31. Mai 2013 beziehen, 

was denn auch sowohl aus der Abrechnung der Arbeitgeberinnen (vgl. 

Überzeitabrechnung in Bg-act. A29) als auch der Aufstellung des 

- 33 -

Beschwerdeführers in seinem Schreiben vom 30. September 2013 an die 

C._____ AG (Bg-act.  A34) hervorgeht. Davon ausgehend, dass für 550 

Überstunden eine Entschädigung von insgesamt Fr. 16'840.80 

(Fr. 7'340.80 + Fr. 9'500.--) geleistet wurde, ist für die per 18. Dezember 

2011 aufgelaufenen 341.45 Überstunden von einem 

Entschädigungsbetrag in Höhe von Fr. 10'455.10 auszugehen. 

7.6. Insgesamt berechnet sich der versicherte Verdienst für die Bemessung der 

Taggelder nach dem Ausgeführten wie folgt: Zum Grundjahresbruttolohn 

von Fr. 46'800.-- ist der anteilmässige 13. Monatslohn von              Fr. 

2'925.--, der durchschnittliche Skilehrerlohn in Höhe von Fr. 10'147.--, die 

Überstundenentschädigung von Fr. 10'455.10 sowie der unbestritten 

gebliebene Naturallohn von Fr. 4'197.50 hinzuzurechnen. Daraus resultiert 

ein versicherter Verdienst von Fr. 74'524.60. Demzufolge ist die 

Beschwerdegegnerin anzuweisen, den versicherten Verdienst auf 

Fr. 74'524.60 festzusetzen. Von diesem Verdienst aus sind die Taggelder 

neu zu berechnen.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente nach UVG zu Recht 

verneint hat, hingegen den versicherten Verdienst zur Bemessung der 

Taggelder nicht korrekt ermittelt hat. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 erweist sich demzufolge in 

Bezug auf die Höhe des versicherten Verdienstes zur Bemessung der 

Taggelder als nicht rechtens, was zur teilweisen Gutheissung der 

Beschwerde führt. Im Übrigen ist die Beschwerde jedoch abzuweisen.

9.1. Gerichtskosten werden keine erhoben, weil das Beschwerdeverfahren vor 

dem kantonalen Versicherungsgericht – ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung – nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. 

- 34 -

9.2. Ein Anspruch auf Parteientschädigung besteht gemäss Art. 61 lit. g ATSG 

bei Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Diese wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Ein Anspruch auf 

Entschädigung besteht auch bei bloss teilweisem Obsiegen (vgl. BGE 117 

V 407). Massgebend ist, ob die Rechtsstellung der Partei durch den 

Entscheid "verbessert" wird, wobei auf die im Beschwerdeverfahren 

festgestellten Anträge Bezug genommen wird (vgl. BGE 132 V 215 E.6.2). 

Vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung ist dem Beschwerdeführer 

vorliegend eine volle Parteientschädigung zuzusprechen, da er bezüglich 

der Höhe des versicherten Verdienstes zur Bemessung der Taggelder mit 

seinem Begehren durchdringt und damit seine Rechtsstellung verbessert 

wird. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte dem Gericht am 

18. Juni 2018 eine Honorarrechnung für seine anwaltlichen Aufwendungen 

im Zeitraum vom 1. März 2016 bis 18. Juni 2018 in der Höhe von Fr. 

9'722.50 (35.75 Stunden à Fr. 240.-- zuzüglich 5 % Spesenpauschale und 

zuzüglich MWST) ein. Die Honorarnote ist unterteilt in Aufwendungen für 

das Vorverfahre/Einspracheverfahren bis zum 8. Dezember 2017 sowie die 

Aufwendungen für das Beschwerdeverfahren ab 15. Januar 2018. Die 

Honorarrechnung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers umfasst 

demnach auch seine anwaltlichen Aufwendungen für das 

Einspracheverfahren. In Art. 52 Abs. 3 ATSG ist bestimmt, dass das 

Einspracheverfahren kostenlos ist und Parteientschädigungen in der Regel 

nicht ausgerichtet werden. Da vorliegend besondere Umstände weder 

ersichtlich sind noch geltend gemacht werden, aufgrund welcher es sich 

von der gesetzlichen Regelung abzuweichen rechtfertigen würde, ist die 

Honorarnote entsprechend zu kürzen (vgl. KIESER, ATSG-Kommentar, 

a.a.O, N 66 zu Art. 52 ATSG). Entschädigungsrelevant sind damit alle 

Positionen mit Datum vom oder nach dem 4. Dezember 2017 (Datum des 

Einspracheentscheids). Der anwaltlich geltend gemachte Aufwand beträgt 

- 35 -

ab diesem Zeitpunkt 10.25 Stunden à Fr. 240.--, somit Fr. 2'460.--. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht alsdann Pauschalspesen 

im Umfang von 5 % geltend. Solche werden gemäss der 

verwaltungsrechtlichen Praxis allerdings maximal im Umfang von 3 % des 

festgelegten Honorars nach Zeitaufwand zugesprochen (vgl. VGU R 17 64) 

und sind damit entsprechend zu kürzen. Folglich resultiert eine 

Parteientschädigung von Fr. 2'728.90 (bestehend aus Fr. 2'460.-- 

Aufwandentschädigung plus 3 % Spesenpauschale [Fr. 73.80] plus 7.7 % 

MWST [Fr. 195.10]). Die Beschwerdegegnerin hat demnach den 

Beschwerdeführer aussergerichtlich mit Fr. 2'728.90 (inkl. MWST) zu 

entschädigen. Die Beschwerdegegnerin kann als Versicherungsträgerin 

keine Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 wird bezüglich der Höhe des 

versicherten Verdienstes zur Bemessung der Taggelder aufgehoben. Die 

B._____ AG wird angewiesen, den versicherten Verdienst auf 

Fr. 74'524.60 festzusetzen und davon ausgehend die Taggelder neu zu 

berechnen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ AG hat A._____ aussergerichtlich mit Fr. 2'728.90 (inkl. 

MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]