# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c97344bf-9416-576a-940f-86e895f615c4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 15.12.2017 A 2017 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2017-22_2017-12-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 17 22

4. Kammer

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 15. Dezember 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Möhr,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde O.1._____,

Beschwerdegegnerin

und

Gemeinde O.2._____,

Beigeladene

betreffend steuerrechtlicher Wohnsitz

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1. A._____ bewohnt seit dem 1. August 2013 mit seiner Ehefrau und seinen 

Kindern ein gemietetes Einfamilienhaus mit sechs Zimmern in O.1._____. 

Auf den 1. August 2013 meldete er sich in der Gemeinde O.1._____ als 

Wochenaufenthalter mit Steuerdomizil in O.3._____ (heutige Gemeinde 

O.2._____) an. Zu jener Zeit war er hauptberuflich in einem 80%-Pensum 

in leitender Stellung bei B._____ tätig. Im Sommer 2016 wurde er zum 

Chief Executive Officer (CEO) der C._____ AG mit Stellenantritt per 

1. Januar 2017 gewählt. Anlässlich einer Besprechung vom 22. Dezem-

ber 2015 übergab A._____ dem Steueramt O.1._____ den ausgefüllten 

Fragebogen für Wochenaufenthalter zwecks Abklärung des Steuerdomi-

zils und bekräftigte die Beibehaltung der bisherigen Lösung. Am 23. Fe-

bruar 2016 reichte er dem Steueramt zudem ein entsprechendes Schrei-

ben samt weiteren Unterlagen ein.

2. Mit Verfügung vom 26. Februar 2016 stellte das Steueramt O.1._____ 

fest, dass sich das Hauptsteuerdomizil vom A._____ ab dem 1. Januar 

2016 in der Gemeinde O.1._____ befinde und der Status als Wochenauf-

enthalter steuerrechtlich und zivilrechtlich nicht mehr anerkannt werde. 

Gleichzeitig wurde die Hinterlegung des Heimatscheins ab dem 1. April 

2016 bei der Gemeinde O.1._____ verlangt.

3. Dagegen erhob A._____ am 23. März 2016 Einsprache mit dem Antrag 

auf ersatzlose Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Zudem bean-

tragte er einen Vortritt, falls die Einsprache nicht ohnehin gutgeheissen 

werde.

4. Am 25. Mai 2016 fand der beantragte Vortritt vor dem Steueramt 

O.1._____ statt.

5. Mit Schreiben vom 17. Juni 2016 teilte das Steueramt O.1._____ A._____ 

mit, dass sie mit dem Entscheid für die Steuerperiode 2016 bis Ende 

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2016 zuwarten werde, weil der Stichtag per Ende Jahr für die gesamte 

Steuerperiode 2016 massgebend sei.

6. Am 16. Dezember 2016 teilte das Steueramt O.1._____ A._____ mit, 

dass anfangs 2017 ein Entscheid gefällt werde und gab ihm die Möglich-

keit, seine aktuelle Situation zu beschreiben.

7. Am 28. Februar 2017 reichte A._____ eine Stellungnahme ein und stellte 

die Einreichung eines Kostenvoranschlags bezüglich Ausbaus des im Fe-

bruar 2017 von seinem Vater als Erbvorbezug erhaltenen Wohnhauses in 

O.3._____ sowie des Erbvorbezugsvertrags in Aussicht.

8. Mit E-Mail vom 13. März 2017 teilte das Steueramt O.1._____ A._____ 

mit, dass der in Aussicht gestellte Kostenvoranschlag sowie der Erbvor-

bezugsvertrag nicht relevant seien und dass der Entscheid in den nächs-

ten Tagen gefällt werde.

9. Mit Einspracheentscheid vom 21. März 2017 wies das Steueramt 

O.1._____ die Einsprache von A._____ vom 23. März 2016, soweit sie 

sich auf den steuerrechtlichen Wohnsitz bezog, ab, anerkannte den Sta-

tus als Wochenaufenthalter steuerrechtlich nicht mehr und legte sein 

Hauptsteuerdomizil per 31. Dezember 2016 und damit für das ganze Jahr 

2016 in O.1._____ fest. Bezüglich Hinterlegung der Schriften wurde fest-

gehalten, dass die entsprechende Prüfung in einem separaten Verfahren 

durch die zuständige Einwohnerkontrolle erfolge.

10. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 26. April 

2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit folgenden Anträgen:

"1. Der Einspracheentscheid vom 21. März 2017 sei aufzuheben und festzustel-
len, dass A._____ seinen steuerrechtlichen Wohnsitz am 31. Dezember 2016 
in der Gemeinde O.2._____ hatte. 

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2. Die Gemeinde O.2._____ sei zur Teilnahme am Verfahren einzuladen (Beila-
dung).

3. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 8 % Mehrwertsteu-
er)."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass die 

am 26. Februar 2016 erlassene Feststellungsverfügung nichtig sei, weil 

für die Frage des steuerrechtlichen Wohnsitzes im Jahr 2016 die Verhält-

nisse am 31. Dezember 2016 massgebend seien und somit der Wohnsitz 

des Beschwerdeführers erst nach Ablauf des Jahres 2016 festgelegt wer-

den könne. Sicherheitshalber werde bloss Anfechtbarkeit angenommen 

und die vorliegende Beschwerde eingereicht. Seit 1. Januar 2017 sei der 

Beschwerdeführer CEO der C._____ AG und arbeite dort in leitender 

Stellung im Sinne des Steuerrechts. Am 3. Februar 2017 habe er von sei-

nem Vater sodann eine Liegenschaft mit einem Wohnhaus in O.3._____ 

rückwirkend auf den 1. Januar 2017 als Erbvorbezug erhalten. Beabsich-

tigt seien erhebliche bauliche Massnahmen, was einen über den Wert ei-

nes Ferien- oder Wochenendhauses hinausgehenden Gebäudewert er-

gebe. Diese beiden Tatsachen seien bei der Beurteilung des steuerrecht-

lichen Wohnsitzes des Jahres 2016 zu berücksichtigen, zumal sie schon 

lange vorher vorbereitet worden seien. Schon vor dem Erbvorbezug hät-

ten der Beschwerdeführer und seine Ehefrau in O.3._____ eine eigene 

3.5-Zimmerwohnung besessen, die sie selbst benutzten und wo der Be-

schwerdeführer seinen Wohnsitz habe. Zudem übe er in der Region 

O.2._____ zahlreiche nebenberufliche Tätigkeiten aus, welche mit erheb-

lichem Zeitaufwand und regelmässigen Sitzungen vor Ort verbunden sei-

en. Vor diesem Hintergrund sei weiterhin vom steuerrechtlichen Wohnsitz 

in O.3._____ in der Gemeinde O.2._____ auszugehen. Weil die Ehefrau 

mit den beiden gemeinsamen Kindern in O.1._____ wohne, sei zwischen 

diesen beiden Gemeinden − wie bisher − eine interkommunale Steuer-

ausscheidung vorzunehmen. 

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11. Die Gemeinde O.1._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in 

ihrer undatierten und von einem Mitglied des Steueramtes unterzeichne-

ten Vernehmlassung vom 19. Mai 2017 (Poststempel) auf Abweisung der 

Beschwerde. Sie habe die Feststellungsverfügung betreffend Steuerdo-

mizil des Beschwerdeführers in der Steuerperiode 2016 zwar zu Unrecht 

vor Ablauf der Steuerperiode 2016 erlassen. Daraus könne jedoch nicht 

die Nichtigkeit der Feststellungsverfügung abgeleitet werden, weil die 

strengen Voraussetzungen für die Annahme der Nichtigkeit nicht erfüllt 

seien. Es liege bloss Anfechtbarkeit vor. Der Lebensmittelpunkt des Be-

schwerdeführers befinde sich am Aufenthaltsort seiner Ehefrau und der 

beiden Kinder in O.1._____. Weder die Tätigkeit des Beschwerdeführers 

als CEO der C._____ AG noch die Übernahme des Elternhauses in 

O.3._____ vermöchten an dieser Beurteilung etwas zu ändern. Einerseits 

seien diese Tatsachen erst im Jahr 2017 und somit nach Ablauf der hier 

zur Diskussion stehenden Steuerperiode 2016 eingetreten. Anderseits 

könne mangels einer Wohngelegenheit des Beschwerdeführers in 

O.4._____ nicht gesagt werden, er werde durch die Funktion als CEO der 

C._____ AG so stark beansprucht, dass dadurch in O.4._____ eine Bin-

dung entstehe, die diejenige zum Familienort in O.1._____ überwiege. 

Die Annahme einer leitenden Stellung entfalle somit, weshalb die vom 

Beschwerdeführer gestützt darauf geltend gemachte Teilung der Steuer-

hoheit zwischen den Gemeinden O.1._____ und O.2._____ ausgeschlos-

sen sei. Schliesslich stellten die vom Beschwerdeführer geltend gemach-

ten Tätigkeiten in verschiedenen Gremien in D._____ keinen genügenden 

Bezug zu O.3._____ her, der es rechtfertigen würde, den Lebensmittel-

punkt dort anzunehmen. Die familiäre Bindung zu O.1._____ sei höher zu 

gewichten als eine allfällige gesellschaftliche oder soziale Bindung zu 

O.3._____. 

12. Am 2. Juni 2017 stellte die Beschwerdegegnerin dem Gericht eine vom 

Gemeindepräsidenten sowie der Gemeindeschreiberin unterzeichnete 

Vernehmlassung mit identischem Inhalt zu. 

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13. Am 16. Juni 2017 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen Anträ-

gen fest. Die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit sowie schwer-

wiegende Verfahrensfehler seien anerkannte Nichtigkeitsgründe. Genau 

solche lägen hier vor. Der Beschwerdeführer sei bereits ab 1. Dezember 

2016 bei der C._____ AG angestellt, aber erst ab 1. Januar 2017 als de-

ren CEO. Die Liegenschaft in O.3._____ werde nun ausgebaut, um dort 

über genügend Wohnfläche zu verfügen. Seine nebenamtlichen Tätigkei-

ten in O.3._____ und in D._____ bedingten im Jahr 2016 unzählige Sit-

zungen am Tag und am Abend; dies beweise seinen Bezug zu O.3._____ 

und zur Region. 

14. Die Beschwerdegegnerin hielt am 30. Juni 2017 duplicando an ihrem An-

trag fest. Das Gemeindesteueramt sei zum Erlass der Feststellungsverfü-

gung bzw. des betreffenden Einspracheentscheids zuständig gewesen. 

Da auch keine schwerwiegenden Verfahrensfehler vorlägen, könne Nich-

tigkeit nicht vorliegen. Dass der Beschwerdeführer sich stark in D._____ 

und im E._____ engagiere, werde nicht in Abrede gestellt. Daraus könne 

aber nicht geschlossen werden, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz 

in O.3._____ befinde, zumal die familiäre Bindung an O.1._____ höher zu 

gewichten sei als gesellschaftliche und soziale Bindungen zu den erwähn-

ten anderen Orten.

15. In einem weiteren Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und wiederholten bzw. vertieften ihre Argumentation.

16. Nachdem die Gemeinde O.2._____ (nachfolgend Beigeladene) vom 

streitberufenen Gericht mit prozessleitender Verfügung vom 16. August 

2017 zur Teilnahme am Verfahren beigeladen wurde, beantragte diese 

mit Stellungnahme vom 30. August 2017 die Gutheissung der Beschwer-

de und die Belassung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des Beschwer-

deführers für das Jahr 2016 in der Gemeinde O.2._____. Der Beschwer-

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deführer sei regelmässig und oft auch an den Wochenenden in 

O.3._____. Sein Freundes- und Bekanntenkreis liege in der Gemeinde 

O.2._____. Die Eheleute hätten getrennte steuerrechtliche Wohnsitze und 

das Einkommen und Vermögen des Beschwerdeführers sei − wie in den 

Jahren 2014 und 2015 − auch im Jahr 2016 hälftig auf die beiden Domizi-

le O.2._____ und O.1._____ aufzuteilen.

17. Mit Schreiben vom 6. September 2017 verzichtete die Beschwerdegegne-

rin auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. März 2017 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehen-

den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwer-

deverfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 21. März 2017, mit wel-

chem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen Beschwerde-

führers vom 23. März 2016, soweit sie sich auf den steuerrechtlichen 

Wohnsitz bezogen hat, abgewiesen hat, den Status als Wochenaufenthal-

ter steuerrechtlich nicht mehr anerkannt und das Hauptsteuerdomizil per 

31. Dezember 2016 und damit für das ganze Jahr 2016 in O.1._____ 

festgelegt hat. Solche Entscheide können gemäss Art. 139 Abs. 1 des 

Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) i.V.m. 

Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden angefochten werden. Als formeller und materieller Adressat 

der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer zur Beschwerde-

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führung legitimiert (vgl. Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und formge-

recht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das 

Hauptsteuerdomizil des Beschwerdeführers zu Recht per 31. Dezember 

2016 und damit für die gesamte Steuerperiode 2016 in O.1._____ festge-

legt hat.

2. Vorweg gilt es in formeller Hinsicht auf die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Nichtigkeit der Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2016 

einzugehen. 

a) Die Parteien sind sich insofern einig, als für die Bestimmung des steuer-

rechtlichen Wohnsitzes die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode, d.h. 

am 31. Dezember des Steuerjahres, massgebend sind (sog. Stichtags-

prinzip). Dementsprechend sind vorliegend für die Beurteilung des steuer-

rechtlichen Wohnsitzes des Beschwerdeführers für die Steuerperiode 

2016 die Verhältnisse am 31. Dezember 2016 massgebend. Dennoch hat 

die Beschwerdegegnerin nach Anhörung des heutigen Beschwerdefüh-

rers bereits mit Verfügung vom 26. Februar 2016 (Akten der Beschwer-

degegnerin [Bg-act.] 3) festgestellt, dass sich das Hauptsteuerdomizil des 

Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2016 in der Gemeinde O.1._____ 

befinde und der Status als Wochenaufenthalter steuerrechtlich und zivil-

rechtlich nicht mehr anerkannt werde. Dagegen erhob der Beschwerde-

führer am 23. März 2016 Einsprache mit dem Antrag auf ersatzlose Auf-

hebung der angefochtenen Verfügung (vgl. Bg-act. 4). Nachdem die Be-

handlung der Einsprache aufgrund eines möglichen Arbeitgeberwechsels 

und der bevorstehenden Übernahme sowie des Ausbaus des Elternhau-

ses in O.3._____ von der Beschwerdegegnerin zunächst hinausgescho-

ben worden war und am 25. Mai 2016 der vom Beschwerdeführer bean-

tragte Vortritt vor dem Steueramt O.1._____ stattgefunden hatte, bestätig-

te die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 17. Juni 2016, dass für die 

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Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes für das ganze laufende 

Jahr 2016 der Stichtag Ende 2016 massgebend sei, weshalb sie mit dem 

Entscheid für die Steuerperiode 2016 bis Ende 2016 zuwarten werde (vgl. 

Bg-act. 6). Mit einem weiteren Schreiben vom 16. Dezember 2016 forder-

te die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf, bis am 16. Januar 

2017 eine Stellungnahme abzugeben und die aktuelle Situation zu be-

schreiben. Sie werde Anfang 2017 einen entsprechenden Entscheid fällen 

(vgl. Bg-act. 7). Mit E-Mail vom 27. Januar 2017 nahm der Beschwerde-

führer Stellung, wies auf verschiedene Aspekte hin und stellte einerseits 

eine Liste mit seinen Tätigkeiten für die Öffentlichkeit in D._____ und an-

derseits eine Stellungnahme dazu in Aussicht (vgl. Bg-act. 8). Mit Schrei-

ben vom 1. Februar 2017 legte die Beschwerdegegnerin die Frist zur Ein-

reichung der in Aussicht gestellten Stellungnahme auf den 28. Februar 

2017 fest und wies darauf hin, dass sie − falls keine Stellungnahme ab-

gegeben werde − aufgrund der ihr derzeit bekannten Sach- und Rechts-

lage eine Feststellungsverfügung erlassen werde (vgl. Bg-act. 9). Nach-

dem der Beschwerdeführer am 28. Februar 2017 eine weitere Stellung-

nahme eingereicht und dabei die Einreichung eines Kostenvoranschlags 

bezüglich Ausbaus des im Februar 2017 von seinem Vater als Erbvorbe-

zug erhaltenen Wohnhauses in O.3._____ sowie des Erbvorbezugsver-

trags in Aussicht gestellt hatte (vgl. Bg-act. 10) und die Beschwerdegeg-

nerin mit E-Mail vom 13. März 2017 mitgeteilt hatte, dass der in Aussicht 

gestellte Kostenvoranschlag sowie der Erbvorbezugsvertrag nicht rele-

vant seien und dass der Entscheid in den nächsten Tagen gefällt werde 

(vgl. Bg-act. 11), erliess die Beschwerdegegnerin am 21. März 2017 den 

in Steuersachen abweisenden Einspracheentscheid und legte das Haupt-

steuerdomizil des Beschwerdeführers per 31. Dezember 2016 und damit 

für das ganze Jahr 2016 in O.1._____ fest (vgl. Bg-act. 12). 

b) Wenn aber für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes die 

Verhältnisse am Ende der Steuerperiode, mithin am 31. Dezember des 

Steuerjahres, massgebend sind und demzufolge der Erlass einer Fest-

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stellungsverfügung vor Ablauf der entsprechenden Steuerperiode nicht 

zulässig ist, erweist sich die Feststellungsverfügung vom 26. Februar 

2016, mit welcher die Beschwerdegegnerin das Hauptsteuerdomizil des 

Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2016 in der Gemeinde O.1._____ 

festgelegt hat, als fehlerhaft. Mithin durfte die Beschwerdegegnerin im 

Februar 2016 noch nicht über den steuerrechtlichen Wohnsitz des Be-

schwerdeführers der Steuerperiode 2016 befinden. Vielmehr hätte sie da-

zu die Steuerperiode 2016 abwarten und Anfang des Jahres 2017 eine 

entsprechende Feststellungsverfügung erlassen müssen. Als geradezu 

nichtig erweist sich die Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2016 in-

des − entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung − nicht. In der 

Regel bewirkt die Fehlerhaftigkeit einer Verfügung nur deren Anfechtbar-

keit was bedeutet, dass die fehlerhafte Verfügung an sich gültig ist, aber 

von den Betroffenen während einer bestimmten Frist in einem förmlichen 

Verfahren angefochten werden kann (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allge-

meines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 1088). Von 

der Anfechtbarkeit zu unterscheiden ist die Nichtigkeit einer Verfügung. 

Nichtigen Verfügungen geht jede Verbindlichkeit und Rechtswirksamkeit 

ab. Die Nichtigkeit ist jederzeit und von sämtlichen staatlichen Instanzen 

von Amtes wegen zu beachten. Nach der auch vom Bundesgericht re-

gelmässig angewendeten Evidenztheorie ist eine Verfügung nur aus-

nahmsweise nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer 

und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssi-

cherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. 

Als Nichtigkeitsgrund fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche Un-

zuständigkeit einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in 

Betracht (BGE 139 II 243 E.11, 132 II 21 E.3.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHL-

MANN, a.a.O., Rz. 1096 ff. m.w.H.). Vorliegend hat die Beschwerdegegne-

rin nach Erlass der fehlerhaften Feststellungsverfügung vom 26. Februar 

2016 − wie gesehen − erkannt, dass für die Bestimmung des steuerrecht-

lichen Wohnsitzes für das Jahr 2016 der Stichtag Ende 2016 massge-

bend ist und hat dies mit Schreiben vom 17. Juni 2016 dem Beschwerde-

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führer auch mitgeteilt mit dem Hinweis, dass sie mit dem Entscheid für die 

Steuerperiode 2016 bis Ende 2016 zuwarten werde. Vor diesem Hinter-

grund stellt die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin die Feststel-

lungsverfügung fälschlicherweise bereits im Februar 2016 und damit vor 

Ablauf der Steuerperiode 2016 erlassen hat, keinen besonders schweren 

Mangel im Sinne der Evidenztheorie dar, zumal die Beschwerdegegnerin, 

nachdem sie die Fehlerhaftigkeit der Feststellungsverfügung vom 26. Fe-

bruar 2016 erkannt hat, mit dem Erlass des Einspracheentscheids bis 

zum 21. März 2017 und damit bis zum Ablauf der Steuerperiode 2016 zu-

gewartet hat. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwer-

degegnerin sodann die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode 2016, 

mithin am 31. Dezember 2016, berücksichtigt und ist gestützt darauf zum 

Schluss gekommen, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz des Be-

schwerdeführers per 31. Dezember 2016 und damit in der ganzen Steu-

erperiode 2016 in der Gemeinde O.1._____ befindet. Grundsätzlich wäre 

es von Seiten der Beschwerdegegnerin auch möglich gewesen, die feh-

lerhafte Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2016 im Jahr 2017 

durch eine neue Feststellungsverfügung zu ersetzen, wie sie dies mit 

Schreiben vom 1. Februar 2017 auch in Aussicht gestellt hat. Damit hätte 

die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt am 31. Dezember 2016 beur-

teilen können, womit die Fehlerhaftigkeit der ursprünglichen Feststel-

lungsverfügung vom 26. Februar 2016 behoben gewesen wäre. Nachdem 

aber auch das Einspracheverfahren noch pendent war und der vom Be-

schwerdeführer beantragte Vortritt am 25. Mai 2016 stattgefunden hat, 

sind in der Erledigung der pendenten Einsprache unter Berücksichtigung 

der Verhältnisse am Ende der Steuerperiode 2016 für den Beschwerde-

führer keine nicht wieder gutzumachenden Nachteile zu erblicken. Folg-

lich erweist sich die Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2016 unter 

Berücksichtigung der Gesamtsituation zwar als fehlerhaft, mangels eines 

besonders schweren Mangels aber nicht als nichtig. Dementsprechend 

braucht aber die Frage, ob der Fehler leicht erkennbar ist und die Rechts-

sicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet 

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wird, nicht weiter geprüft zu werden. Dementsprechend ist der angefoch-

tene Einspracheentscheid vom 21. März 2017, welcher gemäss ständiger 

Rechtsprechung des Bundesgerichtes an die Stelle der Verfügung tritt 

und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand des Beschwerdeverfahrens 

bildet (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_592/2012 vom 23. November 

2012 E.3.2 m.w.H.), nachstehend auf seine materielle Rechtmässigkeit zu 

prüfen. 

3. a) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung im interkantonalen und verwal-

tungsgerichtlicher Praxis im interkommunalen Verhältnis (vgl. Urteile des 

Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden [VGU] A 13 34 vom 

27. August 2013 E.2, A 12 35 vom 28. August 2012 E.2, A 11 29 vom 

22. November 2011 E.2) ist der steuerrechtliche Wohnsitz (Hauptsteuer-

domizil) einer natürlichen Person derjenige Ort, wo sich die betreffende 

Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält bzw. wo sich fak-

tisch der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (vgl. Art. 1 Abs. 2 

des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern [GKStG; BR 

720.200] i.V.m. Art. 3 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Harmo-

nisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 

642.14] und Art. 6 Abs. 1 und 2 StG). 

b) Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 

Schwerpunkt des Lebens einer Person, bestimmt sich nach der Gesamt-

heit der objektiven äusseren Umstände und nicht nach den bloss erklär-

ten Wünschen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger 

Verbundenheit mit einem bestimmten Ort; der steuerrechtliche Wohnsitz 

ist insofern nicht frei wählbar (BGE 138 II 300 E.3.2, 132 I 29 E.4.1). Dem 

polizeilichen Domizil, wo die Schriften hinterlegt sind oder wo die politi-

schen Rechte ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung 

zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres Merkmal, das gemein-

sam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen Person ein Indiz für 

das Steuerdomizil bilden kann (BGE 132 I 29 E.4.1). Wenn sich eine Per-

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son abwechslungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung 

des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie 

die stärkeren Beziehungen unterhält (BGE 135 I 145 E.4.2, 125 I 458 

E.2d). Dies beurteilt sich jeweils aufgrund der Gesamtheit der Umstände 

des Einzelfalls (BGE 123 I 289 E.2a und b), wobei die Verhältnisse am 

Ende der Steuerperiode massgebend sind (vgl. vorstehend E.2a).

c) Bei unselbständig erwerbenden Steuerpflichtigen ist das gewöhnlich der 

Ort, wo sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufenthalt nehmen, um von 

dort aus der täglichen Arbeit nachzugehen, ist doch der Zweck des Le-

bensunterhalts dauernder Natur (BGE 132 I 29 E.4.2, 125 I 54 E.2b; Urteil 

des Bundesgerichtes 2C_311/2014 vom 30. April 2015 E.2.2; OES-

TERHELT/SEILER, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 3. Aufl., Basel 

2017, Art. 3 Rz. 50; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar 

zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 3 Rz. 24). Anders verhält es sich 

nach ständiger Rechtsprechung bei verheirateten Steuerpflichtigen, die 

täglich (Pendler) oder regelmässig an den Wochenenden zu ihrer Familie 

zurückkehren (Wochenaufenthalter): Die durch persönliche und familiäre 

Bande begründeten Beziehungen werden für stärker erachtet als jene 

zum Arbeitsort. Deshalb sind diese Steuerpflichtigen in der Regel am 

Aufenthaltsort der Familie zu besteuern; anders kann es sich dann 

verhalten, wenn sie in leitender Stellung tätig sind und nicht täglich an den 

Familienort zurückkehren (BGE 132 I 29 E.4, 125 I 54 E.2b/aa, 121 I 14 

E.4a; Urteil des Bundesgerichtes 2C_403/2015 vom 1. April 2016 E.2.2; 

OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Art. 3 Rz. 58; RICH-

NER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Art. 3 Rz. 25 ff.). 

4. a) Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass die familiä-

re Bindung an O.1._____ höher zu gewichten sei als gesellschaftliche und 

soziale Bindungen des Beschwerdeführers zu O.3._____ bzw. zu 

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O.2._____. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 

Jahr 2016 nach Arbeitsende von seinem Arbeitsplatz in O.5._____ jeweils 

nach O.1._____ zurückgekehrt sei, wo sich der Wohnort seiner Ehefrau 

und seiner beiden Kindern befinde und die Verhältnisse grosszügiger und 

komfortabler seien als in O.3._____. Zudem sei O.1._____ vom Arbeits-

platz in O.5._____ sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen 

Verkehr wesentlich schneller zu erreichen als O.3._____. Aufgrund der 

täglichen bzw. zumindest regelmässigen Rückkehr des Beschwerdefüh-

rers nach O.1._____ gelte die Vermutung, dass sich der Lebensmittel-

punkt und damit der steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers in 

O.1._____ befänden. Für die Beurteilung des steuerrechtlichen Wohnsit-

zes sei auf die tatsächlichen Verhältnisse am 31. Dezember 2016 abzu-

stellen. Nicht relevant sei daher, dass der Beschwerdeführer mit Vertrag 

vom 3. Februar 2017 rückwirkend per 1. Januar 2017 ein Grundstück von 

seinem Vater als Erbvorbezug erhalten und im Jahr 2017 einen erhebli-

chen Betrag in den Umbau der Liegenschaft investiert habe. Massgebend 

seien nicht die künftigen Entwicklungen, sondern der aktuelle Lebensmit-

telpunkt der Steuerperiode 2016. Selbst wenn die per 1. Januar 2017 

übernommene Position des Beschwerdeführers als CEO der C._____ AG 

die Kriterien einer leitenden Stellung im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung erfüllen würde, was fraglich sei, könnte der Beschwerde-

führer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Annahme einer lei-

tenden Stellung setze nämlich voraus, dass der Steuerpflichtige am Ar-

beitsort über eine Wohnung bzw. eine Pensionsgelegenheit verfüge, was 

beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei. Die Annahme einer leitenden 

Stellung entfalle somit. Daher spiele die berufliche Tätigkeit als CEO der 

C._____ AG und insbesondere die Anzahl der ihm unterstellten Mitarbei-

ter keine Rolle. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer offenbar 

bereits seit dem 1. Dezember 2016 bei der C._____ AG in O.4._____ an-

gestellt gewesen sei, sei nicht relevant, da er erst ab dem 1. Januar 2017 

die Position als CEO übernommen habe und damit in der hier massge-

benden Steuerperiode 2016 auch aus diesem Grund keine leitende Stel-

- 15 -

lung vorgelegen habe. Daran würde nichts ändern, wenn der Beschwer-

deführer regelmässig in O.3._____ übernachtet hätte, was ohnehin nicht 

glaubhaft erscheine, weil die Strecke von O.4._____ nach O.1._____ mit 

dem Auto nur etwa eine Viertelstunde mehr Zeit in Anspruch nehme, als 

die Strecke von O.4._____ nach O.3._____. Mit dem öffentlichen Verkehr 

nähmen die beiden Strecken in etwa gleich viel Zeit in Anspruch. Vor die-

sem Hintergrund sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

nach Arbeitsende zu seiner Ehefrau und den beiden Kindern nach 

O.1._____ zurückgekehrt sei. Dass der Beschwerdeführer sich stark in 

D._____ und im E._____ engagiere, werde nicht in Abrede gestellt. Aus 

den vom Beschwerdeführer erwähnten Tätigkeiten in verschiedenen 

Gremien könne indes keine besondere Verbindung zu O.3._____ abgelei-

tet werden, zumal diese Tätigkeiten mehrheitlich ohne grössere Präsenz 

vor Ort wahrgenommen werden könnten und entsprechende Sitzungen 

mit Sicherheit nicht in O.3._____ bzw. der Gemeinde O.2._____ abgehal-

ten würden.

b) Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass weiterhin 

von einem steuerrechtlichen Wohnsitz in O.3._____ auszugehen sei. Weil 

die Ehefrau mit den beiden gemeinsamen Kindern in O.1._____ wohne, 

sei eine interkommunale Steuerausscheidung zwischen den Gemeinden 

O.1._____ und O.2._____ vorzunehmen. Er arbeite seit dem 1. Januar 

2017 als CEO der C._____ AG in leitender Stellung im Sinne des Steuer-

rechts, wobei die Anstellung bei der C._____ AG bereits seit dem 1. De-

zember 2016 bestehe. Am 3. Februar 2017 habe er von seinem Vater so-

dann eine Liegenschaft mit einem Wohnhaus in O.3._____ rückwirkend 

auf den 1. Januar 2017 als Erbvorbezug erhalten. Beabsichtigt seien er-

hebliche bauliche Massnahmen, was einen über den Wert eines Ferien- 

oder Wochenendhauses hinausgehenden Gebäudewert ergebe. Nach 

dem Umbau betrage die Wohnfläche rund 250 m2 und damit mehr als in 

O.1._____. Obschon sich diese Tatsachen erst im Jahr 2017 verwirklicht 

hätten, seien sie bei der Beurteilung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 

- 16 -

des Jahres 2016 zu berücksichtigen, zumal sie schon lange vorher vorbe-

reitet worden seien. Im Übrigen hätten der Beschwerdeführer und seine 

Ehefrau in O.3._____ schon vor dem Erbvorbezug eine eigene 3.5-

Zimmerwohnung besessen, die sie selbst benutzten und wo der Be-

schwerdeführer seinen Wohnsitz habe. Schliesslich übe er in D._____ un-

ter anderem die Tätigkeiten als VR-Präsident bei D._____ AG und der 

F._____ SA sowie als Präsident von O.2._____ aus. Diese Tätigkeiten 

seien mit erheblichem Zeitaufwand und regelmässigen Sitzungen vor Ort 

verbunden.

5. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers sind − wie nachstehend darge-

stellt − nicht geeignet, den von der Beschwerdegegnerin per 31. Dezem-

ber 2016 festgestellten steuerrechtlichen Wohnsitz des Beschwerdefüh-

rers in der Gemeinde O.1._____ in Frage zu stellen.

a) Wie einleitend bereits dargestellt bewohnt der Beschwerdeführer seit dem 

Jahr 2013 zusammen mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern ein 

gemietetes Einfamilienhaus mit sechs Zimmern in der Gemeinde 

O.1._____. Daneben besitzt er zusammen mit seiner Ehefrau eine 3.5-

Zimmerwohnung in O.3._____. Im Jahr 2016 war der Beschwerdeführer 

hauptberuflich zunächst in einem 80%-Pensum in leitender Stellung bei 

B._____ tätig. Im Sommer 2016 wurde er sodann zum CEO der C._____ 

AG mit Stellenantritt per 1. Dezember 2016 gewählt, wobei er die Funkti-

on als CEO gemäss Arbeitsvertrag vom 4. November 2016 (vgl. Akten 

des Beschwerdeführers [Bf-act.] 21) erst per 1. Januar 2017 übernahm. 

Vor dem Hintergrund, dass bei verheirateten Personen mit Beziehungen 

zu mehreren Orten die persönlichen und familiären Kontakte zum Ort, wo 

sich die Familie aufhält, als stärker erachtet werden als diejenigen zum 

Arbeitsort und demnach verheiratete Pendler oder Wochenaufenthalter 

ausschliesslich der Steuerhoheit desjenigen Orts, in dem sich ihre Familie 

aufhält, unterstehen (vgl. vorstehend E.3c), ist der von der 

Beschwerdegegnerin per 31. Dezember 2016 in der Gemeinde O.1._____ 

- 17 -

festgelegte steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers nicht zu 

beanstanden. 

b) Dagegen wendet der Beschwerdeführer zunächst ein, dass er seit dem 

1. Dezember 2016 bei der C._____ AG angestellt sei und seit dem 1. Ja-

nuar 2017 die Funktion als deren CEO ausübe. Dabei handle es sich um 

eine leitende Stellung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. 

Dieser Einwand zielt − wie nachstehend dargestellt − gleich aus mehreren 

Gründen ins Leere. Richtig ist zwar, dass der Grundsatz, wonach bei ver-

heirateten Personen mit Beziehungen zu mehreren Orten die persönli-

chen und familiären Kontakte zum Familienaufenthaltsort stärker erachtet 

werden, als diejenigen zum Arbeitsort, bei in leitender Stellung un-

selbständig erwerbstätigen Steuerpflichtigen der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zufolge durchbrochen werden kann (vgl. vorstehend 

E.3c). Eine leitende Stellung, welche trotz regelmässiger Rückkehr an 

den Familienort den Arbeitsort als Hauptsteuerdomizil erscheinen lässt, 

ist indes nicht leichthin anzunehmen. Gemäss ständiger bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung kann von einer leitenden Stellung nur dann ausge-

gangen werden, wenn die berufliche Tätigkeit den Steuerpflichtigen so 

stark beansprucht, dass die familiären und sozialen Beziehungen in den 

Hintergrund treten, obgleich er mehrmals oder zumindest einmal in der 

Woche zu seiner Familie zurückkehrt. Dies ist dann zu vermuten, wenn 

der Steuerpflichtige einem bedeutenden Unternehmen vorsteht, eine be-

sondere Verantwortung trägt und als Vorgesetzter zahlreicher Personen 

fungiert. Zudem verlangt das Bundesgericht, dass der leitende Angestellte 

am Arbeitsort auch tatsächlich eine Schlafstätte unterhält (BGE 132 I 29 

E. 4.3, 121 I 14 E.4a; Urteil des Bundesgerichtes 2C_403/2015 vom 

1. April 2016 E.2.2; OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Art. 3 Rz. 59 m.w.H.; 

ZWEIFEL/HUNZIKER, in: ZWEIFEL/BEUSCH/MÄUSLI-ALLENSPACH [Hrsg.], Inter-

kantonales Steuerrecht, Basel 2011, § 6 Rz. 53). Diese leitenden Ange-

stellten begründen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes unter 

der Voraussetzung, dass der Steuerpflichtige und sein Ehegatte gemein-

- 18 -

sam veranlagt werden, ein primäres Steuerdomizil am Arbeitsort als steu-

errechtlichem Wohnsitz im Sinne von Art. 3 Abs. 2 StHG bzw. Art. 6 

Abs. 2 StG und ein sekundäres Steuerdomizil am Familienort, d.h. am 

steuerrechtlichen Wohnsitz des Ehegatten und der Kinder (OES-

TERHELT/SEILER, a.a.O., Art. 3 Rz. 59 m.w.H.). Wie gesehen fallen beim 

Beschwerdeführer Arbeitsort (O.4._____) und der Ort, wo er − neben dem 

Haus in O.1._____, in welchem seine Ehefrau und die beiden Kinder 

wohnen − über eine weitere Schlafgelegenheit verfügt (O.3._____), aus-

einander. Am Arbeitsort in O.4._____ unterhält der Beschwerdeführer 

keine Schlafstätte. Selbst wenn es sich bei der beschwerdeführerischen 

Tätigkeit als CEO der C._____ AG somit um eine leitende Stellung im 

Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handeln würde, würde 

der Beschwerdeführer mangels einer Schlafstätte am Arbeitsort 

(O.4._____) kein Hauptsteuerdomizil am Arbeitsort begründen. Die An-

nahme einer leitenden Stellung im Sinne der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung entfällt damit bereits an der fehlenden Schlafstätte am Arbeits-

ort in O.4._____. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer die leitende 

Funktion als CEO der C._____ AG gemäss Arbeitsvertrag vom 4. No-

vember 2016 (vgl. Bf-act. 21) erst am 1. Januar 2017 aufgenommen hat. 

Wie gesehen (vgl. vorstehend E.2), sind für die Beurteilung des steuer-

rechtlichen Wohnsitzes des Beschwerdeführers in der Steuerperiode 

2016 die tatsächlichen Verhältnisse am Ende der Steuerperiode, mithin 

am 31. Dezember 2016, massgebend. Demzufolge kann aber die vom 

Beschwerdeführer aktenkundig erst per 1. Januar 2017 übernommene 

Funktion als CEO der C._____ AG für die Beurteilung des steuerrechtli-

chen Wohnsitzes der Steuerperiode 2016 noch keine Rolle spielen. Daran 

vermag die Tatsache, dass der Beschwerdeführer offenbar bereits ab 

dem 1. Dezember 2016 bei der C._____ AG angestellt war, nichts zu än-

dern. Als leitende Stellung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung käme nämlich einzig die Funktion als CEO in Frage, nicht aber die 

im Dezember 2016 ausgeübte Tätigkeit, handelt es sich bei dieser doch 

offenkundig noch nicht um eine leitende Funktion im Sinne der bundesge-

- 19 -

richtlichen Rechtsprechung. Gegenteiliges wird denn auch nicht einmal 

vom Beschwerdeführer behauptet. Eine leitende Stellung im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche den Arbeitsort als Haupt-

steuerdomizil erscheinen liesse, könnte − wenn schon − erst mit der 

Übernahme der Funktion als CEO per 1. Januar 2017 vorliegen. Vorlie-

gend scheitert die leitende Stellung aber − wie gesehen − ohnehin an der 

fehlenden Schlafstätte am Arbeitsort in O.4._____. Nach dem Gesagten 

kann der Beschwerdeführer aus seinem Einwand, wonach er seit dem 

1. Dezember 2016 bei der C._____ AG angestellt sei und seit dem 1. Ja-

nuar 2017 mit der Funktion als CEO eine leitende Stellung im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung inne habe, nichts zu seinen Guns-

ten ableiten.

c) Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass er am 3. Februar 2017 von 

seinem Vater eine Liegenschaft mit einem Wohnhaus in O.3._____ rück-

wirkend auf den 1. Januar 2017 als Erbvorbezug erhalten habe, welches 

er sanieren wolle. Der neue Gebäudewert werde eindeutig über den Wert 

eines Ferien- oder Wochenendhauses hinausgehen. Nach dem Umbau 

betrage die Wohnfläche rund 250 m2 und damit mehr als in O.1._____. 

Obschon sich diese Tatsachen erst im Jahr 2017 verwirklichen würden, 

seien sie bei der Beurteilung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des Jah-

res 2016 zu berücksichtigen, zumal sie schon lange vorher vorbereitet 

worden seien. Wie vorstehend bereits mehrfach ausgeführt, betrifft das 

vorliegende verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren die Frage des 

steuerrechtlichen Wohnsitzes des Beschwerdeführers für die Steuerperi-

ode 2016. Für diese Beurteilung ist auf die tatsächlichen Verhältnisse am 

Ende der Steuerperiode 2016, mithin am 31. Dezember 2016, abzustel-

len. Dementsprechend kommt aber der Tatsache, dass der Beschwerde-

führer mit Vertrag vom 3. Februar 2017 (Bf-act. 15) von seinem Vater 

rückwirkend per 1. Januar 2017 eine Liegenschaft mit einem Wohnhaus 

in O.3._____ als Erbvorbezug erhalten hat und in den folgenden Jahren in 

den Umbau dieser Liegenschaft investieren will, im vorliegenden Verfah-

- 20 -

ren keine Bedeutung zu. Massgebend sind nicht zukünftige Entwicklun-

gen, sondern einzig die tatsächlichen Verhältnisse am Ende der Steuer-

periode 2016. Am 31. Dezember 2016 bewohnte der Beschwerdeführer 

aber unstrittig zusammen mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern 

ein Einfamilienhaus in der Gemeinde O.1._____ und besass daneben mit 

seiner Ehefrau noch eine 3.5-Zimmerwohnung in O.3._____. Demge-

genüber stand die vom Beschwerdeführer am 3. Februar 2017 rückwir-

kend per 1. Januar 2017 von seinem Vater im Rahmen eines Erbvorbe-

zugs übernommene Liegenschaft im hier massgebenden Zeitpunkt, mithin 

am 31. Dezember 2016, noch im Eigentum des Vaters des Beschwerde-

führers. Nach dem Gesagten kann der Beschwerdeführer auch aus der 

Tatsache, dass er anfangs 2017 von seinem Vater eine Liegenschaft mit 

einem Wohnhaus in O.3._____ rückwirkend auf den 1. Januar 2017 als 

Erbvorbezug erhalten hat und in den darauf folgenden Jahren in den Um-

bau dieser Liegenschaft investieren will, nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten. 

d) Der Beschwerdeführer weist weiter darauf hin, dass er in D._____ unter 

anderem als VR-Präsident D._____ AG und der F._____ SA sowie als 

Präsident von O.2._____ amte. Diese Tätigkeiten seien mit erheblichem 

Zeitaufwand und regelmässigen Sitzungen vor Ort verbunden. Auch vor 

diesem Hintergrund sei weiterhin vom steuerrechtlichen Wohnsitz des 

Beschwerdeführers in O.3._____ bzw. in der Gemeinde O.2._____ aus-

zugehen. Dazu gilt es zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

unbestrittenermassen in O.2._____ ein Beziehungsnetz pflegt und sich 

mit der Region stark verbunden fühlt. Davon zeugen denn auch die zahl-

reichen Ämter, welche er in der Region bekleidet. Dessen ungeachtet 

richtet sich aber der Entscheid über die persönliche steuerrechtliche Zu-

gehörigkeit nach der Gesamtheit der objektiven äusseren Umstände und 

nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person 

oder deren gefühlsmässiger Verbundenheit mit einem bestimmten Ort; 

der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (vgl. vorste-

- 21 -

hend E.3b). Wie gesehen bezog der Beschwerdeführer im Jahr 2013 zu-

sammen mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern in der Gemeinde 

O.1._____ ein gemeinsames Einfamilienhaus, damit er von dort aus sei-

ner Arbeit in O.5._____ bzw. ab dem 1. Dezember 2016 in O.4._____ 

nachgehen konnte. Gemäss eigenen Angaben übernachtete er unter der 

Woche aufgrund seiner vielfältigen Engagements in O.2._____ zwar ab 

und an auch in seiner 3.5-Zimmerwohnung in O.3._____, wo er nach ei-

genen Angaben zusammen mit seiner Familie auch die Wochenenden, 

Ferien, Feiertage etc. verbrachte (vgl. u.a. das Schreiben des Beschwer-

deführers an die Beschwerdegegnerin vom 23. Februar 2016 [Bg-act. 2]). 

Diese Behauptungen des Beschwerdeführers vermögen aber nichts an 

der Tatsache zu ändern, dass der Beschwerdeführer in der hier massge-

benden Steuerperiode 2016 zusammen mit seiner Ehefrau und seinen 

beiden Kindern während der Woche grossmehrheitlich im Einfamilienhaus 

in O.1._____ übernachtet hat, von wo aus er seiner Arbeit nachgegangen 

ist. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, dass er sich 

wegen seiner ausserberuflichen Engagements unter der Woche nicht 

mehrheitlich am Familienwohnsitz in O.1._____ aufgehalten habe. Vor 

diesem Hintergrund lässt sich für die Steuerperiode 2016 aus den zahlrei-

chen Engagements des Beschwerdeführers in O.2._____ keine überwie-

gende Beziehung zu O.3._____ bzw. zur Gemeinde O.2._____ ableiten. 

Mithin sprechen auch die vielen vom Beschwerdeführer bekleideten Äm-

ter in O.2._____ nicht gegen den Lebensmittelpunkt am Familienwohnsitz 

in O.1._____. An diesem Ergebnis vermag der Entscheid des Verwal-

tungsgerichtes des Kantons Graubünden 78/92 vom 7. April 1992 nichts 

zu ändern. Im erwähnten Entscheid hat das Gericht eine Ausnahme vom 

Grundsatz gemacht, wonach den persönlichen und familiären Beziehun-

gen der Vorrang zukommt, wenn sich der Aufenthaltsort nicht auf einen 

einzigen Ort beschränkt und der Arbeitsort nicht mit dem Aufenthaltsort 

der Familie zusammenfällt. Der Fall betraf einen Steuerpflichtigen, der 

zusammen mit seiner Familie in O.5._____ eine Mietwohnung bewohnte 

und daneben in der (ehemaligen) Gemeinde O.6._____ über ein Einfami-

- 22 -

lienhaus verfügte und dort zudem die Funktion als Waldfachchef ausübte. 

Das Gericht kam aufgrund der gesamten Umstände zum Schluss, dass 

sich das Hauptsteuerdomizil in O.6._____ und nicht in O.5._____ befinde. 

Als wesentlicher Umstand wurde vom Gericht gewürdigt, dass der Steu-

erpflichtige in der Exekutive der Gemeinde als Waldfachchef tätig war. 

Das Gericht erwog, dass der Steuerpflichtige von Amtes wegen gezwun-

gen gewesen sei, praktisch den grössten Teil seiner Freizeit in der Ge-

meinde O.6._____ zu verbringen und es völlig abwegig wäre zu glauben, 

dass ein Mitglied des Gemeindevorstands einer Berggemeinde zu einem 

anderen Ort stärkere Beziehungen habe, als wo er ein politisches Amt 

ausübe (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

78/92 vom 7. April 1992 E.4). Dieser Fall lässt sich jedoch insofern nicht 

mit dem vorliegend zu beurteilenden Fall vergleichen, als der Beschwer-

deführer in der Gemeinde O.2._____ unstrittig nicht in der Exekutive tätig 

ist und dementsprechend auch nicht gezwungen ist, die Sitzungen und 

Besprechungen, welche die zahlreichen Ämter des Beschwerdeführers 

unstrittig mit sich bringen, in der Gemeinde O.2._____ abzuhalten. Dem-

entsprechend könnte der Beschwerdeführer auch aus dem erwähnten Ur-

teil nichts zu seinen Gunsten ableiten, was er denn auch gar nicht zu tun 

versucht.

e) Wenn der Beschwerdeführer schliesslich noch darauf hinweist, dass er 

nie die erforderliche Absicht dauernden Verbleibens in O.1._____ gehabt 

habe und der Aufenthalt in O.1._____ zeitlich abgegrenzt sei, ist darauf 

hinzuweisen, dass ein dauerndes Verweilen nicht erst vorliegt, wenn eine 

Person die Absicht hat, auf unbestimmte Zeit an einem Ort zu bleiben. Es 

genügt ein Verweilen während der Dauer gewisser Verhältnisse oder 

während der Dauer eines längeren Anstellungsverhältnisses. Die mehr 

oder weniger bestimmte Absicht, später oder wenn sich die Verhältnisse 

geändert haben, an einen anderen Ort zu ziehen, steht der Begründung 

eines steuerrechtlichen Wohnsitzes am gegenwärtigen Aufenthaltsort 

nicht entgegen, auch wenn dies nur für die Dauer von zwei bis drei Jah-

- 23 -

ren ist (vgl. OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Art. 3 Rz. 40 ff; ZWEI-

FEL/HUNZIKER, a.a.O., § 6 Rz. 17 ff.). Dementsprechend kann der Be-

schwerdeführer aber auch aus der angeblich fehlenden Absicht dauern-

den Verbleibens in O.1._____ nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal 

er im hier massgeblichen Zeitpunkt per 31. Dezember 2016 mit seiner 

Familie bereits seit über zwei Jahren in O.1._____ lebte − und dies im Üb-

rigen auch heute noch tut.

6. a) In Würdigung der gesamten Umstände gelangt das streitberufene Gericht 

zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt in 

der Steuerperiode 2016 am Familienwohnsitz in der Gemeinde O.1._____ 

hatte. Zwar ist glaubhaft, dass er sich emotional stark mit der Gemeinde 

O.2._____ bzw. mit O.3._____ verbunden fühlt. Davon zeugen sowohl die 

zahlreichten Ämter, welche er in O.2._____ bekleidet, als auch die Sanie-

rung des Elternhauses im Hinblick auf eine allfällige Rückkehr der Familie 

nach O.3._____. Ausschlaggebend für den steuerrechtlichen Wohnsitz ist 

jedoch nicht die emotionale Verbundenheit mit einem Ort, sondern die 

Gesamtheit der äusseren Umstände, wie sie am massgebenden Stichtag 

vorliegen (vgl. vorstehend E.3b). Da sich der Beschwerdeführer in der 

Steuerperiode 2016 unter der Woche mehrheitlich zusammen mit seiner 

Ehefrau und seinen beiden Kindern im gemieteten Einfamilienhaus in 

O.1._____ aufgehalten hat, hat er in der Gemeinde O.1._____ einen 

steuerrechtlichen Wohnsitz begründet. Demzufolge erweist sich der ange-

fochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. März 

2017, wonach sich der Lebensmittelpunkt und damit der steuerrechtliche 

Wohnsitz des Beschwerdeführers im massgebenden Steuerjahr 2016 in 

der Gemeinde O.1._____ befunden hat, als rechtens, was zu seiner 

Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde 

führt.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des Beschwerdeführers. Bund, Kanton 

- 24 -

und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Or-

ganisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Partei-

entschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb 

weder der Beschwerdegegnerin noch der Beigeladenen eine Parteien-

tschädigung zusteht.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 523.--

zusammen Fr. 2‘523.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]