# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d84e456-8c52-5abd-b3b9-1377b4e34e60
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 21.09.2015 608 2013 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2013-127_2015-09-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2013 127

Urteil vom 21. September 2015

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher
Richter: Gabrielle Multone, Marc Sugnaux
Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: Daniela Kiener

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Ingo Schafer    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 27. August 2013 gegen die Verfügung vom 21. Juni 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1969, ledig, wohnhaft in B.________, absolvierte von Mai 
1985 bis April 1988 eine Lehre als Käser. In der Folge arbeitete er Teilzeit auf seinem Beruf; 
nebenbei betätigte er sich als Leistungssportler (Ringen).

Nachdem er im Jahr 2006 den Leistungssport aufgegeben hatte, trat A.________ per 1. Oktober 
2006 eine Stelle als Käser im Vollzeitpensum in einer Käserei an, welche seinem Cou-sin gehört. 
Aufgrund eines Gleitschirmunfalls, anlässlich dessen er sich multiple Frakturen am rechten Fuss 
zuzog, war er aber gleich zu Beginn teilweise arbeitsunfähig und konnte erst im März 2007 seine 
berufliche Tätigkeit im Vollzeitpensum aufnehmen. 

Im September 2007 musste A.________ wegen Beschwerden im linken Ellbogen und Handgelenk 
operiert werden, was eine vorübergehende volle Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Aufgrund 
persistierender Beschwerden und Schmerzen reduzierte er sein Arbeitspensum per 1. Januar 
2008 auf 60 Prozent.

Nachdem dieselben Beschwerden auch im rechten Ellbogen und Handgelenk aufgetreten waren, 
meldete sich A.________ auf Anraten seines Arztes am 18. Juli 2011 (Datum Gesuchseingang) 
bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an. Zu seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung gab er an, unter schwerer 
Arthrose in Ellbogen und Handgelenken mit Lähmungserscheinungen beidseits zu leiden (seit 
Sommer 2007 links; seit Mai 2011 rechts).

Die IV-Stelle führte mit dem Versicherten am 16. September 2011 ein Erstgespräch, holte bei den 
behandelnden Ärzten (Neurologie, Orthopädische Chirurgie) mehrere Berichte ein, unterbreitete 
das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst Bern/Freiburg/Solothurn, Zweigstelle Freiburg 
(nachfolgend: RAD) zur Stellungnahme und gab schliesslich gestützt auf dessen Empfehlung ein 
Case Management Assessment (nachfolgend: Assessment) sowie eine Funktionsorientierte 
Medizinische Abklärung (nachfolgend: FOMA) in Auftrag. Die Berichte datieren vom 6. November 
2012 (Assessment) und 19. November 2012 (FOMA).

B. Mit Vorentscheid vom 7. Januar 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des 
Versicherten ab mit der Begründung, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Die 
angeordnete spezialärztliche Abklärung habe ergeben, dass in einer angepassten Tätigkeit (zum 
Beispiel als Lagerist) eine Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent bestehe. Der Invaliditätsgrad betrage 
19 Prozent, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.

Gegen diesen Vorentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Ingo Schafer, 
fristgerecht schriftliche Einwände. Mit Verfügung vom 21. Juni 2013 hielt die IV-Stelle an ihrem 
Vorentscheid fest und wies die erhobenen Einwände ab. Dabei korrigierte sie das 
Valideneinkommen nach oben und ermittelte neu einen Invaliditätsgrad von 27 Prozent.

C. Mit Eingabe vom 27. August 2013 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Ingo 
Schafer, eine Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg ein. Er beantragt, es sei die 
angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und ihm eine Viertelsrente 
der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventuell sei die angefochtene Verfügung in 
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts 
und zur Neuentscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge.

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Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, mit einer Tätigkeit als Käser zu 
einem Pensum von 60 Prozent werde die verbleibende Arbeitsfähigkeit wirtschaftlich genügend 
verwertet. Eine Umschulung mache aufgrund der grösstenteils fehlenden feinmotorischen 
Fähigkeiten wenig Sinn. Die freie Wirtschaft biete keine Stellen an, welche seinem Leistungsprofil 
entsprechen würden; die durch die IV-Stelle verlangten Einsatzmöglichkeiten als Lagerist seien 
angesichts seines Gesundheitszustandes und der damit verbundenen Beeinträchtigungen 
realitätsfremd. Da ihm die IV-Stelle keinen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn gewährt 
habe, habe sie weder der Tatsache, dass er keine Tätigkeiten, die feinmotorische Fähigkeiten, den 
erhöhten Einsatz von Handkraft oder häufige Bewegungen in Ellbogen- oder Handgelenken 
erfordern, ausüben könne, noch dem Umstand, dass er auf die Hilfe seiner Arbeitskollegen 
angewiesen sei, Rechnung getragen. Da er manuell hochgradig eingeschränkt sei, sei ihm der 
maximal zulässige Abzug von 25 Prozent auf dem Tabellenlohn zu gewähren.

In ihren Bemerkungen vom 11. Oktober 2013 hält die IV-Stelle an der angefochtenen Verfügung 
vom 21. Juni 2013 fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt, in welchem beide Parteien an ihren 
Standpunkten festhielten.

Die BVG-Versicherung erhielt mit Schreiben vom 20. April 2015 die Gelegenheit, sich zum 
ergangenen Schriftenwechsel respektive zum Streitgegenstand zu äussern; sie reichte aber keine 
Stellungnahme ein.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 27. August 2013 gegen die Verfügung vom 21. Juni 2013 ist durch 
einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter frist- und formgerecht bei der sachlich und 
örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutz-
würdiges Interesse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er 
Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 
1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat allerdings den bisher geltenden 
Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 E. 7.3).

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Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie 
mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine 
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie 
mindestens zu 40 Prozent invalid sind.

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 
das Leiden eingeschränkt, d.h. arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 115 V 133 E. 2; 107 V 17 
E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der Rechtsprechung nach dem 
Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem 
angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht 
massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit 
(BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten 
Beruf hat die versicherte Person andere ihr offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen 
(BGE 115 V 403 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem 
aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes 
durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 17 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen 
Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der 
versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad 
selbst zu bestimmen.

c) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).

3. Hier nicht streitig sind das Valideneinkommen sowie die Anwendung der allgemeinen Metho-
de des Einkommensvergleichs. Streitig sind hingegen das Invalideneinkommen sowie der 
Invaliditätsgrad, welcher sich aus der Differenz der Vergleichseinkommen ergibt.

Vorab ist auf die wichtigsten medizinischen Unterlagen näher einzugehen:

a) Anlässlich eines Gleitschirmunfalls vom 21. Juli 2006 erlitt der Beschwerdeführer eine 
Vorfussluxationsfraktur rechts, subkapitale Trümmerfrakturen Metatarsale II-IV und eine MTP-
Luxation der Grosszehe (Austrittsbericht C.________ Spital vom 13. Juli 2011, Vorakten S. 92). 
Die Verletzungen des Fusses heilten in der Folge ganz ab (Berichte des RAD-Arztes Dr. med. 

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D.________, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH [nachfolgend: RAD-Arzt], vom 21. Juni 2012, 
Vorakten S. 118 und vom 28. März 2013, Vorakten S. 250).

b) Seit dem Jahr 2007 leidet der Beschwerdeführer an Beschwerden im linken Ellbogen 
und Handgelenk.

Eine Konsultation bei Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie FMH (nachfolgend: 
Neurologe), vom 21. Februar 2007 führte zu den folgenden Diagnosen: Läsion des Kubitalnervs im 
Bereich des linken Ellbogens (Axonotmesis) und Karpaltunnelsyndrom links. Der 
Beschwerdeführer leide unter fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen im Bereich des 
linken Ellbogens mit/bei Parese der interossären Muskeln und tiefen Beugesehnen, schwerer 
Atrophie der Handmuskulatur links sowie Sensibilitätsstörungen an Ring- und Kleinfinger. Weiter 
bestehe eine Hypästhesie im Bereich des linken Ellbogens. Das durchgeführte EMG würde die 
gestellte Diagnose bestätigen. Ein chirurgischer Eingriff sei angezeigt (Bericht vom 22. Februar 
2007, Vorakten S. 42). 

Im Rahmen einer Hospitalisation vom 3. September 2007 bis 7. September 2007 wurde eine 
ulnohumerale Arthroplastie nach Morrey und eine Neurolyse des linken Kubitalnervs mit Revision 
des gleichzeitig neurologisch nachgewiesenen Karpaltunnelsyndroms links durchgeführt (Bericht 
von Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Handchirurgie FMH 
(nachfolgend: Chirurg), vom 6. Juli 2011, Vorakten S. 1).

Am 3. September 2008 berichtete der Neurologe, dass der Beschwerdeführer nach wie vor eine 
Schwäche der linken Hand sowie Sensibilitätsstörungen im Bereich des Ellbogens aufweise. 
Ausserdem würden nach wie vor eine Parese der interossären Muskeln und tiefen Beugesehnen 
sowie eine schwere Atrophie bestehen. Das EMG habe sich im Vergleich zur Kontrolle vom 21. 
Februar 2007 zwar deutlich gebessert, sei aber immer noch pathologisch (Vorakten S. 43).

c) Aufgrund persistierender Beschwerden links und zunehmenden Beschwerden rechts 
begab sich der Beschwerdeführer im Jahr 2011 erneut in ärztliche Behandlung.

Am 17. Juni 2011 diagnostizierte der Neurologe eine beidseitige Läsion des Kubitalnervs im 
Bereich des Ellbogens. Die interossäre Parese sowie Atrophie bestehe auf beiden Seiten, 
hauptsächlich sei aber die linke Seite betroffen. Die Hypästhesie im Bereich des Kubitalnervs sei 
eingeschränkt. Das erneut durchgeführte EMG habe eine schwere Verletzung des Kubitalnervs im 
Bereich des Ellbogens bestätigt. Es werde eine Operation empfohlen (Bericht vom 20. Juni 2011, 
Vorakten S. 41). In seinem Bericht vom 3. August 2011 beurteilte der Neurologe die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wie folgt: Zwar sei die bisherige Tätigkeit aus 
medizinischer Sicht noch zumutbar, aufgrund einer Schwäche der Hand betrage die 
Leistungsfähigkeit aber 50 bis 70 Prozent. Dem Beschwerdeführer sei es möglich, vier Stunden 
pro Tag zu arbeiten sowie Lasten von bis zu 5 kg zu heben und zu tragen. Die Prognose sei 
ungünstig (Vorakten S. 48 ff.).

In seinem Arztbericht vom 6. Juli 2011 (Vorakten S. 1) berichtete der Chirurg von einer schweren 
und schmerzhaften Dekompensation der beiden oberen Extremitäten, aktuell hauptsächlich rechts, 
aufgrund einer sehr schweren Arthrose in beiden Ellbogen mit defizitärer kompressiver 
Neuropathie der Kubitalnerven beidseits. Im Bericht vom 29. August 2011 (Vorakten S. 61) stellte 
er die folgenden Diagnosen: trikompartimentale Arthrose beider Ellbogen mit Osteochondromatose 
sowie defizitäre Neuropathie der Kubitalnerven; ausserdem leide der Beschwerdeführer unter 
Kniebeschwerden. Zwar habe die erste Operation vom September 2007 zu einer 
vorübergehenden Besserung der Beschwerden links geführt, die Neurolyse habe aber nicht 
ausgereicht, die Beschwerden zu beseitigen, weshalb der Beschwerdeführer bald wieder unter 

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Dysästhesien/Parästhesien gelitten habe; es müsse eine anteriore Transposition der Kubitalnerven 
realisiert werden. Aufgrund der bestehenden orthopädischen Beschwerden sei der 
Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit als Käser beeinträchtigt; er arbeite seit Januar 2008 zu 60 
Prozent. Eine Tätigkeit, welche seine beiden oberen Extremitäten sowie seine Knie schone, würde 
eventuell eine höhere Arbeitsleistung zulassen. Dabei seien rein sitzende sowie rein stehende 
Tätigkeiten sowie Tätigkeiten, die ein Knien und Heben/Tragen von Lasten erfordern, nicht 
zumutbar und zu vermeiden.

Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Innere Medizin sowie für Physikalische 
Medizin und Rehabilitation FMH, bestätigte in ihrem Bericht vom 11. Oktober 2011 die gestellten 
Diagnosen und empfahl eine Ergänzung der Akten (Röntgendossier). Eine abschliessende 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit des Beschwerdeführers könne erst abgegeben 
werden, wenn sich die gesundheitliche Situation stabilisiert habe. Hierzu seien die für Dezember 
2011 vorgesehene Operation sowie die postoperative Kontrolle abzuwarten (Vorakten S. 79).

Im Dezember 2011 erfolgte aufgrund der bestehenden schweren Neuropathie Stadium IV mit 
trikompartimentaler Arthrose in beiden Ellbogen eine anteriore Transposition des Kubitalnervs 
rechts und im Februar 2012 eine anteriore Transposition des Kubitalnervs links (Berichte des 
Chirurgen vom 29. März 2012, Vorakten S. 106 und vom 20. Juli 2012, Vorakten S. 123).

d) Im Verlaufsbericht vom 29. März 2012 gab der Chirurg an, der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers habe sich etwas gebessert. Er sei vom 17. Dezember 2011 bis 1. April 2012 
zu 100 Prozent und vom 2. April 2012 bis 22. April 2012 zu 50 Prozent arbeitsunfähig gewesen, 
seit dem 23. April 2012 bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit; diese Angaben würden sich auf 
das ausgeübte Pensum von 60 Prozent beziehen. Der Beschwerdeführer wolle seine bisherige 
Tätigkeit als Käser, in welcher er sich sehr gut integriert habe, weiterhin ausüben. Es sei 
illusorisch, den Beschwerdeführer beruflich umzuschulen, könne man doch damit zufrieden sein, 
dass der Beschwerdeführer seine Arbeit im bisherigen Ausmass wieder habe aufnehmen können 
(Vorakten S. 106). Die folgenden funktionellen Fähigkeiten seien nur beschränkt möglich: Neigung 
des Oberkörpers, kauernde Stellung, Benützung der beiden Arme/Hände, Heben, Tragen oder 
Gewichte Versetzen, sich Bücken und Arbeiten in der Höhe/auf einer Leiter (Vorakten S. 108).

Am 21. Juni 2012 kam der RAD-Arzt zum Schluss, dass die Breite der Symptomatik und der 
funktionellen Einschränkungen unklar seien. Er empfahl eine pluridisziplinäre Begutachtung 
(Neurologie, Orthopädie, Handchirurgie) (Vorakten S. 119).

In seinem Bericht vom 19. Juli 2012 äusserte sich der Chirurg auf entsprechende Fragen der Vor-
instanz wie folgt: Der Beschwerdeführer arbeite seit Beginn des Jahres 2008 mit einem Pensum 
von 60 Prozent. Es sei ausgeschlossen, dieses Pensum in seiner Tätigkeit als Käser zu erhöhen. 
Allerdings könnte eine angepasste Tätigkeit (komplettes Vermeiden von Gewichten auf die beiden 
oberen Extremitäten) vom Beschwerdeführer eventuell leichter ausgeführt werden; vielleicht sollte 
dies versucht werden. Aus seiner Sicht scheine es angesichts der bestehenden Beschwerden in 
den Ellbogen nicht sehr vernünftig, dass der Beschwerdeführer weiterhin seinem Hobby 
(Gleitschirmfliegen) nachgehe (Vorakten S. 121).

Am 20. Juli 2012 berichtete der Chirurg, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers sehr 
langsam verbessere, was anlässlich des EMG vom 28. Juni 2012 habe objektiviert werden 
können. Es bestehe aber noch immer eine sehr schwere Atrophie der interossären Muskeln mit 
Parese und Sensibilitätsstörungen am kleinen Finger. Der Beschwerdeführer habe am 23. April 
2012 seine Tätigkeit als Käser mit einem Beschäftigungsgrad von 60 Prozent wieder 
aufgenommen (Vorakten S. 123).

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In seinem Bericht vom 2. August 2012 äusserte sich der Neurologe dahingehend, dass der 
Beschwerdeführer unter einer schweren Läsion des Kubitalnervs beidseits leide. Daraus folge eine 
Parese mit Atrophie der Handmuskulatur beidseits. Die Neurographie habe sich seit dem Jahr 
2011 leicht verbessert, aber es bleibe ein beträchtliches motorisches Defizit; dies in einem 
Ausmass, dass der Beschwerdeführer seine Hände praktisch nicht gebrauchen könne. Der 
Beschwerdeführer arbeite als Käser. Diese Tätigkeit sei möglich, da er nur grosse Bewegungen zu 
machen habe, ohne seine Finger zu gebrauchen (Vorakten S. 126 und 128). Die bisherige 
Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu 50 Prozent zumutbar, die Benützung beider Arme/Hände, 
das Heben, Tragen oder Gewichte Versetzen sowie Arbeiten in der Höhe/auf einer Leiter seien zu 
vermeiden (Vorakten S. 124).

e) Am 4. September 2012 fand ein von der IV-Stelle in Auftrag gegebenes Assessment mit 
dem Beschwerdeführer statt. Im Bericht vom 6. November 2012 (nachfolgend: Assessment-
Bericht; Vorakten S. 174 ff.) gab die Case Managerin die folgende Empfehlung ab:

Im vorliegenden Fall stehe eine Funktionseinschränkung beider Hände im Vordergrund. 
Insbesondere sei die Kraft beidseits, die Stabilisierungsfähigkeit im linken Handgelenk sowie die 
Feinmotorik beidseits eingeschränkt. Die Abklärungen im Rahmen der FOMA hätten ergeben, 
dass dem Beschwerdeführer die angestammte berufliche Tätigkeit als Käser aus rein 
medizinischer/ergono-mischer Sicht theoretisch nicht mehr zumutbar wäre. Dass er trotz seiner 
Einschränkungen die Arbeitsstelle als Käser bis heute im Rahmen von 60 Prozent halten könne, 
sei erstaunlich und lasse sich sowohl aus Sicht Case Management als auch aus Sicht des 
zuständigen Gutachters nur mit seiner Motivation und Unterstützung durch den Arbeitgeber 
erklären. 

Der Beschwerdeführer habe sowohl im Rahmen des Assessments wie auch im Rahmen der 
FOMA ausdrücklich betont, dass er seine angestammte Tätigkeit im bisherigen Pensum von 
60 Prozent weiterführen möchte. Hier spiele sicher auch eine gewisse Unsicherheit oder Angst 
gegenüber einer Umschulung oder einem Stellenwechsel eine Rolle. Der Beschwerdeführer 
befürchte einerseits, einer schulischen Herausforderung nicht gewachsen zu sein, und 
andererseits, im Arbeitsmarkt mit seinen Einschränkungen nicht bestehen zu können. Die 
Bedenken des Beschwerdeführers, im offenen Arbeitsmarkt nicht standhalten zu können, seien in 
gewisser Weise nachvollziehbar. Auch werden von Seiten Case Management aktuell keine 
sinnvollen Möglichkeiten – ausser einer Umschulung, was der Beschwerdeführer jedoch aus oben 
genannten Gründen nicht möchte – gesehen, ihn an einem alternativen Arbeitsplatz zu platzieren. 
Im Rahmen der FOMA werde deshalb empfohlen, dass der Beschwerdeführer die angestammte 
Tätigkeit im reduzierten Pensum am aktuellen Arbeitsplatz, wo er mit seinem Möglichkeiten 
bestmöglich integriert sei, weiterhin ausüben solle, solange sich sein gesundheitlicher Zustand 
nicht verschlechtere. Sollte sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verschlechtern, 
so müsste die Option einer Umschulung erneut geprüft werden (Vorakten S. 165).

f) Am 25./26. Oktober 2012 wurde der Beschwerdeführer mittels Funktionsorientierter 
Medizinischer Abklärung (FOMA) untersucht. Im Bericht vom 19. November 2012 (nachfolgend: 
Gutachten; Vorakten S. 197 ff.) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt (Vorakten S. 197 f.):

Chronische Handgelenksschmerzen links und Ellbogengelenksschmerzen bds. bei/mit
- synovialer Chondromatose, DD bei Status nach rezidivierenden Mikrotraumata
- sekundär trikompartimentaler Arthrose beider Ellbogen
- Status nach ulnohumeraler Arthroplastie nach Morrey und Neurolyse des linken 

Kubitalnervs sowie CTS-Operation im September 2007

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- Status nach anteriorer Transposition der Kubitalnerven bei persistierender 
Neuropathie Stadium Grad IV (Dezember 2011 rechts; Februar 2012 links)

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Belastungsabhängige Kniegelenksschmerzen links
- Status nach VKB-Ruptur und medialer Meniskusläsion links Anfang 90er-Jahre
- Status nach Meniskusoperation links Anfang 90er-Jahre, VKB-Plastik Ende 90er-

Jahre

Status nach VKB-Ruptur rechts Anfang 90er-Jahre (konservative Therapie)

Klinisch Verdacht auf Coxarthrose bds.

Status nach Trümmerfrakturen im Mittel-/Vorfuss links 2006 nach Gleitschirmunfall

In der klinischen Untersuchung habe nebst einer eingeschränkten Ellbogenbeweglichkeit bds. mit 
Endphasenschmerzen in Flexion und Extension bei jeweils hartem Stopp zusätzlich eine 
Druckdolenz im Bereich des epicondylus ulnaris und radialis festgestellt werden können, jedoch 
nicht über der fossa cubitalis bei allerdings Status nach anteriorer Transposition beider 
Kubitalnerven. Zusätzlich habe sich eine Schwellung dorsal radial über dem linken Handgelenk 
gezeigt, zwar ohne Druckdolenzen, jedoch mit massiv eingeschränkter Beweglichkeit in Dorsi- und 
Palmarflexion, ebenso wie in Radial- und Ulnaradduktion (jeweils subtotal eingeschränkt) bei noch 
erhaltener Pro- und Supination. Diesbezüglich habe sich bei der Beweglichkeitsüberprüfung eine 
muskuläre Gegeninnervation mit starken Schmerzen ohne Gelenksstopp gezeigt. Muskulär hätten 
ausser Myogelosen im Trapeziusbereich keine schmerzhaften Myogelosen der Vorder- oder 
Oberarmmuskulatur palpiert werden können. Neurologisch habe sich nebst einer Atrophie der 
Interosseusmuskulatur bds. eine diesbezüglich abgeschwächte Abspreizkraft der Finger sowie in 
Relation zum Kraftmuster des athletischen Beschwerdeführers eher abgeschwächte Kraft auch 
beim Faustschluss links mehr als rechts präsentiert. Zudem habe sich eine Hyposensibilität 
insbesondere entlang des nervus ulnaris bds. gezeigt. Das dem Beschwerdeführer zusätzlich 
Beschwerden bereitende linke Knie zeige eine leicht eingeschränkte Flexion mit Krepitation, 
jedoch ohne Endphasen- und Druckschmerzen periartikulär bei stabilem Kniegelenk (Vorakten S. 
196 f.).

Radiologisch zeige das Röntgenbild beider Ellbogen vor allem ulnarseits multiple kleine Gelenks-
chondrome sowie eine trikompartimentale Ellbogengelenksarthrose mit Prominenz des 
Humeroulnargelenkes bds. (Vorakten S. 195). 

Die arbeitsbezogenen relevanten Probleme seien vor allem die ungenügende 
Stabilisierungsfähigkeit im linken Handgelenk beim Hantieren von Lasten, 
Bewegungseinschränkungen des linken Handgelenks sowie die reduzierte Handkraft und deutliche 
Einschränkungen in der Feinmotorik beidseits. Die angestammte berufliche Tätigkeit als Käser sei 
dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Dass er die Tätigkeit aktuell dennoch im 60-Prozent-
Pensum bewältige, sei nur mit seiner sehr grossen Motivation, seiner Willensanstrengung und mit 
der Unterstützung, die er im Betrieb erfahre, zu erklären. Zwar sei ihm eine andere, mittelschwere 
Arbeit ohne Tätigkeiten, die feinmotorische Fähigkeiten, den erhöhten Einsatz von Handkraft oder 
häufige Bewegungen in Ellenbogen- oder Handgelenken erfordern, ganztags (mit zusätzlichen 
Pausen von insgesamt etwa zwei Stunden pro Tag) zumutbar. Aufgrund der sehr guten Integration 
des Beschwerdeführers an seinem aktuellen Arbeitsplatz und der starken Motivation, diesen 
Arbeitsplatz langfristig zu behalten, werde indessen empfohlen, dass der Beschwerdeführer seine 
bisherige Tätigkeit im reduzierten Pensum weiterhin ausüben sollte, solange sich sein 
gesundheitlicher Zustand nicht verschlechtere (Vorakten S. 195 f.).

Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wird wie folgt beurteilt: In der angestammten Tätigkeit 
als Käser sei er aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht im Prinzip aufgrund der 
Gewichtsbelastung nicht mehr arbeitsfähig. In Anbetracht des guten Arbeitsverhältnisses und der 

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ausgefeilten Technik des Hantierens der Käselaibe sei ihm jedoch zurzeit diesbezüglich eine 
Arbeitsfähigkeit von wie bis anhin vier verlängerten Halbtagen mit Möglichkeiten zur Rekuperation 
zu 60 Prozent noch knapp zumutbar. In einer alternativen, mittelschweren Tätigkeit mit Möglichkeit 
zu grobmotorischen Tätigkeiten sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit ganztags mit vermehrten 
Pausen (zwei Stunden pro Tag) aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht zumutbar, 
entsprechend einer 75-prozentigen Arbeitsfähigkeit (Vorakten S. 193).

g) Nachdem der Beschwerdeführer gegen den Vorentscheid vom 7. Januar 2013 
schriftliche Einwände erhoben hatte, unterbreitete die IV-Stelle die Angelegenheit erneut dem RAD 
zur Stellungnahme. Am 28. März 2013 stellte der RAD-Arzt die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Synoviale Chondromatose mit sekundärer 
Ellbogenarthrose, reduzierter Handkraft und deutlichen Einschränkungen in der Feinmotorik der 
beiden Hände. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit werden genannt: Status 
nach mehreren Ellbogenoperationen und Karpaltunneloperation beidseits, Vermutung einer 
beginnenden beidseitigen Coxarthrose und Gonarthrose rechts sowie Status nach 
Sprunggelenksfraktur bei einem Gleitschirmunfall vom 1. August 2006. Andere 
Einschränkungen/Schwierigkeiten, die nicht in Zusammenhang mit der Diagnose stehen würden, 
gebe es nicht. Die gegenwärtige medizinische Situation sei stabil.

Die bisherige Tätigkeit als Käser sei grundsätzlich nicht zumutbar, allerdings sei in der 
gegenwärtigen, vom Arbeitgeber teilangepassten konkreten Tätigkeit die 60-prozentige 
Arbeitsfähigkeit gerechtfertigt und zumutbar. Eine mittelschwere angepasste Tätigkeit ohne 
regelmässiges Tragen von Lasten über 15 kg und der Möglichkeit zu grobmotorischer Arbeit sei 
ganztags mit vermehrten Pausen (zwei Stunden pro Tag) zumutbar, was einer 75-prozentigen 
Leistungsfähigkeit entspreche (Vorakten S. 249 f.).

Das Gutachten sei vollständig und antworte auf die gestellten Fragen. Der Assessment-Bericht sei 
nicht medizinisch und schlage vor, den Beschwerdeführer in seiner 60-prozentigen gegenwärtigen 
Tätigkeit zu behalten, da er zu vollständiger Zufriedenheit seines Arbeitgebers arbeite und seine 
Anstellung sicher sei; die nicht gearbeitete Zeit sei mit einer Rente zu kompensieren. Dieser 
vernünftige Vorschlag sei jedoch nicht medizinisch und könne in diesem Rahmen nicht diskutiert 
werden (Vorakten S. 248).

4. a) Vorliegend kann festgehalten werden, dass sich die behandelnden Ärzte, der RAD, die 
Case Managerin sowie die Gutachter darin einig sind, dass dem Beschwerdeführer die Tätigkeit 
als Käser grundsätzlich nicht zumutbar sei. Dass er die Tätigkeit dennoch mit einem Pensum von 
60 Prozent ausüben könne, sei mit seiner Motivation, seiner Willensanstrengung, seiner 
ausgefeilten Technik, der Unterstützung durch den Arbeitgeber sowie der Integration am 
Arbeitsplatz zu erklären. Eine Erhöhung des Arbeitspensums in der bisherigen Arbeitstätigkeit als 
Käser auf über 60 Prozent hält keine Fachperson für zumutbar. Dies wird von der Vorinstanz denn 
auch nicht betritten.

Was die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit anbelangt, so 
kamen die Gutachter zum Schluss, dass in einer mittelschweren Tätigkeit, welche keine 
feinmotorischen Fähigkeiten, keinen erhöhten Einsatz von Handkraft oder häufige Bewegungen in 
Ellbogen oder Handgelenken erfordere, eine ganztägige Arbeitstätigkeit mit zusätzlichen Pausen 
von insgesamt etwa zwei Stunden pro Tag zumutbar sei, was einer 75-prozentigen Arbeitsfähigkeit 
entspreche (Vorakten S. 194 f.). Diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wird vom RAD-Arzt 
geteilt (Vorakten S. 249 f.). Der Chirurg äussert sich zwar nicht konkret, hält es aber nicht für 
ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer in einer Tätigkeit, welche seine beiden oberen 

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Extremitäten sowie seine Knie schone, eventuell eine höhere Arbeitsleistung erbringen könnte 
(Vorakten S. 61 und 121).

b) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen 
Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – 
Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 
Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 
zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

Für die Festlegung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt 
sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus 
der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 
erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 
nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen 
werden. Praxisgemäss können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie 
Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 
Beschäftigungsgrad einen auf höchstens 25 Prozent begrenzten Leidensabzug von dem nach den 
LSE-Tabellenlöhnen zu ermittelnden Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, 
dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge eines oder 
mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
Einkommen verwertet werden kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 und 129 V 472 E. 4.2.1, je mit weiteren 
Hinweisen).

c) Beim Valideneinkommen hat die IV-Stelle auf das vom Beschwerdeführer tatsächlich 
erzielte Erwerbseinkommen des Jahres 2011 abgestellt. Ausgehend von einem Bruttolohn von 
38‘880 Franken für ein Arbeitspensum von 60 Prozent (Lohnbestätigung 2011; Vorakten S. 242) 
errechnete die IV-Stelle ein massgebliches Valideneinkommen von 64‘800 Franken. Dies ist nicht 
zu beanstanden und wird auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten.

d) Bei der Berechnung des Invalideneinkommens hat die IV-Stelle die „Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung 2010“ (Tabelle TA1 Privater Sektor, Position 52, Kategorie 3, Männer) 
herangezogen; ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn wurde – trotz 
entsprechender Einwände seitens des Beschwerdeführers – nicht gewährt.

Es wurde bereits ausgeführt, dass das Invalideneinkommen nur dann nach den LSE-
Tabellenlöhnen zu ermitteln ist, wenn die versicherte Person nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen hat. Übt indessen die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der        – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben 
sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 
ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

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nicht als Soziallohn, ist für die Festlegung des Invalideneinkommens von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (vgl. auch E. 
4b mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).

Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem Jahr 2006 als Käser in einer Käserei, die seinem Cousin 
gehört. Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer die volle Unterstützung seines 
Arbeitgebers hat, welcher wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers 
einige Anpassungen betreffend Arbeitsverteilung gemacht hat. So wird der Beschwerdeführer 
vorwiegend im Käsekeller eingesetzt, wo er die dort lagernden Käselaibe zu wenden und mit 
Salzlösung einzureiben hat. Gelegentlich hilft der Beschwerdeführer im Team mit, wo Not am 
Mann ist; diese Arbeiten (Reinigungsarbeiten, Butter modellieren etc.) bereiten ihm indessen mehr 
Mühe (Assessment-Bericht, Vorakten S. 169 f.). Der Beschwerdeführer ist im Team sehr gut 
integriert. Aufgrund der gegebenen Umstände kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, 
dass besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und der Beschwerdeführer seine 
Arbeitsstelle wird behalten können, solange dies sein gesundheitlicher Zustand zulässt.

Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2011 ein Bruttoeinkommen von 38‘880 
Franken erzielte. Dieses Einkommen für ein Arbeitspensum von 60 Prozent erscheint für die vom 
Beschwerdeführer erbrachte Arbeitsleistung durchaus als angemessen. Von einem Soziallohn 
kann nicht die Rede sein.

Bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft. Hierzu ist Folgendes in Betracht zu ziehen: Der Beschwerdeführer arbeitet 
wegen persistierender Beschwerden in Ellbogen und Handgelenken beidseits seit dem 1. Januar 
2008 mit einem Pensum von 60 Prozent. Obschon ihm die Tätigkeit als Käser aus 
rheumatologisch-orthopädischer Sicht grundsätzlich nicht zumutbar ist, ist er in der Lage, diese 
Tätigkeit mit einem Pensum von 60 Prozent zu bewältigen, was mit seiner Motivation, seiner 
Willensanstrengung, seiner ausgefeilten Technik, der Unterstützung durch den Arbeitgeber sowie 
der Integration am Arbeitsplatz zu erklären ist. Mit den geleisteten 60 Prozent befindet sich der 
Beschwerdeführer am obersten Limit seiner Möglichkeiten, eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 
über 60 Prozent ist in seiner bisherigen Tätigkeit als Käser nicht möglich. Dies wird von der 
Vorinstanz denn auch zu Recht nicht behauptet.

Die Gutachter sind anlässlich der mittels FOMA durchgeführten medizinischen Untersuchung zum 
Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer in einer angepassten mittelschweren Tätigkeit 
mit der Möglichkeit zu grobmotorischen Tätigkeiten, welche keine feinmotorischen Fähigkeiten, 
keinen erhöhten Einsatz von Handkraft oder häufige Bewegungen in Ellenbogen oder 
Handgelenken erfordere, eine ganztägige Arbeitstätigkeit mit zusätzlichen Pausen von insgesamt 
etwa zwei Stunden pro Tag zugemutet werden könne, was einer 75-prozentigen Arbeitsfähigkeit 
entspreche (Vorakten S. 194 f.). Gestützt darauf kam die Vorinstanz zum Schluss, dass dem 
Beschwerdeführer eine Tätigkeit als Lagerist zu einem Pensum von 75 Prozent zugemutet werden 
könne. Damit hat sie aber den konkreten Umständen zu wenig Rechnung getragen. Der 
Beschwerdeführer leidet unter multiplen Beschwerden: chronische Handgelenksschmerzen links 
und Ellbogengelenksschmerzen beidseits mit/bei eingeschränkter Ellbogenbeweglichkeit beidseits, 
ungenügender Stabilisierungsfähigkeit im linken Handgelenk, Bewegungseinschränkungen des 
linken Handgelenks sowie reduzierter Handkraft und deutlichen Einschränkungen in der 
Feinmotorik beidseits, belastungsabhängige Kniegelenksschmerzen links und klinischer Verdacht 
auf Coxarthrose beidseits. Trotz zwei chirurgischer Eingriffe (ulnohumerale Arthroplastie nach 
Morrey und Neurolyse des linken Kubitalnervs mit Revision des Karpaltunnelsyndroms links im 
September 2007; anteriore Transpositon der Kubitalnerven bei persistierender Neuropathie 
Stadium Grad IV im Dezember 2011 bzw. Februar 2012) konnte die Situation nicht massgeblich 

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verbessert, sondern bloss eine Stabilisierung erreicht werden. Aufgrund der bestehenden 
Beschwerden kann der Beschwerdeführer nur grobmotorische Tätigkeiten ausführen, wobei die 
folgenden funktionellen Fähigkeiten nur beschränkt möglich sind: Neigung des Oberkörpers, 
kauernde Stellung, Benützung der beiden Arme/Hände, Heben, Tragen oder Gewichte Versetzen, 
sich Bücken und Arbeiten in der Höhe/auf einer Leiter; auch rein sitzende und rein stehende 
Tätigkeiten sind zu vermeiden. Wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird, wird sich zeigen. 
Aufgrund des bisherigen Krankheitsverlaufs ist aber eher mit einer zunehmenden 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu rechnen.

Es ist bereits fraglich, wie der Beschwerdeführer unter diesen Umständen eine Tätigkeit als 
Lagerist sollte ausüben können. Aufgrund der deutlichen Einschränkungen in der Feinmotorik 
beidseits wird der Beschwerdeführer nicht nur Mühe haben, den Stapler zu bedienen, sondern 
auch damit, die Waren zu kommissionieren und die Warenein- und -ausgänge handschriftlich oder 
am PC zu dokumentieren. Aber auch das Be- und Entladen des Staplers ist eine Tätigkeit, welche 
dem Beschwerdeführer abträglich ist, da sie einen erhöhten Einsatz von Handkraft und häufige 
Bewegungen in Ellbogen oder Handgelenken erfordert. Zwar hat der Beschwerdeführer in seiner 
aktuellen Tätigkeit als Käser eine körperliche Arbeit, welche darin besteht, die im Käsekeller 
lagernden Käselaibe zu wenden und zu behandeln. Dabei handelt es sich aber immer um ein- und 
dieselbe Bewegung, welche der Beschwerdeführer nur dank seiner ausgefeilten Technik 
auszuführen in der Lage ist.

Vorliegend haben die Gutachter empfohlen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner sehr 
guten Integration an seinem aktuellen Arbeitsplatz und der starken Motivation, diesen Arbeitsplatz 
langfristig zu behalten, seine bisherige Tätigkeit im reduzierten Pensum von 60 Prozent weiterhin 
ausüben solle, solange sich sein gesundheitlicher Zustand nicht verschlechtere (Vorakten S. 194). 
Die Case Managerin sprach dieselbe Empfehlung aus (Vorakten S. 165). Auch der Chirurg hält es 
für illusorisch, den Beschwerdeführer beruflich umzuschulen, könne man doch damit zufrieden 
sein, dass er seine Arbeit im bisherigen Ausmass wieder habe aufnehmen können (Verlaufsbericht 
vom 29. März 2012, Vorakten S. 106). Der RAD-Arzt wiederum hält diesen Vorschlag für 
vernünftig (Vorakten S. 248). Dem kann sich auch das Gericht anschliessen. Zwar ergibt sich aus 
den medizinischen Unterlagen, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit 
grundsätzlich zu 75 Prozent arbeitsfähig ist. Ihm ist es aber aus gesundheitlichen Gründen nicht 
möglich, mehr als 60 Prozent in seiner aktuellen Tätigkeit zu arbeiten. Dass er eine zusätzliche 15-
prozentige Tätigkeit findet, ist von vornherein auszuschliessen. Er hat damit konkret nur die 
Möglichkeiten, entweder weiterhin zu 60 Prozent bei seinem bisherigen Arbeitgeber zu arbeiten 
und damit die feststehende noch verbleibende Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent nicht vollständig 
auszuschöpfen, oder aber sich umschulen zu lassen und anschliessend eine andere 75-prozentige 
Anstellung zu suchen, wobei er Gefahr läuft, aufgrund der aktuellen Situation auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt entweder ganz ohne Arbeit dazustehen oder aber schlechtere 
Anstellungsbedingungen zu finden, als er es jetzt als langjähriger Mitarbeiter in der Käserei seines 
Cousins hat. Angesichts seiner multiplen gesundheitlichen Beschwerden, welche sich in den 
vergangenen Jahren trotz mehrerer operativer Eingriffe kontinuierlich verschlechtert haben, 
erscheint es unrealistisch, dass ein potentiell neuer Arbeitgeber bereit wäre, den 
Beschwerdeführer, welcher nur in einer leidensadaptierten Tätigkeit eingesetzt werden kann, zu 
ähnlich guten Anstellungsbedingungen einzustellen, wie dies aktuell der Fall ist. Es ist somit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine verbleibende Leistungsfähigkeit auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt – wenn überhaupt – nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen 
verwerten könnte.

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Der Beschwerdeführer arbeitet aktuell mit einem Beschäftigungsgrad von 60 Prozent. In einer 
angepassten Tätigkeit könnte gemäss den Gutachtern eine Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent 
erreicht werden. Somit ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit um 15 
Prozent nicht voll ausschöpft. Vom Beschwerdeführer kann unter den gegebenen Umständen aber 
nicht erwartet werden, dass er das bestehende stabile Arbeitsverhältnis kündigt und sich 
umschulen lässt, um danach entweder ohne Arbeit dazustehen oder aber eine Arbeit mit 
schlechteren Anstellungsbedingungen anzunehmen. 

Es ist vorliegend ebenfalls von Bedeutung, dass es nicht ohne weiteres ersichtlich ist, aus welchen 
Gründen die Vorinstanz bei ihrer Berechnung des Invalidenlohnes die Kategorie 3 (Berufs- und 
Fachkenntnisse vorausgesetzt) beigezogen hat, hat doch der Beschwerdeführer zum heutigen 
Zeitpunkt keine Erfahrung als Lagerist, sondern als Käser. Weiterhin überzeugt die Argumentation 
der Vorinstanz insoweit nicht, als dass sie angibt mit den zusätzlichen Pausen (beziehungsweise 
dem Pensum von 75 Prozent) sei sämtlichen Aspekten unter dem Titel des leidensbedingten 
Abzugs vom Tabellenlohn Rechnung getragen worden. Kommt hinzu, dass es sich bei dem 
Tabellenlöhnen um Durchschnittswerte handelt und der Beschwerdeführer keine Garantie hat, 
dass er als Lagerist tatsächlich ein Einkommen in dieser Höhe erzielen wird. Berücksichtigt man 
diese Überlegungen bei der Fixierung des Invalideneinkommens, so erhöht sich der 
Einkommensverlust und rückt zumindest in den Bereich der Grenze von 40 Prozent. Damit 
erscheint es umso weniger zumutbar, vom Beschwerdeführer einen Stellenwechsel zu verlangen.

Unter der Berücksichtigung all dieser Punkte des Einzelfalles erscheint es vorliegend 
gerechtfertigt, den stabilen Arbeitsverhältnissen den Vorzug zu geben gegenüber der nicht 
vollständig ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit. Deshalb ist der effektiv erzielte Lohn bei seinem 
aktuellen Arbeitgeber als Invalidenlohn zu betrachten. Dieser lag im Jahr 2011 bei 38‘880 Franken.

e) Damit ist im vorliegenden Fall dem Valideneinkommen in der Höhe von 64‘800 Franken 
ein Invalideneinkommen von 38‘880 Franken gegenüberzustellen, was eine Einkommensdifferenz 
von 25‘920 Franken respektive 40 Prozent ergibt. Unter diesen Umständen hat der 
Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.

Die vorliegende Beschwerde ist deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung der Vor-
instanz vom 21. Juni 2013 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 2012 
(Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) eine Viertelsrente der Invalidenversicherung 
zuzusprechen.

5. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von 800 Franken zu Lasten der Vorinstanz erhoben. 
Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der gleichen Höhe zurückerstattet.

Der Beschwerdeführer obsiegt, weshalb er Anspruch auf eine Entschädigung seiner Parteikosten 
hat. Da der neue Tarif erst für Leistungen anwendbar ist, die nach dem 1. Juli 2015 erbracht 
wurden, ist die Entschädigung angesichts des getätigten Aufwandes (zweifacher Schriftenwechsel) 
sowie der Komplexität der Angelegenheit gestützt auf die Honorarnote vom 9. September 2015 auf 
3‘917.40 Franken festzusetzen, wobei dieser Betrag Honorar (16.76 Stunden à 230 Franken) und 
Auslagen (62.60 Franken) des Rechtsvertreters umfasst, zuzüglich der Mehrwertsteuer von 
313.40 Franken (8 Prozent von 3‘917.40 Franken). Der Totalbetrag von 4‘230.80 Franken geht zu 
Lasten der Vorinstanz.

Kantonsgericht KG

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen. A.________ wird für die Zeit ab dem 1. Januar 2012 
eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen.

II. Die Gerichtskosten von 800 Franken gehen zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 800 
Franken zurückerstattet.

III. A.________ wird zulasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von 3‘917.40 Franken, 
zuzüglich der Mehrwertsteuer von 313.40 Franken (8 Prozent von 3‘917.40 Franken), 
ausmachend total 4‘230.80 Franken, zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerde-schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 21. September 2015/dki

Präsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin