# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e050622a-54ae-5341-87d6-3887650e54bd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 30.08.2017 ZK1 2017 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK1-2017-73_2017-08-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 30. August 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 73 30. Oktober 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Aktuar ad hoc Knupfer

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler 
vom 20. April 2017, mitgeteilt am 5. Mai 2017, in Sachen der Y._____, 
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, 
Gäuggelistrasse 16, 7001 Chur,

betreffend Kostenauflage,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 2010, ist Tochter der unverheirateten Eltern 
Y._____ und X._____. Der Vater anerkannte A._____ am 9. Dezember 2010 vor 
dem Zivilstandsamt B._____ als seine Tochter.

B. Die getrennt lebenden Eltern konnten sich nicht über das Besuchs- und 
Ferienrecht einigen, was in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von 
Entscheiden der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden und 
Gerichte führte. Im Zuge dessen wurde im Jahr 2012 eine 
Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 ZGB errichtet und mit Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 9. Oktober 2012 bestätigt. 

C. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler 
(nachfolgend: KESB Engadin/Südtäler) erliess im Jahr 2016 folgende Entscheide 
mit Dispositiven betreffend Verfahrenskosten:

 18. Januar 2016: Festsetzung der Verfahrenskosten für den Entscheid 
betreffend interventionsorientiertes Gutachten auf CHF 300.00.

 25. Januar 2016: Festsetzung der Verfahrenskosten für den Entscheid 
betreffend Wechsel der Beistandsperson und Weisung zur Paartherapie auf 
CHF 500.00.

 28. April 2016: Festsetzung der Verfahrenskosten für die Anordnung einer 
superprovisorischen Massnahme auf CHF 300.00.

 23. Mai 2016: Festsetzung der Verfahrenskosten für die Beurteilung eines 
Gesuchs um Einschränkung des Informationsrechts auf CHF 700.00.

 13. Juni 2016: Festsetzung der Verfahrenskosten für die Abschreibung 
eines Verfahrens betreffend Regelung und Vollstreckung des persönlichen 
Verkehrs auf CHF 500.00.

Die Kosten wurden jeweils beim Verfahren belassen. Alle Entscheide sind in der 
Zwischenzeit unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

D. Mit Entscheid vom 20. April 2017, mitgeteilt am 5. Mai 2017, genehmigte 
die KESB Engadin/Südtäler den Rechenschaftsbericht des Beistands C._____ 
und sprach diesem für die Mandatsführung vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 
2016 eine Entschädigung von CHF 2'400.00 zu, welche je hälftig den Eltern von 

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A._____ auferlegt wurde. X._____ hat demnach CHF 1'200.00 zu tragen. Die 
Verfahrenskosten für die beiden Entscheide vom 18. und 25. Januar 2016 von 
total CHF 800.00 wurden den Eltern je zur Hälfte auferlegt, womit auf X._____ der 
Betrag in Höhe von CHF 400.00 entfällt. Die Kosten der übrigen drei Entscheide 
vom 28. April 2016, 23. Mai 2016 und 13. Juni 2016 hat allein Y._____ zu tragen. 
Abschliessend hat die KESB Engadin/Südtäler die Kosten in Höhe von 
CHF 200.00 für die Ausfertigung des Entscheids vom 20. April 2017 wiederum je 
hälftig den beiden Elternteilen überbunden. Zusammengefasst hat X._____ 
Massnahmekosten in der Höhe von CHF 1200.00 und Verfahrenskosten im Betrag 
von CHF 500.00 zu tragen. 

E. Gegen diese Kostenregelung im Entscheid vom 20. April 2017 erhob 
X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6. Juni 2017 Beschwerde ans 
Kantonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträgen:

"1. Ziff. 2 des Dispositivs des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben.

2. Ziff. 3 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Entscheides sei 
aufzuheben und die Kosten seien Frau Y._____ aufzuerlegen.

3. In Abänderung von Ziff. 4 lit. b des Dispositivs des angefochtenen 
Entscheides seien die festgesetzten Kosten für das Verfahren ganz 
Frau Y._____ aufzuerlegen."

Im Wesentlichen rügt der Beschwerdeführer die Höhe der Massnahmekosten 
(Ziff. 2 des angefochtenen Dispositivs), deren Verteilung (Ziff. 3 lit. a des 
angefochtenen Dispositivs), sowie die Verteilung der Verfahrenskosten (Ziff. 4 lit. b 
des angefochtenen Dispositivs). Als Begründung führt der Beschwerdeführer an, 
C._____ habe die Beistandschaft erst am 1. November 2015 übernommen. Für 
die Tätigkeit früherer Beistände könne nicht nachträglich Rechnung gestellt 
werden. Somit rechtfertige sich höchstens eine Entschädigung von CHF 500.00. 
Mit Verweis auf das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 102 vom 
2. März 2017 macht der Beschwerdeführer zudem geltend, die Massnahmekosten 
seien einzig auf das Verhalten der Mutter zurückzuführen und dementsprechend 
ihr allein aufzuerlegen. Gleiches gelte im Übrigen bezüglich der Verfahrenskosten. 
Es sei nicht ihm anzulasten, dass die Paartherapie abgebrochen worden sei.

F. Die KESB Engadin/Südtäler schliesst in ihrer Stellungnahme vom 5. Juli 
2017 auf Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. 
Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen. Ihren 
Antrag betreffend die Massnahmekosten begründet die KESB Engadin/Südtäler 
damit, dass gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB bei Berufsbeiständen die Entschädigung 
an den Arbeitgeber fällt und damit unabhängig von der ausführenden 

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Beistandsperson für die gesamte Dauer der Mandatsführung Rechnung gestellt 
werden könne. Darüber hinaus entspreche eine jährliche Pauschale in Höhe von 
CHF 600.00 der gängigen Praxis der KESB im Kanton Graubünden. Nach Art. 27 
Abs. 2 der Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) 
würden die Kosten in Verfahren betreffend den persönlichen Verkehr in der Regel 
den Eltern je zur Hälfte auferlegt. Der vorliegende Fall würde eine andere 
Aufteilung nicht rechtfertigen. Insbesondere verfange der Verweis auf das Urteil 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 102 vom 2. März 2017 nicht, da 
dieses Verfahrens- und nicht Massnahmekosten betreffe. Da die 
Verfahrenskosten die Weisung zur Paartherapie und den Wechsel der 
Beistandsperson betreffen würden, rechtfertige sich die vorgenommene hälftige 
Auferlegung der Kosten. 

G. Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2017 stimmt Y._____ (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) dem Antrag des Beschwerdeführers zu, wonach die 
Massnahmekosten auf CHF 500.00 festzusetzen seien. Im Gegensatz zum 
Beschwerdeführer wird indessen die von der KESB Engadin/Südtäler 
vorgenommene hälftige Kostenteilung nicht angefochten. Im Übrigen sei die 
Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Beschwerdeführers abzuweisen. Begründend führt die Beschwerdegegnerin an, 
dass der angefochtene Entscheid einzig den Rechenschaftsbericht des Beistands 
vom 1. Februar 2017 thematisiere und folglich eine Entschädigung in der Höhe 
von CHF 2'400.00 unverhältnismässig sei. Die hälftige Teilung der 
Massnahmekosten sei überdies gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer eine 
wesentliche Mitverantwortung an der heutigen Situation trage. Ein ähnliches Bild 
zeige sich bezüglich der Verfahrenskosten. Die Gründe für den Abbruch der 
Paartherapie seien irrelevant, gehe es doch um die Kosten der Weisung zu 
therapeutischen Gesprächen bzw. des Beistandswechsels. 

H. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
sowie in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 314 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; 
SR 210) sind die Bestimmungen über das Verfahren vor der 
Erwachsenenschutzbehörde im Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar. 

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Gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde kann somit gestützt auf Art. 450 
Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht 
Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b 
Abs. 1 ZGB 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist 
beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB). Zur 
Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren 
beteiligten Personen. Am Verfahren beteiligt sind neben den von der Anordnung 
der KESB direkt betroffenen Personen auch alle weiteren Personen, die sich im 
erstinstanzlichen Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt haben oder denen 
mindestens der Entscheid zugestellt wurde. Im Bereich des Kindesschutzes 
können nebst den Kindern auch deren Eltern betroffene Personen sein (Hermann 
Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 20 f. zu 
Art. 450 ZGB; Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 29 f. zu Art. 450 ZGB). Vorliegend tritt der 
Vater von A._____ als Beschwerdeführer auf. Der Beschwerdeführer ist durch den 
angefochtenen Entscheid betroffen und daher als Verfahrensbeteiligter im Sinne 
von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ohne weiteres beschwerdelegitimiert. Zudem 
erweist sich das eingereichte Rechtsmittel als frist- und formgerecht, weshalb 
darauf einzutreten ist. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht 
von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Da im vorliegenden 
Fall der Streitwert CHF 5'000.00 nicht überschreitet, ergeht der Entscheid in 
einzelrichterlicher Kompetenz (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. a Einführungsgesetz zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100] in Verbindung mit 
Art. 60 Abs. 1 
EGzZGB).

2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB 
Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) 
gerügt werden. Gegen Entscheide der KESB stellt die Beschwerde ein 
vollkommenes Rechtsmittel dar, womit das erstinstanzliche Urteil in rechtlicher 
und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7085; 
Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). Der Beschwerde wurde die 
aufschiebende Wirkung von der KESB Engadin/Südtäler nicht abgesprochen (vgl. 
Art. 450c ZGB; KG act. B.0, S. 4).

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3. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, der Beistand C._____ sei nicht die 
ganze Abrechnungsperiode vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2016 tätig 
gewesen, sondern habe das Amt erst am 1. November 2015 übernommen. 
Deshalb sei höchstens ein Betrag von CHF 500.00 für Massnahmekosten 
gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin unterstützt den Beschwerdeführer in 
diesem Punkt in der Argumentation. Die KESB Engadin/Südtäler führt in ihrer 
Beschwerdeantwort dazu aus, richtig sei, dass C._____ erst seit 1. Dezember 
2015 als Beistand von A._____ amte. Versehentlich seien die früheren Beistände 
D._____ und E._____ im angefochtenen Entscheid nicht aufgeführt worden. Die 
Entschädigung falle aber gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB bei Berufsbeiständen an 
den Arbeitgeber. Dies ist zutreffend. Entschädigt wird bzw. werden somit – wie im 
Dispositiv des angefochtenen Entscheids richtig festgehalten ist – die 
Berufsbeistandschaft der Region Maloja und nicht die einzelnen Beistände. Die 
Nennung der Beistandspersonen im angefochtenen Entscheid wäre somit gar 
nicht notwendig gewesen, so dass der Umstand, dass nur einer der drei in der Zeit 
von 2013 bis 2016 tätig gewesenen Beistände erwähnt wurde, keine Rolle spielt. 
Unbestritten ist, dass in der fraglichen Zeit eine bei der Berufsbeistandschaft der 
Region Maloja angestellte Person als Beistand bzw. Beiständin für das Kind der 
Parteien im Einsatz stand. Die Höhe der Entschädigung von jährlich pauschal 
CHF 600.00 wurde innerhalb des von Art. 30 Abs. 2 KESV gegebenen Rahmens 
(in der Regel zwischen CHF 500.00 bis CHF 10'000.00 pro Jahr) festgelegt und 
erscheint ohne weiteres als angemessen, zumal die jährliche Pauschale nur leicht 
über dem Minimum liegt. 

4. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die Massnahmekosten müssten 
von der Kindesmutter alleine getragen werden, da sie die im Zusammenhang mit 
der Ausübung des Besuchsrechts bestehenden Probleme und den dadurch 
verursachten Aufwand zu verantworten habe. Diese Argumentation greift zu kurz. 
Kindesmassnahmen gehören zum Unterhaltsanspruch des Kindes, deren Kosten 
von den Eltern zu tragen sind (vgl. Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB; Urteil des 
Bundesgericht 6F_32/2015 vom 16. Februar 2016 E. 3.1). Die Errichtung einer 
Beistandschaft als Kindesschutzmassnahme erfolgt im Interesse des 
Kindeswohls, für welches beide Elternteile die Verantwortung tragen. Das 
EGzZGB hat denn auch in Art. 63a Abs. 1 festgelegt, dass die Kosten für 
(Kindesschutz-) Massnahmen von den Inhabern der elterlichen Sorge zu tragen 
sind, soweit nicht Dritte zahlungspflichtig sind. Der Beschwerdeführer hat selbst 
um das gemeinsame Sorgerecht ersucht und dieses in einem Verfahren, welches 
bis vor Bundesgericht führte, zugesprochen erhalten (vgl. Urteil des 

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Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 11/19 vom 2. November 2015; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_81/2016 vom 2. Mai 2016). Er steht somit verstärkt in der 
Verantwortung für das Kindeswohl und es erscheint gerechtfertigt, dass er dafür – 
unabhängig vom Verhalten der Kindesmutter – einen entsprechenden finanziellen 
Beitrag leistet. Als angemessen erweist sich auch der Entscheid der KESB 
Engadin/Südtäler, die Kosten der Kindesschutzmassnahmen den Eltern je zur 
Hälfte aufzuerlegen. Zwar ist der Verweis in Erwägung 3 des angefochtenen 
Entscheids auf Art. 27 Abs. 2 KESV, wonach die Kosten in der Regel den Eltern je 
zur Hälfte auferlegt werden, im Zusammenhang mit Massnahmekosten nicht 
einschlägig, da diese Bestimmung unter dem Titel der "Verfahrenskosten" steht. 
Im Resultat ist die Kostenaufteilung nach Hälften aber auch insbesondere deshalb 
nicht zu beanstanden, da Art. 276 Abs. 2 ZGB in seiner seit 1. Januar 2017 
gültigen Fassung ausdrücklich festhält, dass ein jeder Elternteil "nach seinen 
Kräften" den Unterhaltsanspruch des Kindes, zu dem wie erwähnt auch die 
Kindesschutzmassnahmen gehören, zu befriedigen hat. Den Akten der KESB 
Engadin/Südtäler ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin in engen 
finanziellen Verhältnissen lebt (vgl. KESB act. E.2), während der 
Beschwerdeführer keine finanziellen Probleme geltend macht. Die hälftige 
Aufteilung der Massnahmekosten kommt aus diesem Blickwinkel zweifellos dem 
Kindsvater entgegen, wobei dahingestellt bleiben mag, ob die KESB 
Engadin/Südtäler bei der Kostenaufteilung stillschweigend das gerichtsnotorische 
Verhalten der Kindesmutter mitberücksichtigt hat. Die Beschwerde ist in diesem 
Punkt somit abzuweisen.

5. In Bezug auf die Verfahrenskosten ist zunächst festzuhalten, dass die 
KESB Engadin/Südtäler die Höhe der Kosten für die in diesem Verfahren nicht 
relevanten Entscheide vom 18. und 25. Januar 2016 festgelegt hat, aber auf eine 
Verteilung der Kosten zunächst verzichtet und diese beim Verfahren belassen hat. 
Ob dieses Vorgehen als prozessökonomisch anzusehen ist, kann im vorliegenden 
Zusammenhang offen bleiben. Es ist jedenfalls prozessual nicht ausgeschlossen, 
zunächst die weitere Entwicklung eines Verfahrens abzuwarten und die Verteilung 
der Kosten einzelner "Zwischenentscheide" erst später vorzunehmen. Nicht mehr 
zurückzukommen ist auf die Höhe dieser Verfahrenskosten, da diese rechtskräftig 
festgestellt sind. Schliesslich ist einleitend darauf hinzuweisen, dass die KESB 
Engadin/Südtäler bei ihrem Entscheid über die Verteilung der Verfahrenskosten in 
insgesamt fünf Entscheiden durchaus das Verursacherprinzip angewandt und 
damit das Verhalten der Parteien berücksichtigt hat. So hat sie dem 

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Beschwerdeführer lediglich die Verfahrenskosten zweier Entscheide zur Hälfte 
auferlegt und die übrigen Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin überbunden.

5.1. Im Entscheid vom 18. Januar 2016 betreffend Anordnung eines 
interventionsorientierten Gutachtens wurden die Verfahrenskosten auf 
CHF 300.00 festgesetzt und beim Verfahren belassen. Zwar ist es richtig, dass die 
KESB Engadin/
Südtäler in den Erwägungen ausführte, diese Verfahrenskosten würden "bis zum 
Abschluss" beim Verfahren bleiben. Anzunehmen ist, dass damit die Erstellung 
des Gutachtens gemeint war. Interventionsorientierte Gutachten ziehen sich aber 
regelmässig über eine längere Zeit hin und das Gutachten in Sachen A._____ ist 
offensichtlich noch nicht abgeschlossen. Es steht aber der KESB 
Engadin/Südtäler frei, auf ihre Erwägungen zurückzukommen und nach gut einem 
Jahr seit Erlass des betreffenden Entscheids die Kostenverteilung vorzunehmen, 
zumal dem Beschwerdeführer daraus kein ersichtlicher Nachteil entsteht und es 
im Gegenteil auch in seinem Interesse sein dürfte, möglichst bald bezüglich der 
Kostenverteilung im Bild zu sein. Dazu kommt, dass es beim Entscheid vom 
18. Januar 2016 nur um die Erteilung eines Gutachterauftrags ging (vgl. KG 
act. B.2, S. 3-4), was mit diesem Entscheid abschliessend geschah. Es besteht 
somit kein Grund, mit der Verteilung dieser Kosten noch länger zuzuwarten.

Der Entscheid über den Gutachterauftrag ist unangefochten rechtskräftig 
geworden. Der Auftrag wurde mit dem Ziel erteilt, die Differenzen zwischen den 
Eltern bezüglich der Besuchsrechtsausübung zu überwinden und die 
Auswirkungen des Konflikts auf das Kind zu mindern, und dient somit zweifellos 
dem Kindeswohl. Es ist nun nicht einzusehen, weshalb der Vater nicht in 
Nachachtung von Art. 63 Abs. 2 EGzZGB und Art. 27 Abs. 2 KESV die Hälfte der 
bescheidenen Entscheidgebühr, was CHF 150.00 entspricht, bezahlen sollte. Ein 
Grund, von dieser Kostenregelung im vorliegenden Fall abzuweichen, besteht 
offensichtlich nicht. 

5.2. Im Entscheid vom 25. Januar 2016 wurde für die Erteilung einer Weisung 
zur Paartherapie eine Gebühr von CHF 500.00 erhoben und zunächst beim 
Verfahren belassen. Obwohl die vom Beschwerdeführer kritisierte Gebührenhöhe 
rechtskräftig ist, ist darauf hinzuweisen, dass dies die Minimalgebühr für 
Entscheide der Kollegialbehörde darstellt (Art. 25 Abs. 2 lit. a KESV). Gemäss 
diesem unangefochten gebliebenen Entscheid wurde die Paartherapie auf 
ausdrücklichen Wunsch beider Elternteile angeordnet, um die Kommunikation in 
Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts zu verbessern (KG 

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act. B.1, S. 2). Die Überbindung der hälftigen Verfahrenskosten, d.h. von 
CHF 250.00, auf den Beschwerdeführer ist aus diesen Gründen offensichtlich 
gerechtfertigt. In diesem Zusammenhang spielt entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers augenscheinlich keine Rolle, dass die Paartherapie offenbar 
nicht erfolgreich verlief. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt 
abzuweisen. 

6. Nicht zu beanstanden ist unter den gegebenen Umständen und unter 
Hinweis auf die bisherigen Erwägungen, dass die KESB Engadin/Südtäler dem 
Beschwerdeführer die Hälfte der Gebühr für den angefochtenen Entscheid 
überbunden hat. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens zulasten des Beschwerdeführers, welcher die 
Beschwerdegegnerin aussergerichtlich angemessen zu entschädigen hat (Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da die 
Beschwerdegegnerin mit ihrem Rechtsbegehren betreffend die Höhe der 
Massnahmekosten ebenfalls unterlegen ist, wird nur eine reduzierte 
Entschädigung zugesprochen, welche mangels Einreichung einer Honorarnote 
nach Ermessen festgesetzt wird (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die 
Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [HV; BR 
310.250]).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
von X._____, welcher Y._____ aussergerichtlich mit CHF 500.00 zu 
entschädigen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, inne rt 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung 
der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: