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**Case Identifier:** f77d4a0b-0322-55d3-a7fc-97dc19522523
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2024 A-5826/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5826-2022_2024-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid teilweise bestätigt durch 

BGer mit Urteil vom 19.12.2024 

(9C_299/2024) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung I 

A-5826/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger,  

Richterin Annie Rochat Pauchard,    

Gerichtsschreiberin Ana Pajovic. 
 

 
 

Parteien 
 MWST-Gruppe A._______,   

Zustelladresse: c/o A._______ AG,  

(…),   

vertreten durch  

Dr. iur. Mathias Bopp und MLaw Alida Primitivo, 

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

(…),    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 MWST; Steuerperioden 2012 bis 2015 (steuerbefreite Leis-

tungen). 

 

 

 

A-5826/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Mehrwertsteuergruppe A._______ (nachfolgend: Steuerpflichtige), be-

stehend aus der A._______ AG (Gruppenvertretung) sowie u.a. der 

B._______ AG und C._______ SA (Gruppenmitglieder), ist seit dem 

1. Februar 2002 im Mehrwertsteuerregister der Eidgenössischen Steuer-

verwaltung (nachfolgend: ESTV) eingetragen. Sie erbringt insbesondere 

am Flughafen […] Bodenabfertigungsleistungen für verschiedene Flugge-

sellschaften.  

B.  

Im Herbst 2016 führte die ESTV gestützt auf Art. 78 des Bundesgesetzes 

vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, 

MWSTG, SR 641.20) bei der Steuerpflichtigen eine Kontrolle über die 

Steuerperioden 1. Quartal 2011 bis 4. Quartal 2015 (Zeitraum vom 1. Ja-

nuar 2011 bis 31. Dezember 2015) durch. Im Rahmen dieser Kontrolle 

wurde festgestellt, dass – nach Auffassung der ESTV – fälschlicherweise 

diverse Umsätze im Wesentlichen aus Bodenabfertigungsleistungen, ohne 

Mehrwertsteuer deklariert und Vorsteuerabzugskürzungen infolge Rücker-

stattung der Mineralölsteuer nicht vorgenommen wurden. Dies führte zu 

einer Steuerkorrektur zu Gunsten der ESTV von Fr. 6'718'272.-- zuzüglich 

Verzugszinsen seit dem 30. April 2014 (mittlerer Verfall; vgl. Einschät-

zungsmitteilung [nachfolgend: EM] Nr. […] vom 9. Dezember 2016).  

Die Umsatzaufrechnungen bzw. die Aufrechnung von Mehrwertsteuern be-

trifft die folgenden Bodenabfertigungsleistungen:  

- Passenger Handling (Ziff. 1.1 und 1.5 Beiblatt zur EM) 

- Lounges (Ziff. 1.2, 1.11 und 1.19 Beiblatt zur EM) 

- Airport Ticket Sale Service (Ziff. 1.3 und 1.20 Beiblatt zur EM) 

- Flugzeugabstellgebühren (Ziff. 1.4 und 1.15 Beiblatt zur EM) 

- Sundry Pax Revenue (Ziff. 1.6 und 1.16 Beiblatt zur EM) 

- Additional Passenger Services (Ziff. 1.7 Beiblatt zur EM) 

- Special Assistance Passengers (Ziff. 1.8 und 1.17 Beiblatt zur EM) 

- AIMS Add. Lines (Ziff. 1.9 und 1.18 Beiblatt zur EM) 

- Delivery Mish. Bag. (Ziff. 1.10 Beiblatt zur EM) 

- Airport Ticket Management (Ziff. 1.12 Beiblatt zur EM) 

- IT Lending of Personnel (Ziff. 1.13 Beiblatt zur EM) 

- Consulting Fees (Ziff. 1.14 und 1.22 Beiblatt zur EM) 

- Security Services (Ziff. 1.21 und 1.25 Beiblatt zur EM) 

- Security Documentation Control (Ziff. 1.23 Beiblatt zur EM) 

A-5826/2022 

Seite 3 

- Handling Inadmissable PAX (Ziff. 1.24 Beiblatt zur EM) 

- Fakturierte Leistungen an nicht im Verzeichnis der im Inland ansässi-

gen Luftverkehrsunternehmen, die im gewerbsmässigen Luftverkehr 

überwiegend internationalen Luftverkehr betreiben (nachfolgend: 

VERZ), aufgeführte inländische Luftfahrtunternehmen und Lieferungen 

an ausländische Luftfahrtunternehmen, die nicht nachgewiesenermas-

sen gewerbsmässigen Luftverkehr betreiben, sowie Weiterverrechnun-

gen an in- und ausländische Luftfahrtunternehmen von Hotel- und Taxi-

/Limousinen-/Buskosten sowie Flugzeugabstellgebühren (Ziff. 1.26 

Beiblatt zur EM) 

C.  

Auf Gesuch vom 13. Dezember 2016 der Steuerpflichtigen hin bestätigte 

die ESTV mit Verfügung vom 7. August 2018 die Steuerkorrektur gemäss 

besagter EM. Die am 13. September 2018 von der Steuerpflichtigen dage-

gen erhobene Einsprache wies die ESTV mit Einspracheentscheid vom 

4. August 2020 ab.  

D.  

D.a Gegen den Einspracheentscheid vom 4. August 2020 erhob die Steu-

erpflichtige (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 11. September 2020 

Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht.  

D.a.a Mit Urteil A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teilweise gut und 

wies die Sache betreffend «Airport Ticket Sale Service», «Airport Ticket 

Management» sowie «Airport Fees pauschal» zu weiteren Abklärungen so-

wie zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu-

rück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab.  

Dabei hielt das Bundesverwaltungsgericht zunächst fest, dass die 

Steuer(nach-)forderung für die Steuerperiode 2011 verjährt sei (E. 3). Wei-

ter erwog es, dass unter dem in Art. 23 Abs. 2 Ziff. 8 MWSTG enthaltenen 

Begriff «Dienstleistungen, die für den unmittelbaren Bedarf dieser Luftfahr-

zeuge und ihrer Ladungen bestimmt sind» auslegungsgemäss nur diejeni-

gen Dienstleistungen zu verstehen seien, die unmittelbar dem Betrieb die-

ser Luftfahrzeuge (und ihrer Ladungen) zugutekämen. Dies seien Dienst-

leistungen, die unmittelbar dazu dienten, dass die Luftfahrzeuge am Flug-

hafen A mitsamt Ladung starten und am Flughafen B landen und entladen 

werden könnten; nur sie seien von der Steuer befreit. Andere Dienstleis-

tungen, die zum Beispiel in erster Linie für den unmittelbaren Bedarf der 

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Seite 4 

Passagiere oder Besatzungsmitglieder bestimmt seien, dienten – wenn 

überhaupt – nur mittelbar dem Betrieb der Luftfahrzeuge und ihrer Ladun-

gen und seien damit (lediglich) allgemein für die Luftfahrt (im weiten Sinn) 

bzw. für die internationale Personenbeförderung bestimmt; sie seien nicht 

von der Steuer befreit. Folglich seien nicht alle Dienstleistungen, die an die 

Luftfahrtunternehmen erbracht und die (im weitesten Sinne) einen Bezug 

zur Luftfahrt aufweisen würden, von der Steuer befreit (E. 4.3 und E. 4.3.6). 

Dementsprechend qualifizierte das Bundesverwaltungsgericht die folgen-

den Leistungen nicht als steuerbefreit im Sinne von Art. 23 Abs. 2 Ziff. 8 

MWSTG, sondern als steuerbare Leistungen, und schützte die diesbezüg-

lichen Umsatz- bzw. Steueraufrechnungen der Vorinstanz:  

- Passenger Handling (E. 5.2); 

- Sundry Pax Revenue (E. 5.11); 

- Additional Passenger Services (E. 5.5);  

- Special Assistance Passengers (E. 5.6);  

- AIMS Add. Lines (E. 5.7); 

- Delivery Mish. Bag. (E. 5.8) 

- Security Services (E. 5.10); 

- Security Documentation Control (E. 5.12); 

- Handling Inadmissable PAX (E. 5.13) 

- Lounges (E. 5.14); 

- IT Lending of Personnel (E. 5.14); 

- Consulting Fees (E. 5.14); 

- «fakturierte Leistungen an nicht im VERZ aufgeführte inländische Luft-

fahrtunternehmen (…)» (E. 5.14). 

D.a.b Im Zusammenhang mit den Leistungen «Airport Ticket Sale Service» 

und «Airport Ticket Management» führte das Bundesverwaltungsgericht 

aus, dass es sich dabei ebenfalls nicht um steuerbefreite Leistungen im 

Sinne von Art. 23 Abs. 2 Ziff. 8 MWSTG handle (E. 5.3.2 und E. 5.9.2). Je-

doch gehe aus den im Recht liegenden Akten nicht eindeutig hervor, ob die 

Beschwerdeführerin beim Verkauf von Flugtickets tatsächlich als Vermitt-

lerin im Sinne von Art. 23 Abs. 2 Ziff. 9 MWSTG agiere oder doch nach 

aussen als Leistungserbringerin auftrete. Ebenso wenig gehe aus den Ak-

ten hervor, ob es sich bei den in Frage stehenden Beförderungsleistungen 

ausschliesslich um von der Steuer befreite Flüge oder um Inlandflüge han-

delte. Sollte die Beschwerdeführerin als Vermittlerin im Sinne von Art. 23 

Abs. 2 Ziff. 9 MWSTG handeln, wäre ihr gemäss Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 

MWSTG nur die Provision für die verkauften Flugtickets als Umsatz zuzu-

rechnen, wobei die Vermittlung einer von der Steuer befreiten Beförderung 

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Seite 5 

im Luftverkehr ebenfalls von der Steuer befreit, während die Vermittlung 

von Inlandflügen steuerbar sei. Sollte die Beschwerdeführerin hingegen als 

indirekte Stellvertreterin handeln, wäre ihr gemäss Art. 20 Abs. 1 und 

Abs. 3 MWSTG der Verkaufspreis der Flugtickets als Umsatz zurechenbar. 

Dieser sei zu versteuern, wenn es sich bei der zugrundeliegenden Leistung 

um einen Inlandflug handle, ansonsten sei er aber von der Steuer befreit. 

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Sache an die Vorinstanz zurück, 

damit diese abkläre, ob die Beschwerdeführerin im Rahmen der Ticketver-

käufe lediglich als Vermittlerin oder selbst als Leistungserbringerin aufge-

treten und welcher Anteil der verkauften Flüge steuerbar (Inlandflüge) bzw. 

von der Steuer befreit sei (E. 5.3.3.3 und E. 5.9.3.2 f. ). 

D.a.c Betreffend die «Airport Fees pauschal» bzw. die Weiterverrechnung 

von Flugzeugabstellgebühren kam das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Flugzeugabstellgebühren als durchlaufende Posten im 

Sinne von Art. 24 Abs. 6 Bst. b MWSTG und somit als Nicht-Entgelt zu be-

trachten seien (E. 5.4.2.3). In Bezug auf die hierfür erhaltenen Provisionen 

handle es sich allerdings um selbstständige steuerbare Vermittlungsleis-

tungen, die dem Empfängerortprinzip (Art. 8 Abs. 1 MWSTG) unterliegen 

würden. Somit gelte die Leistung als im Ausland erbracht und unterliege 

nicht der Mehrwertsteuer, wenn der Leistungsempfänger im Ausland domi-

ziliert sei, ansonsten sei die Leistung grundsätzlich zum Normalsatz zu ver-

steuern (E. 5.4.3.3). Die Sache wurde auch in diesem Punkt an die Vo-

rinstanz zurückgewiesen, damit diese kläre, in welchem Umfang ihre Auf-

rechnung steuerbare Vermittlungsleistungen der Beschwerdeführerin mit-

einschliesse, und anschliessend die unter dem Punkt Flugzeugabstellge-

bühren noch geschuldete Mehrwertsteuer neu berechne (E. 5.4.4). 

D.a.d Betreffend die Rückerstattung der Mineralölsteuer hielt das Bundes-

verwaltungsgericht fest, dass es sich dabei um eine Subvention bzw. einen 

anderen öffentlich-rechtlichen Beitrag im Sinne von Art. 18 Abs. 2 Bst. a 

handle, weshalb die Vorinstanz die Kürzung des Vorsteuerabzuges zu 

Recht vorgenommen habe (E. 6.3.4, E. 6.4). 

E.  

E.a Gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4569/2020 vom 

4. Juli 2022 reichte die Beschwerdeführerin am 9. September 2022 Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht 

ein.  

A-5826/2022 

Seite 6 

E.b Im Urteil 2C_708/2022 vom 26. September 2022 erwog das Bundes-

gericht hinsichtlich der noch strittigen Steuerperioden 2012 bis 2015, dass 

das angefochtene Urteil betreffend die Steuerperioden 2012-2015 praxis-

gemäss keinen anfechtbaren Endentscheid, sondern einen einheitlichen 

Zwischenentscheid darstelle (E. 2.4). Mangels Vorliegens der Vorausset-

zungen von Art. 93 Abs. 1 BGG trat das Bundesgericht auf die Beschwerde 

nicht ein.  

F.  

F.a Am 5. Oktober 2022 nahm die ESTV das Verfahren unter der Refe-

renznummer […] im Sinne der Rückweisung des Bundesverwaltungsge-

richts (vgl. Sachverhalt Bst. D.e.b f.) wieder auf. Zur Klärung des Sachver-

halts betreffend «Airport Ticket Sale Service», «Airport Ticket Manage-

ment» und «Airport Fees pauschal» forderte sie die Beschwerdeführerin 

auf, in Bezug auf die Steuerperioden 1. Quartal 2012 bis 4. Quartal 2015 

verschiedene Auskünfte zu erteilen und Unterlagen einzureichen. Die Be-

schwerdeführerin sollte sich namentlich zur Art der Leistungserbringung 

(direkte oder indirekte Stellvertretung der betreffenden Fluggesellschaften) 

und zum Verhältnis von verkauften Inland- und Auslandflügen äussern so-

wie insbesondere die an die Flugpassagiere ausgestellten Rechnungsbe-

lege einreichen. 

F.b Die Beschwerdeführerin kam der Aufforderungen der ESTV innert er-

streckter Frist mit ihrer Eingabe vom 7. bzw. 8. November 2022 teilweise 

nach. 

F.c Mit Einspracheentscheid vom 15. November 2022 stellte die ESTV den 

Eintritt der Festsetzungsverjährung für die Steuerperiode 2011 fest. Im Er-

gebnis hiess die Vorinstanz die Einsprache teilweise gut (Dispositiv Ziff. 2). 

Sie setzte die Steuerforderung für die Steuerperioden 2012 bis 2015 (Zeit 

vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2015) neu im Sinne der Begründung 

des Einspracheentscheids fest (Dispositiv Ziff. 3) und forderte von der Be-

schwerdeführerin für diese Steuerperioden Mehrwertsteuern in der Höhe 

von noch Fr. 5'321’971.-- zzgl. Verzugszins seit 31. August 2014 (mittlerer 

Verfall) nach (Dispositiv Ziff. 4).  

Zur teilweisen Gutheissung führte u.a. der Punkt «Airport Fees pauschal» 

(Weiterverrechnung Flugzeugabstellgebühren; Ziff. 1.4 und 1.15 des Bei-

blatts zur EM). Die ESTV hob die geltend gemachte Nachbelastung für die 

Steuerperioden 2012 bis 2015 im Umfang von total Fr. 3'259.20 auf. Dies 

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Seite 7 

führte zu einer Korrektur der Steuer(nach-)forderung im Umfang von 

Fr. 815.-- je Steuerperiode. 

Betreffend die Leistungen «Airport Ticket Sale Service» und «Airport Ticket 

Management» kam die ESTV zum Schluss, dass es sich bei den Flugti-

cketverkäufen, für die D._______ Ltd. (nachfolgend: Fluggesellschaft 

D._______) nicht um Vermittlungsleistungen, sondern um eine steuerbare 

Ground Handling Dienstleistung mit Leistungsort in der Schweiz handle. 

Gleiches gelte für das von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Handling 

von Übergepäck und Upgrades, das ebenfalls im Rahmen der Leistung 

«Airport Ticket Sale Service» bzw. «Airport Ticket Management» erbracht 

werde (vgl. Ziff. 4.1.3 der Begründung des Einspracheentscheids). Betref-

fend die von der Beschwerdeführerin für die übrigen Fluggesellschaften 

(E._______ SA [nachfolgend: Fluggesellschaft E._______] und F._______ 

SA [nachfolgend: Fluggesellschaft F._______]) erbrachten Leistungen sei 

– mangels entsprechender Unterlagen oder detaillierter Ausführungen – 

nicht erwiesen, dass es sich um Vermittlungsleistungen gehandelt hätte. 

Die Folgen der Beweislosigkeit habe die Beschwerdeführerin zu tragen 

(vgl. Ziff. 4.1.3 des Einspracheentscheids). 

Zu den übrigen Rügen der Beschwerdeführerin hielt die Vorinstanz fest, 

dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4569/2020 vom 4. Juli 

2022 im Umfang der Abweisung verbindlich sei, respektive der ESTV be-

treffend die vom Bundesverwaltungsgericht bereits abgewiesenen Punkte 

im Rahmen der Rückweisung kein Beurteilungsspielraum mehr zukomme.  

G.  

G.a Gegen den Einspracheentscheid vom 15. November 2022 erhob die 

Beschwerdeführerin am 16. Dezember 2022 Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung des Einspracheent-

scheids vom 15. November 2022 (Ziff. 1), die Feststellung des Eintritts der 

absoluten Verjährung betreffend die Steuerperiode 2011 (Ziff. 2) sowie die 

deklarationsgemässe Festsetzung der Steuerforderungen für die Steuer-

perioden 2012 bis 2015 (Ziff. 3.1-3.4); unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zu Lasten der Vorinstanz (Ziff. 3.5). 

Eventualiter beantragt die Beschwerdeführerin die Bestätigung des Urteils 

des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Juli 2022 in Bezug auf die Leistun-

gen «Airport Ticket Sale Services» und «Airport Ticket Management» so-

wie die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Berechnung «der 

allfällig noch geschuldeten Mehrwertsteuer hinsichtlich der Inlandflüge» 

A-5826/2022 

Seite 8 

(Ziff. 4); die Bestätigung des «Bundesverwaltungsgerichtsurteil[s]» sowie 

der Beurteilung der Vorinstanz hinsichtlich des Wegfalls der Mehrwert-

steuer auf Flugzeugabstellgebühren (Ziff. 5); die Reduktion der Verzugs-

zinsforderung der Vorinstanz auf das rechtlich Zulässige (Ziff. 6). 

G.b Mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2023 beantragt die Vorinstanz, 

es sei die Festsetzungsverjährung der Steuerperiode 2012 festzustellen 

(Ziff. 1); es sei festzustellen, dass Verzugszinsen ab dem 31. Dezember 

2014 (mittlerer Verfall) geschuldet seien; darüber hinaus sei die Be-

schwerde vom 16. Dezember 2022 unter Einschluss der Eventualbegeh-

ren abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 15. November 2022 

bzw. die Steuernachforderung über Fr. 3'999'393.-- betreffend die Steuer-

perioden 2013 bis 2015 (Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015) 

zu bestätigen (Ziff. 3); die Kosten des Verfahrens seien unter Vorbehalt der 

Steuerperiode 2012 der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Ziff. 4).  

G.c Die Beschwerdeführerin repliziert am 13. April 2023.  

Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

nachfolgend insoweit eingegangen, als sie für den vorliegenden Entscheid 

wesentlich sind. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal-

tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt 

hier nicht vor. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. November 

2022 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Die Vorinstanz 

ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht 

ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; vgl. 

Art. 81 Abs. 1 MWSTG, wonach die in Art. 2 Abs. 1 VwVG genannten Aus-

nahmen im Mehrwertsteuerverfahren nicht gelten).  

A-5826/2022 

Seite 9 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Ein-

spracheentscheids grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (Art. 20 i.V.m. Art. 50 Abs. 1 VwVG; Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist 

demnach – vorbehältlich E. 1.4.2 und E. 6 – einzutreten. 

1.4  

1.4.1 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

bildet der vorinstanzliche Entscheid, soweit er im Streit liegt (vorliegend der 

Einspracheentscheid vom 15. November 2022). Das Anfechtungsobjekt 

grenzt den Umfang des Streitgegenstands ein. Letzterer wird durch die 

Parteianträge definiert und braucht mit dem Anfechtungsobjekt nicht über-

einzustimmen. Er darf im Laufe des Beschwerdeverfahrens eingeschränkt, 

jedoch nicht erweitert oder qualitativ verändert werden (BGE 131 II 200 

E. 3.2; 131 V 164 E. 2.1; BVGE 2010/19 E. 2.1; statt vieler: Urteil des 

BVGer A-187/2021 vom 12. Februar 2022 E. 1.4).  

1.4.2 Der Eintritt der Festsetzungsverjährung für die Steuerperiode 2011 

wurde vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil A-4569/2020 vom 4. Juli 

2022 im Sinne eines Teilentscheids (vgl. hierzu E. 1.5.2) bereits rechts-

kräftig festgestellt (vgl. Sachverhalt Bst. D.a.a), weshalb die Steuerperiode 

2011 nicht vom Streitgegenstand umfasst ist. Auf den Antrag der Be-

schwerdeführerin, es sei für die Steuerperiode 2011 der Eintritt der der 

Festsetzungsverjährung festzustellen ist somit nicht einzutreten.  

1.4.3 Betreffend die Leistungen unter dem Titel «Airport Fees pauschal» 

war im Rückweisungsverfahren vor der Vorinstanz lediglich noch die mehr-

wertsteuerliche Behandlung der Inkassoprovisionen für die Weiterverrech-

nung der Flugzeugabstellgebühren strittig (vgl. Sachverhalt Bst. D.a.c). Die 

Vorinstanz hiess die Beschwerde betreffend diese Inkassoprovisionen gut 

(Einspracheendscheid, Ziff. 4.2.3). Die Beschwerdeführerin anerkennt den 

Einspracheentscheid in diesem Punkt ausdrücklich (Beschwerde, Rz. 42), 

weshalb die Leistungen unter dem Titel «Airport Fees pauschal» vorlie-

gend ebenfalls nicht vom Streitgegenstand umfasst sind und das diesbe-

zügliche Eventualbegehren, wonach die Beurteilung der Flugzeugabstell-

gebühren durch die Vorinstanz zu bestätigen sei (vgl. Sachverhalt Bst. G.a, 

Ziff. 5), hinfällig wird bzw. darauf nicht einzutreten ist.  

1.5  

1.5.1 Rückweisungsentscheide gelten grundsätzlich als Zwischenent-

scheide, weil sie das Verfahren nicht abschliessen (BGE 142 II 363 E. 1.1; 

A-5826/2022 

Seite 10 

142 V 551 E. 3.2; 141 V 330 E. 1.1). Sie können (nur, aber immerhin) unter 

den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, 

SR 173.110) selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden (vgl. 

BGE 133 V 477 E. 4.1.2). Dient ein Rückweisungsentscheid aber einzig 

noch der (rechnerischen) Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten 

und verbleibt der Unterinstanz daher keinerlei Entscheidungsspielraum 

mehr, nimmt die Praxis einen anfechtbaren (Quasi-)Endentscheid im Sinne 

von Art. 90 BGG an (BGE 142 II 20 E. 1.2; 140 V 321 E. 3.2; Urteil des 

BGer 2C_676 vom 22. August 2018 E. 2.3).  

Ist ein Rückweisungsentscheid vor Bundesgericht nicht anfechtbar, bleibt 

die Möglichkeit, im Anschluss an den aufgrund des Rückweisungsent-

scheids neu ergehenden Endentscheid an das Bundesgericht zu gelangen; 

die im Rückweisungsentscheid entschiedenen Aspekte begründen keine 

res iudicata (Art. 93 Abs. 3 BGG; BGE 142 II 363 E. 1.1.; Urteil des BGer 

2C_676 vom 22. August 2018 E. 2.3; E. 3.4). 

1.5.2 Namentlich im Abgaberecht kann ein Entscheid in mehrere Teilent-

scheide bzw. Rückweisungsentscheide aufgeteilt werden, wenn der ange-

fochtene Entscheid mehrere Abgabeperioden umfasst, wobei das Gericht 

hinsichtlich einzelner Perioden kassatorisch, bezüglich anderer aber be-

stätigend bzw. reformatorisch entscheidet. In einem derartigen Fall verbie-

tet sich eine einheitliche Qualifikation. Es liegt diesfalls für jede streitbe-

troffene Abgabeperiode je ein Teilentscheid oder Rückweisungsentscheid 

vor. Wurden für eine Steuerperiode einzelne Aspekte definitiv entschieden, 

bezüglich anderer Aspekte betreffend dieselbe Periode jedoch kassato-

risch geurteilt, so liegt ein einheitlicher Rückweisungsentscheid vor, der – 

je nach Ausgestaltung – entweder als Zwischen- oder als (Quasi-)Endent-

scheid zu würdigen ist (vgl. Urteile des BGer 2C_676/2018 vom 22. August 

2018 E. 2.3; 2C_1076/2017 vom 3. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweis; Urteil 

des BVGer A-1028 vom 26. August 2021 E. 1.3.2 in fine). 

1.6  

1.6.1 Die Behörde, an die zurückgewiesen wird, die Partei und auch das 

mit der Sache nochmals befasste Gericht selbst, sind an die Erwägungen 

im Rückweisungsentscheid gebunden. Würde sich die Rückweisungs-

instanz über die verbindlichen Erwägungen der zurückweisenden Instanz 

hinwegsetzen, läge eine Rechtsverweigerung vor. Die rechtliche Beurtei-

lung, mit der die Zurückweisung begründet wird, muss der neuen Entschei-

dung zugrunde gelegt werden. Eine freie Überprüfung durch das ein 

A-5826/2022 

Seite 11 

zweites Mal angerufene Gericht ist nur noch möglich betreffend jene 

Punkte, die im Rückweisungsentscheid nicht entschieden wurden oder bei 

Vorliegen neuer Sachumstände (Urteil des BVGer A-1028/2021 vom 

26. August 2021 E. 1.3.4 m.w.H.). 

1.6.2 Soweit eine freie Prüfung möglich ist, kann das Bundesverwaltungs-

gericht den angefochtenen Entscheid grundsätzlich in vollem Umfang 

überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Verletzung von Bun-

desrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) 

auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

1.7  

1.7.1 Das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege werden 

grundsätzlich von der Untersuchungsmaxime beherrscht. Demnach stellt 

die entscheidende Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 12 

VwVG). Der Untersuchungsgrundsatz wird im Mehrwertsteuerverfahren in-

des dadurch relativiert, dass der steuerpflichtigen Person spezialgesetzlich 

statuierte Mitwirkungspflichten auferlegt werden (vgl. Art. 13 VwVG; BVGE 

2009/60 E. 2.1.2). Dazu zählt namentlich das im Mehrwertsteuerrecht gel-

tende Selbstveranlagungsprinzip (zum Ganzen: Urteil des BVGer  

A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 1.3.1 m.w.H.).  

1.7.2  Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung. Die Beweiswürdigung endet mit dem richter-

lichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen 

zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt 

auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der 

rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat. Gelangt das Gericht nicht 

zu diesem Ergebnis, kommen die Beweislastregeln zur Anwendung. Dabei 

ist – in analoger Anwendung von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetz-

buchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) – zuungunsten jener Partei 

zu urteilen, welche die Beweislast trägt. Im Steuerrecht gilt, dass die Steu-

erbehörde die Beweislast für die steuerbegründenden und -erhöhenden 

Tatsachen trägt, während die steuerpflichtige Person für die steueraufhe-

benden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (statt vieler: Urteil 

des BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 1.3.2 m.w.H.).  

1.7.3 Beim Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als er-

wiesen zu gelten hat oder nicht, ist die Frage des Beweismasses (bzw. 

Beweisgrades) zu berücksichtigen. Als Regelbeweismass gilt der volle 

A-5826/2022 

Seite 12 

(strikte) Beweis. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der 

behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Verlangt wird ein so hoher Grad 

der Wahrscheinlichkeit, dass vernünftigerweise mit der Möglichkeit des Ge-

genteils nicht mehr zu rechnen ist. Nicht ausreichend ist dagegen, wenn 

bloss eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich die be-

hauptete Tatsache verwirklicht hat (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 1.3.3 m.w.H.). 

2.  

Der beschwerdegegenständliche Sachverhalt betrifft die Steuerperioden 

2012 bis 2015. Somit ist in casu das MWSTG (mitsamt der zugehörigen 

Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 [MWSTV; 

SR 641.201]) in den in den Jahren 2012 bis 2015 gültigen Fassungen  

massgebend, worauf nachfolgend – wo nicht anders vermerkt – referen-

ziert wird.  

Soweit im Folgenden auf die Rechtsprechung zum früheren Bundesgesetz 

vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer (aMWSTG; AS 2000 

1300) verwiesen wird, liegt der Grund darin, dass diese im vorliegenden 

Fall auch für das MWSTG übernommen werden kann. 

2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 130 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 

18. April 1999 [BV, SR 101]; Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Als Mehrwertsteuer 

erhebt er unter anderem die sog. Inlandsteuer (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a 

MWSTG).  

2.2 Der Inlandsteuer unterliegen die im Inland durch steuerpflichtige Per-

sonen gegen Entgelt erbrachten Leistungen, soweit das Gesetz keine Aus-

nahme vorsieht (Art. 18 Abs. 1 MWSTG). Eine solche Ausnahme stellen 

namentlich die nach Art. 23 MWSTG von der Steuer befreiten Leistungen 

dar. 

2.3  

2.3.1 Die Zuordnung einer Leistung wird durch Art. 20 MWSTG geregelt . 

Als Grundsatz gilt, dass eine Leistung von derjenigen Person erbracht wird, 

die nach aussen als leistungserbringende Person auftritt (vgl. Art. 20 Abs. 1 

MWSTG; vgl. hierzu eingehend Urteil des BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 

2022 E. 2.2.3 m.w.H.).  

A-5826/2022 

Seite 13 

2.3.2 Eine direkte Stellvertretung liegt aus mehrwertsteuerlicher Sicht vor, 

wenn eine Person im Namen und auf Rechnung einer anderen Person han-

delt. Die Leistung gilt als durch die vertretene Person getätigt, wenn die 

stellvertretende Person nachweisen kann, dass sie als Stellvertreterin han-

delt und die vertretene Person eindeutig identifizieren kann (Art. 20 Abs. 2 

Bst. a MWSTG) und das Bestehen eines Stellvertretungsverhältnisses der 

leistungsempfangenden Person ausdrücklich bekannt gibt oder das Stell-

vertretungsverhältnis sich aus den Umständen ergibt (Art. 20 Abs. 2 Bst. b 

MWSTG). Hierbei ist nach objektiven Massstäben – und gerade nicht nach 

der Wahrnehmung des konkreten Leistungsempfängers – zu prüfen, ob 

Umstände vorliegen, welche auf das Bestehen eines Stellvertretungsver-

hältnisses schliessen lassen. Mithin gilt nicht der Vertreter, der im Sinne 

der direkten Stellvertretung in fremdem Namen und für fremde Rechnung 

handelt, als Leistungserbringer, sondern der Vertretene. Daraus folgt, dass 

der Vertreter lediglich die vom Vertretenen erhaltene Entschädigung (Pro-

vision) versteuern muss, während der Vertretene als Leistungserbringer 

das Entgelt für die erbrachte Leistung separat zu versteuern hat. Ob das 

Entgelt dabei direkt an den Vertretenen bezahlt wird oder über den Vertre-

ter geleitet wird, spielt keine Rolle (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 2.2.3.2 m.w.H.).  

Eine direkte Stellvertretung liegt namentlich bei der Vermittlung gemäss 

Art. 23 Abs. 2 Ziff. 9 MWSTG vor. Diese Bestimmung ist bei Dienstleistun-

gen einer inländischen Vermittlerin, die für eine inländische Auftraggeberin 

tätig wird, von Bedeutung: Die im Inland grundsätzlich steuerbare Vermitt-

lungsleistung kann nämlich steuerfrei erfolgen, soweit die vermittelte Leis-

tung nach Art. 23 MWSTG steuerfrei ist bzw. ausschliesslich im Ausland 

bewirkt wird; wird die vermittelte Leistung sowohl im Inland als auch im 

Ausland bewirkt, so ist nur der Teil der Vermittlung von der Steuer befreit, 

der auf Leistungen im Ausland oder auf Leistungen, die nach diesem Artikel 

von der Steuer befreit sind, entfällt (vgl. Urteil des BVGer A-4569/2020 vom 

4. Juli 2022 E. 2.8 m.w.H.).  

Aus Sicht der Mehrwertsteuer liegt eine indirekte Stellvertretung vor, wenn 

die stellvertretende Person in ihrem eigenen Namen aber auf Rechnung 

der vertretenen Person tätig wird. Das mehrwertsteuerliche Verhältnis zwi-

schen der nach aussen auftretenden Stellvertreterin und der die eigentliche 

Leistung erbringenden, vertretenen Person (mehrwertsteuerliches Innen-

verhältnis) wird in der Folge gleich qualifiziert wie das Leistungsverhältnis 

zwischen der nach aussen auftretenden Person und der leistungsempfan-

genden Person (mehrwertsteuerliches Aussenverhältnis; vgl. Art. 20 Abs. 3 

A-5826/2022 

Seite 14 

MWSTG). Mit anderen Worten wird in einem solchen Fall in Anwendung 

des Grundsatzes von Art. 20 Abs. 1 MWSTG die mehrwertsteuerliche Leis-

tung der Stellvertreterin als nach aussen auftretende Person zugerechnet 

(vgl. zum Ganzen: BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 2.2.3.2). 

2.4 Hinsichtlich des Ortes einer Dienstleistung greift im Regelfall das Emp-

fängerortsprinzip im Sinne von Art. 8 Abs. 1 MWSTG. Danach gilt als Ort 

einer Dienstleistung der Ort, an dem der Empfänger der Dienstleistung den 

Sitz seiner wirtschaftlichen Tätigkeit oder eine Betriebsstätte hat, für wel-

che die Dienstleistung erbracht wird, oder in Ermangelung eines solchen 

Sitzes oder einer solchen Betriebsstätte der Wohnort oder der Ort seines 

üblichen Aufenthalts. Das Empfängerortsprinzip steht aber unter dem Vor-

behalt, dass kein Fall von Art. 8 Abs. 2 MWSTG vorliegt (vgl. Urteil des 

BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 2.3.3.1 m.w.H.). 

2.5  

2.5.1 Der steuerpflichtigen Person stehen nach Ablauf der Abrechnungs-

periode 60 Tage zur Verfügung, um die in diesem Zeitraum entstandene 

Steuerforderung zu begleichen (Art. 86 Abs. 1 MWSTG). Bei verspäteter 

Zahlung wird ohne Mahnung ein Verzugszins geschuldet (Art. 87 Abs. 1 

MWSTG). Für die Pflicht zur Entrichtung eines Verzugszinses spielt es 

keine Rolle, aus welchen Gründen die Zahlung verspätet erfolgt ist. Unbe-

achtlich ist namentlich, ob die abgabepflichtige Person ein Verschulden an 

der verspäteten Zahlung trifft oder nicht. Entscheidend ist lediglich, dass 

die Zahlung zu spät erfolgt ist (Urteil des BGer 2C_809/2017 vom 23. April 

2019 E. 2.1; vgl. GEIGER FELIX, MWSTG Kommentar, Schweizerisches 

Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, 2. Aufl. 2019, N 2 zu Art. 87). 

2.5.2 Eine Ausnahme von der verschuldensunabhängigen Pflicht zur Be-

zahlung eines Verzugszinses statuiert Art. 87 Abs. 2 MWSTG. Nach dieser 

Bestimmung ist kein Verzugszins geschuldet «bei einer Nachbelastung, 

wenn diese auf einem Fehler beruht, der bei richtiger Abwicklung beim 

Bund zu keinem Steuerausfall geführt hätte» (Urteil des BGer 

2C_809/2017 vom 19. April 2019 E. 2.2 f.).  

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ersucht das Bundesverwaltungsgericht mit 

Beschwerde vom 16. Dezember 2022 zu allen – auch den im Urteil  

A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 bereits abgewiesenen Punkten – nochmals 

Stellung zu nehmen und einen einheitlichen Endentscheid zu erlassen (Be-

schwerde, Rz. 37).  

A-5826/2022 

Seite 15 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil A-4569/2020 vom 4. Juli 

2022 betreffend die streitigen Umsatzaufrechnungen im Zusammenhang 

mit verschiedenen Bodenabfertigungsleistungen eine (für das vorliegende 

Urteil verbindliche) Beurteilung vorgenommen und die Beschwerde vom 

16. September 2020 in diesen Punkten abgewiesen (vgl. Sachverhalt 

Bst. D.e.a). Sodann wurde die Beschwerde auch betreffend die Vorsteuer-

abzugskürzungen infolge Rückerstattung der Mineralölsteuer abgewiesen 

(vgl. Sachverhalt Bst. D.a.a und D.a.d). Neue relevante Sachumstände, die 

zu berücksichtigen wären, liegen keine vor. Insoweit die Beschwerdeführe-

rin eine Neubeurteilung dieser Punkte verlangt, bleibt eine solche dem 

Bundesverwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren verwehrt (vgl. 

E. 1.6.1).  

Da es sich beim Urteil A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 betreffend die Steu-

erperioden 2012 bis 2015 um einen Rückweisungsentscheid im Sinne ei-

nes Zwischenentscheids handelt, steht der Beschwerdeführerin die Mög-

lichkeit offen, die im Zwischenentscheid entschiedenen und für den vorlie-

genden Endentscheid verbindlichen Punkte durch Beschwerde gegen 

Letzteren anzufechten (vgl. E. 1.5.1; Urteil des BGer 2C_708/2022 vom 

26. September 2022 E. 2.4 f.). Auf die im Zusammengang mit den durch 

das Bundesverwaltungsgericht bereits entschiedenen Leistungen gemach-

ten Ausführungen der Beschwerdeführerin ist somit in vorliegendem Ver-

fahren nicht weiter einzugehen, sondern auf die entsprechenden Erwägun-

gen im Urteil A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 zu verweisen. 

4.  

4.1 Im öffentlichen Recht und damit auch im Steuerrecht führt der Eintritt 

der Verjährung zum Untergang der Forderung. Dies im Gegensatz zum Zi-

vilrecht, in welchem der Eintritt der Verjährung lediglich die Durchsetzbar-

keit einer Forderung betrifft (BVGE 2009/12 E. 6.3.2.1 ff.). Die Verjährung 

einer Mehrwertsteuerforderung ist von Amtes wegen zu prüfen, wenn das 

Gemeinwesen Gläubiger der Forderung ist (BGE 142 II 182 E. 3.2.1; 

BVGE 2009/12 E. 6.3.1; zum Ganzen: Urteile des BVGer A-245/2022 vom 

14. November 2022 E. 2.2.1, A-5049/2020 vom 16. August 2022 E. 1.5). 

4.2 Art. 42 Abs. 6 MWSTG sieht eine absolute Festsetzungsverjährung 

von zehn Jahren nach Ablauf der Steuerperiode vor, in welcher die Steuer-

forderung entstanden ist.  

 

A-5826/2022 

Seite 16 

4.3  

4.3.1 Die Steuerforderung der Steuerperiode 2012 ist im Jahr 2012 ent-

standen. Diese Steuerperiode lief am 31. Dezember 2012 ab. Somit ist – 

wie die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz übereinstimmend festhal-

ten – das Recht zur Festsetzung der Steuer(nach-)forderung für die Steu-

erperiode 2012 seit dem 1. Januar 2023 ebenfalls absolut verjährt.  

Von Amtes wegen ist zudem festzuhalten, dass mittlerweile auch die über 

die Deklaration der Beschwerdeführerin hinausgehende Steuerforderung 

für die Steuerperiode 2013 seit dem 1. Januar 2024 verjährt ist, weshalb 

auch für diese Steuerperiode nur die von der Beschwerdeführerin dekla-

rierte Steuerforderung geschuldet bleibt. 

Dem Gesagten entsprechend ist die Beschwerde im Umfang der die Steu-

erperioden 2012 und 2013 betreffenden Steuer(nach-)forderungen in der 

Höhe von Fr. 1'322'578.-- (Steuerperiode 2012) und Fr. 1'300'853.-- (Steu-

erperiode 2013) gutzuheissen. Aufgrund der eingetretenen Verjährung für 

die Steuerperioden 2012 und 2013 hat die Vorinstanz die Zinsfolgen neu 

zu berechnen und dabei den Zeitpunkt des mittleren Verfalls neu zu be-

stimmen (vgl. hierzu zudem E. 6). 

4.3.2 Für die weiteren (vorliegend streitigen) Steuerperioden 2014 und 

2015 ist die absolute Verjährung hingegen noch nicht eingetreten 

5.  

Somit ist im Folgenden über die im Rückweisungsentscheid noch nicht be-

urteilten sowie weiterhin streitigen Leistungen unter dem Titel «Airport Ti-

cket Sale Service» und «Airport Ticket Management» zu befinden. In den 

Steuerperioden 2014 und 2015 erbrachte die Beschwerdeführerin diese 

Leistungen am Flughafen […] (für die Fluggesellschaft D._______, die 

Fluggesellschaft E._______ und für die Fluggesellschaft F._______, vgl. 

Ziff. 1.3 des Beiblatts zur EM), am Flughafen […] (für die Fluggesellschaft 

D._______, vgl. Ziff. 1.12 des Beiblatts zur EM) sowie am Flughafen […] 

(für die Fluggesellschaft D._______ und die Fluggesellschaft F._______, 

vgl. Ziff. 1.20 des Beiblatts zur EM). 

5.1  

5.1.1 Die Beschwerdeführerin macht einleitend – wie bereits in ihrer Be-

schwerde vom 11. September 2020 (vgl. dort Rz. 41), jedoch ohne weitere 

Begründung – geltend, dass sämtliche in der EM einzeln aufgeführten Leis-

tungen als Gesamtleistung im Sinne von Art. 19 MWSTG an die jeweilige 

A-5826/2022 

Seite 17 

Fluggesellschaft zu qualifizieren seien. Bei den Gesamtleistungen handle 

es sich um gemäss Art. 23 Abs. 2 Ziff. 8 MWSTG von der Mehrwertsteuer 

befreite Leistungen, weil sie für den unmittelbaren Bedarf der Luftfahr-

zeuge und ihrer Ladung bestimmt seien.  

5.1.2 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilte bereits im Urteil vom 4. Juli 

2022 die im Beiblatt zur EM aufgeführten Leistungen als jeweils selbststän-

dige Leistungen (vgl. Urteil des BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 

E. 5.6.2 [als Beispiel]). Zudem erwog es auch betreffend die unter dem Titel 

«Airport Ticket Sale Service» und «Airport Ticket Management» erbrach-

ten Leistungen bereits, dass es sich dabei nicht um von der Steuer befreite 

Leistungen im Sinne von Art. 23 Abs. 2 Ziff. 8 MWSTG handle (vgl. Urteil 

des BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 5.3.2 und E. 5.9.2). Für diese 

Leistungen wird die Beschwerdeführerin sodann ebenfalls separat bzw. zu-

sätzlich entschädigt, weshalb sie nicht als Teilleistung einer einheitlichen 

Gesamtleistung zu betrachten sind. Neue, zu berücksichtigende Sachum-

stände bringt die Beschwerdeführerin nicht vor, weshalb die erfolgten Be-

urteilungen für das Bundesverwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren 

verbindlich sind (vgl. E. 1.6.1).  

5.2 Im Folgenden sind die unter dem Titel «Airport Ticket Sale Service» 

und «Airport Ticket Management» von der Beschwerdeführerin gegenüber 

den drei betreffenden Fluggesellschaften erbrachten Leistungen zu beur-

teilen.  

5.2.1 Die von der Beschwerdeführerin gegenüber der Fluggesellschaft 

D._______ erbrachten Leistungen gemäss Ziff. 1.12 des Beiblatts zur EM 

erfolgten in Erfüllung eines vom «Standard Ground Handling Agreement 

(SGHA)» separaten Vertrags (Beschwerdebeilage 8, Beweismittel Nr. 1 

[«Appendix 10 to Annex B3.0»], nachfolgend: ATO Vertrag). Der Vertrag 

datiert vom 1. November 2015. Vorgängige Verträge hat die Beschwerde-

führerin trotz Aufforderung der ESTV (vgl. Sachverhalt Bst. F.a) nicht ein-

gereicht. Angesichts des Umstands, dass die vorliegend in Frage stehen-

den Leistungen an sich unbestritten sind (dazu sogleich) und vielmehr die 

mehrwertsteuerliche Würdigung der Leistungen strittig ist, kann davon aus-

gegangen werden, dass die vorgängigen Vereinbarungen hinsichtlich der 

zu erbringenden Leistungen vergleichbar waren. Es handelt sich dabei um 

verschiedene Leistungen, welche die Beschwerdeführerin im «Airport Ti-

cket Office» der Fluggesellschaft D._______ am Flughafen […] erbrachte. 

Hierzu zählen namentlich: der Verkauf von Flugtickets («Sale of […] tickets 

and vouchers», vgl. Bst. A Ziff. 1.1 ATO Vertrag), der Verkauf von Upgrades 

A-5826/2022 

Seite 18 

(«Sale of Last Minute Upgrade [LMU] and sale of airport upgrade», vgl. 

Bst. A Ziff. 1.5 ATO Vertrag) sowie das Handling von Zusatz- und Überge-

päck («Excess Baggage Collection», Bst. A Ziff. 4.1 ATO Vertrag). Dies ist 

unbestritten. Ebenfalls unbestritten ist, dass gegen aussen die Fluggesell-

schaft D._______ als Erbringerin der im «Airport Ticket Office» angebote-

nen Leistungen auftritt und somit insbesondere der Erlös aus dem Verkauf 

von Flugtickets dieser – und nicht der Beschwerdeführerin (auch nicht als 

indirekter Stellvertreterin) – zurechenbar ist.  

Strittig ist jedoch, ob eine Vermittlungsleistung bzw. eine direkte Stellver-

tretung durch die Beschwerdeführerin vorliegt. 

5.2.2 Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, die Vor-

instanz verweise im Einspracheentscheid zwar auf Art. 20 Abs. 1 MWSTG 

und halte fest, dass die Ticketverkäufe der Fluggesellschaft D._______ zu-

rechenbar seien und sie (die Beschwerdeführerin) somit nicht im Namen 

und auf Rechnung der Fluggesellschaft gehandelt habe. Welche Rolle ihr 

(der Beschwerdeführerin) sonst zugesprochen werden müsse, lasse die 

Vorinstanz allerdings offen. Fakt sei jedoch, dass sie (die Beschwerdefüh-

rerin) das Geschäft, das zwischen der Fluggesellschaft und dem Reisen-

den abgeschlossen werde, verursache und von der Fluggesellschaft auch 

dafür entschädigt werde. Dies sei aus dem eingereichten ATO Vertrag er-

sichtlich. Durch ihre Tätigkeit (die Tätigkeit der Beschwerdeführerin) 

komme zwar lediglich ein Geschäft zustande, nämlich dasjenige zwischen 

dem Kunden und der jeweiligen Fluggesellschaft und die Zahlung, die der 

Kunde leiste, erfolge dementsprechend direkt an die Fluggesellschaft. Al-

lerdings fänden über ein solches einzelnes Geschäft zwei Transaktionen 

statt, indem einerseits der Kunde die Leistung (Flugticketkauf) bei der Flug-

gesellschaft einkaufe und andererseits die Fluggesellschaft die Leistung, 

die zu einem solchen Ticketverkauf führe (Vermittlung ebendieser Flugti-

ckets) bei ihr (der Beschwerdeführerin) einkaufe. Ohnehin würde bereits 

der Auftritt ihrer Mitarbeitenden in der Uniform der Fluggesellschaft (na-

mentlich der Fluggesellschaft D._______) belegen, dass sie (die Be-

schwerdeführerin) die «Airport Ticket Offices» nicht in eigenem Namen und 

auf eigene Rechnung betreibe, sondern gerade in fremdem Namen und 

auf fremde Rechnung. Sie (die Beschwerdeführerin) handle folglich im Auf-

trag der Fluggesellschaft, womit ein klassisches, direktes Stellvertretungs-

verhältnis bzw. eine Vermittlung vorliege. 

Betreffend den Anteil an vermittelten Inland- bzw. Auslandflügen bringt die 

Beschwerdeführerin vor, sie könne keine spezifischen Zahlen nennen, da 

A-5826/2022 

Seite 19 

die Provisionen nicht separat in Rechnung gestellt worden seien. Im Sinne 

einer Annährungsrechnung sei hierfür auf den Flugplan der Fluggesell-

schaft D._______ abzustellen.  

5.2.3 Die Vorinstanz hält dem entgegen, dass keine direkte Stellvertretung 

der Fluggesellschaft D._______ durch die Beschwerdeführerin und somit 

auch kein Vermittlungsverhältnis vorliege. Die Beschwerdeführerin habe 

namentlich hinsichtlich des Verkaufs von Flugtickets bzw. hinsichtlich der 

Beförderungsleistung zu keiner Zeit im Namen und auf Rechnung der Flug-

gesellschaft D._______ gehandelt. Stattdessen sei die Beschwerdeführe-

rin lediglich damit betraut, dass «Airport Ticket Office» der Fluggesellschaft 

D._______ zu betreiben, wobei ihre Mitarbeitenden gegen aussen in Uni-

form der Fluggesellschaft D._______ in Erscheinung treten würden. Leis-

tungserbringerin der im «Airport Ticket Office» erbrachten Leistungen sei 

folglich die Fluggesellschaft D._______ und namentlich der Flugticketver-

kauf erfolge direkt zwischen dieser und dem Kunden und nicht über die 

Beschwerdeführerin als Vermittlerin. Die Beschwerdeführerin sei mit den 

«Handling Fees» folglich für das Betreiben des «Airport Ticket Office» ent-

schädigt worden und nicht für die Vermittlung von Flugtickets. Bei den von 

der Beschwerdeführerin gegenüber der Fluggesellschaft D._______ er-

brachten Leistungen handle es sich – so die Vorinstanz abschliessend – 

um steuerbare Ground Handling Dienstleistungen, deren Leistungsort sich 

nach Art. 8 Abs. 1 MWSTG bestimme und somit in der Schweiz liege. Die 

Nachbelastungen unter den Titeln «Airport Ticket Sale Service» und «Air-

port Ticket Management» gemäss Ziff. 1.3 und 1.20 bzw. 1.12 der EM ent-

hielten dementsprechend keine Umsatzaufrechnungen im Zusammen-

hang mit Verkäufen von Flugtickets, sondern ausschliesslich im Zusam-

menhang mit den von der Beschwerdeführerin erbrachten Ground Hand-

ling Dienstleistungen gemäss ATO Vertrag. An den Nachbelastungen in Be-

zug auf die Fluggesellschaft D._______ sei somit vollumfänglich festzuhal-

ten.  

5.2.4 Die Leistungen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem 

«Airport Ticket Office» der Fluggesellschaft D._______ am Flughafen […] 

sind – der Auffassung der Vorinstanz entsprechend – nicht als Vermitt-

lungsleistungen zu qualifizieren. Nach aussen tritt die Fluggesellschaft 

D._______ als Erbringerin der Leistungen im «Airport Ticket Office» auf. 

Dies geht eindeutig aus der von der Beschwerdeführerin ins Recht geleg-

ten Fotografie einer Mitarbeiterin bei der Tätigkeit im «Airport Ticket Office» 

hervor (vgl. Beschwerdebeilage 9). Die Mitarbeiterin der Beschwerdefüh-

rerin trägt darauf eine Uniform der Fluggesellschaft D._______, 

A-5826/2022 

Seite 20 

einschliesslich Halstuch sowie Schlüsselband mit Badge um den Hals. 

Eine andere Leistungserbringerin (als die Fluggesellschaft D._______) ist 

nicht erkennbar. Selbst wenn die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin 

im Namen und auf Rechnung der Fluggesellschaft D._______ gehandelt 

hätten, so macht sie jedenfalls nicht geltend, dass sie gegenüber den Leis-

tungsempfängern (Kunden der Fluggesellschaft D._______) ausdrücklich 

auf ein bestehendes Vertretungsverhältnis hingewiesen hätte; ein solches 

ergibt sich auch nicht aus den Umständen. Folglich weist nichts auf ein 

Stellvertretungsverhältnis bzw. auf eine Vermittlung hin. Inwiefern die Vo-

rinstanz den Sachverhalt diesbezüglich unrichtig festgestellt haben soll, 

wie die Beschwerdeführerin beanstandet (Beschwerde Rz. 52), ist für das 

Bundesverwaltungsgericht nicht ersichtlich. Die Leistung der Beschwerde-

führerin erschöpft sich aus mehrwertsteuerlicher Sicht vielmehr darin, ihr 

Personal für den Betrieb des «Airport Ticket Office» der Fluggesellschaft 

D._______ zur Verfügung zu stellen. Dies stellt eine Leistung dar, die an 

eine Empfängerin mit Sitz in der Schweiz erbracht wurde und somit steu-

erbar ist (vgl. E. 2.2).  

5.2.5 Wie es sich mit den Leistungen der «Airport Ticket Offices» der Flug-

gesellschaft D._______ an den Flughäfen […] und […] verhält (vgl. Ziff. 1.3 

und 1.20 des Beiblatts zur EM), bleibt – trotz Aufforderung durch die Vo-

rinstanz zur Einreichung der entsprechenden Belege (vgl. Sachverhalt 

Bst. F.a) – weiterhin unklar. Die Beschwerdeführerin hat hierzu bislang 

keine Unterlagen eingereicht und auch keine Erklärungen abgegeben. Ent-

sprechend ist eine direkte Stellvertretung nicht nachgewiesen. Da es sich 

um eine steueraufhebende Tatsache handelt, für welche die Beschwerde-

führerin beweisbelastet ist, trägt sie die Folgen der Beweislosigkeit 

(E. 1.7.2).  

5.2.6 Das soeben Gesagte (E. 5.2.5) gilt mutatis mutandis sodann auch für 

die von der Beschwerdeführerin am Flughafen […] unter dem Titel «Airport 

Ticket Sale Service» und «Airport Ticket Management» gemäss Ziff. 1.3 

des Beiblatts zur EM gegenüber der Fluggesellschaft E._______ erbrach-

ten Leistungen.  

5.2.7 Betreffend die von der Beschwerdeführerin gegenüber der Flugge-

sellschaft F._______ erbrachten Leistungen, ist Folgendes festzuhalten.  

Bei den Leistungen am Flughafen […] wurden anlässlich der Kontrolle 

durch die ESTV keine Differenzen festgestellt, weshalb keine Umsatzauf-

rechnungen erfolgt sind (vgl. Ziff. 1.20 des Beiblatts zur EM).  

A-5826/2022 

Seite 21 

Betreffend die Leistungen am Flughafen […] (vgl. Ziff. 1.13 des Beiblatts 

zur EM) reichte die Beschwerdeführerin – entgegen der Aufforderung der 

Vorinstanz (vgl. Sachverhalt Bst. F.a) – weder Unterlagen ein und noch gab 

sie konkrete Erklärungen dazu ab. Aus dem aktenkundigen Vertrag zwi-

schen der Beschwerdeführerin und der Fluggesellschaft F._______ geht 

immerhin hervor, dass die Beschwerdeführerin verschiedene Leistungen 

an den «Desks» (u.a. «sales desks» und «customer communications 

desks») der Fluggesellschaft F._______ erbringt (vgl. act. 15 [Beschwerde 

vom 11. September 2020], Beilage 13 [«Station Agreement for Ground 

Handling Services for […] Airport, dated 2013»], S. 5). Bei diesen Leistun-

gen handelt sich ebenfalls u.a. um den Verkauf von Flugtickets sowie das 

Handling von Übergepäck (vgl. act. 15, S. 24, Ziff. 2.1.10; S. 25, 

Ziff. 2.2.5). Die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin müssen gemäss 

Vertrag ihre eigene Uniform tragen, aber ein Halstuch oder eine Krawatte 

der Fluggesellschaft F._______, ein Schlüsselband sowie ein Namens-

Badge der Fluggesellschaft F._______. Halstuch oder Krawatte sind auf-

fällige Kleidungsstücke in der Nähe des Gesichts und fallen deshalb – wie 

die oben erwähnte Fotografie zeigt (E. 5.2.4) – auf. Das um den Hals ge-

tragene Schlüsselband mit Namens-Badge zeigt eine organisatorische Zu-

gehörigkeit zur Fluggesellschaft F._______ an. Diese Aufmachung bzw. 

dieses Erscheinungsbild spricht dafür, dass von einem neutralen Dritten 

betrachtet die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin als Mitarbeitende 

der Fluggesellschaft F._______ wahrgenommen werden. Zudem hat die 

Beschwerdeführerin selbst bestätigt, dass sie im «Airport Ticket Office» der 

jeweiligen Airlines tätig ist, so dass von einer vergleichbaren Situation wie 

bei der Fluggesellschaft D._______ ausgegangen werden darf (vgl. 

E. 5.2.4).). Aufgrund der vorliegenden Umstände ist nicht von einem direk-

ten Stellvertretungsverhältnis bzw. einer Vermittlung auszugehen. Viel-

mehr erschöpft sich die Leistung der Beschwerdeführerin auch hier darin, 

ihr Personal für den Betrieb des «Airport Ticket Office» zur Verfügung zu 

stellen.  

5.2.8 Selbst wenn die von der Beschwerdeführerin bzw. ihren Mitarbeiten-

den unter den Titeln «Airport Ticket Sale Service» und «Airport Ticket Ma-

nagement» gegenüber der Fluggesellschaft D._______, der Fluggesell-

schaft E._______ und der Fluggesellschaft F._______ erbrachten Leistun-

gen als Vermittlungsleistung zu qualifizieren wären, so wäre nicht nachge-

wiesen, dass bzw. in welchem Umfang die vermittelte(n) Leistung(en) – 

und somit auch die Vermittlungsleistung(en) (vgl. E. 2.3.2) – von der Steuer 

befreit sind. Insofern die Beschwerdeführerin diesbezüglich auf ihre im vo-

rinstanzlichen Verfahren annäherungsweise ermittelten Inlandflüge 

A-5826/2022 

Seite 22 

abstellt, so bezieht sich diese Berechnung lediglich auf Flüge einer der be-

troffenen Fluggesellschaften (der Fluggesellschaft D._______) und ledig-

lich auf die Steuerperiode 2015 (vgl. Beschwerde Rz. 49; Ziff. 4.1.2 Bst. b 

des Einspracheentscheids). Dass die Verhältnisse für die übrigen Flugge-

sellschaften bzw. für die übrigen Steuerperioden vergleichbar wären wird 

weder von der Beschwerdeführerin behauptet noch ergibt sich dies aus 

den dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten. Würde auf die er-

wähnten Berechnungen der Beschwerdeführerin abgestellt, bliebe sie al-

lerdings wiederum den Nachweis schuldig, dass – wie annäherungsweise 

von ihr ermittelt – 50% der Flugtickets für Inlandflüge (der Fluggesellschaft 

D._______) über die «Airport Ticket Offices» an den Flughäfen […], […] 

und […] verkauft worden sind. Mit anderen Worten wäre nicht erstellt, wel-

che der gegebenenfalls durch die Beschwerdeführerin vermittelten Flüge 

tatsächlich Inlandflüge waren. Da es sich dabei um steueraufhebende bzw. 

steuermindernde Tatsachen handelt, trägt die Beschwerdeführerin die Fol-

gen der Beweislosigkeit (vgl. E. 1.7.2).  

Aufgrund des Gesagten bleibt es bei der Korrektur durch die Vorinstanz 

und somit ist auch der Eventualantrag der Beschwerdeführerin auf Rück-

weisung der Sache «zur Berechnung der allfällig noch geschuldeten Mehr-

wertsteuer hinsichtlich der Inlandflüge» an die Vorinstanz abzuweisen.  

5.2.9 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass es sich beim «Airport 

Ticket Sale Service» und «Airport Ticket Management» aufgrund der an-

deren Qualifikation, respektive mangels entsprechender Nachweise nicht 

um Vermittlungsleistungen im Sinne von Art. 23 Abs. 2 Ziff. 9 MWSTG han-

delt. Die unter dem Titel «Airport Ticket Sale Service» bzw. «Airport Ticket 

Management» gemäss Ziff. 1.3, 1.12 und 1.20 des Beiblatts zur EM von 

der Beschwerdeführerin erbrachten Leistungen sind als Dienstleistungen 

mit Leistungsempfängerinnen im Inland und somit als steuerbare Leistun-

gen im Sinne von Art. 18 Abs. 1 MWSTG zu qualifizieren (E. 2.2). Die Be-

schwerdeführerin bestreitet nicht, die Leistungen erbracht bzw. das ent-

sprechende Entgelt hierfür vereinnahmt zu haben. Somit sind die von der 

Vorinstanz diesbezüglich vorgenommenen Umsatzaufrechnungen zu 

Recht erfolgt.  

6.  

Die Beschwerdeführerin macht schliesslich erstmals in der Beschwerde 

vom 16. Dezember 2022 eventualiter geltend, nur in reduziertem Umfang 

Verzugszinsen zu schulden. In Anwendung von Art. 87 Abs. 2 MWSTG 

führe die volle Vorsteuerabzugsberechtigung der Beschwerdeführerin und 

A-5826/2022 

Seite 23 

der meisten Empfänger der streitbetroffenen Leistungen nämlich dazu, 

dass aus diesen Transaktionen für den Bund kein effektiver «Steuermehr-

ertrag» resultierte, respektive beim Bund kein Steuerausfall entstanden 

sei. Entsprechend sei die Verzugszinsforderung der Vorinstanz auf das 

rechtlich zulässige zu reduzieren.  

Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass der Nachweis, wonach der 

Leistungsempfänger «zum vollen Vorsteuerabzug (100%)» berechtigt sei, 

für jeden einzelnen Leistungsempfänger und jede einzelne Rechnung bzw. 

Leistung vorliegen müsse. Ob die Voraussetzungen von Art. 87 Abs. 2 

MWSTG erfüllt sind, hängt folglich von der Erfüllung von Sachverhaltsele-

menten ab, die im vorliegenden Verfahren bisher noch nie Gegenstand wa-

ren und die nicht erstellt sind. Die Vorinstanz weist deshalb zu Recht darauf 

hin, dass der Eventualantrag auf Reduktion der Verzugszinsforderung im 

vorliegenden Verfahren unzulässig ist, da dadurch der Streitgegenstand 

erweitert wird (vgl. E. 1.4.1). Darauf ist folglich nicht einzutreten.  

7.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde hinsichtlich die Steuerperioden 

2012 und 2013 infolge des Eintritts der absoluten Verjährung gutzuheissen 

(vgl. E. 4.3.1) und die von der Vorinstanz geltend gemachte Steuer- 

(nach-)forderung um Fr. 2'623'431.-- (nämlich um Fr. 1'322'578.-- für die 

Steuerperiode 2012 und Fr. 1'300'853.-- für die Steuerperiode 2013) auf 

Fr. 2'698'540.-- zuzüglich Verzugszins zu reduzieren. Infolgedessen hat die 

Vorinstanz die Zinsfolgen neu zu berechnen. Im Übrigen ist die Be-

schwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.  

8.  

8.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Unterliegt sie nur 

teilweise, so werde die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Obsiegen und Unterliegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechts-

begehren der Beschwerde führenden Partei, gemessen am Ergebnis der 

Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids, zu beurteilen (BGE 123 V 

156 E. 3c und 123 V 159 E. 4b). 

8.2 Streitig sind vorliegend die Steuerbeträge für vier Steuerperioden 

(2012-2015). Die Beschwerde ist infolge absoluter Verjährung betreffend 

die Steuer(nach-)forderung für die Jahre 2012 und 2013 gutzuheissen 

(E. 4.3.1). Der von der Vorinstanz nachgeforderte Betrag von 

Fr. 5'321'971.-- reduziert sich auf Fr. 2'698'540.-- zuzüglich Verzugszins. 

A-5826/2022 

Seite 24 

Gesamthaft obsiegt die Beschwerdeführerin damit zu rund 50%. Bei dieser 

Sachlage rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten in Höhe von 

Fr. 32’500.-- im Umfang von Fr. 16’250.-- der Beschwerdeführerin aufzuer-

legen und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss im entsprechenden 

Umfang zu verrechnen. Der Überschuss von Fr. 16’250.-- ist ihr nach Ein-

tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. Der unterliegenden 

Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 

VwVG).  

8.3 Im Rahmen ihres Obsiegens hat die anwaltlich vertretene Beschwer-

deführerin gemäss Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch 

auf eine Parteientschädigung, welche grundsätzlich der Vorinstanz aufzu-

erlegen ist. Eine Kostennote wurde nicht eingereicht. Angesichts des Um-

fangs und der Schwierigkeit der Streitsache erscheint eine Parteientschä-

digung von Fr. 4'000.-- als gerechtfertigt: Das Obsiegen ist einzig auf die 

Verjährung zurückzuführen (wobei die Verjährung von Amtes wegen zu be-

achten ist und somit keiner weiteren Ausführungen von Seiten der Be-

schwerdeführerin bedarf); inhaltlich ging es lediglich noch um die Beurtei-

lung des «Airport Ticket Sale Service» und des «Airport Ticket Manage-

ment. Auf die Auferlegung der zuzusprechenden Parteientschädigung an 

die ESTV wird verzichtet, da die teilweise Gutheissung der Beschwerde 

einzig auf den Verjährungseintritt während der Rechtshängigkeit des Ver-

fahrens vor Bundesverwaltungsgericht zurückzuführen ist. Somit ist die der 

Beschwerdeführerin zuzusprechende Parteientschädigung auf die Kasse 

des Bundesverwaltungsgerichts zu nehmen (vgl. für eine vergleichbare 

Konstellation Urteil des BVGer A-2528/2022 vom 15. Februar 2022 E. 9.2). 

Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen Anspruch auf Parteientschä-

digung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

 

 

 

[Das Dispositiv befindet sich auf der nachfolgenden Seite.] 

  

A-5826/2022 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen (E. 7) teilweise gutgeheis-

sen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetre-

ten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt Fr. 32’500.-- werden der Be-

schwerdeführerin in Höhe von Fr. 16’250.-- auferlegt. Dieser Betrag wird 

dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 32’500.-- entnommen. Der Restbetrag in Höhe von Fr. 16’250.-- 

wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils zurückerstattet. 

3.  

Die der Beschwerdeführerin zuzusprechende Parteientschädigung in der 

Höhe von Fr. 4’000.-- wird auf die Bundesverwaltungsgerichtskasse ge-

nommen 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Iris Widmer Ana Pajovic 

 

 

A-5826/2022 

Seite 26 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-5826/2022 

Seite 27 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)