# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eaaf64f7-59cb-52bc-a1ce-389d8709122e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.10.2014 200 2014 286
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-286_2014-10-24.pdf

## Full Text

200 14 286 IV
KOJ/WSA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Winz

A.________
vertreten durch Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1985 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) absolvierte eine … Ausbildung und war zuletzt in einem 50%-
Pensum als ... für eine ... tätig. Am 2. Februar 2013 meldete sie sich bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Unter 
Hinweis auf eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syn-
drom beantragte sie Massnahmen zur beruflichen Integration und die Aus-
richtung einer Rente (Antwortbeilage [AB] 1).

In der Folge veranlasste die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) verschiedene Abklärungen in medizinischer und er-
werblicher Hinsicht. Am 20. August 2013 fand eine Untersuchung durch 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stellen 
Bern/Freiburg/Solothurn statt. Im entsprechenden Untersuchungsbericht 
vom 12. September 2013 (AB 38) kam der RAD-Arzt zum Schluss, dass 
eine anhaltende Einschränkung der Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit von 
20% oder mehr nicht angenommen werden könne.

Mit Vorbescheid vom 20. November 2013 (AB 40) stellte die IVB der Versi-
cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Es habe keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr festgestellt werden 
können und es sei davon auszugehen, dass in den nächsten Monaten eine 
vollständige Arbeitsfähigkeit erreicht werde.

Die Versicherte teilte der IVB am 18. Dezember 2013 mit, sie sei mit dem 
vorgesehenen Entscheid nicht einverstanden. Sie könne sich nicht vorstel-
len, ganztags erwerbstätig zu sein. Sie sei momentan in der Klinik 
I.________ hospitalisiert und bitte um eine Fristverlängerung, bis ihre Ärzte 
weitere Informationen liefern könnten (AB 43). Die IVB räumte der Versi-
cherten zunächst eine Frist bis zum 31. Januar 2014 ein, um weitere Arzt-
berichte einzureichen (AB 44). Auf ein entsprechendes Gesuch der Versi-
cherten hin (AB 45) verlängerte sie die Frist bis zum 20. Februar 2014 (AB 
46).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 3

Nach Eingang des Berichts der Klinik I.________ vom 13. Februar 2014 
(AB 48) nahm die IVB Rücksprache mit dem RAD (AB 51) und verfügte am 
25. Februar 2014 wie angekündigt die Abweisung des Leistungsbegehrens 
(AB 52).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Dr. med.
B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, am 20. 
März 2014 Beschwerde und beantragte unter Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung eine neue Prüfung des Leistungsbegehrens. Gleichzeitig 
ersuchte die Versicherte in einem beigelegten Schreiben (datierend vom 
18. März 2014) um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. März 2014 verzichtete der Instruk-
tionsrichter vorläufig auf das Erheben eines Kostenvorschusses und gab 
der Beschwerdeführerin Gelegenheit, das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege zu belegen. Er machte sie sodann darauf aufmerksam, dass 
das Gesuch bei unbenutztem Fristablauf als zurückgezogen gelte.

Mit prozessleitender Verfügung vom 22. April 2014 zog der Instruktionsrich-
ter in Erwägung, dass die Frist zur Einreichung von Belegen betreffend 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unbenutzt abgelaufen sei, womit 
das Gesuch als zurückgezogen gelte. Er ersuchte die Beschwerdeführerin, 
bis 6. Mai 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 700.-- einzuzahlen.

Der Kostenvorschuss wurde am 5. Mai 2014 geleistet.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Mai 2014 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Sie verzichtete auf eine ausführliche 
Begründung und verwies auf eine Stellungnahme des RAD vom 4. April 
2014.

Mit Replik vom 24. Mai 2014 bzw. Duplik vom 18. Juni 2014 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsan-
waltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 des kantonalen Gesetzes 
über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 25. Februar 2014 (AB 52). Strit-
tig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen 
der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 in Verbin-
dung mit Art. 7 ATSG). Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem 
Fall ein medizinisches Substrat, das (fach)ärztlicherseits schlüssig festge-
stellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle 
Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild 
mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte 
psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, 
dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, wel-
che von den belastenden soziokulturellen und psychosozialen Faktoren 
herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende 
Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstim-
mungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachme-
dizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszu-
stand (SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2, Nr. 22 S. 96 E. 2.5.1; vgl. BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-

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len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Der Renten-
anspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs 
Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Al-
tersjahres folgt (Abs. 1). Der Rentenanspruch entsteht nicht, solange die 
versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 
2).

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.8 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
sind den Akten im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte zu ent-
nehmen:

3.1.1 Vom 29. April 2012 bis 3. Juli 2012 war die Beschwerdeführerin in 
der Klinik I.________ hospitalisiert. Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und med. pract. E.________ dia-
gnostizierten im Bericht vom 23. Juli 2012 (AB 15 S. 8 ff.) eine mittelgradi-
ge depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) bei 
Borderline-Struktur (ICD-10: F60.31). Zu den Einweisungsgründen führten 
sie aus, die Beschwerdeführerin berichte von depressiven Symptomen und 
Suizidgedanken, die bereits in der Kindheit aufgetreten seien. In der Her-
kunftsfamilie habe es wenig Geborgenheit und Unterstützung gegeben. 
Zudem habe sie Schwierigkeiten gehabt sich zu wehren, sei scheu und 

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zurückgezogen gewesen. Aus diesen Gründen sei sie in der Schule und 
während ihrer Lehrausbildung zur ... gemobbt worden. Heute leide sie in 
Stresssituationen unter solchen Erinnerungen, wodurch sie sich depressiv 
fühle und schlecht ein- und durchschlafen könne. Infolge dessen habe sie 
weniger Kräfte, um ihren Alltag zu meistern, könne sich bei der Arbeit we-
nig konzentrieren, fühle sich antriebslos, denke pessimistisch und kreisend 
über ihre Zukunft nach, vernachlässige eigene Hobbies und weine häufig. 
Zudem leide sie gelegentlich unter Selbstmordgedanken. Zurzeit bestehe 
ein passiver Wunsch zu sterben. Sie habe seit fünf Monaten eine Lebens-
partnerin, welche sie unterstütze, welche aber auch in psychiatrischer Be-
handlung sei aus ähnlichen Gründen. Im Februar 2012 sei sie erstmals 
krankgeschrieben worden. Seit Mitte März 2012 sei sie zu 100% krankge-
schrieben.

3.1.2 Nach dem Aufenthalt in der Klinik I.________ befand sich die Be-
schwerdeführerin vom 4. bis zum 11. Juli 2012 in der Klinik J.________. Im 
Austrittsbericht vom 17. Juli 2012 (AB 12 S. 11 ff.) hielten Dr. med.
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. 
phil. G.________, Psychologin, fest, die Beschwerdeführerin habe an ei-
nem achtwöchigen stationären integrativen Therapieprogramm für Emoti-
onsregulation teilgenommen. Die Beschwerdeführerin habe die stationäre 
Therapie jedoch nach einer Woche abgebrochen, da die Klinik zu weit weg 
von ihren Bezugspersonen gewesen sei und sie sich zusätzlich vom Pfle-
gepersonal zu wenig verstanden und ernst genommen gefühlt habe.

3.1.3 Im Arztbericht vom 10. März 2013 (AB 15) führte Dr. med. 
B.________ aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe ein Zustand nach 
protrahierter mittel- bis schwergradiger depressiver Episode mit somati-
schem Syndrom (ICD-10: F32.11/.2), gegenwärtig noch wechselhafter Zu-
stand mit leicht- bis mittelschwergradigen depressiven Einbrüchen, sowie 
ein Verdacht auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstruktur (ICD-10: 
F60.31). Er behandle die Beschwerdeführerin seit dem 8. November 2011. 
Sie berichte von permanenten, starken Stimmungsschwankungen seit min-
destens dem 15. Lebensjahr bei für sie recht schwierigen Verhältnissen in 
einem akademisch-intellektuellen, stark leistungsorientierten Elternhaus 
und lauter Akademiker-Geschwistern. Nach den stationären psychiatrisch-

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psychotherapeutischen Behandlungen in den Kliniken I.________ und 
J.________ habe sich der Zustand deutlich gebessert, die vollständige Ar-
beitsunfähigkeit habe aber zunächst weiter bestanden. Ab Mitte Oktober 
2012 habe sich die Beschwerdeführerin bei bestehender Arbeitsfähigkeit 
von 50% auf Stellensuche begeben. Ab Ende Januar 2013 habe sie einen 
Abendkurs zur ... begonnen, was sie sich sehr gut als Ergän-
zung/Alternative zur angestammten Berufstätigkeit vorstellen könne, und 
per 1. Februar 2013 in einem Pensum von 50% eine Stelle in einer ... ange-
treten. Die Einarbeitungszeit sei äusserst anstrengend gewesen, sie habe 
vorübergehend de facto ein Pensum von 70% geleistet, was auf Dauer 
zweifellos eine Überforderung gewesen wäre. Inzwischen habe eine erfreu-
liche Stimmungsstabilisierung stattgefunden und sie bewältige ihr 50%-
Pensum ordentlich. Allerdings sei sie noch häufig müde und rasch er-
schöpft und gerate schnell an ihre Belastungsgrenzen. Vorläufig müsse von 
einer weiterbestehenden 50%-igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wer-
den. Es dürfe eine vorsichtig optimistische Prognose angenommen werden.

3.1.4 Im Verlaufsbericht vom 19. Juni 2013 (AB 19 S. 3 ff.) ergänzte Dr. 
med. B.________, im März/April 2013 sei es wiederholt zu depressiven 
Einbrüchen mit ausgeprägten Versagensängsten, Selbstzweifeln, 
Schlafstörungen und weiterem Leistungsabfall gekommen, wenn bei der 
Arbeit der Druck, die Quantität und das Tempo zugenommen hätten. Die 
Beschwerdeführerin habe immer alles daran gesetzt, trotz deutlich einge-
schränkter Belastbarkeit, rascher Überforderung und deutlichem Anstossen 
an ihre Leistungsgrenzen keine krankheitsbedingten Ausfälle zu haben, da 
ihr sowohl die aktuelle Tätigkeit wie auch das Umfeld gut gefallen würden. 
Die Grunddiagnose einer protrahierten rezidivierenden depressiven 
Störung mit den beschriebenen depressiven Einbrüchen und Stimmungs-
schwankungen ermögliche unter Fortführung der medikamentösen und 
psychotherapeutischen Behandlung die aktuelle 50%-Tätigkeit im ange-
stammten Beruf. Sie verhindere jedoch derzeit und bis auf weiteres auf-
grund der fortbestehenden Leistungsbeeinträchtigung im geschilderten 
Sinn einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Arbeits- und Erwerbs-
tätigkeit.

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3.1.5 Im RAD-Untersuchungsbericht vom 12. September 2013 (AB 38) 
hielt Dr. med. C.________ fest, es bestehe ein Zustand nach weitgehend 
abgeklungener, depressiv gefärbter Anpassungsstörung im Rahmen beruf-
licher Veränderungen vor dem Hintergrund einer Persönlichkeitsstörung mit 
vorwiegend abhängig-selbstunsicheren Zügen sowie unreif und emotional 
instabil wirkenden Anteilen und ausgeprägter Selbstwertproblematik (ICD-
10: F60.7). Die Persönlichkeitsstörung wirke sich insofern auf Verlauf und 
Bewältigung der Krise aus, als sie den nötigen Entwicklungs- und Verände-
rungsprozess erschwere und sich sowohl auf Selbsteinschätzung wie auch 
auf die Fähigkeit, adäquat mit Belastungen umzugehen, negativ auswirke. 
Allerdings erscheine die aktuell anzunehmende mindestens 50%-ige (zeit-
weise umgesetzt 70%-ige) Arbeitsfähigkeit für jegliche der Qualifikation der 
Beschwerdeführerin entsprechende Erwerbstätigkeit im weiteren Verlauf 
der ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung durch-
aus weiter steigerungsfähig. Die psychiatrisch-psychotherapeutische Be-
handlung scheine gut geeignet, um die inneren Ambivalenzen der Be-
schwerdeführerin zu klären, zu verringern und die darin gebundenen Res-
sourcen freizusetzen. Von daher sei aktuell noch kein stabiler Gesund-
heitszustand im Sinne eines Endpunktes erreicht. Auch die im letzten Halb-
jahr bewältigte Doppelbelastung Erwerbstätigkeit und ... deute in diese 
Richtung. Nach ihrer Selbsteinschätzung wäre die Beschwerdeführerin 
nach erfolgreich bestandener Prüfung bereit und willens, zusätzlich zur 
gegenwärtigen Teilzeittätigkeit als ... zu arbeiten und sich in diesem Berufs-
feld zu etablieren. Die Selbstwahrnehmung der Beschwerdeführerin, hier 
an ihre Grenzen zu stossen, sei zwar verständlich, jedoch nach den ge-
machten Ausführungen zumindest mehrfach determiniert. Sowohl die jetzi-
ge, erlernte … Tätigkeit erscheine weiterhin zumutbar (auch wenn die Be-
schwerdeführerin selber darin nicht mehr vollzeitlich arbeiten wolle) wie 
auch diese in Kombination mit einer zusätzlichen .... Eine anhaltende Ein-
schränkung der Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr kön-
ne aus den Ergebnissen und Befunden der aktuellen Untersuchung nicht 
abgeleitet werden. Vielmehr könne mit grosser Wahrscheinlichkeit davon 
ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in den nächsten Mo-
naten wieder eine volle Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit werde erlangen 
können, sofern die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung konti-
nuierlich fortgesetzt werde.

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3.1.6 Vom 11. November 2013 bis zum 25. Januar 2014 war die Be-
schwerdeführerin erneut in der Klinik I.________ hospitalisiert. Im Bericht 
vom 13. Februar 2014 (AB 48) diagnostizierten die Dres. med. D.________ 
und H.________, Fachärztin für Neurologie FMH, eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwertig schwere Episode, aktuell akute suizidale 
Krise bei psychosozialer Belastungssituation mit Problemen in der Paarbe-
ziehung (ICD-10: F33.2, Z63.0). In den ersten Wochen des Klinikaufenthal-
tes sei die Beschwerdeführerin akut suizidal gewesen, weshalb sie auf der 
geschlossenen Abteilung mit hoher pflegerischer Präsenz und sedierender 
Medikation habe betreut werden müssen. Nach einem klärenden Gespräch 
mit der Lebenspartnerin habe sie sich zunehmend von der akuten Suizida-
lität distanzieren und einen wichtigen Teil der Beziehungsklärung vollziehen 
können. Ab Mitte Dezember 2013 sei sie imstande gewesen, die abtei-
lungsexterne Therapie verlässlich zu besuchen. Nach wie vor hätten deutli-
che depressive Symptome mit einer erheblichen emotionalen Labilität und 
geringem Selbstwertgefühl bestanden. Im Verlauf habe sich eine deutliche 
Stabilisierungstendenz des psychischen Zustandes abgezeichnet, so dass 
die Beschwerdeführerin mehrere Tage nacheinander ohne gravierende 
Krise habe verbringen können. Beigetragen zu diesem Zustand habe ge-
wiss die Klärung der Wohnsituation. Die Beschwerdeführerin habe selbst-
ständig ein eigenes Zimmer in einer Dreier-Wohngemeinschaft gesucht und 
gefunden, ein Daheim, wo sie sich wohl fühle. Bis zum Austritt habe eine 
weitere Stimmungsaufhellung und -stabilisierung stattgefunden. Mit der Ex-
Lebenspartnerin habe sie nochmals über die Gründe der Trennung spre-
chen können, was ihr gut getan habe. Es bestehe eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit für 14 Tage ab dem 27. Januar 2014.

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ nahm am 20. Februar 2014 
Stellung zum Austrittsbericht der Klinik I.________ und kam zum Schluss, 
die diagnostische Einschätzung als schwere rezidivierende depressive 
Störung (ICD-10: F33.2) könne eher als Begründung für die stationäre Be-
handlung gegenüber den Kostenträgern, denn als tatsächlich gesicherte 
und gegenüber der hiesigen Untersuchung veränderte Diagnose verstan-
den werden. Dafür würden vor dem Hintergrund der Vorgeschichte nicht 
nur ein erneut reaktiver, belastungsabhängiger Beginn, die rasche umfas-
sende Aufhellung mit Rückkehr des Aktivitätsniveaus und der praktisch 

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symptomfreie Austritt aus der Behandlung sprechen, sondern auch die eta-
blierte medikamentöse Behandlungsstrategie, die mit niedrig dosiertem 
Sertralin und ohne Phasenstabilisierer einer rezidivierenden depressiven 
Störung nicht adäquat erscheine. Zusammenfassend sei eine Veränderung 
des medizinischen Sachverhaltes gegenüber der hiesigen Untersuchung 
nicht plausibel und nachvollziehbar ausgewiesen (AB 51).

3.1.8 Dr. med. B.________ hielt in der Beschwerde vom 20. März 2014 
fest, der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach einer akuten Bezie-
hungskrise und Trennung von der Lebenspartnerin in eine weitere schwere 
depressive Episode ihrer rezidivierenden depressiven Störung mit akuter 
Suizidalität geraten sei und sich am 11. November 2013 via Zentrum 
K.________ notfallmässig erneut in die Klinik I.________ habe einweisen 
lassen, sei vor dem Hintergrund eines letztlich nicht stabilen und auch nie 
wirklich anhaltend guten psychischen Zustandes zu sehen. Die Klinik 
I.________ habe nicht nur die Diagnose einer schweren depressiven Epi-
sode mit akuter Suizidalität bei rezidivierender depressiver Störung 
bestätigt, sondern nochmals eine intensive zweieinhalb Monate umfassen-
de stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung durchge-
führt. Entgegen der Auffassung des RAD-Arztes sei es nicht hauptsächlich 
aus psychosozialen Gründen zu einer erneuten stationären Behandlung 
gekommen. Die akute psychosoziale Krise habe wohl als Auslöser fungiert, 
welcher die vorbestehende depressive Störung zur akuten schwergradigen 
Episode getriggert habe, nicht aber als eigentliche Ursache der Hospitalisa-
tionsbedürftigkeit. Mit anderen Worten hätte die Beschwerdeführerin allein 
aufgrund einer Beziehungstrennung kaum psychiatrisch hospitalisiert wer-
den müssen, wenn sie nicht durch die seit Jahren bestehende rezidivieren-
de depressive Störung vorbelastet bzw. in ihrer Belastbarkeit erheblich vor-
geschwächt gewesen wäre. Für diese Sichtweise spreche zudem, dass sie 
volle zweieinhalb Monate hospitalisiert gewesen sei, was die übliche Be-
handlungszeit einer rein psychosozial bedingten, d.h. reaktiven Kriseninter-
vention bei Weitem übersteige.

3.1.9 Zusammen mit der Beschwerdeantwort reichte die Beschwerde-
gegnerin eine weitere Stellungnahme von Dr. med. C.________ ein. Darin 
vertrat der RAD-Arzt am 4. April 2014 unverändert die Meinung, es bestehe 

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bei der Beschwerdeführerin eine reaktiv ausgelöste Anpassungsstörung 
und nicht eine genuine, gar noch rezidivierende affektive Störung. Hinsicht-
lich der Arbeitsfähigkeit stelle Dr. med. B.________ auf die Selbsteinschät-
zung der Beschwerdeführerin ab und berücksichtige nicht angemessen, 
dass die Beschwerdeführerin im halben Jahr vor der RAD-Untersuchung 
neben dem 50%-Pensum in der ... noch die Belastungen der von ihr ange-
strebten Ausbildung zur ... auf sich nehmen und weitreichende private Ver-
änderungen habe in die Wege leiten können.

3.2 In der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2014 (AB 52) 
kam die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Einschätzung des RAD vom 
12. September 2013 (AB 38) zum Schluss, es bestehe keine anhaltende 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit von mehr als 20%. 
Eine volle Erwerbsfähigkeit könne in den nächsten Monaten erreicht wer-
den. Der Austrittsbericht der Klinik I.________ vom 13. Februar 2014 ände-
re daran nichts. Die diesem Bericht zugrunde liegende Hospitalisation sei 
aus psychosozialen Gründen erfolgt und habe keinen Einfluss auf die Dia-
gnose und das Zumutbarkeitsprofil.

3.2.1 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichba-
ren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 
S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall - wie vorliegend - oh-
ne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind 
die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden 
Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Fest-
stellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvoll-
ziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so 
genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 
125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Viel-
mehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder 
die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit die-
ser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

http://www.openjustitia.apps.be.ch/alfresco/extension/openjustitia/content/content.xhtml

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 14

3.2.2 Solche Zweifel sind hier gestützt auf die Ausführungen von Dr. med. 
B.________ gegeben. Zwar bestehen durchaus Anhaltspunkte, dass die 
unbestrittenen psychischen Probleme der Beschwerdeführerin primär aus 
einer psychosozialen Belastungssituation resultieren und reaktiver Natur 
sind. Hierfür spricht z.B. der Umstand, dass die Selbstzuweisung der Be-
schwerdeführerin in die Klinik I.________ im November 2013 mit suizidaler 
Krise unmittelbar in Zusammenhang mit einer akuten Belastungssituation 
im Rahmen der Beziehung mit ihrer damaligen Lebenspartnerin erfolgte 
(AB 48). Auch bei der erstmaligen Einweisung in die Klinik I.________ im 
April 2012 (AB 12 S. 14, AB 15 S. 8 ff.) bestand eine erhebliche psycho-
physische Belastungssituation in Zusammenhang mit dem kurz zuvor er-
folgten Antritt einer neuen Arbeitsstelle und begleitender überwältigender 
Müdigkeit, ausgeprägten Konzentrationsstörungen, depressiv-verzweifelter 
Grundstimmung sowie Versagens- und Schuldgefühlen (AB 15 S. 3). Nach 
den Klinikaufenthalten konnte die Beschwerdeführerin in jeweils deutlich 
verbessertem Gesundheitszustand entlassen werden (AB 15 S. 4 und 
S. 12 ff., AB 48 S. 4). Zudem sind die Ausführungen des RAD-Arztes 
Dr. med. C.________ in dessen Untersuchungsbericht vom 12. September 
2013 (AB 38), aber auch in den späteren Stellungnahmen für sich alleine 
betrachtet schlüssig.

3.2.3 Gleiches gilt indessen auch für die Ausführungen von Dr. med. 
B.________, welcher in seinen Berichten eine erhebliche und anhaltende 
depressive Problematik mit gravierenden Auswirkungen auf die Arbeits- 
und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin beschreibt. Der Umstand, 
dass er behandelnder Arzt ist und im vorliegenden Verfahren überdies die 
Interessen der Beschwerdeführerin vertritt, genügt bei der vorliegenden 
Konstellation praxisgemäss nicht, um die durch seine Berichte hervorgeru-
fenen Zweifel an den Feststellungen des RAD-Arztes auszuräumen (E. 
3.2.1 hiervor). Sodann bestätigte der RAD-Arzt im Bericht vom 12. Sep-
tember 2013 (AB 38 S. 8) vorübergehend die von Dr. med. B.________ 
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% („Allerdings erscheint die aktuell an-
zunehmende mindestens 50%ige [zeitweise umgesetzt 70%ige] Arbeits-
fähigkeit … durchaus weiter steigerungsfähig.“), dies aber vor dem Hinter-
grund einer Persönlichkeitsstörung und nicht einer depressiven Erkran-
kung. Letztlich ist die Diagnose für die vorliegenden Belange jedoch nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 15

massgebend. Entscheidend ist vielmehr, welche Tätigkeiten in welchem 
Umfang der Beschwerdeführerin trotz ihrer gesundheitlichen Beschwerden 
noch zumutbar sind. Die Einschätzung des RAD-Arztes stellte sich in der 
Folge sodann insofern als unzutreffend heraus, als sich seine positive Pro-
gnose nicht verwirklichte: Anstatt zu einer Verbesserung und Stabilisierung 
der Arbeitsfähigkeit kam es Ende 2013/Anfang 2014 wieder zu einer Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und 
einer weiteren stationären psychiatrischen Behandlung in der Klinik 
I.________ (AB 48).

3.3 Unter diesen Umständen bedarf es gestützt auf die in E. 3.2.1 hier-
vor erwähnte Rechtsprechung einer externen psychiatrischen Begutach-
tung. Da eine solche bisher noch nicht stattgefunden hat, ist sie nicht vom 
Gericht, sondern von der Verwaltung vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 99 
E. 1.1 S. 100, 137 V 264 E. 4.4.1.4 S. 264). Mit Blick auf die gesamten 
Umstände des vorliegenden Falles, namentlich die bisher sowohl auf der 
Seite der behandelnden Ärzteschaft wie auch des RAD mit dem Fall be-
fassten Fachpersonen und die von der Beschwerdeführerin im Hinblick auf 
die Begutachtung durch einen RAD-Arzt geäusserten Ängste und Beden-
ken (AB 35 S. 1), wird die Beschwerdegegnerin vorzugsweise eine Frau mit 
der Expertise zu betrauen haben. Die Beschwerdegegnerin wird nach den 
erfolgten medizinischen Abklärungen über den Leistungsanspruch der Be-
schwerdeführerin neu zu verfügen haben. Die Beschwerde erweist sich als 
begründet und ist unter Aufhebung der Verfügung vom 25. Februar 2014 
(AB 52) gutzuheissen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 16

(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Der Prozessvertreter der Beschwerdeführerin, Dr. med. B.________, erhielt 
mit prozessleitender Verfügung vom 24. Juni 2014 Gelegenheit, bis am 8. 
Juli 2014 die allfällige Entgeltlichkeit der Vertretung durch Vorlage einer 
entsprechenden Rechnung zu belegen und dem Gericht eine Kostennote 
einzureichen. Gleichzeitig wurde er darauf hingewiesen, dass bei unbe-
nutztem Fristablauf von einer unentgeltlichen Vertretung ausgegangen 
werde. In der Folge ging keine Kostennote ein, so dass eine unentgeltliche 
Vertretung anzunehmen ist. Eine Parteientschädigung ist deshalb nicht 
zuzusprechen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 25. Februar 2014 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2014, IV/14/286, Seite 17

Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Dr. med. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.