# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a44361bc-9e3c-5776-8a39-ec5ffcc674ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.06.2010 E-6994/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6994-2008_2010-06-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6994/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._____, angeblich Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Tarig Hassan,
Advokatur Kanonengasse,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 2. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-6994/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 22. November 2002 verliess und nach mehrjährigen Aufent-
halten in Sudan und Libyen am 26. April 2007 via Italien in die Schweiz 
gelangte, wo er am gleichen Tag im B._____ um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im B._____ vom 9. Mai 2007 und 
der  kantonalen Anhörung  vom 5. Juni  2007  zur  Begründung  seines 
Asylgesuches  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  eritreischer 
Staatsangehöriger, habe aber nie dort, sondern seit seiner Geburt in 
Addis Abeba (Äthiopien) gelebt,

dass  sein  Vater  im Jahre  1995 oder  1996 verstorben sei  und seine 
Mutter und vier Geschwister im Jahre 1999 nach Eritrea ausgeschafft 
worden seien,

dass er das Haus der Familie in der Folge allein bewohnt und seinen 
Lebensunterhalt von den Einnahmen aus dem (...) seines Bruders und 
vom Erlös aus dem Verkauf von Mobiliar bestritten habe,

dass er im Jahre 2001 zwei Mal festgenommen und während mehrerer 
Wochen auf dem Polizeirevier festgehalten worden sei, bevor man ihn 
ohne Gerichtsverfahren wieder auf freien Fuss gesetzt habe,

dass er  wegen seiner  eritreischen  Staatsangehörigkeit  verschiedene 
Male von Unbekannten schikaniert  und von der Polizei am (...) 2002 
erneut festgenommen und während (...) Tagen inhaftiert worden sei,

dass  ein  Beamter  der  (...)  ihn  im  (...)  2002  zwei  Mal  zu  Hause 
aufgesucht und ihm gedroht habe, er würde ihn ausschaffen, falls er 
ihm kein Geld bezahle, worauf er mit Hilfe seines in (...) lebenden (...)  
nach Sudan geflohen sei, 

dass er zwischen 2003 und 2005 im Quartier (...) in Khartum gewohnt 
und seinen Lebensunterhalt  von seinem Einkommen als  Kellner und 
der finanziellen Unterstützung seines (...) bestritten habe,

dass es ihm gelungen sei, Kontakt zu seiner Familie in Eritrea herzu-
stellen,

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dass er  Sudan am 17. Dezember  2005 verlassen habe,  weil  dieses 
Land islamisch sei, er dort nicht habe leben wollen und zudem Angst  
gehabt habe, nach Eritrea ausgeschafft zu werden,

dass er sich nach Libyen begeben und dort vom 1. Februar 2006 bis 
zu  seiner  Ausreise  im  (...)  gelebt  und  als  Tellerwäscher  gearbeitet 
habe,

dass er Libyen am 19. April 2007 auf dem Seeweg verlassen und am 
24. April 2007 Sizilien erreicht habe, wo ihm ein Unbekannter zunächst 
Unterschlupf  gewährt  und ihn  später  für  die  Summe von 300 Dollar 
nach Rom und von dort via Mailand in die Schweiz begleitet habe,

dass es für ihn unmöglich sei, nach Äthiopien zurückzukehren, und er 
nicht  nach  Eritrea  gehen  wolle,  weil  er  von  seiner  Mutter  erfahren 
habe, dass dort alle jungen Männer zum Militärdienst eingezogen wür-
den,

dass er  weder  einen Pass noch eine Identitätskarte  und auch keine 
Geburtsurkunde besessen habe, jedoch versuchen werde, Schulzeug-
nisse oder Schulausweise zu beschaffen,

dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorbringen ein 
Bestätigungsschreiben der eritreischen Hilfs- und Flüchtlingskommis-
sion vom 31. Januar 2006, ein Bestätigungsschreiben der (...) vom 30.  
Juni 2007 und eine Kopie der eritreischen Identitätskarte seiner Mutter 
zu den Akten reichte,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 2. Oktober 2008 – eröffnet am 6. Oktober 2008 – ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  sei  den  Aufforderungen,  seine  Identität  mit  entspre-
chenden Ausweispapieren nachzuweisen, bisher nicht nachgekommen 
und  habe  diesbezüglich  keine  rechtsgenüglichen  Dokumente  einge-
reicht,

dass die eingereichten Beweismittel nicht geeignet seien, seine Identi -
tät nachzuweisen, zumal aus den eingereichten Dokumenten nicht auf 
seine  Identität  geschlossen  werden  könne  und  diese  zudem  wider-
sprüchliche Angaben zum Geburtsdatum seiner Mutter und zu deren 
Ausweisung aus Äthiopien enthalten würden,

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dass der Beschwerdeführer im Verlaufe des Verfahrens widersprüchli-
che Aussagen zu seinen angeblichen Verhaftungen durch die äthiopi-
schen Behörden und zu deren Absicht, ihn auszuweisen, gemacht ha-
be,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht standhalten würden,

dass Äthiopien im Dezember 2000 mit Eritrea ein Friedensabkommen 
unterzeichnet habe und beide Länder seither darauf verzichtet hätten, 
ihre Standpunkte mit militärischer Gewalt durchzusetzen,

dass insgesamt festgestellt werden könne, dass in Äthiopien heute we-
der Krieg noch Bürgerkrieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt im 
Sinne von Art. 83 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  herrsche, 
und  auch  keine  individuellen  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  eines 
Wegweisungsvollzugs  des  Beschwerdeführers  nach  Äthiopien  spre-
chen würden,

dass aufgrund der  Vorbringen des Beschwerdeführers davon ausge-
gangen werden könne, dieser sei in Äthiopien keiner Verfolgung aus-
gesetzt gewesen, und dass ihm dort aufgrund seiner Biografie – selbst 
im Falle einer eritreischen Abstammung – ein entsprechender Aufent-
haltsstatus zugesichert sei,

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich technisch möglich und 
praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3. November 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM vom 
2. Oktober  2008 sei  aufzuheben und es  sei  ihm Asyl  zu  gewähren, 
eventualiter sei die Verfügung des BFM aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei 
die  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
festzustellen und ihm als Folge davon die vorläufige Aufnahme zu ge-
währen,

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei ihm die unentgelt -
liche Rechtspflege zu gewähren, und auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses sei zu verzichten,

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dass er in der Beschwerdebeilage unter anderem die Originale einer 
Students Report Card der (...) School, eines Ersatzzertifikats der (...) 
vom 16. Oktober 2008, eines Taufscheins der (...) Church vom Oktober 
2008 und mehrere Familienfotos zu den Akten reichte,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7., 14. und 17. Novem-
ber 2008 weitere Beweismittel zu den Akten reichte,

dass  das  Gericht  den  Beschwerdeführer  mit  Instruktionsverfügung 
vom  12.  Dezember  2008  aufforderte,  innert  Frist  eine  Fürsorge-
bestätigung nachzureichen, den Entscheid über das Gesuch um Ge-
währung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  auf  einen  späteren  Zeit-
punkt  verlegte  und  gleichzeitig  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses verzichtete,

dass festgestellt wurde, der Beschwerdeführer habe bis zu jenem Zeit-
punkt  keine Reise- oder  Identitätspapiere eingereicht,  weshalb seine 
Identität – und damit auch seine Staatsangehörigkeit – nicht zweifels-
frei feststehe, und diesen aufforderte, dem Gericht innert Frist Identi-
tätsdokumente im Sinne von Art. 1 Bst. c  der Asylverordnung 1 vom 
11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) einzu-
reichen,

dass für den Säumnisfall angedroht wurde, den Beschwerdeführer als 
Asylsuchenden  unbekannter  Staatsangehörigkeit  zu  behandeln,  und 
ihm dazu das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass  das  Büro  für  Asylwesen  der  Gemeinde  (...)  dem  Bundesver-
waltungsgericht am 7. Januar 2009 per E-Mail eine Fürsorgeabhängig-
keitsbestätigung den Beschwerdeführer betreffend zukommen liess,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Stellungnahme vom 9. Januar 
2009 geltend machte, er habe keine Möglichkeit, Identitätspapiere ein-
zureichen,  und  es  sich  bei  den  bereits  eingereichten  Bestätigungs-
schreiben und Beweismitteln um Dokumente anerkannter Institutionen 
oder staatlichen Stellen handle,  weshalb kein Anlass bestehe,  diese 
als Gefälligkeitsschreiben zu werten,

dass  drei  Zeugen  schriftlich  bestätigt  hätten,  dass  er  eritreischer 
Staatsangehöriger sei, und er glaubhaft dargelegt habe, als Sohn eri-
treischer Eltern in Äthiopien aufgewachsen zu sein,

dass er in der Beilage mehrere Beweismittel ins Recht legte,

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dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. Februar 2009 Über-
setzungen von bereits eingereichten Dokumenten und weitere Beweis-
mittel zu den Akten reichen liess,

dass er am 7. Mai 2009 Berichtigungen bezüglich der mit  Schreiben 
vom 28. Januar 2009 (recte: 3. Februar 2009) eingereichten Beweis-
mittel vornehmen liess,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer auf Nach-
frage hin am 2. Juni 2010 über den Verfahrensstand informierte,

dass für die übrigen Aussagen und Beweismittel auf die Akten verwie-
sen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Verletzung  seiner  Mitwirkungspflicht 
gemäss  Art.  8  AsylG  bis  heute  keine  Reise-  oder  Identitätspapiere 
eingereicht  hat,  und  damit  weder  seine  Identität  noch seine Staats-
angehörigkeit zweifelsfrei feststehen,

dass  sich  weder  aus  dem  Bestätigungsschreiben  der  eritreischen 
Hilfs- und Flüchtlingskommission vom 31. Januar 2006 noch aus dem 
Schreiben der Behörden der Region (...) vom 10. November 2008 noch 
aus  den  Identitätspapieren  der  Familienmitglieder  des  Beschwer-
deführers  Rückschlüsse  auf  dessen  eigene  Identität  ziehen  lassen, 
zumal  nicht  feststeht,  dass es  sich  bei  der  in  den erwähnten Doku-
menten genannten Person tatsächlich um den Beschwerdeführer han-
delt,

dass  es  sich  sodann  weder  beim  Bestätigungsschreiben  der  (...) 
Church noch bei dem eingereichten Taufschein vom Oktober 2008 um 
ein Identitätspapier im Sinne von Art. 1 Bst. c AsylV1 handelt,

dass es sich auch bei den anderen Beweismitteln (Diplom des Vaters,  
Schulzeugnis,  Ersatzzertifikat  der  (...),  Familienfotos)  nicht  um 
Identitätspapiere  im  vorgenannten  Sinne  handelt,  und  diese  somit 

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nicht  geeignet  sind,  die  vom Beschwerdeführer  behauptete  Identität 
rechtsgenüglich zu belegen,

dass die Aussage des Beschwerdeführers, er habe nie irgendwelche 
Reise- oder Identitätspapiere besessen,  vor dem Hintergrund seines 
jahrzehntelangen Aufenthalts in Äthiopien nicht geglaubt werden kann,

dass seine Vorbringen sodann in zentralen Punkten unauflösbare Wi-
dersprüche enthalten,

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 9. Mai 2007 aussagte, seine 
Mutter  und  die  Geschwister  seien  im Mai  1999  aus  Äthiopien  nach 
Eritrea ausgewiesen worden (Akten BFM A2/9 S. 5),

dass gemäss dem Bestätigungsschreiben der eritreischen Hilfs-  und 
Flüchtlingskommission vom 31. Januar  2006 die Mutter  und die Ge-
schwister des Beschwerdeführers aber am 5. Juli 1999 aus Äthiopien 
ausgewiesen wurden,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der kantonalen Anhörung vor-
brachte,  er  sei  am  (...)  2002  mitten  in  der  Nacht  von  der  Polizei 
verhaftet  und  während  (...)  Tagen inhaftiert  worden,  worauf  er  nach 
seiner  Haftentlassung  am  (...)  2002  den  Entschluss  gefasst  habe, 
Äthiopien zu verlassen (A9/15 S. 10 f.),

dass  er  demgegenüber  in  seiner  Beschwerde  ausführt,  bei  den  im 
Rahmen der kantonalen Anhörung protokollierten Aussagen handle es 
sich um ein Versehen oder um einen Umrechnungsfehler  und er sei  
am (...) 2001 verhaftet worden (S. 4),

dass er anlässlich der Kurzbefragung vorbrachte, er sei  Mitglied der 
(...) und könne wegen seines Glaubens nicht nach Eritrea gehen (A2/ 
S. 2 und 6),

dass er jedoch zur Untermauerung dieses religiösen Engagements in 
der Beschwerdebeilage einen Taufschein der (...) Church zu den Akten 
reichte,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  angesichts  der  aufge-
zeigten Widersprüche insgesamt als unglaubhaft zu bezeichnen sind, 

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dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen wiederholen zu müs-
sen,

dass es sich unter diesen Umständen erübrigt,  auf die weiteren Vor-
bringen in der Beschwerde einzugehen, zumal sie zu keinem anderen 
Ergebnis führen können,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Beschwerdeführer – wie von der Vorinstanz zutreffend fest-
gestellt  –  die  schweizerischen Behörden über  seine Identität,  mithin 
auch über seine Staatsangehörigkeit, im Unklaren gelassen hat, 

dass somit  eine Prüfung von allfälligen Wegweisungshindernissen in 
Bezug auf  einen bestimmten Staat  im Rahmen der  Prüfung der  Zu-
mutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges entfällt,

dass die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zwar grundsätzlich 
von  Amtes  wegen  zu  prüfen  ist,  die  Untersuchungspflicht  der  Be-
hörden ihre Grenze jedoch an der Mitwirkungspflicht des Beschwerde-
führers  hat  (Art.  8  AsylG)  und  diesem  insbesondere  die  Substan-
ziierungslast zukommt (Art. 7 AsylG),

dass der Beschwerdeführer unter diesen Umständen die Folgen seiner 
mangelhaften  Mitwirkung  beziehungsweise  Verheimlichung  seiner 
wahren Identität und Herkunft zu tragen hat, indem vermutungsweise 

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davon  ausgegangen  wird,  es  würden  einer  Wegweisung  in  den  tat-
sächlichen Heimatstaat keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugs-
hindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 – 4 
AuG (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 ff.)  entgegenstehen, und 
der Vollzug der  Wegweisung insgesamt als  zumutbar  zu bezeichnen 
ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  auch  als  möglich  zu  erachten  ist  (Art.  83 
Abs. 2 AuG), da es dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, sich die für  
die Rückkehr benötigten Reisedokumente bei der zuständigen Vertre-
tung  seines  Heimatlandes  ausstellen  zu  lassen  (Art.  8  Abs.  Abs.  4 
AsylG),

dass sich der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers somit 
als durchführbar im Sinne des Gesetzes erweist,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Marco Abbühl

Versand: 

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