# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5c34f5d-0c22-54ef-89ae-9adef17d7613
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-15
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 15.06.2020 S 2019 157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-157_2020-06-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 15. Juni 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse
des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung der Anspruchsberechtigung)

S 2019 157

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Urteil S 2019 157

A. A.________, geboren 1973, meldete sich am 1. April 2019 beim Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 58). Das 
Erstgespräch fand am 11. April 2019 statt (AWA-act. 48). Anlässlich des Folgegesprächs 
vom 29. Mai 2019 wurde der nächste Beratungstermin auf den 10. Juli 2019 festgelegt 
(AWA-act. 41). In der E-Mail Korrespondenz zwischen der Personalberaterin des RAV und 
A.________ vom 3. bzw. 4. Juni 2019 wurde dieser Termin schliesslich auf Donnerstag, 
25. Juli 2019, 11.00 Uhr, verschoben (AWA-act. 40). Mit E-Mail vom 2. Juli 2019 gab er 
dem RAV seine bevorstehenden Abwesenheiten (8.–18. Juli 2019; 29. Juli–8. August 
2019; 12.–15. August 2019) bekannt (AWA-act. 34). Dem Termin vom 25. Juli 2019 blieb 
A.________ in der Folge fern, weshalb ihn das RAV mit Schreiben gleichen Tages zur 
schriftlichen Stellungnahme betreffend seines unentschuldigten Fernbleibens innert 
5 Tagen einlud; gleichzeitig wurde ein neuer Termin – der 19. August 2019, 10.00 Uhr – 
für das Beratungsgespräch durch das RAV festgelegt (AWA-act. 32). A.________ reichte 
keine Stellungnahme ein, worauf das AWA mit Verfügung vom 14. August 2019 gestützt 
auf Art. 17 Abs. 3 lit. b und Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG entschied, seinen Anspruch um 
6 Tage, beginnend am 26. Juli 2019, zu kürzen (AWA-act. 28). 

Gegen die Verfügung vom 14. August 2019 erhob A.________ am 26. August 2019 bzw. 
formell zulänglich am 14. September 2019 Einsprache. Dabei machte er sinngemäss 
geltend, dass er den Termin deshalb nicht habe wahrnehmen können, weil er 
Arbeitsbemühungen nachgegangen sei. Den Nachweis dazu habe er am 26. Juli 2019 
erbracht. Die entsprechenden Unterlagen bzw. Aufzeichnungen seien offensichtlich 
untergegangen. Die Zustellung des Termins sei in seiner Abwesenheit erfolgt bzw. das 
entsprechende Schreiben habe ihn erst im Nachhinein erreicht (AWA-act. 24 und 18). Das 
AWA reagierte darauf mit Schreiben vom 11. Oktober 2019, worin es A.________ 
aufforderte, bis zum 21. Oktober 2019 Belege einzureichen, die seine Behauptungen 
stützen (AWA-act. 13). Mit E-Mail vom 15. Oktober 2019 ersuchte er die Personalberaterin 
des RAV um Zustellung der Aufforderung zum Termin vom 25. Juli 2019 (AWA-act. 12) 
und mit E-Mail vom 17. Oktober 2019 an das AWA übermittelte er E-Mail-Korrespondenz 
als Belege, dass er am 24. bzw. 25. Juli 2019 vor Ort Arbeitsbemühungen nachgegangen 
war (AWA-act. 11).

Mit Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2019 wies das AWA die Einsprache vom 
26. August 2019 ab und bestätigte die Verfügung vom 14. August 2019 (AWA-act. 10).

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Urteil S 2019 157

B. Mit Eingabe vom 18. November 2019 an das AWA (Eingang bei der 
Arbeitslosenkasse Zug am 19. November 2019; AWA-act. 7), welche infolge 
Unzuständigkeit an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug weitergeleitet wurde (act. 1), 
sowie mit ergänzendem Schreiben vom 27. November 2019 (Eingang am 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 2. Dezember 2019; act. 4) beantragte der 
Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 24. Oktober 
2019 (AWA-act. 10).

C. Mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2019 beantragte das AWA mit Verweis 
auf den Einspracheentscheid (AWA-act. 10) die Abweisung der Beschwerde (act. 6).

D. Weitere Stellungnahmen blieben aus.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 
desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 
837.0], i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 
162.1]). Der angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit 
des Kantons Zug erlassen, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die 

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Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2019 ging am 
19. November 2019 bei der Arbeitslosenkasse ein. Sie gilt trotz Einreichen bei einer 
unzuständigen Stelle (vgl. Art. 39 Abs. 2 ATSG) somit im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG – 
30-tägige Frist – als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist durch die 
Einstellung in seiner Anspruchsberechtigung für 6 Tage direkt betroffen und folglich zur 
Beschwerde legitimiert. Die Eingabe entspricht schliesslich den an eine Laienbeschwerde 
gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist.

2.
2.1 In Art. 8 AVIG werden die Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung aufgezählt. Als eine dieser Anspruchsvoraussetzungen nennt Art. 8 Abs. 1 
lit. g AVIG die Erfüllung der Kontrollvorschriften. Nach Art. 17 AVIG muss die versicherte 
Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des 
zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu 
vermeiden oder zu verkürzen. Daneben muss sie sich möglichst frühzeitig, spätestens 
jedoch am ersten Tag, für den sie Arbeitslosenentschädigung beansprucht, persönlich bei 
ihrer Wohngemeinde oder der vom Kanton bestimmten zuständigen Amtsstelle zur 
Arbeitsvermittlung melden und die Kontrollvorschriften des Bundesrates befolgen (Abs. 2). 
In Art. 17 Abs. 3 AVIG hält der Gesetzgeber fest, dass die versicherte Person auf 
Weisungen des zuständigen Amtes an arbeitsmarktlichen Massnahmen, die ihre 
Vermittlungsfähigkeit fördern (lit. a), an Beratungsgesprächen und 
Informationsveranstaltungen sowie an Fachberatungsgesprächen nach Abs. 5 
teilzunehmen (lit. b) und die Unterlagen für die Beurteilung ihrer Vermittlungsfähigkeit oder 
der Zumutbarkeit einer Arbeit zu liefern hat (lit. c).

2.2 Artikel 21 Abs. 1 AVIV konkretisiert Art. 17 Abs. 2 AVIG insoweit, als sich die 
versicherte Person nach der Anmeldung persönlich bei der zuständigen Amtsstelle zu 
Beratungs- und Kontrollgesprächen melden muss und sicherzustellen hat, dass sie in der 
Regel innert Tagesfrist von dieser Amtsstelle erreicht werden kann. Die zuständige 
Amtsstelle führt mit jedem Versicherten in angemessenen Zeitabständen, jedoch 
mindestens alle zwei Monate, ein Beratungs- und Kontrollgespräch, wobei die 
Vermittlungsfähigkeit und die Vermittlungsbereitschaft überprüft werden (Art. 22 Abs. 2 
AVIV). Der Versicherte muss sich entsprechend den Anordnungen des Kantons zu 
Beratungs- und Kontrollgesprächen persönlich bei der zuständigen Amtsstelle melden. Da 
diese Beratungstermine verbindlich festgelegt werden, müssen mögliche Verhinderungen 
vorgängig der Personalberaterin des RAV mitgeteilt werden.

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3.
3.1 Die versicherte Person, die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der 
zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt 
oder eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht 
oder deren Durchführung oder Zweck durch sein Verhalten beeinträchtigt oder 
verunmöglicht, ist angemessen in der Anspruchsberechtigung einzustellen (Art. 30 Abs. 1 
lit. d AVIG).

3.2 Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. d 
AVIG hat den Charakter einer verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, im Sinne 
der Solidarität unter den Versicherten eine missbräuchliche Inanspruchnahme der 
Arbeitslosenversicherung zu verhindern. Die versicherte Person soll dabei am Schaden, 
den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und 
adäquat kausal verursacht hat, angemessen mitbeteiligt werden (BGE 122 V 34 E. 4c/aa). 
Bestimmte Verhaltensweisen werden jedoch bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein 
Schadensrisiko in sich bergen, wie insbesondere unzureichende Arbeitsbemühungen oder 
die Nichtbefolgung von Weisungen (Art. 30 Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse 
Einstellungstatbestände sind also (auch) ein Instrument der Abwendung oder Minderung 
drohenden Schadens, indem sie – neben dem "generalpräventiven" Schutz der 
Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen Verhaltensweisen – der vorbeugenden 
Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa der Intensivierung unzureichender 
Arbeitsbemühungen oder der verbesserten Wahrnehmung administrativer 
Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (vgl. Gerhard Gerhards, Kommentar 
zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Art. 30 Rz. 2; Urteil EVG C 134/06 vom 19. 
September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.3 Das Einhalten der Termine für die Beratungs- und Kontrollgespräche gehört zu 
den elementaren Pflichten des Versicherten. Es darf ohne weiteres erwartet werden, dass 
sich der Versicherte der Wichtigkeit solcher Termine bewusst ist und sich auch 
dementsprechend verhält. Es darf m.a.W. von einem Versicherten erwartet werden, dass 
er die Termine für die Beratungs- bzw. Kontrollgespräche genau einhält, zumal ihm diese 
jeweils einige Zeit im Voraus angekündigt werden, was eine entsprechende Disposition 
ermöglicht. An entschuldbare Gründe für ein Verpassen des Termins werden strenge 
Voraussetzungen geknüpft. Es werden Gründe anerkannt, die im Bereich der höheren 
Gewalt, Krankheit oder Unfall liegen. Nach der Rechtsprechung liegt ein zu 

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sanktionierendes Verhalten insbesondere dann vor, wenn ein Termin aus Gleichgültigkeit 
und Desinteresse verpasst wurde, nicht aber, wenn ein Versicherter den Termin irrtümlich 
oder zufolge einer Unaufmerksamkeit nicht eingehalten hat und durch sein (verspätetes) 
Erscheinen gezeigt hat, dass er das vereinbarte Gespräch im RAV ernst nehme (Urteil 
EVG C 112/04 vom 1. Oktober 2004 E. 2). Entsprechend stellt aber auch das Versäumen 
eines Termins für ein Beratungs- und Kontrollgespräch aus Vergesslichkeit – ohne sich 
sofort nach Erkennen des Versäumnisses, sondern erst auf Aufforderung zur 
Rechtfertigung hin zu entschuldigen – ein sanktionswürdiges Verhalten dar (vgl. 
Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschädigung des Staatssekretariates für Wirtschaft 
[seco; AVIG-Praxis ALE] B363).

4.
4.1 Der Beschwerdeführer ist dem Beratungstermin vom 25. Juli 2019 
unbestrittenermassen ferngeblieben, weshalb er von der Vorinstanz gestützt auf Art. 17 
Abs. 3 lit. b i.V.m. Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 
6 Tagen eingestellt worden ist. Der Einspracheentscheid ist ausführlich und sorgfältig 
begründet. Darauf wird verwiesen. Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob die vom 
Beschwerdeführer vorgebrachten Gründe für das Fernbleiben vom Gespräch als 
entschuldbar erscheinen und deshalb eine Reduzierung der Anzahl Einstelltage resp. 
deren gänzliche Streichung angebracht ist.

4.2 Ausweislich der Akten ist erstellt, dass anlässlich des Folgegesprächs vom 
29. Mai 2019 der 10. Juli 2019, 16.00 Uhr, als nächster Beratungstermin festgelegt wurde 
(AWA-act. 41). Das Gesprächsprotokoll wies sodann darauf hin, dass dieser Termin 
obligatorisch sei und das Nichteinhalten des Termins eine Taggeldkürzung zur Folge 
habe; eine Terminverschiebung sei nur nach vorheriger Absprache mit der 
Personalberaterin des RAV möglich. Nachdem die Personalberaterin des RAV mit E-Mail 
vom 3. Juni 2019 an den Beschwerdeführer um eine Verlegung des Gesprächs auf den 
Vormittag – 9.00 Uhr – des 10. Juli 2019 ersuchte, erbat letzterer gleichentags eine 
Verschiebung in eine andere Woche (1.–4. Juli 2019 bzw. 22.–25. Juli 2019). Die 
Personalberaterin des RAV fragte mit E-Mail vom 4. Juni 2019, weshalb ihm der 
vereinbarte Termin vom 10. Juli 2019 nicht passe, schlug aber gleichzeitig den 25. Juli 
2019, 11.00 Uhr, als Verschiebungstermin vor. Ohne auf die Frage der Personalberaterin 
des RAV einzugehen, bestätigte der Beschwerdeführer diesen Termin gleichentags (AWA-
act. 40). Nachdem der Beschwerdeführer nicht zum Gespräch erschienen war, wurde ihm 
noch mit Schreiben vom 25. Juli 2019 das rechtliche Gehör gewährt und gleichzeitig ein 

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neuer Termin – der 19. August 2019, 10.00 Uhr – für das Beratungsgespräch durch das 
RAV festgelegt (AWA-act. 32). Der Beschwerdeführer reichte darauf jedoch keine 
Stellungnahme ein. Mit E-Mail vom 19. August 2019, 9.51 Uhr, erkundigte sich der 
Beschwerdeführer bei der Personalberaterin des RAV, ob bereits ein neuer Termin für das 
Beratungsgespräch vereinbart sei, worauf diese sogleich – mit E-Mail von 9.55 Uhr – 
darauf hinwies, dass der Termin für ebendiesen 19. August 2019, 10.00 Uhr, anberaumt 
war, was ihm mit Schreiben vom 25. Juli 2019 mitgeteilt worden sei. Im Laufe der weiteren 
E-Mail Korrespondenz des Vormittags des 19. August 2019 stellte sich der 
Beschwerdeführer im E-Mail von 10.58 Uhr auf den Standpunkt, dass der Termin vom 25. 
Juli 2019 nicht fixiert gewesen sei und dass er sie, die Personalberaterin des RAV, 
darüber informiert gehabt habe, dass er an dem Tag einen Präsenztermin bei B.________ 
(in C.________, Deutschland) zwecks Definition der weiteren Zusammenarbeit haben 
würde. Auf die Frage der Personalberaterin des RAV, wann er ihr denn mitgeteilt habe, 
dass er an den Termin am 25. Juli 2019 nicht kommen könne, reagierte der 
Beschwerdeführer nicht (AWA-act. 27).

4.3 Wie bereits in der Einsprache vom 26. August bzw. 14. September 2019 macht 
der Beschwerdeführer auch in der Eingabe vom 18. November 2019 geltend, es seien 
offensichtlich Unterlagen bzw. Aufzeichnungen untergegangen. Den Termin habe er 
aufgrund der Tatsache, dass er Arbeitsbemühungen vor Ort nachgegangen sei, nicht 
wahrnehmen können. Den entsprechenden Nachweis habe er erbracht. Der Termin [AWA-
act. 32] sei in seiner Abwesenheit zugestellt worden bzw. habe ihn erst im Nachhinein 
erreicht (AWA-act. 24, 18 und 7).

4.4 Auf Basis des Gesprächsprotokolls vom 29. Mai 2019 wurde am 4. Juni 2019 der 
Termin für das Beratungsgespräch vom 10. Juli 2019 auf den 25. Juli 2019 verschoben. 
Dass er dann in der Schweiz sein werde, bestätigte der Beschwerdeführer im Übrigen 
auch nach der Verschiebung (indirekt) durch die Meldung seiner Abwesenheiten für Juli 
und August 2019 (AWA-act. 34). Die Behauptung in der E-Mail vom 19. August 2019, der 
Termin sei nicht fixiert gewesen, vermag der Beschwerdeführer nicht zu untermauern. 
Dies steht vielmehr diametral zur Bestätigungs-E-Mail des Beschwerdeführers vom 4. Juni 
2019 (AWA-act. 40) und muss als Schutzbehauptung qualifiziert werden. 
Bezeichnenderweise behauptet der Beschwerdeführer nicht, dass er sich vom Termin am 
25. Juli 2019 (vorgehend) abgemeldet hätte. So verwundert es nicht, dass der 
Beschwerdeführer nicht auf die Frage der Personalberaterin des RAV, wann er ihr denn 
mitgeteilt habe, dass er den Termin nicht würde wahrnehmen können, reagierte. Dass der 

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Beschwerdeführer am [24. Juli 2019 und am] 25. Juli 2019 vor Ort Arbeitsbemühungen 
nachgegangen war, ist – ebenso wie der Umstand, dass er diese Bemühungen im 
Nachweis zu den Arbeitsbemühungen aufführte und dem RAV zusandte – unstreitig. 
Wenn der Beschwerdeführer aber in seiner E-Mail vom 19. August 2019 anführt, er habe 
die Personalberaterin des RAV darüber informiert, dass er am 25. Juli 2019 einen Termin 
vor Ort habe, dann bezieht er sich auf den Nachweis über die Arbeitsbemühungen vom 
26. Juli 2019, was erweist, dass dieser Umstand dem RAV nicht vor dem 25. Juli 2019 
mitgeteilt worden war. Dieser Nachweis ist denn beim RAV auch nicht untergegangen – 
Gegenteiliges geht weder aus den Akten hervor noch wird solches vom Beschwerdeführer 
rechtsgenüglich dargetan. Ferner geht der Einwand des Beschwerdeführers, der Termin 
[im Schreiben vom 25. Juli 2019] sei in seiner Abwesenheit zugestellt worden bzw. habe 
ihn erst im Nachhinein erreicht, ins Leere, handelte es sich bei diesem doch um den 
Ersatztermin für den 25. Juli 2019, nämlich den 19. August 2019. Insofern ist auch der 
Umstand, dass der Beschwerdeführer das Schreiben vom 25. Juli 2019 mutmasslich erst 
Mitte August 2019 zur Kenntnis nehmen konnte – mit Bezug auf den Termin für das 
Beratungsgespräch vom 25. Juli 2019 –, irrelevant. Folglich ist mit dem AWA zu 
schliessen, dass kein Grund vorgelegen hat, welcher das Ausbleiben der vorgängigen 
Abmeldung zum Termin vom 25. Juli 2019 entschuldigen würde. Aufgrund des Handelns 
des Beschwerdeführers muss unweigerlich geschlossen werden, dass er den Termin vom 
25. Juli 2019 vergessen hatte, was von fehlendem Interesse am Einhalten des Termins 
bzw. unzulänglicher Aufmerksamkeit zeugt. Dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 
bei D.________ und am 25. Juli 2019 bei B.________ vor Ort Arbeitsbemühungen 
nachgegangen war, stellt angesichts der Tatsache, dass es sich dabei nicht um Fälle der 
höheren Gewalt, Krankheit oder Unfall handelt, keinen – im Sinne des Gesetzes – 
entschuldbaren Grund für das unentschuldigte Fernbleiben am Beratungsgespräch vom 
25. Juli 2019 dar (vgl. auch Urteil EVG C 112/04 vom 1. Oktober 2004 E. 2.3). So kann es 
denn auch offenbleiben, ob die Arbeitsbemühungen erfolgsversprechend waren bzw. ob 
es sich dabei um Vorstellungsgespräche handelte. Ebenso wenig vermag der 
Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er dem Arbeitsmarkt nur zu 80 % zur 
Verfügung steht, etwas zu seinen Gunsten abzuleiten – schliesslich hatte er den Termin 
vom 25. Juli 2019 selber bestätigt. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der 
Beschwerdeführer weder vorgängig vom Beratungsgespräch am 25. Juli 2019 abgemeldet 
noch innert nützlicher Frist nach Erkennen des Versäumnisses beim RAV gemeldet hat. 
Entschuldbare Gründe für das Fernbleiben bestanden nicht.

5.

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5.1 Die Dauer der Einstellung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens und 
beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage 
bei schwerem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Bei der 
Bemessung der Einstellungsdauer nach dem Verschulden sind die persönlichen 
Verhältnisse der versicherten Person, damit alle Umstände des konkreten Einzelfalls 
angemessen zu berücksichtigen. Verschuldensmindernde Umstände können unter 
anderem das Alter, familiäre Probleme, missliche finanzielle Verhältnisse, aber auch die 
begründete Hoffnung auf eine Neuanstellung sein (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung, 1998, S. 167).

5.2 Gemäss Einstellraster des seco im Kreisschreiben über die 
Arbeitslosenentschädigung (AVIG-Praxis ALE) ist bei erstmaligem 
Fernbleiben/Versäumnis ohne entschuldbaren Grund am Infotag, am Beratungs- oder 
Kontrollgespräch eine Einstelldauer von 5–8 Tagen zu verfügen (AVIG-Praxis ALE D79 
3.A). Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem 
Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4). Ein Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das 
Ermessen der Verwaltung rechtfertigt sich folglich nur dann, wenn ein 
Ermessensmissbrauch gegeben ist, d.h. wenn sich die Verwaltung von unsachlichen und 
zweckfremden Erwägungen hat leiten lassen oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das 
Willkürverbot oder das Verbot rechtsungleicher Behandlung, aber auch das Gebot von 
Treu und Glauben oder den Grundsatz der Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 
123 V 150 E. 2 mit Hinweisen).

5.3 Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall eine Einstelldauer von 6 Tagen verfügt 
und damit eine Einstelldauer im mittleren Bereich des genannten Rasters angeordnet. 
Verschuldensmindernde Umstände sind nicht ersichtlich. Weitere Kriterien, welche 
vorliegend gar ein Unterschreiten des Einstellrahmens rechtfertigen würden, sind nicht 
ersichtlich. Zutreffend führte das AWA im Einspracheentscheid an, der Beschwerdeführer 
habe dem Termin nicht die nötige Wichtigkeit zugemessen. Darauf kann verwiesen 
werden. Ferner zeugt die Schutzbehauptung, der Termin sei nicht fixiert gewesen, nicht 

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Urteil S 2019 157

von einem Erkennen des Versäumnisses. Die Einstellung für 6 Tage ist somit nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist vollumfänglich 
abzuweisen.

6. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos und eine Parteientschädigung 
ist bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern.

Zug, 15. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am