# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d6d30c0-3374-5afa-b1fd-eeb6399ebca3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.07.2014 200 2013 811
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-811_2014-07-15.pdf

## Full Text

200 13 811 IV
GRD/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Juli 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Juli 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 27. April 2006 bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) unter Hinweis auf ein Burn-
out (Erschöpfungsdepression) und eine seit Mai 2005 bestehende Arbeits-
unfähigkeit zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). 
Daraufhin führte diese medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. 
Mit Verfügungen vom 6. Juni 2007 (AB 27/5 ff. und 27/9 ff.) sprach sie ihm 
ab April 2006 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 58% eine halbe und ab 
September 2006 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100% eine ganze 
Rente zu.

B.

Infolge des Ende 2009 in die Wege geleiteten Rentenrevisionsverfahrens 
(AB 31) beantragte der Versicherte mit Schreiben vom 27. Dezember 2009 
(AB 31/3) die Verlängerung der Ausrichtung der Rente für die anderthalb-
jährige Dauer des Studiums „…“ und Hilfe bei der Finanzierung dieser Um-
schulung. Die IVB führte ein weiteres Mal medizinische und erwerbliche 
Erhebungen durch. Mit Mitteilung vom 8. September 2010 sprach sie die 
Kostenübernahme für die Umschulung vom 20. Oktober 2010 bis zum 30. 
September 2012 (AB 43) zu. Mit Verfügung vom 28. Oktober 2011 (AB 73) 
entschied die IVB, die Rente wieder auszurichten, da die Umschulung un-
terbrochen werden musste. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 
5. November 2012 (AB 95) schloss die IVB die beruflichen Massnahmen 
ab. Mit Vorbescheid vom 12. März 2013 (AB 98) wurde die Aufhebung der 
Rente in Aussicht gestellt, wogegen der Versicherte opponieren liess (AB 
102 und 105). Nach Einholung eines Berichts von Dr. med. C.________, 
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Tropen- und Reise-
medizin sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, vom Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) vom 10. Juli 2013 (AB 108), entschied die IVB mit Verfügung 
vom 24. Juli 2013 (AB 109) wie im Vorbescheid angekündigt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 3

C.

Hiergegen liess der Versicherte am 16. September 2013 Beschwerde er-
heben mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Die Verfügung vom 24. Juli 2013 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine ganze Rente der Eidg. Invalidenver-
sicherung zu gewähren.

Eventualiter:
Die Akten seien zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -“

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 
2013 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 24. Juli 2013 
(AB 109). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine IV-Rente und 
dabei namentlich die Rechtsmässigkeit der verfügten Rentenaufhebung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 

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tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1). 

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2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.2).

3.

3.1 Zu prüfen ist vorab, ob die Revision in prozessualer Hinsicht zuläs-
sig ist. Nicht gefolgt werden kann der Auffassung des Beschwerdeführers, 
dass mit der Verfügung vom 28. Oktober 2011 (AB 73) das Ende 2009 in 
die Wege geleitete Revisionsverfahren formell abgeschlossen wurde (Be-
schwerde S. 6 Art. 2 Ziff. 2). Richtig ist, dass die Beschwerdegegnerin En-
de 2009 ein Rentenrevisionsverfahren eröffnete. Nach dem Einholen medi-
zinischer und erwerblicher Informationen sprach sie dem Beschwerdeführer 
am 27. April 2010 (AB 39) eine berufliche Abklärung vom 3. Mai bis 25. Juli 
2010 sowie für diese Zeit ein um die Rente gekürztes Taggeld (AB 40) zu. 
Am 8. September 2010 (AB 43) wurde ihm die Übernahme der Kosten für 
die Umschulung vom 20. Oktober 2010 bis zum 30. September 2012 zuge-
sprochen. Nach damals gültiger Gesetzgebung (Art. 47 Abs. 1 IVG in der 
bis am 31. Dezember 2011 gültigen Fassung) konnten Renten während der 
Abklärungs- oder Eingliederungsmassnahmen weiter gewährt werden, und 
zwar längstens bis zum Ende des dritten vollen Kalendermonats, der dem 
Beginn der Massnahmen folgt. Zusätzlich wurde das Taggeld ausgerichtet, 
dieses jedoch während der Dauer des Doppelanspruchs um einen Dreis-
sigstel des Rentenbetrags gekürzt. Gemäss diesen Vorschriften wurde dem 

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Beschwerdeführer für die Zeit vom 20. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011 
neben der ungekürzten Rente ein um einen Dreissigstel des Rentenbetrags 
gekürztes Taggeld ausgerichtet (AB 44 und 47). Ab 1. Februar 2011 wurde 
nur noch das ungekürzte Taggeld ausgerichtet (AB 48). Aufgrund des Un-
terbruchs der Umschulung (AB 70) wurde mit Verfügung vom 28. Oktober 
2011 (AB 73) entschieden, ihm ab Oktober 2011 die ursprünglich ganze 
Invalidenrente wieder auszurichten. Die verfügungsweise Wiederausrich-
tung der Rente hat jedoch entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers nicht zur Folge, dass das Revisionsverfahren abgeschlossen wurde. 
Es bedeutet lediglich, dass ihm bis zum Ende des Revisionsverfahrens und 
daher bis zum Zeitpunkt, an dem darüber befunden werden kann, ob sich 
sein Gesundheitszustand in revisionsrelevantem Ausmass verändert hat, 
die ursprüngliche Rente weiterausgerichtet wird, d.h. die Rente das Tag-
geld ablöst. Somit ist aus prozessualer Sicht nichts an der Rentenrevisi-
onsverfügung vom 24. Juli 2013 (AB 109) auszusetzen.

Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob im Vergleichszeitraum zwischen den 
Verfügungen vom 6. Juni 2007 (AB 25/5 ff. und 25/9 ff.), anlässlich welcher 
erst- und letztmals eine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs durch-
geführt wurde, und der hier angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2013 
(AB 109) in den tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung eingetreten ist, 
die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu 
beeinflussen (vgl. E. 2.4 hiervor). 

3.2 Den Verfügungen vom 6. Juni 2006 (AB 27/5 ff. und 27/9 ff.) lagen 
im Wesentlichen folgende ärztliche Berichte zu Grunde:

3.2.1 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste D.________ vom 4. Mai 
2006 betreffend die Hospitalisation vom 14. Oktober 2005 bis 21. März 
2006 (AB 8/8 ff.) wurden unter anderem eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome 
(ICD-10 F33.2), ein schädlicher Gebrauch von Cannabis (ICD-10 F12.1) 
sowie ein schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1) dia-
gnostiziert (S. 1). Am 21. März 2006 habe der Beschwerdeführer nach 
mehreren erfolglosen Versuchen einer Psychopharmakotherapie mit Anti-
depressiva inkl. Augmentierung mit Lithium schliesslich auf Jatrosom N 
10mg in deutlich gebessertem Zustand entlassen werden können (S. 2).

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3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 22. Mai 2006 (AB 8/1) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine seit 2001 bestehende rezidivierende Störung (S. 1 
Ziff. A). Wegen einer Insomnie sei der Beschwerdeführer tagsüber müde 
und kraftlos; im Weiteren sei er antriebslos (S. 2 D. Ziff. 2. lit. a). Vor der 
aktuellen depressiven Krise habe er sehr intensiv Sport getrieben. Aktuell 
fehle hierzu der Antrieb praktisch vollständig (lit. c). Die bisherige Erwerbs-
tätigkeit sei aktuell maximal zu vier Stunden zumutbar. Das Arbeitstempo 
sei nach wie vor verlangsamt (Ziff. 3). Er gehe ein- bis zweimal pro Woche 
in die Psychiatrischen Dienste D.________ zur ambulanten Psychothera-
pie. An Medikamenten nehme er unter anderem neben zwei Benzodiazepi-
nen zusätzlich zwei Antidepressiva (S. 3 E. Ziff. 8 lit. c).

3.2.3 Im RAD-Bericht vom 24. Oktober 2006 (AB 16) führte Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, aus 
den Angaben des behandelnden Arztes Dr. med. E.________ gehe hervor, 
dass sich der psychische Zustand in der Zwischenzeit eher wieder ver-
schlechtert habe, so dass längerfristig im besten Fall von einer Stabilisie-
rung auf deutlich tieferem Niveau auszugehen sei. Dessen Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit von 50% für eine angepasste Tätigkeit erscheine zwar 
schlüssig und nachvollziehbar, doch habe die telefonische Nachfrage beim 
Arbeitgeber gezeigt, dass die Einschätzung des Hausarztes zu optimistisch 
gewesen sei. Dr. med. F.________ empfahl für die Prüfung des Rentenan-
spruchs auf die Aktennotiz vom 25. Oktober 2006 (AB 17) abzustellen, wo-
nach der Beschwerdeführer ab dem 20. Juni 2006 bis auf Weiteres zu 
100% arbeitsunfähig sei. 

3.3 Die nun mehr angefochtene Verfügung vom 24. Juli 2013 (AB 109) 
stützt sich im Wesentlichen auf folgende Berichte:

3.3.1 Im Bericht vom 4. April 2008 (AB 28) diagnostizierte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie 
FMH, u.a. eine etablierte idiopathische Osteoporose. Seitens Osteoporose 
seien keine weiteren Probleme aufgetreten. Seit August 2007 habe der 
Beschwerdeführer ein intensives körperliches Training aufgenommen und 
trainiere täglich bis zu vier Stunden. Das Pensum habe sukzessive gestei-
gert werden können. Auch die Ernährungsgewohnheiten seien drastisch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 9

umgestellt worden und der Nikotinkonsum sei bereits vor einem Jahr sis-
tiert worden. Unter diesen Massnahmen habe sich der Gesundheitszustand 
drastisch verbessert. Der Beschwerdeführer erscheine hoch motiviert, die-
sen Weg fortzuschreiten. Die Rückenschmerzen hätten deutlich nachge-
lassen, seien aber nicht ganz verschwunden. Vor allem bei Torsionsbewe-
gungen bestünden noch thorakale Rückenschmerzen. Zudem würden die-
se tagsüber belastungsabhängig zunehmen (S. 1).

3.3.2 Gemäss dem Bericht von Dr. med. G.________ vom 25. November 
2008 (AB 32/3) trainiere der Beschwerdeführer täglich, jogge bis zu zwei 
Stunden am Stück und absolviere Velotouren von bis zu acht Stunden 
(S. 1). Angesichts der mehrfach inadäquat aufgetretenen Wirbelfrakturen 
bestehe eine etablierte Osteoporose. Sekundäre Osteoporose-Formen 
seien 2008 ausgeschlossen worden, so dass die Diagnose einer idiopathi-
schen Osteoporose gestellt worden sei. Seit Aufnahme der Fosavance-
Behandlung vor gut einem Jahr habe die Knochendichte an der LWS signi-
fikant zugenommen, an der „Gesamthüfte“ sei keine Änderung objektivier-
bar. Weitere Frakturen seien zwischenzeitlich nicht mehr aufgetreten (S. 2). 

3.3.3 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 26. Januar 
2010 (AB 34) u.a. eine idiopathische Osteoporose mit rezidivierenden 
Deckplattenbrüchen im Bereich der BWS sowie einen Status nach schwe-
rer Depression bis Ende 2007 (S. 1 Ziff. 3). Der Beschwerdeführer habe 
sich im März 2007 sein Sakraldermoid operieren lassen, wovon er sich 
langsam aber stetig erholt habe. Er habe 25 kg an Gewicht abgenommen 
und unter intensiver Physiotherapie und selbständigem intensivem Training 
seine Rumpfstabilität erheblich verbessert, so dass er im August 2009 eine 
30%-ige Teilzeitstelle als … habe antreten können (Ziff. 1.1). Da er sich 
psychisch vollständig erholt habe, habe er im Herbst 2009 ein Studium in 
… beginnen können (S. 1.2). Aktuell bestünden nur noch körperliche und 
leichte psychische Einschränkungen. Maximal könne er pro Tag für drei 
Stunden mit regelmässigen Unterbrüchen sitzen. Während längerem Sitzen 
würden zunehmende Schmerzen im Bereich der BWS auftreten. Überlaste 
er sich beim Training oder bei der Arbeit (Gewichte heben über 20 kg), so 
führe dies zu starken Rückenschmerzen (S. 4 Ziff. 1). Die Gehstrecke sei 

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nicht eingeschränkt, das Arbeitspensum betrage vier Stunden und das Ar-
beitstempo sei normal (Ziff. 3).

3.3.4 Wie Dr. med. E.________ im Bericht vom 12. Oktober 2011 (AB 69) 
ausführte, leide der Beschwerdeführer seit August 2010 an progredienten 
belastungsabhängigen Kreuzschmerzen mit wechselnder Ausstrahlung ins 
Gesäss beidseits. Wegen dieser Schmerzen habe er am 11. Mai 2011 sei-
ne körperlich belastende Tätigkeit als … aufgeben müssen. Trotz Physio-
therapie, intensiviertem Krafttraining und diversen medikamentösen Versu-
chen seien die Beschwerden unverändert geblieben (S. 1 Ziff. 3). Die Rü-
ckenbeschwerden, die Tatsache, dass er die Arbeit als … habe aufgeben 
müssen und die ungewisse berufliche Zukunft würden aktuell erheblich am 
Selbstbewusstsein nagen, weshalb er auch wieder eine Tablette eines An-
tidepressivums zum Schlafen brauche (S. 2 Ziff. 7).

3.3.5 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte in seinem 
Bericht vom 27. Januar 2012 (AB 77/6) aus orthopädischer Sicht eine 
Übergangsanomalie, eine Spondylolyse L5, eine fortgeschrittene Facette-
narthrose L4/5S1, eine Discopathie L4/5/S1 ohne Neurokompression sowie 
einen Status nach Deckplattenimpression BWK7/BWK8 mit leichter Kypho-
sierung ohne Hinterwandbeteiligung bei nachgewiesener Osteoporose 
(Schmoll’sche Veränderung). Er habe nur eine mässige Funktionsein-
schränkung, jedoch weder eine Neurokompression noch eine Instabilität 
vorgefunden. Damit sei kein Operationsgrund gegeben.

3.3.6 Dr. med. C.________ führte im RAD-Bericht vom 10. Juli 2012 (AB 
79) aus, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an Rückenschmerzen. 
Diese würden von einer Segmentdegeneration der untersten zwei Segmen-
te lumbal herrühren. Die Bandscheiben seien degeneriert und höhenge-
mindert. Es habe sich beidseits eine Spondylarthrose eingestellt. Im MRI 
habe die in den Berichten erwähnte Spondylolyse nicht bestätigt werden 
können. Es sei kein enger Spinalkanal und keine Neurokompression nach-
weisbar. Aus rein somatischer Sicht sei der vorliegende Gesundheitsscha-
den nicht sehr schwerwiegend. Mit zunehmendem Alter würden sich häufig 
die beschriebenen Veränderungen ergeben. Individuell sei aber der Um-
gang mit diesem Problem verschieden. Medizinisch objektiv nachvollzieh-

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bar sei die Einschätzung, dass rückenbelastende, körperlich schwere 
Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Hingegen sollten angepasste Arbei-
ten zumutbar sein, etwa körperlich leichte in wechselbelastender Stellung. 
Zu vermeiden seien Zwangspositionen in ungünstiger Stellung, gebückt 
oder in Rotation. Gewichte könnten bis 10 kg gehoben oder getragen wer-
den, vereinzelt auch bis 20 kg. Alle Tätigkeiten sollten in rückenergonomi-
scher Haltung absolviert werden. Ein volles Pensum sei grundsätzlich zu-
mutbar, mit voller Leistung (S. 3).

3.3.7 Vom 3. bis 28. Juli 2012 war der Beschwerdeführer im Spital 
I.________ hospitalisiert. Im gestützt hierauf verfassten Bericht vom 9. Au-
gust 2012 (AB 88) wurden neben chronischen Schmerzstörungen mit so-
matischen und psychischen Ursachen unter anderem rezidivierende de-
pressive Episoden, aktuell leichten Ausmasses, diagnostiziert. Die Wir-
belsäule sei orthograd, nicht klopfdolent und sehr beweglich gewesen. 
Schmerzen seien nur bei Reklination und Seitenneigung aufgetreten. Die 
restlichen Gelenke seien schmerzfrei und gut beweglich (S. 5 f.). Die 
Schmerzen seien nicht selbstlimitierend. Es bestehe eine Selbstüberforde-
rung (S. 2). 

3.3.8 Dr. med. J.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, stellte im Bericht vom 5. November 2012 (AB 96) die Diagnose 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradige de-
pressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.01; S. 1 Ziff. 1.1). 
Von 2008 bis 2012 hätten keine depressiven Episoden bestanden, so dass 
keine Notwendigkeit für eine psychiatrische Behandlung bestanden habe. 
Seit August 2012 sei die ambulante psychiatrische Behandlung bei ihr wie-
der aufgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt hätten leicht- bis mittel-
gradige depressive Episoden mit Schlafstörung, Energie- und Antriebs-
mangel, sowie eine ängstlich-gedrückte Stimmungslage bestanden. Unter 
medikamentöser Behandlung und einmal wöchentlich stattfindenden psy-
chotherapeutischen Gesprächen sei die depressive Symptomatik zurück-
gegangen (S. 1 f. Ziff. 1.4).

3.3.9 Dr. med. C.________ stellte in seinem Bericht vom 10. Juli 2013 
(AB 108) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 
Lumbovertebralsyndrom, bei Osteochondrose L5/S1 und L4/5, Lyse des 

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Isthmus LWK 5 li, Spondylarthrose, ohne radikuläre Symptomatik (MRI vom 
7. Mai 2013), ohne Instabilität sowie eine rezidivierende depressive Episo-
de, gegenwärtig leicht, mit somatischen Anteilen. Seit August 2010 klage 
der Beschwerdeführer vermehrt über Rückenschmerzen. In den Jahren 
1996, 2009, 2011 und 2013 seien MRI’s der LWS durchgeführt worden, mit 
immer unveränderten Befunden: Diskopathie der untersten Bandscheibe, 
weniger der zweituntersten, bei Spondylolyse L5 li. Es sei nie eine Neuro-
kompression, eine entzündliche rheumatische Erkrankung, eine relevante 
Fehlstellung oder eine Instabilität beschrieben bzw. nachgewiesen worden. 
Zudem habe nie ein radikuläres Syndrom bestanden. Wegen einer angebli-
chen Verschlechterung anfangs 2013 sei am 7. Mai 2013 wieder ein MRI 
veranlasst worden. Dieses habe im Vergleich zu den Voraufnahmen 2011 
(und auch 2009, 1996) unveränderte Verhältnisse gezeigt. Es sei wieder 
keine Operationsindikation gestellt worden. Was die Auswirkung der Dia-
gnosen / Befunde auf die Arbeitsfähigkeit in der neuen Tätigkeit als Produk-
tionsleiter betreffe, habe das Zumutbarkeitsprofil vom 10. Juli 2012 (vgl. E. 
3.3.6 hiervor) immer noch Gültigkeit. Allerdings müsse initial, vor allem aus 
Rücksicht auf die psychische Instabilität und auf die lange Arbeitsunfähig-
keit, mit einem Pensum von 50% während sechs Monaten begonnen wer-
den. Anschliessend könne ein volles Pensum erwartet werden. Es sei nicht 
mehr von einer Leistungsminderung auszugehen (S. 3).

3.4 Im Beschwerdeverfahren liess der Beschwerdeführer folgende Be-
richte einreichen:

3.4.1 Gemäss dem Brief von Dr. med. E.________ vom 8. August 2013 
(Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 4) habe er den 
Beschwerdeführer zwischen 2008 und 2012 gut 100 Mal bei sich in der 
Praxis gesehen und dabei 40 längere psychologisch stützende Gespräche 
geführt. Ab 2010 habe er ihm auch Psychopharmaka verordnet. Somit ha-
be er in dieser Zeit als Hausarzt neben der somatischen auch die psychia-
trische Betreuung übernommen.

3.4.2 Dr. med. J.________ gab im Bericht vom 4. September 2013 (BB 3) 
an, der Beschwerdeführer habe zwischen 2008 und 2012 zwar keine 
fachärztlich-psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen, es sei ihm jedoch 
gemäss dem Schreiben des Hausarztes vom 8. August 2013 (vgl. E. 3.4.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 13

hiervor) in dieser Zeit aus psychiatrischer Sicht nicht durchgängig gut ge-
gangen. Eine psychiatrische Betreuung inkl. Einsatz einer antidepressiven 
Medikation sei auch während dieser Zeit durch den Hausarzt erfolgt. Die 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Erhalt des Vorbe-
scheids vom 12. März 2013 (AB 98) müsse im Zusammenhang mit der be-
stehenden psychiatrischen Grunderkrankung (rezidivierende depressive 
Störung) gesehen werden und sollte nicht als „reine Reaktion“ interpretiert 
werden. In der ICD-10 sei im Kapitel über affektive Störungen, zu denen 
die beim Beschwerdeführer bestehende rezidivierende depressive Störung 
zähle, wörtlich zu lesen, dass „der Beginn der einzelnen Episoden oft mit 
belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen“ 
sei. Im Kapitel F33 (rezidivierende depressive Störung) stehe ebenfalls, 
dass „die einzelnen Episoden jeden Schweregrades häufig durch belasten-
de Lebensereignisse ausgelöst“ würden (S. 1). Die eingetretene Zustands-
verschlechterung könne nicht als invaliditätsfremd bezeichnet werden. Die 
Vermutung, dass der Beschwerdeführer an einer depressiven Grunder-
krankung leide, sei richtig. Ebenfalls, dass äussere Umstände den Krank-
heitsverlauf beeinflussen (können) würden. Ein „reaktives Element“ lasse 
sich jedoch nicht immer nachweisen. Bei depressiven Erkrankungen könne 
es auch ohne (offensichtliche) Auslöser zu Krankheitsepisoden kommen. 
Sie stimme mit Dr. med. C.________ insofern überein, dass „aus Rücksicht 
auf die psychische Instabilität und auf die lange AUF“ ein beruflicher Wie-
dereinstig unbedingt mit einem reduzierten Arbeitspensum (ca. 50%) erfol-
gen müsse. Inwieweit eine sukzessive Pensumsteigerung möglich sei, 
könne erst im weiteren Verlauf beurteilt werden (S. 2). 

3.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 14

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte 
kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.6 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 24. Juli 2013 (AB 109) im Wesentlichen auf den RAD-Bericht 
von Dr. med. C.________ vom 10. Juli 2013 (AB 108) gestützt. Dieser hat 
sich in seiner ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und seine 
Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf die Akten getroffen. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Diese ärztliche Beurteilung erfüllt somit 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweis eines me-
dizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.5 hiervor), weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 15

ihr Beweiskraft zukommt. Dass er keine eigene Untersuchung durchgeführt 
hat, schadet entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwer-
de S. 9 Art. 3 Ziff. 5) nicht, denn die Voraussetzungen für einen rechts-
genüglichen Aktenbericht (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 
371 E. 5b) sind vorliegend erfüllt. Zudem schmälert entgegen den Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 9 Art. 3 Ziff. 5) der Umstand, 
dass Dr. med. C.________, obwohl er kein psychiatrischer Facharzt ist, die 
psychiatrische Beurteilung im RAD-Bericht vornimmt, den Beweiswert sei-
ner Beurteilung nicht entscheidend, zumal die Akten, wie nachfolgend ge-
zeigt wird, ein einheitliches Bild ergeben. In der Folge ist darauf abzustel-
len.

Die Frage, ob seit den rentenzusprechenden Verfügungen vom 6. Juni 
2007 (AB 27/5 ff. und 27/9 ff.) aus medizinischer und erwerblicher Sicht 
eine hinsichtlich des Rentenanspruchs relevante Besserung eingetreten ist 
(vgl. E. 2.4 hiervor), bejahte Dr. med. C.________ und begründete dies 
unter anderem nachvollziehbar und einleuchtend damit, dass gemäss den 
Akten von 2008 bis August 2012 keine Depression mehr vorhanden war 
und aktuell nur noch eine rezidivierende depressive Episode bzw. Störung 
leichten Grades vorliegt. Diese Schlussfolgerungen werden denn auch von 
den involvierten Ärzten fast durchgehend bestätigt:

Was die Diagnose betrifft, diagnostizierten weder Dr. med. G.________ 
2008 und 2010 (AB 28 und 32) noch Dr. med. E.________ 2010 und 2011 
(AB 34 und 69) eine aktuelle depressive Episode bzw. Störung, nachdem 
die Rente 2007 wegen einer rezidivierenden depressiven Störung, schwere 
Episode ohne psychotische Symptome (AB 8/8) zugesprochen wurde. Bei 
der für die Rentenzusprechung massgebenden Diagnose handelt es sich 
zudem entgegen der Überzeugung des Beschwerdeführers (Beschwerde 
S. 9 f. Art. 4 Ziff. 1 ff.) nicht um ein pathogenetisch-ätiologisch unklares 
syndromales Beschwerdebild, worauf die Regeln von lit. a der Schlussbe-
stimmungen der 6. IV-Revision anwendbar wären. Erst 2012 diagnostizierte 
das Spital I.________ erneut rezidivierende depressive Episoden, aktuell 
leichten Ausmasses (u.a. AB 88/1). Auch die behandelnde Psychiaterin Dr. 
med. J.________ diagnostizierte 2012 lediglich noch eine leichtgradige 
depressive Episode der rezidivierenden Störung (AB 96 Ziff. 1.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 16

Dass von 2008 bis 2012 keine Depression mehr vorhanden war und der 
Beschwerdeführer sich von den psychischen Problemen vollständig erholt 
hat, kann damit belegt und gestützt werden, dass Dr. med. G.________ im 
Bericht vom April 2008 (AB 28) keine solchen erwähnte und sogar am 
25. November 2008 (AB 32/3) von Beschwerdefreiheit sprach. Auch Dr. 
med. E.________ stützt diese Ausführungen, indem er im Januar 2010 
davon sprach, dass sich der Beschwerdeführer psychisch vollständig erholt 
hat (AB 34 S. 1 Ziff. 1.2). Dies bestätigte selbst die behandelnde Psychiate-
rin Dr. med. J.________ im November 2012, indem sie ausführte, dass von 
2008 bis 2012 keine depressiven Episoden bestanden haben und damit in 
dieser Zeit keine Notwendigkeit für eine psychiatrische Behandlung be-
standen hat (AB 96 S. 2 Ziff. 1.4). Dies kann auch dadurch untermauert 
werden, dass der Beschwerdeführer selbst weder in seinem Schreiben vom 
27. September 2009 (AB 31/3) noch jenem vom 31. März 2011 (AB 50) 
psychische Einschränkungen erwähnte, sondern lediglich von Rücken-
schmerzen und Osteoporose sprach. Nichts daran ändert das Schreiben 
von Dr. med. E.________ vom 8. Mai 2013 (BB 4), wonach er mit dem Be-
schwerdeführer zwischen 2008 und 2012 rund 40 längere psychologisch 
stützende Gespräche geführt und ab 2010 auch Psychopharmaka verord-
net habe. Im Bericht vom 26. Januar 2010 (AB 34) führte Dr. med. 
E.________ aus, dass sich der Beschwerdeführer psychisch vollständig 
erholt hat (S. 1 Ziff. 1.2). Zudem erwähnte er im Zwischenbericht vom 12. 
Oktober 2011 (AB 69) keine psychischen Beschwerden seit 2008. Somit ist 
auf seine Aussagen vom 8. Mai 2013 nicht abzustellen, weil sie bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 
133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2). Der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer im Herbst 2011 zum Schlafen ein Psychopharmaka 
benötigte (AB 69/2 Ziff. 7), bestätigt entgegen seiner Ansicht (Beschwerde 
S. 7 Ziff. 5) noch keine psychopharmakologische Behandlung, zumindest 
nicht in dem Umfang, wie sie 2006 erfolgte, wo er gemäss dem Bericht von 
Dr. med. E.________ (AB 8/4 Ziff. 8c) neben zwei Benzodiazepinen zu-
sätzlich zwei Antidepressiva nahm. Weiter hat der Beschwerdeführer nicht 
wie behauptet (Beschwerde Seite 7 Art. 2 Ziff. 6) die Umschulung wegen 
des psychischen Zustands unterbrochen, sondern vielmehr wegen des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 17

Rückenleidens, wie dies die ärztlichen Berichte aus dieser Zeitspanne an-
geben (AB 69 S. 1 Ziff. 3).

Weiter wird die Verbesserung des Gesundheitszustandes seit der Renten-
zusprechung durch folgende Tatsache belegt: zum Zeitpunkt der Renten-
zusprechung fehlte dem Beschwerdeführer praktisch vollständig der An-
trieb, Sport zu treiben (AB 8 S. 2 Ziff. D 2). Diese Situation verbesserte sich 
mit der Zeit und so konnte der Beschwerdeführer gemäss den Akten (u.a. 
AB 28, 32/3) ab August 2007 ein intensives tägliches körperliches Training 
aufnehmen und war sogar im Stande, Velotouren von bis zu acht Stunden 
zu absolvieren. Auch wird die Verbesserung des Gesundheitszustandes 
damit belegt, dass er während der beruflichen Grundabklärung vom 3. Mai 
bis 25. Juli 2010 (AB 41) psychisch normal belastbar schien (S. 5 Ziff. 6). 
Auch konnte er ab Sommer 2009 für rund zwei Jahre eine 20-30% Stelle 
als … ausüben (u.a. AB 31/3) und ab Oktober 2010 erfolgreich eine Um-
schulung (…) beginnen, die er mit schriftlicher Prüfung und Projektarbeit je 
mit der Note 5.5 abschloss (AB 106/3).

Demzufolge ist vorliegend eine erhebliche Veränderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen (erwerbliche und gesundheitliche) erstellt, weshalb ein 
Revisionsgrund zu bejahen und nachfolgend der Rentenanspruch in recht-
licher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des 
gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachen-
spektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu 
prüfen ist (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.7 Aufgrund der obigen Ausführungen (vgl. E. 3.3 ff. hiervor) ergibt sich 
in Bezug auf den Gesundheitszustand folgendes Bild:

Der Beschwerdeführer leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig leichtgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom 
(ICD-10 F33.01; AB 96 S. 1 Ziff. 1.1). Diese ist gemäss gängiger Recht-
sprechung nicht invalidisierend (Urteil des BGer vom 29. August 2012, 
8C_266/2012, E. 4.3.2). Somit ist auch nichts daran auszusetzen, dass die 
Rente per Ende August 2013 aufgehoben wurde, auch wenn Dr. med. 
C.________ vorschlägt, aus Rücksicht auf die psychische Instabilität und 
die lange Arbeitsunfähigkeit vorerst während sechs Monaten mit einem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 18

50%-igen Arbeitspensum zu starten. Die depressive Symptomatik mit 
Schlafstörung, Energie- und Antriebsmangel sowie ängstlich-gedrückter 
Stimmungslage ist zudem unter medikamentöser Behandlung und einmal 
wöchentlich stattfindenden psychiatrischen Gesprächen zurückgegangen 
(S. 2 Ziff. 1.4). Der Umstand, dass sich der psychische Zustand nach dem 
negativen Vorbescheid vom 12. März 2013 (AB 98) verschlechtert haben 
soll, ist nicht invaliditätsrelevant, da eine depressive Reaktion hierauf auf 
psychosoziale Ursachen zurückzuführen ist. Somit ist erstellt, dass der Be-
schwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in seiner angestammten Tätigkeit 
als … voll arbeitsfähig ist.

Aus somatischer Sicht kam Dr. med. C.________ zum überzeugenden und 
nachvollziehbaren Schluss, dass das Zumutbarkeitsprofil des RAD vom 
10. Juli 2012 (AB 79) nach wie vor Gültigkeit hat und dem Beschwerdefüh-
rer in seiner angestammten Tätigkeit als … ein volles Pensum ohne Leis-
tungsminderung zumutbar ist. Diese Einschätzung deckt sich denn auch 
mit den fachärztlichen Einschätzungen und wird durch die bildgebenden 
Aufnahmen bestätigt. Somit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer nicht 
nur aus psychiatrischer sondern auch aus somatischer Sicht in seiner an-
gestammten Tätigkeit als … in vollem zeitlichem Umfang ohne Einschrän-
kungen arbeitsfähig ist. Daher bedurfte es keines Einkommensvergleichs 
und es ist nichts daran auszusetzen, dass die Beschwerdegegnerin mit 
Verfügung vom 24. Juli 2013 (AB 109) die 2007 zugesprochene Rente per 
Ende August 2013 aufhob, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen ist. Bei dieser Sach- und Rechtslage erübrigt sich auch die 
beantragte Wiederaufnahme beruflicher Massnahmen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2014, IV/13/811, Seite 19

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.