# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2dc18f5-00a4-5e7d-a0e3-b1b9ed85b6b2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.04.2015 B 2013/269, B 2013/270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-269--B-2013-2_2015-04-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/269, B 2013/270

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.02.2020

Entscheiddatum: 28.04.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.04.2015
Steuerrecht. Art. 20 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Art. 9 Abs. 1 DBG (SR 
642.11).Frage der Abzugsfähigkeit der an die Ehefrau und die Kinder 
geleisteten Unterhaltszahlungen bei faktischer Trennung. Auch 
Unterhaltsbeiträge können steuerlich anerkannt werden, welche nicht zum 
vornherein ziffernmässig bestimmt sind und nicht regelmässig anfallen. 
Indem die Ehefrau vom Haushaltskonto Bezüge tätigen konnte, übernahm 
der Beschwerdegegner (indirekt) ihren laufenden Unterhalt und denjenigen 
der Kinder. In einer solchen Situation besteht kein qualitativer Unterschied 
zwischen dem Überlassen eines Kontos zur Deckung der laufenden 
Lebenshaltung einerseits und der regelmässigen Überweisung von Beträgen 
auf ein Konto der betreffenden Person anderseits. Insoweit die Ehefrau 
konkret Bezüge vom Konto zur Deckung des laufenden Unterhalts 
einschliesslich desjenigen der Kinder tätigte, waren die bezogenen Beträge 
auch sachlich und von den Beträgen her festgelegt und damit "ziffernmässig 
bestimmt" (Verwaltungsgericht, B 2013/269 und B 2013/270).

Entscheid vom 28. April 2015 

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

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gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

R.Y.,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2011) und direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2011)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.            

a. R.Y. lebte bis Ende Oktober 2010 zusammen mit seiner Ehefrau S.Y. und den beiden 

Kindern, geb. 2004 und 2007, in A. in einem gemieteten Haus. Auf 1. November 2010 

bezog er in A. eine eigene Wohnung. Im April 2011 zog S.Y. mit den Kindern in eine 

Wohnung in A. um und nahm in der Folge am 1. September 2011 in B. Wohnsitz. In der 

Steuererklärung 2011 brachte R.Y. die in den Monaten September bis Dezember 2011 

geleisteten Unterhaltszahlungen an die Kinder und die Ehefrau im Betrag von Fr. 

13'440.-- zum Abzug (act. G 5/8 1.1). Das kantonale Steueramt übernahm diese 

Deklaration und veranlagte ihn am 14. November 2012 für die Kantons- und 

Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 75'700.-- und ohne 

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steuerbares Vermögen und für die direkte Bundessteuer 2011 mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 76'300.-- (act. G 5/8 1.10 f.). In den dagegen erhobenen 

Einsprachen machte R.Y. geltend, er habe während des ganzen Jahres 2011 getrennt 

von seiner Frau und den Kindern gelebt und deren Unterhalt vom gemeinsamen Konto 

finanziert. Es seien daher auch Unterhaltsbeiträge innerhalb der ersten acht Monate 

des Jahres 2011 zu berücksichtigen (act. G 5/8 2.1-2.3).

b. Mit Entscheiden vom 5. März 2013 wies das kantonale Steueramt die Einsprachen 

ab (act. G 5/8 2.4 bis 2.7). Den hiergegen erhobenen Rekurs bzw. die Beschwerde 

hiess die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 

26. November 2013 gut, hob die Einspracheentscheide vom 5. März 2013 auf und 

veranlagte R.Y. mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 49'500.-- und ohne 

steuerbares Vermögen (Kantons- und Gemeindesteuern 2011) bzw. mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 50'600.-- (direkte Bundessteuer 2011; act. G 2).

B.            

a. Gegen diesen Entscheid erhob das kantonale Steueramt mit Eingabe vom 24. 

Dezember 2013 Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und die 

Einspracheentscheide vom 5. März 2013 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 

und direkte Bundessteuer seien zu bestätigen (act. G 1).

b. In der Vernehmlassung vom 10. Januar 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung 

der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen 

Entscheid und äusserte sich ergänzend (act. G 4). Der Beschwerdegegner bestätigte in 

seiner Stellungnahme vom 4. Februar 2014 seine Ausführungen in den Eingaben an die 

Vorinstanz (act. G 7).

c. Auf die Vorbringen der Parteien in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, 

soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur 

Veranlagung des Erwerbs- und Renteneinkommens vereinheitlicht sind, erledigte die 

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Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern einerseits und 

die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen 

Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch 

der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben 

(BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die 

Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. 

Oktober 2014 E. 1.2).

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung 

mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 

der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 

des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer 

ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Eingabe vom 24. Dezember 2013 entspricht 

zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung 

mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; der 

Beschwerdeführer kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung 

oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig 

festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP).

2.             

2.1.        Streitig ist, ob die Vorinstanz zu Recht die Einspracheentscheide vom 5. März 

2013 aufhob und die vom Beschwerdegegner an seine Ehefrau und die Kinder 

geleisteten Unterhaltszahlungen für die gesamte Steuerperiode 2011 (Januar bis 

Dezember) zum Abzug zuliess.

2.1.1.    Nach Art. 9 Abs. 1 DBG und Art. 20 Abs. 1 StG werden Einkommen und 

Vermögen der Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, 

unabhängig vom Güterstand zusammengerechnet. Für solche gemeinsam 

steuerpflichtige Ehegatten wird der Steuersatz des halben steuerbaren Einkommens 

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angewendet (Art. 50 Abs. 3 StG). Nach Art. 8 Abs. 2 der Steuerverordnung (sGS 

811.11; StV) gilt eine Ehe als tatsächlich getrennt, wenn der gemeinsame Haushalt 

aufgehoben ist, zwischen den Ehegatten keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für 

Wohnung und Unterhalt mehr besteht und eine allfällige Unterstützung des einen 

Ehegatten durch den andern nur noch in ziffernmässig bestimmten Beträgen geleistet 

wird. Diese Merkmale, die kumulativ erfüllt sein müssen, stimmen mit den in der Lehre 

und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung anerkannten Voraussetzungen für eine 

getrennte Besteuerung der Eheleute überein (vgl. statt vieler Greminger/Bärtschi, in: 

Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 2. Aufl. 2008, 

Rz. 10 ff. zu Art. 9 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 

2014, II. Rz. 8; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 

2009, Rz. 16 zu Art. 9 DBG; BGer 2C_646/2011 vom 18. September 2012, E. 2.3 mit 

Hinweisen). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt eine selbständige 

Besteuerung der Ehegatten sodann eine dauernde Trennung und damit eine 

Aufhebung des gemeinsamen Haushalts bzw. ein Getrenntleben im Sinne von Art. 137 

und Art. 175 f. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210) oder ein Einvernehmen 

darüber voraus, dass die eheliche Gemeinschaft aufgehoben wird (BGer 2C_523/2007 

vom 5. Februar 2008). Da es Sache der steuerpflichtigen Person ist, steuermindernde 

Tatsachen nachzuweisen, hat sie auch die Voraussetzungen für einen Verzicht auf 

Gemeinschaftsbesteuerung zu belegen (Greminger/Bärtschi, a.a.O., Rz. 17 zu Art. 9 

DBG mit Hinweis auf Peter Locher, Kommentar zum DBG, 1. Teil, Basel 2001, Rz. 20 

zu Art. 9 mit Hinweisen).

2.1.2.    Massgebend für die Würdigung einer Ehe als wirtschaftliche Einheit ist die 

objektiv feststellbare Mittelverwendung; subjektive Intentionen der Ehepartner sind 

nicht relevant (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 20 zu Art. 9). Werden 

solche von beiden Seiten für Wohnung und Lebensunterhalt eingesetzt, sind die 

Ehegatten trotz eigener Wohnung und gegebenenfalls auch eigenem zivilrechtlichem 

Wohnsitz zusammen zu veranlagen (vgl. Eidgenössische Steuerverwaltung [ESTV], 

Kreisschreiben [KS] Nr. 30 vom 21. Dezember 2010: Ehepaar- und 

Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, Ziff. 1.3, 

publiziert in: www.estv.admin.ch; KS ESTV Nr. 14 vom 29. Juli 1994 betreffend 

Familienbesteuerung nach dem DBG, ASA 63, 284). Besteht keine 

Gemeinschaftlichkeit der Mittel, wird aber ein Ehegatte vom anderen unterstützt, so 

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müssen sich diese Leistungen in ziffernmässig bestimmten Beiträgen erschöpfen 

(VerwGE B 2010/253 vom 22. Februar 2011, E. 3.2; B 2009/165 vom 18. März 2010 

[SGE 2010 Nr. 13]; www.gerichte.sg.ch). Unterhaltsleistungen erfolgen in der Regel als 

wiederkehrende direkte Geldleistungen. Sie können jedoch auch in der Form von 

indirekten Zahlungen erbracht werden, wie etwa die Übernahme von Miet- oder 

Schuldzinsen, oder aus eigentlichen Naturalleistungen bestehen (KS ESTV Nr. 30 

a.a.O., Ziff. 14.1.2). Die Freiwilligkeit einer Zahlung - unabhängig von einer gerichtlichen 

Verpflichtung oder schriftlichen Vereinbarung - schliesst deren Abzugsfähigkeit nicht 

aus (Zigerlig/Jud, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen 

Steuerrecht, Bd. I/2a, 2. A. 2008, Rz. 18a zu Art. 33 DBG; SGE 2009 Nr. 1).

2.2.       

2.2.1.    Der Beschwerdegegner erbrachte in den Monaten September bis November 

2011 Unterhaltsleistungen an die Ehefrau und die Kinder von je Fr. 3'410.-- und im 

Dezember 2011 von Fr. 3'210.--; diese führte er in der Steuererklärung 2011 mit einem 

Gesamtbetrag von Fr. 13'440.-- an (act. G 5/8 1.1). Der Beschwerdeführer anerkannte 

die Abzugsfähigkeit dieser Leistungen  (act. G 5/8 2.6 S. 3 f.). Der Beschwerdegegner 

bestätigt im vorliegenden Verfahren seinen Standpunkt, dass auch der von ihm in den 

Monaten Januar bis August 2011 geleistete Unterhalt zum Abzug zuzulassen sei (act. G 

7). In diesem Zusammenhang ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner bereits ab 

1. November 2010 eine eigene Wohnung in A. bezog und während der gesamten 

Steuerperiode 2011 getrennt von seiner Ehefrau lebte (vgl. act. G 1 S. 2). Die räumliche 

Trennung bestand auch in der Folgezeit fort; sie hat daher als dauerhaft zu gelten. Zu 

prüfen ist demgegenüber, ob in den Monaten Januar bis und mit August 2011 eine 

Gemeinschaftlichkeit der finanziellen Mittel zwischen den Ehepartnern vorlag oder 

nicht. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, im streitigen 

Zeitraum habe der Beschwerdeführer seiner Ehefrau und den Kindern keinen 

ziffernmässig bestimmten Betrag pro Monat bezahlt. Die Ehefrau habe sämtliche 

Auslagen für sich und die Kinder über das gemeinsame Haushaltskonto finanziert. Von 

diesem Konto habe der Beschwerdegegner auch die Mietzinse für das von der Ehefrau 

und den Kindern bis Ende März 2011 bewohnte Haus bzw. ihre Wohnung (bis Ende 

August 2011) sowie deren Krankenkassenprämien bezahlt. Da auf das gemeinsame 

Haushaltskonto im fraglichen Zeitraum - abgesehen von geringfügigen Einkünften der 

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Ehefrau von Fr. 280.65 - praktisch ausschliesslich Erwerbseinkünfte des 

Beschwerdegegners geflossen seien, könne nicht von einem "gemeinsamen Topf" 

bzw. einer Gemeinschaftlichkeit der Mittel gesprochen werden. Der Beschwerdegegner 

sei allein für den Unterhalt der getrennt lebenden Ehefrau und der Kinder 

aufgekommen. Es sei hinsichtlich der Art der Mittelverwendung nicht entscheidend, ob 

der Beschwerdeführer seiner Ehefrau einen monatlich fixen Betrag überwiesen oder 

diese die laufenden Kosten dem auf beide Eheleute lautenden Konto belastet habe. 

Unterhaltsleistungen könnten nicht nur als wiederkehrende, direkte Geldleistungen, 

sondern auch in Form der Übernahme von Mietzinsen oder Krankenkassenprämien 

erfolgen oder aus eigentlichen Naturalleistungen oder unregelmässig wiederkehrenden 

Unterstützungen zur Deckung des laufenden Lebensbedarfs bestehen. Die Form der 

Leistungen, die der Beschwerdeführer während der faktischen Trennung der Ehe von 

Januar bis und mit August 2011 erbracht habe, rechtfertige daher die Annahme einer 

gemeinschaftlichen Mittelverwendung nicht. Aufgrund der getrennten 

Mittelverwendung sei er berechtigt, für das ganze Jahr Unterhaltsbeiträge an die 

Ehefrau und die Kinder von den Einkünften abzuziehen (act. G 2 S. 6).

2.2.2.    Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz verkenne, dass die 

Mittelherkunft für die Beurteilung, ob eine wirtschaftliche Einheit zwischen den 

Ehegatten vorliege, grundsätzlich unerheblich sei. Denn wäre die Mittelherkunft von 

Bedeutung, so wäre die wirtschaftliche Einheit bei einem Einverdiener-Ehepaar immer 

zu verneinen. Massgebend sei die Mittelverwendung bzw., dass sich die Unterstützung 

des einen an den anderen Ehegatten in ziffernmässig bestimmten Beträgen erschöpfe. 

Vorliegend habe sich die Unterstützung des Beschwerdegegners in der Zeit von Januar 

bis August 2011 nicht auf ziffernmässig bestimmte Beträge beschränkt. Das 

gemeinsame Haushaltkonto sei erst per Anfang September 2011 aufgelöst worden. Die 

tatsächliche Trennung habe erst mit der Auflösung dieses Kontos stattgefunden. 

Folglich könnten für die Zeit von Januar bis August 2011 keine Unterhaltszahlungen 

abgezogen werden (act. G 1). Der Beschwerdegegner weist demgegenüber darauf hin, 

dass er aufgrund seiner Ausnahmesituation (gemeinsames Haushaltskonto trotz 

räumlicher Trennung von Januar bis August 2011) bestraft und durch zusätzlich 

anfallende Steuern an den Rand einer finanziellen Notsituation gebracht würde, wenn 

dem Standpunkt des Beschwerdeführers gefolgt werde. Er habe durch die 

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Weiterführung des Haushaltskontos im erwähnten Zeitraum einen grossen Teil des 

Lebensunterhalts seiner Ehefrau und der beiden Kinder finanziert (act. G 7).  

2.2.3.    An einer Gemeinschaftlichkeit der Mittel im erwähnten Sinn fehlt es, wenn sich 

die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ehegatten mit je eigenem Wohnsitz 

höchstens noch darauf beschränken, dass der eine dem anderen ziffernmässig 

bestimmte Unterhaltsbeiträge zukommen lässt und sie insoweit keine wirtschaftliche 

Einheit mehr bilden. Abzustellen ist dabei nicht auf die (formal-)rechtlichen Aspekte, 

sondern auf die tatsächlich vorliegenden Verhältnisse (Greminger/Bärtschi, a.a.O., Rz. 

13 zu Art. 9 DBG). Der in diesem Zusammenhang erfolgte Hinweis des 

Beschwerdeführers, dass die Mittelverwendung (nicht die Mittelherkunft) 

ausschlaggebend sei (act. G 4 S. 3), trifft zu. Wesentlich für die Beantwortung der 

vorliegend streitigen Frage erscheint dabei der von der Vorinstanz angeführte 

Umstand, dass Unterhaltsleistungen nicht nur als wiederkehrende direkte 

(ziffernmässig bestimmte) Geldleistungen, sondern auch in Form indirekter Zahlungen - 

wie etwa durch Übernahme der Steuern, Mietzinsen und Krankheitskosten oder 

anderweitiger Aufwendungen durch den Unterhaltsschuldner - erbracht werden können 

(vgl. KS ESTV Nr. 30, a.a.O, Ziff. 14.1.2 und 14.2.2 und Zigerlig/Jud, a.a.O., Rz. 18a zu 

Art. 33 DBG). Insofern können auch Unterhaltsbeiträge steuerlich anerkannt werden, 

welche nicht zum vornherein ziffernmässig bestimmt sind und nicht regelmässig 

anfallen. Indem die Ehefrau vom Haushaltskonto Bezüge tätigen konnte, übernahm der 

Beschwerdegegner (indirekt) ihren laufenden Unterhalt und denjenigen der Kinder. In 

einer solchen Situation besteht kein qualitativer Unterschied zwischen dem Überlassen 

eines Kontos zur Deckung der laufenden Lebenshaltung einerseits und der 

regelmässigen Überweisung von Beträgen auf ein Konto der betreffenden Person 

anderseits. Insoweit die Ehefrau konkret Bezüge vom Konto zur Deckung des 

laufenden Unterhalts einschliesslich desjenigen der Kinder tätigte, waren die 

bezogenen Beträge auch sachlich und von den Beträgen her festgelegt und damit 

"ziffernmässig bestimmt". Einzig der formale Umstand, dass die Ehepartner erst ab 

September 2011 auch über getrennte Konten ihren Aufwand finanzierten (vgl. act. G 7 

S. 1 unten), vermag keinen inhaltlichen Unterschied zur Situation in den acht 

vorangegangenen Monaten darzutun. Dem vom Beschwerdeführer zur Begründung 

seines Standpunktes angeführten Urteil des Verwaltungsgerichts B 2010/253 vom 22. 

Februar 2011 lagen als Sachverhalt vernetzte Verhältnisse zwischen den Ehegatten 

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sowohl in finanzieller als auch in beruflicher Hinsicht zugrunde, welche eine 

zuverlässige Eruierung des tatsächlich geleisteten Unterhalts verunmöglichten (vgl. 

Urteil B 2010/253, a.a.O., E. 3.2.1 ff.). Demgegenüber lässt sich vorliegend der vom 

Beschwerdegegner in den Monaten Januar bis August 2011 erbrachte Unterhalt für die 

Ehefrau und die Kinder ohne Weiteres abgrenzen (vgl. nachstehende E. 2.3). Im 

Übrigen weist die Vorinstanz in der Vernehmlassung (act. G 4) zu Recht darauf hin, 

dass der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 

verletzt ist, wenn die Verweigerung des Abzugs von Leistungen an den getrennt 

lebenden Ehegatten dazu führt, dass der Leistende den Steuererlass  (vgl. dazu den 

Hinweis in den Einspracheentscheiden, act. G 5/8 2.4 S. 4) in Anspruch nehmen muss. 

Beim geschilderten Sachverhalt lässt es sich nicht beanstanden, dass die Vorinstanz 

eine Abzugsberechtigung des vom Beschwerdegegner an die Ehefrau und die beiden 

Kinder geleisteten Unterhalts für das ganze Jahr 2011 bejahte.    

2.3.        Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwerdeführer 

habe im Zeitraum von Januar bis August 2011 vom Haushaltkonto Mietzinse der 

Ehefrau von Fr. 11'220.-- (richtig wohl: Fr. 9'450.--; 2x Fr. 2'070.-- + 3x Fr. 1'770.--; 

act. G 5/2/7, rot markiert) beglichen. Hinzu kämen die von ihm bezahlten 

Krankenkassenprämien von Fr. 3'281.60 (8x Fr. 410.20; act. G 5/2/8). Ferner würden 

sich für den erwähnten Zeitraum Bezüge der Ehefrau für Einkäufe, Benzin etc. in der 

Höhe von Fr. 15'345.53 (act. G 5/2/7, orange markiert) ergeben. Zusammengerechnet 

resultierten Bezüge und Zahlungen von rund Fr. 30'000.-- (richtig: rund 28'000.--). Ein 

Unterhaltsbedarf in dieser Grössenordnung erweise sich auch im Vergleich zum 

betreibungsrechtlichen Notbedarf der Ehefrau und der Kinder in den fraglichen acht 

Monaten von Fr. 31'931.60 (richtig: Fr. 33'701.60; Miete: 3x Fr. 2'070.-- + 4x Fr. 

1'770.-- [richtig: 5x Fr. 1'770.--]; Krankenkasse: 8x Fr. 410.20; Grundbedarf Ehefrau: 8x 

Fr. 1'230.--; Grundbedarf Kinder: 8x Fr. 690.--) nicht als überhöht. Es sei unter diesen 

Umständen davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in den Monaten Januar bis 

August 2011 die von ihm geltend gemachten Unterhaltsbeiträge von Fr. 25'680.-- (8x 

Fr. 3'210.--) tatsächlich geleistet habe, weshalb sie zum Abzug zuzulassen seien (act. 

G 2 S. 7). - Diese Darlegungen erweisen sich (nach Berücksichtigung der erwähnten 

Betrags-Differenzen) als nachvollziehbar begründet. Anhaltspunkte, aufgrund welcher 

sie im Ergebnis in Frage zu stellen wären, werden weder geltend gemacht noch sind 

solche aus den Akten ersichtlich.

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3.             

3.1.        Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde sowohl 

hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 

abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten vom 

Beschwerdeführer zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP, Art. 144 Abs. 1 und 145 Abs. 2 DBG). 

Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf deren Erhebung wird nicht verzichtet (Art. 

95 Abs. 3 VRP).

3.2.        Der Beschwerdegegner stellte keinen Antrag auf Parteientschädigung. Die 

Entschädigung ausseramtlicher Kosten fällt damit schon deshalb ausser Betracht. 

Sodann ist auch ein Grund für die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung nicht 

belegt.

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerdeverfahren B 2013/269 und B 2013/270 werden vereinigt.

2.            Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer wird abgewiesen.

3.            Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern wird abgewiesen.

4.            Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt der 

Beschwerdeführer.

Der Präsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                              Schmid

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