# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd3f9afb-1975-543d-a334-0c887d172282
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.04.2015 IV 2013/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-49_2015-04-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/49

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2020

Entscheiddatum: 23.04.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2015
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Anspruch auf eine 
Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 23. April 2015, IV 2013/49). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
9C_380/2015.

Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2015

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger

Entscheid vom 23. April 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, Rorschacher Strasse 107, 

9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich am 14. Oktober 2010 zum Bezug einer IV-Rente an (IV-act. 1). 

Er gab an, seit ca. Januar 2010 an "psychischen und allgemeinen gesundheitlichen 

Problemen" zu leiden. Beigelegt war ein Arztzeugnis der Hausärztin, Dr. med. B.___, 

Fachärztin für Allgemeine Medizin FMH, welches den Versicherten vom 1. -

 31. Oktober 2010 zu 100% arbeitsunfähig schrieb (IV-act. 2-3). Am 29. Oktober 2010 

nahm eine Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes Ostschweiz (RAD) telefonisch 

Kontakt mit der Hausärztin des Versicherten auf. Die Hausärztin gab an, der 

Versicherte leide an einer depressiven Episode, einer Burn-out Symptomatik und einer 

arteriellen Hypertonie. Er sei vom 6. September bis 2. Oktober 2010 in der Klinik Gais 

stationär behandelt worden. Die reduzierte psychische und körperliche Belastbarkeit 

schränke den Versicherten in seiner Arbeitsfähigkeit ein. Medizinisch-theoretisch seien 

einfache Hilfsarbeiten in einem wohlwollenden Arbeitsumfeld, ohne Nacht- und 

Schichtarbeiten, zu 100% zumutbar. Der Versicherte wolle arbeiten und suche eine 

Stelle (IV-act. 23).

A.b  Im Eintrittsbericht der Klinik Gais vom 28. September 2010 war die Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) festgehalten worden. Die 

Auffassungsgabe und Gedächtnisleistung seien leicht, die Konzentrations- und 

Merkfähigkeit mittelgradig gestört. Die Denkprozesse seien leicht gehemmt, 

verlangsamt und etwas umständlich (IV-act. 23-4). Im provisorischen Austrittsbericht 

hatten die Ärzte eine neurologische Leistungsabklärung empfohlen (IV-act-23-6).

A.c  Dem Fragebogen für Arbeitgebende (IV-act. 27) ist zu entnehmen, dass der 

Versicherte am 26. Mai 2010 seinen letzen effektiven Arbeitstag bei der C.___ AG 

gehabt hatte. Das Arbeitsverhältnis endete per 31. Dezember 2010.

A.d  Am 29. November 2010 wurde der Versicherte in der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen untersucht. Die Ärzte berichteten, beim Versicherten hätten 

sich aus neuropsychologischer Sicht insgesamt mittelschwere bis schwere kognitive 

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Funktionsstörungen mit Beeinträchtigungen in sämtlichen geprüften Bereichen gezeigt. 

Im Vordergrund stünden Defizite im Arbeitstempo und in der Aufmerksamkeit sowie im 

Bereich Lernen und Gedächtnis. Art und Ausmass der kognitiven Beeinträchtigungen 

seien nicht allein durch eine Depression erklärbar, weshalb eine dementielle 

Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden könne. Im 

emotionalen Bereich hätten sich Hinweise für schwere depressive Symptome ergeben. 

Möglicherweise seien aktuell die Kriterien einer Major Depression erfüllt. Ein 

Behandlungsversuch im stationären Setting scheine auch aufgrund der bejahten 

Suizidabsicht sinnvoll. Aus neurologischer Sicht sei keine Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-

act. 31).

A.e  Am 7. Januar 2011 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass aufgrund seines 

Gesundheitszustandes derzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien (IV-

act. 40).

A.f   Die Taggeldversicherung, die bis dahin Leistungen an den Versicherten 

ausgerichtet hatte, veranlasste eine vertrauensärztliche Abklärung. Der Versicherte 

wurde am 2. Februar 2011 durch Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, untersucht (IV-act. 47-21). Dabei wurden diverse Tests 

durchgeführt. Dr. D.___ hielt fest, der Versicherte sei bewusstseinsklar und abgesehen 

von Datenproblemen allseits orientiert gewesen. Im formalen Denken sei er leicht 

sprunghaft, mit Verdacht auf Konfabulationstendenzen, gewesen. Es hätten sich keine 

Hinweise auf eine Selbstgefährdung ergeben, obwohl Selbstmordgedanken während 

der Arbeit in der letzten Firma und unmittelbar nach der Krankschreibung bejaht 

worden seien. Im Aufmerksamkeits-Belastungs-Test habe die erhobene 

Sorgfaltsleistung im Durchschnittsbereich gelegen, die Konzentrationsleistung sei 

deutlich unterdurchschnittlich gewesen. Im Intelligenztest habe der Versicherte einen 

IQ-Wert von 75 Punkten erreicht. Die Tatsache, dass der Versicherte über Jahre 

hinweg zu 100% gearbeitet habe und harmonische Familienverhältnisse pflege, zeige, 

dass er in wohlwollender Umgebung und ohne geistige und emotionale Überforderung 

nicht nur funktionieren, sondern eine konstante Arbeitsleistung erbringen könne. Die 

gesamte Situation an seinem letzten Arbeitsplatz habe eine intellektuelle und 

emotionale Belastung bedeutet, so dass es im Rahmen einer Anpassungsproblematik 

zu einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion gekommen sei. Bei der 

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Behandlung in der Klinik Gais sei es zu einer deutlichen Rückbildung der depressiven 

Symptome gekommen, so dass der Versicherte anlässlich der aktuellen Untersuchung 

keine depressiven Symptome mehr aufgewiesen habe. Die Arbeitsunfähigkeit von 

100% könne bestätigt werden. Sobald der Versicherte professionelle Hilfe für die 

Stellensuche erhalte, könne von einer 100%igen Vermittelbarkeit ausgegangen werden. 

Tätigkeiten mit hohen intellektuellen Anforderungen und hohen Anforderungen an die 

geistige Flexibilität sowie Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die psychische 

Belastbarkeit seien für den Versicherten nicht geeignet. Bei einer konsequenten 

Weiterführung der antidepressiven Psychopharmakotherapie sowie stützenden 

hausärztlichen Gesprächen sei mit dem Erhalt der vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen 

(IV-act. 47-26). Eine demenzielle Entwicklung könne nicht bestätigt werden, deshalb sei 

eine weiterführende Abklärung nicht notwendig.

A.g  Am 2. Mai 2011 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass er Anspruch auf 

Arbeitsvermittlung habe. Dazu sei am 23. April 2011 eine gemeinsame Zielvereinbarung 

getroffen worden (act. 57). Am 2. Mai 2011 startete der Versicherte einen 

Arbeitsversuch in der E.___ GmbH mit einem Pensum von 50% für sechs Monate, der 

dann bis Dezember 2011 verlängert wurde (vgl. act. 75, 76-5). Im Schlussbericht über 

die Integrationsmassnahme war vermerkt, die geschätzte Leistungsfähigkeit liege im 

geschützten Rahmen bei 80%. Wenn es um Stückzahlen gehe, mache sich der 

Versicherte Druck und er wirke nervös. In der Produktion im 1. Arbeitsmarkt komme 

der Versicherte wohl eher an seine Grenzen (IV-act. 86).

A.h  Am 9. August 2011 wurde der Versicherte erneut in der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen untersucht (IV-act. 74). Im Bericht wurde festgehalten, die 

durchgeführten Tests hätten ein sehr unausgeglichenes Leistungsvermögen mit 

durchschnittlichen, leicht, mittelschwer bis schwerst gestörten Befunden gezeigt. Aus 

neuropsychologischer Sicht stehe für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die 

verminderte psychophysische Belastbarkeit im Vordergrund. Eine Leistungsfähigkeit 

von mehr als 50% dürfte nicht gegeben sein.

A.i   Am 30. Januar 2012 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass er nicht weiter durch 

die IV, sondern nur noch durch das RAV bei der Stellensuche unterstützt werde (IV-

act. 96).

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A.j   Zwecks Rentenprüfung wurde im April 2012 eine medizinische Abklärung in die 

Wege geleitet (IV-act. 114). Der Versicherte wurde am 6. Juni 2012 von Dr. med. F.___, 

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, untersucht (IV-act. 122). Der Gutachter 

diagnostizierte:

"- Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastung und psychoemotionale Störung im 

Rahmen einer misslungenen Anpassung (ICD-10: F43.2)

- Neurasthenische Leistungsminderung (ICD-10: F48.0)

- Selbstlimitierung (ICD-10: F48.9)" (IV-act. 122-11).

Nach der Hamilton-Depressions-Skala liege aktuell kein depressives Syndrom vor. Der 

Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenztest habe eine sprachgebundene Intelligenz von 

70 ergeben. Dieser Befund kontrastiere deutlich mit der vergleichsweise guten 

Sprachkompetenz in der ausführlichen Befunderhebung, was ein möglicher Hinweis für 

eine negative Antwortverzerrung sei (IV-act. 122-9). Im Kurztest zur Messung des 

Arbeitsgedächtnisses habe der Versicherte beim Testteil Arbeitsgeschwindigkeit Werte 

im Bereich sehr niedrig und im Testteil Gedächtnisspanne Werte im Bereich niedrig 

gezeigt. Insgesamt hätten sich mehrfach Zweifel an den vorgetragenen und 

demonstrierten Beschwerden ergeben. Ein erheblicher Teil der Beschwerden müsse 

daher dem Bereich der funktionellen Störungen zugerechnet werden. Es könne von 

einem stabilen Gesundheitsschaden ausgegangen werden. Näherungsweise sei der 

Beginn des stabilen Gesundheitsschadens auf März 2012 festzulegen. Die 

medizinischen Behandlungsmöglichkeiten müssten als ausgeschöpft bezeichnet 

werden, da keine weitere Behandlungsmöglichkeit benannt werden könne, welche mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer fähigkeitsrelevanten Besserung der 

Gesundheitsstörung führen könnte. In einer angepassten Tätigkeit – einfache 

Anlerntätigkeit, geregelte Arbeitszeiten, Gelegenheit zu Pausen – sei der Versicherte zu 

65% arbeitsfähig (IV-act. 122-13).

A.k  Mit Vorbescheid vom 26. Juli 2012 kündigte die IV-Stelle an, sie werde das 

Rentengesuch des Versicherten bei einem IV-Grad von 32% ablehnen. In einer 

leidensadaptierten Tätigkeit sei der Versicherte zu 65% arbeitsfähig (IV-act. 131).

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A.l   Am 20. September 2012 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter 

einwenden, die Hausärztin halte ihn in Kenntnis des Gutachtens nach wie vor in 

jeglichen Tätigkeiten nur als zu 50% arbeitsfähig. Die Hausärztin sei besser geeignet, 

eine Beurteilung über die Arbeitsfähigkeit abzugeben, da sie den Versicherten 

regelmässig sehe. Der Gutachter habe den Eindruck gehabt, dass der Versicherte sich 

und dem Gutachter etwas vormache. Dies könne von der Hausärztin nicht bestätigt 

werden. Neu sei dem Versicherten die Verdachtsdiagnose eines Plasmazell-Myeloms 

gestellt worden. Bis zum Ablauf der Einwendefrist hätten dazu noch nicht alle 

Laborwerte vorgelegen. Dieses neue Krankheitsbild sei in die 

Leistungsfähigkeitsschätzung einzubeziehen. Die Bemessung des Invaliditätsgrades sei 

neu vorzunehmen. Der Gutachter habe darauf hingewiesen, dass der Beginn des 

stabilen Gesundheitszustandes sich nährungsweise auf März 2012 festlegen lasse. Bis 

Ende Februar 2012 sei daher von einer höheren Erwerbsunfähigkeit, ab März 2012 

dann von einer Einschränkung von 50%, auszugehen. Für die Berechnung sei ein 

Abzug vom Tabellenlohn von 15%, leidensbedingt und aufgrund des Alters, 

vorzunehmen. Es sei aber ohnehin nicht auf Tabellenlöhne abzustellen, da auf die 

beruflich-erwerbliche Situation abzustellen sei, in welcher der Versicherte konkret 

stehe. Der Versicherte könne nach Durchführung zahlreicher Bemühungen wieder als in 

den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert gelten. Er übe innerhalb seines gesundheitlichen 

Leistungsvermögens eine erwerbliche Tätigkeit aus, die als adaptiert bezeichnet 

werden könne. Er werde allerdings kaum altersgerecht entlöhnt und müsse von seinem 

Lohnniveau vor Eintritt des Gesundheitsschadens einen Lohnabstrich hinnehmen. Die 

Taggeldversicherung sei von einem versicherten Lohn von Fr. 61'318.40 ausgegangen. 

Für den Validenlohn sei auf den vom Versicherten effektiv erzielten Lohn bei der letzten 

Stelle abzustellen. Daraus ergebe sich ein IV-Grad von 57.6%. Bei einem – als 

unrealistisch angesehenen – Pensum von 65% ergebe sich ein IV-Grad von 44.9%. 

Damit erreiche der Versicherte in jedem Fall einen IV-Grad, der über 40% liege, womit 

ein Anspruch auf eine Teilrente bestehe (IV-act. 137).

A.m Auf Nachfrage der IV-Stelle berichtete Dr. med. G.___, Kantonsspital St. Gallen, 

am 24. Oktober 2012, ein symptomatisches Myelom habe ausgeschlossen werden 

können. Es liege eine monoklonale Gammopathie unklarer Bedeutung, allenfalls im 

Übergang in ein asymptomatisches Myelom, vor. Daraus lasse sich aber keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ableiten (IV-act. 142).

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A.n  Am 6. Dezember 2012 nahm der Rechtsvertreter des Versicherten nochmals 

Stellung (IV-act. 149). Er bat darum, die Auswirkung der obstruktiven Schlafapnoe auf 

die Arbeitsfähigkeit durch einen Pneumologen abzuklären, da der Versicherte über eine 

ausgeprägte Tagesmüdigkeit mit ausgeprägtem Schlafbedürfnis klage. Es bleibe 

überdies weiterhin die Frage im Raum, ob die gutachterlich festgelegte Arbeitsfähigkeit 

von 65% haltbar sei. Der Gutachter habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem 

Versicherten bei einem Pensum von 65% die Gelegenheit zu Pausen einzuräumen sei, 

womit man der realistischen Einschätzung der Hausärztin einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit sehr nahe komme. Sicher sei aber die Pausenbedürftigkeit beim 

Leidensabzug angemessen in Anschlag zu bringen.

 

A.o  Mit Verfügung vom 14. Dezember 2012 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab 

(IV-act. 150). Die Invaliditätsgradbemessung wurde anhand eines 

Einkommensvergleichs gestützt auf Tabellenlöhne vorgenommen. Bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 65% erreiche der Versicherte einen IV-Grad von 35%. Da die 

Restarbeitsfähigkeit ganztägig umgesetzt werden könne, sei kein Teilzeitabzug 

geschuldet. Ein Leidensabzug könne nur gewährt werden, wenn die Arbeitsleistung aus 

gesundheitlichen Gründen auch bei Ausübung einer adaptierten Arbeitstätigkeit 

eingeschränkt sei und daher ein unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten sei. 

Die Einschränkungen müssten medizinisch begründet sein und dürften nicht bereits in 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Mediziners berücksichtigt worden sein.

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2012 richtete sich die Beschwerde vom 

1. Februar 2013 (act. G 1). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragte, es 

sei dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Zusätzlich zu 

den bereits im Einwand geltend gemachten Bemerkungen führte er an, es sei sehr 

erklärungsbedürftig und zu hinterfragen, wieso das Gutachten von Dr. F.___ bereits am 

5. Juni 2012 erstellt worden sei, wenn die klinische Untersuchung erst am 6. Juni 2012 

stattgefunden habe. Es sei keine pneumologische Abklärung vorgenommen worden 

und es werde hiermit beantragt, den Beschwerdeführer einem pneumologischen 

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Facharzt vorzustellen. Das rein psychiatrische Gutachten erscheine daher als 

unvollständig. Es sei gerichtlich zu prüfen, ob ein rein psychiatrisches Gutachten dem 

Beschwerdeführer gerecht werde. Die psychische Situation habe sich seit Sommer 

2012, seit der Kündigung der Anstellung bei der H.___ AG, nach Einschätzung der 

Hausärztin wieder verschlechtert. Somatisch fielen Knie-und Rückenschmerzen und 

mehrmalige Gehörgangentzündungen auf. Die Einschätzung einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit trage sämtlichen Beschwerden angemessener Rechnung als die rein 

psychiatrische Einschätzung von Dr. F.___, welche die obstruktive Schlafapnoe, die 

strukturellen Unregelmässigkeiten und die orthopädische Problematik nicht 

berücksichtige. Allenfalls sei dazu ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Es sei 

unrealistisch, dass der Beschwerdeführer je ein Einkommen in der Höhe des 

berücksichtigten Tabellenlohnes werde erzielen können. Dies zeigten das zuletzt und 

das aktuell erzielte Einkommen. Daher sei auf dieses effektiv erzielte Einkommen 

abzustellen. Sollte dennoch auf Tabellenlöhne abgestützt werden, sei ein Abzug von 

25% vorzunehmen.

B.b  Im Bericht vom 26. Januar 2013 (act. G 1.1/4) legte die Hausärztin dar, dass der 

bald 61-jährige Beschwerdeführer bei der Firma I.___ auf Abruf arbeite und bei der 

schweren körperlichen Arbeit zunehmend Rückenschmerzen verspüre. Aus ihrer Sicht 

habe sich auch die psychische Situation seit der Kündigung bei der H.___ AG wieder 

verschlechtert. Insgesamt sei für sie als Hausärztin die Situation des 

Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar. Sie habe ihn stets als sehr pflichtbewussten, 

zuverlässigen, arbeitsamen Menschen erlebt. Die diagnostizierten neurokognitiven 

Defizite seien aus ihrer Sicht der Grund, warum der Beschwerdeführer im heutigen 

Arbeitsmarkt nicht mehr mithalten könne, auch wenn er sich noch so darum bemühe.

B.c  Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

die Beschwerde sei abzuweisen (act. G 10). Zur Begründung führte sie an, die 

Hausärztin des Beschwerdeführers habe in ihrem Bericht vom 28. Mai 2013 

angegeben, dass sich sein Gesundheitszustand nicht wesentlich geändert habe; es 

könne von einem stationären Gesundheitszustand ausgegangen werden (act. G 10.1). 

Damit könne weiterhin auf das Gutachten von Dr. F.___ und seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von 65% abgestellt werden. Es sei indes fraglich, ob die 

gestellten Diagnosen überhaupt invalidisierend seien. Eine Anpassungsstörung 

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(ICD-10: F43.2) dauere gemäss internationaler Klassifikation der psychischen 

Störungen meist nicht länger als sechs Monate. Es könne daher vorliegend überhaupt 

nicht von einer längerdauernden und bleibenden Leistungseinschränkung ausgegangen 

werden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Neurasthenie den 

somatoformen Schmerzstörungen zuzurechnen. Es seien die dazu entwickelten 

Grundsätze anzuwenden und die Foerster-Kriterien zu prüfen. Diese seien nicht erfüllt. 

Der Gutachter habe an den vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden 

gezweifelt. Insgesamt sei daher das Vorliegen eines invalidisierenden 

Gesundheitsschadens zu verneinen. Weiter könne gemäss Kreisschreiben über 

Invalidität und Hilflosigkeit (KSIH, Rz. 3053) das Invalideneinkommen dem noch 

erzielten Einkommen gleichgesetzt werden, wenn Versicherte eine Tätigkeit ausüben, 

bei der angenommen werden könne, sie nützten ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit im 

Sinne der zumutbaren Erwerbstätigkeit voll aus. Dies sei vorliegend nicht der Fall, da 

die Tätigkeit nicht adaptiert sei und die verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht 

ausgenutzt werde. Da dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem ganztägigen 

Pensum zumutbar sei, sei kein Teilzeitabzug vorzunehmen.

B.d  Mit Replik vom 2. September 2013 führte der Rechtsvertreter an, selbst der RAD 

habe anerkannt, dass das Gutachten noch Fragen offen lasse. Der Gutachter habe 

vermerkt, es könne keineswegs ausgeschlossen werden, dass parallel zu den psy­

chiatrisch und funktionell eingestuften Beschwerden eine primär-organische Beein­

trächtigung der Hirnleistung im Entstehen begriffen sei, dass diese differentialdiag­

nostische Überlegung im Moment aber von untergeordneter Bedeutung sei. Das MRI, 

auf welchem diese Interpretation basiere, sei aber zum damaligen Zeitpunkt bereits 

zwei Jahre alt gewesen. Da sich ein Hirnabbau schleichend entwickle, hätte der 

Gutachter ein neues MRI veranlassen müssen. Es sei daher eine aktuelle 

Befunderhebung durch ein MRI des Neurocraniums nachzuholen. Die beim 

Beschwerdeführer beschriebenen neurokognitiven Beeinträchtigungen zögen sich wie 

ein roter Faden durch alle Berichte. Kognitive Beeinträchtigungen stünden sicher fest, 

uneinig seien sich die Fachleute über deren Objektivierung. Die Untersucher im 

Kantonsspital St. Gallen hätten die Testergebnisse als am ehesten psychogen, also 

vom Beschwerdeführer unbewusst und krankhaft provoziert, gedeutet. Der Gutachter 

hingegen habe die Inkonsistenzen als bewusst vom Beschwerdeführer gesteuert 

gewertet. Der jüngste Bericht betreffend die schwere obstruktive Schlafapnoe liege 

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inzwischen 2½ Jahre zurück und sei nicht mehr aktuell. Gleichwohl gehe der RAD von 

einer erfolgreichen Behandlung des Schlafapnoesyndroms ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit aus. Zu einer solchen Schlussfolgerung gehöre ein aktueller 

pneumologischer Bericht. Die Hausärztin habe über eine Verschlechterung des 

psychischen Gesundheitszustandes berichtet und darauf hingewiesen, dass der 

Beschwerdeführer nun auch über Knie- und Rückenschmerzen klage. Im Bericht vom 

28. Mai 2013 habe die Hausärztin zwar einen stationären Gesundheitszustand 

bestätigt, habe sich damit aber auf den letzten Bericht vom 26. Januar 2013 bezogen. 

Der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers sei damit nicht ausreichend 

abgeklärt (act. G 15).

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 17).

Erwägungen:

1.     

1.1   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweiseVerlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 

der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens 

zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. 

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe 

Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine 

Viertelsrente.

1.2   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Ein Anspruch auf eine 

versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135 

V 465).

2.     

2.1   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eingewendet, das Gutachten von 

Dr. F.___ sei zu hinterfragen, da es vom 5. Juni 2012  datiere, die Begutachtung aber 

erst am 6. Juni 2012 stattgefunden habe. Diesbezüglich ist davon auszugehen, dass es 

sich beim Datum (5.6.2012) auf Seite 13 (vgl. IV-act. 122-13) um einen Verschrieb 

handelt. Auf dem Deckblatt des Gutachtens findet sich nämlich das Datum 8. Juni 

2012 und der Hinweis, dass die Untersuchung am 6. Juni 2012 stattgefunden habe 

(vgl. IV-act. 122-1).

2.2   Dr. F.___, der den Beschwerdeführer neuropsychologisch und psychiatrisch 

begutachtete, hat festgehalten, der Sprachfluss des Beschwerdeführers habe sich 

unbeeinträchtigt gezeigt. Der Wortschatz und der sprachliche Ausdruck seien 

mindestens durchschnittlich gewesen. Das aus dem Mehrfach-Wortschatz-

Intelligenztest resultierende Testergebnis habe deutlich zur vergleichsweise guten 

Sprachkompetenz bei der Befunderhebung kontrastiert. Im Kurztest zur Messung des 

Arbeitsgedächtnisses habe der Beschwerdeführer Werte im Bereich sehr niedrig und 

niedrig erreicht. Dabei hätten sich Hinweise auf Verdeutlichungsbemühungen ergeben. 

Der Fragebogen zur geistigen Leistungsfähigkeit habe Hinweise für eine 

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selbstlimitierende Selbsteinschätzung gegeben. Es hätten sich mehrfach Zweifel an der 

Plausibilität der vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden ergeben. Auf der 

Ebene von Schädigung und Syndrom ergebe sich ein Schädigungsbild aus der 

Demonstration einer beeinträchtigten Neurokognition, einer beeinträchtigten Stimmung 

und einer veränderten Selbstwahrnehmung. Affektive Resonanz und affektiver 

Ausdruck schienen verändert. Inzwischen könne von einem stabilen 

Gesundheitsschaden ausgegangen werden. Von den rein medizinischen Überlegungen 

her könne nicht ausgeschlossen werden, dass parallel zu den als psychiatrisch 

eingestuften Beschwerden eine organische Beeinträchtigung der Hirnleistung im 

Entstehen begriffen sei. Der als funktionell und bewusstseinsnah einzustufende Anteil 

der Beschwerden sei aber so ausgeprägt, dass diese differenzialdiagnostische 

Überlegung für den Moment von nachgeordneter Bedeutung bleibe. In einer 

adaptierten Tätigkeit schätze er den Beschwerdeführer als zu 65% arbeitsfähig ein. 

Diese Einschätzung ist nachvollziehbar begründet worden und erscheint plausibel. Es 

ist davon auszugehen, dass ein erfahrener Gutachter in der Lage ist, bewusste, 

bewusstseinsnahe und unbewusste Demonstrationen von Beschwerden 

auseinanderzuhalten und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen. 

Das Gutachten basiert zudem auf einer sorgfältigen Würdigung der Krankengeschichte 

sowie eigenen Befunderhebungen und zusätzlichen Tests.

2.3   Der Rechtsvertreter hat eingewendet, der Gutachter habe lediglich eine 

Beurteilung zu seinen zwei Fachgebieten (Psychiatrie und Neurologie) abgegeben. Das 

Gutachten lasse Fragen offen. Für eine "gerechte" Beurteilung der Hirn-

Beeinträchtigungen hätte Dr. F.___ ein neues MRI veranlassen müssen. Dem ist 

entgegen zu halten, dass die Hausärztin ein weiteres MRI angeordnet hätte, wenn der 

Verdacht bestanden hätte, dass eine fortschreitende Demenz vorliege. Da die 

Hausärztin in ihren Berichten aber keinerlei Hinweise in diese Richtung gegeben hat, ist 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus hirnorganischer Sicht nicht 

zunehmend beeinträchtigt ist. Es ist daher für die Beurteilung des vorliegenden Falles 

nicht angezeigt, ein weiteres MRI einzuholen, da daraus keine wesentlichen neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind.

2.4   Der Rechtsvertreter hat weiter eingewendet, es sei keine pneumologische Unter­

suchung vorgenommen worden. Insbesondere aufgrund der ausgeprägten Tages­

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müdigkeit wäre die weitere Abklärung des obstruktiven Schlafapnoesyndroms 

angezeigt gewesen. Dr. F.___ habe diese Problematik nicht in sein Gutachten mit 

einbezogen und ein aktueller Bericht dazu fehle. Es liegt ein Bericht vom 10. Februar 

2011 bei den Akten, worin angeführt wurde, dass sich bei der Behandlung des 

schweren obstruktiven Schlafapnoesyndroms ein schöner Therapieerfolg finde. In den 

nachfolgenden Unterlagen wurde das Schlafapnoesyndrom nicht mehr erwähnt. 

Dr. F.___ führte die Diagnose in seiner Anamneseschilderung auf, im Gutachten blieb 

es aber sonst unerwähnt. Daher und auch weil die Hausärztin das Thema in keinem 

ihrer Berichte aufgegriffen hat, ist davon auszugehen, dass das Schlafapnoesyndrom 

angemessen behandelt und der Beschwerdeführer dadurch in seiner Leistungsfähigkeit 

nicht beeinträchtigt ist. Eine pneumologische Abklärung ist daher nicht notwendig.

2.5   Der Rechtsvertreter hat weiter geltend gemacht, dass den Beschwerdeführer neu 

zunehmend auch Knie-und Rückenbeschwerden belasteten. Es ist davon auszugehen, 

dass diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ein Ausmass erreichen, dass 

sie den Beschwerdeführer in einer entsprechend adaptierten Tätigkeit in seiner 

Leistungsfähigkeit einschränken würden.

2.6   Gesamthaft betrachtet erscheint die Einschätzung einer 65%igen Arbeitsfähigkeit, 

insbesondere auch wenn man sie mit den früher gemachten Einschätzungen vergleicht, 

als überzeugend. So hielt Dr. D.___, der den Beschwerdeführer im Februar 2011 

untersucht hatte, gar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit unter der Bedingung, dass der 

Beschwerdeführer geeignete Unterstützung bei der Arbeitssuche erhalte, für gegeben. 

Der Beschwerdeführer hat zudem auch jahrelang, trotz allfälliger kognitiver und 

intellektueller Defizite, an verschiedenen Arbeitsstellen immer in einem 100%-Pensum 

gearbeitet. Die verantwortliche Ärztin und die untersuchenden Psychologen der Klinik 

für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen hatten im August 2011 festgehalten, aus 

neuropsychologischer Sicht habe sich ein sehr unausgeglichenes kognitives 

Leistungsvermögen gezeigt. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stehe die 

verminderte psychophysische Belastbarkeit im Vordergrund, wodurch eine 

Leistungsfähigkeit von mehr als 50% nicht gegeben sein dürfte. Ein Betreuer des 

Arbeitseinsatzprogrammes schätzte den Beschwerdeführer nach einem Arbeitsversuch 

(bei einem Pensum von 50%) in seinem Bericht vom 15. November 2011 als zu ca. 

80% arbeitsfähig ein, allerdings in geschütztem Rahmen. Die Hausärztin beurteilte den 

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Beschwerdeführer zuletzt als zu 50% arbeitsfähig. Unter Würdigung aller Berichte 

erscheint die von Dr. F.___ geschätzte Arbeitsfähigkeit von 65% überzeugend und es 

ist darauf abzustellen.

3.     

3.1   Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach 

Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119). 

Wird eine Schätzung vorgenommen, muss diese nicht unbedingt in einer 

ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch 

eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (sog. Prozentvergleich; BGE 

114 V 310 E. 3a).

3.2   Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers ist anhand eines 

Einkommensvergleichs zu ermitteln. In der Regel wird für die Bestimmung des 

Valideneinkommens auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, da davon 

auszugehen ist, dass das Einkommen grundsätzlich der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit entspricht. Im vorliegenden Fall allerdings hat der Beschwerdeführer 

zuletzt einen unterdurchschnittlichen Verdienst erzielt. Es ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Grund dafür arbeitsmarktliche Zwänge 

oder andere äussere Einflüsse darstellten und dieser Lohn damit nicht der 

tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers entsprach. Auf diesen Lohn 

darf daher nicht abgestellt werden. Es müssen die statistischen Durchschnittslöhne der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden.

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3.3   Der Rechtsvertreter machte geltend, für die Bestimmung des Invalidenlohnes sei 

auf die beruflich erwerbliche Situation abzustellen, in der sich der Beschwerdeführer 

konkret befinde. Er übe innerhalb seines gesundheitlichen Leistungsvermögens eine 

erwerbliche Tätigkeit aus, die als adaptiert gelten könne. Es sei auf den dabei erzielten 

Verdienst abzustellen, da diese 50%-Stelle der Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers entspreche. Dies trifft indessen nicht zu. Gemäss den Angaben 

seiner Hausärztin war die Arbeit in der Firma I.___ körperlich zu schwer. Diese zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit war demnach nicht leidensadaptiert und der Beschwerdeführer 

konnte dabei auch seine Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig ausschöpfen. Daher 

kann nicht auf den dort erzielten Lohn abgestellt werden. Das bedeutet, dass auch für 

das Invalideneinkommen die Tabellenlöhne heranzuziehen sind. Da somit sowohl für 

den Validenlohn als auch für den Invalidenlohn auf die Tabellenlöhne zurückzugreifen 

ist, sind die beiden Vergleichseinkommen identisch und ein eigentlicher 

Einkommensvergleich erübrigt sich. Im Ergebnis ist ein Prozentvergleich vorzunehmen. 

Der Invaliditätsgrad entspricht in solchen Fällen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 552/04 E. 3.4 vom 8. Juni 2005 und I 479/03 

E. 3.1 vom 19. November 2003).

3.4   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte geltend, der 

Beschwerdeführer sei aufgrund seiner kognitiven Einschränkungen nicht mehr in der 

Lage, einen durchschnittlichen Tabellenlohn, auch für niedrigste Anforderungen, zu 

erzielen. Dies habe sich beim Arbeitseinsatz in der H.___ AG erwiesen. Zu 

berücksichtigen sei auch die vom Gutachter anerkannte Pausenbedürftigkeit des 

Beschwerdeführers. Hinzu komme, dass nurmehr teilzeitlich einsetzbare Männer bei 

einem Arbeitspensum zwischen 50% und 74% aufgerechnet auf ein Vollzeitpensum ein 

um 9.07% tieferes Einkommen als Vollzeitbeschäftige erzielen würden. Insgesamt 

rechtfertige es sich daher, einen Abzug von 25% vorzunehmen. Nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% 

gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit 

einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau 

nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

zu verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in 

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welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – auch von sogenannt invaliditätsfremden Faktoren – des 

konkreten Einzelfalles ab, die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische 

Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 

2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Tabellenlöhne basieren auf 

Einkommen gesunder Arbeitnehmer. Als in seiner Gesundheit beeinträchtigter 

Arbeitnehmer hat der Beschwerdeführer mit indirekten Wettbewerbsnachteilen zu 

rechnen. So ist der Beschwerdeführer angesichts seiner Einschränkungen z.B. auf 

vermehrtes Verständnis und Rücksicht seitens seines Arbeitgebers und seiner 

Mitarbeiter angewiesen. Zudem ist bei ihm, gegenüber gesunden Arbeitnehmern, mit 

überdurchschnittlich vielen Krankheitsabsenzen zu rechnen. Diesen Tatsachen ist mit 

einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen. Im vorliegenden Fall erscheint ein 

Abzug von 10% als gerechtfertigt. Ein höherer Abzug, wie vom Rechtsvertreter geltend 

gemacht, lässt sich indes nicht rechtfertigen. Bei einer Einschränkung von 35% und 

einem Abzug von 10% resultiert ein Invaliditätsgrad von 41.50%. Damit hat der 

Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Viertelsrente.

4.     

4.1   Der Beschwerdeführer hat sich am 14. Oktober 2010 zum Leistungsbezug 

angemeldet. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG konnte sein Rentenanspruch damit frühestens 

im April 2011 entstehen. Aus der Taggeldkarte für die Taggeldversicherung ergibt sich, 

dass der Beschwerdeführer erstmals am 31. Mai 2010 zu 100% arbeitsunfähig 

geschrieben wurde. Der Rechtsvertreter hat angegeben, der Beschwerdeführer habe 

ab dem 1. Juli 2010 erneut zu arbeiten versucht, was nicht funktioniert habe, woraufhin 

der Beschwerdeführer ab 8. Juli 2010 wieder zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. 

Gestützt auf diese Angaben ist davon auszugehen, dass der Beginn des Wartejahres 

gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf den 31. Mai 2010 festzulegen ist.

4.2   Dementsprechend und nach dem oben Gesagten, hat der Beschwerdeführer 

damit ab dem 1. Juni 2011 Anspruch auf eine Rente. Der Beschwerdeführer ist am 

2. Februar 2011 durch Dr. D.___ begutachtet worden. Zu diesem Zeitpunkt lag gemäss 

Dr. D.___ bereits keine depressive Symptomatik mehr vor. Dr. D.___ gab dennoch an, 

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der Beschwerdeführer sei aktuell als zu 100% arbeitsunfähig zu betrachten. Sobald er 

aber fachliche Unterstützung bei der Arbeitssuche erhalte, sei der Beschwerdeführer 

als 100% arbeitsvermittlungsfähig zu betrachten. Seine Hausärztin hielt den 

Beschwerdeführer im März 2011 für zu ungefähr 30% in seiner Leistungsfähigkeit 

eingeschränkt. Ab dem 2. Mai 2011 – mithin noch während des Wartejahres – hat der 

Beschwerdeführer mit einem Arbeitsversuch in einem 50%-Pensum begonnen. 

Gleichzeitig hat ihm seine Hausärztin für die restlichen 50% eine Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigt. Auch im weiteren Verlauf attestierte die Hausärztin dem Beschwerdeführer 

jeweils eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen behandelnder Ärzte durch die Nähe als Behandler oft zu 

Gunsten ihrer Patienten ausfallen, ist vorliegend auf die überzeugende und im Übrigen 

nicht weit davon abweichende Einschätzung von Dr. F.___, 65%ige Leistungsfähigkeit, 

abzustellen, zumal die Hausärztin den Beschwerdeführer zwischenzeitlich (im März 

2011) als zu 70% leistungsfähig eingeschätzt hatte. Es ist nicht einleuchtend, wieso die 

gutachterliche Einschätzung erst ab dem Zeitpunkt des damals jüngsten Arztberichtes 

Gültigkeit beanspruchen soll, vor allem da der Gutachter den Zeitpunkt 

"näherungsweise auf" festgelegt hatte. Da, wie Dr. D.___ festgehalten hatte, bereits im 

Februar 2011 keine depressive Symptomatik mehr vorlag – die allenfalls die 

Leistungsfähigkeit noch hätte beeinträchtigen können – und die Einschätzung von 

Dr. F.___ ansonsten als vollständig überzeugend zu beurteilen ist, ist davon 

auszugehen, dass mit Ablauf des Wartejahres von einer 65%igen Leistungsfähigkeit 

des Beschwerdeführers auszugehen ist. Der Beschwerdeführer hat damit ab dem 

1. Juni 2011 Anspruch auf eine Viertelsrente.

5.     

5.1   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er­

scheint in der vorliegend beurteilten Angelegenheit als angemessen.

5.2   Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An­

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs­

gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und 

bis

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nach der Schwierigkeit des Prozesses festgesetzt. Die Honorarpauschale beträgt in der 

Verwaltungsrechtspflege vor Versicherungsgericht Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75). 

In einem Fall mit mittlerem Aufwand und Schwierigkeitsgrad wird praxisgemäss eine 

Pauschalentschädigung von Fr. 3'500.-- ausgerichtet. Nach dem oben Gesagten hat 

der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Entschädigung in dieser Höhe.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 14. Dezember 2012 

aufgehoben; dem Beschwerdeführer wird ab dem 1. Juni 2011 eine Viertelsrente 

zugesprochen.

2.      Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2015
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Anspruch auf eine Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. April 2015, IV 2013/49). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_380/2015.

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