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**Case Identifier:** ed32bb26-c84e-5b35-ba86-89f74ae5632d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.12.2023 810 23 95 (810 2023 95)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-95_2023-12-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Dezember 2023 (810 23 95) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Baugesuch für Kinderspielplatz / Zonenkonformität 

 

 
 
Besetzung Vorsitzender Stefan Schulthess, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, 

Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Häring, Gerichtsschreiberin 
Nathalie Droeser 
 
 

Beteiligte A.A.____ und A.B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman 
Zeller, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 
Verein B.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Andrej Bolliger, 
Rechtsanwalt 
 

 Einwohnergemeinde C.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Baugesuch für Kinderspielplatz  
(Entscheid der Baurekurskommission vom 31. Mai 2022) 

 
 

A. A.B.____ ist die Eigentümerin der Parzellen Nr. 55, 56 und 323, Grundbuch (GB) 
C.____, welche direkt an die Parzelle Nr. 405, GB C.____, angrenzen. Der Verein B.____ reich-

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te am 11. Mai 2021 beim Bauinspektorat (BIT) ein Baugesuch für einen Kinderspielplatz auf der 
Parzelle Nr. 405, GB C.____, ein. Innert der Auflagefrist erhoben A.A.____ und A.B.____, stets 
durch Advokat Roman Zeller vertreten, am 31. Mai 2021 Einsprache und beantragten, das 
Baugesuch sei abzuweisen. Beim fraglichen Spielplatz handle es sich nicht um einen kleinen 
privaten Spielplatz, sondern um eine öffentliche Anlage, welche in der betroffenen Zone (Kern-
zone K2, Hofstatt) nicht zonenkonform sei. Der geplante Kinderspielplatz verursache entspre-
chende Immissionen und gehöre in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen (nachfolgend 
öWA-Zone genannt). 
 
B. Nach Planänderung vom 18. Juni 2021 hielten A.A.____ und A.B.____ am 30. Juni 
2021 vollumfänglich an ihrer Einsprache fest.  
 
C. Das BIT wies mit Entscheid vom 3. Januar 2022 die Einsprache ab, soweit es darauf 
eintrat, und verfügte, dass die in den Erwägungen aufgeführten Auflagen betreffend Lärmschutz 
verbindlicher Bestandteil der Baubewilligung seien. Im Wesentlichen wurde festgehalten, dass 
das geplante Bauprojekt zonenkonform sei sowie auch aus ortspflegerischer Sicht mit dem 
Ortsbild verträglich sei. Dem berechtigten Interesse der Anwohnerschaft am Schutz vor über-
mässigen Lärmimmissionen werde mit den Lärmschutzauflagen Rechnung getragen, wobei bei 
berechtigten Lärmklagen ausdrücklich weitere betriebliche oder bauliche Massnahmen vorbe-
halten würden.  
 
D. Dagegen erhoben A.A.____ und A.B.____ am 11. Januar 2022 Beschwerde bei der 
Baurekurskommission und beantragten, es sei der Entscheid aufzuheben und dem Baugesuch 
des Vereins B.____ die Baubewilligung zu verweigern, unter o/e-Kostenfolge. Mit Beschwer-
debegründung vom 14. Februar 2022 wurde erneut die fehlende Zonenkonformität des öffentli-
chen Kinderspielplatzes in der Hofstattzone beanstandet. Die Gemeinde C.____ habe in der 
Vergangenheit für den Spielplatz eine öWA-Zone ausgeschieden. Dass sie nun diesen Ort für 
den Kinderspielplatz aufgeben wolle, sei nicht nachvollziehbar.  
 
E. Am 31. Mai 2022 hat die Baurekurskommission einen Augenschein in Anwesenheit der 
Parteien und der kantonalen Fachstellen durchgeführt, und mit Entscheid vom gleichen Tag 
(Versand am 18. April 2023) die Beschwerde abgewiesen. Insbesondere wurde festgehalten, 
das strittige Bauprojekt sei gemäss der Fachstelle Ortsplanung, der Kantonalen Denkmalpflege 
und des Lärmschutzes zonenkonform im Hofstattbereich der Kernzone K2. Weder im Raumpla-
nungs- und Baugesetz (RBG) vom 8. Januar 1998, § 20 ff., noch im Zonenreglement Siedlung 
der Gemeinde C.____ (ZRS) vom 6. März 2012 seien Spielplätze vom Wortlaut her eindeutig 
und ausschliesslich einer Zone zugewiesen bzw. in einer bestimmten Zone ausgeschlossen. 
Die Existenz von öWA-Zonen bedeute nicht eine Pflicht, den Spielplatz in dieser Zone bauen zu 
müssen bzw. ein Verbot, in anderen Zonen einen Spielplatz bauen zu dürfen. Ein Spielplatz in 
der Kernzone sei somit nicht a priori verboten. Das Zonenreglement mache weiter keine Aus-
sage, ob die Nutzung im Hofstattbereich nur privat sein dürfe. Öffentlich nutzbare Anlagen und 
Bauten müssten nicht per se in Zonen für öffentliche Werke und Anlagen zu liegen kommen. 
Die Kernzone sei in der Regel eine Zone mit gemischter Nutzung und verfolge oft nicht nur den 
Zweck, historische Bausubstanz bzw. das Ortsbild zu erhalten. Gemäss ZRS müssen sich An-

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lagen im Hofstattbereich den strassenraumbildenden Hauptbauten unterordnen und sich har-
monisch einfügen. Der Spielplatz passe sich gut in den Ortskern ein und sei mit der Wohnnut-
zung vereinbar. Der geplanten Nutzung des öffentlichen Spielplatzes seien zum Schutz der 
Nachbarschaft durch Auflagen des BIT gewisse Schranken gesetzt worden. So müsse die Ge-
meinde eine Benutzungsordnung erlassen, welche die Benutzungszeiten reguliere und die 
Spielplatznutzung für die Anwohnerschaft verträglich gestalte. Die Grünfläche der Parzelle wer-
de zu einem grossen Teil erhalten bleiben. Eine zusätzliche, exzessive Begrünung sowie die 
geplanten Sicht- und Lärmschutzmassnahmen würden dazu beitragen, dass sich der Spielplatz 
harmonisch in den Dorfkern integrieren werde. Die geplante Begrünung diene auch als Sicht-
schutz. Die Strassenbaulinie auf der Westseite sei zudem eingehalten und auf der Nordseite 
(Parzelle Nr. 54, GB C.____) liege ein Näherbaurecht vor. Eine Verletzung von Grenzabstän-
den sei vorliegend nicht ersichtlich. 
 
F. Dagegen erhoben A.A.____ und A.B.____ (nachfolgend Beschwerdeführer genannt) 
am 28. April 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), und beantragen, der Entscheid der Baurekurskommission sei aufzuhe-
ben und dem Baugesuch des Vereins B.____ die Baubewilligung zu verweigern, unter o/e-
Kostenfolge. Mit Beschwerdebegründung vom 3. Juli 2023 machen die Beschwerdeführer zu-
sammengefasst geltend, das Baugesuch beinhalte neben der Errichtung von Kinderspielgerä-
ten auch Einrichtungen für die Bevölkerung, wie etwa die Pergola, und es sei auch schon die 
Errichtung einer Cheminéeanlage Thema gewesen. Insofern sei dieses Bauprojekt nicht zonen-
konform in der Hofstattzone, sondern gehöre in eine öWA-Zone, was früher auch so vorgese-
hen gewesen sei, indem die ideal gelegene Parzelle Nr. 254, GB C.____, mit der Zweckbe-
stimmung "Kinderspielplatz" bestanden habe. Im Hinblick auf das beabsichtigte Bauprojekt des 
Vereins B.____ sei diese Zweckbestimmung aber aus dem Zonenplan gestrichen worden. Der 
aktuell gültige Zweck laute "Parkierung/elektrische Versorgung". In zahlreichen Gemeinden im 
Kanton würden sich öffentliche Spielplätze praktisch ausnahmslos in öWA-Zonen befinden. Die 
Zonenwidrigkeit ergebe sich aus dem Erscheinungsbild des geplanten Spielplatzes, indem sich 
dieses erheblich davon unterscheide, was im ZRS an zulässigen Bauten genannt werde. Der 
Spielplatz werde nicht als Bestandteil einer von einer Hofstatt überlagerten Kernzone wahrge-
nommen, sondern als öffentliche Einrichtung. Es handle sich auch nicht um eine zulässige Ne-
benbaute als Annex zu einer in der Kernzone liegenden Hauptbaute.  
 
Weiter werden übermässige Immissionen gegen das Projekt angeführt, welche von den Immis-
sionen privater Gartenanlagen deutlich abweichen würden, da der Spielplatz nahezu immer, 
auch am Abend sowie samstags und sonntags genutzt werden könne. Da dieser zudem auch 
als Begegnungsstätte genutzt werden solle oder könne, handle es sich nicht mehr um einen 
mässig störenden Betrieb im Sinne von § 22 Abs. 1 RBG. Hinzu komme, dass das Projekt in 
einem Hofstattbereich realisiert werden solle, welcher als historisch gewachsener Aussenraum 
einen wesentlichen Bestandteil des Dorfkerns bilde (§ 20 Abs. 1 ZRS). Das vorliegende Grund-
stück habe Aussenraumcharakter und sei als Wiese ausgestaltet. Diesbezüglich werde somit 
der Charakter durch die Errichtung eines Spielplatzes und/oder Begegnungsortes für die breite 
Öffentlichkeit grundsätzlich geändert. Aus § 20 Abs. 2 ZRS ergebe sich weiter, dass lediglich 
An- und Nebenbauten zu Hauptbauten auf dem Grundstück zulässig seien. Bei zulässigen Gar-

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teneinrichtungen sei davon auszugehen, dass sich diese auf bestehende, angrenzende Wohn-
nutzungen beziehen würden, was bedeute, dass die privaten Nutzer Sitzplätze, Brunnen, Per-
golen, Aussen-Cheminées und dergleichen errichten dürften. Eine grossräumige Anlage, wel-
che alle möglichen Geräte der Öffentlichkeit zur Verfügung stelle, sprenge diesen Rahmen und 
würde grössere und länger andauernde Immissionen verursachen als die übliche Wohnnut-
zung. 
 
G. Mit Stellungnahme vom 3. August 2023 beantragt der Verein B.____, vertreten durch 
Rechtsanwalt Andrej Bolliger, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese 
vollumfänglich abzuweisen, unter o/e- Kostenfolge. Es werde bestritten, dass ein öffentlicher 
Treffpunkt entstehen solle. Ebenso sei es nicht richtig, dass ein Aussen-Cheminée vorgesehen 
sei. In einem Benutzungsreglement werde sichergestellt, dass der Spielplatz auch nur als sol-
cher benutzt werden könne, und durch Benutzungszeiten würden Lärmimmissionen verträglich 
gehalten. Das ZRS verbiete im Hofstattbereich die Errichtung eines Spielplatzes nicht, das Pro-
jekt sei somit zonenkonform.  
 
H. Die Baurekurskommission schliesst mit Eingabe vom 4. September 2023 unter Verweis 
auf den angefochtenen Entscheid und die Stellungnahmen der Kantonalen Denkmalpflege und 
der Lärmschutzfachstelle vom 24. Juli 2023 sowie der Ortsplanung vom 25. Juli 2023 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Die Gemeinde C.____ liess sich nicht vernehmen.  
 
I. Das Kantonsgericht hat heute einen Augenschein mit anschliessender Parteiverhand-
lung durchgeführt, an welcher die Parteien vollumfänglich an ihren in den Rechtsschriften ge-
stellten Rechtsbegehren festhielten.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 RBG in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide 
der Baurekurskommission durch die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht an-
gefochten werden. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde ist 
somit gegeben. Die Beschwerde ist zudem rechtzeitig sowie formgültig eingereicht worden 
(§ 48 VPO). Die Beschwerdeführer sind als direkte Nachbarn des Bauprojekts sowie A.B.____ 
als Eigentümerin der angrenzenden Parzellen berührt. Sie haben ein schutzwürdiges Interesse 
an der Verweigerung der Baubewilligung und sind damit zur Beschwerde legitimiert (§ 47 Abs. 1 
lit. a VPO).  
 
1.2.1 Der Verein B.____ macht geltend, dass die Beschwerde rein appellatorische Kritik ent-
halte und auf diese nicht eingetreten werden könne.  
 
1.2.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-

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den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). Die Be-
schwerdeführer rügen insbesondere die fehlende Zonenkonformität des Bauprojekts und damit 
eine fehlerhafte Rechtsanwendung, was zulässig ist. Der VPO ist diesbezüglich keine qualifi-
zierte Rügepflicht zu entnehmen, womit es zulässig ist, die falsche Rechtsanwendung mit den 
vorgebrachten Argumenten zu begründen. Der Nichteintretensantrag des Beschwerdegegners 
ist somit abzuweisen und auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Streitgegenstand ist die Frage nach der Zonenkonformität des Bauprojekts. Unbestrit-
ten ist, dass der Kinderspielplatz in den Hofstattbereich zu liegen kommen soll. Vorab ist fest-
zuhalten, dass es nicht an den Baubewilligungsbehörden liegt, andere, allfällig bessere Alterna-
tivstandorte für den Bau des Kinderspielplatzes innerhalb der Gemeinde zu prüfen oder vorzu-
schlagen. Massgebend ist einzig, ob das beantragte Baugesuch zulässig ist, d.h. zonenkon-
form. Ob die – wie von den Beschwerdeführern geltend gemacht – ursprünglich für einen Kin-
derspielplatz vorgesehene Parzelle Nr. 254, GB C.____, besser geeignet ist oder nicht, kann 
somit offenbleiben, wobei anzumerken ist, dass diese mit Altlasten belastet ist und mit Mutation 
2022 in eine öWA-Zone "Parkierung, elektr. Versorgung" abgeändert wurde (vgl. Zonenplan 
Siedlung der Gemeinde C.____, Nachführungsplan [Regierungsratsbeschluss Nr. 2022-1339 
vom 6. September 2022]; Kataster belastender Standorte BL).  
 
3.1 Voraussetzung einer Baubewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der 
Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
über die Raumplanung [RPG] vom 22. Juni 1979; § 129 Abs. 1 RBG). Das Bauwerk muss somit 
"zonenkonform" sein. Nutzungspläne ordnen die zulässige Nutzung des Bodens (Art. 14 Abs. 1 
RPG). Die Zonenkonformität ergibt sich für jede Zone aus dem Nutzungsplan und den zugehö-
rigen Nutzungsvorschriften. Allgemein gilt, dass Zonenkonformität einen positiven, funktionellen 
Zusammenhang zwischen Bauvorhaben und Zonenzweck verlangt; sie ist nicht schon damit 
erwiesen, dass das Bauwerk dem Zonenzweck – besonders was Immissionen angeht – nicht 
entgegensteht. Sollen die Ziele der Raumplanungsgesetzgebung erreicht werden, dann muss 
das Gebot der Zonenkonformität konsequent durchgehalten werden (PETER HÄNNI, Planungs-, 
Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 7. Auflage, Bern 2022, S. 215). Nutzungspläne sind 
für jedermann verbindlich (Art. 21 Abs. 1 RPG).  
 
Nach § 18 Abs. 1 RBG erlassen die Gemeinden für das ganze Gemeindegebiet Zonenvorschrif-
ten, bestehend aus Zonenplänen und Zonenreglementen. Die Zonenpläne unterteilen das Ge-
meindegebiet in verschiedene Nutzungszonen und ordnen diesen die Lärmempfindlichkeitsstu-
fen zu (§ 18 Abs. 2 RBG). Die Zonenreglemente bestimmen Art und Mass der Nutzung (§ 18 
Abs. 2 RBG). 
 
3.2 Gemäss § 30 Abs. 1 ZRS umfasst die öWA-Zone Gebiete, die zur Erfüllung öffentlicher 
Aufgaben benötigt werden. Aus dem Zonenplan Siedlung ergibt sich, für welche öffentlichen 
Aufgaben eine bestimmte Zone für öffentliche Werke und Anlagen vorgesehen ist (§ 30 Abs. 3 
ZRS). Gemäss Zonenplan gibt es in der Einwohnergemeinde C.____ zwei öWA-Zonen: die eine 
umfasst die Kirche mit Friedhof sowie angrenzendem Gemeindehaus mit Zivilschutz und Par-

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kierung, die andere Parkierung und elektrische Versorgung. Für einen öffentlichen Spielplatz ist 
keine Zone vorgesehen. Es stellt sich somit die Frage, ob ein solcher überhaupt gebaut werden 
kann, wenn dafür keine öWA-Zone vorgesehen ist. Das wäre nur zu bejahen, wenn ein öffentli-
cher Spielplatz in einer anderen als einer öWA-Zone unzulässig wäre. In den öWA-Zonen dür-
fen nur öffentliche und öffentlichen Zwecken dienende Werke erstellte werden. Private Vorha-
ben sind nicht zulässig (PETER HÄNNI, a.a.O., S. 182). Kernzonen schaffen oder erhalten Stadt-, 
Orts- oder Quartierzentren. Gewöhnlich sind öffentliche Bauten, Geschäfts- und Wohnbauten 
und nichtstörende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zulässig (PETER HÄNNI, a.a.O., 
S. 179). 
 
3.3 In C.____ ist der Hofstattbereich einer der drei vorgesehenen Bereiche der Kernzone 
(vgl. § 18 Abs. 4 ZRS). Dieser umfasst gemäss § 20 Abs. 1 ZRS den historisch gewachsenen 
Aussenraum und bildet als solcher einen wesentlichen Bestandteil des Dorfkerns, der in diesem 
Charakter zu erhalten ist und durch die zulässige bauliche Nutzung auch nicht zerstört werden 
soll. Zugelassen sind gemäss Abs. 2 An- und Nebenbauten, Schöpfe, Garagen, Autoabstell-
plätze, landwirtschaftliche Bodenbewirtschaftung, Pflanz- und Baumgärten, Grünflächen und 
Garteneinrichtungen (Sitzplätze, Brunnen, Pergolen, Aussen-Cheminées und dergleichen). 
Neue Wohn- und Geschäftsnutzungen sind nur als Anbauten an bestehenden Hauptbauten 
zugelassen. Alle Bauten müssen sich den strassenraumbildenden Hauptbauten unterordnen 
und sich harmonisch in den Hofstattbereich einfügen.  
 
Eine bauliche Nutzung im Hofstattbereich muss somit zwei Bedingungen erfüllen: zum einen 
muss die Bebauung im Sinne von § 20 Abs. 2 ZRS zulässig sein und zum anderen darf diese 
zulässige Bebauung gemäss Abs. 1 den Charakter als Aussenraum nicht zerstören, oder um-
gekehrt, selbst wenn eine zulässige Nutzung vorgesehen ist, ist diese verboten, wenn damit der 
Charakter als Aussenraum zerstört würde. 
 
4.1.1 Das Bauprojekt Kinderspielplatz soll auf der Parzelle Nr. 405, GB C.____, realisiert wer-
den. Diese liegt in der Kernzone und ist überlagert mit der Hofstattzone bzw. dem Hofstattbe-
reich. Somit müssen die erwähnten Bedingungen des Hofstattbereichs erfüllt sein. Gebaut wer-
den soll gemäss den Plänen eine Pergola, diverse Spielgeräte (zwei Schaukeln, eine Feder-
wippe, eine Art Klettergarten mit Seilen zwischen Holzpfosten mit Rutsche, ein Sandkasten mit 
Sitzbereich und ein Elfenspielhäuschen). Diese Gegenstände sind alle in § 20 Abs. 2 ZRS unter 
dem Begriff Garteneinrichtungen erfasst, zumal die in Klammer gesetzte Spezifizierung der 
Garteneinrichtungen als Pergolen, Sitzplätze, Brunnen und Aussen-Cheminées nicht abschlies-
send ist. Damit ist die erste Bedingung, die zulässige Bebauung, erfüllt. Gemäss Plan ist kein 
Aussen-Cheminée geplant. Eine allfällige Befürchtung, der Spielplatz werde zum allgemeinen 
Grillplatz oder öffentlichen Treffpunkt mutieren, der abends bis in alle Nacht benutzt werde, ist 
so nicht begründbar. Wie anlässlich der heutigen Parteiverhandlung seitens des Vereins B.____ 
ausgesagt, wird der am neuen Standort erstellte Kinderspielplatz auch nicht als Vereinstreff 
dienen, da der Verein bereits über einen geeigneten Raum im Gemeindehaus verfügt. Auch hat 
der frühere Spielplatz in der Wohnzone (Parzelle Nr. 31, GB C.____) in der Vergangenheit nie 
zu Problemen geführt. Die Benutzung des geplanten Spielplatzes wird in ähnlicher Form auch 

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am neuen Standort weitergeführt werden, wobei die mit der Baubewilligung verfügten Auflagen 
(Öffnungszeiten, Wartung der Spielgeräte etc.) umzusetzen und einzuhalten sein werden. 
 
4.1.2 Die zweite Bedingung ist, dass mit der Bebauung der Aussenraum in seinem Charakter 
erhalten bleibt und nicht zerstört wird. Trotz der Bebauung muss somit nach wie vor ein Aus-
senraum erkennbar sein und bleiben. Ein Spielplatz wird zwangsläufig als Aussenraum wahr-
genommen, ansonsten es sich um einen Indoor-Spielplatz handeln würde. Alle vorgesehenen 
Geräte gibt es auch in privaten Gärten, ohne dass deswegen der Aussenraumcharakter verlo-
ren ginge. Zudem verlangen einzelne Spielgeräte, wie insbesondere die Schaukeln, dass ein 
gewisser Abstand zum nächsten Gerät besteht, ansonsten die einen Kinder die anderen ge-
fährden. Der Spielplatz mit Schaukeln kann somit zwangsläufig nicht eng überbaut werden. Die 
Pergola kommt an den Nordrand zur benachbarten und mit einem Wohnhaus überbauten Par-
zelle (mit Näherbaurecht) zu stehen. Gegen Osten, wo das offene Feld anschliesst, hat es kei-
ne grösseren und festen Einrichtungen, sodass der Übergang vom Dorf zum dahinterliegenden 
anschliessenden Hofstattbereich der Beschwerdeführer und dem Landwirtschaftsland ablesbar 
bleibt. Zur Strasse hin stehen die Schaukeln und die Federwippe. Die Parzelle muss nicht als 
Wiese erhalten bleiben, da – wie erwähnt – sogar eine Bebauung mit Schöpfen und Garagen 
zulässig wäre. Die Überbauung mit Spielgeräten widerspricht somit dem ZRS nicht und beein-
trächtigt die Wirkung als Aussenraum viel weniger als eine Bebauung mit Schöpfen und Ähnli-
ches das tun würde. Die Weitsicht, die Durchlässigkeit und der Charakter des Raums bleiben 
erhalten. Der Spielplatz wird gut in den Ortskern eingepasst und ist mit der Wohnnutzung ver-
einbar. Auch qualifizieren alle involvierten kantonalen Fachstellen das geplante Bauvorhaben 
mit den verfügten Auflagen als zonenkonform. 
 
4.2 Streitpunkt scheint auch weniger die Art der Bebauung zu sein, als die damit verbunde-
ne Nutzung, insbesondere Immissionen namentlich durch Lärm, zu Zeiten, an denen die Be-
schwerdeführer keinen solchen wünschen bzw. solchen im Übermass befürchten: abends und 
an den Wochenenden. Gemäss § 19 Abs. 1 ZRS sind in der Kernzone Wohnnutzung sowie 
mässig störende Betriebe wie namentlich publikumsintensivere Geschäftsbetriebe, landwirt-
schaftliche Betriebe, Gaststätten und Kleinbetriebe mit mässig störenden maschinellen Einrich-
tungen zulässig. Diese Zweckbestimmung entspricht der kantonalen Vorschrift in § 22 RBG. 
Zwar sind übliche Geschäftsbetriebe abends und an Wochenenden geschlossen, jedoch sind 
Gaststätten gerade zu diesen Zeiten besonders frequentiert, insbesondere dann, wenn sie auch 
noch eine Gartenwirtschaft aufweisen. Wenn also eine Gastwirtschaft in der Kernzone zulässig 
wäre und im Hofstattbereich An- und Nebenbauten, wozu auch eine Gartenwirtschaft gehören 
würde, so ist der dadurch entstehende Lärm wohl deutlich höher als Kinderlärm auf einem 
Spielplatz, der zeitlich weniger intensiv an Randzeiten benutzt wird als eine Gartenwirtschaft. 
Die Gemeinde hat auch ein Benutzungsreglement zu erlassen, welches unter anderem wird 
festhalten müssen, zu welchen Zeiten der Spielplatz benutzt werden darf (vgl. § 19 Abs. 3 
ZRS). Sie wird die Einhaltung dieses Reglements auch überprüfen und allenfalls bei berechtig-
ten Lärmklagen weitere betriebliche oder bauliche Massnahmen treffen müssen. Zudem müs-
sen die Kernpunkte der Benutzungsregeln am Spielplatz selbst zugänglich gemacht werden, 
beispielsweise durch eine Tafel am Eingang des Spielplatzes. Gemäss Bundesgerichtspraxis 
werden ausserdem Immissionen, welche von Kindern verursacht werden, dem Alltagslärm zu-

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geordnet. Kinderspielplätze und Kinderbetreuungseinrichtungen mit Garten in Wohnzonen dür-
fen in Wohnquartieren errichtet und betrieben werden, zumal Kinderlärm objektiv nicht geeignet 
ist, die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich zu stören (vgl. statt vieler Urteile des Bun-
desgerichts 1C_148/2010 vom 6. September 2010 und 1C_521/2015 vom 9. August 2016). 
 
5. Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass es keine gesetzliche Grundlage 
gibt, welche einen öffentlichen Kinderspielplatz zwingend einer öWA-Zone unterstellt. Ein Spiel-
platz in der Kernzone respektive im Hofstattbereich ist somit nicht verboten. Indem die Voraus-
setzungen an die bauliche Nutzung im Hofstattbereich vorliegend erfüllt sind, ist die Zonenkon-
formität des öffentlichen Kinderspielplatzes im Hofstattbereich gegeben. Dem berechtigten Inte-
resse der Anwohnerschaft, d.h. der Beschwerdeführer am Schutz vor übermässigen Lärmim-
missionen wird mit den Lärmschutzauflagen für die Baubewilligung Rechnung getragen. Nach 
dem Gesagten erweist sich die Beschwerde demnach als unbegründet und ist abzuweisen. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang des Ver-
fahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2’500.-- den unterlegenen Beschwerde-
führern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrech-
nen. 
 
6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Der Rechtsvertreter des obsiegenden Beschwerdegegners 
macht in seiner Honorarnote vom 19. September 2023 einen Aufwand von 20.19 Stunden à 
Fr. 260.-- geltend. Der Stundenaufwand scheint angemessen, jedoch ist praxisgemäss der 
Stundenansatz auf Fr. 250.-- zu reduzieren. Hinsichtlich des heutigen Augenscheins mit an-
schliessender Parteiverhandlung ist von einem Aufwand von 3.5 Stunden auszugehen, was 
insgesamt 23.69 Stunden ergibt. Demzufolge haben die Beschwerdeführer dem Beschwerde-
gegner eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'432.05 (23.69 Stunden à Fr. 250.-- inkl. 
Auslagen von Fr. 49.70 und 7.7 % MWST von Fr. 459.85) auszurichten.  
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2'500.-- verrechnet.  

   
 3. Die Beschwerdeführer haben dem Beschwerdegegner eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 6'432.05 (inkl. Auslagen und MWST) zu 
bezahlen. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin