# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a29e9b49-905a-53c6-822f-cb5bf6ad631b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 12.02.2025 SV1 2024 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2024-113_2025-02-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. Februar 2025 
mitgeteilt am 13. Februar 2025

Referenz

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch ihre Eltern B._____ und C._____

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am D._____ 2016, leidet an einem molekular-genetisch 
nachgewiesenen Ehlers-Danlos-Syndrom. Im September 2018 wurde sie zum 
Bezug medizinischer Massnahmen bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden 
(nachfolgend: IV-Stelle) angemeldet. Letztere übernahm mit Verfügung vom 
19. Februar 2019 die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 485. 
Gleichentags erteilte sie Kostengutsprache für ambulante Ergotherapie, welche in 
der Folge verlängert wurde (Verfügungen vom 22. Juli 2020 und vom 25. Oktober 
2022).

B. Mit Schreiben vom 12. Juli 2024 stellte die behandelnde Neuropädiaterin, 
Dr. med. E._____, Oberärztin für Kinder- und Jugendmedizin des Kantonsspitals 
Graubünden, einen Antrag auf Ergotherapie als Domizilbehandlung. Dazu nahm die 
Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. F._____, am 22. Juli 
2024 in ablehnender Weise Stellung. 

C. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle das Gesuch 
um Kostengutsprache für Ergotherapie in Domizilbehandlung mit Verfügung vom 
11. November 2024 ab. Die bisher im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen 
Ziffer 485 geleistete Kostengutsprache sei weiterhin gültig. Die Behandlung (und 
Berücksichtigung) zusätzlicher Symptome entspreche nicht den angesprochenen 
Manifestationen. Die Schwierigkeiten, sich auf die Therapie einzulassen, seien nicht 
durch die versicherten Manifestationen der Bindegewebeschwäche verursacht.

D. Dagegen liess die durch ihre Eltern vertretene A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 9. Dezember 2024 (Poststempel) Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht bzw. heutigen Obergericht des Kantons Graubünden erheben 
und sinngemäss beantragen, ihr sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
Kostengutsprache für Ergotherapie in Domizilbehandlung zu erteilen. Begründend 
führte sie im Wesentlichen aus, aufgrund des genetisch gesicherten, klassischen 
Ehlers-Danlos-Syndrom mit Bandlaxizität, Hypermobilität und muskulärer 
Hypotonie ermüde sie allgemein sehr schnell. Ihre Belastungsfähigkeit sei deutlich 
geringer als bei gleichaltrigen Kindern. Auch ihre Konzentration sei davon betroffen. 
Sie brauche mehr Zeit zur Aufnahme, habe ein reduziertes Arbeitstempo und 
brauche deutlich mehr Erholung. Wegen diesen Einschränkungen sei sie schon 
einige Jahre in der Ergotherapie. Den Schulalltag zu bewältigen, koste sie viel 
Energie. Dies habe zu Blockaden geführt, weshalb die Therapie zeitweise in die 
Schule verlegt worden sei, um dort gezielte Massnahmen zu ergreifen. Die Therapie 
an sich werde von der IV-Stelle nicht bestritten. Sie verlange nun aber plötzlich, 

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dass sie nach G._____ zur Therapie fahre. Dabei besuche ihre Therapeutin auf 
ihrem Weg ins Unterengadin verschiedene Kinder und teile die Wegzeit auf diese 
auf. Wenn sie nun für die Ergotherapie nach der Schule oder am einzigen freien 
Nachmittag nach G._____ fahren müsse, bedeute dies für sie eine grosse 
Mehrbelastung. Erfahrungsgemäss könne sie so spät am Nachmittag nicht mehr 
wirklich von der Therapie profitieren.

E. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 22. Januar 2025 auf Abweisung der Beschwerde. Vorweg sei 
klarzustellen, dass die Invalidenversicherung bisher keine Domizilbehandlung 
verfügt habe. Zwar sei es nachvollziehbar, dass eine Domizilbehandlung 
medizinisch gewisse Vorteile habe. Die Begründung für diesen medizinischen 
Grund liege nun aber nicht in der versicherten Entwicklungsstörung des 
Bindegewebes mit ihren Auswirkungen, sondern in anderen Auswirkungen des 
vorliegenden komplexen Gendefekts, wie der Entwicklungsverzögerung, den 
Verhaltensauffälligkeiten sowie den Aufmerksamkeits- und 
Konzentrationsproblemen. Diese seien nicht versichert und könnten daher nicht von 
der Invalidenversicherung übernommen werden.

F. Die Beschwerdeführerin reichte trotz der ihr eingeräumten Frist zur 
freigestellten Stellungnahme keine Replik ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2024 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem heutigen Obergericht des Kantons Graubünden dar, auf 
das bei Inkrafttreten des GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 hängige Verfahren 
des Verwaltungsgerichts übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG). Die 
sachliche Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) 
i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung 
ist die Beschwerdeführerin davon berührt und sie weist ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 
ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 

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Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). 
Darauf ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 
einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Ergotherapie in Domizilbehandlung im 
Rahmen des anerkannten Geburtsgebrechens Ziffer 485 zu Recht verneint hat.

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Die 
Übergangsbestimmungen enthalten in Bezug auf die sich hier stellende Frage keine 
spezielle Vorschrift. Es sind daher die allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln 
heranzuziehen, gemäss welchen in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt vieler: BGE 
149 II 320 E. 3, 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1; vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 2.2). Mithin ist im 
vorliegenden Fall der zu prüfende Anspruch auf Kostengutsprache für Ergotherapie 
in Domizilbehandlung, worum Dr. med. E._____ mit Schreiben vom 12. Juli 2024 
ersucht hatte, nach dem ab dem 1. Januar 2022 geltenden Recht zu beurteilen.

4.1. Nach Art. 13 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr 
Anspruch auf medizinische Massnahmen zur Behandlung von Geburtsgebrechen 
(Abs. 1; Art. 3 Abs. 2 ATSG). Medizinische Massnahmen nach Abs. 1 werden 
gewährt für die Behandlung angeborener Missbildungen, genetischer Krankheiten 
sowie prä- und perinatal aufgetretener Leiden, die fachärztlich diagnostiziert sind 
(lit. a), die Gesundheit beeinträchtigen (lit. b), einen bestimmten Schweregrad 
aufweisen (lit. c), eine langdauernde oder komplexe Behandlung erfordern (lit. d) 
und mit medizinischen Massnahmen nach Art. 14 behandelbar sind (lit. e; Abs. 2). 
Der Bundesrat hat seine Kompetenz, die Geburtsgebrechen, für die medizinische 
Mass-nahmen gewährt werden, zu bestimmen (Art. 14ter Abs. 1 lit. b IVG), an das 
Eidgenössische Departement des Innern (EDI) delegiert (Art. 14ter Abs. 4 IVG i.V.m. 
Art. 3bis IVV). Gemäss Ziffer 485 des Anhangs der Verordnung des EDI über 
Geburtsgebrechen (GgV-EDI Anhang; SR 831.232.211) liegt ein Geburtsgebrechen 
vor bei angeborenen Dystrophien des Bindegewebes wie beim Marfan-, Ehlers-
Danlos- oder Loeys-Dietz-Syndrom, Cutis laxa congenita und Pseudoxanthoma 
elasticum. 

4.2. Die medizinischen Massnahmen umfassen namentlich ambulante 
Behandlungen, die von der Ärztin oder vom Arzt selbst oder auf ihre bzw. seine 

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Anordnung durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen werden (vgl. Art. 14 
Abs. 1 lit. a Ziff. 1 und 3 IVG). Sie müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich 
sein (Art. 14 Abs. 2 Satz 1 IVG). Gemäss dem vom Bundesamt für 
Sozialversicherungen (BSV) herausgegebenen Kreisschreiben über die 
medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (KSME; in 
der ab dem 1. Januar 2022 gültigen Fassung; 
[<https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/6419>]) zählen Ergotherapien zu den 
medizinischen Massnahmen (vgl. dortige Rz. 6.2). Die Kosten für Ergotherapie in 
Domizilbehandlung können nur übernommen werden, wenn ein medizinisch 
relevanter Grund in direktem Zusammenhang mit dem von der 
Invalidenversicherung anerkannten Leiden eine Behandlung zu Hause erfordert. 
Mehrkosten für eine Domizilbehandlung durch krankheitsfremde Gründe gehen 
nicht zu Lasten der Invalidenversicherung (vgl. Rz. 1014.6 KSME).

4.3. Beim Ehlers-Danlos-Syndrom sind nach Rz. 485.1 KSME nur die in 
Verbindung mit der Bindegewebe-Dystrophien stehenden Manifestationen 
versichert. Praxisgemäss erstreckt sich der Anspruch auf medizinische 
Massnahmen ausnahmsweise auch auf die Behandlung sekundärer 
Gesundheitsschäden, die zwar nicht mehr zum Symptomenkreis des 
Geburtsgebrechens gehören, aber nach medizinischer Erfahrung häufig die Folge 
dieses Gebrechens sind. Zwischen dem Geburtsgebrechen und dem sekundären 
Leiden muss demnach ein qualifizierter adäquater Kausalzusammenhang 
bestehen. Nur wenn im Einzelfall dieser qualifizierte ursächliche Zusammenhang 
zwischen sekundärem Gesundheitsschaden und Geburtsgebrechen gegeben ist 
und sich die Behandlung überdies als notwendig erweist, hat die 
Invalidenversicherung im Rahmen des Art. 13 IVG für die medizinischen 
Massnahmen aufzukommen (vgl. BGE 129 V 207 E. 3.3 und 100 V 41 E. 1a; vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_203/2018 vom 9. Oktober 2018 E. 5.2 und 
9C_842/2016 vom 27. April 2017 E. 6.1).

4.4. Praxisgemäss kann auf versicherungsinterne ärztliche Einschätzungen 
abgestellt werden. An die Beweiswürdigung sind allerdings strenge Anforderungen 
zu stellen. Bestehen auch bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 und 139 V 
225 E. 5.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 
E. 5.2.1, 8C_629/2022 vom 27. November 2023 E. 3.2 und 8C_596/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 2.3).

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5. Vorliegend steht fest, dass die Beschwerdeführerin am Ehlers-Danlos-
Syndrom leidet (vgl. Bericht von Prof. Dr. med. H._____ sowie der Dres. med. 
I._____ und J._____ des Instituts für Medizinische Genetik des Universitätsspitals 
K._____ vom 30. August 2018 [IV-act. 6 S. 5 ff.]), das die Beschwerdegegnerin als 
Geburtsgebrechen im Sinne von Ziffer 485 GgV-EDI Anhang anerkannte (vgl. 
Verfügung vom 19. Februar 2019 [IV-act. 19]). Nachdem der Beschwerdeführerin 
bereits Kostengutsprachen für ambulante Ergotherapie erteilt worden waren (vgl. 
Verfügungen vom 19. Februar 2019 [IV-act. 20], vom 22. Juli 2020 [IV-act. 44] und 
vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 57]), ersuchte ihre behandelnde Fachärztin 
Dr. med. E._____ mit Schreiben vom 12. Juli 2024 um eine solche für Ergotherapie 
als Domizilbehandlung. Begründend führte sie aus, bei der Beschwerdeführerin 
bestehe die Indikation für Ergotherapie als Domizilbehandlung, da hierdurch 
deutlich bessere therapeutische Fortschritte zu erwarten seien als mit Ergotherapie 
in der Praxis. Die Beschwerdeführerin leide nicht nur an einem isolierten Ehlers-
Danlos-Syndrom mit entsprechenden fein- bzw. graphomotorischen 
Schwierigkeiten aufgrund der Bindegewebeschwäche, sondern das Ehlers-Danlos-
Syndrom sei bei ihr durch einen komplexen Gendefekt bedingt (komplexe 
submikroskopische chromosomale Imbalance eines Chromosoms 9q mit partieller 
Tetrasomie bzw. Duplikation 2.2 Megabasen auf Chromosom 9q mit Einschluss des 
COL5A1-Gens). Dies führe zusätzlich zu einer globalen Entwicklungsverzögerung, 
Verhaltensauffälligkeiten sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen. 
In der neuropädiatrischen Sprechstunde könne in den letzten Jahren gut beobachtet 
werden, wie die Beschwerdeführerin in fremder Umgebung zunächst komplett 
"blockiere". Sobald man einen Zugang zu ihr finde, sei es dann deutlich leichter. Bei 
der Ergotherapie gehe es ihr vor allem darum, Kompetenzen mit entsprechender 
Umsetzung im Alltag zu fördern mit dem Ziel der Verbesserung der 
Selbstständigkeit hinsichtlich fein- bzw. graphomotorischer Aufgaben sowie der 
Konzentration und Aufmerksamkeit. Bei der Be-schwerdeführerin sei daher eine 
Domizilbehandlung sinnvoll, um so die fein- und graphomotorischen Übungen direkt 
mit den vor Ort im Haushalt bzw. in der Schule verfügbaren Gegenständen üben zu 
können. Durch die Bindegewebeschwäche mache es auch Sinn, 
Konzentrationsübungen für die Erledigung der Hausaufgaben z.B. an ihrem 
Schreibtisch durchzuführen, um so beispielsweise die optimale Sitzposition 
einnehmen und auch therapeutisch beurteilen zu können. Anpassungen, Hilfsmittel 
und Erleichterungen zu Hause und in der Schule hätten eine bessere Auswirkung 
als die isolierte Therapie im Praxis-Setting fernab des Alltags. Durch den engen 
Kontakt mit den Eltern und der Schule könnten Ressourcen optimal gebündelt 
werden und der Effekt der Therapie sei nachhaltiger. Aufgrund der verminderten 
Konzentrationsspanne führe ein weiter Anfahrtsweg von L._____ bis nach G._____ 

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dazu, dass die Energieressourcen der Beschwerdeführerin in der Therapie bereits 
aufgebraucht seien. Sie profitiere daher davon, wenn die Therapeutinnen und 
Therapeuten nach Hause kämen (vgl. IV-act. 73).

6. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 
11. November 2024 auf die versicherungsinterne medizinische Aktenbeurteilung 
der RAD-Ärztin Dr. med. F._____, Fachärztin für Neurologie, ab (vgl. zur 
Beweistauglichkeit von Aktenberichten Urteil des Bundesgerichts 9C_415/2019 
vom 14. Oktober 2019 E. 4.2). In ihrer Beurteilung vom 22. Juli 2024 führte sie aus, 
die von Dr. med. E._____ beschriebenen zusätzlichen Krankheitszeichen seien 
nicht durch das Ehlers-Danlos-Syndrom selbst, sondern durch den 
zugrundeliegenden Gendefekt verursacht. Die Behandlung dieser zusätzlichen 
Symptome (globale Entwicklungsverzögerung, Verhaltensauffälligkeiten sowie 
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme) entspreche nicht den 
angesprochenen Manifestationen. Die Schwierigkeiten, sich auf die Therapie 
einzulassen, seien also nicht durch die versicherten Manifestationen der 
Bindegewebeschwäche verursacht (vgl. IV-act. 75 S. 4).

7.1. Diese regionalärztliche Beurteilung vom 22. Juli 2024 vermag bei näherer 
Betrachtungsweise nicht zu überzeugen. Bei der Beschwerdeführerin liegt ein 
molekulargenetisch bestätigtes Ehlers-Danlos-Syndrom vor (vgl. Bericht von 
Dr. med. M._____, Leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin sowie 
Neuropädiatrie des KSGR [IV-act. 6 S. 1 ff.]). Dabei handelt es sich um eine 
komplexe Bindegewebserkrankung mit sehr elastischer Haut, abnormaler 
Wundheilung und Gelenksüberbeweglichkeit (vgl. Bericht von Prof. Dr. med. 
H._____ sowie der Dres. med. I._____ und J._____ vom 30. August 2018 [IV-act. 
6 S. 6]). Wenn die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 
2025 eine Domizilbehandlung damit abtut, deren Begründung liege nicht in der 
versicherten Entwicklungsstörung des Bindegewebes, sondern in anderen 
Auswirkungen des komplexen Gendefekts, wie der Entwicklungsverzögerung, den 
Verhaltensauffälligkeiten und den Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen 
(vgl. dortige S. 4), greift dies zu kurz. Denn so führte Dr. med. E._____ in ihrem 
Schreiben vom 12. Juli 2024 ausdrücklich aus, das Ehlers-Danlos-Syndrom sei bei 
der Beschwerdeführerin durch einen komplexen Gendefekt bedingt (vgl. IV-act. 73 
S. 1). Dabei stimmt die von ihr angeführte Diagnose mit der Vorbefundlichen 
überein. So wiesen bereits Prof. Dr. med. H._____ sowie die Dres. med. I._____ 
und J._____ vom Institut für Medizinische Genetik des Universitätsspitals K._____ 
mit Bericht vom 30. August 2018 eine komplexe submikroskopische chromosomale 
Imbalance eines Chromosoms 9q mit unter anderem globaler 

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Entwicklungsverzögerung, Hypermobilität der Gelenke und morphologischen 
Auffälligkeiten aus (vgl. IV-act. 6 S. 5). Dazu hielten sie fest, die durchgeführten 
Untersuchungen im Rahmen eines Gen-Panels für Bindegewebserkrankungen 
hätten eine Triplikation des gesamten COL5A1-Gens nachgewiesen. Die 
anschliessende Mikroarray-Analyse habe einen Zugewinn von ca. 2.2 Mb des 
chromosomalen Materials der Banden 9q34.13 bis q34.3 ergeben, wobei die 
Triplikation unter anderem das COL5A1-Gen umfasse. Eine Triplikation des 
chromosomalen Materials der Banden 9q34.13 bis q34.3 sei bisher in der Literatur 
noch nicht beschrieben worden. Duplikationen in diesem Bereich seien bei wenigen 
anderen Patienten vorgelegen und assoziierten mit verschiedenen klinischen 
Auffälligkeiten, wie milde bis moderat schwere kognitive Einschränkungen, 
auffällige fasziale Merkmale und eine ausgeprägte muskuläre Hypotonie in der 
Kindheit. Die bei der Beschwerdeführerin vorliegende Gelenksüberstreckbarkeit 
sowie die Gesichtsauffälligkeiten seien sicherlich auf die vierfache Ausführung des 
COL5A1-Gens zurückzuführen. Es werde davon ausgegangen, dass ihre 
Entwicklung ungefähr im Rahmen einer leichten bis moderaten 
Entwicklungsverzögerung liege (vgl. IV-act. 6 S. 6). Gleichermassen führte Dr. med. 
M._____ in anamnestischer Hinsicht aus, insgesamt bestehe eine deutlich 
verzögerte motorische Entwicklung mit erstmaligem Stehen im Alter von 20 
Monaten sowie Stehen (wohl recte: Gehen) gehalten im Alter von zwei Jahren. Die 
Beschwerdeführerin habe einige Schritte ausgeführt, wobei beide Füsse massiv 
ausgebrochen seien. Es bestehe keinerlei Ausbildung eines Fussgewölbes bei 
massiv valgisch stehendem Rückfuss (vgl. IV-act. 6 S. 2). Zu den spezialärztlichen 
Untersuchungen hielt Dr. med. M._____ fest, diese hätten einen Zugewinn von 2.2 
MB des chromosomalen Materials der Banden 9q34.13 bis q34.3 mit insbesondere 
Triplikation des COL5A1-Gens ergeben. Diese Mutationen seien für das klassische 
Ehlers-Danlos-Syndrom verantwortlich. Die vierfache Ausführung des COL5A1-
Gens erkläre die Bindegewebeschwäche (vgl. IV-act. 6 S. 3). In prognostischer 
Hinsicht führte Dr. med. M._____ aus, die Störung sei nicht heilbar, weshalb 
bezüglich des Bindegewebes immer Auffälligkeiten bestehen würden. Es sei von 
einer leichten bis moderaten Entwicklungsverzögerung auszugehen (vgl. ebenda; 
siehe ferner auch Schreiben von Dr. med. E._____ vom 26. Juni 2020 [IV-act. 43] 
mit dem Antrag auf Verlängerung der Ergotherapie aufgrund einer kombinierten 
Entwicklungsverzögerung mit damals im Vordergrund stehender deutlicher 
expressiver Sprachentwicklungsverzögerung sowie einer ausgeprägten 
muskulären Hypotonie). Weshalb nun – wie die Beschwerdegegnerin vorbringt – 
diese fachärztlich ausgewiesene globale Entwicklungsverzögerung nicht auf den 
dem Ehlers-Danlos-Syndrom zugrundeliegenden komplexen Gendefekt 
zurückzuführen sein soll, vermag angesichts des Ausgeführten nicht einzuleuchten. 

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Vielmehr besteht zwischen dem anerkannten Geburtsgebrechen und dem 
angegebenen Gesundheitsschaden einer globalen Entwicklungsverzögerung ein 
qualifizierter adäquater Kausalzusammenhang, welcher fachärztlicherseits seit 
frühester Kindheit nachgewiesen ist.

7.2. Obgleich im Schreiben von Dr. med. E._____ vom 12. Juli 2024 auch von 
Verhaltensauffälligkeiten sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen 
die Rede ist, vermag dies nicht über den Umstand hinwegzutäuschen, dass die 
Ergotherapie bei der Beschwerdeführerin (weiterhin) bezweckt, Kompetenzen mit 
entsprechender Umsetzung im Alltag zu erarbeiten, welche darauf abzielen, die 
Selbstständigkeit hinsichtlich fein- und graphomotorischer Aufgaben zu verbessern 
sowie die Konzentration und Aufmerksamkeit zu fördern (vgl. IV-act. 73 S. 1). 
Bereits in der Vergangenheit bezweckte die Ergotherapie bei der 
Beschwerdeführerin, die motorischen und koordinativen Fähigkeiten zu verbessern 
mit dem vorrangigen Ziel, die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern, indem 
insbesondere die feinmotorische Koordination und Kraft sowie die Graphomotorik 
verbessert wird (vgl. Schreiben von Dr. med. E._____ vom 22. August 2022 [IV-act. 
52] und vom 26. Juni 2020 [IV-act. 43] sowie Schreiben von Dr. med. M._____ vom 
11. Februar 2019 [IV-act. 17]). Dieser Beurteilung stimmte RAD-Ärztin Dr. med. 
F._____ aus versicherungsmedizinischer Sicht zu (vgl. IV-act. 18 S. 5 und 46 S. 2) 
und die Beschwerdegegnerin erteilte bei als erfüllt erachteten Voraussetzungen 
mehrere Kostengutsprachen für Ergotherapie (vgl. Verfügungen vom 19. Februar 
2019 [IV-act. 20], vom 22. Juli 2020 [IV-act. 44] und vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 
57]). Wenn somit Ergotherapie zur Behandlung des als Geburtsgebrechen 
anerkannten Ehlers-Danlos-Syndroms als indiziert erachtet worden ist, vermag 
nicht einzuleuchten, weshalb dies nun trotz unveränderten Therapiezielen in 
Domizilbehandlung nicht mehr der Fall sein soll.

7.3. Im Weiteren stehen auch die von Dr. med. E._____ mit Schreiben vom 
12. Juli 2024 angegebenen medizinischen Gründe für die Ergotherapie in 
Domizilbehandlung in direktem Zusammenhang mit den von der 
Beschwerdegegnerin als Geburtsgebrechen anerkannten Dystrophien des 
Bindegewebes. Zwar berichtete sie von der Beobachtung, dass die 
Beschwerdeführerin in fremder Umgebung zunächst Schwierigkeiten bekunde, 
welche sich auflösten, sobald der Zugang zu ihr gefunden werden könne (vgl. IV-
act. 73 S. 1). Abgesehen davon, dass diese Hürde auch bei ambulant 
durchgeführten Ergotherapien überwunden werden muss, stellt sie nicht der 
primäre medizinische Grund für die beantragte Domizilbehandlung dar. Denn wie 
aus dem Schreiben von Dr. med. E._____ vom 12. Juli 2024 hervorgeht, bezweckt 

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diese, fein- und graphomotorische Übungen direkt mit den vor Ort im Haushalt und 
in der Schule verfügbaren Gegenständen, wie Besteck, Stifte, Scheren, Knäufe an 
Schränken etc., durchzuführen. Aufgrund der Bindegewebeschwäche erweist es 
sich zudem als sinnvoll, Konzentrationsübungen für die Erledigung von 
Hausaufgaben am Schreibtisch zu machen, um so beispielsweise die optimale 
Sitzposition therapeutisch beurteilen und einnehmen zu können (vgl. ebenda). 
Dr. med. E._____ betonte ferner, dass die Therapien zu Hause und in der Schule 
bessere Auswirkungen zeitigten als die isolierte Therapie in der Praxis-Umgebung 
(vgl. IV-act. 73 S. 2). Zudem führte sie als weiteren medizinischen Grund an, 
aufgrund der verminderten Konzentrationsspanne führe der weite Anfahrtsweg von 
L._____ nach G._____ dazu, dass die Energieressourcen für die Therapie bereits 
aufgebraucht seien (vgl. ebenda). Insofern ist hinlänglich dargetan, dass die im 
Zusammenhang mit der Bindegewebeschwäche stehende Therapiebedürftigkeit 
eine ergotherapeutische Behandlung zu Hause (bzw. in der Schule) erfordert. So 
räumt denn auch die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 
2025 ein, dass für die Domizilbehandlung ein medizinischer Grund vorliege und 
diese medizinisch gewisse Vorteile mit sich bringe (vgl. dortige S. 4). Sie erweist 
sich auch als wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich, da eine Domizilbehandlung, 
selbst wenn sie teurer als eine ambulante Ergotherapie sein sollte, als Massnahme, 
welche eine vergleichsweise grössere medizinische Zweckmässigkeit aufweist, die 
Übernahme der damit einhergehenden Kosten rechtfertigt (vgl. BGE 145 V 116 
E. 3.2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_340/2024 vom 4. Oktober 2024 
E. 3.3.3).

8. Insgesamt erweist sich die Beschwerde somit als begründet, weshalb sie 
gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben ist. Die 
Beschwerdegegnerin wird die Modalitäten für die Kostenübernahme der 
beantragten Ergotherapie in Domizilbehandlung festzulegen haben.

9.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Vorliegend rechtfertigt es 
sich, die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 500.00 festzulegen. Diese sind von der unterliegenden Beschwerdegegnerin 
zu tragen.

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9.2. Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die obsiegende Beschwerdeführerin nicht 
anwaltlich vertreten ist, steht ihr praxisgemäss kein Parteikostenersatz zu.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der IV-Stelle des 
Kantons Graubünden vom 11. November 2024 aufgehoben. A._____ wird 
Kostengutsprache für Ergotherapie in Domizilbehandlung erteilt. Die 
Angelegenheit wird zur Festlegung der Modalitäten an die IV-Stelle des 
Kantons Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 500.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Es wird kein Parteikostenersatz zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]