# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0972237-bae7-586b-825e-bfef94640647
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.10.2025 RU250077
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RU250077_2025-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: RU250077-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Ersatzrichterin 

MLaw N. Menghini-Griessen sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Urteil vom 31. Oktober 2025

in Sachen

A._____, 
Beklagter und Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____

gegen

B._____ AG, 
Klägerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Forderung

Beschwerde gegen einen Entscheid des Friedensrichteramtes Aesch vom 
25. Juli 2025 (GV.2025.00002 / SB.2025.00002)

- 2 -

Erwägungen:

1.1. Mit Eingabe vom 3. Juli 2025 reichte die Klägerin bei der Vorinstanz ein 

Schlichtungsgesuch betreffend Forderungen aus Rechnungen gegen den Beklag-

ten ein (act. 9/12). In prozessualer Hinsicht beantragte sie, dass die Vorinstanz im 

Sinne von Art. 212 Abs. 1 ZPO entscheiden solle (act. 9/12 S. 2 Mitte). Nach Ein-

gang des Kostenvorschusses wurden die Parteien zur Schlichtungsverhandlung 

auf den 25. Juli 2025, 14.00 Uhr, vorgeladen (act. 9/14-16). An der Verhandlung 

erschien lediglich die Klägerin; der Beklagte erschien nicht, woraufhin eine münd-

liche Verhandlung durchgeführt wurde (act. 9/18). Im Anschluss daran erliess die 

Vorinstanz ihren Entscheid vom 25. Juli 2025. Sie verpflichtete den Beklagten, der 

Klägerin CHF 1'514.85 nebst 10 % Zins seit 30. April 2020 sowie CHF 74.– Be-

treibungskosten zu bezahlen und hob den Rechtsvorschlag in der Betreibung 

Nr. 1 des Beitreibungsamts Birmensdorf auf (Dispositiv-Ziffer 1). Die Gerichtsge-

bühr setzte sie auf CHF 420.– fest und auferlegte sie dem Beklagten (Dispositiv-

Ziffern 2 und 3). Zudem verpflichtete sie den Beklagten, der Klägerin eine Um-

triebsentschädigung von CHF 600.– zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 4, je act. 9/20 = 

act. 3 = act. 8 [Aktenexemplar]). 

1.2. Am Abend des 25. Juli 2025 gelangte der Beklagte per E-Mail an die Vor–

instanz und erklärte, er habe an der Verhandlung nicht teilnehmen können, weil 

sein Rückflug nach Zürich am Vormittag des gleichen Tages kurzfristig annulliert 

worden sei (act. 9/19). Die Vorinstanz verwies den Beklagten mit Schreiben vom 

29. Juli 2025 auf den bereits erlassenen Entscheid (act. 9/22). 

1.3. Mit Eingabe vom 21. August 2025 (Datum Poststempel) erhob der Be-

klagte rechtzeitig Beschwerde bei der Kammer gegen den Entscheid der Vorin-

stanz vom 25. Juli 2025 (act. 2 f.; zur Rechtzeitigkeit s. act. 9/20). Nach Eingang 

des Kostenvorschusses für das Beschwerdeverfahren wurde der Klägerin mit Ver-

fügung vom 12. September 2025 Frist angesetzt, um die Beschwerde zu beant-

worten (act. 10 – 13). Die Beschwerdeantwort datiert vom 30. September 2025 

und wurde dem Beklagten mit Verfügung vom 14. Oktober 2025 zur Wahrung des 

rechtlichen Gehörs zugestellt (act. 15 ff.). Weitere Eingaben gingen nicht ein.

- 3 -

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 9/1-22). Das Verfahren ist spruchreif. Auf die Ausführungen der Parteien ist 

nur insoweit einzugehen, als sie für den Beschwerdeentscheid relevant sind.

2. Im Beschwerdeverfahren können die unrichtige Rechtsanwendung und 

die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht wer-

den (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist innerhalb der Rechtsmittelfrist schriftlich, 

begründet und mit Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen (Art. 321 ZPO). 

Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Be-

schwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

3.1. Der Beklagte rügt in seiner Beschwerde einleitend eine Überschreitung 

der Entscheidkompetenz durch die Vorinstanz, da aufgrund der gestellten Anträge 

der Klägerin die Streitwertgrenze von CHF 2'000.– überschritten sei (act. 2 

Rz. 13 ff.). Darüber hinaus rügt er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs: Da 

sein Fernbleiben von der Verhandlung nicht auf eigenem Verschulden beruht 

habe, könne von einer Säumnis keine Rede sein (act. 2 Rz. 18 ff.); selbst wenn 

eine Säumnis vorläge, hätte die Vorinstanz die Partei zu einer zweiten Verhand-

lung vorladen müssen (act. 2 Rz. 23 ff.). Schliesslich rügt er, die Vorinstanz habe 

das Entscheidverfahren nicht protokolliert (act. 2 Rz. 26 ff.), und stellt sich auf den 

Standpunkt, die Forderungen der Klägerin seien ohnehin verjährt (act. 2 

Rz. 29 ff.). 

3.2. Die Klägerin stellt sich in ihrer Beschwerdeantwort vom 30. September 

2025 zusammengefasst und sinngemäss auf den Standpunkt, der Beklagte sei 

zur Verhandlung vom 25. Juli 2025 unentschuldigt nicht erschienen, da er der 

Vorinstanz die Flugannullierung sofort hätte mitteilen können (act. 15). 

4. Nachstehend ist vorab über die Rügen im Zusammenhang mit der Ver-

handlung vom 25. Juli 2025 zu befinden, bevor die weiteren Fragen behandelt 

werden.

4.1.1. Der Beklagte ist zur Schlichtungsverhandlung vom 25. Juli 2025 unbestrit-

tenermassen nicht erschienen (vgl. act. 2 Rz. 18; s. auch Protokollvermerk in 

- 4 -

act. 9/18 S. 1 und S. 2 Mitte). Entgegen seiner Ansicht spielt bei der Frage der 

Säumnis das Verschulden keine Rolle: Eine Partei ist säumig, wenn sie zu einem 

Termin nicht erscheint (Art. 147 Abs. 1 ZPO). Erst bei einer allfälligen Wiederher-

stellung ist die Verschuldensfrage von Bedeutung (vgl. Art. 148 Abs. 1 ZPO). Ein 

Wiederherstellungsgesuch wurde allerdings nicht gestellt. Entgegen der Ansicht 

des Beklagten hat die Vorinstanz ihren Entscheid auch nicht nach seiner E-Mail 

erlassen (vgl. dahingehende Rüge in act. 2 Rz. 11), zumal die Verhandlung nach 

Eröffnung des Entscheids um 14.45 Uhr geschlossen und die E-Mail des Beklag-

ten erst um 19.00 Uhr gesendet wurde (act. 9/18 S. 3 f. und act. 9/19). 

4.1.2. Wie der Beklagte zu Recht vorbringt, sind die Bestimmungen über das 

vereinfachte Verfahren und – subsidiär – diejenigen über das ordentliche Verfah-

ren grundsätzlich anwendbar, wenn die Schlichtungsbehörde beabsichtigt, einen 

Entscheid gemäss Art. 212 ZPO zu fällen (BGE 147 III 440 E. 3.3.2.). Dies gilt al-

lerdings nur, soweit die Bestimmungen über das Schlichtungsverfahren (Art. 197 

– 212 ZPO) keine entsprechende Regelung enthalten, andernfalls hätte diese den 

Vorrang gegenüber anderen Normen, die den gleichen Sachverhalt normieren 

(lex specialis-Grundsatz). 

Vorliegend geht es um die Frage, wie die Schlichtungsbehörde vorzuge-

hen hat, wenn die beklagte Partei an der Schlichtungsverhandlung säumig ist. 

Dazu hält Art. 206 Abs. 2 ZPO unter dem Kapitel "Schlichtungsverfahren" fest, 

dass die Schlichtungsbehörde so verfährt, wie wenn keine Einigung zu Stande 

gekommen wäre; es wird dabei ausdrücklich auf die Bestimmungen von Art. 209 

– 212 ZPO verwiesen. Damit sehen die Bestimmungen des Schlichtungsverfah-

rens bei Säumnis der beklagten Partei an der Schlichtungsverhandlung vor, dass 

sogleich das Entscheidverfahren gemäss Art. 212 ZPO eingeleitet werden kann 

und entsprechend gleich darüber verhandelt wird. Entgegen der Ansicht des Be-

klagten hat die Vorinstanz darauf mit Angabe des Streitwerts von unter 

CHF 2'000.– hingewiesen (vgl. dahingehende Rüge in act. 2 Rz. 23 und act. 9/16 

S. 1 f.; zum Streitwert s. auch E. 4.2. nachstehend). Eine erneute Vorladung, wie 

dies seit der Gesetzesrevision per 1. Januar 2025 bei unbegründeten Klagen im 

vereinfachten Verfahren erforderlich wäre(vgl. Art. 245 Abs. 1 ZPO), ist für das 

- 5 -

Schlichtungsverfahren nicht vorgesehen. Als lex specialis gehen die Bestimmun-

gen über die Säumnisfolgen im Schlichtungsverfahren den Bestimmungen des 

vereinfachten resp. ordentlichen Verfahrens vor. Dies wird auch dadurch verdeut-

licht, dass die Säumnisfolgen im Schlichtungsverfahren – im Gegensatz zu den 

anderen Verfahrensarten – je nach Säumniskonstellation abweichend geregelt 

sind (vgl. Art. 206 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO mit Art. 245 Abs. 1 oder Art. 234 ZPO). 

Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die unterschiedliche Be-

handlung der Säumnis im Schlichtungsverfahren und im vereinfachten resp. or-

dentlichen Verfahren eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers ist. 

4.1.3. Schliesslich ist festzuhalten, dass – entgegen der Ansicht des Beklagten 

(act. 2 Rz. 26 f.) – das Entscheidverfahren am 25. Juli 2025 zumindest in den 

Grundzügen protokolliert wurde (act. 9/18). 

4.1.4. Zusammengefasst liegt keine Rechtsverletzung im Zusammenhang mit 

der Schlichtungsverhandlung vom 25. Juli 2025 vor. 

4.2. In Bezug auf die Rüge der Überschreitung des Streitwerts von 

CHF 2'000.– stellt sich der Beklagte auf den Standpunkt, die Klägerin habe insge-

samt CHF 2'114.85 gefordert, wovon CHF 600.– als Nebenkosten resp. sinnge-

mäss als Schadenersatz eingeklagt worden seien (act. 2 Rz. 7). Weshalb es sich 

bei diesem Betrag um eine Schadensersatzforderung handeln soll, legt er aller-

dings nicht dar. Festzuhalten ist, dass der Beklagte im Entscheid verpflichtet 

wurde, der Klägerin den Betrag von CHF 600.– in Form einer Umtriebsentschädi-

gung zu zahlen (act. 8 Dispositiv-Ziffer 4). Eine solche Parteientschädigung 

(vgl. Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO) wird allerdings bei der Streitwertberechnung als 

"laufende Kosten des Verfahrens" nicht berücksichtigt (vgl. Art. 91 Abs. 1 ZPO). 

Dies hat die Vorinstanz richtigerweise auch nicht getan, zumal sie sowohl in ihrer 

Verfügung vom 8. Juli 2025 als auch in der gleichdatierten Eingangsanzeige/Vor-

ladung den Streitwert des Schlichtungsverfahrens mit CHF 1'514.85 – und damit 

ohne die Umtriebsentschädigung von CHF 600.– – angegeben hatte (act. 9/14 

und act. 9/16). Beide Urkunden wurden dem Beklagten zugestellt (a.a.O.). An-

lässlich der Schlichtungsverhandlung vom 25. Juli 2025 wurde als Rechtsbegeh-

ren der Klägerin Folgendes protokolliert (act. 9/18 S. 1):

- 6 -

" 1. CHF 1'514.85 nebst 10 % Zins seit 30.04.2020

CHF 600.00 Nebenkosten / Umtriebsentschädigung

CHF 74.00 Betreibungskosten in der Betreibung Nr. 1 

des BA Birmensdorf

2. [Rechtsvorschlag]

3. [K/E-Folgen]"

Auch wenn der Betrag von CHF 600.– (auch) als Nebenkosten aufgenom-

men wurde, geht aus dem darauf folgenden Schrägstrich sowie dem Begriff der 

Umtriebsentschädigung hervor, dass der fragliche Betrag als (prozessuale) Par-

teientschädigung zu verstehen ist. Da der Streitwert damit unter CHF 2'000.– 

liegt, hat die Vorinstanz ihre Entscheidkompetenz nicht überschritten (vgl. Art. 212 

Abs. 1 ZPO).

4.3. Bei den Ausführungen betreffend die Zusammensetzung der Forderung 

(act. 2 Rz. 28) sowie die Einrede der Verjährung (act. 2 Rz. 29 ff.) handelt es sich 

um im Beschwerdeverfahren unzulässige Noven, weshalb sie nicht zu beachten 

sind (vgl. vorstehend E. 2 sowie betreffend die Verjährung OGer ZH RT190061 

vom 4. November 2019, E. 2.b.ba). 

4.4. Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist.

5. Ausgangsgemäss wird der Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

In Anwendung von § 12 GebV OG in Verbindung mit § 3 Abs. 1 und 3 GebV OG 

ist die Gerichtsgebühr auf CHF 500.– festzusetzen und mit dem Vorschuss des 

Beklagten zu verrechnen. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen; dem 

Beklagten nicht, weil er unterliegt, der Klägerin nicht, weil sie keine Umtriebsent-

schädigung für das Beschwerdeverfahren beantragt hat (vgl. act. 15). 

- 7 -

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 500.– festgesetzt, dem 

Beklagten auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Vorschuss von 

CHF 500.– verrechnet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt un-
ter CHF 15'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw B. Lakic

versandt am: