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**Case Identifier:** dd8a2eef-902a-5e9d-ac48-2874967eeaa5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.05.2024 A-5660/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5660-2022_2024-05-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5660/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Keita Mutombo (Vorsitz), 

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin,  

Richterin Iris Widmer,    

Gerichtsschreiberin Karolina Yuan. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch  

SwissVAT AG,  

Stampfenbachstrasse 38, 8006 Zürich,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer; Forstrevier- und Schutzwaldbeiträge,  

Subvention, Treu und Glauben (Steuerperioden 2015-2019). 

 

 

 

A-5660/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Zweckverband A.________ (nachfolgend: Steuerpflichtige) mit Sitz in 

B._______ (Kanton C._______) bezweckt die effiziente und kostengüns-

tige Pflege und Bewirtschaftung der Wälder der Burgerkorporationen 

B._______ und D._______ (Kanton C._______) sowie der Bürgergemein-

den E._______ und G._______ (beide Kanton F._______). Zudem über-

nimmt sie auf dem Gebiet der Einwohnergemeinden B._______ und 

D._______ (nachfolgend für alle Gemeinden und Korporationen: Ver-

bandsgemeinden) die Aufgaben des Revierverbands. Sie ist seit dem 

1. August 2009 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Eidge-

nössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) eingetragen. 

B.  

Am 1. September 2020 führte die ESTV bei der Steuerpflichtigen eine Kon-

trolle für die Steuerperioden 2015 – 2019 durch. Sie schloss diese mit der 

Einschätzungsmitteilung (nachfolgend: EM) Nr. (…) vom 10. Dezember 

2020 ab und setzte die Steuernachforderung für die Steuerperioden 

2015 – 2019 auf Fr. 41'056.- fest. 

In der EM hielt die ESTV unter anderem fest, dass die Steuerpflichtige von 

den Kantonen C._______ und F._______ gestützt auf Vereinbarungen Re-

vierbeiträge (nachfolgend auch: Forstrevierbeiträge) für die Beratung und 

Holzanzeichnung im Privatwald sowie die Öffentlichkeitsarbeit erhalte. 

Diese Beiträge würden der Mehrwertsteuer zum Pauschalsteuersatz von 

6.1 % (bis 2017) bzw. 5.9 % (ab 2018) unterliegen (Ziff. 2 der EM).  

Weiter erbringe die Steuerpflichtige den Verbandsgemeinden eine Leis-

tung in Form von Schutzwaldpflege (Forstarbeiten), die zum Normalsatz 

steuerbar sei. Die Verbandsgemeinden würden als Waldbesitzerinnen hier-

für vom Kanton Beiträge erhalten. Erst ab der Steuerperiode 2018 seien 

diese Erträge von der Mehrwertesteuer ausgenommen (Ziff. 3b der EM). 

C.  

C.a Mit Eingabe vom 9. Februar 2021 bestritt die Steuerpflichtige die EM 

Nr. (…) und beantragte auf die Aufrechnungen gemäss deren Ziff. 2 und 3 

betreffend die Forstrevierbeiträge sowie die Schutzwaldbeiträge von Kan-

ton und Gemeinden zu verzichten. Für den Fall, dass die ESTV an ihrer 

Aufrechnung festhalte, beantragte die Steuerpflichtige eine einlässlich be-

gründete Verfügung. 

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Seite 3 

Zur Begründung der Bestreitung wies die Steuerpflichtige insbesondere 

darauf hin, dass mit den Forstrevierbeiträgen – mit Ausnahme der Holzan-

zeichnungen – sowie den Schutzwaldbeiträgen keine konkreten Einzelleis-

tungen abgegolten würden. Es handle sich bei den Beiträgen vielmehr um 

Pauschalen für die Erfüllung von im öffentlichen Interesse liegenden Auf-

gaben der Kantone F.______ und C._______. Da mit den Holzanzeichnun-

gen eine Bewilligung erteilt werde, handle es sich um eine hoheitliche Tä-

tigkeit. Die Schutzwaldbeiträge seien zudem weitergeleitete Subventionen. 

Gestützt auf eine verbindliche Auskunft, welche von der ESTV erst per 

1. Januar 2019 widerrufen worden sei, sei es rechtswidrig, diese Beiträge 

zu besteuern. 

C.b Mit Verfügung vom 2. November 2022 setzte die ESTV die Steuer-

nachforderung für die Steuerperioden 2015 – 2019 auf Fr. 40'814.- zuzüg-

lich Verzugszins fest. Der Begründung kann entnommen werden, dass die 

Steuerpflichtige die Revierbeiträge vom Kanton C._______ für die Bereit-

schaft erhalte, private Waldeigentümer zu beraten. Dabei erbringe sie (die 

Steuerpflichtige) eine steuerbare Leistung an den Kanton C._______. Dies 

gelte auch für die Holzanzeichnung die der Steuerpflichtigen als gesetzli-

che Vollzugsaufgabe übertragen und als Teil der Revierbeiträge entschä-

digt würde. Entsprechend könne ausgeschlossen werden, dass die Steu-

erpflichtige dem Kanton C._______ gegenüber eine hoheitliche Aufgabe 

erbringe. Steuerbare Leistungen lägen auch den Revierbeiträgen zu 

Grunde, die die Steuerpflichtige vom Kanton F._______ für die Erfüllung 

gesetzlich vorgesehener Aufgaben im Bereich der Waldwirtschaft erbringe. 

Die Schutzwaldbeiträge der beiden Kantone würden insoweit als Subven-

tionen gelten, als sie den Waldeigentümern ausbezahlt würden, welche die 

Waldbewirtschaftung von Gesetzes wegen vornehmen müssten. Die Steu-

erpflichtige führe die entsprechenden Arbeiten zugunsten der Waldeigen-

tümer aus und erbringe damit eine steuerbare Leistung an diese, welche 

für die Steuerperioden 2015 – 2017 der Mehrwertsteuer unterliege. 

Schliesslich würden die schriftlichen Auskünfte, mit welchen sie – so die 

ESTV abschliessend – den kantonalen Ämtern in den Jahren 2007 und 

2008 rechtsverbindliche Auskünfte erteilt habe, Bindungswirkung nur zwi-

schen ihr und diesen entfalten. Eine entsprechend schriftliche Auskunft, 

welche die Steuerpflichtige betreffen würde, sei nicht aktenkundig. 

  

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Seite 4 

D.  

D.a Gegen die Verfügung vom 2. November 2022 erhob die Steuerpflich-

tige am 2. Dezember 2022 Einsprache und beantragte, diese als Sprung-

beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht weiterzuleiten. In der Sache 

beantragt sie – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

ESTV –, die Forstrevierbeiträge (Ziff. 2 der EM) sowie die Schutzwaldbei-

träge (Ziff. 3b der EM) um den Betrag von Fr. 37’511.40 zu reduzieren.  

Die ESTV kam dem Antrag der Steuerpflichtigen (nachfolgend: Beschwer-

deführerin) um Weiterleitung der Einsprache (nachfolgend: Beschwerde) 

als Sprungbeschwerde ans Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 

7. Dezember 2022 nach.  

D.b In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2023 beantragt die ESTV 

(nachfolgend: Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde unter Kosten-

folge zu Lasten der Steuerpflichtigen (nachfolgend: Beschwerdeführerin). 

D.c In ihrer unaufgeforderten Stellungnahme vom 17. Februar 2023 liess 

die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht ergänzende Über-

legungen zukommen. 

Auf die detaillierten Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Akten 

wird – soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der fol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche Ausnahme liegt hier nicht vor. 

Die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundes-

verwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde sachlich zuständig. 

1.2 Angefochten ist vorliegend die Verfügung der Vorinstanz vom  

2. November 2022. Diese ist einlässlich begründet. Die Vorinstanz hat die 

dagegen gerichtete Einsprache vom 2. Dezember 2022 – auf Antrag der 

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Seite 5 

Beschwerdeführerin – als Sprungbeschwerde im Sinne von Art. 83 Abs. 4 

des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 (MWSTG, SR 641.20) an 

das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet. Letzteres ist somit für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde auch funktionell zuständig (statt 

vieler: Urteile des BVGer A-3115/2022 vom 21. Juni 2023 E. 1.2,  

A-6454/2020 vom 21. Dezember 2021 E. 1.2, A-5601/2019 vom 6. Mai 

2020 E. 1.2). 

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG und das MWSTG nichts anderes bestimmen 

(Art. 37 VGG, Art. 81 Abs. 1 MWSTG). 

1.4 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfü-

gung von dieser betroffen. Sie ist damit zur Beschwerdeerhebung berech-

tigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht  

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereichte Beschwerde ist dem-

nach einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann die angefochtene Verfügung in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht und der unrichtigen oder unvollständigen Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts auch die Unangemessenheit 

rügen (Art. 49 VwVG). 

1.6 Im Verwaltungsverfahren und in der Verwaltungsrechtspflege gilt der 

Untersuchungsgrundsatz, wonach die Behörde den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat (Art. 12 VwVG, der im 

Mehrwertsteuerrecht trotz der Ausnahme in Art. 2 Abs. 1 VwVG anwendbar 

ist [Art. 81 Abs. 1 MWSTG]). Demnach muss die entscheidende Behörde 

den Sachverhalt von sich aus abklären. Sie trägt die Beweisführungslast 

(sog. subjektive oder formelle Beweislast). Die Untersuchungsmaxime er-

fährt allerdings durch die Mitwirkungspflicht der Verfahrensparteien eine 

Einschränkung (Art. 13 VwVG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 MWSTG). Im Mehrwert-

steuerverfahren wird die Untersuchungsmaxime insbesondere durch das 

Selbstveranlagungsprinzip als spezialgesetzlich statuierte Mitwirkungs-

pflicht der steuerpflichtigen Person relativiert (statt vieler: BGE 137 II 136 

E. 6.2; BVGE 2010/64 E. 1.4.1; Urteile des BVGer A-4304/2021 vom 

16. Juni 2023 E. 1.6.1, A-2900/2014 vom 29. Januar 2015 E. 1.3). 

Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung (BGE 130 II 482 E. 3.2; Art. 81 Abs. 3 MWSTG). 

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Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darüber, ob 

eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der 

Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdi-

gung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachum-

stand verwirklicht hat. Gelangt das Gericht nicht zu diesem Ergebnis, kom-

men die Beweislastregeln zur Anwendung. Dabei ist – in analoger Anwen-

dung von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezem-

ber 1907 (SR 210; nachfolgend: ZGB) – im Fall der Beweislosigkeit zuun-

gunsten jener Partei zu urteilen, welche die Beweislast trägt. Im Steuer-

recht gilt, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründen-

den und -erhöhenden Tatsachen trägt, während die steuerpflichtige Person 

für die steueraufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist 

(statt vieler: BGE 140 II 248 E. 3.5; Urteile des BGer 2C_562/2020 vom 

21. Mai 2021 E. 5.2.6.1, 2C_596/2020 vom 10. März 2021 E. 2.3.1; Urteil 

des BVGer A-4487/2019, A-4488/2019 vom 26. Oktober 2020 E. 1.4.2). 

1.7 Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt betrifft die Steuerperioden 

2015 – 2019. Somit ist in casu das MWSTG gemäss den in diesen Jahren 

gültigen Fassungen (AS 2015 5339, 2016 2131, 2017 249 3575, 2018 

5103) massgebend. 

2.  

Vorab ist in Bezug auf den Sachverhalt festzuhalten, dass die Beschwer-

deführerin implizit darauf verzichtet hat, Unterlagen zu den Schutzwaldbei-

trägen einzureichen, die sie vom Kanton F._______ erhalten hat (Ziff. 3.2 

Bst. b der Beschwerde). Diese wurden von der Vorinstanz unter der glei-

chen Kontonummer wie die Schutzwaldbeiträge des Kantons C._______ 

aufgerechnet (Ziff. 3b der EM). Soweit die Beschwerdeführerin aus den 

Schutzwaldbeiträgen des Kantons F._______ daher etwas zu ihren Guns-

ten ableiten will hätte es ihr oblegen, die entsprechenden Unterlagen ein-

zureichen. Da sie darauf verzichtet hat, hat sie die Folgen der Beweislosig-

keit ihrer Behauptung zu tragen (E. 1.6). Im Ergebnis ändert dies indessen 

nichts, da die mehrwertsteuerliche Qualifikation der kantonalen Schutz-

waldbeiträge grundsätzlicher Art und der Auszahlungsmechanismus (Stun-

denrapporte, Pauschalen pro massgebendem Perimeter) nicht entschei-

dend ist (E. 5.4.4; vgl. Urteil des BVGer A-2648/2019 vom 27. Mai 2020 

E. 5.5). 

  

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3.  

3.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 130 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 

18. April 1999 [SR 101; nachfolgend: BV]; Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Der 

Mehrwertsteuer unterliegen unter anderem die im Inland durch Personen 

gegen Entgelt erbrachten Leistungen, soweit dieses Gesetz keine Aus-

nahme vorsieht (Inlandsteuer; Art. 1 Abs. 2 Bst. a und Art. 18 Abs. 1 

MWSTG). Der Leistungsbegriff ist ein Oberbegriff, der sowohl die Lieferun-

gen (Art. 3 Bst. d MWSTG) als auch die Dienstleistungen umfasst (Art. 3 

Bst. e MWSTG). Als Leistung gilt die Einräumung eines verbrauchsfähigen 

wirtschaftlichen Wertes an eine Drittperson in Erwartung eines Entgelts, 

auch wenn sie von Gesetzes wegen oder aufgrund behördlicher Anord-

nung erfolgt (Art. 3 Bst. c MWSTG). Als Entgelt gilt der Vermögenswert, 

den der Empfänger oder an seiner Stelle eine Drittperson für den Erhalt 

einer Leistung enthält (Art. 3 Bst. f MWSTG). 

3.2 Damit eine steuerbare Leistung vorliegt, muss sie im Austausch mit ei-

nem Entgelt erfolgen (sog. «Leistungsverhältnis» [vgl. Art. 1 Abs. 2 

MWSTG]).  

3.2.1 Die Annahme eines mehrwertsteuerlichen Leistungsverhältnisses 

setzt voraus, dass zwischen Leistung und Entgelt eine «innere wirtschaft-

liche Verknüpfung» gegeben ist (statt vieler: BGE 141 II 182 E. 3.3; Urteile 

des BVGer A-553/2021 vom 8. Februar 2022 E. 2.1, A-4155/2021 vom 

31. Mai 2022 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Die Entgeltlichkeit stellt dabei ein 

unabdingbares Tatbestandsmerkmal einer mehrwertsteuerlichen Leistung 

dar. Besteht zwischen Leistungserbringer und -empfänger kein solches 

Austauschverhältnis, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich irrelevant (statt 

vieler: BGE 132 II 353 E. 4.3; Urteil des BVGer A-4155/2021 vom 31. Mai 

2022 E. 2.2.1). Als entgeltlich und somit als Leistungen im mehrwertsteu-

erlichen Sinne gelten alle Leistungen, welche in Erwartung eines Entgelts 

erbracht wurden (Botschaft vom 25. Juni 2008 zur Vereinfachung der Mehr-

wertsteuer, BBl 2008 6885, 6941). Hierbei ist auf die Sicht des Leistungs-

empfängers abzustellen (Urteil des BGer 2C_585/2017 vom 6. Februar 

2019 E. 3.2 mit Hinweisen; Urteil des BVGer A-2648/2019 vom 27. Mai 

2020 E. 3.1 mit Hinweisen).  

  

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3.2.2 Mangels Leistung – bzw. weil diesen Mittelflüssen die innere wirt-

schaftliche Verknüpfung mit einer mehrwertsteuerlichen Leistung fehlt (vgl.  

FELIX GEIGER, in: Geiger/Schluckebier [Hrsg.], MWST Kommentar, 2. Aufl. 

2019 [nachfolgend: MWST Kommentar], N 9 zu Art. 18 MWSTG) – gelten 

namentlich die in Art. 18 Abs. 2 Bst. a – l MWSTG genannten Mittelflüsse 

nicht als Entgelt (sog. Nicht-Entgelte; vgl. auch Urteile des BVGer  

A-2765/2022 vom 9. Februar 2024 E. 2.2, A-2566/2020 vom 11. November 

2021 E. 2.5). Das Weiterleiten solcher Mittelflüsse unterliegt nicht der 

Steuer (vgl. Art. 30 Abs. 1 der Mehrwertsteuerverordnung vom 27. Novem-

ber 2009 [MWSTV, SR 641.201]).  

Zu den sog. Nicht-Entgelten zählen nach Art. 18 Abs. 2 Bst. a MWSTG un-

ter anderem Subventionen und andere öffentlich-rechtliche Beiträge, selbst 

wenn sie gestützt auf einen Leistungsauftrag oder eine Programmverein-

barung gemäss Art. 46 Abs. 2 BV ausgerichtet werden (BGE 141 II 182 

E. 3.1; Urteile des BVGer A-553/2021 vom 8. Februar 2022 E. 2.6.1, 

A-2566/2020 vom 11. November 2021 E. 2.5.1 [bestätigt durch BGE 149 II 

43]).  

3.3 Das Mehrwertsteuergesetz kennt keine Legaldefinition der Subvention 

oder der anderen öffentlich-rechtlichen Beiträge (ANNIE ROCHAT PAUCH-

ARD, Subventions, mandats de prestations, conventions-programmes et 

TVA, in: OREF [Hrsg.], Au carrefour des contributions, 2020, S. 247, die 

auf S. 250 darauf hinweist, dass auch die Doktrin zum Subventionsgesetz 

[dazu sogleich] nicht einheitlich sei). Entsprechend dem Gebot der Einheit 

der Rechtsordnung ist dafür grundsätzlich auf die Subventionsgesetzge-

bung zurückzugreifen (BGE 149 II 43 E. 3.2 f., 140 I 153 E. 2.5.4; Urteil 

des BGer 2C_826/2016 vom 6. April 2018 E. 2.5; Urteile des BVGer  

A-5458/2021 vom 16. Dezember 2022 E. 2.4.2, A-2566/2020 vom 11. No-

vember 2021 E. 2.5.1.1). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

werden Subventionen allgemein als Leistungen kraft öffentlichen Rechts 

bezeichnet, die anderen Rechtspersonen für bestimmte Zwecke zukom-

men, ohne dass dies zu einer unmittelbaren Gegenleistung an den Sub-

ventionsgebenden führt (vgl. BGE 126 II 443 E. 6b; Urteil des BVGer  

A-5458/2021 vom 16. Dezember 2022 E. 2.4.4.1). 

3.3.1 Nach Art. 29 MWSTV gelten als Subventionen oder andere öffentlich-

rechtliche Beiträge namentlich die vom Gemeinwesen ausgerichteten:  

a) Finanzhilfen im Sinne von Art. 3 Abs. 1 des Subventionsgesetzes vom 

5. Oktober 1990 (SuG, SR 616.1);  

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Seite 9 

b) Abgeltungen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Bst. a SuG, sofern kein Leis-

tungsverhältnis vorliegt; 

c) Forschungsbeiträge, sofern dem Gemeinwesen kein Exklusivrecht auf 

die Resultate der Forschung zusteht;  

d) mit den Buchstaben a – c vergleichbaren Mittelflüsse, die gestützt auf 

kantonales und kommunales Recht ausgerichtet werden. 

Unter Abgeltungen im Sinn von Art. 3 Abs. 2 SuG sind Leistungen an Emp-

fänger ausserhalb der Bundesverwaltung zu verstehen, die zur Milderung 

oder zum Ausgleich von finanziellen Lasten, die sich ergeben aus der Er-

füllung von bundesrechtlich vorgeschriebenen Aufgaben (Bst. a) oder aber 

von öffentlich-rechtlichen Aufgaben, die dem Empfänger vom Bund über-

tragen worden sind (Bst. b). Letztere werden in Art. 29 MWSTV nicht ge-

nannt, da diesfalls in der überwiegenden Zahl der Fälle ein Leistungsver-

hältnis vorliegt. Auch hier ist jedoch im Einzelfall nicht ausgeschlossen, 

dass dem beitragsausrichtenden Gemeinwesen gegenüber keine Leistung 

erbracht wird und es sich bei den Beiträgen um Subventionen handelt (zum 

Ganzen: Urteil des BVGer A-187/2021 vom 12. Februar 2022 E. 2.3.1; vgl. 

Erläuterungen zur Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009, 

Art. 29 Bst. b MWSTV (https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/atta-

chments/17547.pdf, letztmals besucht am 8. April 2024). 

Die vergleichbaren Mittelflüsse nach Art. 29 Bst. d MWSTV, die gestützt 

auf kantonales oder kommunales Recht ausgerichtet werden, müssen 

nicht unmittelbar auf ein kantonales oder kommunales Subventionsgesetz 

ergehen. Es reicht, dass sie sich auf andersartiges kantonales oder kom-

munales Recht stützen (BGE 149 II 43 E. 3.3; Urteil des BVGer A-553/2021 

vom 8. Februar 2022 E. 2.6.2). Zu denken ist etwa an einen Beschluss des 

zuständigen kommunalen Organs (Legislative oder Exekutive), das in An-

wendung eines Gemeindereglements erfolgt (Urteil des BGer 

2C_368/2022 vom 16. Dezember 2022 E. 3.3.3). 

3.3.2 Beim Begriff der Subvention bzw. des öffentlich-rechtlichen Beitrags 

im Sinn von Art. 18 Abs. 2 Bst. a MWSTG handelt es sich um einen wirt-

schaftlichen Begriff. Ob ein bestimmter Mittelfluss unter diesen Begriff fällt, 

ist im Einzelfall und unabhängig von der Bezeichnung des Mittelflusses zu 

entscheiden (Urteile des BGer 2C_268/2022 vom 16. Dezember 2022 

E. 3.3.2, 2C_356/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 5, 2C_233/2019 vom 

29. August 2019 E. 5.4). Eine Subvention oder ein anderer öffentlich-recht-

licher Beitrag im Sinne von Art. 18 Abs. 2 Bst. a MWSTG kann auch dann 

vorliegen, wenn sich der Mittelfluss nicht auf das Subventionsgesetz stützt 

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/17547.pdf
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/17547.pdf

A-5660/2022 

Seite 10 

(Urteil des BGer 2C_356/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 5; Urteil des 

BVGer A-6558/2020 vom 13. April 2022 E. 4.4.3 [bestätigt durch Urteil des 

BGer 9C_609/2022 vom 13. Juni 2023]).  

Auch Leistungen, die sich der Staat zur Erfüllung seiner öffentlichen Auf-

gabe beschafft, können der Mehrwertsteuerpflicht unterliegen. Vorausset-

zung ist auch hier, dass ein Leistungsverhältnis vorliegt und nicht eine Sub-

vention, welche kein Entgelt im Sinne der Mehrwertsteuer ist. Es ist als-

dann zu unterscheiden, ob der Staat eine Subvention bezahlt, um ein be-

stimmtes Verhalten, das im öffentlichen Interesse liegt, zu fördern (BGE 

141 II 182 E. 3.3, 140 I 153 E. 2.5.4 f.; Urteile des BVGer A-187/2021 vom 

12. Februar 2022 E. 2.3.3, A-471/2021 vom 27. Juni 2022 E. 3.4.3.4 [be-

stätigt mit Urteil des BGer 9C_736/2022 vom 3. April 2023]) oder ob er sich 

eine individualisierte und konkrete Leistung beschafft, um eine ihm oblie-

gende Aufgabe zu erfüllen (BGE 141 II 182 E. 3.5; Urteile des BGer 

2C_233/2019 vom 29. August 2019 E. 5.3, 2C_196/2012 vom 10. Dezem-

ber 2012 E. 3.2.5; Urteil des BVGer A-5458/2021 vom 16. Dezember 2022 

E. 2.4.2). Zwar liegt auch bei einer Subvention insofern eine gewisse Leis-

tung des Geldempfängers vor, als er sich in einer Weise verhält, die dem 

öffentlichen Interesse als förderungswürdige Gegenleistung erscheint 

(BGE 126 II 443 E. 6c; Urteil des BGer 2C_196/2012 vom 10. Dezember 

2012 E. 2.5; Urteil des BVGer A-5458/2021 vom 16. Dezember 2022 

E. 2.4.4.1). Es besteht darin keine innere wirtschaftliche Verknüpfung zwi-

schen Leistung und Gegenleistung, so dass nicht von einem Leistungsaus-

tausch gesprochen werden kann (BGE 149 II 53 E. 6.1, 141 II 182 E. 3.3; 

zum Ganzen: Urteil des BVGer A-2648/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3.2.2).  

Ist mit der Geldleistung der öffentlichen Hand keine spezifische (Ge-

gen-)Leistung der empfangenden Person verknüpft und steht es ihr frei, 

wie sie die zur Förderung des angestrebten Zwecks notwendigen Mass-

nahmen treffen will, deutet dies praxisgemäss auf eine Subvention hin (Ur-

teile des BVGer A-4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 6.1.6, A-2648/2019 vom 

27. Mai 2020 E. 3.2.2 in fine). Abgesehen von dieser Verhaltensbindung 

sind Subventionen und andere Beiträge der öffentlichen Hand jedoch «un-

entgeltlich», d.h. ein wirtschaftlich gleichwertiges Entgelt ist für sie nicht zu 

entrichten (BGE 140 I 153 E. 2.5.5, 126 II 443 E. 6c; Urteil des BGer 

2C_196/2012 vom 10. Dezember 2012 E. 2.3; Urteile des BVGer  

A-2704/2020 vom 22. März 2022 E. 2.3 [bestätigt durch Urteil des BGer 

2C_368/2022 vom 16. Dezember 2022], A-2566/2020 vom 11. November 

2021 E. 2.5.1.2 [bestätigt durch BGE 149 II 43]; GEIGER, MWST Kommen-

tar, N 11 zu Art. 18 MWSTG; zum Ganzen: BGE 141 II 182 E. 3.5). 

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A-5660/2022 

Seite 11 

Demgegenüber weist ein Interesse des Beitragszahlers an der Erfüllung 

der öffentlichen Aufgabe auf ein Leistungsverhältnis hin. Wie gesehen (s. 

weiter oben in dieser Erwägung), kann dieses Interesse insbesondere da-

rin bestehen, dass die Leistung des Beitragsempfängers den Staat von ei-

ner ihm obliegenden Aufgabe entlastet (Urteil des BVGer A-2648/2019 vom 

27. Mai 2020 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

3.4 Subventionen sind demzufolge von vornherein nicht Gegenstand eines 

mehrwertsteuerrechtlichen Leistungsverhältnisses. Sie sind nicht Entgelt 

für eine vom Subventionsempfänger zu erbringende marktwirtschaftliche 

Leistung und fliessen folgerichtig nicht in die Bemessungsgrundlage für die 

Mehrwertsteuer ein (vgl. Urteil des BGer 2C_368/2022 vom 16. Dezember 

2022 E. 3.2.4; Urteil des BVGer A-5046/2021 vom 15. August 2023 E. 2.4).  

3.5 Wie bereits erwähnt, hat die Weiterleitung von Mittelflüssen nach 

Art. 18 Abs. 2 Bst. a-c MWSTG bei demjenigen, der den Beitrag weiterlei-

tet, keine steuerlichen Konsequenzen (vgl. E. 3.2.2). Mit dieser Regelung 

wird sichergestellt, dass keine Umqualifikation der Mittelflüsse erfolgt, 

wenn der Beitragsempfänger nicht der End-Destinatär ist, sondern Ersterer 

die finanziellen Mittel lediglich im Sinne des Beitragszahlers an die End-

Destinatäre weiterleitet. Gegebenenfalls hat die Weiterleitung der Mittel-

flüsse nicht zur Folge, dass zwischen dem Beitragsempfänger und dem 

End-Destinatär ein Leistungsverhältnis entsteht (Urteil des BVGer  

A-2648/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3.2.3; GEIGER, MWST Kommentar, N 51 

zu Art. 18 MWSTG). Damit eine blosse Weiterleitung vorliegt, muss dem 

End-Destinatär der Mittelflüsse nach Art. 18 Abs. 2 Bst. a-c MWSTG oder 

eines Teils davon ein Rechtsanspruch darauf zustehen. Der Mittelzufluss 

muss für ihn bestimmt sein und der oder die Zwischenempfänger der Bei-

träge müssen zur Weiterleitung verpflichtet sein. Sie treten hinsichtlich die-

ser Mittel nur als Vertreter auf (Urteil des BVGer A-2765/2022 vom 9. Feb-

ruar 2024 E. 2.7.2 [angefochten beim BGer]; BEATRICE BLUM, MWST Kom-

mentar, N 16 zu Art. 33 MWSTG).  

4.  

4.1 Gemäss Art. 77 BV sorgt der Bund dafür, dass der Wald seine  

Schutz-, Nutz- und Wohlfahrtsfunktionen erfüllen kann (Abs. 1). Er legt die 

Grundsätze über den Schutz des Waldes fest (Abs. 2). Er fördert Massnah-

men zur Erhaltung des Waldes (Abs. 3). Gestützt auf diese Verfassungs-

grundlage hat der Bundesgesetzgeber das Waldgesetz vom 4. Oktober 

1991 (WaG, SR 921.0) erlassen, wonach – unter Vorbehalt von Art. 49 

WaG (betreffend die eigenen Vollzugsaufgaben des Bundes und 

A-5660/2022 

Seite 12 

namentlich des Bundesrates) – die Kantone dieses Gesetz vollziehen und 

die notwendigen Vorschriften erlassen (Art. 50 Abs. 1 WaG). Zwecks Voll-

zugs sorgen die Kantone für eine zweckmässige Organisation des Forst-

dienstes (Art. 51 Abs. 1 WaG). Sie teilen ihre Gebiete in Forstkreise und 

Forstreviere ein. Diese werden durch Waldfachleute mit höherer Ausbil-

dung und praktischer Erfahrung geleitet (Art. 51 Abs. 2 WaG). In finanziel-

ler Hinsicht gewährt der Bund den Kantonen auf der Grundlage von Pro-

grammvereinbarungen globale Abgeltungen an Massnahmen, die für die 

Erfüllung der Funktion des Schutzwaldes notwendig sind (Art. 37 Abs. 1 

Einleitungssatz WaG).  

4.2  

4.2.1 Die Verfassung des Kantons F._______ vom 17. Mai 1984 (SGS 100; 

nachfolgend: KV/F.) sieht in Bezug auf die Waldwirtschaft vor, dass der 

Kanton für die Erhaltung des Waldes sorgt und zusammen mit den Einwoh-

nergemeinden die Waldwirtschaft unterstützt, wobei Letztere die Aufsicht 

über den Wald im Rahmen ihrer Gebietshoheit ausüben (§ 124 KV/F.). 

Ebenso sind die Bürgergemeinden zur Bewirtschaftung ihrer Waldungen 

verpflichtet, wobei sie mit den Einwohnergemeinden zusammenarbeiten  

(§ 44 Abs. 3 KV/F.).  

4.2.2 Gemäss dem kantonalen Waldgesetz vom 11. Juni 1998 des Kan-

tons F._______ (kWaG, […]) obliegt die Waldbewirtschaftung den Waldei-

gentümern (§ 14 Abs. 2 Satz 1 kWaG).  

In organisatorischer Hinsicht besteht ein Forstrevier in der Regel aus dem 

Gebiet einer oder mehrerer Einwohnergemeinden (§ 31 Abs. 1 kWaG). Der 

Regierungsrat fasst die Forstreviere zu Forstkreisen zusammen  

(§ 32 Abs. 1 kWaG). Die Bürgergemeinden, die Burgergemeinden, die Bur-

gerkorporationen, die Einwohnergemeinden und der Kanton haben zur ge-

meinsamen, effizienten Bewirtschaftung ihrer Waldungen einen Verband 

zu bilden, wenn sie im Forstrevier je mehr als 25 ha Waldeigentum besit-

zen (Revierverband). In besonderen Fällen kann der Regierungsrat die Re-

vierverbandspflicht aufheben oder schon bei kleineren Waldflächen vorse-

hen (§ 34 Abs. 1 kWaG). Für den Revierverband gilt das Gemeindegesetz 

(§ 34 Abs. 2 Satz 1 kWaG). Der Revierförster leitet im Dienst des Revier-

verbands den Forstbetrieb (§ 35 Abs. 1 Bst. a kWaG), unterstützt die Ein-

wohnergemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Wald (§ 35 Abs. 1 

Bst. b kWaG) und übt für den Kanton die Forstaufsicht im Forstrevier aus 

(§ 35 Abs. 1 Bst. c kWaG). Vereinbarungen mit anderen Kantonen über 

A-5660/2022 

Seite 13 

eine gemeinsame Forstorganisation bleiben vorbehalten § 33 Abs. 1 

kWaG).  

4.2.3 In finanzieller Hinsicht gewährt der Kanton F._______ auf Gesuch hin 

«Anschlussbeiträge an Bundesbeiträge» sowie «Von Bundesbeiträgen un-

abhängige Kantonsbeiträge» (s. Sachüberschrift zu § 26 und 27 kWaG 

i.V.m. § 49 Abs. 2 kantonale Waldverordnung vom 22. Dezember 1998 

[kWaV, SGS 570.11]). Er vergütet den Revierverbänden die von ihm an die 

Revierförster übertragenen Aufgaben (§ 28 Abs. 1 kWaG). Vergütet wer-

den nach § 28 Abs. 2 kWaG insbesondere: die Aufsicht der Forstaufsicht 

im Forstrevier (Bst. a), die Erteilung der Holzschlagbewilligungen für die 

nicht-betriebsplanpflichtigen Waldeigentümer sowie deren Beratung 

(Bst. b), die Mitwirkung bei der Waldentwicklungsplanung (Bst. c), die Mit-

wirkung bei der Erfüllung forstlich angeordneter kantonaler Aufgaben im 

Wald (Bst. d). Der Kanton vergütet die Aufgaben nach § 28 Abs. 2 Bst. a-c 

kWaG jährlich und pauschal (§ 51 Abs. 1 kWaV). Die übrigen Vergütungen 

des Kantons an die Revierverbände erfolgen jährlich und nach den aufge-

wendeten Selbstkosten (§ 51 Abs. 2 kWaV). 

Die Einwohnergemeinden vergüten dem Revierverband die kommunalen 

Aufgaben, die dem Revierförster übertragen sind (§ 30 Abs. 1 kWaG). Die 

Vergütungen erfolgen jährlich und nach den aufgewendeten Selbstkosten 

(§ 55 Abs. 1 kWaV).  

4.3  

4.3.1 Laut Art. 123 der Verfassung des Kantons C._______ vom 8. Juni 

1986 (KV/C., […]) übt der Kanton die Aufsicht über alle Waldungen aus 

(Abs. 1). Er gewährleistet die Erhaltung der Wälder in ihrer Schutz-, Nutz- 

und Erholungsfunktion (Abs. 2). Er fördert die naturnahe Bewirtschaftung 

der Wälder (Abs. 3).  

4.3.2 In Bezug auf die Forstorganisation teilt der Regierungsrat das Kan-

tonsgebiet in Forstkreise und Forstreviere ein (§ 28 des Waldgesetzes vom 

29. Januar 1995 des Kantons C._______ […; nachfolgend: WaG/C.]). Die 

Wälder einer oder mehrerer politischer Gemeinden sind für den Vollzug 

von hoheitlichen Aufgaben zu einem Forstrevier zu vereinigen (§ 30 Abs. 1 

WaG/C.). In der Regel leiten die Leiter von Forstrevieren öffentliche Forst-

betriebe oder Forstbetriebsgemeinschaften. Die Leitung der betrieblichen 

Aufgaben kann auch an private Unternehmen übertragen werden (§ 30 

Abs. 2 WaG/C.). Waldeigentümer können zur gemeinsamen Bewirtschaf-

tung ihrer Wälder Forstbetriebsgemeinschaften bilden oder gemeinsam 

A-5660/2022 

Seite 14 

Unternehmen errichten (§ 31 Abs. 1 WaG/C.). Kanton und Gemeinden 

können Vollzugsaufgaben an andere Träger öffentlicher Aufgaben im Sinne 

von Art. 85 KV/C. delegieren (§ 35 Einleitungssatz WaG/C.). Der Regie-

rungsrat kann mit Nachbarkantonen Vereinbarungen treffen, wenn Forst-

betriebsgemeinschaften Wälder aus verschiedenen Kantonen umfassen 

(§ 31 Abs. 5 WaG/C.). 

Gemäss § 13 Abs. 2 WaG/C. ist die Bewirtschaftung der Wälder Aufgabe 

der Eigentümer, wobei die Massnahmen naturnah und wirtschaftlich aus-

zuführen sind. 

4.3.3 In finanzieller Hinsicht entrichtet der Kanton gestützt auf Programm-

vereinbarungen mit dem Bund und im Rahmen der bewilligten Kredite För-

derungsbeiträge, sofern die Voraussetzungen nach Artikel 35 Abs. 1 WaG 

erfüllt sind (§ 25 Abs. 1 WaG/C.). Diese unterteilen sich in Abgeltungen für 

den Schutz vor Naturereignissen und die Erfüllung der Funktion des 

Schutzwaldes sowie Finanzhilfen für Massnahmen zur Erhaltung und Ver-

besserung der biologischen Vielfalt im Wald und der Wirtschaftlichkeit der 

nachhaltigen Waldbewirtschaftung (§ 26 Abs. 1 und 2 WaG/C. i.V.m. § 46 

der Waldverordnung vom 14. November 1995 des Kantons C._______ 

[WaVC., …] sowie Art. 36 f. und 38 f. WaG). Abgeltungen sind Beiträge zur 

Milderung oder zum Ausgleich von finanziellen Lasten, die sich aus der 

Erfüllung rechtlich vorgeschriebener oder öffentlich-rechtlicher Aufgaben 

ergeben und dem Empfänger vom Bund oder Kanton übertragen worden 

sind (§ 47 Abs. 1 WaVC.). Beim Schutzwald richtet sich die Höhe der Ab-

geltungen nach der zu pflegenden Schutzwaldfläche, der zu verhindernden 

Gefährdung und der Wirksamkeit der Massnahme (§ 26 Abs. 3 Satz 2 

WaG/C.). Die Höhen der Finanzhilfen beträgt maximal 70 % der beitrags-

berechtigten Kosten (§ 26 Abs. 4 WaG/C.). Weiter entrichtet der Kanton 

den Waldeigentümern Beiträge an die gemeinwirtschaftlichen Leistungen 

(§ 27 Abs. 1 WaG/C.). 

4.4  

4.4.1 Die Beschwerdeführerin ist gemäss ihren Statuten vom 1. August 

2009 ein Zweckverband im Sinn von § 34 Abs. 1 Bst. c des Gemeindege-

setzes vom 28. Mai 1970 des Kantons F._______ (GemG, SGS 180 [siehe 

auch § 34c GemG]), § 34 kWaG und § 58 kWaV sowie § 51 Abs. 5 WaG/C. 

(§ 1 der Statuten). Sie bezweckt die effiziente und kostengünstige Pflege 

und Bewirtschaftung der Wälder der Verbandsgemeinden, wobei ihr diese 

hierfür ihre Wälder unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung stellen, wäh-

rend das Eigentum an den Wäldern bei den Verbandsgemeinden verbleibt 

A-5660/2022 

Seite 15 

(§ 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 1 und 4 der Statuten). Die Betriebsleitung der Be-

schwerdeführerin übernimmt die dem Revierförster von den Kantonen 

übertragenen hoheitlichen und im öffentlichen Interesse liegenden Aufga-

ben auf dem Gebiet der Verbandsgemeinden und eigener Waldungen auf 

dem Gebiet anderer Gemeinden (§ 7 Abs. 1 der Statuten). 

4.4.2 In finanzieller Hinsicht stehen die Beiträge Dritter an die Nutzung und 

Pflege der betreuten Waldungen der Beschwerdeführerin zu (§ 5 Abs. 3 

der Statuten). Gleiches gilt für die Pauschalabgeltungen der Kantone für 

die Leistungen des Revierförsters (§ 7 Abs. 2 der Statuten). Der Betriebs-

gewinn gemäss Jahresrechnung wird je nach Stand des Eigenkapitals an 

die Verbandsgemeinden im Verhältnis zur Gesamtwaldfläche ganz oder zu 

einem Drittel ausbezahlt (§ 24 Abs. 2 und 3 der Statuten). 

4.5  

4.5.1 Zwischen dem Kanton C._______ und der Beschwerdeführerin be-

steht eine Leistungsvereinbarung vom 25. Januar und 3. April 2013 (Akten 

der Vorinstanz [nachfolgend: act. 4]). In deren Anhang werden für die ein-

zelnen Bereiche, insbesondere Waldbewirtschaftung, Privatwald und Öf-

fentlichkeitsarbeit, die Aufgaben und Zuständigkeiten detailliert umschrie-

ben (z.B. Holzanzeichnung gemäss Weisung, Führen einer Nutzungskon-

trolle, Melden von Missständen/Vergehen an Kreisförster [Notiz, 

Planskizze mit Koordinaten und Fotos], Holzschlaggesuch zur Bewilligung 

an Kreisförster einreichen, Weiterleiten von Gesuchen für Fördermassnah-

men, waldbauliche Beratung, Öffentlichkeitsarbeit leisten [Waldführungen, 

Medienarbeit, Vorträge]). 

4.5.2 Sodann legt der Kanton C._______ jährlich mittels Regierungsrats-

beschluss (nachfolgend: RRB) die Kantonsbeiträge an die Leistungen der 

Leiter von Forstrevieren zur Erfüllung der im öffentlichen Interesse liegen-

den Aufgaben fest (RRB des Kantons C._______ vom 15. Mai 2018 und 

24. September 2019 [act. 4]). Für die verschiedenen Aufgaben werden 

Pauschalbeiträge pro Einheit entrichtet (z.B. Sicherstellen einer nachhalti-

gen und naturnahen Waldbewirtschaftung im öffentlichen Wald: Fr. (…) /m3 

Hiebsatz; Beratung im Privatwald: Fr. (…)/Parzelle; Holzanzeichnung: 

Fr. (…) /m3 angezeichnetes Holz usw.). 

4.5.3 Demgegenüber legt das Amt für Wald des Kantons C._______ mittels 

Verfügung an den Revierförster der Beschwerdeführerin die Abgeltung 

(Revierbeiträge) für die «Hoheitsaufgabe Forstrevier» fest, wobei auch 

diese gestützt auf Einheiten bzw. Parameter (Hektare Wald, Silve Hiebsatz 

A-5660/2022 

Seite 16 

[in der Forstwirtschaft verwendetes Mass des stehenden Holzvolumens, 

das jährlich auf einer bestimmte Fläche genutzt werden kann], Einwohner, 

nicht betriebsplanpflichtige Eigentümer, pro Hektare nicht betriebsplan-

pflichtige Waldeigentümer) ermittelt werden (Verfügungen des Amts für 

Wald des Kantons C.________ vom 15. Juni 2018 und 31. Mai 2019 [act. 

4]). 

5.  

Die sich stellende Rechtsfrage nach der mehrwertsteuerlichen Qualifika-

tion der fraglichen Beiträge ist nach Wiedergabe der diesbezüglichen Vor-

bringen der Parteien (E. 5.1 f.) zunächst hinsichtlich der Forstrevierbei-

träge (E. 5.3) und sodann betreffend die Schutzwaldbeiträge (E. 5.4) zu 

beurteilen – und dies jeweils mit Bezug auf beide betroffenen Kantone. Die 

Ergebnisse werden schliesslich in einem Zwischenfazit (E. 5.5) sowie im 

Rahmen einer Zusammenfassung (E. 5.6) festgehalten. 

5.1 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass sowohl die Forstre-

vier- als auch die Schutzwaldbeiträge beider betroffenen Kantone nicht auf-

grund konkreter Gegenleistungen (z.B. gestützt auf Stundenrapporte), son-

dern in beiden Fällen nach den allgemeinen, gesetzlich vorgeschriebenen 

Parametern (z.B. Waldfläche, Einwohnerzahl, Kubikmeter Nutzholzmenge, 

Privatwaldanteil etc.) erfolgen würden. Da sich diese Parameter von Jahr 

zu Jahr kaum ändern würden, seien die Forstrevierbeiträge sehr konstant. 

Diese würden vor allem dazu dienen, die Verluste der Forstbetriebe zu de-

cken, die sich aufgrund der gesetzlichen Vorschriften ergäben. Es bestehe 

keinerlei Zusammenhang zwischen der Höhe dieser kantonalen Beiträge 

und den im einzelnen Forstbetrieb vorgenommenen Arbeiten. Dementspre-

chend liege kein Leistungsverhältnis vor. Lediglich die Beiträge des Kan-

tons C._______ für die Sicherstellung einer nachhaltigen und naturnahen 

Waldbewirtschaftung im öffentlichen Wald unterlägen gewissen Schwan-

kungen. Diese würde gemäss der Leistungsvereinbarung [wohl: RRB] vom 

24. September 2019 als einen von verschiedenen Parametern die Menge 

des geschlagenen Holzes berücksichtigt. Auch hier bestehe keinerlei Be-

ziehung zwischen den kantonalen Beiträgen und den konkreten Leistun-

gen. Selbst wenn bei diesem Teil der kantonalen Beiträge ein enger Bezug 

zwischen Beitrag und Leistung bejaht würde, sei diese Leistung (die Holz-

anzeichnung) nicht steuerbar, da es sich um eine hoheitliche Tätigkeit des 

Försters gegenüber den Privatwaldbesitzern handle. Diese Aufgabe sei 

nicht vom Kanton an sie (die Beschwerdeführerin) übertragen worden, son-

dern es handle sich um die Erfüllung allgemeiner gesetzlicher Vorschriften 

im Bereich des Forsts. Sie – so die Beschwerdeführerin weiter – habe 

A-5660/2022 

Seite 17 

keine unternehmerische Freiheit diese hoheitliche Aufgabe zu überneh-

men. Vielmehr sei der Revierförster dazu gesetzlich verpflichtet. Entspre-

chend würden die beiden Kantone sie (die Beschwerdeführerin) finanziell 

unterstützen, damit sie die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben über-

haupt erfüllen könne. Sie selbst sei dabei faktisch ein verlängerter Arm der 

kantonalen Verwaltung, welche die umfassende Aufsicht über die Forstge-

setzgebung ausübe. Die Übertragung einer hoheitlichen Aufgabe von ei-

nem Gemeinwesen an sie (die Beschwerdeführerin) und eine in diesem 

Zusammenhang vorgenommene Abgeltung sei keine unternehmerische 

Leistung im mehrwertsteuerlichen Sinn. Der Detaillierungsgrad der Um-

schreibung dieser Aufgaben habe ausserdem keinen sachlichen Bezug 

dazu, ob eine Subvention oder ein Leistungsverhältnis vorliege. 

Die Beschwerdeführerin schlussfolgert daraus, die Forstrevier- und 

Schutzwaldbeiträge seien als klassische Subventionen nach Art. 18 Abs. 2 

Bst. a MWSTG zu qualifizieren. Das gehe auch aus den Schreiben der Vo-

rinstanz vom 11. Dezember 2007, 11. Dezember 2013 und 31. Mai 2018 

hervor. Diese Schreiben seien zwar nicht an sie selbst adressiert gewesen, 

aber mit Kenntnis der Vorinstanz an zahlreiche Forstverwaltungen weiter-

geleitet worden. Unklar sei, wann und aus welchen Gründen die Vorinstanz 

ihre Praxis verschärft habe. Offenbar habe Letztere bereits seit 2012 einige 

Steuerpflichtige in diesem Bereich anders und damit rechtsungleich und 

willkürlich behandelt. Dennoch könne sie (die Beschwerdeführerin) sich 

nicht auf eine verbindliche individuelle Rechtsauskunft oder die Gleichbe-

handlung im Unrecht berufen, da die strengen Voraussetzungen in beiden 

Fällen nicht erfüllt seien.  

Es sei – so die Beschwerdeführerin – von der Vorinstanz bisher nie in Zwei-

fel gezogen worden, die Beiträge des Bundes an die Kantone gestützt auf 

das WaG als Subvention im Sinne der Mehrwertsteuer zu betrachten. Wei-

ter sei offensichtlich, dass ein grosser Teil der kantonalen Beiträge an die 

Forstgebiete im Kantonsgebiet lediglich weitergeleitete Bundessubventio-

nen seien. Für die Forstbetriebe selbst sei nicht erkennbar, welche der an 

sie von den Kantonen ausgerichteten Forstbeiträge aus Bundesgeldern 

und welche aus kantonalen Mitteln stammen würden.  

5.2 Demgegenüber bringt die Vorinstanz vor, die Beschwerdeführerin ver-

wende die Begriffe «Forstrevierbeiträge» und «Schutzwaldbeiträge» teil-

weise gleichbedeutend. Diese Beiträge seien jedoch einzeln zu beurteilen, 

da sie auf unterschiedlichen Rechtsgrundlagen beruhen würden. Bei den 

«Forstrevierbeiträgen» handle es sich um ein Entgelt für eine der 

A-5660/2022 

Seite 18 

Mehrwertsteuer unterliegende Leistung. Die «Schutzwaldbeiträge» seien 

als Subvention zu qualifizieren, soweit die Waldeigentümer deren Empfän-

ger seien. Die Leistung der Beschwerdeführerin an die Waldeigentümer 

hingegen sei steuerbar. Daran ändere auch die Steuerausnahme für Leis-

tungen zwischen Gemeinwesen nichts, die per 1. Januar 2018 eingeführt 

worden sei. 

Mit der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton C._______ und der 

Beschwerdeführerin sowie dessen Revierförster aus dem Jahr 2013 (Akten 

der Vorinstanz Nr. [act. 4]) – so die Vorinstanz weiter – übertrage der Kan-

ton C._______ der Beschwerdeführerin eine Reihe von detaillierten Voll-

zugsaufgaben, was gestützt auf die Waldgesetzgebung des Bundes zuläs-

sig sei. Bei deren Erfüllung unterstehe der angestellte Revierförster der 

Beschwerdeführerin fachlich dem Kreisförster des Kantons und lege jähr-

lich in einem Bericht Rechenschaft über die Erfüllung der in § 30 Abs. 4 

Waldgesetz-C. genannten Aufgaben. Daraus werde deutlich, dass der 

Kanton C._______ die Erfüllung konkreter Aufgaben erwarte und mit den 

Forstrevierbeiträgen nicht bloss ein bestimmtes Verhalten fördern wolle. Es 

sei daher eine innere Verknüpfung zwischen den Revierbeiträgen (Entgelt) 

und der Erfüllung der Aufgaben (Leistung) gegeben. Entgegen der Be-

schwerdeführerin sei hierfür nicht entscheidend, ob die Aufgabe gestützt 

auf einen Stundenrapport, eine Aufwandrechnung, pauschal oder nach fes-

ten Parametern wie Waldhektaren entschädigt würde. Sie (die Vorinstanz) 

gehe bei dieser Qualifikation vom allgemeinen Leistungsbegriff im Mehr-

wertsteuerrecht aus und habe ihre Praxis hierzu – anders als von der Be-

schwerdeführerin eingebracht – nicht geändert.  

Was die geltend gemachte Weiterleitung der Bundessubventionen als Re-

vier- und Schutzwaldbeiträge betreffe, würden diese vom Bund den Kanto-

nen gestützt auf Programmvereinbarungen gewährt. Die Kantone gälten 

dabei als die letzten Zahlungsempfänger dieser Finanzhilfen, was sich aus 

dem Wortlaut von Art. 35 ff. WaG ergebe. Die Kantone wiederum würden 

die Subventionen aufgrund eigener Kriterien (wie z.B. die Grösse des 

Forstreviers und dessen Bevölkerungszahl) weiterverteilen. Eine blosse 

Weiterleitung der Finanzhilfen des Bundes durch die Kantone an die Be-

schwerdeführerin könne daher ausgeschlossen werden.  

Hinsichtlich der Holzanzeichnung handle es sich grundsätzlich um eine ho-

heitliche Aufgabe des Revierförsters bzw. der Beschwerdeführerin Dritten 

gegenüber. Im Verhältnis zwischen dem Kanton und der Beschwerdefüh-

rerin handle es sich indessen nicht um eine hoheitliche Tätigkeit, sondern 

A-5660/2022 

Seite 19 

um die Übertragung bzw. Auslagerung einer öffentlich-rechtlichen Aufgabe. 

Die Beschwerdeführerin erbringe daher dem Kanton eine Leistung, die ge-

stützt auf die Waldgesetzgebung des Bundes auch von Dritten erbracht 

werden könnte. 

5.3  

5.3.1 In Bezug auf die Forstrevierbeiträge (Öffentlichkeitsarbeit, Holzan-

zeichnung und Beratung im Privatwald), ist zunächst festzuhalten, dass 

das Waldrecht beider vorliegend betroffener Kantone (F._______ und 

C._______) die Waldbewirtschaftung als Aufgabe der Waldeigentümer de-

finiert (E. 4.2.2, 4.3.2). Das WaG verpflichtet die Kantone, ihre Gebiete in 

Forstkreise und Forstreviere einzuteilen und diese durch Waldfachleute mit 

höherer Ausbildung leiten zu lassen (E. 4.1). Soweit Gemeinden Waldei-

gentümer sind, werden sie in beiden Kantonen unter bestimmten Voraus-

setzungen verpflichtet, Forstreviere zu bilden. Dabei sind interkantonale 

Vereinbarungen, wie die Statuten der Beschwerdeführerin möglich 

(E. 4.2.2, 4.3.2). Die Forstreviere dienen laut Waldgesetzgebung des Kan-

tons C._______ der gemeinsamen und effizienten Bewirtschaftung der 

Wälder (E. 4.2.2). In beiden Kantonen ist vorgesehen, dass ein Revierförs-

ter (in der Regel) die Forstreviere leitet (E. 4.2.2, 4.3.2). 

5.3.2 Die Beschwerdeführerin übernimmt die dem Revierförster von den 

Kantonen übertragenen hoheitlichen und im öffentlichen Interesse liegen-

den Aufgaben (E. 4.4.1). Betreffend die Holzanzeichnung im Privatwald ist 

festzuhalten, dass diese ebenfalls zu den übertragenen Aufgaben 

(E. 4.2.3, 4.5.1) zählt und nicht – wie von der Beschwerdeführerin geltend 

gemacht – die Erfüllung einer allgemeinen gesetzlich vorgeschriebene Be-

stimmung im Bereich des Forsts darstellt. In Erfüllung dieser öffentlich-

rechtlichen Aufgaben führt die Beschwerdeführerin eine Reihe von detail-

liert umschriebenen Tätigkeiten aus, namentlich die Beratung und Holzan-

zeichnung im Privatwald sowie die Öffentlichkeitsarbeit (E. 4.2.3, 4.5.1). 

Auf diese Weise beschaffen sich die Kantone individualisierte und konkrete 

Leistungen im Sinne von Art. 3 Bst. c MWSTG (vgl. E. 3.1). Die Beschwer-

deführerin kann somit die Massnahmen zur Erfüllung der ihr übertragenen 

öffentlichen Aufgabe nicht selbst wählen.  

5.3.3 Die erwähnten Tätigkeiten des Revierförsters werden vom Kanton 

F._______ jährlich gestützt auf massgebende Parameter vergütet, wobei 

die Parameter nicht in direkter Korrelation zum tatsächlich geleisteten Auf-

wand stehen (E. 4.5.3). Anders verhält es sich im Kanton C._______, der 

für die Aufgaben des Leiters der Forstreviere Pauschalbeiträge pro Einheit, 

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Seite 20 

die sich auf eine konkrete Tätigkeit bezieht, entrichtet (E. 4.5.2). Dies än-

dert jedoch nichts daran, dass beide Kantone mit den Revierbeiträgen nicht 

nur bestimmte Aufgaben oder ein Verhalten fördern wollen, sondern sich 

individualisierte und konkrete Leistungen beschaffen (vgl. zum Ganzen: Ur-

teil des BVGer A-2648/2019 vom 27. Mai 2020 E. 5.5). Die Beschwerde-

führerin ist im Gegenzug auch nicht nur zu einer Verhaltensbindung ver-

pflichtet, sondern zur Erbringung spezifischer Aufgaben im Bereich der 

Forstwirtschaft. Es besteht daher eine innere wirtschaftliche Verknüpfung 

zwischen den Tätigkeiten der Beschwerdeführerin zugunsten der beiden 

betroffenen Kantone und deren Entschädigung mittels Revierbeiträgen. 

Somit besteht ein Leistungsverhältnis im mehrwertsteuerlichen Sinn. Dem-

entsprechend sind die Revierbeiträge als Entgelt im Sinne von Art. 3 Bst. f 

MWSTG (vgl. E. 3.1) – und nicht als Subventionen – zu qualifizieren. Dass 

die Revierbeiträge gestützt auf eine Leistungsvereinbarung ausbezahlt 

werden, ändert daran nichts (Urteil des BGer 2C_313/2017 vom 8. Mai 

2018 E. 6.2). 

5.4  

5.4.1 Betreffend die Schutzwaldbeiträge legt das Waldrecht des Kantons 

C._______ nicht fest, wer an diesen berechtigt ist. Der Regierungsrat des 

Kantons C._______ hat mit Beschluss vom 19. Oktober 2015 ein Schutz-

waldprojekt genehmigt, in welchem die Beschwerdeführerin die Projekt-

herrschaft innehat und die Verbandsgemeinde G._______ als Waldeigen-

tümerin bezeichnet wird (RRB vom 19. Oktober 2015 betreffend 

G._______: Schutz vor Naturgefahren, Schutzwaldprojekt Kantons-

strasse/Internationale «(…)» 2015 – 2021; Projektgenehmigung und Bei-

tragszusicherung [act. 7]). In den Erwägungen wird mit Hinweis auf § 51 

WaVC. festgehalten, dass der Betrag des Kantons 80 % der beitragsbe-

rechtigten Kosten umfasse, während das Amt für Verkehr und Tiefbau als 

Nutzniesserin 20 % der Projektkosten zu tragen habe.  

5.4.2 Die Beschwerdeführerin rechnete sodann ihren Aufwand im Zusam-

menhang mit dem Schutzwaldprojekt gestützt auf Pauschalen pro Einheit 

des anwendbaren Parameters ab (Pauschalenblatt Schutzwald für 2019, 

Abrechnungen vom 17. Dezember 2015 an das Bau- und Justizdeparte-

ment des Kantons C._______ [act. 6]). Die Genehmigung der Abrechnun-

gen erfolgte mittels Schreiben des Amts für Wald, Jagd und Fischerei des 

Kantons C._______, das sich auf den genannten RRB vom 19. Oktober 

2015 stützt (Schreiben vom 18. Dezember 2015 [act. 6]). 

A-5660/2022 

Seite 21 

5.4.3 In Bezug auf die bewirtschafteten Wälder ist nochmals hervorzuhe-

ben, dass nicht die Kantone F._______ und C._______, sondern die Ver-

bandsgemeinden deren Eigentümerinnen sind (E. 4.4.1). Es obliegt daher 

den Verbandsgemeinden als Waldeigentümerinnen für die Bewirtschaftung 

ihrer Wälder zu sorgen (E.  4.2.2, 4.3.2). Dementsprechend sind sie (die 

Verbandsgemeinden) hinsichtlich der Schutzwaldbeiträge End-Empfänge-

rinnen. Wenn eine Verbandsgemeinde gesetzlich übertragene Aufgaben 

im Bereich der Waldwirtschaft – vorliegend die Schutzwaldpflege – nicht 

selbst erfüllt, sondern rechtmässig einem Dritten (vorliegend der Be-

schwerdeführerin) übertragen hat (E. 4.3.2), ändert dies nichts an ihrer 

Stellung als End-Empfängerin der Schutzwaldbeiträge.  

5.4.4 Vorliegend erbrachte die Beschwerdeführerin als «Projektherr» der 

Verbandsgemeinde G.______ im Bereich der Schutzwaldpflege Leistun-

gen, die mit einer finanziellen Gegenleistung (Berechtigung an den Kan-

tonsbeiträgen [E. 4.4.2]) abgegolten wurde. Entgegen der Beschwerdefüh-

rerin ist für die mehrwertsteuerliche Qualifikation der kantonalen Schutz-

waldbeiträge hierbei nicht massgebend, dass sie ihren Aufwand nicht mit 

einen Stundenansatz, sondern über Pauschalen pro massgebendem Peri-

meter gegenüber dem Kanton C._______ abgerechnet hat. Beispielsweise 

rechnete sie pro Tiefenmeter Holzerei Fr. (…) ab und zusätzlich für die er-

schwerten Verhältnisse pro Tiefenmeter Fr. (…) [act. 6]. Vielmehr zeigt sich 

daran, dass durchaus individualisierbare konkrete Leistungen seitens der 

Beschwerdeführerin vorlagen (E. 3.3.2), für die sie Beiträge in einer be-

stimmten Höhe geltend machen konnte. Es besteht somit eine innere wirt-

schaftliche Verknüpfung zwischen dem tatsächlichen Aufwand der Be-

schwerdeführerin und den Beiträgen für die Schutzwaldpflege. Dass sich 

die einschlägigen Parameter im Laufe der Jahre kaum verändert haben – 

wie dies von der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird – dürfte auf 

verschiedene Gründe zurückzuführen sein (z.B. gleichbleibende Waldflä-

che, unveränderte Zielvorgaben betreffend die einzelnen Tätigkeiten der 

Schutzwaldpflege). Daraus lässt sich indessen nichts zu Gunsten einer 

Qualifikation der Beiträge als Subvention ableiten. Vielmehr liegt nach dem 

Ausgeführten ein mehrwertsteuerliches Leistungsverhältnis zwischen den 

Verbandsgemeinden und der Beschwerdeführerin vor, sodass die Schutz-

waldbeiträge, als mehrwertsteuerliches Entgelt – und nicht als Subventio-

nen – zu qualifizieren sind. 

An der mehrwertsteuerlichen Qualifikation ändert auch nichts, dass die 

Schutzwaldbeiträge direkt an die Beschwerdeführerin ausbezahlt wurden. 

End-Empfängerin (bzw. End-Berechtigte) der Kantonsbeiträge bleiben 

A-5660/2022 

Seite 22 

dennoch die Verbandsgemeinden. Ein allfälliges Defizit aus dem Schutz-

waldprojekt wäre sodann wohl auch von den Verbandsgemeinden und 

nicht von der Beschwerdeführerin zu tragen gewesen (vgl. zum Ganzen: 

Urteil des BGer 2C_323/2019 vom 20. September 2019 E. 7.3 ff.). Diese 

Überlegungen sind grundsätzlicher Art und daher auch auf die Schutzwald-

beiträge des Kantons F._______ anwendbar.  

Anders als die Beschwerdeführerin geltend macht, handelt es sich bei den 

Schutzwaldbeiträge auch nicht um lediglich weitergeleitete Bundessubven-

tionen, da sie – wie aufgezeigt (E. 5.4.3) – nicht deren End-Empfängerin 

ist. 

5.5 Somit liegen sowohl den Forstrevier- als auch den Schutzwaldbeiträ-

gen ein mehrwertsteuerliches Leistungsverhältnis zugrunde, weshalb sie 

als Entgelte und nicht als Subventionen zu qualifizieren sind. Was die Be-

schwerdeführerin im Weiteren dagegen ausführt, vermag an diesem Er-

gebnis nichts zu ändern: 

5.5.1 Entgegen der Beschwerdeführerin spielt der Detaillierungsrad der 

beitragsberechtigten Tätigkeiten für die mehrwertsteuerliche Qualifikation 

insoweit eine Rolle, als eine detaillierte Umschreibung der Aufgaben, die 

als Leistung für die Beiträge zu erbringen sind, für das Vorliegen eines Ent-

gelts spricht. Sind die Massnahmen zur Erreichung eines beitragsberech-

tigten Ziels vom Beitragsempfänger hingegen frei wählbar oder kann er 

grundsätzlich selbst entscheiden, ob er überhaupt tätig wird, so spricht dies 

für das Vorliegen einer Subvention (Urteil des BVGer A-2648/2019 vom 

27. Mai 2020 E. 3.2.2, vgl. Tabelle zu Abgrenzungskriterien Leistungsver-

hältnis und Subvention bei ROCHAT PAUCHARD, a.a.O., S. 271). 

5.5.2 Die Beschwerdeführerin beruft sich mit Bezug auf die Schreiben vom 

3./11. Dezember 2007, 11. Dezember 2013 sowie 18. Mai 2018 (Beilagen 

8-10) darauf, die Vorinstanz habe die Forstrevier- und Schutzwaldbeiträge 

selber als Subventionen qualifiziert. Davor habe sie möglicherweise auf-

grund des Urteils des BGer 2C_313/2017 vom 8. Mai 2018, allenfalls be-

reits früher, ihre Praxis verschärft, ohne dies zu publizieren. Der Beschwer-

deführerin ist in diesem Zusammenhang Folgendes entgegenzuhalten: 

Das Schreiben vom 3. Dezember 2007 hält fest, dass eine grundsätzlich 

nicht zum Entgelt gehörende Subvention vorliege, wenn der Gemeindever-

band dem Kanton und nicht den einzelnen Gemeinden Rechnung stelle. 

Ohnehin bezieht sich die anschliessende individuell-konkrete Auskunft auf 

Sachverhalte (Rechnungsstellung durch Ortsbürgergemeinde an Kanton, 

A-5660/2022 

Seite 23 

Gemeindeverband als Waldeigentümer), die nicht auf die vorliegend stritti-

gen Forstrevier- und Schutzwaldbeiträge zutreffen. Die Beschwerdeführe-

rin kann daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zu Recht macht die Be-

schwerdeführerin daher vor Bundesverwaltungsgericht keinen Verstoss 

gegen Treu und Glauben mehr geltend.  

Weiter entsprechen weder die Forstrevierbeiträge noch die Schutzwaldbei-

träge den Sachverhalten 1 und 2 gemäss Ziff. 61 «Auswirkungen, die sich 

bei Zusammenschlüssen mehrerer Gemeindeforstämter zu einer öffent-

lich-rechtlichen Körperschaft im Sinne eines Gemeinde-/Zweckverbandes 

oder zu einer Personengesamtheit ohne Rechtspersönlichkeit ergeben» 

der MWST-Branchen-Info 19 «Gemeinwesen» der ESTV, wie von der Be-

schwerdeführerin behauptet wird. Denn zum einen wird in Sachverhalt 1 

von einer Subventionsberechtigung der Forstbetriebsgemeinschaft ausge-

gangen, während es sich bei vorliegenden Beiträgen – wie aufgezeigt 

(E. 5.3.3, 5.4.4) – nicht um Subventionen handelt, die der Beschwerdefüh-

rerin von den Kantonen ausgerichtet werden. Selbst wenn man davon ab-

sehen würde, sind vorliegend nicht die unter den mehrwertsteuerlichen 

Konsequenzen behandelten Aspekte (nicht gedeckte Kosten im Rahmen 

des Gesellschaftsvertrags, Gewinnverteilung, Holzlieferung und Rechnung 

an die Mitgliedsgemeinden) strittig. Es handelt sich auch nicht um eine 

Frage des Verhältnisses zwischen Holzerlös und detaillierter Aufzeichnun-

gen der Arbeitsleistungen wie in Sachverhalt 2 umschrieben.  

5.6 Nach dem Gesagten kann zusammenfassend festgehalten werden, 

dass in Bezug auf die Forstrevierbeiträge zwischen den Kantonen und der 

Beschwerdeführerin und hinsichtlich der Schutzwaldbeiträge zwischen den 

Verbandsgemeinden und der Beschwerdeführerin je ein Leistungsverhält-

nis vorliegt und es sich nicht um (weitergeleitete) Subventionen handelt. 

Entsprechend hat die Vorinstanz die Beiträge der Beschwerdeführerin zu 

Recht als mehrwertsteuerlich relevante Entgelte aufgerechnet. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

6.  

6.1 Ausgangsgemäss hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 3’500.- 

festzusetzen (vgl. Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvor-

schuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

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Seite 24 

6.2 Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 

VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'500.- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der im gleichen Umfang einbezahlte Kostenvorschuss wird zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Keita Mutombo Karolina Yuan 

 

 

  

A-5660/2022 

Seite 25 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 26 

Zustellung erfolgt an: 

– der Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 64ut0023; Gerichtsurkunde)