# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf2f6837-58a9-52af-9b1f-902bfbaa4129
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-12
**Language:** de
**Title:** Bern Steuerrekurskommission 12.12.2017 100 2016 631
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2016-631_2017-12-12.pdf

## Full Text

100 16 631
100 16 632
200 16 512
200 16 513
Gemeinde: X.________
ZPV-Nr.: ________
Eröffnung: 13.12.2017 RNA/AWE/aae

STEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN

Sitzung vom 12. Dezember 2017

Es wirken mit: Vizepräsidentin Nanzer, Fachrichter Glatthard und Studer sowie Werthmüller und 
Niklaus als Gerichtsschreiber

In der Rekurs- und Beschwerdesache 

von

A.________

vertreten durch 

B.________ AG, in Bern

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern

betreffend die kantonalen Steuern und die direkte Bundessteuer 2012 und 2013

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hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:

A. A.________ (Rekurrentin) wurde von der Steuerverwaltung des Kantons Bern Region 
Bern-Mittelland) (Steuerverwaltung) mit Verfügungen vom 8. September 2015 pro 2012 betref-

fend die kantonalen Steuern auf ein steuerbares Einkommen von CHF ...-- zum Satz von 

CHF ...-- und betreffend die direkte Bundessteuer auf ein solches von CHF ...-- sowie auf ein 

Vermögen von CHF ...-- zum Satz von CHF ...-- veranlagt. Die am selben Tag verfügte Ein-

kommensveranlagung pro 2013 belief sich bei den kantonalen Steuern auf CHF ...-- zum Satz 

von CHF ...-- sowie auf CHF ...-- bei der direkten Bundessteuer. Das Vermögen 2013 betrug 

CHF ...-- zum Satz von CHF ...--. 

Im Jahr 2011 hatte die Rekurrentin 1'000 Anteile des Emerging Markets Anlagefonds C (nach-

folgend: C-Anlagefonds) der australischen D-Gruppe zu je 1'000.-- australischen Dollars (AUD) 

im Gesamtbetrag von AUD 1'000'000.-- erworben, die im Umfang von AUD 850'000.-- mittels 

eines Darlehens fremdfinanziert wurden. Das Darlehen stammte vom zur D-Gruppe gehören-

den Finanzinstitut E.________ Co Pty Ltd (nachfolgend: E.________). Der währungsbereinigte 

Schuldbetrag belief sich gemäss Steuererklärung per Ende 2012 auf CHF 929'818.-- und auf 

CHF 839'630.-- per Ende 2013. 

Die Differenz zur Selbstveranlagung beruhte, soweit hier von Belang, auf der Nichtanerkennung 

der Schuldzinsen aus dieser Fremdfinanzierung im Umfang von CHF 67'678.-- pro 2012 und 

CHF 61'114.-- pro 2013. 

B. Gegen die Veranlagungsverfügungen 2012 und 2013 liess die Rekurrentin durch die 
F.________ Treuhand AG, mit zwei analogen Eingaben vom 6. Oktober 2015 Einsprache erhe-

ben, mit dem Antrag, die Aufrechnung der Zinsen sei aufzuheben und die geltend gemachten 

Schuldzinsen von CHF 67'678.-- pro 2012 und CHF 61'114.-- pro 2013 aus dem Darlehen der 

E.________ seien zum Abzug zuzulassen. 

Die Steuerverwaltung habe ohne eigene Begründung, aber mit Verweis auf einen Entscheid 

des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich geltend gemacht, dass der Darlehensvertrag als 

unter Nahestehenden abgeschlossen zu gelten habe. Das Darlehensverhältnis halte einem 

Drittvergleich nicht stand und die Schuldzinsen könnten somit nicht zum Abzug zugelassen 

werden. Überdies seien die Kriterien einer Steuerumgehung erfüllt. 

Dem sei entgegenzuhalten, dass zwischen der Rekurrentin und der E.________ weder ver-

wandtschaftliche noch freundschaftliche Beziehungen vorlägen und auch keine gemeinsamen 

wirtschaftlichen Interessen bestünden. Der potentielle Investorenkreis des C-Anlagefonds sei 

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offen. Das Darlehen und die Investition in den C-Anlagefonds seien anders als in einem ande-

ren von Bundesgericht beurteilten Fall nicht untrennbar miteinander verknüpft, sondern stellten 

zwei eigenständige Rechtsgeschäfte dar. Weiter wurde geltend gemacht, dass die Vorausset-

zungen für eine Beurteilung des Geschäfts als Steuerumgehung nicht vorliegen würden. Die 

Fremdfinanzierung von solchen Anlagen sei nichts Ungewöhnliches. Das Darlehen habe einer-

seits der Absicherung des Währungsrisikos gedient, andererseits der Erhöhung des potentiellen 

Gewinns auf den investierten Eigenmitteln der Rekurrentin (sog. Leverage).

C. Zu den Einsprachen nahm die Steuerverwaltung in ihrem Antwortschreiben vom 
12. Oktober 2016 im Sinn einer vorgezogenen Begründung des Einspracheentscheids 2016 

ausführlich Stellung und wies die Einsprachen mit Verfügungen vom 21. November 2016 ab. 

D. Gegen die Einspracheentscheide betreffend die Veranlagungen 2012 und 2013 hat die 
Rekurrentin durch die B.________ AG (Vertreterin) Rekurs und Beschwerde erheben lassen. 

Wie bereits in den Einsprachen wird von der Vertreterin beantragt, die Darlehenszinsen aus den 

Darlehen der E.________ an die Rekurrentin seien zum Abzug zuzulassen.

In der Begründung wird vorab festgehalten, dass sich die Argumentation der Steuerverwaltung, 

in der Einsprachebegründung in erster Linie auf einen Bundesgerichtsentscheid betreffend den 

G-Anlagefonds (derselben D-Gruppe) abstütze. Die vorliegend zu beurteilenden Darlehenszin-

sen stünden aber im Zusammenhang mit einer Investition der Rekurrentin in den 

C-Anlagefonds. Dieses Anlagemodell sei anders ausgestaltet als der G-Anlagefonds und dem-

zufolge steuerlich auch anders zu beurteilen. 

Weiter wird festgehalten, dass es sich um Darlehenszinsen für einen Lombardkredit handle, 

welche definitionsgemäss abzugsfähige Schuldzinsen darstellten und zwar unabhängig davon, 

ob damit die Erzielung von steuerbarem Ertrag oder von steuerfreien Kapitalgewinnen ange-

strebt werde. Schuldzinsen seien gemäss der gesetzlichen Regelung sogar dann im Umfang 

von CHF 50'000.-- über den Betrag der steuerbaren Vermögenserträge hinaus abzugsfähig, 

wenn die zugrundeliegenden Schuldbeträge der Finanzierung von Lebenshaltungskosten ge-

dient hätten. Weiter werde die gesetzliche Limite von CHF 50'000.-- zuzüglich der im Steuerjahr 

erzielten Vermögenserträge in beiden streitigen Veranlagungen nicht überschritten. Damit 

handle es sich bei den umstrittenen Darlehenszinsen grundsätzlich um abzugsfähige Schuld-

zinsen. Die Steuerverwaltung mache geltend, dass die E.________ das Darlehen an unabhän-

gige Dritte nicht zu diesen Bedingungen erbracht hätte, womit es sich um ein sog. Pseudodar-

lehen handeln würde. Ein solches Pseudodarlehen setze aber ein Nahestehendenverhältnis 

zwischen dem Darlehensgeber und dem Darlehensnehmer voraus, woran es im hier zu beurtei-

lenden Fall fehle. Weder sei die Rekurrentin an der E.________ beteiligt, noch lägen gleiche 

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wirtschaftliche Interessen oder eine persönliche Verbindung vor. Entgegen der von der Steuer-

verwaltung vertretenen Auffassung handle es sich bei dem C-Anlagefonds nicht um eine speku-

lative Anlage. Die Form des Anlagefonds diene der Streuung des Anlagerisikos und stelle ein 

Instrument der Risikominimierung dar. Damit seien weder der Zinssatz von 7.85 %, noch der 

Fremdfinanzierungsgrad von 85 % als ungewöhnlich zu beurteilen und sie hielten einem Dritt-

vergleich stand. Die Steuerverwaltung habe weiter vorgebracht, dass ein Lombardkredit regel-

mässig eine Nachschuss- bzw. eine Rückzahlungspflicht beinhalte, was vorliegend nicht der 

Fall sei. Der vorliegende Darlehensvertrag gehe aber sogar über eine blosse Nachschusspflicht 

hinaus, indem der E.________ das Recht zur fristlosen Kündigung eingeräumt werde und sie 

die sofortige Rückzahlung verlangen könne, wenn die Forderung des Darlehens aufgrund des 

Pfandrechts nicht mehr gedeckt sei. Die Investition in den C-Anlagefonds sei zudem, anders als 

beim G-Anlagefonds, nicht zwingend mit einer Darlehensaufnahme verknüpft. Das Darlehen 

stelle somit ein von der Investition in den C-Anlagefonds unabhängiges, zur Währungsabsiche-

rung und Erzielung einer höheren Rendite freiwillig, zu Marktkonditionen abgeschlossenes 

Lombardkreditverhältnis dar. 

Des Weiteren wird von der Vertreterin dargelegt, dass das vorliegend streitige Anlagegeschäft 

auch ohne die Möglichkeit der Steuerersparnis wirtschaftlich Sinn gemacht hätte, weshalb eine 

Steuerumgehung ausgeschlossen sei.

In ihrer Vernehmlassung vom 27. Februar 2017 schliesst die Steuerverwaltung auf die Abwei-

sung der Begehren. Sie bringt vor, dass der Schuldzinsabzug zwar grundsätzlich nicht voraus-

setze, dass ihm ein steuerbarer Ertrag gegenüberstehe. Die im Privatvermögensbereich vorge-

sehene Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen sei aber, auch gemäss Entscheid des Bundesge-

richts vom 26. Oktober 2012 (BGE 138 II 545), zur Vermeidung einer ungerechtfertigten Inan-

spruchnahme zu begrenzen. Dies gelte namentlich gegenüber Schuldzinsen, die für ertragslo-

se, nur auf die Erzielung von steuerfreien privaten Kapitalgewinnen ausgerichtete Investitionen, 

aufgewendet würden und so zu einem doppelten Steuervorteil führen würden. Weiter verweist 

sie auf die Einspracheentscheide und macht insbesondere geltend, dass es sich gemäss dem 

"confidential term sheet" des C-Anlagefonds (S. 162 ff. der paginierten Akten der Vorinstanz 

nachfolgend: pag.) sehr wohl um eine spekulative Anlageform mit erhöhtem Verlustrisiko handle 

und dass überdies für die Anteile am C-Anlagefonds kein Sekundärmarkt existiere, der ein 

schnelles Abstossen der Papiere ermöglichen würde. Bei derart risikobelasteten Fondsanteilen 

halte die vorliegende Fremdfinanzierung von 85 % einem Drittvergleich nicht stand. Weiter sei-

en der Erwerb der Fondsanteile und die Darlehensaufnahme durch die Rekurrentin nicht als 

voneinander unabhängige Rechtsgeschäfte einzustufen. Dies ergebe sich 

einerseits daraus, dass im Briefkopf des Schreibens zu den Darlehens- und 

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Sicherheitsbedingungen und auf dem unterschriebenen Darlehensvertrag die D-Gruppe im 

Briefkopf erscheine und andererseits aus der Tatsache, dass die Mittel aus dem Darlehen 

gemäss den vertraglichen Bestimmungen ausschliesslich für den Erwerb von Anteilen am 

C-Anlagefonds verwendet werden dürften. Das Darlehen werde gemäss §1 Ziff. 1 und 2 des 

Darlehensvertrags (pag. 166) somit nur Investoren von Anlageprodukten der D-Gruppe gewährt 

und halte auch aus diesem Grund dem Drittvergleich nicht stand. 

Betreffend die Steuerumgehung bringt sie vor, dass die Rekurrentin vor dem Hintergrund der 

erwarteten Wertsteigerung von 20 % bis 22 % und der Höhe des Schuldzinsbetrags von insge-

samt AUD 283'087.-- auch ex ante betrachtet nur zusammen mit der voraussichtlichen Steuer-

ersparnis von einem positiven Ergebnis aus dem Anlagefonds habe ausgehen können 

(vgl. Einsprachebegründung pag. 193 bis 191).

E. In der Stellungnahme vom 24. Mai 2017 zur Vernehmlassung der Steuerverwaltung ver-
neint die Vertreterin ausdrücklich die Anwendbarkeit des BGE 138 II 545 auf den vorliegenden 

Fall. Dies weil die Investoren vorliegend nicht in eine Zwischengesellschaft mit beschränkter 

Haftung investiert, sondern die Anteile am C-Anlagefonds direkt erworben hätten. Sie seien 

somit nicht als Nahestehende zu qualifizieren. Es habe jedem Anleger freigestanden, die Inves-

tition mit zusätzlichem Fremdkapital oder ausschliesslich mit Eigenmitteln zu finanzieren. Die 

Rekurrentin wäre zudem ohne weiteres in der Lage gewesen, den Kauf mit Eigenmitteln zu täti-

gen, sie habe aber von der Möglichkeit profitieren wollen, auf den investierten Eigenmitteln mit-

tels zusätzlicher Fremdfinanzierung eine höhere Rendite zu erzielen. Dieses Vorgehen sei ab-

solut legitim und halte einem Drittvergleich stand. Da die Investoren mit dem Erwerb von Antei-

len des C-Anlagefonds, anders als im Fall des G-Anlagefonds, nicht zwingend einen Darle-

hensvertrag zur Fremdfinanzierung abschliessen mussten, liege hier kein untrennbares 

Zusammenspiel von zwei steuermindernden Mechanismen vor, wie es das Bundesgericht im 

Entscheid betreffend den G-Anlagefonds kritisiert habe. Betreffend den C-Anlagefonds wird 

weiter bestritten, dass es sich um eine spekulative Anlage handle. Die von der Steuerverwal-

tung angesprochenen Hinweise auf Risiken im Prospekt (confidential term sheet) stellten Stan-

dard-Angaben zum Anlegerschutz dar, aus denen sich nichts über das konkrete Produkt resp. 

betreffend einen Drittvergleich ableiten lasse. 

F. Mit Schreiben vom 13. Juli 2017 hat auch die Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) zu 
den Rekursen und Beschwerden Stellung genommen. Dabei beantragt sie die Abweisung der 

Begehren. In ihrer Begründung führt sie aus, dass die EStV, entgegen einer in einem vergleich-

baren Fall vor dem freiburgischen Kantonsgericht geäusserten Meinung, nun in Kenntnis aller 

Fakten davon ausgehe, dass das von der E.________ gewährte Darlehen nicht einem 

gewöhnlichen Lombardkredit entspreche. Sie verweist dabei auf ihre Vernehmlassung in einem 

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Entscheid des Zürcher Steuerrekursgerichts vom 13. November 2014 (1DB.2014.79) zum hier 

streitigen C-Anlagefonds. Aufgrund der hohen Belehnungsquote trotz des erhöhten Risikos ei-

ner Investition in "Emerging Markets", der fehlenden Nachschusspflicht, der Akkumulation der 

Zinsen und des Nahestehenden-Verhältnisses, das sich aus der Gesamtbetrachtung aller Um-

stände ergebe, sei das Darlehen als ungewöhnlich zu qualifizieren. Es sei somit davon auszu-

gehen, dass es in dieser Form einer unabhängigen Drittperson nicht gewährt worden wäre. 

Damit seien die Bedingungen für den Ausschluss des Schuldzinsabzugs aus diesem Darle-

hensverhältnis erfüllt. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit entscheidrelevant in den Erwägungen 

eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:

1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Einkommens- und Vermö-
gensveranlagung können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw. Beschwerde an-

gefochten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 

Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; 

SR 642.11] i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten 

Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb sachlich und ört-

lich zuständig. Die Rekurrentin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durch-

gedrungen. Sie ist daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 Abs. 2 StG und 

Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte 

Eingabe ist deshalb einzutreten.

Die vorliegende Streitsache wird von der Steuerrekurskommission in Dreierbesetzung beurteilt, 

da der Streitwert über CHF 10'000.-- liegt (Art. 70 Abs. 3 und Abs. 4 Bst. c des Gesetzes vom 

11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 

BSG 161.1]).

2. Streitig ist im vorliegenden Fall, ob der Abzug für Schuldzinsen aus dem Darlehensver-
hältnis der Rekurrentin mit der E.________ pro 2012 und 2013 zu Recht verweigert worden ist.

3. Gemäss Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 1 StG und dem gleichlautenden Art. 33 Abs. 1 Bst. a 
Satz 1 DBG können die privaten Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Vermögenserträge 

und weiterer CHF 50'000.-- vom Einkommen abgezogen werden. Dieser Wortlaut wurde mit 

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dem Bundesgesetz über das Stabilisierungsprogramm 1998 vom 19. März 1999 ins Recht der 

direkten Bundessteuer und über Art. 9 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 

1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; 

SR 642.14) ebenfalls ins kantonale Recht aufgenommen. Der Zweck dieser Bestimmung ist 

vom Grundsatz her, den Schuldzinsabzug im Privatvermögen auf den Betrag der steuerbaren 

Bruttovermögenserträge zu begrenzen (vgl. Markus Reich, Steuerrecht, 2. Aufl. 2012, N. 252 zu 

§ 13; Botschaft zum Stabilisierungsprogramm 1998, vom 28. September 1998, S. 84 f., nach-

folgend: Botschaft 1998). Mithin sollte damit im Bereich des Schuldzinsabzugs einerseits die im 

Einkommenssteuerrecht systemwidrige, die das Gewinnungskostenprinzip verletzende Abzugs-

fähigkeit von Lebenshaltungskosten in Form von Konsumkreditzinsen und andererseits die vom 

Gesetzgeber nicht gewollte, problematische doppelte Inanspruchnahme von im Privatvermö-

gensbereich vorgesehenen Steuervorteilen ausgeschlossen werden, wie sie sich aus der er-

wähnten undifferenzierten Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen bei gleichzeitiger Steuerfreiheit 

fremdfinanzierter Kapitalgewinne ergibt (vgl. Markus Reich, a.a.O., N. 251 ff. zu § 13). Aus so-

zial- und steuerpolitischen Gründen, u.a. mit Blick auf die Wohneigentumsförderung, auf steu-

erpflichtige Personen, die keine Vermögenserträge erzielen oder auf Schuldzinsen für Schuld-

beträge, die im Zusammenhang mit einer finanziellen Notlage entstanden sind, wurde die Ab-

zugsfähigkeit neben den Vermögenserträgen auf weitere CHF 50'000.-- ausgeweitet (vgl. zum 

Ganzen: Reich/von Ah/Brawand in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesge-

setz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 

3. Aufl., 2017, N. 32 zu Art. 9 StHG; Hunziker/Mayer-Knobel in: Kommentar zum Schweizeri-

schen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., 2017, N. 8 zu 

Art. 33 DBG; sowie Botschaft 1998 S. 85). 

3.1 Infolge des Freibetrags von CHF 50'000.-- wird der eigentliche Zweck von Art. 9 Abs. 2 
Bst. a StHG resp. Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 1 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 1 DBG die 

Vermeidung einer doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen im Privatvermögensbereich 

aber nur in besonders krassen Fällen erreicht (vgl. Reich/von Ah/Brawand, a.a.O., N. 32 zu 

Art. 9 StHG; Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., N. 8 zu Art. 33 DBG). Entsprechend einem lang-

jährigen Verständnis im schweizerischen Steuerrecht, welches in Praktikabilitäts- und Voll-

zugsüberlegungen fusst und zudem einer langen steuerpolitischen Tradition entspricht (vgl. 

Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., N. 5 zu Art. 33 DBG), ist deshalb der Schuldzinsabzug 

grundsätzlich im Umfang und bis zur betragsmässigen Begrenzung von CHF 50'000.-- unab-

hängig vom Zweck für den die Schuld entstand, zum Abzug zuzulassen. Auch dann, wenn die 

Zinsen, für den Einkommenssteuerbereich an sich systemwidrig, keine Gewinnungskosten son-

dern 

Lebenshaltungskosten darstellen. 

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3.2 Die dargelegte, mit dem Stabilisierungsprogramm 1998 eingeführte Einschränkung des 
Schuldzinsabzugs gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a StHG resp. Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 1 StG und 

Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 1 DBG stellt aber nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur 

eine erste, äussere Grenze dar, innerhalb derer weitere und strengere Einschränkungen zum 

Tragen kommen müssen (vgl. BGE 138 II 545 E. 3.3). 

3.3 Weitergehende Einschränkungen des Schuldzinsabzugs sind nach der Auffassung des 
Bundesgerichts vorab in folgenden zwei Fällen notwendig:

• Erstens, wenn in rechtsmissbräuchlicher Weise versucht wird, mittels ungewöhnlicher 

Rechtsgestaltung, abzugsfähige Schuldzinsen zu generieren. In diesem Fall erfolgt die 

Verweigerung des Abzugs aufgrund des Steuerumgehungstatbestands.

• Zweitens, wenn unter Ausnutzung von Beteiligungs- und Nahestehenden-Verhältnissen 

gezielt in ungerechtfertigter Weise Schuldzinsabzüge generiert werden (vgl. BGE 138 II 

545 E. 3.3 und Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., N. 12a zu Art. 33 DBG). 

3.4 Bereits vor Inkrafttreten des Stabilisierungsprogramms 1998 und der damit erstmals ein-
geführten generellen betragsmässigen Einschränkung des Schuldzinsabzugs, kannte das 

Recht der direkten Bundessteuer eine Bestimmung, welche den gezielten Missbrauch des 

Schuldzinsabzugs einschränken sollte (Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., N. 6 zu Art. 33 DBG). 

Diese zusätzliche Beschränkung wurde auch nach Inkrafttreten des Stabilisierungsprogramms 

1998 per 1. Januar 2001 mit Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG beibehalten.

Abweichend von der Regel des undifferenzierten Schuldzinsabzugs im Umfang der betrags-

mässigen Begrenzung von CHF 50'000.-- unterliegt der Schuldzinsabzug nach dieser Bestim-

mung dann einer weiteren, strengeren Beschränkung, wenn Beteiligungs- oder Nahestehen-

den-Verhältnisse in rechtsmissbräuchlicher Weise dazu genutzt werden, durch Errichtung von 

dem Drittvergleich nicht standhaltenden Darlehensverhältnissen, zusammen mit steuerfreien 

Gewinnen gleichzeitig auch noch Schuldzinsabzüge zu generieren. Im Zusammenhang mit Be-

teiligungs- und Nahestehenden-Verhältnissen stellt die Einschränkung von Art. 33 Abs. 1 Bst. a 

Satz 2 DBG somit eine Verschärfung des bereits mit dem Stabilisierungsprogramm 1998 ange-

strebten Zwecks der Vermeidung einer ungerechtfertigten, doppelten Inanspruchnahme von 

Steuervorteilen des Privatvermögensbereichs dar (vgl. BGE 138 II 545 E. 3.3 f. sowie Ziff. 3. 

und 3.1 hiervor). 

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Im Sinne der vertikalen Harmonisierung wurde die Bestimmung von Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 

DBG mit Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG auch ins bernische Einkommenssteuerrecht über-

nommen.

Die Argumentation der Vertreterin, dass es sich beim Schuldzinsabzug um einen allgemeinen 

Abzug handle, der an keinerlei Voraussetzungen gebunden und im Umfang von Art. 38 Abs. 1 

Bst. a Satz 1 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 1 DBG auf jeden Fall zum Abzug zuzulassen 

sei, erweist sich demnach bereits aufgrund der bisherigen Erwägungen als unbehelflich und 

falsch (vgl. BGE 138 II 545 E. 5).

4. Der Wortlaut von Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG 
besagt, dass Schuldzinsen dann nicht abzugsfähig sind, wenn sie für Darlehen anfallen, die 

eine Kapitalgesellschaft einer an ihrem Kapital massgeblich beteiligten oder sonst wie naheste-

henden natürlichen Person zu Bedingungen gewährt hat, die erheblich von den im Geschäfts-

verkehr unter Dritten üblichen abweichen. 

4.1 In erster Linie geht es dabei um sog. "Pseudodarlehen" mit denen Gewinne der Gesell-
schaft steuerfrei ins Privatvermögen überführt und gleichzeitig noch ein Schuldzinsabzug er-

möglicht werden soll, was zu einer ungerechtfertigten doppelten Inanspruchnahme von Steuer-

vorteilen führen würde. Der Drittvergleich zielt dabei nicht nur auf allfällige unübliche Zinskondi-

tionen, sondern vorab auf die Darlehensvergabe an sich (vgl. Peter Locher, Kommentar zum 

DBG, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, I. Teil, 2001, N. 11 zu Art. 33 DBG). Hält 

diese dem Drittvergleich nicht stand, so können die Schuldzinsen, auch bei im Übrigen üblichen 

Zinskonditionen, nicht zum Abzug zugelassen werden. Der Ausschluss der Abzugsfähigkeit soll 

denn auch nicht nur gegenüber Anteilshabern, sondern analog zur im Zusammenhang mit den 

geldwerten Leistungen entwickelten Praxis, auch für Darlehen an nahestehende Personen gel-

ten, zu denen anderweitige z.B. wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen bestehen. Mit 

der Formulierung "oder ihr sonst wie nahestehenden Personen" ist das Nahestehenden-

Verhältnis vom gesetzlichen Wortlaut her sehr weit gefasst. Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung sind, als der kreditgewährenden Gesellschaft nahestehend, all jene Personen 

zu qualifizieren, "zu denen wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen irgendwelcher Art 

bestehen, solange diese nur nach den gesamten Umständen als ursächlich für die unübliche 

Darlehensgestaltung anzusehen sind" (vgl. BGE 138 II 545 E. 3.4, mit weiteren Hinweisen). Als 

weiteres Kriterium für ein Nahestehenden-Verhältnis nennt das Bundesgericht in Analogie zur 

Praxis betreffend die geldwerten Leistungen (BGer 2C_557/2010 vom 4. November 2010, 

E. 2.2) auch die dem Darlehensnehmer gebotene Möglichkeit über die Kreditgeberin wie über 

eine eigene Gesellschaft verfügen zu können.

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5. Aufgrund einer Beschwerde gegen das Urteil 604 2008-149 und 150 vom 27. Mai 2011 
des Steuergerichtshofs Freiburg (<http://www.fr.ch/tc/files/pdf35/604_2008_149_150_27_05_

111.pdf>) hat das Bundesgericht zur vorliegenden Thematik des Schuldzinsabzugs bei mehr-

heitlich fremdfinanzierten Anlageprodukten, die vorrangig auf die Erzielung von steuerfreien 

Kapitalgewinnen ausgerichtet sind und damit die Möglichkeit einer missbräuchlichen doppelten 

Inanspruchnahme von Steuervorteilen bieten, den oben bereits mehrfach zitierten Leitentscheid 

BGE 138 II 545 (entspricht BGer 2C_565/2011 vom 26.10.2012) gefällt. Es handelte sich dabei 

um ein Anlagekonzept derselben australischen D-Gruppe, wie im vorliegend zu beurteilenden 

Fall. Dieses Anlageprodukt war, wenn auch formal anders ausgestaltet, offensichtlich darauf 

ausgerichtet, unter Einsatz von erheblichen Fremdmitteln, über eine nach schweizerischem 

Steuerrecht transparent zu behandelnde Zwischengesellschaft mit beschränkter Haftung, an 

der die Darlehensnehmer Anteile erwarben, letztlich steuerfreie Kapitalgewinne zu erzielen und 

den schweizerischen Investoren dabei gleichzeitig zu ermöglichen, die Darlehensschuld und die 

Darlehenszinsen für die Fremdfinanzierung steuerlich zum Abzug zu bringen. Aufgrund dieser 

gezielten doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen prüfte das Bundesgericht in casu die 

Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 1 Bst. a Satz 2 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 6. Juni 

2000 über die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1). Art. 34 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DStG 

stimmt vom Wortlaut her mit Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG und Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 

StG exakt überein, weshalb die Erwägungen zu Art. 34 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DStG auch auf die 

Bestimmung des StG und des DBG übertragbar sind.

5.1 Das Bundesgericht hat erwogen, dass das Anlagemodell einen für den Bereich der priva-
ten Vermögensverwaltung ungewöhnlich hohen Fremdfinanzierungsgrad aufweise und hat zu-

dem festgestellt, dass die Schweizer Investoren für die ihnen gewährten Kredite nur beschränkt 

hafteten und der Rückgriff der Darlehensgeberin auf das übrige Vermögen der Anleger ausge-

schlossen war. Ein solcher Haftungsausschluss, bringe die Übernahme eines gänzlich unübli-

chen Risikos durch die Darlehensgeberin mit sich, sprenge jeden normalen Geschäftsrahmen 

und wäre deshalb unter unabhängigen Dritten nicht zugestanden worden. Damit hielten die den 

Schweizer Investoren gewährten Darlehen einem Drittvergleich nicht Stand (vgl. BGE 138 II 545 

E. 4.2.1). 

5.2 Gleichzeitig hat es befunden, dass die Schweizer Investoren als der Darlehensgeberin 
nahestehend zu beurteilen seien. Dies nicht aufgrund gesellschaftsrechtlicher Verflechtungen, 

denn als Teilhaber an der australischen Limited Partnership waren sie weder an der Finanzie-

rungsgesellschaft beteiligt, noch hatten sie eine beherrschende Stellung in dieser inne, sondern 

weil ihnen, mit der völlig unüblichen Art der Darlehensgewährung, geldwerte Vorteile zugeflos-

sen seien, die Dritten am Anlagefonds nicht Beteiligten, nicht zugestanden worden wären. 

http://www.fr.ch/tc/files/pdf35/604_2008_149_150_27_05_111.pdf
http://www.fr.ch/tc/files/pdf35/604_2008_149_150_27_05_111.pdf

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Gleichzeitig habe die beherrschende Gesellschaft der D-Gruppe mit dieser Vorgehensweise 

den Schweizer Investoren zugestanden über die Finanzierungsgesellschaft wie über eine eige-

ne zu verfügen. Aufgrund dieser gesamten Umstände seien die Schweizer Anleger als der Dar-

lehensgeberin nahestehende Personen zu qualifizieren (BGE 138 II 545 E. 4.2.2). Damit sei 

Art. 34 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DStG anwendbar und der Abzug der Darlehensschulden und Darle-

henszinsen aus der Limited Partnership, die der Fremdfinanzierung eines Grossteils der Anla-

gekosten dienten, abzulehnen.

5.3 Für die Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DStG resp. Art. 33 Abs. 1 Bst. a 
Satz 2 DBG und Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG auf solche in erheblichem Umfang fremdfinan-

zierte Anlageprodukte und die daraus folgende Verweigerung des Schuldzinsabzugs ergeben 

sich aus dem obgenannten Leitentscheid die folgenden massgeblichen Kriterien,

generell:

• Die Möglichkeit der gezielten doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen im Pri-

vatvermögensbereich, 

dann, soweit das Darlehen und den Drittvergleich betreffend: 

• Die im Geschäftsverkehr unter Dritten völlig unübliche Haftungsbeschränkung der Dar-

lehensnehmer, und die daraus sich ergebende, 

• von Marktbedingungen abweichende, insb. bei Investitionen in spekulative Wertpapiere 

des "emerging market" unübliche Risikoverteilung zuungunsten der Darlehensgeberin 

sowie

• die Möglichkeit des Vortragens und der Zahlung der steuerlich geltend gemachten 

Schuldzinsen erst bei Verfall des Kredits 

und betreffend die Qualifikation der Darlehensnehmer und Investoren als Nahestehende:

• Die aus den obgenannten Vorteilen an Darlehensnehmer und Investoren fliessenden 

geldwerten Leistungen sowie 

• die Möglichkeit über die Finanzierungsgesellschaft wie über eine eigene zu verfügen.

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Letzteres Kriterium ergibt sich aus all den obgenannten an die Darlehensnehmer geflossenen 

Vorteilen, die Dritten unter Marktbedingungen nicht gewährt worden wären.

6. Die Rekurrentin hat Anteile des C-Anlagefonds erworben. Dem "confidential term sheet" 
zu diesem Fonds (vgl. Beilage 12 des Rekurses, <http://________>, besucht am 12.11.2017) ist 

auf 

Seite 1 in Absatz 6 zu entnehmen, dass das vorrangige Anlageziel des Fonds die Erzielung 

eines Kapitalgewinns ist. Das geht auch aus den in der Tabelle auf Seite 4 des "confidential 

term sheets" in Aussicht gestellten und als Anlageziel anvisierten Verkaufspreisen pro Anteil 

hervor. Von Erträgen als Anlageziel ist jedoch nirgends die Rede. Dasselbe ergibt sich auch 

aus den Veranlagungen der Rekurrentin in den Jahren 2012 und 2013, wo für die Anteile am 

C-Anlagefonds im Umfang von AUD 1'000'000.-- gemäss Kursliste der Eidgenössischen Steu-

erverwaltung ein Ertrag von lediglich CHF 4'823.-- und CHF 3'266.-- veranlagt wurde. Gleichzei-

tig wurden aus dem Darlehen über AUD 850'000.-- der E.________, das der Fremdfinanzierung 

von 85 % der Fondsanteile diente, Schuldzinsabzüge im Umfang von CHF 67'678.-- (2012) und 

CHF 61'114.-- (2013) geltend gemacht. Weiter wird auf der Homepage der D-Gruppe betreffend 

den C-Anlagefonds zu den "optional investment loans" mit folgendem Wortlaut ausdrücklich auf 

die Steuervorteile resp. die Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen aus der Fremdfinanzierung hin-

gewiesen: 

"Tax Treatment for Swiss tax residents: Properly reported interest expense on the Investment Loan 

should be tax deductible for Swiss individual investors for income tax purposes if these interest 

expenses do not exceed a threshold equal to the qualifying annual gross income from movable and 

immovable assets (including notional rental income from owner occupied property) plus an amount of 

CHF 50,000 minus interest expense from other debts."

Auch auf die Tatsache, dass eine Fremdfinanzierung die Rendite schmälert und sich allenfalls 

ohne die steuertechnischen Vorteile nicht auszahlen könnte, wird ausdrücklich hingewiesen: 

"There are risks associated with borrowing to invest. Use of an Investment Loan can increase an 

investor's exposure to their investment in the Fund but can also magnify losses. In order for investors 

with an Investment Loan to break even at the end of the Investment Horizon (excluding taxation 

considerations and the time value of money), the value of their Shares in the Fund will need to have 

increased by more than the interest due to be paid and other costs."

(vgl. <http://________> besucht am 12.11.2017). Daraus folgt, dass der C-Anlagefonds die 

Möglichkeit bot und darauf ausgelegt war, neben dem primär angestrebten steuerfreien Kapital-

gewinn, kumulativ einen massgeblichen Schuldzinsabzug zu generieren, was bei Gewährung 

des Schuldzinsabzugs zu einer doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen führen würde. 

Der Sachverhalt fällt somit in den Anwendungsbereich von Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG und 

Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG und es ist zu prüfen, ob die weiteren Voraussetzungen für den 

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Ausschluss des Schuldzinsabzugs nach diesen Gesetzesbestimmungen ebenfalls gegeben 

sind.

6.1 Gemäss Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG ist anhand 
des Darlehensvertrags (vgl. pag. 164 bis 167) zu prüfen, ob das der Rekurrentin von der 

E.________ zur Erhöhung des investierten Kapitals gewährte Darlehen einem Drittvergleich 

standzuhalten vermag. 

6.1.1 Das Darlehen durfte gemäss diesen Bestimmungen ausschliesslich zum Erwerb von 
Anteilen des C-Anlagefonds verwendet werden. Diese wurden der kreditgebenden Bank als 

Sicherheit verpfändet. Beliebige Dritte kamen somit, entgegen der Darstellung durch die Vertre-

terin, nicht als Darlehensnehmer in Frage. 

6.1.2 In § 1 Ziff. 3 des Darlehensvertrags ist weiter festgehalten, dass die Darlehensnehmer 
für die Rückzahlung des Darlehens ausschliesslich in Höhe der zur Sicherung verpfändeten, 

Fondsanteile haften und jede weitere persönliche Haftung der Darlehensnehmer ausgeschlos-

sen ist. Es ist der kreditgebenden Bank nach dieser Bestimmung zudem ausdrücklich untersagt, 

einen allfälligen Fehlbetrag durch Verwertung von anderen Vermögensgegenständen der Dar-

lehensnehmer oder durch Konkurseröffnung gegen den Darlehensnehmer erhältlich zu ma-

chen. Weiter ist ausdrücklich festgeschrieben, dass die Haftungsbeschränkung allen anderen 

Bestimmungen des Darlehensvertrags vorgeht und auch jede Nachdeckungspflicht ausge-

schlossen ist. Die von der Vertreterin anstelle der persönlichen Haftung genannte Möglichkeit 

der fristlosen Kündigung des Darlehens, ändert an dieser Haftungsbeschränkung nichts. 

Das Darlehen ist wie von der Vertreterin geltend gemacht, von der Sicherung mittels verpfände-

ter Wertpapiere her, an sich als Lombardkredit zu beurteilen. Bei einem solchen stellt aber die 

weitergehende Haftung der Kreditnehmer und die Nachdeckungspflicht des Kreditschuldners 

grundsätzlich einen wesentlichen Bestandteil des Vertrags dar "ohne die eine Kreditgewährung 

gegen ein Pfandrecht an spekulativen Wertpapieren praktisch kaum denkbar wäre" 

(vgl. Boemle/Gsell/Jetzer/Nyffeler/Thalmann, Geld-, Bank- und Finanzmarkt-Lexikon der 

Schweiz, 2002, S. 1110 Ziff. 6). Die vorliegend vereinbarte Haftungsbeschränkung ist somit als 

aussergewöhnlich und im regulären Geschäftsverkehr völlig unüblich zu qualifizieren.

6.1.3 Das Darlehen diente der Finanzierung einer Investition in einen "emerging market 
Fonds" (nicht regulierte Märkte), welche als besonders risikoreiche und somit spekulative Anla-

ge einzustufen ist. Dies ist auch im "confidential term sheet" zum C-Anlagefonds festgehalten. 

Diese Ausführungen stellen, entgegen der von der Vertreterin geäusserten Ansicht, keine blos-

sen Standardinhalte eines Anlageprospekts dar, sondern enthalten ausführliche, 

- 14 -

detaillierte Angaben zu den erhöhten Risiken bei einer Investition in "emerging markets" 

(vgl. die detaillierten Ausführungen der Anbieterin des C-Anlagefonds zu den "emerging mar-

kets" im "confidential term sheet" S. 4). In Anbetracht des hohen Risikos, ist eine Fremdfinan-

zierung im Umfang von 85 % des Anschaffungswerts der erworbenen Fondsanteile mit einer 

gleichzeitigen Beschränkung der Haftung der Darlehensnehmer auf die Fondsanteile und ohne 

jede Nachdeckungspflicht ebenfalls als höchst ungewöhnlich zu bezeichnen 

(vgl. BGE 138 II 545 E. 4.2.1) und führt im Ergebnis zu einer Übernahme eines Grossteils des 

Anlagerisikos durch die Darlehensgeberin. 

6.1.4 Ebenfalls unüblich ist der vereinbarte Aufschub der Zinszahlungen bis zum Verfall des 
Kredits. Gemäss § 3 Ziff. 1 wurden die Zinsen nicht effektiv bezahlt, sondern gemäss § 3 Ziff. 2 

jeweils per 1. Dezember vorgetragen und dem Darlehen zugeschlagen. 

6.2 Ein Darlehen mit solchen Bedingungen weicht, entgegen der durch die Vertreterin geäus-
serten Auffassung, erheblich vom Geschäftsverkehr unter Dritten ab und entspricht in den we-

sentlichen Belangen, so der Haftungsbeschränkung, der Risikoverteilung und des Fremdfinan-

zierungsgrads dem Sachverhalt im zitierten Leitentscheid des Bundesgerichts. Daran ändert 

entgegen der Meinung der Vertreterin nichts, dass die Haftungsbeschränkung im vorliegend zu 

beurteilenden Fall auf anderem Weg als in jenem erreicht wurde. Auch ist nicht von Belang, ob 

die Anleger mit dem Kauf der Anlage zwingend ein Darlehen aufnehmen mussten, oder ob es 

im Belieben der Anleger stand, die angebotene Fremdfinanzierungsoption wahrzunehmen. So 

oder so stellte der C-Anlagefonds und das von einer anderen Gesellschaft derselben D-Gruppe 

gewährte Darlehen ein Gesamtpaket dar, das die Möglichkeit der gleichzeitigen Erzielung von 

Kapitalgewinnen und steuerminimierenden Schuldzinsen bot und bei dem die Haftung des 

Kreditnehmers, die Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien und die Zinsbedingungen 

wesentlich von einem unter Dritten zu Marktbedingungen gewährten Darlehen abweichen. 

Dass die von der D-Gruppe angebotene Fremdfinanzierung neben der Möglichkeit der kumulier-

ten Inanspruchnahme von Steuervorteilen des Privatvermögens auch noch der Möglichkeit der 

Gewinnerhöhung und in gewissem Umfang der Absicherung gegen Währungsrisiken diente, 

ändert, entgegen der Argumentation der Vertreterin, am Drittvergleich und an der Beurteilung 

des Gesamtpakets ebenfalls nichts. Im Übrigen wäre gerade die Absicherung gegen Währungs-

risiken auch auf anderem Weg z.B. mittels eines Hedgings besser, umfassender und wohl auch 

günstiger möglich gewesen. 

7. Die Rekurrentin ist an der kreditgebenden E.________ nicht beteiligt. Gemäss Art. 38 
Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG bleibt somit zu prüfen, ob das 

Darlehen als unter Nahestehenden gewährt zu beurteilen ist. Die E.________ gehört zur 

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D-(Banken-)Gruppe und wird, gemäss dem Antragsformular für ein Darlehen zur Fremdfinanzie-

rung einer Investition in den C-Anlagefonds, von der D-Bank International Limited beherrscht, 

denn diese ist darin ebenfalls als Darlehensgeberin aufgeführt (vgl. <http://________> besucht 

am 12.11.2017, Linke Spalte unter: Loan and Security Agreement and Application Form - 

Nominee [Deutsch]). Ob ein Beherrschungsverhältnis vorliegt, kann aber offen bleiben, denn 

der 

C-Anlagefonds ist ein Produkt der D-Gruppe, welcher auch die E.________ unbestrittenermas-

sen angehört. Das Firmengeflecht muss im vorliegenden Zusammenhang als Ganzes beurteilt 

werden, weshalb die Kreditgeberin E.________, entgegen der durch die Vertreterin geäusser-

ten Auffassung, nicht als ein von der D-Gruppe und dem C-Anlagefonds unabhängiges Finanz-

institut gelten kann. Damit ist die Kreditvergabe auch nicht als ein von der Investition in den

C-Anlagefonds unabhängiges Rechtsgeschäft zu beurteilen. 

Das Darlehen wird im Investment Summary (Beilage 13 zum Rekurs, http://________, besucht 

am 12.11.2017) denn auch von der D-Gruppe selbst als Option angeboten und die Darlehens-

vergabe erfolgt wie erwähnt über ein Finanzinstitut derselben Bankengruppe. Weiter wird das 

Darlehen ausschliesslich den Investoren zum Erwerb von Anteilen des C-Anlagefonds (oder 

eines anderen Fonds der D-Gruppe) gewährt. Unabhängige Dritte, die nicht Investoren bei der 

D-Gruppe sind, können gemäss dem Darlehensvertrag kein solches Darlehen erhalten. Weiter 

hat die Darlehensgeberin, mit der zuvor dargelegten Haftungsbeschränkung auf die Fondsantei-

le, der ungewöhnlichen Risikoverteilung und dem Zinsaufschub, den Kreditnehmern und somit 

auch der Rekurrentin geldwerte Leistungen zukommen lassen und das Risiko aus den Darlehen 

war zudem, aufgrund der Haftungsbeschränkung auf die erworbenen Anteile, für die Investoren 

nicht höher, als wenn sie die Anlage mit eigenen Mitteln finanziert hätten. Aus all diesen Vortei-

len, die der Rekurrentin als Investorin des C-Anlagefonds zugeflossen sind, ergibt sich weiter, 

dass die E.________ als Finanzinstitut der D-Gruppe der Rekurrentin ermöglicht hat, über sie 

wie über eine eigene Gesellschaft zu verfügen. Aus den gesamten Umständen der Darlehens-

vergabe folgt, dass die Rekurrentin in ihrer Eigenschaft als Investorin bei der D-Gruppe als 

Nahestehende der E.________ zu qualifizieren ist. 

8. Damit liegen alle vom Bundesgericht zu massgeblich fremdfinanzierten Anlageprodukten 
und doppelter Inanspruchnahme von Steuervorteilen des Privatvermögens herausgearbeiteten 

Kriterien vor und der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt entspricht in den wesentlichen Be-

langen jenem im Leitentscheid. 

Aus den Darlegungen folgt, dass die E.________ der Rekurrentin als nahestehende natürliche 

Person ein Darlehen zu Bedingungen gewährt hat, die erheblich von den im Geschäftsverkehr 

unter Dritten üblichen Bedingungen abweichen. Damit ist der gesetzliche Tatbestand des Aus-

http://static.macquarie.com/dafiles/Internet/mgl/ch/mfg/doc/kinetic-11-de-loan-nominee-5722723-1-%28fp-sydney%29.pdf?v=1

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schlussgrunds von Art. 38 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StG und Art. 33 Abs. 1 Bst. a Satz 2 DBG erfüllt, 

weshalb der vorliegend streitige Schuldzinsabzug von der Steuerverwaltung zu Recht verwei-

gert worden ist.

8.1 Die Argumentation der Vertreterin, dass das Anlagemodell des C-Anlagefonds nicht 
jenem des G-Anlagefonds entspreche, geht dabei ins Leere, denn es ist nicht von Bedeutung 

auf welchem Weg und mit welchen Mitteln genau die ungerechtfertigte doppelte Inanspruch-

nahme von Steuervorteilen des Privatvermögens zustande kommt oder auf welche Weise die 

vom Bundesgericht im Leitentscheid BGE 138 II 545 herausgearbeiteten Kriterien im Einzelnen 

erfüllt werden.

8.2 Da der Schuldzinsabzug bereits aufgrund eines gesetzlichen Ausschlussgrunds zu ver-
weigern ist, erübrigt sich die weitere Prüfung einer Steuerumgehung. 

9. Aus den Erwägungen folgt, dass die Rekurse und Beschwerden betreffend die Steuer-
perioden 2012 und 2013 abzuweisen sind.

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Rekurrentin kostenpflichtig. Sie hat die ge-
samten Verfahrenskosten zu tragen (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG 

i.V.m. Art. 1, 2, 53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten 

und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrens-

kostendekret, VKD; BSG 161.12]). 

9.2 Ist die Rekurrentin vertreten, so kann bei ganz- oder teilweisem Obsiegen eine Parteien-
tschädigung gesprochen werden. Da die Rekurrentin im vorliegenden Fall unterliegt, werden 

keine Parteikosten gesprochen (Art. 200 Abs. 4 StG sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 

SR 172.021]).

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Aus diesen Gründen wird erkannt:

1. Der Rekurs pro 2012 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde pro 2012 wird abgewiesen.

3. Der Rekurs pro 2013 wird abgewiesen.

4. Die Beschwerde pro 2013 wird abgewiesen.

5. Die Kosten des Verfahrens vor der Steuerrekurskommission, bestimmt auf eine Pau-

schalgebühr von CHF 3'000.--, werden der Rekurrentin zur Bezahlung auferlegt.

6. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

7. Gegen den Entscheid betreffend die kantonalen Steuern kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden. Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechts-
schrift am letzten Tag der Frist einer schweizerischen Poststelle übergeben wird. Die Be-

schwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung einzureichen. Sie muss von der beschwer-
deführenden Person selbst oder von einem zur Prozessführung vor bernischen Gerichten 

ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechts-

schrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und die Begründung zu enthalten. Der 
angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Gegen den Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden (Art. 145 DBG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 BStV). 
Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechtsschrift am letzten Tag der Frist einer schweizeri-

schen Poststelle übergeben wird. Die Beschwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung 
einzureichen. Sie muss von der beschwerdeführenden Person selbst oder von einem zur 

Prozessführung vor bernischen Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet 

sein (Art. 15. Abs. 4 VRPG). Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechtsbegehren 
und die Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

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Wird beim Verwaltungsgericht für die kantonalen Steuern und die direkte Bundes-
steuer Beschwerde erhoben, können diese, soweit den gleichen Gegenstand betref-
fend, in einer gemeinsamen Rechtsschrift eingereicht werden. Sie hat insbesondere 
die jeweiligen Rechtsbegehren sowie die Begründungen zu enthalten.

8. Zu eröffnen an:

▪ B.________ AG zuhanden von A.________

▪ Steuerverwaltung des Kantons Bern

▪ Eidgenössische Steuerverwaltung

▪ Gemeinde X.________

IM NAMEN DER STEUERREKURSKOMMISSION
DES KANTONS BERN

Die Vizepräsidentin Der Gerichtsschreiber

Nanzer Werthmüller