# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00a912f6-a4eb-5d2e-907f-5c5604cf8c1e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.08.2018 200 2018 330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-330_2018-08-08.pdf

## Full Text

200 18 330 IV
ACT/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. August 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene, aus der … stammende und 1994 in die Schweiz einge-
reiste A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) mel-
dete sich im Februar 2009 unter Hinweis auf rezidivierende depressive 
Episoden nach posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 2). 
Nachdem die IVB den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht abgeklärt, Be-
richte behandelnder Ärzte und einen ärztlichen Bericht sowie eine Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD [act. II 25 S. 3 ff.; 
34]) eingeholt hatte, verneinte sie mit unangefochten gebliebener Verfü-
gung vom 8. Dezember 2009 (act. II 35) einen Leistungsanspruch mit der 
Begründung, es liege keine Invalidität „im Sinne des Gesetzes“ vor.

Auf eine im Februar 2011 eingereichte Neuanmeldung (act. II 37; 39) trat 
die IVB mit ebenfalls nicht angefochtener Verfügung vom 30. Mai 2011 
(act. II 47) nicht ein.

Im Juli 2016 reichte der Versicherte bei der IVB unter Hinweis auf „Stim-
menhören, Optische Halluzinationen, Verfolgungswahn, Angst, Impulsivität, 
Konzentrationsprobleme, Selbstmordgedanken“ erneut ein Leistungsge-
such ein (act. II 50). Nachdem die IVB den Versicherten durch Dr. med. 
C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte begutach-
ten lassen (Expertise vom 17. November 2017 [act. II 66.1 S. 2 ff.]), stellte 
sie ihm mit Vorbescheid vom 10. Januar 2018 (act. II 67) mit der Begrün-
dung, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Rechtssinne 
vor, die Ablehnung eines Leistungsanspruchs in Aussicht. Dagegen liess 
der Versicherte Einwand erheben (act. II 76) und einen Bericht des behan-
delnden Arztes med. pract. D.________ einreichen (act. II 76 S. 10 - 12). 
Mit Verfügung vom 15. März 2018 (act. II 78) entschied die IVB wie im Vor-
bescheid in Aussicht gestellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 3

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch die B.________, lic. iur. 
E.________, mit Eingabe vom 30. April 2018 Beschwerde erheben. Er stellt 
die folgenden Anträge: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. März 2017 (richtig: 
2018) sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine volle Invali-
denrente zu gewähren. 

2. Eventualiter: Es sei ein Obergutachten zur Beurteilung der gesund-
heitlichen Situation des Beschwerdeführers anzuordnen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

In der Begründung macht der Beschwerdeführer zusammengefasst gel-
tend, das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 17. November 2017 
sei aus verschiedenen Gründen nicht beweiskräftig. Entsprechend sei auf 
die Beurteilung des behandelnden Arztes med. pract. D.________ abzu-
stellen, wonach eine schwere PTBS mit rezidivierenden depressiven Epi-
soden und andauernder Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung 
sowie eine paranoide Schizophrenie vorlägen, welche eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit und somit einen Anspruch auf eine (ganze) Invalidenrente 
begründeten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. März 2018 (act. II 
78). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und in 
diesem Zusammenhang insbesondere die Vollständigkeit der Sachver-
haltsabklärung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 

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nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (vgl. E. 3.1 vorne) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Wurde eine Rente wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine Neuanmeldung nur geprüft, 
wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 

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obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Juli 2016 (act. II 50) 
eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen 
ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichszeitpunkte bil-
den die Verfügung vom 8. Dezember 2009 (act. II 35) – mit der ein Leis-
tungsanspruch mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens 
verneint wurde – und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 15. März 
2018 (act. II 78; vgl. E. 2.3.3 vorne). Nicht massgebend ist demnach die 
Verfügung vom 30. Mai 2011 (act. II 47), da die Beschwerdegegnerin damit 
nicht auf die Neuanmeldung eintrat und folglich keine materielle Prüfung 
des Leistungsbegehrens vornahm (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114). 

In der Folge kann offen bleiben, ob die vom Beschwerdeführer geltend ge-
machte Verschlechterung seines Gesundheitszustandes überwiegend 
wahrscheinlich erstellt ist (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 
S. 349). Denn selbst, wenn dies bejaht wird mit der Folge, dass der Leis-
tungsanspruch allseitig zu prüfen ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 

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E. 4b S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2), resultiert – wie nachfol-
gend zu zeigen ist – keine Invalidität im Rechtssinne. 

3.2 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. März 2018 (act. 
II 78) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie 
folgt:

3.2.1 Im Bericht vom 23. Februar 2015 (act. II 56 S. 2 ff.) diagnostizierte 
Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ba-
sierend auf der letzten Untersuchung vom 14. Februar 2014 (S. 3), eine 
schwere PTBS (ICD-10 F43.1) mit rezidivierenden depressiven Episoden 
sowie – differentialdiagnostisch – eine andauernde Persönlichkeitsverände-
rung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0 [S. 5]). Der Beschwerdeführer 
sei als Kurde bei der Rekrutierung respektive Politisierung von neuen Akti-
visten der PKK engagiert gewesen. Er habe als einflussreicher Aktivist und 
Motivator gegolten und sei deshalb von der Gegenseite beobachtet, später 
auch gesucht worden. Er sei aus einer schlimmen Gefangenschaft, in wel-
cher er auch gefoltert worden sei, entkommen. Im Anschluss sei er aus 
Angst vor staatlichen Repressalien gegenüber seiner Familie (in die 
Schweiz) geflohen, wo sich seine Frau kurze Zeit später vom Beschwerde-
führer habe scheiden lassen. 1998 sei er nach … gereist, nach einem ca. 
einjährigen Aufenthalt aus schlechtem Gewissen, seinen Sohn verlassen 
zu haben, dann wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Die Bearbeitung sei-
nes Asylgesuchs habe sich dann extrem in die Länge gezogen und „sei 
faktisch nie entschieden“ worden (S. 3). 

Im Bericht vom 3. Juni 2015 (act. II 55 S. 8 ff.) hielt Dr. med. F.________ 
fest, die psychische Verfassung des Beschwerdeführers habe sich in den 
letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert. Eventuell hätten gewisse in 
diesem Bericht erstmals deutlich beschriebene wahnhafte Symptome aber 
auch schon seit längerer Zeit, allerdings in weniger starker Ausprägung, 
bestanden und seien von früher behandelnden Ärzten zwar auch festge-
stellt, aber nicht so deutlich benannt worden. Aufgrund der deutlichen Zu-
standsverschlechterung betrage die Arbeitsfähigkeit seit Januar 2015 noch 
20% (S. 12). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 8

3.2.2 Im Bericht vom 29. August 2016 (act. II 55 S. 2 f.) diagnostizierte 
der seit April 2016 behandelnde Arzt med. pract. D.________ eine schwere 
PTBS (ICD-10 F43.1) mit rezidivierenden depressiven Episoden und einer 
andauernden Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 
F62.0) sowie eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0). Der Be-
schwerdeführer habe Wahnideen, akustische und optische Halluzinationen, 
eine schwere Impulskontrollstörung mit Heteroaggressivität, eine 
Denkstörung und kognitive Defizite. Es bestehe eine genetische Veranla-
gung, da auch sein Sohn an einer schweren Psychose leide. Die Arbeitsun-
fähigkeit betrage 100%. Er – med. pract. D.________ – empfehle eine 
erneute Begutachtung. 

3.2.3 Im psychiatrischen Gutachten vom 17. November 2017 (act. II 
66.1) stellte Dr. med. C.________ die folgenden Diagnosen (S. 18 f., 25): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

Keine krankheitswertige psychische Störung 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

Vordiagnostiziert:

- PTBS (ICD-10 F43.1), aus versicherungspsychiatrischer Sicht diskussi-
onsbedürftig

- rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33), aus versicherungs-
psychiatrischer Sicht diskussionsbedürftig

- vorbeschriebene somatoforme autonome Funktionsstörung des Uroge-
nitalsystems, keine Relevanz für die medizinisch-theoretische Arbeits-
fähigkeit

- andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-
10 F62.0), aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar

- paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0), aus versicherungspsychiatri-
scher Sicht nicht nachvollziehbar

In der Beurteilung führte Dr. med. C.________ aus, aus versicherungsme-
dizinischer Sicht könne die PTBS (ICD-10 F43.1) nicht diagnostiziert wer-
den, wenn ein derartig langer Zeitraum vergangen sei, der 
Beschwerdeführer also seit 1994 bereits in der Schweiz gewesen sei und 
sich erst 1999 bzw. womöglich (allerdings nicht dokumentiert) 1997 in Be-

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handlung begeben habe. Vielmehr seien hier die Probleme mit der Asyla-
nerkennung offensichtlich und dann auch die Zeit der Trennung von der 
Ehefrau, die der Versicherte als psychosoziale Belastungsfaktoren be-
schrieben habe, und schliesslich die Rückkehr aus …, da der Sohn an ei-
ner Schizophrenie erkrankt sei (S. 20).

Neben gewissen Unklarheiten und lnkonsistenzen sei nicht nur die Diagno-
se der PTBS nicht ausgewiesen, sondern auch die nachfolgenden Diagno-
sen könnten aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht nachvollzogen 
werden. Sei einerseits kein depressives Syndrom nachgewiesen, das den 
Beschwerdeführer dauerhaft begleiten und ihn in den unterschiedlichen 
Lebensbereichen einschränken würde, erscheine also die Diagnosestellung 
einer rezidivierenden episodischen affektiven Störung als nicht nachvoll-
ziehbar – wobei insbesondere auch auf die aktuelle persönliche Untersu-
chung und die Erhebung der Aktivitäten des täglichen Lebens in den 
vergangenen Wochen verwiesen werde –, so erschienen insbesondere die 
Diagnosestellungen der Schizophrenie und der Persönlichkeitsveränderung 
nach Extrembelastung aus dem Verlauf der vergangenen Jahre nicht nach-
vollziehbar. Der Beschwerdeführer erleide keine Schizophrenie, wenn er 
auch in den vergangenen Jahren immer wieder versucht habe, eine Ar-
beitstätigkeit im Bereiche …, … oder … auszuüben und in der aktuellen 
Untersuchung insbesondere keine Negativsymptomatik geboten habe und 
keinen für einen schizophren erkrankten Menschen auffälligen Befund auf-
weise. Es seien weder Einbussen im Hinblick auf Ambiva-
lenz/Ambitendenz, auf die affektive Schwingungsfähigkeit oder den 
affektiven Rapport, auf die Geschwindigkeit des Denkens, überhaupt auf 
formale Denkstörungen oder Schwierigkeiten im interpersonellen Kontakt, 
zu erheben gewesen. In der Angabe, zum Beispiel fremde Menschen in 
einem öffentlichen Verkehrsmittel könnten sich plötzlich zu blutverschmier-
ten, ihn bedrohenden Zombies wandeln, seien weder Halluzinationen noch 
die inhaltliche Denkstörung des Wahns nachvollzogen worden, sondern es 
sei eine bewusste Angabe mit Ausdruckscharakter anzunehmen (S. 20 f.). 

Der Beschwerdeführer imponiere als beschäftigt mit …, habe auch ange-
geben, eine … absolviert zu haben, sich gerne abzulenken durch das Le-
sen von Lektüre sowie durch gesellige Kontakte zu Menschen, denen er 

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vertrauen könne, die ihn zum Grillieren einladen oder mit ihm essen wür-
den, mit denen er öfters telefoniere oder Ausflüge unternehme. Die berich-
teten Wahrnehmungsstörungen – der Beschwerdeführer habe angegeben, 
er sehe Verstorbene und höre sie sich unterhalten oder ihn verhöhnen – 
seien nicht als Halluzinationen zu werten, da der Beschwerdeführer eindeu-
tig davon distanziert gewesen sei und angegeben habe, dies sei eigentlich 
in seinem Kopf entstanden und es habe sehr viel Zusammenhang mit Bio-
grafie und Vorgeschichte, es gehe nämlich um Opfer der … Gewalt an den 
… Familienangehörigen bzw. Familienangehörigen und Freunden, auch 
seiner Frau. Hier sei aus der gutachterlichen Sicht an „Bilder vor geistigem 
Auge und lebhafte Erinnerungen“ zu denken, an Imaginationen, aber nicht 
das Kriterium der Wahrnehmungsstörung und echten Halluzinationen er-
füllt. Selbst wenn angenommen würde, es handelte sich um Halluzinatio-
nen, würden diese bei dem ansonsten beobachtbaren, unauffälligen 
affektiven Geschehen und den Aktivitäten des täglichen Lebens sowie in 
Ermangelung anderer Symptome einer Schizophrenie nicht ausreichen, 
eine schizophrene Erkrankung zu begründen (S. 21). 

Er – Dr. med. C.________ – gehe davon aus, dass der Beschwerdeführer 
in seinem Heimatland Verfolgungen erlitten habe und womöglich auch 
traumatisiert worden sei. Daraus lasse sich jedoch weder die Diagnose der 
PTBS ableiten, noch seien Erinnerungen daran oder auch affektive Folgen, 
die in den vergangenen Jahren aufgetreten sein mögen, automatisch als 
krankheitswertig zu bezeichnen. Es sei normal, dass der Beschwerdeführer 
nach traumatisierenden Erfahrungen in seinem Heimatland auch emotiona-
le Erinnerungen erlitten habe. Daraus lasse sich jedoch keine eigenständi-
ge primär psychische Störung gemäss ICD-10 bzw. eine dauerhafte 
Minderung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit ableiten. Der 
Beschwerdeführer hätte eine berufliche Tätigkeit erbringen können, so wie 
er sie auch in den verschiedenen Bereichen erbracht habe; dabei hätten es 
ihm krankheitsfremde psychosoziale Faktoren verunmöglicht, längere Zeit 
an einer Arbeitsstelle zu verbleiben. Insoweit habe er zwar angegeben, an 
einer Konzentrationsminderung und Gedächtnisstörungen sowie Ängsten 
vor fremden Menschen gelitten zu haben; in diesen Angaben seien jedoch 
eindeutig defizitorientierte Angaben in der Untersuchungssituation im Auf-
trage der Sozialversicherungsanstalt zu erkennen. Der Beschwerdeführer 

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sei offensichtlich jeweils eine Zeit lang einer Tätigkeit nachgegangen, habe 
schon in seinem Heimatland als studierter Volkswirt angegeben, nach je-
weils einigen Monaten ein „Burnout“ erlitten zu haben, weil ihm die Tätigkeit 
zu anstrengend gewesen sei. In der Schweiz seien ihm mit der Arbeitslo-
sigkeit oder der Sozialhilfeunterstützung auch andere Möglichkeiten offen 
gestanden (S. 22).

Aktuell könne sich der Beschwerdeführer auch in einem ausgeglichenen 
Zustand der Lebensaktivitäten durchaus mit Freudfähigkeit und Interessen 
beschäftigen, lenke sich ab durch Fitness, durch Lesen, durch soziale Kon-
takte. Von einem (ausgeprägten) krankheitswertigen Geschehen in dem 
Sinne, dass von einem andauernden psychischen Gesundheitsschaden 
oder einer Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung auszugehen 
wäre, könne nicht die Rede sein (S. 22 f.). Eine krankheitswertige primär 
psychische Störung bzw. ein Gesundheitsschaden liege somit nicht vor 
(S. 23) und es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 27 f.). 

3.2.4 Im zu Handen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ver-
fassten Bericht vom 2. März 2018 (act. II 76 S. 10 - 12) nahm med. pract. 
D.________ Stellung zum Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
17. November 2017 (vgl. auch E. 3.4 f. hinten). 

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 

3.3.4 Nach der Rechtsprechung bildet insbesondere im psychiatrischen 
Kontext die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, 
Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung die wichtigste Grundlage 
gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen, wobei dem 
Gespräch, d.h. der direkten Auseinandersetzung des Sachverständigen mit 
der zu begutachtenden Person, massgebende Bedeutung zukommt (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 4. August 2016, 9C_410/2016, 
E. 2.2.1). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die psychiatrische Exploration 
von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem 
begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen 
Spielraum eröffnet, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-
psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung 
der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag 
kann es nicht angehen, ein Administrativgutachten stets dann in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen 
gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen 
festhalten. Anders verhält es sich, wenn die behandelnden Ärzte objektiv 
feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der 

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psychiatrischen Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben und 
geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Entscheid des 
BGer vom 24. November 2015, 9C_353/2015, E. 4.1). 

3.4 Das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 17. November 2017 
(act. II 66.1 S. 2 ff.) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
Expertisen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.3.2 f. vorne). Es ist nach-
vollziehbar und die Schlussfolgerungen sind überzeugend begründet. Wie 
nachfolgend zu zeigen ist, zeigen der Beschwerdeführer und med. pract. 
D.________ mit ihren mannigfaltigen Einwänden keine Aspekte auf, welche 
Dr. med. C.________ ausser Acht gelassen hätte und welche den 
Beweiswert seines Gutachtens zu schmälern vermöchten: 

3.4.1 Soweit der Beschwerdeführer kritisiert, das Gutachten entspreche 
„in wesentlichen Punkten nicht den Anforderungen […] der Qualitätsleitlini-
en“ der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie 
SGPP vom 16. Juni 2016 (nachfolgend Leitlinien) bzw. Dr. med. 
C.________ hätte gestützt auf Ziffer 6.3 der Leitlinien fremdanamnestische 
Auskünfte einholen müssen (Beschwerde, S. 5, Ziffer 2a und b), ist festzu-
halten, dass weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psychiatern eine 
Begutachtung nach den (jeweils) entsprechenden Richtlinien vorschreiben 
(vgl. Entscheid des BGer vom 24. Januar 2017, 9C_715/2016, E. 3.2). 
Nichts anderes gilt mit Bezug auf fremdanamnestische Auskünfte behan-
delnder Ärzte, deren Einholung in erster Linie im Ermessen des Gutachters 
liegt, woran auch Ziffer 6.3 der Leitlinien nichts geändert hat (vgl. Entscheid 
des BGer vom 27. März 2018, 8C_794/2017, E. 4.2.1); die Leitlinien 
empfehlen denn auch allein eine Fremdanamnese.

Keine andere Einschätzung respektive keine Pflicht zur Einholung einer 
Fremdanamnese rechtfertigt die Tatsache, dass Dr. med. C.________ in 
diagnostischer Hinsicht zu anderen Schlussfolgerungen als med. pract. 
D.________ und die vor ihm behandelnden Ärztinnen gelangte: Zunächst 
ist es gerade die Aufgabe des Gutachters, bisherige Einschätzungen 
behandelnder Ärzte aus versicherungsmedizinischem Blickwinkel – 
namentlich auch in diagnostischer Hinsicht – kritisch zu hinterfragen, wobei 
der Gutachter zu anderen Schlussfolgerungen gelangen kann. Dies trifft 
auch auf den vorliegenden Fall zu, wobei Dr. med. C.________ seine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 14

divergierende Auffassung ausführlich anhand der Symptomerhebung und 
der Verhaltensbeobachtung (vgl. E. 3.3.4 vorne) sowie – entgegen der 
Auffassung von med. pract. D.________ (act. II 76 S. 10) – sachlich und 
neutral begründete (vgl. act. II 66.1 S. 19 ff.). Dass Dr. med. C.________ 
eine krankheitswertige Störung nicht als gegeben erachtete, überzeugt 
namentlich auch mit Blick auf die von ihm erhobene, sehr bescheidene 
objektive Befundlage (act. II 66.1 S. 17 f.). Im Gegensatz dazu stellte med. 
pract. D.________ in den Berichten vom 29. August 2016 (act. II 55 S. 2 f.) 
und vom 2. März 2018 (act. II 76 S. 10 - 12) bei seinen in diagnostischer 
Hinsicht anderweitigen Schlussfolgerungen allein auf die subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers ab – ohne eine kritische Plausibilisierung 
vorzunehmen –, was invalidenversicherungsrechtlich nicht genügt (vgl. 
BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281 betreffend 
Schmerzen, was in allgemeiner Hinsicht auch betreffend Angaben der 
Versicherten geltend muss). Vor diesem Hintergrund ist ohne weiteres 
nachvollziehbar, dass Dr. med. C.________ bei med. pract. D.________ 
keine zusätzliche fremdanamnestische Auskunft einholte. Insbesondere lag 
dem Gutachter auch dessen Bericht vom 29. August 2016 vor (act. II 66.1 
S. 12 f.; 55 S. 2 f.), worin sich med. pract. D.________ u.a. ausführlich zu 
der von ihm im Wesentlichen postulierten Diagnose einer paranoiden 
Schizophrenie äusserte, weshalb es auch vor diesem Hintergrund nicht zu 
beanstanden ist, wenn Dr. med. C.________ auf weitere Angaben seitens 
des behandelnden Arztes verzichtete. Indem sich der Gutachter aufgrund 
der Akten bzw. der ausführlichen Berichte der behandelnden Ärzte auch 
anderweitig ein umfassendes Bild über den bisherigen Verlauf der geltend 
gemachten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen machen konnte, 
verfängt auch der Vorwurf des Beschwerdeführers nicht, es sei nicht 
Einsicht in die vollständigen Akten der behandelnden Ärzte genommen 
worden (Beschwerde, S. 6, Ziffer 2b). 

3.4.2 Weiter kritisiert der Beschwerdeführer, Dr. med. C.________ habe 
dem Umstand, wonach es sich bei Schizophrenie um eine vererbliche 
Krankheit handle und der Sohn des Beschwerdeführers ebenfalls daran 
erkrankt sei, nicht genügend Rechnung getragen (Beschwerde, S. 6, Ziffer 
2c). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 15

Im Rahmen der anamnestischen Erhebungen gab der Beschwerdeführer 
an, dass sein Sohn an einer Schizophrenie erkrankt sei, weshalb Dr. med. 
C.________ dieser Umstand durchaus bekannt war (act. II 66.1 S. 15 f.). 
Indessen ist auch insoweit auf das in E. 3.3.4 und E. 3.4.1 Gesagte zu ver-
weisen, wonach im Gutachtenskontext in erster Linie die klinische 
Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 
Verhaltensbeobachtung massgebend sind. Diese erlaubten dem Gutachter 
vorliegend eine überzeugende und abschliessende Beurteilung hinsichtlich 
der erstmals von med. pract. D.________ gestellten, von Dr. med. 
F.________ trotz bereits damals geltend gemachter Wahnvorstellungen 
(act. II 55 S. 9 f.) noch nicht in Betracht gezogenen Diagnose einer 
paranoiden Schizophrenie. Wenn Dr. med. C.________ unter diesen 
Umständen der vom Beschwerdeführer – namentlich unter Hinweis auf 
einen Fachartikel – ins Feld geführten genetischen Prädisposition keine 
entscheidende Relevanz beimass, schmälert dies den Beweiswert seines 
Gutachtens deshalb nicht. Dass der Sohn des Beschwerdeführers den An-
gaben in den Akten zufolge an Schizophrenie erkrankt ist, bedeutet im Üb-
rigen nicht ohne Weiteres, dass diese Krankheit zwingend auch beim 
Beschwerdeführer vorliegt.

3.4.3 Sodann hat Dr. med. C.________ an seine neutral formulierte 
Feststellung im Gutachten, der Beschwerdeführer äussere sich zur tatsäch-
lichen Einnahme hinsichtlich der von ihm aufgelisteten Medikamente nicht 
(act. II 66.1 S. 16), keine Schlussfolgerungen geknüpft. Damit greift das 
beschwerdeweise Vorbringen, der Gutachter vermittle den Eindruck, der 
Beschwerdeführer nehme diese Medikamente nicht ein (Beschwerde, S. 7, 
Ziffer 2d/a), ins Leere. 

3.4.4 Ferner trifft es zwar zu, dass der Beschwerdeführer seit seiner 
Einreise in die Schweiz angibt, u.a. unter (akustischen) Halluzinationen zu 
leiden (vgl. act. II 11 S. 9). Aus diesem Vorbringen (Beschwerde, S. 7 f.; 
Ziffer 2d/b) kann er jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten: Zum einen 
hat Dr. med. C.________ aufgrund der Schilderungen des Beschwerdefüh-
rers nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass es sich hierbei um 
„bewusste Angaben mit Ausdruckscharakter“ handle bzw. um „Bilder vor 
geistigem Auge und lebhafte Erinnerungen“, nicht jedoch um eigentliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 16

Wahrnehmungsstörungen und Halluzinationen (act. II 66.1 S. 21). Der Be-
schwerdeführer kritisiert diese Sichtweise und macht geltend, die Halluzina-
tionen seien glaubwürdig bzw. „real“ (vgl. Beschwerde, S. 8, Ziffern 2d/b 
und 2d/c) und auch med. pract. D.________ stellt die gutachterliche Ein-
schätzung – wenngleich pauschal – in Frage (act. II 76 S. 11). Wie es sich 
damit verhält, kann jedoch letztlich offen bleiben, weist Dr. med. 
C.________ doch darauf hin, dass die Diagnose einer paranoiden Schizo-
phrenie selbst dann nicht zu stellen wäre, wenn hinsichtlich der Schilderun-
gen des Beschwerdeführers von Halluzinationen ausgegangen würde (act. 
II 66.1 S. 21). An dieser Stelle ist auch daran zu erinnern, dass die vor 
med. pract. D.________ behandelnde Ärztin Dr. med. F.________ – wie in 
E. 3.4.2 vorne bereits dargelegt – ebenso keine Schizophrenie diagnosti-
zierte, obwohl der Beschwerdeführer seit Jahren Wahnvorstellungen gel-
tend machte. 

3.4.5 Sodann bezeichnet der Beschwerdeführer die im Gutachten wie-
dergegebene Schilderung seines Privatlebens ohne weitere Begründung 
als inkorrekt (Beschwerde, S. 8, Ziffer 2d/d). Gleichzeitig räumt er jedoch 
ein, „zu wenigen, ihm gut vertrauten Personen“ Kontakt zu haben. Sie sei-
en es, welche ihn durch Einladungen zum Essen davon abhielten, „sich 
noch stärker zurückzuziehen“ (S. 9). Nichts wesentlich anderes folgt aus 
dem Gutachten von Dr. med. C.________, welcher festhielt, dass der Be-
schwerdeführer „gesellige Kontakte zu Menschen [habe], denen er vertrau-
en könne, die ihn zum Grillieren einladen oder mit ihm essen würden, mit 
denen er öfters telefoniere oder Ausflüge unternehme“ (act. II 66.1 S. 21). 

3.4.6 Im Weiteren bestreitet der Beschwerdeführer nicht, regelmässig 
ein Fitnesszentrum zu besuchen. Dr. med. C.________ hat diesen Um-
stand nicht – wie vom Beschwerdeführer interpretiert – als „besonders irri-
tierend“ (Beschwerde, S. 9, Ziffer 2d/e) empfunden und den 
Fitnesscenterbesuchen damit – wie vom Beschwerdeführer in der Folge 
suggeriert – herausragende Bedeutung im Rahmen seiner Schlussfolge-
rungen beigemessen. Vielmehr berücksichtigte der Gutachter diesen Um-
stand als ein Element unter vielen, welches gegen das Vorliegen eines 
invalidisierenden (psychischen) Gesundheitsschadens spricht (vgl. act. II 
66.1 S. 21). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es handle sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 17

dabei – anders als vom Gutachter verstanden – nicht um eine Freizeitakti-
vität, sondern um eine „Copingmethode“ (Beschwerde, S. 9, Ziffer 2d/e), 
kann er auch daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: Zum einen hat Dr. 
med. F.________ das seit Jahren praktizierte Fitnesstraining noch im Be-
richt vom 10. April 2014 ausdrücklich als ausgleichende Freizeitbeschäfti-
gung bezeichnet (act. II 55 S. 5 unten). Zum andern zeugt der 
regelmässige Besuch eines Fitnesscenters davon, dass der Beschwerde-
führer sein Leben auch (aktiv) gestaltet bzw. – sofern von einer Copingstra-
tegie auszugehen wäre – mit der als bedeutsam empfundenen psychischen 
Beeinträchtigung zielgerichtet umzugehen wüsste. Im einen wie im anderen 
Fall sprechen diese Aktivitäten mit Dr. med. C.________ gegen das Vorlie-
gen eines krankheitswertigen bzw. invalidisierenden Gesundheitsschadens.

3.4.7 Ferner hat Dr. med. C.________ im Rahmen der Begutachtung 
keine Hinweise auf Impulshandlungen festgestellt (act. II 66.1 S. 18; Be-
schwerde, S. 9 f., Ziffer 2e/a). Soweit med. pract. D.________ eine „schwe-
re Impulskontrollstörung mit Heteroaggressivität“ postuliert (act. II 76 S. 
12), stützt er sich dabei nicht auf eigene Feststellungen im Rahmen einer 
objektiven Befunderhebung, sondern auf die Schilderungen des Beschwer-
deführers, welche vereinzelte (nicht näher beschriebene) Vorfälle in der 
Vergangenheit betreffen. 

3.4.8 Sodann erachtet der Beschwerdeführer die Einschätzung des 
Gutachters, „die Willenskräfte seien zielgerichtet, der [Beschwerdeführer] 
sei fähig, seine Angelegenheiten selbständig zu regeln“, mit Blick auf die 
„Integrationsgeschichte“ als „gänzlich unverständlich“. Der Beschwerdefüh-
rer macht in diesem Zusammenhang insbesondere geltend, dass er nur 
kurze Anstellungen vorweisen könne (Beschwerde, S. 10, Ziffer 2e/b; vgl. 
auch act. II 76 S. 11). 

Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit seiner Ein-
reise in die Schweiz an diversen Stellen beschäftigt war (vgl. act. II 7 S. 1). 
Anders als von ihm behauptet, waren diese nicht allesamt allein von kurzer 
Dauer (vgl. act. II 7 S. 8). Entscheidend ist jedoch, dass der Beschwerde-
führer bei im Wesentlichen vergleichbaren Beschwerdenangaben wie im 
aktuellen Beurteilungszeitraum (vgl. act. II 22 S. 4) einer Beschäftigung 
nachgehen konnte. In den den Zeitraum von 1998 bis 2008 betreffenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 18

Arbeitszeugnissen fehlen jegliche Hinweise darauf, dass das Verhalten des 
Beschwerdeführers zu Diskussionen Anlass gegeben hätte oder dass 
allfällige psychische Beeinträchtigungen zu Problemen am Arbeitsplatz 
geführt hätten (vgl. act. II 7 S. 4 - 8). Entsprechend konnte schon der RAD-
Arzt Dr. med. Hans Wiki, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
2009 keine (psychiatrische) Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit stellen (act. II 25 S. 5; 34 S. 2). Wenn Dr. med. 
C.________ deshalb im Gutachten festhielt, es seien krankheitsfremde 
psychosoziale Faktoren gewesen, die es dem Beschwerdeführer 
verunmöglicht hätten, längere Zeit an einer Arbeitsstelle zu verbleiben (act. 
II 66.1 S. 22), so erweist sich dies als schlüssig: Dr. med. G.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im Bericht vom 11. 
Oktober 2002 (act. II 11 S. 9 ff.) fest, erschwerend für eine Verbesserung 
des Gesundheitszustandes seien die Rahmenbedingungen, verunmögliche 
doch die Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus, Perspektiven für die Zu-
kunft zu entwickeln; zudem sei der Beschwerdeführer finanziell abhängig 
von Privaten (S. 10). In einem weiteren Bericht vom 21. Juni 2005 (act. II 
11 S. 7 f.) beschrieb sie die soziale Situation als äusserst belastend (S. 8), 
was sich auch in der weiteren Folge nicht änderte (vgl. act. II 22 S. 4). Mit 
Dr. med. C.________ lässt sich demnach aus der Erwerbsbiografie des 
Beschwerdeführers nicht auf eine psychische Beeinträchtigung mit Krank-
heitswert schliessen. 

3.4.9 Weiter kritisiert der Beschwerdeführer, „der Verfolgungsgeschichte 
in der Türkei und der Traumatisierung durch die Foltererfahrung“ werde im 
Gutachten zu wenig Beachtung geschenkt (Beschwerde, S. 11, Ziffer 2e/c). 

Dr. med. C.________ ging davon aus, dass der Beschwerdeführer in sei-
nem Heimatland Verfolgungen erlitten habe und womöglich auch traumati-
siert worden sei. Überzeugend weist er jedoch darauf hin, dass sich (allein) 
daraus nicht bereits die Diagnose einer PTBS ableiten lasse (act. II 66.1 
S. 22). Massgebend für die Beurteilung der Frage nach dem Vorliegen ei-
ner (rentenbegründenden) Invalidität sind denn auch weder die (diagnos-
tisch umschriebene) gesundheitliche Beeinträchtigung an sich noch deren 
Ursache, sondern in erster Linie der lege artis erhobene 
psychopathologische Befund, der Schweregrad der Symptomatik sowie die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 19

damit verbundenen Funktionseinschränkungen (vgl. Entscheid des BGer 
vom 28. Juni 2018, 9C_273/2018, E. 4.2 betreffend Diagnose). Diese 
Beurteilungsparameter hat Dr. med. C.________ im Gutachten 
nachvollziehbar berücksichtigt und ein psychisches Leiden mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit schlüssig verneint. Dass ihm dabei die Akten des 
Asylverfahrens sowie weitere medizinische Berichte für die Zeit nach der 
Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz nicht vorlagen, schmälert 
den Beweiswert des Gutachtens unter den gegebenen Umständen nicht. 

3.4.10 Schliesslich erachtet es der Beschwerdeführer als widersprüchlich, 
wenn Dr. med. C.________ zwar das Vorliegen einer psychischen Störung 
verneine, jedoch nicht gleichzeitig die Absetzung der verordneten 
Medikamente empfehle (Beschwerde, S. 12, Ziffer 2f). 

Der Gutachter hielt hierzu fest, die bisherige Therapie werde bei Fehlen 
einer primär psychischen Störung als nicht dringlich indiziert, für den Be-
schwerdeführer jedoch als unterstützend angesehen (act. II 66.1 S. 26). 
Damit hat sich Dr. med. C.________ nicht explizit zum Absetzen der Medi-
kation geäussert, jedoch wird deutlich, dass er die medikamentöse Thera-
pie als nicht notwendig erachtet. Wie er jedoch weiter überzeugend festhielt 
– und dies ist vorliegend entscheidend –, bedeutet die Einnahme von Me-
dikamenten für sich allein nicht, dass eine Krankheit und/oder eine Arbeits-
unfähigkeit besteht, wovon jedoch der behandelnde Arzt med. pract. 
D.________ auszugehen scheint (vgl. act. II 76 S. 10 f.).

3.5 Demnach ergeben sich aus den Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers sowie aus den Berichten von med. pract. D.________ keine konkreten 
Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens von Dr. med. 
C.________ vom 17. November 2017 sprechen (vgl. E. 3.3.3 f. vorne). Der 
Sachverhalt erweist sich somit als hinreichend abgeklärt und der eventuali-
ter beantragten Durchführung eines Obergutachtens bedarf es nicht. 

3.6 Mangels Vorliegens einer krankheitswertigen Störung bzw. eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens ist eine vollständige Arbeitsfähig-
keit für den gesamten Beurteilungszeitraum erstellt. Ein strukturiertes Be-
weisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 i.V.m. BGE 143 V 418 
ist bei diesem Ergebnis nicht erforderlich, nachdem – wie dargelegt – ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 20

stützt auf das Gutachten von Dr. med. C.________ eine Arbeitsunfähigkeit 
schlüssig und nachvollziehbar verneint wurde und den gegenteiligen Ein-
schätzungen der behandelnden Ärzte kein das Gutachten erschütternder 
Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. Entscheid des BGer vom 
5. Juni 2018, 9C_197/2018, E. 7). Demnach hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.1 f. vorne). 

3.7 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung nicht zu bean-
standen und die Beschwerde abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men. 

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2018, IV/18/330, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.