# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39c123ce-9c01-5bee-8b80-b6ee6ed55b52
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 15.11.2011 I/1-2010/229
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-229_2011-11-15.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/229

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 15.11.2011

Entscheiddatum: 15.11.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 15.11.2011
Art. 14 Abs. 1 und Abs. 3 StG (sGS 811.1), Art. 21 Abs. 1 lit. b StHG (SR 
642.14), Art. 7 StV (sGS 811.11). Bei einer Einzelunternehmerin mit Wohnsitz 
im Kanton Schwyz, die Kurse im Kanton St. Gallen durchführte, wurde 
aufgrund der Art und Häufigkeit der Benützung eines Kurslokals im Kanton 
St. Gallen sowie der Anzahl der dort abgehaltenen Kurse eine Betriebsstätte 
im Kanton St. Gallen zu Recht bejaht, wobei die Aufteilung von 75 % 
zugunsten des Kantons St. Gallen und 25% zugunsten des Kantons Schwyz 
angemessen erschien (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 15. 
November 2011, I/1-2010/229).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X, Rekurrentin,

vertreten durch Züger Treuhand AG, Bahnhofplatz 6, Postfach, 8854 Siebnen,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2007; interkantonale 

Ausscheidung)

Sachverhalt:

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A.- X wohnt in D in der Gemeinde G/SZ. Sie ist dipl. Kindergärtnerin und 

dipl. Personalberaterin und als Therapeutin im pädagogischen, sozialen und 

psychologischen Bereich selbständig erwerbstätig. Vom 1. April 2000 bis 

31. Dezember 2003 war sie Gesellschafterin der Kollektivgesellschaft "Team X + Y" mit 

Sitz in A/SZ. Seither führt sie ihren Betrieb in der Form eines im Handelsregister nicht 

eingetragenen Einzelunternehmens.

B.- Für 2007 deklarierte X im Kanton Schwyz am 15. August 2008 ausgehend von 

Einkünften aus der Erwerbstätigkeit von Fr. 108'683.-- ein steuerbares Einkommen von 

Fr. 103'099.-- und kein steuerbares Vermögen. Sie reichte am 2. September 2008 eine 

Kopie der Deklaration dem Steueramt der Gemeinde U ein. Das kantonale Steueramt 

St. Gallen bat die Schwyzer Steuerbehörden am 30. März 2009, die Veranlagung für 

2007 bis auf weiteres zurückzustellen. Da die Steuervertreterin für die Veranlagung im 

Kanton St. Gallen nicht mitwirkte, wurden die Schwyzer Behörden zudem am 25. Mai 

2009, am 22. September 2009 und erneut am 7. Januar 2010 ersucht, die Kontodetails 

einzufordern und an das Steueramt der Gemeinde U weiterzuleiten. Die 

Steuerverwaltung des Kantons Schwyz reagierte auf das Begehren nicht. Sie 

veranlagte X mit Verfügung vom 6. Oktober 2009 entsprechend ihrer Deklaration und 

nahm keine Steuerausscheidung mit dem Kanton St. Gallen vor. Am 19. Januar 2010 

teilte die Schwyzer Veranlagungsbehörde auf telefonische Anfrage hin mit, die 

Veranlagung für 2007 sei "falsch gelaufen" und ersuchte, die Veranlagung 2007 "ruhen 

zu lassen", dafür den gesamten Gewinn 2008 in U zu besteuern. Das Steueramt des 

Kantons St. Gallen hielt am 21. Januar 2010 an einer Steuerausscheidung für das 

Steuerjahr 2007, nämlich 75% im Kanton St. Gallen und 25% im Kanton Schwyz, fest. 

Der im Kanton Schwyz zuständige Veranlagungsbeamte sicherte am 25. Januar 2010 

eine Übernahme der von den st. gallischen Behörden vorgeschlagenen Ausscheidung 

zu. Dementsprechend wurde X am 26. Januar 2010 für die st. gallischen Staats- und 

Gemeindesteuern 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 85'100.-- zum Satz 

von Fr. 113'800.-- veranlagt. Die Schwyzer Behörde passte ihre Ausscheidung für das 

Steuerjahr 2007 am 16. Februar 2010 an. Das kantonale Steueramt wies die gegen die 

st. gallische Veranlagung erhobene Einsprache am 26. November 2010 ab.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 26. November 2010 erhob X durch ihre 

Vertreterin mit Eingabe vom 6. Dezember 2010 Rekurs bei der 

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Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, mangels steuerlich massgebenden 

Geschäftsdomizils in U sei die Steuerausscheidung aufzuheben, eventualiter unter 

Streichung der Kürzung der verbuchten Mietanteile eine Steuerausscheidung von 25% 

für St. Gallen und 75% für Schwyz festzulegen.

Die Vorinstanz beantragte mit am 1. Februar 2011 eingegangener Vernehmlassung die 

Abweisung des Rekurses. Die Rekurrentin nahm dazu mit Eingabe vom 7. 

Februar 2011 Stellung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung 

ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 6. Dezember 2010 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den 

Rekurs ist einzutreten.

2.- Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass die Rekurrentin im 

Steuerjahr 2007 an ihrem Wohnsitz in D, Gemeinde G, im Kanton Schwyz kraft 

persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig war. Auch wenn die 

Rekurrentin ihr Einzelunternehmen im Handelsregister nicht eingetragen hat, ist 

aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten ebenso unbestritten, dass der Mittelpunkt 

ihres Geschäftsbetriebs im Steuerjahr 2007 an ihrem Wohnsitz im Kanton Schwyz 

anzusiedeln war. Umstritten ist indessen, ob die Rekurrentin im Jahr 2007 in U über 

eine Betriebsstätte und damit ein sekundäres Steuerdomizil verfügte und deshalb im 

Kanton St. Gallen kraft wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig war (vgl. dazu 

nachfolgend E. 3; zur Unterscheidung zwischen dem Spezialsteuerdomizil des 

Geschäftsortes und dem sekundären Steuerdomizil am Ort der Betriebsstätte vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 4. März 2009 und 25. Mai 2011, in: StE 2009 A 

24.24.41 Nr. 3 und StE 2011 A 24.24.41 Nr. 5; BGE 134 I 303 E. 2.2). Ist von einer 

beschränkten Steuerpflicht der Rekurrentin im Kanton St. Gallen auszugehen, ist 

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sodann umstritten, in welchem Umfang der Kanton St. Gallen die Einkünfte aus der 

Erwerbstätigkeit der Rekurrentin besteuern darf (vgl. dazu nachfolgend E. 4). Zwar 

haben sich die Steuerbehörden der beteiligten Kantone Schwyz und St. Gallen auf eine 

quotenmässige Ausscheidung von 25% am Geschäftsort, der mit dem Wohnsitz der 

Rekurrentin zusammenfällt, und 75% am Ort der Betriebsstätte geeinigt, so dass 

jedenfalls keine aktuelle Doppelbesteuerung in Frage steht. Indessen liegt ein Verstoss 

gegen das Doppelbesteuerungsverbot gemäss Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt: BV) auch dann vor, wenn 

ein Kanton in Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuerhoheit 

überschreitet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle 

Doppelbesteuerung; vgl. anstelle vieler BGE 132 I 129 E. 2.1; 131 I 285 E. 2.1).

3.- Zu prüfen ist zunächst, ob die Rekurrentin im Steuerjahr 2007 an der Z-Strasse in U 

über eine Betriebsstätte verfügte.

a) Gemäss Art. 14 Abs. 1 StG sind natürliche Personen ohne steuerrechtlichen 

Aufenthalt im Kanton aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie 

im Kanton Geschäftsbetriebe oder Betriebsstätten unterhalten. Als Betriebsstätte gilt 

eine feste Geschäftseinrichtung, in der die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens oder 

ein freier Beruf ganz oder teilweise ausgeübt wird (Art. 14 Abs. 3 StG). Betriebsstätten 

sind gemäss Art. 7 der Steuerverordnung (sGS 811.11, abgekürzt: StV) insbesondere 

Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Werkstätten, Verkaufsstellen, ständige 

Vertretungen, Bergwerke und andere Stätten der Ausbeutung von Bodenschätzen 

sowie Bau- oder Montagestellen von wenigstens 12 Monaten Dauer. Die kantonalen 

Regelungen entsprechen den Vorgaben des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG). 

Insbesondere entspricht die Umschreibung der Betriebsstätte im Ergebnis Art. 21 

Abs. 1 lit. b StHG, der – mangels einer eigenen Begriffsdefinition – auf die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Doppelbesteuerungsverbot verweist. 

Demnach setzt eine Betriebsstätte eine ständige körperliche Anlage voraus, die Teil 

des ausserkantonalen Unternehmens bildet und in der dieses eine qualitativ und 

quantitativ erhebliche Tätigkeit entfaltet (vgl. BGE 134 I 303 E. 2.2 mit Hinweisen). 

Damit eine Tätigkeit qualitativ und quantitativ erheblich ist, muss sie einerseits zum 

eigentlichen Geschäftsbetrieb gehören, wobei hierzu in erster Linie sämtliche der 

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Produktion und dem Kundenkontakt dienenden Tätigkeiten zählen. Es darf sich jedoch 

vor dem Hintergrund der Gesamttätigkeit des Unternehmens nicht nur um eine 

unwesentliche, bloss untergeordnete oder nebensächliche Funktion handeln, soll doch 

eine unerträgliche Zersplitterung der Steuerpflicht vermieden werden (vgl. BGE 110 Ia 

190 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 2P.249/2006 vom 29. Januar 2007 E. 3.2; SGE 

2006 Nr. 22 E. 3b).

b) Die Rekurrentin führte im Jahr 2007 in den an der Z-Strasse in U gemieteten 

Räumlichkeiten einen wesentlichen Teil der von ihr angebotenen Kurse und Seminare 

durch. Dass sie die Räumlichkeiten nicht als Eigentümerin, sondern als Mieterin und 

lediglich zusammen mit anderen Therapeuten nutzte, ist nicht von Belang (vgl. Höhn/

Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. 2000, S. 144 mit Hinweis; SGE 2009 Nr. 8 

für das gemeinsame Theorielokal mehrerer Fahrlehrer). Für die Lokalitäten zahlte die 

Rekurrentin einen monatlichen Mietzins von Fr. 1'100.--. Die Zahlungen gingen an die 

frühere Mitgesellschafterin, die bestätigte, dass die Rekurrentin in den Räumlichkeiten 

"einen Teil ihrer Seminare" durchführe (vgl. Bestätigung vom 14. Januar 2007, act. 7-V). 

Für die Räumlichkeiten wurde eine separate Rechnung mit Einnahmen – Mietzinsen 

weiterer Nutzer – und Ausgaben – insbesondere Reinigungs-, Heiz- und weitere 

Betriebskosten sowie Versicherungen – geführt. Die Ausgaben umfassten sodann auch 

Infrastrukturkosten, die nicht als Raumkosten bezeichnet werden können, wie 

Aboerneuerungen für – teilweise nicht der Rekurrentin, teilweise ausschliesslich ihr 

zuzurechnende – Domain-Namen (…), das Hosting von Websites (…) und der Druck 

von Karten. Der Kostenüberhang wurde zwischen der Rekurrentin und ihrer früheren 

Mitgesellschafterin hälftig geteilt (vgl. act. 7-II/2.5).

Die Räumlichkeiten an der Z-Strasse in U standen der Rekurrentin zwar nicht exklusiv 

zur Verfügung. Nach der Darstellung ihrer Vertreterin mietete sie die Räume, damit sie 

für die Kurstage flexibel planen konnte und nicht auf die Verfügbarkeit bzw. 

Zustimmung ihrer früheren Mitgesellschafterin angewiesen war, was ihr die frühzeitige 

Planung der Seminare erleichterte und die Durchführung der Kurse an den 

teilnehmerreichsten Tagen ermöglichte (vgl. act. 7-II/2.0). Die Räumlichkeiten standen 

ihr das ganze Jahr über zur Verfügung. Sie beteiligte sich zudem, wie dies im Rahmen 

einer einfachen Gesellschaft üblich ist (vgl. Art. 531 Abs. 2 und Art. 533 Abs. 1 des 

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Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220), am Kostenüberhang. Damit verfügte sie 

im Jahr 2007 im Kanton St. Gallen über eine ständige körperliche Einrichtung.

c) Die Rekurrentin ist als Therapeutin im pädagogischen, sozialen und psychologischen 

Bereich tätig. Im Jahr 2007 hat sie insgesamt gegen 40 Kurse und Seminare angeboten 

(vgl. act. 7-II/2.3; 2/2). Davon haben gegen 30 in den Räumlichkeiten des "Team X + Y" 

an der Z-Strasse in U stattgefunden. Die Durchführung dieser Kurse und Seminare 

bildet das Kernstück der selbständigen Erwerbstätigkeit der Rekurrentin und die 

zentrale Einnahmequelle. Die Leistungen, welche die Rekurrentin im Jahr 2007 in den 

Räumlichkeiten an der Z-Strasse in U erbrachte, waren deshalb für ihre selbständige 

Erwerbstätigkeit in quantitativer und qualitativer Hinsicht erheblich. Keinesfalls handelte 

es sich dabei um eine bloss untergeordnete oder nebensächliche Funktion ihrer 

selbständigen Tätigkeit.

d) Die Vorinstanz ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass die Rekurrentin an der 

Z-Strasse in U im Kanton St. Gallen über eine Betriebsstätte verfügte. Selbst im Rekurs 

wird ausgeführt, die Rekurrentin habe in den angemieteten Räumlichkeiten zahlreiche 

Kurse durchgeführt. Daran, dass diese Räumlichkeiten eine Betriebsstätte darstellten, 

vermag nichts zu ändern, dass die Rekurrentin einzelne Kurse auch an anderen Orten 

durchführte und ihr – wie sie geltend macht – die Beratungszimmer weder zur 

Verfügung stünden noch gebraucht würden. Ebensowenig ist von Bedeutung, ob die 

Rekurrentin bei der Durchführung der Kurse und Seminare in U Referenten beigezogen 

hat. Unbestritten ist, dass sie die Kurse veranstaltet und die Kursgelder eingenommen 

und davon auch die Honorare der beigezogenen Personen beglichen hat. Für die 

Qualifikation der Räumlichkeiten als Betriebsstätte ist ebenfalls nicht von Belang, ob 

die Rekurrentin mit ihrer früheren Mitgesellschafterin ein "Team" gebildet hat.

4.- Verfügte die Rekurrentin mit den Räumlichkeiten an der Z-Strasse in U im Jahr 2007 

über eine Betriebsstätte, ist zu prüfen, in welchem Umfang die von ihr erzielten 

Einkünfte aus der selbständigen Erwerbstätigkeit im Kanton St. Gallen steuerbar sind.

a) Bei wirtschaftlicher Zugehörigkeit beschränkt sich die Steuerpflicht gemäss Art. 15 

Abs. 2 StG auf die Teile des Einkommens und Vermögens, für die nach Art. 14 StG eine 

Steuerpflicht im Kanton besteht. Dabei erfolgt die Steuerausscheidung nach den 

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Grundsätzen des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen 

Doppelbesteuerung (Art. 16 Abs. 1 StG). Die Steuerausscheidung bei interkantonalen 

Unternehmen erfolgt quotenmässig, d.h. Vermögen bzw. Kapital und Einkommen bzw. 

Gewinn sind anteilmässig auf die einzelnen Steuerdomizile aufzuteilen. Da die 

Buchhaltung der Rekurrentin für die einzelnen Kursorte keine separaten Ergebnisse 

ausweist, ist zur Festsetzung der Quoten auf repräsentative Hilfskriterien (Vermögens- 

bzw. Kapitalausscheidung) bzw. Hilfsfaktoren (Einkommens- bzw. 

Gewinnausscheidung), d.h. betriebsspezifische Kennzahlen (sog. "indirekte Methode") 

abzustellen. Als Hilfsfaktoren für die Einkommens- bzw. Gewinnausscheidung kommen 

die Umsatzzahlen, die sog. Erwerbsfaktoren (Arbeit und Kapital), die Honorar- oder 

Prämieneinnahmen usw. in Betracht (vgl. P. Locher, Einführung in das interkantonale 

Steuerrecht, 3. Aufl. 2009, S. 102). Mangels klarer Anhaltspunkte kann die Aufteilung 

auch ermessensweise erfolgen (vgl. Locher/Locher, Das interkantonale 

Doppelbesteuerungsrecht, Loseblattsammlung, § 8, II C, 5 Nr. 1 [BGE 34 I 681] und 

Nr. 6 [ZBl 1947 S. 23]; VRKE I/1-2009/49 vom 16. Februar 2010 E. 3).

b) Die Vorinstanz hat den im Jahresabschluss per 31. Dezember 2007 ausgewiesenen 

Reingewinn von Fr. 114'683.-- um überhöhte Mietaufwendungen für das Büro und die 

Garage am Wohnsitz von Fr. 7'200.-- erhöht (vgl. dazu nachfolgend E. 5) und die 

Einkünfte der Rekurrentin aus ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit in Absprache mit 

den Steuerbehörden am Hauptsteuerdomizil mangels Zuordnung der Umsätze auf die 

"Betriebsorte" sowie mangels anderer geeigneter Hilfsfaktoren teilweise nach 

Ermessen zu 75% dem Kanton St. Gallen und zu 25% dem Kanton Schwyz 

zugeschieden. Der Vorausanteil (Präzipuum) des Verwaltungsortes betrage in der Regel 

10 bis maximal 20% des Reingewinnes. Sämtliche mündlichen Einzelbehandlungen 

und Gespräche seien in U oder beim Kunden vor Ort durchgeführt worden, weil am 

Wohnort dafür keine geeigneten Geschäftsräume zur Verfügung gestanden seien. Mit 

der Ausscheidung seien auch einzelne telefonische Beratungen abgegolten, welche 

sich nicht in ständigen Einrichtungen und Anlagen am Geschäftsort in U abspielten.

Dagegen wird im Rekurs vorgebracht, die Ausscheidung sei nach den tatsächlichen 

Gegebenheiten vorzunehmen. Die Räumlichkeiten stünden der Rekurrentin nicht 

ständig, sondern an den Kurstagen gemäss Kursprogramm zur Verfügung. Ausserhalb 

der Kurse sei sie nicht in U anwesend, da sie für die Vorbereitung, Planung und 

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Durchführung dort keine Infrastruktur habe. Anhand der Kalendereinträge könne sie 

nachweisen, dass sie an 25% aller Arbeitstage in U beschäftigt gewesen sei (act. 2/2). 

Die Durchführung der Kurse bedinge einen langen Vorlauf für die Planung und 

Organisation (Festlegung der Themen/Inhalte, Koordination der Module/Fortsetzungen, 

Anfragen bei Referenten/Hotels/Kursräume, erste grobe Terminplanung, Erstellung/

Überarbeitung der Dokumentation/Kursbroschüre/Schulungs- und Kursunterlagen, 

Erstellung der verschiedenen Druckstufen etc.). Dies mache den grössten Teil des 

Arbeitspensums aus. Die Ausscheidung von 75% zugunsten des Kantons St. Gallen 

erscheine nicht willkürfrei. Im Jahr 2005 seien "kulanterweise" zwei Drittel dem Kanton 

St. Gallen zugewiesen worden. Läge eine Betriebsstätte vor, wäre deshalb eine 

Ausscheidung von höchstens 25% an den Kanton St. Gallen gerechtfertigt.

c) Zwar ist nicht in Abrede zu stellen, dass die Planung, Vorbereitung und Organisation 

von Kursen und Seminaren hinsichtlich des zeitlichen Aufwands jenen für die 

Durchführung übersteigen kann. Die Rekurrentin weist allerdings in der Regel weniger 

Vorbereitungs- als Durchführungszeit aus. Dies gilt insbesondere für die am häufigsten 

durchgeführten dreitägigen "S"-Seminare, bei denen sie jeweils einen Tag für die 

Vorbereitung reserviert (vgl. act. 2/2). Da im Rahmen der Steuerausscheidung zudem 

Einkünfte – und nicht Aufwendungen – den einzelnen Steuerdomizilen zuzuweisen sind, 

ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz für die Steuerausscheidung nicht an 

der Aufwandseite, sondern an der Ertragsseite angeknüpft hat. Für die Zulässigkeit 

dieses Vorgehens spricht auch der Umstand, dass praxisgemäss für die Verwaltung ein 

Präzipuum ausgeschieden wird. Auch die Verwaltung ist für die Erzielung der Einkünfte 

unabdingbar und zuweilen mit erheblichen Aufwänden verbunden; trotzdem bewegt 

sich der Anteil in der Veranlagungspraxis – worauf die Vorinstanz hinweist – in der 

Regel im Rahmen von 10-20% (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 2P.

338-440/2006 vom 10. September 2007). Für die Erzielung der Einkünfte aus der 

Tätigkeit der Rekurrentin ist die Durchführung der Kurse und Seminare zentral. Die 

Höhe des Umsatzes hängt unmittelbar von der Zahl der zustande gekommenen Kurse 

und der Teilnehmer ab.

Aus den Aufstellungen der Rekurrentin ergibt sich, dass die weit überwiegende Zahl 

der Kurse des Jahres 2007 in den Räumlichkeiten an der Z-Strasse in U durchgeführt 

worden ist. Von 39 Veranstaltungen (Kurse, Seminare, Coachingtage usw.) mit einer 

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Dauer von zusammen 97 Tagen haben 28 Veranstaltungen von zusammen 70 Tagen 

Dauer in U stattgefunden (vgl. act. 2/2). Dies entspricht rund 72% der Veranstaltungen 

und Tage. Zudem haben in diesen Räumlichkeiten auch geschäftlich bedingte 

Besprechungen stattgefunden (vgl. Schreiben der Steuervertreterin an das Steueramt 

U vom 2. September 2008, act. 7-I/1.1). Eine Präzisierung hinsichtlich des erzielten 

Umsatzes ist nicht möglich, da die Buchhaltung der Rekurrentin eine Zuordnung der 

Erlöse zu den einzelnen Kursen und Seminaren nicht zulässt (vgl. Details des Kontos 

"Erlöse", act. 7-II/2.2 S. 27-35). Die Zuordnung von 75% der Einkünfte der Rekurrentin 

aus der selbständigen Erwerbstätigkeit zur Besteuerung durch den Kanton St. Gallen, 

die im Übrigen mit den Steuerbehörden am Wohnsitz der Rekurrentin abgesprochen 

ist, ist unter diesen Umständen angemessen.

5.- Im Rekurs wird schliesslich beanstandet, dass die Vorinstanz bei den Einkünften 

der Rekurrentin aus ihrer selbständigen Tätigkeit nicht den im Rechnungsabschluss per 

31. Dezember 2007 ausgewiesenen Unternehmenserfolg von Fr. 114'683.19 

übernommen, sondern den für die geschäftlich genutzten Räumlichkeiten am Wohnsitz 

verbuchten Mietaufwand von Fr. 12'000.-- (vgl. Details des Kontos "Miete", act. 7-II/2.2 

S. 50) um Fr. 7'200.-- reduziert hat. Sie hat damit einen jährlichen Mietaufwand von 

Fr. 4'800.--, d.h. monatlich Fr. 400.-- statt Fr. 1'000.-- anerkannt. Bei der Berechnung 

hat sie einerseits den Mietzins von Fr. 24'120.-- für die 4 ½-Zimmer-Wohnung ohne 

Abstellplatz (12 x Fr. 2'060.-- abzüglich 12 x Fr. 50.--) zuzüglich Fr. 600.-- für den 

Abstellplatz und anderseits den fehlenden Privatanteil für Strom- und Wasserkosten 

berücksichtigt.

Im interkantonalen Verhältnis bestimmt jeder Kanton das steuerbare und das 

satzbestimmende Einkommen nach seinem eigenen Recht. Die st. gallische 

Veranlagungspraxis ermittelt den Mietwert eines geschäftlich genutzten Raumes in der 

Privatwohnung nach der Anzahl Zimmer der Wohnung, erhöht um eine Einheit für die 

Nebenräume (vgl. SGE 2010 Nr. 31, StB 39 Nr. 1 Ziff. 2, Weidmann/Grossmann/

Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 43). Im Rekurs 

wird geltend gemacht, der Mietaufwand sei nach der durch die Einzelfirma tatsächlich 

belegten Fläche ermittelt worden. Belege für diese Behauptung werden indessen nicht 

eingereicht, indem konkret beispielsweise mit Fotografien dargelegt würde, dass in der 

Wohnung insgesamt zwei Zimmer – beispielsweise ein Büro und ein Therapiezimmer – 

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ausschliesslich für die Berufsausübung genutzt werden. Die Miete für die 4 ½-Zimmer-

Wohnung der Rekurrentin in D ohne Nebenkosten und Abstellplatz beträgt monatlich 

Fr. 1'850.-- (vgl. Mietvertrag act. 7-I/1.8). Die anrechenbaren Kosten für ein Zimmer je 

Jahr belaufen sich dementsprechend auf Fr. 4'036.35 (12 x Fr. 1'850.-- : 5,5). Hinzu 

kommt ein Anteil an den Nebenkosten und an den Kosten des Abstellplatzes von 

jährlich Fr. 600.--. Die Berücksichtigung eines geschäftlich begründeten Mietaufwands 

von Fr. 4'800.-- bei der Ermittlung der Einkünfte der Rekurrentin aus ihrer 

selbständigen Erwerbstätigkeit ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden.

6.- Zusammenfassend erweist sich der Rekurs als unbegründet. Er ist abzuweisen.

7.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Rekurrentin bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.--

       unter Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1'000.--.

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