# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b55b559f-e9bc-5304-a946-39b16990dcca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.12.2017 200 2017 753
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-753_2017-12-08.pdf

## Full Text

200 17 753 IV
GRD/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Dezember 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2017, IV/17/753, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) arbeitet seit 1994 bei der B.________ – von 1999 bis 2011 in leiten-
der Funktion in ..., ab 2012 als ... ohne leitende Funktion in der Schweiz 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
[act. II], 4; 11 S. 3). Im Dezember 2015 meldete er sich bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf eine Depression zum 
Leistungsbezug an (act. II 4). Nachdem die IVB den Sachverhalt in erwerb-
licher und medizinischer Hinsicht abgeklärt hatte, erteilte sie für die Zeit 
vom 7. März bis 9. Dezember 2016 Kostengutsprache für Support am Ar-
beitsplatz (act. II 22; 24), wobei das Arbeitspensum an der angestammten 
Arbeitsstelle ab Juli 2016 auf 70% festgelegt wurde (vgl. Protokoll per 28. 
09. 2017, Eintrag vom 27. Juni 2016 [in den Gerichtsakten]; act. II 25 S. 2 
f.; 33). Mit Vorbescheid vom 29. März 2017 (act. II 35) stellte die IVB die 
Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen erhob der Versi-
cherte Einwand und legte diverse medizinische Berichte ins Recht (act. II 
36), woraufhin die IVB bei Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), eine Stellungnahme 
einholte (act. II 40). Mit Verfügung vom 3. August 2017 (act. II 41) ent-
schied sie wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt. In der Begründung hielt 
sie fest, mit Bezug auf die mittelgradige depressive Episode liege keine 
invalidisierende, dauerhafte Einschränkung der Gesundheit vor. Aus inter-
nistischer/onkologischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei 
80%igem Leistungsvermögen, womit – nach Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs – ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 20% 
resultiere. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 31. August 2017 Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss die Zusprechung einer Invalidenrente. 
Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, die von der IVB für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2017, IV/17/753, Seite 3

Ermittlung des IV-Grades zugrunde gelegten Vergleichseinkommen seien 
nicht korrekt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 28. September 2017 beantragt die IVB die 
Abweisung der Beschwerde. In der Begründung macht sie hauptsächlich 
geltend, es sei fraglich, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor-
liege. Selbst wenn dem so wäre, so resultierte bei einem Invaliditätsgrad 
von (maximal) 37% kein Rentenanspruch. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. August 2017 (act. II 
41). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
präsentieren sich die Akten im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Im Bericht vom 11. Januar 2016 (act. II 17 S. 2 ff.) hielt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Epi-
sode (ICD-10 F32.1), eher agitiert, leicht gebessert, ein Urothel-Karzinom 
der Harnblase (Diagnose 2011) sowie ein obstruktives Schlaf-Apnoe-
Syndrom (Auto-CPAP-Therapie seit … 2015) fest (S. 2). Beim Beschwer-
deführer sei 2011, noch in ..., Blasenkrebs diagnostiziert worden. Seit 
Frühling 2013 halte sich der Krebs still (S. 3). Es beständen kognitive Ein-
schränkungen und dadurch Stressintoleranz aufgrund der depressiven 
Symptome sowie mangelnde Abgrenzungsfähigkeit. Seit 1. Januar 2016 
betrage die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (als ...) 60% (S. 4). 

Mit Bericht vom 27. Februar 2017 (act. II 34 S. 2 ff.) hielt Dr. med. 
D.________ fest, der Gesundheitszustand habe sich verbessert, wobei sich 
seit der letzten Diagnosestellung keine Änderung ergeben habe (S. 2). Die 
letzte Konsultation sei am 1. Februar 2017 erfolgt (S. 3). Die Besserung 
zeige sich insbesondere in den Kernsymptomen der Depression (gedrückte 
Stimmung; Interessenverlust; Freudlosigkeit; Antriebsmangel [S. 2]). Der 
Beschwerdeführer arbeite aktuell 70%. Es dürfe angenommen werden, 
dass sich im mittel- bis langfristigen Verlauf allenfalls noch eine weitere 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit einstellen werde, auch 80 oder 90% mög-
lich sein würden (S. 3). Es beständen kaum mehr körperliche Einschrän-
kungen, sondern Restsymptome der mittelgradigen depressiven Episode 
im Sinne von kognitiven Einschränkungen (S. 4).

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3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 1. Juni 2017 (act. II 36 S. 2 f.) fest, aktuell sei insbe-
sondere auf Grund des psychischen Zustandsbildes eine 100%ige Belast-
barkeit am Arbeitsplatz nicht gegeben. 

3.1.3 In der Stellungnahme vom 10. Juli 2017 (act. II 40 S. 2 f.) hielt der 
RAD-Arzt Dr. med. C.________ nach Konsultation der vom Beschwerde-
führer vorgelegten Arztberichte aus ... (vgl. act. II 36 S. 4-12) sowie der 
übrigen medizinischen Unterlagen fest, das Blasen-Karzinom (ED 2011, im 
Stadium Ta) sei als nicht invasiv, ohne Einbruch in Blut- oder Lymphgefäs-
se und gut differenziert beschrieben worden. Die Metastasierungsrate liege 
in diesem frühen Stadium unter 1%. Wenngleich 2013 nochmals zwei klei-
ne papilläre Tumorherde diagnostiziert worden seien, so könne bereits jetzt 
mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Heilungsbewährung ausgegangen 
werden. Die Prognose quo ad vitam sei sehr gut. Es würden keine funktio-
nellen Einschränkungen, insbesondere keine Dys- oder Pollakisurie vorge-
tragen. Einschränkungen für die Tätigkeit als ... seien hier nicht zu erwarten 
(act. II 40 S. 2). Auch aus den anderen jetzt benannten internistischen bzw. 
orthopädischen Diagnosen ergäben sich keine Funktionseinschränkungen 
(arterielle Hypertonie, Reflux-Oesophagitis bei kleiner axialer Hernie, Ade-
nom-Resektion im Dünndarm, Zustand nach Meniskus-OP) im Hinblick auf 
die letzte Tätigkeit. Die obstruktive Schlafapnoe sei seit Juli 2015 unter 
CPAP-Therapie. Sofern diese Therapie konsequent genutzt werde, sei hier 
die Prognose günstig. Bei nicht ausreichender Therapie seien Tätigkeiten 
mit starken Monotonie-Reizen, längeren Autofahrten, Arbeiten unter Ge-
fährdung, Absturzgefahr oder mit erhöhter Verantwortung für andere Men-
schen nicht möglich. Häufiger Wechsel des Tag-Nacht-Rhythmus resp. 
Schichtdienst (Nachtschichten) sei zu vermeiden. Die Tätigkeit als ... ent-
spreche hier weitgehend einer angepassten Tätigkeit.

Aus internistischer/onkologischer Sicht ergäben sich durch die jetzt neu 
vorgelegten Befunde keine Hinweise auf weiter gehende Funktionsein-
schränkungen (ausser Schichtdienst/keine Nachtschichten). Die Tätigkeit 
als ... sei somit aus internistischer Sicht vollschichtig und mit 80% Leis-
tungsvermögen zumutbar (S. 3).

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Die im Recht liegenden Akten erlauben eine zuverlässige Beurteilung der 
vorliegend zu beantwortenden Sachverhalts- und Rechtsfragen. 

3.3 Aufgrund der medizinischen Berichte steht fest und ist unbestrit-
ten, dass in somatischer Hinsicht – namentlich von Seiten der im Jahre 
2011 aufgetretenen Krebserkrankung – keine wesentlichen Einschränkun-
gen der Arbeitsfähigkeit (mehr) bestehen (vgl. act. II 34 S. 4; 40 S. 2). 
Ebenso steht ausser Streit, dass sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers auch in psychischer Hinsicht seit der Anmeldung zum 
Leistungsbezug im Dezember 2015 kontinuierlich verbessert hat. Ob inso-
weit bezüglich der von Dr. med. D.________ festgestellten „Restsympto-
me“ der mittelgradigen depressiven Episode im Sinne von kognitiven 
Einschränkungen (vgl. act. II 34 S. 4) noch von einer Invalidität im Rechts-
sinne ausgegangen werden kann, erscheint mit Blick auf die das Be-
schwerdebild offenbar erheblich mitbeeinflussenden psychosozialen 
Belastungsfaktoren (vgl. act. II 9.2 S. 3; 34 S. 2) sowie der nicht ausgewie-
senen Therapieresistenz mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerde, S. 
2, Ziffer 6) zwar fraglich, kann jedoch offen bleiben, da so oder anders kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben ist (vgl. E. 4.3.3 hinten). 

3.4 Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ist Folgendes festzuhalten: Ab 
Juni 2015 wurde dem Beschwerdeführer aufgrund psychischer Einschrän-
kungen eine 100%ige, ab Juli 2015 eine 50%ige und ab Januar 2016 eine 
40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. act. II 9.4 S. 1; 9.2 S. 7, 10; 17 
S. 4). Im Rahmen des von der Beschwerdegegnerin durchgeführten Job-
Coachings steigerte der Beschwerdeführer ab Juli 2016 das Arbeitspensum 
an seiner angestammten Arbeitsstelle auf 70%, nachdem beim Arbeitgeber 

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personelle und organisatorische Veränderungen erfolgt waren und sich die 
gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers verbessert hatte (vgl. 
Protokoll per 28.09.2017, Eintrag vom 27. Juni 2016 [in den Gerichtsak-
ten]).

Im Bericht vom 10. Juli 2017 (act. II 40 S. 2 f.) attestierte der RAD-Arzt Dr. 
med. C.________ mit Bezug auf die zuletzt und aktuell ausgeübte Tätigkeit 
als ... eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit bei 80%iger Leistungsfähigkeit. 
Zwar erfolgte diese Einschätzung aus somatischer Sicht. Da jedoch inso-
weit unbestrittenermassen keine Funktionseinschränkungen vorliegen (vgl. 
E. 3.3 vorne), welche die um 20% eingeschränkte Leistungsfähigkeit zu 
erklären vermöchten, ist zu folgern, dass der RAD-Arzt mit der zusätzlich 
attestierten 20%igen Leistungsminderung den psychischen Beeinträchti-
gungen Rechnung trug. Dies stimmt denn auch mit der von Dr. med. 
D.________ im Bericht vom 27. Februar 2017 (act. II 34 S. 3) festgestellten 
und am 15. Juni 2017 (act. II 43 S. 18) bestätigten gesundheitlichen Situa-
tion des Beschwerdeführers bzw. mit der in psychischer Hinsicht allein be-
scheidenen Befundlage in Form von Restsymptomen (vgl. E. 3.3 vorne) 
überein. Auch ist zu berücksichtigen, dass bereits im Januar 2016 eine 
60%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde (vgl. act. II 17 S. 4), sich in der 
Folge der (psychische) Gesundheitszustand von Seiten der Depression 
jedoch weiter verbesserte (vgl. act. II 34 S. 2), weshalb auch insoweit eine 
20%ige Steigerung der Arbeitsfähigkeit als nachvollziehbar erscheint. Da-
bei ist in rechtlicher Hinsicht nicht entscheidend, dass das Arbeitspensum 
des Beschwerdeführers ab September 2017 offenbar definitiv auf 70% 
festgelegt wurde (act. I 10). Ausgangspunkt für die Frage nach dem Vorlie-
gen einer Invalidität bildet allein die (schlüssig festgestellte) medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit, wohingegen allfällige vertragliche 
Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und -geber hinsichtlich des zu 
verrichtenden Arbeitspensums nicht massgebend sind. 

Es kann offen bleiben, ob gestützt auf die Einschätzungen des RAD-Arztes 
Dr. med. C.________ der Ermittlung des Invaliditätsgrades eine 80%ige 
Arbeitsfähigkeit zugrunde zu legen ist. Denn auch in diesem Fall resultiert 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. 

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4.

4.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Tabellenlöhnen 
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Auf sie darf 
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichti-
gung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten per-
sönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 139 V 28 E. 
3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, 
heute Bundesgericht {BGer}] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des Rentenbeginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind 

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auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame 
Änderungen der Vergleichseinkommen müssen bis zum 
Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2 
S. 223 f.; Entscheid des BGer vom 15. März 2017, 8C_14/2017, E. 6.2). 

4.2 Dem Beschwerdeführer wurde ab Juni 2015 eine (100%ige) Ar-
beitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.4 vorne), womit im Lichte von Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG sowie mit Blick auf die im Dezember 2015 (act. II 4 S. 1; 
vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug der 
frühest mögliche Rentenbeginn (potentiell) im Juni 2016 zu liegen kommt. 
Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt der ange-
fochtenen Verfügung vom 3. August 2017 entwickelt hat. 

4.3

4.3.1 Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1994 bei der B.________, im 
Zeitraum zwischen 1999 und 2011 in leitender Funktion in ... (vgl. act. II 11 
S. 3). Gemäss den detaillierten anamnestischen Erhebungen von Dr. med. 
D.________ im Bericht vom 11. Januar 2016 sei bereits 2010 klar gewor-
den, dass der Beschwerdeführer mit seiner Familie im Jahr … wieder in die 
Schweiz zurückkehren werde, da er in ... nur noch als „Local“ bezahlt wor-
den wäre (vgl. act. II 17 S. 3). Demnach stand die Rückkehr in die Schweiz 
bereits fest, als im Mai 2011 beim Beschwerdeführer Blasenkrebs diagnos-
tiziert worden war (act. II 36 S. 11), weshalb für die Bestimmung des Vali-
deneinkommens die hypothetische berufliche Entwicklung in der Schweiz 
massgebend ist. Diesbezüglich anerkennt die Beschwerdegegnerin im 
Rahmen ihrer Beschwerdeantwort (vgl. S. 3, Ziffer 3) – anders als noch in 
der angefochtenen Verfügung – mit Blick auf die insoweit übereinstimmen-
de Aktenlage zu Recht, dass der Beschwerdeführer als Gesunder überwie-
gend wahrscheinlich auch in der Schweiz in einer leitenden Funktion tätig 
wäre (vgl. act. II 17 S. 3; 25 S. 2; 34 S. 3). Indem der Beschwerdeführer 
jedoch die in ... ausgeübte Tätigkeit – wie dargelegt – auch als Gesunder 
nicht mehr ausüben würde bzw. die (hypothetische) Ausübung einer leiten-
den Funktion bei der B.________ in der Schweiz nicht mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist, ist für die Bestimmung 
des Valideneinkommens auf statistische Werte abzustellen (vgl. E. 4.1.1 
vorne). 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2017, IV/17/753, Seite 11

Massgebend sind demnach Tabellenlöhne der LSE 2014, mithin die Zen-
tralwerte des monatlichen Bruttolohns (Median) und nicht etwa der arithme-
tische Mittelwert als Ergebnis aus der Summe mehrerer Werte (vgl. jedoch 
act. I 14). Abzustellen ist mit der Beschwerdegegnerin auf den Wert 
gemäss Randziffer 26 von Tabelle TA1, Kompetenzniveau 4, Männer, wel-
cher monatliche Bruttolohn von Fr. 9‘439.-- in etwa jenem einer Anstellung 
im Bereich „unteres Kader“ (vgl. Akten des Beschwerdeführers [act. I] 14) 
entspricht (vgl. Tabelle T1_b, Randziffer 26, Berufliche Stellung 3, Männer 
[Fr. 9‘432.--]). Sodann gilt es bei der Anwendung von Tabellenlöhnen zu 
berücksichtigen, dass ihnen generell eine Arbeitszeit von 40 
Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die 
betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich der 
Tabellenposition 26, welche sich im Jahr 2016 auf 40.5 Wochenstunden 
belief (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Abteilung C [Randziffer 26]). Ferner ist das 
Valideneinkommen der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
anzupassen, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der entsprechenden 
Erhebung des BFS abzustellen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 10. Mai 
2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5). Unter Berücksichtigung der statistischen Loh-
nerhöhungen (BFS, T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2016, Ab-
schnitt C) resultiert per 2016 ein – auch mit Blick auf die im IK-Auszug bis 
ins Jahr 2011 dokumentierte Lohnentwicklung (act. II 15 S. 3) schlüssiges – 
Valideneinkommen von Fr. 115‘905.-- (Fr. 9‘439.-- x 12 / 40 x 40.5 / 103.3 x 
104.4).

4.3.2 Mit Bezug auf das Invalideneinkommen ist zunächst festzuhalten, 
dass der Beschwerdeführer mit seiner im Rahmen eines 70%-Pensums 
ausgeübten Tätigkeit als ... bei der B.________ (act. I 10) die ihm verblie-
bene Restarbeitsfähigkeit zwar qualitativ, nicht jedoch quantitativ aus-
schöpft, wäre ihm doch ein 80%-Pensum zumutbar (vgl. E. 3.4 vorne). 
Nichtsdestotrotz ist der Bestimmung des Invalideneinkommens grundsätz-
lich der beim aktuellen Arbeitgeber erzielte Lohn zugrunde zu legen (vgl. E. 
4.1.2 vorne), zumal keine Hinweise bestehen, wonach dem Beschwerde-
führer im hier massgeblichen Beurteilungszeitraum (vgl. E. 4.2 vorne) die 
Ausübung eines 80%-Pensums bei der B.________ (aus betrieblichen 
Gründen) verwehrt gewesen wäre und die von ihr angegebene Gehalts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2017, IV/17/753, Seite 12

entwicklung (vgl. act. I 5) einem Soziallohn entsprechen würde. Gestützt 
auf die Angaben des Arbeitgebers, wonach sich das Jahreseinkommen des 
Beschwerdeführers 2016 – umgerechnet auf ein 100%-Pensum – auf 
Fr. 91‘065.-- beziffert hätte (vgl. act. I 5), beträgt das massgebliche Invali-
deneinkommen Fr. 72‘852.-- (Fr. 91‘065.-- x 0.8).

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt dies 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 43‘053.-- und damit einen Invaliditätsgrad 
von gerundet höchstens 37% (Fr. 43‘053.-- / Fr. 115‘905.-- x 100 [zur 
Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123]), womit kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.4 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 3. August 
2017 im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2017, IV/17/753, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.