# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8baa645-96f0-5dbd-b1c4-b101714a99ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.03.2010 D-1399/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1399-2010_2010-03-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1399/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

A._______, geboren (...),
Staatsangehörigkeit unbekannt,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1399/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  eigenen  Angaben  zufolge  ein  (...) 
Staatsangehöriger  mit  langjährigem  Aufenthalt  in  B._______  -  am 
5. Februar 2010 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, wobei er keine 
Identitätspapiere zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  angesichts  der  Angabe  des  Beschwerdeführers,  am 
25. Januar 1994 geboren zu sein,  eine Knochenanalyse durchführen 
liess,

dass  die  am  12. Februar  2010  durchgeführte  radiologische  Unter-
suchung  des  Handskeletts  des  Beschwerdeführers  ein  wahrschein-
liches Alter von 19 Jahren oder mehr ergab (vgl. act. A7),

dass  der  Beschwerdeführer  am 15. Februar  2010  im  Transitzentrum 
(TZ) C._______ zum Reiseweg, seinen Personalien sowie summarisch 
zu den Gründen seines Asylgesuchs befragt wurde,

dass ihm gleichzeitig das rechtliche Gehör zum Ergebnis der Knochen-
analyse  gewährt  und  zudem  mitgeteilt  wurde,  für  das  weitere  Ver-
fahren  werde  von  seiner  Volljährigkeit  ausgegangen  (vgl.  act.  A1 
S. 11),

dass das BFM den Beschwerdeführer am 24. Februar  2010 gestützt 
auf  Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) ohne Beizug einer Vertrauensperson ausführlich zu seinen 
Asylgründen befragte, 

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Asylgesuch  im Wesentlichen  damit 
begründete,  er  habe  bis  im  Jahre  1998  in  D._______  (E._______) 
gelebt,

dass  damals  sein  Vater,  welcher  als  F._______-Rebell  gegen  die 
Regierung gekämpft habe, von Mitrebellen getötet worden sei,  nach-
dem er  sich  auf  Drängen  seiner  Frau  von  der  Rebellenorganisation 
losgesagt habe,

dass  ein  mit  seinem  Vater  befreundeter  Rebell  in  der  Folge  seine 
Mutter vor ihrer geplanten Ermordung durch F._______-Rebellen ge-
warnt habe,

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dass seine -  des Beschwerdeführers -  Mutter  deswegen gemeinsam 
mit ihm nach B._______ geflohen sei, wo sie in einem Flüchtlingslager 
gelebt hätten,

dass seine Mutter  im Jahre 2004 gestorben sei,  woraufhin sich eine 
ihrer Freundinnen um ihn gekümmert habe,

dass G._______ im Jahr 2005 verkündet  habe, keine Schwarzen im 
Lande mehr zu dulden, woraufhin das von ihm bewohnte Flüchtlings-
lager niedergebrannt worden sei,

dass er deshalb dort weggegangen sei und - im Freien lebend - seinen 
Lebensunterhalt  mit  dem Waschen von Autos verdient  habe,  bis  ihn 
ein  in  H._______  wohnhafter  Mann  im  Jahre  2006  bei  sich 
aufgenommen habe,

dass  es  im Januar  2010  in  Abwesenheit  jenes  Mannes  zu  Zärtlich-
keiten zwischen ihm und dessen Tochter  gekommen sei,  bis  sie  zu-
sammen Geschlechtsverkehr gehabt hätten,

dass die Brüder jenes Mädchens sie beim Geschlechtsverkehr ertappt, 
ihm einen Zahn ausgeschlagen und ihn in der Toilette eingeschlossen 
hätten,

dass  ihm  jedoch  die  Flucht  aus  dem  Toilettenfenster  geglückt  sei, 
worauf  er  sich  im  Regierungskrankenhaus  habe  ärztlich  versorgen 
lassen,

dass ihm der dortige Arzt etwas Geld gegeben habe,

dass er B._______ Ende Januar 2010 verlassen habe, anschliessend 
in einem Gummiboot nach I._______ und von dort  in einem grossen 
Lkw via ihm unbekannte Länder in die Schweiz gelangt sei,

dass der  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung keine 
Identitätspapiere eingereicht hat,

dass er zur Begründung ausführte, nie einen Pass oder eine Identitäts-
karte besessen beziehungsweise beantragt zu haben, da er nicht ge-
plant habe, irgendwohin zu gehen (vgl. A1 S. 5 f.),

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dass das  BFM mit  -  selbentags  eröffneter  -  Verfügung  vom 8. März 
2010  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  das  Asyl-
gesuch nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der 
Schweiz verfügte und ihn - unter Androhung von Zwangsmitteln im Un-
terlassungsfall  -  aufforderte,  die  Schweiz  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer dagegen mit  Eingabe vom 8. März 2010 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und dabei be-
antragte,  es  sei  die  Verfügung des BFM aufzuheben  und sein  Asyl-
gesuch gutzuheissen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  9. März  2009  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren  [VwVG, SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter Vorbehalt  nachfolgender Erwägungen - einzutreten ist (Art. 108 
Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht  auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass mithin auf den in der Beschwerde gestellten Antrag auf Asylge-
währung nicht einzutreten ist,

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass die Rechtsmittelfrist zwar noch bis zum 15. März 2010 läuft, das 
Urteil  jedoch vor Ablauf  derselben ergehen kann, da die vorliegende 
Beschwerde aufgrund der  Aktenlage als  abschliessend zu verstehen 
und  der  Sachverhalt  vollständig  festgestellt  ist  (vgl.  Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
1997 Nr. 13 E. 1 S. 95 ff.),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend - wie nachfolgend aufgezeigt - um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  nach  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innert 
48 Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylgesuchs-
teller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 

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gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass der Beschwerdeführer es trotz entsprechender Aufforderung un-
terliess,  im  Moment  der  Einreichung  des  Asylgesuchs  beziehungs-
weise innert 48 Stunden danach Dokumente zu seiner Identifizierung 
abzugeben und  bis  zum jetzigen Zeitpunkt  offensichtlich  auch keine 
Anstrengungen  unternommen  hat,  um  ein  rechtsgenügliches  Identi-
tätspapier im Sinne der erwähnten Bestimmung einzureichen,

dass die Erklärungen des Beschwerdeführers, er habe nie ein Reise- 
oder  Identitätspapier  besessen  und  sei  ohne  ein  solches  Dokument 
von B._______ nach Europa beziehungsweise in die Schweiz gereist, 
ohne jemals kontrolliert worden zu sein (vgl. act. A1 S. 9 f.), angesichts 
der  strengen  Kontrollen  an  EU-  und  Schengen-Aussengrenzen  als 
nicht realistisch erscheinen,

dass  ferner  die  generelle,  sinngemäss  formulierte  Aussage  des  Be-
schwerdeführers, keine Identitätspapiere besessen zu haben, weil  er 
sein  Heimatland  E._______  bereits  im  Kindesalter  verlassen  und 
während seines langjährigen Aufenthalts in einem Flüchtlingslager in 
B._______ nie persönliche Papiere erhalten habe (vgl. act. A1 S. 1 f. 
Ziff. 3 i.V.m. act. A1 S. 6/7 Ziff. 14), reichlich fadenscheinig anmutet und 
in keiner Weise zu überzeugen vermag,

dass zudem die Ausführungen des Beschwerdeführers zu Einzelheiten 
und Modalitäten seiner Reiseroute, wonach er von J._______ aus mit 
einem Gummiboot  nach  I._______  und  von  dort  mit  einem Lkw via 
unbekannte  Länder  in  die  Schweiz  gelangt  sei,  wobei  er  für  die 
gesamte Reise nichts bezahlt habe, sondern von anderen Menschen 
unterstützt  worden  sei  (vgl.  act.  A1  S. 9  f. Ziff.  16),  gesamthaft  be-
trachtet nicht realistisch erscheinen und nicht zu seiner Glaubwürdig-
keit beitragen,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für das Versäumnis des Be-
schwerdeführers, innert der gesetzlichen Frist von 48 Stunden rechts-
genügliche Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen,

dass der Beschwerdeführer - soweit er behauptet, am 25. Januar 1994 
geboren zu sein - seine gesetzlich statuierte Mitwirkungspflicht verletzt 

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hat,  der  zufolge  Asylsuchende  unter  anderem  verpflichtet  sind,  ihre 
Identität  offen zu legen und in der Empfangsstelle  Reisepapiere und 
Identitätsausweise abzugeben (Art. 8 Abs. 1 Bst. a und b AsylG), 

dass der Begriff der Identität auch das Geburtsdatum umfasst (Art. 1a 
Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrens-
fragen [AsylV 1, SR 142.311]),

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  auf  die  Frage hin,  woher  er  sein 
genaues  Geburtsdatum  kenne,  in  wenig  überzeugender  Manier 
antwortete, seine Mutter habe es ihm gesagt; sie hätten jeweils seinen 
Geburtstag gefeiert (vgl. act. A1 S. 3 Ziff. 3),

dass  folglich  -  nach  der  Beweislastverteilungsregel  von  Art.  8  des 
Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  (ZGB, 
SR 210: „Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das 
Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr 
Rechte ableitet.”) -  von der Unglaubhaftigkeit  der geltend gemachten 
Minderjährigkeit  des  Beschwerdeführers  und damit  von dessen  Voll-
jährigkeit im Zeitpunkt seines Asylantrags in der Schweiz auszugehen 
ist,

dass das BFM in diesem Kontext zudem zu Recht auf den in EMARK 
2004 Nr. 30 publizierten Grundsatzentscheid verwiesen hat,  welchen 
Ausführungen  der  Beschwerdeführer  sowohl  anlässlich  der  An-
hörungen als auch in seiner Rechtsmitteleingabe nichts entgegenzu-
halten vermag,

dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers, 
B._______  aus  Furcht,  von  den  Angehörigen  des  von  ihm  zum 
Beischlaf  verleiteten  Mädchens  getötet  zu  werden,  im  Ergebnis 
zutreffend zufolge des Willens und der Fähigkeit des (...) Staates, ihn 
vor entsprechenden Übergriffen Dritter  zu schützen, als in asylrecht-
licher Hinsicht nicht relevant eingestuft hat,

dass hiervon abgesehen starke Zweifel daran bestehen, dass der Be-
schwerdeführer  überhaupt  während  mehr  als  zehn  Jahren  in 
B._______ gelebt haben will, spricht er doch nach eigenem Bekunden 
kaum Arabisch (vgl. act. A1 S. 3 Ziff. 3),

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dass das BFM im Weiteren die  Gesamtvorbringen des Beschwerde-
führers  mangels  hinlänglicher  Substanziierung  als  unglaubhaft  ein-
gestuft hat,

dass zur Vermeidung weitergehender Wiederholungen auf die zu be-
stätigenden Erwägungen in  der angefochtenen Verfügung (vgl. BFM-
Verfügung S. 4 ff. E. I/3.) verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer sodann in Bezug auf seinen angeblichen 
Heimatstaat  E._______  keine  aktuelle  und  persönliche  Asylgründe 
geltend gemacht hat,

dass  die  Beschwerdeschrift  eine  Auseinandersetzung  mit  den  Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung vermissen lässt,  weshalb 
sich eine inhaltliche Würdigung derselben erübrigt, 

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass  das  Bundesamt demzufolge zu  Recht  auf  das  Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine  derartige  Bewilligung  verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass diese Kriterien grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, 
die entsprechende behördliche Untersuchungspflicht jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerde-
führenden  Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die 
Substanziierungspflicht  trägt  (Art.  7  AsylG),  und es  nicht  Sache der 
Asylbehörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in 
hypothetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  überzeugend  aus-
geführt  hat,  weshalb die Angaben des Beschwerdeführers zu  seiner 
Herkunft und seiner Biographie offensichtlich nicht glaubhaft sind,

das der Beschwerdeführer in seiner Rechtsschrift auf die Erwägungen 
des BFM nicht  eingeht  und auch nicht  ansatzweise versucht,  seinen 
bisherigen Vorbringen authentischere Konturen zu verleihen,

dass namentlich der pauschale Hinweis, er sei Waisenkind und wisse 
nicht, wohin er gehen könne, nicht zu einer anderen Schlussfolgerung 
zu führen vermag,

dass angesichts der dürftigen Qualität seiner Angaben betreffend die 
persönlichen  Lebensumstände  nicht  glaubhaft  ist,  dass  der  Be-
schwerdeführer sein bisheriges Leben unter den von ihm behaupteten 
Umständen verbracht hat,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  Verheimlichung  seiner  wahren  Identität  und 
Herkunft  zu  tragen  hat,  indem  vermutungsweise  davon  auszugehen 
ist,  es  würden  einer  Wegweisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat 
keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von 

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Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen (vgl. 
EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 f.),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  erscheint,  da  keine  Vollzugshinder-
nisse erkennbar sind (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerde-
führer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
C._______ (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Be-
schwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden  Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Philipp Reimann

Versand: 

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