# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3d15ac5-6078-551f-87db-de7c0e34c925
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.05.2008 D-3218/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3218-2008_2008-05-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3218/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker,
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren (...), dessen Tochter B._______, 
geboren (...), Serbien,
(...),
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist; Verfügung 
des BFM vom 14. April 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3218/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Gesuchsteller  am  5.  November  2007  gemeinsam  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchten,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. April 2008 - eröffnet am 15. April 
2008 - in Bezug auf beide Gesuchsteller das Nichterfüllen der Flücht-
lingseigenschaft feststellte, die Asylgesuche ablehnte und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Gesuchsteller am 13. Mai 2008 (Poststempel) beim BFM eine 
als "Gesuch um Verlängerung der Beschwerdefrist" bezeichnete Ein-
gabe einreichten,

dass sie darin unter Bezugnahme auf die Rechtsmittelbelehrung in der 
Verfügung vom 14. April 2008 um Verlängerung der gesetzlichen Be-
schwerdefrist von 30 Tagen ersuchten,

dass das BFM diese Eingabe zur weiteren Behandlung an das Bun-
desverwaltungsgericht überwies,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] des BFM auf dem 
Gebiet  des  Asyls  entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31, 32 und 33 Bst. d des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.119]),

dass die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen seit Eröffnung der Verfü-
gung einzureichen ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG),

dass die Gesuchsteller in der Eingabe vom 13. Mai 2008 um Verlänge-
rung  dieser  Frist  ersuchen,  mit  der  Begründung,  sie  hätten  die  Be-
schaffung von Beweismitteln in Serbien in die Wege geleitet,  welche 
für die Begründung einer Beschwerde gegen die Verfügung des BFM 
vom 14. April 2008 von grosser Bedeutung seien,

dass sie weiter geltend machen, die Beschaffung jener Beweismittel in 
ihrer serbischen Heimat sei bürokratisch erheblich erschwert und neh-

Seite 2

D-3218/2008

me mehr Zeit in Anspruch, als ihnen aufgrund der Beschwerdefrist von 
30 Tagen zur Verfügung stehe,

dass sie unter Hinweis auf diese Situation das Gesuch stellen, es sei 
die  ihnen  vom  Gesetz  eingeräumte  Beschwerdefrist  bis  Ende  Mai 
2008 zu verlängern,

dass die dem Bundesverwaltungsgericht zugeleitete Eingabe der Ge-
suchsteller vom 13. Mai 2008 nach dem Gesagten als Gesuch um Er-
streckung der Frist zur Einreichung einer Beschwerde gegen die Verfü-
gung des BFM vom 14. April 2008 zu qualifizieren ist,

dass  das  Gesuch  wegen  seines  engen sachlichen  Zusammenhangs 
mit der Frage, ob auf eine Beschwerde gegen die Verfügung des BFM 
vom 14. April 2008 mangels fristgerechter Einreichung und mithin zu-
folge offensichtlicher Unzulässigkeit  nicht einzutreten ist,  ebenfalls in 
die  einzelrichterliche  Zuständigkeit  fällt  (Art.  111  Bst.  b  AsylG; Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2003 Nr. 15 E. 2b.bb S. 95),

dass es sich bei der Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss Art. 108 
Abs.1 AsylG um eine gesetzliche Frist handelt, die nicht erstreckt wer-
den kann (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 VwVG),

dass abgesehen davon mit Bezug auf die Möglichkeit einer rechtzeiti-
gen Beschwerdeerhebung auch keine objektiven, nicht auf die Nach-
lässigkeit  der  Gesuchsteller  zurückzuführenden  Hinderungsgründe 
vorliegen, wie sie nach der Praxis zu Art. 24 VwVG für eine Wiederher-
stellung  einer  bereits  abgelaufenen  Frist  vorausgesetzt  sind  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 15 E. 2b.bb S. 95),

dass es den Gesuchstellern nämlich offen gestanden wäre, innerhalb 
der - am 15. Mai 2008 abgelaufenen (Art. 20 Abs. 1 VwVG) - Frist eine 
den  gesetzlichen  Anforderungen  an  dieses  Rechtsmittel  genügende 
Beschwerde (insbes. mit Begehren und kurzer sachbezogener Begrün-
dung, vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG) beim Bundesverwaltungsgericht einzu-
reichen und  um Einräumung der  dafür  vorgesehenen  Verfahrensfrist 
von (weiteren) 30 Tagen zur Beibringung der in Aussicht gestellten Be-
weismittel aus ihrem Heimatland (Art. 110 Abs. 2 AsylG) zu ersuchen,

dass dementsprechend das Gesuch um Erstreckung der Beschwerde-
frist abzuweisen ist,

Seite 3

D-3218/2008

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 200.-- 
(Art. 1,  Art.  2  und Art.  3  Bst. a  des  Reglements  vom 11. Dezember 
2006 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Gesuchstellern aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 4

D-3218/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden den Gesuchstellern aufer-
legt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Gesuchsteller (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- das C._______ des Kantons D._______ ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

Versand: 

Seite 5