# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f69e620-4dd1-5d6f-b700-8bbf1dc62860
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2009 C-1138/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1138-2009_2009-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1138/2009/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, Richterin Elena Avenati-
Carpani, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

A._______,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Verfügung vom 29. Januar 2009).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1138/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) 
A._______  mit  Verfügung  vom  29. Januar  2009  mit  Wirkung  ab 
1. August 2007 eine halbe Rente zugesprochen hat,

dass  B._______,  als  Vertreter  bzw.  Betreuer  des  Versicherten,  mit 
Eingabe an die IV-Stelle vom 4. Februar 2009 Widerspruch eingelegt 
und  beantragt  hat,  den  Fall  nochmals  zu  prüfen,  da  A._______ 
aufgrund seiner  starken Alkoholabhängigkeit  nicht  mehr  in  der  Lage 
sei, eine Erwerbstätigkeit auszuüben,

dass die IV-Stelle diese Eingabe am 20. Februar 2009 an das Bundes-
verwaltungsgericht weitergeleitet hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und Art. 33 Bst. d VGG zur 
Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für 
Versicherte im Ausland zuständig ist,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 27. August 2009 die 
Gutheissung der Beschwerde und die Rückweisung im Sinne der neu 
eingeholten Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes beantragte,

dass  Dr. C._______,  Medizinischer  Dienst  der  IV-Stelle,  in  seiner 
Stellungnahme vom 24. August 2009 ausführte, er könne aufgrund der 
Akten  nicht  beurteilen,  ob  tatsächlich  Folgeschäden  des 
Alkoholmissbrauchs  vorlägen  oder  ob  allenfalls  eine  andere 
psychiatrische Störung die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige, 

dass  deshalb  eine  psychiatrische  und  eine  neuropsychologische 
Begutachtung in der Schweiz durchzuführen sei,

dass  die  IV-Stelle  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  von  Amtes 
wegen  ermittelt  (Art. 43  des  Bundesgesetzes  vom  6. Oktober  2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 
830.1),

dass die  regionalen ärztlichen Dienste den IV-Stellen zur Beurteilung 
der  medizinischen  Voraussetzungen  des  Leistungsanspruchs  zur 

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C-1138/2009

Verfügung stehen und die für Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG 
massgebende  funktionelle  Leistungsfähigkeit,  eine  zumutbare 
Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit  auszuüben, festlegen (Art. 59 Abs. 2bis 

IVG), 

dass mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass die angefochtene 
Verfügung  auf  einer  unvollständigen  und  gegebenenfalls  unrichtigen 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass die Verfügung vom 29. Januar 2009 daher aufzuheben und die 
Sache  antragsgemäss  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist,  damit 
diese  die  erforderlichen  ergänzenden  Abklärungen  vornehme  und 
anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge,

dass die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen ist,

dass  bei  diesem  Verfahrensausgang  keine  Verfahrenskosten  zu 
erheben  sind  (vgl.  Art. 63  Abs. 1  und 2  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021]),

dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine unver-
hältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind,  weshalb  keine  Partei-
entschädigung  zuzusprechen  ist  (vgl.  Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7 
Abs. 4  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom 29. Januar  2009  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

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3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Doppel der Vernehmlassung vom 27. August 2009)

- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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