# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dc1e1d7-ab65-5498-bab9-e8c02033bcc9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.01.2022 IV 2020/136
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-136_2022-01-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/136

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2022

Entscheiddatum: 06.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2022
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss als beweistauglich 
befundenem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer angepassten 
Tätigkeit aufgrund einer organisch bedingten, multifaktoriellen Fatigue in 
seiner Arbeitsfähigkeit um 30 % eingeschränkt. Bei gegebener 
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, 
vorzunehmendem Prozentvergleich und fehlender Begründbarkeit eines 
über den gewährten Tabellenlohnabzug von 10 % hinausgehenden 
Leidensabzugs resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 
2022, IV 2020/136).

Entscheid vom 6. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2020/136

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Soziale Dienste der Stadt St. Gallen, Brühlgasse 1, Postfach 563, 

9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 23. August 2006 erstmals bei 

der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an und beantragte eine 

Umschulung in den Informatikbereich (IV-act. 1). Nach durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 4. Januar 2007, IV-act. 22; Einwand vom 

26. Januar 2007, IV-act. 23) wies die IV-Stelle das Gesuch mit Verfügung vom 

16. Februar 2007 ab, da der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit ein annähernd 

dem bisherigen entsprechendes Erwerbseinkommen erzielen könne (IV-act. 24). Am 

7. Oktober 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Hepatitis und eine 

chronische Sarkoidose erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 29; vgl. auch Arztbericht 

Klinik für Pneumologie Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 27. Januar 2016, IV-act. 

47), worauf die IV-Stelle gestützt auf eine Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. 

B.___, Fachärztin für Allgemeine Medizin, vom 24. Februar 2016 am gleichen Tag 

verfügte, auf die Wiederanmeldung nicht einzutreten (IV-act. 52).

A.a. 

In der Folge erlitt der Versicherte eine rechtsventrikuläre Dekompensation 

(Hospitalisation vom 16. bis 31. März 2017, Austrittsbericht der Klinik für Kardiologie 

des KSSG vom 12. April 2017, IV-act. 81-10 ff.; Bericht der Klinik für Kardiologie des 

KSSG vom 24. Mai 2017, IV-act. 64) und wurde wegen einer arteriellen Hypertonie und 

A.b. 

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einer Sarkoidose im pulmonal-radiologischen Stadium I (vgl. Untersuchungsberichte 

der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin KSSG vom 1. Mai 2017, IV-act. 61, und 

vom 1. September 2017, IV-act. 71-6 ff.) sowie einer chronischen Hepatitis B und einer 

Schistosomiasis (vgl. Bericht Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie des KSSG vom 

10. Mai 2017, IV-act. 62-1 ff.) abgeklärt bzw. behandelt. Am 31. August 2017 meldete 

er sich wiederum zum Leistungsbezug an (IV-act. 54).

Mit Mitteilung vom 8. August 2018 sprach die IV-Stelle dem Versicherten 

Arbeitsvermittlung zu (IV-act. 93). Ein im Mai 2018 begonnener Arbeitseinsatz in einem 

50 %-Pensum bei C.___ musste im Dezember 2018 aus gesundheitlichen Gründen 

unterbrochen werden (vgl. Schlussbericht der den Einsatz begleitenden Organisation 

D.___ vom 19. Dezember 2018, IV-act. 98, sowie Assessment- und Verlaufsprotokoll 

des Eingliederungsverantwortlichen, IV-act. 99). Mit Mitteilung vom 4. Januar 2019 

wies die IV-Stelle das Gesuch hinsichtlich (weiterer) beruflicher Massnahmen ab (IV-

act. 102).

A.c. 

Die Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin des KSSG berichtete am 

19. Oktober 2018, bezüglich Sarkoidose bestehe aktuell eine Zunahme der 

Hautmanifestation bei stabilen Lungenfunktionswerten bei formal leicht restriktiver 

Ventilationsstörung. Die pulmonale arterielle Hypertonie unklarer Genese sei aktuell 

kardial kompensiert (IV-act. 103-4 ff.; IV-act. 106-2 ff.). Gemäss Bericht der Klinik für 

Gastroenterologie/Hepatologie des KSSG vom 6. Februar 2019 zeigten sich 

insbesondere mit Bezug auf die Leber keine neuen Aspekte. Es wurde festgehalten, der 

Versicherte sei wieder zu 50 % arbeitstätig (IV-act. 103-9 ff.). Die Klinik für Kardiologie 

des KSSG führte im Verlaufsbericht vom 14. April 2019 aus, seit der biventrikulären 

kardialen Dekompensation im März 2017 sei der Verlauf von kardialer Seite her stabil. 

Es persistiere im Alltag eine Anstrengungsdyspnoe NYHA II sowie eine rasche 

Ermüdbarkeit nach der Belastung. Dem Versicherten sei eine leichte körperliche 

Tätigkeit aus kardiologischer Sicht zumutbar. Seine derzeitige Tätigkeit könne er im 

aktuellen Pensum von 50% problemlos ausüben. Aus rein kardialer Sicht spräche auch 

nichts dagegen, das Pensum probatorisch leicht zu erhöhen (z.B. primär auf 60 %). 

Das Heben und Verschieben schwerer Lasten bzw. körperlich schwere Tätigkeiten 

sollten vermieden werden. Eine körperliche Tätigkeit sei während fünf Stunden täglich 

zumutbar. Eine Arbeit ohne körperliche Tätigkeit könne probatorisch in höherem 

A.d. 

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Arbeitspensum versucht werden, wobei auf genügend Pausen zu achten wäre (IV-

act. 107).

Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die asim Begutachtung, 

Universitätsspital Basel (nachfolgend asim) polydisziplinär begutachtet (Gutachten vom 

7. Februar 2019; Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin; Dr. med. F.___, 

Fachärztin für Dermatologie und Venerologie; Dr. med. G.___, Facharzt für 

Pneumologie; Dr. med. H.___, Facharzt für Gastroenterologie; Untersuchungen 18., 

19. und 26. November 2019 und 4. Dezember 2019; IV-act. 138). Die Gutachter 

diagnostizierten als Gesundheitsbeeinträchtigungen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine Sarkoidose im pulmonal-radiologischen Stadium I mit 

Multiorganbeteiligung (wahrscheinlich Herz, Lunge, Haut, Lymphknoten, Parotis sowie 

ossäre, hepatische Beteiligung), ein chronisches Fatigue-Syndrom als Folge der 

chronischen Hepatitis B-Infektion, zusätzlicher Leberbeteiligung einer systemischen 

Sarkoidose, sowie medikamentöser Nebenwirkung (Plaquenil, Viread) und eines 

Verdachts auf ein mittelschweres bis schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom 

sowie eine arterielle Hypertonie. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein 

Status nach Schistosomiasis (IV-act. 138-6 f.). Der Explorand sei vor allem durch die 

multifaktoriell bedingte Müdigkeit in seiner Durchhaltefähigkeit eingeschränkt. Aufgrund 

der möglichen kardialen Beteiligung durch die Sarkoidose und der in der 

Spiroergometrie festgestellten leichtgradig eingeschränkten Leistungsfähigkeit seien 

körperlich schwere Tätigkeiten für den Versicherten ungeeignet (IV-act. 138-8). Für eine 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit bestehe eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von 30 %, welche hauptsächlich auf die vermehrte multifaktoriell 

bedingte Müdigkeit des Exploranden zurückzuführen sei (IV-act. 138-8).

A.e. 

Die RAD-Ärztin Dr. B.___ nahm am 17. Februar 2020 Stellung, es könne auf das 

Gutachten abgestellt werden (IV-act. 139).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 18. Februar 2020 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Gesuchs hinsichtlich Rente. Sie 

errechnete aufgrund eines sogenannten Prozentvergleichs unter Gewährung eines 

Tabellenlohnabzugs von 10 % einen Invaliditätsgrad von 37 % (IV-act. 142). Mit 

Einwand durch die Sozialen Dienste der Stadt St. Gallen liess der Versicherte 

A.g. 

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B.  

vorbringen, das Gutachten setze sich mit den Behandlerberichten nicht ausreichend 

auseinander. Da er zusätzliche Pausen benötige, sei der Leidensabzug zu erhöhen. Er 

habe vor seiner Erkrankung ausschliesslich körperlich schwere Tätigkeiten ausgeübt. 

Diese seien als angestammt zu qualifizieren. Da er einen leidensangepassten 

Arbeitsplatz und zusätzlich regelmässig Pausen benötige und auch noch permanent 

müde zur Arbeit erscheine, sei das Finden einer Stelle im ersten Arbeitsmarkt sehr 

fraglich und ein Leidensabzug von 25 %, mindestens aber von 20 % angemessen (IV-

act. 152). Die RAD-Ärztin Dr. B.___ nahm am 19. Mai 2020 zu den vom Versicherten 

angeführten medizinischen Berichten Stellung und hielt an ihrer Beurteilung des 

Gutachtens fest (IV-act. 153).

Mit Verfügung vom 25. Mai 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

hinsichtlich Rente ab. Zur Begründung führte sie an, medizinisch sei (gemäss RAD-

Stellungnahme) auf das Gutachten abzustellen. Aufgrund der längeren Abwesenheit 

vom ersten Arbeitsmarkt sei für die Bestimmung des Valideneinkommens auf den LSE-

Tabellenlohn Hilfsarbeiter abzustellen. Die Annahme eines höheren 

Erwerbseinkommens sei nicht plausibel, da der Versicherte auch nie ein höheres 

Einkommen erzielt habe. Ein Leidensabzug sei aufgrund der noch möglichen 

mittelschweren Tätigkeit nicht gerechtfertigt. Der 10%ige Abzug basiere aufgrund der 

Teilzeittätigkeit und sei als angemessen zu werten. Die vom Gutachter genannten 

Adaptionskriterien bezögen sich klar auf den ersten Arbeitsmarkt (IV-act. 154).

A.h. 

Gegen die Verfügung vom 25. Mai 2020 lässt der Versicherte (fortan: 

Beschwerdeführer), vertreten durch die Sozialen Dienste der Stadt St. Gallen, am 

19. Juni 2020 Beschwerde erheben. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und es seien ihm die ihm 

zustehenden gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen. Weiter 

sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Zur Begründung lässt er 

vorbringen, die Verfügung habe die zusätzlich notwendigen Pausen nicht 

berücksichtigt. Diese rechtfertigten eine Erhöhung des Tabellenlohnabzuges auf 

mindestens 20 %. Zudem sei nicht nachvollziehbar, weshalb an einer 70%igen 

Arbeitsfähigkeit festgehalten werde. Durch den Abbruch der kardiologischen 

B.a. 

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Untersuchung wegen einer hypertensiven Entgleisung sei nicht sicher beurteilbar, 

inwieweit er pulmonal limitiert sei. Beim Einkommensvergleich sei auf dasjenige 

Einkommen abzustellen, das er erzielen würde, wenn er weiterhin körperlich schwere 

Arbeiten verrichten würde. Dass er im ersten Arbeitsmarkt eine Stelle finden könne, sei 

nicht realistisch und zumindest beim Leidensabzug zu berücksichtigen. Angemessen 

sei ein solcher von 25 %, zumindest jedoch von insgesamt 20 % (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2020 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, das Gutachten 

erfülle die bundesgerichtlichen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische 

Entscheidungsgrundlage. Der Beschwerdeführer lege denn auch keine 

entgegengesetzte fachärztliche Einschätzung vor. Die Gutachter stützten ihre 

Einschätzung auf objektivierbare Befunde und Funktionseinschränkungen. Es sprächen 

keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit dieser Expertise, weshalb auf das 

Gutachten vollumfänglich abgestellt werden könne. Auch hätten die vom 

Beschwerdeführer angeführten Berichte den Gutachtern vorgelegen und seien in die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung miteinbezogen worden. Zusammenfassend sei somit von 

einer Arbeitsfähigkeit von 70 % für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 

auszugehen. Der Beschwerdeführer sei an verschiedenen Arbeitsstellen jeweils nur für 

ein paar Monate angestellt gewesen und habe seit dem Jahr 2003 keine derartige 

Tätigkeit mehr ausgeübt. Nach mehreren Jahren ohne Erwerbstätigkeit sei er seit dem 

9. Mai 2018 mit Unterbruch in einem 50%-Pensum im C.___ (Einsatzprogramm des 

Sozialamtes) beschäftigt. Somit könne nicht angenommen werden, er wäre ohne 

Gesundheitsschaden noch an der vor dessen Eintritt innegehabten Stelle tätig und es 

sei für beide Vergleichseinkommen der Tabellenlohn für Hilfsarbeiter heranzuziehen. 

Dem Beschwerdeführer sei aufgrund nur noch möglicher Teilzeittätigkeit ein Abzug 

vom Tabellenlohn von 10 % gewährt worden. Die gesundheitlich bedingte 

Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, führe nicht zu einer 

Verminderung des hypothetischen lnvalidenlohnes, weil der Tabellenlohn für 

Hilfsarbeiten im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und 

mittelschweren Tätigkeiten umfasse. Die erhöhte Ermüdbarkeit sei bereits mit der 

Leistungsminderung von 30 % berücksichtigt worden. Der somit grosszügig gewährte 

B.b. 

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Erwägungen

1.  

Leidensabzug von 10 % sei daher nicht zu beanstanden und ein höherer Abzug sei 

nicht vorzunehmen (act. G 3).

Am 30. Oktober 2020 bewilligt die vorsitzende Versicherungsrichterin die 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung; act. G 5).

B.c. 

Der Beschwerdeführer verzichtet stillschweigend auf eine Replik (act. G 6).B.d. 

Am 10. November 2021 macht die vorsitzende Versicherungsrichterin die Sozialen 

Dienste unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung darauf aufmerksam, dass 

die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 30. Oktober 2020 irrtümlich bewilligt 

worden sei, die Befreiung von den Gerichtskosten zufolge Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege jedoch weiterhin gelte (act. G 7). Die Gelegenheit für eine 

allfällige Stellungnahme oder das Verlangen einer anfechtbaren Verfügung liessen die 

Sozialen Dienste unbenutzt verstreichen.

B.e. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.1. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben, und weil ferner das 

Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 

zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 25. Mai 2020) eingetretenen 

Sachverhalt abstellt, sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2021 gültig 

gewesenen materiellen Bestimmungen anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit 

weiteren Hinweisen).

1.2. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

1.3. 

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 289 E. 3.2). 

Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden 

können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 427 

E. 6).

1.4. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung) besteht 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, 

wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 

40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.5. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

1.6. 

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2.  

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.7. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.8. 

Eine Wiederanmeldung zum Leistungsbezug wird - wie auch das Gesuch um 

Leistungsrevision - nur materiell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, 

dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten, rechtskräftigen Entscheidung 

in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass verändert haben (Art. 87 Abs. 3 in 

Verbindung mit Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 

831.201]; BGE 130 V 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Ist die anspruchserhebliche Änderung 

glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren 

einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (SVR 

2014 IV Nr. 33 S. 121, 8C_746/2013 E. 2).

2.1. 

Die Beschwerdegegnerin ist auf das erneute Gesuch des Beschwerdeführers vom 

31. August 2017 (IV-act. 54) eingetreten. Mit dem ersten Gesuch vom 23. August 2006 

beantragte der Beschwerdeführer ausschliesslich Arbeitsvermittlung (IV-act. 1-6); 

2.2. 

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3.

Zu prüfen ist zunächst, ob auf das asim-Gutachten vom 7. Februar 2020 abgestellt 

werden kann. Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss den 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen seiner behandelnden Ärzte sei lediglich von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten auszugehen. Es sei abweichend davon 

zu Unrecht ohne weitere Begründung auf die gutachterlich bestätigte 70%ige 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt worden.

entsprechend hatte die Verfügung vom 16. Februar 2007 (IV-act. 24) lediglich den 

Anspruch auf berufliche Massnahmen zum Gegenstand. Ebenso wurde mit der 

rechtskräftig gewordenen Nichteintretensverfügung vom 24. Februar 2006 (IV-act. 52) 

nicht materiell über den Rentenanspruch entschieden. Das vorliegende Gesuch ist 

daher in Bezug auf die Erfüllung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und 

des allfälligen Anspruchsbeginns wie ein Erstgesuch zu prüfen.

Gemäss Gutachten bestand seit der Diagnose der Hepatitis B im April 2013 eine 

30%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 138-8). Von Ende 2016 bis Mitte 2017 war der 

Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig, danach war er in körperlich leichten bis 

mittelschweren Tätigkeiten wieder zu 70 % arbeitsfähig und in schweren Tätigkeiten 

weiterhin vollumfänglich arbeitsunfähig (IV-act. 138-9 f.). Ausgehend von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit im bisherigen, auch körperlich schwere Tätigkeiten 

umfassenden Arbeitsbereich seit Ende 2016, ist das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 

lit. b spätestens Ende 2017 abgelaufen. Die Anmeldung des Beschwerdeführers 

erfolgte am 31. August 2017, weshalb ein allfälliger Rentenanspruch erst nach Ablauf 

der Sechsmonatsfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG, mithin ab 1. Februar 2018, 

besteht.

2.3. 

Die Gutachter begründen die 30%ige Arbeitsunfähigkeit in angepassten 

Tätigkeiten hauptsächlich mit einer multifaktoriell - durch das verdachtsweise 

bestehende mittelschwere bis schwere obstruktive Schlafapnoesyndrom, durch die 

Hepatitis B und die Nebenwirkung von deren medikamentöser Behandlung - bedingten 

vermehrten Müdigkeit. Schwere körperliche Tätigkeiten sind aus kardiologischer Sicht 

(kardiale Mitbeteiligung der Sarkoidose, belastungsinduzierte hypertensive Entgleisung) 

nicht möglich (IV-act. 138-8 f.). Interdisziplinär führend ist die gastroenterologische 

Einschätzung: Demnach schränkten ein chronisches Fatigue-Syndrom, verursacht 

durch die gering aktive Hepatopathie (Hepatitis B, Sarkoidose) und die Nebenwirkung 

von Medikamenten, sowie eine muskuläre Erschöpfbarkeit, die eher auf einem 

Trainingsmangel beruhe, die Arbeitsfähigkeit auf 70 % ein (IV-act. 138-65). Der 

3.1. 

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pneumologische Gutachter hielt fest, aufgrund des Abbruchs der spiroergometrischen 

Untersuchung habe nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden können, inwieweit 

eine pulmonale Limitation der Leistungsfähigkeit bestehe (IV-act. 138-49). 

Insbesondere bei Besserung der Fatigue-Symptomatik, zum Beispiel durch 

Behandlung der vermuteten Schlafapnoe, sei in körperlich mittelschweren Tätigkeiten 

ein Pensum von zum Beispiel 80 % bei annähernd normaler Leistungsfähigkeit möglich 

(IV-act. 118-54). Aus Sicht der übrigen Gutachter ist der Beschwerdeführer in 

angepassten Tätigkeiten voll arbeitsfähig (allgemeininternistisch: IV-act. 138-31; 

dermatologisch: IV-act. 138-41; kardiologisch: IV-act. 138-34).

 3.2. 

Der kardiologische Gutachter kam zum Schluss, aufgrund der 

Belastungshypertonie und des hochgradigen Verdachts auf eine kardiale Sarkoidose 

seien schwere körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer zu 100 % zumutbar (IV-

act. 138-34). Befundlich erhob er eine normale Pumpfunktion beider Ventrikel und 

führte aus, da der Sauerstoff-Puls bis zu 85 % des Solls normal angestiegen sei, 

ergäben sich aus der Spiroergometrie keine Hinweise auf eine höhergradige kardiale 

Einschränkung; der Beschwerdeführer sei normoton, normokard und kardiopulmonal 

kompensiert (IV-act. 138-34; vgl. auch das pneumologische Gutachten, IV-act. 138-53). 

Weiter stellte er eine bisher noch nicht beschriebene Akinesie im Bereich der inferioren 

Wand des linken Ventrikles fest, die sehr gut zu einer kardialen Beteiligung der 

Sarkoidose passe (IV-act. 138-34).

3.2.1. 

Die behandelnde Kardiologin des KSSG hatte im Verlaufsbericht vom 17. April 

2019 ausgeführt, sowohl subjektiv als auch in den klinischen Untersuchungen hätten 

sich keine Hinweise auf eine dekompensierte Herzinsuffizienz ergeben. 

Echokardiografisch bestehe weiterhin eine eingeschränkte rechtsventrikuläre 

Pumpfunktion bei grenzwertig dimensioniertem rechtem Ventrikel sowie eine erhaltene 

linksventrikuläre Pumpfunktion. Echokardiografisch seien keine Hinweise für einen 

erhöhten systolischen pulmonalen Druck vorhanden. In der Spiroergometrie ergäben 

sich unter steigernder Belastung Hinweise für einen eingeschränkten Anstieg des 

Schlagvolumens unter Belastung bei leicht eingeschränkter Leistungsfähigkeit. 

Zusätzlich zeigten sich gewisse Hinweise für eine Dekonditionierung. Es ergäben sich 

keine Hinweise auf eine relevante AV-Reizleitungsstörung oder relevante 

Rhythmusstörungen. Somit sei von einem stabilen Verlauf auszugeben (IV-act. 107-3). 

Zur Arbeitsfähigkeit hatte sie festgehalten, im aktuellen Pensum von 50 % würden 

3.2.2. 

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keine grösseren Probleme bestehen. Aus rein kardiologischer Sicht spräche auch 

nichts dagegen, das "Pensum probatorisch leicht zu erhöhen (z. B. primär auf 

60 %)" (IV-act. 107-4). Ob die Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz bzw. im 

bisherigen Tätigkeitsgebiet verbessert werden könne, könne nicht konklusiv 

beantwortet werden. Dem Beschwerdeführer wären auch andere Tätigkeiten zumutbar. 

Schwere körperliche Tätigkeiten seien zu vermeiden. Körperliche Tätigkeiten seien 

während ca. fünf Stunden pro Tag zumutbar. Eine Arbeit "ohne körperliche Tätigkeit" 

könne "probatorisch in einem höherem Arbeitspensum" versucht werden, wobei auf 

genügend Pausen zu achten sei (IV-act. 107-5).

Vorab ist festzuhalten, dass der kardiologische Behandlerbericht sieben Monate 

vor der Begutachtung erstellt wurde und auf die rechtsprechungsgemäss teilweise 

eingeschränkte Beweiskraft von Einschätzungen der behandelnden Haus- sowie 

Spezialärzte mit Blick auf die sich vom Gutachtensauftrag unterscheidende Natur des 

Behandlungsauftrages hinzuweisen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Juni 

2018, 8C_909/2017, E. 9 und vom 27. September 2017, 8C_295/2017, E. 6.4.2 mit 

Hinweisen). Der Gutachter nahm den Bericht vom 17. April 2019 zur Kenntnis, hat ihn 

in seine Beurteilung einbezogen und kam nachvollziehbar zum Schluss, dass seine 

Einschätzung mit jener der behandelnden Kardiologin weitgehend übereinstimme (IV-

act. 138-35). Die gutachterlichen Ausführungen zu den Befunden betreffend 

Pumpleistung und Spiroergometrie sind nachvollziehbar dargestellt und korrekt 

erhoben worden. Auch die sieben Monate zuvor durch die Behandlerin erhobenen 

Befunde waren bereits nicht schwerwiegend (vgl. dazu E. 3.2.2 vorstehend). Zudem 

hatte sie vermerkt, dass gewisse Hinweise auf eine Dekonditionierung bestünden, 

insgesamt jedoch seit April 2013 ein stabiler Verlauf bestehe (IV-act. 107-2). Hinzu 

kommt, dass Behandlerin und Gutachter übereinstimmend davon ausgehen, dass 

schwere Arbeiten gar nicht zumutbar sind, mittelschwere zeitweise ausgeführt werden 

können und ganz leichte bzw. gemäss Behandlerin "eine Arbeit ohne körperliche 

Tätigkeit" in einem (noch) höheren Pensum (als 5 Stunden täglich) versucht werden 

könnten. Der Verdacht auf eine kardiale Beteiligung der Sarkoidose besteht bereits seit 

einer Rechtsherzdekompensation im März 2017 (IV-act. 138-34) und ist folglich nicht 

neu. Die Einschätzung des kardiologischen Gutachters ist gemäss Gesagtem nicht zu 

beanstanden.

3.2.3. 

Schliesslich schätzen die Gutachter auch interdisziplinär die Einschränkung 

aufgrund der multifaktoriell bedingten Fatigue mit 30 % ähnlich ein wie die 

behandelnde Kardiologin. Überdies kann auf die nachvollziehbare Stellungnahme des 

RAD vom 19. Mai 2020 verwiesen werden, die zum selben Schluss kommt (IV-act. 153) 

3.2.4. 

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und zu Recht betont, dass die behandelnden Ärzte davon ausgegangen seien, dass die 

Arbeitsfähigkeit durchaus steigerbar sei. Zusammenfassend erscheint nachvollziehbar, 

dass auch aufgrund der Ausführungen der behandelnden Kardiologin von einer 

Arbeitsfähigkeit nicht unter 70 % auszugehen ist. Ob die Arbeitsfähigkeit aus 

kardiologischer Sicht, wie vom Gutachter befunden, noch höher ist, kann offenbleiben, 

da auch aus gastroenterologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % besteht.

Medizinisch nachvollziehbar sind sodann die Ausführungen des 

gastroenterologischen Gutachters, wonach eine chronische Fatigue-Syndromatik und 

muskuläre Erschöpfbarkeit als Folge der entzündlichen Aktivität der Hepatopathie 

(bzw. der Hepatitis B) gewertet werden könnten und für sich alleine zu einer 30%igen 

Arbeitsunfähigkeit führten (IV-act. 138-65). Weiter dürften auch psychische Faktoren 

wie fehlende Sozialkontakte, eine fehlende planbare Zukunftsperspektive und ein 

offensichtliches Angstgefühl in Bezug auf seine chronischen Erkrankungen die Vitalität 

des Beschwerdeführers deutlich einschränken (IV-act. 138-66). Soweit in der 

interdisziplinären Einschätzung die Arbeitsunfähigkeit bzw. Müdigkeit multifaktoriell, 

insbesondere auch mit der vermuteten Schlafapnoe erklärt wird, ist zu berücksichtigen, 

dass diesbezüglich erst ein (wenn auch dringlicher) Verdacht vorliegt und durch 

Therapie eine Besserung erzielt werden dürfte, was gegebenenfalls im Rahmen einer 

Revision zu berücksichtigen wäre. Zudem ist davon auszugehen, dass die Reduktion 

des zumutbaren Pensums zur Erholung sowohl von der durch die Lebererkrankung als 

auch von der durch das Schlafapnoesyndrom verursachten Müdigkeit genutzt werden 

kann, weshalb das Schlafapnoesyndrom keine zusätzliche Einschränkung begründet. 

Weiter leuchtet ein, dass die dermatologischen Befunde keine Arbeitsunfähigkeit 

bewirken, zumal die durch die Sarkoidose verursachten Hautveränderungen jeweils auf 

medikamentöse Behandlung ansprechen (Berichte Klinik für Pneumologie und 

Schlafmedizin vom 19. Oktober 2018, IV-act. 103-4 ff., und vom 21. Oktober 2019, IV-

act. 138-91 ff.). Schliesslich ergeben sich aus den Akten auch keine objektiven 

Gesichtspunkte, die gegen die pneumologische Einschätzung sprechen.

3.3. 

Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden, die Untersuchungen 

waren umfassend. Nebst dem bereits diskutierten kardiologischen Behandlerbericht 

ergeben sich auch aus den Berichten der übrigen behandelnden Ärzte keine gegen die 

gutachterlichen Einschätzungen sprechenden objektiven Gesichtspunkte, 

insbesondere auch nicht aus dem Verlaufsbericht von Dr. med. I.___, praktischer Arzt, 

vom 1. April 2014 (IV-act. 104). Bei der Würdigung von dessen Einschränkung von 

mindestens 50 % ist ebenfalls vorgenannte Rechtsprechung zu berücksichtigen (vgl. E. 

3.2.3). So hat bereits die RAD-Ärztin zu Recht darauf hingewiesen, dass dessen 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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4.

Der Beschwerdeführer stellt in Frage, dass für ihn von der Existenz eines 

Nischenarbeitsplatzes ausgegangen werden könne. Er benötige einen angepassten 

Arbeitsplatz, regelmässige Pausen und sei aufgrund der chronischen Fatigue, verstärkt 

durch das Schlafapnoe-Syndrom, permanent müde (act. G 1-6). Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 7 Abs. 1 ATSG umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Personen mit 

Einschränkungen mit einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen 

können. Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, 

wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4 mit Verweisen). An die 

Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten betreffend Verweistätigkeiten sind 

rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Dezember 2016, 9C_469/2016, E. 3.2). Der Beschwerdeführer 

steht noch nicht in einem Alter, aufgrund dessen die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit 

(zusätzlich) eingeschränkt sein könnte. Qualitativ ist er insoweit eingeschränkt, als ihm 

aus kardiologischer Sicht keine körperlich schweren Tätigkeiten zumutbar sind. Weitere 

Beeinträchtigungen, welche das Anforderungsprofil limitieren (zum Beispiel 

Berichte nur rudimentär ausgefüllt seien, er auf subjektive Einschätzungen abstelle und 

weder Befunde noch Funktionseinbussen nenne (vgl. RAD-Stellungnahme vom 19. Mai 

2020, IV-act. 153).

Die attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % erscheint auch konsistent zur aktuellen 

Arbeit und zum Tagesablauf des Beschwerdeführers: Er gab an, er verrichte im 50 %-

Pensum bei der C.___ leichte Arbeiten (IV-act. 138-61). Er arbeite jeweils montags und 

dienstags den ganzen Tag und mittwochs bis am Mittag (IV-act. 138-39, 48). Mit dem 

aktuellen Pensum fühle er sich wohl (IV-act. 138-34), benötige aber viele Pausen, gehe 

früh zu Bett und bleibe meist zu Hause, wenn er keine Verabredungen habe (IV-

act. 138-33, 39, 45 f., 48). Da er zwei Tage nacheinander vollzeitlich arbeitet, erscheint 

beispielsweise nachvollziehbar, dass er sich donnerstags erholen und freitags 

nochmals arbeiten könnte oder auch, dass er auch täglich ein Pensum von 70 % 

absolvieren kann. Nach dem Gesagten ist auf das asim-Gutachten vom 7. Februar 

2020 abzustellen und von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 70 % in 

adaptierten Tätigkeiten auszugehen.

3.5. 

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wechselbelastende oder vorwiegend im Sitzen durchzuführende Tätigkeit, funktionelle 

Einschränkungen der Hände u.ä.) bestehen beim Beschwerdeführer nicht. Quantitativ 

ist die Arbeitsfähigkeit durch die multifaktorielle Fatigue bzw. die dadurch verminderte 

Durchhaltefähigkeit auf 70 % reduziert. Der verminderten Arbeitsfähigkeit wird durch 

eine entsprechend angepasste Entlöhnung Rechnung getragen. Dass die Müdigkeit auf 

multiplen Ursachen beruht, beeinflusst allenfalls das Ausmass der quantitativen 

Einschränkung, tangiert aber den Kreis der möglichen Arbeiten nicht weiter und 

erfordert auch seitens des Arbeitgebers keine speziellen Massnahmen oder 

Rücksichtnahme. Insoweit liegen über die reduzierte Arbeitsfähigkeit hinaus keine 

besonderen Umstände vor, welche ein spezielles Entgegenkommen eines potentiellen 

Arbeitgebers erforderlich machen. Aus dem Gutachten und den übrigen Akten ergeben 

sich auch keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer aus medizinischen 

Gründen auf einen Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsmarkt angewiesen wäre.

5.  

Die Beschwerdegegnerin bemass beide Vergleichseinkommen nach dem LSE-

Tabellenlohn für Hilfsarbeiter und gewährte dem Beschwerdeführer einen 

Tabellenlohnabzug von 10 %, was zu einem keinen Rentenanspruch begründenden 

Invaliditätsgrad von 37 % führte (IV-act. 141).

5.1. 

Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren 

Verweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit 

des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle 

auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der Zeit bis zum Rentenbeginn 

verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamts für Statistik (BFS) herangezogen werden (vgl. Urteil 9C_501/2013 vom 

28. November 2013 E. 4.2). Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - 

kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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6.  

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung ebenfalls Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 129 

V 472, E. 4.2.1, mit weiteren Verweisen; Urteil vom 25. November 2016, 9C_532/2016, 

E. 4.1.1). Sind beide Vergleichseinkommen ausgehend von den LSE-Tabellenlöhnen zu 

bemessen, insbesondere da sie sich nicht zuverlässig bestimmen lassen, ergibt sich 

ein zulässiger Prozentvergleich (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts vom 

12. Juli 2017, 9C_648/2016, E. 6.2.1; vom 14. Juli 2016, 9C_225/2016, E. 6.2.2 und 

vom 24. August 2016, 9C_237/2016, E. 2.2).

Der Beschwerdeführer war vom 9. Juni bis 31. Dezember 2000 durch die J.___ AG 

angestellt (Lohnausweis, IV-act. 3-3 f.: Bruttoeinkommen Fr. 4'462.--). Vom 21. August 

bis 31. Oktober 2001 war er für die K.___ GmbH tätig (Lohnausweis, IV-act. 3-2: 

Bruttoeinkommen Fr. 10'275.--). Zuletzt war er vom 1. Mai bis 30. September 2003 bei 

der L.___ erwerbstätig (Arbeitsbestätigung der L.___ vom 19. Februar 2004, IV-act. 11; 

Lohnausweis, IV-act. 3-1: Bruttoeinkommen Fr. 2'981.--). Aufgrund der Höhe der 

Einkommen erscheint lediglich für die Stelle im K.___ eine Vollzeitbeschäftigung 

plausibel. Weitere Stellen hatte der Beschwerdeführer nicht inne (Auszug aus dem 

individuellen Konto [IK], IV-act. 58). Die Erwerbstätigkeit im Jahr 2003 endete, bevor 

der Beschwerdeführer im Dezember 2004 erstmals krankgeschrieben wurde (vgl. IV-

act. 1). Damit waren nicht gesundheitliche Gründe für die Stellenaufgabe ursächlich, 

und der Beschwerdeführer war bei Eintritt der Invalidität arbeitslos. Zudem gehörte die 

letzte Stelle offenbar dem zweiten Arbeitsmarkt an. Entgegen dem Vorbringen der 

Beschwerde kann in Anbetracht dieser Erwerbsbiografie nicht davon ausgegangen 

werden, dass der Beschwerdeführer, wäre er gesund geblieben, längerfristig körperlich 

schwere und damit überdurchschnittlich entlöhnte Arbeiten ausgeführt hätte. Aktuell 

füllt er das ihm zumutbare Pensum von 70 % nicht aus. Überdies handelt es sich auch 

beim Arbeitsplatz bei C.___ um einen solchen des zweiten Arbeitsmarktes. Das hier 

erzielte tatsächliche Einkommen bildet somit keine Grundlage zur Ermittlung des 

Invalideneinkommens. Folglich ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Prozentvergleich nicht zu beanstanden.

5.3. 

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer den ihm zugestandenen 

Tabellenlohnabzug von 10 % als zu gering.

6.1. 

Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit einem unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 146 V 16 E. 4.1). Nach der Rechtsprechung hängt 

die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von invaliditätsfremden 

Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische 

Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 

2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung gewährt 

insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte 

Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 146 V 16 E. 4.1). Sind hingegen leichte bis 

mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn 

Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten 

umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 22. März 2017, 8C_805/2016, E. 3.4.2). Auch 

der Umstand, dass die LSE-Tabellenlöhne Kompetenzniveau 1 ab dem Jahr 2012 auch 

Schwerarbeiterlöhne abbilden, rechtfertigt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

keinen (zusätzlichen) Tabellenlohnabzug, weil lediglich noch körperlich leichte Arbeiten 

verrichtet werden können (BGE 143 V 302 f., E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 

20. April 2018, 9C_833/2017, E. 5.5).

Der Beschwerdeführer macht geltend, aufgrund seiner multiplen Diagnosen und 

Einschränkungen sei ihm ein Tabellenlohnabzug von zumindest 20 % zu gewähren. 

Gemäss Rechtsprechung darf eine vorliegende Polymorbidität, sofern ihr bereits im 

Rahmen der Arbeitsfähigkeitsschätzung Rechnung getragen wurde, nicht durch einen 

Tabellenlohnabzug doppelt berücksichtigt werden (Urteile des Bundesgerichts vom 

6. Oktober 2016, 8C_450/2016, E. 5.3.1, und vom 30. November 2015, 9C_437/2015, 

E. 2.4). Die attestierte Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt sämtliche Faktoren der Fatigue 

(vgl. E. 3.3). Dass der Beschwerdeführer über die attestierte Arbeitsunfähigkeit hinaus 

zusätzliche Pausen benötigte, geht aus dem Gutachten nicht hervor (vgl. IV-

act. 138-8 f., IV-act. 138-66 f.). Somit hat es beim von der Beschwerdegegnerin 

anerkannten Teilzeitabzug von 10 % sein Bewenden. Der Beschwerdeführer hat 

aufgrund eines Invaliditätsgrades von 37 % keinen Anspruch auf eine Rente.

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 

600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

7.2. 

bis

Aufgrund der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers durch den Rechtsdienst 

der Sozialen Dienste der Stadt St. Gallen entfällt die Zusprache einer 

Parteientschädigung zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. April 2016, 9C_894/2015, E. 8 mit Hinweisen auf Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. Mai 2014, 9C_30/2014, E. 3.2 sowie BGE 126 V 11 E. 5; vgl. 

auch Entscheid des Versicherungsgerichts vom 18. November 2011, IV 2009/341, 

E. 5.2).

7.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

7.4. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2022
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss als beweistauglich befundenem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit aufgrund einer organisch bedingten, multifaktoriellen Fatigue in seiner Arbeitsfähigkeit um 30 % eingeschränkt. Bei gegebener Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, vorzunehmendem Prozentvergleich und fehlender Begründbarkeit eines über den gewährten Tabellenlohnabzug von 10 % hinausgehenden Leidensabzugs resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2022, IV 2020/136).

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