# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4a6e079-2a51-5725-ab61-235bdb117dd9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.08.2018 100 2018 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-77_2018-08-31.pdf

## Full Text

100.2018.77U
HER/BER/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. August 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Herzog 
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

A.________
Beschwerdeführer 

gegen

Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

betreffend Nichtbestehen des Qualifikationsverfahrens als Landwirt 
(Entscheid der Erziehungsdirektion des Kantons Bern vom 
19. Februar 2018; 4800.600.350.54/17 [790735])

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, im Erstberuf Lehrer, absolvierte das Qualifikationsverfahren 
zum Landwirt mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) als 
Nachholbildner. Mit Verfügung vom 30. Juni 2017 teilte ihm die kantonale 
Prüfungskommission mit, er habe die Abschlussprüfung nicht bestanden. 
Grund dafür war die ungenügende Note 3,6 im Qualifikationsbereich 
«praktische Arbeit», bestehend aus der Teilprüfung 1 (Positionen 
Tierhaltung 1 und Mechanisierung) im Frühling 2016 sowie der 
Teilprüfung 2 (Positionen Tierhaltung 2 und Pflanzenbau) im Frühling 2017.   

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 13. Juli 2017 Beschwerde 
bei der Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ), wobei er die 
Bewertung der Teilprüfung 1 «praktische Arbeit» rügte. Die ERZ wies das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 19. Februar 2018 ab.

C.

Hiergegen hat A.________ am 14. März 2018 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben mit dem sinngemässen Antrag, der vorinstanzliche Ent-
scheid sei aufzuheben und die Prüfung aufgrund seiner Einwände gegen 
die Benotung der Teilprüfung 1 als bestanden zu erklären. 

Die ERZ beantragt mit Vernehmlassung vom 27. April 2018 die Abweisung 
der Beschwerde. Am 23. Mai 2018 hat A.________ Bemerkungen zur Ver-
nehmlassung der ERZ eingereicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 55 Abs. 2 des Gesetzes vom 
14. Juni 2005 über die Berufsbildung, die Weiterbildung und die Berufs-
beratung [BerG; BSG 435.11]). Die Noten der Teilprüfung 1 vom Frühling 
2016 wurden dem Beschwerdeführer als Bestandteil der Abschlussprüfung 
erst mit Notenausweis vom 30. Juni 2017 (zusammen mit den Noten der 
Teilprüfung 2 vom Frühling 2017) eröffnet; Einwände dagegen konnte er 
erst mit Beschwerde gegen das Nichtbestehen der Abschlussprüfung vor-
bringen. Er hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG; Art. 55 Abs. 4 BerG). 
Soweit es um die Beurteilung von Prüfungsleistungen geht, auferlegt es 
sich im Rahmen der Rechtskontrolle praxisgemäss eine gewisse Zurück-
haltung, weil es wesentliche Sachumstände nicht genügend namhaft ma-
chen kann, um sie gleich kompetent zu würdigen wie die verfügende In-
stanz. Es beschränkt sich darauf, zu untersuchen, ob die Prüfungsaufgabe 
dem vorgeschriebenen Prüfungsgegenstand entspricht, die Transparenz 
(Nachvollziehbarkeit) des konkreten Bewertungsvorgangs gewährleistet ist 
und ob sich die Prüfungsbehörde bei der Begründung der Leistungsbe-
wertung von sachlichen Überlegungen hat leiten lassen. Steht nicht die 
konkrete Bewertung einer Prüfungsleistung in Frage, sondern ist die Ausle-
gung und Anwendung von Rechtssätzen strittig oder werden Verfahrens-
mängel gerügt, prüft das Verwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen 
im Rahmen seiner gesetzlichen Kognition (Rechtskontrolle) uneinge-
schränkt (vgl. BVR 2012 S. 152 E. 1.2, 2011 S. 324 E. 4.2; BGE 136 I 229 
E. 5.4.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 
1997, Art. 80 N. 3, Art. 66 N. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 4

2.

Strittig ist das Nichtbestehen der Abschlussprüfung als Landwirt EFZ. 

2.1 Nach Art. 38 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 
über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10) erhält das 
EFZ, wer die Lehrabschlussprüfung bestanden oder ein gleichwertiges 
Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. Der Bundesrat regelt 
die Anforderungen an die Qualifikationsverfahren; er stellt die Qualität und 
die Vergleichbarkeit zwischen den Qualifikationsverfahren sicher; die in den 
Qualifikationsverfahren verwendeten Beurteilungskriterien müssen sachge-
recht und transparent sein sowie die Chancengleichheit wahren (Art. 34 
Abs. 1 BBG). Die Leistungen in den Qualifikationsverfahren werden in gan-
zen oder halben Noten ausgedrückt; 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note; 
Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen (Art. 34 Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 19. November 2003 über die Berufsbildung [Berufsbildungs-
verordnung, BBV; SR 412.101]). Für die Durchführung der Abschlussprü-
fungen der beruflichen Grundbildung setzt die kantonale Behörde Prü-
fungsexpertinnen und -experten ein (Art. 35 Abs. 1 BBV). Diese halten die 
Resultate sowie ihre Beobachtungen während des Qualifikationsverfahrens 
schriftlich fest, einschliesslich Einwände der Kandidatinnen und Kandidaten 
(Art. 35 Abs. 2 BBV). In der Abschlussprüfung werden die Qualifikationsbe-
reiche praktische Arbeit, Berufskenntnisse sowie Allgemeinbildung geprüft 
(Art. 17 Abs. 3 der Verordnung vom 8. Mai 2008 des Staatssekretariats für 
Bildung, Forschung und Innovation [SBFI] über die berufliche Grundbildung 
Berufsfeld «Landwirtschaft und deren Berufe» [nachfolgend: VGL]). Die 
Abschlussprüfung ist gemäss Art. 18 Abs. 1 VGL bestanden, wenn der 
Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher be-
wertet wird (Bst. a) und das Mittel aus der Summe der Note des Qualifikati-
onsbereichs «Berufskenntnisse» und der Erfahrungsnote mindestens die 
Note 4 beträgt (Bst. b) und die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird 
(Bst. c). Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel der 
gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschluss-
prüfung sowie der gewichteten Erfahrungsnote (Art. 18 Abs. 2 VGL). Für 
die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt ge-
wichtet (Art. 18 Abs. 4 VGL): praktische Arbeit: 40 % (Bst. a); Berufskennt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 5

nisse: 20 % (Bst. b); Allgemeinbildung: 20 % (Bst. c); Erfahrungsnote: 20 % 
(Bst. d). Nach dem vorliegend massgebenden Bildungsplan vom 8. Mai 
2008 für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe (vgl. Art. 10 VGL; 
Bildungsplan einsehbar unter: <www.bvz.admin.ch>, Rubriken: «Berufe A-
Z/Landwirt EFZ [Berufsfeld Landwirtschaft]/Bildungsplan [gültig bis 
31.12.2021]»), setzt sich die Prüfung im Qualifikationsbereich «praktische 
Arbeit» aus folgenden vier Positionen zusammen (vgl. S. 19):

Position 1: Pflanzenbau, Gewichtung 40 %, 6. Semester

Position 2: Tierhaltung 1, Gewichtung 20 %, 4. Semester

Position 3: Tierhaltung 2, Gewichtung 20 %, 6. Semester

Position 4: Mechanisierung, Gewichtung 20 %, 4. Semester

2.2 Der Beschwerdeführer erreichte zwar die Gesamtnote von 4,5, je-
doch war die Note des Qualifikationsbereichs «praktische Arbeit» mit 3,6 
ungenügend (bestehend aus Note 4 bei Position Tierhaltung 1, Note 2,5 bei 
Position Mechanisierung, Note 4,5 bei Position Tierhaltung 2 und Note 3,5 
bei Position Pflanzenbau). Folglich bestand er die Abschlussprüfung nicht 
und wurde ihm das EFZ als Landwirt mit Verfügung vom 30. Juni 2017 
nicht erteilt (vgl. Beschwerdebeilage [act. 1C]; vorne Bst. A).

2.3 Die Kritik des Beschwerdeführers betrifft einzig die Teilprüfung 1 
«praktische Arbeit» im Frühling 2016, welche die Positionen «Tierhal-
tung 1» und «Mechanisierung» umfasst. In seiner Beschwerde an die ERZ, 
auf welche er in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde verweist (vgl. S. 1), 
beantragte er die Anhebung der Noten in «Tierhaltung 1» von 4 auf 5 und 
in «Mechanisierung» von 2,5 auf 3,5. Mit dieser Bewertung ergäbe sich im 
Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» die Note 4,0, womit der Be-
schwerdeführer das EFZ erhielte.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die auf dem Prüfungsproto-
koll aufgeführte Notenskala mit den Noten 1-6 nenne nur sehr allgemein 
formulierte Voraussetzungen zum Erreichen der jeweiligen Note und diese 
auch nur für alle ganzen Noten. Zudem würden die vergebenen Signatur-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 6

punkte in dieser Notenskala nicht berücksichtigt. Im Weiteren hätten die 
Experten ungenügend protokolliert, indem sie nicht für jede Antwort eine 
Signatur vergeben hätten. Insgesamt sei die Bewertung nicht nachvollzieh-
bar.

3.2 Aus den im Qualifikationsverfahren verwendeten vorgedruckten 
Prüfungsprotokollen (vgl. Beschwerdebeilage [act. 1C]) ist ersichtlich, dass 
die verschiedenen Aufgaben der jeweiligen Position (vgl. vorne E. 2.1 und 
2.3) anhand folgender Signaturen bewertet wurden:

«2 = gut 

1 = teilweise

0 = falsch 

U = unsicher 

D = Denkhilfe 

F = fehlende Antwort» 

Für jede Aufgabe wurde anschliessend eine Teilnote von 1-6 (halbe oder 
ganze Note) gesetzt. Aus diesen Teilnoten, welche alle gleich gewichtet 
wurden, resultierte schliesslich die auf eine halbe Note auf- oder abgerun-
dete Endnote der jeweiligen Position. Auf den Prüfungsprotokollen sind die 
Noten 1-6 mit einer Abstufung nach halben Noten aufgedruckt und wird die 
Bedeutung der ganzen Noten wie folgt umschrieben:

«6 = Kompetenz ist herausragend erfüllt

5 = Kompetenz ist gut und richtig erfüllt

4 = Kompetenz ist knapp (mit kleineren aber tolerierbaren Fehlern)   
erfüllt  

3 = Bei der Realisierung der Kompetenz treten klar benennbare 
Fehler auf

2 = Es treten gravierende Fehler/schwerwiegende Probleme auf

1 = Aufgabe kann nicht ausgeführt werden»

3.3 Folglich werden die Prüfungsleistungen nach einer Notenskala von 
1-6 mit einer Abstufung nach halben Noten bewertet, wobei für genügende 
Prüfungsleistungen Noten von 4 bis 6 vergeben werden, während ungenü-
gende Leistungen mit Noten zwischen 1 und 3,5 zu bewerten sind. Im Qua-
lifikationsverfahren wird somit eine übliche Notenskala angewandt, wie sie 
Art. 34 Abs. 1 BBV vorsieht (vgl. vorne E. 2.1) und sie dem Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 7

führer als Lehrer mit langjähriger Berufserfahrung bestens bekannt sein 
dürfte. Dass die Umschreibungen zu den ganzen Noten im Prüfungsproto-
koll etwas anders lauten als üblich (hervorragend, gut, genügend, ungenü-
gend usw.) und solche bei den halben Noten fehlen, schadet entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers nicht. Ebenso wenig, dass die Signatur-
punkte in der Notenskala «nicht eingebunden» sind: Die anwendbaren Ge-
setze und Verordnungen machen der Prüfungsleitung bzw. den Expertin-
nen und Experten keine Vorgaben, nach welcher Skala oder Methode die 
Leistung bewertet werden muss, um eine bestimmte Note zu erreichen. 
Art. 34 Abs. 1 BBV bestimmt einzig, dass Leistungen in den Qualifikations-
verfahren in ganzen oder halben Noten ausgedrückt werden, 6 die höchste, 
1 die tiefste Note ist und Noten unter 4 für ungenügende Leistungen stehen 
(vgl. vorne E. 2.1). Den Prüfungsverantwortlichen steht daher bei der Fest-
legung der Bewertungsmethode ein erheblicher Ermessensspielraum zu 
(vgl. BVGE 2010/21 E. 6; BVGer B-822/2016 vom 24.8.2017 E. 6.1.3). Die 
Chefexpertin der Berufe Landwirt/in EFZ und Agrarpraktiker/in EBA des 
Kantons Bern (nachfolgend: Chefexpertin) hat in ihrer nach Rücksprache 
mit den beteiligten zwei Prüfungsexperten verfassten Stellungnahme an die 
ERZ vom 24. August 2017 (nachfolgend: Stellungnahme, Akten ERZ act. 4) 
erklärt, die Signaturen, z.B. «2» für gut, könnten nicht direkt als Punkte an-
gesehen werden, sondern dienten den Expertinnen und Experten als 
Denkhilfe für die Notengebung nach der Prüfung. Es könne die Beantwor-
tung einer Frage mit «2» vermerkt sein oder eine ganze Handlung, die 
selbstverständlich höher gewichtet werde (vgl. Stellungnahme S. 1). Aus 
den in den Prüfungsprotokollen vermerkten Signaturen lässt sich die Note 
nach den schlüssigen Ausführungen der Chefexpertin somit nicht direkt 
herleiten. Für die Notengebung bedarf es vielmehr einer anschliessenden 
Auswertung der Protokolle bzw. des Prüfungsgeschehens durch die Exper-
tinnen und Experten. Somit ist es folgerichtig, dass die Signaturpunkte in 
der Notenskala keinen Niederschlag finden.

3.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Prüfungsexperten 
hätten ungenügend bzw. nicht nachvollziehbar protokolliert, indem sie nicht 
bei allen Aufgaben für jede Antwort eine Signatur vergeben hätten, ist Fol-
gendes festzuhalten: Die Prüfungsexpertinnen und -experten sind gemäss 
Art. 35 Abs. 2 BBV zwar verpflichtet, die Resultate sowie ihre Beobachtun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 8

gen während des Qualifikationsverfahrens schriftlich festzuhalten (vgl. 
vorne E. 2.1). Nähere gesetzliche Vorschriften zur Protokollführung existie-
ren hingegen nicht. Die Begründung der einzelnen Noten braucht sich je-
denfalls nicht allein aus den Prüfungsprotokollen zu erschliessen. Es 
genügt, wenn die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prüfungsbe-
wertung nachträglich, allenfalls erst im Rechtsmittelverfahren durch das 
Einholen von Stellungnahmen der Prüfungsexpertinnen bzw. -experten, 
hergestellt werden kann (vgl. BVR 2016 S. 445 E. 3.3, 2012 S. 326 E. 4.1 
und 4.2.2; VGE 2016/130 vom 1.3.2017 E. 4.2; BGer 2D_29/2015 vom 
27.11.2015 E. 2.2). Letztlich muss für die beschwerdeführende Person 
bzw. die Beschwerdeinstanz die vorgenommene Bewertung aber nachvoll-
ziehbar sein. Die Prüfungsexpertinnen und -experten müssen somit auch 
Monate nach Durchführung einer mündlichen oder praktischen Prüfung in 
der Lage sein, die Schwächen der von der Kandidatin oder dem Kandida-
ten erbrachten Leistung und deren Auswirkung auf das gesamte Prüfungs-
ergebnis mit hinreichender Klarheit zu bezeichnen (zum Ganzen BVR 2012 
S. 326 E. 4.1 und 4.2.2; VGE 2016/130 vom 1.3.2017 E. 4.2, beide zu 
mündlichen Prüfungen). – Allein aus dem Umstand, dass die Prüfungsex-
perten nicht bei jeder Antwort eine Signatur angebracht haben, kann folg-
lich nicht geschlossen werden, ihre Bewertung sei nicht nachvollziehbar. 
Dies umso weniger, als – wie vorne ausgeführt (vgl. E. 3.3) – die Signatu-
ren nur Gedankenstützen darstellen und sich nur indirekt auf die Benotung 
auswirken. Die beiden Prüfungsexperten haben wie vorgesehen für die 
streitbetroffenen Positionen der Teilprüfung 1 ein vorgedrucktes Prüfungs-
protokoll ausgefüllt, in welchem sie sich bei jeder Prüfungsaufgabe zur 
«Arbeitserledigung / ev. Zusatzaufträge (WAS?)» geäussert, Signaturen 
gesetzt und die Aufgabenerfüllung in Worten kommentiert haben (vgl. Be-
schwerdebeilagen [act. 1C]). Ob die vom Beschwerdeführer beanstandeten 
Bewertungen genügend nachvollziehbar und rechtmässig sind, ist im Zu-
sammenhang mit den einzelnen Aufgaben zu prüfen (vgl. E. 4 hiernach).

4.

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine nicht nachvollziehbare und zu 
strenge Bewertung seiner Leistungen in den Prüfungen «Tierhaltung 1» 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 9

und «Mechanisierung» (vgl. vorne E. 2.3). Vorab ist daran zu erinnern, 
dass das Verwaltungsgericht Prüfungsergebnisse lediglich auf Rechtsfeh-
lerhaftigkeit überprüft; ob das Ergebnis bzw. die einzelnen Leistungsbe-
wertungen angemessen sind, entzieht sich seiner Kognition (vgl. vorne 
E. 1.2). Folglich prüft es nicht, ob die Leistungen des Beschwerdeführers 
zu streng bewertet worden sind bzw. auch weniger streng hätten bewertet 
werden können, es sei denn, Bewertungen seien sachlich unhaltbar.

4.2 Die Note 4 in «Tierhaltung 1» setzt sich aus der Note 4 für Aufgabe 
Nr. 26 (Melken und Schalmtest), der Note 4,5 für Aufgabe Nr. 14 (Brunster-
kennung) und der Note 4 für Aufgabe Nr. 8 (Aufzuchtkälber) zusammen 
(vgl. Akten ERZ act. 4).

4.3 Zur Bewertung der Aufgabe Nr. 26 ist Folgendes zu erwägen:

4.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Note 4 sei nicht nachvoll-
ziehbar. 5/7 aller Signaturen bei dieser Aufgabe bestünden aus der best-
möglichen Signatur 2. Er streite nicht ab, dass es beim Melken zu einem 
kurzen Lufteinzug gekommen sei. Ein solcher führe aber nicht automatisch 
zu hohen Keimzahlen in der Milch. Für ihn sei nicht verständlich, weshalb 
im Protokoll stehe, «der Kandidat wirkt etwas ungeübt» und «es zieht Luft 
und Stroh», die Chefexpertin in ihrer Stellungnahme an die ERZ dann aber 
ausgeführt habe, der Kandidat habe sich beim Melken sehr ungeübt ge-
zeigt und es sei viel Luft und sogar Stroh angesogen worden. Im Weiteren 
treffe es nicht zu, dass er nicht alle Viertel des Euters auf Restmilch kon-
trolliert habe. Immerhin seien beide Arbeitsschritte mit der Signatur 1 und 
nicht mit der Signatur 0 bewertet worden. Bei schwerwiegenden Fehlern 
müsste seines Erachtens die Signatur 0 stehen. 

4.3.2 Im Prüfungsprotokoll ist dazu vermerkt, dass der Beschwerdeführer 
beim Anhängen der Melkbecher etwas ungeübt wirkte, «es zieht Luft und 
Stroh». Zur Kontrolle nach dem Melken hält das Protokoll fest, dass der 
Beschwerdeführer nur einen Viertel des Euters flüchtig auf Restmilch kon-
trollierte. Bei beiden Beurteilungen ist die Signatur 1 angebracht. Im Übri-
gen findet sich im Protokoll zehnmal die Signatur 2, zweimal die Signatur 0 
sowie je einmal die Signatur F und die Signatur D. Die Chefexpertin er-
klärte in ihrer Stellungnahme (vgl. S. 1), der Beschwerdeführer habe sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 10

beim Melken sehr ungeübt gezeigt. Die Handgriffe und Arbeitsabläufe 
seien nicht flüssig gewesen und hätten zuerst immer noch überlegt werden 
müssen. Beim Anhängen der Melkbecher sei viel Luft und sogar Stroh an-
gesogen worden. Dieser Fehler führe zu hohen Keimzahlen in der Milch 
bzw. schlechter Milchqualität. Er sei so schwerwiegend, dass die Aufga-
benerfüllung an sich als ungenügend angesehen werden müsste. Zudem 
habe der Beschwerdeführer nicht alle Viertel des Euters auf Restmilch 
kontrolliert. Auch dieser Fehler sei schwerwiegend. Eine schlecht ausge-
molkene Kuh könne an einer Euterentzündung erkranken. Die Prüfungsex-
perten hätten aber sein theoretisches Wissen ebenfalls gewertet und sich 
für die Note 4 entschieden, was ihres Erachtens sehr grosszügig sei.

4.3.3 Die Chefexpertin hat schlüssig dargelegt, weshalb die vom Be-
schwerdeführer beim Anhängen der Melkbecher und bei der Euterkontrolle 
begangenen Fehler gravierend sind (vgl. E. 4.3.2 hiervor). Wieviel Luft und 
Stroh tatsächlich angesaugt wurde und ob dieser Umstand in jedem Fall zu 
hohen Keimzahlen bzw. zu schlechter Milchqualität führt, was der Be-
schwerdeführer verneint, kann und muss das Verwaltungsgericht nicht be-
urteilen. Die Auffassung der Chefexpertin, der Fehler beim Anhängen der 
Melkbecher sei schwerwiegend, leuchtet selbst dann ein, wenn dadurch 
lediglich die Gefahr der Beeinträchtigung der Milchqualität besteht, was der 
Beschwerdeführer nicht bestreitet. Dass eine unvollständige Euterkontrolle 
nach dem Melken als bedeutender Fehler einzustufen ist, anerkennt der 
Beschwerdeführer. Er macht jedoch geltend, er habe bei beiden gemolke-
nen Kühen alle Viertel auf Restmilch kontrolliert. – Im Prüfungsprotokoll 
steht in der Spalte Arbeitserledigung «Kontrolle nach dem Melken» in der 
Spalte Bewertung «nur 1 Viertel flüchtig». Der ERZ ist darin beizupflichten, 
dass Prüfungsprotokolle aufgrund des Umstands, dass sie während der 
Prüfung erstellt werden, eine höhere Beweiskraft haben als die auf Erinne-
rungen basierenden Aussagen von Prüflingen Monate oder wie hier mehr 
als ein Jahr nach der Prüfung (angefochtener Entscheid E. 2.2.1.2; vgl. 
auch BVGer B-6512/2013 vom 8.7.2014 E. 5.2, B-6727/2013 vom 8.7.2014 
E. 6.2). Da der Beschwerdeführer seine Behauptung der vollständigen Eu-
terkontrolle nicht belegen kann, ist mit der Vorinstanz auf das Protokoll ab-
zustellen und davon auszugehen, dass er nicht alle Viertel der Euter auf 
Restmilch kontrolliert und damit einen weiteren schwerwiegenden Fehler 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 11

begangen hat. Dass die beiden Experten das Anhängen der Melkbecher 
und die Euterkontrolle mit der Signatur 1 und nicht – wie vom Beschwer-
deführer ins Feld geführt – mit der Signatur 0 bewerteten, lässt ihre in der 
Endnote zum Ausdruck kommende Tiefbewertung dieser zwei Arbeits-
schritte nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen: Da der Beschwerdeführer die 
Melkbecher anhängen konnte, diese Arbeit jedoch nicht korrekt ausführte, 
und das Euter teilweise, jedoch nicht vollständig auf Restmilch kontrollierte, 
ist verständlich, dass für die jeweilige Handlung die Signatur 1 («teilweise») 
und nicht die Signatur 0 («falsch») gesetzt wurde (vgl. vorne E. 3.2). Zu-
sammenfassend ist für das Gericht nachvollziehbar, dass der Beschwer-
deführer, obwohl im Prüfungsprotokoll mehrheitlich die Signatur 2 vermerkt 
ist, insbesondere aufgrund der beiden schwerwiegenden Fehler bei der 
Aufgabe Nr. 26 die Teilnote 4 erhielt.

4.4 Bezüglich der Bewertung von Aufgabe Nr. 14 ist Folgendes festzu-
halten:

4.4.1 Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen die Benotung dieser Auf-
gabe mit der Begründung, er habe den Experten die Brunstmerkmale nen-
nen können und erklärt, wie er beim Erkennen einer Brunst handeln würde 
(Stichwort «Tierarzt» im Protokoll). Sowohl für die Erkennungsmerkmale 
als auch für das Nennen der geforderten Handlung habe er die Signatur 2 
erhalten. Als er und die Experten später auf dem Strässchen neben der 
Kuhweide gestanden hätten, sei hinter seinem Rücken anscheinend eine 
Kuh besprungen worden, worauf ihn die Experten aufmerksam gemacht 
hätten. Da er nicht nochmals erklärt habe, was nun zu tun sei, hätten die 
Experten geschlossen, er habe sein theoretisches Wissen nicht in die Pra-
xis umsetzen können und ihm die Note 4,5 erteilt.

4.4.2 Laut dem Protokoll konnte der Beschwerdeführer die Brunstmerk-
male nur teilweise nennen und es wurde beim Stichwort «Brunstbeobach-
tung» dafür die Signatur 1 gesetzt (vgl. Beschwerdebeilage [act. 1C]). 
Weiter geht aus dem Protokoll hervor, dass er verschiedene theoretische 
Fragen gut beantwortete (siebenmal Signatur 2), einmal eine Denkhilfe 
erforderlich und er bei einer Frage unsicher war. Am Ende des Protokolls 
ist vermerkt, dass eine Kuh von einer anderen besprungen wird, was vom 
Beschwerdeführer nicht bzw. erst nach einem Hinweis bemerkt wird. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 12

Chefexpertin führte aus, das theoretische Wissen des Beschwerdeführers 
über Brunst und Brunsterkennung sei gut, er setze dieses Wissen in der 
Praxis aber nur teilweise um. So habe er das deutlichste aller Brunstmerk-
male, nämlich das Bespringen einer anderen Kuh, nicht gesehen. Die Ex-
perten seien mit dem Kandidaten vor den Kühen auf der Weide gestanden, 
während eine Kuh eine andere besprungen habe. Als er von einem der 
Experten darauf aufmerksam gemacht worden sei, habe er keine Schluss-
folgerungen gezogen, welche Kuh brünstig und was nun zu tun sei. Für das 
Herdenmanagement sei die Fähigkeit zentral, die brünstigen Tiere zu er-
kennen und richtig zu handeln. Dafür brauche es aber Übung, welche die 
Experten beim Beschwerdeführer nicht hätten erkennen können (vgl. Stel-
lungnahme S. 1 f.).

4.4.3 Auch bei dieser Aufgabe bestehen keine Anhaltspunkte für eine 
unsachliche Bewertung. Es ist nachvollziehbar, dass bei einer praktischen 
Prüfung gutes theoretisches Wissen, welches der Beschwerdeführer unbe-
strittenermassen hat, für die Note nicht ausschlaggebend ist, sondern viel-
mehr die praktischen Fähigkeiten zählen. Der Beschwerdeführer wurde 
gemäss eigenen Angaben von den Experten angehalten, vom Strässchen 
aus die Kühe auf der Weide im Hinblick auf mögliche Brunstmerkmale zu 
beobachten und kam zum Schluss, es sei wohl keine Kuh brünstig (vgl. 
Eingabe des Beschwerdeführers vom 20.9.2017 S. 3, Akten ERZ act. 6). 
Dieser Schluss war falsch, wurde doch kurze Zeit später eine Kuh von ei-
ner anderen besprungen. Dass die Experten aufgrund des Umstands, dass 
er sich nach dem Hinweis auf das Bespringen einer Kuh und damit indirekt 
auf seine vorangegangene Fehleinschätzung hin passiv verhielt, folgerten, 
er setze sein Wissen nicht in die Praxis um, leuchtet ein. Ebenso, dass die 
Experten unter den gegebenen Umständen Erklärungen zum weiteren 
Handeln ohne entsprechende Aufforderung ihrerseits erwarteten. Die Be-
wertung mit der Note 4,5, welche bedeutet, dass die Aufgabe mehr als 
knapp, jedoch nicht gut und richtig gelöst wurde (vgl. vorne E. 3.2), er-
scheint insgesamt als sachlich vertretbar.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 13

4.5 Soweit die Bewertung der Aufgabe Nr. 8 betreffend ergibt sich Fol-
gendes:

4.5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, da bei dieser Aufgabe nur 
seine falschen oder teilweise falschen und nicht auch seine richtigen Ant-
worten mit «Signaturpunkten» versehen worden seien, sei die Bewertung 
mit der Note 4 zu tief ausgefallen. Zudem beruhten die im Zusammenhang 
mit der Kälbertränkung mehrfach zitierten 35 Grad Celsius Milchtemperatur 
auf einer blossen Schätzung der Prüfungsexperten, habe er doch keinen 
Thermometer im Einsatz gesehen. 

4.5.2 Gemäss dem Prüfungsprotokoll wurde bei dieser Aufgabe nicht für 
jede einzelne Antwort eine Signatur gesetzt. Die Signaturen bewegen sich 
zwischen 0 und 1-2. Weitere Signaturen zeigen an, dass wiederholt Denk-
hilfen erforderlich waren. Die Chefexpertin hat ausgeführt, es sei nicht ab-
sichtlich Positives weggelassen und auch nicht alles Negative vermerkt 
worden. Der Beschwerdeführer habe viel zu kalte Milch an die Kälber ver-
tränkt; auch hier habe die Übung gefehlt. Die Gefahr von Durchfall sei bei 
nicht korrekter Gabe von Milch sehr gross und die Folgen könnten fatal 
sein. Aus diesem Grund müsste die Lösung dieser Aufgabe aus ihrer Sicht 
als ungenügend bewertet werden. Die Prüfungsexperten hätten dennoch 
die genügende Note 4 gesetzt (vgl. Stellungnahme S. 2). Im Zusammen-
hang mit der im Protokoll vermerkten «Milch Temperatur 35°C» hat die 
ERZ im Rahmen ihrer Vernehmlassung bei den Prüfungsexperten eine 
ergänzende Stellungnahme eingeholt (vgl. Vernehmlassung S. 2 f.). Laut 
dieser haben die Prüfungsexperten den Beschwerdeführer nach der opti-
malen Tränketemperatur gefragt, als sie während der praktischen Prüfung 
bemerkten, dass er dabei war, die Kälber mit zu kalter Milch zu tränken. Sie 
hätten damit herausfinden wollen, ob dieses Wissen beim Beschwerdefüh-
rer vorhanden und die kalte Tränke nur eine Folge des Prüfungsstresses 
sei. Zudem hätten sie die Hoffnung gehegt, dass der Beschwerdeführer 
seinen Fehler bemerken und korrigieren würde. Bei den im Protokoll ver-
merkten 35 Grad Celsius handelt es sich gemäss ihrer Darstellung nicht um 
die gemessene oder geschätzte Tränketemperatur, wie die ERZ in ihrem 
Entscheid angenommen hat (vgl. E. 2.2), sondern um die Antwort des Be-
schwerdeführers auf die Frage der Experten. Die richtige Antwort wäre ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 14

mäss diesen 38-40 Grad Celsius gewesen (vgl. Stellungnahme zur Milch-
temperatur per E-Mail vom 20.4.2018, act. 4B).

4.5.3 Ausschlaggebend für die Note 4 war folglich insbesondere das 
Tränken der Kälber mit zu kalter Milch an der praktischen Prüfung. Der Be-
schwerdeführer hält zwar für unsicher, dass er die Kälber tatsächlich mit zu 
kalter Milch getränkt habe, bringt aber nichts vor, was die dahingehende 
Einschätzung der Experten ernsthaft in Frage stellen würde. Allein aus sei-
ner Beteuerung, auf dem elterlichen Hof würden die Kälber immer nach 
derselben Methode getränkt und hätten nur sehr selten starken Durchfall 
(vgl. Eingabe vom 20.9.2017 an die ERZ S. 3, Akten ERZ act. 6), kann je-
denfalls nicht geschlossen werden, die am Prüfungstermin vertränkte Milch 
habe die geforderte Wärme erreicht. Unbehelflich ist auch sein Vorbringen, 
er habe am 23. Mai 2018 die Temperatur der Milch gemessen, wie er sie 
an die Kälber vertränke, und 37 Grad Celsius erhalten (vgl. Eingabe vom 
23.5.2018 S. 2, act. 6). Die praktische Prüfung fand rund zwei Jahre früher 
statt und es ist unklar, ob damals sowohl die Milchtemperatur als auch die 
Temperatur des zum Aufwärmen derselben zugegebenen heissen Wassers 
mit den im Mai 2018 gemessenen Temperaturen übereinstimmten. Zudem 
erscheint es wenig wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer die richtige 
Tränketemperatur zwar nicht nennen konnte, die Kälber aber trotzdem mit 
genügend warmer Milch tränkte. Hingegen sind die Erläuterungen der 
Prüfungsexperten plausibel, sie hätten nach der optimalen Tränketempe-
ratur gefragt, nachdem sie festgestellt hätten, dass der Beschwerdeführer 
die Kälber mit zu kalter Milch tränke. Da das Verabreichen von zu kalter 
Milch an die Kälber unbestrittenermassen schwerwiegende Folgen haben 
kann und der Beschwerdeführer bei der Aufgabe Nr. 8 zudem diverse Fra-
gen nicht oder nur teilweise richtig und mit Denkhilfen beantworten konnte, 
erscheint die Bewertung dieser Aufgabe mit der genügenden Note 4 sach-
lich nicht unhaltbar. 

4.6 Zusammenfassend sind die strittigen Bewertungen nachvollziehbar 
und bestehen keine Anhaltspunkte für eine unsachliche und damit rechts-
fehlerhafte Benotung bei der praktischen Prüfung «Tierhaltung 1»; die No-
ten 4, 4,5 und 4 bei den einzelnen Aufgaben sowie die Gesamtnote 4 die-
ser Position halten folglich der Rechtskontrolle stand. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 15

4.7 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er hätte sich ge-
wünscht, dass sich die ERZ auch mit seinen Rügen zur Bewertung der Po-
sition «Mechanisierung» auseinandergesetzt hätte und ihr vorwirft, sie habe 
die diesbezügliche Bewertung der Prüfungsexperten bzw. die Anmerkun-
gen der Chefexpertin relativ unkritisch gutgeheissen, ist Folgendes festzu-
halten: Die ERZ hat sich zu den Bewertungen bei dieser Position entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers nicht geäussert, da sie zum 
Schluss gekommen ist, dass die Bewertungen in der Position «Tierhal-
tung 1» der Überprüfung standhalten und die beantragte Anhebung der 
Note in der Position «Mechanisierung» von 2,5 auf 3,5 an der ungenügen-
den Note im Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» und damit am Nicht-
bestehen der Abschlussprüfung nichts zu ändern vermöchte (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 2.3; vorne E. 2.1). Diesen Ausführungen der ERZ ist 
beizupflichten. Es erübrigt sich daher die Auseinandersetzung mit der pau-
schalen Notenkritik in diesem Punkt.

5.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerde-
führer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten 
sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

6.

Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Ent-
scheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewer-
tungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und 
der Berufsausübung. Der Ausschlussgrund greift, soweit die individuelle 
Beurteilung der Fähigkeiten des Beschwerdeführers betroffen ist. Insoweit 
steht einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offen (Art. 113 BGG). 
Zulässig ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheit demge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 16

genüber, wenn organisatorische Fragen im Zusammenhang mit einer Prü-
fung streitig sind (BGE 138 II 42 E. 1.2, 138 I 196 nicht publ. E. 1.1; 
BGer 2C_235/2017 vom 19.9.2017 E. 1.1.1). Der Beschwerdeführer bean-
standet sowohl die Bewertung seiner Prüfung als auch organisatorische 
Aspekte des Prüfungsverfahrens. Dementsprechend wird in der Rechts-
mittelbelehrung auf beide Rechtsmittel verwiesen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Erziehungsdirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- der kantonalen Prüfungskommission

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2018, Nr. 100.2018.77U, 
Seite 17

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) bzw. subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff BGG geführt werden.