# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da1efba0-e408-535c-8811-2afc4027d34d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2018 IV 2016/284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-284_2018-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/284

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 27.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
Würdigung von zwei psychiatrischen Gutachten. Relevante 
Arbeitsunfähigkeit einzig relativ zu bisherigem Arbeitgeber (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2018, IV 
2016/284). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_716/2018.

Besetzung

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungsrichterin Monika 

Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.  

IV 2016/284

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Leo Sigg,

c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach,

4601 Olten 1 Fächer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 12./17. Januar 2012 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Er habe eine kaufmännische Lehre gemacht und sei 

Angestellter in der Branche N.___. Seit 1. März 2011 sei er infolge einer psychischen 

Krise am Arbeitsplatz arbeitsunfähig. - Gemäss IK-Auszug war er stets (seit 1991) bei 

der gleichen Arbeitgeberin angestellt. 

A.b  Gemäss einem Gesprächsprotokoll vom 17. Februar 2012 (IV-act. 7 f.) gab Dr. 

med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Vertrauensärztin der 

Arbeitgeberin, dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung an, 

es liege beim Versicherten eine schwere Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften, 

narzisstischen und paranoiden Zügen vor. Er wirke absonderlich, wohne noch bei den 

Eltern und sei noch in der Unternehmung angestellt, bei welcher er die Lehre gemacht 

habe; eine Verselbständigung habe noch nicht stattgefunden. Er sei vor einem Jahr bei 

der Arbeitgeberin aufgefallen, weil er [... Vorfall ...], und sei daraufhin sofort freigestellt 

worden. Es sei ihm damals aber zugesagt worden, der Arbeitsplatz werde während 

eines Jahres für ihn freibehalten. Der Versicherte verwende beträchtliche Energien 

(Umwege) darauf, ausserhalb des Betriebs keinen Kunden oder Mitarbeitern zu 

begegnen. Er wolle exakt an den gleichen Arbeitsplatz zurück, habe aber bis anhin 

jeden Arbeitsversuch verweigert. In der Behandlung durch die Tagesklinik des 

Psychiatrie-Zentrums habe er formal vieles mitgemacht, in der Sache jedoch jede 

Konfrontation vermieden. Er wirke eher unterwürfig, steuere aber doch sehr, was 

geschehe. In einem beigelegten Bericht an Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Innere 

Medizin, vom 4. Februar 2012 hatte die Ärztin berichtet, es lägen beim Versicherten 

eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion nach Arbeitsplatzverlust im 

Frühjahr 2011 und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit anankastischen, 

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paranoiden und narzisstischen Zügen vor. Sie betrachte ihn nach wie vor als nicht 

arbeitsfähig, doch werde sich das erst nach einem Arbeitsversuch erweisen. Er 

vermute, dass er an seinem Arbeitsplatz arbeiten könnte wie früher, doch eine konkrete 

Prüfung der Arbeitsmöglichkeiten sei bisher an seinem überwältigenden 

Vermeidungsverhalten gescheitert.

A.c  Die Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums D.___ (Dr. med. E.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, lic. phil. F.___, Klinische Psychologin) hatte in einem 

Austrittsbericht vom 28. November 2011 (IV-act. 15) unter anderem ausgeführt, die 

Behandlung des Versicherten sei ab 26. September 2011 erfolgt. Bedingung der 

Arbeitgeberin für seine Wiederbeschäftigung sei eine vorausgehende psychiatrische 

Behandlung und Stabilisierung. Im Verlauf der Behandlung sei ersichtlich geworden, 

dass der Versicherte emotional nicht bereit sei, sich mit unangenehmen Situationen 

(sich stigmatisiert fühlen, Schamgefühle aushalten) zu konfrontieren. Nicht die 

eigentliche Arbeitsfähigkeit, sondern diese Schwierigkeit stehe im Vordergrund. Die 

Behandlung habe immer mehr auf Bedingungen basiert und sei immer mehr 

vermeidungsaufrechterhaltend gewesen, so dass sie von der Klinik habe abgebrochen 

werden müssen. Es sei dennoch zu betonen, dass der Versicherte sich stets bemüht 

habe, sich auf die Therapie einzulassen. Angesichts des Behandlungsabbruchs habe 

sich das psychische Befinden erneut verschlechtert. Als Diagnosen wurden eine 

mittelgradige depressive Episode, DD Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion nach Arbeitsplatzverlust im Frühjahr 2011, und eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung mit anankastischen, paranoiden und narzisstischen Zügen, 

angegeben.

A.d  Am 2. Mai 2012 (IV-act. 18) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen dem Versicherten mit, berufliche Massnahmen seien zurzeit nicht 

möglich.

A.e  Am 22. Oktober 2012 (IV-act. 26) berichtete lic. phil. G.___, Fachpsychologin für 

Psychotherapie FSP, sie habe den Versicherten vom 2. Mai bis 29. September 2011 

behandelt und tue dies erneut seit 5. Dezember 2011 (letzte Sitzung 24. September 

2012), und zwar mittels einmal wöchentlicher analytisch-orientierter 

Körperpsychotherapie (mit Schwerpunkten in Stabilisierung, Begleitung; Arbeit an 

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Affektwahrnehmung, Selbst- und Objektwahrnehmung und Impulssteuerung). Eine 

(teil-)stationäre Behandlung lehne er ab. Zurzeit sei eine Arbeitsaufnahme nicht 

möglich. Die Leistungsfähigkeit könne nicht beurteilt werden. Dazu wäre ein 

Arbeitsversuch nötig, den der Versicherte zurzeit nicht angehen könne; er vermeide 

zwanghaft eine Konfrontation mit seiner Krankheit. Nach längerer Auseinandersetzung 

in der Therapie sei er zu einem Arbeitsversuch bereit gewesen, doch die Arbeitgeberin 

habe das abgelehnt. Es sei zu prüfen, ob ein Arbeitstraining möglich sei. Die bisherige 

Stelle bestehe nicht mehr. Ob der Versicherte die für andere Tätigkeiten nötigen 

Schritte unternehmen könne, sei aufgrund seiner starken Kränkung und der 

psychischen Einschränkungen fraglich. Angemessen scheine zu Beginn ein Umfang 

von drei bis vier Stunden Arbeit pro Tag. Aufgrund des intellektuellen Potentials sei 

mittelfristig eine Berufstätigkeit in der Branche N.___ zu 50 % denkbar. Die 

Fachpsychologin ergänzte am 16. November 2012 (IV-act. 31), sie behandle nicht in 

ärztlicher Delegation. - Dr. B.___ erklärte am 17. Januar 2013 (IV-act. 33), sie sei mit 

dem IV-Bericht von G.___ vom "Sommer 2012" inhaltlich völlig einverstanden. - In 

einem Verlaufsbericht vom 25. Juni 2013 (IV-act. 44) gaben Dr. B.___ und G.___ 

bekannt, die Symptome der Persönlichkeitsstörung hätten sich tendenziell verstärkt, 

indem der Versicherte auch ihm unbekannten Personen auszuweichen begonnen habe. 

Psychotherapeutisch habe sich ein gewisser Fortschritt gezeigt, denn er nehme 

zunehmend wahr, wie er die therapeutische Beziehung für sich nutzen könne, und er 

erscheine stabil in dem Leben, das er sich derzeit eingerichtet habe. Zurzeit 

verunmögliche die schwere psychische Störung eine Arbeitsfähigkeit in irgendeiner 

Berufstätigkeit.

A.f  Inzwischen waren medizinische Akten der Arbeitgeberin eingegangen (act. G 8.2; 

Fremdakten). Dr. med. H.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 

hatte am 23. März 2011 berichtet, es bestehe beim Versicherten eine zwanghafte 

Persönlichkeit (es lägen vor ein übermässiger Zweifel, Vorsicht, eine ständige 

Beschäftigung mit Details, Ordnung und Planung, ein Perfektionismus, eine 

übermässige Gewissenhaftigkeit, eine unverhältnismässige Leistungsbezogenheit unter 

Vernachlässigung von Vergnügen und zwischenmenschlichen Beziehungen, eine 

Tendenz, seine Gewohnheiten als nicht sehr problematisch zu betrachten). Der 

Versicherte sei arbeitsfähig. Verliere er die Stelle, könnte sich eine Verschlechterung 

mit eventueller Arbeitsunfähigkeit einstellen. Ohne therapeutische Massnahmen 

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würden die Symptome weiterbestehen. Es dränge sich eine psychotherapeutische 

Behandlung auf. – Dr. C.___ hatte am 12. Februar 2012 dargelegt, dass die Behandlung 

des Versicherten problematisch sei, weil er die Realität nicht sehen könne und 

Konfrontationen mit der Arbeitgeberin verweigere. Eine Arbeitsfähigkeit sei bis auf 

weiteres nicht gegeben; der Zustand scheine weitgehend chronifiziert zu sein. Es seien 

die Voraussetzungen für eine volle Berentung mit Revision gegeben. Der Versicherte 

sei zunächst darüber zu informieren, dass ein Zurück an die Arbeitsstelle nicht mehr 

möglich sei. - Die Pensionskasse hatte am 20. Februar 2013 mitgeteilt, der Versicherte 

habe bis März 2012 Lohnfortzahlung erhalten, danach habe sie ihn als zu 100 % invalid 

betrachtet.

A.g  Am 8. Oktober 2013 erstattete Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie sowie für Neurologie, ein von der IV veranlasstes psychiatrisches 

Gutachten (IV-act. 51). Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe 

beim Versicherten (seit dem jungen Erwachsenenalter) eine anankastische 

Persönlichkeitsstörung. Andere Diagnosen lägen nicht vor. Der Versicherte sei wegen 

seiner Gesundheitsstörung nicht in der Lage, bei der bisherigen Arbeitgeberin zur 

Arbeit anzutreten, und zwar seit etwa Juni 2011 (seit sich der Konflikt verfestigt habe). 

Eine Tätigkeit wie die bisherige bei einem anderen Arbeitgeber auszuüben, sei (seit je) 

ohne Einschränkungen möglich und zumutbar.

A.h  Die IV-Eingliederungsberaterin hielt am 18. Dezember 2013 (IV-act. 60) fest, der 

Versicherte habe angegeben, zurzeit eine Überbrückungsrente von der Pensionskasse 

zu erhalten. Er würde gern wieder arbeiten, wisse aber nicht, wie das gehen sollte. Um 

Vorschläge sei er froh, müsse aber gestehen, dass er zurzeit nicht in der Lage sei, eine 

Stelle zu suchen oder anzutreten. Mittags sei er so erschöpft vom ständigen Auf-der-

Hut-Sein, dass er sich am Nachmittag meist hinlegen müsse. Sport treiben könne er 

nicht, weil er dabei ja jemandem begegnen könnte, den er kenne. Die 

Eingliederungsberaterin gab an, der Versicherte mache einen glaubwürdigen Eindruck. 

Er habe am Gespräch immer wieder geweint und scheine sehr verzweifelt zu sein. Beim 

Erzählen mache er zwischendurch den Eindruck, als wäre er in einem Wahn. - Am 4. 

Juni 2014 erklärte die Eingliederungsberaterin, der Versicherte werde am 5. August 

2014 in die psychiatrische Klinik eintreten.

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A.i G.___ teilte mit Bericht vom 19. Januar 2015 (IV-act. 69) mit, der Versicherte 

besuche an vier Tagen pro Woche eine Tagesklinik. Die ambulante Therapie habe 

hierfür mit wöchentlichen Sitzungen weitergeführt werden müssen. Bis zu einem 

gewissen Grad sehe der Versicherte die Dysfunktionalität seiner Verhaltensweise ein, 

doch betrachte er das Vermeidungsverhalten immer noch als seine einzige Möglichkeit.

A.j Mit Mitteilung vom 30. Januar 2015 (IV-act. 72) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle berufliche Massnahmen ab.

A.k  Am 14. April 2015 teilte das Ambulatorium des Psychiatrischen Zentrums J.___ 

(med. pract. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie; IV-act. 77) mit, beim 

Versicherten bestünden eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-

vermeiden¬den, emotional instabilen, narzisstischen Zügen (seit Frühling 2011), eine 

mittelgradige depressive Episode (seit August 2014) und Zwangsgedanken und -

handlungen, gemischt. Der Versicherte werde seit 5. August 2014 teilstationär 

behandelt; ab diesem Datum werde ihm volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. - Im 

Austrittsbericht vom 5. Oktober 2015 (IV-act. 84; über die Behandlung vom 3. Juni 

2014 bis 6. August 2015) wurde dargelegt, der Versicherte habe sich überraschend 

schnell in die Patientengruppe integrieren können. Sein Zwangs- und 

Vermeidungsverhalten sei mit erheblichem Aufwand verbunden und gehe mit 

Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und des sozialen Lebens einher. Es sei ein 

starker Leidensdruck vorhanden gewesen; der Versicherte habe psychisch und 

physisch erschöpft gewirkt. Er verfüge über viele kognitive Ressourcen. Trotz der 

langen Behandlungsdauer habe sich nur eine Stabilisierung auf sehr tiefem Niveau 

gezeigt.

A.l Der RAD hielt am 30. Oktober 2015 (IV-act. 86) dafür, es stelle sich die Frage, ob ein 

veränderter Sachverhalt vorliege. Es werde nun von einer Zwangskrankheit - ohne 

diagnostische Abgrenzung zur zwanghaften Persönlichkeit - ausgegangen und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen lägen weit auseinander. Es sei kein Versuch der 

Behandler ersichtlich geworden, mit dem Versicherten konkret auf 

Arbeitsbelastungsversuche, und wären sie auch nur in geschütztem Rahmen, 

hinzuarbeiten. Eine Verlaufsbegutachtung sei erforderlich. - Dem Gesuch des 

Versicherten (unterstützt durch med. pract. K.___, IV-act. 92) um Zuteilung an einen 

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andern als den früher bestellten Gutachter (IV-act. 91) kam die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle nach.

A.m Dr. med. L.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, gab im 

psychiatrischen Gutachten vom 2. Februar 2016 (IV-act. 100) an, eine Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege nicht vor. Ohne Auswirkung seien spezifische 

(isolierte) Phobien und eine anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung. Eine 

Zwangserkrankung oder eine Panikstörung liege nicht vor. Die Art und vor allem auch 

die Konsequenz, mit welcher der Versicherte jede Konfrontation mit Personen aus dem 

Umfeld der bisherigen Arbeitgeberin vermieden habe, sei durch seine 

Persönlichkeitsstörung geprägt. Durch die zunehmende Vermeidung sei das Auftreten 

der phobischen Symptomatik begünstigt worden, die ihrerseits wiederum die 

Vermeidung verstärke. Vordringlich sei eine kognitive Verhaltenstherapie mit 

Exposition, von der als einziger gute Behandlungsergebnisse erwartet werden könnten. 

Störungen mit ausgeprägter sozialer Isolierung oder anderweitiger schwerer 

Einschränkung der Lebensvollzüge würden als schwer klassifiziert; dann werde eine 

entsprechende multimodale Langzeittherapie empfohlen (IV-act. 100-64 f.). Bisher habe 

der Versicherte nicht nur jede Konfrontation mit allen Personen aus dem Umfeld der 

ehemaligen Arbeitgeberin vermieden, sondern, obwohl eine solche bei einem anderen 

Arbeitgeber ohne Problem möglich wäre, auch eine Eingliederung und 

verhaltenstherapeutische Massnahmen. Die von den behandelnden Ärzten attestierte 

Arbeitsunfähigkeit werde mit dem Vermeidungsverhalten begründet. Neu werde die 

Vermeidung durch die Tatsache noch akzentuiert, dass sie ein phobisches Ausmass 

angenommen habe. Es seien in diesem Zusammenhang auch Panikattacken 

aufgetreten. Weiterhin lasse sich damit aber keine Arbeitsunfähigkeit begründen, weil 

Phobien einer therapeutischen Beeinflussung lege artis gut zugänglich seien. 

Abgesehen von ersten Ansätzen in der Tagesklinik sei eine solche Behandlung nie 

erfolgt. Es sei allerdings auch nicht einfach, einen Therapeuten zu finden, der diese 

konsequente kognitive Verhaltenstherapie anbiete. Bei einer Behandlung durch die 

bisherige Therapeutin sei zu befürchten, dass der Versicherte weiter wesentlichen 

Einfluss auf die Therapie nehme. Ein finanzieller Druck bestehe für den Versicherten 

ausserdem nicht, erhalte er doch wegen der Pensionierung 80 % des bisherigen 

Lohnes. Im vom Versicherten ausgeübten Tätigkeitsbereich bestehe - im Unterschied 

zum früher konkret innegehabten Arbeitsplatz - keine Einschränkung der 

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Arbeitsfähigkeit; eine solche habe auch noch nie bestanden. Wie eine angepasste 

Tätigkeit zu beschreiben sei, sei der neuropsychologischen Abklärung durch Dr. phil. 

M.___, (u.a.) Klin. Neuropsychologe und Fachpsychologe für Neuropsychologie, zu 

entnehmen.

A.n  Mit Vorbescheid vom 9. März 2016 (IV-act. 104) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten eine Abweisung seines 

Leistungsgesuchs in Aussicht. Eine Gesundheitsschädigung, die ihn in seiner 

Arbeitsfähigkeit als Angestellter in der Branche N.___ beeinträchtigen würde, liege nicht 

vor.

A.o  Der Versicherte liess am 24. April 2016 (IV-act. 110) einwenden, das Gutachten 

von Dr. L.___ sei widersprüchlich. Er halte eine volle Arbeitsfähigkeit für möglich, 

während aber Dr. M.___, der für den Gutachter die neuropsychologische Abklärung 

vorgenommen habe, klar eine Einschränkung festgestellt habe. Die beschriebenen 

Einschränkungen würden eine Tätigkeit als [...]-Berater verunmöglichen; diese sei 

anspruchsvoll und aufreibend. Nur eine einfache, klar strukturierte, stressfreie Tätigkeit 

mit unterdurchschnittlichen Anforderungen bei einem wohlwollenden Arbeitgeber sei 

danach möglich, bei der nur ein weit tieferes als das frühere Einkommen zu erwarten 

sei. Die Arbeitsfähigkeit sei noch nicht abschliessend geklärt. Während der mehr als ein 

Jahr dauernden tagesklinischen Behandlung (von Juni 2014 bis August 2015) habe 

zudem eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden.

A.p  Gutachter Dr. L.___ nahm hierzu mit Schreiben vom 30. Mai 2016 (IV-act. 114) 

Stellung. Mit der Tatsache, dass der Versicherte sich in der Tagesklinik aufgehalten 

habe, lasse sich auch für die betreffende Zeit keine anhaltende Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit begründen, denn die Behandlung sei, wie die Klinik selber festgehalten 

habe, kontraproduktiv gewesen. G.___ dagegen habe eine Anpassungsstörung 

diagnostiziert. Ob und gegebenenfalls inwieweit sich mit den Kriterien, die für eine für 

den Versicherten ideal adaptierte Tätigkeit vorausgesetzt würden, eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit begründen lasse, habe er im Gutachten offen gelassen. Denn die 

Einzelheiten des Profils der zuletzt ausgeübten Tätigkeit unter dem Aspekt der nun 

geforderten Kriterien seien ihm nicht genügend bekannt; eine gewisse Zwanghaftigkeit 

sei dabei aber sicherlich nicht hinderlich gewesen. Nachdem Dr. M.___ im Internet 

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Stellenbeschreibungen recherchiert habe, gehe er (der Gutachter) nun nach 

nochmaliger Rücksprache mit ihm von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten von 30 % für den bisherigen Tätigkeitsbereich aus, und zwar wegen der 

kognitiven Einschränkungen, die überwiegend wahrscheinlich auf die spezifische 

Phobie zurückzuführen seien und nach erfolgreicher Behandlung wieder abnehmen 

würden. Diese (sc. medizinische) Einschätzung setze voraus, dass die recherchierte 

Stellenbeschreibung (aus berufsberaterischer Sicht) realistisch sei. - In der beigelegten 

gemeinsamen Ergänzung (IV-act. 115) wurden unter anderem die Anforderungen der 

Berater-Tätigkeit in der Branche N.___ näher beschrieben und es wurde dargelegt, es 

liege nach einer Studie der Schluss nahe, dass bei Personen mit aktueller Angststörung 

unter anderem Gedächtniseinschränkungen bestünden, bei Personen mit einer solchen 

Störung in der Vergangenheit aber keine Minderleistungen. Die Prognose hänge also 

vom Verlauf der psychiatrischen Störung des Versicherten ab.

A.q  Der RAD schloss (IV-act. 116), es könne in der Tätigkeit bei der konkreten 

Arbeitgeberin infolge der Phobie von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % 

ausgegangen werden. Formal sei nach Ablauf der Kündigungsfrist von einer 

Arbeitsfähigkeit von 100 % in der beruflich erlernten Tätigkeit als Angestellter in der 

Branche N.___, die adaptiert sei, auszugehen. 

A.r  Mit Verfügung vom 29. Juni 2016 (IV-act. 117) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch des Versicherten um eine Rente ab. Ein 

Invaliditätsgrad sei nicht gegeben.

B. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Leo Sigg, Procap 

Schweiz, für den Betroffenen am 30. August 2016 erhobene Beschwerde. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente zuzusprechen, 

eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Das Vermeiden jeglicher Konfrontation mit Personen aus dem Umfeld 

der früheren Arbeitgeberin wirke sich stark auf die Arbeitsfähigkeit aus und das basiere 

offenbar auch gemäss Gutachter Dr. L.___ auf der Krankheit. Dessen Ansicht, bei der 

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früheren Arbeitgeberin bestehe keine Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mehr, bei 

einem andern Arbeitgeber im selben Tätigkeitsbereich hingegen schon, sei 

realitätsfremd und nicht schlüssig. Denn in diesem Bereich werde der 

Beschwerdeführer - auch bei einem Wechsel; so wie etwa ein Arzt, der das Spital 

wechsle - immer wieder auf Personen aus dem früheren Arbeitsumfeld (Angestellte und 

Kunden) treffen. Die neuropsychologische Begutachtung - bereits längere Zeit nach 

dem Verlust der Anstellung - habe erhebliche Einschränkungen des Beschwerdeführers 

erhoben. Das habe selbst Dr. L.___ erkannt und eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % 

angenommen. Die Beschwerdegegnerin, die im Bereich der Berufsberatung über 

professionelle Fachpersonen verfüge, hätte die dem Gutachten zugrunde liegende, 

aufgrund einer Internetrecherche getroffene und damit ungenügend begründete 

Annahme auf ihren Realitätsgehalt hin prüfen müssen. Es werde bestritten, dass mit 

den vorliegenden Einschränkungen die bisherige Tätigkeit noch ausgeübt werden 

könne. Dr. L.___ und Dr. M.___ hätten aber immerhin versucht, sich ein realistisches 

Bild über die Situation zu machen. Der RAD hingegen übergehe die Befunde und 

behaupte, sie stünden einzig im Zusammenhang mit der bisherigen Arbeitgeberin, 

weshalb nun keine Einschränkung mehr bestehe. Für das Invalideneinkommen sei, da 

die bisherige Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden könne, auf die Tabellenlöhne für 

eine Hilfstätigkeit abzustellen, womit sich zweifellos ein Rentenanspruch ergebe. 

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. November 2016 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Es liege eine umfangreiche 

psychiatrische Expertise vor, die sich auch mit Standardindikatoren im Sinn von BGE 

141 V 281 auseinandersetze. Zusammen mit der darin enthaltenen 

neuropsychologischen Beurteilung erfülle sie die versicherungsmedizinischen 

Anforderungen an ein Gutachten. In der ergänzenden Stellungnahme halte der 

Gutachter zwar fest, dass er in Abweichung von der früheren Einschätzung von einer 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 30 % im bisherigen 

Tätigkeitsbereich ausgehe. Doch sei ausschlaggebend, dass beim Beschwerdeführer 

noch keine wirksame Therapie angewendet worden sei. Er sei nicht unfähig zur 

Therapieadhärenz, weigere sich aber, eine Medikation einzunehmen. Trotz 

oberflächlicher Kooperation des Beschwerdeführers habe bei der sehr ausgeprägten 

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Vermeidung und isolierten Phobie die einzig wirksame Therapie - eine kognitive 

Verhaltenstherapie mit Exposition - nie wirklich angewendet werden können. Die 

bisherige Therapie sei nicht lege artis erfolgt. Der RAD führe nachvollziehbar aus, dass 

die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % auf die spezifische Phobie 

zurückzuführen sei, welche nach erfolgreicher Behandlung mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit wieder abnehmen werde. Der Beschwerdeführer verfüge 

ausserdem über verschiedene Ressourcen, namentlich eine gute schulische Intelligenz, 

einen guten sprachlichen Ausdruck, Reflexionsfähigkeit, Computerkenntnisse, 

Zuverlässigkeit im interpersonellen Kontakt und ein Bemühen, andere zu unterstützen. 

Dabei seien die teilweise zwanghaften Persönlichkeitsmerkmale je nach 

Zusammenhang nicht von Nachteil. Beim Beschwerdeführer liege damit kein 

verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer psychischer Gesundheitsschaden 

von erheblicher Schwere vor, der einen Rentenanspruch begründen könnte.

D.

Mit Replik vom 10. Januar 2017 wendet der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

ein, der RAD habe aufgrund der Argumente im Einwandverfahren beschlossen, den 

Gutachter Stellung nehmen zu lassen. Das deute darauf hin, dass das Gutachten nicht 

genügend schlüssig gewesen sei. Der Gutachter habe denn auch nachträglich 

präzisiert, dass eine volle Arbeitsfähigkeit nur unter den Bedingungen einer ideal 

adaptierten Tätigkeit bestehe, und habe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % für die 

bisherige Tätigkeit festgelegt. Dabei habe er spekuliert, die Einschränkung basiere 

wahrscheinlich auf der spezifischen Phobie und werde nach Behandlung wieder 

abnehmen, und er habe seine Angaben unter die Voraussetzung gestellt, dass die im 

Internet recherchierte Stellenbeschreibung realistisch sei. Es sei aber offensichtlich, 

dass den Beschwerdeführer nach dem damaligen krankheitsbedingten Vorfall 

realistischerweise keine Unternehmung in der Branche N.___ mehr anstellen werde. Ein 

versierter Berufsberater wüsste das. Die Arbeitsunfähigkeit von 30 % basiere auf 

falschen Tatsachen und sei nicht haltbar. Wäre noch keine wirksame Therapie 

angewendet worden und würde sie zu guten langfristigen Behandlungsergebnissen 

führen, hätte die Beschwerdegegnerin noch gar nicht über die Rente entscheiden 

dürfen. Dem Beschwerdeführer wäre diesfalls eine Schadenminderungspflicht 

aufzuerlegen und es wäre der Behandlungserfolg abzuwarten gewesen. Beides habe 

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die Beschwerdegegnerin bis anhin verpasst. Ausserdem sei die beschriebene 

Therapiewirksamkeit stark zu bezweifeln, denn es leuchte nicht ein, weshalb so viele 

Behandler (ganze Kliniken) diesfalls nicht die betreffende Behandlungsform einsetzten. 

Die zwanghaften Persönlichkeitsmerkmale stellten ganz klar einen Nachteil dar, im 

Zusammenhang mit den Phobien sogar einen ganz wesentlichen. Die 

Beschwerdegegnerin würde kaum die gleiche Ansicht zu den Anstellungschancen 

vertreten, [wäre der Vorfall bei ihr selbst geschehen]. Das Gutachten sei nicht 

schlüssig. Die angefochtene Verfügung basiere auf einer ungenügenden 

Sachverhaltsabklärung und sei daher aufzuheben. Aufgrund der vorliegenden Akten 

könne nicht darauf geschlossen werden, dass kein verfestigter, therapeutisch nicht 

mehr angehbarer psychischer Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere vorliege.

E. 

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen

1. 

Mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2016 hat die Beschwerdegegnerin das 

Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 12./17. Januar 2012, namentlich das 

Gesuch um eine Rente, abgewiesen. Der Beschwerdeführer lässt in diesem Verfahren 

einzig Rentenleistungen (vgl. Hauptstandpunkt) beantragen. Streitgegenstand bildet 

daher zunächst der allfällige Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne 

Eingliederungsmassnahmen ein solcher in Frage stünde, so gehörte zum 

Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu 

Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe. 

2. 

2.1  Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

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besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2.1  Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann nur relevant sein, wenn sie Folge 

einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid 9C_125/2015 E. 5.3, BGE 130 V 396). - Die subjektiven 

Angaben der versicherten Person genügen für die Begründung einer (teilweisen) 

Invalidität allein nicht; vielmehr muss verlangt werden, dass die Angaben durch damit 

korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind 

(vgl. zu Schmerzleiden BGE 143 V 124 E. 2.2.2, BGE 130 V 352 E. 2.2.2).

2.2.2  Wesentlich ist in der Folge die Arbeits(un)fähigkeit. Die funktionellen Folgen der 

Gesundheitsschädigung sind qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen (vgl. 

BGE 141 V 281 E. 3.1). Denn die diagnostische Einordnung einer psychischen Störung 

allein legt das (dennoch) objektiv bestehende tatsächliche Leistungsvermögen nicht 

fest (vgl. BGE 143 V 418 E. 4.1.2). Für die Beurteilung des funktionellen 

Leistungsvermögens sind gemäss BGE 141 V 281 (vom 3. Juni 2015, also nach dem 

Gutachten von Dr. I.___ von 2013, aber vor jenem von Dr. L.___ von 2016 entwickelt) in 

der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert 

werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und 

anderseits in jener der Konsistenz. Nach der jüngsten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach 

dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche psychischen Erkrankungen einem solchen 

strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Vor BGE 141 V 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/25

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281 erstattete medizinische Gutachten verlieren ihren Beweiswert aber nicht per se. 

Vielmehr ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die Sachverständigengutachten, 

gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten, eine schlüssige 

Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (vgl. BGE 141 

V 281 E. 8; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. Mai 2017, 8C_842/2016).

2.3  Die Rechtsanwender überprüfen die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben frei, 

insbesondere darauf hin, ob die Ärzte ausschliesslich funktionelle Ausfälle 

berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 

Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische 

Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 

Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2). - Entscheidend ist im Ergebnis allgemein die nach 

einem weitgehend objektivierten Massstab vorzunehmende Beurteilung, ob und 

inwiefern die versicherte Person trotz ihres ärztlich diagnostizierten Leidens 

zumutbarerweise einer angepassten Arbeit nachgehen kann und ihr schliesslich die 

Verwertung ihrer (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen 

stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch zumutbar ist (vgl. BGE 141 V 281 E. 

3.7.3 und BGE 139 V 547, BGE 127 V 294). - Ob die versicherte Person eine ihr 

zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung 

hingegen unerheblich (Rz 3045 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen 

erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 

Invalidenversicherung = KSIH).

3. 

3.1  Was den diagnostischen Aspekt betrifft, zeigt sich bei der zweimaligen 

medizinischen Begutachtung des Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers Folgendes: Gemäss dem Gutachten von Dr. I.___ vom August 2013 

(Gutachten vom 8. Oktober 2013) leidet der Beschwerdeführer an einer anankastischen 

Persönlichkeitsstörung. Mit dieser Diagnose waren danach die (damaligen) 

Beschwerden vollständig erfasst. Dr. L.___ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 2. 

Februar 2016 (Begutachtung vom Januar 2016) ebenfalls dieses Leiden und ausserdem 

spezifische (isolierte) Phobien (bzw. eine davon). Von der behandelnden Ärzteschaft 

war ebenfalls eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden (namentlich bereits von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/25

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Dr. H.___, der den frühesten vorhandenen Bericht abgegeben hatte), allerdings 

teilweise eine solche mit weiteren Aspekten (etwa paranoid, narzisstisch, ängstlich-

vermeidend, emotional instabil). Dr. B.___, die Tagesklinik des Psychiatrischen 

Zentrums D.___ und das Ambulatorium des Psychiatrischen Zentrums J.___ waren 

auch noch von einer mittelgradigen depressiven Episode bzw. von einer 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion ausgegangen.

3.2  Dr. I.___ hat begründet, weshalb bei der Begutachtung weder eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung noch ein depressives Syndrom, eine Angststörung oder eine 

Anpassungsstörung vorgelegen hatte, obwohl es auch einzelne Anhaltspunkte dafür 

gegeben habe. Dr. L.___ hat sich ihm (ebenfalls begründet) angeschlossen.

3.3  Das Ambulatorium des Psychiatrischen Zentrums J.___ hat im April 2015 auch 

noch von Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt, berichtet. Gutachter Dr. L.___ 

ist daraufhin - nach Auseinandersetzung mit der abweichenden Diagnose und 

Begründung für deren Ausschluss - wie erwähnt von einer spezifischen, isolierten 

Phobie ausgegangen.

3.4  Beide Gutachten basieren auf einer Kenntnisnahme von den Vorakten und von den 

geklagten Beschwerden sowie auf einer psychiatrischen Untersuchung mit diversen 

Abklärungen. Sie sind unter diesem Gesichtspunkt grundsätzlich beweistauglich. 

Angesichts der nachvollziehbaren, übereinstimmenden Beurteilung durch die beiden 

Gutachter der Psychiatrie kann diagnostisch gesehen zusammenfassend vom 

(zunächst bis 2013 ausschliesslichen) Vorliegen einer anankastischen 

Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden, gemäss dem Gutachten von Dr. L.___ 

hernach von der zusätzlichen Diagnose einer Phobie.

4. 

4.1  Was die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers betrifft, ist Gutachter Dr. I.___ 

2013 zum Schluss gelangt, diese sei für die Tätigkeit bei der bisherigen Arbeitgeberin 

nicht mehr gegeben. Diese Feststellung traf auch Dr. L.___ noch 2016 (weiterhin; wenn 

er die Diagnosen trotzdem als solche ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

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bezeichnete, so deshalb, weil er die konkrete Stelle für die Beurteilung nicht mehr in 

Betracht zog, vgl. IV-act. 100-70 f.).

4.2  Hierauf ist abzustellen. Obwohl Persönlichkeitsstörungen meist in der Kindheit 

oder in der Adoleszenz in Erscheinung treten und während des Erwachsenenalters 

weiterbestehen (vgl. ICD-10 F 60), hat der Beschwerdeführer bis zu einem Zwischenfall 

am Arbeitsplatz im März 2011 - trotz der Persönlichkeitsstörung - jahrelang eine 

Tätigkeit in einer Unternehmung N.___ als Assistent der [...]-Berater (vgl. Fremdakten) 

auszuüben vermocht. Beide Gutachter würdigten diesen Umstand der jahrelangen 

Berufstätigkeit. Nach der Aktenlage ist davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers vor dem Vorfall nicht relevant beeinträchtigt war. Dr. H.___ 

hatte ihn noch am 23. März 2011 für arbeitsfähig erklärt. Dass es für den 

Beschwerdeführer hingegen als nicht mehr zumutbar zu betrachten ist, nach dem 

Vorfall an den bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren, ist als erwiesen anzunehmen, 

hätte es doch aus gutachterlicher ärztlicher Sicht (vgl. namentlich Gutachten Dr. I.___, 

IV-act. 51-23 f.) seine Fähigkeit überstiegen, sich danach dem Umfeld am betreffenden 

Arbeitsplatz wieder auszusetzen.

5. 

Für die Invaliditätsbemessung relevant ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

in einer adaptierten Tätigkeit. - Nach der Beurteilung von Dr. I.___ von 2013 war die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit Ausnahme der oben erwähnten Fähigkeit, 

bei der bisherigen Arbeitgeberin zu arbeiten, nicht eingeschränkt. Einerseits gab der 

Beschwerdeführer bei der Begutachtung an, sich vorstellen zu können, die frühere 

Arbeit wieder zu machen und (sogar) an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren (vgl. IV-

act. 51-11), und noch zum Teil Kontakt mit Kunden zu haben (vgl. IV-act. 51-14). Schon 

damals machte er aber anderseits geltend, auch an einem neuen Arbeitsplatz in einer 

vollkommen neuen Umgebung, beispielsweise in einer anderen Stadt, wegen der 

Beschwerden nicht arbeiten zu können. Dr. I.___ hielt fest, es sei nicht eruierbar 

gewesen, welche konkreten Defizite oder Einschränkungen ihn hieran hindern würden. 

Der Gutachter hat auf die erforderliche Objektivierung der subjektiv geklagten Leiden 

geachtet, wenn er etwa darauf hinwies, dass der vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Umfang der Beschwerden in den Ferien nicht ebenfalls vorhanden gewesen 

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sei. Nach seiner Beurteilung passten ausserdem der Tagesablauf des 

Beschwerdeführers mit häufigen Spaziergängen in der Wohngemeinde und der 

regelmässige Besuch eines Fitnesscenters nicht recht zu seiner Angabe, in jenem Ort 

die Öffentlichkeit in sehr hohem Mass zu scheuen. Bei dieser Einschätzung der vollen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für Tätigkeiten als Kaufmann in der Branche 

N.___ hat Dr. I.___ auch dessen weitere Merkmale (vgl. IV-act. 51-25) mitberücksichtigt. 

Die gutachterliche Beurteilung ist nachvollziehbar und begründet; ihr ist daher für den 

Zeitpunkt jener Begutachtung 2013 zu folgen.

6. 

6.1  Bis zum Zeitpunkt der Begutachtung von 2016 hat das Vermeidungsverhalten des 

Beschwerdeführers gemäss Dr. L.___ ein phobisches Ausmass erreicht. Der Gutachter 

erwähnt, eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lasse sich trotz der 

Akzentuierung nicht begründen, weil Phobien einer therapeutischen Beeinflussung gut 

zugänglich seien (vgl. IV-act. 100-69). Diese Beschreibung ("Akzentuierung") deutet 

zum einen darauf hin, dass es sich nach gutachterlicher Auffassung nicht um eine 

gravierende Veränderung im Zeitablauf (im Vergleich zum medizinischen Sachverhalt, 

wie ihn Dr. I.___ begutachtet hatte) handelte. Die entsprechenden Einschränkungen 

wären zudem wiederum (wie oben) zu objektivieren gewesen. Zum andern ist, da sich 

die gesundheitliche Beeinträchtigung auch noch zum Zeitpunkt dieser Begutachtung, 

als sie sich zur Phobie verstärkt hatte, einzig auf den Kontakt mit Personen aus dem 

ehemaligen Arbeitsumfeld bezog (vgl. IV-act. 100-70), gemäss (ursprünglicher) 

gutachterlicher medizinischer Beurteilung von Dr. L.___ nur eine Arbeitsunfähigkeit für 

eine Tätigkeit bei der bisherigen Arbeitgeberin anzunehmen, aber (weiterhin) keine 

Arbeitsunfähigkeit (weder bezüglich Pensum noch bezüglich Rendement) bei einer 

anderweitigen Arbeit im bisherigen Tätigkeitsbereich (vgl. zum diesbezüglichen 

erwerblichen Aspekt unten E. 7.2.1 f.). Deshalb kann offen bleiben, welche Bedeutung 

der Begründung zukommt, wonach Phobien einer therapeutischen Beeinflussung gut 

zugänglich seien. Der Gutachter hielt im Übrigen ausdrücklich fest, in adaptierter 

Tätigkeit habe nie eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden (vgl. IV-act. 

100-71).

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6.2  Bei der Frage, wie das Tätigkeits-, Belastungs- und Ressourcenprofil einer 

angepassten Tätigkeit aussehe, wies Dr. L.___ bei dieser (seiner ursprünglichen) 

gutachterlichen Beurteilung vom 2. Februar 2016 auf die Ergebnisse der 

neuropsychologischen Abklärung durch Dr. M.___ hin: Bei der neuropsychologischen 

Untersuchung hatten sich Einschränkungen des Beschwerdeführers im Bereich der 

Aufmerksamkeit (vereinzelt unterdurchschnittliche Leistung), des verbalen Lernens und 

Gedächtnisses (teilweise unterdurchschnittlich) und der komplexen Denkleistung/der 

Exekutivfunktionen (vereinzelt unterdurchschnittlich) ergeben. Visuell-figurales Lernen 

und Gedächtnis sowie räumlich-perzeptive Analyse/räumlich-konstruktive Verarbeitung 

waren durchschnittlich gewesen. Die Auffälligkeiten seien sowohl mit einer Depression 

als auch mit einer Angststörung vereinbar. Um sein Leistungspotenzial optimal 

umsetzen zu können, benötige der Beschwerdeführer ein wohlwollendes Umfeld mit 

geringem Leistungsdruck und die Möglichkeit, selbstbestimmt Pausen zu machen. 

Lernanforderungen sollten unterdurchschnittlich sein, Arbeitsaufträge allenfalls 

wiederholt und mit der Möglichkeit zum Aufschreiben gegeben werden. Aufgaben 

sollten nicht erfordern, dass gleichzeitig auf mehrere Aspekte geachtet und reagiert 

werden müsse, denn diesfalls sei mit vermindertem Tempo zu rechnen, ebenso wie bei 

kreativen Problemlöseprozessen. Je nach Ähnlichkeit der Anforderungen mit den 

bekannten Arbeitsabläufen würden sich die Gedächtnisschwierigkeiten mehr oder 

weniger auf die "Performanz" (bzw. Performance) auswirken (vgl. IV-act. 100-83 f.).

6.2.1  Diesbezüglich ist zunächst darauf hinzuweisen, dass es diverse Einflüsse sind, 

welche auf die - in Tests erhobene - kognitive Leistungsfähigkeit einwirken können (wie 

etwa Trauma, Störung der Emotionalität oder psychotrop wirksame Substanzen, aber 

auch aus verschiedenen Gründen verminderte Motivation; vgl. Bogdan P. Radanov, 

Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach 

Halswirbelsäulen-Dis¬torsion [sog. Schleudertrauma der Halswirbelsäule], in SZS 1996 

472 ff.). Neuropsychologische Testresultate reichen daher allein nicht aus, um 

Diagnosen zu stellen und die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden 

Untersuchungsergebnisse sind nach der Rechtsprechung im Rahmen einer 

gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und 

nachvollziehbar sind und sich in die übrigen medizinischen Abklärungsergebnisse 

schlüssig einfügen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. August 2009, 8C_261/2009; BGE 

119 V 340 E. 2b/bb, vgl. auch Bundesgerichtsurteile vom 14. Oktober 2015, 

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8C_444/2015, und vom 8. Juni 2010, 8C_234/2010). Die motivationalen Aspekte sind 

dabei testmässig besonders schwierig zu evaluieren (vgl. Bogdan P. Radanov, a.a.O., 

473). Bei der Verwendung von psychodiagnostischen Instrumenten ist in Bezug auf 

mögliche Verfälschungen oder Verzerrungen ein besonderes Augenmerk auf deren 

Aussagekraft im versicherungsmedizinischen Kontext zu richten sowie deren 

Konsistenz im Hinblick auf andere Informationen oder Ergebnisse zu prüfen (vgl. 

Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP, 

Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten, 3. A. 16. Juni 2016, in 

SZS 2016 435 ff., 457). - Vorliegend wurde die Beschwerdevalidierung als unauffällig 

bezeichnet. Es wurden dazu allerdings soweit ersichtlich lediglich ein Gedächtnistest 

mit verdeckter Leichtigkeit und ein verbaler akustischer Gedächtnistest durchgeführt; 

diese Tests hatten gemäss Bericht der Norm entsprechende Ergebnisse geliefert (vgl. 

IV-act. 100-80). 

6.2.2  Zudem sind wie erwähnt auch für diesen Zeitpunkt allgemein die subjektiven 

Angaben des Beschwerdeführers auf ihre Konsistenz und die Leiden auf ihren 

funktionellen Schweregrad hin zu prüfen. Hinweise auf gravierende Diskrepanzen oder 

Widersprüche sind gemäss Begutachtung von Dr. L.___ nicht gefunden worden (vgl. 

IV-act. 100-66). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Beschwerdeführer nach seinen 

Angaben weiterhin täglich zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, 

liest, sich seinem Hobby IT widmet. Die sozialen Kontakte standen früher 

hauptsächlich im Zusammenhang mit der Arbeit. Den Austritt aus dem Ambulatorium 

des Psychiatrischen Zentrums J.___ empfand der Beschwerdeführer als grosse 

Erschwernis, hatte ihm der regelmässige Besuch doch zusammen mit der Behandlung 

bei der Psychologin die neuen Kontaktmöglichkeiten geboten (vgl. dazu IV-act. 100-45 

ff.). Wie er berichtet, brachte man ihm dort grosses Verständnis entgegen. In der 

Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums D.___ hingegen sei das empathische 

Feingefühl auf sehr tiefem Niveau gewesen und man habe ihm verboten, gleichzeitig 

Gespräche mit der Psychologin zu führen. Die dort Behandelnden hätten "am liebsten 

auf Exposition gemacht" und ihn "mit dem Hammer verändern wollen" (vgl. IV-act. 

100-35). Wie jene Tagesklinik berichtet hatte, war im Lauf der Behandlung ersichtlich 

geworden, dass der Beschwerdeführer emotional nicht bereit gewesen sei, sich mit 

unangenehmen Situationen zu konfrontieren. Die Behandlung sei immer mehr 

vermeidungsaufrechterhaltend gewesen, so dass sie von der Klinik habe abgebrochen 

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werden müssen. Zu berücksichtigen ist demnach, dass der Beschwerdeführer sich 

zwar behandeln liess, ihm die Behandlung (vgl. IV-act. 100-33 ff.) aber auch eine 

Bestätigung für sein Vermeidungsverhalten bot, und dass er nach der Aktenlage die 

Behandlung zu beeinflussen versuchte. Dr. L.___ berichtete ferner, der 

Beschwerdeführer habe bisher auch eine Eingliederung vermieden. Massgebend ist 

indessen, was ihm objektiv an Mitwirkung zur Überwindung der Auswirkungen des 

Leidens (oder an erforderlicher Behandlung) medizinisch zumutbar ist. Des Weiteren ist 

darauf hinzuweisen, dass der Leidensdruck nach Angaben der Psychotherapeutin des 

Beschwerdeführers (noch) nicht so gross gewesen sei, dass er hierzu bereit gewesen 

wäre (vgl. IV-act. 100-69). Auch finanziell bestand nach der Aktenlage kein Druck (vgl. 

IV-act. 100-63). Ferner sind die gemäss Bericht des Ambulatoriums des 

Psychiatrischen Zentrums J.___ vom 5. Oktober 2015 vorhandenen diversen 

Ressourcen des Beschwerdeführers zu berücksichtigen, wie schulische Intelligenz, 

sehr guter sprachlicher Ausdruck, Reflexionsfähigkeit, Computerkenntnisse, 

Zuverlässigkeit, Fähigkeit, andere zu unterstützen (vgl. IV-act. 84-2).

6.2.3  Des Weiteren lässt sich auch ein Vergleich mit der neuropsychologischen 

Leistung des Beschwerdeführers vor dem Verlust der Anstellung (etwa hinsichtlich der 

Aufmerksamkeit, des verbalen Lernens und Gedächtnisses, der komplexen 

Denkleistung/der Exekutivfunktionen) nicht ziehen. Da aber selbst mit den 

neuropsychologischen Einschränkungen ausreichend viele adaptierte 

Arbeitsmöglichkeiten anzunehmen sind (vgl. E. 7.2.1), kann letztlich dahingestellt 

bleiben, ob sie als solche ausreichend objektiviert sind.

6.3  Nachträglich passte Dr. L.___ seine Beurteilung an. In einer Stellungnahme vom 

30. Mai 2016 (IV-act. 114) zu den Einwänden des Beschwerdeführers hielt der 

Gutachter nochmals fest, dass eine gewisse Zwanghaftigkeit bei der bisherigen 

Tätigkeit des Beschwerdeführers sicherlich nicht hinderlich gewesen sei, nahm aber 

neu an, bei Arbeiten im bisherigen Tätigkeitsbereich (als [...]-Berater einer 

Unternehmung N.___), die einer durch den Psychologen im Internet recherchierten 

Stellenbeschreibung entsprächen, sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

(wegen überwiegend wahrscheinlich auf die spezifische Phobie zurückzuführender und 

nach erfolgreicher Behandlung wieder abnehmender kognitiver Einschränkungen) um 

30 % eingeschränkt. Der gemeinsamen ergänzenden Beurteilung vom 23. Mai 2016 

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lässt sich entnehmen, dass sich diese quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

auf kognitiv (besonders) anspruchsvolle Tätigkeiten bezieht, wie Dr. L.___ und Dr. 

M.___ sie für einen [...]-Berater in der Branche N.___ annehmen, nämlich (kombiniert) 

hohe Ansprüche bezüglich sozialer Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit 

zu [...] Denken sowie bezüglich Lernanforderungen zum Erwerben von [...]-Kenntnissen, 

zum Verfolgen von Änderungen von [...] Rahmenbedingungen, zur [...] und zum 

beständigen Aktualisieren der IT-Kenntnisse. Die Einschränkung wird begründet durch 

die leichte Störung des verbalen Gedächtnisses und verminderte Belastbarkeit des 

Beschwerdeführers gegenüber Zeitdruck mit der Folge eines Bedarfs an vermehrten 

Pausen (vgl. IV-act. 115).

6.4  Damit hat der Gutachter nachträglich eine Arbeitsfähigkeitsschätzung für eine neue 

Kategorie von Tätigkeiten, nämlich für ein (selbst) definiertes Arbeitsprofil mit sehr 

hohen kognitiven Anforderungen, abgegeben. - Im Ergebnis ist danach anzunehmen, 

dass dem Beschwerdeführer nach der gutachterlichen Beurteilung von Dr. L.___ 

verschiedene Tätigkeiten ausser der bisherigen bei seiner konkreten ehemaligen 

Arbeitgeberin zumutbar sind, eine solche mit den beschriebenen (besonders) hohen 

kognitiven Anforderungen aus neuropsychologischen Gründen nur zu 70 %, die 

übrigen adaptierten Tätigkeiten voll.

6.5  Der Beschwerdeführer lässt einwenden, die diametral auseinanderliegenden 

Schätzungen für eine Tätigkeit bei der bisherigen Arbeitgeberin und für die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit bei einer anderen Arbeitgeberin seien nicht schlüssig und (letztere 

sei) realitätsfremd. Denn er werde bei jeder Tätigkeit im bisherigen Berufsfeld (auch bei 

anderen Arbeitgebern) immer wieder auf Personen seines früheren Arbeitsumfelds 

(Angestellte und Kunden) treffen. Nach der medizinischen Aktenlage beziehen sich 

seine gesundheitlich bedingten Einschränkungen jedoch wie erwähnt - auch noch nach 

der Verstärkung des Leidens zum Zeitpunkt der zweiten Begutachtung von 2016 - 

allein auf ein ausgeprägtes Ansinnen, eine mögliche Konfrontation mit Personen aus 

dem ehemaligen Arbeitsumfeld zu vermeiden (vgl. IV-act. 100-70). Beide Gutachter der 

Psychiatrie stimmen insofern überein, als eine relevante Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte (nicht den genannten erhöhten kognitiven 

Anforderungen entsprechende) Tätigkeit bei einer anderen als der früheren 

Arbeitgeberin nicht vorliegt, sondern dem Beschwerdeführer eine solche Tätigkeit bei 

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Aufwendung der ihm möglichen Willensanstrengung grundsätzlich medizinisch 

zumutbar ist. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist diese medizinische 

Zumutbarkeit demnach - in Anbetracht der deutlich geringeren Exposition - 

anzunehmen, auch wenn sich ein möglicher Kontakt mit Personen aus dem bisherigen 

Umfeld bei Anstellung bei einem anderen Arbeitgeber der Branche N.___ nicht 

vollständig ausschliessen lässt. Als adaptierte Tätigkeit, in der ein vergleichbares 

Lohnniveau erreichbar ist, steht dem Beschwerdeführer aber auch Berufsarbeit 

kaufmännischer Art in verschiedensten anderen (nicht der O.__[N.__ umfassend]-

Branche zugehörigen) Zweigen offen (vgl. dazu unten E. 7.2.1 ff.).

6.6  Die von den gutachterlichen Beurteilungen diametral abweichenden 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte werden, wie Dr. L.___ ausführt, 

hauptsächlich mit dem erwähnten ausgeprägten Vermeidungsverhalten des 

Beschwerdeführers begründet. Ihnen kann nach dem Dargelegten in Bezug auf 

Tätigkeiten für andere als den früheren Arbeitgeber nicht gefolgt werden.

6.7  Ob eine quantitative - neuropsychologisch begründete - Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von 30 % für die besonders anspruchsvollen Tätigkeiten anzunehmen 

ist, kann des Weiteren dahingestellt bleiben, wie sich auch aus dem Folgenden (vgl. 

unten E. 7.2.2) ergibt.

7. 

7.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei ist in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn 

anzuknüpfen (vgl. etwa Bundesgerichtsentscheid 9C_422/2015 vom 7. Dezember 

2015). - Gemäss IK-Auszug hat der Beschwerdeführer im letzten Jahr vor dem Vorfall 

an der Arbeitsstelle vom März 2011 (und vor der Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit bei 

der bisherigen Arbeitgeberin), also 2010, ein Jahreseinkommen von Fr. ___.-- erzielt. 

Der genannte Betrag kann jedenfalls als Valideneinkommen 2010 betrachtet werden, 

denn auch wenn die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht als krankheitsbedingt zu 

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gelten hat, ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer als gesundheitlich nicht 

Beeinträchtigter wieder eine ähnlich hoch entlöhnte Arbeit aufgenommen hätte.

7.2  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Der Beschwerdeführer hat nach der Aktenlage keine Arbeitsstelle mehr angetreten.

7.2.1  Zunächst ist massgeblich, ob anzunehmen sei, dem Beschwerdeführer stünden 

in seinem bisherigen Tätigkeitsfeld realistischerweise noch Arbeitsmöglichkeiten offen. 

Dabei ist für die Invaliditätsbemessung aber nicht der tatsächliche, sondern ein 

ausgeglichener Arbeitsmarkt relevant. Dieser theoretische und abstrakte Markt (vgl. 

BGE 134 V 64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein hypothetischen Charakter und dient 

dazu, die Risiken von Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. 

Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, nunmehr des Schweizerischen 

Bundesgerichts, vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Für die 

Bestimmung des Invalideneinkommens kommt es demnach nicht darauf an, ob eine 

invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt 

werden kann, sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene 

Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem 

Angebot an Arbeitskräften entsprächen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 4. Mai 2018, 

9C_294/2017 E. 5.4.2., AHI 1998 S. 287 E. 3b). Realitätsfremde Einsatzmöglichkeiten 

dürfen bei der Invaliditätsbemessung aber nicht berücksichtigt werden. Von einer 

zumutbaren Tätigkeit im Sinn von Art. 16 ATSG kann insbesondere dort nicht 

gesprochen werden, wo sie nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder dass sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 

8C_582/2015, und vom 28. April 2010, 8C_1050/2009; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Von 

solchen Verhältnissen ist allerdings vorliegend nicht auszugehen. Zwar erscheint 

möglich, dass für den Beschwerdeführer das Auffinden einer Stelle in der Branche 

N.___ angesichts der Vorgeschichte mit dem erwähnten Vorfall am Arbeitsplatz 

erschwert ist, doch stehen dem Beschwerdeführer weiterhin verschiedene Tätigkeiten 

offen, in denen er seine beruflichen Fähigkeiten (bei früherem Lohnniveau) einsetzen 

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kann. Dass die bei ihm diagnostizierten (beiden) gesundheitlichen Störungen 

realistische Arbeitsmöglichkeiten insgesamt ausschlössen, ist nicht anzunehmen. 

7.2.2  Nach Auffassung des Beschwerdeführers dagegen vermag er angesichts der 

neuropsychologischen Defizite insbesondere eine Arbeit in seiner angestammten 

Berufstätigkeit mit entsprechendem Lohnniveau, die gerade neuropsychologisch hohe 

Anforderungen stelle, realistischer Weise nicht mehr auszuüben. Indessen war der 

Beschwerdeführer vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für die frühere konkrete Anstellung 

dort nicht als [...]-Berater, sondern als Assistent der [...]-Berater tätig gewesen. Nach 

eigenen Angaben war er ein Mitarbeiter ohne Rangstufe und figurierte auf der absolut 

untersten Lohnstufe, [...] (vgl. IV-act. 100-44). Sein Lohn von 2010 lag unter dem 

Durchschnitt des Lohns von Angestellten mit Berufs- und Fachkenntnissen im Bereich 

O.___ gemäss LSE 2010 von Fr. ___.-- (bei 41.3 betriebsüblichen Arbeitsstunden pro 

Woche). Das lässt annehmen, dass es sich nicht um eine Tätigkeit handelte, welche 

dem von Dr. L.___ und Dr. M.___ nachträglich entworfenen beruflichen 

Anforderungsprofil mit den besonders hohen kognitiven Ansprüchen entsprach. Je 

ähnlicher die nunmehr zumutbarerweise auszuübende Betätigung des 

Beschwerdeführers der bisherigen Arbeit ist, desto weniger wirken sich zudem die 

erhobenen neuropsychologischen Einschränkungen gemäss dem entsprechenden 

Bericht aus.

7.3  Demnach ist wie erwähnt anzunehmen, dass für den Beschwerdeführer unter dem 

Aspekt der invaliditätsbedingten Gegebenheiten das frühere Lohnniveau grundsätzlich 

erreichbar geblieben ist, so dass mit einem dem Valideneinkommen in etwa 

entsprechenden Invalideneinkommen zu rechnen ist. - Selbst wenn eine Einschränkung 

um 30 % anzunehmen wäre, erreichte der Invaliditätsgrad daher nicht das 

rentenbegründende Ausmass von 40 %.

7.4  Der Beschwerdeführer lässt schliesslich vorbringen, er sei mehr als ein Jahr lang, 

nämlich während der Behandlung in der Tagesklinik von Juni 2014 bis August 2015, 

arbeitsunfähig gewesen. Die teilstationäre Behandlung dauerte vom 5. August 2014 

(vgl. IV-act. 77-3 und IV-act. 65-2) bis 6. August 2015. Ein Rentenanspruch ergibt sich 

deswegen nicht, auch wenn von einer Arbeitsunfähigkeit während dieser - einjährigen - 

Behandlungszeit auszugehen ist. Denn Art. 28 IVG setzt nach Ablauf der Wartezeit (mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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durchschnittlicher Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %, Abs. 1 lit. b) eine Invalidität 

(voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit, vgl. Art. 8 

Abs. 1 ATSG) von mindestens 40 % voraus (Abs. 1 lit. c). Daran fehlt es vorliegend. 

8. 

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 

zu Recht keine Rentenleistungen zugesprochen hat.

9. 

9.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

9.2  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in 

Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder 

teilweise abgewiesen werden, hier also der Beschwerdeführer. Mit dem von ihm 

geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr 

getilgt. 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer bezahlt die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- unter Anrechnung des 

bezahlten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
	Würdigung von zwei psychiatrischen Gutachten. Relevante Arbeitsunfähigkeit einzig relativ zu bisherigem Arbeitgeber (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2018, IV 2016/284). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_716/2018.

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