# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c74b2a0-40f5-5513-a19f-506cf959d344
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.01.2023 720 2021 36 / 06 (720 21 36 / 06)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2021-36---06_2023-01-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Januar 2023 (720 21 36/06) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf IV-Rente nach Einholung eines Gerichtsgutachtens bejaht 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Pascal 
Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Tschopp, Advo-
kat, Advokaturbüro, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1968 geborene A.____ war in der B.____ AG als Betriebsmitarbeiterin angestellt. Ab 
6. Februar 2017 arbeitete sie krankheitsbedingt nur noch in einem reduzierten Pensum und ab 
26. September 2017 attestierte ihr der behandelnde Hausarzt Dr. med. C.____, FMH Allgemeine 
Innere Medizin, dauerhaft eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Am 3. Januar 2018 (Posteingang) 
meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine Schwindelsymptomatik bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-

 

 
 
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Stelle) untersuchte in der Folge den gesundheitlichen und den erwerblichen Sachverhalt. Ge-
stützt auf ihre Abklärungsergebnisse lehnte sie das Leistungsbegehren der Versicherten – nach 
durchgeführtem Vorbescheidsverfahren – mangels Erfüllung des Wartejahrs mit Verfügung vom 
18. Dezember 2020 ab.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Tschopp, am 28. Januar 2021 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie be-
antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr ab Juni 2018 eine ganze 
Rente zuzusprechen. Eventualiter sei in Aufhebung des angefochtenen Entscheids ein gerichtli-
ches Obergutachten zur Klärung des Gesundheitszustands bzw. zur Ermittlung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit in Auftrag zu geben. Danach sei über ihren Rentenanspruch neu zu entschei-
den; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantrage sie die Einräumung des 
Replikrechts und die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen 
Verbeiständung mit Advokat Daniel Tschopp als Rechtsvertreter. Zur Begründung wurde im We-
sentlichen vorgebracht, dass sich die IV-Stelle in ihrem Entscheid auf eine unzureichende medi-
zinisch-theoretische Beurteilungsgrundlage stütze. Die Annahme im Gutachten der D.____ vom 
4. Juni 2019 und in dessen Ergänzungsschreiben vom 25. September 2019, wonach sie zu 90 % 
bzw. 100 % arbeitsfähig sei, verkenne ihre seit Jahren anhaltenden schweren gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen. Insbesondere weise das psychiatrische Teilgutachten in vielerlei Hinsicht 
eine ungenügende Beurteilung auf, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne.  
 
C. Mit Schreiben vom 4. März 2021 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um Bewilligung 
der unentgeltlichen Rechtspflege zurück. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 17. März 2021 beantragte die IV-Stelle unter Hinweis auf 
die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 18. Dezember 2020 und im Bericht des 
Regionalen Ärztlichen Diensts (RAD) vom 9. Februar 2021 die Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Mit Replik vom 7. Mai 2021 hielt die Beschwerdeführerin an ihren in der Beschwerde ge-
stellten Rechtsbegehren und den bisherigen Vorbringen fest. Gleichzeitig stellte sie dem Gericht 
verschiedene medizinische Berichte zu. Dazu liess sich die IV-Stelle mit Duplik vom 20. Mai 2021 
vernehmen. Unter Berücksichtigung der Ausführungen im Bericht des RAD vom 17. Mai 2021 
hielt sie an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
F. Die Beschwerdeführerin liess am 10. Juni 2021 einen Bericht der Klinik Schützen Rhein-
felden vom 11. Mai 2021 einreichen. Die IV-Stelle verzichtete auf eine Stellungnahme dazu (vgl. 
Eingabe vom 5. August 2021).  
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Januar 2022 kam das Kantonsgericht zum Schluss, 
dass dem Gutachten der D.____ vom 4. Juni 2019 und dessen Ergänzung vom 25. September 
2019 keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Der somatische Teil des Gutachtens sei 
zwar nicht zu beanstanden. Hingegen lägen Unsicherheiten und Unklarheiten hinsichtlich der Be-
urteilung des psychischen Gesundheitszustands der Versicherten vor. So bestünden erhebliche 

 

 
 
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Zweifel, ob dieser und die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutach-
tung durch Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zutreffend erfasst worden 
seien. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte nicht genügend be-
weiskräftig seien, sei eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
dene medizinische Aktenlage nicht möglich. Es stellte deshalb den Fall aus und ordnete ein psy-
chiatrisches Gutachten an. Als Gutachterin bestimmte es Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, als Gerichtsgutachterin. Das psychiatrische Fachgutachten wurde am 27. Juli 
2022 erstattet.  
 
H. Zum Gutachten liess sich die Beschwerdeführerin am 12. August 2022 vernehmen. Sie 
hielt an ihrem Antrag auf Ausrichtung einer ganzen Rente fest und führte im Wesentlichen aus, 
dass das Gerichtgutachten von Dr. F.____ vom 27. Juli 2022 umfassend, vollständig, nachvoll-
ziehbar und kohärent sowie in den einzelnen Punkten gut begründet sei. Es habe volle Beweis-
kraft, weshalb darauf abgestellt werden könne. Mit Eingabe vom 24. August 2022 teilte die IV-
Stelle mit, dass sie sich zum Gerichtsgutachten von Dr. F.____ vom 27. Juli 2022 nicht äussere. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde der Versicherten vom 28. Januar 2021 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 
E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 

 

 
 
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2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch eine Invalidenrente hat. 
Massgebend für diese Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 18. Dezember 2020. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss 
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie-
derungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. b). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % 
invalid ist.  
 
3.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 
1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Satz 2).  
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung 
setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkann-
ten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 
und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne 
weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Be-
einträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich 
unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die 
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten 
Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 
3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss 
BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Be-
weisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklärungen enden laut Bundesge-
richt stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand 

 

 
 
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der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen 
(BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.6 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 
V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
3.7 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Auf-
gabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimm-
ten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die 
Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 
überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung 
kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexper-
ten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage 
zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, 
sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schluss-
folgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 

 

 
 
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und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren 
Hinweisen). 
 
4.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 18. Dezember 2020 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gut-
achten der D.____ vom 4. Juni 2019 und dessen Ergänzung vom 25. September 2019. Die Gut-
achter der Fachdisziplinen Allgemeinmedizin, Orthopädie, Psychiatrie, Neurologie und 
Otorhinolaryngologie diagnostizierten in ihrer Konsensbeurteilung mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine intermittierende Schwindelsymptomatik bei einem Zustand nach benignem paro-
xysmalem Lagerungsschwindel und zentral kompensierter peripherer vestibulärer Funktionsstö-
rung rechts. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien unter anderem die leichte depressive 
Episode und das chronische zervikothorakale Schmerzsyndrom. In ihrer Beurteilung hielten die 
Gutachter fest, dass aus Sicht des Bewegungsapparats anamnestisch ein chronisch rezidivieren-
des Schmerzsyndrom vom Nacken- und Schultergürtel mit aktuell unauffälligem klinischem Be-
fund vorläge, welches die Arbeitsfähigkeit nicht beeinflusse. Otorhinolaryngologisch fände sich 
eine intermittierende Schwindelsymptomatik, welche zu einer leichten qualitativen Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit führe. So bestünde sowohl in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer adap-
tierten Verweistätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 90 %, vollschichtig realisierbar. 
Eine sturzgefährdende Tätigkeit sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer, 
neurologischer und allgemeinmedizinischer Sicht hätten keine Befunde mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit erhoben werden können. 
 
4.2 Diesem Gutachten mass das Kantonsgericht keine ausschlaggebende Beweiskraft zu 
(vgl. Beschluss vom 6. Januar 2022). Zwar sei der somatische Teil des Gutachtens nicht zu be-
anstanden. Daraus gehe nachvollziehbar hervor, dass die attestierte 10%ige Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit ihre Ursache in der otorhinolaryngologischen Beschwerdesymptomatik habe, 
weshalb darauf grundsätzlich abgestellt werden könne. Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. 
E.____ überzeuge hingegen nicht. Zusammengefasst wurde festgestellt, dass die 55-minütige 
Untersuchung trotz der reduzierten Sprachkenntnisse der Beschwerdeführerin ohne Beizug einer 
Dolmetscherin oder eines Dolmetschers durchgeführt worden sei. Zudem fände sich im Teilgut-
achten weder zu den aktuellen Leiden noch zu den biografisch einschneidenden Erlebnissen eine 
vertiefte oder differenzierte Auseinandersetzung. Auch sei der klinische Befund unzureichend er-
hoben worden und der Frage einer somatoformen Schmerzstörung sei Dr. E.____ nicht nachge-
gangen. Weiter habe er sich nicht mit den Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt 
und auf eine Indikatorenprüfung verzichtet. Insgesamt erwies sich das psychiatrische Teilgutach-
ten von Dr. E.____ als unvollständig und ungenügend, weshalb diesem kein hinreichender Be-
weiswert zukomme.  
 
4.3 Da auch die übrigen Akten keine verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlage bil-
deten, ordnete das Kantonsgericht ein psychiatrisches Gerichtsgutachten an und bestimmte Dr. 
F.____ als Gutachterin. In ihrem Gutachten vom 27. Juli 2022 diagnostizierte sie eine komplexe 

 

 
 
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posttraumatische Belastungsstörung, die in der ICD-10 einer kombinierten Persönlichkeitsstö-
rung gemäss F61 entspreche, mit vorwiegend ängstlich-vermeidenden bzw. vermeidend-selbst-
unsicheren bzw. paranoiden Anteilen. Zudem ging die Gutachterin im Untersuchungszeitpunkt 
von einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig schwerer Episode gemäss ICD-
10 F33.2 aus. Dr. F.____ wies im Rahmen der psychopathologischen Befunderhebung auf eine 
bewusstseinsklare und allseits orientierte Beschwerdeführerin hin. Sie habe mit der Auffassung 
nur punktuell Mühe gehabt, wobei es dabei offensichtlich nicht um das Sprachverständnis gegan-
gen sei, sondern um Fragen, welche den Umgang mit der Trauer und dem Abschied vom Sohn 
zu tun gehabt hätten. Hinweise auf Konzentrationsstörungen habe es in der Untersuchung nur 
diskret gegeben und Merkfähigkeitsstörungen lägen nicht vor. Der Gedankengang sei teils knapp 
und karg, teils weitschweifig, teils assoziativ aufgelockert und teils leicht verlangsamt. Sie leide 
vor dem Einschlafen an schwerem Grübeln und Gedankenkreisen. Im Kontext des Tagesablaufs 
und der verschiedenen Depersonalisationsphänomene werde deutlich, dass sie auch während 
der meisten Zeit des Tages in ihren Gedanken versinke. Der Gedankengang sei schwer einge-
engt auf den Tod des Sohns, die Sorge um die Kinder und nach wie vor auf schwere Selbstvor-
würfe, dass sie den Sohn nicht habe retten können. Sie berichte, Menschenmengen und generell 
Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden. Ebenso meide sie es, sich aktiv zu bewegen. 
Flashbacks gebe sie nicht an, aber intrusive Gedanken um den Tod des Sohns sowie punktuell 
auch um andere widerfahrene Traumata und belastende Lebensereignisse. Zwänge oder 
Zwangshandlungen im Form von Wasch- oder Putzzwängen erkannte Dr. F.____ ebenso wenig 
wie inhaltliche Denkstörungen oder Wahn. Sie gab an, dass aus ihrer Wahrnehmung die Versi-
cherte in Gestik und Mimik sowie ihren Äusserungen ausgeprägt depressiv herabgestimmt, epi-
sodisch deutlich spürbar angespannt, latent aggressiv bis wütend und ausgeprägt misstrauisch 
sei. Die Grundängstlichkeit sei deutlich erhöht gewesen und Hoffnung sei kaum mehr vorhanden 
gewesen zu sein. Die Affektlabilität sei während der Untersuchung ausgeprägt, die Schwingungs-
fähigkeit deutlich eingeschränkt sowie zum depressiven Pol hin verschoben und die Vitalgefühle 
seien sämtliche massiv reduziert gewesen. Eine motorische Unruhe habe sich auch in der aktu-
ellen Untersuchung abgebildet. Der soziale Rückzug sei schwer ausgeprägt. Es gebe keine 
Fremdaggressivität, aber verbal zum Ausdruck gebrachte Gereiztheit im Umgang mit ihren Fami-
lienangehörigen, welche sich auch punktuell in der Untersuchung abgezeichnet habe. Eine akute 
Suizidalität läge nicht vor, aber kontinuierlich ausgeprägte passive Todeswünsche im Sinne einer 
Todessehnsucht. Die Tagesmüdigkeit sei deutlich erhöht und der Appetit werde als reduziert an-
gegeben. Im Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin wies Dr. F.____ 
darauf hin, dass weder aufgrund der Biographie noch unter Berücksichtigung der Einträge im 
Individuellen Konto Hinweise für eine mangelnde Leistungsmotivation bestünden. Für die Beur-
teilung der Leistungsfähigkeit stützte sich die Gutachterin auf die Ergebnisse des Mini-ICF-APP 
ab. Sie kam dabei zum Schluss, dass die Versicherte in den für die berufliche Funktion relevanten 
Fähigkeiten eingeschränkt sei. Erhalten sei die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen; 
mittelschwer eingeschränkt seien die Kompetenz- und Wissensanwendung; mittelschwer bis 
schwer eingeschränkt seien die Mobilität und die Verkehrsfähigkeit. Die übrigen Fähigkeiten 
seien mindestens schwer eingeschränkt und die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sei na-
hezu aufgehoben. Die Einschränkungen würden auch den privaten Bereich in ausgeprägter 
Weise (insbesondere die Fähigkeit zu engen dyadischen Beziehungen) betreffen. Aufgrund die-

 

 
 
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ser Erhebungen und einer umfassenden Besprechung der Standardindikatoren kam die Gutach-
terin zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Arbeit und in einer angepass-
ten Verweistätigkeit ab 6. Februar 2017 zunächst schwankend zwischen 50 % und 100 % sowie 
ab 26. September 2017 dauerhaft zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die dafür notwendigen Fähigkei-
ten seien weit überwiegend schwer eingeschränkt. Sie sei selbst in der vertrauten häuslichen 
Umgebung nur sehr eingeschränkt und für kurze Zeit in der Lage, ihre Aufmerksamkeit auf eine 
Tätigkeit zu fokussieren. Von Seiten der behandelnden Ärzte bestehe hierüber seit Jahren kein 
Zweifel. Die anderslautenden Beurteilungen durch die Vorgutachter stünden nach Auffassung 
von Dr. F.____ teils in Zusammenhang mit der sprachlichen Verständigung und im Weiteren in 
direktem Zusammenhang mit der unvollständigen Diagnostik sowie der daraus resultierenden 
unzureichenden Beurteilungsgrundlage.  
 
5.1 Nach Würdigung der medizinischen Aktenlage kommt das Gericht zum Schluss, dass das 
Gutachten von Dr. F.____ vom 27. Juli 2022 die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein be-
weistaugliches Gutachten vollumfänglich erfüllt. Die Gutachterin hat die Versicherte eingehend 
untersucht und die Vorakten vollständig aufgelistet. Die Anamnese in ihrem sehr sorgfältig er-
stellten Gerichtsgutachten zeigt auf, dass die Versicherte zu ihrem Gesundheitszustand und der 
Entwicklung der Krankheit eingehend befragt und einlässlich auf ihre Beschwerden eingegangen 
worden ist. Die Anamnese beruht nicht nur auf einer Befragung der Versicherten, sondern auch 
auf einem Gespräch mit dem Ehemann während der Untersuchung und den Drittauskünften des 
behandelnden Hausarztes Dr. C.____ vom 27. Juli 2022. Dadurch ergibt sich ein umfassendes 
Bild über die Persönlichkeit der Versicherten. Zudem leitet die Gutachterin die psychiatrischen 
Diagnosen sehr detailliert und überzeugend her. Ferner befasst sie sich mit den in den Akten sich 
befindenden anderslautenden Gutachten und begründet nachvollziehbar, weshalb darauf nicht 
abgestellt werden kann. Ihre Beurteilung leuchtet sodann in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Gründe, von dieser de-
tailliert begründeten Einschätzung abzuweichen, sind keine ersichtlich. Nachdem bis zum Erlass 
des Gerichtsgutachtens nach Lage der zuvor vorhandenen Akten Widersprüche und Unklarheiten 
bestanden hatten (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 6. Januar 2022), ist nunmehr gemäss 
den ebenso profunden wie umfangreichen Erläuterungen im Gerichtsgutachten erstellt, dass bei 
der Versicherten keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr besteht. 
Das Kantonsgericht gelangt daher zum Schluss, dass das Gutachten von Dr. F.____ sowohl for-
mal als auch inhaltlich nicht zu beanstanden ist. Es ist überzeugend, schlüssig und nachvollzieh-
bar begründet, weshalb darauf abzustellen ist. Diese Einschätzung wird auch von den Parteien 
nicht bestritten.  
 
5.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die 
versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b; vgl. oben E. 3.1). Zudem bestimmt Art. 29 Abs. 1 
IVG, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendma-
chung des Leistungsanspruchs entsteht. Dr. F.____ führte aus, dass die komplexe posttraumati-
sche Belastungsstörung bzw. deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seit 6. Februar 2017 
zunächst schwankend gewesen sei und eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis 100% verursacht 
habe; ab 26. September 2017 attestierte sie der Beschwerdeführerin dauerhaft eine vollständige 

 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit. Folglich hat die Beschwerdeführerin das Wartejahr erfüllt und sechs Monate 
nach Anmeldung zum Leistungsbezug vom 3. Januar 2018 (Eingang bei IV-Stelle), d.h. ab 1. Juli 
2018, Anspruch auf eine ganze Rente. Demgemäss ist die gegen die Verfügung vom 18. Dezem-
ber 2020 erhobene Beschwerde gutzuheissen. 
 
6.1 Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei 
Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, 
setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrah-
mens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-
Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. Der Beschwer-
deführerin wird der bereits geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
6.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu über-
nehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so 
übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs 
unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das 
Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung 
der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage 
käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten 
der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung dem Versicherer aufzuerlegen. Dies 
sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus 
vereinbar (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Vorliegend ist das Gericht anlässlich seiner ersten Urteils-
beratung vom 6. Januar 2022 zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid in der Angelegenheit 
gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich ist. Es hat deshalb beschlossen, den 
Fall auszustellen und zur weiteren Klärung des medizinischen Sachverhalts ein psychiatrisches 
Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung gezeigt 
hat, war das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von Dr. F.____ vom 27. Juli 2022 für eine 
abschliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der geschil-
derten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten der Begutachtung der IV-
Stelle aufzuerlegen. Diese Kosten belaufen sich insgesamt auf Fr. 10'315.80; sie setzen sich 
zusammen aus der Honorarrechnung von Dr. F.____ vom 27. Juli 2022 im Betrag von Fr. 9'525.-
- für die Erstellung des Gutachtens, den Kosten für die Laboruntersuchung in der Höhe von Fr. 
319.60 und die Bemühungen der Dolmetscherdienste der Caritas Zentralschweiz von Fr. 471.20 
(vgl. Rechnung vom 22. August 2022).  
 
6.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicherten hat in seinen Hono-
rarnoten vom 20. August 2021 und vom 14. Oktober 2022 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand insgesamt 20 Stunden und 45 Minuten geltend gemacht, welcher sich in Anbetracht 

 

 
 
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der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist 
zum in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Die geltend gemachten Auslagen in Höhe von Fr. 
237.-- sind ebenfalls angemessen und nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführerin ist deshalb 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'842.15 (20.75 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen 
von Fr. 237.-- zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. Dezember 2020 aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Juli 2018 Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 10'315.80 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 5'842.15 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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