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**Case Identifier:** 082c4fa7-ba54-52af-8056-85857534d636
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.04.2015 200 2014 399
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-399_2015-04-15.pdf

## Full Text

200 14 399 UV
KOJ/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. April 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________, Fürsprecher C.________ 
Beschwerdeführer

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Bundesgerichtsentscheid vom 16. April 2014 (Rückweisung an Vorinstanz 
UV/2012/1187)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2015, UV/14/399, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitete seit Juni 2006 als … für die D.________ und war dadurch bei der 
Visana Versicherungen AG (Visana bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die 
Folgen von Unfällen versichert (Dossier der Visana, act. II 2). Am 26. Au-
gust 2006 stürzte er auf der Treppe in der Bahnhofunterführung in … (act. 
II 2, 13). Dabei erlitt er ein schweres Schädelhirn-Trauma mit shearing inju-
ry und multiplen Gesichtsschädelfrakturen rechts (act. II 22). Die Visana 
erbrachte die Versicherungsleistungen. 

Ab 2007 wurde ein Arbeitsversuch des Versicherten in seiner angestamm-
ten Tätigkeit durchgeführt (act. II 24, 28, 32). Am 4. Februar 2008 erfolgte 
eine Untersuchung im Spital E.________ (Bericht vom 7. Februar 2008 
[act. II 34]). 

B.

Im Januar 2008 erfolgte die Meldung zur Früherfassung bei der IV-Stelle 
Bern (IVB; Akten der IVB, act. III 1) und im März 2008 meldete sich der 
Versicherte an. Nach Abklärungen stellte die IVB mit Vorbescheid vom 
26. August 2008 ab dem 1. August 2007 eine Viertelsrente in Aussicht (act. 
III 30). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die F.________, 
am 23. September 2008 Einwände (act. III 42). 

Nachdem dem Versicherten per 31. Oktober 2008 die angestammte Ar-
beitsstelle gekündigt worden war (vgl. act. II 40), erfolgten Abklärungen im 
Zentrum G.________ (G.________; Bericht vom 5. Juni 2009 [act. III 63]) 
und in der Abklärungsstelle H.________ zur Beurteilung der Belastbarkeit 
für eine Umschulung zum … (Bericht vom 10. Juli 2009 [act. III 67]). Weiter 
wurde eine neuropsychologische Abklärung im Spital I.________ durchge-
führt (Bericht vom 31. Juli 2009 [act. III 71]). 

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Vom 1. August 2009 bis 30. Juli 2011 absolvierte der Versicherte eine Leh-
re als … in der Abklärungsstelle H.________ (act. III 100, 101; Lehrzeugnis 
vom 5. Juli 2011 [act. III 116]), dabei arbeitete er 6 Stunden pro Tag, was 
einem Pensum von 74 % entsprach (act. III 100 S. 2). Seit dem 12. Sep-
tember 2011 ist der Versicherte für die J.________ tätig (act. III 103, 104, 
112; Arbeitsvertrag nach Einarbeitung [act. III 125]). Mit Verfügung vom 7. 
Dezember 2011 sprach die IVB dem Versicherten – nach erfolgtem Vorbe-
scheidverfahren (act. III 111) – bei einem Invaliditätsgrad von 54 % ab dem 
1. August 2007 eine halbe IV-Rente zu (act. III 121).

Im Rahmen einer Revision im Februar 2012 (act. III 129) stellte die IVB – 
gestützt auf das von der Visana eingeholte interdisziplinäre MEDAS-
Gutachten vom 29. Juni 2012 (act. III 144.3) – mit Vorbescheid vom 
25. Oktober 2012, bei einem Invaliditätsgrad von 37 %, die Einstellung der 
IV-Rente in Aussicht (act. III 147). Hiergegen erhob der Versicherte, vertre-
ten durch B.________, Einwände (act. III 149). Nach einer Stellungnahme 
von Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie FMH, Regionaler Ärzt-
licher Dienst (RAD), vom 7. Februar 2013 (act. III 155) und nach Einholung 
der Lohnangaben von der J.________ (act. III 158) stellte die IVB mit neu-
em Vorbescheid vom 27. Februar 2013, bei einem Invaliditätsgrad von 72 
%, ab dem 1. Januar 2012 die Zusprechung einer ganzen IV-Rente in Aus-
sicht (act. III 160).

C.

Nachdem die Visana eine interdisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS 
L.________ veranlasst hatte (MEDAS-Gutachten vom 29. Juni 2012 [act. II 
71]), sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 27. Juli 2012 eine 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 25 % zu (act. II 
77). Mit Verfügung vom 25. September 2012 stellte sie die Heilungskosten 
per 13. Juni 2012 ein (Ziff. 1). Weiter lehnte sie nach Prüfung der Voraus-
setzungen in Bezug auf den Unfall vom 26. August 2006 den Anspruch des 
Versicherten auf eine UV-Rente ab (Ziff. 2). Sie gewährte dem Versicherten 
zur beruflichen Neuorientierung vom 14. Juni 2012 bis zum 28. Februar 
2013 ein Übergangstaggeld aufgrund eines Taggeldansatzes von Fr. 36.15 

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(Ziff. 3; act. II 87). Die hiergegen erhobene Einsprache (act. II 89) wies die 
Visana mit Einspracheentscheid vom 8. November 2012 ab (act. II 93).

Die dagegen am 12. Dezember 2012 vom Versicherten, vertreten durch 
Fürsprecher C.________, B.________, erhobene Beschwerde hiess das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 8. Oktober 2013 gut, 
hob den angefochtenen Einspracheentscheid der Visana vom 8. November 
2012 auf und sprach dem Versicherten ab dem 14. Juni 2012 eine Rente 
der Unfallversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 45 % zu 
(UV/2012/1187).

Die hiergegen am 8. November 2013 erhobene Beschwerde der Visana 
hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 16. April 2014 teilweise gut, hob 
den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Oktober 
2013 (UV/2012/1187) auf und wies die Sache zu neuem Entscheid an die 
Vorinstanz zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen 
(8C_798/2013). Das kantonale Gericht wurde zur Einholung einer polydis-
ziplinären Begutachtung zur Klärung der Restarbeitsfähigkeit aufgefordert 
(E. 7).

D.

Mit Verfügung vom 28. Mai 2014 stellte der Instruktionsrichter die Einho-
lung eines polydisziplinären (Neurologie, Neuropsychologie und Psychia-
trie) Gutachtens bei der MEDAS M.________ in Aussicht und forderte die 
Parteien bis am 27. Juni 2014 auf, allfällige Einwendungen hiergegen vor-
zubringen, zum Fragenkatalog Stellung zu nehmen und allfällige Ergän-
zungsfragen zu beantragen.

Am 26. Juni 2014 teilte die Visana mit, dass sie keine Einwendungen habe 
gegen eine Begutachtung des Versicherten bei der MEDAS M.________. 
Seitens des Versicherten erfolgte keine Stellungnahme.

Mit Verfügung vom 2. Juli 2014 erteilte der Instruktionsrichter der MEDAS 
M.________ den Begutachtungsauftrag und ersuchte sie den Begutach-
tungstermin sowie die Namen der einzelnen Sachverständigen mitzuteilen. 

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Zudem forderte er die Parteien auf, nach Bekanntgabe der Namen der 
Sachverständigen allfällige Ablehnungsgründe unverzüglich mitzuteilen. 
Solche wurden daraufhin nicht geltend gemacht.

Die MEDAS M.________ reichte in der Folge das polydisziplinäre Gutach-
ten ein (MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014 in den Verfahrensakten 
UV/2014/399).

Am 26. November 2014 verzichtete die Visana auf eine Stellungnahme 
zum Gutachten.

In der Stellungnahme vom 9. Dezember 2014 hielt der Rechtsvertreter des 
Versicherten fest, das Gutachten bestätige, dass beim Invalideneinkommen 
auf das zurzeit effektiv erzielte Einkommen abzustellen sei.

Mit Schreiben vom 25. März 2015 wies der Instruktionsrichter die Be-
schwerdegegnerin darauf hin, es stelle sich vorliegend die Frage, ob die 
Kosten des MEDAS-Gutachtens vom 4. November 2014 allenfalls dem 
Versicherungsträger aufzuerlegen seien. Auf die ihr gewährte Möglichkeit 
einer Stellungnahme hat die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 
14. April 2015 verzichtet.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht hat sich aufgrund des kassatorischen Ent-
scheids des Bundesgerichts vom 16. April 2014, 8C_798/2013, mit der vor-
liegenden Sache zu befassen. Damit erübrigt sich eine erneute Prüfung der 
Sachurteilsvoraussetzungen.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet – nach teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde und Rückweisung der Sache zu neuer Abklärung und Entscheid 
über den Rentenanspruch – nach wie vor der Einspracheentscheid der 
Visana vom 8. November 2012 (act. II 93).

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Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der obligatorischen Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid 
(Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 
UVG).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

Der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung stimmt mit demjenigen 
in der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärversicherung 
grundsätzlich überein, weshalb die Schätzung der Invalidität, auch wenn 
sie für jeden Versicherungszweig grundsätzlich selbstständig vorzunehmen 
ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum sel-
ben Ergebnis führen muss (BGE 129 V 222 E. 4.2 S. 223, 127 V 129 E. 4d 
S. 135). Die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs entbindet die verschie-
denen Sozialversicherungsträger nicht davon, die Invaliditätsbemessung in 
jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls dürfen sie 
sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des von ei-
nem anderen Versicherer festgelegten Invaliditätsgrades begnügen 
(BGE 133 V 549 E. 6.1 S. 553).

Die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung entfaltet gegenüber 
dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung. Der Unfallversicherer ist 

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mangels "Berührtseins" im Sinne von Art. 49 Abs. 4 ATSG nicht zur Ein-
sprache gegen die Verfügung oder zur Beschwerde gegen den Einspra-
cheentscheid der IV-Stelle über den Rentenanspruch als solchen oder den 
Invaliditätsgrad berechtigt (BGE 131 V 362 E. 2.2 S. 366).

2.3 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied 
zur Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätig-
keitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleiben-
de Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5 Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach konstanter Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen 
Experten ab, deren Aufgabe gerade darin besteht, ihre Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn 
die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, von unzutreffenden Sachver-
haltshypothesen ausgeht (BGE 119 V 335 E. 4c S. 346) oder wenn ein vom 
Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern 

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Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann zudem 
gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit 
des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprü-
fung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 
Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b aa S. 352; Entscheid des 
BGer vom 18. Juli 2014, 8C_834/2013, E. 3.2).

3.

3.1 Gestützt auf den Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts vom 
16. April 2014 (8C_798/2013) wurde die verbleibende Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers gutachterlich abgeklärt: Die Exper-
ten diagnostizierten im MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014 (Verfah-
rensakten UV/2014/399) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Unfallfol-
gen) ein organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma (ICD-10 
F07.2) vom 26. August 2006 mit reduzierter Belastbarkeit und erhöhter 
Ermüdbarkeit und einen Status nach Schädel-Hirntrauma am 26. August 
2006 mit MR-tomographisch dokumentierten Hirnverletzungen im Sinne 
von shearing injuries und einer Einschränkung der Feinmotorik der rechten 
Hand (S. 17). Zu den unfallbedingten Beeinträchtigungen führten die Gut-
achter aus, es bestehe eine geistig-psychische Minderbelastbarkeit mit 
Beeinträchtigung von Affektregulation, Ausdauer, Konzentrationsvermögen 
und Umstellfähigkeit. Es bestehe eine leichte psychomotorische Verlang-
samung. Der Beschwerdeführer sei aber in der Lage, Tätigkeiten durch-
schnittlicher geistiger Art mit durchschnittlicher Verantwortung, ohne be-
sonderen Zeitdruck, regelmässig an fünf Tagen in der Woche in einem Ma-
ximalpensum von sechs Stunden täglich zu verrichten. Gegebenenfalls 
seien einzelne zusätzliche Pausen intermittierend notwendig, um eine Re-
generation zu ermöglichen. Wegen der leichten Störung der Feinmotorik 
der rechten Hand seien Tätigkeiten, die feinmotorische Fähigkeiten erfor-
derten, bei diesem Rechtshänder nicht möglich, z.B. sei von einer Verlang-
samung bei feinmotorischen Tätigkeiten als … auszugehen (S. 22). In der 
Synthese aus allen untersuchten Fachgebieten (psychiatrisch, neuropsy-

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chologisch und neurologisch) hielten die Gutachter im Wesentlichen fest, 
dass aus neurologischer Sicht Einschränkungen der Feinmotorik beschrie-
ben würden, ferner im Alltag relevante hirnorganische Beeinträchtigungen. 
Aus psychiatrischer Sicht stehe ein organisches Psychosyndrom nach 
Schädel-Hirn-Trauma im Vordergrund (S. 17). Aus neuropsychologischer 
Sicht habe der im psychiatrischen Gutachten gewonnene Eindruck 
bestätigt und weiter quantifiziert werden können (S. 18). Bezüglich der Ar-
beitsfähigkeit hielten die Experten fest, es bestehe für jegliche Tätigkeit 
eine maximal mögliche Präsenzzeit von sechs Stunden täglich, möglichst 
aufgeteilt in zwei Blöcke. Bezüglich zusätzlicher Leistungseinschränkung 
bestünden Unterschiede je nach Tätigkeit. Für die aktuell ausgeführte 
Tätigkeit bei der Firma J.________ bestehe keine zusätzliche Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit. Integral sei diesbezüglich von einer totalen 
Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen (S. 18, 22, 23). Für die Tätigkeit als 
… sei von einer zusätzlichen Einschränkung von 20  % auszugehen. Dabei 
sei bei der Beurteilung erschwerend, dass der Beschwerdeführer die Aus-
bildung unter geschützten Bedingungen ausgeführt habe und er diese 
Tätigkeit nie in freier Wirtschaft ausgeübt habe. Medizinisch-theoretisch sei 
die Tätigkeit als … zu 56 % zumutbar (AB 18, 22, 23). Die Einschränkung 
für die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit als … sei noch schwieriger ein-
zuschätzen. Die Arbeit habe nicht weitergeführt werden können, weil der 
Beschwerdeführer die notwendige Leistung nicht mehr habe erbringen 
können. Es sei deshalb eine Umschulung zum … durchgeführt worden. Es 
sei für die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit als … von einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von (mindestens) 50 % auszugehen (S. 18, 19, 
22, 23). Die derzeitige Arbeitsfähigkeit sei im Sommer 2011 erreicht gewe-
sen (S. 19, 24). Mit einer wesentlichen Besserung sei nicht zu rechnen 
(S. 20).

3.2 Das MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014 sowie die Teilgut-
achten erfüllen die Anforderung der Rechtsprechung an Expertisen (E. 2.4 
hiervor) und erbringen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Es ist erstellt, dass keine unfallfremden Beeinträchtigungen vorliegen, ins-
besondere hat der Cannabis-Konsum des Beschwerdeführers keinen Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, 
S. 21, 24). Die Experten bezeichneten Tätigkeiten einfacher bis durch-

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schnittlicher geistiger Art mit geringer bis durchschnittlicher Verantwortung 
für zumutbar, exklusiv solche, die feinmotorische Fähigkeiten erfordern 
(MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, S. 19). Diese Beurteilung, 
unter Berücksichtigung der leichten Störung der Feinmotorik an der rechten 
Hand (vgl. neurologisches Teilgutachten vom 29. Juni 2014, S. 42 Ziff. 5), 
überzeugt. 

Es ist weiter unter Beachtung dieses Profils erstellt, dass dem Beschwerde-
führer in der aktuell ausgeführten Tätigkeit für die J.________, bei welcher 
der Beschwerdeführer berufsunspezifische Arbeiten verrichtet (… etc.; 
MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, S. 16), eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 % zumutbar ist (sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche 
ohne zusätzliche Leistungseinschränkung [MEDAS-Gutachten vom 4. No-
vember 2014, S. 18]; vgl. auch act. II 78). Auch die Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit in der Tätigkeit als … von 56 % (sechs Stunden pro Tag an 
fünf Tagen pro Woche mit einer zusätzlichen Leistungseinschränkung von 
20 % [MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, S. 18]) ist schlüssig. 

Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit als … 
von „mindestens“ 50 % (zeitlich sechs Stunden pro Tag) ist auch nachvoll-
ziehbar. Dabei gingen die Gutachter davon aus, dass die Einschränkung 
„noch schwieriger“ einzuschätzen sei als jene für den …, denn der Be-
schwerdeführer erbrachte nach dem Unfall bei einem Arbeitsversuch die 
notwendige Leistung nicht mehr und es wurde eine Umschulung durchge-
führt. Die Ausführungen der Experten dazu sind nachvollziehbar und stim-
men mit den Akten überein. Die Aussage, es bestehe „mindestens“ eine 
um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit als 
…, ist indessen sehr vage, bleibt doch theoretisch eine Einschränkung von 
50 bis 100 % möglich. Für den Einkommensvergleich müssen die beiden 
Erwerbseinkommen, mithin auch das Invalideneinkommen, aber möglichst 
genau ermittelt werden (BGE 128 V 29 E. 1 S. 30). Angesichts des für die 
Tätigkeit als … sehr offen formulierten Leistungsprofils (vgl. Abklärungsbe-
richt des Zentrums G.________ [G.________] vom 5. Juni 2009 [act. III 
63]) ist eine zuverlässige Ermittlung des IV-Grades auf dieser Basis nicht 
gewährleistet (vgl. auch SVR 2003 IV Nr. 11 E. 2.5 in fine). Diese Tätigkeit 
fällt somit vorliegend für die Invaliditätsbemessung ausser Betracht.

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4.

4.1 Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede-
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 
dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

Die Beschwerdegegnerin nahm den Fallabschluss per 14. Juni 2012 vor 
und stellte die Heilungskosten ein (vgl. Verfügung vom 25. September 2012 
[act. II 87]). Damit sind für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im 
Jahr 2012 massgebend. Daran ändert auch das MEDAS-Gutachten vom 
4. November 2014 nichts, denn die Gutachter gehen davon aus, dass nach 
Abschluss der Umschulung zum … im Sommer 2011 der jetzige Zustand 
erreicht gewesen sei (vgl. S. 21).

4.2

4.2.1 Gemäss Rechtsprechung ist das Valideneinkommen in der Unfall-
versicherung unabhängig davon zu bestimmen, ob die versicherte Person 
vor dem Unfall ihre Arbeitskraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat 
(BGE 119 V 475 E. 2b S. 481). Diesem Faktor wird nämlich bereits dadurch 
Rechnung getragen, dass aufgrund des geringeren versicherten Verdiens-
tes eine bloss teilzeitlich tätige Person eine kleinere Rente erhalten wird, 
als eine vollzeitlich erwerbstätige. Bei der Festlegung des hypothetischen 
Valideneinkommens ist somit von einer vollzeitlich erwerbstätigen Person 
auszugehen, die hinsichtlich Fähigkeiten, Ausbildung, Alter und örtlicher 
Verhältnisse mit der versicherten Person vergleichbar ist (BGE 135 V 287 
E. 3.2 S. 289).

4.2.2 Die Beschwerdegegnerin ging beim Valideneinkommen von 
Fr. 4‘025.-- pro Monat für das Jahr 2006 aus (act. II 87 S. 2). Dies ent-
spricht den Angaben im Jahreslohnkonto (act. II 79) und den Angaben des 
Personaldienstes der D.________ vom 31. August 2012 (act. II 83). Dem 
Beschwerdeführer wurden zudem Pauschalspesen von Fr. 500.-- ausge-

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richtet (vgl. Jahreslohnkonto [act. II 87 S. 2]). Im Rückweisungsentscheid 
vom 16. April 2014 (8C_798/2013, E. 8) ging das Bundesgericht auf die 
Invaliditätsberechnung im Verfahren UV/2012/1187 nicht ein; es warf je-
doch die Frage auf, ob die Spesenentschädigung eine versteckte Lohnaus-
schüttung darstelle, welche allenfalls bei der Berechnung des Validenein-
kommens Beachtung finden müsste. Diese Frage wurde bereits mit Urteil 
des Verwaltungsgericht des Kantons Bern vom 8. Oktober 2013 
(UV/2012/1187, E. 4.3.1) bejaht, indem die fraglichen Spesen für das Vali-
deneinkommen berücksichtigt wurden. Dieser Schluss ergibt sich vorab 
aus den Angaben des damaligen Arbeitgebers, wonach sich das Monats-
einkommen des Beschwerdeführers pro 2006 bei einer 50 %igen Tätigkeit 
auf Fr. 2‘262.50 belief, was Fr. 4‘525.-- bei einer 100 %igen Tätigkeit ent-
spricht, somit Fr. 4‘025.-- plus Fr. 500.-- Spesenzahlung. Für das Jahr 2008 
wurde ein Einkommen von Fr. 2‘841.-- bei einer 60 %igen Tätigkeit, ent-
sprechend Fr. 4‘735.-- bei einer Vollzeittätigkeit angegeben (act. III 11 
Ziff. 7, 12, 14, 16). Auf diesen Einkommen wurden denn auch die AHV-
Beiträge erhoben (act. III 11 Ziff. 20); es ist nicht davon auszugehen, dass 
eine reine Unkostenentschädigung vorliegt, denn diese würde AHV-
rechtlich nicht zum massgebenden Lohn gehören (Art. 9 Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 
1947 [AHVV; SR 831.101]). Auf dieses Einkommen hat auch die IV-Stelle 
Bern abgestellt, indem sie für das Jahr 2008 ein Valideneinkommen von 
Fr. 61‘555.-- (Fr. 4‘735.-- x 13) ermittelte (act. III 111 S. 4, act. III 147 S. 3).

Es ist somit an der Berechnung des Valideneinkommens aufindexiert auf 
das Jahr 2012 von Fr. 64‘646.-- (vgl. act. III 147 S. 3, 160 S. 4) – wie sie 
bereits mit Urteil vom 8. Oktober des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern (UV/2012/1187, E.4.3.1) vorgenommen wurde – festzuhalten.

4.3 Bezüglich des Invalideneinkommens ist das Folgende erstellt: 
Gemäss den Gutachtern ist die aktuell ausgeübte Tätigkeit für die Firma 
J.________ zu sechs Stunden pro Tag ohne Einschränkung (Arbeitsfähig-
keit von 70 %) zumutbar (MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, S. 
18, 22). Es ist somit eine angepasste Verweistätigkeit und der Beschwerde-
führer kann gemäss den Gutachtern seine verbleibende Fähigkeit in einer 
anderen Tätigkeit nicht besser verwerten (MEDAS-Gutachten vom 4. No-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2015, UV/14/399, Seite 13

vember 2014, S. 23 f.). Angesichts des geringen Einkommens, welches der 
Beschwerdeführer dabei verdient (der anfängliche Bruttolohn von 
Fr. 2‘200.-- wurde in der Zwischenzeit auf Fr. 1‘800.-- bzw. Fr. 1‘400.-- [vgl. 
MEDAS-Gutachten vom 4. November 2014, S. 16; vgl. auch act. III 156, 
158] gesenkt, was ein jährliches Einkommen von Fr. 23‘400.-- bzw. von Fr. 
18‘200.-- ergibt), kann dieses jedoch beim Einkommensvergleich nicht als 
Invalideneinkommen berücksichtigt werden. Vielmehr ist ein Einkommen, 
welches der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als … (bezeichnet seit 2008 
als …; vgl. act. II 80) erzielen könnte, beizuziehen. Im Jahr 2011, d.h. nach 
der Umschulung, hätte der Versicherte als 40-jähriger ein Einkommen von 
Fr. 65‘200.-- erzielen können (Lohnerhebung 2010/2011 der … [act. II 81]). 
Bei einer Arbeitsfähigkeit von 56 % (vgl. E. 3.2 hiervor) resultiert ein Ein-
kommen von Fr. 36‘512.--, aufindexiert auf das Jahr 2012 (vgl. E. 4.1 hier-
vor) ergibt dies ein Einkommen von Fr. 36‘584.-- (Fr. 36‘512.-- /100.9 x 
101.1 [Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011-2013, Sektor 2 Produktion, 
Bst. CH, Ziff. 24/25 Metallerzeugung; Herstellung von Metallerzeugnissen]). 
Es ist beim Invalideneinkommen auf dieses höhere Einkommen, das der 
Beschwerdeführer in der Tätigkeit als … erzielen könnte, abzustellen.

4.4 Im Einkommensvergleich resultiert bei einem Valideneinkommen 
von Fr. 64‘646.-- (E. 4.2.2 hiervor) und einem Invalideneinkommen von 
Fr. 36‘584.-- (E. 4.3 hiervor) eine Erwerbseinbusse von Fr. 28‘062.-- und 
damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 43 %.

Der Beschwerdeführer hat somit ab dem 14. Juni 2012 (vgl. E. 4.1 hiervor) 
Anspruch auf eine UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 43 %. Bei der 
Auszahlung der Rente werden allfällig bereits ausbezahlte Übergangs-
Taggelder (vgl. Verfügung vom 25. September 2012 Ziff. 3 [act. II 87]; vgl. 
auch act. II 94, 95) zu berücksichtigen sein.

4.5 In Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Visana Versicherungen AG vom 8. November 2012 auf-
zuheben und dem Beschwerdeführer ist ab dem 14. Juni 2012 eine Rente 
der Unfallversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 43 % zuzusprechen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2015, UV/14/399, Seite 14

5.

5.1 Das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt ist für die Parteien grundsätzlich kostenlos (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG). Näher zu prüfen ist hier indes, wer die Kosten des 
MEDAS-Gutachtens vom 4. November 2014 zu tragen hat; die Kosten ei-
ner solchen Beweismassnahme gehören praxisgemäss zu den 
Verfahrenskosten (vgl. SVR 2013 IV Nr. 1 S. 1 E. 3; Entscheid des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 7. Mai 2001, U 36/01, 
E. 2a).

Im Sozialversicherungsverfahren übernimmt der Versicherungsträger die 
Kosten einer Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er 
keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, 
wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich 
waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden 
(Art. 45 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung können die Kosten eines 
Gerichtsgutachtens dem Unfallversicherer auferlegt werden, wenn die 
Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen 
Punkten nicht ausreichend beweiswertig sind, und zur Durchführung der 
vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die 
Wahrung der Verfahrensfairness entfällt (BGE 139 V 225 E. 4.3 S. 226 f. 
mit Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 4.4.1 und 4.4.2 S. 263 ff.). Diese 
Regelung ist auch vorliegend massgebend. Das fragliche MEDAS-
Gutachten wurde zwar vom Verwaltungsgericht nicht kraft eigener 
Erkenntnis, sondern auf entsprechende Anordnung des Bundesgerichts hin 
eingeholt. Damit geht indessen die höchstrichterliche Feststellung einher, 
dass im Verwaltungsverfahren keine hinreichend beweiskräftigen 
Abklärungen getroffen wurden. Nach Massgabe dieser Einschätzung wäre 
es dem Verwaltungsgericht im seinerzeitigen Beschwerdeverfahren 
200/12/1187 UV offen gestanden, selber ein Gutachten einzuholen und die 
damit verbundenen Kosten gestützt auf die vorerwähnte Rechtsprechung 
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, oder aber die Sache zur weiteren 
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, in welchem Fall 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2015, UV/14/399, Seite 15

diese ohne weiteres (ebenfalls) für die Gutachterkosten hätte aufkommen 
müssen. Wenn das Verwaltungsgericht vorerst von einem 
Rückweisungsentscheid abgesehen und stattdessen eine ausführliche 
Beweiswürdigung vorgenommen hat, das Bundesgericht dieser 
Beweiswürdigung aber nicht gefolgt ist, kann dieser Umstand für die 
spätere Kostentragung keine Rechtsfolgen zeitigen, zumal insoweit auch 
keine Bindungswirkung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids 
ersichtlich ist (vgl. zum Ganzen auch Entscheid des Bundesgerichts vom 
26. August 2014, 8C_159/2014, E. 5.2 [publiziert in SVR 2015 UV Nr. 4]). 
Die Kosten des MEDAS-Gutachtens vom 4. November 2014 sind daher der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der von der Begutachtungsstelle in 
Rechnung gestellte Betrag von Fr. 14‘500.-- ist nicht zu beanstanden; auch 
die Beschwerdegegnerin hat in der Eingabe vom 14. April 2015 keine 
diesbezüglichen Einwendungen erhoben.

5.2 Zufolge seines Obsiegens im vorliegenden Verfahren hat der Be-
schwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g 
ATSG). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Über-
klagung" eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechts-
begehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die 
Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein 
deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht 
die beantragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente 
zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). 

Der Beschwerdeführer hat eine UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 65 % beantragt; das „Überklagen“ hat den Prozessaufwand 
nicht beeinflusst, so dass keine Kürzung vorzunehmen ist. Mit Blick auf die 
angemessenen Kostennoten vom 26. August 2013 (vgl. in den Verfahrens-
akten UV/2012/1187) und vom 7. Januar 2015 (Verfahrensakten 
UV/2014/399) von Fürsprecher C.________ sind die Parteikosten auf ins-
gesamt Fr. 2’649.45 (inkl. Auslagen und MWSt.; Fr. 2‘193.80 + Fr. 455.65) 
festzusetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2015, UV/14/399, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Visana Versicherungen AG vom 8. November 2012 
aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 14. Juni 
2012 eine Rente der Unfallversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 
43 % zugesprochen.

2. Die Kosten des MEDAS-Gutachtens vom 4. November 2014 von 
Fr. 14‘500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt und sind an 
die Gerichtskasse zu überweisen. Soweit weitergehend, werden keine 
Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘649.45 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers (inkl. Doppel des Schrei-

bens des Verwaltungsgerichts vom 25. März 2015 sowie der Eingabe 
der Beschwerdegegnerin vom 14. April 2015)

- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.