# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfd16656-b71d-5ac0-b66f-f48bea0d3be7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2025 C-4150/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4150-2021_2025-09-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4150/2021, C-4185/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richter Philipp Egli,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 
 St. Claraspital AG, Kleinriehenstrasse 30, 4058 Basel,   

vertreten durch lic. iur. Michael Waldner, Rechtsanwalt,  

Vischer AG, Schützengasse 1, Postfach, 8021 Zürich 1,  

Beschwerdeführerin,   
 

 
gegen 

 
 

1. CSS Kranken-Versicherung AG, Tribschenstrasse 21, 

Postfach 2568, 6002 Luzern,   

vertreten durch CSS Kranken-Versicherung AG, Recht & 

Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568,  

6002 Luzern,  

Beschwerdegegner,  

 

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, Staatskanzlei, 

Marktplatz 9, 4001 Basel,   

handelnd durch Gesundheitsdepartement des Kantons  

Basel-Stadt, Bereich Gesundheitsversorgung, Malzgasse 30, 

Postfach, 4001 Basel,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Festsetzung der SwissDRG-Baserate 

für akutstationäre Leistungen ab 1. Januar 2019 

(Beschluss vom 17. August 2021). 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Zwischen der St. Claraspital AG (im Folgenden: St. Claraspital) und 

den Versicherern der CSS Gruppe, namentlich der CSS Kranken-Versiche-

rung AG sowie den von ihr vertretenen Krankenversicherer INTRAS Kran-

ken-Versicherung AG, Arcosana AG und Sanagate AG (im Folgenden: 

CSS Versicherer) bestand für stationäre OKP-Leistungen ein bis zum 

31. Dezember 2018 befristeter Tarifvertrag. Nach gescheiterten Tarifver-

handlungen mit den CSS Versicherern betreffend Neuverhandlung der 

SwissDRG-Baserate für die Jahre 2019 und 2020 ersuchte das St. Cla-

raspital am 4. Dezember 2018 beim Kanton Basel-Stadt um Einleitung ei-

nes Verfahrens betreffend die hoheitliche Festsetzung des Tarifs für statio-

näre Leistungen (SwissDRG) für das Tarifjahr 2019 und um die Festset-

zung einer Baserate (SwissDRG-Version 8.0) in gesetzmässiger Höhe. 

Das St. Claraspital verzichtete darauf, einen Hauptantrag betreffend fest-

zusetzenden Baserate zu stellen, weil zunächst ein gesamtschweizeri-

sches Benchmarking zur Ermittlung eines Referenzpreises durchzuführen 

sei (act. 5). 

A.b Mit Beschluss vom 18. Dezember 2018 setzte der Regierungsrat des 

Kantons Basel-Stadt (im Folgenden: Regierungsrat oder Vorinstanz) die 

Baserate für die Leistungsabgeltung nach SwissDRG für akutstationäre 

Behandlungen von spitalbedürftigen Patientinnen und Patienten in der All-

gemeinen Abteilung gemäss KVG des St. Claraspitals in Bezug auf die von 

der CSS Kranken-Versicherung AG vertretenen Versicherer provisorisch in 

der Höhe von Fr. 9'670.– fest (act. 6). 

A.c Die CSS Versicherer beantragten in ihrer Stellungnahme vom 31. Ja-

nuar 2019, dass für akutstationäre KVG-Leistungen für das Jahr 2019 auf 

der Basis ihres eigenen Benchmarkings eine SwissDRG-Baserate von 

Fr. 9'595.– festzusetzen sei (act. 8). 

A.d Das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt (im Folgen-

den: Gesundheitsdepartement) informierte die Tarifparteien am 22. Feb-

ruar 2019 darüber, dass es ein schweizweites Benchmarking erstellen 

werde (act. 9, act. 10). Am 14. Mai 2019 teilte es sodann mit, dass es die 

Daten für das schweizweite Benchmarking aufbereitet habe. Für das Jahr 

2017 lägen insgesamt 143 Datensätze von Spitälern der Akutsomatik aus 

25 Kantonen vor. Aus verschiedenen Gründen seien gewisse Datensätze 

ausgeschlossen worden, so dass grundsätzlich 114 Datensätze in einem 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 3 

nationalen Betriebsvergleich miteinbezogen werden könnten. Es sei ein-

heitlich auf die SwissDRG-Grouper Version 6.0 abgestellt worden. Der 

Benchmark sei spitalgewichtet erstellt worden. Es werde eine gewichtete 

Teuerung von 0.62 % berücksichtigt. Das Gesundheitsdepartement räumte 

den Tarifparteien Gelegenheit ein, Einsicht in die Datengrundlagen zu neh-

men (act. 11, act. 12). 

A.e Nach erfolgter Akteneinsicht nahmen die CSS Versicherer mit Eingabe 

vom 30. August 2019 Stellung und hielten unverändert an ihrem Antrag 

fest, es sei auf der Grundlage des Benchmarkings der CSS Versicherer 

eine Baserate von Fr. 9'595.– festzusetzen. Sie beanstandeten unter an-

derem die Transparenz der Daten des St. Claraspitals sowie die in Betracht 

gezogene Benchmarking-Methode gemäss den GDK-Empfehlungen 

(act. 35). 

A.f Das St. Claraspital nahm am 30. September 2019 schriftlich Stellung 

und beantragte, dass für Patientenfälle mit Austrittsort ausserhalb der Kli-

niken für Viszeralchirurgie und Gastroenterologie ab 1. Januar 2019 eine 

Baserate (SwissDRG-Version 8.0) von Fr. 10'167.– und für Patientenfälle 

mit Austrittsort innerhalb der Kliniken für Viszeralchirurgie und Gastroente-

rologie ab 1. Januar 2019 eine Baserate von Fr. 10'424.– festzusetzen sei. 

Eventualiter sei für alle Patientenfälle ab 1. Januar 2019 eine Baserate in 

der Höhe von Fr. 10'252.– festzusetzen. Das St. Claraspital verlangte ins-

besondere, dass der Referenzwert aus dem gesamtschweizerischen 

Benchmarking des Gesundheitsdepartements in verschiedenen Punkten 

zu korrigieren sei, u.a. eine Gewichtung nach Fällen oder Casemix (nicht 

nach Spitälern) und die Wahl mindestens des 40. Perzentils als Effizienz-

massstab. Weiter sei eine partielle Endversorgerstellung für die Leistungs-

bereiche Gastroenterologie und Viszeralchirurgie zu beachten (act. 36). 

A.g Auf Einladung des Gesundheitsdepartements nahm am 5. November 

2019 der Preisüberwacher Stellung. Er empfahl, für die Behandlung stati-

onärer Patienten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der allge-

meinen Abteilung des St. Claraspitals ab dem Jahr 2019 gestützt auf das 

Benchmarking der Preisüberwachung maximal eine SwissDRG-Baserate 

100 % von Fr. 9'315.– zu genehmigen oder festzusetzen (act. 42). 

A.h Die CSS Versicherer beantragten in ihrer Stellungnahme vom 22. No-

vember 2019, für das Jahr 2019 sei gestützt auf ihr Benchmarking eine 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 4 

SwissDRG-Baserate von Fr. 9'595.– festzusetzen und die anderslauten-

den Anträge des St. Claraspitals seien vollumfänglich abzuweisen 

(act. 43). 

A.i Das St. Claraspital hielt in seiner Eingabe vom 29. November 2019 an 

seinen bisher gestellten Anträgen fest (act. 44). 

A.j Mit Schlussstellungnahme vom 9. Januar 2020 sowie deren Ergänzung 

vom 15. Januar 2020 hielten die CSS Versicherer unverändert an ihren Be-

gehren fest. Auch das St. Claraspital hielt mit Eingabe vom 30. Januar 

2020 unverändert an seinen Begehren fest (act. 51, 53.1 und 55).  

A.k Das Gesundheitsdepartement teilte den Tarifparteien am 14. August 

2020 im Rahmen des rechtlichen Gehörs das vorgesehene Vorgehen zur 

Festsetzung des Tarifs mit (act. 59, act. 60). 

A.l Mit Eingabe vom 14. September 2020 nahmen die CSS Versicherer 

dazu Stellung, wobei sie an ihren bisherigen Rechtsbegehren festhielten 

(act. 61). 

A.m Mit Eingabe vom 15. September 2020 nahm das St. Claraspital unter 

Festhalten an den bisherigen Begehren dazu Stellung. Neu stellte es den 

Verfahrensantrag, es seien ihm die Berechnung (inkl. Datengrundlagen) 

des Zuschlags für die Mehrleistung hochdefizitärer Fälle offenzulegen (act. 

62). 

A.n Mit Schreiben vom 13. November 2020 teilte das Gesundheitsdepar-

tement den Tarifparteien mit, dass die Offenlegung weiterer Unterlagen, 

wie die Berechnung (inkl. Datengrundlage) des Zuschlags für Mehrleistung 

hochdefizitärer Fälle, angesichts des Verfahrensstadiums abgelehnt 

werde. Ein weiterer Schriftenwechsel bzw. eine weitere Möglichkeit zur 

Stellungnahme sei nicht vorgesehen (act. 65 und 66). 

A.o Mit Beschluss vom 17. August 2021 setzte der Regierungsrat des Kan-

tons Basel-Stadt die Baserate für die Leistungsabgeltung nach SwissDRG 

für akutstationäre Behandlungen der St. Claraspital AG gegenüber den 

CSS Versicherern ab dem 1. Januar 2019 auf Fr. 9'906.– fest (Dispositiv-

Ziffer 1). Die St. Claraspital AG wurde berechtigt bzw. die CSS Versicherer 

wurden angehalten, für Austritte ab dem 1. Januar 2019 rückwirkend die 

Differenz zwischen der mit Regierungsratsbeschluss Nr. 18/38/34 proviso-

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 5 

risch festgesetzten Baserate von Fr. 9'670.– und der mit Ziffer 1 oben fest-

gesetzten Baserate einzufordern bzw. nachzuzahlen (Dispositiv-Ziffer 2) 

(act. 67). 

B.  

Gegen diesen Tariffestsetzungsbeschluss erheben sowohl das St. Cla-

raspital wie auch die CSS Versicherer Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. 

B.a Das St. Claraspital beantragt mit Beschwerde vom 16. September 

2021, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und für ihre akutstatio-

nären Leistungen ab 1. Januar 2019 im Verhältnis zu CSS Versicherern sei 

eine SwissDRG-Baserate von Fr. 10'252.– festzusetzen. Eventualiter sei 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Verfah-

rensdossier C-4150/2021, BVGer-act. 1). 

B.b Die CSS Versicherer beantragen in ihrer Beschwerde vom 17. Sep-

tember 2021, der angefochtene Beschluss sei vollumfänglich aufzuheben 

und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei 

der angefochtene Beschluss insofern aufzuheben, als er die Tarife 2020 

fortfolgende betreffe, und sei zur Klärung des Sachverhalts sowie zur  

(Neu-)Beurteilung für das Tarifjahr 2020 an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Subeventualiter sei der angefochtene Beschluss vollumfänglich aufzuhe-

ben und die SwissDRG-Baserate (Version 6.0 Cost Weight 1.0 [cw 1.0], 

inklusive Anlagenutzungskosten [ANK]) für die akutstationären Leistungen 

auf der Grundlage des CSS-Benchmarks (30. Perzentil) ab 1. Januar 2019 

in der Höhe von Fr. 9'595.– festzusetzen (Verfahrensdossier C-4185/2021, 

BVGer-act. 1). 

C.  

C.a Mit Zwischenverfügung vom 22. September 2021 wurden die Be-

schwerdeverfahren C-4150/2021 und C-4185/2021 vereinigt und die Tarif-

partner aufgefordert je einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– zu leisten 

(im Folgenden wird, soweit nicht anders vermerkt, auf das Hauptdossier  

C-4150/2021 verwiesen; vgl. BVGer-act. 2). 

C.b Dieser Aufforderung kamen das St. Claraspital am 28. September 

2021 (BVGer-act. 5) und die CSS Versicherer am 1. Oktober 2021 (Verfah-

rensdossier C-4185/2021, BVGer-act. 3) nach. 

 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 6 

D.  

D.a Die CSS Versicherer beantragen in ihrer Beschwerdeantwort vom 

3. November 2021, die Beschwerde des St. Claraspitals vom 16. Septem-

ber 2021 im Verfahren C-4150/2021 sei vollumfänglich abzuweisen 

(BVGer-act. 10). 

D.b Das St. Claraspital beantragt seiner Beschwerdeantwort vom 12. No-

vember 2021, die Rechtsbegehren der CSS Versicherer im Verfahren  

C-4185/2021 seien abzuweisen, soweit sie sich nicht mit seinen Rechtsbe-

gehren im Beschwerdeverfahren C-4150/2021 decken (BVGer-act. 12). 

D.c Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 15. November 

2021 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerden C-4150/2021 und 

C-4185/2021, soweit auf diese eingetreten werden könne (BVGer-act. 13). 

E.  

E.a Mit verfahrensleitender Verfügung vom 19. November 2021 wurde die 

Preisüberwachung eingeladen, als Fachbehörde Stellung zu nehmen 

(BVGer-act. 14). 

E.b Mit Eingabe vom 8. Dezember 2021 reichte die Vorinstanz weitere Do-

kumente betreffend das Jahr 2020 nach mit dem Hinweis, diese beträfen 

auch das vorliegende Verfahren und seien aus Versehen nicht mit den mit 

Eingabe vom 15. November 2021 zugestellten Akten eingereicht worden, 

da sie in einem separaten Dossier geführt würden (BVGer-act. 16). 

E.c Mit verfahrensleitender Verfügung vom 13. Dezember 2021 wurden die 

zusätzlichen Vorakten zu den Gerichtsakten im vereinigten Verfahren  

genommen und an die Preisüberwachung zur Berücksichtigung im Rah-

men ihrer Stellungnahme weitergeleitet (BVGer-act. 17). 

E.d Diese hielt in ihrer Stellungnahme vom 20. Dezember 2021 fest, die 

SwissDRG-Baserate für das St. Claraspital für das Jahr 2019 sei in Abwei-

chung ihrer ursprünglichen Empfehlung maximal auf Fr. 9'280.– festzule-

gen, basierend auf dem nach Anzahl Spitäler gewichteten 20. Perzentil des 

Benchmarkings 2019 des Preisüberwachers auf Basis der ITAR-K Daten 

2018. Eventualiter solle für die in der Vergangenheit liegenden Jahre ge-

mäss dem Vorschlag des Bundesrates der Benchmark beim 25. Perzentil 

und ein Pfad festgelegt werden, auf welchem die Kantone bis zum Rech-

nungsjahr 2022 den Benchmark auf das 20. Perzentil zu senken hätten 

(BVGer-act. 18). 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 7 

F.  

F.a Mit Eingabe vom 23. Dezember 2021 reichten die CSS Versicherer un-

aufgefordert eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort des St. Claraspi-

tals vom 12. November 2021 sowie zur Vernehmlassung der Vorinstanz 

vom 15. November 2021 ein (BVGer-act. 19). 

F.b Per 1. Januar 2022 hat die Sanagate AG mit der Arcosana AG fusio-

niert. Im Weiteren hat die INTRAS Krankenversicherung AG in der Grund-

versicherung ebenfalls mit der Arcosana AG per 1. Januar 2022 fusioniert 

(vgl. www.css.ch/de/ueber-css/story/unternehmen/css-gruppe. html, zu-

letzt besucht am 14. Juli 2025). 

F.c Von der Spontaneingabe der CSS Versicherer vom 23. Dezember 

2021 wurde mit Verfügung vom 4. Januar 2022 Kenntnis genommen und 

gegeben. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass nach Art. 53 Abs. 2 

Bst. d KVG in Beschwerdeverfahren betreffend Tariffestsetzungen in der 

Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel vorgesehen sei, den Verfahrens-

beteiligten jedoch nach Vorliegen des Fachberichts des BAG zur Wahrung 

ihres Replikrechts praxisgemäss jeweils Gelegenheit gegeben werde, im 

Rahmen von Schlussbemerkungen nochmals Stellung zu nehmen. Mit 

gleicher Verfügung wurde das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eingela-

den, als Fachbehörde Stellung zu nehmen (BVGer-act. 20).  

F.d Unter Bezugnahme auf die Spontaneingabe der CSS Versicherer vom 

23. Dezember 2021 nahm die Vorinstanz am 3. Februar 2022 unaufgefor-

dert eine Berichtigung betreffend einen fehlerhaften Verweis im angefoch-

tenen Beschluss vom 17. August 2021 vor und erläuterte, wie dieser zu-

stande gekommen sei. Im Weiteren behielt sie sich ausdrücklich vor, im 

Rahmen der Schlussbemerkungen weiter Stellung zu nehmen (BVGer-

act. 21). 

F.e Das BAG nahm am 4. Februar 2022 als Fachbehörde Stellung. Es äus-

serte sich dahingehend, dass die Beschwerden seiner Ansicht nach abzu-

weisen seien (BVGer-act. 22). 

G.  

In ihrer abschliessenden Stellungnahmen vom 4. März 2022 respektive 

vom 10. März 2022 halten die CSS Versicherer (BVGer-act. 25) und das 

St. Claraspital (BVGer-act. 26) an ihren Rechtsbegehren fest. Die Vor-

instanz hält in ihrer Schlussstellungnahme vom 14. März 2022 ebenfalls an 

ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerden fest (BVGer-act. 27). 

http://www.css.ch/de/ueber-css/story/unternehmen/css-gruppe

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 8 

H.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. März 2022 wurde der Schriften-

wechsel abgeschlossen (BVGer-act. 28). 

I. Die Arcosana AG hat per 1. Januar 2023 mit der CSS Kranken-Versiche-

rung AG fusioniert (vgl. www.css.ch/de/ueber-css/story/unternehmen/css-

gruppe.html, zuletzt besucht am 14. Juli 2025). 

J.  

Auf die verschiedenen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die einge-

reichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rah-

men der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Den angefochtenen Beschluss vom 17. August 2021 hat die Vorinstanz 

gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG kann 

gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 47 KVG beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig  

(vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss 

Art. 37 VGG und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach den Vor-

schriften des VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG 

und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. 

1.3 Das St. Claraspital und die Beschwerde führenden Krankenversicherer 

respektive die CSS Kranken-Versicherung AG, in welcher die weiteren ur-

sprünglich am Verfahren beteiligten Krankenversicherungen aufgegangen 

sind (vgl. Sachverhalt Bst. F.b und I.), haben am vorinstanzlichen Tariffest-

setzungsverfahren teilgenommen, sind als Adressatinnen durch den ange-

fochtenen Beschluss besonders berührt und haben insoweit an dessen 

Aufhebung beziehungsweise Abänderung ein schutzwürdiges Interesse 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie sind daher zur Beschwerde legitimiert. Auf die 

frist- und formgerecht erhobenen Beschwerden ist, nachdem auch die ein-

geforderten Kostenvorschüsse rechtzeitig geleistet wurden, einzutreten 

(vgl. Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 9 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

Regierungsratsbeschluss vom 17. August 2021, mit welchem der Basisfall-

preis (inkl. Anlagenutzungskosten, SwissDRG-Schweregrad 1.0) für die 

Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Bereich 

Akutsomatik des St. Claraspitals im Verhältnis zu den Beschwerde führen-

den Krankenversicherer hoheitlich festgesetzt worden ist. Aufgrund der 

Rechtsbegehren strittig und im Folgenden vom Bundesverwaltungsgericht 

zu prüfen ist die Höhe des Basisfallpreises. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 

3.2 Tariffestsetzungsbeschlüsse nach Art. 47 KVG sind vom Bundesver-

waltungsgericht mit voller Kognition zu überprüfen (Art. 53 Abs. 2 Bst. e 

KVG e contrario; BVGE 2014/3 E. 1.4; 2010/24 E. 5.1). 

3.3 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der 

volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel-

raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent-

scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre-

ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun-

desverwaltungsgericht darf demzufolge sein Ermessen nicht ohne triftigen 

Grund an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen (vgl. BGE 126 V 75 

E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung 

unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochste-

hende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche 

Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü-

fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 

133 II 35 E. 3; 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzulässige Kog-

nitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht ‒ das nicht als Fachgericht 

ausgestaltet ist ‒ nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab-

weicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wissenschaftlicher oder 

wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be-

sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3; 135 II 296 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 10 

E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3 m.H.; BVGE 2010/25 E. 2.4.1 m.w.H.). Dies gilt je-

denfalls, soweit die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und um-

fassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 E. 9.3; 138 II 77 E. 6.4). 

3.4 Im Bereich der Tariffestsetzungen gilt es indessen zu beachten, dass 

die Kantonsregierung die Preisüberwachung zunächst anhören (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 PüG [SR 942.20]) und zudem begründen muss, wenn sie 

deren Empfehlung nicht folgt (Art. 14 Abs. 2 PüG). Nach der Rechtspre-

chung des Bundesrates kam den Empfehlungen der Preisüberwachung ein 

besonderes Gewicht zu, weil die auf Sachkunde gestützte Stellungnahme 

bundesweit einheitliche Massstäbe bei der Tariffestsetzung setze (vgl. 

RKUV 1997 KV 16 S. 343 E. 4.6). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt 

sich praxisgemäss dann eine Zurückhaltung, wenn der Entscheid der Vor-

instanz mit den Empfehlungen der Preisüberwachung übereinstimmt 

(BVGE 2010/25 E. 2.4.2; 2012/18 E. 5.4). Weicht die Kantonsregierung 

hingegen von den Empfehlungen der Preisüberwachung ab, kommt weder 

der Ansicht der Preisüberwachung noch derjenigen der Vorinstanz generell 

ein Vorrang zu (BVGE 2014/3 E. 1.4.2 mit Hinweisen). Nach dem Willen 

des Gesetzgebers obliegt es ‒ trotz Anhörungs- und Begründungspflicht 

gemäss Art. 14 PüG ‒ der Kantonsregierung, bei vertragslosem Zustand 

den Tarif festzusetzen. Das Gericht hat in diesen Fällen namentlich zu prü-

fen, ob die Vorinstanz die Abweichung in nachvollziehbarer Weise begrün-

det hat. Im Übrigen unterliegen die verschiedenen Stellungnahmen ‒ auch 

der weiteren Verfahrensbeteiligten ‒ der freien Beweiswürdigung bezie-

hungsweise Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht (zum Gan-

zen: BVGE 2014/3 E. 1.4.2; 2012/18 E. 5.4; 2010/25 E. 2.4.3). 

4.  

4.1 Spitäler sind nach Art. 39 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 35) KVG zur 

Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) 

zugelassen, wenn sie die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzun-

gen gemäss Bst. a-c erfüllen, der von einem oder mehreren Kantonen ge-

meinsam aufgestellten Planung für eine bedarfsgerechte Spitalversorgung 

entsprechen (Bst. d) und auf der nach Leistungsaufträgen in Kategorien 

gegliederten Spitalliste des Kantons aufgeführt sind (Bst. e). 

4.2 Gemäss Art. 43 KVG erstellen die (zugelassenen) Leistungserbringer 

ihre Rechnungen nach Tarifen oder Preisen (Abs. 1). Tarife und Preise wer-

den in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern (Tarifver-

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 11 

trag) vereinbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zustän-

digen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Be-

messung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Abs. 4). Die 

Vertragspartner und die zuständigen Behörden achten darauf, dass eine 

qualitativ hochstehende und zweckmässige gesundheitliche Versorgung 

zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Abs. 6). Der Bundesrat kann 

Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte 

Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufstellen. Er sorgt für die Ko-

ordination mit den Tarifordnungen der anderen Sozialversicherungen 

(Abs. 7). 

4.3 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungser-

bringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver-

sicherer oder deren Verbände anderseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarif-

vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung 

oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat 

(Art. 46 Abs. 4 Satz 1 KVG). Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Ta-

rifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billig-

keit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 Satz 2 KVG). Kommt zwischen Leis-

tungserbringern und Versicherern kein Tarifvertrag zustande, setzt die Kan-

tonsregierung nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 

KVG). 

4.4 Art. 49 KVG trägt den Titel "Tarifverträge mit Spitälern". Obwohl sich 

diese Bestimmung nach ihrem Wortlaut (nur) an die Tarifparteien richtet, 

sind die darin verankerten Grundsätze auch bei einer hoheitlichen Festset-

zung im Sinne von Art. 47 KVG zu beachten (BVGE 2014/3 E. 2.7). 

4.4.1 Nach Art. 49 Abs.1 KVG vereinbaren die Vertragsparteien für die Ver-

gütung der stationären Behandlung einschliesslich Aufenthalt und Pflege-

leistungen in einem Spital (Art. 39 Abs. 1) oder einem Geburtshaus 

(Art. 29) Pauschalen. In der Regel sind Fallpauschalen festzulegen. Die 

Pauschalen sind leistungsbezogen und beruhen auf gesamtschweizerisch 

einheitlichen Strukturen. Die Vertragsparteien können vereinbaren, dass 

besondere diagnostische oder therapeutische Leistungen nicht in der Pau-

schale enthalten sind, sondern getrennt in Rechnung gestellt werden. Die 

Spitaltarife orientieren sich an der Entschädigung jener Spitäler, welche die 

tarifierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität ef-

fizient und günstig erbringen.  

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 12 

4.4.2 Die gestützt auf Art. 49 Abs. 2 KVG von den Tarifpartnern und den 

Kantonen eingesetzte SwissDRG AG ist für die Erarbeitung und Weiterent-

wicklung der Tarifstruktur zuständig. Die Tarifstruktur und deren Anpassun-

gen sind vom Bundesrat zu genehmigen (Art. 49 Abs. 2 Satz 5 KVG). Im 

akutsomatischen Bereich war ab 1. Januar 2019 die Version 8.0 der Ta-

rifstruktur SwissDRG anwendbar (vgl. < www.swissdrg.org > Akutsomatik 

> Archiv SwissDRG System 8.0/2019).  

4.4.3 Laut Art. 49 Abs. 3 KVG dürfen die Vergütungen nach Abs. 1 keine 

Kostenanteile für gemeinwirtschaftliche Leistungen enthalten. Dazu gehö-

ren insbesondere die Aufrechterhaltung von Spitalkapazitäten aus regio-

nalpolitischen Gründen (Bst. a) sowie die Forschung und universitäre 

Lehre (Bst. b). 

4.4.4 Die Spitäler verfügen über geeignete Führungsinstrumente; insbe-

sondere führen sie nach einheitlicher Methode zur Ermittlung ihrer Be-

triebs- und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer Leistungen eine Kos-

tenrechnung und eine Leistungsstatistik. Diese beinhalten alle für die Be-

urteilung der Wirtschaftlichkeit, für Betriebsvergleiche, für die Tarifierung 

und für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kantonsregierung und 

die Vertragsparteien können die Unterlagen einsehen (Art. 49 Abs. 7 KVG). 

4.4.5 Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bundesrat in Zusammenar-

beit mit den Kantonen schweizweit Betriebsvergleiche zwischen Spitälern 

an, insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität. Die Spi-

täler und die Kantone müssen dafür die nötigen Unterlagen liefern. Der 

Bundesrat veröffentlicht die Betriebsvergleiche. 

4.5 Gestützt auf Art. 43 Abs. 7 KVG hat der Bundesrat Art. 59c KVV erlas-

sen (in Kraft seit 1. August 2007; AS 2007 3573). Nach dessen Abs. 1 prüft 

die Genehmigungsbehörde (im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG), ob der Ta-

rifvertrag namentlich folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif darf 

höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken 

(Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung 

erforderlichen Kosten decken (Bst. b). Ein Wechsel des Tarifmodells darf 

keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). Diese Grundsätze sind gemäss 

Art. 59c Abs. 3 KVV bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 KVG sinngemäss 

anzuwenden.  

5.  

Aufgrund der bisher ergangenen Rechtsprechung (vgl. insbes. BVGE 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 13 

2014/3; 2014/36; 2015/8; FANKHAUSER/RUTZ, Spitalplanung und Spitalfi-

nanzierung, in: SZS 3/2018 S. 294 ff.) sind bei der Festsetzung eines Ba-

sisfallwerts im akutsomatischen Bereich namentlich folgende Grundsätze 

zu beachten.  

5.1 Im System der neuen Spitalfinanzierung bilden die individuellen Kosten 

eines Spitals die Grundlage für das Benchmarking beziehungsweise für die 

Ermittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten und der schwere-

gradbereinigten Fallkosten (benchmarking-relevanter Basiswert). Der Ba-

sisfallwert hat aber nicht diesen Kosten zu entsprechen, da kein Kostenab-

geltungsprinzip gilt. Die frühere – gestützt auf aArt. 49 Abs. 1 KVG entwi-

ckelte – Praxis zu den anrechenbaren Kosten ist nicht mehr anwendbar 

(BVGE 2014/3 E. 2.8.5). Die Preisbildung erfolgt vielmehr auf der Basis 

der « legitimen » Kosten qualitativ vorgegebener Leistungen (BVGE 

2014/36 E. 3.6 mit Hinweis). Effizienzgewinne von Spitälern (mit einem 

benchmarking-relevanten Basiswert unterhalb des gesetzeskonform be-

stimmten Benchmarks) sind nicht unzulässig (BVGE 2014/3 E. 2.9.4.4 und 

2.9.5). Art. 59c Abs. 1 Bst. a KVV, wonach der Tarif höchstens die transpa-

rent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken darf, ist in dem Sinne ge-

setzeskonform auszulegen, dass es sich bei den «ausgewiesenen Kosten 

der Leistung» nicht um die individuellen Kosten des Spitals, dessen Tarif 

zu beurteilen ist, handelt, sondern um die Kosten des Spitals, welches den 

Benchmark bildet (und an dessen Tarif sich die Spitaltarife gemäss Art. 49 

Abs. 1 Satz 5 KVG zu orientieren haben; BVGE 2014/3 E. 2.10.1). 

5.2 Die Preisbestimmung erfolgt nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG aufgrund 

eines Vergleichs mit anderen Spitälern, welche die versicherte Leistung in 

der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen. Zur Ermittlung 

und Auswahl dieser als Referenz massgebenden Spitäler ist ein Fallkos-

ten-Betriebsvergleich notwendig (BVGE 2014/36 E. 3.6, E. 6.7).  

5.3 Die Bestimmung, wonach Betriebsvergleiche nur unter vergleichbaren 

Spitälern durchzuführen sind (aArt. 49 Abs. 7 KVG) ist im revidierten Recht 

nicht mehr enthalten. Die möglichst hohe Transparenz und breite Ver-

gleichbarkeit der Spitaltarife gehörte zu den Zielsetzungen der Gesetzes-

revision. Das System der einheitlichen Tarifstruktur eröffnet grundsätzlich 

die Möglichkeit von Betriebsvergleichen über die Grenzen der Spitaltypen 

und -kategorien hinaus (BVGE 2014/36 E. 3.8). 

5.4 In BVGE 2014/36 wird dargelegt, welche Voraussetzungen zur Ver-

gleichbarkeit der Fallkosten idealtypisch gegeben sein müssen (E. 4) und 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 14 

welche dieser Voraussetzungen noch fehlen beziehungsweise verbessert 

werden müssen (E. 5). Zu den Voraussetzungen, die fehlen beziehungs-

weise verbessert werden müssen, gehören insbesondere die schweizweit 

durchzuführenden Betriebsvergleiche zu Kosten (Art. 49 Abs. 8 KVG), die 

Vereinheitlichung der Kosten- und Leistungsermittlung (Art. 49 Abs. 7 

KVG) und die Verfeinerung der Tarifstruktur. Hinsichtlich der künftigen 

Preisbildung ist es unabdingbar, dass die Verpflichtung zur Erstellung der 

Betriebsvergleiche, insbesondere hinsichtlich der Kosten, baldmöglichst 

umgesetzt wird. Auch in der Einführungsphase ist jedoch eine auf die vom 

Gesetzgeber angestrebten Ziele ausgerichtete Preisbestimmung erforder-

lich. Den Tarifpartnern, Festsetzungs- und Genehmigungsbehörden ver-

bleibt die Möglichkeit, ersatzweise auf möglichst aussagekräftige vorhan-

dene Daten abzustellen und erkannte Mängel mit sachgerechten Korrek-

turmassnahmen zu überbrücken. Vor diesem Hintergrund wird das Bun-

desverwaltungsgericht – zumindest in der Phase der Einführung der leis-

tungsbezogenen Fallpauschalen – den Vorinstanzen bei der Umsetzung 

der Preisbildungsregel nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG beziehungsweise 

bei der Durchführung des Benchmarkings einen erheblichen Spielraum 

einzuräumen haben. Erscheint das Vorgehen der Vorinstanz als vertretbar, 

ist der Entscheid selbst dann zu schützen, wenn andere Vorgehensweisen 

als besser geeignet erscheinen, die vom Gesetzgeber angestrebten Ziele 

zu erreichen (BVGE 2014/36 E. 5.4, vgl. auch BVGE 2014/3 E. 10.1.4). 

5.5 In einer Übergangsphase können verschiedene Korrekturmassnah-

men sachgerecht und vertretbar sein (BVGE 2014/36 E. 6). 

5.5.1 Die Tariffestsetzung gestützt auf ein Benchmarking einer repräsenta-

tiven Teilgruppe aller Schweizer Spitäler (Stichprobe) kann zulässig sein, 

sofern die Auswahl der Teilmenge aus der Grundgesamtheit so vorgenom-

men wird, dass aus dem Ergebnis der Teilerhebung möglichst exakt und 

sicher auf die Verhältnisse der Grundgesamtheit geschlossen werden 

kann, was bei einer Beschränkung auf bestimmte Betriebstypen oder Be-

triebseigenheiten (z.B. nur kleine Regionalspitäler, nur Grossspitäler, nur 

Privatspitäler) nicht der Fall wäre (BVGE 2014/36 E. 6.1). Ein rein kantons-

internes Benchmarking widerspricht zwar dem Grundsatz eines gesamt-

schweizerischen Betriebsvergleichs, kann aber – wenn die Stichprobe hin-

reichend repräsentativ ist – toleriert werden (BVGE 2014/36 E. 9.5 und 

E. 9.6; vgl. auch Urteil BVGer C-4374/2017, C-4461/2017 vom 15. Mai 

2019 E. 7.5.2). 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 15 

5.5.2 Zur Bildung von Benchmarking-Gruppen (z.B. nach Spitalkategorie) 

hat das Gericht unter anderem erwogen, dass eine solche im Widerspruch 

zur Grundidee eines schweizweiten, möglichst breit abgestützten Betriebs-

vergleichs steht (BVGE 2014/36 E. 6.6.1). Für die zukünftige Entwicklung 

in der Preisfindungspraxis ist die Kategorisierung wenig zielführend, zumal 

bereits die Kategorienbildung Probleme verursacht (BVGE 2014/36 

E. 6.6.4). Dennoch kann in einer Einführungsphase der Entscheid einer 

Kantonsregierung, für spezielle Spitäler (z.B. Universitätsspitäler) auf ei-

nen eigenen Betriebsvergleich abzustellen, geschützt werden (BVGE 

2014/36 E. 6.6.6; Urteil BVGer C-6392/2014 vom 27. April 2015 E. 5.3). 

Die Bildung verschiedener Benchmarking-Gruppen nach Spitalkategorie 

ist jedoch weder rechtlich noch tatsächlich geboten; spitalindividuelle Be-

sonderheiten schliessen den Vergleich mit den übrigen Akutspitälern nicht 

aus, sie können aber Anlass zu einer differenzierten Tariffestsetzung geben 

(siehe dazu nachfolgende E. 5.6). Dies gilt auch bei der Tarifbestimmung 

von Zentrumsspitälern (vgl. Urteil BVGer C-2350/2014 vom 29. Januar 

2016 E. 5.2-5.8). Wird ein separates Benchmarking innerhalb einer Gruppe 

spezieller Spitäler ausnahmsweise zugelassen, muss es erhöhten Anfor-

derungen genügen, insbesondere in Bezug auf die Ermittlung der bench-

marking-relevanten Kosten der Vergleichsspitäler (Urteil C-2350/2014 

E. 5.3). 

5.5.3 Fehlen verwertbare Kostendaten und ist ein kostenbasiertes Bench-

marking nicht möglich, kann allenfalls ein Preisbenchmarking akzeptiert 

werden (zu den Anforderungen an ein Preisbenchmarking vgl. BVGE 

2014/36 E. 6.7 sowie FANKHAUSER/RUTZ, a.a.O., S. 299).  

5.5.4 Schliesslich hat es das Bundesverwaltungsgericht als grundsätzlich 

sachgerecht erachtet, dass die Tariffestsetzungsbehörde (eines kleinen 

Kantons) verschiedene bestehende Benchmarking herangezogen hat, um 

das Fehlen eines gesamtschweizerischen Betriebsvergleichs zu kompen-

sieren (Urteil C-3425/2013 vom 29. Januar 2015 [auszugsweise publiziert 

in BVGE 2015/8] E. 4.4.5).   

5.6 Bei der Preisgestaltung kann (jedenfalls in einer Übergangsphase) in 

begründeten Fällen der spezifischen Situation der Leistungserbringer 

Rechnung getragen werden, indem differenzierte Basisfallwerte verhandelt 

oder festgesetzt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn von einem ge-

samtschweizerisch einheitlichen Referenzwert ausgegangen wird (BVGE 

2014/36 E. 6.8). 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 16 

5.6.1 Eine Tarifdifferenzierung kann sich beispielsweise rechtfertigen auf-

grund regional unterschiedlicher Strukturkosten (Lohn- und Standortkos-

ten; BVGE 2014/36 E. 6.8.1) oder wenn die einzelnen Spitäler in sehr un-

terschiedlichem Umfang Leistungen im Bereich nicht-universitäre Ausbil-

dung erbringen (vgl. BVGE 2014/36 E. 6.8.2 mit Hinweis). Zulässig ist so-

dann eine Differenzierung zwischen Spitälern mit und solchen ohne Not-

fallstation (BVGE 2014/36 E. 21.4; Urteil BVGer C-5849/2013 vom 31. Au-

gust 2015 E. 2.1). Nicht zulässig ist hingegen eine Tarifdifferenzierung mit 

der Begründung, ein Spital erbringe vermehrt komplexe Leistungen oder 

Leistungen im Bereich der hochspezialisierten Medizin (HSM) (vgl. auch 

zur weiteren Kasuistik FANKHAUSER/RUTZ, a.a.O., S. 302 f.). 

5.6.2 Die SwissDRG-Tarifstruktur kann mindestens in den ersten Jahren 

nach ihrer Einführung noch nicht alle Kostenunterschiede zwischen Spitä-

lern sachgerecht abbilden (BVGE 2014/36 E. 5.3; Urteil C-2350/2014 

E. 5.2.1 mit Hinweisen). Ob eine Tarifdifferenzierung zur Korrektur ta-

rifstruktur-bedingter Verzerrungen zulässig (bzw. geboten) ist, hängt na-

mentlich davon ab, ob es sich um eine Fehlbewertung von DRGs oder um 

inhomogene DRGs (DRGs mit einer breiten Streuung von Fällen) handelt. 

Die Korrektur von allenfalls über- oder unterbewerteten DRGs hat über 

eine Anpassung der Tarifstruktur und nicht über differenzierte Basisfall-

werte zu erfolgen (BVGE 2014/36 E. 22.6; Urteil BVGer C-6392/2014 vom 

27. April 2015 E. 4.5). Bei inhomogenen DRG verteilen sich profitable Fälle 

und defizitäre Fälle derselben DRG nicht gleichmässig auf alle Spitäler, so 

dass einzelne Spitäler einen überproportionalen Anteil defizitärer Fälle und 

andere einen überproportionalen Anteil profitabler Fälle versorgen (BVGE 

2014/36 E. 22.5). Die Festlegung differenzierter Basisfallwerte als Korrek-

tiv dieses Effekts bildet keinen systemwidrigen Eingriff in die Tarifstruktur 

(BVGE 2014/36 E 22.7; C-6392/2014 E. 4.5). Die negativen Auswirkungen 

einer ungleichen DRG-internen Fallverteilung treffen insbesondere Spitäler 

am Ende der Versorgungskette, weil diese die komplexen und (hoch)defi-

zitären Fälle grundsätzlich nicht an einen anderen Leistungserbringer wei-

terweisen können («Endversorger»). Bei den Universitätsspitälern sind es 

denn auch diese Endversorgerstellung und die damit einhergehenden 

hochdefizitären Fälle, welche höhere Basisfallwerte (allenfalls) rechtferti-

gen können (vgl. Urteile BVGer C-2255/2013 vom 24. April 2015 E. 8.2; C-

3846/2013 vom 25. August 2015 E. 9.3.2; C-5749/2013 vom 31. August 

2015 E. 6.2 mit Hinweisen).  

5.7 Gemäss BVGE 2015/8 kann sodann das mit der KVG-Revision zur Spi-

talfinanzierung angestrebte Ziel, dass sich die Tarife der Spitäler nach einer 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 17 

gewissen Zeit aufgrund des verstärkten Wettbewerbs angleichen sollten, 

nur dann erreicht werden, wenn Transparenz und Vergleichbarkeit herge-

stellt sind. Ohne aussagekräftige Betriebsvergleiche und ohne Vorgaben 

zur einheitlichen Ermittlung und Beurteilung der Effizienz einzelner Spitä-

ler, lässt sich das Ziel der KVG-Revision zur Spitalfinanzierung indessen 

kaum verwirklichen (BVGE 2015/8 E. 4.4.6). Nach Auslegung der einschlä-

gigen Materialien hat das Gericht weiter erwogen, aus der Tatsache, dass 

nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch der Bundesrat als Verordnungs-

geber davon abgesehen haben, den massgebenden Effizienzmassstab 

näher zu konkretisieren, könne geschlossen werden, dass – jedenfalls in 

der Einführungsphase – den Tarifparteien und Kantonen ein weiter Beur-

teilungs- und Ermessensspielraum eingeräumt werden sollte, um den je-

weiligen Umständen Rechnung zu tragen sowie allfällige negative Auswir-

kungen eines Entscheides frühzeitig berücksichtigen und erforderliche Kor-

rekturmassnahmen beschliessen zu können (BVGE 2015/8 E. 4.2.6). 

6.  

Die Voraussetzungen für eine hoheitliche Tariffestsetzung nach Art. 47 

Abs. 1 KVG waren vorliegend erfüllt, was unter den Parteien unbestritten 

ist. Weiter ist festzuhalten, dass die Vorinstanz ihrer Pflicht, die Preisüber-

wachung anzuhören (vgl. Art. 14 Abs. 1 PüG [SR 942.20]), nachgekom-

men, deren Empfehlung aber nicht gefolgt ist (vgl. BVGE 2014/3 E. 1.4.2). 

7.  

7.1 Zur Festsetzung des strittigen Spital-Basisfallwerts hat die Vorinstanz 

im angefochtenen Beschluss auf einen eigenen Betriebsvergleich mit über 

100 Spitälern aus der ganzen Schweiz (inkl. Universitäts- und Kinderspitä-

ler) – unter Einbezug von Geburtshäusern – abgestellt (Benchmarking 

GD). Das Benchmarking basiert auf den von der Konferenz der kantonalen 

Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) zur Verfügung gestellten 

Kostendaten 2017, die von den Kantonen erhoben und plausibilisiert und 

zusätzlich von der GDK mit einer einheitlichen Datenerhebung auf deren 

Verwendbarkeit hin plausibilisiert worden seien. Als Effizienzmassstab (Re-

ferenzwert resp. Referenzpreis für die effiziente Erbringung akutstationärer 

Spitalleistung zu Lasten der OKP) wählte die Vorinstanz das 35. Perzentil 

gewichtet nach Anzahl Spitälern, was einem Benchmark von Fr. 9'756.– 

entspricht. Dazu wurde ein Zuschlag für hochdefizitäre Fälle von Fr. 89.– 

und ein Zuschlag für die Teuerung von Fr. 61.– (0.62 %) gewährt, woraus 

die festgesetzte Baserate für das St. Claraspital von Fr. 9'906.– resultierte. 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 18 

7.2 Das St. Claraspital rügt zusammengefasst, dass die Vorinstanz bei der 

Ermittlung des Referenzpreises mehrfach Bundesrecht verletzt, ihr Ermes-

sen überschritten sowie den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig 

erstellt habe. Es beanstandet, dass der Einbezug der Geburtshäuser in das 

Benchmarking – jedenfalls in Kombination mit einer Gewichtung des 

Benchmarkings nach Spitälern – Art. 49 Abs. 1 Bst. a KVG verletze. Die 

Vorinstanz habe ihre diesbezügliche Entscheidung nicht begründet und da-

mit zugleich das rechtliche Gehör und die Begründungspflicht verletzt. Wei-

ter habe die Vorinstanz ohne jede Begründung und ergänzende Abklärung 

darüber hinweggesehen, dass einige Spitäler eine mangelhafte Zuordnung 

von Arzthonoraren vorgenommen hätten. Sie habe damit im Benchmarking 

zulasten des St. Claraspitals auf unkorrekte Kostendaten abgestellt. Damit 

habe sie die Begründungspflicht verletzt und den Sachverhalt unvollstän-

dig abgeklärt. Das St. Claraspital kritisiert zudem, dass die Vorinstanz im 

Benchmarking Anlagenutzungskosten nach VKL berücksichtigt habe, ob-

wohl dies KVG-widrig sei. Bei der Bestimmung der Anlagenutzungskosten 

hätte die Vorinstanz nicht auf die VKL abstellen dürfen. Die Vorinstanz habe 

mit dem 35. Perzentil gewichtet nach Anzahl Spitäler (22. Perzentil nach 

Fällen) ein nicht in ihrem Ermessen liegendes, mit Art. 49 Abs. 1 KVG nicht 

zu vereinbarendes (zu strenges) Effizienzmass gewählt. Der resultierende 

Referenzpreis leide an gravierenden Verzerrungen und befördere ein fi-

nanzielles Ausbluten jener Spitäler, die das Rückgrat der Spitalversorgung 

bildeten. Bei der finanziellen Zusammenstellung ihres Benchmarkings 

habe die Vorinstanz (vermutlich irrtümlich) das Merian Iselin Spital mit zu 

tiefen Fallkosten in den Vergleich aufgenommen. Der Referenzpreis sei 

aufgrund dieses Versehens fälschlicherweise mit Fr. 9'756.– anstatt korrekt 

mit Fr. 9'776.– ermittelt worden. Dieser Fehler sei zu korrigieren. 

7.3 Die CSS Versicherer machen in ihrer Beschwerde zunächst in formeller 

Hinsicht eine mehrfache Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

(Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. So fehle es gemäss den Krankenversicherern 

einerseits an einer Offenlegung durch die Vorinstanz hinsichtlich der an-

geblich bereinigten Kosten- und Datengrundlage des St. Claraspitals bis 

zum Abschluss des rechtlichen Gehörs. Andererseits habe die Vorinstanz 

betreffend Benchmarkingverfahren nicht nachvollziehbar begründet, wes-

halb zunächst aus dem Vergleich ausgeschlossene Spitäler wieder ins 

Benchmarking aufgenommen worden seien. Ungenügend sei im Weiteren 

die vornstanzliche Begründung betreffend die auszuscheidenden gemein-

wirtschaftlichen Leistungen des St. Claraspitals, betreffend den Zuschlag 

hochdefizitärer Fälle sowie betreffend die Wahl des Effizienzmassstabs. 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 19 

Schliesslich habe die Vorinstanz das rechtliche Gehör hinsichtlich der un-

befristeten Tariffestsetzung nicht gewährt. In materieller Hinsicht beanstan-

den die CSS Versicherer im Wesentlichen das Benchmarking der Vor-

instanz in mehreren Punkten. So kritisieren sie den nachträglichen Einbe-

zug des St. Claraspitals in das Benchmarking trotz einer fehlenden nach-

vollziehbaren Kosten- und Datengrundlage des Spitals, insbesondere in 

Bezug auf die auszuscheidenden gemeinwirtschaftlichen Leistungen. 

Ebenso beanstanden sie den nachträglichen Einschluss der Klinik Lengg 

und derjenigen Spitäler, die trotz mangelnder ITAR_K-Vollversion vorerst 

aus dem Benchmarking ausgeschlossen worden seien. Im Weiteren be-

streiten die CSS Versicherer, dass das St. Claraspital eine Endversorger-

stellung habe, so dass auch der von der Vorinstanz berücksichtigte Zu-

schlag für spitalindividuelle Besonderheiten abzulehnen sei. Überdies ge-

nüge aus betriebsökonomischer Sicht der von der Vorinstanz herangezo-

gene Schwellenwert für Defizite von über Fr. 30'000 für die Berücksichti-

gung von hochdefizitären und profitablen Fällen nicht, um die spitalindivi-

duellen Besonderheiten sachgerecht abzubilden. Im Weiteren sei die un-

befristete Tariffestsetzung gesetzeswidrig. Schliesslich sei auch der ge-

wählte Effizienzmassstab beim 35. Perzentil zu wenig streng. 

7.4 Die Preisüberwachung erachtet den festgesetzten Tarif als unwirt-

schaftlich. Ihrer Ansicht nach sei die Einführungsphase der neuen Spitalfi-

nanzierung abgeschlossen, weshalb der grosse Ermessenspielraum der 

Kantone heute deutlich einzuschränken sei. Die Spitäler und Kantone hät-

ten genug Zeit gehabt, sich an die neue Spitalfinanzierung anzupassen. 

Eine Gefährdung der Versorgungsicherheit sei nicht mehr zu befürchten. 

Die SwissDRG-Tarifstruktur habe sich seit 2012 stetig verbessert, so dass 

heute über 80 % der Kostenunterschiede der Spitäler in der Tarifstruktur 

abgebildet seien. Um dem Wirtschaftlichkeitsgebot des KVG zu entspre-

chen, sei heute ein strengerer Massstab als von der Vorinstanz beantragt, 

anzuwenden. Aus Sicht der Preisüberwachung sei höchstens das Spital 

am 20. Perzentil des Betriebsvergleichs der geeignete Benchmark (für ver-

gangene Jahre eventualiter am 25. Perzentil). Das 20. Perzentil des nach 

Spitälern gewichteten Benchmarking 2019 der Preisüberwachung auf der 

Basis der ITAR_K Daten 2018 entspreche Fr. 9'280.–. Dieser Wert liege 

18 % über den Kosten des effizientesten Spitals (Fr. 7'863.–), welches im 

wirksamen Wettbewerb theoretisch den Marktpreis bestimmen würde. Die 

Preisüberwachung weist schliesslich darauf hin, dass die verschiedenen 

Benchmarking der Akteure trotz teilweise unterschiedlicher Methodik und 

Datengrundlage zu sehr ähnlichen Resultaten führten und sich gegenseitig 

bestätigten und plausibilisierten. Das Benchmarking des Preisüberwachers 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 20 

auf Basis der ITAR_K Daten 2018 biete hinsichtlich Datenqualität und Re-

präsentativität aber die besten Voraussetzungen für ein KVG-konformes 

Benchmarking. Die SwissDRG-Baserate für das St. Claraspital sei daher 

in Abweichung der ursprünglichen Empfehlung vom 5. November 2019 ge-

stützt auf dieses Benchmarking festzusetzen (die ITAR_K-Kostendaten 

2018 hätten im Zeitpunkt der Empfehlung noch nicht vorgelegen). 

7.5 Das BAG geht davon aus, dass die vorinstanzliche Tariffestsetzung 

KVG-konform sei und darauf abgestellt werden könne. In seiner Stellung-

nahme vom 4. Februar 2022 hält es im Wesentlichen fest, dass der Vor-

instanz weiterhin ein grosser Ermessenspielraum zuzugestehen sei, da 

das schweizweite Benchmarking erst für das Tarifjahr 2020 zur Verfügung 

stehe und daher auf den vorliegenden Fall noch keine Anwendung finde. 

Es sei naheliegend und vertretbar, dass sich die Vorinstanz für die Tarif-

festsetzung auf die eigenen plausiblen Daten aus dem Datenaustausch der 

Kantone abgestützt habe. Der von der Vorinstanz gewählte Effizienzmass-

stab und die Gewichtung nach Spitälern liege in ihrem Ermessenspielraum 

und verletze das KVG nicht. Auch der Einbezug der Geburtshäuser in ein 

schweizweites Benchmarking und die allfälligen systematischen Benach-

teiligungen oder Vorteile durch die Tarifstruktur für die Spitäler anhand von 

spitalindividuellen Zu- oder Abschlägen auf dem Referenzwert vorzuneh-

men, sein nicht nur vertretbar, sondern angezeigt. Es sei auch nicht zu be-

anstanden, dass die Vorinstanz für das Benchmarking auf Anlagenut-

zungskosten abgestellt habe, die nach der VKL ermittelt worden seien. Die 

Vorinstanz habe keine Spitäler in das Benchmarking einbezogen, welche 

gemäss der Datenprüfung Unsicherheiten betreffend Arzthonorare bzw. 

Belegarztsystem aufweisen würden. Ihr Vorgehen sei auch diesbezüglich 

nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz habe den angefochtenen Beschluss 

genügend begründet. Eine Preisdifferenzierung für Hochdefizitfälle sei 

grundsätzlich gerechtfertigt. Der vorliegenden angewendete Schwellen-

wert von Fr. 30'000.– sei als vertretbar zu betrachten. Es sei KVG-konform, 

dass die Vorinstanz einen unbefristeten Tarif festgesetzt habe.  

8.  

Die CSS Versicherer machen in formeller Hinsicht zunächst eine Verlet-

zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Einerseits habe die  

Vorinstanz hinsichtlich der angeblich bereinigten Kosten- und Datengrund-

lage des St. Claraspitals die entsprechenden detaillierten Unterlagen bis 

zum Abschluss des rechtlichen Gehörs nicht offengelegt. Andererseits 

habe die Vorinstanz im Rahmen des Benchmarkings ihre Begründungs-

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 21 

pflicht in mehrfacher Hinsicht verletzt; die Begründung der Vorinstanz be-

treffend die Aufnahme der Klinik Lengg sowie der Spitäler ohne ITAR_K-

Vollversion ins Benchmarking, betreffend die auszuscheidenden gemein-

wirtschaftlichen Leistungen, betreffend den Zuschlag hochdefizitärer Fälle 

sowie betreffend die Wahl des Effizienzmassstabs sei ungenügend, da sie 

sich auch nicht mit den Vorbringen der CSS Versicherer im vorinstanzli-

chen Verfahren auseinandergesetzt habe. Schliesslich habe die Vorinstanz 

auch nicht das rechtliche Gehör zur unbefristeten Tariffestsetzung gewährt.  

8.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör (vgl. auch Art. 29 VwVG). 

8.1.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderer-

seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass 

eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen ein-

greift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Er-

lass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 

beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisan-

trägen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise ent-

weder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch 

auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, 

die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren 

Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 143 V 71 E. 4.1 mit 

Hinweisen). 

8.1.2 Die Aktenführungspflicht von Verwaltung und Behörden bildet das 

Gegenstück zum (aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden) Akteneinsichts- und 

Beweisführungsrecht, indem die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts 

durch die vom Entscheid betroffene Person eine Aktenführungspflicht der 

Behörde voraussetzt (BGE 138 V 218 E. 8.1.2; 130 II 473 E. 4.1; 124 V 

372 E. 3b; 124 V 389 E. 3a). Zudem ergibt sich die Pflicht zur sorgfältigen 

Aktenführung auch aus dem Untersuchungsgrundsatz (vgl. KRAUSKOPF/ 

WYSSLING, in: Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl. 2023, Art. 12 Rz. 42; SVR 

2011 IV Nr. 44 [BGer 8C_319/2010] E. 2.2.2; Urteil BVGer C-6549/2014 

vom 22. Juni 2016 E. 5.2.2 m.w.H.). Die Behörde ist verpflichtet, ein voll-

ständiges Aktendossier über das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls 

ordnungsgemäss Akteneinsicht gewähren und bei einem Weiterzug diese 

Unterlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu können. In den Akten 

hat sie alles festzuhalten, was zur Sache gehört (BGE 124 V 372 E. 3b; 

115 Ia 97 E. 4c). 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 22 

8.1.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die 

Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch 

tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus 

folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei 

ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einläss-

lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-

legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte 

beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Be-

troffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in 

voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In die-

sem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 

stützt (BGE 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Be-

gründung sind umso höher, je grösser der Entscheidungsspielraum der Be-

hörde ist (BGE 142 II 324 E. 3.6 mit Hinweisen). 

8.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussichten 

der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob 

die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitent-

scheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres 

Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 

E. 3d/aa). Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwer-

wiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt 

gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 

Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 

Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 135 I 279 E. 2.6.1). Von einer Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden 

Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die 

Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) 

Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 

Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2 mit Hinwei-

sen; Urteil BGer 8C_327/2015 vom 8. September 2015 E. 4.2). 

8.3  

8.3.1 Die CSS Versicherer wurden vor Erlass des angefochtenen Be-

schlusses angehört und hatten insbesondere Gelegenheit, zu den Anträ-

gen und Ausführungen des St. Claraspitals Stellung zu nehmen. Soweit die 

CSS Versicherer eine mangelhafte Begründung geltend machen, hat die 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 23 

Vorinstanz ihr Vorgehen und Benchmarking im angefochtenen Entscheid 

entgegen gegenteiliger Ansicht genügend begründet und sich mit den 

Benchmarkings und den Tarifkalkulationen der Tarifpartner sowie der Preis-

überwachung auseinandergesetzt. Sie hat auch die Parteianträge aufge-

listet und kurz dargelegt, ob sie diesen folgen kann. Eine einlässliche Aus-

einandersetzung mit jedem Antrag ist entgegen der Ansicht der CSS Ver-

sicherer nicht erforderlich. Dem Entscheid kann jedenfalls nachvollziehbar 

entnommen werden, von welchen Gedanken sich die Vorinstanz bei ihrem 

Entscheid hat leiten lassen. Ob die vorinstanzlichen Ausführungen auch 

zutreffend sind, ist eine Frage der materiellen Prüfung (vgl. E. 9 ff. hier-

nach). Nach Gesagtem ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im 

Sinne einer mangelhaften Begründung nicht ersichtlich.  

8.3.2 Was den Einwand anbelangt, nicht sämtliche Unterlagen erhalten zu 

haben, hat die Vorinstanz in ihrer Spontaneingabe vom 3. Februar 2022 

darauf hingewiesen, dass den CSS Versicherern sämtliche Eingaben des 

St. Claraspitals offengelegt worden seien und es sich beim von den CSS 

Versicherern erwähnten Verweis auf die Beilage 62 in Ziffer 2.2.4.7 der 

Verfügung um einen Fehler handle. Korrekt wäre ein Verweis auf die Bei-

lage 59 des St. Claraspitals gewesen, bei welcher es sich um die inhaltlich 

identische Beilage 62 des St. Claraspitals im Verfahren mit den von der 

tarifsuisse ag vertretenen Versicherern handle; im Verfahren der St. Cla-

raspital AG mit den CSS-Versicherern existierten die Beilagen 61 und 62 

nicht. Gemäss den eingereichten vorinstanzlichen Akten hat das St. Cla-

raspital insgesamt 60 Beilagen eingereicht, wobei die Beilagen 58 bis 60 

mit Stellungnahme vom 15. September 2020 eingereicht wurden (act. 62 

der vorinstanzlichen Akten); diese Stellungnahme wurde den CSS Versi-

cherern samt Beilagen am 9. Oktober 2020 zur Kenntnisnahme gebracht 

(act. 63 der vorinstanzlichen Akten). Ob es sich bei der Beilage 59 im Ver-

fahren mit den CSS Versicherern um die inhaltlich identische Beilage 62 im 

Verfahren mit den von der tarifsuisse ag vertretenen Versicherern handelt, 

kann dabei offenbleiben. Es steht fest, dass den CSS Versicherern sämtli-

che Eingaben des St. Claraspitals übermittelt wurden. Die Vorinstanz führt 

im angefochtenen Entscheid denn auch aus, dass sie die beim Kanton be-

reits vorhandenen Daten – und nicht gestützt auf neu eingereichte Unter-

lagen – nochmals auf ihre Nachvollziehbarkeit geprüft habe und gestützt 

darauf letzte Differenzen beseitigt worden seien, was schliesslich doch 

noch zur Aufnahme des St. Claraspitals ins Benchmarking geführt habe. 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 24 

8.3.3 Zutreffend ist der Einwand der CSS Versicherer, dass sie grundsätz-

lich einen Anspruch auf Einsicht in sämtliche verfahrens- und entscheidre-

levante Unterlagen haben, um ihre Rechte im Festsetzungsverfahren ent-

sprechend wahrnehmen zu können. Vorliegend kann jedoch die Frage, ob 

die Vorinstanz den CSS Versicherern sämtliche verfahrens- und entscheid-

relevante Unterlagen offengelegt hat, offengelassen werden, da die Verfü-

gung ohnehin aus nachfolgenden Gründen aufzuheben und an die Vor-

instanz zurückzuweisen ist. 

9.  

9.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, ist in der 

Einführungsphase der leistungsbezogenen Fallpauschalen (ab Januar 

2012) respektive zumindest so lange der vom Bundesrat zu veröffentli-

chende Betriebsvergleich zu den Fallkosten der Spitäler (vgl. Art. 49 Abs. 8 

KVG) fehlt und weder konkrete gesetzliche Vorgaben zur einheitlichen 

Kostenermittlung noch zur Beurteilung der Effizienz erlassen wurden, den 

Tariffestsetzungsbehörden ein erheblicher Beurteilungs- und Ermessens-

spielraum einzuräumen (vgl. BVGE 2014/3 E. 1.4; 2014/36 E. 1.4; 2015/8 

E. 4.2.6; Urteile des BVGer C-4374/2017, C-4461/2017 vom 15. Mai 2019 

E. 7.1.3.3 und 8.9; C-1319/2018, C-1439/2018, C-1470/2018 vom 6. Sep-

tember 2019). 

9.2 Gestützt auf das im Konzept «Publikation von schweregradbereinigten 

Fallkosten im Rahmen von Art. 49 Abs. 8 KVG» festgelegte Vorgehen, auf 

das sich das BAG und die GDK geeinigt haben, haben die Kantone erst-

mals die Datengrundlagen für das Geschäftsjahr 2018 bei den Leistungs-

erbringern erhoben und plausibilisiert sowie dem BAG für eine Publikation 

im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt (vgl. Bundesamt für Gesundheit BAG, 

Publikation von schweregradbereinigten Fallkosten im Rahmen von Artikel 

49 Absatz 8 KVG, Konzept, Dezember 2018 [Version Dezember 2019], ab-

rufbar unter www.bag.admin.ch). Die Vorinstanz geht entsprechend davon 

aus, dass die vom Gesetzgeber geforderten Kostendaten für schweizweite 

Betriebsvergleiche folglich erst ab dem Jahr 2020 (Kostendaten 2018) ver-

fügbar sind. Da für die Festsetzung der Tarife ab 1. Januar 2019 jedoch die 

Kostendaten 2017 massgebend sind, ist die Wirtschaftlichkeitsprüfung vor-

liegend noch durch den Beizug anderweitig vorhandener Kostendaten und 

Betriebsvergleiche zu kompensieren. Dass für die im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren in Frage stehende Tariffestsetzung 2019 noch immer 

die gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG vom Bundesrat in Zusammenarbeit mit den 

Kantonen durchzuführenden und zu veröffentlichenden schweizweiten Be-

triebsvergleiche fehlen, ist unbestritten. Folglich ist der Vorinstanz bei der 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 25 

Festsetzung des Tarifs für das Jahr 2019 nach wie vor ein erheblicher Be-

urteilungs- und Ermessensspielraum einzuräumen (vgl. Urteil des BVGer 

C-5086/2019 vom 17. August 2022 E. 8.3). 

10.  

Die Verfahrensbeteiligten sind sich dahingehend einig, dass der umstrit-

tene Tarif auf der Basis eines Vergleichs schweregradbereinigter Fallkos-

ten festzulegen ist. Die Vorinstanz hat sich dabei entschieden, den Fallkos-

ten-Betriebsvergleich (Benchmarking) auf einer eigenen Datengrundlage 

vorzunehmen. 

10.1  

10.1.1 Die Vorinstanz hat sich für ihr eigenes Benchmarking auf die Daten-

sätze von Spitälern der Akutsomatik für das Jahr 2017 aus dem Datenaus-

tausch unter den Kantonen abgestützt. Sie hat im angefochtenen Be-

schluss dazu ausgeführt, dass diese Daten von den Kantonen erhoben und 

plausibilisiert worden seien und zusätzlich von der GDK mittels einer ein-

heitlichen Datenerhebung auf deren Verwendbarkeit hin plausibilisiert wor-

den seien. Die Vorinstanz setzte für die Verwendbarkeit der Daten voraus, 

dass der jeweilige Standortkanton die Datensätze gemäss den einheitli-

chen formalen Kriterien der GDK aufbereitet, sie gemäss den zahlreichen 

Plausibilisierungskriterien der GDK als plausibel eingestuft, sie gemäss 

den GDK-Empfehlungen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung gegebenenfalls 

korrigiert und als «in einem nationalen Benchmarking verwendbar» dekla-

riert habe. Insgesamt lägen 143 Datensätze vor, wobei 24 Datensätze von 

den plausibilisierenden Kantonen als ungenügend eingestuft worden seien 

und bei weiteren fünf Datensätzen liegen keine ITAR_K-Vollversion zu-

grunde, weshalb diese nicht in das Benchmarking einbezogen worden 

seien. Damit seien grundsätzlich 114 Datensätze für das nationale Bench-

marking vorhanden. Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung der Par-

teien im Festsetzungsverfahren entschieden, die eine ausgeschlossene 

Klinik mit grossen CMI-Sprüngen aufgrund eines spezifischen Leistungs-

spektrums und die Spitäler ohne ITAR_K-Vollversion wieder in das Bench-

marking einzuschliessen. Ebenfalls berücksichtigt hat es die Daten des 

St. Claraspitals, die ebenfalls für das Benchmarking ausgeschlossen wor-

den waren, so dass die Vorinstanz insgesamt eine Erhöhung auf 121 Da-

tensätze vorgenommen hat. 

10.1.2 Die Vorinstanz hält im angefochtenen Beschluss weiter fest, dass 

die vorliegenden Betriebsvergleiche der Preisüberwachung, der CSS und 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 26 

der Gesundheitsdirektion Differenzen hinsichtlich der Datenbasis aufwei-

sen würden. Die Preisüberwachung habe mit den vom Bundesamt für Sta-

tistik bereitgestellte Kosten- und Leistungsdaten aus der Krankenhaussta-

tistik sowie der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser gearbeitet. Die 

Vorinstanz kam zum Schluss, dass auf die Datenbasis der Preisüberwa-

chung nicht abgestellt werden könne. Sie hielt fest, dass die aus der Kran-

kenhausstatistik stammenden Daten auf einer Selbstdeklaration der Spitä-

ler beruhten. Eine Plausibilisierung bzw. eine vertiefte Prüfung dieser Da-

ten habe nicht stattgefunden. Zudem seien die von der Preisüberwachung 

erhobenen Daten nicht in Form eines ITAR_K erhoben worden, weshalb 

die Kosten auch nicht nachvollzogen werden könnten. Zum Benchmarking 

der CSS hielt die Vorinstanz fest, dass idealerweise keine Unterschiede in 

den Datengrundlagen der einzelnen Akteure bestehen würden, da die Da-

ten denselben Ursprung bei den jeweiligen Leistungserbringern hätten. 

Vorliegend liege ein Unterschied in der Anzahl der berücksichtigten Spitä-

ler. Unterschiede zwischen den Datensätzen für 2017 betreffend die Anzahl 

der für das Benchmarking berücksichtigen Spitäler sowie betreffend die 

Fallkosten an den jeweiligen Perzentilen einerseits und denjenigen aus 

dem von der GDK koordinierten Kostendatenaustausch andererseits wür-

den sich insbesondere aus der eigenständigen Erhebung und Plausibilisie-

rung der Daten ergeben. Die CSS habe letztlich 138 Spitäler herangezo-

gen, die Gesundheitsdirektion 121 Spitäler. Unterschiede bei der Plausibi-

lisierung der Daten würden sich seitens der CSS insbesondere durch die 

von den Kantonen bestrittene optionale Anwendung der Normabzüge be-

treffend die Forschung und universitäre Lehre gemäss Preisüberwachung 

ergeben. Auch würden seitens CSS die normativen Abzüge für die Mehr-

kosten der Halbprivat- und Privat-Versicherten nicht durchgehend über alle 

Spitäler angewendet. Im Weiteren werde zur Ermittlung der normativen 

Zinskosten nicht auf die Methode der Preisüberwachung abgestellt, und es 

werde von der Berechnung des Zuschlages der Teuerung gemäss bisheri-

ger Rechtsprechung abgewichen. Es könne angefügt werden, dass die Un-

terschiede im Ergebnis, beispielsweise beim von der CSS geforderten 

30. Perzentil beim Benchmark der Gesundheitsdirektion (Fr. 9'606.–) zu ei-

nem knapp Fr. 39.– höheren Benchmark führen würde, als beim Bench-

marking der CSS (Fr. 9'567.–); das 35. Perzentil führe zu einem Fr. 129.– 

höheren Betrag (GD-Benchmark Fr. 9'756.– vs. CSS-Benchmark 

Fr. 9'627.–). Ein weiterer Unterschied werde bei der Zuordnung eines Spi-

tals zu einem Perzentilwert ersichtlich: Während die CSS in ihrem Bench-

mark das 41. Spital mit Fr. Fr. 9'553.– als 30. Perzentil angebe, obwohl 

dessen Wert effektiv einem Perzentil von 29,7 entspreche, erachte das Ge-

sundheitsdepartement das Erreichen des angestrebten Perzentilwerts als 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 27 

relevant, weshalb es auf das 42. Spital des CSS-Benchmarks mit 

Fr. 9'567.– verweise, dessen Wert effektiv einem Perzentil von 30,4 ent-

spreche. Es sei naheliegend, dass sich ein Kanton für die Tariffestsetzung 

auf die eigenen plausiblen und verfügbaren Daten aus dem Datenaus-

tausch der Kantone abstütze, welche auch für das Folgejahr 2018 als 

Grundlage der Betriebsvergleiche nach Art. 49 Abs. 8 KVG dienen werden. 

Damit würden Betriebsvergleiche der Tarifpartner nicht obsolet. Diese 

könnten nach wie vor im Rahmen der Tarifautonomie durch ihre Ermes-

sensspielräume zu tarifpartnerschaftlichen Vereinbarungen auf Basis ihrer 

Datengrundlagen gelangen und somit unter anderem einen zeitlichen Vor-

teil und Planungssicherheit erlangen. Gemäss der Rechtsprechung gebe 

es nicht den einzig richtigen Tarif. Aus den genannten Gründen habe die 

Vorinstanz weder auf das Datenmaterial der Preisüberwachung noch auf 

jene der CSS abgestellt.  

10.2 Die von der Vorinstanz verwendeten Daten stammen aus dem Jahr 

2017 (Jahr X-2; BVGE 2014/36 E. 4.2) und sind – mit wenigen Ausnah-

men – in Form eines ITAR_K-Vollausweises (vgl. dazu Urteil BVGer  

C-3133/2013 vom 24. August 2015 E. 10.5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 

C-4308/2007 E. 6.6.4.3) aufbereitet. Die Datensätze wurden gemäss der 

Angabe der Vorinstanz von den einzelnen Standortkantonen und der GDK 

nach einheitlichen Kriterien plausibilisiert. Die Preisüberwachung hat zu 

Recht darauf hingewiesen, dass die verschiedenen Benchmarkings der Ak-

teure trotz zum Teil unterschiedlichen Methodik und Datengrundlage zu 

sehr ähnlichen Resultaten führten und sich damit gegenseitig bestätigten 

und plausibilisierten. Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit den einzelnen 

Betriebsvergleichen und den darin angewendeten Methoden zur Ermittlung 

der Datenbasis auseinandergesetzt. Ihre Ausführungen sind nachvollzieh-

bar und folgen auch den in der Rechtsprechung festgelegten Grundsätzen. 

Dabei erweist sich insbesondere die vorinstanzliche Feststellung, dass der 

Empfehlung der Preisüberwachung vom 5. November 2019 nicht gefolgt 

werden könne, als zutreffend, da das auch im vorliegenden Verfahren an-

gewandte Vorgehen der Preisüberwachung – was diese in ihrer Stellung-

nahme an die Vorinstanz vom 5. November 2019 selber erwähnt (vgl. 

act. 42 der Vorakten S. 11 letzter Absatz) – vom Bundesverwaltungsgericht 

bereits mit Urteil C-4374/2017, C-4461/2017 vom 15. Mai 2019 nicht ge-

stützt wurde; ebenso wenig kann auf die im Rahmen des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens eingereichte Empfehlung vom 20. Dezember 2021 

aufgrund der darin einbezogenen Kostendaten des Jahres 2018 abgestellt 

werden (vgl. Urteil des BVGer C-4147/2021, C-4177/2021 vom 15. Juli 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 28 

2025 E. 9.4.2 ff.). Im Weiteren besteht im Rahmen eines Verfahrens betref-

fend einen hoheitlich festzusetzenden Tarif aufgrund ihres grossen Ermes-

sens keine Pflicht für die Vorinstanz, allfälligen vertretbaren gesetzeskon-

formen Benchmarks der Tarifpartner gegenüber allfälligen behördlichen Al-

ternativen den Vorrang zu geben; dies gilt umso mehr, wenn sich die Vor-

instanz – wie im vorliegenden Verfahren – mit den verschiedenen Bench-

markings der Tarifpartner und der Preisüberwachung eingehend auseinan-

dergesetzt und zudem auch nachvollziehbar erläutert hat, warum sie ihren 

Beschluss auf ein eigenes Benchmarking abstellt (vgl. Urteil des BVGer C-

5102/2019 vom 17. August 2022 E. 9.1.3 m.H.). 

10.3 Das St. Claraspital und die CSS Versicherer – auch wenn letztere 

grundsätzlich an ihrem Benchmark festhalten (vgl. Verfahrensdossier  

C-4185/2021, BVGer-act. 1 S. 28 Ziff. 4.6.6 Bst. b) – machen nach dem 

Gesagten zu Recht nicht geltend, dass es der Vorinstanz verwehrt gewe-

sen wäre, sich beim Benchmarking an den Empfehlungen der GDK zu ori-

entieren und dieses anhand der Kostendaten 2017 aus dem Austausch der 

Kostendaten der Spitäler der GDK durchzuführen. Das von der Vorinstanz 

vorliegend gewählte Vorgehen gemäss GDK-Empfehlungen zur Wirt-

schaftlichkeitsprüfung vermag zumindest eine gewisse Einheitlichkeit bei 

der Ermittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten zu gewährleis-

ten (BVGE 2014/3 E. 3.2.7; Urteil des BVGer C-4147/2021, C-4177/2021 

vom 15. Juli 2025 E. 9.4.2.2). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die 

Vorinstanz, der auch in dieser Frage ein grosser Ermessenspielraum zu-

zugestehen ist, letztlich auf den (eigenen) Betriebsvergleich abgestellt hat 

(vgl. auch Urteil des BVGer C-5086/2019 vom 17. August 2022 E. 9.1.1 f.). 

Auf die vorgebrachte Kritik an der Kosten- und Datengrundlage respektive 

an der Ermittlung der benchmarking-relevanten Kosten durch die Vor-

instanz und dem massgebenden Effizienzmassstab ist nachfolgend einzu-

gehen (vgl. sogleich E. 11 ff. hiernach). 

11. Sowohl das St. Claraspital als auch die CSS Versicherer kritisieren die 

Ermittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten. 

11.1 Der Benchmark ist gestützt auf die transparent ausgewiesenen 

benchmarking-relevanten Betriebskosten der einzelnen Spitäler zu ermit-

teln (BVGE 2014/3 E. 2.10.1). 

11.2 In BVGE 2014/3 hat das Bundesverwaltungsgericht erwogen, die An-

wendbarkeit der vom Branchenverband H+ erarbeiteten Rechnungsle-

gung- und Tarifherleitungsmodelle REKOLE® und ITAR_K sei angesichts 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 29 

der Bedeutung und der Verbreitung, welche diese zwischenzeitlich erlangt 

haben, nicht grundsätzlich in Frage zu stellen. Zu prüfen sei jedoch, ob 

einzelne in diesen Modellen enthaltene Berechnungsvorgaben gesetzes-

konform sind (BVGE 2014/3 E. 3.4.3). Auf die im ITAR_K ausgewiesenen 

Anlagenutzungskosten kann nur abgestellt werden, wenn sichergestellt ist, 

dass diese den Vorgaben der VKL entsprechen (BVGE 2015/39 E. 11.8; 

Urteil C-4334/2013 E. 6.5). Aus der Rechtsprechung kann daher nicht ab-

geleitet werden, dass ITAR_K per se KVG-konform sei. 

11.3 Will sich die Festsetzungsbehörde auf die Angaben im ITAR_K stüt-

zen, so hat sie dieses vollständig (mit allen Kostenträgern) zu verlangen 

und sich nicht mit einem Auszug für den in Frage stehenden Leistungsbe-

reich zu begnügen. Aufgrund der Unterlagen muss zudem nachvollziehbar 

sein, nach welchem Schlüssel einzelne Kosten auf die verschiedenen Kos-

tenträger im ITAR_K verteilt wurden (Urteil BVGer C-3133/2013 vom 

24. August 2015 E. 10.5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil C-4308/2007 

E. 6.6.4.3). 

11.4 Die GDK-Empfehlungen (zur Wirtschaftlichkeitsprüfung) vermögen 

zumindest eine gewisse Einheitlichkeit bei der Ermittlung der benchmar-

king-relevanten Betriebskosten zu gewährleisten. Hat sich die Vorinstanz 

an diese Empfehlungen gehalten und erscheint die Interpretation der ge-

setzlichen Bestimmungen als vertretbar, ist der Vorinstanz bei der Bestim-

mung der benchmarking-relevanten Betriebskosten mangels bundesrecht-

licher Vorgaben zumindest für eine erste Phase der Einführung der Fall-

pauschalen ein sehr weiter Spielraum zuzugestehen (BVGE 2014/3 

E. 3.2.7; vgl. auch E. 9.2 hiervor). 

12.  

Das St. Claraspital geht zunächst davon aus, dass die Anlagenutzungskos-

ten nach VKL betreffend die vor 2012 in Betrieb genommenen Anlagen 

dem KVG widersprechen würden und daher im Benchmarking nicht be-

rücksichtigt werden dürften. Dabei macht das Spital zutreffend geltend, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die nun vom Spital aufgeworfene 

Frage bisher nicht hat näher prüfen müssen. 

12.1  

12.1.1 Zur Begründung führt das St. Claraspital im Wesentlichen aus, 

Art. 49 Abs. 1 KVG setze voraus, dass objektive, die realen wirtschaftlichen 

Kosten der Leistungserbringung reflektierende Kostendaten miteinander 

verglichen werden. Der Bundesrat habe jedoch mit der VKL für Altanlagen 

C-4150/2021, C-4185/2021 

Seite 30 

eine Anlagenbewertung aufgestellt, welche auf Buchwerte und damit auf 

ein effizienzfremdes, von spitalindividuellen Zufälligkeiten abhängiges Kos-

tenmass abstellt. Der Bundesrat habe damit eine Lösung getroffen, die 

dem System und Grundgedanken eines objektiven Betriebsvergleichs dia-

metral widerspreche und mit dessen Sinn und Zweck nicht vereinbar sei. 

Die Begründung des Bundesrats, wonach das Abstellen auf die individuel-

len Buchwerte sicherstelle, dass dieselben Anlagen nicht noch einmal ab-

geschrieben und damit doppelt abgegolten würden, sei im Verständnis der 

alten Objektfinanzierung verhaftet. Danach sei der Bundesrat offensichtlich 

davon ausgegangen, dass Preise maximal auf die Höhe der spitalindividu-

ellen Kosten festgesetzt werden dürften, was das Bundesverwaltungsge-

richt klar verworfen habe. Das Problem möglicher doppelter Abschreibun-

gen sei daher auf der spitalindividuellen Ebene zu lösen. Einen KVG-kon-

formen Umgang mit dieser Thematik einer allfälligen Vorfinanzierung von 

Anlagen durch die öffentliche Hand habe z.B. der Kanton Zürich gewählt, 

indem er frühere kantonale Subventionen beim Übergang zur neuen Spi-

talfinanzierung in teilweise rückzahlbare Darlehen umgewandelt habe. Die 

Vorinstanz sei über die KVG-Widrigkeit der VKL in diesem Punkt zu Un-

recht hinweggegangen. Sie hätte der VKL in diesem Punkt die Anwendbar-

keit verwehren müssen. Indem die Vorinstanz die VKL-Regeln zur Anla-

genbewertung unbesehen angewendet habe, habe sie Art. 49 Abs. 1 KVG 

(sowie das Rechtsgleichheitsgebot und das Willkürverbot) verletzt. Die Be-

schwerdeführerin sei sich bewusst, dass das Bundesverwaltungsgericht in 

bisherigen Entscheiden auch in Bezug auf die Anlagennutzungskosten zu-

mindest implizit von der Massgeblichkeit der VKL ausgegangen sei. Indes 

habe sich das Bundesverwaltungsgericht bisher soweit ersichtlich nie ein-

gehend mit der Rüge der Bundesrechtswidrigkeit der ANK-Bewertung aus-

einandersetzen müssen. Die Beschwerdeführerin ersuche daher das Bun-

desverwaltungsgericht, diese Lücke mittels einer inzidenten Normenkon-

trolle im vorliegenden Verfahren zu schliessen. Im Sinne einer Schliessung 

der dabei entstehenden Lücke beantrage das St. Claraspital im Sinne einer 

Minimallösung entsprechend der Empfehlung Nr. 13 der GDK jene Spitäler 

auszuschliessen, deren ANK bei unter 5 % der Gesamtkosten liegen wür-

den. Eine weit praktikablere und sachgerechtere Lösung wäre es indes, bis 

zum Vorliegen einer KVG-konformen Verordnungsbestimmung wieder den 

vom Bundesrat für die Einführungsjahre von SwissDRG vorgeschriebenen 

Normzuschlag von 10 % auf die Betriebskosten anzuwenden. 

12.1.2 Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2021 stellen sich die 

CSS Versicherer im Wesentlichen auf den Standpunkt, die Bestimmungen 

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der VKL genügten den Anforderungen an das KVG, da damit auch ein be-

triebswirtschaftliches und gesamtschweizerisch einheitliches Benchmar-

king im Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG erreicht werde. Die Anlagenutzungs-

kosten seien nach Auffassung der CSS Versicherer gestützt auf die vom 

Bundesrat erlassene VKL rechtsgenüglich berücksichtigt und würden auch 

gesamtschweizerisch gleich erfasst, was im Hinblick auf ein gesamt-

schweizerisches einheitliches Benchmarking vom Gesetzgeber im Rah-

men der neuen Spitalfinanzierung beabsichtigt gewesen sei. Zur Begrün-

dung führen sie im Wesentlichen aus, die Einwände des Spitals seien nicht 

stichhaltig. Es müsse der gesamte Investitionszyklus betrachtet werden; 

Unterschiede glichen sich über den gesamten Investitionszyklus wieder 

aus. Selbst wenn im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Spitalfinanzie-

rung die betriebsnotwendigen Anlagen der Spitäler in den Kantonen teil-

weise unterschiedlich bewertet oder bereits auf null abgeschrieben gewe-

sen sein sollten, hätten diese Unterschiede im Zeitpunkt des Systemwech-

sels für den Einzelfall und zwar in den jeweiligen Kantonen – allerdings 

ausserhalb der obligatorischen Krankenversicherung – entsprechend be-

rücksichtigt werden müssen. Eine nunmehr nochmalige, nachträgliche und 

doppelte Abgeltung zulasten der OKP entbehre jeglicher Grundlage und 

lasse sich auch nach bald neun Jahren seit Inkrafttreten der Verordnungs-

bestimmung nicht mehr rückwirkend korrigieren geschweige denn rechtfer-

tigen. Mit der VKL erfolge nunmehr im neuen System der Spitalfinanzie-

rung die Erfassung von Abschreibungen gesamtschweizerisch einheitlich, 

und zwar unabhängig davon, wie die Abschreibungspolitik in den einzelnen 

Kantonen gehandhabt worden sei (Art. 10a Abs. 3 VKL). Entgegen der Auf-

fassung der Beschwerdeführerin seien die Anlagenutzungskosten damit 

ohne Weiteres miteinander vergleichbar. Die von der Beschwerdeführerin 

ins Spiel gebrachten Subventionen blieben im Rahmen von gemeinwirt-

schaftlichen Leistungen gemäss Art. 49 Abs. 3 KVG ohnehin unberück-

sichtigt, weshalb sich diese Problematik hier gar nicht stelle. Sodann stütze 

sich der von der Beschwerdeführerin verlangte Ausschluss von Spitälern 

mit Anlagenutzungskosten von weniger als 5 % auf keine gesetzliche 

Grundlage; es sei von einem solchen willkürlichen normativen Eingriff ab-

zusehen, weil eine solche selektive Korrektur im Sinne eines Ausschlusses 

von Spitälern mit tiefen ANK bei gleichzeitigem Verbleib von Spitälern mit 

über dem Durchschnitt liegenden ANK zu einer erheblichen Verzerrung 

führen würde. 

12.1.3 Die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung vom 15. Novem-

ber 2021 auf ihre Begründung im angefochtenen Regierungsratsbeschluss 

vom 17. August 2021. Zur vom St. Claraspital verlangten akzessorischen 

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Normenkontrolle führte die Vorinstanz unter Zitierung der Lehre ergänzend 

aus, die kantonale Verwaltungsbehörde habe eine Verordnung des Bundes 

unter dem Aspekt der Rechtseinheit, Rechtssicherheit und Rechtsgleich-

heit selbst bei Zweifeln an deren Rechtmässigkeit, welche indes vorliegend 

nicht bestünden, anzuwenden. Eine allfällige normenkontrollierende Inter-

vention sei dem im Instanzenzug nachfolgenden Gericht zu überlassen. 

12.1.4 Die Preisüberwachung äussert sich in ihrer Eingabe vom 20. De-

zember 2021 nicht konkret zu den Einwänden des St. Claraspitals in Bezug 

auf die Regelung betreffend die Anlagenutzungskosten. Allerdings hat sie 

bei ihrer Berechnung der Baserates die Anlagenutzungskosten gemäss 

VKL berücksichtigt und somit die vom Bundesrat in der VKL erlassene Re-

gelung implizit als rechtskonform erachtet. 

12.1.5 Das BAG führt in seiner Stellungnahme dazu aus, dass die VKL Vor-

gaben zur Anlagebuchhaltung mache und den Umfang der jährlichen kal-

kulatorischen Zinsen regle. Mit dem Einbezug der Investitionen flössen nor-

mative Komponenten in die Kostenermittlung der Spitäler ein. Je nach Be-

wertungsmethode, je nach Art und Dauer der Abschreibung sowie je nach 

den für die Ermittlung der kalkulatorischen Verzinsung gewählten Zinssät-

zen könnten für ein und dieselbe Investition unterschiedliche ANK ausge-

wiesen werden. Die VKL habe zum Zweck, den Kostenausweis der Spitäler 

zu vereinheitlichen und den Spielraum bei der Bewertung der Anlagen und 

der Bemessung der ANK zu begrenzen, indem Vorgaben für die Bewertung 

der Anlagen und somit für die Ermittlung der ANK zulasten der OKP ge-

macht würden. Diese Vorgaben seien erforderlich, weil die ausgewiesenen 

Kosten als Grundlage für die Tarifermittlung herangezogen würden. Mit 

ihnen sollten die Kostenfolgen für die OKP eingegrenzt werden. Des Wei-

teren werde der Vergleich der Wirtschaftlichkeit der Spitäler erleichtert. 

Massgebend für die Bestimmung der ANK seien Artikel 10a VKL sowie die 

Schlussbestimmungen der Änderung vom 22. Oktober 2008 der VKL. Für 

die Bewertung der betriebsnotwendigen Anlagen der Spitäler dürfe höchs-

tens der Anschaffungswert bzw. für Investitionen vor dem 1. Januar 2012 

(Zeitpunkt des Übergangs zur Vergütung der Spitalleistungen mittels leis-

tungsbezogener Pauschalen, in denen die ANK eingeschlossen sind) der 

Restbuchwert Ende 2011 angewendet werden. Diese Berechnung solle in 

erster Linie sicherstellen, dass bereits finanzierte Anlagen die Prämien- 

und Steuerzahlenden nicht mehr belasten. Das heisse insbesondere, dass 

bei bereits vollständig abgeschriebenen Anlagen die ANK null betragen 

würden. In Bezug auf die Höhe der in den Fallpauschalen berücksichtigten 

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Investitionskosten hätten die Spitäler und die OKP unterschiedliche Inte-

ressen. Während die Spitäler an einem möglichst hohen Freiraum interes-

siert seien, sollten sich die Investitionskosten aus Sicht der OKP auf das 

im Sinne einer wirtschaftlichen und qualitativen Leistungserbringung Not-

wendige beschränken, Mehrkosten durch bereits finanzierte Investitionen 

vermieden und Kostentransparenz hergestellt werden. Es sei nicht mög-

lich, eine Regelung für die Ermittlung der Anlagenutzungskosten zu finden, 

welche allen unterschiedlichen Interessen Rechnung tragen könne. Die 

vom Bundesrat beschlossene Regelung solle Mehrkosten verhindern, die 

durch eine doppelte Vergütung der Investitionskosten entstehen könnten. 

Daher habe der Bundesrat bewusst die Anschaffungskosten und nicht die 

Wiederbeschaffungskosten als Grundlage für die Bewertung der Anlagen 

vorgesehen. Die Vorgaben für die Anlagebuchhaltung gälten für alle Leis-

tungserbringer, unabhängig davon, ob es sich um eine öffentliche oder pri-

vate Institution handle. Es solle sichergestellt werden, dass bei der Anla-

gebuchhaltung ein einheitlicher Kostenausweis für die Tarifermittlung als 

Grundlage herangezogen werden könne. Die Vorgaben der VKL wider-

sprächen aufgrund der obigen Ausführungen nicht Art. 49 Abs. 1 KVG. Für 

das Benchmarking müsse die Vorinstanz die nach den Anforderungen der 

VKL ermittelten ANK berücksichtigen. Eine abstrakte Normenkontrolle, d.h. 

eine direkte Anfechtung von Bundesratsverordnungen ist ausgeschlossen, 

es sei denn, das Spezialgesetz sehe eine abweichende Regelung vor, was 

vorliegend nicht der Fall sei. Das Spital verlange diese auch nicht. Hinge-

gen könne bzw. müsse in einem konkreten Anwendungsfall von der zustän-

digen Instanz vorfrageweise geprüft werden, ob die entsprechenden Ver-

ordnungsbestimmungen gesetz- und verfassungsmässig seien (sog. kon-

krete Normenkontrolle). Mittlerweile habe sich das Bundesverwaltungsge-

richt mit mehreren Fällen auseinandergesetzt, bei denen die VKL ange-

wendet worden sei, ohne dass die Rechts- bzw. Verfassungskonformität 

der VKL beanstandet worden sei. Falls die VKL bundesrechts- bzw. verfas-

sungswidrig wäre, was mit den obenstehenden Ausführungen bestritten 

werde, hätte das Bundesverwaltungsgerichts bereits eine normenkontrol-

lierende Intervention vorgenommen. Eine weitere Auseinandersetzung 

diesbezüglich sei daher nicht angezeigt. 

12.2 Bereits vor der KVG-Revision hat der Bundesrat die Verordnung über 

die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, Geburts-

häuser und Pflegeheime in der Krankenversicherung (VKL) zur Konkreti-

sierung von aArt. 49 Abs. 6 KVG (vgl. Ingress der VKL in der Fassung vom 

3. Juli 2002, AS 2002 2835) erlassen, um im Rahmen einer Evaluation 

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Transparenz, Messbarkeit und Vergleichbarkeit der Angebote der verschie-

denen Kliniken (Benchmarking) zu ermöglichen. Im Hinblick auf die Einfüh-

rung der Leistungsbezogenen Fallpauschalen wurde die Verordnung ge-

stützt auf Abs. 2 der Übergangsbestimmungen des KVG zur Änderung vom 

21. Dezember 2007 entsprechend revidiert. 

12.3 Kosten von Mobilien, Immobilien und sonstigen Anlagen (Anlagenut-

zungskosten), die zur Erfüllung der Behandlung von OKP-Versicherten not-

wendig sind, werden nach dem System der neuen Spitalfinanzierung mit 

Fallpauschalen abgegolten. Zur sachgerechten Beurteilung der Effizienz 

sind auch die Anlagenutzungskosten im Vergleich schweregradbereinigter 

Fallkosten relevant (BVGE 2014/36 E. 4.9.5). Damit die Investitionskosten 

für die OKP nach einheitlicher Methode ermittelt werden und die Angaben 

vergleichbar sind, enthält die VKL Vorgaben für die Bewertung der Anlagen 

und die Ermittlung der Anlagenutzungskosten, namentlich zur Bewertung 

der Investitionen, deren Abschreibung und den kalkulatorischen Zinsen. 

Solche Vorgaben sind erforderlich, weil die ausgewiesenen Kosten als 

Grundlage für die Tarifermittlung herangezogen werden (Kommentar des 

BAG zur Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die 

Leistungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in der 

Krankenversicherung [VKL], Änderungen per 1. Januar 2009 [nachfolgend: 

Kommentar BAG zur VKL-Revision 2009], S. 2 f. und 5). 

12.3.1 Die im eben erwähnten Leitentscheid übergangsrechtlich ange-

wandte Methode, wonach die Anlagenutzungskosten für das Tarifjahr 2012 

mittels eines Zuschlags von 10 % auf den in den Tarifverträgen verhandel-

ten Basispreisen pauschal berechnet wurden (Abs. 4 der Schlussbestim-

mungen der Änderung der KVV vom 22. Oktober 2008), ist nicht mehr zu 

beachten (Urteil C-4374/2017, C-4461/2017 vom 15. Mai 2019 E. 6.8). 

12.3.2 Nach Art. 10 Abs. 5 VKL müssen Spitäler und Geburtshäuser zur 

Ermittlung der Kosten für Anlagenutzung eine Anlagebuchhaltung führen. 

Objekte mit einem Anschaffungswert von Fr. 10'000.– oder mehr gelten als 

Investitionen nach Art. 8 VKL und müssen in die Anlagebuchhaltung aufge-

nommen werden (Kommentar BAG zur VKL-Revision 2009, S. 5). 

12.3.3 Die Anlagebuchhaltung muss für jede Anlage mindestens die Anga-

ben über das Anschaffungsjahr, die geplante Nutzungsdauer in Jahren, 

den Anschaffungswert, den Buchwert der Anlage am Anfang des Jahres, 

den Abschreibungssatz, die jährliche Abschreibung, den Buchwert der An-

lage am Ende des Jahres, den kalkulatorischen Zinssatz, den jährlichen 

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kalkulatorischen Zins sowie die jährlichen Anlagenutzungskosten als 

Summe der jährlichen Abschreibungen und der jährlichen kalkulatorischen 

Zinsen enthalten (Art. 10a Abs. 1 VKL). Für die OKP relevant sind die An-

schaffungswerte der Anlagen. Das investierte Kapital wird kalkulatorisch 

verzinst, nicht jedoch das Umlaufkapital. Die OKP kann nicht den Wieder-

beschaffungswert der Anlagen berücksichtigen, weil dieser auf Schätzun-

gen beruht (Kommentar BAG zur VKL-Revision 2009, S. 5). 

12.3.4 Nach Art. 10a Abs. 2 VKL dürfen die zur Erfüllung des Leistungsauf-

trags betriebsnotwendigen Anlagen höchstens mit ihrem Anschaffungswert 

berücksichtigt werden. Als betriebsnotwendig gelten damit jene Anlagen, 

welche zur Erfüllung des Leistungsauftrags erforderlich sind. Anlagen für 

Nebenbetriebe (Cafeteria, Schule usw.) und die im Zusammenhang mit der 

Erfüllung des Leistungsauftrags nicht notwendigen Anteile an Grundstü-

cken gelten beispielsweise nicht als betriebsnotwendig (Kommentar BAG 

zur VKL-Revision 2009, S. 5). 

12.3.5 Nach Art. 10a Abs. 3 VKL berechnen sich die maximalen jährlichen 

Abschreibungen bei linearer Abschreibung vom Anschaffungswert über die 

geplante Nutzungsdauer auf den Restwert Null. Diese Bestimmung hält 

fest, dass die Anlagen innerhalb eines einheitlichen Zeitraums auf null ab-

geschrieben werden. Je Anlagekategorie wird von den Spitälern eine ein-

heitliche Nutzungsdauer festgelegt (Kommentar BAG zur VKL-Revision 

2009, S. 5). 

12.3.6 Die kalkulatorische Verzinsung der für die Erbringung der stationä-

ren Leistungen erforderlichen betriebsnotwendigen Anlagen berechnet 

sich nach der Durchschnittswertmethode. Der Zinssatz beträgt 3.7 Pro-

zent. Er wird periodisch überprüft (Art. 10a Abs. 4 VKL). Die Durchschnitts-

wertmethode bedeutet, dass die Verzinsung vom halben Ausgangswert be-

rechnet wird. Damit sind die kalkulatorischen Zinsen im Laufe der Zeit kon-

stant. Der kalkulatorische Zinssatz wird auf der Basis des durchschnittli-

chen Kapitalkostensatzes (gewichteter Durchschnitt zwischen Eigen- und 

Fremdkapitalsatz) festgelegt. Er besteht aus zwei Komponenten. Die erste 

ist der risikolose Zinssatz, für den die durchschnittliche Rendite von Bun-

desobligationen mit einer Laufzeit von 10 Jahren während der letzten 60 

Monate herangezogen wird. Die zweite ist die risikogerechte Entschädi-

gung für den Spitalbereich. Diese ist als relativ stabil zu betrachten. Der 

kalkulatorische Zinssatz wird festgelegt aufgrund folgender Parameter: Ei-

genkapitalkosten 6.65 %, Fremdkapitalkosten 3.15 %, Eigenkapitalquote 

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15 %, risikoloser Zinssatz per Juli 2008 2.65 %. Der kalkulatorische Zins-

satz wird vom Bundesrat periodisch überprüft. Bei einer erheblichen Ver-

änderung eines oder mehrerer Parameter kann er die Anpassung des Zins-

satzes beschliessen (Kommentar BAG zur VKL-Revision 2009, S. 5 f.). 

12.3.7 Schliesslich können gemäss den vom St. Claraspital als gesetzes-

widrig erachteten Schlussbestimmungen der Änderung der VKL vom 

22. Oktober 2008 die vor dem Übergang zur Vergütung der Spitäler mittels 

leistungsbezogenen Pauschalen getätigten Investitionen in die Kostener-

mittlung miteinbezogen werden, wenn im Zeitpunkt des Übergangs eine 

Anlage mit ihrem aktuellen Buchwert in der Anlagebuchhaltung des Spitals 

oder der Anlagebuchhaltung erfasst ist (Abs. 1). Im Zeitpunkt des Über-

gangs darf der Buchwert nach Abs. 1 den Buchwert nicht übersteigen, der 

durch die Wertermittlung nach Art. 10a VKL zustande gekommen wäre 

(Abs. 2). Die Abschreibung erfolgt vom Buchwert mit der geplanten Rest-

nutzungsdauer. Die kalkulatorischen Zinsen berechnen sich mittels Durch-

schnittswertmethode, wobei der Anschaffungswert durch den Buchwert im 

Zeitpunkt des Übergangs ersetzt wird (Abs. 3). 

12.4  

12.4.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann – wie das Bundesgericht – 

Verordnungen des Bundesrates vorfrageweise auf ihre Gesetz- und Ver-

fassungsmässigkeit prüfen (BGE 136 II 337 E. 5.1). Einer Verordnungsbe-

stimmung, welche übergeordnetem Recht widerspricht oder in diesem 

keine Grundlage findet, hat das Gericht nach einer vorfrageweisen Prüfung 

die Anwendung zu versagen, sofern diese nicht gesetzes- oder verfas-

sungskonform ausgelegt werden kann (BVGE 2011/15 E. 3.2 m.w.H.). 

12.4.2 Vollziehungsverordnungen haben den Gedanken des Gesetzge-

bers durch Aufstellung von Detailvorschriften näher auszuführen und auf 

diese Weise die Anwendbarkeit der Gesetze zu ermöglichen. Sie dürfen 

das auszuführende Gesetz – wie auch alle anderen Gesetze – weder auf-

heben noch abändern; sie müssen der Zielsetzung des Gesetzes folgen 

und dürfen dabei lediglich die Regelung, die in grundsätzlicher Weise be-

reits im Gesetz Gestalt angenommen hat, aus- und weiterführen. Durch 

eine Vollziehungsverordnung dürfen dem Bürger oder der Bürgerin grund-

sätzlich keine neuen Pflichten auferlegt werden, selbst wenn diese durch 

den Gesetzeszweck gedeckt wären (BGE 136 I 29 E. 3.3, 130 I 140 E. 5.1). 

12.4.3 Bei unselbständigen Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche 

Delegation stützen, ist zu prüfen, ob sich der Bundesrat an die Grenzen 

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der ihm im Gesetz eingeräumten Befugnisse gehalten hat. Soweit das Ge-

setz den Bundesrat nicht ermächtigt, von der Verfassung abzuweichen, be-

findet das Gericht auch über die Verfassungsmässigkeit der unselbständi-

gen Verordnung. Wird dem Bundesrat durch die gesetzliche Delegation ein 

sehr weiter Ermessensspielraum für die Regelung auf Verordnungsstufe 

eingeräumt, so ist dieser Spielraum nach Art. 190 BV für das Bundesver-

waltungsgericht verbindlich; es setzt in diesem Falle bei der Überprüfung 

der Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen des 

Bundesrates, sondern beschränkt sich auf die Prüfung, ob die Verordnung 

den Rahmen der dem Bundesrat im Gesetz delegierten Kompetenzen of-

fensichtlich sprengt oder aus anderen Gründen gesetz- oder verfassungs-

widrig ist. Es kann dabei namentlich prüfen, ob sich eine Verordnungsbe-

stimmung auf ernsthafte Gründe stützen lässt oder ob sie Art. 9 BV wider-

spricht, weil sie sinn- und zwecklos ist, rechtliche Unterscheidungen trifft, 

für die ein vernünftiger Grund in den tatsächlichen Verhältnissen nicht er-

sichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlässt, die richtigerweise hätten 

getroffen werden müssen. Für die Zweckmässigkeit der angeordneten 

Massnahme trägt der Bundesrat die Verantwortung; es ist nicht Aufgabe 

der Rechtsprechung, sich zu deren wirtschaftlicher oder politischer Sach-

gerechtigkeit zu äussern (BGE 144 V 138 E. 2.4; BGE 136 II 337 E. 5.1 

m.w.H.; vgl. auch BGE 137 III 217 E. 2.3; BGE 133 V 569 E. 5.1). 

12.4.4 Ob eine Delegationsnorm vorliegt und in welchem Rahmen dem 

Bundesrat die Kompetenz zur Rechtsetzung eingeräumt wurde, ist durch 

Auslegung zu ermitteln (WIEDERKEHR/RICHLI, Praxis des allgemeinen Ver-

waltungsrechts, Bd. I, 2012, Rz. 442). 

12.4.5 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet nach der Rechtsprechung 

des Bundesgerichts der Wortlaut der massgeblichen Norm. Ist der Text 

nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss 

nach der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle 

Auslegungselemente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus). Da-

bei kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zu-

grunde liegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, in 

dem die Norm steht. Die Entstehungsgeschichte ist zwar nicht unmittelbar 

entscheidend, dient aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu erken-

nen. Namentlich bei neueren Rechtssätzen kommt ihr eine besondere Be-

deutung zu, weil veränderte Umstände oder ein gewandeltes Rechtsver-

ständnis eine andere Lösung weniger nahelegen. Vom Wortlaut darf abge-

wichen werden, wenn triftige Gründe dafür bestehen, dass er nicht den 

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wahren Sinn der Regelung wiedergibt. Sind mehrere Auslegungen mög-

lich, ist jene zu wählen, die der Verfassung am besten entspricht. Allerdings 

findet auch eine verfassungskonforme Auslegung ihre Grenzen im klaren 

Wortlaut und Sinn einer Gesetzesbestimmung (BGE 138 II 440 E. 13, 138 

IV 232 E. 3, je mit Hinweisen). Obwohl dem Wortlaut somit erhebliche Be-

deutung zukommt, hat sich die Gesetzesauslegung vom Gedanken leiten 

zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst 

das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist 

die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf 

ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 139 II 78 E. 2.4). 

12.5 Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass der Bundesrat vom Gesetz-

geber beauftragt wurde, bezüglich der Investitionskosten die entsprechen-

den Modalitäten festzulegen. Der Erlass der VKL stützt sich dabei im All-

gemeinen auf Art. 96 KVG und die in casu fragliche Schlussbestimmung 

der VKL konkret auf den gesetzgeberischen Auftrag gemäss Abs. 2 Bst. b 

der Übergangsbestimmungen des KVG zur Änderung vom 21. Dezember 

2007 (Spitalfinanzierung). 

12.5.1 Aus den Materialien ergibt sich zunächst, dass bereits im Bundes-

ratsentwurf in Abs. 2 der Übergangsbestimmung vorgesehen war, dem 

Bundesrat die Kompetenz betreffend die Einführungsmodalitäten einzuräu-

men, wobei sich der Wortlaut des Entwurfs darauf beschränkte, dass der 

Bundesrat den Zeitpunkt bestimme, in dem die leistungsbezogenen Pau-

schalen nach Artikel 49 Absatz 1 auf gesamtschweizerisch einheitlichen 

Strukturen zu beruhen haben, und die Einführung zeitlich gestaffelt erfol-

gen könne (vgl. Bundesratsentwurf Abs. 2 der Übergangsbestimmungen, 

BBl 2004 5598). Dazu wurde in der Botschaft zunächst ausgeführt, dass 

die in Art. 49 Abs. 1 vorgeschlagenen Tarifstrukturen von den Tarifpartnern 

nicht schon mit Inkrafttreten der Gesetzesänderung erstellt werden könn-

ten, weshalb dem Bundesrat die Kompetenz erteilt werden solle, die Ein-

führungsfrist zu bestimmen. Da die Grundlagen zur Kalkulation der Pau-

schalierungssysteme in verschiedenen Bereichen unterschiedlich entwi-

ckelt seien, soll die Einführung zudem gestaffelt erfolgen können. Im Wei-

teren nahm die Botschaft auch Bezug auf die bis anhin nicht in die Tarife 

einbezogenen Investitionen. Mit Einführung der Pauschalsysteme seien 

diese nach einheitlichen Kriterien in die Tarifberechnung einzubeziehen, 

damit ein Mindestmass an Transparenz und Einheitlichkeit erreicht werden 

kann. Gemäss Botschaft sollte auch die Frage des Einbezugs der vor dem 

Inkrafttreten der Gesetzesänderung getätigten Investitionen durch den 

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Bundesrat geregelt werden (BBl 2004 5582; bereits die Übergangsbestim-

mung der – letztlich vom Parlament abgelehnten – Vorlage betreffend Teil-

revision des Krankenversicherungsgesetzes vom 18. September 2000 be-

treffend Spitalfinanzierung sah vor, dass die Methode dem Bundesrat über-

lassen werden soll, vgl. BBl 2001 741, S. 798). Aus der Botschaft zur Än-

derung des KVG ergibt sich somit, dass bezüglich getätigter Investitionen 

immerhin ein Mindestmass an Transparenz und Einheitlichkeit erreicht 

werden sollte, wozu auch die Frage betreffend die vor Inkrafttreten der Ge-

setzesänderung erfolgten Investitionen gehörte. Da keine konkreten Vor-

gaben an den Bundesart gerichtet wurden, ist darauf zu schliessen, dass 

ihm ein weiter Ermessensspielraum für die Regelung auf Verordnungsstufe 

eingeräumt werden sollte. 

12.5.2 Nichts anderes ergibt sich aus den parlamentarischen Beratungen. 

Zwar erfuhren die einschlägigen Übergangsbestimmungen im Rahmen der 

parlamentarischen Beratungen diverse Anpassungen, bis im Rahmen der 

Einigungskonferenz die heute gültige Fassung beschlossen wurde. Aller-

dings wurde bereits im Rahmen der ersten Beratung durch den Ständerat 

auf Antrag der vorberatenden Kommission Abs. 2 der Übergangsbestim-

mungen dahingehend ergänzt, dass – im Gegensatz zum bunde