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**Case Identifier:** ba7ac64e-5c89-5e3f-95c5-7fbd332751ac
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2010 IV 2008/450
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-450_2010-09-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/450

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.07.2020

Entscheiddatum: 02.09.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2010
Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG. Bestimmung des Validen- und 
Invalideneinkommens bei selbstständiger Erwerbstätigkeit. Zumutbarkeit 
der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit zugunsten einer einträglicheren 
unselbstständigen Erwerbstätigkeit bejaht ab demjenigen Zeitpunkt, ab dem 
aus medizinischer Sicht nicht mehr von einer Wiedererlangung einer vollen 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten selbstständigen Tätigkeit 
ausgegangen werden konnte. Befristeter Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2010, IV 
2008/450).

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2010

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und 

Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 2. September 2010

in Sachen

G.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.      

A.a G.___ erlitt am 24. März 2006 im Rahmen einer Auffahrkollision ein HWS-

Beschleunigungstrauma (vgl. ärztlicher Bericht vom 12. September 2006; act. G 6.2). 

Am 18. Januar 2008 meldete sich die Versicherte zum Bezug einer IV-Rente an (act. 

G 6.1.1).

A.b Im von der IV-Stelle eingeholten Arztbericht vom 23. Februar 2008 stellte der 

behandelnde Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, die Diagnose einer 

HWS-Distorsion bei Autounfall vom 24. März 2006 mit Cervicobrachialsyndrom links. 

Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als selbstständige Coiffeuse bescheinigte er eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% für die Dauer vom 24. März bis 17. Juli 2006, von 80% für 

die Dauer vom 18. Juli bis 10. September 2006, von 70% für die Dauer vom 

11. September 2006 bis 1. Februar 2007, von 60% für die Dauer vom 2. Februar bis 

29. April 2007, von 50% für die Dauer vom 30. April 2007 bis 6. Januar 2008 und von 

40% für die Dauer vom 7. Januar 2008 bis auf weiteres. Eine andere Tätigkeit als die 

bisher ausgeübte sei der Versicherten nicht zumutbar. Denn sie betreibe ein gut 

laufendes Coiffeurgeschäft mit einem guten Kundenstamm. Dessen Aufgabe 

zugunsten einer anderen Arbeit wäre ein grosser Verlust für die Versicherte (act. 

G 6.1.19.1 ff.).

A.c Am 27. Mai 2008 nahm die IV-Stelle eine Abklärung im Coiffeurgeschäft der 

Versicherten vor. Im Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende vom 27. Juni 2008 

ermittelte die Abklärungsperson gestützt auf einen Betätigungsvergleich einen 

Invaliditätsgrad von 40% bzw. im Rahmen eines Einkommensvergleichs einen 

Invaliditätsgrad von 0% (act. G 6.1.28).

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A.d Im Vorbescheid vom 24. Juli 2008 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, 

einen Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen. Bei der Ermittlung des 

Invaliditätsgrades von 0% stützte sie sich auf einen Einkommensvergleich. Die 

Versicherte könne als unselbstständig Erwerbende mit einem Pensum von 60% den als 

selbstständig Erwerbende erzielten Verdienst übertreffen. Ferner wurde die Versicherte 

darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich bei Interesse für berufliche Massnahmen 

schriftlich an die IV-Stelle wenden könne (act. G 6.1.32).

B.      

B.a Dagegen erhob die Versicherte am 25. August 2008 Einwand. Sie stellte sich darin 

auf den Standpunkt, dass es ihr mit ihrem Geschäft nicht möglich sei, die ihr als 

Invalideneinkommen angerechneten Einkünfte zu erzielen. Für sie sei es undenkbar, in 

einem anderen Geschäft zu 60% zu arbeiten, weil sie in ihrer selbstständigen Tätigkeit 

die Arbeit flexibel einteilen könne. Sie wolle und könne ihr Geschäft nicht aufgeben 

(act. G 6.1.33).

B.b Am 26. September 2008 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid 

vom 24. Juli 2008 und wies einen Rentenanspruch ab (act. G 6.1.37).

C.      

C.a Gegen die Verfügung vom 26. September 2008 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 22. Oktober 2008. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Ausrichtung der 

gesetzlichen Leistungen, namentlich einer Invalidenrente. Sie rügt, dass ein 

Rentenanspruch verneint worden, ihr aber berufliche Massnahmen angeboten worden 

seien. Demnach sei der Rentenanspruch verneint worden, bevor die 

Eingliederungsfrage überhaupt geprüft worden sei (act. G 1). In der 

Beschwerdeergänzung vom 24. November 2008 führt sie aus, dass die 

Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch verneint habe, indem sie das AHV-pflichtige 

Einkommen, das sie vor dem Verkehrsunfall in ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit 

erzielt habe, mit einem statistisch erzielbaren Bruttolohn gemäss LSE verglichen habe. 

Dieser Vergleich sei schon allein deshalb nicht zulässig, weil völlig unterschiedliche 

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Einkommensarten gegeneinander aufgerechnet würden. Die Beschwerdeführerin habe 

in den Steuerabschlüssen die steuerlich zulässigen Abzüge vorgenommen, obwohl 

diese betriebswirtschaftlich nicht in vollem Umfang notwendig seien. Würde dieser 

Aufwand entsprechend der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit abgegrenzt bzw. 

aufgerechnet, ergäbe sich ein bedeutend höherer Gewinn. Aufzurechnen seien zudem 

die Beiträge an die Unfall- und Krankentaggeldversicherung. Der von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich könne damit nicht als 

Grundlage zur Beurteilung der Rentenfrage dienen. Bei Berücksichtigung der konkreten 

beruflich-erwerblichen Situation ergebe sich, dass sie in den Jahren 2006 und 2007 

kein Invalideneinkommen mehr erzielt bzw. Betriebsverluste ausgewiesen habe. Ferner 

sei ihr eine Geschäftsaufgabe nicht zumutbar und damit sei die Anrechnung eines 

hypothetischen Einkommens aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit nicht zulässig. 

Selbst wenn die Geschäftsaufgabe und die Suche einer unselbstständigen 

Erwerbstätigkeit zumutbar wären, wäre ihr eine angemessene Anpassungsfrist 

zuzugestehen. Für den Fall, dass ihr als Invalideneinkommen ein hypothetisches 

Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit gemäss LSE angerechnet werde, sei ein 

Leidensabzug zu berücksichtigen, und es sei auch für die Ermittlung des 

Valideneinkommens von den statistischen Tabellenlöhnen auszugehen (act. G 4).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2009 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung gibt sie an, dass die 

Beschwerdeführerin mit ihrem Coiffeurgeschäft seit 2001 ein Jahreseinkommen von 

rund Fr. 24'500.-- erwirtschaftet habe. Aufgrund der Tabellenlöhne stehe fest, dass 

dieses Einkommen mit einem Pensum von 50% erreicht werden könne. Zudem sei die 

Beschwerdeführerin medizinisch mangels klinischer Befunde zumindest in einer 

leichten wechselbelastenden Alternativtätigkeit voll arbeitsfähig. Selbst wenn sie in 

einer Alternativtätigkeit nur zu ca. 50% arbeitsfähig wäre, würde keine 

Erwerbseinbusse vorliegen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb eine Aufgabe der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit nicht zumutbar sein solle. Die Beschwerdeführerin 

beschäftige kein Personal, sei jung und habe noch rund die Hälfte ihres Erwerbslebens 

vor sich. Eine Umstellung würde sich auf jeden Fall für sie lohnen (act. G 6).

C.c In der Replik vom 9. Februar 2009 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihren Rechtsbegehren fest. Sie bekräftigt, dass ihr eine Geschäftsaufgabe nicht 

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zugemutet werden dürfe. Die Behauptungen der Beschwerdegegnerin, ihr (der 

Beschwerdeführerin) wäre eine Tätigkeit als unselbstständige Coiffeuse im Umfang von 

mindestens 50% möglich und es würden keine medizinischen Gründe vorliegen, dass 

die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, seien aktenwidrig. Der behandelnde Arzt habe 

bescheinigt, dass ihr eine andere Tätigkeit als ihre selbstständige Tätigkeit nicht 

zumutbar sei. Andere oder gar gegenteilige Aussagen einer medizinischen Fachperson 

fänden sich nicht. Sie halte daher daran fest, dass ihre Arbeitsfähigkeit in einem 

Anstellungsverhältnis weitergehend eingeschränkt und eine höhere Arbeitsunfähigkeit 

zu bescheinigen wäre (act. G 8).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

Erwägungen:

1.       

Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin streitig.

2.       

Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 

26. September 2008 (act. G 6.1.37) ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, 

der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 

1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine 

Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 

auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen 

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Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Neu normiert wurde 

demgegenüber der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden 

Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1 

IVG frühestens 6 Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 

Abs. 1 ATSG entsteht. Da ein allfälliger Rentenanspruch im vorliegend zu beurteilenden 

Fall vor dem 1. Januar 2008 entstanden wäre (Ablauf Wartejahr nach Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit bzw. Entstehung eines allfälligen Rentenanspruchs im Sinn von 

aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist vorliegend der 1. März 2007), wirkt sich diese Neuerung auf 

den hier zu prüfenden Fall nicht aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 

2008, 8C_373/08, E. 2.1 mit Hinweis). Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2008 

gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich 

auf die altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.

3.       

3.1   Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 

länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat 

die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, 

auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie 

mindestens zu 50% oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid 

ist.

3.2   Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad in der Regel aufgrund 

eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

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einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an 

die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) bei selbstständig 

Erwerbenden ein Betätigungsvergleich anzustellen (ausserordentliches 

Bemessungsverfahren) und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen 

Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen 

Situation zu bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen).

4.       

Vorab zu prüfen ist die Frage, welche Methode der Invaliditätsbemessung bei der 

selbstständig erwerbstätigen Beschwerdeführerin anzuwenden ist.

4.1   Das ausserordentliche Bemessungsverfahren kommt lediglich dann zur 

Anwendung, wenn sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht 

zuverlässig ermitteln oder schätzen lassen (vgl. vorstehende E. 3.2).

4.2   Das Valideneinkommen lässt sich vorliegend aus den in den Akten liegenden 

Angaben (IK-Auszüge, Erfolgsrechnungen) zuverlässig ermitteln. Es sind bei den in 

selbstständiger Tätigkeit erzielten Einkommen keine Anhaltspunkte dafür erkennbar, 

dass sie wesentlich durch schwer überblickbare Komponenten geprägt worden wären. 

Insbesondere bewirtschaftete die Beschwerdeführerin alleine das Coiffeurgeschäft 

ohne Einsatz von Familienangehörigen, Unternehmensbeteiligten oder von 

Mitarbeitenden (Abklärungsbericht vom 9. November 2007, act. G 6.2). Die 

ausgewiesenen Einkommen aus ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit beruhen damit 

ausschliesslich auf dem eigenen Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin. Sie 

benennt denn auch keine Gründe, die gegen eine zuverlässige Ermittlung des 

Valideneinkommens sprechen würden, sondern geht selbst von einer verlässlichen 

Bestimmbarkeit des Valideneinkommens aus (vgl. act. G 4, Rz 22).

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4.3   Was die Bestimmung des Invalideneinkommens anbelangt, so kann dieses 

gestützt auf die Durchschnittslöhne der LSE zuverlässig ermittelt werden (vgl. 

nachstehende E. 8.3.2).

4.4   Da sich sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen zuverlässig 

bestimmen lassen, hat bei der Beschwerdeführerin ein Einkommensvergleich zu 

erfolgen.

5.       

Umstritten und zu klären ist die der Beschwerdeführerin noch zumutbare 

Leistungsfähigkeit. Der behandelnde Dr. A.___ attestierte der Beschwerdeführerin im 

ärztlichen Verlaufsbericht vom 17. März 2007 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. 

G 6.1.51-4) und in demjenigen vom 14. Februar 2008 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit 

für leidensangepasste Tätigkeiten (act. G 6.1.51-9). Im Bericht vom 23. Februar 2008 

bescheinigte er noch eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit. Die 

Verrichtung anderer Tätigkeiten hielt er - aus nicht medizinischen Gründen ("gut 

laufendes Coiffeurgeschäft", Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit wäre "ein grosser 

Verlust") - für unzumutbar (act. G 6.1.19-4). Der RAD-Arzt Dr. med. B.___, Facharzt 

FMH für Arbeitsmedizin, hielt demgegenüber in seiner Stellungnahme vom 4. März 

2008 die Beschwerdeführerin für eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig 

(act. G 6.1.20-2). Gestützt auf diese medizinische Aktenlage ist davon auszugehen, 

dass - wenn überhaupt - höchstens eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit für 

leidensadaptierte Tätigkeiten und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als 

Coiffeuse besteht.

6.       

Nachfolgend sind die erwerblichen Auswirkungen der beeinträchtigten 

Leistungsfähigkeit zu beurteilen.

7.       

Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und 

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persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

verdient hätte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 ff. E. 3b mit Hinweisen). Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - das heisst grundsätzlich vor dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit - 

erzielten Verdienst auszugehen. Ist aufgrund des Einzelfalls anzunehmen, dass sich die 

versicherte Person als Gesunde voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen 

Erwerbstätigkeit begnügen würde, so ist darauf abzustellen, auch wenn sie an sich 

besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten hätte (BGE 125 V 157 E. 5c/bb mit Hinweisen; 

vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2009, 9C_922/08, E. 4.2.2).

7.1   Die Gründe, warum die Beschwerdeführerin nicht ein höheres Einkommen erzielt 

hat, bedürfen keiner näheren Erörterung. Diese können die verschiedensten Ursachen 

haben, sei es, dass das betriebene Geschäft tatsächlich keinen höheren Reinertrag 

abwarf, sei es, dass die Beschwerdeführerin sämtliche legalen Möglichkeiten zur 

Steueroptimierung ausschöpfte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 4. April 

2002, I 696/01, E. 4b/aa). Aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführerin (vgl. etwa 

act. G 6.1.28-8, G 6.1.33 und act. G 4, Rz 21) sowie aufgrund der im Vergleich als 

Angestellte während der Dauer der selbstständigen Tätigkeit geringeren erzielten 

Einkommen (vgl. nachstehende E. 8.3.1), ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ihre selbstständige 

Tätigkeit nicht aufgegeben und keine besser entlöhnte Arbeit gesucht und ausgeübt 

hätte. Unter diesen Umständen ist das Valideneinkommen somit dem Verdienst 

gleichzusetzen, den die Beschwerdeführerin als vollzeitlich tätige selbstständige 

Coiffeuse erzielen könnte.

7.2   Gemäss IK-Eintrag erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2005 einen 

Jahresverdienst von Fr. 25'000.-- bzw. unter Berücksichtigung der bis zum Jahr 2008 

eingetretenen Nominallohnentwicklung (Jahr 2006: + 1,3%; Jahr 2007: + 1,5%; Jahr 

2008: + 1,8%) von Fr. 26'168.--. Die Beschwerdeführerin wendet gegen das im IK 

eingetragene Erwerbseinkommen ein, dass darin auch steuerlich zulässige, indes nicht 

betriebsnotwendige Abzüge berücksichtigt worden seien (wie etwa Abzüge für das 

Fahrzeug, Telefonkosten, Kosten für Drucksachen und Zeitschriften sowie für 

Weiterbildungen und Kurse, Beiträge für die Unfall- und Krankentaggeldversicherung; 

act. G 4, Rz 17). Was die Aufrechnung des Abzugs für das Fahrzeug anbelangt, so ist 

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vorweg festzuhalten, dass ein entsprechender privater Anteil in der Erfolgsrechnung 

bereits ausgeschieden wurde (act. G 6.1.14-1). Es ist daher mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der übrige Fahrzeugaufwand 

betriebsbedingt ist und damit nicht mehr bei der Ermittlung des Einkommens 

aufzurechnen ist. Ob die übrigen geltend gemachten Aufrechnungen vorzunehmen 

sind, muss letztlich nicht beantwortet werden. Denn selbst wenn sie beim in der 

Erfolgsrechnung 2005 ausgewiesenen Gewinn von Fr. 23'764.60 im vollen Betrag 

vorgenommen würden, resultierte ein Einkommen für das Jahr 2005 von gerundet 

Fr. 29'533.-- bzw. unter Berücksichtigung der bis zum Jahr 2008 eingetretenen 

Nominallohnentwicklung von gerundet Fr. 30'912.-- (Jahr 2006: + 1,3%; Jahr 2007: 

+ 1,5%; Jahr 2008: + 1,8%).

8.      

Zu bestimmen bleibt die Höhe des Invalideneinkommens. Dabei ist die Frage mit zu 

beantworten, ob der Beschwerdeführerin zum Zweck der Schadenminderung eine 

Aufgabe der von ihr ausgeübten selbstständigen Erwerbstätigkeit zugemutet werden 

kann.

8.1   Wie die höchstrichterliche Rechtsprechung wiederholt festgestellt hat, folgt aus 

der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht, dass es einer 

versicherten Person grundsätzlich - ohne Gewährung einer Anpassungsfrist - zumutbar 

ist, eine unselbstständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sofern damit eine wesentlich 

bessere Verwertung der Restarbeitsfähigkeit erreicht werden kann; das heisst, sie hat 

sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen zu lassen, die sie 

bei Aufnahme einer leidensangepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit 

zumutbarerweise verdienen könnte. Bei der Frage nach der Zumutbarkeit einer 

Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit sind praxisgemäss die gesamten 

subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im 

Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit 

sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse wie das Alter, die berufliche Stellung und 

die Verwurzelung am Wohnort. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich 

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(AHI 2001 S. 283 E. 5a/bb mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 

8. November 2007, I 782/06, E. 5.2.1 mit Hinweisen).

8.2   Für die Zeit bis Juli 2008 ist von Bedeutung, dass die Beschwerdeführerin die 

berechtigte Hoffnung haben durfte, wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten selbstständigen Tätigkeit zu erreichen.

8.2.1         So hielt der behandelnde Dr. A.___ im Verlaufsbericht vom 17. März 2007 im 

Rahmen der Prognose fest, Ziel bleibe eine komplette Heilung. Auch der zuständige 

Unfallversicherer ging im Schlussbericht vom 6. Februar 2008 noch davon aus, dass 

weitere langsame Fortschritte zu erwarten seien. Im Verlaufsbericht vom 14. Februar 

2008 bestätigte Dr. A.___ das Ziel der Heilung und erachtete eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit "Schritt für Schritt" als möglich (vgl. zum Ganzen act. G 6.2; vgl. auch 

die Stellungnahme von Dr. A.___ vom 23. Februar 2008, act. G 6.1.19-2; zur guten 

Prognose vgl. auch die RAD-Aktennotiz vom 5. Februar 2008, act. G 6.1.7). Die 

Arbeitsfähigkeit konnte denn auch seit September 2006 sukzessive gesteigert werden 

(vgl. act. G 6.1.20-2). Unter diesen Umständen konnte es der Beschwerdeführerin nicht 

zugemutet werden, ihre angestammte - entsprechend ihrer Arbeitsfähigkeit tatsächlich 

ausgeübte - Tätigkeit aufzugeben. Die Beschwerdegegnerin ging denn auch erst im 

Anhang zum Abklärungsbericht vom 27. Juni 2008 im Rahmen der Anrechnung eines 

gestützt auf die LSE ermittelten Invalideneinkommens (act. G 6.1.28-10; vgl. auch act. 

G 6.1.28-7) von der Zumutbarkeit der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit aus. 

Gegenüber der Beschwerdeführerin gab sie diesen Standpunkt bzw. die Forderung zur 

Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Vorbescheid vom 24. Juli 2008 kund 

(act. G 6.1.32).

8.2.2         Am 11. Juli 2008 berichtete Dr. A.___, dass eine Chronifizierung eingetreten 

und eine Besserung zwar möglich, jedoch nicht klar zu erwarten sei. Den bisherigen 

Arbeitsplatz beschrieb er als nicht ideal und nicht anpassungsfähig (act. G 6.1.51-10). 

Ab diesem Zeitpunkt durfte die Beschwerdeführerin eine wesentliche Verbesserung 

ihrer Arbeitsfähigkeit in der angestammten selbstständigen Erwerbstätigkeit nicht mehr 

als wahrscheinlich erachten. Damit stand ab Mitte Juli 2008 keine gute 

Heilungsprognose der Geschäftsaufgabe mehr entgegen. Vielmehr musste ab diesem 

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Zeitpunkt von einer wesentlich besseren Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer 

anderen Tätigkeit ausgegangen werden.

8.2.3         Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das Invalideneinkommen bei der 

Invaliditätsbemessung für die Zeit bis und mit Juli 2008 auf der Grundlage der 

bisherigen selbstständigen Tätigkeit zu erheben ist. Da somit das Invalideneinkommen 

für die genannte Zeit auf der gleichen erwerblichen Grundlage wie das 

Valideneinkommen (vgl. hierzu vorstehende E. 7.1 f.) beruht, erübrigt sich deren genaue 

Ermittlung. Denn diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit. Die von Dr. A.___ bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten (act. G 6.1.19) 

sind von der Beschwerdegegnerin nicht in Frage gestellt worden (vgl. RAD-

Stellungnahme vom 4. März 2008, act. G 6.1.20), weshalb im Nachfolgenden darauf 

abgestellt werden kann.

8.2.4         Der mit dem Unfallereignis vom 24. März 2006 einhergehende Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit führt in Nachachtung von aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis 31. 

Dezember 2007 gültigen Fassung) dazu, dass ein Rentenanspruch frühestens am 

1. März 2007 entsteht. Der Beschwerdeführerin wurde in der Zeit vom 1. März 2007 bis 

29. April 2007 eine 60%ige, vom 30. April 2007 bis 6. Januar 2008 eine 50%ige und 

vom 7. Januar 2008 bis 11. Juli 2008 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Unter 

Berücksichtigung der bei der Rentenanpassung gemäss Art. 88a Abs. 1 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) geltenden dreimonatigen 

Wartefrist und mit Blick darauf, dass gemäss Art. 19 Abs. 1 ATSG Renten für den 

ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt werden, ergeben sich folgende 

Rentenansprüche: für die Monate März 2007 bis und mit Juli 2007 eine 

Dreiviertelsrente; für die Monate August 2007 bis und mit April 2008 eine halbe Rente; 

für die Monate Mai 2008 bis und mit Oktober 2008 eine Viertelsrente.

8.3   Bei der Würdigung der Verhältnisse nach Juli 2008 gilt es zu beachten, dass mit 

einer Wiedererlangung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als 

selbstständige Coiffeuse nicht mehr gerechnet werden konnte (vgl. act. G 6.1.51-10). 

Die entsprechende bisherige berechtigte Hoffnung stand ab diesem Zeitpunkt der 

Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit nicht mehr entgegen (vgl. vorstehende E. 8.2.2).

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8.3.1         Mit Blick auf die berufliche Biographie fällt bei der Zumutbarkeitsbeurteilung 

nach Juli 2008 ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin nach dem Abschluss ihrer 

Coiffeuse-Ausbildung im Jahr 1988 während Jahren bis Ende des Jahres 2000 als 

Coiffeuse im Anstellungsverhältnis tätig war. Bei Eintritt des Unfallereignisses vom 

24. März 2006 war die Beschwerdeführerin etwas mehr als 5 Jahre selbstständig 

erwerbstätig (Datum der selbstständigen Erwerbsaufnahme: 1. Januar 2001; act. 

G 6.1.53). Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2008 war die 

Beschwerdeführerin 39-jährig und hatte noch gut 25 Jahre Aktivitätsdauer vor sich. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. act. G 8, Rz 8) besteht kein 

Erfahrungsgrundsatz, dass die Aufgabe einer bisherigen befriedigenden Tätigkeit für 

sich allein zu einer Chronifizierung oder Verschlimmerung von gesundheitlichen Leiden 

führt. Aus medizinischer Sicht spricht vorliegend nichts dafür, dass der 

Beschwerdeführerin die Ausübung einer der geltend gemachten Beeinträchtigung 

angepassten Tätigkeit (keine Zwangshaltungen, körperlich leicht; act. G 6.1.20-2) nicht 

möglich, unzumutbar oder mit negativen Folgen für die Gesundheit verbunden wäre. 

Vielmehr beschrieb Dr. A.___ die bisherige Tätigkeit als nicht ideal und den bisherigen 

Arbeitsplatz als nicht anpassungsfähig (act. G 6.1.51-9). Hinzu kommt, dass die 

Beschwerdeführerin - selbst ohne Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung - im 

Jahr 2005 als Selbstständige einen mehr als 35% geringeren Lohn erzielte 

(Fr. 25'000.--) als während der unselbstständigen Tätigkeit im Jahr 2000 (Fr. 39'572.--, 

vgl. IK-Auszug, act. G 6.1.5); würde man zugunsten der Beschwerdeführerin von einem 

Valideneinkommen von Fr. 29'533.-- (vgl. E. 7.2) ausgehen, würde der Minderverdienst 

immer noch rund 25% ausmachen. Das Coiffeurgeschäft rentierte seit dem 

Unfallereignis vom 24. März 2006 nicht mehr (vgl. act. G 6.1.28-5). Schliesslich steht 

auch die berufliche Stellung als selbstständige Coiffeuse einer nochmaligen beruflichen 

Umorientierung nicht entgegen. Weiter sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass 

auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. zum Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes Hans Jakob Mosimann, Bedeutung des Sozialversicherungsrechts für 

den Haftpflichtprozess, in: Jusletter vom 12. April 2010, S. 8) nicht zahlreiche 

Arbeitsmöglichkeiten bestehen, die mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

vereinbar und zumutbar sind. Es bestehen ferner - namentlich mit Blick auf die Höhe 

der getätigten Abschreibungen (im Jahr 2002: Fr. 550.--, im Jahr 2003: Fr. 389.--, im 

Jahr 2004: Fr. 326.80.--, im Jahr 2005: Fr. 258.--; zu den Abschreibungssätzen vgl. 

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St. Galler Steuerbuch StB 41 Nr. 2) - keine Hinweise, dass die Aufgabe der 

selbstständigen Tätigkeit mit hohen unzumutbaren Liquidationsverlusten verbunden 

wäre. In Würdigung dieser Verhältnisse ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 

mit der Weiterführung der selbstständigen Erwerbstätigkeit ihre Restleistungsfähigkeit 

im Vergleich mit einer unselbstständigen leidensangepassten Tätigkeit nicht voll 

ausnützt, weshalb die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens zu Recht gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 8. November 2007, I 782/06, E. 5.2.1 mit Hinweisen) 

nicht auf die erwerblichen Verhältnisse in der selbstständigen Tätigkeit abgestellt, 

sondern ohne Gewährung einer Anpassungsfrist die LSE-Tabellenlöhne beigezogen 

hat. Dies gilt für die Zeit ab August 2008 (vgl. E. 8.2.3).

8.3.2         Das, in Ausübung einer im erwähnten Sinn zumutbaren Tätigkeit, erzielbare 

Einkommen lässt sich praxisgemäss gestützt auf die der Lohnstrukturerhebung zu 

entnehmenden Tabellenlöhne ermitteln (BGE 126 V 76 f. E. 3b/aa). Mit der 

Beschwerdegegnerin (act. G 6.1.37-2) ist vorliegend auf den Durchschnittslohn gemäss 

LSE-Tabelle TA1, Persönliche Dienstleistungen, Frauen, Stufe 3 (Berufs- und 

Fachkenntnisse vorausgesetzt) abzustellen. Im Jahr 2008 betrug dieser 

durchschnittliche Monatslohn Fr. 3'465.--, angepasst an eine betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden Fr. 3'604.--. Daraus resultiert ein Jahreslohn 

von Fr. 43'248.-- (Fr. 3'604.-- x 12). Dabei kann offen bleiben, ob dieser 

Durchschnittslohn an die von Dr. A.___ für leidensangepasste Tätigkeiten attestierte 

70%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 6.1.51-9) oder sogar an die vom RAD-Arzt aus 

medizinisch theoretischer Sicht bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 6.1.20-2) 

anzupassen ist. Denn selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin die in einer 

unselbstständigen Tätigkeit als Coiffeuse bestehende Arbeitsfähigkeit berücksichtigt 

wird, resultiert kein Rentenanspruch, wie sich aus den nachstehenden Überlegungen 

ergibt.

8.3.3         Für die angestammte selbstständige Tätigkeit bescheinigte Dr. A.___ eine 

60%ige Restarbeitsfähigkeit (vgl. act. G 6.1.19-3 und G 6.1.51-9). Würde der 

Auffassung der Beschwerdeführerin gefolgt, dass sie in einer unselbstständigen 

Stellung als Coiffeuse wegen geringerer zeitlicher Flexibilität und aufgrund geringerer 

Möglichkeiten zur Rücksichtnahme auf ihre gesundheitlichen Leiden zusätzlich in ihrer 

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Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre (vgl. act. G 4, S. 9, Rz 23), rechtfertigte sich die 

Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit. Wenn überhaupt, so wäre vorliegend 

höchstens ein 10%iger Leidensabzug vorzunehmen. Daraus resultierte ein 

Invalideneinkommen von Fr. 19'462.-- (Fr. 43'248.-- x 0.5 x 0.9). Würde das 

Valideneinkommen von Fr. 30'912.-- (vgl. vorstehende E. 7.1 f.) dem so zugunsten der 

Beschwerdeführerin ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 19'462.-- gegenüber 

gestellt, ergäbe sich für die Zeit ab August 2008 eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 11'450.-- (Fr. 30'912.-- - Fr. 19'462.--) und damit ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 37% ([Fr. 11'450.-- / 30'912.--] x 100). Selbst diese 

Bemessungsgrundlagen führten damit zu einer Rentenaufhebung mit Wirkung ab 

1. November 2008 (vgl. vorstehende E. 8.2.4).

9.       

Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, dass der Rentenanspruch vor der Prüfung 

der Eingliederungsfrage verneint worden sei (act. G 1, Rz 8). Diese Rüge ist 

unberechtigt. Die Beschwerdeführerin brachte im Beschwerdeverfahren selbst - trotz 

des von der Beschwerdegegnerin gemachten Angebots, sie könne sich bei Interesse 

für berufliche Massnahmen melden (act. G 6.1.32-2 und 6.1.37-2) - vor, dass sie 

"mehrfach und ganz bestimmt" ausgeführt habe, "dass sie die selbstständige 

Erwerbstätigkeit" und ihr Geschäft nicht aufgeben wolle (act. G 4, Rz 21). Sie brachte 

damit deutlich ihre fehlende Bereitschaft für berufliche Massnahmen zum Ausdruck. 

Unter diesen Umständen durfte die Beschwerdegegnerin zur Prüfung der Rentenfrage 

schreiten, ohne allfällige berufliche Massnahmen weiter zu prüfen. Der 

Beschwerdeführerin steht es offen, sich erneut für berufliche Massnahmen bei der 

Beschwerdegegnerin anzumelden.

10.    

10.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 

26. September 2008 aufzuheben und der Beschwerdeführerin ist rückwirkend eine 

Dreiviertelsrente für die Zeit vom 1. März 2007 bis 31. Juli 2007, eine halbe Rente für 

die Zeit vom 1. August 2007 bis 30. April 2008 und eine Viertelsrente ab 1. Mai 2008 

bis 31. Oktober 2008 zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der 

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geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist 

die Beschwerde abzuweisen.

10.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlen die Beschwerdegegnerin und die 

Beschwerdeführerin die Gerichtsgebühr je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 300.-- 

daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.

10.3  Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt, hat sie einen reduzierten Anspruch 

auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, 

wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu 

tragen ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Wegen des nur teilweisen 

Obsiegens erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.- als gerechtfertigt. Die 

Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin somit eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

26. September 2008 aufgehoben und der Beschwerdeführerin wird rückwirkend   eine 

Dreiviertelsrente für die Zeit vom 1. März 2007 bis 31. Juli 2007, eine halbe Rente für 

die Zeit vom 1. August 2007 bis 30. April 2008 und eine Viertelsrente ab 1. Mai 2008 

bis 31. Oktober 2008 zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung 

der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen 

wird die Beschwerde abgewiesen.

2.      Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin und die 

Beschwerdeführerin je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von 

bis

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Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin daran angerechnet und im Umfang von 

Fr. 300.-- zurückerstattet.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 1'750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2010
	Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG. Bestimmung des Validen- und Invalideneinkommens bei selbstständiger Erwerbstätigkeit. Zumutbarkeit der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit zugunsten einer einträglicheren unselbstständigen Erwerbstätigkeit bejaht ab demjenigen Zeitpunkt, ab dem aus medizinischer Sicht nicht mehr von einer Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten selbstständigen Tätigkeit ausgegangen werden konnte. Befristeter Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2010, IV 2008/450).

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