# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d9e6b38-2815-5795-b006-afbaddafce61
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-01-17
**Language:** de
**Title:** Burnout mit Entgleisung des Blutdrucks. Psychische Symptomatik remittiert. Arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit. Bisherige Tätigkeit ist daher nach wie vor zumutbar, einfach nicht bei der früheren Arbeitgeberin.
**Docket/Reference:** IV.2024.00525
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2024.00525.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2024.00525
V. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Philipp, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Curiger
Sozialversicherungsrichter Kübler
Gerichtsschreiberin Muraro
Urteil
vom
17. Januar 2025
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri
Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X.___
, ausgebildeter Maschinenschlosser (Urk. 7/5)
, war
ab
dem 1. Mai 2005
in der Funktion eines
Geschäftsführer
s
tätig (Urk. 7/6/7)
und
meldete sich
am 24. Januar 2023 (Eingangsdatum)
unter Hinweis auf eine
ab
dem 24. Januar 2022 bestehende
100%ige sowie eine
seit
dem 1. Januar 2023
bestehende 80%ige Arbeitsunfähigkeit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/6).
Diese tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärun
gen und zog die Akten des Taggeldversicherers bei.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 24. Oktober 2023 [Urk. 7/33] sowie Ein
wand vom 24. November 2023 [Urk. 7/37]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Juli 2024 einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invali
denversicherung (Urk. 2 = Urk. 7/41).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. September 2024 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm eine ange
messene Teilrente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ergänzende medizinische Abklärungen vor
zunehmen und hernach den Invaliditätsgrad festzulegen (Urk. 1). Mit Beschwer
deantwort vom 24. Oktober 2024 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 25. Ok
tober 2024 angezeigt wurde (Urk. 8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten
anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Auf Grund der im
Januar 2023
anhängig gemachten Anmeldung bei der Invali
denversicherung könnten allfällige Leistungen frühestens ab
Juli
2023 ausgerich
tet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).
In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgen
den
soweit nichts anderes vermerkt ist
jeweils in dieser Version wiedergege
ben, zitiert und angewendet wird.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest
ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit
ist jedoch nicht ohne W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer
Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar
beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1
bis
und 1
ter
nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1
bis
IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten  prozentuale Anteile von 25 bis 47.5 % (Abs. 4):
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss medi
zinischer Beurteilung lägen keine Befunde vor, welche eine erhebliche und lang
andauernde gesundheitliche Einschränkung mit Auswirkung auf die Arbeits
fä
higkeit auswiesen. Für die Arbeitsunfähigkeiten seien soziale Belastungsfak
toren verantwortlich, wie zum Beispiel Überlastung am früheren Arbeitsplatz. Solche Faktoren seien nicht IV-relevant. Der Beschwerdeführer habe gute Ressourcen, auf die er zurückgreifen könne. Er habe sich selbständig zum Chauffeur weiter
bilden lassen und ein neues Arbeitsverhältnis gefunden. Eine Invalidität im Sinne des Gesetzes liege nicht vor. Somit entstehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, weder auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invali
denrente. Mit dem Einwand seien keine neuen unberücksichtigten medizinischen Tatsachen mit langandauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorgebracht worden. Im Verlauf könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde
führer wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer erlange. Die reduzierte Belastbarkeit sei temporär und nicht dau
erhaft (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin sei ihrer Abklärungspflicht nicht genügend nachgekommen. Insbesondere habe sie die kardiologische Erkrankung, mithin die psychiatrisch-kardiologische Wechsel
wirkung bei der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit gänzlich ausser Acht gelassen. Dr.
Y.___
habe ausgeführt, dass er die kardiologische Begleiterkrankung des Beschwerdeführers und das Ausmass des Risikos unter Stress nicht beurteilen könne, weshalb er ein interdisziplinäres Gutachten empfehle.
Dr.
Z.___
habe zudem festgestellt, dass der Beschwerdeführer dazu
neige, sich selbst zu überfordern und zu überschätzen, sich nicht abgrenzen könne und nach der durchgemachten schweren Depression und bei bestehender Herzkrankheit dauerhaft vermindert belastbar sei. Eine berufliche Tätigkeit, die (wie jede Manager- oder Geschäftsführertätigkeit in einem kompetitiven Umfeld) hohe Anforderungen an Zeitvorgaben, Verantwortung und Belastbarkeit umfasse, stelle eine nicht mehr zumutbare gesundheitliche Gefährdung dar (Urk. 1).
3.
3.
1
Der
Hausarzt
des Beschwerdeführers
Dr. med.
A.___
, Facharzt FMH für Allgemeine und Innere Medizin
,
führte in seinem
Erstbericht
zuhanden des Krankentaggeldversicherers
vom 29. März 2022
über die Erstbehandlung vom 17. Februar 2022 die Diagnose Erschöpfungsdepression im Sinne eines Burnouts auf und führte aus, seit Herbst 2021 bestehe beim Beschwerdeführer eine zuneh
mende Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Es bestehe eine schwere psycho
soziale Belastung mit dem Geschäftspartner, und der Beschwerdeführer sei wegen einer hypertensiven Entgleisung in der Klinik
B.___
in Behandlung gewesen
(Urk. 7/13/53-56)
.
In der
Auskunft vom 9.
Juni 2022
(ebenfalls zuhanden des Krankentaggeldversi
cherers) gab Dr.
A.___
zusätzlich an,
der Beschwerdeführer
, welcher Geschäftsführer und Teilinhaber einer Personalvermittlungsgesellschaft
gewesen sei
,
habe sich monatelang
in einem schwierigen Konflikt mit seinem Geschäfts
partner
befunden
. Im Februar 2022 sei es zu einer hypertensiven Krise gekom
men, we
shalb
eine notfallmässige Behandlung
im Spital
erfolgt sei
. Schon Gedanken an
den
Arbeitsplatz
hätten
den Blutdruck stark ansteigen lassen. Dies wiederum habe eine schwere
Lebenssinn
krise ausgelöst.
Es liege noch eine unge
nügende psychische Stabilität vor
und es
fehlten
berufliche Perspektiven (Urk. 7/13/41-42).
3.
2
Am 20. Juli 2022 wurde der Beschwerdeführer
im Auftrag
des Krankentaggeld
versicherers
von
Dr. med.
Y.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, untersucht.
Dieser
diagnostizierte eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) und
attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sowie in einer angepassten Tätigkeit. Eine zeitliche Verlaufsprognose sei nicht möglich abzugeben, weil für die Genesung im vorliegenden Fall neben einer medikamentösen Behandlung auch eine psychotherapeutische Behandlung innerseelischer Themen notwendig sei, worauf hiervon Betroffene individuell ansprächen (Urk. 7/13/27-32).
3.
3
Gegenüber der Beschwerdegegnerin gab der Besch
werdeführer am 11. Mai 2023 telefonisch an, er befinde sich alle zwei Wochen bei Dr.
A.___
und Dr.
Z.___
in Behandlung und sei seit Mai 2023 zu 50 % arbeitsfähig. Er habe sich selbstän
dig weitergebildet, indem er den Fahrausweis in allen Kategorien und im Jahr 2023 die Weiterbildung CZV zum Chauffeur gemacht habe. Es bestehe ein neues Arbeitsverhältnis, er sei als Chauffeur als Aushilfe auf Abruf angestellt und habe in der vergangenen Woche seine erste Fahrt absolviert. Den Arbeitsvertrag werde er noch einreichen. Zudem sei er bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet. Die aktuelle Tätigkeit funktioniere soweit gut, er benötige keine Unterstützung der Invalidenversicherung und werde das Pensum im Verlauf steigern. Leider erziele er aktuell nicht mehr das Einkommen in der angestammten Tätigkeit und sei damit einverstanden, wenn die Rentenprüfung eingeleitet werde (Urk. 7/17).
3.
4
Dr.
A.___
führte in seinem Bericht vom 14. Juni 2023 aus,
aktuell sei der Beschwerdeführer maximal zu 50 % arbeitsfähig. Das Arbeitspensum als Busfah
rer betrage 10-20 %. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Prognose zur Eingliederung sei mittelfristig positiv. Eine maximale Belastbarkeit könne wahrscheinlich nicht mehr erreicht werden (Urk. 7/20).
3.
5
Anlässlich der telefonischen Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2023 gab der Beschwerdeführer an, er sei pro Halbjahr beim Kardiologen Dr.
C.___
betreffend den Bluthochdruck in Behandlung. Er sei von diesem bereits zwei Mal auf die Notfallstation geschickt worden, da der Bluthochdruck durch Medikamente nicht zu senken gewesen sei. Es habe Nitroglyzerin verwen
det werden müssen.
Gemäss Dr.
C.___
steige der Blutdruck bei ihm (dem Beschwerdeführer) bei Überlastung sehr stark an, was tödlich enden könnte. Aktuell habe er den Bluthochdruck durch die psychiatrische Behandlung und die verringerte Belastung bei der Arbeit besser im Griff. Er wolle gerne so viel arbei
ten, wie möglich, ohne dass es zu einer grossen Belastung komme. Er habe sich auch überlegt, im geschützten Rahmen zu arbeiten. Aktuell unterstütze ihn seine Frau
in organisatorischen Belangen
stark (Urk. 7/22).
3.
6
Dr. medic. (Ro)
Z.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
bei welchem der Beschwerdeführer seit Juni 2022 in Behandlung ist,
führte in seinem undatierten Bericht (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 23. Juni 2023) fol
gende Diagnosen auf (Urk. 7/23/3):
-
r
ezidivierende depressive Störung, am Anfang der Therapie mittelgradige depressive Episode, aktuell mit Therapie weitgehend remittiert
-
a
rterielle Hypertonie, aktuell medikamentös gut eingestellt
Dr.
Z.___
gab an, der Beschwerdeführer sei aktuell mit einem Pensum von circa 50 % arbeitsfähig. Eine Erhöhung des Arbeitspensums sei aufgrund einer einge
schränkten Belastbarkeit nicht möglich und ärztlich kaum indiziert. Aktuell sei der Beschwerdeführer für den Personentransport von Reisegruppen als Busfahrer tätig. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine maximale Belastbarkeit nicht mehr erreichen könne
;
aber mit der notwendigen Vorsicht wäre eine seiner Belastbarkeit ange
passte Ein
gliederung möglich
(Urk. 7/23/3).
3.
7
Dr.
C.___
führte in seinem Bericht
an den Hausarzt
vom 23. Juni 2023 folgende Diagnosen auf (Urk. 7/24):
-
Hypertensive Herzkrankheit und kardiovaskuläres Risik
oprofil
-
p
sychische Belastungssituation am ehemaligen Arbeitsplatz mit hyperten
siven Entgleisungen
-
aktuell
:
Erneute deutlich über hypertone Blutdruckwert
e
aufgrund der Arbeitssituation
-
Leichte Dilatation der Aorta ascendens (37 mm)
Zur Anamnese wurde festgehalten, der Beschwerdeführer berichte grundsätzlich über einen guten Verlauf seit der letzten Kontrolle. Die Blutdruckwerte zu Hause lägen stets um 135/80mmHg. Aufgrund seiner Burn-out-Problematik sei er in dauerhafter psychiatrischer Behandlung. Allerdings sei heute Morgen ein kleiner Rückfall passiert, da er ein Telefonat geführt habe und noch einmal mit seiner ehemaligen Arbeit und seiner alten Geschäftstätigkeit in Verbindung gebracht worden sei. Dies habe ihn sofort aus der Bahn geworfen. Ansonsten sei er nun zu 50 % wieder arbeitsfähig und würde gewisse Personentransporte quasi auf Wunsch durchführen. Angina pectoris oder übermässige Dyspnoe würden ver
neint
(Urk. 7/24/1)
.
Dr.
C.___
beurteilte die Situation wie folgt: Beim Beschwerdeführer liege grundsätzlich eine stabile Situation vor. Der linke Ventrikel
sei
weiterhin etwas konzentrisch hypertroph, relevante Vitien f
ä
nden sich nicht
,
und in der Er
g
o
metrie
sei er gut leistungsfähig oh
ne irgendwelche Hinweise auf Koronarinsuffi
zienz. Etwas besorgniserregend s
eien
tatsächlich seine Blutdruckwerte
,
welche glaubhaft auf
seine alte
Arbeitsplatzsituation zurückzuführen seien. Die Blut
druckwerte würden in sehr grosse Höhen steigen, wie schon damals, als er vorstellig geworden sei.
Ein
akutes
K
oronargeschehen
habe ausgeschlossen wer
den können
und der normale echokardio-graphische Befund spr
eche
ebenfalls gegen eine Komplikation seitens dieser hypertensiven Entgleisung. Der Blut
druckanstieg in der Ergometrie
sei
zwar etwas hypertensiv
,
aber doch nicht astronomisch hoch. Um die akute Situation in den Griff
zu kriegen
, sei dem
Beschwerdeführer
Nitroderm verschrieben
worden
. Er
werde
zu Hause regelmäs
sig Blutdruck messen
.
Für den Fall, dass
die
Blutdruckwerte weiterhin mehrmals
ü
ber 160mmHg l
ä
gen
,
sei er dazu
angehalten
worden,
entweder direkt auf der Notfallsta
t
ion
vorstellig zu werden oder sonst
ihm (
Dr.
C.___
)
aufs Natel anzurufen.
Aufgrund der T-Inversionen
i
n der Ergometrie und insbesondere auch zur insgesamten Risikoeinschätzung
werde beim Beschwerdeführer
noch eine Koronar-CT-Untersuchung
am 28. Juni 2023
durch
geführt.
Über
den Befund w
erde
dann gesondert berichtet.
Vorausgesetzt
,
die Koronar-CT Untersuchung erg
ebe
keine hochgradige Stenose, empfehle
er
eine erneute Kontrolle in ca. 1
Jahr, bei Problemen selbstverständlich jederzeit früher
(Urk. 7/24/2)
.
3.
8
Der regionale ärztliche Dienst
(RAD)
Dr. med.
D.___
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, führte in seiner Stellungnahme vom 4. Oktober 2023 aus, die depressive Störung sei als depressive Episode und nicht als rezidivierende depressive Störung zu diagnostizieren, da es sich hierbei um die erste und einzige depressive Episode bisher handle. Gemäss Dr.
Z.___
habe sich die depressive Symptomatik derweil so gebessert, dass sie als remittiert beurteilt worden sei.
Tatsächlich habe sich der Beschwerdeführer selbständig weitergebildet, was die vorhandenen Ressourcen zeige. Die Einschätzung von Dr.
Z.___
, dass die ange
stammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar oder sogar kontraindiziert sei, könne nicht nachvollzogen werden. Die schwere depressive Symptomatik habe sich in der Zwischenzeit vollständig zurückgebildet, sodass aktuell keine psychische Krankheit mehr vorliege. Die depressive Episode sei denn auch nicht als chronisch verlaufende Störung mit residuellen, bleibenden Einschränkungen zu verstehen, sondern als vorübergehende, nicht dauerhafte Erkrankung. Es lägen also keine krankheitsbedingten Gründe vor, weshalb die angestammte Tätigkeit als Geschäftsführer einer Personalagentur nicht mehr zumutbar sein soll
t
e. Dass der Beschwerdeführer nicht mehr in der angestammten Tätigkeit arbeiten möchte, sei demzufolge vollständig auf krankheitsfremde Faktoren zurückzuführen (Urk. 7/32/5).
3.
9
In dem im Einwandverfahren vom Beschwerdeführer aufgelegten Bericht von Dr.
Y.___
zu Handen des Krankentaggeldversicherers vom 25. August 2023 über die Untersuchung vom 21. August 2023 wurden bei der Befragung zu den subjektiven Beschwerden widersprüchlich anmutende Aussagen
(
«
leicht depri
miert, aber es ist gut
»
)
festgestellt. Dr.
Y.___
konfrontierte den Beschwerde
führer damit,
woraufhin dieser angab, sein Zustand habe sich im Vergleich zum Untersuch vor einem Jahr schon merklich verändert. Er sei stabiler geworden. Ab
er
das, was er gemacht habe, könne er nicht mehr machen. Seine Fra
u
organi
siere alles. Er habe das mit dem Hausarzt, dem Kardiologen und dem Psychiater
angeschaut. Eine Tätigkeit als Manager sei
ihm
nicht mehr zumutbar. Die Tätig
keit als Chauffeur, er hole zum Beispiel Leute vom Flughafen ab, sei für ihn über
schaubar und derzeit in einem Pensum von 10-20 % gerade machbar. Er könne das Pensum vielleicht noch ein wenig steigern, aber er wolle nichts heraufbe
schwören (Urk. 7/36/3).
Dr.
Y.___
konsultierte nach Einwilligung des Beschwerdeführers (Urk. 7/36/3) den behandelnden Psychiater Dr.
Z.___
, diagnostizierte eine depressive Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4)
und ging davon aus, aktuell
bestehe
in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
. M
it seinen Therapie
empfehlungen
könne
aus der klinischen Erfahrung hinaus jedoch angenommen werden, dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit in 16 Wochen wiedererlangt werden könne. Eine Psychotherapie mit einer wöchent
lichen Behandlungsfrequenz erscheine geeignet, um die vom behandelnden Psy
chiater berichtete narzisstische Krise psychotherapeutisch vollständig aufzuarbei
ten und neue Verhaltensmuster zu erlernen, um sich zukünftig gegen eine poten
tielle Überforderung besser abgrenzen (schützen) zu können.
Dies sei auch in fortgeschrittenem Alter und im vorliegenden Fall umso wahrscheinlicher zu erreichen,
zumal
beim Beschwerdeführer gemäss Dr.
Z.___
keine Persönlichkeits
störung vorliege. Dr.
Z.___
gehe
allerdings
davon aus, dass die Wiedererlangung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht mehr mög
lich sei. Zudem rate Dr.
Z.___
dem Beschwerdeführer hiervon explizit ab, da er sich erneut gefährden würde (Urk. 7/36/5). Die Gefährdung bestehe aufgrund der Blutdruckproblematik und aufgrund der psychischen Problematik (Urk. 7/36/6).
Dr.
Y.___
hielt zuhanden des Krankentaggeldversicherers
in einer internen Notiz
fest,
es erschein
e
ihm kaum vorstellbar, dass
s
eine Behandlung
sempfeh
lungen
fruchten könn
t
en, selbst wenn sie umgesetzt
würden, wenn der behan
delnde Psychiater das aus
s
einer Sicht
(Dr.
Y.___
)
als realistisch anzuneh
mende Therapieziel als
nicht
erreichbar
beurteil
e
, respektive
wenn jener
dem
Beschwerdeführer
hiervon ab
rate
. Es steh
e
ihm (Dr.
Y.___
)
jedoch nicht zu, im Rahmen einer einzelnen Untersuchung für eine Plausibilisierung der Arbeits
unfähigkeit, bei einer
über einen längeren Zeitraum hinweg vorbestehenden
Behandlung
,
einen
Wechsel des Behandelnden zu empfehlen,
zumal hier unter
schiedliche Beurteilungen zweier Fachärzte für
Psychiatrie
und Psychotherapie vorl
ä
gen.
Ob die Blutdruckstörung des
Beschwerdeführers
eine lebensbedroh
liche Situation
unter Stress darstell
e
,
könne seinerseits
nicht beurteilt werden.
Aus den genannten Gründen empfehle
er
daher ein
e
interdiszip
linäre Begutachtung in den Fachdisziplinen Psychiatrie und Innere Medizin (Urk. 7/36/9).
3.1
0
Dr.
D.___
, RAD, hielt in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2024 fest, es seien keine neuen Fakten/Tatsachen vorgebracht worden. Die depressive Symp
tomatik habe sich sowohl gemäss dem Behandler Dr.
Z.___
als auch gemäss Gutachten von Dr.
Y.___
soweit zurückgebildet, als sie als remittiert beurteilt worden sei. Somit liege keine psychische Erkrankung mehr vor. Dr.
Y.___
gehe davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit ein Pensum von 100 % wie
dererlangt werden könne. Dass der Beschwerdeführer nach der Depression noch eine reduzierte Belastbarkeit aufweise, sei klinisch nachvollziehbar und plausibel. Diese reduzierte Belastbarkeit sei jedoch temporär und nicht dauerhaft. Andere psychische Erkrankungen, welche die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit einschränken würden, lägen nicht vor
(Urk. 7/40/2)
.
3.11
Dr.
C.___
führte in seinem – im Beschwerdeverfahren aufgelegten – Bericht an den Hausarzt vom 21. Juni 2024 aus, der Beschwerdeführer berichte über einen guten Verlauf seit der letzten Kontrolle. Es gehe ihm soweit gut. Die Anspannung vom letzten Jahr habe sich gelöst und er nehme alles ein bisschen ruhiger. Dies habe sich auch niedergeschlagen in seinen gemessenen Blutdruck
werten, welche stets um ca. 135-140mmHg lägen. Das Statin habe er nicht eingenommen, aber er habe im letzten Jahr 15 Kilogramm an Gewicht abgenom
men.
In seiner Beurteilung
hielt Dr.
C.___
fest, der Beschwerdeführer sei deutlich in stabilerem allgemeinem Zustand. Im Alltag bestünden keine kardialen Beschwerden und die Blutdruckmessungen zu Hause seien mehrheitlich im normotensiven Bereich, wenn auch eher an der Obergrenze. Im Status sei er pul
monal kompensiert. Ergometrisch zeige sich dann ein deutlich überdurchschnitt
lich leistungsfähiger Patient. In diesem supramaximalen Belastungsbereich komme es in der Erholungsphase zu angedeuteten ST-Streckensenkungen. Die
s
sei seines Erachtens nicht als ischämische
s Korrelat zu werten. Es liege zwar eine hypertensive Herzkrankheit vor, seien die Blutdruckwerte während dieser Phase auch im hypertensiven Bereich und
zeigten die bisherigen Untersuchungen (CT und MRI) keine Hinweise auf eine limitierende Koronarperfusion.
Doch sollte die Therapie im Rahmen der Primärprävention etwas intensiviert werden. Er würde vorschlagen, von Losartan wieder auf Losartan-HCT zu wechseln. Ebenfalls scheine ihm ein Statin aufgrund der doch überdurchschnittlichen Koronarsklerose und der erhöhten Cholesterinwerte indiziert. Dies sei mit dem Beschwerdeführer besprochen worden, und er werde sich dies durch den Kopf gehen lassen. Es sei ihm angeraten worden, einen Termin beim Hausarzt auszumachen. Die nächste Kontrolle beim Kardiologen sei in circa einem halben Jahr durchzuführen, bei Problemen selbstverständlich früher (Urk. 3).
4.
4.1
Ausweislich der Akten ist die depressive Symptomatik des Beschwerdeführers
–
welche durch einen psychosozialen Faktor, einen Konflikt mit dem Geschäfts
partner, ausgelöst wurde (E. 3.1)
–
mittlerweile
remittiert. Dies stellten sowohl der behandelnde Psychiater als auch Dr.
Y.___
fest. Dementsprechend ist der Hinweis des RAD, es liege keine psychische Erkrankung mehr vor, zutreffend und nicht zu beanstanden.
Mangels Vorliegens einer psychischen Erkrankung besteht daher kein Grund für eine psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 1.2)
, und es
erübrigen sich weitere Abklärungen in
psychiatrischer
Hin
sicht.
4.
2
4.2.1
Den
Berichten von Dr.
C.___
(E. 3.7 und E. 3.11)
lässt sich sodann
nicht
s
entnehmen,
was auf eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus kardiologischer Sicht
hindeuten würde
.
Dr.
C.___
führte diverse Abklärungen durch, insbe
sondere
eine Koronar-CT-Untersuchung und eine MRI-Untersuchung. Diese
zeigten
jedoch
keine Hinweise auf eine limitierende Koronarperfusion.
Im Alltag best
anden
keine kardialen Beschwerden und die Blutdruckmessungen zu Hause
waren
mehrheitlich im normotensiven Bereich
(E. 3.11)
.
Dr.
C.___
empfahl in seinem Bericht vom 23. Juni 2023 eine bei ihm durch
zuführende Kontrolle erst wieder in einem Jahr, sofern die Koronar-CT-Untersuchung keine hochgradige Stenose ergäbe – was nicht der Fall war (E. 3.11) – und erachtete, abgesehen von der Einnahme der verordneten Medikamente, keine weiteren Massnahmen als notwendig (E. 3.7). Im jüngsten Bericht vom 21. Juni 2024 sah Dr.
C.___
einzig
im Rahmen der Primärprävention eine Intensivierung der Therapie als indiziert zur effizienteren Senkung des Blutdrucks (durch Losartan-HCT) sowie zur Behandlung der erhöhten Cholesterinwerte, nachdem der Beschwerdeführer das ihm verordnete Statin (vgl. Urk. 7/24/2: Rosuvastatin) nicht eingenommen hatte (
E
3.11).
Der Umstand, wonach der Kardiologe Dr.
C.___
einmalig vom 15. bis zum 18. Februar 2022 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte (Urk. 7/13/60), vermag nichts daran zu ändern, dass für eine relevante Auswirkung der hypertensiven Herzerkrankung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers keinerlei Hin
weise aktenkundig sind. So hatte sein Hausarzt – in Kenntnis der hypertensiven Entgleisung (Urk. 7/13/54) – bereits im März 2022 die arterielle Hypertonie als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet (Urk. 7/13/53). Daran hielt er auch im Juni 2023 noch fest (Urk. 7/20/3). Im Übrigen fällt ins Gewicht, dass die hypertensive Krise einzig im Zusammenhang mit dem arbeitsplatzbezogenen
Konflikt auftrat (E. 3.1).
Selbst ein Telefongespräch, welches der Beschwerde
führer am 23. Juni 2023 und damit längst nach Aufgabe der alten Geschäfts
tätigkeit führte und in welchem er noch einmal mit dieser Geschäftstätigkeit in Verbindung gebracht wurde,
soll
ihn gemäss eigenen Angaben aus der Bahn
geworfen haben
(E. 3.7). Andere Auslöser wurden als Grund für die hypertensiven Entgleisungen nicht genannt. Die Problematik hypertensiver Entgleisungen hat sich im Jahr vor der Kontrolle vom 21. Juni 2024
denn
auch nicht mehr gestellt, was die eigenen Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Blutdruckmessungen bestätigen (E. 3.11)
. Die Problematik war damit auf den damaligen Arbeitsplatz begrenzt, was sich aus den verschiedenen ärztlichen Berichten klar ergibt: So bejahte der Hausarzt des Beschwerdeführers die Frage zum Vorliegen psycho
sozialer Faktoren mit dem Hinweis, es bestehe ein schwieriger Konflikt mit dem Geschäftspartner, welcher eine Rückkehr an den Arbeitsplatz verunmögliche (Urk. 7/13/42) und der Kardiologe nannte eine psychische Belastungssituation am ehemaligen Arbeitsplatz mit hypertensiven Entgleisungen (Urk. 7/23, 7/24/2, Urk. 2/3). Mithin besteht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 Ziff. 17) gestützt auf die Akten kein Anhalt zur Annahme, eine Tätigkeit, wie er sie am angestammten Arbeitsplatz ausübte, sei – andernorts durchgeführt – aus kardiologischer Sicht nicht mehr zumutbar. Dass hypertensive Blutdruckkrisen potentiell gefährlich sind, mag zutreffen. Solche sind indessen nicht mehr zu erwarten, sind sie in einem anderen Kontext als mit dem bisherigen Arbeitsplatz doch nicht dokumentiert. Im Übrigen hatte der Kardiologe im Juni 2023 festge
halten, der echokardiographische Befund spreche gegen eine Komplikation seitens der hypertensiven Entgleisung, empfahl dem Beschwerdeführer indessen, wegen der Lipidwerte ein Statin einzunehmen (Urk. 7/24/2). Dieser Therapie
empfehlung ist der Beschwerdeführer jedoch nicht nachgekommen (Urk. 3).
4.2.
2
Der Vollständigkeit halber ist
zu ergänzen,
dass der Beschwerdeführer
offenbar
eine neue Gesellschaft gegründet hat, welche
am 14. Juli 2023 im Handelsregister eingetragen
wurde. Gemäss Handelsregiste
r ist der Beschwerdeführer
Gesellschaf
ter und Geschäftsführer der
E.___
GmbH (vgl. www.zefix.ch),
was belegt, dass er sich selbst eine solche Tätigkeit zumindest zutraut, und seinen Angaben, eine solche Tätigkeit stelle für
ihn eine
nicht
mehr zumutbare gesundheitliche Gefähr
dung dar (Urk. 1 Rz. 18),
entgegensteht. Nicht vereinbar mit dem Hinweis auf die gesundheitliche Gefährdung ist sodann der Umstand, dass er
das ihm verordnete Statin nicht
eingenommen hat
,
obwohl ihm
dessen
präventive
Wirkung
bestens
bekannt sein müsste.
Wirtschaftliche Interessen des Beschwerdeführers
können
indes nicht berücksich
tigt werden. Dass er bei der Aufnahme einer neuen
Geschäftsführertätigkeit
höchstwahrscheinlich
in den ersten Jahren nicht dasselbe Einkommensniveau
erzielen dürfte
wie in der aufgegebenen langjährigen Tätigkeit
,
versteht sich von selbst
.
4.2.
3
Nach dem Gesagten sind auch in kardiologischer
Hinsicht
keine weiteren Abklä
rungen vorzunehmen, da sich der Sachverhalt als liquid erweist.
4.
3
Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird
abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Yolanda Schweri
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis
und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
PhilippMuraro