# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1dfe28a6-9662-55ce-bd5e-70ca1de833df
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 01.04.2014 R 2011 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2011-101_2014-04-01.pdf

## Full Text

R 11 101
5. Kammer 

URTEIL
vom 2. Oktober 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. a) Parzelle Nr. 94 befindet sich im Quartierplangebiet … in der Gemeinde ... Sie ist 

der Hotel- und Kurzone zugewiesen, für welche die (Lärm-

)Empfindlichkeitsstufe (ES) II gilt. Eigentümer sind … (auch 

Verwaltungsratsmitglied der … AG) und … Verwaltungsratspräsident der … AG 

Der Gastronomie- und Unterhaltungsbetrieb auf Parz. 94 ist als Gewerbe- und 

Nutzbaute (Restaurant „…“ mit Terrasse und Schirmbar im Erdgeschoss [EG] 

und Disko-Club „…“ im Untergeschoss [UG]) konzipiert. Vor dem Diskolokal 

befinden sich im Osten eine Reihe gekofferter Parkplätze und dahinter im 

Norden und im Westen ein grösseres, bekiestes Abstellareal. Weiter südlich 

liegt das Dorfzentrum mit dem 150 m entfernt gelegenen Sporthotel … samt 

Dancing „…“ der … AG sowie den direkt benachbarten Parzellen Nr. 46 und Nr. 

47 zur Parzelle 94. 

b) Am 24. Januar 2011 hatte die kommunale Baubehörde dem Gesuch von … für 

die Erstellung von Stahlmasten und einer Fassadenreklame stattgegeben, 

gleichzeitig aber die Einsprache der Eheleute … (Eigentümer der auf der 

anderen Bachseite im Südosten gelegenen Parzelle Nr. 117) insoweit 

gutgeheissen, als sie zur Auflage machte, dass die an der Spitze der 

Stahlmasten angebrachten Leuchten keinesfalls als Dreh- oder Blinklichter 

verwendet bzw. die Scheinwerfer der Autofront nur mit schwach leuchtenden 

LED-Lichtern betrieben werden dürften. Ausserdem sollten zur Ermittlung der 

vom Unterhaltungsbetrieb … AG ausgehenden Lärmimmissionen bei der 

Ingenieure … AG ein Gutachten eingeholt werden.

c) Am 14. April 2011 lag das Gutachten der … AG vor. Der Inhalt dieses 

Gutachtens ist auf den Seiten 3–6 der angefochtenen Verfügung 

zusammengefasst. Das Gutachten wurde in der Folge den betroffenen Parteien 

zur Stellungnahme zugestellt und alle Parteien formulierten und begründeten in 

der Folge ihre Anträge. Auch dazu kann auf die angefochtene Verfügung der 

Baubehörde verwiesen werden.

d) Am 26. August 2011 erliess die Baubehörde … die heute angefochtene 

Verfügung betreffend Massnahmen zum Schutz von Immissionen. Die 

Baubehörde ordnete dabei, getrennt nach Bereichen, folgende Massnahmen 

an:

Bereich Terrasse und Schirmbar

a) Auf der dem … vorgelagerten Terrasse ist ab sofort jede Musikbeschallung 
generell untersagt.

b) In der Schirmbar ist eine Musikbeschallung auf die Zeit zwischen 11.00 Uhr 
bis 22.00 Uhr beschränkt.

c) … bzw. die … AG hat in der Schirmbar einen Schallpegelbegrenzer 
einzubauen, und zwar so, dass im Aussenbereich die geltenden Grenzwerte 
gemäss Richtlinie Cercle Bruit eingehalten werden können. [Es folgen 
ergänzende Bestimmungen hierzu.]

d) Es bleibt … bzw. der … AG überlassen, die weiteren vom Experten in 
diesem Zusammenhang vorgeschlagenen Massnahmen zu treffen, um so zu 
erreichen, dass in der Schirmbar die Musikbeschallung entsprechend höher 
sein darf. Diesfalls wäre der Schallpegelbegrenzer entsprechend 
anzupassen.

Innenbereich

a) Im Innenbereich ist die Musikbeschallung unter dem Vorbehalt der 
nachstehenden Ziffern grundsätzlich zulässig.

b) … bzw. die … AG hat im Diskolokal einen Schallpegelbegrenzer einzubauen, 
und zwar so, dass im Aussenbereich die geltenden Grenzwerte gemäss 
Richtlinie Cercle Bruit eingehalten werden können. [Es folgen ergänzende 
Anweisungen zum Schallpegelbegrenzer.]

c) … bzw. der … AG bleibt es freigestellt, die weiteren in diesem 
Zusammenhang vom Experten vorgeschlagenen Massnahmen zu treffen, 
um so zu erreichen, dass in der Disko bzw. im Nachtlokal die 

Musikbeschallung entsprechend höher sein darf. Diesfalls wäre der 
Schallpegelbegrenzer entsprechend anzupassen.

Aussenbereich / Parking

a) … bzw. die … AG wird verpflichtet, den Nachtlokal- bzw. Diskobetrieb ab 
15.09.2011 um 02.00 Uhr zu schliessen.

b) Diese Betriebszeitenbeschränkung wird aufgehoben, sobald durch bauliche 
oder organisatorische Massnahmen nachgewiesen ist, dass im 
Aussenbereich die vom Betrieb ausgehenden Lärmimmissionen sich auf ein 
für die Umgebung tolerierbares Mass reduzieren lassen.

Die Baubehörde behielt sich vor, weitergehende Massnahmen zu treffen, wenn 

sich herausstellen sollte, dass sich trotz diesen Anordnungen die 

gesetzgeberischen Vorgaben nicht erfüllen liessen. In diesem Zusammenhang 

werde die Baubehörde auch prüfen, wie es sich mit Bezug auf die Emissionen 

bei den übrigen Betrieben verhalte, insbesondere beim nahegelegenen Dancin. 

Bei diesen Betrieben sei vor allem eine allfällige Verlagerung der Aktivitäten 

vom … im Auge zu behalten.  

2. Gegen die Verfügung der Baubehörde … vom 26. August 2011 erhob … am 27. 

September 2011 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgendem Antrag:
„Ziff. 8 lit. b), Ziff. 13 lit. b) sowie Ziff. 18 lit. a) und b) der Verfügung der Gemeinde … vom 26. 

August 2011, mitgeteilt am 29. August 2011 seien aufzuheben und wie folgt anzupassen:

a) In der Schirmbar ist die Musikbeschallung auf die Zeit zwischen 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr 
beschränkt. Die Schirmbar ist spätestens um 22.00 Uhr zu schliessen (Ziff. 8 lit. b der 
angefochtenen Verfügung).

b) ... bzw. die … AG hat im Diskolokal einen Schallpegelbegrenzer zur Reduktion der 
Musikerzeugung im Innern einzubauen und auf maximal 93 dB(A) einzustellen. Eventualiter 
ist der Schallpegelbegrenzer so einzustellen, dass die geltenden Grenzwerte gemäss 
Richtlinie Cercle Bruit eingehalten werden können (Ziff. 13 lit. b der angefochtenen 
Verfügung).

c) … bzw. die … AG wird verpflichtet, den Nachtlokal- bzw. Diskobetrieb um 22.00 Uhr zu 
schliessen. An  den Wochenenden, d.h. Freitag bis Sonntag, hat ein anerkannter 
Sicherheitsdienst für Ruhe und Ordnung sowie geordnetes Parkieren zu sorgen (Ziff. 18 lit. 
a der angefochtenen Verfügung).“

Die Hotel- und Kurzone sei vorwiegend für den Bau gastwirtschaftlicher 

Betriebe bestimmt. Wohnbauten, Verkaufslokale und nicht störende 

Gewerbebetriebe seien ebenfalls zulässig. Damit sie klar, dass auch bloss 

mässig störende Dienstleistungs- und Gewerbsbetriebe nicht in diese Zone 

gehörten.

Eine Schirmbar/Disko verursache erfahrungsgemäss beträchtliche Immissionen 

und gehöre zu den stark störenden Betrieben. Das gelte gerade für einen 

Betrieb, der auf über 500 Besucher ausgelegt sei und während 7 Tagen und 

annähernd 24 Stunden offen sei. Mit Gogo-Girls und Konzerten würden 

Besucher aus der ganzen Region angelockt. Ein solcher Betrieb sei in dieser 

Zone nicht zonenkonform.

Das eingeholte Gutachten zeige denn auch, dass die Immissionsgrenzwerte zu 

keiner Zeit eingehalten seien.

Beim … handle es sich um eine neue ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 

7 des Umweltschutzgesetzes (USG), die den Bestimmungen über den 

Lärmschutz unterlägen. Davon werde namentlich auch der Verhaltens- und 

Verkehrs- bzw. Sekundärlärm der Restaurant- und Diskobesucher erfasst. 

Soweit diese Emissionen nach aussen drängten (Aussenlärmemissionen), 

fielen sie in den Regelungsbereich der Lärmschutzverordnung (Art. 1 Abs. 2 

Bst. a LSV). Der Innenlärm werde davon teilweise erfasst (Art. 1 Abs. 2 Bst. d 

und Abs. 3 Bst. a LSV). Für die Beurteilung der schädlichen und lästigen 

Einwirkungen lege der Bundesrat gemäss Art. 13 Abs. 1 USG 

Immissionsgrenzwerte fest. Diese seien laut Art. 15 Abs. 1 USG so festzulegen, 

dass die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört werde. 

Dabei sei nicht auf das subjektive Lärmempfinden einzelner Personen 

abzustellen, sondern es sei eine objektive Betrachtung vorzunehmen. Ob im 

Einzelfall eine unzumutbare Störung vorliege, sei neben der zonengemässen 

Zuordnung und der entsprechenden Empfindlichkeitsstufe (ES) auch nach dem 

Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens zu beurteilen. 

Dabei sei während der Nacht ein strengerer Massstab anzulegen als tagsüber.

Der Terrassenbereich werde seit ca.1 Jahr rechtswidrig gastwirtschaftlich 

genutzt. Die Terrasse und die Schirmbar würden täglich von 10.00 -22.00 Uhr 

mit Hard-Rock-Musik beschallt. Diese Musikbeschallung in der nicht 

schalldichten Schirmbar führe dazu, dass die Besucher mit zunehmendem 

Alkoholkonsum zunehmend lauter diskutierten und laut lachten. Auch nach dem 

Ende der Musikbeschallung zwischen 22.00 und 23.00 Uhr blieben viele 

Besucher sitzen und verursachten weiterhin Lärm. Lärm entstehe auch bei den 

Aufräumarbeiten nach der Schliessung der Schirmbar. Unter der Bartheke 

befinde sich zudem ein V8-Motor ohne Schalldämpfer, der in regelmässigen 

Abständen eingeschaltet werde und Emissionen von 100 dB(A) und mehr 

erzeuge.

Die von der Schirmbar und der Terrasse ausgehenden Immissionen seien in 

der Ruhe- und in der Nachtzeit unzumutbar. Es sei daher in der Schirmbar ein 

Schallpegelbegrenzer einzubauen und es sei die Betriebszeit auf die Zeit 

zwischen 11.00 – 19.00 Uhr zu beschränken und die Schirmbar spätestens um 

22.00 Uhr zu schliessen. Auf der Terrasse sei jede Musikbeschallung zu 

verbieten.

Die bestehende Disko sei als kleine Bar/Pub bewilligt und nachher schleichend 

erweitert worden. Wie bereits beschrieben seien die Lärmemissionen des … für 

die Anwohner in den Ruhe- und Nachtzeiten absolut unzumutbar Dem könne 

nur mit einer Einschränkung der Betriebszeiten und einer 

Schallpegelbegrenzung auf maximal 93 dB(A) im Innern begegnet werden.

Die Schirmbar von … habe sich vorher an einem anderen Standort, zwischen 

den Hotels … und …, befunden. Dort habe diese Schirmbar übermässige 

Emissionen verursacht und daher sei sie an den heutigen Standort verlegt 

worden. Jetzt werde den Anwohnern aber neben dieser Schirmbar auch eine 

Disko mit uneingeschränkten Betriebszeiten zugemutet.

Die gegenwärtige Situation im Aussenbereich sei für den Beschwerdeführer 

und die Nachbarn unzumutbar. Das neue Verkehrskonzept (seit 15. September 

2011) ändere daran nichts, da dieses untauglich sei. Ab 23.00 Uhr sei die Zu- 

und Wegfahrt auf den Parkplatz des … von der Hauptstrasse her gesperrt und 

die Zu- und Wegfahrt nur noch von Norden über die Umfahrungsstrasse 

möglich. Diese Umleitung sei aber nicht beschildert und daher für Auswärtige 

nicht zu finden. Auch Einheimische vermieden diese Zufahrt, da sie zu 

umständlich und wegen ihrer Steigung für ein gewöhnliches Auto praktisch nicht 

befahrbar sei. Der Parkplatz des … sei aus unerklärlichen Gründen 

abgeschaltet worden. Das habe dazu geführt, dass sämtliche Besucher des … 

ihre Fahrzeuge auf der Parzelle des Beschwerdeführers und den benachbarten 

Parzellen Nr. 47, Nr. 61 und Nr. 117 parkierten und zusätzliche Immissionen 

verursachten.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Gemeinde … die Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung brachte sie vor, dass die in der Beschwerde 

beschriebenen Zustände bei der Schirmbar im Grossen und Ganzen den 

Gegebenheiten entsprächen, wie sie sich vor Erlass der angefochtenen 

Verfügung präsentiert hätten. Mit der Verfügung vom 26. August 2011 habe die 

Baubehörde jedoch Anordnungen getroffen, welche verhinderten, dass in der 

Umgebung und damit auch im Bereich der Liegenschaft des 

Beschwerdeführers Immissionen entstünden, welche die zulässigen 

Grenzwerte überschritten. Es werde auf den Wortlaut der Anordnungen in Ziff. 8 

lit. b, c und d verwiesen. Musikbeschallung zwischen 11.00 und 22.00 Uhr; 

Einbau eines Schallpegelbegrenzers und Einstellung so, dass im 

Aussenbereich die geltenden Grenzwerte gemäss Richtlinie Cercle Bruit 

eingehalten werden könnten (Plombierung des Begrenzers und Speicherung 

der Daten sowie deren Ausdruck der letzten 30 Tage usw.). Wenn diese 

Anordnungen eingehalten würden, bestehe für weitere Einschränkungen kein 

Anlass.

Auch im Innenbereich der Disko seien keine zusätzlichen Massnahmen 

erforderlich. Die Baubehörde habe bekanntlich im Diskolokal den Einbau eines 

Schallpegelbegrenzers angeordnet (plus Plombierung, Speicherung und 

Ausdruck) und zwar so, dass im Aussenbereich die geltenden Grenzwerte 

gemäss Richtlinie Cercle Bruit eingehalten werden könnten. Damit sei vollauf 

gewährleistet, dass aus dem Lokal keine Emissionen nach Aussen träten, 

welche das zulässige Mass in der Zone überschritten. Es bedürfe keiner 

zusätzlichen Massnahme wie das Festsetzen eines maximalen Dezibel-Wertes 

im Innern des Betriebes [93 dB(A)].

Allenfalls wäre in einem anderen Verfahren zu prüfen, ob sich eine 

Beschränkung auf 93 dB(A) im Lokal zum Schutze der Diskothekenbesucher 

aufdrängen würde.

Die beantragte Schliessung des Nachtclub- und Diskobetriebes um 22.00 Uhr 

erweise sich als nicht gerechtfertigt. Der Aussenbereich bzw. die Parkierung sei 

der wunde Punkt des vorliegenden Betriebes, da hier keine zuverlässig 

wirkenden Massnahmen wie Schallbegrenzer zur Verfügung stünden und sich 

die einzelnen Lärmimmissionen auch nicht immer so klar zuordnen liessen wie 

bei der Musikbeschallung. Es komme hinzu, dass … über eine Baubewilligung 

verfüge, welche nicht nur den Umbau, sondern auch einen Nachtlokalbetrieb im 

Untergeschoss (UG) erlaube. Gemäss bewilligtem Projekt umfasse dieser 

Betrieb ein grösseres Angebot mit Bar/Pub sowie einer grösseren Tanzfläche 

mit Spielraum. Es stelle sich daher die Frage, ob der jetzige Diskobetrieb aus 

bau- und planungsrechtlicher Sicht nicht doch durch die Baubewilligung vom 

29. September 2010 abgedeckt sei. Die Übergänge zwischen einer modernen 

Bar und einer Disko seien nämlich fliessend.

Auf Grund dessen und angesichts der vom Betreiber anlässlich des 

Augenscheins vom 15. Juli 2011 abgegebenen Zusicherungen und 

Verbesserungen habe die Baubehörde es als unverhältnismässig taxiert, den 

Nachtclub- und Diskobetrieb per sofort einzustellen. Eine Begrenzung der 

Betriebszeit der Disko auf 22.00 Uhr käme einer gänzlichen Schliessung gleich. 

Immerhin seien in Ziffer 19 der Erwägungen bzw. in Ziffer 2 des Dispositivs 

zusätzliche Anordnungen vorbehalten worden, falls sich herausstellen sollte, 

dass sich trotz der vorliegenden Anordnungen die gesetzgeberischen Vorgaben 

nicht erfüllen liessen.

4. In der Vernehmlassung beantragten die Beschwerdegegegner auf die 

Beschwerde sei nicht einzutreten; eventuell sei sie abzuweisen. 

Der Beschwerdeführer behaupte, der Diskobetrieb sei auf über 500 Besucher 

angelegt und rund um die Uhr während 7 Tagen in der Woche geöffnet. Diese 

Darstellung habe mit den tatsächlichen Verhältnissen nichts zu tun. In der 

Liegenschaft des … befänden sich ein kleines Restaurant, welches vergrössert 

werden solle, eine Schirmbar sowie eine kleine Terrasse sowie im Erdgeschoss 

eine Diskothek. Das Restaurant sei auch nach der geplanten Vergrösserung 

nur auf 60 Sitzplätze angelegt. Die Schirmbar sei mit den anderen in … 

vergleichbar und die Terrasse sei im Vergleich zu anderen in … klein. Die 

Diskothek sei in der Grösse mit jener des Dancing vergleichbar, aber nicht auf 

500 Besucher ausgelegt.

Wenn man von den tatsächlichen Verhältnissen ausgehe, sei der Betrieb des … 

in der Hotel- und Kurzone zonenkonform. Es handle sich um gastwirtschaftliche 

Betriebe im Sinne von Art. 25 des kommunalen Baugesetzes (BauG).

Abgesehen davon hätte der Beschwerdeführer den Einwand der fehlenden 

Zonenkonformität im Baubewilligungsverfahren vorbringen müssen. Heute sei 

er damit zu spät.

Lediglich der Vollständigkeit halber werde festgestellt, dass die 

Emissionsgrenzwerte keineswegs permanent überschritten würden, wie der 

Beschwerdeführer behaupte. Das gelte zumal deshalb, weil das Gutachten … 

in der Zwischenzeit überholt sei, da verschiedene Massnahmen ergriffen 

worden seien, um die Lärmemissionen zu verringern.

Der Hinweis auf den V8-Motor gehe an der Sache vorbei, da dieser Motor seit 

dem vergangenen Winter ausser Betrieb sei.

Es treffe zu, dass im Bereich der Terrasse drei Pflichtparkplätze bewilligt 

worden seien. Indessen liege bei der Gemeinde ein Gesuch betreffend 

Umnutzung der Terrasse. Abgesehen davon habe es bisher für das Aufstellen 

von Stühlen und Tischen auf den Terrassen vor Gastwirtschaftsbetrieben oder 

Verkaufsläden keiner Bewilligung bedurft. Der Beschwerdeführer selbst 

beschalle den Vorplatz vor seinen Verkaufsläden über zwei Aussenlautsprecher 

mit Musik.

Was die Schirmbar betreffe, erweise sich die Darstellung der Verhältnisse in der 

Beschwerde teils als unzutreffend und teils als völlig überholt. Offensichtlich 

wolle der Beschwerdeführer nicht zur Kenntnis nehmen, dass das … die von 

der Baubehörde angeordneten Massnahmen umgesetzt habe. In der Schirmbar 

sei ein Schallpegelbegrenzer eingebaut und von der Gemeinde abgenommen 

worden. Für die vom Beschwerdeführer geforderte Beschränkung der 

Betriebszeit in der Schirmbar auf die Zeit von 11.00 bis 19.00 Uhr fehle eine 

gesetzliche Grundlage. Es wäre auch nicht einzusehen, wenn einzig die 

Schirmbar des … um 19.00 Uhr schliessen müsste, während bei den übrigen 

Schirmbars eine Musikbeschallung bis 22.00 Uhr zulässig sei.

Was den Lärm im Innenbereich des Disko betreffe, sei dieser sicherlich kein 

Problem mehr, nachdem beim Haupteingang und beim Notausgang Schleusen 

eingebaut und in der Disko ein Schallpegelbegrenzer installiert und justiert 

worden sei.

Dass die früher zwischen den Hotels … und … betriebene Schirmbar 

unzumutbare Emissionen verursacht habe, werde entschieden bestritten.

In der Beschwerde werde das in der Zwischenzeit umgesetzte neue 

Verkehrskonzept beanstandet. Die Argumentation des Beschwerdeführers 

erweise sich aber als unzutreffend. Das Ziel, den Aussenlärm zu reduzieren, 

werde durchaus erreicht, indem die Zufahrt von der Hauptstrasse auf den 

Parkplatz des … sowie die Wegfahrt vom Parkplatz des … auf die Hauptstrasse 

nicht mehr möglich sei. Ab diesem Zeitpunkt sei die Zu- und Wegfahrt vom 

Parkplatz nur noch gegen Norden auf die Umfahrungsstrasse, also gegen 

unbewohntes Gebiet hin möglich. Diese Massnahme habe zur Folge, dass das 

Haus des Beschwerdeführers dem Kundenlärm weniger ausgesetzt sei.

Es bestehe keine Veranlassung, den Diskobetrieb bereits um 22.00 Uhr 

einzustellen sowie an den Wochenenden einen Sicherheitsdienst einzurichten.

Die … AG habe der Gemeinde die Einführung eines Nachtfahrverbotes für … 

Dorf beantragt. Die Gemeinde habe dies abgelehnt, wobei die Begründung 

dafür nicht überzeuge. Diskutiert werde jetzt die Einführung einer generell 

gültigen Polizeistunde. Es sei aber fraglich, ob sich dies politisch durchsetzen 

liesse.

5. Am 27. September 2012 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) noch einen 

Augenschein an Ort und Stelle durch. Allen Anwesenden wurde dabei im Zuge 

eines Rundganges auf der Liegenschaft (Parz. 94) von 14.15 Uhr bis 15.30 Uhr 

– an fünf verschiedenen Standorten – die Gelegenheit geboten, sich auch noch 

mündlich zu den aufgeworfenen Fragen betreffend Musiklärm von der 

Schirmbar auf der Terrasse (Erdgeschoss) und speziell aus dem nächtlichen 

Diskothekenbetrieb samt Verkehrs- und Personenlärm infolge Gästebesuches 

des dortigen Tanz- und Vergnügungslokals „…“ (Untergeschoss) zu äussern. 

Von Seiten der Beschwerdegegnerin wurde dabei noch ein Schreiben vom 11. 

März 2011 betreffend „Lärmemissionen des Gastwirtschaftsbetriebes“ der 

Eheleute … zu den Akten gegeben. Ferner erstellte das Gericht seinerseits 

noch insgesamt 30 Fotos von den genauen Orts-, Erschliessungs- und 

Raumverhältnissen auf und rund um die Parz. 94 des … (so am Standort 1: 10 

Fotos betreffend Eingangs-/Terrassen-, Restaurations- und Schirmbarbereich; 

am Standort 2: 6 Fotos betreffend Zugangs- und Innenbereich des Disco-Clubs 

„…“; am Standort 3: 6 Fotos betreffend Strassenzufahrts- und vorderer 

[gekofferter] Parkplatzbereich …; am Standort 4: 5 Fotos betreffend hinteres 

[bekiestes] Parkplatzareal auf Parz. 94 samt Umgebung; und am Standort 5: 3 

Fotos betreffend Parkplatzverhältnisse auf den benachbarten Parz. 46 und 47, 

unmittelbar im Süden zur Parz. 94 in Richtung Dorfzentrum der Gemeinde. 

Über die Ausführungen am Augenschein wurde ein Protokoll erstellt.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 26. August 2011, worin die Gemeinde 

(Beschwerdegegnerin/Vorinstanz) eine Reihe von Massnahmen zum Schutz 

vor Lärmimmissionen aus dem Betrieb des Gastronomie- und 

Unterhaltungslokals „…“ auf Parzelle 94 (Hotel- und Kurzone mit ES II) 

anordnete, wogegen sich der unmittelbar im Süden daran angrenzende 

Nachbar auf Parzelle 46 (Beschwerdeführer) zur Wehr setzte. 

Beschwerdegegenstand bilden dabei im Wesentlichen die in der Beschwerde 

vom 27. September 2011 (vgl. vorn Ziff. 2 Anträge gemäss lit. a-c) geforderten 

Verbesserungen und Kontrollen bezüglich der in der angefochtenen Verfügung 

enthaltenen Betriebsauflagen (vgl. vorn Ziff. 1 d – Behördlich verlangte 

Schutzmassnahmen in den drei Teilbereichen [Terrasse/Schirm-bar; Disko-

/Nachtlokalbereich; Parksystem]). Es gilt damit zu prüfen, ob die getroffenen 

Lärmschutzmassnahmen auf Parzelle 94 rechtens und verhältnismässig waren, 

oder ob noch strengere bzw. weitergehende Massnahmen seitens der 

Gemeinde anzuordnen gewesen wären, um den Einwänden des 

Beschwerdeführers betreffend nicht mehr tolerierbaren Lärms bzw. des seit 

zwei Jahren unerträglich gewordenen Betriebs- und Verkehrslärms – besonders 

in den Abend- und Nachtstunden – auf dem seither dort geführten Gastro- und 

Diskobetrieb … tatsächlich gebührend Rechnung zu tragen (im Parallelfall R 11 

81 wurden Ausführungen zur rechtsgleichen Behandlung aller Gastronomie-

/Diskobetriebe vor Ort bezüglich Betriebszeitenbeschränkungen gemacht). 

2. a) In materieller Hinsicht gilt es zuerst auf die einschlägige Zonenvorschrift in Art. 

25 des kommunalen Baugesetzes (BauG) hinzuweisen, wonach in der hier für 

Parzelle 94 massgebenden Hotel- und Kurzone folgende Bauten und 

Aktivitäten erlaubt sind:

Art. 25 BauG Hotel- und Kurzone
Die Hotel- und Kurzone ist vorwiegend für den Bau gastgewerblicher Betriebe 
bestimmt. Wohnbauten, Verkaufslokale, sowie nicht störende Gewerbebetriebe 
sind zulässig

Die Zonenkonformität des auf Parzelle 94 betriebenen Gastronomie- und 

Tanzlokals … (im EG: Restaurant „…“ mit Aussenterrasse und [mobil 

überdachter] Schirmbar; im UG: Disko-Club mit zwei Bars, Musikanlagen, 

Sitzgelegenheiten, Spielautomaten und einer Tanzfläche) erachtet das Gericht 

gestützt auf Art. 25 Satz 1 BauG als gegeben, da in der Hotel- und Kurzone zur 

Hauptsache „gastgewerbliche Betriebe“ erstellt und angesiedelt werden sollten. 

Diesem ausdrücklich auf den Besuch und die Verköstigung von Gästen und 

Touristen ausgerichteten Gewerbe- und Wirtschaftszweig ist aber selbstredend 

ein gewisses Mass an Lärmquellen immanent, weil die ständige Zirkulation und 

Häufigkeit der wechselnden Besucher (inkl. Tagestouristen mit Caranreise 

usw.) sowie  Logiergäste erfahrungsgemäss niemals völlig lautlos und 

unbemerkt erfolgen kann. Soweit die Beschwerdeführer diese Betriebsamkeit 

auf Parzelle 94 als störend empfinden und sich darauf berufen, dass laut Art. 25 

Satz 2 BauG nur „nicht störende Gewerbetriebe“ zulässig seien, verkennen sie, 

dass damit offensichtlich nicht die eigentlichen „Gastronomie-, Beherbergungs-, 

Vergnügungs- und Kur-/Erholungslokale“ der wirtschaftlich nachhaltigen Hotel- 

und Tourismusbranche gemeint waren, sondern damit einzig handwerkliche 

bzw. generell auf Dauer übermässig lärmerzeugende Gewerbe- und 

Handelsbetriebe in dieser Zone ausgeschlossen werden sollten. Dass es sich 

bei Art. 25 BauG zudem um eine heterogene Mischzone handelt, ergibt sich 

auch daraus, dass neben dem klassischen Gästesegmente auch das „Wohnen“ 

sowie der Betrieb von „Verkaufslokalen“ erlaubt sind. Mit der Zulässigkeit von 

Verkaufsläden – die gerichtsnotorisch auf regen und kurzzeitigen 

Publikumsverkehr ausgerichtet sind - in der fraglichen „Hotel- und Kurzone“ ist 

aber gerade erstellt, dass auch der Betrieb des ebenfalls auf Verkauf und 

Konsumation ausgerichteten … bestimmt nicht zonenwidrig sein kann. Aus 

diesem Grunde wurde daher von der Gemeinde zu Recht auch bereits mit 

Bewilligung vom 29. September 2010 eine entsprechende Bau- und 

Betriebsgenehmigung für die Führung des … auf Parzelle 94 (inkl. 

Konzeptanpassung) erteilt. 

b) Laut Zonenschema (S. 55) zu Art. 22 ff. BauG ist die Hotel- und Kurzone und 

folglich auch Parzelle 94 der Empfindlichkeitsstufe II (ES II) zugewiesen. Nach 

Art. 43 der eidgenössischen Lärmschutzverordnung (LVS) sind in der ES II 

keine störenden Betriebe zugelassen; sie gilt namentlich für Wohnzonen und 

Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen (Abs. 1 lit. b).

Die Beschwerdeführer empfinden vorliegend insbesondere die Aktivitäten und 

Lärmimmissionen von der Aussenterrasse sowie der mit einer Musikanlage 

ausgerüsteten Schirmbar im Süden der Parzelle 94 als besonders „störend“ 

bzw. als subjektiv unerträglich seit der Betriebsaufnahme des … vor zwei 

Jahren (2010). Sie forderten daher in ihrer Beschwerde als Erstes, der 

Musikbetrieb in der Schirmbar sei zu verbieten bis die Anlage schalldicht sei 

(Krachmaschinen bzw. Automotoren seien zu untersagen). Wie der gerichtliche 

Augenschein vom 27. September 2012 dazu eindeutig gezeigt hat, sind im 

Bereich der Schirmbar (ist mit stabiler Seitenfenster- und Türkonstruktion 

kreisförmig umfasst und mit einem mobilen Stoffschirmdach 

abschliessbar/überdachbar) Vorkehrungen getroffen worden, die der 

Eindämmung und Kontrolle des von dieser Schirmbar ausgehenden Musik- und 

Lärmpotentials dienen sollten. Objektiv messbar wurde - auf entsprechendes 

Verlangen der Vorinstanz – bereits im Sommer 2012 ein Schallpegelbegrenzer 

für die Musikanlage bei der Schirmbar montiert und daraufhin mehrere 

Messungen der Lärmimmissionen vor Ort sowie auch deren konkrete 

Auswirkungen auf die Nachbarschaft (inkl. Parzelle 46 des Beschwerdeführers) 

vorgenommen, ausgewertet und die Messresultate allen Beteiligten zur 

Kenntnis- und Stellungnahme in schriftlicher Form zugestellt (vgl. dazu 

Schreiben der Gemeinde vom 10./13. August 2012 mit Auswertung 

Schallpegelbegrenzer … und dBA Werten für die Schirmbar [Zeiträume 04.-

08.07. und 20./23.07.2012 jeweils 17.00 bis 22.45 Uhr] im Bandbereich 60 dBA 

bis 70 dBA mit seltenen Ausreissern bis 75 dBA und den dBA Werten für den 

Diskobetrieb [23./24./30. 06 und 01./07./08./14./15./21./22.07.2012 jeweils 

01.00 bis ca. 02.30] im Bandbereich von 80 dBA bis 90 dBA, vereinzelt gar bis 

95 dBA) sowie das zweite Schreiben der Vorinstanz vom 18./19. September 

2012 mit Bestätigung der früheren Lärmmesswerte und Auswertungsresultate. 

Während des Augenscheins konnte bei der Schirmbar – dank des installierten 

und funktionierenden Schallpegel-Messgerätes – eine Lautstärke zwischen 68 

und 71 dBA festgestellt werden. Im Übrigen kann zu dieser Thematik auf das 

aussagekräftige Lärmgutachten vom 14. April 2011 verwiesen werden, worin 

unter Hinweis auf die Richtlinien Cercle Bruit zur Berücksichtigung der 

Grenzwerte festgestellt wurde (S. 5): Dies bedeutet, dass die Emissionen im 

Einzelfall so zu beschränken sind, dass nach dem Stand der Wissenschaft und 

der Erfahrung die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört 

wird. Für Lärmemissionen infolge neuer Anlagen (Gastwirtschaftsbetriebe, die 

nach dem 1. Jan. 1985 bewilligt wurden) gilt, dass höchstens geringfügige 

Störungen zulässig sind. Gemäss Vorsorgeprinzip (Art. 11 USG) ist unnötiger 

Lärm unzulässig, sofern die Massnahmen zur Emissionsbegrenzung technisch 

und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar sind (vgl. im Besonderen 

unter Ziff. 7.1 Messpunkt 1, Wohn-/Geschäftshaus Beschwerdeführer). Gestützt 

auf die so gewonnenen Erkenntnisse erliess die Vollzugsbehörde bzw. 

Gemeinde die angefochtene Verfügung vom 26. August 2011 mit den damals 

von ihr als notwendig und verhältnismässig erachteten Betriebsauflagen. 

Insbesondere wurden darin eine zeitliche Beschränkung der Musikbeschallung 

in der Schirmbar (11.00-22.00 Uhr) und im Disko-/Nachtklubbetrieb (innen bis 

02.00 Uhr) verbindlich festgelegt  und weiter der Einbau von 

Schallpegelbegrenzern – als sofort wirksame und leicht überprüfbare 

Lärmreduktionsmassnahme – angeordnet. Diesen Betriebsauflagen ist der 

dafür verantwortliche Beschwerdegegner 1 offensichtlich (technisch) korrekt 

nachgekommen, wie den Auswertungen der Lärmmessungen mit 

Schallpegelbegrenzer vom 10. August bzw. 18. September 2012 zuverlässig 

und einleuchtend entnommen werden kann. Der Aufforderung zur Einhaltung 

der gesetzlichen vorgesehenen Schallgrenzwerte im Innenbereich des 

Gastronomie- und Vergnügungslokals … ist damit hinreichend nachgelebt 

geworden. Der Einwand einer fehlenden Bewilligung für die Nutzung als 

Nachtlokal ist ebenfalls unbegründet, da die Bau- und Betriebsbewilligung vom 

29. September 2010 auch bereits die Führung des … (mit Konzeptanpassung) 

miteinschloss. Dem Antrag auf Betriebszeitenbeschränkungen (für sämtliche 

Betriebssparten bis 22.00 Uhr) wurde zudem insofern schon Rechnung 

getragen, als die Vorinstanz doch bereits in der angefochtenen Verfügung eine 

vernünftige Differenzierung der zulässigen Beschallungszeiten vornahm, indem 

bei der Schirmbar bis 22.00 Uhr und im Innern der Diskothek bis 02.00 Uhr 

solche gastgewerblichen Angebote konsumiert werden und erlaubt sein sollten. 

Ein allgemeines Öffnungs- und Betriebsverbot (ab 22.00 Uhr) auch für die im 

Untergeschoss geführte Diskothek … auf Parzelle 94 wäre hingegen völlig 

unverhältnismässig und übertrieben gewesen, da es allein auf die daraus 

anfallenden Beeinträchtigungen ankommen kann, die durch entsprechende - 

bauliche und organisatorische – Massnahmen ohne weiteres in geordnete 

Bahnen gelenkt und für die Bevölkerung bzw. Nachbarn lärmverträglich 

ausgestaltet und umgesetzt werden können. Aufgrund dieser Feststellung ist 

das Gericht zur Auffassung gelangt, dass derzeit kein weiterer Handlungsbedarf 

seitens der Gemeinde besteht, da die bereits angeordneten und danach auch 

umgesetzten Schutzmassnahmen durchaus zielführend für eine noch 

tolerierbare Lärmbelastung waren und sich die Vorinstanz zudem ausdrücklich 

vorbehielt, weitere Massnahmen zu treffen (z.B. Verpflichtung für privaten 

Sicherheits-/Ordnungsdienst auf Parkplatzareal und im Eingangsbereich zur 

Diskothek; Überprüfung der Schliessungszeiten; Kontrolle der 

Funktionstüchtigkeit der Eintrittsschleuse bei Disco usw.), sollten die bisher 

verfügten Betriebsauflagen effektiv nicht ausreichend sein, um ein 

einigermassen „störungsfreies Wohnen und Schlafen“ in den Abend- und vor 

allem Nachtstunden im näheren Umkreis des Gastronomie- und 

Unterhaltungslokals … auf Parzelle 94 zu ermöglichen. Sollten zusätzliche 

Erkenntnisse aufgrund neuer Messungen erlangt werden, steht einer erneuten 

Überprüfung und Anpassung der bis dahin verfügten und im Wesentlichen 

umgesetzten Lärmschutzmassnahmen durch die Vorinstanz jedoch 

selbstverständlich nichts im Wege (Nachbesserung zulässig). 

c) An diesem Ergebnis vermögen die durchgeführten Zeugen- und 

Parteibefragungen nichts zu ändern, weil sie entweder keine neuen 

Gesichtspunkte hervorbrachten oder sonst ungeeignet und zu wenig präzise 

waren, um als griffiges Beweismittel für oder gegen die Tauglichkeit der von der 

Gemeinde angeordneten Betriebsauflagen angeführt zu werden. Die objektiv 

einwandfrei messbaren, lärmtechnisch deutlich verbesserten Auswirkungen 

durch die Montage von Schallpegelbegrenzern (mit Plombierung des 

Begrenzers, Speicherung der Daten und Ausdruck der letzten 30 Tage zu 

Kontrollzwecken) sind offenkundig weit zuverlässigere Parameter, als die 

individuell und rein subjektiv vorgenommene Einteilung in graduell erträgliche 

oder eben persönlich nicht mehr tolerierbare Lärmimmissionen, zumal die 

menschliche Hörempfindlichkeit sehr unterschiedlich und komplex sein kann. 

Der Beweiswert der durchgeführten Zeugen- und Parteibefragungen muss 

infolgedessen als sehr bescheiden und vernachlässigbar eingestuft werden. 

Dem ist hier umso mehr zuzustimmen, als das öffentliche Recht für die hier 

interessierende Lärmart keine bestimmte Messweise und auch keine fixen 

Grenzwerte kennt. Für die übrigen vorliegend interessierenden Immissionen 

(Gaststättenlärm sowie Lärmverursachung durch menschliches Verhalten in der 

Schirmbar und bei der Ankunft sowie beim Verlassen des Parkplatzareals zu 

den Lokalitäten im … [sog. Sekundärlärm]) kennt das Lärmschutzrecht zudem 

gar keine Belastungsgrenzwerte (BGE 126 III 225/6 E. 3c; 123 II 333 E. 4d/aa, 

123 II 74 ff., 120 II 18 E.2b; sowie PVG 1998 Nr. 48 und PVG 2000 Nr. 53).

d) Wie der gerichtlichen Augenschein vom 27. September 2012 gezeigt hat, stört 

sich der Beschwerdeführer insbesondere daran, dass die Parkplätze vor 

seinem Geschäftshaus auf Parzelle 46 sowie seitlich im Grenzbereich zur 

nördlich unmittelbar anschliessenden Parzelle 94 samt naher Schirmbar (früher 

waren dort 5 Parkplätze anstelle der Aussenterrasse auf Parzelle 94 

vorhanden; vgl. zur ehemalige Situation: Plan Nr. 2010-01/3 vom 15.02.2010) 

durch die Besucher und Gäste des Gastronomie- und Diskobetriebs 

„zweckentfremdet“ würden, indem dort häufig jene (fremden) Besucher/Gäste 

des … anstatt seine eigenen Kunden parkieren würden bzw. könnten. Diesem 

Einwand ist entgegenzuhalten, dass jeder Grundeigentümer grundsätzlich 

natürlich selbst dafür zu sorgen hat, dass seine Liegenschaft nicht unbefugt 

durch Dritte zweckentfremdet wird. Es kann dabei im nichtstreitigen Verfahren 

ein Amtsverbot für das unberechtigte Parkieren auf Parzelle 46 erwirkt werden, 

und zusätzlich kann sich der Beschwerdeführer mittels anderer griffiger 

Vorkehrungen (z.B. mittels versenkbarer Pfosten [Poller] oder einfachem 

Schrankensystem) selber darum kümmern, dass lästiger Suchverkehr und 

geschäftsschädigende Fremdparkierer gestoppt und von seiner Parzelle 46 

ferngehalten werden. Im Übrigen sei einzig noch erwähnt, dass auf der 

Geschäftsliegenschaft des Beschwerdeführers ebenfalls Lautsprecher im 

Bereich des Ladeneingangs montiert waren und somit eine akustische (Musik-) 

Beschallung nicht nur von der nahen Schirmbar auf Parzelle 94 erfolgte, 

sondern auch von der Parzelle 46 des Beschwerdeführers 

„Geräuschimmissionen“ ausgingen, die noch zu einer Erhöhung der vor Ort 

wahrnehmbaren Immissionskulisse führten. An der Herkunft der 

parzellenübergreifend hervorgerufenen Lärmquellen ist der Beschwerdeführer 

daher sicherlich mitbeteiligt.

3. a) Die angefochtene Verfügung vom 26. August 2011 erweist sich demnach in 

einer Gesamtbetrachtung als rechtmässig und verhältnismässig, was zu ihrer 

Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde vom 27. September 2012 (im 

Verfahren R 11 101) führt.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die aussergerichtlichen Entschädigungen an 

die anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner 1 und 2 werden demgegenüber 

gegenseitig laut Art. 78 Abs. 1 VRG wettgeschlagen, was vorliegend zur 

Konsequenz hat, dass diese beiden Verfahrensteilnehmer (Beschwerdegegner 

1 und 2) die ihnen entstandenen Anwaltskosten jeweils finanziell selber zu 

tragen haben. Der Vorinstanz (Beschwerdegegnerin/Gemeinde) steht nach Art. 

78 Abs. 2 VRG keine Parteientschädigung zu, da sie lediglich in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 504.--

zusammen Fr. 3‘504.--

gehen zulasten des Beschwerdeführers und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Die aussergerichtlichen Entschädigungen der anwaltlich vertretenen Parteien 

(Beschwerdegegner 1 und 2) werden gegenseitig wettgeschlagen. 

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 27. Februar 2014 

teilweise gutgeheissen (1C_161/2013).