# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 636f6da0-0b54-537e-8354-a27520fb9258
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.05.2013 SB120503
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120503_2013-05-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120503-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, und lic. iur. S. Volken, 

Oberrichterin lic.iur. L. Chitvanni sowie der Gerichtsschreiber 

lic. iur. P. Rietmann 

Urteil vom 22. Mai 2013 

 
in Sachen 

 
A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

bis 24.01.2013: amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

ab 24.01.2013: erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. X2._____ 
 

gegen 
 
Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. R. Wolter,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

betreffend  

mehrfache qualifizierte Widerhandlung  
gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom  
19. September 2012 (DG120056) 
 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 7. Juni 2012 

(Urk. 17) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 31 und 35) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

− der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 
Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 aBetmG in Verbindung mit Art.19 Ziff. 2 lit. a 
und b aBetmG, 

− der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 
StGB, 

− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG, 

− des mehrfachen Fahrens trotz Entzug des Führerausweises im Sinne von Art. 95  
Ziff. 2 aSVG, 

− des mehrfachen Militärdienstversäumnisses im Sinne von Art. 82 Abs. 1 lit. b MstG 
(Militärstrafgesetz), 

− der Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MstG (Militärstraf-
gesetz) in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. d MG (Militärgesetz), Art. 89 Abs. 4 DR 
(Dienstreglement) und Art. 16 VmK (Verordnung über das militärische Kontrollwesen) 
und 

− der Widerhandlung gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Zürich im Sinne von 
§ 48a SHG. 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Betruges im Sinne von Art. 146  

Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 46 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 53 Tage durch Haft 

erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 60.– und einer Busse 

in der Höhe von Fr. 500.–. 

4. Die Strafen werden vollzogen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 5 Tagen. 

6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. September 2008 bedingt 

ausgesprochene Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 90.– wird widerrufen. 

- 3 - 

7. Die sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer  

… aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Marihuana und Fein-

waage) werden eingezogen und sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die 

Kantonspolizei Zürich zu vernichten. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 7'015.45   Auslagen Vorverfahren  

Fr. 2'250.20   amtl. Verteidigung Vorverfahren 

Fr. 20'581.65   amtl. Verteidigungskosten  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse 

übernommen werden. 

10. (Mitteilungen.) 

11. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 59 S. 1 f.): 

1. Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 19. Septem-

ber 2012 sei hinsichtlich der ausgefällten Freiheitsstrafe aufzuheben, und 

A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen,  

wovon 53 Tage durch Haft erstanden sind. 

2. Dispositiv-Ziffer 4 des vorerwähnten Urteils sei aufzuheben und es sei 

A._____ der teilbedingte Strafvollzug zu gewähren, wobei der zu vollziehen-

de Teil auf 9 Monate und der aufzuschiebende Teil auf 27 Monate bei einer 

Probezeit von drei Jahren festzulegen sei. 

- 4 - 

3. Dispositiv-Ziffer 9 des vorerwähnten Urteils sei hinsichtlich der Kostenaufer-

legung zu bestätigen, hingegen seien die von A._____ zu tragenden Kosten 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsgegnerin. 

b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 42, schriftlich): 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 19. September 2012 

ergangen ist, gelten die Bestimmungen der schweizerischen Strafprozessordnung 

(Art. 448 und Art. 454 Abs. 1 StPO). 

2. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

19. September 2012 wurde der Beschuldigte A._____ weitgehend anklagege-

mäss der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz sowie diverser weiterer Delikte schuldig gesprochen und mit  

46 Monaten Freiheitsstrafe, einer Geldstrafe sowie einer Busse bestraft. Eine  

bedingt aufgeschobene Geldstrafe wurde vollziehbar erklärt; vom Betrugsvorwurf 

wurde der Beschuldigte freigesprochen (Urk. 35 S. 40). Gegen diesen Entscheid 

liess der Beschuldigte durch seinen damaligen amtlichen Verteidiger mit Eingabe 

vom 21. September 2012 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Urk. 29; 

Art. 399 Abs. 1 StPO). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls  

innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Urk. 37; Art. 399  

Abs. 3 StPO). Die Anklagebehörde hat mit Eingabe vom 11. Dezember 2012  

innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 42;  

Art. 400 Abs. 2f. und Art. 401 StPO). Der damalige amtliche Verteidiger stellte in 

- 5 - 

seiner Berufungserklärungsschrift einen Beweisergänzungsantrag, welcher mit 

Präsidialverfügung vom 28. Februar 2013 abgewiesen wurde (Urk. 37; Art. 389 

Abs. 3 StPO; vgl. Urk. 40-55). Mit Präsidialverfügung vom 24. Januar 2012 wurde 

der bisherige amtliche Verteidiger entlassen (Urk. 51). Der Beschuldigte wird  

heute erbeten verteidigt (Urk. 48). Der vormalige amtliche Verteidiger hat die  

Berufung in seiner Berufungsanmeldung (auch für den neuen erbetenen Verteidi-

ger verbindlich) auf die Strafzumessung sowie die Vollzugsfrage beschränkt  

(Urk. 29; Art. 399 Abs. 4 StPO). Aus diesem Grund ist es dem Gericht auch nicht 

mehr möglich, auf Dispositiv-Ziff. 9 des vorinstanzlichen Urteils zurückzukommen, 

wie es der erbetene Verteidiger des Beschuldigten beantragte (Urk. 59 S. 1  

und S. 14). Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen  

Entscheides (Urk. 42).  

3. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten: 

- der vorinstanzliche Schuld- sowie Freispruch  

(Urteilsdispositiv-Ziff. 1. und 2.),  

- der vorinstanzliche Widerruf der bedingt aufgeschobenen Geldstrafe 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 6),  

- die vorinstanzliche Regelung betreffend in der Untersuchung sichergestellte 

Drogen und Gegenstände (Urteilsdispositiv-Ziff. 7), 

- die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 8. und 9.). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Sanktion 

1.1. Der Beschuldigte hat anerkanntermassen in drei Transporten insgesamt 

4 Kilogramm Kokaingemisch, entsprechend 1,44 Kilogramm reinem Kokain sowie 

5,5 Kilogramm Haschisch in die Schweiz eingeführt, ferner hat er sich polizeili-

chen Anordnungen widersetzt, in fahrunfähigem Zustand sowie mehrfach trotz 

- 6 - 

Entzug des Führerausweises einen Personenwagen gelenkt und sich mehrerer 

militärischer Dienstversäumnisse, einer anderweitigen Nichtbefolgung von militä-

rischen Dienstvorschriften sowie einer Widerhandlung gegen das Sozialhilfe-

gesetz schuldig gemacht (Urk. 35 S. 39f., vgl. Urk. 17).  

1.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid vorab zutreffende allgemeine 

Ausführungen zur richterlichen Strafzumessung (insbesondere auch zur Bildung 

einer Gesamtstrafe bei Tatmehrheit) gemacht, festgestellt, dass es sich bei den 

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz um die schwersten  

der vorliegend zu beurteilenden Delikte handelt und die Besonderheiten bei der  

Sanktionierung von Betäubungsmitteldelikten erwähnt. Ferner hat sie den konkret  

anwendbaren Strafrahmen unter Berücksichtigung der tatsächlich vorliegenden 

Strafschärfungsgründe und in zutreffender Verneinung eines Strafmilderungs-

grundes korrekt abgesteckt. Auch die speziellen Strafbestimmungen betreffend 

die militärischen Pflichtversäumnisse sowie die Widerhandlung gegen das  

kantonal-zürcherische SHG wurden angeführt (Urk. 35 S. 15-20). All dies wird von 

der Verteidigung im Berufungsverfahren zurecht nicht kritisiert (Urk. 59 S. 3 ff.) 

und es ist zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich darauf zu ver-

weisen (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

1.3. Wenn die frühere Verteidigung in ihrer Berufungserklärungsschrift eine 

Strafmilderung für den Beschuldigten dahingehend reklamiert hat, die Schuld-

fähigkeit des Beschuldigten sei infolge Alkoholabhängigkeit reduziert respektive er 

sei vom Mittäter B._____ psychisch abhängig gewesen (Urk. 37 S. 2), ist dazu 

vollumfänglich auf die Präsidialverfügung vom 28. Februar 2013 zu verweisen:  

Entsprechendes ist in keiner Weise substantiiert und überzeugend dargetan. Eine 

entsprechende Beweisergänzung ist obsolet (zur Frage der Notwendigkeit des 

Beizugs eines Sachverständigen vgl. sodann den Entscheid des Bundesgerichts 

vom 9. April 2013 6B_744/2012 E. 2.1). Den Erwägungen im genannten  

Zwischenentscheid ist heute nichts hinzuzufügen (Urk. 55). Bezeichnenderweise 

hat die neue Verteidigung den Antrag an der Berufungsverhandlung nicht wieder-

holt (Urk. 59 S. 3ff.).  

- 7 - 

1.4. Die Vorinstanz hat, wie auch der Verteidiger des Beschuldigten anmerkte 

(Urk. 59 S. 3f.), eine etwas eigenwillige Art der Strafzumessung gewählt, welche 

nicht eigentlich der diesbezüglichen bundesgerichtlichen Vorgabe entspricht: Sie 

hat - allein - gestützt auf die massgeblichen Betäubungsmittelmengen in Anwen-

dung des Berechnungsmodells des BetmG-Kommentars Fingerhuth/Tschurr eine 

Einsatzstrafe bemessen (Urk. 35 S. 20), anschliessend Erwägungen zur Tat- wie 

zur Täterkomponente angestellt (Urk. 35 S. 20-30) und in deren Berücksichtigung 

die Einsatzstrafe angepasst (Urk. 35 S. 30). Korrekterweise ist wie folgt vorzu-

gehen: Der Richter hat die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu be-

messen, wobei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnis-

se des Schuldigen zu berücksichtigen sind. Die Bewertung des Verschuldens  

bestimmt sich nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 

Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und  

Zielen des Täters sowie danach, wieweit der Täter nach den inneren und  

äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu ver-

meiden. Ferner kommt dem subjektiven Tatverschulden bei der Strafzumessung 

eine entscheidende Rolle zu. Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der 

Richter das Verschulden zu bewerten. Das Gesamtverschulden ist nach seinem 

Schweregrad zu qualifizieren. Hierauf ist in einem zweiten Schritt innerhalb des 

zur Verfügung stehenden Strafrahmens die (hypothetische) Strafe zu bestimmen, 

die diesem Verschulden entspricht. Die so ermittelte Strafe kann dann ge-

gebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponenten 

verändert werden (BGE 136 IV 55 E. 5.4.ff.; zur Bildung einer Gesamtstrafe bei zu 

beurteilender Tatmehrheit ist ferner auf den Entscheid des Bundesgerichts 

6B_323/2010 E. 2.2. zu verweisen).  

Soweit die Vorinstanz dieser Vorgabe nicht gefolgt ist, ist dies vorliegend nach-

zuholen respektive zu korrigieren. Diese im Berufungsentscheid vorzunehmende 

Korrektur schliesst jedoch nicht aus, dass die konkreten Erwägungen der  

Vorinstanz zur Tat- und zur Täterkomponente ausführlich, sorgfältig und weit-

gehend zutreffend ausgefallen und daher zu übernehmen sind.  

- 8 - 

2.1. Zur Tatkomponente des schwersten Delikts und dort zur objektiven Tat-

schwere hat die Vorinstanz zusammengefasst erwogen, der Beschuldigte habe 

mit 4 kg Kokaingemisch (3 kg, 500 g, 500 g) bzw. 1'440 g reinem Kokain (1'080 g, 

180 g, 180 g) sowie 5.5 kg Haschisch eine grosse Menge Betäubungsmittel 

transportiert und eingeführt, welche die vom Bundesgericht für einen schweren 

Fall erforderliche Menge von 18 g Kokain einzeln und gesamthaft um ein Viel-

faches übersteige. Dadurch habe der Beschuldigte die Gesundheit einer Vielzahl 

von Menschen in erhebliche Gefahr gebracht, weshalb von einem nicht geringen 

Gefährdungspotential auszugehen sei. Vorliegend sei deshalb das objektive Ver-

schulden entsprechend schwer. Er habe in einer relativ kurzen Zeitspanne von ca. 

dreieinhalb Monaten, von September 2009 bis 10. Dezember 2009 drei Drogen-

geschäfte bzw. -einfuhren verwirklicht. Er habe in der Drogenorganisation eine 

tragende Rolle eingenommen und nicht auf der untersten Hierarchiestufe eines 

einfachen Kuriers gestanden, wobei er jedoch auch nicht der Hauptorganisator 

der Einfuhren gewesen sei und keinen direkten Kontakt zu den Lieferanten des 

Kokains gehabt und auf die zu transportierende Menge keinen Einfluss gehabt 

habe. Aufgrund seiner Pilotenlizenz sei er für das Gelingen einer Drogeneinfuhr 

via Luftweg unersetzbar gewesen. Der Beschuldigte sei der einzige Pilot der  

Bande gewesen und die Flüge hätten erst nach der Bereitschaftserklärung des 

Beschuldigten effektiv durchgeführt werden können. Der Beschuldigte habe  

B._____ erklärt, wie die Kontrollen bei Auslandflügen mit einem Privatflugzeug 

gehandhabt werden und der Beschuldigte habe die mit dem Chartern eines Flug-

zeuges nötigen Vorkehrungen und Reservierungen vorgenommen, die Flugroute 

geplant und die Wetterberichte analysiert, was diese Form der Tatbegehung 

überhaupt erst ermöglicht habe. In einem Fall habe der Beschuldigte auch 50 g 

des durch ihn eingeführten Kokains weiterverkauft. Der Beschuldigte habe zwar 

nicht finanziell in die Drogengeschäfte investiert und auch keine finanziellen  

Erlösbeteiligungen geltend gemacht. Er habe jedoch eine unerlässliche Position 

für das Gelingen der Transporte inne gehabt und sei von Anfang an involviert  

gewesen, weshalb er nicht einfach ein Mitläufer gewesen sei. Er habe sämtliche 

für den Beruf des Piloten allgemein geltenden Verantwortungs- und Verhaltens-

grundsätze verletzt und die Position, welche er durch die Fluglizenz gehabt habe, 

- 9 - 

schamlos ausgenutzt. Das Risiko des Beschuldigten bei den Transporten sei  

verhältnismässig klein gewesen, da der Beschuldigte über die Abläufe auf den 

kleinen Flugplätzen und die dort nur sporadisch stattfindenden Stichkontrollen 

Bescheid gewusst habe. Er habe überdies ein sehr raffiniertes Vorgehen an den 

Tag gelegt, um Kontrollen der Polizei bzw. der Grenzwache zu entgehen, indem 

er kurz zum Ausladen der Drogen auf einem der Flugsicherung nicht ange-

gebenem Flugplatz zwischengelandet und danach ohne Drogen an die eigentliche 

Enddestination weitergeflogen sei. Er habe sogar den Transponder des Flug-

zeugs abgeschaltet, damit für Skyguide nicht mehr erkennbar gewesen sei, wo er 

sich mit dem Flugzeug gerade befunden habe (Urk. 35 S. 20-23).  

Diese Erwägungen sind fast durchwegs zutreffend und zu übernehmen mit  

der einzigen Korrektur, dass die objektive Tatschwere - im weiten Bereich des 

Möglichen - noch nicht als schwer, aber immerhin als erheblich zu qualifizieren ist. 

Eine schwere objektive Tatschwere müsste zu einer Einsatz(-freiheits-)strafe im 

oberen Drittel des Strafrahmens und damit im deutlich zweistelligen Jahres-

Bereich führen (BSK Strafrecht I, Wiprächtiger, Art. 47 N 15 mit Verweis auf BGE 

6S.644/2001), was in concreto in keiner Weise angemessen wäre. Der Beschul-

digte hat aufgrund seiner geplanten und systematischen Vorgehensweise fraglos 

kaltblütig und dreist gehandelt. Insbesondere das Ausschalten des Transponders 

zeigt seine professionelle Vorgehensweise und lässt darauf schliessen, dass er 

die Idee betreffend die Drogentransporte mitgetragen und deren Umsetzung auch 

durch Einbringung seines eigenen Fachwissens wesentlich erleichtert hat. Sein 

Tatbeitrag wiegt mithin schwerer als es der Beschuldigte mit seinen teilweise  

verharmlosenden Äusserungen glaubhaft machen will.  

2.2. Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz zusammengefasst erwogen, 

es gebe keine Anhaltspunkte für eine Einschränkung der Einsichts- oder Hand-

lungsfähigkeit (recte. Steuerungsfähigkeit) des Beschuldigten hinsichtlich der 

Drogendelikte. Er habe sich weder persönlich noch finanziell in einer Notlage  

befunden. Er habe die Möglichkeit einer kostspieligen Pilotenausbildung gehabt 

und sich jedenfalls auf legalem Weg ein existenzsicherndes Einkommen  

erwirtschaften können. Sodann habe er aus Erfahrung gewusst, dass er sich in 

- 10 - 

einer prekären finanziellen Situation auch ans Sozialamt wenden kann. Er habe 

sich strafbar gemacht, um seine Ausbildung voranzutreiben, was ein selbst-

süchtiges Motiv gewesen sei.  

Entgegen der Verteidigung habe kein relevantes Abhängigkeitsverhältnis zum  

Mittäter B._____ bestanden. Der Beschuldigte habe von sich aus Annehmlichkei-

ten von B._____ entgegen genommen. Der Beschuldigte sei durchaus in der La-

ge gewesen, sich dem Druck von B._____ zu widersetzen, als es darum ging, 

strafbare Handlungen zu begehen. B._____ habe vielmehr beim Beschuldigten 

offene Türen eingerannt. Der Beschuldigte habe in der Folge auch aus eigenen 

Stücken Abstand von weiteren Straftaten nehmen können. Er habe mit direktem 

Vorsatz betreffend die Drogeneinfuhr generell gehandelt und auch gewusst, dass 

es sich um nicht mehr nur geringe Mengen handle. Er habe zwar keinen Einfluss 

auf die Einfuhrmenge gehabt, jedoch auch grössere Mengen in Kauf genommen. 

Seine Behauptung, er habe anfangs gedacht, er verkaufe diesen Flug als einen 

Rundflug und es sei für ihn nicht das Gleiche gewesen, nur das Flugzeug zu pilo-

tieren, anstatt selber zu transportieren, sei eine reine Schutzbehauptungen gewe-

sen. Der Beschuldigte habe das volle Unrechtsbewusstsein gehabt. Er habe 

durch sein Mitwirken an den Drogeneinfuhren zu mehr Flugstunden kommen wol-

len, was für ihn eigentlich ein Zusatzeinkommen bedeutet habe. Die Beweggrün-

de des Beschuldigten seien somit finanzieller und damit selbstsüchtiger Natur  

gewesen. Gestützt auf seine eigenen Aussagen sei beim Beschuldigten für den 

Deliktszeitraum zwar ein problematischer Alkoholkonsum im Sinne einer Sucht-

problematik festzustellen, welcher auch in der Deliktsbegehung des Fahrens in 

angetrunkenem Zustand resultiert habe. Bezüglich der Betäubungsmitteldelikte 

habe jedoch kein relevanter Suchtzustand bestanden (Urk. 35 S. 23-27). Diese 

Erwägungen sind durchwegs zutreffend und zu übernehmen. Der Beschuldigte 

hat seine Tatmotivation selber als "klar egoistisch meinerseits" (Urk. 24 S. 23)  

bezeichnet. Wenn auch der erbetene Verteidiger vorbringt, im Handeln des  

Beschuldigten sei kein finanzielles Motiv auszumachen (Urk. 59 S. 6), ist er  

darauf hinzuweisen, dass auch die Flugstunden im Sinne einer Ersparnis-

bereicherung einen gewissen Geldwert haben, sodass auch vor diesem Hinter-

grund von einer finanziellen Motivation des Beschuldigten ausgegangen werden 

- 11 - 

kann. Die seitens der vormaligen Verteidigung geltend gemachte Einschränkung 

der Schuldfähigkeit infolge übermässigen Alkoholkonsums wird vom Beschuldig-

ten selber widerlegt, wenn er angibt, er sei bei der Fliegerei (und somit im mass-

geblichen Tatzeitraum) immer zuverlässig gewesen, sein Alkoholkonsum habe 

sich auf die Wochenenden konzentriert und er habe so schnell wie möglich  

Linienpilot bei der C._____ werden wollen (Urk. 24 S. 38; vgl. Urk. 61 S. 4). Auch 

der erbetene Verteidiger merkte anlässlich der Berufungsverhandlung an, der  

Mittäter B._____ habe einen Einfluss auf den Beschuldigten ausgeübt, welcher  

bei der Strafzumessung zu berücksichtigen sei (Urk. 59 S. 7). Dies ist klar zu ver-

neinen, war es dem Beschuldigten - wie bereits die Vorinstanz korrekt feststellte - 

doch ohne  weiteres möglich, selbständig von den deliktischen Handlungen  

Abstand zu nehmen, welche er dann auch ohne Einfluss von B._____ von sich 

aus einstellte.  

2.3. Das Verschulden des Beschuldigten hinsichtlich der mehrfachen Verbrechen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz ist insgesamt als erheblich einzustufen. Nach 

der Beurteilung der Tatkomponente ist eine hypothetische Einsatzstrafe von rund 

4 1/3 Jahren oder 52 Monaten Freiheitsstrafe angemessen.  

2.4. Diese Strafe ist zur Abgeltung der weiteren Delikte angemessen zu erhöhen: 

Die Vorinstanz hat das Verschulden des Beschuldigten betreffend Gewalt und 

Drohung gegen Beamte zurecht als noch leicht qualifiziert und die Einsatzstrafe 

dafür um 1-2 Monate Freiheitsstrafe erhöht (Urk. 35 S. 30f.). Betreffend die  

Strassenverkehrsdelikte (Fahren in fahrunfähigem Zustand mit einer Blutalkohol-

konzentration von minimal 1,7 Gewichtspromillen sowie mehrfaches Fahren trotz 

Entzug des Führerausweises) hat die Vorinstanz das Verschulden als schwer 

eingestuft und die Einsatzstrafe um rund 4 Monate erhöht (Urk. 35 S. 31-33). All 

dies ist zutreffend begründet, erscheint angemessen, sogar tendenziell milde und 

wird von der Verteidigung auch nicht substantiell kritisiert (Urk. 37; Urk. 59).  

Gleiches gilt im Übrigen für die zur Abgeltung der Militärstrafdelikte bemessene 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 60.-- sowie die Busse von Fr. 500.-- (unter 

Ansetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen) betreffend die Widerhandlung 

gegen das kantonale SHG (Urk. 35 S. 33-35).   

- 12 - 

2.5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf zu verweisen ist (Urk. 35 

S. 27). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte in Ergänzung 

zu seinen bisherigen Ausführungen zu Protokoll, dass er mittlerweile von seiner 

Ehefrau geschieden sei und mit seiner Freundin zusammen lebe. Er sei heute 

selbständig tätig und verdiene sein Geld damit, dass er Flugzeuge aus … nach … 

exportiere, wobei er sich um die gesamte administrative Abwicklung und um den 

Transport der Flugzeuge kümmere. Um seine Pläne zu realisieren, als Linienpilot 

arbeiten zu können, würden ihm noch 500 Flugstunden fehlen. Es gebe aber Air-

lines, welche weniger Flugstunden voraussetzen würden, bei welchen er sich 

auch bereits beworben habe. Aus der vor Vorinstanz erwähnten Arbeitsstelle bei 

der D._____ sei nichts geworden. Er befinde sich aber nach wie vor bei der 

D._____ im Gespräch. Ausserhalb der Schweiz sei es ihm wieder möglich zu flie-

gen, da er in Amerika sämtliche notwendigen Lizenzen noch einmal erworben ha-

be (Urk. 61 S. 2 ff.).  

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zeigen entgegen der Vorinstanz 

einen gewissen Einfluss auf die Strafzumessung. Eine besonders schwere  

Kindheit oder Adoleszenz vermag der Beschuldigte zwar nicht darzutun. Seine 

Vergangenheit unterscheidet sich nicht wesentlich von derjenigen anderer Straf-

täter mit Migrationshintergrund. Jedoch ist entgegen der Vorinstanz (Urk. 35  

S. 29f.), aufgrund der beruflichen Laufbahn des Beschuldigten von einer gewissen 

Strafempfindlichkeit auszugehen, wird es ihm die heute auszufällende Strafe - 

selbst wenn eine solche noch teilbedingt ausgefällt werden könnte - doch mass-

geblich erschweren, sein Berufsziel des Linienpilotes in Zukunft ausüben zu  

können, zumal es ihm neben dem Vollzug einer Strafe kaum möglich sein wird, 

die notwendigen Flugstunden für die Aufrechterhaltung seiner Lizenzen zu absol-

vieren. Das zu Beginn der Untersuchung noch zögerliche und mittlerweile vollum-

fängliche Geständnis des Beschuldigten hat die Vorinstanz ihm zurecht straf-

mindernd berücksichtigt. Anlässlich der Hauptverhandlung hat der Beschuldigte 

zwar grundsätzlich sein Bedauern bezeugt; seinen Äusserungen gemäss ist 

 jedoch er der Haupt-Leidtragende seiner Delikte, da er sich damit die berufliche 

Zukunft verbaut hat (Prot. I S. 9). Auch seine Aussagen anlässlich der Berufungs-

- 13 - 

verhandlung zeigen diese Tendenz (Urk. 61 S. 6 f.). Dies zeugt eher von Selbst-

mitleid als von einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Unrecht seiner 

doch gravierenden Taten. Wenn ihm unter dem Titel "Reue und Einsicht" daher 

lediglich eine leichte Strafminderung angerechnet wird, ist dies korrekt. Die beiden 

nicht-einschlägigen Vorstrafen führen betreffend die Betäubungsmitteldelikte  

lediglich zu einer geringen Straferhöhung (Urk. 39). 

2.6. Insgesamt führt die Beurteilung der Täterkomponente zu einer moderaten 

Reduktion der nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessenen hypotheti-

schen Einsatzstrafe. Die mehrfachen Verbrechen gegen das Betäubungsmittel-

gesetz sind mit rund 3 Jahren oder 36 Monaten Freiheitsstrafe zu sanktionieren.  

2.7. Zum gleichen Ergebnis führt im Übrigen auch eine Vergleichsrechnung nach 

dem Berechnungsmodell des BetmG-Kommentars Fingerhuth/Tschurr: Die  

Einfuhr von knapp 1,5 Kilogramm reinem Kokain führt zu einer Einsatzstrafe von 

rund 52 Monaten Freiheitsstrafe. Für das Geständnis können 20% oder rund  

10 Monate abgezogen werden. Unter dem Titel "Kurier aus dem Ausland" erfolgt 

kaum eine Reduktion, da der Beschuldigte alles andere als der klassische  

Drogenmuli (wie dies z.B. ein sog. Body-Packer ist) war. Andererseits führen die 

nicht-einschlägigen Vorstrafen auch nur zu einem geringfügigen Aufschlag  

(Fingerhuth/Tschurr, BetmG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2007, S. 385f. N 30f.; 

Entscheid des Bundesgerichts 6B_495/2008 vom 27. Dezember 2008, E. 1.4.). 

Bei dieser Vergleichsrechnung bleibt die - zusätzliche - Einfuhr der doch grossen 

Menge von 5,5 Kilogramm Haschisch im Übrigen gänzlich unberücksichtigt! 

2.8. Wenn mit der Vorinstanz die übrigen mit einer Freiheitsstrafe zu ahndenden 

Delikte insgesamt mit knapp einem halben Jahr Freiheitsstrafe sanktioniert  

werden, erweist sich insgesamt ein (Freiheits-)Strafmass von 42 Monaten als  

angemessen. Als angemessen zu erachten sind auch die von der Vorinstanz 

festgelegte Geldstrafe sowie die Busse, welche von der Verteidigung nicht  

substantiiert kritisiert werden (vgl. Urk. 37 S. 3; Urk. 59).  

Der Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft steht im Übrigen nichts ent-

gegen (Art. 51 StGB).  

- 14 - 

3. Für die Freiheitsstrafe steht der (teil-)bedingte Strafvollzug schon aus objekti-

ven Gründen nicht zur Diskussion (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB). Die Geld-

strafe und die Busse sind mit den Erwägungen der Vorinstanz ebenfalls zu voll-

ziehen (Urk. 35 S. 36f.). 

III. Kosten 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzu-

setzen. 

2. Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Anträgen weitestgehend. Daher sind ihm 

die Kosten dieses Verfahrens, exklusive der Kosten des inzwischen entlassenen 

amtlichen Verteidigers, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt einer 

Rückzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 

vom 19. September 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig  

− der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 aBetmG in Verbindung mit 
Art.19 Ziff. 2 lit. a und b aBetmG, 

− der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von  
Art. 285 Ziff. 1 StGB, 

− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1  
Satz 2 SVG, 

− des mehrfachen Fahrens trotz Entzug des Führerausweises im Sinne  
von Art. 95 Ziff. 2 aSVG, 

− des mehrfachen Militärdienstversäumnisses im Sinne von Art. 82 Abs. 1 lit. b 
MstG (Militärstrafgesetz), 

− der Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MStG (Militär-
strafgesetz) in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. d MG (Militärgesetz), Art. 89 
Abs. 4 DR (Dienstreglement) und Art. 16 VmK (Verordnung über das militäri-
sche Kontrollwesen) und 

− der Widerhandlung gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Zürich im Sinne 
von § 48a SHG. 

- 15 - 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Betruges im Sinne von 

Art. 146 Abs. 1 StGB. 

3.-5. (…) 

6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. September 2008  

bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 90.– wird widerrufen. 

7. Die sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer … 

aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Marihuana und 

Feinwaage) werden eingezogen und sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

durch die Kantonspolizei Zürich zu vernichten. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 7'015.45   Auslagen Vorverfahren  

Fr. 2'250.20   amtl. Verteidigung Vorverfahren 

Fr. 20'581.65   amtl. Verteidigungskosten  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

 Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO 

von der Gerichtskasse übernommen werden." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wo-

von 53 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie mit einer 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 60.-- und einer Busse von Fr. 500.--.  

2. Freiheits- und Geldstrafe werden vollzogen. 

- 16 - 

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'370.50   amtliche Verteidigung (RA X1._____) 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der  

amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren werden auf die Gerichts-

kasse genommen, unter Vorbehalt einer Rückforderung gemäss Art. 135  

Abs. 4 StPO.  

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
− das Bundesamt für Polizei  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle Vostra mit Formular A und B 
 

- 17 - 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 22. Mai 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. P. Rietmann 
 

 

 

	Urteil vom 22. Mai 2013
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 31 und 35)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 aBetmG in Verbindung mit Art.19 Ziff. 2 lit. a und b aBetmG,
	 der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB,
	 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG,
	 des mehrfachen Fahrens trotz Entzug des Führerausweises im Sinne von Art. 95  Ziff. 2 aSVG,
	 des mehrfachen Militärdienstversäumnisses im Sinne von Art. 82 Abs. 1 lit. b MstG (Militärstrafgesetz),
	 der Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MstG (Militärstrafgesetz) in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. d MG (Militärgesetz), Art. 89 Abs. 4 DR (Dienstreglement) und Art. 16 VmK (Verordnung über das militärische Kontrollwesen...
	 der Widerhandlung gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Zürich im Sinne von § 48a SHG.

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Betruges im Sinne von Art. 146  Abs. 1 StGB.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 46 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 53 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 60.– und einer Busse in der Höhe von Fr. 500.–.
	4. Die Strafen werden vollzogen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. September 2008 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 90.– wird widerrufen.
	7. Die sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer  … aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Marihuana und Feinwaage) werden eingezogen und sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die...
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse...
	10. (Mitteilungen.)
	11. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 19. September 2012 sei hinsichtlich der ausgefällten Freiheitsstrafe aufzuheben, und A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen,  wovon 53 Tage durch Haft erstand...
	2. Dispositiv-Ziffer 4 des vorerwähnten Urteils sei aufzuheben und es sei A._____ der teilbedingte Strafvollzug zu gewähren, wobei der zu vollziehende Teil auf 9 Monate und der aufzuschiebende Teil auf 27 Monate bei einer Probezeit von drei Jahren fes...
	3. Dispositiv-Ziffer 9 des vorerwähnten Urteils sei hinsichtlich der Kostenauferlegung zu bestätigen, hingegen seien die von A._____ zu tragenden Kosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsgegnerin.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	- die vorinstanzliche Regelung betreffend in der Untersuchung sichergestellte Drogen und Gegenstände (Urteilsdispositiv-Ziff. 7),
	- die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 8. und 9.).
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Sanktion
	III. Kosten
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 19. September 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 aBetmG in Verbindung mit Art.19 Ziff. 2 lit. a und b aBetmG,
	 der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von  Art. 285 Ziff. 1 StGB,
	 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1  Satz 2 SVG,
	 des mehrfachen Fahrens trotz Entzug des Führerausweises im Sinne  von Art. 95 Ziff. 2 aSVG,
	 des mehrfachen Militärdienstversäumnisses im Sinne von Art. 82 Abs. 1 lit. b MstG (Militärstrafgesetz),
	 der Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MStG (Militärstrafgesetz) in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. d MG (Militärgesetz), Art. 89 Abs. 4 DR (Dienstreglement) und Art. 16 VmK (Verordnung über das militärische Kontrollwesen)...
	 der Widerhandlung gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Zürich im Sinne von § 48a SHG.

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB.
	3.-5. (…)
	6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. September 2008  bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 90.– wird widerrufen.
	7. Die sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer … aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Marihuana und Feinwaage) werden eingezogen und sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die ...
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 53 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 60.-- und einer Busse von Fr. 500.--.
	2. Freiheits- und Geldstrafe werden vollzogen.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der  amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren werden auf die Gerichtskasse genommen, unter Vorbehalt einer Rück...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (versandt)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle Vostra mit Formular A und B

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.