# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c4a0ad3-4e35-5357-ac67-51a15ff79189
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung 24.10.2017 OG O1Z-17-3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_001_OG-O1Z-17-3_2017-10-24.pdf

## Full Text

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
1. Abteilung 
 

Entscheid vom  24. Oktober 2017  
 

Mitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg 
Oberrichterin S. Rohner 
Oberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, H. Zingg 
Obergerichtsschreiberin B. Schittli 
 
 
 

Verfahren Nr. O1Z 17 3 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 
 

Berufungskläger/ 
Kläger 
 
Berufungsklägerin/ 
Klägerin 
 

A1___ 
 
 
A2___ 
 
beide vertreten durch: RA AA__ 
 
 
 

Berufungsbeklagter/ 
Beklagter 

B___ 

vertreten durch: RA BB___ 
 
 
 

Gegenstand Forderung  

 

Seite 2 

Rechtsbegehren 
 
1. der Kläger und Berufungskläger: 
 

im erstinstanzlichen Verfahren: 
 

1. Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern CHF 191‘286.30 zuzüglich Zins zu 
5 % seit 22. Februar 2013 zu bezahlen. 

 
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten. 

 
 
 im Berufungsverfahren: 
 

1. Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden, K3Z 14 
17, vom 22. August 2016/19. Januar 2017 sei aufzuheben und der 
Berufungsbeklagte / Beklagte sei zu verpflichten, den Berufungsklägern / Klägern 
CHF 191‘286.30 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. Februar 2013 zu bezahlen. 

 
2. Eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des 

Obergerichts an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Auslagen und MWST zu Lasten 
des Berufungsbeklagten / Beklagten. 

 
 
b) des Beklagten und Berufungsbeklagten: 
 

im erstinstanzlichen Verfahren: 
 
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 
 
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger. 

 
 
 im Berufungsverfahren: 
 

1. Es sei die Berufung der Berufungskläger / Kläger vom 18. Februar 2017 
abzuweisen. 
 

2. Alles unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Berufungskläger / Kläger. 

 

 

 

Seite 3 

 

Sachverhalt 

 

A. Übersicht 

 

a) Der Berufungsbeklagte und Beklagte B___ (nachfolgend Berufungsbeklagter) erwarb am 

30. Januar 1964 die ursprüngliche Parzelle Nr. 0002, GB C___, mit einer Grundfläche von 

2‘524 m2. In den Jahren 1980/81 liess er auf der Parzelle ein Wohnhaus erstellen (act. B 

5/1, S. 10 und act. B 5/3/7). Dem Berufungsbeklagten gehörte damals auch das um die 

Parzelle liegende Gebiet (act. B 5/1, S. 11). In den Jahren 1997, 1998 und 2011  

verkaufte er die Parzellen Nrn. 9554, 7973, 2913, 6540 und 8644 an D1___ und D2___, 

E___, F1___ und F2___, G1___ und G2___ sowie H___ (act. B 5/1, S. 11 und act. B 

5/3/21).  

 

b) Mitte Juli 2012 nahmen die Berufungskläger und Kläger, A1___ und A2___ (nachfolgend 

Berufungskläger) Kontakt mit der J___ AG auf, welche als Vermittlerin/Mäklerin fungierte. 

Am 13. Juli 2012 fand die erste Besichtigung der Parzelle mit K___, der Maklerin, statt 

(act. B 5/1, S. 3 und 5).  

 

c) Am 21. Februar 2013 wurde die ursprüngliche Parzelle Nr. 0002 im Rahmen der Mutation 

Nr. 8127, GB C___, in die beiden heutigen Parzellen Nrn. 0002 (1‘072 m2) und 0001 

(1‘452 m2), unterteilt (act. B 5/1, S. 5 f., act. B 5/6). Die neue Parzelle Nr. 0002, GB C___, 

samt Wohnhaus verkaufte der Berufungsbeklagte am Tag der Abparzellierung an L1___ 

und L2___ (act. B 5/1, S. 5). Am 22. Februar 2013 erwarben die Berufungskläger die 

Parzelle Nr. 0001, GB C___ (act. B 5/3/4).  

 

d) Mit Schreiben vom 29. November 2013 rügten A1___ und A2___ gegenüber B___ 

verschiedene Mängel und erklärten, dass sie das Grundstück nie gekauft hätten, wenn sie 

die Mängel und die dadurch entstehenden Zusatzkosten gekannt hätten (act. B 5/3/14). 

Gleichzeitig forderten sie vom Verkäufer eine Kaufpreisminderung in Form der 

Rückerstattung der Mehrkosten. Der damalige Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten, 

RA Dr. M___, wies die Schadenersatzansprüche sowie die Darstellung der 

Berufungskläger am 6. Dezember 2013 vollumfänglich zurück (act. B 5/3/15). In der Folge 

kam es nicht zu einer Annäherung der Standpunkte (act. B 5/16 bis B 5/20).  

 

 

 

 

 

Seite 4 

B. Prozessgeschichte vor Kantonsgericht 

 

a) Die Berufungskläger stellten am 14. Januar 2014 beim Vermittleramt Appenzeller 

Hinterland das Vermittlungsbegehren (act. B 5/3/3). Gleichentags reichten sie beim 

Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung 

(Verfahren-Nr. ER3 14 4, act. B 5/4a/1) ein. Die Vermittlung fand am 20. Februar 2014 

statt und endete ohne Einigung der Parteien, weshalb den Berufungsklägern gleichentags 

die Klagebewilligung ausgestellt wurde (act. B 5/3/3). Nachdem der Berufungsbeklagte am 

10. März 2014 eine Stellungnahme zum Gesuch um vorsorgliche Beweisführung 

einreichte (act. B 5/4a/8), verfügte der Einzelrichter des Kantonsgerichts Appenzell 

Ausserrhoden am 19. März 2014 die Einholung des von den Berufungsklägern 

beantragten Gutachtens (act. B 5/4a/12).  

 

b) Die Berufungskläger reichten am 16. Mai 2014 beim Kantonsgericht Appenzell 

Ausserrhoden Klage ein (act. B 5/1). Am 28. Mai 2014 machten sie eine nachträgliche 

Eingabe (act. B 5/5). Das Gutachten im Verfahren um vorsorgliche Beweisführung 

(Verfahren-Nr. ER3 14 4) wurde am 24. Juni 2014 (act. B 5/4a/20) und die Ergänzung 

zum Gutachten am 29. September 2014 (act. B 5/4a/34) erstattet. Der Berufungsbeklagte 

reichte am 29. Oktober 2014 die Klageantwort mit den eingangs aufgeführten 

Rechtsbegehren ein (act. B 5/15). Die Replik mit den eingangs aufgeführten 

Rechtsbegehren datiert vom 9. März 2015 (act. B 5/23). Die Duplik wurde am 29. Mai 

2015 eingereicht (act. B 5/28). 

 

c) Die Hauptverhandlung fand am 19. Oktober 2015 statt (act. B 5/32/1). Am 9. November 

2015 fällte das Kantonsgericht einen Beweisbeschluss (act. B 5/35). Die 

Beweisverhandlung fand am 8. Februar 2016 statt (act. B 5/43). Die Berufungskläger 

reichten am 18. März 2016 und der Berufungsbeklagte am 24. März 2016 den 

Schlussvortrag ein (act. B 5/47 und B 5/50). Das Kantonsgericht führte am 22. August 

2016 die Urteilsberatung durch und fällte seinen Entscheid (act. B 5/56). Das 

Urteilsdispositiv wurde den Parteien am 29. August 2016 zugestellt und von den 

Berufungsklägern am 6. September 2016 sowie vom Berufungsbeklagten am 30. August 

2016 in Empfang genommen (act. B 5/57 und B 5/ 58). Mit Schreiben vom 14. September 

2016 verlangten die Berufungskläger fristgerecht die Begründung des Entscheides (act. B 

5/59), welche in der Folge ausgefertigt wurde (act. B 5/61). 

 

 

 

 

 

Seite 5 

 

C. Urteil der Vorinstanz 

 

Mit Urteil des Kantonsgerichts, 3. Abteilung, vom 22. August 2016 wurde die Klage 

abgewiesen. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 13‘975.60 wurden den 

Berufungsklägern auferlegt, unter Verrechnung mit den von ihnen geleisteten 

Vorschüssen von CHF 6‘400.00. Weiter wurden die Berufungskläger unter solidarischer 

Haftung verpflichtet, dem Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von CHF 

23‘855.75 zu bezahlen.  

 

 Auf die Begründung des Urteils kann verwiesen werden. Soweit erforderlich, wird darauf 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

D. Schriftenwechsel im Berufungsverfahren 

 

a) Nach fristgerecht verlangter schriftlicher Begründung (act. B 5/59) liessen die 

Berufungskläger gegen das Urteil des Kantonsgerichts, dessen Zustellung in begründeter 

Ausfertigung am 20. Januar 2017 erfolgt war (act. B 5/62), mit Eingabe ihres 

Rechtsvertreters vom 18. Februar 2017 die Berufung erklären (act. B 1).  

 

b) Mit Verfügung vom 21. Februar 2017 wurden die Berufungskläger verpflichtet, einen 

Vorschuss von CHF 7‘500.00 zu leisten (act. B 4). Dieser ging - innert erstreckter Frist - 

am 31. März 2017 bei der Gerichtskasse ein (act. B 8).  

 

c) Die Berufungsantwort datiert vom 9. Mai 2017 (act. B 10).  

 

d) Mit Verfügung vom 22. Mai 2017 wurde den Parteien mitgeteilt, dass weder eine 

mündliche Verhandlung noch ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet werden, und das 

Gericht den Fall demnächst aufgrund der Akten entscheide (act. B 11).  

 

e) Am 19. und 22. Juni 2017 reichten die Parteivertreter ihre Kostennoten ein (act. B 14 und 

B 15).  

 

Auf die Ausführungen in den vorerwähnten lit. a und c wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Seite 6 

 

E. Entscheid des Obergerichts 

 

Das Obergericht führte seine Beratung am 24. Oktober 2017 durch und eröffnete sein 

Urteil den Parteien anschliessend im Dispositiv (act. B 16). 

 

 

 

 

Erwägungen 

 

I. Formelles 

 

1. Prozessvoraussetzungen, Rechtzeitigkeit der Beru fungserklärung 

 

Bezüglich der vom Gericht von Amtes wegen zu prüfenden Prozessvoraussetzungen (Art. 

60 ZPO), aufgeführt in Art. 59 Abs. 2 ZPO, ergibt sich ohne weiteres, dass diese erfüllt 

sind. Insbesondere ist im Berufungsverfahren die örtliche und sachliche Zuständigkeit des 

Obergerichts gegeben (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO, Art. 10 Abs. 1 lit. a ZPO, Art. 31 ZPO und 

Art. 24 Abs. 1 lit. b Justizgesetz, JG, bGS 145.31).  

 

Die Berufung wurde rechtzeitig erklärt (Art. 311 Abs. 1 ZPO). 

 

 

2. Unbezifferte Forderungsklage 

 

In der Klageschrift verlangten die Berufungskläger einen nach Durchführung des 

Beweisverfahrens durch sie zu beziffernden Betrag zuzüglich Zins zu 5 % seit einem nach 

Durchführung des Beweisverfahrens noch zu bestimmenden Zeitpunkt. Weiter wurde 

erwähnt, der Streitwert betrage nach dem derzeitigen Kenntnisstand CHF 185‘000.00 

(act. B 5/1, S. 2). In der Replik verlangten die Berufungskläger dann CHF 191‘286.30 

zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 22. Februar 2013 (act. B 5/23). Dieses Vorgehen ist nach 

Art. 85 ZPO nicht zu beanstanden1. 

 

 

 

                                                
1 GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 1 ff. zu Art. 85 ZPO. 

 

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3. Streitwerte 

 

3.1 Zulässigkeit der Berufung nach Art. 308 Abs. 2 ZPO und Streitwert der Berufung 

 

 In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der 

Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 10‘000 Franken 

beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berechnung ist vollkommen unabhängig davon, wie die 

Vorinstanz entschieden hat, ob sie also zum Beispiel den streitigen Betrag in bestimmtem 

Umfang zugesprochen hat. Diese Regelung erfolgte bewusst entsprechend derjenigen im 

BGG2. Die Berufungskläger verlangen vor beiden Instanzen, der Berufungsbeklagte sei zu 

verpflichten, ihnen den Betrag von CHF 191‘286.30 zuzüglich Zins zu 5 % seit 

22. Februar 2013 zu bezahlen, eventualiter sei die Streitsache an die Vorinstanz 

zurückzuweisen; Letzterer verlangt vollumfängliche Klageabweisung. Demzufolge beläuft 

sich der Streitwert auf CHF 191‘286.30, so dass die Streitwertgrenze von Art. 308 Abs. 2 

ZPO ohne weiteres erreicht wird und die Berufung zulässig ist. Dieser Streitwert gilt auch 

für das Berufungsverfahren3.  

 

 

3.3 Streitwert für den Weiterzug an das Bundesgeric ht 

 

 Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110) bestimmt sich der 

Streitwert bei Beschwerden gegen kantonale Endentscheide nach den Begehren, die vor 

der Vorinstanz streitig geblieben sind. Wie vorerwähnt, verlangen die Berufungskläger vor 

Obergericht die Bezahlung eines Betrages von CHF 191‘286.30, während dem der 

Berufungsbeklagte die Abweisung der Klage beantragt. Damit wird die Streitwertgrenze 

für die Beschwerde in Zivilsachen von CHF 30‘000.00 nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG auf 

jeden Fall erreicht. 

 

                                                
2 Urs H. HOFFMANN-NOWOTNY, in: Kunz/Hoffmann-Nowotny/Stauber [Hrsg.], ZPO-Rechtsmittel 

Berufung und Beschwerde, 2013, N. 53 zu Art. 308 ZPO. 
3 ALEXANDER BRUNNER, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Schweizerische 

Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 308 ZPO. 

 

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Berufungsgründe 

 

Die Berufungskläger machen eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes und darauf 

beruhend eine unrichtige Rechtsanwendung geltend (Art. 310 ZPO; act. B 1, S. 5 Rz. 15).  

 

 

4. Hauptbegehren der Berufungskläger 

 

 Der Berufungsbeklagte moniert, dem Hauptantrag der Berufungskläger, nämlich der 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids und seiner Verpflichtung, diesen 

CHF 191‘286.30 zu bezahlen, mangle es an der notwendigen Begründung (act. B 10, S. 

3). Aus der Berufungsschrift ergebe sich mit keiner einigermassen einlässlichen 

Begründung, weshalb der geforderte Schaden als solcher und insbesondere im 

beantragten Umfange geschuldet sein solle. Lediglich am Ende der Berufungserklärung 

werde ausgeführt, der den Berufungsklägern erwachsene Schaden bzw. Mehraufwand, 

welcher äquivalent mit dem Minderwert des Baugrundstückes aufgrund des mangelhaften 

Baugrundes sei, sei im Rahmen des bisherigen Verfahrens dargelegt und zum Beweis 

verstellt worden. Dieser Verweis sei keine Begründung für den Hauptantrag, mit dem der 

Berufungsbeklagte sich auseinandersetzen könne. Dieser verzichte daher explizit darauf, 

auf die einzelnen Positionen des (bestrittenen) Minderwerts von CHF 191‘286.30 

einzugehen.  

 

 Tatsächlich hat die Vorinstanz sich nur dem Grundsatz nach mit der Haftung des 

Berufungsbeklagten befasst; weil sie diese letztlich verneint hat, musste sie sich mit der 

Höhe der eingeklagten Forderung auch nicht auseinandersetzen. Wie unten (E. 6 und 7) 

noch darzulegen sein wird, gelangt das Obergericht zum selben Schluss. Die Frage, ob 

die eingeklagte Forderung genügend substantiiert und nachgewiesen wurde, braucht 

somit auch im Berufungsverfahren nicht beantwortet zu werden. 

 

 

 

II. Materielles 

 

1. Parteistandpunkte im erstinstanzlichen Verfahren  

 

Die Berufungskläger  machen im Wesentlichen geltend, sie hätten nach Aufnahme der 

Bautätigkeit auf dem vom Berufungsbeklagten am 22. Februar 2013 erworbenen 

Grundstück (GB-Nr. 0001, XY in C___) festgestellt, dass es sich dabei um eine „nasse 

 

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Parzelle“ handle (act. B 5/1, S. 6). Infolge der Nässe der Parzelle seien 

Zusatzmassnahmen (Mehraushub Böschung, Mehraufwand Umgebung, Baugrube 

Böschungssicherung etc.) nötig geworden und erhebliche Mehrkosten in Höhe von 

gesamthaft CHF 191‘286.30 entstanden (act. B 5/23, S. 2 ff.). Der Gerichtsgutachter sei 

im vorsorglichen Beweisverfahren zum Schluss gekommen, dass die Grund- und 

Hangwasserverhältnisse auf dem besagten Grundstück aus geologischer Sicht ungünstig 

seien, womit die Mangelhaftigkeit des Grundstücks erwiesen sei (act. B 5/23, S. 12). An 

der Hauptverhandlung führten die Berufungskläger auf richterliche Nachfrage hin aus, 

dass sie mit dem Begriff „mangelhafter Untergrund“ meinten, dass das 

Oberflächenwasser aufgrund der Beschaffenheit des Untergrundes nicht richtig abfliesse 

(act. B 5/32/1, S. 2). Die Berufungskläger machen weiter geltend, dass dieser Mangel 

dem Berufungsbeklagten bekannt gewesen sei und er diesen arglistig verschwiegen habe 

(act. B 5/1, S. 9; act. B 5/23, S. 14). Denn er habe während Jahrzehnten auf dem 

heutigen Nachbargrundstück GB-Nr. 0002 gewohnt und habe die örtlichen Verhältnisse 

bestens gekannt (act. B 5/1, S. 10; act. B 5/23, S.14). Zudem sei es bei der Überbauung 

von Nachbarparzellen, deren vormaliger Eigentümer ebenfalls der Berufungsbeklagte 

gewesen sei, wegen der Feuchtigkeit im Untergrund zu Problemen gekommen. Diese 

Vorkommnisse seien dem Berufungsbeklagten als Verkäufer dieser Parzellen jeweils 

mitgeteilt worden (act. B 5/1, S. 11). Sie hätten von den Nachbarn erste Hinweise 

bezüglich der „nassen“ Parzelle anlässlich der Eigentümerversammlung der 

Flurgenossenschaft N___ am 13. November 2013 erhalten (act. B 5/1, S. 12). Die 

Berufungskläger bringen des Weiteren vor, sie hätten zur Überprüfung der Beschaffenheit 

des Baugrundes im Vorfeld des Grundstückkaufs eine Sondierbohrung machen wollen. 

Der Berufungsbeklagte habe sie jedoch davon abgehalten und habe ihnen zugesichert, 

dass die Parzelle „normal“ bebaubar sei (act. B 5/1, S. 13). Ausserdem führen die 

Berufungskläger aus, dass der Berufungsbeklagte ihnen erklärt habe, dass das Wasser, 

welches von der oberhalb des Kaufgrundstücks gelegenen Landwirtschaftsparzelle 

stamme, über eine Drainage in einer auf dem Kaufgrundstück gelegenen Brunnenstube 

zusammengeführt werde. Der Berufungsbeklagte habe ihnen damit zugesichert, dass es 

keine Wasserprobleme bei der Überbauung des Kaufgrundstücks gebe (act. B 5/1, S. 13 

f.). 

Ausserdem machen die Berufungskläger geltend, dass der sich auf dem Kaufgrundstück 

befindliche Schacht bzw. die Brunnenstube nicht richtig dimensioniert gewesen sei. 

Aufgrund dessen sei es zu Überschwemmungen auf der Parzelle gekommen, was 

unvorhergesehene Mehraufwendungen (Abfluss vergrössern, Schacht abdichten und 

spülen) verursacht habe (act. B 5/1, S. 8). Auch diesen Mangel habe der 

Berufungsbeklagte ihnen gegenüber arglistig verschwiegen. Denn der Schachtdeckel sei 

nach Regenfällen regelmässig durch die Wassermassen im Schacht weggedrückt worden 

 

Seite 10 

und der Berufungs-beklagte als damaliger Eigentümer der Parzelle habe den Deckel 

jeweils wieder zurücklegen müssen (act.  B 5/1, S. 12). Ihm sei daher dieses Problem 

bekannt gewesen und er habe ihnen dies wider besseres Wissens und damit treuwidrig 

nicht mitgeteilt (act. B 5/1, S. 13; act. B 5/23, S. 8).  

Aufgrund dieser beiden angeblichen Mängel machen die Berufungskläger eine Minderung 

(act. B 5/1, S. 16) des Kaufpreises im Umfang der Kosten der notwendigen 

Zusatzmassnahmen bei der Überbauung, der Kosten des Vermittlungsverfahrens sowie 

der Kosten des vorsorglichen Beweisverfahrens von gesamthaft CHF 191‘286.30 geltend 

(act. B 5/23, S. 2 ff.). 

 

Der Berufungsbeklagte  bringt hauptsächlich vor, dass die Berufungskläger bereits bei 

Vertragsabschluss Kenntnis über vorhandenes Quellwasser auf dem Kaufgrundstück 

gehabt hätten. Denn einerseits gehe aus dem Grundstückkaufvertrag wie auch aus dem 

Grundbuchauszug hervor, dass der jeweilige Eigentümer des Kaufgrundstücks GB-

Nr. 0001 Mitglied der Flurgenossenschaft N___ (Ried gleichbedeutend für Sumpf, 

Sumpfland oder Moor) sei (act. B 5/15, S. 3). Andererseits hätten sich die 

Berufungskläger aufgrund der positiven Publizitätswirkung des Grundbuches 

entgegenhalten zu lassen, die Grundlasten bzw. die Quellenrechte und damit das 

Vorhandensein von überdurchschnittlich viel Wasser gekannt zu haben (act. B 5/15, S. 

11). Zudem habe er den Berufungsklägern weder wesentliche Informationen vorenthalten, 

noch habe er sie von weitergehenden Abklärungen abgehalten (act. B 5/15, S. 8). 

Des Weiteren weist der Berufungsbeklagte daraufhin, dass der Gutachter im Rahmen des 

vorsorglichen Beweisverfahrens zum Schluss gekommen sei, dass einerseits das besagte 

Grundstück aus geotechnischer Sicht nicht mangelhaft sei und andererseits selbst bei 

günstigen Untergrund- und Hangwasserverhältnissen einfache Sicherungsmassnahmen 

erforderlich gewesen wären (act. B 5/15, S. 6). So habe das Ergänzungsgutachten 

ergeben, dass nicht das Wasser (primär) ursächlich für die Zusatzmassnahmen gewesen 

sei, sondern der Schliesand (act. B 5/15, S. 10). Zudem habe der Gutachter ausgeführt, 

dass die aus dem Grundbuchauszug ersichtliche Vormerkung „Mitglied zur 

Flurgenossenschaft N___“ (gleichbedeutend für Sumpf, Sumpfland oder Moor) sowie die 

eingetragenen Grundlasten (Quellenrechte) auch für Laien gut verständlich seien und 

daher auch ein Laie aufgrund dessen habe erkennen müssen, dass auf dem Grundstück 

deutlich mehr Wasser vorhanden sei, wie dies normalerweise der Fall sei (act. B 5/15, S. 

11). 

 

 

Seite 11 

 

2. Urteil der Vorinstanz 

 

 Bezüglich des behaupteten Mangels „nasse Parzelle“ gelangte das Kantonsgericht zum 

Schluss (act. B 2, E. 2.3.1, S. 13), die Berufungskläger hätten die Wasserproblematik und 

deren Folgen durchaus erkennen sollen, insoweit sie diese nicht bereits gekannt hätten. 

Folglich sei der Berufungsbeklagte von seiner Aufklärungspflicht befreit gewesen. Davon 

abgesehen könne ihm selbst bei Bejahung einer Aufklärungspflicht keine Verletzung 

dieser Pflicht und damit kein arglistiges Verschweigen vorgeworfen werden. Im Übrigen 

sei nicht erwiesen, dass der Berufungsbeklagte die Berufungskläger durch Zusicherungen 

betreffend die Bebaubarkeit des Kaufgrundstücks getäuscht habe (act. B 2, E. 2.3.1, S. 

17). Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass der Berufungsbeklagte nicht über das 

nötige Wissen verfügt habe, um die Unwahrheit der von den Berufungsklägern 

behaupteten Zusicherungen überhaupt zu erkennen. Ein arglistiges Verhalten und damit 

eine Gewährleistungspflicht des Berufungsbeklagten lägen nicht vor (act. B 2, E. 2.3.1, S. 

17). Mit Blick auf das Gutachten, welches das Kaufgrundstück - wenn auch mit 

Zusatzmassnahmen - als bebaubar bezeichnete, erachtete das Kantonsgericht es sodann 

als fraglich, ob ein Sachmangel („nasse“ Parzelle bzw. mangelhafter Untergrund) 

gegeben sei. Da es eine Gewährleistungspflicht des Berufungsbeklagten aber bereits 

mangels Arglist verneinte, liess es diese Frage offen (act. B 2, E. 2.3.2, S. 17 f.). 

Bezüglich des behaupteten Mangels „nicht korrekt dimensionierter Schacht“ erwog die 

Vorinstanz (act. B 2, E. 2.4, S. 19), aufgrund eines einmaligen Wegdrückens des 

Schachtdeckels infolge eines heftigen Hagelunwetters könne weder davon ausgegangen 

werden, dass der Schacht nicht richtig dimensioniert gewesen sei, noch könne 

angenommen werden, der Berufungsbeklagte sei sich dieses Umstandes bewusst 

gewesen. Auch hier bestehe mangels eines Sachmangels und arglistigen Verhaltens 

keine Gewährleistungspflicht. Schliesslich hätten die Berufungskläger den Minderwert der 

gekauften Liegenschaft bzw. die Mehraufwendungen aufgrund des angeblichen Mangels 

nicht hinreichend substantiiert.  

 

 

3. Rügen im Berufungsverfahren 

 

 Bestrittene Feststellungen 

 Gemäss den Berufungsklägern sind die nachstehenden Feststellungen der Vorinstanz 

nicht korrekt und sie halten daran fest, dass sie vom Berufungsbeklagten arglistig 

getäuscht worden sind (act. B 1, S. 5 f.): 

 

 

Seite 12 

- „Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Kläger die Wasserproblematik und 

deren Folgen durchaus hätten erkennen sollen, insoweit sie diese nicht bereits 

kannten“. 

- „Zusammenfassend ist somit nicht erwiesen, dass der Beklagte die Kläger durch 

Zusicherungen betreffend die Bebaubarkeit des Kaufgrundstückes täuschte“. 

 

 Zusicherung betreffend Trockenlegung der Bauparzelle 

 Die Berufungskläger führen weiter aus (act. B 1, S. 6 f. Rz. 19), der Berufungsbeklagte 

habe anerkannt, dass er ihnen im Verlauf der Vertragsverhandlungen zugesichert habe, 

dass die oberhalb der Bauparzelle liegende Landwirtschaftsparzelle drainiert worden sei 

und deren Wasser in der Brunnenstube auf der Bauparzelle zusammengeführt werde. 

Aus dieser Anerkennung ergebe sich zweierlei: Einerseits sei dem Berufungsbeklagten 

vor dem Verkauf bekannt und bewusst gewesen, dass die Parzelle, die er den 

Berufungsklägern verkauft habe, „nass“ sei bzw. einen übermässig feuchten Baugrund 

aufweise. Sonst wäre eine Drainage der oberhalb gelegenen Landwirtschaftsparzelle 

nicht notwendig gewesen. Der Berufungsbeklagte anerkenne somit, dass er vor dem 

Verkauf Kenntnis vom mangelhaften Baugrund gehabt habe; er sei diesbezüglich 

bösgläubig. Andererseits hätten die Berufungskläger aufgrund dieser beklagtischen 

Zusicherung darauf vertrauen dürfen, dass der Baugrund in Ordnung und sicher nicht 

„nass“ sei und hätten die Baute „normal“ planen dürfen. In diesem Zusammenhang 

würden sie bestreiten, dass das Grundstück oberhalb des Baugrundstückes überhaupt 

drainiert sei bzw. so drainiert sei, dass es keine Probleme mit dessen Abwasser auf dem 

Baugrundstück gebe. Entsprechend hätten die Berufungskläger ein normales Projekt für 

einen normalen Baugrund geplant. Von den auftauchenden Problemen seien sie völlig 

überrascht worden.  

 

 Aussage / Unterlagen von O___ 

Die Vorinstanz habe auch die Aussage sowie die Unterlagen von O___ nicht korrekt 

gewürdigt. Die E-Mail vom 30. Juli 2012 mit dem Inhalt, dass der „Baugrund allenfalls 

wasserhaltig“ sei und „mit zusätzlichen Kosten für die Entwässerung von Tagwasser, 

sowie eventuell mit einer Baugrubensicherung“ zu rechnen sei; er schlage vor ein 

„Sondierloch zu graben, um genaueres zu erfahren“, sei an die Verkaufsmaklerin K___, 

also an den Beklagten, gegangen (act. B 1, S. 7 f. Rz. 21 f.). Diese E-Mail habe O___ erst 

am 6. August 2012 an die Berufungskläger weitergeleitet. Dabei habe er ausgeführt, dass 

Frau K___ ihn gebeten habe, diese Abklärungen für die oben genannte Parzelle zu 

machen. Auftraggeber sei also der Berufungsbeklagte gewesen. Im Übrigen habe der 

Zeuge den Berufungsklägern keinen Ratschlag und keine Empfehlung abgegeben, 

sondern er habe diese lediglich informiert (act. B 1, S. 8 Rz. 22). Der Architekt habe nicht 

 

Seite 13 

darauf bestanden, eine Sondierbohrung zu machen. Im Gegensatz zum Gerichtsgutachter 

habe er auch keine speziellen Sicherungsmassnahmen erwähnt. Aus den Aussagen, 

welche O___ gegenüber den Berufungsklägern gemacht habe, hätten diese nicht auf die 

effektiv vorhandene Baugrundproblematik schliessen können und müssen (act. B 1, S. 8 f. 

Rz. 24). Weiter sei der zeitliche Verlauf zu beachten: O___ habe die E-Mail am 6. August 

2012 an die Berufungskläger weitergeleitet. Der Kaufvertrag für das Baugrundstück 

datiere indessen vom 22. Februar 2013. Damals sei das Mandatsverhältnis mit dem 

Architekten längst aufgelöst gewesen (act. B 1, S. 9 Rz. 25). O___ habe ausgesagt, dass 

die Berufungskläger eigentlich eine Sondierbohrung machen wollten. Darauf hätten diese 

dann aber verzichtet, weil der Berufungsbeklagte ihnen versichert habe, dass das nicht 

notwendig sei. Auf diese falsche Zusicherung hätten sie sich verlassen. Somit habe der 

Berufungsbeklagte die Berufungskläger aktiv davon abgehalten eine Sondierbohrung 

vorzunehmen, indem er ihnen zugesichert habe, das Baugrundstück sei ohne weiteres 

bebaubar und durch den Schacht trockengelegt (act. B 1, S. 9 ff. Rz. 26).  

 

Zusammenfassend seien die Berufungskläger bezüglich der „normalen“ Beschaffenheit 

des Baugrundstückes gutgläubig gewesen. Dem Berufungsbeklagten sei die Problematik 

des Baugrundes hingegen bekannt gewesen. Aus den Zeugenaussagen der Nachbarn 

ergebe sich, dass alle vor Ort von der Baugrundproblematik Kenntnis gehabt und bei 

ihren Bauvorhaben / Liegenschaftskäufen entsprechende negative Erfahrungen gemacht 

hätten. Der Berufungsbeklagte habe einst den gesamten Baugrund besessen und später 

zu Bauzwecken an Generalunternehmen weiterverkauft. Er habe selbst auf dem 

problematischen Baugrund ein Wohnhaus errichtet und habe 30 Jahre vor Ort gewohnt. 

Er sei Bauprofi und früher Organ von mehreren Immobilienfirmen gewesen. Wenn die 

Vorinstanz unter diesen Umständen von seiner Unkenntnis ausgehe, erscheine das als 

willkürlich. Der problematische Baugrund sei ihm bekannt gewesen. Er habe die 

Berufungskläger darüber pflichtwidrig nicht aufgeklärt. Durch falsche Zusicherungen 

(Trockenlegung durch Drainage, Wasserabfluss über Schacht, Abhalten von 

Sondierbohrung) habe er sie aktiv davon abgehalten, den Baugrund zu prüfen. Der 

Berufungsbeklagte habe die Berufungskläger arglistig über die Beschaffenheit des 

Baugrundstückes sowie die unkorrekten, ungenügenden Dimensionen und Funktionen 

des Schachtes getäuscht. Der den Berufungsklägern aus diesem Umstand erwachsene 

Schaden bzw. Mehraufwand sei mit dem Minderwert des Baugrundstückes äquivalent und 

zum Beweis verstellt worden (act. B 1, S. 11 f. Rz. 27). 

 

 

Seite 14 

 

4. Sachverhalt 

 

 Im Recht liegt das Gutachten aus geologisch-geotechnischer Sicht von dipl. Kulturing. 

ETH/SIA P___ vom 24. Juni 2014 (act. B 5/4a/20) sowie das Ergänzungsgutachten von 

dipl. Ing. TU/SIA Q___ vom 29. September 2014 (act. B 5/4a/34). 

 

 Am 8. Februar 2016 hat eine Delegation des Kantonsgerichts, aus Gerichtspräsident Dr. 

iur. Manuel Hüsser und Gerichtsschreiber lic. iur. Thomas Kern bestehend, A1___, A2___ 

und B___ als Partei sowie D1___, D2___, F1___, F2___, G1___, G2___, E___, H___ 

und O___ als Zeugen bzw. Zeuginnen befragt (act. B 5/43).  

 

 Anlässlich der Einvernahme als Zeuge reichte O___ Kopien seines E-Mail-Verkehrs mit 

K___ und den Berufungsklägern ein (act. B 5/44).  

 

 

5. Rechtliche Grundlagen 

 

 Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen zum Gewährleistungsausschluss, zum 

arglistigen Verschweigen eines Mangels, zur Aufklärungspflicht des Verkäufers sowie zur 

Täuschung durch das Zusichern von Eigenschaften zutreffend dargestellt (vgl. act. B 2, E. 

2.1 und 2.2, S. 6 ff.). Auf diese Ausführungen kann vollumfänglich verwiesen werden.  

 

 Anzufügen ist, was folgt:  

 Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer 

behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB). Gegenstand 

des Beweises sind rechtserhebliche, strittige Tatsachen (Art. 150 Abs. 1 ZPO). Jede 

Partei hat das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und fristgerecht angebotenen 

tauglichen Beweismittel abnimmt (Art. 152 Abs. 1 ZPO). Das Gericht bildet sich seine 

Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZGB).  

 

 

Seite 15 

 

6. Würdigung 

 

6.1 Vorliegen eines Sachmangels 

 

6.1.1 Die Berufungskläger gehen (auch) im Berufungsverfahren davon aus, dass die von ihnen 

erworbene Parzelle „nass“ ist bzw. einen übermässig feuchten Baugrund aufweist und 

deshalb mangelhaft ist (act. B 1, S. 7).  

 

 Es stellt sich also die Frage, ob tatsächlich ein Sachmangel vorliegt.  

 

6.1.2 Ein Sachmangel besteht in einem Fehler (körperliche oder rechtliche Mängel) und im 

Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft. Fehlerbegründend sind Abweichungen von der 

gewöhnlich vorausgesetzten Beschaffenheit sowie alle ungünstigen Abweichungen von 

der vertraglich vorausgesetzten Beschaffenheit4. Die gewöhnlich vorauszusetzende 

Beschaffenheit eines Grundstücks hat sich dabei grundsätzlich an der 

Durchschnittsbeschaffenheit von Parzellen in der unmittelbaren Umgebung zu richten5. In 

Ziff. 13.1 der Allgemeinen Vertragsbedingungen des Verbands Schweizerischer 

Generalunternehmer werden die Mängel des Baugrundes  folgendermassen 

zusammengefasst: „… ungenügende Tragfähigkeit für die in Plänen und Baubeschrieb 

vorgesehene Fundation, Fels, Grundwasser, Werkleitungen, unterirdische Bauten oder 

andere Hindernisse im Bereich der vorgesehenen Erdbewegungen sowie archäologische 

Fundstellen und zu beseitigende Altlasten auf dem ganzen Grundstück“6. Mängel am 

Baugrund liegen unter anderem auch vor, wenn dieser für den beabsichtigten Bau 

ungeeignet ist, weil er zum Beispiel mit Felsen belegt ist, geschützte Bäume darauf 

stehen oder die geologischen Verhältnisse ungünstig sind7. Ein in der Praxis immer 

wiederkehrendes Thema ist die geologische Beschaffenheit des Baugrundes . Dieser 

ist oft voller Tücken, die entweder den Aushub enorm verteuern oder eine teurere 

Pfählung nötig machen, was im ursprünglichen Kostenvoranschlag nicht berücksichtigt 

wurde8.  

 

6.1.3 Aus dem Gutachten von P___ ergibt sich (act. B 5/4a/20, S 3 ff.), dass: 

                                                
4  HEINRICH HONSELL, Basler Kommentar, OR I, 6. Aufl. 2015, N. 2 zu Art. 197 OR. 
5  Vgl. dazu BGE 87 II 137, E. 3. 
6 THEODOR BÜHLER, in: Zürcher Kommentar, Der Werkvertrag, 1998, N. 55 zu Art. 365 OR mit 

weiteren Hinweisen. 
7  THEODOR BÜHLER, a.a.O., N. 56 zu Art. 365 OR. 
8 THEODOR BÜHLER, a.a.O., N. 60 zu Art. 365 OR. 

 

Seite 16 

- bei der Beschreibung des Untergrundes in der Geotechnik der Begriff Mangel 
bezüglich Qualität des Untergrundes nicht verwendet wird (S. 3); 

- es (auch) vom Bauvorhaben abhängt, ob die Untergrund- und Grund-
/Hangwasserverhältnisse als günstig oder weniger günstig bezeichnet werden 
können (S. 3); 

- ein erster Hinweis bezüglich der Qualität des Untergrundes resp. die 
Hangwasserverhältnisse aus der Ortsbezeichnung „N___“ abgeleitet werden kann. 
„Ried“ bedeutet gemäss Duden Schilf, Röhricht resp. Sumpf, Sumpfland, Moor (S. 5); 

- die Grundbucheinträge der Dienstbarkeiten und Grundlasten einen weiteren Hinweis 
darauf darstellen, dass im Untergrund Wasser vorhanden sein muss. Diese Hinweise 
sind auch für Laien in Sachen Untergrund und Bautechnik verständlich. Sie weisen 
darauf hin, dass mit Wasser/Nässe gerechnet werden muss. Welche bautechnischen 
Folgen sich daraus ergeben, kann auch von Fachleuten ohne weitergehende 
Abklärungen nicht im Detail angegeben werden. Dazu ist eine auf das Bauvorhaben 
abgestimmte Baugrunduntersuchung erforderlich (S. 5); 

- der Baugrund auf der Parzelle Nr. 0001, XY, C___, aus geotechnischer Sicht keine 
Mängel aufweist, bei einem Baugrubeneinschnitt von gegen 4 m Tiefe aber 
Wasserhaltungsmassnahmen erforderlich waren. Weiter waren aufgrund der 
begrenzten Lagerungsdichte des Untergrundes spezielle Massnahmen bezüglich 
Fundation erforderlich (mächtigere Bodenplatte, aussteifende Wände im 
Untergeschloss in Beton anstelle von Backstein- oder Kalksandsteinwänden, S. 4).  

 

Dem Ergänzungsgutachten von Q___ kann entnommen werden (act. B 5/4a/34, S. 4 ff.), 
dass: 
 
- eine „korrekte“ Drainage nicht notwendigerweise „alles“ Wasser abführen muss, 

sondern nur so viel und so tief wie für eine bestimmte Nutzung erforderlich ist; weiter 
wird damit klar, dass die Beurteilung der bestehenden Drainage als „korrekt“ oder 
„nicht korrekt“ gar nicht möglich ist, ohne die Anforderungen bei der Erstellung zu 
berücksichtigen (S. 4); 

- es bei der Erstellung der Drainage nicht Anforderung gewesen sein kann, die 
zukünftige Baugrube „trocken“ zu halten, dann hätte bereits die Tiefe der Baugrube 
feststehen müssen (S. 5); 

- es eventuell Verbesserungen für die Parzelle Nr. 0001 (im Sinne eines weniger 
grossen Wasserandrangs) zur Folge gehabt hätte, wenn das Land oberhalb des 
Baugrundstückes für Zwecke der Fassung, Ableitung und Nutzung von Wasser 
korrekt drainiert wäre (S. 5); 

- es für landwirtschaftliche Zwecke ausreichend ist, die oberflächennahen Schichten 
(ca. 1 m) trocken zu halten. So wird jedoch nur eine geringe Wassermenge abgeführt, 
da die oberflächennahen Schichten nicht stark wasserführend sind. Der starke 
Wasserandrang in die Baugrube von Parzelle Nr. 0001 erfolgt zum Grossteil aus 
tiefer liegenden Schichten und dieses Wasser wird mit einer oberflächlichen Drainage 
nicht, allenfalls nur lokal, gefasst (S. 5); 

- eine korrekte Drainage nicht zwingend und nur als Nebeneffekt (da es nicht die 
Anforderung sein konnte) eine Reduktion der Wassermengen in der Baugrube zur 
Folge hätte (S. 5); 

- eine korrekte Drainage oberhalb des Baugrundstückes eine geringe, evt. deutliche, 
Verringerung der Wasserzutritte zur Folge hätte, je nachdem für welchen Zweck die 
Drainage konzipiert wäre. Trotzdem ist es aufgrund der ungünstigen geologischen 
Bedingungen unwahrscheinlich, dass dadurch wesentlich andere (einfachere) 
Massnahmen möglich gewesen wären (S. 6). 

 

6.1.4 Vor diesem Hintergrund teilt das Obergericht die Auffassung der Vorinstanz (vgl. act. B 2, 

E. 2.3.2, S. 17 f.), dass das Kaufgrundstück - wenn auch mit Zusatzmassnahmen - 

überbaubar war resp. ist, womit die Parzelle der vertraglich vorausgesetzten 

 

Seite 17 

Beschaffenheit an sich entspricht. Den oben (E. 4) erwähnten Zeugenaussagen kann 

entnommen werden, dass es auch auf den das Kaufgrundstück der Berufungskläger 

umgebenden Parzellen zu kleineren bis grösseren Problemen infolge des Wassers bzw. 

der Untergrundverhältnisse kam. Unter Mitberücksichtigung der Ausführungen im 

Gutachten, wonach die Qualität des lokalen Untergrundes bzw. die lokalen 

Hangwasserverhältnisse - auch für Laien verständlich - bereits aus der Ortsbezeichnung 

„N___“, gleichbedeutend für Sumpf, Sumpfland oder Moor, hergeleitet werden kann (act. 

B 5/4a/20, S. 5), ist davon auszugehen, dass aufgrund der ungünstigen Untergrund- und 

Hangwasserverhältnisse bei einer Überbauung in jener Gegend grundsätzlich mit 

Zusatzmassnahmen zu rechnen ist (act. B 5/4a/34, S. 5). Ob im vorliegenden Fall noch 

von einer Abweichung von der gewöhnlich vorausgesetzten Beschaffenheit bzw. vom 

Vorliegen eines Sachmangels im rechtlichen Sinne gesprochen werden kann, ist daher 

mehr als fraglich. Letztlich braucht diese Frage aber nicht beantwortet zu werden, da eine 

Haftung des Berufungsbeklagten - wie noch darzulegen ist - auch sonst nicht gegeben ist.  

 

Im Folgenden wird also für den Fall, dass tatsächlich ein Sachmangel vorliegen sollte, auf 

die weiteren Rügen der Berufungskläger eingegangen. 

 

6.2 Arglistiges Verschweigen 

 

6.2.1 Die Berufungskläger halten daran fest, dass der Berufungsbeklagte den problematischen 

Baugrund sowie die unkorrekten, ungenügenden Dimensionen und Funktionen des 

Schachtes gekannt und sie pflichtwidrig nicht darüber aufgeklärt habe (act. B 1, S. 5 f. und 

12). Dies wird vom Berufungsbeklagten bestritten (act. B 10, S. 4).  

 

6.2.2 Im Kaufvertrag zwischen den Berufungsklägern und dem Berufungsbeklagten vom 

22. Februar 2013 wird in Ziffer 2 jegliche Gewährleistung, „insbesondere auch bezüglich 

Baugrund und Überbaubarkeit, im gesetzlich zulässigen Rahmen seitens des Verkäufers 

ausgeschlossen (vgl. Art. 197 ff., 219 OR). Den Parteien ist die Bedeutung dieser 

Bestimmung bekannt“ (act. B 5/3/5). 

 

 Bei einem vereinbarten Gewährleistungsausschluss besteht eine Gewährleistungspflicht 

des Grundstückverkäufers nur dann, wenn er den Mangel dem Käufer gegenüber arglistig 

verschwiegen hat (Art. 199 OR i.V.m. Art. 221 OR). Der Arglist gleichgestellt ist dabei die 

Zusicherung9.  

 

                                                
9 HEINRICH HONSELL, a.a.O., N. 8 zu Art. 199 OR. 

 

Seite 18 

 Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für ein arglistiges Verschweigen des Verkäufers 

im Sinne von Art. 199 OR umfassend dargestellt (act. B 2, E. 2.2, S. 7 f.); auf die 

entsprechenden Ausführungen kann vollumfänglich verwiesen werden.  

 

6.2.3 Das Kantonsgericht hat die von den Berufungsklägern angerufenen Zeugen und 

Zeuginnen detailliert befragt und ist bei der anschliessenden, sehr sorgfältigen Analyse 

der Einvernahme-Protokolle zum Schluss gelangt (act. B 2, E. 2.3.1, S. 9 ff.), die 

Aussagen würden aufzeigen, dass es auch bei der Überbauung der umliegenden 

Parzellen zu kleineren bis grösseren Problemen aufgrund von Wasser bzw. aufgrund der 

Untergrundverhältnisse gekommen sei. Die Behauptung, die Nachbarn hätten dem 

Berufungsbeklagten ihre Probleme mit dem Wasser mitgeteilt, sei hingegen unbewiesen 

geblieben. Seine Aussage, er habe beim Bau seines eigenen Wohnhauses im Jahr 1982 

keine Probleme mit dem Wasser gehabt, erscheine vor dem Hintergrund der 

Zeugenaussagen nicht unglaubwürdig. Bei diesen zeige sich nämlich, dass es im 

fraglichen Gebiet nicht überall infolge des Wassers zu Problemen gekommen sei; diese 

seien vielmehr in unterschiedlichem Ausmass aufgetreten. Aufgrund der Tatsache, dass 

der Berufungsbeklagte während rund dreissig Jahren in jener Gegend gewohnt habe, 

könne zwar davon ausgegangen werden, dass er von Wasserproblemen gehört habe. 

B___ habe denn auch erwähnt, dass ein Nachbar ihm einmal erzählt habe, dass die 

Baugrube ein wenig eingestürzt sei, über genaue Kenntnisse verfüge er jedoch nicht. Es 

würde jedoch zu weit gehen, aufgrund dessen anzunehmen, der Berufungsbeklagte habe 

über die Wasserprobleme und insbesondere über die ergriffenen Zusatzmassnahmen bei 

den Überbauungen in jener Gegend genau Bescheid gewusst.  

 

 Diese Ausführungen sind aufgrund des Beweisergebnisses schlüssig und nicht zu 

beanstanden. Umso mehr als die beweisbelasteten10 Berufungskläger keine Tatsachen 

oder Beweise vorbringen, welche Zweifel an der Darstellung der Vorinstanz zu begründen 

vermöchten. Allein der Umstand, dass es sich bei B___ um einen Bau-Profi handelt, der 

in verschiedenen Verwaltungsräten von Immobilienfirmen sitzt bzw. sass (vgl. act. B 1, S. 

12, Rz. 27) vermag an der Beurteilung durch die Vorinstanz nichts zu ändern.  

 

6.2.4 Der Vorinstanz ist auch zu folgen, wenn sie ausführt, die Berufungskläger seien vor 

Vertragsabschluss von dem zur Beratung beigezogenen Architekten O___ darüber 

informiert worden, dass der Baugrund möglicherweise wasserhaltig sei und mit 

Mehraufwendungen zu rechnen sei (act. B 2, E. 2.3.1, S. 11 f.). Die Berufungskläger 

                                                
10 HEINRICH HONSELL, a.a.O., N. 12 zu Art. 197 OR; MARKUS MÜLLER-CHEN, in: Müller-

Chen/Huguenin [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl. 2016, N. 30 zu 
Art. 197 OR.  

 

Seite 19 

hätten aufgrund dieser Informationen und Empfehlungen das Wasserproblem und dessen 

Folgen zumindest erkennen können. Der Berufungsbeklagte sei insofern von einer 

Aufklärungspflicht befreit gewesen und ein arglistiges Verschweigen infolge Verletzung 

einer Aufklärungspflicht sei zu verneinen (act. B 2, E. 2.3.1, S. 12). Dem Architekten der 

Berufungskläger habe B___ mitgeteilt, dass er die Bodenverhältnisse des besagten 

Kaufgrundstücks zwar nicht gut kenne, aber durchaus Wasser auftreten könne. Dass 

dieser hinsichtlich des Baugrundstückes über weitergehende Informationen verfügte, sei 

nicht erstellt (act. B 2, E. 2.3.1, S. 13).  

 

6.2.5 Die von den Berufungsklägern in der Berufungserklärung in Rz. 21 bis 25 erwähnten 

Punkte berechtigen diese nach Auffassung des Obergerichts nicht zur Annahme, sie 

hätten aus den Aussagen ihres Architekten gegenüber dem Verkäufer nicht auf die 

effektiv vorhandene Baugrundproblematik schliessen müssen und können. Dazu 

Folgendes: 

 

 Gemäss den eingereichten Unterlagen (act. B 5/44/2 und B 5/44/3) ist es richtig, dass 

O___ die Abklärungen auf Bitte der Maklerin machte und anschliessend den potentiellen 

Käufern zugehen liess. Das ändert allerdings nichts am Umstand, dass er der beratende 

Architekt der Berufungskläger war (act. B 5/43, S. 36 f.) und als solcher deren Vertreter11. 

Damit ist die Kenntnis des Vertreters (d.h. des Architekten) neben derjenigen des 

Vertretenen (d.h. der Berufungskläger) zu beachten. Zutreffend ist weiter, dass die 

Informationen relativ vage waren. Das Letztere erstaunt allerdings nicht. Denn auch im 

Gutachten von P___ wird ausgeführt (act. B 5/4a/20, S. 5): „Diese Hinweise deuten darauf 

hin, dass mit Wasser/Nässe gerechnet werden muss. Welche bautechnischen 

Folgerungen sich daraus ergeben, kann aber auch von Fachleuten ohne weitergehende 

Abklärungen nicht im Detail angegeben werden. Dazu ist eine auf das Bauvorhaben 

abgestimmte Baugrunduntersuchung erforderlich. Im Normalfall wird eine solche 

durchgeführt, bevor die Details des Bauvorhabens definitiv festgelegt werden“. Diese 

Aussage deckt sich mit derjenigen von O___, welcher erklärte (act. B 5/43, S. 38), dass 

eine Sondierbohrung normalerweise erst dann stattfinde, wenn man wisse, wie das 

Grundstück überbaut werde. Teilweise finde die Sondierbohrung auch erst nach Visierung 

des Projekts statt. Er habe das Projekt ausgearbeitet, welches A1___ und A2___ dann 

nicht annahmen. Danach hätten sie sich getrennt. Er meine, dass A1___ und A2___ 

grundsätzlich schon eine Sondierbohrung machen wollten. Aber ob eine solche 

schlussendlich vorgenommen worden sei, wisse er nicht. Hingegen stimmt es nicht, dass 

der Architekt den Berufungsklägern keine Empfehlung abgab, sondern sie lediglich 

                                                
11 HEINRICH HONSELL, a.a.O., N. 2 zu Art. 200 OR. 

 

Seite 20 

orientierte; Im Gegenteil schlug er klar und deutlich vor, ein Sondierloch zu graben, um 

Genaueres zu erfahren (act. B 5/44/3).  

 

 In diesem Zusammenhang ist der Vollständigkeit halber anzumerken, dass die 

Behauptung, der Architekt habe keine speziellen Sicherungsmassnahmen erwähnt (act. B 

1, S. 8 Rz. 24), ebenfalls nicht korrekt ist. Im E-Mail vom 30. Juli 2012 an die 

Verkaufsmaklerin, K___ (welches er am 6. August 2012 bekanntlich an A2___, 

weiterleitete) führte O___ wörtlich aus: „Somit müssen wir mit zusätzlichen Kosten für die 

Entwässerung von Tagwasser, sowie eventuell mit einer Baugrubensicherung  rechnen.“ 

 

 Aus den Akten ergibt sich nicht genau, wie lange die Zusammenarbeit der 

Berufungskläger mit O___ dauerte. Dieser gab an, A1___ und A2___ vor dem Kauf des 

Grundstücks beraten und danach ein Projekt ausgearbeitet zu haben. Dieses habe über 

dem Budget der Bauherren gelegen, worauf die Zusammenarbeit beendet worden sei 

(act. B 5/43, S. 37). Gemäss den Berufungsklägern war das Mandatsverhältnis bei 

Abschluss des Kaufvertrages bereits aufgelöst gewesen (act. B 1, S. 9). Wann sich die 

Bauherren von ihrem ersten Architekten trennten, spielt nach Auffassung des 

Obergerichts jedoch keine Rolle. Denn auf jeden Fall hätten A1___ und A2___ aufgrund 

der Abklärungen bzw. Hinweise ihres (ersten) Architekten, von welchen sie im E-Mail vom 

6. August 2012 erfuhren, hellhörig werden müssen. Nach Auflösung des Mandats mit 

O___ lag die Verantwortung, dass dessen Erkenntnisse und Abklärungen an den neuen 

Architekten weitergegeben wurden, entweder bei ihnen als Bauherren oder - je nach 

Abmachung - beim beauftragten Architekten, sicher aber nicht beim Berufungsbeklagten 

oder der Maklerin.  

 

6.3 Abhalten von Sondierbohrung 

 

6.3.1 Die Berufungskläger bringen vor, der Berufungsbeklagte habe sie aktiv davon abgehalten, 

eine Sondierbohrung vorzunehmen (act. B 1, S. 9 f., Rz. 26). Dies wird vom 

Berufungsbeklagten ausdrücklich bestritten (act. B 10, S. 12 ff. Rz. 10.5). 

 

6.3.2 Die Vorinstanz hat die massgeblichen Aussagen der Parteien und von O___ in diesem 

Zusammenhang ausführlich gewürdigt (act. B 2, E. 2.3.1 B, S. 14 ff.) und ist zum Schluss 

gekommen (act. B 2, E. 2.3.1 B, S. 15), es habe sich weder bestätigt, dass der 

Berufungsbeklagte hinsichtlich der Bebaubarkeit des Kaufgrundstücks Zusicherungen 

gemacht habe, noch dass er die Berufungskläger durch Zusicherungen von der 

Vornahme einer Sondierbohrung abgehalten habe.  

 

 

Seite 21 

6.3.3 Diesen Ausführungen kann das Obergericht sich vollumfänglich anschliessen und es kann 

somit grundsätzlich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden12. 

Aus Sicht des Obergerichtes ist lediglich folgende Ergänzung anzubringen: 

 

- Durch die Aussage des Zeugen O___ ist erstellt, dass er seine Abklärungen 

bezüglich Bebaubarkeit der Parzelle im Sommer 2012 tätigte (Erkundigungen bei 

D1___, dem Präsidenten der Flurgenossenschaft, beim Grundbuchamt und beim 

Berufungsbeklagten B___) und die daraus gewonnenen Erkenntnisse der Maklerin 

sowie seinen Auftraggebern, dem Ehepaar A1___ und A2___, umgehend mitteilte; 

dazu gehörte auch die Empfehlung, eine Sondierbohrung zu machen (act. B 5/43, S. 

36 ff. und act. B 5/44).  

 

- Aufgrund der Aussagen von A1___ (act. B 5/43, S. 4) und B___ (act. B 5/43, S. 21 f.) 

ist nicht davon auszugehen, dass Letzterer den Grundstückkäufern verbot, eine 

Sondierbohrung zu machen, wie dies von A2___ zunächst angedeutet wird (vgl. act. 

B 5/43, S. 6 f.). Vielmehr sahen die Berufungskläger aufgrund der Angaben des 

Verkäufers betreffend die Drainage und den Schacht letztlich von einer 

Sondierbohrung ab (act. B 5/43, S. 5 und 7).  

 

Zusammenfassend schenkten die Berufungskläger den Angaben des Verkäufers mehr 

Glauben als den Empfehlungen des eigenen Architekten. Da es sich bei den Auskünften 

von B___ jedoch nicht um Zusicherungen im Rechtssinne handelte (vgl. E. 6.3.2 und 6.4), 

tragen die Grundstückkäufer folglich das Risiko für ihre Entscheidung.  

 

6.4 Zusicherungen, das Baugrundstück sei ohne weiteres bebaubar bzw. durch den Schacht 

trockengelegt 

 

6.4.1 Gemäss den Berufungsklägern  hat der Berufungsbeklagte anerkannt, ihnen im Verlauf 

der Verkaufsverhandlungen zugesichert zu haben, dass die oberhalb der Bauparzelle 

liegende Landwirtschaftsparzelle drainiert worden sei und deren Wasser in der 

Brunnenstube auf der Bauparzelle zusammengeführt werde (act. B 1, S. 6 f. Rz. 19). 

Daraus folge zweierlei: Erstens sei dem Berufungsbeklagten vor dem Verkauf bekannt 

und bewusst gewesen, dass die Parzelle, welche er den Berufungsklägern verkauft habe, 

„nass“ sei bzw. einen übermässig feuchten Baugrund habe. Sonst wäre ja keine Drainage 

der oberhalb gelegenen Landwirtschaftsparzelle erforderlich gewesen. Der Verkäufer sei 

                                                
12 ALEXANDER BRUNNER, a.a.O., N. 7 zu Art. 318 ZPO; REETZ/HILBER, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (ZPO), 3. Aufl. 2016, N. 54 zu Art. 318 ZPO. 

 

Seite 22 

bezüglich des mangelhaften Baugrundes also bösgläubig. Zweitens hätten die 

Berufungskläger aufgrund der beklagtischen Zusicherung in guten Treuen darauf 

vertrauen dürfen, dass der Baugrund in Ordnung bzw. dass dieser sicher nicht „nass“ sei, 

da die Trockenlegung gemäss dem Berufungsbeklagten über den Schacht auf dem 

Baugrundstück gewährleistet sei. Folglich hätten die Berufungskläger die Überbauung 

und die Baute normal planen können.  

 

 Der Berufungsbeklagte  bestreitet (act. B 10, S. 8 ff. Rz. 9), den Berufungsklägern je 

zugesichert zu haben, die sich auf dem obliegenden Grundstück befindliche Drainage 

führe zu einer absoluten Trockenlegung der Bauparzelle. Eine solche Zusicherung werde 

auch im Schreiben vom 6. Dezember 2013 nicht abgegeben. Dies müsse im Kontext mit 

dem Brief der Berufungskläger vom 29. November 2013 gesehen werden. Im Schreiben 

vom 6. Dezember 2013 werde einzig darauf hingewiesen, dass der Berufungsbeklagte die 

Käufer auf das Vorhandensein einer Drainage wie auch der Brunnenstube hingewiesen 

habe. Diese Information sei vor dem Hintergrund erfolgt, dass die Berufungskläger wissen 

wollten, ob die Brunnenstube Probleme mache bzw. ob sie die Quelle selber nutzen 

könnten. Der Architekt der Berufungskläger habe bestätigt, dass er sich beim 

Berufungsbeklagten erkundigt habe, ob die Quelle beim Bauen im Weg stehen könnte. 

Der Berufungsbeklagte habe ausgeführt, dass man die Quelle entweder selber nutzen 

oder umleiten könne. Dabei habe er auf die Drainage verwiesen, weil das durch die 

Drainage gefasste Wasser in die Brunnenstube auf dem Grundstück der Berufungskläger 

abgeleitet werde. Die Berufungskläger hätten nie behauptet, die Brunnenstube resp. darin 

abgeleitetes Wasser sei ein Problem gewesen. Eine Zusicherung, dass das Grundstück 

aufgrund der Drainage geradezu trockengelegt sei, habe der Berufungsbeklagte nie 

abgegeben.  

 

6.4.2 Im Schreiben des vormaligen Rechtsvertreters des Berufungsbeklagten vom 6. Dezember 

2013 wurde ausgeführt (act. B 5/3/15, S. 1 f.): „Im Zuge der Kaufverhandlungen hat Sie 

Herr B___ darauf hingewiesen, dass aufgrund von Wassereinflüssen, die von der 

oberhalb gelegenen Landwirtschaftsparzelle stammten, eine Drainage eingebaut worden 

sei und die Wassermenge in einer Brunnenstube zusammengeführt wurde. Über das 

Vorhandensein der Drainage wie auch der Brunnenstube, die durch den Schachtaufbau 

sichtbar war, waren Sie orientiert. Ob Sie oder Ihr Architekt den gut sichtbaren 

Schacht/Brunnenstube im Einzelnen geprüft und inspiziert haben, entzieht sich der 

Kenntnis unseres Klienten“. Weiter wurde festgehalten, dass keinerlei Zusicherungen 

abgegeben worden seien (act. B 5/3/15, S. 3).  

 

 

Seite 23 

6.4.3 Bezüglich des Schreibens vom 6. Dezember 2013 erwog das Kantonsgericht (act. B 2, E. 

2.3.1, S. 16 f.), es gehe zu weit, aus der Mitteilung des Berufungsbeklagten, er habe die 

Käufer im Zuge der Kaufverhandlungen informiert, dass aufgrund von Wasser, das von 

der oberhalb des Kaufgrundstücks gelegenen Landwirtschaftsparzelle stamme, eine 

Drainage eingebaut worden sei und das Wasser in der Brunnenstube auf dem 

Kaufgrundstück zusammengeführt werde, auf eine Zusicherung hinsichtlich der 

problemlosen Überbaubarkeit des Kaufgrundstücks zu schliessen. Zum einen seien die 

besagten Ausführungen des Berufungsbeklagten in Berücksichtigung des Schreibens der 

Käufer vom 29. November 2013 im Kontext der Erläuterung der auf dem Kaufgrundstück 

befindlichen Brunnenstube und nicht mit Blick auf eine Bebaubarkeit bzw. Trockenlegung 

des Kaufgrundstücks erfolgt. Zum andern werde diese Mitteilung des Beklagten den 

hohen Anforderungen an eine klare und ausdrückliche Zusicherung nicht gerecht. Aus 

dem Ergänzungsgutachten vom 29. September 2014 gehe denn auch hervor, dass aus 

der Tatsache, dass eine Drainage eingebaut worden sei, nicht ohne Weiteres auf die 

Trockenlegung des Baugrundes geschlossen werden könne. Daran vermöge auch ein 

anderweitiges Verständnis der Berufungskläger mit dem Hinweis, dass sie geologische 

Laien seien, nichts zu ändern. Schliesslich sei - wie bereits erwähnt - nicht erstellt, dass 

der Berufungsbeklagte über genaue Informationen bezüglich der Wasserprobleme und 

deren Folgen in jener Gegend verfügt habe, umso mehr als diese gemäss den 

Zeugenaussagen in unterschiedlichem Ausmass aufgetreten seien und deshalb keine 

Rückschlüsse auf die zu erwartenden Probleme bei der Überbauung des 

Kaufgrundstückes zugelassen hätten.  

 

6.4.4 Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit dem Vorliegen allfälliger Zusicherungen 

auseinandergesetzt und solche letztlich mit überzeugenden Argumenten, auf welche 

vollumfänglich verwiesen werden kann13, verneint. Es bleibt nochmals darauf 

hinzuweisen, dass das Vorhandensein einer Drainage allein keine Rückschlüsse 

bezüglich der Bebaubarkeit eines Grundstückes zulässt. Dies ist allein in Verbindung mit 

dem Zweck, zu dem die Drainage erstellt worden ist, möglich (vgl. Ergänzungsgutachten 

vom 29. September 2014, act. B 5/4a/34, S. 4 f.). Aufgrund der ungünstigen geologischen 

Bedingungen, d.h. aufgrund des Schliesandes, ist es gemäss Zusatzgutachten aber auch 

bei einer korrekten Drainage unwahrscheinlich, dass dadurch wesentlich andere 

(einfachere) Massnahmen möglich gewesen wären resp. genügt hätten (act. B 5/4a/34, S. 

6). 

 

 

                                                
13 ALEXANDER BRUNNER, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], ZPO, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 

318 ZPO; REETZ/HILBER, a.a.O., N. 54 zu Art. 318 ZPO. 

 

Seite 24 

 

 

 

6.5 Nicht korrekt dimensionierter Schacht / Drainage 

 

 Den Mangel des „nicht korrekt dimensionierten Schachtes“ erwähnen die Berufungskläger 

am Ende der Berufungserklärung kurz (act. B 1, S. 12 Rz. 27), legen jedoch mit keinem 

Wort dar, weshalb die Beurteilung durch die Vorinstanz (vgl. act. B 2 E. 2.4, S. 18 f.) nicht 

korrekt sein sollte. Auf die diesbezügliche Rüge ist deshalb nicht weiter einzugehen14.  

 

 

7. Ergebnis 

 

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Berufungskläger den sorgfältigen und 

überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz lediglich ihre eigene Sichtweise 

gegenüberstellen. Dass bzw. inwiefern die Schlussfolgerungen des Kantonsgerichts 

aufgrund der im Recht liegenden Tatsachen und Beweismittel nicht haltbar sind, zeigen 

sie demgegenüber in keinem Punkt auf. Unter diesen Umständen ist die Berufung 

vollumfänglich abzuweisen und das Urteil des Kantonsgerichtes vom 22. August 2016 zu 

bestätigen. 

 

 

 

III. Kosten 

 

1.1 Erstinstanzliche Gerichtskosten und Parteientsc hädigungen 

 

 Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die 

Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die 

Prozesskosten beinhalten sowohl die Gerichtskosten wie auch die Parteientschädigung 

(Art. 95 Abs. 1 ZPO). Das Obergericht hat keinen neuen Entscheid getroffen, sondern das 

angefochtene Urteil des Kantonsgerichts vom 22. August 2016 bestätigt (Art. 318 Abs. 1 

lit. a ZPO). Somit kann es bei den in jenem Urteil in den Ziffern 2 und 3 getroffenen 

Regelungen der Prozesskosten bleiben. 

 

                                                
14 REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 3. Aufl. 2016, N. 36 zu zu Art. 311 ZPO; BGE 
138 III 374 E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_141/2014 vom 28. April 2014 E. 2.4. 

 

Seite 25 

 

1.2 Gerichtskosten im Berufungsverfahren 

 

 Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die 

Gerichtskosten werden mit den geleisteten Vorschüssen der Parteien verrechnet (Art. 111 

Abs. 1 ZPO). Ausgangsgemäss haben die vor Obergericht vollumfänglich unterliegenden 

Berufungskläger die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens unter solidarischer Haftung 

(Art. 106 Abs. 3 ZPO) zu bezahlen. Als dem Umfang sowie dem Streitwert der Streitsache 

angemessen erachtet das Obergericht eine Gerichtsgebühr von CHF 8‘000.00 (Art. 19 

Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit b Gebührenordnung, bGS 233.3). Der von den 

Berufungsklägerin geleistete Kostenvorschuss von CHF 7‘500.00 wird angerechnet.  

 

 

1.3 Parteientschädigungen im Berufungsverfahren 

 

 Unter Hinweis auf vorstehende Erwägung 1.2 und Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 

ZPO haben die unterliegenden Berufungskläger dem obsiegenden Berufungsbeklagten 

den Ersatz notwendiger Auslagen und die Kosten seiner berufsmässigen Vertretung (Art. 

95 Abs. 3 lit. a und b ZPO) im zweitinstanzlichen Verfahren vollumfänglich zu bezahlen. 

Die Honorarnote von RA BB___ vom 19. Juni 2017 im Betrag von CHF 5‘894.70 (act. B 

14) erweist sich - abgesehen von einem Rechenfehler (der Mehrwertsteueranteil beträgt 

CHF 435.30 und nicht CHF 453.30) - als tarifkonform (Art. 9 Abs. 2 lit. e i.V.m. Art. 20 

Abs. 1 lit. a Anwaltstarif, bGS 145.53). Demzufolge haben die Berufungskläger den 

Berufungsbeklagten für die Kosten seiner Rechtsvertretung im Berufungsverfahren mit 

CHF 5‘876.70 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) unter solidarischer Haftung für den 

gesamten Betrag zu entschädigen. 

 

  

 

Seite 26 

In Abweisung der Berufung e rkennt das Obergericht: 

 

1. Die Klage wird abgewiesen. 
 
 
2. Die erstinstanzliche Regelung der Prozesskosten (Gerichtskosten und 

Parteientschädigung) wird bestätigt.  
 
 
3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von 

CHF 8‘000.00, werden den Berufungsklägern je zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer 
Haftung für den gesamten Betrag. Der von den Berufungsklägern geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 7‘500.00 wird mit den Gerichtskosten verrechnet.  

 
 
4. Die Berufungskläger haben den Berufungsbeklagten für die Kosten seiner 

Rechtsvertretung im Berufungsverfahren mit insgesamt CHF 5‘876.70 (inkl. Barauslagen 
und Mehrwertsteuer) je hälftig zu entschädigen, unter solidarischer Haftung für den 
gesamten Betrag.  

 
 
5. Rechtsmittel:   

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in 
Zivilsachen erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet sich nach 
Art. 72 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim 
Schweizerischen Bundesgericht, Avenue du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, 
schriftlich einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid 
sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen 
(Art. 42 BGG). Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 
BGG). Der Streitwert beträgt CHF 191‘286.30. 

 
 
6. Zustellung am 18. Januar 2018 an: 

- RA AA___, eingeschrieben 
- RA BB___, eingeschrieben 
- Kantonsgericht AR, Trogen, intern (K3Z 14 17) 

 
 
 
Der Obergerichtspräsident: 
 
 
lic. iur. Ernst Zingg 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
lic. iur. Barbara Schittli