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**Case Identifier:** 53146068-978f-5c41-811c-da984904765f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 25.08.2025 SST.2025.88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2025-88_2025-08-25.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

SST.2025.88 
(ST.2024.122; STA.2023.3510) 

 

 

Urteil vom 25. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichter Fedier 

Oberrichterin Vasvary 

Gerichtsschreiberin Gilgen 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, 

Seetalplatz, Bahnhofstrasse 4, 5600 Lenzburg  

 

 
    

Beschuldigter   A._____,  

geboren am tt.mm.1983, von Schmiedrued, 

[…] 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Stefan Galligani, 

[…] 

 

 
 

Gegenstand  Qualifiziert grobe Verletzung der Verkehrsregeln; Strafzumessung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 28. Mai 2024 erhob die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau gegen den 

Beschuldigten Anklage wegen qualifiziert grober Verletzung der Verkehrs-

regeln gemäss Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG (GA act. 1 f.). 

 

Ihm wurde vorgeworfen, er sei am Samstag, 20. Mai 2023 um 12.50 Uhr 

mit seinem Personenwagen BMW M140i, AG aaa, in 5024 Küttigen auf der 

Staffeleggstrasse in Fahrtrichtung Frick nach einem Überholmanöver auf 

einer dort zweispurig geführten Fahrbahn mit einer Geschwindigkeit von 

148 km/h (nach einem Toleranzabzug von 5 km/h) statt der erlaubten 80 

km/h gefahren und habe damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 68 

km/h überschritten. 

 

2. 

Das Bezirksgericht Aarau fällte am 14. November 2024 folgendes Urteil:  

 

1. 
Der Beschuldigte ist schuldig: 
-  der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG 

i.V.m. Art. 90 Abs. 3ter SVG, Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG und Art. 32 Abs. 2 SVG sowie Art. 
4a Abs. 1 lit. b VRV. 

 
2. 
2.1. 
Der Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziff. 1 erwähnten Bestimmungen und gestützt 
auf Art. 34 StGB und Art. 47 StGB zu 180 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Der Tagessatz 
wird auf Fr. 190.00 festgesetzt. Die Geldstrafe beläuft sich auf Fr. 34'200.00. 
 
2.2. 
Dem Beschuldigten wird gestützt auf Art. 42 StGB für die Geldstrafe der bedingte 
Strafvollzug gewahrt. Die Probezeit wird gestützt auf Art. 44 Abs. 1 StGB auf 4 Jahre 
festgesetzt. 
 
Der Beschuldigte wird entsprechend der Vorschrift von Art. 44 Abs. 3 StGB über die 
Bedeutung und die Folgen der bedingten Strafe aufgeklärt. Wenn er sich bis zum Ablauf 
der Probezeit bewährt, d.h. keine Verbrechen oder Vergehen mehr begeht, so wird gemäss 
Art. 45 StGB die aufgeschobene Strafe nicht mehr vollzogen. Begeht er aber während der 
Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 
Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht die bedingte Strafe (Art. 46 Abs. 1 StGB). 
 
3. 
3.1. 
Der Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziff. 1 erwähnten Bestimmungen und gestützt 
auf Art. 106 StGB i.V.m. Art. 42 Abs. 4 StGB zu einer Busse von Fr. 3'000.00 verurteilt. 
 
3.2. 
Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so wird eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen 
vollzogen. 
 

 - 3 - 

 

 

4. 
4.1. 
Die Verfahrenskosten bestehen aus: 
a) der Gerichtsgebühr von Fr.  2'500.00 
b) der Anklagegebühr von Fr.  2’650.00 
c) den Kosten für die amtliche Verteidigung von Fr.  6'296.60 
d) andere Auslagen Fr.  249.80 

Total  Fr.  11'696.40 
 
Dem Beschuldigten werden die Gerichtsgebühr und die Anklagegebühr sowie die Kosten 
gemäss lit. d) im Gesamtbetrag von Fr. 5'399.80 auferlegt. 
 
4.2. 
Die Kosten für die amtliche Verteidigung von Fr. 6'296.60 (inkl. Fr. 462.30 MwSt.) werden 
einstweilen von der Gerichtskasse bezahlt. Der Beschuldigte ist verpflichtet, dem Kanton 
Aargau die Kosten für die amtliche Verteidigung zurückzuzahlen, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

 
2.1. 

Mit Berufungserklärung vom 10. April 2025 beantragte die Staatsanwalt-

schaft, der Beschuldigte sei in Abänderung der Ziff. 2 des vorinstanzlichen 

Urteilsdispositivs zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten, 

Probezeit 4 Jahre, zu verurteilen (Berufungserklärung S. 1). 

 

2.2. 

Die Staatsanwaltschaft reichte am 14. Mai 2025 vorgängig zur Berufungs-

verhandlung eine schriftlichen Berufungsbegründung ein. 

 

2.3. 

Der Beschuldigte reichte am 4. Juni 2025 eine Berufungsantwort ein und 

beantragte, die Berufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen. 

 

2.4. 

Die Berufungsverhandlung fand am 25. August 2025 statt.  

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich einzig gegen die 

Bemessung der Strafe (Art. 399 Abs. 3 lit. a und Abs. 4 lit. b StPO). Die 

Staatsanwaltschaft beantragt anstatt einer bedingten Geldstrafe eine 

bedingte Freiheitsstrafe. In den übrigen Punkten ist das vorinstanzliche 

Urteil unangefochten geblieben und deshalb nicht zu überprüfen (Art. 404 

Abs. 1 StPO). 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

2.1. 

Der Beschuldigte hat sich der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrs-

regeln durch besonders krassen Missachtung der zulässigen Höchst-

geschwindigkeit gemäss Art. 90 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 lit. c SVG schuldig 

gemacht, wofür er angemessen zu bestrafen ist. 

 

2.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 IV 

217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.). Darauf kann ver-

wiesen werden. 

 

2.3. 

2.3.1. 

Geschütztes Rechtsgut beim Tatbestand der qualifiziert groben Verletzung 

der Verkehrsregeln ist die Verkehrssicherheit sowie Leib und Leben der 

Verkehrsteilnehmer. Art. 90 Abs. 3 SVG setzt keine konkrete Gefährdung 

des Lebens voraus, jedoch eine gegenüber Art. 90 Abs. 2 SVG gesteigerte, 

sozusagen qualifiziert erhöhte abstrakte Gefahr. Der Tatbestand von 

Art. 90 Abs. 3 SVG normiert somit ein abstraktes Gefährdungsdelikt, wobei 

das Gefährdungselement der Intensität und dem Ausmass des Risikos 

nach qualifiziert wird und ein Erfolgseintritt naheliegen muss. 

 

Der Tatbestand der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln 

gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG sieht eine Freiheitsstrafe von einem bis zu vier 

Jahren vor. Ist der Täter innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Tat nicht 

wegen eines Verbrechens oder Vergehens im Strassenverkehr mit ernstli-

cher Gefahr für die Sicherheit anderer, respektive mit Verletzung oder 

Tötung anderer verurteilt worden, kann er bei Widerhandlungen gemäss 

Art. 90 Abs. 3 SVG mit Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren oder Geldstrafe 

bestraft werden (Art. 90 Abs. 3ter SVG). Diese Bestimmung ist zwar erst seit 

dem 1. Oktober 2023 in Kraft, kommt aber als milderes Recht vorliegend 

zur Anwendung (Art. 102 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 StGB). Vor 

Vorinstanz wurde die Anwendbarkeit von Art. 90 Abs. 3ter SVG durch die 

Staatsanwaltschaft noch bestritten (vgl. GA act. 109 ff.). Nachdem die 

Vorinstanz die Anwendbarkeit dieser Norm bejaht hat, ist dies im 

Berufungsverfahren auch von der Staatsanwaltschaft anerkannt worden 

(Berufungsbegründung S. 2, Plädoyernotizen Berufungsverhandlung S. 1 

ff.), was sich als korrekt erweist. Der Beschuldigte hat keine ent-

sprechenden Vorstrafen (vgl. aktueller Strafregisterauszug) und gilt damit 

als Ersttäter im Sinne von Art. 90 Abs. 3ter SVG. Die drei im Auszug über 

Administrativmassnahmen aufgeführten Übertretungen schliessen die 

Anwendbarkeit von Art. 90 Abs. 3ter SVG gemäss dem klaren Wortlaut nicht 

aus, zumal sie keinen Eingang ins Strafregister genommen haben (zum 

Ganzen: BGE 150 IV 481 und BGE 151 IV 88). Art. 90 Abs. 3ter SVG ist 

 - 5 - 

 

 

nach dem Ausgeführten somit anwendbar, sodass das Obergericht 

vorliegend nicht an die Mindeststrafe von Art. 90 Abs. 3 SVG gebunden ist. 

Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Anwendbarkeit von Art. 90 Abs. 

3ter SVG – wie auch bei Strafmilderungsgründen allgemein – nicht dazu 

führt, dass die Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe zwingend zu 

unterschreiten ist. Auch besteht kein Anspruch darauf, als Ersttäter bloss 

mit einer Geldstrafe bestraft zu werden. Das Obergericht hat die Strafe 

vielmehr nach dem Verschulden unter Berücksichtigung des erweiterten 

Strafrahmens festzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 6B_929/2024 vom 

10. April 2025 E. 3.4 mit Hinweisen). 

 

Der Beschuldigte ist am Samstag, 20. Mai 2023 um 12.50 Uhr mit seinem 

Personenwagen BMW M140i, AG aaa, in Küttigen auf der Staffelegg-

strasse in Fahrtrichtung Frick nach einem Überholmanöver mit einer 

Geschwindigkeit von 148 km/h (nach einem Toleranzabzug von 5 km/h) 

statt der erlaubten 80 km/h gefahren, und hat damit die zulässige 

Höchstgeschwindigkeit um 68 km/h überschritten. Er hat das genannte 

Überholmanöver durchgeführt, als die Fahrbahn zweispurig geführt worden 

ist und hat hierfür auf die dafür vorgesehene Überholspur gewechselt, 

wobei er kurz nach dem Überholmanöver wieder auf die rechte Fahrbahn 

gewechselt hat. Die Geschwindigkeitsüberschreitung ist gemessen 

worden, als er sich wieder auf der rechten Fahrbahn befunden hatte (Foto-

aufnahme der Geschwindigkeitsmessung in UA act. 40). 

 

Der gefahrenen Geschwindigkeit kommt im Rahmen der Strafzumessung 

bei Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG eine bedeutende Rolle zu, was sich bereits 

daraus ergibt, dass diese von Gesetzes wegen für die Frage des Vorlie-

gens einer qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln entscheidend 

ist. Mit anderen Worten nimmt mit steigender Fahrgeschwindigkeit gemäss 

der Gesetzeskonzeption notwendigerweise auch das (abstrakte) Unfall-

risiko und folglich die Gefährdung des geschützten Rechtsguts zu. 

Zusätzlich risikoerhöhende Umstände können – nebst speziellen Fahr-

manövern und konkreten Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer oder 

Fussgänger – insbesondere auch die Strassen- und Sichtverhältnisse, die 

Dauer der Geschwindigkeitsüberschreitung sowie das Verkehrsauf-

kommen sein (Urteil des Bundesgerichts 6B_1358/2017 vom 11. März 

2019 E. 3.2 und 5).  

 

Der Beschuldigte hat den Grenzwert von 60 km/h für das Vorliegen einer 

besonders krassen Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit 

gemäss Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG mit 8 km/h über dem Grenzwert vorliegend 

nicht nur knapp, sondern deutlich überschritten. Weitere risikoerhöhende 

Umstände sind vorliegend jedoch nicht auszumachen. Die gemessene 

Geschwindigkeitsüberschreitung ist nach einem zuvor durchgeführten 

Überholmanöver erfolgt. Der Beschuldigte hat hierzu angegeben, dass das 

vor ihm fahrende Fahrzeug seit dem Kreisel in Küttigen vor ihm gefahren 

 - 6 - 

 

 

sei und dabei zu langsam gefahren sei, im Bereich der Höchstgeschwindig-

keit von 80 km/h sei es lediglich mit rund 60 km/h gefahren. Als die 

Fahrbahn zweispurig geworden sei, habe er deshalb die Chance ergriffen 

und das Fahrzeug überholt. Unter diesen Umständen ist das Überhol-

manöver nicht als risikoerhöhender Umstand zu werten. Der Beschuldigte 

hat das Überholmanöver zu Beginn der zweispurig geführten Fahrbahn auf 

der dafür vorgesehenen Überholspur vorgenommen. Es ist somit nicht so, 

dass der Lenker des überholten Fahrzeugs mit besonders hoher 

Geschwindigkeit oder zu einem Zeitpunkt, in dem er nicht damit hätte 

rechnen müssen, überholt worden ist. Mithin ist von einem gefahrlos 

stattgefunden Überholmanöver auszugehen. Dass der Beschuldigte die 

Geschwindigkeit danach, als er sich wieder auf der Normalspur befunden 

hatte, massiv überschritten hat, ändert daran nichts. Auf der Fotoaufnahme 

ist weiter ersichtlich, dass dem Beschuldigten im Zeitpunkt der 

Geschwindigkeitsüberschreitung ein Fahrzeug auf der entgegengesetzten 

Fahrbahn entgegengekommen ist. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass 

sich zwischen dem Beschuldigten und diesem Fahrzeug eine ganze 

Fahrbahn und damit ein grosser Abstand befunden hat, so dass darin kein 

risikoerhöhender Umstand in relevantem Ausmass zu erblicken ist, zumal 

für den Lenker des entgegenkommenden Fahrzeugs keine konkrete 

Gefährdung bestanden hat. Weitere Verkehrsteilnehmer sind auf der Foto-

aufnahme nicht ersichtlich und waren gemäss den Aussagen des 

Beschuldigten auch nicht vor Ort (Protokoll Berufungsverhandlung S. 5). 

Die blosse Anwesenheit der 7-jährigen Tochter im Auto des Beschuldigten 

(UA act. 25) führt ebenfalls noch nicht zu einer zusätzlichen Erhöhung der 

zur Erfüllung des Tatbestands erforderlichen qualifiziert erhöhten 

abstrakten Gefahr. Von einem zusätzlichen risikoerhöhenden Umstand 

wäre nur dann auszugehen, wenn der Beschuldigte bei seiner massiven 

Geschwindigkeitsüberschreitung durch seine Tochter abgelenkt gewesen 

wäre oder sich mit dieser gestritten hätte, was die von ihm insbesondere 

bei hohen Geschwindigkeiten ausserorts abverlangte Aufmerksamkeit 

unweigerlich reduziert hätte. Eine solche Ablenkung wird dem 

Beschuldigten in der Anklage aber nicht vorgeworfen und ist auch nicht 

ersichtlich. Stattdessen hat der Beschuldigte ausgeführt, seine Tochter 

habe die Geschwindigkeit – wie auch er selbst – lustig gefunden und habe 

gelacht (Protokoll Berufungsverhandlung S. 4 ff.). Weiter dürfte die 

Geschwindigkeitsüberschreitung nur von kurzer Dauer gewesen sein, da 

die Höchstgeschwindigkeit noch vor der Passhöhe auf 60 km/h reduziert 

wird und der Beschuldigte dort – nach eigenen Angaben – abgebremst 

habe (Protokoll Berufungsverhandlung S. 6). Der betroffene Strecken-

abschnitt ist zudem trotz Steigung vergleichsweise übersichtlich, es 

bestehen namentlich keine Einmündungen, auch ein Trottoir gibt es nicht, 

weshalb nicht mit Fussgängern zu rechnen ist. Auch handelt es sich um 

kein Gebiet, in dem typischerweise mit dem unerwarteten Auftreten von 

Wild zu rechnen wäre. Der Beschuldigte hat ausgeführt, die Strecke gut zu 

kennen (UA act. 30, Protokoll Berufungsverhandlung S. 5). Die Sicht- und 

 - 7 - 

 

 

Wetterverhältnisse zur Tatzeit waren gut und es hat kein besonders hohes 

Verkehrsaufkommen geherrscht. Diese Umstände wirken sich neutral aus 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_180/2023 vom 27. Juni 2024 E. 3.2 mit 

Hinweisen). 

 

Neben der überhöhten Geschwindigkeit lagen bei der Fahrt des 

Beschuldigten somit keine risikoerhöhenden Umstände vor bzw. hat sich 

die Raserfahrt in der blossen Geschwindigkeitsüberschreitung erschöpft. 

Die vom Tatbestand geforderte qualifizierte erhöhte abstrakte Gefahr für 

einen Unfall mit Schwerverletzten und Toten wurde somit nicht zusätzlich 

erhöht. Insbesondere wurden keine Personen konkret gefährdet. Ins-

gesamt ist von einer vergleichsweise noch leichten Gefährdung der vom 

Tatbestand der qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung erfassten 

Geschwindigkeitsüberschreitungen auszugehen. 

 

Dies ändert nichts daran, dass der Beschuldigte leichtfertig und 

verantwortungslos gehandelt hat. Nachdem er zunächst angegeben hatte, 

er sei nach dem Überholmanöver zu schnell gefahren, da er sein Fahrzeug, 

das er erst zwei oder drei Monate gehabt habe, stärker auf Beschleunigung 

reagiert habe, als er gedacht habe (GA act. 102 ff., UA act. 29), hat er 

anlässlich der Berufungsverhandlung eingeräumt, aus Spass an der 

Geschwindigkeit zu schnell gefahren zu sein (Protokoll Berufungs-

verhandlung S. 4). Es war ihm damit bewusst, dass er massiv zu schnell 

gefahren ist, und er wollte dies auch. Beim Vorbringen, dass er die 

Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs noch nicht habe einschätzen können, 

handelt es sich um eine offensichtliche Schutzbehauptung. Es würde dies 

aber auch gar nichts an seiner Verantwortung als Fahrzeuglenker eines 

Motorfahrzeugs ändern, da ein solcher über die dazu notwendige Fahr-

eignung und Fahrkompetenz verfügen muss, wozu auch die Einhaltung der 

zulässigen Höchstgeschwindigkeit gehört (vgl. Art. 14 SVG). Der 

Beschuldigte hätte die zulässige Höchstgeschwindigkeit ohne Weiteres 

einhalten können, zumal das Überholmanöver bereits abgeschlossen war. 

Mithin hat er hinsichtlich der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung 

über ein sehr hohes Mass an Entscheidungsfreiheit verfügt, was sich 

verschuldenserhöhend auswirkt (vgl. BGE 117 IV 112 E. 1; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.4.3).  

 

Insgesamt ist in Bezug auf die qualifiziert grobe Verletzung der Verkehrs-

regeln durch besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchst-

geschwindigkeit von einem noch vergleichsweisen leichten Tatverschulden 

und – in Relation zum Strafrahmen von Geldstrafe (siehe dazu oben) oder 

Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren und den davon erfassten qualifiziert 

groben Verkehrsregelverletzungen – von einer dem Tatverschulden ange-

messenen (bedingten) Geldstrafe von 180 Tagessätzen sowie einer 

Verbindungsbusse als in ihrer Gesamtheit angemessene Sanktion aus-

zugehen.  

 - 8 - 

 

 

Auch wenn beim Strafmass der Vergleich mit anderen Fällen heikel ist, weil 

die auf das Verschulden ausgerichtete Strafe der vom Gesetzgeber 

gewollten Individualisierung entspricht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_612/2024 vom 18. September 2024 E. 1.6.1, nicht publ. in BGE 151 IV 

8), so zeigt sich doch, dass die Ausfällung einer Geldstrafe in vergleich-

baren Fällen besonders krasser Missachtung der zulässigen Höchst-

geschwindigkeit ohne zusätzliche risikoerhöhende Umstände im Einklang 

mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu stehen scheint (vgl. BGE 

150 IV 481 und BGE 151 IV 88). Hierbei ist nicht entscheidend, dass es 

sich vorliegend – anders als in den zitierten Urteilen des Bundesgerichts – 

nicht um eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Autobahn 

gehandelt hat, denn nach der gesetzlichen Konzeption von Art. 90 Abs. 3 ter 

SVG wird der ordentliche Strafrahmen unabhängig davon, wo sich die 

qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung durch besonders krasse Miss-

achtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zugetragen hat, nach unten 

geöffnet. Eine Geldstrafe muss deshalb – wenn es das Verschulden 

aufgrund des Fehlens risikoerhöhender Umstände zulässt – grundsätzlich 

auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen im Innerorts- und Ausserorts-

bereich möglich sein. Im Übrigen wiegen den Tatbestand der qualifiziert 

groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 SVG 

erfüllende Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Autobahnen aufgrund 

der generell hohen gefahrenen Geschwindigkeiten und den damit einher-

gehenden Risiken auch nicht per se leichter als solche auf Inner- und 

Ausserortsstrecken. 

 

2.3.2. 

Hinsichtlich der Täterkomponente ergibt sich Folgendes: Der Beschuldigte 

ist vorbestraft, er wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-

Kulm vom 31. August 2016 wegen einer Widerhandlung gegen das 

Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz zu einer 

bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 120.00, Probezeit 3 Jahre, 

und einer Busse von Fr. 600.00 verurteilt (vgl. aktueller Strafregister-

auszug). Es handelt sich dabei jedoch um eine schon länger zurück-

liegende Strafe im eigentlichen Bagatellbereich, welche zum vorliegenden 

Delikt zudem nicht einschlägig ist. Diese Vorstrafe ist somit nur sehr leicht 

straferhöhend zu berücksichtigen. Anderseits kann das Wohlverhalten des 

Beschuldigten seit seinem Geschwindigkeitsexzess nicht strafmindernd 

berücksichtigt werden, denn ein solches wird allgemein erwartet und vor-

ausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_291/2017 vom 16. Januar 

2018 E. 2.2.4). 

 

Der Beschuldigte hat sich von Beginn an geständig gezeigt (vgl. UA act. 

32). Ein Abstreiten der besonders krassen Missachtung der zulässigen 

Höchstgeschwindigkeit wäre unter den vorliegenden Umständen aber auch 

schlicht sinnlos gewesen, nachdem die entsprechende Geschwindigkeits-

überschreitung gemessen und er als Fahrzeuglenker angehalten werden 

 - 9 - 

 

 

konnte. Sodann ist von einer nicht unerheblichen Einsicht und Reue 

auszugehen. So hat der Beschuldigte ausgeführt, er fahre seit der 

Verkehrstherapie bewusster und sicherer und halte sich an das, was 

angeschrieben sei und er wolle nie mehr etwas Vergleichbares [wie die 

vorliegend zu beurteilende massive Geschwindigkeitsüberschreitung] 

machen (Protokoll Berufungsverhandlung S. 3 ff.). Das anlässlich der 

Berufungsverhandlung eingereichte verkehrspsychologische Gutachten 

von B._____ vom 15. Mai 2024, welches nach 12 Stunden Verkehrs-

therapie des Beschuldigten erstellt worden ist, bestätigt diese 

Ausführungen den Beschuldigten. Im Gutachten wird eine charakterliche 

Nichteignung des Beschuldigten verneint. Es wird ihm attestiert, dass er 

seine Vorgeschichte im Strassenverkehr, sein früheres Verhalten und die 

eigenen Hintergründe genügend selbstkritisch reflektiert und aufgearbeitet 

habe. Er zeige ein adäquates Verantwortungs-, Gefahren-, und Problem-

bewusstsein. Er habe notwendige Veränderungen eingeleitet und sinnvolle 

Vorsätze gefasst. Die Fahreignung könne somit bejaht werden (Gutachten 

S. 8 siehe Beilage zum Protokoll Berufungsverhandlung). Gestützt auf 

dieses verkehrspsychologische Gutachten wurde dem Beschuldigten der 

Führerausweis ohne Auflagen wiedererteilt (Verfügung des Strassen-

verkehrsamts des Kantons Aargau vom 29. Mai 2024; siehe Beilage zum 

Protokoll Berufungsverhandlung). Es wird sich aufgrund des sehr grossen 

Masses an Entscheidungsfreiheit, über welches der Beschuldigte hinsicht-

lich seiner Geschwindigkeitsüberschreitung verfügt hat, zwar noch weisen 

müssen, wie nachhaltig diese Einsicht und Reue ist. Dennoch wirken sich 

diese Faktoren leicht strafmindernd aus. 

 

Aus den persönlichen Verhältnissen des 42-jährigen Beschuldigten 

ergeben sich keine für die Strafzumessung relevanten Faktoren. Er ist 

geschieden und Vater einer Tochter (Jahrgang 2015), die bei der Mutter 

lebt, ihn regelmässig besucht und bei ihm übernachtet und für die er 

Unterhalt bezahlt. Er arbeitet als Informatiker bei der C. AG._____. Diese 

persönlichen Umstände begründen keine erhöhte Strafempfindlichkeit, 

zumal sich eine solche nur bei aussergewöhnlichen Umständen, die hier 

nicht vorliegen, bejahen lässt (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen). 

 

Die Täterkomponente wirkt sich insgesamt neutral auf die Strafe aus. 

 

2.4. 

Der Beschuldigte macht keine massgeblich veränderten Umstände geltend 

und solche sind gestützt auf seine Aussagen und die eingereichten 

Unterlagen auch nicht ersichtlich, so dass es mit der von der Vorinstanz auf 

Fr. 190.00 festgesetzten Tagessatzhöhe (siehe E. 7 des vorinstanzlichen 

Urteils) sein Bewenden hat.  

 

 - 10 - 

 

 

2.5. 

Die Gewährung des bedingten Strafvollzugs, die auf vier Jahre festgesetzte 

Probezeit, die Verbindungsbusse von Fr. 3'000.00 und die Ersatzfreiheits-

strafe von 15 Tagen sind mit Berufung nicht angefochten worden, womit es 

sein Bewenden hat. 

 

2.6. 

Zusammengefasst ist der Beschuldigte mit einer bedingten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen à Fr. 190.00, d.h. Fr. 34'200.00, Probezeit vier Jahre, 

sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 3'000.00, ersatzweise 15 Tage 

Freiheitsstrafe, zu bestrafen. Die Berufung der Staatsanwaltschaft erweist 

sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

3. 

3.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft ist abzuweisen, weshalb die ober-

gerichtlichen Verfahrenskosten vollumfänglich auf die Staatskasse zu 

nehmen sind. 

 

3.2. 

Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage (BGE 147 IV 

47). Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten ist für das Berufungs-

verfahren gestützt auf die von ihm anlässlich der Berufungsverhandlung 

eingereichte Kostennote, angepasst an die effektive Dauer der Berufungs-

verhandlung und in Anwendung des korrekten Stundensatzes von 

Fr. 220.00, mit gerundet Fr. 3'145.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 

aus der Staatskasse zu entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 

Abs. 1 und 3bis AnwT; § 13 AnwT). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten nicht zurückzufordern (Art. 135 

Abs. 4 StPO e contrario). 

 

3.3. 

Nachdem das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich des Schuldpunkts nicht 

angefochten wurde und der Beschuldigte im erstinstanzlichen Verfahren 

schuldig gesprochen worden ist, ist die vorinstanzliche Kostenverlegung 

nach wie vor korrekt (Art. 428 Abs. 3 i.V.m. Art. 426 Abs. 1 StPO). Die 

erstinstanzlichen Verfahrenskosten sind ihm demnach vollumfänglich auf-

zuerlegen. 

 

3.4. 

Die dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche Verfahren zuge-

sprochene Entschädigung ist nicht angefochten worden, weshalb im 

 - 11 - 

 

 

Berufungsverfahren nicht mehr darauf zurückzukommen ist (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

 

4. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 Abs. 1 

StPO, Art. 81 StPO).  

 

  

 - 12 - 

 

 

   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der Beschuldigte ist der qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung 

gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG schuldig. 

 

2. 

Der Beschuldigte wird hierfür gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG sowie in 

Anwendung von Art. 90 Abs. 3ter SVG, Art. 102 Abs. 1 SVG, Art. 47 StGB, 

Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 4 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 106 

StGB 

 

zu einer bedingten Gelstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 190.00, d.h. 

Fr. 34'200.00, Probezeit 4 Jahre,  

 

und zu einer Busse von Fr. 3'000.00, ersatzweise 15 Tage Freiheitsstrafe, 

 

verurteilt. 

 

3. 

3.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse 

genommen. 

 

3.2. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des 

Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Entschädigung von 

Fr. 3'145.00 auszurichten.  

 

4. 

4.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 5'399.80 (inkl. Anklage-

gebühr von 2'650.00) werden dem Beschuldigten auferlegt. 

 

4.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche 

Verfahren eine Entschädigung von Fr. 6'296.60 auszurichten. 

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückverlangt, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.  

 

  

 - 13 - 

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 

 
   

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe 

(Art. 44 Abs. 3 StGB) 

 

Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgeschoben. 

Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. Hat 

sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe 

nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht zu 

bezahlen bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der 

Probezeit aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 

Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 

Abs. 1 StGB).  

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 25. August 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

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