# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 118f6ca8-392f-5871-be37-dc9f417360ce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.04.2016 IV 2014/217
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-217_2016-04-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/217

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 26.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 26.04.2016
Art. 16 und 43 ATSG, Art. 28 IVG. Würdigung eines Gerichtsgutachtens und 
der übrigen medizinischen Aktenlage. Rentenzusprache (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. April 2016, IV 
2014/217).

Besetzung

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Ralph Jöhl,

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin

Nadja Francke Zubair

Geschäftsnr.

IV 2014/217

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, 8280 Kreuzlingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A. 

A.___ meldete sich am 7. September 2007 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (vgl. IV-act. 1). 

Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Abklärungen wies die IV-Stelle mit einer Verfügung 

vom 2. Dezember 2011 einen Rentenanspruch des Versicherten ab. Zur Begründung 

führte sie im Wesentlichen an, dass beim Versicherten ein syndromales 

Schmerzgeschehen vorliege, dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung vermutungsweise willentlich überwindbar seien. 

Die beim Versicherten gleichzeitig gestellte Diagnose einer depressiven Störung 

begründe keine erhebliche psychische Komorbidität, da sich die Depression einerseits 

reaktiv aus dem anhaltenden Schmerzgeschehen entwickelt habe und andererseits 

durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursacht sei (vgl. IV-act. 119). Die gegen 

diese Verfügung erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen mit Entscheid vom 5. November 2013, IV 2012/22, gut und sprach dem 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) eine ganze Rente mit Wirkung ab 1. 

März 2008 zu. In den Erwägungen wurde ausgeführt, es ergebe sich insbesondere aus 

den beiden psychiatrischen Fachgutachten von B.___, dass beim Beschwerdeführer 

die depressive Störung das Grundleiden sei und dass die Schmerzen vor allem auf 

dieses depressive Leiden zurückzuführen seien. Aus diesem Grund sei die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den somatoformen Schmerzstörungen und 

vergleichbaren syndromalen Beschwerdebildern ohne organische Grundlage nicht 

anwendbar. Die depressive Störung des Beschwerdeführers sei ein eigenständiges 

Leiden und begründe eine dauernde, IV-rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit. Gegen 

diesen Entscheid erhob die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Beschwerde 

an das Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 27. März 2014, 

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8C_911/2013, teilweise gut, hob den kantonalen Entscheid auf und wies die Sache zur 

neuen Entscheidung an das Versicherungsgericht zurück. In seinen Erwägungen hielt 

das Bundesgericht u.a. fest, dass es in den vorliegenden medizinischen Unterlagen 

zahlreiche Anhaltspunkte gebe, welche für das Vorliegen einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung sprächen. Angesichts der von mehreren Ärzten 

vorbehaltlos gestellten entsprechenden Diagnose hätte die Vorinstanz nicht einzig 

aufgrund der abweichenden Auffassung von B.___ dessen – kaum einleuchtend und 

nachvollziehbar begründeter – medizinischer Beurteilung folgen dürfen. Weil die in den 

ärztlichen Unterlagen verschiedentlich diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung 

kaum je einlässlicher begründet worden sei, das Gleiche aber auch für deren 

Verneinung und das durch B.___ in den Vordergrund gerückte depressive 

Beschwerdebild gelte, erscheine diesbezüglich ein abschliessender gerichtlicher 

Entscheid aufgrund der aktuellen Aktenlage als ausgeschlossen. Das kantonale Gericht 

habe die noch notwendigen Erhebungen zur Klärung des medizinischen Sachverhalts 

zu veranlassen (act. G 1). Zum Sachverhalt ist im Übrigen auf die beiden genannten 

Gerichtsentscheide zu verweisen.   

B.   

B.a  Das Versicherungsgericht veranlasste daraufhin eine psychiatrische Begutachtung 

des Beschwerdeführers bei der asim (Academy of Swiss Insurance Medicine) 

Begutachtung des Universitätsspitals Basel. Zu den vorgesehenen Gutachterfragen 

wurde den Parteien das rechtliche Gehör gewährt (act. G 6). Unter Berücksichtigung 

der Stellungnahmen beider Parteien (act. G 7, G 9) erteilte das Versicherungsgericht 

der asim Begutachtung am 27. August 2014 den Begutachtungsauftrag (act. G 10).

B.b Die asim Begutachtung erstattete das Gutachten am 21. August 2015 (act. G 17). 

Die Gutachterin C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte als 

Diagnosen eine mittel bis schwere depressive Episode, differentialdiagnostisch: den 

Verdacht auf eine organische Überlagerung einer affektiven Störung mit somatischem 

Syndrom und mit Somatisierung sowie eine Opioidabhängigkeit. Zu der Frage nach 

dem Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung hielt die Gutachterin 

fest, dass eine affektive Störung diagnostiziert werde und die berichteten somatischen 

Beeinträchtigungen darunter eingeordnet würden. Weiter führte sie aus, dass es sich 

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bei der affektiven Störung um eine eigenständige krankheitswertige psychiatrische 

Störung handle. Diese habe primär bestanden und erst im Krankheitsverlauf seien die 

Klagen über Schmerzen in den ärztlichen Fokus getreten. Die psychosozialen Faktoren 

seien bei inzwischen mehrjährigem Verlauf als die depressive Störung 

aufrechterhaltend, jedoch nicht als auslösend zu bewerten. Zum zeitlichen Verlauf der 

Erkrankung sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hielt die Gutachterin 

fest, dass nach dem Unfall im März 2007 zunächst die depressiven Symptome das 

Störungsbild dominiert hätten und die Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung 

nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. Retrospektiv könne eine mindestens 

mittelgradig depressive Episode diagnostiziert werden. Somatische Beschwerden seien 

zu Beginn präzise und differenziert geschildert worden. Erst im Verlauf fände sich dann 

ein ausgestaltetes Verhalten des Beschwerdeführers. Eine mittelgradige depressive 

Episode werde mit einer 50%igen Einschränkung der Alltagsbewältigung gleichgesetzt 

und beinhalte, dass das Leistungsvermögen (Arbeitsfähigkeit) auf 50% reduziert sei. 

Eine entsprechende Einschätzung lasse sich dem Entlassungsbericht der 

psychosomatischen Rehabilitationsklinik entnehmen (Bericht der Klinik Valens vom 21. 

Juni 2007, IV-act. 18-22 ff.). Somit werde die Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt konsistent mit 50% beurteilt. In der weiteren 

Dokumentation trete zunehmend ein ausgeweitetes demonstratives Verhalten in den 

Vordergrund. Das Verhalten habe Schmerzerleben, Bewegungsstörungen, aber auch 

vegetative Symptome beinhaltet, die möglicherweise auf pharmakogene Effekte 

zurückzuführen seien, durchgehend begleitet von einer deutlich affektiven 

Beeinträchtigung. Die konsistent beschriebene deutlich depressive Symptomatik sei 

weiterhin erheblich ausgeprägt, wenn auch durch Ausdruckverhalten erkennbar 

überzeichnet gewesen. Das Verhalten werde als Folge der deutlich ausgeprägten 

affektiven Beeinträchtigung und nicht als primäre somatoforme Schmerzstörung 

bewertet. Unter Würdigung der Vorakten und Berücksichtigung der eigenen aktuellen 

Befunderhebung könne retrospektiv eine konsistente Einschätzung der 

Leistungsfähigkeit aufgrund der mittelschweren Depression von 50% für den Zeitraum 

ab der Entlassung aus der Klinik Valens am 25. Juni 2007 bis 19. Mai 2008 

gutachterlich bestätigt werden. Davor habe im Rahmen der teilweise stationären 

Therapien eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem Unfallzeitpunkt am 2. März 2007 

bestanden. Nachdem der Beschwerdeführer am 19. Mai 2008 einen anteroseptalen 

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Herzinfarkt erlitten habe, hätten die behandelnden Ärzte konsistent eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes beschrieben. Übereinstimmend mit 

diesen Vorbeurteilungen werde die Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes seit Mai 2008 im Zusammenhang mit dem erlittenen Herzinfarkt 

als erwiesen erachtet. Seither bestehe anhaltend eine gravierende Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von 100% aufgrund der nun schweren Depression. Aus psychiatrischer 

Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und auch keine 

Belastbarkeit für berufliche Massnahmen. Der Zustand sei chronifiziert. Zu den beiden 

psychiatrischen Fachgutachten von B.___ vom 13. März 2008 und 26. Mai 2010 hielt 

Gutachterin C.___ fest, dass aufgrund des Krankheitsverlaufes und der erheblichen 

Ausprägung der depressiven Symptomatik in beiden Gutachten die diagnostische 

Einordnung in eine affektive Störung erfolgt sei. B.___ habe beide Male eine mittel- bis 

schwergradig depressive Episode mit somatischem Syndrom diagnostiziert, was aus 

gegenwärtiger gutachterlicher Sicht nachvollzogen werden könne. Die dokumentierten 

Befunde hätten die Diagnosekriterien erfüllt. Die von B.___ im ersten Fachgutachten 

gemachte Arbeitsfähigkeitsschätzung von 40% habe auf einer prognostizierten 

Symptombesserung basiert. Die weitere Krankheitsentwicklung habe sich jedoch nicht 

entsprechend dieser Prognose gestaltet. Deshalb sei es nicht nachvollziehbar, dass 

B.___ im zweiten Fachgutachten weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von (nur) 60% 

ausgegangen sei. Schwere Depressionen gingen mit einer erheblichen 

Beeinträchtigung einher, wie es beim Beschwerdeführer sowohl in eigen- wie auch 

fremdanamnestischen Angaben nachvollziehbar und konsistent berichtet worden sei. 

Der von B.___ postulierte fluktuierende Verlauf sei womöglich durch organische 

Faktoren, welche den psychischen Symptomen unterlegt seien, verursacht. Trotz 

zeitweiliger Schwankungen leite sich daraus jedoch keine gravierende Veränderung der 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab (act. G 17).

B.c  In einer Stellungnahme vom 15. September 2015 führte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers aus, das asim-Gutachten erfülle die rechtsprechungsgemässen 

Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens, weshalb darauf 

abzustellen sei. Der invalidisierende Gesundheitsschaden mit erheblichen 

Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit sei ausgewiesen, so dass der 

Beschwerdeführer einen Rentenanspruch mit Wirkung ab 1. März 2008 (Ablauf des 

Wartejahres) habe. Spätestens ab 1. August 2008 (drei Monate nach der 

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Verschlechterung vom 19. Mai 2008) bestehe ein Anspruch auf eine ganze Rente (act. 

G 21).

B.d In einer Stellungnahme vom 24. September 2015 hielt die Beschwerdegegnerin 

fest, das asim-Gutachten weise verschiedene Schwächen und Unsicherheiten auf und 

schaffe in den wesentlichen Punkten keine Klarheit. Der Beschwerdeführer habe bei 

der Exploration stark beeinträchtigte kognitive Funktionen gezeigt, was eine 

zuverlässige Beurteilung wesentlich erschwert habe. Einerseits seien die gezeigten 

Einschränkungen kompatibel mit dem diagnostizierten schwergradigen Krankheitsbild, 

andererseits erinnere die Konstellation aber auch an Fälle, in denen eine bewusste 

Täuschung habe nachgewiesen werden können: Je weniger ein Explorand mit dem 

Experten zu kommunizieren in der Lage scheine, desto gravierender scheine das 

Störungsbild, desto weniger laufe aber auch ein Explorand mit Täuschungsabsicht 

Gefahr, durch nicht plausible Beschwerdeschilderungen das behauptete Krankheitsbild 

in Frage zu stellen. Vorliegend sei deshalb umso sorgfältiger auf Anzeichen einer 

möglichen Täuschung zu achten. Der Neuropsychologe sei im Rahmen der Testung 

zum Schluss gekommen, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit 

Verdeutlichungstendenzen das Gesamtergebnis der Untersuchungen gestalteten, und 

dass der Beschwerdeführer das beklagte Beschwerdebild überzeichne. Das 

“Nichtwissen“ des Beschwerdeführers wirke stereotyp, plakativ und in Bezug auf einige 

anamnestische Angaben unglaubwürdig. Mit der Frage nach dem Vorliegen von 

Aggravation seitens des Beschwerdeführers, wofür es in den medizinischen Akten 

einige Hinweise gebe (vgl. Berichte von Dr. D.___, Dr. E.___ und Dr. F.___), habe sich 

die Gutachterin nicht vertieft auseinandergesetzt, sondern habe die Problematik im 

Rahmen der affektiven Störung interpretiert. Darin sei ein wesentlicher Mangel zu 

sehen, denn praxisgemäss liege keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit 

die Leistungseinschränkung auf Aggravation beruhe. Die dem Versicherungsgericht im 

Vorfeld der Begutachtung eingereichten Ergänzungsfragen in Bezug auf die Validierung 

seien nicht in den Gutachterfragenkatalog aufgenommen worden. Das 

Versicherungsgericht habe es dem Gutdünken der Gutachterin überlassen, ob sie sich 

zu den Fragen äussern wolle. Da das Beweisthema vorliegend die Feststellung eines 

Gesundheitsschadens und den Nachweis einer Arbeitsunfähigkeit unter allen Aspekten 

umfasse, habe das Gericht nicht nur die Parteirechte der IV-Stelle, sondern auch den 

gesetzlichen Abklärungsauftrag verletzt. Diese Rechtsverletzung wirke sich konkret 

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aus, weil im Gutachten wesentliche Fragen offen geblieben seien. Im Weiteren gehe die 

Gutachterin von falschen Annahmen aus. Sie habe in Bezug auf die Laborwerte 

festgehalten, dass die nachgewiesenen Medikamentenspiegel für eine zuverlässige 

Medikamenteneinnahme sprächen. Es liege aber lediglich der Wert von Cipralex im 

therapeutischen Bereich, womit die Compliance entgegen der gutachterlichen 

Einschätzung in Frage zu stellen sei. Im gleichen Kontext habe die Gutachterin 

festgehalten, dass pharmakologische Effekte des Opioids auf Wachheit, Antrieb und 

Modulationsfähigkeit aufgrund der hohen Dosen Tramal nicht auszuschliessen seien. 

Tramal habe jedoch im Labor gar nicht nachgewiesen werden können, womit ein 

wesentlicher Erklärungsansatz für das Gebaren des Beschwerdeführers anlässlich der 

Begutachtung (und neuropsychologischen Untersuchung) wegfalle. Die Annahme der 

Gutachterin, wonach organische Faktoren als Mitursache den wellenförmigen Verlauf 

der psychischen Störung erklären könnten, werde durch die Vorberichte und die 

aktuellen Laborwerte nicht gestützt. Weiter sei der von der Gutachterin beschriebene 

Zusammenhang zwischen den kognitiven Einbussen und dem MRI-Befund als 

spekulativ zu betrachten, da der Befund von minimal progredienten supratentoriellen 

Marklagergliosen mikorangiopathischen Aspekts nicht gesichert, sondern nur fraglich 

sei und die Veränderungen ohnehin nur minimal seien. Aus den Versuchen der 

Gutachterin, die demonstrierten Einschränkungen des Beschwerdeführers durch 

Medikamentenkonsum und durch somatische Einflüsse zu erklären, ergebe sich, dass 

das Beschwerdebild aussergewöhnlich und erklärungsbedürftig sei. Da nun aber diese 

Erklärungen nicht zu überzeugen vermöchten, bleibe ein relevanter Erklärungsbedarf 

bestehen. Umso mehr dränge sich weiterhin die Frage auf, ob eine relevante 

bewusstseinsnahe Aggravation ausgeschlossen werden könne. Wenig überzeugend sei 

sodann die Herleitung der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachterin, wonach eine 

mittelgradige depressive Episode mit einer 50%igen Einschränkung der 

Alltagsbewältigung gleichgesetzt werde und beinhalte, dass das Leistungsvermögen 

auf 50% reduziert sei. Diese Darstellung sei in unhaltbarer Art schematisch und 

undifferenziert. Es werde nicht begründet, aufgrund welcher Ausfälle die 

Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei (act. G 22).

B.e  Zur Eingabe der Beschwerdegegnerin nahm der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers am 27. Oktober 2015 Stellung und brachte vor, dass die 

Beschwerdegegnerin trotz der im zeitlichen Verlauf beim Beschwerdeführer wiederholt 

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gestellten Diagnose einer mittelgradigen bis schweren depressiven Störung immer 

wieder den Vorwurf von Aggravation und Simulation erhebe. Der Beschwerdegegnerin 

gehe es nicht um die unabhängige Abklärung des Sachverhalts, sondern um die 

Untermauerung ihrer schon nach dem ersten, durch sie veranlassten polydisziplinären 

Gutachten vorgefassten Meinung, wonach der Beschwerdeführer seine 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen nur vorspiele. Auch nach Vorliegen von nunmehr 

drei einlässlichen fachärztlichen Gutachten halte die Beschwerdegegnerin an dieser 

Darstellung fest. Der Vorwurf der allfälligen bewussten Täuschung bzw. 

Täuschungsabsicht seitens des Beschwerdeführers bleibe eine reine Annahme, was 

zuvor auch schon das Standortgespräch vom 10. Februar 2011 gezeigt habe. 

Betreffend die neuropsychologische Abklärung sei zu ergänzen, dass diese im Rahmen 

der psychiatrischen Begutachtung zusätzlich vorgenommen worden sei und ihr kein 

Hauptgewicht zukomme. Die Testergebnisse seien im Gutachten mitberücksichtigt 

worden, womit die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene weitergehende 

Interpretation unbegründet sei. Im Übrigen stellten Symptomvalidierungstests gemäss 

dem Forschungsbericht Nr. 04/08 des Bundesamtes für Sozialversicherungen kein 

allgemein anerkanntes Abklärungsverfahren dar und seien nicht generell anwendbar. 

Da im vorliegenden Fall keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein 

vergleichbares syndromales Beschwerdebild vorliege, sei weder die alte (BGE 130 V 

352) noch die neue (BGE 141 V 281) diesbezügliche Rechtsprechung des 

Bundesgerichts anwendbar. Beim Beschwerdeführer sei – unter Berücksichtigung der 

neuropsychologischen Untersuchung inklusive zwölf Testverfahren – die Diagnose 

einer mittleren bis schweren depressiven Episode bestätigt worden. Bezüglich der 

Medikamenteneinnahme sei anlässlich der Begutachtung im Jahr 2008 Tramal im Blut 

des Beschwerdeführers festgestellt worden. Aus dem asim-Gutachten gehe nicht 

hervor, ob bei der Laboruntersuchung Tramal getestet worden sei. Die Gutachterin sei 

jedoch in Kenntnis der Laborwerte von einer zuverlässigen Medikamenteneinnahme 

ausgegangen, so dass die Beanstandung der Beschwerdegegnerin eine andere 

Beurteilung desselben Sachverhalts darstelle. Die im Gutachten erwähnten (möglichen) 

organischen Einflussfaktoren, namentlich hirnorganische Einflüsse, vaskuläre Prozesse 

und Hyperthyreose, seien ohne gravierende Veränderung der Leistungsfähigkeit bzw. 

nur als Differentialdiagnosen berücksichtigt worden. Die diesbezüglichen Einwände der 

Beschwerdegegnerin wirkten gesucht. Schliesslich sei die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

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der Gutachterin nicht – wie von der Beschwerdegegnerin dargestellt – isoliert erfolgt, 

sondern einerseits im nachvollziehbaren Zusammenhang mit den vorgängigen 

Fragenbeantwortungen zur Diagnostik, zur Überwindbarkeit und zum Verlauf, sowie 

andererseits in Auseinandersetzung mit den bisherigen gutachterlichen Beurteilungen 

(act. G 24). 

B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer weiteren 

Stellungnahme (act. G 26).

Erwägungen

1.

1.1  Nachdem das Bundesgericht den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 5. 

November 2013 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung und 

anschliessenden neuen Entscheidung an das kantonale Gericht zurückgewiesen hat, 

ist vorliegend erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu 

entscheiden. In Bezug auf die massgebenden Grundlagen zu Gesetzgebung und 

Rechtsprechung ist auf die einschlägigen Ausführungen in den erwähnten Entscheiden 

des Versicherungsgerichts, IV 2012/22, und des Bundesgerichts, 8C_911/2013, zu 

verweisen.

1.2  Für die vorliegende Beurteilung relevant ist lediglich der Sachverhalt, wie er sich 

bis zum Erlass der Verfügung vom 2. Dezember 2011 zugetragen hat (vgl. BGE 131 V 

242 E. 2.1; 121 V 362 E. 1b; Urteil des Bundesgerichts vom 8. November 2013, 

8C_308/2013, E. 3.2.2). Die Entwicklung seither, wozu auch die Ergebnisse einer 

allfällig – entsprechend der Vermutung des Rechtsvertreters – von der 

Beschwerdegegnerin durchgeführten Observation des Beschwerdeführers gehören 

würden, kann im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden. Einer unter 

Umständen vorliegenden erheblichen Änderung des Sachverhalts könnte die 

Beschwerdegegnerin im Rahmen eines von Amtes wegen einzuleitenden 

Revisionsverfahrens Rechnung tragen.  

2.

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2.1  Das Bundesgericht ist in seinem Entscheid davon ausgegangen, dass die 

vorhandenen Akten keine abschliessende Beurteilung der IV-rechtlich relevanten 

Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers zuliessen. Die in den ärztlichen Unterlagen verschiedentlich 

diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung sei ungenügend begründet; deren 

Vorliegen könne daher weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Gleiches gelte 

aber auch für die Annahme, das depressive Beschwerdebild stehe im Vordergrund; die 

medizinische Beurteilung des psychiatrischen Gutachters B.___ sei nicht 

nachvollziehbar.

2.2  Die asim-Gutachterin C.___ ist gemäss dem Gerichtsgutachten vom 21. August 

2015 zum Schluss gekommen, dass beim Beschwerdeführer eine mittel bis schwere 

depressive Episode vorliege. In Übereinstimmung mit der Beurteilung von B.___ hat 

auch die asim-Gutachterin die affektive Störung als das Hauptleiden gesehen und die 

berichteten somatischen Beeinträchtigungen, insbesondere die vom Beschwerdeführer 

geklagten Schmerzen, unter dieses Grundleiden eingeordnet (vgl. act. G 17, S. 24). 

Während B.___ gemäss seinem Verlaufsgutachten vom 23. April 2010 die Frage nach 

dem möglichen Vorliegen einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung nicht 

abschliessend beantworten konnte (vgl. IV-act. 86-19), hat die asim-Gutachterin diese 

Diagnose beim Beschwerdeführer sowohl im Begutachtungszeitpunkt als auch 

retrospektiv verneint. Zur Begründung hat sie ausgeführt, dass zu Beginn der 

Gesundheitsbeeinträchtigung bis auf den Unfall vom 2. März 2007, der einen Verlust 

der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers bedeutet habe, keine Hinweise auf 

andere, die Symptomatik auslösenden Umstände, innerseelische Konflikte oder 

psychosoziale Faktoren vorgelegen hätten. Der Beschwerdeführer sei zu diesem 

Zeitpunkt sozial und im Arbeitsleben gut integriert gewesen und habe die 

Landessprache beherrscht. Die wirtschaftliche Situation sei erst nach der Einstellung 

der Taggelder seitens der Unfallversicherung per 9. November 2007 und dem Verlust 

des Arbeitsplatzes schwieriger geworden. In den ersten relevanten Arztberichten nach 

dem Unfall, namentlich den Berichten des Hausarztes Dr. med. G.___, Innere Medizin 

FMH, vom 29. März 2007 (SUVA-act. 2-113), des Kreisarztes Dr. med. H.___, Facharzt 

für Chirurgie, vom 2. Mai 2007 (IV-act. 18-37 ff.) und der Oberärztin des 

psychosomatischen Dienstes Klinik Valens, Dr. med. D.___, vom 20. Juli 2007 (IV-act. 

18-20 f.), seien keine ausreichenden Kriterien für die Diagnose einer somatoformen 

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Schmerzstörung erkennbar. Der Beschwerdeführer habe, untypisch für somatoforme 

Schmerzstörungen, seine somatischen Beeinträchtigungen differenziert und präzise 

geschildert (vgl. act. G 17, S. 26). Im weiteren Verlauf sei zunehmend ein ausgeweitetes 

demonstratives Verhalten des Beschwerdeführers in den Vordergrund getreten, 

welches sowohl Schmerzerleben, Bewegungsstörungen, aber auch vegetative 

Symptome beinhaltet habe. Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, sei gemäss 

seinem Bericht vom 17. September 2007 (vgl. IV-act. 18-7 f.) aufgrund des 

ausgestalteten Schmerzverhaltens von einer deutlichen somatoformen Schmerzstörung 

ausgegangen, jedoch fänden sich die für diese Diagnose erforderlichen Kriterien im 

Bericht nicht dokumentiert. Die konsistent diagnostizierte deutlich depressive 

Symptomatik sei weiterhin erheblich ausgeprägt, jedoch durch Ausdrucksverhalten des 

Beschwerdeführers erkennbar überzeichnet gewesen. Die Symptomatik erfülle nur 

begrenzt die Kriterien einer anhaltenden Schmerzstörung. Die Dynamik der 

somatoformen Schmerzstörung, bei der Schmerzen als entlastendes Symptom bei zu 

Grunde liegenden innerseelischen Konflikten entstünden, sei nicht dargestellt worden. 

Es hätten wechselnde Arztkontakte mit dem Drängen nach Ursachenklärung und die 

gestörte Arzt-Patienten-Interaktion gefehlt. Die asim-Gutachterin ist aufgrund der in 

den medizinischen Vorakten beschriebenen Symptomatik, welche die Kriterien zur 

Stellung der Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nie erfüllt 

habe, zum Schluss gekommen, dass das Verhalten des Beschwerdeführers als 

Ausdrucksverhalten und damit als Folge einer deutlich ausgeprägten affektiven 

Beeinträchtigung und nicht als primäre somatoforme Schmerzstörung zu bewerten sei 

(vgl. act. G 17, S. 30). Sie hat sämtliche relevanten medizinischen Vorberichte in ihre 

Begründung miteinbezogen und für den Zeitraum vom Krankheitsbeginn im März 2007 

bis zum vorliegend massgeblichen Verfügungszeitpunkt im Dezember 2011 das 

Vorliegen der Diagnosekriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

insbesondere anhand der in den Arztberichten jeweils beschriebenen Symptomatik 

nachvollziehbar geprüft und verneint. Ihre Schlussfolgerung erscheint überzeugend, 

weshalb beim Beschwerdeführer das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung im Sinn einer eigenständigen Diagnose mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Daraus folgt auch, dass die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerstörungen und 

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vergleichbaren syndromalen Beschwerdebildern (BGE 141 V 281 ff.) nicht zur 

Anwendung kommt.

2.3  Die von der asim-Gutachterin festgestellte Diagnose einer mittel bis schweren 

depressiven Episode basiert auf einer eingehenden psychiatrischen Befunderhebung 

beim Beschwerdeführer. Sie hat festgehalten, dass sich die affektive Symptomatik im 

Vergleich zu den vorliegenden Berichten (u.a. auch im Vergleich zum Vorgutachten von 

B.___ vom 23. April 2010) eher verschlechtert habe (vgl. act. G 17, S. 25). Auch 

retrospektiv hat die asim-Gutachterin eine affektive Störung diagnostiziert und sich 

dabei auf die in den medizinischen Vorakten durchgehend beschriebene deutlich 

depressive Symptomatik gestützt. Bezüglich des Krankheitsverlaufs hat sie 

festgehalten, dass bereits zu Beginn im März 2007 depressive Symptome das 

Störungsbild dominiert hätten. Aufgrund der zu dieser Zeit in den Akten erwähnten 

Befunde einer affektiven Verstimmung (reizbar, klagsam, jammernd), einer 

Antriebsminderung (Erschöpfung), von formal und inhaltlich eingeengtem Denken 

(ideenarm, ratlos, hilflos, Angst vor Tumor) und von kognitiven Störungen mit 

Konzentrations- und Schlafstörungen könne eine mindestens mittelgradige depressive 

Episode diagnostiziert werden. Nachdem der Beschwerdeführer am 19. Mai 2008 einen 

anteroseptalen Herzinfarkt erlitten habe (vgl. IV-act. 53-5), sei in der Folge von den 

behandelnden Ärzten konsistent eine Verschlechterung des (psychischen) 

Gesundheitszustandes beschrieben worden (vgl. insbesondere die Berichte der 

behandelnden Ärztinnen des Psychiatrischen Zentrums I.___, Dr. med. J.___, IV-act. 49 

und Dr. med. K.___, IV-act. 78). Die asim-Gutachterin ist zum Schluss gekommen, dass 

in Übereinstimmung mit den Vorbeurteilungen die Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit Mai 2008 im Zusammenhang mit 

dem erlittenen Herzinfarkt als erwiesen zu erachten sei. Seither bestehe anhaltend eine 

gravierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 100% aufgrund der nun schweren 

Depression (vgl. act. G 17, S. 31). Der in den medizinischen Akten beschriebene 

schwankende Verlauf (mal leichter, mal schwerer affektiv beeinträchtigt), welcher sich 

auch im Ergebnis der neuropsychologischen Testung abbilde und typisch für Verläufe 

affektiver Erkrankungen sei, könne bei dokumentierten hypothyreoten TSH-Werten, 

jedoch auch durch ein Zusammenspiel von weiteren organischen Einflussfaktoren 

verstärkt werden (vaskuläre Prozesse, Hypothyreose). Gesamthaft werde eine primär 

affektive Störung, gegenwärtig eine schwere depressive Episode, diagnostiziert und 

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differentialdiagnostisch würden hirnorganische Faktoren erwogen (vgl. act. G 25). Die 

Diagnosestellung der asim-Gutachterin erscheint sowohl für den 

Begutachtungszeitpunkt als auch retrospektiv nachvollziehbar und überzeugend. Sie 

hat sich auf die in den medizinischen Akten beschriebene deutlich depressive 

Symptomatik, ihre eigene Befunderhebung sowie auf eigen- und fremdanamnestische 

Angaben gestützt. Mit ihrer Beurteilung hat sie die Ansicht von B.___, wonach beim 

Beschwerdeführer die depressive Störung als Hauptleiden zu sehen ist, bestätigt und 

ausreichend begründet. Somit ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, 

dass beim Beschwerdeführer seit Beginn der Erkrankung im März 2007 durchgehend 

die depressive Störung im Vordergrund gestanden hat.

2.4  Die Beschwerdegegnerin hat gegen die Ausführungen und die Beurteilung der 

asim-Gutachterin verschiedene Einwände vorgebracht. Insbesondere ist sie der 

Ansicht, dass beim Beschwerdeführer von Aggravation ausgegangen werden müsse. 

Hinweise dafür ergäben sich aus den medizinischen Akten und aus dem Verhalten des 

Beschwerdeführers anlässlich der asim-Begutachtung und der in diesem Rahmen 

durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung. Gemäss ihrem (Fach-)Gutachten 

vom 14. Januar 2015 ist die Neuropsychologin zum Schluss gekommen, dass beim 

Beschwerdeführer globale Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit hätten 

festgestellt werden können. Die Leistungsdefizite hätten sich insbesondere bei 

Aufgaben mit komplexem Anforderungscharakter an Aufmerksamkeit, Konzentration 

und langfristiges Gedächtnis gezeigt und eine mittelschwere bis schwere Ausprägung 

aufgewiesen. Die Gesamtstruktur der kognitiven Beeinträchtigungen mit 

Defizitschwerpunkten insbesondere bezüglich des Verarbeitungstempos und der 

Reaktionszeit sowie bezüglich des mnestischen Bereichs deute auf eine deutliche 

psychoaffektive Unterlagerung, die – unter Berücksichtigung der umfangreichen 

Dauermedikation mit verschiedenen, analgetisch psychoaktiven Substanzen – eine 

polypharmazeutisch mitverursachte Antriebs- und Leistungsdämpfung nahelege. Vor 

dem Hintergrund der bisherigen Krankengeschichte und unter Berücksichtigung der 

Ergebnisse in den aktuell angewendeten Beschwerdevalidierungsverfahren sei mit 

grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass neben den psychometrisch 

objektivierten und am ehesten psychoaffektiv unterlagerten sowie 

polypharmakologisch mitbedingten Leistungseinschränkungen auch 

Verdeutlichungstendenzen das Gesamtergebnis der Untersuchung mitgestalteten und 

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beim Beschwerdeführer das Gesamtergebnis der Untersuchung eher überzeichneten. 

Insofern sei der aktuell erhobene kognitive Befund eher mit einem vom 

Beschwerdeführer im Rahmen seiner zu Grunde liegenden psychoaffektiven Störung 

mit somatoformer Ausgestaltung appellativ-überzeichneten Status vereinbar. Ein 

Demenzsyndrom sei angesichts des Alters, der Verlaufsdynamik sowie der kognitiven 

Befundkonstellation weniger wahrscheinlich (vgl. act. G 17, Beilage 2 zum 

(Haupt-)Gutachten, S. 17 f.). Die Gutachterin C.___ hat die neuropsychologische 

Beurteilung berücksichtigt und zu den festgestellten Verdeutlichungstendenzen 

festgehalten, dass diese im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung nicht als 

primär wegweisend gewertet werden könnten. Sie nähmen neben der konsistent 

diagnostizierten und mit der aktuellen Befunderhebung übereinstimmenden 

Entwicklung einer schweren Depression eine untergeordnete Rolle ein (vgl. act. G 17, 

S. 33). Das appellative, die Symptomatik überzeichnende Verhalten des 

Beschwerdeführers haben sowohl die Neuropsychologin als auch C.___ im Rahmen 

der psychoaffektiven Störung eingeordnet. So hat die Neuropsychologin festgehalten, 

dass der aktuell erhobene kognitive Befund vereinbar sei mit der appellativ 

überzeichneten, somatoformen Ausgestaltung der zu Grunde liegenden 

psychoaffektiven Störung des Beschwerdeführers (vgl. act. G 17, Beilage 2 zum 

(Haupt-)Gutachten, S. 18). Die Gutachterin C.___ hat ausgeführt, dass sich beim 

Beschwerdeführer gemäss den Akten bereits im Herbst 2007 ein appellatives, die 

Symptomatik überzeichnendes Verhalten abgezeichnet habe. Aus 

neuropsychologischer Sicht seien damals keine Hinweise auf Verdeutlichung oder 

Aggravation, jedoch eine deutliche affektive Überlagerung kognitiver Defizite 

beschrieben worden (vgl. Bericht von L.___ vom 19. Juni 2007, IV-act. 18-30). 

Retrospektiv werde die in den Vordergrund getretene Schmerzsymptomatik als 

Ausdrucksverhalten gravierender affektiver Verstimmung, einer 

Befindensverschlechterung und damit einhergehender Rat- und Hilflosigkeit bewertet 

(vgl. act. G 17, S. 26). Bei der Befunderhebung hat die Gutachterin festgehalten, dass 

zeitweilig der Eindruck einer Verdeutlichung entstehe, welche jedoch als 

Ausdrucksverhalten zu werten sei, ohne dass eine gravierende psychische 

Beeinträchtigung in Frage gestellt werden könne (vgl. act. G 17, S. 24). Aus diesen 

Ausführungen ergibt sich, dass sowohl die Verdeutlichungstendenzen als auch das 

appellativ überzeichnende Verhalten des Beschwerdeführers als Ausdruck der 

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erheblichen depressiven Störung zu sehen sind. Die Gutachterin hat sich in ihrer 

Beurteilung ausführlich mit dem in früheren Arztberichten beschriebenen sowie dem 

von ihr anlässlich der Begutachtung selbstbeobachteten Verhalten des 

Beschwerdeführers auseinandergesetzt, weshalb auf ihre nachvollziehbare und 

überzeugende Schlussfolgerung abgestellt werden kann. Ein bewusst aggravierendes 

Verhalten bzw. ein absichtliches Täuschungsverhalten seitens des Beschwerdeführers 

– wie es die Beschwerdegegnerin angenommen hat – kann vor

diesem Hintergrund überwiegend wahrscheinlich ausgeschlossen werden. Hinzu 

kommt, dass die Beschwerdegegnerin den entsprechenden, wohl schon früher 

erhobenen Verdacht auf Aggravation/Simulation beim Beschwerdeführer nicht erhärten 

konnte (vgl. IV-act. 104).

2.5  Die weiteren Beanstandungen der Beschwerdegegnerin bezüglich der von der 

Gutachterin angenommenen zuverlässigen Medikamenteneinnahme des 

Beschwerdeführers, der Berücksichtigung von organischen Faktoren als Mitursache für 

den schwankenden Verlauf der depressiven Störung sowie dem von der Gutachterin in 

Betracht gezogenen Zusammenhang zwischen den kognitiven Einbussen und dem 

MRI-Befund vom 7. Mai 2015 sind von untergeordneter Bedeutung und vermögen den 

Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern. Die Aussage der Gutachterin, wonach 

die nachgewiesenen Medikamentenspiegel für eine zuverlässige 

Medikamenteneinnahme sprächen (vgl. act. G 17, S. 24), hat sich wohl auf die 

antidepressive Medikation (Cipralex und Mirtazapin) bezogen, welche beim 

Beschwerdeführer in erster Linie von Bedeutung gewesen ist (vgl. act. G 17, S. 20 und 

Beilage 1: “Befund Medikamente und Toxilogie“). Bei ihrer Aussage, wonach beim 

Beschwerdeführer pharmakologische Effekte des Opioids auf Wachheit, Antrieb und 

Modulationsfähigkeit aufgrund der hohen Dosen von Tramal nicht auszuschliessen 

seien (vgl. act. G 17, S. 24), hat sich die Gutachterin auf die (fremd-)anamnestischen 

Angaben sowie die früheren medizinischen Berichte gestützt, wonach der 

Beschwerdeführer hohe Tramaldosen eingenommen hat (vgl. act. G 17, S. 17, 24). Der 

fehlende Labornachweis von Tramal ist nicht auf ein entsprechend negatives 

Testergebnis zurückzuführen, sondern damit zu erklären, dass der Beschwerdeführer 

darauf wohl aufgrund seiner im Vordergrund stehenden depressiven Störung gar nicht 

getestet worden ist. Andernfalls – wovon nicht auszugehen ist – würden die Aussagen 

der Gutachterin sowie die von ihr zusätzlich gestellte Diagnose einer 

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Opioidabhängigkeit (vgl. act. G 17, S. 23) keinen Sinn machen. Nach Ansicht der 

Gutachterin hat offenbar keine Indikation zur Durchführung eines Labortests für den 

Nachweis von Tramal bestanden. Es sind auch keine Gründe ersichtlich, weshalb an 

der Richtigkeit der (fremd-)anamnestischen Angaben zur Einnahme von Tramal zu 

zweifeln wäre. Wie aus den vorliegenden medizinischen Akten hervorgeht, hat der 

Beschwerdeführer Tramal schon seit Jahren eingenommen. Hinweise dafür, dass er 

das Medikament abgesetzt hätte, sind nicht ersichtlich. Im Rahmen der Begutachtung 

durch die MEDAS-Ostschweiz im Januar 2008 ist Tramal bei der Laboruntersuchung 

nachgewiesen worden (vgl. IV-act. 32-15). Die Gutachter hatten damals empfohlen, die 

hohe Tramaldosis von 200 mg täglich zu reduzieren, da das Medikament insbesondere 

für die Brechreizsymptome verantwortlich gemacht werden könne (vgl. IV-act. 32-13). 

Anlässlich der Verlaufsbegutachtung im März 2010 hat der Beschwerdeführer 

angegeben, Tramal in der Menge von 100 mg täglich einzunehmen (vgl. IV-act. 86-3). 

Gemäss dem asim-Gutachten hat der Beschwerdeführer die Tramaldosis wieder auf 

200 mg täglich erhöht. Diese Angabe ist aufgrund der Vorakten plausibel, so dass auch 

die darauf gestützte Annahme der Gutachterin, wonach sich die hohe Tramaldosis 

negativ auf das Verhalten des Beschwerdeführers auswirken könnte, nachvollziehbar 

erscheint. Bei der Aussage der Gutachterin, dass beim Beschwerdeführer organische 

Faktoren (vaskulär bei mikroangiopathischen Einflüssen, latente 

Schilddrüsenunterfunktion) als Mitursache für den schwankenden Verlauf der 

depressiven Störung in Betracht gezogen werden könnten, handelt es sich um einen 

möglichen plausiblen Erklärungsansatz. Daneben hat die Gutachterin jedoch auch 

festgehalten, dass ein schwankender Verlauf grundsätzlich typisch sei bei affektiven 

Erkrankungen (vgl. act. G 17, S. 25). Ob der geäusserte Verdacht einer Mitursache von 

organischen Faktoren zutreffend ist oder nicht, spielt jedoch keine Rolle, denn wie die 

Gutachterin ausgeführt hat, leite sich trotz der zeitweiligen Schwankungen keine 

gravierende Veränderung der Leistungsfähigkeit bzw. der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ab (vgl. act. G 17, S. 33).

2.6  Betreffend den Verlauf der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat die asim-

Gutachterin festgehalten, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 2. März 

2007 bis zur Entlassung aus der Klinik Valens am 24. Juni 2007 zu 100% arbeitsunfähig 

gewesen sei, insbesondere im Rahmen des stationären Aufenthalts. Für den Zeitraum 

ab dem 25. Juni 2007 bis zum 19. Mai 2008 könne unter Würdigung aller Vorakten und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Spiegelung an der eigenen aktuellen Befundung retrospektiv eine konsistente 

Einschätzung der Leistungsfähigkeit aufgrund der mittelschweren Depression von 50% 

gutachterlich bestätigt werden (vgl. act. G 17, S. 30). Ab dem 19. Mai 2008 werde in 

Übereinstimmung mit den Vorbeurteilungen von Dr. J.___ und Dr. K.___ eine 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes im Zusammenhang mit dem 

erlittenen Herzinfarkt als erwiesen erachtet. Seither bestehe anhaltend eine gravierende 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 100% aufgrund der 

nun schweren Depression. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe keine 

Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (act. G 17, S. 31). Die Beurteilung 

der asim-Gutachterin weicht von der Arbeitsfähigkeitsschätzung von B.___ im 

Verlaufsgutachten vom 23. April 2010 ab. B.___ hatte im Vergleich zu seinem 

Vorgutachten vom 13. März 2008 keine Veränderung der Arbeitsfähigkeit festgestellt 

und ist nach wie vor von einer 60%igen Einschränkung aus psychiatrischer Sicht 

ausgegangen (vgl. IV-act. 32-12, 86-18). Das Ereignis des Herzinfarktes sowie dessen 

psychischen Auswirkungen auf den Beschwerdeführer hat er in seiner Beurteilung nicht 

erwähnt. Demgegenüber hat die Gutachterin C.___ festgehalten, dass solche 

Ereignisse wie das subjektive Erleben der bedrohlichen Umstände im Zusammenhang 

mit einem Herzinfarkt in der Regel zu psychischen Beeinträchtigungen führten und 

beim Beschwerdeführer mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung der 

Störung beigetragen hätten (vgl. act. G 17, S. 32). Die Einschätzung von C.___, wonach 

seit dem Herzinfarkt vom 19. Mai 2008 eine anhaltende Verschlechterung des 

psychischen Gesundheitszustandes mit einer daraus folgenden vollen 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers eingetreten ist, erscheint nachvollziehbar 

und überzeugend. Ihre Einschätzung wird zudem auch durch die Berichte der be­

handelnden Psychiaterinnen Dr. J.___ vom 3. September 2008 (vgl. IV-act. 49) und 

Dr. K.___ vom 4. Dezember 2009 (vgl. IV-act. 78) gestützt. Betreffend die retrospektive 

Einschätzung einer 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum ab 

dem 25. Juni 2007 bis zum 19. Mai 2008 hat die Beschwerdegegnerin beanstandet, 

dass die Gutachterin ohne weitere Begründung aus der Diagnose einer mittelgradigen 

depressiven Episode eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit abgeleitet habe. Dem ist zu 

entgegnen, dass die Gutachterin ihre Beurteilung nicht schematisch, sondern – wie sie 

ausdrücklich festgehalten hat – unter Berücksichtigung und Würdigung aller Vorakten 

sowie der im Rahmen ihrer Begutachtung erhobenen Befunde vorgenommen hat. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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Retrospektiv hat sie so eine konsistente Einschätzung der Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers von 50% aufgrund der mittelschweren Depression bestätigen 

können. Dabei hat sie insbesondere auf den Bericht der Klinik Valens vom 21. Juni 

2007 Bezug genommen, worin dem Beschwerdeführer ab dem 25. Juni 2007 eine 

50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert worden ist (vgl. act. G 17, S. 29, 

IV-act. 18-23). Gestützt auf die in den folgenden Berichten geschilderten Befunde ist 

die Gutachterin zum Schluss gekommen, dass die Arbeitsfähigkeitseinschränkung von 

50% aufgrund der retrospektiv zu diagnostizierenden mittelschweren Depression bis 

zum 19. Mai 2008 angehalten hat. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der asim-Gutachterin 

vermag somit auch in retrospektiver Hinsicht zu überzeugen. Folglich ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

vom  2. März 2007 bis 24. Juni 2007 zu 100% arbeitsunfähig, vom 25. Juni 2007 bis 

19. Mai 2008 zu 50% arbeitsunfähig und ab diesem Zeitpunkt anhaltend wieder zu 

100% arbeitsunfähig gewesen ist.

2.7  Zusammengefasst erfüllt das asim-Gerichtsgutachten vom 21. August 2015 

sämtliche rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines 

Gutachtens, womit darauf abzustellen ist. Die gemäss dem Bundesgerichtsentscheid 

offen gebliebene Frage nach dem Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung kann 

gestützt auf das Gutachten überwiegend wahrscheinlich verneint werden. Gleichzeitig 

hat die Gutachterin die bereits von B.___ diagnostizierte, im Vordergrund stehende 

depressive Störung bestätigt und die Herleitung der Diagnose unter Berücksichtigung 

sämtlicher Vorakten sowie der von ihr erhobenen Befunde einlässlich und 

nachvollziehbar begründet. Schliesslich vermögen auch ihre gezogenen 

Schlussfolgerungen und die Arbeitsfähigkeitsschätzungen zu überzeugen.

3.

3.1  Im Folgenden ist zu prüfen, ob und ab wann die Voraussetzungen für einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers gegeben sind.

3.2  Nach dem hier anwendbaren altrechtlichen Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht ein 

Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während 

eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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arbeitsfähig gewesen ist. Gestützt auf das asim-Gutachten hat die Arbeitsunfähigkeit 

des Beschwerdeführers vom 2. März bis 24. Juni 2007 100% und ab dem 25. Juni 

2007 bis 19. Mai 2008 50% betragen. Somit hat ab dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit 

eine durchgehende mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit während einem Jahr 

vorgelegen. Da das Wartejahr im März 2008 erfüllt worden ist, ist der frühestmögliche 

Beginn des Rentenanspruchs der 1. März 2008.

3.3  Für die Invaliditätsbemessung kann grundsätzlich auf die im Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 5. November 2013 ermittelten Vergleichseinkommen, 

namentlich ein Valideneinkommen von Fr. 66‘880.-- und ein Invalideneinkommen von 

Fr. 58‘389.--, sowie den begründeten Tabellenlohnabzug von 15% verwiesen werden 

(E. 6.4 bis 6.6 des Urteils IV 2012/22). Ausgehend von der am 1. März 2008 

vorliegenden 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und unter 

Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 15% resultiert ein 

Invalideneinkommen von rund Fr. 24‘815.-- (Fr. 58‘389.-- x 0.5 - 15%). Stellt man 

dieses dem Valideneinkommen von Fr. 66‘880.-- gegenüber, so resultiert eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 42‘065.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 63% 

entspricht.

3.4  Damit hat im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, am 1. März 2008, 

eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit vorgelegen. Der Beschwerdeführer hat ab 

1. März 2008 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 63% einen Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.5   Ab dem 19. Mai 2008 ist gemäss dem asim-Gutachten eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes eingetreten, welche sich in einer anhaltenden 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt. Ab diesem Zeitpunkt liegt das 

Invalideneinkommen daher bei Null. Unabhängig von der Höhe des 

Valideneinkommens ist somit im Sinne eines verkürzten Einkommensvergleichs von 

einer vollständigen Erwerbseinbusse auszugehen, was einem Invaliditätsgrad von 

100% entspricht. Damit hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine ganze 

Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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3.6  Bei der rückwirkenden Zusprache einer abgestuften und/oder befristeten 

Invalidenrente finden gemäss Rechtsprechung die für die Rentenrevision geltenden 

Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) analog Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 

vom 16. April 2013, 8C_93/2013, E. 2; 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Gemäss 

Art. 88a IVV ist bei einer Verbesserung (Abs. 1) oder Verschlechterung (Abs. 2) der 

Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald 

sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Die 

Verschlechterung ist vorliegend am 19. Mai 2008 eingetreten, womit die 

Dreimonatsfrist am 19. August 2008 abgelaufen ist. Der Rechtsvertreter hat die 

Erhöhung auf eine ganze Rente per 1. August 2008 beantragt (vgl. act. G 21). Gemäss 

ständiger Praxis des Versicherungsgerichts erfolgt die Rentenanpassung jedoch nicht 

rückwirkend per Anfang des Monats, in dem die Dreimonatsfrist abgelaufen ist, 

sondern erst ab Beginn des folgenden Monats, weil nur dann die gesetzlich 

vorgesehene Frist von drei Monaten gesamthaft eingehalten ist. Folglich hat der 

Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. März 2008 bis 31. August 2008 einen 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab dem 1. September 2008 einen unbefristeten 

Anspruch auf eine ganze Rente.

4.

4.1  Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Verfügung vom 2. Dezember 2011 

in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat vom 1. März 

2008 bis 31. August 2008 einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. 

September 2008 Anspruch auf eine ganze  Rente der Invalidenversicherung. Die Sache 

ist zur Festsetzung des Rentenbetrags an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren in Angelegenheiten der Invalidenversicherung ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Angesichts des durch die Einholung des Gerichtsgutachtens überdurchschnittlichen 

Aufwands erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- als angemessen. Die 

unterliegende Beschwerdegegnerin hat für diese Gebühr aufzukommen. Dem 

Beschwerdeführer ist der im Verfahren IV 2012/22 geleistete Kostenvorschuss von 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Fr. 600.-- zurückzuzahlen. Zudem hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für das 

Gerichtsgutachten zu übernehmen. Diese belaufen sich insgesamt auf Fr. 10‘390.10 

(vgl. act. G 20).

4.3  Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist eine Parteientschädigung zuzusprechen 

(Art. 61 lit. g ATSG). Im Verfahren IV 2012/22 wurde diese auf Fr. 3'500.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt (E. 7.3 jenes Urteils). Im Zusammenhang 

mit dem Gerichtsgutachten war der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nochmals 

einige Male mit dem Fall befasst, womit ihm ein überdurchschnittlicher 

Vertretungsaufwand entstanden ist. Insgesamt rechtfertigt es sich daher, die 

Parteientschädigung auf Fr. 4'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

festzusetzen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 2. Dezember 2011 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. März 2008 bis 31. 

August 2008 eine Dreiviertelsrente und ab 1. September 2008 eine (unbefristete) ganze 

Rente zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- und die Kosten des 

Gutachtens von Fr. 10‘390.10 zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer im Verfahren 

IV 2012/22 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Parteientschädigung von 

Fr. 4‘500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 26.04.2016
	Art. 16 und 43 ATSG, Art. 28 IVG. Würdigung eines Gerichtsgutachtens und der übrigen medizinischen Aktenlage. Rentenzusprache (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. April 2016, IV 2014/217).

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