# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0adcd9ca-9322-5c5b-bd40-32153fd582a6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2025 F-2243/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2243-2025_2025-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2243/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Susanne Genner (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,  

Richterin Regula Schenker Senn,    

Gerichtsschreiber Jan Hoefliger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visa zugunsten von B._______, C._______ und 

D._______; Verfügung des SEM vom 26. März 2025. 

 

 

 

F-2243/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

B._______ (geb. […], von Pakistan, nachfolgend: Gesuchstellerin 1), 

C._______ (geb. […], von Pakistan, nachfolgend: Gesuchstellerin 2) und 

D._______ (geb. […], von Pakistan, nachfolgend: Gesuchsteller 3) reichten 

am 26. Januar 2025 bei der Schweizer Botschaft in Islamabad Gesuche 

um Ausstellung von Schengen-Visa für einen geplanten Aufenthalt vom 

1. Juni 2025 bis zum 30. Juni 2025 ein. Der Beschwerdeführer (geb. […], 

von Pakistan, Sohn der Gesuchstellerin 1 und Bruder der Gesuchstellen-

den 2 und 3) hatte am 22. Januar 2025 ein Einladungsschreiben verfasst, 

in dem er angab, er möchte seiner Familie die Schweiz zeigen. 

B.  

Mit Formularverfügungen vom 28. Januar 2025 wies die Schweizer Bot-

schaft in Islamabad im Namen der Vorinstanz die Gesuche mit der Begrün-

dung ab, die Wiederausreise aus dem Schengen-Raum sei nicht gewähr-

leistet. 

C.  

Der Beschwerdeführer erhob gegen diese Entscheide am 1. Februar 2025 

Einsprache bei der Vorinstanz. Diese wies daraufhin das Migrationsamt 

des Kantons Zürichs (nachfolgend: Migrationsamt) an, weitere Abklärun-

gen vorzunehmen. Mit Schreiben vom 13. März 2025 stellte das Migrati-

onsamt dem Beschwerdeführer einen Fragebogen zu und forderte ihn un-

ter anderem auf, eine Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen. Am 

26. März 2025 wies die Vorinstanz die Einsprache ab. 

D.  

Am 1. April 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde gegen den Einspracheentscheid. Er beantragte, die 

Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben und den Gesuch-

stellenden seien Schengenvisa zu erteilen. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2025 hielt die Vorinstanz vollumfänglich 

an der angefochtenen Verfügung fest. 

F.  

Der Beschwerdeführer replizierte am 2. Juni 2025 und machte am 17. Juni 

2025 unaufgefordert eine weitere Eingabe. 

F-2243/2025 

Seite 3 

G.  

Am 18. Juni 2025 schloss die Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel 

ab. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide des SEM betreffend Schengen-Visa sind mit Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 AIG 

[SR 142.20] i.V.m. 31 ff. VGG). Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorangegangenen Einspracheverfahren 

teilgenommen und ist als Gastgeber der Gesuchstellenden durch den an-

gefochtenen Entscheid besonders berührt. Die vom Bundesverwaltungs-

gericht mit Urteil F-2397/2024 vom 11. April 2025 E. 2 (zur Publikation vor-

gesehen) vorgenommene Praxisänderung, mit der die Erhebung von Dritt-

beschwerden pro Adressat ohne dessen schriftliches Einverständnis 

(durch Unterzeichnung der Beschwerdeschrift) bei Schengen-Visa nun-

mehr als unzulässig erachtet wurde, ist nicht anwendbar, da die Be-

schwerde vor dem Urteilszeitpunkt erhoben wurde. Obwohl der ursprüng-

lich angestrebte Besuchszeitraum (1. Juni 2025 bis 30. Juni 2025) inzwi-

schen abgelaufen ist, kann auf ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse 

geschlossen werden. So teilte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

17. Juni 2025 insbesondere mit, der neue Besuchszeitraum sei nun neu 

vom 20. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026 geplant. Der Beschwer-

deführer ist daher zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG).  

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das 

Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 

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Seite 4 

nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen.  

2.3 Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Ent-

scheids (vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2; 2014/1 E. 2). 

3.  

3.1 Die Schweiz ist – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht ver-

pflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten und entschei-

det darüber, vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen, autonom (vgl. 

BVGE 2009/27 E. 3). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatli-

chen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Ein-

reise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise 

zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Liegen keine 

Ablehnungsgründe vor, ist das Visum auszustellen; ein Rechtsfolgeermes-

sen besteht nicht (so das Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] 

vom 19. Dezember 2013 C-84/12 Koushkaki, EU:C:2013:862, Rn. 26-55, 

63; zur Auslegung des innerstaatlichen Rechts im Lichte dieses Urteils vgl. 

BVGE 2014/1 E. 4.1 m.H.). Hingegen verfügen die Behörden des Zielstaats 

bei der Prüfung der Ablehnungsgründe über einen weiten Ermessensspiel-

raum (Tatbestandsermessen). 

3.2 Ob Drittstaatsangehörige für die Einreise in den Schengen-Raum für 

einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen der Vi-

sumspflicht unterstehen, ist abhängig von ihrer Staatsangehörigkeit (vgl. 

die Verordnung [EU] 2018/1806 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 14. November 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, 

deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz 

eines Visums sein müssen, sowie die Liste der Drittländer, deren Staats-

angehörige von dieser Visumpflicht befreit sind [ABl. L 303/39 vom 

28.11.2018]).  

Aufgrund ihrer pakistanischen Staatsangehörigkeit unterliegen die Ge-

suchstellenden der Visumspflicht. 

3.3 Für die Ausstellung eines Schengen-Visums müssen Gesuchstellende 

folgende Voraussetzungen erfüllen: 

3.3.1 Sie müssen den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Auf-

enthalts belegen können (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. c der Verordnung [EG] 

Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 

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Seite 5 

2016 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen 

durch Personen [nachfolgend: Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 

vom 23.03.2016]). 

3.3.2 Sie müssen Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise bieten. 

Gemäss Art. 21 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex 

der Gemeinschaft (nachfolgend: Visakodex, VK, Abl. L 243 vom 15.9.2009) 

ist dabei zu beurteilen, ob beim Antragssteller das Risiko der rechtswidri-

gen Einwanderung besteht und ob er beabsichtigt, vor Ablauf der Gültig-

keitsdauer des beantragten Visums den Schengen-Raum zu verlassen. 

Die Behörden haben unter Mitwirkung der drittstaatsangehörigen Person 

zu prüfen, ob diese für die gesicherte Wiederausreise Gewähr bietet (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 VK; Art. 5 Abs. 2 AIG). Das Visum 

wird verweigert, wenn begründete Zweifel an der Echtheit der vom Antrag-

steller vorgelegten Belege oder am Wahrheitsgehalt ihres Inhalts, an der 

Glaubwürdigkeit seiner Aussagen oder der von ihm bekundeten Absicht 

bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gültigkeit 

des beantragten Visums zu verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK).  

Bei der Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss 

ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Anhaltspunkte dazu können 

sich zunächst aus der allgemeinen Situation im Herkunftsland der dritt-

staatsangehörigen Personen ergeben. Namentlich bei Einreisegesuchen 

von Personen aus Staaten bzw. Regionen mit politisch, wirtschaftlich und 

sozial ungünstigen Verhältnissen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da 

die persönliche Interessenlage in solchen Fällen erfahrungsgemäss häufig 

nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung 

im Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1). Durch besondere berufliche (vgl. 

Urteile des BVGer F-2075/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 6.4.2; 

F-2747/2016 vom 1. Februar 2018 E. 6.3) oder gesellschaftliche bzw. fami-

liäre Verpflichtungen (vgl. Urteile des BVGer F-2075/2020 vom 26. Oktober 

2020 E. 6.4.2; F-190/2017 vom 9. Oktober 2018 E. 8.2.) kann die Prognose 

für eine anstandslose Wiederausreise begünstigt werden. Sodann ist er-

fahrungsgemäss das Risiko dort erhöht, wo durch die Anwesenheit von 

Verwandten oder Freunden in der Schweiz bereits ein soziales Bezie-

hungsnetz besteht (BVGE 2014/1 E. 6.2.2).  

3.3.3 Sie müssen über ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt 

und die Rückreise verfügen (Art. 21 Abs. 1 VK i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. c 

SGK; Art. 21 Abs. 5 VK). Mit dieser Voraussetzung soll verhindert werden, 

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dass Ausländerinnen und Ausländer während ihres Aufenthalts in der 

Schweiz von der Sozialhilfe unterstützt werden müssen (vgl. Art. 3 Abs. 2 

der Verordnung vom 15. August 2018 über die Einreise und die Visumer-

teilung [VEV, SR 142.204]). Die Feststellung ausreichender Mittel zur Be-

streitung des Lebensunterhalts kann anhand von Bargeld, Reisechecks 

und Kreditkarten erfolgen, die sich im Besitz des Drittstaatsangehörigen 

befinden. Sofern in den nationalen Rechtsvorschriften vorgesehen, können 

auch Verpflichtungserklärungen und – im Falle des Aufenthalts eines Dritt-

staatsangehörigen bei einem Gastgeber – Bürgschaften von Gastgebern 

im Sinne des nationalen Rechts Nachweise für das Vorhandensein ausrei-

chender Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellen (vgl. Art. 6 

Abs. 4 SGK). Somit können Gastgeber die erforderlichen finanziellen Mittel 

zur Verfügung stellen, sofern dies das nationale Recht vorsieht. Gemäss 

Art. 3 Abs. 3 VEV kann der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel er-

bracht werden mit Bargeld (Bst. a), Bankguthaben (Bst. b), einer Verpflich-

tungserklärung (Bst. c) oder einer anderen Sicherheit (Bst. d). Die Modali-

täten der Verpflichtungserklärung sind in Art. 14 ff. VEV geregelt. Eine sol-

che Erklärung umfasst gemäss Art. 15 Abs. 1 VEV ungedeckte Kosten für 

den Lebensunterhalt, einschliesslich Unfall und Krankheit, sowie für die 

Rückreise, die dem Gemeinwesen oder einem privaten Erbringer von me-

dizinischen Dienstleistungen durch den Aufenthalt der Ausländerin oder 

des Ausländers im Schengen-Raum entstehen. Die Verpflichtungserklä-

rung ist unwiderruflich (Art. 15 Abs. 2 VEV). In der Schweiz beträgt die Ga-

rantiesumme für Einzelpersonen sowie für gemeinsam reisende Gruppen 

und Familien bis höchstens zehn Personen Fr. 30'000.– (Art. 15 Abs. 5 

VEV). Die zuständige kantonale oder kommunale Behörde kontrolliert die 

Verpflichtungserklärung (Art. 16 Abs. 1 VEV). Mit Zustimmung der zustän-

digen Bewilligungsbehörden können Ausländerinnen und Ausländer den 

Nachweis ausreichender Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts mit 

einer Bankgarantie einer schweizerischen Bank oder mit anderen ver-

gleichbaren Sicherheiten erbringen (Art. 18 VEV). 

3.3.4 Sie dürfen nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einrei-

severweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche 

Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die inter-

nationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (Art. 21 Abs. 1 VK 

i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. d und e SGK; Art. 5 Abs. 1 Bst. c AIG). 

3.3.5 Sie müssen im Besitz gültiger Reisedokumente sein, die zum Grenz-

übertritt berechtigen (Art. 21 Abs. 1 VK i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. a SGK; 

Art. 12 VK; Art. 5 Abs. 1 Bst. a AIG). 

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3.3.6 Sie müssen über eine Reisekrankenversicherung verfügen, welche 

die Kosten für den etwaigen Rücktransport im Krankheitsfall oder im Falle 

des Todes sowie die Kosten für ärztliche Notfallversorgung während des 

Aufenthalts abdeckt (Art. 15 VK; Art. 17 VEV). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz verweigerte die Erteilung der Schengen-Visa in der an-

gefochtenen Verfügung mit der Begründung, es bestehe keine Gewähr für 

eine fristgerechte Wiederausreise aus dem Schengen-Raum. Die Gesuch-

stellenden stammten aus einer Region, in der angesichts der wirtschaftli-

chen und politischen Verhältnisse ein hoher Auswanderungsdruck be-

stehe. Wie die Erfahrung gezeigt habe, würden viele Personen besonders 

auch im europäischen Ausland versuchen, sich eine vermeintlich bessere 

Zukunft aufzubauen. Die Gesuchstellerin 1 sei verwitwet und nicht er-

werbstätig. Die Gesuchstellerin 2 sei ledig und arbeite in einem festen Ar-

beitsverhältnis bei einer Bank. Der Gesuchsteller 3 sei ebenfalls unverhei-

ratet und befinde sich noch im Studium. Mangels anderer Belege und Um-

stände sei daher davon auszugehen, dass die Gesuchstellenden keinerlei 

besonderen familiären, gesellschaftlichen oder beruflichen Verpflichtungen 

obliegen würden, welche das Risiko einer nicht anstandslosen Wiederaus-

reise als entsprechend gering erscheinen lassen könnten.  

4.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift 

geltend, die Gesuchstellerin 1 sei Eigentümerin von Immobilien und ver-

walte als Familienoberhaupt aktiv das Familienvermögen. Die Gesuchstel-

lerin 2 sei verlobt und plane am 4. Oktober 2025 eine Hochzeit. Eine Ver-

lobung und eine bevorstehende Heirat seien in Pakistan kulturell und recht-

lich bedeutende Verpflichtungen, die eine Rückkehr erforderlich machen 

würden. Ihre feste berufliche Position bei einer angesehen Finanzinstitu-

tion biete eine zusätzliche Absicherung. Der Gesuchsteller 3 sei Vollzeit-

student an der E._______ und studiere Forensik und Cybersicherheit. Er 

habe ein ausstehendes Studienprogramm und müsse Prüfungen ablegen. 

Weiter habe er – der Beschwerdeführer – für jeden der Gesuchstellenden 

eine Verpflichtungserklärung in Höhe von Fr. 30'000.– unterzeichnet, was 

eindeutig belege, dass diese während ihres Aufenthalts in der Schweiz fi-

nanziell abgesichert seien. 

4.3 Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2025 brachte die Vorinstanz ergän-

zend vor, die langjährige Erfahrung habe gezeigt, dass auch eine bevor-

stehende Heirat die Rückkehr in ein Herkunftsland mit politisch und 

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Seite 8 

wirtschaftlich schwieriger Situation nicht sicherzustellen vermöge. Der 

Partner könne auch später geheiratet und nachgezogen werden.  

4.4 Mit Replik vom 2. Juni 2025 machte der Beschwerdeführer geltend, alle 

Visumsvoraussetzungen seien erfüllt. 

5.  

Zu prüfen ist, ob die Gesuchstellenden Gewähr für eine fristgerechte Wie-

derausreise aus dem Schengen-Raum bieten (vgl. oben E. 3.3.2). 

5.1 Pakistan leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Das 

durchschnittliche Jahreseinkommen von EUR 1'350.– pro Person, mithin 

EUR 112.50 pro Monat, ist sehr niedrig (vgl. < https://www.laenderda-

ten.info/durchschnittseinkommen.php > abgerufen am 27.10.2025). Zu-

dem bestehen hohe politische und soziale Spannungen: Landesweit sind 

Terroranschläge zu befürchten. Mögliche Ziele sind Behörden, staatliche 

Einrichtungen, religiöse Minderheiten und belebte Orte wie Märkte, Ein-

kaufszentren oder der öffentliche Verkehr. Die jüngste Eskalation zwischen 

Indien und Pakistan verschärft die ohnehin angespannte Lage zusätzlich 

und birgt das Risiko weiterer politischer Destabilisierung sowie einer Zu-

spitzung der Sicherheitslage in der Region (vgl. < https://www.eda.ad-

min.ch > Reisehinweise und Vertretungen > Länderauswahl > Pakistan > 

Reisehinweise für Pakistan, abgerufen am 27.10.2025). Auf dem aktuellen 

Index der menschlichen Entwicklung, der durch das Entwicklungspro-

gramm der Vereinten Nationen im Sinn eines Wohlstandsindikators erstellt 

wird, belegt Pakistan Platz 164 von 191 gelisteten Staaten (vgl. < 

https://hdr.undp.org > Data Center Country Insights Pakistan, abgerufen 

am 27.10.2025). Angesichts dieser Umstände ist nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise in 

Bezug auf Pakistan als grundsätzlich hoch eingestuft hat. Die in der Replik 

erhobene Rüge, der Entscheid sei diskriminierend, indem bei Antragsstel-

lern aus Pakistan allgemein von einem erhöhten Risiko der illegalen Emig-

ration ausgegangen werde, ist unbegründet. Personen aus Pakistan wird 

nicht wegen ihrer Herkunft, sondern aus sachlichen Gründen, die mit der 

Herkunft in Verbindung stehen, ein erhöhtes Emigrationsrisiko attestiert. 

5.2 Aufgrund ihrer Pensionierung hat die Gesuchstellerin 1 keine besonde-

ren beruflichen Verpflichtungen in Pakistan, die eine Rückkehr erforderlich 

machen würden. Bei Personen im fortgeschrittenen Alter kann die Qualität 

der Gesundheitsversorgung in der Schweiz sowie die Möglichkeit, sich 

durch hierzulande anwesende Angehörige pflegen zu lassen, vielmehr 

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Seite 9 

einen Anreiz schaffen, um der Ausreisepflicht nicht nachzukommen (vgl. 

Urteil des BVGer F-3680/2022 vom 13. September 2023 E. 8.3). Der Um-

stand, dass die Gesuchstellerin 1 über Wohneigentum in Pakistan verfügt, 

vermag daran nichts zu ändern, da solche Vermögenswerte durch eine 

Emigration nicht verloren gehen. Die Gesuchstellerin 2 geht sodann einer 

Erwerbstätigkeit als Büroangestellte in einer Bank nach, wobei sie gemäss 

der eingereichten Arbeitsbestätigung im Bereich des Kundensupports 

(«Call Center») tätig ist. Ihre beruflichen Verpflichtungen sind nicht als der-

art bedeutend einzustufen, als dass sie hinreichende Gewähr für eine frist-

gerechte Wiederausreise bieten könnten. Auch ihre geplante Heirat würde 

durch eine Emigration nicht verunmöglicht, sondern könnte später nachge-

holt werden. Beim Gesuchsteller 3 bieten schliesslich die Verpflichtungen 

aus seinem Studium alleine keine Gewähr für eine fristgerechte Wieder-

ausreise. Insbesondere könnte er dieses grundsätzlich auch an einer Uni-

versität ausserhalb von Pakistan weiterverfolgen.  

5.3 Zusammenfassend vermögen die persönlichen Verhältnisse der Ge-

suchstellenden das aufgrund der allgemeinen Verhältnisse in Pakistan be-

stehende hohe Risiko für eine nicht fristgerechte Wiederausreise nicht zu 

relativieren. An dieser Einschätzung vermögen die vom Beschwerdeführer 

abgegebenen Verpflichtungserklärungen nichts zu ändern, da diese im Zu-

sammenhang mit dem Kriterium der ausreichenden finanziellen Mittel für 

den Aufenthalt und die Rückreise stehen (vgl. E. 3.3.3) und die Prognose 

für eine fristgerechte Wiederausreise nicht zu beeinflussen vermögen. 

Auch die Erklärung des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift, wo-

nach er garantiere, dass die Gesuchstellenden die Schweiz vor Ablauf des 

Visums verlassen würden, ist unbeachtlich, da eine solche Erklärung recht-

lich nicht durchsetzbar ist. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer in 

der Replik zu Unrecht auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens 

nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK; der Schutzbereich dieser Garantie ist nicht be-

rührt (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1). 

6.  

Gestützt auf die obigen Erwägungen erweist sich die Verweigerung der 

Ausstellung der Visa durch die Vorinstanz als rechtmässig. Die angefoch-

tene Verfügung ist somit im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden 

und die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen und auf Fr. 900.– festzusetzten (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG 

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Seite 10 

i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-

schuss gedeckt. 

8.  

Das vorliegende Urteil ist endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 
  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 900.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ge-

deckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Genner Jan Hoefliger 

 

 

Versand: