# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85a89647-d6e4-5afb-b7c9-1e7e62481cf9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 22.07.2013 ERZ 2013 167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2013-167_2013-07-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 22. Juli 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 13 167 30. September 2013

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Pritzi
Aktuar ad hoc Egli

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X . _ _ _ _ _ A G , Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur, vom 22. März 2013, 
mitgeteilt am 24. April 2013, in Sachen des Y._____, Beschwerdegegner, gegen 
die Beschwerdeführerin,

betreffend Forderung aus Auftrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 24. September 2012 meldete die X._____ AG beim Vermittleramt 
Plessur eine Forderungsklage gegen Y._____ an. Letzterer blieb aus Gründen, die 
er an der späteren Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur vorbrachte, 
der Schlichtungsverhandlung vom 30. Oktober 2012 fern. Der Vermittler stellte der 
X._____ AG gleichentags die Klagebewilligung aus. Diese enthielt folgende 
Rechtsbegehren: 

„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 1‘182.00 nebst 6 % 
Zins seit 30. Dezember 2011 und Fr. 73.00 Betreibungskosten zu 
bezahlen.

2. In der Betreibung Nr. 201205868 des Betreibungsamtes Chur sei der 
Rechtsvorschlag aufzuheben. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.“

B. Mit Eingabe vom 10. Januar 2013 reichte die X._____ AG die 
Klagebewilligung beim Bezirksgericht Plessur ein. Mit Verfügung vom 30. Januar 
2013 wurde der X._____ AG eine Frist zur Verbesserung der Klage eingeräumt. 
Am 22. Februar 2013 überbrachte die X._____ AG ihre verbesserte Klage 
fristgerecht dem Bezirksgericht Plessur.

C. Die X._____ AG und Y._____ wurden mit Verfügung vom 28. Februar 2013 
zur Instruktions- und Hauptverhandlung für den 21. März 2013 vor dem 
Bezirksgericht Plessur vorgeladen. Gemäss Verfügung sollte die 
Hauptverhandlung im Anschluss an die Instruktionsverhandlung, welche auf 14.00 
Uhr angesetzt wurde, stattfinden. Die X._____ AG hat die Vorladung nicht 
abgeholt. Vor Gericht erschien sodann nur Y._____. Die Instruktionsverhandlung 
endete aufgrund der Absenz der X._____ AG ergebnislos. Die Hauptverhandlung 
fand trotz Abwesenheit der Letzteren statt. 

D. Der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur erkannte mit 
Entscheid vom 22. März 2013, den Parteien am 24. April 2013 mitgeteilt, was 
folgt: 

„1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1‘500.00 (Entscheidgebühr) 
gehen zu Lasten der X._____ AG und sind dem Bezirksgericht Plessur 
innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

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E. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ im Namen der X._____ AG 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 23. Mai 2013, am 24. Mai 
2013 persönlich überbracht, Beschwerde zuhanden des Kantonsgerichts von 
Graubünden und begehrte was folgt:

„Der Beklagte sei zu verpflichten, die Kosten gemäss beiliegenden 
Rechtsbegehren inkl. Verfahrenskosten zu bezahlen.

CHF 1‘667.10 inkl. Zins, seit 30.11.12

CHF 900.-- zusätzliche Kosten der klagenden Partei für die Klageschrift

CHF 900.-- Aufwand Abfassung zivilrechtliche Beschwerde gem. Art. 319

CHF 1‘500.00 Verfahrenskosten Gericht Plessur

CHF Verfahrenskosten Kantonsgericht

Hierfür ist der klagenden Partei Rechtsöffnung zu erteilen.“

F. Nachdem der Einzelrichter in Zivilsachen am Kantonsgericht von 
Graubünden mit Verfügung und Schreiben vom 27. Mai 2013 die 
Beschwerdeführerin aufforderte, die Eingabe samt Beilagen in genügender Anzahl 
einzureichen und einen Kostenvorschuss zu leisten, reichte Letzterer mit Eingabe 
vom 6. März 2013 (recte: Juni 2013) erneut eine Stellungnahme zu den Akten. Der 
eingeforderte Kostenvorschuss wurde am 19. Juni 2013 geleistet. 

G. Mit Verfügung vom 24. Juni 2013 wurde Y._____ (nachfolgend: 
Beschwerdegegner) aufgefordert eine Beschwerdeantwort einzureichen. Diese 
wurde mit Schreiben vom 11. Juli 2013, gleichentags der Post zur Zustellung 
übergeben, fristgemäss eingereicht. 

H. Mit Eingabe vom 19. Juli 2013, dem Kantonsgericht von Graubünden am 
22. Juli 2013 persönlich überbracht, nahm die Beschwerdeführerin zu der 
Beschwerdeantwort Stellung. 

I. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und auf die Begründung 
in der Beschwerde, der Beschwerdeantwort sowie der Stellungnahme wird, soweit 
notwendig, im Folgenden eingegangen. 

II. Erwägungen

1.a. Mit der Beschwerde sind insbesondere nicht berufungsfähige 
erstinstanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über 

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vorsorgliche Massnahmen anfechtbar (Art. 319 lit. a der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]). Die Beschwerde ist unter Beilage des 
angefochtenen Entscheids beim Kantonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen 
seit der Zustellung desselben schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 
1 und 3 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

b. Der angefochtene Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am 
Bezirksgericht Plessur vom 22. März 2013 stellt einen Endentscheid dar, da damit 
das vorinstanzliche Verfahren mittels Sachentscheid (Abweisung der Klage) 
beendet wurde (vgl. Art. 236 Abs. 1 ZPO; Reetz/Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2013, N 14 zu Art. 308). Zudem ist der 
angefochtene Entscheid aufgrund des Streitwertes von unter CHF 10‘000.00 nicht 
berufungsfähig (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde vom 23. Mai 2013 gegen 
den am 24. April 2013 mitgeteilten Entscheid ist auch zeitig erhoben worden. Die 
im Handelsregister eingetragene X._____ AG ist parteifähig (vgl. Art. 53 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210] in Verbindung mit Art. 66 ZPO 
sowie Art. 643 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]) und 
prozessfähig (vgl. Art. 54 ZGB in Verbindung mit Art. 707 Abs. 1 OR und Art. 718 
Abs. 2 OR). Der gemäss Handelsregistereintragung für die X._____ AG 
einzelzeichnungsberechtigte A._____ ist als Delegierter (vgl. Art. 718 Abs. 2 OR) 
zur Beschwerdeerhebung im Namen der Beschwerdeführerin berechtigt. Auf die 
ferner formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 

c. Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht von 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im 
Rechtsmittelverfahren wie im vorliegenden Fall CHF 5'000.00 nicht überschreitet.

2. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 
ZPO). Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss 
gegen geschriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz 
überprüft entsprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde 
hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. 
Diesfalls ist eine qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts erforderlich, 
wobei „offensichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 
der Schweizerischen Bundesverfassung (BV; SR 101) ist (Freiburghaus/ Afheldt, 
in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 

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Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 3 ff. zu Art. 
320 ZPO; Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 1 f. zu Art. 320 ZPO).

3. Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO ist es ausgeschlossen, im 
Beschwerdeverfahren neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue 
Beweismittel einzureichen. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen des 
Gesetzes (Abs. 2), welche im vorliegenden Verfahren jedoch nicht in Betracht 
kommen. Die mit der Beschwerdeeingabe produzierten neuen Beweisurkunden 
und neu behauptete Tatsachen sind demnach aus dem Recht zu weisen.

4.a. Zunächst bestreitet die Beschwerdeführerin in etwas wirrer Darstellung die 
betreffend die Vorladung zur Instruktions- und Hauptverhandlung vom 28. Februar 
2013 angenommene Zustellfiktion. Es könne nicht nachvollzogen werden, 
weswegen keine Abholaufforderung im Postfach - welches in regelmässigen 
Abständen geleert würde - vorgefunden werden konnte. Eventuell habe der 
Postbeamte den Abholzettel im Postfach nicht sauber sortiert. Zudem habe 
A._____ am 15. Januar 2013 die Klagebewilligung des Vermittleramtes inkl. 
Begründungsschreiben dem Bezirksgericht Plessur persönlich überbracht. Darauf 
seien die Telefon- und Faxnummer sowie die E-Mail Adresse des Delegierten der 
Beschwerdeführerin ersichtlich gewesen, weswegen die Vorladung mit 
Bestimmtheit hätte nachgereicht werden können. Zudem habe dieser der 
Vorinstanz am 20. März 2013 die Notizen eines Gesprächs mit dem 
Beschwerdegegner vom 15. März 2013 persönlich überbracht. Spätestens zu 
diesem Zeitpunkt hätte man ihn darauf aufmerksam machen müssen, dass die 
Vorladung retourniert worden sei. Die Beschwerdeführerin hätte weiter nie 
Kenntnis davon erhalten, dass man an der Verhandlung des Bezirksgerichts 
beizuwohnen habe. 

b. Die Beschwerdeführerin verkennt hierbei, dass die Vorinstanz lediglich den 
einschlägigen Gesetzesbestimmungen betreffend die gerichtliche Zustellung 
folgte. Gemäss Art. 138 Abs. 1 ZPO hat die Zustellung der Vorladung durch 
eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen 
Empfangsbestätigung zu erfolgen. Eine eingeschriebene Postsendung, welche 
nicht abgeholt wurde, gilt nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am siebten Tag nach 
dem erfolglosen Zustellungsversuch dennoch als erfolgt, sofern die betroffene 
Person mit einer Zustellung rechnen musste (vgl. BGE 130 III 396, E. 1.2.3). Ist 
die Abholeinladung im Postfach des Adressaten hinterlegt, so gilt die Sendung bei 
unterbliebener Abholung am letzten Tag der für die Abholung eingeräumten Frist 

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als zugestellt (Gschwend/Bornatico, in; Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 19 zu Art. 138 
ZPO).

Die Vorinstanz hat die Vorladung am 28. Februar 2013 mittels eingeschriebener 
Post an die in der Klageschrift angegebene Adresse bzw. an das angegebene 
Postfach der Beschwerdeführerin versandt. Als Initiantin des gerichtlichen 
Verfahrens wusste die Beschwerdeführerin - oder hätte zumindest wissen müssen 
-, dass sie mit gerichtlichen Zustellungen bedient werden würde. Die Behauptung, 
der Abholschein sei vom Postbeamten im Postfach nicht richtig einsortiert worden, 
ist nicht zu hören. Die Vermutung, dass der Avis vom Postbeamten im Postfach 
korrekt hinterlegt wurde, gilt so lange, als der Empfänger nicht den Nachweis einer 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit von Fehlern bei der Zustellung erbringt (Urteil 
2C_780/2010 vom 21. März 2011, E.2.2 - 2.4, m.w.H.). Ein entsprechender 
Beweis hat die Beschwerdeführerin vorliegend nicht erbracht. Der Vollständigkeit 
halber sei noch erwähnt, dass bereits die vorinstanzliche Verfügung vom 30. 
Januar 2013 betreffend „Bestätigung Eingabe, Aufforderung zur Verbesserung 
und Kostenvorschuss“ mittels eingeschriebener Post versandt und von der 
Beschwerdeführerin nicht abgeholt wurde.

Der Einwand, wonach die Beschwerdeführerin nicht gewusst haben will, dass 
durch die Klage ein Gerichtsverfahren ausgelöst werde und sie an der 
Verhandlung des Bezirksgerichts Plessur vertreten sein müsse, ist ebenfalls nicht 
zu hören. Dies insbesondere in Anbetracht dessen, dass A._____, Vertreter der 
Beschwerdeführerin, im Rahmen des Gesprächs vom 15. März 2013 vom 
Beschwerdegegner über den bevorstehenden Gerichtstermin orientiert wurde (vgl. 
Beschwerdeschrift, act. A.1). Es wäre spätesten zu diesem Zeitpunkt geboten 
gewesen, sich beim Gericht über eine allfällig nötige Teilnahme an den 
Verhandlungen zu orientieren. Nicht nützlich ist A._____ die Beanstandung, 
wonach das Bezirksgericht Plessur ihn am 20. März 2013, als er zusätzliche 
Unterlagen persönlich überbrachte, darüber hätte informieren müssen, dass die 
Vorladung nicht zugestellt werden konnte. Es kann nicht gutgläubig davon 
ausgegangen werden, dass die Person am Gericht, welcher die Unterlagen 
übergeben wurden, über jeden Verfahrensschritt eines hängigen Verfahrens 
orientiert ist. Es lag deshalb vielmehr an der Beschwerdeführerin, sich 
entsprechend zu informieren. 

Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Zustellung der 
Vorladung zur Instruktions- und Hauptverhandlung vor der Vorinstanz im Sinne 

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von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO als erfolgt gilt und die Beschwerde diesbezüglich 
abzuweisen ist.

5.a. Die Vorinstanz hielt in ihrem Entscheid zusammenfassend fest, dass die 
Behauptungen der Beschwerdeführerin bezüglich des angeblich geschlossenen 
entgeltlichen Vertrages nicht schlüssig und ungenügend substanziiert seien. Auf 
der Versicherungspolice sei zwar ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin als 
Vertreterin des Beschwerdegegners in dessen Namen mit der Versicherung habe 
verhandeln können - ob diese Tätigkeit jedoch entschädigungspflichtig gewesen 
sein solle, sei nicht ersichtlich. Aufgrund des mangelnden Beweises und der 
Ausführungen des Beschwerdegegners, welche als Indiz gewertet würden, sei 
davon auszugehen, dass tatsächlich nichts verabredet worden sei, wonach der 
Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin für irgendwelche Leistungen hätte 
entschädigen müssen. Der Beschwerdegegner führte anlässlich der 
Hauptverhandlung diesbezüglich aus, dass er mit der Beschwerdeführerin nie 
einen entgeltlichen Vertrag abgeschlossen habe und dies auch nicht getan hätte, 
da er die Abwicklung des Schadenfalles auch selbst hätte erledigen können. 
A._____ habe ihm versprochen, Probleme mit der Versicherung für ihn zu regeln, 
da dieser seiner Ansicht nach einen falschen Versicherungsvertrag für ihn 
abgeschlossen habe. Aufgrund dessen habe sich A._____ um den Schadensfall 
kümmern müssen. In den Eingaben an das Bezirksgericht Plessur - und zuletzt in 
der Beschwerde - stellte die Beschwerdeführerin dies in Abrede. Als die Ehefrau 
des Beschwerdegegners das Schadenereignis der Beschwerdeführerin anzeigte, 
sei diese darüber informiert worden, dass die Arbeiten/Auskünfte der 
Beschwerdeführerin honorarpflichtig seien. Ein Rechtsbindungswille sei auch aus 
dem Vorgehen des Beschwerdegegners ersichtlich. So habe der 
Beschwerdegegner durch die Zahlung von CHF 350.00 und die Schenkung eines 
Packs Zigaretten in seinem Sinne die Forderung anerkannt. Die Vorinstanz habe 
die beschriebenen Vorgänge jedoch mit keinem Wort erwähnt.

b. Im Grunde beanstandet die Beschwerdeführerin die rechtliche Würdigung 
der Vorinstanz und versucht anlässlich der Beschwerde abermals die 
Entgeltlichkeit des umstrittenen Auftrages darzutun, indem sie ihre Sicht der Dinge 
nochmals darlegt und die Aussagen des Beschwerdegegners in Abrede stellt. 
Zunächst gilt es festzuhalten, dass eine willkürliche Sachverhaltsdarstellung durch 
die Vorinstanz nicht ersichtlich ist und eine solche von der Beschwerdeführerin 
auch nicht vorgebracht wird. Es ist folglich zu prüfen, ob die tatsächlichen 
Feststellungen der Vorinstanz den Schluss einer fehlenden vertraglichen 
Grundlage zulassen.

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c. Es gilt zunächst die Frage zu beantworten, ob sich die Parteien im Sinne 
eines Auftrages - die Unentgeltlichkeit bzw. Entgeltlichkeit desselben müsste in 
einem zweiten Schritt überprüft werden - binden wollten, oder ob sich ihre 
Rechtsbeziehung auf ein reines Gefälligkeitsverhältnis beschränkt. Entscheidend 
hierfür ist, ob der Adressat unter den gegebenen Umständen nach Treu und 
Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte auf einen Rechtsbindungswillen 
seines Gegenübers schliessen musste oder durfte (Weber, in; 
Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Basel 
2011, N 16 zu Art. 394 OR; BGE 116 II 695, E. 2.a und 2.b). Das Kantonsgericht 
von Graubünden kann dies als Rechtsfrage frei überprüfen (BGE 116 II 695, E. 
2.a). Die Beweislast trägt derjenige, der das Auftragsverhältnis behauptet und 
daraus Ansprüche ableiten will (vgl. Fellmann, Berner Kommentar zum 
Schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 2. Abt., 4. Teilbd., Bern 1992, N 203 zu Art. 
394 OR). Im Einzelfall entscheidend sind die Umstände, die den Parteien im 
fraglichen Zeitpunkt bekannt oder erkennbar waren, sowie der Verständnishorizont 
des Empfängers einer konkludent geäusserten Willenserklärung (BGE 116 II 695, 
E. 2.b). Massgebend ist namentlich die Art der Gefälligkeit, die wirtschaftliche und 
rechtliche Bedeutung derselben, die Interessenlage der Parteien et cetera (vgl. 
Fellmann, a.a.O., N 204 zu Art. 394 OR). Was die Parteien damals wussten, 
erkannten, wie der äussere Handlungsablauf erfolgte und welche Umstände 
beweismässig erstellt wurden sind Tatfragen, und daher von diesem Gericht nicht 
zu untersuchen. 

d. Dass die Beschwerdeführerin für den Beklagten tätig geworden ist und 
sogar mit entsprechender Vollmacht handelte, ist dokumentiert und auch 
unbestritten. Es ist auch unbestritten (vgl. Beschwerdeschrift, act. A.1), dass der 
Beschwerdegegner mit dem Versicherungsprodukt, welches ihm von A._____ - 
damals vermutlich noch als Gesellschafter der nunmehr im Handelsregister 
gelöschten B._____ AG - vermittelt wurde, nicht zufrieden war bzw. ist. Die 
Erklärungen des Beschwerdegegners anlässlich der Hauptverhandlung, wonach 
die Beschwerdeführerin Ersterem versprochen habe, aufgrund dieses „falschen“ 
bzw. anscheinend nicht den Bedürfnissen des Beschwerdegegners 
entsprechenden Versicherungsvertrages Probleme mit der 
Versicherungsgesellschaft selbst zu regeln, sind durchaus nachvollziehbar. Dies 
gilt auch bezüglich der Aussage, wonach man die Tätigkeiten der 
Beschwerdeführerin im Nachgang zum Abschluss des (falschen) 
Versicherungsvertrages mit derselben als Selbstverständlichkeit erachtete. In 
einer laufenden Geschäftsbeziehung ist es denn auch nicht unüblich teils 

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unentgeltliche Arbeiten zu erbringen. Immerhin durfte die Beschwerdeführerin 
angesichts dieser Umstände nach Treu und Glauben nicht per se von einem 
Rechtsbindungswillen des Beschwerdegegners ausgehen. Dies insbesondere 
auch deshalb, da zwischen den Parteien im Rahmen der vermittelten 
Versicherung anscheinend gewisse Gratisdienstleistungen verabredet wurden 
(vgl. Ziff. 7 der Forderungsklage vom 22. Februar 2013 und act. A.4, S. 2, wo von 
kostenloser Beratung/und Begleitung gemäss schriftlichem Mandat bzw. einer 
„Gratisdienstleistung“ die Rede ist). Beweise für gegenteilige Umstände, daher für 
solche, die auf einen Rechtsbindungswillen des Beschwerdegegners schliessen 
lassen würden (z.B. Besprechung des Honorars), konnten im vorinstanzlichen 
Verfahren nicht beigebracht werden. Die Frage der Entgeltlichkeit bzw. 
Unentgeltlichkeit des Auftrages stellt sich demzufolge nicht mehr, da es bereits an 
einer vertraglichen Grundlage fehlt. Daran ändert die Zahlung der CHF 350.00 zu 
Gunsten der Beschwerdeführerin oder die Schenkung des Packs Zigaretten 
nichts. Der Beschwerdegegner hat glaubhaft dargelegt, den letzten Passus der 
Klagebewilligung, in welchem die Kosten des Schlichtungsverfahrens auf CHF 
350.00 festgelegt und der klagenden Partei auferlegt wurden, falsch verstanden zu 
haben. Der geleistete Betrag entspricht denn auch genau den festgelegten Kosten 
für das Schlichtungsverfahren und nicht etwa einem Betrag, den die 
Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner als Vergütung verlangt hätte. Mit 
dem Pack Zigaretten wollte der Beschwerdegegner augenscheinlich seine 
Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Dies kann in Anbetracht der Umstände 
keineswegs als Schuldanerkennung angesehen werden. Rechtskonform verneinte 
die Vorinstanz daher das vorliegen einer Anspruchsgrundlage. Die Beschwerde ist 
diesbezüglich ebenfalls abzuweisen.

6. Ist die Beschwerde somit im Ergebnis vollumfänglich abzuweisen, werden 
die Prozesskosten, bestehend aus den Gerichtskosten und der 
Parteientschädigung (vgl. Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unterliegenden 
Beschwerdeführerin auferlegt (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens, die gestützt auf Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die 
Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf CHF 2'000.00 
festgesetzt werden, hat demnach die Beschwerdeführerin zu tragen. Angesichts 
des geringen Aufwands für den Beschwerdegegner ist ihm anstelle der 
beantragten Entschädigung von CHF 500.00 eine solche von CHF 200.00 
zuzusprechen. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird vollumfänglich abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens im Umfang von CHF 2‘000.00 gehen zu 
Lasten der Beschwerdeführerin und werden mit dem von ihr geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet. 

3. Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner ausseramtlich mit CHF 
200.00 zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist 
das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung 
der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: