# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d1947e6-3e74-557d-a02d-f807b6a409a3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2018 D-3137/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3137-2018_2018-08-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3137/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger; 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und seine Ehefrau 

B._______, geboren am (…), 

sowie die Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

und E._______, geboren am (…), 

Syrien, 

alle vertreten durch Ozan Polatli, Advokatur Gysin + Roth, 

Beschwerdeführende, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl; 

Verfügung des SEM vom 25. April 2018 / N (…). 

 

 

D-3137/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden, ethnische Kurden aus F._______ (arabisch: 

G._______) in der Provinz H._______ mit letztem Wohnsitz in I._______ 

und seit dem (…) miteinander verheiratet, verliessen ihre Heimat eigenen 

Angaben zufolge im Juni 2013 gemeinsam mit ihren beiden Kindern in 

Richtung Türkei. Dort blieben sie ihrem Vernehmen nach mehr als zwei 

Jahre. Danach gelangten sie via Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kro-

atien, Slowenien, Österreich und Deutschland am 1. Dezember 2015 ille-

gal in die Schweiz, wo sie noch am selben Tag um Asyl nachsuchten. Am 

18. Dezember 2015 erhob das SEM im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) J._______ ihre Personalien und befragte sie summarisch zu ihrem 

Reiseweg sowie zu ihren Ausreisegründen. Am 29. März 2016 teilte das 

SEM den Beschwerdeführenden mit, aufgrund der Aktenlage werde das 

Dublin-Verfahren beendet und das nationale Asyl- und Wegweisungsver-

fahren durchgeführt. Am 7. November 2017 hörte sie das SEM einlässlich 

zu den Asylgründen an. Dabei machte der Beschwerdeführer im Wesentli-

chen geltend, er sei Taxifahrer in I._______ gewesen. Im Juni 2013 hätten 

ihn zwei Personen aufgefordert, einen Verletzten nach K._______ zu brin-

gen. Zunächst habe er sich unter Hinweis auf die vielen Kontrollposten 

rund um K._______ geweigert, sie dorthin zu fahren. Nachdem die Perso-

nen ihn indessen mit einer Waffe bedroht hätten, habe er sie einsteigen 

lassen. Plötzlich sei er in einen solchen Kontrollposten geraten, habe sein 

Auto angehalten, sei ausgestiegen und geflüchtet. Auch die beiden unver-

letzten Personen seien geflüchtet, während der Verletzte im Auto zurück-

geblieben sei. Weil der Verletzte der Opposition angehört habe und das 

Taxi auf seinen (des Beschwerdeführers) Namen registriert gewesen sei, 

habe er sich vor staatlichen Verfolgungsmassnahmen gefürchtet. Deshalb 

sei er nach der Flucht nicht nach Hause gegangen, sondern habe seine 

Frau telefonisch kontaktiert und aufgefordert, das Haus unverzüglich mit 

den Kindern zu verlassen. Etwa drei Stunden später hätten sie sich alle bei 

einer ebenfalls in I._______ wohnhaften Tante seiner Ehefrau getroffen, wo 

sie noch ungefähr eine Woche lang geblieben seien. Dort hätten sie auch 

von einem Nachbarn erfahren, dass die syrischen Behörden den Be-

schwerdeführer zuhause gesucht und ihr Haus mit einem Bagger zerstört 

hätten. Danach hätten sie ihre Heimat mit Hilfe eines Schleppers verlas-

sen. 

D-3137/2018 

Seite 3 

Die Beschwerdeführerin machte keine eigenen Asylgründe geltend, son-

dern berief sich ausschliesslich auf die Verfolgungssituation ihres Eheman-

nes. 

Im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens reichten die Beschwerdefüh-

renden die Originale ihrer syrischen Identitätskarten vom 5. Juli 2004 (Ehe-

frau) beziehungsweise vom 7. Oktober 2012 (Ehemann) und des Familien-

büchleins vom 20. April 2008 zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 25. April 2018 – eröffnet am 26. April 2018 – stellte das 

SEM fest, die Beschwerdeführenden und ihre Kinder erfüllten die Flücht-

lingseigenschaft nicht, lehnte ihre Asylgesuche ab und verfügte die Weg-

weisung aus der Schweiz. Gleichzeitig ordnete es wegen Unzumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs ihre vorläufige Aufnahme an. 

Das SEM begründete die Abweisung seiner Verfügung im Wesentlichen 

damit, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderun-

gen an das Glaubhaftmachen nicht, weshalb deren Asylrelevanz nicht ge-

prüft werden müsse. 

C.  

Mit Eingabe vom 3. Mai 2018 ersuchten die Beschwerdeführenden das 

SEM um Akteneinsicht und dabei gleichzeitig um direkte Zustellung der Ak-

ten an die (…). 

D.  

Mit Begleitschreiben vom 17. Mai 2018 sandte das SEM seine Akten an die 

vorgenannte Adresse. 

E.  

Mit Eingabe ihres am 25. Mai 2018 mandatierten Rechtsvertreters erhoben 

die Beschwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht am 28. Mai 

2018 Beschwerde gegen die Verfügung des SEM vom 25. April 2018. Sie 

beantragten dabei, es seien die Dispositiv-Ziffern 1-3 der Verfügung des 

SEM vom 25. April 2018 aufzuheben und ihnen Asyl in der Schweiz zu ge-

währen. Eventualiter seien die Dispositiv-Ziffern 1-3 der Verfügung des 

SEM vom 25. April 2018 aufzuheben und die Sache sei zur vollständigen 

Sachverhaltsfeststellung und neuen Entscheidung an das SEM zurückzu-

weisen. Im Weiteren beantragten sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht, es 

sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege unter Verbeiständung mit dem 

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Seite 4 

Unterzeichneten zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten. Schliesslich beantragten sie, es sei ihnen vollstän-

dige Akteneinsicht zu gewähren und ihnen nach erfolgter Akteneinsicht 

eine angemessene Frist zur Beschwerdeergänzung einzuräumen. Dabei 

reichten sie namentlich eine auf sie lautende Fürsorgeabhängigkeitsbestä-

tigung der (…) vom 28. Mai 2018 zu den Akten. 

F.  

Mit Schreiben vom 1. Juni 2018 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht 

den Eingang der vorliegenden Beschwerde. 

G.  

Mit Instruktionsverfügung vom 4. Juli 2018 wies das Bundesverwaltungs-

gericht das SEM an, den Beschwerdeführenden beziehungsweise deren 

Rechtsvertretung nochmals Akteneinsicht zu gewähren und räumte ihnen 

die Gelegenheit ein, innert 15 Tagen ab Zustellung der Akten durch die 

Vorinstanz eine Beschwerdeergänzung einzureichen. Über die Gesuche 

um unentgeltliche Prozessführung sowie um amtliche Rechtsverbeistän-

dung werde nach Eingang der Beschwerdeergänzung befunden. 

H.  

Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 30. Juli 2018 reichten die Be-

schwerdeführenden eine Beschwerdeergänzung ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was vorliegend nicht der 

Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor wel-

chem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 

142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die 

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Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist somit einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können im Anwen-

dungsbereich des AsylG die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 

Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Die Beschwerdeeingabe richtet sich gegen die Ablehnung der Asylgesu-

che, die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführer erfüllten die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, sowie die Anordnung der Wegweisung als 

solcher. Die Frage des Vollzugs der Wegweisung bildet nicht Gegenstand 

des Beschwerdeverfahrens. 

4.  

4.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Vorliegend handelt es sich, wie nachfolgend aufge-

zeigt wird, um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summa-

risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

4.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wird auf einen Schriftenwechsel 

verzichtet. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine Person anerkannt, wenn sie in ihrem 

Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Re-

ligion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe  

oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausge-

setzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu 

werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 

die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die ei-

nen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

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5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlings-

eigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vor-

bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich wi-

dersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf 

gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch im Wesentlichen da-

mit, er sei im Juni 2013 als Taxifahrer von zwei Mitgliedern der Freien Sy-

rischen Armee (FSA) mit Waffengewalt gezwungen worden, einen verletz-

ten Gefährten in den I._______ Stadtteil K._______ ins Spital zu bringen. 

Als sie unterwegs in einer Autokolonne 150 bis 200 Meter von einem mo-

bilen Kontrollposten der syrischen Armee entfernt hätten anhalten müssen, 

habe er zusammen mit den beiden unverletzten FSA-Leuten das Auto ver-

lassen und sie seien alle davongerannt. Da der Verletzte im Auto zurück-

geblieben und das Taxi auf seinen (des Beschwerdeführers) Namen regis-

triert gewesen sei, hätten ihn die syrischen Behörden in der Folge zuhause 

gesucht und sein Haus später mit einem Bagger zerstört. 

6.1 Wie das SEM in seiner Verfügung vom 25. April 2018 zutreffend fest-

gehalten hat, weisen die Schilderungen des Beschwerdeführers im Einzel-

nen diverse Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten auf, welche an der 

Glaubhaftigkeit der behaupteten Geschehnisse zweifeln lassen. 

6.1.1 So antwortete der Beschwerdeführer etwa auf die Frage, woher er 

wisse, dass es sich bei seinen Fahrgästen um Personen der FSA gehan-

delt habe, stereotyp, sie hätten sonst keine Waffen gegen ihn gezogen; das 

würden nur Banden machen (vgl. act. A34/22 S. 11 F83). Letztlich bliebe 

seine Aussage, dass es sich um Leute der FSA und damit um politische 

Oppositionelle der syrischen Regierung gehandelt habe, eine reine Partei-

behauptung, zumal es sich bei diesen Personen auch um gewöhnliche Kri-

minelle ohne politischen Hintergrund hätte handeln können. 

6.1.2 Auffallend ist das Aussageverhalten des Beschwerdeführers in Be-

zug auf die Situation vor dem Kontrollposten. So erklärte er zunächst: „Von 

Weitem habe ich eine Fahrzeugschlange gesehen. Ich habe geahnt, dass 

das ein Kontrollposten sein könnte. Ich bin noch ein wenig weitergefahren. 

Ungefähr 150 Meter oder 200 Meter vor dem Kontrollposten waren wir uns 

sicher, dass es vor uns einen Kontrollposten gibt. Dann brachte ich das 

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Fahrzeug zum Stillstand, stieg aus dem Fahrzeug und rannte von dort weg. 

[…]“ (vgl. act. A34/22 S. 12 A90). Auf die weitere Frage, wie er gemerkt 

habe, dass es sich um einen Kontrollposten (der Regierung) handle, er-

klärte er: „Als ich eine Fahrzeugschlange sah und als ich später dann die 

Flagge dort sah, war es mir klar“ (a.a.O. A92). Auf die Frage, wann später 

er die Flagge gesehen habe, erwiderte er: „Als ich das alles sah und als 

ich merkte, dass dort ein Kontrollposten vom Regime ist, habe ich das 

Fahrzeug zum Stillstand gebracht und zwischen uns lagen 150 bis 200 Me-

ter“ (a.a.O. A93). Auf die Frage, bei welcher Gelegenheit er „später“ die 

Flagge gesehen habe, führte er aus: „Als ich die Autoschlange sah, habe 

ich die Geschwindigkeit reduziert. Und als ich mich dieser Autoschlange 

näherte, sah ich von weitem die Flagge und dann habe ich rechts angehal-

ten, bin ausgestiegen und bin von dort getürmt. […]“ (a.a.O. A94). 

Bei näherer Durchsicht der entsprechenden Protokollstellen entsteht aus 

Sicht des Gerichts spontan der Eindruck, der Beschwerdeführer wieder-

hole ständig dieselben Fakten, um sie erst allmählich um zusätzliche De-

tails, beispielsweise die (nicht näher spezifizierte) Flagge zu ergänzen, was 

die Annahme zulässt, er halte an auswendig Gelerntem fest, um gleichzei-

tig nachträglich kleine Ergänzungen anzubringen, weil er realisiert hat, 

dass seine ursprünglich vorgetragene Geschichte nicht schlüssig genug 

ist, um glaubhaft zu sein. Dieses Aussageverhalten erweckt den Anschein, 

der Beschwerdeführer reichere sukzessive eine Episode seines Erzählvor-

trags an, um deren Anschaulichkeit zu erhöhen beziehungsweise das Er-

zählte authentisch wirken zu lassen. Bezeichnenderweise wird im Kontext 

mit dem Kontrollposten erstmals in der Beschwerde beziehungsweise in 

der Beschwerdeergänzung zusätzlich ausgeführt, nebst der syrischen 

Flagge seien auch Symbole des syrischen Militärs und Soldaten in ihrer 

Uniform zu sehen gewesen (a.a.O. jeweils Ziff. 3.3.5). 

6.1.3 Wenig plausibel mutet sodann die Aussage des Beschwerdeführers 

an, seine Fahrgäste seien mit Ausnahme des Verletzten nach dem Halten 

des Taxis 150 bis 200 Meter vor einem Kontrollposten der syrischen Armee 

aus dem Auto gestiegen und dann davongerannt (a.a.O. F90 und 95), hät-

ten sie hierdurch doch nur unnötig die Aufmerksamkeit der Soldaten am 

Checkpoint geweckt. Angesichts der doch grossen Distanz zum Check-

point sowie der Tatsache, dass auf einer Länge von 150 bis 200 Metern 

zahlreiche Fahrzeuge vor ihnen positioniert waren, wäre von angeblichen 

Soldaten der FSA ohne Weiteres zu erwarten gewesen, dass sie routiniert 

beziehungsweise kaltblütig genug gewesen wären, sich unauffällig zu ent-

fernen und ihr Fluchtvorhaben nach aussen hin nicht erkennen zu lassen. 

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Im Weiteren erstaunt es zumindest, dass die beiden unverletzten Personen 

ihren verletzten Gefährten im Auto einfach seinem Schicksal überlassen 

hätten, nachdem sie den Beschwerdeführer nach dessen eigenem Bekun-

den vorgängig mittels Waffengewalt und Todesdrohungen dazu gezwun-

gen haben sollen, den Verletzten im Taxi mitzunehmen. 

6.2 Zusätzlich bleibt festzuhalten, dass der Beschwerdeführer bei der BzP 

erklärte, die beiden Begleiter des Verletzten hätten ihn verfolgt und 

Schüsse abgegeben, als er aus dem Taxi gestiegen und davongerannt sei 

(vgl. act. A3/13 S. 8 Ziff. 7.01). Demgegenüber sagte er bei der einlässli-

chen Anhörung aus, sie seien gemeinsam geflüchtet und, nachdem sie die 

Wohnquartiere erreicht hätten, jeder in eine andere Himmelsrichtung ge-

flohen (vgl. act. A34/22 S. 12 F90). Diese Ausführungen des Beschwerde-

führers bezüglich eines zentralen Elements seiner Geschichte sind derart 

widersprüchlich, dass sie die Gesamtvorbringen des Beschwerdeführers 

klarerweise als unglaubhaft erscheinen lassen. Diesbezüglich wird in der 

Beschwerde im Verbund mit der Beschwerdeergänzung zwar eingewen-

det, seine protokollierten Aussagen in der BzP würden auf einem Überset-

zungsfehler des Dolmetschers beziehungsweise auf einem Protokollie-

rungsfehler beruhen (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 3.3.6 und Beschwerdeer-

gänzung S. 2 Ziff. 3.3.5). In diesem Zusammenhang bleibt freilich anzu-

merken, dass der Beschwerdeführer sowohl zu Beginn als auch am 

Schluss der BzP ausdrücklich festhielt, den Dolmetscher gut verstanden 

zu haben (vgl. act. A3/13 S. 2 Bst. h und S. 10 Ziff. 9.01). Ausserdem be-

stätigte er nach Rückübersetzung des Protokolls unterschriftlich, dass es 

seinen Aussagen sowie der Wahrheit entspreche und ihm in eine verständ-

liche Sprache (Kurmanci) rückübersetzt worden sei (a.a.O. S. 10 in fine). 

Bei dieser Unterschrift muss er sich behaften lassen. Aus diesem Grund 

verfängt auch der zusätzliche Einwand in der Beschwerde sowie deren Er-

gänzung nichts, die Aussage in der BzP würde auch keinen Sinn machen, 

ansonsten die FSA-Mitglieder ihn ohne Weiteres mit einem Schuss aus der 

Waffe hätten treffen können; stattdessen hätten die syrischen Soldaten 

vom Kontrollposten aus auf sie geschossen (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 

3.3.6; Beschwerdeergänzung S. 2 Ziff. 3.3.5), nicht. Darüber hinaus er-

scheint es auch generell nicht hilfreich, eklatante Widersprüche unter Zu-

hilfenahme von Aspekten der Logik auflösen zu wollen. Mangelnde Logik 

ist vielmehr dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten.  

6.3 Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass es den Beschwerde-

führenden nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen  

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Seite 9 

oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die Vorinstanz ihre Asylge-

suche zu Recht abgelehnt hat. Der Sachverhalt ist hinreichend erstellt und 

genügend abgeklärt. Aus diesem Grunde erübrigt es sich auch, die Sache 

zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung und neuen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, weshalb der diesbezügliche Kassationsantrag 

(vgl. Beschwerde S. 2 [Rechtsbegehren] und S. 7 Ziff. 3.7.1 und 3.7.2) ab-

zuweisen ist. Es erübrigt sich, auf weitere Vorbringen in der Beschwerde 

einzugehen, da sie am Ergebnis nichts ändern können. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass der – einzig in den Punkten 1–3 

des Dispositivs angefochtene – Asylentscheid des SEM Bundesrecht nicht 

verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig 

feststellt (Art.106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

9.  

9.1 Aufgrund der angestellten Erwägungen hat sich die Beschwerde als 

aussichtslos erwiesen. Somit sind die Gesuche um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Bei-

ordnung eines amtlichen Rechtsbeistands gemäss Art. 110a AsylG unge-

achtet der Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden abzuweisen. 

9.2 Als Folge der Abweisung der Beschwerde sind die Kosten des Verfah-

rens den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 

VwVG). Die Kosten sind auf Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 

1 Bst. a VGG). Mit dem vorliegenden Entscheid ist auch das Gesuch um 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos ge-

worden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Simon Thurnheer Philipp Reimann 

 

 

Versand: