# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5468acc5-5dbd-589d-88a4-bfab63507355
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.08.2023 100 2022 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-135_2023-08-28.pdf

## Full Text

100.2022.135U
STE/TST/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. August 2023

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Einwohnergemeinde Lauterbrunnen
Abteilung Bauverwaltung, Gemeindehaus Adler, 3822 Lauterbrunnen
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

betreffend Baupolizei; nachträgliche Baubewilligung für den Einbau von 
Wohnraum in eine Scheune und Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
vom 5. April 2022; BVD 110/2021/219)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.08.2023, Nr. 100.2022.135U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ und B.________ sind Eigentümer bzw. Eigentümerin der in der 
Landwirtschaftszone in Wengen liegenden Grundstücke Lauterbrunnen 
Gbbl. Nrn. 1________ und 2.________. Bei einer Baukontrolle am 20. Mai 
2020 stellte die Baupolizeibehörde der Einwohnergemeinde (EG) 
Lauterbrunnen fest, dass in und am Gebäude Nr. 3________ auf der 
Parzelle Nr. 1________ verschiedene unbewilligte Bauarbeiten 
vorgenommen worden waren, insbesondere der Einbau eines Wohn- und 
Schlafraums inkl. Küche im ehemaligen Heuraum sowie eines Schlafraums 
mit Holzofen im oberen Stockwerk. Sie forderte A.________ und 
B.________ auf, die Bauarbeiten sofort einzustellen, und setzte ihnen eine 
Frist für das Einreichen eines nachträglichen Baugesuchs. Am 16. Juni 2020 
erliess sie die entsprechende Baueinstellungsverfügung.

Am 22. September 2020 reichten A.________ und B.________ bei der 
EG Lauterbrunnen ein nachträgliches Baugesuch ein für den «Umbau Alp-
hütte für Safrananbau, Einbau Wohnraum in bestehende Scheune/Remise». 
Gestützt auf die Fachberichte des Amtes für Landwirtschaft und Natur 
(LANAT) vom 4. November 2020 und 16. April 2021 verneinte das Amt für 
Gemeinden und Raumordnung (AGR) mit Verfügung vom 26. April 2021 die 
Zonenkonformität und verweigerte eine Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 ff. des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung 
(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700). Hierauf erteilte die EG Lauterbrun-
nen mit Verfügung vom 17. November 2021 den Bauabschlag und ordnete 
Folgendes an:

«- In der Scheune Nr. 3________ darf ab Rechtskraft dieser Verfügung 
künftig nicht gewohnt werden, und zwar weder durch die 
Eigentümerschaft noch durch Dritte. Die Nutzung als 
landwirtschaftlicher Abstell- und Lagerraum bleibt erlaubt. Die 
Gemeinde Lauterbrunnen behält sich bei Widerhandlungen eine 
erneute Strafanzeige vor.

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- Folgende Innenausbauten sind bis am 31. März 2022 komplett auszu-
bauen:
- Küchenkombination
- Fest eingebaute Betten
- Innenliegende Fenster (hinter Gimmwand)
- Wand- und Deckenvertäferungen (Verkleidungen)
- Bodenbeläge
- Holzofen und Heizgeräte
- Sämtliches Dämmmaterial»

B.

Dagegen reichten A.________ und B.________ am 17. Dezember 2021 Be-
schwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. 
Die BVD wies die Beschwerde mit Entscheid vom 5. April 2022 ab, soweit 
sie darauf eintrat, und bestätigte die Verfügungen des AGR und der Ge-
meinde vom 26. April bzw. 17. November 2021.

C.

Gegen diesen Entscheid haben A.________ und B.________ am 6. Mai 
2022 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der 
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das nachträgliche Baugesuch 
sei zu bewilligen (Rechtsbegehren [RB] 1); eventuell sei die Sache mit 
verbindlichen Weisungen zu neuem Entscheid an eine der Vorinstanzen 
zurückzuweisen (RB 2). Subeventuell sei der angefochtene Entscheid 
insoweit aufzuheben, als damit das Wohnverbot und die 
Rückbauverpflichtung bestätigt wurden, und auf den Rückbau sei zu 
verzichten sowie die Wohnnutzung zu tolerieren (RB 3). Subsubeventuell sei 
der angefochtene Entscheid in Bezug auf das Wohnverbot und die 
Rückbauverpflichtung aufzuheben sowie A.________ und B.________ eine 
angemessene Frist zur Einreichung eines neuen Baugesuchs anzusetzen 
(RB 4). Ausserdem sei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen, soweit ihr diese nicht von Gesetzes 
wegen zukomme (RB 5).

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Die EG Lauterbrunnen verweist in ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Mai 
2022 auf ihre Verfügung vom 17. November 2021 sowie den angefochtenen 
Entscheid der BVD, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Die BVD 
beantragt mit Vernehmlassung vom 25. Mai 2022 die Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und 
Frist sind eingehalten (Art. 81 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten. Soweit die Beschwerdeführenden die Zuerkennung der auf-
schiebenden Wirkung beantragen (RB 5), ist darauf hinzuweisen, dass der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-
kung zukommt (Art. 82 VRPG).

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer führt zusammen mit seinem Bruder in … (LU) einen 
Betrieb mit 20 ha Intensivobstbau sowie 30 ha Wald. Zudem halten sie 10-
20 Rothirsche (vgl. Businessplan vom 4.4.2017, Vorakten Gemeinde 

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pag. B44 ff.). Im Jahr 2017 erwarben die Beschwerdeführenden die beiden 
Parzellen Lauterbrunnen Gbbl. Nrn. 1________ und 2.________ in Wengen. 
Sie nutzen diese zur Dürrfutterproduktion und seit 2019 für den Safrananbau.

3.

Umstritten ist, ob der in die Scheune auf der Parzelle Nr. 1________ 
eingebaute Wohnraum zonenkonform ist und deshalb nachträglich hätte 
bewilligt werden müssen.

3.1 Gemäss Art. 22 Abs. 2 Bst. a RPG setzt eine Baubewilligung unter 
anderem voraus, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungs-
zone entsprechen. Nach Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG sind in den Landwirt-
schaftszonen Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftli-
chen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind. 
Diese Voraussetzung wird in Art. 34 der Raumplanungsverordnung vom 
28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) präzisiert: Danach sind insbesondere Bauten 
und Anlagen zonenkonform, die der bodenabhängigen Bewirtschaftung die-
nen (Abs. 1 erster Halbsatz), namentlich der Produktion verwertbarer Er-
zeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung (Bst. a). Zonenkonform sind 
ebenfalls Bauten für den Wohnbedarf, der für den Betrieb des entsprechen-
den landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich ist, einschliesslich des 
Wohnbedarfs der abtretenden Generation (Abs. 3). In jedem Fall darf die Be-
willigung für zonenkonforme Bauten oder Anlagen nach Art. 34 Abs. 1-3 
RPV nur erteilt werden, wenn diese für die in Frage stehende Bewirtschaf-
tung nötig sind (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV), ihnen am vorgesehenen Standort 
keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b) und der Betrieb 
voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Bst. c). Die Rechtsprechung 
stellt an die Zonenkonformität von Wohnraum in der Landwirtschaftszone 
strenge Anforderungen. Die Bewilligung kommt nur für landwirtschaftliche 
Gewerbe im Sinn von Art. 7 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über 
das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) in Frage 
(BGer 1A.184/2006 vom 15.2.2007 E. 2.2; Ruch/Muggli, in Praxiskommentar 
RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a N. 52; Waldmann/
Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 16a N. 14). Vorausgesetzt wird wei-

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ter, dass die ordnungsgemässe und zonenkonforme Bewirtschaftung des 
Bodens eine ständige Anwesenheit vor Ort erfordert und aus objektiven 
Gründen nicht von der Bauzone aus möglich ist. Die Baute muss zudem in 
Bezug auf Grösse, Ausgestaltung und Standort an die Bedürfnisse des Be-
triebs angepasst sein und hat sich auf das für die vorgesehene Nutzung ob-
jektiv Nötige zu beschränken. Die betriebliche Notwendigkeit beurteilt sich 
allein nach objektiven Kriterien; subjektive Vorstellungen und Wünsche sind 
dagegen ebenso wenig massgebend wie die persönliche Zweckmässigkeit 
und Bequemlichkeit (BGE 132 II 10 E. 2.4, 123 II 499 E. 3b/cc, 121 II 307 
E. 3b, 121 II 67 E. 3a; BGer 1C_240/2020 vom 26.2.2021 E. 2.1, 
1C_258/2018 vom 11.11.2018 E. 4.2 f., 1C_227/2014 vom 11.5.2016 
E. 3.1 f.; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 16a N. 21 ff.; Ruch/Muggli, a.a.O., 
Art. 16a N. 46 und 52 f.; Amt für Raumentwicklung [ARE], Neues Raumpla-
nungsrecht. Erläuterungen zur RPV und Empfehlungen für den Vollzug, 
2001, einsehbar unter: <www.are.admin.ch>, Rubriken «Raumentwicklung&
Raumplanung/Bauen ausserhalb der Bauzonen/Erläuterungen zur RPV und 
Empfehlungen für den Vollzug [2000/2001]», IV Besonderer Teil, Ziff. 2.3.1 
S. 31). 

3.2 Die Vorinstanz hat offengelassen, ob der Safrananbau der Beschwer-
deführenden trotz der grossen Distanz sowie der völlig unterschiedlichen 
Betriebsausrichtung zum landwirtschaftlichen Gewerbebetrieb im Kanton 
Luzern zählt oder einen eigenständigen Betrieb darstellt, der die Anforderun-
gen an ein landwirtschaftliches Gewerbe und damit eine Voraussetzung ge-
mäss Art. 34 RPV erfüllen müsste (angefochtener Entscheid E. 4f). Sie hat 
sich auf die Beurteilung der Fachbehörden gestützt und die landwirtschaftli-
che Notwendigkeit des in die Scheune eingebauten Wohnraums verneint. 
Zwar möge der Safrananbau anspruchsvoll und aufwändig sein, die arbeits-
intensive Zeit beschränke sich aber auf die (kurze) Erntezeit und erfordere 
nicht die dauernde Anwesenheit vor Ort. Ebenso wenig müssten die Arbeits-
kräfte während dieser Zeit bereits in den frühen Morgenstunden anwesend 
sein, damit die Blüten sofort geerntet und weiterverarbeitet werden könnten. 
Der Fussmarsch von der Wohnzone in Wengen zu den Safranfeldern sei in 
rund 20 Minuten zu bewältigen und gelte daher nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung als zumutbar. Die ausserhalb der Erntezeit anfallenden Ar-
beiten (insb. Vorbereiten des Bodens, Anpflanzen der Knollen, Trocknen und 

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Lagern nach der Ernte) könnten erst recht nicht als derart intensiv bezeichnet 
werden, dass sie eine dauernde Anwesenheit nötig machen würden. Auch 
sonst seien keine Gründe erkennbar, welche für den Safrananbau – und 
noch weniger für die Dürrfutterproduktion – einen dauernden Verbleib des 
Betriebsleiters oder von Mitarbeitenden vor Ort erforderten. Dies gelte auch 
in Bezug auf den von den Beschwerdeführenden erwähnten Schutz vor Be-
schädigung oder Diebstahl der Safranblüten, da eine ausreichende Überwa-
chung anderweitig gewährleistet werden könne (etwa mit technischen Hilfs-
mitteln). Insgesamt sei daher festzuhalten, dass die von den Beschwerde-
führenden genannten Arbeiten im Zusammenhang mit dem Safrananbau 
sowie der Dürrfutterproduktion zwar während einer kurzen Periode des Jah-
res intensiv seien, aber aufgrund einer gesamthaften Betrachtungsweise ob-
jektiv gesehen keinen Wohnsitz vor Ort und damit ausserhalb der Bauzone 
notwendig machten. Für die relativ kurze Erntezeit seien neben einer eige-
nen Wohnung in der Bauzone auch andere Lösungen für das kurzfristige 
Unterbringen der Arbeitskräfte denkbar (Zimmer für Saisonniers, billige Ho-
telzimmer). Im Übrigen bestehe auch die Möglichkeit, einheimische Arbeits-
kräfte zu engagieren, die bereits über Wohnraum verfügen. Der streitbe-
troffene Wohnraum lasse sich daher nicht landwirtschaftlich begründen.

3.3 Die Beschwerdeführenden räumen ein, dass sie für die Bewirtschaf-
tung der beiden Parzellen in Wengen nicht während des ganzen Jahres stän-
dig vor Ort präsent sein müssen. Es gehe nur um einige wenige Tage im 
Jahr, an denen aber eine Anwesenheit rund um die Uhr zwingend nötig sei. 
Die Blüten müssten noch vor Sonnenaufgang gepflückt und die Safranfäden 
anschliessend einzeln mit der Pinzette gezupft und sofort an einem warmen 
Ort gelagert werden. Die Trocknung und Lagerung vor Ort habe aufgrund 
der Höhenlage und reineren Bergluft einen positiven Einfluss auf den Ge-
schmack des Safrans. Zudem komme ein Transport der Safranfäden bzw. 
Krokusse in die Bauzone direkt nach der Ernte nicht in Frage, weil die Gefahr 
bestünde, dass die Safranfäden abgetrennt oder sonst beschädigt würden. 
Wengen sei mit dem Auto nicht erreichbar und die Wengernalpbahn, die in 
der Nähe ihrer Parzellen halte, fahre jeweils erst ab 9 Uhr vormittags. Das 
sei für eine erfolgreiche Ernte viel zu spät. Ohne den Wohnraum in der Alp-
hütte wären sie daher gezwungen, den Weg von Wengen zu den Safranfel-
dern in den dunklen Morgenstunden zu Fuss zu absolvieren, was mangels 

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Beleuchtung gefährlich sei. Weiter lasse die Vorinstanz offen, mit welchen 
technischen Hilfsmitteln die Blüten vor Beschädigung durch Tiere und vor 
Diebstahl geschützt werden könnten. Es dürfte jedoch bekannt sein, dass 
sich Tiere z.B. durch Kameras nicht abschrecken liessen und auch ein mas-
kierter Dieb dadurch wohl kaum davon abgehalten werde, die enorm wert-
vollen Safranblüten zu stehlen. Dazu komme, dass das günstigste auf der 
Homepage www.ebookers.com auffindbare Hotel in Wengen pro Nacht 
Fr. 114.-- koste. Bei sechs Angestellten und mindestens 20 Übernachtungen 
ergäben sich Kosten von Fr. 13'680.-- pro Jahr. Mit Blick auf einen erwarte-
ten Ertrag von Fr. 24'000.-- wäre eine gewinnorientierte Safranproduktion so 
nicht möglich (zum Ganzen Beschwerde Ziff. 10.5 ff. S. 12 ff.).

3.4 Die Rechtsprechung misst dem öffentlichen Interesse an der Tren-
nung von Bau- und Nichtbaugebiet grosse Bedeutung zu. Sie stellt strenge 
Anforderungen an die Zonenkonformität von Wohnraum in der Landwirt-
schaftszone und bejaht das Erfordernis der ständigen Anwesenheit aus be-
trieblichen Gründen nur zurückhaltend. Ausschlaggebend ist eine Gesamt-
betrachtung, die sich mehr an qualitativen als an quantitativen Faktoren 
orientiert. Zu berücksichtigen sind namentlich die Art und Grösse des Be-
triebs, seine topografische Lage und Eigenheiten der Produktionsweise. Die 
allfällige Notwendigkeit einer ständigen Präsenz ergibt sich aus der Gesamt-
heit der anfallenden Arbeiten (BGE 121 II 67 E. 3a, 121 II 307 E. 5 f.; 
BGer 1C_258/2018 vom 11.12.2018 E. 4.3). So kann landwirtschaftlicher 
Wohnraum etwa für die Haltung von Grossvieh aus betrieblicher Sicht unent-
behrlich sein (insb. bei Milchwirtschaftsbetrieben). Bei Betrieben ohne Tier-
haltung hat das Bundesgericht landwirtschaftlichen Wohnraum dagegen 
bisher nur in Einzelfällen als zulässig beurteilt (vgl. zur Kasuistik 
BGer 1C_227/2014 vom 11.5.2016 E. 3.4 mit Hinweisen; Blind/Perregaux, 
Landwirtschaftliche [Wohn-]Bauten und ihre Einpassung in die Landschaft, 
in Raum & Umwelt 3/2022 S. 3 ff., 12 ff.). Das von den Beschwerdeführen-
den erwähnte Urteil betraf einen grösseren Weinbaubetrieb, der über eine 
Rebbaufläche von rund 7 ha, eine Kelterei mit einer jährlichen Produktion 
von 120'000 Flaschen Wein sowie über Verkaufs- und Degustationsräume 
verfügte und einen jährlichen Aufwand von 9'000 Arbeitsstunden verursachte 
(rund vier Vollzeitstellen; vgl. BGer 1C_647/2012 vom 3.9.2014 E. 5.1). Im 
Rahmen einer betrieblichen Gesamtbetrachtung gelangte das Bundesge-

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richt zum Schluss, dass dieser Weinbaubetrieb aufgrund der verschiedenen 
Tätigkeiten (Rebbau, Kelterei und Weinverkauf) insgesamt einen hohen Ar-
beitsaufwand verursache und viele arbeitsintensive Verrichtungen anfielen, 
die alle lange Anwesenheitszeiten auf dem Betrieb erforderten und nicht 
zweckmässig von einem Wohnsitz in der Bauzone aus besorgt werden könn-
ten. Das Erfordernis der ständigen Anwesenheit sei unter diesen Umständen 
erfüllt (BGer 1C_647/2012 vom 3.9.2014 E. 7; vgl. auch Urteilsbemerkungen 
von Peter M. Keller, in ZBl 2015 S. 544). Entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführenden ist ihr Safrananbau schon deshalb nicht mit diesem 
Weinbaubetrieb vergleichbar, weil es sich um einen viel kleineren Betriebs-
zweig handelt, in dem sich die Erntezeit auf «einige wenige Tage im Jahr» 
beschränkt (vgl. Beschwerde Ziff. 10.5 S. 13). Darauf hat bereits die BVD 
zutreffend hingewiesen (angefochtener Entscheid E. 4f). Inwiefern sie sich 
damit unzureichend mit angeblichen Parallelen der beiden Fälle auseinan-
dergesetzt haben soll, ist nicht ersichtlich.

3.5 Entgegen den Beschwerdeführenden müssen die Erntehelferinnen 
und -helfer nicht rund um die Uhr vor Ort sein. Die Erntearbeiten müssen 
zwar frühmorgens beginnen, damit sie bis zum Sonnenaufgang abgeschlos-
sen sind (Beschwerde Ziff. 10.10 S. 14). Die Safranfelder sind aber unbe-
strittenermassen nur rund einen Kilometer von Wengen entfernt und mit ei-
nem 20-minütigen Fussmarsch erreichbar, was ohne Weiteres als zumutbar 
erscheint. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführenden gibt es 
keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Weg mangels Beleuchtung 
besonders gefährlich ist. Wie den öffentlich verfügbaren Bildern auf Google 
StreetView entnommen werden kann, weist der Weg auf seiner gesamten 
Länge mindestens Fahrzeugbreite auf und ist fast durchgehend befestigt. Es 
kann daher mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass er mit einer 
Taschenlampe auch bei Dunkelheit sicher begangen werden kann. Soweit 
sich die Beschwerdeführenden auf allfällige Mehrkosten für Übernachtungs-
möglichkeiten in der Bauzone berufen, vermögen sie daraus ebenfalls nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten. Die Zonenkonformität beurteilt sich nach be-
trieblich-technischen Gesichtspunkten. Tiefere Kosten oder organisatorische 
Vereinfachungen sind sogar für zusätzliche zonenkonforme Wohnfläche un-
beachtlich (BGE 121 II 67 E. 3c). Soweit es zutreffen sollte, dass die geern-
teten Blüten aus Qualitätsgründen nicht transportiert, sondern die Fäden 

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sofort gezupft und «wegen der Höhenlage und der reineren Luft» vor Ort 
getrocknet und gelagert werden müssen (Beschwerde Ziff. 10.10 f. S. 14 f.), 
ist dafür kein Wohnraum objektiv erforderlich. Schliesslich ist mit der Vor-
instanz festzuhalten, dass auch der «Schutz der Blüten vor Beschädigung 
durch Tiere oder vor Diebstahl» keine dauernde Anwesenheit vor Ort nötig 
machen. Wildtiere können mit einer geeigneten Umzäunung oder anderen 
Hilfsmitteln (etwa Tierscheuchen) von den Feldern ferngehalten werden und 
dass Personen sich vor Kameras oder anderen technischen Mitteln nicht ab-
schrecken lassen, sondern nachts maskiert auf Diebestour gehen, scheint 
sehr weit hergeholt.

3.6 Als Zwischenfazit steht damit fest, dass die Vorinstanz dem einge-
bauten Wohnraum die Zonenkonformität zu Recht abgesprochen hat. An-
ders als die Beschwerdeführenden meinen, führt die Empfehlung des Info-
rama vom 1. Dezember 2020, die «Ausnahmebewilligung zu prüfen» (Vorak-
ten Gemeinde pag. B199), zu keinem anderen Ergebnis. Die BVD hat sich 
für die Beurteilung der Zonenkonformität auf den Fachbericht des LANAT 
vom 16. April 2021 (Vorakten Gemeinde pag. B86 ff.) sowie dessen Stel-
lungnahme vom 20. Januar 2022 (Vorakten BVD pag. 43 ff.) gestützt. Aus 
beiden Dokumenten geht hervor, dass das LANAT die Empfehlung des Info-
rama kannte; aus der Stellungnahme vom 20. Januar 2022 zusätzlich, wes-
halb es diese rechtlich für teilweise widersprüchlich und unvollständig hält. 
Die Vorinstanz hat diese zutreffende Einschätzung der zuständigen kanto-
nalen Fachbehörde übernommen und war nicht verpflichtet, «zur Verifizie-
rung der Aussagen des Inforama» ein Gutachten einzuholen. Der vor Ver-
waltungsgericht erneuerte Beweisantrag (Beschwerde Ziff. 10.8 S. 14), wo-
nach ein solches Gutachten einzuholen sei, wird abgewiesen. Die Vorinstanz 
hat schliesslich offengelassen, ob die Beschwerdeführenden am Standort 
Wengen überhaupt ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinn von Art. 7 
BGBB betreiben (vorne E. 3.2). Folglich musste weder die Vorinstanz eine 
entsprechende Feststellungsverfügung beim Regierungsstatthalteramt ein-
holen noch drängt sich solches im verwaltungsgerichtlichen Verfahren auf. 
Der dahingehende Antrag der Beschwerdeführenden (Beschwerde Ziff. 10.4 
S. 12) wird ebenfalls abgewiesen.

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4.

Umstritten ist weiter, ob für den neuen Wohnraum eine Ausnahmebewilli-
gung nach Art. 24 ff. RPG hätte erteilt werden müssen.

4.1 Gemäss Art. 24c RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bau-
ten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform 
sind, in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Sie können mit Be-
willigung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll 
erweitert oder wiederaufgebaut werden (Abs. 2). Der Anwendungsbereich 
dieser erweiterten Besitzstandsgarantie ist auf Bauten und Anlagen be-
schränkt, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor das be-
treffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinn des Bundes-
rechts wurde (Art. 24c Abs. 2 i.V.m. Art. 41 RPV). Stichtag ist in der Regel 
der 1. Juli 1972, d.h. das Datum des Inkrafttretens des Bundesgesetzes vom 
8. Oktober 1971 über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung 
(aGSchG; AS 1972 I 950 ff., 966), das erstmals Bau- und Nichtbaugebiet 
klar trennte (BGE 129 II 396 E. 4.2.1; BVR 2016 S. 471 E. 3.2; Zaugg/
Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 5./4. Aufl. 2020/2017, 
Art. 81 N. 18 und 20).

4.1.1 Die Vorinstanz hat der Einschätzung des AGR beigepflichtet, wonach 
gestützt auf die Akten sowie den Augenschein mit den Fachbehörden nichts 
darauf hindeute, dass die Alphütte am 1. Juli 1972 bereits über Wohnraum 
verfügt hätte. Zudem sei das Gebäude im Grundbuch als Scheune verzeich-
net und hätten die Beschwerdeführenden im nachträglichen Baugesuch vom 
22. September 2020 selber keine bestehende Wohnfläche ausgewiesen. Sie 
hätten keine Indizien, geschweige denn einen Beweis beigebracht, dass am 
1. Juli 1972 bereits Wohnraum bestanden habe. Dass die Scheune im Zeit-
punkt des Erwerbs im Jahr 2017 bereits mit Strom und Wasser erschlossen 
gewesen sein soll, bedeute nicht, dass die Hütte vorher schon bewohnbar 
gewesen sei. Denn gemäss den plausiblen Ausführungen des AGR gebe es 
im Berner Oberland viele unbewohnte, mit Strom und Wasser erschlossene 
Scheunen, welche dem Unterbringen von Maschinen oder Tieren oder als 
Lagerraum für Futter und Heu dienen. Aus einem Strom- bzw. Wasseran-
schluss vor dem 1. Juli 1972 lasse sich daher nicht ableiten, dass die Hütte 
zu diesem Zeitpunkt bereits bewohnt gewesen sei. Entsprechend könne auf 

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die von den Beschwerdeführenden verlangte Edition der kommunalen Un-
terlagen zum Strom- und Wasseranschluss verzichtet werden. Es sei somit 
davon auszugehen, dass es sich beim Gebäude im massgebenden Zeit-
punkt um eine allein stehende, unbewohnte Scheune gehandelt habe, die 
vom Anwendungsbereich von Art. 24c RPG ausgeschlossen sei. Bei dieser 
Sachlage habe das AGR eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG zu 
Recht verweigert (angefochtener Entscheid E. 5c).

4.1.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz habe 
nicht genügend abgeklärt, ob im massgebenden Zeitpunkt Wohnraum vor-
handen gewesen sei. Denn die Behörden seien verpflichtet, die Archive nach 
sachdienlichen Hinweisen zu durchforsten. Die BVD sei deshalb den Anfor-
derungen des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 18 Abs. 1 VRPG 
nicht ausreichend nachgekommen, indem sie auf das Einholen der Unterla-
gen zum Strom- und Wasseranschluss verzichtet habe, aus denen «wert-
volle Erkenntnisse» hätten gewonnen werden können. Die erforderliche Prü-
fung sei nachzuholen oder die Streitsache zur Durchführung einer solchen 
Prüfung an die Vorinstanzen zurückzuweisen (Beschwerde Ziff. 11.3 S. 19).

4.1.3 Gemäss Art. 18 VRPG stellen die Behörden den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest (Abs. 1). Sie bestimmen Art und Umfang der Ermittlungen, 
ohne an die Beweisanträge der Parteien gebunden zu sein (Abs. 2). Daraus 
ergibt sich, dass die Behörden den Sachverhalt richtig und vollständig abzu-
klären haben, wobei der Untersuchungspflicht die Mitwirkungspflicht der 
Parteien (Art. 20 Abs. 1 VRPG) gegenübersteht (vgl. Michel Daum, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 18 N. 1 und 5). Ist die Sachlage hinreichend abgeklärt und versprechen 
zusätzliche Erhebungen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, müssen 
keine weiteren Untersuchungen angestellt werden, selbst wenn noch nicht 
alle Möglichkeiten der Beweisführung ausgeschöpft sind (sog. antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. BVR 1992 S. 454 E. 2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 
N. 27). – Die Vorinstanz hat überzeugend dargelegt, dass sich eine vor dem 
1. Juli 1972 bestehende Wohnnutzung anhand des Zeitpunkts des Strom- 
und Wasseranschlusses nicht nachweisen liesse (vgl. hierzu auch die Stel-
lungnahme des AGR vom 17.1.2022, Vorakten BVD pag. 41). Sie hat des-
halb zu Recht unter Verweis auf die fehlende Beweiseignung in antizipierter 

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Beweiswürdigung auf das Einholen der Unterlagen zum Strom- und Wasser-
anschluss verzichtet (vgl. Marlis Bickel, Antizipierte Beweiswürdigung – Un-
ter besonderer Berücksichtigung des Verwaltungsverfahrensrechts, Diss. 
Freiburg 2021, N. 65 ff.). Inwiefern die Gemeinde anderweitig in ihren Archi-
ven nach Belegen für eine vor dem 1. Juli 1972 bestehende Wohnnutzung 
hätte forschen müssen, ist nicht ersichtlich und führen die Beschwerdefüh-
renden nicht weiter aus. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist 
somit nicht erkennbar. Es ist folglich auch nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz die Verweigerung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG 
bestätigt hat.

4.2 Nach Art. 24 RPG können ausserhalb der Bauzonen schliesslich Be-
willigungen erteilt werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder ihren 
Zweck zu ändern, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort 
ausserhalb der Bauzonen erfordert (Bst. a) und keine überwiegenden Inte-
ressen entgegenstehen (Bst. b). Die Standortgebundenheit ist nach ständi-
ger bundesgerichtlicher Praxis zu bejahen, wenn eine Baute aus techni-
schen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbe-
schaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist, 
oder wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausge-
schlossen ist. Dabei genügt eine relative Standortgebundenheit: Es ist nicht 
erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt; es müs-
sen jedoch besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vor-
gesehenen Standort gegenüber anderen Standorten innerhalb der Bauzone 
als viel vorteilhafter erscheinen lassen. Dabei ist ein strenger Massstab an-
zulegen, um der Zersiedlung entgegenzuwirken (BGE 141 II 245 E. 7.6.1, 
136 II 214 E. 2.1, 124 II 252 E. 4a; BGer 1C_240/2020 vom 26.2.2021 
E. 3.1).

4.2.1 Die Vorinstanz hat auf ihre Ausführungen zur Zonenkonformität ver-
wiesen, wonach der strittige Wohnraum für die landwirtschaftliche Bewirt-
schaftung nicht objektiv notwendig sei. Entsprechend sei auch die Standort-
gebundenheit im Sinn von Art. 24 RPG zu verneinen (angefochtener Ent-
scheid E. 5b). Dem halten die Beschwerdeführenden entgegen, die BVD 
habe die Standortgebundenheit lediglich mit dem Argument verneint, dass 
die Nutzung zu Wohnzwecken nicht objektiv notwendig sei. Sie hätten aller-

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dings zahlreiche gewichtige objektive Gründe genannt, welche den in Frage 
stehenden Standort zumindest als vorteilhafter erscheinen liessen als einen 
Standort innerhalb der Bauzone (Beschwerde Ziff. 11.1 S. 18).

4.2.2  Die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Begriff 
der Standortgebundenheit im Sinn von Art. 24 Bst. a RPG im Wesentlichen 
mit demjenigen der Zonenkonformität nach Art. 16 RPG übereinstimmt 
(BGE 125 II 278 E. 3a; BGer 1C_561/2012 vom 4.10.2013, in ZBl 2015 
S. 218 E. 3.1; Rudolf Muggli, in Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb 
der Bauzone, 2017, Art. 24 N. 7). Da der Wohnraum in der Scheune nicht 
zonenkonform ist (vorne E. 3), durfte die BVD folglich davon ausgehen, dass 
es ihm ebenso an der Standortgebundenheit im Sinn von Art. 24 Bst. a RPG 
mangelt. Der Safrananbau kann von einer Unterkunft in der Bauzone aus 
betrieben werden (vgl. vorne E. 3.5), weshalb auch keine relative Standort-
gebundenheit des Wohnraums in der Scheune vorliegt. Die Vorinstanz hat 
die beantragte Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG daher zu Recht ver-
weigert.

4.3 Es ist weder ersichtlich noch geltend gemacht, dass weitere Ausnah-
metatbestände nach Art. 24 ff. RPG zur Anwendung gelangen könnten. So-
mit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz für die umstrittenen Um-
bauten keine nachträgliche Ausnahmebewilligung erteilt hat.

5.

Zusammenfassend steht damit fest, dass die BVD den Bauabschlag für den 
umstrittenen Wohnraum zu Recht bestätigt hat. Soweit die Beschwerdefüh-
renden geltend machen, die Vorinstanzen hätten zusätzlich prüfen müssen, 
ob die Innenausbauten für eine Arbeits- und Lagernutzung nachträglich be-
willigt werden könnten und damit implizit das teilweise Nichteintreten auf ihre 
Beschwerde im vorinstanzlichen Verfahren beanstanden, kann ihnen nicht 
gefolgt werden: Die Beschwerdeführenden haben die Scheune zu Wohn-
zwecken umgebaut. Wie die BVD zutreffend ausgeführt hat, ist nicht ersicht-
lich, inwiefern der Einbau einer Küche, von Betten, Fenstern, Wand- und De-
ckenverkleidungen, Bodenbelägen, Holzofen und Heizgeräten sowie Däm-

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mungen (vgl. vorne Bst. A) für Arbeits- und Lagerräume notwendig sein sollte 
(angefochtener Entscheid E. 3b und 6d; vgl. auch vorne E. 3.6). Zu prüfen 
war somit nur, ob die ausgeführten und offensichtlich Wohnzwecken dienen-
den Innenausbauten nachträglich bewilligt werden können. Es trifft deshalb 
auch nicht zu, dass die BVD «gewissermassen eine Rechtsverweigerung» 
begangen hat, indem sie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Fachbehörden und die Gemeinde verneinte (zum Ganzen Beschwerde 
Ziff. 8 ff. S. 5 ff.). Wie die BVD ausgeführt hat, hatten sowohl die Gemeinde 
als auch die Fachbehörden Kenntnis davon, dass die Beschwerdeführenden 
die umgebauten Räume auch zu Arbeits- und Lagerzwecken nutzen wollen. 
Die Fachbehörden haben ausdrücklich erklärt, dass dieser Hinweis nichts an 
ihrer Beurteilung ändere (Vorakten Gemeinde pag. B23). Die Gemeinde hat 
im Übrigen in ihrer Verfügung vom 17. November 2021 ausdrücklich festge-
halten, dass die Nutzung als landwirtschaftlicher Abstell- und Lagerraum 
(nach Entfernen der rechtswidrigen Innenausbauten) erlaubt bleibe (vgl. 
vorne Bst. A).

6.

6.1 Im Fall des Bauabschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde 
zugleich darüber, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzu-
stellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Die Wiederherstellungsverfügung 
muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den 
Vertrauensgrundsatz nicht verletzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist 
(Art. 47 Abs. 6 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungs-
verfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]; BVR 2013 S. 85 
E. 5.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9 mit weiteren Hinweisen). Die Wie-
derherstellung kann ausnahmsweise unterbleiben, wenn die Bauherrschaft 
gutgläubig war und nicht gewichtige öffentliche oder private (nachbarliche) 
Interessen sie gebieten (BVR 2003 S. 97 E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 46 N. 9b Bst. a).

6.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie seien als juristische 
Laien gutgläubig gewesen (Beschwerde Ziff. 12.5 S. 21 f.). – Zu Unrecht: Die 
grundsätzliche Bewilligungspflicht für Bauvorhaben darf als allgemein be-

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kannt vorausgesetzt werden (BVR 2006 S. 444 E. 5.4). Dies gilt erst recht 
für neuen Wohnraum in der Landwirtschaftszone (BGer 1C_578/2019 vom 
25.5.2020 E. 6.1, 1C_272/2019 vom 28.1.2020 E. 5.1; VGE 2020/219 vom 
2.11.2021 E. 5.4). Eine Bauherrschaft kann nur als gutgläubig gelten, wenn 
sie bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, sie sei 
zur Bauausführung berechtigt (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a mit 
Hinweisen). Wie die BVD zutreffend ausgeführt hat, war dies hier nicht der 
Fall. Vielmehr ist auch von Laien zu erwarten, dass sie sich vorgängig bei 
den zuständigen Behörden über das Bestehen der Baubewilligungspflicht in-
formieren, sollten sie diesbezüglich tatsächlich im Unklaren sein.

6.3 Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, der angeordnete 
Rückbau stelle eine schwerwiegende Beeinträchtigung ihrer privaten Inte-
ressen dar und sei unverhältnismässig. Denn sie müssten Umbauten im 
Wert von Fr. 40'000.-- zurückbauen, was etwa nochmals die gleiche Summe 
Geld koste. Ausserdem wären sie gezwungen, die Safranproduktion aufzu-
geben, in die sie bereits viel investiert hätten. Dagegen sei der im Innern der 
Alphütte durchgeführte Umbau «von der Öffentlichkeit nicht wahrnehmbar», 
zumal sich «mitten in der Nacht in der Regel keine Leute im Gelände» auf-
hielten. Für die Wiederherstellung bestünden daher gar keine öffentlichen 
Interessen, die es zu berücksichtigen gelte. Die umgebauten Räumlichkeiten 
würden «nicht ganzjährig von einer Vielzahl von Leuten bewohnt» und «auch 
nicht als Ferienhaus von den Beschwerdeführern und all ihren Verwandten 
und Freunden genutzt». Es gehe «lediglich um einen Schlafplatz in einer 
landwirtschaftlichen Produktionsstätte während gewissen Verarbeitungs-
phasen». Aus diesem Grund erscheine es nicht nur als unzutreffend, die 
umgebauten Räume als Wohnraum zu bezeichnen, sondern sei es auch will-
kürlich, die Abweichung vom Erlaubten pauschal und ohne Einzelfallprüfung 
als wesentlich zu bezeichnen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei 
diese «überaus geringfügig» (Beschwerde Ziff. 12.3 f. S. 21 und Ziff. 12.6 
S. 22).

6.4 Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden: Die Trennung von 
Bau- und Nichtbaugebiet stellt gemäss der Rechtsprechung einen funda-
mentalen Grundsatz des Raumplanungsrechts dar. Dem konsequenten Voll-
zug des Baurechts ausserhalb des Baugebiets kommt deshalb besondere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.08.2023, Nr. 100.2022.135U, 
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Bedeutung zu (BGE 147 II 309 E. 5.5, 132 II 21 E. 6.4; BVR 2013 S. 85 
E. 5.2; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a mit weiteren Hinweisen). Werden 
in der Landwirtschaftszone widerrechtlich errichtete Bauten nicht zurückge-
baut, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, wird der Trennungsgrundsatz 
in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Rechtswidrige Bau-
ten müssen daher grundsätzlich beseitigt werden (BGE 136 II 359 E. 6; 
BGer 1C_344/2017 vom 17.4.2018 E. 5.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 
N. 10). Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, sind die Voraussetzungen 
für einen ausnahmsweisen Verzicht auf die Wiederherstellung nicht erfüllt: 
Zunächst fallen die verlorenen Investitionen sowie die für den Rückbau an-
fallenden Kosten bei der Verhältnismässigkeitsprüfung kaum je massgeblich 
ins Gewicht, wenn sich die Bauherrschaft – wie hier – nicht auf Gutgläubig-
keit berufen kann. Dies gilt selbst dann, wenn die nun nutzlosen, aber bös-
gläubig getätigten Investitionskosten und die Abbruchkosten zusammen 
sehr hoch sind (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c mit zahlreichen 
Hinweisen auf die Rechtsprechung). Die Beschwerdeführenden müssen die 
Ernte zwar anders organisieren. Dass sie die Safranproduktion ohne Wohn-
raum in der Scheune aufgeben müssten, leuchtet hingegen nicht ein. Weiter 
stellt widerrechtliches Bauen in der Landwirtschaftszone vor dem Hinter-
grund des Trennungsgrundsatzes keineswegs nur eine geringfügige Abwei-
chung vom Erlaubten dar. Dabei spielt keine Rolle, wie intensiv die Wohn-
räume genutzt werden und wie gut sichtbar die widerrechtliche Nutzung ist. 
Der angeordnete Rückbau ist somit sowohl erforderlich als auch geeignet, 
den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Es sind auch keine milderen 
Massnahmen ersichtlich, zumal ein blosses Verbot, die umgebaute Scheune 
als Wohnung zu nutzen, nur mit unverhältnismässigem Aufwand kontrollier- 
und durchsetzbar wäre (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 10 und 10a mit 
zahlreichen Hinweisen). Die BVD hat somit auch die Verhältnismässigkeit 
der Anordnungen zu Recht bestätigt. Inwiefern ein Augenschein zu einem 
anderen Ergebnis führen könnte, ist nicht ersichtlich. Der dahingehende An-
trag der Beschwerdeführenden (Beschwerde Ziff. 12.2 S. 20) wird daher ab-
gewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.08.2023, Nr. 100.2022.135U, 
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7.

7.1 Somit hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle stand und 
ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. Anders als die Beschwerde-
führenden meinen, muss die Sache weder «zur vollständigen Beurteilung an 
die Vorinstanzen zurückgewiesen» werden, noch ist ihnen eine Frist für ein 
neues Baugesuch anzusetzen. Ihr Einwand, dass es einem «prozessökono-
mischen Alptraum» gleichkäme, wenn sie sämtliche unbewilligten Innenaus-
bauten herausreissen und danach für dieselben Einrichtungen ein neues 
Baugesuch einreichen müssten (vgl. Beschwerde Ziff. 12.7 S. 22 f.), ist un-
begründet. Die Innenausbauten, die entfernt werden müssen, dienen Wohn-
zwecken; für einen landwirtschaftlichen Arbeits- und Lagerraum sind sie 
nicht erforderlich. Auch konnte auf eine Parteibefragung verzichtet werden. 
Denn es ist weder ersichtlich noch wird dargelegt, inwiefern eine solche 
einen relevanten Erkenntnisgewinn versprochen hätte. Auch dieser Beweis-
antrag (vgl. Beschwerde S. 11,12, 13, 15, 16, 21, 22, 23 und 24) wird daher 
abgewiesen.

7.2 Die von der Vorinstanz angesetzte Frist zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands ist während des verwaltungsgerichtlichen Verfah-
rens abgelaufen. Es ist daher eine neue Frist anzusetzen.

8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wird auf den 
31. Januar 2024 festgesetzt.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Bundesamt für Raumentwicklung

und mitzuteilen:
- Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern
- Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.