# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28bb8246-9e0a-5ce1-ade4-6a8a723bbdfe
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.05.2013 RR.2013.14
**Docket/Reference:** RR.2013.14
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2013-14_2013-05-24

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland.
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Aufschiebende Wirkung (Art. 80l IRSG).
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland.
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Aufschiebende Wirkung (Art. 80l IRSG).
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland.
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Aufschiebende Wirkung (Art. 80l IRSG).
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland.
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Aufschiebende Wirkung (Art. 80l IRSG).

Entscheid vom 24. Mai 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Tito Ponti und Giorgio Bomio,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

1. A. AG, 

2. B., 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Till Gonterswei-

ler, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

OBERSTAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 

SCHWYZ, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-

land 

 

Beschlagnahme von Vermögenswerten 

(Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG);  

Aufschiebende Wirkung (Art. 80l IRSG) 

 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2013.14, RR.2013.31-32 

  RP.2013.3  

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Staatsanwaltschaft München I (nachfolgend "StA/M") führt ein Ermitt-

lungsverfahren gegen B. und drei weitere Beschuldigte wegen Kapitalanla-

gebetruges und vorsätzlicher Marktmanipulation. In diesem Zusammen-

hang gelangte die StA/M mit Rechtshilfeersuchen vom 25. Oktober 2012 an 

die Schweiz. Gestützt auf zwei Durchsuchungs- und Beschlagnahmebe-

schlüsse des Amtsgerichts München vom 19. Oktober 2012 ersuchte die 

StA/M um Durchsuchung der Geschäftsräume der A. AG und der Privat-

räume von B., um Beschlagnahme von Beweismitteln sowie um Teilnahme 

von eigenen Beamten an den beantragten Rechtshilfehandlungen (Verfah-

rensakten 1.0.03).  

 

 

B. Mit Schreiben vom 6. November 2012 ernannte das Bundesamt für Justiz 

(nachfolgend "BJ") den Kanton Schwyz als Leitkanton für den Vollzug des 

vorliegenden Rechtshilfeersuchens (Verfahrensakten 1.0.02).  

 

 

C. Mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 14. November 2012 trat die 

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (nachfolgend "OS/SZ") auf 

das obgenannte Rechtshilfeersuchen ein (RR.2013.31-32, act. 1.3). Dage-

gen wurde keine Beschwerde erhoben.  

 

 

D. Mit Beschluss vom 20. November 2012 ordnete das Amtsgericht München 

den dinglichen Arrest von EUR 16'900'610.-- des Gesellschaftsvermögens 

der A. AG an (Verfahrensakten 1.0.11).  

 

 

E. Gemäss Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (nachfol-

geng "StA/SZ") vom 21. November 2012 übergab die StA/M ihr am 20. No-

vember 2012 den Beschluss vom 20. November 2012. Mit Verfügung vom 

21. November 2012 wies StA/SZ die Bank C. AG u.a. an, ihr Auskunft zu 

erteilen über allfällige Bankbeziehungen der A. AG bei der Bank C. AG. Für 

den Fall, dass Bankbeziehungen bestünden, verpflichtete die StA/SZ die 

Bank C. AG ihr Kopien der Bankunterlagen zuzustellen. Zudem wurde die 

Bank C. AG angewiesen, allfällige Konten der A. AG bis zu einem Betrag 

von Fr. 20'351'714.56 zu sperren. Sämtliche von der Verfügung erfassten 

Vermögenswerte wurden beschlagnahmt (RR.2013.31-32, act. 1.2).  

- 3 - 

 

 

 

F. Mit Schreiben vom 26. November 2012 teilte die Bank C. AG der StA/SZ 

mit, dass die beantragte Vermögenssperre veranlasst wurde. Zudem erteil-

te sie Auskunft über Konten der A. AG und liess der StA/SZ diesbezügliche 

Bankunterlagen zukommen (Verfahrensakten 7.2.03).  

 

 

G. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2012 erheben die A. AG und B., beide ver-

treten durch Rechtsanwalt Till Gontersweiler, Beschwerde gegen die Ver-

fügung der StA/SZ vom 21. November 2012. Entsprechend der Rechtsmit-

telbelehrung gelangen sie an das Kantonsgericht des Kantons Schwyz. Die 

Beschwerdeführer beantragen die Aufhebung der Verfügung vom 21. No-

vember 2012, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 

Staates (RR.2013.31-32, act. 1).  

 

 

H. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gegen B. ersuchte die StA/M mit Er-

suchen vom 11. Dezember 2012 die OS/SZ um Auffinden und Sichern von 

Vermögensgegenständen der A. AG bis zu einem Wert von EUR 

16'900'610.--. Ergänzend ersuchte die StA/M um die dauerhafte Sicherung 

der bereits gesicherten Vermögensgegenstände (Verfahrensakten 1.0.12). 

 

 

I. Mit Zwischenverfügung vom 31. Dezember 2012 verfügte die OS/SZ die 

Beschlagnahme und Sicherstellung von EUR 16'900'610.-- bzw. 

Fr. 20'351'714.56 (RR.2013.14, act.1.2). Dagegen erhebt die A. AG mit 

Eingabe vom 17. Januar 2013 Beschwerde bei der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts und verlangt folgendes (RR.2013.14, act. 1):  

 

"1. Die Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft Schwyz vom 31.12.2012 

(Prozess-NR.: RHO 12 60) sei aufzuheben und die beschlagnahmten 

Vermögenswerte seien unverzüglich freizugeben. 

 

 2. Der vorliegenden Beschwerde sei teilweise aufschiebende Wirkung zu 

geben, indem ein Betrag von CHF 2'000'000.-- für die Dauer des Verfah-

rens freigegeben wird, ausschliesslich zur Begleichung fälliger Forderun-

gen; 

 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MwSt. zu 

Lasten des Staates." 

 

- 4 - 

 

 

J. Mit Verfügung vom 7. Februar 2013 verfügte das Kantonsgericht Schwyz 

die Überweisung der Beschwerde vom 3. Dezember 2012 an die Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts (RR.2013.31-32, act. 1.5).  

 

 

K. Im Verfahren RR.2013.31-32 stellt das BJ mit Vernehmlassung vom 

27. Februar 2013 den Antrag, auf die Beschwerde vom 3. Dezember 2013 

sei nicht einzutreten (RR.2013.31-32, act. 6). Die StA/SZ stellt mit Stel-

lungnahme vom 7. März 2013 den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen 

(RR.2013.31-32, act. 7). Mit Beschwerdereplik vom 27. März 2013 halten 

die Beschwerdeführer an ihren, in der Beschwerde gestellten, Anträgen 

fest (RR.2013.31-32, act. 9), was dem BJ und der StA/SZ mit Schreiben 

vom 28. März 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (RR.2013.31-32, act. 10.).  

 

 

L. Im Verfahren RR.2013.14 verzichtete das BJ auf eine Beschwerdeantwort 

(RR.2013.14, act. 6). Die OS/SZ stellt mit Beschwerdeantwort vom 

7. Februar 2013 den Antrag, die Beschwerde sowie das Gesuch um auf-

schiebende Wirkung vom 17. Januar 2013 seien abzuweisen (RR.2013.14, 

act. 7). In der Beschwerdereplik vom 27. März 2013 hält die A. AG an ih-

ren, in der Beschwerde gestellten, Anträgen fest (RR.2013.14, act. 10), 

was dem BJ und der OS/SZ mit Schreiben vom 28. März 2013 zur Kenntnis 

gebracht wurde (RR.2013.14, act. 11).  

 

Auf die Ausführungen der Beschwerdeführer und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug 

genommen.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Die Beschwerdeverfahren RR.2013.14 und RR.2013.31-32 sind in den we-

sentlichen Punkten identisch, weshalb es sich rechtfertigt, diese in einem 

einzigen Entscheid zu erledigen (vgl. BGE 126 V 283 E. 1 S. 285; Urteile 

des Bundesgerichtes 6S.709 + 6S.710/2000 vom 26. Mai 2003, E. 1; 

1A.60 – 62 vom 22. Juni 2000, E. 1a; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Ver-

waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, 

Zürich 1998, Nr. 155 S. 54 f.). 

- 5 - 

 

 

 

2.  

2.1 Für die Rechtshilfe zwischen Deutschland und der Schweiz sind in erster 

Linie das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die 

Rechtshilfe in Strafsachen (EUeR, SR 0.351.1) sowie der Vertrag vom 

13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die Er-

leichterung seiner Anwendung (ZV EUeR, SR 0.351.913.61) massgebend. 

Überdies gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens 

vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen 

vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; Abl. 

L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) zur Anwendung, wobei die 

zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen 

aufgrund bilateraler Abkommen unberührt bleiben (Art. 48 Abs. 2 SDÜ). 

 

2.2 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-

gelt, gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, 

IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internati-

onale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) 

zur Anwendung (Art. 1 Abs. 1 IRSG). Das innerstaatliche Recht gilt nach 

dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen 

an die Rechtshilfe stellt (BGE 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.; 136 IV 82 E. 3.1; 

122 II 140 E. 2 S. 142). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrech-

te (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 617). 

 

 

3.  

3.1 Vorliegend richten sich die Beschwerden gegen eine Zwischenverfügung. 

Die Beschwerdefrist gegen Zwischenverfügungen beträgt zehn Tage ab 

der schriftlichen Mitteilung der Verfügung (Art. 80k IRSG).  

 

3.1.1 Die Beschwerde vom 3. Dezember 2013 (Postaufgabe 3. Dezember 2013) 

gegen die Verfügung der StA/SZ vom 21. November 2012 erfolgte somit 

fristgerecht; die Einreichung bei einer unzuständigen Behörde (Kantonsge-

richt Schwyz) schadet den Beschwerdeführern nicht (Art. 12 Abs. 1 IRSG 

i.V.m. Art. 21 Abs. 2 VwVG).  

 

3.1.2 Die Zwischenverfügung vom 31. Dezember 2012 wurde am 7. Januar 2013 

dem Vertreter der A. AG eröffnet. Die Beschwerde vom 17. Januar 2013 

(Postaufgabe 17. Januar 2013) erfolgte somit auch fristgerecht. 

 

http://links.weblaw.ch/BGE-122-I-139
http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

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3.2 Der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen können bei der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts nur ausnahmsweise selb-

ständig angefochten werden, sofern sie durch die Beschlagnahme von 

Vermögenswerten und Wertgegenständen oder durch die Anwesenheit von 

am ausländischen Prozess beteiligten Personen einen unmittelbaren und 

nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (Art. 80e Abs. 2 IRSG).  

 

3.3 Richtet sich die Beschwerde wie vorliegend gegen eine Zwischenverfü-

gung, so muss die beschwerdeführende Person nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung mit konkreten Angaben glaubhaft machen, inwiefern 

die rechtshilfeweise Beschlagnahme von Vermögenswerten bzw. die Ver-

weigerung einer Teilfreigabe zu einem nicht wieder gutzumachenden Nach-

teil führt. In Betracht kommen insbesondere drohende Verletzungen von 

konkreten vertraglichen Verpflichtungen, unmittelbar bevorstehende Betrei-

bungsschritte, der drohende Entzug von behördlichen Bewilligungen oder 

das Entgehen von konkreten Geschäften. Die Notwendigkeit, laufende Aus-

lagen zu begleichen, genügt grundsätzlich nicht um einen unmittelbaren 

und nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 80e Ziff. 2 

lit. a IRSG zu bewirken. Der drohende unmittelbare und nicht wieder gut-

zumachende Nachteil muss glaubhaft gemacht werden; die blosse Behaup-

tung eines solchen Nachteils genügt nicht (zum Ganzen BGE 130 II 329 E. 

2 S. 332; 128 II 353 E. 3 S. 354 m.w.H.; siehe zuletzt u. a. auch die Ent-

scheide des Bundesstrafgerichts RR.2012.291 vom 16. Januar 2013, E. 

2.3; RR.2012.2 vom 15. Mai 2012, E. 2.3). Die Annahme eines unmittelba-

ren und nicht wieder gutzumachenden Nachteils hat restriktiv zu erfolgen 

(Botschaft betreffend die Änderung des Rechtshilfegesetzes und des Bun-

desgesetzes zum Staatsvertrag mit den USA über gegenseitige Rechtshilfe 

in Strafsachen sowie den Bundesbeschluss über einen Vorbehalt zum Eu-

ropäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 

29. März 1995, BBl 1995 III S. 13).  

 

3.4 Die Beschwerdeführer machen geltend, ein unmittelbar und nicht wieder 

gutzumachender Nachteil sei anzunehmen, wenn der Betroffene durch die 

Beschlagnahme oder Kontosperre illiquid werde und z.B. Löhne oder Steu-

ern nicht mehr zahlen könne, eine Pfändung, der Konkurs oder der Entzug 

einer Bewilligung drohe. Eine solche Situation sei vorliegend gegeben. 

Sämtliche Konten der A. AG seien gesperrt worden. Dem stünden fällige 

Verbindlichkeiten allein für Löhne und Miete in der Höhe von jetzt schon 

mehreren Tausend Franken gegenüber. Die Beschwerdeführer legen 6 Ar-

beitsverträge von Angestellten der A. AG und mehrere, der A. AG gestell-

ten Rechnungen bei (RR.2013.14, act. 1). 

 

- 7 - 

 

 

3.5 Der Umstand, dass die einzigen drei Konten der A. AG bei der Bank C. AG 

gesperrt wurden und die Beschwerdeführer behaupten, die A. AG sei da-

durch illiquid geworden, genügt nicht, um glaubhaft zu machen, dass die A. 

AG tatsächlich keine weiteren liquiden Mittel bzw. Aktiven für ihre Ge-

schäftstätigkeit zur Verfügung stehen. Die Beschwerdeführer verkennen 

zudem, dass es sich bei den von ihnen geltend gemachten Verbindlichkei-

ten der A. AG um laufende Auslagen handelt, und die Notwendigkeit diese 

zu begleichen, keinen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden 

Nachteil im Sinne der obzitierten Rechtsprechung darstellt (s. supra 3.3). 

Folglich gelingt es den Beschwerdeführern nicht, einen unmittelbaren und 

nicht wiedergutzumachenden Nachteil glaubhaft zu machen, weswegen auf 

die vorliegenden Beschwerden nicht einzutreten ist. 

 

3.6 Vollständigkeitshalber sei festgehalten, dass zur Beschwerdeführung nur 

berechtigt ist, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme 

betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt betroffen wird 

im Falle der Erhebung von Konteninformationen der jeweilige Kontoinhaber 

angesehen (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; 122 II 130 E. 2b; 

TPF 2007 79 E. 1.6). Vorliegend ist die A. AG Kontoinhaberin, weswegen 

B. auch gestützt auf Art. 80h lit. b IRSG nicht beschwerdelegitimiert wäre.  

 

 

4. Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das Gesuch um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. Dieses ist als erledigt von der 

Geschäftskontrolle abzuschreiben.  

 

 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer die Ge-

richtskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b 

StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement 

des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren 

und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) 

i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG zur Anwendung. Unter Berücksichtigung aller 

Umstände ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 2'000.-- festzusetzen 

und den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen, 

unter Anrechnung des entsprechenden Betrages am Kostenvorschuss von 

Fr. 10'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, den Beschwer-

deführern den Restbetrag von Fr. 8'000.-- zurückzuerstatten.  

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Verfahren RR.2013.14 und RR.2013.31-32 werden vereinigt. 

 

2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. 

 

3. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird zufolge Gegenstandslosigkeit 

als erledigt abgeschrieben.  

 

4. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird den Beschwerdeführern mit solida-

rischer Haftbarkeit auferlegt, unter Anrechnung des entsprechenden Betra-

ges am Kostenvorschuss von Fr. 10'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse 

wird angewiesen, den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 8'000.-- 

zurückzuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 24. Mai 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Till Gontersweiler 

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

 

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Rechtsmittelbelehrung 

 
Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 
gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).