# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54eaa580-0cef-51f2-bcf6-9f4f931ab339
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2014 200 2013 822
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-822_2014-04-08.pdf

## Full Text

200 13 822 IV
KOJ/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. April 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Stirnimann, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin), gelernte … und Mutter zweier in den Jahren 2003 und 2009 
geborener Kinder, zog sich bei einem Skiunfall 1991 ein Schleudertrauma 
sowie eine commotio cerebri zu (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], act. II 1 S. 16; 10 S. 1; act. IIA 159 S. 4). Mit 
Verfügung vom 17. November 1998 sprach ihr die IVB für die erwerblichen 
Folgen eine vom 1. Juli 1996 bis 31. Juli 1997 befristete halbe Invalidenren-
te zu (act. II 1 S. 13). 

Im Januar 2001 meldete sich die Versicherte bei der IV unter Hinweis auf 
Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen sowie Schmerzen in den 
Beinen zum Leistungsbezug in Form von Umschulung an (act. II 1 S. 6). 
Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht 
ab; insbesondere veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung durch 
die B.________ (nachfolgend MEDAS; Expertise vom 5. Dezember 2002 
[act. II 23]). Gestützt darauf sprach die IVB der Versicherten mit diversen 
Verfügungen ab April 2001 bei einem gemäss der Einkommensvergleichs-
methode ermittelten Invaliditätsgrad von 50% eine halbe Invalidenrente 
sowie eine entsprechende Zusatzrente für ihren Ehemann zu (act. II 33). 

B.

Im Rahmen eines im Januar 2006 von Amtes wegen eingeleiteten Revisi-
onsverfahrens (act. II 43) stellte die IVB mit Verfügung vom 29. Dezember 
2006 (act. II 60) die Invalidenrente bei einem nach der gemischten Metho-
de (50% Erwerb; 50% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 10% per 
31. Januar 2007 (act. II 61) ein. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung (nachfolgend: Verwaltungsgericht) – nach übereinstimmendem 
Antrag der Parteien – in dem Sinne gut, als es die Akten zwecks weiterer 

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(medizinischer) Abklärungen und anschliessendem Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IVB zurückwies (VGE IV 67706 [act. II 67]). 

In der Folge zog die IVB weitere medizinische Berichte bei und veranlasste 
in der MEDAS eine polydisziplinäre Begutachtung (Expertise vom 12. No-
vember 2007 [act. II 72]). Ferner liess sie den Abklärungsbericht Haushalt 
vom Juli 2006 (act. II 49) durch ihren Abklärungsdienst anhand der Akten 
ergänzen (act. II 76). Hierauf stellte die IVB mit unangefochten gebliebener 
Verfügung vom 4. März 2008 (act. II 81) die Invalidenrente bei einem nach 
Massgabe der gemischten Methode (50% Erwerb; 50% Haushalt) ermittel-
ten Invaliditätsgrad von 10% per 30. April 2008 (act. II 83) ein. 

C.

Am 7. Juni 2010 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine 
schwere Herzinsuffizienz, eine Zwerchfellparese, eine Depression sowie 
eine Verstärkung der Rückenschmerzen erneut zum Bezug einer Invaliden-
rente an (act. II 88). Die IVB tätigte medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen und liess die Versicherte – auf Empfehlung des Regionalen Ärzt-
lichen Dienstes, RAD (act. IIA 113 S. 6) – im Institut X.________ (MEDAS) 
polydisziplinär begutachten (Expertise vom 27. November 2012 [act. IIA 
146.1]). In der Folge liess die Versicherte einen Bericht von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie 
FMH, ins Recht legen (act. IIA 150), woraufhin die IVB beim RAD einen 
ärztlichen Bericht einholte (act. IIA 156). Ferner liess sie durch ihren Ab-
klärungsdienst einen weiteren Abklärungsbericht Haushalt (act. IIA 159) 
erstellen. Mit Vorbescheid vom 12. April 2013 (act. IIA 167) stellte die IVB 
bei einem in Anwendung der gemischten Methode (50% Erwerb; 50% 
Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 11% die Ablehnung des Renten-
gesuchs in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte Einwand, worauf die 
IVB Stellungnahmen des RAD sowie des Abklärungsdienstes einholte (Ak-
ten der IVB [act. IIB], 181; 187). Am 2. August 2013 (act. IIB 190) verfügte 
die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt. 

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D.

Mit Schreiben vom 26. August 2013 (act. IIB 194) liess die Versicherte di-
verse medizinische Berichte einreichen, mit welchen eine erneute Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht wurde. Hierauf 
holte die IVB eine weitere Stellungnahme des RAD (act. IIB 202) sowie 
ihres Abklärungsdienstes ein (act. IIB 203).  

E.

Gegen die Verfügung vom 2. August 2013 erhob die Versicherte mit Einga-
be vom 3. September 2013 Beschwerde und beantragte die (per 2003) 
rückwirkende Zusprechung einer Invalidenrente samt Kinderrenten. In der 
Begründung bringt die Beschwerdeführerin – unter Verweis auf die im Par-
allelverfahren 200 2013 775 eingereichten Unterlagen (Akten der Be-
schwerdeführerin [act. I]) – sinngemäss und zusammengefasst vor, die 
Zuweisung der MEDAS als Gutachterstelle sei nicht regelkonform bzw. 
unter Missachtung des Zufallsprinzips erfolgt und das Gutachten im Übri-
gen nicht vollständig bzw. beweiskräftig. Ferner hätte sie im Gesundheits-
fall 80-100%, nicht 50% gearbeitet. Schliesslich habe sie körperlich nach-
weisbare Beschwerden und sei seit 2009 zu 100% arbeitsunfähig. 

Mit Eingabe vom 15. Oktober 2013 reichte die Beschwerdeführerin weitere 
medizinische Berichte sowie Auszüge aus dem individuellen Konto (IK) 
ihres Ehemannes ein (Akten der Beschwerdeführerin [act. IA]), darunter 
diverse medizinische Berichte. Aus diesen sei ersichtlich, dass mehrere 
Diskushernien in der HWS, BWS und LWS vorlägen, womit die körperli-
chen Einschränkungen (mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit) ausgewiesen 
seien. Mit Bezug auf die Statusfrage bringt sie vor, ihr Mann hätte ohne ihr 
Einkommen nicht für die Familie sorgen können; sie sei immer der „Haupt-
verdiener“ gewesen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 schliesst die Beschwerde-
gegnerin – soweit den Rentenanspruch bis Juni 2013 betreffend – auf Ab-
weisung der Beschwerde. Für die Begründung verweist sie auf das eben-
falls beim Verwaltungsgericht hängige Verfahren 200 13 775 (betreffend 

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Hilflosenentschädigung) und die Ausführungen in der entsprechenden Be-
schwerdeantwort: Demnach erfüllten sowohl der Abklärungsbericht Haus-
halt vom 28. März 2013 als auch das Gutachten der MEDAS vom 27. No-
vember 2012 die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Be-
weiswert solcher Berichte. Der Stellungnahme des RAD vom 4. Oktober 
2013 sei nun zu entnehmen, dass mit der Diagnose einer Diskushernie 
L4/5 ab Juli 2013 ein neuer medizinischer Befund dokumentiert sei, womit 
das Zumutbarkeitsprofil des MEDAS-Gutachtens ab Juli 2013 keine Gültig-
keit mehr habe. Folglich werde die Rückweisung der Angelegenheit zwecks 
Vornahme weiterer Abklärungen für die Zeit ab Juli 2013 beantragt. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Oktober 2013 erkannte der In-
struktionsrichter die im parallelen Beschwerdeverfahren 200 13 775 (betref-
fend Hilflosenentschädigung) eingereichten IV-Akten zu den Akten des 
vorliegenden Verfahrens. 

Mit Stellungnahme vom 27. Januar 2014 reichte die Beschwerdeführerin 
einen Bericht des Spitals D.________ vom 18. Dezember 2013 sowie vom 
4. Februar 1997 ein. Zusätzlich machte sie geltend, sie leide neu an De-
pressionen und an zwei Tumoren im Schädel. Im Übrigen hielt sie im We-
sentlichen an den beschwerdeweise vorgebrachten Rechtsbegehren und 
Standpunkten fest. 

Am 30. Januar 2014 ging beim Verwaltungsgericht ein ärztliches Zeugnis 
vom 29. Januar 2014 ein, welches der Beschwerdegegnerin in der Folge 
zur Kenntnisnahme zugestellt wurde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. August 2013 (act. 
IIB 190). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin erhebt grundsätzliche Einwendungen ge-
gen die Zuteilung der MEDAS als Gutachterstelle. Die Beschwerdegegne-
rin habe namentlich zu beweisen, dass die Zuteilung nach dem „Zufalls-
prinzip“ erfolgt sei. 

2.2

2.2.1 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 

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gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

2.2.2 Von der Verwaltung angeordnete medizinische Gutachten, an de-
nen drei und mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer Gut-
achterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt eine Vereinbarung 
getroffen hat. Gemeint sind die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) 
im Sinne von Art. 59 Abs. 3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach 
dem Zufallsprinzip gemäss dem Zuweisungssystem „SuisseMED@P“ (Art. 
72bis Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201; in Kraft seit 1. März 2012]; BGE 139 V 
349 E. 2.2 S. 351).

2.2.3 Es liegt in der beiderseitigen Verantwortung von IV-Stelle und 
versicherter Person, vermeidbare Verfahrensweiterungen abzuwenden 
(BGE 137 V 210 E. 3.4.2.6 S. 256). Entsprechend hat die versicherte Per-
son nach Treu und Glauben Einwendungen möglichst bald nach Kenntnis-
nahme der massgebenden Kenndaten der Begutachtung zu erheben; de-
ren Rechtzeitigkeit richtet sich indessen nach den Umständen des Einzel-
falls (BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275). Das Kreisschreiben über das Verfah-
ren in der Invalidenversicherung (KSVI) des Bundesamts für Sozialversi-
cherungen (BSV) sieht vor, dass Einwände und Zusatzfragen innert zehn 
Tagen seit der Mitteilung einzureichen sind; diese Frist kann auf schriftli-
ches Gesuch hin verlängert werden (Rz. 2082 KSVI; vgl. auch Rz. 2085.2 
KSVI). Gegen diese Regelung ist grundsätzlich nichts einzuwenden, da das 
Verfahren einfach und rasch bleiben muss (BGE 139 V 349 E. 5.2.3 S. 
356).

2.3 Am 18. August 2011 (act. IIA 115) orientierte die Beschwerdegeg-
nerin die Beschwerdeführerin dahingehend, dass zwecks Beurteilung des 
Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung eine medizinische 
Abklärung notwendig sei, welche bei der MEDAS durchgeführt werde. Am 
8. Juni 2012 wurde sie über die zuständigen Fachärzte informiert (act. IIA 
122). Zwar teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin am 
1. März 2012 (act. IIA 115) mit, es sei ihr nicht möglich, an der Begutach-
tung in … teilzunehmen, da sie den Transport dorthin nicht bewältigen kön-

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ne. Nachdem die Beschwerdegegnerin bezüglich der Transportfähigkeit der 
Beschwerdeführerin Rücksprache mit dem RAD genommen und Letztere 
daraufhin zweimal zur Mitwirkung aufgefordert hatte (act. IIA 120; 123), 
reiste die – zu diesem Zeitpunkt anwaltlich vertretene (act. IIA 124) – Be-
schwerdeführerin zur Begutachtung nach …. Damit ist von ihrem Einver-
ständnis mit der Gutachterstelle auszugehen. Namentlich machte die Be-
schwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt geltend, die Zuteilung der Gut-
achterstelle sie nicht regelkonform erfolgt (vgl. auch act. IIA 171 S. 1 ff.). 
Damit kann offen bleiben, ob die Zufallsvergabe gemäss dem Zuweisungs-
system „SuisseMED@P“ vorliegend überhaupt zur Anwendung gelangt 
wäre, wurde der Beschwerdeführerin die MEDAS als Durchführungsstelle 
der Begutachtung doch bereits im August 2011 mitgeteilt und erfolgt die 
Gutachtensvergabe über „SuisseMED@P“ erst seit 1. März 2012: So oder 
anders erfolgt die erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren sowie in 
Kenntnis des Gutachtensergebnisses vorgebrachte Rüge verspätet, wes-
halb die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. 

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

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3.3

3.3.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

3.3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 
28a Abs. 2 IVG bzw. bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG; spezifi-
sche Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 

Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Perso-
nen gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung 
der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 
IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 10

3.3.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

3.4

3.4.1 Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sa-
che materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

3.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132). Die 
Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben; zudem kann auch eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs einen Revisionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; AHI 1997 S. 288 E. 2b).

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3.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.4.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

4.

4.1 Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 4. März 2008 (act. II 
81) hob die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Invalidenrente 
revisionsweise per 30. April 2008 auf. Mit Bezug auf den vorliegend streiti-
gen Rentenanspruch (vgl. E. 1.2 vorne) liegt somit eine Neuanmeldung vor. 

Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die Eintre-
tensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss 
gekommen ist, die Beschwerdeführerin sei nicht in rentenbegründendem 

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Ausmass invalid. Massgebende Vergleichszeitpunkte bilden die Verfügung 
vom 4. März 2008, mit der ein Leistungs- bzw. Rentenanspruch mangels 
eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades rechtskräftig aufgehoben 
wurde, und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 2. August 2013 (vgl. 
E. 3.4.4 vorne). 

4.2 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
2. August 2013 von einem Status 50% Erwerb und 50% Haushalt aus, wo-
hingegen die Beschwerdeführerin einen solchen von 80-100% Erwerb gel-
tend macht. Umstritten ist somit dieser Status und damit die Frage, in wel-
chem zeitlichen Ausmass die Beschwerdeführerin als Gesunde ausser-
häuslich tätig wäre. 

4.2.1 Im Rahmen der 2003 erfolgten Rentenzusprache wurde die Be-
schwerdeführerin als voll Erwerbstätige eingestuft (act. II 33 S. 8). In der 
Folge gründete sie eine Familie; im nachfolgenden Revisionsverfahren 
wurde gestützt auf diese veränderten Verhältnisse von einem Status 50% 
Erwerb und 50% Haushalt ausgegangen (act. II 49 S. 4 und 6; 76 S. 4). 
Wohl machte die Beschwerdeführerin schon damals geltend, im Gesund-
heitsfall ein 80%-Pensum zu bestreiten, akzeptierte jedoch den schliesslich 
der Verfügung zugrunde gelegten Status. 

4.2.2 Im vorliegenden Neuanmeldungsverfahren macht die Beschwerde-
führerin wiederum geltend, im Gesundheitsfall einer 80-100%igen Erwerbs-
tätigkeit nachzugehen. 

Indessen hat sich seit der revisionsweisen Aufhebung der Invalidenrente im 
März 2008 (act. II 81) an den familiären Verhältnissen mit Betreuungspflich-
ten für die Kinder nichts geändert. Vielmehr gebar die Beschwerdeführerin 
im Jahre 2009 ein zweites Kind. Im Übrigen geht aus den Akten hervor, 
dass der Ehemann die berufliche Tätigkeit aufgegeben hat, um für die Be-
schwerdeführerin und die beiden Kinder zu sorgen (act. IIA 159 S. 3 und 5; 
146.1 S. 33). Bei voller Gesundheit der Beschwerdeführerin hätte er seine 
Erwerbstätigkeit folglich fortgeführt. Dabei hätte er mit einem gemäss Aus-
zug aus dem IK in den Jahren 2003 bis 2008 erzielten Einkommen von 
durchschnittlich Fr. 60‘000.-- bis Fr. 70‘000.-- (act. IIB 183 S. 3) den Unter-
halt einer vierköpfigen Familie finanzieren können. Die gegenteilige Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 13

hauptung der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 15. Oktober 2013 ist 
unzutreffend. Die Beschwerdeführerin wäre unter diesen Umständen im 
Gesundheitsfall nicht zur Ausübung einer mindestens 80%igen Erwerbs-
tätigkeit angewiesen gewesen. Ferner trifft ihre Behauptung, wonach sie 
mehr als ihr Ehemann verdienen würde, nicht zu, bewegte sich ihr bei der 
E.________ erzieltes Einkommen doch im selben Rahmen wie dasjenige 
ihres Ehemannes (act. II 5 S. 2). Mithin wäre bei voller Erwerbstätigkeit des 
Ehemannes und einer hälftigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin 
von einem im Gesundheitsfall erzielten Familieneinkommen von über 
Fr. 100‘000.-- auszugehen. Es bleibt schliesslich festzuhalten, dass die 
Beschwerdeführerin gemäss den Feststellungen der MEDAS im Gutachten 
vom 12. November 2007 sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als … wie 
auch in anderen körperlich leichten und mittelschweren Tätigkeiten zu 70% 
arbeitsfähig war (act. II 72 S. 29), indessen nach Beendigung des Arbeits-
verhältnisses bei der E.________ im Juli 2002 (act. II 64 S. 15) keiner – 
auch nur teilzeitlichen – Erwerbstätigkeit mehr nachging (act. II 72 S. 16). 
Schöpfte die Beschwerdeführerin jedoch die ihr verbliebene Arbeitsfähig-
keit nicht aus, ist umso weniger von einer im Gesundheitsfall hypotheti-
schen 80-100%igen Erwerbstätigkeit auszugehen.

4.2.3 Dem Gesagten zufolge ist die von der Beschwerdeführerin geltend 
gemachte Statusänderung nicht überwiegend wahrscheinlich dargetan. 
Demnach besteht für das Gericht kein Anlass für eine Korrektur des vom 
Abklärungsdienst bzw. von der Verwaltung festgelegten Status 50% Erwerb 
und 50% Haushalt.  

4.3 Bei Erlass der Verfügung vom 4. März 2008 (act. II 81) stützte sich 
die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht (mittelbar) auf das ME-
DAS-Gutachten vom 12. November 2007 (act. II 72) ab. Darin wurden in-
terdisziplinär die folgenden gesundheitlichen Einschränkungen festgehalten 
(S. 26): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Chronisches Cervicalsyndrom (ICD-10 M50.3)

• muskuläre Dysbalance im Schultergürtelbereich
• degenerative HWS-Veränderungen laut Angabe
• Status nach HWS-Distorsionstrauma 01/1991 (ICD-10 S13.6)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 14

2. Chronisches Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen LWS-
Veränderungen laut Angabe (ICD-10 M51.3)

3. Periarthropathia humero scapularis rechts (ICD-10 M75.0)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)

2. Adipositas (BMI 37kg/m2) (ICD-10 E66.0)

3. Substituierte Hypothyreose (ICD-10 E03.9) bei Hashimoto Thyreoiditis, 
Erstdiagnose 10/2003

4. Anamnestisch leichtes Asthma bronchiale (ICD-10 J45.9)

• Lungenfunktion vom 9. Januar 2004: leichte obstruktive Ventilati-
onsstörungen mit positivem Inhalationstest 

5. Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0)

Aus neurologischer Sicht bestehe in körperlich leichten und mittelschweren 
Tätigkeiten, wie der angestammten Tätigkeit als …, eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit von 30%. Aufgrund der Rückenproblematik seien der 
Beschwerdeführerin körperlich schwere Tätigkeiten, solche mit dem Heben 
und Tragen von Lasten über 10kg und solche, welche in Zwangshaltungen 
und über Kopf ausgeübt werden müssten sowie Tätigkeiten ohne die Mög-
lichkeit eines Positionswechsels nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer 
Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ausser der Soma-
tisierungsstörung könne keine weitere psychiatrische Diagnose gestellt 
werden. Aus psychiatrischer Sicht könne es der Beschwerdeführerin des-
halb zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Wil-
lensanstrengung aufzubringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit 
nachgehen zu können. Auch die internistischen Diagnosen schränkten die 
Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich ein. Insgesamt könne somit eine Arbeitsun-
fähigkeit von 30% in der angestammten und in anderen körperlich leicht bis 
mittelschwer belastenden Tätigkeiten festgestellt werden. Körperlich 
schwer belastende Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin nicht mehr 
zumutbar (S. 27). 

4.4 Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügung vom 4. März 2008 
und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. August 2013 präsen-
tiert sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

4.4.1 Vom 5. bis 17. Februar 2010 war die Beschwerdeführerin im Spital 
F.________ hospitalisiert. Im entsprechenden Austrittsbericht vom 19. Fe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 15

bruar 2010 (act. IIA 95 S. 13) wurde festgehalten, die Selbstzuweisung sei 
aufgrund thorakaler Schmerzen und vermehrter Belastungsdyspnoe erfolgt. 
In der Vorgeschichte seien ein Asthma bronchiale mit rezidivierenden respi-
ratorischen Infekten sowie eine Minderbelüftung des linken Unterlappens 
bei Zwerchfellparese links bekannt. Im Januar 2010 habe sie sich in eine 
pulmonale Rehabilitation begeben (vgl. act. IIA 95 S. 30); nach Austritt sei-
en jedoch die Leistungsintoleranz und Belastungsdyspnoe persistiert 
(S. 14). Es sei eine invasive Abklärung mittels Herzkatheteruntersuchung 
und Koronarangiographie erfolgt. Eine Koronaratheromatose habe ausge-
schlossen werden können; bei der Linksherzuntersuchung sei jedoch eine 
deutlich verminderte linksventrikuläre systolische Funktion bei diffusen Hy-
pokinesien zur Darstellung gekommen. In der anschliessend durchgeführ-
ten Echokardiographie hätten sich jedoch keine Hinweise für eine Spei-
cherkrankheit finden lassen und auch in der Laboranalyse hätten sich keine 
Pathologien gezeigt. Zusammengefasst könnten die Befunde auf eine Ta-
ko-Tsubo-Kardiomyopathie zurückzuführen sein (S. 15). Es bestehe zudem 
eine psychosoziale Belastungssituation: Der Ehemann müsse bei Krankheit 
der Beschwerdeführerin oft kurzfristig die Kinderbetreuung übernehmen 
und nun drohe der Verlust der Anstellung (S. 15). 

Bezüglich des bekannten Asthma bronchiale habe die Beschwerdeführerin 
in der letzten Lungenfunktionsprüfung keine Obstruktion aufgewiesen. 
Während der aktuellen Hospitalisation habe sich zu keiner Zeit ein spasti-
scher Auskultationsbefund gezeigt (S. 15). 

In der anschliessenden kardialen Rehabilitation vom 17. Februar bis 
13. März 2010 (act. IIA 93 S. 3) habe sich eine normalisierte Ventrikelfunk-
tion ohne Regionalitäten bei leicht konzentrisch hypertrophem Myocard (mit 
normaler rechtsventrikulärer Funktion; eine relevante pulmonalarterielle 
Hypertonie habe nicht nachgewiesen werden können; kein Perikarderguss) 
finden lassen. Auch laborchemisch habe sich eine Besserung der Herzin-
suffizienz ergeben. Trotz der objektiv deutlich gebesserten Befunde habe 
die Beschwerdeführerin noch über eine Leistungsintoleranz sowie eine 
Anstrengungsdyspnoe geklagt (S. 4). 

4.4.2 Im Bericht des Spitals F.________ vom 14. Juni 2010 (act. IIA 95 
S. 7) wurde festgehalten, zwischenzeitlich seien bereits zwei Echokardio-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 16

graphien durchgeführt worden, welche beide eine deutliche Verbesserung 
bzw. fast vollständige Normalisierung der schweren linksventrikulären 
Funktionseinschränkung gezeigt hätten (S. 7 f.). Aktuell sei das Leitsym-
ptom nach wie vor eine belastungsabhängige Dyspnoe (S. 8). Ca. vier Mo-
nate nach einer passageren schweren linksventrikulären Funktionsstörung 
mit Herzinsuffizienz und positivem Troponin zeige sich ein sehr erfreulicher 
Verlauf; die Beschwerdeführerin sei klinisch kardial kompensiert und im 
Sinusrhythmus. In der Echokardiographie zeige sich eine normalisierte 
linksventrikuläre Funktion (S. 8).

4.4.3 Mit bei der Beschwerdegegnerin am 24. August 2010 (act. IIA 95 
S. 1) eingegangenem Bericht hielt Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf Tako-Tsubo-Kardiomyopathie, eine 
schwere eingeschränkte linksventrikuläre Funktion, dilatierende Kardiomy-
opathie, ein Asthma bronchiale, rezidivierende respiratorische Infekte, eine 
Zwerchfellparese links unklarer Ätiologie, eine medikamentöse Polyallergie, 
einen Status nach Hashimoto-Thyreoiditis, eine chronische Sinusitis sowie 
eine psychosoziale Belastungssituation fest. Es beständen eine Anstren-
gungsdyspnoe bei geringster Belastung, rezidivierende Sinusitiden und 
respiratorische Infekte, wechselhaft ausgeprägte Beinödeme sowie eine 
Depression und Existenzängste (S. 3). Objektiv bestehe eine kardiologisch 
weitgehende Normalisierung der Funktion, jedoch eine rezidivierende BNP-
Erhöhung mit Hinweis auf intermittierend akute Herzinsuffizienzzeichen. 
Ferner beständen rezidivierende Asthmaexazerbationen mit Spastizität 
beidseits, Zeichen einer chronischen Sinusitis, chronische Beinödeme so-
wie eine invalidisierende muskuläre Schwäche (S. 3). Die Beschwerdefüh-
rerin sei zu 100% arbeitsunfähig (S. 3); zur Zeit sei eine Arbeit ausserhalb 
des Hauses nicht denkbar (S. 4). 

4.4.4 Mit Bericht des Spitals F.________ vom 21. September 2010 (act. 
IIA 97 S. 7) wurde festgehalten, derzeit liege eine instabile Situation vor, 
einerseits bedingt durch die chronisch-obstruktive Pneumopathie, anderer-
seits aber auch durch die Kardiopathie unklarer Ätiologie. Es bestehe der-
zeit eine massive Einschränkung der Leistungsfähigkeit (S. 9). Die Arbeits-
unfähigkeit betrage 100% (S. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 17

4.4.5 Vom 15. Dezember 2010 bis 19. Januar 2011 war die Beschwerde-
führerin aufgrund einer immobilisierenden Lumboischialgie im Spital 
H.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 4. Februar 2011 (act. IIA 106 
S. 7) wurde festgehalten, die MRI-Untersuchung der LWS habe verschie-
dene degenerative Veränderungen gezeigt, jedoch auch einen zentralen 
Reizzustand der Bandscheibe LWK5/SWK1. Bei erhöhten Entzündungspa-
rametern und unklarem Infektfokus sowie persistierenden massiven 
Schmerzen mit Ausstrahlung ins linke Knie sei die Untersuchung aufs Be-
cken ausgeweitet und es sei ein ödematöser Saum präsakral, eine Sakroili-
itis links mit Mikroabszedierungen im umgebenen Knochen sowie öde-
matösen Flüssigkeitseinlagerungen in der Glutaeusmuskulatur, im Iliopsoas 
und präsakral bis zur Steissbeinspitze, angrenzend an das entzündliche 
Geschehen der Plexus lumbosacralis, gefunden worden (S. 9). 

Eine am 16. Dezember 2010 (act. IIA 146.2 S. 28) mittels MRI durchgeführ-
te Untersuchung der LWK4 bis SWK1 ergab keinen Hinweis auf eine intra-
spinale oder paravertrebrale Raumforderung, jedoch einen Reizzustand 
zentral in der Bandscheibe LWK5/SWK1 (degenerativ, DD infektiös), eine 
breitbasig dorsale schmallippige Diskushernie LWK5/SWK1 sowie diskrete 
Ergüsse in den Facettengelenken LWK4 bis SWK 1 beidseits. 

Eine Verlaufsbeurteilung vom 20. Dezember 2010 (act. IIA 146.2 S. 27) 
ergab lumbal keine Befundänderung; die Diskopathie LWK4/5 führe zu kei-
nen foraminalen oder rezessalen Stenosierungen. 

Im psychiatrischen Konsiliarbericht vom 3. Januar 2011 (act. IIA 116 S. 2) 
wurde eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode 
(ICD-10 F33.0), ein Verdacht auf Akzentuierung der Persönlichkeit mit nar-
zisstischen und histrionischen Zügen (ICD-10 Z73.1) sowie ein Verdacht 
auf psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassi-
fizierten Krankheiten (ICD-10 F54) diagnostiziert. Es sei der Beschwerde-
führerin wichtig, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es entstehe der Ein-
druck, dass ihr Anerkennung und Bestätigung durch andere Personen sehr 
wichtig seien. Es sei durchaus vorstellbar, dass die Beschwerdeführerin 
durch ihre vielfältigen somatischen und körperlichen Symptome sowie Be-
schwerden genau diese Anerkennung und Bestätigung bekomme, was 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 18

einem sekundären Krankheitsgewinn entsprechen könnte, der für die Be-
schwerdeführerin unbewusst sei (S. 3).

4.4.6 Vom 19. Januar bis 4. Februar 2011 hielt sich die Beschwerdeführe-
rin zwecks Verbesserung der muskuloskelettalen Situation im Gesundheits-
zentrum I.________ zur Rehabilitation auf. Im entsprechenden Bericht vom 
5. Februar 2011 (act. IIA 112 S. 7) wurden eine infektiöse Sakroiliitis links, 
eine unklare Kardiomyopathie, eine anamnestisch arterielle Hypertonie 
unklarer Ätiologie, ein metabolisches Syndrom, ein Verdacht auf Akzentuie-
rung der Persönlichkeit mit narzisstischen und histrionischen Zügen, eine 
Hashimoto-Thyreoiditis sowie ein Asthma bronchiale diagnostiziert. 

4.4.7 Am 15. Juni 2011 wurde die Beschwerdeführerin im Spital 
J.________ ambulant untersucht. Im entsprechenden Bericht vom 30. Juni 
2011 (act. IIA 112 S. 3) wurde im Wesentlichen eine Sakroiliitis links, eine 
unklare Kardiomyopathie, eine anamnestisch arterielle Hypertonie unklarer 
Ätiologie, ein metabolisches Syndrom, ein Verdacht auf Akzentuierung der 
Persönlichkeit mit narzisstischen und histrionischen Zügen, eine Hashimo-
to-Thyreoiditis, ein Asthma bronchiale, ein Fibromyalgiesyndrom sowie eine 
Migräne diagnostiziert. Anamnestisch, klinisch sowie laborchemisch sei von 
einer infektiösen Genese der Sakroiliitis links auszugehen, auch wenn nie 
ein Erregernachweis gelungen sei. Weder laborchemisch noch klinisch 
fänden sich Hinweise für eine entzündliche rheumatische Erkrankung. Die 
derzeit noch sichtbaren iliosakralen Veränderungen entsprächen am ehes-
ten einem postinfektiösen Reizzustand, welcher noch über Monate persis-
tieren könne (S. 4).

4.4.8 Ein am 20. April 2012 (act. IIA 146.2 S. 24) durchgeführtes MRI des 
Beckens ergab im Wesentlichen noch residuelle Veränderungen im Bereich 
des linken ISG mit vermehrter Sklerose der Gelenkflächen, eine unregel-
mässige Begrenzung der Gelenkflächen und Enhancement, vereinbar mit 
einer Sakroiliitis mit im Verlauf deutlich geringerer Aktivität sowie eine 
vollständige Regredienz der Umgebungsveränderungen. 

4.4.9 Mit Bericht vom 22. Mai 2012 (act. IIA 146.2 S. 1) hielt Dr. med. 
C.________ fest, die Präsentation zusammen mit dem mehrfachen Nach-
weis einer offensichtlich sterilen Sakroiliitis sei hochverdächtig für das Vor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 19

liegen einer seronegativen Spondylarthropathie, insbesondere (mit Blick 
auf die positive Familienanamnese) einer Psoriasisarthritis (S. 2).

4.4.10 Mit Bericht vom 15. Oktober 2012 (act. IIA 150 S. 4) hielt Dr. med. 
C.________ zu Handen des damaligen Rechtsvertreters der Beschwerde-
führerin fest, aufgrund der seit Jahren bestehenden identischen Symptoma-
tik könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geschlossen werden, dass 
bereits im Jahr 2007 ebenfalls eine Sakroiliitis bestanden habe. 

4.4.11 Am 3. und 6. September 2012 wurde die Beschwerdeführerin im 
Institut X.________ (MEDAS) polydisziplinär begutachtet. Im entsprechen-
den Gutachten vom 27. November 2012 (act. IIA 146.1) wurden interdiszi-
plinär die folgenden gesundheitlichen Einschränkungen festgehalten 
(S. 46): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links betont (ICD-10 
M54.5)

• DD seronegative Spondylarthropathie (Typ Psoriasis sine Psori-
asis) bei

• Chronischer Sakroiliitis links; ev. diskrete Sakroiliitis rechts (MRT 
BWS/LWS/ SIG 10. September 2012)

• HLA B27 negativ 

• DD periphere Arthralgien/evtl. intermittierende Arthritiden im Rah-
men einer seronegativen Spondylarthropathie

• Status nach Verdacht auf infektiöse Sakroiliitis links Dezember 
2010 ohne Erregernachweis und unauffälliger Knochenbiopsie

• DD primär infektiöse Sakroiliitis mit residuellen radiomorphologi-
schen Veränderungen; fibromyalgieformes generalisiertes 
Schmerzsyndrom

• Leichte Wirbelsäulenfehlhaltung und –fehlform

• Muskuläre Dysbalance im Rahmen der Adipositas mit BMI von 36 
kg/m2

2. Unklare Kardiomyopathie (ED 02/2010) (ICD-10 I42.9)

• DD hypertensive Kardiomyopathie, peripartale Kardiomyopathie, 
idiopathische dilatative Kardiomyopathie, Tako-Tsubo-
Kardiomyopathie

• Status nach schwer eingeschränkter linksventrikulärer Pumpfunkti-
on mit EF 25% am 5. Februar 2010

• Koronarangiographie 5. Februar 2010: normale Koronararterien

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 20

• Aktuell 6. September 2012: echokardiographisch global normale 
LVEF bei leichter LV-Dyssynchronie und wahrscheinlich diastoli-
scher Dysfunktion

• Status nach Lungenödem infolge i.v. – Volumenüberladung 
12/2010 (Regionalspital Burgdorf)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Auffallende Regressionsneigung ohne eindeutigen Hinweis auf Somatisie-
rungsstörung

2. Asthma bronchiale (ICD-10 J45.1)

• Dauertherapie mit Pulmicort Inhalationslösung

• anamnestisch rezidivierende respiratorische Infekte bei positiver 
Familienanamnese und variablem Immundefektsyndrom

3. Hashimoto Thyreoiditis, ED 2003 (ICD-10 E06.3)

• unter Substitutionstherapie aktuell labormässig euthyreot

4. Metabolisches Syndrom

• Adipositas (BMI 36kg/m2) (ICD-10 E66.0)

• Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)

- medikamentös behandelt

• Hyperurikämie (ICD-10 E79.0)

• anamnestisch Dyslipidämie (ICD-10 E78.2)

• anamnestisch Status nach Gestationsdiabetes (ICD-10 24.4)

- aktuell HbA1c mit 5.7% im Normbereich

5. Anamnestisch Uterus myomatusus ED 08/2009 (ICD-10 D25.9)

6. Anamnestisch Zwerchfellhochstand links (ICD-10 Q79.1)

7. Chronische Obstipation (ICD-10 K59.0)

• bei Daueropioidtherapie

Die klinisch-rheumatologische Untersuchung habe einerseits eine bekannte 
Adipositas ergeben; es bestehe eine allgemeine muskuläre Dekonditionie-
rung; die segmentale Untersuchung der Wirbelsäule habe insbesondere 
eine Schmerzprovokation bei Prüfung der LWS-Segmente LWK4/5 und 
LWK5/SWK1 ergeben, wobei die Beschwerdeführerin einerseits über tief-
lumbale und gluteale Schmerzen geklagt, andererseits aber ein diffuses 
Kraftverlustgefühl geschildert habe, so dass sie sich in dieser Position 
kaum mehr habe aufrecht halten können. Die BWS- und HWS-
Untersuchung habe ebenso wie der gesamte periphere Gelenkstatus rele-
vante pathoanatomische Veränderungen ergeben. Es bestehe tendenziell 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 21

eine allgemeine Hypermotilität am gesamten Bewegungsapparat (S. 39). 
Die vom Rheumatologen Dr. med. C.________ postulierte Form einer 
Spondylarthropathie im Rahmen einer Psoriasis sine Psoriasis könne auf-
grund einer familiären Belastung theoretisch diskutiert werden. Ganz ein-
deutig könne aktuell jedoch unter Berücksichtigung der MRT-Aufnahmen 
vom 10. September 2012 festgestellt werden, dass weder thorakal noch 
lumbal aktuell aktive entzündliche Veränderungen vorlägen und dass in 
Bezug auf das Sakroiliakalgelenk links nur noch sehr diskrete residuelle 
Veränderungen beständen. Diese insgesamt nur sehr diskreten entzündli-
chen/evtl. degenerativen Veränderungen im Bereiche der Sakroiliakalge-
lenke könnten sicherlich nicht als adäquate somatisch orientierte Erklärung 
für das ausgeprägte chronifizierte und subjektiv massiv invalidisierende 
Schmerzbild dienen (S. 41). Aus klinisch-rheumatologischer Sicht sei des-
halb von einer deutlichen psychosozialen Überlagerung des gesamten 
Schmerzbildes auszugehen (S. 39 f.). In rheumatologischer Hinsicht könne 
ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont festge-
stellt werden mit der Differentialdiagnose einer seronegativen Spondylar-
thropathie vom Typ Psoriasis sine Psoriasis bei einer chronischen Sakroili-
itis links und evtl. diskreter Sakroiliitis rechts. Im Weiteren bestehe eine 
leichte Wirbelsäulenfehlhaltung und –fehlform und eine muskuläre Dysba-
lance im Rahmen der Adipositas (S. 48). Eine körperlich leichte und wech-
selbelastende Tätigkeit (entsprechend der letzten Tätigkeit als …) sei auf-
grund der objektivierbaren pathoanatomischen Befunde, insbesondere un-
ter Berücksichtigung des aktuellen MRT der LWS und der ISG vom 
10. September 2012, in einem Umfang von 80% ganztägig verwertbar 
möglich (S. 48), wobei die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsposition regel-
mässig nach eigenem Gutdünken selbständig wechseln können sollte. Ins-
besondere seien stereotype Rotationsbewegungen der LWS oder Arbeiten 
in anhaltender Oberkörpervorneigeposition zu vermeiden. Es beständen 
keine Einschränkungen in Bezug auf fein- sowie intermittierend grobmanu-
ell verarbeitende Tätigkeiten. Ebenso wenig beständen Einschränkungen in 
Bezug auf die Gehfähigkeit. In Bezug auf Haushalttätigkeiten bestehe eine 
Einschränkung von maximal 20% (S. 40). 

Die kardiologische Evaluation bestätige die früheren Erhebungen einer 
ätiologisch nicht klassifizierbaren Kardiomyopathie mit Erstdiagnose im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 22

Februar 2010. Die aktuelle Echokardiographie vom 6. September 2012 
ergebe eine global normale LVEF bei leichter LV-Dyssynchronie und wahr-
scheinlicher diastolischer Dysfunktion. Die im Februar 2010 objektivierbare 
schwer eingeschränkte linksventrikuläre Pumpfunktion bestehe dement-
sprechend nicht mehr. Aufgrund der kardialen Erkrankung sei die Be-
schwerdeführerin für eine körperlich belastende Tätigkeit nicht mehr ein-
setzbar. Auch für eine körperlich nicht belastende Tätigkeit müsse von ei-
ner leicht eingeschränkten Leistungsfähigkeit aufgrund der latenten Herzin-
suffizienz ausgegangen werden. Dementsprechend seien aus kardiologi-
scher Sicht sämtliche mittelschwer bis schwer belastenden beruflichen 
Tätigkeiten nicht möglich (S. 48). 

Die psychiatrische Evaluation habe eine vollständig emotionale Fokussie-
rung der Beschwerdeführerin auf ihr Schmerz- und Krankheitsgeschehen 
mit einem ausgeprägten Schmerzmittelgebrauch ergeben. Ansonsten habe 
der psychische Befund keine Pathologika ergeben. Am ehesten sei von 
einer Symptomausweitung und einem sekundären Krankheitsgewinn aus-
zugehen (S. 48). In psychiatrischer Hinsicht bestehe keine Einschränkung 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (S. 49).  

Auch aus internistischer Sicht beständen keine Befunde und Diagnosen, 
welche sich auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auswirkten (S. 29; 49). 

Zusammenfassend und aus polydisziplinärer Sicht liege bei der Beschwer-
deführerin für jegliche mittelschwer bis schwer belastende berufliche Tätig-
keit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vor; für eine körperlich leichte, 
wechselbelastende Tätigkeit unter spezifischen qualitativen Einschränkun-
gen bestehe eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Das Pensum kön 
ne vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf von 10 bis 
15 Minuten pro Stunde mit leicht reduziertem Rendement (S. 49).

Unter Berücksichtigung der eigenen Zeiteinteilung sei mit Bezug auf den 
eigenen Haushalt von einer maximal 30%igen Einschränkung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit auszugehen (S. 49). 

4.4.12 Mit Bericht vom 13. Februar 2013 (act. IIA 156) hielt RAD-Arzt Dr. 
med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin fest, u.a. das 
Fehlen einer dokumentierten entzündungsspezifischen Erhöhung des CRP 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 23

im Zeitraum von Januar 2004 bis Februar 2010 sowie der Umstand, dass 
die ISG-Funktionstests unauffällig gewesen seien, spreche nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Sakroiliitis vor dem 
Dezember 2010 (S. 3).

4.4.13 Am 28. Juni 2013 begab sich die Beschwerdeführerin wegen Herz-
rasens, leichtem Gefühl wie Atemnot und Thoraxschmerzen in das Notfall-
zentrum des Spitals M.________. Die Untersuchungen ergaben einen 
durchwegs normocarden Sinusrhythmus. Die sternalen Schmerzen seien 
am ehesten rheumatoid bedingt. Klinisch und anhand von Röntgen und 
Labor könne eine erneute Linksherzinsuffizienz ausgeschlossen werden 
(act. IIB 195 S. 11). 

4.4.14 Vom 15. bis 25. Juli 2013 war die Beschwerdeführerin aufgrund 
einer nach kranial luxierten medioforaminalen axiliären Diskushernie L4/5 
links im Spital L.________ hospitalisiert. Im entsprechenden Austrittsbe-
richt vom 26. Juli 2013 (act. IIB 194 S. 5) wurde festgehalten, neben diffu-
sen Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates beständen seit Jah-
ren Schmerzen im linken Bein, die wahrscheinlich vor zwei Wochen nach 
Heben des Sohnes exazerbiert seien (S. 5). Nach einer zweiten Infiltration 
sie für die Beschwerdeführerin eine spürbare Regredienz der Schmerzen 
im linken Bein eingetreten, so dass sie die Entlassung gewünscht habe 
(S. 6). 

4.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 24

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

4.6 Die angefochtene Verfügung vom 2. August 2013 erging in medizi-
nischer Hinsicht im Wesentlichen gestützt auf das polydisziplinäre MEDAS-
Gutachten vom 27. November 2012 (act. IIA 146.1). Dieses erfüllt die Vor-
aussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 4.5 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Es ist durch-
wegs nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind überzeugend be-
gründet. Zu keiner anderen Beurteilung führen die von der Beschwerdefüh-
rerin dagegen vorgebrachten Einwände: 

4.6.1 Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin, wonach die Gutachter 
lediglich die bisherigen Ausführungen „übernommen“ hätten, basiert das 
Gutachten der MEDAS auf umfassenden, allgemeininternistischen, psych-
iatrischen, rheumatologischen und kardiologischen Untersuchungen und 
deckt damit sämtliche, vorliegend potentiell relevanten Fachbereiche ab. 
Die fachspezifischen sowie die interdisziplinären Schlussfolgerungen der 
MEDAS-Gutachter stehen denn auch – was die medizinische Situation an-
belangt – durchwegs im Einklang mit den übrigen medizinischen Unterla-
gen. Soweit die Beschwerdeführerin den Einschätzungen im MEDAS-
Gutachten ihre subjektiven Beschwerdenangaben entgegenhält, ist 
einerseits darauf hinzuweisen, dass für die sozialversicherungs- bzw. 
invalidenversicherungs-rechtlichen Belange auf eine – wie vorliegend – 
fachgerecht erhobene objektivierte Befundlage abzustellen ist. Andererseits 
ist das subjektive Empfinden der versicherten Person – insbesondere wenn 
es sich wie im vorliegenden Fall nur sehr bedingt mit der Auffassung der 
begutachtenden Ärzte deckt – für sich allein nicht massgebend (Entscheid 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht 
{BGer}] vom 28. Mai 2004, I 677/03, E. 2.3.1), zumal die 

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Beschwerdeführerin – unter allfälligem Verweis auf (bestehende oder neue) 
ärztliche Stellungnahmen – keine (relevanten) medizinischen Aspekte be-
nennt, die zum Zeitpunkt der Begutachtung in der MEDAS ausser Acht 
geblieben wären, wobei die später in Erscheinung getretene Diskushernie 
im Bereich LWK4/5 keinen solchen Aspekt darstellt (vgl. E. 4.6.2 hiernach). 
Ebenso stimmt die im psychiatrischen Teilgutachten festgestellte auffallen-
de Regressionsneigung bzw. emotionale Fokussierung der Beschwerde-
führerin auf ihr Schmerz- und Krankheitsgeschehen mit Symptomauswei-
tung und sekundärem Krankheitsgewinn mit der übrigen Aktenlage überein, 
hat doch bereits der Psychiatrische Dienst des Regionalspitals H.________ 
Anhaltspunkte für eine histrionische und narzisstische Persönlichkeitsak-
zentuierung mit einem für die Beschwerdeführerin unbewussten (und in 
rechtlicher Hinsicht grundsätzlich unbeachtlichen [vgl. Entscheid des BGer 
vom 11. Februar 2014, 8C_438/2013, E. 5.3]) sekundären Krankheitsge-
winn beschrieben (act. IIA 116 S. 3) und wird diese Diagnose auch im Be-
richt des Gesundheitszentrums I.________ …, wo sich die Beschwerdefüh-
rerin zur Rehabilitation aufhielt, aufgeführt (act. IIA 112 S. 7). 

Im Übrigen führten die Gutachter der MEDAS das chronische lumbospon-
dylogene Schmerzsyndrom linksbetont auf eine chronische Sakroiliitis links 
und evtl. diskrete Sakroiliitis rechts, eine leichte Wirbelsäulenfehlhaltung 
und –fehlform und eine muskuläre Dysbalance im Rahmen der Adipositas 
zurück (act. IIA 146.1 S. 48). Diese Feststellungen sind nicht zu beanstan-
den und insbesondere mit den Ergebnissen der radiologischen Untersu-
chungen der Klinik L.________ (vgl. Befundbericht vom 27. April 2012 [act. 
IIA 146.2 S. 24]) und den Befunden der Rheumatologen des Spitals 
D.________ (act. IIA 112 S. 3), der Ärzte des Gesundheitszentrums 
I.________ (act. IIA 112 S. 7) und des Spitals H.________ (act. II 106 S. 
7 ff.) vereinbar. Mit der von Dr. med. C.________ postulierten These, wo-
nach es sich bei der Sakroiliitis um eine entzündlich-rheumatische System-
erkrankung handle (vgl. act. IIA 146.2 S. 1), hat sich das MEDAS-
Gutachten ausführlich und schlüssig auseinandergesetzt (act. IIA 146.1 
S. 41) und die Beurteilung der funktionellen Einschränkungen im Übrigen 
auf die bildgebend ausgewiesenen und anlässlich der (umfassenden) Un-
tersuchung erhobenen Befunde (act. IIA 146.1 S. 35 f.) abgestützt. Was 
sodann den Bericht des Spitals D.________ vom 18. Dezember 2013 (in 

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den Gerichtsakten) betrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass in rechtlicher 
Hinsicht derjenige Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum 
Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 2. August 2013) 
verwirklicht hat, weshalb der nämliche Bericht ausser Acht zu bleiben hat. 
Ebenso wenig kann die Beschwerdeführerin aus dem Bericht des Spitals 
D.________ vom 4. Februar 1997 (in den Gerichtsakten) etwas zu ihren 
Gunsten ableiten: Einerseits lag die fragliche neuropsychologische 
Untersuchung zum Verfügungszeitpunkt über 16 Jahre zurück, womit ihr für 
die vorliegende Angelegenheit keine Aussagekraft mehr zukommt, zumal 
die damalige SPECT-Untersuchung des Cerebrums im Normbereich lag 
und auch eine am 2. September 2013 durchgeführte MR-Untersuchung des 
Schädels unauffällig ausfiel (act. IA 4). Andererseits ergeben sich im 
weiteren Verlauf aus den (sehr umfangreichen) medizinischen Akten keine 
Hinweise auf (potentiell invalidisierende) neuropsychologische Defizite. 

4.6.2 Sodann trifft es entgegen der Beschwerdeführerin nicht zu, dass die 
Schlussfolgerungen der MEDAS mit Blick auf die seit Juli 2013 im Bereich 
LWK4/5 ausgewiesene Diskushernie als fehlerhaft zu betrachten seien, war 
diese im Zeitpunkt der Begutachtung in der MEDAS bzw. vor Juli 2013 
doch nicht vorhanden bzw. nicht in einer die Arbeitsfähigkeit einschränken-
den Weise symptomatisch: So führte die mittels MRI vom 16. Dezember 
2010 auch im Bereich LWK4/5 festgestellte, breitbasig dorsale Diskuspro-
trusion zu keinen signifikanten foraminalen und rezessalen Stenosierungen 
(act. IIA 146.2 S. 28), welcher Befund mit MRI vom 20. Dezember 2010 
bestätigt wurde (act. IIA 146.2 S. 27). Auch die übrigen Arztberichte erwäh-
nen keine Diskushernie im Bereich LWK4/5 (vgl. act. IIA 95 S. 2; 98; 112 S. 
3; 113 S. 5; act. IIB 196 S. 55) bzw. führen einen Prolaps im Bereich 
LWK4/5 rechts lediglich unter „Nebenproblemen“ auf (act. IIA 106 S. 8). 
Schliesslich war der kursorisch-neurologische Status anlässlich der Begut-
achtung in der MEDAS unauffällig (act. IIA 146.1 S. 36; 39). 

Mithin tangiert das Auftreten der Diskushernienproblematik die Beweiskraft 
des MEDAS-Gutachtens nicht (vgl. jedoch E. 5.5 hinten).  

4.6.3 Zusammenfassend folgt aus dem Dargelegten, dass zum einen mit 
dem Vorliegen einer Sakroiliitis sowie einer unklaren Kardiomyopathie eine 
Änderung in den tatsächlichen bzw. medizinischen Verhältnissen überwie-

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gend wahrscheinlich dargetan ist. Zum andern kann auf das im MEDAS-
Gutachten formulierte Zumutbarkeitsprofil mit einer (rheumatologisch und 
kardiologisch begründeten) vollständigen Arbeitsunfähigkeit für schwere 
und mittelschwere Arbeiten und einer 70%igen Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit (d.h. vollschichtig mit 10-15 Minuten Pause pro Stunde und leicht 
reduziertem Rendement) für körperlich leichte Arbeiten inkl. der zuletzt 
ausgeübten Berufstätigkeit – jedenfalls für die Zeit bis 15. Juli 2013 (vgl. 
E. 5.6 hinten) – abgestellt werden. 

5.

5.1 Die Neuanmeldung erfolgte im Juni 2010, womit ein allfälliger Ren-
tenanspruch frühestens im Dezember 2010 entstünde (Art. 29 Abs. 1 IVG). 
Für die beantragte rückwirkende Zusprechung einer Invalidenrente per 
2003 besteht zum Vornherein keine Rechtsgrundlage, nachdem die Be-
schwerdegegnerin über ein allfälliges Rückkommen auf die Verfügung vom 
4. März 2008 (act. II 81) nicht befunden hat und im Übrigen auch kein 
Rückkommenstitel (Art. 53 ATSG) ersichtlich ist (vgl. act. IIA 156) noch ein 
solcher im vorliegenden Beschwerdeverfahren (substanziiert) geltend ge-
macht wird. 

Ausgehend von der vorliegend bei einem Status als 50% Erwerbstätige und 
50% im Haushalt Tätige (vgl. E. 4.2.3 vorne) anwendbaren gemischten 
Methode ist nachfolgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen. 

5.1.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.1.2 Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich zu bestimmen. 
Für dessen Ermittlung ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. 
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 
der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224). 

5.1.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es ist indessen nicht notwendig, sich auf einen statistischen Durchschnitts-
lohn zu beziehen, wenn der Versicherte trotz seiner Behinderung in der 
Lage ist, seine bisherige Berufsarbeit auszuüben, wenn auch mit einer ge-
wissen Leistungseinschränkung (Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht, hrsg. von Erwin Murer und Hans-Ulrich Stauffer, 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], bearbeitet von Ulrich 
Meyer, 2. Auflage, Art. 28a, S. 311 f.; vgl. auch Entscheid des BGer vom 
18. Februar 2014, 9C_844/2013, E. 3.1).

5.2

5.2.1 Bei der Festsetzung des ohne Gesundheitsschaden hypothetisch 
erzielten Einkommens ist mit der Beschwerdegegnerin überwiegend wahr-
scheinlich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde 
weiterhin als … arbeiten würde, weshalb dem Valideneinkommen der zu-
letzt bei der E.________ im Jahr 2001 erzielte Jahresverdienst von 
Fr. 66‘500.-- (act. II 5 S. 2) zugrunde zu legen ist (vgl. auch Beschwerde 
vom 3. September 2013, S. 2 sowie Eingabe der Beschwerdeführerin vom 
15. Oktober 2013, S. 2 unten).  

5.2.2 Auch mit Bezug auf das Invalideneinkommen ist die Beschwerde-
gegnerin von der letzten, bei der E.________ ausgeübten Tätigkeit ausge-
gangen (act. IIA 159 S. 7). Dies ist mit Blick auf das im MEDAS-Gutachten 

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erstellte (act. IIA 146.1 S. 48) und als schlüssig beurteilte Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 4.6.2 vorne) grundsätzlich nicht zu beanstanden (vgl. E. 
5.1.3 vorne). Indessen wird der vorgenommene Abzug von 10% den lei-
densbedingten Einschränkungen bzw. dem Zumutbarkeitsprofil nicht um-
fassend gerecht: Der Pausenanteil von 10-15 Minuten pro Stunde, ausma-
chend 17-25%, wie auch das leicht herabgesetzte Rendement fallen auch 
bei einem reduzierten Pensum an. Damit ist auch bei einem 50%-Pensum 
von einer 30%igen Einschränkung auszugehen. 

5.2.3 Nachdem der Ermittlung von Validen- und Invalideneinkommen der-
selbe Lohn zugrunde liegt, entspricht der Invaliditätsgrad der medizinisch-
theoretischen Einschränkung von 30% respektive gewichtet 15%. 

5.3 Schliesslich ist die Einschränkung im Aufgabenbereich zu bestim-
men.

5.3.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63). 

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG (bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG) auf eine medizi-

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nisch-theoretische Schätzung der Invalidität abgestellt werden. Massge-
bend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betäti-
gen, was unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse im Einzelfall 
festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung eingeholten Ab-
klärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall genü-
gende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach der Rechtspre-
chung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den einzelnen Po-
sitionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit 
zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei unglaubwürdigen 
Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen 
Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1).

5.3.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 28. März 2013 (act. IIA 159) 
wurde mittels Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Aufgabenbe-
reich Haushalt von 11% ermittelt. Der Bericht wurde vom spezialisierten 
Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin aufgrund einer Erhebung vor 
Ort am 26. März 2013 verfasst und erfolgte im Übrigen nach Vorlage des 
X-Gutachtens und somit in Kenntnis der medizinischen Situation. Ferner 
stützt sich das Ergebnis auf die Angaben der Beschwerdeführerin zu den 
sozialen und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt (Ziff. 1-6). 

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosig-
keit in der Invalidenversicherung des BSV in der im März 2013 gültigen 
Fassung (KSIH, Version 11, Rz. 3086). Die Gewichtung der einzelnen Auf-
gabenbereiche hält sich sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbrei-
ten und ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. 
Was die Gewichtung der einzelnen Einschränkungen anbelangt, ist der 
Betätigungsvergleich nachvollziehbar begründet und hinreichend detailliert. 
Die von der Abklärungsperson festgestellten Einschränkungen erscheinen 
angesichts des medizinischen Zumutbarkeitsprofils nachvollziehbar. Dabei 
ist zu berücksichtigen, dass dem Abklärungsbericht mehr Gewicht zu-
kommt als der Einschätzung des Arztes (vgl. E. 5.3.1 hiervor), weshalb der 
Umstand, wonach die ermittelte Einschränkung von 11% tiefer liegt als die 
im Gutachten veranschlagten 30% (bzw. gewichteten 15%), nichts ändert: 
Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang nicht die medizinisch-

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theoretische Arbeitsunfähigkeit, sondern wie sich der Gesundheitsschaden 
in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch die 
Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Diese 
erstreckt sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe 
von Familienangehörigen – hier des stellenlosen Ehemannes (act. IIA 159 
S. 4) –, welche im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu 
berücksichtigen ist und weiter geht als die ohne Gesundheitsschädigung 
üblicherweise zu erwartende Unterstützung (Entscheid des BGer vom 
25. März 2010, 9C_39/2010, E. 4.3.2; BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f.). 
Insofern ist die Differenz in Bezug auf die Einschätzung der 
Einschränkungen im Haushalt ohne weiteres erklärbar. Schliesslich liegt 
keine psychische Erkrankung vor, weshalb auch insofern kein Anlass 
besteht, der medizinischen Stellungnahme mehr Gewicht als den 
Erhebungen vor Ort einzuräumen (vgl. SVR 2012 IV Nr. 19 S. 87 E. 2). 

Der Abklärungsbericht Haushalt vom 28. März 2013 ist demnach voll be-
weiskräftig; Gegenteiliges wird denn auch nicht (substanziiert) geltend ge-
macht. Entsprechend der darin enthaltenen Aufstellung ist von einer lei-
densbedingten Einschränkung bzw. von einem Teilinvaliditätsgrad im Auf-
gabenbereich Haushalt von 11% bzw. gewichtet 5,5% (50% von 11%) aus-
zugehen.

5.4 Bei einer gewichteten Einschränkung von 15% im Erwerbsbereich 
(vgl. E. 5.2.3 vorne) und 5.5% im Haushaltsbereich (vgl. E. 5.3.2 hiervor) 
resultiert insgesamt ein IV-Grad von gerundet 21% (zur Rundung: vgl. BGE 
130 V 121 E. 3.2 S. 123), was den Anspruch auf eine Rente ausschliesst 
(vgl. E. 3.2 vorne). 

5.5 Nach der Begutachtung in der MEDAS im September 2012 blieb der 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorerst unverändert (vgl. act. 
IIA 159 S. 4; act. IIB 181 S. 2). Am 28. Juni 2013 begab sich die Be-
schwerdeführerin wegen Herzrasens, leichtem Gefühl wie Atemnot und 
Thorax-schmerzen in das Notfallzentrum des Spitals M.________. Die Un-
tersuchungen förderten keine auffälligen Befunde zu Tage; eine Arbeitsun-
fähigkeit wurde lediglich für 2 Tage attestiert (act. IIB 195 S. 5). Vom 15. bis 
25. Juli 2013 war die Beschwerdeführerin sodann wegen der erwähnten 
Diskushernie LWK4/5 (vgl. E. 4.6.2 vorne) im Spital L.________ hospitali-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 32

siert. Im entsprechenden Austrittsbericht (act. IIB 194 S. 5) wurde festge-
halten, neben diffusen Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates 
beständen seit Jahren Schmerzen im linken Bein, die wahrscheinlich vor 
zwei Wochen nach Heben des Sohnes exazerbiert seien (S. 5). Eine Ar-
beitsunfähigkeit wurde ab dem 15. Juli 2013 attestiert (act. IIB 194 S. 4). 
Schliesslich erfolgte am 11. September 2013 im Spital J.________ eine 
Fenestration und Sequesterektomie auf Höhe LWK4/5, wobei vorderhand 
eine Schmerzreduktion der radikulären Symptomatik linksseitig erreicht 
werden konnte (act. IA 1 S. 2). Mit Bezug auf die weitere Entwicklung erge-
ben sich aus den Akten indessen keine (rechtsgenüglichen) Hinweise. 

Demnach ist für die Zeit ab 15. Juli 2013 eine (potentiell anspruchsrelevan-
te) Änderung in den medizinischen Verhältnissen ausgewiesen (vgl. auch 
act. IIB 202). Diese wurde im Rahmen der erst am 2. August 2013 ergan-
genen Rentenverfügung noch nicht berücksichtigt. Die Sache ist daher – 
entsprechend dem Antrag der Beschwerdegegnerin (vgl. Eingabe vom 
18. Oktober 2013) – zur diesbezüglichen näheren Abklärung und neuer 
Verfügung an die IVB zurückzuweisen. 

5.6 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 2. August 
2013 für die Zeit bis 14. Juli 2013 zu bestätigen und die Beschwerde inso-
weit abzuweisen. Betreffend die Zeit ab 15. Juli 2013 ist die Sache in teil-
weiser Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Das geringfügige Obsiegen der Beschwerdeführerin rechtfertigt vorliegend 
weder das Ausscheiden von Verfahrenskosten noch die Ausrichtung einer 
Parteientschädigung. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/822, Seite 33

Fr. 700.--, hat demnach die grösstenteils unterliegende Beschwerdeführerin 
zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kosten-
vorschuss gleicher Höhe entnommen.

6.2 Die (grösstenteils) obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozial-
versicherungsträgerin nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem 
Prozessgrundsatz keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. 
BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-
Stelle Bern vom 2. August 2013 betreffend die Zeit ab 15. Juli 2013 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen neu verfüge. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abge-
wiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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