# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fbdfd16-09e0-5ef7-948b-8cb052d2d869
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2010 D-5356/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5356-2010_2010-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5356/2010
sch/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.___________, geboren (...),
Nigeria,
alias B.__________, geboren (...), Ruanda,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5356/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  seine  Heimat  eigenen  Angaben  zufolge 
im  Jahr  1994  verliess  und  am  30. Juni 2010  unter  der  Identität 
B.__________,  geboren  (...),  Ruanda,  in  der  Schweiz  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  für  seine  Vorbringen,  die  er  im Rahmen  der  Erstbefragung  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso vom 21. Oktober 2008 und 
der Anhörung zu den Asylgründen vom 22. April 2009 machte, auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass das BFM auf das erste Asylgesuch des Beschwerdeführers ge-
stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR  142.31)  nicht  eintrat  und  seine  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht  eine gegen diese Verfügung ge-
richtete  Beschwerde  vom 28. Mai  2009 mit  Urteil  D-3494/2009  vom 
22. Juni 2009 abwies,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 26. Juni  2009 aufforderte, 
die Schweiz bis zum 8. Juli 2009 zu verlassen,

dass  der  Beschwerdeführer  am  30.  Juni  2010  in  der  Schweiz  zum 
zweiten Mal um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 14. Juli  
2010 und der Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 23. Juli  2010 
geltend  machte,  er  habe  sich  nach  Abschluss  des  ersten  Asyl-
verfahrens in der Schweiz nach Italien begeben und sich bis zu seiner  
Wiedereinreise in die Schweiz dort aufgehalten,

dass er  Nigeria im September 2007 verlassen habe, weil  sein Vater 
Chefpriester des in seinem Dorf gelegenen Orakels gewesen sei und 
er dieses Amt nach dessen Tod hätten übernehmen sollen,

dass er von den Dorfbewohnern unter Druck gesetzt worden sei, die-
ses Amt zu übernehmen,

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dass er im Dorf und anschliessend auch in Kano vom Geist des Ora-
kels  belästigt  worden sei,  weshalb  er  sich  zur  Ausreise  aus Nigeria 
entschlossen habe, 

dass er nach einer Rückkehr nach Nigeria keine Ruhe vor dem Geist 
haben werde,

dass seine Mutter eine Ruanderin gewesen sei und er im ersten Asyl-
verfahren seinen ruandischen Namen genannt habe,

dass er im ersten Asylverfahren die Geschichte erzählt  habe, die er 
von seiner Mutter erfahren habe,

dass er nicht zur Schule gegangen sei und deshalb nicht wisse, wann 
er geboren sei,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 23. Juli 2010 
in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  b des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  zweite  Asylgesuch  nicht 
eintrat  und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an-
ordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  aufgrund 
des Vergleichs der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers stehe fest, 
dass er am 3. Oktober 2008 unter einer anderen, als der im zweiten 
Asylverfahren geltend gemachten Identität ein Asylgesuch eingereicht 
habe,

dass das erste Asylverfahren seit dem 22. Juni 2009 rechtskräftig ab-
geschlossen sei,

dass der Beschwerdeführer zu beiden von ihm im Rahmen der Asyl -
verfahren  geltend  gemachten  Identitäten  keine  Identitäts-  oder  Aus-
weisdokumente abgegeben habe,

dass das Auftreten unter  verschiedenen Identitäten nicht  per  se  be-
deute,  dass im zu behandelnden Verfahren die Identität  verheimlicht 
werde, wer aber bereits unter anderer Identität ein Asylgesuch einge-
reicht  habe,  zusätzliche  Anstrengungen  unternehmen  müsse,  um 
seine Identität zumindest glaubhaft zu machen, ansonsten sein unbe-
gründetes Unterlassen als Verheimlichung qualifiziert werde (Entschei-

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dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 1995 Nr. 4), 

dass der Beschwerdeführer auch für die jetzt geltend gemachte Iden-
tität keinerlei Ausweisdokumente abgegeben und auch sonst keine An-
strengungen  unternommen  habe,  die  aktuelle  Identität  glaubhaft  zu 
machen,

dass aufgrund der gesamten Akten von einer nachhaltigen Erschütte-
rung seiner persönlichen Glaubwürdigkeit auszugehen sei,

dass er bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs erklärt  habe, die 
Geschichte,  die  er  während des ersten Asylverfahrens erzählt  habe, 
habe  er  so  von seiner  Mutter  erfahren,  während  er  im ersten  Asyl -
verfahren  behauptet  habe,  seine  Mutter  sei  bei  seiner  Geburt  ver-
storben,

dass  er,  auf  diesen  Widerspruch  angesprochen,  geantwortet  habe, 
seine Stiefmutter sei verstorben,

dass er in beiden Verfahren konkrete Geburtsdaten angegeben habe, 
bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs indessen gesagt habe, er 
sei  nie  zur  Schule  gegangen und  wisse deshalb  nicht,  wann er  ge-
boren sei,

dass aufgrund der vorstehenden Ausführungen feststehe, dass er im 
Rahmen  des  Asylverfahrens  die  Behörden  über  seine  Identität  ge-
täuscht habe,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juli 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei zu überprüfen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 27.  Juli  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 

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vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nach-
folgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der  Begriff  der Identität  im asylrechtlichen Sinn unter  anderem 
Namen,  Vornamen,  Staatsangehörigkeiten,  Geburtsdatum  und  Ge-
burtsort umfasst (Art. 1 Bst. a AsylV 1),

dass aufgrund der erkennungsdienstlichen Behandlung feststeht, dass 
der  Beschwerdeführer  in  den  beiden  Asylverfahren  zu  Name,  Vor-
name,  Staatsangehörigkeit,  Geburtsdatum  und  Geburtsort  vonein-
ander abweichende Angaben machte, 

dass seine Erklärungen bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs, er 
habe  im  ersten  Asylverfahren  seinen  ruandischen  Namen  genannt, 
wisse aufgrund mangelnden Schulbesuchs nicht, wann er geboren sei, 
und  habe  hinsichtlich  seiner  Asylgründe  nur  die  Geschichte  wieder-
gegeben, die ihm seine Mutter  erzählt  habe, nicht  stichhaltig  für  die 
abweichenden Angaben zu seiner Identität sind,

dass er im ersten Asylverfahren nämlich geltend machte, seine Mutter 
sei bei seiner Geburt verstorben (act. A1/8 S. 3, A18/16 S. 6), während 
er  im  zweiten  Asylverfahren  vorbrachte,  seine  Mutter  lebe  in 
C.__________ (act. B1/12 S. 3),

dass er im zweiten Asylverfahren angab, sein Vater sei am 1. August 
2007 in Nigeria verstorben (act. B1/12 S. 3), im ersten Asylverfahren 
jedoch behauptete, sein Vater sei im Jahr 2004 in Ruanda verstorben 
(act. A1/8 S. 3),

dass der Beschwerdeführer somit in den beiden schweizerischen Asyl-
verfahren nicht nur abweichende Angaben zu seiner Identität machte, 
sondern auch hinsichtlich seiner Asylgründe diametral voneinander ab-
weichende  und  sich  geradezu  ausschliessende  Aussagen  machte, 
weshalb der Schluss des BFM, seine persönliche Glaubwürdigkeit sei  
erschüttert, zu bestätigen ist,

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dass der Beschwerdeführer im zweiten Asylverfahren hingegen – wie 
vom BFM aufgezeigt  –  praxisgemäss  besondere  Anstrengungen zur 
Glaubhaftmachung  der  im zweiten  Asylverfahren geltend gemachten 
Identität hätte unternehmen müssen,

dass  er  dies  indessen  unter  Hinweis  auf  die  Aktenlage  unterlassen 
hat,

dass das BFM aufgrund der vom Bundesverwaltungsgericht weiterhin 
als zutreffend erachteten Praxis der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission  (ARK)  aufgrund  des  Verhaltens  und  der  Aussagen  des  Be-
schwerdeführers  zu  Recht  davon ausging,  er  täusche  die  schweize-
rischen  Asylbehörden  (auch)  im  vorliegenden  Verfahren  über  seine 
Identität,

dass der Beschwerdeführer diesen Erwägungen in seiner Beschwerde 
nichts  Konkretes  und  Substanziiertes  entgegenhält,  sondern  einzig 
daran festhält, sein Leben sei in Nigeria in Gefahr, diese Gefahr (Ver-
folgung durch den Geist eines Orakels) indessen ohnehin nicht objek-
tivierbar ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 

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Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völker-
rechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Auslän-
derin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Dritt -
staat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als  unzu-
mutbar  erweist,  wenn sie im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund 
von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medi -
zinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  bzw.  Herkunftsstaat 
(Ruanda oder Nigeria) noch individuelle Gründe auf eine konkrete Ge-
fährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen 
lassen, 

dass aufgrund der nicht glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers 
zu  seiner  Identität  eine  sinnvolle  Prüfung  des  Vorliegens  von  Weg-
weisungshindernissen  ohnehin  nur  eingeschränkt  möglich  ist,  auf-
grund der Aktenlage aber davon auszugehen ist, der junge und – so-

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weit aktenkundig – gesunde Beschwerdeführer gerate bei einer Rück-
kehr  in  seinen  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  nicht  in  eine  existenz-
bedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend 
zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Her-
kunfts-  oder  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine Vollzugs-
hindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
Altstätten (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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