# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4a3773e-7951-5852-b07f-713bda141e23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2014 C-4793/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4793-2012_2014-07-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4793/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiber Yves Rubeli. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

vertreten durch lic. iur. Pascal Riedo, Advokat,  

Advokaturbüro Albrecht & Riedo,  

Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18,  

Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 16. Juli 2012. 

 

 

C-4793/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 1968 geborene und in seiner Heimat wohnhafte deutsche Staats-

angehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete als 

Grenzgänger in der Schweiz (IV-act. 2 S. 11). Zuletzt war er als Bauhilfs-

arbeiter bei der B._______ AG, Basel, voll erwerbstätig gewesen (IV-

act. 5 und 8), als er sich am 21. September 2009 beim Sturz von einer 

80 cm hohen Dreitrittleiter multiple Kontusionen (an der Brust [BWS]- und 

an der Lendenwirbelsäule [LWS], am linken Ellbogen, am linken Knie und 

am Becken links) sowie eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenks 

(OSG) Grad 1 zuzog (vgl. Polizeirapport vom 21. September 2009 und 

Bericht der erstbehandelnden Ärzte der Notfallstation des Universitätsspi-

tals C._______ vom 21. September 2009 [IV-act. 9.3 und 9.32]). Vom 

10. Dezember 2009 bis 7. Januar 2010 hielt sich der Beschwerdeführer in 

der Rehaklinik D._______ auf (Austrittsbericht vom 15. Januar 2010, IV-

act. 9.18). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) er-

brachte die gesetzlichen Leistungen. 

Am 10. Mai 2010 meldete sich der Beschwerdeführer unter Hinweis auf 

die Unfallfolgen zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung an (IV-

act. 2). Die IV-Stelle Basel-Stadt traf erwerbliche und medizinische Abklä-

rungen. Insbesondere zog sie die Akten der SUVA bei und holte ein poly-

disziplinäres Gutachten des E._______ vom 14. Januar 2011 ein (IV-

act. 24). Darauf und nach Einholung einer Stellungnahme von 

Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher 

Dienst (RAD), vom 31. Januar 2011 (IV-act. 25) stellte die IV-Stelle Basel-

Stadt dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 2. Februar 2011 (IV-

act. 27) rückwirkend ab 1. November 2010 bis 31. Dezember 2010 eine 

befristete halbe Rente der Invalidenversicherung in Aussicht (nach Mass-

gabe eines Invaliditätsgrades von 57 %). Nach Kenntnisnahme des da-

gegen erhobenen Einwands (IV-act. 29, 35) und nach Einholung von er-

gänzenden Stellungnahmen des E._______ vom 27. April 2011 (IV-

act. 40) und von RAD-Arzt Dr. F._______ vom 11. Mai 2011 (IV-act. 42) 

verfügte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, nachfolgend 

auch Vorinstanz) am 16. Juli 2012 im angekündigten Sinne (Invaliditäts-

grad: 58 % bzw. nach Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 6 % [IV-act. 52]). 

  

C-4793/2012 

Seite 3 

B.  

Mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel Stadt im 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren R._______ vom 29. November 

2011 (IV-act. 50.25) wurde die Beschwerde des Beschwerdeführers ge-

gen den Einspracheentscheid der SUVA vom 9. Februar 2011 (IV-

act. 33.6), mit welchem diese ihre Versicherungsleistungen per 

31. August 2010 einstellte (siehe auch Verfügung vom 20. August 2010, 

IV-act. 33.13), abgewiesen. Das Gericht erwog, dass gemäss der zuver-

lässigen medizinischen Aktenlage kein organisch objektiv ausgewiesenes 

Substrat bestehe, welches die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch 

geklagten gesundheitlichen Beschwerden zu erklären vermöchte. Die 

aufgrund der festgestellten Dominanz der psychischen Beschwerden vor-

genommene besondere Adäquanzprüfung (sog. Psychopraxis) ergab, 

dass der adäquate Kausalzusammenhang nicht bejaht werden konnte. 

C.  

Gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 16. Juli 2012 liess der Be-

schwerdeführer, vertreten durch Advokat Pascal Riedo, Muttenz, am 

13. September 2012 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm 

eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zu 

weiteren medizinischen Abklärungen und zur Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Vorinstanz. In prozessualer Hinsicht liess der Beschwerdefüh-

rer um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung nachsuchen (BVGer-act. 1). Zudem liess er 

eine Abklärungsbestätigung betreffend ein noch nicht abgeschlossenes 

Gutachtensverfahren in Deutschland einreichen (vgl. Mitteilung von 

Dr. med. G._______, BVGer-act. 1 Beilage 4). Die Vorinstanz beantragte 

mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2012 die teilweise Gutheis-

sung der Beschwerde (mit Vernehmlassungsbegründung der IV-Stelle 

Basel-Stadt vom 13. November 2012 [BVGer-act. 3]). Mit Zuschrift vom 

9. Januar 2013 liess der Beschwerdeführer ein Arbeitsunfähigkeitszeug-

nis von Hausarzt Dr. med. H._______, Facharzt für Innere und Allge-

meinmedizin, vom 21. Dezember 2012 einreichen (BVGer-act. 7). 

D.  

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

  

C-4793/2012 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG]). Dabei finden nach 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens-

regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in 

Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 

vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vorin-

stanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört 

auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen über 

Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-

cherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesver-

waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teil-

genommen. Als Verfügungsadressat ist er durch die angefochtene Verfü-

gung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 

schutzwürdiges Interesse, weshalb auf die im Übrigen form- und fristge-

recht eingereichte Beschwerde eingetreten werden kann (vgl. Art. 60 

ATSG, Art. 21 Abs. 3, 52 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgängern die IV-

Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbstätigkeit ausüben, zur 

Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Dies gilt auch 

für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentli-

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Seite 5 

chen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Ge-

sundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. 

Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen.  

Da der Beschwerdeführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesund-

heitsschadens als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland im Kanton 

Basel-Stadt einer Arbeit nachging und zum Anmeldungszeitpunkt (nach 

wie vor) in I._______ Wohnsitz hatte, war die IV-Stelle Basel-Stadt für die 

Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig und wurde die 

angefochtene Verfügung vom 16. Juli 2012 zu Recht von der IVSTA er-

lassen. 

2.  

2.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens können die Verletzung von 

Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung 

des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids gerügt wer-

den (Art. 49 VwVG). 

2.2 Die Vorinstanz begründete die zugesprochene halbe Rente damit, 

dass gemäss dem E._______-Gutachten vom 14. Januar 2011 die Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Ablauf der einjährigen Warte-

frist beziehungsweise sechs Monate nach Ablauf der Geltendmachung 

des Anspruchs von Mai 2010 bei 50 % gelegen habe. Dabei resultiere 

aus dem Einkommensvergleich mit dem LSE-Tabellenlohn bei Rentenbe-

ginn ein Invaliditätsgrad von 58 % (IV-act. 52). Die Rentenbefristung be-

ziehungsweise -aufhebung begründete die Vorinstanz damit, dass sich 

der Gesundheitszustand beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers deutlich verbessert habe. Der Beschwerdeführer, dem 

seit 13. Dezember 2010 die bisherige Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter oder 

eine andere Tätigkeit vollschichtig zumutbar sei, könne ab diesem Zeit-

punkt ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen (Invaliditätsgrad: 

6 %), weshalb ab Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kein Rentenanspruch 

mehr bestehe (IV-act. 52). In ihrer Vernehmlassung beantragte die Vorin-

stanz, es sei in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, 

dass der Anspruch auf eine halbe Rente bis 28. Februar 2011 bestanden 

habe, im Übrigen sei die Beschwerde als unbegründet abzuweisen 

(BVGer-act. 3). 

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Seite 6 

2.3 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, 

dass nicht auf das E._______-Gutachten abgestellt werden könne. So-

dann habe keine Auseinandersetzung der RAD-Ärzte mit seinen Argu-

menten im Vorbescheidverfahren stattgefunden. Er leide seit Jahren an 

körperlichen und psychischen Beschwerden, aufgrund welcher er andau-

ernd vollständig arbeitsunfähig sei. Hierbei verweist der Beschwerdefüh-

rer auf die Berichte seiner behandelnden Ärzte (BVGer-act. 1). 

2.4 Zu beurteilen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Streitig 

ist dabei sowohl die Zusprache der halben Rente (Rentenhöhe) als auch 

die Rentenaufhebung per Ende Dezember 2010. 

3.  

3.1 Vorweg zu prüfen ist die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen 

Gehörs. Der Beschwerdeführer kritisierte (BVGer-act. 1 S. 4 Ziff. 4), die 

Vorinstanz habe die Begründungspflicht ungenügend wahrgenommen. 

Der RAD habe (nach Erhalt der begründeten Einwanderhebung vom 

4. April 2011 [IV-act. 35]) am 2. Mai 2011 (IV-act. 42) lediglich die Aussa-

gen des E._______ im Bericht vom 27. April 2011 (IV-act. 40) mit einem 

kurzen Satz bestätigt und sich selbst mit keinem Wort mit den Argumen-

ten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Auch der E._______-

Bericht vom 27. April 2011 April nehme nicht zu den Argumenten des Be-

schwerdeführers Stellung. 

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-

fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 

SR 101], Art. 42 ATSG) gewährleistet der vom Entscheid in ihrer Rechts-

stellung betroffenen Person insbesondere das Recht, sich vor Erlass des 

Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Ein-

sicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 

werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwir-

ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses 

geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der 

Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen 

Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung 

zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 

134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie 

den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 

ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die betroffene Person in 

die Lage zu versetzen, eine Verfügung gegebenenfalls sachgerecht an-

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fechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 

mit Hinweisen). 

Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG hat die IV-Stelle der versicherten Person den 

vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels Vorbe-

scheid mitzuteilen und ihr das rechtliche Gehör zu gewähren. Weiter hat 

sie sich in ihrer Verfügung mit den im Vorbescheidverfahren vorgebrach-

ten, relevanten Einwänden auseinanderzusetzen (Art. 74 Abs. 2 IVV).  

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Deshalb führt 

dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in 

der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 127 

V 431 E. 3d/aa, BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Nach der Rechtsprechung kann 

jedoch eine Verletzung des Gehörsanspruchs dann geheilt werden, wenn 

die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem Rechts-

mittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz mit der 

gleichen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die Hei-

lung ist aber ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwer-

wiegende Verletzung der Parteirechte handelt. Zudem darf den Be-

schwerdeführenden kein Nachteil erwachsen und die Heilung soll die 

Ausnahme bleiben (BGE 129 I 129 E. 2.2.3, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 

126 I 68 E. 2). Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht wird der 

Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinrei-

chende Begründung liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde im 

Rahmen des Beschwerdeverfahrens eine genügende Begründung nach-

schiebt. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli-

chen Gehörs an die Verwaltung ist jedoch im Sinne einer Heilung des 

Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 

Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem 

formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 

würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli-

chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 116 V 182 

E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts I 193/04 vom 14. Juli 2006 sowie Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-2714/2008 vom 16. August 2010 E. 4.2 f.). 

3.3 Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers in seiner Be-

schwerde und entsprechend den zutreffenden Ausführungen der Vorin-

stanz in ihrer Vernehmlassung (BVGer-act. 3) hat sich der medizinische 

Leiter des E._______, welchem die Vorinstanz das Einwandschreiben 

vom 4. April 2011 samt Beilage vorlegte, hinreichend mit den Argumenten 

http://links.weblaw.ch/BGE-127-V-431
http://links.weblaw.ch/BGE-127-V-431
http://links.weblaw.ch/BGE-126-I-19
http://links.weblaw.ch/BGE-129-I-129
http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-130
http://links.weblaw.ch/BGE-126-I-68
http://links.weblaw.ch/BGE-116-V-182
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-2714/2008

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des Beschwerdeführers im Vorbescheidverfahren auseinandergesetzt. In 

der E._______-Gutachtenergänzung vom 27. April 2011 wurde diesbe-

züglich festgehalten, die von der Anwältin des Beschwerdeführers vorge-

brachten medizinischen Gründe seien nicht stichhaltig respektive wider-

sprüchlich, weshalb am E._______-Gutachten festzuhalten sei. Die in 

den Berichten der behandelnden Ärzte genannten Diagnosen seien nicht 

begründet und insbesondere der Hausarzt Dr. H._______ habe ohne Be-

gründung festgehalten, dass die depressive Störung im Rahmen einer 

posttraumatischen Belastungsstörung zu sehen sei. In seiner Stellung-

nahme vom 2. Mai 2011 (IV-act. 42) erklärte sich der RAD mit der Ein-

schätzung in der eingeholten E._______-Gutachtenergänzung einver-

standen. Beide Stellungnahmen wurden dem Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 12. September 2012 zugestellt (IV-act. 53). Damit ist die 

Vorinstanz ihrer aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs folgenden 

Begründungspflicht genügend nachgekommen, weshalb die Sache mate-

riell zu prüfen ist. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger, weshalb das 

am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Euro-

päischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die 

Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 

4.2 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbei-

teten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs 

II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Ver-

bindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien un-

tereinander unter anderem die am 1. April 2012 für die Schweiz in Kraft 

getretene Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der so-

zialen Sicherheit (nachfolgend: Verordnung 883/2004), geändert durch 

die Verordnung (EG) Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 16. September 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) 

Nr. 883/2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit und 

zur Festlegung des Inhalts ihrer Anhänge an (AS 2012 2345). Die Ver-

ordnung 883/2004 ersetzt die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 

vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit 

auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die 

innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern. Laut Randziffer 1010.1, 

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Seite 9 

4/12 des Kreisschreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in 

der AHV/IV (KSBIL), welches sich auf die bilateralen Abkommen 

Schweiz-EU und die Abkommen mit der EFTA bezieht, werden Leis-

tungsansprüche, über die nach dem Inkrafttreten der Verordnung 

883/2004 verfügt wird, auf der Grundlage dieser neuen Verordnung fest-

gestellt. Da die Vorinstanz erst nach Inkrafttreten der Verordnung 

883/2004 verfügt hat, ist diese anwendbar. 

4.3 Art. 6 der Verordnung 883/2004 bestimmt, dass falls die dreijährige 

Mindestbeitragsdauer (Art. 36 Abs. 1 IVG) mittels schweizerischen Versi-

cherungszeiten nicht erfüllt ist, für die Erfüllung der dreijährigen Mindest-

beitragsdauer Beitragszeiten mitberücksichtigt werden, die in einem an-

deren Mitgliedstaat zurückgelegt worden sind (vgl. auch KSBIL 

Rz. 3001.3 4/12). 

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge geleistet (vgl. Versicherungsverlauf der Deutschen Ren-

tenversicherung J._______ [IV-act. 4] und IK-Zusammenruf vom 21. Mai 

2019 [IV-act. 6]), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für 

den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 

IVG erfüllt ist. 

4.4 Nach Art. 46 Abs. 3 der Verordnung Nr. 883/2004 ist die vom Träger 

eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines An-

tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann 

verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgeleg-

ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung 

als übereinstimmend anerkannt sind – was für die schweizerischen bzw. 

deutschen Rechtsvorschriften nicht zutrifft. Demnach bestimmt sich die 

Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung besteht, allein aufgrund der 

schweizerischen Rechtsvorschriften und es besteht für die rechtsan-

wendenden Behörden in der Schweiz keine Bindung an Feststellungen 

und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Be-

hörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn (vgl. 

BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 

320 E. 2). Vielmehr unterstehen die aus dem Ausland stammenden Be-

weismittel der freien Beweiswürdigung durch das Gericht (vgl. Urteil des 

EVG vom 11. Dezember 1981 i.S. D.; BGE 125 V 351 E. 3a). 

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Seite 10 

5.  

In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher 

Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei 

der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 

1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechts-

wechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neu-

en Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 16. Juli 2012) einge-

tretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 

6.  

6.1  

In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und 

der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beur-

teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan-

den. Vorliegend ist der Anspruch auf einen Invalidenrente ab November 

2010 strittig (vgl. E. 2.2 und 9.3), weshalb insbesondere das IVG in der 

Fassung vom 6. Oktober 2006 (5. IV-Revision; AS 2007 5129) sowie vom 

18. März 2011 (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; AS 2011 5659) 

und die IVV (in den entsprechenden Fassungen der 5. und 6. IV-

Teilrevision) massgebend sind. Ferner sind das ATSG und die Verord-

nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-

sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. 

6.2 Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine sub-

stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergange-

ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Ebensowenig brachte 

die 6. IV-Revision – mit Ausnahme der auf die Schlussbestimmungen der 

Änderung vom 18. März 2011 gestützten Rentenrevisionen - substantielle 

Änderungen bei der Bemessung der Invalidität. 

7.  

7.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

C-4793/2012 

Seite 11 

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-

unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

7.2  

7.2.1 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher 

Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von 

Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Fol-

gen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversi-

cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbs-

fähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Wil-

lens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-

te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. 

Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er-

werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen 

Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden 

führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als ange-

nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) 

sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 

131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).  

7.2.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somato-

forme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Viel-

mehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung 

oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar 

sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und 

konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess 

unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die 

für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. 

Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall an-

hand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer 

psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und 

Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische 

C-4793/2012 

Seite 12 

körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krank-

heitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne län-

gerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 

Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer inner-

seelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlasten-

den Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die 

Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten 

oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeuti-

schen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 

mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-

den Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraus-

setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 

130 V 352). Diese im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen ent-

wickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdi-

gung des invalidisierenden Charakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 

E. 4 S. 70), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 

2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chronic Fatigue Syndrome 

(CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 

9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 

2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Be-

wegungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei 

einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare 

Funktionsfälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie 

(BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet. 

Eine analoge Anwendung greift rechtsprechungsgemäss namentlich auch 

bei Anpassungsstörungen Platz (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 

9C_408/2010 vom 22. November 2010 E. 5.2 sowie 8C_1055/2010 vom 

17. Februar 2011 E. 4.3). 

8.  

8.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist 

(BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

C-4793/2012 

Seite 13 

gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 

8.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent-

scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend 

ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklag-

ten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten 

der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychi-

schen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls 

in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in 

der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein-

leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer 

Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend 

nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräu-

mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der 

Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht 

(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; zum Beweis-

wert von Expertisen der MEDAS das in BGE 137 V 210 publizierte 

Grundsatzurteil 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011). 

8.3 Rechtsprechungsgemäss darf das Gericht Gutachten externer Spezi-

alärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 

ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anforderungen entspre-

chen, vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-

gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen 

die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Ver-

hältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf 

die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den 

Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsan-

sprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes 

und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gut-

achten gemäss BGE 125 V 352 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund 

der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte - beziehungsweise regelmässig 

behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom 2. 

April 2007 E. 4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-

trauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, 

wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die 

Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kom-

men (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar 

2011 E. 4.1 mit Hinweisen). 

C-4793/2012 

Seite 14 

8.4 Aufgabe des begutachtenden Arztes oder der begutachtenden Ärztin 

im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei Vorliegen einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung (oder eines vergleichbaren ätiologisch 

unklaren syndromalen Zustandes) ist es, sich dazu zu äussern, ob eine 

psychische Komorbidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche 

die Schmerzbewältigung im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit behin-

dern (vgl. E. 7.2.2). Gestützt darauf haben die rechtsanwendenden Be-

hörden zu entscheiden, ob der Gesundheitsschaden invalidisierend ist, 

das heisst zu prüfen, ob eine festgestellte psychische Komorbidität hin-

reichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten 

weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um 

gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerbliche Tätig-

keit nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstö-

rung zu erlauben (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_482/2010 vom 

21. September 2010 E. 4.3). 

9.  

9.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicher-

te, die: 

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 

herstellen, erhalten oder verbessern können; 

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; 

und 

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 

ATSG) sind. 

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch 

auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindes-

tens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

9.2 Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG nur an 

Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Sinn von 

Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Eid-

genössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Bundesgericht) stellt 

C-4793/2012 

Seite 15 

Art. 29 Abs. 4 IVG eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (vgl. 

BGE 121 V 264 E. 6c). Gestützt auf das FZA können indessen Angehöri-

ge von EU-Staaten sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bür-

ger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen. 

9.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-

spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 

die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Die Rente wird vom 

Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht 

(Abs. 3). 

10.  

Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne 

einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zuspre-

chung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabset-

zung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 

6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder 

Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 

121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 

264 E. 6b/dd mit Hinweis). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV kann die Herabset-

zung oder Aufhebung einer Rente vorgenommen werden, wenn eine Ver-

besserung der Erwerbsfähigkeit anzunehmen ist und diese voraussicht-

lich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 

nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert 

hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Ob eine für den Renten-

anspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und 

damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund 

gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 

der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit 

der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am 

Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. 

BGE 130 V 343 E. 3.5). 

11.  

11.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Vorinstanz bei ihrer An-

nahme, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt 

des Rentenbeginns in jeder Tätigkeit bei 50 % gelegen und sich der Ge-

sundheitszustand des Beschwerdeführers ab 13. Dezember 2010 deut-

lich verbessert habe (volle Arbeitsfähigkeit), auf das E._______-

C-4793/2012 

Seite 16 

Gutachten vom 14. Januar 2011 (IV-act. 24, mit Ergänzung vom 27. April 

2011 [IV-act. 40]) sowie auf die Stellungnahmen von RAD-Arzt 

Dr. F._______ vom 31. Januar 2011 (IV-act. 25) und vom 11. Mai 2011 

(IV-act. 42). 

In dem auf medizinischen Vorakten - darunter etwa der Austrittsbericht 

der Rehaklinik D._______ vom 15. Januar 2010 über den Aufenthalt vom 

10. Dezember 2009 bis 7. Januar 2010 (IV-act. 9.18), die Psychosomati-

schen Konsilien der Rehaklinik D._______ vom 25. Januar 2010 (IV-

act. 9.17) und vom 24. März 2010 (IV-act. 9.13), der Bericht von Hausarzt 

Dr. H._______ vom 26. August 2010 (IV-act. 19) - sowie eigenen Unter-

suchungen vom 30. November 2010, 13. Dezember 2010 und 3. Januar 

2011 beruhenden Gutachten hielten die Dres. med. K._______, Facharzt 

für Allgemeinmedizin, L._______, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-

therapie, und M._______, Facharzt für Rheumatologie, folgende Diagno-

sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 24 S. 27): 

– Posttraumatisches Lumbovertebralsyndrom bei Kontusion des  

Rückens infolge Sturz von einer Leiter am 21. September 2009 mit zusätzli-

chen Kontusionen des linken Ellbogens, des linken Beines und Distorsion 

des linken OSG (ICD-10 M54.5) 

– Status nach Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) 

Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die 

E._______-Gutachter: 

– Verdacht auf Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen 

(ICD-10 F68.0) 

– Mögliche hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2) 

– Deutliche Zeichen eines sogenannt vermehrten Schmerzgebarens und von 

funktionellen Defiziten in der Beweglichkeit der Wirbelsäule, der peripheren 

Gelenke sowie der Kraft in den Beinen mit Selbstlimitierung, nicht einem 

rheumatologischen Krankheitsbild entsprechend 

– Ansatztendinotische Beschwerden am medialen Beckenkamm links 

– Genua vara 

– Anlagebedingt enger ossärer Spinalkanal 

– Mehrsegmentale Diskusprotrusionen 

In ihrer Beurteilung gaben die E._______-Gutachter an (IV-act. 24 

S. 28 f.), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner beim Unfall erlittenen 

Verletzungen bis zu seinem Austritt aus der Rehaklinik D._______ am 

C-4793/2012 

Seite 17 

7. Januar 2010 (IV-act. 9.18) vollständig arbeitsunfähig gewesen. Aus 

rheumatologischer Sicht habe ab 8. Januar 2010 keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden, auch nicht in der zuletzt ausgeübten 

vollzeitlichen Tätigkeit für die Firma B._______. In psychiatrischer Hin-

sicht sei der Beschwerdeführer seit der psychiatrischen E._______-

Untersuchung vom 13. Dezember 2010 uneingeschränkt arbeitsfähig. 

Davor - ab Hospitalisation in der Rehaklinik D._______ - habe aufgrund 

der dort festgestellten Anpassungsstörung (vgl. IV-act. 9.18 S. 1) eine vol-

le und ab der zweiten Beurteilung durch die Abteilung Psychosomatik der 

Rehaklinik D._______ im März 2010 (Psychosomatisches Konsilium von 

Dr. med. N._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

24. März 2010, IV-act. 9.13) noch eine höchstens 50%ige Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit bestanden. Zusammengefasst sei ab Unfalldatum bis 

März 2010 eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Von März 

2010 bis Mitte Dezember 2010 habe in jeglicher Tätigkeit noch höchstens 

eine 50%ige Einschränkung bestanden. Seit Mitte Dezember 2010 sei 

der Versicherte in jeglicher Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig. 

In seiner psychiatrischen Beurteilung hielt der E._______-Gutachter 

Dr. L._______ fest (IV-act. 24 S. 18 ff.), seit dem Sturz von einer Leiter 

am 20. (richtig: 21.) September 2009 leide der Beschwerdeführer unter 

einem persistierenden linksseitigen Schmerzsyndrom und fühle sich nicht 

mehr in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Es seien verschiedene The-

rapiemassnahmen erfolgt, auch eine stationäre Behandlung in der Re-

haklinik D._______, bei welcher eine sehr hohe Selbstlimitierung festge-

stellt worden sei. Es seien damals die Diagnosen Anpassungsstörung, 

hypochondrische Störung, Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung 

mit dissoziativen Anteilen und Verdacht auf dysfunktionales Verhaltens-

muster angegeben worden (vgl. IV-act. 9.18). Vorwiegend aufgrund des 

psychischen Zustandsbildes sei eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert 

worden. Im März 2010 sei eine erneute psychosomatische Beurteilung 

durch die Rehaklinik D._______ erfolgt, anlässlich welcher eine Somati-

sierungsstörung (nach ICD-10 F45.0) und eventuell eine gemischte Kon-

versionsstörung (nach ICD-10 F44.7) diagnostiziert worden seien (vgl. 

auch Psychosomatisches Konsilium von Dr. N._______ vom 24. März 

2010, IV-act. 9.13). Im Weiteren hielt der E._______-Psychiater 

Dr. L._______ fest (IV-act. 24 S. 19 Mitte), der Beschwerdeführer habe 

angegeben, sich tagsüber passiv zu verhalten, viel zu liegen, allenfalls 

einige Schritte im Zimmer hin und her zu gehen. Sozial würden nur weni-

ge Kontakte im familiären Rahmen bestehen. Nachts leide er unter 

Durchschlafstörungen und schlechten Träumen. Eine hintergründige Ner-

C-4793/2012 

Seite 18 

vosität könne er verstecken. Er habe Angst vor allen möglichen Dingen. 

Dr. L._______ hielt ferner fest, dass der Beschwerdeführer in der psychi-

atrischen E._______-Untersuchung auffällig und demonstrativ gewirkt 

habe und stimmungsmässig nicht sonderlich beeinträchtigt gewesen sei. 

Es sei ihm auch gelungen zu lächeln und Spässe zu machen. Der Be-

schwerdeführer sei kognitiv und psychomotorisch sowie affektiv in keiner 

Weise eingeschränkt gewesen. Er stehe in einer ambulanten psychiatri-

schen Behandlung, die er einmal monatlich aufsuche. Es erfolge eine 

niedrig dosierte antidepressive Therapie mit Amitryptilin 10 mg, welches 

Medikament eher als schlafanstossendes Mittel zu betrachten sei. Der 

behandelnde Psychiater Dr. O._______ habe ein chronifiziertes multifoka-

les Schmerzsyndrom und eine schwere depressive Episode sowie eine 

Angststörung angegeben. Zur Arbeitsfähigkeit sei jedoch nicht Stellung 

bezogen worden. Der behandelnde Hausarzt Dr. H._______ habe auf ei-

ne posttraumatische Belastungsstörung hingewiesen, welche Diagnose 

vorliegend aber nicht gestellt werden könne. Denn beim fraglichen Unfall 

habe es sich um einen Bagatellunfall gehandelt, auch habe der Be-

schwerdeführer ohne vegetative Begleitaktionen über den Unfall berichtet 

und es würden bei ihm auch keine flashback-artigen Erinnerungen beste-

hen (IV-act. 24 S. 19 f.). 

11.2 RAD-Arzt Dr. F._______ beurteilte in der Folge das E._______-

Gutachten als für die Anspruchsbeurteilung zuverlässig (Stellungnahme 

vom 31. Januar 2011, IV-act. 25), weshalb von 24. März 2010 (Datum des 

Psychiatrischen Konsiliums von Dr. N._______, Rehaklinik D._______, 

[vom 24. März 2010, IV-act. 9.13]) bis 12. Dezember 2010 von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit und ab 13. Dezember 2010 (Datum der Unter-

suchung durch den psychiatrischen E._______-Gutachter Dr. L._______) 

von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. 

11.3 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. April 2011 (IV-

act. 40) hielt der E._______-Gutachter Dr. K._______ unter anderem fest, 

in den Berichten der behandelnden Ärzte würden die medizinischen Di-

agnosen nicht begründet. Insbesondere habe Dr. H._______ in seinem 

Schreiben vom 27. August 2010 ohne Begründung angegeben, dass die 

depressive Störung im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstö-

rung zu sehen sei. 

11.4 Der Beschwerdeführer stützt sich dagegen bei seiner Annahme, 

dass er andauernd vollständig arbeitsunfähig sei und sich sein Gesund-

C-4793/2012 

Seite 19 

heitszustand bis zur Aufhebung der Rente nicht verbessert habe, nament-

lich auf die Berichte des behandelnden Hausarztes Dr. H._______. 

Dr. H._______ hielt in seinem Bericht vom 15. September 2010 insbe-

sondere fest (IV-act. 35 S. 17 f), beim Beschwerdeführer habe sich im 

Spätjahr 2009 nach einem Sturz (von einem Baugerüst) eine depressive 

Störung in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung manifestiert 

(vgl. auch den früheren Bericht von Dr. H._______ vom 26. August 2010, 

in welchem dieser unter anderem die Diagnosen Asthma und Gastritis als 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet hatte [IV-

act. 19 S. 2 bis 6], sowie seinen späteren Bericht vom 24. Februar 2011 

[IV-act. 35 S. 19]). In seinem letzten Bericht vom 21. Dezember 2012 er-

klärte Dr. H._______ (Ärztliches Zeugnis, BVGer-act. 7), der Beschwer-

deführer sei seit 26. September 2009 durchgehend bis heute zu 100 % 

arbeitsunfähig erkrankt, und führte aus, ursprünglich sei der Beschwerde-

führer wegen Schmerzen und Brennen in den Beinen krankgeschrieben 

gewesen. Dann sei eine Prellung der LWS hinzugekommen. Die neuro-

pathischen Schmerzen in den Beinen seien bis heute noch aktuell. Zu-

sätzlich seien beim Beschwerdeführer auch eine COPD sowie als Folge 

der Exazerbationen der COPD ein Lungenproblem bekannt. Insgesamt 

sei ein Ende der Arbeitsunfähigkeit noch nicht absehbar. 

12.  

Das polydisziplinäre E._______ Gutachten vom 14. Januar 2011 sowie 

die Stellungnahmen von RAD-Arzt Dr. F._______, auf welche sich die 

Vorinstanz abstützte, erfüllen die von der Rechtsprechung an medizini-

sche Berichte gestellten Anforderungen (vgl. E. 8.2 hiervor). Sie sind 

nachvollziehbar, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und beru-

hen auf eigenen Untersuchungen beziehungsweise wurden in Kenntnis 

zuverlässiger medizinischer Vorakten erstattet.  

Dabei besteht in psychischer Hinsicht nach der E._______-Beurteilung 

diagnostisch ein Status nach Anpassungsstörung, welche Beurteilung 

schlüssig ist. Dagegen handelt es sich bei der vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten (vgl. BVGer-act. 1 S. 3 Ziff. 3) posttraumatischen Be-

lastungsstörung gemäss der massgeblichen Klassifikation (ICD-10 F43.1) 

um eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereig-

nis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastro-

phenartigen Ausmasses, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung her-

vorrufen würde. Hierzu gehören eine durch Naturereignisse oder von 

Menschen verursachte Katastrophe, eine Kampfhandlung, ein schwerer 

C-4793/2012 

Seite 20 

Unfall oder Zeuge des gewaltsamen Todes anderer oder selbst Opfer von 

Folterung, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen zu sein. 

Der Verlauf der Störung ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann 

jedoch eine Heilung erwartet werden (vgl. ICD-10 F43.1; vgl. Dil-

ling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], von der Weltgesundheitsorganisation 

[WHO] herausgegebene Internationale Klassifikation psychischer Störun-

gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 7. Aufl., Bern 

2010, S. 183). Der psychiatrische E._______-Gutachter Dr. L._______ 

begründete nachvollziehbar, weshalb keine posttraumatische Belas-

tungsstörung vorliegt (IV-act. 24 S 19 f., vgl. auch die entsprechende Be-

urteilung der Unfallschwere beziehungsweise des [verneinten] Adä-

quanzkriteriums der besonderen Eindrücklichkeit im unfallversicherungs-

rechtlichen Gerichtsverfahren [IV-act. 50.25 S. 11 Ziff. 5.2.2 und 5.3.2] 

sowie die entsprechende Einschätzung von Dr. med. M. P._______, 

Facharzt für Neurologie, in seinem Bericht vom 16. September 2010 [IV-

act. 35 S. 20]). Demnach ist die vom Beschwerdeführer geltend gemach-

te posttraumatische Belastungsstörung (mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit) nicht nachvollziehbar und kann nicht angenommen werden. 

In Bezug auf die im Austrittsbericht der Rehaklinik D._______ (vom 

15. Januar 2010, IV-act. 9.18) angegebene Anpassungsstörung (bzw. 

auch die im Psychosomatischen Konsilium von Dr. N._______ [vom 

24. März 2010] festgehaltene Somatisierungsstörung [IV-act. 9.13 S. 6 

und 8]), auf welche die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen 

bzw. der pathogenetisch (ätiologisch) unklaren syndromalen Zustände 

entwickelten Grundsätze analog anzuwenden sind (E. 7.2.2 hievor), ist 

gestützt auf die vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen die (andauern-

de), nur ausnahmsweise gegebene Unüberwindbarkeit zu verneinen. Ei-

ne psychische Komorbidität (von erheblicher Schwere, Intensität und 

Ausprägung) liegt aufgrund der ärztlichen Stellungnahmen nicht vor. So-

dann besteht insbesondere auch kein sozialer Rückzug in allen Belangen 

des Lebens, nachdem Kontakte im familiären Rahmen bestehen (IV-

act. 24 S. 19 Mitte). Wesentliche körperliche Begleiterkrankungen beste-

hen ebenfalls nicht. Die Behandlungsbemühungen werden sodann durch 

die ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung des Beschwerdefüh-

rers behindert (vgl. IV-act. 24 S. 22), welcher kein Krankheitswert zu-

kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_285/2009 vom 7. August 2009 

E. 3.3.2). Mithin ist vorliegend nicht auf eine nur ausnahmsweise gege-

bene Unüberwindbarkeit einer etwaigen Schmerzproblematik zu schlies-

sen. 

C-4793/2012 

Seite 21 

Die Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit der E._______-Gutachter und 

von RAD-Arzt Dr. F._______, nach welchen vom 24. März 2010 bis 

12. Dezember 2010 eine 50%ige Arbeits(un)fähigkeit und ab 

13. Dezember 2010 eine verbesserte volle Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tä-

tigkeit bestanden hat, erweisen sich als plausibel. Soweit sich der Be-

schwerdeführer auf die erwähnten anderslautenden Einschätzungen des 

Hausarztes Dr. H._______ beruft, vermag dies das E._______-Gutachten 

nicht in Frage zu stellen. Vielmehr ist festzustellen, dass die E._______-

Gutachter die von Hausarzt Dr. H._______ beschriebene Situation des 

Beschwerdeführers in ihrem Gutachten vollumfänglich erfasst sowie sorg-

fältig und nachvollziehbar gewürdigt hatten. Dagegen ist die Beurteilung 

des behandelnden Hausarztes, welcher nicht Psychiater ist, weshalb sei-

nen Äusserungen zu psychiatrischen Fragen geringerer Beweiswert zu-

kommt, nur oberflächlich begründet. Dasselbe gilt für die Berichte des 

Neurologen Dr. Weber (vgl. Stellungnahmen vom 1. Dezember 2009 [IV-

act. 9.2 S. 2], vom 26. April 2010 [IV-act. 9.6], vom 16. September 2010 

[IV-act. 35 S. 20] und vom 3. März 2011 [IV-act. 35 S. 21]). 

Demnach ist in physischer und psychischer Hinsicht der medizinische 

Sachverhalt als erstellt zu betrachten. Von mit Eventualbegehren bean-

tragten weiteren Abklärungen (vgl. BVGer-act. 1 S. 2) sind keine ent-

scheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu 

verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 

162 E. 1d). Entsprechend müssen auch die Ergebnisse der notabene im 

September 2012 in Aussicht gestellten medizinischen Abklärung in 

Deutschland (gemäss Mitteilung von Dr. G._______ [BVGer-act. 1 Beila-

ge 4]) nicht abgewartet werden. 

Damit ist im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. November 2010) von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen und - bei Vergleich der relevanten 

Sachverhalte (vgl. E. 10 hievor) - ab Ende März 2011 (drei Monate nach 

Eintritt der Verbesserung des Gesundheitszustandes von Dezember 2010 

[vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV beziehungsweise auch Vernehmlassung der Vor-

instanz [BVGer-act. 3]) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

13.  

13.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss 

Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-

C-4793/2012 

Seite 22 

fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invali-

deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Vali-

deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 

zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-

mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt wer-

den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 

bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 

130 V 343 E. 3.4.2 und 128 V 29 E. 1).  

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf-

lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Ge-

sundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre-

chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden 

(BGE 126 V 75 f. E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten 

Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit 

Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszu-

gehen ist. 

13.2 Beim Einkommensvergleich ging die Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid (IV-act. 52 S. 11) von einem in masslicher Hinsicht unbestritte-

nen (vgl. BVGer-act. 1, IV-act. 35 S. 2 Ziff. 2) auf dem Lohn bei der Firma 

B._______ AG beruhenden und der Nominallohnentwicklung bis 2010 

angepassten Valideneinkommen von Fr. 65'306.– und für die Ermittlung 

des Invalideneinkommens von einem massgebenden, der Nominallohn-

entwicklung bis 2010 angepassten, für Männer des Anforderungsniveaus 

4 in Tabelle TA1 der LSE 2008 erhobenen Durchschnittswert von Fr. 

61'414.– respektive Fr. 30'707.30 bei einem Pensum von 50 % aus (vgl. 

IV-act. 52 S. 10 f.). 

Der von der Vorinstanz bei Rentenbeginn am 1. November 2010 zuge-

standene behinderungsbedingte Abzug (zum Ganzen vgl. BGE 126 V 75) 

von 10 % für die Teilzeitbeschäftigung (bis zur Verbesserung des Ge-

sundheitszustands beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit) ist als ange-

messen zu beurteilen. Weitere Nachteile sind beim Versicherten nicht zu 

C-4793/2012 

Seite 23 

ersehen. Dafür, dass der Versicherte wegen seiner ausländischen Natio-

nalität und dem Status als Grenzgänger auf dem Arbeitsmarkt eine Lohn-

einbusse hinnehmen müsste, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, ent-

sprach doch sein Einkommen bei der Firma B._______ AG vor Eintritt der 

Invalidität durchaus branchenüblichen Ansätzen, die auch für Schweizer 

Geltung hatten (vgl. LSE 2008 S. 26 TA1 Ziff. 45 [Baugewerbe] Anforde-

rungsniveau 4 [Fr. 5'150.–]). Das Merkmal Alter (Jahrgang 1968) spielt 

beim Anforderungsniveau 4 eine ebenso geringe Rolle wie dasjenige der 

Dienstjahre (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 654/05 vom 22. November 

2006 E. 10.2.1 f.). Ein höherer als der von der Vorinstanz mit (maximal) 

58 % (beim im Zeitpunkt des Rentenbeginns reduzierten zumutbaren 

Leistungspensum von 50 %) bzw. 6 % (nach Verbesserung des Gesund-

heitszustands beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit) bemessene Invalidi-

tätsgrad ist somit nicht ausgewiesen. 

14.  

Nach dem Gesagten besteht vorliegend Anspruch auf eine befristete hal-

be Rente von November 2010 bis März 2011 und danach keine renten-

begründende Invalidität mehr. 

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 16. Juli 2012 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde insoweit abzuändern, als festzustellen ist, 

dass der Beschwerdeführer vom 1. November 2010 - über Ende Dezem-

ber 2010 hinaus - bis 31. März 2011 Anspruch auf eine halbe Rente hat. 

15.  

15.1  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

15.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis-

tungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind 

nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule-

gen (Art. 69 Abs. 2 IVG) und auf Fr. 400.– anzusetzen.  

Der Beschwerdeführer hat gemessen an seinem Antrag (ganze und un-

befristete Invalidenrente) nur in einem kleinen Mass obsiegt. In Anbet-

racht dessen sind ihm die Gerichtskosten zu zwei Dritteln aufzuerlegen. 

Da die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind (vgl. zur Mittello-

sigkeit: Unterstützungsbestätigung des Q._______ vom 15. März 2012 

[BVGer-act. 1 Beilage 6]), ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die 

C-4793/2012 

Seite 24 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und 

sind die ihm auferlegten Gerichtskosten (Fr. 267.–) demzufolge auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 

VwVG). 

15.3 Der durch einen schweizerischen Anwalt vertretene Beschwerdefüh-

rer hat Anspruch auf eine (reduzierte) Parteientschädigung, die von der 

Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da keine 

Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten 

festzusetzen (14 Abs. 2 VGKE). Nachdem der Beschwerdeführer nur zu 

einem kleinen Teil obsiegt, rechtfertigt es sich, ihm eine reduzierte Pro-

zessentschädigung zuzusprechen. Für im Ausland wohnende Personen, 

welche die Dienste eines in der Schweiz ansässigen Rechtsvertreters in 

Anspruch nehmen, ist keine Mehrwertsteuer geschuldet und zu entschä-

digen (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 2. September 

1999 über die Mehrwertsteuer [MWSTG, SR 641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 

MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE [vgl. Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-7742/2009 vom 9. August 2012]). Unter Berücksichtigung 

des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes des anwaltlichen Vertre-

ters ist die reduzierte Parteienschädigung auf Fr. 833.-- (inklusive Ausla-

genersatz, ohne Mehrwertsteuer) festzusetzen. 

Da im Übrigen auch die Voraussetzungen für die Gewährung der unent-

geltlichen Rechtsvertretung erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer Advo-

kat Pascal Riedo als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Art. 65 

Abs. 2 VwVG) und dieser aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Die 

Entschädigung ist auf Fr. 1'667.– (inkl. Barauslagen, ohne Mehrwertsteu-

er [MWSt]) festzusetzen. 

Die ebenfalls teilweise obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf 

eine Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IVSTA 

C-4793/2012 

Seite 25 

vom 16. Juli 2012 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Be-

schwerdeführer vom 1. November 2010 bis 31. März 2011 Anspruch auf 

eine halbe Invalidenrente hat. Im übrigen wird die Beschwerde abgewie-

sen. 

2.  

In Bewilligung des Gesuchs vom 13. September 2012 wird dem Be-

schwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt, und es wird 

ihm Advokat Pascal Riedo, Muttenz, als unentgeltlicher Rechtsvertreter 

für das vorliegende Verfahren bestellt. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden dem Beschwerdeführer zu 

zwei Dritteln in der Höhe von Fr. 267.-- auferlegt und zufolge Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung auf die Gerichtskasse genommen. 

Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers, Advokat Pascal Riedo, eine reduzierte Parteient-

schädigung von Fr. 833.– (inkl. Barauslagen, ohne MWSt) zu bezahlen. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wird zudem mit Fr. 1'667.– 

(inkl. Barauslagen, ohne MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der 

Beschwerdeführer wird auf Art. 65 Abs. 4 VwVG hingewiesen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

C-4793/2012 

Seite 26 

  

Maurizio Greppi Yves Rubeli 

 

  

C-4793/2012 

Seite 27 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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