# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72cde683-8d40-53f7-be96-46e9685750d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2008 D-4143/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4143-2008_2008-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4143/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn,
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren (...),
Togo,
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
19. Mai 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4143/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 25. April 2006 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte, ohne ein Dokument zu seiner Identifizierung abzugeben,

dass er die rubrizierten Angaben in das ihm vorgelegte Personalien-
blatt eintrug und auf Befragen hin erklärte, er gehöre der Volksgruppe 
der (...) an, sei (Glaubenszugehörigkeit), stamme ursprünglich aus der 
Region  B._______  und  habe  seit  dem  Jahre  1992  an  der  gleichen 
Adresse in der Hauptstadt Lomé (Region Maritime) gelebt, ehe er sein 
Zuhause  am 20. März  2006  verlassen  habe  und  sechs  Tage später 
seinem Heimatland entflohen sei,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 4. Mai 2006 im Transitzent-
rum summarisch und gleichenorts am 12. Mai 2006 einlässlich zu den 
Gründen seines Asylgesuchs anhörte,

dass es am 25. August 2006 eine ergänzende Befragung mit dem Be-
schwerdeführer durchführte,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der drei Befragungen zur Be-
gründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er 
werde von den Sicherheitskräften in seinem Heimatstaat gesucht, weil 
er von seinem Kollegen L., mit dem er im Unwissen um dessen Spit-
zeltätigkeit am 19. März 2006 eine CD mit Beweismaterial über Unre-
gelmässigkeiten  bei  den Präsidentschaftswahlen vom 24. April  2005 
angeschaut habe, bei der Regierungspartei RPT (Rassemblement du 
Peuple Togolais) verraten worden sei,

dass  er  zur  Verdeutlichung  dieser  Situation  vorbrachte,  er  sei  am 
20. März 2006 bei seinem Kollegen D. zu Besuch gewesen, als dort 
der  Sohn seines  Vermieters  erschienen sei  und ihm berichtet  habe, 
dass soeben Soldaten seine Wohnung durchsucht und Sachen mitge-
nommen hätten,

dass er deshalb von einem Verrat durch seinen Kollegen L. ausgehe, 
weil ein anderer Kollege, bei dem er sich nach der Benachrichtigung 
durch den Sohn des Vermieters in Sicherheit begeben habe, beim Hö-
ren des Namens von L. sofort erklärt habe, dieser sei seit den Wahlen 
ein Spitzel der Regierungspartei geworden,

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dass er die CD anlässlich eines Kirchenbesuchs am 1. Februar 2006 
von einem Priester überreicht bekommen habe, dem er zuvor geschil-
dert habe, wie er am 26. April 2005 im Zuge der Ausschreitungen nach 
Bekanntgabe  des  Wahlsieges  von  Faure  Gnassingbé  zu  Hause  von 
Soldaten abgeführt, zunächst ungefähr während dreier Wochen in ei-
nem Haus in  Einzelhaft  gehalten  und anschliessend bis  am 20. De-
zember 2005 unter pitoyablen Bedingungen in einer kleinen Gefäng-
niszelle zusammen mit zwei anderen Insassen gefangen gehalten wor-
den sei,

dass die achtmonatige Inhaftierung nicht auf seine Teilnahme an den 
Strassenprotesten in Lomé vom 26. April 2005, sondern auf den - un-
begründeten  -  Verdacht  zurückzuführen  sei,  dass  er  an  einem  Zwi-
schenfall während den Wahlen beteiligt gewesen sei, bei dem Jugend-
liche in einem Wahlbüro den anwesenden Soldaten die Gewehre abge-
nommen hätten,

dass das BFM mit Verfügung vom 20. März 2008 in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle angesichts 
der  Unglaubhaftigkeit  der  wesentlichen  Teile  seiner  Gesuchsbegrün-
dung die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und 
zudem seien zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem 
Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer am 2. April 2008 (Poststempel) beim Bun-
desverwaltungsgericht  eine  Beschwerde  einreichen  und  darin  zur 
Hauptsache  beantragen  liess,  es  sei  die  Verfügung  des  BFM  vom 
20. März 2008 aufzuheben und die Sache zwecks neuer Entscheidung 
an die  Vorinstanz zurückzuweisen,  mit  der  verbindlichen Anweisung, 
auf sein Asylgesuch einzutreten,

dass das Bundesverwaltungsgericht  diese Beschwerde mit  Abschrei-
bungsentscheid des zuständigen Einzelrichters vom 20. Juni 2008 als 
gegenstandslos geworden abschrieb, nachdem das BFM im Rahmen 

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der  Vernehmlassung  den  angefochtenen  Entscheid  aufgehoben  und 
durch eine neue Verfügung, datierend vom 19. Mai 2008, ersetzt hatte,

dass  das  BFM  in  jener  Verfügung  vom 19. Mai  2008  -  eröffnet  am 
21. Mai 2008 - in Bezug auf den Beschwerdeführer das Nichterfüllen 
der Flüchtlingseigenschaft feststellte, das Asylgesuch ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug unter Ansetzung ei-
ner bis zum 14. Juli 2008 laufenden Ausreisefrist anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
20. Juni  2008  (Poststempel)  beim Bundesverwaltungsgericht  anfech-
ten und deren Aufhebung, die Gewährung von Asyl oder jedenfalls die 
Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie - im Eventualpunkt - die 
Feststellung der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs und die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme beantragen liess,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsge-
richts mit  Zwischenverfügung vom 1. Juli  2008 die Berechtigung des 
Beschwerdeführers  zur  Anwesenheit  in  der  Schweiz  bis  zum  Ab-
schluss des Verfahrens bestätigte und diesen gleichzeitig unter Andro-
hung des Nichteintretens auf die Beschwerde zur Leistung eines Kos-
tenvorschusses im Betrag von Fr. 600.-- bis zum 16. Juli 2008 auffor-
derte,

dass der Beschwerdeführer am 4. Juli 2008 einen Betrag von Fr. 600.-- 
in die Gerichtskasse einzahlte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des  Asyls  entscheidet  (Art.  105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998 [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m. Art.  31,  32  e  contrario  und 
33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR  173.32];  Art.  83  Bst. d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  vorliegend der  Entscheid  vom 19. Mai  2008,  mit  welchem das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers zufolge Nichterfüllens der Flücht-
lingseigenschaft abgelehnt und die Wegweisung aus der Schweiz so-
wie  deren  Vollzug  angeordnet  wurde,  eine  Verfügung  des  BFM  auf 

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dem Sachgebiet des Asyls darstellt, die mit Beschwerde an das letztin-
stanzlich zuständige Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden 
kann,

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), womit er zur Einrei-
chung einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert ist,

dass die Beschwerde von ihm innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta-
gen  in  gültiger  Form eingereicht  wurde  (Art.  108  Abs. 1  AsylG  und 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass er auch den Verfahrenskostenvorschuss innert  richterlicher Frist 
in vollem Umfang geleistet hat, weshalb auf seine Beschwerde einzu-
treten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen 
auf Gesuch hin Asyl gewährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und jenen Personen 
zukommt,  welche in  ihrem Heimatstaat  oder im Land,  wo sie zuletzt 
wohnten, wegen ihrer  Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen  An-
schauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete 

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Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 
AsylG).

dass vorliegend in den Aussagen des Beschwerdeführers in den bei-
den Befragungen  im Transitzentrum zahlreiche  Anhaltspunkte  zu  er-
kennen sind, die es als kaum denkbar erscheinen lassen, das Behaup-
tete habe sich tatsächlich so zugetragen,

dass es dem Beschwerdeführer auch mit seinen Ergänzungen und Er-
klärungsversuchen in der Anhörung vom 25. August 2006 nicht gelingt, 
seinen Vorbringen klarere Konturen zu verleihen,

dass es bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit um eine Gesamtbeurtei-
lung aller  für  und gegen den Asylsuchenden sprechenden Elemente 
geht  und  glaubhaft  eine  Sachverhaltsdarstellung  nur  dann  ist,  wenn 
bei einer objektivierten Sichtweise die positiven Elemente überwiegen 
und die Behörde somit das Vorhandensein der Flüchtlingseigenschaft 
mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält  (vgl.  Art. 7 
Abs. 2 und 3 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 7 E. 6 S. 64 ff., Nr. 21 
E. 6.1. S. 190 f., 1996 Nr. 27 E. 3c.aa S. 263 f., Nr. 28 E. 3a S. 270),

dass bei der Prüfung der Frage, ob das BFM die Vorbringen des Be-
schwerdeführers zu Recht als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 Abs. 
2 und 3 AsylG beurteilt  hat, vorab zu klären ist, welche Bestandteile 
seines gesamten Sachvortrags der Beschwerdeführer überhaupt  sel-
ber  in  eine  kausale  Verbindung  mit  der  seinerzeitigen  Ausreise  und 
dem Schutzersuchen in der Schweiz beziehungsweise mit seiner per-
sönlichen Einschätzung bringt, (auch) unter den heute in seiner togoi-
schen Heimat herrschenden Verhältnissen der Gefahr von Verfolgung 
ausgesetzt zu sein,

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe (vgl. daselbst, 
S. 2) selber klarstellt,  nicht wegen einer angeblichen dreitätigen Haft 
im Jahre 2003, sondern wegen seiner Inhaftierung im Jahre 2005 und 
den nachfolgenden Geschehnissen ausgereist zu sein,

dass  die  Einschätzung des BFM, wonach der  Beschwerdeführer  mit 
seinen Aussagen zur achtmonatigen Gefangenschaft im Anschluss an 
die Präsidentschaftswahlen vom 24. April 2005 und zur im März 2006 
wegen Verrats durch einen Kollegen entstandenen Verfolgungssituati-
on  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG 

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nicht zu genügen vermöge, nach Prüfung der Akten vollauf zu bestäti-
gen ist,

dass sich die in der Entscheidbegründung der Vorinstanz erwähnten 
Widersprüche  und  anderen  Unglaubhaftigkeitsmerkmale  durchwegs 
als solche bestätigen,

dass zur Begründung vorab auf die Argumente und Schlussfolgerun-
gen des BFM in der angefochtenen Verfügung und die dort  zitierten 
Aktenstellen zu verweisen ist,

dass  insbesondere  das  Verschweigen  des  Hungerstreiks  und  der  in 
Gefangenschaft  erlittenen  Misshandlungen  in  der  Erstbefragung  als 
starkes Indiz für einen vorgespielgelten Sachverhalt zu werten ist,

dass es sich angesichts der (vermeintlichen) Schwere der angeblichen 
Eingriffe  in  die  körperliche  Integrität  (vgl.  A9/17,  S.  8)  um  ein  ein-
schneidendes Erlebnis handelt, welches in den Vordergrund zu stellen 
der Beschwerdeführer von Beginn weg allen Anlass gehabt hätte, um 
seine Angst vor den Konsequenzen einer Wiederinhaftierung zu veran-
schaulichen,

dass das komplette Ausblenden dieses Erlebnisses in der Erstbefra-
gung und dessen Thematisierung in der einlässlichen Anhörung erst 
auf Rückfrage hin (vgl. A9/17, S. 7 f.) sich nicht schlüssig auf den bloss 
summarischen  Charakter  der  Befragung  zu  den  Gesuchsgründen  in 
der Empfangsstelle (Art. 26 Abs. 2 AsylG, vgl. hierzu die weiterhin gül-
tige Praxis in EMARK 2005  Nr. 7 E. 6.2.1. S. 66,  2004  Nr. 34 E. 4.4. 
S. 243) zurückführen lässt,

dass auch der Erklärungsversuch in der Beschwerde, wonach die Fol-
terungen sehr schlimm gewesen seien und der Beschwerdeführer nur 
mit Mühe darüber sprechen könne, nicht verfängt, zumal etwa dessen 
Antwort auf die Frage, womit er geschlagen worden sei, umfangreich 
und detailliert ausfiel und nicht von Andeutungen begleitet war, die auf 
Hemmungen hinweisen würden, welche ihrerseits gerade mit  der Art 
der erlittenen Torturen in Zusammenhang stünden (vgl. A9/17, S. 8),

dass die Gesuchsbegründung des Beschwerdeführers auch in Bezug 
auf  die  angebliche  Hausdurchsuchung  infolge  einer  Denunzierung 
durch  einen  Kollegen  bei  der  Regierungspartei  unmittelbar  vor  der 
Ausreise  die  Kennzeichen  einer  einstudierten  Verfolgungsgeschichte 

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aufweist  und  zu  keinem  Zeitpunkt  den  Eindruck  vermittelt,  eine  im 
Zentrum  des  Geschehens  stehende  Person  berichte  von  jenen  ein-
schneidenden Erlebnissen, die ihr keine andere Wahl gelassen haben, 
als fernab von der Heimat Schutz zu suchen,

dass in den Aussagen des Beschwerdeführers neben Abweichungen 
in bestimmten Punkten in genereller Form eine fehlende Anschaulich-
keit und Lebendigkeit bei der Beschreibung einzelner Handlungsabläu-
fe erkennbar ist,

dass der Beschwerdeführer sich in auffallender Weise schwer tat, mit 
verbindlichen Angaben eine klar umrissene Vorstellung davon zu ver-
mitteln, auf welchen Gedanken und Empfindungen seine Überzeugung 
gründete, nach der Benachrichtigung durch den Sohn seines Vermie-
ters am 20. März 2006 sich in akuter Gefahr zu befinden und seinem 
Heimatland innert Kürze entfliehen zu müssen,

dass er beispielsweise in der Erstbefragung und in der freien Schilde-
rung der Asylgründe in der einlässlichen Anhörung von sich aus mit 
keinem  Wort  durchblicken  liess,  er  habe  vor  der  Umsetzung  seines 
Ausreiseentschlusses  noch  eine  glaubhafte  Nachricht  eines  Augen-
zeugen erhalten, wonach seine Wohnung tatsächlich Gegenstand ei-
ner Durchsuchung durch die Regierungssoldaten gewesen ist,

dass er  eher beiläufig  und in  anderem Zusammenhang (Frage nach 
dem Verbleib seiner Identitätskarte) einen angeblichen Besuch dessel-
ben Kollegen erwähnte, der ihn temporär bei sich aufgenommen und 
insbesondere über die Spitzeltätigkeit von L. aufgeklärt haben soll (vgl. 
A9/17, S. 9),

dass  er  erst  in  dieser  Situation  geltend  machte,  jener  Kollege habe 
beim Augenschein in seiner Wohnung vieles zerstört vorgefunden (vgl. 
a.a.O.),

dass er diesem Punkt mit annähernder Gewissheit in seinen Aussagen 
mehr Gewicht verliehen hätte, wenn er auf wahren Begebenheiten be-
ruhen würde,

dass  nach  dem  Gesagten  in  Bezug  auf  eine  Gefährdung  des  Be-
schwerdeführers im Zeitraum vor der Ausreise die auf Unglaubhaftig-
keit hindeutenden Anzeichen gegenüber den für die Richtigkeit spre-
chenden Gründen klar überwiegen,

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dass die  Einwendungen und Erklärungsversuche in  der  Beschwerde 
insgesamt  nicht  geeignet  sind,  die  unmittelbaren  Aussagen  des  Be-
schwerdeführers in den durchgeführten Befragungen in einem glaub-
hafteren Licht erscheinen zu lassen,

dass der Beschwerdeführer somit mit seinen hauptsächlichen Asylvor-
bringen den reduzierten Beweisanforderungen von Art. 7 AsylG nicht 
zu genügen vermag,

dass demnach das BFM sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 
11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich der Beschwerdefüh-
rer auch nicht auf einen grundsätzlichen Anspruch auf Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung berufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 
1 AsylG sowie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zuläs-
sig ist,  da angesichts  der nicht  plausiblen Angaben zur behaupteten 
Verfolgungssituation  keine  Menschenrechtsverletzungen  drohen  und 
die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

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dass  in  Berücksichtigung  der  in  dieser  Hinsicht  unglaubhaften  Ge-
suchsbegründung insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen Ge-
fahr, auf den Beschwerdeführer könnte durch Repräsentanten des to-
goischen Staates  oder  durch Zivilpersonen in  Art. 3  EMRK zuwider-
laufender  Weise  psychischer  oder  physischer  Zwang  ausgeübt  wer-
den, zu verneinen ist,

dass sich alleine aus der generellen Menschenrechtssituation in Togo 
kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 
Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Menschenrechts-
lage nämlich noch nicht für die Annahme einer drohenden Verletzung 
von Art. 3 EMRK genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte für die Annahme beste-
hen, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückführung als Fol-
ge der in Togo herrschenden allgemeinen Sicherheitslage einer kon-
kreten Gefährdung ausgesetzt,

dass mit  Bezug auf  Togo von einer Situation unkontrollierter  Gewalt, 
die sich über das ganze Staatsgebiet oder weite Teile desselben er-
strecken würde, klarerweise nicht gesprochen werden kann,

dass eine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder ande-
ren  unberechenbaren  Gewaltakten  dominierte  Lage,  aufgrund  derer 
der Beschwerdeführer sich bei einer Rückkehr unweigerlich einer kon-
kreten Gefährdung ausgesetzt sehen würde, gerade auch in den südli-
chen Regionen des Landes und im Gebiet der Hauptstadt Lomé nicht 
besteht,

dass ebenso wenig darauf hindeutet, der Beschwerdeführer geriete im 
Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen wirtschaft-
licher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohen-
de Situation,

dass er  den Akten zufolge keine gesundheitlichen Beschwerden be-
klagt, gemäss eigenen Angaben in den Jahren vor der Ausreise nach 
einer Anlehre als (...) im (...) einer regelmässigen Tätigkeit nachgegan-
gen ist und auch Erfahrungen als (...) und (...) gesammelt hat,

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dass  er  mit  seinem  in  C._______  (Region  B._______)  wohnhaft 
gebliebenen Vater,  zwei  Halbschwestern  und einem Halbbruder oder 
auch den von ihm erwähnten Kollegen in Lomé über Bezugspersonen 
verfügt, an die er sich in der ersten Phase nach der Rückkehr im Be-
darfsfall wenden könnte,

dass deshalb davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer bringe alle 
Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen und 
aus eigenen Kräften ein Auskommen zu finden,

dass  vor  diesem  Hintergrund  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers  nicht  als  unzumutbar  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  4 
AuG zu bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Togo 
auch möglich ist, da keine praktischen Hindernisse erkennbar sind, die 
einer Rückkehr entgegenstehen könnten,

dass somit die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme des Be-
schwerdeführers  in  der  Schweiz  nicht  erfüllt  sind  und der  vom BFM 
verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die angefochtene Verfügung,  da diese weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 
AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die gesamten Kosten von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. a des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass die Kosten mit  dem am 4. Juli  2008 in dieser Höhe geleisteten 
Vorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.-- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- das (...) des Kantons D._______ ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

Versand: 

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