# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 705a91aa-cdf9-5b21-b6f5-84daa6ddb5e5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.02.2014 IV 2011/114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-114_2014-02-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/114

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2020

Entscheiddatum: 19.02.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 19.02.2014
Art. 28 IVG. Invalidenrente. Auch das Einholen eines gerichtlichen 
Obergutachtens konnte das geltend gemachte - und durch Angaben des 
behandelnden Arztes untermauerte - Vorliegen einer schizophrenen 
Erkrankung nicht beweisen. Die festgestellte Somatisierungsstörung gilt 
zudem im Sinn der einschlägigen Rechtsprechung als überwindbar. Es sind 
somit nur wenige (qualitative) Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit zu 
berücksichtigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 19. Februar 2014, IV 2011/114).

Entscheid Versicherungsgericht, 2011/114

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungs-

richterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Entscheid vom 19. Februar 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ meldete sich am 7. November 2008 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (Berufliche Massnahmen und Rente) bei der IV-Stelle St. Gallen 

an (act. G 4.1/5). In einer ersten Stellungnahme vom 8. Mai 2009 (Eingang 

Sozialversicherungsanstalt) diagnostizierte das Psychiatriezentrum B.___ einen 

Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie, differentialdiagnostisch schizoaffektive 

Störung sowie einen Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung und eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischen 

Symptomen (F32.1). Es bestehe eine geringe Stressresistenz und der Versicherte 

könne sich nur kurze Zeit auf komplexere Arbeitsabläufe konzentrieren (act. 

G 4.1/22.2 ff.). Der Hausarzt Dr. med. C.___, Allgemeinmedizin FMH, diagnostizierte in 

seinem Bericht vom 1. Juni 2009 einen hochgradigen Verdacht auf eine schizoaffektive 

Störung mit Krankheitswahn sowie Konzentrationsstörungen und Fahrigkeit. Ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein Status nach erosiver Antrumgastritis 

sowie nach ulcus duodeni, eine Lumboischialgie mit Ausstrahlung in den rechten 

Oberschenkel bei Osteochondrose L4/5 und L5/S1 (act. G 4.1/25.2). Mit 

Verlaufsbericht vom 30. September 2009 diagnostizierte das Psychiatriezentrum B.___ 

nunmehr eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen, 

differentialdiagnostisch einen Verdacht auf rezidivierend depressive Störung, 

gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen und somatischen Symptomen sowie 

einen Verdacht auf paranoide Schizophrenie oder schizoaffektive Störung (act. 

G 4.1/28.1).

A.b  In der Zwischenzeit brach der Eingliederungsverantwortliche am 8. Februar 2010 

die am 20. Oktober 2009 begonnene Frühintervention mangels stabilen Gesundheits­

zustands wieder ab (act. G 4.1/31 und 38.4).

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A.c  Vom 10. März bis 12. April 2010 hielt sich der Versicherte stationär in der Klinik 

D.___ in E.___ auf. Im entsprechenden Bericht vom 27. April 2010 erhob die Klinik die 

Diagnose einer hypochondischen Störung (F54.2) sowie das Vorliegen von 

akzentuierten narzisstischen Persönlichkeitszügen (Z73.1). Sie klärte auch das Vor­

liegen einer Schizophrenie ab (nicht aussagekräftiger Rorschach-Test) und schloss die 

Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen nicht aus. Insgesamt 

erachtete sie die Diagnosestellung als äusserst schwierig (act. G 4.1/47.1 ff.). In der 

Folge übernahm das Psychiatrie-Zentrum B.___ in seinem Bericht vom 15. Juni 2010 

die Diagnose einer hypochondischen Störung (F54.2) sowie das Vorliegen von 

akzentuierten narzisstischen Persönlichkeitszügen (Z73.1). Zudem bestehe ein 

Verdacht auf eine Erkrankung aus dem depressiven Formenkreis mit fraglich 

psychotischen Elementen und somatischer Mitbeteiligung, differentialdiagnostisch 

bestehe eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis. Ab 29. Mai 2010 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (in einer nicht zu stressigen Tätigkeit [act. 

G 4.1/43.2 ff.]).

A.d  Der RAD Ostschweiz ging in der Folge weiterhin von einer unklaren Diagnose und 

Arbeitsfähigkeit aus und schlug eine MEDAS-Abklärung vor (Stellungnahme vom 

25. Juni 2010 [act. G 4.1/44]).

A.e  Diese erfolgte am 22. September 2010 in Form einer internistisch/psychiatrisch/ 

orthopädischen Abklärung durch die Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel 

(ABI). Im entsprechenden Gutachten vom 3. November 2010 gelangten die Experten 

zum Schluss, es lägen keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beständen eine narzisstische 

Persönlichkeitsstörung (F60.8), eine Somatisierungsstörung (F45.0), ein chronisches 

panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (M54.80) mit/bei  

medianer Diskushernie LWK4/5, lumbosakraler Übergangsanomalie, keiner 

Neurokompression und freier Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte. Zudem 

beständen Status nach OSG-Distorsion rechts (T93.3) und nach Tendovaginitis nach 

Stichverletzung am Daumen volar rechts (T92.0) sowie ein unspezifisches 

multilokuläres Schmerzsyndrom (R52.9). Entgegen den vom Psychiatriezentrum B.___ 

geäusserten Verdachtsdiagnosen hätten sich keine Hinweise für eine Schizophrenie 

oder eine posttraumatische Belastungsstörung gefunden. Die psychiatrischen 

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Diagnosen entsprächen im Wesentlichen der Einschätzung der Klinik D.___. In 

somatischer Hinsicht bestehe ebenfalls weitgehend Übereinstimmung mit den 

behandelnden Ärzten, deren Untersuchungen des Bewegungsapparates die 

Beschwerden bislang nicht hätten erklären können. Entsprechend den Befunden 

stellten die Gutachter fest, es habe nie eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit für 

die angestammte Tätigkeit als Hilfskoch oder eine andere Tätigkeit bestanden. Der 

Versicherte sei demnach für die bisherige wie auch für andere körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten zu 100 % arbeits- und leistungsfähig  (act. G 4.1/51.20 ff.).

A.f   Mit Vorbescheid vom 3. Januar 2011 und Verfügung vom 17. Februar 2011 wies 

die IV-Stelle St. Gallen das Rentengesuch ab, da keine Invalidität bestehe (act. 

G 4.1/58 und 64).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 17. März 

2011 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dem 

Beschwerdeführer sei sodann spätestens ab März 2009 eine Invalidenrente 

zuzusprechen. Zudem sei ihm für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 

Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Der Beschwerdeführer sei 

seit Januar 2011 von Dr. med. F.___, Psychiatrische Dienste G.___, untersucht worden. 

Dieser komme zum Schluss, die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers 

entspreche dem Zustand einer seit Jahren bestehenden und invalidisierenden 

psychischen Grunderkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis. Hinweise für 

Hypochondrie oder für ein Vorliegen akzentuierter narzisstischer Persönlichkeitsanteile 

habe er keine gefunden. Weiter gehe Dr. F.___ davon aus, dass der Beschwerdeführer 

aktuell und seit längerem zu 100 % arbeitsunfähig und nicht wiedereingliederungsfähig 

sei. Eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2011 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Das ABI-Gutachten entspreche den Anforderungen der 

Rechtsprechung. Bei behandelnden Ärzten bestehe auf Grund des engen persönlichen 

und rechtlichen Verhältnisses zum Patienten eine natürliche Vermutung dafür, dass die 

Angaben des Arztes in erster Linie der Unterstützung des Patienten im Hinblick auf die 

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Zusprache von Sozialversicherungsleistungen und nicht der objektiven und 

unabhängigen Sachverhaltsermittlung dienten. Die Einschätzung von Dr. F.___ 

vermöge daher keine Zweifel an der Richtigkeit der Angaben im Gutachten zu wecken 

oder diese gar zu widerlegen. Die gutachterlichen Diagnosen entsprächen den 

Angaben der Klinik D.___, wo sich der Beschwerdeführer einen Monat lang aufgehalten 

habe. Auch H.___ vom Psychiatrie-Zentrum B.___ habe diese Diagnosen übernommen 

und sei zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer sei zu 50 % arbeitsfähig (act. G 4).

B.c  Mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 2. Mai 2011 wird das Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 5).

B.d  Mit Replik vom 31. Mai 2011 macht der Beschwerdeführer geltend, auch die An­

gaben des behandelnden Arztes seien in die gesamte Beweiswürdigung 

einzubeziehen. Vorliegend legten die Angaben von Dr. F.___ nahe, dass die Abklärung 

in der ABI zumindest nicht umfassend gewesen sei. Zudem weise Dr. F.___ 

ausdrücklich darauf hin, dass auf Grund seiner Erkenntnisse nicht nachvollziehbar sei, 

wie es zur diagnostischen Beurteilung der ABI kommen konnte. Die Darlegung der 

medizinischen Zustände und Zusammenhänge im psychiatrischen Teilgutachten der 

ABI sei nicht schlüssig. Ebenso wenig könnten die Schlussfolgerungen bzw. deren 

Begründung nachvollzogen werden. Die von Dr. F.___ gestellten Diagnosen hätten 

zudem umso mehr Gewicht, als auch schon das Psychiatriezentrum B.___ die 

Verdachtsdiagnose einer paranoiden Schizophrenie gestellt habe (act. G 7).

B.e  Mit Eingaben vom 1. und 10. Juni 2011 reicht der Rechtsvertreter weitere Arzt­

berichte von Dr. F.___ sowie von Dr. C.___ ein (act. G 8 und 9). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 11).

B.f   Mit Schreiben des Versicherungsgerichts vom 7. Februar 2013 wird der 

psychiatrische Gutachter, Dr. med. I.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 

aufgefordert, zu den neu eingereichten Arztberichten von Dr. F.___ Stellung zu nehmen 

(act. G 13). In seinem Bericht vom 18. März 2013 führt Dr. I.___ aus, dass weder im 

Befund der neuropsychologischen Diagnostik noch im Bericht von Dr. F.___ (vom 

1. Juni 2011) irgendwelche psychopathologischen Befunde erwähnt würden. Eine 

psychiatrische Diagnostik könne sich aber nicht auf Fragebogen oder 

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Symptomchecklisten beziehen. Dafür sei zwingend eine eingehende 

psychopathologische Befunderhebung notwendig, die weder durch Dr. F.___ noch 

durch den Psychologen Dr. phil. J.___ vorgenommen worden sei. Würde der 

Beschwerdeführer unter all den Symptomen und Beschwerden leiden, die er im 

Rahmen der testpsychologischen Untersuchung erwähnt habe, wäre er gemäss 

klinischer Erfahrung kaum in der Lage, sich im Alltag frei zu bewegen. Er wäre nicht in 

der Lage, zielgerichtete Handlungen zu unternehmen und müsste mit oder ohne seine 

Einwilligung stationär psychiatrisch behandelt werden. Auch dies sei ein deutlicher 

Hinweis darauf, dass die geklagten Symptome nicht solche einer schizophrenen 

Störung seien. Ebenso seien anlässlich der psychiatrischen Begutachtung keine 

Grundsymptome einer Schizophrenie gefunden worden, weshalb keine schizophrene 

Störung habe diagnostiziert werden können (act. G 14).

B.g  Mit Stellungnahme vom 6. Mai 2013 führt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers aus, es erstaune nicht, dass der Gutachter keine Hinweise für das 

Vorhandensein einer schizophrenen Störung gefunden habe, habe die Untersuchung 

doch gerade einmal 60 Minuten gedauert. Dabei seien die Angaben des Versicherten 

als Grössenideen interpretiert und nicht weiter hinterfragt worden. Auch seien keine 

testpsychologischen Untersuchungen durchgeführt worden wie das 

Persönlichkeitsinventar MMPI oder das Eppendorfer Schizophrenie-Inventar ESI. 

Entgegen der Beurteilung von Dr. I.___ hätten bei der laufenden ambulant-

psychiatrischen Behandlung durchgehend sämtliche sechs Grundsymptome einer 

schizophrenen Grunderkrankung beobachtet werden können. Dies betreffe sowohl die 

Denkzerfahrenheit, die Affektverflachung, die Antriebslosigkeit, den Autismus, die 

Ambivalenz als auch die Aufmerksamkeitsstörung. Dazu reicht er einen Bericht von 

Dr. F.___ vom 24. April 2013 ein. Gemäss diesem Arzt seien insgesamt mehr Hinweise 

für das Vorliegen einer schizophrenen, invalidisierenden Grundstörung festzustellen als 

für eine hypochondrische Störung (act. G 19 und 19.1).

B.h  Auf Grund der Ausführungen von Dr. F.___ im genannten Schreiben vom 24. April 

2013 erachtet es das Gericht als erforderlich, eine gerichtliche Oberbegutachtung bei 

Dr. med. K.___, Psychiatrisches Zentrum, in Auftrag zu geben. Dieses wird am 

18. Oktober 2013 erstattet. Dabei diagnostiziert Dr. K.___ eine Erkrankung (mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) aus dem somatoformen Formenkreis, die 

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wahlweise als Somatisierungsstörung (F45.0) oder als chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) klassifiziert werden könne. Als 

Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit könne die akzentuierte Persönlichkeit 

(Z73.1) genannt werden, die per se ursprünglich keinen Krankheitswert gehabt, sich 

jedoch als Rehabilitationserschwernis erwiesen habe. Dazu komme eine 

Nikotinabhängigkeit (F17.2). Aus gutachterlicher Sicht könne nicht von einer völligen 

Unüberwindbarkeit des Beschwerdebilds ausgegangen werden. Angesichts der 

dysfunktionalen Beschwerdebewältigung könne nur eine sehr partielle Verminderung 

der Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 20 % postuliert werden. Einer 

Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit stehe in erster Linie die widerständige Haltung 

des Beschwerdeführers im Weg, die sich aus einer gewissen querulatorischen 

Entwicklung bei sensitiv-paranoisch akzentuierter Persönlichkeit ergeben habe. Sollte 

er diesen Widerstand aufgeben, müssten im Grunde nur wenige Einschränkungen 

seines künftigen Arbeitsplatzes gemacht werden: Keine rückenbelastenden 

Zwangshaltungen, kein Heben schwerer Lasten, klar strukturierte Arbeitsabläufe ohne 

die Notwendigkeit wortreicher Kommunikation in Deutsch und geduldiger Vorgesetzter, 

der die persönlichkeitsbedingten Eigenarten des Beschwerdeführers bereitwillig 

akzeptiere. Sollte sich dies bewerkstelligen lassen, wäre von einer Arbeitsfähigkeit von 

80 % auszugehen (act. G 31, S. 31 f.).

B.i   Mit Stellungnahme vom 8. November 2013 macht die Beschwerdegegnerin 

geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. K.___ nur von einer 80 %-igen 

Arbeitsfähigkeit ausgehe, obwohl seiner Ansicht nach die Foerster-Kriterien nur zu 

einem kleinen Teil erfüllt seien. Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung müsse 

diesfalls das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneint werden. 

Aus somatischer Sicht bestehe für adaptierte Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit 

(act. G 34).

B.j   Mit Stellungnahme vom 13. Dezember 2013 reicht der Rechtsvertreter erneut ein 

Schreiben von Dr. F.___ vom 11. Dezember 2013 ein. Demnach habe der 

Beschwerdeführer gegenüber diesem Arzt neue anamnestische Ergänzungen gemacht, 

die dem Gutachter nicht bekannt gewesen seien. Weiter hält Dr. F.___ an seiner 

Ansicht fest, wonach das komplexe Krankheitsbild, welches sich seit Jahren auf der 

Symptomebene wechselhaft und wenig differenziert zeige, der Annahme einer seit 

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vielen Jahren bestehenden psychischen Behinderung im Rahmen einer schizophrenen 

Grundstörung nicht widerspreche. Nach konsequenter medikamentöser Behandlung 

könne zurzeit mindestens wieder von einer bescheidenen Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden (act. G 39 und 39.1). Auch Dr. C.___ geht in seinem Schreiben 

vom 12. Dezember 2013 davon aus, dass die bereits initial gestellte Diagnose aus dem 

schizophrenen Formenkreis auf den Beschwerdeführer weiterhin zutreffe. Dabei handle 

es sich aber nicht mehr um ein Vollbild der Schizophrenie, sondern um einen 

Residualzustand. Gleichzeitig beständen weiterhin Depressionen mit suizidalen 

Gedanken, mit wechselnder Somatisierungstendenz (act. G 39.2).

Erwägungen:

1.       

1.1   Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie wenigstens zu 60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % vor, 

wird eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine 

Viertelsrente zugesprochen. Eine Invalidität von weniger als 40 % wird von der 

Invalidenversicherung rentenmässig nicht entschädigt.

1.2   Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität 

bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.     

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2.1   Vorliegend geht das ABI-Gutachten in somatischer Hinsicht (internistisch/

orthopädisch) von unauffälligen bzw. diskreten Befunden aus. So seien die 

angegebenen Magen-Darm- und anderen Beschwerden ohne wesentliche 

pathologische Erkenntnisse bereits früher abgeklärt worden. Orthopädisch konnte 

lediglich eine Diskushernie L4/5 ohne Neurokompression objektiviert werden. Aus 

orthopädischer Sicht sei damit lediglich eine andauernd körperlich sehr schwere 

Tätigkeit ungeeignet. Für die angestammte Tätigkeit als Hilfskraft (in der Küche) wie 

auch für eine andere körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei der 

Beschwerdeführer (aus orthopädisch-somatischer Sicht) ohne Leistungseinschränkung 

zu 100 % arbeitsfähig (act. G 4.1/51.21). Diese Beurteilung bleibt im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren unangefochten. Streitig ist demgegenüber die psychiatrische 

Beurteilung. Nachdem nicht ersichtlich ist, dass die orthopädisch-internistische 

Beurteilung mangelhaft sein sollte, braucht sich das Gericht nur noch mit der 

angefochtenen psychiatrischen Beurteilung zu befassen.

2.2   Diesbezüglich ist im Wesentlichen umstritten, ob der Beschwerdeführer an einer 

schizophrenen Erkrankung leidet oder ob von einer überwindbaren Beeinträchtigung 

der Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Um die mit den diversen Schreiben von Dr. F.___ 

(namentlich vom 1. Juni 2011 und vom 24. April 2013) untermauerten Einwände des 

Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren zu überprüfen, holte das Gericht ein 

Obergutachten bei Dr. K.___ ein. Dieser Gutachter bestätigt weitgehend die Ansicht 

von Dr. I.___, wonach kein schizophrenes Krankheitsgeschehen gegeben ist. So ging 

Dr. I.___ von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (F60.8) und von einer 

Somatisierungsstörung (F45.0) aus. Diese Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe ein übersteigertes Selbstwertgefühl. 

Trotzdem habe er in der Schweiz nur Hilfsarbeiten ausüben können, die erhoffte Be­

förderung sei ausgeblieben. Danach habe er Mühe gehabt, sich zu integrieren und 

habe seine körperlichen Beschwerden zum Anlass genommen, sich arbeitsunfähig 

schreiben zu lassen. Er zeige keinerlei Motivation, wieder zu arbeiten und nenne als 

Grund dafür seine körperlichen Beschwerden. Er sei enttäuscht und gekränkt, dass er 

in der Schweiz keine Karriere habe machen können. Er verlange Rentenleistungen, um 

sich nicht mehr der beschwerlichen Arbeit aussetzen zu müssen. Der 

Beschwerdeführer sei selbstbezogen und zeige auch Grössenfantasien. Es sei ihm 

trotz der geklagten Beschwerden zumutbar, ganztags einer beruflichen Tätigkeit 

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nachzugehen. Die Somatisierungsstörung sei im Zusammenhang mit den 

Schwierigkeiten an den Arbeitsplätzen zu sehen. Die zahlreich geklagten körperlichen 

Beschwerden könnten durch die somatischen Befunde nicht objektiviert werden (act. 

G 4.1/51.12 f.).

2.3   Auch Dr. K.___ geht wahlweise von einer Somatisierungsstörung (F45.0) oder von 

einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(F45.41) aus. Hingegen diagnostiziert er keine narzisstische Persönlichkeitsstörung, da 

sich die anlässlich der ABI-Untersuchung grandios anmutende Präsentation des 

Beschwerdeführers nicht mehr gezeigt habe. Den diagnostizierten Störungen attestiert 

er einen gewissen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, da sie für den Beschwerdeführer 

sehr wohl ein Grund seien, sich aus der Arbeitswelt zurückzuziehen. Die Foerster-

Kriterien erachtet er indessen nur zu einem kleineren Teil und nur teilweise als erfüllt. 

Insgesamt geht er von einer nicht völligen Unüberwindbarkeit des Beschwerdebildes 

aus und attestiert dem Beschwerdeführer auf Grund der dysfunktionalen 

Beschwerdebewältigung, die durch eine suboptimale Persönlichkeitsstruktur stark 

begünstigt werde, nur (aber immerhin) eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit um 

20 %. Im Weiteren geht Dr. K.___ davon aus, dass die Wiederaufnahme der 

Arbeitstätigkeit in erster Linie durch die widerständige Haltung des Beschwerdeführers 

behindert werde, die sich aus einer gewissen querulatorischen Entwicklung bei 

sensitiv-paranoisch akzentuierter Persönlichkeit ergeben habe. Bei Aufgabe dieses 

Widerstandes müssten im Grund nur wenige Einschränkungen des künftigen 

Arbeitsplatzes gemacht werden, namentlich in Bezug auf rückenbelastende 

Zwangshaltungen sowie dem Heben von schweren Lasten. Ausserdem bestehe die 

Notwendigkeit von klar strukturierten Arbeitsabläufen und eines geduldigen 

Vorgesetzten. Ein klarer Beginn der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit lasse sich nicht 

festmachen; jedenfalls fehle in den Akten ein eindeutiger psychosebedingter 

Arbeitsausfall. Der Beginn des Arbeitsausfalls werde denn auch durch eine Kündigung 

markiert.

2.4   In Bezug auf die Ausführungen von Dr. F.___ in dessen Schreiben vom 1. Juni 

2011 und 24. April 2013 (act. G 8.1 und 19.1) merkt Dr. K.___ an, dass dort in erster 

Linie unspezifische psychische Symptome genannt würden, die als Negativsymptome 

im Sinn der chronischen Schizophrenie interpretiert würden. Eine 

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Persönlichkeitsproblematik werde demgegenüber ganz in Abrede gestellt. Beim 

Studium der ganzen Lebensgeschichte müsse allerdings festgestellt werden, dass sich 

der Einbruch eines psychotischen Krankheitsgeschehens in das Leben des 

Beschwerdeführers in keiner Weise abgebildet habe, dass er vielmehr auch nach dem 

angeblichen Beginn dieser schweren psychischen Gesundheitsstörung noch jahrelang 

vollzeitlich arbeitstätig war und eine Familie aufgebaut habe, was sicher ein atypischer 

Verlauf wäre. Es frage sich, wie und wo sich der sehr hohe Krankheitswert dieser wohl 

schwersten psychiatrischen Störung ausgewirkt haben soll. Wo tatsächlich ein 

Leistungsabbau stattgefunden habe, seien keine klar schizophrenen Symptome 

fassbar. In dieser Hinsicht erkläre die diagnostische Einstufung des ABI den 

tatsächlichen Ablauf der Beschwerdeentwicklung und des Leistungsverhaltens beim 

Beschwerdeführer deutlich besser als die Hypothese eines schizophrenen 

Krankheitsprozesses. Dazu stehe auch der Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik 

D.___ in Übereinstimmung, wobei dort das hypochondrische Element als ein 

Phänomen im Rahmen der dysfunktionalen Störungsbewältigung hervorgehoben 

werde. Auch dort seien offenbar keine schizophrenieverdächtigen Phänomene 

beobachtet worden. Demgegenüber frappierten bei den Berichten des Psychiatrie-

Zentrums B.___ die Inkonstanz und die Vagheit der Beurteilung. Bei näherer 

Betrachtung fänden sich auch dort keine krankheitsbeweisenden Symptome für eine 

Schizophrenie, sodass diese Verdachtsdiagnose gleichsam in der Luft hängen bleibe. 

Demgegenüber erscheine die Beurteilung der dortigen leitenden Ärztin vom 

10. September 2008 (act. G 4.1/24.26), welche in erster Linie eine paranoide 

Persönlichkeitsstörung (F60.0) postuliert habe, weitaus realitätsnäher (act. G 31, 

S. 31 ff.).

2.5    Gegen das Gutachten von Dr. K.___ wird mit Eingabe vom 13. Dezember 2013 

(Schreiben von Dr. F.___ vom 11. Dezember 2013) erneut geltend gemacht, es liege 

eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis vor. Insbesondere schildert der 

Beschwerdeführer gegenüber Dr. F.___ neu, dass er von seiner Mutter während der 

Schwangerschaft abgelehnt worden sei und dass es ihm nach der Grundschule in 

M.___ sehr schlecht gegangen sei. Er habe damals Alkohol und Drogen (Heroin) 

konsumiert. Er habe im Alter von 23 bis 24 Jahren Psychopharmaka einnehmen 

müssen. Seine Eltern und auch seine Schwester hätten gewusst, dass er an 

Schizophrenie erkrankt gewesen sei. Später habe er zwei weitere schizophrene 

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Krankheitsepisoden erlitten. Dr. F.___ geht davon aus, dass die Schilderungen 

glaubwürdig und nachvollziehbar seien und dass die gesundheitliche Situation 

vereinbar sei mit dem Vorliegen einer schizophrenen Grunderkrankung, indem beim 

Beschwerdeführer seit Jahren ein Residualzustand dieser Erkrankung vorliege nach 

mehrfachen akut-schizophrenen Episoden. Weiter geht Dr. F.___ davon aus, dass die 

gutachterlichen Befunde dieser grundsätzlichen Annahme nicht widersprächen, indem 

sie auf Teilaspekte eines komplexen Krankheitsbildes hinwiesen, das sich seit Jahren 

auf der Symptomebene wechselhaft und wenig differenziert zeige. Jedenfalls 

widersprächen diese nicht der Annahme, dass hier krankheitsbedingt eine seit vielen 

Jahren bestehende psychische Behinderung im Rahmen einer schizophreniformen 

Grundstörung vorliege (act. G 39.1).

2.6   Die Frage, ob ein schizophrenes Krankheitsgeschehen vorliegt, wird nunmehr seit 

Mai 2009 diskutiert, als das Psychiatrie-Zentrum B.___ erstmals die Verdachtsdiagnose 

einer paranoiden Schizophrenie oder einer schizoaffektiven Störung stellte (act. 

G 4.1/22.2). Diese Stelle gab insgesamt vier Berichte ab mit jeweils wechselnden 

(Verdachts-, Differential-, und Subdifferential-)Diagnosen, wobei sie am Schluss im 

Wesentlichen die Ansicht der Klinik D.___ übernahm (Bericht vom 10. September 2008 

[act. G 4.1/24.26], Bericht vom 8. Mai 2009 [act. G 4.1/22], Bericht vom 30. September 

2009 [act. G 4.1/28] und Bericht vom 15. Juni 2010 [act. G 4.1/43]). Letztere konnte 

während des knapp fünfwöchigen Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 10. März 

2010 bis zum 12. April 2010 keine schizophrene Erkrankung feststellen, wenn sie auch 

einräumt, dass die diagnostische Einordnung schwierig sei (act. G 4.1/47.1 f.). 

Nachdem nun die Einwände von Dr. F.___ eigens in einem zweiten Gutachten abgeklärt 

wurden, und auch dieser Gutachter wiederum zum Schluss kommt, es liege keine 

Krankheit aus dem schizophrenen Formenkreis vor, hat es dabei sein Bewenden. Dr. 

K.___ führt in seinem Gutachten ausführlich aus, weshalb seiner Ansicht nach die 

Kriterien für das Vorliegen einer Schizophrenie nicht erfüllt seien. Zudem verweist er 

darauf, dass offenbar niemand den Beschwerdeführer je in einem psychotischen 

Zustand angetroffen hat, auch Dr. K.___ selber nicht, habe sich doch während der 5-

stündigen Untersuchung keine einzige schizophrenietypische formale Denkstörung 

gezeigt (act. G 31, S. 26. ff.). Dies relativiert denn auch die nachgeschobenen 

anamnestischen Angaben im Schreiben von Dr. F.___ vom 11. Dezember 2013, 

wonach der Beschwerdeführer in seiner frühen Adoleszenz Drogen (täglich Heroin) 

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konsumiert haben will, was gemäss Ausführungen von Dr. K.___ unter Umständen eine 

Vulnerabilität für Schizophrenie bedingen könne (act. G 31, S. 27). Den Konsum von 

illegalen Drogen hat der Beschwerdeführer gegenüber Dr. K.___ jedoch ausdrücklich 

verneint (keinerlei Erfahrung; act. G 31, S. 10). Die Begründung, er habe dies aus Angst 

(wovor? und warum ist diese jetzt weg?) verschwiegen, erscheint nicht plausibel. Von 

weiteren Abklärungen sind keine Aufschlüsse mehr zu erwarten, weshalb darauf zu 

verzichten ist. Schliesslich reicht die Tatsache, dass gemäss Dr. F.___ ein 

schizophrenes Geschehen nicht ausgeschlossen werden kann, nicht aus, um die 

Glaubwürdigkeit des Gutachtens von Dr. K.___ zu erschüttern, geht doch selbst 

Dr. F.___ nicht von einem grundsätzlichen Widerspruch des Gutachtens zu seinen 

Feststellungen aus, wenn er diese auch anders würdigt. Letztlich handelt es sich um 

eine andere Interpretation des gleichen Zustands. Im Übrigen geht Dr. F.___, wie auch 

Dr. C.___, von einer wiedererlangten, bescheidenen Arbeitsfähigkeit aus (act. G 19.1, 

S. 3; act. G 39.2). Auch der Rechtsvertreter bestreitet nicht grundsätzlich, dass das 

Gutachten differenziert, umfassend und mit den üblichen Instrumentarien durchgeführt 

wurde, bemängelt aber, dass dieses nur eine Momentaufnahme darstelle. Dem ist 

jedoch entgegen zu halten, dass dem Gutachter sämtliche Akten zur Verfügung 

standen und er diese auch in seine Würdigung einbezogen hat (act. G 31 S. 33 f.). 

Zusammenfassend ist somit in der medizinischen Beurteilung auf das Gutachten von 

Dr. K.___ abzustellen.

2.7   Im Weiteren stellt sich die Frage nach der verwertbaren Arbeitsfähigkeit. Anders 

als Dr. I.___, der dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten, 

körperlich nicht zu strengen Tätigkeit attestiert hat, billigt Dr. K.___ dem 

Beschwerdeführer eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20 % zu. Dies 

begründet er damit, dass angesichts der nur zum kleinen Teil und nur teilweise erfüllten 

Foerster-Kriterien zwar nicht von einer völligen Unüberwindbarkeit der Beschwerden 

auszugehen sei, dass aber auf Grund der dysfunktionalen Beschwerdebewältigung, die 

durch eine suboptimale Persönlichkeitsstruktur zumindest stark begünstigt werde, 

immerhin eine partielle Verminderung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden könne (act. 

G 31, S. 32). Dem ist jedoch mit der Beschwerdegegnerin entgegen zu halten, dass mit 

der vom Gutachter selber festgestellten, nicht schwerwiegenden psychischen 

Komorbidität und dem geringen Erfüllungsgrad der übrigen Kriterien (ein sekundärer 

Krankheitsgewinn [Vollversorgung durch Ehefrau] kann entgegen der Ansicht von 

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Dr. K.___ nicht berücksichtigt werden [vgl. BGE 130 V 352 E. 3.3.2,  mit Hinweis auf 

Ulrich Meyer, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der 

Sozialversicherung, in: R. Schaffhauser/F. Schlauri [Hrsg.], Schmerz und 

Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen, 2003, S. 86]), nicht von einer ausnahmsweisen 

(teilweisen) Unüberwindbarkeit der Beschwerden ausgegangen werden kann. Vielmehr 

sind Tätigkeiten, welche die von Dr. K.___ genannten Kriterien erfüllen (vgl. act. G 31, 

S. 32), zu 100 % zumutbar.

2.8   Der Beschwerdeführer verdiente an seiner letzten Arbeitsstelle ein um rund 11 % 

unterdurchschnittliches Einkommen von Fr. 54'600.-- (Fr. 4'200.-- x 13 [vgl. act. 

G 4.1/19.10 und 53] bei einem Tabelleneinkommen von Fr. 61'240.-- [2009; IVG-

Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Anhang 2]). Nach der Praxis des 

Bundesgerichts ist nur in dem Umfang zu parallelisieren, als die Abweichung die 

Erheblichkeitsschwelle von 5 % übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6.1.2 f.). Beim 

Invalideneinkommen ist somit von einem Wert von Fr. 57'566.-- auszugehen (Fr. 

61'240.-- x 94 % [11 % - 5 %]). Selbst bei einem angenommenen Leidensabzug von 

20 % ergäbe sich damit ein Invalideneinkommen von Fr. 46'053.-- (Fr. 57'566.-- x 

80 %) und damit ein Invaliditätsgrad von 15,7 % (Fr. 46'053.-- : Fr. 54'600.--). Der 

Beschwerdeführer ist damit in der Lage, ohne berufliche Massnahmen (Umschulung) 

ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Auch eine Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit ist nicht konkret erwiesen, geht doch letztlich auch Dr. K.___ - 

wie schon Dr. I.___ (act. G 4.1/51.22) - davon aus, dass dem Beschwerdebild des 

Beschwerdeführers nur sehr geringer Krankheitswert zukomme und die 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in erster Linie in der widerständigen Haltung des 

Beschwerdeführers begründet liege (act. G 4.1/32). Auf einen willensnahen Prozess 

lässt auch die Beurteilung der letzten Arbeitgeberin schliessen, wonach sich der 

Beschwerdeführer während der Probezeit voll eingesetzt, während der 

anschliessenden Festanstellung jedoch nur noch 4,5 Stunden gearbeitet habe und 

dann "krank" gewesen sei (act. G 4.1/19.5). Die angefochtene Verfügung erweist sich 

als rechtens.

3.            

3.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

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3.2   Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver­

sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. 

Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Der 

Beschwerdeführer ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihm die Gerichtskosten 

aufzuerlegen sind. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Be­

freiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbei­

ständung) durch die Gerichtsleitung am 2. Mai 2011 ist er jedoch von deren Bezahlung 

zu befreien.

3.3   Die Beschwerdegegnerin hat sodann die Kosten für das Gerichtsgutachten von 

Dr. K.___ in Höhe von Fr. 6'192.63 (act. G 33) und für die gerichtlichen Abklärungen bei 

der ABI GmbH in Höhe von Fr. 708.40 (act. G 16), total Fr. 6'901.03, zu übernehmen 

(vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG, Art. 78 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 137 V 210 E. 4.4.2)

3.4   Der Staat ist auf Grund der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten, 

für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Der 

Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

Diese ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 

963.70) um einen Fünftel auf Fr. 2'800.-- zu reduzieren.

3.5   Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm gestatten, kann der 

Beschwerdeführer zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die 

Vertretung verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2.    Der Beschwerdeführer wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.    Die Beschwerdegegnerin bezahlt die Kosten für das Gerichtsgutachten von 

Dr. K.___ in Höhe von Fr. 6'192.65 sowie für die gerichtliche Abklärung bei der ABI 

GmbH in Höhe von Fr. 708.40, insgesamt Fr. 6'901.05.

4.      Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'800.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.02.2014
	Art. 28 IVG. Invalidenrente. Auch das Einholen eines gerichtlichen Obergutachtens konnte das geltend gemachte - und durch Angaben des behandelnden Arztes untermauerte - Vorliegen einer schizophrenen Erkrankung nicht beweisen. Die festgestellte Somatisierungsstörung gilt zudem im Sinn der einschlägigen Rechtsprechung als überwindbar. Es sind somit nur wenige (qualitative) Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Februar 2014, IV 2011/114).

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