# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2af95f8d-a657-5520-90fb-0f4c490a2654
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.09.2011 C-3268/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3268-2009_2011-09-29.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­3268/2009

U r t e i l   v om     2 9 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer, Richterin Madeleine Hirsig­Vouilloz,   
Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser.

Parteien 1. X._______, 
2. Y._______, 
3. Z._______, 
4. S._______, 
alle p. A. Dr. A._______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Sozialfonds der B._______ in Liquidation,   
vertreten durch lic. iur. P._______,
Beschwerdegegner, 

Aufsichtsbehörde BVG und Stiftungsaufsicht, 
Rheinsprung 16, 4001 Basel,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Liquidationsplan, Verfügung vom 29. April 2009.

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Sachverhalt:

A. 
Mit  Informationsschreiben  vom  26.  März  2008  teilte  P._______, 
Liquidator  der  Pensionskasse  der  B._______  in  Liq.  (nachfolgend  die 
Pensionskasse) und des Sozialfonds der B._______ in Liq. (nachfolgend 
der  Sozialfonds),  den  Destinatären  der  beiden  genannten,  zu 
liquidierenden Vorsorgeeinrichtungen unter anderem mit, dass die  freien 
Mittel  von  Fr.  21'971'134.­­  der  Pensionskasse  aufgrund  des  im 
September  2007  bekannt  gegeben  und  nicht  angefochtenen 
Verteilungsplanes  auf  die  einzelnen  Destinatärsgruppen  aufgeteilt  und 
individuell  hätten  zugewiesen  werden  können.  Dabei  seien  diese Mittel 
zunächst  auf  verschiedene  Mitarbeitendenkollektive,  anschliessend 
innerhalb  dieser  Kollektive  auf  die  Rentner  und  die  aktive  Versicherten 
und  in  einem  dritten  Schritt  individuell  aufgeteilt  worden.  Für  die 
Berechnung  seien  bei  den  aktiven  Versicherten  die  Anzahl  Dienstjahre 
und der durchschnittliche versicherte Monatsgehalt der letzten drei  Jahre 
und  bei  den  Rentnern  die  Deckungskapitalien  massgebend  gewesen. 
Den Destinatären wurde die Gelegenheit gegeben, bis am 21. April 2008 
eine  Einsprache  zu  erheben,  falls  sie  die  individuelle  Berechnung 
anfechten wollten. Was den Sozialfonds anbelange, stehe er weiterhin für 
Härtefälle  zur  Verfügung.  Sobald  absehbar  sei,  dass  keine  Härtefälle 
mehr  anfallen  würden,  würden  auch  die  Mittel  des  Sozialfonds  an  die 
Destinatäre verteilt werden  (act. 12/4).

Hinsichtlich der Durchführung der Verteilung bleibt anzumerken, dass die 
zu verteilenden  freien Mittel der Pensionskasse per 31. März 2007 dem 
Sozialfonds  übertragen  worden  sind  mit  dem  Auftrag,  sie  nach  den 
reglementarischen Grundlagen auf die Destinatäre zu verteilen (act. 12/2, 
S. 5 und 12/3, Anhang der Jahresrechnung 2006­März 2007 S. 1)

B. 
Mit  Bescheid  vom  29.  Mai  2008  wies  der  Liquidator  namens  der 
Pensionskasse  Einsprachen  der  vier  ehemaligen Mitarbeiter  Y._______ 
(Austritt altershalber 1991), X._______ und S._______ (je Austritt 1997) 
und  Z._______  (Austritt  altershalber  1999)  im  Wesentlichen  mit  dem 
Argument ab, sie seien vor dem 1. Juli 2005 (Stichtag für die Liquidation) 
aus  der  Pensionskasse  ausgeschieden.  Der  frühere  Austritt  von 
Mitarbeitenden  habe  keinen  Zusammenhang  gehabt  mit  dem 
Sachverhalt,  der  zur  Totalliquidation  der  Pensionskasse  geführt  habe. 
Daher  könnten  die  vier  Einsprechenden  aus  dem  Grundsatz  der 

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Gleichbehandlung  nichts  für  sich  ableiten.  Die  Akten  würden  der 
zuständigen  Aufsichtsbehörde  BVG  und  Stiftungsaufsicht  des  Kantons 
Basel­Stadt  (nachfolgend  die  Aufsichtsbehörde  oder  die  Vorinstanz) 
zusammen  mit  dem  Antrag  um  Genehmigung  des  Verteilungsplanes 
übermittelt werden (act. 12/9a­9d).

C. 
Mit  Verfügung  vom  29.  April  2009  betreffend  die  Genehmigung  des 
Verteilungsplanes  (Schlüssel)  der  ehemaligen  Pensionskasse  der 
B._______  und  betreffend  die  Abweisung  der  Einsprachen  stellte  die 
Aufsichtsbehörde fest, dass die Berechnung der freien Mittel gemäss den 
gesetzlichen   Vorschriften  erfolgt  sei  (Dispositivziffer  1).  Zudem 
genehmigte  sie  den  Verteilungsplan  (Schlüssel)  vom  26.  März  2008 
(Dispositivziffer  2). Während  sie  den  Liquidator  anwies,  die  Destinatäre 
über  den  Inhalt  ihrer  Verfügung  zu  informieren  (Dispositivziffer  3), 
eröffnete  sie  die  Verfügung  selbst  und  direkt  den  vier  Einsprechenden 
Y._______,  X.­______,  S._______  und  Z.________  (Dispositivziffer  4). 
Sie  begründete  ihre  Verfügung  im Wesentlichen  damit,  dass  sämtliche 
Destinatäre über die zu verteilenden Mittel, den Destinatärskreis und den 
Verteilungsschlüssel  informiert  worden  seien,  die  gewählten 
Verteilkriterien  objektiv  seien  und  den  Grundsätzen  von  Treu  und 
Glauben und der Gleichbehandlung entsprochen worden sei. Hinsichtlich 
des  Verteilschlüssels  seien  die  Einsprachen  der  früheren  Mitarbeiter 
X._______ und S._______ abzuweisen, da sie bei ihrem Austritt aus der 
Pensionskasse  ihre  Freizügigkeitsleistung  erhalten  hätten;  sie  würden 
nicht zum Destinatärskreis gehören, denn ihr Austritt liege zeitlich 9 Jahre 
vor der Liquidation der Vorsorgeeinrichtung. Damit könnten sie auch nicht 
den  Destinätären  gleichgesetzt  werden.  Dasselbe  gelte  für  die 
Einsprechenden  Y._______  und  Z._______,  welche  anlässlich  ihrer 
Pensionierung  von  ihrem  Recht  auf  Kapitalbezug  gemacht  hätten  und 
deren  altershalber  Austritt  15  bzw.  5  Jahre  vor  der  Liquidation  der 
Vorsorgeeinrichtung zurückliege (act. 12/12).

D. 
Mit  Eingabe  vom  24.  Mai  2009  liessen  Y._______,  X._______, 
S._______  und  Z._______  (nachfolgend  die  Beschwerdeführer)  gegen 
die  aufsichtsbehördliche  Verfügung   vom  29.  April  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichen  und  beantragen,  sie 
seien  in  den  Verteilungsplan  aufzunehmen  und  an  den  verteilenden 
Vermögenswerten  des  Sozialfonds  beteiligen  zu  lassen.  Sie  machten 
dabei  im  Wesentlichen  geltend,  dass  der  Sozialfonds  und  die 

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Pensionskasse  ihr  Vermögen  mit  den  jetzt  vorhandenen  und  zu 
verteilenden freien Mitteln von rund Fr. 22 Mio (auch) dank den Beiträgen 
der  Arbeitnehmer  hätten  äufnen  können,  zu  welchen  die 
Beschwerdeführer  während  Jahrzehnten  gehört  hätten.  Bezüglich  der 
freien Mittel  sei  die  Lage  der  Renten­  und  der  Kapitalbezüger materiell 
dieselbe.  Die  Dauer  der  Zugehörigkeit  der  Beschwerdeführer  zum 
Sozialfonds bzw. zur Pensionskasse solle für die Verteilung massgebend 
sein (act. 1).

E. 

E.a Mit  Eingabe  vom  14.  August  2009  erklärte  die  Vorinstanz,  auf  die 
Einreichung einer Vernehmlassung zu verzichten und  reichte  ihre Akten 
ein (act. 7).

E.b  Mit  Eingabe  vom  26.  September  2009  (vgl.  act.  12)  nahm  der 
Sozialfonds  (nachfolgend  der  Beschwerdegegner)  zur  Beschwerde 
Stellung  und  beantragte  deren  Abweisung.  Er  begründete  seinen 
Beschwerdeantrag im Wesentlichen damit, dass die strittigen freien Mittel 
der Pensionskasse von rund Fr. 22 Mio. – die nun der Beschwerdegegner 
nach den reglementarischen Bestimmungen der Pensionskasse an deren 
Destinatäre  zu  verteilen  habe –  nicht  aus Mitteln  der Beschwerdeführer 
entstanden  seien,  sondern  zum grossen Teil  (Fr.  13 Mio)  erst  im Laufe 
des Jahres 2006 durch infolge der Liquidierung aufgelöste Reserven und 
Rückstellungen  und  dank  Kursgewinnen  auf  Wertschriften  und 
Buchgewinnen auf Liegenschaften. Der Rest (Fr. 9 Mio) seien freie Mittel, 
die  von  anderen  Vorsorgeeinrichtungen  –  hauptsächlich  für  das 
Verwaltungspersonal  –  herstammten  und  von  der  Pensionskasse 
übernommen  worden  seien.  Die  genannten  Reserven  und 
Rückstellungen hätten einzig den Versicherten und Rentner gedient, die 
im  Jahre  2006  noch  der  Pensionskasse  angehörten,  und  die 
Kursgewinne würden auf die von diesen geäufneten Mittel zurückgehen. 
Die  Festlegung  des  Stichtages  für  die  Verteilung  freier  Mittel  habe  die 
wirtschaftlichen  Veränderungen  bei  der  Stifterfirma  abzubilden,  welche 
zur  Liquidation  geführt  hätten.  Vorliegend  sei  die  wirtschaftliche 
Entwicklung vor Juli 2005, als der Verwaltungsrat entschieden habe, die 
Stifterfirma zu sanieren, nicht absehbar gewesen. Mit der Festlegung des 
Liquidationszeitpunktes  auf  den  1.  Juli  2005  sei  der  Stiftungsrat 
überzeugt  gewesen,  mit  Sicherheit  allen  Beteiligten  in  den 
Verteilungsplan  einzubeziehen,  welche  überhaupt  von  der – 
überraschenden ­ wirtschaftlichen Veränderung der Stifterfirma betroffen 

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sein  konnten.  Dieser  nach  objektiven,  nachvollziehbaren  Kriterien 
festgelegte Stichtag sei  von der Vorinstanz geschützt worden. Während 
die  Beschwerdeführer  Y._______  und  Z._______  mit  der 
Kapitalabfindung anlässlich ihrer Pensionierung auch keine Anwartschaft 
auf eine Beteiligung an den freien Mitteln mehr hätten, sei der Austritt der 
Beschwerdeführer  X._______  und  S._______  acht  Jahre  vor  dem 
Stichtag  erfolgt,  wobei  während  der  Versicherungsdauer  bei  der 
Pensionskasse  kein  Vorsorgefall  eingetreten  sei.  Deshalb  könnten  sie 
auch keinen Anteil an freie Mittel beanspruchen.

F. 
Mit Replik  vom  29. Oktober  2009  bestätigten  die Beschwerdeführer  die 
Anträge  und  die  Begründung  ihrer  Beschwerde,  wobei  sie  noch 
beantragten,  dass  nach  der  Neudefinierung  der  Anspruchsberechtigten 
und  der  Aufnahme  der  Beschwerdeführer  in  deren  Kreis  allfällige  übrig 
gebliebene  Mittel  dem  Gemeinwesen  zu  überführen  seien.  Zudem 
machten  sie  in  formeller  Hinsicht  im  Wesentlichen  geltend,  dass  es 
Aufgabe  der  Vorinstanz  und  nicht  des  Liquidators  gewesen  wäre,  den 
Kreis der Destinatäre festzulegen. Auch hätte der Beschwerdegegner alle 
früheren  Mitarbeiter  (mindestens  der  letzten  15  Jahre)  persönlich 
anschreiben  sollen,  zusätzlich  zu  einer  Publikation  im  kantonalen 
Amtsblatt, um das rechtliche Gehör zu gewähren.  In materieller Hinsicht 
wiesen  sie  im  Wesentlichen  auf  gewisse  persönliche  Besonderheiten 
einzelner  Beschwerdeführer  hin,  so  etwa  dass  das  zuständige  Basler 
Zivilgericht  die  Überweisung  der  Freizügigkeitsleistung  des 
Beschwerdeführers  X._______  von  der  Pensionskasse  auf  die 
Vorsorgeeinrichtung  der  Temporärfirma  nicht  zugelassen  habe,  für 
welche  Firma  er  nach  seinem  Austritt  1997  einige  Monate  vor  einer 
schweren,  invalidisierenden  Erkrankung  gearbeitet  habe,  womit  die 
infolgedessen ausgesprochene Invalidenrente erheblich tiefer ausgefallen 
sei;  beim  Beschwerdeführer  S._______,  der  ebenfalls  Invalidenrentner 
war,  wurde  präzisierend  darauf  hingewiesen,  dass  die  Aufgabe  dessen 
Tätigkeit  bei  der  Stifterfirma  von  der  IV­Stelle  im  Mai  1998  angesetzt 
worden sei   (act. 14).

G. 
Während die Vorinstanz mit Eingabe vom 5. November 2009 bekanntgab, 
dass  sie  auf  die  Einreichung  einer  Duplik  verzichtete  (vgl.  act.  16), 
bestätigte  der  Beschwerdegegner  den  in  seiner  Stellungnahme 
formulierten  Antrag  und  dessen  Begründung  (act.  19).  In  formeller 
Hinsicht wies er zudem darauf hin, dass es nicht die gesetzliche Aufgabe 

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der Vorinstanz sei, den Verteilungsplan selber zu erstellen, sondern den 
von  der  Vorsorgeeinrichtung  ausgearbeiteten  Plan  zu  prüfen  und  zu 
genehmigen. Das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer sei im Verlaufe 
des  Verfahrens  nicht  verletzt  worden.  Da  sie  nach  Ansicht  des 
Beschwerdegegners nicht zum Kreis der Destinatäre gehören, seien sie 
zwar  nicht  persönlich  informiert  worden,  aber  die  Information  über  den 
Verteilungsplan  sei  in  den  Amtsblätter  der  Kantone  Basel­Stadt,  Basel­
Landschaft  und  Solothurn  publiziert  worden.  In  persönlicher  Hinsicht 
bemerkte der Beschwerdegegner, dass die Beschwerdeführer X._______ 
und S._______ mit dem Eintritt des Freizügigkeitsfalles (in beiden Fällen 
Invalidität)  nach  ihrem  Austritt  aus  der  Pensionskasse  auch  nicht mehr 
zum  Destinatärskreis  derselben  Pensionskasse  gehören  könnten,  und 
zwar  auch  dann  nicht,  wenn  die Übertragung  der  Freizügigkeitsleistung 
wie im Fall des Beschwerdeführers X._______ vom Zivilgericht untersagt 
worden  sei.  Diesfalls  bleibe  der  Letztgenannte  Gläubiger,  nicht  jedoch 
Destinatär  der  Pensionskasse  mit  entsprechenden  Ansprüchen  im 
Vorsorgefall.

H. 
Auf  Verlangen  des  Gerichts  hat  der  Liquidator  am  1.  September  2011 
verschiedene  Akten  betreffend  die  Freizügigkeitsleistung  des 
Beschwerdeführers  X._______  nachgereicht,  so  unter  anderem  den 
Nachweis  der  Überweisung  dieser  Leistung  an  den  besagten 
Beschwerdeführer  vom  1.  November  2010,  nachdem  das  Zivilgericht 
Basel­Stadt mit Urteil vom 1. April 2010 die Aufhebung der – von diesem 
Gericht  am  12.  Mai  1997  verfügten  ­  Sperre  und  die  Auszahlung  des 
angesparten  Altersguthabens  angeordnet  hatte  (act.  22/1­4  und  22/14). 
Diese Akten sind dem betroffenen Beschwerdeführer und der Vorinstanz 
zur allfälligen Stellungnahme unterbreitet worden. Letztgenannte erklärte 
mit  Eingabe  vom  16.  September  2011,  auf  eine  Stellungnahme  zu 
verzichten.  Der  Beschwerdeführer  X._______  liess  sich  dazu  nicht 
vernehmen.

I. 
Den vom Gericht mit Zwischenverfügung vom 26. Mai 2009 einverlangten 
Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  2'500.­­  haben  die 
Beschwerdeführer am 11. Juni 2009 überwiesen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1. 
Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der 
Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74 
Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  25.  Juni  1982  über  die  berufliche  Al­
ters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (BVG,  SR  831.40),  dies  in 
Verbindung mit Art. 33  lit.  i VGG. Eine Ausnahme  im Sinne von Art. 32 
VGG liegt in casu nicht vor.

2. 
Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  die  Verfügung 
der Aufsichtsbehörde BVG und Stiftungsaufsicht des Kantons Basel­Stadt 
vom 29. April  2009, welche  ohne Zweifel  eine Verfügung  im Sinne  von 
Art.  5 VwVG darstellt.  Die Beschwerde  gegen  diese Verfügung  ist  frist­ 
und  formgerecht  eingegangen  (Art.  50  und  52  VwVG).  Die 
Beschwerdeführer  haben  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen,  sind  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt,  indem  ihnen  die  Zugehörigkeit  zum  Destinatärskreis  der 
Pensionskasse  B._______  in  Liq.,  verweigert  worden  ist,  und  haben  in 
diesem Zusammenhang  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Änderung 
oder  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  (Art.  48  VwVG).  Damit 
sind  sie  zur  Beschwerde  legitimiert.  Nachdem  auch  der  eingeforderte 
Kostenvorschuss  in  der  gesetzten  Frist  geleistet  wurde,  ist  auf  das 
ergriffene Rechtsmittel einzutreten.

3. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung  von  Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 
die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit,  wenn  nicht  eine  kantonale 
Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

4. 

4.1.  In  verfahrensmässiger  Hinsicht  rügen  die  Beschwerdeführer 
zunächst,  die  Erstellung  des  Verteilungsplanes  sei  nicht  Aufgabe  der 
Vorsorgeeinrichtung, sondern der Aufsichtsbehörde. 

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4.2. Die Aufsichtsbehörde BVG hat über die Einhaltung der gesetzlichen, 
statutarischen  und  reglementarischen  Vorschriften  durch  die 
Vorsorgeeinrichtungen  sowie  die  Einrichtungen,  die  nach  ihrem  Zweck 
der beruflichen Vorsorge dienen, zu wachen (Art. 62 Abs. 1 BVG), indem 
sie  insbesondere  die  Übereinstimmung  der  reglementarischen 
Bestimmungen  mit  den  gesetzlichen  Vorschriften  prüft  (lit.  a),  von  den 
Vorsorgeeinrichtungen und den Einrichtungen, die nach ihrem Zweck der 
beruflichen  Vorsorge  dienen,  periodisch  Berichterstattung  fordert, 
namentlich über die Geschäftstätigkeit (lit. b), Einsicht in die Berichte der 
Kontrollstelle  und  des  Experten  für  berufliche  Vorsorge  nimmt  (lit.  c) 
sowie  die  Massnahmen  zur  Behebung  von  Mängeln  trifft  (lit.  d)  und 
Streitigkeiten  betreffend  das  Recht  der  versicherten  Person  auf 
Information  beurteilt  (lit.  e).  Im  Rahmen  ihrer  Aufsichtstätigkeit  hat  sich 
die  Aufsichtsbehörde  auch  mit  der  Gesamtliquidation  von 
Vorsorgeeinrichtungen  zu  befassen,  und  zwar  indem  sie  darüber 
entscheidet,  ob  die  Voraussetzungen  und  Verfahren  eingehalten  sind, 
und  indem  sie  den  Verteilungsplan  genehmigt  (Art.  53c  BVG).  Zu 
erstellen  ist der Verteilungsplan von der Vorsorgeeinrichtung selbst  (Art. 
53d Abs. 4 Bst. d BVG).

4.3.  Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Vorinstanz  als  zuständige 
Aufsichtsbehörde  mit  der  hier  angefochtenen  Verfügung  den 
Verteilungsplan genehmigt, den ihr der Liquidator der Pensionskasse der 
B._______  in  Liq.  unterbreitet  hat,  deren  freie  Mittel  der  Sozialfonds 
derselben  Stifterfirma  zu  verteilen  hat.  Damit  ist  das  gesetzlich 
vorgesehene Verfahren und die Zuständigkeitsordnung, wie sie Art. 53c 
BVG ausdrücklich vorsieht, einwandfrei beachtet worden.

Aus diesen Erwägungen kann die Beschwerde ­ unter Heranziehung der 
auch vom Beschwerdegegner  zu Recht  zitierten Gesetzesbestimmung  ­ 
in diesem Punkt nur abgewiesen werden.

5. 

5.1.  Eine  weitere  formelle  Rüge  der  Beschwerdeführer  betrifft  das 
rechtliche  Gehör.  So  sind  sie  der  Ansicht,  dass  nicht  nur  die  vom 
Beschwerdegegner  bezeichneten  Destinatäre,  sondern  alle  früheren 
Mitarbeiter der Stifterfirma (mindestens auf 15 Jahre zurück), die bei der 
Pensionskasse resp. dem Sozialfonds versichert waren, persönlich hätten 
vom  Liquidator  über  die  Verteilung  der  freien  Mittel  informiert  werden 

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sollen,  zusätzlich  zu  einer  Publikation  im Amtsblatt  des  Kantons  Basel­
Stadt. Nur so wäre das rechtliche Gehör gewährleistet worden. 

5.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 
29 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VwVG haben die Parteien Anspruch 
auf rechtliches Gehör (zu dessen Inhalt vgl. BGE 135 I 279 E. 2.3 S. 282; 
135  II  286 E.  5.1 S.  293;  132 V 368 E.  3.1 S.  370 mit Hinweisen). Der 
Anspruch  auf  vorgängige  Anhörung  (Art.  30  Abs.  1  VwVG)  beinhaltet 
insbesondere, dass eine Behörde sich beim Erlass ihrer Verfügung nicht 
auf  Tatsachen  abstützen  darf,  zu  denen  der  von  der  Verfügung 
Betroffene  sich  nicht  vorgängig  äussern  konnte.  Das  rechtliche  Gehör 
dient  einerseits  der  Sachaufklärung,  andererseits  stellt  es  ein 
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids 
dar,  welcher  in  die  Rechtsstellung  einer  Person  eingreift.  Dazu  gehört 
insbesondere  deren  Recht,  sich  vor  Erlass  des  in  ihre  Rechtstellung 
eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweismittel 
beizubringen,  Einsicht  in  die  Akten  zu  nehmen,  mit  erheblichen 
Beweisanträgen  gehört  zu  werden  und  an  der  Erhebung  wesentlicher 
Beweismittel  entweder  mitzuwirken  oder  sich  zumindest  zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet  ist, den Entscheid zu 
beeinflussen (BGE 127  I 56 E. 2b, 127  III 578 E. 2c, 126 V 130 E. 2a). 
Das Recht, angehört  zu werden,  ist  formeller Natur. Die Verletzung des 
rechtlichen  Gehörs  führt  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten  der 
Beschwerde  in  der  Sache  selbst  zur  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung.  Es  kommt  mit  anderen  Worten  nicht  darauf  an,  ob  die 
Anhörung  im  konkreten  Fall  für  den  Ausgang  der  materiellen 
Streitentscheidung  von  Bedeutung  ist,  d.h.  die  Behörde  zu  einer 
Änderung  ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht  (Urteil  des BGer 
8C_254/2011 vom 7. Juli 2011 E. 4.1; BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390; 127 
V  431  E.  3d/aa  S.  437).  Nach  der  Rechtsprechung  kann  eine  ­  nicht 
besonders  schwerwiegende  ­  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs 
ausnahmsweise  als  geheilt  gelten,  wenn  die  betroffene  Person  die 
Möglichkeit  erhält,  sich  vor  einer  Beschwerdeinstanz  zu  äussern,  die 
sowohl  den  Sachverhalt  wie  die  Rechtslage  frei  überprüfen  kann  (BGE 
135  I  279  E.  2.6.1  S.  285).  Von  einer  Rückweisung  der  Sache  an  die 
Verwaltung  ist  selbst  bei  einer  schwerwiegenden  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung 
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen 
führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten)  Interesse der 
betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu 

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Seite 10

vereinbaren  wären  (Urteil  des  BGer  8C_254/2011  vom  7.  Juli  2011  E. 
4.1; BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis).

5.3.  Vorliegend  haben  die  Beschwerdeführer  noch  vor  Eröffnung  des 
eigentlichen  Verwaltungsverfahrens  vor  der  Vorinstanz  beim  Liquidator 
des  Beschwerdegegners  im  Mai  2008  Einsprachen  gegen  ihre 
Nichtberücksichtigung  im  Kreise  der  Destinatäre  erhoben,  auf  die  der 
Liquidator eingetreten ist, die er nach Prüfung abgewiesen und dann mit 
dem  Antrag  auf  Genehmigung  des  Verteilungsplanes  der  Vorinstanz 
weitergeleitet  hat.  Die  Vorinstanz  hat  die  Einsprachen  der  vier 
Beschwerdeführer  allesamt  behandelt,  nachdem  ihr  Vertreter  mit 
Schreiben  vom  1.  November  2008  nochmals  sinngemäss  bestätigte 
hatte,  dass  sie  an  der  Einsprache  festhalten  würden  (act.  12/11).  Die 
Vorinstanz wies die Einsprachen der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
mit der Begründung ab, dass sie ihre Destinatärseigenschaft mindestens 
5 Jahre vor dem Stichtag für die Liquidation aufgegeben hätten. Ab dem 
Zeitpunkt  also,  als  die  Beschwerdeführer  beim  Liquidator  infolge  der 
Vorlegung des Verteilungsplanes eine Einsprache eingereicht haben,  ist 
bis  und mit  Abschluss  des  vorinstanzlichen Verfahrens  in  keiner  Phase 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erkennen. Dazu kommt, dass 
die  Mitteilung  des  Liquidators  über  den  Verteilungsplan,  die  er  den 
Destinatären gesetzesgemäss (vgl. Art. 53d Abs. 5 BVG) zugestellt hatte, 
auch noch in den Amtsblättern dreier Kantone (BS, BL und SO) publiziert 
worden ist (act. 10/I der Vorinstanz). 

Dadurch,  dass  die  Beschwerdeführer  nicht  persönlich  durch  den 
Liquidator  informiert worden sind, wurde das  rechtliche Gehör  im Lichte 
dieser  Erwägungen  nicht  verletzt.  Damit  ist  auch  diese  formelle  Rüge 
vollumfänglich abzuweisen.  

6. 

6.1.  Die  Beschwerdeführer  rügen  in  materieller  Hinsicht  ihre 
Nichtaufnahme  in  den  Kreis  der  Destinatäre  (oder  Begünstigten),  an 
welche  die  freien  Mittel  der  Pensionskasse  im  Rahmen  der 
beschlossenen  Gesamtliquidation  verteilt  werden  sollen.  Damit  wenden 
sie  sich  insbesondere  gegen  den  vom  Beschwerdegegner  gewählten 
Stichtag  für  die  Liquidation  per  1.  Juli  2005,  den  sie  um  rund  15  Jahre 
zurückversetzen  wollen  mit  dem  Argument,  dass  die  freien  Mittel  auch 
dank ihren jahrelang eingezahlten Beiträgen geäufnet worden seien.

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Demgegenüber  macht  der  Beschwerdegegner  geltend,  dass  die  zu 
verteilenden  freien  Mittel  von  Fr.  22  Mio  einerseits  von  einer 
Vorsorgeeinrichtung  für  das  Verwaltungspersonal  herstammen  würden 
(rund  Fr.  9  Mio)  und  andererseits  auf  aufgelöste  Reserven  und 
Rückstellungen  sowie  Kursgewinnen  auf  Wertschriften  und 
Buchgewinnen  auf  Liegenschaften  im  Jahre  2006  (rund  Fr.  13  Mio) 
zurückzuführen  seien.  Darüber  hinaus  seien  die  Beschwerdeführer  seit 
mindestens 6 Jahren weder Aktive noch Rentner der Pensionskasse und 
somit  keine Destinatäre mehr. Schliesslich  sei  der wirtschaftliche Grund 
für  die  Liquidation  erst  im  Jahre  2005  eingetreten,  so  dass  die 
Beschwerdeführer, welche viel  früher altershalber oder  freiwillig  von der 
Stifterfirma ausgetreten seien, davon nicht betroffen sein könnten.

6.2. Vorliegend wurde die Gesamtliquidation auf den Stichtag des 1. Juli 
2005  beschlossen.  Anwendbar  sind  deshalb  die  per  1.  Januar  2005  in 
Kraft  getretenen  Bestimmungen  der  1.  BVG­Revision,  insbesondere 
diejenigen  über  die  Teil­  und  Gesamtliquidation  von 
Vorsorgeeinrichtungen,  so  auch  Art.  53c  BVG.  Gemäss  dieser 
Bestimmung  obliegt  es  bei  Gesamtliquidationen  wie  gesagt  der 
Aufsichtsbehörde  selbst,  den  Verteilungsplan  zu  genehmigen,  dies  im 
Unterschied  zur  Teilliquidation,  bei  welcher  nach  dem 
Teilliquidationsreglement vorzugehen ist (Art. 53b BVG).

6.3.  Als  Kriterien  für  die  Genehmigung  des  Verteilungsplanes  können 
diejenigen herangezogen werden, die in Art. 53d BVG festgehalten sind, 
insbesondere  der  Grundsatz,  wonach  das  Vermögen  dem  Personal  zu 
folgen  hat,  und  der  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  (UELI  KIESER  in: 
Jacques­André  Schneider/Thomas  Geiser/Thomas  Gächter  (Hrsg.), 
Handkommentar  zum BVG  und  FZG, Art.  53c,  N  18).  Dem Stiftungsrat 
steht bei  der Festlegung der objektiven Kriterien unter Berücksichtigung 
des  Stiftungszwecks,  der  Grundsätze  der  Verhältnismässigkeit,  der 
Gleichbehandlung und des guten Glaubens (vgl. bereits nach dem Recht 
vor  der  1.  BVG­Revision  BGE  119  Ib  46  E.  4,  KURT  SCHWEIZER, 
Rechtliche Grundlagen der Anwartschaft auf eine Stiftungsleistung in der 
beruflichen  Vorsorge,  Zürich  1985,  S.  106­120;  RUGGLI/STOHLER, 
Umstrukturierung  in  der  Wirtschaft  und  ihre  Auswirkungen  auf  die 
berufliche  Vorsorge,  BJM  2000  S.  124  ff.;  JACQUES­ANDRÉ  SCHNEIDER, 
Fonds libres et liquidations de caisses de pensions, SZS 2001 S. 471 f.) 
ein  grosser  Ermessensspielraum  zu,  in  welchen  die  Aufsichtsbehörde 
nicht eingreifen kann. Der ab dem 1. Januar 2005 geltende Art. 53d Abs. 
1  BVG,  wonach  die  Liquidation  der  Vorsorgeeinrichtung  unter 

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Seite 12

Berücksichtigung  des  Gleichbehandlungsgrundsatzes  und  nach  fachlich 
anerkannten  Grundsätzen  durchgeführt  werden  muss,  bekräftigt  diese 
bisherige Praxis und Rechtsprechung. Danach hat die Aufsichtsbehörde 
den  Verteilungsplan  auf  diese  Kriterien  hin  zu  überprüfen  und  zu 
genehmigen und darf nicht ihr eigenes Ermessen anstelle desjenigen des 
Stiftungsrates setzen. Sie kann nur einschreiten, wenn der Entscheid des 
Stiftungsrates unhaltbar ist, weil er auf sachfremden Kriterien beruht oder 
einschlägige Kriterien ausser Acht  lässt  (vgl. BGE 131  II 514 E. 5, BGE 
128 II 394 E. 3.3, BGE 108 II 497 E. 5, 101Ib 235 E. 2; SVR 2001, BVG 
Nr.  14;  ISABELLE  VETTER­SCHREIBER,  Berufliche  Vorsorge,  Kommentar, 
Zürich 2009, BVG 53b N 21). 

6.4. 

6.4.1. Die Verteilung der freien Mittel hat also nach objektiven Kriterien zu 
erfolgen.  Die  Auswahl  und  Gewichtung  der  Verteilkriterien  richten  sich 
nach  den  oben  erwähnten  Grundsätzen,  insbesondere  dem  Grundsatz 
der Gleichbehandlung der Destinatäre. Soweit dies überhaupt möglich ist, 
sollte  bei  der  Festlegung  und  Gewichtung  der  Verteilungskriterien  die 
Herkunft der  freien Mittel und der Zeitpunkt  ihrer Äufnung berücksichtigt 
werden (BGE 128 II 394 E. 4.4). Die einzelnen Verteilkriterien wie Alter, 
Dienstjahre, Lohnhöhe und Deckungskapital bzw. Sparguthaben sind vor 
der  1.  BVG­Revision  hauptsächlich  im  Zusammenhang  mit 
Teilliquidationen  von  der  Praxis  (vgl.  etwa  die  BSV­Richtlinien  vom  19. 
Oktober  1992  in:  SZS  1993  S.  306  ff.)  und  von  der  Rechtsprechung 
entwickelt bzw. bestätigt worden (BGE 128 II 394 E. 4).

6.4.2.  Auch  ehemalige  Mitarbeitende  der  Stifterfirma  können  bei  der 
Verteilung  von  freien  Mittel  berücksichtigt  werden,  nämlich  zum  einen 
solche,  welche  eine  Rente  beziehen  (Alters­,  Invaliden­  oder 
Hinterlassenenrente,  vgl.  Urteil  des  BGer  9C_421/2009  vom  29. 
September  2009  E.  6.4  mit  Hinweisen;  Urteil  der  BVG­
Beschwerdekommission vom 7. Februar 2003 E. 6b,  in SVR 2004 BVG 
Nr. 11; UELI KIESER in: Jacques­André Schneider/Thomas Geiser/Thomas 
Gächter  (Hrsg.),  Handkommentar  zum  BVG  und  FZG,  Art.  53c,  N  18; 
ISABELLE VETTER­SCHREIBER,  a.a.O.,  BVG  53d  N  5),  aber  auch  solche, 
welche  unfreiwillig  aus  der  Stifterfirma  im  Rahmen  eines  sogenannten 
schleichenden  Personalabbaus  ausgeschieden  sind,  der  eine  (Teil­
)liquidation  ausgelöst  hat.  Dabei  sind  die  Fälle  zu  berücksichtigen,  bei 
welchen  diesen Mitarbeitern  gekündigt  worden  ist  oder  bei  welchen  sie 
sich aus berechtigter Angst um einen Arbeitsplatz frühzeitig um eine neue 

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Stelle bemüht haben. Demgegenüber sind freiwillige, individuelle Austritte 
ohne  Zusammenhang  mit  dem  wirtschaftlichen  Ereignis  nicht  zu 
berücksichtigen,  da  sonst  die  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die 
Freizügigkeit  und  die  reglementarischen  Bestimmungen  über  die 
statutarischen Austrittsleistungen  ihren Sinn verlieren würden  (BVGE C­
2435/2006 vom 8. August 2008 E. 4.3.2, C­2365/2006 vom 19. Februar 
2008 E. 5.4, Urteil des BGer 2A.48/2003 vom 26. Juni 2003, BGE 133 V 
607 E. 4.2.2, BGE 128 II 394 E. 5.5 und 5.6, ISABELLE VETTER­SCHREIBER, 
a.a.O., BVG 53b N 8, 10 und 11). Bei der Festsetzung des Stichdatums 
im  Falles  eines  schleichenden  Personalabbaus  ist  laut  Lehre  und 
Rechtsprechung  in  der Regel  ein Zeitraum  von maximal  drei  Jahren  zu 
berücksichtigen  (ISABELLE  VETTER­SCHREIBER,  a.a.O.,  BVG  53b  N  12). 
Damit  liegt  es  in  der Natur  der Sache,  dass  die  geäufneten Mittel  nicht 
absolut für all jene (ehemaligen) Versicherten verwendet werden können, 
die an deren Äufnung beteiligt waren.

6.4.3.  Bei  Gesamtliquidationen  können  ebenso  (in  der  Regel  in  den 
letzten  3  bis  5  Jahren)  ausgeschiedene  Arbeitnehmer  in  den 
Verteilungsplan einbezogen werden, sofern  ihr Austritt unfreiwillig erfolgt 
ist  (BGE 128  II 394 E. 6.4 und 6.5,  ISABELLE VETTER­SCHREIBER, a.a.O., 
BVG 53d N 3). Auch rentenberechtigte Personen sind  im Rahmen einer 
Gesamtliquidation  mit  zu  berücksichtigen  (ISABELLE  VETTER­SCHREIBER, 
a.a.O., BVG 53d N 5).                                                                                                                                                  

7. 

7.1. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdegegner, der die freien Mittel 
der Pensionskasse zu verteilen hat, den Stichtag  für die Liquidation auf 
den 1. Juli 2005 festgelegt, weil der  im Sommer 2005 gefällte Entscheid 
des  Verwaltungsrats,  die  Stifterfirma  zu  sanieren,  nicht  absehbar 
gewesen  sei.  Bis  ins  Jahr  2006  sei  die  Anzahl  Angestellten  stabil 
gewesen. Von einem schleichenden Personalabbau könne nicht die Rede 
sein.

7.2.  Die  Begründung  für  die  Festlegung  des  Stichtages  ist 
nachvollziehbar.  Die  Stiftungsorgane  haben  damit  ihr  weites  Ermessen 
weder  missbraucht  noch  überschritten,  auch  wenn  der  Zeitraum  etwas 
kürzer angesetzt wurde als  in der Praxis üblich  (3 Jahre); allerdings wie 
gesagt  aus  stichhaltigen  Überlegungen,  zumal  die  wirtschaftlichen 
Umstände,  die  zu  einer  Liquidation  Anlass  geben,  regelmässig 
entscheidend sind.

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Seite 14

7.3.  Betrachtet  man  nun  die  persönliche  Situation  der  vier 
Beschwerdeführer, so  ist offensichtlich, dass sie allesamt  lange vor dem 
gewählten  Stichtag  aus  der  Pensionskasse  ausgeschieden  sind,  sei  es 
freiwillig als Aktive (X._______ und S._______ je im Jahre 1997; ev., was 
den  Letztgenannten  betrifft,  spätestens  im  Jahre  1998),  sei  es 
altershalber  und  mit  unwiderruflichem  Bezug  einer  Kapitalabfindung 
(Y._______  im  Jahre  1991  und  Z._______  im  Jahre  1999),  womit  ihre 
Ansprüche  und  Anwartschaften  gegenüber  der  Pensionskasse  seit 
mehreren  Jahren  erloschen  sind  (HANS  MICHAEL  RIEMER/GABRIELA 
RIEMER­KAFKA,  Das  Recht  der  beruflichen  Vorsorge  in  der  Schweiz,  2. 
Auflage, Bern 2006, &7 N 7, die sich allerdings über den konkreten Fall 
der  Verteilung  freier  Mittel  an  "Kapitalbezüger"  nicht  äussern).  Damit 
fallen sie allesamt nicht in den Kreis der Begünstigten im Rahmen der zur 
Frage  stehenden  Gesamtliquidation.  Daran  ändert  die  besondere 
Konstellation  im  Falle  von  X._______  nichts  (vgl.  act.  22),  dem  die 
Freizügigkeitsleistung  während  über  13  Jahren  wegen  einer  zivilen 
Streitigkeit durch das Zivilgericht Basel­Stadt gesperrt wurde und erst im 
Herbst 2010 ausgezahlt werden konnte. Erst nach seinem Austritt aus der 
Stifterfirma  erlitt  er  einen  gesundheitlichen  Schaden  und  bezieht  seit 
August 1999 eine Invalidenrente von einer anderen Vorsorgeeinrichtung.

Aus  diesen  Erwägungen  folgt,  dass  die  Beschwerde  vollumfänglich 
abzuweisen ist.

8. 

8.1.  Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  werden  der 
Beschwerdeführer  gemäss  Art.  63  Abs.  1  VwVG  kostenpflichtig.  Die 
Verfahrenskosten  sind  gemäss  dem  Reglement  vom  21.  Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zu  bestimmen.  Sie 
werden auf Fr. 2'500.­­ festgelegt.

8.2. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz 
oder  teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren 
eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  Kosten  zusprechen.  Allerdings 
steht  der  obsiegenden  Vorinstanz  gemäss  Art.  7  Abs.  3  VGKE  keine 
Parteientschädigung  zu. Dasselbe gilt  für  den Beschwerdegegner;  denn 
das  Eidgenössisches  Versicherungsgericht  hat  mit  Urteil  vom  3.  April 
2000  erwogen,  dass  Trägerinnen  oder  Versicherer  der  beruflichen 
Vorsorge grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben 

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(BGE  126  V  149  E.  4),  eine  Praxis,  welche  das 
Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung auch im Rahmen 
von  Aufsichtsstreitigkeiten  analog  angewandt  hat  (Urteile  C­5462/2008; 
C­2795/2009  vom  11.  April  2011  E.  8.2  und  C­5218/2009  vom  29. 
Oktober 2010 E. 6.2).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  2'500.­­  werden  den  Beschwerdeführern 
solidarisch auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– den Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr.__________; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser

Rechtsmittelbelehrung:

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Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat 
die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (Art. 42 BGG).

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