# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 508d9309-65ba-5a9c-b1a8-9b46d8809365
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 27.10.2025 WPR.2025.104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WPR-2025-104_2025-10-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WPR.2025.104 / vk / dg / jh 
ZEMIS [***]  

 

 

Urteil vom 27. Oktober 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter J. Huber 

Gerichtsschreiberin i.V. Kuzmanović  

Rechtspraktikant Grunder 

 

 
   

Gesuchsteller   Amt für Migration und Integration Kanton Aargau,  

Sektion Asyl und Rückkehr, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau  

vertreten durch Marija Buzek, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau  

 

 
   

Gesuchsgegner   A._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Brasilien, 

alias B._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Portugal, z.Zt. im Zentrum für 

ausländerrechtliche Administrativhaft, 8058 Zürich 

amtlich vertreten durch lic. iur. Burim Imeri, Rechtsanwalt,  

Schaffhauserstrasse 57, Postfach, 4332 Stein AG  

 

 
   

Gegenstand  Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 76 AIG / Haftüberprüfung 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Einzelrichter entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Gesuchsgegner reiste eigenen Angaben zufolge ungefähr am 21. Ok-

tober 2025 in die Schweiz ein (Akten des Amts für Migration und Integration 

[MI-act.] 23, 30). Anlässlich einer Baustellenkontrolle in Q._____ wurde die-

ser von der Kantonspolizei Aargau am 23. Oktober 2025 angehalten und 

kontrolliert (MI-act. 7 ff.). Er trug dabei Arbeitskleidung der Firma C._____ 

GmbH und wies sich mit portugiesischen Ausweisdokumenten aus, die di-

verse Fälschungsmerkmale aufwiesen (MI-act. 7 f.). Auf Nachfrage gab der 

Gesuchsgegner zu, dass es sich dabei um Fälschungen handelt (MI-

act. 8). Er sei brasilianischer Staatsangehöriger und sein brasilianischer 

Reisepass befinde sich in St. Louis (Frankreich; MI-act. 8). In der Folge 

ordnete die Kantonspolizei Aargau eine vorläufige Festnahme des Gesuch-

gegners an (MI-act. 7 ff.). 

 

Im Rahmen polizeilichen Einvernahme vom 24. Oktober 2025 bestätigte 

der Gesuchsgegner seine bisherigen Aussagen und sagte aus, er habe die 

portugiesischen Ausweisdokument nur erstellen lassen, damit ihm die Ar-

beitssuche leichter falle (MI-act. 16.).  

 

Am 24. Oktober 2025 wies das Amt für Migration und Integration Kanton 

Aargau (MIKA) den Gesuchsgegner aus der Schweiz weg (MI-act. 10 ff.). 

Gleichentags um 10.10 Uhr wurde der Gesuchsgegner aus der Polizeihaft 

entlassen und dem MIKA zugeführt (MI-act. 30).  

 

B. 

Im Rahmen der Befragung durch das MIKA wurde dem Gesuchsgegner am 

24. Oktober 2025 das rechtliche Gehör betreffend die Anordnung einer 

Ausschaffungshaft gewährt (MI-act. 30 ff.). Im Anschluss an die Befragung 

wurde dem Gesuchsgegner die Anordnung der Ausschaffungshaft wie folgt 

eröffnet (act. 1): 

 

1. 
Es wird eine Ausschaffungshaft angeordnet. 
 
2. 
Die Haft begann am 24. Oktober 2025, 10:10 Uhr. Sie wird in Anwendung 
von Art. 76 AIG für drei Monate bis zum 23. Januar 2026, 12.00 Uhr, an-
geordnet. 
 
3. 
Die Haft wird im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 
(ZAA) oder im Gefängnis Bässlergut vollzogen. Soweit für die Befragung 
oder die Durchführung einer Haftverhandlung zwingend, erfolgt die Inhaf-
tierung für die notwendige Dauer im Bezirksgefängnis Aarau.  

 

 - 3 - 

 

 

C. 

Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Einzelrichter des Verwal-

tungsgerichts wurden der Gesuchsteller und der Gesuchsgegner befragt. 

 

D. 

Der Gesuchsteller beantragte die Bestätigung der Haftanordnung (Proto-

koll S. 6 f., act. 37 f.). 

 

Der Gesuchsgegner liess folgende Anträge stellen (Protokoll S. 7, act. 38): 

 

1. 
Die angeordnete Ausschaffungshaft sei nicht zu bestätigen. Der Gesuchs-
gegner sei aus der Haft zu entlassen. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

 
   

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

I.  

1. 

Das angerufene Gericht überprüft die Rechtmässigkeit und Angemessen-

heit einer durch das MIKA angeordneten Ausschaffungshaft aufgrund einer 

mündlichen Verhandlung spätestens nach 96 Stunden (Art. 80 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-

tegration vom 16. Dezember 2005 [Ausländer- und Integrationsgesetz, 

AIG; SR 142.20], § 6 des Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 

25. November 2008 [EGAR; SAR 122.600]). Die Haftüberprüfungsfrist be-

ginnt mit der ausländerrechtlich motivierten Anhaltung der betroffenen Per-

son zu laufen (vgl. BGE 127 II 174, Erw. 2. b/aa). 

 

2. 

Im vorliegenden Fall wurde der Gesuchsgegner am 24. Oktober 2025, 

10.10 Uhr, angehalten. Die mündliche Verhandlung begann am 27. Okto-

ber 2025, 13.30 Uhr; das Urteil wurde um 14.15 Uhr eröffnet. Die richterli-

che Haftüberprüfung erfolgte somit innerhalb der Frist von 96 Stunden. 

 

II.  

1. 

Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet 

oder wurde die betroffene Person mit einer erstinstanzlichen Landesver-

weisung belegt, kann die zuständige kantonale Behörde die betroffene Per-

son zur Sicherstellung des Vollzugs in Haft nehmen (Art. 76 AIG). 

 

Zuständige kantonale Behörde im Sinne von Art. 76 Abs. 1 AIG ist bei 

migrationsamtlichen Wegweisungen gemäss § 13 Abs. 1 EGAR und bei 

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Landesverweisungen gemäss § 89 der Verordnung über den Vollzug von 

Strafen und Massnahmen vom 23. September 2020 (Strafvollzugsverord-

nung, SMV; SAR 253.112) das MIKA. Im vorliegenden Fall wurde die 

Haftanordnung durch das MIKA und damit durch die zuständige Behörde 

erlassen (act. 1 ff.). 

 

2. 

2.1. 

Das MIKA begründet seine Haftanordnung damit, dass es den Gesuchs-

gegner aus der Schweiz ausschaffen und mit der Haft den Vollzug sicher-

stellen wolle. Der Haftzweck ist damit erstellt. 

 

2.2. 

Der Haftrichter hat sich im Rahmen der Prüfung, ob die Ausschaffungshaft 

rechtmässig ist, Gewissheit darüber zu verschaffen, ob ein erstinstanzlicher 

Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet oder eine erstinstanzliche Lan-

desverweisung ausgesprochen wurde (Art. 76 Abs. 1 AIG). 

 

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2025 wies das MIKA den Gesuchsgegner 

aus der Schweiz und dem Schengen-Raum weg (MI-act. 10 ff.). Damit liegt 

ein rechtsgenüglicher Wegweisungsentscheid vor. 

 

2.3. 

Gemäss Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG ist die Haft zu beenden, wenn sich erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung aus rechtlichen oder tatsächlichen Grün-

den undurchführbar ist. 

 

Es sind keine Anzeichen vorhanden, die an der Ausschaffungsmöglichkeit 

in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Zweifel aufkommen lassen wür-

den. 

 

3. 

3.1. 

Das MIKA stützt seine Haftanordnung auf Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AIG, 

wonach ein Haftgrund dann vorliegt, wenn konkrete Anzeichen befürchten 

lassen, dass sich die betroffene Person der Ausschaffung entziehen will, 

insbesondere, weil sie der Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG und Art. 8 

Abs. 1 lit. a oder Art. 47 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 

(AsylG, SR 142.31) nicht nachkommt. Ob im Sinne dieser Gesetzesbestim-

mung konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass sich eine Person der 

Ausschaffung entziehen will, ist aufgrund des ganzen bisherigen Verhal-

tens, insbesondere auch gegenüber den Behörden, sowie ihrer eigenen 

Aussagen zu beurteilen. Auch wenn einzelne Fakten für sich eine Aus-

schaffungshaft nicht rechtfertigen, kann dies aufgrund der Gesamtheit der 

Vorkommnisse der Fall sein. Erforderlich sind gewichtige Anhaltspunkte 

dafür, dass die betroffene Person sich der Ausschaffung entziehen und 

 - 5 - 

 

 

untertauchen will. Die blosse Vermutung, dass sie sich der Wegweisung 

entziehen könnte, genügt nicht; deren Vollzug muss erheblich gefährdet 

erscheinen (vgl. BGE 129 I 139, Erw. 4.2.1).  

 

Von einer Untertauchensgefahr und damit von einem Haftgrund ist zudem 

auch dann auszugehen, wenn das bisherige Verhalten der betroffenen Per-

son darauf schliessen lässt, dass sie sich behördlichen Anordnungen 

widersetzt (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG).  

 

Eine klare Trennung der beiden genannten Haftgründe ist in der Praxis 

kaum möglich. Vielmehr ist Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG wohl als Präzisie-

rung von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AIG zu verstehen, womit die beiden 

Bestimmungen als einheitlicher Haftgrund zu betrachten sind (vgl. 

ANDREAS ZÜND, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kom-

mentar Migrationsrecht, 5. Aufl., Zürich 2019, N. 7 zu Art. 76 AIG; JANINE 

SERT, in: Caroni/Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Auslän-

der- und Integrationsgesetz [AIG], 2. Aufl., Bern 2024, N. 17 zu Art. 76). 

 

3.2. 

Der Gesuchsgegner wies sich anlässlich der Kontrolle auf der Baustelle 

gegenüber der Kantonspolizei Aargau mit einer gefälschten portugiesi-

schen Identitätskarte aus (MI-act 8). Wer eine falsche Identität oder einen 

gefälschten Ausweis verwendet, bietet gemäss ständiger Praxis des Ver-

waltungsgerichts wie auch des Bundesgerichts keine Gewähr für eine 

selbstständige Ausreise (vgl. Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WPR.2016.49 vom 21. März 2016, Erw. 3.2 sowie BGE 122 II 49, Erw. 2a). 

In diesen Fällen ist die Untertauchensgefahr dementsprechend regelmäs-

sig zu bejahen. 

 

Wenn der Vertreter des Gesuchsgegners vorbringt, dass die Untertau-

chensgefahr nicht bestehe, da der Gesuchsgegner seinen Fehler eingese-

hen habe und so schnell wie möglich die Schweiz verlassen wolle (act. 42), 

kann ihm nicht gefolgt werden. Der Gesuchsgegner äusserte sich zwar an-

lässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs betreffend die Anordnung 

einer Ausschaffungshaft gegenüber dem MIKA und im Rahmen der heuti-

gen Verhandlung dahingehend, er sei bereit, die Schweiz in Richtung 

Brasilien zu verlassen (MI-act 32; Protokoll S. 8, act. 39). Angesichts sei-

nes bisherigen Verhaltens, insbesondere aufgrund der Verwendung der 

gefälschten Identitätskarte sowohl im Meldeverfahren des Kantons Luzerns 

für eine Erwerbstätigkeit als auch bei der Kontrolle durch die Kantonspolizei 

Aargau, erscheint die geäusserte Bereitschaft zur freiwilligen Ausreise – 

entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des Gesuchsgegners – in-

des als blosse Schutzbehauptung, um die drohende Ausschaffungshaft ab-

zuwenden und ist als unglaubhaft zu qualifizieren. 

 

 - 6 - 

 

 

Erschwerend hinzu kommt, dass der Gesuchsgegner seine Effekten in 

St. Louis hat (MI-act- 32; Protokoll S. 4, act. 35). Es ist somit zu befürchten, 

dass er bei einer allfälligen Haftentlassung direkt nach Frankreich zurück-

kehren würde. Da er darüber hinaus gemäss eigenen Angaben über keine 

anderen Reisepapiere in der Schweiz verfügt, ist eine legale Ausreise nach 

Frankreich jedoch nicht möglich und zu unterbinden.  

 

Unter diesen Umständen steht fest, dass der Gesuchsgegner mit seinem 

bisherigen Verhalten klare Anzeichen für eine Untertauchensgefahr gesetzt 

hat. Damit ist auch der Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG 

erfüllt. 

 

4. 

Bezüglich der Haftbedingungen liegen keine Beanstandungen vor (Proto-

koll S. 6, act. 37). 

 

5. 

Es liegen auch keine Anzeichen dafür vor, dass das MIKA dem Beschleu-

nigungsgebot (Art. 76 Abs. 4 AIG) nicht ausreichend Beachtung geschenkt 

hätte. 

 

6. 

Das MIKA ordnete die Ausschaffungshaft für drei Monate an. Nachdem der 

Vollzug der Rückführung massgeblich vom Verhalten des Gesuchsgegners 

abhängig ist und es diesbezüglich zu Verzögerungen kommen kann, ist die 

beantragte Haftdauer nicht zu beanstanden. Im Übrigen ist festzuhalten, 

dass das MIKA bisher stets bemüht war, Ausschaffungen so rasch wie 

möglich zu vollziehen. Sollte das MIKA entgegen seiner bisherigen Ge-

wohnheit das Beschleunigungsgebot verletzen, besteht die Möglichkeit, ein 

Haftentlassungsgesuch zu stellen.  

 

7. 

Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Haftanordnung deshalb nicht zu 

bestätigen sei, weil sie im konkreten Fall gegen das Prinzip der Verhältnis-

mässigkeit verstossen würde. Eine mildere Massnahme zur Sicherstellung 

des Vollzugs der Wegweisung ist nicht ersichtlich. Bezüglich der familiären 

Verhältnisse ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche gegen eine Haftan-

ordnung sprechen würden. Der Gesuchsgegner macht auch nicht geltend, 

er sei nicht hafterstehungsfähig. Die vom Vertreter des Gesuchsgegners 

vorgebrachte mildere Massnahme, wonach er sich regelmässig bei einer 

Behörde melden und in Freiheit seinen in St. Louis befindlichen Reisepass 

beschaffen könne (act. 42), erweist sich als nicht zielführend. Ohne gültige 

Ausweispapiere kann er den Reisepass nicht auf legalem Weg selbst be-

schaffen. Im Übrigen führt er auch sonst nicht aus, inwiefern die Haft un-

verhältnismässig wäre. Insgesamt sind keinerlei Gründe ersichtlich, welche 

die angeordnete Haft als unverhältnismässig erscheinen liessen. 

 - 7 - 

 

 

 

III. 

1. 

Gemäss § 28 Abs. 1 EGAR ist das Verfahren betreffend Haftüberprüfung 

unentgeltlich. Demgemäss werden keine Kosten erhoben. 

 

2. 

Dem Gesuchsgegner ist gemäss § 27 Abs. 2 EGAR zwingend ein amtlicher 

Rechtsvertreter zu bestellen, da der Gesuchsteller eine Haft für eine Dauer 

von mehr als 30 Tagen anordnete. Der Vertreter des Gesuchsgegners wird 

aufgefordert, nach Haftentlassung des Gesuchsgegners seine Kostennote 

einzureichen. 

 

IV. 

1. 

Der Gesuchsgegner wird darauf hingewiesen, dass ein Haftentlassungsge-

such frühestens einen Monat nach Haftüberprüfung gestellt werden kann 

(Art. 80 Abs. 5 AIG) und beim MIKA einzureichen ist (§ 15 Abs. 1 EGAR). 

 

2. 

Soll die Haft gegebenenfalls verlängert werden, ist nicht zwingend eine Ver-

handlung mit Parteibefragung durchzuführen (Aargauische Gerichts- und 

Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359 ff., Erw. I/4.3 ff.). Im Rahmen 

der Befragung zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs hat das MIKA 

dem Gesuchsgegner daher die Frage zu unterbreiten, ob er die Durchfüh-

rung einer mündlichen Verhandlung wünscht und ob er in diesem Fall eine 

Präsenzverhandlung verlangt oder mit einer Verhandlung via Videotelefo-

nie einverstanden ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2021 vom 19. No-

vember 2021). Die Anordnung einer allfälligen Haftverlängerung ist dem 

Verwaltungsgericht spätestens acht Arbeitstage vor Ablauf der bewilligten 

Haft einzureichen. 

 

3. 

Der vorliegende Entscheid wurde den Parteien zusammen mit einer kurzen 

Begründung anlässlich der heutigen Verhandlung mündlich eröffnet. Das 

Dispositiv wurde den Parteien ausgehändigt. 

 

 
   

Der Einzelrichter erkennt: 

 

1. 

Die am 24. Oktober 2025 angeordnete Ausschaffungshaft wird bis zum 

23. Januar 2026, 12.00 Uhr, bestätigt. 

 

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2. 

Die Haft ist im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 

oder im Gefängnis Bässlergut Basel zu vollziehen. Für die Dauer der Be-

fragung oder die Durchführung einer Haftverhandlung kann die Inhaftie-

rung, soweit zwingend notwendig, im Bezirksgefängnis Aarau erfolgen. 

 

3. 

Der Gesuchsgegner ist spätestens am 28. Oktober 2025 ins Zentrum für 

ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich oder in eine andere Haftan-

stalt, welche den Anforderungen an eine Haftanstalt für Ausschaffungshaft 

entspricht, zu überführen. Erfolgt keine Überführung, ist der Gesuchsgeg-

ner aus der Haft zu entlassen. 

 

4. 

Es werden keine Kosten auferlegt. 

 

5. 

Als amtlicher Rechtsvertreter wird lic. iur. Burim Imeri, Rechtsanwalt, Stein 

AG, bestätigt. Der Rechtsvertreter wird aufgefordert, nach Haftentlassung 

des Gesuchsgegners seine detaillierte Kostennote einzureichen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Gesuchsgegner (Vertreter, im Doppel) 

das MIKA (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz; BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 

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Aarau, 27. Oktober 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin i.V.: 

 

 

 

J. Huber Kuzmanović