# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bba9f694-d214-5898-856c-c8d027c9152c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.07.2010 D-4760/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4760-2010_2010-07-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4760/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...),
Guinea-Bissau,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4760/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  guinea-bissauischer  Staats-
angehöriger  und  ethnischer  Mandinka  –  am  2. Mai  2010  in  der 
Schweiz  um  Asyl  nachsuchte,  wobei  er  keine  Identitätspapiere  ein-
reichte, 

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ vom 10. Mai 2010 und 
der Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) durch das BFM vom 20. Mai 2010 im Wesentlichen 
angab,  dass  der  Halbbruder  seiner  Mutter  –  General  C._______  – 
ungefähr  im  April  oder  Mai  2002  bei  einem  Putschversuch  in  der 
guinea-bissauischen Hauptstadt getötet worden sei,

dass etwa vier Tage danach Militärangehörige der ethnischen Gruppe 
der Balante ihn und seine Schwester nach dem älteren Bruder gefragt 
hätten,  da  dieser  verdächtigt  worden  sei,  auch  in  den  Staatsstreich 
verwickelt gewesen zu sein,

dass er von den Militärs mit Gewehren geschlagen worden sei, als er 
gesagt habe, dass er nichts von seinem Bruder wisse, obwohl er ge-
wusst  habe,  dass  sein  Bruder  bei  dem  Staatsstreich  involviert  ge-
wesen sei, 

dass seine linke Schläfe seither deformiert sei und er Kopfschmerzen 
habe, wobei  ihm auch das Gehen Mühe bereite,  da er auch auf  die 
Wade geschlagen worden sei (vgl. A4 S. 7), 

dass seine Schwester von den Militärs  vergewaltigt  und umgebracht 
worden  sei  (vgl.  A4  S. 3)  beziehungsweise  sich  nach  der  Ver-
gewaltigung im Lauf des Jahres 2002 selbst umgebracht habe (vgl. A4 
S. 4, A8 S. 10), 

dass seine Mutter  daraufhin einen Freund des getöteten Onkels  ge-
beten habe, ihm (dem Beschwerdeführer) bei der Ausreise zu helfen, 

dass  er  sein  Heimatland  im  Januar  2002  verlassen  und  nach 
D._______ in der Region E._______ in F._______ gegangen sei, wo er 
bis anfangs 2009 bei einem Onkel gelebt habe, 

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dass er  von dort  aus  anfangs 2009 via  G._______,  H._______ und 
I._______ nach J._______ gereist sei, von wo aus er am 1.  Mai 2010 
illegal  in  die Schweiz gelangt  sei,  da er  sich hier  ärztlich behandeln 
lassen möchte, wozu ihm in Afrika die finanziellen Mittel gefehlt hätten, 
und da zudem die Arbeitssituation in D._______ wie generell in Afrika 
sehr schlecht gewesen sei (vgl. A8 S. 5),

dass er keine Identitätsdokumente einreichen könne, da er nie einen 
Reisepass  besessen  und  die  Identitätskarte  in  E._______  verloren 
habe (vgl. A4 S. 3 f.), 

dass er neue Dokumente nur im Heimatland selbst beschaffen (vgl. A4 
S. 4)  beziehungsweise  diesbezüglich  allenfalls  den  Onkel  oder  die 
Mutter  kontaktieren  könnte,  wobei  seine  Mutter  jedoch  kein  Telefon 
besitze und er die Telefonnummer seines Onkels  in  F._______ nicht 
kenne (vgl. A8 S. 2), 

dass er deshalb den Onkel oder die Mutter nur schriftlich kontaktieren 
könnte, wozu ihm jedoch das Geld fehle (vgl. A8 S. 2), 

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird (vgl. A4 und A8),

dass das BFM mit Verfügung vom 25. Juni 2010 – eröffnet am 29. Juni 
2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  Eingabe  vom 1. Juli  2010 
beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichte  und  um Auf-
hebung der vorinstanzlichen Verfügung und Anweisung an das BFM, 
auf das Asylgesuch einzutreten, ersuchte, 

dass  er  in  formeller  Hinsicht  zudem  um  Gewährung  der  unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
ersuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Beschwerdevor-
bringen – auf  die,  soweit  notwendig,  im Rahmen der  nachfolgenden 

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Erwägungen einzugehen ist – Kopien ärztlicher Berichte vom 25. Mai 
2010, 31. Mai 2010 und 2. Juni 2010 einreichte und die Nachreichung 
weiterer Arztberichte in Laufe der nächsten Wochen in Aussicht stellte, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  5. Juli  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gemäss Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein -
gereichte Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – 
um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

dass  nach  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innert 
48 Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylgesuchs-
teller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  oder  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  es  trotz  entsprechender  Aufforderung 
unterliess, Dokumente zu seiner Identifizierung abzugeben, 

dass  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers,  er  sei  ohne  jegliche 
Papiere  von  F._______  aus  in  die  Schweiz  gelangt,  ohne  jemals 
kontrolliert  zu  werden,  angesichts  der  durch  mehrere  Länder 
führenden  Reiseroute  und  der  strengen  Kontrollen  an  EU-  und 
Schengen-Aussengrenzen nicht glaubhaft erscheinen, 

dass der Beschwerdeführer zudem bis zum heutigen Zeitpunkt offen-
sichtlich  keine  Anstrengungen  unternommen  hat,  die  Angehörigen 
schriftlich zu kontaktieren, obwohl die Kosten für Postsendungen ohne 
Weiteres  mit  den  ihm  zukommenden  Unterstützungsbeiträgen 
finanzierbar wären (vgl. A8 S. 2), 

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dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Versäumnis, 
rechtsgenügliche Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen, 

dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers, 
seinen  Heimatstaat  aus  Angst  vor  den  Militärs  verlassen  zu  haben, 
zutreffend  mangels  Substanz  und  Realkennzeichen  sowie  aufgrund 
von  Widersprüchen  und  Ungereimtheiten  –  beispielsweise  der  Dis-
krepanz  zwischen  dem  genanntem  Fluchtdatum  (Januar  2002)  und 
dem  Verfolgungszeitpunkt  (April/Mai  2002)  –  als  nicht  glaubhaft  im 
Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat,

dass  hierzu  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der  an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen in 
einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten Vorbringen erschöpfen, 

dass der Beschwerdeführer damit  weder  die vom BFM aufgezeigten 
Mängel  zu widerlegen vermag noch eine asylrechtlich relevante Ver-
folgung begründen kann, zumal er auch mit dem Verweis auf die all -
gemein  schwierige  Arbeitssituation  in  Afrika  keine  individuell  ernst-
haften Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG darzulegen vermag, 

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht  auf  das  Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine derartige  Bewilligung  verfügt 
und  auch  keinen  Anspruch  auf  eine  solche  geltend  machen  kann, 
weshalb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht -
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art.  83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker- 
und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für 
eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im 
Heimatstaat droht, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass  in  Guinea-Bissau  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt 
oder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgegangen werden kann, 
aufgrund derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre,

dass  sich  in  den  Akten  auch  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür 
finden,  dass  der  Beschwerdeführer  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation geraten würde, 

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dass der Beschwerdeführer zwar geltend macht, er sei schwer krank, 
leide  an  Kopf-  und  Beinschmerzen  und  es  stimme  wohl  auch  mit 
seinen Nieren etwas nicht, 

dass sich aus den vorinstanzlichen Akten und dem auf Beschwerde-
ebene  eingereichten  Arztbericht  der  „K._______“  vom 31. Mai  2010 
indes  ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  bereits  ärztlich  versorgt 
wurde, wobei er aufgrund eines hartnäckigen Hustens zur Abklärung 
einer  allfälligen  Tuberkulose-Erkrankung  vom  (Datum)  bis  (Datum) 
hospitalisiert  war,  jedoch  nach  Vorliegen  des  Resultats  –  keine 
Tuberkulose  und  keine  HIV-Infektion  –  in  einem  guten 
Allgemeinzustand wieder entlassen werden konnte, 

dass  er  im  Juni  2010  nochmals  medikamentös  wegen  Hustens  be-
handelt wurde (vgl. Meldeblatt der „L._______“ vom 2. Juni 2010),

dass  damit  nicht  auf  eine  konkrete  Gefährdung  aufgrund  einer 
medizinischen Notlage geschlossen werden kann, die im Heimatstaat 
nicht behandelbar wäre, womit sich auch das Abwarten weiterer Arzt -
berichte erübrigt, 

dass  sich  der  Vollzug der  Wegweisung  des (...)  Beschwerdeführers, 
dessen  Mutter  in  Guinea-Bissau  lebt,  und  der  gemäss  eigenen 
Angaben nach einer dreijährigen Lehre als (Beruf) viele Jahre – bis zu 
seiner Ausreise im Jahr 2002 – auf diesem Beruf gearbeitet hat (vgl.  
A4  S. 2)  somit  auch  in  individueller  Hinsicht  als  zumutbar  erweist 
(Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  möglich  ist,  da  keine  Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem  Be-
schwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), 

dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  die 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme nicht  in  Betracht  fällt  und  der 
Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art.  106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist, 

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG – un-
geachtet  der allfälligen Bedürftigkeit  des Beschwerdeführers – abzu-
weisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  nach  Versand  des  vor-
liegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

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