# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbcd6091-baf3-5712-8cdf-534bef4b86f3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.07.2014 SU130075
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SU130075_2014-07-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SU130075-O/U/cs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Burger, die  

Ersatzoberrichterin lic. iur. Bertschi sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw Mondgenast  

 

Urteil vom 10. Juli 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Stadtrichteramt Zürich,  
Untersuchungsbehörde und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Verstoss gegen das Hundegesetz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung -  
Einzelgericht, vom 12. September 2013 (GC130130) 

 

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Strafverfügung: 

Der Strafbefehl des Stadtrichters von Zürich vom 20. August 2012 ist diesem Ur-

teil beigeheftet (Urk. 2/1). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Einsprecher ist schuldig der mangelnden Beaufsichtigung eines Hundes 

im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 Hundegesetz. 

2. Der Einsprecher wird bestraft mit einer Busse von Fr. 100.–. 

3. Bezahlt der Einsprecher die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag. 

4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–. Über die weiteren Kosten 

(Barauslagen usw.) wird die Gerichtskasse Rechnung stellen. 

5. Die Kosten gemäss vorstehender Ziffer sowie die Kosten des Strafbefehls 

Nr. 2012-055-580 vom 20. August 2012 in Höhe von Fr. 150.– und die nach-

träglichen Untersuchungs- und Überweisungskosten des Stadtrichteramtes 

Zürich im Betrage von Fr. 506.– werden dem Einsprecher auferlegt. 

Berufungsanträge: 

a) des Verteidigers des Beschuldigten: 

 (Urk. 31 S. 2) 

 1. Der Beschuldigte sei in Aufhebung des angefochtenen Urteils des Be-

zirksgerichts Zürich vom 12. September 2013 von Schuld und Strafe 

freizusprechen.  

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 2. Die Kosten des gesamten Verfahrens seien auf die Staatskasse zu 

nehmen und es sei dem Berufungskläger eine angemessene Prozess-

entschädigung für das gesamte Verfahren zuzusprechen.  

b) des Stadtrichteramtes Zürich: 

(Urk. 36) 

 Abweisung der Berufung 

 
 
 

_______________________________ 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte  

 Am 20. August 2012 wurde der Beschuldigte mittels Strafbefehl des Stadt-

richteramts Zürich wegen mangelnder Beaufsichtigung eines Hundes im Sinne 

von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 Hundegesetz (HuG) mit einer 

Busse von Fr. 100.– bestraft (Urk. 2/1). Der Beschuldigte erhob am 29. August 

2012 fristgerecht Einsprache gegen den Strafbefehl und hielt auch nach Ab-

schluss der Untersuchung durch das Stadtrichteramt daran fest (Urk. 3 und 11). 

Mit Eingabe vom 22. Mai 2013 überwies das Stadtrichteramt die Akten ans Be-

zirksgericht Zürich mit dem Antrag, den Strafbefehl zu bestätigen und die Unter-

suchungskosten dem Beschuldigten aufzuerlegen (Urk. 14).  

 Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 

12. September 2013 wurde der Beschuldigte wegen mangelnder Beaufsichtigung 

eines Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 HuG 

mit einer Busse von Fr. 100.– bestraft (Urk. 24). Dagegen meldete er mit Eingabe 

vom 23. September 2013 Berufung an (Urk. 19). Nach Erhalt des begründeten Ur-

teils ging fristgerecht auch die Berufungserklärung ein (Urk. 25). Dem Stadtrich-

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teramt Zürich wurde die Berufungserklärung mittels Präsidialverfügung vom 

9. Dezember 2013 zugestellt (Urk. 26). Anschlussberufung wurde nicht erhoben.  

 Mit Beschluss vom 13. Januar 2014 wurde die schriftliche Durchführung des 

Berufungsverfahrens angeordnet und dem Beschuldigten Frist zur Einreichung 

der Berufungsbegründung angesetzt (Urk. 28). Die Berufungsbegründung des 

Beschuldigten erfolgte innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 5. März 2014, mit 

dem Antrag, das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich aufzuheben, die Verfah-

renskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen und er sei für das ganze Verfah-

ren angemessen zu entschädigen (Urk. 30; Urk. 31). Anschliessend wurde mit 

Präsidialverfügung vom 6. März 2014 dem Stadtrichteramt Frist zur Einreichung 

der Berufungsantwort angesetzt und der Vorinstanz Gelegenheit zur freigestellten 

Vernehmlassung eingeräumt (Urk. 33). Es folgten je fristgemäss der vorinstanzli-

che Verzicht auf Vernehmlassung mit Datum vom 10. März 2014 (Urk. 35) sowie 

die Berufungsantwort des Stadtrichteramts vom 13. März 2014, welches eine Ab-

weisung der Berufung verlangte (Urk. 36), wovon dem Beschuldigten mit Präsidi-

alverfügung vom 19. März 2014 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 37). Damit erweist 

sich das Berufungsverfahren als spruchreif.  

II. Prozessuales  

 Bildeten ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 

Hauptverfahrens, so kann mit der Berufung nur geltend gemacht werden, das Ur-

teil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich 

unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung. Neue Behauptungen und Be-

weise können nicht vorgebracht werden (Art. 398 Abs. 4 StPO). Mit der Berufung 

bei Übertretungen können Fehler bei der Anwendung des anwendbaren materiel-

len oder formellen Rechts geltend gemacht werden, insbesondere des StGB und 

der StPO. Gerügt werden können sodann Überschreitungen und Missbrauch des 

Ermessens sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung, nicht aber blosse 

Unangemessenheit (Schmid, Handbuch StPO, N 1538). Soweit die Beweiswürdi-

gung bzw. die Feststellung des (rechtmässig erhobenen) Sachverhalts gerügt 

wird, beschränkt sich die Überprüfung auf offensichtliche Unrichtigkeit, also auf 

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Willkür (Hug in: Donatsch, Hansjakob, Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-

schen Strafprozessordnung, Art. 398 N 23). Gerügt werden können damit nur kla-

re Fehler bei der Sachverhaltsermittlung, wobei zunächst an Versehen und Irrtü-

mer, ferner an Diskrepanzen zwischen der sich aus den Akten sowie der Haupt-

verhandlung ergebenden Beweislage und den Feststellungen im Urteil zu denken 

ist. In Betracht fallen sodann Fälle, in denen die gerügte Sachverhaltsfeststellung 

auf einer Verletzung von Bundesrecht, vorab der StPO selbst beruht. Zu denken 

ist weiter an Fälle, in denen die an sich zur Verfügung stehenden Beweismittel of-

fensichtlich ungenügend ausgeschöpft wurden, also der Sachverhalt unvollständig 

festgestellt und damit der Grundsatz der Wahrheitsforschung von Amtes wegen 

missachtet wurde (Schmid, a.a.O., N 1538).  

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung  

 1. Im Strafbefehl des Stadtrichteramts Zürich vom 20. August 2012 wird 

dem Beschuldigten mangelnde Beaufsichtigung eines von ihm als Hundesitter ge-

führten Hundes (B._____) vorgeworfen; der Hund habe eine Fussgängerin (Zeu-

gin C._____) belästigt, indem er ihr ein halbes Sandwich aus der Hand wegge-

schnappt und verspiesen habe (wobei der Beschuldigte der Fussgängerin an-

schliessend Fr. 10.– für das Sandwich vergütete) (Urk. 2/1).  

 2. Die Vorinstanz hielt fest, unbestritten sei, dass der Hund des Beschul-

digten an der Zeugin C._____ hochgesprungen sei und das Sandwich aus ihrer 

Hand weggeschnappt habe. Die vom Beschuldigten bestrittene mangelnde Be-

aufsichtigung prüft die Vorinstanz unter dem Titel der rechtlichen Würdigung. Da-

für stützt sie sich auf Aussagen der Zeugin C._____ sowie des Beschuldigten und 

würdigt diese. Sie kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte seinen Hund zwar 

zurück rief, als sich dieser der Zeugin genähert hatte, dieser jedoch nicht ge-

horchte und dem Befehl keine Folge leistete. Für die Erfüllung des Tatbestands 

von § 9 Abs. 1 lit. a HuG sei bereits ausreichend, dass der Hund auf das erste 

Rufen des Einsprechers nicht sofort reagierte, sondern weiterhin bei der Zeugin 

C._____ verweilte. Die Zeugin sei in erheblichem Masse belästigt worden, indem 

der Hund an ihr hochgesprungen sei und ihr das Sandwich aus der Hand ge-

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schnappt habe. Unerheblich sei, ob die Zeugin mit dem Hund tatsächlich intera-

gierte und zu welchem Zeitpunkt sie den Hund erblickt habe. Selbst wenn die 

Zeugin den Hund bereits frühzeitig bemerkt hätte und diesem durch ihre Gestik 

vermeintlich ihr Sandwich zum Essen angeboten hätte, würde dies nichts an der 

rechtlichen Würdigung ändern. Entscheidend sei einzig, dass der Einsprecher den 

Hund im Zeitpunkt, als er nach ihm rief, nicht unter Kontrolle hatte (Urk. 24 S. 3 

ff.).  

 3. Die Verteidigung macht eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfest-

stellung sowie die darauf gestützte fehlerhafte rechtliche Würdigung geltend. Sie 

führte in ihrer Berufungsbegründung aus, entscheidend sei, aus welchen Gründen 

der Hund nicht gehorcht habe und wer oder was dafür verantwortlich gewesen 

sei. Die Zeugin C._____ habe mit dem Hund interagiert und durch das Herum-

fuchteln mit ihrem Sandwich den Hund dazu aufgefordert, dieses zu verspeisen. 

Der Beschuldigte habe den Hund erst gerufen, nachdem dieser das Sandwich 

verspeist habe, davor habe dazu kein Anlass bestanden, da sein Hund zunächst 

auf den Hund der Zeugin zugegangen sei. Die Vorinstanz würdige vordergründig 

zwar die Aussagen der Zeugin, setze sich aber nicht genügend mit ihren Aussa-

gen und ihrem Aussageverhalten auseinander, weshalb nicht von deren Version 

ausgegangen werden könne. Der Beschuldigte sei seinen Beaufsichtigungspflich-

ten nachgekommen. Dort, wo die Hunde frei laufen und sich beschnüffeln können, 

habe er keinen Anlass sehen müssen, seinen Hund zurückzurufen, zumal es sich 

bei der Zeugin ebenfalls um eine Hundehalterin handelte, welche Kenntnis von ih-

ren Pflichten im Umgang mit Hunden habe, diese jedoch selbst verletzt habe. Der 

Beschuldigte habe nicht damit rechnen müssen, dass die Zeugin die klare Situati-

on falsch einschätze und sich nicht wie im Codex für Hundehalter und Nicht-

hundehalter aufgeführt verhalten habe, sondern mit dem Hund interagiert und ihm 

fälschlicherweise zu verstehen gegeben habe, es gäbe Fressen für ihn. Der Hund 

habe erst nachdem er sich mit dem von der Zeugin "offerierten" Sandwich befass-

te nicht mehr sofort auf die Rufe des Beschuldigten reagiert (Urk. 31 S. 1 ff.).  

 4. Die Zeugin C._____ führte gleichbleibend aus, sie habe den Beschul-

digten gesehen und gehört, wie er einem Hund gerufen habe. Plötzlich sei sie von 

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einem Hund angesprungen worden und dieser habe einen Teil ihres Sandwichs 

abgebissen. Danach habe der Beschuldigte den Hund gerufen, dieser habe aber 

nicht auf ihn gehört und sei weiter um sie "herumgetänzelt" (Urk. 8 S. 2, Urk. 1/1 

S. 4 und Urk. 1/2/2). Sie führte konstant aus, den Hund nicht angesprochen zu 

haben. Die Vorinstanz erachtete diese Aussagen als lebensnah und glaubhaft. 

Sie befand, dass die Aussagen der Zeugin auf tatsächlich Erlebtes und Empfun-

denes schliessen lassen. Sodann hielt die Vorinstanz fest, damit sei erstellt, dass 

die Zeugin vor dem Anspringen durch den Hund mit diesem keinen Kontakt auf-

genommen habe. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nachvollziehbar und 

erfolgte willkürfrei. Es liegt keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltserstellung 

vor. Den vorinstanzlichen Erwägungen folgend ist daher auf die glaubhafte Dar-

stellung der Zeugin abzustellen und davon auszugehen, dass sie den Hund nicht 

angesprochen hat, dieser vielmehr unvermittelt an ihr hochsprang und von ihrem 

Brötchen abbiss (Urk. 24 S. 7).  

 5. Gemäss § 9 Abs. 1 lit. a HuG sind Hunde so zu halten, zu führen und 

zu beaufsichtigen, dass sie weder Mensch noch Tier gefährden, belästigen oder 

in der bestimmungsgemässen und sicheren Nutzung des frei zugänglichen Rau-

mes beeinträchtigen. Die Vorinstanz befasste sich für die Auslegung dieses Arti-

kels zutreffend und eingehend mit der Entstehungsgeschichte des am 1. Januar 

2010 in Kraft getretenen Hundegesetzes des Kantons Zürich, worauf verwiesen 

werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 24 S. 4 f.). 

 Der Beschuldigte war zum Zeitpunkt des Vorfalls als Hundesitter für den 

Hund verantwortlich und hatte ihn so zu führen und zu beaufsichtigen, dass es zu 

keiner Belästigung von Mensch oder Tier kommen kann. Die Zeugin wurde durch 

den Hund direkt belästigt, indem er an ihr hochsprang und das Sandwich aus ih-

rer Hand wegschnappte. Der Beschuldigte hätte dieses Verhalten seines Hundes 

durch eine genügende Beaufsichtigung verhindern müssen. Wie der Beschuldigte 

selbst geltend machte, handelt es sich beim Hund B._____ um einen kontaktfreu-

digen jungen Hund (Urk. 7 S. 2). Indem er im Wissen um das Wesen des Hundes 

diesen frei herumlaufen liess, nahm er zumindest in Kauf, dass B._____ andere 

Personen anspringen und belästigen könnte. Der Beschuldigte handelte somit 

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eventualvorsätzlich sowohl bezüglich der mangelnden Beaufsichtigung als auch 

der Gefährdung und Belästigung von Personen. Die Vorinstanz würdigte das Ver-

halten des Beschuldigten damit zu Recht als mangelnde Beaufsichtigung eines 

Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 HuG.  

 6. Die Vorinstanz hat somit weder den Sachverhalt offensichtlich unrichtig 

festgestellt, noch ist ihr Urteil rechtsfehlerhaft. Der Schuldspruch der Vorinstanz 

ist deshalb zu bestätigen und der Beschuldigte der mangelnden Beaufsichtigung 

eines Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 HuG 

schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung  

 Der Beschuldigte beantragt einen vollumfänglichen Freispruch und stellt kei-

nen Eventualantrag bezüglich der Strafzumessung.  

 Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt dargelegt und zutreffende Aus-

führungen zur Strafzumessung gemacht, auf welche verwiesen werden kann 

(Urk. 24 S. 9 f.). Mit der Vorinstanz ist von einem noch leichten Verschulden aus-

zugehen, da der Hund sich noch in Sichtweite befand, die Zeugin nicht verletzt 

wurde und der Beschuldigte ihr den Verlust des Sandwichs ersetzte. Hingegen 

kann der Vorfall nicht als leichter Fall, für welchen lediglich ein Verweis auszu-

sprechen wäre, betrachtet werden. Die Zeugin wurde durch den Hund doch recht 

intensiv belästigt; er sprang an ihr hoch und schnappte das Sandwich aus ihrer 

Hand. Angesichts der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten, welcher ge-

mäss eigenen Angaben ca. Fr. 5'000.– pro Monat verdient und weder Schulden 

noch Vermögen hat (Prot. I S. 5), sowie unter Berücksichtigung seines Verschul-

dens erweist sich die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 100.– als 

angemessen. Der Beschuldigte ist folglich mit einer Busse von Fr. 100.– zu be-

strafen.  

 Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse ist eine Ersatzfrei-

heitsstrafe auszufällen (Art. 106 Abs. 2 StGB). Diese ist nach den Verhältnissen 

des Täters so zu bemessen, dass sie seinem Verschulden angemessen ist 

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(Art. 106 Abs. 3 StGB), wobei dem Gericht bei der Bemessung ein weiter Ermes-

senspielraum zusteht (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3.). Vorliegend erscheint eine Ersatz-

freiheitsstrafe von einem Tag bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse als an-

gemessen.  

V. Kosten  

 Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) zu 

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

 Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

mit seiner Berufung vollständig, weshalb ihm die Kosten des Berufungsverfahrens 

aufzuerlegen sind.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mangelnden Beaufsichtigung ei-

nes Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 

Hundegesetz. 

2. Der Beschuldigte wird mit einer Busse von Fr. 100.– bestraft.  

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag. 

4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 800.–. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

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7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten  

− das Stadtrichteramt Zürich  
− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an 

− die Vorinstanz. 

8. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 10. Juli 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Mondgenast 
 

 

	Urteil vom 10. Juli 2014
	Strafverfügung:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Einsprecher ist schuldig der mangelnden Beaufsichtigung eines Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 Hundegesetz.
	2. Der Einsprecher wird bestraft mit einer Busse von Fr. 100.–.
	3. Bezahlt der Einsprecher die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–. Über die weiteren Kosten (Barauslagen usw.) wird die Gerichtskasse Rechnung stellen.
	5. Die Kosten gemäss vorstehender Ziffer sowie die Kosten des Strafbefehls Nr. 2012-055-580 vom 20. August 2012 in Höhe von Fr. 150.– und die nachträglichen Untersuchungs- und Überweisungskosten des Stadtrichteramtes Zürich im Betrage von Fr. 506.– we...
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte
	II.  Prozessuales
	III.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung
	V.  Kosten

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mangelnden Beaufsichtigung eines Hundes im Sinne von § 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 27 Abs. 1 Hundegesetz.
	2. Der Beschuldigte wird mit einer Busse von Fr. 100.– bestraft.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 800.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7.  Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 das Stadtrichteramt Zürich
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz.

	8. Rechtsmittel:  Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.