# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07e629d3-6e30-5274-87b1-c370069d91d1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 13.07.2020 RT200085
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT200085_2020-07-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT200085-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende,  

 Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos 

Würgler sowie Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner 

Beschluss vom 13. Juli 2020 

 

in Sachen 

 

A._____ Transporte GmbH, 
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Staat B._____ und Politische Gemeinde C._____ und Röm.-Kath. und 
Ref. Kirchgemeinde,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Steueramt C._____,  

 

betreffend Rechtsöffnung (Kostenvorschuss) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 10. Juni 2020 (EB200116-D) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. a) Die Parteien stehen vor Erstinstanz in einem Rechtsöffnungsverfahren. 

Mit Verfügung vom 10. Juni 2020 wurde den Gesuchstellern und Beschwerde-

gegnern (fortan Gesuchsteller) eine Frist von zehn Tagen angesetzt, um für die 

Gerichtskosten bei der Bezirksgerichtskasse Dielsdorf einen Kostenvorschuss 

von Fr. 300.– zu leisten (Urk. 2 S. 2 Dispositivziffer 1). 

 b) Mit Eingabe vom 20. Juni 2020 erhob die Gesuchsgegnerin und Be-

schwerdeführerin (fortan Gesuchsgegnerin) innert Frist gegen obgenannte Verfü-

gung Einsprache. Sie führte dazu aus, dass die Steuererklärung noch nicht einge-

reicht worden sei. Ihre Treuhänderin sei noch an den Anpassungen mit der 

Mehrwertsteuer und der Pensionskasse (Urk. 1). 

 2. Die Schweizerische Zivilprozessordnung (fortan ZPO) sieht im 2. Teil, 

"9. Titel: Rechtsmittel" die "Einsprache" gegen erstinstanzliche Entscheide nicht 

vor (vgl. Art. 308 ff. ZPO), weshalb vorliegend in Anwendung von Art. 319 lit. b 

Ziff. 1 ZPO i.V.m. Art. 103 ZPO ein Beschwerdeverfahren gemäss Art. 319 ff. 

ZPO eröffnet wurde (vgl. dazu auch Urk. 2 S. 2 E. 3 und S. 3 Dispositivziffer 3). 

 3. a) Die Beschwer ist Zulässigkeitsvoraussetzung jedes Rechtsmittels. Das 

Erfordernis der Beschwer hat die Wirkung, dass nur derjenige zur Erhebung eines 

Rechtsmittels befugt ist, welcher ein (von der Rechtsordnung geschütztes, d.h. 

ein schutzwürdiges) Interesse (tatsächlicher oder rechtlicher Natur) an der Abän-

derung eines erstinstanzlichen Entscheids besitzt. Fehlt es an der von Amtes we-

gen zu prüfenden Beschwer, ist auf das erhobene Rechtsmittel nicht einzutreten 

(Reetz, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Vorbemerkun-

gen zu den Art. 308-318 N 30 m.w.H.). 

 b) Die Gesuchsgegnerin wurde durch die angefochtene Verfügung zu nichts 

verpflichtet, da nicht sie, sondern die Gesuchsteller den Kostenvorschuss von 

Fr. 300.– zu leisten haben. Ihr ist deshalb durch die angefochtene Verfügung kein 

Nachteil entstanden. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin ist demnach 

mangels Beschwer nicht einzutreten. 

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 4. Es rechtfertigt sich, für das Beschwerdeverfahren umständehalber auf 

Kostenerhebung zu verzichten. Mangels wesentlicher Umtriebe ist den Gesuch-

stellern für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 95 

Abs. 3 ZPO). Die Gesuchsgegnerin ihrerseits hat als unterliegende Partei keinen 

Anspruch auf Entschädigung (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), wobei sie im Beschwer-

deverfahren ohnehin keinen diesbezüglichen Antrag stellte (Urk. 1). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten. 

2. Es werden für das Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz gegen Empfangs-

schein, an die Gesuchsteller und die Vorinstanz je unter Beilage einer Kopie 

der Urk. 1. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt unter 
Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 

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Zürich, 13. Juli 2020 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. A. Baumgartner 
 

 
versandt am:  
sf 

	Beschluss vom 13. Juli 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten.
	2. Es werden für das Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz gegen Empfangsschein, an die Gesuchsteller und die Vorinstanz je unter Beilage einer Kopie der Urk. 1.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...