# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e7d86c2-1dca-5177-a0a1-22ae20d14481
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.09.2009 S 2009 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2009-49_2009-09-08.pdf

## Full Text

S 09 49

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 8. September 2009

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. Der am 28. Januar 1963 in … (heutiges Serbien) geborene … hat vier Kinder. 

Seine beiden volljährigen Kinder aus erster Ehe leben in der Schweiz und 

seine zwei jüngeren Söhne David (30. August 2003) und Dalibor (12. Oktober 

2004) leben in Slowenien. Der Versicherte absolvierte die Grundschule in 

Serbien und war in der Folge ohne Berufslehre als Chauffeur tätig. Im Jahr 

1980 reiste er in die Schweiz und arbeitete von 1992 bis 1997 in der … und 

von 1997 bis 2001 bei der Gonzen Druck AG in Bad Ragaz. Seit Dezember 

2000 war der Versicherte aufgrund eines chronischen Panvertebral-

Syndroms mit degenerativer Wirbelsäulenveränderung und weiteren 

Beschwerden zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. Nach einem Aufenthalt in 

der Klinik … vom 5. bis 26. Juni 2001 wurde im entsprechenden Arztbericht 

festgehalten, dass der Versicherte unter Berücksichtigung seiner 

ergonomischen Leistungsfähigkeit für eine mittelschwere Arbeit zu 100% 

arbeitsfähig sei. Am 23. Juli 2001 meldete sich der Versicherte bei der 

Invalidenversicherung aufgrund von Rückenbeschwerden zur Gewährung 

von beruflichen Massnahmen sowie zum Bezug einer Rente an. Am 4. 

November 2002 wurde der Versicherte bei einem Verkehrsunfall 

(Frontalkollision) als Mitfahrer auf dem Rücksitz verletzt. In der Folge erhielt 

er Heilkosten- und Taggeldleistungen von der SUVA, wobei für die Zeit vom 

4. November 2002 bis 9. September 2003 von einer 100%-igen 

Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wurde und für die Zeit vom 10. September 

2003 bis 31. Oktober 2005 von einer solchen von 50%. 

2. Mit Verfügung vom 24. Januar 2003 hielt die kantonale IV-Stelle, welche zu 

diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis des Verkehrsunfalls hatte, fest, dass 

der Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (IV-Rente) habe. In 

seiner bisherigen Tätigkeit als Druckausrüster sei er zwar erheblich 

eingeschränkt und seit dem 21. Dezember 2000 sei ihm diese gar 

unzumutbar, eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ohne 

Heben und Tragen von Gewichten könne ihm jedoch nach wie vor zugemutet 

werden. Bei einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 

100%. Das Valideneinkommen betrage Fr. 62'012.-- und das 

Invalideneinkommen liege gemäss den Tabellenlöhnen 

(Lohnstrukturerhebung für das Jahr 2006 des Bundesamtes für Statistik [LSE 

2006], Privater Sektor, Niveau 4, unter Einbezug des Maximalabzugs von 

25%) bei Fr. 43'610.--. Demnach ergebe sich beim Versicherten ein 

Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 29%. Da dieser errechnete IV-Grad unter 40% 

liege, bestehe kein Rentenanspruch. 

3. Vom 25. Juni bis 13. August 2003 hielt sich der Versicherte in der Rehaklinik 

… auf. Im Arztbericht der Klinik vom 14. August 2003 wurde betreffend 

Arbeitsfähigkeit ausgeführt, dass dem Versicherten eine leichte bis maximal 

mittelschwere Arbeit mit gewissen Einschränkungen möglich sei. 

4. Der SUVA-Kreisarzt hielt in seinem Bericht vom 4. September 2003 bezüglich 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten fest, dass als allfällige 

Beschäftigungsmöglichkeiten in erster Linie wechselbelastende Tätigkeiten 

vorerst nur halbtags angestrebt werden sollten. In diesem Sinne sei ein 50%-

iger Arbeitsversuch unter Berücksichtigung der unfallkausalen Befunde 

zumutbar, wobei der Versicherte ab dem 10. September 2003 

vermittlungsfähig wäre. Im Arztbericht vom 8. Dezember 2003 nach der 

ärztlichen Abschlussuntersuchung durch den SUVA-Kreisarzt wurde 

wiederholt, dass der Versicherte aufgrund der ausschliesslich unfallkausalen 

Befunde weiterhin zu 50% vermittlungsfähig sei. Es seien ihm nämlich 

weiterhin ganztägige leidensangepasste und behinderungsgerechte 

Beschäftigungen und Arbeitseinsätze möglich. Es seien diesbezüglich 

wechselbelastende und positionsverändernde Beschäftigungsabläufe 

empfehlenswert. Limitiert sei der Einsatz des linken Armes, insbesondere 

über Schulter- und Kopfhöhe. Darüber hinaus würden sich die nicht 

unfallkausalen Erkrankungsbefunde mit diffuser Beschwerdesymptomatik 

zunehmend limitierend auswirken. Im Vordergrund stehe die problematische 

soziale Situation mit einer fehlenden Tagesstruktur. Darüber hinaus sei auch 

die Äthylproblematik weiterhin therapiebedürftig. 

5. Am 19. Januar 2004 meldete sich der Versicherte nochmals bei der 

Invalidenversicherung zur Gewährung von beruflichen Massnahmen und zum 

Bezug einer Rente an. Die IV-Stelle forderte ihn in der Folge zur 

Glaubhaftmachung einer wesentlichen Verschlechterung seines 

Gesundheitszustandes auf. Im Mai 2004 teilte der Versicherte der 

zuständigen Stelle mit, dass er seit der letzten Anmeldung einen Unfall erlitten 

habe, weshalb bei ihm Unfallfolgen und krankhafte Beschwerden vorliegen 

würden. Im Arztbericht nach der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 7. 

September 2005 hielt der SUVA-Kreisarzt Dr. med. … fest, dass dem 

Versicherten aufgrund der unfallkausalen somato-organisch fassbaren 

Befunde ganztägige wechselbelastende in ausgeglichenem Verhältnis 

positionsveränderbare eine Beschäftigung zumutbar sei. 

6. Per 1. November 2005 stellte die SUVA die Leistungen für die Heilkosten 

sowie die Taggeldleistungen ein. Sie gewährte dem Versicherten mit 

Verfügung vom 30. September 2005 eine Erwerbsunfähigkeitsrente von 19% 

ab dem 1. November 2005 sowie eine Integritätsentschädigung von 15%. Aus 

medizinischer Sicht sei dem Versicherten eine angepasste Tätigkeit mit 

gewissen Einschränkungen (limitierter Armeinsatz, wechselbelastende 

Positionen, Krafteinbusse) zumutbar. Angesichts der 

Zumutbarkeitsbeurteilung sei ein Abzug von höchstens 20% gerechtfertigt. 

7. Nachdem die IV-Stelle am 22. Juni 2006 ein Gutachten bei der Academy of 

Swiss Insurance Medicine (ASIM) in … in Auftrag gegeben hatte, erliess sie 

am 12. Dezember 2007 einen Vorbescheid, worin sie dem Versicherten eine 

teilweise Zusprache einer IV-Rente in Aussicht stellte. Für die Zeit vom 19. 

Januar bis 30. November 2002 stehe dem Versicherten aufgrund eines IV-

Grades von 100% eine ganze IV-Rente zu und ab dem 1. Dezember 2003 

bestehe kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente, da der IV-Grad (gestützt auf 

den Tabellenlohn LSE 2006 Niveau 4 bei einer Arbeitstätigkeit von 80% unter 

Berücksichtigung eines Abzugs von 10%) bei 34.39% und somit unter 40% 

liege. 

8. Dagegen liess der Versicherte am 14. Januar 2008 Einwand erheben und 

beantragte, dass ihm in Abweichung zum Vorbescheid für die Zeit vom 1. 

Dezember 2003 bis zum 31. Januar 2006 gestützt auf einen IV-Grad von 

63.38% eine Dreiviertelsrente und ab dem 1. Februar 2006 gestützt auf einen 

IV-Grad von 41.67% eine Viertelsrente zuzusprechen sei. 

9. Am 11./13. Februar 2009 erliess die IV-Stelle des Kantons Graubünden eine 

Verfügung, worin dem Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. 

November 2003 eine ganze IV-Rente (IV-Grad 100%) zugesprochen wurde. 

Ab dem 1. Dezember 2003 bestehe kein Rentenanspruch mehr, da der IV-

Grad mit 34.97% unter 40% liege. Die Abklärungen hätten gezeigt, dass der 

Versicherte ab September 2003 in leichten adaptierten Tätigkeiten im 

Rahmen eines vollen Pensums zu 80% arbeitsfähig sei. Das 

Valideneinkommen als Druckausrüster liege bei Fr. 64'864.05 (LSE 2006 

Wirtschaftszweig 22 Verlag/Druck, Niveau 4, aufindexiert für das Jahr 2007) 

und das Invalideneinkommen für eine 80%-ige Tätigkeit bei Fr. 42'179.50 

(LSE alle Wirtschaftszweige, Niveau 4, unter Berücksichtigung eines 10%-

igen Abzugs). Eine Rente könne maximal 12 Monate rückwirkend seit der 

Anmeldung zugesprochen werden. In casu sei das Gesuch am 19. Januar 

2004 eingegangen, weshalb auch der Anspruch erst am 19. Januar 2003 

beginne. Betreffend die Befristung des Rentenanspruchs bis zum 30. 

November 2003 führte die IV-Stelle in ihrer Verfügung aus, dass bereits die 

Rehaklinik … am 14. August 2003 eine leichte bis maximal mittlere Arbeit für 

zumutbar erklärt habe. Dementsprechend sei auch in der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung der SUVA vom 8. Dezember 2003 festgehalten 

worden, dass dem Versicherten eine ganztägige leidensangepasste und 

behinderungsgerechte Beschäftigung möglich sei. Völlig widersprüchlich zu 

dieser medizinischen Einschätzung sei der Versicherte vom SUVA-Kreisarzt 

dann aber nur zu 50% als vermittlungsfähig eingeschätzt worden. An den 

damaligen Entscheid der SUVA sei die Invalidenversicherung jedoch nicht 

gebunden, zumal dieser einer nicht vertretbaren Ermessensausübung oder 

einer nicht sachgerechten Schlussfolgerung gleichkomme, soweit damit 

Leistungen der Unfallversicherung zugesprochen worden seien. Ausserdem 

könne die Vermittlungsfähigkeit nicht mit der Erwerbsfähigkeit gleichgesetzt 

werden. Die retrospektiv im ASIM-Gutachten seit Ende 2003 bzw. seit dem 

Austritt aus der Rehaklinik Bellikon attestierte 80%-ige Arbeitsfähigkeit werde 

demnach durch die echtzeitlich von der Rehaklinik Bellikon und vom SUVA-

Kreisarzt attestierten (sogar) 100%-igen Arbeitsfähigkeit gestützt. Demnach 

sei nicht zu beanstanden, dass der Rentenanspruch bis auf den 30. 

November 2003 befristet worden sei. Betreffend die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit und die Festlegung des Invalideneinkommens werde in erster 

Linie auf das ausführliche interdisziplinäre medizinische ASIM-Gutachten 

abgestellt. Darin sei aus gesamtmedizinischer Sicht zur Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten Stellung genommen worden und insofern seien auch dessen 

psychische Beschwerden angemessen berücksichtigt worden. Soweit Dr. 

med. … in seinem Schreiben vom 18. Oktober 2007 eine Anpassungsstörung 

aufgrund der schwierigen psychosozialen Situation diskutiere, handle es sich 

dabei um einen invaliditätsfremden Faktor, der von vornherein keine 

rechtserhebliche Bedeutung habe. Ausserdem halte dieser auch fest, dass es 

sich beim psychiatrischen ASIM-Teilgutachten um ein fundiertes Gutachten 

handle und dass die psychiatrischerseits festgestellte Minderung der 

Arbeitsfähigkeit von 20% nachvollziehbar sei. Bezüglich Leidensabzug führte 

die IV-Stelle aus, dass bei der Berechnung des Invalideneinkommens vom 

Tabellenlohn hinsichtlich verschiedener in Betracht fallender 

einkommensbeeinflussender Merkmale ein Abzug vorgenommen werden 

könne. In casu rechtfertige sich ein Leistungsabzug von 10%, da der 

Versicherte eine adaptierte Tätigkeit wohl nur ausüben könne, indem ein 

Arbeitgeber gewisse weitere gesundheitlich bedingte Einschränkungen des 

Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. Kein Abzug gebe es jedoch für den 

verminderten Beschäftigungsgrad, da der Versicherte die 80%-ige 

Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines vollen zeitlichen Pensums verwerten 

könne. Dass nur mehr sehr leichte bzw. zu 60% mittelschwere Tätigkeiten 

zumutbar seien, sei mit einem Abzug von 10% berücksichtigt worden. Die 

Anzahl der Dienstjahre sei im Niveau 4 nur von geringer Bedeutung. Die 

Rüge, dass bereits in der Verfügung vom 23. Juli 2001 (recte: 24. Januar 

2003) ein Leistungsabzug von 25% und in der SUVA-Verfügung vom 30. 

September 2005 ein solcher von 20% gewährt worden sei, könne vorliegend 

nicht relevant sei, zumal in beiden Fällen die Höhe des Abzugs nicht 

begründet worden sei. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde 

von der IV-Stelle gutgeheissen. 

10. Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 16. März 2009 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht erheben. Er beantragte die Zusprechung einer ganzen 

Rente (IV-Grad 100%) für die Zeit vom 19. Januar bis 30. November 2003, 

einer halben Rente (IV-Grad 63.9%) für die Zeit vom 1. Dezember bis 31. 

Dezember 2003, einer Dreiviertelsrente für die Zeit vom 1. Januar 2004 bis 

31. Januar 2006 sowie einer Viertelsrente (IV-Grad 42.2%) ab dem 1. Februar 

2006. Zum einen rügte der Beschwerdeführer die Festlegung des IV-Grades 

ab dem 1. Dezember 2003. Es sei diesbezüglich insbesondere die Beurteilung 

von Dr. med. … vom 4. September 2003 sowie vom 8. Dezember 2003 zu 

berücksichtigen, wonach er nur zu 50% vermittlungsfähig gewesen sei. Das 

Gleiche habe ausserdem auch die SUVA in ihrem Schreiben vom 7. Juli 2004 

bestätigt. Zum anderen stellte der Beschwerdeführer die Festsetzung des 

Leidensabzugs in Frage. Er führte aus, dass in der IV-Verfügung vom 23. Juli 

2001 (recte: 24. Januar 2003) ein Leidensabzug von 25% und in der SUVA-

Verfügung vom 30. September 2005 ein solcher von 20% berücksichtigt 

worden sei. Das Eidgenössische Versicherungsgericht habe in BGE 114 V 

310 festgehalten, dass eine in ihrer letzten Tätigkeit körperlich Schwerarbeit 

verrichtende Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere 

Arbeit nur beschränkt einsatzfähig sei. Diese Einschränkung sei entsprechend 

im Rahmen des Leidensabzugs zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer 

könne nur zu 80% sehr leichte und zu 60% mittelschwere Tätigkeiten 

ausführen. Dies sei in der angefochtenen Verfügung nicht ausreichend 

berücksichtigt worden. Ferner hätte auch beachtet werden müssen, dass der 

Beschwerdeführer aus Serbien stamme und nur gebrochen Deutsch spreche. 

Darüber hinaus sei auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer an 

einer Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik leide, weshalb er 

Mühe habe, sich in einen Arbeitsprozess oder in eine Arbeitsstelle 

einzuordnen. Gestützt auf diese Ausführungen sei mindestens ein 

Leidensabzug von 20% zu gewähren. In diesem Fall ergäbe sich dann ein IV-

Grad von 42.2%. Der Beschwerdeführer machte ausserdem geltend, dass die 

Invalidenversicherung in Anlehnung an das Gutachten der Rehaklinik … ab 

August 2003 von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Dies werde mit 

dem Hinweis begründet, dass die Vermittlungsfähigkeit nicht mit der 

Arbeitsfähigkeit gleichgesetzt werden könne. Jedoch sei in casu überhaupt 

nicht begründet worden, wonach bei der Vermittlungsfähigkeit Gründe zu 

berücksichtigen seien, die bei der Invalidenversicherung keinen Einfluss 

haben dürften. Der SUVA-Kreisarzt sei kein Hausarzt, sodass mit den 

Ausführungen der SUVA von einer vollen Arbeitsfähigkeit mit den 

verbleibenden Einschränkungen erst per 1. November 2005 ausgegangen 

werden dürfe. Das ASIM-Gutachten habe nicht berücksichtigt, dass die 

Arbeitsfähigkeit bis zum 30. Oktober 2005 nur gerade 50% betragen habe. 

Daher sei vom 1. September 2003 bis zum 31. Dezember 2005 von einem IV-

Grad von 63.9% auszugehen. Dies bedeute für die Zeit vom 1. Dezember bis 

31. Dezember 2003 eine halbe Rente und für die Zeit vom 1. Januar 2004 bis 

1. Februar 2006 eine Dreiviertelsrente. Im Anschluss daran sei entsprechend 

den obigen Ausführungen eine Viertelsrente (IV-Grad 42.2%) auszusprechen. 

Des Weiteren machte der Beschwerdeführer geltend, dass bei der 

Berechnung des Rentenanspruchs zu berücksichtigen sei, dass er zwei 

weitere Kinder habe. Schliesslich wurde in der Beschwerde ausgeführt, dass 

der Beschwerdeführer seit dem 1. Februar 2008 in Serbien wohne, weshalb 

ihm die Viertelsrente seither nicht mehr ausgerichtet werde, auch wenn 

grundsätzlich ein Anspruch bestehe. 

11. In der Vernehmlassung vom 27. März 2009 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit 

diese nicht anerkannt werde. Zum Leidensabzug führte die 

Beschwerdegegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin aus der Tatsache, 

dass früher ein höherer Abzug gewährt worden sei, nichts zu ihren Gunsten 

ableiten könne. Die frühere Höhe des Abzugs sei nämlich gar nicht begründet 

worden und es gehe nicht an, einen Abzug ohne nähere Begründung mit 

Bezug auf die massgebenden Kriterien vorzunehmen. Ausserdem sei der 

Abzug in der Verfügung der IV-Stelle unerheblich, da die Rentenleistungen 

abgelehnt wurden und der Abzug in der SUVA-Verfügung mit „höchstens 

20%“ angegeben wurde. Betreffend die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zum zitierten BGE 114 V 310 machte die 

Beschwerdegegnerin geltend, dass der Beschwerdeführer für eine mittlere 

Tätigkeit zu 60% und für eine leichte Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig sei. Art und 

Ausmass der Einschränkungen würden einen Abzug von 20% klarerweise 

nicht begründen. Er könne nämlich mit einer Leistungseinschränkung von 

20% noch vollzeitlich tätig sein und ausserdem verfüge er gemäss eigenen 

Angaben über eine ausländische, offenbar aber in der Schweiz anerkannte 

Ausbildung zum Chauffeur. Ferner sei auch davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer über genügende Deutschkenntnisse verfüge, zumal 

beispielsweise die Untersuchung beim ASIM ohne Beizug eines 

Dolmetschers durchgeführt werden konnte. Auch das Scheiben von Dr. med. 

… ändere nichts an der Festlegung der Arbeitsfähigkeit, zumal die psychische 

Problematik mit der bereits vorgenommenen Reduktion der Leistungsfähigkeit 

auf 80% bereits vollumfänglich berücksichtigt worden sei. Betreffend die 

Kinderrente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass für … (12. Oktober 

2004) keine Kinderrente zugesprochen werden könne, da dem 

Beschwerdeführer selber nur eine IV-Rente bis 30. November 2003 

zuzusprechen sei. Bezüglich der Kinderrente von … (30. August 2003) werde 

die Beschwerde anerkannt und betreffend diese Kinderrente neu beurteilt, 

wobei diesbezüglich eine neue Verfügung erlassen werde. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der IV-

Stelle Graubünden vom 11./13. Februar 2009. Streitig und zu prüfen ist die 

Festlegung des IV-Grads und damit verbunden der Rentenanspruch ab dem 

1. Dezember 2003.

2. Eine IV-Rente kann nur gewährt werden, wenn eine Invalidität vorliegt. Als 

Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in 

Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) die durch einen körperlichen oder 

geistigen Gesundheitsschaden verursachte voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat ein 

Versicherter Anspruch auf eine ganze Rente, wenn er mindestens 70%, auf 

eine Dreiviertelsrente, wenn er mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn 

er mindestens 50% oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens 40% 

invalid ist. Für die Bestimmung des IV-Grads wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

3. a) Im Gegensatz zum Valideneinkommen, das im vorliegenden Fall unbestritten 

ist, ist bezüglich dem Invalideneinkommen einerseits sowohl die Höhe wie 

auch die Dauer der Arbeitsfähigkeit seit September 2003 streitig. Der 

Beschwerdeführer führt diesbezüglich aus, dass jene ärztlichen Gutachten zu 

wenig berücksichtigt worden seien, wonach er nur zu 50% vermittlungsfähig 

gewesen sei und die IV-Stelle demnach zu Unrecht von einer 80%-igen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgehe. 

b) Mit Bezug auf Art. 4 Abs. 1 IVG ist festzuhalten, dass Gegenstand der 

Invalidenversicherung nicht ein Gesundheitsschaden als solcher, sondern nur 

eine durch einen Gesundheitsschaden verursachte Arbeits- und - resultierend 

daraus - Erwerbsunfähigkeit sein kann. Als arbeitsunfähig gilt eine Person, die 

infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur 

noch beschränkt oder unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu 

verschlimmern, ausüben kann. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit wird laut der 

Rechtsprechung nach dem Masse bestimmt, in welchem die Versicherte aus 

gesundheitlichen Gründen in ihrem angestammten Arbeitsplatz 

zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend 

ist dagegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der 

Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 239 E. 1b mit Hinweisen). Für die Gewährung 

von IV-Leistungen müssen somit ein medizinisches Element 

(Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) sowie ein 

wirtschaftliches Element (dauerhafte oder länger dauernde 

Erwerbsunfähigkeit) vorliegen. Sodann muss zwischen diesen Elementen ein 

Kausalzusammenhang bestehen (Kreisschreiben über Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] ab 1. Januar 2008, N 1024 

ff.; Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 

2003, S. 159 N 12 ff.).

c) Um die Arbeitsfähigkeit bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können 

(BGE 132 V 99 f. E. 4; 125 V 261 E. 4). 

d) Zur Beurteilung der seit dem Unfall (4. November 2002) verbliebenen 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten liegen dem Gericht folgende Arztberichte 

und Gutachten vor, die sich wie folgt zu der verbleibenden Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers äussern:

• Arztbericht der Rehaklinik … des Dr. med. …, Spezialarzt FMH für 

Physikalische Medizin, vom 14. August 2003: Als Folge des Autounfalls 

sei beim Versicherten unter anderem eine leichte traumatische 

Hirnverletzung diagnostiziert worden. Darüber hinaus sei bei ihm eine 

DD Alkoholabhängigkeit festgestellt worden. Folgende Beschwerden 

wurden im Arztbericht als „aktuelle Probleme“ aufgeführt: chronisches 

Panvertebralsyndrom rechtsbetont, muskuläre Dyabalance, Zephalagie, 

Kraftminderung des linken Arms, schwierige soziale Situation sowie eine 

fehlende Tagesstruktur. Betreffend Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, 

dass eine leichte bis maximal mittelschwere Arbeit mit gewissen 

Einschränkungen möglich sei.  

• Arztbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. …, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, vom 4. September 2003: Bei allfälligen 

Beschäftigungsmöglichkeiten sollte es sich in erster Linie um 

wechselbelastende Tätigkeiten (sitzende/stehende und kurzstreckig 

gehende Tätigkeiten mit Pausenmöglichkeit) handeln. Diese sollten 

vorerst nur halbtags angestrebt werden. In diesem Sinne sei ein 50%-

iger Arbeitsversuch unter Berücksichtigung der unfallkausalen Befunde 

zumutbar, wobei der Versicherte ab dem 10. September 2003 

vermittlungsfähig wäre.

• Arztbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. … vom 8. Dezember 2003: 

Es sei weiterhin eine 50%-ige Vermittlungsfähigkeit gegeben. Dem 

Versicherten seien nämlich nach wie vor ganztägige leidensangepasste 

und behinderungsgerechte Beschäftigungen und Arbeitseinsätze 

möglich. Es seien diesbezüglich wechselbelastende und 

positionsverändernde Beschäftigungsabläufe empfehlenswert.

• Arztbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. … vom 7. September 2005: 

Dem Versicherten sei eine ganztätige wechselbelastende in 

ausgeglichenem Verhältnis positionsveränderbare Beschäftigung 

zumutbar.

• Gutachten der ASIM …, der Dres. …, …, …, …, … vom 14. März 2007: 

Es wurde folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt: leichte depressive Episode, chronisches lumbo- und 

thorakovertebrales Schmerzsyndrom, St. n. Polytrauma (durch den 

Autounfall), chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom. 

Betreffend Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, dass bei einer körperlich 

sehr leichten Tätigkeit, mit insbesondere Schonung des linken Armes, 

bei voller Belastbarkeit des rechten Armes, ohne Überkopfarbeit und 

ohne Zwangshaltung eine Arbeitsfähigkeit von 80% für möglich gehalten 

werde. Für maximal mittelschwere Tätigkeiten, das heisst für solche mit 

einer Gewichtslimite, unter Vermeiden von Überkopfarbeiten für den 

linken Arm sowie ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule, bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 60%. Dies gelte rückwirkend seit Ende August 2003. 

Zur Arbeitsfähigkeit vor diesem Datum führte die ASIM aus, dass die 

Arbeitsunfähigkeit für die bisherige schwere Tätigkeit gestützt auf den 

Bericht der Klinik … sowie auf den Arztbericht von Dr. med. … ab dem 

21. Dezember 2000 gelte. Für körperlich leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten bestehe gemäss der Einschätzung der Klinik … zunächst 

eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Juli 2001. Ab dem Datum des 

Unfalls (4. November 2002) bestehe für alle Tätigkeiten vorübergehend 

eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit, bis ca. 6 Monate nach der Operation 

der Claviculafraktur, das heisst bis Ende August 2003 bzw. bis zum 

Austritt aus der Rehaklinik ... Im Anschluss daran könne die attestierte 

Arbeitsfähigkeit angenommen werden. Bei der angenommenen 

Leistungsfähigkeit sei die Einschränkung seitens der linken Schulter 

bereits berücksichtigt. Demnach sei eine zeitlich 100%-ige Präsenz bei 

entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit möglich. 

• Arztbericht der Dr. med. … des RAD Ostschweiz vom 2. Mai 2007: In 

einer adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte zu 80% arbeitsfähig, wobei 

diese Tätigkeit im Rahmen eines vollen zeitlichen Pensums zu verrichten 

sei. 

Im umfassenden Gutachten der ASIM vom 14. März 2007 wird rückwirkend 

per August 2003 von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer 

adaptierten Tätigkeit ausgegangen. In casu kann auf diese retrospektive 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im ASIM-Gutachten abgestellt werden, zumal 

sich diese mit der echtzeitlichen Einschätzung der Rehaklinik … vom 14. 

August 2003, welche sogar von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit ausgeht, deckt. Zu den vom Beschwerdeführer 

aufgeführten Berichten des SUVA-Kreisarztes ist auszuführen, dass diese 

teilweise widersprüchlich sind. Zum einen geht der Kreisarzt am 8. Dezember 

2003 von einer 50%-igen Vermittelbarkeit aus. Andererseits jedoch attestiert 

er echtzeitlich auch eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. 

Im Arztbericht vom 4. September 2003 empfiehlt er zwar noch, die Tätigkeit 

vorerst nur halbtags anzustreben aber bereits im Bericht vom 8. Dezember 

2003 führt er aus, dass dem Versicherten eine ganztägige adaptierte 

Beschäftigung möglich sei. Wie der obige Überblick über die 

unterschiedlichen medizinischen Beurteilungen zeigt, ist die vom 

Beschwerdeführer vorgebrachte Beurteilung des Kreisarztes die einzige, 

welche von einer tieferen Arbeitsfähigkeit als 80% ausgeht. Aus den 

genannten Gründen kann auf die Beurteilungen des Kreisarztes nicht 

abgestellt werden; sie vermögen die umfassende, schlüssige und 

nachvollziehbare Beurteilung der ASIM nicht zu erschüttern. Die übrigen 

Arztberichte decken sich alle in ihren Einschätzungen, sind nachvollziehbar, 

in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, beruhen auf allseitigen 

Untersuchungen und sind teils auch sehr detailliert. Darüber hinaus ist zu 

beachten, dass die Vermittelbarkeit nicht mit der Arbeitsfähigkeit 

gleichzusetzen ist. Der Beschwerdeführer führt diesbezüglich aus, dass bei 

der Vermittlungsfähigkeit in casu keine Gründe zu berücksichtigen seien, die 

bei der Invalidenversicherung keinen Einfluss hätten. Dieser Argumentation 

ist jedoch nicht beizupflichten. Es liegen im vorliegenden Fall teils nämlich 

sehr wohl Anhaltspunkte vor, die invalidenversicherungsrechtlich nicht zu 

berücksichtigen sind. So gibt es sowohl im Arztbericht der Rehaklinik … vom 

14. August 2003 als auch im Gutachten der ASIM vom 14. März 2007 

Anhaltspunkte, dass der Versicherte unter – für die Invalidenversicherung 

nicht zu berücksichtigenden – psychosozialen Belastungsfaktoren und unter 

einer Alkoholproblematik leidet. Zusammenfassend teilt das Gericht die 

Meinung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer ab September 2003 

zu 80% arbeitsfähig ist in einer adaptierten Tätigkeit. Die Beschwerde ist 

diesbezüglich deshalb abzuweisen. 

4. a) Ferner ist bezüglich des Invalideneinkommens die Festsetzung des 

Leidensabzugs streitig. Während die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 24. 

Januar 2003 einen solchen in Höhe von 25% und die SUVA in ihrer Verfügung 

vom 30. September 2005 einen solchen von 20% festgesetzt hat, führt die IV-

Stelle in der angefochtenen Verfügung aus, dass lediglich ein Leidensabzug 

von 10% gerechtfertigt sei. Es ist daher im Folgenden die Höhe des 

Leidensabzugs zu prüfen. 

b) Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch 

realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte 

konkret steht (BGE 129 V 475 E. 4.2.1; 126 V 76 E. 3b.aa). Hat der 

Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls 

keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 

nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss der LSE herangezogen 

werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1; 126 V 76 f. E. 3b.bb; RKUV 1999 U 343 S. 

412 E. 4b.aa). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten 

behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend 

einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der 

Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem 

Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 

124 V 321 E. 3b, bb; AHI 2000 S. 82 E. 2b; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten 

Einzelfalls ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss 

sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt 

höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, 126 V 80 E. 5b.bb 

und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b).

c) Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt wie gesagt eine Schätzung dar. 

Das kontrollierende Gericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an 

die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen. Es muss sich auf Gegebenheiten 

abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6; 123 V 152 E. 2). Im 

vorliegenden Fall argumentiert die IV-Stelle, dass aus dem von ihr im Januar 

2003 gewährten höheren Abzug nichts abgeleitet werden könne, da dieser 

nicht begründet worden sei. Eine solche Argumentation ist jedoch nicht 

haltbar. Damit gesteht die IV-Stelle selbst ein, dass sie ihre 

Begründungspflicht verletzt hat. Mangels einer Begründung ist es für das 

Verwaltungsgericht jedoch nicht möglich, das Ermessen der Vorinstanz zu 

überprüfen. Es ist diesbezüglich auf das verfassungsrechtliche Gebot der 

Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 

zu verweisen. Der Betroffene sowie die Rechtsmittelinstanz müssen sich über 

die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn 

müssen wenigstens kurz jene Überlegungen genannt werden, von denen sich 

die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Für 

den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die Verwaltung jeweils kurz zu 

begründen hat, warum sie einen Abzug vom Tabellenlohn gewährt und 

insbesondere welche Merkmale sie bei ihrer gesamthaften Schätzung 

berücksichtigt (BGE 126 V 75 E. 5b, dd).

d) Wie zuvor erläutert, ist der Beschwerdeführer im Rahmen eines vollen 

zeitlichen Pensums zu 80% bzw. 60% arbeitsfähig. Ein sogenannter 

Teilzeitabzug lässt sich gestützt darauf jedoch nicht rechtfertigen. Das 

Bundesgericht hat diesbezüglich nämlich ausgeführt, dass ein solcher Abzug 

nur die eigentliche Teilzeitarbeit erfassen soll und nicht auch eine vollzeitliche 

Tätigkeit mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit (Bundesgerichtsurteil I 69/07 

vom 2. November 2007, E. 5.1; I 292/05 vom 19. Oktober 2005, E. 5.3). Bei 

der Festlegung des Leidensabzugs ist unter anderem die leistungsbedingte 

Einschränkung zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer könnte aufgrund 

seiner gesundheitlichen Einschränkungen eine adaptierte Tätigkeit wohl nur 

ausüben, indem ein Arbeitgeber gewisse weitere gesundheitlich bedingte 

Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. War er früher 

als Schwerarbeiter tätig, kann er heute nur noch einer sehr leichten bzw. 

mittelschweren Tätigkeit nachgehen, wobei er den linken Arm schonen und 

Überkopfarbeiten gänzlich meiden muss. Ferner haben die möglichen 

Tätigkeiten wechselbelastend zu sein und Zwangshaltungen der Wirbelsäule 

müssen ausgeschlossen sein. Des Weiteren ist auch der Beschäftigungsgrad 

des Versicherten zu berücksichtigen. Diesbezüglich schliesst auch das 

Bundesgericht einen überproportionalen Minderverdienst bei einer 

leistungseingeschränkten Vollzeittätigkeit nicht kategorisch aus (I 69/07, E. 

5.2). Unter Würdigung der gesamten Umstände erscheint dem Gericht ein 

Leidensabzug von 20% als gerechtfertigt. Wie einleitend erwähnt, ist auch die 

IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 24. Januar 2003 von einem deutlich höheren 

Abzug ausgegangen. Der Abzug wurde damals bei 25% festgesetzt, obschon 

damals noch eine 100%-ige adaptierte Tätigkeit für möglich gehalten wurde 

und der Grad der Arbeitsfähigkeit sich seither verringert hat. Auch die 

verschiedenen Einschränkungen und Arbeitsplatzbedingungen wurden erst 

im Gutachten der ASIM im Jahr 2007 festgehalten. Darüber hinaus gewährte 

auch die SUVA in ihrer Verfügung vom 30. September 2005 einen maximalen 

Abzug von 20%, wobei auch sie noch von der Möglichkeit einer 100%-igen 

adaptierten Tätigkeit ausging. 

Zusammenfassend kann demnach betreffend Leidensabzug festgehalten 

werden, dass die IV-Stelle mit der Gewährung unterschiedlicher Abzüge ohne 

jegliche Begründung ermessensmissbräuchlich gehandelt hat. Unter der 

Berücksichtigung der Umstände des konkreten Falles erscheint ein Abzug von 

20% gerechtfertigt. Die Beschwerde ist diesbezüglich demnach gutzuheissen. 

5. a) Bezüglich der IV-Rente des Beschwerdeführers ist demnach festzuhalten, 

dass dieser auch für die Zeit nach dem 30. November 2003 einen Anspruch 

auf einer Rente in Höhe einer Viertelsrente hat. Bei einem Valideneinkommen 

von Fr. 64'864.05 und einem Invalideneinkommen von neu Fr. 37’492.89 

(Leidensabzug von 20%) ergibt dies einen Einkommensverlust von Fr. 

27'371.16, was einem IV-Grad von 42.2% entspricht. 

b) Der Beschwerdeführer lebt seit dem 1. Februar 2008 jedoch wieder in Serbien 

und es stellt sich die Frage, ob ihm die IV-Rente trotzdem noch auszurichten 

ist. An Ausländer aus Staaten, mit denen die Schweiz ein bilaterales 

Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat (Vertragsstaaten), 

werden ordentliche Renten ab einem IV-Grad von mindestens 50% 

ausbezahlt. Unter anderem besteht ein solches Abkommen auch zwischen 

der Schweiz und der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien, wobei dieses 

unter anderem auch auf Serbien anwendbar ist (vgl. Merkblatt 10.01, 

herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit 

dem Bundesamt für Sozialversicherungen, Dezember 2008, http://www.ahv-

iv.info/andere/00134/00224/index.html?lang=de) und Informationen auf der 

Internetseite der Sozialversicherungsanstalt Zürich, 

http://www.svazurich.ch/index/index.cfm?page=iv_leistungsarten_iv_renten). Da dem 

Beschwerdeführer im vorliegenden Fall lediglich eine Viertelsrente zusteht, 

hat dies zur Folge, dass er zwar einen Anspruch auf diese Viertelsrente seit 

dem 1. Dezember 2003 hat, ihm diese aber seit dem 1. Februar 2008 nicht 

mehr ausgerichtet wird.

6. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, es sei bei der Berechnung 

der Rente zu berücksichtigen, dass er zwei Kinder habe. Die 

Beschwerdegegnerin stellte in der Folge die Berechnung einer Kinderrente für 

… (geboren am 30. August 2003) in Aussicht, wobei sie diesbezüglich eine 

neue Verfügung ankündigte. Betreffend die Kinderrente von … (geboren am 

12. Oktober 2004) verweigerte sie die Ausrichtung einer Kinderrente zumal 

dem Beschwerdeführer selber nur eine IV-Rente bis zum 30. November 2003 

zustehe. Mit den obigen Ausführungen wurde dies jedoch widerlegt. Demnach 

ist auch für … eine Kinderrente auszurichten und jene von … ist nicht bis zum 

30. November 2003 zu begrenzen. Die Beschwerde ist diesbezüglich also 

gutzuheissen. 

7. Zusammenfassend ist die Beschwerde also abzuweisen betreffend die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Betreffend die Berechnung des 

Leidensabzugs und die Ausrichtung der Kinderrente ist sie jedoch 

gutzuheissen und der Entscheid ist diesbezüglich an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. 

8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung (inkl. Einstellungen) von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden jeweils nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert der Sache im Umfang von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses 

http://www.ahv-iv.info/andere/00134/00224/index.html?lang=de
http://www.ahv-iv.info/andere/00134/00224/index.html?lang=de
http://www.svazurich.ch/index/index.cfm?page=iv_leistungsarten_iv_renten

Verfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, der Vorinstanz Kosten von Fr. 700.-

- zu überbinden. Sie hat den anwaltlich vertretenen Versicherten überdies 

aussergerichtlich noch angemessen zu entschädigen. Ein Anspruch auf 

Entschädigung besteht nämlich auch bei bloss teilweisem Obsiegen und eine 

Reduktion der Parteientschädigung ist nur gerechtfertigt, wenn das 

ziffernmässig bestimmte Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst 

hat (BGE 117 V 401 E. II 2.c mit weiteren Hinweisen). Der Vertreter des 

Beschwerdeführers hat am 8. April 2009 eine Honorarnote im  Umfang von 

Fr. 1'260.70 exkl. MWST (6.8 Std. à Fr. 180.--; zzgl. Barauslagen Fr. 36.70) 

eingereicht. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren obsiegt hat, 

ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig geworden. Dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers steht hingegen die volle 

Entschädigung nach dem üblichen Honoraransatz von Fr. 240.-- zu, weshalb 

der Stundenansatz dahingehend zu korrigieren ist. Die Beschwerdegegnerin 

hat den Beschwerdeführer somit aussergerichtlich mit Fr. 1'668.70 zu 

entschädigen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und zur Verfügung über die 

Gewährung einer Viertelsrente ab dem 1. Dezember 2003 sowie zur 

Gewährung und Berechnung der beiden Kinderrenten an die Vorinstanz 

zurückgewiesen. 

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle Graubünden und sind 

innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung 

des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die IV-Stelle Graubünden hat … zudem aussergerichtlich mit total 

Fr. Fr. 1'668.70 (exkl. MWST) zu entschädigen.