# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98502f5f-e37c-574f-9500-2b92ddbcc7a7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB250021-O1
**Docket/Reference:** SB250021-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB250021-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB250021-O/U/cwo

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

M. Knüsel und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw T. Künzle

Urteil vom 3. April 2025

in Sachen

A._____,

Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Fahren in fahrunfähigem Zustand 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Affoltern, Einzelgericht, 

vom 20. August 2024 (GG240006)

- 2 -

Anklage:

Die  Anklageschrift  der  Staatsanwaltschaft  Zürich-Limmat  vom  23.  April  2014 

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:

(Urk. 35 S. 17)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Führens eines Motorfahrzeugs in ange-

trunkenem Zustand mit qualifizierter Atemalkohol- oder Blutalkoholkonzentration im 

Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 

Abs. 1 VRV.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 150.– (entsprechend Fr. 4'500.–) sowie mit einer Busse von Fr. 1'100.–. 

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre fest-

gesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen. 

4.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

2'500.–   Gebühr für das Vorverfahren.

Allfällige weitere Kosten (Barauslagen usw.) bleiben vorbehalten. 

5.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

6.

7.

(Mitteilungen.)

(Berufung.)

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Berufungsanträge:
(Prot. II S. 4)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 49)

1.

Das  Urteil  des  Bezirksgerichts  Affoltern,  Einzelgericht  in  Strafsachen,  vom 

20. August 2024, Geschäfts-Nr. GG240006-A/U/ca, sei aufzuheben.

2.

Der  Beschuldigte  sei  vom  Vorwurf  des  Führens  eines  Motorfahrzeuges  in 

angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Atemalkohol- oder Blutalkoholkon-

zentration im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 31 

Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV freizusprechen. 

3.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich  derjenigen  des  Berufungsverfahrens  seien  vollständig  und  definitiv  von 

der Staatskasse zu tragen und der Beschuldigte sei für seine Aufwände und 

Anwaltskosten (inkl. MWST) für die Strafuntersuchung sowie die gerichtlichen 

Verfahren  inkl.  Berufungsverfahren  vollumfänglich  aus  der  Staatskasse  zu 

entschädigen. 

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 40)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

- 4 -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang / Prozessuales

1.

Prozessgeschichte

1.1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Affoltern, Einzelgericht, vom 20. August 2024 

wurde der Beschuldigte schuldig gesprochen des Führens eines Motorfahrzeugs in 

angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Atemalkohol- oder Blutalkoholkonzentra-

tion im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG 

und Art. 2 Abs. 1 VRV. Er wurde bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen 

zu Fr. 150.– sowie mit einer Busse in Höhe von Fr. 1'100.–. Der Vollzug der Gelds-

trafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Für die Busse 

wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen festgesetzt. Ferner wurden dem Be-

schuldigten die Verfahrenskosten auferlegt (Urk. 35).

1.2. Mit Eingabe vom 21. August 2024 liess der Beschuldigte durch seine Vertei-

digung fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 24). Am 23. Januar 2025 wurde die 

Berufungserklärung innert der 20-tägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO erstattet 

(Urk. 37, vgl. Urk. 34). Mit Eingabe vom 29. Januar 2025 beantragte die Staatsan-

waltschaft  die  Bestätigung  des  vorinstanzlichen  Urteils  (Urk.  40)  und  verzichtete 

sinngemäss auf eine Anschlussberufung.

1.3. Am 6. Februar 2025 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 3. April 2025 

vorgeladen  (Urk.  41).  Zur  Berufungsverhandlung  erschien  der  Beschuldigte  in 

Begleitung seines erbetenen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X._____ (Prot. II 

S. 4). Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung und wurde im 

Dispositiv eröffnet (Prot. II S. 7 ff.; Urk. 50). 

2.

Umfang der Berufung

Das  erstinstanzliche  Urteil  ist  vollumfänglich  angefochten  (Urk.  37  S.  3;  Urk.  49 

S. 2).  Es  ist  damit  in  keinem  Punkt  in  Rechtskraft  erwachsen  und  bildet  unter 

Beachtung des Verschlechterungsverbotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) gesamthaft den 

Gegenstand des Berufungsverfahrens.

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3.

Formelles

Soweit  für  die  tatsächliche  und  rechtliche  Würdigung  des  eingeklagten  Sachver-

haltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwen-

dung  von  Art.  82  Abs.  4  StPO,  auch  ohne  dass  dies  jeweils  explizit  Erwähnung 

findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches  Gehör  die  Pflicht  des  Gerichts  folgt,  seinen  Entscheid  zu  begründen.  Die 

Begründung  muss  kurz  die  wesentlichen  Überlegungen  nennen,  von  denen  sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus-

drücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand aus-

einandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivationsaufwand 

kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der 

Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde 

(BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil 6B_689/2019 

vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).

II. Schuldpunkt

1.

Anklagevorwurf und Standpunkt des Beschuldigten

In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe am 13. August 

2023 um 01.00 Uhr den Lieferwagen "VW Transporter", Kontrollschilder ZH…, von 

B._____  zum  Restaurant  "C._____"  in  D._____  und  schliesslich  bis  an  seinen 

Wohnort an der E._____-strasse 2 in D._____ gelenkt. "Diese Fahrt", so die An-

klage, "unternahm der Beschuldigte im Bewusstsein, zuvor so viel alkoholische Ge-

tränke zu sich genommen zu haben, dass er annehmen musste, sein Atemalkohol-

gehalt liege über der kritischen Grenze von 0.25 mg/l. Sodann befand er sich denn 

auch zwei Stunden nach der Fahrt mit einem Atemalkoholgehalt von mindestens 

0.53 mg/l (entspricht 1.06 Gewichtspromille), während der Fahrt in einem mittleren 

Rauschzustand. Die Fahrt unter erheblichem Alkoholeinfluss war deshalb gefähr-

lich,  weil  für  den  Betroffenen  bereits  ab  einem  Atemalkoholgehalt  von  0.25  mg/l 

unmerklich Enthemmung einsetzt, die Kontrolle über die Augenbewegungen verlo-

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ren geht, sich das Blickfeld verengt und Reaktionen bis zu 50% langsamer werden." 

(Urk. 13 S. 2 [sic!]). 

Der Beschuldigte bestreitet den Anklagevorwurf und lässt einen Freispruch bean-

tragen (Urk. 49 S. 2 ff.), weshalb zu prüfen ist, ob sich dieser erstellen lässt.

2.

Rechtliches

2.1. Vorab  ist  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  der  Vorinstanz  zu  den  allge-

meinen  Beweiswürdigungsregeln  und  den  anwendbaren  Bestimmungen  bei 

Messmitteln für Geschwindigkeitskontrollen zu verweisen (vgl. Urk. 35 S. 4). Erneut 

ist festzuhalten, dass das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 

Verfahren gewonnenen Überzeugung würdigt (Art. 10 Abs. 2 StPO).

2.2. Ergänzend  ist  festzuhalten,  dass  es  gemäss  bundesgerichtlicher  Recht-

sprechung mit der Unschuldsvermutung unter gewissen Umständen vereinbar ist, 

das Aussageverhalten der beschuldigten Person in die Beweiswürdigung mitein-

zubeziehen. Dies ist der Fall, wenn sich die beschuldigte Person weigert, zu ihrer 

Entlastung erforderliche Angaben zu machen, indem sie es unterlässt, entlastende 

Behauptungen näher zu substanziieren, obschon eine Erklärung angesichts der be-

lastenden  Beweiselemente  vernünftigerweise  erwartet  werden  darf  (Urteile 

6B_1018/2021 vom 24. August 2022 E. 1.3.1; 6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 

E.  1.8.2;  6B_582/2021  vom  1.  September  2021  E.  4.3.1;  6B_299/2020  vom 

13. November 2020 E. 2.3.3; 6B_453/2011 vom 20. Dezember 2011 E. 1.6, nicht 

publ. in: BGE 138 IV 47). Das Schweigen der beschuldigten Person darf in Situati-

onen,  die  nach  einer  Erklärung  rufen,  bei  der  Gewichtung  belastender  Elemente 

mitberücksichtigt  werden,  es  sei  denn,  die  beschuldigte  Person  berufe  sich  zu 

Recht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht (Urteile 6B_1018/2021 vom 24. August 

2022 E. 1.3.1; 6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 E. 1.8.2; 6B_299/2020 vom 

13.  November  2020  E.  2.3.3;  je  mit  Hinweisen).  Die  fehlende  Mitwirkung  der 

beschuldigten  Person  im  Strafverfahren  darf  demnach  nur  unter  besonderen 

Umständen  in  die  Beweiswürdigung  miteinfliessen.  Die  zitierte  Rechtsprechung 

führt nicht zu einer Beweislastumkehr, sondern lediglich dazu, dass auf die belas-

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tenden Beweise abgestellt werden darf (Urteil 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 

E. 1.4.4, nicht publ. in: BGE 147 IV 176).

3. Würdigung

3.1. Die  Vorinstanz  hat  die  massgeblichen  Beweismittel,  insbesondere  die 

Aussagen  des  Beschuldigten,  das  "F._____"  vom  13.  August  2023  (Urk.  3),  die 

Atemalkoholmessung der Stadtpolizei D._____ vom 13. August 2023 (Urk. 2) und 

die  Zeugeneinvernahmen  von  G._____  und  H._____  vom  10. April  2024  korrekt 

aufgeführt und gewürdigt (Urk. 35 S. 4 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Anläss-

lich der Berufungsverhandlung reichte die Verteidigung zudem einen USB-Stick ins 

Recht, worauf eine Videoaufnahme von einer nachgestellten Fahrt mit dem streit-

gegenständlichen "VW Transporter" zu finden ist. Ferner wurde von der Verteidi-

gung ein Auszug von der Website des Restaurants "C._____" betreffend die Öff-

nungszeiten als Beweismittel ins Recht gelegt (Urk. 45, Urk. 46/1+2). Der Beschul-

digte selbst machte keine Aussagen mehr zur Sache (Urk. 47 S. 4). Auf Nachfrage 

erklärte  er,  dass  die  nachgestellte  Fahrt  bzw.  die  vorgenommene  Messung  eine 

Woche vor der Berufungsverhandlung erfolgt sei (Prot. II S. 6). 

3.2. Die Polizeibeamten G._____ und H._____ stellten während ihrer Patrouil-

lentätigkeit am 13. August 2023 um 02.50 Uhr morgens fest, dass vor der Liegen-

schaft E._____-strasse 2 in D._____ ein Lieferwagen mit offener Fahrertüre stand. 

Sie näherten sich dem Fahrzeug und trafen dort den Beschuldigten im Fahrzeug 

sitzend an. Sie fassten den Motor und die Radabdeckung an und schilderten beide, 

dass diese noch warm gewesen seien. Der Schlüssel sei im Zündschloss gesteckt. 

Die  Polizeibeamten  sprachen  den  Beschuldigten  an  und  stellten  aufgrund  des 

Alkoholgeruchs fest, dass Alkohol im Spiel war. Er habe geltend gemacht, er sei 

schon zuhause gewesen, er sei jedoch nochmals runtergekommen, weil er etwas 

aus dem Fahrzeug haben holen wollen, dann habe er noch Musik im Auto hören 

wollen (so die Polizeibeamten in Urk. 4/2 F/A 15 und Urk. 4/4 F/A 14). Die Polizei-

beamten entschieden, den Beschuldigten aufs Revier zu nehmen, wo eine Atem-

alkoholmessung durchgeführt und das "F._____" ausgefüllt wurde (Urk. 2).

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Der Beschuldigte wurde im F._____ (Urk. 3) auf seine Rechte hingewiesen und es 

wurden  die  Beobachtungen  der  Polizei  beim  Erstkontakt  festgehalten.  Insbeson-

dere wurde beschrieben, dass ein Alkoholgeruch festgestellt worden sei, die Aus-

sprache des Beschuldigten verwaschen sei und er sich beim Aussteigen aus dem 

Fahrzeug habe festhalten müssen. Seine Reaktion sei verzögert gewesen und er 

habe schläfrig gewirkt. Dem Beschuldigten wurde eröffnet, dass gegen ihn ein Vor-

verfahren wegen Strassenverkehrsdelikten, u.a. Fahren in fahrunfähigem Zustand 

eingeleitet worden sei und er die Aussage und Mitwirkung verweigern könne. 

Die erste Atemalkoholmessung mit dem Atemalkohol-Testgerät um 02.58 Uhr er-

gab einen Wert von 0.47 mg/L und die zweite Messung um 03.53 Uhr einen Wert 

von 0.52 mg/L. Der Beschuldigte anerkannte diese Messung nicht, worauf mit dem 

Atemalkohol-Messgerät  um  03.56  Uhr  eine  Messung  von  0.53  mg/L  gemessen 

wurde. Der Beschuldigte verzichtete in der Folge auf die Abnahme einer Blutprobe 

(Urk. 3 S. 4). Vor Vorinstanz und anlässlich der Berufungsverhandlung wurde der 

Messwert nicht in Frage gestellt.

3.3. Der  Beschuldigte  unterschrieb  seine  Aussagen,  wonach  er  4-5  Bier  im 

Restaurant I._____ in B._____ und im Restaurant C._____ in D._____ von 18.00 

Uhr  bis  0.00  Uhr  getrunken  habe,  wobei  dies  das  Trinkende  gewesen  sei.  Bei 

Nachtrunk wurde ein "nein" vermerkt. Es wurde dem Beschuldigten zu Beginn der 

Befragung eröffnet, dass er im Verdacht stehe, ein Fahrzeug unter dem Einfluss 

von Alkohol gelenkt zu haben. Der Beschuldigte antwortete darauf: "Was soll ich 

sagen,  natürlich  habe  ich  Bier  getrunken."  Zum  Zeitpunkt  des  Konsums  sei  es 

zuerst im "I._____" in B._____ auf dem Parkplatz und dann im Restaurant C._____ 

in D._____ auf dem Parkplatz abgestellt gewesen. Er sei vom Restaurant C._____ 

in D._____ nach Hause gefahren an die E._____-strasse 2 in D._____. Er sei von 

niemandem  begleitet  worden,  "ich  war  alleine."  Auf  die  Frage,  weshalb  er 

konsumiert habe, obwohl er mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen sei, antwortete 

er: "Ich hatte Durst." Er habe das Fahrzeug trotzdem gelenkt, weil er gedacht habe, 

er  habe  nicht  zu  viel  Promille.  Hätte  er  gewusst,  dass  er  in  eine  Polizeikontrolle 

geraten würde, wäre er sicher nicht losgefahren. Er fügte der Befragung an, er sei 

nicht einverstanden. Er sei schon auf seinem Parkplatz zuhause gewesen. "Ich war 

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schon eine Stunde zu Hause und wollte noch etwas aus dem Fahrzeug holen als 

sie mich kontrollierten." Auf den Hinweis, er habe anlässlich der Kontrolle angege-

ben, um 0.00 Uhr den letzten Schluck getrunken zu haben und um 02.00 Uhr zu 

Hause zu wesen zu sein, was bedeute, dass er das Fahrzeug in angetrunkenem 

Zustand gelenkt habe, antwortete der Beschuldigte: "Was soll ich dazu sagen." Der 

Autoschlüssel  habe  in  der  Zündung  gesteckt,  weil  er  habe  Musik  hören  wollen 

(Urk. 3 S. 5 f.).

3.4.

Im Sinne einer Zwischenwürdigung ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

bei der Befragung vom 13. August 2023 geständig war, das Fahrzeug angetrunken 

vom Restaurant C._____ zu seinem Wohnort gelenkt zu haben. Eine suggestive 

Befragung, wie sie die Verteidigung geltend macht (Urk. 22 S. 6), lag nicht vor. Es 

gibt entgegen den Ausführungen der Verteidigung auch keine Anhaltspunkte dafür, 

dass  der  Beschuldigte  verwirrt  bzw.  beeinträchtigt  gewesen  sei  (Urk.  49  S.  7). 

Ebenso wenig  ist davon  auszugehen, dass der Beschuldigte nicht einvernahme-

fähig  gewesen  und  die  anlässlich  der  Einvernahme  gemachten  Aussagen 

unverwertbar seien (Urk. 49 S. 5 ff.). Vielmehr gab der Beschuldigte trotz seiner 

Angetrunkenheit klare Antworten auf klar gestellte Fragen. Es schien ihn einzig zu 

stören, dass er zur Fahrt Stellung nehmen sollte, nachdem diese bereits vor einer 

Stunde beendet war. Dies spielt aber für die Strafbarkeit des Fahrens in angetrun-

kenem  Zustand  keine  Rolle.  Der  Beschuldigte  machte  insbesondere  zu  keinem 

Zeitpunkt  geltend,  nach  der  Fahrt  Alkohol  getrunken  zu  haben.  Unerheblich  ist 

grundsätzlich auch, ob der Beschuldigte nach der Fahrt in alkoholisiertem Zustand 

im Fahrzeug blieb oder sich zwischendurch in seine Wohnung begab und dann zu 

seinem Lieferwagen zurückkehrte.

3.5. Anlässlich der Befragung vom 11. März 2024 bestritt der Beschuldigte bei 

der Staatsanwaltschaft, das Fahrzeug gelenkt zu haben. Er machte geltend, das 

Fahrzeug  sei  am  Samstag  12.  August  2023  den  ganzen  Tag  auf  dem  Parkplatz 

gestanden, an dem er von der Polizei kontrolliert worden sei. Er habe im Restaurant 

C._____  zu  Abend  gegessen,  aber  ohne  Fahrzeug.  Auf  die  Frage,  wie  er  vom 

Restaurant  nach  Hause  gekommen  sei,  antwortete  der  Beschuldigte:  "Es  führte 

mich  jemand  nach  Hause."  Es  sei  ein  Kollege  vom  Dorf  gewesen,  den  er  vom 

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Sehen her kenne, aber er kenne seinen Namen nicht. Er sei auch in B._____ im 

Restaurant I._____ gewesen, viel früher am Nachmittag, aber auch ohne Fahrzeug. 

Er habe gewusst, dass er etwas habe trinken wollen, daher habe er das Fahrzeug 

nicht mitgenommen. Von B._____ sei er auch mit einem Kollegen nach Hause ge-

kommen,  "aber  nicht  dem  gleichen."  Nach  dem  Namen  dieses  zweiten  Kollegen 

gefragt, verweigerte der Beschuldigte die Aussage. Auf Vorhalt des Rapports er-

klärte der Beschuldigte, er fechte das alles an, denn es stimme nicht. Er sei nicht 

Auto  gefahren.  Er  sei  nicht  einverstanden  mit  dem,  was  dort  stehe.  Es  sei  alles 

nicht so abgelaufen, wie es dort stehe. Er sei zum Fahrzeug gegangen, und habe 

etwas holen wollen. Den Schlüssel habe er in die Zündung gesteckt, weil er habe 

Musik hören wollen. Das F._____ habe er "nicht recht" durchgelesen. Die vier Un-

terschriften auf dem F._____ stammten von ihm, aber er habe das nicht durchge-

lesen. Er habe Schmerzen gehabt (vgl. Urk. 5/1 F/A 3 ff.).

3.6. Diesen  Standpunkt  vertrat  der  Beschuldigte  grundsätzlich  auch  vor 

Vorinstanz (vgl. Prot. I S. 10 ff.). Dabei machte er geltend, er habe den Schlüssel 

ins Zündschloss gesteckt, damit es im Auto Licht hatte (Prot. I S. 12). Darauf ange-

sprochen, dass er früher angegeben habe, den Schlüssel aufgrund der Musik ein-

gesteckt zu haben, erklärte der Beschuldigte: "Ja, das natürlich auch." Den Namen 

seines  Kollegen,  der  ihn  nach  Hause  gebracht  habe,  wollte  er  nicht  nennen.  Er 

bestritt jedoch, bei der Staatsanwaltschaft ausgeführt zu haben, er sei auch vom 

Restaurant  I._____  in  B._____  von  einem  Kollegen  mitgenommen  worden.  "Ich 

wüsste jetzt nicht, dass ich das gesagt hätte. Das ist mir nicht bekannt." (Prot. I S. 

15). Anlässlich der Berufungsverhandlung machte der Beschuldigte – wie bereits 

erwähnt – keine Aussagen mehr zur Sache. Den Namen des Kollegen, der ihn nach 

Hause  gefahren  haben  soll,  nannte  er  auf  explizite  Nachfrage  ebenfalls  nicht 

(Urk. 47 S. 4). 

3.7. Die  späteren  Bestreitungen  des  Beschuldigten  vermögen  sein  früheres 

Geständnis nicht in Zweifel zu ziehen. So sagten die Polizeibeamten übereinstim-

mend aus, dass sie die Hände auf den Motor und die Räder bzw. Radabdeckung 

gelegt hätten und diese Gegenstände noch warm gewesen seien (Urk. 4/2 F/A 15, 

Urk. 4/4  F/A  14).  Der  Hinweis  der  Verteidigung,  eine  menschliche  Hand  sei  kein 

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ausreichend präzises Messgerät, um die Wärmedifferenz eines Rads im Verhältnis 

zur  Umgebungswärme  zu  prüfen  (Urk.  22  S.  7;  Urk.  49  S.  17  f.)  ist  abwegig. 

Menschen  können  Temperaturunterschiede  von  benutzten  Motoren  und  Auto-

rädern  zur  Umgebungstemperatur  ohne  Weiteres  feststellen.  Anlässlich  der 

Berufungsverhandlung wurde seitens der Verteidigung ferner vorgebracht, dass die 

inkriminierte Fahrt lediglich 4 Minuten über 1.3 km gedauert haben soll. Während 

dieser kurzen Fahrt würden sich weder die Reifen noch der Motor eines "VW Trans-

porters" vom Betrieb des Fahrzeugs genügend aufwärmen, als dass diese Wärme 

noch 2 bis 3 Stunden nach der Fahrt mit der menschlichen Hand erfühlt werden 

könnte.  Diese  Tatsache  sei  zudem  mit  dem  Video  der  nachgestellten  Fahrt 

zweifelsfrei  belegt  (Urk.  49  S. 12).  Der  Videoaufnahme  sei  zu  entnehmen,  dass 

zwischen Abfahrtsmessung und Ankunftsmessung mit einem geeichten Messgerät 

eine durchschnittliche Abweichung von gerademal 1 bis 5 Grad Celsius messbar 

seien, wobei bei der Kühlerhaube und den Radkästen im Durchschnitt ca. 1 Grad 

Celsius  Abweichung  bestehe  und  bei  den  Rädern  ca.  5  Grad  Celsius  (Urk.  49 

S. 15). Entgegen der Auffassung der Verteidigung kann der Beschuldigte aus der 

nachgestellten  Fahrt  nichts  zu  seinen  Gunsten  ableiten.  Die  Fahrt  wurde  nach 

Angaben des Beschuldigten rund eine Woche vor der Berufungsverhandlung und 

damit im Winter bei einer Aussentemperatur von 11 Grad gemäss Tachoanzeige 

durchgeführt.  Die  inkriminierte  Fahrt  fand  unbestrittenermassen  in  einer  Tropen-

nacht statt, weshalb die durchgeführte Messung nicht mit dem tatsächlichen Gege-

benheiten  übereinstimmt  und  damit  nicht  als  sachdienliche  Vergleichsmessung 

herangezogen werden kann. Überdies lief der Motor bei der nachgestellten Fahrt 

bereits,  als  der  Beschuldigte  auf  dem  Beifahrersitz  Platz  nahm,  was  ebenfalls 

Einfluss auf die Temperatur des Fahrzeugs hat. Dies ist auf der Videoaufnahme 

deutlich zu hören. 

3.8. Die Feststellungen des warmen Motors und der warmen Räder bzw. Radab-

deckungen decken sich sodann mit dem früheren Geständnis des Beschuldigten. 

So gab dieser an, dass er nicht losgefahren wäre, wenn er gewusst hätte, in eine 

Polizeikontrolle zu geraten. Wenn der Beschuldigte demgegenüber später geltend 

machte,  von  einem  anderen  Lenker  nach  Hause  gefahren  worden  zu  sein,  aber 

dessen Identität nicht angeben wollte, vereitelte er die Überprüfung seiner Behaup-

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tung. Es ist im Übrigen nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschuldigte den Namen 

des Fahrers als unmittelbaren Entlastungsbeweis nicht nennen wollte. 

Dass ihn eine Person gefahren habe, deren Namen ihm nicht bekannt sei, erscheint 

zudem unglaubhaft, wird man doch in der Regel nicht von unbekannten Personen 

nach Hause gefahren. Vielmehr drängt sich der Schluss auf, dass es den fraglichen 

Fahrer nicht gab. Und schliesslich erscheint es unglaubhaft, dass der Beschuldigte 

die Angaben auf dem F._____ nicht gemacht haben will und er diese auch nicht 

gelesen haben will, nachdem sich auf den massgeblichen Seiten die Unterschriften 

des Beschuldigten befinden (vgl. Urk. 3 S. 5 f.).

3.9.

Zusammenfassend  ist  mit  der  Vorinstanz  auf  die  ersten  Zugaben  des 

Beschuldigten  abzustellen,  welche  sich  mit  den  Feststellungen  der  befragten 

Polizeibeamten ohne Weiteres decken. Die Ausführungen im Zusammenhang mit 

dem Widerruf des Geständnisses sind als unglaubhafte Schutzbehauptungen zu 

werten. 

3.10. Demnach ist gestützt auf das frühere Geständnis und die Feststellungen der 

Polizeibeamten H._____ und G._____ erstellt, dass der Beschuldigte vom Restau-

rant  C._____  zu  seinem  Wohnort  in  angetrunkenem  Zustand  fuhr.  Aufgrund  des 

später festgestellten Alkoholisierungsgrades gemäss Messgerät von 53 mg/L, der 

vom Beschuldigten nicht angezweifelt wird, ist zu Gunsten des Beschuldigten von 

diesem Wert auszugehen, zumal die Anklage dem Beschuldigten keinen anderen 

Wert zur Last legt.

III. Rechtliche Würdigung

Die rechtliche Würdigung des Sachverhalts durch die Vorinstanz als Führen eines 

Motorfahrzeugs  in  angetrunkenem  Zustand  mit  qualifizierter  Atemalkohol-  oder 

Blutalkoholkonzentration im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung mit 

Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV ist zutreffend und wird vom Beschuldigten 

bzw. der Verteidigung nicht in Frage gestellt. 

Der Beschuldigte ist mithin der genannten Bestimmung schuldig zu sprechen.

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IV. Strafzumessung

1.

Ausgangslage und Grundlagen

1.1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Geldstrafe 

von 30 Tagessätzen zu Fr. 150.– sowie mit einer Busse von Fr. 1'100.– (Urk. 35 

S. 17). Weder der Beschuldigte noch sein Verteidiger haben sich zum Sanktions-

punkt geäussert (vgl. Urk. 47 und 49). 

1.2. Die Vorinstanz hat die theoretischen Strafzumessungsregeln korrekt darge-

tan und den Strafrahmen richtig abgesteckt. Auf diese Erwägungen kann vorab zur 

Vermeidung von unnötigen Wiederholungen verwiesen werden (Urk. 35 S. 12 ff.).

2.

Konkrete Strafzumessung

2.1.

Zur  objektiven  Tatschwere  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschuldigte  den 

Grenzwert zur qualifizierten Alkoholkonzentration von 0.4 mg/L (vgl. Art. 2 lit. b der 

Verordnung der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr 

vom 15. Juni 2012) mit 0.53 mg/L nur leicht überschritten hat. Die von ihm zurück-

gelegte Strecke betrug rund 1.2 Kilometer. Es war Mitternacht und entsprechend 

waren wohl wenige Verkehrsteilnehmer unterwegs. Demgegenüber war es dunkel, 

was  sich  negativ  auf  den  Umstand  auswirkte,  dass  die  Reaktionsfähigkeit  des 

Beschuldigten  durch  seinen  Alkoholkonsum  herabgesetzt  war.  Letztlich  ist  das 

objektive Tatverschulden des Beschuldigten als sehr leicht zu bezeichnen.

2.2. Bei der subjektiven Tatschwere ist zu Gunsten des Beschuldigten zu berück-

sichtigen, dass er eventualvorsätzlich handelte. Er handelte indessen leichtfertig, 

weil er nach eigenen Angaben "Durst hatte". Er wusste, dass er mit dem Fahrzeug 

unterwegs  war  und  hätte  seinen  Durst  ohne  Weiteres  durch  nichtalkoholische 

Getränke  stillen  können.  Letztlich  ist  die  subjektive  Tatschwere  entgegen  der 

Vorinstanz nicht als straferhöhend, aber auch nicht als strafmindernd zu werten.

Die Einsatzstrafe ist mithin auf 60 Tagessätze Geldstrafe festzulegen.

2.3.

Im Rahmen der Berücksichtigung der Täterkomponente ist zunächst auf die 

persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zu verweisen. Diese sind den Akten 

- 14 -

sowie den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu entnehmen, worauf vorab 

zu verweisen ist (Urk. 1 ff., Urk. 5/1 F/A 38 ff., Prot. I S. 6 ff., Urk. 35 S. 14). Anläss-

lich  der  Berufungsverhandlung  ergänzte  er,  dass  er  eine  weitere  Hüftoperation 

gehabt habe und aktuell bis auf weiteres nur 50% arbeitsfähig sei. Er erhalte zudem 

nur 80% seines Lohnes (Urk. 47 S. 2). 

Der Beschuldigte war zeitweise geständig, vor Vorinstanz und an der Berufungs-

verhandlung  war  er  aber  weder  einsichtig  noch  reuig.  Durch  seine  zeitweisen 

Zugaben  wurde  aber  die  Strafuntersuchung  erleichtert,  weshalb  sich  eine  Straf-

reduktion rechtfertigt. 

Der Beschuldigte weist zwei Vorstrafen aus den Jahren 2013 und 2016 auf. Beide 

betreffen das Fahren von Motorfahrzeugen in angetrunkenem Zustand mit quali-

fizierter Atemalkohol- oder Blutalkoholkonzentration (Urk. 36). Die Vorstrafen sind 

mithin  einschlägig.  Der  Beschuldigte  wurde  mit  bedingten  Geldstrafen  bestraft. 

Grundsätzlich  wären  diese  Vorstrafen  mit  einer  erheblichen  Straferhöhung  zu 

bewerten, angesichts des Umstands, dass sie schon länger zurückliegen, ist nur 

eine leichte Straferhöhung angezeigt.

2.4. Gesamthaft resultiert eine Strafe von 60 Tagessätzen Geldstrafe. Da der Be-

schuldigte  aktuell  nur  80%  seines  Lohnes  erhält,  ist  die  Tagessatzhöhe  den 

veränderten Verhältnissen anzupassen und dementsprechend auf Fr. 100.– anstatt 

Fr. 150.– festzusetzen. 

2.5. Die Vorinstanz hat dazu eine Verbindungsbusse von Fr. 1'100.– ausgefällt. 

Angesichts  des  Umstands,  dass  vorliegend  eine  Schnittstellenproblematik 

zwischen  unbedingter  Busse  (für  Übertretungen)  und  bedingter  Geldstrafe  (für 

Vergehen)  besteht  (vgl.  BGE  134  IV  60  E. 7.3.1),  erscheint  es  sachgerecht,  die 

bedingte Geldstrafe in Anwendung von Art. 42 Abs. 4 StGB mit einer Busse nach 

Art. 106 Abs. 1 StGB zu verbinden.

In Bezug auf die Bemessung der Verbindungsbusse ist jedoch den bundesgericht-

lichen Vorgaben zu folgen: Gemäss Art. 106 Abs. 3 StGB sind die Busse und die 

für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse auszusprechende Ersatz-

- 15 -

freiheitsstrafe vom Gericht je nach den Verhältnissen des Täters so zu bemessen, 

dass dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist. Während 

bei der Bemessung der Busse neben dem Verschulden auch die finanziellen Ver-

hältnisse des Beschuldigten zu berücksichtigen sind, bestimmt sich die Dauer der 

Ersatzfreiheitsstrafe  allein  nach  dem  Verschulden.  Es  ist  folglich  die  neben  der 

Busse  ausgesprochene  Ersatzfreiheitsstrafe,  welche  die  vom  Gericht  vorgenom-

mene Bewertung des Verschuldens zum Ausdruck bringt. Bei der Festsetzung der 

Verbindungsbusse  gilt  es  zu  berücksichtigen,  dass  das  Hauptgewicht  auf  der 

bedingten Geldstrafe zu liegen hat, während der unbedingten Busse nur unterge-

ordnete  Bedeutung  zukommen  darf.  Um  dem  akzessorischen  Charakter  der 

Verbindungsstrafe gerecht zu werden, darf sich ihr Anteil an der gesamten Strafe 

maximal auf einen Fünftel belaufen, wobei im Bereich tiefer Strafen Abweichungen 

zulässig sind, um sicherzustellen, dass der Verbindungsstrafe nicht eine lediglich 

symbolische Bedeutung zukommt (BGE 135 IV 188 E. 3.4.4). 

Mithin wäre von der grundsätzlich angemessenen Geldstrafe von 60 Tagessätzen 

ein  Fünftel  abzuziehen  und  dieser  Betrag  als  Busse  festzusetzen.  Dies  würde 

Fr. 1'200.–  (=12 Tagessätze  zu  Fr.  100.–)  ergeben  und  abzüglich  der  12 Tages-

sätze eine Geldstrafe von 48 Tagessätzen zu Fr. 100.–.

Aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) hat es hingegen 

bei  der  Strafe  der  Vorinstanz  sein  Bewenden.  Es  ist  eine  Strafe  von  30 Tages-

sätzen zu Fr. 100.– (entsprechend Fr. 3'000.–) und eine Busse von Fr. 1'100.– aus-

zusprechen.

V. Strafvollzug

Hinsichtlich des Vollzugs der Geldstrafe ist festzuhalten, dass dem Beschuldigten 

auch an dieser Stelle aufgrund des Verschlechterungsverbots der bedingte Vollzug 

zu  gewähren  ist.  Der  Vollzug  der  Geldstrafe  ist  deshalb  aufzuschieben  und  die 

Probezeit angesichts der zwei einschlägigen Vorstrafen auf 4 Jahre festzusetzen. 

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so 

tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen. 

- 16 -

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Untersuchung und erstinstanzliches Verfahren

Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen 

Gerichtsverfahrens  dem  Beschuldigten  vollumfänglich  aufzuerlegen,  nachdem 

er  schuldig  zu  sprechen  ist  (Art.  426  Abs.  1  StPO).  Entsprechend  ist  die 

vorinstanzliche Regelung der Kostenfolgen (Ziff. 4 und 5) zu bestätigen.

2.

Berufungsverfahren

Die Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 3'600.– festzusetzen. Im Rechtsmittel-

verfahren  tragen  die  Parteien  die  Kosten  nach  Massgabe  ihres  Obsiegens  oder 

Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei im Rechtsmittelverfahren als 

obsiegend  oder  unterliegend  gilt,  hängt  davon  ab,  in  welchem  Ausmass  ihre  vor 

Beschwerdeinstanz  bzw.  Berufungsgericht  gestellten  Anträge  gutgeheissen 

wurden  (THOMAS  DOMEISEN,  in:  Basler  Kommentar,  Schweizerische  Strafprozess-

ordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 428 N 6; YVONA GRIESSER, StPO-Kommentar, 3. Aufl. 

2020,  Art. 428  N  1).  Der  Beschuldigte  unterliegt  mit  seinen  Berufungsanträgen 

vollumfänglich,  weshalb  ihm  die  Kosten  des  Berufungsverfahrens  aufzuerlegen 

sind. Zudem besteht bei diesem Verfahrensausgang kein Anspruch des Beschul-

digten auf Ausrichtung einer Prozessentschädigung. 

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Führens eines Motorfahrzeugs in 

angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Atemalkohol- oder Blut-

alkoholkonzentration im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung 

mit Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 100.– (entsprechend Fr. 3'000.–) sowie mit einer Busse von Fr. 1'100.–. 

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt.

- 17 -

4.

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen. 

5.

6.

7.

Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'600.–.

Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an





die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben)

die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an





die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an





die Vorinstanz

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

- 18 -

Obergericht des Kantons Zürich

Zürich, 3. April 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw T. Künzle

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.