# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f268097-9b54-5c9c-b6da-ba5a7ebcc6b4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.03.2022 IV 2021/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2021-12_2022-03-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2021/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.07.2022

Entscheiddatum: 28.03.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2022
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG. Prüfung eines 
polydisziplinären und bidisiplinären Gutachtens. Gemäss beweiskräftiger 
Gutachten ist der Beschwerdeführer zu 80 % adaptiert arbeitsfähig. 
Zumutbarkeit der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht. Für eine 
vorübergehende vollständige Arbeitsfähigkeit in allen Tätigkeiten besteht ein 
befristeter Rentenanspruch. Teilweise Gutheissung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2022, IV 
2021/12).

Entscheid vom 28. März 2022

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati 

Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Marsha Karas

Geschäftsnr.

IV 2021/12

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Tanja Strauch-Frei, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten SG,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich im Oktober 2005 erstmals zum 

Bezug von Leistungen (Berufsberatung und Umschulung auf eine neue Tätigkeit) bei 

der Invalidenversicherung an. Seit August 2004 befasse sich die Suva St. Gallen 

(nachfolgend: Suva) mit seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung (IV-act. 1). Am 

15. August 2004 hatte der Versicherte als Mofafahrer eine Kollision mit einem Auto 

erlitten (Fremdakten 1-139 ff.). Zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit im 

bisherigen Betrieb wurde der Versicherte vom 30. August 2006 bis 16. Februar 2007 

stationär in der Rehaklinik B.___ behandelt (IV-act. 25). Mit Verfügung vom 15. April 

2008 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsberatung ab. Der Versicherte sei beim 

bisherigen Arbeitgeber angemessen eingegliedert und die Tätigkeit 

behinderungsbedingt angepasst. Die Suva begleite den Versicherten bei der 

Eingliederung aktiv, weshalb eine zusätzliche Unterstützung durch die IV-Stelle nicht 

notwendig sei (IV-act. 44). Mit Verfügung vom 13. August 2008 sprach die Suva dem 

Versicherten eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % und eine 

Integritätsentschädigung zu (Fremdakten 4).

A.a. 

Am 2. Februar 2016 meldete sich der Versicherte bei seit 1. Januar 2016 

bestehender Arbeitsunfähigkeit von 50 % bei einem Pensum von 75 % infolge der 

unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigung erneut zum Leistungsbezug bei der IV-

Stelle an (IV-act. 47).

A.b. 

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Der Versicherte war vom 5. Oktober bis 20. November 2015 in den Kliniken C.___ 

in stationärer Behandlung gewesen (IV-act. 56-3 ff). Er war wegen 

Schmerzexazerbation der neuropathischen Beschwerden distal des rechten 

Kniegelenks, Gehbehinderung bei Fallfuss rechts und Hypästhesie, hohem Sturz- und 

Verletzungsrisiko, Überlastung der kompensatorischen Ausgleichsmechanismen der 

linken Körperhälfte sowie hoher psychischer Belastung zur muskuloskelettalen 

Rehabilitation überwiesen worden (vgl. Überweisungsbericht des Kantonsspitals St. 

Gallen, IV-act. 56-31 und 56-4) Im Austrittsbericht vom 26. November 2015 hatten die 

zuständigen Ärzte der Kliniken C.___ festgehalten, dass für den Wiedereinstieg ein 

therapeutischer Arbeitsversuch für einen Zeitraum von vier Wochen in der bisherigen 

Tätigkeit geplant sei. Der Versicherte sei bei einer Präsenzzeit von 50 % zu 40 % 

leistungsfähig, wobei ein vermehrter Pausenbedarf von einer Stunde pro halbem Tag 

bestehe. Aufgrund der Vorgeschichte und aus psychiatrischen Überlegungen solle eine 

Überforderung am Arbeitsplatz vermieden werden (IV-act. 56-3 f.). Mit Arztbericht vom 

25. Januar 2016 hatte PD Dr. med. D.___, Facharzt physikalische Medizin und 

Rehabilitation, Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin, festgehalten, dass 

betreffend die Arbeitsfähigkeit das aktuell geleistete Pensum von 50 % des zuletzt 

ausgeübten 75%igen Pensums (37.5 % = dreieinhalb Stunden pro Tag) sinnvoll sei und 

künftig beibehalten werden solle. Aus rein somatischer Sicht sei eine höhere 

Arbeitsleistung am bisherigen Arbeitsplatz nicht gegeben (IV-act. 56-1 f.). Im weiteren 

Verlauf erachtete Dr. D.___ mit Bericht vom 18. März 2016 weiterhin eine 

Arbeitsfähigkeit von 37 % als angemessen (IV-act. 59).

A.c. 

Am 3. Juni 2016 hielt die Suva im Fragebogen zur Klärung des 

Leistungsanspruchs fest, dass dem Versicherten seit dem 5. Oktober 2015 ein Taggeld 

und seit dem 1. September 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 25 % eine Rente 

ausgerichtet werde. Vom 5. Oktober 2015 bis 7. Januar 2016 habe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden und ab dem 8. Januar 2016 sei er zu 50 % 

arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 88).

A.d. 

Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. RAD-Stellungnahme vom 13. Juni 2016, IV-act. 95) 

wurde der Versicherte durch die PMEDA AG am 21., 28. und 29. Oktober sowie 3. No­

vember 2016 medizinisch untersucht (IV-act. 104). Der Konsensbeurteilung des poly­

disziplinären (internistisch, neurologisch, orthopädisch, psychiatrisch und 

A.e. 

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neuropsychologisch) Gutachtens vom 9. Januar 2017 lässt sich entnehmen, dass die 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der derzeit ausgeübten sowie allen vergleichbaren 

Tätigkeiten, zumindest aber in einer anderen körperlich leichten, wechselbelastend 

oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes, mit 

100 % (Pensum und Rendement) einzuschätzen sei (IV-act. 104-62). Die erfolgte 

Symptomvalidierung in der neuropsychologischen Testung belege ein 

bewusstseinsnah verfälschtes Antwortverhalten, was Zweifel am gesamten 

Beschwerdevortrag, zumindest hinsichtlich des Ausmasses von Einschränkungen und 

Beschwerden begründen würde. Die langfristige und hochdosierte Opiatmedikation 

spreche für eine Abhängigkeit. Es sei eine kontrollierte Opiatentgiftung und –

entwöhnung erforderlich (IV-act. 104-63).

Mit Stellungnahme vom 13. Januar 2017 hielt der RAD fest, dass es seit der 

Referenzsituation zu einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes 

gekommen sei. Die damals von der Suva eingeschätzte 75%ige Arbeitsfähigkeit 

adaptiert könne aufgrund der Begutachtung nicht aufrechterhalten werden. Zudem 

würden verschiedene Hinweise auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. relevante 

Inkonsistenzen bestehen (IV-act. 105).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 16. Januar 2017 kündigte die IV-Stelle die Abweisung des 

Gesuches um berufliche Massnahmen an (IV-act. 109).

A.g. 

Mit Stellungnahme vom 16. März 2017 zweifelte die Suva Versicherungsärztin 

Dr. med. E.___, Fachärztin Neurologie, das neurologische Gutachten der PMEDA an, 

da nicht alle Vorberichte berücksichtigt worden seien. Es sei weiterhin von einer 

Schädigung des Nervus peroneus und des Nervus tibialis rechts auszugehen 

(Fremdakten 12).

A.h. 

Am 7. April 2017 liess der durch Rechtsanwältin lic. iur. T. Strauch vertretene Ver­

sicherte Einwand erheben und beantragen, es seien ihm berufliche Massnahmen zu­

zusprechen, das Gutachten der PMEDA aus dem Recht zu weisen und eventualiter ein 

neues Gutachten mit einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in 

Auftrag zu geben. Das PMEDA Gutachten sei in formeller und materieller Sicht 

mangelhaft (IV-act. 116).

A.i. 

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Die IV-Stelle ersuchte die PMEDA (vgl. dazu die RAD-Stellungnahme vom 19. April 

2017, IV-act. 119) um Stellungnahme betreffend die von der Suva und vom 

Versicherten geäusserte Kritik (IV-act. 120, 124). Die PMEDA nahm am 12. Juni und 

24. Juli 2017 Stellung und hielt an ihrer Einschätzung fest (IV-act. 121, 125). Der RAD 

sah keine Veranlassung, von der gutachterlich geäusserten Einschätzung abzuweichen 

(IV-act. 127).

A.j. 

Mit erneutem Vorbescheid vom 24. August 2017 stellte die IV-Stelle wiederum die 

geplante Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht (IV-act. 

130). Der Versicherte hielt mit Einwand vom 25. September 2017 an den bereits mit 

Einwand vom 7. April 2017 geltend gemachten Anträgen und der Begründung fest (IV-

act. 131). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2017 wies die IV-Stelle das Begehren um 

berufliche Massnahmen wie angekündigt ab (IV-act. 134).

A.k. 

Die IV-Stelle kündigte mit Vorbescheid vom 23. Oktober 2017 die Abweisung des 

Rentenbegehrens an (IV-act. 138). Dagegen liess der Versicherte durch seine 

Rechtsvertreterin am 28. November 2017 Einwand erheben und beantragen, dass eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen, das Gutachten der PMEDA aus dem Recht zu weisen 

und eventualiter eine neue Begutachtung anzuordnen sei (IV-act. 139). Zudem reichte 

der Versicherte den Arztbericht seines behandelnden Arztes der Kliniken C.___ vom 

8. November 2017 ein (IV-act. 140). Die IV-Stelle stellte der PMEDA die 

Einwandschreiben und den Arztbericht vom 8. November 2017 zur Stellungnahme zu 

(IV-act. 144). Die PMEDA nahm am 11. Januar 2018 dazu Stellung und hielt weiterhin 

an ihrer Einschätzung fest (IV-act. 145). Mit Verfügung vom 15. Januar 2018 wies die 

IV-Stelle das Rentenbegehren wie angekündigt ab (IV-act. 147).

A.l. 

Gegen diese Verfügung liess der weiterhin anwaltlich vertretene Versicherte am 

19. Februar 2018 Beschwerde beim hiesigen Gericht erheben (IV-act. 151). Mit 

Verfügung vom 11. April 2018 widerrief die IV-Stelle die Verfügung vom 15. Januar 

2018 (IV-act. 163). Das hiesige Gericht schrieb am 27. April 2018 das Verfahren IV 

2018/78 infolge Gegenstandslosigkeit ab (IV-act. 167).

A.m. 

Der Versicherte war vom 26. Februar bis 21. April 2018 erneut in den Kliniken 

C.___ hospitalisiert. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten ein chronifiziertes 

A.n. 

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neuropathisches Schmerzsyndrom, eine affektive Störung und eine Schlafapnoe. Es sei 

eine stationäre Rehabilitation zur Verbesserung der funktionellen Kraft und 

Kraftausdauer sowie Muskulatur und zur Optimierung der hochdosierten 

Opiatmedikation durchgeführt worden (IV-act. 172).

Mit Verfügung vom 22. Juni 2018 erhöhte die Unfallversicherung die Invalidenrente 

per 1. August 2018 auf 30 % infolge einer erheblichen Verschlimmerung der Unfallrest­

folgen. Mit Blick auf die verbleibenden Unfallrestfolgen sei der Versicherte nicht optimal 

eingegliedert. Zudem ergebe sich eine Verschlimmerung der Integritätseinbusse von 

5 % auf 30 % (Fremdakten 15). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 

17. August 2018 Einsprache (Fremdakten 17).

A.o. 

Im Auftrag der IV-Stelle (IV-act. 179) wurde der Versicherte durch die medexperts 

AG am 16. und 19. Juli sowie 22. August 2018 polydisziplinär (internistisch, 

neurologisch, neuropsychologisch, orthopädisch und psychiatrisch) untersucht (IV-act. 

189). Dem interdisziplinären Gutachten vom 14. September 2018 ist zu entnehmen, 

dass in der aktuellen Tätigkeit aufgrund der Schmerzsymptomatik und der vorwiegend 

stehenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben sei. In einer 

leidensangepassten Tätigkeit sei der Versicherte aus orthopädischer und 

psychiatrischer Sicht zu 80 % arbeitsfähig (IV-act. 189-8). Die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten und adaptierten Tätigkeit gelte ab August 2018 

(IV-act. 189-11).

A.p. 

Am 30. August 2018 ging bei der IV-Stelle ein Schreiben der Rechtsvertreterin des 

Versicherten ein. Die neuropsychologische Begutachtung hätte ohne Unterbruch 

zweieinhalb Stunden gedauert. Da der Versicherte aufgrund des neuropathischen 

Schmerzsyndroms auf sehr starke Schmerzmittel angewiesen sei, welche zu einer 

schnelleren Ermüdbarkeit und einer massiven Einschränkung der Konzentration sowie 

Aufmerksamkeit führen würden, habe er sich nicht die ganze Untersuchungsdauer 

vollständig konzentrieren können. Ein allfälliges inkonsistentes Antwortverhalten sei auf 

die unangepasste Untersuchungsdauer zurückzuführen und sei bei der Würdigung des 

Gutachtens zu berücksichtigen. Er habe sich nicht zur Schmerzintensität geäussert, da 

er sehr hohe Schmerzmitteldosen nehme und deshalb keine valablen Angaben dazu 

machen könne (IV-act. 187).

A.q. 

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Am 19. September 2018 notierte der RAD-Arzt, das Gutachten erfülle die 

versicherungsmedizinischen Anforderungen (IV-act. 192).

A.r. 

Mit Vorbescheid vom 20. September 2018 stellte die IV-Stelle die Abweisung des 

Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 20 % in Aussicht (IV-act. 196). 

Dagegen liess der Versicherte durch seine Rechtsvertreterin am 21. November 2018 

Einwand erheben. Das polydisziplinäre Gutachten sei unvollständig und nicht oder nur 

beschränkt beweistauglich. Zudem sei ein Berufswechsel unzumutbar (IV-act. 202).

A.s. 

Mit Schreiben vom 6. Dezember 2018 wurde die medexperts ersucht, zu den 

Einwänden des Versicherten Stellung zu nehmen (IV-act. 204). Die medexperts nahm 

am 8. Januar 2019 dazu Stellung und hielt an der gutachterlichen Gesamtbeurteilung 

fest (IV-act. 206).

A.t. 

Vom 8. bis 15. Januar 2019 war der Versicherte infolge einer bilateralen, zentralen 

Lungenembolie bei Thrombose der V. Poplitea rechts, provoziert bei Fallfuss rechts, im 

Spital P.___ und im Kantonsspital St. Gallen hospitalisiert (IV-act. 209 und 213). Die 

Rechtsvertreterin teilte der IV-Stelle am 12. März 2019 mit, dass der Versicherte seit 

dem 29. Januar 2019 wieder dreieinhalb Stunden pro Tag arbeite (IV-act. 212). 

Zwischen dem 8. April und 18. Mai 2019 war er zur muskuloskelettalen stationären 

Rehabilitation in den Kliniken C.___ infolge muskulärer und kardiopulmonaler 

Dekonditionierung. Die behandelnden Ärzte attestierten ihm eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit vom 8. April bis 26. Mai 2019, ab dem 27. Mai 2019 sei er wieder im 

ursprünglichen Pensum von 37.5 % arbeitsfähig (IV-act. 220).

A.u. 

Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. RAD-Stellungnahme vom 19. Dezember 2019, IV-act. 

243; zur zeitlichen Verzögerung der Begutachtung vgl. IV-act. 254) wurde der 

Versicherte am 11. August 2020 durch die SMAB AG bidisziplinär (pneumologisch und 

kardiologisch) untersucht (IV-act. 259). In der Konsensbeurteilung konnten die 

Gutachter keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen und 

attestierten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (IV-act. 259-7 ff.). Die 

Verhaltensbeobachtungen und die Resultate der Messungen würden klar eine stark 

verminderte Mitarbeit durch den Versicherten zeigen. Dementsprechend müsse das 

A.v. 

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B.  

Ausmass der Anstrengungsdyspnoe bzw. die damit verbundene Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit in Zweifel gezogen werden (IV-act. 259-10).

Der RAD kam in seiner Stellungnahme vom 21. September 2020 zum Schluss, 

dass auf das bidisziplinäre und das polydisziplinäre Gutachten abgestellt werden 

könne. Im bidisziplinären Gutachten der SMAB werde eine Aggravation einer Dyspnoe 

und eine Diskrepanz zwischen den Beschwerden und den Aktivitäten beschrieben (IV-

act. 261).

A.w. 

Mit Vorbescheid vom 30. September 2020 stellte die IV-Stelle erneut die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Unter Berücksichtigung des 

polydisziplinären Gutachtens der medexperts und des bidisziplinären Gutachtens der 

SMAB bestehe ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 31 % bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % in leidensangepasster Tätigkeit (IV-act. 265). Am 

3. November 2020 erhob der weiterhin anwaltlich vertretene Versicherte Einwand 

gegen den Vorbescheid. Die gutachterlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in 

leidensangepasster Tätigkeit werde weiterhin bestritten. Nicht berücksichtigt worden 

sei zudem, welcher konkrete Arbeitsmarkt für den Versicherten in Frage komme (IV-act. 

270).

A.x. 

Am 1. Dezember 2020 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid die 

Abweisung des Rentenbegehrens. Eine allfällige berufliche Neuausrichtung und die 

allenfalls dazu erforderliche Stellensuche seien dem Versicherten zumutbar (IV-act. 

271).

A.y. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 18. Januar 

2021. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) lässt durch seine 

Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin lic. iur. T. Strauch, beantragen, die Verfügung sei 

aufzuheben und ihm eine halbe Rente zuzusprechen, eventualiter beantragt er die 

Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und 

Neuverfügung; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird 

insbesondere vorgetragen, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten 

Tätigkeit nicht zu 80 % arbeitsfähig sei. Die leidensangepasste Erwerbstätigkeit werde 

B.a. 

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Erwägungen

1.  

weder von den Gutachtern noch der Beschwerdegegnerin genügend umschrieben. Ein 

Stellenwechsel sei dem Beschwerdeführer nicht zumutbar (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 25. März 2021 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die teilweise Gutheissung der Beschwerde. Für die Zeiträume vom 1. November 2006 

bis 31. Mai 2007 sowie vom 1. April bis 30. September 2019 sei eine ganze befristete 

Rente zuzusprechen. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen (act. G 4).

B.b. 

Mit Replik vom 6. Mai 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest 

(act. G 7).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 2. Juni 2021 an den Anträgen und 

Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest (act. G 9).

B.d. 

Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der 

Invalidenversicherung.

1.1. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und der dazugehörenden Verordnung (IVV; SR 

831.20) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestands Geltung haben, und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 

streitigen Verfügung (hier: 1. Dezember 2020) eingetretenen Sachverhalt abstellt, sind 

im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen materiellen 

Bestimmungen anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit weiteren Hinweisen).

1.2. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

1.3. 

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ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von 40 % besteht 

Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf 

eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine 

Dreiviertelsrente und ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze 

Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.4. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.5. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

1.6. 

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2.  

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt 

wurde und eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit besteht. 

Der angefochtenen Verfügung liegen das polydisziplinäre (psychiatrisch, orthopädisch, 

neurologisch, internistisch und neuropsychologisch) Gutachten der medexperts vom 

14. September 2018 (IV-act. 189) und das bidisziplinäre (kardiologisch und 

pneumologisch) Gutachten der SMAB vom 14. September 2020 (IV-act. 259) zugrunde. 

Der Beschwerdeführer hält das Gutachten der medexperts für nicht beweiskräftig.

2.1. 

Der Konsensbeurteilung des medexperts Gutachtens lässt sich entnehmen, dass 

sich beim Beschwerdeführer eine langjährige chronische Schmerzsymptomatik zeige 

und eine Gangstörung des rechten Beins im Vordergrund stehe, die überwiegend als 

Unfallfolge angesehen werden könne. Funktionell zeige sich eine Gang- bzw. 

Bewegungsstörung in der rechten unteren Extremität, die im Verlauf zu einer 

Überbelastung des linken Beines geführt hätte, sodass von einer reduzierten 

körperlichen Belastbarkeit insbesondere für stehende Aktivitäten ausgegangen werde. 

Die leichtgradige Rotationsfehlstellung des Mittelfingers werde vom Beschwerdeführer 

in der bisherigen Tätigkeit als störend empfunden und stelle somit eine leichtgradige 

Funktionseinschränkung der rechten Hand dar. Zudem bestünden langjährige 

chronifizierte Schmerzen, die sich auch psychisch als Belastung zeigen und mit einer 

mässigen bis erheblichen Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit 

sowie der Proaktivität und Spontanität, einer mässigen Beeinträchtigung der Flexibilität 

und Umstellungsfähigkeit und einer leicht bis mässigen Beeinträchtigung der 

Mobilitäts- und Verkehrsfähigkeit einhergehen würden. Kognitive 

Funktionseinschränkungen hätten sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

plausibel zur aktuellen beruflichen Tätigkeit bzw. abschliessend beurteilbar gezeigt (IV-

act. 186-6 f.). Im Rahmen der aktuellen Begutachtung hätten sich beim 

Beschwerdeführer Aspekte für eine nichtauthentische Beschwerdeschilderung sowie 

für eine teils eingeschränkte Kooperation bzw. Motivation aus psychiatrischer Sicht 

und insbesondere während der neuropsychologischen Begutachtung gezeigt, die aus 

2.2. 

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gutachterlicher Sicht bewusstseinsnah imponierten und teilweise im Rahmen der 

Begutachtung überwunden hätte werden können (IV-act. 189-7). In der bisherigen 

Tätigkeit sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen infolge der 

Schmerzsymptomatik und der vorwiegend stehenden Tätigkeit (IV-act. 189-8). In einer 

leidensangepassten Tätigkeit bestehe aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht 

eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (ohne zeitliche Einschränkung) aufgrund der 

eingeschränkten Belastbarkeit der rechten unteren Extremität infolge der 

posttraumatischen Läsionen und den chronifizierten Schmerzen. Die Gutachter wiesen 

darauf hin, dass die unfallabhängigen Schädigungen von 30 % als Suva-Leistungen 

verbleiben würden, und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt 

worden seien (IV-act. 189-8).

Aus der Konsensbeurteilung des bidisziplinären Gutachtens der SMAB geht 

hervor, dass die Gutachter keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

stellen konnten. Es bestehe aktuell keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die 

Leistungsfähigkeit sei durch nicht kardiale Leiden, konstitutionelle Aspekte und 

Dekonditionierung sowie aus mangelnder Compliance beeinträchtigt. Die 

Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und die langsame Gehgeschwindigkeit seien 

aus pneumologischer Sicht mit den erhobenen Befunden und im Langzeitverlauf (bei 

Angabe von regelmässigem Training) diskrepant. Die angegebene 

Anstrengungsdyspnoe hätte in den Untersuchungen nicht wirklich abgebildet werden 

können. Es fände sich zwar eine alveoläre Hyperventilation (auch unter Belastung), dies 

habe aber wahrscheinlich messtechnische Gründe. Die Verhaltensbeobachtung und 

die Resultate der Messung würden eine stark verminderte Mitarbeit zeigen. Mit 

Abschluss der Rehabilitation im Mai 2019 und der Beendigung der Sauerstofftherapie 

sei der Vorzustand wieder erreicht worden. Spätestens seit der pneumologischen 

Untersuchung und Echokardiographie im Oktober 2019 sei wieder von der bisherigen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 259-9 f.). Die kardiologische 

Belastungsuntersuchung sei bei vorzeitigem Abbruch durch den Beschwerdeführer 

nicht verwertbar, objektivierbar seien eine Belastungsdyspnoe und sichtliche Bein- und 

Rückenschmerzen (IV-act. 259-61). Die Mitarbeit bei der Lungenfunktionstestung und 

beim Belastungsversuch sei ungenügend gewesen (IV-act. 259-81). Es bestehe keine 

Leistungsbegrenzung durch kardiale, pulmonale Ursachen bei fehlender Ausschöpfung 

der Atemreserven (IV-act. 259-83). Die fehlende Mitarbeit bei den Untersuchungen sei 

schwierig zu interpretieren. Die sehr schwankenden Untersuchungswerte würden 

aufzeigen, dass mehr möglich wäre und nicht einfach medikamentöse oder somatische 

Veränderungen als Gründe vorliegen würden (IV-act. 259-84).

2.3. 

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Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Einnahme der zahlreichen 

Schmerzmedikamente bei der Schätzung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen sei. 

Die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeit seien deswegen und infolge der 

neuropathischen Schmerzen erheblich herabgesetzt (act. G 1, Kap. III Rz. 11). 

Bestritten werde zudem, dass keine ausgeprägten kognitiven Defizite vorliegen würden 

(act. G 7, Kap. III Rz. 4).

2.4. 

Den Gutachtern lag jeweils der aktuelle Medikamentenplan des 

Beschwerdeführers vor und fand Eingang in die jeweiligen Gutachten (vgl. IV-act. 

189-15, 189-33, 189-44, 189-60, 259-61 f.). Der psychiatrische Gutachter hielt fest, 

dass aktuell und im Gegensatz zum früheren PMEDA Gutachten nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Opioidabhängigkeit ausgegangen werden 

könne. Gegenwärtig sei von einer Störung durch Opioide in Form eines schädlichen 

Gebrauchs auszugehen, da kognitive Defizite durch den Opioid-Gebrauch mitbedingt 

erschienen. Dies obwohl der Medikamentenspiegel mit dem aktuell in der 

neuropsychologischen Testung gezeigten Ausmass nicht korreliere, da der Spiegel 

bzw. die Dosierung im niedrigen therapeutischen Rahmen lägen, sodass ausgeprägte 

kognitive Störungen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden 

können (IV-act. 189-23). Der Störung mass der Gutachter keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit bei (IV-act. 189). Er hielt weiter fest, dass sich in der Untersuchung 

objektiv keine Anhaltspunkte für eine Konzentrationsstörung und eine reduzierte 

Konzentrationsleistung, Gedächtnisstörung oder Merkfähigkeitsprobleme ergeben 

hätten (IV-act. 189-19). Die aktuell gezeigte Leistungsfähigkeit in der Untersuchung 

entspreche einer mittelgradigen neuropsychologischen Störung (IV-act. 189-20). 

Gemäss der neuropsychologischen Gutachterin, verhalte sich der Beschwerdeführer 

insgesamt im Kommunikationsverhalten extrem auffallend und 

situationsunangemessen (IV-act. 190-4). Bei der Anamnese und in der Kommunikation 

während der Testung habe sich der Beschwerdeführer nur sehr begrenzt kooperativ 

gezeigt, während der Testung hingegen habe er kooperativ mitgearbeitet. Aus 

neuropsychologischer Sicht werde nach einer Symptomvalidierung davon 

ausgegangen, dass die Testbefunde die aktuelle Leistungsfähigkeit des Versicherten 

wiedergeben würden (IV-act. 190-5). Die Testergebnisse seien aber nicht 

abschliessend bewertbar infolge der verminderten Kooperation in der Kommunikation. 

Vor dem Hintergrund des in der Begutachtung präsentierten Verhaltens sei es aus 

neuropsychologischer Sicht nicht zu erklären, wie der Beschwerdeführer dennoch in 

der Lage sei, seit Jahren in der freien Wirtschaft zu arbeiten (IV-act. 190-6). Der 

psychiatrische Gutachter erachtete die neuropsychologischen Testbefunde 

2.4.1. 

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zusammenfassend als die aktuelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht 

vollumfänglich wiedergebend, da diese eine Diskrepanz zum Alltag bzw. zur aktuellen 

beruflichen Tätigkeiten aufweisen würde (IV-act. 189-22). Im neurologischen Gutachten 

gab der Beschwerdeführer an, dass es manchmal zu zwei bis drei Tage dauernden 

Zuständen komme, in denen er ins Grübeln gerate und dann nichts mehr gehe, 

ansonsten sei die Konzentration allgemein wieder gut (IV-act. 189-32). In der späteren 

Exploration äusserte er betreffend das arbeitsbezogene Beschwerdebild, dass er nach 

der Arbeit jeweils sehr erschöpft sei und wenn er länger arbeiten würde, käme es zu 

Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Auch in der Freizeit würden solche 

Konzentrationsstörungen auftreten (IV-act. 189-34). Während der neurologischen 

Begutachtung hätten sich keine Hinweise für Müdigkeit, rasche Ermüdbarkeit und 

keine Fluktuation der Vigilanz beobachten lassen. Die Aufmerksamkeit und 

Konzentration habe klinisch der nach dem biografischen Hintergrund zu erwartenden 

Kapazität entsprochen (IV-act. 189-36). In der neurologischen Untersuchung hätten 

sich auch keine Hinweise betreffend eine Konzentrationsstörung oder anderweitige 

mnestische Problematik gezeigt. Möglicherweise bestehe eine medikamentöse 

Komponente bei Opiateinnahme (IV-act. 189-38). Der orthopädische Gutachter hielt 

fest, dass die Leistungsminderung mit beklagter Konzentrationsstörung und schneller 

Erschöpfbarkeit bei der bisherigen Akkordarbeit nachvollziehbar sei (IV-act. 189-54).

Die Medikamenteneinnahme aufgrund der Schmerzsymptomatik und die 

beklagte Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit sind nach 

dem Gesagten bei der Schätzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. So wurde 

der chronischen Schmerzstörung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen und 

festgehalten, dass kognitive Einschränkungen bei einer Opioid-Medikation und der 

Schmerzsymptomatik als möglich erachtet würden. Während der Exploration konnten 

die Gutachter keine Einschränkungen der Konzentration und Aufmerksamkeit 

feststellen (vgl. E. 2.4.1 vorstehend). Das Gutachten bezieht sich entgegen den 

Ausführungen des Beschwerdeführers in der Replik (unter Hinweis auf Ziff. 4.3 zweiter 

Absatz des Gutachtens der medexperts, IV-act. 189-7) betreffend die kognitiven 

Funktionseinbussen nicht nur auf den aktuellen Arbeitsplatz. Die Gutachter hielten 

lediglich fest, dass die kognitiven Funktionseinschränkungen nicht abschliessend 

hätten beurteilt werden können und anhand der aktuellen beruflichen Tätigkeit nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als plausibel erscheinen würden (vgl. IV-act. 189-7). 

Unter der Konsistenzprüfung hielten die Gutachter weiter fest, dass sich beim 

Beschwerdeführer Aspekte für eine nicht-authentische Beschwerdeschilderung sowie 

eine teils eingeschränkte Kooperation bzw. Motivation gezeigt hätten, die aus 

2.4.2. 

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gutachterlicher Sicht bewusstseinsnahe imponierten und im Rahmen der Begutachtung 

teilweise hätten überwunden werden können (IV-act. 189-7). Die vom 

Beschwerdeführer nach der Begutachtung beklagten Konzentrationseinschränkungen 

(vgl. IV-act. 187) waren durch die Gutachter nach dem Gesagten nicht objektivierbar.

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass das Gutachten der medexperts keine 

taugliche Grundlage für die Beurteilung bilde, welche Tätigkeiten ihm noch zumutbar 

seien (act. G 1, Kap. III Rz. 9). 

2.5. 

Aufgabe der Arztperson ist es, den Gesundheitszustand festzustellen und sich 

dazu zu äussern, in welchem Umfang sowie bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist und welche Arbeitsleistungen ihr noch zugemutet 

werden können (vgl. E. 1.5 vorstehend). Die Arztperson soll mithin Aussagen treffen, 

inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen durch 

das Leiden eingeschränkt ist, wobei sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussert, 

welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehende Arbeitsmöglichkeit 

wesentlich sind. Aufgrund dieses Anforderungsprofils hat anschliessend die 

Berufsberatung zu sagen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der 

ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten des 

Versicherten in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen 

beim Arzt erforderlich sind (BGE 140 V 193 E. 3.2, Urteil des Bundesgerichts vom 

25. Januar 2013, 8C_545/2012, E. 3.2.1). Ein medizinisches Anforderungsprofil trägt 

naturgemäss nur den funktionellen Beeinträchtigungen Rechnung; die weiterführende 

Frage nach der berufspraktischen Umsetzbarkeit wird hierdurch nicht berührt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 5. Oktober 2009, 9C_141/2009, E. 2.3.1).

2.5.1. 

Gemäss der Konsensbeurteilung der medexperts-Gutachter komme als 

adaptierte Tätigkeit eine wechselbelastende Tätigkeit ohne längeres Gehen, ohne 

regelhaftes Arbeiten auf Leitern, Gerüsten oder unebenem Gelände sowie mit 

Möglichkeiten für eine niederschwellige Pausengestaltung während der Arbeitszeit, 

sowie mit wenig zeitlichem Druck und in einem geduldigen, wertschätzenden Umfeld 

ohne emotional sehr fordernde Kommunikationsaufgaben in Frage (IV-act. 189-8). Aus 

orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer in einer adaptierten überwiegend 

sitzenden Tätigkeit ohne regelmässige lange Gehstrecken, ohne Besteigen von 

Treppen, Leitern oder Gerüsten ausgehend von einem Vollpensum aufgrund der 

chronifizierten Schmerzen und unter Berücksichtigung des Leistungsprofils zu 80 % 

arbeitsfähig (IV-act. 189-51). Es werde dabei von einer Verlangsamung und einem 

2.5.2. 

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vermehrten Pausenbedarf von ca. 1 Stunde pro Tag aufgrund der chronifizierten 

Schmerzen ausgegangen (IV-act. 189-55).

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist für die Evaluation von konkret 

geeigneten, leidensangepassten Tätigkeiten die Beschwerdegegnerin zuständig, die 

dazu allenfalls Fachpersonen wie Berufsberater beizuziehen hat, und nicht die 

Gutachterstelle, welche in erster Linie die Bestimmung der körperlich-funktionellen 

Belastbarkeitsgrenze obliegt (vgl. E. 2.5.1 vorstehend). Die Ausführungen im 

polydisziplinären Gutachten und das durch die medexperts Gutachter definierte 

Anforderungsprofil ermöglichen es, die Frage nach zumutbaren Verweistätigkeiten zu 

beantworten. So lässt sich den verschiedenen Gutachten entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer aktuell im Akkord arbeitet (vgl. IV-act. 189-16, 189-45, 189-52, 

189-54). Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Verlangsamung und ein vermehrter 

Pausenbedarf aufgrund der chronifizierten Schmerzen (IV-act. 189-55). Vor diesem 

Hintergrund ist die im Anforderungsprofil festgehaltene Tätigkeit ohne zeitlichen Druck 

so zu verstehen, dass eine Akkordarbeit nicht leidensangepasst wäre und dem 

Beschwerdeführer für die Erledigung der Arbeit genügend Zeit zur Verfügung stehen 

sollte. Betreffend die Anforderung "ohne emotional sehr fordernde 

Kommunikationsaufgaben" lässt sich dem Gutachten entnehmen, dass im Rahmen der 

neuropsychologischen Testung Verhaltensauffälligkeiten in Form einer sehr deutlich 

verminderten Kommunikation aufgetreten seien (IV-act. 189-19, 190-4). Der psy­

chiatrische Gutachter hielt fest, dass sich das schwankende affektive Zustandsbild des 

Versicherten von euthym bis dysphor gereizt, sowie verbittert und enttäuscht als 

auffällig zeige (IV-act. 189-22). Daraus lässt sich schliessen, dass dem 

Beschwerdeführer Tätigkeiten, welche ein hohes Mass an Kommunikation abverlangen, 

nicht zumutbar sind.

2.5.3. 

Da das Leistungsbegehren berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 

3. Oktober 2017 (IV-act. 134) abgewiesen worden war, hatte die Beschwerdegegnerin 

einzig den Rentenanspruch zu beurteilen, ohne dass sie noch Abklärungen treffen 

musste, ob und wie die medizinisch ausgewiesene Arbeitsfähigkeit erwerblich 

umgesetzt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Juli 2012, 

8C_438/2011, E. 4.3). Nach der Rechtsprechung kann über den Rentenanspruch 

befunden werden, wenn er unabhängig von einer allfälligen Eingliederungsberechtigung 

mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades abzulehnen ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. Februar 2018, 8C_682/2014, E. 2 mit Hinweis). Entgegen den 

Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. act. G 7, Kap. III Rz. 3) hat sich die 

Beschwerdegegnerin sowohl in der Verfügung (IV-act. 276) als auch in der 

2.5.4. 

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Beschwerdeantwort (act. G 4, Rz. 10) zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

geäussert und die Bemessung des Invaliditätsgrads nicht einzig auf die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung beschränkt. Auf die Verwertbarkeit ist in den nachfolgenden 

Erwägungen (siehe E. 3) einzugehen. Es bleibt dem Beschwerdeführer unbenommen, 

erneut ein Gesuch um berufliche Massnahmen zu stellen.

Der Beschwerdeführer bestreitet zudem, dass der psychiatrische Gutachter keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte.

2.6. 

Der psychiatrische Gutachter führt an, dass die im Bericht vom 2. März 2007 (IV-

act. 25-7) gestellte Diagnose der dissoziativen Bewegungsstörung aus gutachterlicher 

Sicht nicht hergeleitet imponiere und somit retrospektiv und auch aktuell aufgrund der 

pathophysiologischen (somatischen) Unfallfolgen nicht vollumfänglich nachvollzogen 

werden könne. Die mit Bericht vom 15. Juli 2015 der Klinik für Psychosomatik KSSG 

(IV-act. 56-43) angeführte Anpassungsstörung (Verbitterungsstörung), die 

posttraumatische Belastungsstörung und eine schwere chronifizierte depressive 

Störung sowie ein chronifiziertes multifokales Schmerzsyndrom seien aus 

gutachterlicher Sicht nicht genügend hergeleitet und nicht vollumfänglich 

nachvollziehbar. Insbesondere betreffend die posttraumatische Belastungsstörung sei 

das zeitliche Element klar überschritten, da Symptome, die für eine solche Störung 

sprechen würden, in der Regel innert sechs Monaten nach dem Ereignis auftreten 

würden. Die in früheren Berichten beschriebene Verbitterung sei anhand der aktuellen 

Begutachtung nachvollziehbar. Die Diagnose einer posttraumatischen 

Verbitterungsstörung sei aktuell in der Fachwelt kontrovers diskutiert und nicht explizit 

im ICD-10 Diagnosesystem aufgeführt, sodass ihr versicherungsmedizinisch keine 

Relevanz zukomme. Bei der Diagnose der schweren chronifizierten depressiven 

Störung beeindrucke aus gutachterlicher Sicht das hohe Funktionsniveau des 

Beschwerdeführers, welches das Vorliegen einer solch schweren Störung ausschliesse. 

Die Diagnose werde in einem vier Monate später erstellten Bericht der Kliniken C.___ 

(vgl. IV-act. 56-3) nicht mehr aufgeführt (IV-act. 189-21). Bei der von den Ärzten der 

Psychosomatik C.___ im Bericht vom 23. November 2015 (vgl. IV-act. 237) gestellten 

Diagnose der anhaltenden affektiven Störung handle es sich um eine Diagnose ohne 

operationalisierte Diagnosekriterien, sodass die Diagnosestellung gutachterlich nicht 

nachvollzogen werden könne, insbesondere auch nicht im Vergleich zu Vordiagnosen 

anderer Behandler. Zudem fänden sich in diesem Bericht auch Hinweise auf schwer 

traumatische Erfahrungen während des geleisteten Militärdienstes, welche aber in der 

hiesigen sowie der PMEDA Begutachtung auf Nachfrage nicht bestätigt worden seien 

(IV-act. 189-22). Bei der aktuellen Begutachtung lasse sich kein klinisch / 

2.6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/29

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psychopathologisch ausgeprägtes depressives Zustandsbild bzw. eine Symptomatik 

für die Diagnose einer depressiven Störung oder Episode finden unter einer 

antidepressiven Medikation mit aktuell laborchemisch nachgewiesenem 

therapeutischem Spiegel. Auffällig zeige sich jedoch das schwankende Zustandsbild 

von euthym bis dysphor gereizt, sowie verbittert und enttäuscht, das sich auch in 

anderen aktuellen Begutachtungssituationen ähnlich zeige. Dies lasse sich durch den 

bisherigen Krankheitsverlauf mit Kränkungen, Enttäuschungen und der 

Schmerzsituation erklären (IV-act. 189-22). Die Aspekte für eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren seien erfüllt (IV-act. 

189-23). Hinsichtlich der Persönlichkeit zeigten sich anhand der Lebensgeschichte 

keine Indizien für eine spezifische oder kombinierte Persönlichkeitsstörung, auch eine 

sonstige andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom 

zeige sich nicht (IV-act. 189-23). Für eine hirnorganische Erkrankung würden sich 

ebenfalls keine objektivierbaren Anhaltspunkte feststellen lassen (IV-act. 189-23 f.). Der 

Gutachter mass der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei. Aus psychiatrischer Sicht hätten sich mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zahlreiche Aspekte ergeben, die für eine nicht-

authentische Beschwerdeschilderung beim Beschwerdeführer sprechen würden (IV-

act. 189-27).

Der psychiatrische Gutachter legt begründet und nachvollziehbar dar, weshalb er 

die von den behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen nicht bestätigen konnte. Er 

zeigte klar auf, dass die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit beim bisherigen 

Arbeitgeber auch eine gewisse Belastung darstellt, da diese nicht optimal 

leidensadaptiert sei (vgl. IV-act. 189-25). Der Beschwerdeführer konnte keine konkreten 

Indizien aufzeigen, welche gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens 

sprechen. Vielmehr geht aus dem Bericht des behandelnden Psychiaters der Kliniken 

C.___ vom 24. September 2019 hervor, dass bis anhin aus psychiatrischer Sicht keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ist und bei der letzten Kontrolle am 12. September 

2019 eigen- und fremdanamnetisch eine unveränderte bzw. stabile psychische 

Verfassung festgestellt worden sei. Aus psychiatrischer Sicht (unter Ausblendung der 

somatischen Probleme) bestehe eine marginal eingeschränkte Leistungsfähigkeit 

respektive Arbeitsfähigkeit (IV-act. 237-17 ff.). Dieser Einschränkung wurde im 

Gutachten der medexperts im Anforderungsprofil Rechnung getragen (vgl. E. 2.5.2 

vorstehend).

2.6.2. 

Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Gutachter der medexperts die 

unfallabhängige Schädigung von 30 % bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht 

2.7. 

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3.  

berücksichtigt hätten. Die Beschwerdegegnerin hätte die Einschränkungen aufgrund 

der unfallabhängigen Schädigung von 30 % und jene aufgrund der 20%igen 

krankheitsbedingten Schädigung addieren müssen, sodass von einem Invaliditätsgrad 

von 50 % auszugehen sei (act. G 1, Kap. III Rz. 14).

Grundsätzlich besteht keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der 

Unfallversicherung für die Invalidenversicherung (BGE 133 V 549 E. 6; Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. April 2021, 8C_729/2020, E. 7.1).

2.7.1. 

Wie sich der Verfügung der Unfallversicherung vom 22. Juni 2018 entnehmen 

lässt, anerkennt diese eine Erwerbsunfähigkeit sowie eine Integritätseinbusse in der 

Höhe von jeweils 30 %. Die Erwerbseinbusse berechnete die Suva unter Einbezug des 

ohne erlittenen Unfall erzielten Erwerbseinkommens beim bisherigen Arbeitgeber und 

anhand der Tabellenlöhne im Kompetenzniveau 1 unter Berücksichtigung eines 

Leidensabzuges von 15 % (Fremdakten 15). Die Gutachter erklärten in ihrer 

Stellungnahme vom 8. Januar 2019 demnach zutreffend, dass die "unfallabhängige 

Schädigung von 30 %" keine ärztliche oder versicherungsmedizinische 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung darstelle (vgl. IV-act. 206-1), weshalb die 

Berücksichtigung dieses Wertes ohnehin ausser Betracht fällt. Eine Addition der 

Prozentwerte steht jedoch auch deshalb ausser Frage, weil die Ermittlung der 

invalidenrechtlichen Einschränkung durch die IV-Stelle die aktuell verbleibende bzw. 

andauernde unfallbedingte Einschränkung ohnehin notwendigerweise mitumfasst.

2.7.2. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Gutachten der medexperts und der 

SMAB auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die beklagten Leiden berücksichtigen, 

in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und Situation einleuchtend sind sowie überzeugende 

Schlussfolgerungen enthalten. Der Beschwerdeführer bringt keine objektiven 

Gegebenheiten vor, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 

geblieben sind. Somit kann auf das polydisziplinäre Gutachten der medexperts und 

das bidisziplinäre Gutachten der SMAB abgestellt werden und die darin festgehaltene 

80%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit Grundlage der Rentenprüfung 

bilden.

2.8. 

Zwischen den Parteien umstritten und zu prüfen ist die Verwertbarkeit der 

verbleibenden medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 80 %. Der 

Beschwerdeführer bringt vor, dass seine Restarbeitsfähigkeit auf dem konkreten 

Arbeitsmarkt aufgrund tätigkeitsbedingter Einschränkungen, der langjährigen Tätigkeit 

3.1. 

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am bisherigen Sonderarbeitsplatz und des fortgeschrittenen Alters nicht mehr 

verwertbar sei.

Nach dem im Gebiet des Sozialversicherungsrechts allgemein geltenden 

Grundsatz der Schadenminderungspflicht hat die versicherte Person, bevor sie 

Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der 

Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie 

selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, 

zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu 

erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit 

im Allgemeinen sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des 

Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen 

die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie 

Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven 

Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu 

erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2019, 

9C_305/2019, E. 5.2.1 mit Hinweisen).

3.2. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das trotz der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen bezogen 

auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. Art. 16 ATSG) zu ermitteln. Der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die 

konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 V 64 E. 4.2.1). Er ist 

gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage 

nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 

273 E. 4b). Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei 

ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur 

Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und 

subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zumutbar sind (Urteil des Bundesgerichts 

vom 30. März 2012, 9C_910/2011, E. 3.1). An die Konkretisierung von 

Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch keine übermässigen 

Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1). Je restriktiver das medizinische 

Anforderungsprofil umschrieben ist, desto eingehender ist in der Regel die 

Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt abzuklären und nachzuweisen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2006, U 42/06, E. 3.2.3 am Ende). Der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 

Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen 

3.3. 

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Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Oktober 2020, 8C_433/2020, E. 7.2 mit Hinweis). Von einer 

Arbeitsgelegenheit kann jedoch dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die 

zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteile 

des Bundesgerichts vom 6. Juli 2017, 9C_253/2017, E. 2.2.1 mit Hinweis, und 26. Juni 

2018, 8C_133/2018, E. 2.2.1).

Sofern der Beschwerdeführer geltend macht, ein Stellenwechsel sei ihm aufgrund 

der langjährigen Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber, des eigens für ihn 

eingerichteten Sonderarbeitsplatzes sowie aufgrund der Nähe des Wohnortes zu 

seinem Arbeitsort nicht zumutbar, kann ihm nicht gefolgt werden. Eine Beschränkung 

der zumutbaren Erwerbsangelegenheit auf den bisher oder am bisherigen Wohnsitz 

ausgeübten Berufs verträgt sich nicht mit dem Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes nach Art. 16 ATSG (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, in: Hans-Ulrich 

Stauffer/Basile Cardinaux (Hrsg.), Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 

3. Aufl. 2014, Art. 28a N 137). Es geht nicht darum, das verbliebene 

Leistungsvermögen an einer konkreten Stelle zu verwerten, sondern auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt, auf dem ein breiter Fächer an verschiedenen Arbeitsstellen 

zur Verfügung steht. Wie sich aus den Akten ergibt, hat sich der Arbeitsplatz des 

Beschwerdeführers seit der Eingliederung nach dem Unfall ungefähr im Jahr 2015 

zudem geändert. So könne er nur noch zu 10 % sitzen (vorher ca. 50 %) und die 

wöchentliche Arbeitszeit habe sich von 41.3 auf 45 Stunden erhöht (IV-act. 56-40, 

56-48). Nach eigenen Angaben sei die Arbeit strenger geworden, da sein Pensum von 

acht auf zwölf Z.___ pro Zeiteinheit gesteigert worden sei (IV-act. 186-16). Es ist somit 

aufgrund der Aktenlage fraglich, ob am bisherigen Arbeitsplatz überhaupt noch ein 

eigens für ihn eingerichteter Sonderarbeitsplatz besteht, wie der Beschwerdeführer in 

der Beschwerde geltend macht (act. G 1, Kap. III. Rz. II). Entsprechend halten auch die 

Gutachter fest, dass die vorwiegend stehende Tätigkeit am angestammten Arbeitsplatz 

nicht optimal leidensadaptiert erscheine und somit eine zusätzliche Belastung darstelle 

(IV-act. 189-7, 189-25). Auch mit dem Hinweis auf einen wesentlichen 

Ressourcenverlust bei Aufgabe der bisherigen Tätigkeit kann der Beschwerdeführer 

nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die gutachterlich als Ressource genannte Tätigkeit 

am bisherigen Arbeitsplatz bezieht sich auf die persönlichen Ressourcen, welche der 

Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Einschränkung besitzt und der 

Auswirkung auf die Schätzung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/29

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beigemessen wird. Es geht mithin um die Fähigkeit, sich weiterhin in einem 

Arbeitsverhältnis zu behaupten und nicht, wie vom Beschwerdeführer angenommen, 

um die konkrete Tätigkeit bei diesem Arbeitgeber. Der Beschwerdeführer ist in 

quantitativer Hinsicht bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in leidensangepasster 

Tätigkeit nur leicht eingeschränkt. In qualitativer Hinsicht kann er wechselbelastende 

Tätigkeiten ohne längeres Gehen, ohne regelhaftes Arbeiten auf Leitern, Gerüsten oder 

unebenem Gelände ausführen, wobei die Möglichkeit einer niederschwelligen 

Pausengestaltung während der Arbeitszeit, wenig zeitlicher Druck und ein geduldiges, 

wertschätzendes Umfeld ohne emotional sehr fordernde Kommunikationsaufgaben 

bestehen sollen (vgl. E. 2.5.2 vorstehend). Entgegen der Behauptung des 

Beschwerdeführers ist er weder in der Konzentrationsfähigkeit noch der 

Aufmerksamkeit eingeschränkt (vgl. act. 189-19 ff, 189-36 f.). Dem Beschwerdeführer 

steht aufgrund dieses Zumutbarkeitsprofils ein zwar eingeschränktes, aber dennoch 

genügend weites Betätigungsfeld auf dem ausgeglichenen Hilfsarbeiter-Arbeitsmarkt 

zur Verfügung.

Das fortgeschrittene Alter, auf das sich der Beschwerdeführer beruft, wird in der 

Rechtsprechung, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, als Kriterium 

anerkannt, das zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten 

dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird 

und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht 

mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, 

liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1 S 460; Urteil des Bundesgerichts vom 

20. Februar 2019, 9C_549/2018, E. 3.1.1). Der Einfluss des Lebensalters auf die 

Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt 

von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und 

Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 

Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f.; 107 V 17 E. 2c S. 21). 

Grundsätzlich richtet sich der Zeitpunkt, in dem die Frage nach der Verwertbarkeit der 

(Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen 

der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit. Diese gilt als 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/29

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ausgewiesen, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige 

Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 461 f.).

Die Suva hielt bereits mit Verfügung vom 22. Juni 2018 fest, dass der 

Beschwerdeführer mit Blick auf die verbleibenden Unfallrestfolgen nicht optimal 

eingegliedert sei. Eine Einschränkung von 63 % bezogen auf ein 100 % Pensum lasse 

sich vom unfallbedingten medizinischen Befund nicht begründen (Fremdakten 15-2). 

Spätestens mit Einschätzung der Gutachter der medexperts vom 14. September 2018 

(IV-act. 189) ist von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten 

Tätigkeit in einem Pensum von 80 % auszugehen (vgl. E. 2.2 vorstehend). In diesem 

Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 57-jährig. Bis zum Erreichen des AHV-

Pensionsalters verblieb ihm somit eine Aktivitätsdauer von acht Jahren. Aus der 

Erwerbsbiographie geht hervor, dass der Beschwerdeführer eine Y.___ abgeschlossen 

hat, welche viereinhalb Jahre gedauert haben soll (vgl. IV-act. 1-4). Betreffend die 

Arbeitstätigkeit und geleistetem Militärdienst für den Zeitraum zwischen 198_ und 199_ 

finden sich widersprüchliche Angaben in den Akten. So sei er drei oder fünf Jahre beim 

Militär und in dieser Zeit auch auf einer oder mehreren UNO-Missionen gewesen (IV-

act. 189-16, 189-33, 189-61; Fremdakten 3-4). Vor oder nach dem Militäreinsatz habe 

er nach der Aktenlage an verschiedenen Stellen in der F.___ gearbeitet (IV-act. 189-16, 

189-61). Aus den Akten der Suva hingegen geht hervor, dass er nach der Lehre 

zwischen 198_ und 198_ im Militärdienst gewesen sei, zwischen 198_ und 198_ als 

Mitarbeiter im G.___ und ab 199_ bis 199_ in der H.___ gearbeitet habe, bevor er seine 

Stelle bei der I.___ AG angetreten habe (Fremdakten 1-59). Dem Auszug aus dem 

individuellen Konto des Beschwerdeführers lässt sich entnehmen, dass er ab März 

1996 kurzfristig Arbeitslosenentschädigung in der Schweiz bezogen hat. Zwischen 

Januar 199_ und Juli 199_ war er für die I.___ AG tätig, ab August bis Dezember 199_ 

für die J.___ und zwischen Januar 199_ und Dezember 200_ für die K.___ AG. Seit 

Januar 200_ ist er bei seinem aktuellen Arbeitgeber L.___ AG tätig (IV-act. 54). Auch 

wenn die Angaben des Beschwerdeführers betreffend seine Erwerbsbiographie aus der 

Aktenlage nicht konsistent erscheinen, kann geschlossen werden, dass er von seinem 

gelernten Beruf in der F.___ zu einer Tätigkeit als M.___ gewechselt hat und für die 

aktuelle Tätigkeit als N.___ Ausbildungen und Seminare in O.___ absolviert habe (IV-

act. 189-16). Unter Berücksichtigung der Erwerbsbiographie in der Schweiz ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er von einer langjährigen 

beruflichen Erfahrung als Hilfsarbeiter profitieren konnte und somit der Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand in eine andere Hilfstätigkeit minimal gehalten werden kann. 

Insbesondere auch die berufliche Neuausrichtung zeugt von einer vorhandenen 

Umstellungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Zudem geht aus der gutachterlichen 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/29

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4.  

Einschätzung nicht hervor, dass er in seiner Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit 

massgeblich beeinträchtigt ist (vgl. IV-act. 189-27). Rechtsprechungsgemäss ziehen 

Hilfstätigkeiten ferner nur kurze Umstellungs- und Einarbeitungsaufwände nach sich. 

Die Anstellungschancen des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit 

sind in Würdigung der gesamten Umstände und der restriktiven Rechtsprechung zur 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei älteren Arbeitnehmern (vgl. E. 3.5 

vorstehend) intakt. Zudem kennt der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch 

Nischenarbeitsplätze (vgl. E. 3.3 vorstehend).

Auch wenn es durchaus nachvollziehbar ist, dass der Beschwerdeführer sich nach 

jahrelanger Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber wünscht, im aktuellen Pensum am 

gleichen Arbeitsplatz und in unmittelbarer Nähe des Wohnsitzes tätig zu bleiben, 

begründet dies nach dem Gesagten noch keine Unzumutbarkeit eines Stellenwechsels. 

Da zusammenfassend keine weiteren invaliditätsbedingten Gründe ersichtlich sind, 

welche eine berufliche Neuausrichtung und die dazu erforderliche Stellensuche als 

unzumutbar erscheinen lassen, ist mit der Beschwerdegegnerin darauf abzustellen, 

dass dem Beschwerdeführer die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit verwertbar ist 

und er diese an der aktuellen Stelle nicht voll ausschöpft.

3.7. 

Ausgehend von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung und der 

Zumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bleiben die erwerblichen 

Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin 

setzte in ihrer Beschwerdeantwort den Beginn des frühestmöglichen Rentenanspruchs 

auf den 1. April 2006 an und gestand dem Beschwerdeführer eine zweimalig kurze 

befristete Rente zu (act. G 4, Rz. 9).

4.1. 

Die Anmeldung des Beschwerdeführers für eine Invalidenrente ist bei der 

Beschwerdegegnerin am 3. Februar 2016 eingegangen (IV-act. 47). In der erstmaligen 

Anmeldung vom 27. Oktober 2005 wurde zum einen lediglich die Berufsberatung und 

berufliche Umschulung beantragt (IV-act. 1-6). Zum anderen wurde der Anspruch auf 

berufliche Massnahmen bei einer damals bestehenden 75%igen Arbeitsfähigkeit in 

seiner effektiven Tätigkeit im selben Umfang abgewiesen und standen 

Rentenleistungen gar nicht im Raum. Der Anspruch wurde rechtskräftig beurteilt (IV-

act. 44; vgl. auch IV-act. 43). Der früheste Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs im 

Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG i.V.m. Art. 29 ATSG fällt somit – entgegen der 

Annahme der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 4, Rz. 9) – aufgrund der vorliegend zu 

behandelnden Anmeldung vom 2. Februar 2016 auf den 1. August 2016. Die Gutachter 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/29

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der medexperts konnten die retrospektive Arbeitsunfähigkeit nicht mit Sicherheit 

beantworten (vgl. IV-act. 189-9, 189-11). Eine das Wartejahr auslösende 

Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG wurde mit Bericht der 

behandelnden Ärzte der Kliniken C.___ vom 26. November 2015 mit einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit ab 5. Oktober 2015 erstmals attestiert (IV-act. 56-3 f.). Der RAD 

notierte in seiner Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nach Würdigung der verschiedenen 

Arztberichte, dass die von der Suva akzeptierte Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich auch 

für die Invalidenversicherung gelten solle (IV-act. 80). Gemäss den Angaben der Suva 

habe vom 5. Oktober 2015 bis 7. Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden und seit dem 8. Januar 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (IV-act. 

88-1). Ein Rentenanspruch kann somit frühestens ab 1. November 2016 bestehen. Dies 

hat zur Folge, dass der mit der Beschwerdeantwort zugestandene befristete 

Rentenanspruch vom 1. November 2006 bis 31. Mai 2007 nicht bestätigt werden kann.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG i.V.m. 

Art. 28a Abs. 1 IVG). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 

des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und 

Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu 

berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 f. mit Hinweisen). Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher eine versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 

insbesondere Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 

592 E. 2.3 mit Hinweis).

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/29

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Die Beschwerdegegnerin stellt für das Valideneinkommen auf das Einkommen des 

Beschwerdeführers aus dem 2016 ab. Damals hatte der Beschwerdeführer Fr. 

66'040.-- verdient (IV-act. 84-6; 13 x Fr. 5'080.--). Für das Invalideneinkommen zog die 

Beschwerdegegnerin die Tabellenlöhne für das Jahr 2016 bei. Vorliegend ist von 

ausschlaggebender Bedeutung, dass der Beschwerdeführer in einem langjährigen 

Arbeitsverhältnis (bestehend seit 2001) steht und dieses Arbeitsverhältnis unter 

Anpassung der Arbeitstätigkeit nach dem Unfall im Jahre 2004 und der 

gesundheitlichen Verschlechterung ab 2015 beibehalten werden konnte. Der 

ursprünglich für den Beschwerdeführer eingerichteten Arbeitsplatz hat sich um das 

Jahr 2015 nach der Aktenlage von einer zumindest hälftig sitzenden Tätigkeit auf eine 

mehrheitlich stehende Tätigkeit verändert (IV-act. 56-40, 56-48). Gemäss Angaben des 

Arbeitgebers sei der Beschwerdeführer seit Januar 2016 bei einem Arbeitspensum von 

75 % (6.6 Stunden pro Tag) nur noch zu 50 % arbeitsfähig (vgl. IV-act. 84). Wie sich 

aus der gutachterlichen Einschätzung der medexperts ergibt, ist der Beschwerdeführer 

in der angestammten Tätigkeit noch 50 % arbeitsfähig und in einer anderen, 

angepassten Tätigkeit besteht eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. E. 2.2 vorstehend). 

Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer seine zumutbare 

Restarbeitsfähigkeit an der derzeitigen Stelle nicht voll ausschöpft. Somit ist nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der LSE herbeigezogen hat. Die 

Beschwerdegegnerin gewährte vorliegend einen Leidensabzug von 15 % (IV-act. 263). 

Mit dem Abzug vom LSE-Tabellenlohn soll der Tatsache Rechnung getragen werden, 

dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen 

Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75). Eine genaue Bestimmung des 

Tabellenlohnabzuges kann offen bleiben. Selbst wenn ein Tabellenlohnabzug von 20 % 

vorgenommen würde, der Maximalabzug von 25 % (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, BGE 

126 V 75 E. 5b/bb-cc) kommt vorliegend offenkundig nicht in Frage, würde kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren. Das Invalideneinkommen würde sich 

dann auf Fr. 42'754.-- belaufen (Fr. 66'804.-- x 80 % x 80 %; vgl. Anhang 2 der von der 

Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Textausgabe zum IVG, Ausgabe 2022) und 

der Invaliditätsgrad rund 36 % betragen. Weil die versicherte Person erst Anspruch auf 

eine Viertelsrente hat, wenn sie mindestens 40 % invalid ist (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG), 

besteht vorliegend grundsätzlich kein Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung.

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/29

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Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer in der Zeit zwischen November 2016 

(nach Ablauf des Wartejahrs und der Karenzfrist, vgl. E. 4.2 vorstehend) und Dezember 

2020 (Zeitpunkt der Verfügung) allenfalls Anspruch auf Rentenleistungen hatte. Die 

Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort die Zusprache einer ganzen 

befristeten Rente vom 1. April 2019 bis 30. September 2019 (act. G4). Die Gutachter 

der SMAB (vgl. E. 2.3) und der RAD (vgl. RAD-Stellungnahme vom 21. September 

2020, IV-act. 261-2) kamen übereinstimmend zum Schluss, dass die im Januar 2019 

infolge der Lungenembolie eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes, 

im Mai 2019 wieder remittiert gewesen sei.

4.5. 

Liegt für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und 

Ausprägung vor, während vorerst mit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in angepassten 

Tätigkeiten ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann respektive 

könnte, so entsteht - unter Vorbehalt anderer Voraussetzungen (vgl. insbesondere Art. 

29 Abs. 1 IVG) - bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes ein Rentenanspruch, 

sobald die Invalidität mindestens 40 % beträgt (in diesem Sinne bereits BGE 121 V 264 

E. 5b, 6b/bb mit Verweis auf BGE 105 V 156). In einer solchen Konstellation gelangt die 

Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung (zum Ganzen: Urteile des 

Bundesgerichts vom 28. September 2020, 9C_352/2020, E. 4.1; und 19. Februar 2018, 

9C_878/2017 E. 5.3 mit Hinweisen).

4.5.1. 

Das Wartejahr ist im Oktober 2016 abgelaufen (vgl. E. 4.2 vorstehend). Wie in 

Erwägung 4.2 dargelegt, ist der Beschwerdeführer seit dem 8. Januar 2016 in der 

angestammten Arbeitstätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig, wobei diese Arbeitsunfähigkeit 

auch im Januar 2019 noch gegeben war. Somit ist die Anspruchsvoraussetzung im 

Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG gegeben. Zwischen Januar und Mai 2019 ist nach 

der gutachterlichen Einschätzung (IV-act. 259-11) vorübergehend eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % in jeglicher Tätigkeit ausgewiesen (IV-act. 259-11: "nach 

der akuten Lungenembolie im Januar 2019 bestand passager eine aufgehobene 

Arbeitsfähigkeit"). Danach bestanden aus pneumologischer Sicht noch gewisse 

Einschränkungen, welche jedoch nicht über jene aus orthopädischer sowie 

psychiatrischer Sicht von 2019 hinausgingen und spätestens seit Oktober 2019 

vollständig abgeklungen sind (IV-act. 189-8: "ab Oktober 2019 ist von einer 

Arbeitsfähigkeit wie vorher auszugehen, das heisst, das Ereignis der Lungenembolie 

hatte keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr zu Folge"). Dies wurde 

auch durch den RAD bestätigt (IV-act. 261-2). Übereinstimmend damit hatten auch die 

behandelnden Ärzte ab dem 27. Mai 2019 wieder eine Arbeitsfähigkeit für das 

ursprüngliche Pensum bestätigt (IV-act. 220). Von Januar bis Mai 2019 war der 

4.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/29

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5.  

Entscheid

Beschwerdeführer folglich zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG), was der 

Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG entspricht. Somit besteht ab Januar 2019 

ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Nachdem sich die Arbeitsfähigkeit in der 

adaptierten Tätigkeit ab Ende Mai 2019 wieder auf 80 % erhöhte, liegt per Juni 2019 

wie unter Erwägung 4.4 dargelegt kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr vor, 

was ab diesem Zeitpunkt zum Erlöschen des befristeten Rentenanspruchs führt. Für 

den Zeitraum vom 1. Januar befristet bis zum 31. Mai 2019 hat der Beschwerdeführer 

einen Anspruch auf eine ganze Rente.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der 

Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Mai 2019 Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem teilweisen 

Obsiegen entsprechend bezahlen der Beschwerdeführer, der zum grösseren Teil 

unterliegt, und die Beschwerdegegnerin die Gerichtsgebühr je im Verhältnis von drei 

Vierteln und einem Viertel. Folglich bezahlt der Beschwerdeführer den Betrag von 

Fr. 450.-- und die Beschwerdegegnerin einen solchen von Fr. 150.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und 

ihm im Umfang von Fr. 150.-- zurückerstattet.

5.2. 

Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht 

festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 

und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erschiene mit Blick auf die Anforderungen 

und Komplexität der Streitsache sowie den doppelten Schriftenwechsel eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- bei einem vollen Obsiegen als angemessen. 

Entsprechend der Kostenverlegung der Gerichtskosten ist die Parteientschädigung zu 

einem Viertel, d.h. in Höhe von Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer), von 

der teilweise unterliegenden Beschwerdegegnerin zu erbringen.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/29

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In teilweisser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

1. Dezember 2020 aufgehoben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit 

vom 1. Januar 2019 bis 31. Mai 2019 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 450.-- und die 

Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 150.-- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und im 

Umfang von Fr. 150.-- zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2022
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG. Prüfung eines polydisziplinären und bidisiplinären Gutachtens. Gemäss beweiskräftiger Gutachten ist der Beschwerdeführer zu 80 % adaptiert arbeitsfähig. Zumutbarkeit der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht. Für eine vorübergehende vollständige Arbeitsfähigkeit in allen Tätigkeiten besteht ein befristeter Rentenanspruch. Teilweise Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2022, IV 2021/12).

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