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**Case Identifier:** b1d35d9a-e18d-5320-8732-75eb6d4ccb03
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.11.2016 710 16 185/285
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-16-185-285_2016-11-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. November 2016 (710 16 185 / 285) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

 

Hinsichtlich der unselbstständigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der tatsächli-
chen wirtschaftlichen Verhältnisse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Erwerbsabsicht 
belegt. Die Beschwerdeführerin wurde somit von der Beschwerdegegnerin zu Recht als Nicht-
erwerbstätige erfasst.  
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Isabella Schibli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Beiträge  
 
 
 
A. Die 1952 geborene A.____ hatte sich am 15. Januar 2010 bei der Ausgleichskasse 
Basel-Landschaft (Ausgleichskasse) als Selbstständigerwerbende im Nebenerwerb angemel-
det. Dabei vermerkte sie, dass sie Gesellschafterin eines verpachteten Landwirtschaftsbetrie-
bes sei. Sie wurde von der Ausgleichskasse am 30. Dezember 2010 rückwirkend ab dem 
1. Januar 2007 als Selbstständigerwerbende im Nebenerwerb erfasst. Für die Jahre 2007 und 

 

 
 
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2008 wurden die entsprechenden Beiträge in Rechnung gestellt. Für die Jahre 2009 – 2013 
bezahlte A.____ keine Beiträge, da ihr Einkommen aus der selbstständigen Erwerbstätigkeit 
nicht den für den Mindestbeitrag notwendigen Betrag erreichte. Neben dieser selbstständigen 
Tätigkeit arbeitete sie ganzjährig zu 60 % in dem von B.____ gepachteten Landwirtschaftsbe-
trieb. Gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) verdiente sie dabei ab 2004 ein jährli-
ches Einkommen in der Höhe von Fr. 4‘000.--. 
 
Nachdem sich A.____ am 15. Februar 2016 für eine Altersrente anmeldete, stellte die Aus-
gleichskasse fest, dass die Versicherte seit 2009 zu wenig AHV-Beiträge einbezahlt habe und 
demzufolge Beitragslücken aufweise. Aufgrund dieser Feststellung wurde A.____ die „Anmel-
dung Nichterwerbstätige“ zugeschickt. Nach weiteren Abklärungen erfasste die Ausgleichskas-
se A.____ gemäss Schreiben vom 31. März 2016 für die Zeit ab dem 1. Januar 2011 bis zum 
Erreichen des ordentlichen Rentenalters per 31. Mai 2016 als Nichterwerbstätige. Gleichzeitig 
verfügte die Ausgleichskasse neu über die Beiträge für die Jahre 2011 bis 2013 unter Anrech-
nung der Beiträge aus der Erwerbstätigkeit. Ausserdem verfügte sie die Beiträge für das Jahr 
2014. Die Beiträge für den Zeitraum ab 2015 wurden provisorisch fakturiert. Die gegen die Ver-
fügungen vom 31. März 2016 erhobene Einsprache wies die Ausgleichskasse mit Entscheid 
vom 9. Juni 2016 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 23. Juni 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei 
der Einspracheentscheid vom 9. Juni 2016 aufzuheben und festzustellen, dass sie keine AHV-
Beiträge als Nichterwerbstätige schulde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass 
sie aufgrund ihrer ganzjährigen 60 %igen Arbeitstätigkeit als Mitarbeiterin in dem von B.____ 
gepachteten Landwirtschaftsbetrieb als erwerbstätige Versicherte zu gelten habe.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Juli 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG) vom 20. Dezember 1946 entscheidet über Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
kantonaler Ausgleichskassen das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse. Anfech-
tungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid der Ausgleichskasse 
Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu 
bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde vom 23. Juni 2016 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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2. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob die Be-
schwerdegegnerin zu Recht (neu) über die AHV-Beiträge für die Jahre 2011 bis 2014 verfügt 
hat. Insbesondere ist zwischen den Parteien strittig, ob die Beschwerdeführerin für die Jahre 
2011 bis 2014 AHV-rechtlich als Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige beitragspflichtig ist. 
Im Folgenden zu prüfen ist damit, ob hinsichtlich der rechtskräftigen Beitragsverfügungen vom 
18. April 2013, 28. Januar 2014 und 25. März 2015 für die Beitragsjahre 2011 – 2013 die Vo-
raussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind, sowie die Frage, ob die Beitragsverfügung 
für das Jahr 2014 zu Recht ergangen ist. 
 
3. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, der gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 
AHVG auf die Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar ist, kann der Versicherungs-
träger eine formell rechtskräftige Verfügung in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos 
unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage nach der zweifellosen 
Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der 
Sach- und Rechtslage zu beurteilen, welche bestand, als die ursprüngliche Verfügung erging 
(BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Zweifellos unrichtig ist eine Verfügung dann, wenn kein 
vernünftiger Zweifel möglich ist, dass eine Unrichtigkeit vorliegt. Nur ein einziger Schluss – 
nämlich auf Unrichtigkeit der Verfügung – ist möglich. Das Erfordernis der zweifellosen Unrich-
tigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung auf Grund falscher oder 
unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht 
oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wur-
de. Die Wiedererwägung ist jederzeit möglich. Fraglich und zu prüfen ist folglich in einem ersten 
Schritt, ob die ursprünglichen Beitragsverfügungen der Jahre 2011 – 2013 zweifellos unrichtig 
sind.  
  
4.1 Die in der Alters- und Hinterlassenenversicherung versicherten Personen sind gemäss 
Art. 3 Abs. 1 Satz 1 AHVG beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Die Bei-
träge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten ihres Einkommens aus unselbst-
ständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (Art. 4 Abs. 1 AHVG). Bei unselbst-
ständig Erwerbstätigen wird gemäss Art. 5 Abs. 1 AHVG ein Beitrag von 4,2 % des massge-
benden Lohns erhoben. Nach Art. 13 AHVG beträgt der Arbeitgeberbetrag 4,2 % der Summe 
der an beitragspflichtige Personen bezahlten massgebenden Löhne. Liegt eine selbstständige 
Erwerbstätigkeit vor, wird vom Einkommen ein Betrag von 7,8 % erhoben (Art. 8 Abs. 1 AHVG). 
Handelt es sich dabei um eine nebenberuflich ausgeübte selbstständige Erwerbstätigkeit, bei 
welcher das jährliche Einkommen den Betrag von Fr. 2‘300.-- nicht übersteigt, werden die Bei-
träge gemäss Art. 19 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) 
vom 31. Oktober 1947 nur auf Verlangen des Versicherten erhoben.  
 
4.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG bezahlen Nichterwerbstätige einen Beitrag nach ihren 
sozialen Verhältnissen. Nach Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG gelten Erwerbstätige, die im Kalen-
derjahr, gegebenenfalls mit Einschluss des Arbeitgeberbeitrages, weniger als Fr. 392.-- entrich-
ten, als Nichterwerbstätige. Ob ein Versicherter überhaupt erwerbstätig ist, beurteilt sich jedoch 
nicht in Funktion der Beitragshöhe gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG, sondern nach den tatsächli-

 

 
 
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chen wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE 139 V 12 E. 5.2; vgl. BGE 115 V 161 E. 6e). Zu prü-
fen ist, ob der Versicherte im Zeitraum, auf den sich die Beitragserfassung bezieht, eine Er-
werbstätigkeit mit gewissen Beiträgen auf dem Arbeitserwerb (Art. 10 Abs. 1 Satz 2 AHVG) und 
von bestimmtem zeitlichen Umfang (Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG i.V.m. Art. 28bis AHVV) ausübte 
oder nicht (BGE 115 V 161 ff.). Personen, deren Erwerbstätigkeit in zeitlicher und masslicher 
Hinsicht unbedeutend ist, gelten als Nichterwerbstätige (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
29. Juli 2014, 9C_845/2013, E. 1.1). Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 
AHVG setzt nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts die Ausübung einer auf die 
Erzielung von Erwerbseinkommen gerichteten (bestimmten) persönlichen Tätigkeit (vgl. Art. 6 
Abs. 1 AHVV) voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht werden soll 
(BGE 125 V 383 ff. E. 2a, 139 V 12 E. 4.2; UELI KIESER, Die Abgrenzung zwischen Erwerbs- 
und Nichterwerbstätigen einschliesslich Festsetzung der Beiträge von Nichterwerbstätigen, in: 
Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 76; UELI KIESER, AHV-
rechtliche Unterstellung nach Ehescheidung, in: AJP 2012, S. 754). Für die Beantwortung der 
Frage, ob Erwerbstätigkeit vorliegt, kommt es nicht darauf an, wie ein Beitragspflichtiger sich 
selber – subjektiv – qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen wirtschaftlichen 
Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit begründet werden oder in deren 
Rahmen eine solche ausgeübt wird (WSN, Rz. 2005). Mit anderen Worten muss die behauptete 
Erwerbsabsicht aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nachgewiesen sein (BGE 
139 V 12 E. 4.3). Wesentliches Merkmal einer Erwerbstätigkeit ist somit die planmässige Ver-
wirklichung einer Erwerbsabsicht in Form von Arbeitsleistung, welches Element rechtsgenüglich 
erstellt sein muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 2013, 9C_356/2012, E. 4.3; 
BGE 125 V 384 f. E. 2a mit weiteren Hinweisen; UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung, in: Murer/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs-
recht, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 44). Entsprechend dieser Definition besteht ein direkter Zu-
sammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit und dem daraus resultierenden Zufluss geldwerter 
Leistungen (HANSPETER KÄSER, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 
2. Auflage, Bern 1996, S. 19 f.). Demgemäss gilt als nichterwerbstätig, wer eine Liebhabertätig-
keit oder eine Tätigkeit zum Schein ausübt. Wer während Jahren eine Tätigkeit von geringer 
wirtschaftlicher Bedeutung ausübt und aus dieser kein Einkommen erzielt, gilt auch als nichter-
werbstätig (WSN, Rz. 2006 f.).  
 
5.1 Nachdem die Beschwerdegegnerin festgestellt hatte, dass das IK-Konto der Be-
schwerdeführerin Beitragslücken aufwies, erfasste sie sie nach weiteren Abklärungen rückwir-
kend ab 2011 als Nichterwerbstätige. Mit Verfügung vom 31. März 2016 berechnete die Be-
schwerdegegnerin die AHV-Beiträge gemäss Art. 10 AHVG neu nach den sozialen Verhältnis-
sen der Beschwerdeführerin unter Anrechnung der Beiträge aus Erwerbstätigkeit (vgl. E. 4.2 
hiervor). Sie verfügte für das Jahr 2011 und 2012 nachträglich Beiträge in der Höhe von 
Fr. 5‘142.--, für das Jahr 2013 Fr. 6‘266.70 und für das Jahr 2014 neu einen Beitrag von 
Fr. 6‘105.60. Streitig ist zwischen den Parteien, ob die Beschwerdeführerin zu Recht als Nicht-
erwerbstätige erfasst wurde und die Beschwerdegegnerin die Beiträge entsprechend dem ge-
änderten Beitragsstatut erheben durfte. Die weiteren Berechnungsgrundlagen blieben unbestrit-
ten. Auch unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer ganzjährig 60 %igen Ar-
beitstätigkeit nicht als nicht dauernd voll erwerbstätig gemäss Art. 28bis Abs. 1 AHVV zu gelten 

 

 
 
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hat und somit keine Vergleichsrechnung vorzunehmen ist (vgl. WSN, Rz. 2039 ff.; BGE 115 V 
161 ff. E. 10d; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2008, 9C_545/2007, E.1). 
 
5.2 Die Beschwerdegegnerin argumentiert, dass die Beschwerdeführerin als Nichterwerbs-
tätige zu erfassen sei, da sie nicht den erforderlichen jährlichen Lohn bzw. das Mindestein-
kommen, welcher zur Deckung des Mindestbeitrages ausreiche, erzielt habe. Hiergegen wen-
det die Beschwerdeführerin ein, dass in der WSN nichts auf ein erforderliches Mindesteinkom-
men deute. Es ist diesbezüglich anzunehmen, dass sich die Beschwerdegegnerin in ihrem Ent-
scheid auf den Gesetzeswortlaut stützt. Gemäss Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG gelten Erwerbstä-
tige in AHV-rechtlicher Hinsicht als Nichterwerbstätige, wenn ihre Beiträge mit Einschluss des 
Arbeitgeberbeitrages weniger als Fr. 392.-- betragen (gültig für Beitragsjahre ab 2013). Bei ei-
nem Mindestbeitrag von Fr. 392.-- würde dies heissen, dass ein Versicherter als Erwerbstätiger 
gilt, wenn er ein Mindesteinkommen von Fr. 4‘667.-- erwirtschaftet (4,2 % + 4,2 % von 
Fr. 4‘667.--; vgl. E. 4.1 hiervor). Für die Beitragsjahre 2011 und 2012 galt ein Mindestbeitrag 
von Fr. 387.-- (alt Art. 10 Abs. 1 AHVG, Stand: 1. Januar 2011 sowie 1. Januar 2012). Für die 
Qualifikation als Erwerbstätiger würde dies ein Mindesteinkommen von Fr. 4‘612.-- erfordern 
(4,2 % + 4,2 % von Fr. 4‘612.--, vgl. E. 4.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den 
Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige zu gelten habe, da ihr mass-
gebender Lohn für die Jahre 2011 bis 2014 unbestrittenermassen jährlich Fr. 4‘000.-- betrug 
und dieser folglich unter dem für die Qualifikation als erwerbstätige Versicherte erforderlichen 
Mindesteinkommen von Fr. 4‘667.-- bzw. 4‘612.-- gelegen habe.  
 
5.3 Ob ein Versicherter überhaupt erwerbstätig ist, beurteilt sich gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung nicht in Funktion der Beitragshöhe gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG, sondern 
nach den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten (vgl. E. 4.2 hiervor). Fraglich ist, ob die 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Betrieb von B.____ als Erwerbstätigkeit im Sinne des 
AHVG zu qualifizieren ist. Insbesondere ist zu prüfen, ob diese eine planmässige Verwirkli-
chung einer Erwerbsabsicht darstellt. Entscheidend sind die tatsächlichen wirtschaftlichen Ver-
hältnisse und Gegebenheiten, in deren Rahmen eine Tätigkeit ausgeübt wird und der Zusam-
menhang zwischen Einkommen und der diesem zu Grunde liegenden Tätigkeit (vgl. E. 4.2 hier-
vor). Bei einem ganzjährigen Arbeitspensum von 60 % liegt das Entgelt der Beschwerdeführerin 
in der Höhe von Fr. 4‘000.-- weit unter dem üblichen Lohn, weshalb ihrer Tätigkeit eine nur äus-
serst geringe wirtschaftliche Bedeutung zukommen kann. Es ist anzunehmen, dass sich die 
Beschwerdeführerin nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Vermögensverhältnisse mit der geringfü-
gigen Entschädigung einverstanden erklären konnte. Daran ändert auch ihr Vorbringen, sie 
nehme auf ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb Rücksicht, da bei hohen Lohnbezügen die 
Mittel für einen angemessenen Unterhalt fehlen würden, nichts. Beitragsrechtlich anzurechnen 
sind nämlich nur die effektiv erzielten Einkünfte (ZAK 1954 S. 64). Aufgrund der tatsächlichen 
wirtschaftlichen Verhältnisse und Gegebenheiten ist somit mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit keine Erwerbsabsicht belegt. Die Tätigkeit im Betrieb von B.____ kann deshalb nicht als 
eine auf die Erzielung von Einkommen gerichtete Tätigkeit betrachtet werden und stellt somit 
keine Erwerbstätigkeit im Sinne des AHVG dar.  
 

 

 
 
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5.4 Die Beschwerdeführerin stellt sich schliesslich auf den Standpunkt, dass aufgrund ihrer 
selbstständigen Tätigkeit gemäss Art. 8 Abs. 2 AHVG Mindestbeiträge hätten erhoben werden 
müssen. Dagegen ist einzuwenden, dass die geltend gemachte Bestimmung auf Selbstständi-
gerwerbende im Haupterwerb anwendbar ist (vgl. E. 4.1 hiervor). Die Beschwerdeführerin wur-
de jedoch gemäss ihren Angaben im Anmeldeformular als Selbstständigerwerbende im Neben-
erwerb erfasst, wobei gemäss Art. 19 AHVV bei einem Einkommen unter Fr. 2‘300.-- die Beiträ-
ge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben werden. Da gemäss IK-Auszug für die Jahre 
2011 bis 2014 kein Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit deklariert wurde, hätte die 
Beschwerdegegnerin nur auf Verlangen der Beschwerdeführerin Beiträge erheben müssen. Es 
wäre somit an der Beschwerdeführerin gelegen, sich bei der Beschwerdegegnerin zu melden, 
um Beiträge hinsichtlich ihrer selbstständigen Tätigkeit zu entrichten. Selbst wenn die Be-
schwerdeführerin dies getan hätte, ist fraglich, ob damit im Lichte der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung und im Hinblick auf das fehlende Einkommen eine Erwerbsabsicht nachgewie-
sen wäre bzw. sie als Erwerbstätige zu gelten hätte (vgl. E. 4.2 hiervor). 
 
5.5 Die Beschwerdeführerin gilt für die Beitragsjahre 2011 bis 2014 folglich als Nichter-
werbstätige, da eine Erwerbsabsicht hinsichtlich ihrer unselbständigen Tätigkeit nicht rechts-
genüglich erstellt ist. Somit hätte die Beschwerdeführerin schon in den Jahren 2011 bis 2013 
als Nichterwerbstätige erfasst werden müssen. Die ursprünglichen Beitragsverfügungen, die 
sich für die Jahre 2011 bis 2013 auf das Beitragsstatut einer selbstständigen Erwerbstätigkeit 
im Nebenerwerb stützten, erweisen sich damit als zweifellos unrichtig. Als weitere Vorausset-
zung für eine Wiedererwägung nennt Art. 53 Abs. 2 ATSG schliesslich die erhebliche Bedeu-
tung der Berichtigung. Die erhebliche Bedeutung der Berichtigung wird bei einem Betrag von 
wenigen hundert Franken praxisgemäss abgelehnt (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 
3. Auflage, Zürich 2015, S. 712). Im vorliegenden Fall liegen jedoch die nachzuzahlenden Bei-
träge für die Jahre 2011 bis 2013 in der Höhe von insgesamt Fr. 16‘550.70 (exklusive Zinsen), 
so dass die erhebliche Bedeutung ohne Weiteres zu bejahen ist.  
 
6. Mit Art. 16 Abs. 1 AHVG wird der Möglichkeit, Beiträge nachzufordern, eine zeitliche 
Grenze gesetzt (vgl. dazu UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Mu-
rer/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zü-
rich/Basel/Genf 2012, S. 202 ff.). Die auf fünf Jahre zurück erhobenen Beitragsforderungen sind 
auch unter dem verwirkungsrechtlichen Aspekt zulässig. 
 
7. Insgesamt sind in Bezug auf die ursprünglichen Beitragsverfügungen für die Jahre 
2011 bis 2013 die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt. Auch für das Jahr 2014 ist 
aufgrund der zu Recht ergangenen Erfassung der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige 
korrekt verfügt worden (vgl. E. 5.2 hiervor). Die nachträglich verfügten Beitragsverfügungen für 
die Beitragsperioden 2011 bis 2013 sowie die Verfügung für 2014 sind somit nicht zu beanstan-
den. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. Juni 2016 erweist sich nach dem Gesagten 
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.  
 

 

 
 
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8. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind gemäss dem Prozessausgang wettzuschlagen. 
 
 
  
 

 

 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

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