# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a412018-ce47-5001-b200-b75ce4766fcb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.04.2017 ZK1 2016 122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-122_2017-04-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 25. April 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 122 05. Mai 2017

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Pedrotti und Schnyder 
Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Ca-
viezel, Advocatur am Nicolai, Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur,

gegen

den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos 
vom 11. Juli 2016, mitgeteilt am 2. August 2016, in Sachen der Y._____, Beru-
fungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Schmid, c/o Schmid 
Christoffel, Obere Strasse 19, 7270 Davos Platz, gegen den Berufungskläger,

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A/1. Y._____, geboren am _____ 1959, und X._____, geboren am _____ 1959, 
schlossen am _____ 1986 in O.1_____ die Ehe. Sie sind Eltern von A._____, ge-
boren am _____ 1993. Am _____ 1986 hatten die Eheleute X./Y._____ einen 
Ehevertrag auf Gütertrennung geschlossen. Seit dem 1. Januar 2012 leben die 
Ehegatten getrennt.

A/2. X._____ ist Inhaber einer Einzelfirma, der mechanischen Werkstätte 
„B._____” in O.1_____. Zudem ist er zur Hälfte an einer einfachen Gesellschaft, 
der Baugesellschaft C._____ in O.1_____, beteiligt, zusammen mit seiner 
Schwester D._____. Die Gesellschaft erzielt Erträge aus der Vermietung bzw. 
dem Verkauf von Wohnungen in O.1_____. Die Ehefrau übt verschiedene Teilzeit-
tätigkeiten aus, unter anderem als Büroangestellte bei der E._____ in O.1_____ 
und als Hausverwalterin bei der Baugesellschaft C._____.

B/1. Mit Eingabe vom 13. Juni 2012 beantragte Y._____ beim Bezirksgericht 
Prättigau/Davos den Erlass von Eheschutzmassnahmen. Nachdem das Verfahren 
mehrere Monate sistiert und auf den 8. Februar 2013 eine mündliche Eheschutz-
verhandlung anberaumt worden war, unterzeichneten die Parteien am 7. Februar 
2013 eine dem Gericht gleichentags zur Genehmigung eingereichte Trennungs-
vereinbarung. Mit Entscheid vom 11. Februar 2013, mitgeteilt am 12. Februar 
2013, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos, was folgt:

„1. Die zwischen Y._____ und X._____ abgeschlossene Trennungsver-
einbarung vom 7. Februar 2013 (siehe vorstehend Seiten 3 bis 7) wird 
im Sinne der Erwägungen gerichtlich genehmigt, namentlich (ein Aus-
zug):

a. Die vormals eheliche Familienwohnung an der _____strasse wird 
Y._____ und A._____ zur alleinigen Benutzung zugewiesen.

b. X._____ leistet an den Unterhalt von Y._____ CHF 3’150.00. Die-
ser Geldbetrag ist monatlich zahlbar, und zwar im Voraus.

c. Für die bei den Eheleuten X./Y._____ fälligen und fällig werden-
den Steuern kommt allein X._____ auf.

d. X._____ leistet an den Unterhalt von A._____ monatlich CHF 
2’050.00, solange dieser seine Erstausbildung ordentlicherweise 
noch nicht abgeschlossen hat.

e. Die zwischen den Eheleuten X./Y._____ vereinbarte Trennungs-
vereinbarung vom 7. Februar 2013 hat maximal Gültigkeit bis zum 
31. Dezember 2013.

2. Zwischen den Eheleuten X./Y._____ wird per 1. Januar 2012 die 
Gütertrennung angeordnet.

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3. (Gerichtskosten)

4. (Ausseramtliche Kosten)

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Rechtsmittelbelehrung)

7. (Mitteilung)”

B/2. Nachdem der gemeinsame Sohn seine erste Ausbildung im Juli 2013 abge-
schlossen hatte, einigten sich die Ehegatten aussergerichtlich darauf, den Kindes-
unterhaltsbeitrag von Fr. 2’050.-- pro Monat hälftig unter sich aufzuteilen. Ab 1. 
August 2013 leistete der Ehemann an den Unterhalt der Ehefrau folglich einen 
monatlichen Beitrag von Fr. 4’150.-- (Fr. 3’150.-- gemäss Trennungsvereinbarung 
+ Fr. 1’000.-- hälftiger Anteil am Kindesunterhaltsbeitrag), und zwar durch Über-
nahme der Wohnkosten von Fr. 2’150.-- sowie eine Zahlung von Fr. 2’000.--. Die-
ser Vereinbarung lebten die Ehegatten X./Y._____ bis im Mai 2015 nach. Im Juni 
2015 leistete der Ehemann der Ehefrau noch eine Unterhaltszahlung von Fr. 
2’000.--, danach stellte er seine Zahlungen ein. Zudem forderte der Ehemann zu-
sammen mit seiner Schwester ‒ Vermieterin der betroffenen Wohnung ist die 
Baugesellschaft C._____ ‒ mit Schreiben vom 8. März 2016 von der Ehefrau die 
Mietzinsen seit Juni 2015 ein.

C. Am 22. Mai 2015 unterzeichneten die Eheleute X./Y._____ ein gemeinsa-
mes Scheidungsbegehren, welches dem Bezirksgericht Prättigau/Davos am 26. 
Mai 2015 eingereicht wurde. Anlässlich der Anhörung vom 6. August 2015 
bestätigten die Ehegatten ihren Scheidungswillen und erklärten, dem Gericht den 
Entscheid über die streitigen Nebenfolgen zu überlassen. Ebenfalls am 6. August 
2015 wurde der Ehefrau die Klägerrolle zugewiesen und Frist zur Einreichung ei-
ner schriftlichen Klagebegründung gesetzt. Diese reichte sie nach mehrfach er-
folgter Fristerstreckung am 31. März 2016 ein. Die Klageantwort des Ehemannes 
datiert vom 30. Mai 2016. Am 22. August 2016 wurde das Ehescheidungsverfah-
ren vom Bezirksgerichtspräsidenten Prättigau/Davos auf Antrag der Parteien 
einstweilen sistiert.

D/1. Y._____ gelangte am 31. März 2016 mit einem Gesuch auf Erlass vorsorg-
licher Massnahmen an den Präsidenten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos. Dar-
in stellte und begründete sie folgende Anträge:

„1. Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau rückwirkend ab Juni 
2015 für die Dauer des Ehescheidungsverfahrens einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 3’418.00 zu bezahlen, zahlbar 
monatlich im Voraus auf den ersten eines jeden Monats.

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2. Die eheliche Wohnung an der _____strasse in O.1_____ sei für die 
Dauer des Ehescheidungsverfahrens samt Hausrat und Mobiliar der 
Ehefrau zur alleinigen Benützung zuzuweisen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ehemannes.”

D/2. X._____ beantragte in seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2016 die Abwei-
sung des Gesuchs, unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchstellerin.

D/3. Am 11. Juli 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung statt. Bei dieser 
Gelegenheit reichten beide Parteien eine schriftliche Stellungnahme ein. Mit Ent-
scheid vom 11. Juli 2016, mitgeteilt am 2. August 2016, erkannte der Einzelrichter 
in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:

„1. Die vormals eheliche Familienwohnung an der _____strasse in 
O.1_____ samt Hausrat und Mobiliar wird Y._____ bis zum 31. März 
2017 zur alleinigen Benützung zugewiesen.

2. X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ rückwirkend 
für den Monat Juni 2015 CHF 1’418.00 zu bezahlen.

3. X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ monatlich im 
Voraus CHF 3’418.00 zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht gilt für die 
Dauer des Ehescheidungsverfahrens, beginnt rückwirkend ab dem 1. 
Juli 2015 und dauert bis zum 31. März 2017.

4. X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ monatlich im 
Voraus CHF 3’215.00 zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht beginnt am 
1. April 2017 und gilt für die Dauer des Ehescheidungsverfahrens.

5. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2’500.00 gehen zu Lasten von 
X._____ und werden mit den von Y._____ geleisteten Kostenvor-
schüssen verrechnet. X._____ wird verpflichtet, Y._____ diese CHF 
2’500.00 zu bezahlen.

6. X._____ hat Y._____ mit CHF 5’804.95 (inkl. Spesen und MWST) aus-
sergerichtlich zu entschädigen.

7. Im Übrigen werden die Anträge von X._____ und Y._____ abgewie-
sen.

8. (Rechtsmittelbelehrung)

9. (Rechtsmittelbelehrung)

10. (Mitteilung)”

E/1. Gegen diesen Entscheid erklärte X._____ mit Eingabe vom 15. August 
2016 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Er stellt folgende Rechts-
begehren:

„1. Es seien die Dispositivziffern

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des angefochtenen Entscheides des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Prättigau/Davos (Proz. Nr. 135-2016-122) zu kassieren und das Be-
gehren der Klägerin und Berufungsbeklagten, ihr Massnahmeunterhalt 
zuzusprechen, sei abzuweisen.

2. Die Kosten des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos für das Massnahme-
verfahren seien der Klägerin und Berufungsbeklagten zu überbinden.

3. Die Klägerin und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Beklag-
ten und Berufungskläger für das Massnahmeverfahren vor Bezirksge-
richt Prättigau/Davos eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 
10’956.90 zu bezahlen.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin 
und Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren vor Kantonsge-
richt Graubünden.”

E/2. Y._____ beantragt in ihrer Berufungsantwort vom 29. August 2016, was 
folgt:

„1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren 
zulasten des Berufungsklägers.”

E/3. Am 20. September 2016 reichte X._____ eine Replik ein, auf die am 24. 
Oktober 2016 die Duplik von Y._____ folgte. Beide Parteien hielten in ihren Ein-
gaben unverändert an den bisher gestellten Rechtsbegehren fest.

E/4. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2016 wies die Vorsitzende der I. Zivilkam-
mer die Parteien darauf hin, dass weder ein weiterer Schriftenwechsel noch eine 
mündliche Verhandlung vorgesehen sei.

E/5. Der Berufungskläger stellte am 24. Oktober 2016 das Gesuch, seiner Beru-
fung gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO aufschiebende Wirkung zu erteilen und die 
Vollstreckung des angefochtenen Entscheids im Umfang der Berufungsanträge 
aufzuschieben, eventualiter die aufschiebende Wirkung für die vor Einreichung 
des Gesuchs fällig gewordenen Unterhaltsleistungen zu erteilen und deren Voll-
streckbarkeit aufzuschieben, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Las-
ten der Gesuchsgegnerin. Die Berufungsbeklagte beantragte in ihrer Eingabe vom 
7. November 2016 die kostenfällige Abweisung des Gesuchs.

Mit Verfügung vom 1. Dezember 2016 hiess die Vorsitzende der I. Zivilkammer 
den Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung dahingehend gut, als die 
Vollstreckbarkeit der Dispositiv-Ziffern 2, 5 und 6 des angefochtenen Entscheids 

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vollumfänglich sowie die Vollstreckbarkeit von Dispositiv-Ziffer 3 mit Bezug auf die 
bis Ende August 2016 fällig gewordenen Unterhaltsbeiträge aufgeschoben wurde. 
Im Übrigen wurde der Antrag abgewiesen. 

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1a. Gegen Entscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen im Eheschei-
dungsverfahren, die vom Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht im summa-
rischen Verfahren getroffen werden (vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 271 lit. a 
ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), kann Berufung im Sinne von Art. 308 ff. 
ZPO an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden (Art. 308 Abs. 1 lit. 
b ZPO, Art. 7 Abs. 1 EGzZPO). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständig-
keit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei 
der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantons-
gerichts [KGV; BR 173.100]). Die Berufung ist innert zehn Tagen seit Zustellung 
des begründeten Entscheids schriftlich und begründet einzureichen, wobei der 
angefochtene Entscheid beizulegen ist (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO).

Der vorliegend angefochtene Entscheid des Einzelrichters für Zivilsachen am Be-
zirksgericht Prättigau/Davos (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Prättigau/Davos) 
vom 11. Juli 2016 wurde den Parteien am 2. August 2016 mitgeteilt und ging dem 
Berufungskläger am 3. August 2016 zu. Die dagegen am 15. August 2016 erho-
bene Berufung erfolgte unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO fristge-
recht und erweist sich überdies den an sie gestellten Formerfordernissen entspre-
chend.

b/aa. Nachdem in casu das Begehren der Ehefrau auf Zuweisung der ehelichen 
Wohnung rechtskräftig erledigt wurde und im Berufungsverfahren lediglich noch 
die Unterhaltspflicht des Berufungsklägers gegenüber seiner Ehefrau strittig ist, 
liegt eine rein vermögensrechtliche Angelegenheit vor (vgl. BGE 116 II 493). In 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist eine Berufung nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10’000.-- 
beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Für die Berechnung des Streitwerts ist der Wert der 

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im Streit liegenden vorsorglichen Massnahme als solcher zugrunde zu legen (Karl 
Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 8 zu Art. 308 ZPO; vgl. auch Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, 
N 41 zu Art. 308 ZPO). Massgebend ist dabei nicht der Streitwert, welcher sich 
anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem vorinstanzlichen Entscheid 
errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, welcher nach den Begehren 
der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war (Urteil des 
Kantonsgerichts ZK1 11 18 vom 12. August 2011 E. 1; Karl Spühler, a.a.O., N 9 
zu Art. 308 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 39 f. zu Art. 308 ZPO). 
Bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer einer Leistung ist zur Ermittlung des 
Streitwerts auf den zwanzigfachen Betrag der einjährigen Leistung abzustellen 
(Art. 92 Abs. 2 ZPO). Diese Regel findet auch bei vorsorglichen Massnahmen für 
die Dauer des Scheidungsverfahrens Anwendung, wenngleich ein Scheidungsver-
fahren praktisch so gut wie nie derart lange dauern dürfte (Urteil des Kantonsge-
richts ZK1 13 104 vom 2. September 2014 E. 1b m.w.H.; Marcel Leuenberger, in: 
Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Auflage, Bern 
2011, N 20 Anh. ZPO Art. 276; Matthias Stein-Wigger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 12 zu Art. 92 ZPO).

b/bb. In ihrem Gesuch vom 31. März 2016 verlangte die Ehefrau von ihrem Ehe-
mann rückwirkend ab Juni 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
3’418.--. Der Ehemann beantragte in seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2016 die 
vollumfängliche Abweisung des Unterhaltsbegehrens. Anlässlich der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung vom 11. Juli 2016 hielten beide Parteien an ihren Rechts-
begehren fest. Zu dem nach Art. 308 Abs. 2 ZPO massgeblichen Zeitpunkt lag 
somit eine monatlich wiederkehrende Summe in Höhe von Fr. 3’418.-- im Streit, 
und zwar für die Dauer vom 1. Juni 2015 bis zum rechtskräftigen Abschluss des 
Ehescheidungsverfahrens. Mit Blick auf die unbestimmte Dauer des Hauptverfah-
rens und entsprechender Anrechnung des zwanzigfachen Betrags der einjährigen 
Leistung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 ZPO ist vorliegend ohne Weiteres von einem 
Streitwert von über Fr. 30’000.-- auszugehen. Damit ist zum einen die Streitwert-
grenze nach Art. 308 Abs. 2 ZPO erreicht, womit auf die wie erwähnt frist- und 
formgerecht eingereichte Berufung vom 15. August 2016 einzutreten ist. Zum an-
deren ist aber auch der in der Rechtsmittelbelehrung anzugebende Streitwert (vgl. 
Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG) bestimmt, zumal der Ehemann mit seiner Berufung 

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nach wie vor eine Abweisung des Unterhaltsbegehrens der Ehefrau und damit 
eine vollumfängliche Aufhebung der erstinstanzlich zugesprochenen Unterhalts-
beiträge beantragt.  

2a. Nach Art. 276 Abs. 1 ZPO sind beim Erlass vorsorglicher Massnahmen die 
Bestimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
sinngemäss anwendbar. Massgeblich sind demzufolge die Vorschriften über das 
summarische Verfahren, unter Vorbehalt der Art. 272 und 273 ZPO (Art. 271 ZPO; 
Thomas Sutter-Somm/Flora Stanischewski, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. 
Auflage, Zürich 2016, N 41 zu Art. 276 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 17 
Anh. ZPO Art. 276). Nach Art. 272 ZPO stellt das Gericht den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest. Zur Anwendung gelangt damit der sogenannte beschränkte 
oder soziale Untersuchungsgrundsatz. Dabei hat das Gericht durch entsprechen-
de Fragen und Aufforderungen auf die Vervollständigung des Sachverhalts hinzu-
wirken. Es obliegt indes in erster Linie den Parteien, die rechtserheblichen Tatsa-
chen darzulegen und die nötigen Beweismittel zu nennen (eingehend dazu Clau-
dia M. Mordasini-Rohner, Gerichtliche Fragepflicht und Untersuchungsmaxime in 
familienrechtlichen Verfahren, in: recht 2014, S. 20 ff.; Thomas Sutter-
Somm/Yannick Sean Hostettler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 11 f. u. N 14 zu Art. 272 ZPO; Stefanie Pfänder Baumann, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 272 ZPO). 
Nichtsdestotrotz darf das Gericht bei Anlass zu Zweifeln aber auch Fakten 
berücksichtigen, die von niemandem ausdrücklich behauptet wurden, und Bewei-
se erheben, die von keinem beantragt wurden (Rolf Vetterli, in: Schwenzer [Hrsg.], 
FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Auflage, Bern 2011, N 2 Anh. ZPO 
Art. 272).

Was das Beweismass betrifft, so genügt hinsichtlich der behaupteten Tatsachen 
das blosse Glaubhaftmachen (Urteil des Bundesgerichts 5A_1003/2014 vom 26. 
Mai 2015 E. 3; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., N 12 zu 
Art. 271 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 17 Anh. ZPO Art. 276). Es braucht 
somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein dieser Tatsa-
chen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse Wahr-
scheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rech-
net, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht we-

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der blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3; BGE 120 II 393 E. 4c).

b/aa. Noven werden im Berufungsverfahren unter den Voraussetzungen von Art. 
317 Abs. 1 ZPO zugelassen (BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser 
Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 
lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-
bracht werden konnten (317 Abs. 1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten 
und unechten Noven zu unterscheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in Art. 229 
Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem 
Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden oder 
gefunden worden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer 
zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Un-
echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Beru-
fungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, 
wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfah-
ren hätten vorgebracht werden können. Die Voraussetzungen der Berücksichti-
gung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Partei 
zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft (vgl. das Urteil des 
Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 
317 ZPO; Karl Spühler, a.a.O., N 10 zu Art. 317 ZPO). 

b/bb. Der Berufungskläger bringt in casu sinngemäss vor, die Vorinstanz habe 
diverse Tatsachen in Verletzung der sozialen Untersuchungsmaxime nicht beach-
tet, obschon sie den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen gehabt hätte. 
Unter diesen Umständen seien seine unechten Noven unabhängig davon zuzu-
lassen, ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt seien. Dieser Rü-
ge kann nicht unbesehen gefolgt werden. Zwar trifft es zu, dass eine Verletzung 
der Untersuchungsmaxime resp. eine ungenügende Sachverhaltsfeststellung 
durch die Vorinstanz dazu führen kann, dass ein unechtes Novum im Berufungs-
verfahren noch zuzulassen ist (vgl. die Urteile des Kantonsgerichts ZK1 14 28/29 
vom 20. Mai 2014 E. 4 mit Hinweis auf Martin H. Sterchi, a.a.O., N 15 zu Art. 310 
ZPO, sowie ZK1 14 53 vom 19. Juni 2014 E. 2a). Allerdings muss sich der Vorwurf 
einer Verletzung der Untersuchungsmaxime als begründet erweisen. Wer im Beru-
fungsverfahren ein unechtes Novum berücksichtigt haben will, kann sich daher 

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nicht damit begnügen, der Vorinstanz in pauschaler Weise eine Verletzung der 
Untersuchungspflicht vorzuwerfen. Vielmehr hat er darzutun, dass die Vorinstanz 
bei objektiver Betrachtung Zweifel an der Vollständigkeit der Tatsachenbehaup-
tungen und Beweisanträge der Parteien hätte haben müssen und für sie daher 
Anlass bestanden hätte, den Sachverhalt in einem bestimmten, für den Ausgang 
des Verfahrens entscheidenden Punkt weiter abzuklären (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 
= Pra 2013 Nr. 4; zu den Anforderungen an die Rüge einer Verletzung der Unter-
suchungsmaxime vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 5A_513/2014 vom 1. 
Oktober 2015 E. 4.1). 

c. Auf die Parteianträge in Belangen, welche ausschliesslich die Ehegatten 
betreffen, hat die beschränkte Untersuchungsmaxime keine Auswirkung. Die Fest-
legung entsprechender Unterhaltsbeiträge unterliegt der Dispositionsmaxime. Die-
ser Verfahrensgrundsatz bedeutet, dass die Parteien über den Streitgegenstand 
verfügen können und das Gericht an die Parteianträge gebunden ist. Es darf einer 
Partei nicht mehr und nichts Anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weni-
ger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO; Stefanie Pfänder 
Baumann, a.a.O., N 3 zu Art. 272 ZPO; Rolf Vetterli, a.a.O., N 3 Anh. ZPO Art. 
272).

d. Auf den formellen Antrag der Ehefrau, sie zur Beweisaussage zuzulassen, 
wird bei den davon betroffenen Fragen eingegangen (E. 4d/bb, 4d/cc u. 6d/cc).

3a. Art. 276 Abs. 1 ZPO, wonach das Gericht während des Scheidungsverfah-
rens die nötigen vorsorglichen Massnahmen trifft, verweist nicht nur in verfahrens-
technischer, sondern auch in materieller Hinsicht auf die Bestimmungen über die 
Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft. Nach dem damit sinn-
gemäss anwendbaren Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB setzt das Gericht, ist die Aufhe-
bung des gemeinsamen Haushalts begründet, auf Begehren eines Ehegatten die 
Geldbeträge fest, die der eine Ehegatte dem anderen schuldet. Dabei steht ihm 
ein weiter Ermessensspielraum zu. Die Unterhaltspflicht bemisst sich nach der 
Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der Parteien. Auszugehen ist dabei von den 
bisherigen ausdrücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarungen der 
Ehegatten über Aufgabenteilung und Geldleistungen nach Art. 163 Abs. 2 ZGB 
(PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Ivo Schwander, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 5. Auflage, Basel 2014, N 2 zu Art. 176 
ZGB). Bei den für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu erlassenden vorsorgli-
chen Massnahmen geht es um die Regelung der Folgen des Getrenntlebens 
während bestehender Ehe, so dass Art. 163 ZGB die Grundlage der gegenseiti-

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gen Unterhaltspflicht der Ehegatten bleibt, selbst wenn nicht mehr ernsthaft mit 
einer Wiederaufnahme des Zusammenlebens zu rechnen ist. Während des Schei-
dungsverfahrens gilt aufgrund der ehelichen Beistandspflicht somit eine 
grundsätzlich noch uneingeschränkte Unterhaltspflicht der Ehegatten, doch ver-
pflichtet der Zweck von Art. 163 ZGB, für den gebührenden Unterhalt der Familie 
zu sorgen, im Falle der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts jeden Ehegatten, 
nach seinen Kräften an die Bestreitung der Mehrkosten beizutragen, die das Ge-
trenntleben verursacht (BGE 138 III 97 E. 2.2; BGE 137 III 385 E. 3.1 = Pra 2012 
Nr. 4; BGE 130 III 537 E. 3.2; Rolf Brunner, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Hand-
buch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 04.107; Annette Dolge, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 276 ZPO).

b. Das Gesetz schreibt dem Sachrichter keine bestimmte Methode zur Unter-
haltsbemessung vor. Dieser geniesst im Rahmen seines grossen Ermessens bei 
der Unterhaltsfestsetzung relativ weitreichende Freiheiten in der Gewichtung der 
relevanten Kriterien. Immerhin muss er sich gegebenenfalls zur angewandten Me-
thode äussern und diese begründen (Urteil des Bundesgerichts 5A_363/2010 vom 
1. Dezember 2010 E. 2.1 m.w.H.). Eine in der Lehre befürwortete und grundsätz-
lich mit dem Bundesrecht vereinbare Methode besteht in der Gegenüberstellung 
der beidseitigen Existenzminima und des Gesamteinkommens mit anschliessen-
der Überschussverteilung. Gemäss dieser sog. zweistufigen Methode wird, wenn 
das Gesamteinkommen der Ehegatten das (um gewisse Positionen erweiterte) 
betreibungsrechtliche Existenzminimum der Parteien übersteigt, der Überschuss 
in der Regel hälftig zwischen den Ehegatten geteilt, es sei denn, ein Ehegatte ha-
be für unmündige Kinder zu sorgen oder andere wichtige Gründe würden ein Ab-
weichen vom Grundsatz der Gleichbehandlung rechtfertigen (Urteil des Bundesge-
richts 5A_515/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 2.1 m.w.H.; BGE 126 III 8 E. 3c; 
Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. Auflage, Bern 2014, Rz. 
2.171 f.). Vorliegend wandte die Vorinstanz die zweistufige Methode an, was von 
den Parteien im Grundsatz nicht beanstandet wird.

4a. Gestützt auf die Rügen des Berufungsklägers ist nun als Erstes die Frage 
zu klären, ob der Ehefrau rückwirkend Unterhaltsbeiträge zugesprochen werden 
können. Nach Art. 276 ZPO i.V.m. Art. 173 Abs. 3 ZGB können Unterhaltsleistun-
gen nicht nur für die Zukunft, sondern auch für das Jahr vor Einreichung des Be-
gehrens gefordert werden. Eine rückwirkende Zusprechung von Unterhaltsbeiträ-
gen ist allerdings dann ausgeschlossen, wenn sich die Ehegatten im Rahmen ihrer 
Privatautonomie aussergerichtlich über die Unterhaltsleistung verständigt haben. 

Seite  12 — 49

Solange die Verständigung andauert und kein Ehegatte eine richterliche Regelung 
verlangt, müssen sich beide Ehegatten auf den Bestand ihrer Abmachung verlas-
sen können, sofern sich die Höhe der Zahlung nicht als offensichtlich unangemes-
sen erweist (vgl. die Urteile des Kantonsgerichts ZK1 11 18 vom 12. August 2011 
E. 4d sowie ZK1 11 20 vom 13. Juli 2011 E. 3b). Beweispflichtig für das Vorliegen 
einer aussergerichtlichen Unterhaltsvereinbarung ist gemäss Art. 8 ZGB derjenige 
Ehegatte, der sich darauf beruft, um eine Rückwirkung der Unterhaltsbeiträge zu 
verhindern (Jann Six, a.a.O., Rz. 2.60).

b. Nachdem die Ehefrau in ihrem Massnahmegesuch vom 31. März 2016 den 
Antrag gestellt hatte, dass ihr der Ehemann rückwirkend ab 1. Juni 2015 Unterhalt 
zu leisten habe, prüfte die Vorinstanz im Sinne obiger Ausführungen, ob sich die 
Eheleute X./Y._____ im Sommer 2015 aussergerichtlich über die Einstellung der 
Unterhaltsleistungen durch den Ehemann geeinigt hatten. Sie gelangte dabei zum 
Schluss, die Ehefrau habe die vom Ehemann eigenmächtig herbeigeführte Situati-
on, wonach er ihr ab dem 1. Juli 2015 keinen Unterhaltsbeitrag mehr bezahlt und 
ab dem 1. Juni 2015 auch noch den Mietzins einverlangt habe, nie genehmigt 
oder akzeptiert. Dabei stützte sich der Vorderrichter einerseits auf den Umstand, 
dass die Ehefrau in ihrem Massnahmegesuch effektiv rückwirkend Unterhalt ge-
fordert hatte. Anderseits führte er aus, in den Akten fehlten Anzeichen, aus denen 
geschlossen werden könne, dass das Entfallen des Unterhaltsbeitrags ab 1. Juli 
2015 im Interesse der Ehefrau gelegen habe. So sei weder eine massive Steige-
rung des eigenen Erwerbseinkommens noch eine massive Reduktion ihres Be-
darfs erstellt. Demnach habe sie Anspruch auf eine vorbehaltlose richterliche Prü-
fung des eigenen Unterhaltsanspruchs ab 1. Juni 2015 (E. 3.6, S. 19, des ange-
fochtenen Entscheids).

c/aa. Der Ehemann rügt die rückwirkende Unterhaltszusprechung durch die Vor-
instanz. Er bringt vor, er habe seiner Ehefrau auf Zusehen hin bis Juni 2015 Un-
terhaltsbeiträge von Fr. 4’150.-- monatlich zugehen lassen. Mit Unterzeichnung 
des gemeinsamen Scheidungsbegehrens habe er seine Barzahlungen von monat-
lich Fr. 2’000.-- an die Ehefrau eingestellt und ihr auch erklärt, er werde ihre Miet-
zinsen nicht weiterhin übernehmen. Zu dieser Tatsachenbehauptung habe er sei-
ne Beweisaussage angeboten, doch sei diese vom Vorderrichter nicht abgenom-
men worden, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle. Der Ehefrau 
sei somit seit Juni 2015 klar gewesen, dass er ihr keinen Unterhalt mehr leisten 
wolle. Dass sie sich trotz ausbleibender Unterhaltszahlungen seit Juni 2015 und 
trotz anwaltlicher Vertretung nicht vor dem 31. März 2016 an das Gericht gewandt 
habe, lasse sich auch nicht mit der Annahme begründen, dass er die Mietzinsen 

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der Wohnung weiterhin übernehme, zumal ja auch die Barunterhaltszahlungen 
ausgeblieben seien. Er habe ihr klar kommuniziert, dass es für ihn nicht in Frage 
komme, die Mietzinsen weiterhin zu übernehmen. An der Anhörung betreffend 
Ehescheidung vom 6. August 2015 vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos seien 
sodann nur Ansprüche der Ehefrau gemäss Art. 165 ZGB ein Thema gewesen, 
nicht aber nachehelicher Unterhalt oder Massnahmeunterhalt. Der Tatsache zum 
Trotz, dass an dieser Anhörung keine Einigung über die Nebenfolgen der Ehe-
scheidung habe gefunden werden können, habe die Ehefrau darauf verzichtet, 
umgehend mittels Massnahmegesuch Unterhaltsbeiträge für die Dauer des Schei-
dungsverfahrens zu verlangen. Mit diesem Verhalten habe sie gezeigt, dass sie 
mit der Einstellung der Unterhaltszahlungen im Juni 2015 einverstanden gewesen 
sei. Vor diesem Hintergrund erweise sich das einzige von der Vorinstanz für die 
rückwirkende Zusprechung von Unterhalt ins Feld geführte Argument, nämlich, 
dass die Ehefrau im Massnahmeverfahren rückwirkend Unterhalt verlangt habe, 
weshalb sie mit der davor gelebten Regelung nicht einverstanden gewesen sei, 
als nicht stichhaltig und als nicht haltbar. Dieses Argument reiche für sich allein 
keineswegs aus, so dass der Ehefrau zum vornherein kein rückwirkender Unter-
halt zugesprochen werden könne (Berufung, S. 8 u. 14 f.).

c/bb. Die Ehefrau bestreitet, dass sie sich mit ihrem Ehemann auf eine Reduktion 
der Unterhaltsbeiträge ab Juni 2015 geeinigt hat. Grund dafür, dass sie erst im 
März 2016 ein Massnahmegesuch habe stellen lassen, sei, dass die Parteien 
nach der gerichtlichen Anhörung zur Ehescheidung im August 2015 bis anfangs 
2016 intensive, kurz vor dem Abschluss stehende Konventionsgespräche geführt 
hätten, weshalb es ihr zu diesem Zeitpunkt wenig zielführend erschienen sei, den 
teilweise ausstehenden Unterhalt im Rahmen eines Massnahmeverfahrens einzu-
klagen. Dass sie mit der Reduktion des Unterhaltsbeitrags nicht einverstanden 
gewesen sei, habe sie im Rahmen dieser Konventionsgespräche gegenüber dem 
Ehemann mehrfach klar kommuniziert. Sodann sei sie bis zum Schreiben des 
Ehemannes und seiner Schwester vom 8. März 2016, in dem rückwirkend ab Juni 
2015 Mietzinszahlungen gefordert worden seien, davon ausgegangen, dass der 
Ehemann mindestens Unterhaltszahlungen in der Höhe von monatlich Fr. 2’150.-- 
durch das Zurverfügungstellen der ehelichen Wohnung erbringe. Davon habe sie 
auch ausgehen dürfen, da der Ehemann den Mietzins seit Beginn der Unterhalts-
zahlungen stets vom Unterhalt abgezogen und sie von der einfachen Gesellschaft 
C._____ wie erwähnt erst im März 2016 eine Rechnung erhalten habe. In der Fol-
ge habe sie am 31. März 2016 das vorliegende Massnahmegesuch eingereicht. 
Es werde daher bestritten, dass ihr bereits seit Juni 2015 klar gewesen sei, dass 

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der Ehemann keinen Unterhalt mehr leisten wolle. Vielmehr stelle sich die Frage, 
weshalb er die seit Juni 2015 angeblich ausstehenden Mietzinsen erst nach neun 
Monaten eingefordert habe. Dieser Umstand spreche dafür, dass er bis dahin den 
Mietzins als teilweise Begleichung des Unterhaltsanspruchs habe übernehmen 
wollen. Der Meinungsumschwung sei dann offensichtlich anfangs 2016 infolge 
Scheiterns der Konventionsgespräche erfolgt. Dass anlässlich der Anhörung vom 
6. August 2015 kein nachehelicher Unterhalt bzw. kein Massnahmeunterhalt the-
matisiert worden sei, werde ebenfalls bestritten. Schliesslich liege auch keine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs vor, indem das Gericht die vom Ehemann angebo-
tene Beweisaussage nicht abgenommen habe. Selbst wenn jener damit hätte 
glaubhaft machen können, dass er der Ehefrau erklärt habe, ihre Mietzinsen nicht 
weiter zu übernehmen, würde das nämlich noch nicht bedeuten, dass sie mit die-
sem Umstand einverstanden gewesen wäre und folglich eine Einigung über den 
Wegfall der Unterhaltsleistungen vorgelegen hätte. In Anbetracht dessen habe das 
Gericht zu Recht auf die Beweisaussage verzichtet, zumal eine antizipierte Be-
weiswürdigung trotz Untersuchungsgrundsatz auch bei vorsorglichen Massnah-
men zulässig sei (Berufungsantwort, S. 3 ff.).

c/cc. In seiner Replik führte der Ehemann im Wesentlichen aus, bei der Behaup-
tung der Ehefrau, dass die Parteien nach der Anhörung im August 2015 bis an-
fangs 2016 intensive, kurz vor dem Abschluss stehende Konventionsverhandlun-
gen geführt hätten, handle es sich um ein unechtes Novum, das unter den gege-
benen Umständen unzulässig sei. Hinzu komme, dass die Behauptung falsch sei. 
Damit falle der von der Ehefrau nachträglich, erst im Berufungsverfahren konstru-
ierte Grund dafür, dass sie mit dem Geltendmachen von Massnahmeunterhalt ins-
gesamt 10 Monate zugewartet habe, ausser Betracht. Dass sie dem Ehemann 
mehrfach kommuniziert haben soll, mit der Einstellung seiner Unterhaltsleistungen 
nicht einverstanden zu sein, sei ebenfalls frei erfunden sowie verspätet vorge-
bracht worden und damit unbeachtlich. Die Ehefrau habe sodann nicht davon 
ausgehen dürfen, dass er die angekündigten Leistungskürzungen nicht umsetzen 
bzw. dass die Baugesellschaft C._____ auf das Eintreiben der offenen Mietzinsen 
verzichten werde. Dass die Vermieterin dies erst nach zehn Monaten getan habe, 
schade keinesfalls, trete die Verjährung für Mietzinsforderungen doch erst nach 
fünf Jahren ein. Schliesslich sei die Verletzung seines rechtlichen Gehörs entge-
gen der Ansicht der Ehefrau sehr wohl relevant, könne er damit doch beweisen, 
dass er jener im Juni 2015 klar gemacht habe, keinen Unterhalt mehr leisten zu 
wollen, sei es als Barunterhalt oder in Form der Übernahme der Mietzinsen. Je-
denfalls habe sie mit ihrem Zuwarten mit dem Massnahmebegehren gezeigt, dass 

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sie mit dem Wegfall der Unterhaltszahlungen einverstanden gewesen sei (Replik, 
S. 4 f.).

c/dd. Die Ehefrau äusserte sich in ihrer Duplik unter anderem dahingehend, dass 
dem Ehemann die Behauptung eines einvernehmlichen Verzichts schon im erstin-
stanzlichen Verfahren möglich gewesen wäre. Dies habe er unterlassen, weshalb 
nun seine entsprechende Behauptung als unechtes Novum nicht zu hören sei. 
Überdies hätte der Ehemann die zahlreichen Fristerstreckungsgesuche zur Einrei-
chung der Klagebegründung im Scheidungsverfahren wohl kaum bis Februar 2016 
tatenlos hingenommen, wenn die Parteien nicht tatsächlich Konventionsgespräche 
geführt hätten (Duplik, S. 2 ff.).

d/aa. Wie einleitend ausgeführt, wäre ein rückwirkendes Zusprechen von Unter-
halt an die Ehefrau dann ausgeschlossen, wenn zwischen den Parteien eine aus-
sergerichtliche Einigung über eine teilweise Einstellung der Unterhaltsbeiträge per 
1. Juni 2015 bzw. deren vollständige Einstellung ab 1. Juli 2015 bestanden hätte. 
Da sich in casu der Ehemann auf eine entsprechende Vereinbarung beruft, obliegt 
es ihm, deren Bestehen zu behaupten und glaubhaft zu machen. Demgegenüber 
ist es nicht Aufgabe der Ehefrau, ihr fehlendes Einverständnis darzutun. Zu beach-
ten ist nun, dass die Ehefrau in ihrem Gesuch vom 31. März 2016 ausdrücklich 
rückwirkend ab Juni 2015 Unterhaltszahlungen verlangte. Im Rahmen der Be-
gründung ihres Antrags wies sie unter anderem darauf hin, dass der Ehemann 
seine Barunterhaltszahlungen ab Juni 2015 eingestellt habe, dass sie aber davon 
ausgegangen sei, der Ehemann werde ihr zumindest die eheliche Wohnung wei-
terhin zur Verfügung stellen. Dass dies nicht der Fall gewesen sei, sei ihr bewusst 
geworden, als der Ehemann und seine Schwester mit Schreiben vom 8. März 
2016 die monatlichen Mietzinsen in der Höhe von Fr. 2’150.-- rückwirkend seit Ju-
ni 2015 eingefordert hätten. Im Weiteren wies die Ehefrau in ihrem Gesuch explizit 
auf die Rechtslage betreffend Rückwirkung von Unterhaltsbeiträgen bzw. auf den 
Umstand hin, dass das blosse Untätigwerden für sich alleine noch keine verbindli-
che Unterhaltsvereinbarung bewirken könne (Gesuch, S. 4 f.). Der Ehemann be-
antragte in der Folge zwar die vollumfängliche Abweisung des Unterhaltsbegeh-
rens, äusserte sich indessen weder in seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2016 
noch in den Sachverhaltsergänzungen anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. 
Juli 2016 zur Frage der Rückwirkung. Er brachte lediglich vor, der Ehefrau klar 
kommuniziert zu haben, dass er die Mietzinsen ihrer Wohnung ab Juni 2015 nicht 
mehr bezahle (vgl. die Stellungnahme vom 30. Mai 2016, S. 4). Dass jene mit die-
sem Vorgehen einverstanden gewesen wäre, machte er aber nicht geltend. Unter 
diesen Umständen fehlt es an sich bereits an einer rechtsgenüglichen Behauptung 

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des Ehemannes zum Vorliegen einer eine Rückwirkung ausschliessenden Unter-
haltsvereinbarung.

d/bb. Jedenfalls hat die Vorinstanz das Bestehen einer Einigung der Parteien 
über eine Einstellung der Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau ab Sommer 2015 zu 
Recht verneint. Vorwegzunehmen ist, dass eine ausdrückliche Zustimmung der 
Genannten zur Aufhebung der Unterhaltspflicht nie zur Diskussion stand. Die Fra-
ge war und ist vielmehr, ob aus der Untätigkeit der Ehefrau zwischen Juni 2015 
und Ende März 2016 auf ein entsprechendes Einverständnis geschlossen werden 
darf. Allerdings kann, wie die Ehefrau vor erster Instanz zu Recht vorbrachte, das 
blosse Untätigwerden für sich alleine noch keine verbindliche Unterhaltsvereinba-
rung bewirken (Jann Six, a.a.O., Rz. 2.60). Allein die Tatsache, dass die Ehefrau 
trotz seit Sommer 2015 ausbleibender Unterhaltszahlungen erst Ende März 2016 
ein entsprechendes Massnahmegesuch einreichte, steht der rückwirkenden For-
derung eines Unterhaltsbeitrags daher nicht entgegen. Vielmehr müssten zusätzli-
che Umstände vorliegen, die auf einen konkludenten Unterhaltsverzicht der Ehe-
frau schliessen liessen.

Der Ehemann bringt in diesem Zusammenhang vor, die Ehefrau habe anlässlich 
der Anhörung vom 6. August 2015 betreffend die Ehescheidung nur Ansprüche 
aus Art. 165 ZGB thematisiert, nicht aber nachehelichen Unterhalt oder Mass-
nahmeunterhalt. Daraus will er offenbar einen Unterhaltsverzicht der Ehefrau ab-
leiten. Zu beachten ist nun, dass es sich bei diesem Vorbringen um eine neue Be-
hauptung handelt, die der Ehemann bei gehöriger Sorgfalt schon vor erster In-
stanz hätte vorbringen können bzw. müssen. Die Ehefrau brachte mit ihrem An-
trag auf Rückwirkung der Unterhaltspflicht und der dazu angeführten Begründung 
nämlich hinreichend klar zum Ausdruck, dass von ihrer Seite kein Einverständnis 
zur Einstellung des Unterhaltsbeitrags ab 1. Juni 2015 vorlag, so dass es wie er-
wähnt dem Ehemann oblag, gegenteilige Umstände vorzubringen. Da er dies un-
terlassen hat, erweist sich seine nun vorgebrachte Behauptung nach Art. 317 Abs. 
1 ZPO als unzulässig und ist nicht zu hören. Abgesehen davon gelingt es dem 
Ehemann nicht, seine ‒ seitens der Ehefrau bestrittene ‒ Behauptung glaubhaft zu 
machen, ist der Inhalt der Gespräche anlässlich der Anhörung vom 6. August 
2015 doch nicht aktenkundig. Eine solche Anhörung dient im Übrigen in erster Li-
nie der Bestätigung des Scheidungswillens. Sollten die Parteien dabei Nebenfol-
gen besprochen haben, wären ihre Ausführungen oder allfällige Zugeständnisse 
als Teil eines Einigungsversuchs daher ohnehin völlig unpräjudizierlich. Aus die-
sem Grund ist auch eine Beweisaussage der Ehefrau zum Inhalt der Anhörung 
nicht erforderlich.

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Wie vorne ausgeführt, berief sich der Ehemann im vorinstanzlichen Verfahren ein-
zig auf den Umstand, dass er der Ehefrau klar kommuniziert habe, die Mietzinsen 
ihrer Wohnung nicht weiter zu übernehmen. Daraus bzw. aus dem Fehlen einer 
nachfolgenden Reaktion lässt sich aber ebenfalls kein Einverständnis der Ehefrau 
zur Einstellung der entsprechenden Zahlungen ableiten, zumal auch der Ehemann 
nachgewiesenermassen in der Folge nicht unmittelbar reagierte, sondern bis im 
März 2016 darauf verzichtete, die Mietzinsen auch effektiv einzufordern und die 
Ehefrau damit trotz allfällig anderslautender Ankündigung im Unklaren liess. Unter 
diesen Umständen durfte der Vorderrichter auf die entsprechende Beweisaussage 
des Ehemannes verzichten; dies auch vor dem Hintergrund, dass der Ehemann 
seine Beweisaussage zu der fraglichen Behauptung entgegen seinen Ausführun-
gen gar nicht explizit angeboten hat (vgl. die Stellungnahme vom 30. Mai 2016, S. 
4 Ziff. 6 [im Gegensatz bspw. zu S. 5, Ziff. 8-10, der erwähnten Eingabe]). Eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt daher nicht vor.

Weitere Umstände, aus denen der Ehemann auf ein konkludentes Einverständnis 
der Ehefrau zur Aufhebung der Unterhaltszahlungen bzw. darauf hätte schliessen 
dürfen, nicht mehr unterhaltspflichtig zu sein, sind nicht ersichtlich. Namentlich 
kam es, wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, zu keinen massgeblichen Verände-
rungen in den Einkommens- oder Bedarfsverhältnissen der Ehefrau, die dazu ge-
führt hätten, dass jene ihren Lebensbedarf selbständig hätte bestreiten können, 
und die daher zusammen mit ihrem passiven Verhalten als Verzicht auf Unter-
haltsbeiträge hätten gedeutet werden können. Dass der erstinstanzliche Richter 
auf die Interessenlage der Ehefrau Bezug nahm, zeigt im Übrigen, dass er seinen 
Schluss auf die Zulässigkeit einer Rückwirkung der Unterhaltsbeiträge nicht allein 
aus dem entsprechenden Antrag der Ehefrau abgeleitet hat, was wohl in der Tat 
etwas zu kurz gegriffen hätte. 

d/cc. Wie vorne dargelegt, obliegt es nicht der Ehefrau, das Nichtbestehen einer 
Einigung über das Entfallen der Unterhaltspflicht ab Sommer 2015 darzutun. In 
diesem Sinn muss sie auch nicht glaubhaft machen, dass sie dem Ehemann im 
Rahmen der Konventionsgespräche ihr fehlendes Einverständnis mit der Redukti-
on des Unterhaltsbeitrags mitgeteilt hat. Eine diesbezügliche Beweisaussage ist 
demnach nicht erforderlich. Sodann verbleibt darauf hinzuweisen, dass die Argu-
mentation der Ehefrau, sie habe deshalb nicht schon früher ein Massnahmever-
fahren eingeleitet, um die nach der Anhörung im August 2015 aufgenommenen 
Konventionsverhandlungen nicht zu gefährden, nachvollziehbar erscheint, zumal 
die Rückwirkung gerade den Sinn hat, den Parteien die Gelegenheit zu einer gütli-
chen Einigung zu geben (BGE 115 II 201 E. 4a). Bei diesem Vorbringen handelt 

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es sich übrigens entgegen der Ansicht des Ehemannes nicht um ein Novum. Der 
Umstand, dass Konventionsverhandlungen geführt wurden, war dem erstinstanzli-
chen Richter durch die Fristerstreckungsgesuche im Ehescheidungsverfahren be-
kannt und musste daher nicht behauptet werden. Die Ausführungen der Ehefrau 
sind auch nicht als verspätet zu qualifizieren. Nachdem der Ehemann im erstin-
stanzlichen Verfahren noch nicht behauptet hatte, dass sie durch das Zuwarten 
mit dem Massnahmebegehren ihr Einverständnis mit der Einstellung der Unter-
haltszahlungen signalisiert habe, hatte sie keinen Anlass, sich bereits zu diesem 
Zeitpunkt zu den Vergleichsgesprächen als Grund für das Zuwarten zu äussern. 

e. Zusammenfassend steht fest, dass der Ehemann eine Verständigung der 
Parteien über das Entfallen der Unterhaltsbeiträge ab Sommer 2015 nicht glaub-
haft gemacht macht, weshalb es sich als korrekt erweist, dass die Vorinstanz der 
Ehefrau ‒ ihrem Antrag entsprechend und gestützt auf Art. 276 ZPO i.V.m. Art. 
173 Abs. 3 ZGB ‒ ab 1. Juni 2015 einen Unterhaltsbeitrag zugesprochen hat.

5a. Als nächstes ist zu prüfen, welchen Lebensstandard die Ehegatten 
X./Y._____ während ihres Zusammenlebens führten. Ausgangspunkt für die Er-
mittlung des Beitrags an den Unterhalt des fordernden Ehegatten ist nämlich der 
während des gemeinsamen Haushalts zuletzt gelebte Standard, auf dessen Fort-
führung bei genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben. Der derart ermittelte 
Beitrag stellt gleichzeitig die Obergrenze des Unterhaltsanspruchs dar. Ein Ehe-
gatte soll nach der Trennung kein materiell besseres, immerhin aber ‒ sofern 
möglich ‒ das gleich gute Leben wie bis anhin führen dürfen (BGE 140 III 337 E. 
4.2.1 m.w.H.; BGE 140 III 337 E. 4.2.1 m.w.H.; PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Rolf Vet-
terli, in: Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 2. Auflage, Bern 
2011, N 28 f. zu Art. 176 ZGB).

b. Die Vorinstanz stellte zur Ermittlung des während der Ehe zuletzt gelebten 
Standards der Ehefrau auf die Trennungsvereinbarung vom 7. Februar 2013 bzw. 
deren einverständliche Anpassung im Juli 2013, nach dem Abschluss der 
Erstausbildung des Sohnes, ab. Sie kam dabei zum Schluss, gemäss der in der 
Trennungsvereinbarung vorgenommenen Unterhaltsberechnung hätten die Ehe-
leute den zuletzt gelebten Lebensstandard für die Ehefrau so veranschlagt, dass 
Einnahmen von Fr. 7’442.-- (Eigeneinkommen Fr. 3’292.-- + Unterhaltsbeitrag 
Ehemann Fr. 4’150.--) ein tatsächlicher Bedarf von Fr. 4’234.-- gegenübergestan-
den sei. Die Differenz zwischen Einnahmen und Bedarf sei somit bei Fr. 3’208.-- 
gelegen. Darüber könne nicht hinausgegangen werden (E. 4, S. 21 f., sowie E. 8, 
S. 49, des angefochtenen Entscheids).

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c/aa. Der Ehemann rügt, diese vom Vorderrichter für die Unterhaltsfestlegung im 
Massnahmeverfahren geschaffene Basis kranke in mehrfacher Hinsicht und sei 
nicht haltbar. Zunächst falle ins Gewicht, dass er im Eheschutzverfahren des Jah-
res 2012/2013 im Gegensatz zur Ehefrau nicht anwaltlich vertreten gewesen sei. 
Der Eheschutzrichter habe damals offensichtlich nichts zum Ausgleich des Gefäl-
les zwischen ihm und seiner Ehefrau getan. Er sei nicht rechtskundig, weshalb 
ihm das Resultat der im Februar 2013 abgeschlossenen und von der Rechtsan-
wältin der Ehefrau redigierten Trennungsvereinbarung nicht als für alle Zeiten bin-
dend angelastet werden könne, was die angewandte Berechnungsmethode und 
den massgebenden Lebensstandard der Ehefrau betreffe. Sodann habe der Vor-
derrichter bei der Ermittlung dieses Standards augenscheinlich auf den Lebens-
standard nach der Trennung abgestellt. Dies sei bundesrechtswidrig und daher zu 
korrigieren. Massgebend sei der Lebensstandard, den die Parteien zuletzt ge-
meinsam in der Ehe, also im Jahr 2011, gelebt hätten. Dass es sich dabei um ein 
schwaches Jahr gehandelt habe, wie die Ehefrau vorbringe, treffe nicht zu. Im 
Jahr 2011 hätten die Parteien Einkünfte von Fr. 120’188.-- generiert. Nach Abzug 
der Ausbildungszulagen sowie des Unterhaltsbeitrags für den Sohn und der Einla-
gen in die dritte Säule hätten den Litiganten 2011 Einkünfte von Fr. 79’273.-- bzw. 
Fr. 39’636.-- pro Partei zur Verfügung gestanden, was einem monatlichen Betrag 
von je Fr. 3’303.-- entspreche. Dieser widerspiegle den zuletzt in der Ehe gelebten 
Lebensstandard der Parteien, der einzig um die trennungsbedingten Mehrkosten 
anzupassen sei. Das trennungsbedingte Mehreinkommen der Ehefrau 2012 von 
monatlich Fr. 1’294.-- habe die trennungsbedingten Mehrkosten bis zu einem Mo-
natsbetrag von Fr. 506.-- für beide Parteien oder von Fr. 253.-- pro Partei wettge-
macht. Durch die per Ende März 2017 zu erwartende Reduktion der Mietkosten 
auf Seiten der Ehefrau fielen gar keine trennungsbedingten Mehrkosten mehr an. 
Nur im Umfang von Fr. 506.-- pro Monat und nur bis zum 31. März 2017 könne 
somit eine Kürzung der Sparquote berücksichtigt werden. Die Ehefrau könne folg-
lich zum zuletzt gemeinsam gelebten Standard von Fr. 3’303.-- maximal noch ei-
nen Zuschlag von monatlich Fr. 253.-- beanspruchen, womit sich ihr Maximalan-
spruch auf Fr. 3’556.-- belaufe. Diesen Betrag könne sie leicht durch Eigenein-
künfte und Vermögensverzehr decken (Berufung, S. 8 f. u. S. 16 ff.).

c/bb. Die Ehefrau führt aus, die im Rahmen des Eheschutzverfahrens abge-
schlossene Trennungsvereinbarung der Parteien vom 7. Februar 2013 scheine fair 
und angemessen für alle Beteiligten zu sein. Der Eheschutzrichter habe seinen 
Genehmigungsentscheid zudem sorgfältig und detailliert auf 12 Seiten begründet. 
Auf die entsprechenden Zahlen könne abgestellt werden, auch wenn sie aus dem 

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Jahr 2013 stammten, da die Parteien auf dem Zusammenleben basierende Zahlen 
verwendet und auch die Änderung der Verhältnisse ab August 2013 ‒ das Wegfal-
len der Unterstützung von A._____ ‒ in ihrer Unterhaltsberechnung berücksichtigt 
hätten. Es sei allen Beteiligten klar gewesen, dass sich beim Entfallen der Unter-
haltspflicht für den Sohn die Leistungsfähigkeit des Ehemannes verbessern und 
damit zusammenhängend der Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau erhöhen würde. In 
der ersten Unterhaltsphase ‒ vom 1. Januar 2012 bis Ende August 2013 ‒ sei es 
ihr aufgrund der trennungsbedingten Mehrkosten nicht möglich gewesen, ihren 
während der Ehe bestehenden Standard zu leben, im Gegensatz zur zweiten 
Phase ‒ ab Ende August 2013 ‒, in der die Unterstützung von A._____ weggefal-
len und sie einen höheren Unterhaltsbeitrag erhalten habe. Die Höhe des von der 
Gegenseite anhand des Einkommens des Trennungsjahres 2011 eruierten Le-
bensstandards von Fr. 3’303.-- für die Ehefrau und das Vorliegen einer Sparquote, 
welche die Beiträge an die Säule 3a überstiegen haben soll, werde bestritten. 
Auch vergesse der Ehemann, dass bei selbständig Erwerbenden aufgrund von 
Einkommensschwankungen durchschnittlich drei Jahre angeschaut würden. Hinzu 
komme, dass das Jahr 2011 mit einem gemeinsamen Einkommen von Fr. 
120’188.-- im Vergleich zu den beiden Vorjahren ein schlechtes Einkommensjahr 
gewesen sei. Dies sei im erstinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben und 
somit anerkannt worden. Aus der Unterhaltsberechnung in der Trennungsverein-
barung sei ersichtlich, dass die Parteien bei der Eruierung des relevanten Ein-
kommens auf Zahlen der Jahre 2009, 2010 und 2011 abgestellt und ein Gesamt-
nettoeinkommen der Parteien von monatlich Fr. 15’517.-- ‒ somit jährlich Fr. 
186’204.-- ‒ festgehalten hätten. Von dieser Zahl könne vorliegend ausgegangen 
werden (Berufungsantwort, S. 6 ff.).

c/cc. In seiner Replik hielt der Ehemann fest, die Behauptung der Ehefrau, dass 
der Eheschutzrichter seinen Eheschutzentscheid sorgfältig und detailliert begrün-
det habe, sei aktenwidrig. Die Überprüfung habe sich auf den Umfang von einem 
Drittel einer Seite beschränkt und enthalte einige nichtssagende Standardformulie-
rungen. Zudem habe der Richter den Parteiwillen nicht nochmals an einer Ver-
handlung examiniert. Die Ehefrau bestreite sodann zu Recht nicht, dass der Vor-
derrichter den von den Parteien zuletzt in der Ehe, also im Jahr 2011, gelebten 
Standard nicht ermittelt und diesen um die trennungsbedingten Mehrkosten erhöht 
habe, um den maximalen Unterhaltsanspruch der Ehefrau zu ermitteln. Genau das 
hätte er aber tun müssen. Stattdessen habe er die Obergrenze des Massnahme-
unterhalts an dem zuletzt ab August 2014 (recte 2013) bis Juni 2015 gelebten 
Trennungsunterhalt bemessen, was klar nicht angehe. Neu, verspätet und unbe-

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achtlich, aber auch aktenwidrig sei die von der Ehefrau aufgestellte Behauptung, 
die Trennungsvereinbarung basiere auf dem Einkommensdurchschnitt von drei 
Jahren des Einkommens des Ehemannes aus selbständiger Erwerbstätigkeit. Zu-
dem habe die Ehefrau nie behauptet und bewiesen, wie sich denn der Durch-
schnitt seines Einkommens in den Jahren 2009 bis 2011 präsentiert habe. Dies 
sei denn auch nicht bekannt. Fakt sei aber, dass den Parteien 2011 monatlich je 
Fr. 3’303.-- zur Verfügung gestanden habe. Dieser Betrag, erhöht um die tren-
nungsbedingten Mehrkosten, stelle den Maximalanspruch der Ehefrau dar. 
Schliesslich sei die Argumentation der Ehefrau, es könne nicht nur auf das Jahr 
2011 abgestellt werden, weil dieses im Vergleich zu den Vorjahren 2009 und 2010 
schlechter gewesen sei, an der vorinstanzlichen Verhandlung sehr wohl bestritten 
worden (Replik, S. 7 ff.). Letzteres wurde von der Ehefrau in ihrer Duplik (S. 5) in 
Abrede gestellt.

d. Die Rüge des Ehemannes zum Vorgehen der Vorinstanz erweist sich als 
berechtigt.

d/aa. Zum einen erscheint es bereits aus allgemeinen Überlegungen nicht ge-
rechtfertigt, den Ehemann auf der Trennungsvereinbarung bzw. deren einver-
nehmlicher Abänderung zu behaften. Die gerichtlich genehmigte Trennungsver-
einbarung vom 7. Februar 2013 war ursprünglich bis maximal 31. Dezember 2013 
befristet. Bereits im August 2013 ‒ nach Beendigung der ordentlichen Ausbildung 
des Sohnes A._____ und damit auch der ihm gegenüber bestehenden Unterhalts-
pflicht ‒ einigten sich die Ehegatten X./Y._____ darauf, den zuvor dem Sohn zu-
gedachten Betrag von Fr. 2’050.-- pro Monat hälftig auf sich aufzuteilen. Dieser 
einvernehmlichen Regelung wurde bis Ende Mai 2015 nachgelebt. Eine ausserge-
richtlich geschlossene Trennungsvereinbarung wird nun aber lediglich als Rege-
lung verstanden, die gelten soll, solange man glaubt, diese trage der Situation an-
gemessen Rechnung. Besteht über diese Regelung in der Folge keine Einigkeit 
mehr, steht es einem Ehegatten frei, beim Gericht ein Gesuch auf Erlass von 
Massnahmen zu stellen. Das Gericht hat danach in allen strittigen Punkten ‒ un-
geachtet des Umstands, dass die Parteien zuvor unter Umständen schon gerau-
me Zeit einer einvernehmlich getroffenen Vereinbarung nachgelebt haben ‒ abzu-
klären, welche Regelungen in der konkreten Situation in rechtlicher und tatsächli-
cher Hinsicht angemessen erscheinen (vgl. die Urteile des Kantonsgerichts ZK1 
11 18 vom 12. August 2011 E. 4c sowie ZK1 11 20 vom 13. Juli 2011 E. 3b). 
Demzufolge muss sich der Ehemann bei der Festlegung des vorsorglichen Unter-
halts weder die damalige Methode noch die damals berücksichtigten Einkom-
mens- und Bedarfszahlen entgegenhalten lassen, wenn die aktuell vorliegenden 

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Beweismittel zu einem anderen Ergebnis führen. Unter diesen Umständen kann 
auch offen gelassen werden, was der Eheschutzrichter im damaligen Verfahren 
geprüft hat oder hätte prüfen müssen bzw. ob er etwas zum Ausgleich des Gefäl-
les zwischen der anwaltlich vertretenen Ehefrau und dem nicht anwaltlich vertre-
tenen Ehemann vorgekehrt hat. Der Vollständigkeit halber sei aber darauf hinge-
wiesen, dass dem Eheschutzrichter eine gewisse Zurückhaltung bei der Überprü-
fung des ehelichen Unterhalts nicht vorzuwerfen wäre. Da der Ehegattenunterhalt 
der Dispositionsmaxime unterliegt, wäre er vom Eheschutzrichter nach der Praxis 
des Kantonsgerichts nämlich gar nicht zu genehmigen bzw. gar nicht auf seine 
Angemessenheit zu prüfen gewesen. Vielmehr wurde das damalige Eheschutzver-
fahren mit dem Abschluss der Vereinbarung als Vergleich i.S.v. Art. 241 ZPO ipso 
iure beendet (PKG 2015 Nr. 4 E. 1.2 u. 1.5.1).

d/bb. Zum anderen rechtfertigt es sich deshalb nicht, auf den der Ehefrau im 
Rahmen der Trennungsvereinbarung bzw. deren einvernehmlicher Abänderung 
zugestandenen Überschussanteil von Fr. 3’208.-- pro Monat abzustellen, weil die 
erwähnten Regelungen nicht den letzten ehelichen Lebensstandard wiedergeben. 
Die Trennung der Ehegatten erfolgte am 1. Januar 2012, so dass für die Bemes-
sung des während der Ehe zuletzt gelebten Standards die Verhältnisse zuvor, 
namentlich im Jahr 2011, massgeblich sind. In der Trennungsvereinbarung wurde 
indessen eine Unterhaltsregelung für die Zeit nach der Trennung getroffen, in die 
auch trennungsbedingte Mehrkosten ‒ höhere Grundbeträge und Mietkosten ‒ 
oder von den Ehegatten nach der Trennung zusätzlich erzieltes Einkommen ‒ 
bspw. der Lohn der Ehefrau aus ihrer Tätigkeit für die Baugesellschaft C._____ 
oder das Einkommen des Ehemannes aus der Aufrechnung der hälftigen Miete 
X._____/Y._____ (vgl. dazu auch E. 5e/cc u. E. 5e/ee) ‒ einflossen.

d/cc. Unter diesen Umständen hat der Ehemann Anspruch auf eine von der 
Trennungsvereinbarung unabhängige Prüfung der Frage, wie die ehelichen Le-
bensverhältnisse vor der Trennung anfangs 2012 waren.

e/aa. Vorwegzunehmen ist, dass die von der Vorinstanz zur Ermittlung des Über-
schusses gewählte Methode (Eigeneinkommen der Ehefrau zuzüglich Unterhalts-
beitrag des Ehemannes abzüglich Bedarf der Ehefrau) für die Zeit des ehelichen 
Zusammenlebens nicht angewandt werden kann, da damals naturgemäss kein 
eigentlicher Unterhaltsbeitrag floss und zudem nur der gemeinsame Bedarf der 
Familie bestimmt werden kann. Abzustellen ist daher auf die eheliche Freiquote, 
die sich durch die Gegenüberstellung des damaligen Grundbedarfs der Familie 
und des verfügbaren Einkommens ‒ nach Abzug einer ausgewiesenen Sparquote 

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‒ annäherungsweise ermitteln lässt. Dabei kann praxisgemäss auf die letzte Steu-
ererklärung vor der Trennung, also auf diejenige des Jahres 2011, abgestellt wer-
den.

e/bb. Der Ehemann erzielte 2011 aus seiner selbständigen Erwerbstätigkeit in 
der mechanischen Werkstätte Einkünfte von monatlich Fr. 3’189.-- und aus seiner 
Beteiligung an der einfachen Gesellschaft C._____ solche von monatlich Fr. 
4’343.--, während bei der Ehefrau aus der Steuererklärung 2011 ein unselbständi-
ges Nettoeinkommen von Fr. 2’283.-- pro Monat hervorgeht. Hinzu traten Wert-
schriftenerträge von Fr. 201.-- pro Monat. Insgesamt standen 2011 für den Famili-
enunterhalt somit Mittel von Fr. 10’016.-- zur Verfügung (vgl. act. II/19, Formular 
1a, S. 2).

e/cc. Bei der Ermittlung des damaligen monatlichen Bedarfs ist zunächst der 
Grundbetrag von Fr. 1’700.-- für die Ehegatten zu berücksichtigen. Hinzu tritt der 
Grundbetrag für den damals knapp 18-jährigen und in der Berufslehre stehenden 
Sohn von Fr. 600.--. Für die Krankenkasse der Familie fielen Kosten von Fr. 685.-- 
pro Monat an (act. II/19, Formular 5). Zudem wurden Beiträge an die Säule 3a im 
Umfang von monatlich Fr. 1’590.-- geleistet (act. II/19, Formular 1a, S. 3). Die 
Steuern beliefen sich auf Fr. 542.-- pro Monat (act. II/19, Formular 4). Daraus er-
gibt sich für das Jahr 2011 ein monatlicher Grundbedarf der Familie von Fr. 
5’117.--. 

Darauf hinzuweisen bleibt einerseits, dass der Ehemann den damaligen Bedarf 
des Sohnes im erstinstanzlichen Verfahren ‒ wie auch im Berufungsverfahren ‒ 
mit insgesamt Fr. 1’820.-- pro Monat bezifferte, wobei er sich zur Ermittlung dieses 
Betrags am steuerlichen Kinderabzug von Fr. 1’550.-- (Fr. 18’600.-- pro Jahr) und 
an der Ausbildungszulage von Fr. 270.-- orientierte (Stellungnahme vom 30. Mai 
2016, S. 6; Berufung, S. 9). Die Ehefrau bestritt einen Bedarf des Sohnes in dieser 
Höhe (vorinstanzliche Replik, S. 7). Da der Ehemann weder substantiiert behaup-
tet noch belegt, dass für den Sohn 2011 tatsächlich Kosten in der Höhe des steu-
erlichen Kinderabzugs sowie der Ausbildungszulagen anfielen, sind vorliegend 
lediglich der Grundbetrag und die Krankenkassenprämien zu berücksichtigen. An-
derseits ist zu beachten, dass für die Miete der Familienwohnung an der 
_____strasse in O.1_____ in der Trennungsvereinbarung zwar Kosten von Fr. 
2’150.-- eingesetzt wurden (act. II/1). Es erscheint allerdings fraglich, ob die Ehe-
gatten X./Y._____ bis zur Trennung überhaupt Miete bezahlten. Die fragliche 
Wohnung befindet sich in einer Liegenschaft, die im Eigentum der Baugesellschaft 
C._____ steht. Ein schriftlicher Mietvertrag liegt nicht vor. Bei Abschluss der Tren-

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nungsvereinbarung vom 7. Februar 2013 wurde seitens der Parteien offensichtlich 
über die Höhe der Miete verhandelt, wurde der zunächst eingesetzte Betrag von 
Fr. 2’350.-- doch handschriftlich auf Fr. 2’150.-- korrigiert. Dies lässt zusammen 
mit der Tatsache, dass die Familie bei der Zusammenstellung der Mieteinnahmen 
der Baugesellschaft C._____ nicht erscheint (vgl. Ehescheidungsverfahren, act. 
III/26 letzte Seite), wie auch mit dem Umstand, dass dem Ehemann in der Tren-
nungsvereinbarung die Hälfte der zunächst eingesetzten Miete von Fr. 2'350.-- als 
Einkommen angerechnet wurde ‒ also ein zusätzlicher, bis anhin nicht vorhande-
ner Ertrag der Baugesellschaft vorlag ‒, darauf schliessen, dass vor der Trennung 
keine Miete bezahlt wurde. Vermutungsweise wurde der Familie X./Y._____ die 
Wohnung als Entgelt für die Hauswartstätigkeit der Ehefrau unentgeltlich zur Ver-
fügung gestellt. Der entsprechende Lohn wurde nämlich erst ab 2012 verbucht 
(vgl. Ehescheidungsverfahren, act. III/6 letzte Seite [Konto 5000]).

e/dd. Unter diesen Umständen stand den Parteien im Jahr 2011 ein Überschuss 
von monatlich Fr. 4’899.-- zur Verfügung (Einkommen Fr. 10’016.-- / Grundbedarf 
Fr. 5’117.--). Teilt man diesen Überschuss zu je 40% den Ehegatten und zu 20% 
dem Sohn zu, folgt daraus, dass die Ehefrau während der Ehe ‒ zusätzlich zu ih-
rem Anteil an die 3. Säule von Fr. 500.-- (act. II/19, Formular 1a S. 3) ‒ mit monat-
lich Fr. 1’960.-- an der den errechneten Bedarf übersteigenden Lebenshaltung 
partizipierte. 

e/ee. Zu prüfen verbleibt der Einwand der Ehefrau, dass es sich beim Jahr 2011 
mit einem Einkommen der Parteien von Fr. 120’188.-- im Vergleich zu den beiden 
Vorjahren um ein schlechtes Einkommensjahr gehandelt habe, weshalb von dem 
in der Trennungsvereinbarung festgehaltenen Einkommen von Fr. 186’204.-- aus-
zugehen sei, das auf den Zahlen der Jahre 2009, 2010 und 2011 basiere. Ob der 
Ehemann die von der Ehefrau vor erster Instanz vorgebrachte ‒ indes nicht näher 
substantiierte ‒ Behauptung, 2011 sei im Vergleich zu den Vorjahren ein schlech-
tes Einkommensjahr gewesen (vgl. Replik, S. 7), bestritten hat, ist mangels Vorlie-
gen eines Protokolls der mündlichen Hauptverhandlung nicht überprüfbar. Eine 
fehlende Bestreitung würde ihm im Anwendungsbereich der sozialen Untersu-
chungsmaxime aber nicht schaden, wenn die Behauptung der Ehefrau durch die 
vorhandenen Akten widerlegt wird. Dies ist vorliegend der Fall. Zunächst basiert 
das Gesamteinkommen der Eheleute gemäss Trennungsvereinbarung von rund 
Fr. 186’000.-- jährlich bzw. rund Fr. 15’500.-- monatlich insofern nicht auf dem 
Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011, als dieses Einkommen auch den Lohn der 
Ehefrau aus ihrer Tätigkeit für die Baugesellschaft C._____ beinhaltet, der erst ab 

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dem Jahr 2012 ausbezahlt wurde. Zudem entfiel bis 2012 die Aufrechnung der 
hälftigen Miete X./Y._____ (siehe oben E. 5d/bb u. E. 5e/cc in fine sowie act. II/1).

Darüber hinaus steht nicht fest, dass 2011 im Vergleich zu den Vorjahren tatsäch-
lich ein schlechtes Einkommensjahr war. Wie in E. 5e/bb dargelegt wurde vom 
Ehemann für das Jahr 2011 aus der Baugesellschaft C._____ ein Einkommen von 
jährlich Fr. 52’120.-- bzw. monatlich Fr. 4’343.-- deklariert. Abgestellt wurde dabei 
‒ wie in anderen Jahren auch ‒ auf den Nettoertrag, also den Gewinnanteil (Fr. 
62’790.--) abzüglich Schuldzinsen auf dem negativen Eigenkapital (Fr. 10’671.--). 
Im Jahr 2010 belief sich der Gewinn des Ehemannes gemäss der Steuererklärung 
der Baugesellschaft C._____ auf Fr. 52’673.-- (Gewinnanteil Fr. 67’304.-- abzüg-
lich Schuldzinsen Fr. 14’631.--), was einem monatlichen Einkommen von Fr. 
4’389.-- entspricht (Ehescheidungsverfahren, act. III/26, Formular 11e, S. 4; vgl. 
auch act. III/32 des vorliegenden Verfahrens). Der Ertrag des Jahres 2010 bewegt 
sich somit im Bereich von 2011. 2009 belief sich der Gewinn aus der Gesellschaft 
auf monatlich 5’631.-- (Gewinnanteil Fr. 83’909.-- abzüglich Schuldzinsen Fr. 
16’332.-- = Fr. 67’577.-- jährlich [act. III/32]) und war daher im Vergleich zum Jahr 
2011 tatsächlich höher. Der Durchschnitt der zwischen 2009 und 2011 erzielten 
Einkommen von Fr. 4’788.-- pro Monat liegt aber immer noch deutlich näher bei 
dem vorliegend gestützt auf die Zahlen von 2011 eingesetzten Wert von Fr. 
4’343.-- als bei der in die Trennungsvereinbarung aufgenommenen Zahl von Fr. 
5’700.--. Was das Einkommen aus der mechanischen Werkstätte betrifft, so war 
das Jahr 2011 mit Einkünften von monatlich Fr. 3’189.-- (Fr. 38’265.-- insgesamt) 
sogar besser als das Jahr 2010 mit solchen von monatlich Fr. 2’827.-- (Fr. 
33’927.-- insgesamt [act. II/19]). Angaben für das Jahr 2009 fehlen. Auch hier 
wurde in der Trennungsvereinbarung mit Fr. 6’000.-- pro Monat daher ein deutlich 
höheres Einkommen festgehalten. Unter diesen Umständen besteht kein Anlass, 
für die Ermittlung des in der Ehe zuletzt gelebten Standards nicht auf die Steu-
ererklärung 2011, sondern auf die Trennungsvereinbarung abzustellen. 

6a. Zu prüfen ist nun in einem weiteren Schritt die aktuelle Leistungsfähigkeit 
des selbständig erwerbstätigen Ehemannes. Das Einkommen Selbständigerwer-
bender setzt sich aus dem durchschnittlichen Reingewinn der letzten Jahre zu-
sammen. Dieser wird entweder als Vermögensstandsgewinn (Differenz zwischen 
dem Eigenkapital am Ende des laufenden und am Ende des vorangegangenen 
Geschäftsjahres) oder als Gewinn in einer ordnungsgemässen Gewinn- und Ver-
lustrechnung (Erfolgsrechnung) ausgewiesen. Um ein einigermassen zuverlässi-
ges Resultat zu erreichen und namentlich um Einkommensschwankungen Rech-
nung zu tragen, sollte auf das Durchschnittseinkommen mehrerer ‒ in der Regel 

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der letzten drei ‒ Jahre abgestellt werden. Die Vergleichsperiode ist umso länger 
zu bemessen, je höher die Einkommensschwankungen ausgefallen sind. Auffälli-
ge, das heisst besonders gute oder besonders schlechte Abschlüsse können unter 
Umständen ausser Betracht bleiben (vgl. zum Ganzen die Urteile des Bundesge-
richts 5D_167/2008 vom 13. Januar 2009 E. 2 m.w.H. sowie 5A_684/2011 vom 
31. Mai 2012 E. 2.2; Urteil des Kantonsgerichts ZK1 14 14 vom 22. Mai 2014 E. 6; 
Jann Six, a.a.O., Rz. 2.136 f.).

b. Die Vorinstanz ermittelte ‒ gestützt auf den Durchschnittswert der Jahre 
2012 bis 2015 ‒ ein monatliches Einkommen des Ehemannes von netto Fr. 
11’122.--. Sie berücksichtigte dabei die Einkünfte aus seiner selbständigen Er-
werbstätigkeit in der mechanischen Werkstätte, den Gewinn, den er aus der einfa-
chen Gesellschaft C._____ erzielt, sowie Wertschriftenerträge (E. 6.2, S. 26 ff., 
des angefochtenen Entscheids). 

c/aa. Der Ehemann rügt die vorinstanzlichen Feststellungen in erster Linie hin-
sichtlich des ihm aus der einfachen Gesellschaft C._____ angerechneten Ein-
kommens. Er bringt vor, aus der Gesellschaft könne gar kein Einkommen berück-
sichtigt werden. Die Parteien hätten in den letzten 26 Jahren der Ehe zur Bestrei-
tung des Familienunterhalts einen hohen sechsstelligen Betrag mehr an Mitteln 
aus der Gesellschaft bezogen, als sein Anspruch auf die Jahresgewinne ausge-
macht habe. Heute habe er gegenüber der Gesellschaft Schulden von über Fr. 
700’000.--, wohingegen sich die Ehefrau durch diverse undurchsichtige Transakti-
onen ein Barvermögen von Fr. 470’000.-- zugeschanzt habe. Für die nächsten 20 
Jahre seien von seiner Seite aus der einfachen Gesellschaft keine Bezüge mehr 
möglich, weil er sich mit der Mitgesellschafterin dahin habe vereinbaren müssen, 
ab Januar 2016 keine Entnahmen aus der Gesellschaft mehr zu tätigen, bis seine 
über den jährlichen Gewinnansprüchen liegenden Mehrbezüge gegenüber der 
Gesellschaft abgetragen seien. Die Parteien hätten einen Lebensstil gepflegt, der 
zur Schuldenbildung geführt habe, weshalb die Schuldentilgung ‒ in Form der Ver-
rechnung der Gewinnansprüche des Ehemannes mit seinen Schulden von Fr. 
703’000.-- ‒ entweder als Aufwandposition oder als wegfallendes Einkommen zu 
berücksichtigen sei. Ausserdem habe die Gesellschaft im Jahr 2014 eine Liegen-
schaft veräussert, was insofern zu berücksichtigen sei, als der Verkaufserlös nicht 
als Einkommen berücksichtigt werden könne. Ohne diesen Erlös habe der Gesell-
schaftsgewinn für ihn im Jahr 2014 Fr. 58’779.-- und nicht wie von der Vorinstanz 
angenommen Fr. 279’055.-- betragen. Werde ihm der Verkaufserlös als Einkom-
men angerechnet, werde er gezwungen, Vermögen zur Bestreitung von Unterhalt 
anzuzehren, was nicht statthaft sei. Falls dem Ehemann seine Gewinnanteile aus 

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der einfachen Gesellschaft C._____ anzurechnen seien, müsse daher mindestens 
der Erlös aus dem Liegenschaftsverkauf des Jahres 2014 ausgeklammert werden. 
Überdies habe er im Jahr 2014 einen Betrag von Fr. 100’000.-- in die von ihm be-
wohnte Liegenschaft investiert, was als Sparquote zu berücksichtigen sei, ebenso 
wie seine Einlagen in die dritte Säule. Schliesslich sei für das Jahr 2015 lediglich 
von einem Gewinnanteil von Fr. 52’188.-- und nicht von einem solchen von Fr. 
64’014.-- auszugehen. Die Vorinstanz habe hier zu Unrecht auf den provisori-
schen und nicht auf den definitiven Jahresabschluss 2015 abgestellt (Berufung, S. 
20 ff.).

c/bb. Die Ehefrau stellt in Abrede, dass die über die Gewinne hinausgehenden 
Bezüge aus der einfachen Gesellschaft C._____ für den Familienunterhalt ver-
wendet worden sind. Sie führt aus, namentlich im Jahr 2014, in dem sich das ne-
gative Eigenkapital des Ehemannes um mehr als Fr. 200’000.-- erhöht haben sol-
le, seien Fr. 100’000.-- davon vermutungsweise in sein neues Eigenheim geflos-
sen. Im Übrigen stelle sich der Ehemann erst seit Neustem auf den Standpunkt, 
dass die über die Gewinne hinausgehenden Bezüge aus der einfachen Gesell-
schaft für den Familienunterhalt verwendet worden seien. Im Eheschutzverfahren 
wie auch im Massnahmeverfahren ‒ inklusive Berufungsschrift ‒ seien die Partei-
en von einem Lebensstandard während des Zusammenlebens ausgegangen, wel-
cher mit dem Einkommen der Eheleute gestützt auf die Steuererklärungen ‒ also 
nur unter Berücksichtigung des Gewinnanteils ohne darüber hinausgehende Be-
züge ‒ finanzierbar gewesen sei. Zudem werde bestritten, dass der Ehemann ge-
genüber der Gesellschaft gesamthaft gesehen Schulden in der Höhe von über Fr. 
700’000.-- habe. Zwar sei diese Zahl in der Bilanz 2015 ersichtlich, doch werde mit 
Blick auf die Jahresrechnungen 2014 und 2015 klar, dass in der Liegenschaft 
«F._____» stille Reserven in bedeutender Höhe lägen. Der Verkehrswert der Lie-
genschaft von Fr. 4’024’000.-- oder bei Begründung von Stockwerkeigentum gar 
von rund Fr. 5’000’000.-- liege deutlich höher als der Buchwert von Fr. 2’529’000.--
. Von diesen stillen Reserven sei die Hälfte im Vermögen des Ehemannes zu 
berücksichtigen, weshalb gesamthaft nicht von Schulden des Ehemannes ge-
genüber der Gesellschaft gesprochen werden könne. Sodann seien Schulden im 
Bedarf lediglich dann zu berücksichtigen, wenn diese regelmässig abbezahlt wor-
den seien. Der Ehemann mache solches aber nicht geltend, weshalb die familien-
rechtliche Unterhaltspflicht vorgehe und die Vereinbarung zwischen den Gesell-
schaftern vom 24. Juni 2016 keine Auswirkungen auf die Unterhaltspflicht ge-
genüber der Ehefrau habe. Überdies würden trotz dieser Vereinbarung Gewinne 
anfallen, an welchen der Ehemann zur Hälfte anspruchsberechtigt sei. In Anbe-

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tracht dessen sei die Vereinbarung als freiwilliger Verzicht auf den Bezug seines 
Gewinnanteils und damit seines Einkommens zu werten und ihm ein hypotheti-
sches Einkommen in der Höhe der bisherigen Einkünfte anzurechnen. Der Inhalt 
wie auch insbesondere der Zeitpunkt der Vereinbarung werfe aber ohnehin Fra-
gen auf. Im Weiteren sei nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Ehe-
mann im Jahr 2014 einen Gewinnanspruch von Fr. 279’055.-- als Einkommen an-
gerechnet habe. Der Verkaufserlös der Immobilie werde in der Jahresrechnung 
richtigerweise als Ertrag und somit im Gewinn aufgeführt. Der verhältnismässig 
hohe Gewinn werde sodann dadurch ausgeglichen, dass ausnahmsweise vier 
Jahre ‒ 2012 bis 2015 ‒ in die Einkommensberechnung eingeflossen seien. Auch 
habe die Vorinstanz bezüglich des Gewinns 2015 zu Recht auf die erste Jahres-
rechnung abgestellt. Schliesslich könne auch vor dem Hintergrund nicht ernsthaft 
von einer fehlenden Leistungsfähigkeit des Ehemannes die Rede sein, als er eine 
hohe Erbschaft in Aussicht habe (Berufungsantwort, S. 9 ff.).

c/cc. In seiner Replik führte der Ehemann unter anderem aus, es sei bewiesen, 
dass sich die Überbezüge aus der Gesellschaft auf einen Zeitraum von 1990 bis 
2014 erstreckten und die Schuldenbildung mit einem Betrag von über Fr. 
700’000.-- mit Ausnahme des in seine Liegenschaft investierten Betrags von Fr. 
100’000.-- im Jahr 2014 erfolgt sei, um den laufenden Unterhalt der Familie zu 
bestreiten. Von der verbleibenden Schuld von Fr. 600’000.-- habe die Ehefrau Fr. 
477’000.-- auf ihre Konti transferiert. Wenn es sich also nicht so verhalte, dass die 
Bezüge für den Familienunterhalt verwendet worden seien, seien sie zum gröss-
ten Teil von der Ehefrau angespart worden und fielen bei der Ermittlung als mass-
gebliches Einkommen daher ebenfalls ausser Betracht. Die Behauptung der Ehe-
frau, dass die Liegenschaft «F._____» einen Verkehrswert von Fr. 5’000’000.-- 
aufweise, sei als unechtes und verspätet vorgebrachtes Novum zu qualifizieren 
und folglich nicht zu berücksichtigen. Im Übrigen treffe es nicht zu, dass er im Zu-
sammenhang mit der erwähnten Liegenschaft Anspruch auf stille Reserven von 
netto Fr. 1’235’500.-- habe. Zu berücksichtigen seien nämlich auch die Passiven 
der Gesellschaft. Hätte er seinen Anteil per Ende 2014 an die Mitgesellschafterin 
abgetreten, hätte er den Nettobetrag von Fr. 288’309.74 erhalten. Welchen Betrag 
er heute erhalten würde, sei weder behauptet noch bewiesen. Es werde aber be-
stritten, dass dieser noch annähernd so hoch wäre wie Ende 2014. Jedenfalls sei 
eine Veräusserung des Gesellschaftsanteils unsinnig und mangels Zustimmung 
der Mitgesellschafterin objektiv auch gar nicht möglich. Sodann sei in Erinnerung 
zu rufen, dass die Ehefrau seit der Trennung ein Barvermögen von Fr. 291’371.-- 
geäufnet habe, währenddem in der gleichen Zeitspanne sein Vermögen um Fr. 

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206’541.-- abgenommen habe. Die Behauptung der Ehefrau hinsichtlich seiner 
Erbschaft sei ein unechtes Novum und verspätet vorgebracht worden. Zudem tref-
fe sie nicht zu. Sollte er dereinst aus dem Nachlass seiner Mutter etwas erhalten, 
würde dies Vermögen darstellen, welches zu seinem Eigengut zu zählen sei. Es 
sei nicht einzusehen, weshalb die Ehefrau bei einem Barvermögen von Fr. 
477’000.-- auf behauptetes aber bestrittenes Vermögen des Ehemannes solle zu-
greifen dürfen, um ihre vermeintlichen Unterhaltsansprüche zu decken. Jedenfalls 
bleibe es dabei, dass Gewinnansprüche des Ehemannes gegenüber der einfa-
chen Gesellschaft nicht zur Ermittlung seines Einkommens herbeigezogen werden 
könnten, weil diese gar nicht mehr anfielen. Selbst wenn aber darauf zurückgegrif-
fen werden könnte, würde sein durchschnittliches Einkommen der Jahre 2012 bis 
2015 wie in der Berufung dargelegt lediglich Fr. 5’417.-- monatlich betragen, ge-
genüber seinem Bedarf von monatlich Fr. 4’958.--. Der angefochtene Entscheid 
greife daher in seinen Existenzbedarf ein und müsse kassiert werden (Replik, S. 
10 ff.).

c/dd. Die Ehefrau hielt in ihrer Duplik im Wesentlichen fest, bei der Behauptung, 
dass die Liegenschaft «F._____» einen Verkehrswert von 5 Mio. aufweise, handle 
es sich nicht um ein Novum. Der fragliche Umstand gehe bereits aus den Akten 
des Scheidungsverfahrens hervor (Duplik, S. 5).

d. Die Argumentation des Ehemannes, dass ihm aus der einfachen Gesell-
schaft C._____ aufgrund seines negativen Eigenkapitals gar kein Einkommen an-
zurechnen sei, verfängt aus mehreren Gründen nicht.

d/aa. Zunächst trifft es zwar zu, dass der Ehemann per 31. Dezember 2015 ge-
genüber der einfachen Gesellschaft C._____ eine Schuld von Fr. 703’222.42 hatte 
(act. III/32). Es ist nun aber zu beachten, dass das negative Eigenkapital in dieser 
Höhe auf einem tiefen Bilanzwert der Gesellschaft beruht. Die Liegenschaft an der 
_____strasse in O.1_____ ‒ das Hauptaktivum der Gesellschaft ‒ wurde in den 
Bilanzen 2013 bis 2015 mit einem Wert von Fr. 2’529’000.-- verbucht (act. III/10 u. 
11). Gemäss amtlicher Schätzung vom 19. November 2013 betrug der Verkehrs-
wert der Liegenschaft indes Fr. 4’024’000.-- (Ehescheidungsverfahren, act. II/18). 
Im Rahmen der Diskussion über eine Aufteilung der einfachen Gesellschaft 
C._____ ging man per 31. Dezember 2014 sogar von einem Verkehrswert der 
Liegenschaft von Fr. 5’000’000.-- und damit von stillen Reserven von Fr. 
2’471’000.-- aus (Ehescheidungsverfahren, act. II/19). Wie die Ehefrau zu Recht 
festhält, geht der Wert von 5 Mio. aus den Akten des Scheidungsverfahrens her-
vor, weshalb es sich dabei nicht um ein Novum handelt und kein Grund besteht, 

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diesen Wert nicht zu berücksichtigen. Die stillen Reserven auf dem Eigenkapital 
des Ehemannes wurden im Rahmen der erwähnten Diskussionen mit Fr. 
988’400.-- bezeichnet, so dass ihm, wie er sogar selbst festhält, trotz des negati-
ven Eigenkapitals von rund Fr. 700’000.-- unter Berücksichtigung sämtlicher Akti-
ven und Passiven der Gesellschaft Ende 2014 immer noch Fr. 288’309.74 zuge-
standen hätten, falls er seinen Gesellschaftsanteil veräussert hätte. Dass es im 
Jahr 2015 zu einer massgeblichen Verschlechterung der finanziellen Situation der 
Gesellschaft gekommen wäre, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls realisierte die Ge-
sellschaft in diesem Jahr einen Gewinn von Fr. 128'027.-- (act. III/11, vgl. auch E. 
6e/cc). Auch die Steuerbehörde berücksichtigte im Übrigen jeweils stille Reserven, 
und zwar in der Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Steuerwert 
der Liegenschaft. Im Jahr 2013 bspw. ging sie von einem Steuerwert der ‒ damals 
noch zwei ‒ Liegenschaften der Gesellschaft von Fr. 4’806’000.-- aus, im Gegen-
satz zum Buchwert von Fr. 3’906’000.-- (Fr. 2’529’000.-- _____strasse, Fr. 
1’377’000.-- _____strasse 29 [act. III/10]). Die stillen Reserven von damit Fr. 
900’000.-- rechnete sie dem Ehemann zur Hälfe an und ermittelte so ein Eigenka-
pital von Fr. -56’523.-- statt von Fr. -506’523.-- (act. III/25, act. III/32). 2014 dekla-
rierte der Ehemann selber einen Gesellschaftsanteil von Fr. -275’090.-- statt von 
Fr. -728’090.-- (act. III/12, act. III/32). Der Verkehrswert der Gesellschaftsliegen-
schaft liegt wie dargelegt noch höher als der Steuerwert. Aus dem Gesagten ergibt 
sich, dass sich das negative Eigenkapital des Ehemannes bei einer Bilanzierung 
der Gesellschaft zu Markt- bzw. Verkehrswerten auflösen würde bzw. dass seine 
Schulden durch die Aktiven der Baugesellschaft C._____ unter Einbezug der stil-
len Reserven nach wie vor gedeckt wären.

d/bb. Im Weiteren geht aus den Akten zwar hervor, dass der Ehemann mit seiner 
Schwester und Mitgesellschafterin D._____ am 24. Juni 2016 eine Vereinbarung 
abschloss, wonach ihm der Gewinnanteil an der Gesellschaft mit Beginn und Wir-
kung ab 1. Januar 2016 nicht mehr zur Auszahlung gebracht wird, sondern bis zur 
vollständigen Tilgung seiner Schuld von Fr. 703’222.42 seinem Kapitalkonto gut-
geschrieben wird (act. III/33). Es ist in diesem Zusammenhang aber zu beachten, 
dass das Eigenkapital des Ehemannes nicht erst seit kurzem, sondern seit 1991 
negativ ist. Er vermag nicht plausibel darzulegen, weshalb nun plötzlich eine 
Rückzahlung notwendig wird bzw. aus welchen Gründen er sich gerade jetzt dazu 
verpflichtete, überhaupt keine Bezüge mehr aus der Gesellschaft zu tätigen. Die 
Tatsache, dass die Vereinbarung kurz vor der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
abgeschlossen wurde, legt vielmehr die Vermutung nahe, dass diese zu Prozess-
zwecken und mit dem Ziel erstellt wurde, die Anrechnung eines Einkommens aus 

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der Gesellschaft zu vermeiden. Die Vorinstanz hat die entsprechende Abmachung 
daher zu Recht unberücksichtigt gelassen.

d/cc. Schliesslich ist zu beachten, dass persönliche, nur einen Ehegatten treffen-
de Schulden gegenüber Dritten der familienrechtlichen Unterhaltspflicht nachge-
hen und nicht zum Existenzminimum gehören. Zum Bedarf hinzuzurechnen ‒ bzw. 
in casu als entfallendes Einkommen zu berücksichtigen ‒ sind nur diejenigen re-
gelmässig abbezahlten Schulden, welche die Ehegatten für den gemeinsamen 
Lebensunterhalt aufgenommen haben (Urteil des Bundesgerichts 5A_923/2012 
vom 15. März 2013 E. 3.1; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.73). Der Ehemann behauptet 
vorliegend, dass die Parteien zur Bestreitung des Familienunterhalts aus der ein-
fachen Gesellschaft C._____ einen hohen sechsstelligen Betrag mehr an Mitteln 
bezogen hätten, als der Anspruch des Ehemannes auf die Jahresgewinne ausge-
macht hat. Diese Behauptung lässt sich allerdings nicht nachvollziehen:

Betrachtet man die Entwicklung des Gesellschaftskapitals (vgl. act. III/32), so fällt 
auf, dass bereits im Jahr 1998 eine Schuld des Ehemannes gegenüber der Ge-
sellschaft von Fr. 537’964.-- bestand. Diese resultierte aber nicht aus übermässi-
gen Bezügen, sondern war die Folge von Verlusten der Gesellschaft in den Ge-
schäftsjahren 1990 bis 1998 sowie der entsprechenden Schuldzinsen. Seit 1999 
wurden mit Ausnahme des Jahres 2002 nur noch Gewinne erzielt. Die Schuld 
blieb trotz erheblicher Schuldzinsen insgesamt bis Ende 2008 mit einem Stand 
von Fr. 542’656.-- unverändert. Die Bezüge waren in diesen Jahren daher insge-
samt etwa gleich hoch wie die Gewinne. In den letzten drei Jahren vor der Tren-
nung (2009-2011) lagen die Nettobezüge aus der Gesellschaft (Fr. 168’029.--) 
ebenfalls nicht über den erzielten Gewinnen (Fr. 214’003.--), weshalb die Schuld 
um Fr. 45’974.-- auf Fr. 496’682.-- abnahm. Im ersten Jahr der Trennung (2012) 
reduzierte sich die Schuld noch mehr, um Fr. 9’537.-- auf Fr. 487’145.--, da netto 
wiederum weniger aus der Gesellschaft bezogen wurde, als der Gewinnanteil des 
Ehemannes ausmachte, bzw. wiederum ein Teil des Gewinns in der Gesellschaft 
verblieb. Von 1999 bis Ende 2012 erfolgten per Saldo somit gar keine Bezüge aus 
der Gesellschaft, die die Gewinnanteile des Ehemannes überschritten hätten. 
Folglich können auch keine solchen (Über-)Bezüge zur Finanzierung des Famili-
enunterhalts verwendet worden sein. Die Behauptung des Ehemannes, dass die 
Ehegatten einen Lebensstil gepflegt hätten, der zur Schuldenbildung führte, lässt 
sich nicht erhärten.

In den Jahren 2013 und 2014 kam es dann zu einem Anstieg der Schuld auf Fr. 
728’090.-- per Ende 2014. 2013 wurden netto Fr. 94’003.-- aus der Gesellschaft 

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bezogen, bei einem Gewinnanteil von Fr. 74’626.--; 2014 wurden netto Fr. 
500’623.-- bezogen, bei einem Gewinnanteil von Fr. 279’055.--. Es erfolgten somit 
Bezüge von Fr. 240’945.-- über den Gewinnanteil hinaus. Dass die entsprechende 
Erhöhung der Schuld dem Familienunterhalt ‒ notabene nach der Trennung ‒ ge-
dient hätte, steht indes nicht fest. So führt der Ehemann selbst aus, dass er im 
Jahr 2014 aus dem Gesellschaftsvermögen einen Betrag von Fr. 100’000.-- in den 
Umbau der von ihm bewohnten Liegenschaft investiert hat. Sodann fällt auf, dass 
sich in der genannten Zeit das Privatvermögen des Ehemannes markant erhöhte. 
Aus der Steuererklärung bzw. -veranlagung 2013 geht bspw. hervor, dass er eine 
Liegenschaft und Bauland mit einem Steuerwert von Fr. 588’000.-- erwarb (act. 
III/14 u. III/25). Selbst wenn die fraglichen Gelder nicht nur in das Privatvermögen 
des Ehemannes, sondern auch in dasjenige der Ehefrau flossen, wie Ersterer vor-
bringt, wären sie aber nicht für den Familienunterhalt verwendet worden. Es trifft 
im Übrigen zu, dass nach der Trennung auch auf Seiten der Ehefrau das Vermö-
gen zugenommen hat (vgl. act. II/20‒22). Allfällige Transaktionen der Ehefrau zu 
Lasten der Gesellschaft bzw. des Ehemannes sind aber ‒ wie der Vermögensbe-
stand im Allgemeinen ‒ im Rahmen der Vermögensentflechtung im Hauptverfah-
ren zu klären (vgl. auch E. 8d). Zudem ist im Massnahmeverfahren angesichts der 
aktuellen Zinslage sowie des Umstands, dass keiner der Parteien dies verlangt, 
darauf zu verzichten, den Ehegatten einen Vermögensertrag als Einkommen an-
zurechnen. In diesem Sinn erübrigt sich auch die Prüfung der Frage, ob bzw. in 
welchem Umfang der Ehemann eine Erbschaft gemacht hat. Die von der Ehefrau 
in diesem Zusammenhang beantragte Beweisaussage erweist sich dementspre-
chend als nicht notwendig. Jedenfalls aber kann unter den genannten Umständen 
nicht davon gesprochen werden, dass die über die Gewinne hinausgehenden Be-
züge aus der einfachen Gesellschaft bzw. die entsprechende Schuldenbildung mit 
einem Betrag von über Fr. 700’000.-- der Finanzierung des Familienunterhalts ge-
dient hätten.

d/dd. Zusammenfassend steht fest, dass sich der negative Beteiligungswert an 
der Gesellschaft bei einer Bilanzierung derselben zum Marktwert deutlich relati-
viert, und dass nicht begründet ist, weshalb die Mitgesellschafterin unter diesen 
Umständen wie auch angesichts der Tatsache, dass der negative Kapitalanteil 
während rund 25 Jahren ohne Weiteres geduldet wurde, gerade jetzt auf einer 
Rückzahlung bestehen sollte. Sodann trifft es nicht zu, dass die entsprechende 
Schuld aus dem ehelichen Unterhalt resultiert. Diese ist vielmehr das Ergebnis 
von Verlusten der Gesellschaft bzw. entsprechender Schuldzinsen sowie des Um-
stands, dass der Ehemann ‒ und allenfalls auch die Ehefrau ‒ Gelder abgezogen 

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hat, die sich nun in seinem Privatvermögen befinden. In Anbetracht dessen be-
steht kein Anlass, dem Ehemann seinen Gewinnanteil aus der einfachen Gesell-
schaft C._____ nicht als Einkommen anzurechnen.

e/aa. Dass dem Ehemann sein Gewinnanteil aus der einfachen Gesellschaft 
C._____ als Einkommen anzurechnen ist, bedeutet nun nicht, dass die Berech-
nung der Vorinstanz unbesehen übernommen werden könnte. So ist dem Ehe-
mann zunächst in Abweichung zur ersten Instanz ein Abzug für die Schuldzinsen 
auf dem negativen Eigenkapital zuzugestehen. Auch in den Steuererklärungen 
bzw. -veranlagungen wurde nämlich jeweils nur der Nettoertrag aus der Gesell-
schaft als Einkommen berücksichtigt (vgl. E. 5e/ee).

e/bb. Die Berufung des Ehemannes erweist sich sodann insoweit als begründet, 
als er die Vorgehensweise der Vorinstanz betreffend das Jahr 2014 rügt. Um den 
Einkommensschwankungen des Ehemannes Rechnung zu tragen, stellte die erste 
Instanz an sich zu Recht auf den Durchschnittswert mehrerer Jahre ab. Sie bezog 
vier Jahre, 2012 bis 2015, in die Einkommensermittlung ein. Allerdings fiel der 
Jahresgewinn 2014 ausserordentlich hoch aus, bedingt durch den Umstand, dass 
in diesem Jahr eine Liegenschaft der Gesellschaft an der _____strasse 29 in 
O.1_____ verkauft worden war. Es rechtfertigt sich nun nicht, dem Ehemann den 
entsprechenden Gewinn als Einkommen anzurechnen, handelt es sich doch um 
ein einmaliges, ausserordentliches Ereignis. Folglich ist das Jahr 2014 vorliegend 
ausser Acht zu lassen und auf den Durchschnitt der Jahre 2012, 2013 und 2015 
abzustellen. Der verhältnismässig hohe Jahresgewinn lässt sich entgegen der An-
sicht der Ehefrau auch nicht dadurch ausgleichen, dass vier oder fünf Jahre in die 
Einkommensberechnung einfliessen. Dies würde sich nur dann rechtfertigen, 
wenn regelmässig alle paar Jahre ein Liegenschaftsverkauf stattfinden würde, was 
unter den gegebenen Umständen ‒ es befindet sich lediglich noch eine Liegen-
schaft an der _____strasse in O.1_____ im Eigentum der Gesellschaft ‒ nicht der 
Fall sein dürfte.

e/cc. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz bezüglich des Jahresab-
schlusses 2015 auf dasjenige Dokument abstellte, das der Ehemann mit seiner 
Stellungnahme vom 30. Mai 2016 ins Recht gelegt hatte und einen Jahresgewinn 
von Fr. 128’027.-- ausweist (act. III/11). Zwar reichte der Genannte anlässlich der 
mündlichen Verhandlung eine zweite Jahresrechnung für das Jahr 2015 ein (act. 
III/31), nach welcher der Jahresgewinn lediglich noch Fr. 104’377.-- beträgt. Zu 
beachten ist aber, dass der Ehemann den ersten Jahresabschluss vorbehaltlos 
einreichte, ohne jeglichen Hinweis, dass es sich bloss um provisorische Zahlen 

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handle. Zudem erfolgte der vom Ehemann in der Berufung (S. 26) geltend ge-
machte Berichtigungsvorbehalt nicht im Hinblick auf die Jahresrechnung 2015, 
sondern mit Bezug auf seinen allgemeinen Vorwurf, die Ehefrau habe in massi-
vem Umfang Bargelder des Ehemannes bezogen und ein finanzielles Desaster 
angerichtet (vgl. die Stellungnahme vom 30. Mai 2016, S. 7). Schliesslich äusserte 
sich der Ehemann weder im vorinstanzlichen noch im vorliegenden Verfahren zu 
den Gründen, die zu einer nachträglichen Verminderung des Jahresgewinns ge-
führt haben sollen. Mit den entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz ‒ na-
mentlich, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb der Aufwand für den Unterhalt 
der Liegenschaft zwischen dem 30. Mai 2016 und dem 11. Juli 2016 um Fr. 
25’000.-- gestiegen sei ‒ setzt er sich nicht auseinander. Daher kann wie einlei-
tend erwähnt auf den am 30. Mai 2016 eingereichten Jahresabschluss abgestellt 
werden.

e/dd. Aufgrund vorstehender Ausführungen ist beim Ehemann aus der einfachen 
Gesellschaft C._____ folgendes Einkommen zu berücksichtigen: Im Jahr 2012 
belief sich sein Gewinnanteil aus der Gesellschaft auf Fr. 73’466.--. Abzüglich der 
Schuldzinsen von Fr. 6’853.-- ist somit von einem Einkommen von Fr. 66’613.-- 
auszugehen (act. II/14, III/8, III/13 [Formular 1a S. 2 u. 3, Formular 11e S. 4] u. 
III/32). 2013 beliefen sich die Einkünfte bei einem Gewinnanteil von Fr. 74’626.-- 
und Schuldzinsen von Fr. 6’926.-- auf Fr. 67’700.-- (act. III/9, III/14 [Formular 1a S. 
2 f.], III/24 u. III/32). Für das Jahr 2015 ist von einem Gewinnanteil von Fr. 64’014.-
- sowie von Schuldzinsen von Fr. 9’672.-- und somit von einem Einkommen von 
Fr. 54’342.-- auszugehen (act. III/11). Dies ergibt durchschnittliche Einnahmen von 
Fr. 62’885.-- pro Jahr bzw. Fr. 5’240.-- pro Monat.

f/aa. Wird der ausserordentliche Gewinn der einfachen Gesellschaft C._____ 
des Jahres 2014 ausgeklammert, rechtfertigt es sich, im Gegenzug auch das Ein-
kommen des Ehemannes aus der mechanischen Werkstätte näher zu betrachten 
bzw. zu prüfen, ob es auch dort Jahresergebnisse gab, die aufgrund ihres ausser-
ordentlichen Charakters nicht zu berücksichtigen sind. Daran ändert nichts, dass 
die Ehefrau weder im vorinstanzlichen Verfahren noch in der Berufung geltend 
machte, der Ehemann könne mit seiner Werkstätte ein höheres als das von ihm 
geltend gemachte Einkommen erzielen, sondern in ihre Berechnungen auch die-
jenigen Jahre einbezog, in denen es zu einem Verlust kam (vgl. vorinstanzliche 
Replik, S. 5 f.). Es ist nämlich nicht zu übersehen, dass sie das tiefe Einkommen 
aus der Werkstätte offensichtlich nur in Verbindung mit dem hohen Einkommen 
aus der Baugesellschaft C._____ anerkannte ‒ errechnete sie doch wie die Vorin-
stanz ein Gesamteinkommen des Ehemannes von Fr. 11’122.-- monatlich ‒ bzw. 

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dass sie die Weiterführung des zeitweise wenig lukrativen Betriebs nur unter der 
Voraussetzung zugestand, dass der Einkommensrückgang nach der Trennung 
durch ein höheres Einkommen aus der Baugesellschaft kompensiert wird. Entfällt 
nun zufolge Einmaligkeit des Gewinns 2014 die Anrechnung des höheren Ein-
kommens aus der einfachen Gesellschaft, kann die Ehefrau auch nicht auf ihrem 
Zugeständnis in Bezug auf das Einkommen aus der mechanischen Werkstätte 
behaftet werden. 

f/bb. Im Jahr 2010 erzielte der Ehemann mit seiner mechanischen Werkstätte 
einen Jahresgewinn von Fr. 33’927.-- und im Jahr 2011 einen solchen von Fr. 
38’265.-- (act. II/19). 2012 betrug der Gewinn Fr. 31’423.-- (act. III/13). Im Jahr 
2013 resultierte aus dem Betrieb ein Verlust von Fr. 6’579.-- (act. III/14), während 
2014 wieder ein Gewinn erzielt wurde, und zwar in der Höhe von Fr. 47’641.-- (act. 
III/12). 2015 kam es zu einem Verlust in der Höhe von Fr. 31’647.-- (act. III/16). 
Die Vorinstanz stellte zur Ermittlung des Einkommens des Ehemannes aus der 
mechanischen Werkstätte wie bei der einfachen Gesellschaft C._____ auf den 
Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2015 ab. Auf diese Weise flossen aus der 
Werkstätte Einnahmen von lediglich Fr. 850.-- pro Monat in die Unterhaltsberech-
nung ein, was nicht gerechtfertigt erscheint.

Der hohe Verlust des Jahres 2015 ist eine Folge davon, dass in diesem Jahr nur 
gerade ein Ertrag von Fr. 280.-- generiert wurde. Dies, nachdem in den Vorjahren 
jeweils deutlich höhere Erträge anfielen (2014 Fr. 72’896.--, 2013 Fr. 37’542.--, 
2012 Fr. 86’935.--, 2011 Fr. 96’716.--, 2010 Fr. 67’874.--). Das Jahr 2015 müsste 
bei einer Durchschnittsrechnung als negativer Ausreisser daher von vornherein 
unberücksichtigt bleiben. Weshalb der Ertrag aus der Werkstätte im Jahr 2015 
praktisch vollständig weggefallen sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Ebenso wenig 
ist ersichtlich, aus welchem Grund es im Jahr 2013 mit einem Ertrag von Fr. 
37’542.-- im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2010, 2011, 2012 und 2014 (Fr. 
81’105.--) zu einem Ertragseinbruch von mehr als 50% kam. Jedenfalls nahmen 
die Parteien im Rahmen der Trennungsvereinbarung an, dass der Ehemann in der 
Lage ist, aus der mechanischen Werkstätte ein regelmässiges Einkommen zu er-
zielen. Was dessen Höhe betrifft, so dürfte der in der Trennungsvereinbarung ent-
haltene Betrag von Fr. 6’000.-- pro Monat, wie in E. 5e/ee dargelegt, zu hoch ge-
griffen sein. Gleichzeitig erscheint aber klar, dass es dem Ehemann bei genügen-
der Ausschöpfung seiner Arbeitskraft sowohl zumutbar als auch möglich wäre, mit 
seiner Werkstätte mehr als Fr. 850.-- pro Monat zu verdienen, zumal keine Hin-
weise auf eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit des Ehemannes oder auf andere, 
sich negativ auf den Ertrag des Unternehmens auswirkende Umstände vorliegen. 

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In diesem Sinn ist dem Ehemann aus der mechanischen Werkstätte basierend auf 
den vor der Trennung erzielten Einkünften (Durchschnitt der Jahre 2010 und 2011 
= Fr. 3’008.-- [act. II/19]) ein hypothetisches Einkommen von Fr. 3’000.-- pro Mo-
nat anzurechnen (zum hypothetischen Einkommen vgl. E. 7a nachfolgend). 

g. Schliesslich sind beim Ehemann in Übereinstimmung mit der Vorinstanz die 
Wertschriftenerträge der Jahre 2012 (Fr. 1’002.-- [act. II/14]), 2013 (Fr. 698.-- [act. 
III/24]) und 2014 (Fr. 154.-- [act. III/12]) ebenfalls als Einkommensbestandteil zu 
berücksichtigen. Der durchschnittliche Ertrag beläuft sich in Anbetracht der aufge-
führten Beträge auf Fr. 50.-- pro Monat.

h. Zusammenfassend ergibt sich ein monatliches Nettoeinkommen des Ehe-
mannes von gerundet Fr. 8’300.-- (Baugesellschaft C._____ Fr. 5’240.--, mechani-
sche Werkstätte Fr. 3’000.--, Wertschriftenertrag Fr. 50.--) statt wie von der Vorin-
stanz angenommen von Fr. 11’122.--. Die Berufung des Ehemannes erweist sich 
in diesem Punkt somit als teilweise begründet.

7a. Als Nächstes ist die Leistungsfähigkeit der Ehefrau zu prüfen. Grundsätzlich 
ist bei der Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines Ehegatten von dessen 
tatsächlich erzieltem Einkommen auszugehen (Jann Six, a.a.O., Rz. 2.128; Heinz 
Hausheer/Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unter-
haltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 01.49). Allerdings darf bei der Festsetzung 
von Unterhaltsbeiträgen vom tatsächlichen Leistungsvermögen eines Ehegatten 
abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen 
werden, wenn dessen Erzielung zumutbar und tatsächlich möglich ist. Dabei han-
delt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Damit 
ein Einkommen überhaupt oder ein höheres Einkommen als das tatsächlich erziel-
te angerechnet werden kann, genügt es daher nicht, dass dem betroffenen Ehe-
gatten unter Berücksichtigung seines Alters, seiner Gesundheit und seiner Ausbil-
dung weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Vielmehr muss es auch 
möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen zu erzielen. 
Wo die reale Möglichkeit einer Einkommenssteigerung fehlt, muss eine solche 
ausser Betracht bleiben. Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechts-
frage, welche Tätigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als zumutbar erscheint. 
Ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das angenommene Einkom-
men effektiv erzielbar ist, bildet hingegen eine Tatfrage (BGE 137 III 118 E. 2.3, 
BGE 128 III 4 E. 4a, je m.w.H.).

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b. Die Vorinstanz ging in casu von einem tatsächlichen Erwerbseinkommen 
der Ehefrau von netto Fr. 3’502.-- pro Monat aus und verzichtete darauf, ihr ein 
hypothetisches Mehreinkommen anzurechnen. Sie begründete dies zunächst mit 
dem Umstand, dass die Ehefrau während gelebter Ehe den Haushalt geführt hatte 
und für den Sohn und den Ehemann präsent gewesen war. Darüber hinaus stützte 
die Vorinstanz darauf ab, dass die Ehefrau fünf Teilzeitjobs ausübt, dass nicht 
dargetan ist, inwiefern sie zu einer besseren Entlöhnung in ihren ursprünglich er-
lernten Beruf oder in einen anderen Beruf hätte zurückkehren können, dass sie 
sich im fortgeschrittenen Alter befindet (57 Jahre) und sich der Arbeitsmarkt für 
Personen in diesem Alter schwierig gestaltet. Selbst wenn davon auszugehen wä-
re, dass der Ehefrau die Erzielung eines höheren Einkommens zumutbar wäre, 
fehlt gemäss Vorinstanz der Nachweis, dass ihr solches tatsächlich auch möglich 
wäre. So lasse der Umstand, dass sie im Dienste von fünf Arbeitgebenden stehe, 
eher darauf schliessen, dass sie keine geeignetere und besser entlöhnte Er-
werbsmöglichkeit finde, als dass sie sich um keine solche bemühe. Zudem sei 
davon auszugehen, dass sie nicht über eine höhere berufliche Ausbildung verfü-
ge, so dass auch bei einer Vollzeitstelle nicht von einem merklich höheren Netto-
einkommen ausgegangen werden könnte. Vor diesem Hintergrund könne die Fra-
ge, was für ein Arbeitspensum die Ehefrau mit ihren fünf Teilzeitjobs aktuell ver-
sehe, ob 100% wie sie behaupte, oder 64%, wie der Ehemann behaupte, offen 
bleiben. Im Hinblick auf die bevorstehende Scheidung sei die Ehefrau aber aufge-
rufen, sich (vermehrt) nach besseren Erwerbsmöglichkeiten umzusehen (E. 6.1, S. 
23 ff., des angefochtenen Entscheids).

c/aa. Der Ehemann bringt im Berufungsverfahren vor, er habe im erstinstanzli-
chen Verfahren aufgezeigt und belegt, dass die Ehefrau bei der E._____ als Büro-
angestellte monatlich durchschnittlich 54.25 Arbeitsstunden leiste. Gemäss Art. 34 
GAV für das Holzbaugewerbe gelte auch für das kaufmännische Personal eine 
Wochenarbeitszeit von 42 Stunden oder ein Soll von 2’190 Stunden pro Jahr re-
spektive 182.5 Stunden pro Monat. Somit absolviere die Ehefrau ein Teilpensum 
von 29%. Im Jahr 2015 habe sie hierbei einen Jahresnettolohn von Fr. 22’189.-- 
inklusive Ausbildungszulagen für den Sohn oder von Fr. 18’949.-- ohne diese Zu-
lagen generiert. Bei einem 100%-Pensum entspreche dies ohne Zulagen einem 
Nettolohn von Fr. 65’341.-- pro Jahr oder Fr. 5’445.-- pro Monat. Es wäre der Eh