# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3596a054-a6e9-5c81-9a7f-b7fd2753f979
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.11.2021 II 2021 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-75_2021-11-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 75

Entscheid vom 19. November 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz 
gemäss Art. 52 AHVG)

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Sachverhalt:

A. Die C.________ GmbH (seit 2.2.2016 [Tageseintrag]; vormals D.________ 
GmbH bzw. E.________ GmbH) mit Sitz in ________ bezweckte u.a. Dienstleis-
tungen, insbesondere in den Bereichen Personalberatung und Kaderselektion 
sowie bei der Zurverfügungstellung von Personal für Temporäreinsätze (vgl. Vi-
act. 10/23/24).

Vom ________ 2016 bis zur Löschung der C.________ GmbH am ________ 
2019 waren A.________ als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunter-
schrift sowie F.________ als Gesellschafter mit Einzelunterschrift der 
C.________ GmbH im Handelsregister eingetragen (vgl. Vi-act. 10).

Mit Verfügung vom 10. April 2019 hat der Einzelrichter des Bezirksgerichts 
________ die Gesellschaft aufgelöst und das Konkursverfahren mit Verfügung 
vom 10. Mai 2019 mangels Aktiven eingestellt (vgl. Vi-act. 2/10).

B. Mit Verfügung vom 7. September 2020 verpflichtete die Ausgleichskasse 
Schwyz A.________ zur Bezahlung eines Schadenersatzes in der Höhe von 
Fr. 393'785.55 für unbezahlt gebliebene Sozialversicherungsbeiträge (inkl. Ver-
waltungskosten und Einzugsspesen) der Jahre 2017/2018 (Vi-act. 11). Dagegen 
liess A.________ am 25. September 2020 bei der Ausgleichskasse Einsprache 
erheben bzw. ergänzte diese am 8. Februar 2021 (vgl. Vi-act. 13/14/22).

C. Mit Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 (Einsprache-Nr. 1302/20) er-
kannte die Ausgleichskasse was folgt (Vi-act. 25):

1. Die Einsprache vom 25. September 2020 wird im Sinne der Erwägungen 
teilweise gutgeheissen und die Summe des Schadenersatzes auf 
Fr. 393'285.55 reduziert. Im Übrigen wird die Einsprache abgewiesen.

(2.-4. Kosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung)

D. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 (Versand: gleichen-
tags) liess A.________ mit Eingabe vom Montag, 28. Juni 2021 (Versand: glei-
chentags), fristgerecht Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträgen:

1. Ziffer 1 des Einspracheentscheides vom 26. Mai 2021 (Einsprache-Nr. 
1302/20; Abrechnungs-Nr. 10.014.538 / 746.727) sei aufzuheben, soweit die 
Einsprache abgewiesen wurde.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zu Lasten der Vor-
instanz.

Gleichzeit ersuchte A.________ um Verfahrenssistierung des Beschwerdever-
fahrens, bis das Strafverfahren ________ gegen den Beschwerdeführer sowie 
das Strafverfahren ________ (beide hängig bei der Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Schwyz) rechtskräftig abgeschlossen seien.

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E. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 26. Juli 2021, die Sistie-
rung des Beschwerdeverfahrens bzw. die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei 
abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.

Am 27. Juli 2021 lehnte das Verwaltungsgericht den Sistierungsantrag ab. 

Der Beschwerdeführer reichte am 1. Oktober 2021 eine Replik ein. Mit Eingabe 
vom 19. Oktober 2021 verzichtete die Vorinstanz auf eine weitere Stellungnah-
me.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 macht die Vor-
instanz geltend, der Beschwerdeführer hafte für den Schaden, der durch die 
Nichtbezahlung der paritätischen Sozialversicherungsbeiträge für die Jahre 2017 
und 2018 entstanden ist (vgl. S. 5 Erw. 2.4 i.V.m. S. 5f. 3.2f). Er sei seit dem 
________ 2016 bis zum Konkurs am 10. April 2019 als Gesellschafter und einzi-
ger Geschäftsführer - mit Einzelunterschriftsberechtigung - der C.________ 
GmbH im Handelsregister eingetragen gewesen und habe somit als deren for-
melles Organ figuriert (vgl. S. 4 Erw. 2.2 und S. 8 Erw. 5.8f.). Mithin habe er die 
damit verbundenen bzw. die ihm obliegenden gesetzlichen Beitragszahlungs- 
und Abrechnungspflicht zu erfüllen gehabt (vgl. S. 4 Erw. 2.3.2 i.V.m. S. 7 Erw. 
4.2). Soweit der Beschwerdeführer dabei auf eine Vereinbarung zwischen ihm 
und F.________ vom 22. Oktober 2018 verweise, wonach letzterer sich verpflich-
tet habe, für den Schaden aus dem Konkurs der GmbH infolge seiner Geschäft-
stätigkeit als Geschäftsführer aufzukommen und den Beschwerdeführer zu ent-
schädigen, so habe diese als privatrechtliche Vereinbarung im Hinblick auf das 
vorliegende, öffentlich-rechtliche Schadenersatzverfahren unbeachtlich zu blei-
ben (vgl. S. 4 Erw. 2.3.3). Ohnehin müsse nicht beurteilt werden, inwiefern auch 
F.________ als faktisches oder materielles Organ für den Schaden solidarisch 
haftbar gemacht werden könnte; zu prüfen gelte es lediglich, ob der Beschwerde-
führer selbst haftbar sei (vgl. S. 8 Erw. 5.8). Es sei zudem als grobfahrlässig zu 
qualifizieren, wenn ein Organ seine unübertragbaren Pflichten nicht wahrnehme. 
Dem Beschwerdeführer sei die schwierige finanzielle Situation der kleinen und 
überschaubaren Gesellschaft bereits seit 2017 - infolge von Liquiditätsengpässen 
und Ungereimtheiten - bekannt gewesen; er wäre daher verpflichtet gewesen, die 
Bezahlung der gesetzlichen Beiträge im Auge zu behalten; gleichwohl hat er dies 
unterlassen und auch keine griffigen Massnahmen eingeleitet bzw. sich nicht 
genügend persönlich und aktiv darum bemüht; soweit sich der Beschwerdeführer 
lediglich sporadisch vor Ort und per Mail sowie Telefon über den Geschäftsgang 

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des Unternehmens habe informieren lassen, so genüge dies keinesfalls den An-
forderungen, die an die Sorgfalt eines Geschäftsführers gestellt werden (vgl. S. 8 
Erw. 5.10 i.V.m. S. 9f. Erw. 5.12 - Erw. 5.16/5.19/5.21). Erschwerend komme 
hinzu, dass der Beschwerdeführer bewusst aufgrund seiner persönlichen, beruf-
lichen und fachlichen Qualifikationen zum Geschäftsführer der GmbH ernannt 
worden sei, da nur er die persönlichen Voraussetzungen erfüllt habe, die gemäss 
Gesetz für eine Betriebsbewilligung bei Arbeitsvermittlung und Personalverleih 
erforderlich gewesen sei; die GmbH hätte ihren Betrieb ohne ihn gar nicht erst 
aufnehmen können bzw. dürfen (vgl. S. 8 Erw. 5.10). Schliesslich vermöge die 
vom Beschwerdeführer im Jahre 2017 in die GmbH eingebrachte Einlage von 
Fr.  393'000.-- sowie eine allfällige Mitschuld von F.________ ihn nicht von seiner 
Haftung nach Art. 52 AHVG zu entlasten (vgl. S. 10 Erw. 5.17/ 5.18/6.3). 

1.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht vor, 
dass er gemäss einer Arbeitgeberkontrolle durch die Ausgleichskasse ________ 
die Beitragsabrechnung und -zahlung bezogen auf sein eigenes Architekturbüro - 
G.________ AG - ordnungsgemäss erledige (vgl. Beschwerde vom 28.6.2021 S. 
3 Ziff. 5; Replik vom 1.10.2021 S. 3 Ziff. 4). Durch seine Tätigkeit als Architekt 
habe er F.________ kennengelernt; mit ihm habe er anfangs 2016 eine beste-
hende GmbH übernommen und diese in C.________ GmbH umfirmiert; es sei 
von Beginn weg geplant gewesen, dass F.________ für die Gesellschaft tätig 
sein bzw. die operative Führung inne haben sollte; der Beschwerdeführer sei 
auch nie für das Unternehmen operativ tätig gewesen bzw. nur sporadisch vor 
Ort gewesen; die Vorinstanz habe F.________ als Verhandlungspartner bzw. 
Ansprechperson akzeptiert (vgl. S. 3f. Ziff. 6-9; S. 6f. Ziff. 18/19/20/21/38). Nach-
dem am 10. April 2019 über das Unternehmen der Konkurs eröffnet worden sei, 
sei gegen F.________ ein Strafverfahren wegen Delikten im Zusammenhang mit 
dem Konkursverfahren eröffnet worden (vgl. S. 4 Ziff. 11/12; S. 13 Ziff. 41). Of-
fenbar seien Rechnungen der Vorinstanz nicht beglichen worden, wovon der Be-
schwerdeführer jedoch nichts gewusst habe, denn F.________ habe dafür ge-
sorgt, dass er diesbezüglich keine Kenntnis erhalten habe (vgl. Replik S. 5 Ziff. 
13). Er bestreite nicht, dass der Vorinstanz ein Schaden entstanden sei; indes 
trage F.________ hierfür die Verantwortung, da er aktiv verhindert habe, dass 
der Beschwerdeführer Kenntnis vom Schaden hätte erhalten bzw. eindämmen 
können (vgl. S. 12f. Ziff. 38-40; S. 5 Ziff. 14). Er sei von F.________ absichtlich 
davon abgehalten worden, seine Kontroll- bzw. Aufsichtsfunktion bei der 
C.________ GmbH wahrzunehmen (vgl. S. 3 Ziff. 4/ und S. 8ff. Ziff. 24-27/33; 
S. 3 Ziff. 5). Er habe bezüglich seiner zahlreichen Anfragen zur Kreditorenliste 
keine bzw. nur unvollständige und inkorrekte Informationen sowie Belege erhal-
ten, sodass er sich kein Gesamtbild von der finanziellen Situation der Gesell-

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schaft bzw. den tatsächlichen Ausständen bei der Vorinstanz habe machen kön-
nen (vgl. S. 9ff. Ziff. 28-31/34-36; S. 3f. Ziff. 6-10 und S. 7 Ziff. 22). Ihn treffe kein 
Verschulden, da ihm jegliches Bewusstsein über massive Ausstände aktiv und 
vorsätzlich vorenthalten worden sei (vgl. S. 12 Ziff. 37; S. 6 Ziff. 20). Erst als ihm 
am 3. Oktober 2018 die Bilanz für das Jahr 2017 mit Ausständen bei der Vor-
instanz von rund Fr. 210'000.-- zugestellt wurde, habe der Beschwerdeführer das 
gesamte Ausmass erfassen, jedoch nicht mehr reagieren können (vgl. Replik 
S. 4 Ziff. 10/S. 7 Ziff. 24). Das schwere Drittverschulden bzw. das betrügerische 
Verhalten von F.________, wonach er aktiv verhindert habe, dass der Be-
schwerdeführer von den hohen Ausständen erfahren habe und entsprechende 
Massnahmen bzw. Konsequenzen hätte ziehen können, wiege so schwer, dass 
der Beschwerdeführer als Haftungssubjekt entfalle (vgl. S. 14 Ziff. 44; S. 4ff. Ziff. 
11/13/16/20-29). Selbst die Vorinstanz sei trotz des Verhaltens von F.________ 
nicht auf die Idee gekommen, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte und sich 
auch nicht um die Eintreibung der Ausstände bemüht; insofern sei von einem Mit- 
bzw. Selbstverschulden der Vorinstanz auszugehen (vgl. S. 7f. Ziff. 22/23; S. 4 
Ziff. 15/17/19). Auch die H.________ als Revisionsstelle trage eine Verantwor-
tung; sie hätte den Beschwerdeführer auf Ungereimtheiten in der Buchhaltung 
aufmerksam machen müssen (vgl. Replik S. 7 Ziff. 25).

1.3 Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer für den sich 
aus den Beitragsausständen der C.________ GmbH ergebenden Schaden von 
insgesamt Fr. 393'285.55 haftbar gemacht werden kann. Es geht mithin um die 
Frage der Arbeitgeberhaftung gemäss Art. 52 AHVG.

2. Zunächst gilt es in prozessualer Hinsicht die Frage der Beiladung allfälliger 
Mitinteressierter zu prüfen.

2.1 Nach der Rechtsprechung ist das Sozialversicherungsgericht gehalten, 
andere von der Ausgleichskasse belangte Solidarschuldner beizuladen, und zwar 
sowohl wenn gegen diese das Verfahren noch hängig ist, als auch wenn deren 
Haftung bereits rechtskräftig feststeht. Praxisgemäss nicht beizuladen sind 
demgegenüber Dritte, die auch als Mithaftende in Frage kommen könnten, von 
der Ausgleichskasse aber nicht belangt worden sind (vgl. Urteil BGer 
9C_646/2012 vom 27.8.2013 i.Sa. R. vs. Ausgleichskasse Schwyz, Erw. 3.1 
m.w.H.). Im BGE 134 V 306 hat das Bundesgericht ausgeführt, dass die Haftung 
mehrerer zwar nichts daran ändert, dass der einzelne gegenüber der 
Ausgleichskasse den ganzen von ihm zu verantwortenden Betrag schuldet. Die 
rechtliche und tatsächliche Stellung eines Schadenersatzpflichtigen werde aber 
dadurch verändert, dass er gegebenenfalls gegen allfällige Mithaftende 

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regressieren könne oder die Ausgleichskasse möglicherweise die Forderung 
zuerst gegen andere Mithaftende vollstrecke. Er habe daher ein rechtliches und 
faktisches Interesse daran, dass neben ihm auch andere Personen für haftbar 
erklärt würden. Dieses Interesse könne es rechtfertigen, den in Anspruch 
Genommenen auch an Verfahren gegen andere potenziell 
Schadenersatzpflichtige zu beteiligen (vgl. Erw. 3.1). Sei der zur Bezahlung von 
Schadenersatz Verpflichtete zur Beschwerde gegen Entscheide berechtigt, mit 
denen potenziell ebenfalls Ersatzpflichtige von der Haftung befreit würden, 
müsse er somit auch die Möglichkeit haben, sich am vorangehenden 
Einspracheverfahren zu beteiligen (vgl. Erw. 3.3.2; sowie zum Ganzen auch: 
VGE II 2013 72 vom 20.11.2013 Erw. 1.7).

2.2 Aus den Akten geht weder hervor noch wird vorgebracht, dass die Aus-
gleichskasse gegen den anderen Gesellschafter der C.________ GmbH, 
F.________, eine Schadenersatzverfügung erlassen hat. Eine Beiladung weiterer 
Mitinteressierter erübrigt sich deshalb denn auch.

3.1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung 
von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er diesen zu 
ersetzen (vgl. Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] vom 20.12.1946). Der 
Schadenersatzanspruch verjährt nach den Bestimmungen des 
Obligationenrechts über die unerlaubten Handlungen. (vgl. Art. 52 Abs. 3 AHVG). 
Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatzanspruch durch 
Verfügung geltend (vgl. Art. 52 Abs. 4 AHVG). Kenntnis des Schadens ist in der 
Regel von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter 
Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die 
tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, 
wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen können (vgl. BGE 119 V 92 Erw. 
3).

In Abweichung von Artikel 58 Absatz 1 des Bundesgesetzes über den allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000, 
wonach zur Beurteilung von Beschwerden das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde 
führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat, ist für die Be-
schwerde nach Art. 52 AHVG das Versicherungsgericht des Kantons zuständig, 
in welchem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat (vgl. Art. 52 Abs. 5 AHVG).

3.2.1  Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften 
subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder 

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Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen 
Schaden verantwortlich, so haften sie für den Schaden solidarisch (vgl. Art. 52 
Abs. 2 AHVG). Mit den für eine juristische Person subsidiär haftenden Mitglie-
dern der Verwaltung und aller mit der Geschäftsführung oder Liquidation befass-
ten Personen sind die Organe angesprochen. 

3.2.2  Die Praxis zum Organbegriff in Art. 52 AHVG verläuft grundsätzlich parallel 
zu jener im Bereich der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit gemäss Art. 754f. 
OR. Die Schadenersatzpflicht erstreckt sich somit auf alle Personen mit Ent-
scheidungsbefugnissen, welche ihnen von Gesetzes wegen (formelle Organe) 
oder aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zukommen (faktische Organe). 
Formelle Organe sind Entscheidungs- und Kontrollorgane, die nach den jeweili-
gen organisationsrechtlichen Vorschriften der einzelnen Rechtsformen vom 
obersten Organ der juristischen Person formell ernannt worden sind und deren 
Kompetenzen sich unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Bei Geschäftsführern 
einer Aktiengesellschaft wird die formelle Organstellung vom Bundesgericht zwar 
ausdrücklich verneint, jedoch wird auf sie - wie zur Bestimmung der faktischen 
Organe - der materielle Organbegriff angewendet. Demgegenüber handelt es 
sich beim Geschäftsführer einer GmbH um ein formelles Organ. Eine Haftung ist 
ferner auch zu bejahen, wenn der Geschäftsführer den ihm (gegebenenfalls) 
formell übertragenen Rechten und Pflichten im Beitragswesen nicht nachkommt 
(vgl. Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach 
Art. 52 AHVG, Zürich 2008, Rz 205/219; zur formellen Organstellung des Ge-
schäftsführers einer GmbH; BGE 126 V 237 Erw. 4 und Urteil EVG H 252/01 vom 
14.5.2003 Erw. 3b f., bestätigt u.a. mit Urteil BGer 9C_657/2015 vom 19.1.2016 
Erw. 5.3; Urteil BGer 9C_713/2013 vom 30.5.2014 Erw. 3.1; Urteil BGer 
9C_347/2013 vom 3.7.2013 Erw. 3).

3.2.3  Die formellen Organe haften wegen der gesetzlichen Definition ihrer Pflich-
ten unabhängig von der tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Wil-
lensbildung der Gesellschaft, unabhängig auch von der Zeichnungsberechtigung 
und dem Grund der Mandatsübernahme. Wer im Rahmen einer juristischen Per-
son eine formelle Organstellung einnimmt, hat auch die damit verbundenen ge-
setzlichen Pflichten zu erfüllen. Es muss deshalb bei formellen Organen nicht 
geprüft werden, ob sie den materiellen Organbegriff erfüllen (vgl. Reichmuth, 
a.a.O., Rz 212 f. m.H.).

3.2.4  Die Organhaftung beginnt grundsätzlich mit der effektiven Organstellung, 
spätestens mit der Eintragung im Handelsregister, und hält so lange, als die Per-
son eine formelle, materielle oder faktische Organstellung innehatte (und damit 

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über allenfalls vorhandenes Vermögen disponieren und Zahlungen an die Aus-
gleichskasse veranlassen konnte; Reichmuth, a.a.O., Rz 242/256 m.H.). Sie en-
det mit anderen Worten in jenem Zeitpunkt, in welchem die Person den Ge-
schäftsgang nicht mehr beeinflussen kann, sei es durch Handlungen oder Unter-
lassungen (vgl. BGE 126 V 61 Erw. 4a: Fehlen einer formellen und einer fakti-
schen Organstellung). Zudem ist das Organ auch für die vor der Übernahme der 
Organfunktion unbezahlt gebliebenen Beiträge haftbar, soweit die Kausalität 
nicht durch eine bereits vorbestehende Zahlungsunfähigkeit der juristischen Per-
son unterbrochen wird (vgl. zum Ganzen auch: VGE II 2016 27 vom 25.8.2016 
Erw. 1.2 m.H.a. VGE II 2009 120 vom 23.2.2010 Erw. 5.2; Reichmuth, a.a.O., 
Rz 275/277).

3.3 Haftungsvoraussetzung ist, dass die zuständige Ausgleichskasse einen 
Schaden erlitten hat. Ein solcher gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, 
dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht 
mehr erhoben werden können. Der Ausgleichskasse kann somit grundsätzlich 
auf zweierlei Arten ein Schaden entstehen: Durch Eintritt der Beitragsverwirkung 
oder durch Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (vgl. Thomas Nussbaumer, Die 
Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, AJP 9/1996, S. 1076).

Der Schaden setzt sich im Bereich von Art. 52 AHVG zur Hauptsache aus den 
nicht abgelieferten paritätischen Sozialversicherungsbeiträgen (AHV/IV/EO/FAK 
inkl. ALV) zusammen. Dazu können noch die Verwaltungskostenbeiträge, Mahn-
gebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten sowie Verzugszinsen für 
rückständige Beiträge kommen (vgl. Nussbaumer, a.a.O., S. 1076, Ziff. 8 lit. a).

3.4.1 Als Haftungsvoraussetzung für den Schadenersatzanspruch des Versiche-
rers gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG wird weiter verlangt, dass ein Arbeitgeber 
durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften der Ver-
sicherung einen Schaden zufügt. Absichtlich handelt, wer etwas mit Wissen und 
Willen begeht (vgl. ZAK 1987, S. 206). Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn ein 
Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher 
Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen 
(Urteil BGer 9C_117/2011 vom 29.3.2011 Erw. 4 und Urteil BGer 9C_330/2010 
vom 18.1.2011 Erw. 3.2). Das Bundesgericht geht in seiner Praxis allerdings da-
von aus, dass bei Verletzung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht ein 
Verschulden des Arbeitgebers grundsätzlich gegeben ist. Lediglich wenn beson-
dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt  
oder nicht schuldhaft erscheinen lassen, entfällt eine Haftung (vgl. Nussbaumer, 
a.a.O., S. 1077 f. m.H.a. BGE 108 V 183 Erw. 1b und BGE 121 V 243 Erw. 4b). 
Ist der Arbeitgeber eine Aktiengesellschaft, so sind grundsätzlich strenge Anfor-

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derungen an die Sorgfaltspflicht der Organe zu stellen. Dieser Grundsatz gilt 
auch für Aktiengesellschaften mit bescheidener Firmengrösse; ebenso für 
Gesellschaften mit beschränkter Haftung (vgl. Urteil BGer 9C_204/2008 vom 
6.5.2009 Erw. 3.1 m.H.). Das Verschulden ist nach den Verhältnissen im Einzel-
fall zu beurteilen (vgl. VGE 172/94 vom 12.4.1995 Erw. 3c; VGE 254/96 vom 
17.9.1997 Erw. 1c; VGE 327/98 vom 13.5.1998 Erw. 1c; VGE 489/98 vom 
21.4.1999 Erw. 1c). Die Verantwortlichkeit des Geschäftsführers einer GmbH (zu 
dessen Sorgfalts- und Treuepflicht vgl. Art. 812 OR) geht sogar noch weiter als 
diejenige des Geschäftsführers einer AG, der nicht zugleich Verwaltungsrat ist 
(vgl. Urteil BGer H 67/06 vom 11.7.2006 Erw. 5.2 m.H.a. BGE 126 V 239 Erw. 4 
u.w.). 

3.4.2 Mit der "absichtlichen oder grobfahrlässigen Missachtung von Vorschriften" 
ist in erster Linie die Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ange-
sprochen (vgl. Art. 14 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 Abs. 1 der Verordnung über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101] vom 31.10.1947).

Gemäss Art. 14 Abs. 1 AHVG sind Beiträge vom Einkommen aus unselbständi-
ger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und vom Arbeit-
geber zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten. Art. 34 
Abs. 1 lit. a AHVV verlangt, dass der Arbeitgeber die Beiträge der Ausgleichs-
kasse monatlich oder, wenn die jährliche Lohnsumme Fr. 200'000.-- nicht über-
steigt, vierteljährlich zu bezahlen hat. Weder die Abrechnungspflicht noch das 
Entstehen der Beitragsschuld sind von der Zustellung einer Rechnung, einer 
Veranlagungsverfügung oder einer Nachzahlungsverfügung seitens der Aus-
gleichskasse abhängig, vielmehr entsteht die Beitragsschuld im Zeitpunkt der 
Lohnzahlung ex lege; Akontobeiträge sind innert 10 Tagen nach Ablauf der Zah-
lungsperiode zu begleichen (vgl. Art. 34 Abs. 3 AHVV).

Die Nichterfüllung dieser Aufgabe stellt eine Missachtung von Vorschriften im 
Sinne von Art. 52 AHVG dar. Unter dem Begriff der Vorschriften von Art. 52 
AHVG sind indes nicht nur die Vorschriften der AHV-Gesetzgebung zu verste-
hen, sondern auch die nach den objektiven Umständen und den persönlichen 
Verhältnissen gebotene Pflicht, dafür zu sorgen, dass keine Zahlungsunfähigkeit 
eintritt (vgl. ZAK 1985, S. 575ff.; VGE 254/96 vom 17.9.1997 Erw. 1a).

3.4.3  Bei der Verschuldenshaftung nach Art. 52 AHVG handelt es sich um eine 
Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Indessen ist nach ständiger 
Rechtsprechung des Bundesgerichts (bzw. bis 31.12.2006 des Eidg. 
Versicherungsgerichts [EVG]) nicht jede Verletzung der öffentlich-rechtlichen 
Aufgaben des Arbeitgebers als Institution der Versicherungsdurchführung ohne 

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weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer Organe im Sinne von Art. 52 AHVG 
zu werten. Das absichtliche oder grobfahrlässige Missachten von Vorschriften 
verlangt vielmehr einen Normverstoss von einer gewissen Schwere (vgl. BGE 
121 V 244 Erw. 4b m.H. u.a. auf ZAK 1985, S. 576 und 619f.; VGE 489/98 vom 
21.4.1999 Erw. 3). Dagegen kann beispielsweise die relativ kurze Dauer des 
Beitragsausstandes sprechen (vgl. BGE 121 V 244 Erw. 4b m.H.a. nicht 
veröffentlichte Urteil Q. vom 22.11.1993), wobei aber immer eine Würdigung 
sämtlicher konkreten Umstände des Einzelfalles Platz zu greifen hat. Die Frage 
der Dauer des Normverstosses ist somit ein Beurteilungskriterium, welches im 
Rahmen der Gesamtwürdigung zu berücksichtigen ist und im Sinne der 
Rechtsprechung zu den Entlastungsgründen (vgl. BGE 108 V 183 Erw. 1b; BGE 
108 V 199 Erw. 1) zur Verneinung der Schadenersatzpflicht führen kann.

3.5 Die Schadenersatzpflicht ist somit im konkreten Fall nur dann begründet, 
wenn keine Rechtfertigungs- bzw. Exkulpationsgründe vorliegen, d.h. wenn nicht 
Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als 
gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht 
oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass 
ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung von AHV-Vorschriften der 
Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflich-
tig wird, wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vor-
schriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (vgl. VGE 137/94 
vom 28.8.1996 Erw. 1d, Prot. S. 736, m.H.a. BGE 108 V 183 Erw. 1 m.H.).

4. Die C.________ GmbH hatte ihren Sitz bis zur Löschung von Amtes wegen 
am ________ 2019 in ________ im Kanton Schwyz, sodass für die Beurteilung 
der vorliegenden Streitigkeit das Versicherungsgericht des Kantons Schwyz zu-
ständig ist (vgl. vorstehend Erw. 3.1). Hierbei handelt es sich um das Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz (vgl. § 67 Abs. 1 lit. e Verwaltungsrechtspfle-
gegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Das angerufene Gericht ist für 
die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Auf 
die zudem frist- und formgerecht (vgl. Art. 60 i.V.m. Art. 61 ATSG) eingereichte 
Beschwerde ist somit einzutreten.

5. Die Ausgleichskasse, welche im Rahmen eines Konkursverfahrens einen 
Verlust erleidet, hat in der Regel bereits dann ausreichend Kenntnis des Scha-
dens, wenn der Kollokationsplan und das Inventar zur Einsicht aufgelegt (vgl. 
Art. 249 Abs. 1 SchKG) und daraus für sie ein Verlust ersichtlich wird (vgl. Reich-
muth, a.a.O., Rz 834). In casu wurde der Konkurs am 10. April 2019 eröffnet und 
am 10. Mai 2019 (publiziert am ________ [SHAB]) mangels Aktiven eingestellt 

11

(vgl. vorstehend Ingress lit. A). Die Schadenersatzverfügung (= erste ver-
jährungsunterbrechende Handlung) wurde am 7. September 2020 erlassen. Da-
mit wurden sowohl die dreijährige (relative) als auch die zehnjährige (absolute) 
Verjährungsfrist gewahrt (vgl. hierzu Einspracheentscheid vom 26.5.2021 Erw. 
7).

6. Nachstehend gilt es die spezifischen Haftungsvoraussetzungen (vgl. vor-
stehend Erw. 2) zu beurteilen.

6.1 Als unbestritten hat zu gelten, dass die C.________ GmbH entgegen der 
Vorschrift von Art. 14 Abs. 1 AHVG die paritätischen Sozialversicherungsbeiträge 
für die Jahre 2017 und 2018, die Verwaltungskosten, die Einzugsgebühren sowie 
die Verzugszinsen nicht bezahlt hat und dass der Vorinstanz dadurch bzw. infol-
ge der Zahlungsunfähigkeit der C.________ GmbH ein Schaden erwachsen ist. 
Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer beanstandet die Berechnung sowie 
die Höhe des von der Vorinstanz geltend gemachten Schadenersatzes von - kor-
rigiert - Fr. 393'285.55 denn auch nicht, wobei den Akten keine Anhaltspunkte zu 
entnehmen sind, dass diese festgestellte Schadenssumme nicht korrekt wäre. 
Damit ist die Haftungsvoraussetzung des Schadens erfüllt.

6.2.1  Des Weiteren gilt es darauf hinzuweisen, dass - wenn mehrere Organe ei-
nen Schaden verursacht haben - diese solidarisch haften (vgl. VGE II 2013 60 
vom 20.12.2013 Erw. 9 m.H.a. BGE 108 V 194 Erw. 2e = ZAK 1983 107; BGE 
109 V 90 Erw. 7; BGE 114 V 214 Erw. 3; BGE 119 V 87 Erw. 5a = AHI 1993 114; 
AHI 1996 293 Erw. 6; EVG 25.9.2002 [H 92/01] Erw. 4.2 = SVR 2003 AHV Nr. 5). 
Diese Solidarität führt dazu, dass die Ausgleichskasse bei einer Mehrheit von 
Haftpflichtigen wählen kann, gegen wen sie vorgehen will; es steht in ihrem Be-
lieben, ob sie einen, mehrere oder alle Organe belangt (vgl. BGE 134 V 306 Erw. 
3.1). Die Ausgleichskasse braucht sich um gesellschaftsinterne Beziehungen 
nicht zu kümmern (vgl. BGE 119 V 86 Erw. 5a). Zwar vermag die Ausgleichskas-
se den Schadenersatz nur einmal zu fordern, doch haftet ihr jeder Schuldner so-
lidarisch für den gesamten Schaden (vgl. VGE II 2013 60 vom 20.12.2013 Erw. 9 
m.H.). Insofern ist denn auch nichts dagegen einzuwenden, wenn die Vorinstanz 
vorliegend den Schadenersatz aus Art. 52 AHVG gegenüber dem Beschwerde-
führer geltend macht.

6.2.2  Dem Beschwerdeführer kam zweifelsohne Organstellung zu, da er für die 
C.________ GmbH vom ________ 2016 bis zur Löschung vom ________ 2019 
als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift im Handelsregister 
eingetragen war. Das Bundesgericht kennt dabei eine gefestigte Praxis zur The-
matik der Organstellung des Geschäftsführers einer GmbH (vgl. vorstehend Erw. 

12

3.2.1ff.). Danach gilt derjenige, der als Geschäftsführer einer GmbH im Handels-
register eingetragen ist, unbestreitbarerweise ("indiscutablement", vgl. hierzu 
auch Urteil BGer 9C_713/2013 vom 30.5.2014 Erw. 3.1) als formelles Organ. Die 
Argumentation des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde vom 28.6.2021 S. 6f. 
Ziff. 18-23 u.a. m.H.a. das Konkurseinvernahmeprotokoll vom 16.4.2019) zu sei-
ner fehlenden, faktischen Geschäftstätigkeit im Unternehmen und wonach 
F.________ sämtliche Geschäftsführungsfunktionen persönlich - auch gegenü-
ber der Vorinstanz - wahrgenommen habe sowie dass zwischen ihnen als Ge-
sellschafter eine privatrechtliche Vereinbarung vom 22. Oktober 2018 vorgelegen 
habe (vgl. vorstehend Erw. 1.2), kann daher nicht verfangen. Soweit zudem 
F.________ dem Beschwerdeführer keinen Einblick in die Geschäftsunterlagen 
gewährt haben soll, so beschlägt dies nicht die Frage nach der Organstellung, 
sondern die des Verschuldens (vgl. nachstehend Erw. 6.4). Diesbezüglich ist be-
reits hier anzumerken, dass auch die Stellung eines "Strohmannes" einen Ver-
waltungsrat bzw. Geschäftsführer nicht davon befreit, seine mit dem Verwal-
tungsratsmandat verbundenen Kontrollrechte wahrzunehmen. Vielmehr handelt 
gemäss ständiger Rechtsprechung grobfahrlässig, wer sich bloss als fiduziari-
scher Verwaltungsrat oder Strohmann in einen derartigen Posten wählen lässt 
(vgl. Urteil BGer H 217/02/ vom 23.6.2003 Erw. 5.3; VGE II 2014 97+98 vom 
21.1.2015 Erw. 6.2.4; VGE II 2016 27 vom 25.8.2016 Erw. 7.3). 

Der Beschwerdeführer haftet mithin, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt (vgl. 
Einspracheentscheid vom 26.5.2021 Erw. 2), als formelles Organ der Gesell-
schaft bis zur Löschung des Unternehmens für den gesamten Schaden, welcher 
der Vorinstanz durch die Nichtbezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ent-
standen ist.

6.3 Weitere Haftungsvoraussetzung ist die Widerrechtlichkeit. Die Widerrecht-
lichkeit der Schädigung ist mit der Vorinstanz vorliegend grundsätzlich zu beja-
hen, da - wie die Vorinstanz zu Recht ausführt - die unterbliebene Erfüllung der 
Beitragsabrechnungs- und -zahlungspflichten, was schliesslich zum Schaden der 
Vorinstanz geführt hat, eine Missachtung der Vorschriften gemäss Art. 14 Abs. 1 
AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV darstellt und der Beschwerdeführer als formelles 
Organ einer GmbH (mit Einzelunterschrift) die Befolgung der Gesetze und Wei-
sungen hätte überwachen bzw. durchsetzen und/oder selbst hätte einhalten 
müssen (vgl. vorstehend Erw. 2.4; Reichmuth, a.a.O., Rz 502 ff.). Soweit der Be-
schwerdeführer geltend macht, dass keine Widerrechtlichkeit gegeben sei (vgl. 
Beschwerde vom 28.6.2021 S. 14 Ziff. 45), so vermag er nicht konkret darzule-
gen, inwiefern die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz (vgl. 
Einspracheentscheid vom 26.5.2021 S. 6 Ziff. 4), dass die Widerrechtlichkeit mit 

13

der Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG gegeben sei, 
unzutreffend sein sollen. Soweit der Beschwerdeführer dabei lediglich vorbringt, 
F.________ hätte ihm keinen Einblick in die Geschäftsunterlagen gewährt, so 
verkennt er dabei, dass dies nicht die Frage nach der Widerrechtlichkeit, sondern 
- wie bereits zuvor erwähnt - die Frage des Verschuldens betrifft (vgl. 
nachstehend Erw. 6.4). Mithin kann auf die entsprechenden, vorinstanzlichen 
Erwägungen (Erw. 4) verwiesen bzw. die Haftungsvoraussetzung der 
Widerrechtlichkeit bejaht werden.

6.4.1  Zu prüfen ist des Weiteren das Vorliegen eines Verschuldens im Sinne ei-
ner absichtlichen oder grobfahrlässigen Missachtung von Vorschriften der Aus-
gleichskasse. Dies wird durch den Beschwerdeführer bestritten bzw. derselbe 
macht dabei einerseits ein Verschulden des Gesellschafters F.________ und an-
dererseits ein Mitverschulden der Vorinstanz sowie der Revisionsstelle geltend 
(vgl. Beschwerde vom 28.6.2021 S. 8 Ziff. 24-43; Replik vom 1.10.2021 S. 8f. 
Ziff. 25/29), weshalb er seine Haftung ablehnt.

6.4.2  Grundsätzlich verhalten sich Organe qualifiziert schuldhaft, wenn sie den 
ihnen zukommenden Pflichten nicht nachkommen oder sich passiv verhalten 
(vgl. vorstehend Erw. 3.4; Reichmuth, a.a.O., Rz 590). Der Arbeitgeber ist mithin 
für die Wahrnehmung der - unübertragbaren - Arbeitgeberpflichten in jedem Fall 
grundsätzlich verantwortlich, so dass jeweils näher zu prüfen ist, welche Schritte 
das Organ unternommen hat, um die ordnungsgemässe Bezahlung der Sozial-
versicherungsbeiträge sicherzustellen. Eine Entlastung des verantwortlichen Or-
gans fällt höchstens dann in Betracht, wenn es nachzuweisen vermag, dass es 
alles ihm Mögliche und Zumutbare für die Begleichung der Beiträge unternom-
men hat (vgl. VGE II 2013 60 vom 20.12.2013 Erw. 7.1 m.H.).

Hinsichtlich der dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Pflichtverletzung muss 
davon ausgegangen werden, dass ihm die finanziellen Schwierigkeiten der klei-
nen und überschaubaren C.________ GmbH bekannt gewesen sein mussten. 
Dies verdeutlich insbesondere der Umstand, dass er seit Ende 2017 Kenntnis 
von mindestens Fr. 60'000.-- Schulden gegenüber der Vorinstanz und mithin 
über unbezahlte Beiträge gehabt hatte. In der Folge hatte er sich über die finan-
zielle Lage der Gesellschaft informiert und per 22. Dezember 2017 eine Debito-
renliste mit aufgelistetem Guthaben des Unternehmens von Fr. 372'213.-- erhal-
ten (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 30f.). Einerseits zeigt diese Debitorenliste u.a. 
Forderungen im Umfang von rund Fr. 176'000.-- als überfällig auf (vgl. Vi-act. 22 
[Beilage 6]). Andererseits weist die dem Beschwerdeführer zugestellte Kredito-
renliste vom 18. Dezember 2017 die (privaten) Darlehensbezüge von 
F.________ aus der C.________ im Umfang von mindestens Fr. 156'946.-- aus, 

14

wobei der Beschwerdeführer diesbezüglich zudem von der Revisionsstelle in 
Kenntnis gesetzt wurde (vgl. Vi-act. 22 [Beilage 6 i.V.m. 5]). Insofern ist in casu 
auch kein Mitverschulden der Revisionsstelle erkennbar, noch vermag der Be-
schwerdeführer entsprechendes auszuführen. Der Beschwerdeführer musste 
denn auch aufgrund seiner Qualifikationen die Liquiditätsengpässe erkannt ha-
ben. Dies wird durch die vom Beschwerdeführer im Jahre 2017 getätigte Einlage 
im Betrag von Fr. 393'000.-- bestätigt, denn damit hätten explizit diverse - und 
damit auch anderweitige - Ausstände bezahlt werden sollen (vgl. Beschwerde 
S. 13 Ziff. 42). Selbst wenn der Beschwerdeführer dannzumal nicht das ganze 
Ausmass der Beitragsschuld von Fr. 393'285.55 gegenüber der Vorinstanz er-
fasst haben sollte, so mussten ihm doch zumindest spätestens per Ende 2017 in-
folge zahlreicher ihm vorliegenden Unstimmigkeiten und Unklarheiten sowie der 
ihm gegenüber ausgewiesenen Beitragsschuld von Fr. 60'000.-- die Liquidität-
sengpässe bzw. finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens bewusst gewe-
sen sein. In der Folge hatte er denn auch weitere Auskünfte bzw. Unterlagen be-
züglich der finanziellen Lage des Unternehmens verlangt (vgl. Vi-act. 22 [Beilage 
7]). Damit hätte er bereits dannzumal die Fortentwicklung der Liquidität und Be-
gleichung von Schulden mit erhöhter Aufmerksamkeit verfolgen und die erforder-
lichen Massnahmen ergreifen können bzw. müssen. Selbst gestützt auf die in der 
Vereinbarung vom 22. Oktober 2018, wonach F.________ dem Beschwerdefüh-
rer eine Schuldenübernahme der C.________ GmbH und der I.________ AG 
zugesichert haben soll, kann er diesbezüglich nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Denn einerseits weist auch diese darauf hin, dass der Beschwerdeführer über die 
finanziellen Verhältnisse im Bilde war und andererseits wirkt eine Schuldüber-
nahme nur intern zwischen den Vertragspartner dieser Vereinbarung, während 
im Verhältnis zu den Gläubigern die C.________ GmbH haftete.

6.4.3  Was den beschwerdeführerischen Einwand betrifft, F.________ habe ihn 
infolge seines absichtlich täuschenden Verhaltens am Einblick in die 
Geschäftsunterlagen gehindert, ist festzuhalten, dass die Rechtsprechung auch 
vom faktisch ausgeschlossenen Geschäftsführer verlangt, dass er sich um die 
Erfüllung seiner gesetzlichen Pflichten bemüht; hierzu gehört im Sinne von Art. 
810 Abs. 2 Ziff. 3 OR insbesondere die Finanzverantwortung ("Ausgestaltung des 
Rechnungswesens und der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung, sofern 
diese für die Führung der Gesellschaft notwendig ist"), so auch die 
Verantwortung für das Beitragswesen (vgl. Urteil EVG H 210/99 vom 5.10.2000 
Erw. 3a sowie H 310/97 vom 28.3.2001 Erw. 9a; vgl. ferner VGE II 2013 54 vom 
23.10.2013 Erw. 7; Reichmuth, a.a.O., Rz 563 m.w.H.). Auch gelten diese 
Pflichten für denjenigen, der sich bloss aus Gefälligkeitsgründen zugunsten eines 
Unternehmens als Geschäftsführer - wie vorliegend der Beschwerdeführer - oder 

15

Verwaltungsrat im Handelsregister eintragen lässt, z.B. weil das Gesetz 
bestimmte Berufskenntnisse vorschreibt (sog. Urteil EVG H 2712/02 vom 
23.6.2013 Erw. 5.3; Reichmuth, a.a.O., Rz 555 ff.).

Hätte der Beschwerdeführer seiner Haftung entgehen wollen, so hätte er - im 
Wissen um die unbezahlten Beiträge (von mindestens Fr. 60'000.--) - aber auf 
seinem Auskunftsrecht beharren resp. beim Buchhalter sowie bei der Vorinstanz 
nachfragen müssen, und sich schliesslich auch um deren Begleichung bemühen 
müssen (vgl. Urteile EVG H 107/01 vom 23.7.2002 Erw. 4.3 sowie H 173/04 vom 
20.1.2006 Erw. 4.2 und H 59/04 vom 14.12.2004 Erw. 5.4; vgl. VGE II 2013 54 
vom 23.10.2013 Erw. 7; Reichmuth, a.a.O., Rz 563 m.w.H.). Dies hat er jedoch 
unterlassen. Der Beschwerdeführer weist in diesem Zusammenhang 
beschwerdeweise darauf hin, dass er - solange er zu Beginn der 
Geschäftstätigkeit jeweils ein bis zwei Mal pro Woche zu einer Sitzung gefahren 
sei - alles in Ordnung vorgefunden habe. Erst als F.________ seine Anwesenheit 
als unnötig empfunden habe, sei er nur noch sporadisch vor Ort gewesen und 
habe sich jeweils per Mail, Telefon etc. über den Geschäftsgang informieren 
lassen (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 8). Dabei ist jedoch mit der Vorinstanz zu 
entgegnen, dass ein lediglich sporadischer Informationsaustausch nicht mit den 
unübertragbaren Arbeitgeberpflichten zu vereinbaren ist, selbst wenn 
F.________ seine Anwesenheit als unnötig empfunden haben sollte. Es lag am 
Beschwerdeführer sich über die Geschäftstätigkeiten zu informieren und denn 
auch weiterhin darauf zu beharren. Erst am 19. Februar 2018 wies der 
Beschwerdeführer F.________ darauf hin, dass er über die finanzielle Lage der 
Gesellschaft nicht mehr länger im Ungewissen sein möchte und daher 
Unterlagen verlange (vgl. Vi-act. 22 [Beilage 7]). Gleichwohl liess er sich hinsicht-
lich der Ausstände gegenüber der Vorinstanz auch weiterhin mit offensichtlich 
unvollständigen Kreditorenlisten und provisorischen Geschäftsabschlüssen hin-
halten (vgl. Vi-act. 22 [Beilage 8]). Dies wäre - entgegen der beschwerdeführeri-
schen Behauptung - jedoch sehr wohl ein Anlass gewesen, um F.________ zu 
misstrauen, zumal er den Beschwerdeführer über einen längeren Zeitraum im 
Unklaren liess, keine Antworten lieferte, keine vollständigen Unterlagen aushän-
digte und ihn weiterhin mit möglichen Zahlungen von Novartis und einer fragwür-
digen Erbschaft vertröstete (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 24-28/33-36). Der Be-
schwerdeführer durfte somit aufgrund dieser zahlreichen Unstimmigkeiten sowie 
der Liquiditätsengpässe nicht einfach darauf vertrauen, dass die Beiträge bezahlt 
würden. Folglich hat der Beschwerdeführer nicht alles ihm Mögliche und 
Zumutbare für die Begleichung der Beiträge unternommen, weswegen die 
Vorinstanz zu Recht von grobfahrlässigem Verschulden ausgegangen ist. Sollte 
es zudem zugetroffen haben, dass er von F.________, der im Gegensatz zum 

16

Beschwerdeführer nur als Gesellschafter im Handelsregister eingetragen war, 
faktisch von der Gesellschaftsführung ausgeschlossen gewesen war, so hätte er 
umgehend seine Demissionierung einreichen müssen (vgl. Reichmuth, a.a.O., 
Rz 563). Der Beschwerdeführer hat diesbezüglich zu keiner Zeit Anstrengungen 
unternommen, um seine Löschung im Handelsregister zu erwirken (vgl. Art. 938b 
Abs. 2 OR) bzw. macht entsprechendes denn auch nicht geltend.

6.4.4  Da folglich den Beschwerdeführer als Geschäftsführer die Pflichten des 
Beitragswesens persönlich treffen, und er sich weder genügend um die 
diesbezüglich notwendigen Informationen kümmerte noch mangels dieser 
Informationen unverzüglich demissionierte, kann er sich auch nicht unter Verweis 
auf ein allfälliges (strafrechtliches) Verschulden von F.________ und auf eine 
Mitverantwortung der Vorinstanz sowie der Revisionsstelle von seinem eigenen, 
grobfahrlässigen Verschulden exkulpieren. Den ins Recht gelegten Akten können 
diesbezüglich keine Rechtfertigungs- und Exkulpationsgründe entnommen wer-
den. Demnach ist auch die Haftungsvoraussetzung des Verschuldens zu beja-
hen.

6.4.5  Seit BGE 122 V 185 (besonders Erw. 3.c) ist die Schadenersatzpflicht 
nach Art. 52 AHVG einer Herabsetzung wegen Mitverschuldens der Verwaltung 
zugänglich. Voraussetzung ist, dass sich die Verwaltung einer groben Pflichtver-
letzung schuldig gemacht hat, was namentlich dann der Fall ist, wenn sie ele-
mentare Vorschriften der Beitragsveranlagung und des Beitragsbezugs missach-
tet hat. Die Anforderungen an die grobe Pflichtverletzung der Verwaltung (d.h. 
der Vorinstanz) sind hoch (vgl. Urteile BGer 9C_704/2007 vom 17.3.2008 
Erw. 4.2; 9C_763/2018 vom 16.7.2019 Erw. 4.2.2; 9C_946/2010 vom 20.1.2011). 
Von einem solchen oder einem vergleichbaren (Fehl-)Verhalten der Vorinstanz 
kann vorliegend keine Rede sein. Die Vorinstanz weist unter anderem zu Recht 
darauf hin (vgl. Vernehmlassung S. 3 Ziff. 2.5), dass F.________ über Einzel-
zeichnungsberechtigung verfügte und für sie auch kein Anlass bestand, sich um 
die internen Vorgänge und Organisationsstrukturen der Gesellschaft zu küm-
mern. Vom beantragten Beizug der Korrespondenz zwischen der Vorinstanz und 
der Gesellschaft (vgl. Beschwerde S. 6 f. Rz. 20) kann daher ohne Verletzung 
des Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs des Beschwerdefüh-
rers in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung abgesehen werden. 

6.5 Schliesslich muss zwischen dem bei der Vorinstanz eingetretenen Schaden 
und dem pflichtwidrigen Verhalten des Arbeitgebers ein natürlicher als auch ein 
adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Der Beschwerdeführer macht hierzu 

17

sinngemäss geltend macht, das betrügerische Fehlverhalten von F.________ 
habe sein Verhalten in den Hintergrund treten lassen.

Die Unterbrechung des adäquaten Kausalzusammenhangs kann gemäss der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Betracht fallen, wenn ein Verwaltungsrat 
durch strafrechtlich relevante Machenschaften eines anderen Organs der Gesell-
schaft über die Ausstände gegenüber der Ausgleichskasse hinters Licht geführt 
und dadurch an der Wahrnehmung seiner Pflichten gehindert wurde. Eine Haf-
tungsbeschränkung wegen mitwirkenden Drittverschuldens eines solidarisch 
Haftpflichtigen zieht das Bundesgericht jedoch bloss als eher theoretische Mög-
lichkeit in Betracht, die, wenn überhaupt, nur bei einer ausgesprochen exzeptio-
nellen Sachlage von praktischer Bedeutung sein kann; so etwa, wenn das Ver-
schulden des in Anspruch genommenen Haftpflichtigen als so leicht erscheint 
und in einem derartigen Missverhältnis zum Verschulden des Dritten steht, dass 
es offensichtlich ungerecht wäre, wenn jener den ganzen Schaden tragen müss-
te (Urteile BGer 9C_599/2017 vom 26.6.2018 Erw. 4.3.1.1; 9C_382/2012 vom 
11.12.2012 Erw. 2.3, je m.H.). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Der Vorinstanz 
ist beizupflichten, dass der Beschwerdeführer als Geschäftsführer mit gewichti-
gen Kompetenzen ausgestattet war. Gleichwohl kam er seinen Pflichten hinsicht-
lich der Beitragspflicht nicht nach. Angesichts der Umstände wäre jedoch seiner-
seits entweder ein aktiveres Vorgehen hinsichtlich der Informationslage (u.a. 
auch telefonische Kontaktaufnahme mit der Vorinstanz) oder aber seine Demis-
sionierung angezeigt gewesen. Beides unterliess der Beschwerdeführer indes. 
Damit zeigt sich, dass die Nichterfüllung der Pflicht zur vollständigen Begleichung 
der Sozialversicherungsbeiträge, wie sie einerseits der C.________ GmbH als 
Arbeitgeberin wie auch dem Beschwerdeführer als Gesellschafter und Ge-
schäftsführer oblag, für den bei der Vorinstanz entstandenen Schaden kausal ist 
und dass ein derartiges Verhalten nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu be-
wirken (vgl. BGE 123 V 98 Erw. 3d; BGE 121 V 45 Erw. 3a). Die Vorinstanz ist 
somit zu Recht von einem Kausalzusammenhang zwischen widerrechtlichem 
Handeln und Schaden ausgegangen (vgl. Einspracheentscheid vom 26.5.2021 
Erw. 6).

7. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Verfahrenssistierung infolge 
eines gegen ihn und seinen Mitgesellschafter erhobenen Strafverfahrens 
beantragt, so ist dieser Verfahrensantrag mit Hinweis auf die Ausführungen 
gemäss Schreiben des Verwaltungsgerichts vom 27. Juli 2021 zu Handen des 
Beschwerdeführers abzuweisen. Dabei gilt es anzumerken, dass selbst ein 

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allfälliges (strafrechtliches) Verschulden von F.________ kein Rechtfertigungs- 
und Exkulpationsgrund darstellen würde (vgl. hierzu vorstehend Erw. 6.5).

8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen für die Leistung 
von Schadenersatz im Sinne von Art. 52 AHVG erfüllt sind. Der Beschwerdefüh-
rer hat grobfahrlässig die Beitrags- und Abrechnungspflicht verletzt; er kann sich 
weder auf Rechtfertigungs- noch auf Exkulpationsgründe berufen noch wurde der 
Kausalzusammenhang durch Drittverschulden unterbrochen. Es ist deshalb von 
einem haftungsbegründenden qualifizierten Verschulden des Beschwerdeführers 
auszugehen. Weil die Forderung der Vorinstanz überdies nicht verjährt ist und 
der Beschwerdeführer als Solidarschuldner ohne Weiteres für die gesamte 
Schadenssumme in Anspruch genommen werden kann, erweist sich der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 als rechtens, was zu dessen 
Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.

9. Das vorliegende Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG); der obsie-
genden Vorinstanz steht keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben

3. Eine Parteientschädigung wird nicht gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 ________, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bun-
desgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 19. November 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. Dezember 2021