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**Case Identifier:** 2957e1bc-49a9-5c26-b29b-42515002c550
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.01.2018 200 2017 532
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-532_2018-01-15.pdf

## Full Text

200 17 532 IV
SCJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Januar 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Mai 2013 unter Hinweis auf einen Morbus 
Crohn und Depressionen bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbei-
lage [AB] 2). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen konsultier-
te die IVB mehrfach ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Berichte 
vom 25. September 2013 [AB 20], 7. Juni 2016 [AB 41], 12. September 
2016 [AB 54] und 31. Oktober 2016 [AB 63]). Gestützt auf den Bericht des 
RAD vom 31. Oktober 2016 (AB 63) sowie dessen Stellungnahme vom 
6. April 2017 (AB 82) im Nachgang zum Einwand (AB 73) auf den Vorbe-
scheid (AB 68) sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 8. Mai 
2017 für den Zeitraum vom 1. November 2013 bis 30. November 2016 eine 
Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 68 % zu (AB 85). 

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 1. Juni 2017 Beschwerde erheben und beantragen, die 
angefochtene Verfügung sei insoweit aufzuheben, als ihm die IV-Rente 
lediglich bis am 30. November 2016 und lediglich im Umfang einer Dreivier-
telsrente gewährt werde; entsprechend sei ihm rückwirkend ab 1. Novem-
ber 2013 eine unbefristete ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolg-
ten zusätzlichen Abklärungen über den Leistungsanspruch neu verfüge. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. Juli 
2017, es sei mittels reformatio in peius die Zusprache einer befristeten 
Rente gänzlich aufzuheben.

Mit Replik vom 16. August 2017 bzw. Duplik vom 18. September 2017 hal-
ten die Parteien an ihren Anträgen fest.

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Aufforderungsgemäss reichte Rechtsanwalt B.________ am 27. Septem-
ber 2017 seine Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 8. Mai 2017, mit wel-
cher dem Beschwerdeführer eine von November 2013 bis November 2016 
befristete Dreiviertelsrente zugesprochen worden ist (AB 85). Der Be-
schwerdeführer beanstandet sowohl die Höhe der ab November 2013 zu-
gesprochenen Rente als auch deren Befristung. In anfechtungs- und streit-
gegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend 
eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur 
die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit 

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die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, 
dass die unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeiten von der richterli-
chen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 
E. 1a). Folglich ist vorliegend der grundsätzliche Anspruch auf eine IV-
Rente zu prüfen. Zudem stellt die Beschwerdegegnerin in der Beschwer-
deantwort den Antrag, es sei mittels reformatio in peius die Zusprache ei-
ner befristeten Rente gänzlich aufzuheben.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

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mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.7 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 

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hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invaliden-
rente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin auf 
die mehrmaligen RAD-Aktenbeurteilungen. Diesen sowie den weiteren ent-
scheidwesentlichen Akten ist das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Nachdem der Beschwerdeführer nach der Pensionierung seines 
Gastroenterologen in keiner entsprechenden Therapie mehr gestanden 
war, konsultierte er am 1. Mai 2012 wegen jeden zweiten Tag auftretenden 
Bauchkrämpfen und Durchfällen seine Hausärztin Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, welche ihn zur Therapie ins Spi-
tal D.________ überwies (Bericht der Hausärztin vom 21. Mai 2013 [AB 9]).

3.1.2 Im Spital D.________ wurde der Beschwerdeführer wegen eines 
Morbus Crohn mit Humira therapiert. In der Sprechstunde des Spitals 
D.________ vom 21. März 2013 ergab der Aktivitätsindex eine leichtgradi-
ge Aktivität des Morbus Crohn unter Therapie mit Humira (Sprechstunden-
bericht vom 26. März 2013 [AB 16/9 ff.]). Im Sprechstundenbericht vom 
14. August 2013 (AB 17/3 f.) beurteilten die Ärzte den Zustand bezüglich 
des Morbus Crohn als beschwerdefrei, dies angesichts der subjektiv deut-
lich gebesserten Symptomatik, dem guten Allgemeinzustand und einer feh-

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lenden GI-Symptomatik. Aufgrund des guten Allgemeinbefindens und der 
subjektiven Beschwerdefreiheit sei vorerst von einer Anpassung der Humi-
ra-Therapie abgesehen worden. Gemäss weiterem Bericht vom 13. No-
vember 2013 (AB 26/3 ff.) zeige sich der Beschwerdeführer unter der The-
rapie mit Humira in Remission.

3.1.3 Laut Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. E.________ vom 25. Septem-
ber 2013 leidet der Beschwerdeführer an den Folgen einer chronisch ent-
zündlichen Darmerkrankung bzw. eines Morbus Crohn. Die Erkrankung 
verlaufe meist in Schüben, d.h. Phasen mit relativer Symptom- und damit 
Schmerzfreiheit würden sich mit solchen mit schwerer entzündlicher Akti-
vität abwechseln. Die Erkrankung sei nicht ursächlich heilbar, wohl aber 
medikamentös eindämmbar. Aufgrund der chronischen entzündlichen 
Darmerkrankung sei die Belastbarkeit des Beschwerdeführers auf Dauer 
eingeschränkt. Körperlich schwere Arbeiten sowie häufige stresshafte Ar-
beitsinhalte müssten vermieden werden. So sei für die bis 2008 ausgeübte 
Tätigkeit in der … mit viel Unruhe, unregelmässigen und überlangen Ar-
beitszeiten sowie Stressspitzen von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf 
Dauer auszugehen; aufgrund des bisherigen medizinischen Verlaufs wäre 
bei fortgesetzter Tätigkeit in einem stressigen Job von einer Zunahme der 
Invalidität auszugehen. Die vom Beschwerdeführer geschilderte Änderung 
des Lebensstils mit bewusstem Zurückstecken im beruflichen Aufstieg sei 
aus medizinischer Sicht gut nachvollziehbar und auch als therapeutisch 
sinnvoll anzusehen. Eine angepasste Tätigkeit sei zunächst in einem Leis-
tungspensum von ca. 50 % aufzunehmen; in Absprache mit den behan-
delnden Ärzten könnte nach einer ersten halbjährigen Stabilisierungsphase 
eine sukzessive Erhöhung des Leistungspensums möglich werden. Zudem 
sei beim Beschwerdeführer von einem ängstlich-depressiven Syndrom bei 
Vorliegen einer chronischen Darmerkrankung auszugehen. Bei einer guten 
work-life-Balance mit einem dem Leiden angepassten guten beruflichen 
Rahmen sei auch hier eine Besserung/Normalisierung zu erwarten (AB 20).

3.1.4 Unter Hinweis auf einen perianalen Abszess und die entsprechen-
den Berichte von Dr. med. F.________, Fachärztin für Chirurgie, machte 
die Hausärztin im Bericht vom 16. Februar 2015 einen verschlechterten 
Gesundheitszustand geltend (AB 28/1). Dr. med. F.________ wies im Be-

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richt vom 29. Januar 2015 auf einen stabilen Morbus Crohn unter Humira, 
jedoch seit zwei bis drei Wochen bestehende und zunehmende anale 
Schmerzen hin (AB 28/5). Nach erfolgter Abszessspaltung habe sich ein 
problemloser postoperativer Verlauf gezeigt, wobei die vorher doch sehr 
starken Schmerzen prompt verschwunden seien (Bericht vom 2. Februar 
2015 [AB 28/3]). 

3.1.5 Der den Beschwerdeführer psychiatrisch behandelnde Dr. med. 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Allgemei-
ne Innere Medizin, wies im Bericht vom 8. April 2016 auf dessen chroni-
sche immunologische Erkrankung hin, die sich langsam aber allmählich 
entwickelt habe. Mittels einer Therapie werde aktuell deren Fortschreiten 
gestoppt, zumal die Erkrankung sehr aggressiv und sehr behindernd sei. 
Es bestehe auch eine ängstlich-depressive Verstimmung. Zu Hause 
besorge er den Haushalt und kümmere sich nach Möglichkeit um seine 
beiden Mädchen. Er versuche sein Bestes für die ganze Familie zu geben. 
Erschwerend zu seiner gesundheitlichen Problematik komme hinzu, dass 
er seit 2008 nie mehr ausser Haus gearbeitet habe. In Zukunft und sofern 
es sein Gesundheitszustand erlaube, wäre er damit einverstanden, zu 
50 % als …, …, … oder sonstwie im … zu arbeiten (AB 31; vgl. auch AB 
34/2 ff.).

3.1.6 Wegen des Verdachts auf eine IBD-assoziierte Arthropathie machte 
die Hausärztin mit Bericht vom 18. April 2016 eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes geltend (AB 33). 

3.1.7 Mit Bericht vom 7. Juni 2016 ging der RAD-Arzt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Tro-
pen- und Reisemedizin sowie Allgemeine Innere Medizin, von einer im We-
sentlichen unveränderten Situation seit der letzten RAD-Beurteilung (vgl. 
E. 3.1.3 hiervor) aus. Unter Humira sei der Morbus Crohn unter Kontrolle, 
allerdings sei wegen humoraler Krankheitsaktivität im Frühling 2016 die 
Therapie mit Methotrexat verstärkt worden. Es seien wenig Durchfälle zu 
vermelden, aber zeitweise Bauchkrämpfe und auch Gelenkschmerzen. 
Diese seien mit Celebrex unter Kontrolle. Wegen der alle zwei Wochen 
auftretenden Migräne sei der Beschwerdeführer in der Kopfschmerz-
Sprechstunde des Spitals D.________ gesehen worden. Das Zumutbar-

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keitsprofil vom 25. September 2013 (vgl. E. 3.1.4 hiervor) sei weiterhin gül-
tig. Dieses Zumutbarkeitsprofil bestehe seit anfangs 2012 (von 2008 bis 
2011 sei der Versicherte trotz Beschwerden nicht in spezialärztlicher Be-
handlung gewesen; AB 41).

3.1.8 Die zwischenzeitlich im Spital D.________ untersuchte, zweimalig 
pro Monat auftretende Migräne (vgl. AB 45) sowie die konservativ behan-
delte Partialruptur des hinteren Kreuzbandes links nach einem Velosturz 
vom 21. Mai 2016 mit erfreulichem Verlauf (vgl. AB 46, 49) führten gemäss 
Bericht des RAD-Arztes Dr. med. H.________ vom 12. September 2016 zu 
keiner andauernden relevanten Veränderung des Gesundheitszustandes 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit; noch etwas unklar sei der aktuelle Zu-
stand des Morbus Crohn, nachdem im März 2016 zusätzlich Methotrexat 
eingesetzt worden sei (AB 54).

3.1.9 Gemäss dem (erst nachträglich eingereichten) Bericht des Spitals 
D.________ vom 26. Juli 2016 wurden Beschwerden im Sinne von abdo-
minellen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Diarrhoe verneint und es 
wurde insgesamt ein erfreulicher, stabiler Verlauf attestiert. Laborchemisch 
würden sich normalwertige Entzündungswerte zeigen (AB 58/8 ff.). Mit wei-
terem Bericht vom 21. September 2016 wurde (mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit) ein Morbus Crohn mit peripherer Arthropathie mit Polyar-
thralgie sowie eine arteriovenöse Malformation der Hirngefässe mit Migrä-
ne diagnostiziert. Die Gelenkschmerzen, die sich unter Therapie bessern 
würden, hätten möglicherweise eine Leistungsminderung zur Folge und 
wegen der Migräne könne es zu Konzentrationsproblemen kommen. Die 
Wiederaufnahme bzw. Erhöhung der beruflichen Tätigkeit wurde als zu-
mutbar erachtet (AB 58/2 ff.).

3.1.10 Mit Bericht vom 31. Oktober 2016 wies der RAD-Arzt Dr. med. 
H.________ darauf hin, dass gemäss den Berichten des Spitals 
D.________ vom 26. Juli und 21. September 2016 (AB 58; vgl. E. 3.1.9 
hiervor) einerseits zwar keine gastrointestinale Aktivität mehr bestehe, wohl 
aber die Arthropathie verbleibe, welche indessen auf Celecoxib gut anspre-
che, und andererseits die Gelenkschmerzen deutlich regredient seien. Die 
Migräne trete lediglich zweimal pro Monat auf und könne mit Triptanen 
coupiert werden, sodass deswegen keine bleibende Einschränkung nach-

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weisbar sei. Spätestens seit September 2016 (vgl. AB 58/2 ff.) könne eine 
angepasste (körperlich leichte bis mittelschwere, nicht sehr stressinduzie-
rende) Tätigkeit wieder vollzeitig zugemutet werden. Wegen der chronisch 
entzündlichen Darmerkrankung sollte auch bei remittierten Symptomen und 
zudem wegen der noch leicht vorhandenen Gelenkschmerzen eine Leis-
tungseinschränkung von 10 % berücksichtigt werden (AB 63).

3.1.11 Mit Schreiben vom 8. Dezember 2016 wies der Klinikdirektor des 
Spitals D.________, Prof. Dr. med. I.________, darauf hin, dass im Bericht 
vom 21. September 2016 (AB 58/2 ff.; vgl. E. 3.1.10 hiervor) die Frage 
nach dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme bzw. Erhöhung der beruflichen 
Tätigkeit und deren Umfang nicht beantwortet worden sei. Eine Wiederauf-
nahme bzw. Erhöhung sei möglich im Rahmen der Morbus Crohn-
Erkrankung. Der Beschwerdeführer leide an einer Immunodefizienz und an 
einer intestinalen Funktionsstörung mit Müdigkeit und Leistungsverminde-
rung. Deshalb wäre eine Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit von 50 % 
möglich und sinnvoll (AB 69/1).

Mit Schreiben vom 26. Mai 2017 wiederholte Prof. Dr. med. I.________, 
dass der Beschwerdeführer mit der beruflichen Wiedereingliederung zu 
50 % aufgrund der Folgeerkrankungen des Morbus Crohn, die mit Müdig-
keit und Leistungsverminderung einhergehen würden, voll ausgelastet sei; 
so habe er denn verlauten lassen, dass er zeitweise an sein Limit gelange. 
Eine seinem Leiden angepasste berufliche Tätigkeit sei nach wie vor 
höchstens zu einem Pensum von 50 % zumutbar (Akten des Beschwerde-
führers, Beschwerdebeilage [BB] 3).

3.1.12 Der behandelnde Psychiater machte mit Schreiben vom 5. Dezem-
ber 2016 für die konstante Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
des Beschwerdeführers die ständigen Ausbrüche des Morbus Crohn mit 
schweren Durchfällen und Rückgang der Mahlzeiten verantwortlich. Das 
habe letztendlich zu einer Osteoporose geführt. Es seien auch 
psychosomatische Schmerzen aufgetreten. Es seien deutliche Zeichen 
einer schweren Depression auszumachen, so wenn der Beschwerdeführer 
z.B. berichte, seiner Familie würde es besser gehen, wenn er nicht da 
wäre. Es sei klar, dass eine Person in einer solchen Situation – scheinbar 
hoffnungslos und ohne Zukunft – Selbstmordgedanken habe. Der 

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Beschwerdeführer denke und glaube, dass er sein Leben verpasst habe. In 
Anbetracht all dessen sei ihm bei den Diagnosen "F41.2 et F45.3 selon 
DSM4" eine Beschäftigung im Umfang von 10 % möglich (AB 73/4 f.).

3.1.13 Mit Stellungnahme vom 6. April 2017 fasste der RAD-Arzt Dr. med. 
H.________ die somatische Seite wie folgt zusammen: Es sei eine klare 
Remission des Morbus Crohn erreicht worden, die Arthropathie sei be-
herrschbar, die Lungenrundherde und die hiläre/mediastinale Lympha-
denopathie seien postentzündlich oder allenfalls im Rahmen des Morbus 
Crohn zu sehen und sie seien nicht progredient, sondern eher narbige Re-
likte. Sie stellten keine zusätzliche Einschränkung dar. Ebenso wenig treffe 
das auf die Osteopenie zu, welche prophylaktisch behandelt werde. Auch 
die zerbelläre AV-Malformation stelle keine zusätzliche Einschränkung dar. 
Die Migräne trete gemäss Akten ca. zweimal pro Monat auf, die Anfälle 
könnten coupiert werden mit einem Triptan. Somit stelle auch die Migräne 
keine andauernde weitere Einschränkung der Erwerbsfähigkeit dar. Auf 
psychischer Seite sei es wegen der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, 
der schwierigen Verarbeitung der chronischen Erkrankung und der als min-
derwertig empfundenen Rolle als Hausmann und Vater zu einer depressi-
ven Reaktion gekommen. Im Bericht des behandelnden Psychiaters vom 
5. Dezember 2016 (AB 73/4 f.; vgl. E. 3.1.12 hiervor) sei leider keine Aus-
einandersetzung mit einer Diagnose nach ICD-10 nachzulesen, der Verlauf 
werde nicht dokumentiert, die Begründung einer so hohen Arbeitsunfähig-
keit von 90 % nicht detailliert und nachvollziehbar dargelegt. Im Verlaufe 
der Behandlung seit 2011 sei es zu einer Besserung gekommen, weshalb 
es erstaune, dass am 29. Mai 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 60 % als zu-
mutbar erachtet worden sei (vgl. AB 12/4 Ziff. 1.7) und am 5. Dezember 
2016 – im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Beschwerdegegnerin – 
diese dann nur noch 10 % betragen solle (vgl. E. 3.1.12 hiervor). Es wäre 
sicher angebracht, aufgrund der psychischen Konstellation des Beschwer-
deführers wieder einen Schritt in eine externe Erwerbstätigkeit zu tun, um 
das Selbstwertgefühl wieder aufzubauen und neuen Mut zu fassen, dies 
bei somatisch gebessertem Zustand. Dabei sei anzunehmen, dass auf-
grund der zwar aktuell gut unterdrückten entzündlichen Aktivität des Mor-
bus Crohn eine Leistungseinschränkung infolge Ermüdbarkeit und Konzen-
trationsproblemen von ca. 10 % vorliege. Ebenso müsse eine körperlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 13

schwere oder psychisch belastende, stressige Arbeit ausgeschlossen wer-
den (AB 82).

3.2 Die Berichte der RAD-Ärzte Dres. med. E.________ und 
H.________ (AB 20, 41, 54, 63 und 82) erfüllen die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor). Sie sind für die streitigen 
Belange umfassend, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wur-
den in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und die Schlussfolgerun-
gen sind begründet. Nicht zu bemängeln ist, dass die RAD-Ärzte den Be-
schwerdeführer nicht persönlich untersucht haben. Nach der Praxis sind 
Aktenbeurteilungen nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges 
Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese 
Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorlie-
gen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamt-
haft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 
1988 U 56 S. 371 E. 5b). Dies war vorliegend der Fall.

3.3 Die Berichte der behandelnden Ärzte vermögen keine Zweifel an 
der Zuverlässigkeit der Beurteilung der RAD-Ärzte zu wecken:

3.3.1 Seit der Therapie des Morbus Crohn mit Humira bescheinigten die 
behandelnden Ärzte des Spitals D.________ diesbezüglich zunächst noch 
eine leichtgradige Aktivität (Bericht vom 26. März 2013 [AB 16/10]), als-
dann Beschwerdefreiheit (Bericht vom 14. August 2013 [AB 17/4]) und 
schliesslich Remission (Bericht vom 13. November 2013 [AB 26/5]). Trotz 
dieses verbesserten Gesundheitszustandes (vgl. AB 17/1 Ziff. 1) bestätigte 
die Hausärztin weiterhin (wenn auch ohne genauere Angaben) eine volle 
Arbeitsunfähigkeit (AB 17/1 Ziff. 5; vgl. auch AB 26/1 Ziff. 5). Differenzierter 
äusserte sich am 25. September 2013 die RAD-Ärztin Dr. med. 
E.________ zur Arbeitsunfähigkeit, indem sie die bis 2008 ausgeübte 
Tätigkeit des Beschwerdeführers wegen des Morbus Crohn ebenfalls als 
nicht mehr möglich, demgegenüber eine angepasste Tätigkeit mit einem 
Leistungspensum von rund 50 % aber als zumutbar erachtete; die Schilde-
rungen des Krankheitsverlaufs bzw. die sich daraus ergebenden Auswir-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 14

kungen auf die berufliche Karriere und den Lebensvollzug seien aus medi-
zinischer Sicht gut nachvollziehbar (AB 20/3).

Während die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung bei 
Rentenbeginn (sechs Monate nach erfolgter Anmeldung; Art. 29 Abs. 1 
IVG) noch von einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 
angepassten Tätigkeit von 50 % ausgegangen ist (AB 85/5), macht sie im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens unter Berufung auf den Bericht des 
Spitals D.________ vom 14. August 2013 (AB 17) geltend, der Morbus 
Crohn habe sich bereits vor Rentenbeginn in Remission befunden, sodass 
gar keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (Beschwerdeantwort, S. 4). 
Im Wissen darum hat die RAD-Ärztin indessen in ihrer echtzeitlichen Beur-
teilung vom 25. September 2013 (AB 20) dargelegt, dass und weshalb die 
bisherige stressbelastete Tätigkeit des Beschwerdeführers aus medizini-
scher Sicht nicht mehr möglich und bei Fortführung einer solchen Tätigkeit 
von einer Zunahme der Invalidität auszugehen sei. Sodann geht aus ihren 
Ausführungen hervor, dass der Morbus Crohn aufgrund einer Änderung 
des Lebensstils des Beschwerdeführers remittiert ist und bei einer erneuten 
beruflichen Tätigkeit die Gefahr einer Exazerbation besteht, sodass ihm ein 
volles Leistungspensum auch in einer angepassten Tätigkeit nicht zugemu-
tet werden könne. Diese Ausführungen überzeugen, zumal es sich beim 
Morbus Crohn um eine schubweise verlaufende Krankheit handelt, welche 
durch einen wechselnden Verlauf gekennzeichnet ist.

Es lässt sich deshalb nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im 
Zeitpunkt des frühest möglichen Beginns der Rente sechs Monate nach der 
Anmeldung vom Mai 2013 (AB 2) ursprünglich von einer Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers für eine angepasste Arbeit von 50 % ausgegangen 
ist. Damit ist der von der Beschwerdegegnerin geforderten reformatio in 
peius die Grundlage entzogen (vgl. dazu SVR 2008 AHV Nr. 8 mit Hinweis 
auf BGE 119 V 241 E. 5 S. 249 f.; UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. 
Aufl. 2015, Art. 61 N. 156).

3.3.2 Soweit die Hausärztin anfangs 2015 einen verschlechterten Ge-
sundheitszustand wegen eines perianalen Abszesses geltend machte (vgl. 
E. 3.1.4 hiervor), wurde dadurch die Arbeitsfähigkeit nicht (dauernd) einge-
schränkt, zumal sich nach erfolgter Abszessspaltung ein problemloser 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 15

postoperativer Verlauf zeigte (AB 28/3). Wie schon zuvor die RAD-Ärztin 
(AB 20) ging in der Folge auch der behandelnde Psychiater von einer 
50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer eher leichteren Tätigkeit aus (AB 31). 

3.3.3 Bei Verdacht auf eine IBD-assoziierte Arthropathie machte die 
Hausärztin mit Bericht vom 18. April 2016 erneut eine Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes geltend (AB 33). Infolgedessen wurde eine 
zusätzliche Basistherapie mit Methotrexat begonnen (AB 33/6). Der RAD-
Arzt Dr. med. H.________ führte am 7. Juni 2016 in nachvollziehbarer 
Weise aus, der Morbus Crohn werde mit Humira und nunmehr auch mit 
Methotrexat behandelt, sodass sich die medizinische Situation seit der 
letzten RAD-Beurteilung (AB 20; vgl. E. 3.1.3 hiervor) nicht wesentlich 
verändert habe und das entsprechende Zumutbarkeitsprofil weiterhin gültig 
sei: Eine körperlich leichte Arbeit könnte mit einem Pensum von 50 % 
zugemutet werden. Bei gutem Verlauf sei eine Steigerung bis zu einem 
vollen Pensum möglich (AB 41; vgl. E. 3.1.8 hiervor).

Angesichts dieser Beurteilung lässt sich ebenfalls nicht beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin für die Zeit ab November 2013 bis zur RAD-
Beurteilung vom 7. Juni 2016 von einer unveränderten Arbeitsunfähigkeit 
für eine angepasste Tätigkeit von 50 % ausgegangen ist.

3.3.4 Nachdem von den Ärzten am Spital D.________ durchwegs ein 
erfreulicher Verlauf bescheinigt worden war (vgl. insbes. E. 3.1.9 hiervor), 
hielt der RAD-Arzt am 31. Oktober 2016 fest, spätestens seit deren Bericht 
vom 21. September 2016 (AB 58/2 ff.) könne eine angepasste Tätigkeit 
wieder vollzeitig zugemutet werden. Wegen der langen Abstinenz vom 
Arbeitsmarkt müsse die Arbeitstätigkeit innerhalb von sechs Monaten 
kontinuierlich von 50 % auf 100 % gesteigert werden. Aufgrund der 
Darmerkrankung sollte auch bei remittierten Symptomen wegen der noch 
leicht vorhandenen Gelenkschmerzen eine Leistungseinschränkung von 10 
% berücksichtigt werden (AB 63).

Es ist korrekt, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese 
Einschätzung des RAD-Arztes ab September 2016 von einer 
revisionsrechtlich relevanten Besserung des nach wie vor bestehenden 
Morbus Crohn ausgegangen ist, weil ein höheres zumutbares 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 16

Leistungsvermögen vorgelegen hat. Dies wird gestützt durch den Bericht 
des Spitals D.________ vom 26. Juli 2016 mit laborchemisch 
ausgewiesenen normalwertigen Entzündungswerten (AB 58; vgl. E. 3.1.9 
hiervor).

An dieser Beurteilung ändern die Schreiben des behandelnden Prof. Dr. 
med. I.________ vom 6. Dezember 2016 (AB 69) und 26. Mai 2017 (BB 3) 
nichts, welcher als Reaktion auf den Vorbescheid vom 17. November 2016 
(AB 68) bzw. im Rahmen der Beschwerde bestätigt hat, eine 
Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit im Rahmen des Morbus Crohn sei zu 
50 % "möglich und sinnvoll". Dabei scheint er sich mehr auf anamnestische 
Angaben des Beschwerdeführers denn auf eigene Befunde zu stützen (vgl. 
insbes. BB 3). Zudem steht diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in 
Widerspruch zu früheren Berichten: So sprach er selber in dem (auch) von 
ihm visierten Bericht vom 26. Juli 2016 (AB 58/8 ff.) von einem durchaus 
erfreulichen Verlauf. In seinem Auftrag hat zudem ein Assistenzarzt als 
Einschränkung eine Leistungsminderung aufgrund von Gelenkschmerzen - 
die sich zudem unter Therapie bessern würden - als bloss möglich erachtet 
und auf Konzentrationsprobleme wegen Migräne – bei ca. zwei Anfällen 
pro Monat – hingewiesen. Unter Berücksichtigung dieser doch eher 
geringen Einschränkungen und der damit einhergehenden Optimierung der 
medikamentösen Behandlung ist nicht nachvollziehbar, dass weiterhin von 
einer Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Rahmen von 50 % ausgegangne 
wird. Ähnlich verhält es sich in Bezug auf das vom behandelnden 
Psychiater ebenfalls als Reaktion auf den Vorbescheid verfasste Schreiben 
vom 5. Dezember 2016 (AB 73/4 f.). Die darin geltend gemachte konstante 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes mag wohl zu Beginn noch 
bestanden haben, konnte aber seither eingedämmt werden, sodass sich 
der Morbus Crohn nunmehr in Remission befindet. Soweit in psychischer 
Hinsicht deutliche Zeichen einer schweren Depression auszumachen ge-
wesen seien, hat der Psychiater in der Folge selber von dieser Diagnose 
Abstand genommen. Allenfalls hätte eine schwere Depression eine Ar-
beitsunfähigkeit im attestierten Umfang von 90 % zu rechtfertigen ver-
mocht, zugleich aber auch eine Intensivierung der medikamentösen und 
wohl zudem eine (teil-)stationäre Behandlung zur Folge gehabt. Soweit 
zudem das depressive Geschehen als Folge von alltäglichen Misserfolgen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 17

zu sehen ist, wäre dies schliesslich reaktiv und damit invalidenversiche-
rungsrechtlich ohnehin unbeachtlich (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). 
Schliesslich darf und soll das Gericht in Bezug auf Atteste von Hausärzten 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hin-
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 
2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt 
und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem be-
sonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

Ob allenfalls bereits vor September 2016 eine Besserung des 
Gesundheitszustandes im Sinne eines Revisionsgrundes eingetreten ist, ist 
zwar möglich, aufgrund der vorliegenden Unterlagen indessen nicht 
überwiegend wahrscheinlich erstellt, weshalb die auf die Akten gestützte 
Annahme eines Revisionsgrundes spätestens ab September 2016 
insgesamt nicht zu beanstanden ist. 

3.3.5 Soweit der Beschwerdeführer weitere Diagnosen vorbringt, die 
seiner Meinung nach bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit zu 
berücksichtigen gewesen wären (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 4), gilt es 
darauf hinzuweisen, dass diese gemäss den behandelnden Ärzten als 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (so AB 16/2 Ziff. 1.1, 34/2 Ziff. 
1.1, 58/2 Ziff. 1.1) oder als Nebendiagnosen bzw. Zufallsbefunde (so AB 
28/7, 28/9 f.) angesehen worden sind. Weitergehend ist auf die 
nachvollziehbaren Ausführungen des RAD-Arztes vom 12. September 
2016 (AB 54/2) und 6. April 2017 (AB 82) hinzuweisen.

3.4 Gestützt auf die nach dem Gesagten schlüssige und beweiskräftige 
Beurteilung der RAD-Ärzte ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeit-
punkt des frühest möglichen Rentenbeginns (sechs Monate nach der An-
meldung vom Mai 2013; Art. 29 Abs. 1 IVG) in einer angepassten Tätigkeit 
zu 50 % eingeschränkt war. Ab September 2016 lag eine revisionsrechtlich 
relevante Besserung der gesundheitlichen Situation mit einer entsprechen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 18

den Steigerung des zumutbaren Leistungsvermögens vor. Hiervon ausge-
hend ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

Die Invaliditätsbemessung für die Zeit ab November 2013 (nach Ablauf der 
Karenzfrist; Art. 29 Abs. 1 IVG) hat nach dem eben Dargelegten auf der 
Grundlage einer hälftigen Arbeitsunfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit 
zu erfolgen. Einem Rentenanspruch ab November 2013 steht das Erfor-
dernis der einjährigen ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit (Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) nicht entgegen, hat doch der RAD-Arzt Dr. med. H.________ am 
7. Juni 2016 ausdrücklich bestätigt (AB 41), das von der RAD-Ärztin Dr. 
med. E.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil gelte seit anfangs 2012 
(AB 20). 

Aufgrund der Verbesserung des Gesundheitszustandes per September 
2016 (vgl. E. 3.3.4 hiervor) ist auf diesen Zeitpunkt hin eine Revision vor-
zunehmen.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 19

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2). Es gilt 
zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-
mässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittli-
chen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Ab-
zug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
der allfälligen Rentenrevision massgebend, wobei Validen- und Invaliden-
einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten-
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungser-
lass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222; Urteil des EVG vom 12. Fe-
bruar 2004, I 607/03, E. 7.2.1).

4.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen aufgrund sta-
tistischer Zahlen der LSE, konkret gestützt auf TA1 Ziff. 45-46 (Grosshan-
del), Kompetenzniveau 4 (Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und 
Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wis-
sen in einem Spezialgebiet voraussetzen), festgelegt (vgl. AB 64). Dies ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 20

nicht bestritten und lässt sich nicht beanstanden, wurde doch die Firma, in 
der der Beschwerdeführer bis 2008 zuletzt gearbeitet hatte, zufolge Kon-
kurses aufgelöst (vgl. AB 60), weshalb nicht davon ausgegangen werden 
kann, der Beschwerdeführer würde ohne Gesundheitsschaden weiterhin für 
diese Firma tätig sein.

Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin ebenfalls gestützt 
auf LSE TA1 Ziff. 45-46 bemessen, nunmehr jedoch im Kompetenzni-
veau 2 (praktische Tätigkeiten wie Verkauf). Aufgrund der hohen berufli-
chen Qualifikationen des Beschwerdeführers ist es indessen angebracht, 
vorliegend das Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, wel-
che ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) heranzuzie-
hen. Andererseits ist gemäss RAD-Beurteilung vom 31. Oktober 2016 
(AB 61) zusätzlich eine Leistungseinschränkung von 10 % zu berücksichti-
gen.

4.3 Für die Zeit ab November 2013 mit einer attestierten Arbeitsun-
fähigkeit von 50 % ist entgegen der Beschwerdegegnerin nicht auf die LSE 
2014 (vgl. AB 64/6 Ziff. 3.9), sondern auf die LSE 2012 abzustellen. Aus-
gehend von dieser LSE (Fr. 9'524.-- x 12) und arbeitszeitbereinigt (41.9 
Stunden [abrufbar unter www.bfs.admin.ch]) resultiert ein Valideneinkom-
men von Fr. 119'716.70. Das Invalideneinkommen beläuft sich unter 
Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 3, der betriebsüblichen Arbeits-
zeit, der Arbeitsfähigkeit und der Leistungseinschränkung von 10 % auf 
Fr. 38'950.65 (Fr. 6'886.-- x 12 / 40 Wochenstunden x 41.9 Wochenstunden 
x 0.5 [Arbeitsfähigkeit] x 0.9 [Berücksichtigung der Leistungseinschränkung 
von 10 %]). Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen 
resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 80'766.05 bzw. ein Invaliditätsgrad 
von (gerundet) 67 % ([Fr. 107'699.75 - 40'262.95] / 107'699.75 x 100), was 
zur Zusprache einer Dreiviertelsrente führt (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.4 Im Rahmen der Rentenrevision per September 2016 ist (entspre-
chend der Beschwerdegegnerin; vgl. AB 64/6 Ziff. 3.10) auf die LSE 2014 
abzustellen. Das Valideneinkommmen beläuft sich auf Fr. 108'013.75 
(Fr. 8'568.-- x 12 Monate / 40 Wochenstunden x 41.9 Wochenstunden / 
102.9 x 103.2 [Tabelle T1.1.10, lit. G]). Das Invalideneinkommen beträgt 
unter Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 3, der betriebsüblichen Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 21

beitszeit und nunmehr einzig noch der Leistungseinschränkung von 10 % 
Fr. 80'760.70 (Fr. 7'118.-- x 12 / 40 Wochenstunden x 41.9 Wochenstun-
den / 102.9 x 103.2 [Tabelle T1.1.10, lit. G] x 0.9 [Berücksichtigung der 
Leistungseinschränkung von 10 %]). Aus der Gegenüberstellung der bei-
den Vergleichseinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 27'253.05 bzw. ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 25 % 
([Fr. 108'013.75 - 80'760.70] / Fr. 108'013.75 x 100), was nicht (mehr) zu 
einer Rente berechtigt (vgl. E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat 
demnach die ab November 2013 zugesprochene Dreiviertelsrente aufgrund 
der spätestens ab September 2016 eingetretenen Verbesserung des Ge-
sundheitszustandes unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) korrekterweise per November 2016 befristet.

5.

Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 8. Mai 
2017 (AB 85) im Ergebnis als rechtens. Die dagegen erhobene Beschwer-
de ist unbegründet und damit abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 22

6.2 Angesichts seines Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Januar 2018, IV/17/532, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.