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**Case Identifier:** 86f1b456-34e7-54c0-9b3f-bff77998c52d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.06.2023 720 22 332 / 154 (720 2022 332 / 154)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-332---154_2023-06-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. Juni 2023 (720 22 332 / 154) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; für die Berechnung des Valideneinkommens ist vom Kompetenzniveau 2 in der 

Tabelle TA1, Sektor Baugewerbe, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung anstatt 

vom Kompetenzniveau 1 auszugehen 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.a Der 1985 geborene A.____ arbeitete bis 2010 als Abdichtungsmitarbeiter und reichte 
erstmals am 23. September 2010 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) ein Leistungsge-
such ein unter Hinweis auf psychische Depressionen. Der Versicherte strebte einen Berufswech-
sel an. Im Rahmen der Aufnahmeprüfung bei der B.___ im September 2011 verunfallte er, als er 
einen Sturz erlitt. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen und die IV-Stelle 

 

 
 
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anerkannte einen Anspruch auf Umschulung. A.____ begann sodann im August 2013 eine Aus-
bildung zum E.____. Infolge einer erneuten Arbeitsunfähigkeit fühlte er sich nicht in der Lage, die 
Umschulung weiterzuführen, weshalb diese abgebrochen und im Anschluss ein Rentenanspruch 
geprüft wurde. Mit Verfügung vom 15. September 2016 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch 
auf eine Rente aufgrund eines nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs fest-
gestellten Invaliditätsgrades von 3 %. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
A.b Am 15. Juni 2021 meldete sich A.____ unter Angabe von chronischen Rückenschmer-
zen und chronischen Depressionen erneut bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt ab und lehnte mit Verfügung vom 
15. November 2022 nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens einen Rentenanspruch auf-
grund eines nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ermittelten Invaliditäts-
grades von 35 % ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Schreiben vom 23. Dezember 2022 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten. Eventuali-
ter seien die erforderlichen Abklärungen durchzuführen und sodann zu entscheiden.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 9. Februar 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 
23. Dezember 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1. Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegt der Eintritt der Invalidität und Beginn des 

 

 
 
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Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Best-
immungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Dezem-
ber 2021 in Frage und die angefochtene Verfügung datiert vom 15. November 2022. Demnach 
bleiben die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 
gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-
dergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] 
vom 6. Oktober 2000) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 
invalid (Art. 8 ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität 
wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 
7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 

 

 
 
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(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
2.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbin-
dung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens-
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).  
 
Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten 
wird. 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

 

 
 
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nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
3.3.1 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2).  
 
3.3.2 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen – so auch der Berichte von RAD-Ärztinnen und Ärzte – wird der 
Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) eingeholten Gutachten ex-
terner Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berück-
sichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.7, Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 
8C 385/2014, E. 4.2.2). 
 
3.3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

 

 
 
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Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. März 2022, 8C_521/2021, E. 3.1.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
5. Vorliegend handelt sich nicht um eine erstmalige Anmeldung, sondern um eine Neuan-
meldung nach rechtskräftiger Rentenablehnung. Die Neuanmeldung eines Rentenanspruchs 
wird nur materiell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich die tatsächli-
chen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Entscheidung in einem für den Rentenanspruch 
erheblichen Mass verändert haben (Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). Wenn die IV-Stelle wie vorliegend auf eine 
Neuanmeldung eintritt, so steht die Änderung in den tatsächlichen Verhältnisse noch nicht fest, 
sondern sie ist erst glaubhaft gemacht. Sie – und im Beschwerdefall das Gericht – hat dann ana-
log zu einer Rentenrevision zu prüfen, ob sich seit der letzten Verfügung eine tatsächliche Ver-
änderung in einer für den Anspruch erheblichen Weise effektiv nachweisen lässt. Massgebend 
ist damit folglich die Frage, ob sich in der Zeit zwischen der rentenablehnenden Verfügung vom 
15. September 2016 und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 15. November 2022 eine 
erhebliche Änderung des Sachverhalts ergeben hat. 
 
6.1 Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts anlässlich der Verfügung vom 15. Sep-
tember 2016 stellte die IV-Stelle im Wesentlichen auf den Bericht von Dr. med. C.____, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Regionaler Ärzt-
licher Dienst (RAD), vom 1. Juli 2016 ab. Er führte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit an: 

- Eingeschränkte Funktion des Achsenorgans thorakolumbal 
- Deckplattenimpressionsfraktur BWK 6 und 8 
- Discushernie/Schmorlsche Impression Deckplatte BWK 5 
- Osteochondrose L5/S1 mit zirkulärer Discusprotrusion, Kontakt Discusprotrusion zu 
 Wurzel S1 

 
In seiner angestammten Tätigkeit als Maurer sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. In einer 
angepassten Verweistätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig.  
 
6.2 Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Zeitpunkt der vorliegend angefoch-
tenen Verfügung vom 15. November 2022 liegen im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Un-
terlagen vor: 

 

 
 
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Am 3. März 2022 erstattete das Medizinische Gutachterzentrum Region St. Gallen (MGSG) das 
polydisziplinäre Gutachten in den Disziplinen Orthopädie, Psychiatrie, Neurologie und Innere Me-
dizin. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter folgende Diagnosen festge-
halten: 

- Status nach lmpressionsfraktur Th 6 und 8 09/11 mit mässigen Kostovertebralarthrosen 
 der cranialen BWS (MRI 10/2014) 
- Osteochondrose und Spondylarthrose mit Diskusprotrusion L5/S1 und Kontakt zur 
 Nervenwurzel S1 (MRI 10/2014) 
- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode 
 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen gestellt: 
- Genua vara, Senkfüsse, Präadipositas, Rhinoconjunctivitis allergica, saisonales Asthma 
 bronchiale, Nikotinabusus 
- St. nach akuter alkoholischer Pankreatitis 01/2020 
- Follikulitis 
- Akzentuierte, ängstlich vermeidende Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) 
- Zustand nach psychischen Störungen durch Alkohol, gegenwärtig abstinent 
- Asymptomatische Veränderung im Bereich des Rückenmarks der oberen HWS (Myelo-
 pathie) in Höhe HWK 2 und 3. 
 

In der angestammten Tätigkeit als Abdichtungsspezialist (nicht als Maurer) könne ab April 2012 
für die körperlich mittelschwere Tätigkeit mit häufig inklinierter Körperhaltung am Boden aufgrund 
der gesundheitlichen Einschränkungen bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
angenommen werden. Ab Januar 2020 betrage die Arbeitsfähigkeit aufgrund der rezidivierenden 
depressiven Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode mit Beeinträchtigung der 
emotionalen Belastbarkeit, der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Fle-
xibilität und Umstellungsfähigkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, der Widerstands- und 
Durchhaltefähigkeit, der Gruppenfähigkeit, des Antriebs, der Interessen, der Motivation sowie der 
Dauerbelastbarkeit gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 60 %. 
 
In einer adaptieren Tätigkeit mit körperlich leichten Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwech-
selnd sitzend und stehend ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, sei 
ab April 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bei voller Stundenpräsenz zumutbar gewesen. Ab 
Januar 2020 betrage die Arbeitsfähigkeit für Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne 
Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne Anforderung an die Konzentrati-
onsfähigkeit, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung 
gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 70 %. 
 
7. Die Vorinstanz hat für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten der MGSG 
abgestellt und ist von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegan-
gen. Dies ist – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – nicht zu beanstanden. Der 
Beschwerdeführer macht geltend, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit nicht mit dem für eine Verweistätigkeit beschriebenen Anforderungsprofil übereinstimmt. 

 

 
 
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Gemäss Anforderungsprofil der Gutachter kann der Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit 
seit April 2012 aus somatischer Sicht nur noch körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räu-
men, abwechselnd sitzend und stehend ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körper-
haltungen ausüben. In der Tat ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer in seiner 
angestammten, körperlich mittelschweren Tätigkeit mit häufig inklinierter Körperhaltung am Bo-
den aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen noch 70 % bzw. ab Januar 2020 60 % ar-
beitsfähig sein soll, obwohl diese Tätigkeit nicht dem Anforderungsprofil entspricht. Dieser Wider-
spruch hat vorliegend jedoch insofern keine Folgen, als die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfü-
gung ohnehin von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit ausgeht. Dabei hat 
sie korrekterweise im Anforderungsprofil nicht nur die psychiatrischen Einschränkungen (ohne 
erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne Anforderung an die Konzentrations-
fähigkeit, ohne vermehrten Kundenkontakt), sondern auch die Einschränkungen aus somatischer 
Sicht (körperlich leichte Tätigkeit, Wechselbelastung ohne unergonomische Positionen, in tem-
perierten Räumen) einbezogen.  
 
Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers hat der orthopädische Gutachter in der Beurtei-
lung von Plausibilität und Konsistenz auch die abweichend festgestellte Arbeitsfähigkeit durch 
das Kantonsspital X.____ gewürdigt und – gestützt auch auf frühere medizinische Berichte – 
erklärt, dass adaptierte Tätigkeiten aus orthopädischer Sicht vollumfänglich möglich seien und 
die diesbezügliche Einschätzung des Kantonsspitals nicht gestützt werden könne. Weiter führt 
der Beschwerdeführer die Einschätzung der D.____-Klinik vom 24. August 2021 an, wonach er 
seit Januar 2020 nur zu 40 % arbeitsfähig sei. Der psychiatrische Gutachter der MGSG hat auch 
den Bericht der D.____-Klinik gewürdigt und er begründet nachvollziehbar, dass aufgrund der 
erhobenen Ressourcen eine höhere Arbeitsfähigkeit gegeben sei. So führt er aus, dass er keine 
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen 
habe erheben können. Der Explorand zeige verschiedene Aktivitäten im Tagesablauf. Er erwähnt 
therapeutische Bewegungsübungen, verschiedene Tätigkeiten im Haushalt (Betten und Wäsche 
machen, aufräumen, putzen), Vorbereitungen für das Mittagessen, zusammen mit der Ehefrau 
kochen, 1 - 1½ Stunden spazieren, lesen, Geschichten schreiben und abends mit der Ehefrau 
nochmals ca. 30 Minuten spazieren. Zudem verweist der Gutachter auf die gute Paarbeziehung 
und familiäre Kontakte, auch wirke der Beschwerdeführer kommunikations- und kontaktmässig 
gut. 
 
Weiter verweist der psychiatrische Gutachter auf die invaliditätsfremden, psychosozialen Fakto-
ren, vor allem die Arbeitslosigkeit mit finanziellen Problemen und die entsprechende Abhängigkeit 
von der Partnerin, die sich ungünstig auf die depressive Störung auswirken würden. Der Be-
schwerdeführer zeige eine gewisse Motivation und Interessen. Diese Darlegungen sind überzeu-
gend und rechtfertigen die vom Gutachter gegenüber der D.____-Klinik höher eingeschätzte Ar-
beitsfähigkeit. Der psychiatrische Gutachter hat auch nicht vom diagnostizierten depressiven Ge-
schehen direkt auf die Arbeitsfähigkeit geschlossen, sondern – wie dies die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung verlangt – dargetan, inwiefern und inwieweit wegen der von ihm erhobenen Be-
funde die beruflich-erwerbliche Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist und zwar unter Miteinbezug der 
sonstigen persönlichen, familiären und sozialen Aktivitäten (BGE 145 V 361). So hat der Gutach-

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ter auch die funktionelle Leistungsfähigkeit nach der Mini-ICF APP geprüft und die daraus resul-
tierenden, leichten bis mittelgradigen Beeinträchtigungen aufgeführt. Entsprechend sind seine 
Folgerungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht zu beanstanden.  
 
Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, dass im Gutachten auf Seite 15 fälschlicherweise 
von einer Erstanmeldung die Rede ist. Diesbezüglich hat die IV-Stelle bereits mehrmals angege-
ben, dass die IV-Stelle diesen Fehler zu verantworten habe und nicht die Gutachter. Vorliegend 
bleibt dieser Fehler aber ohne Folgen, da die Gutachter die gesundheitliche Entwicklung rückwir-
kend bis ins Jahr 2011 analysiert und dabei alle Veränderungsschritte im Hinblick auf die Arbeits-
fähigkeit dokumentiert haben, so dass auch die Entwicklung der gesundheitlichen Einschränkun-
gen und die nachzuweisende Verschlechterung seit der letzten materiellen Prüfung durch die IV 
gewürdigt worden sind.  
 
Gestützt auf die obigen Ausführungen ergibt sich, dass das Gutachten der MGSG schlüssig, 
nachvollziehbar und überzeugend ausgefallen ist. Es liegen keine konkreten Indizien vor, die ge-
gen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen. Demnach durfte die IV-Stelle auf das Gutach-
ten abstellen und von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepass-
ten Tätigkeit ausgehen.  
 
8. Vorliegend handelt es sich, wie bereits erwähnt (vgl. oben E. 5 hiervor), um einen Neu-
anmeldungsfall nach Leistungsablehnung. Gestützt auf das MGSG-Gutachten ergibt sich eine 
Veränderung des Gesundheitszustandes insbesondere in psychiatrischer Hinsicht seit der ren-
tenablehnenden Verfügung vom 15. September 2016. Damit ist die IV-Stelle zu Recht auf die 
Neuanmeldung eingetreten und hat den Gesundheitszustand und die Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit zu Recht allseitig neu geprüft.  
 
9. In Bezug auf den Einkommensvergleich und die Gegenüberstellung von Validen- und 
Invalideneinkommen macht der Beschwerdeführer vorweg geltend, sein Anforderungsprofil sei 
derart eingeschränkt, dass auch unter Berücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen keine ver-
wertbare Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mehr vorliege. Eine zumutbare 
Tätigkeit sei nur unter derart eingeschränkten Bedingungen möglich, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kenne. 
 
Die Rechtsprechung, anerkennt zwar, dass das (vorgerückte) Alter zusammen mit weiteren per-
sönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person 
verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 
mehr nachgefragt wird. Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der 
(Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der me-
dizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 146 V 16 E. 7.1; 145 V 
2 E. 5.3.1, 138 V 457 E. 3, je mit Hinweisen). Massgebend sind jedoch die Umstände des kon-
kreten Falles und diesbezüglich ist die Rechtsprechung – auch gemäss eigener Einschätzung 
des Bundesgerichts – sehr restriktiv. Mit Blick auf das im vorliegenden Fall vom Gutachter er-
stellte Belastungsprofil hat das Bundesgericht im Entscheid vom 25. November 2021, 

 

 
 
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8C_535/2021, erklärt, es könne nicht gesagt werden, eine zumutbare Tätigkeit sei nur in so ein-
geschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennen 
würde oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre, und dass das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als aus-
geschlossen erscheinen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 
8C_143/2019, E. 5.2 mit Hinweisen). Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzuneh-
men, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1) praktisch 
nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Ar-
beitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als 
ausgeschlossen erscheint (SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C 416/2020 E. 4).  
 
Vorweg ist diesbezüglich festzuhalten, dass den Einschränkungen des Beschwerdeführers durch 
die reduzierte Arbeitsfähigkeit angemessen Rechnung getragen wurde. Ausserdem ist darauf 
hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verfügung erst 37 Jahre alt war, was 
ebenfalls gegen die Annahme der Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit spricht. Ausgehend vom 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der auch Nischenarbeitsplätze, also Stellen und Arbeitsangebote 
umfasst, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitge-
bers rechnen können (vgl. SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C 416/2020 E. 4 mit Hinweisen), ist vor-
liegend nicht auf die Notwendigkeit eines überdurchschnittlichen Entgegenkommens des Arbeit-
gebers zu schliessen. Die von der Beschwerdegegnerin angeführten Beispiele von einfachen, 
geistig wenig anspruchsvollen Prüf- und Sortiertätigkeiten oder leichte Verpackungsarbeiten sind 
mit dem von ärztlicher Seite definierten Anforderungsprofil durchaus vereinbar, weshalb eine Un-
verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu verneinen ist.  
 
10.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen ab Dezember 2021 (frühestmöglicher Rentenbeginn). Wie bereits oben ausgeführt 
(vgl. E. 2.4 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten 
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Diesbezüglich ist zu Recht unbestritten 
geblieben, dass zur Bestimmung sowohl des Valideneinkommens als auch des Invalideneinkom-
mens auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik abzu-
stellen ist. Wie der Beschwerdeführer korrekt ausführt, hätte die Vorinstanz die Einkommen je-
doch gestützt auf die LSE 2020 und nicht auf diejenige aus dem Jahr 2018 berechnen müssen. 
Hingegen hat die IV-Stelle zur Berechnung des Valideneinkommens zu Recht auf die Tabelle 
TA1, Sektor Baugewerbe, abgestellt. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, weshalb sie auf das Kom-
petenzniveau 1 und nicht auf das Kompetenzniveau 2 abgestellt hat. Der Beschwerdeführer hat 
eine Lehre als Maurer abgeschlossen und seit dem Jahr 2004 bis 2014 diverse Tätigkeiten aus-
geübt, so hat er beispielsweise als Maurer, Bahnangestellter, Gipser und Abdichtungsspezialist 
gearbeitet und von 2012 bis 2014 eine Umschulung zum E.____ absolviert, die jedoch abgebro-
chen wurde. Aufgrund seiner Ausbildung und seiner langjährigen Berufserfahrung rechtfertigt es 
sich, die Tabelle TA1, Sektor Baugewerbe, Kompetenzniveau 2, der LSE 2020 anzuwenden. Da-
bei resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 75'195.--  
(Fr. 6'069.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden, angepasst an die wöchentliche Ar-
beitszeit von 41,3 Stunden, Teuerung im Baugewerbe 0,0 %). Das Invalideneinkommen beträgt 

 

 
 
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nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von - 0,7 % und die betriebsübliche wöchentli-
che Arbeitszeit von 41,7 Stunden unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 70 % sowie 
eines unbestrittenen 5%igen leidensbedingten Abzugs Fr. 43'461.-- (basierend auf der LSE 2020 
TA1, Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, Fr. 5'261.--). Damit resultiert ein Inva-
liditätsgrad von 42,2 %, womit der Beschwerdeführer ab Dezember 2021 Anspruch auf eine Vier-
telsrente hat. 
 
10.2 Gestützt auf diese Ausführungen hat der Beschwerdeführer ab Dezember 2021 An-
spruch auf eine Viertelsrente, weshalb die vorliegende Beschwerde in diesem Sinne gutzuheis-
sen ist.  
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Da die 
IV-Stelle unterliegende Partei ist, sind ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Dem Beschwerde-
führer wird der Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  
 
11.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Darunter werden insbesondere die Vertretungskosten der versicher-
ten Person verstanden. Der nicht vertretenen Partei ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich 
keine Parteientschädigung zu gewähren.  
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 15. November 2022 aufgehoben und 
festgestellt wird, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer ab 1. De-
zember 2021 eine Viertelsrente auszurichten hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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