# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f5873ef-139a-50b7-b7c7-6beffb715211
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-06
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 06.02.2023 VBE.2022.346
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2022-346_2023-02-06.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

 

VBE.2022.346 / lf / fi 
Art. 14 

 

 

Urteil vom 6. Februar 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin 

Oberrichterin Gössi 

Oberrichter Roth 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde 

führer  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. Brigitta Brunner, Rechtsanwältin, 

Stadtturmstrasse 10, Postfach 43, 5400 Baden 

 

 
   

Beschwerde 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern 

vertreten durch Dr. iur. Beat Frischkopf, Rechtsanwalt, Bahnhofstrasse 24, 

Postfach, 6210 Sursee 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022) 
 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1969 geborene Beschwerdeführer war bei der Beschwerdegegnerin 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 8. Januar 2021 einen 

Auffahrunfall erlitt und sich gemäss Schadenmeldung vom 12. Januar 2021 

eine Mehrfachverletzung zuzog. Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre 

Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem fraglichen Ereignis und rich-

tete die entsprechenden Versicherungsleistungen in Form von Taggeld und 

Heilbehandlung aus. In der Folge traf sie medizinische Abklärungen und 

holte in deren Rahmen eine kreisärztliche Stellungnahme ein. Mit Verfü-

gung vom 18. Januar 2022 verneinte die Beschwerdegegnerin mangels 

Kausalzusammenhangs mit dem Ereignis vom 8. Januar 2021 ihre Leis-

tungspflicht im Zusammenhang mit den Schulterbeschwerden links. Mit 

Verfügung vom 18. Mai 2022 stellte sie die Versicherungsleistungen 

mangels Unfallkausalität der übrigen noch geklagten Beschwerden per 

31. Mai 2022 ein. Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 hiess die Be-

schwerdegegnerin die gegen die Verfügung vom 18. Januar 2022 erho-

bene Einsprache insofern teilweise gut, als sie ihre Leistungspflicht im Zu-

sammenhang mit den Schulterbeschwerden links anerkannte und die Ver-

sicherungsleistungen per 21. Februar 2021 einstellte, und wies die gegen 

die Verfügung vom 27. Juni 2022 erhobene Einsprache ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 erhob der Beschwer-

deführer mit Eingabe vom 13. September 2022 fristgerecht Beschwerde 

und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 sei aufzuheben und es sei 
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für 
die Beschwerden an der linken Schulter die gesetzlichen Leistungen zu 
erbringen, namentlich die weitergehende Übernahme der Heilbehand-
lungskosten sowie der Taggelder über den 21. Februar 2021 hinaus 
und bis auf Weiteres. 

 
2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 aufzuhe-

ben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese ein orthopädisches Gutachten bezüglich der Schulterbeschwer-
den des Beschwerdeführers einhole. 

 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der 

Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 19. Oktober 2022 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

 

 - 3 - 

 

 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungs-

leistungen im Zusammenhang mit den Schulterbeschwerden links zu Recht 

mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 per 21. Februar 2021 einge-

stellt hat (Vernehmlassungsbeilage [VB] 172). 

 

2. 

2.1. 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-

heit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursa-

chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten  

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-

hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 

ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-

dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

(BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 V 109 

E. 2.1 S. 111 f. und 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406). 

 

2.2. 

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Un-

fallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ur-

sache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zu-

stand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status 

quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 

S. 125 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181) nachgewiesen sein. 

 

 - 4 - 

 

 

 

3. 

3.1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 (VB 172) stützte sich die 

Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Ak-

tenbeurteilung von Kreisärztin Dr. med. B., Fachärztin für Chirurgie, vom 

27. Dezember 2021. Sie führte darin in Bezug auf die Schulterbeschwerden 

aus, im Bereich der linken Schulter würden deutlich degenerative 

Abnützungserscheinungen bestehen, welche problemlos mit dem Alter und 

Beruf des Beschwerdeführers erklärt werden könnten. Betreffend die linke 

Schulter sei rein vom zeitlichen Abstand der ersten Symptome eine 

Unfallkausalität nicht mehr gegeben. Selbst wenn es durch die Sicher-

heitsgurte zu einem Anpralltrauma mit Kontusion gekommen wäre, wäre 

diese spätestens nach sechs Wochen abgeheilt. Weder in der Erstbehand-

lung durch den Hausarzt, noch in der Notfallkonsultation im Spital C. seien 

Kontusionsmarken durch die Gurte dokumentiert. Dies spreche gegen eine 

zu massive Kontusion durch die Sicherheitsgurte. Die Schulter links sei 

nicht unfallkausal (VB 106 S. 5). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

 - 5 - 

 

 

 

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesge-

richts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. De-

zember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Kreisärzte hätten 

sich nicht mit der unfallbedingten Aktivierung der Arthrose gemäss dem 

Bericht des Spitals C. vom 30. Oktobers 2021 auseinandergesetzt, womit 

deren Einschätzung mangelhaft erfolgt sei und nicht darauf abgestellt 

werden könne (vgl. Beschwerde S. 8). Die Kreisärzte hätten sich zudem 

kein lückenloses Bild verschaffen können. Seien sie ursprünglich sogar der 

Ansicht gewesen, die Schulterbeschwerden seien überhaupt nicht 

unfallkausal. Es würden jegliche Anhaltspunkte fehlen, gestützt worauf der 

Status der linken Schulter anders begründet werden sollte als durch den 

Unfall und seine Folgen. Damit bestünden mehr als nur geringe Zweifel an 

der versicherungsinternen Aktenbeurteilung (vgl. Beschwerde S. 10). 

 

4.2. 

Im Austrittsbericht des Spitals C. vom 9. Januar 2021 wurde hinsichtlich der 

ambulanten Notfallbehandlung des Beschwerdeführers vom 8. Januar 

2021 festgehalten, die notfallmässige Selbstvorstellung sei bei 

zunehmenden Schmerzen des Nackens und des Schultergürtels erfolgt 

(VB 24 S. 1). Als Befund wurde unter anderem ein Druckschmerz paraster-

nal und entlang des Anschnallgurtes festgehalten (VB 24 S. 2). Damit wur-

den nicht, wie von der Beschwerdegegnerin und der Kreisärztin festgehal-

ten (VB 100 S. 1; 106 S. 4), erstmals anlässlich der telefonischen Bespre-

chung vom 17. September 2021 (VB 65) Beschwerden in der linken Schul-

ter geltend gemacht. Damit erscheint die diesbezügliche Beurteilung von 

Dr. med. B., dass rein vom zeitlichen Abstand der ersten Symptome eine 

Unfallkausalität nicht gegeben sei (VB 106 S. 5), nicht nachvollziehbar. 

Soweit die Kreisärztin zudem festhielt, in der Erstbehandlung (Erstbefund 

ausgefüllt am 12. März 2021; VB 27) durch den Hausarzt seien keine 

Kontusionsmarken durch die Gurte dokumentiert (VB 107 S. 8), ist darauf 

hinzuweisen, dass der ausweislich der Akten anscheinend vom Hausarzt 

ausgefüllte Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-

zervikalem Beschleunigungstrauma (VB 24 S. 1) von der Beschwerde-

gegnerin nicht eingeholt wurde, obwohl dieser allenfalls betreffend Kontu-

sionsmarken und echtzeitlich geltend gemachten Schmerzen aufschluss-

reich sein könnte. 

 

Des Weiteren ist hinsichtlich der sehr knapp gehaltenen Beurteilung der 

Kreisärztin festzuhalten, dass sie sich darin in keiner Weise mit den Berich-

ten von Assistenzarzt D. und Dr. med. E., Facharzt für Orthopädische 

 - 6 - 

 

 

 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital C., vom 

30. Oktober und 3. November 2021 auseinandergesetzt hat, in welchen 

immerhin festgehalten wurde, der traumatische Hergang mit Auffahrunfall 

und Gurtverlauf über der Klavikula links erscheine für die beschriebene AC-

Gelenksarthropathie als adäquates Trauma (VB 97 S. 1) und es zeige sich 

eine symptomatische AC-Arthropathie sehr wahrscheinlich im Rahmen des 

Verkehrsunfalles im Januar 2021 (VB 98). Zudem machte Dr. med. B. in 

ihrer Aktenbeurteilung vom 27. Dezember 2021 auch keine Ausführungen 

zu der Bildgebung der linken Schulter vom 6. September 2021 (VB 80 S. 8, 

106 S. 2) und wie unter deren Berücksichtigung von nicht unfallkausalen 

Beschwerden bzw. von einer Abheilung nach spätestens sechs Wochen 

(VB 106 S. 5) auszugehen sei. Damit erweist sich die Aktenbeurteilung von 

Dr. med. B. als nicht ausreichend begründet. 

 

Dr. med. E. hielt in seiner E-Mail-Nachricht vom 31. Mai 2022 sodann fest, 

beim Beschwerdeführer handle es sich aus fachorthopädischer Sicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit um eine unfallbedingte Verschlech-

terung einer vorbestehenden AC-Gelenksarthrose. Im MRI Befund werde 

eine Aktivierung der AC Arthrose beschrieben, welche auch klinisch symp-

tomatisch erscheine. Ohne Unfallereignis wäre eine Operation mit hoher 

Wahrscheinlichkeit nicht notwendig gewesen (VB 163). Damit liegt eine, 

zwar nicht einlässlich begründete und damit nicht allein beweiskräftige, 

aber dennoch der Aktenbeurteilung von Dr. med. B. widersprechende 

fachärztliche Beurteilung vor. 

 

4.3. 

Insgesamt ist damit in Anbetracht der strengen Anforderungen an reine Ak-

tenbeurteilungen durch versicherungsinterne medizinische Fachpersonen 

als Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 3.2.2. hiervor) nach dem Dargelegten 

von zumindest geringen Zweifeln an der Beurteilung von Dr. med. B. vom 

27. Dezember 2021 (VB 106) auszugehen. Der vorliegend relevante 

Sachverhalt erweist sich damit im Lichte der Untersuchungsmaxime 

(Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 

132 V 93 E. 5.2.8 S. 105; 125 V 193 E. 2 S. 195; KIESER, ATSG-Kommen-

tar, 4. Aufl. 2020, N. 13 ff. zu Art. 43 ATSG) als nicht rechtsgenüglich er-

stellt. Die Sache ist daher zur ergänzenden Abklärung – gegebenenfalls 

durch die Kreisärztin – unter Einbezug der aktuellen medizinischen Be-

richte an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl. BGE 139 V 99 

E. 1.1 S. 100; 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.). Anschliessend hat sie neu 

über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers im Zusammenhang 

mit den nach dem Unfallereignis vom 8. Januar 2021 aufgetretenen Schul-

terbeschwerden links zu verfügen. 

 

 - 7 - 

 

 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, 

dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 aufzuhe-

ben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 

zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz seiner 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzen-

der Abklärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 

V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 

vom 15. Juli 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'450.00.00 zu bezahlen. 

 
 

  

 - 8 - 

 

 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 6. Februar 2023 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Fricker