# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a28af0a-5be4-5eba-9175-aec226e6e5d6
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-18-24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-18-24_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___ 

 
vertreten durch: RA AA___  
 

 
Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden ,  

Neue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau 
 

 
Gegenstand Rente der Invalidenversicherung 

Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Appenzell 
Ausserrhoden vom 2. Mai 2018 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 19. Februar 2019  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, S. Ramseyer 
Obergerichtsschreiberin M. Epprecht 
 
 

Verfahren Nr. O3V 18 24 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 1. Die angefochtene Aufhebungsverfügung vom 2. Mai 2018 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer sei mindestens die bisherige Rente im Umfang von 50 % zu 

gewähren.  

 

 2.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen.  

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.1958 geborene A___ meldete sich am 8. Juni 2008 wegen Herz-, Knie- 

(Arthrose) und Schulterproblemen sowie am 17. September 2008 wegen Arthrose in beiden 

Knien und wegen des Herzens bei der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden an und 

beanspruchte Leistungen der Invalidenversicherung (IV-act. 1 und IV-act. 10). Die IV-Stelle 

klärte in der Folge den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt ab und zog die Akten 

des Krankenversicherers bei. Mit Schreiben des Krankenversicherers vom 1. März 2010 

ging bei der IV-Stelle eine erneute Anmeldung von A___ ein. Als gesundheitliche 

Beeinträchtigung wurden generalisierte Angststörung, Herzinfarkt, Fibromyalgie, 

Depressionen, Schlafstörungen, Panikattacken, Müdigkeit, Nervosität, Atemproblemen und 

Kniearthrosen beidseits angegeben (IV-act. 31-1ff/36). Die IV-Stelle nahm wiederum 

Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht vor. Mit Verfügung vom 1. März 

2011 sprach die IV-Stelle A___ ab 1. November 2010 eine halbe Invalidenrente zu (IV-act. 

74). 

 

B. Am 1. September 2011 meldete sich der Hausarzt von A___, Dr. med. B___, Facharzt FMH 

Allgemeine Innere Medizin, Heiden, bei der IV-Stelle und ersuchte um erneute Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 75). Die IV-Stelle klärte wiederum den medizinischen und 

erwerblichen Sachverhalt ab und wies mit Verfügung vom 22. Juli 2014 das 

Rentenerhöhungsgesuch ab (IV-act. 103).  

 

Seite 3 

C. Am 6. März 2016 ersuchte A___ um Erhöhung der Rentenleistungen wegen 

Beeinträchtigung des Herzens, der Nerven, des Rückens sowie Arthrose in den Knochen 

beziehungsweise Gelenken (IV-act. 104). Die IV-Stelle nahm erneut Abklärungen in 

medizinischer Hinsicht vor – unter anderem holte sie ein Gutachten bei der Medizinischen 

Abklärungsstelle Bern, ZVMB GmbH (fortan: MEDAS Bern), ein – und holte die Akten des 

Krankenversicherers ein (IV-act. 116, IV-act. 117 und IV-act. 134). Am 12. Dezember 2017 

teilte die IV-Stelle A___ mit, dass aufgrund seiner subjektiven Krankheitsüberzeugung 

keine beruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen durchgeführt würden (IV-act. 140). 

Mit Vorbescheid vom 30. Januar 2018 kündigte die IV-Stelle an, aufgrund einer veränderten 

gesundheitlichen Situation die Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des 

folgenden Monats aufzuheben (IV-act. 51). Dagegen liess A___ mit Schreiben vom 

28. Februar 2018 und 16. März 2018 Einwand erheben (IV-act. 144 und IV-act. 148). Mit 

Verfügung vom 2. Mai 2018 bestätigte die IV-Stelle ihren Entscheid und stellte die 

Invalidenrente ein (IV-act. 154).  

 

D. Gegen die Verfügung vom 2. Mai 2018 liess A___ am 18. Mai 2018 mit den eingangs 

erwähnten Anträgen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden 

erheben (act. 1). Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 21. Juni 2018 die 

Abweisung der Beschwerde (act. 6). 

 

E. Am 24. Juli 2018 liess A___ die Replik einreichen (act. 9). Die IV-Stelle verzichtete 

stillschweigend auf eine Duplik. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. 1.1 

 Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes 

vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31) beurteilt das Obergericht als kantonales 

Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen. Die 

örtliche Zuständigkeit ist nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 

über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) gegeben. 

 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der 

Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und 

Seite 4 

Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes vom 9. September 2002 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1)).  

 

Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

1.2 

Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs, da sich die Vorinstanz nicht zum begründeten Einwand vom 16. März 2018 

geäussert habe.  

 

Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie vor 

Erlass von Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind – was auf Verfügungen über 

Leistungen der Invalidenversicherung nicht zutrifft –, nicht angehört werden müssen. Der 

Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch 

tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb 

sie ihren Entscheid zu begründen hat. Dabei ist nicht erforderlich, dass die Behörde sich 

mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen 

Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene 

über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 

Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz 

die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 

die sich ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1; BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 124 V 180 

E. 1a). 

 

Der Beschwerdeführer brachte im erwähnten Einwand im Wesentlichen vor, wegen der 

beidseitigen Knieproblematik sei eine somatische Verschlimmerung aufgetreten, seitens 

der IV-Stelle sei aber eine Neueinschätzung des verschlimmerten medizinischen 

Sachverhalts vorgenommen worden, was unzulässig sei. Die von der IV-Stelle als 

erfolgsversprechend angesehenen beruflichen Massnahmen seien zu bezeichnen und im 

Übrigen existiere für Personen in seinem Alter mit einem Handicap kein ausgeglichener 

Arbeitsmarkt mehr (IV-act. 148). Die Vorinstanz äusserte sich in der angefochtenen 

Verfügung dahingehend, dass sämtliche gesundheitlichen Beschwerden im Gutachten 

berücksichtigt worden seien und im Ergebnis dem Beschwerdeführer eine 

leidensangepasste Tätigkeit zumutbar sei. Das Alter des Beschwerdeführers sei ein 

invaliditätsfremder Faktor und dürfe daher nicht berücksichtigt werden. Sodann seien 

berufliche Massnahmen geprüft und abgeschlossen worden, da sich der Beschwerdeführer 

nicht arbeitsfähig fühle (act. 2.1).  

Seite 5 

 

Die IV-Stelle hat sich somit entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in der 

angefochtenen Verfügung zu den von ihm im Einwand vom 16. März 2018 vorgebrachten 

Aspekten – gesundheitliche Beschwerden, Alter und berufliche Massnahmen – geäussert 

und kurz ihre Überlegungen genannt, weshalb sie dessen Ansicht nicht teilt. Eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt damit nicht vor.    

 

2. 2.1 

 Invalidität ist gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist nach Art. 7 Abs. 1 

ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 

sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn 

sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. 

 

Nach Art. 28 IVG haben versicherte Personen Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu 

mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 

Rente, wenn sie zu mindestens 50 %, und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 

40 % invalid sind. 

 

 2.2 

 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).  

 

 2.3 

 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 

das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind 

Seite 6 

die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit 

Hinweisen).  

 

 Das Sozialversicherungsgericht hat die Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht die andere medizinische These abstellt (BGE 

143 V 124 E. 2.2.2; BGE 125 V 351 E. 3a). Der Beweiswerts eines Arztberichts hängt 

davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; BGE 125 V 351 

E. 3a).  

 

 2.4 

 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von 

Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben (Art. 17 ATSG; vgl. auch Art. 87, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung vom 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201)). Anlass zur 

Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit 

Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen 

Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch bei veränderten 

Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich bei an sich gleich gebliebenem 

Gesundheitszustand (BGE 141 V 9 E. 2.3; BGE 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich 

unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im 

revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der 

Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend („allseitig“) zu prüfen, 

wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). 

 

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die 

letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 

materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 

Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

Seite 7 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 

133 V 108 E. 5.4). 

 

 Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhaltes nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim 

bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 

E. 3.1.3). 

 

3. 3.1 

 Die IV-Stelle vertritt gestützt auf das Gutachten der MEDAS Bern vom 20. November 2017 

die Ansicht, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich unter anderem 

aufgrund der remittierten Depression verbessert, so dass ihm eine leidensangepasste 

Tätigkeit von 100% zumutbar sei. Der Einkommensvergleich (Valideneinkommen 

Fr. 74‘415.--; Invalideneinkommen Fr. 66‘453.--; Erwerbseinbusse Fr. 7‘962.--) ergebe 

einen Invaliditätsgrad von 11 %, weshalb die Invalidenrente einzustellen sei. Es seien 

sämtliche gesundheitlichen Beschwerden berücksichtigt worden und neue Tatsachen seien 

nicht geltend gemacht worden. Invaliditätsfremde Faktoren, mithin das Alter des 

Beschwerdeführers, seien nicht zu berücksichtigen und berufliche Massnahmen seien 

geprüft und abgeschlossen worden.  

 

 Der Beschwerdeführer lässt hierzu im Wesentlichen vorbringen, es sei lediglich eine 

Neueinschätzung des verschlimmerten medizinischen Zustandes beziehungsweise eine 

andere Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vorgenommen worden, was nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht angängig sei. Auch der angeblich ausgeglichene 

Arbeitsmarkt sei für über 60-jährige seit langem nicht mehr vorhanden. Nebst der 

generellen Mühe, sich als über 60-jähriger auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, läge eine 

persistierende medizinische Problematik vor, die das Erzielen eines 

rentenausschliessenden Einkommens verunmögliche. Das MEDAS-Gutachten sei teilweise 

widersprüchlich, weil die ersten Kindheitsjahre nicht thematisiert und weil behauptet werde, 

es bestehe keine Wechselwirkung zwischen den psychischen und somatischen 

Krankheiten. Zudem sei die Rentenaufhebung vorgenommen worden, ohne dass geeignete 

berufliche Massnahmen initialisiert worden seien.  

 

 3.2 

Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in einer 

sich auf die Invalidenrente auswirkenden Weise verbessert beziehungsweise ob der 

Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Referenzzeitpunkt 

für die Beurteilung der Frage einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von Art. 17 

Seite 8 

Abs. 1 ATSG ist die (ursprüngliche) Verfügung vom 1. März 2011, mit welcher dem 

Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente zugesprochen worden war (IV-act. 74; BGE 

133 V 108 E. 4.1). Dies, weil die Verfügung der IV-Stelle vom 22. Juli 2014, mit welcher das 

Gesuch um Rentenerhöhung abgewiesen wurde, keine anspruchsändernde Verfügung ist 

und daher vorliegend insoweit unbeachtlich für die relevante Fragestellung (IV-act. 103; 

BGE 133 V 108 E. 4.1 und E. 5.3.3). 

 

 3.3 

 Die Verfügung vom 1. März 2011, mit welcher die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit 

Wirkung ab 1. November 2010 eine halbe Invalidenrente zugesprochen hatte, stützte sich 

im Wesentlichen auf folgende Berichte (IV-act. 74): 

 

 Dr. med. C___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Basel, stellte im 

psychiatrischen Gutachten vom 30. Juni 2010 zuhanden des Krankenversicherers des 

Beschwerdeführers die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

mittelschwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11) und als 

Differentialdiagnose eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) (IV-act. 55-24/27). Er 

attestierte dem Beschwerdeführer eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50%, ging 

grundsätzlich aber – unter Berücksichtigung eines langwierigen Heilungsverlaufs – von 

einer weiteren Verbesserung des Gesundheitszustands aus (IV-act. 55-26f/27). 

 

 Dr. med. D___, Facharzt FMH Innere Medizin und Kardiologie, Liestal, stellte als 

Vertrauensarzt des Krankenversicherers im Bericht vom 12. Juli 2010 folgende Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Depression und Panikstörung bei/mit 

undifferenzierter Somatisierungsstörung (ICD-10: F33.0) bei A. Koronarer – 2 – 

Gefässerkrankung (ICD-10: I.25) mit infero-posteriorem Infarkt, Reanimation bei 

Kammerflimmern und Stent RCA und RIVA (4.11. und 24.11.2009) (ICD-10: I25.29) B. 

Arthralgien beider Knie- und Schultergelenke (vorbestehend, ICD-10: M17.9, M75.4) (IV-

act. 55-4/27). Sowohl die angestammte Tätigkeit als Anlageführer im Bereich Veredelung 

als auch eine diesem Jobprofil analoge Tätigkeit sei jederzeit zumutbar. Nicht die verlangte 

physische Belastbarkeit, sondern das Selbstvertrauen-Defizit und/oder bei offensichtlich 

inadäquater Psychotherapie sei ursächlich limitierend für die angestrebte Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 55-4/27). Solange die psychosomatische Situation nicht relevant 

optimiert sei, bleibe die bislang erreichte Arbeitsfähigkeit bestehen (IV-act. 55-5/27).  

 

 Dr. med. E___, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher 

Dienst (RAD) Ostschweiz, hielt am 5. August 2010 fest, dass eine abschliessende 

Beurteilung noch nicht möglich sei (IV-act. 58-2/3). In der Beurteilung vom 30. September 

Seite 9 

2010 erachtete sie den Fall als medizinisch ausreichend dokumentiert und führte als 

relevanten Gesundheitsschaden/Diagnosen die psychischen Störungen auf dem 

Hintergrund des stattgehabten Herzinfarktes bei komorbiden Beeinträchtigungen des 

Bewegungsapparates auf. Als wesentliche Funktionseinschränkungen erachtete sie: 

Konzentrationsschwierigkeiten, verlangsamte Auffassung, verminderte psychische 

Belastbarkeit besonders in Bezug auf Zeit- und Leistungsdruck, bei höherer körperlicher 

Belastung Ängste vor Herzinfarkt nach stattgehabtem Infarkt sowie Unruhe. In der 

angestammten Tätigkeit als Anlageführer sei er 50% arbeitsfähig. Auch in einer 

angepassten Tätigkeit sei er 50% arbeitsfähig, wobei es sich hierbei um Tätigkeiten ohne 

besondere Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, ohne selbst- und 

fremdgefährdende Tätigkeiten beziehungsweise mit erhöhter Unfallgefahr beispielsweise 

an Maschinen, ohne besondere Beanspruchung der Schultergelenke durch häufiges 

Arbeiten in der Horizontalen oder Überkopf, empfehlenswert seien wechselbelastende, 

körperlich leichte Tätigkeiten (IV-act. 62-2/3).  

 

 3.4 

 Der angefochtenen rentenaufhebenden Verfügung vom 2. Mai 2018 legte die IV-Stelle im 

Wesentlichen folgende Berichte zugrunde: 

 

 Das Rentenerhöhungsgesuch des Beschwerdeführers beziehungsweise dessen 

Hausarztes vom 1. September 2012 wurde mit Verfügung vom 22. Juli 2014 mit der 

Begründung abgewiesen, dass nach der erfolgten Knie-TP keine lang dauernde 

Erwerbsunfähigkeit entstanden sei und er in seinem bisherigen Arbeitspensum in der 

bisherigen Tätigkeit arbeiten könne (IV-act. 103).  

 

 Der RAD-Arzt Dr. med. F___, Facharzt Arbeitsmedizin, beurteilte am 27. April 2016 das 

Erhöhungsgesuch des Beschwerdeführers vom 6. März 2016 dahingehend, dass aufgrund 

der Berichte des Hausarztes Dr. med. B___, des Orthopäden Dr. med. G___, des 

Angiologen Dr. med. H___ eine Veränderung der gesundheitlichen Situation im Raum 

stehe, welche allerdings nicht dauerhaft vorliege, da die therapeutischen Behandlungen 

begännen (IV-act. 108). 

 

 Im Verlaufsbericht vom 30. August 2016 berichtete der behandelnde Psychiater des 

Beschwerdeführers, Dr. med. J___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Teufen, 

über einen verschlechterten Gesundheitszustand. Als (geänderte) Diagnose gab er eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische 

Symptome (ICD-10: F33.2) sowie eine vorbestehende und in der Zwischenzeit 

chronifizierte schwere generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) an. Es bestehe seit 

Seite 10 

einem Jahr eine massive Zunahme der depressiven Symptomatik und eine generalisierte 

Ängstlichkeit, ein sozialer Rückzug, anhaltende innere Anspannungen, eine anhaltende 

Freud- und Lustlosigkeit sowie Gedankengrübeln (IV-act. 111).  

 

 Im allgemein-internistischen Teilgutachten der MEDAS Bern vom 20. November 2017 

wurde keine allgemein-internistische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt (IV-act. 134-69/209). Die Arbeitsfähigkeit sei mindestens für körperlich leichte 

Tätigkeiten ohne Einschränkung der quantitativen Arbeitsfähigkeit medizinisch zumutbar, 

wobei bei langem Stehen das Tragen von Stützstrümpfen erforderlich sei. Sowohl für die 

angestammte Tätigkeit als Anlageführer Veredelung als auch für eine leidensadaptierte 

Tätigkeit bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 134-70/209). Gemäss dem 

psychiatrischen Teilgutachten ist der Beschwerdeführer aus rein psychiatrischer Sicht 

sowohl in der angestammten als auch einer angepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt und 

somit zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 134-78/209). Eine Aussage zur Arbeitsfähigkeit 

retrospektiv könne nicht mit dem hinreichenden Grad der Wahrscheinlichkeit vorgenommen 

werden. Mindestens aber könne bei dem aktuellen Status und der Neigung des 

Beschwerdeführers zur Verdeutlichung und Aggravation, jedoch auch aufgrund der 

ausführlichen und strukturierten anamnestischen Angaben, gegenwärtig keine 

versicherungspsychiatrisch arbeitsrelevante Störung mehr begründet werden. Formal 

müsse eine Besserung damit konstatiert werden sowohl medizinisch wie auch in der 

versicherungsmedizinischen Bewertung, wobei dies ab aktuellem Untersuchungsdatum 

gelte (IV-act. 134-85/209). Aus dem kardiologischen Teilgutachten ergibt sich, dass keine 

kardiale Einschränkung besteht und der Beschwerdeführer aus rein kardialer Sicht normal 

arbeitsfähig ist (IV-act. 134-87/209). Im orthopädischen Teil-Gutachten wurden folgende 

Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gestellt: 

wiederkehrende Gonalgien beidseits, bei Status nach Knie-TEP-Implantation rechts im 

März 2013 und Knie-TEP-Implantation links im August 2016 sowie wegen fortgeschrittener 

Varusgonarthrose beidseits (IV-act. 134-43/209). Weiter wurde ausgeführt, dass von 

versicherungsmedizinisch relevanten Funktionseinschränkungen nur die Kniegelenke des 

Beschwerdeführers betroffen seien. Keine bedeutsamen Funktionseinschränkungen 

resultierten aus den bestehenden Befunden an der Wirbelsäule, der rechten Schulter und 

der Fussfehlstatik (IV-act. 134-39/209). Der Beschwerdeführer könne leichte und 

gelegentliche mittelschwere körperliche Tätigkeiten im Wechselrhythmus zwischen Stehen, 

Gehen und Sitzen mit einem Überwiegen des im Sitzen zu erbringenden Anteils der Arbeit 

vollschichtig erbringen. Ausschliesslich im Stehen und Gehen zu arbeiten sei dem 

Beschwerdeführer aufgrund seiner Kniegelenksbefunde nicht mehr vollschichtig zumutbar 

und regelmässig mittelschwere wie alle schweren körperlichen Arbeiten seien in diesem 

Zusammenhang auch nicht mehr möglich. Stoss- und Stauchungsbelastungen an den 

Seite 11 

Kniegelenken, wie sie beim Joggen und Springen aufträten, seien ungünstig und zu 

vermeiden. Das Gehen und Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie in unebenem Gelände 

sei ebenfalls ungünstig und zu vermeiden. Vermieden werden solle auch die Exposition des 

Beschwerdeführers gegenüber Nässe, Kälte und Zugluft bei der Arbeit (IV-act. 134-43/209). 

In der angestammten Tätigkeit bestehe ab dem 1. Juli 2017 eine Leistung von 80%, 

Zeitpensum 8.5 Stunden pro Tag und in einer Verweistätigkeit spätestens mit dem 

19. Februar 2017 eine Leistung von 100%, Zeitpensum 8.5 Stunden pro Tag (IV-act. 134-

44/209).  

 

 Der behandelnde Psychiater Dr. med. J___ bestätigte im Bericht vom 13. April 2018 

zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers seine Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung sowie einer vorbestehenden und mittlerweile schwer 

chronifizierten generalisierten Angststörung. Es könne von weitgehend ausgeschöpften 

therapeutischen Massnahmen ausgegangen werden. In der Längsschnittbeurteilung sei 

von einer höchstens 50%-igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten (Tätigkeiten ohne 

sehr hohe Anforderungen an die Konzentration, geistige Flexibilität und soziale 

Fertigkeiten) auszugehen. Die 50%-ige Arbeitsunfähigkeit sei auf eine störungsbedingte 

anhaltende reduzierte allgemeine psychische Belastbarkeit, mit rascher körperlicher und 

geistiger Ermüdung und vermehrtem Erholungsbedarf, eingeschränkte 

Konzentrationsdauer, eingeschränkte geistige Flexibilität, Antriebsstörungen und Störungen 

der Psychomotorik zurückzuführen (IV-act. 152-2/3). 

 

 3.5  

 Das MEDAS-Gutachten vom 20. November 2017 erfüllt die von der Rechtsprechung an 

den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.1) und 

genügt auch den revisionsrechtlichen Ansprüchen (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2012 

vom 25. Juli 2013 E. 6.1.2), weshalb diesem volle Beweiskraft zukommt. Es beruht auf den 

erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in 

Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, 

setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander, legt die – 

vorliegend revisionsrechtlich relevanten – medizinischen Zustände und Zusammenhänge 

einleuchtend dar und begründet die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar.  

 

 3.5.1 

 Der psychiatrische Gutachter der MEDAS Bern legte im (psychiatrischen) Teilgutachten 

schlüssig und nachvollziehbar dar, dass keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit vorliegt und sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers somit 

seit dem massgebenden Vergleichszeitpunkt verbessert hat (IV-act. 134-84/209). An dieser 

Seite 12 

Einschätzung vermag der vom Beschwerdeführer eingereichte Bericht von Dr. med. J___ 

vom 13. April 2018 nichts zu ändern (IV-act. 152-2/3). Im Bericht findet keine 

Auseinandersetzung mit dem MEDAS-Gutachten beziehungsweise der darin vertretenen 

psychiatrischen Sicht statt. Vielmehr verweist Dr. med. J___ auf seine im Verlaufsbericht 

vom 30. August 2016 gestellte Diagnose und auf eine höchstens 50%-ige Arbeitsfähigkeit 

für adaptierte Tätigkeiten, die auf eine störungsbedingte anhaltende reduzierte allgemeine 

psychische Belastbarkeit, mit rascher körperlicher und geistiger Ermüdung und vermehrtem 

Erholungsbedarf, eingeschränkte Konzentrationsdauer, eingeschränkte geistige Flexibilität, 

Antriebsstörungen und Störungen der Psychomotorik zurückzuführen sei (IV-act. 152-2/3). 

In der medizinischen und versicherungsmedizinischen Beurteilung im psychiatrischen 

Teilgutachten erörterte der Gutachter hingegen – unter Darlegung der Ausgangslage und 

der subjektiv vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und Funktionseinbussen – 

ausführlich und überzeugend, weshalb sich gegenwärtig aus rein psychiatrischer Sicht 

weder Hinweise auf versicherungspsychiatrisch bedeutsame kognitive, affektive oder 

Angstsymptome noch auf stärkere Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ergäben. Aus rein 

psychiatrischer Sicht beständen beim Beschwerdeführer weder gegenwärtig noch 

retrospektiv Einschränkungen der Partizipation, er sei sowohl in der angestammten als 

auch einer angepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt und somit in vollem Umfang 

arbeitsfähig (IV-act. 134-78/209). Zur Befundkonsistenz erwog der Teilgutachter, dass 

Diskrepanzen beständen zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers in der 

psychiatrischen Untersuchung und dem Ergebnis des deutlich pathologischen Rey-

Memory-Tests (Symptomvalidierung), auch bei den Angaben zur Medikamenteneinnahme, 

speziell zu Analgetika und der membran-stabilisierenden Substanzen. Auch ständen die 

Klagen über Beschwerden mit dem Eindruck in der aktuellen psychiatrischen Untersuchung 

nicht im Einklang (IV-act. 134-78/209). In der versicherungsmedizinischen Beurteilung der 

Funktionen, Arbeitsfähigkeit und Ressourcen wurde festgehalten, dass beim 

Beschwerdeführer normale mentale Funktionen beständen ohne relevante 

psychopathologische Auffälligkeiten bis auf subjektive Gedächtniseinschränkungen seit der 

Kindheit, ferner Ängste im Zusammenhang mit seinem somatischen Leiden. Seine 

Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen, Strukturierung von Aufgaben seien 

gut trotz Angaben über eine seit seiner Kindheit bestehende auffällige Aggressivität. Wegen 

der auch sonst guten Ressourcenlage wäre ihm eine Tätigkeit weiterhin zumutbar. Es 

beständen gegenwärtig keine bedeutsamen Störungen der emotionalen Funktionen, der 

Affektkontrolle oder der Spannweite von Emotionen (IV-act. 134-78f/209). In der 

fachspezifischen versicherungsmedizinischen Aktendiskussion nahm der Teilgutachter 

Stellung zu den vorhandenen psychiatrischen (und zum Teil auch sonstigen) Berichten und 

wies unter anderem darauf hin, dass dem Beschwerdeführer die spätere Aufnahme der 

Springertätigkeit im Umfang von 50% nicht möglich gewesen wäre, hätte er tatsächlich, wie 

Seite 13 

im Gutachten von Dr. med. C___ vom 30. Juni 2010 als Differentialdiagnose gestellt, an 

einer schweren exazerbierten generalisierten Angststörung gelitten. Dies gelte auch für die 

sonstigen psychiatrisch postulierten Diagnosen. Insgesamt schienen beim 

Beschwerdeführer erhebliche Diskrepanzen in seinen Angaben auch schon in der 

Vergangenheit bestanden zu haben, welche in der Kombination mit den somatischen 

Leiden und den psychosozialen Problemen offensichtlich zu der diagnostischen 

Einschätzung der behandelnden und beurteilenden Psychiater geführt habe. Diese somit 

vorwiegend auf den Angaben des Beschwerdeführers basierend, seien soweit erkennbar 

nicht einer Validitätsprüfung unterzogen worden. Aufgrund der unklaren Aktenlage, bei aber 

auch fehlender Validitätsprüfung in der Vergangenheit, könne eine Aussage zur 

Arbeitsfähigkeit retrospektiv nicht mit dem hinreichenden Grad der Wahrscheinlichkeit 

vorgenommen werden. Mindestens aber könne bei dem aktuellen Status und der Neigung 

des Beschwerdeführers zur Verdeutlichung und Aggravation, jedoch auch aufgrund der 

ausführlichen und strukturierten anamnestischen Angaben, gegenwärtig keine 

versicherungspsychiatrisch arbeitsrelevante Störung mehr begründet werden. Damit müsse 

formal eine Besserung konstatiert werden sowohl medizinisch wie auch in der 

versicherungsmedizinischen Bewertung. Dieses gelte ab aktuellem Untersuchungsdatum 

(IV-act. 134-84/209). Diese Beurteilung des psychiatrischen Gutachters der MEDAS Bern 

überzeugt und es ergibt sich somit, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, 

dass es im massgebenden Vergleichszeitraum zu einer revisionsrechtlich relevanten 

Verbesserung des psychischen Zustandsbilds gekommen ist.  

 

 3.5.2 

 Im kardiologischer Hinsicht befand der Teilgutachter Dr. med. K___, Facharzt FMH 

Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin, Spital Tiefenau, Bern, es liege keine kardiale 

Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers vor (IV-act. 134-

86f/209).  

 

 3.5.3 

 In allgemein-internistischer Hinsicht erachtete der Teilgutachter die Arbeitsfähigkeit 

mindestens für körperlich leichte Tätigkeiten ohne Einschränkung der quantitativen 

Arbeitsfähigkeit medizinisch zumutbar (IV-act. 134-70/29). 

 

 3.5.4 

 Aus dem orthopädischen Teil-Gutachten ergibt sich, dass in der angestammten Tätigkeit ab 

dem 1. Juli 2017 eine Leistung von 80% besteht, Zeitpensum 8.5 Stunden pro Tag und in 

einer Verweistätigkeit spätestens mit dem 19. Februar 2017 eine Leistung von 100%, 

Zeitpensum 8.5 Stunden pro Tag (IV-act. 134-44/209). 

Seite 14 

 

 3.5.5 

 Die Rüge des Beschwerdeführers, das MEDAS-Gutachten sei teilweise widersprüchlich, 

weil es die ersten Kindheitsjahre nicht berücksichtige beziehungsweise nicht thematisiere, 

ist nicht korrekt. Im Gutachten wurde im Rahmen der sorgfältig erhobenen Anamnese auch 

die Kindheit abgefragt (IV-act. 134-58/209 und IV-act. 134-71/209). In der Folge flossen die 

subjektiven Angaben des Beschwerdeführers in die Beurteilung mit ein (IV-act. 134-48/209; 

IV-act. 134-77ff/209).  

 

 Der Beschwerdeführer rügt sodann als weiteren Widerspruch im Gutachten, dass zwar 

seine Ängste wegen der somatischen Erkrankung festgehalten worden seien und dennoch 

behauptet werde, dass keine Wechselwirkung zwischen den Krankheiten bestehe. Es trifft 

zu, dass im Gutachten im Rahmen der interdisziplinären versicherungsmedizinischen 

Beurteilung der Funktionen und Arbeitsfähigkeit festgestellt wurde, dass der 

Beschwerdeführer Ängste im Zusammenhang mit seinem somatischen Leiden habe (IV-

act. 134-48/209). Dass keine Wechselwirkungen zwischen den erhobenen Diagnosen 

festgehalten wurden, erklärt sich im vorliegenden Fall bereits aus der Fragestellung, wurde 

doch nach Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen erhobenen Diagnosen in 

Bezug auf die funktionellen Auswirkungen gefragt (IV-act. 134-55/209). Vorliegend wurden 

aber weder in kardiologischer, allgemein-internistischer noch in psychiatrischer Hinsicht 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Insofern ist kein Widerspruch im 

Gutachten ersichtlich. Im Übrigen wurde im Gutachten auch festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer die als phobisch berichteten Ängste trotz ähnlicher/gleicher Exposition 

willentlich beeinflussen und auch vermeiden könne (IV-act. 134-49/209).  

 

 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die MEDAS habe lediglich eine andere 

Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vorgenommen, kann ihm nicht gefolgt 

werden. Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten basiert zwar auch auf den zur Verfügung 

gestellten Unterlagen, insbesondere aber auf der persönlichen Befragung und klinischen 

Untersuchung in den Fachbereichen Orthopädie vom 23. Juni 2017, Psychiatrie vom 

28. Juni 2017, Allgemeine Innere Medizin vom 28. Juni 2017 sowie Kardiologie vom 

29. Juni 2017 (IV-act. 134-1/209). Diese neuen Untersuchungen ergaben im Vergleich zum 

medizinischen Sachverhalt von früher, dass sich der psychische Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers verbessert hat, hingegen Knieprobleme auftraten, welche im 2013 eine 

Operation notwendig machten.  

 

  

Seite 15 

 3.5.6 

 Nach dem Gesagten ist auf das Gutachten der MEDAS Bern abzustellen und es ist damit 

erstellt, dass aus kardiologischer, internistischer und psychiatrischer Sicht keine 

Einschränkungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bestehen. 

Gewisse Einschränkungen bestehen aus orthopädischer Sicht (vgl. E. 3.4). Hingegen lagen 

zur Zeit der Zusprache der halben Invalidenrente psychische Störungen auf dem 

Hintergrund des stattgehabten Herzinfarktes bei komorbiden Beeinträchtigungen des 

Bewegungsapparates vor (vgl. E. 3.4). Somit kam es im massgebenden Vergleichszeitraum 

zu einer revisionsrechtlich relevanten Veränderung beziehungsweise erheblichen 

Verbesserung des psychischen Zustandsbildes, womit eine erhebliche Verbesserung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2). 

Auch die Dauer des Revisionsgrundes ist vorliegend gegeben (Art. 88a Abs. 1 IVV). 

Demnach liegt ein Revisionsgrund vor, so dass der Rentenanspruch allseitig zu prüfen ist 

(vgl. E. 2.4). 

 

3.6 

Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen der MEDAS-Begutachtung umfassend 

untersucht. Es ist nicht ersichtlich und wurde auch nicht geltend gemacht, dass relevante 

medizinische Vorakten unberücksichtigt blieben. Sämtliche Beschwerden wurden 

berücksichtigt und fachärztlich abgeklärt. Der gemäss Beurteilung des RAD-Arztes Dr. 

med. F___ komplexen gesundheitlichen Situation wurde durch die Einholung eines 

interdisziplinären Gutachtens Genüge getan, besteht doch der Zweck eines 

interdisziplinären Gutachtens darin, bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener 

medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage vorzunehmen (IV-act. 188-2/2; BGE 

137 V 210 E. 1.2.4). Im MEDAS-Gutachten erfolgte unter Berücksichtigung der 

verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der Schlussfolgerung aus polydisziplinärer Sicht (IV-

act. 134-51f/209). Es besteht keine Veranlassung, von dieser schlüssigen medizinischen 

Beurteilung des Leistungsvermögens abzuweichen, zumal auch der Beschwerdeführer 

hierzu nichts vorbringt.  

 

3.7 

Umstritten ist im Weiteren die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 

Er macht geltend, er sei 60-jährig und daher dürfe nicht auf den sogenannt ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt abgestellt werden.  

 

  

Seite 16 

3.7.1 

Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr 

verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von 

Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (BGE 134 V 64 E. 4.2.1; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_29/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5.2.2).  

 

Der ausgeglichene Arbeitsmarkt, welcher der Ermittlung des Invalideneinkommens 

zugrunde zu legen ist, ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen 

Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster 

Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist 

nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren 

verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 

Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von 

Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch keine übermässigen 

Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_304/2018 vom 5. November 2018 

E. 5.1.1 mit Hinweis auf BGE 110 V 273 E. 4b und auf Urteil des Bundesgerichts 

8C_94/2018 vom 2. August 2018 E. 6.1 mit Hinweisen).  

 

Von einer Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die 

zumutbare Tätigkeit nurmehr in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 5.1.1 mit Hinweis auf Urteil des 

Bundesgerichts 9C_941/2012 vom 20. März 2013 E. 4.1.1).  

 

Die Rechtsprechung anerkennt, dass das (vorgerückte) Alter – obgleich an sich ein 

invaliditätsfremder Faktor – zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen 

Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene 

Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr 

nachgefragt wird. Massgebend sind die Umstände des konkreten Falles, etwa die Art und 

Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, 

vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder 

Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des 

Seite 17 

Bundesgerichts 9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 5.1.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 

457 E. 3.1).   

 

Das Bundesgericht hat in der Regel die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit 

nur bei über 60-jährigen versicherten Personen, welchen lediglich noch eine Aktivitätsdauer 

von weniger als fünf Jahren verblieb, verneint (Urteil des Bundesgerichts 8C_113/2016 vom 

6. Juli 2016 E. 4.3 mit zahlreichen Hinweisen). Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage 

nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet 

wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit 

abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 5.1.2 mit 

Hinweis auf BGE 138 V 457 E. 3.3).  

 

Diese Grundsätze sind auch im Kontext von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu beachten. Ist ein 

Revisionsgrund gegeben, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und 

vollständig festgestellten Sachverhalts neu zu ermitteln. Dabei ist vor einer Änderung des 

Rentenanspruchs grundsätzlich der Eingliederungsbedarf abzuklären (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 9 

E. 2.3 und Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.1.2).  

 

3.7.2 

Dass dem Beschwerdeführer die Verwertbarkeit seiner (Rest-) Arbeitsfähigkeit in seiner 

angestammten oder einer angepassten Tätigkeit in einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

nicht möglich wäre, ergibt sich nicht aus dem MEDAS-Gutachten vom 17. November 2017. 

Vielmehr ist der Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten in der angestammten Tätigkeit 

als Anlageführer zu 80% leistungsfähig bei einem vollen Pensum und in einer 

Verweistätigkeit zu 100% leistungsfähig bei einem vollen Pensum (IV-act. 134-44/209). 

Vorliegend nahm die IV-Stelle nach Eingang des polydisziplinären Gutachtens eine 

Beurteilung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers vor (IV-

act. 139). In der Mitteilung vom 12. Dezember 2017 kam sie zum Ergebnis, dass aufgrund 

der subjektiven Krankheitsüberzeugung keine Massnahmen zur beruflichen 

Wiedereingliederung durchgeführt werden (IV-act. 140-1/5). Dem Beschwerdeführer wurde 

vom Arbeitgeber per 30. November 2016 gekündigt (IV-act. 134-191/209), das Gutachten 

der MEDAS Bern datiert vom 20. November 2017 (IV-act. 134-2/209) und die Einstellung 

der Invalidenrente wurde am 2. Mai 2018 verfügt (IV-act. 154-1/5). Somit stand im 

November 2017 – mithin 1 Jahr nach der Kündigung – fest, dass der (damals noch) 59-

jährige Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zu 80% beziehungsweise in einer 

Verweistätigkeit zu 100% leistungsfähig ist. Schon deshalb ist noch von einer 

Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Vgl. E. 3.6.1). Kommt hinzu, 

Seite 18 

dass gemäss Rechtsprechung Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt altersunabhängig nachgefragt werden (Urteil des Bundesgerichts 

9C_200/2017 vom 14. November 2017 E. 4.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 

14. Juni 2018 E. 4.2.3.4). Ferner gilt auch die allenfalls altersbedingt erschwerte 

Stellensuche als invaliditätsfremder Faktor (Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2017 vom 

26. April 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Nach den Akten war der Beschwerdeführer etwa seit 

Frühling 2016 nicht mehr erwerbstätig (IV-act. 134-5/209). Aufgrund dieser eher kurzen 

Abwesenheit vom Erwerbsleben ist dem Beschwerdeführer die Selbsteingliederung 

zumutbar. Zumal nach Einschätzung der Gutachter genügend Ressourcen vorhanden sind 

für die Wiederaufnahme einer für ihn geeigneten Erwerbstätigkeit (IV-act. 134-47ff/209 und 

IV-act. 134-51f/209).  

 

 3.8 

 Zusammenfassend ist somit die Beschwerde abzuweisen.  

 

 

4. 4.1 

Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder 

Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. Dem 

Beschwerdeführer sind daher – unter Verrechnung mit dem von ihm in gleicher Höhe 

einbezahlten Kostenvorschuss – ausgangsgemäss die Kosten des Verfahrens in Höhe von 

Fr. 800.-- aufzuerlegen.  

 

 4.2 

 Der obsiegenden IV-Stelle wird keine Parteientschädigung ausgerichtet (BGE 126 V 143 

E. 4). 

 

 

 

  

Seite 19 

Demnach erkennt das Obergericht:  
 
 
1. Die Beschwerde von A___ wird abgewiesen. 
 
 
2. Dem Beschwerdeführer wird eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- auferlegt, unter 

Verrechnung mit dem von ihm in gleicher Höhe einbezahlten Kostenvorschuss.  
 
 
3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.  
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt, die Vorinstanz und an das 

Bundesamt für Sozialversicherungen. 
 
 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
 
 
 
 
versandt am: 03.05.19