# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65025d4a-bf64-51f9-a420-e80d60efc8f7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2014 D-1356/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1356-2014_2014-03-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1356/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

und die Ehefrau 

B._______, geboren (…), 

Mongolei,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 28. Februar 2014 / N (…). 

 

 

D-1356/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge ihren Heimat-

staat am 14. Dezember 2013 verliessen und auf dem Luftweg nach 

Frankreich gelangten, von wo aus sie am 16. Dezember 2013 in die 

Schweiz einreisten, 

dass sie am 17. Januar 2014 in der Schweiz um Asyl nachsuchten und 

am 22. Januar 2014 zur Person, zum Reiseweg sowie – summarisch – zu 

den Asylgründen befragt wurden, 

dass sie im Wesentlichen angaben, sie seien wegen den gesundheitli-

chen Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin in die Schweiz gereist, 

dass ihnen zudem das rechtliche Gehör zum Umstand, dass angesichts 

des ihnen von Deutschland erteilten Schengen-Visums mutmasslich 

Deutschland für das Asylverfahren zuständig sei, gewährt wurde, 

dass sie dazu angaben, ihnen sei die Schweiz empfohlen worden, sie 

wollten hier bleiben, 

dass das BFM die deutschen Behörden am 20. Februar 2014 um Über-

nahme der Beschwerdeführenden ersuchte, 

dass die deutschen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 25. Feb-

ruar 2014 zustimmten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Februar 2014 – eröffnet am 8. März 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Deutschland anordnete und die Be-

schwerdeführenden aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ab-

lauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Be-

schwerdeführenden verfügte, 

dass das BFM zudem festhielt, die Beschwerdeführenden würden zur Si-

cherstellung des Vollzugs während höchstens 30 Tagen in Ausschaf-

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Seite 3 

fungshaft genommen und der Kanton C._______ werde mit dem Vollzug 

der Haft beauftragt, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 14. März 2014 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben 

und dabei in materieller Hinsicht beantragten, die angefochtene Verfü-

gung sei vollumfänglich aufzuheben und das Bundesamt sei anzuweisen, 

in Anwendung des Selbsteintrittsrechts auf die Asylgesuche der Be-

schwerdeführenden einzutreten, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege ersuchten, es sei der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen, die zuständige kantonale Behörde sei anzuweisen, 

die Wegweisung der Beschwerdeführenden bis zum Endurteil nicht zu 

vollziehen und die Beschwerdeführenden auch nicht in Ausschaffungshaft 

zu nehmen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. März 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Ju-

ni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG in der Fassung vom 16. Dezember 2005, 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG in der Fassung vom 14. Dezember 2012), 

dass die Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 

zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staates, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrages zuständig ist 

(Dublin-II-VO) durch die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krite-

rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(Dublin-III-VO), abgelöst worden ist, welche ab dem 1. Januar 2014 in al-

len Staaten der Europäischen Union anwendbar ist, 

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin-III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses Rechts-

akts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umsetzen wer-

de, und mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 festgehalten 

wurde, die Dublin-III-VO werde ab dem 1. Januar 2014 vorläufig ange-

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wendet, mit Ausnahme von Art. 18 Abs. 2, Art. 27 Abs. 3 und Art. 28 Dub-

lin-III-VO,  

dass gestützt auf das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) folglich in der Schweiz ab dem 1. Januar 

2014 die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, soweit gemäss Art. 49 

Abs. 2 Dublin-III-VO nicht die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats 

nach den Kriterien der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 

18. Februar 2003 vorbehalten bleibt, 

dass die Beschwerdeführenden am 17. Januar 2014 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten, weshalb vorliegend die Dublin-III-VO zu Anwendung 

kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Ka-

pitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; 

nachfolgend EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

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ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sogenanntes Selbstein-

trittsrecht), 

dass die Beschwerdeführenden weder im Rahmen des vorinstanzlichen 

Verfahrens noch in ihrer Beschwerde bestreiten, über ein von den deut-

schen Behörden ausgestelltes Visum zu verfügen, 

dass demzufolge das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht 

Deutschland als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig er-

achtet hat (vgl. Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO) und daran auch die Ausfüh-

rungen der Beschwerdeführenden im Rahmen des rechtlichen Gehörs 

nichts zu ändern vermögen, 

dass – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden – nicht er-

sichtlich ist, weshalb das BFM die deutschen Behörden im Übernahmeer-

suchen auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin (vgl. dazu 

nachstehende Erwägungen) hätte hinweisen müssen, da dieser die 

grundsätzliche Zuständigkeitsfrage nicht beeinflusst,  

dass es keine wesentliche Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wür-

den systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer un-

menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 

der EU-Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Deutschland Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatz-

protokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen 

diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Deutschland anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des 

internationalen Schutzes (sogenannte Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sogenann-

te Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

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dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass die Beschwerdeführenden kein konkretes und ernsthaftes Risiko 

dargetan haben, die deutschen Behörden würden sich weigern sie aufzu-

nehmen und ihren Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Deutschland werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten,  

dass die Beschwerdeführenden keine konkreten Hinweise für die Annah-

me dargetan haben, Deutschland würde ihnen dauerhaft die ihnen ge-

mäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen 

vorenthalten, und sie sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im 

Übrigen nötigenfalls an die deutschen Behörden wenden und die ihnen 

zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern 

könnten (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass sich die Beschwerdeführenden auf den Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführerin berufen, der einer Überstellung entgegenstehe, 

dass sich aus den vorinstanzlichen Akten folgende Erkrankungen erge-

ben: (…) (vgl. A 13/1 und A 14/1), 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, 

wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder termina-

len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. 

BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte [EGMR]), soweit der Empfängerstaat nicht 

über die nötige ärztliche Behandlung verfügt, 

dass dies im vorliegenden Fall in Bezug auf die Situation der Beschwer-

deführerin angesichts der vorstehend erwähnten Erkrankungen nicht zu-

trifft, 

dass es im Übrigen allgemein bekannt ist, dass Deutschland über eine 

ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt, 

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dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische 

Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche 

medizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich erforderlichenfalls einer 

geeigneten psychologischen Betreuung) zu gewähren haben (Art. 19 

Abs. 2 Aufnahmerichtlinie),  

dass – entgegen den von den Beschwerdeführenden auf Beschwerde-

ebene geäusserten Befürchtungen – kein Anlass für die Annahme be-

steht, die deutschen Behörden würden der Beschwerdeführerin die not-

wendige medizinische Behandlung verweigern, 

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, bei ihren behandelnden Ärzten 

die für eine Weiterbehandlung in Deutschland notwendigen ärztlichen Un-

terlagen zu verlangen, damit die Behandlung lückenlos weitergeführt wer-

den kann, 

dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern die tägliche Einnahme von Medi-

kamenten durch die Überstellung nach Deutschland verunmöglicht wür-

de, 

dass indessen die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug beauf-

tragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestimmung der kon-

kreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerdeführenden Rechnung 

zu tragen und die deutschen Behörden vorgängig in geeigneter Weise 

über die spezifischen medizinischen Umstände zu informieren haben (vgl. 

Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass es nach den Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle fest-

zuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht 

einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. 

auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht einge-

treten ist und – weil die Beschwerdeführenden nicht im Besitz einer gülti-

gen Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sind – in Anwendung 

von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Deutschland angeordnet hat 

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(Art. 32 Bst. a AsylV 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

[AsylV 1, SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) – entgegen der Vor-

gehensweise des Bundesamtes, im Ergebnis indessen übereinstimmend 

– nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernis-

sen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10 S. 645),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

als gegenstandslos erweist, 

dass dies ebenso für den Antrag der Beschwerdeführenden gilt, es sei 

während des laufenden Beschwerdeverfahrens auf Ausschaffungshaft zu 

verzichten, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 und 5 VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die mit dem Vollzug beauftragten Behörden werden angewiesen, die 

deutschen Behörden vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen 

medizinischen Umstände zu informieren. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-

gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Daniela Brüschweiler 

 

 

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