# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6bc243e-251a-5a0d-81bd-e7dffcb8b926
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.05.2020 720 20 68/114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-68-114_2020-05-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. Mai 2020 (720 20 68 / 114) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Entgegen der Vorinstanz ist der Zeitpunkt der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erst 

nach Ablauf der dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV zu berücksichti-

gen. 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia  
Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.1 Der 1987 geborene A.____ nahm am 30. Oktober 2017 eine Tätigkeit als temporär an-
gestellter Pneumonteur auf. Am 31. Oktober 2017 klemmte er sich den linken Fuss zwischen ei-
nem 1’000-Liter Fass und der Bordsteinkante ein und zog sich dabei eine Quetschverletzung mit 

 

 
 
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Calcaneusfraktur zu. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte die Schweizerische Unfallversi-
cherungsanstalt (Suva) als obligatorischer Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen für die 
Folgen dieses Ereignisses in Form von Taggeldern und Heilbehandlung. 
 
A.2 Am 18. April 2018 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die Unfallfolgen bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse des 
Versicherten ab und sprach ihm mit Verfügung vom 23. Januar 2020 für den Zeitraum vom 1. Ok-
tober 2018 bis 30. April 2019 eine ganze Rente zu. Einen weiteren Rentenanspruch lehnte sie 
ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 
9. Februar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, ihm auch in der Zeit ab dem 1. Mai 2019 eine ganze 
Rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Februar 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht 
die das Unfallereignis des Versicherten vom 31. Oktober 2017 betreffenden Suva-Akten bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 9. Februar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist vorliegend, ob der Versicherte auch ab Mai 2019 noch Anspruch auf eine 
Invalidenrente hat und bejahendenfalls, in welchem Umfang der Anspruch besteht. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-

 

 
 
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gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig er-
stellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigne-
ter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig 
erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursach-
ten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend er-
werbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit 
sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die 
Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 

 

 
 
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3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 
V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4, mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 

 

 
 
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Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb, mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das 
Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati-
enten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] 
vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets 
in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein 
subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des EVG vom 25. Mai 2007, I 
514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis 
IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. 
Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV]). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Do-
kumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm 
vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung 
(vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, 
E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; zum 
Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2, mit wei-
teren Hinweisen). 
 

 

 
 
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5. Bei der Würdigung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts sind insbesondere die 
folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
5.1 Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Medizin, und lic. phil. C.____, Psychologin FSP, di-
agnostizierten mit Bericht vom 1. März 2018 eine mittelgradige depressive Episode sowie eine 
nicht näher bezeichnete Angststörung. Zum Behandlungsverlauf hielten sie fest, dass es dem 
Versicherten besser gehe und er sich deshalb nur noch sporadisch für einen Therapietermin 
melde. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie fest, dass sich diese ausschliesslich nach 
dem Heilungsverlauf aufgrund des Unfalls vom 31. Oktober 2017 (Fersenbruch) richte. 
 
5.2 Mit ärztlichem Zeugnis vom 28. September 2018 attestierte Dr. med. D.____, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine volle Arbeitsfähigkeit 
in einer leichten, sitzenden Tätigkeit (bspw. als Chauffeur oder Verkäufer) vom 29. Septem-
ber 2018 bis zum 29. Dezember 2018. 
 
5.3 Am 19. November 2018 teilte lic. phil. C.____ der IV-Stelle telefonisch mit, dass der Ver-
sicherte am 5. November 2018 das letzte Mal bei ihr gewesen sei. Zudem biete sie ihm eher ein 
Coaching an und helfe ihm beim Verstehen der Unterlagen. Der Versicherte sei aufgrund der 
psychischen Problematik nicht arbeitsunfähig. Vielmehr sei er voll arbeitsfähig, habe jedoch keine 
Arbeitsstelle. 
 
5.4 Mit Bericht vom 12. Dezember 2018 zuhanden der IV-Stelle gab Dr. D.____ an, es seien 
dem Versicherten sitzende Tätigkeiten von zwei Stunden täglich zumutbar. Eine Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit bleibe abhängig von der Beurteilung der involvierten Fachärzte. 
 
5.5 Mit ärztlichem Zeugnis vom 17. Dezember 2018 attestierte Dr. D.____ vom 3. Dezem-
ber 2018 bis zum 31. Dezember 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit. 
 
5.6 Mit Bericht vom 16. Januar 2019 diagnostizierte med. pract. E.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Verdacht auf persistierendes 
bone marrow edema Fuss links bei/nach Quetschtrauma mit undislozierter konservativ therapier-
ter Calcaneusfraktur 10/2017 und unauffälligem Knochenstoffwechsel 03/2018. Die vom Versi-
cherten geklagten Beschwerden seien aus ihrer Sicht auf das im November 2018 magnetreso-
nanztomographisch nachzuweisende persistierende bone marrow edema zurückzuführen. Die 
subjektive Instabilität lasse sich nicht objektivieren, auch bestehe kein dringender Verdacht auf 
ein CRPS. Somit könne sie sich den Einschätzungen von Dr. D.____ anschliessen. In der ange-
stammten Tätigkeit und für schwere, ganztags stehende Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeits-
unfähigkeit. Für leichte, sitzende Tätigkeiten bestehe grundsätzlich eine Arbeitsfähigkeit von 
50 %. 
 
5.7 Mit Stellungnahme vom 1. März 2019 gab der Kreisarzt Dr. med. F.____, Facharzt Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, an, dass er sich der Beur-
teilung von med. pract. E.____ anschliessen könne und er eine halbtags leichte, wechselbelas-
tende Arbeit für zumutbar halte. 

 

 
 
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5.8 Am 14. März 2019 berichtete med. pract. E.____ über einen insgesamt zeitgerechten, 
beschwerdegebesserten Verlauf; eine Analgesie sei nicht notwendig. Eine weitere Kontrolle in 
ihrer Sprechstunde sei nicht zwingend notwendig. Die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf 
als Pneumonteur betrage nach wie vor 100 %, wobei dies auch noch für die nächsten zwei Mo-
nate für ganztags stehende, gehende Tätigkeiten mit schwerem Tragen und Heben gelte. Für 
wechselbelastende, sitzende und leichte Tätigkeiten (Bürotätigkeit) betrage die Arbeitsfähigkeit 
unverändert 50 %. 
 
5.9 Anlässlich der am 2. April 2019 durchgeführten kreisärztlichen Untersuchung diagnosti-
zierte Dr. F.____ einen Status nach Quetschverletzung des linken Fusses am 31. Oktober 2017 
mit undislozierter intraarticulär distaler Calcaneusfraktur mit kleiner Gelenkstufe im Calcane-
ocuboidalgelenk links sowie aktuell belastungsindizierte Beschwerden am linken Fuss, jedoch 
kein CRPS. Der Versicherte habe angegeben, dass es ihm schon besser gehe als nach dem 
Unfall und es in den letzten Wochen und Monaten noch etwas besser geworden sei. Schmerz-
mittel nehme er keine und die Physiotherapie sei Ende des letzten Jahres beendet worden. In 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. F.____ fest, dem Versicherten seien alle leichten, gele-
gentlich auch mittelschweren wechselbelastenden Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
ganztags möglich. Es bestehe durchaus auch die Aussicht, dass inskünftig wieder schwere Ar-
beiten möglich seien. 
 
5.10 Med. pract. E.____ berichtete am 10. Mai 2019, dass der Versicherte seit Anfang Ap-
ril 2019 als Chauffeur in einem Pensum von 50 % arbeite. Er spüre dabei bei längerer, stärkerer 
Belastung und dem Bewegen von 30-40 kg schweren Lasten abends eine deutliche Beschwer-
desymptomatik im linken Rückfuss. Med. pract. E.____ hielt fest, es bestehe nach wie vor eine 
gewisse Einschränkung für schwere körperliche Tätigkeiten und längerfristige Belastung, auch 
als Chauffeur. Somit verbleibe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % in den folgen-
den drei bis vier Monaten. 
 
5.11 Am 24. Mai 2019 teilte lic. phil. C.____ der Suva telefonisch mit, dass die psychologische 
Behandlung abgeschlossen sei. Der Versicherte sei am 7. Januar 2019 das letzte Mal bei ihr in 
Behandlung gewesen. Es gehe ihm in Bezug auf die Psyche viel besser, weshalb er keine Be-
handlung mehr benötige. 
 
5.12 Mit Stellungnahme vom 13. August 2019 diagnostizierte die RAD-Ärztin 
Dr. med. G.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit einen Status nach reaktiver depressiver Verstimmung infolge Unfall, unter 
psychologischem Coaching und Surmontil gänzlich remittiert. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit diagnostizierte sie einen Status nach Quetschverletzung des linken Fusses am 31. Okto-
ber 2017 mit undislozierter intraarticulärer distaler Calcaneusfraktur mit kleiner Gelenkstufe im 
Calcaneocuboidalgelenk links. In Bezug auf die angestammte Tätigkeit als Pneumonteur hielt sie 
fest, es bestehe ab dem 31. Oktober 2017 bis auf Weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer 
leidensangepassten Verweistätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf das Belas-
tungsprofil der Verweistätigkeit gab sie an, es seien leichte, sitzende Tätigkeiten mit möglichen 

 

 
 
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kurzen Gehstrecken zwischendurch auf ebenem Boden ohne Heben und Tragen von Lasten über 
zehn Kilogramm, ohne Arbeit in der Hocke, kniend oder kauernd, ohne Steigen auf Gerüste oder 
Leitern und ohne Gehen auf unebenem Boden zumutbar. Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten Verweistätigkeit hielt Dr. G.____ fest, es habe vom 31. Oktober 2017 
bis zum 15. Januar 2019 bei instabilem Gesundheitszustand bei protrahiertem Heilverlauf nach 
Unfall eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Vom 16. Januar 2019 bis zum 1. April 2019 gehe 
sie gestützt auf die Beurteilung von med. pract. E.____ vom 16. Januar 2019 von einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von 50 % aus. Ab dem 2. April 2019 bestehe gestützt auf die kreisärzt-
liche Beurteilung von Dr. F.____ vom 2. April 2019 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
mehr. Abschliessend bemerkte Dr. G.____, dass auf die Beurteilung von med. pract. E.____ vom 
16. Januar 2019 und von Kreisarzt Dr. F.____ vom 2. April 2019 abgestellt werden könne und 
der protrahierte Verlauf nach dem Unfall vom 31. Oktober 2017 medizinisch nachvollziehbar sei, 
da sich ein Knochenödem im Calcaneus entwickelt habe, welches sich nur langsam unter antire-
sorptiver Behandlung zurückgebildet habe. Die Fraktur am Fersenbein sei hingegen komplett 
ausgeheilt. Spätestens seit der Beurteilung von med. pract. E.____ vom 16. Januar 2019 sei dem 
Versicherten eine leidensangepasste Verweistätigkeit zu 50 % und spätestens seit der kreisärzt-
lichen Untersuchung vom 2. April 2019 zu 100 % zumutbar. Es sei zudem zu erwarten, dass der 
Versicherte im weiteren Verlauf auch die angestammte Tätigkeit wieder werde ausüben können; 
die Prognose hierfür sei günstig. 
 
5.13 Mit Bericht vom 5. September 2019 gab med. pract. E.____ an, dass eine stabilisierte 
Situation mit im Alltag und Beruf bei mässiger Belastung schmerzarmem Patienten vorliege. Die 
Mobilisation sei weiterhin nach Massgabe der Beschwerden ohne Limit erlaubt. Aktuell bestehe 
weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis zum 20. Oktober 2019. Sie habe mit dem Versi-
cherten vereinbart, dass er sich bis dahin mit seinem Arbeitgeber in Verbindung setze, um eine 
Steigerung der Arbeitstätigkeit auf ca. 70 % zu planen. Eine fixe Kontrolle sei derzeit nicht vorge-
sehen und erfolge bei Bedarf. 
 
5.14 Gemäss einer Aktennotiz der Suva vom 11. September 2019 empfahl Dr. F.____, unter 
Berücksichtigung des Berichtes von med. pract. E.____ vom 5. September 2019, die Steigerung 
der Arbeitsfähigkeit auf 70 % sowie die nächste Konsultation vom 20. Oktober 2019 abzuwarten. 
 
5.15 Med. pract. E.____ hielt in ihrem Bericht vom 19. Dezember 2019 anamnestisch fest, 
die Arbeitsfähigkeit habe auf 70 % gesteigert werden können. Der Versicherte berichte über re-
lative Beschwerdefreiheit im linken Fuss. Ab April 2020 sei eine Arbeitsaufnahme mit einem Pen-
sum von 100 % geplant; der Arbeitsvertrag sei bereits unterzeichnet. In ihrer Beurteilung gab sie 
an, dass es erfreulicherweise zu einer weiteren Stabilisierung der Situation gekommen sei. Ge-
gen eine Arbeitsaufnahme zu 100 % spreche nichts. Die Arbeitsfähigkeit sei bis Ende März zu 
30 % eingeschränkt. Eine weitere Kontrolle in ihrer Sprechstunde sei nicht vorgesehen. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 23. Ja-
nuar 2020 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts in psychischer Hinsicht auf die 
Ausführungen von Dr. B.____ und lic. phil. C.____ vom 1. März 2018 sowie auf die telefonischen 

 

 
 
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Berichte von lic. phil. C.____ vom 19. November 2018 und vom 24. Mai 2019. Sie ging demzu-
folge davon aus, dass der Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht in seiner bisherigen Tätigkeit 
als Pneumonteur wie auch in jeder anderen Arbeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Diese Beurteilung 
der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden, zumal Dr. B.____ und lic. phil. C.____ aufgrund ihrer 
Beobachtungen und Untersuchungen die Befunde erörtern und zu schlüssigen Ergebnissen ge-
langen. Des Weiteren liegen keine anderslautenden ärztlichen Einschätzungen oder konkrete 
Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung sprechen. Es bestehen mithin keine 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser ärztlichen resp. psychologischen Fest-
stellungen. Die Beschwerdegegnerin durfte deshalb bei der Beurteilung des Gesundheitszu-
stands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in psychischer Hinsicht auf diese Ergebnisse 
abstellen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der psychische Gesundheitszustand sei 
nicht rechtsgenüglich abgeklärt worden, kann ihm nicht gefolgt werden. Vielmehr ergibt sich aus 
den Akten, dass die psychologische Behandlung abgeschlossen wurde und der Versicherte am 
7. Januar 2019 das letzte Mal bei lic. phil. C.____ in Behandlung war. Somit bestand kein Anlass 
für die Beschwerdegegnerin, den psychischen Gesundheitszustand weiter zu überprüfen, da 
keine Indizien für einen Einfluss der vormals bestandenen psychischen Problematik auf die Ar-
beitsfähigkeit bestanden. Somit kann auf weitere Ausführungen diesbezüglich verzichtet und auf 
die überzeugenden Ausführungen von Dr. B.____ und lic. phil. C.____ verwiesen werden (vgl. E. 
5.1, 5.3 und 5.11 hiervor). 
 
6.2 Streitig ist hingegen die Beurteilung des somatischen Gesundheitszustands. Die IV-
Stelle ging gestützt auf die Beurteilung von Dr. F.____ vom 2. April 2019 und von Dr. G.____ vom 
13. August 2019 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pneumon-
teur aus. In einer leidensangepassten Tätigkeit ging sie indes von einer Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit von 50 % ab 16. Januar 2019 und von 0 % ab 2. April 2019 aus. Basierend darauf 
befristete sie die ganze Invalidenrente bis zum 30. April 2019. Demgegenüber ist der Beschwer-
deführer der Auffassung, dass die Beschwerdegegnerin sich zu Unrecht auf die Beurteilung von 
Dr. F.____ vom 2. April 2019 und von Dr. G.____ vom 13. August 2019 abgestützt habe. Er bringt 
vor, seine behandelnde Ärztin med. pract. E.____ gehe auch noch nach dem 2. April 2019 von 
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. 
Zudem habe Dr. F.____ zwar im kreisärztlichen Bericht vom 2. April 2019 angegeben, es bestehe 
eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Dennoch habe die zuständige 
Sachbearbeiterin der Suva in einer Aktennotiz vom 2. April 2019 festgehalten, es bestehe eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %, und die Suva habe gestützt darauf weiter Taggel-
der ausbezahlt, weshalb ein Widerspruch vorliege. Uneinigkeit zwischen den Parteien herrscht 
somit in Bezug auf das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 2. April 
2019. 
 
6.3.1 Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Feststellungen von Dr. F.____ 
und Dr. G.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass sie sich hinreichend mit den we-
sentlichen medizinischen Unterlagen auseinandergesetzt und insgesamt ein vollständiges Bild 
des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vermittelt haben. Sie nehmen insbesondere 
eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer leidensange-

 

 
 
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passten Tätigkeit vor, indem sie ausführen, dass in der angestammten Tätigkeit zwar keine Ar-
beitsfähigkeit mehr vorliege, dem Versicherten jedoch in einer leidensangepassten Verweistätig-
keit alle leichten, gelegentlich auch mittelschweren wechselbelastenden Arbeiten auf dem allge-
meinen Arbeitsmarkt ganztags möglich respektive auch ganztags leichte, sitzende Tätigkeiten mit 
möglichen kurzen Gehstrecken zwischendurch auf ebenem Boden ohne Heben und Tragen von 
Lasten über zehn Kilogramm, ohne Arbeit in der Hocke, kniend oder kauernd, ohne Steigen auf 
Gerüste oder Leitern und ohne Gehen auf unebenem Boden zumutbar seien. Die Beurteilungen 
stehen im Einklang mit dem Gesundheitszustand, wie er in den übrigen medizinischen Unterlagen 
dokumentiert wird. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei auch noch nach dem 
2. April 2019 zu 50 % in einer dem zumutbaren Belastungsprofil leidensangepassten Verweistä-
tigkeit in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen, kann ihm nicht gefolgt werden. Aus den 
Berichten von med. pract. E.____ und den darin enthaltenen Schilderungen des Beschwerdefüh-
rers ergibt sich vielmehr, dass die aktuelle Tätigkeit als Chauffeur oft längere Belastungen mit 
sich bringt. So muss er dabei nach eigenen Angaben  
30-40 kg schwere Lasten bewegen und heben. Dass er dabei abends deutliche Beschwerden 
verspürt, ist allerdings als logische Folge dieser körperlich schweren Tätigkeit zu werten. Indem 
med. pract. E.____ in ihren nach April 2019 ausgestellten Berichten (vgl. E. 5.10, 5.13 und 5.15 
hiervor) immer noch eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit attes-
tiert, verkennt sie somit, dass der Versicherte – obschon er als Chauffeur arbeitet, was grund-
sätzlich einer leichten, sitzenden Tätigkeit entspricht – faktisch einer nicht dem zumutbaren Be-
lastungsprofil entsprechenden Verweistätigkeit nachgeht. Mit anderen Worten resultieren die vom 
Beschwerdeführer vorgebrachten Klagen über Beschwerden bei seiner Tätigkeit als Chauffeur 
aus einer längeren und stärkeren Belastung und dem Bewegen und Heben von 30-40 kg schwe-
ren Lasten, was indes nicht der von Dr. F.____ und von Dr. G.____ definierten leidensangepass-
ten Verweistätigkeit entspricht. 
 
6.3.2 In Bezug auf die Beurteilungen von med. pract. E.____ vom 10. Mai 2019, vom 5. Sep-
tember 2019, vom 2. Oktober 2019 und vom 19. Dezember 2019 ist festzuhalten, dass behan-
delnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Dieser Erfahrungstatsache darf das 
Gericht Rechnung tragen (vgl. E. 4.3 hiervor). Des Weiteren ist den Akten zu entnehmen, dass 
die Ehefrau des Beschwerdeführers der Suva am 16. April 2019 telefonisch mitteilte, dass er seit 
dem 9. April 2019 eine Stelle als Chauffeur bzw. Allrounder mit einem Pensum von 50 % habe. 
Es sei im Vertrag vereinbart worden, dass es sich um leichte Arbeit handle. Obschon die Suva 
anlässlich dieses Telefonats darauf hinwies, dass der Versicherte einer leichten Tätigkeit ganz-
tags nachgehen könne, teilte die Ehefrau mit, dass er dies zwar wisse, der Arbeitgeber ihres 
Ehemannes jedoch eine Aufstockung des Pensums von 50 % auf 100 % nicht anbieten könne. 
Diese Mitteilung veranschaulicht, dass der Beschwerdeführer faktisch einem Pensum von 100 % 
hätte nachgehen können, es indes an einem entsprechenden Angebot seines Arbeitsgebers 
fehlte. Jedenfalls verdeutlicht diese Tatsache, dass die von med. pract. E.____ auch noch nach 
April 2019 attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % – die abgesehen davon weder 
auf eine Diagnose noch auf klinische Befunde zurückzuführen ist – im Hinblick auf die faktische 
Erwerbssituation des Versicherten, der das Pensum mangels Angebot nicht aufstocken konnte, 
erfolgt ist. 

 

 
 
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6.3.3 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich auf die Aktennotiz der Suva-Sachbearbeiterin 
vom 2. April 2019 verweist, wonach aufgrund der kreisärztlich definierten Zumutbarkeit eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehen bleibe und das Taggeld so-
mit weiterhin im Rahmen von 50 % ausgerichtet werde, vermag dies ebenfalls nichts zu ändern. 
Einerseits steht die Aktennotiz in einem offensichtlichen Widerspruch zur kreisärztlichen Beurtei-
lung. Andererseits ist die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und eine darauf gestützte Taggeld-
zahlung des Unfallversicherers für die Invalidenversicherung nicht bindend. Nach dem Gesagten 
ergibt sich, dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden ist. 
 
6.4 Zusammenfassend lassen die kreisärztliche Untersuchung vom 2. April 2019 sowie die 
RAD-Beurteilung vom 13. August 2019 eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustands 
und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu. Die Beschwerdegegnerin durfte deshalb bei der 
Bemessung der Invalidität auf deren Ergebnisse abstellen. Bei dieser Sachlage ist dem Antrag 
des Beschwerdeführers, wonach weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen seien, nicht 
stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu 
stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rah-
men dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, 
die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des 
relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein 
beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung 
ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 
E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 

7.1 Zu prüfen bleibt schliesslich, ob die Invalidenrente zu Recht per 30. April 2019 aufgeho-
ben worden ist. Nach der Rechtsprechung ist bei rückwirkender Zusprache einer abgestuften 
oder befristeten Invalidenrente nebst der Revisionsbestimmung des Art. 17 Abs. 1 ATSG die Re-
gelung in Art. 88a Abs. 1 IVV über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit analog anzuwenden, wenn noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung 
eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist. Nach Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV ist na-
mentlich eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leis-
tung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie vo-
raussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 
wird (Satz 2). Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an und 
gewährt oder bestätigt die bisherige höhere Rente drei Monate über die Veränderung des Ge-
sundheitszustandes hinaus. Auf die Einräumung einer Wartedauer bis zur Aufhebung ist nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur in Ausnahmefällen zu verzichten (Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. April 2019, 8C_36/2019, E. 5 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.2 Gemäss der von Dr. G.____ in ihrer Stellungnahme vom 13. August 2019 aufgeführten 
Arbeitsunfähigkeitsperioden, wonach in einer leidensangepassten Tätigkeit vom 31. Okto-
ber 2017 bis zum 15. Januar 2019 eine volle, vom 16. Januar 2019 bis zum 1. April 2019 eine 

 

 
 
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50%ige und danach keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorlag, wurde der Invaliditätsgrad abgestuft 
ermittelt. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und wird im Übrigen auch nicht vom Be-
schwerdeführer bestritten. Demgegenüber hat die Vorinstanz die für die Änderung des Gesund-
heitszustands massgebende Karenzfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV zu Unrecht nicht berücksichtigt. 
Vorliegend bestand zum Rentenbeginn per 1. Oktober 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
zum Rentenbeginn auf Monatsanfang Art. 29 Abs. 3 IVG). Die erste rentenrelevante Änderung 
erfolgte am 16. Januar 2019, als der Versicherte zu 50 % arbeitsfähig war. Diese Änderung ist 
erst mit Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV und somit per 1. Mai 2019 zu 
berücksichtigen. Die zweite rentenrelevante Änderung erfolgte am 2. April 2019, als der Versi-
cherte wieder voll arbeitsfähig war. Entgegen der Vorinstanz ist der Zeitpunkt dieser Verbesse-
rung der Erwerbsfähigkeit wiederum erst nach Ablauf der dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 
88a Abs. 1 IVV und somit per 1. August 2019 zu berücksichtigen. 
 
7.3. Nachdem sich aus den Akten ausserdem keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der Ver-
gleichseinkommen vorzunehmen wäre und die Berechnung auch vom Versicherten nicht bean-
standet wurde, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem durch die IV-Stelle vor-
genommenen Einkommensvergleich. 
 
8. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 
23. Januar 2019 einen unbefristeten Rentenanspruch des Versicherten zu Recht ablehnte. Indem 
sie dem Beschwerdeführer jedoch lediglich bis zum 30. April 2019 eine ganze Invalidenrente aus-
richtete, berücksichtigte sie die massgeblichen Vorgaben bei einer Verbesserung des Gesund-
heitszustands gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV nicht. Danach hat der Beschwerdeführer für die Zeit 
vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. April 2019 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und vom 
1. Mai 2019 bis zum 31. Juli 2019 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Bei diesem Ergebnis 
ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 
Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer grossmehrheitlich unterlegen. Sei-
nen Rechtsbegehren ist allerdings insofern teilweise entsprochen worden, als dass ihm vom 
1. Mai 2019 bis zum 31. Juli 2019 eine halbe Invalidenrente ausgerichtet wird. Entsprechend 
rechtfertigt es sich, ihm die Verfahrenskosten lediglich im Umfang von Fr. 600.-- aufzuerlegen. 
Gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind die verbleibenden ordentlichen Kosten im Umfang von Fr. 200.-- 
der teilweise unterliegenden IV-Stelle aufzuerlegen. 
 

 

 
 
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9.2 Infolge teilweiser Gutheissung der Beschwerde hat die IV-Stelle dem Beschwerdeführer 
gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VPO eine reduzierte Parteientschädi-
gung auszurichten. Mangels Einreichung einer Honorarnote der Rechtsvertreterin des Beschwer-
deführers werden die Parteikosten durch das Gericht festgelegt. Demnach ist dem Beschwerde-
führer eine reduzierte Parteientschädigung von pauschal Fr. 250.-- zu Lasten der IV-Stelle zuzu-
sprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 23. Januar 2020 aufge-
hoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer vom 1. Okto-
ber 2018 bis zum 30. April 2019 Anspruch auf eine ganze IV-Rente und 
vom 1. Mai 2019 bis zum 31. Juli 2019 Anspruch auf eine halbe IV-
Rente hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden zu Fr. 200.-- 
der IV-Stelle Basel-Landschaft und zu Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung von pauschal Fr. 250.-- zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
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