# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 985af011-f8d8-5b7a-ae5c-774ee2df8f6c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2009 C-2125/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2125-2007_2009-09-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2125/2007/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Serbien), 
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X.._______,
Vorinstanz.

Invalidenrente (Neuanmeldung); 
Verfügung der IVSTA vom 5. Februar 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2125/2007

Sachverhalt:

A.
A._______,  geboren  am  (...)  1961,  Bürger  von  Serbien  und 
Montenegro, arbeitete vom Mai 1990 bis Dezember 1992 als Saison-
nier  bei  der  Bauunternehmung  B._______  in  X._______  als  Bau-
arbeiter und entrichtete obligatorische Beiträge an die schweizerische 
Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung.  Am  10. Oktober 
1992  erlitt  er  in  Ungarn  einen  Autounfall  (act. IV/21.1;  Beschwerde-
akten  17.1)  und  zog  sich  ein  zervikovertebrales  Syndrom  und 
Schleudertrauma zu (act IV/21.2). Nach Behandlungsabschluss kehrte 
er  nach  Restjugoslawien  zurück.  Ab  September  1993  arbeitete  er 
wiederum mit Saisonbewilligung als Eisenleger in der Schweiz bei der 
C._______  in  W._______.  Am  30.  September  1993  erlitt  er  einen 
Rückfall (act. IV/21.5 f., 21/45).

B.
B.a Die  Schweizerische  Unfallversicherungsanstalt  (nachfolgend: 
SUVA) entrichtete vom Oktober 1992 bis April  1993 und ab Oktober 
1993 für  den bei  ihr  obligatorisch Versicherten Heilkosten-  und Tag-
geldleistungen.

B.b Mit  Verfügung vom 8. Februar  1995 stellte  die Kreisagentur der 
SUVA U._______ die  Heilkostenleistungen und ab 13. Februar  1995 
die Taggeldleistungen ein (act. IV/21.67). Die Einsprache vom 9. März 
1995 wies die SUVA am 12. Mai 1995 ab (act. IV/21.73). 

C.
Am 23. November 1994 reichte der inzwischen nach Restjugoslawien 
zurückgekehrte  Versicherte,  vertreten  durch  Advokatin  Gabriela 
Gwerder, bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfol-
gend: Vorinstanz) einen Antrag auf eine Rente der Invalidenversiche-
rung ein (act. IV/1). 

Diese führte ein Verfahren betreffend allfällige Leistungsansprüche des 
Versicherten durch. Mit Verfügung vom 19. Oktober 1995 hielt sie fest, 
es liege keine Invalidität vor, welche einen Rentenanspruch zu begrün-
den  vermöge,  und  wies  das  Leistungsgesuch  ab  (act.  IV/6).  Der 
Entscheid erlangte Rechtskraft (Beschwerdeakten act. 3).

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D.
D.a Mit Schreiben vom 17. März 2003 teilte der Versicherte, vertreten 
durch Gojko Reljic, der Vorinstanz mit, sein Gesundheitszustand habe 
sich seit dem Verfügungserlass vom 19. Oktober 1995 wesentlich ver-
schlechtert.  Er  bat  um  Akteneinsicht  und  stellte  in  Aussicht,  neue 
medizinische  Unterlagen  nachzureichen  (act.  IV/7).  Er  stellte  der 
IVSTA am 16. September 2004 medizinische Unterlagen und eine Stel-
lungnahme zum Sachverhalt  zu  (act. IV/9,  22  –  31). Am 10. Januar 
2005  reichte  er  den  neuen  Leistungsantrag  und  am  19.  Dezember 
2005 weitere Akten nach (act. IV/11, 12, 15 – 17). Der Vertreter teilte 
mit, weitere medizinische Akten habe er bisher nicht erhalten. Der Ver-
sicherte befinde sich in einem schlechten physischen und psychischen 
gesundheitlichen Zustand. Da er aber kein Geld habe, gehe er selten 
zum Arzt.

D.b Die IV-Stelle legte die neu eingereichten Akten dem regionalärzt-
lichen  Dienst  (RAD)  vor.  Aufgrund  dessen  Schlussbericht  vom 
12. September  2006  teilte  sie  dem  Versicherten  am  28.  September 
2006 im Vorbescheid mit,  es liege weder eine bleibende Erwerbsun-
fähigkeit  noch eine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 
während  eines  Jahres  vor.  Das  Leistungsbegehren  müsse  deshalb 
abgewiesen werden (act. IV/34, 35).

Mit Schreiben vom 25. September 2006 reichte der Beschwerdeführer 
zwei Austrittsberichte der psychiatrischen Abteilung des medizinischen 
Zentrums  V._______  (Serbien)  vom 24.  Mai  1999  und  vom 26.  Mai 
2003 nach (act. IV/36 – 38). Er teilte ausserdem am 2. Oktober 2006 
mit, er sei  mit  dem Vorbescheid nicht einverstanden (act. IV/39). Der 
RAD nahm am 30. Januar 2007 aufgrund der neu eingereichten Akten 
nochmals Stellung (act. IV/42).

Mit Verfügung vom 5. Februar 2007 wies die Vorinstanz das Leistungs-
begehren mit der Begründung ab, es liege weder eine bleibende Er-
werbsunfähigkeit noch eine ausreichende durchschnittliche Arbeitsun-
fähigkeit während eines Jahres vor (act. IV/43). 

D.c Am 21. März 2007 reichte der Beschwerdeführer, wiederum ver-
treten durch Gojko Reljic, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
mit dem Antrag ein, die Verfügung vom 5. Februar 2007 sei aufzuhe-
ben oder die Sache erneut abzuklären und ihm eine IV-Rente zuzu-
sprechen. Aus den ausführlichen medizinischen Dokumentationen ge-

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he hervor,  dass  er  für  sämtliche Tätigkeiten  zu mindestens  50% ar-
beitsunfähig sei. Eventualiter sei die Angelegenheit in Anbetracht der 
unterschiedlichen  Beurteilungen  der  serbischen  Spezialärzte  in  der 
Schweiz multidisziplinär abzuklären oder die Beurteilung einer Fach-
gruppe einzuholen (act. 1). 

D.d Das  Bundesverwaltungsgericht  forderte  die  Vorinstanz  am 
27. März  2007  zur  Vernehmlassung auf  und teilte  den Parteien  den 
Spruchkörper mit (act. 2). Ausstandsgründe wurden in der Folge keine 
geltend gemacht.

D.e Mit Vernehmlassung vom 30. April 2007 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochte-
nen Verfügung (act. 3).

D.f Am 8. Mai 2007 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein. Er 
rügte,  der  Sachverhalt  sei  nicht  anhand der  vollständigen Akten der 
SUVA  erhoben  worden.  Er  reichte  dazu  Akten  seines  ehemaligen 
Schweizer  Hausarztes  aus  den  Jahren  1992  –  1998  nach  (act.  5  – 
5.9). Diese Dokumentation sei dem Arzt des RAD und somit der Beur-
teilung der Vorinstanz nicht zur Verfügung gestanden. Er führte weiter 
aus,  seit  seiner  Rückkehr  nach  Serbien  könne  er  krankheitshalber 
nicht arbeiten und befinde sich in einer schwierigen finanziellen Lage, 
weshalb  auch  keine  Mittel  für  die  notwendige  ärztliche  Behandlung 
vorhanden seien.

D.g In ihrer  Duplik  vom 30. Mai  2007 stellte die Vorinstanz fest,  die 
eingereichten Akten würden das Verfahren betreffen,  das mit  rechts-
kräftiger Verfügung vom 19. Oktober 1995 abgeschlossen worden sei. 
Aus der Replik ergäben sich keine neuen Aspekte, insbesondere habe 
der  RAD  die  Akten  sorgfältig  ausgewertet  und  eine  Notwendigkeit 
einer Begutachtung sei im Übrigen weder aus den vorliegenden Akten 
noch aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ersichtlich. Dem-
gemäss hielt sie an ihren früheren Anträgen fest (act. 8).

D.h Mit Triplik vom 6. Juli 2007 hielt der Beschwerdeführer an seiner 
Auffassung fest, die Vorinstanz habe den Sachverhalt ungenügend ab-
geklärt (act. 10). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht geleistet.

Das  Bundesverwaltungsgericht  übermittelte  die  Triplik  an  die  Vorin-
stanz  zur  Kenntnisnahme  und  schloss  den  Schriftenwechsel  am 
12. Juli 2007 ab (act. 11). 

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D.i Mit Verfügung vom 18. Juni 2009 forderte das Bundesverwaltungs-
gericht die Vorinstanz auf, sämtliche Akten betreffend das IV-Verfahren 
aus dem Jahr 1995 sowie weitere allfällig vorhandene Akten des lau-
fenden Verfahrens einzureichen und sich zum Eröffnungszeitpunkt der 
Verfügung vom 5. Februar 2007 zu äussern (act. 12). 

D.j Mit Eingabe vom 23. Juni 2009 teilte der Beschwerdeführer unter 
Beilage des Postauftrags vom 3. Februar 2007 mit, die Verfügung vom 
5.  Februar  2007  sei  gemäss  Auftrag  vom  7.  Februar  2007  bis 
26. Februar 2007 auf der Post zurückbehalten worden und er habe sie 
nach seinen Ferien am 26. Februar 2007 abgeholt (act. 13).

D.k Mit Eingabe vom 7. Juli 2009 reichte die Vorinstanz dem Bundes-
verwaltungsgericht  die  nachgeforderten,  noch  aufgefundenen  Akten 
betreffend den vorliegenden Fall ein (act. 17.1.1 – 17.2.6). Zum Eröff-
nungszeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  stellte  sie  fest,  dass 
dazu wegen Zeitablaufs keine Stellung mehr genommen werden kön-
ne (act. 17).

D.l Mit  Verfügung vom 15. Juli  2009 übermittelte  das Bundesverwal-
tungsgericht dem Beschwerdeführer die Eingabe der Vorinstanz inklu-
sive Beilagen und schloss den Schriftenwechsel ab. Gleichzeitig teilte 
es  den  Parteien  den  Wechsel  im  Spruchkörper  mit  (act.  18).  Aus-
standsgründe wurden innert der gestellten Frist nicht geltend gemacht.

D.m Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten 
Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  Verwaltungsgerichtsgesetz  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit  Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.  Das Bundesverwal-
tungsgericht ist somit zur Behandlung der Beschwerde zuständig.

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1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.  Er hat lic. iur. Gojko 
Reljic am 27. Februar 2003 mit der Wahrung seiner Interessen im IV-
Verfahren beauftragt (act. IV/7.1). Der die Beschwerde unterzeichnen-
de Gojko Reljic ist somit rechtsgültig bevollmächtigt. 

1.3 Die Beschwerde ist  innerhalb von 30 Tagen nach der  Eröffnung 
der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, ein-
zureichen (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Eine Mittei-
lung,  die nur gegen Unterschrift  des Adressaten oder einer anderen 
berechtigten Person überbracht  wird,  gilt  spätestens am siebten Tag 
nach  dem  ersten  erfolglosen  Zustellungsversuch  als  erfolgt  (Art.  20 
Abs. 2bis VwVG [fiktive Zustellungsfrist]). Der Nachweis einer verspäte-
ten Rechtsmitteleinreichung liegt bei der Verwaltung (vgl. ALFRED KÖLZ/ 
ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998,  Rz. 341 mit Verweis auf VPB 61.66 
E. 3a sowie ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessie-
ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.112). 

1.3.1 Die angefochtene Verfügung ist auf den 5. Februar 2007 datiert. 
Die  Beschwerde  wurde  gemäss  Poststempel  am  21.  März  2007 
eingereicht  (act.  1).  Der  Beschwerdeführer  macht  unter  Vorlage des 
Postauftrags geltend, infolge Ferienabwesenheit habe er die Post vom 
7.  Februar  2007  bis  am  26.  Februar  2007  auf  der  Poststelle  Chur 
zurückbehalten lassen. Die fragliche Verfügung habe er  nach seinen 
Ferien am 26. Februar 2007 auf der Post abgeholt (act. 13). Somit sei 
mit der Beschwerdeeinreichung vom 21. März 2007 die Frist gewahrt 
worden.

1.3.2 Da aus den Akten nicht hervorgeht, wann die auf den 5. Februar 
2007 datierte Verfügung auf der Poststelle Chur eingetroffen ist, somit 
der Fristablauf aufgrund der fiktiven Zustellung gemäss Art. 20bis VwVG 
nicht mehr erstellt werden kann und von der Vorinstanz den Angaben 
des Beschwerdeführers im Übrigen nicht widersprochen wurde, ist zu 
Gunsten  des  Beschwerdeführers  davon  auszugehen,  dass  die  Be-
schwerde rechtzeitig eingereicht worden ist. 

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1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  den  Formvorschriften  gemäss 
Art. 52 VwVG entspricht, ist darauf einzutreten.

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

2.2 Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) anwendbar  ist. Nach Art. 1  Abs. 1  IVG sind die 
Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis 

und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht.

2.3 Der Beschwerdeführer ist  serbischer Staatsangehöriger und dort 
ansässig.  Somit  ist  zwischenstaatlich  zu  klären,  welches  Recht  an-
wendbar ist. 

2.3.1 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volksrepu-
blik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom  8.  Juni  1962 
(SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju-
goslawiens anwendbar (BGE 126 V 203 E. 2b, 122 V 382 E. 1, 119 V 
101 E. 3). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit mehreren Nachfolge-
staaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedo-
nien), nicht aber mit Serbien, neue Abkommen über Soziale Sicherheit 
abgeschlossen.  Für  den  Beschwerdeführer  als  Bürger  von  Serbien 
findet demnach weiterhin das schweizerisch-jugoslawische Sozialver-
sicherungsabkommen  Anwendung.  Nach  Art.  2  dieses  Abkommens 
stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten hinsichtlich der in 
Art. 1  genannten Rechtsvorschriften,  zu  welchen die schweizerische 
Bundesgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört,  in ihren 
Rechten und Pflichten einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt 
ist. Betreffend die Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweize-
rische  Invalidenrente  sind  keine  abweichenden  Vorschriften  auszu-
machen.

2.3.2 Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leis-
tungen der  schweizerischen Invalidenversicherung besteht,  bestimmt 

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sich  demnach  ausschliesslich  nach  den  innerstaatlichen  schweizeri-
schen Rechtsvorschriften, insbesondere nach dem IVG sowie der Ver-
ordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17.  Januar  1961  (IVV, 
SR 831.210;  vgl.  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichtes 
I 785/04 vom 25. April 2006 E. 1 mit weiteren Hinweisen und Art. 4 des 
schweizerisch-jugoslawischen Sozialversicherungsabkommens). 

2.4 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reiche der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes,  hier  der  Verfügung  vom 5. Februar  2007,  eingetretenen 
Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), 
sind die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen des ATSG an-
wendbar. Das IVG ist in der Fassung vom 31. März 2003 [4. IVG-Revi-
sion] anwendbar (in Kraft seit 1. Januar 2004). Nicht zu berücksichti-
gen sind demnach die durch die 5. IVG-Revision eingeführten Ände-
rungen,  welche  am  1. Januar  2008  in  Kraft  getreten  sind  (AS 2007 
5129). Im Folgenden werden deshalb die ab 1. Januar 2004 bis Ende 
2007 gültig  gewesenen Bestimmungen des ATSG, des  IVG und  der 
IVV zitiert.

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 
E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern  das  Gesetz  nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach  dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt  den Beweisanfor-

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derungen  nicht.  Das  Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 
je mit Hinweisen).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch des Versicherten auf 
eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung zu Recht ver-
neint und zu Recht auf weitere Abklärungen verzichtet hat.

Zunächst  sind  jedoch  die  zur  Beurteilung  der  Streitsache  massge-
benden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung ent-
wickelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer invalid im Sinn des Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16 ATSG; 
Art. 4,  28,  29  IVG)  und  beim Versicherungsfall  mindestens  während 
eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

Der  Versicherte  hat  während  mehr  als  einem  Jahr  Beiträge  an  die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet, so dass er die gesetzliche Mindestbeitragsdauer erfüllt. Zu 
prüfen bleibt,  ob  er  im Sinne des Gesetzes in  rentenbegründendem 
Ausmass invalid geworden ist.

4.2 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.3 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Erwerbsunfähig-
keit ist, vereinfacht ausgedrückt, gesundheitlich bedingte Unfähigkeit, 
durch  zumutbare  Arbeit  ein  Erwerbseinkommen  zu  verdienen  (vgl. 

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ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozialver-
sicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16).

4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art. 29 
Abs. 1 IVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, 
in  dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder  während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, Art. 6 
ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6).

4.4.1 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG besteht  bei  einem Invaliditätsgrad 
von 70% Anspruch auf  eine ganze Rente,  bei  einem Invaliditätsgrad 
von 60% Anspruch auf  eine Dreiviertelsrente,  bei  einem Invaliditäts-
grad von 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invalidi-
tätsgrad von 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.

Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an 
Versicherte  ausbezahlt,  die  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  im  Sinne 
von Art. 13  ATSG in  der  Schweiz  haben. Nach  der  Rechtsprechung 
des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  (heute:  Bundesgericht) 
stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, son-
dern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE 121  V 264 
E. 6c).

4.4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen  und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 

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Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expert-
innen und Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von Haus-
ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tra-
gen,  dass  Hausärzte mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in  Zweifelsfällen  eher  zu  Gunsten ihrer  Patienten 
aussagen.  Berichte  von versicherungsinternen  Ärztinnen  und  Ärzten 
haben,  sofern  sie  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  begründet 
sind  und  keine  konkreten  Indizien  gegen  ihre  Zuverlässigkeit  spre-
chen, Beweiswert (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 
123 V 178 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zü-
rich 2009, Art. 43 Rz. 35).

5.
Nachdem die Vorinstanz mit  Verfügung vom 19. Oktober 1995 einen 
Rentenanspruch abgelehnt hat, macht der Beschwerdeführer in seiner 
neuen Anmeldung vom 17. März 2003 geltend, seine Gesundheit habe 
sich wesentlich verschlechtert.

5.1 Nach  Rechtsprechung  des  Eidgenössischen  Versicherungsge-
richts beurteilt  sich die Frage, ob eine anspruchsbegründende Ände-
rung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten 
ist, im Neuanmeldungsverfahren bei der materiellen Prüfung – analog 
zur  Rentenrevision  nach  Art.  41  aIVG (seit  1.  Januar  2003:  Art.  17 
ATSG) – durch den Vergleich des Sachverhalts,  wie er  im Zeitpunkt 
der  ersten Ablehnungsverfügung bestanden hat,  mit  demjenigen zur 
Zeit  der  streitigen  neuen  Verfügung.  Das  Eidgenössische  Versiche-
rungsgericht  hat wiederholt  bestätigt,  dass die zum Rentenrevisions-
verfahren nach Art. 41 aIVG entwickelten Grundsätze über die zeitlich 
zu  vergleichenden  Sachverhalte  analog  auch  im  Falle  einer  Neuan-
meldung  Geltung  hätten  (BGE  130  V  71  E. 3.1  mit  Hinweis  auf 
BGE 105 V 29 E. 1b sowie AHI 1999 S. 84 E. 1b und BGE 117 V 198 
E. 3a mit vielen weiteren Hinweisen).

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5.2 Somit  ist  zu  prüfen,  ob  sich  die  Gesundheit  des  Beschwerde-
führers seit der rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 19. Oktober 
1995 bis zum 5. Februar 2007 in einem Mass verschlechtert hat, dass 
er nunmehr Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

Im  Folgenden  werden  der  Gesundheitszustand  des  Beschwerdefüh-
rers  im Zeitpunkt  der  Verfügung vom 19. Oktober  1995 (E. 6.1)  und 
vom 5. Februar 2007 (E. 6.2) erörtert. Anschliessend wird beurteilt, ob 
eine  rentenrelevante  Gesundheitsverschlechterung  eingetreten  ist 
(E. 7.1 – 7.4) und ob – wie vom Beschwerdeführer beantragt – weitere 
medizinische Abklärungen angezeigt sind (E. 7.5).

6.
6.1 Gemäss den Akten hat der Beschwerdeführer in den Jahren 1990 
– 1993 in der Schweiz als Saisonnier (act. 17/1.1 f.) gearbeitet, nach 
seinem  Autounfall  mit  HWS-Schleudertrauma  verlor  er  seine 
mehrjährige Saisonstelle (act. IV/21.14). Er fand zwar nach Abschluss 
der  Behandlung  nochmals  eine  Stelle  als  Eisenleger,  nach  dem 
Rückfall im September 1993 (angegebene Blockierung im Bereich der 
Halswirbelsäule)  erhielt  er  jedoch  keine  Arbeitsbewilligung  mehr.  In 
seiner  ersten  Anmeldung  für  eine  Invalidenrente  bei  der  Vorinstanz 
gab er demgemäss an, er sei  seit  dem Rückfall  arbeitslos und habe 
wegen einer fehlenden Saisonstelle nicht mehr gearbeitet. Die IVSTA 
kam  in  ihrer  rechtskräftigen  Verfügung  vom  19.  Oktober  1995  zum 
Schluss, dass keine Invalidität vorliege, die einen Rentenanspruch zu 
begründen vermöge (act. IV/6).

Aus den SUVA-Akten geht hervor, dass im Zeitpunkt des Fallabschlus-
ses  im  Februar  1995  keine  Verletzungsfolgen  des  Autounfalls  vom 
10. Oktober 1992 mehr feststellbar waren, dies gilt zumindest für leich-
tere  Arbeiten. Zum damaligen  Zeitpunkt  stand  die  fehlende  Arbeits-
bewilligung  in  der  Schweiz  und  die  damit  verbundene  aussichtslose 
Gesamtsituation  "passiv/depressiv  wirkender  34-jähriger  Mann  (...)"  
des Versicherten im Vordergrund und wurden keine invalidisierenden 
Einschränkungen  aufgrund  des  HWS-Schleudertraumas  festgestellt 
(act. IV/21.66 S. 1 und 3 und 21.73 E. 6 S. 5). 

6.2
6.2.1 Der Beschwerdeführer  reichte  im Rahmen des neuen Renten-
verfahrens vom 17. März 2003/10. Januar 2005 und des Beschwerde-

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verfahrens  folgende  relevanten  neuen  ärztlichen  Zeugnisse  und  Be-
richte ein: 

- Bericht vom 1. September 2003, Dr. D._______, Internist, Hausarzt 
(act. IV/27),

- Bericht vom 4. März 2004, Dr. D._______ (act. IV/29),

- Fragebogen 73/52 (Anhang zum Formular YU/CH 4), erstellt durch 
Dr. D._______, vom 7. September 2004 (act. IV/31),

- Medizinisches Zentrum V._______, Psychiatrie, Dr. E._______, 
Neuropsychiater, und Dr. F._______, Neuropsychiater, vom 24. Mai 
1999 (act. IV/36),

- Medizinisches Zentrum V._______, Psychiatrie, Dr. G.________ und 
Dr. H._______, Neuropsychiater, vom 26. Mai 2003 (act. IV/37).

Ausserdem nahm der RAD Rhône, Dr. I._______, am 12. September 
2006 und am 30. Januar 2007 zu Handen der Vorinstanz Stellung (act. 
IV/34 und 42). 

6.2.2 Der behandelnde Dr. D._______ führte gegenüber der IVSTA am 
7. September 2004 als Diagnosen das bekannte Schleudertrauma als 
Folge des Unfalls vom 10. Oktober 1992 sowie eine arterielle Hyperto-
nie mit einer hypertensiven Entgleisung am 4. März 2004 mit Schwin-
del und Einleiten einer antihypertensiven Therapie an. Er führte aus, 
der Beschwerdeführer sei  seit  dem 10. Oktober 1992 krank, brauche 
medizinische  Betreuung  seit  diesem Datum (Physiotherapie  4  x  pro 
Jahr während 3 Wochen) und gab an, der Gesundheitszustand habe 
sich verschlechtert. Er schätzte seine Arbeitsunfähigkeit auf 65 – 70% 
seit  dem Unfall  vom 10. Oktober  1992,  möglich  seien  sitzende  ein-
fachere  Tätigkeiten,  ohne plötzliche Bewegungen des Kopfes wegen 
der Schwindelattacken. Er beschrieb häufige Verletzungen und Stürze 
aufgrund plötzlicher Kopfbewegungen, aus diesem Grund sei dem Be-
schwerdeführer  auch der Fahrausweis entzogen worden (act. IV/31). 
Zusätzlich  ist  eine  akute  Cholezystitis  (Gallenblasenentzündung)  am 
1. September 2003 dokumentiert (act. IV/27).

6.2.3 Im Bericht betreffend den Spitalaufenthalt vom 15.-24. Mai 1999 
wird  ein  Alkoholentzugsdelirium  beschrieben,  das  auf  der  Intensiv-
station behandelt  werden musste. Darin wird ausgeführt,  der damals 
38-jährige Patient habe eine Zeit von ca. 15 Jahren intensiven Alkohol-
missbrauchs hinter  sich,  habe keine Familie  gegründet,  den ganzen 
Militärdienst  erfüllt  und  ausser  den  Magenproblemen  keine  anderen 
gesundheitlichen  Probleme  gehabt.  Eine  zweite  Episode  mit  der 

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Diagnose  Alkoholentzugsdelirium  F. 10.4  wird  im  Bericht  derselben 
Klinik vom 19. Mai 2003 bis 26. Mai 2003 beschrieben.

6.2.4 Der RAD kommt in seiner zweiten Beurteilung vom 30. Januar 
2007 unter  Berücksichtigung der  beiden Spitalberichte zum Schluss, 
es  lägen  ein  chronischer  Alkoholabusus  F  10.1  mit  Status  nach 
mehrmaligem Delirium tremens und ein Status nach HWS-Schleuder-
trauma S 13.4 im Jahre 1992 vor. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit  bleibe  eine  arterielle  Hypertonie  mit  hypertensiver  Entglei-
sung  am  4.  März  2004.  Es  handle  sich  vorliegend  um  einen  mehr 
versicherungstechnischen,  denn medizinischen Fall. Aus den Berich-
ten von Dr. K._______ (vom 3. Februar 1995 und 17. März 1995, act. 
IV/21.66,  21.71)  sei  ersichtlich,  dass  keine Einschränkungen im Be-
reich  der  HWS  objektivierbar  gewesen  seien.  Bezüglich  des  HWS-
Schleudertraumas habe der Beschwerdeführer im Rahmen der SUVA-
Abklärung selber gesagt, er könne arbeiten, das Problem sei die feh-
lende  Arbeitsbewilligung.  Die  erwähnte  hypertensive  Entgleisung  im 
Jahr 2004 mit Schwindel sei am ehesten mit der Alkoholproblematik zu 
erklären  und  lasse  sich  in  der  Regel  gut  medikamentös  einstellen, 
weshalb sie nicht ein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit sei. Auch das 
HWS-Syndrom erfülle die Kriterien, welche für eine Invalidität erforder-
lich seien, nicht. Die Alkoholerkrankung schliesslich erfülle die von der 
aktuellen Gesetzgebung erforderten Kriterien der Invalidität nicht (act. 
IV/42).

7.
Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Gesundheitszustand habe 
sich  wesentlich  verschlechtert.  Dies  sei  aufgrund  der  ausführlichen 
medizinischen  Akten  belegt.  Der  behandelnde  Dr.  D._______  stellt 
eine Beeinträchtigung seit dem Unfall vom 10. Oktober 1992 und eine 
Arbeitsunfähigkeit von 65 – 70% seit diesem Datum fest. 

7.1 Die angegebene Verschlechterung der Gesundheit ist indes weder 
zeitlich  definiert  noch  weiter  begründet.  Die  beschriebene  Arbeits-
unfähigkeit  mit  mehrmaligen  Stürzen  und  Verletzungen  sowie  den 
Fahrausweisentzug begründet  er  mit  den Folgen des Schleudertrau-
mas (Schwindel  aufgrund instabiler  Halswirbelsäule). Demgegenüber 
ist  erstellt,  dass  der  Beschwerdeführer  trotz  diagnostiziertem  HWS-
Schleudertrauma  im  Sommer  1993  vollständig  arbeitsfähig  war  und 
die  beteiligten  Schweizer  Sozialversicherungen  nach  Abschluss  der 
Behandlungen  auch  im  Jahr  1995  von  einer  vollen  Arbeitsfähigkeit 

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(zumindest für nicht schwere Arbeiten) ausgegangen sind. Die mit der 
Replik eingereichten Akten des Schweizer Hausarztes aus den Jahren 
1992 – 1995 (act. 5.1 – 5.8) sowie seine Stellungnahme vom 28. Juli 
1998  zum  Gesundheitszustand  im  Jahr  1995  zu  Handen  der  Ver-
treterin des Beschwerdeführers (act. 5.9) beziehen sich – wie die Vor-
instanz  zutreffend  ausführt  –  auf  das  erste  mit  Verfügung  vom 
19. Oktober  1995  abgeschlossene  Verfahren  und  ändern  an  dieser 
Feststellung nichts. In den beiden Spitalberichten von 1999 und 2003 
fällt auf, dass das Schleudertrauma nicht erwähnt wird. Im Bericht von 
1999 wird einzig erwähnt,  der Patient  leide seit  ca. 15  Jahren unter 
intensivem Alkoholismus. Umgekehrt finden sich in den Berichten von 
Dr. D._______ keine Hinweise auf Alkoholismus, ausser allenfalls dem 
Hinweis auf den Fahrausweisentzug, den er aber anders begründet. 

7.2
7.2.1 Aufgrund der  beiden sehr anschaulichen Berichte der Spezial-
ärzte der Klinik in V._______ steht fest, dass der Beschwerdeführer – 
zumindest  in  den  beiden  beschriebenen  Perioden  –  an  schwerem 
Alkoholismus  litt.  Nicht  nachvollziehbar  ist  indes,  weshalb  sich  beim 
behandelnden  Hausarzt  dazu  keinerlei  Angaben  finden.  Dazu  ist  im 
Sinne  der  ständigen  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  anzumer-
ken, dass Hausärzte im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aus-
sagen (siehe oben E. 4.5).

7.2.2 Wie das Bundesgericht im Urteil  I  169/06 vom 8. August 2006 
E. 2.2 ausführt,  begründet  Alkoholismus (wie auch Drogensucht  und 
Medikamentenabhängigkeit)  für  sich  allein  keine Invalidität  im Sinne 
des Gesetzes. Vielmehr wird er invalidenversicherungsrechtlich erst re-
levant, wenn er eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren 
Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Erwerbsfähigkeit 
beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn er 
selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund-
heitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt. 

Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für 
die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erfor-
derlich,  dass dem  Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer 
Natur  nach  für  die  Entwicklung  einer  Suchtkrankheit  geeignete  Ge-
sundheitsstörung  zugrunde  liegt,  welche  zumindest  eine  erhebliche 
Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krank-
heitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird 

Seite 15

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verlangt,  dass  diese  die  Arbeits-  und  Erwerbsfähigkeit  einschränkt. 
Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen  Alkoholsucht 
und  krankheitswertigem  psychischem  Gesundheitsschaden  besteht, 
sind für  die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit  die psychi-
schen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft  zu be-
rücksichtigen (Urteil I 169/06 des Bundesgerichts vom 8. August 2006 
E. 2.2 mit vielen weiteren Hinweisen).

7.2.3 Vorliegend  diagnostizierten  die  Ärzte  in  den  Jahren  1999  und 
2003  einen  chronischen  Alkoholabusus  (act.  IV/36,  37).  Ein 
psychischer Gesundheitsschaden als Ursache für den Alkoholabusus 
wurde  jedoch  nicht  diagnostiziert.  Aus  den  Akten  ist  auch  nicht 
ersichtlich, dass der Alkoholismus und die geltend gemachten weite-
ren gesundheitlichen Probleme in einem direkten Zusammenhang mit 
dem im Jahr 1992 erlittenen Schleudertrauma stehen. Daran ändern 
auch die Andeutungen im Bericht des Hausarztes vom 7. September 
2004  nichts.  Festzustellen  ist  auch,  dass  die  heutigen  gesundheit-
lichen Probleme vielmehr in der Situation des Beschwerdeführers, wel-
cher angibt, seit 1993 nicht mehr gearbeitet zu haben, und seiner per-
sönlichen familiären und gesellschaftlich schwierigen Lage im früheren 
Jugoslawien und heutigen Serbien sowie der aussichtslosen finanziel-
len Lage begründet erscheinen. 

7.3 In  Berücksichtigung  der  oben  erwähnten  Rechtsprechung  und 
aller  medizinischen  Akten,  insbesondere  auch  der  medizinischen 
Akten  aus  den  Jahren  1992  –  1995,  überzeugen  die  Angaben  des 
behandelnden  Arztes  (act. IV/31),  demgemäss  die  gesundheitlichen 
Probleme mit  einer  Arbeitsunfähigkeit  von 65 – 70% seit  dem Auto-
unfall im Jahr 1992 bestehen sollen, nicht. Im Übrigen handelt es sich 
hierbei  um die einzige Akte, in welcher auf  eine aktuelle dauerhafte 
Arbeitsunfähigkeit geschlossen wird. Aus ihr ist auch nicht zu entneh-
men,  seit  wann  die  Gesundheit  sich  verschlechtert  haben  soll.  Die 
Behauptungen des Beschwerdeführers, es sei aufgrund der umfassen-
den Akten klar erstellt, dass er für jegliche Tätigkeiten zu mindestens 
50% arbeitsunfähig sei (vgl. act. 1), und dass sich sein Gesundheits-
zustand seit 1995 wesentlich verschlechtert habe (act. IV/7, 17), sind 
demnach weder belegt noch nachvollziehbar.

7.4 Entsprechend  den  neu  eingereichten  psychiatrischen  Akten  der 
Klinik in V._______ und der übrigen ärztlichen Berichte, jedoch in Ab-
weichung zu den Aussagen von Dr. D._______, erscheint die medizi-

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nische  Beurteilung  des  RAD  als  zutreffend,  auch  hinsichtlich  der 
Behandelbarkeit der Schwindelanfälle (vgl. E. 6.2.4).

Es  ist  somit  aufgrund  der  vorliegenden  Akten  keine  rentenrelevante 
Gesundheitsverschlechterung zwischen der rechtskräftigen Verfügung 
vom 19. Oktober 1995 und der angefochtenen Verfügung vom 5. Feb-
ruar 2007 festzustellen.

8.
8.1 Die im vorliegenden Fall  eingereichten Akten,  datierend auf  den 
Zeitraum  ab  1999  bis  2006,  erweisen  sich  zwar  als  knapp  und  in 
Bezug  auf  den  Bericht  des  Hausarztes  als  widersprüchlich.  Es  ist 
notabene anzunehmen, dass zumindest die behandelnden Spitalärzte 
in  V._______  nicht  über  die  umfassenden  Krankenakten  des 
Beschwerdeführers verfügten. Die eingereichten medizinischen Akten 
lassen jedoch (wie oben aufgezeigt) eine abschliessende Beurteilung 
zu. Somit  sind  keine weiteren medizinischen Abklärungen angezeigt, 
weshalb der Antrag auf weitere Abklärungen abzuweisen ist.

8.2 Die Beschwerde ist somit vollumfänglich abzuweisen.

9.
Zu befinden  ist  schliesslich  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  all-
fällige Parteientschädigung.

9.1 Die  Verfahrenskosten  werden  unter  Berücksichtigung  des 
Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Ver-
fahren auf pauschal Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie 
Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]). Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 
Abs. 1 VwVG). Sie sind mit dem per 6. Juli 2007 geleisteten Kosten-
vorschuss zu verrechnen (Beleg fehlt in den Akten). 

9.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 
Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Seite 17

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.-- verrechnet. 

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherung
- die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt SUVA U._______

(Ref-Nr. [...]; zur Kenntnis)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Seite 18

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 19