# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 037a69e8-90f7-557d-aa2b-81f55ad64f40
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.10.2018 PS180194
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180194_2018-10-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS180194-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. A. Katzenstein und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin MLaw N. Menghini-Griessen 

Urteil vom 30. Oktober 2018 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Gläubiger und Beschwerdegegner, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach 
vom 25. September 2018 (EK180448) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1.  

1.1. Die Schuldnerin ist seit dem tt.mm.2004 im Handelsregister des Kantons 

Zürich eingetragen. Gemäss Handelsregisterauszug bezweckt sie insbesondere 

die Beratung, Dienstleistungen und Schulung im Bereich des Hospitality und des 

Tourismus, sowie … (act. 6). 

1.2. Mit Urteil vom 25. September 2018 eröffnete das Konkursgericht des Be-

zirksgerichts Bülach den Konkurs über die Schuldnerin (vgl. act. 3 = act. 9 = 

act. 10/11). Der Schuldnerin wurde dieser Entscheid am 28. September 2018 zu-

gestellt (act. 10/16).  

1.3. Mit am 4. Oktober 2018 persönlich überbrachter (act. 2) sowie per Post 

versandter identischer Eingabe (vgl. act. 11) erhob die Schuldnerin dagegen 

rechtzeitig Beschwerde. Sie beantragte die Aufhebung des Konkurses und stellte 

ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2), welche ihr mit Ver-

fügung vom 4. Oktober 2018 einstweilen gewährt wurde (act. 7). Auf die Fristan-

setzung zur Leistung eines Kostenvorschusses konnte verzichtet werden, da die 

Schuldnerin diesen bereits geleistet hatte (act. 5/17). Die Akten der Vorinstanz 

wurden beigezogen (act. 10/1-17). Das Verfahren ist spruchreif. 

2.  

2.1. Die Konkurseröffnung kann im Beschwerdeverfahren aufgehoben werden, 

wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit 

glaubhaft macht und durch Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehenen 

Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) nach-

weist (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Tilgung und Hinterlegung müssen einschliesslich 

Zinsen und Kosten erfolgt sein. Die Beschwerde ist innert einer Frist von 10 Ta-

gen einzureichen und abschliessend zu begründen. Das bedeutet, dass der 

Schuldner sowohl seine Zahlungsfähigkeit als auch einen der drei Konkurshinde-

rungsgründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu machen beziehungsweise 

mit Urkunden nachzuweisen hat. Neue Behauptungen und Urkundenbeweise 

- 3 - 

über konkurshindernde Tatsachen sind im Beschwerdeverfahren unbeschränkt 

zugelassen, unabhängig davon, ob sie vor oder nach dem erstinstanzlichen Ent-

scheid ergangen sind (BGE 136 III 294 und 139 III 491). 

2.2. Die Konkurseröffnung erfolgte für eine Forderung des Gläubigers von 

Fr. 15'000.– nebst 5% Zins seit 1. Mai 2017 und Fr. 236.55 Betreibungskosten 

(vgl. act. 3 = act. 9 = act. 10/11). Die Schuldnerin hat zuhanden des Gläubigers 

bei der Obergerichtskasse Fr. 17'050.– und damit die Konkursforderung samt 

Zinsen und Kosten, ausmachend Fr. 16'288.60, hinterlegt (act. 5/16). Zudem be-

legt die Schuldnerin mittels einer entsprechenden Bestätigung des Konkursamtes 

Wallisellen vom 3. Oktober 2018, beim Konkursamt die Kosten des Konkursge-

richts und des Konkursverfahrens bis zu einer allfälligen Konkursaufhebung mit 

einer Zahlung von Fr. 2'000.– sichergestellt zu haben (act. 5/15). Damit ist der 

Konkurshinderungsgrund der Hinterlegung erfüllt. 

2.3. Folglich bleibt noch zu prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin 

glaubhaft belegt ist. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel 

vorhanden sind, mit denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befrie-

digt werden können. Ein Schuldner hat deshalb aufzuzeigen, dass er in der Lage 

ist, in näherer Zukunft seinen laufenden Verbindlichkeiten nachzukommen sowie 

die bestehenden Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwie-

rigkeiten lassen den Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen. An-

ders verhält es sich jedoch, wenn keine Anhaltspunkte für eine Verbesserung sei-

ner finanziellen Lage zu erkennen sind und der Schuldner deshalb auf unabseh-

bare Zeit hinaus als illiquid erscheint. Der Umstand, dass offene Betreibungen 

mittlerweile beglichen wurden, darf als ein Indiz für eine bloss temporäre Illiquidi-

tät berücksichtigt werden (vgl. statt vieler OGer ZH PS160134 vom 18. August 

2016). Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, son-

dern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Behauptungen allein nicht. 

Er muss die Angaben durch objektive Anhaltspunkte untermauern, so dass das 

Gericht den Eindruck hat, dass die Behauptungen zutreffend sind, ohne das Ge-

genteil ausschliessen zu müssen (BGE 132 III 715 E. 3.1.; BGE 132 III 140 E. 

4.1.2; BGer 5A_297/2012 E. 2.3). Nach Praxis der Kammer genügt es zur An-

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nahme der Zahlungsfähigkeit, wenn glaubhaft gemacht ist, dass der Schuldner 

die aktuell dringendsten Verpflichtungen bedienen kann und innert längstens zwei 

Jahren neben den laufenden Verbindlichkeiten auch die schon bestehenden 

Schulden wird abtragen können (OGer ZH PS140068 vom 29. April 2014). Bei ei-

nem ersten Konkurs ist der Massstab zudem ein milderer als wenn der Schuldner 

innert vergleichsweise kurzer Zeit ein zweites Mal in Konkurs fällt (vgl. OGer ZH 

PS180162 vom 17. September 2018 E. 2.3.). 

2.3.1. Die Schuldnerin führt zu ihrer Zahlungsfähigkeit aus, bereits seit tt.2004 zu 

bestehen und mit aktuell vier Mitarbeitern Dienstleistungen im IT-, Elektronik- und 

Solarbereich, insbesondere auch im Bereich der IT-Security zu erbringen. Sie 

verweist unter Beilage des aktuellen Kontoauszuges darauf, ihren laufenden Ver-

pflichtungen nachzukommen und vorallem auch über regelmässige und substan-

tielle Einnahmen zu verfügen. So habe sie in den letzten drei Monaten Eingänge 

in der Höhe von rund Fr. 336'000.– verzeichnet und damit auch den aktuellen 

Verpflichtungen wie den Löhnen der Mitarbeiter und den Ausgaben für Material-

einkäufen entsprechen können. Der monatliche Umsatz betrage ca. Fr. 80'000.–. 

Diesen Einnahmen würden monatliche Ausgaben von ca. Fr. 35'000.– (durch-

schnittlich Fr. 5'000.– für Arbeitsmaterial und Fr. 30'000.– für Löhne) gegenüber 

stehen. Mit dem verbleibenden Betrag von monatlich ca. Fr. 45'000.– könne sie 

die noch offenen Forderungen schnellstens begleichen. Die Schuldnerin erklärt, 

dieser Überschuss sei aktuell auf den Kontoauszügen nicht vollständig ersichtlich, 

weil sie noch offene Forderungen gegenüber der C._____ AG im Umfang von 

rund Fr. 175'015.– habe (act. 2 Rz. 12). Da diese Forderung die laufenden Ver-

pflichtungen bei weitem übersteige, werde die Schuldnerin von diesem Über-

schuss in kurzer Zeit auch ihre Schulden begleichen können (act. 2 Rz. 13). Die 

Schuldnerin macht ferner geltend, ihre Schulden seien nicht auf einen schlechten 

Geschäftsverlauf, sondern auf unglückliche Vorfälle zurückzuführen. Es habe 

Probleme mit den für die Rechnungsstellung und Buchhaltung zuständigen Mitar-

beitern gegeben. Diese seien aber entlassen worden. Der Betrieb rentiere sehr 

gut, es habe, wenn überhaupt, bloss einen vorübergehenden Liquiditätsengpass 

gegeben (act. 2 Rz. 14 ff.). Im Übrigen sei bereits ein Grossteil der Forderungen 

beglichen worden. Dies sei auch auf den aktuellen Kontoauszügen ersichtlich 

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(act. 2 Rz. 18). Weitere Forderungen in der Höhe von insgesamt Fr. 31'594.30, für 

welche bereits der Konkurs angedroht worden sei, habe sie aufgrund der Kon-

kurseröffnung nicht mehr begleichen können (vgl. act. 2 Rz. 19). Die C._____ AG 

habe am 4. Oktober 2018 bereits Fr. 114'315.48 überwiesen, womit diese offenen 

Forderungen bei Erteilung der aufschiebenden Wirkung umgehend beglichen 

werden könnten. 

2.3.2. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister: 

2.3.2.1. Der eingereichte Auszug vom 27. September 2018 umfasst den Zeitraum 

August 2016 bis September 2018 (vgl. act. 5/7) und weist 74 Einträge auf. 29 Ein-

träge betreffen Verlustscheine; die Summe der nicht getilgten Verlustscheine 

nach Pfändungen beträgt Fr. 52'101.–. Nebst der Forderung in Höhe von 

Fr. 15'000.–, für welche über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet und welche 

hinterlegt worden ist, bestehen die bereits erwähnten weiteren 9 Konkursandro-

hungen für Forderungen von insgesamt Fr. 31'594.30. 18 Forderungen mit einer 

Gesamtsumme von Fr. 45'666.35 hat die Schuldnerin bezahlt; gegen 9 Betrei-

bungen in der Höhe von insgesamt Fr. 62'226.38 hat sie Rechtsvorschlag erho-

ben. Für 8 weitere Forderungen mit der Gesamtsumme von Fr. 22'066.37, alle 

von derselben Gläubigerin (Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich), wur-

de erst kürzlich die Betreibung eingeleitet. Gemäss Betreibungsregisterauszug 

bestehen somit offene Forderungen von Fr. 115'887.05, und zuzüglich der Ver-

lustscheinforderungen von Fr. 52'101.– solche von insgesamt Fr. 167'988.05. 

2.3.2.2. Die Schuldnerin macht in der Beschwerde geltend, "bei genauerer Be-

trachtung [erwiesen] sich die in Betreibung gesetzten Forderungen als weitaus 

weniger gravierend bzw. weitaus tiefer als auf den ersten Blick ersichtlich. Als-

dann [habe] die Schuldnerin bereits einen Grossteil der Forderungen beglichen" 

(act. 2 Rz. 18). Sie habe in den letzten Monaten ausstehende Schulden in ganz 

massivem Umfang beglichen (act. 2 Rz. 22). Sie verweist hierfür auf den einge-

reichten Kontoauszug der ZKB (act. 5/7 und act. 12/7). Dieser Auszug umfasst 

auf 42 Seiten die Transaktionen im Zeitraum vom 1. September 2016 bis 28. Sep-

tember 2018. Die Schuldnerin spezifiziert in ihrer Beschwerdeschrift jedoch nicht, 

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welche offenen Forderungen sie bereits bezahlt hat, und solches liegt auch nicht 

irgendwie auf der Hand. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, ohne weitere Erklä-

rung der Schuldnerin in den 42 Seiten danach zu suchen, ob sich dort allenfalls 

Überweisungen finden, welche mit einzelnen im Betreibungsregisterauszug er-

fassten Forderungen identisch sein könnten, zumal erkennbar ist, dass z.B. Zah-

lungen an ein Betreibungsamt im Kanton Aargau oder in einem anderen Betrei-

bungskreis als dem bezahlt wurden, in dem die Schuldnerin ihren Sitz hat (vgl. 

etwa S. 2/3 und S. 7 oben von act. 5/7). Ein Zusammenhang mit den im Betrei-

bungsregister vermerkten Forderungen ist dabei nicht zu erkennen. Die Schuldne-

rin nimmt denn auch keine Stellung zu den im Betreibungsregister erfassten For-

derungen. Weder erklärt sie, welche dieser Forderungen allenfalls bereits bezahlt 

sein sollen, noch erläutert sie, wie es sich mit denjenigen Forderungen verhält, 

gegen welche sie Rechtsvorschlag erhoben hat. Es ist daher für die Summe der 

offenen Forderungen auf den Betreibungsregisterauszug abzustellen, wonach 

zum Zeitpunkt der Beschwerde, abzüglich der bereits im Betreibungsregister als 

"bezahlt" erfassten Schulden, offene Forderungen von insgesamt mindestens 

Fr. 167'988.05 bestanden. 

2.3.2.3. Für eine positive Prognose der Zahlungsfähigkeit muss glaubhaft darge-

legt werden, dass der Schuldner die aktuell dringendsten Verpflichtungen bedie-

nen kann und innert längstens zwei Jahren neben den laufenden Verbindlichkei-

ten auch die schon bestehenden Schulden wird abtragen können (vgl. oben 

E. 2.3). Hierfür ist auf die aktuelle und künftige Auftragslage abzustellen und sind 

den ausstehenden Forderungsansprüchen die laufenden Ausgaben gegenüber-

zustellen. Die Schuldnerin führt in diesem Zusammenhang lediglich aus, der mo-

natliche Umsatz betrage ca. Fr. 80'000.–. Bei monatlichen Ausgaben von ca. 

Fr. 35'000.– (vgl. oben Ziff. 2.3.1) verbleibe monatlich ein Gewinn von ca. 

Fr. 45'000.–. Mit einem solchen Gewinn liessen sich zwar die angehäuften Schul-

den innert weniger Monate abzahlen. Es fehlen jedoch sämtliche Belege dafür, 

dass der Umsatz der Schuldnerin respektive der verbleibende Gewinn tatsächlich 

so hoch ist wie behauptet. Die Schuldnerin reicht zum Beleg ihrer Ausführungen 

lediglich die Lohnabrechnungen von vier Mitarbeitern des Monats September 

2018 sowie eine Lohnabrechnung aus dem August 2018 ein. Belege wie eine Er-

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folgs- oder Bilanzrechnung fehlen, obwohl diese bei einer Unternehmung wie der 

Schuldnerin vorliegen müss(t)en. Der Lohnaufwand für den Monat September 

2018 liegt für die vier Mitarbeiter bei rund Fr. 31'500.– und entspricht damit den 

behaupteten Fr. 30'000.– ungefähr. Allerdings stimmen diese Angaben nicht mit 

den Buchungen des eingereichten Kontoauszuges überein. Einerseits ergeben 

sich bezüglich der genannten vier Mitarbeiter aus den verbuchten Auszahlungen 

andere Beträge (Auszahlungen im Monat September von ca. Fr. 23'400.–), wobei 

die Schuldnerin anmerkt, dass sie die Löhne für diesen Monat aufgrund der Kon-

kurseröffnung noch nicht habe bezahlen können (act. 2 Rz. 9). Anderseits ent-

sprechen sämtliche Auslagen, welche im September über dieses Konto angefal-

len sind, einer Summe von knapp Fr. 71'100.– (wovon rund Fr. 7'700.– Zahlungen 

an das Betreibungsamt betreffen). Damit sind die Auslagen doppelt so hoch wie 

von der Schuldnerin behauptet – und dies obwohl die laufenden Löhne wegen der 

Konkurseröffnung offenbar noch nicht oder zumindest nicht vollständig beglichen 

worden sind. Diesen Auslagen stand im Monat September 2018 eine Gutschrift 

der C._____ AG von insgesamt Fr. 71'700.– gegenüber. Für den Monat August 

2018 lagen die Ausgaben gestützt auf den eingereichten Kontoauszug bei rund 

Fr. 84'000.– und die Einnahmen bei knapp Fr. 93'000.–. Im Juli standen den Aus-

gaben gemäss Kontoauszug von rund Fr. 171'700.– Einnahmen von rund 

Fr. 171'700.– gegenüber. Daraus folgt, dass die von der Schuldnerin behaupteten 

Zahlen betreffend Umsatz und Gewinn nicht nur nicht näher erläutert wurden, 

sondern sich gestützt auf den eingereichten Kontoauszug auch nicht nachvollzie-

hen lassen. Zutreffend ist hingegen die Behauptung der Schuldnerin, wonach sie 

in den letzten drei Monaten über substanzielle Einnahmen in der Höhe von 

Fr. 336'210.39 verfügte (vgl. act. 2, Rz.10). Sie übergeht dabei jedoch, dass die-

sen Einnahmen auch Ausgaben in Höhe von knapp Fr. 326'800.– gegenüber 

standen. Im Zeitraum des eingereichten Kontoauszugs von zwei Jahren (1. Sep-

tember 2016 bis Ende September 2018) standen einer Gesamtgutschrift von 

Fr. 1'297'321.70 Belastungen von insgesamt Fr. 1'332'327.46 gegenüber (vgl. 

act. 5/7), woraus sich ein Negativsaldo von Fr. 35'000.– ergibt. Damit resultiert 

zumindest für die Zeit bis zur Konkurseröffnung ein eher düsteres Bild, wenn man 

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bedenkt, dass zusätzlich zu diesem Negativsaldo auch noch sämtliche im Betrei-

bungsauszug erfassten Schulden zu berücksichtigen sind. 

Es ist sodann, wie bereits erwähnt, nicht Aufgabe des Gerichts, aus einem 42 Sei-

ten umfassenden Kontoauszug die Ausgaben und Einnahmen (mutmasslich) zu-

sammenzustellen. Unklar ist auch, ob dieses das einzige Konto der Schuldnerin 

ist, oder noch anderweitige Auslagen und Einnahmen bestehen. 

Belegt ist mit dem Kontoauszug hingegen, dass die Schuldnerin regelmässig Ein-

nahmen generiert, insbesondere von der C._____ AG. Belegt ist weiter, dass die 

Schuldnerin von dieser C._____ AG auch nach der Konkurseröffnung weitere 

Einnahmen verzeichnete: So hat die C._____ AG anfangs Oktober 2018 weitere 

Fr. 114'315.48 auf das Konto der Schuldnerin überwiesen (vgl. act. 5/14). Ebenso 

wurden diesem Kunden noch Rechnungen für weitere Fr. 60'699.73 gestellt (vgl. 

act. 5/10 und 5/12), welche ebenfalls im Oktober 2018 bezahlt werden dürften. Mit 

diesen beiden Zahlungseingängen könnten die offenen Forderungen gemäss Be-

treibungsregisterauszug von Fr. 167'988.05 bezahlt werden. Es fehlen jedoch An-

gaben und Belege darüber, ob danach weitere Zahlungseingänge erfolgen und ob 

und wie die laufenden Kosten bei Bezahlung der Schulden beglichen werden 

können. Ebenfalls ist unklar, über welche Kreditoren die Schuldnerin (nebst den 

im Betreibungsregister erfassten Schulden) verfügt. Unklar ist ferner, wie hoch die 

laufenden Kosten sind, da die Ausgaben der letzten Monate dem in der Be-

schwerde genannten Betrag nicht entsprechen. Da sich in den letzten Monaten 

die Einnahmen und Ausgaben ungefähr die Wage hielten, kann nicht davon aus-

gegangen werden, dass die Einnahmen der C._____ AG gänzlich oder haupt-

sächlich zur Begleichung der angehäuften Schulden zur Verfügung stehen. Ob 

die dringlichsten Forderungen zeitnah und die "Altlasten" innert zweier Jahre ab-

getragen werden können, kann aufgrund der wenigen und unbelegten Angaben 

der Schuldnerin in ihrer Beschwerdeschrift nicht überprüft werden. Abgesehen 

von der bereits erwähnten Forderung gegenüber der C._____ AG und der gene-

rellen Aussage, es handle sich um ein rentables Unternehmen, fehlen ferner Aus-

sagen zur künftigen Auftragslage. Damit fehlen überprüfbar und glaubhaft ge-

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machte Angaben dazu, welche Auslagen in Zukunft welchen Einnahmen gegen-

überstehen werden.  

Auch wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit nur glaubhaft machen muss, 

genügen unbelegte Behauptungen alleine nicht (vgl. oben E. 2.3). Zusammenge-

fasst ist es daher mangels nachvollziehbarer Erklärungen zum aktuellen Umsatz 

und Gewinn sowie aufgrund der spärlich eingereichten Unterlagen nicht glaubhaft 

dargetan, dass bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten zur Konkurseröff-

nung über die Schuldnerin geführt haben. Es muss gestützt auf den eingereichten 

Kontoauszug vielmehr davon ausgegangen werden, dass sich die dort verzeich-

neten Einnahmen und Ausgaben ungefähr die Wage halten und die Schuldnerin 

danebst gemäss Betreibungsregisterauszug in den letzten zweieinhalb Jahren 

(d.h. seit dem Zuzug in den aktuellen Betreibungskreis) Schulden in Höhe von 

knapp Fr. 168'000.– angehäuft hat. Es ist daher nicht hinreichend glaubhaft, dass 

die Schuldnerin nach dem Eingang der Forderung gegenüber der C._____ AG 

über ausreichende Einnahmen verfügt, um sowohl die laufenden Ausgaben zu 

begleichen und sämtliche Schulden innert längstens zweier Jahre abzutragen, 

selbst wenn diese allenfalls etwas tiefer liegen als dargetan. Die gesetzlichen Vo-

raussetzungen für die Aufhebung der Konkurseröffnung sind somit nicht gegeben. 

Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen, und der Konkurs über die Schuld-

nerin erneut zu eröffnen. 

3.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Schuldnerin auf-

zuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über die Schuldnerin wird mit Wir-

kung ab Dienstag, 30. Oktober 2018, 12.00 Uhr, der Konkurs eröffnet. 

2. Das Konkursamt Wallisellen wird mit der Durchführung des Konkurses be-

auftragt. 

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3. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag von 

Fr. 17'050.– dem Konkursamt Wallisellen zuhanden der Konkursmasse zu 

überweisen. 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gläubiger unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten) und das Konkursamt Wallisellen, ferner mit besonderer 

Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betrei-

bungsamt Wallisellen-Dietlikon, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Menghini-Griessen 
 
versandt am: 
30. Oktober 2018 
 
 

	Urteil vom 30. Oktober 2018
	1.
	1.1. Die Schuldnerin ist seit dem tt.mm.2004 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Gemäss Handelsregisterauszug bezweckt sie insbesondere die Beratung, Dienstleistungen und Schulung im Bereich des Hospitality und des Tourismus, sowie … (a...
	1.2. Mit Urteil vom 25. September 2018 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksgerichts Bülach den Konkurs über die Schuldnerin (vgl. act. 3 = act. 9 = act. 10/11). Der Schuldnerin wurde dieser Entscheid am 28. September 2018 zugestellt (act. 10/16).
	1.3. Mit am 4. Oktober 2018 persönlich überbrachter (act. 2) sowie per Post versandter identischer Eingabe (vgl. act. 11) erhob die Schuldnerin dagegen rechtzeitig Beschwerde. Sie beantragte die Aufhebung des Konkurses und stellte ein Gesuch um Erteil...

	2.
	2.1. Die Konkurseröffnung kann im Beschwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (...
	2.2. Die Konkurseröffnung erfolgte für eine Forderung des Gläubigers von Fr. 15'000.– nebst 5% Zins seit 1. Mai 2017 und Fr. 236.55 Betreibungskosten (vgl. act. 3 = act. 9 = act. 10/11). Die Schuldnerin hat zuhanden des Gläubigers bei der Obergerichts...
	2.3. Folglich bleibt noch zu prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin glaubhaft belegt ist. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden ...
	2.3.1. Die Schuldnerin führt zu ihrer Zahlungsfähigkeit aus, bereits seit tt.2004 zu bestehen und mit aktuell vier Mitarbeitern Dienstleistungen im IT-, Elektronik- und Solarbereich, insbesondere auch im Bereich der IT-Security zu erbringen. Sie verwe...
	2.3.2. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister:
	2.3.2.1. Der eingereichte Auszug vom 27. September 2018 umfasst den Zeitraum August 2016 bis September 2018 (vgl. act. 5/7) und weist 74 Einträge auf. 29 Einträge betreffen Verlustscheine; die Summe der nicht getilgten Verlustscheine nach Pfändungen b...
	2.3.2.2. Die Schuldnerin macht in der Beschwerde geltend, "bei genauerer Betrachtung [erwiesen] sich die in Betreibung gesetzten Forderungen als weitaus weniger gravierend bzw. weitaus tiefer als auf den ersten Blick ersichtlich. Alsdann [habe] die Sc...
	2.3.2.3. Für eine positive Prognose der Zahlungsfähigkeit muss glaubhaft dargelegt werden, dass der Schuldner die aktuell dringendsten Verpflichtungen bedienen kann und innert längstens zwei Jahren neben den laufenden Verbindlichkeiten auch die schon ...
	Es ist sodann, wie bereits erwähnt, nicht Aufgabe des Gerichts, aus einem 42 Seiten umfassenden Kontoauszug die Ausgaben und Einnahmen (mutmasslich) zusammenzustellen. Unklar ist auch, ob dieses das einzige Konto der Schuldnerin ist, oder noch anderwe...
	Belegt ist mit dem Kontoauszug hingegen, dass die Schuldnerin regelmässig Einnahmen generiert, insbesondere von der C._____ AG. Belegt ist weiter, dass die Schuldnerin von dieser C._____ AG auch nach der Konkurseröffnung weitere Einnahmen verzeichnete...
	Auch wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit nur glaubhaft machen muss, genügen unbelegte Behauptungen alleine nicht (vgl. oben E. 2.3). Zusammengefasst ist es daher mangels nachvollziehbarer Erklärungen zum aktuellen Umsatz und Gewinn sowie aufgr...

	3.
	Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Schuldnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über die Schuldnerin wird mit Wirkung ab Dienstag, 30. Oktober 2018, 12.00 Uhr, der Konkurs eröffnet.
	2. Das Konkursamt Wallisellen wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt.
	3. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag von Fr. 17'050.– dem Konkursamt Wallisellen zuhanden der Konkursmasse zu überweisen.
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gläubiger unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Wallisellen, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregi...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...