# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 028983e8-02ed-5ee7-80cd-767051492992
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 04.04.2014 HG130187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG130187_2014-04-04.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    

 
 

Geschäfts-Nr.: HG130187-O U/dz 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, und Oberrichterin 

Dr. Helen Kneubühler, die Handelsrichter Franz Ramser und 

Thomas Wirth, die Handelsrichterin Nathalie Lang sowie die Ge-

richtsschreiberin Claudia Feier 

 

Urteil vom 4. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH, B._____,  
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

C._____,  
Beklagte 

 

betreffend Forderung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1) 

" 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 53'144.65 
nebst Zins zu 5 % seit dem 27. Februar 2013 sowie Verzugszins 
zu 5 % für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 und dem 19. März 
2013 auf den Betrag von CHF 20'602.– und die Betreibungskos-
ten von CHF 103.– zu bezahlen. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten." 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist eine GmbH mit Sitz in … [Ortschaft] und ist im Gipser- und Plat-

tenlegergewerbe tätig. Auch die Beklagte ist eine GmbH mit Sitz in … [Ortschaft]. 

Ihr Zweck liegt ebenfalls schwergewichtig in der Ausführung von Gipserarbeiten.  

b. Prozessgegenstand 

Die Parteien haben am 19. September 2012 einen Werkvertrag über die Erstel-

lung von Trockenbauarbeiten in einem Neubau in D._____ abgeschlossen. Die 

Beklagte trat dabei als Subunternehmerin der E._____ GmbH auf, welche wiede-

rum von der F._____ Generalunternehmung AG beauftragt war. Mit der vorlie-

genden Klage verlangt die Klägerin Mehrvergütung aus Bestellungsänderungen. 

B. Prozessverlauf  

Am 29. Oktober 2013 (Datum Poststempel) machte die Klägerin die vorliegende 

Klage beim Handelsgericht des Kantons Zürich anhängig (act. 1). Mit Verfügung 

vom 1. November 2013 wurde ihr unter Hinweis auf Art. 98 ZPO Frist zur Leistung 

eines Gerichtskostenvorschusses angesetzt (Prot. S. 2). Die Klägerin leistete die-

sen rechtzeitig (act. 7). Am 5. Dezember 2013 wurde der Beklagten Frist für die 

Erstattung der Klageantwort angesetzt (Prot. S. 4). Die Beklagte nahm diese Ver-

- 3 - 

fügung am 6. Dezember 2013 entgegen (act. 9/2), reichte innert Frist aber keine 

Klageantwort ein. In der Folge wurde ihr mit Verfügung vom 3. März 2014 (Prot. 

S. 5) eine kurze Nachfrist bis zum 19. März 2014 angesetzt unter der Androhung, 

dass bei Säumnis ein Endentscheid getroffen werden könne. Die Beklagte nahm 

diese Verfügung am 5. März 2014 entgegen, reichte aber weiterhin keine Kla-

geantwort ein (act. 11/2). Da sich die Angelegenheit als spruchreif erweist, ist an-

drohungsgemäss darüber zu entscheiden (Art. 223 Abs. 2 ZPO). 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Versäumte Klageantwort 

Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageant-

wort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die 

Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzun-

gen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden kann. Steht dem 

Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, dass der Klage-

grund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend substantiiert 

ist und – darüber hinaus – dass das Gericht an der Richtigkeit der klägerischen 

Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Un-

ter den gegebenen Umständen ist, wenn es die klägerische Sachdarstellung er-

laubt, nach dem Klagebegehren zu erkennen, andernfalls ist die Klage abzuwei-

sen. Dabei hat das Gericht auch rechtshemmende, rechtshindernde und rechts-

aufhebende Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie in der Klage selbst ange-

führt sind. Andere Tatsachen, die aus den Akten ersichtlich sind, dürfen nur inso-

weit berücksichtigt werden, als es für das Vorhandensein der von Amtes wegen 

zu prüfenden Prozessvoraussetzungen von Bedeutung ist (Art. 60 ZPO). An der 

erforderlichen Spruchreife fehlt es – zur Hauptsache –, wenn das Klagebegehren 

oder die Begründung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich un-

vollständig ist (Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erhebli-

chem Mass als unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will (Art. 

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153 Abs. 2 ZPO; FREI/WILLISEGGER, in: Basler Kommentar, ZPO, N. 13 zu Art. 

223, m.w.H.) 

1.2. Zuständigkeit 

Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind 

(Art. 60 Abs. 1 ZPO). Prozessvoraussetzungen sind insbesondere die sachliche 

und örtliche Zuständigkeit (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). Die Klägerin stützt sich auf 

eine Gerichtsstandsvereinbarung, wonach die Parteien als Gerichtsstand 

Bülach/Zürich vereinbart hätten (act. 1 S. 2). Da die geschäftliche Tätigkeit der 

Parteien betroffen ist, welche im schweizerischen Handelsregister eingetragen 

sind und der Streitwert CHF 30'000.– übersteigt, ist das Handelsgericht des Kan-

tons Zürich gemäss Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG sachlich zuständig. 

Die sachliche Zuständigkeitsordnung ist zwingend. Die Prorogation der Gerichte 

in Bülach ist demnach nicht möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Parteien 

– hätten sie von diesem Umstand Kenntnis gehabt – zumindest gewollt hätten, 

dass die Gerichte in Zürich zuständig sind. Das Handelsgericht des Kantons Zü-

rich ist somit sowohl örtlich wie auch sachlich zuständig. 

2. Unbestrittener Sachverhalt 

Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin, an deren Richtig-

keit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Übereinstim-

mung mit den von ihr eingereichten Urkunden (act. 3/1-24), ist von folgendem 

Sachverhalt auszugehen: 

Am 19. September 2012 schlossen die Parteien einen Vertrag über die Erstellung 

von Trockenbauarbeiten auf der Baustelle "MFH Zentrum … (Dachgeschoss)" in 

D._____. Der Werkpreis wurde auf CHF 50.– pro m² Trockenbaudecken und -

wände festgelegt (act. 1 S. 3 und 8). Die im schriftlichen Vertrag vereinbarten Ar-

beiten wurden von der Klägerin korrekt vorgenommen und von der Beklagten be-

zahlt.  

Noch auf der Baustelle hat die Beklagte formlose Bestellungsänderungen vorge-

nommen (act. 1 S. 9). Der Klägerin wurden Regie- und Nachtragsarbeiten über-

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tragen, die über den schriftlichen Vertrag hinausgingen. Diese Arbeiten wurden 

von der Klägerin umgehend und mängelfrei ausgeführt und rapportiert, ohne hier-

für eine schriftliche Genehmigung einzuholen. Die Beklagte hat die zusätzlichen 

Arbeiten nach Vollendung entgegengenommen (act. 1 S. 3, S. 11). Die durch die 

Bestellungsänderungen verursachten Regie-, Nachtrags- und Zusatzarbeiten ver-

ursachten der Klägerin zusätzlichen Aufwand sowie Kosten für Material und Per-

sonal von insgesamt CHF 73'746.65, welche die Klägerin in der Schlussrechnung 

vom 29. Januar 2013 auswies (act. 1 S. 3 und 9). Am 19. März 2013 überwies die 

Beklagte CHF 20'602.– auf das Konto der Klägerin. Unter Berücksichtigung dieser 

geleisteten Zahlung ergab sich eine offene Forderung aus Bestellungsänderun-

gen von CHF 53'144.65, welche dem eingeklagten Betrag entspricht (act. 1 S. 5, 

act. 3/10).  

Mit Gesuch vom 17. Mai 2013 stellte die Klägerin ein Begehren um vorläufige Ein-

tragung eines Bauhandwerkerpfandrechts für eine Pfandsumme von  

CHF 53'144.65. In der Folge erklärte sich die im betreffenden Bauprojekt als Ge-

neralunternehmerin auftretende F._____ Generalunternehmung AG in einem 

Vergleich zu einer Zahlung von CHF 25'000.– bereit, wenn die Klägerin das Be-

gehren um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts zurückziehe. Das Be-

gehren um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts zog die Klägerin dann 

am 26. Juni 2013 zurück (act. 1 S. 7, act. 3/19). 

3. Würdigung 

3.1. Anspruch auf Mehrvergütung 

3.1.1. Form- bzw. Genehmigungsvorbehalt 

Die Parteien haben einen schriftlichen Werkvertrag geschlossen. Die eingeklagte 

Forderung resultiert unbestrittenermassen aus Bestellungsänderungen der Be-

klagten. Der Werkvertrag enthält hierzu folgende Regelungen (act. 1 S. 9 f., act. 

3/2): 

" 4. Regiearbeiten, Nachträge und Zusatzarbeiten 

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 Allfällige Regiearbeiten müssen durch den Subunternehmer inkl. Materialaufwand nachge-
wiesen und schriftlich gestellt werden. Diese werden nur mit der Unterschrift des zuständi-
gen Bauleiters durch die Bestellerin vergütet. Nachträge und Preisverhandlungen werden 
nur durch die Bestellerin geführt." 

" 12. Zusätzliche Arbeiten 
 Arbeiten, welche in Ziffer 1 nicht aufgeführt sind, müssen vor deren Beginn der Bestellerin 

schriftlich offeriert und von ihr schriftlich bewilligt werden. Sind dies Regiearbeiten, müssen 
diese durch die Subunternehmerin der Bauleitung zur Unterzeichnung innert drei Tagen 
ausgehändigt werden. Wird dies unterlassen, besteht kein Anspruch auf eine zusätzliche 
Entschädigung." 

Die Vergütung von Zusatzarbeiten war mithin an einen Form- bzw. Genehmi-

gungsvorbehalt geknüpft, welcher gemäss den eigenen Angaben der Klägerin 

nicht erfüllt wurde. Solche Vorbehalte können indessen jederzeit von den Parteien 

wieder aufgehoben oder abgeändert werden. Dies ist auch stillschweigend mög-

lich oder durch konkludentes Verhalten, insbesondere dann, wenn sich die Par-

teien über die vereinbarte Form hinwegsetzen oder den Vertrag vorbehaltlos erfül-

len (BGE 125 III 268). Ein stillschweigender Verzicht auf den Formvorbehalt ist 

mangels anderer Anhaltspunkte zum Beispiel anzunehmen, wenn der Besteller 

mit dem Unternehmer eine Bestellungsänderung vereinbart, ohne den Vorbehalt 

zu erneuern, wenn er den Unternehmer noch vor der Genehmigung dazu anhält, 

mit der Ausführung der erfolgten Bestellungsänderung zu beginnen, oder wenn er 

von der begonnenen Ausführung der Bestellungsänderung Kenntnis erlangt, je-

doch davon absieht, die fehlende Genehmigung der Mehrvergütung zu reklamie-

ren (GAUCH, Der Werkvertrag, 2011, N. 789b).  

Gemäss unbestritten gebliebenen Angaben der Klägerin hat die Beklagte die Be-

stellungsänderungen ohne jede Form vorgenommen, die entsprechenden Arbei-

ten ausführen lassen und die mängelfrei geleisteten Arbeiten entgegengenom-

men. Aus dieser Vorgehensweise durfte und musste die Klägerin schliessen, dass 

die Beklagte auf die schriftliche Genehmigung der auszuführenden Arbeiten ver-

zichtet. Dies ergibt sich auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, da es 

rechtsmissbräuchlich wäre, Bestellungsänderungen vorzunehmen und dann, spä-

https://www.swisslex.ch/AssetDetail.mvc/Show?assetGuid=2d144b41-9d00-4a48-860e-4e0ceb2e57fa&SP=4|s1bkvj#page_268

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ter, nach Entgegennahme der entsprechenden, mängelfrei geleisteten Arbeiten 

die Vergütung gestützt auf einen Form- bzw. Genehmigungsvorbehalt zu verwei-

gern. Es ist daher bezüglich der Bestellungsänderungen von einem konkludenten 

Verzicht auf den Form- bzw. Genehmigungsvorbehalt auszugehen, weshalb die 

Klägerin grundsätzlich einen Anspruch auf Vergütung der infolge der Bestellungs-

änderung geleisteten Mehrarbeiten hat.  

3.1.2. Höhe des Vergütungsanspruches 

Der Unternehmer hat Anspruch auf eine Mehrvergütung für den Mehraufwand, 

der durch die Bestellungsänderung erforderlich wird. Der Mehranspruch erstreckt 

sich auf den gesamten Mehraufwand, den die Bestellungsänderung für den Un-

ternehmer zur Folge hat. Unter Vorbehalt einer anderen Abrede bestimmt sich die 

Vergütung, die der Besteller für diesen Mehraufwand schuldet, nach Art. 374 OR 

und zwar unabhängig davon, ob der Unternehmer ohnehin nach Aufwand (Art. 

374 OR) vergütet wird oder ob der Werkvertrag mit festen Preisen abgeschlossen 

wurde (GAUCH, a.a.O., N. 785). Gemäss Art. 374 OR wird der Preis nach Mass-

gabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festge-

setzt. 

Gemäss den unbestrittenen Angaben der Klägerin ist ihr durch die Bestellungs-

änderungen ein Mehraufwand in Form von Material- und Personalkosten entstan-

den, welcher sich nach Abzug einer Zahlung der Beklagten auf CHF 53'144.65 

belief. Dass im Werkvertrag ein fixer Preis pro m² vereinbart wurde ist dabei nach 

dem vorstehend Ausgeführten unbeachtlich.  

Es stellt sich indessen die Frage, ob von dieser Summe die von der F._____ Ge-

neralunternehmung AG der Klägerin im Vergleich vom 19. bzw. 20. Juni 2013 

versprochene Zahlung von CHF 25'000.– abzuziehen ist. Bei einer Geldleistung 

besteht keine Pflicht zur persönlichen Erfüllung. In diesem Fall kann ein Dritter die 

geschuldete Leistung auch ohne Wissen und Willen des bisherigen Schuldners 

erfüllen. Die Erfüllungswirkung tritt bei der Leistung eines Dritten an einen Gläubi-

ger aber nur ein, wenn der Dritte die Leistung mit dem erkennbaren Willen er-

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F220%2F374&SP=10|s1bkvj
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F220%2F374&SP=10|s1bkvj
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F220%2F374&SP=10|s1bkvj

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bringt, eine fremde Schuld, und zwar diejenige des Schuldners, zu tilgen (Urteil 

des Bundesgerichts 4C.69/2005 vom 14. April 2005, E. 3).  

Die F._____ Generalunternehmung AG hat den fraglichen Betrag gemäss den 

Angaben der Klägerin zwecks einer vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens 

um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts bezahlt. In diesem Verfahren 

ging es um die Sicherung exakt der gleichen Werklohnforderung, wie sie nun 

auch vorliegend von der Klägerin eingeklagt wurde. Gemäss klägerischen Anga-

ben hat die F._____ Generalunternehmung AG diesen Betrag in der Folge mit 

den Forderungen der Beklagten ihr gegenüber verrechnet. Dieses Vorgehen der 

F._____ Generalunternehmung AG lässt einen zumindest konkludenten Willen 

erkennen, die Werklohnforderung der Klägerin gegen die Beklagte teilweise zu til-

gen. Die Klägerin hat sich demnach die geleisteten CHF 25'000.– auf ihre Forde-

rung anrechnen zu lassen. Die Nichtberücksichtigung dieses Betrages würde zu-

dem zu einer ungerechtfertigten Besserstellung der Klägerin führen, würde sie für 

die absolut gleiche Werklohnforderung zusätzliche CHF 25'000.– erhalten. Das 

Faktum, dass dieser Betrag in einem anderen Verfahren bezahlt wurde, spielt 

keine Rolle, ist der Konnex doch absolut der gleiche (gleiche Werklohnforderung).  

Die Klägerin hat demnach einen Anspruch auf Mehrvergütung im Umfang von 

CHF 28'144.65. 

3.2. Verzugszinsen 

Die Klägerin macht einen Verzugszins von 5 % seit dem 27. Februar 2013 sowie 

Verzugszins zu 5 % für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 

2013 auf den Betrag von CHF 20'602.– geltend, da die Zustellung des Zahlungs-

befehls als Mahnung gelte. Diese Auffassung ist zutreffend. Da der Zahlungsbe-

fehl der Beklagten am 27. Februar 2013 zugestellt wurde, befand sie sich seither 

in Verzug. Am 19. März 2013 überwies die Beklagte CHF 20'602.– auf das Konto 

der Klägerin, weshalb auf diese CHF 20'602.– Zinsen nur für den Zeitraum vom 

27. Februar 2013 bis 19. März 2013 zuzusprechen sind. Am 19. bzw. 20. Juni 

2013 schloss die Klägerin die Vereinbarung über die Zahlung von CHF 25'000.– 

und zog am 26. Juni 2013 ihr Begehren um vorläufige Eintragung eines Bau-

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handwerkerpfandrechts zurück. Es ist daher davon auszugehen, dass sie spätes-

tens ab dem 26. Juni 2013 über den vereinbarten Betrag verfügen konnte, wes-

halb dieser Betrag ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu verzinsen ist. 

Demnach hat die Klägerin Anspruch auf Verzugszinsen zu 5 % auf den Betrag 

von CHF 28'144.65 seit dem 27. Februar 2013, auf den Betrag von CHF 20'602.– 

für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie auf den Be-

trag von 25'000.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 26. Juni 2013. 

3.3. Fazit 

Die Beklagte ist zu verpflichten der Klägerin CHF 28'144.65 nebst  

− Zins zu 5 % seit dem 27. Februar 2013 auf den Betrag von CHF 28'144.65, 

− Zins zu 5 % auf den Betrag von CHF 20'602.– für den Zeitraum vom 27. 

Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie  

− Zins zu 5 % auf den Betrag von 25'000.– für den Zeitraum vom 27. Februar 

2013 bis zum 26. Juni 2013. 

Zudem hat die Beklagte der Klägerin die Zahlungsbefehlskosten im Umfang von 

CHF 103.– zu ersetzen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen 

(Art. 106 Abs. 2 ZPO). Die sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts 

vom 8. September 2010 (GebV OG) bemessenden Gerichtskosten sind – in An-

wendung von § 4 und § 10 Abs. 1 GebV OG – auf drei Viertel der Grundgebühr 

festzusetzen. Die Parteientschädigungen sind bei diesem Verfahrensausgang 

wettzuschlagen. Der Streitwert beträgt CHF 53'144.65. 

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Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 28'144.65 nebst  

− Zins zu 5 % seit dem 27. Februar 2013 auf den Betrag von  

CHF 28'144.65, 

− Zins zu 5 % auf den Betrag von CHF 20'602.– für den Zeitraum vom 

27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie  

− Zins zu 5 % auf den Betrag von 25'000.– für den Zeitraum vom 27. 

Februar 2013 bis zum 26. Juni 2013 sowie 

− CHF 103.– Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'400.–. 

3. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch aus dem von 

der Klägerin geleisteten Gerichtskostenvorschuss bezogen. Die Beklagte 

wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 2'200.– zu ersetzen.  

4. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 53'144.65. 

 

- 11 - 

Zürich, 4. April 2014  
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
 

Vizepräsident: 
 
 
 

Dr. George Daetwyler 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Claudia Feier 
  
 

	Urteil vom 4. April 2014
	
	Rechtsbegehren: (act. 1)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	b. Prozessgegenstand

	B. Prozessverlauf
	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Versäumte Klageantwort
	Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageantwort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzungen nicht einge...
	1.2. Zuständigkeit

	2. Unbestrittener Sachverhalt
	3. Würdigung
	3.1. Anspruch auf Mehrvergütung
	3.1.1. Form- bzw. Genehmigungsvorbehalt
	Die Parteien haben einen schriftlichen Werkvertrag geschlossen. Die eingeklagte Forderung resultiert unbestrittenermassen aus Bestellungsänderungen der Beklagten. Der Werkvertrag enthält hierzu folgende Regelungen (act. 1 S. 9 f., act. 3/2):
	" 4. Regiearbeiten, Nachträge und Zusatzarbeiten
	Allfällige Regiearbeiten müssen durch den Subunternehmer inkl. Materialaufwand nachgewiesen und schriftlich gestellt werden. Diese werden nur mit der Unterschrift des zuständigen Bauleiters durch die Bestellerin vergütet. Nachträge und Preisverhandlu...
	" 12. Zusätzliche Arbeiten
	Arbeiten, welche in Ziffer 1 nicht aufgeführt sind, müssen vor deren Beginn der Bestellerin schriftlich offeriert und von ihr schriftlich bewilligt werden. Sind dies Regiearbeiten, müssen diese durch die Subunternehmerin der Bauleitung zur Unterzeich...
	Die Vergütung von Zusatzarbeiten war mithin an einen Form- bzw. Genehmigungsvorbehalt geknüpft, welcher gemäss den eigenen Angaben der Klägerin nicht erfüllt wurde. Solche Vorbehalte können indessen jederzeit von den Parteien wieder aufgehoben oder ab...
	Gemäss unbestritten gebliebenen Angaben der Klägerin hat die Beklagte die Bestellungsänderungen ohne jede Form vorgenommen, die entsprechenden Arbeiten ausführen lassen und die mängelfrei geleisteten Arbeiten entgegengenommen. Aus dieser Vorgehensweis...
	3.1.2. Höhe des Vergütungsanspruches
	Der Unternehmer hat Anspruch auf eine Mehrvergütung für den Mehraufwand, der durch die Bestellungsänderung erforderlich wird. Der Mehranspruch erstreckt sich auf den gesamten Mehraufwand, den die Bestellungsänderung für den Unternehmer zur Folge hat. ...
	Gemäss den unbestrittenen Angaben der Klägerin ist ihr durch die Bestellungsänderungen ein Mehraufwand in Form von Material- und Personalkosten entstanden, welcher sich nach Abzug einer Zahlung der Beklagten auf CHF 53'144.65 belief. Dass im Werkvertr...
	Es stellt sich indessen die Frage, ob von dieser Summe die von der F._____ Generalunternehmung AG der Klägerin im Vergleich vom 19. bzw. 20. Juni 2013 versprochene Zahlung von CHF 25'000.– abzuziehen ist. Bei einer Geldleistung besteht keine Pflicht z...
	Die F._____ Generalunternehmung AG hat den fraglichen Betrag gemäss den Angaben der Klägerin zwecks einer vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts bezahlt. In diesem Verfahren ging es um die Sicherung exa...
	Die Klägerin hat demnach einen Anspruch auf Mehrvergütung im Umfang von CHF 28'144.65.
	3.2. Verzugszinsen
	Die Klägerin macht einen Verzugszins von 5 % seit dem 27. Februar 2013 sowie Verzugszins zu 5 % für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 auf den Betrag von CHF 20'602.– geltend, da die Zustellung des Zahlungsbefehls als Mahnung gelt...
	Demnach hat die Klägerin Anspruch auf Verzugszinsen zu 5 % auf den Betrag von CHF 28'144.65 seit dem 27. Februar 2013, auf den Betrag von CHF 20'602.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie auf den Betrag von 25'000.– für de...
	3.3. Fazit
	Die Beklagte ist zu verpflichten der Klägerin CHF 28'144.65 nebst
	 Zins zu 5 % seit dem 27. Februar 2013 auf den Betrag von CHF 28'144.65,
	 Zins zu 5 % auf den Betrag von CHF 20'602.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie
	 Zins zu 5 % auf den Betrag von 25'000.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 26. Juni 2013.

	Zudem hat die Beklagte der Klägerin die Zahlungsbefehlskosten im Umfang von CHF 103.– zu ersetzen.

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 28'144.65 nebst
	 Zins zu 5 % seit dem 27. Februar 2013 auf den Betrag von  CHF 28'144.65,
	 Zins zu 5 % auf den Betrag von CHF 20'602.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 19. März 2013 sowie
	 Zins zu 5 % auf den Betrag von 25'000.– für den Zeitraum vom 27. Februar 2013 bis zum 26. Juni 2013 sowie
	 CHF 103.– Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen.

	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'400.–.
	3. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch aus dem von der Klägerin geleisteten Gerichtskostenvorschuss bezogen. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 2'200.– zu ersetzen.
	4. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...