# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e18f99cf-3e1b-51e8-a5e9-5a5c9e53f39e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.07.2014 LY140009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY140009_2014-07-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LY140009-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. E. Iseli 

Beschluss vom 11. Juli 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
 

Kläger und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

B._____,  
 

Beklagte und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____,  

 

 

betreffend vorsorgliche Massnahmen (Unterhaltsbeiträge) 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon vom 25. März 2014 (FE130124-H) 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. Die Parteien sind verheiratet und haben eine gemeinsame erwachsene 

Tochter, C._____, geboren am tt.mm.1993 (Urk. 6/6/3). Mit Eingabe vom 

6. Dezember 2013 reichte der Kläger und Berufungskläger (fortan: Kläger) beim 

Bezirksgericht Pfäffikon eine Scheidungsklage ein und stellte gleichzeitig ein Be-

gehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen (Urk. 6/1). Betreffend den Verlauf 

des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 2 S. 2 f.). Mit Verfügung vom 25. März 2014 erliess die Vor-

instanz folgenden Massnahmenentscheid (Urk. 2): 

"1. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten für sich persönlich wie 
folgt monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 
- Fr. 1'410.– mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis 30.  April 2014, 
- Fr. 910.– ab 1. Mai 2014 für die weitere Dauer des Scheidungs- 
    verfahrens. 
Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf 
den Ersten eines jeden Monats. 

 2. Auf den klägerischen Antrag 2 wird im vorliegenden Massnah-
menverfahren nicht eingetreten. 

 3. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden im Endentscheid 
geregelt. 

 4. [Mitteilung] 
 5. [Berufung]" 

 2. Hiergegen erhob der Kläger mit Eingabe vom 9. April 2014 Berufung, 

mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2): 

" Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Pfäffikon ZH vom 25. März 
2014 ersatzlos aufzuheben, d.h. die Unterhaltsverpflichtung des Klä-
gers sei mit Wirkung ab 01.01.2014 aufzuheben.  

 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8 % MwSt. zu Lasten 
der Beklagten. 

 Es sei dem Kläger die umfassende unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren und in der Person von Rechtsanwalt X._____ ein unent-
geltlicher Rechtsbeistand zu bestellen." 

- 3 - 

In der Folge wurden die Parteien mit ihrem Einverständnis auf den 10. Juli 2014 

zur Vergleichsverhandlung vorgeladen (Urk. 7). Mit Eingabe vom 12. Juni 2014 

brachte der Kläger Noven vor (Urk. 8 f.). Am 20. Juni 2014 stellte die Beklagte 

und Berufungsbeklagte (fortan: Beklagte) den Antrag, es sei ihr vorgängig zur 

Vergleichsverhandlung vom 10. Juli 2014 Frist anzusetzen, eine Berufungsant-

wort einzureichen. Zeitgleich stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-

ge (Urk. 10 S. 1 und Urk. 12/1-14). Mit Verfügung vom 24. Juni 2014 wurde der 

Beklagten Frist zur Berufungsantwort angesetzt (Urk. 13). Diese datiert vom 7. Ju-

li 2014 (Urk. 14; sie wurde dem Kläger am 9. Juli 2014 zur Kenntnisnahme zuge-

stellt, Urk. 15). Die Beklagte schliesst darin auf Abweisung der Berufung, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers (Urk. 14 S. 2). Anlässlich 

der Vergleichsverhandlung vom 10. Juli 2014 reichte die Beklagte zudem Doku-

mente zu ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein (Urk. 16 f.). 

 3. Unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (§ 133 Abs. 2 GOG) schlos-

sen die Parteien anlässlich der Verhandlung vom 10. Juli 2014 eine Vereinbarung 

mit folgendem Inhalt (Urk. 19): 

"1. Der Kläger zieht seine Berufung gegen die Verfügung des Be-
zirksgerichts Pfäffikon vom 25. März 2014 unter Verweis auf die 
heute zwischen den Parteien abgeschlossene Scheidungskon-
vention zurück. 

 2. Beide Parteien ziehen ihre Gesuche um unentgeltliche Rechts-
pflege zurück. 

 3. Die Parteien vereinbaren in Bezug auf das zweitinstanzliche Ver-
fahren, die Gerichtskosten je zur Hälfte zu tragen und gegenseitig 
auf Parteientschädigungen zu verzichten. 

 4. Die Parteien beantragen, das Berufungsverfahren als durch die-
sen Vergleich erledigt abzuschreiben." 

4. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bilden die Unter-

haltsbeiträge für die Beklagte persönlich. Der Rückzug der Berufung des Klägers 

unterliegt damit der Parteiautonomie. Der Vergleich hat hinsichtlich dieses Punk-

tes die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 in Verbindung 

mit Art. 219 ZPO). Entsprechend ist das Verfahren ohne Weiterungen – ausser 

der Gesuche der Parteien um unentgeltliche Rechtspflege und der Kostenrege-

lung – abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). 

- 4 - 

 5. Weiter ist davon Vormerk zu nehmen, dass beide Parteien ihre Gesu-

che um unentgeltliche Rechtspflege zurückgezogen haben.  

 6.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§ 2 lit. a, c und d sowie § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 

Abs. 1 und 2 der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG, LS 211.11) 

auf Fr. 1'500.– festzusetzen. 

6.2. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren sind in Anwendung von 

Art. 109 Abs. 1 ZPO den Parteien entsprechend ihrer Vereinbarung je zur Hälfte 

aufzuerlegen. 

6.3. Antragsgemäss und in Anwendung von Art. 109 Abs. 1 ZPO ist davon 

abzusehen, Parteientschädigungen für das Berufungsverfahren zuzusprechen. 

Vom gegenseitigen Verzicht auf eine Prozessentschädigung ist aber Vormerk zu 

nehmen.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2. Es wird vorgemerkt, dass beide Parteien ihre Gesuche um unentgeltliche 

Rechtpflege zurückgezogen haben. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt. 

5. Es wird vorgemerkt, dass die Parteien für das Berufungsverfahren gegensei-

tig auf eine Parteientschädigung verzichtet haben. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das Bezirksgericht Pfäffikon, je 

gegen Empfangsschein. 

- 5 - 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 90 und 
Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be-
gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim 
Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 
Zürich, 11. Juli 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. E. Iseli 
 
 
versandt am: 
dz 

	Beschluss vom 11. Juli 2014
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
	2. Es wird vorgemerkt, dass beide Parteien ihre Gesuche um unentgeltliche Rechtpflege zurückgezogen haben.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	5. Es wird vorgemerkt, dass die Parteien für das Berufungsverfahren gegenseitig auf eine Parteientschädigung verzichtet haben.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das Bezirksgericht Pfäffikon, je gegen Empfangsschein.
	Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 7...