# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0909ca46-bfb8-5983-91b8-4a1a167c8315
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2021 100 2020 425
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-425_2021-12-03.pdf

## Full Text

100.2020.425/426U
ARB/STS/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 3. Dezember 2021 

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa
Gerichtsschreiberin Straub

A.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2018; 
Nichteintreten auf Einsprachen (Entscheide der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 22. Oktober 2020; 100 20 204, 200 20 159)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern veranlagte die A.________ AG für 
die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2018 mit 
Verfügungen vom 17. März 2020 nach Ermessen, weil Letztere trotz Mah-
nung vom 21. Oktober 2019 keine Steuererklärung eingereicht hatte. Dabei 
setzte die Steuerverwaltung den steuerbaren Gewinn auf Fr. 80'000.-- und 
das steuerbare Kapital auf Fr. 100'000.-- fest. Zudem auferlegte sie der 
A.________ AG pro Steuerart eine Busse von Fr. 320.-- wegen 
Nichteinreichens der Steuererklärung sowie im Bereich der kantonalen und 
kommunalen Steuern eine Mahngebühr von Fr. 60.--. 

Am 5. Mai 2020 liess die A.________ AG bei der Steuerverwaltung ein 
Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist gegen die 
Veranlagungsverfügungen vom 17. März 2020 einreichen und zugleich 
sinngemäss Einsprachen erheben, indem sie eine ausgefüllte 
Steuererklärung nachreichen liess. Mit Entscheiden vom 12. Mai 2020 trat 
die Steuerverwaltung auf die Einsprachen nicht ein.

B.

Hiergegen erhob die A.________ AG am 10. Juni 2020 Rekurs und 
Beschwerde bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK) und 
ersuchte um Aufhebung der Nichteintretensentscheide und 
Wiederherstellung der Einsprachefrist. Die StRK wies beide Rechtsmittel mit 
Entscheiden vom 22. Oktober 2020 ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 3

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 23. November 2020 hat die A.________ 
AG sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der 
direkten Bundessteuer 2018 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie 
beantragt, es sei «die amtliche Einschätzung für das Steuerjahr 2018 
aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen Veranlagung an die 
Steuerverwaltung zurückzuweisen». Die Entscheide der StRK vom 
22. Oktober 2020 seien aufzuheben und die Frist zur Einsprache gegen die 
definitiven Veranlagungen vom 17. März 2020 sei wiederherzustellen. 

Am 25. November 2020 hat die Abteilungspräsidentin i.V. die Verfahren be-
treffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 
vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
26. November 2020 bzw. Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2021 je die 
Abweisung der Beschwerden. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat 
sich nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug 
der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführerin 
hat an den vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefoch-
tenen Entscheide besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 4

an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 
Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 
Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 DBG). Auf die Be-
schwerden ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, «es sei die amtliche Einschät-
zung für das Steuerjahr 2018 aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen 
Veranlagung an die Steuerverwaltung zurückzuweisen». Anfechtungsobjekt 
im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bilden einzig die Entscheide der 
StRK vom 22. Oktober 2020. Sie haben die Einspracheentscheide ersetzt, 
die ihrerseits an die Stelle der Veranlagungsverfügungen getreten sind (sog. 
Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. BVR 2018 S. 528 E. 3.3, 2010 S. 411 
E 1.4; s. auch BGE 139 II 404 E. 2.5, 136 II 539 E. 1.2). Soweit die Aufhe-
bung der Veranlagungsverfügungen der Steuerverwaltung vom 17. März 
2020 beantragt wird, ist daher auf die Beschwerden nicht einzutreten. 

1.3 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuern angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1, 130 II509 E. 8.3). Da hier die einschlägigen Bestimmun-
gen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten 
(vgl. dazu BVR 2006 S. 174 E. 2.4.1 f.), rechtfertigt sich die gemeinsame Be-
urteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenös-
sischer Steuern.

1.4 Die vorliegenden Entscheide fallen in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Or-
ganisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1]; BVR 2011 S. 498 [VGE 2010/495 vom 19.5.2011] nicht publizierte 
E. 1.3 mit Hinweis auf die Praxisfestlegung der erweiterten Abteilungskonfe-
renz vom 29.11.2010).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 5

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die Steuerverwaltung eröffnete der Beschwerdeführerin am 17. März 2020 
die Ermessensveranlagungen betreffend die Kantons- und Gemeindesteu-
ern sowie die direkte Bundessteuer 2018. Am 5. Mai 2020 stellte die Be-
schwerdeführerin ein Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist und 
erhob zugleich Einsprachen.

2.1 Es ist unbestritten, dass die Steuerverwaltung die Ermessensveran-
lagungen rechtsgültig eröffnet hat. Die Beschwerdeführerin bestreitet auch 
nicht, dass sie die Einsprachefrist gegen die Veranlagungsverfügungen vom 
17. März 2020 verpasst hat. Sie macht jedoch geltend, die Steuerverwaltung 
hätte das Fristversäumnis entschuldigen, die Frist wiederherstellen und auf 
die Einsprachen eintreten müssen. Zur Begründung weist sie darauf hin, 
dass der zuständige Treuhänder der von ihr beauftragten B.________ AG 
zu einer Corona-Risikogruppe gehöre und sich auf Empfehlung «des 
Inselspitals Bern» habe zu Hause aufhalten müssen. Ausserdem habe 
bereits Anfang März 2020 bei einem anderen Mitarbeiter der B.________ 
AG der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestanden, weshalb sich der 
Treuhänder in Quarantäne begeben habe. Folglich habe er keinen Zugriff 
auf die notwendigen Unterlagen gehabt, und es sei ihm nicht möglich 
gewesen, sich mit dem Geschäftsführer der Beschwerdeführerin zu treffen 
und rechtzeitig Einsprache zu erheben. Aus zeitlichen Gründen und mangels 
entsprechenden Vorwissens sei auch nicht infrage gekommen, einen 
anderen Mitarbeiter der B.________ AG mit der Einspracheerhebung zu 
betrauen. Bei der gemäss Epidemiengesetz ausgerufenen 
ausserordentlichen Lage und der Tatsache, dass der Treuhänder einer 
Risikogruppe angehöre, handle es sich um erhebliche Gründe, die eine 
Wiederherstellung der verpassten Frist rechtfertigten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 6

2.2 Die Steuerverwaltung und die StRK sind demgegenüber übereinstim-
mend der Ansicht, die nur den Treuhänder betreffenden Hinderungsgründe 
vermöchten keine Fristwiederherstellung zu begründen. Das Vertretungsver-
hältnis zwischen der Beschwerdeführerin und dem Treuhänder sei der Steu-
erverwaltung erst mit den verspäteten Einsprachen vom 5. Mai 2020 bekannt 
gegeben worden, weshalb es dieser gegenüber zuvor nicht wirksam gewe-
sen sei. Die Hinderungsgründe müssten daher vielmehr bei der Beschwer-
deführerin vorgelegen haben (vgl. angefochtene Entscheide Bst. E und 
E. 4). Selbst wenn die vorgebrachten Hinderungsgründe zu beachten wären, 
vermöchten diese die Wiederherstellung der Einsprachefrist indes nicht zu 
rechtfertigen (vgl. angefochtene Entscheide E. 5).

3.

3.1 Die steuerpflichtige Person kann sich vor den mit dem Vollzug der 
Steuergesetze betrauten Behörden vertraglich vertreten lassen, soweit ihre 
persönliche Mitwirkung nicht notwendig ist (Art. 160 Abs. 1 StG; Art. 117 
Abs. 1 DBG; vgl. auch Art. 15 Abs. 1 VRPG). Im Veranlagungsverfahren und 
im Verfahren vor der StRK werden auch Personen ohne Anwaltspatent als 
vertragliche Vertreterinnen oder Vertreter zugelassen (Art. 160 Abs. 3 StG; 
vgl. auch Art. 117 Abs. 2 Satz 1 DBG). Auf Verlangen der Behörde haben 
sich vertragliche Vertreterinnen oder Vertreter durch schriftliche Vollmacht 
auszuweisen (Art. 160 Abs. 4 StG; Art. 117 Abs. 2 Satz 2 DBG). Hat die 
steuerpflichte Person eine vertragliche Vertretung bezeichnet, muss die 
Steuerbehörde ihre Mitteilungen und Verfügungen durch Zustellung an diese 
eröffnen. Tut sie dies nicht, ist die Eröffnung mangelhaft; daraus darf der 
steuerpflichtigen Person kein Nachteil erwachsen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 44 
Abs. 6 VRPG; BVR 2014 S. 130 E. 3.2.2; BGer 2C_709/2014 und 
2C_710/2014 vom 9.6.2015, in StR 2016 S. 450 E. 3.1 mit Hinweisen; Zwei-
fel/Hunziker, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 117 DBG N. 29).

3.2 Das Bestehen des Vertretungsverhältnisses muss der Steuerbehör-
de mitgeteilt werden, damit es dieser gegenüber wirksam wird. Der Nach-
weis, dass ein wirksames Vertretungsverhältnis besteht und gegenüber den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 7

Steuerbehörden auch gehörig kundgegeben wurde, obliegt nach allgemei-
nen Beweisregeln der steuerpflichtigen Person (Zweifel/Hunziker, a.a.O., 
Art. 117 DBG N. 12 f.). Fehlt es an einer klaren schriftlichen Vollmacht, so 
darf bzw. muss ein Vertretungsverhältnis, vor allem im Hinblick auf das Steu-
ergeheimnis, nur dann angenommen werden, wenn sich aus den Umstän-
den eine eindeutige Willensäusserung der Steuerpflichtigen auf Bevollmäch-
tigung einer Drittperson ergibt. Andernfalls gilt die natürliche Vermutung, 
dass keine Vollmacht erteilt wurde und sind Verfügungen und Entscheide 
den Steuerpflichtigen zu eröffnen (BGE 145 II 201 E. 5.1 [Pra 109/2020 
Nr. 32]; BGer 2C_709/2014 und 2C_710/2014 vom 9.6.2015, in StR 2016 
S. 450 E. 3.2; Peter Locher, Kommentar zum DBG, III. Teil, 2015, Art. 117 
N. 16 f.). Der Umstand, dass die Partei für das laufende Verfahren eine Dritt-
person zur Unterstützung beigezogen hat, die in direkten Kontakt mit der 
Behörde getreten ist, lässt noch nicht auf eine Vertretung schliessen (Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 15 N. 8).

3.3 Die Rechtswirkungen von Verfahrenshandlungen und Unterlassun-
gen der Vertreterin oder des Vertreters treten bei der steuerpflichtigen Per-
son ein. Diese hat die Folgen einer Verfahrenspflichtverletzung durch die 
Vertreterin oder den Vertreter zu tragen (z.B. eine Veranlagung nach pflicht-
gemässem Ermessen). Dies gilt namentlich auch dann, wenn die beauftragte 
Person eine Rechtsmittelfrist versäumt oder ein Rechtsmittel nicht formge-
recht eingereicht hat (Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 117 DBG N. 23 f. mit Hin-
weisen). Besteht die Gefahr einer Säumnis, muss die Vertreterin oder der 
Vertreter grundsätzlich die erforderlichen Schritte unternehmen, auch wenn 
sie oder er zuvor nicht die Zustimmung der steuerpflichtigen Person einholen 
konnte. Dazu gehört gegebenenfalls auch die vorsorgliche Einreichung eines 
Rechtsmittels (BGE 145 II 201 E. 5.1 und 5.3 mit Hinweisen [Pra 109/2020 
Nr. 32]; BGer 2C_764/2019 vom 4.2.2020 E. 3.5.1). Hat die Vertreterin oder 
der Vertreter eine Frist versäumt, kommt es für eine Fristwiederherstellung 
einzig auf Hinderungsgründe an, die bei ihr oder ihm bestanden haben, es 
sei denn, sie oder er sei erst nach Fristablauf bestellt worden (Zweifel/Hunzi-
ker, a.a.O., Art. 117 DBG N. 23 f. mit Hinweisen). Wird eine Vertretung erst 
nach Fristablauf bestellt, fallen bei dieser liegende Gründe für eine Fristwie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 8

derherstellung ausser Betracht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkom-
mentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 133 N. 28).

3.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Vertretungsverhältnis 
zwischen ihr und der B.________ AG habe entgegen den Feststellungen der 
StRK und der Steuerverwaltung bereits seit dem 7. September 2017 
bestanden und sei nicht erst nach Fristablauf bestellt worden. Die 
vorgebrachten Hinderungsgründe seitens des zuständigen Treuhänders 
seien deshalb zu beachten. Sie bestreitet indes nicht, dass das Vertretungs-
verhältnis zwischen ihr und der B.________ AG der Steuerverwaltung erst 
mit Einreichen der Einsprachen vom 5. Mai 2020 durch den vom zuständigen 
Treuhänder am 30. April 2020 mandatierten Rechtsvertreter 
bekanntgegeben wurde (vgl. Vorakten StV [act. 3B] pag. 41-44). Wie zuvor 
ausgeführt, ist ein Vertretungsverhältnis gegenüber der Steuerverwaltung 
jedoch erst und nur dann wirksam, wenn es ihr ausdrücklich mitgeteilt wurde 
oder wenn sich aus den Umständen eine eindeutige Willensäusserung der 
steuerpflichtigen Person auf Bevollmächtigung einer Drittperson ergibt (vgl. 
vorne E. 3.2). Eine solche eindeutige Willensäusserung der Beschwerde-
führerin auf Bevollmächtigung der B.________ AG war für die 
Steuerverwaltung jedoch vor dem 5. Mai 2020 nicht ersichtlich, zumal sich 
die Beschwerdeführerin ihr gegenüber bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt 
nicht geäussert hatte. Etwas anderes lässt sich auch dem aktenkundigen 
E-Mail-Verkehr zwischen der Steuerverwaltung und dem zuständigen Treu-
händer nicht entnehmen (vgl. Vorakten StRK [act. 3A] pag. 35-38). Zudem 
reichte die Beschwerdeführerin im Rahmen des Einspracheverfahrens ge-
gen die Ermessenstaxation für das Steuerjahr 2017 am 6. Dezember 2018 
eine vom Zeichnungsberechtigten der Beschwerdeführerin selbst unter-
zeichnete Steuererklärung ein, was ebenfalls gegen ein vorbestehendes, 
nach aussen erkennbares Vertretungsverhältnis in Steuerangelegenheiten 
spricht (vgl. Vorakten StV [act. 3B] pag. 2-13). Dementsprechend gilt das 
Vertretungsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der 
B.________ AG gegenüber der Steuerverwaltung erst ab dem 5. Mai 2020 
und somit erst nach Ablauf der Einsprachefrist als gültig bestellt. Die 
Zustellung der Mahnung vom 21. Oktober 2019 und die Eröffnung der Ver-
anlagungsverfügungen vom 17. März 2020 erfolgten mithin richtigerweise an 
die Beschwerdeführerin selbst und nicht an die B.________ AG, was im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 9

Übrigen unbestritten ist. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, dass 
die StRK und die Steuerverwaltung die allein einen Mitarbeiter der 
B.________ AG betreffenden Hinderungsgründe für eine allfällige 
Wiederherstellung der Einsprachefrist als irrelevant erachtet haben (vgl. 
angefochtene Entscheide E. 4).

4.

4.1 Gemäss Art. 190 Abs. 1 StG bzw. Art. 132 Abs. 1 DBG kann die steu-
erpflichtige Person gegen Veranlagungsverfügungen innert 30 Tagen seit 
deren Eröffnung schriftlich Einsprache erheben, wobei eine Veranlagung 
nach pflichtgemässem Ermessen nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit 
angefochten werden kann (Art. 191 Abs. 3 StG; Art. 132 Abs. 3 DBG). Bei 
der Einsprachefrist handelt es sich um eine gesetzliche Frist, die nicht er-
streckt werden kann; bei Nichteinhaltung ist auf das verspätete Rechtsmittel 
grundsätzlich nicht einzutreten (Art. 161 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 43 Abs. 1 VRPG; vgl. BGer 2C_166/2018 vom 12.11.2018 E. 3.2). 
Auf verspätete Einsprachen wird nur eingetreten, wenn die steuerpflichtige 
Person nachweist, dass sie durch Militär- oder Zivildienst, Krankheit, Lan-
desabwesenheit oder andere erhebliche Gründe an der rechtzeitigen Einrei-
chung verhindert war und dass die Einsprache innert dreissig Tagen nach 
Wegfall der Hinderungsgründe eingereicht wurde (Art. 161 Abs. 3 StG; 
Art. 133 Abs. 3 DBG). Diese Bestimmungen gehen als spezialgesetzliche 
Vorschriften für Steuerverfahren der allgemeinen Fristwiederherstellung ge-
mäss Art. 43 Abs. 2 VRPG vor, ohne aber inhaltlich von dieser abzuweichen, 
namentlich auch was den Nachweis erheblicher bzw. entschuldbarer Gründe 
betrifft (vgl. BVR 2014 S. 130 E. 3.2.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 43 N. 12). 
«Erhebliche Gründe» im Sinn von Art. 161 Abs. 3 StG oder Art. 133 Abs. 3 
DBG bzw. «entschuldbare Gründe» im Sinn von Art. 43 Abs. 2 VRPG liegen 
demnach vor, wenn die säumige Person aus hinreichenden, objektiven oder 
subjektiven Gründen davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln 
oder eine Vertretung zu bestellen, und wenn ihr auch keine Nachlässigkeit 
vorzuwerfen ist (BVR 2014 S. 130 E. 3.2.1; vgl. Regina Schlup Guginard, in 
Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.] Praxis-Kommentar zum Berner Steuerge-
setz, Band 2, 2011, Art. 161 N. 20; Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 133 DBG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 10

N. 19 mit weiteren Hinweisen). Es muss sich um Gründe von einigem Ge-
wicht handeln. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können einen entschuld-
baren Grund darstellen. Allerdings muss die Beeinträchtigung praxisgemäss 
derart erheblich ausfallen, dass die säumige Person durch sie geradezu 
davon abgehalten wird, selber innert Frist zu handeln oder eine Drittperson 
mit der Vertretung zu betrauen (vgl. statt vieler BVR 2019 S. 314 E. 3.8, 2005 
S. 281 E. 2.1; BGE 119 II 86 E. 2a.; BGer 2C_1076/2019 vom 7.1.2020 
E. 2.1). In einem Arztzeugnis muss dargelegt werden, weshalb und inwiefern 
die betroffene Person die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen 
Gründen nicht vornehmen und auch nicht jemand anderen damit betrauen 
konnte. Ein Arztzeugnis, in dem ohne nähere Angabe von Gründen eine 
gänzliche Arbeitsunfähigkeit in einem bestimmten Zeitraum bescheinigt wird, 
genügt nicht (vgl. BVR 2019 S. 314 E. 3.8, 2005 S. 281 E. 2.3; Peter Locher, 
a.a.O., Art. 133 N. 33 mit weiteren Hinweisen). Auch organisatorische Unzu-
länglichkeiten, Arbeitsüberlastung, Ferienabwesenheit oder Unkenntnis der 
gesetzlichen Vorschriften vermögen eine Wiederherstellung der Frist nicht 
zu rechtfertigen (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 43 N. 14).

4.2 Beim Wiederherstellungsverfahren gemäss Art. 161 Abs. 3 StG und 
Art. 133 Abs. 3 DBG handelt es sich ebenso wie beim Verfahren nach Art. 43 
Abs. 2 VRPG um ein Gesuchsverfahren. Das bedeutet, die säumige Person 
hat ein Gesuch um Wiederherstellung der versäumten Frist einzureichen und 
den Hinderungsgrund nachzuweisen. Die Frist beträgt 30 Tage nach Wegfall 
des Hinderungsgrunds. Innert dieser Frist hat die säumige Person auch die 
versäumte Handlung nachzuholen. Das Gesuch um Fristwiederherstellung 
muss den Hinderungsgrund sowie den Tag des Eintritts und des Wegfalls 
des Hinderungsgrunds genau bezeichnen. Die Einhaltung der Frist hinsicht-
lich des Gesuchs und der nachzuholenden Handlung ist Gültigkeitsvoraus-
setzung (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., Art. 133 N. 34; Michel 
Daum, a.a.O., Art. 43 N. 22 f.).

4.3 Es ist unbestritten, dass die Einsprachefrist gegen die Veranlagungs-
verfügung vom 17. März 2020 verpasst worden ist. Zu prüfen ist deshalb le-
diglich, ob Hinderungsgründe im Sinn von Art. 161 Abs. 3 StG und Art. 133 
Abs. 3 DBG vorliegen, die eine Wiederherstellung der Frist rechtfertigen wür-
den. Die Beschwerdeführerin macht weder geltend, dass bei ihr Gründe vor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 11

gelegen hätten, die sie an einer rechtzeitigen Einreichung der Einsprachen 
gehindert haben, noch ergibt sich dies aus den Akten. So war sie offensicht-
lich insbesondere in der Lage, die Veranlagungsverfügungen nach Erhalt an 
den Treuhänder der B.________ AG weiterzuleiten (vgl. Vorakten StRK 
[act. 3A] pag. 37). Weshalb dies nicht auch für weitere Unterlagen gelten 
sollte, ist nicht ersichtlich. 

4.4 Selbst wenn entgegen den Vorinstanzen hier von einem gültig be-
stellten Vertretungsverhältnis auszugehen wäre (vgl. vorne E. 3.4), könnte 
die Beschwerdeführerin aus den folgenden Gründen daraus nichts zu ihren 
Gunsten ableiten:

4.4.1 Wie der Vollmacht vom 7. September 2017 zu entnehmen ist, wurde 
die B.________ AG zur Vertretung der Beschwerdeführerin ermächtigt und 
nicht ein einzelner Mitarbeiter (vgl. Vorakten StV [act. 3B] pag. 41). 
Hinderungsgründe, die nur einen Mitarbeiter betreffen, sind unbeachtlich, da 
sich ein Unternehmen grundsätzlich so zu organisieren hat, dass 
Rechtsmittelfristen eingehalten werden können (vgl. Zweifel/Casanova/
Beusch/Hunziker, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht Direkte Steuern, 
2. Aufl. 2018, § 8 N. 17; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 133 
N. 26). Die Argumentation der Beschwerdeführerin, der für sie zuständige 
Treuhänder sei als einziger Mitarbeiter der B.________ AG mit ihren 
Steuerangelegenheiten betraut gewesen und es sei aufgrund der 
Komplexität der Angelegenheit und der quarantänebedingten Abwesenheit 
«diverse[r] Mitarbeiter» nicht möglich gewesen, das Mandat jemand ande-
rem zu übertragen, greift deutlich zu kurz. Wäre für die B.________ AG 
bereits im März 2020 absehbar gewesen, dass ihr eine rechtzeitige 
Einreichung der Einsprachen nicht möglich sein würde, hätte sie die Be-
schwerdeführerin darüber orientieren und die Übernahme des Mandats 
ablehnen müssen. Da sie dies jedoch offensichtlich nicht tat, trifft sie – wie 
die StRK zu Recht festgehalten hat (vgl. angefochtene Entscheide E. 5) – 
nebst dem Organisations- auch ein Übernahmeverschulden, was die Wie-
derherstellung der Einsprachefrist ausschliesst.

4.4.2 Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Zugehörigkeit des 
Treuhänders zu einer Corona-Risikogruppe und die damit verbundene Not-
wendigkeit, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, kann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 12

im Übrigen ohnehin nicht als entschuldbarer Hinderungsgrund anerkannt 
werden: Wie zuvor ausgeführt, muss aus dem entsprechenden Arztzeugnis 
ersichtlich sein, weshalb und inwiefern die betroffene Person die fristwahren-
de Handlung aus gesundheitlichen Gründen nicht vornehmen und auch nicht 
jemand anderen damit betrauen konnte (vgl. vorne E. 4.1). Der eingereichte 
«Letter of information and recommendation regarding the corona virus epi-
demy […]» vom 9. März 2020, ausgestellt durch das Universitätsinstitut für 
Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie des Inselspitals 
Bern, bescheinigt dem Treuhänder jedoch weder eine gänzliche Arbeitsun-
fähigkeit in einem bestimmten Zeitraum, noch wird darin dargelegt, weshalb 
und inwiefern er gewisse Handlungen aus gesundheitlichen Gründen nicht 
vornehmen oder jemand anderen damit betrauen könne. Das Schreiben be-
schränkt sich vielmehr darauf, dem Treuhänder zu «empfehlen […] zu Hause 
zu bleiben und wegen der Ausbreitung des Coronavirus keinen sozialen Kon-
takt zu haben». Es ist zudem nicht ersichtlich, ob und aus welchen Gründen 
der Treuhänder zur Corona-Risikogruppe gehört, ebenso wenig für welchen 
Zeitraum die Empfehlung gelten soll (vgl. Vorakten StV [act. 3B] pag. 40). 
Ein Hinderungsgrund im Sinn von Art. 161 Abs. 3 StG und Art. 133 Abs. 3 
DBG ist damit jedenfalls nicht nachgewiesen.

4.4.3 Als Begründung für die Fristversäumnis führt die Beschwerdeführerin 
schliesslich an, es sei für den Treuhänder «nicht so einfach» gewesen, mit 
ihr in Kontakt zu treten und «ihr die Situation zu schildern bzw. zu erklären». 
Gerade steuerrechtliche Angelegenheiten könnten aufgrund ihrer Fachbe-
griffe und ihrer Komplexität «nicht ohne Weiteres in einem Mailschreiben 
oder mit einem Telefonanruf abgehandelt werden». Nur ein persönliches 
Treffen hätte gewährleisten können, dass die Beschwerdeführerin die Situa-
tion verstehe. Dem ist entgegenzuhalten, dass eine «direkte» Kontaktauf-
nahme durchaus auch mit elektronischen Kommunikationsmitteln wie bei-
spielsweise per Skype, Microsoft Teams oder Zoom hätte erfolgen können. 
Dies umso mehr, als für das treuhänderische Ausfüllen einer Steuererklä-
rung in erster Linie die buchhalterischen Daten bzw. die Jahresrechnung be-
nötigt werden. Die steuerpflichtige Person muss im Kontakt mit ihrer Vertre-
tung gerade nicht Fachbegriffe und komplexe Sachverhalte verstehen kön-
nen; es reicht, wenn sie ihr die für die Steuerdeklaration nötigen Angaben 
mitteilt. Zudem wäre der Treuhänder, der bereits am Tag ihrer Eröffnung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 13

Kenntnis der Veranlagungsverfügungen vom 17. März 2019 hatte (vgl. Vor-
akten StRK [act. 3A] pag. 37), verpflichtet gewesen, die Einsprachen notfalls 
auch ohne Einverständnis der Beschwerdeführerin einzureichen, wenn eine 
direkte Kontaktaufnahme während der laufenden Frist tatsächlich nicht mög-
lich gewesen wäre (vgl. dazu vorne E. 3.3). Umgekehrt musste die Be-
schwerdeführerin ihre vertragliche Vertretung sorgfältig auswählen, aufklä-
ren und überwachen (Art. 160 Abs. 2 StG). Es wäre somit an ihr gelegen, 
innert der laufenden Einsprachefrist bei der B.________ AG nachzufragen, 
nachdem die für das Ausfüllen der Steuerklärung angeblich notwendige 
Kontaktaufnahme durch den zuständigen Mitarbeiter nicht erfolgt war. Ihr 
Zuwarten ist nicht zu entschuldigen, zumal bei ihr keine Hinderungsgründe 
vorlagen (vgl. vorne E. 4.3). Die Tatsache, dass die Einsprachen samt 
Fristwiederherstellungsgesuch und Steuererklärung schliesslich noch 
während des Corona-Lockdowns im Frühling 2020 eingereicht wurden (vgl. 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 44 ff.), bestätigt sodann die Annahme, dass die 
geltend gemachten Hinderungsgründe den Treuhänder nicht am Ausfüllen 
der Steuererklärung und der Mandatierung eines Rechtsanwalts zwecks 
Einreichung eines Fristwiederherstellungsgesuchs samt Einsprachen gehin-
dert haben.

4.5 Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus dem Hinweis 
auf die Homepage der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV; 
<https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/covid19/news.html>) nichts zu ih-
ren Gunsten ableiten. Die ESTV weist darauf hin, dass die gesetzlichen Be-
stimmungen grundsätzlich unverändert gelten und insbesondere die Fristen 
für die Steuererhebung einzuhalten sind. Der Hinweis darauf, dass eine Frist 
auf Gesuch hin wiederhergestellt werden könne, wenn diese «aufgrund 
erheblicher Gründe» verpasst worden sei, geht nicht über die bestehende 
gesetzliche Regelung hinaus (vgl. Art. 133 Abs. 3 DBG). Eine diesbezügli-
che Härtefallklausel gibt es nicht, und die Beschwerdeführerin legt auch nicht 
dar, inwiefern die Ablehnung ihres Gesuchs um Firstwiederherstellung für 
sie mit einer erheblichen Härte verbunden wäre.

5.

Die Beschwerden erweisen sich demnach als unbegründet und sind abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang der Verfahren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 14

wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 
Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind 
keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 
wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2018 wird abgewie-
sen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2021, Nr. 100.2020.425/426U, 
Seite 15

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Beschwerdegegnerin
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.