# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47b6349b-8731-5b9a-a716-f12e4f3a34eb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.05.2024 720 23 322 / 110 (720 2023 322 / 110)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-322---110_2024-05-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Mai 2024 (720 23 322 / 110) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beurteilung des IV-Rentenanspruchs, dessen Ablehnung sich im Wesentlichen auf die 

unfallversicherungsrechtliche Einschätzung stützt.  

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela 
Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1987 geborene A.____ arbeitete vom 28. November 2019 bis 28. Januar 2020 als 
Bauarbeiter bei der B.____ AG in X.____. Am 5. Juni 2020 meldete er sich erstmals unter Hinweis 
auf die bei einem Arbeitsunfall vom 20. Januar 2020 erlittenen Frakturen an der linken Schulter 
und am Thorax bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 

 

 
 
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Nach Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen konnte der Versicherte per 8. 
März 2022 eine unbefristete Arbeitsstelle mit einem 60%-Pensum bei der C.____ AG als Mitar-
beiter in der mechanischen Motorrad-Werkstatt antreten (vgl. Abschlussbericht der Eingliede-
rungsmassnahmen vom 5. April 2022). In der Folge prüfte die IV-Stelle den Rentenanspruch. 
Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. D.____, Facharzt für Ortho-
pädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), 
vom 21. September 2022 mit Verfügung vom 10. Oktober 2023 einen Rentenanspruch von 
A.____ bei einem Invaliditätsgrad von 7 %.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Raffaela  
Biaggi, am 18. Oktober 2023 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm die gesetzliche Rente auszurichten. Eventualiter sei die IV-Stelle 
zu verurteilen, den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt durch ein polydisziplinäres Gut-
achten abklären zu lassen; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung brachte er vor, dass 
der RAD-Arzt Dr. D.____ sich auf die Beurteilung einer Kreisärztin der Schweizerischen Unfall-
versicherungsanstalt (Suva) abstütze, die über den Facharzttitel der Allgemeinen und Inneren 
Medizin verfüge. Es handle sich deshalb nicht um eine fachärztliche Beurteilung. Dazu komme, 
dass Dr. D.____ die diagnostizierte Schmerzstörung, soweit sie unfallfremd sei, nicht in seine 
Beurteilung einbezogen habe. Die IV-Stelle habe aber als finale Versicherung bei der Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit sämtliche Leiden zu berücksichtigen. Im Rahmen der Berechnung des 
Invaliditätsgrades wies er darauf hin, dass er als Mitarbeiter in einer Autowerkstatt mit einem 
Arbeitspensum von 60 % optimal eingegliedert sei. Aus diesem Grund müsse als Invalidenein-
kommen das effektiv erzielte Jahreseinkommen von Fr. 28'800.-- berücksichtigt werden.  
 
C. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 2023 unter Verweis auf 
die RAD-Stellungnahme von Dr. D.____ vom 25. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Am 13. Dezember 2023 stellte die Suva die vom Kantonsgericht angeforderten Unfallak-
ten zu.   
 
E. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2023 überwies das instruierende Präsidium den Fall 
dem Gericht zur Beurteilung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 

 

 
 
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Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 18. Oktober 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Ja-
nuar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der Fas-
sung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der In-
validenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über die 
erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Rentenan-
spruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie 
diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend 
(KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des 
linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Vorliegend datiert 
die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2023. Zur Diskussion steht jedoch ein Rentenan-
spruch des Versicherten ab 1. Januar 2021 (= Ablauf der einjährigen gesetzlichen Wartefrist ge-
mäss Art. 28 Abs. 1 IVG). Somit ist die Angelegenheit in Anwendung der Bestimmungen des IVG 
und der IVV sowie derjenigen des ATSG in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Fassung zu beurteilen. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert 
und angewendet. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumut-
bare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-
unfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. 
c).  
 
2.2 Gemäss Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 

 

 
 
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7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Zusprechung der befristeten Invali-
denrente in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwen-
dende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten 
zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemu-
tet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 

 

 
 
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E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliess-
lich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil 
des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.1 Den Unfallakten ist zu entnehmen, dass sich der Versicherte am 20. Januar 2020 bei 
der Arbeit eine laterale Claviculafraktur links und eine inkomplette Berstungsfraktur Th7 zuzog 
(vgl. Berichte des Spitals E.____ vom 22. und 29. Januar 2020 sowie vom 4. und 15. März 2020). 
Im Juli 2020 konnte eine vollständige Konsolidierung der Schlüsselbeinfraktur festgestellt werden; 
in der klinischen Untersuchung bestanden nur noch im Bereich der lateralen Clavicula minime 
Schmerzen bei starkem Druck (vgl. Bericht des Spitals E.____ vom 28. Juli 2020). Auch hinsicht-
lich der Berstungsfraktur zeigten sich radiologisch auf Brusthöhe stabile Verhältnisse ohne resi-
duelles Knochenmarksödem, ohne Spinalkanalstenose, ohne Myelopathie, ohne Nervenkom-
pression und ohne foraminale Stenose (vgl. MRT vom 15. Juni 2020). Die behandelnde Ärzte-
schaft ging deshalb von einer geheilten, stabilen Berstungsfraktur aus (vgl. Bericht des Spitals 
E.____ vom 22. Juni 2020). 
 
4.2 Aufgrund anhaltender Schmerzen auf der Höhe der Brustwirbelsäule (BWS) suchte der 
Versicherte Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, auf. Dr. F.____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 10. Juli 2020 ein persistierendes 
thorakovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach traumatischer Sinterungsfraktur Th7. Es 
zeige sich jedoch weder klinisch noch in der Bildgebung ein komplizierter Verlauf oder eine gra-
vierende Pathologie. Er empfahl eine Infiltration sowie eine gute muskuläre Rumpf- und Thora-
xstabilisierung. Die behandelnde Ärzteschaft des Spitals E.____ führte die thorakovertebralen 
Schmerzen am ehesten auf eine vermehrte Kallusbildung bei konservativ therapierter lateraler 
Claviculafraktur zurück. Aufgrund der Rückenproblematik könne der Versicherte aktuell keiner 
Arbeitstätigkeit nachgehen (vgl. Bericht vom 28. Juli 2020).  
 
4.3 Der Versicherte hielt sich zur Rehabilitation und Evaluation der funktionellen Leistungs-
fähigkeit vom 11. August 2020 bis 1. September 2020 in der Klinik G.____ auf. Im Austrittsbericht 
vom 7. September 2020 wurde festgehalten, dass beim Austritt noch Restbeschwerden im Sinne 
von konstanten und belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich der BWS und belastungsab-
hängige Schmerzen an der Clavicula bestanden hätten. Eine psychische Störung, welche eine 
arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte, sei auszuschliessen. Das Ausmass der 
physischen Einschränkungen könne mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klini-
schen Untersuchungen und der bildgebenden Abklärungen aus somatischer Sicht erklärt werden. 
Aufgrund des Nachweises der ossären Konsolidation der Th7 und der Claviculafraktur bestehe 
keine Möglichkeit, den aktuellen stabilen Zustand noch weiter zu verbessern. Als Bauarbeiter sei 
der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. Es sei ihm jedoch zuzumuten, eine mittelschwere Arbeit 
ohne längerdauernde Zwangshaltungen auszuüben. Diese Zumutbarkeitsbeurteilung gelte, so-
fern die geplante Konsultation bei Dr. F.____ keine neuen Erkenntnisse ergebe. 
 

 

 
 
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4.4 Dr. F.____ führte in einem Bericht vom 18. September 2020 aus, dass der Versicherte 
nach wie vor an einem persistierenden thorakospondylogenen Schmerzsyndrom leide, welches 
sich bei Belastung verstärke. Zudem beständen nächtliche Ruheschmerzen. Aus seiner Sicht sei 
eine Indikation für eine Infiltration gegeben. Der Versicherte entschied sich vorerst gegen eine 
Infiltration, weil er zuerst seine Rückenproblematik mit Wärmepflaster behandeln wollte (vgl. Te-
lefonnotiz der Suva vom 2. Oktober 2020). 
 
4.5 Am 9. November 2020 nahm die Kreisärztin Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, Stellung zum Gesundheitszustand des Versicherten. Aus versicherungsmedizinischer 
Sicht läge ein sehr gutes posttraumatisches Ergebnis vor; die Frakturen seien regulär konsolidiert 
und es beständen keine funktionellen Beeinträchtigungen. Da der Versicherte keine Infiltration 
wünsche, bestehe ein medizinischer Endzustand. Die von der behandelnden Ärzteschaft der Kli-
nik G.____ vorgenommenen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei plausibel, weshalb sie über-
nommen werden könne. Eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei somit zu vernei-
nen. Für mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten bestehe dagegen eine 100%ige Arbeitsfä-
higkeit, sofern längerdauernde Zwangshaltungen, repetitive Rotationsbewegungen des Oberkör-
pers sowie asymmetrische Lasteneinwirkungen vermieden würden. Am 7. Dezember 2020 beur-
teilte Dr. H.____ den Integritätsschaden des Versicherten. Sie kam zum Schluss, dass die Ein-
busse der Integrität aufgrund des Schmerzsyndroms bei einer 12°-igen Kyphosierung der Wirbel-
säule auf 15 % festzulegen sei.  
 
4.6 Ein Röntgen der BWS vom 20. November 2020 ergab keine neuen Auffälligkeiten. An-
lässlich des Telefonats vom 22. Januar 2021 mit der Suva liess der Versicherte durch seine Part-
nerin mitteilen, dass sich die Schmerzen nach Tragen von ärztlich verordneten Schuheinlagen 
verstärkt hätten. Er habe sich deshalb für die Durchführung der Infiltration entschieden.  
 
4.7 Am 1. Februar 2021 berichtete Dr. F.____, dass der Versicherte weiterhin an einem per-
sistierenden, erheblichen thorakalen Schmerzsyndrom leide. Trotz verschiedener Behandlungs-
versuche sei keine dauerhafte Besserung eingetreten. Es sei deshalb von einer Schmerzauswei-
tung auszugehen. Er vermute, dass die Ursache im Bereich der thorakalen traumatischen Fraktur 
von Th7 liege. Er empfahl eine weitere Infiltration, welche am nächsten Tag stattfand (vgl. Bericht 
von Dr. F.____ vom 3. Februar 2021). Im Bericht vom 11. März 2021 stellte Dr. F.____ fest, dass 
sich der Schmerzverlauf nach der Infiltration verstärkt habe. 
 
4.8 Die Kreisärztin Dr. H.____ hielt am 15. März 2021 fest, dass nun eine chronifizierte 
Schmerzproblematik vorliege. Dies ändere jedoch nichts an ihrer Zumutbarkeitsbeurteilung vom 
5. November 2020. Gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen stellte die Suva am 30. April 
2021 die Taggeldleistungen per 1. Juni 2021 ein. Mit Verfügung vom 20. Mai 2021 wurde dem 
Versicherten eine Integritätsentschädigung bei einer Einbusse von 15 % zugesprochen, ein Ren-
tenanspruch wurde verneint. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
4.9 Im Rahmen der beruflichen IV-Eingliederungsmassnahmen erfolgte unter anderem ein 
Arbeitsversuch in der Werkstatt der C.____ AG, wo der Versicherte gesundheitsbedingt lediglich 

 

 
 
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ein durchschnittliches Arbeitspensum von 60 % ausführen konnte (vgl. Aktennotiz des Standort-
gesprächs vom 10. Februar 2022). Am 15. März 2022 schlossen die C.____ AG und der Versi-
cherte einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit einem 60%-Pensum und Arbeitsbeginn per 8. März 
2022 ab.  
 
4.10 Mit Bericht vom 1. April 2022 bestätigte die Hausärztin, Dr. med. I.____, FMH Allgemeine 
Innere Medizin, eine 60%ige Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht. Am 17. Mai 2022 wies sie 
darauf hin, dass der Versicherte aufgrund der persistierenden belastungsabhängigen Rücken-
schmerzen nur noch leichte Tätigkeiten ausüben könne. Dabei seien Kälte, häufiges Bücken, 
Heben und Tragen von Lasten sowie Klettern oder Steigen auf Gerüsten, Leitern sowie Treppen-
steigen zu vermeiden. Die Tätigkeit im aktuellen Arbeitsversuch könne er ca. 6 Stunden täglich 
ausüben. 
 
4.11 Gestützt auf die medizinische Aktenlage beurteilte RAD-Arzt Dr. D.____ am 21. Septem-
ber 2022 den Gesundheitszustand des Versicherten. Er stellte fest, dass dieser ausschliesslich 
an unfallbedingten Einschränkungen leide. Es könne deshalb weitgehend auf die medizinischen 
Berichte im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren abgestellt werden. Danach sei gemäss der 
nachvollziehbaren Zumutbarkeitsbeurteilung der Kreisärztin Dr. H.____ bzw. der Ärzteschaft der 
Klinik G.____ davon auszugehen, dass der Versicherte in der durchgehend schweren Tätigkeit 
als Bauarbeiter zu 40 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Für mittelschwere Arbeiten 
in wechselnder Position ohne längerdauernde Zwangshaltungen, ohne Arbeiten mit repetitiven 
Rotationsbewegungen des Oberkörpers und ohne asymmetrischen Lasteneinwirkungen sei eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Diese Einschätzung gelte gemäss Bericht des Spitals E.____ 
vom 28. Juli 2020 seit der Konsultation vom 23. Juli 2020. Bei der Beurteilung des zeitlichen 
Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei auf die echtzeitlichen, ob-
jektiv dokumentierten medizinischen Unterlagen abzustellen. Gemäss Bericht von Dr. I.____ vom 
4. April 2022 habe in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter ab dem Unfallereignis vom 20. 
Januar 2020 bis 31. Mai 2021 eine 100%ige und vom 1. Juni 2021 bis 8. Oktober 2021 eine 
50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit 9. Oktober 2021 sei der Versicherte als Bauarbeiter 
zu 40 % arbeitsfähig. In einer wechselbelastenden, leidensangepassten mittelschweren Tätigkeit 
sei er vom 20. Januar 2020 bis 22. Juli 2020 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 23. 
Juli 2020 sei es ihm zuzumuten, einer Verweistätigkeit zu 100 % nachzugehen. Daran hielt 
Dr. D.____ in seinen Stellungnahmen vom 17. August 2023 und 25. Oktober 2023 fest. 
 
5.1 Gestützt auf die RAD-Beurteilungen von Dr. D.____ gelangte die IV-Stelle zur Auffas-
sung, dass ab 23. Juli 2020 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der Ausübung einer leidensan-
gepassten Tätigkeit bestehe. Wie in Erwägung 3.3 hiervor erwähnt, sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden soll. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist jedoch 
auch eine reine Aktenbeurteilung nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Ak-
tengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es 
im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

 

 
 
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Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hin-
weisen). Es sind allerdings bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen.  
 
5.2 Vorliegend ist unbestritten, dass sich der Versicherte beim Unfallereignis vom 20. Januar 
2020 eine laterale Clavicula- und eine imkomplette Berstungsfraktur Th7 zuzog. Der somatische 
Krankheitsverlauf ist aufgrund der Untersuchungen im Spital E.____ und durch den orthopädi-
schen Facharzt, Dr. F.____, der bildgebenden Befunde sowie der stationären Abklärung in der 
Klinik G.____ ab dem Zeitpunkt des Unfalls gut dokumentiert. Gestützt auf die unfallversiche-
rungsrechtliche Dokumentation hat sich Dr. D.____ ein zuverlässiges, lückenloses Bild über den 
Gesundheitszustand des Versicherten verschaffen können. Es ist daher nicht zu beanstanden, 
dass er die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten in einer leidensangepassten Tätig-
keit gestützt auf die unfallversicherungsrechtlichen Akten beurteilt hat. Die Einschätzung von Dr. 
D.____, wonach in einer wechselbelastenden, leidensangepassten mittelschweren Tätigkeit ab 
23. Juli 2020 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, beruht auf einer zuverlässigen Aktenlage 
und ist nachvollziehbar begründet. Da sich keine Hinweise für geringe Zweifel an der Beweistaug-
lichkeit der RAD-ärztlichen Beurteilung ergeben, kann darauf abgestellt werden.  
 
5.3  Entgegen der Ansicht des Versicherten beruht die Beurteilung von Dr. D.____ nicht allein 
auf der kreisärztlichen Einschätzung von Dr. H.____, sondern auf die gesamten medizinischen 
unfallversicherungsrechtlichen Akten. Der Versicherte wurde im Spital E.____ und von Dr. F.____ 
in klinischer und bildgebender Hinsicht orthopädisch beurteilt. Auch in der Klinik G.____ wurde er 
fachärztlich von Dr. med. J.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, untersucht. Die 
fachärztlichen Beurteilungen zeigen keine Widersprüche auf, weshalb nicht zu bemängeln ist, 
dass Dr. H.____ gestützt darauf zum Schluss kam, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung der Ärzte-
schaft der Klinik G.____ überzeuge. Die davon abweichende Einschätzung der Hausärztin des 
Versicherten, wonach der Versicherte nur eine leichte leidensangepasste Tätigkeit ausüben 
könne, erweist sich als nicht beweiskräftig genug, um ihr folgen zu können. So fehlt es an einer 
Begründung, weshalb der Versicherte nicht in der Lage ist, eine mittelschwere Arbeit auszuüben. 
Die Hausärztin verwies diesbezüglich lediglich auf die im unfallversicherungsrechtlichen Verfah-
ren ergangenen Berichte. Dazu kommt, dass ihr Fachgebiet nicht in der Orthopädie liegt und sich 
ihre Beurteilung, wonach der Versicherte täglich nur 6 Stunden arbeiten könne, ausschliesslich 
auf die bei der C.____ AG ausgeübte Tätigkeit bezieht (vgl. Bericht vom 17. Mai 2022, Ziffer 7.3).  
 
5.4 Der Einwand des Versicherten, wonach der Schmerzproblematik im invalidenversiche-
rungsrechtlichen Verfahren, in welchem auch unfallfremde Beschwerden bei der Beurteilung des 
Rentenanspruchs zu berücksichtigen seien, nicht (vollumfänglich) Rechnung getragen worden 
sei, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Dr. F.____ führte die Schmerzen auf eine 
Schmerzausweitung zurück, welche er nicht mit objektiven Befunden erklären konnte (vgl. Bericht 
vom 1. Februar 2020). Aus einer Schmerzausweitung kann jedoch nicht ohne weiteres auf eine 
krankheitsbedingte und somit invalidenversicherungsrechtlich relevante Erkrankung geschlossen 
werden. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass unfallfremde gesundheitliche Beein-
trächtigungen die Arbeitsfähigkeit des Versicherten beeinflussen würden. Auch wenn gewisse 
Anhaltspunkte für psychische Beeinträchtigungen vorliegen, ist doch festzustellen, dass während 

 

 
 
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des mehrwöchigen stationären Aufenthalts in der Klinik G.____ eine wesentliche psychische Stö-
rung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgeschlossen werden konnte (vgl. Austrittsbericht 
vom 7. September 2020). Zudem wurde weder von einer der behandelnden medizinischen Fach-
personen eine psychiatrische Behandlung empfohlen noch liegen Berichte über Konsultationen 
bei einer psychiatrischen oder psychologischen Fachperson vor. Es ist deshalb mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Versicherte an rein unfallbedingten gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen leidet. Da die unfallversicherungsrechtliche Aktenlage eine zuver-
lässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhalts zulässt, besteht – entgegen 
der Ansicht des Versicherten – kein Anlass, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen (sog. an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 90 E. 4b 
und 159 E. 1d, 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen).  
 
6.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 
 
6.2 Vorliegend hat die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. Oktober 2023 ein 
Valideneinkommen von Fr. 71'007.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 65'815.-- ermittelt, wo-
raus ein Invaliditätsgrad von 7 % resultiert. Der Versicherte beanstandet im Zusammenhang mit 
dem Einkommensvergleich einzig das von der IV-Stelle ermittelte Invalideneinkommen in Höhe 
von Fr. 65'815.--. Er macht geltend, dass er in der mechanischen Werkstätte der C.____ AG mit 
einem Arbeitspensum von 60 % optimal eingegliedert sei, weshalb das effektiv erzielte Einkom-
men von Fr. 28'800.-- als Invalideneinkommen einzusetzen sei. Damit auf das effektiv erzielte 
tatsächliche Invalideneinkommen abgestellt werden kann, müssen gemäss der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung drei kumulative Voraussetzungen erfüllt sein: Es muss ein besonders 
stabiles Arbeitsverhältnis vorliegen; es darf sich nicht um einen Soziallohn handeln; und die Rest-
arbeitsfähigkeit muss voll ausgeschöpft werden. Das Kriterium der "voll ausgeschöpften Restar-
beitsfähigkeit" soll nicht den Interessen der versicherten Person, sondern denjenigen der IV die-
nen, indem sich die versicherte Person nicht auf ein tieferes Einkommen berufen kann, während 
ihr die Erzielung eines höheren zumutbar wäre (Urteile des Bundesgerichts vom 22. November 
2019, 8C_590/2019, E. 5.3 und vom 11. Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2).  
 
6.3 Der Versicherte verdient bei der C.____ AG gemäss Arbeitsvertrag vom 15. März 2022 
Fr. 28'800.-- brutto pro Jahr. Damit liegt der im Rahmen der aktuell ausgeübten Tätigkeit erzielte 
Verdienst um mehr als Fr. 37'000.-- tiefer als das zumutbare Erwerbseinkommen von Fr. 65'815.-
- (vgl. Invalideneinkommen gemäss Verfügung vom 10. Oktober 2023). Angesichts der Schaden-
minderungspflicht, die auch gebieten kann, dass die versicherte Person eine neue Stelle sucht, 

 

 
 
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einen Berufswechsel vornimmt oder ihren Betrieb für die Annahme einer unselbstständigen An-
stellung aufgibt (SVR 2017 IV Nr. 6 S. 15, 9C_644/2015 E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Oktober 2019, 8C_543/2019 E. 5.5 in fine), ist hier das aus einer Verweisungstä-
tigkeit erzielbare höhere Invalideneinkommen massgebend. Dazu kommt, dass vorliegend nicht 
klar ist, ob der Versicherte bei der Arbeit in der mechanischen Werkstätte seine Restarbeitsfähig-
keit voll ausschöpfen kann, geht doch aus den Akten nicht hervor, ob die aktuell ausgeübte Tä-
tigkeit dem Zumutbarkeitsprofil der Klinik G.____ bzw. der Kreisärztin Dr. H.____ entspricht. Auf-
grund dieser Sachlage ist das von der IV-Stelle gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnete Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 65'815.-- 
nicht zu beanstanden. 
 
7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 
10. Oktober 2023 mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades zu Recht einen Rentenan-
spruch des Versicherten abgelehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘ 000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend unterliegt der Versicherte, weshalb die Verfahrens-
kosten ihm aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Vorschuss in Höhe von Fr. 800.-
- verrechnet. Bei diesem Verfahrensausgang wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.