# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85e27193-22f4-5fb0-8f30-eb0b8f1d668f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.07.2014 100 2013 395
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-395_2014-07-04.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 9. September 2014 nicht 
eingetreten (2C_700/2014).

100.2013.395U
MUT/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Juli 2014

Verwaltungsrichter Müller, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Biel
Dienststelle Bevölkerung, Bereich Ausland, Neuengasse 28, 2502 Biel/Bienne

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
15. Oktober 2013; BD 088/13)

Sachverhalt:

A.

Der am … 1971 geborene nigerianische Staatsangehörige A.________ reiste am 
27. Juli 2001 (alias …, Staatsbürger von Sierra Leone) in die Schweiz ein und ersuchte 
erfolglos um Asyl. Am 5. Oktober 2002 heiratete er unter Offenlegung seiner wahren 
Identität in Nigeria die Schweizerin B.________. Gestützt auf die Ehe erhielt er zu-
nächst eine Aufenthaltsbewilligung und reiste am 8. März 2003 im Familiennachzug in 
die Schweiz ein; am 20. März 2008 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt. 
Die Ehe … wurde, nachdem die Ehegatten bereits am 1. September 2006 den 
gemeinsamen Haushalt aufgehoben hatten, mit Urteil vom 4. Januar 2012 geschieden 
und die gemeinsamen Zwillingstöchter C.________ und D.________ (geb. … .2005) 
unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Am 21. Juni 2012 verurteilte das Ober-
gericht des Kantons Solothurn A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren 
wegen mengenmässig qualifizierter sowie gewerbsmässig begangener 
Betäubungsmitteldelikten (begangen ab 1.12.2001 bis 27.8.2008). A.________ befand 
sich ab 27. August 2008 in Untersuchungshaft und anschliessend im Strafvollzug, aus 
welchem er per 26. April 2013 entlassen wurde. 

Mit Verfügung vom 25. März 2013 widerrief die Einwohnergemeinde Biel die 
Niederlassungsbewilligung von A.________ und wies ihn auf den Tag der 
Haftentlassung aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid 
vom 15. Oktober 2013 ab.

C.

Am 14. November 2013 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit 
den folgenden Anträgen: 

«1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.

2. Es sei von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und einer Wegweisung 
aus der Schweiz abzusehen. 

3. Der angefochtene Entscheid sei durch eine Wegweisungsandrohung zu ersetzen. 

4. Eventualiter sei die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers in eine 
Aufenthaltsbewilligung mit Auflagen umzuwandeln bzw. zurückzustufen.»

Mit Eingabe vom 31. Januar 2014 beantragt die POM die Abweisung der Beschwerde. 
Die EG Biel hat auf eine Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

1.2 Eine Beschwerde muss von Gesetzes wegen einen Antrag und eine 
Begründung enthalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG), wobei an die 
Begründung von Laienbeschwerden praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt 
werden. Es reicht aus, wenn aus einem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und 
weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung braucht nicht 
zuzutreffen; sie muss aber sachbezogen sein. Die Begründung muss sich wenigstens 
in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinnge-
mäss darauf schliessen lassen, inwiefern dieser unrichtig sein soll (BVR 2006 S. 470 
E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 
N. 11, 15). – In seiner Beschwerdeschrift wiederholt der Beschwerdeführer wortgetreu 
jene Ausführungen, die er bereits im Verfahren vor der POM gemacht hat, und setzt 
sich nur ganz am Rand mit dem angefochtenen Entscheid auseinander. Ob seine 
Ausführungen den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügen ist deshalb 
fraglich, kann aber mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens offenbleiben.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz. 

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht 
kumuliert werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; 
BGE 139 I 31 E. 2.1, 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). 

2.2 Das Obergericht des Kantons Solothurn verurteilte den Beschwerdeführer am 
21. Juni 2012 zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren (Akten EG Biel pag. 295). Der 
Beschwerdeführer hat damit unbestrittenermassen den Widerrufsgrund im Sinn von 
Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG gesetzt. Er macht geltend, seine privaten 
Interessen würden das öffentliche Interesse am Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung überwiegen (Beschwerde Ziff. 3 und 
10). 

2.3 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er 
aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig 
erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im 
Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der 
Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die 
privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. im Einzelnen BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 
16 E. 2.2.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 
E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere 
Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, 
bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV 
(BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4). In diese Prüfung sind ausserdem die nach dem 
Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; 
SR 0.107) zu berücksichtigenden Interessen der beiden Töchter des 
Beschwerdeführers einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen).

3.

3.1 Die Vorinstanz hat angesichts der rechtskräftigen Verurteilung zu einer 
Freiheitsstrafe von 7 Jahren (siehe hinten E. 4) das öffentliche Interesse am Widerruf 

der Niederlassungsbewilligung als sehr gewichtig erachtet und ist mit dem Obergericht 
des Kantons Solothurn von einem beträchtlichen Verschulden des Beschwerdeführers 
ausgegangen (angefochtener Entscheid E. 4f). Der Beschwerdeführer habe aus rein 
materiellen Interessen in der Zeit zwischen Dezember 2001 und August 2008 
insgesamt 8ʹ562 Gramm Kokaingemisch schwergewichtig direkt an Konsumenten 
verkauft und dabei die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet. Zudem 
habe er auch in Bezug auf den Umsatz (mehr als Fr. 513ʹ720.--) und Gewinn (ca. 
Fr. 85ʹ620.--) die Grenze zu einem schweren Fall um ein Vielfaches überschritten 
(E. 4b und c; vgl. Urteilsbegründung des Obergerichts, Akten EG Biel pag. 255-250, 
248). Ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse an seiner Wegweisung erblickt 
die Vorinstanz sodann im Verhalten gegenüber der öffentlichen Sicherheit und 
Ordnung. Der Beschwerdeführer sei bereits am 15. Januar 2003 wegen Verkaufs und 
Konsums von Betäubungsmitteln unter Auferlegung einer Probezeit von zwei Jahren 
zu drei Tagen Gefängnis bedingt verurteilt worden und habe sich weitere 
strafrechtliche Verfehlungen zuschulden kommen lassen (vgl. Akten EG Biel pag. 111-
112, 172, 200-194). Dies zeige, dass er in verschiedener Hinsicht nicht bereit sei, sich 
an die hiesigen Gesetze und Regeln zu halten (E. 4d). Obschon sich der 
Beschwerdeführer im Strafvollzug mehrheitlich angepasst und korrekt verhalten habe, 
lasse sich mit Blick auf das bisherige deliktische Verhalten und die sehr ungünstige 
finanzielle Lage nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausschliessen, dass er 
erneut straffällig werde (E. 5e). 

3.2 Hinsichtlich der privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib 
in der Schweiz hat die Vorinstanz erwogen, dass sowohl die sozial-gesellschaftliche als 
auch die beruflich-wirtschaftliche Eingliederung deutlich unter dem zu erwartenden 
Mass geblieben seien (E. 5d). Obschon sich der Beschwerdeführer relativ gut auf 
Deutsch verständigen könne, sei es ihm nicht gelungen, eine stabile berufliche 
Situation zu schaffen und habe er ab Juli 2004 bis zu seiner Verhaftung im August 
2008 Sozialhilfe im Umfang von Fr. 52ʹ220.-- bezogen. Angesichts der massiven 
strafrechtlichen Verfehlungen könne jedoch schon zum Vornherein nicht von einer 
gelungenen Integration gesprochen werden (E. 5c und 5d; vgl. Art. 4 Bst. a der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und 
Ausländern [VIntA; SR 142.205]). In Bezug auf das Familienleben bezweifelte die 
POM, dass die Kontakte des Beschwerdeführers zu seinen Töchtern in ihrer Intensität, 
Regelmässigkeit und Dauer ausreichen, um von einer in affektiver Hinsicht engen 
Beziehung auszugehen. Doch selbst wenn eine hinreichende emotionale Beziehung 
angenommen werde, fehle es sowohl am kumulativ erforderlichen tadellosen Verhalten 
des Beschwerdeführers als auch an der engen wirtschaftlichen Beziehung, zumal 
dieser seit der Entlassung aus dem Strafvollzug keine Unterhaltsbeiträge leiste (E. 7c). 
Die Rückkehr nach Nigeria hat die Vorinstanz als zumutbar beurteilt und insbesondere 
darauf hingewiesen, dass es mit Blick auf die im Rahmen der strafrechtlichen 

Ermittlungen registrierten Verbindungen zu Nigeria äusserst unglaubwürdig erscheint, 
dass der Beschwerdeführer heute über keinerlei soziale Beziehungen zu seiner Heimat 
mehr verfügen will. Doch selbst wenn seine Eltern in der Zwischenzeit verstorben seien 
und die Rückkehr naturgemäss mit gewissen Hürden verbunden sei, dürfte es dem 
gesunden Beschwerdeführer ohne weiteres möglich sein, in Nigeria wieder Fuss zu 
fassen (E. 6b).

3.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen überzeugenden Erwägungen kaum 
auseinander. Er äussert sich weder zur Würdigung des Verschuldens, der Integration, 
des Familienlebens noch zur Wiedereingliederung; vielmehr beschränkt er sich darauf, 
seine bisherigen Einwendungen wörtlich zu wiederholen (vgl. vorne E. 1.2; 
Beschwerde Ziff. 4, 7, 8 und 9). In Bezug auf die Rückfallgefahr bringt er immerhin 
ergänzend vor, er habe nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug eine Wohn-
möglichkeit in … gefunden. Weiter habe er aus seinen Fehlern gelernt und werde «in 
Zukunft sicher nicht mehr riskieren, aufgrund von Straffälligkeit, den Kontakt zu seinen 
Kindern zu verlieren» (Beschwerde Ziff. 5). Dieser Einwand überzeugt nicht, zumal der 
Beschwerdeführer ab Dezember 2001 bis zu seiner Verhaftung im August 2008 mit 
Betäubungsmitteln handelte. Offenkundig konnten ihn weder die erste strafrechtliche 
Verurteilung bzw. die im Januar 2003 auferlegte Probezeit (vorne E. 3.1), die im März 
2003 erteilte Aufenthaltsbewilligung noch die Geburt seiner Zwillingstöchter im … 2005 
davon abhalten, (erneut) straffällig zu werden (vgl. BGE 139 I 325 unpubl. E. 2.5 [Pra 
103/2014 Nr. 22]; BGer 2C_179/2014 vom 21.2.2014, E. 3.3.3; BVR 2013 S. 543 
E. 4.4.3; VGE 2012/252 vom 2.7.2013, E. 4.2.2 [bestätigt durch BGer 2C_667/2013 
vom 11.8.2013]). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer bis zum Ende des 
Strafvollzugs keine Bereitschaft zeigte, sich mit der Tat auseinanderzusetzen und 
Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen (vgl. Akten EG Biel pag. 364). Die 
Vorinstanz hat damit zu Recht ein gewisses Risiko, dass der Beschwerdeführer erneut 
straffällig wird, angenommen. Dieses Risiko ist angesichts der Schwere der verübten 
Delikte nicht hinzunehmen. Ohnehin gibt die Prognose über künftiges Wohlverhalten 
bei der Interessenabwägung, wie sie im Rahmen ausländerrechtlicher Nichtverlänge-
rungs- oder Widerrufsverfahren geboten ist, nicht den Ausschlag; vielmehr dürfen auch 
generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. zum Ganzen 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen). 

3.4 Hinsichtlich der Aufenthaltsdauer stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede, 
einen Grossteil seiner bisherigen Anwesenheit im Strafvollzug verbracht zu haben. Es 
gelte dennoch festzuhalten, «dass er sich dort stets an die Regeln gehalten» habe 
(Beschwerde Ziff. 6). Da die Aufenthaltsdauer lediglich ein Indiz für die Integration in 
die schweizerischen Verhältnissen darstellt, ist es den Behörden unbenommen, sie 
nach sachlichen Kriterien qualitativ zu gewichten und «nichtintegrationswirksame» 
Aufenthaltsphasen nicht oder nicht voll anzurechnen (vgl. BGE 137 II 1 E. 4.3, 

134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 5.1, 2011 S. 193 E. 6.2.2). 
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Wohlverhalten im 
Strafvollzug keine besondere Bedeutung zugemessen und die Aufenthaltsdauer mit 
Blick auf die in Illegalität und in Unfreiheit verbrachte Zeit erheblich relativiert hat 
(angefochtener Entscheid E. 5c).

3.5 In Bezug auf das Familienleben anerkennt das Verwaltungsgericht, dass der 
Beschwerdeführer regelmässig Kontakte zu C.________ und D.________ pflegt und 
ein gewisses Interesse daran hat, die Vater-Töchter-Beziehung weiterhin in der 
Schweiz zu leben (vgl. Beschwerde Ziff. 8; Schreiben von B.________ vom 18.11.2013 
[act. 3A]). Die Feststellung der Vorinstanz, dass er seit der Entlassung aus dem 
Strafvollzug zum Unterhalt seiner Kinder nichts beitrage, bestreitet er nicht. Zu 
berücksichtigen ist zudem, dass die Eltern den gemeinsamen Haushalt bereits 
16 Monate nach der Geburt der Zwillinge aufgehoben haben; die wichtigste 
Bezugsperson von C.________ und D.________ ist seither die vom Beschwerdeführer 
geschiedene B.________. Folglich können die Zwillinge in ihrem bekannten und ver-
trauten Umfeld verbleiben (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 2012/386 vom 
18.6.2013, E. 5.3.4 [bestätigt durch BGer 2C_640/2013 vom 25.11.2013, E. 3.4]). 
Daher verstösst die Entfernungsmassnahme auch nicht gegen das Kindeswohl (Art. 3 
KRK; vgl. hierzu BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweis). Die Vorinstanz bemerkt zu 
Recht, dass der Kontakt vom Ausland her im Rahmen von Besuchsaufenthalten oder 
mittels der modernen Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden kann (ange-
fochtener Entscheid E. 7d). Der Beschwerdeführer hat sich zudem entgegenhalten zu 
lassen, dass er mit seinem deliktischen Handeln die Beeinträchtigung seiner familiären 
Beziehung in Kauf genommen hat. Das private Interesse des Beschwerdeführers an 
einem weiteren Verbleib in der Schweiz ist insofern zu relativieren (vgl. BVR 2013 
S. 543 E. 5.3.1; VGE 2013/356 vom 21.5.2014, E. 4.3.2 f. [noch nicht rechtskräftig]). 
Zusätzliche Beweismassnahmen können im vorliegenden Verfahren unterbleiben, da 
sie zu keinem anderen Ergebnis führen würden (vgl. BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3; Merkli/
Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 9). Die 
Beweisanträge des Beschwerdeführers (Parteibefragung, Zeugeneinvernahmen von 
C.________ und D.________) werden daher abgewiesen.

3.6 Aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 
16. April 2013 i.S. Udeh gegen Schweiz, Ziff. 50, kann der Beschwerdeführer nichts 
Weitergehendes zu seinen Gunsten ableiten. Dieses Urteil ist nach höchstrichterlicher 
Rechtsprechung kein Grundsatzentscheid. Es handelt sich dabei vielmehr um einen 
Anwendungsfall der Boultif-Praxis des EGMR ohne weitergehende grundsätzliche 
Bedeutung (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]; BGer 2C_710/2013 vom 
10.2.2014, E. 2.4, 2C_640/2013 vom 25.11.2013, E. 3.6).

3.7 Der Beschwerdeführer erachtet die Rückkehr nach Nigeria «auf keinen Fall 
zumutbar» und nennt Gründe, die er bereits im Rahmen des Asylgesuchs unter 
Angabe einer Alias-Identität vorgebracht hat (vgl. vorne Bst. A; Akten EG Biel pag. 74, 
34). Allerdings unterscheiden sich diese Vorbringen stark von den eigenen Aussagen 
im Strafverfahren, wonach er zu seinen Angehörigen in Nigeria eine «herzliche 
Beziehung» habe und ihnen helfe, wenn er könne. Weiter gab er zu Protokoll, dass er 
in seiner Heimat ein Haus habe, welches er renovieren lasse (Akten Strafverfahren 
[act. 7D] pag. 118-120). Sodann ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer mehrmals 
von der Schweiz aus in seine Heimat gereist ist und dorthin Geld überwiesen hat (vgl. 
vorne Bst. A; Akten EG Biel pag. 17; Akten Strafverfahren [act. 7D] pag. 131, 319). Mit 
der Vorinstanz ist damit davon auszugehen, dass die Reintegrations- und 
Rückkehrmöglichkeiten des Beschwerdeführers intakt sind (angefochtener Entscheid 
E. 6b). 

4.

Der Beschwerdeführer wurde wegen mengen- und gewerbsmässig qualifizierter 
Widerhandlung gegen das BetmG zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 7 Jahren 
verurteilt. Auch aus Sicht des Verwaltungsgerichts besteht ein sehr gewichtiges 
öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Die damit verbundene 
Beeinträchtigung der familiären Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und 
seinen beiden Töchtern ist zwar nicht als unwesentlich zu bezeichnen, aber unter den 
gegebenen Umständen hinzunehmen. Sie lässt den Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung auch unter Berücksichtigung des Kindeswohls nicht als 
unverhältnismässig erscheinen, zumal die beiden Töchter in ihrem vertrauten Umfeld 
verbleiben können. Im Übrigen hat sich der Beschwerdeführer die Trennung von sei-
nen Töchtern selbst zuzuschreiben, da ihn die Verantwortung als Vater nicht davon 
abhalten konnte, über Jahre hinweg und in erheblichem Masse straffällig zu werden. 
Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz erweisen sich somit auch mit Blick auf Art. 8 
EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV als verhältnismässig. Anders als der Beschwerdeführer 
meint, fällt die Erteilung einer humanitären Härtefallbewilligung gemäss Art. 30 Abs. 1 
Bst. b AuG angesichts seiner schweren Delinquenz ausser Betracht (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 8; Härtefallkriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; 
SR 142.201]). Die beantragte Androhung des Bewilligungswiderrufs (Rechts-
begehren 3; vgl. Art. 96 Abs. 2 AuG) eignet sich nicht, um den sehr gewichtigen 
öffentlichen Interessen an der Wegweisung des Beschwerdeführers gerecht zu werden 
(vgl. BVR 2013 S. 543 E. 6.2). Ebenfalls unbegründet ist der Antrag, die 

Niederlassungsbewilligung sei «in eine Aufenthaltsbewilligung mit Auflagen 
umzuwandeln bzw. zurückzustufen» (Rechtsbegehren 4). Damit hält der angefochtene 
Entscheid der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich in allen Teilen als 
offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem 
Beschwerdeführer ist praxisgemäss eine neue Ausreisefrist anzusetzen (Art. 64d 
Abs. 1 AuG). 

Das Verwaltungsgericht beurteilt offensichtlich unbegründete Beschwerden in 
Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

5.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist angesetzt auf den 15. August 2014. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Biel 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin: 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung 
beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.