# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6b3095c-25da-5647-9748-7812d608a0b0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 04.03.2024 102 2024 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_102-2024-5_2024-03-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

102 2024 5

Urteil vom 4. März 2024

II. Zivilappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richter: Catherine Overney, Michel Favre
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,

gegen

B.________, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

Gegenstand Definitive Rechtsöffnung (Art. 80 SchKG)

Beschwerde vom 18. Januar 2024 gegen den Entscheid der Präsi-
dentin des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 3. Januar 2024

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 3. Januar 2024 erteilte die Präsidentin des Zivilgerichts des Sensebezirks 
der Kantonalen Steuerverwaltung in der Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamts des Sensebezirks 
die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 5'615.05, für die Mahngebühr von CHF 30.-, 
für die Inkassokosten von CHF 30.-, für die Zahlungsbefehlskosten von CHF 102.25 sowie für die 
Gerichtskosten von CHF 250.- und die Parteientschädigung von CHF 100.-.

B. A.________ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) beschwerte sich am 18. Januar 2024 über 
diesen Entscheid. Er rügt eine unrichtige Rechtsanwendung und eine offensichtlich unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts.

C. Der II. Zivilappellationshof hat die Akten beigezogen; Stellungnahmen wurden keine eingeholt.

Erwägungen

1.

1.1. Mangels Berufungsfähigkeit unterliegt der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid vom 
3. Januar 2024 der Beschwerde (Art. 309 Bst. b Ziff. 3 i.V.m. Art. 319 Bst. a ZPO).

1.2. Als Rechtsmittelinstanz für das erstinstanzliche Gericht am Betreibungsort ist der II. Zivilap-
pellationshof in funktioneller und örtlicher Hinsicht zuständig (Art. 84 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 
SchKG und Art. 46 ZPO e contrario, Art. 321 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 52 des Justizgesetzes vom 
31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1], Art. 17 Abs. 1 Bst. c des Reglements für das Kantonsgericht betref-
fend seine Organisation und seine Arbeitsweise vom 22. November 2012 [RKG; 131.11]).

1.3. Gemäss Art. 251 Bst. a ZPO werden Entscheide in Rechtsöffnungssachen im summarischen 
Verfahren gefällt. Im summarischen Verfahren beträgt die Beschwerdefrist 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 
ZPO).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 8. Januar 2024 zugestellt (vgl. Akten 
der Zivilgerichtspräsidentin), so dass die am 18. Januar der Post übergebene Beschwerde fristge-
recht erfolgte.

1.4. Mit der Beschwerde kann einerseits eine unrichtige Rechtsanwendung gerügt werden (Art. 
320 Bst. a ZPO). Diesbezüglich entscheidet das Kantonsgericht mit voller Kognition. Anderseits 
kommt als Beschwerdegrund die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts in Frage 
(Art. 320 Bst. b ZPO). In tatsächlicher Hinsicht ist somit lediglich eine Willkürprüfung vorgesehen.

1.5. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen 
(Art. 326 ZPO).

1.6. Über eine Beschwerde kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

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2.

Bei der Beschwerdefrist nach Art. 321 ZPO handelt es sich um eine gesetzliche Frist. Gesetzliche 
Fristen können nicht erstreckt werden (Art. 144 Abs. 1 ZPO). Folglich kann dem Gesuch um Frist-
verlängerung nicht stattgegeben werden. 

Nach Art. 148 Abs. 1 ZPO kann das Gericht auf Gesuch einer säumigen Partei eine Nachfrist gewäh-
ren oder zu einem Termin erneut vorladen, wenn die Partei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur 
ein leichtes Verschulden trifft. Mit seiner Eingabe vom 18. Januar 2024 beweist der Beschwerdefüh-
rer ja eben gerade, dass es ihm möglich war, eine Beschwerde zu verfassen und innert Frist zu 
handeln, wenn vielleicht auch unter starken Schmerzen. Das eingereichte Arztzeugnis belegt zwar 
eine Krankschreibung, es ist aber nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer nicht imstande gewe-
sen wäre, eine Beschwerde zu verfassen oder wie von ihm vorgebracht, die nötigen Beweismittel 
zu beschaffen. Im Übrigen würde eine Fristverlängerung oder eine Nachfrist nichts ändern, da im 
Beschwerdeverfahren neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sowies ausgeschlos-
sen sind (vgl. E. 1.5, Art. 326 ZPO). Dem Beschwerdeführer kann also auch keine Nachfrist gewährt 
werden.

3.

Die Beschwerde hat eine Begründung aufzuweisen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerdeschrift 
ist darzulegen, worauf der Beschwerdeführer seine Legitimation stützt, inwieweit er beschwert ist, 
auf welchen Beschwerdegrund er sich beruft und an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid 
leidet. In der Beschwerdebegründung ist darzulegen, welche Sachverhaltselemente unrichtig sind 
und inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Erfüllt die Beschwerde grundlegende 
Anforderungen an Form oder Inhalt nicht, fehlt es an einer Eintretensvoraussetzung und die Rechts-
mittelinstanz hat darauf nicht einzutreten (Urteil KG FR 102 2023 135 vom 16. August 2023; 102 
2020 115 vom 14. Juli 2020 E. 2; 102 2021 117 vom 2. August 2021 E. 2.1; BGE 138 III 374 
E. 4.3.1).

Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde eine unrichtige Rechtsanwendung und eine 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend. Er führt diesbezüglich aus, dass 
Zahlungsbelege fälschlicherweise nicht beachtet worden seien und sein Wohnsitz gar nicht in Tafers 
gewesen sei. Zu Recht habe er Behörden immer wieder verbal und schriftlich angegriffen, was er 
auch weiterhin tun werde. Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer eine Fristverlängerung für das 
Beschaffen von weiteren Beweismitteln. Die am 18. Januar 2024 eingereichte Beschwerde erfüllt 
damit die Anforderungen an den Inhalt bzw. die Begründung einer Beschwerdeschrift nicht, so dass 
darauf nicht einzutreten ist. Es fehlt jegliche massgebende Begründung, da sich der Beschwerde-
führer nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt. Er zeigt auch nicht auf, inwiefern 
die Vorinstanz das Recht verletzt hat oder weshalb die Sachverhaltsfeststellung unrichtig ist. Im 
Übrigen wäre die Beschwerde zudem ohnehin abzuweisen, wie nachfolgend dargelegt.

4.

4.1. Nach Art. 80 Abs. 1 SchKG kann der Gläubiger beim Gericht die Aufhebung des Rechtsvor-
schlags (definitive Rechtsöffnung) verlangen, wenn die Forderung auf einem vollstreckbaren gericht-
lichen Entscheid beruht. Jede vollstreckbare Verfügung einer schweizerischen Verwaltungsbehörde, 
die auf Geldzahlung lautet, berechtigt zur definitiven Rechtsöffnung und ist insoweit den gerichtli-
chen Entscheiden gleichgestellt (Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; Urteil 5D_30/2021 vom 20. Dezember 
2021 E. 2.1).

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Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren Entscheid eines schweizerischen Gerichts oder 
einer schweizerischen Verwaltungsbehörde, so wird die definitive Rechtsöffnung erteilt, wenn nicht 
der Betriebene durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des Entscheids getilgt oder 
gestundet worden ist, oder die Verjährung anruft (Art. 81 Abs. 1 SchKG).

4.2. Ein Verlustschein gilt als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 SchKG (Art. 149 Abs. 2 
SchKG). Für öffentlich-rechtliche Forderungen ist der Weg der provisorischen Rechtsöffnung indes 
verschlossen, es sei denn, dass ein besonderer Fall vorliege und eine Aberkennungsklage beim 
Verwaltungsgericht gegeben wäre. Das Gemeinwesen hat öffentlich-rechtliche Forderungen zuerst 
zu verfügen und aufgrund der rechtskräftigen Verfügung ist die definitive Rechtsöffnung gemäss Art. 
80 SchKG zu verlangen. Die Abwehrmöglichkeiten des Schuldners sind eng beschränkt. Um die 
definitive Rechtsöffnung zu erlangen, muss der Gläubiger einen definitiven Rechtsöffnungstitel 
gemäss Art. 80 SchKG vorweisen können. Der definitive Pfändungsverlustschein ändert damit 
nichts an der Art und Weise, wie der Rechtsvorschlag des Schuldners aufgehoben werden kann. 
Massgebend ist einzig die Art des Rechtsöffnungstitels (vgl. BGE 147 III 358 E. 3.3 mit weiteren 
Hinweisen).

4.3. Die vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Kopien der Überwei-
sungen am Postschalter zugunsten des Betreibungsamtes des Sensebezirks belegen nicht, dass 
die Zahlungen die Betreibungen betreffen, welche den definitiven Rechtsöffnungstiteln und den 
Verlustscheinen zugrunde liegen. Es handelt sich nicht um Zahlungsbelege, die sich offensichtlich 
den betroffenen Forderungen zuweisen lassen würden. Der Beschwerdeführer reicht damit keine 
Urkunden ein, welche eine Tilgung der Schuld belegen würden, so wie dies von ihm geltend gemacht 
wird. Der angefochtene Entscheide ist demnach nicht zu beanstanden und die Beschwerde müsste 
so oder anders abgewiesen werden.

5.

Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädigung, werden der unterlie-
genden Partei auferlegt (Art. 95 Abs. 1 Bst. a und b, 106 Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer ist mit 
seinen Anträgen nicht durchgedrungen und hat daher die Prozesskosten zu tragen. Die Gerichts-
kosten sind namentlich in Berücksichtigung der in Betreibung gesetzten Summe auf pauschal 
CHF 300.- festzusetzen (Art. 48 und 61 Abs. 1 GebV SchKG). Sie werden vom geleisteten Kosten-
vorschuss bezogen.

Es wurde gemäss Art. 322 ZPO keine Vernehmlassung eingeholt und der Gegenpartei sind keine 
weiteren Umstände entstanden; es ist somit keine Parteientschädigung auszurichten.

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

II. Die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens werden A.________ auferlegt.

Die Gerichtskosten werden auf CHF 300.- festgesetzt und vom geleisteten Kostenvorschuss 
bezogen. 

Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 4. März 2024/fju

Der Vizepräsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin