# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bfca707-a445-5cfd-9f41-a47c7a353323
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 08.02.2023 501 2022 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2022-71_2023-02-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2022 71

Urteil vom 8. Februar 2023

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Catherine Overney
Ersatzrichterin: Catherine Hayoz
Gerichtsschreiber: Samuel Gerber

Parteien A.________, Beschuldigte und Berufungsführerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Pierre-Henri Gapany, amtlicher Verteidiger

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin

Gegenstand Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 
BetmG)

Berufung vom 23. Mai 2022 gegen das Urteil des Strafgerichts des 
Seebezirks vom 3. Februar 2022

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Sachverhalt

A. Mit Urteil vom 3. Februar 2022 sprach das Strafgericht des Seebezirks (nachfolgend: das 
Strafgericht) A.________ infolge Verjährung frei vom Vorwurf der Übertretung gegen das Bundesge-
setz über die Betäubungsmittel (Art. 19a Ziff. 1 BetmG). Es sprach sie schuldig des Verbrechens 
gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (19 Abs. 2 Bst. a BetmG), begangen in der Zeit 
von 15. Juli 2017 bis 18. April 2018. Es verurteilte sie zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 
30 Monaten, wobei der Vollzug von 10 Monaten angeordnet wurde, für die restlichen 20 Monate 
wurde der Vollzug aufgeschoben und die Probezeit auf fünf Jahre festgesetzt. Die vom 19. April 
2018 bis 10. August 2018 erstandene Untersuchungshaft wurde angerechnet. Zudem wurden die 
beschlagnahmten Gegenstände eingezogen und deren Vernichtung angeordnet. Die Verfahrens-
kosten wurden A.________ auferlegt.

B. Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: die Beschuldigte oder die Berufungs-
führerin) am 8. Februar 2022 die Berufung an und reichte am 23. Mai 2022 ihre Berufungserklärung 
ein. Sie beantragt einen Freispruch vom Vorwurf des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelge-
setz (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG) und ihre Verurteilung wegen Vergehens gegen das Betäubungs-
mittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Dafür sei sie zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessät-
zen zu CHF 30.- mit einer Probezeit von zwei Jahren zu verurteilen, unter Anrechnung der erstan-
denen Polizei- und Untersuchungshaft. Als Folge des beantragten Freispruchs von Art. 19 Abs. 2 
und ihrer Verurteilung wegen Art. 19 Abs. 1 BetmG seien ihr die erstinstanzlichen Verfahrenskosten 
lediglich zu einem Sechstel aufzuerlegen. Ihr sei zudem für das Berufungsverfahren eine Entschädi-
gung zuzusprechen und die Verfahrenskosten seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen.

Mit Eingabe vom 24. Juni 2022 teilte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft (nachfolgend: die Staats-
anwaltschaft oder die Berufungsgegnerin) mit, kein Nichteintreten zu beantragen und auf eine 
Anschlussberufung zu verzichten.

C. Von Amtes wegen wurde über die Berufungsführerin ein aktueller Strafregisterauszug, datie-
rend vom 16. Januar 2023, eingeholt.

D. Anlässlich der Verhandlung vom 8. Februar 2023 erschienen die Berufungsführerin, begleitet 
von ihrem amtlichen Verteidiger, sowie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Nach der Einvernah-
me der Berufungsführerin hielten der Vertreter der Berufungsführerin und die Staatsanwältin ihre 
Parteivorträge. Die Beschuldigte machte von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, 
Gebrauch.

Erwägungen

1.

Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit 
denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Als beschuldigte und erstin-
stanzlich auch verurteilte Person besitzt die Berufungsführerin ein rechtlich geschütztes Interesse 
an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO und ist somit zur Beru-

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fung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und entspricht den gesetzlichen Anfor-
derungen, folglich ist darauf einzutreten.

2.

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 
404 Abs. 1 StPO). Die Berufungsführerin ficht das erstinstanzliche Urteil in Bezug auf die Ziff. 1 
(Verurteilung), Ziff. 3 (Strafzumessung) und Ziff. 6 (Verfahrenskosten) an. Das erstinstanzliche Urteil 
ist somit in den Ziff. 1, 3 und 6 zu überprüfen. Nicht zu prüfen und in Rechtskraft erwachsen sind 
Ziff. 2 (Einstellung des Verfahrens) und die Ziff. 4-5 (Anrechnung der Haft sowie die Einziehung).

Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile des erstinstanzlichen 
Urteils über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der alleinigen Berufung der 
Berufungsführerin an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden.

3.

Das Verfahren wird mündlich geführt (Art. 405 StPO). Es beruht auf den Beweisen, die im Vorver-
fahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). 
Beweisabnahmen des erstinstanzlichen Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wieder-
holt, wenn a. Beweisvorschriften verletzt worden sind; b. die Beweiserhebungen unvollständig 
waren; c. die Akten über die Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz 
erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 
389 Abs. 3 StPO).

4.

Die Berufungsführerin bestreitet die von der Vorinstanz festgehaltene Menge von mindestens 
335 Gramm Kokain, welches sie an Dritte verkauft oder weitergegeben haben soll. Sie beantragt 
eine Verurteilung wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG. Die Vorinstanz habe die von 
verschiedenen Personen gemachten Aussagen in unbegründeter Weise als wahrheitsgetreu einge-
stuft. Der Verkauf von Kokain sei jedoch in keinster Weise bewiesen worden. In Anwendung des 
Grundsatzes „in dubio pro reo“ sei sie nur wegen des Eigenkonsums von Betäubungsmitteln (Art. 
19 Abs. 1 BetmG) zu verurteilen.

4.1. Erstellt und nicht bestritten ist vorliegend der Kauf von einmal 20 Gramm und einmal 
30 Gramm Kokain zu einem Preis von CHF 75.00 pro Gramm von B.________ in der Zeit zwischen 
dem 15. Juli 2017 und 18. April 2018 zum mehrheitlichen Eigenkonsum. Demgegenüber bestreitet 
die Berufungsführerin jeglichen Verkauf von Kokain. 

4.2. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem gesam-
ten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von Beweis-
regeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der vorlie-
genden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Bestehen unüber-
windliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht 
das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO).

Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 EMRK garan-
tierte Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz „in dubio pro reo“ betreffen 
sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiten Sinne. Als Beweislastregel bedeutet 
sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und dass vom Zweifel der Beschul-

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digte profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die Unschuldsvermutung, dass der 
Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären 
kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das Bestehen dieses Sachverhalts Zwei-
fel bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und theoretische Zweifel bestehen, die 
jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um 
ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, die sich aufgrund der objektiven 
Sachlage aufzwingen. Werden die Beweiswürdigung und die Sachverhaltsfeststellung in Bezug auf 
den Grundsatz „in dubio pro reo“ kritisiert, weist dieser keine weitere Tragweite als das Willkürverbot 
auf (vgl. BGE 145 IV 154 E. 1.1 mit Hinweisen, in Pra 108 (2019) Nr. 139).

4.3. Die Aussagenanalyse ist das Kernstück der Überzeugungsbildung auf Grundlage der Aussa-
gen der Parteien. Es geht dabei nicht um die Glaubwürdigkeit der befragten Person, sondern um die 
Glaubhaftigkeit ihrer Aussage (HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung der Glaub-
haftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, in forumpoenale 6/2012 vom 11. Dezember 2012, 
S. 368 und 374). Die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage wird dabei durch methodische Analyse 
ihres Inhalts darauf überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Aussagen einem 
tatsächlichen Erleben entspringen. Damit eine Aussage als zuverlässig gewürdigt werden kann, ist 
sie insbesondere auf das Vorhandensein von Realitätskriterien und umgekehrt auf das Fehlen von 
Phantasiesignalen zu überprüfen. Wahre und falsche Schilderungen erfordern unterschiedliche 
geistige Leistungen. Überprüft wird dabei in erster Linie die Hypothese, ob die aussagende Person 
unter Berücksichtigung der Umstände, der intellektuellen Leistungsfähigkeit und der Motivlage eine 
solche Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen könnte (vgl. BGE 133 I 33 E. 4.2; 
129 I 49 E. 5; 128 I 81 E. 2). Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, in welchem Umfeld und unter 
welcher Motivationslage die Aussage gemacht wurde. Der Erstaussage kommt in der Aussagepsy-
chologie aufgrund gedächtnispsychologischer Voraussetzungen entscheidende Bedeutung zu (vgl. 
Urteil BGer 6B_760/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 2.4.1; Urteil KG FR 501 2016 33 vom 
28. September 2017 E. 3b).

4.4. Nebst den Aussagen der Berufungsführerin sowie ihrer angeblichen Abnehmer befinden sich 
keine weiteren Beweismittel in den Akten, die geeignet sind, die Frage nach der verkauften bzw. in 
Verkehr gebrachten Menge abschliessend zu klären.

4.5. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 8. Februar 2023 bestätigte die Berufungsführerin 
im Wesentlichen die vor der Vorinstanz gemachten Aussagen. Sie bestreitet weiterhin die von der 
Vorinstanz berücksichtigen Mengen Kokain und den Verkauf von Betäubungsmitteln generell. Sie 
gibt an, lediglich bei B.________ insgesamt 50 Gramm Kokain gekauft zu haben. Davon habe sie 
10 Gramm verschenkt und 40 Gramm selber konsumiert. Es sei C.________ gewesen, der das 
Kokain in ihr Zuhause gebracht habe. Dieser sei schon zuvor in Drogengeschäfte verwickelt gewe-
sen. Sie habe jedoch davor nichts mit Kokain zu tun gehabt. Sie habe C.________ anfangs helfen 
wollen, ein geordnetes Leben zu führen, habe aber bald feststellen müssen, dass sich an der Wohn-
situation etwas ändern müsse. Sie habe den Sozialdienst mehrmals kontaktiert, jedoch habe dieser 
nichts unternommen. Alle befragten Personen, die sie belasten würden, seien Freunde von 
C.________ gewesen. Zudem hätten diese angegeben, vor allem durch C.________ von den 
angeblichen Kokaingeschäften erfahren zu haben. Keiner der Befragten habe selbst ein solches 
Geschäft miterlebt.

Mit der Vorinstanz ist einleitend übereinstimmend festzustellen, dass die Aussagen der Berufungs-
führerin über das gesamte Verfahren hinweg nicht gleichbleibend sind. Die Berufungsführerin hat 
jedoch plausibel dargelegt, weshalb sie nicht immer deckungsgleich ausgesagt hat. So gab sie 

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insbesondere die Kokainkäufe bei B.________ erst im Verlaufe des Verfahrens zu. Sie erklärte dazu, 
dass sie diesen anfangs nicht in diese Sache hineinziehen wollte. Was die an verschiedene Perso-
nen verschenkten 10 Gramm Kokain anbelangt, so ist nachvollziehbar, dass sie nicht mehr wusste, 
welche Menge sie wem gratis überlassen hatte. Ebenfalls plausibel erscheint ihre Aussage über die 
Finanzierung der Käufe des Kokains bei B.________. Da sie sich schon seit längerem kannten und 
dieser zudem mit ihr zusammengearbeitet hatte (act. 2134), ist es nicht abwegig, dass sie sich mit 
ihm über die Zahlungsmodalitäten einigen konnte und vereinbart wurde, den Kaufpreis u.a. mit Lohn-
forderungen für geleistete Arbeit zu verrechnen. 

Weiter ist festzuhalten, dass erst mit dem Einzug von C.________ bei der Berufungsführerin, deren 
Wohnung zu einem Umschlagplatz für den Handel mit Kokain wurde und dort ein stetes Ein- und 
Ausgehen herrschte. Jedenfalls lässt sich den Akten nicht entnehmen, dass die Berufungsführerin 
bereits vorher Gegenstand polizeilicher Ermittlungen war. Letztere hat C.________ denn auch nur 
auf Anweisung des Sozialdienstes bei sich aufgenommen. Sie war zu Beginn auch bemüht, diesen 
zu unterstützen und ihm zu helfen, was dieser auch bestätigte (act. 2054 ff.). Im späteren Verlauf 
kam es dann zu Spannungen und Unstimmigkeiten, u.a. weil der Besuch von Kundschaft überhand-
nahm und die Berufungsführerin nicht mehr zur Ruhe kam. Auch dies haben einige Befragte bestä-
tigt (act. 2125, PV SG S. 4, 7). So lässt sich erklären, dass die Berufungsführerin zu jener Zeit wieder 
begann, Kokain zu konsumieren, um nach schlaflosen Nächten arbeiten zu können. Sie erklärte 
auch, dass sie mehrfach beim Sozialdienst vorstellig geworden sei, um den Auszug von C.________ 
zu erwirken. Ihrem Anliegen sei jedoch nicht entsprochen worden. 

Die Aussagen der Berufungsführerin an der Verhandlung vom 8. Februar 2023 wirkten glaubhaft 
und glaubwürdig. 

4.6. Die Vorinstanz stützte sich für die festgehaltene Menge des verkauften Kokains hauptsäch-
lich auf die Aussagen von C.________, welche sie als glaubwürdiger erachtete als jene der Beru-
fungsführerin. 

C.________ gab an, dass er für die Berufungsführerin rund 200 Gramm Kokain weiterverkauft und 
135 Gramm von ihr gekauft habe. Zwar erwähnte er Kontakte zu verschiedenen Personen, nannte 
Namen und konnte Geschehnisse, wie zum Beispiel die Fahrt nach D.________ für den Kauf von 
Kokain bei B.________ grob wiedergeben. Es muss jedoch festgestellt werden, dass er seine Rolle 
beschönigt und sich selbst als reine Marionette im Kokaingeschäft der Berufungsführerin darzustel-
len versucht. Dies trifft aber nicht zu. Bei den ihm Verfahren einvernommenen Auskunftspersonen, 
welche mehrheitlich Abnehmer von Kokain waren, handelt es sich um Bekannten und Freunde von 
C.________. Diese Leute kamen nur über letzeren in die Wohnung der Beschuldigten.

Die Vorinstanz hat für die berücksichtigte Menge Kokain auf die Aussagen von C.________ abge-
stellt. Diesbezüglich ist aber festzuhalten, dass dessen Angaben ungeprüft übernommen wurden. 
So erklärte dieser anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 19. April 2018, dass er in der Zeit 
von Herbst 2017 bis vor einem Monat (d.h. 19.03.2018) pro Tag 2 - 3 Gramm Kokain für die Beru-
fungsführerin verkauft habe (act. 2059, Z. 134). In der gleichen Zeit habe er pro Tag 1 – 2 Linien 
Kokain konsumiert (act. 2060, Z. 165). An der Einvernahme vom 15. Mai 2018 bestätigte er diese 
Aussagen, wobei mittels einer Hochrechnung ein Verkauf von 200 Gramm und ein Konsum von 
135 – 270 Gramm Kokaingemisch ermittelt wurden (act. 2064, Z. 19f.; 2065, Z. 49 ff.). Den Akten 
lässt sich jedoch nicht annährend entnehmen, an wen die behauptete Menge von 200 Gramm 
verkauft wurde. Dies steht denn auch im Widerspruch zu den Aussagen von C.________, wonach 

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sich seine Abnehmer nicht mehr an ihn, sondern direkt an die Berufungsführerin wandten (act. 2060, 
Z. 151 ff.). 

Die Aussagen von C.________ wirken auch nicht glaubwürdiger selbst wenn er sich mit seinen 
Aussagen zusätzlich belastet. Im Gesamtzusammenhang scheint dies aber nicht von wesentlicher 
Bedeutung zu sein. Er war schon längere Zeit im Drogenhandel tätig, den Polizeibehörden der 
Kantone Freiburg und Bern bekannt und auch einschlägig vorbestraft (act. 2056, Z. 31 ff). 

Bei E.________, F.________, G.________, H.________, I.________ und J.________ handelt es 
sich um regelmässige Kunden oder Bekannte von C.________. Ihre Aussagen sind vor diesem 
Hintergrund mit Vorsicht zu würdigen. Zudem haben diese grösstenteils keine eigenen Feststellun-
gen bezüglich der vermeintlich deliktischen Aktivitäten der Berufungsführerin gemacht, sondern sie 
stützen sich auf Informationen vom Hörensagen, meist von C.________. So sagte J.________ vor 
Strafgericht mehrfach aus, dass er die Informationen von C.________ hatte (vgl. PV SG S. 5, 6, 7). 
Er relativierte dabei auch die Grösse der Kokainsteine, welche er in der Wohnung der Beschuldigten 
gesehen haben will (PV S. 5). Auch G.________ relativierte seine im Vorverfahren gemachten 
Aussagen gegenüber dem Strafgericht (PV S. 8 f.). Es ist unter diesen Umständen auch nicht ganz 
abwegig, davon auszugehen, dass diese Leute auf Veranlassung von C.________ die Berufungs-
führerin zu Unrecht und übermässig belastet haben.

4.8. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung erlaubt es dem Gericht, aufgrund seiner persön-
lichen Überzeugung darüber zu entscheiden, ob eine Tatsache als bewiesen gilt oder nicht. Nach 
Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Beweisen sowie des an der Verhandlung vom 
8. Februar 2023 gewonnenen persönlichen Eindruckes der Berufungsführerin, kommt der Strafap-
pellationshof folglich zum Schluss, dass bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unter-
drückende Zweifel bestehen, dass die Berufungsführerin, die von der Vorinstanz im als erwiesen 
erachteten Sachverhalt festgehaltene Menge Kokain veräussert, verschafft oder in Verkehr gebracht 
hat. 

Die Berufung ist in diesem Punkt deshalb gutzuheissen. 

5.

Nachdem der Strafappellationshof bei der Beweiswürdigung zu einem anderen Beweisergebnis 
gelangt ist, ist eine neue rechtliche Subsumtion vorzunehmen. 

5.1. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel 
unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt 
(Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Das Inverkehrbringen umfasst das Vertreiben und Abgeben von Betäu-
bungsmitteln. Zu den Abgabehandlungen zählt auch die Schenkung (HUG-BEELI, Basler Kommentar 
BetmG, 2016, Art. 19 N. 502 ff. mit Hinweisen). 

5.2. Die Berufungsführerin hat zugegeben, 10 Gramm Kokain an verschiedene Personen 
verschenkt zu haben. Mithin hat sie mit ihrem Handeln sowohl den objektiven als auch den subjekti-
ven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 Bst. c BetmG erfüllt.

Die Berufungsführerin ist daher wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 Bst. c BetmG, begangen in 
der Zeit von 15. Juli 2017 bis 18. April 2018, zu verurteilen. 

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6.

Die Berufungsführerin beantragt ihre Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessät-
zen zu CHF 30.- mit einer Probezeit von zwei Jahren, unter Anrechnung der erstandenen Untersu-
chungs- und Polizeihaft von 114 Tagen. 

6.1. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf 
das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend 
präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-
guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie 
danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage 
war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht die für die 
Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Ausgehend von 
der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. Er hat im Urteil darzutun, 
welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall 
gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen (vgl. BGE 
136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art 
und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, Gefährdung/Risiko, Sachschaden 
etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das Mass an Entscheidungsfreiheit beim 
Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen Willens. Neben den objektiven und subjekti-
ven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem subjektiven Tatverschulden eine entscheidende 
Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind auch täterbezogene Umstände (Täterkomponente) 
zu berücksichtigen, die mit der konkreten Straftat nicht im unmittelbaren Tatzusammenhang stehen 
(vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 10. November 2016 E. 1.3.3). Im Rahmen der Täterkomponen-
te sind das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten sowie die Beweggründe und 
Ziele des Täters zu berücksichtigen. Zum Vorleben gehören die Lebensgeschichte des Täters zur 
Tatzeit, seine Herkunft, die Familienverhältnisse, die Erziehung, die Ausbildung und seine Haltung 
gegenüber Gesetzen.

In BGE 121 IV 202 hielt das Bundesgericht fest, die Betäubungsmittelmenge sei ein wichtiger Straf-
zumessungsfaktor, aber keineswegs von vorrangiger Bedeutung. Massgebend sei das Verschulden 
des Täters, und dieses hänge wesentlich auch davon ab, in welcher Funktion der Täter am Betäu-
bungsmittelhandel mitwirkte. Diese Rechtsprechung ändert nichts daran, dass der Betäubungsmit-
telmenge neben der hierarchischen Stellung wesentliches Gewicht zukommt, nämlich einerseits 
nach Massgabe der hierarchischen Stellung, weil diese weitgehend die Gefährlichkeit des kriminel-
len Vorgehens bestimmt, und andererseits nach Massgabe der Drogenmenge, worauf Art. 19 Abs. 
2 Bst. a BetmG für die Qualifikation abstellt. Die Drogenmenge fällt ins Gewicht, auch wenn sie sich 
nicht gleichsam linear straferhöhend auswirken darf. Bei Personen, die auf einer niedrigeren Hierar-
chiestufe tätig waren, ist keineswegs aus diesem Grund eine Strafminderung vorzunehmen, viel-
mehr führt ein Aufstieg in der Bandenhierarchie zu einer Straferhöhung. Denn mit der Hierarchiestufe 
steigt die Verantwortung und damit das Verschulden (Urteil BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 
E. 1.4.3 mit Hinweisen).

6.2. Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung auch die für die Zumes-
sung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Der Richter muss 
die Überlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen 
wiedergeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (vgl. BGE 141 IV 244 E. 1.2.2). Beson-
ders hohe Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, 

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wenn die ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde ist (vgl. BGE 134 IV 17 
E. 2.1).

Der Richter hat zudem bei der Strafzumessung angesichts der einschneidenden Konsequenzen des 
unbedingten Vollzugs den Umstand mit zu berücksichtigen, dass die subjektiven Voraussetzungen 
des Strafaufschubs im Sinne einer günstigen beziehungsweise nicht ungünstigen Prognose im 
konkreten Einzelfall an sich erfüllt sind. Diese folgenorientierte Überlegung kann durchaus in die 
Strafzumessung einfliessen, bei welcher dem Richter ein weites Ermessen zusteht (vgl. BGE 134 
IV 17).

6.3. Vorliegend wird die Berufungsführerin wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(Art. 19 Abs. 1 Bst. c BetmG) schuldig gesprochen. Das Vergeben gegen das Betäubungsmittelge-
setz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht. 

6.4. Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträch-
tigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu 
schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit 
in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der 
Bevölkerung als Kollektiv (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und Kommen-
tar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 2 
mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. 
BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die jeweilige 
Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet sein muss. 
Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allgemein gefährli-
ches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der Verletzung des 
betreffenden Rechtsgutes schafft (HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, Art. 19 
N. 22). Die Betäubungsmittelmenge ist ein wichtiger Strafzumessungsfaktor, auch wenn ihr keine 
vorrangige Bedeutung zukommt (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5).

6.5. Bei der Wahl der Sanktionsart ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als wichtiges 
Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und 
sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen. Nach dem Prinzip der 
Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen im Regelfall diejenige 
gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn 
am wenigsten hart trifft (BGE 138 IV 120 E. 5.2; BGE 134 IV 97 E. 4.2.2; BGE 134 IV 82 E. 4.1; zum 
Ganzen vgl. Urteil des BGer 6B_1246/2015 vom 9. März 2016 E. 1.2.2). Für den nunmehr beurteilten 
Vorfall kommt eine Geldstrafe als angemessene bzw. verhältnismässige Sanktion in Frage. 

6.6. Die Berufungsführerin verschenkte 10 Gramm Kokain an verschiedene Personen. Die 
Menge reinen Kokains berechnet sich anhand des Mittelwerts gemäss Statistik der Schweizerischen 
Gesellschaft für Rechtsmedizin, Cocain-Base. Bei einem ermittelten Mittelwert für Kokainbase im 
Jahre 2018 von 58% (2017 waren es 59%) ist eine relevante Menge von 5,8 Gramm reinem Kokain 
auszugehen. Gemäss der Berufungsführerin konsumierte sie den Grossteil des gekauften Kokains 
selbst und gab bei Gelegenheit Freunden oder Drittpersonen eine Linie Kokain ab. Aufgrund der 
Menge und der Konsumgewohnheit der Berufungsführerin kann ihr objektives Verschulden als 
gerade noch leicht qualifiziert werden. 

In subjektiver Hinsicht ist hervorzuheben, dass die Berufungsführerin vorsätzlich handelte. Sie sah 
das Verschenken von Kokain als Gefälligkeit. Sie wusste um die Wirkung des von ihr vermittelten 
Suchtstoffes, schenkte diesem aber keine Beachtung. Ihre Taten zeugen von einer gewissen Gleich-

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gültigkeit Betäubungsmitteln gegenüber, was straferhöhend ins Gewicht fällt. Es ist nicht davon 
auszugehen, dass die Berufungsführerin aus freien Stücken damit aufgehört hätte, wenn sie nicht 
von der Polizei angehalten und in Untersuchungshaft versetzt worden wäre. Die eigene Drogenab-
hängigkeit ist unter diesen Umständen leicht strafmildernd zu berücksichtigen.

Im Sinne eines Zwischenfazits ist folglich festzustellen, dass die objektive und die subjektive 
Tatschwere gerade noch leicht wiegen.

Unter diesen Umständen scheint eine hypothetische Einsatzstrafe von 150 Tagessätzen als ange-
messen. 

Bezüglich der Täterkomponenten kann auf die Erwägungen der Vorinstanz zu den persönlichen 
Verhältnissen der Berufungsführerin verwiesen werden (vgl. angefochtenes Urteil E. IV. Ziff. 1, 
S. 13). Die Berufungsführerin weist zwei Vorstrafen aus, die jedoch nicht einschlägig sind auch 
schon länger zurückliegen. Erst kürzlich erfolgte jedoch ein neuerlicher Eintrag im Strafregister im 
Zusammenhang mit einem Strassenverkehrsdelikt. Ansonsten sind das Vorleben und die persönli-
chen Verhältnisse der Berufungsführerin neutral zu gewichten. Ihre Strafempfindlichkeit ist als 
durchschnittlich zu bezeichnen. Anlässlich der Sitzung des Strafappellationshofs vom 8 Februar 
2023 gab die Berufungsführerin an, dass es keine Veränderungen in ihren persönlichen Verhältnis-
sen seit der Verhandlung vor dem Strafgericht gegeben habe. 

Insgesamt ist die Täterkomponenten daher neutral zu gewichten.

Unter Berücksichtigung sowohl der Tat- als auch der Täterkomponenten ergibt sich gesamthaft eine 
Strafe im Umfang von 150 Strafeinheiten.

7.

7.1. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer 
anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in einer Weise, dass der Täter 
nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären 
(Art. 49 Abs. 2 StGB). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erlaubt Art. 49 Abs. 2 StGB keine erneute Beurtei-
lung der in Rechtskraft erwachsenen Grundstrafe. Dass das Zweitgericht die Zusatzstrafe nach den 
zu Art. 49 Abs. 1 StGB entwickelten Grundsätzen zu bilden hat, erlaubt es ihm nicht, im Rahmen 
der retrospektiven Konkurrenz auf die rechtskräftige Grundstrafe zurückzukommen. Zwar hat es sich 
in die Lage zu versetzen, in der es sich befände, wenn es alle der Grund- und Zusatzstrafe zugrunde 
liegenden Delikte in einem einzigen Entscheid zu beurteilen hätte. Die gedanklich zu bildende hypo-
thetische Gesamtstrafe hat es jedoch aus der rechtskräftigen Grundstrafe (für die abgeurteilten 
Taten) und der nach seinem freien Ermessen festzusetzenden Einzelstrafen für die neuen Taten zu 
bilden. Sein Ermessen beschränkt sich auf die von ihm gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB vorzunehmende 
Asperation zwischen rechtskräftiger Grundstrafe und der für die noch nicht beurteilten Taten auszu-
sprechenden Strafe (BGE 142 IV 265 E. 2.4.1 f. S. 268 ff.). 

Im Falle der retrospektiven Konkurrenz ist das Delikt zu bestimmen, für welches das Gesetz die 
schwerste Strafe vorsieht. Danach wird für dieses Delikt die Einsatzstrafe festgesetzt. Anschliessend 
wird diese Sanktion im Hinblick auf die weiteren zu beurteilenden Taten erhöht. Ist das bereits abge-
urteilte Delikt das schwerere, bestimmt das Gericht die Einsatzstrafe ausgehend von diesem Delikt 
und erhöht die Strafe gestützt auf die neu zu beurteilenden Delikte. Wenn hingegen ein neu zu 
beurteilendes Delikt schwerer ist, dient dieses zur Festsetzung der Einsatzstrafe, welche gestützt 

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auf die alten, bereits abgeurteilten Delikte erhöht werden muss. Von der so gebildeten Gesamtstrafe 
ist die bereits ausgesprochene Strafe abzuziehen. Daraus resultiert die auszusprechende Zusatz-
strafe. Es ist zu unterscheiden, ob die Grundstrafe oder die neu zu beurteilenden Delikte die 
schwerste Straftat enthalten. Im ersten Fall ist die Grundstrafe aufgrund der Einzelstrafen der neu 
zu beurteilenden Delikte angemessen zu erhöhen. Anschliessend ist von der (gedanklich) gebildeten 
Gesamtstrafe die Grundstrafe abzuziehen, was die Zusatzstrafe ergibt. Liegt umgekehrt der Einzel- 
oder Gesamtstrafe der neu zu beurteilenden Taten die schwerste Straftat zugrunde, ist diese um die 
Grundstrafe angemessen zu erhöhen. Die infolge Asperation eintretende Reduzierung der rechts-
kräftigen Grundstrafe ist von der Strafe für die neu zu beurteilenden Delikte abzuziehen und ergibt 
die Zusatzstrafe (Urteil BGer 6B_384/2009 vom 5. November 2009 E. 3.5.3; BGE 142 IV 265 
E. 2.4.4)

7.2. Am 1. Januar 2018 sind die revidierten Bestimmungen des allgemeinen Teils des Strafge-
setzbuches, das neue Sanktionenrecht, in Kraft getreten. Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB wird ein Straf-
täter nach demjenigen Recht beurteilt, das bei Begehung der Tat in Kraft war. Das neue Recht ist 
demgegenüber anwendbar, wenn es für den Täter das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Hinsichtlich 
derselben Tat ist entweder nur das alte oder das neue Recht anzuwenden, eine kombinierte Anwen-
dung ist ausgeschlossen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 6B_1308/2020 vom 5. Mai 2021 
E. 4.2). Wie sich nachfolgend ergibt, ist die Berufungsführerin mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Das 
alte Recht ist diesbezüglich insofern milder, als das Maximum der Geldstrafe 360 Tagessätze 
beträgt, was sich in der konkreten Konstellation zugunsten der Berufungsführerin auswirkt. Die Straf-
zumessung im Rahmen von Art. 49. Abs. 2 StGB ist daher auf der Basis des alten Rechts vorzuneh-
men. 

7.3. Die Berufungsführerin wurde von der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg mit Strafbe-
fehl vom 9. Dezember 2022 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie Fahrens ohne Berech-
tigung zu einer bedingten Geldstrafe zu 165 Tagessätzen zu CHF 30.- verurteilt. Die Probezeit wurde 
auf fünf Jahre festgelegt. Das Vergehen gegen das BetmG, für das ebenfalls eine Geldstrafe auszu-
sprechen ist, fand vor dieser Verurteilung statt. Es liegt somit eine vollständige retrospektive Konkur-
renz vor. Da für das nunmehr zu beurteilende Delikt ebenfalls eine Geldstrafe ausgesprochen wird, 
liegen gleichartige Strafarten vor und es ist in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 und Abs. 2 StGB je 
eine Gesamtstrafe – als Zusatzstrafe zum erwähnten Strafbefehl – zu bilden 

Beide Delikte sind vorliegend abstrakt gleich schwer. Dem Strafappellationshof dient der Einfachheit 
halber das bereits abgeurteilte Delikt der Festsetzung der Einsatzstrafe. 

Wie dargelegt, erachtet der Strafappellationshof für das vorliegend zu beurteilende Delikt eine Geld-
strafe von 150 Tagessätzen als angemessen. Die Strafe gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
des Kantons Freiburg vom 12. September 2022 von 165 Tagessätzen ist durch Asperation um die 
Strafe für das neu zu beurteilende Delikt zu erhöhen. Eine Erhöhung auf eine Geldstrafe von 
285 Tagessätzen erscheint als angemessen. Von dieser hypothetischen Gesamtstrafe ist die mit 
Urteil der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 9. Dezember 2022 ausgesprochene Geld-
strafe von 165 Tagensätzen abzuziehen, womit eine Zusatzstrafe von 120 Tagessätzen verbleibt.

7.4. Die Höhe des Tagessatzes beträgt in der Regel mindestens CHF 30.- und höchstens 
CHF 3'000.-. Sie wird nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeit-
punkt des Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- 
und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum bestimmt (Art. 34 Abs. 2 StGB). Die 
Berufungsführerin arbeitet gemäss eigenen Angaben aktuell als Abwartin und verdient durchschnitt-

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lich CHF 2'000.- pro Monat. Zusätzlich wird sie vom der Sozialhilfe unterstützt, wobei dieser Betrag 
je nach erzieltem Eigenverdienst variiert. Unter diesen Umständen erscheint ein Tagessatz in der 
Höhe von CHF 30.- als angemessen. 

Gestützt auf Art. 51 StGB wird der Berufungsführerin die ausgestandene Untersuchungshaft an die 
Geldstrafe angerechnet. Der Beschuldigte wurde am 19. April 2018 angehalten und am 10. August 
2018 wieder entlassen. Angesichts dessen sind ihr 114 Tage Untersuchungshaft an die Geldstrafe 
anzurechnen (vgl. METTLER/SPICHTIN, Basler Kommentar StGB/JStG, 4. Aufl. 2019, Art. 51 N. 17; 
Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2019.74 vom 7. Oktober 2020 E. 4.9).

8.

8.1. Art. 42 Abs. 1 StGB sieht vor, dass das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Frei-
heitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel aufschiebt, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhal-
ten. In subjektiver Hinsicht hat das Gericht für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges eine 
Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu stellen. Bei der Prüfung, ob der Verurteilte 
für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr bietet, ist eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen 
Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen auch 
das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charak-
ter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die Einschätzung des Rückfall-
risikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Relevante Faktoren sind etwa straf-
rechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer 
Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum 
Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen. Es ist unzulässig, einzelnen Umständen eine vorran-
gige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu 
lassen. Wie bei der Strafzumessung (Art. 50 StGB) müssen die Gründe im Urteil so wiedergegeben 
werden, dass sich die richtige Anwendung des Bundesrechts überprüfen lässt (vgl. BGE 134 IV 1 
E. 4.2.1). Die Gewährung des Strafaufschubes setzt nicht die positive Erwartung voraus, der Täter 
werde sich bewähren, sondern es genügt die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun 
werde. Der Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose 
abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit den Vorrang (vgl. BGE 134 
IV 1 E. 4.2.2). 

8.2. Der Strafappellationshof ist der Ansicht, dass für die Berufungsführerin die Voraussetzungen 
für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs vorliegen. Es ist nicht von einer negativen Legalpro-
gnose auszugehen. Sie ist zwar vorbestraft, die Vorstrafen sind aber nicht einschlägig und liegen 
zeitlich grössenteils weit zurück. Die Berufungsführerin zeigt sich geläutert, konsumiert keine Betäu-
bungsmittel mehr und ist trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung gewillt, ihre gesellschafltiche Inte-
gration aufrechtzuerhalten, weshalb auch die Ausfällung einer teilbedingten Geldstrafe nicht als 
notwendig erscheint. Das vorliegende Verfahren und die erstandene Untersuchungshaft von mehr 
als vier Monaten dürften ihr Lehre genug sein und abschreckend wirken. Aus denselben Gründen 
sieht der Strafappellationshof auch von einer Verbindungsbusse ab. Die Probezeit wird auf 2 Jahre 
festgelegt. 

9.

9.1. Die Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn 
sie verurteilt wird. Ausgenommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung, vorbehalten bleibt 

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Art. 135 Abs. 4 StPO. Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 
darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).

Die Berufungsführerin wird vorliegend wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG und nicht 
wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 BetmG für schuldig befunden. Das Strafmass wurde von 
30 Monaten Freiheitsstrafe auf eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen reduziert. Bei diesem Verfah-
rensausgang sind demnach die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 8’600.- (Gebühren: 
CHF 5’000.-; Auslagen: CHF 3’600.-) zu einem Sechstel der Berufungsführerin und zu fünf Sechsteln 
dem Staat Freiburg aufzuerlegen.

Für die Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt die Rückzahlungspflicht der Berufungsführerin im 
Umfang von einem Sechstel gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO vorbehalten. Sie hat die Kosten der 
amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen, sobald sie dazu finanziell in der Lage sein wird.

Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Die Verfahrenskosten umfassen die 
Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. des Justiz-
reglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). In Anwendung dieser Bestimmungen wer-
den die Gerichtskosten für die Berufungsverhandlung auf global CHF 3’300.- festgesetzt (Gebühren: 
CHF 3’000.-; Auslagen: CHF 300.-).

Im Berufungsverfahren dringt die Beschuldigte mit ihren Anträgen durch. In Anwendung der obge-
nannten Bestimmungen und dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Kosten des 
Berufungsverfahrens (Gebühren: CHF 3’000.-; Auslagen: CHF 300.-) dem Staat Freiburg auferlegt. 

9.2. Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons 
entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 JR 
wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im 
Kanton Freiburg auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads 
der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen unter jenem 
des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 
6B_586/2013 vom 1. Mai 2014, E. 3.3). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR). 

Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5 % der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen sämt-
liche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit (Abs. 3); für Reisen inner-
halb des Kantons haben die Anwältinnen und Anwälte Anspruch auf eine Entschädigung von 
CHF 2.50 je Kilometer (Art. 77 Abs. 1 JR). Die Mehrwertsteuer beträgt 7,7 % (Art. 25 Abs. 1 MWStG).

9.3. Rechtsanwalt Gapany veranschlagt für das vorliegende Berufungsverfahren einen Zeitauf-
wand von insgesamt 11 Stunden und 18 Minuten (exkl. des Aufwands für die Berufungsverhandlung 
und Nachbearbeitung). Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsaufwand 
von total 11 Stunden und 30 Minuten, ausmachend CHF 2'070.-, als angemessen. Die Entschädi-
gung für die Auslagen beläuft sich auf CHF 103.50 (5% von CHF 2’070.-) und die Reisekosten auf 
CHF 30.-. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Gapany für das vorliegende Verfahren eine 
angemessene Entschädigung von CHF 2'373.15, inklusive CHF 169.65 Mehrwertsteuer, zu entrich-
ten. 

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird gutgeheissen.

Das Urteil des Strafgerichts des Seebezirks vom 3. Februar 2022 wird abgeändert und lautet 
neu wie folgt:

1. A.________ wird verurteilt wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, 
begangen in der Zeit von 15. Juli 2017 bis 18. April 2018.

2. Das Verfahren wegen Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird aufgrund Verjährung 
eingestellt (Art. 109 StGB).

3. Die Strafe wird festgesetzt auf eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 30.-. Der 
bedingte Strafvollzug wird gewährt. Die Probezeit wird auf zwei Jahre festgesetzt 
(Art. 34, 42, 44, 47, 49 Abs. 2 StGB). Diese Strafe gilt als Zusatzstrafe zum Strafbefehl 
der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 9. Dezember 2022.

4. Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft vom 19. April 2018 bis 10. August 2018 
von 114 Tagen wird angerechnet (Art. 51 StGB).

5. Die beschlagnahmte elektronische Waage Triton T2, schwarz, sowie das Smartphone 
Microsoft mit Ladegerät, IMEI 353691074724013, samt Zubehör, werden eingezogen und 
vernichtet (Art. 69 StGB).

6. Die Verfahrenskosten von CHF 8’600.00 (Gebühren CHF 5'000.00, Auslagen 
CHF 3’600.00) werden zu einem Sechstel A.________ und zu fünf Sechsteln dem 
Staat Freiburg auferlegt (Art. 426 Abs. 1 StPO).

7. Die dem amtlichen Verteidiger vom Staat auszurichtende Entschädigung wird auf 
CHF 7'599.30 (wovon CHF 543.30 Mehrwertsteuer) festgesetzt. Da mit Entscheid vom 
24. September 2021 der Präsidentin des Strafgerichts bereits eine Anzahlung von 
CHF 5'000.00 zu Gunsten von Rechtsanwalt Pierre-Henri Gapany als amtlicher 
Verteidiger geleistet wurde, reduziert sich der noch auszurichtende Betrag auf 
CHF 2’599.30.

Die gesetzliche Pflicht von A.________ zur Rückzahlung der ausgerichteten 
Entschädigung an den Staat Freiburg und zur Nachzahlung der Differenz zum vollen 
Kostenersatz an Rechtsanwalt Pierre-Henri Gapany im Umfang von einem Sechstel 
bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 3’300.- festgesetzt (Gerichtsgebühr: 
CHF 3’000.-; Auslagen: CHF 300.-) und dem Staat Freiburg auferlegt.

III. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt Pierre-Henri 
Gapany im Berufungsverfahren werden auf CHF 2'373.15.- festgesetzt (inkl. MwSt. von 7.7%: 
169.65 CHF).

IV. Zustellung.

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Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim Bun-
desgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzun-
gen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen nach der 
Eröffnung Beschwerde beim Bundesstrafgericht einreichen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. Art. 
396 Abs. 1 StPO). Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den 
Art. 379 bis 397 StPO geregelt (Art. 39 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisa-
tion der Strafbehörden des Bundes; StBOG; SR 173.71). Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesstrafgericht, Postfach 2720, Bellinzona, einzureichen.

Freiburg, 8. Februar 2023/ser

Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber: