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**Case Identifier:** c1b6a2f6-9dd2-511d-b8f8-378249dfb2a6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.05.2018 200 2017 770
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-770_2018-05-16.pdf

## Full Text

200 17 770 UV
KOJ/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Mai 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

HOTELA VERSICHERUNGEN AG
Rue de la Gare 18, Case postale 1251, 1820 Montreux 1
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Juli 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, UV/17/770, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der HOTELA VERSICHERUNGEN AG 
(HOTELA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als sie 
sich gemäss Schadenmeldung (Akten der HOTELA [act. II] 4) am 27. De-
zember 2013 durch einen Sturz auf Glatteis an der linken Schulter verletz-
te. Die HOTELA gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereignis 
zunächst Taggeld und Heilbehandlung, wobei sie diese vorübergehenden 
Leistungen mit dem Wegfall der Arbeitsunfähigkeit im Februar 2014 
(act. II 9; Akten der HOTELA [act. IIA] 10, 13 f.) bzw. dem vorläufigen Be-
handlungsabschluss im Juli 2014 (act. II 16/1; act. IIA 15) stillschweigend 
einstellte. Nach erneuter Behandlungsaufnahme lehnte sie ihre Leistungs-
pflicht für die Zeit nach Juli 2014 mit Verfügung vom 9. April 2015 (act. II 
24) ab. Hiergegen erhob die Trägerin der obligatorischen Krankenpflege-
versicherung Einsprache (act. II 26), worauf die HOTELA ein orthopädi-
sches Gutachten (act. IIA 28) einholte. Gestützt darauf anerkannte sie 
formlos einen Anspruch auf weitere Leistungen bis zum erneuten Behand-
lungsabschluss im «Sommer 2015» (act. II 39; vgl. auch Akten der Versi-
cherten [act. I] 5). Nachdem sich die Versicherte am 20. Mai 2016 einer 
(erneuten) Schulteroperation (act. IIA 33) mit konsekutiv attestierter Ar-
beitsunfähigkeit (act. IIA 32, 36, 38) unterzogen hatte, verneinte die 
HOTELA, basierend auf einem orthopädischen Verlaufsgutachten (act. IIA 
48), mit Verfügung vom 10. Mai 2017 (act. II 68) eine Leistungspflicht für 
die ab März 2016 behandelten Beschwerden. Daran hielt sie auf Einspra-
che hin (act. II 70) mit Entscheid vom 13. Juli 2017 (act. II 73) fest.

B.

Mit Eingabe vom 6. September 2017 hat die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde erhoben und beantragt, der ange-
fochtene Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihr seien 
über März 2016 hinaus die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, UV/17/770, Seite 3

insbesondere «Heilungskosten und Taggelder», zuzusprechen. Die Be-
schwerdegegnerin sei überdies zu verpflichten, zu gegebener Zeit den An-
spruch auf eine Invalidenrente und Integritätsentschädigung zu prüfen und 
darüber gegebenenfalls zu verfügen. Eventualiter sei die Sache zur weite-
ren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In der Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2017 hat die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde geschlossen.

Mit Replik vom 15. November 2017 bzw. Duplik vom 29. Januar 2018 ha-
ben die Parteien an ihren Anträgen festgehalten und weiteren Unterlagen 
ins Recht gelegt (act. I 5; Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIB] 1 f.).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-

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pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Juli 
2017 (act. II 73). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 27. Dezember 2013 und dabei insbesondere, 
ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die ab März 2016 be-
handelten Beschwerden zu Recht verneinte. Da im Zweig der obligatori-
schen Unfallversicherung das Naturalleistungsprinzip gilt (vgl. FRÉ-
SARD/MOSER-SZELESS, Unfallversicherungsrecht, in: ULRICH MEYER [Hrsg.], 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Si-
cherheit, 3. Aufl. 2016, S. 968 N. 196), ist das Rechtsbegehren auf Erbrin-
gen von Heilungskosten (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 1) nach seinem er-
kennbaren, wirklichen Sinn (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 11) als Antrag um Gewährung von 
Heilbehandlung (als Sachleistung) zu interpretieren. Was das Rechtsbe-
gehren anbelangt, wonach die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, zu 
gegebener Zeit den Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung zu 
prüfen (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 2), ist auf das Folgende hinzuweisen: 
Werden die vorübergehenden Leistungen im Rahmen eines Fallabschlus-
ses (im Sinne von Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) eingestellt, ist von einem 
einheitlichen Streitgegenstand auszugehen, der auch den Rentenanspruch 
und die Integritätsentschädigung umfasst, selbst wenn darüber im Anfech-
tungsobjekt nicht befunden wurde (vgl. Entscheide des Bundesgerichts 
[BGer] vom 29. September 2015, 8C_170/2015, E. 4.2 und vom 28. Juni 
2010, 8C_58/2010, E. 2.5). Wird die Leistungsterminierung hingegen – wie 
hier – mit einem eingetretenen Status quo sine vel ante begründet (vgl. 
dazu E. 3.3 und E. 3.3.2 hiernach), fällt damit ohne weiteres immer auch 
eine Invalidität oder ein Integritätsschaden ausser Betracht. Die Verwaltung 
verneinte im angefochtenen Einspracheentscheid (act. II 73) eine weitere 
Leistungspflicht ab März 2016 denn auch integral, womit sich der Anfech-
tungs- und Streitgegenstand nicht etwa auf den Heilbehandlungs- und 
Taggeldanspruch beschränkt.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-

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te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Die 
Anforderungen an den Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs 
in Medizin und Recht müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich sein. 
Deshalb kann es vorkommen, dass der natürliche Kausalzusammenhang 
aufgrund (unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, obwohl im 
Einzelfall ein strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht 
zu erbringen ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende 
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfra-
ge handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leis-

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tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV 
Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3

2.3.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 27. Dezember 2013 die kumulativen Tatbe-
standsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. Für den Unfall ist in inter-
temporalrechtlicher Hinsicht die bis 31. Dezember 2016 gültige Rechtslage 
massgebend (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 

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25. September 2015 des UVG), was sich im vorliegenden Fall indes nicht 
anspruchsrelevant auswirkt.

3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im Zusammenhang mit dem Unfal-
lereignis zunächst vorübergehende Leistungen erbracht und damit das Vor-
liegen der Anspruchsvoraussetzungen – insbesondere die leistungsbe-
gründende natürliche Unfallkausalität – anerkannt (vgl. Entscheid des BGer 
vom 1. Februar 2011, 8C_895/2010, E. 5.1). Demnach liegt die Beweislast 
für das Dahinfallen des Kausalzusammenhangs grundsätzlich bei ihr (vgl. 
E. 2.2 hiervor). Allerdings prüfte sie ihre Leistungspflicht ab März 2016 of-
fenbar unter dem Aspekt eines Rückfalls (act. II 50), nachdem sie zuvor 
einen weiteren Leistungsanspruch mit Schreiben vom 5. November 2015 
(act. II 39) bis «Sommer 2015» anerkannt hatte, ohne das Einsprachever-
fahren zu einem formellen Abschluss zu bringen. Ein Rückfall (vgl. dazu: 
Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversiche-
rung [UVV; SR 832.202]; BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; SVR 2016 UV 
Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2) kann zwar auch nach einem 
stillschweigenden Fallabschluss vorliegen, soweit zu einem bestimmten 
Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behand-
lungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 18. März 2010, 8C_947/2009, E. 2.2). Einerseits war 
die leistungsfreie Zeit zwischen «Sommer 2015» (act. II 39) und der Wie-
deraufnahme der Behandlung am 14. März 2016 (act. II 50/1; act. IIA 30 f.) 
aber relativ kurz, andererseits bestand wohl ein beschwerdefreies Intervall, 
erklärte die Beschwerdeführerin doch, erst Mitte Dezember 2015 seien 
erneut Bewegungsschmerzen in der Schulter aufgetreten (act. II 50). Ob 
tatsächlich ein Rückfall vorliegt oder der Leistungsanspruch unter dem As-
pekt des Grundfalls zu beurteilen ist, kann letztlich aber offen bleiben, denn 
diese Frage beschlägt lediglich die objektive Beweislast im Falle einer hier 
nicht gegebenen Beweislosigkeit. 

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Juli 2017 (act. II 
73) basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf den gutachterlichen 
Beurteilungen von Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Facharzt für 
Handchirurgie (act. IIA 28, 48).

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3.3.1 In der Expertise vom 20. Oktober 2015 (act. IIA 28) vermerkte Dr. 
med. D.________ die folgenden Diagnosen:

 Status nach Arthroskopie der linken Schulter am 2. April 2015 mit 
Débridement der Supraspinatussehne und transossärer Re-
Insertion, Débridement der langen Bizepssehne und Tenotomie im 
Sulcusausgang

 Status nach undislozierter Tuberculum majus-Fraktur und partieller 
Ruptur der Supraspinatussehne am 27. Dezember 2013 mit ossärer 
Konsolidierung und sekundärer Entwicklung einer posttraumatischen 
Tendinitis calcarea 

Er gelangte zum Schluss, dass sehr wahrscheinlich ein natürlicher Kausal-
zusammenhang zwischen dem Zustand der linken Schulter und dem Unfal-
lereignis bestehe. Es habe kein pathologischer Vorzustand vorgelegen und 
auch die Kalkschulter sei eine Folge des Sturzes. Der Status quo sine sei 
kurz nach der Wiederherstellung der normalen Schulterfunktion und 
Schmerzfreiheit im Nachgang zur Operation vom 2. April 2015 (act. IIA 22) 
mit dem Behandlungsabschluss im «Sommer 2015» erreicht worden.

3.3.2 Im Verlaufsgutachten vom 24. Februar 2017 (act. IIA 48) stellte Dr. 
med. D.________ zusätzlich die nachstehenden Diagnosen:

 Stoffwechselaktiver Osteosklerose-Herd an der Basis der Spina scapulae 
links (Morbus Paget, andere Erkrankung?)

 Status nach Arthroskopie der linken Schulter am 20. Mai 2016 mit Débri-
dement des Subakromialraums, ohne Besserung

Er erklärte im Wesentlichen, einerseits präsentiere sich die osteoartikuläre 
Situation der linken Schulter klinisch quasi normal, insbesondere ohne kla-
re Anhaltspunkte für ein wahrscheinliches Fortbestehen eines wesentlichen 
subakromialen Konflikts oder einer anderen posttraumatischen Pathologie. 
Es liege somit keine objektvierbare posttraumatische Läsion mehr vor und 
die Restbeschwerden könnten weder klinisch noch bildgebend erklärt wer-
den. Andererseits könne der festgestellte metabolische Osteosklerose-
Herd die Restbeschwerden gut erklären und müsste durch eine Knochen-
biopsie näher untersucht werden. Es handle sich hierbei indes nicht um 
Unfallfolgen, sondern um eine noch unbestimmte interkurrente Erkrankung. 
Der Status quo sine vel ante sei wahrscheinlich spätestens im November 
2015 mit der problemlosen Wiederaufnahme der Arbeit eingetreten. Die 
anfangs 2016 aufgetretenen Beschwerden stünden dagegen in Verbindung 
mit der noch unbestimmten Erkrankung an der Basis der spina scapulae 

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links, die bereits im MRI vom 21. März 2016 (act. IIA 31) und noch offen-
sichtlicher in der Skelettszintigraphie bzw. SPECT/CT-Untersuchung vom 
27. Dezember 2016 (act. IIA 45) erkennbar gewesen sei.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.5 Die Beschwerdeführerin rügt vorab in formeller Hinsicht, die Explo-
rationen seien in französischer Sprache durchgeführt worden und aus den 
Gutachten sei überdies nicht ersichtlich, welche Unterlagen dem Sachver-
ständigen vorgelegen hätten (Beschwerde S. 3 Ziff. III Ziff. 2). 

3.5.1 Der bestmöglichen sprachlichen Verständigung zwischen dem Gut-
achter und der versicherten Person kommt vor allem bei psychiatrischen 
Abklärungen besonderes Gewicht zu (vgl. Entscheid des BGer vom 17. Ok-
tober 2014, 8C_578/2014, E. 4.2.5 mit Hinweis auf BGE 140 V 260 E. 3.2.1 
S. 261), während sie im Rahmen der orthopädischen Exploration nicht 
denselben Stellenwert hat, da bereits die körperliche Untersuchung bzw. 
bildgebende Befunde wesentliche Erkenntnisse liefern können. Trotzdem 
ist seitens der Verwaltung auch für orthopädische Expertisen grundsätzlich 

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ein Sachverständiger zu bezeichnen, der eine der versicherten Person 
geläufige Amtssprache des Bundes spricht (vgl. BGE 127 V 219). Es ist 
aber letztlich eine Frage der Beweiswürdigung, ob aus einer medizinischen 
Abklärung, welche nicht in der Muttersprache der versicherten Person und 
ohne Dolmetscher durchgeführt worden ist, ein beweiskräftiges und ver-
wertbares Beweismittel resultiert oder nicht (vgl. Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 26. April 2006, 
I 28/06, E. 3.1). Der in ... praktizierende Dr. med. D.________ ist französi-
scher Muttersprache, spricht unter anderem aber auch Deutsch (vgl. 
<www.swiss-insurance-medizine.ch>, Rubrik: Zertifizierte Fachpersonen 
SIM/Suche Fachpersonen SIM; act. IIB 2). Wenngleich er beide Gutachten 
(act. IIA 28, 48) in französischer Sprache abfasste, erfolgte nach den An-
gaben der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort S. 20 Ziff. V Ziff. 7.2) 
die Verständigung zwischen ihm und der Explorandin in Deutsch, was die-
se replicando denn auch eingeräumt hat (Replik S. 3 Ziff. III Ziff. 2). Damit 
bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass Verständigungsprobleme vorla-
gen, welche sich auf die Qualität der medizinischen Expertisen niederge-
schlagen haben könnten. Dass die Beschwerdeführerin deren Inhalt man-
gels ausreichender Französischkenntnisse nicht verstanden haben soll, 
beschlägt somit einzig die Frage des Anspruchs auf eine kostenlose Über-
setzung der Gutachten (vgl. BGE 127 V 219). Da die Beschwerdeführerin 
anwaltlich vertreten ist, ihr Rechtsvertreter nach eigenen Angaben franzö-
sisch spricht (vgl. <www…..ch>) und die Gutachten überdies offensichtlich 
gut verstanden hat, erübrigte sich deren Übersetzung.

3.5.2 Aus den anamnestischen Angaben in den Gutachten (act. IIA 
28/3 ff., 48/1 ff.) ist sehr wohl ersichtlich, dass Dr. med. D.________ 
vollständige Aktenkenntnis hatte. Zudem wird weder geltend gemacht noch 
ergeben sich Hinweise darauf, dass dem Gutachter seitens der Verwaltung 
einzelne medizinische Unterlagen vorenthalten worden wären.

3.6 Der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der orthopädischen Gutach-
ten vom 20. Oktober 2015 und 24. Februar 2017 (act. IIA 28, 48) steht nach 
dem Gesagten in formeller Hinsicht nichts entgegen. Allerdings vermögen 
die beiden Expertisen zufolge inhaltlicher Mängel in wesentlichen Punkten 
nicht zu überzeugen. 

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3.6.1 Im Gutachten vom 20. Oktober 2015 (act. IIA 28) erachtete Dr. med. 
D.________ einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Zu-
stand der linken Schulter und dem Unfallereignis sehr wahrscheinlich als 
gegeben (act. IIA 28/11 Ziff. 2.1). Er nahm dabei keine zeitliche Einschrän-
kung vor, bezog sich somit auf den aktuellen Zustand der Schulter. Im sel-
ben Gutachten erklärte er hingegen, dass der Status quo sine kurz nach 
der Wiederherstellung der normalen Schulterfunktion und Schmerzfreiheit 
im Nachgang zur Operation vom 2. April 2015 mit dem Behandlungsab-
schluss im «Sommer 2015» eingetreten sei (act. IIA 28/12 Ziff. 2.2.6 und 
Ziff. 4.1). Dies ist zum einen widersprüchlich und zum anderen fehlt eine 
nähere Begründung, weshalb der Status quo sine eingetreten sei. Der Gut-
achter gab lediglich an, die Behandlung sei im «Sommer 2015» abge-
schlossen worden, wobei er unerwähnt liess, dass nach dem besagten 
Eingriff (act. IIA 22) eine mehrmonatige vollständige bzw. ab Juli 2015 noch 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestand (act. IIA 26 f.). Wenn er aus dieser 
Aktenlage schloss, der Status quo sine sei im «Sommer 2015» eingetreten, 
überzeugt dies – wie erwähnt – nicht. Mangels substanziierter Begründung 
kann dieser Schluss beweisrechtlich nicht als überwiegend wahrscheinlich 
erstellt gelten. 

3.6.2 Im Verlaufsgutachten vom 24. Februar 2017 (act. IIA 48) fokussierte 
Dr. med. D.________ stark auf die am 27. Dezember 2016 im Spital 
E.________ von Dr. med. F.________, Facharzt für Radiologie, befundete 
Hyperostose bzw. Mehrsklerosierung der Skapula (act. IIA 45). Er erblickte 
in diesem pathoätiologisch noch nicht vollständig abgeklärten Geschehen 
(über welches eine Knochenbiopsie allenfalls weitere Aufschlüsse geben 
könnte [act. IIA 45/2], das aber jedenfalls keinen tumorösen Prozess dar-
stellt [act. IIA 47/1]) eine mögliche Ursache für die geklagten Schulterbe-
schwerden. Zwar ist es nicht Sache der obligatorischen Unfallversicherung, 
die Ursache eines Gesundheitsschadens zu erforschen, sie hat lediglich 
die Unfallkausalität abzuklären (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Dezem-
ber 2011, 8C_755/2011, E. 5.2). Allemal haben sich die Fachärzte in den 
medizinischen Entscheidgrundlagen aber nachvollziehbar und überzeu-
gend über die Gründe dafür auszusprechen, dass eine ihres Erachtens rein 
krankheitsbedingte Entwicklung nunmehr als einzige Ursache für die ge-
klagte Beschwerdesymptomatik in Betracht kommt. Dieser Anforderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, UV/17/770, Seite 13

wird die Verlaufsexpertise des Dr. med. D.________ nicht gerecht. Wohl 
korreliert seine Einschätzung, wonach die osteoartikuläre Situation der lin-
ken Schulter klinisch quasi normal ist, mit der Auffassung von anderen in-
volvierten Experten. So stellte Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, im Konsilia-
rbericht des Spitals H.________ vom 11. August 2016 (act. IIA 40) eine 
objektiv freie aktive und passive Schulterbeweglichkeit fest. Auch Dr. med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates sowie Facharzt für Physikalische Medizin und Reha-
bilitation, fand anlässlich der Untersuchung in der Klinik J.________ vom 
11. Mai 2017 keine Merkmale einer artikulären Dysfunktion (act. IIA 50/2). 
Allerdings wies Dr. med. K.________, Fachärztin für Radiologie, im Be-
fundbericht vom 21. März 2016 (act. IIA 31) über das gleichentags durch-
geführte Arthro-MRI darauf hin, dass sich bei Zustand nach Abrissfraktur 
des Tuberculum majus links das Fragment etwas verkantet eingewachsen 
präsentiere, so dass die prominente Aussenkontur des lateralen Humerus-
kopfes ein Hypomochlion (Dreh- bzw. Unterstützungspunkt eines Hebels 
[vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 974) für die 
Infraspinatussehne darstellen könnte. Anlässlich der anschliessenden 
Schulterarthroskopie vom 20. Mai 2016 (act. IIA 33; vgl. auch act. IIA 34 f.) 
wurden Biopsien zum Ausschluss eines infektiösen Geschehens entnom-
men sowie ein ausgedehntes Release des Subakromialraums durchgeführt 
(Lösen der Adhäsionen bzw. der im Narbengewebe gefangenen Rotato-
renmanschette). Mithin blieb das von Dr. med. K.________ aufgezeigte 
Problem allenfalls weiterhin bestehen, zumal auch seitens des Spitals 
M.________ im Bericht vom 29. November 2016 (act. IIA 43) diagnostisch 
eine fragliche Malunion des Tuberculum majus vermerkt wurde. Soweit die 
prominente Kontur am Humeruskopf tatsächlich die Supraspinatussehne 
kompromittieren würde, spräche dies klar gegen einen eingetretenen Sta-
tus quo sine, die Radiologin erwähnte dies indes als blosse Möglichkeit 
(act. IIA 31). Auf diesen Aspekt ging der Gutachter nicht näher ein, was die 
Beschwerdeführerin zu Recht kritisiert (Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 3). 
Sodann erklärte Dr. med. G.________ am 5. Dezember 2016, die persistie-
renden und belastenden Beschwerden seien klinisch eindeutig subakromial 
bedingt (act. IIA 44). Auf den von ihm für wahrscheinlich gehaltenen Zu-
sammenhang, das prominente Tuberculum majus bei Status nach der ent-

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sprechenden Fraktur führe zu einer Reizung der subakromialen Bursa, 
kann in Anbetracht des massgebenden Beweisgrades (vgl. E. 2.2 hiervor) 
aber ebenso wenig abgestellt werden. Hinzu kommt, dass er auch die Mög-
lichkeit einer zentralen Schmerzmodulation bzw. einer biopsychosomati-
schen Komponente ansprach (act. IIA 40), was wiederum auf unfallfremde 
Einflüsse hindeuten würde. Auch seitens des Spitals M.________ wurde 
letztlich eine komplexe Schmerzsituation im Sinne einer unklaren 
Schmerzproblematik beschrieben (act. IIA 42), womit die Pathoätiologie 
offen blieb. Dasselbe gilt für den aktuellsten Bericht des Spitals 
M.________ vom 17. Januar 2017 (act. IIA 46), in welchem die geklagte 
Symptomatik diagnostisch einer Skapula-Dyskinesie zugeordnet wurde, 
wobei der Oberarzt Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die festgestellte 
Schulterinstabilität als nicht symptomführend qualifizierte und das erweiter-
te Rotatorenintervall als Beschwerdeursache für unwahrscheinlich hielt.

3.7 Nach dem Dargelegten genügen die orthopädischen Gutachten des 
Dr. med. D.________ vom 20. Oktober 2015 (act. IIA 28) und vom 24. Fe-
bruar 2017 (act. IIA 48) den vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen nicht (vgl. E. 3.4 hiervor). Auch die weitere medizinische Ak-
tenlage gibt nicht hinreichend Aufschluss über die Frage der natürlichen 
Unfallkausalität. Anhand der Anamnese, des bildgebend dokumentierten 
Verlaufs sowie der intraoperativ erhobenen Befunde lässt sich der ungenü-
gend abgeklärte Sachverhalt insbesondere auch retrospektiv weiter erhe-
ben, so dass keine Beweislosigkeit vorliegt (vgl. E. 3.2 hiervor). Die Sache 
ist an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie in Nachachtung der Unter-
suchungsmaxime (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Frage des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 27. Dezember 2013 und 
den ab März 2016 persistierenden Schulterbeschwerden links (inkl. einer 
allenfalls eingetretenen richtunggebenden Verschlimmerung eines Vorzu-
standes bzw. eines zwischenzeitlich allenfalls erreichten Status quo sine 
vel ante) mittels (erneuter) verwaltungsexterner Begutachtung klärt. Ansch-
liessend wird sie über den Leistungsanspruch neu zu befinden haben. Mit 
dem eventualiter gestellten Rückweisungsantrag (Beschwerde S. 2 Ziff. I 
Ziff. 3) hat die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin zu verstehen ge-
geben, dass sie keine Instanz verlieren will, was beim Einholen eines Ge-

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richtsgutachtens jedoch der Fall wäre. Die Rückweisung zur weiteren Ab-
klärung steht somit in Einklang mit der Rechtsprechung in BGE 137 V 210. 
Die gegen den Einspracheentscheid 13. Juli 2017 (act. II 73) gerichtete 
Beschwerde ist somit im Sinne des Eventualantrags gutzuheissen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Rechtsanwalt 
B.________ hat mit Kostennote vom 22. Februar 2018 ein Honorar von 
Fr. 5‘035.-- (basierend auf einem Aufwand von 20.14 Stunden) zzgl. Ausla-
gen und MWSt. geltend gemacht. Insgesamt ergibt sich eine Forderung 
von Fr. 5‘678.95, die mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle, auch unter 
Berücksichtigung des doppelten Schriftenwechsels, übersetzt erscheint. 
Angesichts des überschaubaren Sachverhalts, der unkomplizierten Rechts-
lage sowie dem Umfang der eingereichten Rechtsschriften wird die Partei-
entschädigung ermessensweise auf pauschal Fr. 4‘500.-- (inkl. Auslagen 
und MWSt.) festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin zu ersetzen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der HOTELA VERSICHERUNGEN AG vom 13. Juli 2017 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen – neu verfüge.

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2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4‘500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.