# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44963c48-8ba7-57e0-a77c-ed90d62c87ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.05.2008 C-4104/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4104-2007_2008-05-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4104/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  M a i  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

A._______, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Rentenanspruch (Verfügung vom 9. Mai 2007).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4104/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: IV-
Stelle) mit Verfügung vom 9. Mai 2007 A._______ mitteilte, dass ihr ab 
dem 1. Juni 2005 eine halbe Invalidenrente in der Höhe von Fr. 226.- 
(bzw. Fr. 233.- ab 1. Januar 2007) ausgerichtet werde, 

dass A._______ mit Schreiben vom 25. Mai 2007, welches sie an die 
IV-Stelle  richtete,  erklärte,  sie  erhebe  Widerspruch  gegen  die 
Verfügung vom 9. Mai 2007, um nicht in Zeitverzug zu kommen; dass 
sie  zur  Zeit  daran  sei,  neue  Unterlagen  und  Arztberichte  zu 
beschaffen, weil  nach Meinung der kroatischen Ärzte eine Invalidität 
von  100%  vorliege  und  dass  dafür  noch  etliche  Untersuchungen 
erforderlich seien, weshalb sie um Geduld bitte, 

dass die IV-Stelle die Eingabe am 13. Juni 2007 an das Bundesver-
waltungsgericht weitergeleitet hat,

dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beur-
teilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die IV-Stelle als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat,  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG]  SR  831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass  die  IV-Stelle  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  von  Amtes 
wegen ermittelt (vgl. Art. 43 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] SR 
830.1 und Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV] SR 831.201),

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 15. Oktober 2007 die in 
ihrer  Beschwerde  angekündigten  medizinischen  Berichte  bei  der  IV-
Stelle einreichte, welche wiederum an das Bundesverwaltungsgericht 
weitergeleitet wurden, 

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C-4104/2007

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 26. März 2008 unter 
Hinweis auf den Bericht ihres ärztlichen Dienstes vom 13. März 2008, 
wonach die eingereichten medizinischen Unterlagen den qualitativen 
Anforderungen nicht genügten und eine polydisziplinäre Begutachtung 
(wenn  möglich  in  der  Schweiz)  angezeigt  sei,  die  Gutheissung  der 
Beschwerde und die  Rückweisung der  Sache an die IV-Stelle  bean-
tragte, 

dass mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass der angefochtene 
Entscheid  auf  einer  unvollständigen  und  gegebenenfalls  unrichtigen 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass  die  Beschwerde  demnach  gutzuheissen  und  die  Sache  zur 
Neubeurteilung an die  Vorinstanz  zurückzuweisen ist  (Art. 61  Abs. 1 
VwVG),

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass  der  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführerin  keine 
unverhältnismässig grossen Kosten entstanden sind, weshalb ihr keine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra-
rio, vgl. auch Art. 7 ff.  des Reglements vom 11. Dezember 2006 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE] SR 173.320.2).

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom 9. Mai 2007 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle für Ver-
sicherte im Ausland zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter 
Abklärung über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen. 

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C-4104/2007

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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