# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64b3ccec-7e2d-50ea-90ea-f666541cb6c0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2009 D-4886/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4886-2009_2009-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4886/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Bangladesh,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 21. Juli 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4886/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Bangladesch 
auf dem Luftweg im Februar 2005 Richtung Griechenland verliess und 
sich dort ungefähr 10 Monate aufhielt,

dass er um die Jahreswende 2005/2006 nach Italien weiterreiste und 
sich dort bis zur Einreise in die Schweiz am 15. Januar 2009 aufhielt,

dass er in der Folge am 19. Januar 2009 um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer nach einer Kurzbefragung im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) Y._______ vom 21. Januar 2009 für die 
Dauer des Verfahrens dem Kanton Z._______ zugewiesen wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 9. Juli 2009 direkt zu seinen 
Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend  machte,  Mitglied  der  am  1.  Januar  2000  gegründeten  Gruppe 
"Manikidi Bahumukhi Jobo Union Somobay Somiti" gewesen zu sein,

dass diese Gruppe den Zweck gehabt habe, das Vermögen ihrer täg-
lich einen Geldbetrag einzahlenden Mitglieder zu vermehren, 

dass am 3. Juli 2004 R.Z., der Präsident der Gruppe, ermordet worden 
sei, 

dass er einige Tage später erfahren habe, zusammen mit anderen vier 
Verdächtigen wegen des Mordfalls angezeigt worden zu sein, 

dass er  sich in der Folge bis zur Ausreise bei einem Freund seines 
Bruders versteckt habe,

dass er ansonsten keine Probleme mit den heimatlichen Behörden ge-
habt habe,

dass er vor diesem Hintergrund sein Heimatland verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Juli 2009 – eröffnet am 25. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-

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deführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch zu-
sammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stun-
den nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Rei-
se- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flüchtlingseigen-
schaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund der Akten-
lage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung des angefoch-
tenen  Entscheids,  die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die 
Gewährung  von Asyl,  die  Feststellung der  Unzulässigkeit,  Unzumut-
barkeit und Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung sowie die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen auf die im Übri-
gen  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass vorab festzustellen ist, dass die Vorinstanz ihrer Pflicht, eine an-
gemessene Ausreisefrist anzusetzen (vgl. Entscheidungen und Mittei-
lungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 27 E. 5.d S. 177), nachgekommen ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass der Beschwerde von Gesetzes wegen (Art. 42 AsylG) aufschie-
bende Wirkung zukommt und die  angefochtene Verfügung keine an-
derslautende Anordnung enthält,  weshalb  auf  das  Eventualbegehren 
um Wiederherstellung der  aufschiebenden Wirkung nicht  einzutreten 
ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass der Beschwerdeführer vorliegend das hauptsächliche Begehren 
stellt, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu 
gewähren, 

dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen der ihm zustehenden 
Prüfungsbefugnis im für  den Beschwerdeführer günstigsten Fall  zum 
Schluss  gelangen  kann,  das  BFM  sei  deshalb  zu  Unrecht  auf  sein 
Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer summari-
schen Prüfung hätte erkennen sollen, dass er offensichtlich die Flücht-
lingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass  jedoch auch  in  diesem Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das 
Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines 
Urteils feststellen kann, sondern die angefochtene Nichteintretensver-
fügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der 
Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an 
das BFM zurückzuweisen hat, 

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, so-
weit darin die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung 
von Asyl durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Y._______ bzw. in den 48 Stunden nach der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab, weder einen Pass noch eine Identitätskarte in Bangladesch je-
mals gehabt oder beantragt zu haben,

dass er  an anderer Stelle erklärt,  legal  mit  seinem vom Passbüro in 
Dhaka ausgestellten und vom Schlepper in Griechenland behändigten 
Reisepass alleine auf dem Luftweg ausgereist zu sein, 

dass festzuhalten ist, dass die vom Beschwerdeführer im Rahmen der 
direkten Bundesanhörung abgegebene Faxkopie des National Certifi-
cate kein Identitätspapier im Sinne der Rechtsprechung darstellt (vgl. 
BVGE 2007/7),

dass das Bundesamt die Ausführungen des Beschwerdeführers zutref-
fend als nicht nachvollziehbar und plausibel dargelegt bezeichnete und 
in einer nicht zu beanstandenden Weise zur Schlussfolgerung gelang-
te, der Beschwerdeführer halte dem BFM bewusst Reise- beziehungs-
weise Identitätspapiere vor, um Reiseweg, Reisezeitpunkt und mögli-
cherweise  seine  tatsächliche  Identität  zu  verschleiern  zwecks  Er-
schwerung oder gar Verunmöglichung eines allfälligen Wegweisungs-
vollzugs,

dass  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfügung  ebenfalls  zutreffend 
dargelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nicht-

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eintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ge-
geben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Voll-
zug anzuordnen ist,

dass sich der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe mit der Ar-
gumentation der Vorinstanz nicht auseinandersetzt, sondern es – unter 
ausdrücklichem Verweis auf die beiden Befragungen – bei der blossen 
Wiedergabe des bereits festgestellten Sachverhalts bewenden lässt,

dass um Wiederholungen zu vermeiden daher auf die zutreffenden Er-
wägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung (Ermittlungen ge-
gen  Tatverdächtige  in  einem  Mordfall  sind  nicht  asylrelevant;  keine 
asylrelevante Verfolgungsmotivation der Behörden gegenüber dem Be-
schwerdeführer erkennbar) verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer auch mit dem Hinweis auf angeblich vor-
handene polizeiliche Unterlagen zu seinem Fall, welche er über seinen 
Bruder  beizubringen  versuche,  nichts  zu  seinen  Gunsten  abzuleiten 
vermag respektive ihm darob keine Frist  für die Beschaffung diesbe-
züglicher Dokumente anzusetzen ist, 

dass er seit seiner Ausreise (Februar 2005) von der angeblichen Su-
che der Polizei nach ihm wusste und gemäss Akten zudem via E-Mail 
über Kontakt mit der Familie im Heimatland verfügt, insbesondere über 
regelmässige (monatlich) mit seinem Bruder seit seiner Einreise in die 
Schweiz (15. Januar 2009), 

dass ihm mithin genügend Zeit  zur Verfügung gestanden hat und es 
ihm – wie eben dargelegt – zumutbar und möglich gewesen wäre, all-
fällige ihn betreffende polizeiliche Unterlagen zu beschaffen,

dass diese Feststellung noch dadurch an Gewicht erfährt,  indem der 
Bruder  des  Beschwerdeführers  bei  seinen  jeweiligen  Kontakten  mit 
diesem ausser Belanglosigkeiten kein Wort im Zusammenhang mit all-
fälligen Ahndungsmassnahmen der Behörden verliere (A29 S. 4), 

dass es sich gleichermassen verhält mit dem Vorbringen, er habe sei-
nen Bruder um die Zustellung einer Kopie der Geburtsurkunde gebe-
ten, stellt ein solches Dokument – ungeachtet der grundsätzlichen Ma-
nipulationsanfälligkeit von Kopien – doch kein Identitätspapier im Sin-
ne der Rechtsprechung dar (vgl. BVGE 2007/7),

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dass  sich  angesichts  dieser  Sachlage  – nähere  Hinweise  oder  Auf-
schlüsse für eine (asylrelevante) Gefährdungssituation des Beschwer-
deführers unterbleiben – weitere Erörterungen erübrigen,

dass das BFM demnach zu Recht  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  erstmals  auf  Beschwerdestufe  im  Zusammenhang  mit  der 
Frage der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs erwähnte, durch 
nichts  belegte  und  unsubstanziierte  Entschluss  des  Beschwerdefüh-
rers,  als  Angehöriger  des  islamischen  Glaubens  zum  christlichen 
Glauben  überzutreten  (konvertieren),  einem  allfälligen  Vollzug  der 
Wegweisung unter dem Zumutbarkeitsaspekt nicht entgegen steht,

dass gemäss Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts die bangla-
deschische Verfassung die religiöse Bekenntnisfreiheit  garantiert  und 
es  grundsätzlich  keine  unmittelbare  Einschränkung  religiöser  Betäti-
gung durch staatliche Behörden gibt,

dass Christen über das gesamte Land verteilt leben, und sie verschie-
denen  Orts  zuweilen  aus  Kreisen  islamistischer  Gruppen privat  und 
beruflich diskriminiert, bisweilen gar schikaniert werden,

dass schwere Angriffe beziehungsweise körperliche oder existenzielle 
Bedrohung seitens der islamischen Glaubensgemeinschaft als solche 
nicht bekannt sind,

dass  allfällige  Übergriffe  aus  fundamentalistischen  islamischen  Krei-
sen  gegen  einen  Konvertiten  vorallem  auf  dem  Land  nicht  ausge-
schlossen werden können, wo die soziale Kontrolle wie auch der Ein-
fluss islamistischer Geistlicher besonders wirksam sind,

dass ein Konvertit aber in der Anonymität der Stadt (der Beschwerde-
führer stammt aus Dhaka) durchaus unbehelligt leben kann, sofern er 
ein unauffälliges Profil pflegt,

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dass  der  junge,  – soweit  aktenkundig  – gesunde  Beschwerdeführer 
über eine solide Schulbildung verfügt und vor seiner Ausreise während 
Jahren in einem Laden einer Erwerbstätigkeit nachging, weshalb nicht 
davon auszugehen ist, er würde im Falle der Rückkehr in eine existen-
zielle Notlage geraten (vgl. A1 S. 2, A29 S. 5),

dass der  Beschwerdeführer  im Heimatland zudem auf  ein  familiäres 
Beziehungsnetz zurückgreifen kann, was die Reintegration zusätzlich 
erleichtern dürfte (A1 S. 3, A29 S. 3 und 4),

dass  in  Berücksichtigung  dieser  Umstände  der  Vollzug der  Wegwei-
sung somit nicht unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selbst das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Begeh-
ren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 
Kurier; in Kopie)

- (die zuständige kantonale Behörde) ad [...] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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