# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d08538b4-cf15-5520-ba44-03f6f455a1bf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.01.2018 725 17 165 / 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-165---25_2018-01-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Januar 2018 (725 17 165 / 25) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Leistungen infolge Dahinfalles der Unfallkausalität (status quo ante); Prü-

fung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei psychischen Folgeschäden nach Mass-

gabe von BGE 115 V 133 ff. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1968 geborene A.____ ist seit dem 18. Mai 2015 bei der B.____ in X.____ als Fach-
spezialistin QS Lab in einem 50%-Teilzeitpensum tätig. Durch die Arbeitgeberin ist sie bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

 
 
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und Berufskrankheiten versichert. Am 9. Mai 2016 wurde die Versicherte beim Bahnhof SBB in 
Y.____ von einem unbekannten Mann tätlich angegriffen. Sie stürzte auf den rechten Ellbogen, 
als der Angreifer sie gegen den linken Oberschenkel trat (vgl. Bagatellunfall-Meldungen UVG 
vom 10. Mai 2016 und 11. Juni 2016 sowie Schadenmeldung UVG vom 17. August 2016). Laut 
Notfallbericht des Spitals C.____ vom 10. Mai 2016 zog sie sich bei diesem Vorfall eine Kontu-
sion des linken Oberschenkels und der rechten Schulter subaxial zu. Die Suva anerkannte ihre 
Leistungspflicht für die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen (Taggelder, Heilbehandlung). Mit Verfügung vom 14. Februar 2017 stellte sie 
ihre Leistungen per 1. Dezember 2016 ein. Zur Begründung führte sie an, dass die heute ge-
klagten somatischen Beschwerden nicht mehr in einem ursächlichen Kausalzusammenhang 
zum Ereignis vom 9. Mai 2016 ständen. Für die psychischen Leiden fehle es an der Adäquanz. 
Daran hielt sie auf Einsprache der Versicherten mit Entscheid vom 25. April 2017 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 29. Mai 
2017 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Sie beantragte, die Suva sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides zu ver-
pflichten, ihr über den 1. Dezember 2016 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus-
zurichten. In der Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass die kreisärztlichen Be-
urteilungen vom 6. Februar 2017 und 24. April 2017, auf welche sich die Suva bei ihrer Leis-
tungseinstellung gestützt habe, nicht beweistauglich seien. Zudem sei die Adäquanzprüfung der 
psychischen Beschwerden mangels Behandlungsabschlusses verfrüht erfolgt. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Juli 2017 schloss die Suva mit Verweis auf die kreis-
ärztliche Beurteilung von Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, vom 11. Juli 2017 auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Am 20. September 2017 machte die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter geltend, 
dass bei der Beurteilung ihres Gesundheitszustandes der massive Vorzustand der rechten 
Schulter (fünf Operationen infolge Brustkrebserkrankung) nicht berücksichtigt worden sei. Aus-
serdem sei die Adäquanzprüfung aufgrund der objektivierbaren Befunde nicht nach Massgabe 
vom BGE 115 V 140, sondern nach BGE 134 V 109 vorzunehmen. Eine solche Prüfung führe 
zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den psychischen Leiden und 
dem Vorfall vom 9. Mai 2016. 
 
E. Die Suva hielt in ihrer Duplik vom 23. Oktober 2017 an ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

 
 
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erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Z.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 29. Mai 2017 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die Best-
immungen von Art. 10 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 UVG, welche die Ansprüche auf Heilbehand-
lung und auf eine Invalidenrente regeln. Laut der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 
UVG werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten die-
ser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vor-
liegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Recht-
sprechung Bezug genommen wird. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte über den 1. Dezember 2016 hinaus An-
spruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

 
 
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Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo-
rüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-
nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4.1 Zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden muss des Weiteren ein 
adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Din-
ge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 
V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
2.4.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der na-
türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb).  
 
2.5 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der 
Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 
Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksals-
mässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge-
stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kau-
salzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Be-

 
 
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weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – 
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge-
geben ist – nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze 
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leis-
tungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, 
E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht 
alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische The-
se abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Den Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Fachpersonen hingegen kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu 
stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-
men (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 
2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 

 
 
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3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt 
nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät-
zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-weichende Beurteilung auf-
drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretati-
on entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un-
gewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 
mit Hinweisen). 
 
4.1 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass sich die Versicherte beim tätlichen 
Angriff vom 9. Mai 2016 Kontusionen am linken Oberschenkel und an der rechten Schulter zu-
zog. Eine Fraktur der Schulter konnte aufgrund der Röntgenbilder ausgeschlossen werden. In 
diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Versicherte vor dem Vorfall aufgrund eines 
Mammakarzinoms rechts schon mehrmals operiert wurde und dadurch Verwachsungen und 
Narben aufwies (vgl. Berichte des Spitals C.____ vom 9. und 10. Mai 2016). Während die Ver-
letzungen am linken Oberschenkel folgenlos abheilten (vgl. Aktennotiz von Prof. Dr. med. 
E.____, FMH Chirurgie, vom 12. September 2016) berichtete die Hausärztin Dr. med. F.____ 
rund 4 Monate später am 3. September 2016 von exazerbierenden Schulterschmerzen an der 
Axilla und am Thorax rechts und bei Status nach mehreren Operationen infolge Mammakarzi-
noms. Es sei denkbar, dass das Ereignis einen Weichteilschaden hervorgerufen habe.  
 
4.2 Auf Veranlassung des Kreisarztes wurde eine MRI-Untersuchung durchgeführt (vgl. Ak-
tenbericht vom 21. Dezember 2016). Die MRI-Untersuchung der rechten Schulter vom 21. Ja-
nuar 2017 ergab, dass die Versicherte an einer diskreten Tendinopathie der Rotatorensehnen 
und der langen Bizepssehne leide. Zudem weise die Supraspinatussehne einen kleinen artiku-
larseitigen Partialriss auf. Weiter beständen mässige degenerative Veränderungen des AC-
Gelenkes (= Schultereckgelenk) und Zeichen einer Bursitis (= Schleimbeutelentzündung) sub-
acromia-lis/subdeltoidea. Eine ossäre Metastase liege nicht vor (vgl. Berichte des Universitäts-
spitals Basel vom 23. Januar 2017). Gemäss Bericht von Dr. med. G.____, FMH Anästhesiolo-
gie, vom 4. Februar 2017 seien diese MRI-Befunde eindeutig traumatisch bedingt.  
 
4.3 Der Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, stellte sich in seiner Beurteilung vom 6. Februar 2017 auf den Stand-
punkt, dass gemäss MRI-Diagnostik keine strukturell objektivierbaren Läsionen infolge des Er-
eignisses vom 9. Mai 2016 festzustellen seien. Die auf den MRI-Bildern beschriebenen 
Tendinopathien und der Partialriss der Supraspinatussehne seien degenerativer Natur. Das 
Ereignis sei auch nicht geeignet gewesen, eine Verletzung der Rotatorenmanschette zu verur-

 
 
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sachen oder eine bestehende Verletzung richtunggebend zu verschlimmern. Die ausgeprägten 
Beschwerden seien auf die Voroperationen bei Mammakarzinom mit Vernarbungen zurückzu-
führen. Die am 9. Mai 2016 zugezogene Prellung an der Schulter heile erfahrungsgemäss nach 
wenigen Monaten wieder ab. Es sei deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus-
zugehen, dass die Folgen des Vorfalls vom 9. Mai 2016 ab November 2016 für die heutigen 
Beschwerden keine Rolle mehr spielten. Die persistierenden Beschwerden im Bereich der rech-
ten Schulter und der Axilla seien auf unfallfremde Vorzustände zurückzuführen. 
 
4.4  Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte die Versicherte den Bericht von 
PD Dr. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Spital J.____, vom 14. Februar 2017 ein. PD Dr. I.____ diagnostizierte eine posttraumatische 
adhäsive Kapsulitis (= Frozen Shoulder) am rechten Schultergelenk nach Sturz vom 9. Mai 
2016. Die diagnostische Untersuchung vom 21. Januar 2017 ergab eine intakte Rotatorenman-
schette, eine leichte Bursitis subacromialis sowie eine Reizung des AC-Gelenkes.  
 
4.5 Zu diesem Bericht nahm Dr. H.____ am 24. April 2017 Stellung. Er führte aus, dass 
PD Dr. I.____ an beiden Schultern Bewegungseinschränkungen festgestellt habe. Diese Tatsa-
che spreche gegen ein Unfallgeschehen an der rechten Schulter. Ebenso wenig sei von einer 
traumatischen Schädigung der Rotatorenmanschette auszugehen. Da aufgrund des MRI-
Befundes vom 21. Januar 2017 an der rechten Schulter keine strukturell objektivierbaren Läsio-
nen infolge des Ereignisses vom 9. Mai 2016 feststellbar seien, spielten die geklagten Be-
schwerden der Versicherten als Unfallfolgen ab November 2016 keine Rolle mehr. Es sei des-
halb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die adhäsive Kapsulitis 
der rechten Schulter auf die Voroperationen und der damit verbundenen Verwachsungen an der 
rechten Brust zurückzuführen sei.  
 
4.6 Weiter liegt eine chirurgische Aktenbeurteilung von Dr. D.____ vom 11. Juli 2017 in den 
Akten. Dieser stellte fest, dass in Bezug auf die rechte Schulter aufgrund der Schilderungen des 
Unfallhergangs zwei Unfallmechanismen zu diskutieren seien: 1. Sturz auf den Ellbogen mit 
Stauchung und gegebenenfalls Distorsion (indirektes Trauma der Schulter) und 2. direkter An-
prall der rechten Schulter gegen den Boden. Im ersten Fall seien eine Stauchung und eine Dis-
torsion theoretisch geeignet, einen strukturellen Schaden der Rotatorenmanschette zu verursa-
chen. Die objektiven Befunde zeigten jedoch keine knöchernen Verletzungen, Störungen der 
Artikulation im Schultergelenk oder Weichteilschwellungen, weshalb eine strukturelle Verletzung 
im Bereich der rechten Schulter nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Bei einer direkten Schä-
digung der rechten Schulter (zweiter Fall) mit Kontusion sei zu erwarten, dass Schädigungen 
der Haut, Blutergüsse, Schwellungen oder Prellmarken als Zeichen einer Kontusion bei der kli-
nischen Untersuchung beschrieben würden. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Da initial klini-
sche Zeichen einer strukturellen Veränderung der rechten Schulter fehlten und auch in zeitlicher 
Nähe zum Ereignis keine frische traumatische Verletzung der Supraspinatussehne dokumen-
tiert sei, könne nicht davon ausgegangen werden, dass es zu einer Verletzung der Rotatoren-
manschette der rechten Schulter gekommen sei. Weiter sei die Unfallkausalität der kleinen arti-
kulärseitigen Partialruptur der Supraspinatussehne zu diskutieren. Eine frische, traumatische 
Zerreissung dieser Sehne verursache unmittelbar und ohne grosse zeitliche Verzögerung star-

 
 
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ke Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung im Schultergelenk. Ein solcher Befund sei 
zeitnah in den ärztlichen Berichten nicht festgehalten. Zudem sei es bei Verletzungen am Be-
wegungsapparat typisch, dass zu Beginn über starke und mit der Zeit über abklingende 
Schmerzen berichtet werde. Vorliegend habe die Versicherte erst 3 Monate nach dem Ereignis 
über starke Schulterschmerzen geklagt. Zudem seien in den Berichten des Spitals C.____ vom 
9. und 10. Mai 2016 keine Bewegungseinschränkungen beschrieben worden. Ausserdem sprä-
chen die im zeitlichen Verlauf stärker werdenden Beschwerden für ein Verschleissleiden. Der 
bildgebende Nachweis der kleinen Partialläsion der Supraspinatussehne genüge nicht, um auf 
eine Unfallkausalität schliessen zu können. In der Altersgruppe der Versicherten seien solche 
Läsionen häufig zu finden. Desgleichen sei es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die ad-
häsive Kapsulitis kausal zum fraglichen Ereignis sei. Auch hier spreche die lange Latenz von 
mehreren Monaten und die fehlende Beschreibung der dafür typischen Beschwerden gegen ein 
unfallbedingtes Geschehen.  
 
5.1  Die Suva stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes in somati-
scher Hinsicht vollumfänglich auf die kreisärztlichen Einschätzungen von Dr. H.____ vom 
4. Februar 2017 und vom 24. April 2017 sowie von Dr. D.____ vom 11. Juli 2017. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass die bei der Versicherten im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
(1. Dezember 2016) vorhandenen somatischen Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht mehr auf den Vorfall vom 9. Mai 2016 zurückzuführen seien. Diese  
vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Die von der Suva übernommenen 
Ergebnisse, zu denen die beiden Kreisärzte gelangt sind, beruhen auf einem sorgfältigen Studi-
um der vorhandenen medizinischen Akten. Zudem gehen beide Fachärzte einlässlich auf die 
Beschwerden der Versicherten ein. Die Berichte erweisen sich sowohl in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen 
über die vorliegende Kausalitätsproblematik als überzeugend. Aufgrund ihrer Beurteilungen 
wird deutlich, dass die heutigen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die 
vorbestehenden Verwachsungen und Narben durch die zahlreichen Brustoperationen zurückzu-
führen sind.  
 
5.2 An den überzeugenden kreisärztlichen Ausführungen - insbesondere denjenigen von 
Dr. D.____ - ändern die Berichte von PD Dr. I.____ vom 14. Februar 2017 und von Dr. G.____ 
vom 4. Februar 2017 nichts. Beide Fachpersonen gehen von einer traumatischen Ursache der 
Beschwerden der Versicherten aus. Mangels Begründung kann jedoch nicht nachvollzogen 
werden, inwiefern die Befunde mit dem Ereignis vom 9. Mai 2016 in einem kausalen Zusam-
menhang stehen sollten. Bezüglich der Frage, ob die aufgrund der Bilder festgestellten 
Tendinopathien an den Rotatoren- und Bizepssehnen sowie der Partialriss der Supraspinatus-
sehne unfallbedingt seien, ist zu beachten, dass diese Befunde sehr diskret sind (vgl. Berichte 
des Spitals K.____ vom 23. Januar 2017). Zur Unfallkausalität dieser Befunde erklärt 
Dr. D.____ einleuchtend, dass diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativer Natur 
seien. Insbesondere das Fehlen typischer Zeichen für eine Rotatorenmanschettenverletzung, 
die unspezifischen Beschwerdeangaben am Schultergelenk erst drei Monate nach dem Ereig-
nis und der Tatsache, dass Partialrisse mit fortschreitendem Alter häufig aufträten, sprächen 

 
 
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gegen eine Unfallkausalität. Auf die Berichte von Prof. Dr. I.____ und Dr. G.____ kann dem-
nach nicht abgestellt werden. 
 
5.3 Die weiteren Einwände der Versicherten erweisen sich ebenfalls als nicht stichhaltig. So 
macht sie geltend, dass es sich bei den Berichten von Dr. H.____ lediglich um Aktenbeurteilun-
gen handle. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung eine reine Aktenbeurteilung nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen 
ist. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Be-
fund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehen-
den medizinischen Sachverhalts geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, 
wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben 
worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das 
Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in 
einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die 
überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Eine solche 
Konstellation liegt hier vor. Dr. H.____ und Dr. D.____ hatten gestützt auf die vorhandenen me-
dizinischen Akten hauptsächlich eine Kausalitätsbeurteilung vorzunehmen, d.h. darüber zu be-
finden, ob die von der Versicherten geklagten Beschwerden an der rechten Schulter noch auf 
das Ereignis vom 9. Mai 2016 zurückzuführen sind oder ob diese auf unfallfremden Ursachen 
beruhen. Bei dieser Fragestellung hat die ausschliesslich gestützt auf die Akten erstellte Beur-
teilung durchaus Klärung gebracht.  
 
5.4 Die Tatsache, dass den Kreisärzten bei ihren Beurteilungen keine medizinischen Unter-
lagen zum Vorzustand, sondern lediglich Arztberichte und MRI-Bilder nach dem fraglichen Er-
eignis zur Verfügung standen, ist nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer Schluss-
folgerungen aufkommen zu lassen. Wie ihren Berichten zu entnehmen ist, waren sie sich des 
Tumorleidens sowie der damit verbundenen Operationen und deren Folgen bewusst. Schliess-
lich mussten sie sich auch bei der Beurteilung des Status quo ante mit dem Vorzustand der 
Versicherten auseinandersetzen. Die Kausalität war nur in Bezug auf die Schulterbeschwerden 
zu prüfen. Da hingegen die vor dem Ereignis vom 9. Mai 2016 bestandene Schmerzsymptoma-
tik nicht das Schultergelenk, sondern die Thoraxwand und die Axilla betrifft, war es nicht erfor-
derlich, dass die Kreisärzte die entsprechenden Vorakten beizogen. Aus dem gleichen Grund 
ist auch die von der Versicherten geltend gemachte Vulnerabilität aufgrund der Brustoperatio-
nen nicht geeignet, an den Schlussfolgerungen von Dr. H.____ und Dr. D.____ zu zweifeln, 
besteht eine solche allenfalls lediglich im Bereich der Thoraxwand und der Axilla.  
 
5.5 Aus dem Umstand, dass die Versicherte eine Invalidenrente der Eidgenössischen Inva-
lidenversicherung (IV) bezieht, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Bei einer IV-Rente 
werden auch die nicht unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt, was 
aber im vorliegenden unfallversicherungsrechtlichen Verfahren ausser Acht zu lassen ist. 
 
5.6 Aufgrund dieser Ausführungen ist davon auszugehen, dass die beim Ereignis vom 
9. Mai 2016 erlittenen Verletzungen inzwischen folgenlos verheilt sind. Es ist nicht zu bean-

 
 
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standen, dass Dr. H.____ und Dr. D.____ den Zeitpunkt gestützt auf die allgemeine Erfahrungs-
regel, wonach eine einfache Kontusion innert weniger Monate abgeheilt ist, auf den 1. Dezem-
ber 2016 festlegten (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 12. April 2005, U 8/05, E. 4.2 und vom 
16. Dezember 2010, 8C_677/2010, E. 4.6). Wenn die Versicherte über den 1. Dezember 2016 
hinaus Beschwerden an der rechten Schulter geltend macht, beruhen diese nach der überzeu-
genden kreisärztlichen Beurteilungen nicht mehr auf einer organisch hinreichend nachweisba-
ren Unfallfolge.  
 
6.1 Den medizinischen Akten ist auch die Beurteilung von Dr. med. L.____, FMH Innere 
Medizin, Klinik M.____, vom 15. Dezember 2016 ist zu entnehmen, in welcher vom psychischen 
Gesundheitszustand der Versicherten berichtet wird. Dr. L.____ führte als Hauptdiagnose eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, auf. Seit den insgesamt 
fünf Operationen nach Mammakarzinom leide die Versicherte im Bereich der rechten Achsel 
und der Brustwand an therapieresistenten chronischen Schmerzen. Im Zusammenhang mit 
dieser Erkrankung habe sich bereits 2013 eine depressive Störung entwickelt. Nach einem sta-
tionären Aufenthalt in der Klinik N.____ habe sich der psychische Zustand vorerst verbessert. 
Der Vorfall vom 9. Mai 2016 habe jedoch wieder zu einer depressiven Symptomatik geführt.  
 
6.2.1 Gestützt auf den Bericht von Dr. L.____ vom 15. Dezember 2016 ging die Suva davon 
aus, dass eine Teilkausalität zwischen dem Unfall und der diagnostizierten rezidivierenden de-
pressiven Störung gegeben sei. In der Folge prüfte sie den adäquaten Kausalzusammenhang 
nach Massgabe von BGE 115 V 133 ff. und verneinte gestützt auf ihre Ergebnisse einen Ren-
tenanspruch. Die Versicherte ist der Ansicht, dass eine solche Prüfung im Sinne von BGE 134 
V 109 zu erfolgen habe, weil den geklagten Beschwerden ein objektivierbares Korrelat bzw. 
strukturelle Verletzungen zugrunde lägen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Wie 
die obigen Ausführungen gezeigt haben, liegen bei der Versicherten zum Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor (zum Zeitpunkt der 
Adäquanzprüfung: BGE V 109 E. 4.2 und E. 4). Liegen keine organisch (hinreichend) nach-
weisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat gemäss Rechtsprechung eine besondere Adäquanzprü-
fung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen) 
wie folgt zu differenzieren:  
 
6.2.2 Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS), 
einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich 
mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt 
in der Folge das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmer-
zen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Vi-
susstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 
V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit 
BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsätze zu prüfen. Liegt - wie vorliegend - kein Unfall mit 
einem Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es 
nach einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die 
Adäquanzbeurteilung psychischer Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. 
entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem 

 
 
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Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwi-
schen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 
367 E. 6a in fine), während dem bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz 
psychischer Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen 
körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektiven Folgen massgebend sind (BGE 115 
V 140 E. 6c/aa).  
 
6.3 Gemäss diesen Ausführungen ist die adäquate Kausalität der möglichen psychischen 
Folgeschäden des Ereignisses vom 9. Mai 2016 nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten 
Kriterien zu beurteilen. Nach der Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs zwischen einem Unfallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychi-
schen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der 
psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Fra-
ge ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehens-
ablauf – folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen  zweckmässig erscheint: banale bzw. 
leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende 
mittlere Bereich (BGE 115 V 138 E. 6). Während bei leichten bzw. banalen Unfällen der adä-
quate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil auf Grund 
der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse 
davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen 
Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisie-
rende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich 
lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang be-
steht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 
direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als 
wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) zu nennen: 
 
• besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
• die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah- 
 rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
• ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
• körperliche Dauerschmerzen; 
• ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
• schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
• Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 
 
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 

 
 
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einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittle-
ren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müs-
sen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise 
um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu-
zuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallen-
der Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen 
mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusam-
menhanges. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglich-
erweise, die psychische Fehlreaktion mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 140 E. 6c/bb). 
 
6.4 Gemäss Polizeirapport vom 9. Mai 2016 war die Versicherte als Fahrerin mit ihrer Toch-
ter im Fahrzeug zum Hintereingang des Bahnhofs SBB unterwegs. Als ein unbekannter Mann 
plötzlich die Strasse überquerte, wich sie nach links aus und hielt an. Anschliessend schlug der 
Mann mit der Hand gegen den rechten Seitenspiegel des Fahrzeugs und ging vorerst weiter. 
Die Versicherte fuhr dann einige Meter weiter und liess die Tochter aussteigen. Danach schaute 
sie nach, ob der Seitenspiegel beschädigt war. Der Mann fotografierte und filmte die Versicher-
te von der anderen Strassenseite aus. Anschliessend überquerte er die Strasse und nannte die 
Versicherte "Dreckshure" und drohte, sie zu schlagen. Unvermittelt versetzte er ihr einen Fuss-
tritt an den linken Oberschenkel. Dadurch fiel die Versicherte auf den rechten Ellenbogen. Als 
sie um Hilfe schrie, eilten Passanten herbei. Aufgrund des Vorfallhergangs sowie unter Berück-
sichtigung der erlittenen Verletzungen hat die Suva zu Recht das Ereignis vom 9. Mai 2016 im 
Quervergleich zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung dem mittelschweren Bereich im Grenz-
bereich zu den leichten Unfällen zugeordnet (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 11. Juli 
2011, 8C_168/2011, E. 5.1 und vom 12. Juni 2008, 8C_340/2007, E. 5.3). Diese Zuordnung 
wird von der Versicherten auch nicht bestritten. Demgemäss muss ein einzelnes der in die Be-
urteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder es müssen mehre-
re Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden 
kann. 
 
6.6 Dem Ereignis vom 9. Mai 2016 kann unter den geschilderten Umständen subjektiv eine 
gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden, aber von besonders dramatischen Be-
gleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit kann - entgegen der Ansicht der Versi-
cherten - nicht gesprochen werden. Die Versicherte erlitt keine schweren Verletzungen oder 
Verletzungen besonderer Art und insbesondere keine Verletzungen, die erfahrungsgemäss ge-
eignet sind, psychische Fehlentwicklungen herbeizuführen. Die anlässlich des Ereignisses vom 
9. Mai 2016 erlittenen einfachen Kontusionen stellen weder eine besonders schwere noch eine 
besondere Art von Verletzung dar. Hinsichtlich der Kriterien der Dauer der unfallbedingten Be-
schwerden, der ärztlichen Behandlung und der Arbeitsunfähigkeit ist massgeblich, wie lange die 
entsprechenden Unfallfolgen durch den erlittenen körperlichen Gesundheitsschaden in erhebli-
chem Ausmass mitverursacht worden sind. Aufgrund der medizinischen Aktenlage kann nicht 
gesagt werden, dass die Versicherte an unfallbedingten physischen Dauerschmerzen leidet. 
Ebenso liegt in Bezug auf die Unfallfolgen keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Be-

 
 
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handlung vor. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungs-
verlauf und erheblichen Komplikationen. Schliesslich kann auch das Kriterium von Grad und 
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit bei den attestierten Arbeitsunfähigkeiten von 
wenigen Monaten nicht bejaht werden, zumal sie gemäss ihren Angaben nur während des Auf-
enthalts in der Klinik Schützen vom 4. August 2016 bis 1. September 2016 nicht gearbeitet ha-
be. 
 
6.7 Damit liegen die gemäss Rechtsprechung bei mittleren Unfällen notwendigen Kriterien 
weder gehäuft vor, noch ist eines davon besonders ausgeprägt gegeben, weshalb der adäquate 
Kausalzusammenhang im Ergebnis zu verneinen ist. Somit entfällt aber eine Leistungspflicht 
der Suva für die bei der Versicherten im Zeitpunkt der Leistungseinstellung vorhandenen psy-
chischen Gesundheitsbeeinträchtigungen. 
 
6.8  Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Suva ihre Versicherungs-
leistungen per 1. Dezember 2016 einstellte. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid 
vom 25. April 2017 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewie-
sen werden muss. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskos-
ten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend 
wettzuschlagen. 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 7. Mai 2018 Beschwerde beim 
Bundesgericht (Verfahren-Nr. 8C_338/2018) erhoben.