# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6655171-2af7-5955-9c73-29b130a2e16f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-02-28
**Language:** de
**Title:** Eine massgebliche, durch ein Kopfschmerzleiden im Sinne einer Migräne ohne Aura verursachte Arbeitsunfähigkeit ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2015.01062
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.01062.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.01062
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiber Volz
Urteil
vom
28. Februar 2017
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
syndicom
- Gewerkschaft Medien und Kommunikation
M Law Y.___
Monbijoustrasse
33, Postfach, 3001 Bern
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1962
, war
seit September 1991
im
Umfang eines teilzeitlichen Arbeitsverhältnisses bei der
Z.___
AG,
A.___
, als Mitarbeiterin Sortierung tätig (
Urk.
7/7/1-5
Ziff.
2.1
, 2.7 und 2.9
), als sie sich am
8.
Oktober 2013
unter Hinweis auf
eine Migräne ohne Aura, Spannungs
kopfschmerzen und degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS)
bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
7/2
Ziff.
6.
2
).
Mit Schreiben vom 2
7.
November 2013 (Urk. 7/14)
forderte
die
Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
die Versicherte auf, die angezeigten medizinischen Massnahmen
zur Verbesserung ihres Gesund
heitszustandes
umzusetzen. Mit Mitteilung vom
8.
Mai 2014 (
Urk.
7/23) stellte
die IV-Stelle fest, dass ein Arbeitsplatzerhalt
zurzeit
nicht möglich
sei
und schloss die Arbeitsvermittlung ab.
In der Folge liess die IV-Stelle
die
Versi
cherte
polydisziplinär begutachten (Gutachten vom
6.
Mai
2015; Urk. 7/
71/1-45
)
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/77,
Urk.
7/87
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
0.
September 2015 (
Urk.
7/90 =
Urk.
2) einen Anspruch der Versicherten
auf
Leistungen der Inva
lidenversicherung.
2.
Gegen die Verfügung vom 1
0.
September 2015 (
Urk.
2) erhob die Versicherte
mit
Eingabe vom
1
3.
Oktober 2015
(Urk. 1) Beschwerde
und beantragte
, diese sei
aufzuhe
ben
und
die Sache sei zur Durchführung weiterer Abklärungen und erneuter Verfügung über ihren Leistungsanspruch an die IV-Stelle zurückzu
weisen; eventuell sei ein Gerichtsgutachten einzuholen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
November 2015
(Urk. 6) beantragte die IV-Stelle
die Abweisung der Beschwerde
, wovon der
Beschwerdeführerin
am
6.
Januar
2016 (Urk.
8
) eine Kopie zugestellt wurde.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesund
heit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbin
dung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzie
len (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4
).
1.3
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Ein
kommensvergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewon
nenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Fest
legung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegen
überstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erziel
bare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Pro
zentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der
Inva
liditätsgrad
ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011
vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Nach der allgemeinen Beweisregel (
Art.
8 des Zivilgesetzbuches, ZGB) obliegt es bei erstmaliger Rentenprüfung der versicherten Person, die invalidisieren
den Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (BGE 140 V 290 E. 4.1; 139 V 547 E. 8.1). Die medizinischen Experten haben im Einzelnen zu begründen und mittels ihrer Feststellungen und Einschätzungen zu Leidensdruck, psychischen Ressourcen oder funktionellen Defiziten darzulegen, in welchem Ausmass die Arbeits
fähigkeit eingeschränkt ist, oder aber festzuhalten, dass die Beantwortung dieser Frage trotz Ausschöpfung aller Möglichkeiten fachgerechter Explora
tion nicht oder nicht sicher genug möglich ist. Bleiben die Auswirkungen eines objektivierbaren wie auch eines nicht (bildgebend) fassbaren Leidens auf die Arbeitsfähigkeit trotz in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes sorgfältig durchgeführter Abklärungen vage und unbestimmt, ist der Beweis für die Anspruchsgrundlage nicht geleistet und nicht zu erbringen (BGE 140 V 290 E. 4.1 mit Hinweisen auf die Literatur).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücks
ichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
1
0.
September
2015 (Urk. 2) davon aus, dass
auf das von Amtes wegen eingeholte Gutachten der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/71) ab
gestellt werden könne, weshalb sich weitere medizinische Abklärungen erüb
rigten. Gestützt darauf sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten
Tätigkeit
und in
damit vergleichbaren Tätigkeiten aus
zugehen.
2.2
Die Beschwerdeführer
in bringt
hiegegen
vor, dass auf das Gutachten der Ärzte der
B.___
nicht abgestellt werden könne, dass
dieses
nicht schlüssig und in wesentlichen Punkten zweifelhaft sei,
und dass
ergänzende medizini
sche Abklärungen erforderlich seien (
Urk.
1 S. 10).
3.
3.1
Im Folgenden ist die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen.
3.2
Die Ärzte des
C.___
, Klinik für Neurologie, stellten in ihrem Bericht vom 1
1.
April 2013 (
Urk.
7/1/1-4) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Migräne ohne Aura, gegenwärtig
bis
neun Attacken im Monat, sehr wahr
scheinlich
getrigger
t
durch die degenerativen HWS-Veränderun
gen
-
degenerative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalstenose,
Forami
nal
- und
Fazettengelenksarthrosen
Sie erwähnten, dass die Exazerbation der Migräne durchaus im Zusammen
hang mit dem
zervikozephalen
Syndrom bei degenerativen HWS-Verände
rungen stehen könnte (S. 4).
3.3
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Neurologie, Klinik
E.___
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Neurologie, stellte mit Bericht vom 2
4.
Ma
i
2013 (
Urk.
7/13
/1-3
) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Migräne ohne Aura, gegenwärtig
bis
neun Attacken im Monat
-
degenerative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalstenose,
Foraminal
- und
Fazettengelenksarthrosen
Er erwähnte, dass die Beschwerdeführerin seit ihrem 2
0.
Lebensjahr an typi
schen Migränekopfschmerzen ohne Aura leide. In den letzten fünf Jahren
hätten die Kopfschmerzen zugenommen und die Migräneattacken würden jetzt mindestens einmal in der Woche auftreten
(S.
1)
.
Hinweise auf ein
zervikoradikuläres
Syndrom bestünde
n nicht. Eine
Magnetresonanz
tomo
graphie
(MRI) der HWS vom 1
6.
März 2013 habe eine
mässiggradige
Spinal
kanalstenose
C5/6 und C6/7 ohne Zeichen einer Myelopathie ergeben (S. 2). Die Zunahme der Migränekopfschmerzen in den letzten fünf Jahren hänge wahrscheinlich mit ein
em zusätzlichen
Zervikalsyndrom
zusammen. Eine
Triggerung
der Migräneattacken durch das
Zervikalsyndrom
sei möglich. Es sei eine
Fazettengelenksinfiltration
angezeigt (S. 3).
Mit Bericht vom 1
1.
Juli 2013 (
Urk.
7/13
/6-7)
stellte
Dr.
D.___
fest, dass eine am 1
9.
Juni 2013 durchgeführte
Fazettengelenksinfiltration
den Verdacht, dass eine wesentliche Kom
ponente der Beschwerden durch ein zervikales
Fazettensyndrom
verursacht werde, bestä
tigt habe. Es sei eine nochmali
ge
Fazettengelenksinfiltration
, eine Umstellung Migräneprophylaxe auf
Topa
max
und eine Fortsetzung der Physiotherapie vorgesehen.
Am 1
5.
November 2013 (
Urk.
7/12/1-3) führte
Dr.
D.___
aus, dass die Be
schwerdeführerin nach der am 1
9.
Juni 2013 durchgeführten
Fazettenge
lenksinfiltration
für zehn Tage schmerzfrei gewesen sei. Anschliessend seien die Schmerzen erneut aufgetreten (S. 2).
3.4
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3
1.
Oktober 2013 (
Urk.
7/8/1-4) Span
nungskopfschmerzen und Migräne,
Symptome einer degenerativen zervika
len Stenose
sowie
eine Anpassungsstörung seit dem Jahre 2006, aktuell we
gen sozialer Konflikte am Arbeitsplatz (
Ziff.
1.1)
,
und erwähnte, dass die Be
schwerdeführerin die ihr von den behandelnden Neurologen verschriebenen Medikamente aus Angst vor Nebenwirkungen nicht eingenommen habe (
Ziff.
1.4). Die Beschwerdeführerin sei wegen der Migräne an ihrem Arbeits
platz nur gering belastbar. Die Arbeitsfähigkeit
werde indes
durch den Haus
arzt beziehungsweise durch den behandelnden Neurologen
beurteilt
(
Ziff.
1.7
).
3.5
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 1
2.
November 2013 (
Urk.
7/11/1-4) eine the
rapieresistente Migräne ohne Aura und ein
zervikozephales
Syndrom bei Spinalkanalstenose (
Ziff.
1.1)
und attestierte der Beschwerdeführerin für die
Zeit vom 2
2.
August bis 3
1.
November 2013
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6). Es sei
en
ein Arbeitsplatzwechsel oder berufliche Massnah
men angezeigt. Die M
igräneschübe und das „Halsweh“ würden derart häufig
auftreten
, dass die Beschwerdeführerin nur noch
eine leichte
Tätigkeit
ausüben könne
(
Ziff.
1.8).
3.6
Die Ärzte des
H.___
erwähnten im
provisorischen
Austrittsbericht
vom
8.
April
2014 (
Urk.
7/33/1-3), dass die Beschwerdeführerin vom 2
6.
März
bis
1.
April
2014 hospitalisiert gewesen sei und stellten
die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
bekannte Migräne ohne Aura bei:
-
aktuell prolongierter Attacke, Verdacht auf Analgetika-induzierten Kopfschmerz
-
zervikozephales
Schmerzsyndrom bei:
-
Spinalkanalstenose bei
Diskusprotrusion
C5-C7, eingeengte
Fora
mina
C5-C7
-
venöse Dysplasie des
Gyrus
angularis
links
-
Histaminintoleranz
Sie erwähnten, dass bei dem anamnestisch hohen
Triptanverbrauch
der Be
schwerdeführerin
ein
Verdacht auf einen teilweise medikamenteninduzierten Kopfschmerz
bestehe. Aus diesem Grunde sei
die Schmerzmedikation geän
dert worden sei (S. 1 f.).
3.7
Dr.
D.___
stellte in seinem Bericht vom
1.
Juli 2014 (
Urk.
7/43/1-3) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Migränekopfschmerzen ohne Aura mit/bei:
-
Exazerbation im März 2014 mit
Hospitalisation
-
spontaner Besserung
-
degenerative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalstenose,
Forami
nal
- und
Fazettengelenksarthrosen
(bekannt seit 2009) mit/bei:
-
klinisch:
zervikozephales
Syndrom
-
MRI der HWS vom März 2013: Spinalkanalstenosen bei C5/6 und C6/7, gerade noch ohne Kompression des Rückenmarks
Migränekopfschmerzen würden gegenwärtig drei- bis viermal im Monat auf
treten und seien mit
Surmontil
zufriedenstellend behandelt
, wobei nicht genau
zu unterscheiden sei
, wann Migränekopfschmerzen und wann Nacken- und Schulterschmerzen
vorlägen
(S. 1).
Unter
Surmontil
und Yoga sowie Osteopathie sei es zu einer deutlichen Besserung der Nacken- und
Schulter
schmerzen
und der Migränekopfschmerzen gekommen (S. 2).
3.8
Prof.
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte mit Bericht vom 2
9.
August 2014 (
Urk.
7/47
) Medikamentenübergebrauchskopf
schmerzen,
eine Migräne ohne Aura und ein
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom bei Spinalkanalstenose HWK 4/5 (S. 1) und erwähnte, dass sich die
Migräne
kopfschmerzen
und die Nackenschmerzen bei der Beschwerdeführerin sich gegenseitig aufschaukeln könnten
(S.
3
).
3.9
Am 1
3.
Januar 2015 (
Urk.
7/82/1-2) stellte
Dr.
D.___
die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
invalidisierende, multifaktorielle Kopfschmerzen mit
flukturierendem
Verlauf
und intermittierend stationär
behandlungsbedürftigen
Exazer
bationen
-
Migränekopfschmerzen ohne Aura (Differentialdiagnosen: Kopf
schmerzen bei Schmerzmittelüberkonsum, chronische Kopfschmer
zen vom Spannungstyp bei degenerativen HWS-Veränderungen)
-
degenerative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalstenose,
Forami
nal
- und
Fazettengelenksarthrosen
(bekannt seit 2009) mit/bei:
-
klinisch:
zervikozephal
em
Syndrom
-
MRI der HWS vom März 2013: Spinalkanalstenosen bei C5/6 und C6/7, gerade noch ohne Kompression des Rückenmarks
Er führte aus, dass die Migränekopfschmerzen zwei- bis viermal im Monat auftreten
würden
,
dass sie
sich mit Medikamenten relativ gut behandeln liessen und
dass sie
gegenwärtig eher im Hintergrund stünden. Störend seien indes weiterhin die Kopfschmerzen
zerviko-occipital
rechtsbetont, welche zwischendurch auftreten
würden
und bis zu einer Woche anhalten könnten (S. 1). Therapeutisch bestehe weiterhin eine schwierige Situation, da bisher medikamentös zwar eine Besserung, jedoch noch kein zufriedenstellender Verlauf habe
erzielt werden können (S. 2).
3.10
Die Ärzte der
B.___
erwähnten in ihrem Gutachten vom
6.
Mai
2015
(Urk. 7/71/1-45), dass die Beschwerdeführerin am 2
0.
und am 2
7.
Januar 2015
internistisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch untersucht worden
sei (S. 1) und stellten die folgenden Diagnosen (S. 41):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Migräne ohne Aura
Sie führten aus, dass die internistische Begutachtung
keine Hinweise auf eine internistische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergeben habe
(S. 20)
.
Die
neurologische Untersuchung habe keine namhaften Auffälligkeiten erge
ben. Die
festgestellten
paravertebralen
Myogelosen
seien ein häufiger Befund
und ohne wesentlichen Krankheitswert. Im Übrigen sei die spontane Beweg
lichkeit der HWS ohne erkennbare Einschränkung gewesen.
Die diagnosti
schen Kriterien einer Migräne seien erfüllt, wobei diesbezüglich von einer zervikalen Manifestationsvariante auszugehen sei (S. 25). Die Annahme einer zusätzlichen zervikalen Schmerzgenese sei wenig plausibel, zumal die zervi
kalen Befunde
alterstypische Veränderungen repräsentierten. Angesichts der grundsätzlich guten Therapierbarkeit der Migräne sei ein Krankheitsbild mit namhaftem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nicht hinreichend belegt. Zudem entspreche die gegenwärtige Dauertherapie mit Magnesium und Riboflavin nicht den Leitlinienempfehlungen (S. 26).
In orthopädischer Hinsicht sei
en
eine Spinalkanalstenose und
Fazettengelenk
s
arthrosen
, nicht jedoch ein Syndrom eines engen zervikalen Spinalkanals oder ein Spinalnervenwurzelkompressionssyndrom aktenkundig. Die mittels MRI im März 2013 erhobenen Befunde kämen in der altersentsprechenden Bevölkerung häufig vor und seien
ohne Krankheitswert (S. 32), weshalb eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht zu verneinen sei (S. 33).
Die psychiatrische Untersuchung habe einen unauffälligen Befund ergeben. Die von der Beschwerdeführerin beschriebenen, zeitweise auftretenden Ver
stimmungen und Zukunftssorgen im Zusammenhang mit der Migräne seien nicht Ausdruck einer psychiatrischen Erkrankung. Insbesondere seien die di
agnostischen Kriterien einer Anpassungsstörung oder einer Depression nicht erfüllt. Eine psychiatrische Störung von Krankheitswert bestehe gegenwärtig nicht. Da zudem die Anamnese hinsichtlich der Gestaltungsfähigkeit des All
tags, der Partizipation
s
- und Erlebnisfähigkeit keine namhaften Einschrän
kungen erkennen l
ass
e, sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht zu verneinen (S. 38).
Insgesamt bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sowie in vergleichbaren anderen Tätigkeiten
(S. 42).
3.11
Am 2
5.
September 2015 (
Urk.
7/91/22-23) nahm
Dr.
G.___
zum Gutachten der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai 2015
Stellung und stellte fest, dass es sich bei der Migräne der Beschwerdeführerin um eine ernsthafte Erkrankung han
dle
, welche sie in Bezug auf jegliche Aktivität (S. 1) in ihrer Arbeitsfähig
keit anhaltend beeinträchtige (S. 2).
3.12
Am
7.
Oktober
2015 (
Urk.
7/91/20-21) nahm
Dr.
D.___
zum Gutachten der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai 2015
Stellung und erwähnte, dass gemäss den Leitlinien eine durch eine Migräne verursachte Arbeitsunfähigkeit nicht aus
zuschliessen sei, und dass die Theorie des
trigeminozervikalen
Komplexes im Zusammenhang mit der Migräne und den oberen HWS-Strukturen in aner
kannten medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sei (S.
1), wes
halb im Vergleich zur Beurteilung durch die Ärzte der
B.___
eine diffe
renzierte Sicht geprüft werden sollte (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerde
führerin seit rund dreissig Jahren unter einer Migräne ohne Aura l
eidet
. Diese Migränebeschwerden nahmen indes zu. Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
D.___
vom 2
4.
Mai 2013 traten zu dieser Zeit
bis
neun Migräneattacken im Monat auf (vorstehend E.
3.3
). In der Folge
kam es zu einer Besserung. Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
D.___
vom
1.
Juli 2014 (
vorstehend E.
3.7
)
traten die
Migränekopfschmerzen
zu diesem Zeitpunkt noch
drei- bis viermal im Monat
auf. Am
1
3.
Januar 2015 (
vorstehend E.
3.9
) stellte
Dr.
D.___
eine weitere Verbesserung der Migränekopfschmerzen fest
. Diese seien
zu diesem Zeitpunkt noch zwei- bis viermal im Monat aufgetreten,
hätten
sich mit Medikamenten relativ gut behandeln lassen und
seien
eher im Hintergrund gestanden.
4.2
Dr.
D.___
wies in seiner Stellungnahme
vom
7.
Oktober 2015 (
vorstehend E.
3.12
)
zwar
in allgemeiner Weise auf die Leitlinien
zur Therapie der Mig
räne hin
, wonach
eine Migräne
eine
Arbeitsunfähigkeit
verursachen könne.
In seinen übrigen
Berichten
äusserte sich
Dr.
D.___
jedoch nicht zur Frage na
ch der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
(vorstehend E.
3.3, E.
3.7 und E.
3.9
).
Des Gleichen äusserten sich die Ärzte des
H.___
(vorstehend E.
3.6
) und
Prof
.
I.___
(vorstehend E.
3.8
) nicht zur Frage nach dem Bestehen und Umfang einer
allfälligen
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin.
Während
Dr.
G.___
in seiner
Beurteilung
vom 1
2.
November 2013 (
vorstehend E.
3.5
)
die
Ansicht
vertrat,
dass für die Beschwerdeführerin nur noch die Ausübung einer leichten Tätigkeit in Frage komme
, attestierte er der Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 2
5.
September 2015 (vorstehend E.
3.11
) eine anhaltende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf jegliche Tätigkeit.
Demgegenüber gingen die
Ärzte der
B.___
in ihrem Gut
achten vom
6.
Mai 2015 (
vorstehend E.
3.10
)
davon aus
,
dass den festge
stellten degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS der Beschwerde
führerin kein Krankheitswert zukomme,
und
dass die Arbeitsfähigkeit
weder
dadurch
noch
durch die gut therapierbare Migräne ohne Aura massgeblich beeinträchtigt werde. Sodann verneinten die Ärzte der
B.___
eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychische Störung von Krankheitswert. Damit übereinstimmend
stellte auch
Dr.
F.___
in seiner Stellungnahme
vom
3
1.
Oktober
2013 (
vorstehend E.
3.4
)
keine Arbeitsunfähigkeit aus psychi
schen
Gründen fest
.
4.3
4.3.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai 2015 (vorste
hend E.
3.10
) erfül
lt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine be
weiskräftige medizinische
Entscheidungsgrundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. vorste
hend E.
1.6
). Denn die Gutachter verfügten als Fachärzte
für Orthopädische Chirurgie, Allgemeine Innere Medizin, Neurologie,
Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
und Psychiatrie und Psychotherapie über
für die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerde
führerin angezeigte fachmedizinische Weiterbi
ldungen. Sie hatten zudem Kennt
nis sämtlicher medizinischer
Vorakten
und setzten sich in an
gemessener Weise mit den g
eäusserten Beschwerden auseinan
der und be
gründeten die gezogenen Schlüsse in nachvollziehbarer Weise
.
4.3.2
Die Beurteilung durch die Ärzte der
B.___
erscheint auch in inhaltlicher Hinsicht als schlüssig. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
sie davon ausgingen, dass die diagnostischen Kriterien einer Migräne erfüllt
gewesen
seien, dass von einer zervikalen Manifestationsvariante auszugehen sei, und dass
auf Grund der grundsätzlich guten Therapierbarkeit der Migräne eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht hinreichend belegt sei.
Sodann vermag zu überzeugen, dass die Ärzte der
B.___
berücksichtigten, dass die bildgebenden Untersuchungen der HWS zwar eine Spinalk
analstenose und
Fazettengelenks
arthrosen
, nicht jedoch ein Syndrom eines engen zervikalen
Spinalkanals oder ein Spinalnervenwurzelkompressionssyndrom ergeben hätten
,
und dass es sich
bei den festgestellten degenerativen Veränderung
en
der HWS der Beschwerdeführerin
um
relativ häufig in der
altersentsprechen
den
Bevölkerung auftretende
Befunde handle, welchen kein Krankheitswert zukomme, und welche nicht geeignet seien, die Arbeitsfähigkeit massgeblich einzuschränken.
Demzufolge
vermag
auch
zu überzeugen, dass die Gutachter die Annahme einer zusätzlichen zervikalen Schmerzgenese als wenig plausi
bel erachteten.
4.3.3
Nicht abgestellt werden kann indes auf die Beurteilungen durch
Dr.
G.___
vom 1
2.
November
2013 (vorstehend E.
3.5
) und vom 2
5.
September 2015 (vorstehend E.
3.11
). Denn diesen
Berichten
lässt sich keine nachvollziehbare Beurteilung
für
eine darin
alleine auf Grund der subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin postulierte anhaltende Beeinträchtigung der Arbeits
fähigkeit durch das Kopfschmerzleiden
entnehmen
. Zudem gilt es
diesbezüg
lich
zu berücksichtigen, dass es nach der Rechtsprechung wegen der unter
schied
lichen Natur von Behandlungs
auftrag der therapeutisch tätigen Fach
ärzte
und des Begut
achtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E.
4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä
runge
n zu nehmen, wenn die behandeln
den Ärzte zu anderen Einschätzung
en gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergän
zung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärzt
licher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.4 und 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E.
3.2). Solche Aspekte bringt die Beschwerde
füh
rerin, welche - ohne dies näher zu begründen - die Ansicht vertrat,  dass
auf
das Gut
achten
der
Ärzte der
B.___
nicht abzustellen sei, weil es
auf
un
vollständigen Unter
s
u
chungen beruhe und weil darin die
von ihr
geklagten Beschwerden kaum berücksichtigt worden seien (
Urk.
1 S.
9
),
indes nicht vor, weshalb auf die Beurteilung
en
durch Dr.
G.___
vorliegend nicht abzustellen ist.
4.3.4
Auf die Beurteilungen durch
Dr.
D.___
kann vorliegend schon deshalb nicht abschliessend abgestellt werden, weil diese, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
4.2
)
,
keine
konkreten,
nachvollziehbare
n
Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung
en
enthalten. Andererseits
vermögen
dessen Beurteilung
en
auch
insofern nicht zu überzeugen, als er
-
obwohl anlässlich der MRI-Untersuchung der HWS vom
1
6.
März 2013 (vorstehend E.
3.3
) lediglich
eher
geringfügige degenera
tive Veränderungen
der HWS
im Sinne einer
Spinalkanalstenose
ohne Kom
pression des Rückenmarks festgestellt wurden
-
von einer wahrscheinlichen
Triggerung
der Migräneattacken
der Beschwerdeführerin
durch ein
Zervikal
syndrom
(vorstehend E.
3.3
)
ausging.
4.3.5
In Bezug auf das Gutachten
der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai
2015 (vorstehend E. 3.10)
gilt es sodann zu beachten, dass
von der Rechtsprechung
bisher zwar offen gelassen
wurde
, ob eine Migräne zu den objektivierbaren Krank
heitsbildern zu zählen ist (BGE 140 V 290
E.
3.3.1), dass
die Rechtsprechung
indes sowohl bei objektivierbaren
als
auch bei unklaren Beschwerdebildern
für die Bejahung
eine
r
Anspruchsberechtigung eine nachvollziehbare ärztli
che Beurteilung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit voraussetzt, und dass, wenn die Auswirkungen eines objektivierbaren oder eines nicht (bildgebend) fassbaren Leidens auf die Arbeitsfähigkeit trotz sorgfältiger und umfassender Abklärungen vage und unbestimmt bleiben und die Einschränkungen nicht anders als mit den sub
jektiven Angaben der versicherten Person begründet werden können, der Beweis für die Anspruchsgrundlage nicht geleistet und
als
nicht zu erbringen
zu gelten hat
,
wobei
sich die entsprechende Beweislosigkeit zu Lasten der versicherten Person auswirkt (BGE 140 V 290 E. 4.2).
4.3.6
So verhält es sich
auch
hier. Denn
Dr.
D.___
und
Dr.
G.___
stützten sich in
ihren Beurteilungen
ausschliesslich auf die von der
Beschwerdeführerin
selbst
angegebe
ne Häufigkeit der Kopfschmerzen
beziehungsweise der
Migränean
fälle
und damit auf subjektive Angaben der Beschwerdeführerin
.
Die
Aus
wirkungen der Kopfschmerzproblematik
der Beschwerdeführerin wurden damit
indes
weder plausibilisiert noch
deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit überzeugend
dargelegt
.
Eine solche Plausibilisierung ergibt sich zudem auch nicht aus den Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrem
Freizeitverhalten
und
zu ihrem
familiären Engagement. Vielmehr ist den anamnestischen Angaben im Gutachten der Ärzte der
B.___
vom
6.
Mai 2015
zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
morgens
üblicherweise um neun
Uhr aufsteht, ein Frühstück zubereitet und einnimmt
, allfällige
Auf
räumarbei
ten
erledigt
und
Yoga praktiziert, dass sie an
schliessen
d
das Mit
tagessen zu
bereitet und dieses
zweimal in der Woche zusammen mit ihrer Tochter zu Hause
einnimmt, dass sie am
Nachmittag einen kleinen Spazier
gang
unternimmt
, anstehende Termine wahr
nimmt
und das Abendessen zu
bereitet und dieses
anschliessend mit
ihrer
Familie
einnimmt, dass sie d
anach fern
sieht
und ungefähr um elf Uhr abends zu Bett
geht
(
Urk.
7/71 S. 17 f.). Diese
Angaben der
Beschwerdeführerin zu ihrem Tagesablauf,
welche auf ein
relativ
aktives Leben schliessen lassen
,
ermöglich
en
indes
k
eine solche Plau
sibilisierung.
5.
5.1
Nach Gesagtem ist gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die
Ärzte
der
B.___
vom
6.
Mai 2015 (vorstehend E.
3.10
) davon auszugehen,
dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin weder durch das
Kopf
schmerz
leiden
im Sinne einer Migräne ohne Aura noch durch die
degenera
tiven Veränderungen im Bereich
ihrer
HWS
massgeblich beeinträchtigt
ist
, und dass
ihr
die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit als Sortiererin bei
Z.___
AG und
die Ausübung
damit vergleichbarer Tätigkeiten ohne Einschrän
kungen weiterhin zuzumuten
ist
.
5.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergeb
nis nichts mehr ändern würden,
besteht - entgegen des
diesbezüglichen
Vorbringens der Be
schwer
deführerin
(
Urk.
1 S.
2)
- für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von
einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung
solcher
abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 124 V 90 E. 4b
, 1
22 V 157 E. 1d mit Hinweis
en
).
6.
6.1
Demzufolge gelingt es der Beschwerdeführerin
trotz umfangreicher Abklärungen
nicht, die
invalidisierenden Folgen
einer
gesundheitlichen Be
einträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen
. Die diesbezügliche Beweislosigkeit wirkt sich zu ihren Lasten aus (vgl. vorstehend E.
1.5
).
6.2
Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
1
0.
September 2015
(Urk. 2) auf die Vor
nahme eines Einkommensvergleichs verzichtet hat (vgl. BGE 115 V 133 E.
2;
Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2007 vom 10. Juli 2007 E.
3.4). Der Invalidi
tät
s
grad beträgt jedenfalls 0 %. Da es
der
Beschwer
deführer
in
demzufolge an ei
ner
für einen Rentenanspruch vorausgesetzten Invalidität von mindestens 40 % fehlt
, ist
ihr
Anspruch auf eine Invaliden
rente zu
verneinen, womit die Beschwer
de abzuweisen ist.
7.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig.
Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf
Fr.
8
00.-- fest
zusetzen und de
r
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
syndicom
- Gewerkschaft Medien und Kommunikation
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesge
richt Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannVolz