# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c34699fa-f6f1-5eff-a940-bd49256687e4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.01.2018 IV 2015/401
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-401_2018-01-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/401

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 15.01.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 15.01.2018
Art. 28 Abs. 2 IVG. Art. 87 Abs. 3 IVV. Neuanmeldung nach der Aufhebung 
einer früheren Invalidenrente. Eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes wurde glaubhaft gemacht. Vorliegen einer 100%-igen 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Januar 2018, IV 
2015/401).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Std; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich

Geschäftsnr.  

IV 2015/401

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ bezog vom 1. Mai 2000 bis zum 31. Januar 2011 eine halbe Rente der 

Invalidenversicherung (IV-act. 32; 75). Mit Verfügung vom 7. Januar 2011 erfolgte die 

Aufhebung der halben Rente per 28. Februar 2011 (IV-act. 81). Die dagegen erhobene 

Beschwerde wies das Versicherungsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 13. Juni 2013 

ab (IV-act. 88). Bereits ab dem 1. Juni 2013 hatte der Versicherte mit einem Pensum 

von 100% wieder als Elektromonteur bei der B.___ AG gearbeitet (IV-act. 91).

A.b  Aufgrund einer Überweisung durch den Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt 

Allgemeinmedizi, fanden am 26. und 27. Mai 2014  Abklärungen in der 

Gedächtnissprechstunde der Klinik D.___ statt. Der Neurologe Dr. med. E.___ hielt in 

seinem Bericht vom 16. Juni 2014 als Diagnosen eine rezidivierende depressive 

Störung, bei gegenwärtig mittelgradigen Episoden mit somatischem Syndrom sowie 

narzisstischen und anankastischen Zügen, eine andere gemischte Angststörung mit 

hauptsächlich dissoziativen Symptomen und leichte Sensiblitätsminderungen im 

Dermatom L4 links, wahrscheinlich residual nach Diskushernie 4/5, fest. Dr. E.___ 

bescheinigte dem Versicherten eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit (IV-act. 98/1 f.).

A.c  Am 29. Juli 2014 meldete sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 91). Auf Aufforderung der IV-Stelle hin reichte der 

Versicherte einen Bericht der F.___ AG vom 13. Juli 2014 ein (IV-act. 96). In diesem 

wurde ausgeführt, die erhobenen Daten deuteten auf eine generelle Unteraktivierung 

und Schwierigkeiten im Präfrontalkortex sowie im singulären Kortex hin. Es seien 

Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitsfokussierung und der Emotionsregulation zu 

erwarten. Ausserdem beständen Hinweise auf Schwierigkeiten in der auditiven 

Verarbeitung. Die Reizverarbeitung deute zudem auf Schwierigkeiten der primären 

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auditiven Verarbeitung und eine ausgeprägte Impulskontrolle (mit Involvierung des 

Cingulum) hin (IV-act. 96 – 3/33).

A.d  Dr. med. G.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. phil.  H.___, 

Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, hielten in ihrem Bericht vom 18. August 2014 

fest, dass sich der Versicherte in einer wöchentlichen ambulanten Therapie befinde. Sie 

diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung bei gegenwärtig mittelgradiger 

depressiver Episode mit somatischem Syndrom F32.11 sowie eine gemischte 

Angststörung mit dissoziativen Symptomen. Dr. G.___ und lic. phil. H.___ 

bescheinigten eine weiter bestehende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit für ca. weitere vier 

Monate (IV-act. 98/21 ff.).

A.e  Am 21. August 2014 fand im Auftrag der CSS eine Begutachtung durch Dr. med. 

I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, statt. Dr. I.___ hielt als 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung mit 

depressiver Reaktion (ICD-10: F43.2), deutlich gebessert, sowie vereinzelte 

Panikattacken (ohne die Kriterien einer Panikstörung zu erfüllen) fest. In Bezug auf die 

diagnostizierte depressive Reaktion führte Dr. I.___ in seiner Beurteilung aus, dass, 

sollte zuvor die Symptomatik den Ausprägungsgrad einer depressiven Episode 

angenommen haben, im Verlauf der über dreieinhalb Monate erbrachten fachärztlich-

psychiatrischen Behandlung eine derartig gute Besserung eingetreten sei, dass von 

einer weitgehenden Remission auszugehen sei. Es sei aus gutachterlicher Sicht nicht 

nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2001 eine krankheitswertige 

depressive Symptomatik von derartiger Dauer und Ausprägung erlitten habe, dass 

damals eine depressive Episode zu diagnostizieren gewesen wäre und nun die 

Diagnose „rezidivierende depressive Störung F33“ lauten würde. In Bezug auf die 

Angstsymptomatik führte Dr. I.___ aus, dass der Beschwerdeführer eine spezifische 

Angst im Zusammenhang mit der Tätigkeit mit Strom aufweisen würde, die immer dann 

auftrete, wenn er mit seiner früheren und langjährigen beruflichen Tätigkeit im Bereich 

der Elektroinstallation konfrontiert werde oder auch weiterhin konfrontiert würde. Weiter 

machte Dr. I.___ geltend, dass eine spezifische Angstsymptomatik dieser Art mit einer 

Kombination von Verhaltenstherapie und moderner serotonerger Medikation sehr gut 

behandelbar sei. Es stelle sich daher die Frage, ob unter der fortgesetzten 

psychiatrischen Behandlung eine derartige Besserung eintreten werde, dass die 

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Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit als Elektromonteur im Angestelltenverhältnis 

zumutbar würde. Gestützt auf diese Beurteilung bescheinigte Dr. I.___ dem 

Beschwerdeführer eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Elektroinstallateur. Eine angepasste Tätigkeit erachtete er je¬doch bereits ab dem 1. 

September 2014 wieder als zu 100% zumutbar (CSS-act. 50/93). Als Beispiele für 

zumutbare Tätigkeiten führte er die Tätigkeit als Abwart und technischer Mitarbeiter 

einer Galerie an. Dem Beschwerdeführer sei eine Tätigkeit zu 8.5 Stunden an fünf 

Tagen pro Woche zumutbar. Allerdings sei darauf zu achten, dass diese Tätigkeit nicht 

mit Aufgaben aus dem Bereich Elektroinstallationen zu tun hätte (CSS-act. 50/93). Das 

Arbeitsverhältnis des Versicherten mit der B.___ AG wurde krankheitsbedingt per 31. 

August 2014 aufgelöst (IV-act. 105).

A.f  In einer Beurteilung vom 20. Oktober 2014 hielt der IV-interne regionale ärztliche 

Dienst (RAD) fest, es sei nun über die dreieinhalb Monate erbrachte fachärztliche 

psychiatrische Behandlung eine derartig gute Besserung eingetreten, dass von einer 

weitgehenden Remission auszugehen sei. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Elektroinstallateur sei der Versicherte aktuell als arbeitsunfähig einzuschätzen. 

Grundsätzlich sei in drei bis sechs Monaten eine Wiederaufnahme der Tätigkeit 

möglich. In einer anderen Tätigkeit liege beim Versicherten bereits wieder eine 100%-

ige Arbeitsfähigkeit vor (IV-act. 107). Mit einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 18. 

Dezember 2014 bescheinigten lic. phil. H.___ und Dr. G.___ eine bis auf weiteres 

bestehende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Elektromonteur im 

Starkstrombereich sowie eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit im Schwachstrombereich 

sowie für leichte Tätigkeiten (IV-act. 116 – 3/3).

A.g  Mit Vorbescheid vom 15. September 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 

die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Der Versicherte erhob am 17. 

September 2015 einen Einwand gegen den Vorbescheid. Zur Begründung brachte er 

sinngemäss vor, dass sein Gesundheitszustand nicht genügend abgeklärt worden sei. 

Er leide seit zehn Jahren an chronischen Schmerzen in den Schultern. Wegen der 

vielen Medikamente habe er zudem Bauchschmerzen, einen permanenten Durchfall, 

Panikzustände sowie eine Gedächtnisschwäche. Der Versicherte beantragte eine 

unabhängige ärztliche Untersuchung (IV-act. 135).

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A.h  Mit Verfügung vom 3. November 2015 lehnte die IV-Stelle das Rentenbegehren 

des Versicherten ab. Zur Begründung führte sie aus, dass in einer leidensangepassten 

Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit bestehe und dass es dem Versicherten 

zumutbar sei, auf dem offen stehenden Arbeitsmarkt ein Einkommen von Fr. 65'172.-- 

zu erzielen. Für die Berechnung des Invaliditätsgrades sei als Valideneinkommen das 

zuletzt bei der Firma B.___ AG erzielte Einkommen in Höhe von Fr. 81'250.-- 

einzusetzen. Gestützt darauf ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 20% und damit kein 

Rentenanspruch (IV-act. 136).

B.   

B.a  Gegen die rentenabweisende Verfügung erhob der Versicherte am 25. November 

2015 Beschwerde. Er beantragte sinngemäss, der IV-Grad von 20% sei aufzuheben. 

Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass ihm der IV-Grad von 20% nicht 

nur finanziell, sondern insbesondere auch bei der Suche nach einer passenden 

Arbeitsstelle schade. In seinem Alter sei es äusserst schwierig, überhaupt eine 

Anstellung, und praktisch unmöglich, eine Anstellung mit einem Pensum von 80% zu 

finden (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, der 

Beschwerdeführer bestreite die ihm zugrunde gelegte Arbeitsfähigkeit nicht und es 

bestehe keinerlei Anlass, von der Einschätzung im lege artis erstellten Gutachten von 

Dr. I.___ und in der Stellungnahme des RAD abzuweichen. Es sei davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeiten könne. 

Zur Vornahme des Einkommensvergleichs habe man für das Valideneinkommen auf die 

Lohnabrechnungen seines ehemaligen Arbeitgebers abgestellt, woraus sich ein 

Valideneinkommen in Höhe von Fr. 81'250.-- ergeben habe. Da der Beschwerdeführer 

grundsätzlich irgendeine dem Leiden angepasste Tätigkeit ausführen könne, aktuell 

aber nicht arbeite, habe man als Invalideneinkommen den vom Bundesamt für Statistik 

erstellten Tabellenlohn für einfache und repetitive Tätigkeiten von Fr. 65'172.-- 

herangezogen. Gestützt darauf ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 20% (act. G 4).

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B.c  Nachdem die dem Beschwerdeführer eröffnete Frist zur Einreichung einer 

allfälligen Replik unbenutzt verstrichen war, erklärte das Gericht den Schriftenwechsel 

mit Schreiben vom 22. März 2016 als abgeschlossen (act. G 6).

Erwägungen

1.   

Gegenstand des mit der angefochtenen Verfügung abgeschlossenen 

Verwaltungsverfahrens hat die Prüfung einer sogenannten Neuanmeldung nach der 

Aufhebung einer früheren Invalidenrente gebildet. Die Neuanmeldung unterscheidet 

sich von der erstmaligen Anmeldung zum Leistungsbezug nur dadurch, dass für ihre 

materielle Behandlung eine anspruchsrelevante Sachverhaltsveränderung glaubhaft 

gemacht sein muss (Art. 87 Abs. 3 IVV). Die am 7. Januar 2011 wiedererwägungsweise 

verfügte Aufhebung der Invalidenrente (IV-act. 81) stützte sich auf die Beurteilung 

durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) in Basel vom 6. Juli 2010. Im 

Gutachten des ABI waren aus psychiatrischer Sicht lediglich narzisstische Wesenszüge 

mit anankastischen/perfektionistischen Persönlichkeitszügen (ICD – 10 F60.5) ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert worden (IV-act. 65). Sowohl Dr. E.___ (IV-

act. 98/1 f.) als auch Dr. G.___ und lic. phil. H.___ haben nun in ihren Beurteilungen als 

Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung bei gegenwärtig mittelgradiger 

depressiver Episode mit somatischem Syndrom F32.11 sowie eine gemischte 

Angststörung mit dissoziativen Symptomen festgehalten (IV-act. 98/21 ff.). Damit ist in 

Bezug auf die psychiatrischen Symptome eine deutliche Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht. Das hat auch der RAD in seiner Beurteilung 

vom 22. August 2014 festgestellt. Er hat nämlich ausgeführt, der psychische 

Gesundheitszustand habe sich seit dem Gutachten des ABI Basel vom 13. Juli 2010 

nachweislich verschlechtert (IV-act. 101/3). Die Beschwerdegegnerin ist somit – 

gestützt auf die vom Beschwerdeführer eingereichten medizinischen Unterlagen – zu 

Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.

2. 

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2.1  Zunächst ist das durch den Beschwerdeführer gestellte Begehren zu interpretieren. 

Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerdeschrift vom 26. November 2015 dem 

Wortlaut nach vorgebracht, dass er komplett auf den ihm zugewiesenen IV-Grad von 

20% verzichten wolle (act. G 1). Im Einwand gegen den Vorbescheid vom 17. 

September 2015 hatte er noch sinngemäss ausgeführt, dass er mit dem festgestellten 

Invaliditätsgrad von 20% aus medizinischer Sicht nicht einverstanden sei und deshalb 

eine unabhängige ärztliche Untersuchung verlange (IV-act. 135). Ausgehend von den 

Ausführungen des Beschwerdeführers im Vorbescheidsverfahren muss davon 

ausgegangen werden, dass dieser überzeugt ist, einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente zu haben. Das Beschwerdebegehren ist deshalb so zu interpretieren, 

dass dem Beschwerdeführer eine Invaliditätsrente zuzusprechen sei und, sollte das 

nicht gehen, von einem Invaliditätsgrad von 0% auszugehen sei.

2.2  Die rentenbegründende Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.3  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% 

invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht ein Anspruch 

auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine 

Viertelsrente.

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2.4  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche (und gegebenenfalls auch andere) Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a).

3. 

3.1  Die Beschwerdegegnerin hat auf das durch die CSS eingeholte Gutachten von Dr. 

I.___ vom 20. August 2014 (CSS-act. 50/93) abgestellt. Dieser hat seine Beurteilung 

gestützt auf eine Untersuchung am 21. August 2014 abgegeben und eine 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F43.2) sowie vereinzelte 

Panikattacken, die die Kriterien einer Panikstörung jedoch nicht erfüllten, diagnostiziert. 

Die Einschätzung durch Dr. I.___ stimmt mit der Beurteilung durch lic. phil. H.___ und 

Dr. G.___, bei denen sich der Beschwerdeführer in ambulanter psychiatrischer 

Behandlung befand, überein. Diese haben in ihrem Bericht zu Handen der Skandia 

Leben AG vom 18. April 2014 ausgeführt, dass die aktuelle berufliche Tätigkeit als 

Elektromonteur nicht mehr zumutbar sei. Der hohe Leidensdruck, den der 

Beschwerdeführer bei jeglicher Konfrontation mit Stromarbeiten bekunden würde, 

wirke sich negativ auf die Krankheitsentwicklung aus (IV-act. 98/23). Lic. phil. H.___ 

und Dr. G.___ haben dem Beschwerdeführer in ihrem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 

18. Dezember 2014 eine bis auf weiteres bestehende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in 

der Tätigkeit als Elektromonteur im Starkstrombereich, im Schwachstrombereich und 

für andere leichte Tätigkeiten aber eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 116 

- 3/3).

3.2  Aus den medizinischen Beurteilungen geht somit übereinstimmend hervor, dass 

der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Elektromonteur im 

Starkstrombereich zu 100% arbeitsunfähig ist. In einer angepassten Tätigkeit wird dem 

Beschwerdeführer hingegen eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit zugestanden. Da sich die 

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beim Beschwerdeführer diagnostizierte, spezifische Angststörung, die offenbar auf 

zwei bei seiner letzten Tätigkeit als Elektromonteur begangene Fehler zurückzuführen 

ist, auf die Arbeit mit Starkstrom bezieht, erscheint die Beurteilung, dass der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur im 

Starkstrombereich nicht mehr arbeitsfähig sei, als nachvollziehbar. Das gilt aber auch 

für die Auffassung, dass sich die Angststörung nicht auf eine angepasste Tätigkeit, die 

nichts mit Aufgaben aus dem Bereich der Elektroinstallationen zu tun haben, auswirken 

würde, so dass eine angepasste Tätigkeit damit zu 100% zumutbar sei. Einer solchen 

Beurteilung widersprechende medizinische Akten liegen nicht vor und auch der 

Beschwerdeführer bringt keine Einwendungen vor, die gegen die 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sprechen würden. Die von der 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die Akten festgestellte 100%-ige Arbeitsfähigkeit in 

einer angepassten Tätigkeit ist damit nicht zu beanstanden.

4.   

4.1  Grundlage der Bemessung des Valideneinkommens bildet die Validenkarriere der 

versicherten Person, d.h. die erwerbliche Situation, in der sich die versicherte Person 

bei einer vollen Ausnützung ihrer beruflichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen 

befinden würde, wenn sie gesund geblieben wäre. Die reale erwerbliche Situation bei 

Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und damit der Arbeitsunfähigkeit ist dann als 

Validenkarriere heranzuziehen, wenn die versicherte Person dabei alle ihre beruflichen 

Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in vollem Ausmass hat einsetzen können.

4.2  Die Beschwerdegegnerin hat beim Valideneinkommen auf das durch den 

Beschwerdeführer zuletzt bei der B.___ AG erzielte reale Einkommen abgestellt. 

Gemäss seinen eigenen Angaben ist der Beschwerdeführer an dieser Arbeitsstelle als 

Elektromonteur mit Baustellenleitung tätig gewesen. Gestützt auf den IK-Auszug des 

Beschwerdeführers ergibt sich, dass es sich bei dem bei der B.___ AG erzielten 

Einkommen um das höchste seit dem Jahr 2001 durch den Beschwerdeführer erzielte 

Einkommen gehandelt hat (IV-act. 94). Somit ist davon auszugehen, dass das bei der 

B.___ AG erzielte Einkommen den beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und 

Erfahrungen des Beschwerdeführers vollumfänglich entsprochen hat. Das durch die 

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Beschwerdegegnerin für die Invaliditätsbemessung zugrunde gelegte 

Valideneinkommen von Fr. 81'250.-- erweist sich damit als korrekt.

4.3  Auch das Invalideneinkommen ist auf der Grundlage einer erwerblichen Karriere zu 

bestimmen. Im Gegensatz zur Validenkarriere kann die Invalidenkarriere aber nicht 

anhand eines vorbestehenden Sachverhalts definiert werden. Die Invalidenkarriere 

entspricht dem neuen Beruf, in den die versicherte Person - nach einer allfälligen 

medizinischen Eingliederung - umgeschult oder in anderer Form beruflich eingegliedert 

worden ist.

4.4  Die Beschwerdegegnerin ist von einer Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter in einer 

handwerklichen Tätigkeit ausgegangen. Dementsprechend hat sie zur Ermittlung des 

Invalideneinkommens auf den Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne in der LSE 2012, d.h. 

auf den Betrag von Fr. 65'172.-- abgestellt. Nun haben lic. phil. H.___ und Dr. G.___ 

dem Beschwerdeführer in ihrem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 18. Dezember 2014 

aber für leichte Tätigkeiten sowie für Tätigkeiten im Schwachstrombereich eine volle 

Arbeitsfähigkeit von 100% bescheinigt (IV-act. 116/3). Gestützt auf diese Beurteilung 

stellt sich die Frage, ob die Invalidenkarriere des Beschwerdeführers nicht in einer 

Tätigkeit als Elektromonteur im Schwachstrombereich zu suchen ist. Da bei der 

Diagnose einer Angststörung das aus dem Umgang mit Starkstrom ergebende 

Gefährdungspotential im Vordergrund gestanden hat und da bei Arbeiten mit 

Schwachstrom natürlich von einem weitaus geringeren Gefährdungspotential 

auszugehen ist, erscheint die Beurteilung durch lic. phil H.___ und Dr. G.___ als 

durchaus nachvollziehbar. Gemäss Art. 35.4 des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) 

2014-2018 des schweizerischen Elektro- und 

Telekommunikationsinstallationsgewerbes gibt es in Bezug auf die Mindestlöhne 

keinen Unterschied in Bezug auf die Tätigkeiten im Stark- oder Schwachstrombereich. 

Auch aus den übrigen Bestimmungen des GAV ergeben sich keine Lohnunterschiede 

im Stark- und im Schwachstrombereich. Geht man somit von der Einschätzung von lic. 

phil. H.___ und Dr. G.___ aus und attestiert dem Beschwerdeführer eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit im Schwachstrombereich ergibt sich bei einem Wechsel des 

Beschwerdeführers an einen Arbeitsplatz im Schwachstrombereich keine 

Lohneinbusse. Dadurch erübrigt sich die ziffernmässige Festlegung des 

Invalideneinkommens, da der Invaliditätsgrad in solchen Fällen dem Grad der 

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Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn 

entspricht (sog. Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V 310 E. 3a). Da der Beschwerdeführer 

in einer leidensadaptierten Tätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

indirekt krankheitsbedingten, ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Nachteile zu 

gewärtigen hat, ist kein Abzug vom Tabellenlohn angezeigt. Bei identischem Validen- 

und Invalideneinkommen resultiert notwendigerweise ein Invaliditätsgrad von 0 %.

5. 

5.1  Zusammenfassend kann dem Beschwerdeführer insoweit gefolgt werden, als die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen Invaliditätsgrad von 20% ermittelt hat. Die 

primäre Streitfrage ist jedoch, ob und in welchem Umfang ein Anspruch auf eine Rente 

der Invalidenversicherung besteht. Da bei einem IV-Grad von 0% kein Rentenanspruch 

bestehen kann, erweist sich die Verfügung der Beschwerdegegnerin im Ergebnis als 

rechtmässig. Aus diesem Grund ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Ver¬fahrens entsprechend ist sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- unter Anrechnung des von 

ihm geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu bezahlen.

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