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**Case Identifier:** df6d3e2d-c843-5365-95e5-248522aa83bf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.05.2021 B 2020/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2020-75_2021-05-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2020/75

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 08.06.2021

Entscheiddatum: 25.05.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 25.05.2021
Baurecht, Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, Art. 5 Abs. 3, 
Art. 9, Art. 26 Abs. 1 BV, Art. 23 RPG in Verbindung mit Art. 108 Abs. 1 PBG, 
Art. 73, Art. 158, Art. 159 Abs. 1 Ingress und lit. d PBG, Art. 105 StrG in 
Verbindung mit Art. 109 PBG, Art. 108 Abs. 2 Ingress und lit. a StrG. 
Qualifikation der Pergola als Gebäude bejaht (E. 5). Vorliegen besonderer 
Verhältnisse für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung verneint (E. 6). 
Mangels formell rechtmässig erstellter Anlagen scheitert die Berufung auf 
die Bestandesgarantie (E. 7). Die Beschwerdeführer verfügen über 
Fachwissen. Ohne weitere Abklärungen bei der zuständigen Behörde durften 
sie deshalb nicht annehmen, die strittige, ohne Bewilligung erstellte 
Gartenanlage sei nicht baubewilligungspflichtig. Aufgrund ihres fehlenden 
guten Glaubens sind die Wiederherstellungskosten nur in geringfügigem 
Mass zu berücksichtigen, weshalb sich die von der 
beschwerdegegnerischen Gemeinde neu anzuordnende Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands nicht von vornherein als unverhältnismässig 
erweist (E. 8), (Verwaltungsgericht, B 2020/75). Auf eine gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Oktober 
2021 nicht ein (Verfahren 1C_385/2021).

Entscheid vom 25. Mai 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__ und B.__,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter, Schützenwiese 8, 9451 Kriessern,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Baubewilligung / Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ und B.__ sind seit 2017 Eigentümer der Parzelle Nr. 0000__, Grundbuch X.__. 

Nach dem gültigen Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ (vom Baudepartement 

genehmigt am 22. Oktober 1998) ist das Grundstück der Wohnzone W2b zugewiesen. 

Entlang der Nordgrenze, d.h. teils auf Parzelle Nr. 0000__, teils auf Parzelle Nr. 0001__, 

verläuft der R.__-weg, welcher nach dem geltenden Gemeindestrassenplan (vom 

Baudepartement am 7. Juni 1993 genehmigt) auf den ersten rund 17 m ab dem 

nordwestlichen Grenzpunkt der Parzelle Nr. 0000__ als Gemeindestrasse dritter Klasse 

und anschliessend bis zur Parzelle Nr. 0002__ als Gemeindeweg erster Klasse 

eingeteilt ist. Am 2. Januar 1962 bewilligte der Gemeinderat X.__ den Bau des 

Einfamilienhauses Assek.-Nr. 0003__, am 20. Mai 1975 die Erstellung eines 

Schwimmbades mit Stützmauer, am 7. Oktober 1985 den Einbau einer Garage und am 

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2. Oktober 1989 den Einbau von zusätzlichen Fenstern, einer neuen Eingangstüre und 

einer Dachlukarne auf Parzelle Nr. 0000__. Am 15. Mai 2017 bewilligte er ein 

Baugesuch von A.__ und B.__ vom 22./23. März 2017 für die Sanierung des 

bestehenden Einfamilienhauses auf Parzelle Nr. 0000__ (act. 10.5/1-17, 52, 

www.geoportal.ch).

B.

Auf die entsprechende Aufforderung der Baukommission X.__ vom 15. März 2018 hin 

reichten A.__ und B.__ am 22./23./26. März 2018 ein nachträgliches Baugesuch für die 

Sanierung der Terrasse und des Pools ein. Am 6. April 2018 verfügte die 

Baukommission X.__ die Einstellung der rechtswidrigen Bauarbeiten auf Parzelle 

Nr. 0000__. Am 27. und 28. März 2018, 12. und 20. April 2018, 18., 23. und 

29. Mai 2018 sowie 6. und 26. Juni 2018 reichten A.__ und B.__ weitere Unterlagen 

nach. Mit Entscheid vom 20. August 2018 verweigerte der Gemeinderat X.__, offenbar 

gestützt auf informelle Augenscheine der Baukommission oder der Bauverwaltung X.__ 

vom 23. März 2018, 23. April 2018 und 1. Mai 2018 sowie auf eine Stellungnahme des 

im Jahr 2017 für A.__ und B.__ tätigen Architekten vom 14. Mai 2018, die nachträgliche 

Baubewilligung und ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an. 

Nachdem der Gemeinderat X.__ diesen Entscheid am 10. September 2018 widerrufen 

hatte, schrieb das Baudepartement einen dagegen erhobenen Rekurs am 

18. September 2018 zufolge Gegenstandslosigkeit ab (act. 10.5/19, 22-25, 27-29, 31, 

35-39, 41, 45, 49, 52-54,58, 61-64).

C.

Nach der öffentlichen Auflage des nachträglichen Baugesuchs von A.__ und B.__ vom 

18. bis 31. Oktober 2018 verweigerte der Gemeinderat X.__ mit Entscheid vom 

5. November 2018 die nachträgliche Baubewilligung (Dispositiv-Ziffer III/1) und 

verpflichtete A.__ und B.__ unter Androhung der Ersatzvornahme (III/5) sowie unter 

Strafdrohung (III/4), innert sechs Monaten seit Eröffnung des Entscheids (Ziff. III/3) die 

Terrasse mindestens im Grenzabstandsbereich inklusive Stützen auf der Betonmauer 

entlang der Grundstücksgrenze (Ziff. III/2a und b) sowie den Pavillon auf der Terrasse 

(III/2c) zurückzubauen und die Sichtschutzmauer um 1.41 m zu kürzen bzw. in der 

Höhe auf maximal 1.20 m herabzusetzen (III/2d). Zudem auferlegte er ihnen amtliche 

Kosten in der Höhe von CHF 5'313 (III/6, act. 10.5/65-68). Dagegen rekurrierten A.__ 

und B.__ am 19. November 2018 an das Baudepartement. Am 10. Dezember 2018 und 

8. April 2019 reichten sie weitere Unterlagen nach. Am 26. März 2019 führte das 

Baudepartement einen Augenschein durch (act. 10/1, 3,12 f.). Mit Entscheid vom 

21. April 2020 (act. 2) hiess das Baudepartement den Rekurs teilweise gut (Dispositiv-

Ziffer 1a), hob Dispositiv-Ziffern III/2 bis 6 des Entscheids des Gemeinderates X.__ vom 

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5. November 2018 auf und wies die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen, d.h. zur 

Neubeurteilung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands und zur 

Neubemessung der Gebühren (E. 10.2 und 11.2), zu neuer Entscheidung an die 

Politische Gemeinde X.__ zurück (Dispositiv-Ziffer 1b). Die amtlichen Kosten in der 

Höhe von insgesamt CHF 3'500 auferlegte es je zur Hälfte A.__ und B.__ sowie der 

Politischen Gemeinde X.__; auf die Erhebung des Kostenanteils der Politischen 

Gemeinde X.__ verzichtete es (Dispositiv-Ziff. 2a und c). Zudem verpflichtete es die 

Politische Gemeinde X.__, A.__ und B.__ ausseramtlich mit CHF 1'625, zuzüglich 

Mehrwertsteuer, zu entschädigen (Dispositiv-Ziff. 3).

D.

Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 21. April 2020 erhoben 

A.__ und B.__ (Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am 4. Mai 2020 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 10. Juni 2020 ergänzten sie ihre 

Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es seien Dispositiv-

Ziffern 1a, 1b, 2a, 2c und 3 des angefochtenen Entscheids unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben. Ihnen sei die nachträgliche Baubewilligung für die 

Sanierung der Terrasse und des Pools zu erteilen und die Baubewilligungsgebühr auf 

CHF 1'000 festzusetzen. Eventualiter sei die Politische Gemeinde X.__ 

(Beschwerdegegnerin) anzuweisen, ihnen die nachträgliche Baubewilligung zu erteilen 

und die amtliche Gebühr auf CHF 1'000 festzusetzen. Subeventualiter sei von jeder 

Anordnung der Wiederherstellung eines früheren Zustands abzusehen. 

Subsubeventualiter sei die Angelegenheit zur Ergänzung und zu neuer Entscheidung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 6). Mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2020 schloss 

die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 9). Mit Stellungnahme vom 

31. August 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin, es sei die Beschwerde unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 12). 

Mit Replik vom 15. September 2020 bestätigten die Beschwerdeführer ihre Anträge 

und Ausführungen (act. 14). Am 1. Oktober 2020 duplizierte die Beschwerdegegnerin 

unter Festhalten an ihren Anträgen. Gleichzeitig reichte sie einen Auszug aus dem 

Gemeindestrassenplan nach (act. 16 f.). Am 12. Oktober 2020 liessen sich die 

Beschwerdeführer (act. 19) und am 30. Oktober 2020 die Beschwerdegegnerin 

abschliessend vernehmen (act. 21).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

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1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe 

vom 4. Mai 2020 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung 

vom 10. Juni 2020 (act. 6) formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 

in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführer 

sind zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 12 Ziff. II/2 und 6, 

act. 16) gilt dies auch, soweit sie sich im Hauptantrag (Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 1 

des angefochtenen Entscheids) und im Subeventualantrag gegen jede Anordnung der 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zur Wehr setzen, obgleich die 

Vorinstanz die Angelegenheit unter diesem Gesichtspunkt an die Beschwerdeführerin 

im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung zurückgewiesen hat. Wie sich aus 

Erwägung 10.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 14) ersehen lässt, zielt die 

diesbezügliche Rückweisung der Vorinstanz nicht auf die Aufhebung der von der 

Beschwerdegegnerin verfügten Massnahmen, sondern verbindlich auf deren teilweisen 

Verschärfung ab ("[…] ausser Acht gelassen, dass diese den Strassen- und 

Wegabstand einzuhalten haben. […] fälschlicherweise auf das Ausmass der 

vorbestehenden Holzwand bzw. die Bestandesgarantie abgestellt […]"). Die 

Beschwerdegegnerin ist an diese Rechtsauffassung der Vorinstanz gebunden und der 

Rückweisungsentscheid insoweit als Endentscheid zu betrachten. Falls die 

Rückweisung unbesehen davon als Zwischenentscheid zu qualifizieren wäre, drohte 

den Beschwerdeführern dadurch aus demselben Grund ein nicht 

wiedergutzumachender Nachteil. Falls sich die Anordnung der Wiederherstellung von 

vornherein als unverhältnismässig erweisen würde oder sich die Beschwerdeführer, wie 

von ihnen geltend gemacht, auf den Vertrauensschutz berufen könnten, hätte es im 

Übrigen mit der entsprechenden (teilweisen) Gutheissung der Beschwerde bzw. 

teilweisen Aufhebung und Anpassung des angefochtenen Entscheids sein Bewenden. 

Eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin würde sich diesfalls erübrigen. Es kann 

deshalb auch nicht gesagt werden, durch die Anfechtung der Rückweisung könnte das 

Verfahren innerkantonal stark in die Länge gezogen werden (vgl. dazu VerwGE 

B 2019/280 vom 19. März 2020 E. 3.2 und VerwGE B 2007/103 vom 19. August 2008 

E. 1.2.2 f. je mit Hinweisen; T. Kamber, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über 

die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 21 ff. zu 

Art. 56 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführer im Hauptantrag 

und in den Eventualanträgen verlangen, dass Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen 

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Entscheids auch hinsichtlich der Rückweisung zur Neubemessung der amtlichen 

Kosten aufzuheben sei resp. die amtlichen Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens auf 

CHF 1'000 festzusetzen seien. Wie sich aus Erwägung 11.2 f. des angefochtenen 

Entscheids (act. 2, S. 14 f.) ergibt, auf welche die Vorinstanz in Dispositiv-Ziffer 1b 

hingewiesen hat, läuft die angeordnete Rückweisung zur Neubemessung der amtlichen 

Kosten zwar auf eine Reduktion der den Beschwerdeführern von der 

Beschwerdegegnerin auferlegten CHF 5'313 hinaus, wobei für die Überwälzung von 

Rechtsberatungskosten der Beschwerdegegnerin auf die Beschwerdeführer gemäss 

der verbindlichen Weisung der Vorinstanz kein Raum besteht. Davon abgesehen hat 

die Vorinstanz die Sache jedoch mit noch offenem Ausgang zur Neubemessung der 

amtlichen Kosten an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Folglich liegt 

diesbezüglich weder ein Endentscheid vor noch drohte den Beschwerdeführern 

deswegen ein nicht wiedergutzumachender Nachteil. Im Übrigen haben die 

Beschwerdeführer ihre diesbezüglichen Anträge – anders als in der Rekursergänzung 

vom 10. Dezember 2018 (act. 10/3, S. 17 Ziff. 12) – nicht begründet.

2.

Vorab sind sich die Parteien darin einig, dass auf das strittige Bauvorhaben – der 

erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdegegnerin erging am 5. November 2018 

(Beilage zu act. 10/1) – das am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049) in Kraft getretene 

Planungs- und Baugesetz (sGS 731.1, PBG), soweit der kommunalen 

Rahmennutzungsplan nicht entsprechend revidiert worden ist, mit Ausnahme der 

unmittelbar anwendbaren Bestimmungen nicht direkt anwendbar ist und das bis 

30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 

1. Januar 2015) heranzuziehen ist (vgl. dazu Art. 173 PBG und E. 2 des angefochtenen 

Entscheids, act. 2, S. 5, siehe dazu auch VerwGE B 2019/140 vom 22. April 2020 E. 2 

mit Hinweisen und J. Frei, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], Kommentar zum 

Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, Basel 2020, N 11 ff. zu Art. 173 PBG 

sowie N 10 ff. zu Art. 175 PBG).

3.

Die Beschwerdeführer stellen die Beweisanträge (act. 6, S. 2-5, 10-12, 14, 18 Ziff. 1d, 

1f, 3b, 4b, 5e, 6d), C.__ und D.__, E.__, F.__, G.__ und H.__, J.__ und K.__ seien als 

Zeugen zu befragen; es seien Expertisen zu den Aussenmassen der ersetzten 

Terrassenfläche, zur Höhe der Sitzplatzflächen, zur Funktion der Pergola, zur Höhe der 

Wiederherstellungskosten sowie zur Verschlechterung des Erscheinungsbildes ihrer 

Gartengestaltung durch die von der Beschwerdegegnerin verlangte Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands einzuholen; es sei ein Augenschein durchzuführen. Auf 

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die beantragten Beweisvorkehren kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet 

werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich mit 

hinreichender Klarheit aus den dem Gericht vorliegenden Verfahrensakten und dem 

Geoportal (www.geoportal.ch, vgl. zu den nicht beweisbedürftigen notorischen 

Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, 

insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Es ist daher nicht 

ersichtlich, was die beantragten Beweisvorkehren an zusätzlichem Erkenntnisgewinn 

bringen würden (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen 

sowie B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 28 ff. zu Art. 12-13 VRP).

4.

Die Beschwerdeführer rügen zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches 

Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; 

SR 101, BV) durch die Vorinstanz (act. 6, S. 8 f.  Ziff. 2e, act. 19 Ziff. 1).

Grundsätzlich besteht kein Anspruch darauf, zur rechtlichen Würdigung oder zur 

juristischen Begründung des Entscheids angehört zu werden. Das rechtliche Gehör ist 

der dadurch beschwerten Partei dann zu gewähren, wenn eine Behörde ihren 

Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, 

die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten 

Parteien nicht berufen haben und mit deren Erhebung im konkreten Fall sie nicht 

rechnen konnten. Ausserdem ist das rechtliche Gehör dann zu gewähren, wenn mit 

einer Motivsubstitution Tatsachen neu rechtliche Bedeutung erlangen, zu denen sich 

die Parteien nicht äussern konnten oder nicht zu äussern brauchten, weil mit ihrer 

Rechtserheblichkeit nicht zu rechnen war (vgl. BGer 5A_109/2018 vom 20. April 2018 

E. 4.1 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall stand im nachträglichen erstinstanzlichen 

Baubewilligungsverfahren vor der Beschwerdegegnerin von Beginn weg die 

Beantwortung der Frage im Mittelpunkt, ob die Sichtschutzwand, die Terrasse und der 

Pavillon die massgeblichen Abstandsvorschriften einhalten. Da der R.__-weg entlang 

der nördlichen Grenze des Grundstücks Nr. 0000__ verläuft, mussten die 

Beschwerdeführer auch damit rechnen, dass die Behörden die Einhaltung des 

massgeblichen Strassenabstands untersuchen. Die Beschwerdeführer hatten 

genügend Gelegenheit, sich auch dazu zu äussern (vgl. dazu insbesondere deren 

Eingabe vom 26. Juni 2018, act. 10.5/58). Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz im 

Rahmen ihrer Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 21 Abs. 1 VRP) in Bezug auf die Terrasse, anders als die Beschwerdegegnerin, die 

Einhaltung des Strassen- und nicht des Grenzabstands prüfte (vgl. dazu auch act. 9 

Ziff. II/2). Bezüglich der Einsicht in den Gemeindestrassenplan ist festzuhalten (vgl. zum 

Einsichtsrecht auch Art. 16 VRP, Wiederkehr/Plüss, Praxis des öffentlichen 

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Verfahrensrechts, Bern 2020, N 280, BGE 132 V 387 E. 3.1 und 6.2 sowie 

BGer 2C_ 505/2019 vom 13. September 2019 E. 4.1.1 je mit Hinweisen), dass dieser im 

Geoportal (www.geoportal.ch), welchem ein offizieller Anstrich anhaftet, leicht 

zugänglich (vgl. zu nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen Hinweise unter E. 3 

hiervor) ist und die Beschwerdeführer die Darstellung der Beschwerdegegnerin in deren 

Eingabe vom 30. Oktober 2020 (act. 21) mit der Einreichung der diesbezüglichen Akten 

(act. 7/12) bestätigt haben, wonach ihnen ein Ausschnitt des Gemeindestrassenplans 

bereits am 1. Mai 2020, d.h. vor Einreichung der Beschwerde am 4. Mai 2020 (act. 1), 

zugestellt worden sei. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt so oder anders 

nicht vor.

5.

Die Beschwerdeführer stellen sich weiter auf den Standpunkt, bei der Pergola handle 

es sich um eine Anlage. Deswegen halte sie den massgeblichen Grenzabstand ein 

(act. 6, S. 11 f. Ziff. 4a, b, d, e).

Der für den Umfang der bewilligungspflichtigen Objekte massgebende Begriff der 

"Bauten und Anlagen" (vgl. dazu A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/derselbe/

Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und 

Verfahren, Zürich 2020, N 32 zu Art. 22 RPG, sowie BGE 139 II 134 E. 5.2 f. mit 

Hinweisen, siehe dazu auch Art. 7 Abs. 7 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz, 

Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG) wird weder in Art. 22 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) noch in 

der Raumplanungsverordnung (SR 700.1, RPV) umschrieben (vgl. dazu B. Waldmann, 

Bauen ohne Baubewilligung? Von klaren und den Zweifelsfällen, in: BR 2017, S. 31 ff., 

S. 40). Auch wird darin nicht zwischen diesen Begriffen unterschieden (vgl. dazu 

C. Bernet, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 24 zu Art. 73-89 PBG, mit 

Hinweis auf Stalder/Tschikry, in: Griffel/Liniger/ Rausch/Thurnherr [Hrsg.], 

Fachhandbuch öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 2.89). Auch das BauG enthält 

keine Definition dieser Begriffe (vgl. dazu B. Heer, St. Gallisches Bau- und 

Planungsrecht, Bern 2003, N 356). Hingegen definiert das PBG in dessen unmittelbar 

anwendbarem Art. 73 (vgl. dazu Anhang zum Kreisschreiben des Baudepartements 

"übergangsrechtliche Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz vom 8. März 2017, 

www.sg.ch) in Anlehnung an Ziff. 2.1 Anhang 1 der Interkantonalen Vereinbarung über 

die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB), welcher der Kanton St. Gallen allerdings 

nicht beigetreten ist, den Begriff "Gebäude", der gemeinhin mit dem Begriff "Baute" 

gleichgesetzt wird (vgl. C. Bernet, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 26 zu 

5.1. 

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6.

Die Beschwerdeführer vertreten zudem die Auffassung (act. 6, S. 13-15 Ziff. 5), für die 

gesamte neue Gestaltung der Gartenanlage sei eine Ausnahmebewilligung zu 

gewähren.

Art. 73-89 PBG). Danach sind Gebäude ortsfeste Bauten, die zum Schutz von 

Menschen, Tieren oder Sachen eine feste Überdachung und in der Regel weitere 

Abschlüsse aufweisen.

Wie sich aus Bild 13 f. zum Augenschein vom 26. März 2019 (act. 10/12) ergibt, hat die 

Vorinstanz in Erwägung 6.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 10) zutreffend 

ausgeführt, dass der ohne Bewilligung erstellte Pavillon (Pergola) aus vier massiven, 

fest auf der Holzterrasse verankerten Pfosten besteht, deren obere Enden mittels 

Balken verbunden sind. Zudem befindet sich auf der südwestlichen Seite gegenüber 

dem Pool eine Schiebetüre aus Glas, womit die komplette Seite geschlossen werden 

kann. Der Pavillon ist mit Aluminiumlamellen überdacht. Bei dieser Sachlage durfte die 

Vorinstanz von einem Gebäude im Sinne von Art. 73 PBG und damit von einer 

"(Neben)Baute" ausgehen, ohne Recht zu verletzen, selbst wenn der Pavillon lediglich 

einem vorübergehenden, von der Witterung und der Tageszeit abhängigen Aufenthalt 

dient und gemäss den Beschwerdeführern schon bei leichtem Regen Wasser durch die 

offenen Lamellen dringen kann und die Glasschiebetüre keinem stärkeren Wind, Regen 

oder Schnee standhält. Es handelt sich dabei klarerweise nicht um eine Anlage (vgl. 

zum Begriff Stalder/Tschikry, in: Griffel/Liniger/ Rausch/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., 

Rz. 2.89). Dies umso mehr, als der Pavillon selbst die maximal zulässige Grundfläche 

von 10 m  sowie die höchstens zulässige Gesamthöhe von 2.50 m für unbeheizte 

Kleinbauten nach Art. 136 Abs. 2 Ingress und lit. a PBG überschreitet (vgl. dazu 

Gartenplan vom 26. Juni 2018 und Schnitt B-B vom 22. März 2018, act. 10.5/65) und 

nicht von einem "ungedeckten" Gartensitzplatz im Sinne von Art. 136 Abs. 2 Ingress 

und lit. b PBG gesprochen werden kann. Als Baute resp. Gebäude hat die Pergola 

allseitig den in der Wohnzone W2b massgebenden Grenzabstand nach (Art. 10 

Abs. 2 des Baureglements der Politischen Gemeinden X.__, L.__, M.__, N.__ und O.__, 

vom Baudepartement am 19. Januar 2007 genehmigt; BauR, in Verbindung mit) 

Art. 8 BauR einzuhalten.

5.2. 

2

Laut dem nach wie vor anwendbaren Art. 56 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 BauG in 

Verbindung mit Art. 8 BauR (vgl. E. 2 hiervor) gilt in Bezug auf Gebäude in der 

Wohnzone W2b ein kleiner Grenzabstand von 4.5 m und ein grosser Grenzabstand von 

6.1. 

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7.0 m. An- und Nebenbauten dürfen mit einem verminderten Grenzabstand von 3.0 m 

erstellt werden. Nach Art. 101 Abs. 1 und Art. 104 Ingress und lit. a und d des 

Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG) e contrario in Verbindung mit Art. 10 

Abs. 1 Satz 1 BauR (vgl. dazu auch Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. b StrG) haben 

Bauten und Anlagen gegenüber Gemeindestrassen einen Abstand von 3.0 m und 

gegenüber Gemeindewegen einen solchen von 2.0 m sowie Einfriedungen von 0.45 m 

bis 1.20 m Höhe einen solchen von 0.09 m, über 1.20 m Höhe zusätzlich die Mehrhöhe, 

einzuhalten (vgl. zur Messweise Art. 107 Abs. 1 und 2 StrG). Stützmauern und 

Böschungen entlang von Fahrbahnen öffentlicher Gemeindestrassen haben einen 

Abstand von 0.3 m einzuhalten (Art. 10 Abs. 3 BauR). Entlang klassierter Strassen 

gehen Strassenabstandsvorschriften anderen Abständen vor (Art. 10 Abs. 1 

Satz 2 BauR, vgl. dazu GVP 1977 Nr. 55). Bei klassierten Wegen geht der 

Grenzabstand dem "Wegabstand", d.h. dem Strassenabstand (vgl. hierzu Art. 1 

Abs. 2 StrG), vor (Art. 10 Abs. 2 Satz 1 BauR). Im Hinblick auf die Vereinbarkeit der 

Regelung von Art. 10 Abs. 2 Satz 1 BauR mit dem höherrangigen StrG ist für den 

vorliegenden Fall festzuhalten, dass der Grenzabstand nur gegenüber Gebäuden oder 

Bauten, d.h. nur gegenüber dem Pavillon einzuhalten ist und der mindestens rund 

1.00 m breite R.__-weg im Bereich des Pavillons vollständig innerhalb des 

Baugrundstücks Nr. 0000__ verläuft. Durch die Anwendung der 

Grenzabstandsvorschriften wird daher in Bezug auf den Pavillon kein grösserer 

Abstand verlangt, als wenn der gegenüber Gemeindewegen geltende privilegierte 

Abstand von 2.0 m dem Grenzabstand vorginge. Damit erübrigt sich vorliegend auch 

eine eingehende Prüfung der Vereinbarkeit von Art. 10 Abs. 2 Satz 1 BauR mit dem 

StrG (vgl. dazu D. Gmür, in: G. German [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen 

Strassengesetz, St. Gallen 1989, N 1 ff. zu Art. 104 StrG, und Fritzsche/Bösch/Wipf/

Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 2, 6. Aufl. 2019, S. 1050 f.).

Wie sich den von den Beschwerdeführern nachträglich eingereichten Plänen (Schnitt 

B-B, Gartenplan und übersichtsplan + Schnitte) vom 22. März 2018, 26. Juni 2018 bzw. 

21. Februar 2018 (act. 10.5/65 f.) entnehmen lässt, hat die Vorinstanz in Erwägung 5.2, 

6.3 und 7 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 9-11) zutreffend ausgeführt, dass 

die über 1.20 m hohe Sichtschutzmauer an der nordwestlichen Grenze von Grundstück 

Nr. 0000__ als Anlage keinen Abstand gegenüber dem R.__-weg einhält und damit 

gegen den für Einfriedungen massgeblichen Strassenabstand von mindestens 0.09 m 

(zuzüglich Mehrhöhe) verstösst; der Pavillon den für Nebenbauten massgebenden 

Grenzabstand von 3.0 m gegenüber den Grundstücken Nrn. 0004__ und 0005__ 

unterschreitet (vgl. dazu auch act. 10.5/68); und die Terrasse den für Anlagen 

vorgeschriebenen Strassenabstand gegenüber dem R.__-weg von 2.0 m verletzt. 

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Insoweit erweist sich das nachträgliche Baugesuch der Beschwerdeführer als nicht 

bewilligungsfähig (vgl. dazu Art. 146 PBG und Dispositiv-Ziff. III/1 des Beschlusses der 

Beschwerdegegnerin vom 5. November 2018, Beilage zu act. 10/1). Hingegen ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die Vergrösserung der Terrasse (vgl. dazu Gartenplan vom 

26. Juni 2018, act. 10.5/65) als Anlage entlang der Grenze zur Parzelle Nr. 0005__ mit 

Blick auf die Abstandsvorschriften nicht bewilligungsfähig wäre.

Nach Art. 23 RPG in Verbindung mit Art. 108 Abs. 1 PBG kann die Baubehörde im 

Einzelfall mit Erteilung einer Ausnahmebewilligung von Vorschriften dieses Erlasses 

oder des Baureglements abweichen, wenn besondere Verhältnisse vorliegen oder die 

Durchsetzung der Vorschrift unzweckmässig und unbillig wäre. Die 

Ausnahmebewilligung ist zulässig, wenn sie nicht gegen den Sinn und Zweck der 

Vorschrift verstösst; keine überwiegenden öffentlichen Interessen verletzt; die 

Nachbarschaft nicht unzumutbar beeinträchtigt (Abs. 2). Ausnahmen von 

Strassenabstandsvorschriften kann die zuständige Behörde unter anderem bewilligen, 

wenn weder die Verkehrssicherheit noch die Strasse beeinträchtigt werden (Art. 108 

Abs. 2 Ingress und lit. a StrG). Beide Ausnahmenbewilligungen sind nur zurückhaltend 

und einzig bei Vorliegen besonderer Verhältnisse zu gewähren, wenn auch nicht 

zwingend eine eigentliche Ausnahmesituation erforderlich ist. In genereller Weise sind 

besondere Verhältnisse beispielsweise – neben der Eigenart des Bauwerks, der 

Architektur oder der Zweckbestimmung des Gebäudes – insbesondere in der 

Topografie, Form oder Lage des Baugrundstücks oder der besseren Wahrung 

öffentlicher Interessen begründet (vgl. M. E. Looser, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], 

a.a.O., N 1, 6 f. und 21 zu Art. 108 PBG, siehe demgegenüber zu der sogenannten 

Spezialermächtigung BGer 1C_169/2017 vom 30. Juni 2017 E. 4.4 mit Hinweisen).

Vorweg ist nicht erkennbar und wird von den Beschwerdeführern auch nicht weiter 

dargetan, dass ein eigentlicher Härtefall – "unzweckmässig und unbillig" – vorliegen 

würde. Weiter ist den Beschwerdeführern zwar zuzugestehen, dass nicht ersichtlich ist, 

inwiefern eine Abweichung von den massgeblichen Strassenabständen zugunsten der 

Sichtschutzmauer und der Terrasse die Verkehrssicherheit auf dem R.__-weg oder 

diesen Weg selbst beeinträchtigen sollte. Auch ist nicht davon auszugehen, dass eine 

Ausnahme vom vorgeschriebenen Grenzabstand zugunsten des Pavillons gegen den 

Sinn und Zweck von Art. 56 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 BauG in Verbindung mit 

Art. 8 BauR verstösst, die Nachbarschaft dadurch unzumutbar beeinträchtigt würde 

oder dadurch überwiegende öffentlichen Interessen verletzt würden. Sodann mag die 

heutige Erscheinung der Gartengestaltung gemäss den Beschwerdeführern 

6.2. 

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7.

Die Beschwerdeführer halten ferner dafür, sowohl die Terrasse inkl. Pergola/Pavillon als 

auch der Sichtschutzzaun, welche bereits vor bzw. seit 1989 in der heutigen Form 

bestanden hätten, seien aufgrund der Bestandesgarantie nachträglich zu bewilligen, 

zumal die Neugestaltung dieser Anlagen die Rechtswidrigkeit eher reduziere (act. 6, 

S. 7-11 Ziff. 2 f., 4c, act. 14, S. 2 f. Ziff. 1b, 2).

architektonisch und gestalterisch als besonders positiv und gelungen erscheinen. Wie 

die Vorinstanz in Erwägung 9.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 12) indessen 

mit Recht ausgeführt hat, führen diese Umstände alleine aber noch nicht zur Annahme, 

dass besondere Verhältnisse vorliegen würden, da das Grundstück Nr. 0000__ auch 

unter Einhaltung der Vorschriften über die Regelbauweise überbaut werden könnte. 

Überdies fallen rein fiskalische Interessen bzw. wirtschaftliche Gründe, solange keine 

existenzbedrohende Lage gegeben ist, nicht unter den Begriff der besonderen 

Verhältnisse und lassen sich fast immer anführen (vgl. dazu M. E. Looser, in: Bereuter/

derselbe/Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 8 zu Art. 108 PBG). Für die Sichtschutzmauer, die 

Terrasse und den Pavillon kann somit keine Ausnahmebewilligung gewährt werden. Da 

keine besonderen Verhältnisse vorliegen (Rechtsfrage), war die Vorinstanz auch nicht 

verpflichtet, die Sache zur Prüfung der weiteren Voraussetzungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückweisen, welche es unterlassen hatte, über die Erteilung 

einer Ausnahmebewilligung zu befinden.

Aus der Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV) und dem Grundsatz des 

Vertrauensschutzes (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) leitet sich die baurechtliche 

Bestandes- bzw. Besitzstandsgarantie ab. Diese gewährleistet, dass nach früherem 

Recht erstellte Bauten oder gemäss früherem Recht zulässige Nutzungen unter neuem 

Recht fortbestehen dürfen (vgl. BGer 1C_336/2019 vom 3. Juni 2020 E. 6 mit 

Hinweisen und K. Willi, Die Besitzstandsgarantie für vorschriftswidrige Bauten und 

Anlagen innerhalb der Bauzonen, Zürich 2003, S. 34 ff.). Die Kantone sind befugt, den 

Besitzstand darüber hinaus in einer weitergehenden Weise zu garantieren. So können 

sie – unter dem Vorbehalt überwiegender raumplanerischer Interessen – auch die 

Erneuerung, Umnutzung, Erweiterung oder gar den vollständigen Wiederaufbau einer 

alten Baute gestatten (vgl. VerwGE B 2013/257 vom 28. April 2015 E. 3 mit Hinweis auf 

BGer 1P.418/2002 vom 16. Dezember 2002 E. 3.1.1 mit Hinweis auf BGE 113 Ia 119 

E. 2a, in: BR online 2015 Nr. 457). Der Kanton St. Gallen hat von dieser Möglichkeit mit 

Erlass von (Art. 105 StrG in Verbindung mit) Art. 109 PBG Gebrauch gemacht. Danach 

sind Bestand und Erneuerung von formell rechtmässig erstellten Bauten und Anlagen 

7.1. 

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innerhalb der Bauzone (vgl. dazu M. E. Looser, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], 

a.a.O., N 6 f. zu Art. 109 PBG), die den geltenden Vorschriften oder Plänen 

widersprechen, gewährleistet (Abs. 1). Umbauten, Zweckänderungen und 

Erweiterungen sind zulässig, soweit dadurch die Rechtswidrigkeit weder vermehrt noch 

wesentlich verstärkt wird (Abs. 2 Satz 1).

Bei gegebener Aktenlage ist zunächst mit der Vorinstanz (vgl. E. 4.2 des angefochtenen 

Entscheids, act. 2, S. 8) davon auszugehen, dass eine Terrasse und die Badehütte 

zwar seit 1989 vorbestanden haben mögen, aber nie formell rechtskräftig bewilligt 

worden sind. Damit können sich die Beschwerdeführer in Bezug auf die von ihnen 

eigenmächtig ohne Bewilligung erstellte Terrasse mitsamt Pavillon nicht auf die über 

die verfassungsmässig garantierte Besitzstandsgarantie – welche nur den Bestand von 

rechtmässigen Bauten und Anlagen umfasst – hinausgehende kantonalrechtliche 

Bestandesgarantie berufen. Dies gilt insbesondere, soweit die Beschwerdeführer 

daraus einen Anspruch auf Wiederaufbau der vorbestehenden Badehütte in Form des 

Pavillons ableiten wollen. Soweit die Beschwerdeführer ihre Argumentation in diesem 

Zusammenhang darauf aufbauen, dass die Vorinstanz die Entwicklung der 

baureglementarischen Bestimmungen seit 1975 bei ihrer Beurteilung ausser Acht 

gelassen habe, stossen ihre Vorbringen ins Leere, da sie die vorliegend nicht 

entscheidwesentliche Frage nach der materiellen Rechtswidrigkeit vorbestandener 

Bauten und Anlagen beschlagen.

Im Weiteren ist im Grundrissplan vom 20. September 1961 (act. 10.5/3) im Bereich der 

heutigen Sichtschutzmauer zwar eine blaue Linie eingezeichnet. Entgegen der 

Darstellung der Beschwerdeführer (act. 6 Ziff. 1a) ist aber weder im Grundriss- und 

Schnittplan noch im Fassadenplan je vom November 1961 (act. 10.5/3) eine 

Abgrenzung, d.h. etwa eine Stützmauer, enthalten. Den Plänen Nrn. 848-3 und 848-4 je 

vom 28. April 1975 (act. 10.5/6), insbesondere den Schnitten A'-A' und B'-B', lässt 

sich, soweit hier von Interesse, ferner entnehmen, dass Bestandteil des damaligen vom 

Rat der Beschwerdegegnerin am 20. Mai 1975 im Sinne von Art. 87 Abs. 1 BauG – das 

BauG war vom damaligen Regierungsrat auf den 1. August 1972 in Kraft gesetzt 

worden (nGS 8, 175) – formell rechtskräftig bewilligten Baugesuchs (act. 10.5/4 f.) 

zumindest zwischen den Schnittpunkten A' und B' ein 1.0 m hoher Hag entlang des 

R.__-weges auf der Nordwestseite des Grundstücks Nr. 0000__ bildete. Allerdings 

bleibt unklar, wie dieser ausgestaltet war. Erst das am 15. Mai 2017 formell 

rechtskräftig bewilligte Baugesuch für die Sanierung des Einfamilienhauses auf Parzelle 

Nr. 0000__ (act. 10.5/14 f.) umfasste auch den Neubau einer an den R.__-weg 

7.2. 

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8.

Sodann bringen die Beschwerdeführer vor (act. 6, S. 4 f., 15-18 Ziff. 1f und 1g, 6, 

act. 14, S. 3 Ziff. 3), die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei von 

vornherein unverhältnismässig. Sie hätten gestützt auf Treu und Glauben von der 

Rechtsbeständigkeit der Gartengestaltung ausgehen dürfen.

angrenzenden (Stütz-)Mauer. Gemäss den Grundrissplänen UG und EG, dem Schnitt 

B-B und der Ansicht Ost, alle vom 20. März 2017 (act. 10.5./16), wurde die neue Mauer 

ab Höhe Entree des Gebäudes Assek.-Nr. 0003__ auf einer Länge von rund 27.30 m 

entlang des R.__-weges, einer Höhe von bis zu 1.85 m und einer Tiefe von rund 0.20 m 

formell rechtskräftig bewilligt. Hingegen konnten der Baubewilligung vom 15. Mai 2017 

die Revisionspläne vom 11. Juni 2018 (act. 10.5/17) und damit auch die im 

Revisionsplan Grundriss UG eingezeichnete, rund 0.65 m tiefe Wand aus Cortenstahl 

mitsamt zwei Trögen noch nicht zugrunde liegen. Von der Bewilligung vom 

15. Mai 2017 für den Neubau einer an den R.__-weg angrenzenden Mauer haben die 

Beschwerdeführer indessen innert Frist (vgl. zur Geltungsdauer der Baubewilligung den 

direkt anwendbaren Art. 148 PBG) keinen Gebrauch gemacht, sondern anstelle dieser 

Mauer ohne Bewilligung die strittige Wand aus Cortenstahl erstellt (vgl. dazu Schnitt B-

B, Gartenplan und übersichtsplan + Schnitte vom 22. März 2018, 26. Juni 2018 bzw. 

21. Februar 2018 (act. 10.5/65 f.). Wie die Vorinstanz in Erwägung 4.2 des 

angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 8) demzufolge zutreffend festgehalten hat, 

können sich die Beschwerdeführer auch diesbezüglich mangels formell rechtmässig 

erstellter Anlagen nicht auf die Bestandesgarantie berufen.

Wird durch die Errichtung von Bauten und Anlagen ohne Bewilligung oder auf andere 

Weise ein unrechtmässiger Zustand geschaffen, wird – in der Regel nach Durchführung 

eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens (vgl. zum Verzicht auf ein 

nachträgliches Baubewilligungsverfahren VerwGE B 2016/21; B 2016/22 vom 

26. September 2018 E. 9.3 mit Hinweisen, bestätigt mit BGer 1C_572/2018; 

1C_574/2018 vom 31. Oktober 2019) – die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands verfügt (Art. 159 Abs. 1 Ingress und lit. d PBG). Die für den unrechtmässigen 

Zustand verantwortlichen Personen wirken im Wiederherstellungsverfahren mit. Wird 

innert angesetzter Frist kein Vorschlag für die Wiederherstellung vorgelegt, legt die 

politische Gemeinde die Wiederherstellungsmassnahme im Rahmen des 

pflichtgemässen Ermessens fest (Art. 159 Abs. 2 PBG). Ein Wiederherstellungsbefehl 

erweist sich dann als unverhältnismässig, wenn die Abweichung vom Gesetz gering ist 

und die berührten öffentlichen Rechtsgüter den Schaden, welcher der Eigentümerin 

8.1. 

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durch die Wiederherstellung entstünde, nicht zu rechtfertigen vermögen. Auf den 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch eine Bauherrin berufen, die nicht 

gutgläubig gehandelt hat. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 

grundsätzlichen Erwägungen, namentlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der 

baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen 

Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrin allenfalls erwachsenden 

Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGer 1C_489/2015 

vom E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 132 II 21 E. 6.4). Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Behörden auf 

Herstellung des rechtmässigen Zustands innerhalb der Bauzonen im Interesse der 

Rechtssicherheit grundsätzlich nach 30 Jahren. Die Frist wurde in Anlehnung an die 

ausserordentliche Ersitzung von Grundeigentum gemäss Art. 662 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) festgelegt. In diesem Sinne setzt die "Ersitzung" eine 

während 30 Jahren unangefochtene Nutzung des Grundeigentums voraus (vgl. 

BGer 1C_535/2012 vom 9. September 2013 E. 4.1.1 mit Hinweisen auf BGE 136 II 359 

E. 8; BGE 107 Ia 121 E. 1b, in: BR online 2015 Nr. 114, BR 2015, S. 99, siehe 

demgegenüber für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen Medienmitteilung 

des Bundesgerichts vom 28. April 2021 zum Urteil BGer 1C_469/2019; 1C_486/2019 

vom 28. April 2021, www.bger.ch).

Nach dem in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben kann eine 

unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter gewissen 

Umständen Rechtswirkungen entfalten. Er kann dazu führen, dass ein Rechtsverhältnis 

abweichend vom objektiven Recht zu regeln ist. Voraussetzung dafür ist unter 

anderem, dass die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war 

oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte; der 

Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen können; und 

das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige am 

Vertrauensschutz nicht überwiegt (vgl. VerwGE B 2017/75 vom 26. Februar 2019 E. 6.1 

und VerwGE B 2020/10 vom 14. September 2020 E. 6.3 je mit Hinweisen).

Nicht umstritten ist vorab, dass die Beschwerdeführer die Terrasse, den Pavillon und 

die Sichtschutzmauer ohne Bewilligung erst nach dem 15. Mai 2017 (Baubewilligung 

für Sanierung Einfamilienhaus auf Parzelle Nr. 0000__) neu erstellt haben. Folglich 

können sie sich hinsichtlich dieser neuen Gartenanlage von vornherein nicht auf die 

Verwirkungsfrist für den Anspruch der Behörden auf Herstellung des rechtmässigen 

Zustands berufen. Ebensowenig hilft ihnen diesbezüglich eine "deutlich" kürzere 

8.2. 

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Verwirkungsfrist (vgl. act. 14, S. 3 Ziff. 3) weiter. Schliesslich forderte die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführer bereits am 15. März 2018 (act. 10.5/19) 

auf, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen, und verfügte am 6. April 2018 die 

Einstellung der rechtswidrigen Bauarbeiten auf Parzelle Nr. 0000__ (act. 10.5/35). Auch 

ordnete sie bereits am 20. August 2018 und 5. November 2018 

Wiederherstellungsmassnahmen an (act. 10.5/61 und 68). Weiter können die 

Abstandsabweichungen zumindest angesichts der Höhe des Pavillons von 2.96 m und 

der Sichtschutzmauer von 2.09 m bis 2.59 m (act. 10.5/65 f.) und der Lage der Mauer 

direkt am R.__-weg nicht als geringfügig bzw. unbedeutend qualifiziert werden (vgl. 

hierzu VerwGE B 2006/42-44 vom 14. September 2006 E. 3b/aa; BGer 1C_126/2013 

vom 29. November 2013 E. 5.2.1 und 5.5; C. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren, 

Zürich 1991, Rz. 619 FN 13). Hinzu kommt, dass B.__ als Mitglied des 

Verwaltungsrates der Q.__ AG, welche das Führen eines Architektur- und 

Bauingenieurbüros bezweckt (www.zefix.ch), eigenen Angaben auf der Webseite der 

Q.__ AG und der P.__ AG zufolge unter seiner Verantwortung bereits mehr als 

1500 Wohnungen und Häuser errichtet hat (https:// …) und somit über Fachwissen 

verfügt. Falls die Darstellung der Beschwerdeführer zutreffen sollte, wonach ihnen Z.__ 

sel., der ehemaliger Bausekretär der Beschwerdegegnerin, die mündliche Auskunft 

erteilt haben soll, dass die von ihnen eigenmächtig erstellte Terrasse mitsamt Pavillon 

und Sichtschutzmauer nicht der Baubewilligungspflicht unterstehe, wären sie aufgrund 

des Fachwissens von B.__, welches sich auch seine Ehefrau anrechnen lassen muss 

(vgl. BGer 1C_205/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 5.5 mit Hinweis auf BGE 111 Ib 213 

E. 6a), nach Treu und Glauben gehalten gewesen, sich bei dem für den Vollzug 

zuständigen Rat der Beschwerdegegnerin (vgl. dazu Art. 2 Abs. 1 BauR) vor der 

Ausführung dieser Bauten und Anlagen darüber zu erkundigen, ob er die Auffassung 

des Bausekretärs teile. Da sie dies jedoch unterlassen haben, kann ihnen baurechtlich 

kein guter Glaube attestiert werden. Ohne weitere Abklärungen bei der zuständigen 

Behörde durften sie nicht annehmen, die Gartenanlage sei nicht 

baubewilligungspflichtig. Bereits aus diesem Grund scheitert auch ihre Berufung auf 

Treu und Glauben (vgl. dazu auch BGer 1C_740/2013 vom 6. Mai 2015 E. 11.2 mit 

Hinweis auf BGE 137 II 182 E. 3.6.2). Aufgrund des fehlenden guten Glaubens sind 

auch die von den Beschwerdeführern ins Feld geführten Wiederherstellungskosten nur 

in geringfügigem Mass zu berücksichtigen. Es rechtfertigt sich deshalb grundsätzlich 

nicht, die finanziellen Interessen der Beschwerdeführer am Bestand der illegalen 

Bauten und Anlagen bzw. am Verzicht auf die Wiederherstellung höher zu gewichten 

als das öffentliche Interesse an der Durchsetzung der Bauvorschriften und der 

Rechtsgleichheit (vgl. dazu auch Votum des Gemeindepräsidenten anlässlich des 

Rekursaugenscheins vom 26. März 2019, act. 10/12, S. 3 lit. B/3, und act. 10/14, S. 2 

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9.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 3'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Sie ist mit dem von den 

Beschwerdeführern geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'500 zu verrechnen. Der 

Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend kann den Beschwerdeführern für das 

Beschwerdeverfahren keine ausseramtliche Entschädigung zugesprochen werden 

(Art. 98 Abs. 1 und 2 sowie Art. 98  VRP). Der Beschwerdegegnerin steht kein 

Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2019/146 vom 13. August 2020 E. 13.3 mit Hinweisen). 

Der Kostenspruch der Vorinstanz bleibt unverändert, auch wenn die Zusprechung einer 

halben ausseramtlichen Entschädigung durch die Vorinstanz der ständigen Praxis des 

Verwaltungsgerichts (vgl. dazu etwa VerwGE B 2019/273 vom 9. August 2020 E. 4.2 

mit Hinweisen) und dem Gesetzestext (Art. 98  VRP) widerspricht und obwohl die 

Vorinstanz die Mehrwertsteuer ohne Stellen eines Antrags zugesprochen hat 

(Art. 29 der Honorarordnung; sGS 963.75, HonO).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 3'500 bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Ziff. 3 Abs. 2). Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands erweist sich daher 

nicht von vornherein als unverhältnismässig, weshalb sich die Rückweisung der 

Vorinstanz zur Neubeurteilung der Wiederherstellungsmassnahmen an die 

Beschwerdegegnerin nicht als rechtsfehlerhaft erweist. Im Rahmen der Neubeurteilung 

wird die Beschwerdegegnerin allerdings zu beachten haben, dass nach Art. 159 Abs. 2 

Satz 2 PBG den Beschwerdeführern vor der erneuten Anordnung von 

Wiederherstellungsmassnahmen Gelegenheit geboten werden muss, innert angesetzter 

Frist einen Vorschlag für die Wiederherstellung vorzulegen.

bis

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 25.05.2021
	Baurecht, Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, Art. 5 Abs. 3, Art. 9, Art. 26 Abs. 1 BV, Art. 23 RPG in Verbindung mit Art. 108 Abs. 1 PBG, Art. 73, Art. 158, Art. 159 Abs. 1 Ingress und lit. d PBG, Art. 105 StrG in Verbindung mit Art. 109 PBG, Art. 108 Abs. 2 Ingress und lit. a StrG. Qualifikation der Pergola als Gebäude bejaht (E. 5). Vorliegen besonderer Verhältnisse für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung verneint (E. 6). Mangels formell rechtmässig erstellter Anlagen scheitert die Berufung auf die Bestandesgarantie (E. 7). Die Beschwerdeführer verfügen über Fachwissen. Ohne weitere Abklärungen bei der zuständigen Behörde durften sie deshalb nicht annehmen, die strittige, ohne Bewilligung erstellte Gartenanlage sei nicht baubewilligungspflichtig. Aufgrund ihres fehlenden guten Glaubens sind die Wiederherstellungskosten nur in geringfügigem Mass zu berücksichtigen, weshalb sich die von der beschwerdegegnerischen Gemeinde neu anzuordnende Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nicht von vornherein als unverhältnismässig erweist (E. 8), (Verwaltungsgericht, B 2020/75). Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Oktober 2021 nicht ein (Verfahren 1C_385/2021).

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