# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27cf4eed-8472-53d4-a049-f4754d1078af
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.09.2017 BB.2017.155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2017-155_2017-09-19.pdf

## Full Text

Beschluss vom 19. September 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 

Roy Garré und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter  

 

   
 

Parteien 

  

A.,  

Gesuchsteller 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Gesuchsgegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Revision (Art. 410 StPO) 

 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2017.155 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") am 20. Dezember 2016 eine 

Nichtanhandnahmeverfügung gemäss Art. 310 StPO i.V.m. Art. 319 StPO 

erliess; 

 

- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss BB.2017.1 

vom 10. Januar 2017 die von A. dagegen erhobene Beschwerde abwies; 

 

- A. mit Eingabe vom 12. September 2017 an die Beschwerdekammer gelangt 

und sinngemäss um Revision des Beschlusses ersucht (act. 1). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gemäss Art. 410 Abs. 1 StPO die Revision verlangen kann, wer durch ein 

rechtskräftiges Urteil, einen Strafbefehl, einen nachträglichen richterlichen 

Entscheid oder einen Entscheid im selbstständigen Massnahmenverfahren 

beschwert ist (Art. 410 Abs. 1 StPO); 

 

- die Revision gegen Entscheide in der Form eines Beschlusses oder einer 

Verfügung nicht zulässig ist (BGE 141 IV 269 E. 2.2.2; TPF 2011 115 E. 2; 

Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2017.104 vom 20. Juni 2017; 

BB.2016.353 vom 5. Oktober 2016; je m.w.H.); 

 

- es sich bei dem mit seinem Revisionsgesuch anvisierten Entscheid der Be-

schwerdekammer nicht um ein Urteil, sondern um einen Beschluss handelt 

(siehe zur Unterscheidung Art. 80 Abs. 1 StPO), wofür die Revision eben 

nicht möglich ist; 

 

- sich das vorliegende Gesuch daher als offensichtlich unzulässig erweist, 

weshalb auf dieses ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht einzu-

treten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario); 

 

- ausnahmsweise auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten ist 

(Art. 73 Abs. 2 StBOG und Art. 5 des Reglements des Bundesstrafgerichts 

vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); 

 

- 3 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 

 

Bellinzona, 20. September 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. (unter Beilage des eingereichten Datenträgers) 

- Bundesanwaltschaft (unter Beilage einer Kopie von act. 1) 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.