# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d21a83e4-c4af-5330-a937-3c2974791403
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.10.2021 SB200474
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200474_2021-10-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200474-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, die Oberrichterinnen lic. iur. 

R. Affolter und lic. iur. M. Knüsel sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw T. Künzle 

 

Urteil vom 27. Oktober 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. J. Boll,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung,  
vom 7. September 2020 (DG190365) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 19. Dezember 2019 

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 55 S. 24 f.) 

 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 

und Abs. 4 lit. c SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV; 

− der mehrfachen vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von 

Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 22 Abs. 1 SSV, Art. 32 

Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. c und d VRV.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 

1 Tag durch Haft erstanden ist. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-

setzt.  

4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 3'735.–   Gutachten 

Fr.  1'145.–   Ergänzungsgutachten 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittel)" 

- 3 - 

Berufungsanträge:  
(Prot. II S. 8 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 57 S. 3 f.) 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der qualifizierten groben Verkehrsregel-

verletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und 4 lit. c) SVG freizusprechen. 

2. Der Beschuldigte sei der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln 

im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG schuldig zu sprechen.  

3. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 30.-

- zu bestrafen unter Anrechnung eines Tages erstandener 

Untersuchungshaft. 

4. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug der auszufällenden Strafe zu 

gewähren unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. 

5. Es seien dem Beschuldigten die erstinstanzlichen Verfahrenskosten lediglich 

zur Hälfte aufzuerlegen. 

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % Mehrwert-

steuer zu Lasten der Staatskasse.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 80) 

 Das Urteil der Vorinstanz sei zu bestätigen.  

 

 

- 4 - 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte / Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Prozessverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil kann auf die Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 55 S. 4). 

1.2. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

vom 7. September 2020 meldete der Beschuldigte am 16. September 2020 

rechtzeitig Berufung an und erklärte mit Schreiben vom 3. Dezember 2020 

ebenfalls fristgerecht Berufung (Urk. 51, Urk. 57). Mit Präsidialverfügung vom 

4. Dezember 2020 wurde den Parteien Frist angesetzt, um zur Frage der 

Durchführung des schriftlichen Berufungsverfahrens Stellung zu nehmen sowie 

der Staatsanwaltschaft zugleich, um Anschlussberufung zu erheben oder ein 

Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 60). Die Staatsanwaltschaft 

liess die Frist ungenutzt verstreichen (Urk. 61). Die Verteidigung des 

Beschuldigten teilte mit Eingabe vom 8. Februar 2021 das Einverständnis zum 

schriftlichen Berufungsverfahren mit (Urk. 66). Auf Nachfrage erklärte sich die 

Staatsanwaltschaft ebenfalls mit der schriftlichen Durchführung des 

Berufungsverfahrens einverstanden (Urk. 69 A).  

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 9. Februar 2021 wurde die Durchführung des 

schriftlichen Berufungsverfahrens angeordnet und dem Beschuldigten Frist zur 

Berufungsbegründung angesetzt (Urk. 69 A). Mit Zuschrift vom 12. April 2021 

liess der Beschuldigte innert zweimalig erstreckter Frist die Berufungsbegründung 

erstatten (Urk. 75). Mit Präsidialverfügung vom 13. April 2021 wurde der Staats-

anwaltschaft Frist zur Berufungsantwort angesetzt (Urk. 78), welche mit Eingabe 

vom 30. April 2021 innert Frist eingereicht wurde; zugleich wurde der 

Beweisantrag auf Einholung eines Nachtragsgutachtens bzw. Obergutachtens 

gestellt (Urk. 80). Mit Zuschrift vom 26. Juli 2021 liess der Beschuldigte innert 

zweimalig erstreckter Frist die Berufungsreplik erstatten (Urk. 89). Mit Eingabe 

vom 31. August 2021 ging die Berufungsduplik der Staatsanwaltschaft innert Frist 

- 5 - 

hierorts ein (Urk. 93). Am 26. Oktober 2021 wurde ein neuer Strafregisterauszug 

über den Beschuldigten eingeholt (Urk. 95). 

2. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung den vorinstanzlichen Schuldspruch 

betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV 

(Dispositiv-Ziffer 1 Lemma 1), die Höhe der Strafe (Dispositiv-Ziffer 2) und die 

Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 5) an (Urk. 57). Infolge Konnexität gilt die 

Regelung betreffend Vollzug (Dispositiv-Ziffer 3) als mitangefochten. In den 

übrigen Punkten (Dispositiv-Ziffer 1 Lemma 2 [Schuldspruch mehrfache 

vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln] und 4 [Kostenfestsetzung]) ist 

das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss 

festzustellen ist.  

3. Beweisantrag der Staatsanwaltschaft / Verwertbarkeit Gutachten 

3.1. Die Staatsanwaltschaft stellt den Beweisantrag auf Einholung eines 

Nachtragsgutachtens beim Sachverständigen B._____, eventualiter auf 

Anordnung einer mündlichen Befragung des Sachverständigen B._____ und 

subeventualiter auf Einholung eines Obergutachtens bei Dr. Ing. C._____ 

(Urk. 80), da das Gutachten vom Sachverständigen B._____ von der Verteidigung 

beanstandet werde. In der Begründung des Beweisantrags führt die 

Staatsanwaltschaft aus, die Zuordnung zweier Frames zu den Positionen des 

Mercedes AMG sei erklärungsbedürftig, und hält weiter fest, dass dem Gutachten 

nicht entnommen werden könne, wie die Wegstrecke zwischen ortsfesten 

Punkten berechnet worden sei und ob die Vorschriften zu Leitlinienlänge von 6 m 

und Abstand zwischen den Leitlinien von 13 m eingehalten worden seien.  

3.2. Die Verteidigung bringt zum Beweisantrag der Staatsanwaltschaft vor, 

dass das Gutachten des Sachverständigen B._____ vom FOR (vgl. Urk. 11) 

aufgrund des schlechten bzw. unscharfen Bildmaterials der Polizei keine rechts-

genügende Grundlage für die Berechnung der gefahrenen Geschwindigkeit(en) 

- 6 - 

des Beschuldigten sei und deshalb auch aus einem neuen Gutachten keine 

neuen Erkenntnisse zu erwarten seien, wobei sich die Verteidigung mit der 

Einholung eines Obergutachtens einverstanden erklärt, soweit das Gutachten von 

FOR ohnehin nicht als unverwertbar erachtet werde (Urk. 57 S. 5; Urk. 89 S. 8). 

3.3. Vorab ist die Staatsanwaltschaft darauf hinzuweisen, dass der im 

vorliegenden Verfahren Beschuldigte nicht den Mercedes AMG, sondern den 

BMW X4 xDrive 35d fuhr (vgl. Anklageschrift vom 19. Dezember 2019, Urk. 24). 

Im Weiteren ist zu erwähnen, dass sich bereits zwei Ergänzungsgutachten vom 

Sachverständigen B._____ in den Akten befinden (Urk. 15 und Urk. 41), welche 

die von der Staatsanwaltschaft aufgeworfenen Fragen weitestgehend 

beantworten. Im Nachtragsgutachten vom 4. November 2019 wird namentlich 

ausgeführt, dass die Messstrecke zwischen den zurückgelegten Wegstrecken 

anhand von hoch aufgelösten Orthofotos aus dem GIS-Browser des Kantons 

Zürich gemessen worden sei (Auflösung 10cm/Pixel) (Urk. 15 S. 3 und 4). Im 

erwähnten Nachtragsgutachten ist ebenfalls festgehalten, dass die Leitlinien-

abstände an der Örtlichkeit gemäss der Messung im GIS-Browser der Norm (6 m 

Leitlinienlänge und 12 m Lücke dazwischen) entsprächen (Urk. 15 S. 7). Die 

Zuordnung der Frames zu den Positionen des Fahrzeugs BMW X4 xDrive 35d 

lässt sich im Gutachten zudem anhand von Leitlinienteilungen und Sperrflächen-

markierungen rechtsgenügend nachvollziehen (vgl. dazu Urk. 10 S. 9 f.). Im 

Übrigen hat sich die Vorinstanz in ihren Erwägungen einlässlich unter Berück-

sichtigung der Einwände der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung mit dem 

Gutachten und den Ergänzungsgutachten des Sachverständigen B._____ 

auseinandergesetzt und überzeugend dargelegt, weshalb auf die Erkenntnisse 

des FOR abgestellt werden könne (Urk. 55 S. 6, 8 bis 11). Entgegen dem 

Dafürhalten der Verteidigung führt allein der Umstand, dass es sich um 

unscharfes Bildmaterial der Polizei handle, nicht dazu, dass das Gutachten nicht 

verwertbar ist. 

3.4. Nach dem Gesagten besteht kein Bedarf für weitere Beweisabnahmen in 

Form eines Nachtrags- bzw. Obergutachtens. Der Beweisantrag der Staatsan-

waltschaft ist abzuweisen.  

- 7 - 

4. Anklageprinzip 

Die Verteidigung rügte vor Vorinstanz eine Verletzung des Anklageprinzips. Im 

Berufungsverfahren wird dies nicht mehr geltend gemacht. Die Vorinstanz hat 

zutreffend dargelegt, dass keine Verletzung des Anklageprinzips vorliegt (Urk. 55 

S. 4). Die vorinstanzlichen Erwägungen sind uneingeschränkt zu teilen und 

bedürfen keiner Ergänzung. 

5. Formelles 

Es ist an dieser Stelle zudem darauf hinzuweisen, dass sich die Berufungsinstanz 

nicht mit jedem einzelnen Vorbringen der Parteien auseinandersetzen muss. 

Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschrän-

ken. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt 

(BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen). 

II. Schuldpunkt 

1. Ausgangslage 

1.1. Gegenstand des Berufungsverfahrens ist der Vorwurf der Staatsanwalt-

schaft, dass der Beschuldigte am 9. Februar 2019 mit dem Personenwagen der 

Marke BMW, X4 xDrive 35d, Kontrollschild 1, im D._____-tunnel in Zürich und an-

schliessend auf der Autobahn A3 in E._____ bzw. auf der Autobahn A3W in Zü-

rich die zulässige und signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 

62 km/h überschritten und seine Höchstgeschwindigkeit mindestens 142 km/h be-

tragen habe (Urk. 24 S. 2).  

1.2. Der Beschuldigte anerkennt, dort unterwegs gewesen und zu schnell 

gefahren zu sein, bestreitet jedoch die gefahrene Höchstgeschwindigkeit von 

142 km/h (Urk. 4 Fragen 8, 11, Urk. 16 Fragen 5 ff, 14 ff und Prot. I S. 12 f.).  

- 8 - 

2. Parteivorbringen 

2.1. Die Verteidigung bringt in der Berufungsbegründung vor, die Video-

aufnahmen der Polizei und das darauf basierende Gutachten seien keine 

rechtsgenügende Grundlage für die Berechnung einer Geschwindigkeit von 

142 km/h auf einer Strecke von 54 Metern. Die Vorinstanz verschweige und 

berücksichtige in keiner Weise, dass die vorliegenden Videoaufnahmen unscharf 

seien und damit die Positionierungen des Fahrzeugs auch nicht klar und 

rechtsgenügend nachvollziehbar seien. Es ergebe sich weder aus dem Urteil der 

Vorinstanz noch aus dem Gutachten, welche konkreten Sicherheitsmargen bei 

der Positionierung des Fahrzeugs berücksichtigt worden seien. Die 

Positionierungen des Fahrzeugs des Beschuldigten, welche zur Berechnung einer 

Geschwindigkeit verwendet worden seien, seien unklar und damit nicht 

rechtsgenügend ermittelt worden. Das Gutachten sei im Weiteren auch 

unbrauchbar, weil der dem Beschuldigten nachfahrende Polizist im Polizeirapport 

vom 9. Februar 2019 festgehalten habe, dass von einer Geschwindigkeit des 

Beschuldigten von cirka 130 km/h auszugehen sei, wobei davon auszugehen sei, 

dass die Polizisten ihren Tachometer bei der Nachfahrt permanent im Blick 

gehabt hätten. Das Gutachten des FOR verstosse zudem gegen die Weisungen 

des ASTRA vom 22. Mai 2008, wonach für Nachfahrkontrollen eine Strecke von 

mindestens 200 Meter verlangt werde (Urk. 75 S. 5 f.).  

Die Verteidigung des Beschuldigten hält schliesslich fest, dass der Beschuldigte 

im betreffenden Abschnitt auf der A3W wohl zu schnell gefahren sei, mutmasslich 

mit einer Geschwindigkeit von cirka 130 km/h, nicht aber mit einer solchen von 

142 km/h. Es liege demnach keine qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrs-

regeln in objektiver Hinsicht vor. Selbst wenn wider Erwarten von einer Ge-

schwindigkeit von 142 km/h ausgegangen würde, wäre wohl der Grenzwert 

gemäss Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG minimal überschritten, was jedoch nicht 

bedeuten würde, dass zwingend der "Rasertatbestand" mit der strengen 

Strafandrohung als erfüllt zu betrachten wäre. Im Übrigen mangle es auch am 

subjektiven Tatbestand. Der Beschuldigte habe weder eine besondere 

- 9 - 

Gleichgültigkeit noch eine Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen 

Verkehrsteilnehmern gezeigt (Urk. 75 S. 8 f.).  

2.2. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils. Die Weisungen des ASTRA hätten keinen Gesetzescharakter und seien 

für den Richter in keiner Weise verbindlich. Ziffer 21 Abs. 3 und 4 der Weisungen 

halte zudem fest, dass von den vorliegenden Weisungen die Ermittlungen der 

Geschwindigkeit durch Fachexpertisen unberührt blieben. Die in der 

Fachexpertise ermittelte Geschwindigkeit bzw. die allenfalls zu 

berücksichtigenden Sicherheitsabzüge seien abschliessend, d.h. die 

nachträgliche zusätzliche Anwendung der in der VSKV festgelegten 

Sicherheitswerte sei nicht zulässig. Der Beschuldigte sei mit 142 km/h und damit 

mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von 62 km/h an anderen Fahrzeugen an 

einem Autobahnverzweigungsbereich mit vielen Fahrstreifenwechseln vorbei 

geprescht. Er habe dadurch eine überdurchschnittlich hohe abstrakte Gefahr 

verursacht. Der Beschuldigte wohne in F._____ und kenne die fragliche Strecke 

und die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Dass er sich nicht bewusst 

gewesen sei, extrem viel zu schnell unterwegs gewesen zu sein, sei eine 

offensichtliche Schutzbehauptung. Wer wissentlich die Grenzwerte um die in 

Art. 90 Abs. 4 SVG bezifferten Werte überschreite, wisse, dass die Wahr-

scheinlichkeit eines Unfalls mit Schwerverletzen oder Todesopfern sehr stark 

erhöht sei (Urk. 80 S. 3 f.).  

3. Würdigung 

3.1. Die Vorinstanz hat sich sehr sorgfältig und ausführlich mit den Fest-

stellungen des Sachverständigen B._____ im Gutachten vom 2. April 2019 

(Urk. 10) unter Berücksichtigung der Einwendungen der Verteidigung 

auseinandergesetzt (Urk. 55 S. 8 ff.). Darauf ist zunächst zu verweisen. Die 

nachfolgenden Ausführungen sind als die vorinstanzlichen teilweise ergänzende 

und rekapitulierende zu verstehen. 

3.2. Dem Gutachten vom 2. April 2019 lässt sich sachdienlich entnehmen, dass 

der Beschuldigte mit dem Fahrzeug BMW X4 während der Videolaufzeit 

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00:23.800 (Record 051231) und 00:25.160 (Record 051265) (vgl. die 

Fotodokumentation in S. 12 bis 14 des Gutachtens) eine Distanz von 54 m (drei 

Leitlinienabschnitte à 18 m) in einer Zeitgeschwindigkeit von maximal 1.36 s 

zurückgelegt habe und dabei mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 

mindestens 142 km/h gefahren sei (Urk. 10 S. 7). Die Feststellungen der 

jeweiligen Positionen des Fahrzeugs würden auf zwei SatSpeed-Videosequenzen 

aus der Nachfahrt der Polizei beruhen (Urk. 10 S. 2). Zur angewandten 

Auswertemethode hält das Gutachten fest, dass die Videoaufzeichnung in 

einzelne Frames zerlegt worden sei und das Fahrzeug anhand dieser Frames zu 

ortsfesten Fixpunkten, wie z.B. Fahrbahnmarkierungen, Leitlinien etc. habe 

zugeordnet werden können. Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs 

zwischen zwei ortsfesten Fixpunkten werde aus der Division der zurückgelegten 

Wegstrecke (m) durch die dazu benötigte Zeitdauer (s) berechnet. Die 

Umrechnung der Masseinheit m/s in die Masseinheit km/h erfolge mit dem 

Faktor 3.6. Bei der vorliegenden Video-Aufzeichnungsfrequenz von 25 fps (25 

frames per second) verstreiche pro Videoframe eine Zeitdauer von 40 ms (0.04 

s). Falls die Qualität der Videoframes keine präzise Zuordnung von Fahrzeugen 

zu ortsfesten Fixpunkten erlaube, werde das Fahrzeug den ortsfesten Fixpunkten 

derart zugeordnet, dass der gewählte Fixpunkt am Beginn der Auswertesequenz 

vom Fahrzeug sicher noch nicht erreicht gewesen sei und am Ende der 

Auswertesequenz vom Fahrzeug sicher passiert gewesen sei. Damit werde – zu 

Gunsten einer geringstmöglichen Geschwindigkeit eines Beschuldigten – einer 

bestimmten Strecke eine maximale Anzahl Videoframes resp. eine maximale 

Zeitdauer zugeordnet. Die berechnete Geschwindigkeit werde zudem auf ganze 

km/h abgerundet. Derart eruierte Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen zwei 

ortsfesten Fixpunkten seien als Mindestwert ohne weiteren Toleranzabzug zu 

verstehen (Urk. 10 S. 3 f.). Dem Ergänzungsgutachten vom 4. November 2019, 

den Mercedes Benz AMG Fahrer betreffend, lässt sich zudem entnehmen, dass 

die zurückgelegten Wegstrecken in hoch aufgelösten Orthofotos aus dem GIS-

Browser des Kantons Zürich gemessen worden seien, wobei diese eine 

Auflösung 10 cm/Pixel hätten (vgl. Urk. 15 S. 3). 

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Im Ergänzungsgutachten vom 25. März 2020, den Beschuldigten betreffend, ist 

weiter festgehalten, dass im vorliegenden Fall aufgrund der Videoqualität 

(Dunkelheit, wechselnde Beleuchtung, teilweise grosse Abstände zwischen den 

Fahrzeugen) grosse Sicherheitsmargen verwendet worden seien und damit 

mögliche Auswerteungenauigkeiten sicher kompensiert worden seien. Auf Frage, 

weshalb nur eine Kürzeststrecke von 54 m beurteilt worden sei, führte der Sach-

verständige aus, dass die Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit sowohl 

für kurze als auch für lange Strecken auf den physikalischen Grundgesetzen der 

Kinematik beruhe. Bei kurzen Strecken wirkten sich die – zu Gunsten einer tiefen 

Geschwindigkeit angenommenen – Toleranzen (Absolutmasse) stärker zu 

Gunsten einer tiefen Geschwindigkeit aus als bei längeren Strecken. Bei der unter 

Abs. 4.2.1 b) des Gutachtens vom 2. April 2019 ausgewerteten Videosequenz sei 

die Zuordnung des Personenwagens BMW X4 aufgrund der hohen Differenz-

geschwindigkeit gegenüber dem Patrouillenfahrzeug über eine längere Strecke 

nicht möglich gewesen (Urk. 41 S. 3 f.).  

3.3. Im Strafverfahren gibt es keine Rangordnung der Beweise, indessen ist die 

freie Beweiswürdigung bei Gutachten nach Art. 182 ff. StPO beschränkt. Das 

Gericht kann auf die gutachterlichen Erkenntnisse ganz oder teilweise abstellen 

oder davon abweichen. Es ist dem Gericht jedoch verwehrt, ohne triftige Gründe 

das Fachwissen von Sachverständigen durch seine eigene Meinung zu ersetzen. 

Dafür müssen stichhaltige Gründe vorliegen (SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar 

StPO, 3. Aufl., Art. 10 N. 9).  

3.4. Vorliegend handelt es sich nach dem Gesagten um eine mathematisch-

technische Auswertung der Videoaufnahmen anhand von fixen, optischen 

Anhaltspunkten durch einen Sachverständigen. Der Sachverständige legt 

verständlich dar, wie die Geschwindigkeit des Beschuldigten ermittelt bzw. 

berechnet wurde. Die Positionierung des Fahrzeugs lässt sich entgegen den 

Ausführungen der Verteidigung anhand von Sperrflächenmarkierungen und 

Leitlinien rechtsgenügend nachvollziehen. So wird festgehalten, dass sich das 

Fahrzeug des Beschuldigten zur Videolaufzeit 00.23.800 sicher vor dem Beginn 

der ersten Leitlinie nach Beginn der Sperrflächenmarkierung rechts des 

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Polizeifahrzeugs befunden habe (Urk. 10 Anhang S. 12). Zur Videolaufzeit 

00.25.160 habe sich das Fahrzeug des Beschuldigten sicherlich nach dem dritten 

darauf folgenden Leitlinienbeginn befunden (Urk. 10 S. 7 und Anhang S. 13). 

Daraus resultiert eine Zeit von 1.36 s für eine Strecke von 54 m. Anhand der 

Gleichung zur Ermittlung der Geschwindigkeit, d.h. die zurückgelegte Strecke / 

die benötigte Zeit, ergibt dies eine Geschwindigkeit von 142.94 km/h, die vom 

FOR praxisgemäss auf 142 km/h abgerundet wurde. Es bestehen keine 

Anhaltspunkte, dass nicht auf die Erkenntnisse des schlüssigen und 

überzeugenden Gutachtens abgestellt werden könnte.  

3.5. Die VSKV-ASTRA, welche Regeln über bestimmte Messsysteme aufstellt, 

findet entgegen der Auffassung der Verteidigung bei einer gutachterlichen 

Feststellung der Geschwindigkeitsüberschreitung keine Anwendung (vgl. dazu 

BGE 6B_921/2014 E. 1.3.3.). Entsprechendes ergibt sich auch aus Ziffer 21 

Abs. 3 und Abs. 4 der ASTRA-Weisungen: "[…] Unberührt von den vorliegenden 

Weisungen bleiben die Ermittlung der Geschwindigkeit durch Fachexpertisen 

(z.B. bei der Abklärung von Unfällen oder Widerhandlungen im Strassenverkehr) 

und die freie Beweiswürdigung durch die Gerichte. Die in der Fachexpertise 

ermittelte Geschwindigkeit bzw. die allenfalls zu berücksichtigenden 

Sicherheitsabzüge sind abschliessend, d.h. die nachträgliche zusätzliche Anwen-

dung der in der VSKV festgelegten Sicherheitswerte ist nicht zulässig." 

3.6. Wie von der Vorinstanz bereits zutreffend erwogen, wurde bei der 

Erstattung des Gutachtens nicht auf die Nachfahrmessung abgestellt, sondern 

anhand der Videoaufnahme der Fahrt die durchschnittliche Geschwindigkeit 

mittels einer mathematisch-technischen Berechnungsmethode bestimmt. 

Entsprechend kommen die Regeln über die Messsysteme in VSKV-ASTRA, 

namentlich auch die in Art. 10 VSKV-ASTRA vorgesehene Messstrecke für 

Nachfahrten von 200 m (mit Bilddokumentation) bzw. 500 m (ohne 

Bilddokumentation), nicht zur Anwendung. Der Sachverständige hat im 

Ergänzungsgutachten vom 25. März 2020 zudem wie bereits erwähnt erklärt, 

weshalb "nur" eine Messtrecke von 54 m ausgewertet worden sei.  

- 13 - 

3.7. Zusammenfassend ist gestützt auf die Zugabe des Beschuldigten, am 

9. Februar 2019 mit dem BMW, X4 xDrive 35d, Kontrollschild 1, auf der Autobahn 

A3W in Richtung G._____ gefahren zu sein, sowie auf das Gutachten, erstellt, 

dass der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 62 km/h 

überschritt und damit zeitweise mit einer Geschwindigkeit von 142 km/h fuhr.  

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Die Vorinstanz hat die objektiven und subjektiven Voraussetzungen der 

qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln nach Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 

SVG korrekt wiedergegeben und auch die Subsumtion zutreffend vorgenommen. 

Darauf kann verwiesen werden (Urk. 55 S. 14 ff.). Rekapitulierend das Folgende: 

4.2. Indem der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h 

um 62 km/h überschritt, erfüllt er den Grenzwert von Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG und 

beging damit objektiv eine qualifizierte grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne 

von Art. 90 Abs. 3 SVG.  

4.3. Der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG erfordert Vorsatz 

bezüglich der Verletzung einer elementaren Verkehrsregel und der Risiko-

verwirklichung, wobei Eventualvorsatz genügt. In BGE 142 IV 137 hat das 

Bundesgericht seine Praxis zu Art. 90 Abs. 4 SVG hinsichtlich der subjektiven Er-

fordernisse präzisiert. Es hat erwogen, dass derjenige, welcher eine von Art. 90 

Abs. 4 SVG erfasste Geschwindigkeitsüberschreitung begehe, den Tatbestand 

der qualifizierten groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 3 

SVG objektiv und im Grundsatz auch subjektiv erfülle. Das Erreichen der in 

Art. 90 Abs. 4 SVG vorgesehenen Schwellenwerte berge im Allgemeinen die 

Unmöglichkeit in sich, das grosse Risiko eines Unfalls im Falle eines Hindernisses 

oder eines Verlusts der Fahrzeugbeherrschung zu vermeiden. Jedoch könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass gewisse Verhaltensweisen existieren, die geeignet 

seien, die objektiven Tatbestandselemente der qualifizierten groben Verletzung 

der Verkehrsregeln zu erfüllen, ohne einen Vorsatz zu beinhalten. Das Gericht 

müsse daher einen gewissen, sehr beschränkten Spielraum behalten, um in 

besonderen Konstellationen den subjektiven Tatbestand bei der besonders 

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krassen Geschwindigkeitsüberschreitung im Sinne von Art. 90 Abs. 4 SVG 

auszuschliessen. Als Beispiele solcher Situationen würden in der Lehre etwa das 

Vorliegen eines technischen Defekts am Fahrzeug (Fehlfunktion der Bremsen 

oder des Tempomats), eine äusserliche Drucksituation (Geiselnahme, Drohung) 

oder eine Notfallfahrt ins Spital genannt, wobei gewisse Autoren dann von 

Rechtfertigungsgründen sprächen (E. 8 und 10.1).  

4.4. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, liegen vorliegend entgegen der Auf-

fassung der Verteidigung keine aussergewöhnlichen Umstände vor, wonach die 

gesetzliche Vermutung eines rücksichtlosen und gleichgültigen Verhaltens bei 

einer derartigen Geschwindigkeitsüberschreitung widerlegt werden könnte. Viel-

mehr führte der Beschuldigte aus, er habe einfach nur nach Hause gewollt, sei 

müde und in Gedanken versunken gewesen und habe gewusst, dass er zu 

schnell gefahren sei (Urk. 4 F/A 7 und 9 ff.; Prot. I S. 12 f.).  

4.5. Der Beschuldigte kannte die Strecke und die erlaubte Höchstgeschwindig-

keit (Urk. 4 F/A 11; Prot. I S. 14). Es gehört zu den elementarsten Pflichten eines 

jeden Fahrzeuglenkers, die gefahrene Geschwindigkeit zu kontrollieren, die signa-

lisierte Höchstgeschwindigkeit einzuhalten und mindestens den Tacho im Blick zu 

haben, ansonsten er zumindest in Kauf nimmt, das Geschwindigkeitslimit beim 

starken Beschleunigen massiv zu übersteigen. Dass der Beschuldigte die massi-

ve Geschwindigkeitsüberschreitung nicht wahrgenommen haben will, überzeugt 

nicht.  

4.6. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte in Bestätigung der Vorinstanz 

(auch) der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von 

Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und 

Art. 22 Abs. 1 SSV schuldig zu sprechen.  

III. Sanktion 

1. Allgemeines 

1.1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen und die allgemeinen 

Strafzumessungskriterien zutreffend dargelegt (Urk. 55 S. 18 ff.), auf die 

- 15 - 

entsprechenden Ausführungen kann vorab verwiesen werden. Ausgangspunkt 

der vorliegenden Strafzumessung bildet demnach die qualifizierte grobe 

Verletzung der Verkehrsregeln.  

1.2. Ergänzend ist festzuhalten, dass der Tatbestand der groben Verletzung 

der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 2 SVG) eine Sanktionierung mit einer 

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe vorsieht. Die Geldstrafe 

stellt die Hauptsanktion dar (BGE 134 IV 97 E. 4.2.2 S. 101). Sie wiegt als 

Vermögenssanktion prinzipiell weniger schwer als ein Eingriff in die 

persönliche Freiheit (BGE 138 IV 120 E. 5.2 S. 123; 134 IV 97 E. 4.2.2 S. 101, 

82 E. 7.2.2 S. 90). Am Vorrang der Geldstrafe hat der Gesetzgeber im Rahmen 

der erneuten Revision des Sanktionenrechts entgegen der ursprünglichen 

Stossrichtung festgehalten (BGE 144 IV 217 E. 3.6 S. 237 f. mit Hinweisen). 

1.3. Aufgrund des engen zeitlichen, örtlichen und sachlichen Zusammenhangs 

zwischen der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln und der mehr-

fachen groben Verletzung der Verkehrsregeln rechtfertigt es sich mit der Vor-

instanz, für alle heute zu beurteilenden Delikte eine Freiheitsstrafe als 

Gesamtstrafe auszufällen. 

2. Konkrete Strafzumessung 

2.1. Die Vorinstanz hat zunächst die objektive und die subjektive Tatschwere 

für die qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln abgehandelt und dazu 

zutreffende Ausführungen gemacht (Urk. 55 S. 20), auf die vollumfänglich ver-

wiesen werden kann. Mit der Vorinstanz ist insgesamt von einem leichten Ver-

schulden auszugehen und die festgelegte Einsatzstrafe von einem Jahr ange-

messen und zu übernehmen.  

2.2. Bezüglich der Strafzumessung für die beiden groben Geschwindigkeits-

überschreitungen kann ebenfalls auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 

werden (Urk. 55 S. 20 f.). Das festgelegte Verschuldensprädiktat von insgesamt 

sehr leicht ist zu teilen und je eine Einzelstrafe von einem Monat angemessen. In 

- 16 - 

Anwendung des Asperationsprinzips ist in Bestätigung der Vorinstanz die Ein-

satzstrafe von 12 Monaten um einen Monat auf 13 Monate zu erhöhen.  

2.3. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die per-

sönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf zu verweisen ist 

(Urk. 55 S. 21 f.). Eine besondere Strafempfindlichkeit weist der Beschuldigte 

nicht auf. Der Beschuldigte ist heute vorstrafenlos (Urk. 95), hat aber einen leicht 

getrübten automobilistischen Leumund (Urk. 21/7-8). Letzteren wird durch das 

Teilgeständnis ausgeglichen. Die Täterkomponente wirkt sich daher nicht auf die 

Strafzumessung aus, weshalb es bei einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten bleibt.   

2.4. In Bestätigung der Vorinstanz ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe 

von 13 Monaten zu bestrafen.  

2.5. An diese Strafe anzurechnen ist gemäss Art. 51 StGB ein Tag Haft. 

IV. Vollzug 

Was den gewährten bedingten Vollzug der ausgefällten Freiheitsstrafe und die 

angesetzte Probezeit von zwei Jahren anbelangt, kann ebenfalls vollumfänglich 

auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (Urk. 55 S. 22 f.). Wobei 

zu präzisieren ist, dass die Vorstrafen des Beschuldigten in der Zwischenzeit im 

Strafregister gelöscht worden sind. Dies ist zu bestätigen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Vorinstanzliches Verfahren 

Die im angefochtenen Entscheid getroffene Kostenregelung (Urk. 55 S. 23) er-

weist sich ausgangsgemäss nach wie vor als zutreffend und ist zu bestätigen. 

2. Berufungsverfahren 

2.1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.– 

festzusetzen.  

- 17 - 

2.2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte 

unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich. Damit sind ihm die Kosten des 

Berufungsverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen. Für die Zusprechung einer 

Prozessentschädigung an den Beschuldigten besteht kein Raum.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

vom 7. September 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:   

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− … 

− der mehrfachen vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von 

Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 22 Abs. 1 SSV, Art. 32 

Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. c und d VRV.  

2.-3. … 

4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 3'735.–   Gutachten 

Fr.  1'145.–   Ergänzungsgutachten 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

5. .." 

 

- 18 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der qualifizierten groben Verletzung der 

Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG in Verbin-

dung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag 

durch Haft erstanden ist.  

 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt.  

4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 5) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3000.–.  

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich (PIN-Nr. …) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A  
− die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung 
der Vernichtungs- und Löschungsdaten. 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

- 19 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. Oktober 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw T. Künzle 
 

 

- 20 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

	Urteil vom 27. Oktober 2021
	Anklage:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV;
	 der mehrfachen vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 22 Abs. 1 SSV, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. c und d VRV.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 1 Tag durch Haft erstanden ist.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	6. (Mitteilungen)
	7. (Rechtsmittel)"
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der qualifizierten groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und 4 lit. c) SVG freizusprechen.
	2. Der Beschuldigte sei der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG schuldig zu sprechen.
	3. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 30.-- zu bestrafen unter Anrechnung eines Tages erstandener Untersuchungshaft.
	4. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug der auszufällenden Strafe zu gewähren unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.
	5. Es seien dem Beschuldigten die erstinstanzlichen Verfahrenskosten lediglich zur Hälfte aufzuerlegen.
	6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte / Prozessuales
	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Prozessverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 55 S. 4).
	1.2. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 7. September 2020 meldete der Beschuldigte am 16. September 2020 rechtzeitig Berufung an und erklärte mit Schreiben vom 3. Dezember 2020 ebenfalls fristgerecht Berufung (Urk...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 9. Februar 2021 wurde die Durchführung des schriftlichen Berufungsverfahrens angeordnet und dem Beschuldigten Frist zur Berufungsbegründung angesetzt (Urk. 69 A). Mit Zuschrift vom 12. April 2021 liess der Beschuldigte ...

	2. Umfang der Berufung
	Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung den vorinstanzlichen Schuldspruch betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV (Dispositiv-Zi...

	3. Beweisantrag der Staatsanwaltschaft / Verwertbarkeit Gutachten
	3.1. Die Staatsanwaltschaft stellt den Beweisantrag auf Einholung eines Nachtragsgutachtens beim Sachverständigen B._____, eventualiter auf Anordnung einer mündlichen Befragung des Sachverständigen B._____ und subeventualiter auf Einholung eines Oberg...
	3.2. Die Verteidigung bringt zum Beweisantrag der Staatsanwaltschaft vor, dass das Gutachten des Sachverständigen B._____ vom FOR (vgl. Urk. 11) aufgrund des schlechten bzw. unscharfen Bildmaterials der Polizei keine rechtsgenügende Grundlage für die...
	3.3. Vorab ist die Staatsanwaltschaft darauf hinzuweisen, dass der im vorliegenden Verfahren Beschuldigte nicht den Mercedes AMG, sondern den BMW X4 xDrive 35d fuhr (vgl. Anklageschrift vom 19. Dezember 2019, Urk. 24). Im Weiteren ist zu erwähnen, das...
	3.4. Nach dem Gesagten besteht kein Bedarf für weitere Beweisabnahmen in Form eines Nachtrags- bzw. Obergutachtens. Der Beweisantrag der Staatsanwaltschaft ist abzuweisen.

	4. Anklageprinzip
	Die Verteidigung rügte vor Vorinstanz eine Verletzung des Anklageprinzips. Im Berufungsverfahren wird dies nicht mehr geltend gemacht. Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass keine Verletzung des Anklageprinzips vorliegt (Urk. 55 S. 4). Die vori...

	5. Formelles
	II. Schuldpunkt
	1. Ausgangslage
	1.1. Gegenstand des Berufungsverfahrens ist der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass der Beschuldigte am 9. Februar 2019 mit dem Personenwagen der Marke BMW, X4 xDrive 35d, Kontrollschild 1, im D._____-tunnel in Zürich und anschliessend auf der Autoba...
	1.2. Der Beschuldigte anerkennt, dort unterwegs gewesen und zu schnell gefahren zu sein, bestreitet jedoch die gefahrene Höchstgeschwindigkeit von 142 km/h (Urk. 4 Fragen 8, 11, Urk. 16 Fragen 5 ff, 14 ff und Prot. I S. 12 f.).

	2. Parteivorbringen
	2.1. Die Verteidigung bringt in der Berufungsbegründung vor, die Videoaufnahmen der Polizei und das darauf basierende Gutachten seien keine rechtsgenügende Grundlage für die Berechnung einer Geschwindigkeit von 142 km/h auf einer Strecke von 54 Meter...
	Die Verteidigung des Beschuldigten hält schliesslich fest, dass der Beschuldigte im betreffenden Abschnitt auf der A3W wohl zu schnell gefahren sei, mutmasslich mit einer Geschwindigkeit von cirka 130 km/h, nicht aber mit einer solchen von 142 km/h. E...
	2.2. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. Die Weisungen des ASTRA hätten keinen Gesetzescharakter und seien für den Richter in keiner Weise verbindlich. Ziffer 21 Abs. 3 und 4 der Weisungen halte zudem fest, d...

	3. Würdigung
	3.1. Die Vorinstanz hat sich sehr sorgfältig und ausführlich mit den Feststellungen des Sachverständigen B._____ im Gutachten vom 2. April 2019 (Urk. 10) unter Berücksichtigung der Einwendungen der Verteidigung auseinandergesetzt (Urk. 55 S. 8 ff.)....
	3.2. Dem Gutachten vom 2. April 2019 lässt sich sachdienlich entnehmen, dass der Beschuldigte mit dem Fahrzeug BMW X4 während der Videolaufzeit 00:23.800 (Record 051231) und 00:25.160 (Record 051265) (vgl. die Fotodokumentation in S. 12 bis 14 des Gut...
	Im Ergänzungsgutachten vom 25. März 2020, den Beschuldigten betreffend, ist weiter festgehalten, dass im vorliegenden Fall aufgrund der Videoqualität (Dunkelheit, wechselnde Beleuchtung, teilweise grosse Abstände zwischen den Fahrzeugen) grosse Sicher...
	3.3. Im Strafverfahren gibt es keine Rangordnung der Beweise, indessen ist die freie Beweiswürdigung bei Gutachten nach Art. 182 ff. StPO beschränkt. Das Gericht kann auf die gutachterlichen Erkenntnisse ganz oder teilweise abstellen oder davon abweic...
	3.4. Vorliegend handelt es sich nach dem Gesagten um eine mathematisch-technische Auswertung der Videoaufnahmen anhand von fixen, optischen Anhaltspunkten durch einen Sachverständigen. Der Sachverständige legt verständlich dar, wie die Geschwindigkei...
	3.5. Die VSKV-ASTRA, welche Regeln über bestimmte Messsysteme aufstellt, findet entgegen der Auffassung der Verteidigung bei einer gutachterlichen Feststellung der Geschwindigkeitsüberschreitung keine Anwendung (vgl. dazu BGE 6B_921/2014 E. 1.3.3.). E...
	3.6. Wie von der Vorinstanz bereits zutreffend erwogen, wurde bei der Erstattung des Gutachtens nicht auf die Nachfahrmessung abgestellt, sondern anhand der Videoaufnahme der Fahrt die durchschnittliche Geschwindigkeit mittels einer mathematisch-techn...
	3.7. Zusammenfassend ist gestützt auf die Zugabe des Beschuldigten, am 9. Februar 2019 mit dem BMW, X4 xDrive 35d, Kontrollschild 1, auf der Autobahn A3W in Richtung G._____ gefahren zu sein, sowie auf das Gutachten, erstellt, dass der Beschuldigte di...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Die Vorinstanz hat die objektiven und subjektiven Voraussetzungen der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln nach Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 SVG korrekt wiedergegeben und auch die Subsumtion zutreffend vorgenommen. Darauf kann verwiesen...
	4.2. Indem der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 62 km/h überschritt, erfüllt er den Grenzwert von Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG und beging damit objektiv eine qualifizierte grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 ...
	4.3. Der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG erfordert Vorsatz bezüglich der Verletzung einer elementaren Verkehrsregel und der Risikoverwirklichung, wobei Eventualvorsatz genügt. In BGE 142 IV 137 hat das Bundesgericht seine Praxis z...
	4.4. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, liegen vorliegend entgegen der Auffassung der Verteidigung keine aussergewöhnlichen Umstände vor, wonach die gesetzliche Vermutung eines rücksichtlosen und gleichgültigen Verhaltens bei einer derartigen G...
	4.5. Der Beschuldigte kannte die Strecke und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit (Urk. 4 F/A 11; Prot. I S. 14). Es gehört zu den elementarsten Pflichten eines jeden Fahrzeuglenkers, die gefahrene Geschwindigkeit zu kontrollieren, die signalisierte Höc...
	4.6. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte in Bestätigung der Vorinstanz (auch) der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV schu...

	III. Sanktion
	1. Allgemeines
	1.1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen und die allgemeinen Strafzumessungskriterien zutreffend dargelegt (Urk. 55 S. 18 ff.), auf die entsprechenden Ausführungen kann vorab verwiesen werden. Ausgangspunkt der vorliegenden Strafzumessung bildet dem...
	1.2. Ergänzend ist festzuhalten, dass der Tatbestand der groben Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 2 SVG) eine Sanktionierung mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe vorsieht. Die Geldstrafe stellt die Hauptsanktio...
	1.3. Aufgrund des engen zeitlichen, örtlichen und sachlichen Zusammenhangs zwischen der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln und der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln rechtfertigt es sich mit der Vorinstanz, für alle heu...

	2. Konkrete Strafzumessung
	2.1. Die Vorinstanz hat zunächst die objektive und die subjektive Tatschwere für die qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln abgehandelt und dazu zutreffende Ausführungen gemacht (Urk. 55 S. 20), auf die vollumfänglich verwiesen werden kann...
	2.2. Bezüglich der Strafzumessung für die beiden groben Geschwindigkeitsüberschreitungen kann ebenfalls auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 55 S. 20 f.). Das festgelegte Verschuldensprädiktat von insgesamt sehr leicht ist zu teile...
	2.3. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf zu verweisen ist (Urk. 55 S. 21 f.). Eine besondere Strafempfindlichkeit weist der Beschuldigte nicht auf. Der Beschuldigt...
	2.4. In Bestätigung der Vorinstanz ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten zu bestrafen.
	2.5. An diese Strafe anzurechnen ist gemäss Art. 51 StGB ein Tag Haft.

	IV. Vollzug
	V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Vorinstanzliches Verfahren
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 7. September 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 …
	 der mehrfachen vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 22 Abs. 1 SSV, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. c und d VRV.

	2.-3. …
	4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	5. .."
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 5) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3000.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich (PIN-Nr. …)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.