# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** baff30ca-14c1-583e-a66f-cf9a306d0ff7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.08.2025 SB240487
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240487_2025-08-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240487-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. C. Maira, Präsident, lic. iur. B. Amacker und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. V. Seiler sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet

Urteil vom 20. August 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend versuchte Nötigung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht, 
vom 11. September 2024 (GG240027)

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 4. Juli 2024 

(Urk. 38) ist diesem Urteil beigeheftet 

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Verfügung und Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 63 S. 28 ff.)

"Es wird verfügt:

1. Dem Beschuldigten wird die amtliche Verteidigung mit Wirkung ab 9. September 2024 

gewährt.

2. Dem Beschuldigten wird als amtlicher Verteidiger Rechtsanwalt MLaw X._____ bestellt.

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.–.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

4. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers wird abgewiesen.

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'500.–   Gebühr für das Vorverfahren;

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

7. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 3'186.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschä-

digt.

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger für das gesamte Verfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 3'702.10 zu bezahlen.

9. (Mitteilungen)

10. (Rechtsmittel)"

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Berufungsanträge:
(Prot. II S. 6 ff.)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 84 S. 2 f.)

1. Ziff. 1. des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, sei vollumfänglich 

aufzuheben und Herr A._____ sei der versuchten Nötigung im Sinne von 

Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen; dies unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

2. Ziff. 2. des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, sei vollumfänglich 

aufzuheben und Herr A._____ sei der versuchten Nötigung im Sinne von 

Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen; dies unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

3. Ziff. 3. des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, sei vollumfänglich 

aufzuheben und Herr A._____ sei der versuchten Nötigung im Sinne von 

Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen; dies unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

4. Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 
vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, wird nicht ange-
fochten.

5. Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 
vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, wird nicht ange-
fochten.

6. Ziff. 6. des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, sei vollumfänglich 

aufzuheben und Herr A._____ sei der versuchten Nötigung im Sinne von 

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Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen; dies unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

7. Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 
vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, wird nicht ange-
fochten.

8. Ziff. 8. des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, sei vollumfänglich 

aufzuheben und Herr A._____ sei der versuchten Nötigung im Sinne von 

Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen; dies unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

9. Ziff. 9 des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, 
vom 11. September 2024, Geschäfts-Nr. GG240027-M / U, wird nicht ange-
fochten.

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 69 S. 1)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

c) Der Privatklägerschaft:

(Urk. 71)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

Zum Verfahrensgang bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils kann zwecks 

Vermeidung von Wiederholungen auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid 

verwiesen werden (Urk. 63 S. 3 ff.). Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebe-

nen Urteil der Vorinstanz vom 11. September 2024 wurde der Beschuldigte der ver-

suchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

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StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.– 

bestraft. Die Geldstrafe wurde bedingt ausgesprochen unter Anordnung einer 

Probezeit von zwei Jahren (Urk. 63 S. 28). Gegen diesen Entscheid liess der 

Beschuldigte durch seine (damals noch amtliche) Verteidigung mit Eingabe vom 

19. September 2024 (Datum Poststempel) fristgerecht Berufung anmelden 

(Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 58). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging 

ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 

StPO; Urk. 65). Die Anklagebehörde und der Privatkläger haben mit Eingabe vom 

13. November 2024 bzw. 3. Dezember 2024 innert Frist mitgeteilt, dass auf 

Anschlussberufung verzichtet und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

beantragt wird (Urk. 69 und Urk. 71; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Mit 

Präsidialverfügung vom 2. Januar 2025 wurde das Mandat von Rechtsanwalt 

MLaw X._____ als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten widerrufen (Urk. 75). 

Mit Eingabe vom 16. Januar 2025 erklärte dieser, dass er den Beschuldigten fortan 

erbeten verteidige (Urk. 77). Am 13. Mai 2025 wurden die Parteien zur Berufungs-

verhandlung vom 20. August 2025 vorgeladen (Urk. 79). Das Verfahren erweist 

sich als spruchreif.

II. Prozessuales

1. Berufungsumfang

Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des 

angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Beschuldigte ficht 

das vorinstanzliche Urteil mit Ausnahme der Dispositivziffern 4 (Abweisung 

Schadenersatzbegehren Privatkläger), 5 (Kostenfestsetzung) und 7 (Entschädi-

gung amtliche Verteidigung) vollumfänglich an (Urk. 65 S. 1; Prot. II S. 9). Das vor-

instanzliche Urteil ist dementsprechend hinsichtlich der Dispositivziffern 4, 5 und 7 

in Rechtskraft erwachsen, was vorab mit Beschluss festzustellen ist (Art. 404 

StPO). 

2. Formelles

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2.1. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit 

Erwähnung findet. Stimmt die Rechtsmittelinstanz grundsätzlich zu und hat sie 

bloss nebensächliche Vorbehalte, kann sie punktuelle Korrekturen formulieren und 

im Übrigen auf die vorinstanzliche Begründung verweisen (Urteil 6B_1164/2023 

vom 7. Oktober 2024 E. 3.2 mit Hinweis). Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, 

dass aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen 

Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegun-

gen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen 

Entscheid stützt. Es darf sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschrän-

ken und muss sich nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und 

jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich 

mithin auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhält-

nismässiger Motivationsaufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig 

lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort 

auf jedes Argument gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 

141 IV 249 E. 1.3.1; BGer 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit 

Hinweisen; in diesem Sinne gegen eine "überbordende Begründungspflicht" 

[namentlich in Strafsachen] auch François Chaix, Bundesgerichtspräsident, in: 

Plädoyer 3/2025, S. 20 f.).

2.2. Sodann gilt, nachdem einzig der Beschuldigte Berufung erhoben hat, für alle 

angefochtenen Punkte das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO).

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3. Beweisantrag

3.1. Die Verteidigung stellte anlässlich der Berufungsverhandlung den Bewei-

santrag, dass das vorinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

11. September 2024 im Verfahren GG240028-M betreffend den vorinstanzlich 

Mitbeschuldigten B._____ beizuziehen sei. Zur Begründung führte sie an, dass das 

Hauptverfahren vorinstanzlich zusammen geführt sowie die Befragungen und auch 

die Eröffnung zusammengemacht worden seien. B._____ sei aus verfahrensrecht-

lichen Gründen freigesprochen worden. Mit dem Beweisantrag gehe es um das 

Gesamtbild, welches dargestellt werden soll, nämlich, dass B._____ freigespro-

chen worden sei und der Beschuldigte, welcher am wenigsten mit der Sache zu tun 

habe, der Einzige sei, der Konsequenzen trage (Prot. II S. 9). 

3.2. Von den Parteien beantragte Beweise sind grundsätzlich abzunehmen. 

Einzig über Tatsachen, welche unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt 

oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 

Abs. 2 StPO). Die Pflicht der Erforschung der materiellen Wahrheit findet dort ihre 

Grenze, wo die Beweise ungeeignet oder der Sachverhalt bereits erwiesen ist 

(SK-Kommentar-WOHLERS, Art. 139 N. 12 f. i.V.m. N. 20.).  

3.3. Beweisanträge sind Anträge, die darauf gerichtet sind, zum Nachweis eines 

bestimmten Umstandes ein bestimmtes Beweismittel zu benutzen (SK-Kommen-

tar-WOHLERS, Art. 139 N. 7 mit Verweis). Dies setzt voraus, dass der Beweisantrag 

nach Inhalt und Sinn klar formuliert ist und eine genaue Beweistatsache bezeichnet, 

welche auf einem Beweisthema fusst und – wenn möglich – ein Beweisziel nennt. 

Der Beweisantrag muss also in ausreichendem Masse begründet sein und sinnvol-

lerweise, aber nicht zwingend, potentielle Konsequenzen einer Abweisung aufzei-

gen (WÜST/FRANK, Verteidigung als Garantin der Würde der beschuldigten Person, 

in: Anwaltsrevue: Das Praxismagazin des schweizerischen Anwaltsverbandes 

2019, S. 284-287, S. 284).

3.4. Die Verteidigung unterlässt in der Begründung ihres Beweisantrags, die 

Beweistatsache und das Beweisziel zu formulieren. Eben so wenig wird dargetan, 

welche Konsequenzen das Unterlassen dieser Beweisführung auf das Beweis-

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resultat hätte. Das Gericht hat den Freispruch des vorinstanzlich Mitbeschuldigten 

B._____  für das vorliegende Verfahren nicht zu berücksichtigen und die 

Verteidigung kann aus jenem auch nichts zu Gunsten des Beschuldigten 

heranziehen. So bringt die Verteidigung auch nicht vor, dass sich aus jenem Urteil 

Rechtserhebliches für die Erstellung des vorliegenden Sachverhalts und die 

rechtliche Würdigung ergibt, was ferner auch nicht ersichtlich ist.  

3.5. Nach dem Gesagten ist der Beweisantrag abzuweisen. 

4. Verwertbarkeit der Beweismittel

4.1. Hinsichtlich der Frage der Teilnahmerechte des Beschuldigten an den nicht 

parteiöffentlichen polizeilichen Einvernahmen des Privatklägers und von B._____  

kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 63 S. 5 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Wie diese zutreffend darlegte, erfolgten diese 

Einvernahmen nicht in Verletzung allfälliger Teilnahmerechte des Beschuldigten im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StPO, zumal sie vor Eröffnung einer Strafuntersuchung 

im Sinne von Art. 309 Abs. 2 StPO stattfanden. 

4.2. Der Beschuldigte hatte im gesamten Verfahren jedoch keine Möglichkeit, 

dem Privatkläger (als Belastungszeuge) Konfrontationsfragen im Sinne von Art. 6 

Ziff. 3 lit. d EMRK zu stellen. Jener wurde lediglich einmal durch die Polizei im 

Rahmen des Ermittlungsverfahrens befragt (Urk. 3). Es kann vorab auf die theore-

tischen Ausführungen der Vorinstanz zum Konfrontationsrecht verwiesen werden 

(Urk. 63 S. 6 f.). Entgegen ihrer Schlussfolgerung (vgl. Urk. 63 S. 7) können jedoch 

die Aussagen des Privatklägers anlässlich seiner ersten Einvernahme bei der 

Polizei nicht zu Lasten des Beschuldigten verwertet werden, wurde letzterer doch 

nie unter Wahrung der Konfrontations- und Teilnahmerechte mit dem Privatkläger 

konfrontiert. Der Sachverhalt lässt sich jedoch – wie noch zu zeigen sein wird 

(vgl. nachfolgende Erw. III. 1) – gestützt auf die weiteren vorhandenen Beweismittel 

erstellen.  

4.3. Schliesslich erwog die Vorinstanz mit der Verteidigung, dass die erste 

Einvernahme des Beschuldigten vom 11. Oktober 2023 wegen Verletzung des 

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Anspruchs auf Übersetzung im Sinne von Art. 68 Abs. 1 StPO nicht zu dessen 

Lasten verwertbar sei (Urk. 63 S. 9; Urk. 24 S. 4). 

4.3.1. Versteht eine am Verfahren beteiligte Person die Verfahrenssprache nicht 

oder kann sie sich darin nicht genügend ausdrücken, so zieht die Verfahrensleitung 

eine Übersetzerin oder einen Übersetzer bei (Art. 68 Abs. 1 StPO). Darüber hinaus 

ist spezifisch der beschuldigten Person mindestens der wesentliche Inhalt der wich-

tigsten Verfahrenshandlungen mündlich oder schriftlich in einer ihr verständlichen 

Sprache zur Kenntnis zu bringen (Art. 68 Abs. 2 Satz 1 StPO). Ein Anspruch auf 

vollständige Übersetzung aller Verfahrenshandlungen sowie der Akten besteht 

allerdings nicht (Art. 68 Abs. 2 Satz 1 StPO). 

4.3.2. Das Recht auf Übersetzung ist, wo sie denn notwendig ist, von der Verfah-

rensleitung von Amtes wegen sicherzustellen. Dabei ist die Notwendigkeit einer 

Übersetzung abhängig vom Grad der Sprachkompetenz der befragten Person. 

Wenn die befragte Person über gewisse, zwar eingeschränkte Kenntnisse der 

Amtssprache verfügt und weder die Qualität der Aussage noch die Rechte des 

Angeschuldigten darunter leiden, kann auf den Beizug eines Dolmetscher verzich-

tet werden (vgl. BSK StPO-URWYLER/STUPF, Art. 68 N 3). Das dürfte insbesondere 

in Konstellationen mit einfachen Fragen und in einfachen Sachverhalten der Fall 

sein. 

4.3.3. Die polizeiliche Einvernahme des Beschuldigten vom 11. Oktober 2023 fand 

ohne Dolmetscher statt (Urk. 4). Der Beschuldigte erklärte zu Beginn der Ein-

vernahme auf Nachfrage explizit, dass er keine Übersetzung benötige. Zu keinem 

Zeitpunkt während der Einvernahme äusserte er irgendwelche Verständnispro-

bleme. Vielmehr lässt sich seinen Aussagen entnehmen, dass er sich klar und 

teilweise auch ausführlich in verständlichem Deutsch ausdrücken konnte. Im 

Verlauf der Einvernahme machte der Beschuldigte sodann von seinem Aussage-

verweigerungsrecht Gebrauch (Urk. 4 S. 3 f.). Wenn die Vorinstanz ausführt, die 

Staatsanwaltschaft habe es in der Folge für notwendig erachtet, eine Übersetzung 

für die Wahrnehmung der Verteidigungsrechte des Beschuldigten beizuziehen 

(Urk. 63 S. 9), kann ihr in dieser Deutlichkeit nicht gefolgt werden. So ergibt 

sich aus den Untersuchungsakten, dass die Verteidigung der Staatsanwaltschaft 

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mit E-Mail vom 22. April 2024 mitteilte, dass der Beschuldigte in Bezug auf die noch 

stattfindende Einvernahme unbedingt auf einen Dolmetscher verzichten wolle 

(Urk. 31/3). Allein schon dieser Antrag des Beschuldigten und der Verteidigung 

zeigt, dass sich der Beschuldigte in der Lage sah, der Einvernahme zu folgen und 

er auch bisher keine Verständnisprobleme hatte. Die zuständige Staatsanwältin 

antwortete der Verteidigung, dass diese mit ihrem Antrag vom 2. April 2024 auf 

Einstellung des Verfahrens (Urk. 24) die fehlende Anwesenheit eines Dolmetschers 

anlässlich der polizeilichen Einvernahme des Beschuldigten bemängelt habe, 

weshalb das jetzige Gesuch auf Verzicht auf einen Dolmetscher widersprüchlich 

sei und keine Option darstelle. In der Folge wurde ein Dolmetscher bestellt 

(Urk. 31/3-4). Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme erklärte der 

Beschuldigte zu Beginn, dass er gut Deutsch verstehe und seit 1987 in der Schweiz 

lebe. Er bitte deshalb darum, dass die Einvernahme auf Deutsch durchgeführt 

werde und die Dolmetscherin nur da übersetze, wo er etwas nicht verstehe. In der 

Folge wurde – soweit ersichtlich – die Einvernahme auf Deutsch geführt und ledig-

lich der Schlussvorhalt übersetzt (Urk. 26 S. 1 ff. und S. 7). Denselben Wunsch in 

Bezug auf die Modalitäten der Übersetzung äusserte der Beschuldigte auch 

anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 31. Mai 2024 (Urk. 27 S. 2). 

4.3.4. Es ist nach dem Gesagten – entgegen der Vorinstanz – davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte seine Verfahrensrechte auch anlässlich seiner ersten 

Einvernahme vom 11. Oktober 2023 hinreichend wahrnehmen konnte, weshalb die 

dort gemachten Aussagen – auch zu Lasten des Beschuldigten – als verwertbar zu 

erachten sind. Selbst wenn jedoch mit der Vorinstanz von der Unverwertbarkeit 

jener Aussagen zu Lasten des Beschuldigten auszugehen wäre, liesse sich der 

Sachverhalt – wie bereits erwähnt – gestützt auf die Aussagen des Beschuldigten 

anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 25. April 2024 sowie 

gestützt auf die im Recht liegenden WhatsApp-Nachrichten erstellen (vgl. nach-

folgend Erw. III. 1). 

III. Schuldpunkt

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1. Sachverhaltserstellung 

1.1. Dem Beschuldigten wird gemäss Anklageschrift vom 4. Juli 2024 vorgewor-

fen, mit drei Nachrichten an den Privatkläger versucht zu haben, diesen dazu zu 

bringen, auf dessen geltend gemachten Herausgabeanspruch betreffend den Per-

sonenwagen Mercedes-Benz V250 4m gegenüber B._____ zu verzichten, indem 

er ihm in den Nachrichten angekündigt habe, dass B._____ ihn ansonsten via sei-

ner Rechtsanwältin bei den Behörden wegen diverser Vorwürfe, namentlich wegen 

Steuerhinterziehung, Mängeln am Auto sowie Widerhandlungen gegen die ARV, 

anzeigen werde. Als der Privatkläger weiterhin auf der Herausgabe des Fahrzeu-

ges beharrt habe, habe der Beschuldigte ihm am 1. Juni 2021 erneut eine Nachricht 

mit der Warnung geschrieben, dass B._____ ihn diese Woche beim Steueramt an-

zeigen werde sowie am 9. Juni 2021, dass die Anwältin die "Anklage" an diesem 

Abend an das Steueramt geschickt habe und der Privatkläger ihn (den Beschuldig-

ten) aber gerne anrufen könne, falls er es sich anders überlege. Mit der letzten 

Nachricht habe der Beschuldigte dem Privatkläger klar zu verstehen gegeben, dass 

er Einfluss auf die Anzeigeerstattung nehmen könne (und würde), sofern der Pri-

vatkläger darauf verzichte, weiterhin die Herausgabe des Mercedes zu verlangen. 

Der Privatkläger habe sich durch die Nachrichten des Beschuldigten jedoch nicht 

unter Druck setzen lassen und habe von seiner Forderung gegenüber B._____ trotz 

der angedrohten und erstatteten Anzeige keinen Abstand genommen (Urk. 38 S. 2 

f.). 

1.2. Der Beschuldigte anerkannte sowohl in der polizeilichen Einvernahme vom 

11. Oktober 2023 als auch anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

vom 25. April 2024 und anlässlich der heutigen Befragung, dem Privatkläger die in 

der Anklageschrift erwähnten drei Nachrichten vom 17. Mai 2021, 1. Juni 2021 und 

9. Juni 2021 per WhatsApp geschickt zu haben (Urk. 4 S. 1 f.; Urk. 26 S. 3 und S. 6; 

Urk. 83 S. 5). Hingegen erklärte der Beschuldigte im Verfahren – soweit er Aus-

sagen machte – konstant, dass er den Privatkläger und B._____  lediglich habe 

versöhnen wollen, da sie alle drei miteinander befreundet gewesen seien. Er habe 

lediglich gewollt, dass der Streit zwischen den beiden aufhöre (Urk. 4 S. 2; Urk. 26 

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S. 2 ff.). Auch anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung blieb der Beschul-

digte bei diesem Standpunkt (Urk. 83 S. 5). 

1.3. Mit der Vorinstanz kann gestützt auf die Depositionen des Beschuldigten 

sowie die in den Akten liegenden Nachrichten der äussere Anklagesachverhalt als 

erstellt betrachtet werden (Urk. 63 S. 11). Des Weiteren ist mit der Vorinstanz 

erstellt, dass der Privatkläger zu keinem Zeitpunkt auf die Herausgabe des 

Mercedes durch B._____  verzichtete (Urk. 3 S. 5; Urk. 26 S. 6). 

1.4. Hinsichtlich des inneren Sachverhalts ist sodann aufgrund des Geständnis-

ses des Beschuldigten sowie der weiteren äusseren Umstände davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte mit Wissen und Willen handelte. Das Motiv ist hingegen für 

die Beurteilung des inneren Sachverhalts nicht relevant bzw. wäre allenfalls bei der 

Strafzumessung zu beurteilen.  

1.5. An dieser Stelle ist sodann darauf hinzuweisen, dass es für die rechtliche 

Würdigung im vorliegenden Fall – mit der Vorinstanz (Urk. 63 S. 11 f.) – nicht 

relevant ist, ob der Beschuldigte die Nachrichten auf Aufforderung von B._____  hin 

an den Privatkläger gesandt hat. Dies ist vielmehr ein Sachverhaltselement, wel-

ches den Vorwurf gegen B._____  betreffend Anstiftung zur Nötigung betraf. 

2. Rechtliche Würdigung

2.1. Die Staatsanwaltschaft sowie die Vorinstanz qualifizieren den Anklagesach-

verhalt als versuchte Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB (Urk. 38; Urk. 63 S. 20). Wer jemanden durch Gewalt oder 

Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Hand-

lungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, wird mit Freiheits-

strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 181 StGB). 

2.2. Vorweg kann im Rahmen der rechtlichen Würdigung auf die zutreffenden 

theoretischen Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil betreffend den objektiven und 

subjektiven Tatbestand der Nötigung verwiesen werden (Urk. 63 S. 13 f.). Mit der 

Vorinstanz kommt vorliegend die Tatbestandsvariante der "Androhung ernstlicher 

Nachteile" in Frage (Urk. 63 S. 15 f.). 

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2.2.1. Die Verteidigung macht zur rechtlichen Würdigung – wie bereits vor 

Vorinstanz – im Wesentlichen geltend, dass sowohl der objektive als auch der 

subjektive Tatbestand der Nötigung nicht erfüllt seien sowie die Rechtswidrigkeit 

fehle. So erreichten die vom Beschuldigten verfassten Nachrichten die geforderte 

Zwangsintensität nicht. Der Beschuldigte habe den Privatkläger sodann lediglich 

über Sachverhalte informiert, auf die er in keiner Weise Einfluss gehabt habe und 

er habe den Privatkläger und B._____ nur versöhnen wollen (Urk. 53 S. 2 f.). An-

lässlich der Berufungsverhandlung ergänzte die Verteidigung, dass der vorinstanz-

lich Mitbeschuldigte B._____ von der Anstiftung zur Nötigung freigesprochen wor-

den sei und dieser Umstand dazu geführt habe, dass der Beschuldigte zu einer 

versuchten Nötigung verurteilt worden sei für Nachrichten, die er ohne irgendein 

erkennbar eigennütziges Motiv auf Aufforderung von B._____ verfasst habe. Es sei 

aus Sicht des Strafbedürfnisses indes nicht nachvollziehbar, weshalb beim Be-

schuldigten ein Strafbedürfnis bestehen solle, beim vorinstanzlich Mitangeklagten 

B._____ indes ein Freispruch vorliege, habe dieser doch den Beschuldigten aufge-

fordert, die Nachrichten zu schreiben. Sodann habe der Beschuldigte geradezu in 

demütiger Weise seinen damaligen Freund (den Privatkläger) über erfahrene Sach-

verhalte informiert. Wer jemanden nötigen wolle, greife kaum zu derart respektvol-

len, zurückhaltenden Formulierungen, weshalb bereits aus diesem Grund der ob-

jektive Tatbestand von Art. 181 StGB nicht erfüllt sei (Urk. 84 S. 5 f.). 

2.2.2. Der Beschuldigte schrieb dem Privatkläger gemäss nicht bestrittenem und 

erstelltem Sachverhalt zunächst mit Nachricht vom 17. Mai 2021 (Urk. 8/9), dass 

er mit B._____ und dessen Rechtsanwältin gesprochen habe und Ersterer den 

Privatkläger wegen Steuerhinterziehungen, Mängeln am Auto und Widerhandlun-

gen gegen die ARV verzeigen wolle sowie dass B._____ dies beweisen könne. Der 

Beschuldigte bat den Privatkläger, vernünftig zu sein und auf den Mercedes zu ver-

zichten. Ferner wies er darauf hin, dass B._____ die letzten Leasing-Raten des 

Mercedes bezahlt habe und der Privatkläger mit den Autos zwischen 2020 und 

2021 noch Geld verdient habe. Das zweite Mal schrieb der Beschuldigte dem Pri-

vatkläger am 1. Juni 2021 (Urk. 8/10), dass B._____ ihn (den Privatkläger) diese 

Woche beim Steueramt anzeigen werde. Es tue ihm (dem Beschuldigten) leid. 

Schliesslich schrieb der Beschuldigte dem Privatkläger am 9. Juni 2021 (Urk. 8/11), 

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dass die Anwältin von B._____  dem Steueramt heute Abend die Anklage geschickt 

habe. Falls der Privatkläger es sich anders überlege, könne er den Beschuldigten 

gerne anrufen. 

2.2.3. Der Beschuldigte kündigte sowohl mit seiner Nachricht vom 17. Mai 2021 als 

auch mit jener vom 1. Juni 2021 dem Privatkläger ernstliche Nachteile in Form einer 

Meldung bei den Steuerbehörden bzw. wegen Verfehlungen gegen die ARV 1 an. 

Auch wenn es sich vorliegend nicht um eine eigentliche Anzeige bei einer Strafver-

folgungsbehörde handelte, standen – mit der Vorinstanz (Urk. 63 S. 15) – mit der 

Meldung an die Steuerbehörden bzw. wegen Verfehlungen gegen die ARV 1 neben 

der beruflichen Tätigkeit des Privatklägers potentiell auch seine Existenz bzw. sein 

Geschäft auf dem Spiel. Sowohl den einschlägigen Steuergesetzen als auch der 

Chauffeurverordnung (ARV 1) sind entsprechende Strafbestimmungen zu entneh-

men (vgl. Art. 174 DBG; Art. 21 ARV 1). Der Beschuldigte gab dem Privatkläger in 

seiner ersten Nachricht zu verstehen, dass er mit B._____ und dessen Rechtsan-

wältin gesprochen habe und B._____ die Vorwürfe beweisen könne, womit er sei-

nen Nachrichten zusätzlich Nachdruck verlieh. Auch schrieb er dem Privatkläger 

insgesamt drei Nachrichten, wobei er in jeder dieser Nachrichten den zeitlichen und 

psychischen Druck auf den Privatkläger erhöhte, indem er in der zweiten Nachricht 

darauf hinwies, dass B._____ ihn "diese Woche" beim Steueramt anzeigen werde 

und in der dritten Nachricht, dass die Anwältin von B._____  dem Steueramt die 

Anklage "heute Abend" geschickt habe, er ihn aber noch anrufen könne, falls er es 

sich anders überlegen sollte (Urk. 8/11). Nach dem Gesagten erreichten die Nach-

richten insbesondere in ihrer Gesamtheit entgegen den Ausführungen der Verteidi-

gung (vgl. Urk. 84 S. 6) die notwendige (Zwangs-)Intensität, womit sie ohne Weite-
res geeignet waren, auch einen besonnenen Menschen in der Situation des Privat-

klägers gefügig zu machen. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 63 S. 16). 

Dass sich der Privatkläger durch die Nachrichten des Beschuldigten nicht beein-

drucken liess und in der Folge eine zivilrechtliche Klage auf Herausgabe des 

Mercedes anstrengte (Urk. 2/2 S. 2), ist – entgegen dem Vorbringen der Verteidi-

gung (vgl. Urk. 84 S. 7) – nicht von Relevanz, zumal die Drohung mit einer Meldung 

- 15 -

bei den Steuerbehörden etc. nach objektivem Massstab geeignet war, den Privat-

kläger gefügig zu machen.

2.2.4. Sodann muss der Eintritt des Nachteils als vom Willen des Beschuldigten 

abhängig erscheinen. Die tatsächliche Möglichkeit einer Einflussnahme ist 

entgegen der Argumentation der Verteidigung (vgl. Urk. 53 S. 4) für die Erfüllung 

des Tatbestandes hingegen nicht notwendig (BSK StGB-DELNON/RÜDY, Art. 180 

N 30). Bereits aus diesem Grund gehen die diesbezüglichen Ausführungen der 

Verteidigung fehl, wonach der Beschuldigte in keiner Weise Einfluss darauf gehabt 

habe, ob sein Freund und Mitbeschuldigter Anzeige oder Meldung welcher Art auch 

immer, erstatten würde (Urk. 84 S. 6). Der Beschuldigte legte dem Privatkläger in 

seiner ersten Nachricht vom 17. Mai 2021 nahe, er solle doch "vernünftig" sein und 

auf die Herausgabe des Mercedes verzichten. Zusätzlich wies er ihn darauf hin, 

dass er mit B._____ und auch dessen Rechtsanwältin gesprochen habe und 

B._____ die Verfehlungen des Privatklägers beweisen könne, womit er ihm zumin-

dest sinngemäss zu verstehen gab, dass er in dieser Sache mit B._____  und des-

sen Rechtsanwältin zusammenarbeite und mit ihnen eine Einheit bilde. Ferner war 

er gemäss seinen eigenen Aussagen auch gut befreundet mit B._____  (vgl. Urk. 4 

S. 1). Sodann gab er dem Privatkläger mit seiner letzten Nachricht vom 9. Juni 

2021 zu verstehen, dass die Rechtsanwältin von B._____ die "Anklage" heute 

Abend an die Steuerbehörden verschickt habe, der Privatkläger ihn (den Beschul-

digten) jedoch anrufen könne, falls er es sich anders überlegen sollte. In Tat und 

Wahrheit war die Meldung an die Steuerbehörden zwar noch nicht erfolgt, datiert 

diese doch vom 10. Juni 2021 (Urk. 25/1). Ob dies der Beschuldigte im Zeitpunkt 

des Verfassens seiner letzten Nachricht gewusst hat oder nicht, kann dahingestellt 

bleiben. Jedenfalls erweckte er gegenüber dem Privatkläger unmissverständlich 

den Anschein, dass er effektiv noch auf die Willensbildung von B._____  bzw. auf 

die Meldung – zumindest auf die in der ersten Nachricht angedrohte Meldung bzw. 

Anzeige betreffend Verfehlungen gegen die ARV 1 – Einfluss nehmen könnte und 

würde, wenn der Privatkläger es sich anders überlegen sollte und auf die Heraus-

gabe des Mercedes verzichte. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 63 S. 17).  

- 16 -

2.3. Mit der Vorinstanz sollte der Privatkläger – entweder in Form eines Tuns, 

Duldens oder Unterlassens – durch die Nachrichten des Beschuldigten genötigt 

werden, von seinem Herausgabeanspruch Abstand zu nehmen (Urk. 63 S. 17). 

2.4. Ferner muss die Handlung mit Vorsatz erfolgen, wobei Eventualvorsatz 

genügt. Der Vorsatz muss sich auf die Einflussnahme und das abzunötigende 

Verhalten beziehen. Die Täterschaft will den Willen ihres Opfers beugen und es 

dadurch in dessen rechtlich geschützter Freiheit beschränken oder nimmt dies 

zumindest in Kauf (BSK StGB-DELNON/RÜDY, Art. 181 N 55). 

2.4.1. Die Verteidigung bringt vor, dass aus den Nachrichten des Beschuldigten an 

den Privatkläger keine Absicht zur Nötigung entnommen werden könne. Vielmehr 

habe es sich um Vermittlungs- und Versöhnungsversuche des Beschuldigten 

zwischen dem Mitbeschuldigten B._____ und dem Privatkläger auf Veranlassung 

des Mitbeschuldigten B._____  gehandelt. Ausserdem habe der Beschuldigte über-

haupt kein eigenes Interesse an dieser Geschichte gehabt. Dies ergebe sich auch 

aus dessen Aussagen anlässlich der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme (Urk. 84 S. 7 f.). 

2.4.2. Wie bereits erwähnt, ist zwischen Motiv und Vorsatz zu unterscheiden. Der 

Beschuldigte schrieb die Nachrichten an den Privatkläger mit Wissen und Willen 

und wollte den Privatkläger dazu bewegen, von der Herausgabe des Mercedes 

abzusehen. So führte er im Rahmen der polizeilichen Einvernahme aus, dass der 

Privatkläger den Mercedes habe verkaufen wollen und er (der Beschuldigte) ihm 

gesagt habe, er solle das Auto doch B._____ geben, dieser sei zufrieden, wenn er 

wenigstens ein Auto hätte (Urk. 4 S. 2). Weiter sagte er bei der Staatsanwaltschaft 

aus, dass das Problem von Anfang an nur bei diesem Auto gelegen habe. Wenn 

der Privatkläger – so der Beschuldigte – auf das Auto verzichtet hätte, "dann wäre 

alles gut gewesen." (Urk. 26 S. 6). Doch selbst wenn zugunsten des Beschuldigten 

von einem Versöhnungs- bzw. Vermittlungsversuch auszugehen wäre, sollte dies 

letztlich dadurch gelingen, dass der Privatkläger auf einen allfälligen Herausgabe-

anspruch seinerseits in Bezug auf den Mercedes verzichte, ansonsten eine 

Meldung gegen ihn bei den Steuerbehörden etc. erfolgen würde. Entgegen der 

Ansicht der Verteidigung (vgl. Urk. 53 S. 5) kann eine Nötigungsabsicht seitens des 

- 17 -

Beschuldigten aufgrund dessen Entschuldigungen in den Nachrichten an den 

Privatkläger nicht verneint werden. Vielmehr ist darin – mit der Vorinstanz – zu 

erkennen, dass der Beschuldigte sehr wohl wusste, dass er etwas Unrechtes tat 

und ein schlechtes Gewissen hatte (Urk. 63 S. 18). Jedenfalls wäre ein solches 

altruistisches Motiv im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigen und ändert 

vorliegend nichts in Bezug auf die rechtliche Würdigung. Hinsichtlich des beabsich-

tigten Taterfolgs und dem Androhen eines ernstlichen Nachteils ist sodann von 

direktem Vorsatz auszugehen (Urk. 63 S. 18). Ferner kann der Vorinstanz gefolgt 

werden, wenn sie ausführt, dass der Beschuldigte den Umstand, dass er mit seiner 

Nachricht vom 9. Juni 2021 beim Privatkläger den Anschein erweckte, auf den 

Eintritt des Nachteils Einfluss nehmen zu können, in Kauf nahm und diesbezüglich 

von Eventualvorsatz auszugehen ist (Urk. 63 S. 18 f.). Der Beschuldigte hat nach 

dem Gesagten den subjektiven Tatbestand von Art. 181 StGB erfüllt. 

2.5. Der Privatkläger nahm von seiner Forderung auf Herausgabe des Mercedes 

keinen Abstand, weshalb sich der tatbestandsmässige Erfolg im Sinne von Art. 181 

StGB nicht realisierte. Mithin ist der objektive Tatbestand der Nötigung im Sinne 

von Art. 181 StGB nicht erfüllt, was die Vorinstanz zutreffend erwog (Urk. 63 S. 20). 

Der Beschuldigte hat jedoch alles in seiner Macht stehende getan, damit der Erfolg 

eintritt. Insbesondere hat er sämtliche subjektiven Tatbestandsmerkmale erfüllt. 

Damit liegt ein Versuch im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB vor. 

2.6. Beim Tatbestand der Nötigung ist eine positive Begründung der Rechts-

widrigkeit erforderlich. Eine Nötigungshandlung ist nur dann rechtswidrig, wenn das 

Mittel oder der Zweck unerlaubt ist, wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im 

richtigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich 

zulässigen Mittel und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwid-

rig ist. Letzteres ist vor allem dann gegeben, wenn zwischen dem Gegenstand der 

Drohung und der beabsichtigten Forderung keinerlei Zusammenhang existiert 

(BSK StGB-DELNON/RÜDY, Art. 181 N 57). Bei einer Androhung einer Strafanzeige 

ist die mangelnde Konnexität gegeben, wenn zwischen dem Tatbestand, der ange-

zeigt werden soll, und dem Gegenstand des gestellten Begehrens jeder sachliche 

- 18 -

Zusammenhang fehlt (Urteile des Bundesgerichts 6B_415/2018 vom 20. Septem-

ber 2018 E. 2.1.3; 6B_979/2018 vom 21. März 2019 E. 1.2.5).     

2.6.1. Die Verteidigung wendet wie bereits vor Vorinstanz ein, dass zwischen dem 

Zweck (Verzicht des Privatklägers auf den angeblichen zivilrechtlichen Heraus-

gabeanspruch) und dem Mittel (Information über eine bevorstehende "Anzeige", 

gemeint Schreiben an das Steueramt betr. Belegen) eine Relation bestehen würde 

und verweist dabei auf die zivilrechtliche Streitigkeit zwischen B._____ und dem 

Privatkläger. Diese beziehe sich nicht nur auf eine Mercedes-V-Klasse, sondern 

erstrecke sich auch auf deren Zusammenarbeit in der C._____  GmbH, in welcher 

B._____ kurzzeitig Gesellschafter gewesen sei, sowie auch auf bereits vor Grün-

dung der Gesellschaft erbrachte Chauffeur-Dienste, für welche der Privatkläger 

nach Auffassung von B._____ keine (buchführungskonformen) Rechnungen aus-

gestellt habe. Ferner habe der Privatkläger das Fahrzeug auch im Jahr 2020 be-

nutzt, als B._____ Gesellschafter der C._____ GmbH gewesen sei. Damit bestehe 

ein sachlicher Konnex zwischen der Meldung ans Steueramt und der zivilrechtli-

chen Streitigkeit zwischen den beiden. Dasselbe gelte auch hinsichtlich der be-

haupteten ARV-Verfehlungen, habe B._____ als ehemaliger Gesellschafter der 

C._____ GmbH doch berechtigte Sorge gehabt, diesbezüglich "rechtlich mitzuhän-

gen", sei die streitbetroffene Mercedes-V-Klasse damals auf jene C._____ GmbH 

eingelöst gewesen. Es sei unstatthaft, wie es die Vorinstanz tue, lediglich auf die 

Rechtsbegehren der erwähnten Zivilklage abzustellen, um einen Sachzusammen-

hang zu übersehen (Urk. 53 S. 5 f.; Urk. 24 S. 2 f.; Urk. 84 S. 9). 

2.6.2. Der Beschuldigte erklärte anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 

11. Oktober 2023 zum Vorwurf gegen ihn, dass der Privatkläger zwei oder drei 

Jahre lang für B._____ gearbeitet und für diese ganze Zeit keine Umsatzsteuer 

bezahlt habe. Angesprochen auf den Mercedes erklärte der Beschuldigte, dass es 

in der Firma drei Autos gegeben habe. Der Privatkläger habe die V-Klasse verkau-

fen wollen. Er (der Beschuldigte) habe ihm gesagt, er solle das Auto doch B._____ 

geben, dieser sei zufrieden, wenn er wenigstens ein Auto hätte. Im Übrigen machte 

der Beschuldigte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch (Urk. 4 S. 2 

ff.). Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 25. April 2024 führte 

- 19 -

der Beschuldigte auf die Frage nach einem Zusammenhang zwischen der 

zivilrechtlichen Streitigkeit zwischen dem Privatkläger und B._____ um das Auto 

und der Anzeige beim Steueramt aus, dass der Privatkläger ungefähr Fr. 150'000.– 

an Aufträgen von B._____ bekommen habe, er aber B._____ keine einzige Rech-

nung ausgestellt habe. B._____ habe das Auto auf Leasing gekauft. Er habe die 

Leasingraten sowie den Parkplatz und die Versicherung für das Auto über Jahre 

hinweg bezahlt. Der Privatkläger habe den Restwert des Autos bezahlt, um das 

Auto zu bekommen. Er (der Beschuldigte) habe ihm dann geschrieben, dass das 

Auto B._____ gehöre und nichts anderes. Auf die Frage, weshalb er diese zwei 

Punkte in seiner Nachricht verbinde, antwortete der Beschuldigte, er habe die bei-

den Parteien nur versöhnen wollen, er habe nichts anderes versucht (Urk. 26 S. 5 

f.). Anlässlich seiner Befragung an der Berufungsverhandlung erklärte er, dass 

B._____ und der Privatkläger fünf Jahre lang im D._____ Hotel Limousinenservice 

gearbeitet hätten und während dieser Zeit habe B._____  dem Privatkläger Aufträge 

im Wert von Fr. 170'000.– gesichert. Es sei dabei herausgekommen, dass der Pri-

vatkläger die Steuern hierfür nicht bezahlt haben soll. B._____ habe ihm (dem Be-

schuldigten) gesagt, dass er (B._____) Probleme bekommen könne, da er dem 

Privatkläger diese Aufträge und Arbeitseinsätze gesichert, der Privatkläger jedoch 

die Steuern nicht bezahlt habe. Der Beschuldigte habe dem Privatkläger in der 

Folge das Angebot gemacht, dass er mit B._____ Frieden schliessen solle und ent-

weder einer von ihnen das Auto behalten oder sie das Auto verkaufen und den 

Verkaufspreis hälftig unter sich teilen sollten (Urk. 83 S. 6). 

2.6.3. Mit der Vorinstanz stellt die Drohung mit einer Meldung bei den Steuerbe-

hörden wegen steuerrechtlichen Verfehlungen grundsätzlich ein erlaubtes und 

nicht unrechtmässiges Mittel dar (Urk. 63 S. 19). Im Übrigen erklärte sogar der 

Privatkläger anlässlich seiner Einvernahme bei der Polizei, dass die Steuerbehör-

den wegen der Meldung von B._____ auf ihn zugekommen seien und er eine Busse 

erhalten habe (Urk. 3 S. 6). Damit kann zugunsten des Beschuldigten davon aus-

gegangen werden, dass die angedrohte Meldung bei den Steuerbehörden nicht un-

begründet war. Des Weiteren stellt die Forderung, dass der Privatkläger auf die 

Herausgabe des Mercedes verzichten soll, einen erlaubten Zweck dar, ergibt sich 

doch aus den Unterlagen, dass die Eigentümerschaft betreffend den Mercedes im 

- 20 -

Tatzeitpunkt strittig war und – gemäss heutigen Ausführungen der Verteidigung 

(vgl. Urk. 84 S. 8) – immer noch ist (vgl. auch Urk. 63 S. 19). 

Indes ist der Verteidigung zu folgen, wonach die Vorinstanz zur Begründung einer 

fehlenden Zweck-Mittel-Relation alleine auf die Rechtsbegehren des Zivilver-

fahrens zwischen B._____ und dem Privatkläger abstellte, ohne die gesamte Ge-

schichte zu würdigen. Wie die Verteidigung zutreffend vorbringt, ergeben sich aus 

der in den Akten liegenden Klageantwort und Widerklage vom 27. September 2023 

die mannigfaltigen geschäftlichen Verflechtungen zwischen B._____  und dem Pri-

vatkläger (vgl. Urk. 2/3). So standen diese bereits vor der Gründung der gemeinsa-

men GmbH C._____  GmbH in regelmässigem geschäftlichen Kontakt, war es doch 

offenbar B._____, welcher dem Privatkläger für das D._____ Hotel Limousinenfahr-

taufträge vermittelt habe (Urk. 2/3 S. 7 f.). Für diese Fahrten soll es der Privatkläger 

– nach Auffassung von B._____ – unterlassen haben, buchführungskonforme 

Rechnungen an B._____ auszustellen. Dies schilderte auch der Beschuldigte kon-

stant (vgl. Urk. 26 S. 5; Urk. 83 S. 6) und darauf deutet auch die Anzeige von 

B._____ ans Steueramt hin (Urk. 25/1). Schliesslich soll das in Frage stehende 

Fahrzeug Mercedes-Benz in die gemeinsam gegründete C._____ GmbH einge-

bracht worden sein und habe es der Privatkläger im Jahr 2020, als B._____ noch 

Gesellschafter der erwähnten Gesellschaft war, genutzt (Urk. 84 S. 9). Dies wird 

auch in der Klageantwort und Widerklage ausgeführt, wonach im Vertrag mit dem 

D._____ Hotel vom 28. September 2020 unter dem Titel "Fahrzeuge" insgesamt 

drei Fahrzeuge aufgeführt worden seien, unter anderem der Mercedes V-Benz. Der 

Privatkläger habe – so B._____ – einzig und alleine mit den Luxus-Fahrzeugen von 

B._____ Umsatz generiert (Urk. 2/3 S. 9). Auch der Privatkläger schilderte im Üb-

rigen anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme – welche Aussagen zumindest 

zu Gunsten des Beschuldigten berücksichtigt werden dürfen – dass er und B._____ 

zusammen für das Hotel D._____ gearbeitet hätten und unter anderem den in 

Frage stehenden Mercedes V-Benz auf die gemeinsam gegründete C._____ 

GmbH umgeschrieben hätten (vgl. Urk. 3 S. 3 f.). Dass B._____  aufgrund all dieser 

geschäftlicher Verflechtungen zudem Sorge gehabt haben soll, aufgrund der aus 

seiner Sicht seitens des Privatklägers nicht ausgestellten buchführungskonformen 

Rechnungen rechtliche Probleme zu bekommen, ist nachvollziehbar. Zusammen-

- 21 -

fassend kann entgegen der Vorinstanz nicht davon ausgegangen werden, dass 

zwischen der Meldung ans Steueramt und der zivilrechtlichen Streitigkeit zwischen 

B._____ und dem Privatkläger keinerlei sachlicher Konnex besteht. 

2.6.4. Nach dem Gesagten ist die Voraussetzung der fehlenden Zweck-Mittel-

Relation bzw. der Rechtswidrigkeit nicht erfüllt, weshalb der Beschuldigte vom 

Vorwurf der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB freizusprechen ist. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Infolge des Freispruchs sind die Kosten der Untersuchung und des erst-

instanzlichen Gerichtsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Ver-

teidigung von Fr. 3'186.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.), auf die Gerichtskasse zu 

nehmen (Art. 426 Abs. 1 StPO e contrario).  

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte 

obsiegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich. Entsprechend sind die 

Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Vertei-

digung von Fr. 426.– (inkl. Barauslagen und MwSt.; bereits entschädigt), auf die 

Gerichtskasse zu nehmen.

3. Sodann ist Rechtsanwalt MLaw X._____ für seine Zeit als erbetener Verteidi-

ger für seine Aufwendungen für die Verteidigung des Beschuldigten für das ge-

samte Verfahren eine Prozessentschädigung aus der Gerichtskasse zuzuspre-

chen. Rechtsanwalt MLaw X._____ macht für seine Aufwendungen in der Untersu-

chung eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 4'259.55 (inkl. Barauslagen und 

MwSt.) bei einem Stundenansatz von Fr. 280.– geltend (Urk. 85/2). Die Entschädi-

gung für das Vorverfahren bemisst nach dem notwendigen Zeitaufwand der Vertre-

tung. Für die Bemessung der konkreten Stundenansatzhöhe ist § 2 AnwGebV her-

anzuziehen, wonach diese nach der Bedeutung des Falles, der Verantwortung der 

Anwältin oder des Anwalts, dem notwendigen Zeitaufwand der Anwältin oder des 

Anwalts sowie der Schwierigkeit des Falles bestimmt wird. Gestützt auf die zitierten 

- 22 -

Kriterien rechtfertigt sich vorliegend ein Stundenansatz von Fr. 220.–. Dadurch re-

sultiert bei einem Aufwand von 13.95 Stunden zu Fr. 220.– und Fr. 34.40 (Kopien 

und Porti) ein Total von Fr. 3'103.40. Zuzüglich 8.1 % Mehrwertsteuer ergibt dies 

einen Totalbetrag von Fr. 3'354.75 für das Vorverfahren. 

Für das Berufungsverfahren macht Rechtsanwalt MLaw X._____ schliesslich einen 

Aufwand von Fr. 2'924.75 (Urk. 85/1). Dieser Aufwand ist ausgewiesen und ange-

messen.  

Nach dem Gesagten ist Rechtsanwalt MLaw X._____ für seine Aufwendungen für 

die Verteidigung des Beschuldigten für das gesamte Verfahren eine Prozessent-

schädigung von Fr. 6'279.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse 

zuzusprechen. 

4. Ausgangsgemäss ist dem Privatkläger für das erstinstanzliche Verfahren 

keine Prozessentschädigung zuzusprechen. 

- 23 -

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzel-

gericht in Strafsachen, vom 11. September 2024 wie folgt in Rechtskraft 

erwachsen ist: 

Es wird erkannt:

1.-3. (…)

4. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers wird abgewiesen.

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'500.–   Gebühr für das Vorverfahren;

6. (…)

7. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger 

des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 3'186.80 (inkl. Barauslagen und 

MwSt.) entschädigt.

8. (…)

9. (Mitteilungen)

10. (Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der versuchten Nötigung im 

Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB vollumfäng-

lich freigesprochen. 

2. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, 

einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung von Fr. 3'186.80 

(inkl. Barauslagen und MwSt.), werden auf die Gerichtskasse genommen. 

- 24 -

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.

4. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Aufwendungen für die Verteidi-

gung des Beschuldigten für das gesamte Verfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 6'279.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus 

der Gerichtskasse zugesprochen.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung von Fr. 426.– (inkl. Barauslagen und MwSt.; bereits 

entschädigt), werden auf die Gerichtskasse genommen.

6. Dem Privatkläger wird für das erstinstanzliche Verfahren keine Prozessent-

schädigung zugesprochen.

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (versandt)
 die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
 die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA zur Entfernung der Daten 

gemäss Art. 32 Abs. 1 StReG mittels Kopie von Urk. 82
 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben 

(§ 54a Abs. 1 PolG). 

- 25 -

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 20. August 2025

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. C. Maira

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw A. Jacomet