# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e9731d4-923b-56fb-8d39-8a72d770677d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-07-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 08.07.2003 PZ 2003 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2003-46_2003-07-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 8. Juli 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 03 46

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Präsident Brunner, Aktuar ad hoc Walder.

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In der Rekurssache

der X .  A G , Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsan-
walt Dr. iur. Robert Däppen, Bahnhofstrasse 8, Chur,

gegen

die Verfügung des Kreispräsidenten Davos vom 18. März 2003, mitgeteilt am 3. 
April 2003, in Sachen der K o n k u r s m a s s e  Z .  A G , vertreten durch die Konkurs-
verwaltung Konkursamt Höfe, Roosstrasse 3, W., Gesuchstellerin und Beschwer-
degegnerin, wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Hew, Promenade 
60, Davos, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Amtsbefehl,

hat sich ergeben:

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A.1. Die Z. AG wurde 1993 unter dem damaligen Namen Y. AG mit einem 
Aktienkapital von 3'000'000 Franken gegründet. Sie hatte ursprünglich ihren Sitz in 
K. und verlegte diesen am 4. Dezember 1997 nach W.. Als Zweck der Gesellschaft 
wurde unter anderem der Betrieb einer Werbeagentur, Marketingdienstleistungen 
und Unternehmensberatung angegeben; die Firma sollte Grundeigentum, Beteili-
gungen an anderen Unternehmungen u.a. erwerben, verwalten und veräussern 
können. Präsident der Gesellschaft war bis Ende März 2002 M. in G. und weiteres 
Mitglied des Verwaltungsrates V. in D.; die letztere ist heute einziges Verwaltungs-
ratsmitglied. Die Z. AG (vormals Y. AG) war Eigentümerin zweier Immobilien, näm-
lich einerseits der Liegenschaft Parzelle Nr. A. an der Börtjistrasse 10a in D., auf 
welchem Grundstück ein exklusives Einfamilienhaus errichtet wurde, das allerdings 
unvollendet blieb, sowie ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage an der H. in W.. In der 
von der Revisionsstelle, der Treuhandgesellschaft S. AG per 31. Dezember 2001 
erstellten Bilanz der Y. AG wurden die im Bau befindlichen Liegenschaften mit Fr. 
4'150'000.-- (D.), beziehungsweise Fr. 4'439'273.68  (W.) bewertet; sie bildeten zu-
sammen den wesentlichen Teil der mit insgesamt Fr. 9'027'608.87 bilanzierten Ak-
tiven der Gesellschaft. Unter den Passiven figurierte per 31.Dezember 2001 ein Ak-
tionärsdarlehen von Fr. 5'323'000.30.

2. Am 27. März 2002 verkaufte die Y. AG die Liegenschaft in D. zum Preise 
von 3'000'000 Franken an die X. AG mit Sitz in L.. Der Kaufpreis wurde durch eine 
Banküberweisung von 850'000 Franken und die „Übernahme des in der Bilanz der 
Y. AG (Verkäuferin) per 31.12.2001 gebuchten Aktionärsdarlehens“ von 2'150'000 
Franken bezahlt. Am 4. April 2002 erwarb die Ende März 2002 gegründete X. AG 
auch die Liegenschaft in W.. Der Kaufpreis von Fr. 3'143'000.--  wurde auch in die-
sem Fall teilweise durch Übernahme des erwähnten Darlehens getilgt.

3. Durch Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Höfe vom 7. Au-
gust 2002 wurde über die inzwischen auf Z. AG umbenannte frühere Y. AG gestützt 
auf die am 19. Juli 2002 beziehungsweise am 5. August 2002 eingereichte Über-
schuldungsanzeige der Konkurs eröffnet. Eine erste provisorische Publikation er-
folgte am 30. August 2002 im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im Amtsblatt 
Schwyz. Am 9. Mai 2003 wurde der Kollokationsplan aufgelegt, der angemeldete 
Drittklassforderungen von Fr. 735'878.82 enthält, von denen solche im Betrage von 
Fr. 241'558.67 zugelassen wurden.

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B.1. Am 28. Januar 2003 reichte die Konkursmasse Z. AG beim Kreisamt 
Davos ein Gesuch ein, mit welchem sie beantragte, es sei das Grundbuchamt D. 
anzuweisen, auf dem Grundstück Hauptbuchblatt und Parzelle Nr. A. des Grundbu-
ches von D. eine Verfügungsbeschränkung zur Sicherung der Anfechtungsan-
sprüche der Konkursmass Z. AG aus dem Kauf dieses Grundstücks durch die X. 
AG vorzumerken. Die Vormerkung der Verfügungsbeschränkung sei unverzüglich 
und ohne Anhörung der Gesuchsgegnerin mit superprovisorischer Wirkung anzu-
ordnen. Es wurde ausgeführt, es scheine der Tatbestand von Art. 288 SchKG erfüllt 
zu sein, sei doch durch das Kaufgeschäft der Aktionär dadurch begünstigt worden, 
dass sein Darlehen durch den Schuldnerwechsel werthaltiger geworden sei. Er 
habe die überschuldete Schuldnerin (Z. AG) gegen eine zahlungsfähige (die X. AG 
als Gesuchsgegnerin) ausgetauscht. Auf Grund der Tatsache, dass der Handlungs-
berechtigte der Gesuchsgegnerin, C., gleichzeitig Gläubiger des Aktionärsdarle-
hens sei, seien auch die subjektiven Voraussetzungen erfüllt. Es bestünden zudem 
begründete Zweifel, ob das Aktionärsdarlehen in der im Bericht der Revisionsstelle 
per 31. Dezember 2001 angegebenen Höhe von Fr. 5'323'000.--  überhaupt bestan-
den habe. Es lägen sodann ernsthafte Gründe zur Annahme vor, dass auch der 
Tatbestand des Art. 286 SchKG erfüllt sei. So sei das Grundstück in D. samt unvoll-
ständigem Wohnhaus per 31. Dezember 2001 mit total 4'150'000 Franken bilanziert 
worden, während sich der vereinbarte Kaufpreis lediglich auf 3'000'000 Franken be-
laufen habe.

Durch superprovisorische Verfügung vom 29. Januar 2003 erteilte der 
Kreispräsident Davos dem Grundbuchamt D. die beantragte Weisung und setzte 
gleichzeitig der X. AG Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung an. In ihrer Ein-
gabe vom 3. März 2003 beantragte diese, es sei die superprovisorische Verfügung 
aufzuheben und das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen abzuweisen. 
Für den Fall der Gutheissung des Gesuchs stellte die X. AG den Antrag, es sei die 
Anordnung der Massnahme davon abhängig zu machen, dass die Gesuchstellerin 
eine Sicherheitsleistung in der Höhe von mindestens 250'000 Franken bei der Ge-
richtskasse hinterlege. Es wurde geltend gemacht, die Gesuchstellerin berufe sich 
hinsichtlich der behaupteten Anfechtungsansprüche auf die Absichtspauliana (Art. 
286 SchKG) und die Schenkungspauliana (Art. 288 SchKG), ohne sich mit den je-
weiligen Voraussetzungen der beiden Paulianae auch nur ansatzweise auseinan-
derzusetzen. Für den Erlass einer vorsorglichen Massnahme hätte die Gesuchstel-
lerin zumindest glaubhaft machen müssen, dass ihr ein nicht leicht wieder gutzuma-
chender Nachteil drohe (Nachteilsprognose) und dass ihr Hauptbegehren als wahr-
scheinlich begründet gelte (Hauptsachenprognose). Zu den Ausführungen im Ge-

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such sei festzustellen, dass es nicht zutreffe, dass der Kaufpreis u.a. durch die Über-
nahme eines Aktionärsdarlehens von 2’150'000 Franken getilgt worden sei; C. sei 
nie Aktionär der Z. AG gewesen, weshalb denn stets nur von „Darlehen“ die Rede 
sei. Es falle sodann auf, dass die Gesuchstellerin keinerlei Ausführungen zur Be-
gründetheit der verschiedenen angemeldeten Konkursforderungen mache. Wäre 
dies der Fall gewesen, hätte das Kreisamt sofort gesehen, dass ein grosser Teil der 
Forderungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht bestehe. Es 
wäre aber unter den gegebenen Umständen Aufgabe der Gesuchstellerin gewesen, 
die Begründetheit der einzelnen Konkursforderungen darzulegen. Diese behaupte 
in einem Rundumschlag, ein Aktionär der Z. AG habe eine überschuldete Schuld-
nerin, die Z. AG, gegen eine zahlungsfähige Schuldnerin, die X. AG, ausgetauscht, 
was sowohl die Z. AG als auch die Gesuchsgegnerin gewusst hätten, doch gebe 
sie sich gar nicht erst die Mühe, die behauptete Verletzung von Art. 288 SchKG 
sorgfältig aufzuzeichnen. Es treffe offensichtlich nicht zu, dass die Organe der Z. 
AG in Schädigungsabsicht den Kaufvertrag vom 27. März 2002 unterzeichnet und 
die Organe der Gesuchsgegnerin diese Schädigungsabsicht erkannt hätten. Ob ein 
Aktionär im Rahmen eines Rechtsgeschäftes profitiere oder nicht, sei bei der Beur-
teilung eines paulianischen Anspruchs gemäss Art. 288 SchKG hinsichtlich der 
Schädigungsabsicht der Z. AG irrelevant. Eine Schädigungsabsicht könne über-
haupt nur dann bestehen, wenn andere Gläubiger ausgewiesene Forderungen hät-
ten. Es seien aber sämtliche eingegebenen Forderungen bestritten und die Gesuch-
stellerin habe mit keinem Wort deren Werthaltigkeit dargelegt. Bei der Vorausset-
zung der Schädigungsabsicht sei es irrelevant, ob C. für die Gesuchsgegnerin 
zeichnungsberechtigt sei oder nicht. Es werde bestritten, dass C. je Aktionär der Z. 
AG gewesen sei oder bei Vertragsabschluss von deren finanziellen Verhältnissen 
Kenntnis gehabt habe. Mit Bezug auf Art. 286 SchKG führe die Gesuchstellerin nicht 
aus, welche Gründe zur Annahme eines Missverhältnisses zwischen Leistung und 
Gegenleistung Anlass geben sollten. Nach der Schätzung durch die O. AG habe die 
Liegenschaft in D. heute einen Verkehrwert von Fr. 3'285'000.--, so dass das be-
hauptete Missverhältnis zwischen Kaufpreis und Wert der Liegenschaft widerlegt 
sei. Heute sei die Liegenschaft faktisch unverkäuflich, da ein allfälliger Käufer nicht 
wisse, in welchem Höchstbetrag er mit der Verwertung des Grundstückes rechnen 
müsse. Zusammenfassend sei erstellt, dass die Gesuchstellerin nicht einmal die 
elementaren tatsächlichen Behauptungen für die Hauptsachenprognose aufgestellt 
habe. Demnach müsse die Hauptsachenprognose und auch die Nachteilsprognose  
verneint werden und das Begehren sei auch nach dem Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit abzuweisen. Mit Bezug auf den Antrag, die Gesuchstellerin sei zur Hin-
terlegung einer Sicherheitsleistung anzuhalten, sei festzustellen, dass das blo-

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ckierte Kapital  bei einem Zinssatz von 5 % einen Bruttoertrag von mindestens 
150'000 Franken pro Jahr abwerfen würde, so dass bei einer geschätzten Verfah-
rensdauer von drei Jahren der nach dem Rechtsbegehren sicherzustellende Betrag 
von 250'000 Franken angemessen sei.

C. Am 18. März 2003 verfügte der Kreispräsident Davos:

„1. In Gutheissung des Begehrens und Bestätigung der superprovi-
sorischen Verfügung vom 29. Januar 2003 wird das Grundbuch-
amt D. angewiesen, auf Parzelle / Grundbuchblatt A. eine Verfü-
gungsbeschränkung vorläufig vorzumerken zur Sicherung der An-
fechtungsansprüche der Konkursmasse Z. AG aus dem Kauf des 
Grundstücks Hauptbuchblatt und Parzelle Nr. A. GB D. vom 27. 
März 2002 durch die X. AG.

 2. Die Gesuchstellerin wird nicht zu einer Sicherheitsleistung ver-
pflichtet.

 3. Der Gesuchstellerin wird Frist bis zum 30. April 2003 angesetzt, 
um ihr Begehren klageweise beim Vermittleramt D. geltend zu 
machen. Wird diese Frist verpasst, ist die Vormerkung wieder zu 
löschen.

 4. Die Verfahrenskosten, bestehend in:

Gerichtsgebühr Fr. 1'500.—
Schreibgebühr und Kopien Fr.    468.—
Total Fr. 1'968.—

    gehen einstweilen zu Lasten der Gesuchstellerin und werden mit 
dem Kostenvorschuss verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'368.--  
ist innert 30 Tagen an das Kreisamt Davos einzuzahlen.

 5. Für den Fall, dass die Klage nicht prosequiert wird, wird die Ge-
suchstellerin verpflichtet, die Gesuchsgegnerin ausseramtlich mit 
Fr. 2'000.--  für dieses Verfahren zu entschädigen.

 6. Mitteilung an ...“

D. Gegen diese Verfügung beschwerte sich die X. AG am 14. April 2003 beim 
Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden mit dem Rechtsbegehren, es sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben, das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnah-
men abzuweisen und das Grundbuchamt D. anzuweisen, die angeordnete Vormer-
kung der Verfügungsbeschränkung auf Parzelle / Grundbuchblatt A. aufzuheben. 
Im Falle der Bewilligung der vorsorglichen Massnahme sei deren Anordnung von 
einer von der Beschwerdegegnerin bei der Gerichtskasse zu hinterlegenden Sicher-
heitsleistung von 250'000 Franken abhängig zu machen.

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Das Kreisamt Davos verzichtete mit Schreiben vom 23. April 2003 auf eine 
Stellungnahme. Die Konkursmasse Z. AG stellte am 25. April 2003 den Antrag, es 
sei der Beschwerde hinsichtlich der Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung super-
provisorisch und ohne vorgängige Anhörung der Gegenpartei aufschiebende Wir-
kung zu erteilen. Sodann sei der Beschwerdegegnerin im Rahmen des definitiven 
Beschwerdeentscheides eine neue angemessene Frist von mindestens 30 Tagen 
zur klageweisen Geltendmachung der Hauptbegehren anzusetzen. Der Kantonsge-
richtspräsident gab diesem Gesuch in einer superprovisorischen Verfügung vom 28. 
April 2003 statt, schob die Wirkung von Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung auf 
und stellte fest, es werde im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor dem Kantons-
gerichtspräsidium der Konkursmasse Z. AG allenfalls eine neue Frist zur Einleitung 
des ordentlichen Gerichtsverfahrens angesetzt. Die Beschwerdeführerin erhielt Ge-
legenheit, sich zum Antrag betreffend Erlass einer vorsorglichen Verfügung bis zum 
9. Mai 2003 vernehmen zu lassen. Sie beantragte in einer Eingabe von diesem Tag, 
es sei die superprovisorische Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 28. 
April 2003 aufzuheben, der Antrag der Beschwerdegegnerin betreffend vorsorgliche 
Verfügung abzuweisen und bezüglich Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung des 
Kreisamtes Davos keine aufschiebende Wirkung zu erteilen; eventuell sei der Be-
schwerdegegnerin die Frist zur Einreichung der Klage wiederherzustellen und ihr 
dazu eine kurze Frist anzusetzen. Sie begründete dies im wesentlichen damit, dass 
die Konkursmasse Z. AG die von ihr behauptete Dringlichkeit selbst verschuldet 
habe, indem sie nach Eingang der kreisamtlichen Verfügung keine Anstalten zur 
Einreichung der Klage getroffen habe. - Der Kantonsgerichtspräsident hiess mit Ver-
fügung vom 13. Mai 2003 das Gesuch der Konkursmasse Z. AG gut, erteilte die 
beantragte aufschiebende Wirkung und hielt fest, dass im Rahmen des Beschwer-
deverfahrens der Beschwerdegegnerin allenfalls eine neue Frist zur Einleitung des 
ordentlichen Gerichtesverfahrens angesetzt werde. Er  begründete diesen Ent-
scheid damit, dass es noch nicht feststehe, ob die angefochtene Verfügung auf-
rechterhalten bleibe und die Klage zur weiteren Rechtswahrung überhaupt einzu-
reichen sei, so dass es prozessökonomisch nicht sinnvoll wäre, die Konkursmasse 
Z. AG zu verpflichten, vor dem Rekursentscheid bereits eine ordentliche Klage aus-
zuarbeiten und einzureichen.

Am 14. Mai 2003 reichte die Konkursmasse Z. AG ihre Beschwerdeantwort 
zur Beschwerde der X. AG vom 14. April 2003 ein. Sie beantragte, die Beschwerde 
sei vollumfänglich abzuweisen und es sei der gegnerische Verfahrensantrag betref-
fend Hinterlegung einer Sicherheitsleistung abzuweisen. – Auf die Ausführungen in 
den Rechtsschriften zur Begründung der in der Beschwerde und der Beschwerde-

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antwort gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegan-
gen.

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

I. Die Konkursmasse Z. AG hat im Beschwerdeverfahren vor dem Kantons-
gerichtspräsidenten verschiedene Urkunden, so insbesondere den am 9. Mai 2003 
aufgelegten Kollokationsplan, eingelegt. Damit stellt sich die Frage, ob die Akten-
einlage im Beschwerdeverfahren gegen einen Amtsbefehl überhaupt zulässig ist. 
Das Kantonsgerichtspräsidium hat diese Frage in dem in PKG 2001 Nr. 39 publi-
zierten Entscheid bejaht und zur Begründung festgestellt, wenn der Kantonsge-
richtspräsident gemäss Art. 152 Abs. 3 ZPO befugt sei, von Amtes wegen neue 
Beweise zu erheben, so sei nicht einzusehen, weshalb auf seiten der Parteien eine 
Beschränkung auf die erste Instanz bestehen soll, komme der Nachreichung von 
Beweismitteln doch gerade in dem gemäss Art. 137 Ziff. 14 ZPO im summarischen 
Verfahren durchzuführenden Amtsbefehlsverfahren aufgrund der raschen Rechts-
findung eine grössere Bedeutung zu als im ordentlichen Zivilprozess. Die Nachrei-
chung von Urkunden durch die Parteien müsse aus diesen Gründen auch im Be-
schwerdeverfahren gegen einen Amtsbefehl möglich sein. Diese Überlegungen ha-
ben nach wie vor ihre Gültigkeit, so dass die nachträglich eingereichten Akten zur 
Prozedur zu nehmen sind.

II.1. Gemäss Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB können Verfügungsbeschränkungen 
für einzelne Grundstücke auf Grund einer amtlichen Anordnung zur Sicherung strei-
tiger oder vollziehbarer Ansprüche vorgemerkt werden. Es ist in der Lehre und 
Rechtsprechung unbestritten, dass  gestützt auf diese Bestimmung auch pauliani-
sche Ansprüche nach Art. 286 ff. SchKG durch Vormerkung sichergestellt werden 
können (Homberger, Zürcher Kommentar, N. 11 zu Art. 960 ZGB; BGE 81 III 103 
f.). Voraussetzung für den Erlass einer derartigen Sicherungsmassnahme ist, dass 
der Gesuchsteller den behaupteten materiellen Anspruch glaubhaft macht. Es wird 
also nicht verlangt, dass der strikte Beweis für die tatsächliche Behauptung erbracht 
wird, es genügt vielmehr, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die fraglichen 
Tatsachen spricht. Die Behauptung ist mit anderen Worten glaubhaft gemacht, 
wenn der Richter von ihrer Wahrheit zwar nicht völlig überzeugt ist, er sie aber auf 
Grund objektiver Anhaltspunkte überwiegend für wahr hält (Vogel/Spühler, Grund-
riss des Zivilprozessrechts, Bern 2001, 10. Kap., N. 25; Frank/Sträuli/Messmer, 
Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, N. 5 

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zu § 110 ZPO; BGE 88 I 14, 120 II 397 f.). Wenn im folgenden zu prüfen sein wird, 
ob die Konkursmasse Z. AG ihren Anspruch und dessen Gefährdung hinreichend 
belegt hat, dürfen also die Anforderungen, welche diesbezüglich an ihre Beweis-
führung zu stellen sind, nicht allzu hoch geschraubt werden.

2. Wer eine Rechtshandlung eines Schuldners auf Grund der Bestimmung 
von Art. 288 SchKG anfechten will, trägt die Beweislast für die schädigende Hand-
lung, für die Schädigungsabsicht des Schuldners sowie für die Kenntnis oder Er-
kennbarkeit dieser Absicht auf seiten des Begünstigten (Stähelin/Bauer/Stähelin, 
Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG III, N. 
23 zu Art. 288 SchKG). Als schädigende Rechtshandlung steht im vorliegenden Ver-
fahren der am 27. März 2002 erfolgte Verkauf der Liegenschaft E., Parzelle Nr. A., 
in D. an die X. AG zur Diskussion, welche den Kaufpreis von 3'000'000 Franken 
einerseits durch eine Banküberweisung von 850'000 Franken und die restlichen 
2'150'000 Franken „durch Übernahme des in der Bilanz der Y. AG (Verkäuferin) per 
31.12.2001 gebuchten Aktionärsdarlehens“ bezahlte. Die Gesuchstellerin ist der 
Auffassung, dass sich C., der einzige Verwaltungsrat der Käuferin, als Darlehens-
gläubiger durch dieses Geschäft die volle „Rückzahlung“ seines Darlehens bei der 
konkursiten Y. AG, der späteren Z. AG, gesichert hat. Die Vorinstanz hat in diesem 
Zusammenhang auf den zweiten Grundstückhandel  unter den gleichen Parteien 
Bezug genommen, bei welchem eine Liegenschaft in W. ebenfalls unter teilweiser 
Verrechnung mit einem Darlehen erworben wurde. In jenem Fall war durch eine 
Erklärung C.s ausgewiesen, dass dieser Gläubiger eines der Y. AG gewährten Dar-
lehens von  Fr. 1'793'000.— war, welche Schuld im Rahmen des Grundstückkauf-
vertrages von der X. AG übernommen wurde. Der Kreispräsident stellte zwar fest, 
dass sich aus den Akten nicht eindeutig ergebe, dass es sich im Falle des Erwerbs 
der Liegenschaft in D. gleich verhalten habe. Es werde von der Gesuchsgegnerin 
zumindest nicht bestritten, diese wehre sich nur gegen die Bezeichnung „Aktionärs-
darlehen“, da C. nie Aktionär der Z. AG gewesen sei. Er führte dann aber sinn-
gemäss aus, die Frage brauche nicht abschliessend beantwortet zu werden, da ein 
Darlehensgläubiger, bezüglich dessen Forderung ein Wechsel von einem über-
schuldeten zu einem solventen Schuldner erfolge, im Vergleich zu den übrigen 
Gläubigern des ursprünglichen Schuldners stets im Vorteil sei. Die Beschwerdefüh-
rerin wendet ein, die Zustimmungserklärung C.s bezüglich der Übernahme der Dar-
lehensschuld von Fr. 1'793'000.— durch die X. AG habe mit dem Grundstückskauf 
in D. nichts zu tun, es sei daher aktenwidrig, C. mit der Übernahme des in der Bilanz 
der Y. AG aufgeführten Darlehens hinsichtlich des Grundstückgeschäftes in D. in 
Verbindung zu bringen, und selbst wenn es sich so verhalten würde, wäre damit 

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keine Gläubigerbenachteiligung erfolgt. - Die Ausführungen der Beschwerdeführe-
rin überzeugen nicht. Gewiss steht das von der X. AG übernommene Darlehen C.s 
von Fr. 1'793'000.— nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Grundstücks-
geschäft in D., doch drängt sich auf Grund der gesamten Aktenlage die Annahme, 
dass es sich im zur Diskussion stehenden Fall gleich verhielt wie im Parallelgeschäft 
mit der Liegenschaft in W., geradezu auf. Unbestrittene Tatsache ist, dass C. Dar-
lehensgläubiger der Z. AG jedenfalls im Umfange des beim Kauf der Liegenschaft 
in W. durch die X. AG durch die Käuferin übernommenen Betrages war. Tatsache 
ist ferner, dass in der Bilanz der Y. AG per 31. Dezember 2001 ganz klar von einem 
Darlehen eines Aktionärs die Rede ist. Die Beschwerdeführerin selbst ging nie so-
weit, ausdrücklich zu behaupten, dass der beim Grundstückgeschäft in D. ange-
rechnete Betrag von 2'150'000 Franken nicht auch Teil dieses Darlehens war, sie 
bestritt lediglich, dass es sich um ein Aktionärsdarlehen handelte und macht gel-
tend, C. sei „nie Aktionär der Gesuchstellerin“ gewesen. Hält man sich ebenso 
strikte an den Wortlaut dieser Aussage, wie dies die Gesuchstellerin mit gewissen 
Ausführungen der Vorinstanz tut, so wird man diese Feststellung zweifellos als rich-
tig akzeptieren müssen, handelt es sich bei der Gesuchstellerin doch um die Kon-
kursmasse Z. AG, an der C. sicher nicht als Aktionär beteiligt sein kann. Damit ist 
allerdings noch nicht gesagt, dass er nicht Aktionär der Z. AG beziehungsweise 
deren Rechtsvorgängerin, der Y. AG, war. Dies ergibt sich entgegen den Behaup-
tungen in der Eingabe der X. AG vom 3. März 2003 auch nicht aus den Bestätigun-
gen der Gesuchstellerin vom 4. April 2002 und der Zustimmungserklärung C.s vom 
gleichen Datum. In keinem dieser beiden Dokumente findet sich eine entspre-
chende Feststellung, es ist dort zwar nicht von einem Aktionärsdarlehen, sondern 
einfach von einem Darlehen von Fr. 1'793'000.— die Rede, womit selbstverständ-
lich nicht gesagt wird, dass C. nicht Aktionär ist oder war. Es ist immerhin interessant 
festzustellen, dass in der von V., der einzelzeichnungsberechtigten Verwaltungs-
rätin der Y. AG, ausgestellten Bestätigung ausdrücklich auf die Bilanz vom 31. De-
zember 2001 verwiesen wird, wo ganz klar von einem „Darlehen Aktionär“ – und 
nur von einem solchen – die Rede ist. Nachdem der Ausdruck „Aktionärsdarlehen“ 
auch Eingang in den Kaufvertrag vom 27. März 2002 gefunden hat und im Falle des 
Grundstückgeschäfts in W. C. ganz offen als Darlehensgläubiger (wenn auch nicht 
ausdrücklich in der Eigenschaft als Aktionär) in Erscheinung getreten ist, spricht die 
Gesamtheit der Aktenlage doch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dafür, dass 
bei dem zur gleichen Zeit und zwischen den nämlichen Beteiligten abgeschlossenen 
Grundstückskauf in D. ebenfalls ein Darlehen C.s zur Diskussion stand. Auch wenn 
dabei nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden kann, ob es sich wirklich um ein 
Aktionärsdarlehen handelte, so erscheint dies doch als sehr wahrscheinlich, und es 

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mutet der von der Beschwerdeführerin gegen diese Annahme vorgebrachte Ein-
wand, es sei möglich, dass die in der Bilanz enthaltene Position „Darlehen Aktionär“ 
möglicherweise auf ein früheres Darlehen von Aktionären (es ist allerdings nur von 
einem Aktionär die Rede) Bezug nehme, und dass die Position später wohl nie mo-
difiziert worden sei, als eher hilfloser Versuch an, die sich aus der Aktenlage fast 
zwingend ergebenden Schlussfolgerungen zu entkräften. Die von C. am 26. Februar 
2003 ausgestellte Bestätigung, welcher im ordentlichen Verfahren nach Art. 162 
Abs. 3 ZPO die Beweiskraft völlig abgesprochen werden müsste, wirkt vor dem Hin-
tergrund der gesamten Aktenlage als Ganzes wenig überzeugend und vermag an 
diesen Feststellungen nichts zu ändern. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, selbst wenn angenommen würde, C. 
hätte als Darlehensgeber eine Forderung gegenüber der Z. AG in der Höhe von 
2'150'000 Franken gehabt, wäre keine Gläubigerbenachteiligung erfolgt, da die Z. 
AG dieses Darlehen auf die eine oder andere Weise – sei es in Form von Geld oder 
in Form der Übertragung eines Grundstückes unter gleichzeitiger Übernahme der 
Schuld durch den Käufer - hätte zurückzahlen müssen, wobei ihr in jedem Falle 
3'000'000 Franken zugeflossen, beziehungsweise Gelder in der Höhe des Darle-
hensbetrages nicht abgeflossen wären. Dieser Argumentation könnte dann gefolgt 
werden, wenn nach der Rückzahlung des Darlehens beziehungsweise der Übertra-
gung des Grundstücks unter Übernahme der Darlehensschuld durch den solventen 
Erwerber noch genügend Mittel vorhanden gewesen wären, um die übrigen Schul-
den zu tilgen. Wenn dies hingegen nicht der Fall war, wurde der Darlehensgläubiger 
sowohl bei einer Barrückzahlung als auch bei Übernahme der Schuld durch den 
Grundstückskäufer offensichtlich bevorzugt, indem er den vollen Darlehensbetrag 
zurückerhielte, während er sich im anderen Falle selbstverständlich wie die übrigen 
Gläubiger eine anteilsmässige Reduktion seiner Forderung hätte gefallen lassen 
müsste. Die Beschwerdeführerin macht nun weiter geltend, die Gesuchstellerin 
habe nicht glaubhaft gemacht, dass überhaupt Forderungen anderer Gläubiger 
bestünden; für die Absichtspauliana und damit für den Erlass vorsorglicher Mass-
nahmen sei aber Voraussetzung, dass überhaupt eine Forderung von Gläubigern 
bestehe. Die Vorinstanz hatte zu dieser Frage festgestellt, für die Prüfung der Be-
rechtigung der angemeldeten Konkursforderungen bestehe im vorliegenden Verfah-
ren kein Raum, doch sei nicht anzunehmen, dass sämtliche eingegebenen Forde-
rungen in der Gesamthöhe von Fr.  628'764.67 einer Grundlage entbehrten. Die X. 
AG geht von überspitzten Anforderungen an die Glaubhaftmachung aus, wenn sie 
sich auf den Standpunkt stellt, die Gesuchstellerin sei ihren Beweispflichten nicht 
nachgekommen. Diese hat im erstinstanzlichen Verfahren mit ihrem Gesuch vom 

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28. Januar 2003 das Verzeichnis der Forderungseingaben vom 23. Januar 2003 
eingereicht. Es ist unerfindlich, was sie in einem summarischen Verfahren mehr 
hätte tun können. Es wäre völlig abwegig, von ihr zu verlangen, sie hätte die Be-
rechtigung der einzelnen Forderungen nachweisen müssen. Wenn die Gesuchs-
gegnerin in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2003 sich mit den eingegebenen For-
derungen befasst, so kann sie dies zwar tun, doch haben ihre Ausführungen weit-
gehend rein spekulativen Charakter, geht es doch verschiedentlich um Forderun-
gen, über welche in Gerichtsverfahren zu entscheiden sein wird, deren Ausgang 
völlig offen ist. Im Beschwerdeverfahren hat die Gesuchstellerin den Kollokations-
plan vom 6. Mai 2003 eingelegt, aus welchem sich ergibt, dass Forderungen im 
Gesamtbetrag von Fr. 241'558.67 zugelassen wurden. Mit diesem Dokument ist der 
Nachweis erbracht, dass eine Überschuldung mit erheblichen Konkursforderungen 
besteht. Dies ist auch nicht weiter erstaunlich, wäre andernfalls ja nicht einzusehen, 
weshalb es am 7. August 2002 überhaupt zur Konkurseröffnung hätte kommen sol-
len. Damit steht aber fest, dass der Gesuchstellerin erhebliche und nicht leicht wie-
der gutzumachende Nachteile erwachsen könnten, falls die beantragte vorsorgliche 
Massnahme nicht angeordnet würde. Entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin ist es nicht erforderlich und auch kaum möglich, dass der Höchstbetrag, für 
den das Grundstück haften soll, angegeben wird, ist doch der Anspruch auf das 
Grundstück selbst, nicht auf die Forderung gerichtet (Homberger, Zürcher Kommen-
tar, N. 11 zu Art. 960 ZGB; Deschenaux, Das Grundbuch, SPR V/3, I, S. 341). Ge-
samthaft kann damit gesagt werden, dass die Gesuchstellerin genügend glaubhaft 
gemacht hat, dass paulianische Ansprüche im Sinne von Art. 288 SchKG gegeben 
sind; es kann damit offen bleiben, ob auch die Voraussetzungen von Art. 286 und 
287 SchKG in Frage kämen.

3. In subjektiver Hinsicht bedarf es zur Anwendung von Art. 288 SchKG der 
Absicht des Schuldners, seine Gläubiger durch die anfechtbare Rechtshandlung zu 
benachteiligen. Die Schädigung der Gläubiger braucht nicht der eigentliche Zweck 
der Rechtshandlung zu sein, es genügt, wenn der Schuldner die Schädigung in Kauf 
nimmt, d.h. wenn er sie als mögliche Folge seiner Handlung in seinen Willenent-
scheid einbezieht (Stähelin, a.a.O. N. 16 zu Art. 288 SchKG). Die Beschwerdefüh-
rerin stellt sich auch in Bezug auf das subjektive Erfordernis der Schädigungsab-
sicht auf den Standpunkt, die Gesuchstellerin sei ihrer Behauptungs- und Substan-
tiierungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Das Kantonsgerichtspräsi-
dium kann sich dieser Auffassung nicht anschliessen. Am 11. März 2002 lieferte die 
Revisionsstelle, die U. AG, ihren Bericht mit der Bilanz und der Erfolgsrechnung per 
31. Dezember 2001 ab. Aus diesen Dokumenten war mit aller Deutlichkeit ersicht-

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lich, dass sich die Finanzlage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr erheblich 
verschlechtert hatte. Einer geringfügigen Erhöhung der Aktiven, wohl bedingt durch 
den Baufortschritt an der Liegenschaft W., standen um eine Million Franken höhere 
Passiven gegenüber und die Erfolgsrechnung schloss mit einem Verlust von Fr. 
388'755.53, so dass sich mit dem Verlustvortrag des Vorjahres von Fr. 114'704.45 
ein negativer Saldo per 31. Dezember 2001 von Fr. 503'459.98 ergab. Die Reaktion 
auf dieses schlechte Geschäftsergebnis liess nicht lange auf sich warten. Am 27. 
März 2002 wurde die Liegenschaft in D. und am 4. April 2002 auch jene in W. ver-
kauft, wobei in beiden Fällen die Ende März rasch gegründete X. AG als Käuferin 
auftrat, welche in beiden Fällen als wesentlichen Teil des Kaufpreis Darlehensschul-
den der Verkäuferin übernahm, deren Gläubiger im Falle W. nachgewiesenermas-
sen und im Falle D. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit C. war. Es ist 
für das Kantonsgerichtspräsidium nun schlechterdings unvorstellbar, dass die 
Schuldnerin sich angesichts dieser Sachlage bei Abschluss der beiden Grundstück-
geschäfte, bei denen die Käuferin jeweils namhafte Darlehensschulden der Y. AG / 
Z. AG in Anrechnung an den Kaufpreis übernahm, sich nicht bewusst gewesen 
wäre, dass sie durch diese Rechtshandlungen dem Darlehensgläubiger ermög-
lichte, sein Guthaben in Sicherheit zu bringen, die Stellung der übrigen Gläubiger 
aber dadurch schmälerte, dass sie sich ihrer einzigen nennenswerten Aktiven, eben 
der beiden Liegenschaften, begab. Bestünden noch Zweifel an der Schädigungsab-
sicht der Schuldnerin, so würden diese durch die Tatsache zerstreut, dass die seit 
Ende März 2002 einzelzeichnungsberechtigte Verwaltungsrätin der Z. AG, V., und 
der  einzige Verwaltungsrat der X. AG und gleichzeitige Darlehensgläubiger, C., 
keine Unbekannte sind, sondern sich über die Firma P. AG, Zug, nahe stehen, in 
welcher C. einziger Verwaltungsrat und V. Prokuristin mit Einzelunterschrift ist! Das 
ganze Geschäft erscheint angesichts des drohenden und im August 2002 auch ein-
getretenen Konkurses daher so durchsichtig, dass am Erfordernis der Schädigungs-
absicht nicht zu zweifeln ist.

4. Als weiteres subjektives Kriterium verlangt Art. 288 SchKG, dass die Schä-
digungsabsicht des Schuldners für den begünstigten Dritten erkennbar war. Auch 
wenn die Anforderungen an die Sorgfalts- und Vorsichtspflicht des Begünstigten 
nicht allzu hoch gespannt werden dürfen, so muss angesichts der oben geschilder-
ten Verhältnisse doch davon ausgegangen werden, dass der Begünstigte Verdacht 
schöpfen, ja dass er ganz offensichtlich erkennen musste, dass die Schuldnerin mit 
der anfechtbaren Handlung ihre übrigen Gläubiger schädigen wollte oder eine sol-
che Schädigung in Kauf nahm. Diese Annahme ist schon angebracht, wenn bei An-
wendung der gebotenen Sorgfalt hätte erkannt werden können oder müssen, was 

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der Schuldner beabsichtigt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Anzeichen für 
eine schlechte Vermögenslage des Schuldners vorliegen, wenn der Gläubiger of-
fensichtlich über die ungünstigen Vermögensverhältnisse des Schuldners informiert 
ist, wofür bei nahen verwandtschaftlichen oder sonst engen Verbindungen zwischen 
dem Schuldner und dem Begünstigten, so wenn dieser z.B. beim Schuldner in lei-
tender Stellung tätig oder mit ihm befreundet ist, eine natürliche Vermutung besteht 
(Stähelin, a.a.O., N. 18 ff. zu Art. 288 SchKG). Es fällt im vorliegenden Fall auf, dass 
sämtliche im Zusammenhang mit dem Verfahren relevanten Ereignisse innert we-
niger Wochen stattfanden. Am 11. März 2002 reichte die Revisionsstelle ihren Prü-
fungsbericht ein, der angesichts der massiv gestiegenen Verluste eine düstere Zu-
kunft verhiess. Neben Hypothekarschulden von 1,1 Millionen Franken figurierte in 
der Bilanz als hauptsächlichstes Passivum das „Darlehen Aktionär“ von Fr. 
5'323'000.30, bei welcher Schuld es sich nach der Aktenlage nur um ein Guthaben 
C. handeln konnte; es ist jedenfalls nur von einem Darlehen die Rede und ein sol-
ches ist zumindest im Falle W. bezüglich C. ausgewiesen. Nur eine Woche nach 
Bekanntgabe des Prüfungsberichts wurde die X. AG gegründet, deren einziger Ver-
waltungsrat wiederum C. ist und welche Gesellschaft nach dem Handelsregister-
auszug beabsichtigte, nach der Gründung die Grundstücke in D. und W. zum Maxi-
malpreis von gesamthaft 6'500'000 Franken zu erwerben. Kaum war die Gründung 
erfolgt, wurden die beiden Grundstückskaufgeschäfte abgeschlossen, wobei die Til-
gung des Kaufpreises teilweise durch Übernahme der Darlehen durch die Erwerbe-
rin erfolgte. Die einzelzeichnungsberechtigte Verwaltungsrätin der Y. AG / Z. AG, 
V., und der alleinige Verwaltungsrat der X. AG und gleichzeitige Darlehensgläuber, 
C., standen sich auf Grund enger geschäftlicher Beziehungen, nachgewiesener-
massen zumindest bezüglich ihrer Stellung in der P. AG und infolge des grossen 
finanziellen Engagements C.s bei der Y. AG, recht nahe, so dass es wahrlich gros-
ser Naivität bedürfte, nicht als erwiesen zu betrachten, dass C. als Begünstigter der 
anfechtbaren Rechtshandlungen nicht genau im Bild gewesen wäre, wie es um die 
finanziellen Verhältnisse der Verkäufern der beiden Grundstücke bestellt war. Falls 
man trotz erdrückender gegenteiliger Indizien davon ausgehen wollte, dass der 
ganze Ablauf dieser verschiedenen Vorkehren nicht in gegenseitiger Absprache 
vollzogen wurde, so könnte dem Begünstigten doch der Vorwurf nicht erspart blei-
ben, die klaren auf die schlechte Vermögenslage der Darlehensschuldnerin hindeu-
tenden Anzeichen in grob fahrlässiger Weise nicht erkannt, beziehungsweise als 
wichtigster Gläubiger der Gesellschaft keine Abklärungen in diese Richtung getrof-
fen zu haben. Es ist für das Kantonsgerichtspräsidium daher offenkundig, dass auch 
das subjektive Kriterium der Erkennbarkeit der schädigenden Absicht des Schuld-
ners erfüllt ist.

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III. Auf Grund des Gesagten steht für das Kantonsgerichtspräsidium fest, 
dass die Gesuchstellerin nicht nur den ihr durch die anfechtbare Rechtshandlung 
drohenden, nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil, sondern auch die Wahr-
scheinlichkeit, dass sie im Hauptverfahren obsiegen dürfte, in rechtsgenüglicher 
Weise glaubhaft gemacht hat. Der Entscheid der Vorinstanz, dem Gesuch der Kon-
kursmasse Z. AG stattzugeben, ist daher nicht zu beanstanden. Angesichts dieser 
Sachlage stellt sich die weitere Frage, ob dem Begehren der Beschwerdeführerin, 
die Anordnung der Massnahme sei davon abhängig zu machen, dass die Gesuch-
stellerin eine Sicherheitsleistung von mindestens 250'000 Franken hinterlege, ent-
sprochen werden kann. Voraussetzung für die Gutheissung dieses Antrags ist der 
von der Beschwerdeführerin zu erbringende Beweis, dass ihr durch die angeordnete 
Massnahme ein Schaden droht. Sie versucht dies mit der Begründung darzutun, 
dass die von der Massnahme betroffene Liegenschaft in D., die nicht fertig gestellt 
und nicht bewohnbar sei, praktisch nicht verkäuflich sei. Gehe man gestützt auf den 
von O. AG auf 3'285'000 Franken geschätzten Verkehrswert der Liegenschaft vor-
sichtigerweise von einem Wert von 3'000'000 Franken aus, so ergebe dies für das 
investierte, aber blockierte Kapital – ebenfalls vorsichtig veranschlagt – bei einem 
Zinssatz von 5 % einen Bruttoertrag von 150'000 Franken pro Jahr, so dass der 
gemäss Rechtsbegehren von der Gesuchstellerin sicherzustellende Betrag von 
250'000 Franken ausgehend von einer dreijährigen Verfahrensdauer für den pauli-
anischen Anfechtungsprozess in jedem Falle angemessen und glaubhaft gemacht 
sei. Diese Argumentation überzeugt nicht. Der Hinweis, die fragliche Liegenschaft 
sei faktisch nicht verkäuflich, ist insofern nicht stichhaltig, als die Beschwerdeführe-
rin in keiner Weise dargetan, ja auch nicht einmal behauptet hat, dass sie konkrete 
Verkaufsabsichten hegt. Die Einholung des Schätzungsberichts durch die O. AG, 
der vom 20. Februar 2003 datiert, stellt jedenfalls keinen hinreichenden Hinweis in 
dieser Beziehung dar, sondern scheint vielmehr im Rahmen des vorliegenden Ver-
fahrens zur Rechtfertigung des Kaufpreises von 3'000'000 Franken und damit zur 
Entkräftung des Vorwurfs, es liege auch der Anfechtungsgrund von Art. 286 SchKG 
vor, veranlasst worden zu sein. Im Übrigen erleidet die Beschwerdeführerin durch 
die angeordnete Massnahme keine Einschränkung in der Nutzung ihrer Liegen-
schaft. Es steht ihr frei, diese während des laufenden Verfahrens fertigzustellen und 
anschliessend zu vermieten. Welche Rendite sie dabei zu erzielen vermag, kann 
dahingestellt bleiben, liegt ein diesbezügliches Risiko bei spekulativen Grundstück-
geschäften doch in der Natur der Sache. Es ist jedenfalls sowohl unter dem Ge-
sichtspunkt der schwierigen Verkäuflichkeit als auch unter jenem einer Nutzung 
durch Vermietung zu einfach, Bezug auf den in Art. 73 OR vorgesehenen Zinssatz 
von 5 % zu nehmen, sieht das Gesetz diesen Zinssatz doch nur subsidiär für den 

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Fall vor, dass nicht durch Vertrag, Übung oder Gesetz etwas anderes bestimmt wird. 
Dabei wird unter „Übung“ der Zinsfuss verstanden, der auf dem Kapitalmarkt zur 
Zeit und am Ort der Begründung der Hauptforderung für Kreditgeschäfte gilt (OR-
Leu, N. 5 zu Art. 73 OR). Dieser Zinssatz liegt aber im heutigen Zeitpunkt wesentlich 
unter dem vom Gesetz festgelegten Satz, so dass der Argumentation der Beschwer-
deführerin auch unter diesem Gesichtspunkt nicht gefolgt werden könnte.

IV. In seiner Verfügung vom 13. Mai 2003 hat der Kantonsgerichtspräsident 
festgehalten, dass der Konkursmasse im Rahmen des Beschwerdeverfahrens al-
lenfalls eine neue Frist zur Einleitung des ordentlichen Gerichtsverfahrens ange-
setzt werde. Nachdem das Kantonsgerichtspräsidium zum Schluss gekommen ist, 
dass die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist und es damit bei der in der 
angefochtenen Verfügung angeordneten Massnahme bleibt, muss der Gesuchstel-
lerin eine neue angemessene Frist zur Klageeinreichung angesetzt werden. Es wird 
daher verfügt, dass die Konkursmasse Z. AG das ordentlichen Verfahren bis zum 
31. August 2003 einzuleiten hat.

V. Die Beschwerdeführerin beanstandet schliesslich die Höhe der ihr für den 
Fall, dass die Gesuchstellerin die Klage nicht weiter verfolgen sollte, für das vorlie-
gende Verfahren zugesprochenen ausseramtlichen Entschädigung. Sie macht gel-
tend, die Vorinstanz habe in geradezu willkürlicher Weise und ohne nachvollzieh-
bare Begründung, sondern lediglich mit dem Hinweis, es sei nicht ersichtlich, inwie-
fern sich der Aufwand im vorliegenden Verfahren vom durchschnittlichen Aufwand 
für ein Befehlsverfahren abweichend gestaltet hätte, den geltend gemachten Auf-
wand von Fr. 4'433.10 auf 2'000 Franken reduziert. Der Kreispräsident verkenne, 
dass für die Beschwerdeführerin sehr viel auf dem Spiel stehe, bleibe doch das 
Grundstück, das sie für 3'000'000 Franken erworben habe, auf Jahre blockiert. Der 
Einwand der Beschwerdeführerin ist insofern berechtigt, als die im angefochtenen 
Entscheid angegebene, auf den üblichen durchschnittlichen Aufwand in Verfahren 
der vorliegenden Art Bezug genommen wird, nicht richtig sein kann, entscheidend 
muss vielmehr der notwendige Aufwand im konkreten Fall sein. Nun ist aber festzu-
stellen, dass vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine detaillierte Kosten-
note eingereicht, sondern lediglich ein Pauschalhonorar von 4'000 Franken geltend 
gemacht wurde. Damit ist nicht überprüfbar, ob der in Rechnung gestellte Aufwand, 
der nach dem üblichen Normalansatz von 200 Franken pro Stunde immerhin 20 
Stunden beträgt, wirklich notwendig war. Es fällt aber immerhin auf, dass der 
Rechtsvertreter der Gesuchstellerin weniger als den hälftigen Aufwand ausgewie-
sen hat und es ist nicht einzusehen, inwiefern der notwendige Aufwand der Gesuch-

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stellerin geringer gewesen sein sollte als jener der Gesuchsgegnerin. Mangels be-
gründeter gegenteiliger Angaben der Z. AG kann daher der Aufwand der Gesuch-
stellerin als Massstab genommen werden, so dass sich der von der Vorinstanz zu-
gesprochene Betrag durchaus vertreten lässt und die Beschwerde auch in diesem 
Punkt abzuweisen ist. Nicht eingetreten werden kann auf den Antrag der Beschwer-
degegnerin, ihr den ausgewiesenen Aufwand des erstinstanzlichen Verfahrens, für 
dessen Entschädigung sie der Kreispräsident auf das folgende Hauptverfahren ver-
wies, im vorliegenden Beschwerdeverfahren zuzusprechen; dieser Antrag hätte mit-
tels einer selbständigen Beschwerde gestellt werden müssen.

VI. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens gehen die Kosten des 
Kantonsgerichtspräsidiums zu Lasten der Beschwerdeführerin, welche die Be-
schwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren angemessen zu entschädigen hat.

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Demnach verfügt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung wird dahin abgeändert, dass der 
Gesuchstellerin Frist bis zum 31. August 2003 angesetzt wird, um ihr Be-
gehren klageweise beim Vermittleramt D. geltend zu machen. Wird diese 
Frist verpasst, ist die Vormerkung wieder zu löschen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-
bühr von Fr. 2'000.— und einer Schreibgebühr von Fr. 270.--, total somit 
Fr. 2'270.--, gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin, welche die Be-
schwerdegegnerin aussergerichtlich mit 1'000 Franken zu entschädigen 
hat.

4. Mitteilung an :

__________

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden
Der Präsident            Der Aktuar ad hoc