# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 200b1739-c5b6-51be-9b25-9e4344adce9d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2025 D-7875/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7875-2025_2025-10-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7875/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Lukas Müller;   

Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, 

substituiert durch Emma Neuber,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten auf Asylgesuch und 

Wegweisung [sicherer Drittstaat]);  

Verfügung des SEM vom 7. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

D-7875/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 22. April 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Er gab auf dem Personalienblatt an, am (…) geboren und somit min-

derjährig zu sein. 

B.  

Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Eurodac-

Datenbank ergab, dass er am 13. Dezember 2024 in Griechenland dakty-

loskopisch erfasst worden war und dort am 17. Januar 2025 ein Asylge-

such gestellt hatte. 

C.  

C.a Am 5. Mai 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um In-

formationen betreffend die Registrierung des Beschwerdeführers und das 

Verfahren in Griechenland. Gleichentags bat es auch die (…) Behörden um 

Informationen, da polizeiliche Abklärungen ergeben hätten, dass der Be-

schwerdeführer in B._______ bekannt sei. 

C.b Die (…) Behörden teilten am 7. Mai 2025 mit, dass der Beschwerde-

führer in B._______ mit dem Geburtsdatum (…) bekannt sei. Er sei am 

10. April 2025 nach B._______ eingereist und noch am selben Tag wieder 

verschwunden, ohne ein Asylgesuch gestellt zu haben. 

C.c Die griechischen Behörden teilten am 13. Mai 2025 mit, dass der Be-

schwerdeführer in Griechenland basierend auf seinen Angaben mit dem 

Geburtsdatum (…) registriert worden sei. Er habe keine Identitätsdoku-

mente vorgelegt und angegeben, dass ein Bruder in der Schweiz lebe. Ihm 

sei in Griechenland am (…). Februar 2025 der Flüchtlingsstatus zuerkannt 

worden, verbunden mit einer entsprechenden, bis zum (…). Februar 2028 

gültigen Aufenthaltsgenehmigung. 

D.  

Anlässlich der Erstbefragung für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende 

(EB UMA) vom 13. Mai 2025 gab der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

zu Protokoll, er sei afghanischer Staatsangehöriger und ethnischer Hazara 

und stamme aus der Provinz C._______. Sein Vater sei gestorben, als er 

(der Beschwerdeführer) noch ein kleines Kind gewesen sei, und er habe in 

der Folge mit seiner Mutter und seinen Geschwistern bei seinem Onkel 

väterlicherseits gelebt, der nicht gut zu ihnen gewesen sei. Er sei am (…), 

gemäss hiesigem Kalender am (…) geboren, und zurzeit (…) Jahre alt. Er 

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Seite 3 

sei mit dem gregorianischen Kalender vertraut, nachdem er sich drei Jahre 

in der Türkei aufgehalten habe. Er sei im Alter von (…) Jahren in die Schule 

gekommen und habe fünf Klassen absolviert. Von seinen Lehrern habe er 

gelernt, dass man zum Geburtsjahr gemäss gregorianischem Kalender ge-

lange, wenn man die Zahl 621 zum Geburtsjahr nach afghanischem Ka-

lender addiere ([…] -> […]). Im Alter von (…) Jahren habe er die Schule 

verlassen. Danach sei er mit seiner Mutter, seinem ein Jahr jüngeren Bru-

der und seiner (…) Jahre älteren Schwester nach D._______ umgezogen. 

Nachdem er sich dort zwei bis drei Monate aufgehalten habe, habe er das 

Land nach der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 verlassen. Er 

sei damals zwischen (…) und (…) Jahre alt gewesen. Er sei über den Iran 

in die Türkei gelangt. Er sei dort etwa drei Jahre geblieben und habe illegal 

in einem (…) gearbeitet. Sein (…) Jahre älterer Bruder E._______ lebe seit 

etwa (…) Jahren in der Schweiz und er habe zu diesem gehen wollen. Als 

er von der Türkei nach Griechenland gelangt sei, habe die griechische Po-

lizei ihn erwischt und es seien ihm die Fingerabdrücke abgenommen wor-

den. Um zu verhindern, dass er längere Zeit in einem Camp für Minderjäh-

rige hätte bleiben müssen, habe er sich in Griechenland als volljährig aus-

gegeben. Er habe dort gesagt, dass er (…)-jährig sei, respektive dass er 

im Jahr (…) oder (…) geboren sei. Nach einem drei- bis viermonatigen 

Aufenthalt in Griechenland sei er weitergereist. Von Serbien aus sei er 

nach einer zweitägigen Fahrt in einem LKW beim Aussteigen von der (…) 

Polizei erwischt worden. Er habe gesagt, dass er in B._______ kein Asyl-

gesuch stellen, sondern zu seinem Bruder in die Schweiz gehen wolle. Er 

sei erschöpft und gestresst gewesen und wisse nicht mehr, welches Ge-

burtsdatum er in B._______ angegeben habe. Er habe eine Tazkira gehabt, 

diese aber bei der Anlandung in Griechenland, bei der sein Rucksack ins 

Wasser gefallen sei, verloren. Auch sein Mobiltelefon, auf dem ein Foto der 

Tazkira gewesen sei, sei im Rucksack gewesen. Er wisse nicht, wann die 

besagte Tazkira ausgestellt worden sei, und er verfüge über keine anderen 

Dokumente, aus denen sein Alter hervorgehen würde. Er habe keine ge-

sundheitlichen Beschwerden. Seine Mutter, sein jüngerer Bruder und seine 

Schwester würden sich in der Türkei aufhalten. Auf Vorhalt einer Aussage 

von E._______, welcher dieser im Rahmen seines Asylverfahrens in der 

Erstbefragung am (…) gemacht habe, wonach der Beschwerdeführer im 

damaligen Zeitpunkt (…) Jahre alt gewesen sei, antwortete der Beschwer-

deführer, E._______ sei damals noch jung gewesen und habe das genaue 

Alter der Geschwister nicht gekannt und wohl falsch geschätzt. Dem Be-

schwerdeführer wurde auch das rechtliche Gehör zu einem allfälligen 

Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) 

und einer Wegweisung nach Griechenland eingeräumt. Er gab an, er 

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Seite 4 

möchte nicht nach Griechenland zurück. Dort habe er niemanden, es gebe 

keine Arbeit und die griechische Sprache sei schwierig.  

E.  

E.a Mit Schreiben vom 18. Juni 2025 teilte das SEM dem Beschwerdefüh-

rer mit, dass es die Minderjährigkeit als nicht glaubhaft erachte. Er werde 

als volljährig eingestuft, wobei auf die Durchführung eines Altersgutachtens 

verzichtet werde. Es beabsichtige, das Geburtsdatum im Zentralen Migra-

tionsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…) anzupassen. Es gewährte 

ihm hierzu das rechtliche Gehör. 

E.b In seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2025 bekräftigte der Beschwer-

deführer, minderjährig zu sein. 

E.c Am 1. Juli 2025 änderte das SEM das Geburtsdatum des Beschwer-

deführers im ZEMIS auf den (…) und versah den Eintrag mit einem Be-

streitungsvermerk. 

F.  

Am 2. Juli 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden gestützt auf 

die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den 

Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaatsangehöriger 

(Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen zwischen dem Schweizeri-

schen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die 

Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt 

(SR 0.142.113.729) um Rückübernahme des Beschwerdeführers. Die grie-

chischen Behörden stimmten dem Ersuchen am 7. Juli 2025 zu. 

G.  

Mit Verfügung vom 23. Juli 2025 trat das SEM in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht ein, wies den Beschwerde-

führer aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach 

Eintritt der Rechtskraft zu verlassen, ansonsten er in Haft genommen und 

unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt werden könne. Weiter hielt 

es fest, dass im ZEMIS der (…) mit Bestreitungsvermerk als Geburtsdatum 

des Beschwerdeführers vermerkt sei. 

H.  

Mit Eingabe vom 30. Juli 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde gegen den angeordneten Wegweisungs-

vollzug und die Eintragung des Geburtsdatums im ZEMIS. Er ersuchte um 

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Seite 5 

Rückweisung der Sache an das SEM zwecks vollständiger Feststellung 

des Sachverhalts und Neubeurteilung des Wegweisungsvollzugs sowie um 

Anweisung, den (…) als Geburtsdatum im ZEMIS zu erfassen. Er legte 

eine Kopie einer Tazkira bei, gemäss welcher er im Zeitpunkt der Ausstel-

lung am (…) ([…]) (…)-jährig gewesen sei. 

I.  

I.a Das Bundesverwaltungsgericht eröffnete zwei Beschwerdeverfahren 

(D-5720/2025 betreffend Vollzug der Wegweisung und D-5737/2025 be-

treffend Datenänderung im ZEMIS). 

I.b Im Beschwerdeverfahren D-5720/2025 stellte das Bundesverwaltungs-

gericht mit Urteil vom 22. August 2025 fest, dass die Dispositivziffern 1 

und 2 der Verfügung des SEM vom 23. Juli 2025 (Nichteintreten auf das 

Asylgesuch und Wegweisung) mangels Anfechtung in Rechtskraft erwach-

sen sind. Hinsichtlich des angefochtenen Wegweisungsvollzugs stellte das 

Gericht fest, dass das SEM den Sachverhalt bezüglich der entscheidwe-

sentlichen Frage der Voll- oder Minderjährigkeit des Beschwerdeführers 

nicht rechtsgenüglich erstellt habe. Es hob die entsprechenden Dispositiv-

ziffern 3 und 4 der Verfügung vom 23. Juli 2025 auf und wies die Sache zur 

weiteren Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung unter Berücksichti-

gung aller Beweismittel einschliesslich der Ergebnisse einer medizinischen 

Altersabklärung an das SEM zurück. 

I.c Das Beschwerdeverfahren D-5737/2025 schrieb das Bundesverwal-

tungsgericht mit Entscheid vom 15. September 2025 als gegenstandslos 

geworden ab, nachdem das SEM im Rahmen eines Schriftenwechsels mit 

Verfügung vom 11. September 2025 die Dispositivziffer 6 der Verfügung 

vom 23. Juli 2025 (Dateneintragung im ZEMIS) aufgehoben hatte.  

J.  

J.a Am (…). September 2025 wurde im F._______ am G._______ eine 

rechtsmedizinische Untersuchung des Beschwerdeführers durchgeführt 

und gleichentags ein entsprechendes Gutachten erstellt. Demzufolge 

wurde ein Mindestalter zum Zeitpunkt der Untersuchung von (…) Jahren 

und ein durchschnittliches Alter von (…) – (…) Jahren festgestellt. 

J.b Mit Schreiben vom 30. September 2025 gewährte das SEM dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zum Gutachten und zur beabsichti-

gen Anpassung des Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…).  

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Seite 6 

J.c In seiner Stellungnahme vom 2. Oktober 2025 erklärte sich der Be-

schwerdeführer mit der Altersanpassung nicht einverstanden. 

J.d Am 2. Oktober 2025 nahm das SEM die besagte Datenänderung im 

ZEMIS vor. Es versah den Eintrag mit einem Bestreitungsvermerk. 

K.  

Am 3. Oktober 2025 händigte das SEM dem Beschwerdeführer den Ent-

scheidentwurf zur Stellungnahme aus. Der Beschwerdeführer zeigte sich 

in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2025 damit nicht einverstanden. 

Gleichentags reichte er – ohne Bezeichnung des Inhalts – einen USB-Stick 

mit einem Video ein. 

L.  

Mit Verfügung vom 7. Oktober 2025 (gleichentags eröffnet) stellte das SEM 

fest, dass die Dispositivziffern 1 und 2 (Nichteintreten auf das Asylgesuch 

und Wegweisung aus der Schweiz) seiner Verfügung vom 23. Juli 2025 in 

Rechtskraft erwachsen sind (Dispositivziffer 1). Es forderte den Beschwer-

deführer auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlas-

sen, ansonsten er in Haft genommen und unter Zwang nach Griechenland 

zurückgeführt werden könne (Dispositivziffer 2), und beauftragte den Kan-

ton H._______ mit dem Vollzug der Wegweisung (Dispositivziffer 3). Zu-

dem händigte es dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis aus (Dispositivziffer 4). Weiter hielt es fest, dass im 

ZEMIS der (…) mit Bestreitungsvermerk als Geburtsdatum des Beschwer-

deführers vermerkt sei (Dispositivziffer 5).  

Für die Begründung wird auf die Ausführungen der Vorinstanz in der Ver-

fügung verwiesen. 

M.  

Mit Eingabe vom 14. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer durch die 

rubrizierte Rechtsvertretung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

gegen den angeordneten Wegweisungsvollzug. Er beantragte, die Dispo-

sitivziffern 1-3 der vorinstanzlichen Verfügung seien aufzuheben und ihm 

sei wegen Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur Neu-

beurteilung zurückzuweisen. Subeventualiter seien von den griechischen 

Behörden spezifische Garantien einzuholen, um eine angebrachte Unter-

bringung und medizinische Versorgung sicherzustellen. In prozessualer 

Hinsicht beantragte er die Gewährung der aufschiebenden Wirkung und 

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Seite 7 

vorsorgliche Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung. Weiter ersuchte er 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses. Des Weiteren beantragte er, es 

sei ihm eine Frist zur Beschwerdeergänzung nach Zustellung der vollstän-

digen Akten der Vorinstanz an die Rechtsvertretung einzuräumen. 

Schliesslich erklärte er, er beabsichtige, auch gegen die Dispositivziffer 5 

der vorinstanzlichen Verfügung (ZEMIS-Eintrag) Beschwerde einzu-

reichen, und beantragte, es sei mit der Beurteilung der vorliegenden Sache 

zuzuwarten, bis die separate ZEMIS-Beschwerde vorliege. 

Nebst der angefochtenen Verfügung und der Vollmacht der Rechtsvertre-

tung lag der Beschwerde ein Schreiben verschiedener Nichtregierungsor-

ganisationen vom 8. Juli 2025 bei. Auf die Begründung der Rechtsbegeh-

ren wird – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

N.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

14. Oktober 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

Am 15. Oktober 2025 bestätigte das Gericht den Eingang der Beschwerde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

daher – vorbehältlich E. 2 – einzutreten. 

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Seite 8 

2.  

Auf den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, da der Beschwerde von Geset-

zes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), und 

diese von der Vorinstanz nicht entzogen wurde.  

3.  

Hinsichtlich des Prozessgegenstands ist festzustellen, dass zur Dispositiv-

ziffer 5 der vorinstanzlichen Verfügung (Datenänderung im ZEMIS) kein 

Antrag vorliegt; die diesbezügliche Beschwerdefrist läuft noch. Gegen-

stand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der vom SEM verfügte 

Wegweisungsvollzug. Zwar beantragt der Beschwerdeführer im Rechtsbe-

gehren 1 auch die Aufhebung der Dispositivziffer 1 (Feststellung der 

Rechtskraft des Nichteintretens auf das Asylgesuch und der Wegweisung), 

es ergibt sich aber aus der Beschwerdebegründung, dass sich die Be-

schwerde einzig gegen den vom SEM am 7. Oktober 2025 angeordneten 

Vollzug der Wegweisung richtet (Dispositivziffern 2 und 3). 

4.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

5.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel. Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer beantragt ein Zuwarten und damit sinngemäss 

eine Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, bis er auch eine 

Beschwerde gegen den ZEMIS-Eintrag (Dispositivziffer 5 der Verfügung 

vom 7. Oktober 2025) erhoben habe. Er begründet den Antrag damit, dass 

sein effektives Geburtsdatum der (…) sei, was auch für die Beurteilung des 

Wegweisungsvollzugs von Bedeutung sei. Diesbezüglich ist festzuhalten, 

dass im vorliegenden Verfahren nicht primär der effektive Geburtstag, son-

dern das Alter beziehungsweise die Frage der Voll- oder Minderjährigkeit 

des Beschwerdeführers entscheidend ist. Verfahren betreffend ZEMIS-

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Seite 9 

Datenbereinigung, welche unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten 

zu beurteilen sind, werden praxisgemäss getrennt von Verfahren betref-

fend Asyl und Wegweisung/Wegweisungsvollzug geführt. Für eine Sistie-

rung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens besteht kein Anlass, zumal 

die nachfolgende Beurteilung der Durchführbarkeit des Vollzugs der Weg-

weisung des Beschwerdeführers nach Griechenland unter Berücksichti-

gung der von ihm geltend gemachten Minderjährigkeit erfolgt. Der besagte 

Sistierungsantrag ist aufgrund des Gesagten abzuweisen. 

6.2 Hinsichtlich des Antrags auf Einräumung einer Frist zur Beschwerdeer-

gänzung nach Zustellung der vollständigen vorinstanzlichen Akten an die 

Rechtsvertretung ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer dazu keine 

Ausführungen gemacht und insbesondere nicht dargelegt hat, ihm oder der 

Rechtsvertretung sei seitens der Vorinstanz Einsicht in editionspflichtige 

Akten verwehrt worden. Der Verfügung vom 7. Oktober 2025 lässt sich ent-

nehmen, dass dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ausge-

händigt wurden (Dispositivziffer 4). Es obliegt ihm, die am 9. Oktober 2025 

bevollmächtigte Rechtsvertretung damit zu bedienen. Für das Ansetzen ei-

ner Frist zu einer allfälligen Beschwerdeergänzung besteht demnach keine 

Veranlassung. Der besagte Antrag ist abzuweisen. 

6.3 Bezüglich des Antrags auf Rückweisung wegen unvollständiger Fest-

stellung des medizinischen Sachverhalts (Rechtsbegehren 3, Ausführun-

gen in der Beschwerde S. 17), ist festzustellen, dass der medizinische 

Sachverhalt – in Übereinstimmung mit dem SEM – als ausreichend erstellt 

zu erachten ist, um die Frage der Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Voll-

zugs der Wegweisung nach Griechenland beurteilen zu können (vgl. hierzu 

auch die nachfolgenden Ausführungen unter E. 7.2.3 und 7.3.4). Es be-

steht keine Veranlassung, die Sache zwecks weiterer Erstellung des medi-

zinischen Sachverhalts an das SEM zurückzuweisen. Das entsprechende 

(Eventual-)Begehren ist daher abzuweisen. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

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Seite 10 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich der 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland in Beachtung der genannten 

völker- und landesrechtlichen Bestimmung als zulässig. Bei Griechenland 

handelt es sich um einen sicheren Drittstaat, in welchem der Beschwerde-

führer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet 

(vgl. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Das Land ist sodann Signatarstaat der 

EMRK, der FoK und der FK sowie des FK-Zusatzprotokolls vom 31. Januar 

1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen 

Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar anerkennt das Bundesverwal-

tungsgericht, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für dort aner-

kannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens 

sehr schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung beschwerlich gestaltet. 

Gemäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer Situation auszugehen, 

in der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedri-

gende Behandlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen 

würde. Das Bundesverwaltungsgericht hat deshalb festgestellt, dass der 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort einen 

Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig ist (vgl. Referenzurteil 

des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.2 und 

11.4, zuletzt bestätigt im Koordinationsurteil D-2590/2025 vom 11. Septem-

ber 2025 E. 8.1 [zur Publikation vorgesehen]). Es ist davon auszugehen, 

dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der Lage sind, ihre exis-

tenziellen Bedürfnisse in Griechenland abzudecken. Die Vorbringen des 

Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren und die Ausführungen in 

der Rechtsmitteleingabe vom 14. Oktober 2025 sowie die dort angeführten 

Quellen und das beigelegte Schreiben verschiedener Nichtregierungsor-

ganisationen vom 8. Juli 2025 ändern nichts an dieser Einschätzung, zu-

mal die genannten Berichte allgemeinen Charakter aufweisen und kein 

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Seite 11 

direkter Zusammenhang zur individuellen Situation des Beschwerdefüh-

rers besteht. Der Beschwerdeführer kann sich in Griechenland als aner-

kannter Flüchtling auf die Garantien der Qualifikationsrichtlinie berufen 

(insbesondere die Regeln betreffend den Zugang zu Beschäftigung 

[Art. 26], Bildung [Art. 27], Sozialhilfeleistungen [Art. 29], medizinischer 

Versorgung [Art. 30] und Wohnraum [Art. 32]), auf die sich Griechenland 

als EU-Mitgliedstaat behaften lassen muss. Es obliegt ihm, bei den zustän-

digen Behörden seine Rechte geltend zu machen, nötigenfalls mithilfe ei-

ner der in Griechenland vorhandenen Hilfsorganisationen. 

7.2.3 Bezüglich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er sei psychisch 

belastet und leide an Schlafstörungen und Angstzuständen (vgl. SEM-Akte 

[…]-59/5: ärztlicher Bericht vom 20. August 2025 [Verdacht auf posttrau-

matische Belastungsstörung {PTBS}, medikamentöse Behandlung]), ist 

festzuhalten, dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit ge-

sundheitlichen Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK darstellen kann (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäi-

schen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Bel-

gien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 

m.w.H.). Eine solche Situation ist vorliegend nicht gegeben, selbst wenn 

sich die Diagnose einer PTBS bestätigen sollte. Zudem ist davon auszu-

gehen, dass die medizinische Versorgung, einschliesslich der psychiatri-

schen und psychologischen Betreuung, in Griechenland gewährleistet ist. 

7.2.4 Soweit sich der Beschwerdeführer mit Verweis auf seinen Bruder 

E._______ in der Schweiz auf Art. 8 EMRK beruft, ist festzustellen, dass 

der Schutzbereich von Art. 8 EMRK in erster Linie die Kernfamilie umfasst 

(vgl. BGE 147 I 268 E. 1.2.3 m.w.H.). Andere familiäre Beziehungen, wie 

diejenigen zwischen Geschwistern, stehen nur in besonderen Fällen unter 

dem Schutz dieser Bestimmung, nämlich, wenn ein besonderes Abhängig-

keitsverhältnis besteht (vgl. BGE 147 I 268 E. 1.2.3 und 144 II 2 E. 6.1; 

Urteil des EGMR Emonet et al. gegen die Schweiz vom 13. Dezember 

2007, Nr. 39051/03, § 35). Ein solches kann sich (unabhängig vom Alter) 

namentlich aus besonderen Betreuungs- oder Pflegebedürfnissen wie bei 

körperlichen oder geistigen Behinderungen und schwerwiegenden Krank-

heiten ergeben (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1e; Urteil des EGMR Belli und Ar-

quier-Martinez gegen die Schweiz vom 11. Dezember 2018, Nr. 65550/13, 

§ 65). Die betroffene Person muss für die Bewältigung des täglichen Le-

bens auf fremde Hilfe angewiesen sein, die sinnvollerweise nur von einem 

nahen Angehörigen geleistet werden kann. Eine lediglich moralische Un-

terstützung genügt nicht (vgl. Urteil des BGer 2C_339/2019 vom 

D-7875/2025 

Seite 12 

14. November 2019 E. 3.5; BVGE 2008/47 E. 4.1.1 f.; Urteil des BVGer F-

3807/2022 vom 9. September 2022 E. 3.3; Urteil des EGMR I.M. gegen die 

Schweiz vom 9. April 2019, Nr. 23887/16, § 62).  

Der besagte Bruder zählt nicht zur Kernfamilie des Beschwerdeführers. Al-

lein aus dem Verwandtschaftsgrad lassen sich keine Ansprüche gestützt 

auf Art. 8 EMRK ableiten. Dass der Beschwerdeführer zu E._______ in ei-

nem besonderen Abhängigkeitsverhältnis im Sinne der zitierten Rechtspre-

chung steht, ist nicht zu schliessen. Weder gemeinsame Freizeitaktivitäten 

noch eine emotionale Verbundenheit vermögen ein solches Abhängigkeits-

verhältnis zu begründen. 

7.2.5 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

7.3  

7.3.1 Beim Vollzug von Wegweisungen in Mitgliedstaaten der EU besteht 

sodann die Vermutung der Zumutbarkeit (Art. 83 Abs. 5 Satz 2 AIG).  

7.3.2 Die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

gilt im Hinblick auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Perso-

nen, wie zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen lei-

den, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. Re-

ferenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021, a.a.O., E. 11.5.1). Die Legalver-

mutung gilt jedoch nicht bei Personen, welche aufgrund ihrer besonders 

hohen Verletzlichkeit im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr 

laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der 

Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzu-

fordern. Daher gilt der Vollzug der Wegweisung von äusserst vulnerablen 

schutzberechtigten Personen, wie zum Beispiel unbegleitete Minderjährige 

oder Personen, deren psychische oder physische Gesundheit in beson-

ders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist, grundsätzlich als unzumut-

bar, ausser es bestehen besonders begünstigende Umstände, aufgrund 

derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

ausgegangen werden kann (vgl. a.a.O. E. 11.5.3). Besteht die Legalvermu-

tung der Zumutbarkeit, hat die betroffene Person die Möglichkeit, diese 

umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzu-

bringen, dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen 

sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Not-

lage geraten würde (vgl. Koordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 8.3). 

D-7875/2025 

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7.3.3 Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei äusserst vulnerabel, 

weil er minderjährig sei. 

7.3.3.1 Die asylsuchende Person hat die geltend gemachte Minderjährig-

keit zu beweisen, soweit ihr ein Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist eine 

Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen (vgl. BVGE 2023 

VI/4 E. 6.5). Dabei ist insbesondere an für echt befundene Identitätspa-

piere oder an eigene Angaben zu denken (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3; 

2009/54 E. 4.1; Entscheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schwei-

zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Bei Feh-

len rechtsgenüglicher Identitätsausweise kann im Rahmen der Feststel-

lung des Sachverhalts mit Unterstützung wissenschaftlicher Methoden – 

beispielsweise Knochenaltersanalysen (Art. 17 Abs. 3bis AsylG) – abgeklärt 

werden, ob die Altersangabe der asylsuchenden Person dem tatsächlichen 

Alter entsprechen kann (Art. 7 Abs. 1 AsylV1). Auch das Resultat eines Al-

tersgutachtens stellt bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit ei-

ner geltend gemachten Minderjährigkeit ein im Rahmen der Gesamtbe-

trachtung zu berücksichtigendes Element dar (vgl. Urteil des BVGer F-

3255/2020 vom 2. Juli 2020 E. 7.2; ferner BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 

7.3.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten in 

Übereinstimmung mit dem SEM zum Schluss, dass es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen ist, die geltend gemachte Minderjährigkeit glaubhaft 

zu machen.  

Rechtsgenügliche Identitätsdokumente liegen nicht vor. In Bezug auf die 

vom Beschwerdeführer eingereichte Kopie (Foto) einer Tazkira ist festzu-

stellen, dass selbst eine im Original vorliegende afghanische Tazkira nicht 

als fälschungssicher gilt. Das Dokument vermag folglich das Alter des Be-

schwerdeführers nicht zu beweisen. Zudem steht die darin enthaltene An-

gabe, wonach der Beschwerdeführer bei der Ausstellung des Dokuments 

am (…) ([…]) (…)-jährig gewesen sei, weder mit dem vom Beschwerdefüh-

rer hierzulande genannten ([…]) noch mit dem in B._______ angegebenen 

Geburtsdatum ([…]) in Einklang. Anderweitige Dokumente, welche Rück-

schlüsse auf sein Alter zulassen würden, reichte der Beschwerdeführer 

nicht ein.  

Das Ergebnis der am (…). September 2025 am G._______ durchgeführten 

Begutachtung spricht klar gegen die Altersangabe des Beschwerdeführers. 

D-7875/2025 

Seite 14 

Von den in der Schweiz angewandten Methoden der medizinischen Alters-

abklärung sind die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die 

zahnärztliche Untersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse 

und die ärztliche körperliche Untersuchung) zum Beweis der Minder- be-

ziehungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. Keine Aussage zur 

Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer Person lässt sich anhand der 

medizinischen Altersabklärung machen, wenn das Mindestalter bei der 

zahnärztlichen Untersuchung und der Schlüsselbein- respektive Skelettal-

tersanalyse unter 18 Jahren liegt (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.). Laut 

dem Gutachten vom (…). September 2025 finde sich das beim Schlüssel-

bein des Beschwerdeführers ermittelte Stadium bei Männern eines Alters 

von (…) +/- (…) Jahren und frühestens bei einem Alter von (…) Jahren. 

Der Zahnstatus des Beschwerdeführers ergebe einen Mittelwert von 

(…) Jahren, ein Mindestalter könne hier nicht angegeben werden. Das Gut-

achten kommt in einer Gesamtbetrachtung zum Schluss, dass der Be-

schwerdeführer am (…). September 2025 ein Mindestalter von (…) Jahren 

und ein durchschnittliches Alter von (…) – (…) Jahren aufweise. Die Alters-

angabe des Beschwerdeführers, wonach er am (…) erst (…) Jahre alt 

werde, kann folglich nicht stimmen. Ebenfalls nicht zutreffen kann das von 

ihm im April 2025 in B._______ genannte Alter respektive Geburtsdatum 

([…]). Dies trägt nicht zur persönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerde-

führers bei. Auch die Altersangabe auf der vorgelegten Tazkira (am […] 

[…]-jährig) lässt sich nicht mit der forensischen Erhebung vereinbaren. Es 

liegen somit weder erhebliche Beweise noch Indizien für die vom Be-

schwerdeführer geltend gemachte Minderjährigkeit vor. Demgegenüber lie-

gen die Angabe des Beschwerdeführers in Griechenland (Geburtsjahr […]) 

und die vom Bruder E._______ im Jahr (…) im Rahmen einer Befragung 

abgegebene Einschätzung des damaligen Alters des Beschwerdeführers 

([…]-jährig), welche beide für eine (heutige) Volljährigkeit des Beschwer-

deführers sprechen, innerhalb der Ergebnisse der medizinischen Altersab-

klärung und können somit zutreffen. Das Altersgutachten vom (…). Sep-

tember 2025 ist damit als Indiz dafür zu werten, dass der Beschwerdefüh-

rer im heutigen Zeitpunkt volljährig ist. Diese Einschätzung vermag der Be-

schwerdeführer mit seinen weiteren Aussagen bei der EB UMA vom 

13. Mai 2025 und den Ausführungen in seinen schriftlichen Stellungnah-

men im vorinstanzlichen Verfahren sowie in der Rechtsmitteleingabe vom 

14. Oktober 2025 nicht umzustossen.  

Nach Würdigung aller Umstände vermag der Beschwerdeführer das Ge-

richt nicht in einem für die Glaubhaftigkeit erforderlichen Mass von seiner 

Minderjährigkeit zu überzeugen. Es ist folglich nicht von einer besonderen 

D-7875/2025 

Seite 15 

Vulnerabilität des Beschwerdeführers wegen Minderjährigkeit auszuge-

hen. 

7.3.4 Nach Durchsicht der vorinstanzlichen Akten und unter Berücksichti-

gung der Beschwerdevorbringen liegen auch keine anderweitigen Hin-

weise für die Annahme vor, der Beschwerdeführer wäre nach einer Rück-

kehr nach Griechenland einer existenziellen Notlage ausgesetzt. Auch 

wenn die Situation für anerkannte Flüchtlinge in Griechenland schwierig 

ist, erscheinen die Herausforderungen im Alltag, mit denen der Beschwer-

deführer bei einer Rückkehr konfrontiert sein dürfte, bei zumutbarer Eigen-

initiative nicht unüberwindbar. Er hat aufgrund seines Schutzstatus in Grie-

chenland Zugang zu Sozialleistungen, zum griechischen Arbeitsmarkt und 

zur Gesundheitsversorgung, und es ist ihm zuzumuten, sich bei Bedarf an 

die griechischen Behörden oder an karitative Organisationen zu wenden 

(für einen Überblick über die derzeit bestehenden Angebote siehe das Ko-

ordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 9). Verschiedene Internetseiten 

zu Unterstützungsmassnahmen enthalten auch Angaben in Farsi. Aus den 

Akten geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer sich in Griechenland 

nach der Schutzgewährung massgeblich um staatliche oder karitative Un-

terstützung zwecks Integrierung bemüht hätte. Er reiste offensichtlich nach 

kurzer Zeit aus, ohne zuvor ernsthaft versucht zu haben, sich in Griechen-

land ein Leben aufzubauen und die Hilfe von den griechischen Behörden 

oder von Hilfsorganisationen zu beanspruchen.  

Aus medizinischen Gründen ist nur dann auf eine Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs zu schliessen, wenn eine notwendige medizinische 

Behandlung im Zielstaat schlicht nicht zur Verfügung steht und die Rück-

kehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Ge-

sundheitszustands der betroffenen Person führen würde. Dabei wird als 

wesentlich die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erach-

tet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut 

notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls noch nicht vor, wenn im Ziel-

staat keine dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische 

Behandlung verfügbar ist (vgl. BVGE 2011/50 E. 8.3 oder etwa Urteil des 

BVGer E-1899/2023 vom 13. April 2023 E. 7.3.4). Die vom Beschwerde-

führer geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen (Schlafstörun-

gen [Albträume], Angstzustände; vgl. SEM-Akte […]-59/5: ärztlicher Bericht 

vom 20. August 2025 [Verdacht auf PTBS, medikamentöse Behandlung]) 

stehen einem Vollzug der Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. 

Der Beschwerdeführer gehört deswegen nicht zu den äusserst vulnerablen 

Personen, die an schweren Krankheiten im Sinne des erwähnten 

D-7875/2025 

Seite 16 

Referenzurteils leiden, bei denen der Vollzug der Wegweisung nur bei Vor-

liegen besonders günstiger Umstände zumutbar ist. Eine (Weiter-)Behand-

lung ist ebenso in Griechenland möglich (vgl. dazu einlässlich das Koordi-

nationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 9.7). 

7.3.5 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung indivi-

dueller Zusicherungen seitens der griechischen Behörden. Das entspre-

chende Begehren ist abzuweisen. 

7.3.6 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit auch als zumutbar. 

7.4 Nachdem die griechischen Behörden dem Rückübernahmeersuchen 

zugestimmt haben und der Beschwerdeführer in Griechenland über einen 

gültigen Aufenthaltstitel verfügt, ist der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 AsylG und Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen, so-

weit darauf einzutreten ist. 

9.  

9.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

9.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da sich die Begehren entsprechend den vorstehenden Erwä-

gungen von vornherein als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

erwiesen haben. Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 1’000.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

  

D-7875/2025 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Susanne Burgherr 

 

 

Versand: