# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a264f9ee-e0a9-541b-adab-e55f9f680998
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.01.2006 S 2005 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2005-127_2006-01-13.pdf

## Full Text

S 05 127
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 13. Januar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. Am 19. Oktober 2002 ereignete sich in … ein Unfall zwischen dem 

Personenwagen von …, geboren am 02. Juni 1963, und einem Lieferwagen. 

Dieser fuhr rückwärts im Schritttempo von einem Abstellplatz auf die Strasse 

und traf dabei den hinteren rechten Kotflügel des Wagens der Versicherten, 

welche dabei war, rückwärts seitlich einzuparken. Das Kantonsspital in Chur 

diagnostizierte bei der Versicherten anlässlich der gleichentags 

durchgeführten ambulanten Untersuchung eine HWS-Distorsion sowie 

Kopfschmerzen frontal rechts mit Sensibilitätsstörung der rechten 

Gesichtshälfte. Aufgrund dessen arbeitete sie nur noch 50% bei ihrer 

Arbeitgeberin, der …, und begab sich in die Physiotherapie. Mit ärztlichem 

Bericht vom 06. Januar 2003 führte Dr. … aus, dass eine hartnäckige 

muskuläre Dysbalance im Bereich der rechtsseitigen Zervikal- und 

Scapularegion bestehe und für die Patientin daneben auch 

Zervikozephalgien, insbesondere bei langem Sitzen, im Vordergrund stünden. 

Ferner sei eine psychiatrische Intervention benötigt worden, da eine massive 

depressive Verstimmung erfolgt sei. Es dürfe aber mit einer baldigen 

Restitution gerechnet werden. Ab 27. Dezember 2002 bestehe wieder eine 

Arbeitsfähigkeit von 75%. Am 29. Januar 2003 erfolgte eine Untersuchung 

durch den Vertrauensarzt der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG. 

Dieser hielt fest, dass sich eine ausgeprägte Verspannungs- und 

Schmerzsymptomatik des Schulter- Nackengürtels vorwiegend rechts mit 

Ausstrahlungen in den rechten Arm entwickelt habe. Erschwerend liege eine 

posttraumatische Belastungsstörung vor, welche psychotherapeutisch 

angegangen werde. Unfallfremd sei eine asymptomatische Spondylose C5/6 

radiologisch festgehalten. Die Arbeitsfähigkeit wurde mit 50% für weitere zwei 

Wochen beurteilt. Anschliessend sei eine sukzessive Steigerung auf 75% und 

bei gutem Verlauf auf 100% in den nächsten 3 bis 5 Wochen anzustreben.

2. Am 17. Februar 2003 erfolgte ein MRI im Kantonsspital. Der Befund lautete 

auf einen mediolateralen Diskusprolaps HWK 4/5 rechts sowie einen kleinen 

mediolateralen, teilweise intraforaminalen Diskusprolaps HWK 3/4 rechts und 

eine mediolaterale Diskusprotrusion HWK 5/6 rechts. In der Folge unterzog 

sich die Versicherte vom 05. März bis 02. April 2003 einer 

Rehabilitationstherapie in der Rehaklinik ... Im Bericht vom 08. Mai 2003 

wurde unter anderem festgehalten, dass ab 17. Februar 2003 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bestehe. Ferner habe bei den kurz nach dem Unfall 

durchgeführten funktionellen Aufnahmen keine Subluxation festgestellt 

werden können. Gemäss psychologischen Abklärungen weise die 

Beschwerdesymptomatik auf eine Schmerzstörung hin, wobei auch an eine 

Anpassungsstörung zu denken sei. Neuropsychologisch bestehe eine leichte 

Funktionsstörung mit Schwerpunkt in den Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- 

und Exekutivfunktionen. Daneben stellte Dr. … (Rehaklinik …) die Diagnose 

eines CRPS (Chronic Research Pain Syndrom). Die Therapien zur 

Behandlung des CRPS wurden in der Folge ambulant in Rheinfelden zwei- 

bis dreimal wöchentlich weitergeführt.

3. Am 04. August 2003 erfolgte durch die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik AGU 

in Zürich eine biomechanische Kurzbeurteilung betreffend dem Unfall vom 19. 

Oktober 2002. Danach müsse die im Bereich der Halswirbelsäule bestehende 

Diskushernie aufgrund eines so geringgradigen mechanischen Ereignisses 

als vorbestehend betrachtet werden. Es müsse sich um eine Auslösung der 

Beschwerden durch das Ereignis, nicht aber um eine Verursachung derselben 

handeln. Ob die Beschwerden aber wirklich von den 

Bandscheibenabnormitäten herrühren würden, sei nicht bzw. nur medizinisch 

beurteilbar. Aufgrund der technischen Triage und der medizinischen 

Unterlagen ergebe sich aus biomechanischer Sicht, dass die anschliessend 

an das Ereignis bei der Versicherten festgestellten Beschwerden und Befunde 

durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall nicht erklärbar seien. Eher 

könnten sie unter Einbezug der erheblichen Vorzustände begründet werden. 

Mit Schreiben vom 14. August 2003 orientierte Dr. … über die von ihm 

durchgeführte Psychotherapie vom 08. Januar bis 25 Februar 2003. Danach 

sei die Versicherte schon früher wegen Depressivität und Suizidalität in 

längerer Behandlung gewesen. Nach dem Unfall vom 19. Oktober 2002 sei 

sie in eine deutliche depressive Phase gefallen. Mit Bericht vom 29. 

September 2003 führte Dr. … (Rehaklinik …) aus, dass für die Entstehung 

des bei der Versicherten vorliegenden Krankheitsbildes ein Unfalltrauma 

notwendig sei. Die Grösse des Traumas erlaube keine Aussage über das 

Entstehen oder Nichtentstehen eines sympathischen Schmerzes. Im Sommer 

2003 sei der Versicherten ein intrathekaler Probekatheter angelegt und über 

eine externe Pumpe Clonidin zugeführt worden, wobei es sehr rasch zu einem 

Blutdruckabfall als Nebenwirkung durch das Clonidin gekommen sei, sodass 

das System habe entfernt werden müssen. Deshalb sei Therapie der Wahl 

die Verwendung bzw. Implantation eines Hinterstrangstimulators (SCS), 

wobei zunächst ein Testsystem implantiert werde. Damit könne versucht 

werden, den Schmerz zu unterbrechen.

4. Im MRI des Kantonsspitals Chur vom 06. Oktober 2003 wurde ein deutlicher 

Rückgang des Diskusprolaps C4/5 rechts wie auch der kleineren Protusionen 

bzw. Prolaps HWK 3/4 und HWK 5/6 sowie eine neuroforaminale Enge C3/4 

durch Unkovertebralgelenksarthrose rechtsseitig festgestellt. In der Folge 

wurde die Versicherte Dr. … zugewiesen. In dessen Bericht vom 15. Oktober 

2003 wurde das chronische Zervikalsyndrom bei Status nach Verkehrsunfall 

mit HWS-Distorsion als Hauptproblem bezeichnet. Die Versicherte klage 

weiterhin über deutlich rechtsbetonte Nacken- und Armschmerzen trotz MST-

Medikation, wobei die in Rheinfelden durchgeführten wiederholten Blockaden 

jeweils nur für wenige Stunden helfen würden. Aufgrund der 

Uncovertebralgelenksarthrose mit konsekutiver feurominaler Enge C3/4 solle 

eine spezielle Physiotherapie durchgeführt werden. Am 31. März 2004 wurde 

der Versicherten der Testsimulator implantiert. In der Folge stellte sich die 

Frage, ob das definitive System des Hinterstrangstimulators (SCS) implantiert 

werden solle. Gemäss Schreiben vom 18. Mai 2004 erachtete Dr. … als 

Zweitmeinungsadresse die Verpflanzung dieses Rückenmarkstimulators für 

die gegebene Problematik (CRPS II bzw. Algodystrophie) – trotz der 

komplexen psychosozialen Situation und der ausgedehnten 

Schmerzproblematik – als korrekt. Der Test sei positiv verlaufen, obwohl die 

Patientin höhere Erwartungen gehabt habe. Der Versicherten wurde sodann 

am 19. Mai 2004 das definitive System implantiert.

5. Mit Schreiben vom 06. Juli 2004 überwies Dr. … die Versicherte Dr. … zum 

ENG (Elektroneurographie) des rechten Armes. Nach dem Unfall mit HWS-

Distorsionstrauma hätten sich ein chronisches rezividierendes Schulter-Arm-

Syndrom sowie ein chronisches cervico-occipitales Schmerzsyndrom 

entwickelt, weshalb ein SCS implantiert worden sei. Erwartungsgemäss sei 

die vorbestehende Dysästhesie/Allodynie an der rechten Hand geblieben. Dr. 

… habe an ein CTS (Karpaltunnelsyndrom) gedacht, sodass ein ENG zu 

empfehlen sei. Am 13. Juli 2004 konnte Dr. … (Rehaklinik …) betreffend die 

Hände der Versicherten eine normale, altersentsprechende Struktur und 

Mineralisation des abgebildeten Skeletts ohne Hinweis für eine 

Algodystrophie sowie beginnende degenerative Gelenkveränderungen 

beidseits feststellen. Mit Bericht vom 16. Juli 2004 führte Dr. … aus, dass die 

therapieresistenten brennenden Schmerzen des rechten Arms mit 

Ausbreitung in die rechte Gesichtshälfte nach Implantation des SCS 

rückläufig, aber nicht völlig regredient seien. Nach durchgeführtem ENG 

könne ein Karpaltunnelsyndrom (CTS) rechts mit genügender Sicherheit 

ausgeschlossen werden.

6. Die Klinik … erstellte am 24. Februar 2005 unter der Leitung von Dr. … ein 

multi- und interdisziplinäres Gutachten über den Zustand der Versicherten. 

Danach bestehe neurologisch gesehen ein chronifiziertes zervikozephales 

und zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts ohne fassbare neurologische 

Defizite. Die von der Patientin angegebenen sensiblen Störungen und die 

Innervation im Armbereich rechts müssten im Rahmen von 

Schmerzprojektionen bzw. einer Somatisierung interpretiert werden. Hinweise 

für eine radikuläre Symptomatik bzw. zentralnervöse Pathologie würden sich 

keine finden. Aus neurologischer Sicht könne keine relevante funktionelle 

Einschränkung festgehalten werden. Im psychiatrischen Bereich wurde ein 

anhaltender Schmerz am Bewegungsapparat in Verbindung mit ätiologisch 

wahrscheinlich bedeutsamen psychischen Faktoren wie 

psychotraumatologisch und physikalisch-traumatologisch begründbarer 

Erschöpfung (Störung) der zentralnervösen Schmerzverarbeitung und 

entwicklungsbedingter konstitutioneller Selbstwertstörung diagnostiziert. 

Dabei seien die diagnostischen Kriterien für die Feststellung einer 

posttraumatischen Belastungsstörung nicht erfüllt. Daneben wurde erwähnt, 

dass die Vordiagnose einer Algodystrophie (CRPS II) im neurologischen 

Gutachten implizit verworfen werde, indem dafür ein anderer diagnostischer 

Begriff gesetzt werde. Im gleichen Sinne sei die gutachterliche Beurteilung zu 

sehen. Neuropsychologisch würden sich nach wie vor leichte 

Einschränkungen im Bereich der Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit 

und des Arbeitstempos zeigen; hingegen seien Verbesserungen beim 

verbalen Lernen, im nonverbalen Gedächtnis sowie in der figurativen 

Flexibilität feststellbar. Die arbeitsbezogene funktionelle Leistungsfähigkeit 

(EFL) ergab eine Zumutbarkeit von 50% für eine sehr leichte, 

wechselbelastende Arbeit, wobei die rechte Hand lediglich als Haltehand und 

selten feinmotorisch eingesetzt werden könne. Schliesslich konnten die 

Diskusprolapse C5/6, C4/5, C3/4 entweder nicht mehr nachgewiesen werden 

oder sie waren deutlich regredient. Bei den Fragen zum 

Kausalzusammenhang und zu unfallfremden Faktoren wurde festgehalten, 

dass als unfallfremde Ursache die Schmerzstörung im Vordergrund stehe, 

wobei der Unfall vom 19. Oktober 2002 wahrscheinlich Auslösemechanismus 

sei. Die sich über Jahre hin entwickelte Erschöpfung der Schmerz- und 

Stressverarbeitung sei eine wesentliche Vorbedingung in der Genese der 

heutigen Schmerzstörung und vom Unfallereignis unabhängig. Ferner 

müssten die mehretagigen Veränderungen im Bereiche der HWS mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits als Vorzustand vorhanden 

gewesen sein, es gebe klare Hinweise dafür, dass degenerative 

Veränderungen eine Rolle spielen würden. Ein status quo sine bezüglich der 

degenerativen Veränderungen dürfe zwei Jahre nach dem Unfallereignis 

angenommen werden. Die Erschöpfung der zentralen Schmerz- und 

Stressverarbeitung hätte sich zudem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

auch ohne den Unfall auf den Gesundheitszustand ausgewirkt. Die 

unfallfremden Faktoren würden sich mit 50% auf den Gesundheitszustand 

auswirken, sodass die Beschwerden teilweise Folgen des Unfalls seien.

7. Mit Verfügung vom 25. Mai 2005 stellte die ÖKK die Leistungen aus der 

Unfallversicherung ab 31. Mai 2005 ein. Ferner erachtete sie die 

Voraussetzungen für weitere Geldleistungen aus der Unfallversicherung 

(Invalidenrente/Integritätsentschädigung) als nicht erfüllt. Am 07. Juni 2005 

erfolgte die Einsprache des Rechtsvertreters der Versicherten, in welcher 

beantragte wurde, dass die UVG-Leistungen (Taggelder und Übernahme der 

Heilbehandlung) auch ab dem 01. Juni 2005 zu gewähren seien und eventuell 

die Rentenfrage zu entscheiden sei. Mit Einspracheentscheid vom 09. 

September 2005 wurde die Einsprache vollumfänglich abgewiesen.

8. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 21. September 

2005 frist- und formgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden. Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheides und die UVG-Leistungen seien auch ab 01. Juni 2005 

weiterhin von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Im Weiteren seien ihr 

insbesondere ab 01. Juli 2005 eine Invalidenrente aufgrund eines 

Invaliditätsgrades von 75% sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund 

einer Integritätseinbusse von 70% auszurichten. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen ausgeführt, bei der Beschwerdeführerin liege ein CRPS und 

nicht ein chronisches Schmerzsyndrom vor. Wenn man dieser Diagnose 

folge, würden sich sämtliche Beschwerden und vor allem die 

Dauerschmerzen der Beschwerdeführerin aufgrund einer erfolgten 

Umbildung des Nervensystems, d.h. durch rein somatische Befunde, erklären 

lassen, womit sich die Frage der Adäquanz nicht stelle, bzw. diese zusammen 

mit der bestehenden natürlichen Kausalität zu bejahen sei. Ein Rückgriff auf 

die Schleudertraumapraxis gemäss BGE 117 V 359 geschweige denn auf die 

Praxis bei psychogenen Fehlentwicklungen nach Unfällen gemäss BGE 115 

V 133 sei damit nicht erforderlich, würden den Beschwerden doch klare 

organische Befunde zugrunde liegen. Sollte das Gericht dieser Auffassung 

nicht folgen und von einem komplexen Beschwerdebild mit kombinierten 

physischen und psychischen Beschwerden ausgehen, käme die 

Schleudertraumapraxis zur Anwendung. Weil die Adäquanzkriterien gehäuft 

vorkämen und nahezu vollständig vorhanden seien, wäre die Unfalladäquanz 

auch in diesem Falle zu bejahen.

9. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2005 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und hält am 

Einspracheentscheid vom 09. September 2005 fest. Zur Begründung wurde 

ausgeführt, der von der Beschwerdeführerin geschilderte Schmerz sei nicht 

durch korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend 

erklärbar bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbar. Angesichts der 

geringen mechanischen Einwirkung beim Unfallereignis könne nicht davon 

ausgegangen werden, dass ein Beschleunigungsmechanismus vorgelegen 

sei, der ein Schleudertrauma ausgelöst hätte. Somit seien für die Beurteilung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs die Kriterien gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c aa massgebend (sog. Psychopraxis des EVG). Die unmittelbare Folge 

des im Harmlosigkeitsbereich liegenden Unfallereignis sei nicht geeignet, eine 

psychische Störung hervorzurufen, kein unfallbezogenes Kriterium sei in 

ausgeprägter Weise erfüllt und nicht mehrere der massgebenden Kriterien 

seien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben. Das Vorliegen eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs sei deshalb zu verneinen.

10. In der Replik vom 07. November 2005 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest. Es wurde nochmals betont, dass sie an einem CRPS leide, 

weshalb die gesundheitliche Beeinträchtigung vollumfänglich auf somatische 

Ursachen zurückzuführen sei, womit die adäquate Kausalität nicht gesondert 

zu prüfen sondern mit der natürlichen zu bejahen sei. Falls die Diagnose eines 

CRPS verworfen werde, sei die Schleudertraumapraxis anzuwenden. In der 

Duplik vom 16. November 2006 führte die Beschwerdegegnerin nochmals 

aus, im vorliegenden Falle könne die Behandlungsbedürftigkeit organisch 

nicht nachgewiesen werden. Anhand der Akten gehe sie davon aus, dass bei 

der Beschwerdeführerin kein Schleudertrauma vorgelegen habe, sodass die 

Psychopraxis anwendbar sei.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung bilden vorliegend die 

Fragen, ob sich sämtliche Beschwerden und vor allem die Dauerschmerzen 

der Versicherten aufgrund einer erfolgten Umbildung des Nervensystems 

erklären lassen, d.h. rein somatische Befunde vorliegen, womit sich die Frage 

der Adäquanz nicht stellen würde, bzw. diese zusammen mit der bestehenden 

natürlichen Kausalität zu bejahen wäre oder ob von einem komplexen 

Beschwerdebild mit kombinierten physischen und psychischen Beschwerden 

auszugehen und die Adäquanz entsprechend den Kriterien von BGE 117 V 

359 E. 6a (sog. Schleudertraumapraxis des EVG, falls die Versicherte beim 

Ereignis vom 19. Oktober 2002 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, 

eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädel-

Hirntrauma erlitten hat) oder entsprechend den Kriterien von BGE 115 V 140 

E. 6c aa (sog. Psychopraxis des EVG, falls keine solche Verletzungen 

vorliegen oder die aus einer solchen Verletzung resultierenden Symptome im 

Vergleich zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund treten), zu 

beurteilen ist.

2. a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden 

bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Versicherungsleistungen können für einen 

Gesundheitsschaden jedoch nur insoweit gewährt werden, als dieser nicht nur 

in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 

Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b). Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 

bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen 

dem versicherten Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist anhand der medizinischen Unterlagen zu 

prüfen. Diese Tatfrage beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse 

Möglichkeit des Zusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b). Ob bei 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 

versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung 

auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der 

Verwaltung (und im Beschwerdefall dem Richter) und nicht dem Arzt obliegt. 

Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE V 405 Erw. 4a und 135 

Erw. 4a).

b) Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, Dr. … (Rehaklinik …) 

habe in seinen Stellungnahmen vom 29. September 2003 resp. 09. August 

2005 ein CRPS (Algodystrophie, Sudeck-Syndrom) diagnostiziert. In der 

Stellungnahme vom 09. August 2005 zum Valenser Gutachten erklärte Dr. …, 

es würden zwar die richtigen Symptome eines CRPS beschrieben, aber diese 

Symptome nicht benannt, d.h. diagnostiziert. Das Ergebnis des Gutachtens 

sei zwar richtig, in dem eine weitgehend unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit 

erkannt worden sei, doch sei die Begründung falsch. Vorherige Gutachten und 

Berichte würden nicht berücksichtigt und mit abweichenden Meinungen setze 

man sich nicht auseinander. Ursache für die Entwicklung eines CRPS, in 

dessen Verlauf neuroplastische Veränderungen im Nervensystem erfolgen 

würden, die nebst den chronischen Schmerzen auch Funktionsstörungen in 

den betroffenen Extremitäten hervorrufen würden, sei immer ein Trauma. 

Gegenüber einem chronischen Schmerzgeschehen bilde das CRPS ein 

eigenständiges Krankheitsbild. Das Gutachten würde die neuen Erkenntnisse 

der Medizin nicht berücksichtigen und psychische Faktoren überbewerten. 

Insgesamt hätten vier Ärzte ein CRPS ohne Einschränkungen diagnostiziert, 

nämlich Dr. …, Dr. …, Dr. … und Prof. ... Dagegen sei diese Diagnose von 

keinem Arzt explizit verworfen worden. Dr. … habe keine sicheren Hinweise 

für die Diagnose eines CRPS gefunden. Somit spreche weitaus mehr für das 

Vorliegen eines CRPS als für ein chronisches Schmerzsyndrom.

c) Die adäquate bzw. rechtserhebliche Kausalität deckt sich im Falle von 

organisch nachweisbarer Behandlungsbedürftigkeit der Gesundheitsstörung 

weitgehend mit der natürlichen. Der Beantwortung der Frage, auf welche 

Diagnose im Falle der Beschwerdeführerin abzustellen ist, kommt deshalb 

entscheidende Bedeutung zu: Dr. … diagnostizierte ein CRPS, während Dr. 

… im Gutachten der Klinik … vom 24. Februar 2005 auf ein chronifiziertes 

zervikozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom schloss. Er hielt 

fest, dass sich aufgrund der ausführlichen klinischen und apparativen 

Untersuchungen keine sicheren Hinweise für die Diagnose eines CRPS 

finden liesen. Dr. … stellte in seinem neurologischen Teilgutachten vom 12. 

Juli 2004 fest, dass bei der Beschwerdeführerin ein chronifiziertes 

zervikozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts ohne 

fassbare neurologische Defizite bestehe. Die von der Patientin angegebenen 

sensiblen Störungen und die Minderinnervation im Armbereich rechts 

müssten im Rahmen von Schmerzprojektionen bzw. einer Somatisierung 

interpretiert werden. Aus rein neurologischer Sichte könne keine relevante 

funktionelle Einschränkung festgehalten werden. In Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin ist festzustellen, dass einzig Dr. … ein CRPS 

diagnostizierte. Dr. … bestätigte diese Diagnose ohne umfassende 

Untersuchung der Beschwerdeführerin. Eine objektive Erklärung für die von 

der Beschwerdeführerin geäusserte Schmerzproblematik lässt sich 

vorliegend trotz eingehender medizinischer Abklärungen nicht finden. Dr. … 

erkannte am 13. Juli 2005 betreffend Hände der Beschwerdeführerin keine 

Algodystrophie. Dr. … konnte in seinen Berichten keine korrelierenden, 

schlüssig feststellbaren Befunde nachweisen. Ferner wurde mittels ENG ein 

Karpaltunnelsyndrom ausgeschlossen. Gemäss Gutachten der Klinik … 

bestehen keine fassbaren neurologischen Defizite und keine Hinweise auf 

eine radikuläre Symptomatik bzw. zentralnervöse Pathologie. Neurologisch 

kann keine relevante funktionelle Einschränkung festgehalten werden. 

Strukturschäden sind keine vorhanden. Einzig im psychiatrischen Bereich 

konnte ein anhaltender Schmerz am Bewegungsapparat in Verbindung mit 

ätiologisch wahrscheinlich bedeutsamen psychischen Faktoren wie 

psychotraumatologisch und physikalisch-traumatologisch begründbarer 

Erschöpfung (Störung) der zentralnervösen Schmerzverarbeitung und 

entwicklungsbedingter konstitutioneller Selbstwertstörung diagnostiziert 

werden. Gemäss der am 19. Oktober 2002 vom Kantonsspital Chur 

durchgeführten ambulanten Behandlung wurde zwar eine HWS-Distorsion 

diagnostiziert. Dr. … stellte bei der Beschwerdeführerin am 24. Oktober 2002 

Schwindel, Schlafstörungen und Depressionen fest, wobei die letzteren zwei 

Probleme schon vor dem Unfall vorgelegen hätten. Am 06. Januar 2003 führte 

derselbe Arzt aus, dass eine muskuläre Dysbalance sowie Zervikozephalgien 

bestünden. Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin stelle am 29. Januar 

2003 eine Verspannungs- und Schmerzsymptomatik fest. Die Rehaklinik … 

hielt am 08. Mai 2003 fest, dass bei den kurz nach dem Unfall durchgeführten 

funktionellen Aufnahmen keine Subluxation habe festgestellt werden können. 

Bereits die Beschwerdegegnerin hat darauf hingewiesen, dass die geklagten 

somatisierten Beschwerden somit medizinisch nicht nachvollzogen werden 

können und das bei der Beschwerdeführerin vorliegende Beschwerdebild kein 

anatomisches bzw. organisches Korrelat mehr findet. Das Gutachten der 

Klilnik Valens vom 24. Februar 2005 beruht auf allseitigen Untersuchungen 

und berücksichtigt die geklagten Leiden der Beschwerdeführerin. Die 

gestellten Fragen wurden umfassend beantwortet. Die Schlussfolgerung des 

chronifizierten zervikozephalen und zervikobrachialem Schmerzsyndroms ist 

nachvollziehbar, so dass entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

auf das Gutachten der Klinik … abzustellen ist.

Aufgrund dieser Ausführungen muss auf die Diagnose eines chronifizierten 

zervikozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndroms abgestellt werden. 

Im Folgenden ist deshalb die Frage der Adäquanz zu prüfen.

3. a) Da der von der Beschwerdeführerin geschilderte Schmerz nicht durch damit 

korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbaren Befunde hinreichend 

erklärbar bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbar ist, muss bei der 

Beurteilung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen der 

körperlichen Beeinträchtigung und dem Unfall vorerst geprüft werden, ob die 

Beschwerdeführerin beim Ereignis vom 19. Oktober 2002 ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat.

b) Die Beschwerdegegnerin macht geltend, gemäss der am 19. Oktober 2002 

vom Kantonsspital in Chur durchgeführten ambulanten Behandlung sei zwar 

eine HWS-Distorsion diagnostiziert worden. Dr. … habe bei der 

Beschwerdeführerin am 24. Oktober 2002 Schwindel, Schlafstörungen und 

Depressionen festgestellt, wobei die letzteren zwei Probleme schon vor dem 

Unfall vorgelegen hätten. Am 06. Januar 2003 habe derselbe Arzt ausgeführt, 

dass eine muskuläre Dysbalance sowie Zervikozephalgien bestünden. Der 

Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin stellte am 29. Januar 2003 eine 

Verspannungs- und Schmerzsymptomatik fest. Die Rehaklinik … habe am 08. 

Mai 2003 festgehalten, dass bei den kurz nach dem Unfall durchgeführten 

funktionellen Aufnahmen keine Subluxation habe festgestellt werden können. 

In neurologischer Hinsicht bestehe ein chronifiziertes zervikozephales und 

zervikobrachiales Schmerzsyndrom (vgl. Gutachten der Klinik … vom 24. 

Februar 2005). Die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik AGU habe sich 

dahingehend geäussert, dass aus biomechanischer Sicht die anschliessend 

an das Ereignis von der Versicherten geschilderten Beschwerden durch die 

Kollisionseinwirkung nicht erklärbar seien. Angesichts dieser medizinischen 

Beurteilungen sowie der beim Unfall einwirkenden Kräfte und des 

zugetragenen Bewegungsablaufes sei zweifelhaft, dass die Versicherte ein 

Schleudertrauma (oder eine dazu äquivalente Verletzung) erlitten habe. 

Aufgrund der geringen mechanischen Einwirkung könne nicht davon 

ausgegangen werden, dass ein Beschleunigungsmechanismus vorgelegen 

sei, der ein Schleudertrauma ausgelöst hätte. Somit seien für die Beurteilung 

des adäquaten Kausalzusammenhanges die Kriterien von BGE 115 V 140 E. 

6c aa massgebend, was bedeute, dass nach der Methode, welche für die 

psychischen Störungen entwickelt worden ist, vorgegangen werden müsse.

c) Dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin kann aus den folgenden 

Gründen nicht gefolgt werden: Nach gutachterlicher Auffassung der Klinik … 

(vgl. S. 49 des Gutachtens vom 24. Februar 2005) liegt bei der 

Beschwerdeführerin ein typisches Beschwerdebild für ein HWS-

Distorsionstrauma oder einer äquivalenten Verletzung der Halswirbelsäule 

vor, nämlich diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, rasche Ermüdbarkeit, Nackenschmerzen und 

Wesensveränderung. Entsprechend sind für die Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs die Kriterien gemäss BGE 117 V 366 E. 6a (sog. 

Schleudertraumapraxis des EVG) zu prüfen. Als wichtigste Kriterien sind im 

Zusammenhang mit dem Schleudertrauma der Halswirbelsäule zu nennen: 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; 

ärztliche Fehlbehandlungen, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer 

der Arbeitsunfähigkeit. Im Gegensatz zu den bei psychischen 

Fehlentwicklungen relevanten Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c aa 

wird für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und in der Folge 

eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen 

und psychischen Komponenten verzichtet, weil es hier nicht entscheidend ist, 

ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder psychischer Natur 

bezeichnet werden.

d) Nach Einschätzung der Beschwerdeführerin kommen die genannten 

Adäquanzkriterien in ihrem Falle gehäuft vor und sind nahezu vollständig 

vorhanden (mit Ausnahme des Kriteriums besonders dramatischer 

Begleitumstände oder einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls), 

weshalb die Unfalladäquanz der Beschwerden zu bejahen sei.

Dem ist aus den folgenden Gründen zu widersprechen: Die Diagnose eines 

Schleudertraumas vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hiezu einer 

besonderen Schwere der für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden 

oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen 

können (Urteile T. vom 06. Februar 2002 [U 61/00] und D. vom 16. August 

2001 [21/01]; vgl. auch SZS 2001 S. 448). Solche Umstände sind hier nicht 

gegeben. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin ist festzustellen, 

dass vorliegend zwar eine lange Dauer der Arbeitsunfähigkeit bestand, wobei 

diese aber schon früh durch die organisch nicht nachweisbare 

Schmerzproblematik und somit schon sehr bald nicht mehr physisch bedingt 

war. Bei der ärztlichen Behandlung verhält es sich gleich; die 

Behandlungsdauer wurde durch von der Beschwerdeführerin geäusserten 

Beschwerden beeinflusst, welche medizinisch nicht mehr nachvollzogen 

werden konnten. Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sind ebenfalls nicht ersichtlich, lassen sich den ärztlichen 

Berichten doch einzig Hinweise auf den abgebrochenen Versuch mit einem 

intratektalen Katheder mit Clodinpumpe und auf den Hinterstrangstimulator 

entnehmen. Zudem liegt keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung vor, vielmehr erfolgten insbesondere umfangreiche ärztliche 

Begutachtungen der Beschwerdeführerin seit dem Unfallereignis. An dieser 

Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsgruppe für Unfallmedizin AGU 

zum Ergebnis kommt, dass die Beschwerden nur durch die degenerativen 

Vorzustände eher erklärbar seien, nicht aber durch den Unfall selbst. Dass 

diese degenerativen Veränderungen indes nicht unfallkausal sind und die 

Beschwerden nach dem Unfall nicht erklären können, ist eindeutig belegt. 

Betreffend der geltend gemachten ärztlichen Fehlbehandlung ist festzuhalten, 

dass Dr. … als einziger Arzt der Meinung ist, dass durch die sofortige 

Implantation des Stimulators (SCS) das Ausmass des Schadens hätte 

vermieden werden können. Angesichts dieser Feststellungen und der 

Leichtigkeit des Unfalls (was angesichts des geringen Schadens an den 

Fahrzeugen ohne Weiteres nachvollziehbar ist) ohne irgendwelche 

dramatischen Begleitumstände, bei welchem keine schweren körperlichen 

Verletzungen resultierten, ist die Adäquanz zu verneinen, da die unmittelbare 

Folge dieses im mittleren Bereich an der Grenze zum leichten liegenden 

Unfalls nicht geeignet ist, eine psychische Störung hervorzurufen, kein 

unfallbezogenes Kriterium in ausgeprägter Weise erfüllt ist und nicht mehrere 

der massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegenüber 

sind (vgl. Urteil EVG vom 04. September 2003 U 371/02). Das Vorliegen eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs ist deshalb zu verneinen.

Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rechtmässig, 

und die dagegen erhobene Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.

4. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren ausser in 

Fällen leichtsinniger oder mutwilliger Beschwerdeführung kostenlos. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Die dagegen an das Eidgenössische Versicherungsgericht erhobene 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde am 21. Juni 2007 abgewiesen (U 281/06).