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**Case Identifier:** c89e5054-6f2a-5b5d-9afe-f6af0171933c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.06.2020 725 19 36/131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-36-131_2020-06-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Juni 2020 (725 19 36 / 131) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Unfallereignis als Teilursache oder Gelegenheits- bzw. Zufallsursache des Meniskusscha-

dens  

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger, Gerichtsschreiberin Christina Markie-
wicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advo-
kat, Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
1. Der 1961 geborene A.____ ist Lastwagenchauffeur und war vom 1. Mai 2016 bis 31. Mai 
2016 bei der B.____ tätig. Am 13. Mai 2016 verletzte sich A.____ am linken Knie. Gemäss Scha-
denmeldung vom 25. Mai 2016 rutschte er auf der Hebebühne des Lastwagens aus, als er ein 
"Getränkewägeli" aufhalten wollte, stürzte und verdrehte sich dabei das linke Knie. Aufgrund per-
sistierender Schmerzen suchte er am 23. Mai 2016 seine Hausärztin, Dr. med. C.____, auf. Sie 
veranlasste eine Magnetresonanztomographie (MRT) des linken Knies. Auf den MRT-Bildern 
vom 25. Mai 2016 waren unter anderem ein sehr basisnaher horizontaler Unterflächenriss am 

 
 
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Übergang vom medialen Hinterhorn in den hinteren medialen Corpus mit begleitender intramenis-
kaler Ganglienbildung von 3 x 2 mm Grösse sowie ein deutlicher Reizerguss im Recessus sup-
rapatellaris erkennbar. 
 
Zur weiteren medizinischen Abklärung überwies Dr. C.____ A.____ an Dr. med. D.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, welcher am 21. Juni 
2016 die Indikation zur Kniearthroskopie stellte. Für die am 12. August 2016 vorgesehene Ope-
ration ersuchte Dr. D.____ am 24. Juni 2016 die Suva um Kostengutsprache. Mit Verfügung vom 
28. März 2017 lehnte die Suva eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem am 12. August 
2016 durchgeführten Eingriff und der weiteren medizinischen Behandlung ab und erkannte, dass 
ihre Leistungspflicht per 23. Juli 2016 geendet habe. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 
28. Dezember 2018 fest. Die Unfallversicherung stützte sich dabei auf die kreisärztlichen Berichte 
von Dr. med. E.____, FMH Allgemeinmedizin, vom 8. August 2016, vom 26. Oktober 2016 und 
vom 2. Juni 2017 sowie von Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 1. März 2018 
und 13. Dezember 2018. Die Kreisärzte kamen zum Schluss, dass der Unfall lediglich zu einer 
vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes geführt habe. Die Menis-
kusverletzung stelle einen Zufallsbefund dar. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass die Unfallfolgen acht bis zehn Wochen nach dem Ereignis abgeklungen seien. 
Die noch geklagten Beschwerden nach dem 22. Juli 2016 seien somit nicht auf den Unfall vom 
13. Mai 2016 zurückzuführen. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Daniel Riner, mit Eingabe vom 31. 
Januar 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er bean-
tragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, 
die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur 
weiteren medizinischen Abklärung an die Suva zurückzuweisen. Der kreisärztlichen Einschät-
zung ständen die Beurteilungen des behandelnden Chirurgen, Dr. D.____, gegenüber. Er sei zum 
Schluss gekommen, dass das Unfallereignis den degenerativen Vorzustand richtunggebend ver-
schlimmert habe. Es sei davon auszugehen, dass der in der MRT sichtbare, basisnahe Längsriss 
durch das Trauma entstanden sei und zu einer Instabilität des Meniskus mit entsprechender Klinik 
geführt habe (vgl. Bericht vom 1. März 2018). Folglich sei die Leistungseinstellung der Suva per 
23. Juni 2016 zu früh erfolgt. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 16. April 2019 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde. Nach Auffassung der Suva sei mit den ärztlichen Beurteilungen von Dr. E.____ und 
Dr. F.____ mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan, dass acht bis 
zehn Wochen nach dem Unfall vom 13. Mai 2016 keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor-
gelegen hätten. Zum gegenteiligen Standpunkt des behandelnden Arztes, Dr. D.____, hätten sie 
ausführlich Stellung genommen. Insbesondere in seiner letzten Beurteilung habe der erfahrene 
Versicherungsmediziner Dr. F.____ die Meinung von Dr. D.____, wonach der degenerative Vor-
zustand durch das versicherte Ereignis eine richtunggebende Verschlimmerung erfahren habe, 
überzeugend widerlegt. Dagegen werde seitens des Beschwerdeführers nichts medizinisch Fun-
diertes mehr eingewendet. 
 

 
 
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D. An der Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 kam das Gericht zum Schluss, dass eine ab-
schliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage 
nicht möglich sei. Aufgrund der Akten beständen aus verschiedener Sicht Zweifel an der Ein-
schätzung der Kreisärzte. Insbesondere fehle es an einer Auseinandersetzung mit der Thematik 
der Teilkausalität. Ferner ständen der kreisärztlichen Einschätzung die Beurteilungen des behan-
delnden Chirurgen, Dr. D.____, gegenüber. Namentlich im Bericht vom 11. Juli 2018 habe er sich 
zur Thematik Rotationstrauma, Vorzustand und Teilkausalität geäussert und sei zum Schluss 
gelangt, dass das Unfallereignis den degenerativen Vorzustand richtunggebend verschlimmert 
habe. Nach seiner Auffassung sei der operative Eingriff vom 12. August 2016 zumindest teilweise 
auf den Unfall zurückzuführen, womit die Leistungseinstellung per 23. Juni 2016 zu früh erfolgt 
wäre. Der Fall wurde deshalb ausgestellt und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein 
Gerichtsgutachten bei Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie, spez. Hüft- und Kniechi-
rurgie, Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB), Basel, in Auftrag gegeben (vgl. Beschluss 
vom 6. Juni 2019). 
 
E. Im Gerichtsgutachten vom 24. Februar 2020 kam Dr. G.____ zum Schluss, dass der 
Versicherte unter einem erheblichen, klinisch stummen, degenerativen Vorzustand gelitten habe. 
Das Unfallereignis habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung dieses Zustandes geführt. 
Die These der richtunggebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes müsse we-
gen mangelnden, auf ein frisches Unfallereignis hinweisenden, organischen Substrats abgelehnt 
werden. Der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe, sei – wie die Suva richtig 
festgestellt habe – spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 23. Juli 2016 wieder 
erreicht gewesen. 
 
F. Die Suva hielt mit Eingabe vom 11. März 2020 zum Gutachten fest, dass sie an ihrem 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhalte, da die Leistungseinstellung per 23. Juli 2016 
vollumfänglich bestätigt worden sei. Mit Schreiben vom 17. März 2020 teilte der Beschwerdefüh-
rer mit, dass er auf eine Stellungnahme zum Gerichtsgutachten verzichte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in I.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-

 
 
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entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 31. Januar 2019 ist einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 
UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
 
3.1 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in ei-
nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 
129 V 177, E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürli-
chen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch 
objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate mit der na-
türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109, E. 2). 
 
3.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. 
U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

 
 
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verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nun bei vol-
ler Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). Allerdings tragen die Parteien im Sozialver-
sicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der 
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 
im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 138 V 216 E. 6). 
 
3.3.1 In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass nach der Rechtsprechung zu den im 
Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren 
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. 
Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, 
wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl ein-
getreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadeneintritts conditio sine 
qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, 
welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenstän-
dige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, Urteile des Bundesgerichts vom 5. April 
2017, 8C_847/2016, E. 5.3.2, vom 7. Juli 2016, 8C_337/2016, E. 4.1.1 und vom 20. Oktober 
2011, 8C_380/2011, E. 4.2.1; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Un-
fall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der 
wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: 
SZS 2009 S. 479). 
 
3.3.2 Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilur-
sache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor 
nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und aus-
tauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung – bei erstelltem Auslöse-
zusammenhang – einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf 
einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) 
Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadens-
anlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltägli-
cher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung 
hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als 
austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversi-
cherers (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011, 
8C_380/2011, E. 4.2.2). 
 
4.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 

 
 
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– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht ohne zwin-
gende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre 
Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Den im Rahmen des Gerichtsverfahrens eingeholten Gutachten ist so-
mit volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesge-
richts vom 20. März 2018, 8C_569/2017, E. 2.2). 
 
5. Unbestritten ist, dass das linke Knie des Beschwerdeführers vor dem Unfallereignis vom 
13. Mai 2016 einen erheblichen degenerativen Vorzustand aufwies. Strittig und zu prüfen ist, ob 
der Beschwerdeführer über den 22. Juli 2016 hinaus Anspruch auf Leistungen der Suva hat, unter 
anderem auch auf Ersatz der im Zusammenhang mit der Operation am 12. August 2016 angefal-
lenen Kosten. Die Suva macht geltend, dass der status quo ante spätestens per 23. Juni 2016 
erreicht gewesen sei. Sie stützte sich dabei auf die kreisärztlichen Berichte von Dr. E.____ vom 
8. August 2016, vom 26. Oktober 2016 und vom 2. Juni 2017 sowie von Dr. F.____ vom 1. März 
2018 und 13. Dezember 2018. Die Kreisärzte kamen zum Schluss, dass der Unfall zwar zu einer 
vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes geführt habe, mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit jedoch davon auszugehen sei, dass die Unfallfolgen acht bis zehn 
Wochen nach dem Ereignis abgeklungen seien. Die noch geklagten Beschwerden nach dem 22. 
Juli 2016 seien somit nicht kausal auf den Unfall vom 13. Mai 2016 zurückzuführen. Der Be-
schwerdeführer ist dagegen der Auffassung, dass das Unfallereignis gemäss Arztberichten von 
Dr. D.____ vom 21. Juni 2016, 12. August 2016, 28. September 2016, 18. April 2017 und 11. Juli 
2018 den degenerativen Vorzustand richtunggebend verschlechtert habe. Der basisnahe Längs-
riss sei durch das Trauma entstanden und habe zu einer Instabilität des Meniskus geführt. Dem-
zufolge sei das Unfallereignis als Teilursache des Meniskusschadens anzusehen. 
 

 
 
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6.1 Zur Klärung dieser medizinischen Streitfrage gab das Gericht ein Gutachten bei 
Dr. G.____ in Auftrag. Dr. G.____ diagnostizierte in seiner Expertise vom 24. Februar 2020 einen 
Status nach Kniedistorsion links am 13. Mai 2016, einen Status nach Kniearthroskopie links mit 
medialer Teilmeniskektomie und Synovialzottenentfernung am 12. August 2016 sowie einen Sta-
tus nach Spondylodese lumbal im Januar 2016. Die mediale Meniskusläsion, welche in der MRT 
vom 25. Mai 2016 sichtbar und von Dr. D.____ im Operationsbericht vom 12. August 2016 als 
komplexe, primär horizontal verlaufende Rissbildung mit aufgefasertem Meniskus und instabilem 
Längsriss an der Meniskusbasis beschrieben worden sei, sei überwiegend wahrscheinlich vorbe-
stehend degenerativ, hervorgerufen durch das jahrzehntelange Verwalken des Meniskushinter-
horns zwischen Ober- und Unterschenkel. Der Horinzontalriss und die komplexe Rissbildung mit 
Auffaserung seien typisch für eine degenerative Rissbildung. Ein frischer, traumatischer Menis-
kusriss zeige meistens eine glatte, radiäre Rissbildung bzw. einen grossen Lappenriss ohne Auf-
faserung, was hier gerade nicht der Fall sei. Für eine degenerative Ursache spreche auch die 
Morphologie der Meniskusläsion bei fehlenden Begleitverletzungen (wie Knorpelflakes, Läsionen 
der Seitenbänder, Läsionen im Bereich des Femoropatellargelenkes). Ferner weise das beschrie-
bene Meniskusganglion von 3 x 2 mm Grösse auf ein seit längerer Zeit bestehendes degenerati-
ves Geschehen hin. Die Auffassung von Dr. D.____, dass das Unfallereignis zu einer richtung-
gebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes geführt habe, sei aufgrund des 
MRT-Befundes und der Beschreibung der Meniskusläsion abzulehnen. So nenne Dr. D.____ 
keine Strukturveränderung, die auf eine frische Verletzung hinweisen würde. Somit habe das 
Unfallereignis aus versicherungsmedizinischer Sicht lediglich zu einer vorübergehenden Ver-
schlimmerung des bis anhin stummen Vorzustandes geführt. Die Auffassung der Suva in ihrer 
Verfügung vom 28. März 2017, dass der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
habe, spätestens am 22.  Juli 2016 wieder erreicht worden sei, sei demnach zutreffend. Ebenso 
könne der orthopädisch-chirurgischen Beurteilung von Dr. F.____ vom 13. Dezember 2018 ge-
folgt werden. Die Ansicht der Hausärztin, Dr. C.____, dass die Verletzung ganz auf den Unfall 
zurückzuführen sei, überzeuge dagegen nicht, stütze sich diese einzig darauf, dass der Versi-
cherte vor dem Unfall beschwerdefrei und das Knie nie Thema einer Konsultation gewesen sei 
(«post hoc ergo propter hoc»). Zusammenfassend sei festzuhalten, dass der Versicherte im Zeit-
punkt des Unfalles unter einem erheblichen, bis dahin klinisch stummen, degenerativen Vorzu-
stand gelitten habe. Das Ereignis vom 13. Mai 2016 sei lediglich als Gelegenheitsursache für die 
Auslösung der Beschwerden zu verstehen. Jedes andere beliebige Ereignis mit verstärkter Be-
lastung des Kniegelenkes hätte ebenfalls zum Auftreten von gleichartigen Beschwerden und 
schliesslich zur Operation führen können. 
 
6.2 Das Gerichtsgutachten von Dr. G.____ vom 24. Februar 2020 überzeugt. Es entspricht 
den formalen Anforderungen an ein Gutachten und ist inhaltlich umfassend und schlüssig. Es 
basiert auf einer ausführlichen Untersuchung und berücksichtigt die ganze Krankengeschichte 
sowie das Unfallgeschehen. Der Gutachter setzt sich differenziert mit den abweichenden Diag-
nosen und Beurteilungen auseinander und seine Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar be-
gründet. Die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten sind somit 
erfüllt. Da im Übrigen die Parteien keine Einwände gegen das Gutachten vorgebracht haben, 
kann ohne weiteres darauf abgestellt werden. Folglich ist die Suva zu Recht davon ausgegangen, 

 
 
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dass der in der MRT vom 25. Mai 2016 festgestellte Meniskusriss nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 13. Mai 2016 zurückzuführen ist. Eine Leistungspflicht 
der Suva für die Behandlungskosten der Meniskusläsion besteht nicht, womit sich die Leistungs-
einstellung per 23. Juli 2016 als rechtens erweist. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben.  
 
7.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des An-
spruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (vgl. 
BGE 137 V 210 ff. und 137 V 265 f. E. 4.4.2). Da Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der verwaltungsinternen Kreisarztberichte bestanden, beschloss das Gericht an der Urteilsbera-
tung vom 6. Juni 2019, den Entscheid auszustellen und ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu ge-
ben. Das in der Folge eingeholte orthopädische Gerichtsgutachten vom 24. Februar 2020 war mit 
anderen Worten für eine abschliessende Beurteilung des Anspruchs des Versicherten unerläss-
lich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten 
dieses Gutachtens von Fr. 5'594.70 der Suva aufzuerlegen. 
 
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des An-
spruchs auf eine Parteientschädigung als Obsiegen, wenn die Rechtstellung der Partei durch den 
Entscheid im Vergleich zu derjenigen im Administrativverfahren verbessert wird. Massgebend 
sind dabei die im Beschwerdeverfahren gestellten Anträge. Wird eine Sache zur weiteren Abklä-
rung an die Vorinstanz zurückgewiesen, stellt dies für die versicherte Person ein vollständiges 
Obsiegen dar. Weist aber das kantonale Gericht die Sache nicht an die Verwaltung zurück, son-
dern nimmt – etwa in Nachachtung von BGE 137 V 210 ff. – die erforderlichen Abklärungen selber 
vor und entscheidet hernach in dem Sinne, dass sich die Rechtsstellung der versicherten Person 
im Vergleich zur angefochtenen Verfügung nicht verbessert, so ist von einem vollständigen Un-
terliegen der versicherten Person auszugehen (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 
8C_304/2018, E. 4.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Zu beachten bleibt in diesem Zusammenhang 
immerhin, dass der Suva – in Anwendung des Verursacherprinzips – auch im Falle einer Be-
schwerdeabweisung Parteikosten auferlegt werden können, wenn sie ihre Abklärungspflicht nach 
Art. 43 Abs. 1 ATSG schuldhaft verletzt hat. Diese Durchbrechung des Unterliegerprinzips (Art. 
61 lit. g ATSG) rechtfertigt sich indessen nur, wenn die Verwaltung lediglich sehr rudimentäre 
Abklärungen vorgenommen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 8C_304/2018, E. 
4.3.3 mit Hinweis). Nachdem sich vorliegend die Rechtsstellung des Beschwerdeführers mit dem 
Ausgang des Verfahrens gegenüber jener nach Abschluss des Administrativverfahrens nicht ver-
bessert hat und die Suva im Verwaltungsverfahren nicht bloss rudimentäre Abklärungen vorge-
nommen hat, ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei 
zuzusprechen. 
 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 5’594.70 werden der Suva auferlegt. 

 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.