# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebd81922-4945-5e4e-ae3f-8f4417b1e0d5
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 16.04.2021 2021_OG V 20 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2021-OG-V-20-41_2021-04-16.pdf

## Full Text

Arbeitslosenversicherung. Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG. Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung auf Arbeitslosenentschädigung, wenn eine zumutbare Arbeit nicht 
angenommen wird. Auch arbeitslose Personen dürfen im Rahmen eines Vorstel-
lungsgesprächs mit dem potentiellen Arbeitgeber über den Lohn verhandeln. Sie 
dürfen damit aber nicht die Chance der angebotenen Anstellung vereiteln, wenn 
ersichtlich wird, dass die Gegenseite damit nicht einverstanden ist. Im konkreten Fall 
führte die unglückliche Kommunikation über einen Personalberater dazu, dass bei 
der Einsatzfirma der Eindruck entstand, der Versicherte sei auf keinen Fall bereit, die 
Stelle zum angebotenen Lohn anzunehmen. Eine kategorische Desinteres-
seerklärung wegen des Lohns entsprach nicht der Intention des Versicherten. Dieser 
wollte lediglich seine Lohnvorstellung mitteilen. Da die Einsatzfirma schon auf die 
Präsentation der Lohnvorstellung abblockend reagierte, hatte der Versicherte gar 
keine Gelegenheit ausreichend zu erkennen zu geben, dass er sich auch mit einem 
tieferen Lohn zufriedengegeben hätte. In der Lohnverhandlung konnte keine 
Vereitelungshandlung erblickt werden, weshalb die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung auf Arbeitslosenentschädigung zu Unrecht erfolgte. Gutheissung der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 
 
Obergericht, 16. April 2021, OG V 20 41