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**Case Identifier:** ae00548c-b6b2-5eb8-a974-a205a2d57f02
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2022 410 22 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_410-22-155_2022-10-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 18. Oktober 2022 (410 22 155) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Obligationenrecht 

 

 

Fristlose Kündigung Art. 337 OR: Trotz Beschimpfung wichtiger Grund für eine fristlose 

Entlassung verneint, da keine direkte Beschimpfung stattgefunden hat und der Arbeit-

nehmer bereits in der Vergangenheit einen rauen Umgangston pflegte (E. 3); Entschädi-

gungszahlung an den Arbeitnehmer aufgrund fehlender Rechtfertigung der fristlosen 

Kündigung (E. 4).  

 

 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin Karin Wiesner 
  

 

Parteien  A.____ AG,  
vertreten durch Rechtsanwalt David Grimm, Advokatur Grimm, Haupt-
strasse 45, Postfach 111, 5070 Frick,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  B.____,  
vertreten durch Advokat Guido Ehrler, Rebgasse 1, Postfach 477, 
4005 Basel,  
Beschwerdegegner 

   

Gegenstand  Arbeitsrecht  
Beschwerde gegen das Urteil der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisge-
richts Basel-Landschaft Ost vom 13. Januar 2022 

 
A. Seit August 2019 arbeitete B.____ als Chauffeur bei der A.____ AG, welche das Arbeits-
verhältnis mit Schreiben vom 31. August 2020 per 30. November 2020 ordentlich kündigte. Nach 
einem Vorfall in den Räumlichkeiten der A.____ AG vom 5. November 2020 wurde B.____ mit 
Schreiben vom selben Tag fristlos entlassen. Im Kündigungsschreiben wurde geltend gemacht, 
B.____ habe zum wiederholten Mal erteilte Aufträge verweigert. Zudem habe er Kollegen in der 

 
 
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Disposition beleidigt und mit Kraftausdrücken wie «scheiss Schweizer» und «Drecksjugo» be-
schimpft. Er lehne lange Touren ab und drohe damit, zum Arzt zu gehen und sich krankschreiben 
zu lassen. Ausserdem rede er vor Kunden negativ über die A.____ AG, was rufschädigend sei. 
Eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum 30. November 2020 sei nicht mehr zumutbar. 
Gleichzeitig wurde gegen B.____ ein Hausverbot für alle Gebäude und Büros der A.____ AG 
ausgesprochen.   

B. Mit Schlichtungsgesuch vom 21. Januar 2021 verlangte B.____ beim Zivilkreisgericht Ba-
sel-Landschaft Ost von der A.____ AG CHF 8'900.00 als Entschädigung für die unberechtigte 
fristlose Kündigung, Mehrforderung vorbehalten. Da anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 
8. März 2021 keine Einigung unter den Parteien erzielt werden konnte, wurde B.____ die Klage-
bewilligung ausgestellt.  

C. Am 22. Juni 2021 reichte B.____, vertreten durch Advokat Guido Ehrler, beim Zivilkreis-
gericht Basel-Landschaft Ost die Klage auf Bezahlung von CHF 8'900.00 zuzüglich Zins zu 5% 
seit dem 5. November 2020 ein, wobei eine Mehrforderung wiederum vorbehalten wurde. Anläss-
lich der Gerichtsverhandlung vor dem Gerichtspräsidium des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft 
Ost wurden die beiden Zeugen C.____ und D.____ angehört. Ihre Aussagen wurden digital auf-
gezeichnet und gleichzeitig protokolliert. Die Gerichtspräsidentin hiess die Klage mit Urteil vom 
13. Januar 2022 teilweise gut und verpflichtete die A.____ AG zur Leistung eines Betrags von 
CHF 4'450.00 nebst Zins zu 5% seit dem 5. November 2020. Es wurden keine Gerichtskosten 
erhoben. Überdies wurde die A.____ AG zur Bezahlung einer Parteientschädigung von 
CHF 2'911.25 an B.____ verpflichtet.  

D. Gegen dieses Urteil erhob die A.____ AG (Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechts-
anwalt David Grimm, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht. In 
ihrer Eingabe vom 11. Juli 2022 beantragte sie die Aufhebung des Urteils der Gerichtspräsidentin 
vom 13. Januar 2022 sowie die Abweisung der Klage. Eventualiter sei das angefochtene Urteil 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer und Auslagen. Als Verfahrensantrag wurde 
überdies verlangt, bei der Vorinstanz die Verfahrensakten beizuziehen und der Beschwerdefüh-
rerin eine Kopie des Protokolls der Zeugenbefragung anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. 
Januar 2022 zuzustellen. Auf die Begründung der Beschwerde wird in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.  

E. Nach Eingang der vorinstanzlichen Akten wurden diese am 19. Juli 2022 B.____ (Be-
schwerdegegner) in Kopie zur Kenntnis zugestellt. Des Weiteren wurden dem Beschwerdegeg-
ner die vorinstanzlichen Audioaufnahmen mit Verfügung vom 28. Juli 2022 zugesandt.  

F. In seiner Beschwerdeantwort vom 14. September 2022 beantragte der Beschwerdegeg-
ner, vertreten durch Advokat Guido Ehrler, die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einge-
treten werde, unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin zuzüglich Mehrwertsteuer 
und Auslagen. Auf die Ausführungen des Beschwerdegegners wird in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.  

G. Mit Verfügung vom 15. September 2022 schloss der Präsident der zivilrechtlichen Abtei-
lung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft den Schriftenwechsel, wobei allfällige Bemerkungen 
nach der Praxis zum unbedingten Replikrecht innert 10 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung 
zu erfolgen hätten. Den Parteien wurde der Entscheid aufgrund der Akten in Aussicht gestellt. 
Zudem wurde der Beschwerdeführerin das Protokoll der vorinstanzlichen Zeugenbefragung vom 
13. Januar 2022 in Kopie zugestellt.  

 

 
 
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Erwägungen:  

1. Nicht berufungsfähige erstinstanzliche Entscheide sind gemäss Art. 319 lit. a ZPO mit Be-
schwerde anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, 
sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 
beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert CHF 8'900.00, weshalb 
die Streitwertgrenze für eine Berufung nicht erreicht ist und gegen den angefochtenen Entscheid 
lediglich das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben ist. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Be-
schwerde innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheids oder seit der nach-
träglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet bei der Rechtsmitte-
linstanz einzureichen. Das begründete Urteil der Gerichtspräsidentin vom 13. Januar 2022 wurde 
dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 13. Juni 2022 zugestellt. Die am 11. Juli 2022 
der Schweizerischen Post übergebene Beschwerdeschrift erfolgte somit innert der 30-tägigen 
Frist. Die Beschwerdeführerin rügt sowohl eine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung als 
auch eine unrichtige Rechtsanwendung und macht folglich zulässige Beschwerdegründe geltend, 
so dass auf ihr Rechtsmittel einzutreten ist. Zuständig für die Beurteilung der Beschwerde ist 
gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts. 

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs und begründet ihren 
Verfahrensantrag mit der fehlenden Zustellung des Zeugenprotokolls. Sie habe bei der Vo-
rinstanz in ihrem Schreiben vom 27. Januar 2022 die Zustellung des Protokolls der Hauptver-
handlung sowie der Tonbandaufnahme beantragt. Erhalten habe sie neben der Tonbandauf-
nahme lediglich das Protokoll der Hauptverhandlung ohne Zeugenbefragung. Im Protokoll werde 
festgehalten, die Zeugenaussagen seien in einem separaten Protokoll niedergeschrieben. Indem 
die Vorinstanz die Zustellung der Zeugenprotokolle der Hauptverhandlung unterlasse, verletzte 
sie ihr rechtliches Gehör.  

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 53 Abs. 1 ZPO). Insbesondere 
können sie die Akten einsehen und Kopien anfertigen lassen, soweit keine überwiegenden öf-
fentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (Art. 53 Abs. 2 ZPO). Der Anspruch auf recht-
liches Gehör ist formeller Natur. Seine Verletzung führt daher grundsätzlich ungeachtet der Er-
folgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst zur Gutheissung der Beschwerde und zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGer 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 E. 3.2.4, 
4A_554/2012 vom 21. März 2013 E. 4.1.2). Auch der Anspruch auf rechtliches Gehör ist jedoch 
trotz seiner formellen Natur kein Selbstzweck, sondern dient der Verwirklichung des materiellen 
Rechts. Wenn nicht ersichtlich ist, inwiefern seine Verletzung einen Einfluss auf den Ausgang 
des Verfahrens gehabt haben könnte, ist der Entscheid nicht aufzuheben (vgl. BGE 143 IV 380; 
BGer 4A_40/2019 vom 2. Mai 2019 E. 4, 4A_424/2018 vom 29. Januar 2019 E. 5.2.2, 
4A_554/2012 vom 21. März 2013 E. 4.1.2 f.; vgl. ferner BGer 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 
E. 3.2.4) und ist auf die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör mangels 
Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten (Entscheid des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 
27. Oktober 2021, BEZ.2021.22, E. 1.2.3 in CAN 3/2022, S. 136). Überdies hat eine Partei ein 
Gesuch um Akteneinsicht zu stellen, damit überhaupt die Einsichtnahme gewährt oder verweigert 
werden kann (E. 6.2 aus BGE 132 V 389).  

2.3 Die Beschwerdeführerin verlangte mit Eingabe vom 27. Januar 2022 die Zustellung des 
Protokolls der Hauptverhandlung sowie der Tonbandaufnahmen. Mit Verfügung vom 10. Juni 
2022 stellte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die Tonbandaufnahmen der Zeugenbefra-
gung sowie das Protokoll der Hauptverhandlung zur Kenntnisnahme zu. Somit war die Beschwer-
deführerin im Besitz sämtlicher Verfahrensakten. Ein Antrag auf Zustellung der Zeugenprotokoll-
abschriften wurde vorinstanzlich jedoch nicht gestellt, weshalb ihn die Vorinstanz auch nicht ver-
weigert haben kann. Folglich kann auf diese Rüge nicht eingetreten werden. Überdies ist nicht 

 
 
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ersichtlich und wird in der Beschwerde nicht dargelegt, wie sich die gerügte Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör auf den Inhalt des Entscheids vom 13. Januar 2022 bzw. den 
Ausgang des Verfahrens hätte auswirken können, so dass auch mangels Rechtsschutzinteresse 
nicht darauf einzutreten wäre.  

3.1 Das Arbeitsverhältnis kann fristlos durch ausserordentliche Kündigung aufgelöst werden, 
wenn ein wichtiger Grund vorliegt (Art. 337 Abs. 1 OR). Als wichtiger Grund gilt namentlich jeder 
Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung 
des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf (Art. 337 Abs. 2 OR). Das Vertrau-
ensverhältnis zwischen den Parteien muss also derart gestört sein, dass die sofortige und frist-
lose Auflösung des Arbeitsverhältnisses als einziger Ausweg erscheint (BGE 116 II 144). Liegt 
ein wichtiger Grund vor, so besteht er meistens in einer (schweren) Vertragsverletzung durch die 
andere Partei. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Eine sofortige Vertragsauflösung kann 
sich auch wegen eines Vorfalls rechtfertigen, in dem keine Vertragsverletzung liegt, sofern damit 
bei Vertragsbegründung nicht zu rechnen war und dadurch eine untragbare Situation entstanden 
ist, bei der dem Arbeitgeber eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum nächsten Kündi-
gungstermin nach den konkreten Umständen objektiv nicht mehr zumutbar erscheint. Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt nur eine besonders schwere Verfehlung der an-
deren Partei eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Unter Verfehlung ist die Verletzung 
einer vertraglichen Pflicht, auf Seiten des Arbeitnehmers insbesondere der Arbeits- oder Treue-
pflicht zu verstehen. Wiegt die Verfehlung weniger schwer, kann sie nur eine fristlose Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses zur Folge haben, wenn sie trotz Verwarnung wiederholt erfolgte (BGE 
127 III 313). Eine Verwarnung muss nicht zwingend die fristlose Kündigung androhen, aber klar 
werden lassen, dass das beanstandete Verhalten als untragbar beurteilt und eine Wiederholung 
desselben nicht sanktionslos hingenommen würde. Nach OGer BE, JAR 2015, 441 vermag die 
Auflistung diverser nicht tolerierbarer Verhaltensweisen die Verwarnung nicht zu ersetzen. Der 
Arbeitnehmer muss genau wissen, welches Verhalten künftig nicht mehr toleriert wird (BGer, ARV 
2007, 166; ungenügende Verwarnung in OGer ZH, JAR 2015, 641).  

Das Gericht beurteilt nach freiem Ermessen, ob wichtige Gründe vorliegen (Art. 337 Abs. 3 OR), 
wobei alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, insbesondere die Stellung und Ver-
antwortung des Arbeitnehmers, die Art und Dauer des Vertragsverhältnisses sowie die Natur und 
Schwere der Verfehlungen. Bei einer kurzen Kündigungsfrist ist die Fortsetzung des Arbeitsver-
hältnisses eher zumutbar als bei einer längeren. Die Wichtigkeit des Grundes muss umso grösser 
sein, je näher das Ende des Arbeitsverhältnisses liegt (OGer LU, JAR 2010, 544). Ist der fristlosen 
Kündigung bereits eine ordentliche vorausgegangen und damit das Ende des Arbeitsverhältnis-
ses absehbar, sind die Anforderungen an den wichtigen Grund zusätzlich erhöht (Streiff/von Ka-
enel/Rudolph, N 2; CCA TI, JAR 2014, 493; TC FR, JAR 2011, 443).  

3.2 Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines wichtigen Grundes gemäss Art. 337 OR und 
führt aus, der Beschwerdegegner habe bereits früher Kraftausdrückge benutzt, weshalb sich sein 
Verhalten im Verlauf des Arbeitsverhältnisses in dieser Hinsicht nicht wesentlich geändert habe. 
Die von der Arbeitgeberin vorgetragene bundesgerichtliche Rechtsprechung sei nicht einschlä-
gig. Überdies hätte das Arbeitsverhältnis lediglich noch drei Wochen gedauert, weshalb die Wei-
terführung des Arbeitsverhältnisses bis zum regulären Ende der Kündigungsfrist zumutbar gewe-
sen wäre. Gemäss den Zeugenausssagen sei es immer wieder zu Diskussionen über die Aus-
führung bzw. Zuteilung von einzelnen Touren und Routen gekommen. Es sei aber nicht erstellt, 
ob der Beschwerdegegner am 5. November 2020 oder zuvor tatsächlich eine Tour nicht erledigt 
haben soll. Es bleibe unbewiesen, was sich am 5. November 2020 zugetragen habe, weshalb 
keine schwerwiegende Verfehlung des Beschwerdegegners angenommen werden könne. 
Ebenso erhärte sich der Vorwurf nicht, wonach sich der Beschwerdegegner immer wieder habe 

 
 
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krankschreiben lassen, um eine Tour nicht fahren zu müssen. Die Arbeitgeberin habe keine dies-
bezüglichen Arztzeugnisse eingereicht. Die erneute Drohung vom 5. November 2020, sich krank-
schreiben zu lassen, könne nicht als schwerwiegende Verfehlung qualifiziert werden. Denn es 
sei nicht erstellt, dass die Krankschreibung vorgetäuscht worden sei. Da die von der Arbeitgeberin 
behaupteten diesbezüglichen mündlichen Verwarnungen bestritten seien, blieben sie unbelegt 
und könnten nicht beachtet werden.  

3.3 Die Beschwerdeführerin moniert, es sei unerklärlich, wie die Vorinstanz zum Schluss ge-
lange, der Beschwerdegegner habe den Vorgesetzten und die Dispositionsmitarbeiter bereits zu-
vor als «Drecksjugo» resp. «scheiss Schweizer» beschimpft. Der Beschwerdegegner habe sei-
nen Vorgesetzten nie derart direkt beschimpft oder je eine Beschimpfung bezogen auf die Her-
kunft der Adressaten ausgesprochen. Der Zeuge C.____ habe lediglich ausgesagt, der Be-
schwerdegegner habe bereits zuvor Mitarbeiter als «Arschloch» oder ähnlich betitelt. Insofern sei 
der Vorfall vom 5. November 2020 durchaus neu, weshalb die Vorinstanz den Sachverhalt offen-
sichtlich falsch festgestellt habe. Die Beschimpfungen des Beschwerdegegners stellten einen 
wichtigen Grund für eine fristlose Entlassung gemäss Art. 337 OR dar. Das Bundesgericht habe 
eine Beschimpfung als «Arschloch» oder bereits «Sie können mich langsam» gegenüber der 
vorgesetzten Person als wichtigen Grund für eine fristlose Entlassung angesehen. Den Arbeitge-
ber treffe eine Sorgfalts- und Treuepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern, so dass er diese vor 
derartigen Beschimpfungen zu schützen habe. Überdies habe sich der Beschwerdegegner ent-
gegen der Annahme der Vorinstanz ausdrücklich geweigert, die ihm auferlegte Tour zu fahren. 
Dies gehe eindeutig aus den Zeugenaussagen hervor. Entgegen der offensichtlich falschen 
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz habe der Beschwerdegegner dadurch nicht nur Weisun-
gen seiner Arbeitgeberin nicht befolgt, sondern gar die Arbeit verweigert, was einen wichtigen 
Grund im Sinne von Art. 337 OR darstelle. Auch sei durch die Zeugenaussagen belegt, dass sich 
der Beschwerdegegner immer wieder habe krankschreiben lassen, um gewisse Touren nicht 
ausführen zu müssen. Mit Klagbeilage 19 habe der Beschwerdegegner ein Arbeitsunfähigkeits-
zeugnis eingereicht, das ihm vom 6. bis zum 28. November 2020 eine Arbeitsunfähigkeit attes-
tiere. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz stelle auch die Androhung, sich krankschreiben 
zu lassen, eine grobe Verfehlung dar, welche eine fristlose Kündigung rechtfertige. Es sei einem 
Arbeitgeber nicht zumutbar, ein Arbeitsverhältnis weiterzuführen, wenn der Arbeitnehmer derar-
tige Drohungen ausspreche. Deshalb sei die fristlose Kündigung gerechtfertigt.  

3.4 Der Beschwerdegegner beantragt, auf die Willkürrüge der Beschwerdeführerin nicht ein-
zutreten. Sie begründe die willkürliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz mit den Tonband-
aufnahmen, welche kein taugliches Beweismittel darstellten. Nur dem geschriebenen Protokoll 
komme volle Beweiskraft zu (Art. 179 ZPO). Zudem behaupte die Beschwerdeführerin im Rechts-
mittelverfahren neu, der Beschwerdegegner habe E.____ beschimpft. Diese Behauptung falle 
unter das Novenverbot gemäss Art. 317 ZPO und sei folglich nicht zu hören. Überdies sei diese 
Behauptung aktenwidrig. Der Zeuge C.____ habe zu Protokoll gegeben, dass der Beschwerde-
gegner den Begriff «Drecksjugo» ihm gegenüber gebraucht habe. Es stehe somit fest, dass dies-
bezüglich lediglich eine indirekte Beschimpfung erstellt sei, die beim Mitteilungsempfänger nichts 
ausgelöst habe und das Betriebsklima in keiner Weise gestört habe. Die Zeugen hätten eindeutig 
ausgesagt, es sei normal gewesen, dass der Beschwerdeführer Ausdrücke wie «Arschloch» ge-
braucht habe. Derartige Ausdrücke habe man bei ihm immer wieder gehört. Er habe sich immer 
so verhalten und sein Verhalten habe sich nicht geändert. Es sei im Übrigen auch nicht erstellt, 
dass der Beschwerdegegner an besagtem Tag Weisungen nicht befolgt habe. Der Zeuge D.____ 
sei nicht mehr in der Lage gewesen, anzugeben, um welche Tour es sich gehandelt habe, wann 
er die Disposition getätigt habe und wann dies dem Beschwerdegegner mitgeteilt worden sei. Der 
Zeuge C.____ habe zu Protokoll gegeben, es habe sich um eine Tour gehandelt, die er am selben 
Tag hätte fahren müssen. Wohingegen F.____ für die Beschwerdeführerin aussagte, es sei ihm 
die Tour für den folgenden Tag mitgeteilt worden. Einig seien sich die Zeugen lediglich darin 

 
 
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gewesen, dass es schon vorher immer wieder zu Diskussionen mit dem Beschwerdegegner bei 
der Vergabe der Touren gekommen sei. Sämtliche Aussagen aller Beteiligten zur angeblichen 
Tourenverweigerung seien widersprüchlich und unsubstantiiert. Die Vorinstanz habe zu Recht 
festgestellt, es könne nicht nachgewiesen werden, was sich am 5. November 2020 zugetragen 
habe. Auch sei vorinstanzlich der Vorwurf der angeblichen Drohung, sich krankschreiben zu las-
sen, korrekt als nicht erwiesen erachtet worden. Überdies behaupte die Beschwerdeführerin im 
vorliegenden Rechtsmittelverfahren neu, der Beschwerdegegner hätte am 5. November 2020 die 
Arbeitsstelle verlassen. Dies stelle eine unzulässige Tatsachenbehauptung dar. Eine Verwarnung 
mit Androhung der Kündigung im Wiederholungsfall sei auch nicht belegt.  

3.5 Die von der Beschwerdeführerin vorgetragene Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfest-
stellung kann nicht gehört werden. Die Zeugen sowie die Beschwerdeführerin beschreiben den 
Beschwerdegegner als Mitarbeiter mit rauem Umgangston, der in der Vergangenheit seinen Ar-
beitskollegen gegenüber bereits mehrmals Kraftausdrücke wie «Arschloch» benutzt haben und 
in der Disposition ebenfalls häufig unangenehm aufgefallen sein soll, indem er sich über lange 
Touren beschwert habe. Es habe jedes Mal, wenn dem Beschwerdegegner eine lange Tour auf-
getragen worden sei, zu Diskussionen geführt. Desgleichen ist aus den Zeugenaussagen sowie 
den Parteibefragungen nicht eindeutig erstellt, dass der Beschwerdegegner sich geweigert haben 
soll, die ihm aufgetragene Tour zu fahren, geschweige denn, gar die Arbeit niedergelegt zu ha-
ben. Die Vorinstanz hat korrekt festgestellt, dass der Beschwerdegegner einen rauen Umgangs-
ton pflegte und die Aussagen bezüglich des Vorfalls vom 5. November 2020 widersprüchlich aus-
gefallen sind. Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist somit nicht zu beanstanden. 

Der Argumentation der Beschwerdeführerin betreffend Beschimpfung kann ebenfalls nicht gefolgt 
werden. Im Gegensatz zum von der Beschwerdeführerin zitierten Bundesgerichtsentscheid 
wurde vorliegend kein Vorgesetzter vor versammelter Belegschaft durch einen höheren Mitarbei-
ter direkt beschimpft. Den teilweise widersprüchlichen Zeugenaussagen ist zu entnehmen, dass 
die beiden Ausdrücke «schweiss Schweizer» und «Drecksjugo» einem unbeteiligten Dritten ge-
genüber geäusserten wurden. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat folglich 
keine direkte Beschimpfung eines Vorgesetzten durch den Beschwerdegegner stattgefunden, 
wodurch die Autorität der Beschwerdeführerin bzw. einer ihrer Führungspersonen beeinträchtigt 
worden wäre. Demnach ist die zitierte Bundesgerichtspraxis nicht einschlägig und vorliegend 
nicht anwendbar. Wie die Vorinstanz korrekt festgestellt hat, pflegte der Beschwerdegegner einen 
rauen Umgangston, so dass es sich bei der Benutzung den beiden Kraftausrücke nicht um einen 
aussergewöhnlichen Vorfall handelte. Dass der Beschwerdegegner diesbezüglich bereits ver-
warnt worden sei, wird von ihm bestritten und kann nicht nachgewiesen werden, so dass die bloss 
behauptete Verwarnung als unbewiesen zu betrachten ist. Ob der Beschwerdegegner tatsächlich 
die Arbeit verweigert haben soll, lässt sich im Nachhinein desgleichen nicht mehr eruieren. Teils 
wird behauptet, die in Auftrag gegebene Tour sei für den nächsten Tag geplant gewesen. E.____ 
meint sich jedoch zu erinnern, sie hätte am 5. November 2020 gefahren werden müssen. Da dem 
Beschwerdegegner das Arbeitsverhältnis am 5. November 2020 fristlos gekündet wurde und ihm 
gleichzeitig ein Hausverbot für die Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin ausgesprochen 
wurde, hatte der Beschwerdegegner seinen Arbeitsplatz zu räumen und hätte auch keine weitere 
Tour mehr fahren können. Ebenso hat die Vorinstanz korrekt erkannt, dass der Vorwurf, der Be-
schwerdegegner habe sich wiederholt krankschreiben lassen, um einer langen Tour zu entgehen, 
unbewiesen blieb. Es wäre an der Beschwerdeführerin gewesen, ihre Behauptung mit den an-
geblich vom Beschwerdegegner regelmässig eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen zu 
belegen, was sie jedoch unterlassen hat. Dass die erneute Krankschreibung des Beschwerde-
gegners vom 6. bis 28. November 2020 lediglich vorgetäuscht gewesen sei, ist nicht erstellt. Die 
Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach kein wichtiger Grund zur fristlosen Auflösung des Ar-
beitsverhältnisses nach Art. 337 OR gegeben sei, ist somit zu bestätigen. Dies umso mehr, als 

 
 
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der fristlosen Kündigung vom 5. November 2020 bereits eine ordentliche Kündigung vorausge-
gangen war und das Arbeitsverhältnis ohnehin am 30. November 2020 geendet hätte, weshalb 
die Anforderungen an den wichtigen Grund gemäss Art. 337 OR zusätzlich erhöht sind.  

4.1 Bei ungerechtfertigter Entlassung kann der Richter den Arbeitgeber dazu verpflichten, 
dem Arbeitnehmer eine Entschädigung zu bezahlen, die er nach freiem Ermessen unter Würdi-
gung aller Umstände festlegt; diese Entschädigung darf jedoch den Lohn des Arbeitnehmers für 
sechs Monate nicht übersteigen (Art. 337c Abs. 3 OR). Dadurch soll der Arbeitgeber von leicht-
fertigen fristlosen Entlassungen abgehalten werden. Nach BGE 116 II 301 ist die Entschädigung 
bei ungerechtfertigter Entlassung regelmässig geschuldet. Das Bundesgericht hat allerdings in 
neueren Entscheiden Zweifel geäussert, ob an dieser Rechtsprechung festgehalten werden 
könne. Eine nachweislich mangelhafte Arbeitseinstellung und -leistung gestattet es jedoch nicht, 
ganz von einer Entschädigung abzusehen. Die Höhe der Entschädigung berechnet sich nach 
Monatslöhnen. Massgeblich ist der Bruttolohn. Die Entschädigung ist nach freiem Ermessen des 
Gerichts unter Würdigung aller Umstände festzulegen. Zu den massgeblichen Umständen gehö-
ren insbesondere die soziale und wirtschaftliche Lage der Parteien, der Grad der Persönlichkeits-
verletzung der entlassenen Partei, die Intensität und Dauer der arbeitsvertraglichen Beziehungen, 
die Art und Weise der Kündigung sowie ein allfälliges Mitverschulden des Arbeitnehmers, wobei 
keiner dieser Gesichtspunkte für sich allein entscheidend ist (WOLFGANG PORTMANN/ ROGER 
RUDOLPH, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Obligationenrecht (BSK OR), 7. Aufl., 
2020, Art. 337c N 5-6).  

4.2 Der Beschwerdegegner forderte vorinstanzlich eine Entschädigung wegen ungerechtfer-
tigter fristloser Entlassung in der Höhe von zwei Monatslöhnen. Die Vorinstanz sprach ihm jedoch 
lediglich einen Monatslohn als Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 zu. Zur Begründung führte 
sie aus, es könne nicht von einer besonders ausgeprägten Bindung aufgrund des eher kurzen 
Arbeitsverhältnisses ausgegangen werden. Ebenso liege nach Auffassung des Gerichts kein 
schweres Verschulden auf Arbeitgeberseite vor. Dennoch sei festzuhalten, dass die Schwere 
einer fehlenden Rechtfertigung einer fristlosen Entlassung nicht durch eine bereits erfolgte or-
dentliche Kündigung vollständig gemindert werden könne.  

4.3 Die Beschwerdeführerin argumentiert, aufgrund der gerechtfertigten fristlosen Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses sei keine Entschädigung nach Art. 337c OR geschuldet. Sollte das Kan-
tonsgericht wider Erwarten eine ungerechtfertigte fristlose Kündigung annehmen, wäre dennoch 
keine Entschädigung zu bezahlen, zumal es sich um eine Kann-Bestimmung handle. Art. 4 ZGB 
verweise auf den Entscheid nach Recht und Billigkeit. Der Beschwerdegegner habe nur für kurze 
Zeit, vorliegend knapp ein Jahr für die Beschwerdeführerin gearbeitet. Überdies habe er andere 
Mitarbeiter sowie seinen Vorgesetzten mit herkunftsbezogenen Beleidigungen beschimpft. Auch 
die Tourenverweigerung und das Androhen einer Krankschreibung seien belegt. Entsprechend 
wiege das Verschulden des Beschwerdegegners schwer, weshalb ihm keine Strafzahlung zu-
stehe.  

4.4 Der Beschwerdegegner bringt vor, die Vorinstanz habe im angefochtenen Entscheid aus-
führlich dargelegt, weshalb ihm ein Monatslohn zugesprochen werde. Es bestehe kein Anlass, in 
das rechtsfehlerfrei ausgeübte Ermessen der Vorinstanz einzugreifen, weshalb die Beschwerde 
auch in diesem Punkt abzuweisen sei.  

4.5 Die Beschwerdeführerin vermag auch in diesem Punkt nicht durchzudringen. Das Kan-
tonsgericht schliesst sich den vorinstanzlichen Erwägungen zur ungerechtfertigten Kündigung 
gemäss Art. 337 OR an, so dass der Richter den Arbeitgeber verpflichten kann, dem Arbeitneh-
mer eine Entschädigung zu bezahlen. Es ist kein Grund ersichtlich und wird von der Beschwer-

 
 
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deführerin auch nicht substantiiert dargelegt, weshalb das vorinstanzliche Präsidium sein Ermes-
sen fehlerhaft ausgeübt haben soll. Die Vorinstanz geht davon aus, dass die Schwere einer feh-
lenden Rechtfertigung der fristlosen Kündigung nicht durch eine bereits erfolgte ordentliche Kün-
digung vollständig gemindert werden kann. Deshalb auferlegte die Vorinstanz der Beschwerde-
führerin die Zahlung einer Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR in Höhe eines Monatslohnes, 
was mit Blick auf die mögliche Maximalentschädigung gemäss dieser Bestimmung vertretbar ist. 
Insofern kann im Vorgehen der Vorinstanz keine fehlerhafte Ermessensausübung erblickt wer-
den, weshalb die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.  

5. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gemäss 
Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt. Folglich sind 
die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens ausgangskonform der Beschwerdeführerin aufzu-
erlegen. Für Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streitwert von CHF 30‘000.00 
werden gemäss Art. 114 lit. c ZPO keine Gerichtskosten gesprochen. Die Parteientschädigung 
für die berufsmässige Vertretung des Beschwerdegegners bemisst sich gemäss § 2 Abs. 1 der 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (SGS 178.112; TO) nach dem Zeitaufwand. Der 
Stundenansatz beträgt gemäss § 3 Abs. 1 TO CHF 200.00 bis 350.00. In der eingereichten Ho-
norarnote vom 21. Oktober 2022 wird ein Grundhonorar von CHF 2'200.00, Auslagen in der Höhe 
von CHF 135.30 zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer geltende gemacht, so dass eine Summe von 
CHF 2'515.10 resultiert. Da die Honorarnote jedoch auf dem Streitwert basiert, erweist sie sich 
nicht als tarifkonform und die Parteientschädigung ist nach Ermessen festzusetzen. Für das Ver-
fassen der Beschwerdeantwort erscheint die Abgeltung eines Zeitaufwands von ca. 9 Stunden 
zu einem Ansatz von CHF 250.00 angemessen. Zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer resul-
tiert somit ungefähr derselbe Betrag wie nach Streitwertberechnung, weshalb es sich rechtsfer-
tigt, die geltend gemachte Parteientschädigung von CHF 2'515.10 betragsmässig gutzuheissen. 
Die zulasten der Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner zuzusprechende Parteientschädi-
gung ist somit auf CHF 2'515.10 festzusetzen. 

 
Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   

 2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.  

Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteientschä-
digung von CHF 2'515.10 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahlen.  

Präsident 
 
 
 
Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
Karin Wiesner