# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a065acb3-b218-552a-a84b-1700d5bc19ba
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 12.06.2014 ERZ 2014 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2014-126_2014-06-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 12. Juni 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 14 126 27. Juni 2014

Verfügung
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Aktuar Pers

In der Zivilsache

der X._____, Gesuchstellerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin 
Caviezel, Reichsgasse 65, 7002 Chur, 

gegen

Y._____, Gesuchsgegner, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Ursula Herold, 
Quaderstrasse 8, 7002 Chur,

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren 
(Besuchsrecht),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____1980, und Y._____, geboren am _____1970, 
heirateten am 2. März 2001 vor dem Zivilstandsamt O.1_____. Aus dieser Ehe 
gingen die gemeinsamen Kinder A._____, geboren am _____2001, und B._____, 
geboren am _____2003, hervor. Während des Zusammenlebens der Ehegatten 
war Y._____ vollzeitlich erwerbstätig, während sich X._____ um die gemeinsamen 
Kinder kümmerte und daneben einer Teilzeitbeschäftigung nachging.

B. Mit Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 18. 
November 2008 wurde die Berechtigung des Getrenntlebens festgestellt, die 
eheliche Wohnung für die effektive Dauer der Trennung der Ehefrau zugeteilt, die 
beiden Kinder A._____ und B._____ für die Dauer der Trennung unter die Obhut 
der Mutter gestellt, dem Vater ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt und der 
vom Ehemann zu leistende Unterhaltsbeitrag festgesetzt. Ein von Y._____ am 22. 
Dezember 2009 eingereichtes Gesuch um Abänderung der Eheschutzverfügung 
wurde vom Bezirksgerichtspräsidium Plessur mit Verfügung vom 18. März 2010 
abgewiesen. Den daraufhin erhobenen Rekurs hiess das Kantonsgericht von 
Graubünden mit Verfügung vom 27. Mai 2010 teilweise gut und änderte die vom 
Ehemann an die Kinder zu leistenden Unterhaltsbeiträge teilweise ab.

C. Am 10. Mai 2011 reichte Y._____ beim Bezirksgericht Plessur die 
Scheidungsklage ein, woraufhin am 14. Juni 2011 eine Einigungsverhandlung 
stattfand, anlässlich welcher sich die Parteien jedoch nicht zu einigen vermochten.

D. Nachdem am 20. Dezember 2011 beim Bezirksgericht Plessur das von 
diesem in Auftrag gegebene Gutachten der KJP Graubünden eingegangen war 
und beide Parteien hierzu Stellung genommen hatten, fand am 28. Februar 2012 
vor dem Bezirksgericht Plessur die gemeinsame Anhörung der Ehegatten statt. 
Mit einzelrichterlichem Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 5. März 2012 
wurde aufgrund des Gutachtens der KJP Graubünden für die beiden Kinder 
A._____ und B._____ eine Erziehungsbeistandschaft angeordnet. Die hiergegen 
von Y._____ erhobene Berufung wurde vom Kantonsgericht von Graubünden als 
Beschwerde entgegengenommen und mit Entscheid vom 2. Juli 2012 
abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

E. Am 28. August 2012 fand im Jugendsekretariat in Winterthur im Beisein der 
Erziehungsbeiständin die Anhörung von A._____ und B._____ durch den 
Vorsitzenden des Bezirksgerichts Plessur statt. Hierzu sowie zum Schreiben der 

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Beiständin nahmen die Parteien mit Schreiben vom 25. September 2012 (Ehefrau) 
und vom 1. Oktober 2012 (Ehemann) Stellung.

F. Am 26. November 2012 ging beim Bezirksgericht Plessur der Sozialbericht 
der Erziehungsbeiständin von A._____ und B._____ vom 25. November 2012 ein. 
Auf Ersuchen des Vorsitzenden des Bezirksgerichts Plessur liess die Beiständin 
dem Gericht mit Schreiben vom 19. Dezember 2012 und 26. Februar 2013 
Ergänzungen zum betreffenden Sozialbericht zukommen.

G. Am 24. Januar 2013 unterzeichneten X._____ und Y._____ eine 
Teilehescheidungskonvention, in welcher sie dem Bezirksgerichtspräsidium 
Plessur übereinstimmend die Scheidung der Ehe beantragten, gegenseitig auf 
Unterhaltsansprüche verzichteten, sich als güterrechtlich auseinandergesetzt 
betrachteten und festhielten, dass allfällig vorhandene Guthaben aus BVG 
gemäss Gesetz hälftig geteilt werden sollen. Des Weiteren überliessen sie die 
Regelung betreffend Zuteilung des Sorgerechts, der Unterhaltsverpflichtung 
gegenüber den gemeinsamen Kindern sowie des Besuchsrechts dem Gericht.

H.1. Nachdem X._____ am 13. März 2013 per fürsorgerischer Unterbringung 
(FU) in die Klinik E._____ (E._____) eingewiesen worden war, beantragte die 
Erziehungsbeiständin von A._____ und B._____ mit Eingabe vom 15. März 2013, 
dass der Mutter die Obhut über die beiden Kinder entzogen werde, so dass diese 
bei einer Pflegefamilie fremdplatziert werden könnten. Mit Entscheid des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 18. März 2013 wurde X._____ die 
Obhut über die beiden Kinder entzogen und es wurde Vormerk davon genommen, 
dass die Kinder bei C._____ und D._____ in O.2_____ platziert würden.

Am 10. Juni 2013 erhielt das Bezirksgericht Plessur den Austrittsbericht der Klinik 
E._____ betreffend X._____.

I. Die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Plessur fand am 13. Juni 2013 
statt. Mit Entscheid vom 19. August 2013, mitgeteilt am 20. August 2013, erkannte 
das Bezirksgericht Plessur was folgt:

"1. Die Ehe von Y._____ und X._____ wird geschieden.

2.a) Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder A._____, geboren am 
_____2001, und B._____, geboren am _____2003, werden unter die 
elterliche Sorge von Y._____ gestellt.

   b) Die Obhut über A._____ und B._____ bleibt beiden Eltern entzogen 
und die Fremdplatzierung der Kinder in der Pflegefamilie wird bestätigt. 
Der Obhutsentzug wird durch die zuständige Kindes- und 

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Erwachsenenschutzbehörde aufgehoben, sobald die Voraussetzungen 
betreffend Betreuung gegeben sind.

   c) Die mit Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 5. März 2012 
angeordnete Erziehungsbeistandschaft für A._____ und B._____ wird 
weitergeführt.

   d) aa) X._____ wird bezüglich A._____ und B._____ ein begleitetes 
Besuchsrecht in Absprache mit dem Erziehungsbeistand und mit der 
Pflegefamilie eingeräumt.

bb) Sobald sich der gesundheitliche Zustand von X._____ stabilisiert 
hat, wird sie nach Gutheissung durch die zuständige Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde für berechtigt erklärt, A._____ und 
B._____ jedes erste und dritte Wochenende im Monat von Freitag 
18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und 
sie für 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu 
nehmen. Der Bezug der Ferien ist 3 Monate im Voraus mit dem 
Erziehungsbeistand und der Pflegefamilie abzusprechen und zu 
vereinbaren.

   e) Y._____ ist berechtigt, A._____ und B._____ jedes zweite und vierte 
Wochenende im Monat von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr 
zu sich auf Besuch zu nehmen und sie für 3 Wochen pro Jahr zu sich 
oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Der Bezug der Ferien ist 3 
Monate im Voraus mit dem Erziehungsbeistand und der Pflegefamilie 
abzusprechen und zu vereinbaren.

3. X._____ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 an den 
Unterhalt von A._____ und B._____ monatlich im Voraus einen 
Unterhaltsbeitrag von je CHF 750.00 zuzüglich Kinder- und allfälliger 
Ausbildungszulagen zu bezahlen.

4. (Indexklausel).

5. (Güterrechtliche Auseinandersetzung).

6. (BVG-Regelung).

7. (Kostenregelung).

8. (Rechtsmittelbelehrung).

9. (Mitteilung)."

J. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 13. September 
2013 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, mit welcher sie 
einerseits das Einholen eines Gutachtens betreffend ihre Erziehungs- und 
Betreuungsfähigkeit und andererseits das Einholen von Berichten bei der 
Pflegefamilie, dem Beistand und der behandelnden Ärztin betreffend ihre 
Fähigkeit, die Kinder unbegleitet zu Besuch und in die Ferien zu nehmen, 
beantragte. Ferner verlangte sie die Aufhebung der Ziffern 2.a), 2.d) und 3 des 
angefochtenen Entscheids und damit einhergehend die Zuteilung der elterlichen 
Sorge über die beiden Töchter an sich selber, die Einräumung eines unbegleiteten 
Besuchsrechts an jedem 1. und 3. Wochenende des Monats für die Dauer des 

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Obhutsentzuges sowie die Verpflichtung des Vaters zur Bezahlung von 
monatlichen Kindesunterhaltsbeiträgen von je Fr. 800.-- (zuzüglich allfälliger von 
ihm bezogener Kinder- und Ausbildungszulagen); eventualiter liess sie die 
Reduktion der von ihr zu bezahlenden Kindesunterhaltsbeiträgen auf je Fr. 300.-- 
(zuzüglich allfälliger von ihr bezogener Kinder- und Ausbildungszulagen) 
beantragen. Das entsprechende Berufungsverfahren ist zurzeit vor dem 
Kantonsgericht von Graubünden hängig (ZK1 13 93). Mit Berufungsantwort vom 9. 
Oktober 2013 stellte Y._____ den Antrag, bezüglich der verlangten 
Beweisabnahmen sei lediglich das Einholen von Berichten bei der Pflegefamilie 
sowie beim Beistand zuzulassen, wohingegen von weiteren Beweisabnahmen 
abzusehen sei. Im Übrigen stellte er Antrag auf Abweisung der Berufung. Mit 
Eingabe vom 15. Januar 2014 liess X._____ dem Kantonsgericht einen neu 
abgeschlossenen Arbeitsvertrag zukommen mit der Bitte, diesen zu den Akten zu 
nehmen. Am 12. Februar 2014 nahm Y._____ hierzu Stellung und mit Schreiben 
vom 19. Februar 2014 erfolgte wiederum eine Stellungnahme von X._____ zur 
vorangegangenen Stellungnahme der Gegenpartei.

K. Nachdem die Rechtsvertreterin von Y._____ mit Schreiben vom 19. März 
2014 gegen eine von X._____ veranlasste Intervention ihres Psychotherapeuten, 
Dr. F._____, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Region 
Winterthur und Andelfingen protestiert und die Vornahme weiterer Abklärungen 
seitens des Gerichts verlangt hatte, teilte die Vorsitzende der I. Zivilkammer den 
Parteien mit Schreiben vom 20. März 2014 mit, sie sei von der zuständigen 
Fachmitarbeiterin der KESB bereits darüber orientiert worden, dass X._____ 
wegen des Besuchsrechts zu ihren Töchtern an die KESB gelangt sei. Da es 
derzeit offenbar an einer vollstreckbaren Regelung fehle, werde die KESB die 
erforderlichen Abklärungen treffen und nötigenfalls – sofern keine einvernehmliche 
Lösung möglich sei und eine Zuständigkeit der KESB im Sinne von Art. 315a Abs. 
3 Ziff. 2 ZGB entfalle – Antrag auf eine vorsorgliche Regelung des Besuchsrechts 
stellen. Zurzeit bestehe aus Sicht des Kantonsgerichts von Graubünden daher 
kein Handlungsbedarf. Mit Schreiben vom 28. März 2014 stellte die 
Rechtsvertreterin von Y._____ den Antrag, es sei festzustellen, dass die Regelung 
eines allfälligen Besuchsrechts von X._____ gegenüber ihren beiden Töchtern 
gestützt auf Art. 315a Abs. 1 ZGB Sache des Kantonsgerichts von Graubünden 
sei und nicht in die Kompetenz der KESB falle. Die entsprechende Eingabe wurde 
X._____ von der Vorsitzenden der I. Zivilkammer am 31. März 2014 zur 
Kenntnisnahme zugestellt. Gleichzeitig wurde ihr für eine Stellungnahme und 
Einreichung eines konkreten Antrags – falls ihrerseits eine vorsorgliche Regelung 

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des Besuchsrechts durch das Gericht für erforderlich erachtet werde – Frist bis 
zum 11. April 2014 eingeräumt.

L. Mit Eingabe vom 11. April 2014 reichte X._____ beim Kantonsgericht von 
Graubünden ein Gesuch um Regelung des Besuchsrechts für die Dauer des 
Berufungsverfahrens ein, wobei sie folgende Anträge stellte:

"1. X._____ sei für die Dauer des Berufungsverfahrens und des 
Obhutsentzugs gegenüber ihren Kindern A._____, geb. _____2001, 
und B._____, geb. _____2003, ein Besuchsrecht an jedem 1. und 3. 
Wochenende im Monat von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr sowie 
ein Ferienrecht von 3 Wochen pro Jahr einzuräumen. Eventualiter sei 
das Besuchs- und Ferienrecht für die Dauer des Berufungsverfahrens 
nach richterlichem Ermessen festzulegen.

2. Es sei der Gesuchstellerin mit superprovisorischer Verfügung ein 
begleitetes Besuchsrecht, auszuüben im BesuchsTreff H._____ an 
jedem 1. Sonntag im Monat von 10.30 bis 16.30 Uhr, einzuräumen, 
und es sei die KESB Region Winterthur und Andelfingen bzw. der 
Beistand der Kinder mit der Organisation dieses Besuchsrechts zu 
beauftragen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des 
Gesuchsgegners."

M. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. April 2014 
wurde das Begehren um Erlass einer superprovisorischen Verfügung im Sinne 
von Ziffer 2 des Rechtsbegehrens in Anbetracht der kurzen, nur aus wichtigen 
Gründen erstreckbaren Frist zur Stellungnahme und des Fehlens einer 
besonderen Dringlichkeit im Sinne von Art. 265 ZPO abgelehnt. Gleichzeitig wurde 
Y._____ das Gesuch von X._____ zugestellt und Frist eingeräumt, bis zum 30. 
April 2014 eine Stellungnahme einzureichen. Eine Kopie des Gesuchs ging 
alsdann auch an die KESB Bezirke Winterthur und Andelfingen mit dem Ersuchen, 
umgehend eine Anhörung der Kinder A._____ und B._____ zum beantragten 
Besuchsrecht der Mutter vorzunehmen oder durch eine geeignete Fachperson 
vornehmen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Pflegeeltern, 
C._____ und D._____, zu ihren bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen bei 
der Ausübung des mütterlichen Besuchsrechts befragt und ihnen Gelegenheit 
gegeben werden, sich zu den Anträgen der Mutter zu äussern. Abschliessend 
wurde die KESB Bezirke Winterthur und Andelfingen darum ersucht, dem 
Kantonsgericht von Graubünden das Ergebnis der Anhörungen zusammen mit 
den weiteren die Kinder betreffenden Akten sowie ihren Empfehlungen zur 
Ausgestaltung des Besuchsrechts der Mutter bis spätestens am 30. April 2014 
zukommen zu lassen. Der entsprechende Bericht der KESB Bezirke Winterthur 

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und Andelfingen datiert vom 24. April 2014 (Poststempel 25. April 2014) und ging 
am 28. April 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden ein.

N. Mit Vernehmlassung vom 28. April 2014 stellte Y._____ folgende Anträge 
zuhanden des Kantonsgerichts von Graubünden:

"1. Die Haupt- und Eventualiterrechtsbegehren von Frau X._____ seien 
abzulehnen.

2. Das Besuchsrecht von Frau X._____ sei während der Dauer des 
Berufungsverfahrens auf ein begleitetes Besuchsrecht von einem Mal 
pro Monat, wie in Ziff. 2 vorgeschlagen, zu beschränken. Dies unter 
dem Vorbehalt des Einverständnisses der Kinder und dass dadurch 
das Wohl der Kinder, vor und nach dessen Ausübung, nicht gefährdet 
wird. Die diesbezügliche Beurteilung ist Sache der mit den Kindern im 
gemeinsamen Haushalt lebenden Pflegeeltern, welche an den 
Beistand weiterzuleiten ist.

3. Von der Einholung eines Berichts von Dr. F._____ sei abzusehen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchstellerin."

O. In seiner Stellungnahme zum Bericht der KESB Bezirke Winterthur und 
Andelfingen vom 13. Mai 2014 stellte Y._____ folgende Anträge:

"1. Unverändert gemäss Vernehmlassung vom 28.04.2014 soweit dies die 
Ziffern 1, 3 und 4 betrifft.

2. Ziffer 2 wird um Absatz a) und b) ergänzt:
a) Mit dem begleiteten Besuchsrecht sei frühestens nach den 
Herbstferien, und nicht wie von der KESB Winterthur/Andelfingen in 
Ziffer 2 empfohlen bereits nach den Sommerferien, zu beginnen.
b) Die Empfehlungen der KESB in Ziffer 3 seien insoweit abzuändern, 
als dass die für das begleitete Besuchsrecht eingesetzte und somit 
verantwortliche Sozialpädagogische Familienbegleiterin dem Beistand 
nicht halb- sondern vierteljährlich im ersten Jahr Bericht erstatten soll.

3. Die im Zuge des Erlasses vorsorglicher Massnahmen in Ziffer 3 durch 
die KESB neu formulierten Aufträge an den Erziehungsbeistand seien 
um Ziffer 2 b des Scheidungsurteils vom 19.8.2013 zu ergänzen, 
nämlich den Obhutsentzug aufzuheben, sobald die Voraussetzungen 
betreffend Betreuung durch den Sorgerechtsinhaber gegeben sind.

4. Gegen die Errichtung von Prozessbeistandschaften für die Kinder ist 
grundsätzlich nichts einzuwenden."

P. Am 20. Mai 2014 reichte auch X._____ ihre Stellungnahme ein, in welcher 
sie sich mit den Empfehlungen der KESB Bezirke Winterthur und Andelfingen 
weitgehend einverstanden erklärte.

Auf die weitergehenden Ausführungen in den Rechtsschriften, auf die 
Empfehlungen im Bericht der KESB Bezirke Winterthur und Andelfingen sowie auf 

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die hierzu ergangenen Stellungnahmen wird, soweit erforderlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Das vorliegende Massnahmeverfahren betrifft die vorläufige Regelung des 
Besuchsrechts der Mutter gegenüber ihren beiden Töchtern für die Dauer des 
Ehescheidungsverfahrens. Das Scheidungsgericht bleibt solange für vorsorgliche 
Massnahmen zuständig, als noch nicht abschliessend über die Scheidungsfolgen 
entscheiden worden ist (vgl. Art. 276 Abs. 3 ZPO). Wird gegen die gerichtliche 
Regelung der Nebenfolgen ein Rechtsmittel ergriffen, fällt die Anordnung oder 
Änderung der vorsorglichen Massnahmen in die Zuständigkeit der Rechtsmittel-
instanz (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 5A_705/2011 vom 15. Dezember 
2011, E. 1.1, und 5A_725/2012 vom 18. Februar 2013, E. 1). Im vorliegenden Fall 
hat die Gesuchstellerin den im Ehescheidungsverfahren ergangenen Entscheid 
des Bezirksgerichts Plessur vom 19. August 2013, mitgeteilt am 20. August 2013, 
mittels Berufung angefochten. Dieses Verfahren ist noch nicht rechtskräftig 
erledigt. Das Gesuch vom 11. April 2014 wurde somit während eines hängigen 
Berufungsverfahrens gestellt, weshalb die Zuständigkeit für den Erlass 
vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren in die Kompetenz des 
Kantonsgerichts von Graubünden als Rechtsmittelinstanz fällt. Gemäss Art. 9 Abs. 
1 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in Verbindung mit Art. 
11 Abs. 1 und Art. 15 lit. b der Verordnung über die Organisation des 
Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100) ist im Berufungsverfahren vor Kantonsgericht 
von Graubünden die Kammervorsitzende zum Erlass oder zur Abänderung 
vorsorglicher Massnahmen nach Art. 276 ZPO zuständig.

2. Art. 276 ZPO regelt die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen im 
Scheidungsverfahren. Gemäss Art. 276 Abs. 1 Satz 2 ZPO finden die 
Bestimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
und damit die Art. 271 ff. ZPO sinngemäss Anwendung. Für die vorsorglichen 
Massnahmen gilt damit wie unter dem bisherigen Recht, dass diese in einem 
raschen Verfahren erlassen werden. Es kommen mithin die Vorschriften über das 
summarische Verfahren unter Einbezug der Art. 272 und Art. 273 ZPO zur 
Anwendung (vgl. Beatrice van de Graaf, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], 
Kurzkommentar ZPO, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 276 ZPO). Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens bildet die Regelung des Besuchsrechts der 
Gesuchstellerin gegenüber ihren beiden Töchtern, es geht mithin um 

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Kinderbelange. Bei Kinderbelangen in familienrechtlichen Angelegenheiten 
erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne 
Bindung an die Parteianträge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Die genannte 
Bestimmung übernimmt inhaltlich vollumfänglich die Regelung des bisherigen 
Rechts. Soweit Kinderbelange strittig sind, gelangt daher die Untersuchungs- und 
Offizialmaxime in allen familienrechtlichen Verfahren und in allen 
Verfahrensstadien, mithin auch im Verfahren über vorsorgliche Massnahmen 
sowie im Rechtsmittelverfahren, als allgemeiner Grundsatz zur Anwendung (vgl. 
Roland Fankhauser, Das Scheidungsverfahren nach neuer ZPO, fampra.ch 2010, 
S. 756; Jonas Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, 
N 3 ff. zu Art. 296 ZPO; Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 3 zu 
Art. 296 ZPO; Stefanie Pfänder Baumann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 
2011, N 1 zu Art. 296 ZPO; Annette Spycher, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 1 und N 5 f. zu Art. 296 ZPO; van de 
Graaf, a.a.O., N 1 ff. zu Art. 296 ZPO). Als Ausfluss der Untersuchungs- und 
Offizialmaxime hat das Gericht notfalls auch von Amtes wegen die erforderlichen 
Beweise zu erheben (Annette Dolge, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 
2011, N 9 zu Art. 277 ZPO). Dem folgend hat die Vorsitzende der I. Zivilkammer 
im vorliegenden Fall die KESB Bezirke Winterthur und Andelfingen (nachfolgend 
KESB) darum ersucht, umgehend eine Anhörung der Kinder A._____ und B._____ 
zum beantragten Besuchsrecht der Mutter vorzunehmen oder durch eine 
geeignete Person vornehmen zu lassen und bei dieser Gelegenheit auch die 
Pflegeeltern, C._____ und D._____, zu ihren bisherigen Beobachtungen und 
Erfahrungen bei der Ausübung des mütterlichen Besuchsrechts zu befragen und 
ihnen Gelegenheit zu geben, sich zu den Anträgen der Mutter zu äussern (act. 
D.1). Der entsprechende Bericht der KESB datiert vom 24. April 2014 und liegt bei 
den Akten (act. A.2).

3. Die Gesuchstellerin beantragt in ihrem Gesuch vom 11. April 2014, es sei 
ihr für die Dauer des Berufungsverfahrens und des Obhutsentzugs gegenüber 
ihren Kindern A._____ und B._____ ein Besuchsrecht an jedem ersten und dritten 
Wochenende im Monat von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, sowie ein 
Ferienrecht von drei Wochen pro Jahr einzuräumen. Eventualiter sei das Besuchs- 

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und Ferienrecht für die Dauer des Berufungsverfahrens nach richterlichem 
Ermessen festzulegen. Die Gesuchstellerin ist der Auffassung, dass vorliegend 
keine Gründe im Sinne von Art. 274 Abs. 2 ZGB bestünden, das ihr zustehende 
Recht auf persönlichen Verkehr mit ihren Töchtern zu verweigern. Weder habe sie 
das Besuchsrecht pflichtwidrig ausgeübt, noch habe sie sich nicht ernsthaft um 
ihre Kinder gekümmert. Auch das Wohl der Kinder würde durch die Kontakte mit 
ihr nicht gefährdet. Sie habe seit der Trennung der Parteien bis zu ihrer 
Einweisung in die Klinik die Obhut über die Kinder gehabt. Deren Wohl sei nicht in 
Gefahr gewesen, wenngleich die Verhältnisse nicht immer und zu jeder Zeit ideal 
gewesen seien. Die Tatsache, dass sie (die Gesuchstellerin) nach wie vor im 
Haushalt ihrer Eltern lebe, könne nicht dazu führen, ihr das Verkehrsrecht zu 
verweigern. Das Bezirksgericht Plessur habe das Besuchsrecht denn auch nur 
unter Hinweis auf ihren gesundheitlichen Zustand eingeschränkt und sie für 
berechtigt erklärt, A._____ und B._____ an jedem ersten und dritten Wochenende 
im Monat zu sich auf Besuch und während drei Wochen im Jahr zu sich in die 
Ferien zu nehmen, sobald sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert habe; die 
Wohnsituation sei hingegen nicht als dem Kindeswohl abträglich qualifiziert 
worden. Mit Schreiben vom 9. März 2014 habe der sie behandelnde 
Psychotherapeut, Dr. F._____, der KESB bestätigt, dass ihr psychischer Zustand 
stabil sei und seiner Ansicht nach das unbegleitete Besuchsrecht in Kraft gesetzt 
werden könne. Sie sei in der Lage, ihre Kinder auch ohne Aufsicht adäquat zu 
betreuen, und zwar auch im Haushalt ihrer Eltern. Ebenso wenig gebe es andere 
wichtige Gründe, das Besuchsrecht zu verweigern oder nur eingeschränkt zu 
gewähren. Auch der Umstand, dass die Kinder die Kontakte zu ihr nicht zu suchen 
scheinen oder sich abwehrend verhalten würden, sei nicht per se ein Grund für 
eine gänzliche Besuchsrechtsverweigerung. Ihre Töchter befänden sich 
zweifelsohne in einer schwierigen Situation, allerdings seien die beiden im Alter 
von 13 und 11 Jahren noch jung und nicht in der Lage, die Auswirkungen des 
Kontaktverlustes und der damit einhergehenden Entfremdung von ihrer Mutter 
abzuschätzen. Sie benötigten Unterstützung, um mit einer derart schwierigen 
Situation fertig zu werden und die Ereignisse zu verarbeiten. Sie von der "Pflicht", 
mit der Mutter Kontakt zu haben, zu entlasten, sei jedoch nicht der geeignete Weg 
und entspreche nicht dem Kindeswohl. Für ihre gesunde Entwicklung sei aus 
entwicklungspsychologischer Sicht vielmehr auch die Beziehung zu den leiblichen 
Eltern äusserst wichtig und eine Entfremdung von der leiblichen Mutter schlecht. 
Genau dies und damit einhergehend ein Realitätsverlust über die Person ihrer 
Mutter drohe aber in der heutigen Situation, hätten sie sich nun doch über Wochen 
und Monate hinweg nicht mehr gesehen.

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Der Gesuchsgegner stellt in seiner Vernehmlassung vom 28. April 2014 Antrag 
auf Abweisung des Begehrens der Gesuchstellerin und verlangt seinerseits, das 
Besuchsrecht der Gesuchstellerin sei während der Dauer des 
Berufungsverfahrens auf ein begleitetes Besuchsrecht von einem Mal pro Monat 
zu beschränken. Dies unter dem Vorbehalt des Einverständnisses der Kinder und 
dass dadurch deren Wohl nicht gefährdet werde, wobei die diesbezügliche 
Beurteilung Sache der mit den Kindern im gemeinsamen Haushalt lebenden 
Pflegeeltern sei, welche an den Beistand weiterzuleiten sei. Es gebe genügend 
Gründe, das Besuchsrecht der Kindsmutter auf ein begleitetes Besuchsrecht zu 
beschränken. So hätten sich beide Töchter bei der Familie CD._____ sehr gut 
entwickelt, was nicht zuletzt auch damit zusammenhänge, dass sie kaum Kontakt 
zur Mutter gehabt hätten, welche sie in ihrem Gemütszustand ohne Frage 
destabilisiert hätte. Diese Tatsache habe sehr positive Auswirkungen auch auf 
deren Sozialkompetenzen und schulischen Leistungen gehabt. Aufgrund dessen 
sei das begleitete Besuchsrecht aus seiner Sicht denn auch nur vertretbar, soweit 
A._____ und B._____ ihre Mutter sehen wollten und die Familie CD._____ der 
Meinung sei, dass sich die Besuche mit dem Wohl der Kinder vereinbaren liessen. 
Mangels Kontakt der Gesuchstellerin mit ihren Kindern in jüngster Zeit – aus 
welchem Grund auch immer – vermöge Erstere den Reifegrad ihrer Kinder 
offensichtlich in keiner Weise abzuschätzen. Die beiden 13 und 11 Jahre alten 
Kinder wüssten nämlich sehr wohl, was sie wollen und wo sie sich wohl fühlen. Zu 
behaupten, es bestehe auch aus Sicht der Kinder eine Dringlichkeit, Besuche 
zwischen ihnen und ihrer Mutter zu organisieren, entspreche vermutlich eher dem 
Wunschdenken der Gesuchstellerin. Jedenfalls sei es weder den Interessen der 
Kindsmutter noch denjenigen der Töchter dienlich, Letztere zu einem Kontakt mit 
ihrer Mutter zu zwingen, zumal die grosse Gefahr bestehe, dass die positive 
Entwicklung der beiden Töchter abrupt beendet werde, wenn nicht sogar einen 
Rückschlag erleide; dies sei in jedem Fall zu vermeiden.

4. Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das 
unmündige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen 
Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Während früher der Zweck des Besuchsrechts vor 
allem darin gesehen wurde, es dem Besuchsberechtigten zu ermöglichen, die 
verwandtschaftlichen Beziehungen zum Kind aufrechtzuerhalten, wird heute vor 
allem das Bedürfnis des Kindes betont, regelmässige Kontakte zu beiden Eltern 
zu haben. So ist bekannt, dass ein Kind die Trennung der Eltern leichter 
verarbeitet, wenn es zu beiden Eltern Kontakt behält. Auch wo noch keine 
emotionale Eltern-Kind-Beziehung bestand, ist heute anerkannt, dass aus 

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Gründen der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes der Aufbau einer solchen 
Beziehung durch persönlichen Verkehr gefördert werden sollte. Nur durch 
Besuchskontakte kann einer in der Phantasie des Kindes stattfindenden 
Idealisierung oder Dämonisierung des abwesenden Elternteils gegengesteuert 
werden. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es somit nicht darum, einen 
gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den 
elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln (Ingeborg 
Schwenzer, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., Basel 2010, N 6 zu Art. 273 ZGB mit weiteren 
Hinweisen; BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590). Was unter einem angemessenen 
persönlichen Verkehr im Sinne von Art. 273 Abs. 1 ZGB zu verstehen ist, lässt 
sich grundsätzlich nur anhand der Umstände des Einzelfalls unter 
Berücksichtigung des Zwecks des Besuchsrechts bestimmen. In Betracht zu 
ziehen sind dabei unter anderem das Alter des Kindes, die Persönlichkeit und 
Bedürfnisse des Kindes und des Besuchsberechtigten, die Beziehung des Kindes 
zum Besuchsberechtigten, die Beziehung der Eltern untereinander, die zeitliche 
Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten sowie auch deren 
Gesundheitszustand. Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen 
Verkehrs ist stets das Kindeswohl; allfällige Interessen der Eltern haben 
zurückzustehen (Schwenzer, a.a.O., N 10 zu Art. 273 ZGB; Andrea 
Büchler/Annatina Wirz, in: Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, 
Band I: ZGB, 2. Aufl., Bern 2011, N 21 zu Art. 273 ZGB). Auszugehen ist dabei 
von der kinderpsychologischen Erkenntnis, dass in der Regel eine Beziehung zu 
beiden Elternteilen wichtig ist, da sie bei der Entwicklung und Identitätsfindung des 
Kindes eine wichtige Rolle spielen kann (Urteil des Bundesgerichts 5A_716/2010 
vom 23. Februar 2011, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Wird das Wohl des Kindes 
durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, 
haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert oder liegen andere wichtige 
Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder 
entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Unter andere wichtige Gründe im Sinne 
der genannten Bestimmung fällt namentlich auch der entgegenstehende 
Kindeswille. Während nach früher überwiegender Lehre und Rechtsprechung die 
Haltung des Kindes bei der Regelung des Besuchsrechts nur eine untergeordnete 
Rolle spielte, gebieten die veränderte Sichtweise des Besuchsrechts und sein 
Zweck nunmehr, die Wünsche und Meinungen des Kindes vorrangig zu 
berücksichtigen. Solange das Kind sich ernsthaft weigert, mit dem nicht 
obhutsberechtigten Elternteil zusammenzukommen, ist eine mit dem Kindeswohl 

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zu vereinbarende Durchführung der Kontakte nicht möglich (Schwenzer, a.a.O., N 
13 zu Art. 274 ZGB).

a. Gestützt auf die Anhörungen der Eltern, der Kinder, das Gespräch mit den 
Pflegeeltern, die Stellungnahme des Beistandes, das Schreiben der Therapeutin 
von A._____ sowie demjenigen des Therapeuten der Gesuchstellerin gelangte die 
KESB in ihren Empfehlungen vom 24. April 2014 (act. A.2) zur Einschätzung, dass 
A._____ und B._____ grundsätzlich nicht zu den Besuchen mit ihrer Mutter 
gezwungen werden sollten. So hätten sie gegenüber der Fachmitarbeiterin der 
KESB klar ihren Willen geäussert, ihre Mutter zurzeit nicht sehen zu wollen. Ihr 
Wille sei massgebend, da A._____ im Sommer 13 Jahre und B._____ 11 Jahre alt 
würden und ihre Urteilsfähigkeit diesbezüglich angenommen werden könne. Die 
Erzwingung von Besuchskontakten gegen den Willen der Mädchen sei nicht 
sinnvoll. Insbesondere das Verhalten von A._____ während der Anhörung habe 
die klare Belastung und Überforderung der Situation mit ihrer Mutter aufgezeigt. 
Eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Mutter würde dem Willen der Kinder 
deutlich widersprechen und wäre für die Weiterentwicklung der Beziehung 
zwischen der Mutter und den Kindern kontraproduktiv. Die Gründe der Kinder für 
die Verweigerung der Besuche beruhten vordergründig hauptsächlich auf 
negativen Erinnerungen an ihre Mutter, welchen meist die fehlende Verlässlichkeit 
und Abwesenheit derselben zugrunde lägen. Nebst diesen Erinnerungen hätten 
die Mädchen in den letzten Jahren die Trennung ihrer Eltern, den Umzug von 
O.1_____ nach O.2_____ mit ihrer Mutter, deren fürsorgerische Unterbringung 
sowie die darauffolgende Platzierung in der Pflegefamilie erlebt. Weshalb diese 
Erlebnisse zum heutigen Zeitpunkt zu einer solchen Ablehnung und Angst 
gegenüber der Mutter führten, könne hier nicht beurteilt werden, sei aber für die 
derzeitige Besuchsrechtssituation auch nicht relevant. Massgebend sei, dass die 
Mädchen diesen Willen derzeit klar äusserten. Ein wichtiger Grund nach Art. 274 
Abs. 2 ZGB, gemäss welchem das Besuchsrecht verweigert oder entzogen 
werden könne, sei der entgegenstehende Kindeswille. Aufgrund dessen, was die 
Kinder in den letzten Jahren alles hätten durchmassen müssen und wie sie ihre 
Mutter in ihrer Rolle ihnen gegenüber subjektiv wahrnähmen, sei deren derzeitige 
Ablehnung gegenüber der Mutter durchaus nachvollziehbar. Die Wichtigkeit der 
Beziehung der Mädchen zu ihrer Mutter als leiblicher Elternteil werde jedoch 
keineswegs bestritten. Aus entwicklungspsychologischer Sicht sei der Kontakt 
zum nicht obhutsberechtigten Elternteil im Hinblick auf die Persönlichkeits- und 
Identitätsentwicklung von grosser Bedeutung. Trotzdem stünden die Kinder zurzeit 
an einem anderen Punkt als ihre Mutter und wollten nicht einmal begleitete, 

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geschweige denn unbegleitete Besuche bei ihr wahrnehmen. Es gelte nun, das 
Vertrauen zwischen den Kindern und ihrer Mutter wieder aufzubauen. Dies soll in 
einem aufbauenden Prozess gelingen, welcher zwar Zeit in Anspruch nehmen 
werde, sich aber gerade hinsichtlich einer gesunden Entwicklung der Mädchen 
wirklich lohne. Hinsichtlich der Dauer des Kontaktunterbruchs stützte die KESB 
ihre Empfehlungen unter anderem auf den Austausch mit H._____, Psychologin 
am G._____ Institut, O.3_____, gemäss welcher eine Entfremdung des Kindes in 
der Realität meistens nicht stattfinde, sondern es dem Kind vielmehr gut tue, zu 
merken, dass die Erwachsenen seine Bedürfnisse beziehungsweise seinen Willen 
ernst nähmen und entsprechend handelten sowie es dadurch entlasteten. Unter 
Berücksichtigung dieses Aspekts sei der starke Wille der Kinder zum heutigen 
Zeitpunkt höher zu gewichten als die Befürchtungen von Seiten der Mutter 
hinsichtlich der Auswirkungen eines Kontaktabbruchs. Der KESB erscheint in 
dieser Situation eine Pause bis nach den Sommerferien 2014 als angemessen.

b. Aufgrund der vorangegangenen Ausführungen empfiehlt die KESB im Zuge 
der vorsorglichen Massnahmen gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB die Anordnung 
einer geeigneten sozialpädagogischen Familienbegleitung, welche vorzugsweise 
einen fachlich psychologischen Hintergrund aufweisen sollte. Diese soll nach 
Einschätzung der KESB damit beauftragt werden, (a) die Wiederaufnahme der 
Besuchskontakte zwischen A._____ und B._____ und ihrer Mutter, welche nach 
den Sommerferien 2014 einmal im Monat (mit einer stundenweise Aufbauphase) 
stattfinden sollten, eng zu begleiten; (b) mit A._____ und B._____ sowie der 
Mutter bereits vor den Sommerferien separat ein erstes Gespräch zu vereinbaren, 
um sich kennenzulernen und die Bedürfnisse zu erfahren, sowie Gedanken 
bezüglich eines Treffens nach den Ferien auszutauschen; (c) A._____ und 
B._____ sowie die Mutter nach den Sommerferien in regelmässigen Gesprächen 
auf eine unbelastete Ausübung des Besuchskontaktes zu coachen, insbesondere 
die Kinder sowie auch die Mutter auf die Besuchskontakte vorzubereiten sowie die 
Besuche mit allen Beteiligten nachzubesprechen; (d) bei den Besuchen A._____ 
und B._____ jeweils von zu Hause abzuholen, gemeinsam die Mutter zu treffen, 
während des Besuchs anwesend zu bleiben sowie die beiden anschliessend 
wieder nach Hause zu begleiten (act. A.2 S. 4). Die Gesuchstellerin teilt die 
Ansicht der KESB, wonach das Vertrauen zwischen den Kindern und ihr wieder 
aufgebaut werden müsse, und kann damit leben, wenn die begleiteten 
Besuchstage bei ihr erst nach den Sommerferien 2014 aufgenommen werden. 
Ebenso ist sie mit der von der KESB vorgeschlagenen sozialpädagogischen 
Familienbegleitung einverstanden. In diesem Zusammenhang befürwortet sie 

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auch, dass diese einer weiblichen Person übertragen werden soll, zumal sie auch 
von den Kindern gehört habe, dass diese eine Frau bevorzugen würden (act. A.5 
S. 1 f.). Auch vom Gesuchsgegner, welcher sich erleichtert und erfreut zeigt, dass 
eine Lösung getroffen werde, in welcher das Wohl der Kinder die massgebende 
Richtschnur sei, werden die von der KESB vorgeschlagenen Empfehlungen 
grundsätzlich positiv aufgenommen. In Bezug auf einzelne Punkte in der 
Ausgestaltung der zukünftigen begleiteten Besuchskontakte bestehen seinerseits 
indessen gewisse Vorbehalte. Darauf ist im Folgenden einzugehen:

c. Zunächst beanstandet der Gesuchsgegner den von der KESB empfohlenen 
Beginn für die Wiederaufnahme der begleiteten Besuchskontakte, welcher auf 
nach den Sommerferien 2014 angesetzt wurde. Dies könne er keinesfalls 
zulassen; der früheste Termin sei für ihn erst nach den Herbstferien 2014. Dieser 
Einwand ist berechtigt. So ist denn auch die KESB – namentlich unter Hinweis auf 
die klare Belastung und Überforderung seitens von A._____ – anfänglich zur 
Auffassung gelangt, dass eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Mutter dem 
Willen der Kinder deutlich widersprechen würde und für die Weiterentwicklung der 
Beziehung zwischen der Mutter und ihren Kindern kontraproduktiv wäre. Nach 
Auffassung der KESB gilt es in erster Linie, das Vertrauen zwischen den Töchtern 
und deren Mutter wieder aufzubauen, was zwar Zeit in Anspruch nehme, 
hinsichtlich einer gesunden Entwicklung der beiden Mädchen aber notwendig sei. 
Aus welchem Grund sie anschliessend dennoch die Empfehlung abgibt, mit der 
Wiederaufnahme der begleiteten Besuchskontakte bereits nach den 
Sommerferien zu beginnen, erscheint unter diesen Umständen in der Tat nicht 
ganz verständlich. Zwar halten auch die Pflegeeltern eine Wiederaufnahme der 
Besuchskontakte für die Zeit nach den Sommerferien für akzeptabel. Gleichzeitig 
plädieren sie aber auch dafür, dass die Kinder für einen Moment eine Pause 
erhalten sollten. Die Besuche bei ihrer Mutter würden zwar seit Weihnachten nicht 
mehr stattfinden; eine richtige Pause zugunsten der Kinder sei aber dennoch nicht 
erfolgt, da diese einerseits darüber im Unklaren seien, wann sie ihre Mutter das 
nächste Mal sehen müssten, was ihnen Angst mache, und andererseits viele 
Gespräche stattfänden, in denen sie jeweils über ihre Mutter und die betreffenden 
Besuche sprechen müssten (act. 43). Hierauf weist auch der Gesuchgegner in 
seiner Vernehmlassung zu Recht hin (act. A.4 S. 6). Die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer kommt angesichts der vorliegenden Umstände in Übereinstimmung 
mit der Einschätzung der Pflegeeltern und dem Gesuchsgegner zum Schluss, 
dass es im vorliegenden Fall unerlässlich ist, A._____ und B._____ eine 
angemessene Verschnaufpause einzuräumen. Diesem Umstand wird indessen 

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nur unzureichend Rechnung getragen, wenn bereits vor den anstehenden 
Sommerferien ein Erstgespräch mit den Kindern stattfinden und schon nach den 
Sommerferien die Wiederaufnahme des begleiteten Besuchsrechts in Angriff 
genommen werden soll. Den Kindern wäre es unter diesen Umständen nämlich 
nicht möglich, die kommenden Sommerferien unbeschwert geniessen zu können, 
müssten sie sich doch bereits wieder über die künftig anfallenden 
Besuchskontakte mit ihrer Mutter Gedanken machen. Angesichts dessen, dass 
sowohl A._____ als auch B._____ sich noch im April diesen Jahres dahingehend 
geäussert haben, ihre Mutter derzeit nicht sehen zu wollen und sich bei der 
Familie CD._____ sehr wohl zu fühlen (act. 41 und 42), kann eine 
Wiederaufnahme der Besuchskontakte bereits nach den Sommerferien nicht als 
mit dem Kindeswohl vereinbar bezeichnet werden. Bei der Festsetzung der 
Wiederaufnahme der Besuchskontakte ist sodann auch zu berücksichtigen, dass 
sich die beiden Kinder seit der Fremdplatzierung bei der Pflegefamilie sowohl in 
schulischer als auch in sozialer Hinsicht äusserst positiv entwickelt haben (vgl. 
hierzu den Bericht des Beistands I._____ vom 1. April 2014, act. 32). Diese 
durchwegs positive Entwicklung soll nunmehr nicht durch eine verfrühte 
Wiederaufnahme der Kontakte mit ihrer Mutter und der damit einhergehenden 
psychischen Belastungen sowie den damit zusammenhängenden Angstzuständen 
zunichte gemacht werden. Auch unter diesem Aspekt scheint es in der konkreten 
Situation angebracht, mit der Wiederaufnahme der Besuchskontakte noch etwas 
länger zuzuwarten. Gleichzeitig hat auch das Erstgespräch zwischen der 
Familienbegleiterin und den beiden Mädchen sowie der Mutter nicht wie von der 
KESB empfohlen vor, sondern erst nach den Sommerferien 2014 stattzufinden. In 
der Folge wird es dann bei der Familienbegleiterin liegen, ob ein erster begleiteter 
Besuch allenfalls schon vor den Herbstferien 2014 durchgeführt werden kann oder 
ob damit bis nach den Herbstferien zugewartet werden soll. Dabei wird ihr 
aufgrund ihrer Erfahrung sowie ihren sozialpädagogischen und psychologischen 
Kenntnissen ein grosser Ermessensspielraum zustehen. Entsprechend den 
Empfehlungen der KESB soll die Familienbegleiterin die Kinder mit einem 
gewissen Nachdruck, jedoch ohne Zwang für die anstehenden Besuchstreffen mit 
ihrer Mutter zu motivieren versuchen und zugleich alles Notwendige unternehmen, 
um eine unbelastete Ausübung des Besuchsrechts zu ermöglichen. Als Ziel bleibt, 
die Besuche so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. Spätestens im Oktober 
2014 beziehungsweise nach den Herbstferien sollen daher die ersten begleiteten 
Besuchskontakte zwischen den beiden Mädchen und ihrer Mutter stattfinden.

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d. Was alsdann den vom Gesuchsgegner geltend gemachten Einbezug der 
Pflegeeltern bei der Ausübung des Besuchsrechts anbelangt, bleibt festzuhalten, 
dass es selbstredend im Ermessen der Familienbegleiterin liegen wird, bei 
Vorliegen ernsthafter Belastungssymptome bei den Kindern die Durchführung von 
Besuchen auszusetzen. Dass sie dabei die Pflegeeltern, welche jeden Tag mit 
den Kindern verbringen und über deren Gemütszustand daher am besten 
Bescheid wissen, in die laufende Beurteilung miteinbeziehen wird, liegt auf der 
Hand. Insofern sind Mitteilungen der Pflegeeltern an die Familienbegleiterin 
jederzeit möglich und es bedarf hierfür weder einer formellen Beauftragung zur 
"Anhörung" der Pflegeeltern noch einer entsprechenden Anordnung seitens des 
Gerichts.

e. Des Weiteren beantragt der Gesuchsgegner, die Familienbegleiterin habe 
dem Beistand im ersten Jahr nicht halb-, sondern vierteljährlich Bericht zu 
erstatten. Dieser Antrag ist abzuweisen. Die KESB hat in ihrem Bericht vom 24. 
April 2014 die Empfehlung abgegeben, dass der Beistand alle sechs Monate ein 
Gespräch mit der Familienbegleitung sowie einerseits mit den Kindern und 
andererseits mit der Mutter führen sollte, um zu vereinbaren, inwiefern die 
Familienbegleitung weiterhin erforderlich und wie mit den Besuchskontakten 
fortzufahren sei, sowie Antrag zu stellen habe, sofern andere 
Kindesschutzmassnahmen als notwendig erschienen (act. A.2 S. 5). Diese 
Empfehlung, welche dem Gericht sachgerecht erscheint, schliesst nicht aus, dass 
die Familienbegleiterin den Beistand bei Bedarf jeweils bereits vor Ablauf der 
Halbjahresfrist mit einem entsprechenden Bericht bedient. Es gilt denn auch zu 
berücksichtigen, dass es sich bei der betreffenden Empfehlung nicht um eine 
zwingende Anordnung handelt, sondern damit vielmehr sichergestellt werden soll, 
dass mindestens alle sechs Monate und damit in angemessenen Zeitabständen 
eine aktuelle Lagebeurteilung aufgrund von Gesprächen mit den Betroffenen 
stattfindet. In diesem Zusammenhang darf auch nicht ausser Acht gelassen 
werden, dass – wie die KESB zu Recht festhält – der anzuordnenden Massnahme 
auch Zeit eingeräumt werden soll, um die erhofften Ergebnisse – nämlich den 
Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen den beiden Töchtern und ihrer 
Mutter mittels einer mit dem Kindeswohl verträglichen Wiederaufnahme der 
Besuchskontakte – herbeizuführen. Damit besteht nach Ansicht des Gerichts 
weder unter sachlichen noch unter zeitlichen Gesichtspunkten eine Notwendigkeit 
für die vom Gesuchsgegner verlangte Anordnung zu vierteljährlichen 
Berichterstattungen zuhanden des Beistands.

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f. In Ziffer 3 seines Rechtsbegehrens stellt der Gesuchsgegner sodann den 
Antrag, die durch die KESB in ihren Empfehlungen neu formulierten Aufträge an 
den Erziehungsbeistand seien dahingehend zu ergänzen, als der Obhutsentzug 
aufzuheben sei, sobald die Voraussetzungen betreffend Betreuung durch den 
Sorgerechtsinhaber gegeben seien. Die Frage der Sorgerechtszuteilung bildet 
indessen Gegenstand des Hauptverfahrens, so dass eine Beauftragung zur 
Antragstellung auf Aufhebung des Obhutsentzuges zum gegenwärtigen Zeitpunkt 
keinen Sinn macht. Eine diesbezügliche Anordnung wird vielmehr erst mit dem 
Entscheid im Hauptverfahren zu treffen sein.

g. Was schliesslich die von der KESB für A._____ und B._____ empfohlene 
Einsetzung einer Kindesvertretung (Art. 299 ZPO) anbelangt, so wird die 
Vorsitzende der I. Zivilkammer eine derartige Anordnung erst bei einem Scheitern 
der auf den 7. Juli 2014 angesetzten Instruktionsverhandlung im Hauptverfahren 
(ZK1 13 93, act. D.18) einer eingehenden Beurteilung unterziehen. Vorerst wird 
darauf jedoch verzichtet.

h. Nach den vorangegangenen Ausführungen wird das Gesuch von X._____ 
dahingehend entschieden, als ihr für die Dauer des Berufungsverfahrens ein 
begleitetes und einmal monatlich auszuübendes Besuchsrecht eingeräumt wird, 
und zwar beginnend spätestens nach den Herbstferien 2014 mit einer 
stundenweisen Aufbauphase. Zum Zwecke der Wiederaufnahme und 
Unterstützung der Besuchskontakte wird gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB eine 
geeignete sozialpädagogische Familienbegleitung angeordnet, welche 
vorzugsweise über eine psychologische Fachausbildung verfügt. Diese wird damit 
beauftragt, mit A._____ und B._____ sowie mit deren Mutter nach den 
Sommerferien 2014 ein erstes Gespräch zur Vorbereitung der Besuchskontakte 
zu vereinbaren und diese in der Folge eng zu begleiten. Die weiteren Aufgaben 
gemäss lit. c und d (act. A.2 S. 4) bleiben – abgesehen vom neu festgesetzten 
Zeitpunkt – unverändert bestehen und bilden ebenfalls Bestandteil des Auftrags 
der einzusetzenden Familienbegleitung. Mit dem Vollzug dieser Massnahme wird 
die KESB Bezirke Andelfingen und Winterthur betraut (Art. 315a Abs. 1 ZGB). In 
diesem Zusammenhang wird gestützt auf den Bericht der KESB davon Vormerk 
genommen, dass die mit einzelrichterlichem Entscheid des Bezirksgerichts 
Plessur vom 5. März 2012 angeordnete Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 
308 Abs. 1 und 2 ZGB weiterzuführen ist. Mit Rücksicht darauf, dass der 
ursprüngliche Zweck der Beistandschaft inzwischen überholt ist und die mit 
Beschluss der damaligen Vormundschaftsbehörde O.2_____ vom 23. April 2012 
formulierten Aufträge der effektiven Tätigkeit des Beistandes nicht mehr 

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entsprechen, ist allerdings in Übereinstimmung mit den diesbezüglichen 
Empfehlungen der KESB – die seitens der Parteien unbestritten blieben – der 
Aufgabenkreis der Beistandschaft neu zu umschreiben. Entsprechend ist dem 
Beistand nebst der Unterstützung und Beratung der Eltern und der Sorge für die 
gedeihliche persönliche Entwicklung der beiden Mädchen namentlich die Aufgabe 
zu übertragen, die Weiterführung der therapeutischen Massnahmen der Kinder 
sicherzustellen und gegebenenfalls notwendige Interventionen einzuleiten sowie 
die Platzierung der Kinder zu überwachen und für deren Finanzierung besorgt zu 
sein. Im Weiteren hat der Beistand eine geeignete sozialpädagogische 
Familienbegleitung in die Wege zu leiten, zu überwachen und für deren 
Finanzierung zu sorgen. In diesem Zusammenhang hat er schliesslich – wie 
bereits erwähnt – alle sechs Monate ein gemeinsames Gespräch mit der 
Familienbegleitung sowie einerseits mit den Kindern und andererseits mit der 
Mutter zu führen, um zu vereinbaren, inwiefern die Familienbegleitung weiterhin 
erforderlich und wie mit den Besuchskontakten fortzufahren ist, sowie Antrag zu 
stellen, sofern andere Kindesschutzmassnahmen als notwendig erscheinen. 
Aufgrund der vorliegenden Umstände, insbesondere des belasteten Verhältnisses 
zwischen der Pflegefamilie und der leiblichen Mutter erachtet die KESB eine 
Aufteilung der Aufträge und besonderen Befugnisse auf zwei Mandatspersonen 
als sinnvoll. Auch dieser Empfehlung kann – zumal es sich dabei an sich um eine 
Frage des Vollzugs der Beistandschaft handelt, welcher ohnehin in die 
Zuständigkeit der KESB fällt – gefolgt werden.

5.a. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, bestehend aus 
den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der 
unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden 
die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 
ZPO). Gestützt hierauf sowie auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO, wonach das Gericht in 
familienrechtlichen Verfahren von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die 
Prozesskosten nach Ermessen verteilen kann, rechtfertigt es sich beim Ausgang 
des vorliegenden Massnahmeverfahrens, welches die Regelung des 
Besuchsrechts der Kinder zum Gegenstand hat, den Parteien die Gerichtskosten 
je zur Hälfte aufzuerlegen und die ausseramtlichen Entschädigungen 
wettzuschlagen.

b. Da X._____ mit Verfügung der Vorsitzenden vom 16. April 2014 (ERZ 13 
283) für das vorliegende Massnahmeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege 
erteilt und Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel zur Rechtsvertreterin ernannt 
worden ist, gehen die ihr auferlegten Gerichtskosten und die Kosten ihrer 

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Rechtsvertretung nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kantons 
Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die 
Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO. Mit 
nachgereichter Honorarnote vom 4. Juni 2014 (act. D.9) macht die 
Rechtsvertreterin von X._____ einen Aufwand von 8.5 Stunden geltend, was unter 
Berücksichtigung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen als angemessen 
erscheint. Allerdings ist der von ihr in Rechnung gestellte Stundenansatz in Höhe 
von Fr. 250.-- auf den für die unentgeltliche Rechtsvertretung anwendbaren 
Stundenansatz von Fr. 200.-- (vgl. Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die 
Bemessung der Honorars für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 
[Honorarverordnung, HV; BR 310.250]) zu reduzieren. Dies ergibt ein Honorar 
nach Zeitaufwand von Fr. 1'700.--. Hinzu kommen die geltend gemachte 
Kleinspesenpauschale für Porti, Kopien und Telefonate von Fr. 51.-- (3% von Fr. 
1'700.--) sowie die Mehrwertsteuer von Fr. 140.10 (8% von Fr. 1'751.--), woraus 
ein Honoraranspruch von Fr. 1'891.10 resultiert.

b. Mit Verfügung der Vorsitzenden vom 16. April 2014 (ERZ 13 291) wurde 
auch Y._____ die unentgeltliche Rechtspflege für das vorliegende 
Massnahmeverfahren bewilligt und Rechtsanwältin lic. iur. Ursula Herold zur 
Rechtsvertreterin ernannt. Aus diesem Grund gehen auch die ihm in diesem 
Verfahren auferlegten Gerichtskosten sowie die Kosten seiner Rechtsvertretung 
zu Lasten des Kantons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. 
Vorbehalten bleibt ebenfalls die Rückforderung durch den Kostenträger (Art. 123 
ZPO). Mit Honorarnote vom 2. Juni 2014 (act. D.8.b) macht die Rechtsvertreterin 
von Y._____ einen Aufwand von 14 7/8 Stunden geltend, was bei einem 
Stundenansatz von Fr. 200.-- einem Honoraranspruch nach Zeitaufwand von Fr. 
2'975.-- entspricht. Dieser Aufwand erscheint als überhöht. In Anbetracht dessen, 
dass die beiden Stellungnahmen vom 28. April und 13. Mai 2014 ohne Deckblatt 
jeweils lediglich 7 Seiten umfassen, erscheint eine Kürzung des für diese 
Rechtsschriften in Rechnung gestellten Aufwands von insgesamt 9 Stunden auf 6 
Stunden als angemessen und sachgerecht. Eine Kürzung ist auch in Bezug auf 
den Aufwand für Telefonate und Korrespondenz mit dem Mandanten von total 2 
7/8 Stunden angezeigt. Hierfür scheinen 2 Stunden ausreichend, zumal es im 
vorliegenden Massnahmeverfahren einzig um die Regelung des Besuchsrechts 
geht, welche mit dem Bericht der KESB in einer die Kindesinteressen wahrenden 
Weise vorgezeichnet wurde. Aus den erwähnten Kürzungen resultiert ein 
Zeitaufwand von 11 Stunden, was als der Schwierigkeit der zur Diskussion 
stehenden Thematik angemessen bezeichnet werden kann. Bei einem 

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Stundenansatz von Fr. 200.-- entspricht dies einem Honorar nach Zeitaufwand 
von Fr. 2'200.--. Hinzu kommen die Barauslagen (Porti, Telefon, Kopien) von Fr. 
106.20 sowie die Mehrwertsteuer von Fr. 184.50 (8% von Fr. 2'306.20), woraus 
ein entschädigungspflichtiger Aufwand von Fr. 2'490.70 resultiert.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch von X._____ wird dahingehend entschieden, als ihr einmal pro 
Monat ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt wird, beginnend spätestens 
nach den Herbstferien 2014 mit einer stundenweisen Aufbauphase.

2. Zum Zwecke der Wiederaufnahme und der Unterstützung der 
Besuchskontakte wird gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB eine 
sozialpädagogische Familienbegleitung angeordnet mit dem Auftrag:

   a. die Wiederaufnahme der Besuchskontakte gemäss Ziffer 1 eng zu 
begleiten;

   b. mit A._____ und B._____ sowie mit deren Mutter nach den Sommerferien 
2014 ein erstes Gespräch zu vereinbaren, um sich kennenzulernen und die 
Bedürfnisse zu erfahren, sowie Gedanken bezüglich eines Treffens im 
Herbst auszutauschen;

   c. A._____ und B._____ sowie deren Mutter in regelmässigen Gesprächen 
auf eine unbelastete Ausübung des Besuchskontakts zu coachen, 
insbesondere die Kinder sowie auch die Mutter auf die Besuchskontakte 
vorzubereiten und die Besuche mit allen Beteiligten nachzubesprechen;

   d. bei den Besuchen A._____ und B._____ jeweils von zu Hause abzuholen, 
gemeinsam die Mutter zu treffen, während des Besuches anwesend zu 
bleiben sowie A._____ und B._____ anschliessend wieder nach Hause zu 
begleiten.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass die für A._____ und B._____ mit 
einzelrichterlichem Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 5. März 
2012 angeordnete Beistandschaft weitergeführt wird. Dieser werden in 
Abänderung der ursprünglichen Aufträge neu folgende Aufgaben 
übertragen:

   a. die Eltern in ihrer Sorge um ihre Kinder mit Rat und Tat zu unterstützen und 
bestmöglich zu beraten;

   b. für die gedeihliche persönliche Entwicklung von A._____ und B._____ 
besorgt zu sein sowie im Interesse der Kinder nach der jeweiligen Situation 
die notwendigen Vorkehrungen zu treffen;

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   c. dafür besorgt zu sein, dass die therapeutischen Massnahmen der Kinder 
weitergeführt werden und gegebenenfalls notwendige Interventionen 
einzuleiten:

   d. die Platzierung der Kinder zu überwachen und für deren Finanzierung 
besorgt zu sein;

   e. die sozialpädagogische Familienbegleitung mit den Aufgaben gemäss Ziffer 
2 in die Wege zu leiten, zu überwachen und für deren Finanzierung besorgt 
zu sein;

   f. mindestens alle sechs Monate ein gemeinsames Gespräch mit der 
Familienbegleitung sowie einerseits mit den Kindern und andererseits mit 
der Mutter zu führen, um zu ermitteln, inwiefern die Familienbegleitung 
weiterhin erforderlich und wie mit den Besuchskontakten fortzufahren ist, 
sowie Antrag zu stellen, sofern andere Kindesschutzmassnahmen als 
notwendig erscheinen.

4. Mit dem Vollzug der Beistandschaft und der Einsetzung einer zweiten 
Mandatsperson wird die KESB Bezirke Andelfingen und Winterthur 
beauftragt.

5.a. Die Kosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen 
je zur Hälfte, somit zu je Fr. 750.--, zu Lasten von X._____ und Y._____.

   b. Die X._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten ihrer 
Rechtsvertretung in Höhe von Fr. 1'891.10 (inkl. Spesen und MWSt) gehen 
unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt 
auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
16. April 2014 zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der 
Gerichtskasse bezahlt.

   c. Die Y._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten seiner 
Rechtsvertretung in Höhe von Fr. 2'490.70 (inkl. Spesen und MWSt) gehen 
unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt 
auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
16. April 2014 zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der 
Gerichtskasse bezahlt.

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6. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an 
das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

7. Mitteilung an: