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**Case Identifier:** ee558df2-7a30-5ba7-a6cc-5983f2bc3d31
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.04.2025 720 24 293 (720 2024 293)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-24-293_2025-04-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. April 2025 (720 24 293) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Gesuch um Erhöhung der laufenden halben IV-Rente: Die zwischenzeitlich erfolgte Ver-

beiständung des Versicherten stellt für sich allein noch keinen Revisionsgrund dar  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Andreas Blattner, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Erik Wassmer, Advokat, 
Advokatur am Fischmarkt, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1965 geborene, zuletzt von 1990 bis März 2003 als Betriebsarbeiter bei der 
B.____ AG erwerbstätig gewesene A.____ hatte sich am 3. März 2003 unter Hinweis auf 
Rückenbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leis-
tungen angemeldet. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 
sprach ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft mit Verfügung vom 23. Mai 2006 gestützt auf einen 

 

 
 
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Invaliditätsgrad von 51 % rückwirkend ab 1. August 2003 eine halbe Rente zu. Die von A.____ 
hiergegen erhobene Beschwerde, mit der er die Ausrichtung einer höheren Rente beantragte, 
wies das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 
8. Juni 2007 ab (Verfahren-Nr. 720 06 254). In der Folge bestätigte die IV-Stelle im Rahmen 
zweier Rentenrevisionsverfahren mit Mitteilung vom 4. Oktober 2012 bzw. mit Verfügung vom 
28. September 2016 die laufende halbe Rente. 
 
Im Mai 2020 ersuchte A.____ die IV-Stelle unter Hinweis auf "Grübelgedanken", Schlafstörun-
gen und die derzeit vierte stationäre Behandlung in der psychiatrischen Klinik C.____ um Erhö-
hung der Invalidenrente. Nachdem sie Berichte der behandelnden medizinischen Fachpersonen 
eingeholt hatte, wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch mit Verfügung vom 5. Juli 2021 unter 
Hinweis auf einen unveränderten Invaliditätsgrad ab. Die von A.____ hiergegen erhobene Be-
schwerde hiess das Kantonsgericht mit Urteil vom 11. August 2022 (Verfahren-Nr. 720 21 255) 
in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Angelegenheit zur erneu-
ten Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle zurückwies. 
 
In Nachachtung dieses Urteils nahm die IV-Stelle weitere Abklärungen des medizinischen 
Sachverhalts vor. Insbesondere holte sie bei Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, das psychiatrische Gutachten vom 20. Juni 2023 ein. Gestützt auf dessen Ergebnisse 
und auf der Basis eines aktualisierten Einkommensvergleichs ermittelte die IV-Stelle nunmehr 
einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 53 %. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
lehnte sie deshalb mit Verfügung vom 22. August 2024 das Gesuch von A.____ um Erhöhung 
der laufenden halben Rente ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Erik Wassmer, am 
27. September 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die Verfü-
gung vom 22. August 2024 aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Mai 2020 eine ganze 
Rente der Invalidenversicherung auszurichten. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
mit seinem Rechtsvertreter als Rechtsbeistand zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. Mit Verfügung vom 1. Oktober 2024 bewilligte das Kantonsgericht A.____ gestützt auf 
die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Erik Wassmer als Rechtsver-
treter. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. Dezember 2024 die Abwei-
sung der Beschwerde, wobei sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. E.____, 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, Regionaler Ärztli-
cher Dienst (RAD) beider Basel, vom 22. Oktober 2024 beilegte.  
 
E. Zur heutigen Parteiverhandlung erschienen der Beschwerdeführer mit seinem Rechts-
vertreter, Advokat Erik Wassmer, und F.____ als Vertreter der IV-Stelle. Zu Beginn der Ver-
handlung wurde der Beschwerdeführer befragt. Anschliessend erhielten die Parteien Gelegen-

 

 
 
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heit, ihre Standpunkte zu vertreten. Der Beschwerdeführer hielt an den bisherigen Anträgen fest 
und verwies zur Begründung im Wesentlichen auf die Ausführungen in seiner Beschwerdeein-
gabe vom 27. September 2024. Zudem reichte er als Novum einen Entscheid der KESB 
G.______ vom 21. Oktober 2024 ein, mit welchem die genannte Behörde ein Gesuch von 
A.____ auf Aufhebung der Erwachsenenschutzmassnahme abwies. Der Vertreter der IV-Stelle 
verzichtete unter Hinweis auf seine Ausführungen in der Vernehmlassung vom 16. Dezember 
2024 auf einen Parteivortrag. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 27. September 2024 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV die am 19. Juni 2020 
beschlossene Änderung des IVG sowie revidierte Bestimmungen der Verordnung über die Inva-
lidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft. Laut lit. c der Über-
gangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni gilt jedoch für Rentenbezügerinnen 
und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die 
bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr vollendet haben, das bisherige Recht. Da 
diese Voraussetzungen beim 1965 geborenen Beschwerdeführer, der mit Beginn ab 1. August 
2003 eine halbe Rente der Invalidenversicherung bezieht, erfüllt sind, finden hier die Bestim-
mungen des IVG, der IVV und des ATSG in den bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fas-
sungen Anwendung. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert 
und angewendet.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 

 

 
 
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wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgra-
des das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Pro-
zentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3. In der angefochtenen Verfügung vom 22. August 2024 entschied die IV-Stelle, dass 
der Versicherte weiterhin Anspruch auf die ihm bis anhin ausgerichtete halbe Rente habe. 
Demgegenüber macht der Versicherte in der vorliegenden Beschwerde geltend, es sei ihm mit 
Wirkung ab 1. Mai 2020 eine ganze Rente auszurichten.  
 
3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, her-
abzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erhebli-
chen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsäch-
lichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1). Ein Revisionsgrund in diesem 
Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu 
namentlich der Gesundheitszustand gehört. Die Invalidenrente ist aber nicht nur bei einer we-
sentlichen Änderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 
verändert haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt 
(Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2025, 8C_255/2024, E. 4.1 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Demgegenüber stellt eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich 

 

 
 
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gebliebenen Sachverhaltes keine revisionsrechtlich relevante Änderung dar (BGE 147 V 161 
E. 4.2 mit Hinweisen).  
 
3.2 Die Frage, ob eine revisionsbegründende Veränderung stattgefunden hat, ist durch die 
Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustands zu beurteilen.  
 
3.2.1 Gegenstand des Beweises ist demnach das Vorhandensein einer entscheidungserheb-
lichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen zu entnehmenden Tatsachen. Die Fest-
stellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar 
Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entschei-
dungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zu-
stand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision verfassten Gutachtens hängt 
folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Ände-
rung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollzieh-
baren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurtei-
lung der Rentenberechtigung beweisend wäre, fehlt es daher in der Regel am rechtlich erforder-
lichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszu-
stands stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die ge-
sundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 
2017, 9C_244/2017, E. 4.2.1 mit Hinweisen). 
 
3.2.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und 
des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substanziell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetre-
tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht 
erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über 
eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend 
untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk-
te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti-
schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrads der Störungen geführt haben (Urteil 
des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2017, 9C_244/2017, E. 4.2.2 mit Hinweisen). 
 
3.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht 
(BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem 
Versicherten mit Verfügung vom 23. Mai 2006 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 51 % 
rückwirkend ab 1. August 2003 eine halbe Rente zu. Im Rahmen zweier Rentenrevisionsverfah-
ren, in denen jeweils keine vertiefte materielle Prüfung des Rentenanspruchs erfolgte, bestätig-

 

 
 
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te die IV-Stelle mit Mitteilung vom 4. Oktober 2012 bzw. mit Verfügung vom 28. September 
2016 die laufende halbe Rente des Versicherten. Nachdem das Kantonsgericht im Rahmen des 
im Mai 2020 auf Gesuch des Beschwerdeführers eingeleiteten Revisionsverfahrens mit Urteil 
vom 11. August 2022 die Angelegenheit zur erneuten Abklärung des medizinischen Sachver-
halts an die IV-Stelle zurückgewiesen hatte, holte diese bei Dr. D.____ ein psychiatrisches Gut-
achten ein. Gestützt auf dessen Ergebnisse und auf der Basis eines aktualisierten Einkom-
mensvergleichs ermittelte die IV-Stelle nunmehr einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 
53 %, worauf sie mit Verfügung vom 22. August 2024 dessen Gesuch um Erhöhung der laufen-
den halben Rente ablehnte. Nach dem Gesagten beurteilt sich somit die Frage, ob eine Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung der 
bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeit-
punkt der Rentenverfügung vom 23. Mai 2006 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der 
vorliegend angefochtenen Verfügung vom 22. August 2024. 
 
4. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einher-
gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicherten tatsächlich, wie von ihm geltend ge-
macht, seit Mai 2006 in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert haben.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) 
auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung 
zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 

 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine).  
 
6.1 In der Verfügung vom 23. Mai 2006, mit der sie dem Versicherten eine halbe Rente 
zusprach, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das 
psychiatrische Gutachten von Dr. med. H.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
22. Januar 2006. Darin diagnostizierte dieser beim Versicherten eine leichte depressive Episo-
de (ICD-10 F32.0), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit psychischen und somati-
schen Faktoren (ICD-10 F45.4) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, 
kränkbaren sowie reizbar-explosiblen Anteilen (ICD-10 F61.0). Aufgrund dieser Beeinträchti-
gungen attestierte Dr. H.____ dem Beschwerdeführer eine 70 %-ige Arbeitsfähigkeit in einer 
einfachen, wenig belastenden, körperlich angepassten Tätigkeit. Eine solche sei ihm auch vor 
dem Hintergrund des diagnostizierten Lumbovertebralsyndroms zumutbar. Im Weiteren hielt er 
fest, dass er eine psychotherapeutische Begleitung als angezeigt erachte, diese sei jedoch we-
gen mangelnder Motivation des Beschwerdeführers weder möglich noch sinnvoll, obwohl die 
Prognose ernst sei. 
 
6.2 Nachdem das Kantonsgericht im Rahmen des im Mai 2020 auf Gesuch des Beschwer-
deführers eingeleiteten Revisionsverfahrens mit Urteil vom 11. August 2022 die Angelegenheit 

 

 
 
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zur erneuten Abklärung des medizinischen Sachverhalts an die IV-Stelle zurückgewiesen hatte, 
holte diese das psychiatrische Gutachten von Dr. D____ vom 20. Juni 2023 ein.  
 
6.3.1 In seiner umfangreichen Expertise erhob dieser beim Versicherten als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional in-
stabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10: F61.0) und eine gegenwärtig leichtgradige de-
pressive Episode, aktenanamnestisch im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10: F33.0).  
 
6.3.2 Im Zentrum der gesundheitlichen Beeinträchtigungen stehe beim Versicherten die di-
agnostizierte Persönlichkeitsstörung. Diese lasse sich bei ihm bis in die Kindheit und Jugendzeit 
zurückverfolgen. Er sei von seinem Vater geschlagen worden und habe auch miterlebt, wie sei-
ne Mutter und Geschwister vom Vater geschlagen worden seien. Diese erlebte Gewalt habe der 
Explorand in der Folge selber gegenüber Schulkameraden und anderen Kindern ausgeübt. 
Später sei er dann mit seiner Familie in die Schweiz migriert, wo ihm zunächst nach aussen 
eine unauffällige berufliche Integration gelungen sei. Der Versicherte habe aber ausgesagt, 
dass er mit Frustrationen und subjektiv erlebten Ungerechtigkeiten nicht angemessen habe 
umgehen können. So sei er nach Kritik an der Arbeitsstelle entweder weggelaufen (wie an sei-
nem ersten Arbeitsplatz) oder er sei wütend geworden (wie an seiner letzten Stelle). Aufgrund 
der dortigen Kränkung durch den Vorgesetzten habe er sich als vollumfänglich arbeitsunfähig 
erachtet und sich bei der IV zum Leistungsbezug angemeldet. Dr. D.____ weist diesbezüglich 
darauf hin, dass die Schwierigkeiten des Versicherten im Umgang mit Wut und die leichte 
Kränkbarkeit bereits im Gutachten von Dr. H.____ vom 22. Januar 2006 beschrieben worden 
seien. In der Folge hätten sich die Wut und Gewalt des Exploranden auch gegen seine Ehefrau 
gerichtet, es sei deswegen auch zur Trennung gekommen. Der Versicherte habe danach einen 
"Anti-Gewalt-Kurs" besucht, der ihm laut seinen Angaben geholfen habe. Er sei ruhiger gewor-
den und habe viele Sachverhalte neu einordnen können. Er habe gelernt, wie man respektvoll 
miteinander umgehen könne. Vor diesem Hintergrund sei aber, so Dr. D.____, die in den Akten 
mehrfach enthaltene Aussage, wonach der Versicherte wenig introspektionsfähig sei, zu relati-
vieren. 
 
6.3.3 Die beim Versicherten aktuell ebenfalls erhobene Diagnose einer gegenwärtig leicht-
gradigen depressiven Episode wirke sich zwar ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit aus, sie über-
schneide sich aber mit den Auswirkungen der Persönlichkeitsstörung. Im Übrigen sei die ergän-
zend durchgeführte testpsychologische Beschwerdevalidierung beim Exploranden sehr auffällig 
ausgefallen. Eine negative Antwortverzerrung habe belegt werden können. Der Versicherte ha-
be mehr oder schwerere Beschwerden oder stärkere Leistungseinschränkungen präsentiert, als 
tatsächlich vorhanden seien. Vor diesem Hintergrund könne, so der Gutachter weiter, eine Ag-
gravation nicht ausgeschlossen werden. 
 
6.4 In einem weiteren Teil seines Gutachtens diskutiert Dr. D.____ ausführlich die übrigen 
bei den Akten liegenden ärztlichen Berichte und Stellungnahmen. Insbesondere setzt er sich 
eingehend mit den verschiedenen (Austritts-)Berichten der Klinik C.____ über die dort erfolgten 
Hospitalisationen des Versicherten auseinander. So hält er etwa zum Austrittsbericht vom 

 

 
 
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31. Mai 2018 fest, dass die darin bei Eintritt diagnostizierte mittelgradige depressive Symptoma-
tik nachvollzogen werden könne. lm Verlauf der rund viermonatigen Behandlung habe sich je-
doch der Zustand verbessert, der Versicherte sei schliesslich zukunftsorientiert gewesen, habe 
eine eigene Wohnung beziehen und auch die Trennung von seiner Ehefrau akzeptieren kön-
nen. Zum Austrittsbericht vom 23. Juni 2020 hält der Gutachter fest, dass die bei Klinikeintritt 
vorhandene Krise im Verlaufe des stationären Aufenthalts behandlungsbedingt habe aufgefan-
gen werden können. Der Bericht beschreibe insbesondere, dass der Versicherte im Umgang 
mit Mitpatienten stets freundlich gewesen sei. Er habe sich auch öffnen und über seine Lebens-
situation und seine schmerzhaften Erinnerungen aus der Vergangenheit sprechen können. Dies 
zeige, so Dr. D.____, dass der Explorand sein Verhalten durchaus modellieren könne. Eine 
dauerhafte Aggressivität liege ebenso wenig vor wie beispielweise ein ausgeprägtes manipula-
tives Verhalten. Sodann setzt sich der Gutachter kritisch mit dem Bericht der Klinik vom 
20. August 2020 auseinander. Im Zusammenhang mit der darin festgehaltenen emotional insta-
bilen Persönlichkeitsstörung würden keine konkreten Beispiele von Auffälligkeiten beschrieben, 
stattdessen würden praktisch wörtlich die Kriterien aus dem diagnostischen Manual ICD-10 
wiedergegeben. Im Weiteren könnten auch die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode 
und die Feststellung, dass beim Versicherten eine vermehrte Neigung zu emotionalen Ausbrü-
chen bestehe, nicht nachvollzogen werden. Schliesslich sei aufgrund des Berichts unklar, wel-
che Behandlung überhaupt durchgeführt worden sei, oder ob lediglich eine Begleitung durch die 
für ihn zuständige Pflegefachfrau stattgefunden habe. Zum Bericht der Klinik C.____ vom 
16. Dezember 2022 führt Dr. D.____ aus, darin würden die Diagnosen gemäss den Vorberich-
ten wiedergegeben. Überdies werde festgehalten, dass der Versicherte seit der Trennung von 
seiner Ehefrau zunehmend belastet sei und es werde auch von kognitiven Defiziten berichtet. 
Es sei aber, so der Gutachter, unklar, worauf sich diese Feststellungen stützten. Es fehle an 
entsprechenden Angaben. 
 
6.5.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten weist 
Dr. D.____ vorab darauf hin, dass der Explorand seit der Anmeldung bei der IV im Februar 
2003 keine Anstrengungen mehr unternommen habe, eine leidensangepasste Tätigkeit zu fin-
den. Der Gutachter verweist in diesem Zusammenhang auf den Abschlussbericht der berufli-
chen Massnahmen vom 6. November 2003, wo festgehalten wird, dass der Versicherte sich 
unter Hinweis auf seine grosse Müdigkeit und Schmerzen weder auf eine Abklärung noch auf 
berufliche Massnahmen einlassen könne bzw. wolle. Sodann würden sich in den Akten regel-
mässige Anträge des Versicherten auf eine Rentenerhöhung finden, da er sich subjektiv als 
vollumfänglich arbeitsunfähig erachte. Diese subjektive Einschätzung des Exploranden sei 
schliesslich auch von den behandelnden Ärzten übernommen worden. 
 
6.5.2 Die Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit des Versicherten nimmt Dr. D.____ unter 
detaillierter Bezugnahme auf die anhand der Kriterien der Mini-ICF-APP erhobenen Einschrän-
kungen vor. Dabei gelangt er in der Gesamtschau zum Ergebnis, dass beim Exploranden aus 
versicherungspsychiatrischer Sicht gegenwärtig mehrheitlich leichte bis mittlere Beeinträchti-
gungen in den für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevanten Parametern vorliegen würden, 
was entsprechend bei der Gesamteinschätzung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen sei. 
Eine dem Leiden des Exploranden angepasste Tätigkeit setze voraus, dass geringere Anforde-

 

 
 
Seite 10    

rungen an die Belastbarkeit gestellt würden, die Möglichkeit bestehe, bedarfsweise Pausen ein-
zulegen, nicht regelmässig Überstunden zu leisten seien und dass der Versicherte ein klar 
strukturiertes, aber abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit wenig intensivem zwischenmensch-
lichem Kontakt vorfinde. In einer derartigen Tätigkeit, die der Versicherte im Rahmen eines 
ganztägigen Pensums verrichten könne, sei von einer Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit von 
70 % auszugehen. In zeitlicher Hinsicht sei diese Einschätzung ab dem Datum seiner Untersu-
chung (März 2023) gültig. Da jedoch der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache weit-
gehend gleichgeblieben sei, könne angenommen werden, dass auch die Arbeitsfähigkeit seit 
Mai 2006 unverändert 70 % betragen habe. Etwas anderes gelte einzig für die Zeit der stationä-
ren Klinikaufenthalte, während denen aus formalen Gründen von einer vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit auszugehen sei. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 22. August 2024 bei der 
Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Ergebnisse 
des psychiatrischen Gutachtens von Dr. D.____ vom 20. Juni 2023. Sie gelangte deshalb zur 
Auffassung, dass im Vergleich mit der Situation, wie sie sich im Zeitpunkt der Rentenzusprache 
präsentiert hatte, von einem weitgehend unveränderten medizinischen Sachverhalt auszugehen 
sei. Diese Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. 
E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi-
zien liegen hier keine vor. Das psychiatrische Gutachten von Dr. D.____ vom 20. Juni 2023 
weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt 
wird (vgl. E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Unter-
suchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden und es ist in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden. Inhaltlich ist das Gutachten widerspruchsfrei und es leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 
Im Ergebnis stellt Dr. D.____ im Wesentlichen die gleichen Diagnosen wie Dr. H.____ im Zeit-
punkt der Rentenzusprache und er gelangt - wie der Vorgutachter - ebenfalls zur Einschätzung, 
dass beim Versicherten von einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig-
keit ausgegangen werden könne. Sodann setzt sich Dr. D.____ auch ausführlich mit den ver-
schiedenen, in den Jahren 2018 bis 2022 erstellten Berichten der Klinik C.____ auseinander 
(vgl. dazu E. 6.4 hiervor) und er zeigt schlüssig auf, weshalb aus diesen nicht auf eine relevante 
Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten ge-
schlossen werden kann. Das Gutachten erweist sich deshalb vor allem auch hinsichtlich der 
revisionsrechtlichen Fragestellung (vgl. dazu E. 3.2 hiervor) als überzeugend.  
 
7.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be-
weiskraft des Gutachtens von Dr. D.____ vom 20. Juni 2023 in Frage zu stellen. Als Hauptein-
wand macht der Versicherte geltend, der Gutachter habe sich nicht ausreichend mit der Tatsa-
che befasst, dass er seit 2019 verbeiständet sei.  
 

 

 
 
Seite 11    

7.2.1 Im Zusammenhang mit seinem Haupteinwand führt der Beschwerdeführer vorab aus, 
das Kantonsgericht habe im Rückweisungsentscheid vom 11. August 2022 selber in den Raum 
gestellt, dass die im Frühjahr 2019 erfolgte Verbeiständung Anlass gebe, von deutlich höheren 
Einschränkungen als bisher auszugehen. Mit diesem Argument kann der Versicherte vorliegend 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das Kantonsgericht zog die betreffende Annahme lediglich 
als Möglichkeit in Betracht, gleichzeitig hielt es aber auch fest, dass in den Akten Angaben zum 
Grund und Verlauf der Massnahme fehlen würden (vgl. E. 7.3.2 des Entscheids). Das Kantons-
gericht war deshalb im Rahmen der damaligen Beurteilung gestützt auf die vorhandene Akten-
lage nicht in der Lage, aus dem Umstand, dass der Versicherte zwischenzeitlich verbeiständet 
worden war, irgendwelche Schlüsse auf dessen Gesundheitszustand zu ziehen oder gar die 
Frage zu beantworten, wie sich die gesundheitliche Situation bis zur Anordnung der Massnah-
me und in der Zeit danach entwickelt hatte. Da zudem im August 2022 auch kein verwaltungs-
externes Gutachten vorlag, das sich zu den massgebenden medizinischen Aspekten des Falles 
geäussert hätte, entschied das Kantonsgericht, die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und 
insbesondere zwecks Einholung eines unabhängigen psychiatrischen Gutachtens an die IV-
Stelle zurückzuweisen. Nunmehr liegt mit der Expertise von Dr. D.____ vom 20. Juni 2023 ein 
entsprechendes fachärztliches Gutachten vor. Wie oben aufgezeigt, erfasst dieses nicht nur 
den lst-Zustand, sondern es analysiert auch in detaillierter Weise die medizinischen Vorakten 
(vgl. E. 6.3 und 6.4 hiervor) und gelangt dabei zum überzeugenden Schluss, dass im zeitlichen 
Verlauf - ausser während der Phasen der stationären Aufenthalte - keine Verschlechterung des 
Gesundheitszustands des Versicherten angenommen werden kann. 
 
7.2.2 Der Beschwerdeführer rügt sodann, dass sich der Gutachter in seiner Beurteilung auch 
nicht mit den Ursachen und den Auswirkungen auseinandergesetzt habe, die zur Verbeistän-
dung geführt hätten. Unter Verweis auf die Einschätzungen der Beiständin vom 4. September 
2023 und auf deren zusammen mit der Beschwerde eingereichtes Scheiben vom 
27. September 2024 macht er geltend, dass man ihn aufgrund seiner persönlichen Verwahrlo-
sung im "Haus I." des Vereins K.____ habe unterbringen müssen. Er sei aufgrund seines 
Krankheitsbildes auch nicht in der Lage, seinen Haushalt zu besorgen. Aus diesen Umständen 
sei zu schliessen, dass er auch in seiner Arbeitsfähigkeit entsprechend eingeschränkt sei. Die-
ser Betrachtungsweise des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Der betreffende 
Einwand, den er erstmals nach dem ablehnenden Vorbescheid vom 9. August 2023 erhob, stellt 
zweifellos keinen regelkonform erhobenen medizinischen Befund dar, mit dem sich eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen liesse. Im Weiteren lässt der Beschwerdeführer 
vorbringen, es werde ihm vorgeworfen, dass er sich auch nicht mehr um seine Finanzen habe 
kümmern können. Die seit 2019 bestehende Beistandschaft komme einer Bevormundung nach 
altem Recht gleich im Sinne eines vollständigen Entzugs der Handlungsfähigkeit. Die Anord-
nung einer solchen Massnahme spreche für das Vorliegen einer erheblichen psychischen Be-
einträchtigung, welche jegliche Erwerbstätigkeit von Vorneherein ausschliesse. Zu diesem Ein-
wand ist festzuhalten, dass die Beiständin im Rahmen des Einwandverfahrens erklärt hatte, es 
bestehe eine Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 394 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 395 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907. Deren Sinn und Zweck sei 
es, den Versicherten insbesondere beim Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken und Sozialver-
sicherungen zu vertreten. Zudem sei im Rahmen einer Mitwirkungsbeistandschaft gestützt auf 

 

 
 
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Art. 396 ZGB angeordnet worden, dass jegliche Verträge, die den Betrag von Fr. 100.-- über-
steigen würden, die Zustimmung der Beiständin benötigten. Aus diesen Ausführungen der Bei-
ständin ist nun aber - in Übereinstimmung mit dem von der IV-Stelle geäusserten Standpunkt - 
zu schliessen, dass es sich bei den Gründen, die offenbar zur Verbeiständung führten, letztlich 
um invaliditätsfremde Aspekte handelte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sa-
gen diese Gründe - für sich allein - nichts über seinen (aktuellen) Gesundheitszustand und sei-
ne effektive Arbeitsfähigkeit in einer zumutbaren Tätigkeit aus.  
 
7.2.3 Festzuhalten bleibt, dass sich dem Gutachten von Dr. D.____ mehrere Hinweise auf 
die Beistandschaft des Versicherten entnehmen lassen. So erwähnt der Experte beispielsweise 
die Berichte der Klinik C.____ vom 9. Juni 2020 und 20. August 2020 und er gibt die darin ent-
haltenen Feststellungen wieder, wonach beim Exploranden eine Beistandschaft für finanzielle 
Belange bestehe (S. 41 und 46 des Gutachtens). Ebenso wird der Bericht der Klinik C.____ 
vom 16. Dezember 2022 mit dem expliziten Hinweis auf die unverändert bestehende Beistand-
schaft des Versicherten aufgeführt (S.57 des Gutachtens). Dies zeigt, dass Dr. D.____ durch-
aus Kenntnis von der sich auf die finanziellen Belange konzentrierenden Verbeiständung des 
Beschwerdeführers hatte. Da die zitierten - ebenso wie weitere - Fundstellen keinen Anlass 
gaben, aus den Gründen für die Verbeiständung auf Funktionseinschränkungen in zumutbaren 
Verweistätigkeiten zu schliessen, musste der Gutachter nicht näher auf die vorwiegend auf in-
validitätsfremden Gründen beruhende Beistandschaft des Versicherten eingehen. Stattdessen 
durfte er sich richtigerweise darauf beschränken, sich bei seinen Einschätzungen auf die rein 
medizinische Befundlage zu stützen. 
 
7.2.4 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung reichte der Beschwerdeführer einen Ent-
scheid der KESB G._____ vom 21. Oktober 2024 ein, mit dem sein Antrag auf Aufhebung der 
erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme abgewiesen wurde. Nach Auffassung des Be-
schwerdeführers mache dieser Entscheid deutlich, dass bei ihm weiterhin vom Vorliegen einer 
erheblichen psychischen Beeinträchtigung auszugehen sei, welche die Ausübung einer Er-
werbstätigkeit nach wie vor ausschliesse. Diese Argumentation des Beschwerdeführers greift 
zu kurz. Wie bereits oben ausgeführt (vgl. E. 7.2.2 hiervor), kann aus der Anordnung einer Bei-
standschaft nicht schon per se auf eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Versi-
cherten in einer zumutbaren Tätigkeit gefolgert werden. Dasselbe gilt, wenn die zuständige 
Vormundschaftsbehörde die Weiterführung der Beistandschaft beschliesst bzw. wenn sie - wie 
hier - ein entsprechendes Gesuch um Aufhebung der Massnahme abweist. Dieser Umstand 
sagt für sich allein noch nichts über den aktuellen Gesundheitszustand und die effektive Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten in einer zumutbaren Tätigkeit aus. 
 
7.3.1 Als Weiteres rügt der Beschwerdeführer, der Gutachter habe zu wenig berücksichtigt, 
dass er im Zeitraum von 2016 bis 2020 fünfmal in der psychiatrischen Klinik C.____ stationär 
betreut worden sei. Diesem Einwand ist ebenfalls nicht zu folgen. Die IV-Stelle macht zu Recht 
geltend, dass der Gutachter diese stationären Aufenthalte sehr detailliert thematisierte und dass 
er auch ausführlich auf die sich damit befassenden Berichte der Klinik C.____ einging. An die-
ser Stelle kann vollumfänglich auf das oben Gesagte (vgl. E. 6.4 hiervor) verwiesen werden und 
von weiteren Erörterungen zu diesem Einwand abgesehen werden.  

 

 
 
Seite 13    

 
7.3.2 Was den Bericht der Klinik C.____ vom 6. Oktober 2023 betrifft, der nach dem Gutach-
ten von Dr. D.____ erstellt wurde, fällt zunächst auf, dass darin keinerlei argumentative Ausei-
nandersetzung mit dem Gutachten erfolgt; dieses wird nicht einmal erwähnt. Der Bericht enthält 
sodann auch keine Anamnese, sondern lediglich einen Verweis auf ein nicht näher beschriebe-
nes "klinisches Interview". Obwohl im Wesentlichen dieselbe Persönlichkeitsstörung diagnosti-
ziert wird wie im Gutachten von Dr. D.____, wird - im Einklang mit den früheren Einschätzungen 
- eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten festgehalten. Dies vermag schon deshalb 
nicht zu überzeugen, weil im Rahmen dieser Einschätzung - und im Gegensatz zu der Beurtei-
lung von Dr. D.____ - in keiner Weise auf die Ressourcen des Versicherten eingegangen wird. 
Der Bericht der Klinik C.____ vom 6. Oktober 2023 bildet demnach ebenfalls keine ausreichen-
de Grundlage, um das Gutachten von Dr. D.____ in Frage zu stellen. 
 
8. Die Erkenntnis, wonach im Fall des Beschwerdeführers kein Revisionsgrund in Form 
einer für den Anspruch erheblichen Veränderung des Sachverhalts vorliegt, hat zur Folge, dass 
das Revisionsverfahren mit dieser Feststellung abgeschlossen werden kann. Es bleibt beim 
bisherigen Rechtszustand, eine neue Invaliditätsbemessung ist nicht notwendig (THOMAS 
FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2. Auflage, 
Basel 2025, N 18 zu Art. 17). Die IV-Stelle hätte deshalb in der angefochtenen Verfügung gar 
keinen Einkommensvergleich vornehmen müssen. Somit kann hier aber von Erörterungen zum 
vorinstanzlichen Einkommensvergleich abgesehen werden und ebenso wenig ist auf die Rügen 
einzugehen, die der Versicherte in seiner Beschwerde diesbezüglich erhebt. 
 
9. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass es vorliegend mangels einer 
wesentlichen Veränderung des für den Rentenanspruch relevanten Sachverhalts an einem Re-
visionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG fehlt. Die IV-Stelle lehnte deshalb in der ange-
fochtenen Verfügung vom 22. August 2024 das Gesuch des Versicherten um Erhöhung der 
laufenden halben Rente zu Recht ab. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde er-
weist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten 
ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer wurde nun allerdings mit Verfügung vom 
1. Oktober 2024 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. Aus diesem Grund werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
10.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. In der Verfügung vom 1. Oktober 2024 wurde ihm 

 

 
 
Seite 14    

jedoch die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt, weshalb dieser 
für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Ta-
rifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar 
bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers machte in seiner heute eingereichten Honorarnote für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von 20 Stunden und 5 Minuten geltend, was sich in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann 
die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 92.90. Dem Rechtsvertreter ist des-
halb ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'442.45 (20 Stunden und 5 Minuten à Fr. 200.-- + Ausla-
gen von Fr. 92.90 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 4'442.45 (inkl. Auslagen und 8,1 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.