# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 429f8889-3dd2-5fef-a006-db23fa2a2510
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 14.06.2021 UV 2020/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-24_2021-06-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.01.2022

Entscheiddatum: 14.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2021
Art. 18 f. UVG. Beweiswürdigung Administrativgutachten. 
Einkommensvergleich. Gutheissung der Beschwerde mit Zusprache einer 
Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 15 (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2021, UV 
2020/24). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_505/2021.

Entscheid vom 14. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/24

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Zogg, rechtsanwälte.og42, 

Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

Ersatzkasse UVG, Postfach, 8010 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) arbeitete seit dem 9. Dezember 2013 als 

Sexarbeiterin für die B.___ GmbH (UV-act. A20). Am frühen Morgen des 27. Dezember 

2013 ereignete sich ein bewaffneter Raubüberfall im Etablissement der Versicherten. 

Diese flüchtete mittels Sprung aus dem Fenster aus dem 1. Stock auf die Strasse (vgl. 

dazu den Bericht der Kantonspolizei St. Gallen in UV-act. A28) und erlitt dabei gemäss 

Austrittsbericht des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 7. Januar 2014 eine 

inkomplette LWK1-Berstungsfraktur, eine Lisfranc Verletzung am rechten Fuss, eine 

wenig dislozierte Fraktur des Tuber calcanei sowie eine mögliche Lisfranc Verletzung 

am linken Fuss (UV-act. M6). Zur Weiterbehandlung wurde die Versicherte in ein Spital 

in Barcelona verlegt, wo sie am 14. Januar 2014 am Rücken operiert wurde. Die 

Behandlung der Füsse erfolgte konservativ (UV-act. M10). Ende Februar 2014 begab 

sich die Versicherte auch in psychotherapeutische Behandlung aufgrund einer 

posttraumatischen Belastungsstörung (UV-act. M12).

A.a. 

Nachdem die B.___ GmbH im Unfallzeitpunkt keine Versicherung abgeschlossen 

hatte, anerkannte die Ersatzkasse UVG nach Art. 73 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) ihre Leistungspflicht und erbrachte die 

gesetzlichen Leistungen (UV-act. A24). Sie holte medizinische Berichte und 

Beurteilungen aus E.___ ein und legte den Fall mehrmals Dr. med. C.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, vor (UV-act. M12 ff.). Im Februar 2017 veranlasste die 

Ersatzkasse UVG bei IB-Bern, Interdisziplinäre Begutachtungen (nachfolgend: IB-Bern), 

ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie und 

Psychiatrie (UV-act. A65 ff.). Die Untersuchungen wurden am 22. und 23. Februar 2017 

A.b. 

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B.

Mit Einsprache vom 14. September 2018 beantragte die Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Thomas Zogg, St. Gallen, die Zusprache einer Rente von mindestens 44 

%, eventualiter 20 % (UV-act. A97). Am 27. Februar 2020 wies die Ersatzkasse UVG 

die Einsprache ab (UV-act. A110).

C.  

durchgeführt und das Gutachten am 23. März 2017 erstellt (UV-act. M25). Als 

unfallkausale Befunde führten die Experten chronisch rezidivierende, vorwiegend 

belastungsabhängige thorakolumbal betonte Rückenschmerzen, chronische 

mehrheitlich belastungsabhängige Fussschmerzen rechts und links sowie eine 

teilweise remittierte posttraumatische Belastungsstörung (aktuell leichter Schweregrad) 

an. Für eine gut angepasste Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht zeitlich und 

leistungsmässig eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Unter Berücksichtigung aller 

somatischen und psychischen Faktoren resultiere als Folge des Ereignisses ein 

Integritätsschaden von 50 % (UV-act. M25 S. 30 ff.).

Mit Verfügung vom 24. Juli 2018 stellte die Ersatzkasse UVG die temporären 

Leistungen per 30. November 2017 ein, sprach basierend auf einem Integritätsschaden 

von 50 % eine Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 63'000.-- zu und lehnte einen 

Rentenanspruch ab (UV-act. A95).

A.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Februar 2020 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 30. März 2020 durch ihren Rechtsvertreter 

fristgerecht Beschwerde erheben. Dieser beantragte darin die Aufhebung des 

Einspracheentscheids sowie die Zusprache einer Invalidenrente mit Wirkung ab 1. 

Dezember 2017 in Höhe von mindestens 49 %. Eventualiter sei eine Invalidenrente von 

mindestens 44 %, subeventualiter von mindestens 27 %, subsubeventualiter von 

mindestens 20 % zuzusprechen. Der Beschwerdeführerin sei für das 

Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der 

unterzeichnende Rechtsanwalt als ihr unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen. Alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer; act. G 1).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 27. Februar 2020 (UV-act. A110), welchem die Verfügung vom 24. Juli 2018 (UV-

act. A95) zugrunde liegt. Mit dieser hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 50 % zugesprochen und einen Rentenanspruch verneint. In der 

Folge hat die Beschwerdeführerin gegen den Rentenentscheid, nicht aber gegen die 

Integritätsentschädigung Einsprache erhoben (UV-act. 97). Der Verfügungsteil 

betreffend die Integritätsentschädigung ist damit unangefochten in Rechtskraft 

In der Beschwerdeantwort vom 8. September 2020 beantragte die Ersatzkasse 

UVG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde vom 30. 

März 2020, soweit darauf einzutreten sei. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Beschwerdeführerin (act. G 11).

C.b. 

Am 21. September 2020 ersuchte der verfahrensleitende Richter auf Antrag der 

Beschwerdegegnerin den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin um Übersetzung der 

mit Beschwerde eingereichten, in spanischer Sprache verfassten Beweismittel (act. G 

12). Dieser Aufforderung kam Rechtsanwalt Zogg nach und reichte die übersetzten 

Beweismittel inklusive einer Rechnung dafür in Höhe von Fr. 1'089.75 am 29. Oktober 

2020 ein (act. G 17). Die Beschwerdegegnerin reichte dazu am 17. November 2020 

eine weitere Stellungnahme ein (act. G 19).

C.c. 

Am 18. November 2020 wurde dem Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Zogg, entsprochen (act. G 20).

C.d. 

Mit Replik vom 22. März 2021 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

vollumfänglich an seinen Anträgen fest (act. G 15). Die Beschwerdegegnerin hielt mit 

Duplik vom 13. April 2021 ihrerseits an ihren Anträgen fest (act. G 30).

C.e. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.f. 

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erwachsen und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. 

Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist damit einzig ein Rentenanspruch bzw. 

dessen Höhe.

2.  

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 

Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 

1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

2.2. 

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3.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. dazu Alexandra 

Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin 

Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143) auf Ende November 2017 unbestritten 

und ausgewiesen ist. Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung eines 

Rentenanspruchs per 1. Dezember 2017 (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Unbestritten ist 

weiter, dass über den Fallabschluss hinaus Restfolgen, herrührend vom Unfall vom 27. 

Dezember 2013, verblieben. Umstritten sind die Auswirkungen dieser Restfolgen in 

Bezug auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit sowie die zur Bestimmung des 

Invaliditätsgrad heranzuziehenden Vergleichseinkommen.

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten 

von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; vgl. ferner 

Thomas Flückiger, Medizinische, insbesondere hausärztliche Berichte und ihre 

Beweiskraft – mit einem Seitenblick auf die medizinischen Gutachten, in: Kieser/

Lendfers [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2013, St. Gallen 2014, S. 138 ff.). 

Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei externen 

Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. April 2006, 

I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht zulässig, ein medizinisches Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen 

gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. 

Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 

weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai 

2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

2.3. 

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4.  

Der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin stützt sich in medizinischer 

Hinsicht auf das polydisziplinäre Administrativgutachten des IB-Bern vom 23. März 

2017 (UV-act. M25). Darin wurde der Beschwerdeführerin eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit attestiert (UV-act. M25 S. 33).

4.1. 

Die Beschwerdeführerin wendet gegen den Beweiswert der Expertise ein, dass ihr 

Gesundheitszustand nicht so gut sei, wie es im Gutachten angenommen werde. Sie 

befinde sich nach wie vor in orthopädischer Behandlung und leide weiterhin unter 

unfallkausalen starken Schmerzen, insbesondere an der Wirbelsäule. Aufgrund ihrer 

gesundheitlichen Beschwerden und ihrer daraus resultierenden Krankheitsabsenzen 

habe sich ihr wöchentliches Arbeitspensum von 40 auf 25 Stunden reduziert, was einer 

Arbeitsfähigkeit von 62.5 % entspreche.

4.2. 

Beim Gutachten des IB-Bern handelt es sich um eine formgerecht eingeholte 

Beurteilung von externen Spezialärzten, welcher volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, 

sofern nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen. Das Gutachten 

basiert auf einer umfassenden klinischen Untersuchung (UV-act. M25 S. 17 ff.), wobei 

sich die Beschwerdeführerin ausführlich äussern konnte (UV-act. M25 S. 7 ff.). Die 

Vorakten wurden einbezogen (UV-act. M25 S. 3 ff.) und der Beurteilung liegen auch 

eigene bildgebende Unterlagen zugrunde (UV-act. M25 S. 21). Gestützt darauf stellten 

die Gutachter die Diagnosen (UV-act. M25 S. 30; vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.b) und 

begründeten nachvollziehbar und schlüssig, dass der medizinische Endzustand 

erreicht (UV-act. M25 S. 34) und trotz der verbliebenen somatischen und psychischen 

Unfallrestfolgen aus medizinisch-theoretischer Sicht in adaptierter Tätigkeit eine 100%-

ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei (UV-act. M25 S. 33). Den unfallkausalen Beschwerden 

an den Füssen und am Rücken wird mit dem Belastungsprofil (körperlich leichte 

Tätigkeiten in wechselnder Position, mit sitzendem Arbeitsanteil von mindestens 50 %, 

bei denen eine Hebe- und Tragelimite von fünf Kilogramm nicht überschritten wird und 

keine länger dauernden Zwangshaltungen des Rumpfes vorkommen; UV-act. M25 S. 

33) umfassend Rechnung getragen. Aus psychischer Sicht sind Tätigkeiten, bei denen 

sie alleine mit Männern zu tun hat, Nachtarbeiten sowie Tätigkeiten, bei denen sie 

gegenüber Männern besonders exponiert ist (beispielsweise Tätigkeiten in einer Bar 

oder an einem Kiosk), nicht mehr geeignet (UV-act. M25 S. 29). Auch dies leuchtet 

aufgrund des psychiatrischen Befundes ein. Dass wichtige Aspekte im Rahmen der 

Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, ist in Beachtung der 

medizinischen Aktenlage nicht erkennbar und wird seitens der Beschwerdeführerin 

auch nicht substantiiert geltend gemacht. Das IB-Gutachten entspricht den 

4.3. 

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5.  

Anforderungen der Rechtsprechung vollumfänglich und es besteht kein Anlass, 

bezüglich der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von dessen Einschätzungen 

abzuweichen. Was der Rechtsvertreter gegen die bescheinigte 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit vorbringt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Er macht 

einzig geltend, dass die Beschwerdeführerin in ihrer aktuellen (leidensangepassten) 

Tätigkeit als Verwaltungsangestellte bei der Firma D.___ seit 1. März 2020 nur noch in 

der Lage sei, ein Pensum von 25 – statt 40 – Stunden pro Woche zu leisten (act. G 

17.1). Aus act. G 17.1 geht indes lediglich hervor, dass die Beschwerdeführerin ihr 

Pensum reduziert hat. Nicht rechtsgenüglich ausgewiesen ist, dass diese Reduktion 

aus unfallkausalen Gründen erfolgte. Diesbezüglich liegen keine ärztlichen 

Beurteilungen im Recht. Im Übrigen ist nicht das subjektive Empfinden der versicherten 

Person ausschlaggebend für die Höhe der Arbeitsfähigkeit, sondern die auf 

objektivierter Grundlage beruhende versicherungsmedizinische 

Zumutbarkeitsbeurteilung (vgl. dazu Art. 7 Abs. 2 ATSG), wie sie im IB-Bern-Gutachten 

vorgenommen wurde.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass gestützt auf das beweiswertige Gutachten 

der IB-Bern von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in 

angepassten Tätigkeiten auszugehen ist. Bereits an dieser Stelle sei erwähnt, dass der 

Beschwerdeführerin beim genannten Zumutbarkeitsprofil auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt offensichtlich noch ein genügend weites Feld an 

Beschäftigungsmöglichkeiten offensteht bzw. die Arbeitsfähigkeit verwertbar ist.

4.4. 

Ausgehend von einer verwertbaren 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu 

prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln 

(vgl. vorstehende E. 2.1). Für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die 

Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. BGE 

129 V 222). Folglich ist das Jahr 2017 massgebend.

5.1. 

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Streitig ist die Höhe des Valideneinkommens bzw. des Einkommens, dass die 

Beschwerdeführerin erzielen würde/könnte, wenn sie den Unfall am 27. Dezember 

2013 nicht erlitten hätte. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens wird in der 

Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 35 E. 4.1).

5.2. 

Die Beschwerdegegnerin arbeitete im Zeitpunkt des Unfalls als Sexarbeiterin 

ohne schriftlichen Arbeitsvertrag. Das dabei erzielte Einkommen ist nicht mehr 

eruierbar. Die Beschwerdeführerin spricht von Einnahmen in Höhe von Fr. 7'000.-- 

innert dreier Wochen (UV-act. A13), die B.___ GmbH stellte der Form halber eine 

Lohnabrechnung für Dezember 2013 über Fr. 3'500.-- aus (UV-act. A20). Von welchem 

Einkommen letztlich auszugehen ist, kann offenbleiben, nachdem die 

Beschwerdeführerin glaubhaft dargelegt hat, dass sie im Jahr 2017 auch ohne Unfall 

nicht mehr als Sexarbeiterin tätig gewesen wäre (UV-act. M25 S. 7; vgl. dazu auch die 

zutreffenden Ausführungen in act. G 11 S. 4).

5.2.1. 

Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass die Beschwerdeführerin 

überwiegend wahrscheinlich wieder als Haushaltshilfe/Putzfrau tätig gewesen wäre, 

nachdem sie diese Tätigkeit während sechs Jahren vor der Einreise in die Schweiz in 

E.___ ausgeübt habe. Entsprechend sei bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

auf die LSE-Tabellenlöhne und dabei auf die Position 77-82 (sonstige wirtschaftliche 

Dienstleistungen) abzustellen (Kompetenzniveau 1 der LSE 2016, Tabelle TA1, Privater 

Sektor Schweiz). Es resultiere dabei im Jahr 2017 ein Jahreseinkommen bzw. ein 

Valideneinkommen von Fr. 47'704.65 (UV-act. A110 S. 5, act. G 11 S. 4). Die 

Beschwerdeführerin lässt ausführen, es müssten die Lohnverhältnisse im gesamten 

privaten Sektor herangezogen werden, was ein Valideneinkommen von mindestens Fr. 

55'062.-- ergebe (act. G 1 S. 15).

5.2.2. 

Die Beschwerdeführerin hatte im Jahr 2007 ihr Heimatland F.___ verlassen, um in 

E.___ zu arbeiten. Dort war sie für Familien als Haushaltshilfe tätig. Nachdem sie infolge 

einer Wirtschaftskrise die Arbeitsstelle verloren hatte, reiste sie im Jahr 2013 in die 

Schweiz und arbeitete dort im Dezember 2013 als Sexarbeiterin, ehe sie am 27. 

Dezember 2013 verunfallte. Ziel der Beschwerdeführerin in Europa war offensichtlich, 

durch Arbeiten möglichst viel Geld zu verdienen bzw. anzusparen, um allenfalls später 

zu studieren. Auch versuchte sie, ihre Familie in F.___ finanziell zu unterstützen (UV-act. 

M25 S. 7). Gestützt darauf war die ungelernte Beschwerdeführerin, wie ihr 

5.2.3. 

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Rechtsvertreter in der Beschwerde ausführt (act. G 1 S. 14), nicht auf Arbeiten im 

Dienstleistungssektor bzw. lediglich auf Arbeiten als Haushaltshilfe oder Putzfrau 

festgelegt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sie mit einer Tätigkeit als 

Haushaltshilfe oder Putzfrau freiwillig auf ein höheres Einkommen verzichtet hätte, 

wenn ihr beispielsweise die Möglichkeit offen gestanden wäre, mit einer anderen 

Tätigkeit als Ungelernte, etwa in der Produktion, eine höher entlöhnte Stelle anzutreten. 

Nachdem auch das Valideneinkommen grundsätzlich unter Berücksichtigung des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu ermitteln ist (vgl. dazu Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 46 zu Art. 16), ist in Würdigung des Gesagten im 

vorliegenden Fall für dessen Bestimmung auf den Totalwert der Hilfsarbeiten für Frauen 

für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1 der 

LSE 2016, Tabelle TA1, Privater Sektor Schweiz) abzustellen. Der Durchschnittlohn 

(Zentralwert) diesbezüglich betrug im Jahr 2017 nominallohnbereinigt Fr. 54'783.-- (vgl. 

Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). 

Davon ist auszugehen. Ein höheres Valideneinkommen bzw. die Anwendung von Art. 

28 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202), wie es die 

Beschwerdeführerin geltend macht (act. G 1 S. 14 f.), rechtfertigt sich nicht. Dieser 

kommt nur zur Anwendung, wenn die versicherte Person als Folge des Unfalls eine 

nachweislich geplante und ihren Fähigkeiten entsprechende berufliche Ausbildung 

nicht aufnehmen oder eine begonnene Ausbildung nicht abschliessen kann. Dies ist 

vorliegend nicht der Fall. Der Beschwerdeführerin ist es auch mit den Unfallrestfolgen 

nach wie vor möglich, ihre geplante Ausbildung zur Kauffrau zu absolvieren und als 

Kauffrau zu arbeiten.

 5.3. 

Nicht streitig ist (vgl. UV-act. A110 S. 6 f., act. G 1 S. 16, act. G 11 S. 5), dass als 

Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens die LSE-Tabellenlöhne und 

dabei – wie beim Valideneinkommen – der Totalwert der Hilfsarbeiten für Frauen für 

einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art heranzuziehen sind (2017: Fr. 

54'783.--). Bei Zugrundelegung desselben Lohns kann der Einkommensvergleich 

anhand eines sogenannten Prozentvergleichs vorgenommen werden. Dabei entspricht 

der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung 

eines Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar, 

9C_734/2016, E. 4.1, mit Hinweis).

5.3.1. 

Bestritten und zu prüfen ist die Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn. Die 

Beschwerdegegnerin gewährte einen solchen von 15 % (UV-act. A95 S. 6, UV-act. 

5.3.2. 

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6.  

A110 S. 7). Die Beschwerdeführerin beantragt einen Abzug von mindestens 20 % (act. 

G 1 S. 19 f.). Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer 

der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 E. 

4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2).

Die Beschwerdeführerin hat aufgrund des Unfalls selbst bei leichten 

Hilfsarbeiterinnentätigkeiten qualitative Einschränkungen (vgl. vorstehende E. 4.3), 

womit sich ein Abzug vom Tabellenlohn grundsätzlich rechtfertigt. Diese 

Einschränkungen sind indes nicht derart, dass der von der Beschwerdegegnerin 

gewährte Abzug von 15 % nicht angemessen erschiene. Vorausgesetzte triftige Gründe 

(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2018, 8C_744/2017, E. 3.3), vom 

gewährten Abzug von 15 % nach oben oder unten abzuweichen, liegen auf jeden Fall 

nicht vor. Hinzuweisen ist darauf, dass vorliegend insbesondere das Alter und die 

Dienstjahre (vgl. dazu unter anderem Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 

8C_227/2018, E. 4.2.3.4, und vom 14. August 2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2), aber 

auch mangelnde Sprachkenntnisse (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 12. Mai 

2016, 9C_777/2015, E. 5.3, und vom 18. August 2014, 9C_826/2014, E. 4.2), bei 

niedrigem Anforderungsprofil in Beachtung der Rechtsprechung keinen höheren Abzug 

als zwingend erscheinen lassen. Dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer 

Nationalität auf dem Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen müsste, ist nicht 

erkennbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2018, 9C_857/2017, E. 

4.3.2).

5.3.3. 

Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 15 % resultiert ein 

Invaliditätsgrad von 15 % (100 % - 85 %) und ein Anspruch auf eine Rente in dieser 

Höhe (vgl. vorstehende E. 2.1). Diese ist ab 1. Dezember 2017 auszurichten (vgl. 

vorstehende E. 3).

5.4. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Februar 2020 aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2017 eine Invalidenrente, basierend 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/13

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 27. Februar 

2020 aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2017 eine 

Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 15 % zugesprochen. Zur 

Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

auf einem Invaliditätsgrad von 15 %, zuzusprechen ist. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rente ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

6.2. 

 6.3. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. Es rechtfertigt sich, die Entschädigung für die Kosten der berufsmässigen 

Vertretung – wie in vergleichbaren Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

6.3.1. 

Zu verlegen bleiben die Übersetzungskosten in Höhe von Fr. 1'089.75 (act. G 

17.3). Die Übersetzungen der auf Spanisch eingereichten Aktenstücke wurden seitens 

der Beschwerdegegnerin beantragt (act. G 11 S. 2) und durch die Beschwerdeführerin 

veranlasst (act. G 17). Es sind der Beschwerdeführerin damit notwendige und 

angemessene Auslagen angefallen, die auch im Rahmen der Parteientschädigung 

abzugelten sind (vgl. Art. 98 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRP; sGS 951.1]). Zufolge Unterliegens sind diese Kosten ebenfalls der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 98  VRP).

6.3.2. 

bis

Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Festsetzung einer Entschädigung aus der 

gewährten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung.

6.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/13

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2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin für die Vertretungskosten 

eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Übersetzungskosten in 

Höhe von Fr. 1'089.75 zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2021
	Art. 18 f. UVG. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Einkommensvergleich. Gutheissung der Beschwerde mit Zusprache einer Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 15 (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2021, UV 2020/24). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_505/2021.

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		2024-05-26T22:47:40+0200
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