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**Case Identifier:** fe642f4c-5b57-586c-95b8-8e5a95034771
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.06.2018 UV 2016/32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-32_2018-06-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/32

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.06.2018

Entscheiddatum: 12.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 12.06.2018
Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses bestanden 
noch gewisse unfallkausale Restfolgen, der Beschwerdeführer war jedoch 
an einem adaptierten Arbeitsplatz voll arbeitsfähig. Verneinung eines 
Rentenanspruchs. Eine höhere Integritätsentschädigung als bereits 
zugesprochen, ist nicht ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juni 
2018, UV 2016/32).

Entscheid vom 12. Juni 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/32          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG,

Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente; Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___, als C.___ tätig und dadurch 

bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er am 20. Dezember 2011 beim Kratzen einer Autoscheibe 

ausrutschte und auf die linke Schulter fiel (act. Z1, Z7). Dr. med. D.___, FMH für 

Allgemeine Medizin, hielt bezüglich der Erstbehandlung vom 21. Dezember 2011 fest, 

der Versicherte habe Schmerzen in der linken Schulter und könne den Arm nicht über 

die Waagerechte halten (act. ZM2). Die Zürich kam für die Kosten der Heilbehandlung 

auf (act. Z2).

A.b  Am 8. März 2012 führte Dr. med. E.___, Fachärztin FMH Radiologie, Zentrum für 

medizinische Radiologie, ein MRI der linken Schulter durch. Sie beurteilte, es liege eine 

Ruptur der Supraspinatussehne und beinahe vollständig auch der Infraspinatussehne 

vor. Möglicherweise liege der Riss schon länger zurück oder es habe vorher eine 

ausgeprägte Tendinopathie bestanden. Differentialdiagnostisch bestehe eine 

Partialruptur der Subscapularissehne (act. ZM1). Ein am 5. November 2012 erstelltes 

MRI der linken Schulter zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung einen stationären 

Befund (act. ZM3.2).

A.c  Dr. med. F.___, Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik des Spitals Z.___, 

diagnostizierte am 20. Dezember 2012 eine ausgedehnteste, traumatische 

Rotatorenmanschettenruptur links mit vollständiger Ruptur der Supraspinatussehne, 

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subtotaler Ruptur der Infraspinatussehne und Partialruptur der kranialen 

Subscapularissehne, medialer Subluxation der langen Bicepssehne und moderater AC-

Arthrose. Aufgrund eines paroxysmalen Vorhofflimmerns sei bisher von einer Operation 

abgeraten worden, nun sei die Situation diesbezüglich aber wieder unter Kontrolle. Der 

Befund sei absolut an der Grenze des Rekonstruierbaren, und nach einem 

chirurgischen Eingriff dürfe keine normale Schulter erwartet werden (act. ZM24). Am 

31. Januar 2013 berichtete Dr. F.___, der Versicherte wünsche infolge zunehmender 

Schmerzen eine Operation, arbeite aber immer noch zu 100% als C.___ (act. ZM24).

A.d  Dr. F.___ attestierte dem Versicherten vom 19. Februar bis 31. März 2013 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (act. ZM3), und die Zürich entrichtete nach erfolgter 

Rückfallmeldung (act. Z9) entsprechende Taggelder (act. Z16 f.). Mit Schreiben vom 21. 

Februar 2013 wies Dr. F.___ den Versicherten zur Beurteilung und allfälligen Opera-

tionsplanung Prof. Dr. med. G.___, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), zu 

(act. ZM4). Dieser hielt mit Bericht vom 6. März 2013 folgende Diagnosen fest: 

Irreparable Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter links, komplette Ruptur des 

Supraspinatus mit Retraktion und Atrophie sowie komplette Ruptur des Infraspinatus 

mit Verfettung. Er könne dem Versicherten therapeutisch keine Option anbieten und 

bitte den Hausarzt um Abklärung bezüglich Wechsel der Arbeitstätigkeit (act. ZM5). Dr. 

D.___ attestierte dem Versicherten vom 1. April bis 15. Mai 2013 sowie vom 21. Mai bis 

3. Juni 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Dazwischen machte der Versicherte 

einen Arbeitsversuch mit einem 100% Pensum, welcher jedoch scheiterte (act. ZM6 

ff.). Ab Sommer 2013 wurde der Versicherte bei seiner Arbeitgeberin als Chauffeur 

bzw. in der Auslieferung von X.___ eingesetzt (vgl. act. Z24, Z26). Am 17. Juni 2013 

berichtete Dr. F.___, der Versicherte habe eine physiotherapeutische Behandlung 

begonnen und sei zu 50% arbeitsunfähig. Nachdem das KSSG die Läsion als 

irreparabel beurteilt habe, empfehle er die Infiltration der Schulter (act. ZM24). Die 

Empfehlung wurde in der Folge umgesetzt (vgl. act. ZM17, ZM27, ZM29).

A.e  Dr. med. H.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 9. September 

2013, in den Aufzeichnungen seines Vorgängers finde sich am 1. Juni 2007 ein Eintrag 

über seit drei bis vier Wochen bestehende Schulterschmerzen links (act. ZM19, vgl. 

auch Abklärung vom 7. Juni 2007; act. ZM17). Auf telefonische Nachfrage der Zürich 

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(vgl. act. Z48) gab Dr. D.___ am 25. Oktober 2013 an, der Versicherte habe bereits vor 

dem Unfall beim Schlafen Schmerzen in der linken Schulter gehabt (vgl. act. ZM25).

A.f  Im Auftrag der Zürich (vgl. act. Z32) wurde der Versicherte am 30. Oktober 2013 

durch Prof. Dr. med. I.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, SMAB AG, begutachtet. In seinem Gutachten vom 11. 

November 2013 hielt dieser als unfallrelevante Diagnose eine 

Rotatorenmanschettenläsion der linken Schulter und als Vorzustand ein degeneratives 

Schulterleiden links fest. Der Endzustand sei erreicht. Er beurteilte, in der C.___ 

bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die jetzige Verladetätigkeit sei dem Versicherten 

zu 50% zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit sei er zu 100% arbeitsfähig. Die 

Schmerzhaftigkeit der Schulter würde einen Integritätsschaden von 10% rechtfertigen, 

aufgrund des Vorschadens sei dieser jedoch um 50% auf 5% zu reduzieren (act. 

ZM26).

A.g  Dr. F.___ befand am 21. Januar 2014, das Gutachten sei schlüssig und 

nachvollziehbar. Allerdings sei er der Meinung, dass der Endzustand der linken 

Schulter noch nicht erreicht sei, da durch die geplante Schulterarthroskopie links mit 

Tenotomie der langen Bicepssehne, AC-Resektion und Acromioplastik wahrscheinlich 

eine Besserung der Situation erreicht werden könne (ZM33). Dr. F.___ führte am 5. 

Februar 2014 den operativen Eingriff durch. Er attestierte dem Versicherten vom 5. 

Februar bis 29. April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, ab 30. April 2014 eine 

solche von 50% (act. ZM42, ZM39, ZM43.3).

A.h  Mit Schreiben vom 10. Februar 2014 hielt die Zürich fest, der Versicherte verwerte 

seine Restarbeitsfähigkeit mit seinem derzeitigen 50% Pensum nicht genügend, da er 

adaptiert zu 100% arbeitsfähig sei. Sie setzte dem Versicherten eine Frist bis Ende Juli 

2014 zur Anpassung seiner Tätigkeit an die veränderten Verhältnisse bzw. zur Suche 

einer adaptierten Tätigkeit im Sinne der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht 

(act. Z59). Auf Antrag der Rechtsschutzversicherung des Versicherten (vgl. act. Z67, 

Z70) verlängerte die Zürich die Übergangsfrist vorerst bis Ende September, dann bis 

Ende November 2014 (Schreiben vom 12. Mai 2014; act. Z70, vgl. act. Z68).

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A.i   Am 8. August 2014 beurteilte Dr. F.___, durch das Weiterführen der Physiotherapie 

könne nochmals eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei 

der Endzustand ca. Ende August erreicht sein sollte. Der aktuelle medizinische Zustand 

sei deutlich besser als vor der Operation vom 5. Februar 2014. Die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit bleibe bestehen, der Versicherte sei in seiner angestammten Tätigkeit 

zu 50%, in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (act. ZM44).

A.j   Mit Schreiben vom 14. Oktober 2014 lehnte die Zürich die von der 

Rechtsschutzversicherung beantragte (vgl. act. Z72) weitere Verlängerung der 

Übergangsfrist ab. Sie stellte die Leistungen für Heilbehandlungen per 31. August 2014 

und die Taggelder per 30. November 2014 ein. Sie verneinte den Anspruch auf eine 

Invalidenrente und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend 

auf einer Integritätseinbusse von 5% zu (act. Z78). Der Versicherte, vertreten durch M. 

Milovanovic, Beratungsstelle für Ausländer, Bülach, beantragte am 6. November 2014 

sinngemäss eine IV-Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 30% und eine 

Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 20% (Z83).

A.k  Dr. med. J.___, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, beurteilte am 4. 

November 2014, langfristig werde bei Verstärkung der Schmerzen durch die zu 

erwartende Omarthrose die Implantation einer inversen Schulterprothese notwendig. 

Der Endzustand sei somit nur vorübergehend erreicht, eine spätere Behandlung müsse 

vorbehalten sein. Der Versicherte sollte seine derzeitige Tätigkeit weiterführen und nicht 

gezwungen werden, eine Tätigkeit zu suchen, die er zu 100% ausüben könne. Eine 

solche Arbeit zu finden, sei unrealistisch (act. ZM49). Am 13. November 2014 

berichtete Dr. F.___, der Versicherte arbeite derzeit ohne relevante Probleme zu 50% 

und wolle ab Dezember versuchen, eventuell 70-80% oder gar 100% des üblichen 

Pensums zu arbeiten. Er attestierte dem Versicherten bis zum 30. November 2014 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. ZM50).

A.l   Die IV-Stelle wies am 19. Februar 2015 das Leistungsbegehren um berufliche 

Massnahmen ab, da der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit seinem 

Wunschpensum von 80% nachgehe (act. Z84). Mit Verfügung vom 21. Mai 2015 wies 

die IV-Stelle das Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 20% ab (act. Z89).

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A.m Dr. med. K.___, beratender Arzt der Zürich, befand am 17. September 2015, der 

Endzustand sei am 31. Dezember 2014 erreicht gewesen. Die Integritätseinbusse 

bezifferte er mit 8%. Er berücksichtigte dabei den Vorzustand im Gegensatz zu Prof. 

I.___ nur mit 20% (act. ZM51). Mit Verfügung vom 22. September 2015 stellte die 

Zürich die Leistungen für Heilbehandlungen per 31. Dezember 2014 und für Taggelder 

per 30. November 2014 ein. Sie verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente und 

sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse 

von 8% zu (act. Z101).

B.   

Gegen die Verfügung vom 22. September 2015 liess der Versicherte, vertreten durch 

M. Milovanovic, am 23. Oktober 2015 Einsprache erheben (act. Z107). Mit Entscheid 

vom 26. April 2016 (fälschlicherweise datiert mit 2015; vgl. act. G3) wies die Zürich die 

Einsprache ab (act. Z111).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 26. April 2016 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 17. Mai 2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

beantragt darin dessen Aufhebung sowie die Zusprache einer IV-Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 25% und einer Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 20%. Er macht geltend, das Gutachten der SMAB AG sei nicht 

beweiskräftig und die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. F.___ zu optimistisch 

gewesen (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2016 beantragt die Zürich (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, 

die Beurteilungen der SMAB AG und von Dr. F.___ seien richtig sowie realistisch (act. 

G3).

C.c Der Beschwerdeführer liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenützt 

ablaufen (act. G5).

Erwägungen

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1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2011 zur Diskussion steht, grundsätzlich die 

bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 

gegenüber der Beschwerdegegnerin. Die Einstellung der Taggeldleistungen per 30. 

November 2014 und der Heilbehandlung per 31. Dezember 2014 entspricht der 

Aktenlage und der Beschwerdeführer machte keine Einwände dagegen geltend. Der 

Einspracheentscheid ist diesbezüglich in Teilrechtskraft erwachsen. Soweit der 

Beschwerdeführer mit Verweis auf die Beurteilung von Dr. J.___ vom 4. November 

2014 geltend macht, in Zukunft könnte aufgrund einer zu erwartenden Omarthrose 

allenfalls die Implantation einer Schulterprothese notwendig werden (vgl. act. G1, 

G1.1), ist zu bemerken, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt werden (vgl. Art. 11 UVV). Die mit dem Fallabschluss 

einhergehende Leistungseinstellung (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) schliesst damit die 

Kostenübernahme einer späteren Prothesenversorgung nicht aus.

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so 

hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte 

Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder 

geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 

Abs. 1 UVG). Eine Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt.

2.2  Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die 

natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen 

(vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52 

ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).

3.   

Vorerst ist der Rentenanspruch und als dessen Grundlage anhand der ärztlichen 

Beurteilungen die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen. Der angefochtene 

Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Sicht vorwiegend auf das Gutachten 

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der SMAB AG sowie die Einschätzungen von Dr. F.___ (vgl. act. Z111). Der 

Beschwerdeführer spricht diesen die Beweiskraft ab und hält ihnen insbesondere die 

Beurteilung von Dr. J.___ vom 4. November 2014 entgegen (vgl. act. G1, G1.1).

3.1  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Begriff des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die 

konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt. Er umschliesst einerseits ein 

bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach 

solchen. Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her 

einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür 

verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

körperlichen Einsatzes (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 

9C_192/2014, E. 3.1).

3.2  SMAB Gutachter Prof. I.___ hielt als unfallrelevante Diagnose die 

Rotatorenmanschettenläsion der linken Schulter fest und erachtete den 

Beschwerdeführer in seiner damaligen Tätigkeit als Auslieferer von X.___ zu 50%, in 

einer adaptierten Tätigkeit jedoch zu 100% arbeitsfähig (act. ZM26). Diese 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stimmt mit derjenigen von Dr. F.___ überein, sowohl vor 

als auch nach dem operativen Eingriff vom 3. Februar 2014 (act. ZM33, ZM44). Der 

Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Einschätzungen seien zu optimistisch 

gewesen und hätten sich nicht verwirklicht (act. G1). Dieser Einwand ist jedoch nicht 

nachvollziehbar, zumal der Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. F.___ vom 13. 

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November 2014 in seiner Tätigkeit (Auslieferung), welche nur bedingt mit seinen 

Beeinträchtigungen vereinbart werden kann (vgl. act. ZM26, ZM33, ZM49), ohne 

relevante Probleme in einem Pensum von 50% arbeitstätig war und ab Dezember 2014 

sogar eine Steigerung des Pensums auf 70 bis 100% plante (act. ZM50). Der Mitteilung 

der IV-Stelle vom 19. Februar 2015 und deren Verfügung vom 21. Mai 2015 ist sodann 

zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit stetig habe 

verbessern können und nun eine Tätigkeit in der Logistik zu seinem Wunschpensum 

von 80% ausübe (act. Z84, Z89). Ob es sich dabei um eine ideal adaptierte Tätigkeit 

oder um die bereits zuvor ausgeübte Tätigkeit als Auslieferer von X.___ handelt, ergibt 

sich aus der Mitteilung und der Verfügung nicht. Eine ideal adaptierte Tätigkeit sollte 

gemäss Zumutbarkeitsprofil von Prof. I.___ nur vereinzelt Tätigkeiten über Schulterhöhe 

bzw. über Kopfhöhe beinhalten und kein Heben oder Tragen von mehr als 10kg nötig 

machen, wobei letzteres nicht regelmässig vorkommen sollte (act. ZM26, S. 15; vgl. 

auch Beurteilung von Dr. F.___, act. ZM33). Zudem ist fraglich, ob das tatsächlich 

ausgeübte 80%-Pensum auch der maximalen Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers entspricht (“Wunschpensum“, vgl. act. Z84).

3.3  Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er habe bei der Bewegung der Schulter 

immer starke Schmerzen (act. Z107, G1), widerspricht dies den aktenkundigen 

Arztberichten. Im August 2014 berichtete Dr. F.___, der gesundheitliche Zustand sei 

deutlich besser als vor der Operation vom 3. Februar 2014. Dem Beschwerdeführer 

gehe es erfreulich gut, er berichte über nach wie vor kaum vorhandene Schmerzen in 

der linken Schulter, und Schmerzmedikamente nehme er schon seit langer Zeit keine 

mehr ein (act. ZM44). Dr. J.___ führte am 4. November 2014 zwar aus, auch schnelle 

Armbewegungen lösten bei einer Rotatorenmanschettenruptur Schmerzen aus (act. 

ZM49). Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht bemerkte (vgl. act. Z111), 

handelt es sich dabei wohl um allgemeine, nicht auf den Beschwerdeführer bezogene 

Ausführungen. Dementsprechend vermerkte auch Dr. J.___ bei der Befunderhebung 

nur bei wenigen Übungen ein Auftreten von vorwiegend als leicht bezeichneten 

Schulterschmerzen (vgl. act. ZM49). Bereits vor dem operativen Eingriff vom 3. Februar 

2014 hatte Prof. I.___ festgehalten, aktiv könne praktisch die volle Elevation beider 

Schultergelenke erreicht werden, ohne dass dabei wesentliche Schmerzen angegeben 

würden. Bei hängendem Arm sei die Aussen-Innenrotation endgradig nicht 

schmerzhaft. Es bestehe kein wesentlicher “Painful arc“ (act. ZM26, S. 11). Dr. F.___ 

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hatte am 11. Februar 2014 festgehalten, die Schmerzen seien stark wechselhaft. An 

einigen Tagen bestünden relativ wenig Schmerzen, an anderen Tagen seien sie 

deutlich verstärkt (act. ZM42). Die medizinischen Akten sprechen damit gegen die nun 

geltend gemachten dauernden starken Schulterschmerzen. Ebenso hatte der 

Beschwerdeführer bis zur Beschwerdeerhebung nie aktenkundig darüber geklagt, es 

würden ihm sehr oft Gegenstände aus der linken Hand fallen (act. G1). Diese 

Einschränkung und eine allfällige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sind somit 

medizinisch nicht ausgewiesen.

3.4  Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht (act. G1), hatte Prof. I.___ von 

einer weiteren medizinischen Behandlung, insbesondere einer Operation, keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet (vgl. act. ZM26, S. 17). Die 

Erfolgschancen eines operativen Eingriffs waren auch unter den behandelnden Ärzten 

umstritten (vgl. act. ZM26, S. 17, act. ZM4 f., ZM12, ZM33). Die am 5. Februar 2014 

schliesslich durchgeführte Operation der linken Schulter (vgl. act. ZM42) brachte zwar 

eine Verbesserung der Beschwerden (vgl. act. ZM44), veränderte aber die präoperative 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F.___ und Prof. I.___ nicht (act. ZM44). Das positive 

Ergebnis der Operation schmälert damit die Beweiskraft des Gutachtens von Prof. I.___ 

nicht.

3.5  Die erstmals von Dr. F.___ am 20. Dezember 2012 (vgl. act. ZM24) festgehaltenen 

Diagnosen, welche auch in den Berichten von Dr. G.___ vom 6. März 2013 (vgl. act. 

ZM5) und von Dr. F.___ vom 11. Februar 2014 (vgl. act. ZM42) vorkommen und in der 

Beschwerdeschrift zitiert werden (act. G1), waren Prof. I.___ bekannt und wurden bei 

der Begutachtung berücksichtigt (vgl. act. ZM26, S. 5 f.). Inwiefern der 

Einspracheentscheid deshalb – wie der Beschwerdeführer geltend macht (act. G1) – 

nicht haltbar sein soll, ist nicht nachvollziehbar.

3.6  Der Beschwerdeführer hält den Beurteilungen von Prof. I.___ und Dr. F.___ die 

Einschätzungen von Dr. J.___ vom 4. November 2014 entgegen. Dieser führte 

bezüglich Arbeitsfähigkeit sinngemäss aus, die Beschwerdegegnerin habe eine 

Invalidität verneint, obwohl auch die derzeit ausgeführte Arbeit nicht mehr ganztags 

zumutbar sei. Natürlich könne auch er drei Verweistätigkeiten aufzählen, welche besser 

geeignet wären als die derzeit ausgeführte Tätigkeit mit Auf- und Abladen von Kisten 

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mit einem Gewicht bis 10kg. Kein ökonomisch denkender Arbeitgeber würde jedoch 

einen behinderten Sechzigjährigen den sehr zahlreichen gesunden jüngeren Bewerbern 

bei der Stellenvergabe vorziehen. Seine derzeitige Tätigkeit werde dem 

Beschwerdeführer hingegen von jungen Leuten nicht streitig gemacht. Also solle er 

diese sehr nützliche Arbeit weiterführen und nicht gezwungen werden, eine Arbeit in 

einem 100% Pensum zu suchen, welche er realistischerweise nicht finden werde (act. 

ZM49). Die Beschwerdegegnerin bringt zu Recht vor, dass die Argumentation von Dr. 

J.___ nicht primär medizinisch und aus juristischer Sicht fehlerhaft sei (act. G3, Z111). 

Wie oben ausgeführt (E. 3.1), wird zur Bestimmung des Invaliditätsgrades nicht die 

konkrete Arbeitsmarktlage berücksichtigt. Ausschlaggebend ist nicht das tatsächlich 

erzielte Einkommen oder dasjenige, welches der Beschwerdeführer auf dem konkreten 

Arbeitsmarkt realistischerweise erwirtschaften könnte, sondern der theoretisch auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielbare Lohn. Mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) ist 

zudem darauf hinzuweisen, dass auch Dr. J.___ adaptierte Tätigkeiten aufzählt, welche 

dem Beschwerdeführer in einem Pensum von 100% zumutbar wären (act. ZM49).

3.7  Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

Gutachten der SMAB AG vom 11. November 2013 (act. ZM26) auf umfassender 

Aktenkenntnis sowie eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild des 

Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse 

nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden, 

insbesondere den medizinischen Einschätzungen von Dr. J.___, ergeben sich keine 

objektiven Gesichtspunkte, welche im Gutachten ausser Acht gelassen worden wären. 

Eine zwischen dem Gutachten vom 11. November 2013 und dem umstrittenen 

Einspracheentscheid vom 26. April 2016 (act. Z111) eingetretene massgebliche 

Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist 

nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.

4.   

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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4.1  Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1). 

Gemäss Angaben der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers hätte dieser im Jahr 2014 

ohne Unfall hypothetisch ein Einkommen von Fr. 59‘345.-- (Fr. 4‘565.-- x 13) erzielt 

(act. Z95). 

4.2  Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt und war vor dem Unfall als C.___ 

tätig. Das Invalideneinkommen ist daher gestützt auf die Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung (LSE; vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E. 4.2.1), Tabelle 

TA1, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, zu bestimmen, 

das sich im Jahr 2014 auf Fr. 5‘312.-- monatlich bzw. Fr. 63‘744.-- jährlich belief. 

Angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden 

ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 66‘453.--. Das Valideneinkommen von Fr. 

59‘345.-- ist damit um 11% unterdurchschnittlich. Folglich ist praxisgemäss eine 

Parallelisierung von 6% vorzunehmen und das Invalideneinkommen entsprechend zu 

kürzen (zum Erheblichkeitsgrenzwert von 5% vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und ent¬sprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der Beschwerdeführer ist 

gesundheitsbedingt selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten beeinträchtigt und es sind 

dabei weitere qualitative Einschränkungen zu beachten (nur selten Tätigkeiten über 

Schulter- bzw. Kopfhöhe, gelegentliches Tragen und Heben von Lasten bis 10kg). Er ist 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt 

und muss mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: 

Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.). Der infolge der 

leidensbedingten Einschränkungen von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte 

Tabellenlohnabzug von 10% (vgl. act. Z105) ist entgegen der Vorbringen des 

Beschwerdeführers (act. Z583, Z107) nicht zu beanstanden. Das Invalideneinkommen 

beläuft sich damit auf Fr. 56‘219.-- (0.94 x 0.9 x 66‘453.--).

4.3  Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 59‘345.-- und einem 

Invalideneinkommen von 56‘219.-- ergibt sich ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von rund 5%.

5.   

Weiter beantragt der Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf 

einer Integritätseinbusse von 20% statt der zugesprochenen 8% (act. G1).

5.1  Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

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5.2  Prof. I.___ beurteilte aufgrund der erhobenen Befunde überzeugend, die Funktion 

der linken Schulter sei erstaunlich gut erhalten, weshalb zur Festlegung der 

Integritätsentschädigung nicht ein eventuell vermindertes Bewegungsausmass 

massgebend sei. Aufgrund der Schmerzhaftigkeit sei hingegen von einer Periarthrosis 

humeroscapularis in mässiger Form auszugehen (act. ZM26, S. 19). Gemäss Tabelle 1 

(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) der Suva 

begründet eine solche einen Integritätsschaden von 10%. Diese Beurteilung wurde 

auch von Dr. F.___ und Dr. K.___ geteilt (vgl. act. ZM33, ZM51). Der Beschwerdeführer 

macht keine konkreten Einwände dagegen geltend, sondern bringt lediglich vor, er 

werde lebenslang Schulterschmerzen haben und seine Schulterfunktion sei 

eingeschränkt (act. G1). Er stützt sich dabei auf den Bericht von Dr. J.___ vom 4. 

November 2014, welcher zwar eine deutlich eingeschränkte Schulterfunktion erwähnte, 

jedoch bei den Befunden lediglich bei der Aussenrotation gegen Widerstand und der 

kombinierten Innenrotation/Abduktion gegen Widerstand ein vermindertes 

Bewegungsausmass im Vergleich zum rechten Arm festhielt (act. ZM49). Dies 

rechtfertigt keine weitergehende Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen 

(vgl. Tabelle 1 der Suva). Soweit der Beschwerdeführer gestützt auf die Beurteilung von 

Dr. J.___ darauf hinweist, es sei langfristig eine Implantation einer Schulterprothese 

notwendig (act. G1), ist erneut zu bemerken, dass das Recht des Beschwerdeführers, 

eine in Zukunft allenfalls eintretende Verschlechterung des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdegegnerin im Sinne eines Rückfall oder Spätfolgen zu melden, gewahrt ist.

5.3  Prof. I.___ schlug aufgrund des Vorschadens beim Beschwerdeführer eine 50%ige 

Kürzung, mithin eine Integritätseinbusse von 5% vor (act. ZM26, S. 19). Dem 

Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er vor dem Unfall nur geringe 

Beschwerden an der linken Schulter hatte (vgl. act Z83, act. Z107), trug die 

Beschwerdegegnerin bereits Rechnung, indem sie ihm gestützt auf die Beurteilung von 

Dr. K.___ eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 8% 

statt wie ursprünglich angekündigt 5% zusprach (act. Z78, 101, 111). Dr. K.___ hatte 

ausgeführt, der Vorzustand sei nur mit 20% zu berücksichtigen, da (vor dem Unfall) 

klinisch keine relevanten und persistierenden Beschwerden bestanden hätten. Dies ist 

aufgrund der Akten, insbesondere der Angaben von Dr. H.___, wonach sich in der 

Krankengeschichte seines Vorgängers nur am 1. Juni 2007 ein Eintrag bezüglich 

Schulterschmerzen links befunden habe (act. ZM18), des Ergebnisses der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Röntgenuntersuchung der linken Schulter vom 7. Juni 2007 (leichter 

Humerushochstand, Präarthose im AC-Gelenk; vgl. act. ZM17) und der von Dr. D.___ 

kurz vor dem Unfall festgehaltenen Schmerzen in der linken Schulter beim Schlafen 

(act. ZM25) überzeugend. Dr. J.___ hatte zudem beurteilt, aus seiner Sicht sei der 

unfallfremde Anteil eher 30% als 50%. Bei der klinischen Untersuchung finde sich 

nämlich kein Hinweis, dass die Arthrose im AC-Gelenk für die eingeschränkte 

Schulterfunktion eine Rolle spiele (act. ZM49).

6.   

6.1  Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. April 2016 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.06.2018
	Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses bestanden noch gewisse unfallkausale Restfolgen, der Beschwerdeführer war jedoch an einem adaptierten Arbeitsplatz voll arbeitsfähig. Verneinung eines Rentenanspruchs. Eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen, ist nicht ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juni 2018, UV 2016/32).

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