# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a711e6b6-f4cf-5998-bfb6-af78ff2088ae
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 29.09.2021 ZK2 2019 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2019-79_2021-09-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 29. September 2021

Referenz ZK2 19 79

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Hubert, Bergamin, Cavegn und Michael Dürst
Kollegger, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger

gegen

B._____ AG
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco B. Biancotti
Via Stredas 3, 7500 St. Moritz 

Gegenstand Aberkennungsklage

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja vom 07.02.2019, mitgeteilt am 
11.09.2019 (Proz. Nr. 115-2017-40)

Mitteilung 01. Oktober 2021

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Sachverhalt

A. Mit Rahmenkreditvertrag vom 29. Januar/1. Februar 2016 regelten A._____ 
und die B._____ AG ein bereits vorbestehendes Kreditverhältnis betreffend die 
Grundstücke Nr. C._____, E._____ und F._____, Liegenschaft Nr. G._____, 
H._____, neu. 

B. Am 2. Juni 2016 kündigte die B._____ AG sowohl den entsprechenden 
Rahmenkreditvertrag als auch die variable Hypothek auf den 31. Juli 2016. Die 
B._____ AG teilte A._____ damit einhergehend mit, dass sie das Kapital der als 
Sicherheit übereigneten Schuldbriefe auf den nächstmöglichen Termin kündige.

C. Am 3. August 2016 betrieb die B._____ AG A._____ für den Betrag von 
CHF 4'720'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5 % seit 1. August 2016, sowie für 
Betreibungs- und Rechtshilfekosten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ein 
auf den 9. August 2016 datierter Zahlungsbefehl ging an A._____, ein weiterer 
Zahlungsbefehl wurde an die I._____ AG gerichtet, zumal diese bei ihrer Grün-
dung vom 20. Januar 2016 die Grundstücke Nr. C._____, E._____ und F._____, 
Liegenschaft Nr. G._____, H._____, als Sacheinlage übernommen hatte. Sowohl 
A._____ als auch die I._____ AG erhoben gegen die Zahlungsbefehle Rechtsvor-
schlag.

D. Die B._____ AG stellte daraufhin am 3. Januar 2017 ein Gesuch um provi-
sorische Rechtsöffnung beim Regionalgericht Maloja. Dieses hiess mit Entscheid 
vom 14. Juli 2017 das Rechtsöffnungsgesuch gut und erteilte die provisorische 
Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 4'720'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5 
% seit 1. August 2016, sowie für ein Grundpfandrecht, verkörpert im Register-
Schuldbrief Nr. J._____ vom 17. September 2012 über CHF 4'800'000.00, lastend 
im 1. Rang auf den Grundstücken Nr. C._____, E._____ und F._____, Liegen-
schaft Nr. G._____, H._____.

E. Am 14. August 2017 erhoben A._____ und die I._____ AG gegen diesen 
Rechtsöffnungsentscheid Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden, 
dessen Schuldbetreibungs- und Konkurskammer mit Entscheid KSK 17 43 vom 
27. November 2017 die Beschwerde vollumfänglich abwies.

F. Am 24. August 2017 reichten A._____ und die I._____ AG eine Aberken-
nungsklage beim Regionalgericht Maloja ein, welche das folgende Rechtsbegeh-
ren beinhaltete:

1. Es sei in Aufhebung des Rechtsöffnungsentscheides des Regionalge-
richts Maloja (Erstinstanzliches Zivilgericht SchKG, Einzelrichter, Nr. 

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335-2017-1) vom 14. Juli 2017 und im Sinne von Art. 83 Abs. 2 SchKG 
die Forderung von CHF 4'720'000.- nebst 5 Prozent Zins seit 1. August 
2016 sowie für ein Grundpfandrecht, verkörpert im Register-
Schuldbrief J._____ vom 17. September 2012 über CHF 4'800'000.-, 
lastend im ersten Rang auf den Grundstücken Nrn. C._____, E._____, 
F._____, alle Liegenschaft Nr. G._____, H._____, vollumfänglich ab-
zuerkennen, womit davon Vormerk zu nehmen sei, dass die von den 
Aberkennungsklägern erhobenen Rechtsvorschläge zu Recht erhoben 
wurden.

2. Es sei das Betreibungsamt Maloja anzuweisen, die Betreibung Nr. 
D._____ im Betreibungsregister zu löschen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Aberkennungsbe-
klagten.

Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass die Kündigungen 
des Rahmenkreditvertrags und der variablen Hypothek bzw. des Kapitals der als 
Sicherheit übereigneten Schuldbriefe von der B._____ AG nicht hätten ausge-
sprochen werden dürfen.

G. Mit Eingabe vom 18. Juni 2018 zog die I._____ AG ihre Aberkennungsklage 
zurück.

H. In ihrer Klageantwort vom 29. Oktober 2018 begehrte die B._____ AG, was 
folgt:

1. Die Aberkennungsklage sei abzuweisen.

2. Es sei in der Betreibung Nr. D._____ des Betreibungs- und Konkur-
samtes der Region Maloja für den Betrag von CHF 4'720'000 zuzüg-
lich Verzugszins von 5% seit dem 01. August 2016 sowie für das 
Grundpfandrecht über CHF 4'800'00 gemäss Registerschuldbrief Nr. 
J._____ lastend im 1. Rang auf den Grundstücken H._____, Nrn. 
C._____, E._____ und F._____, alle Liegenschaft G._____, 
Rechtsöffnung zu gewähren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Aberkennungs-
kläger.

Begründend führte sie hauptsächlich aus, dass die ausgesprochenen Kündigun-
gen den geltenden Vertragsbestimmungen zwischen den Parteien entsprochen 
hätten.

I. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Maloja fand am 7. Februar 
2019 statt.

J. Mit Entscheid vom 7. Februar 2019, mitgeteilt am 11. September 2019, 
wies das Regionalgericht Maloja die Aberkennungsklage ab. Das Dispositiv laute-
te, wie folgt:

1. Die Aberkennungsklage wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 
5'000.- werden dem Kläger auferlegt.

3. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagte mit CHF 59'327.- zzgl. 7.7 % 
MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

Das Regionalgericht Maloja kam zusammenfassend zum Schluss, dass die Be-
hauptungen und Beweise des Aberkennungsklägers den durch die Kündigungen 
erlangten Rückforderungsanspruch der Aberkennungsbeklagten nicht widerlegen 
können. 

K. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) 
Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden. Mit Eingabe vom 14. Oktober 
2019 beantragte er, was folgt:

1. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Maloja Nr. 115-
2017-40 vom 7. Februar 2019 sei aufzuheben;

2. es sei die Sache an das Regionalgericht Maloja zurückzuweisen zur 
Durchführung des Beweisverfahrens und in dessen Rahmen zur Zeu-
geneinvernahme von Herrn K._____ sowie zur Parteibefra-
gung/Beweisaussage des Berufungsklägers/Klägers;

3. eventualiter (falls Antrag Ziff. 2 nicht gutgeheissen wird):

a.  Es sei in Aufhebung des Rechtsöffnungsentscheides des Regional-
gerichts Maloja Erstinstanzliches Zivilgericht SchKG, Einzelrichter, Nr. 
335-2017-1 vom 14. Juli 2017 und im Sinne von Art. 83 Abs. 2 SchKG 
die Forderung von CHF 4'720.00 nebst 5% Zins seit 1. August 2016 
sowie für ein Grundpfandrecht, verkörpert im Register-Schuldbrief 
J._____ vom 17. September 2012 über CHF 4'800'000.00, lastend im 
ersten Rang auf den Grundstücken Nr. C._____, E._____, F._____, al-
le Liegenschaften Nr. G._____, H._____, vollumfänglich abzuerken-
nen, womit davon Vormerk zu nehmen sei, dass der vom Berufungs-
kläger/Kläger erhobene Rechtsvorschlag zu Recht erhoben wurde;

b.  Es sei das Betreibungsamt Maloja anzuweisen, die Betreibung 
Nr. 2162693 im Betreibungsregister zu löschen;

4. Subeventualiter: Die bei Unterliegen des Klägers der Beklagten ge-
schuldete Prozessentschädigung für das erstinstanzliche Verfahren sei 
auf CHF 25'000.00 zu reduzieren;

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbeklag-
ten/Beklagten.

Als Berufungsgründe machte der Berufungskläger hauptsächlich eine Verletzung 
des Rechts auf Beweis bzw. eine Gehörsverletzung sowie eine unrichtige Ermitt-
lung des hypothetischen Parteiwillens geltend. Die gemäss dem vorinstanzlichen 
Urteil geschuldete Parteientschädigung erachtete er zudem als masslos übersetzt.

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L. Mit Berufungsantwort vom 5. November 2019 begehrte die B._____ AG 
(nachfolgend: Berufungsbeklagte) das Folgende:

1. Die Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Maloja vom 7. 
Februar 2019, mitgeteilt am 11. September 2019, betreffend Aberken-
nungsklage (Fall Nr. 115-2017-40) sei abzuweisen.

2. Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz (Fall Nr. 115-2017-40) sei 
zu bestätigen.

3. Auf die Rückweisung der Sache an das Regionalgericht Maloja zur 
Durchführung der Zeugeneinvernahme von Herrn K._____ sowie zur 
Parteibefragung/Beweisaussage des Berufungsklägers/Klägers sei zu 
verzichten.

4. Unter amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge 
zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsklägers.

Es wurde darin ausgeführt, dass die Vorinstanz zu Recht auf weitere Beweisauf-
nahmen verzichtet habe. Die übrigen Standpunkte der Berufungsbeklagten wur-
den darin zudem abermals vertreten. Die vorinstanzliche Parteientschädigung er-
achtete die Berufungsbeklagte als angemessen, umso mehr, als dass die Vor-
instanz den geltend gemachten Interessenwertzuschlag schon gekürzt habe.

M. Mit Verfügung des damaligen Vorsitzenden der II. Zivilkammer am Kan-
tonsgericht von Graubünden wurde der Berufungskläger aufgefordert, einen Kos-
tenvorschuss in der Höhe von CHF 3'000.00 einzureichen. Nach zweimaliger Frist-
erstreckung ging dieser Betrag am 28. November 2019 beim Kantonsgericht von 
Graubünden ein.

Erwägungen

1.1. Angefochten ist der Entscheid des Regionalgerichts Maloja, mit welchem 
die Aberkennungsklage des Berufungsklägers betreffend eine Forderung von 
CHF 4'720'000.00 nebst 5 % Zins seit 1. August 2016 sowie ein Grundpfandrecht, 
verkörpert in einem Register-Schuldbrief über CHF 4'800'000.00, abgewiesen 
wurde. Damit handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher 
gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO mit Berufung anfechtbar ist, zumal der Streitwert der 
zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren die Streitwertgrenze von CHF 
10'000.00 offensichtlich übersteigt.

1.2. Die Berufung ist gemäss Art. 311 ZPO innert 30 Tagen seit Zustellung des 
begründeten Entscheids schriftlich und begründet unter Beilage des 
angefochtenen Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der 
angefochtene Entscheid wurde dem Berufungskläger am 12. September 2019 
zugestellt. Unter Berücksichtigung des Fristenlaufs an Wochenenden ist die 

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Berufung vom 14. Oktober 2019 fristgerecht eingereicht worden. Da die 
Rechtsschrift im Übrigen den Formerfordernissen entspricht und auch sonst keine 
Eintretensvoraussetzungen unerfüllt bleiben, ist auf die Berufung einzutreten.

2.1. Der Berufungskläger macht als Berufungsgründe sowohl eine unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung als auch eine unrichtige Rechtsanwendung der Vor-
instanz geltend und beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids so-
wie dessen Rückweisung an die Vorinstanz zur Durchführung eines erweiterten 
Beweisverfahrens, eventualiter die Aberkennung der Forderung in Aufhebung des 
Rechtsöffnungsentscheides, subeventualiter die Reduktion der im vorinstanzlichen 
Verfahren geschuldeten Prozessentschädigung. Aufgrund der umfassenden Ko-
gnition des Kantonsgerichts im Berufungsverfahren (Art. 310 ZPO) können die 
Rügen des Berufungsklägers vor dem Kantonsgericht grundsätzlich uneinge-
schränkt behandelt werden.

2.2. Hauptsächliches Streitthema bildet die Frage, ob die in der Aberkennungs-
klage erwähnte Summe zur Zeit des Betreibungsbegehrens der Berufungsbeklag-
ten fällig gewesen war oder nicht. Dies wiederum hängt davon ab, ob die Beru-
fungsbeklagte am 2. Juni 2016 den Rahmenkredit und die variable Hypothek auf 
den 31. Juli 2016 hat kündigen dürfen. Hingegen kein Streitthema bildet die Frage, 
ob die mit dem Kreditverhältnis sichergestellte Grundforderung besteht, zumal 
dies seit jeher unbestritten ist. Die Parteien sind sich ausserdem einig, dass die 
Schuldbriefforderung unter den gleichen Voraussetzungen wie die sichergestellten 
Forderungen gekündigt werden darf, mithin also die Fälligkeit der 
Schuldbriefforderung von der Fälligkeit der Grundforderung abhängt. Mit anderen 
Worten ist einzig fraglich, ob die Berufungsklägerin mit Schreiben vom 2. Juni 
2016 die unbestrittene Grundforderung hat kündigen dürfen. Hinsichtlich dieser 
Frage rügt der Berufungskläger, dass die Vorinstanz die Kündigungsmodalitäten 
von einem hypothetischen Parteiwillen abgeleitet habe, obschon eine tatsächliche 
Willenseinigung beweisbar gewesen wäre. Selbst wenn aber auf den hypotheti-
schen Parteiwillen abgestellt werden müsste, hätte die Berufungsbeklagte kein 
Recht gehabt, die Vertragsbeziehung derart aufzuheben, wie sie es getan habe. 
Auf diese Rügen wird nachfolgend zu Beginn einzugehen sein.

3.1. Der Bestand eines Vertrages ist wie dessen Inhalt durch Auslegung der 
Willensäusserungen der Parteien zu bestimmen. Ziel der Vertragsauslegung ist 
es, den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 
OR). Steht eine tatsächliche Willensübereinstimmung fest, bleibt für eine 
Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz kein Raum. Erst wenn eine 
tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des 

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mutmasslichen Parteiwillens Erklärungen der Parteien aufgrund des 
Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und 
Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und 
mussten (BGE 132 III 626 E. 3.1; 123 III 35 E. 2b; je m.w.H.). Steht der 
übereinstimmende wirkliche Parteiwille fest, besteht ein tatsächlicher Konsens, 
wohingegen bei einem durch objektive Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz 
ermittelten (hypothetischen) Konsens auch von einem normativen Konsens 
gesprochen wird (vgl. etwa BGE 123 III 35 E. 2b). 

3.2. Aus dem vorinstanzlichen Verfahren befindet sich zunächst einmal das 
Kündigungsschreiben der Berufungsbeklagten vom 2. Juni 2016 in den Akten. 
Damit kündigte die Berufungsbeklagte den Rahmenkreditvertrag Nr. L._____ und 
die variable Hypothek Nr. M._____ gemäss der Produktvereinbarung vom 
29. Januar 2016, unter Einhaltung der Frist eines Monats, per 31. Juli 2016. 
Gleichzeitig wurde in diesem Kündigungsschreiben klargestellt, dass damit auch 
das Kapital der als Sicherheit übereigneten Schuldbriefe auf den nächstmöglichen 
Termin gekündigt werde (RG act. II/12). Im erwähnten Rahmenkreditvertrag 
befindet sich die Bestimmung, dass die Aufnahme von Darlehen oder Hypotheken 
ohne Einverständnis der Bank sowie Zins- und Amortisationsrückstände zur 
sofortigen Kündigung der Hypotheken durch die Bank führt. Im Übrigen sollen die 
Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken und die Allgemeinen 
Geschäftsbedingungen Bestandteile des Rahmenkreditvertrages bilden (RG act. 
II/4). Die Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken erhalten sodann die 
Vereinbarung, dass die Bank den Rahmenvertrag und sämtliche unter diesem 
Vertrag gewährten Kredite innert 30 Tagen kündigen und die sofortige 
Rückzahlung oder Teilrückzahlung der Hypothek verlangen kann, falls der 
Kreditnehmer mit einer Zins- oder Amortisationszahlung in Verzug ist (RG act. II/6 
Ziff. 7). Auch ist darin vorgesehen, dass der Rahmenvertrag jederzeit von der 
Bank oder dem Kreditnehmer per sofort gekündigt werden kann (RG act. II/6 Ziff. 
8). Gemäss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist die Berufungsbeklagte 
nach freiem Ermessen berechtigt, bestehende Geschäftsbeziehungen mit dem 
Kunden jederzeit aufzuheben. Insbesondere kann sie zugesagte oder benützte 
Kredite annullieren und ihre so sofort fälligen Guthaben ohne weiteres einfordern, 
es sei denn, dass anderslautende schriftliche Vereinbarungen bestehen (RG act. 
III/7 Ziff. 14). Die Produktvereinbarung Variable Hypothek Nr. M._____ hält 
schliesslich fest, dass unter Einhaltung einer Frist von einem Monat auf das Ende 
eines Monats eine jederzeitige Kündigung möglich ist (RG act. II/7).

tel:50.003.863.516

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3.3. Der Berufungskläger machte vor der Vorinstanz geltend, der Rahmenkre-
ditvertrag vom 29. Januar/1. Februar 2016 sei geschlossen worden, um die Finan-
zierung des Objektes "N._____" auf unbestimmte Zeit längerfristig sicherzustellen. 
Dazu hätten sich die Parteien einzelvertraglich ein Recht zur sofortigen Kündigung 
vorbehalten für den Fall, dass der Berufungskläger ohne Einverständnis der Beru-
fungsbeklagten anderweitige Darlehen oder Hypotheken aufnehmen würde 
und/oder Zins- bzw. Amortisationszahlungsrückstände bestehen würden. E contra-
rio bedeute dies, dass eine Kündigung des Rahmenkreditvertrags solange ausge-
schlossen gewesen sei, als dass der Berufungskläger diese Bedingungen einge-
halten hätte. Diese einzelvertragliche Regelung des Kündigungsrechts habe Ziff. 8 
der Allgemeinen Geschäftsbedingungen derogiert, nach welcher der Rahmenkre-
ditvertrag jederzeit per sofort habe gekündigt werden können. Um die einzelver-
tragliche Regelung zu beweisen, verlangte der Berufungskläger im vor-
instanzlichen Verfahren ausserdem die Zeugeneinvernahme des Direktors der 
Berufungsbeklagten, K._____, und bot seine eigene Parteibefragung und Beweis-
aussage an.

3.4. Die Berufungsbeklagte war indes der Ansicht, dass die Allgemeinen Ver-
tragsbestimmungen nicht in jedem Fall derogiert werden sollten. Mittels Auslegung 
der relevanten Unterlagen sei klar, dass das Recht zur sofortigen Kündigung 
gemäss dem Rahmenkreditvertrag zusätzlich neben den Kündigungsbestimmun-
gen in der Produktvereinbarung und den Allgemeinen Vertragsbestimmungen für 
Hypotheken bestehe. Die Kündigung vom 2. Juni 2016 habe sich ausdrücklich auf 
sämtliche Vertragsbestandteile bezogen. Die ausgesprochene, ordentliche Kündi-
gung mit einer einmonatigen Kündigungsfrist sei dementsprechend nicht an einen 
Zins- oder Amortisationszahlungsverzug gebunden. Trotzdem war die 
Berufungsbeklagte der Ansicht, dass der Berufungskläger sich zum Zeitpunkt der 
Kündigung bereits mit Zins- und Amortisationszahlungen in Verzug befunden 
habe.

3.5.1. Die Vorinstanz verzichtete zunächst auf zusätzliche Beweisabnahmen (vgl. 
dazu untenstehende E. 3.9.1 ff.), erachtete eine mündliche Individualabrede als 
unbewiesen und legte sodann die schriftlichen Vertragsgrundlagen (vgl. vorste-
hende E. 3.2) nach dem Vertrauensprinzip aus, um den mutmasslichen Konsens 
der Parteien in Bezug auf die umstrittene Kündigung zu eruieren.

3.5.2. Zunächst wies die Vorinstanz darauf hin, dass die im Rahmenkreditvertrag 
(RG act. II/4) vereinbarte Abrede über die Kündigung unter der Rubrik "Zusätzliche 
Vereinbarung" aufgeführt sei. Bereits aus dem Begriff "zusätzlich" gehe hervor, 
dass die unter besagter Rubrik getroffenen Abreden zu den anderen vertraglichen 

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Abmachungen bzw. zu den als integrierenden Vertragsbestandteilen erklärten 
Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken (RG act. II/6) und Allgemeinen 
Geschäftsbedingungen (RG act. III/7) hinzukämen und nicht an ihre Stelle treten 
sollten (act. B.1, E. 6.3.1). Wenn ein Ausschluss der in den Allgemeinen 
Bestimmungen für Hypotheken vorgesehenen ordentlichen Kündbarkeit des 
Rahmenkreditvertrags gewollt gewesen wäre, hätte vom rechtskundigen 
Berufungskläger erwartet werden müssen, dass er auf einer klaren Formulierung 
bestanden hätte. Rechtskundig sei der Berufungskläger sodann nicht nur als 
Rechtsanwalt, sondern auch als Verwaltungsratspräsident eines Unternehmens, 
welches insbesondere die Vermittlung von Hypotheken zum Zweck habe, sowie 
als alleiniger Verwaltungsrat eines Unternehmens mit dem Zweck einer 
gewinnbringenden Planung und Durchführung von Immobilienprojekten.

3.5.3. Weiter führte die Vorinstanz aus, dass der Verweis auf die Allgemeinen 
Bestimmungen für Hypotheken und auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen 
vorbehaltlos erfolgt sei. Auch deswegen sei vom rechtskundigen Kreditnehmer zu 
erwarten, dass er die in Ziff. 8 der Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken 
vorgesehenen Kündigungsmöglichkeit (RG act. II/6) ohne expliziten Vorbehalt als 
anwendbar erachte (act. B.1, E. 6.3.2).  

3.5.4. Dies gelte – so die Vorinstanz weiter – umso mehr, als dass dem Beru-
fungskläger auch die Option offen gestanden hätte, die entsprechenden Passagen 
in Ziff. 8 der Allgemeinen Bestimmungen einfach durchzustreichen. Auch diese 
Individualabrede sei nicht getätigt worden, weswegen der Ausschluss der darin 
enthaltenen Kündigungsmöglichkeit nicht ersichtlich sei (act. B.1, E. 6.3.3).

3.5.5. Des Weiteren erachtete die Vorinstanz die Begründung des Berufungsklä-
gers, zeitlich unbeschränkte Geltungen von Kreditverhältnissen würden der Ge-
schäftspolitik der Berufungsbeklagten entsprechen, als nicht einschlägig. Wohl 
werbe die Berufungsbeklagte mit einem Kreditprodukt mit der Bezeichnung 
"Hypothek 50+" (vgl. RG act. II/5). Doch lasse sich daraus nicht ableiten, dass 
damit lebenslängliche Laufzeiten von Kreditprodukten angeboten würden. 
Einerseits bringe die Bezeichnung "Hypothek 50+" dies nicht zum Ausdruck. 
Andererseits resultiere dies auch nicht aus dem in den Akten befindlichen 
Prospekt zu diesem Produkt. Aus diesem könne nämlich entnommen werden, 
dass sich das Produkt "Hypothek 50+" an eine Klientel richte, welche sich den 
"Traum der eigenen vier Wände […] längst erfüllt" habe, deren Einkommen für 
weitere Bedürfnisse und Wünsche jedoch nicht ausreiche. Mithilfe dieses Produkts 
könnten die "frei werdenden Mittel" helfen, "die in den kommenden Jahren 
anfallenden Kosten abzudecken, ohne dass […] bereits jetzt das Haus" verkauft 

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werden müsse (act. B.1, E. 6.3.4 m.Verw. auf RG act. II/5). Eine Garantie für eine 
lebenslange Kreditfinanzierung von Immobilienobjekten werde damit gerade nicht 
garantiert. Zudem sei ein Bezug des Produkts "Hypothek 50+" zum umstrittenen 
Darlehensverhältnis der Parteien nicht ersichtlich; zumindest gebe es keinen 
Hinweis darauf, dass zwischen den Parteien überhaupt ein solches Produkt 
vereinbart worden sei (act. B.1, E. 6.3.4).

3.5.6. Bei Hypotheken seien lange bis sehr lange Laufzeiten und damit Vertrags-
bindungen üblich. Solche Dauerschuldverhältnisse würden jedoch in der Regel 
periodisch erneuert, wodurch eine übermässige Bindung ausgeschlossen werden 
soll und die Hypotheken periodisch angepasst werden könnten. Im vorliegend zu 
beurteilenden Kreditverhältnis sei keine Laufzeit vereinbart worden. Ohne periodi-
sche Erneuerung laufe der Vertrag somit bis zur Kündigung durch eine der Partei-
en. Auch aus diesem Grund müsse beiden Parteien eine Kündigungsmöglichkeit 
eingeräumt werden. Dem Berufungskläger als juristisch versierte Person müsse 
klar sein, dass eine nur einseitig vereinbarte (ordentliche) Kündigungsmodalität 
kaum der Absicht der Berufungsbeklagten entsprechen könne. Ein solcher gänzli-
cher Ausschluss der ordentlichen Kündbarkeit bei einem auf unbestimmte Zeit 
abgeschlossenen Vertrag wäre unüblich und würde auf eine von der Berufungs-
beklagten kaum gewollte "ewige" Bindung hinauslaufen (act. B.1, E. 6.3.5).

3.5.7. Sodann muss nach Meinung der Vorinstanz beachtet werden, dass die Be-
rufungsbeklagte den Rahmenkreditvertrag unter Einhaltung einer Frist von 30 Ta-
gen ausgesprochen habe, obwohl sie der Ansicht gewesen sei, dass Zins- und 
Amortisationszahlungsrückstände bestanden hätten. Auch dieser Umstand zeige, 
dass von einer ordentlichen Kündigungsmöglichkeit von Seiten der Berufungsbe-
klagten ausgegangen werden müsse, hätte diese doch ansonsten auch von ihrem 
Recht auf fristlose Kündigung gemäss der individuellen Regelung im Rahmenkre-
ditvertrag Gebrauch machen können (act. B.1, E. 6.3.6).

3.5.8. Schliesslich führte die Vorinstanz aus, dass die Kündigung der Produkte-
vereinbarung Variable Hypothek Nr. M._____ sich nach dieser selber richte. Darin 
sei eine jederzeitige Kündigung unter Einhaltung einer Frist von einem Monat vor-
gesehen. Somit habe das Schreiben vom 2. Juni 2016 sowohl die Frist für die 
Kündigung des Rahmenkreditvertrages als auch die Frist für die Kündigung der 
Produktevereinbarung eingehalten (act. B.1, E. 7). 

3.5.9. Die Vorinstanz kam damit zum Schluss, dass die umstrittene Rückzah-
lungssumme durch die gleichzeitige Kündigung des Rahmenkreditvertrags und der 

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Produktevereinbarung Variable Hypothek Nr. M._____ fällig geworden sei (act. 
B.1, E. 8).

3.6. Die vorgenannte Begründung vermag aus rechtlicher Sicht zu überzeugen. 
Die Vorinstanz verwies mit dieser Begründung auch verschiedene Male auf den 
am 27. November 2017 ergangenen Entscheid des Kantonsgerichts von 
Graubünden KSK 17 43. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden kam in jenem Entscheid bei der Auslegung der we-
sentlichen Vertragsunterlagen ebenfalls schon zum gleichen Schluss (vgl. KGer 
GR KSK 17 43 v. 27.11.2017 E. 6.5.3 f.), wenn auch zu beachten bleibt, dass sie 
als Beschwerdeinstanz bezogen auf die Feststellung des massgeblichen Sach-
verhalts nur über eine eingeschränkte Kognition verfügte. Das Kantonsgericht 
stellte in jenem Entscheid darüber hinaus klar, dass die Kündigung des Einzelkre-
dits keine Auswirkungen auf den Bestand des Rahmenkreditvertrags habe, wel-
cher seinerseits die Verpflichtung der Bank statuiere, dem Kunden bis zum ver-
einbarten Höchstbetrag Kredit zu gewähren. Umgekehrt ändere die Kündigung 
des Rahmenkreditvertrags nichts am Fortbestand des bereits bestehenden Ein-
zelkredits. Durch die gleichzeitige Kündigung beider Verträge könne die Fälligkeit 
der Rückzahlungspflicht herbeigeführt werden (KGer GR KSK 17 43 v. 27.11.2017 
E. 6.5.2). Im vorliegenden Berufungsverfahren ist dieses Zusammenspiel von 
Rahmenkreditvertrag und Produktevereinbarung nicht mehr strittig. Gleichwohl ist 
auch der Verweis der Vorinstanz auf diese Ausführungen des Kantonsgerichts 
einschlägig (vgl. etwa act. B.1, E. 6.1 und 7). 

3.7. Sofern sich der Schluss, die tatsächliche Willensübereinstimmung sei un-
bewiesen, als richtig erweist (vgl. dazu E. 3.9.1 ff.), ist damit an der Herleitung des 
mutmasslichen Parteiwillens durch die Vorinstanz nichts auszusetzen.

3.8.1. An diesem Ausgang in Bezug auf die Herleitung des mutmasslichen Kon-
senses ändern auch die wenigen Rügen des Berufungsklägers in Bezug auf die 
Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens durch die Vorinstanz nichts. Der Beru-
fungskläger gibt dazu in der Berufungsschrift nämlich – ebenfalls auf den Ent-
scheid der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer verweisend – einerseits zu 
bedenken, dass die Vereinbarung von besonderen Kündigungsgründen wenig 
Sinn mache, wenn der Rahmenvertrag ohnehin jederzeit kündbar sei. Anderer-
seits stehe eine jederzeitige Kündbarkeit im Widerspruch zum längerfristigen Ver-
tragszweck (act. A.1 S. 11 ff.). Für diese Entgegnungen bediente sich der Beru-
fungskläger der Erwägungen des Kantonsgerichts, ohne jedoch zu beachten, dass 
dieses davon ausging, eine Ergänzung der allgemeinen Kündigungsregelung kön-
ne durchaus beabsichtigt gewesen sein, um eine Vertragsverletzung – über Ziff. 7 

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der Allgemeinen Bestimmungen hinausgehend – mit der sofortigen Fälligkeit der 
Rückzahlungspflicht zu sanktionieren. Jedenfalls lasse sich daraus nicht zwingend 
ableiten, dass die Parteien eine ordentliche Kündigung des Rahmenvertrags hät-
ten ausschliessen wollen (KGer GR KSK 17 43 v. 27.11.2017 E. 6.5.3). Diese 
Überlegungen sind nach wie vor beständig. 

3.8.2. In diesem Zusammenhang fällt nämlich auf, dass Ziff. 8 der Allgemeinen 
Bestimmungen für Hypotheken eine Kann-Formulierung enthält, mithin ein Recht 
zur Kündigung statuiert (RG act. II/6 Ziff. 8). Demgegenüber ist die "Zusätzliche 
Vereinbarung" im Rahmenkreditvertrag (RG act. II/4) sprachlich anders abgefasst: 
Sie beinhaltet eine Art Androhung für den Fall von Zins- und Amortisations-
rückständen. Für diesen Fall wird explizit die Kündigung des Rahmenkreditvertra-
ges vorgesehen – und zwar nicht als Möglichkeit, sondern als zwingende Folge. 
Mit anderen Worten kann die im Rahmenkreditvertrag enthaltene Bestimmung als 
Konkretisierung der Allgemeinen Bestimmungen angesehen werden. Es sollte mit 
dieser Klausel hervorgestrichen werden, dass Zins- und Amortisationsrückstände 
von der Bank unter keinen Umständen gebilligt würden. Ob solche Vereinbarun-
gen eine übliche Vorgehensweise der Bank darstellen oder ob die Bank eine sol-
che Klausel nur deshalb in den Rahmenkreditvertrag aufnahm, weil sie beim Beru-
fungskläger von einer angespannten finanziellen Situation ausging, kann letztlich 
offenbleiben. Jedenfalls stehen die beiden Bestimmungen nicht im Widerspruch 
zueinander: Wenngleich die Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken ein je-
derzeitiges Kündigungsrecht für den Rahmenkreditvertrag vorsahen, dürfte die 
Bank grundsätzlich an einer möglichst langen Vertragsdauer interessiert gewesen 
sein. Dies jedoch nur, solange der Kreditnehmer seinen finanziellen Verpflichtun-
gen nachkam. Für den Fall, dass dies nicht (mehr) so war, sollte explizit festgehal-
ten werden, dass eine sofortige Kündigung erfolgen würde.

3.8.3. Das Kantonsgericht führte in seinem Entscheid KSK 17 43, E. 6.5.3, aus, 
für die Argumentation des Berufungsklägers (konkret: die "eingeschränkte" Kündi-
gungsregelung im Rahmenkreditvertrag derogiere das in den Allgemeinen Be-
stimmungen für Hypotheken vorgesehene, jederzeitige und voraussetzungslose 
Kündigungsrecht) spreche, dass die Vereinbarung von besonderen Kündigungs-
gründen wenig Sinn mache, wenn der Rahmenvertrag ohnehin jederzeit kündbar 
sei. In der Sache ist diesem Argument eine gewisse Plausibilität zwar nicht abzu-
sprechen. Das Argument taugt indes nicht, um daraus eine Derogation der Allge-
meinen Bestimmungen für Hypotheken bzw. eine exklusive Individualabrede im 
Rahmenkreditvertrag ableiten zu können. Denn die Allgemeinen Bestimmungen 
für Hypotheken enthalten – nebst dem jederzeitigen und sofortigen Kündigungs-

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recht für den Rahmenkreditvertrag (Ziff. 8) – auch noch ein Kündigungsrecht für 
den Fall des Zins- oder Amortisationszahlungsverzugs (Ziff. 7). Dieses zusätzliche 
Kündigungsrecht wäre – jedenfalls mit Bezug auf den Rahmenkreditvertrag – an 
sich gar nicht nötig gewesen. Gleichwohl hätte dies – wären im Rahmenkreditver-
trag keine Regelungen betreffend Kündigung getroffen worden – nicht dazu ge-
führt, dass Ziff. 7 die Ziff. 8 der Allgemeinen Bestimmungen vollumfänglich aufge-
hoben hätte. Nichts anderes kann deshalb gelten, wenn – unbesehen um Ziff. 7 
der Allgemeinen Bestimmungen – im Rahmenkreditvertrag ein Kündigungsrecht 
bei Zins- und Amortisationsrückständen statuiert wurde. Die dadurch erfolgte Än-
derung der Kündigungsmodalitäten (statt einer 30-tägigen Kündigungsfrist ein so-
fortiges Kündigungsrecht) ist vor diesem Hintergrund so zu verstehen, dass mit 
der im Rahmenkreditvertrag enthaltenen Vereinbarung eine (punktuelle) Verschär-
fung von Ziff. 7 der Allgemeinen Bestimmungen für Hypotheken bezweckt war. Ein 
darüberhinausgehender Zweck in dem Sinne, dass durch die im Rahmenkreditver-
trag enthaltenen Regelungen Ziff. 8 der Allgemeinen Bestimmungen für Hypothe-
ken hätte derogiert werden sollen, lässt sich demgegenüber nicht annehmen. 

3.9.1. Unabhängig von der beschriebenen Schlussfolgerung betreffend den hypo-
thetischen Parteiwillen erblickt der Berufungskläger – wie eingangs schon erwähnt 
– vor allem eine Verletzung seines Rechts auf Beweis bzw. eine Gehörsverlet-
zung, indem die Vorinstanz einerseits die Zeugeneinvernahme des Direktors der 
Berufungsbeklagten, K._____, und andererseits seine eigene Parteibefragung und 
Beweisaussage ablehnte (vgl. A.1, S. 3 ff.). Damit einhergehend sei auch der 
Sachverhalt unrichtig festgestellt worden. Hätte die Vorinstanz die verlangten Be-
weiserhebungen getätigt, hätten diese zum Schluss geführt, dass zwischen den 
Parteien eine tatsächliche Willenseinigung stattgefunden habe. In diesem Sinne 
hätte die Vorinstanz gar nicht erst auf den mutmasslichen Parteiwillen abstellen 
müssen und dürfen. 

3.9.2. Jede Partei hat das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und fristge-
recht angebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt (Art. 152 ZPO). Gemäss Art. 
150 Abs. 1 ZPO sind Gegenstand des Beweises rechtserhebliche, streitige Tatsa-
chen. Beweisgegenstand können auch Übung, Ortsgebrauch und, bei vermögens-
rechtlichen Streitigkeiten, ausländisches Recht sein (Art. 150 Abs. 2 ZPO). Offen-
kundige und gerichtsnotorische Tatsachen sowie allgemein anerkannte Erfah-
rungssätze bedürfen keines Beweises (Art. 152 ZPO). Das Recht auf Beweis in 
Art. 152 ZPO schliesst hingegen eine vorweggenommene (antizipierte) Würdigung 
von Beweisen nicht aus. Von einer solchen ist die Rede, wo der Richter zum 
Schluss kommt, ein form- und fristgerecht beantragter und an sich tauglicher Be-

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weis vermöge seine aufgrund der bereits abgenommenen Beweise gewonnene 
Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer behaupteten und bestritte-
nen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 143 III 297 E. 9.3.2 m.w.H.).

3.9.3. Die Vorinstanz verzichtete auf die Durchführung der verlangten Befragun-
gen und erachtete die Sache dementsprechend auch ohne diese Befragungen als 
spruchreif. Sie führte aus, dass die Fragen entweder nicht strittig oder nicht be-
weistauglich seien oder dass es nicht zu erwarten sei, dass damit neue Erkennt-
nisse gewonnen werden könnten (vgl. B.1, E. 4). Dies kam für die Parteien auch 
nicht überraschend, hat doch die Vorinstanz bereits anlässlich der Hauptverhand-
lung mitgeteilt, das Gericht werde ein Urteil fällen, wenn dies aufgrund der vorlie-
genden Beweismittel möglich sei. Andernfalls würde es eine Beweisverfügung er-
lassen und anschliessend die Beweismittel abnehmen. Mit dieser Vorgehensweise 
haben sich die Parteien denn auch einverstanden erklärt (vgl. B.1, E. 4). Die Vor-
instanz verzichtete auf die angebotenen Beweise also in antizipierter Beweiswür-
digung, sofern es sich bei den Fragethemen überhaupt um rechtserhebliche und 
streitige Behauptungen handelte.

3.9.4. Der Berufungskläger beanstandet im Berufungsverfahren einzig noch den 
Verzicht auf die Einholung von Beweisen, welche einen bestimmten Sachverhalt 
belegen sollen. Gemäss der Ansicht des Berufungsklägers wäre eine tatsächliche 
Willenseinigung entgegen der Schlussfolgerung der Vorinstanz nämlich beweisbar 
gewesen, weil K._____ in seiner Funktion als Direktor der Berufungsbeklagten 
anlässlich einer Besprechung vom 1. Februar 2016 ausdrücklich bestätigt habe, 
dass der Rahmenkreditvertrag auf unbestimmte Zeit gelte und seitens der Beru-
fungsbeklagten nicht gekündigt werde, solange der Berufungskläger sich an die 
Verpflichtung halte, keine Darlehen oder Hypotheken ohne Einverständnis der Be-
rufungsbeklagten anderweitig aufzunehmen und solange keine Zins- und Amorti-
sationsrückstände seitens des Berufungsklägers bestünden. Diese zum Beweis 
offerierte Tatsache sei eine rechtserhebliche, womit die Vorinstanz sich einer 
Gehörsverletzung schuldig gemacht habe, indem sie weder die beantragte Zeu-
geneinvernahme, noch die Parteibefragung bzw. Beweisaussage durchgeführt 
habe (act. A.1 S. 3 ff.).

3.9.5. Der Berufungskläger verkennt dabei allerdings, dass dem angebotenen 
Beweis, nämlich der Aussage von K._____, seitens der Berufungsbeklagten wer-
de nicht gekündigt, solange der Berufungskläger sich an gewisse Verpflichtungen 
halte, kein rechtlicher Aussagegehalt zukommt. Selbst wenn diese Aussage 
getätigt worden wäre, wäre damit keine normative Aussage gemacht worden, 
sondern eine deskriptiv-prognostische, soll doch K._____ gesagt haben, unter den 

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genannten Umständen werde nicht gekündigt. Ein rechtlicher Aussagewert wäre 
indes nur denkbar, wenn mit einer entsprechenden Aussage der Wille der Parteien 
bestätigt worden wäre, dass nicht gekündigt werden dürfe, solange der Beru-
fungskläger seinen Verpflichtungen nachkomme. Davon ist vorliegend nicht nur 
aufgrund des Wortlauts der angeblichen Äusserung von K._____ ("werden" statt 
"dürfen"), sondern auch aufgrund des vertraglichen Kontextes nicht auszugehen. 
Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, sind bei Hypotheken lange bis sehr 
lange Laufzeiten und damit ebensolche Vertragsbindungen üblich (vgl. dazu E. 
3.5.6). Es ist kein Geheimnis, dass lange Laufzeiten sich für einen Hypothekarkre-
ditgeber lohnen können. Vor diesem Hintergrund ist es ohne weiteres möglich, 
dass K._____ zum Ausdruck gebracht hat, dass die Bank das Kreditverhältnis 
nicht auflöse, solange kein ausserordentlicher Kündigungsgrund vorläge. Aus dem 
Interesse an einer möglichst langen Laufzeit der Hypothek lässt sich jedoch (noch) 
keine normativ verbindliche Einschränkung des Kündigungsrechts ableiten. Eine 
Wahrunterstellung der berufungsklägerischen Behauptung würde daher nichts am 
Beweisergebnis ändern. 

3.9.6. Der Verzicht der Vorinstanz auf die angebotenen Beweise ist somit nicht zu 
beanstanden. Die Vorinstanz durfte daher einen übereinstimmenden tatsächlichen 
Konsens bezogen auf die umstrittene Kündigungsmodalität als unbewiesen be-
trachten.

4. Damit vermögen die Rügen des Berufungsklägers die vorinstanzlichen 
Schlüsse weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht umzustossen. Durch 
die Kündigung des Rahmenkreditvertrags bei gleichzeitiger Kündigung der Pro-
duktevereinbarung ist die Rückzahlungspflicht des Berufungsklägers fällig gewor-
den und die Aberkennungsklage wurde von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen. 
Insoweit ist auch die dagegen gerichtete Berufung abzuweisen.

5. Es würde sich dementsprechend erübrigen, auf den in der Berufung ge-
schilderten Exkurs einzugehen, in welchem der Berufungskläger darlegt, warum 
kein besonderer Kündigungsgrund vorgelegen habe (act. A.1 S. 13 f.). Wie die 
Berufungsbeklagte zutreffend ausführt, hat sie vom ordentlichen Kündigungsrecht 
Gebrauch gemacht (act. A.2 S. 7 f.). Auch wenn die Frage, ob der Berufungsklä-
ger sich zum Zeitpunkt der Kündigung mit Zins und Amortisationen in Verzug be-
fand, unter den Parteien offensichtlich umstritten ist, wäre die Beantwortung dieser 
Frage vorliegend nicht von Interesse, hätte doch die Berufungsbeklagte selbst 
grundlos vom ordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen dürfen. Trotzdem 
ist festzustellen, dass der Berufungskläger selbst eingesteht, dass sein bei der 
Berufungsbeklagten geführtes Kontokorrentkonto zwischenzeitlich ins Soll geriet 

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(act. A.1 S. 13 f.). Zwar erkennt der Berufungskläger in der Tatsache, dass das 
besagte Konto dennoch belastet wurde, eine stillschweigende "Kontokorrent-
Überzugsmöglichkeit", die dann auch entsprechend zu den für solche stillschwei-
gend gewährten Limiten geltenden Zinsen verzinst worden sei (act. A.1 a.a.O.). 
Dass damit jedoch eine Tilgung durch Verrechnung stattgefunden hat, indem Zin-
sen und Amortisationen auf einem überzogenen Konto verbucht wurden, ist nicht 
nachvollziehbar. Damit ist entgegen der Ansicht des Berufungsklägers von einem 
Verzug auszugehen, welcher androhungsgemäss (vgl. E. 3.8.2) sogar zu einer 
sofortigen Kündigung der Hypothek durch die Bank hätte führen dürfen. 

6.1. Zu beurteilen bleibt bei diesem Ausgang das Subeventualbegehren des 
Berufungsklägers, es sei im Falle des Unterliegens die im vorinstanzlichen Verfah-
ren zugesprochene Prozessentschädigung auf CHF 25'000.00 zu reduzieren.

6.2. Hinsichtlich dieser Entschädigung habe der berufungsbeklagtische Rechts-
vertreter ein Honorar nach Zeitaufwand von CHF 18'765.00 sowie einen Interes-
senwertzuschlag von CHF 80'000.00 zzgl. Barauslagen und Mehrwertsteuer gel-
tend gemacht. Diese Forderung sprenge jeden noch zu vertretenden Rahmen, 
selbst nachdem die Vorinstanz den Interessenwertzuschlag auf CHF 40'000.00 
halbiert habe. In Anbetracht der Tatsache, dass damit auf der Basis des geltend 
gemachten Zeitaufwandes zusammengerechnet immer noch ein Stundenhonorar 
von rund CHF 845.00 resultiere, sei auch die reduzierte Prozessentschädigung 
nochmals auf einen angemessenen Betrag in der Grössenordnung von rund CHF 
25'000.00 zu reduzieren.

6.3 Die Berufungsbeklagte wendet dagegen ein, die Vorinstanz habe den 
Zeitaufwand von 69.5 Stunden à CHF 270.00, was im Rahmen von Art. 3 Abs. 1 
der Verordnung über die Bemessung des Anwaltshonorars (Honorarverordnung, 
HV; BR 310.250) liege, und die Barauslagen von CHF 562.00 als angemessen 
gewürdigt. Obschon der geltend gemachte Interessenwertzuschlag von CHF 
80'000.00 den ebenfalls in Art. 3 Abs. 2 HV vorgegebenen Rahmen unterschreite, 
habe die Vorinstanz den Zuschlag zu Unrecht als unverhältnismässig erachtet und 
um die Hälfte gekürzt. Trotzdem habe sie (die Berufungsbeklagte) die Kürzung 
akzeptiert, dies würde hingegen nicht auf eine weitere Kürzung zutreffen.

6.4.1. Die ZPO enthält nur die Regeln der Kostenverteilung (vgl. insb. Art. 104 ff. 
ZPO). Für das Tarifwesen, also die Bestimmung der Höhe der Prozesskosten, 
bleiben – von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen – die Kantone zu-
ständig (Art. 96 ZPO). Auf eine einheitliche Regelung wurde in der ZPO bewusst 
verzichtet, mit der Begründung, dass durch die kantonale Tarifhoheit den unter-

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schiedlichen Kostenstrukturen und Anwaltshonoraren in den Kantonen besser 
Rechnung getragen werden könne (vgl. Meinrad Vetter/Eliane Albert, Wann ist die 
Einreichung einer Kostennote sinnvoll?, in: SJZ 2021, S. 311).

6.4.2. Die Prozesskosten umfassen gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO die 
Gerichtskosten und die Parteientschädigung. Die Parteientschädigung bezweckt 
die Deckung der Auslagen, die den Parteien durch den Prozess entstanden sind, 
und setzt sich gemäss Art. 95 Abs. 3 ZPO aus dem Ersatz der notwendigen Aus-
lagen (lit. a), den Kosten einer berufsmässigen Vertretung (lit. b) sowie in begrün-
deten Fällen aus einer angemessenen Umtriebsentschädigung (lit. c) zusammen. 
Von diesen Aufwandspositionen entfällt der bedeutendste Anteil auf die Kosten 
der berufsmässigen Vertretung, womit zumeist die Anwaltskosten gemeint sind. 
Während sich im privatrechtlichen Verhältnis zwischen Klient und Anwalt das Ho-
norar nach der getroffenen Vereinbarung richtet (vgl. Vetter/Albert, a.a.O., S. 311), 
hat das Gericht die von der unterliegenden Partei zu erstattenden Vertretungskos-
ten (vgl. Art. 106 ZPO) gestützt auf den anwendbaren Tarif festzulegen.

6.4.3. Da das Tarifwesen gemäss Art. 96 ZPO den Kantonen obliegt, mithin kan-
tonales Recht darstellt, auferlegt sich das Bundesgericht grosse Zurückhaltung bei 
der Überprüfung entsprechender Kostenfestsetzungen (vgl. etwa BGer 
4P.67/2005 v. 9.5.2005 E. 4.1). Die Auslegung und Anwendung des kantonal-
rechtlichen Tarifwesens überprüft das Bundesgericht lediglich daraufhin, ob da-
durch Bundes-, Völker- oder interkantonales Recht verletzt wird (vgl. etwa BGer 
5A_767/2018 v. 1.7.2019 E. 1.2 m.w.H.). So erachtete es das Bundesgericht als 
grundsätzlich zulässig, für das Anwaltshonorar Pauschalen vorzusehen. Pauscha-
len nach Rahmentarifen erweisen sich aber dann als verfassungswidrig, wenn sie 
auf die konkreten Verhältnisse in keiner Weise Rücksicht nehmen und im Einzel-
fall ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den vom Rechtsanwalt geleis-
teten Diensten stehen (vgl. BGer 6B_856/2009 v. 9.11.2009 E. 4.4 m.w.H.). Ganz 
allgemein verlangt das Bundesgericht, dass das Anwaltshonorar in einem vernünf-
tigen Verhältnis zur tatsächlich erbrachten Leistung und der mit der Parteivertre-
tung verbundenen Verantwortung steht. Letztere lässt sich insbesondere anhand 
des Streitwertes ermitteln. Dieser ist – jedenfalls unter verfassungsrechtlichen Ge-
sichtspunkten – weder das alleinige noch das hauptsächliche Kriterium für die Be-
stimmung des Anwaltshonorars. Grundsätzlich greift das Bundesgericht auf der 
Basis der ihm zustehenden Verfassungskontrolle nur ein, wenn ein kantonales 
Gericht eine Entschädigung zuspricht, die – positiv oder negativ – ausserhalb je-
den Verhältnisses zur erbrachten Leistung steht (BGE 93 I 116 E. 5b; BGer 
5A_767/2018 v. 1.7.2019 E. 2.2).

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6.4.4. Im Kanton Graubünden bemisst sich die Parteientschädigung für die Kosten 
der anwaltlichen Vertretung in Verfahren vor Gerichts- und kantonalen Verwal-
tungsbehörden nach dem für eine sachgerechte Prozessführung notwendigen 
Zeitaufwand sowie der Schwierigkeit und der Bedeutung der Sache (Art. 16a Abs. 
2 des bündnerischen Anwaltsgesetzes [AnwG; BR 310.100]). Gemäss Art. 2 Abs. 
1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) setzt die urteilende Instanz die Parteientschädi-
gung der obsiegenden Partei nach Ermessen fest. Sie geht vom Betrag aus, wel-
cher der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in 
Rechnung gestellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig 
vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge 
enthält, der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung 
erforderlich ist und die geforderte Entschädigung nicht eine von der Sache bezie-
hungsweise von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte 
Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Art. 2 Abs. 2 HV). Wird keine 
detaillierte Honorarnote eingereicht, so wird die Entschädigung anhand der Akten 
nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt (PKG 2014 Nr. 20 E. 4b; PKG 2005 
Nr. 5 E. 9b; vgl. zum Verfahren auch Art. 4 HV).

Als üblich gilt ein Stundenansatz zwischen CHF 210.00 und CHF 270.00 (Art. 3 
Abs. 1 HV). Wird keine Honorarvereinbarung abgeschlossen bzw. eingereicht, so 
ist gemäss konstanter Praxis des Kantonsgerichts von einem mittleren Stunden-
ansatz von CHF 240.00 auszugehen (vgl. statt vieler KGer GR ZK2 19 14 v. 
29.06.2020 E. 3.3.2 m.w.H.). Die Bemessung des angemessenen Aufwands hat 
auf einer individuellen Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheb-
licher Ermessensspielraum zukommt. Massgebend sind in erster Linie der Umfang 
der notwendigen und tatsächlich geleisteten Arbeit, das Mass der unumgänglichen 
Umtriebe sowie die objektive Bedeutung der Streitsache (PKG 2014 Nr. 20 E. 4b; 
PKG 2005 Nr. 5 E. 9b). Die objektive Bedeutung der Streitsache beurteilt sich 
nach den Auswirkungen des Entscheides auf die Rechtsstellung der Parteien; in 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten bemessen sich diese insbesondere nach 
dem Streitwert (vgl. etwa KGer GR KSK 17 3 v. 21.2.2017 E. 3d). Sodann sind die 
sich stellenden Sach- und Rechtsfragen von Belang; bei einer unkomplizierten 
Rechtssache ist daher der Aufwand entsprechend kurz zu halten (vgl. statt vieler 
KGer GR ZK2 15 25 v. 4.8.2015 E. 2c). Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn 
die Gegenpartei weitschweifige Ausführungen macht, die in diesem Umfang nicht 
nötig sind. Ganz allgemein kann nämlich der Umfang der verfassten Rechtsschrif-
ten allein nicht ausschlaggebend sein, sondern nur insofern, als die darin getätig-
ten Ausführungen nicht als unnötige Wiederholungen, sachfremde Überlegungen 

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oder geradezu aussichtslose Vorbringen qualifiziert werden müssen (vgl. hierzu 
auch Art. 108 ZPO, wonach unnötige Prozesskosten derjenige zu bezahlen hat, 
der sie verursacht hat). Die Schwierigkeiten ergeben sich letztlich aus dem Fall 
selbst und nicht anhand der Rechtsschriften bzw. der Anzahl der darin vorge-
brachten Rügen (in diesem Sinne auch KGer GR SK2 21 4 v. 12.2.2021 E. 8.3.2). 
Bei der Angemessenheitsprüfung Berücksichtigung finden kann ferner – wenn 
auch bloss im Sinne einer Plausibilisierung der Ergebnisse – die Höhe der gegne-
rischen Honorarforderung (vgl. etwa KGer GR ZK2 18 4 v. 13.6.2018 E. 9.2).

Als üblich gilt sodann ein einmaliger Interessenwertzuschlag, der in einem ange-
messenen Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand steht und gewisse in Art. 3 
Abs. 2 HV festgelegte Ansätze nicht übersteigt. So ist beispielweise bei einem In-
teressenwert von CHF 10'000.00 bis CHF 50'000.00 ein Zuschlag zwischen CHF 
500.00 und CHF 2'500.00 zulässig; bei einem Interessenwert über CHF 
1'000'000.00 beträgt ein allfälliger Zuschlag höchstens 2% des Interessenwertes. 
Der Interessenwert bestimmt sich sinngemäss nach den verfahrensrechtlichen 
Regeln über den Streitwert (Art. 3 Abs. 3 HV). In gewissen – vorliegend aber nicht 
einschlägigen – Fällen ist kein bzw. ein bloss reduzierter Interessenwertzuschlag 
üblich (vgl. Art. 3 Abs. 4 HV).

6.4.5. Damit ist die Höhe eines üblichen Interessenwertzuschlages nur rudimentär 
bestimmt. Wie ausgeführt, muss der Interessenwertzuschlag in einem angemes-
senen Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand stehen. Wann ein solches Ver-
hältnis angemessen ist, beantwortet die Honorarverordnung lediglich dahinge-
hend, als dass sie zulässige Höchstbeträge angibt, die in keinem Fall überschrit-
ten werden dürfen. Damit ist freilich für den Einzelfall noch nichts darüber gesagt, 
ob die Maximalbeträge ausgeschöpft werden dürfen oder nicht. Das Kantonsge-
richt hat in seinem Leitentscheid PKG 2005 Nr. 6 E. 3 – welcher sich noch auf die 
bündnerische ZPO und die praktisch gleichlautenden Honoraransätze des bünd-
nerischen Anwaltsverbandes (BAV) stützte – festgehalten, dass im Einzelfall nach 
den konkreten Umständen und nicht nach starren Regeln zu entscheiden sei, 
wann ein Interessenwertzuschlag in einem Missverhältnis zum Honorar nach 
Zeitaufwand stehe. Im konkreten Fall stellte das Kantonsgericht fest, das Honorar 
nach Zeitaufwand zeige schon, dass die Bewältigung der Angelegenheit einen 
beträchtlichen Einsatz erfordert habe. In Anbetracht des Umstands, dass das Ver-
fahren für die obsiegende Partei mit grösseren Umtrieben verbunden gewesen sei, 
dürfe der Interessenwertzuschlag auch höher als hundert Prozent des Honorars 
nach Zeitaufwand sein. Ein Zuschlag, der mehr als das Fünffache des Honorars 
nach Zeitaufwand ausmache, sei aber kaum je gerechtfertigt. Eine gegen diesen 

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Entscheid erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 4P.67/2005 
vom 9. Mai 2005 ab, soweit es darauf eintrat.

6.4.6. An den in PKG 2005 Nr. 6 statuierten Grundsätzen ist nach wie vor und 
ausdrücklich auch unter Geltung der Hononarverordnung festzuhalten. Gleichwohl 
gilt zu betonen, dass sich der Feststellung, wonach ein Interessenwertzuschlag, 
der mehr als das Fünffache des Honorars nach Zeitaufwand ausmacht, kaum je 
gerechtfertigt ist, lediglich eine Maximalgrenze entnehmen lässt. Dass das Fünffa-
che des Honorars nach Zeitaufwand stets ausgeschöpft werden dürfte, ist damit 
nicht gesagt. Entscheidend sind stets die konkreten Umstände des Einzelfalls. So 
ist denn nicht auszuschliessen, dass in einem bestimmten Verfahren etwa ein In-
teressenwertzuschlag zugesprochen wird, der betragsmässig kleiner ist als das 
Honorar nach Zeitaufwand. In diesem Zusammenhang ist denn auch die verfas-
sungsrechtliche Vorgabe in Erinnerung zu rufen, wonach das Anwaltshonorar in 
einem vernünftigen Verhältnis zur tatsächlich erbrachten Leistung und der mit der 
Parteivertretung verbundenen Verantwortung stehen muss (vgl. oben Erwägung 
6.4.3).

6.4.7.  Nur am Rande sei erwähnt, dass diese Ausführungen nicht die Möglichkeit 
beschlagen, im privatrechtlichen Verhältnis zwischen Klient und Anwalt Interes-
senwertzuschläge zu vereinbaren, welche die Schranken der Honorarvereinba-
rung durchbrechen. Solche Vereinbarungen bilden vorliegend nicht Streitthema 
(vgl. hierzu Art. 1 Abs. 3 HV). 

6.5.1. Bevor in der vorliegenden Streitsache überhaupt ein angemessenes Ver-
hältnis zwischen dem berufungsbeklagtischen Honorar nach Zeitaufwand und dem 
damit zusammenhängenden Interessenwertzuschlag eruiert werden kann, kommt 
das Kantonsgericht nicht um eine Überprüfung des Honorars nach Zeitaufwand 
herum. Wie der Berufungskläger nämlich zutreffend ausführt, erscheint die Sum-
me von Honorar nach Zeitaufwand und Interessenwertzuschlag in der Höhe von 
CHF 58'765.00 dem effektiven Schwierigkeitsgrad des vorliegenden Falles offen-
sichtlich nicht angemessen (act. A.1 S. 15). Im vorinstanzlichen Verfahren ging es 
wie auch im Berufungsverfahren um die Beurteilung der Fälligkeit einer Forderung. 
Diese (wenn auch umstrittene) Frage liess sich bereits und lediglich mit der Ausle-
gung der relevanten Vertragsunterlagen beantworten. Dabei fanden ein einfacher 
Schriftenwechsel und eine Hauptverhandlung statt. Vor diesem Hintergrund er-
weist sich ein Zeitaufwand von fast 70 Stunden als masslos übersetzt. Im Folgen-
den ist deshalb zunächst der entsprechende Zeitaufwand zu überprüfen.

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6.5.2. Der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten berücksichtigt auf seiner Ho-
norarnote seinen Zeitaufwand ab dem 26. August 2017 bis zum 7. Februar 2019 
und somit dem Datum der Hauptverhandlung (RG act. VI/3). In dieser Zeit sind 
insgesamt 15 Stunden aufgewendet worden für "tatsächliche und rechtliche Ab-
klärungen". In tatsächlicher Hinsicht waren zu dieser Zeit hingegen schon alle re-
levanten Vertragsunterlagen zusammengetragen, hat doch schon ein erstinstanz-
liches Rechtsöffnungsverfahren stattgefunden, indem die Vertragsunterlagen be-
reits bekannt waren. Im Aberkennungsprozess gab es anders als im Rechtsöff-
nungsverfahren keine Beweismittelbeschränkung und es mag notwendig gewesen 
sein, abzuklären, ob der Direktor der Berufungsbeklagten den erwähnten, umstrit-
tenen Satz gesagt haben soll oder nicht (vgl. hierzu Erwägung 3.9). Aus rechtli-
cher Sicht sind sodann kaum Abklärungen vorstellbar. Zum einen war für die Aus-
legung der relevanten Vertragsunterlagen vertragsrechtliches Grundwissen ge-
fragt, dessen Kenntnis bei einem Anwalt vorausgesetzt werden kann. Zum ande-
ren konnte sich die Berufungsbeklagte zur Untermauerung ihres Standpunktes der 
zu ihren Gunsten ausgefallenen Erwägungen im Entscheid des Kantonsgerichts 
von Graubünden KSK 17 43 vom 27. November 2017 bedienen. Eigene rechtliche 
Abklärungen waren somit kaum mehr nötig und fanden – soweit ersichtlich – auch 
nicht Niederschlag in den eingereichten Rechtschriften bzw. im Plädoyer. In Anbe-
tracht des hohen Streitwerts mag es zwar nachvollziehbar sein, wenn trotzdem 
noch einmal die rechtlichen Grundlagen abgeklärt bzw. rekapituliert worden sind. 
Dafür dürften jedoch maximal 3 Stunden ausreichen. Wenn dazu noch 2 Stunden 
für tatsächliche Abklärungen – eher grosszügig – hinzugerechnet werden, er-
scheinen 5 Stunden maximal noch angemessen für "tatsächliche und rechtliche 
Abklärungen". Somit sind vom dafür geltend gemachten Zeitaufwand von 15 Stun-
den 10 Stunden nicht zu berücksichtigen. Am 21. September 2017 ist gemäss der 
Honorarnote sodann eine Stunde für die Vernehmlassung zum Sistierungsantrag 
aufgewendet worden. Mit Blick auf die knapp einseitige Begründung dieser Stel-
lungnahme (RG act. I/2), in welcher bloss dargelegt wird, wieso die Sistierung des 
Aberkennungsverfahrens keinen Sinn mache, ist ein Aufwand von einer Stunde 
deutlich übersetzt. Davon sind 30 Minuten zu kürzen. Des Weiteren wurden für 
Telekomunikation, Besprechungen und Korrespondenz "mit Klientin und RA 
Abegg", bzw. "[…] mit Klientin, RA Abegg und RA Meier" sowie "Klientin und RA 
Abegg" insgesamt 16.75 Stunden aufgewendet. Hierzu ist zu bemerken, dass die-
se Korrespondenz an über 40 Tagen stattgefunden hat. Demgegenüber ist nicht 
ersichtlich, was für einen Mehrwert diese Korrespondenz im Hinblick auf das vor-
instanzliche Verfahren gebracht haben soll. Wie schon in Bezug auf die Positionen 
"tatsächliche und rechtliche Abklärungen" dargelegt, wäre weder in tatsächlicher 
noch in rechtlicher Hinsicht ein derart regelmässiger Kontakt zu der Mandantschaft 

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nötig gewesen, um der Streitsache zum Erfolg zu verhelfen. Von diesem Aufwand 
sind 11.75 Stunden maximal noch als angemessen anzusehen und dementspre-
chend 5 Stunden zu streichen. Für das "Verfassen und Einreichen" der Klageant-
wort wurden sodann 12.5 Stunden aufgewendet. Die materiellen Ausführungen 
darin erstrecken sich auf sechs Seiten (RG act. I/3), womit der Zeitaufwand dafür 
in Anbetracht der nicht komplexen Thematik eher grosszügig bemessen wurde. Im 
Nachgang zu der bereits beschriebenen Darstellung in der Klageantwort sind min-
destens die 9 Stunden für die Vorbereitung des (fünfseitigen) Plädoyers (RG act. 
VIII/2) deutlich übersetzt. Dieser Aufwand ist deshalb um 4 Stunden auf 5 Stunden 
zu kürzen. Insgesamt resultiert mit den beschriebenen Kürzungen ein noch als 
zulässig zu betrachtender Aufwand von 50 Stunden (69.5 h – 19.5 h). 

6.5.3. Wird bei einem Zeitaufwand von 50 Stunden zu einem Ansatz von 
CHF 270.00 pro Stunde somit von einem angemessenen Honorar nach Zeitauf-
wand von CHF 13'500.00 ausgegangen, so ist nun das angemessene Verhältnis 
zwischen Letztgenanntem und dem Interessenwertzuschlag zu eruieren. Dabei ist 
dem Berufungskläger zuzustimmen, dass ein Interessenwertzuschlag von CHF 
40'000.00 in keinem Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand steht. Die mögli-
che Maximalhöhe des Interessenwertzuschlags steigt im Einklang mit der Honora-
rverordnung (vgl. Erwägung. 6.4.4) an, je höher der Streitwert ist. Nicht zu verges-
sen bleibt dabei aber, dass die Streitwerthöhe alleine noch kein eigenständiges 
Kriterium bildet, um das angemessene Verhältnis zwischen Honorar nach Zeitauf-
wand und Interessenwertzuschlag zu ermitteln. Im vorliegenden Fall ist zu berück-
sichtigen, dass sich die Sache weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht 
als komplex darstellt. Dazu kommt, dass die meisten für die Berufungsbeklagte 
nützlichen Argumente bereits im Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden 
KSK 17 43 vom 27. November 2017 dargelegt wurden. Dementsprechend stellt 
sich ein Interessenwertzuschlag von CHF 40'000.00 bzw. im Bereich des Dreifa-
chen des Honorars nach Zeitaufwand als deutlich überhöht dar. In Anbetracht der 
geringen Komplexität der Streitsache ist vorliegend ein Interessenwertzuschlag in 
der gleichen Höhe wie das Honorar nach Zeitaufwand noch als angemessen zu 
betrachten, ohne dass damit die Höhe des Streitwerts ausser Acht gelassen wird. 
Damit steht ein Interessenwertzuschlag von CHF 13'500.00 in einem angemesse-
nen Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand. 

6.5.4. Daraus resultiert eine angemessene ausseramtliche Entschädigung von 
29'684.30 (CHF 13'500.00 Honorar nach Zeitaufwand, CHF 13'500.00 Interes-
senwertzuschlag, CHF 562.00 Barauslagen, zzgl. MWST von 7.7 %). Die von der 
Vorinstanz gewährte ausseramtliche Entschädigung in der Höhe von CHF 

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63'895.20 (CHF 59'327.00 zzgl. 7.7 % MwSt.) ist in teilweiser Gutheissung des 
berufungsklägerischen Subeventualbegehrens auf diesen Betrag zu kürzen.

7.1. Nachdem die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts die Berufung teilweise 
gutheisst, hat sie über die Kosten des Berufungsverfahrens zu befinden.

7.2. Hat keine Partei vollständig obsiegt, sind die Prozesskosten (Gerichtskos-
ten und Parteientschädigung; Art. 95 Abs. 1 ZPO) nach dem Ausgang des Verfah-
rens zu verteilen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Wie sich gezeigt hat, ist der Berufungs-
kläger in seinem Hauptbegehren vollständig unterlegen. In seinem Subeventual-
begehren betreffend die Kürzung der Parteientschädigung ist er mit seinem Antrag 
grösstenteils durchgedrungen. Eine rein rechnerische Gegenüberstellung zwi-
schen Hauptbegehren und Subeventualbegehren ist vorliegend nicht sachgemäss; 
dennoch ist bei der Gewichtung des Obsiegens zu berücksichtigen, dass die Beru-
fung insgesamt zu einem eher geringen Umfang gutzuheissen ist. Es rechtfertigt 
sich demnach, die Prozesskosten zu neun Zehnteln dem Berufungskläger und zu 
einem Zehntel der Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

7.3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren, die gestützt auf Art. 9 der 
Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf 
Fr. 3'000.00 festgesetzt wird, ist daher im Betrag von CHF 2'700.00 dem Beru-
fungskläger aufzuerlegen und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von CHF 3'000.00 zu verrechnen. Im Umfang von CHF 300.00 gehen die 
Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten der Berufungsbeklagten. Die Beru-
fungsbeklagte ist zu verpflichten, dem Berufungskläger den Betrag von 
CHF 300.00 direkt zu ersetzen. Mit Bezug auf die Parteientschädigung im Beru-
fungsverfahren ist festzustellen, dass keine der Parteien eine Honorarnote einge-
reicht hat. Der Aufwand ist daher nach richterlichem Ermessen festzusetzen, und 
zwar, gestützt auf die sog. Bruchteilverrechnungsmethode (vgl. hierzu KGer GR 
ZK1 14 115 v. 17.9.2015 E. 15b), ausgehend vom Aufwand der mehrheitlich ob-
siegenden Partei. Diesbezüglich erscheint ein Honorar von CHF 1'500.00 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) für das Verfahren vor dem Kantonsgericht, in welchem 
ein bloss einfacher Schriftenwechsel stattgefunden hat, als dem zeitlichen Auf-
wand und der Schwierigkeit der Sache angemessen. In Anwendung des gleichen 
Verteilschlüssels wie bei den Verfahrenskosten ist der Berufungskläger daher zu 
verpflichten, die Berufungsbeklagte mit CHF 1'200.00 (8/10 von CHF 1'500.00) für 
das Berufungsverfahren ausseramtlich zu entschädigen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von A._____ wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 3 des ange-
fochtenen Entscheids wird aufgehoben. Im Übrigen wird die Berufung ab-
gewiesen.

2. A._____ hat der B._____ AG für das erstinstanzliche Verfahren eine aus-
seramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 29'684.30 (inkl. Spesen und 
MWSt.) zu bezahlen.

3.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von CHF 3'000.00 gehen zu 
9/10, d.h. im Betrag von CHF 2'700.00, zu Lasten von A._____ und zu 1/10, 
d.h. im Betrag von CHF 300.00, zu Lasten der B._____ AG. Die Kosten des 
Berufungsverfahrens werden mit dem von A._____ geleisteten Kostenvor-
schuss in Höhe von CHF 3'000.00 verrechnet. Die B._____ AG wird ver-
pflichtet, A._____ den Betrag von CHF 300.00 direkt zu ersetzen.

3.2. A._____ hat die B._____ AG für das Berufungsverfahren mit CHF 1'200.00 
(inkl. Spesen und MWSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: