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**Case Identifier:** 31b0e6c4-71de-5418-8fc9-69a01e19a86f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2007 B 2006/135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-135_2007-02-27.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/135

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 14.02.2020

Entscheiddatum: 27.02.2007

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.02.2007
Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 3 VöB (sGS 841.11). 
Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung, Abweisung 
der Beschwerde aufgrund nachvollziehbarer und plausibler Bewertung der 
Zuschlagskriterien (Verwaltungsgericht, B 2006/135).

Urteil vom 27. Februar 2007

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

_______________

In Sachen

Elsag Solutions AG, Feldeggstrasse 5, 8152 Glattbrugg,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher Oliver Krüger, Bahnhofplatz 5, Postfach, 3001 Bern,

gegen

Dienst für Informatikplanung, Finanzdepartement, Davidstrasse 35, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Convera AG, Flawilerstrasse 27, 9500 Wil,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Felix Ludwig, Hauptstrasse 17, 9422 Staad,

betreffend

öffentliches Beschaffungswesen; Enterprise Information

Retrieval (EIR)

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Der Kanton St. Gallen schrieb im Amtsblatt vom 6. Februar 2006 die Beschaffung 

einer Enterprise Information Retrieval Lösung (abgekürzt EIR-Lösung) im selektiven 

Verfahren öffentlich aus. Der Begriff EIR umschreibt ein System (bestehend aus Hard- 

und Software), welches es Endanwendern ermöglicht, Informationen sowohl im Intranet 

als auch im Internet zu finden.

Am 24. März 2006 erliess der Dienst für Informatikplanung (abgekürzt DIP) eine 

Verfügung betreffend Auswahl der Anbieter; dabei wurde fünf Anbietern die Möglichkeit 

geboten, ein detailliertes Angebot einzureichen. Zusätzlich erstellte der DIP ein 

Pflichtenheft, welches unter anderem die Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung 

enthielt, und stellte dieses am 27. März 2006 den fünf Anbietern zu. Drei Anbieter 

machten von der Möglichkeit, eine detaillierte Offerte einzureichen, Gebrauch.

Mit Verfügung vom 30. Juni 2006 erteilte der DIP den Zuschlag zu einem Preis von Fr. 

831'627.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer) der Convera AG. In den Erwägungen wurde 

unter anderem festgehalten, dass die Elsag Solutions AG, welche zum Preis von Fr. 

582'116.-- (recte: 582'985.--) offeriert habe, den geforderten Mindestnutzwert von 50% 

nicht habe erbringen können. Sie belegte von den drei Anbieterinnen den letzten Platz. 

Die zweitplazierte Rolotec AG hatte zu einem Preis von Fr. 868'332.-- offeriert.

B./ Am 13. Juli 2006 erhob die Elsag Solutions AG gegen die Zuschlagsverfügung 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und der Zuschlag der Elsag Solutions AG zu erteilen. Eventualiter sei 

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der Zuschlag aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Elsag Solutions AG, dass ihrer 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei.

Mit Eingaben vom 18. Juli 2006 beantragten sowohl die Convera AG als auch der DIP 

die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung.

Am 20. Juli 2006 erteilte der Präsident des Verwaltungsgerichts der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung.

Am 21. August 2006 reichte die Elsag Solutions AG die Beschwerdeergänzung ein, 

wobei sie an den gestellten Anträgen festhielt.

Am 15. September 2006 reichten der DIP und die Convera AG je eine 

Beschwerdevernehmlassung ein. Der DIP verlangte die Abweisung der Beschwerde 

und den Entzug der aufschiebenden Wirkung für die Dauer des Beschwerdeverfahrens, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Convera AG beantragte die Abweisung 

sämtlicher Anträge der Elsag Solutions AG, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Elsag Solutions AG, eventuell des DIP.

Am 10. Oktober 2006 reichte die Elsag Solutions AG eine Replik ein, zu der sich die 

Convera AG und der DIP mit Eingaben vom 24. Oktober 2006 bzw. 25. Oktober 2006 

vernehmen liessen. Sämtliche Beteiligten hielten an den gestellten Anträgen fest.

Auf die weiteren Vorbringen der Beteiligten wird, soweit wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 2 Abs. 1 lit. a 

und Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen, sGS 841.1, abgekürzt EGöB). Die Beschwerdeführerin ist als 

unterlegene Mitanbieterin beschwerdeberechtigt (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 

45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP); 

ebenso stellt die Zuschlagsverfügung vom 30. Juni 2006 einen zulässigen 

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Beschwerdegegen¬stand dar (Art. 5 Abs. 1 EGöB in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 der 

Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, 

abgekürzt IVöB). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und erfüllt auch die 

übrigen formalen Anforderungen.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen, 

einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. 

Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB). 

Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen 

Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Im Beschwerdeverfahren gegen 

Verfügungen im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens kann somit nur geprüft 

werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat und damit 

rechtswidrig handelte. Solange die Behörde ihren Entscheid innerhalb des ihr 

zustehenden Ermessensspielraums getroffen hat, ist dem Verwaltungsgericht eine 

Korrektur hingegen verwehrt, selbst wenn es einen anderen Entscheid ebenfalls als 

zweckmässig oder sogar noch angemessener erachtet. Die Behörde darf aber nicht 

willkürlich entscheiden, sondern ist an die in Verfassung und Gesetz enthaltenen 

Rechtsgrundsätze gebunden. Im Streitfall bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht 

den Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu respektieren hat, wenn diese beim 

Erlass der Zuschlagsverfügung von sachlichen und vernünftigen Überlegungen 

ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen (vgl. GVP 1999 Nr. 

37 mit Hinweisen).

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht, dass die Zuschlagsverfügung 

den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungsdichte nicht genüge (Beschwerde 

vom 13. Juli 2006, S. 6 f. Ziff. 2 und S. 13 f. Ziff. 3).

Art. 41 Abs. 1 der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.11, 

abgekürzt VöB) schreibt vor, dass Zuschlagsverfügungen "kurz begründet" werden 

müssen. Sie haben insbesondere über "den Preis des berücksichtigten Angebots oder 

die tiefsten und höchsten Preise der in das Vergabeverfahren einbezogenen Angebote" 

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Auskunft zu geben (Art. 41 Abs. 3 VöB). "Kurz" ist dahingehend zu verstehen, dass der 

Auftraggeber die Gründe für den Entscheid summarisch (aber immerhin) darlegt (GVP 

2000 Nr. 24). Den Anbietern muss klar sein, welche Gründe im wesentlichen dazu 

geführt haben, dass sie den Zuschlag nicht erhalten haben. Sie müssen durch die 

Zuschlagsverfügung in die Lage versetzt werden, die Tunlichkeit einer 

Beschwerdeerhebung abzuwägen (Handbuch öffentliches Beschaffungswesen im 

Kanton St. Gallen, Kapitel 10. Rechtsschutz/Haftung, S. 10 Rz. 2).

In der Zuschlagsverfügung vom 30. Juni 2006 werden die von den Anbieterinnen 

erreichten Punktezahlen aufgeschlüsselt nach Nutzen und Kosten bzw. nach dem 

Kosten-Nutzen-Quotienten aufgeführt. Ausserdem wird festgehalten, dass die 

Beschwerdeführerin den geforderten Mindestnutzwert von 50% nicht erreicht habe. 

Wie die Punktezahlen von Nutzen und Kosten ermittelt worden sind, ist aufgrund der 

Zuschlagsverfügung nicht nachvollziehbar. Insofern rügt die Beschwerdeführerin zu 

Recht, dass sie sich keine Rechenschaft darüber geben konnte, weshalb sie den 

Zuschlag nicht erhalten hat. Die Aussage der Vorinstanz in der Zuschlagsverfügung, 

wonach die Offerten "anhand der in den Ausschreibungsunterlagen bekannt 

gegebenen Kriterien beurteilt" wurden, ist inhaltsleer. Es ist eine Selbstverständlichkeit, 

dass die Offerten nach Massgabe der Zuschlagskriterien geprüft werden, und sagt 

nichts über die wesentlichen Gründe aus, welche bei der Bewertung und beim 

Zuschlag den Ausschlag gaben (GVP 2000 Nr. 24). Auch das Begleitschreiben zur 

Verfügung vom 30. Juni 2006 vermag nichts zur Klärung beizutragen, da es sich 

inhaltlich im wesentlichen darauf beschränkt, einzelne in den 

Ausschreibungsunterlagen aufgeführte Zuschlagskriterien zu wiederholen. Gleiches gilt 

für das Gespräch vom 6. Juli 2006, an dem ein Vertreter der Vorinstanz Vertretern der 

Beschwerdeführerin die Zuschlagsverfügung mündlich begründet hat. Über das 

Gespräch wurde kein Protokoll verfasst, und die Angaben der Beteiligten über den 

Inhalt des Gesprächs sind widersprüchlich (vgl. Beschwerde vom 13. Juli 2006, S. 9 f. 

Ziff. 4, Beschwerdevernehmlassung der Vorinstanz vom 18. Juli 2006, S. 5 Ziff. 8). Die 

Zuschlagsverfügung ist somit mangels genügender Begründung formell fehlerhaft. Im 

Rahmen des dreifachen Schriftenwechsels vor Verwaltungsgericht ist dieser Mangel 

indes geheilt worden. Von einer Aufhebung der Zuschlagsverfügung und Rückweisung 

an die Vorinstanz ist folglich abzusehen; dessen ungeachtet ist aber die 

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Mangelhaftigkeit der Zuschlagsverfügung bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen 

(Art. 95 Abs. 2 VRP).

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt im weiteren (vgl. Beschwerde vom 13. Juli 2006, S. 

12 f. Ziff. 1), dass sich die Vorinstanz nicht an das im Pflichtenheft dargelegte 

Beurteilungsverfahren gehalten habe, indem sie die Kosten nicht wie ausgeschrieben 

"beurteilt" und "gewichtet", sondern stattdessen die Gesamtkosten als absolute Zahl in 

den Kosten-Nutzen-Quotienten übertragen habe.

Im Pflichtenheft vom 27. März 2006 ist festgehalten, dass sowohl der Nutzen als auch 

die Kosten der Angebote beurteilt und zueinander in Relation gestellt werden, wobei 

Kosten und Nutzen gleichwertig behandelt werden, so dass z.B. ein Angebot mit tiefem 

Nutzen und tiefen Kosten in bezug auf die "wirtschaftliche Gunst" gleichwertig ist mit 

einem Angebot mit hohem Nutzen und hohen Kosten. Der minimal zu erreichende 

Nutzwert muss mindestens 50% betragen (S. 36, Ziff. 5.2). Im weiteren wurde das 

Zuschlagskriterium "Kosten" im Pflichtenheft (S. 37) in folgende Unterkriterien mit 

folgenden "Gewichtungen" aufgeteilt:

Zuschlagskriterium Kosten (50%) Gewichtung (%)

Lizenzen 30%

Aufbau Infrastruktur 20%

Betriebskosten über 5 Jahre 20%

Pilot 1 (Detailkonzept) 15%

Pilot 2 (Detailkonzept) 15%

In der Folge hat die Vorinstanz die Kosten nicht in dem Sinn "gewichtet", dass eine 

Bewertung durchgeführt worden wäre, sondern es wurden, wie die Beschwerdeführerin 

zutreffend festhält, lediglich die unbewerteten Gesamtkosten als Dividend in die 

Kosten-Nutzen-Berechnung eingesetzt. Die "Gewichtung" beschränkte sich darauf, 

dass ausgehend von den Gesamtkosten die Anteile der jeweiligen Unterkriterien 

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anhand der von der Vorinstanz im Pflichtenheft festgelegten Prozentzahlen ermittelt 

wurden (vgl. vorinst. act. 13a, Protokoll der Regierung des Kantons St. Gallen vom 27. 

Juni 2006, S. 11 Ziff. 3.1.2). Diese Rechnung hat sich selbstredend nicht auf die Höhe 

der Gesamtkosten ausgewirkt, wie die Vorinstanz zutreffend festhält.

Die Bekanntgabe und Gewichtung der Zuschlagskriterien im Pflichtenheft binden die 

Vergabebehörde (Gauch/Stöckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes, 

Freiburg 1999, Ziff. 11.3). Die Angaben im Pflichtenheft sind nach dem Grundsatz von 

Treu und Glauben auszulegen. Wie dargelegt, wurde im Pflichtenheft ausdrücklich 

festgehalten, dass die Kosten "beurteilt" werden. Unter Berücksichtigung dieses 

Umstandes und aufgrund der geschilderten Festlegung von Unterkriterien und 

entsprechenden Gewichtungen der Kosten durfte die Beschwerdeführerin davon 

ausgehen, dass die fünf einzelnen Kostenpunkte und damit letztlich auch die 

Gesamtkosten in dem Sinn gewichtet werden, als eine Bewertung der verschiedenen 

Kostenkategorien durchgeführt wird. Eine Gewichtung der einzelnen Kostenarten ist im 

Rahmen von öffentlichen Beschaffungen gerade bei komplexeren Vergaben nicht 

selten; namentlich ist es nachvollziehbar, wenn wiederkehrende Kosten höher 

gewichtet werden als einmalige Kosten. Indem die Vorinstanz, wie vorstehend 

dargelegt, die Gesamtkosten entgegen den Angaben im Pflichtenheft ungewichtet 

übernommen hat, hat sie sich vergabewidrig verhalten. Im folgenden ist deshalb zu 

prüfen, ob sich das Resultat wesentlich geändert hätte, wenn die Vorinstanz die Kosten 

entsprechend dem Schlüssel im Pflichtenheft gewichtet hätte. Dabei fällt in Betracht, 

dass zwei Kostenpositionen mit 20% und zwei mit 30% gewichtet worden sind. Die 

Gewichtungsfaktoren liegen somit relativ nahe beieinander. Dies hat zur Folge, dass 

sich auch die Gesamtkostenverhältnisse der drei Anbieterinnen nur unwesentlich 

verändert hätten, wenn die entsprechenden Kostenpositionen mit 20% bzw. 30% 

gewichtet worden wären. Da die nachfolgenden Erwägungen (Erw. 2.3.) zudem zeigen, 

dass die Vorinstanz den Gesamtnutzen der Beschwerdeführerin bis auf 0.5 Punkte 

willkürfrei ermittelt hat, erreicht die Beschwerdeführerin auch bei der Gewichtung der 

einzelnen Kostenpositionen keinen Kostendividend, der zu einem wirtschaftlich 

günstigeren Angebot als demjenigen der Beschwerdegegnerin führen würde. Die 

festgestellte Vergabewidrigkeit hat sich dementsprechend nicht zu Lasten der 

Beschwerdeführerin auf das Ergebnis ausgewirkt.

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2.3. Die Beschwerdeführerin rügt sodann, dass die Bewertung der Zuschlagskriterien 

willkürlich, nicht nachvollziehbar und unsachlich sei.

2.3.1. Die Bewertung der Angebote anhand der festgelegten Zuschlagskriterien und 

Gewichtungen ist einer Rechtskontrolle nur beschränkt zugänglich. Insbesondere ist 

die Angemessenheit der Bewertung eine Ermessensfrage, in die das 

Verwaltungsgericht nicht eingreift. Es kann lediglich einschreiten, wenn die Bewertung 

fehlerhaft erfolgt ist, d.h. etwa sachlich nicht hinreichend begründet oder nicht 

nachvollziehbar ist (vgl. Erw. 2.).

Die unterschiedlichen Gewichtungen der Kriterienblöcke wurden entsprechend den 

Angaben der Vorinstanz anlässlich eines Workshops durch das Projektteam festgelegt. 

Dann wurden die Einzelkriterien durch fünf Mitglieder des Projektteams unabhängig 

voneinander bewertet. Die einzelnen Bewerter vergaben pro Kriterium zwischen 0 und 

100 Punkten in den Abstufungen von jeweils 25 Punkten. Die erreichten 

(Prozent)Punkte wurden zum maximal möglichen Nutzwert ins Verhältnis gesetzt, und 

anschliessend wurde der durchschnittliche Nutzwert der fünf Bewertungen ermittelt. 

Die Summe der durchschnittlichen Nutzwerte ergab schliesslich den durchschnittlichen 

Gesamtnutzen, der zu den (ungewichteten) Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt 

worden ist. Die Beschwerdeführerin erreichte einen durchschnittlichen Gesamtnutzen 

von 49.698, die Beschwerdegegnerin erzielte einen Wert von 89.21 und die Firma 

Rolotec AG einen Wert von 72.54.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass zwei der insgesamt fünf Bewerter (A. Keller und M. 

Leybold) ihre Punktevergabe überhaupt nicht begründet haben. Dies ist mit Blick auf 

das Erfordernis eines transparenten und gerichtlich überprüfbaren Vergabeentscheids 

nicht unproblematisch. Indes fällt in Betracht, dass alle fünf Bewerter unabhängig 

voneinander die Beschwerdeführerin klar am schlechtesten und die 

Beschwerdegegnerin deutlich am besten bewertet haben. Unter diesen Umständen ist 

es sachlich vertretbar, wenn für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Bewertungen 

grundsätzlich auf die jeweiligen Durchschnittswerte abgestellt wird, welche die 

Anbieterinnen erreicht haben. Vor diesem Hintergrund spielt es dann auch keine 

entscheidende Rolle, dass der Bewerter W. Weiler – wohl versehentlich - für die 

Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin bei den Unterkriterien 4.1.1 bis 4.1.6 

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die identischen Kommentare abgegeben, die beiden Anbieterinnen aber 

unterschiedlich bewertet hat.

2.3.2. Die Beschwerdeführerin (Beschwerde vom 13. Juli 2006, S. 17 Ziff. 3c) rügt 

allgemein, dass ihre Offerte bei verschiedenen Zuschlagskriterien nur mit 25% der 

möglichen Punktzahl, d.h. mit 25 anstelle von 100 Punkten, bewertet worden sei.

Die Vorinstanz (Beschwerdevernehmlassung vom 18. Juli 2006, S. 5, Ziff. 7; 

Beschwerdevernehmlassung vom 15. September 2006, S. 4, Ziff. 2) begründet dies 

dahingehend, dass der Beschwerdeführerin Punkte abgezogen worden seien, weil 

diese in der Offerte jeweils nur festgehalten habe, die Kriterien gemäss Pflichtenhefts 

seien "100% erfüllt".

Eine Durchsicht der Offerte der Beschwerdeführerin zeigt, dass sie den Erfüllungsgrad 

der Zuschlagskriterien in der Regel mit den Bemerkungen "100% erfüllt ohne 

zusätzliche Entwicklungen" bzw. "Nicht erfüllt" oder "Erfüllt mit zusätzlichen 

Entwicklungen" angegeben hat. Zusätzliche Kommentare wurden selten angebracht. 

Im Pflichtenheft vom 27. März 2006 wird ausdrücklich festgehalten, dass die Erfüllung 

der verschiedenen Zuschlagskriterien kurz zu beschreiben ist und nicht oder nur 

teilweise erfüllte Anforderungen zu kommentieren sind. Nicht vollständig beantwortete 

Fragen werden negativ bewertet (S. 43, Ziff. 8.4).

Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 

bzw. die einzelnen Bewerter Punkte abgezogen haben, wenn die Beschwerdeführerin 

den Vorgaben im Pflichtenheft nach einer kurzen Beschreibung bzw. Kommentierung 

nicht nachgekommen ist. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die meisten 

Zuschlagskriterien so formuliert waren, dass sie grundsätzlich mit "erfüllt" oder "nicht 

erfüllt" hätten beantwortet werden können (Beschwerdeergänzung vom 21. August 

2006, S. 8 f. Ziff. 2). Wesentlich ist, dass im Pflichtenheft klar und deutlich 

Kurzbeschreibungen bzw. Kommentierungen verlangt worden sind. Eine Durchsicht 

der Offerte der Beschwerdegegnerin zeigt, dass ihr Angebot den gestellten formellen 

Anforderungen weitestgehend genügt. Dies trifft, wenn auch nicht im gleichen Umfang, 

für die Offerte der Rolotec AG zu. Auch sie hat sich ausführlicher und konkreter als die 

Beschwerdeführerin zu den einzelnen Anforderungen geäussert. Generell ist die 

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Sorgfalt, mit der eine Offerte ausgestaltet wurde, geeignet, einen ersten Eindruck vom 

Anbieter zu vermitteln und Rückschlüsse auf die zu erwartende Qualität bei der 

Erfüllung des Auftrages zu ziehen (VerwGE vom 20. April 1999 i.S. Architekturbüro F.N. 

AG). Im folgenden sind die Rügen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der 

Bewertungen der einzelnen Zuschlagskriterien zu prüfen.

2.3.3. Die Beschwerdeführerin rügt, dass ihre Offerte beim Zuschlagskriterium 4.1.1 

"Crawling/Spidering" rechtfehlerhaft bzw. willkürlich bewertet worden sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 9 f. Ziff. 1).

Der Begriff "Crawling/Spidering" beschreibt das Durchsuchen von Informationsmengen 

nach bestimmten Informationen. Das Zuschlagskriterium "Crawling/Spidering" ist 

gemäss Pflichtenheft vom 27. März 2006 wiederum in 11 Unterkriterien aufgeteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 0.9 von insgesamt 1.5 möglichen Punkten. Die 

Vorinstanz begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 

2006 damit, dass die Beschwerdeführerin irrtümlich die Position 4.1.1.-6 als 4.1.1.-7 

angenommen habe. Die tatsächliche Position 4.1.1.-6 fehle hingegen und die Offerte 

sei somit nicht vollständig.

Es ist zutreffend, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Offerte unter dem Unterkriterium 

4.1.1-6 das Unterkriterium 4.1.1-7 abgehandelt und das Kriterium 4.1.1.-6 vergessen 

hat. Im Gegensatz zur Beschwerdeführerin haben die Beschwerdegegnerin und die 

Rolotec AG, die mit 1.35 bzw. 1.20 Punkten bewertet wurden, vollständige Offerten 

unterbreitet. Wie vorstehend ausgeführt wurde (Erw. 2.3.2.) hat die Vorinstanz im 

Pflichtenheft in Aussicht gestellt, dass unvollständige Antworten negativ bewertet 

werden. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Ermessensverletzung 

vorgeworfen werden, wenn sie bei der Beschwerdeführerin einen Punkteabzug von 

40% vorgenommen hat.

2.3.4. Die Beschwerdeführerin rügt eine willkürliche Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.2 "Indexierung (Web und DMS)" (Beschwerdeergänzung vom 

21. August 2006, S. 10 f. Ziff. 2).

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Der Begriff "Indexierung" beschreibt, wie die angebotene EIR-Lösung ein Verzeichnis 

der gefundenen Informationen anlegt. Das Zuschlagskriterium 4.1.2 wurde gemäss 

Pflichtenheft vom 27. März 2006 wiederum in 10 Unterkriterien unterteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 1.45 von insgesamt 2.42 möglichen Punkten. Die 

Vorinstanz begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 

2006 damit, dass die Beschwerdeführerin offen lasse, ob die Punkte 4.1.2-2 und 

4.1.2-3 Bestandteil des Angebots seien. Zudem fehle eine globale Antwort und das 

Angebot erweise sich mithin als unvollständig.

Es ist zutreffend, dass die Beschwerdeführerin es unterlassen hat, bei den 

Unterkriterien 4.1.2-2 und 4.1.2-3 die Frage zu beantworten, ob diese Leistungen 

Bestandteil des Angebots sind. Dies rechtfertigt einen Punkteabzug. Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdeführerin das Unterkriterium 4.1.2-global nicht abgehandelt hat. 

Die Offerten der Beschwerdegegnerin und der Rolotec AG, die mit 2.42 bzw. 2.05 

Punkten bewertet worden sind, sind dagegen vollständig. Der vorgenommene Abzug 

von 40% ist mit Blick auf die Versäumnisse der Beschwerdeführerin nicht zu 

beanstanden.

2.3.5. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.3 "Query-Verarbeitung" (Beschwerdeergänzung vom 21. August 

2006, S. 11 ff. Ziff. 3).

Der Begriff "Query-Verarbeitung" beschreibt, wie die angebotene EIR-Lösung mit 

Suchanfragen der Endanwender umgeht. Das Zuschlagskriterium 4.1.3 ist gemäss 

Pflichtenheft vom 27. März 2006 in 9 Unterkriterien aufgeteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 2 von insgesamt 2.5 möglichen Punkten. Die 

Vorinstanz begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 

2006 nicht und auch aus den Einzelbewertungen wird nicht klar, welche Umstände zum 

Punkteabzug geführt haben. Unter diesen Umständen ist für das Gericht nicht 

nachvollziehbar, welche Gründe im einzelnen zum Abzug von 0.5 Punkten geführt 

haben. Immerhin ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin und die Rolotec AG 

mit jeweils 2.25 Punkten nur unwesentlich besser bewertet worden sind.

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2.3.6. Die Beschwerdeführerin rügt die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.4 "Suchfunktionalität" als willkürlich und damit rechtsfehlerhaft 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 13 f. Ziff. 4).

Der Begriff "Suchfunktionalität" beschreibt wie die angebotene EIR-Lösung nach 

Informationen sucht, so etwa, ob mit booleschen Operatoren (wie etwa AND, OR oder 

AND NOT) gesucht werden kann, ob Eingrenzungen nach Dateityp oder nach Titel 

möglich sind oder ob nach Synonymen gesucht werden kann. Das Zuschlagskriterium 

4.1.4 wurde im Pflichtenheft vom 27. März 2006 in 34 Unterkriterien aufgeteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 2.3 von insgesamt 3.83 möglichen Punkten. Die 

Vorinstanz begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 

2006 damit, dass die Verweise in 4.1.4-17 und 4.1.4-33 entgegen den Vorgaben im 

Pflichtenheft nicht exakt bezeichnet worden seien.

Im Pflichtenheft vom 27. März 2006 ist festgehalten, dass bei Verweisen auf Beilagen 

genaue Angaben bezüglich Dokument, Seite und Abschrift zu machen sind (S. 42). Die 

Beschwerdeführerin hat sich bei den Unterkriterien 4.1.4-17 und 4.1.4.-33 indes darauf 

beschränkt, lediglich auf die einschlägigen Dokumente zu verweisen. Dies rechtfertigt 

einen Punkteabzug. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin das Kriterium 4.1.4-6 

nach eigenen Angaben nicht erfüllt und die Leistung nicht Bestandteil des Angebots ist. 

Unter diesen Umständen ist seitens der Beschwerdeführerin nicht dargetan, dass sich 

der getätigte Abzug von rund 40% als unverhältnismässig erweisen würde. Der 

Vergleich mit der Firma Rolotec AG geht zum vornherein an der Sache vorbei, 

nachdem diese beim Kriterium 4.1.4 mit 1.73 Punkten schlechter bewertet worden ist 

als die Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin gibt in der - soweit ersichtlich – 

vollständigen Offerte an, alle geforderten Vorgaben zu erfüllen. Auch ihre Bewertung 

mit 3.45 Punkten ist nicht zu beanstanden.

2.3.7. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.5 "Präsentation des EIR User Interface" rechtsfehlerhaft sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 14 f. Ziff. 5).

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Der Begriff "Präsentation des EIR User Interface" beschreibt, wie die Suchresultate 

dem Endanwender optisch präsentiert werden. Das Zuschlagskriterium 4.1.5 wurde im 

Pflichtenheft vom 27. März 2007 in 27 Unterkriterien unterteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 0.99 von insgesamt 2.83 Punkten. Die Vorinstanz 

begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, 

dass sich die Beschwerdeführerin zu den beim Unterkriterium 4.1.6-2 in Aussicht 

gestellten Zusatzentwicklungen nicht konkret geäussert habe.

Die Beschwerdeführerin gibt in der Offerte an, dass die Unterkriterien 4.1.5-10 und 

4.1.5-14 nicht erfüllt und die fraglichen Leistungen auch nicht Bestandteil der Offerte 

seien. Die Unterkriterien 4.1.5-15 und 4.1.5-16 bis 4.1.5-20 würden mit zusätzlichem 

Entwicklungsaufwand erfüllt, wobei dieser von der Beschwerdeführerin nicht näher 

umschrieben wird. Ausserdem erklärt die Beschwerdeführerin beim Unterkriterium 

4.1.5-24 nicht wie verlangt, wie ihr Produkt die Relevanz eines einzelnen Treffers 

ermittelt, sondern sie stellt nur fest, das Kriterium sei erfüllt. Im Vergleich mit der 

Beschwerdegegnerin zeigt sich, dass auch diese ein Kriterium (4.1.5-13) nach eigenen 

Angaben nicht erfüllt. Dies wurde mit einem Punkteabzug von rund 20% (2.27 Punkte) 

berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund kann der Abzug von rund 65% bei der 

Beschwerdeführerin, welche zwei Kriterien nicht erfüllt und den zusätzlichen 

Entwicklungsaufwand nicht erläutert hat, nicht als unverhältnismässig taxiert werden. 

Zu keinem anderen Ergebnis führt auch der Vergleich mit der Offerte der Rolotec AG, 

die mit 1.70 Punkten bewertet wurde; Rolotec AG hat angegeben, alle 

Zuschlagskriterien zu erfüllen und lediglich beim Kriterium 4.1.5-10 einen Vorbehalt 

angebracht.

2.3.8. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.6 "Portalfunktionalität" nicht sachgerecht sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 15 f. Ziff. 6).

Der Begriff "Portalfunktionalität" beschreibt, wie die Endanwender die Suche 

personalisieren können, d.h. ob bspw. die Suchoptionen individuell angepasst, 

Suchergebnisse (Trefferlisten) gespeichert oder Suchanfragen abonniert werden 

können. Das Zuschlagskriterium 4.1.6 wurde im

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Pflichtenheft vom 27. März 2006 in 6 Unterkriterien unterteilt.

Die Beschwerdeführerin erzielte 0.41 von insgesamt 0.92 Punkten. Die Vorinstanz 

begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, 

dass die Beschwerdeführerin beim Unterkriterium 4.1.6-2 von "Limitierungen" spreche, 

diese aber nicht weiter konkretisiere.

Die Kritik der Vorinstanz ist berechtigt. Die Beschwerdeführerin zeigt weder, wie 

verlangt, ihr Konzept zum Speichern von Suchprofilen auf (vgl. 4.1.6-2), noch legt sie 

dar, wie und in welchem Umfang ihre Lösung die Anforderung in Kapitel 4.1.6 erfüllt, 

bzw. fasst sie die Portalfunktionalität ihres Produkts zusammen (vgl. 4.1.6-global). 

Unter diesen Umständen erscheint der Punkteabzug von rund 55% gerechtfertigt. 

Keine andere Betrachtung ergibt sich im Vergleich mit den Offerten der 

Beschwerdegegnerin und der Rolotec AG, die 0.78 bzw. 0.50 Punkte erreicht haben. 

Die Beschwerdegegnerin äusserte sich zwar auch nicht in der gewünschten 

ausdrücklichen Form zum Unterkriterium 4.1.6-global; ansonsten erweist sich ihre 

Offerte aber, soweit ersichtlich, als vollständig. Gleiches gilt für die Rolotec AG, welche 

zwar auch nicht wie verlangt ihr Konzept zum Speichern von Suchprofilen aufzeigte 

(vgl. 4.1.6-2), das Unterkriterium 4.1.6-global aber im Gegensatz zur 

Beschwerdeführerin ausführlich abhandelte.

2.3.9. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.1.7 "Applikatorische Integration" rechtsfehlerhaft sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 16 ff. Ziff. 7).

Der Begriff "Applikatorische Integration" beschreibt sowohl die Frontend als auch die 

Backend Integration. Frontend Integration bedeutet, dass die EIR-Lösung dergestalt 

sein muss, dass sie in die bestehenden Anwendungen (wie etwa Internet 

Explorer)eingefügt werden kann.

Backend Integration bedeutet, dass die EIR-Lösung an gewisse Informationsquellen 

angebunden werden können muss. Das Zuschlagskriterium 4.1.7 wurde im 

Pflichtenheft vom 27. März 2006 in 10 Unterkriterien unterteilt.

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Die Beschwerdeführerin erzielte 1.23 von insgesamt 3.50 Punkten. Die Vorinstanz 

begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, 

dass im Angebot der Beschwerdeführerin die Fetches für Exchange und das 

Dateisystem nicht enthalten gewesen seien.

Die Einwände der Vorinstanz sind gerechtfertigt. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer 

Offerte angegeben, dass der ExchangeFetch und der FileSystemFetch nicht Teil des 

Angebotes sind. Dies durfte bei der Punktevergabe berücksichtigt werden. Hinzu 

kommt, dass zumindest nicht umfassend dargelegt wird, mit welchen zusätzlichen 

Entwicklungen die Unterkriterien 4.1.7-6 und 4.1.7-7 erfüllt werden sollen. Die Offerten 

der Beschwerdegegnerin und der Rolotec AG, die mit 3.15 bzw. 2.28 Punkten bewertet 

worden sind, enthalten keine vergleichbaren Vorbehalte. Vor diesem Hintergrund ist 

nicht dargetan, dass der Punkteabzug von rund 65% eine Ermessensverletzung 

darstellen würde.

2.3.10. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.2 "Sicherheit" rechtsfehlerhaft sei (Beschwerdeergänzung vom 

21. August 2006, S. 19 ff.).

Die Beschwerdeführerin erzielte beim Zuschlagskriterium "Sicherheit" 6.25 von 

insgesamt 17.86 Punkten. Die Vorinstanz begründet den Punkteabzug in der 

Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, dass die Beschwerdeführerin keine 

Bemerkungen zu den Positionen 4.2-6 bis 4.2-9 gemacht habe. Das Kriterium 

Sicherheit ist gemäss Pflichtenheft vom 27. März 2006 in 14 Unterkriterien aufgeteilt.

Die Kritik der Vorinstanz ist berechtigt. Die Beschwerdeführerin hat es ohne Angabe 

von Gründen unterlassen, die Unterkriterien 4.2-6 bis 4.2-9 abzuhandeln. Ausserdem 

fehlt die beim Unterkriterium 4.2-global verlangte ausführliche Stellungnahme. Hinzu 

kommt, dass die Unterkriterien 4.2-3 sowie 4.2-11 bis 4.2-13 gemäss den Angaben der 

Beschwerdeführerin nur mit Entwicklungsaufwand erfüllt werden können. Nähere 

Angaben zur Art oder zum Umfang des notwendigen Entwicklungsaufwandes fehlen 

indes. Die Beschwerdegegnerin wurde mit 15.18 Punkten bewertet. Ihre Offerte ist 

umfassend und vollständig abgefasst. Sie erfüllt nach eigenen Angaben sämtliche 

Kriterien bis auf das Unterkriterium 4.2-11. Die Rolotec AG, welche 12.50 Punkte 

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erreicht hat, gibt weniger ausführlich Auskunft als die Beschwerdegegnerin, erfüllt aber 

nach eigenen Angaben sämtliche Unterkriterien. Vor diesem Hintergrund ist der bei der 

Beschwerdeführerin vorgenommene Punkteabzug von rund 65% nicht zu 

beanstanden.

2.3.11. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.3 "Übrige Software Qualitätsmerkmale" rechtsfehlerhaft sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 21 ff.).

Die Beschwerdeführerin erzielte 7.26 von insgesamt 13.21 Punkten. Die Vorinstanz 

begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, 

dass die Beschwerdeführerin notwendige Zusatzentwicklungen nicht näher 

beschrieben habe (4.3.4-5, 4.3.5-2) und das Angebot verlangte Elemente nicht enthalte 

(4.3.5.-3). Das Kriterium "Übrige Software Qualitätsmerkmale" ist gemäss Pflichtenheft 

vom 27. März 2006 in fünf Unterkriterien aufgeteilt, welche ihrerseits wiederum in 

Unterkriterien unterteilt sind.

Gemäss der Offerte der Beschwerdeführerin sind die Leistungen gemäss den 

Unterkriterien 4.3.2-1 und 4.3.5-3 nur bedingt bzw. gar nicht Bestandteil des Angebots. 

Die Unterkriterien 4.3.3-3, 4.3.4-5, 4.3.5-2 und 4.3.5-3 können nur mit zusätzlichem 

Entwicklungsaufwand erfüllt werden. Die notwendigen Zusatzentwicklungen werden 

von der Beschwerdeführerin nicht näher beschrieben. Hinzu kommt, dass die 

Beschwerdeführerin die fünf Unterkriterien 4.3.1-global bis 4.3.5-global nicht in der 

gewünschten ausführlichen Form abgehandelt hat. Unter diesen Umständen sind 

Rechtsverletzungen im Vergleich mit den Offerten der Beschwerdegegnerin und der 

Rolotec AG, welche mit 11.69 bzw. 9.86 Punkten bewertet worden sind, nicht 

ersichtlich und nicht dargetan. Beide Offerte erweisen sich als vollständig. Die 

Beschwerdegegnerin gibt an, mit Ausnahme der Unterkriterien 4.3.4-4 und 4.3.4-5, 

welche nur teilweise bzw. nicht erfüllt werden, sämtliche Vorgaben zu erfüllen. Die 

Rolotec AG macht lediglich beim Zuschlagskriterium 4.3.4-3 einen Vorbehalt.

2.3.12. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.7 "Projektorganisation" willkürlich erfolgt sei 

(Beschwerdeergänzung vom 21. August 2006, S. 25 ff.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Die Beschwerdeführerin erzielte 4.14 von insgesamt 10.36 Punkten. Die Vorinstanz 

begründet den Punkteabzug in der Vernehmlassung vom 15. September 2006 damit, 

dass die Beschwerdeführerin die Terminvorgaben im Pflichtenheft nicht eingehalten 

habe. Das Kriterium "Projektorganisation" ist gemäss Pflichtenheft vom 27. März 2006 

in fünf Unterkriterien aufgeteilt, welche ihrerseits wiederum in Unterkriterien unterteilt 

sind.

Im Pflichtenheft vom 27. März 2006 wurde festgehalten, dass die Pilotprojekte 1 und 2 

zwingend bis Ende 2006 realisiert werden müssen (S. 34). Der Offerte der 

Beschwerdeführerin kann entnommen werden, dass zwar die Applikation der 

Pilotprojekte 1 und 2 bis Ende Dezember 2006 abgeschlossen gewesen wäre, indes 

die Installation, die Datenmigration und die Schulung sowie die Dokumentation der 

Mitarbeiter bis Februar 2007 gedauert hätten (Offerte der Beschwerdeführerin, S. 81). 

Demgegenüber hätte die Beschwerdegegnerin, die mit 9.69 Punkten bewertet worden 

ist, entsprechend ihrer Offerte die Pilotprojekte 1 und 2 inklusive Installation, Schulung 

und Dokumentation bereits am 1. Dezember 2006 abgeschlossen (Offerte der 

Beschwerdegegnerin, S. 109). Auch die Rolotec AG, die 8.79 Punke erhalten hat, hätte 

entsprechend ihrer Offerte die Terminvorgaben eingehalten (Offerte Rolotec AG, S. 32). 

Die Kritik der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin die Termine nicht wie 

verlangt umgesetzt hätte, ist somit gerechtfertigt. Die Realisation der Pilotprojekte 1 

und 2 umfasst auch die effektive Inbetriebnahme des Systems. Diese Nichterfüllung 

einer zwingenden Projektvorgabe rechtfertigt zweifelsohne einen Punkteabzug, was im 

übrigen selbst die Beschwerdeführerin anerkennt (Beschwerdeergänzung vom 21. 

August 2006, S. 27). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin zum Unterkriterium 

4.7.2-3 keine Aussagen gemacht hat und sich ihre Offerte in dieser Hinsicht als 

unvollständig erweist. Unter diesen Umständen liegt keine Ermessensverletzung vor, 

wenn die Vorinstanz der Beschwerdeführerin nur rund 40% der möglichen Punkte 

zugestanden hat.

2.3.13. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Bewertung ihrer Offerte beim 

Zuschlagskriterium 4.8 "Weitere Anforderungen an den Anbieter" rechtsfehlerhaft 

erfolgt sei (Beschwerdeergänzung, S. 28 ff.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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Die Beschwerdeführerin erzielte 5.33 von insgesamt 15.00 Punkten. Das Kriterium 

"Weitere Anforderungen an den Anbieter" ist gemäss Pflichtenheft vom 27. März 2006 

in drei Unterkriterien aufgeteilt, welche ihrerseits wiederum in Unterkriterien unterteilt 

sind.

Zunächst fällt auf, dass die Beschwerdeführerin das Unterkriterium 4.8.1 

"Lösungsvorschlag" mit den wiederum sieben weiteren Unterkriterien nicht bearbeitet 

hat; es gibt auch keine Verweise auf allfällige andere einschlägige Stellen in der Offerte. 

Der Einwand der Beschwerdeführerin beim Unterkriterium 4.8.2 "Referenzen", wonach 

die Rolotec AG sich zu Unrecht auf die Referenz "Zürich Financial Services" berufe, 

geht an der Sache vorbei. "Zürich Financial Services" wird von der Rolotec AG gar 

nicht erwähnt. Im übrigen wurden die Beschwerdeführerin und die Rolotec AG 

hinsichtlich der Referenzen mit 1.63 bzw. 1.75 Punkten praktisch gleich bewertet. 

Bezüglich des Unterkriteriums 4.8.3 "Präsentation" fällt schliesslich in Betracht, dass 

die Beschwerdeführerin nicht in Abrede stellt, dass die verlangte 

Produktedemonstration (vgl. 4.8.3.-3) nicht funktionierte. Insgesamt ist unter diesen 

Umständen keine Ermessensverletzung ersichtlich, wenn die Vorinstanz bei der 

Beschwerdeführerin einen Punkteabzug von rund 65% vorgenommen hat.

2.4. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das von der 

Vorinstanz durchgeführte Vergabeverfahren zwar in verschiedener Hinsicht mangelhaft 

war. Namentlich erweist sich die Zuschlagsverfügung vom 30. Juni 2006 als 

ungenügend begründet, und die Kosten wurden entgegen den Vorgaben im 

Pflichtenheft nicht gewichtet. Indes führen die festgestellten Mängel nicht zu einer 

Aufhebung des angefochtenen Zuschlags. So wurde die ungenügende Begründung der 

Zuschlagsverfügung vom 30. Juni 2006 im Rahmen des dreifachen Schriftenwechsels 

geheilt, und eine Gewichtung der Kosten, wie sie im Pflichtenheft in Aussicht gestellt 

worden ist, hätte sich nicht entscheidend zum Vorteil der Beschwerdeführerin 

ausgewirkt. Nachdem sich auch die Einwände der Beschwerdeführerin bezüglich der 

Bewertung ihrer Offerte abgesehen vom Kriterium 4.1.3 (vgl. Erw. 2.3.5.) als 

unbegründet erwiesen haben, ist die Beschwerde abzuweisen. Daran vermögen auch 

der von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegte forrester wave-Bericht vom 13. Juni 

2006 sowie der Gartner-Bericht vom 30. März 2005 nichts zu ändern. Es handelt sich 

dabei um allgemeine Beurteilungen der verschiedenen Software bzw. der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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Anbieterfirmen. Vorliegend geht es indes um die Beurteilung eines bestimmten 

Projekts; vor diesem konkreten Hintergrund kann der Vorinstanz keine 

Ermessensverletzung vorgeworfen werden, wenn sie das Angebot der 

Beschwerdegegnerin als wirtschaftlich günstiger als dasjenige der Beschwerdeführerin 

eingestuft hat. Als unbegründet erweist sich schliesslich auch der allgemein 

vorgebrachte Einwand der Beschwerdeführerin, sie hätte bei den Zuschlagskriterien 

gleich bewertet werden müssen wie die Rolotec AG. Die vorstehenden Erwägungen 

zeigen, dass sich die Offerte der Beschwerdeführerin von derjenigen der Rolotec AG in 

verschiedener Hinsicht unterscheidet. Insgesamt lässt sich sagen, dass die 

Beschwerdeführerin eine weit weniger aussagekräftige, vollständige und sorgfältig 

ausgegestaltete Offerte eingereicht hat als die beiden anderen Anbieterinnen. Dies 

durfte die Vorinstanz nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts bei ihrem 

Vergabeentscheid berücksichtigen (VerwGE vom 20. April 1999 i.S. Architekturbüro 

F.N. AG).

3. Nachdem die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen ist, sind 

die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens grundsätzlich ihr aufzuerlegen (Art. 95 

Abs. 1 VRP). Indes ist, wie bereits vorstehend ausgeführt wurde (Erw. 2.1.), bei der 

Kostenverlegung zu berücksichtigen, dass die Zuschlagsverfügung vom 30. Juni 2006 

mangelhaft begründet war (Art. 95 Abs. 2 VRP; vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten 

nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 90 f.). 

Dementsprechend ist auch die Vorinstanz gestützt auf das Verursacherprinzip anteilig 

mit Kosten zu belasten. Eine Entscheidgebühr von Fr. 6'500.-- (exkl. Kosten für die 

Verfügung vom 20. Juli 2006 in der Höhe von Fr. 1'000.--) ist angemessen (Ziff. 382 

des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12, abgekürzt GKT). Die Gebühr wird der 

Beschwerdeführerin zu einem Viertel, d.h. im Umfang von Fr. 1'625.--, und der 

Vorinstanz zu drei Vierteln, d.h. im Umfang von

Fr. 4'875.--, auferlegt. Der Anteil der Beschwerdeführerin von Fr. 1'625.-- wird mit dem 

geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 7'500.-- verrechnet. Der Restbetrag von

Fr. 5'875.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. Auf die Erhebung des Anteils 

der Vorinstanz wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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Die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin haben gestützt auf das 

Verursacherprinzip für das Beschwerdeverfahren Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung durch die Vorinstanz (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98ter VRP 

und Art. 265 Abs. 1 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2; vgl. Hirt, a.a.O., S. 185 ff.). 

Nachdem beide Vertreter keine Honorarnote eingereicht haben, sind die 

Entschädigungen nach richterlichem Ermessen festzusetzen (Art. 6 der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). 

Nachdem die Vorinstanz die amtlichen Kosten zu drei Vierteln und die 

Beschwerdeführerin zu einem Viertel zu tragen haben, hat die Beschwerdeführerin 

ausgehend von einer vollen Entschädigung von Fr. 5'000.-- Anspruch auf eine 

Entschädigung von Fr. 2'500.-- (zuzügl. MWSt; Art. 22 Abs. 1 lit. c HonO; vgl. Hirt, 

a.a.O., S. 183 f.). Die Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf eine volle Entschädigung 

von Fr. 5'000.-- (zuzügl. MWSt; Art. 22 Abs. 1 lit. c HonO).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens (exkl. Kosten für die Verfügung 

vom 20. Juli 2006) von Fr. 6'500.-- werden der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 

1'625.-- und der Vorinstanz im Umfang von Fr. 4'875.-- auferlegt. Der Anteil der 

Beschwerdeführerin wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 7'500.-- 

verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 5'875.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet. Auf die Erhebung des Anteils der Vorinstanz wird verzichtet.

3./ Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 2'500.-- (zuzügl. MWSt) 

ausseramtlich zu entschädigen.

4./ Die Vorinstanz hat die Beschwerdegegnerin mit Fr. 5'000.-- (zuzügl. MWSt) 

ausseramtlich zu entschädigen.

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Zustellung dieses Entscheides an:

Felix Ludwig, 9422 Staad)

am:

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert dreissig Tagen nach der 

Eröffnung Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

erhoben werden.

die Beschwerdeführerin (durch Fürsprecher Oliver Krüger, 3001 Bern)–

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt lic. iur.–

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 27.02.2007
	Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 3 VöB (sGS 841.11). Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung, Abweisung der Beschwerde aufgrund nachvollziehbarer und plausibler Bewertung der Zuschlagskriterien (Verwaltungsgericht, B 2006/135).

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