# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f7012b4-db98-5343-9ec5-bff148f24f75
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.06.2021 710 21 120/155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-21-120-155_2021-06-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. Juni 2021 (710 21 120 / 155)  
____________________________________________________________________ 
 
 
Alters- und Hinterlassenenversicherung 
 
 
Rückwirkend ausgerichtete Rentennachzahlungen der beruflichen Vorsorge sind für die 
Ermittlung der Beiträge als Nichterwerbstätiger gesamthaft im Jahr der tatsächlichen 
Auszahlung zu erfassen 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin i. V. Lena Ei-

chenberger 
 
 

Parteien Dr. med. A.____, Beschwerdeführer 
 
Dr. med. B.____, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse medisuisse, Oberer Graben 37, Postfach, 
9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Beiträge Nichterwerbstätige 

 
 
 
A. Am 12. Oktober 2020 erliess die Ausgleichskasse medisuisse (Ausgleichskasse) gegen-
über Dr. med. B.____ und Dr. med. A.____ je eine Beitragsverfügung für Nichterwerbstätige für 
das Jahr 2019. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Ausgleichskasse mit Einsprache-
entscheid vom 26. März 2021 ab. 

 

 
 
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B. Hiergegen erhoben Dr. B.____ und Dr. A.____ mit Schreiben vom 15. April 2021 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragten sie, dass der Einspracheentscheid und die Beitragsverfügungen auf-
zuheben seien und die Festsetzung der Beiträge für das Jahr 2019 aufgrund der nachbezahlten 
Renten an Dr. A.____ für die Periode vom 1. Juni 2017 bis 30. November 2019 nach Abzug des 
nicht AHV-pflichtigen Anteils neu festzusetzen sei.  
 
C. Die Ausgleichskasse beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2021 die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 1 des Bundesge-
setzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 kann 
gegen Einspracheentscheide in jedem Kanton bei einem Versicherungsgericht als einziger In-
stanz Beschwerde erhoben werden. Bei Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheent-
scheide kantonaler Ausgleichskassen ist das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse 
zuständig (Art. 84 AHVG). Vorliegend handelt es sich bei der Beschwerdegegnerin nicht um eine 
kantonale, sondern um eine Verbandsausgleichskasse. Dementsprechend kommt die ordentliche 
Gerichtsstandregelung von Art. 58 Abs. 1 ATSG zur Anwendung, wonach das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde füh-
rende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung den Wohnsitz hatte. Im Kanton Basel-Landschaft 
ist gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 das Kantonsgericht als einzige gerichtliche Instanz für Be-
schwerden gegen Verfügungen einer Ausgleichskasse gemäss Art. 56 ATSG zuständig. Die Be-
schwerdeführer haben ihren Wohnsitz in X.____. Auf die beim örtlich wie sachlich zuständigen 
Kantonsgericht und im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demzufolge 
einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet das Präsidium der Abteilung Sozialversicherungs-
recht des Kantonsgerichts bei Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.--. Im vorlie-
genden Fall hat die Ausgleichskasse von den Beschwerdeführenden AHV/IV/EO-Beiträge für das 
Jahr 2019 in der Höhe von insgesamt Fr. 17'856.90 erhoben, weshalb der Streitwert unter dem 
Grenzbetrag liegt. Damit ist die präsidiale Zuständigkeit begründet. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist die Beitragspflicht der Beschwerdeführenden für das Jahr 2019.  
 
3.1 Der obligatorischen Alters- und Hinterlassenenversicherung unterstehen gemäss Art. 1a 
Abs. 1 lit. a AHVG die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Nach Art. 3 Abs. 1 
AHVG sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für 

 

 
 
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Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres 
und sie dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Alters-
jahr vollendet haben. Personen, welche über die Alters- und Hinterlassenenversicherung versi-
chert sind, sind auch nach Massgabe des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 versichert (Art. 1b IVG). Schliesslich unterstellt auch Art. 27 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft (EOG) vom 
25. September 1952 die in Art. 3 AHVG genannten Versicherten der Beitragspflicht. 
 
3.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG bezahlen Nichterwerbstätige einen Beitrag nach ihren 
sozialen Verhältnissen. Der Mindestbeitrag beträgt für das Beitragsjahr 2017 Fr. 392.-- und der 
Höchstbeitrag jeweils das 50-fache des Mindestbeitrages. Den Mindestbeitrag bezahlen nach Art. 
10 Abs. 2 AHVG nichterwerbstätige Studierende bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem 
sie das 25. Altersjahr vollenden (lit. a); Nichterwerbstätige, die ein Mindesteinkommen oder an-
dere Leistungen der öffentlichen Sozialhilfe erhalten (lit. b) sowie Nichterwerbstätige, die von 
Drittpersonen finanziell unterstützt werden (lit. c). Art. 10 Abs. 2bis AHVG ermächtigt den Bundes-
rat, den Mindestbeitrag für weitere Nichterwerbstätige vorzusehen, denen höhere Beiträge nicht 
zuzumuten sind. Art. 10 Abs. 3 Satz 1 AHVG verpflichtet sodann den Verordnungsgeber, nähere 
Vorschriften über die Beitragsbemessung zu erlassen. Gestützt auf diese Norm hat der Bundesrat 
in Art. 28 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 
31. Oktober 1947 bestimmt, dass sich die Beiträge der Nichterwerbstätigen, die mehr als den 
jährlichen Mindestbeitrag zu entrichten haben, aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkom-
mens bemessen, wobei die Beiträge nach der in Art. 28 Abs. 1 AHVV enthaltenen Tabelle be-
rechnet werden. Verfügen Nichterwerbstätige gleichzeitig über Vermögen und Renteneinkom-
men, so wird der jährliche Rentenbetrag mit 20 multipliziert und zum Vermögen hinzugerechnet 
(Art. 28 Abs. 2 AHVV). Für die Berechnung des Beitrages ist dieser Betrag schliesslich auf die 
nächsten 50'000 Franken abzurunden (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Ist eine verheiratete Person als 
Nichterwerbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des ehe-
lichen Vermögens und Renteneinkommens (Art. 28 Abs. 4 Satz 1 AHVV). Gemäss Art. 3 Abs. 3 
AHVG gelten bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versicherten die eigenen 
Beiträge als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des Min-
destbeitrages bezahlt hat. 
 
3.3 Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das Kalen-
derjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr erzielten 
Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AHVV). Das 
für die Beitragsberechnung Nichterwerbstätiger massgebende Vermögen wird durch die kanto-
nalen Steuerbehörden aufgrund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung er-
mittelt. Sie berücksichtigen dabei die interkantonalen Repartitionswerte (vgl. Art. 29 Abs. 3 
AHVV). Die Steuerbehörden übermitteln die Angaben für jedes Steuerjahr laufend der Aus-
gleichskasse (Art. 29 Abs. 7 AHVV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 2 AHVV). Die entsprechenden 
Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (vgl. Art. 29 
Abs. 7 AHVV in Verbindung mit Art. 23 Abs. 4 AHVV). 
 

 

 
 
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3.4 Im Urteil H 311/03 vom 7. Dezember 2004 erachtete das Eidgenössische Versicherungs-
gericht (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) Art. 29 Abs. 2 AHVV, wonach 
sich die Beiträge aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Renteneinkommens und des 
Vermögens am 31. Dezember bemessen, als gesetzeskonform. Diesem Urteil lag folgender 
Sachverhalt zugrunde: Die Beschwerdegegner P.____ und V.____ waren seit 1. Januar 1993 der 
Ausgleichskasse des Kantons Zürich und seit 1. Januar 1997 als Nichterwerbstätige angeschlos-
sen. P.____ erhielt im März 2001 von seiner Pensionskasse Rentennachzahlungen für die Zeit 
vom 1. Juli 1994 bis 28. Februar 2001. Mit Verfügungen vom 19. Dezember 2002 setzte die Aus-
gleichskasse die persönlichen Beiträge von P.____ und V.____ für das Jahr 2001 unter Berück-
sichtigung dieser Rentennachzahlungen fest. Vor dem EVG war streitig, ob rückwirkend ausge-
richtete Rentennachzahlungen der 2. Säule beitragsrechtlich in den entsprechenden Jahren 
(1994 bis 2001), wie dies die Auffassung der Vorinstanz war, oder gesamthaft im Jahr der Aus-
zahlung (2001) zu erfassen seien. Das EVG führte aus, dass entgegen der Auffassung der Vo-
rinstanz nicht auf die Rechtsprechung über die Realisierung von Einkommen der Arbeitnehmen-
den abzustellen sei, wonach das Einkommen als erzielt gelte, sobald die Forderung für die er-
brachte Leistung entstanden sei und nicht erst bei der Gutschrift oder Erfüllung in bar (BGE 122 
V 371). Das BSV weise zu Recht auf Art. 10 Abs. 1 AHVG hin, wonach sich die Beiträge nach 
den sozialen Verhältnissen der Nichterwerbstätigen bemessen würden. Gemäss Rechtspre-
chung zu Art. 10 Abs. 1 AHVG müsse sich die Bemessung des jährlichen Beitrags in jedem Fall 
nach den effektiven wirtschaftlichen Verhältnissen richten, so wie sie aus den Steuermeldungen 
für das betreffende Jahr hervorgehen würden (BGE 124 V 5 E. 3a in fine). Damit werde nicht der 
Zeitpunkt der Entstehung des Rechtsanspruchs, sondern derjenige der tatsächlichen Auszahlung 
angesprochen. Zuzustimmen sei dem BSV auch darin, dass Art. 22 Abs. 2 und 
Art. 29 Abs. 2 AHVV das «tatsächlich erzielte» Erwerbs- oder Renteneinkommen als massge-
bend betrachten. Gegen die Analogie zu BGE 122 V 371 sprechend sei, dass im Fall einer Leis-
tungsnachzahlung (Rentennachzahlung) – so lange ein Rechtsanspruch nicht feststehe – nichts 
vorliege, aus dem eine Forderung entstanden sein könnte. Erst im Zeitpunkt, in welchem man 
feststelle, dass rückwirkend ein Anspruch bestehe, könne vom Erwerb eines Rechtsanspruchs 
gesprochen werden. Zwar könne man im Fall einer rückwirkenden Leistung diese rechnerisch 
durchaus auf die einzelnen Nachzahlungsjahre verteilen. Von einem schon in den jeweiligen Jah-
ren laufend entstandenen Rechtsanspruch könne aber nicht gesprochen werden. Daher verbiete 
sich eine analogieweise Anwendung von BGE 122 V 371. Zusammenfassend sei festzuhalten, 
dass die im Jahr 2001 erfolgten Rentennachzahlungen einzig in diesem Jahr für die Berechnung 
der Nichterwerbstätigenbeiträge zu erfassen seien. 
 
Das Urteil des EVG wurde durch die Bundesgerichtsentscheide vom 5. Juli 2010, 9C_342/2010, 
und vom 9. Juni 2020, 9C_2/2020, bestätigt. So hielten alle Urteile fest, dass rückwirkend ausge-
richtete Rentennachzahlungen der beruflichen Vorsorge für die Ermittlung der Beiträge als Nicht-
erwerbstätiger gesamthaft im Jahr der tatsächlichen Auszahlung (und nicht aufgeteilt auf die je-
weils betroffenen einzelnen Jahre) erfasst würden. 
 
 
4.1 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie 
folgt dar: 

 

 
 
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4.2 Dr. A.____ erhielt ab 1. Juni 2016 eine ganze Invalidenrente der Eidgenössischen Inva-
lidenversicherung. Dr. B.____ war bis Ende 2017 erwerbstätig und bezahlte für die Beitragsperi-
ode vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 AHV/IV/EO-Beiträge in der Höhe von 
Fr. 8'095.40. Seit 2018 gelten sowohl Dr. A.____ wie auch Dr. B.____ als nichterwerbstätig. Mit 
Schreiben vom 8. November 2019 sprach die Stiftung C.____ Dr. A.____ eine rückwirkende 
ganze Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Juni 2017 bis 30. November 2019 in Höhe von 
Fr. 232'320.-- zu. Dieser Betrag wurde ihm zusammen mit der ersten Rentenzahlung von 
Fr. 7'744.-- überwiesen. Gemäss Steuermeldung, welche der Ausgleichskasse am 5. Oktober 
2020 zugestellt wurde, belief sich das für das Jahr 2019 beitragspflichtige Vermögen auf 
Fr. 1'445'427.--, das Renteneinkommen von Dr. A.____ aus Leistungen der beruflichen Vorsorge 
auf Fr. 240'064.-- und dasjenige von Dr. B.____ auf Fr. 47'931.--. Am 12. Oktober 2020 erliess 
die Ausgleichskasse gegenüber Dr. B.____ und Dr. A.____ je eine Beitragsverfügung für Nicht-
erwerbstätige betreffend die Beitragsperiode vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019. Dabei 
nahm sie als Grundlage des Renteneinkommens die Altersrente (Fr. 47'931.--) der beruflichen 
Vorsorge des Jahres 2019 von Dr. B.____, die gesamte an Dr. A.____ rückwirkend ausgerichtete 
Invalidenrente (Fr. 232'320.--) sowie seine erste ordentlich ausbezahlte Invalidenrente 
(Fr. 7'744.--).  
 
4.3 Die Beschwerdeführenden vertreten die Auffassung, dass die Dr. A.____ für das Jahr 
2017 zustehende, aber erst im Jahr 2019 ausbezahlte Rente bei der Berechnung der AHV-
Beiträge für das Jahr 2019 nicht zu berücksichtigen sei. Dies insbesondere deshalb, weil 
Dr. B.____ im Jahr 2017 ein Einkommen erzielt habe, mit welchem sie ein Vielfaches der Mini-
malbeiträge an die AHV geleistet habe. Demzufolge sei Dr. A.____ als Nichterwerbstätiger im 
Jahr 2017 nicht AHV-beitragspflichtig gewesen. Die Vorinstanz hingegen ist der Auffassung, dass 
das von der Steuerverwaltung gesamthaft gemeldete Renteneinkommen im Jahr 2019 zur Er-
mittlung der AHV-Beiträge massgebend sei, auch wenn ein Teil der Rente das Jahr 2017 betraf. 
Sie beruft sich dabei auf das Urteil H 311/03 des EVG vom 7. Dezember 2004 und auf die Urteile 
des Bundesgerichts vom 5. Juli 2010, 9C_342/2010 und vom 9. Juni 2020, 9C_2/2020. Das Rein-
vermögen und die Höhe des Renteneinkommens an sich sind unbestritten. 
 
5.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass ihr Streitfall mit demjenigen, der dem Urteil 
H 311/03 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Dezember 2004 zugrunde liegt, 
nicht identisch sei. Dies deshalb, weil in diesem Urteil die AHV-Beitragspflicht für sämtliche rück-
wirkend ausgerichteten Rentennachzahlungen der 2. Säule unbestritten gewesen sei. In ihrem 
Fall sei aber die AHV-Beitragspflicht nicht für die gesamte Periode der an Dr. A.____ rückwirkend 
ausgerichteten Rentennachzahlungen der 2. Säule gegeben.  
 
Der Auffassung der Beschwerdeführenden kann nicht gefolgt werden. Wie in Erwägung 3.4 aus-
geführt, hatte das EVG im Urteil vom 7. Dezember 2004 den Fall zweier Beschwerdeführenden 
zu beurteilen, die seit 1. Januar 1993 der Ausgleichskasse und seit 1. Januar 1997 als Nichter-
werbstätige angeschlossen waren. Einer der Beschwerdeführerenden erhielt 2001 von seiner 
Pensionskasse Rentennachzahlungen für die Zeit vom 1. Juli 1994 bis 28. Februar 2001. In die-

 

 
 
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sem Urteil wird zwar nicht explizit festgehalten, welche beitragsrechtliche Stellung die Beschwer-
deführenden im Zeitraum vom 1. Januar 1993 bis 31. Dezember 1996 innehatten. Aufgrund der 
Tatsache, dass sie erst ab dem 1. Januar 1997 als Nichterwerbstätige erfasst wurden, ist aber 
davon auszugehen, dass sie zuvor Beiträge als Erwerbstätige entrichtet hatten. Ob sie dabei eine 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit ausübten, ist unerheblich. Dieser Sachverhalt 
unterscheidet sich vom vorliegend zu beurteilenden Fall bezüglich des Beitragsstatuts. Während 
im Urteil H 311/03 vom 7. Dezember 2004 beide Beschwerdeführenden bis Ende 1996 Beiträge 
als Erwerbstätige bezahlten, war Dr. A.____ 2017 nichterwerbstätig und Dr. B.____ erwerbstätig. 
Dieser Unterschied vermag allerdings keine andersartige Beurteilung bezüglich den rückwirkend 
ausgerichteten Rentenzahlungen zu begründen. Entscheidend für die Beurteilung der AHV-
Beiträge von Dr. A.____ als Nichterwerbstätiger sind die sozialen Verhältnisse in den entspre-
chenden Jahren. Im Jahr 2017 und 2018 hat dieser kein Renteneinkommen erzielt, weshalb dies-
bezüglich auch keine Beiträge anfallen. Im Jahr 2019 hat er hingegen die Renten der Jahre 2017, 
2018 und 2019 erhalten und ist für die gesamte Summe beitragspflichtig. Es ist deshalb auch im 
vorliegenden Fall korrekt, analog zum Urteil H 311/03 des EVG vom 7. Dezember 2004 die rück-
wirkend ausgerichtete Rente der beruflichen Vorsorge für die Ermittlung der Beiträge als Nichter-
werbstätige gesamthaft im Jahr der tatsächlichen Auszahlung zu erfassen (vgl. E. 3.4 hiervor).  
 
5.2 Weiter machen die Beschwerdeführenden geltend, dass im Urteil H 311/03 vom 7. De-
zember 2004 der Antrag des BSV gestützt wurde, wonach die Ausgleichskasse über die Beiträge 
nach Abzug des nicht AHV-pflichtigen Anteils (im behandelten Fall die Verzugszinsen) der Ren-
tennachzahlungen der 2. Säule neu zu verfügen hätte. Somit stütze dieses Urteil ihren Antrag. 
Die Beschwerdeführenden verkennen, dass es sich bei Zinsen auf den Rentennachzahlungen 
um Vermögensertrag handelt und dieser nicht zum massgebenden Renteneinkommen gehört 
(Rz. 2090 der Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstäti-
gen in der AHV, IV und EO [WSN] vom 1. Januar 2008). Dies ist der Grund, weshalb die Zinsen 
bei der Berechnung des Renteneinkommens nicht berücksichtigt werden. Im vorliegend zu beur-
teilenden Fall gehören jedoch die gesamten rückwirkend ausgerichteten Rentennachzahlungen 
zum massgebenden Renteneinkommen. Das erwähnte Urteil stützt daher den Antrag der Be-
schwerdeführenden – entgegen ihrer Auffassung – nicht. 
 
5.3 Die Beschwerdeführenden vertreten weiter die Auffassung, während der Periode der 
Rentennachzahlung entstünde eine Rechtsungleichheit zwischen IV-Rentenbezügern, welche 
lange auf ihren Rentenbescheid und damit auf ihre Rentennachzahlungen warten müssten und 
IV-Rentenbezügern, welche ihre Rentennachzahlungen rasch erhalten würden. Diesbezüglich ist 
festzuhalten, dass es durchaus zu dieser Diskrepanz kommen kann. Allerdings liegt dadurch 
noch keine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots vor. Denn jede Regelung birgt das Risiko 
einer Ungleichbehandlung in gewissen Fallkonstellationen. Im vorliegend zu beurteilenden Fall 
ist Art. 10 Abs. 1 AHVG massgebend, gemäss welchem Nichterwerbstätige einen Beitrag nach 
ihren sozialen Verhältnissen bezahlen. Da bezüglich der Beitragsbemessung somit auf die effek-
tiven wirtschaftlichen Verhältnisse abgestellt wird, kann kein anderer Zeitpunkt als derjenige der 
Rentenauszahlung entscheidend sein. 
 

 

 
 
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5.4 Auch der Auffassung der Beschwerdeführenden, wonach die im Urteil H 311/03 festge-
haltene Rechtsprechung zu einer Rechtsungleichheit zwischen unterjähriger und «überjähriger» 
Beitragsplicht führen würde, kann nicht beigepflichtet werden. Gemäss der WSN liegt unterjährige 
Beitragspflicht vor, wenn die versicherte Person zwar während dem ganzen Beitragsjahr versi-
chert, aber nur während einem Teil davon beitragspflichtig ist (Eintritt in das Rentenalter) oder 
wenn sie nur während einem Teil des Beitragsjahres versichert und damit beitragspflichtig ist 
(Zuzug aus dem Ausland; Wegzug ins Ausland; Todesfall). Bei unterjähriger Beitragspflicht wird 
das während der Monate der Beitragspflicht erzielte, mit 20 multiplizierte Renteneinkommen auf 
zwölf Monate umgerechnet und zum massgebenden Vermögen hinzugezählt. Das Rentenein-
kommen, das während den Monaten erzielt wird, in denen der Versicherte der Beitragspflicht 
nicht untersteht, darf für die Beitragsberechnung nicht berücksichtigt werden (Rz. 2097 f. WSN). 
Diese Ausführungen betreffen die Frage der Beitragspflicht und wie sich die Beitragsberechnung 
gestaltet, wenn die versicherte Person nicht während des ganzen Jahres – deswegen der Wort-
laut unterjährig – beitragspflichtig ist. Dem hier zu beurteilenden Fall liegt allerdings nicht die 
Konstellation der unterjährigen Beitragspflicht zugrunde. Nicht die Beitragspflicht an sich ist strit-
tig, sondern die Berechnungsgrundlage des Renteneinkommens. Dies sind unterschiedliche 
Konstellationen, die es auseinanderzuhalten gilt. Die Beschwerdeführenden können deshalb aus 
ihrer Überlegung bezüglich der Rechtsungleichheit zwischen unterjähriger und «überjähriger» 
Beitragspflicht nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
 
5.5 Die von den Beschwerdeführenden vorgebrachte Frage, wie es sich verhält, wenn im 
Zeitpunkt der Rentennachzahlung infolge Erreichens des AHV-Rentenalters keine Beitragspflicht 
mehr besteht, braucht vorliegend nicht beurteilt zu werden. Denn diese Konstellation liegt klarer-
weise nicht vor. 
 
5.6 Schliesslich bringen die Beschwerdeführenden vor, es entstehe für sie für das Jahr 2017 
eine mehrfache Forderung an AHV-Beiträgen, da sie die Beiträge als Selbständigerwerbende für 
das Jahr 2017 bezahlen müssten und im Nachhinein für die Zeit vom 1. Juni 2017 bis 30. De-
zember 2017 aufgrund der Rentennachzahlung nochmals zur Kasse gebeten würden. Diesem 
Vorbringen kann nicht gefolgt werden. Wie in Erwägung 4.2 ausgeführt, bezahlte Dr. B.____ für 
die Beitragsperiode vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 AHV/IV/EO-Beiträge in der Höhe 
von Fr. 8'095.40. Dieser Betrag schuldete Dr. B.____ aufgrund ihres erzielten Erwerbseinkom-
mens. Hätte Dr. A.____ selber im Jahr 2017 Beiträge als Nichterwerbstätiger entrichtet, hätte sie 
deswegen denselben Beitrag bezahlen müssen. Es kann daher nicht von einer mehrfachen For-
derung die Rede sein. 
 
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
26. März 2021 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
7. Der seit 1. Januar 2021 in Kraft stehende Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfah-
ren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der 
vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind 

 

 
 
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demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird 
nicht ausgerichtet. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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