# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8945d34b-98ff-5070-bbdc-cec19a226933
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.10.2015 UV 2014/35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-35_2015-10-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/35

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.10.2015

Entscheiddatum: 14.10.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 14.10.2015
Art. 56 ff. ATSG: Verneinung einer Verletzung des Devolutiveffekts.Art. 6 
UVG: Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem 
traumatischen Ereignis und einer rund zwei Jahre später radiologisch 
erhobenen Meniskusläsion im Kniegelenk (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Oktober 2015, UV 
2014/35).Entscheid vom 14. Oktober 2015BesetzungVersicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, 
Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 
JakobGeschäftsnr.UV 2014/35ParteienA.___,Beschwerdeführerin,vertreten 
durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law,schmuckipartner, 
Neugasse 26, Postfach, 9004 St. Gallen,gegenSchweizerische Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, Postfach, 
3001 Bern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war im Teilzeitpensum (60 - 80 %) als 

Modeberaterin bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar 

Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Am 25. November 2010 meldete die Arbeitgeberin der Mobiliar einen 

Bagatellunfall. Die Versicherte sei am 17. November 2010 beim Joggen über eine 

Wurzel gestolpert und habe sich dabei das Innenband des linken Knies überdehnt (act. 

UM1-3). Am 23. November 2010 hatte die Versicherte Dr. med. C.___, Innere Medizin 

FMH, konsultiert, der eine Innenbandläsion des linken Knies diagnostiziert, eine 

Verordnung für eine Kniebandage ausgestellt und der Versicherten zusätzlich 

schmerzstillende und entzündungshemmende Tabletten bzw. einen Gel mit derselben 

Wirkung verordnet hatte (act. R1, R2). Am 1. Dezember 2010 folgte eine weitere 

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Konsultation bei Dr. C.___, der dieses Mal die Diagnose Kniedistorsion links bei 

Verdacht auf Innenbandläsion und die Differentialdiagnose Meniskusläsion erhob. Dr. 

C.___ stellte der Versicherten eine Verordnung zur Physiotherapie aus, worauf vom 

8. Dezember 2010 bis 22. Februar 2011 acht Physiotherapiebehandlungen stattfanden 

(act. R3, R4). Die Mobiliar erbrachte für das Ereignis vom 17. November 2010 die 

gesetzlichen Leistungen (Heilkosten; Korrespondenz/Aktennotizen act. 3).

A.b  Am 16. November 2012 teilte die Arbeitgeberin der Mobiliar mit, dass die 

Versicherte erneut Probleme mit dem Knie habe, die auf das Ereignis vom 

17. November 2010 zurückzuführen seien (act. K1). Am 19. November 2012 begab sich 

die Versicherte bei Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Orthopädie E.___, in die Sprechstunde 

(act. M1/2). Dieser stellte die Diagnose persistierende Knieschmerzen nach 

Kniedistorsion ca. 2010. Auf Zuweisung von Dr. D.___ erfolgte am 26. November 2012 

eine MRI-Untersuchung des linken Knies durch Dr. med. F.___, Facharzt medizinische 

Radiologie FMH, (act. M1/3). Gestützt auf das Ergebnis der radiologischen 

Untersuchung stellte Dr. D.___ die Diagnose einer traumatischen medialen 

Meniskusverletzung des linken Knies (act. M1/2, M1/4).

A.c  Die Mobiliar unterbreitete den Schadenfall hierauf ihrem beratenden Arzt Dr. med. 

G.___, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Traumatologie FMH. Dieser verneinte am 

17. Februar 2013, dass die ab November 2012 geltend gemachte 

Gesundheitsschädigung der medialen Meniskusverletzung links mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise Folge des Unfalls vom 17. November 2010 sei 

(act. M2).

A.d  Mit E-Mail vom 19. Februar 2013 teilte die Arbeitgeberin der Mobiliar mit, dass die 

Versicherte am 18. Februar 2013 beim Joggen ausgerutscht sei und es ihr einen Zwick 

in das linke Knie gegeben habe. Danach seien starke Schmerzen aufgetreten 

(Korrespondenz/Aktennotizen act. 6). Mit Verdacht auf eine Meniskus- oder 

Innenbandverletzung wurde die Versicherte von Dr. D.___ einer weiteren MRI-

Untersuchung zugewiesen. Diese wurde am 23. Februar 2013 wiederum durch 

Dr. F.___ durchgeführt (act. M3).

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A.e  Bei erneuter Vorlage des Schadenfalls hielt Dr. G.___ am 25. April 2013 an seiner 

Beurteilung vom 17. Februar 2013 fest. Bei den radiologisch erhobenen Befunden 

handle es sich ausschliesslich um degenerative Veränderungen (act. M4).

A.f   Mit Schreiben vom 3. Mai 2013 teilte die Mobiliar der Versicherten mit, dass 

aufgrund ihrer Abklärungen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei, dass Unfallfolgen oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliegen würden, weshalb sie für das neu gemeldete Ereignis vom 

18. Februar 2013 keine Versicherungsleistungen erbringen könne (Korrespondenz/

Aktennotizen act. 10).

A.g  Nachdem die Versicherte am 15. Mai 2013 zum Schreiben der Mobiliar vom 3. Mai 

2013 Stellung genommen hatte (Korrespondenz/Aktennotizen act. 14 f.), eröffnete ihr 

die Mobiliar mit Verfügung vom 29. Mai 2013, dass aufgrund ihrer Abklärungen nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei, dass 

Unfallfolgen oder eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegen würden. Aus diesem 

Grund könnten für die geltend gemachte Gesundheitsschädigung keine 

Versicherungsleistungen mehr erbracht werden. Man sei indessen bereit, die Kosten für 

die MRI-Untersuchung vom 22. (richtig: 23.) Februar 2013 im Sinne von 

Abklärungskosten zu vergüten (Korrespondenz/Aktennotizen act. 16 f.).

B.    

Die gegen diese Verfügung von Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen, für 

die Versicherte am 7. Juni 2013 erhobene (Korrespondenz/Aktennotizen act. 20) und 

unter Beilage einer Stellungnahme von Dr. D.___ vom 18. Juli 2013 (Korrespondenz/

Aktennotizen act. 35 f.) am 13. August 2013 begründete Einsprache (Korrespondenz/

Aktennotizen act. 28 ff.) wies die Mobiliar mit Einspracheentscheid vom 2. April 2014 

ab (Korrespondenz/Aktennotizen act. 41 ff.).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) durch Rechtsanwältin M.A. in Law K. Herzog, St. Gallen, mit 

Eingabe vom 16. Mai 2014 Beschwerde erheben. Darin wird beantragt, der 

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Einspracheentscheid vom 2. April 2014 und die Verfügung vom 29. Mai 2013 seien 

aufzuheben und die Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, 

der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere 

Heilbehandlung und Taggelder, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Sie stützte sich dabei insbesondere auf eine von 

Dr. G.___ am 20. Juni 2014 erstellte Beurteilung (act. G 5.1).

C.c  In der Replik vom 3. September 2014 hielt die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin an ihren Anträgen unverändert fest (act. G 8). Zusammen mit der 

Replik legte sie unter anderem ein ärztliches Zeugnis von Dr. C.___ vom 27. August 

2014 ins Recht (act. G 8.4).

C.d  Mit Duplik vom 6. Oktober 2014 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 10).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.     

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.

1.2   Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) enthält eine abschliessende Aufzählung von 

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Körperschädigungen, welche auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkungen den 

Unfällen im Sinne von Art. 4 ATSG gleichgestellt sind, sofern sie nicht eindeutig auf 

eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind. Dazu zählen unter 

anderem Meniskusrisse (lit. c) sowie Bandläsionen (lit. g). Hingegen ist zusätzlich zum 

Vorliegen einer der in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend (vgl. BGE 116 V 140 E. 4a, 116 V 

147 E. 2b, je mit Hinweisen; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 

2. Aufl. Bern 1989, S. 202) aufgezählten Körperschädigungen ein äusserer Faktor bzw. 

ein unfallähnliches Ereignis erforderlich (BGE 129 V 466; Urteile des Bundesgerichts 

vom 3. Juli 2009, 8C_346/2009, E. 3, und vom 9. Juni 2008, 8C_532/2007, E. 5.1; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 80 f.).

1.3   Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines 

Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser 

in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis 

steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen hat 

allerdings die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.4   Gemäss Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt, wobei Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche 

Tatbestände im Sinn von Art. 22 UVG darstellen (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 326). Praxisgemäss liegt ein Rückfall vor, wenn ein vermeintlich geheiltes Leiden 

wieder aufflackert, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer 

Arbeitsunfähigkeit kommt. Dagegen spricht man von Spätfolgen, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Verlauf längerer Zeit organische oder auch psychische 

Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. 

Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 

an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers 

nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der 

seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung wiederum ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c mit Hinweis; RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 327 f. E. 2).

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1.5   Der Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und dem 

Gesundheitsschaden ist grundsätzlich Aufgabe des Arztes oder der Ärztin (BGE 123 III 

110 und BGE 122 V 415 E. 2c). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen 

während des Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten 

einholen, beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien 

erschüttert wird (BGE 125 V 352 E. 3).

1.6   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen, 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich Rückfällen und Spätfolgen zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezügliche Beweislast liegt hier - anders als bei der Frage, ob bei einer durch den 

Unfallversicherer ursprünglich anerkannten Leistungspflicht das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

nachgewiesen ist - nicht beim Unfallversicherer, sondern bei der versicherten Person 

(vgl. dazu Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 4, 79; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 

Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen 

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eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 

das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für 

die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1, 

118 V 289 E. 1b, 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.     

Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für das 

Ereignis vom 17. November 2010 anerkannt und ist für die Heilbehandlungen durch Dr. 

C.___ vom 23. November und 1. Dezember 2010 und für die von ihm verordnete 

Kniebandage sowie physiotherapeutische Behandlung vom 8. Dezember 2010 bis 

22. Februar 2011 aufgekommen (act. R1, R2, R3, Korrespondenz/Aktennotiz act. 3). 

Offensichtlich infolge Behandlungsabschluss wurden die Versicherungsleistungen 

eingestellt bzw. der Schadenfall Anfang Sommer 2011 abgeschlossen (vgl. 

Korrespondenz/Aktennotizen act. 3). Nach Lage der Akten erging jedoch keine 

schriftliche Mitteilung im Sinn von Art. 51 Abs. 2 ATSG oder eine schriftliche Verfügung 

(Art. 49 Abs. 1 ATSG). Grundsätzlich wurde damit kein rechtskonformer Abschluss des 

Grundfalls vorgenommen (vgl. BGE 132 V 412 und 134 V 145). Die dargelegte Sachlage 

spricht für einen fortdauernden Grundfall. Demgegenüber vergingen nach den beiden 

einzigen, echtzeitlich in den Akten bzw. in einer Rechnung dokumentierten 

Behandlungen durch Dr. C.___ vom 23. November und 1. Dezember 2010 sowie nach 

der mit ärztlicher Verordnung und Rechnung dokumentierten 

Physiotherapiebehandlung mit letzter Sitzung am 22. Februar 2011 (vgl. act. R2, R3, 

R4) bis zur Meldung der Arbeitgeberin vom 16. November 2012, die 

Beschwerdeführerin habe wieder Probleme mit dem linken Knie (Korrespondenz/

Aktennotizen act. 1), und bis zur nächsten ärztlichen Behandlung bei Dr. D.___ am 

19. November 2012 (act. M1) beinahe zwei Jahre. Dieser zeitliche Ablauf liesse es 

wiederum als gerechtfertigt erscheinen, von einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu 

Franz Schlauri, Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/

Franz Schlauri [Hrsg.], Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für 

Verwaltungskurse, Band 40, S. 57; siehe auch Lukas Oetiker, Rückfälle in der 

Unfallversicherung, JaSo 2014, insbes. S. 219 f.). Während die Beschwerdegegnerin 

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nach ihrem Verfügungswortlaut vom 29. Mai 2013 (Korrespondenz/Aktennotizen 

act. 21 f.) von einem Rückfall ausgeht und sich in der Beschwerdeantwort vom 2. Juli 

2014 (act. G 5, Ziff. 15) auf den Standpunkt stellt, die Beschwerdeführerin habe zu 

beweisen, dass die am 16. November 2012 gemeldeten und ab 19. November 2012 bei 

Dr. D.___ behandelten Kniebeschwerden im Sinn eines Rückfalls mit dem Ereignis vom 

17. November 2010 in einem natürlichen Kausalzusammenhang stünden, geht die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin von einem Fortdauern des Grundfalls aus, 

womit die Beschwerdegegnerin den Wegfall der Kausalität beweisen müsste (act. G 1, 

Ziff. 28). Der von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 

16. Mai 2014 (act. G 1, Ziff. 34) angeführte Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die 

Kausalität ursprünglich bejaht und entsprechende Leistungen erbracht habe, ist 

sodann für die Frage der Beweislastverteilung nicht grundsätzlich massgebend. 

Sowohl im Rahmen eines fortdauernden Grundfalls als auch bei einem Rückfall muss 

die Unfallkausalität geltend gemachter gesundheitlicher Schäden beurteilt werden; 

beim Grundfall im Sinne des Erreichens des Status quo sine/ante (vgl. dazu Rumo-

Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 53 f.), beim Rückfall im Sinne einer erneuten Kausalität. In die 

jeweilige Kausalitätsbeurteilung ist der an die ursprüngliche Leistungsanerkennung 

anschliessende, insbesondere medizinische Sachverhalt miteinzubeziehen. Wie es sich 

letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, ob im vorliegenden Fall von einem 

Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, verhält, kann jedoch im 

Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. Denn die Frage, wer die 

Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, stellt sich erst, wenn es sich als 

tatsächlich unmöglich erweist, in Ausübung des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 4), was vorliegend - wie nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen 

hat im konkreten Fall als unbestritten zu gelten, dass die Beschwerdeführerin 

Versicherungsleistungen erst (wieder) ab Beginn der Behandlung bei Dr. D.___ am 

19. November 2012 (act. M1/2) geltend macht.

3.       

3.1   Vorliegend liess die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt zweimal, 

d.h. am 17. Februar und am 25. April 2013, durch ihren beratenden Arzt Dr. G.___ 

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prüfen (act. M2, M4), bevor sie ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 29. Mai 2013 

(Korrespondenz/Aktennotizen act. 21 f.) bzw. angefochtenem Einspracheentscheid 

vom 2. April 2014 (Korrespondenz/Aktennotizen act. 41 ff.) gestützt auf dessen 

Beurteilungen verneinte. Nach Beschwerdeerhebung, d.h. zusammen mit der 

Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2014 (act. G 5), reichte sie eine dritte Stellungnahme 

von Dr. G.___ vom 20. Juni 2014 (act. G 5.1) ein. Vorab ist mithin formell zu prüfen, ob 

die Beschwerdegegnerin den Grundsatz des Devolutiveffekts verletzt hat, als sie die 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 20. Juni 2014 einholte.

3.2   Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG 

Devolutiveffekt zu. Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt indessen durch Art. 53 

Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder 

einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange 

wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die 

formgültige Beschwerdeerhebung begründet, (zusammen mit der Beschwerdeantwort 

des Versicherungsträgers) demnach grundsätzlich die alleinige Zuständigkeit des 

kantonalen Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im 

angefochtenen Entscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die 

Verwaltung die Herrschaft über den Streitgegenstand und zwar insbesondere auch in 

Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen. Die 

Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu 

ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. c und d 

ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des 

Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den 

Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen 

Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die gegenteilige Auffassung hat eine 

Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge. 

Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen Regeln die pendente lite durch 

die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen unterworfen sind und 

überhaupt, wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im Verfahren bestimmt. 

Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken, weil damit allfällige 

Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen Abklärungsauftrags 

korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine Ersatzfunktion für 

die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde (vgl. Urteil des 

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Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.2.2; BGE 136 V 5 E. 2.5, 

127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen).

3.3   Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht muss schliesslich 

gemäss Art. 61 lit. a ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des 

Verfahrens schliesst es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens 

umfangreiche und zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen 

Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren 

rechtsprechungsgemäss keine Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung 

der versicherten Person bedürften. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller 

Regel punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen 

oder auch Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen 

Auskunftspersonen). Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was 

im kantonalen Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die 

inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität 

allfälliger weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 

127 V 231 ff. E. 2b/aa und bb).

3.4   Bei der Beurteilung von Dr. G.___ vom 20. Juni 2014 handelt es sich um eine 

mehrseitige, ausführliche Beurteilung, während seine vor Erlass der Verfügung vom 

29. Mai 2013 bzw. des angefochtenen Einspracheentscheids vom 2. April 2014 

abgefassten Stellungnahmen vom 17. Februar und 25. April 2013 zweifelsohne als 

blosse Kurzbeurteilungen bezeichnet werden müssen. Diese beschränken sich im 

Wesentlichen auf die blosse Bejahung oder Verneinung einer konkreten Frage, 

beinhalten "unbestimmte" Antworten und weisen auf das ausschliessliche Vorliegen 

degenerativer und nicht traumatischer Gesundheitsschädigungen hin, ohne diese 

Feststellung genauer zu begründen. Andererseits ist zu sagen, dass die Dr. G.___ von 

der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen grundsätzlich die vorliegend zu prüfenden 

Rechtsfragen und seine Antworten eigentlich den massgeblichen medizinischen 

Sachverhalt betrafen. Damit kann nicht uneingeschränkt gesagt werden, die 

Beschwerdegegnerin habe die notwendigen Abklärungsmassnahmen in ein späteres 

Verfahren verschoben. Die fragliche Aktenbeurteilung durch Dr. G.___ vom 20. Juni 

2014 wurde sodann ohne Mitwirkung der Beschwerdeführerin erstellt und hat keine 

namhafte zeitliche Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursacht. Dennoch ist 

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nicht begreiflich, weshalb die Beschwerdegegnerin die Stellungnahme von Dr. D.___ 

vom 18. Juli 2013 (Korrespondenz/Aktennotizen act. 36) nicht bereits vor Erlass des 

angefochtenen Einspracheentscheids ihrem beratenden Arzt vorlegte. Immerhin kann 

jedoch grundsätzlich gesagt werden, dass eine Unterbreitung der vollständigen Akten 

zur Beurteilung der Kausalität oder allenfalls einer Wiedererwägung als angemessen zu 

bezeichnen ist. Die fragliche Aktenbeurteilung von Dr. G.___ wurde der 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin sodann zusammen mit der 

Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt. Insofern kann auch nicht von 

einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen werden. Letztlich kann jedoch 

die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den Devolutiveffekt verletzt hat oder nicht, offen 

gelassen werden. Nachdem die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin im 

Beschwerdeverfahren in keiner Weise zum Ausdruck gebracht hat, dass sie die 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 20. Juni 2014 aus dem Recht gewiesen haben möchte 

bzw. dass sie einer Aufhebung des Einspracheentscheids und der Rückweisung zur 

Durchführung eines korrekten Verfahrens gegenüber einem materiellen Entscheiden 

den Vorzug geben würde, rechtfertigt es sich, diese aus verfahrensökonomischen 

Gründen in den materiellen Entscheid einzubeziehen.

4.       

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob zwischen den von der Beschwerdeführerin ab 

16. November 2012 geklagten und ab 19. November 2012 ärztlich behandelten 

Beschwerden im linken Knie und dem Ereignis vom 17. November 2010 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin hat bis im 

Einspracheverfahren offensichtlich immer anerkannt, dass es sich bei dem in der 

Bagatellunfallmeldung vom 25. November 2010 beschriebenen Ereignis vom 

17. November 2010 - beim Joggen ist die Beschwerdeführerin über eine Wurzel 

gestolpert und hat sich dabei das innere Band verletzt - wenn auch nicht um einen 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG, so doch um ein unfallähnliches Ereignis (vgl. 

Erwägung 1.2) gehandelt hat (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 3. März 2011, 

8C_978/2010, E. 4.2). Zur Diskussion steht grundsätzlich eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV, nämlich eine Meniskusläsion (lit. c; 

vgl. nachfolgende Erwägung 5). Erstmals in diesem Verfahren (vgl. act. G 10, Ziff. 17) 

stellt die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines unfallähnlichen Ereignisses - 

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konkret die klare Zuordnung zu einem einmaligen, plötzlichen Ereignis - in Frage. Der 

Auslegung der Befundaufnahme der Physiotherapeutin vom 8. Dezember 2010 - "vor 

drei Wochen nach Springen nicht mehr möglich zu biegen" und "Stolperte über 

Wurzel" (act. G 8.3) - durch die Beschwerdegegnerin kann jedoch nicht ohne Weiteres 

gefolgt werden. Aufgrund der Befundaufnahme kann nämlich ohne Weiteres ein 

unmittelbar zeitlicher Zusammenhang zwischen dem „Springen“ drei Wochen zuvor, 

dem damaligen Stolpern über die Wurzel und dem nicht mehr Biegen können oder 

zumindest der Diagnose "Kniedistorsion" mit Verdacht auf eine Innenbandläsion, 

Differentialdiagnose: Meniskusläsion, hergestellt werden. Die Frage, ob die 

Beschwerdeführerin am 17. November 2010 einen Unfall oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung bzw. ein unfallähnliches Ereignis erlitten hat, kann indes ohnehin 

offen gelassen werden, weil letztlich die natürliche Kausalität zwischen dem 

schädigenden Ereignis im Jahr 2010 und den ab 19. November 2012 behandelten und 

am 19. Januar 2013 gemeldeten Kniebeschwerden links verneint werden muss (vgl. 

nachfolgend Erwägung 5) und die Beschwerdegegnerin keine 

Rückforderungsansprüche geltend macht.

4.1   Im Weiteren wird zu prüfen sein, ob die Beschwerdegegnerin für das Ereignis vom 

18. Februar 2013 - die Beschwerdeführerin rutschte beim Joggen aus und es gab ihr 

einen Zwick in das linke Knie, worauf starke Schmerzen auftraten - leistungspflichtig ist 

bzw. die Beschwerdeführerin dabei eine Knieverletzung erlitten hat.

5.       

5.1   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund (Röntgen, 

Computertomogramm, Arthroskopie) erhoben wird. Im Rahmen der von Dr. F.___ am 

26. November 2012 durchgeführten MRI-Untersuchung des linken Knies wurden eine 

"Degeneration und Ruptur" des medialen Meniskus im Mitteldrittel und Hinterhorn, eine 

leichtgradige Begleitdystrophie des medialen Seitenbandes, eine Chondropathie im 

medialen Kompartiment Grad II sowie ein etwas voluminöser Hoffa-Fettkörper und eine 

kleine mediopatelläre synoviale Plica, beide ohne Ödem oder Entzündungsreaktion und 

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eher ohne Krankheitswert, erhoben. Ansonsten zeigte sich das Kernspintomogramm 

des linken Kniegelenks normal (act. M1). Auch im Bericht vom 25. Februar 2013 über 

die MRI-Untersuchung vom 23. Februar 2013 hielt Dr. F.___ den Meniskusbefund fest. 

Konkret vermerkte er eine "mässiggradige Degeneration und feine Rupturen" des 

medialen Meniskus im Hinterhorn und Mitteldrittel. Hinsichtlich des medialen 

Seitenbandes notierte er eine Auffaserung. Den Grad der Chondropathie im medialen 

Kompartiment stufte er auf I bis II ein und äusserte zusätzlich den Verdacht auf eine 

diskrete Chondrokalzinose (act. M3).

5.2   Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin sieht in der Ruptur des medialen 

Meniskus eine strukturelle Gesundheitsschädigung, welche auf das Ereignis vom 

17. November 2010 zurückzuführen sei. Meniskusläsionen können als Folge eines 

Traumas auftreten, indem die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen ein- 

oder abreissen. Hinsichtlich Meniskusläsionen gilt es aber auch zu beachten, dass die 

Kniegelenksmenisken zur Degeneration neigen. Zudem sind sie starker mechanischer 

Beanspruchung ausgesetzt (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Berlin 2002, S. 1056 f.). In Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin ist aufgrund der vorliegenden Akten nicht mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisbar, dass die in den MRI-

Untersuchungen vom 26. November 2012 und 23. Februar 2013 sichtbare Ruptur des 

medialen Meniskus im Mitteldrittel und Hinterhorn durch das Ereignis vom 

17. November 2010 verursacht wurde.

5.3    

5.3.1         Die Beschwerdegegnerin stützt sich insbesondere auf die ärztliche 

Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. G.___ vom 20. Juni 2014 (act. G 5.1). Dieser 

äussert sich zunächst zu den unmittelbar nach dem Ereignis vom 17. November 2010 

gestellten Diagnosen und erhobenen Befunden, welche nachvollziehbarerweise 

wichtige Ausgangspunkte für die Bestimmung der Ursächlichkeit einer Meniskusläsion 

bilden. Die Beschwerdeführerin habe sich am 17. November 2010 eine Zerrung des 

medialen Seitenbandes am linken Knie zugezogen. Diese Diagnose sei von Dr. C.___ 

anlässlich der Erstbehandlung vom 23. November 2010 gestellt worden (act. R1). Auch 

in der bei der Nachfolgeuntersuchung vom 1. Dezember 2010 ausgestellten 

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Physiotherapie-Verordnung führte Dr. C.___ die Diagnose einer Kniedistorsion links bei 

Verdacht auf Innenbandläsionen an, wobei er allerdings die Differentialdiagnose 

"Meniskusläsion" anfügte (act. R4). Dr. G.___ räumt ein, dass bei einer Zerrung des 

medialen Seitenbandes eine Meniskusläsion nie sicher ausgeschlossen werden könne. 

Der Schmerzcharakter dieser beiden Verletzungen sei ähnlich und im akuten Stadium 

der Zerrung des Innenbandes sei eine Meniskusprüfung schwierig, weil sie 

ausserordentlich schmerzhaft sei. Allein aufgrund dieser Argumentation von Dr. G.___ 

liesse sich das damalige Geschehen einer traumatischen Meniskusläsion nicht 

ausschliessen. Seinen weiteren Feststellungen - offensichtlich habe Dr. C.___ keine 

Anhaltspunkte für einen Meniskusschaden gefunden, andernfalls er sicher eine MRI-

Untersuchung veranlasst hätte; somit habe er den Verlauf abgewartet - hält Dr. C.___ 

ausserdem in seinem ärztlichen Zeugnis vom 27. August 2014 nachvollziehbar 

entgegen, dass man als Praktiker nicht gerade zum Mittel des MRI greife. Sie seien 

kostenbewusst und würden auch entsprechend kontrolliert. Dennoch ist gesamthaft 

betrachtet eine traumatische Entstehung der Meniskusläsion am 17. November 2010 

gegenüber einer späteren, degenerativen Entstehung nicht wahrscheinlicher und damit 

nicht überwiegend wahrscheinlich.

5.3.2         Immerhin hat Dr. C.___ das linke Knie der Beschwerdeführerin am 

23. November 2010 einer röntgenologischen Untersuchung unterzogen (act. R2, act. 

G 8.4). Laut medizinischer Literatur lässt sich eine Meniskusläsion mit dieser 

apparativen Untersuchungsmethode grundsätzlich feststellen (vgl. Leitlinie der 

Orthopädie, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische 

Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 

2002, S. 143). Dr. C.___ fand aber offenbar keinerlei Hinweise auf eine solche. Konkret 

erhob er weder eine knöcherne Läsion noch Ergusszeichen - diese als Symptom einer 

Meniskuserkrankung (vgl. Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 142; Debrunner, a.a.O., 

S. 1058; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1317). 

Nachdem die Beschwerdeführerin anlässlich der Konsultation von Dr. C.___ am 

1. Dezember 2010 immer noch unter Knieschmerzen litt, führte dieser, wie bereits 

erwähnt, eine Meniskusläsion als Differentialdiagnose auf. Eine blosse 

Differentialdiagnose reicht jedoch - wie auch eine Verdachtsdiagnose - für die 

Anerkennung einer Kausalität nicht aus (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 

24. Februar 2014, 8C_468/2013, E. 6, und vom 24. September 2013, 8C_454/2013, 

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E. 6.3). Konkrete Gründe, welche Dr. C.___ dazu veranlasst hätten, nun begründet 

(nicht nur im Rahmen einer Verdachts- oder Differentialdiagnose) von einer 

Meniskusläsion auszugehen, können den Akten nicht entnommen werden. Vielmehr 

wartete er mit einer MRI-Untersuchung weiterhin zu und verordnete der 

Beschwerdeführerin eine Physiotherapie. Seine am 1. Dezember 2010 gestellte 

Differentialdiagnose bezeichnet er im ärztlichen Zeugnis vom 27. August 2014 beim 

Verdacht auf eine Innenbandläsion am Knie allgemein als "üblich". In Bezug auf den 

konkreten Fall können demzufolge daraus keine überzeugenden Schlüsse gezogen 

werden.

5.3.3         Hinsichtlich Befunderhebung hält Dr. G.___ in Übereinstimmung mit der 

medizinischen Literatur fest, dass nach einer typisch traumatischen Meniskusläsion 

neben Schmerzen eine Bewegungseinschränkung respektive Blockierung und fast 

immer ein Streckausfall nachgewiesen werden könnten. Dieser Streckausfall werde 

durch das Einklemmen des abgerissenen Meniskusanteils verursacht (vgl. dazu Leitlinie 

der Orthopädie, a.a.O., S. 142; Debrunner, a.a.O., S. 1057 f.; Roche Lexikon Medizin, 

5. Aufl. München 2003, S. 1204; Pschyrembel, a.a.O., S. 1317). Laut Replik der 

Rechtvertreterin der Beschwerdeführerin vom 3. September 2014 (act. G 8) litt die 

Beschwerdeführerin nach dem Ereignis vom 17. November 2010 unter blockierenden 

Beschwerden und konnte das Knie eine Woche lang nicht durchstrecken, weswegen 

sie überhaupt Dr. C.___ konsultiert habe. Laut Befundaufnahme der behandelnden 

Physiotherapeutin vom 8. Dezember 2010 war es der Beschwerdeführerin nach dem 

Laufen drei Wochen zuvor nicht mehr möglich, das linke Knie zu biegen (act. G 8.3). Mit 

Dr. G.___ ist jedoch zu konstatieren, dass in den medizinischen Akten keine 

Blockierungen festgehalten sind und auch Dr. C.___ in seinem ärztlichen Zeugnis vom 

27. August 2014 keine solchen erwähnt. Am 1. Dezember 2010 habe er in seiner 

Krankengeschichte anhaltende Knieschmerzen notiert. Solche, aber auch ein 

Streckdefizit, bilden jedoch ebenso Symptome einer Bandläsion (vgl. dazu Debrunner, 

a.a.O., S. 1091; Pschyrembel, a.a.O., S. 488 "Distorsion"). Im Übrigen räumt selbst die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in der Replik ein, dass aus den Akten nicht 

hervor gehe, welche Beschwerden die Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem 

Ereignis vom 17. November 2010 verspürt habe und wie stark diese gewesen seien 

(act. G 8, Ziff. 17). Die nach dem fraglichen Ereignis vom 17. November 2010 

aufgetretenen Beschwerden sind damit nicht hinreichend belegt. Zumindest können sie 

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nicht überwiegend wahrscheinlich einer Meniskusläsion zugeordnet werden. Die 

Aussage von Dr. G.___, bei einem Verdacht auf eine traumatische Meniskusläsion 

würden primär keine Kniebandage und Physiotherapie verordnet, lässt sich der 

medizinischen Literatur nicht uneingeschränkt entnehmen (Führungsschiene typisch 

bei medialen Seitenbandrissen (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1098; Physiotherapie jedoch 

auch typisch bei Meniskusverletzungen, vgl. Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 144). 

Doch ist mit Dr. G.___ festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die Physiotherapie 

absolvieren konnte und sich dabei offensichtlich keine Probleme mit Hinweis auf eine 

Meniskusläsion zeigten. Zumindest sind solche nicht aktenkundig. Vielmehr sind nach 

der letzten Physiotherapiesitzung vom 22. Februar 2011, d.h. rund drei Monate nach 

dem Ereignis vom 17. November 2010, während rund zwei Jahren keine 

Heilbehandlungen mehr in Bezug auf das linke Knie erfolgt.

5.3.4         Die Annahme von Dr. G.___, der Meniskusschaden hätte sich im Verlauf von 

zwei Jahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiter verschlimmert, hätte sich die 

Beschwerdeführerin im November 2010 tatsächlich einen solchen zugezogen, und es 

wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu Blockierungen und/oder Streckausfällen 

gekommen, und die klinischen Meniskustests wären mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit positiv ausgefallen, überzeugt nur teilweise. So könnte diesen 

Darlegungen entgegen gehalten werden, dass nun eben zwei Jahre später die von Dr. 

G.___ beschriebene Verschlimmerung der ursprünglich traumatischen Meniskusläsion 

eingetreten sei. Weiter waren die Meniskustests bei der klinischen Untersuchung durch 

Dr. D.___ vom 19. November 2012 negativ (act. M1/2), obwohl am 26. November 2012 

radiologisch eine Meniskusruptur erhoben werden konnte (act. M1/3). Negative 

Meniskustests sind somit offensichtlich auch bei tatsächlichem Vorliegen einer 

Meniskusruptur möglich. Die im MRI-Befund vom 23. Februar 2013 beschriebenen 

feinen Rupturen des medialen Meniskus lassen jedoch kaum Raum für die Annahme 

einer Verschlimmerung, welche nun gegenüber früher plötzlich mehr Beschwerden 

machen soll. Wahrscheinlicher oder zumindest gleich wahrscheinlich ist angesichts 

einer Zeitdauer von zwei Jahren ohne aktenmässig dokumentierte ärztliche 

Konsultationen und Therapien, ohne Arbeitsunfähigkeiten und mit der Fähigkeit Sport 

zu betreiben (Joggen; vgl. dazu Korrespondenz/Aktennotizen act. 6), dass zwischen 

dem Ereignis vom 17. November 2010 und der erstmals am 26. November 2012 

radiologisch erhobenen Meniskusruptur keine Kausalität besteht. Eine überwiegend 

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wahrscheinliche traumatische Ursache ist damit nicht belegt. So entspricht auch der 

Verlauf mit echtzeitlich rund zwei Monate andauernden Kniebeschwerden bzw. 

entsprechender Heilbehandlung und anschliessendem Behandlungsabschluss der in 

der medizinischen Literatur beschriebenen Erfahrungstatsache, dass einfache 

Distorsionen ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit - ca. sechs 

Wochen - folgenlos abheilen (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 635 ff.).

5.3.5         Die anschliessende Latenzzeit von zwei Jahren lässt Raum für die 

Entwicklung bzw. das Auftreten anderer Ursachen, wie beispielsweise Degenerationen. 

Bei der Beschwerdeführerin kann laut Berichten von Dr. F.___ über die MRI-

Untersuchungen vom 26. November 2012 und vom 23. Februar 2013 (act. M1/3, M3) 

von einem umfassenden degenerativen Bild ausgegangen werden, in welches sich eine 

degenerativ bedingte Meniskusläsion ohne Weiteres einfügen lässt. So zeigten sich 

neben der Ruptur des medialen Meniskus im Hinterhorn und Mitteldrittel insbesondere 

beim medialen Meniskus eine (mässiggradige) Degeneration des medialen Meniskus im 

Hinterhorn und Mitteldrittel sowie weitere krankheitsbedingte Leiden bzw. degenerative 

Veränderungen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 1047 ff.; Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O., S. 325 f.; Pschyrembel, a.a.O., S. 380 f.; vgl. Erwägung 5.1). Sinngleich weist Dr. 

G.___ in seiner Beurteilung darauf hin, dass ein Meniskusschaden im Hinterhornbereich 

des Innenmeniskus typisch für einen degenerativen Prozess sei. Die überwiegende 

Mehrheit der Meniskusschäden entstehe auf degenerativer Basis und fast immer sei 

der Innenmeniskus betroffen. Dafür spreche bei der Beschwerdeführerin auch die 

bereits vorhandene Chrondropathie 2. Grades (eine Vorstufe der Arthrose) und die 

beginnende Chondrokalzinose (Pseudogicht). Beides seien deutliche Hinweise für 

einen degenerativen Prozess im Knie der Beschwerdeführerin. Die Auslegung des MRI-

Befunds "Degeneration und Ruptur des medialen Meniskus im Mitteldrittel und 

Hinterhorn" durch die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in der Replik (act. G 8, 

Ziff. 9), es sei neben den degenerativen Veränderungen ein Meniskusriss (gemeint ist 

wohl ein traumatisch bedingter Meniskusriss) festgestellt worden, entspricht in 

Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin einer reinen Mutmassung. Der Bericht 

von Dr. F.___ vom 26. November 2012 (act. M1/3) liefert, wie von der 

Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 6. Oktober 2014 dargelegt (act. G 10, Ziff. 5), 

keinen Hinweis dafür, dass traumatische Befunde vorgelegen hätten, weist jedoch, wie 

bereits dargelegt, klar auf degenerative Veränderungen hin. Grundsätzlich ist in der 

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Medizin die Entwicklung sekundärer degenerativer Gesundheitsschäden 

(beispielsweise Arthrose) in Folge einer ursprünglich erlittenen traumatischen 

strukturellen Verletzung ein bekanntes Phänomen (vgl. dazu beispielsweise Debrunner, 

a.a.O., S. 581 "bei intraartikulären Frakturen", S. 1068 "bei Meniskusschäden und 

posttraumatischen Knorpelschäden"). Die Feststellung der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin in der Replik (act. G 8, Ziff. 10), es sei nachvollziehbar, dass zwei 

Jahre nach einem unfallbedingten Meniskusriss auch degenerative Veränderungen 

sichtbar seien, ist jedoch in Bezug auf den konkreten Fall nicht stichhaltig. In 

Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 10, Ziff. 21) wird mit dem 

degenerativen MRI-Befund versucht, den Beweis für eine traumatische Ätiologie zu 

erbringen. Wie bereits erwähnt, stellen jedoch insbesondere Meniskusläsionen eine 

häufige degenerative Gesundheitsstörung dar und es lässt sich gerade in Bezug auf 

den konkreten Fall, wie vorstehend dargelegt, nicht sagen, der Meniskusschaden sei 

nicht degenerativ bedingt, sondern auf das Ereignis vom 17. November 2010 

zurückzuführen.

5.3.6         Schliesslich vermag die Darstellung der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 16. Mai 2014 (act. G 1), trotz 

Beschwerdebesserung seien die Beschwerden nie ganz verschwunden und die 

Beschwerdeführerin habe immer wieder unter Schmerzen gelitten, welche einige Tage 

angedauert hätten und anschliessend wieder verschwunden seien, keine 

überzeugenden Brückensymptome nachzuweisen, die das Geschehen über die 

leistungsfreie Zeit hinweg als Einheit kennzeichnen bzw. auf eine am 17. November 

2010 erlittene und nicht verheilte Meniskusläsion schliessen lassen würden. Zwar 

können Brückensymptome naturgemäss auch relativ harmloser Natur sein und dürfen 

in der Regel nicht nur dann anerkannt werden, wenn sie auch durchgängig ärztlich 

behandelt wurden (vgl. Urteil des EVG vom 6. Juni 2006, U 12/06, E. 4.3.2). Ein, wie 

bereits erwähnt, rund zwei Jahre dauerndes Intervall gänzlich ohne dokumentierte 

ärztliche Behandlung oder Kontrolle mit durchgehender Arbeitsfähigkeit, spricht 

allerdings vielmehr für eine beim Unfall "nur" erlittene und verheilte Seitenbandläsion. 

Die Fähigkeit der Beschwerdeführerin zu joggen, was bei den geltend gemachten 

Brückensymptomen kaum zu erwarten wäre, lässt eine traumatische Verursachung der 

Meniskusruptur nochmals unwahrscheinlicher erscheinen.

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5.4   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Dr. G.___ nachvollziehbar und 

überzeugend zum Schluss kommt, dass aufgrund der Klinik, des MRI-Befunds und des 

zeitlichen Ablaufs nicht als überwiegend wahrscheinlich anzunehmen sei, dass 

zwischen dem Ereignis vom 17. November 2010 und der erstmals am 26. November 

2012 erhobenen medialen Meniskusruptur ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht. Der Umstand, dass Dr. G.___ seine Beurteilung vom 20. Juni 2014 (act. G 5.1) 

ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und die Beschwerdeführerin nicht 

selbst untersucht hat, steht dem Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. 

dazu RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b; Urteile des Bundesgerichts vom 1. Februar 

2010, 8C_792/2009, E. 5, und vom 26. Januar 2010, 8C_833/2009, E. 5.1). Dr. G.___ 

legt die zu berücksichtigenden (medizinischen) Akten ("Aktenlage") sowie die 

"Anamnese" mit den Ergebnissen der im konkreten Fall durchgeführten ärztlichen 

Untersuchungen lückenlos dar. Nicht in Frage zu stellen ist ausserdem seine 

Fachkompetenz. Angesichts seines Facharzttitels "Facharzt für Chirurgie und 

Unfallchirurgie FMH" ist davon auszugehen, dass er die erforderlichen 

traumatologischen Kenntnisse und die Erfahrung hat, Unfallpatienten und 

unfallähnliche Körperschädigungen diagnostisch zu beurteilen. Demgemäss ist ein 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Beschwerdegegnerin für ihre 

Meniskusläsion im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 17. November 2010 

abzuweisen.

5.5   Die Stellungnahme von Dr. D.___ vom 18. Juli 2013 (Korrespondenz/Aktennotizen 

act. 36) kann an dieser Beurteilung nichts ändern bzw. vermag ihr nichts 

Überzeugendes entgegenzuhalten. Wie von Dr. D.___ angenommen, ist zwar der 

medizinischen Literatur zu entnehmen, dass Symptome einer Meniskusverletzung auch 

wieder verschwinden können (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 1058). Ausserdem kann 

laut Dr. D.___ eine Verletzung des Meniskus nicht verheilen, womit bei entsprechender 

Belastung oder erneutem Verdrehen des Kniegelenks rezidivierend Beschwerden 

auftreten können. In der medizinischen Literatur wird hingegen die spontane 

Ausheilung der Meniskusläsion beschrieben (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 1058; 

Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 145). Entscheidend ist jedoch letztlich die Frage, ob 

es beim Ereignis vom 17. November 2010 überhaupt zur strukturellen, nicht 

ausheilenden Verletzung einer Meniskusläsion gekommen ist. Wie in Erwägung 5.4 

dargelegt, ist ein solches Geschehen angesichts der gesamten Aktenlage im konkreten 

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Fall nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Die Aussage von Dr. D.___ 

verliert dadurch ihre Vorbedingung und Bedeutung. Seine erste Untersuchung erfolgte 

rund zwei Jahre nach dem Ereignis vom 17. November 2010. Inwiefern er das Ereignis 

als einzige Ursache der Beschwerden ansieht bzw. aus welchen Gründen von einer 

ursprünglich erlittenen Meniskusläsion ausgegangen werden könnte, wird von ihm 

nicht mit weiteren medizinischen Überlegungen dargelegt. Insofern ist mit der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 10, Ziff. 11) übereinzustimmen, dass die 

Kausalitätsbegründung von Dr. D.___ eigentlich nur auf der Formel "post hoc ergo 

propter hoc" basiert, eine solche Beweisführung bzw. der zeitliche Aspekt jedoch keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft besitzt. Andernfalls würde man sich mit 

dem blossen Anschein des Beweises bzw. der blossen Möglichkeit begnügen und 

davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall 

verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 

Zürich 2009, N 43 f. zu Art. 4; Maurer, a.a.O., S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

6.       

Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Meniskusschadens fällt 

auch in Bezug auf das Ereignis vom 18. Februar 2013 ausser Betracht. Die hiernach am 

23. Februar 2013 durchgeführte MRI-Untersuchung durch Dr. F.___ zeigte gegenüber 

der Voruntersuchung vom 26. November 2012 keine Veränderungen im medialen 

Kompartiment. Es liessen sich insbesondere auch keine zwischenzeitlich neu 

aufgetretenen traumatischen Veränderungen nachweisen (act. M3). Zwar gab Dr. D.___ 

im Arztzeugnis vom 12. März 2013 an, die Beschwerdeführerin habe danach starke 

Schmerzen verspürt. Angesichts dessen, dass Dr. D.___ anlässlich der Erstbehandlung 

vom 19. Februar 2013 keine Arbeitsunfähigkeit attestierte, es offensichtlich bei einer 

einzigen Konsultation blieb bzw. nicht einmal weitere Kontrollen geplant worden waren 

und offensichtlich bis heute keine Therapie der Meniskusläsion stattgefunden hat, ist 

jedoch mit der Beschwerdegegnerin (act. G 5, Ziff. 26) davon auszugehen, dass das 

Ereignis vom 18. Februar 2013 keinen wesentlichen Einfluss auf die bereits bestehende 

Symptomatik gehabt hat.

7.       

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/22

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7.1   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 2. April 2014 abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.2   Nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz, wonach die Kosten eines Verfahrens zu 

tragen hat, wer dieses Verfahren verursacht hat (vgl. dazu ZAK 1989 S. 283 E. 3), 

erscheint es hingegen trotz Unterliegens der Beschwerdeführerin angemessen, ihr eine 

reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen. In diesem Sinn nach der 

Rechtsprechung auch der versicherten Person trotz Unterliegens eine 

Parteientschädigung ausnahmsweise zugesprochen werden, soweit die 

Beschwerdegegnerin die Kosten verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

18. März 2015; 8C_843/2014, E. 11). Der angefochtene Einspracheentscheid basiert 

allein auf den Stellungnahmen von Dr. G.___ vom 17. Februar und 25. April 2013. Wie 

bereits in Erwägung 3.4 festgestellt, beantwortete Dr. G.___ darin zwar grundsätzlich 

die im vorliegenden Fall relevanten Fragen. Dennoch müssen die Stellungnahmen als 

blosse Kurzbeurteilungen bezeichnet werden, die sich letztlich einzig auf die Bejahung 

oder Verneinung der ihm gestellten Fragen beschränken, „unbestimmte“ Antworten 

enthalten und auf das ausschliessliche Vorliegen degenerativer und nicht traumatischer 

Gesundheitsschädigungen hinweisen.

Dr. G.___ begründete nicht, weshalb er die Knieproblematik links der 

Beschwerdeführerin ausschliesslich auf degenerative Veränderungen zurückführte. 

Nicht zu entnehmen ist seinen Stellungnahmen ausserdem, auf welche Anamnese - 

insbesondere ob und wenn ja, auf welche radiologischen Untersuchungsergebnisse - 

er sich abstützte. Den fraglichen Kurzbeurteilungen fehlt es mithin an der 

Nachvollziehbarkeit bzw. Schlüssigkeit und damit an der Plausibilität. Der 

Beschwerdeführerin präsentierte sich somit bei Empfang des Einspracheentscheids 

eine Aktenlage, die es ihr nicht ermöglichte nachzuvollziehen, wie Dr. G.___ zu seiner 

Beurteilung gekommen ist. Vor diesem  Hintergrund drängte sich beim damaligen 

Aktenstand - verursacht durch die Beschwerdegegnerin - die Beschwerdeerhebung 

auf. Von der Beschwerdegegnerin zu entschädigen ist daher der Aufwand für die 

Beschwerde und die Prüfung der Beschwerdeantwort samt der ausführlichen 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 20. Juni 2014, nicht jedoch der Aufwand für das 

Erstellen der Replik. Angemessen ist eine Parteientschädigung von Fr. 2‘000.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22

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St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.                                                                                          

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von

Fr. 2‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.10.2015
	Art. 56 ff. ATSG: Verneinung einer Verletzung des Devolutiveffekts.Art. 6 UVG: Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem traumatischen Ereignis und einer rund zwei Jahre später radiologisch erhobenen Meniskusläsion im Kniegelenk (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Oktober 2015, UV 2014/35).Entscheid vom 14. Oktober 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus JakobGeschäftsnr.UV 2014/35ParteienA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law,schmuckipartner, Neugasse 26, Postfach, 9004 St. Gallen,gegenSchweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

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