# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9694660e-22be-5c8f-961a-7279c34522aa
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-01
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 01.10.2018 604 2018 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2018-64_2018-10-01.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2018 64

Urteil vom 1. Oktober 2018

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux 
Richter: Christian Pfammatter, Dina Beti 
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz

Gegenstand Gewinnsteuer der juristischen Personen (Art. 111 DStG und Art. 28 Abs. 1 
StHG; Beteiligungsabzug) – Holdinggesellschaft (Art. 127 DStG und Art. 28 
Abs. 2 StHG)

Beschwerde vom 5. Juli 2018 gegen den Einspracheentscheid vom 12. Juni 
2018

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Die A.________ AG ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz im Kanton Baselland.

Per 30. Juni 2016 hat die A.________ AG eine im Kanton Freiburg liegende Immobilie verkauft. 
Der Gewinn aus diesem Geschäft belief sich auf CHF 861'429.64.

Für die Steuerperiode 2016 wies die Gesellschaft einen steuerbaren Reingewinn von 
CHF 9'568'396.- und einen Nettobeteiligungsertrag von CHF 9'845'194.- aus. Im steuerbaren 
Gewinn einbegriffen war insbesondere ein objektmässig zugewiesener Ertrag von CHF 749'685.- 
zu Gunsten des Kantons Freiburg aus dem erwähnten Liegenschaftsgeschäft.

B. Die Veranlagung der Kantonssteuer 2016 wurde der A.________ AG am 8. März 2018 
zugestellt. Sie basiert auf einen im Kanton Freiburg steuerbaren Reingewinn von 749'600.-, der 
zum Satz von 8.5 % besteuert wird. Beteiligungsabzug wurde keiner zugelassen. Die kantonale 
Gewinnsteuer belief sich auf CHF 63'716.-.

Am 5. April 2018 erhob die Steuerpflichtige Einsprache gegen diese Veranlagung und beantragte 
einen Beteiligungsabzug von mehr als 100 % und somit eine Herabsetzung der Steuer auf Null. 
Sie vertrat die Ansicht, dass der gesamtschweizerische Beteiligungsabzug von 102.893 % auch für 
den Liegenschaftskanton gelten müsse. Sie berief sich insbesondere auf das Schlechterstellungs-
verbot und legte dar, dass eine Besteuerung des Gewinns aus der Veräusserung der Liegen-
schaft, wie in der Veranlagung vorgenommen, dazu führe, dass sie stärker besteuert werde, als 
wenn sie nur im Kanton Freiburg steuerpflichtig wäre. Die Veranlagung verletze zudem den 
Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit.

Mit Entscheid vom 12. Juni 2018 wies die Kantonale Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie 
stellte sich auf den Standpunkt, wenn ein Teil des Gewinns objektmässig ausgeschieden werde, 
so sei dieser Gewinn vom Beteiligungsabzug auszunehmen.

C. Mit Eingabe vom 5. Juli 2018 erhebt die Steuerpflichtige Beschwerde gegen den Einsprache-
entscheid vom 12. Juni 2018. Sie beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge die 
Gewährung des Beteiligungsabzugs und die Herabsetzung der Gewinnsteuer auf Null. Sie beharrt 
auf der in der Einsprache vorgetragenen Argumentation.

Der mit Verfügung vom 10. Juli 2018 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 3'000.- wurde 
fristgerecht bezahlt.

Mit Eingabe vom 5. September 2018 schliesst die Kantonale Steuerverwaltung auf Abweisung der 
Beschwerde. Sie vertritt die Ansicht, sofern lediglich Anlageliegenschaften ausserhalb des Sitz-
kantons gehalten würden, sei der objektmässig zugewiesene Gewinnanteil von der Ermittlung des 
Beteiligungsabzugs auszunehmen, da er keine Beteiligungserträge enthalte. Das Schlechterstel-
lungsverbot sei zudem nicht missachtet worden, denn wäre die Steuerpflichtige ausschliesslich im 
Kanton Freiburg steuerpflichtig gewesen, wäre der Liegenschaftsgewinn zum ordentlichen Tarif 
besteuert worden.

Die Beschwerdeführerin hat keine Gegenbemerkungen eingereicht.

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Erwägungen

1.

Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann die steuerpflichtige Person innert 30 
Tagen nach Zustellung beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erheben (Art. 180 Abs. 1 des 
Gesetzes vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern [DStG; SGF 631.1]; Art. 50 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der 
Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Die Beschwerdeschrift muss die Begehren des 
Beschwerdeführers und deren Begründung enthalten (vgl. Art. 180 Abs. 2 DStG). Mit der 
Beschwerde können alle Mängel des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen 
Verfahrens gerügt werden (Art. 180 Abs. 3 DStG). Gemäss Art. 182 DStG richtet sich das 
Beschwerdeverfahren im Übrigen nach dem Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungs-
rechtspflege (VRG; SGF 150.1).

Vorliegend ist die Beschwerde die Beschwerdeführerin frist- und formgerecht bei der sachlich und 
örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin ist als 
Steuerschuldnerin durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ohne Weiteres 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 76 Bst. a VRG).

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Vorliegend streitig ist einzig die Frage, ob der Beschwerdeführerin auf ihrem Liegenschaftsgewinn 
ein Beteiligungsabzug zu gewähren ist, bzw. ob die Nichtgewährung des Beteiligungsabzuges zu 
einer verbotenen Doppelbesteuerung und zu einer Verletzung des Schlechterstellungsverbotes 
führt.

2.1. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf die Regelung des Beteiligungsabzugs sowie das 
Schlechterstellungsverbot.

2.1.1. In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 StHG ermässigt sich die Gewinnsteuer im Verhältnis des 
Nettoertrages aus den Beteiligungsrechten zum gesamten Reingewinn, wenn eine Kapitalgesell-
schaft oder Genossenschaft zu mindestens 10 Prozent am Grund- oder Stammkapital oder am 
Gewinn und an den Reserven einer anderen Gesellschaft beteiligt ist oder ihre Beteiligungsrechte 
einen Verkehrswert von mindestens einer Million Franken haben. Der Kanton Freiburg hat diesen 
Grundsatz in Art. 111 und 112 DStG übernommen und konkretisiert. Diese Steuererleichterung 
bezweckt, die wirtschaftliche Mehrfachbesteuerung zu vermeiden, welche sonst die Übertragung 
einer oder mehrerer Gesellschaften zur Folge hätte, weil der Ertrag aus einer Beteiligung bereits 
als Gewinn bei der Tochtergesellschaft besteuert wurde und ebenfalls anlässlich der Ausschüttung 
bei den Aktionären der Muttergesellschaft besteuert wird (vgl. BGE 138 I 297 E. 2.3).

Juristische Personen, die nur für einen Teil ihres Gewinns und Kapitals im Kanton steuerpflichtig 
sind, entrichten ihre Steuern für die im Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem 
gesamten Gewinn und Kapital entspricht (Art. 94 Abs. 1 DStG). Ziel und Zweck der interkantonalen 
Steuerausscheidung bei einem Unternehmen ist es, unter Berücksichtigung der Verhältnisse des 
Einzelfalls einen Massstab zu finden, welche die Bedeutung der Betriebsstätte im Rahmen des 
Gesamtunternehmens am zuverlässigsten zum Ausdruck bringt. Bei interkantonalen Unternehmen 

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ist nach feststehender Praxis des Bundesgerichts eine quotenmässige Ausscheidung zwischen 
Sitz- und Betriebsstättekantonen vorzunehmen. Kapital und Gewinn des interkantonalen 
Unternehmens werden somit nach Quoten auf die einzelnen Steuerdomizile aufgeteilt. Eine 
objektmässige Ausscheidung bildet die Ausnahme. Sie wird bei interkantonalen Unternehmen bei 
Wertzuwachsgewinnen auf Betriebs- und Kapitalanlageliegenschaften sowie bei Liegenschaften 
des Umlaufvermögens ausserhalb des Sitz- bzw. Betriebsstättekantons vorgenommen (vgl. 
TEUSCHER/LOBSIGER, in Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2011, § 30 N. 19).

Eine Ausnahme vom Grundsatz, wonach sämtliche in die interkantonale Steuerausscheidung 
involvierten Kantone den Beteiligungsabzug zu gewähren haben, muss dort gemacht werden, wo 
ein Teil des Gesamtgewinnes des interkantonalen Unternehmens objektmässig ausgeschieden 
wird, bzw. wenn die Beteiligungen respektive Beteiligungserträge vorweg ausschliesslich dem Sitz 
oder einer speziellen Betriebsstätte zugewiesen werden. Sofern lediglich eine oder mehrere 
Kapitalanlageliegenschaften ausserhalb des Sitzkantons gehalten werden, ist der objektmässig 
zugewiesene Anteil des Gewinns folgerichtig von der Ermittlung des Beteiligungsabzuges 
auszunehmen, da er keine Beteiligungserträge enthält; mit anderen Worten gewährt ein Kanton, in 
welchem sich ausschliesslich Liegenschaften befinden, richtigerweise keinen Beteiligungsabzug 
(vgl. TEUSCHER/LOBSIGER, § 31 N. 17).

2.1.2. Eine gegen Art. 127 Abs. 3 BV verstossende Doppelbesteuerung liegt nach der Recht-
sprechung dann vor, wenn eine steuerpflichtige Person von zwei oder mehreren Kantonen für das 
gleiche Steuerobjekt und für die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (aktuelle Doppel-
besteuerung) oder wenn ein Kanton in Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuer-
hoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppel-
besteuerung). Ausserdem darf ein Kanton eine steuerpflichtige Person grundsätzlich nicht deshalb 
stärker belasten, weil sie nicht im vollen Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge 
ihrer territorialen Beziehungen auch noch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist (Schlecht-
erstellungsverbot; vgl. BGE 137 I 145 E. 2.2).

Nach den Regeln zur Abgrenzung der gegenseitigen Steuerhoheiten im interkantonalen Doppel-
besteuerungsrecht werden Kapitalanlageliegenschaften von juristischen Personen ausserhalb des 
Sitzkantons grundsätzlich dem Kanton der gelegenen Sache zur ausschliesslichen Besteuerung 
zugewiesen. Das gilt für das Kapital und den Ertrag aus der laufenden Bewirtschaftung von 
Kapitalanlageliegenschaften wie auch für den Gewinn (Wertzuwachs und Buchgewinn) aus der 
Veräusserung solcher Liegenschaften. Vom Liegenschaftsertrag sind die Gewinnungs- und 
Betriebskosten objektmässig absetzbar. Proportional nach Lage der Aktiven werden einzig die 
Schulden und die darauf entfallenden Schuldzinsen sowie allfällige Gewinnungskostenüber-
schüsse zwischen Hauptsteuerdomizil und Spezialsteuerdomizil der Liegenschaft aufgeteilt (vgl. 
BGE 132 I 220 E. 3.1).

Aus dem Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung folgt, dass ein Steuerpflichtiger in 
mehreren auf dem Boden der allgemeinen Reineinkommens- bzw. Reingewinnbesteuerung 
stehenden Kantonen zusammen nicht mehr als sein gesamtes Reineinkommen bzw. seinen 
gesamten Reingewinn versteuern muss. Nach der bisherigen Rechtsprechung musste diese Regel 
jedoch zurücktreten gegenüber dem Grundsatz, wonach das Grundeigentum dem Kanton, in dem 
es gelegen ist, zur ausschliesslichen Besteuerung vorbehalten bleibt. Der Liegenschaftskanton 
musste daher Verluste am Hauptsitz oder in einem anderen Betriebsstättekanton nicht 
übernehmen. Das heisst, er war nicht verpflichtet, solche Verluste auf den Ertrag der Liegenschaft 

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oder auf den Veräusserungsgewinn (Wertzuwachs und Buchgewinn) anzurechnen. Sich daraus 
am Hauptsitz ergebende, sog. Ausscheidungsverluste waren zulässig (vgl. BGE 132 I 220 E. 4.1).

2.1.3. Die vorerwähnte Praxis kann unter Umständen zu einer Verletzung des Schlechterstel-
lungsverbotes führen, nämlich dann wenn der im Sitzkanton steuerbare Nettobeteiligungsertrag 
den dort steuerbaren Reingewinn übersteigt. Sie führt in solchen Situationen dazu, dass der 
Anspruch auf den Beteiligungsabzug teilweise ins Leere läuft, ohne dass sich dafür sachliche 
Gründe finden lassen (vgl. MÄUSLI-ALLENSPACH, Stärkere Gewichtung des Schlechterstellungs-
verbotes in der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts: Fällt nun ein weiteres Privileg des 
Spezialsteuerdomizils?, in zsis) 2008, Monatsflash Nr. 7).

In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht in Bezug auf die Besteuerung von 
Liegenschaften im interkantonalen Verhältnis das Schlechterstellungsverbot wie auch den 
Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nun deutlich stärker 
gewichtet. Wohl hält das Bundesgericht grundsätzlich weiter daran fest, dass dem Liegenschafts-
kanton die Gesamtheit der Liegenschaftserträge und -gewinne zur ausschliesslichen Besteuerung 
zusteht. Dem Liegenschaftskanton sind jedoch insofern Grenzen gesetzt, als er auf die Situation 
des Steuerpflichtigen und dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Rücksicht nehmen muss. So 
kann zwar der Belegenheitskanton den Wertzuwachs aus der Veräusserung einer Betriebsliegen-
schaft ausschliesslich besteuern; er ist aber verpflichtet, den Geschäftsverlust, den die 
Unternehmung im Sitzkanton aufweist, mit dem Grundstückgewinn zu verrechnen (vgl. 
BGE 137 I 145 E. 4.2; 132 I 220 E. 5). Diese Rechtsprechung gilt sowohl für Liegenschaften aus 
dem Umlaufvermögen, wie für solche aus dem Anlagevermögen (vgl. BGE 138 I 297 E. 4.2).

Es besteht zudem kein Grund, das Verbot der Schlechterstellung auf Ausscheidungsverluste zu 
beschränken. Die Definition des Schlechterstellungsverbots, die sich aus der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ergibt, ist weiter als diejenige, welche sich als Beispiel aus ihrer Anwendung auf 
die Ausscheidungsverluste ergibt, und betrifft die Besteuerung eines Nettogewinns, der höher als 
der Nettogesamtgewinn des Steuerpflichtigen ist, der Steuerdomizile in mehreren Kantonen hat. 
Unterliegt der Steuerpflichtige einer Schlechterstellung, die beseitigt werden kann, indem man den 
Liegenschaftskanton verpflichtet, den Steuerpflichtigen in die Lage zu versetzten, in der er sich 
befände, wenn er nur der Steuerhoheit dieses Kantons unterstände, und den ungenutzten 
Überschuss des Beteiligungsabzugs zu beanspruchen, so ist dem Rechnung zu tragen (vgl. 
BGE 138 I 297 E. 4.3).

Die Zuweisung der ausschliesslichen Besteuerungsrechts an den Belegegenheitskanton der 
Kapitalanlageliegenschaft, wie sie seit langem von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
aufgrund der besonders starken Verbindung der Liegenschaft mit dem Boden gefordert wird, wird 
dadurch nicht in Frage gestellt; nur der Umfang, in welchem diesem Kanton den Liegenschafts-
ertrag besteuern kann, wird geändert. Es muss unter Umständen anerkannt werden, dass das 
Verhältnis zwischen Beteiligungsertrag und Gesamtreichgewinn dazu führen kann, dieses Mass 
auf Null herabzusetzen (vgl. BGE 138 I 297 E. 4.3).

2.1.4. In Anwendung dieser Rechtsprechung und unter Annahme, dass es sich bei der 
Beschwerdeführerin um eine Beteiligungsgesellschaft im Sinn von Art. 28 Abs. 1 StHG handelt, 
würde sie folglich eine gegen Art. 127 Abs. 3 BV verstossende steuerliche Schlechterstellung 
erfahren: Würde der Sitz der Gesellschaft im Kanton Freiburg liegen, wo sich ebenfalls die 
veräusserte Kapitalanlageliegenschaft befand, würde der steuerbare Reingewinn CHF 9'568'396.- 
betragen und die Beteiligungsermässigung mehr als 102 % (Beteiligungsertrag von 

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CHF 9'845'177.- / steuerbarer Reingewinn von CHF 9'568'396.-), was in diesem Fall zu Folge 
hätte, dass die Kantonssteuer auf dem Reingewinn auf Null herabgesetzt würde. Daraus ergäbe 
sich, dass die Erhebung einer Steuer auf dem Immobilienertrag durch den Kanton Freiburg dazu 
führen würde, dass die Gesellschaft aufgrund der blossen Tatsache, dass sie im Kanton Baselland 
und im Kanton Freiburg steuerpflichtig ist, stärker besteuert wird. Sie würde CHF 63'716.- mehr 
Steuern bezahlen, als wenn sie nur im Kanton Freiburg die Kantonssteuer auf dem Reingewinn 
zahlen müsste.

2.2. Die Vorinstanz macht nun allerdings geltend, das Schlechterstellungsverbot werde 
vorliegend nicht missachtet, denn es handle sich bei der Beschwerdeführerin um eine Holding-
gesellschaft, deren Erträge aus schweizerischem Grundeigentum auch bei einer ausschliesslichen 
Steuerpflicht im Kanton Freiburg zum ordentlichen Tarif besteuert worden wären.

2.2.1. Art. 28 Abs. 2 StHG, bzw. Art. 127 Abs. 1 DStG für das kantonale Recht, setzt den Rahmen 
für die Gewährung des kantonalen Holdingstatus. Er bestimmt, dass Kapitalgesellschaften und 
Genossenschaften, deren Zweck zur Hauptsache in der dauernden Verwaltung von Beteiligungen 
besteht und die in der Schweiz keine Geschäftstätigkeit ausüben, auf dem Reingewinn keine 
Steuer entrichten, sofern die Beteiligungen oder die Erträge aus den Beteiligungen längerfristig 
mindestens zwei Drittel der gesamten Aktiven oder Erträge ausmachen. Erträge aus 
schweizerischem Grundeigentum solcher Gesellschaften werden allerdings zum ordentlichen Tarif 
besteuert (vgl. Art. 28 Abs. 2 2. Satz StHG; Art. 127 Abs. 3 DStG).

Umstritten ist, ob auch Kapitalgewinne auf Liegenschaften zu den Erträgen aus Grundeigentum 
gehören (vgl. VON AH/FISCHER, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, StHG, 3. Aufl. 2017, Art. 28 N. 121). Aus dem Wortlaut der Bestimmung ist der 
Ausschluss der Kapitalgewinne nicht abzuleiten. Wird der Wille des Gesetzgebers herangezogen, 
die Doppelbelastung nicht nur im Bereich des Hauptzweckes der Holdinggesellschaften aufrecht-
zuerhalten, sondern auch bei Liegenschaftserträgen, so erscheint die Besteuerung der Kapital und 
Aufwertungsgewinne aus gesetzessystematischen Gründen und in Anwendung des Grundsatzes 
der Einheit der Rechtsordnung zwingend. Während in Kantonen mit monistischem System die 
objektbezogene Grundstückgewinnsteuer zur Anwendung gelangt, haben Kantone mit dualis-
tischem System einen Gestaltungsspielraum. Sie können Kapitalgewinne auf Liegenschaften 
entweder im Rahmen von Art. 28 Abs. 2 StHG besteuern, oder in ihrem Grundstückgewinnsteuer-
recht einen Besteuerungstatbestand vorsehen (vgl. VON AH/FISCHER, Art. 28 N. 121).

Der Kanton Freiburg hat sich grundsätzlich für das dualistische System entschieden. Grundstück-
gewinne des Geschäftsvermögens werden daher mit der ordentlichen Einkommens- oder 
Gewinnsteuer erfasst und zum ordentlichen Tarif besteuert (vgl. Art. 45 und 127 Abs. 3 DStG; Art. 
41 Abs. 1 Bst. c und 127 Abs. 4 DStG a contrario; ZWAHLEN/NFFENEGGER, in Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, StHG, 3. Aufl. 2017, Art. 12 N. 3-4).

2.2.2. Die Beschwerdeführerin ist eine Holdinggesellschaft im erwähnten Sinn. Wäre sie einzig im 
Kanton Freiburg steuerpflichtig, unterläge sie somit der Gewinnsteuerpflicht nicht, so dass nicht 
nur Beteiligungserträge, sondern auch alle anderen nichtliegenschaftlichen Einkünfte der Gesell-
schaft unbesteuert bleiben würden (vgl. VON AH/FISCHER, Art. 28 N. 100). Ihr Gewinn aus der 
fraglichen Liegenschaftsveräusserung würde jedoch trotzdem der ordentlichen Gewinnsteuer 
unterstehen und zum ordentlichen Tarif besteuert.

Unter diesen Vorgaben ist festzuhalten, dass die in der Veranlagung vom 8. März 2018 vorgenom-
mene und im angefochtenen Einspracheentscheid bestätigte Besteuerung nicht zu beanstanden 

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ist, da die Beschwerdeführerin der gleichen Steuer unterstellt wäre, wenn sie ausschliesslich im 
Kanton Freiburg steuerpflichtig wäre. Dies führt zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.

3.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen 
(Art. 131 Abs. 1 und 132 Abs. 2 VRG). Es gelangt der Tarif vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) zur 
Anwendung (vgl. Art 146-147 VRG), welcher vorsieht, dass die Verwaltungsjustizgebühr CHF 50.- 
bis 50 000.- beträgt (Art. 1 Abs. 1 Tarif VJ) und die Höhe der Gebühr nach dem erforderlichen Zeit- 
und Arbeitsaufwand, der Wichtigkeit der Angelegenheit und bei vermögensrechtlichen Sachen 
nach dem betreffenden Streitwert festgesetzt wird (Art. 2 Tarif VJ).

Im vorliegenden Fall wird die Gerichtsgebühr auf CHF 3'000.- festgesetzt und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde der A.________ AG wird abgewiesen.

Der Einspracheentscheid der Kantonalen Steuerverwaltung vom 12. Juni 2018 wird bestätigt.

II. Die Kosten (Gerichtsgebühr: CHF 3'000.-) werden der A.________ AG.

Die Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Zustellung.

Der vorliegende Entscheid kann gemäss 73 StHG und Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten 
werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 1. Oktober 2018/dbe

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: