# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1101777-e1b7-5bb7-ba58-2b5cff06ce5a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2015 B-5785/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5785-2013_2015-11-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-5785/2013 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiberin Bianca Gloor. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

wohnhaft in Serbien,   

vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 

Rechtsberatung für Ausländer Go-Re-Ma, 

Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenrente; 

Verfügung der IVSTA vom 10. September 2013. 

 

 

B-5785/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am […] geborene, aus Serbien stammende und in seiner Heimat wohn-

hafte X._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) war 

von 1995 bis 2007 mit Unterbrüchen in der Schweiz erwerbstätig. Dement-

sprechend leistete er obligatorische Beiträge an die schweizerische  

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV).  

B.  

Mit Formular vom 1. Dezember 1999 meldete sich der Versicherte erstmals 

bei der IV-Stelle Schwyz (nachfolgend: IV-Stelle SZ) zum Leistungsbezug 

an. Er machte geltend, seit einem Arbeitsunfall am 30. Oktober 1998 an 

starken Schmerzen im Ellenbogen- und Armbereich zu leiden. Nach um-

fangreichen Abklärungen, insbesondere nach Einholung eines interdiszip-

linären Gutachtens bei einer Medizinischen Abklärungsstelle (nachfolgend: 

Medas-Gutachten) und eines Gutachtens bei der beruflichen Abklärungs-

stelle (nachfolgend: BEFAS-Gutachten) wies die IV-Stelle SZ das Renten-

gesuch des Versicherten mit Verfügung vom 25. November 2003 mangels 

rentenbegründender Invalidität ab. Zur Begründung führte die Vorinstanz 

aus, dem Versicherten sei seine angestammte Tätigkeit als Hilfsmetzger 

nicht mehr zumutbar, jedoch sei er in einer leidensangepassten Tätigkeit 

zu mindestens 80 % arbeitsfähig. Die dagegen erhobene Einsprache 

wurde von der IV-Stelle SZ mit Einspracheentscheid vom 17. Januar 2005 

abgewiesen. 

C.  

Mit Schreiben vom 5. August 2011 meldete sich der Versicherte erneut bei 

der IV-Stelle SZ zum Leistungsbezug an. Er machte geltend, sein Gesund-

heitszustand habe sich seit der Verfügung vom 25. November 2003 we-

sentlich verschlechtert. Da der Versicherte per Dezember 2007 seinen 

Wohnsitz nach Serbien verlegt hatte, wurde das Dossier mit Schreiben 

vom 9. August 2011 zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte 

im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) weitergeleitet.  

D.  

D.a Mit Schreiben vom 26. August 2011 machte die Vorinstanz den Versi-

cherten darauf aufmerksam, dass die Anmeldung für eine schweizerische 

Invalidenrente über den heimatlichen Versicherungsträger erfolgen müsse 

(vgl. IV act. 1). Am 14. Februar 2012 teilte die Vorinstanz dem Versicherten 

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Seite 3 

mit, dass sie die Anmeldung zum Bezug von Leistungen der schweizeri-

schen Invalidenversicherung erhalten habe (vgl. IV act. 16). In der Folge 

führte sie das Abklärungsverfahren durch. Das Dossier wurde mitsamt den 

im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens eingereichten medizinischen 

Unterlagen dem Regionalärztlichen Dienst der Vorinstanz (nachfolgend: 

RAD) zur Beurteilung vorgelegt.  

D.b Der RAD-Arzt Dr. med. A._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, 

kam in seinem Bericht vom 27. September 2012 zum Schluss, der Versi-

cherte könne im Rahmen der bisherigen Einschränkungen weiterhin arbei-

ten. Hinsichtlich der psychiatrischen Beschwerden verwies er auf die intern 

eingeholte Stellungnahme von Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiat-

rie und Psychotherapie, vom 21. September 2012 (vgl. IV act. 25).  

D.c Mit Schreiben vom 8. Oktober 2012 reichte der Versicherte weitere me-

dizinische Unterlagen ein. Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ führte in sei-

ner Stellungnahme vom 4. Dezember 2012 aus, die neu eingereichten Be-

richte würden sich alle auf die Lendenwirbelsäule beziehen. Die Problema-

tik der Lendenwirbelsäule sei bereits früher bekannt gewesen. Neu werde 

von einer Radikulopathie berichtet. Aus den Unterlagen gehe hervor, dass 

eine interkurrente Verschlechterung der Wirbelsäulen-Problematik bestan-

den habe. Ob diese nun persistiere und in welcher Form, könne nicht be-

urteilt werden. Es sollte ein ausführlicher Bericht von einem Orthopäden 

verlangt werden (vgl. IV act. 36).  

D.d Mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2012 teilte die Vorinstanz dem 

Versicherten mit, dass die Voraussetzungen für das Eintreten auf das neue 

Leistungsgesuch nicht gegeben seien. Der Beschwerdeführer habe nicht 

glaubhaft gemacht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den An-

spruch erheblichen Weise geändert habe (vgl. IV act. 37).  

D.e Mit Schreiben vom 19. Dezember 2012 und 8. Januar 2013 erhob der 

Versicherte Einwände gegen den Vorbescheid vom 13. Dezember 2012 

(vgl. IV act. 38 und 40). 

D.f Anschliessend holte die Vorinstanz den vom Versicherten am 12. März 

2013 ausgefüllten IV-Fragebogen ein (vgl. IV act. 48). Im Weiteren gingen 

bei der Vorinstanz verschiedene spezialärztliche Berichte, zwei Röntgen-

bilder sowie die Akten der Unfallversicherung C._______ ein (vgl. IV act. 

46 ff.).  

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Seite 4 

D.g Nachdem die RAD-Ärzte in ihren Stellungnahmen zum Schluss ka-

men, dass anhand der neu eingegangenen Unterlagen keine neuen Ge-

sichtspunkte festzustellen seien, stellte die Vorinstanz dem Versicherten 

mit Vorbescheid vom 7. Juni 2013 die Abweisung des Leistungsbegehrens 

in Aussicht (vgl. IV act. 56 und 57).  

D.h Dagegen erhob der Versicherte mit Eingaben vom 12. Juni und 9. Juli 

2013 Einwände (vgl. IV act. 58 und 60). 

D.i Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ kam in seiner Stellungnahme vom 

3. September 2013 zum Schluss, dass die geltend gemachten Beschwer-

den unverändert seien und kein Grund bestehe, weshalb man bei einge-

schränkter Beweglichkeit nicht einer Tätigkeit nachgehen könne. Der psy-

chiatrische Facharzt Dr. med. B._______ habe in seiner internen Stellung-

nahme vom 29. August 2013 erneut bestätigt, dass sich keine Änderung 

des psychischen Zustandes ergeben habe (vgl. IV act. 64).  

E.  

Mit Verfügung vom 10. September 2013 bestätigte die Vorinstanz ihren 

Vorbescheid vom 7. Juni 2013 und wies das Leistungsgehren des Versi-

cherten ab (vgl. IV act. 65).  

F.  

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch lic. iur. Re-

ljic, mit Eingabe vom 11. Oktober 2013 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und es sei ihm ab 1. August 2010 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen 

oder die Sache erneut abzuklären. Zur Begründung führte er im Wesentli-

chen aus, dass auf die vorliegenden RAD-Stellungnahmen nicht abgestellt 

werden könne.  

G.  

Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 reichte der Beschwerdeführer ver-

schiedene medizinische Unterlagen ein, welche in der Folge der Vorinstanz 

zur Kenntnis- und Stellungnahme weitergeleitet wurden.  

H.  

Mit Vernehmlassung vom 24. Dezember 2013 beantragt die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestäti-

gen.  

B-5785/2013 

Seite 5 

I.  

Replicando und duplicando hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.  

J.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der IV-

Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 

VGG liegt nicht vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis 

VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG 

anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, so-

weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.  

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-

gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 10. September 2013. 

Der Beschwerdeführer hat frist- und formgerecht Beschwerde erhoben 

(Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Be-

schwerdeführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das er-

griffene Rechtsmittel, nachdem auch der geforderte Kostenvorschuss frist-

gerecht geleistet wurde, einzutreten.  

  

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Seite 6 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be-

hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).  

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskom-

mentar VwVG, 2008, Art. 62 N 40).  

2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei-

nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 

(BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).  

3.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Serbien und hat dort 

seinen Wohnsitz. Da die Schweiz mit diesem Nachfolgestaat des ehemali-

gen Jugoslawiens kein entsprechendes neues Abkommen abgeschlossen 

hat (ein solches wurde zwar vereinbart, aber noch nicht ratifiziert), bleiben 

die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik 

Jugoslawien über Sozialversicherung (nachfolgend: Sozialversicherungs-

abkommen; SR 0.831.109. 818.1) sowie die hierzu abgeschlossene Ver-

waltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963 (nachfolgend: Verwaltungsverein-

barung; SR 0.831.109.818.12) auf den vorliegenden Fall anwendbar (vgl. 

BGE 126 V 203 E. 2b, BGE 122 V 382 E. 1, BGE 119 V 101 E. 3). Demnach 

bestimmt sich die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf 

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Seite 7 

Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, soweit die-

ser Staatsvertrag keine abweichende Regelung enthält, allein aufgrund der 

schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. Art. 1, 2 und 4 des Abkommens).  

3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrensrecht-

licher Hinsicht diejenige Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt 

der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).  

In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-

verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungs-

anspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen 

und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tem-

poris; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren finden demnach grund-

sätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Er-

lass der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2013 in Kraft stan-

den; weiter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der 

streitigen Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang 

sind. Dies sind die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bestimmun-

gen der 5. IV-Revision (AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) und ab 1. Ja-

nuar 2012 die zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestimmungen des 

ersten Massnahmenpakets der 6. IV-Revision (AS 2011 5659 bzw. AS 2011 

5679). 

4.  

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-

setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze darzulegen.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, d.h. während mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG. Diese 

Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein.  

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

geleistet, womit die beitragsmässigen Voraussetzungen für den Bezug ei-

ner ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind.  

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Seite 8 

Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebenenfalls ab wann und in welchem 

Umfang er invalid im Sinne des Gesetzes (geworden) ist.  

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie-

gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund-

heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 

(Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 

oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu-

mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätig-

keit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG).  

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise 

wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 

Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Die Annahme eines 

psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 

Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege 

artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abge-

stützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine solche 

Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung 

für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 65 E. 3.4).  

4.3 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 

eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindes-

tens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine 

ganze Rente (Art. 28 IVG). Die Ermittlung des Invaliditätsgrads erfolgt an-

hand eines Vergleichs zwischen den möglichen Erwerbseinkommen ohne 

und mit Gesundheitsschaden (Art. 16 ATSG). 

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren 

Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

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Seite 9 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche liegt vorliegend allerdings nicht vor. Viel-

mehr sieht Art. 8 Bst. e des Sozialversicherungsabkommens ausdrücklich 

vor, dass ordentliche (schweizerische) Invalidenrenten für Versicherte, die 

weniger als zur Hälfte invalid sind, jugoslawischen Staatsangehörigen nur 

gewährt werden, solange sie ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.  

4.4 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).  

Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ab-

lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 

nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-

dung des 18. Altersjahres folgt. Die Rente wird vom Beginn des Monats an 

ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG).  

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe 

der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die 

versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen leidens-

bedingt eingeschränkt ist. 

4.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi-

nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung frei, 

das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-

mäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismit-

tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

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Seite 10 

entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-

lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er-

ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (vgl. Urteil Bundesgericht [BGer] 8C_787/2013 vom 14. Feb-

ruar 2014 E. 3.1).  

Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen ausländi-

scher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich 

Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behör-

den in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI 1996, 

S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus 

dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des 

Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 

E. 3a). 

4.7  

4.7.1 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

ten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).  

4.7.2 Auch die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen be-

weisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die 

RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifi-

kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine er-

hebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutach-

tens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Ex-

perten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, 

hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständi-

ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. 

zu den Anforderungen an einen Aktenbericht Urteil BGer 8C_653/2009 

vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 

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Seite 11 

2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutachten den Anforde-

rungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkreten Fall erforder-

lichen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert wurden. 

4.8  

4.8.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-

weigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, 

wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung erfüllt sind. 

Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisionsgesuch glaubhaft 

zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 

einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwal-

tung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 

und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft 

gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten 

ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach 

Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 

E. 1b mit Hinweisen). Stellt die Verwaltung fest, dass der Invaliditätsgrad 

seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-

fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst 

noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 

anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies-

sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch 

dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2-3).  

4.8.2 Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung 

der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der Sach-

verhalt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechts-

kräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustan-

des) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 

und prozessualen Revision (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3 und 

Urteil BGer 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen). Ferner 

muss die Veränderung der Verhältnisse erheblich, das heisst hinsichtlich 

der Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad rentenwirksam sein (siehe 

Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisionsrecht-

lichen Gesichtspunkten – welche gleichermassen für das Neuanmeldungs-

verfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des Eidgenössischen 

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Seite 12 

Versicherungsgerichts I 658/05 vom 27. März 2006 E. 4.4) – ist die unter-

schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; 

SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).  

4.8.3 Vorliegend ist die Vorinstanz auf die Neuanmeldung des Beschwer-

deführers eingetreten und hat den Sachverhalt abgeklärt. Gemäss den 

soeben dargelegten Grundsätzen ist somit zu prüfen, ob sich der Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers seit der rechtskräftigen, abweisen-

den Verfügung vom 25. November 2003, die mit Einspracheentscheid der 

IV-Stelle SZ vom 17. Januar 2005 geschützt worden ist, bis zum Zeitpunkt 

der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2013 in rentenan-

spruchserheblicher Weise verschlechtert hat.  

5.  

Die Vorinstanz stützte die letztmalige rechtskräftige materiell rentenabwei-

sende Verfügung vom 25. November 2003 insbesondere auf das Medas-

Gutachten vom 4. Juni 2002, das BEFAS-Gutachten vom 24. Februar 2003 

und die Abklärung des IV-Arbeitsvermittlers. 

5.1 Anlässlich der Medas-Begutachtung wurde der Beschwerdeführer in 

internistischer, rheumatologischer, neurologischer und psychiatrischer Hin-

sicht untersucht.  

– Dr. med. D._______, Facharzt für Innere Medizin, hielt im Rahmen der 

Anamneseerhebung fest, der Beschwerdeführer habe am 30. Oktober 

1998 beim Ausladen eines Lastwagens einen Arbeitsunfall erlitten, in-

dem ihm die Last auf den rechten Ellenbogen gestürzt sei. Dabei habe 

der Beschwerdeführer eine Fraktur erlitten, die operativ behandelt wor-

den sei. Nach der am 21. April 1999 erfolgten Schraubenentfernung 

habe er noch intensivere Schmerzen gehabt. Der Beschwerdeführer 

beklage starke Schmerzen, welche diffus im Ellenbogenbereich auftre-

ten würden. Wenn die Schmerzen besonders stark seien, komme es 

auch zu Gefühlsstörungen in den Fingern II bis IV und manchmal auch 

zu Schulterschmerzen rechts.  

– Dr. med. E._______, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili-

tation, hielt fest, es bestehe eine schmerzhafte Funktionseinbusse des 

rechten Ellenbogengelenkes bei Zustand nach am 30. Oktober 1998 

erlittener Radiusköpfchenfraktur, Zustand nach Osteosynthese am 

6. November 1998, Osteosynthesematerialentfernung am 21. April 

B-5785/2013 

Seite 13 

1999 und Entwicklung einer sekundären Arthrose. In den medizini-

schen Unterlagen sei schon früh ein durch Schmerzen und Funktions-

einbusse komplizierter Verlauf beschrieben worden. Verschiedentlich 

habe eine erneute operative Revision des Ellenbogengelenkes zur Dis-

kussion gestanden, wobei mehrere Orthopäden zu unterschiedlichen 

Schlussfolgerungen gekommen seien. Er (Dr. med. E._______) neige 

dazu, zu befürchten, dass ein weiterer operativer Eingriff mit unvorher-

sehbaren Komplikationen verbunden sein könnte und wäre daher mit 

einem erneuten operativen Eingriff sehr zurückhaltend. Aus rheumato-

logischer Sicht sei der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit 

als Hilfsmetzger zu 30 % arbeitsfähig. Eine behindertengerechte Tätig-

keit mit wenig Belastung des rechten Ellenbogengelenkes wäre dem 

Beschwerdeführer zu 100 % zumutbar.  

– Dr. med. F._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

führte aus, dass der Beschwerdeführer äusserlich einen ruhigen und 

gefassten Eindruck mache. Auf Fragen habe er adäquat mit gefestigter 

Stimme geantwortet. Er demonstriere seinen linken Arm vor allem be-

züglich der eingeschränkten Extension und der schmerzhaften Prona-

tion-Supination und wirke dabei in keiner Weise aggravierend. Der Be-

schwerdeführer sei affektiv oberflächlich wenig moduliert und passiv 

spürbar. Doch wirke er in keiner Weise depressiv oder bedrückt. Es 

seien keine ausserordentlichen Insuffizienzgefühle spürbar. Emotional 

sei der Beschwerdeführer ausgeglichen und zeige eine intakte Impuls-

kontrolle. Dr. med. F._______ diagnostizierte dem Beschwerdeführer 

eine schlecht assimilierte Persönlichkeit ohne psychopathologische 

Befunde mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die berufliche Wie-

dereingliederung sei vor allem durch die fehlenden Kenntnisse der 

deutschen Sprache erschwert.  

– Anlässlich der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. 

G._______, Facharzt für Neurologie, habe sich eine leichte Bewe-

gungseinschränkung des Ellenbogens gezeigt. Eine Beeinträchtigung 

des N. ulnaris habe er weder klinisch noch elektroneurographisch 

nachweisen können. Die entsprechenden Befunde seien vollkommen 

normal. Aus neurologischer Sicht seien keine Befunde vorhanden, die 

eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingen würden.  

– In der zusammenfassenden Beurteilung hielten die Gutachter fest, 

dass das rechte Ellenbogengelenk wenig belastbar sei. Schwerarbeit, 

B-5785/2013 

Seite 14 

auch mittelschwere Arbeit mit dem rechten Arm sei daher dem Be-

schwerdeführer nicht mehr möglich. Die früher ausgeübte Tätigkeit als 

Hilfsmetzger sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Limitie-

rend wirke sich die schwere Ellenbogengelenksarthrose aus. In folgen-

den Tätigkeitsbereichen sei eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit gegeben: 

Einerseits könnte der Beschwerdeführer viele rein stehend-gehende 

Arbeiten ausüben, welche nur oder vorwiegend eine Betätigung des 

linken Armes erfordern, z.B. Überwachungs- und Kontrollarbeiten an 

Maschinen mit gelegentlichem Handeinsatz, Aufsichtstätigkeiten in ei-

nem Museum, Billett-Kontrolltätigkeiten an Ausstellungen. Auch die 

Möglichkeit zu vorwiegend sitzenden Betätigungen, bei welchen vor al-

lem die linke Hand/der linke Arm belastet würden, die rechte Hand (am 

Vorderarm aufgestützt) vorwiegend als Zudien- und Haltehand diene, 

sei zumutbar.  

5.2 Im BEFAS-Gutachten vom 24. Februar 2003 wurde festgehalten, dass 

bei leichteren behinderungsangepassten manuellen Tätigkeiten sowie bei 

ausschliesslich oder überwiegend einhändig zu verrichtenden Maschinen-

bedienarbeiten die erzielten Arbeitsleistungen bei vorhandener Koopera-

tion jeweils mindestens 50 % einer Normalleistung gewesen seien, so dass 

bei genügend Motivation und allenfalls grosszügig bemessener Einarbei-

tungszeit bei solcher Art in Frage kommenden Arbeiten eine Realisierung 

einer 80 %-Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne. Eine 100 %-Arbeitsfä-

higkeit könnte unter Berücksichtigung der schmerzhaft eingeschränkten El-

lenbogenfunktion nur bei nicht-manuellen Arbeiten ohne Belastung für den 

rechten Arm zugemutet werden. Für Arbeiten, die einhändig oder vorwie-

gend einhändig zu erledigen seien, kämen insbesondere diverse Maschi-

nenbedienungen, Überwachungen oder (End-)Kontrollen in Frage.  

5.3 Der IV-Arbeitsvermittler hielt in seinem Schlussbericht vom 7. Oktober 

2003 fest, dass der Beschwerdeführer für eine leichte behinderungsange-

passte Tätigkeit zu ca. 80 % arbeitsfähig sei.  

5.4 In Würdigung der gesamten Beurteilungen ging die IV-Stelle SZ in ihrer 

abweisenden Verfügung vom 25. November 2003 von einer 80 %igen Ar-

beitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bei einem Invaliditätsgrad von 

gerundet 32 % aus.  

  

B-5785/2013 

Seite 15 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer macht im Rahmen des Neuanmeldungsge-

suchs geltend, sein Gesundheitszustand habe sich massiv verschlechtert.  

Die Vorinstanz stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dem Beschwerde-

führer sei eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar. Sie stützt 

sich dabei auf die Beurteilung des RAD.  

6.2 Den medizinischen Akten im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens 

lässt sich im Wesentlichen Folgendes entnehmen:  

– Aus dem vertrauensärztlichen Abklärungsbericht des serbischen Versi-

cherungsträgers vom 29. Dezember 2011 geht hervor, dass der Be-

schwerdeführer über Schmerzen in der rechten Schulter und im rech-

ten Ellenbogen als auch über Erstarren der Finger der rechten Hand 

und des rechten Fusses sowie über häufige Schlaflosigkeit klage. Der 

psychiatrische Befund sei ängstlich und depressiv. Der untersuchende 

Arzt stellte folgende Diagnosen: 

– "Arthrosis cubiti dex post fracturam et contractura cubiti dex 

– St Post Meniscectomiam part genux dex 

– Spondylosis vertebrae cervicalis et lumbalis 

– Lumboischialgia l dex chr 

– Reactio neurodepressiva" 

 

Der Beschwerdeführer könne noch diverse Tätigkeit verrichten, wes-

halb kein voller Verlust der Erwerbsfähigkeit bestehe. So seien Tätig-

keiten, welche kein längeres Stehen oder Gehen, kein Heben und Tra-

gen von Lasten, kein Leitersteigen und keine kniende Positionen oder 

Hocke beinhalten würden, möglich. Der Invaliditätsgrad betrage 50 % 

(vgl. IV act. 13). 

– Im Entlassungsbericht des Klinikums H._______ vom 2. Dezember 

2009 wurde ausgeführt, dass der Patient wegen Beschwerden im Be-

reich des rechten Knies, welche seit Juni des laufenden Jahres nach 

einer Verletzung bestehen würden, aufgenommen worden sei. Am 

1. Dezember 2009 sei eine Arthroskopie des rechten Knies durchge-

führt worden. Es seien ausgeprägte chondromalzische Veränderungen 

sowie eine gemässigte Läsion des vorderen Kreuzbandes festgestellt 

worden. Die Synovia sei leicht hyperämisch, die Menisken intakt (vgl. 

IV act. 18).  

B-5785/2013 

Seite 16 

– Aus einem weiteren handgeschriebenen medizinischen Bericht vom 

24. Oktober 2011 geht hervor, es bestehe ein eingeschränkter Bewe-

gungsumfang im rechten Ellenbogen. Der Zustand sei definitiv. Der Be-

schwerdeführer sei nicht fähig für folgende Arbeiten: Arbeit in Zwangs-

haltung, Arbeit in ungünstigen mikroklimatischen Bedingungen, Arbei-

ten mit Tragen und Heben von Lasten und Arbeiten, die langes Stehen 

und Gehen sowie Knien und Hocken erfordern (vgl. IV act. 19 S. 3).  

– Im Röntgenbericht vom 24. Oktober 2011 hielt Dr. I._______ fest, es 

bestünden ausgeprägte degenerative Veränderungen im Sinne einer 

Spondylose, Spondyloarthrose und Diskarthrose mit erhaltender Wir-

belkörper- und Zwischenwirbelraumhöhe, degenerative Veränderun-

gen mit leichter linkskonvexer Skoliose und Verringerung der Zwi-

schenwirbelraumhöhe L5 (vgl. IV act. 19 S. 1).  

– Dr. J._______, Facharzt für Neuropsychiatrie, berichtete am 26. Okto-

ber 2011 von Anzeichen einer Hyperthymie, polarisiert im Sinne einer 

Depression, Bradyphrenie (Verlangsamung der geistigen Funktion im 

Rahmen hirnorganischer Prozesse) und eines hypohormischen Syn-

droms. Zeitweilig wirke der Beschwerdeführer ängstlich. Die Beschwer-

den stünden im Zusammenhang mit einer länger anhaltenden psycho-

traumatischen Situation und dem aktuellen psychosozialen Zustand. In 

klinischer Hinsicht gebe es Anzeichen einer posttraumatischen Belas-

tungsstörung. In neurologischer Hinsicht bestünden eine Hypothropie 

und eine Schwäche des rechten Arms als Folge einer Verletzung des 

Armplexus im Oktober 1998. Seit drei Jahren sei der Beschwerdeführer 

regelmässig in Behandlung und unter Kontrolle. Er sei von der Arbeit 

zu schonen (vgl. IV act. 20 S. 1).  

– In einem Untersuchungsbericht vom 31. Oktober 2011 wurde ausge-

führt, der Beschwerdeführer habe im Jahr 1998 eine Verletzung des 

rechten Ellenbogens und im Juni 2009 eine Verletzung des rechten 

Knies erlitten. Am 1. Dezember 2009 sei der Beschwerdeführer am 

Knie operiert worden. Seit 2009 werde er in der neuropsychiatrischen 

Klinik wegen Hypotrophie und Schwäche des rechten Arms sowie psy-

chischen Beschwerden behandelt (vgl. IV act. 21).  

– In ihren kurzen Attesten berichtete Dr. K._______ insbesondere von 

Rückenbeschwerden und Ausdehnungsschmerzen. Sie stellte im We-

sentlichen die Diagnosen "Lumboischialgia l. dex. Acute. DH L4 et L3. 

B-5785/2013 

Seite 17 

Radiculopathia L4 bill" und machte Angaben zur medikamentösen The-

rapie (vgl. IV act. 28, 29 und 30, 32, 33). 

– Dr. L._______, Fachärztin für Neurochirurgie, berichtete am 27. Juli 

und 21. August 2012 im Wesentlichen von Rückenschmerzen, Schmer-

zen entlang der Beine bis zu den Zehen, von Taubheitsgefühl der Ze-

hen und Schmerzen entlang des rechten Arms. Es wurden die Diagno-

sen "Discus hernia L4/L5 dorsolat dex., Lumboischialgie dex., Radicu-

lopathia S1 bill pp dex." gestellt und Angaben zu den einzunehmenden 

Medikamenten gemacht (vgl. IV act. 31 und 34).  

Im Hospitalisationsbericht von Dr. J._______ und Dr. M._______ wurde 

ausgeführt, der Beschwerdeführer habe sich vom 23. bis 28. Januar 

2013 in stationärer neurologischer Behandlung befunden. Er habe un-

ter Kopfschmerzen, Verlust des Gleichgewichts und Schwindel gelitten. 

Beim Beschwerdeführer wurde ein Schwindelsyndrom, eine chroni-

sche Lumbalgie, eine lumbosakrale Diskopathie und eine traumatisch 

bedingte Läsion des plexus brachials rechts diagnostiziert. Die neuro-

logischen Befunde hätten keine weiteren auffälligen Befunde ergeben. 

Der Beschwerdeführer sei ohne Schwindelsymptome entlassen wor-

den (vgl. IV act. 52 S. 1).  

– Dr. J._______ führte am 12. März 2013 hinsichtlich des psychischen 

Zustands des Beschwerdeführers aus, es bestehe eine Bradyphrenie. 

Zudem bestünden Anzeichen einer depressiven Hyperthymie und einer 

Apathie (Zustand der Abwesenheit von Emotionen und Interessen, der 

Gleichgültigkeit bzw. Teilnahmslosigkeit). Die Beschwerden stünden im 

Zusammenhang mit einer länger anhaltenden psychotraumatischen Si-

tuation und dem aktuellen psychosozialen Zustand. In klinischer Hin-

sicht gebe es Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung. 

In neurologischer Hinsicht bestünden eine Hypotrophie und eine 

Schwäche des rechten Arms. Von einer Arbeit sei der Beschwerdefüh-

rer zu schonen (vgl. IV act. 53 S. 1).   

– Dr. N._______ berichtete am 12. März 2013, der Beschwerdeführer 

habe Schmerzen am rechten Ellenbogen. Es bestehe keine Verfor-

mung, doch sei eine steife Kontraktur (Funktions- und Bewegungsein-

schränkung eines Gelenks) vorhanden. Im Fall einer weiteren Erhö-

hung der Kontraktur sei eine Ellenbogenprothese rechts zu empfehlen 

(vgl. IV act. 54).  

B-5785/2013 

Seite 18 

7.  

Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ hat die in E. 6.2 dargelegten medizini-

schen Berichte einer Beurteilung unterzogen.  

In einer ersten Stellungnahme vom 27. September 2012 kam er zum 

Schluss, dass der Beschwerdeführer trotz der degenerativen Veränderun-

gen der Wirbelsäule und der durchgeführten Arthroskopie am rechten Knie 

im Rahmen der bisherigen Einschränkungen weiterhin arbeiten könne. Be-

züglich der psychiatrischen Problematik verwies Dr. med. A._______ auf 

die intern eingeholte Stellungnahme von Dr. med. B._______, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. September 2012. Dieser führte 

aus, dass die vorliegenden Unterlagen in psychiatrischer Hinsicht zwar un-

vollständig seien, aber sie sehr wahrscheinlich nicht für das Vorliegen einer 

schweren Krankheit aus dem psychiatrischen Bereich im engen Sinne 

sprechen würden. Es liege lediglich eine Angst- und depressive Störung 

gemischt (ICD 10 F41.2) vor, welche keine Auswirkungen auf die Arbeits-

fähigkeit habe. In der medikamentösen Behandlung würden sich gemäss 

dem Bericht von Dr. J._______ vom 26. Oktober 2011 nur ein Schlafmittel 

und ein vorwiegend sedatives Neuroleptikum finden.  

In seiner zweiten Stellungnahme vom 4. Dezember 2012 hielt der RAD-

Arzt Dr. med. A._______ fest, zahlreiche Berichte würden sich auf Be-

schwerden an der Lendenwirbelsäule beziehen. Es sei neu von einer Ra-

dikulopathie berichtet worden. Anhand der letzten Dokumente müsse eine 

interkurrente Verschlechterung der Wirbelsäulenproblematik bestanden 

haben. Ob diese nun persistiert sei und in welcher Form, könne er nicht 

beurteilen. Es sollte ein ausführlicher Bericht von einem Orthopäden ein-

geholt werden. Daraufhin gingen bei der Vorinstanz ein kurzer orthopädi-

scher Bericht in Bezug auf die Ellenbogenbeschwerden und zwei kurze 

neuropsychiatrische Berichte ein. 

Anschliessend kam der RAD-Arzt Dr. med. A._______ in seiner Stellung-

nahme vom 3. September 2013 zum Schluss, dass die Beschwerden von 

Seite der Ellenbeuge unverändert seien und es keinen Grund gebe, warum 

man bei eingeschränkter Beweglichkeit nicht einer Tätigkeit nachgehen 

könne. Gemäss der internen Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 

29. August 2013 hätten sich auch in psychischer Hinsicht keine Änderun-

gen ergeben.  

  

B-5785/2013 

Seite 19 

8.  

8.1 Die Vorinstanz stützt sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustan-

des und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere auf die 

Stellungnahmen der RAD-Ärzte Dr. med. A._______ und Dr. med. 

B._______.  

8.2 Im vorliegenden Fall führten die RAD-Ärzte keine eigene ärztliche Un-

tersuchung durch. Sie werteten lediglich die vorhandenen ärztlichen Unter-

lagen aus. Ihre Stellungnahmen sind somit reine Aktenberichte. Ein Akten-

bericht ist zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Ex-

perte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollstän-

diges Bild zu verschaffen (vgl. hiervor E. 4.7.2; Urteil BGer 8C_653/2009 

vom 28. Oktober 2009 E. 5.2). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung 

eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-

würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen, vgl. auch Urteil BGer 

8C_197/2010 vom 3. Oktober 2014 E. 4).  

8.3 Es ist darauf hinzuweisen, dass die im Rahmen der Neuanmeldung 

vom Beschwerdeführer eingereichten medizinischen Berichte – obwohl 

zum Teil von Fachärzten erstellt – inhaltlich keine Gutachtensqualität auf-

weisen, und sich damit eine fundierte Beurteilung der vom Beschwerdefüh-

rer vorgebrachten Leiden als schwierig erweist. Auch hat die Vorinstanz 

darauf verzichtet, selber – über den serbischen Versicherungsträger – Ver-

laufsberichte oder aktuelle Untersuchungsbefunde einzuholen.  

Vor diesem Hintergrund kommt der Würdigung der medizinischen Akten 

durch den RAD eine wesentliche Bedeutung zu. Im Nachfolgenden ist da-

her zu prüfen, ob die Schlussfolgerungen der RAD-Ärzte nachvollziehbar, 

sachlogisch und einleuchtend sind. 

8.4 Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ erachtete in seiner zweiten Stellung-

nahme vom 4. Dezember 2012 die Einholung eines orthopädischen Be-

richtes zur genaueren Abklärung der Rückenbeschwerden als notwendig. 

Obwohl in der Folge in Bezug auf diese Beschwerden keine orthopädi-

schen Berichte eingegangen sind und die Vorinstanz auch diesbezüglich 

B-5785/2013 

Seite 20 

keine weiteren Abklärungen vorgenommen hat, beurteilte Dr. med. 

A._______ den Beschwerdeführer – im Rahmen seiner dritten Stellung-

nahme vom 3. September 2013 – als vollständig arbeitsfähig für adaptierte 

Tätigkeiten. Diese von der vorherigen Auffassung abweichende Beurtei-

lung wird vom RAD-Arzt Dr. med. A._______ nicht begründet. In seiner 

Stellungnahme vom 3. September 2013 lässt er die Rückenbeschwerden 

völlig ausser Acht und führt die degenerativen Veränderungen der LWS und 

HWS auch nicht mehr unter den Diagnosen auf. Mit Blick auf die von den 

behandelnden Ärzten des Beschwerdeführers gestellten Diagnosen Radi-

kulopathie und Lumboischialgie haben sich im Vergleich zum Jahr 2003 

neue Befunde ergeben. Gerade bei degenerativen Veränderungen der Wir-

belsäule kann eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit Aus-

wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht leichthin 

ausgeschlossen werden. Da jedoch die diesbezüglich in den Akten liegen-

den Kurzberichte eine fundierte Beurteilung des Gesundheitszustandes 

und des funktionellen Leistungsvermögens nicht zugelassen haben, hätte 

der RAD-Arzt Dr. med. A._______ diesbezüglich weitere Abklärungen vor-

nehmen müssen. Seine Beurteilung des Gesundheitszustandes und der 

Arbeitsfähigkeit erscheint dementsprechend nicht nachvollziehbar.  

Der RAD-Arzt Dr. med. B._______ hielt fest, dass die vorliegenden Unter-

lagen in psychiatrischer Hinsicht unvollständig seien, doch sehr wahr-

scheinlich nicht für eine schwere psychische Krankheit sprechen würden. 

Diese Aussage erscheint nicht ganz schlüssig. In den serbischen Kurzbe-

richten von Dr. J._______ wird ein depressiver Befund erwähnt, ohne dass 

dieser jedoch eine genaue psychiatrische Diagnose nach anerkanntem 

Klassifikationssystem stellen würde. Allein gestützt auf diese rudimentär 

begründeten Kurzberichte von Dr. J._______ scheint – aus Sicht des Bun-

desverwaltungsgerichts – eine Einschätzung des Schweregrads der de-

pressiven Störung und dem daraus resultierenden Einfluss auf die Arbeits-

fähigkeit nicht möglich. Dasselbe gilt für die diffus attestierte posttraumati-

sche Belastungsstörung. Die Beurteilung von Dr. med. B._______ über-

zeugt demnach nicht. Welche psychiatrischen Diagnosen genau vorliegen 

und inwieweit der psychische Gesundheitszustand von invaliditätsfremden 

Faktoren abhängig ist oder ob allenfalls eine Wechselwirkung zwischen 

den somatischen und den psychiatrischen Leiden besteht, hätte Gegen-

stand weiterer Abklärungen sein müssen. Diesbezüglich drängen sich auch 

in psychiatrischer Hinsicht ergänzende Abklärungen auf.  

B-5785/2013 

Seite 21 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Stellungnahmen 

der RAD-Ärzte weder in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge noch in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten. Sie 

genügen den Anforderungen der Rechtsprechung hinsichtlich des Beweis-

werts eines versicherungsinternen Aktenberichts nicht, weshalb sie nicht 

als Grundlage für die Beurteilung des Leistungsgesuchs dienen können. 

Die Annahmen der Vorinstanz, wonach sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers nicht verändert habe und er in einer adaptierten Tätig-

keit vollständig arbeitsfähig sei, sind mithin nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.  

9.  

Sowohl die beim Beschwerdeführer bestehenden somatischen Beschwer-

den, insbesondere das Rückenleiden, als auch seine psychischen Be-

schwerden wurden durch die Vorinstanz nicht rechtsgenüglich abgeklärt. 

Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die angefochtene Verfügung 

aufzuheben. Von der Anordnung eines Gerichtsgutachtens ist abzusehen, 

da im vorinstanzlichen Verfahren trotz der unvollständigen medizinischen 

Aktenlage die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens unterlassen 

wurde und somit wichtige medizinische Fragen ungeklärt geblieben sind 

(BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Da dem Verfahren im jetzigen Zeitpunkt die 

Entscheidungsreife mangelt, rechtfertigt es sich, die Streitsache zur Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen 

Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Die 

Rückweisung wird mit der verbindlichen Weisung verbunden, medizinische 

Begutachtungen in den Fachgebieten der Orthopädie und der Psychiatrie 

zu veranlassen und zu klären, ob die vom Beschwerdeführer glaubhaft ge-

machte Verschlechterung des Gesundheitszustandes tatsächlich eingetre-

ten und auch geeignet ist, sich auf den Invaliditätsgrad auszuwirken.  

10.  

10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten-

pflichtig. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden 

Partei zu tragen. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der 

beschwerdeführenden Partei gilt, sind dem Beschwerdeführer keine Ver-

fahrenskosten zu erheben (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; BGE 132 V 215 

E.6.1). Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.– ist dem 

B-5785/2013 

Seite 22 

Beschwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto zurückzuerstat-

ten. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 

Abs. 2 VwVG). 

10.2 Der obsiegende, nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat ge-

mäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteient-

schädigung zu Lasten der Vorinstanz für die ihm erwachsenen notwendi-

gen Kosten. Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 

Aufwandes erscheint eine Entschädigung von pauschal Fr. 800.– ange-

messen (Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE; inkl. Auslagen, ohne 

Mehrwertsteuer, vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-

822/2011 vom 12. Februar 2013 E. 8.2.4). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene 

Verfügung vom 10. September 2013 aufgehoben wird. Die Sache wird an 

die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen ver-

fahre und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu 

verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.– wird ihm nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die von ihm anzugebende Zah-

lungsstelle zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 800.– zugesprochen. 

  

B-5785/2013 

Seite 23 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; 

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Bianca Gloor 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 11. November 2015