# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6b7c59e-05e6-590d-a2cf-84616146edab
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.09.2015 RR.2015.110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2015-110_2015-09-10.pdf

## Full Text

Entscheid vom 10. September 2015  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

1. A. AG,  

 

2. B. AG, 

 

3. C. LIMITED,  

 

alle vertreten durch Rechtsanwalt Michael Mráz, 

 

Beschwerdeführerinnen 1 - 3  

 

 gegen 

 

 
 
 
 
 

 

  

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ZUG,  

 

Beschwerdegegner 

 

 

 

 

   

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2015.110-112 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Tschechien  

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); 

Kontosperre (Art. 33a IRSV) 

 
  

- 3 - 
 
 

Sachverhalt: 

 

 Die Oberstaatsanwaltschaft Prag (nachfolgend "OStA Prag") führt gegen D. 

et al. ein Strafverfahren wegen Verdachts des Mehrwertsteuerbetrugs und 

der Geldwäscherei. Vor diesem Hintergrund gelangte die OStA Prag am 

18. Dezember 2014 an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

(nachfolgend "StA ZG"). Sie ersuchte um Edition von Bankakten betreffend 

Konten der A. AG bei der Bank E. AG in Zug und um Sperrung der sich 

darauf befindenden Vermögenswerte sowie um Edition der Bankakten 

betreffend die Geschäftsbeziehung 1, lautend auf die C. Limited, bei der 

Bank F. AG in Zürich (act. 1.5). 

 

 

 Mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 30. Januar 2015 entsprach die 

StA ZG dem Rechtshilfeersuchen und verfügte sowohl die beantragten 

Kontosperren wie auch die Akteneditionen bei der Bank F. AG und der Bank 

E. AG (act. 1.3).  

 

 

 In der Folge übermittelte die Bank F. AG mit Schreiben vom 

10. Februar 2015 die angeforderten Dokumente betreffend die C. Limited. 

Am 11. Februar 2015 bestätigte die Bank E. AG, die Konten der A. AG 

anordnungsgemäss gesperrt zu haben und übermittelte die angeforderten 

Bankakten (act. 1.2, S. 6).  

 

 

 Mit ergänzender Eintretens- und Zwischenverfügung vom 17. Februar 2015 

ordnete die StA ZG überdies die Edition der Bankakten des Kontos Nr. 2, 

lautend auf die B. AG, bei der Bank E. AG sowie dessen Sperre an (act 1.4). 

Der Vollzug durch die Bank E. AG erfolgte am 18. Februar 2015 (act. 1, S. 

6).  

 

 

 Mit Schlussverfügung vom 23. März 2015 entsprach die StA ZG dem 

Rechtshilfeersuchen wie folgt (act. 1.2, S. 9 f.): 

 

"2. Es werden folgende Dokumente und Beweismittel an die ersuchende 

Behörde herausgegeben: 

 

2.1  Unterlagen zu den Konten der A. AG bei der Bank E. AG 

 

1-11 Kontoeröffnungsunterlagen 

12-58 Kontoauszüge Konto Nr. 3 vom 01.01.2011 bis 30.01.2015 

- 4 - 
 
 

59-337 Kontoauszüge Konto Nr. 4 vom 01.01.2011 bis 30.01.2015 

338-392 Kontoauszüge Konto Nr. 5 vom 01.01.2011 bis 30.01.2015 

393-416 Kontoauszüge Konto Nr. 6 vom 01.01.2011 bis 30.01.2015 

417-588 Kontoauszüge Konto Nr. 7 vom 01.01.2011 bis 30.01.2015 

589-590 Vermögensausweis per 31.12.2011  01.01.2012 

591-593 Vermögensausweis per 31.12.2012  01.01.2013 

594-596 Vermögensausweis per 31.12.2013  01.01.2014 

597-599 Vermögensausweis per 31.12.2014  01.01.2015 

 

2.2 Unterlagen zum Konto der C. LIMITED bei der Bank F. AG 

 

1-34 Kontoeröffnungsunterlagen 

35-44 Aktueller Kontostand 

45-52 Konto- und Depotauszüge ab Jan. 2011 bis Jan. 2015 

53-54 Vollmachten und Unterschriftenkarten 

55-293 Detailbelege ab EUR 10'000 ab Jan. 2011 bis Jan. 2015 

 

3.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 

30. Januar 2015 bei der Bank E. AG, Z.-Strasse, Zug angeordneten 

Kontosperren hinsichtlich der Konten mit den IBAN 8, 9, 10, 11 und 12, 

sämtliche lautend auf A. AG, bei der Bank E. AG, werden aufrecht 

erhalten, bis die ersuchende Behörde über die sichergestellten 

Vermögenswerte im Gegenwert von insgesamt gut EUR 8'500'000.00 

rechtskräftig entschieden hat. 

 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 

17. Februar 2015 bei der Bank E. AG, Z-Strasse, in Zug angeordneten 

Kontosperren hinsichtlich der Konten mit den Nummern 13, 14, 15 und 

16, sämtliche lautend auf B. AG, werden aufrecht erhalten, bis die 

ersuchende Behörde über die sichergestellten Vermögenswerte im 

Gegenwert von insgesamt knapp EUR 3'400'000.00 rechtskräftig 

entschieden hat." 

 

 Am 23. April 2015 erhoben die A. AG, B. AG und C. Limited, vertreten durch 

Rechtsanwalt Michael Mráz (nachfolgend "RA Mráz"), Beschwerde bei 

diesem Gericht. Sie beantragen Folgendes (act. 1): 

 

"1. Die Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 

23. März 2015 (RHI 2015 7) sei aufzuheben, und es sei dem 

Rechtshilfeersuchen der Oberstaatsanwaltschaft Prag vom 

18. Dezember 2014, keine Folge zu leisten; 

 

- 5 - 
 
 

2. Eventualiter sei die Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft des 

Kantons Zug vom 23. März 2015 (RHI 2015 7) aufzuheben und die 

Sache an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zurückzuweisen zur 

Vornahme weiterer Abklärungen bei der Oberstaatsanwaltschaft Prag 

betreffend die im Rechtshilfeersuchen behauptete Straftat; 

 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Staatskasse." 

 

 

 In der Folge am 5. Mai 2015 teilte RA Mráz mit, dass er nicht über die 

erforderliche Vollmacht der C. Limited verfüge bzw. die C. Limited die 

Erhebung der Beschwerde nicht nachträglich genehmigen werde. Er sei 

somit nicht zu ihrer Vertretung ermächtigt (act. 4).  

 

 

 Die StA ZG und das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") schliessen in 

ihren Beschwerdeantworten vom 20. Mai 2015 bzw. vom 12. Juni 2015 auf 

Abweisung der Beschwerde (act. 8 und act. 9). Mit Replik vom 2. Juli 2015 

halten A. AG und B. AG an ihren Anträgen gemäss Beschwerde fest, was 

den Beschwerdegegnern am 3. Juli 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 

12 und 13).  

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Tschechien und der Schweiz sind in erster Linie 

das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1), das zu diesem Übereinkommen am 

8. November 2001 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.351.12) 

und die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 

19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 

14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 

vom 22. September 2000, S. 19 - 62) massgeblich. Ebenfalls in Kraft 

getreten im Verhältnis zu Tschechien sind die Bestimmungen des 

Abkommens vom 26. Oktober 2004 über die Zusammenarbeit zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

http://links.weblaw.ch/SR-0_351_1

- 6 - 
 
 

Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits zur Bekämpfung von 

Betrug und sonstigen rechtswidrigen Handlungen, die ihre finanziellen 

Interessen beeinträchtigen (BBA; SR 0.351.926.81). Günstigere 

Bestimmungen bilateraler oder multilateraler Übereinkünfte zwischen den 

Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Ziff. 2 und 3 

EUeR; Art. 25 Ziff. 2 BBA). Diese Abkommen werden schliesslich ergänzt 

mit dem Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie 

Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten 

(GwUe; SR 0.311.53). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 

Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 

nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses 

geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 140 IV 123 E. 2 S. 

126; 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.; 136 IV 82 E. 3.1; DANGUBIC/KESHELAVA, 

Basler Kommentar, Internationales Strafrecht, Basel 2015, Art. 12 IRSG 

N. 1). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 

E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 617; TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26). Auf 

Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten sind 

zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 

172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG).  

 

 

 

 

2.  

2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt der Beschwerde an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts (Art. 80e Abs. 1 IRSG).  

 

2.2 Die von der Rechtshilfehandlung betroffene Person kann sich im 

Beschwerdeverfahren vor der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

von einem Rechtsbeistand vertreten lassen (vgl. Art. 21 Abs. 2 IRSG). Die 

Behörde kann den Vertreter auffordern, sich durch schriftliche Vollmacht 

auszuweisen (vgl. Art. 11 Abs. 2 VwVG). Fehlt eine gültige Vollmacht oder 

wird die ohne gültige Vollmacht erhobene Beschwerde nicht nachträglich 

genehmigt, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_136/2011 vom 24. August 2011; VERA MARANTELLI-

SONANINI/SAID HUBER, in: VwVG Praxiskommentar zum Bundesgesetz über 

http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

- 7 - 
 
 

das Verwaltungsverfahren [Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger, 

Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 11 N. 28). Die allfälligen 

Verfahrenskosten sind dem vollmachtlosen Vertreter aufzuerlegen (VERA 

MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, a.a.O., Art. 11 N. 28).  

 

2.3 RA Mráz hat am 23. April 2015 im Namen der A. AG, B. AG und C. Limited 

bei diesem Gericht Beschwerde erhoben. Mit Schreiben vom 5. Mai 2015 

teilte er mit, dass er nicht über die erforderliche Vollmacht der C. Limited 

verfüge bzw. die C. Limited die Erhebung der Beschwerde nicht nachträglich 

genehmigen werde. Er sei somit nicht zu ihrer Vertretung ermächtigt (act. 4).  

 

Da RA Mráz zur Vertretung der C. Limited nicht berechtigt ist, ist auf seine 

im Namen der C. Limited erhobene Beschwerde nicht einzutreten. Die 

diesbezüglichen Kosten wären RA Mràz aufzuerlegen. Es wird jedoch 

ausnahmsweise auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr verzichtet 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Gemäss der Praxis des Bundesgerichts bleibt die C. 

Limited als Partei im Rubrum (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_136/2011 

vom 24. August 2011).  

 

2.4 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 

Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Bei der Erhebung 

von Kontoinformationen gilt als persönlich und direkt betroffen im Sinne der 

Art. 21 Abs. 3 und 80h IRSG der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 

Ib 547 E. 1d; 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6).  

 

Mit Beschwerde vom 23. April 2015 wurde die Aufhebung der angefochtenen 

Schlussverfügung beantragt. Auch nachdem fest stand, dass die C. Limited 

RA Mráz nicht zur Beschwerdeerhebung ermächtigt hat, wurde seitens der 

Beschwerdeführerinnen 1 und 2 an den in der Beschwerde gestellten 

Anträgen festgehalten (vgl. act. 4 und 12).  

 

Mit Ziff. 2.2 der angefochtenen Verfügung wurde die Herausgabe von 

Bankunterlagen des Kontos der C. Limited bei der Bank F. AG verfügt. Die 

Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sind nicht Inhaberinnen dieses Kontos und 

somit diesbezüglich auch nicht beschwerdelegitimiert. Mithin ist auf die 

Beschwerde insofern nicht einzutreten, als die Aufhebung von Ziff. 2.2 der 

Schlussverfügung beantragt wird. Im Übrigen ist auf die Beschwerde 

einzutreten.  

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

- 8 - 
 
 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der 

Gewährung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu 

forschen, die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 

130 II 337 E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009, 

E. 1.6; TPF 2011 97 E. 5).  

 

 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die in dem 

Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhaltsschilderung der ersuchenden 

Behörde beschreibe keine Straftat, womit die Anforderungen an das 

Ersuchen sowie die Voraussetzungen der doppelten Strafbarkeit nicht erfüllt 

und die Rechtshilfe in vorliegender Angelegenheit entsprechend zu 

verweigern sei (act. 1, S. 6).  

 

4.2 Das Rechtshilfeersuchen muss insbesondere Angaben über den Gegen-

stand und den Grund des Ersuchens enthalten (Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR). 

Ausserdem muss das Ersuchen in Fällen, wie dem vorliegenden, die 

strafbare Handlung bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts 

enthalten (Art. 14 Ziff. 2 EUeR). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV 

stellt entsprechende Anforderungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese 

Angaben müssen der ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die 

doppelte Strafbarkeit gegeben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die 

Handlungen, wegen derer um Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein politisches 

oder fiskalisches Delikt darstellen (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz 

der Verhältnismässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1 S. 98 m.w.H.).  

 

 

Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im 

Rechtshilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des 

ersuchenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, 

der Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und 

völlig widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des 

Rechtshilfeverfahrens unvereinbar, ersucht doch ein Staat einen anderen 

gerade deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln 

gebliebenen Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat 

befinden, klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im 

Rechtshilfeersuchen den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, 

ob ausreichend konkrete Verdachtsgründe für eine rechtshilfefähige Straftat 

vorliegen, ob Verweigerungsgründe gegeben sind bzw. in welchem Umfang 

dem Begehren allenfalls entsprochen werden muss. Es kann auch nicht 

verlangt werden, dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe bereits 

abschliessend mit Beweisen belegt. Der Rechtshilferichter hat weder Tat- 

- 9 - 
 
 

noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine 

Beweiswürdigung vorzunehmen, sondern ist vielmehr an die 

Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch 

offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet wird (vgl. 

BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

1A.90/2006 vom 30. August 2006, E. 2.1; TPF 2007 150 E. 3.2.4). 

 

4.3 Dem Rechtshilfeersuchen ist folgender Sachverhalt zu entnehmen (act. 1.5): 

Die tschechische Gesellschaft G. habe der polnischen Gesellschaft H. Kohle 

verkauft und entsprechend geliefert. Im Rahmen der Steuererklärung 

betreffend Mehrwertsteuer habe die A. AG wahrheitswidrig Folgendes 

deklariert: Die obgenannte Kohle sei zunächst von der G. an die C. Limited 

verkauft worden. Danach habe sie die Kohle von der C. Limited gekauft und 

an drei polnische Gesellschaften verkauft. Beim Kauf der Kohle habe sie die 

entsprechende Mehrwertsteuer bezahlt.  

 

Als Beleg für die fiktiven Geschäfte habe die A. AG verschiedene gefälschte 

Urkunden beigelegt. Sinn und Zweck der wahrheitswidrigen Deklaration sei 

es gewesen, einen Anspruch auf einen Vorsteuerabzug geltend zu machen, 

was ihr auch gelungen sei: Durch das obgenannte Vorgehen sei beim 

örtlichen Steuerverwalter ein Irrtum hervorgerufen worden, aufgrund dessen 

der A. AG ungerechtfertigter Weise CZK 981.468.578 ausbezahlt worden 

seien.  

 

4.4 Da sich die vorliegend bewilligte Rechtshilfe und damit auch der Gegenstand 

dieses Beschwerdeverfahrens auf Straftaten aus dem Bereich der indirekten 

Fiskalität bezieht, gelten die beim Abgabebetrug von der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung geforderten erhöhten Anforderungen 

an die Darlegung der Verdachtsmomente nicht. Dies, weil sich die Schweiz 

gestützt auf Art. 51 lit. a SDÜ zur Leistung von Rechtshilfe auch bei 

einfachen Hinterziehungen von indirekten Steuern (Verbrauchssteuer, 

Mehrwertsteuer und Zoll; vgl. Art. 50 Abs. 1 SDÜ) bereit erklärt hat und in 

diesem Bereich der Ausschlussgrund gemäss Art. 3 Abs. 3 IRSG auf Grund 

des Vorranges des Staatsvertragsrechts nicht gilt. Gleiches ergibt sich aus 

Art. 31 Ziff. 1 lit. a BBA (vgl. dazu UNSELD, Internationale Rechtshilfe im 

Steuerrecht, Zürcher Diss., Zürich/Basel/Genf 2011, S. 135 m.w.H.; siehe 

auch die Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2013.298 vom 6. Mai 

2014, E. 4.2.2; RR.2011.143 vom 30. Januar 2012, E. 3.2.2 in fine). 

 

4.5 Der soeben widergegebenen Sachverhaltsdarstellung der ersuchenden 

Behörde sind keine offensichtlichen Fehler, Lücken oder Widersprüche zu 

entnehmen. Aus diesem Grund ist diese Sachverhaltsdarstellung für den 

- 10 - 
 
 

Rechtshilferichter bindend und den nachfolgenden Erwägungen zu Grunde 

zu legen.  

 

Die Beschwerdeführerinnen machen sinngemäss geltend, dass die 

obgenannte Steuererklärung wahrheitsgetreu ausgefüllt worden sei und die 

als fiktiv bezeichneten Kaufverträge tatsächlich abgeschlossen worden seien 

und es einzig nicht zur physischen Warenlieferung gekommen sei. Zudem 

habe die C. Limited die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kohle an 

die A. AG erhaltene Mehrwertsteuer abgeliefert. Bei diesen Ausführungen 

der Beschwerdeführerinnen handelt es sich um eine unzulässige 

Gegendarstellung. Es ist Aufgabe des ausländischen Sachgerichts, sich 

über das Bestehen dieser Tatsachen und über die Schuld des Verfolgten 

auszusprechen (BGE 112 Ib 215 E. 5b).  

 

Ob der geschilderte Sachverhalt unter einen oder mehrere Tatbestände des 

schweizerischen Rechts subsumiert werden kann, ist Gegenstand der 

nachfolgenden Prüfung.  

 

4.6 Die Vertragsparteien des EUeR können sich das Recht vorbehalten, die 

Erledigung von Ersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme der 

Bedingung zu unterwerfen, dass die dem Ersuchen zugrunde liegende 

strafbare Handlung sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach 

dem des ersuchten Staates strafbar ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR). Die Schweiz 

hat für die Vollziehung von Rechtshilfeersuchen, mit welchen 

Zwangsmassnahmen beantragt werden, einen entsprechenden Vorbehalt 

angebracht. Entsprechend bestimmt auch Art. 64 Abs. 1 IRSG für die 

akzessorische Rechtshilfe, dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur 

angewendet werden dürfen, wenn aus der Sachverhaltsdarstellung im 

Ersuchen hervorgeht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven 

Merkmale eines nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes 

aufweist. Vorbehältlich Fälle offensichtlichen Missbrauchs ist die Strafbarkeit 

nach dem Recht des ersuchenden Staates dabei in Anwendung von Art. 64 

Abs. 1 IRSG grundsätzlich nicht zu prüfen. Der Vorbehalt der Schweiz zum 

EUeR ist im gleichen Sinne auszulegen (BGE 116 Ib 89 E. 3c/aa mit 

Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 1A.7/2007 vom 3. Juli 2007, E. 3.2; 

1A.3/2006 vom 6. Februar 2006, E. 6.1 ; 1A.283/2005 vom 1. Februar 2006, 

E. 3.3; 1A.80/2006 vom 30. Juni 2006, E. 2.2). 

 

Für die Frage der Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist der im 

Ersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie wenn die Schweiz 

wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren eingeleitet hätte, und 

es ist zu prüfen, ob die Tatbestandsmerkmale einer schweizerischen 

Strafnorm erfüllt wären (vgl. BGE 132 II 81 E. 2.7.2; 129 II 462 E. 4.4; Urteil 

- 11 - 
 
 

des Bundesgerichts 1A.125/2006 vom 10. August 2006, E. 2.1, je m.w.H.). 

Die Strafnormen brauchen nach den Rechtssystemen der Schweiz und des 

ersuchenden Staates nicht identisch zu sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1A.125/2006 vom 10. August 2006, E. 2.1 m.w.H.). Dabei genügt es, dass 

ein Tatbestand nach schweizerischem Recht erfüllt ist. Ebenfalls nicht 

erforderlich ist, dass dem von der Rechtshilfemassnahme Betroffenen im 

ausländischen Strafverfahren selbst ein strafbares Verhalten zur Last gelegt 

wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.245/2006 vom 26. Januar 2007, E. 3; 

Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.29 vom 30. Mai 2007, E. 3, 

sowie der Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts 1C.150/2007 vom 

15. Juni 2007, E. 1.3 dazu).  

 

4.7 In der vorliegend angefochtenen Schlussverfügung wurde der im Ersuchen 

wiedergegebene Sachverhaltsvorwurf unter die Straftatbestände des 

Abgabebetruges gemäss Art. 14 Abs. 2 VStrR sowie der Geldwäscherei 

gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB subsumiert (act. 1.2, S. 5 f.).  

 

4.8 Nach Art. 14 Abs. 2 VStrR liegt ein Abgabebetrug vor, wenn der Täter durch 

sein arglistiges Verhalten bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtmässig 

und in einem erheblichen Betrag eine Abgabe, ein Betrag oder eine andere 

Leistung vorenthalten oder dass es sonst am Vermögen geschädigt wird.  

 

Die Tathandlung beschreibt der objektive Tatbestand als "arglistiges 

Verhalten", das einer arglistigen Täuschungshandlung gleichgesetzt werden 

kann. D.h. es werden in Wahrheit inexistente Tatsachen vorgespiegelt oder 

tatsächlich bestehende Tatsachen unterdrückt. Zur Täuschungshandlung 

muss das Merkmal Arglist hinzukommen. Arglist liegt u.a. vor, wenn sich der 

Täter besonderer Machenschaften bedient. Besonderer Machenschaften 

sind beispielsweise zu bejahen, falls der Täter inhaltlich unwahre Urkunden 

verwendet (EICKER/FRANK/ACHERMANN, Verwaltungsstrafrecht und 

Verwaltungsstrafverfahrensrecht, Bern 2012, S. 110 f.). Durch die arglistige 

Täuschungshandlung muss bei der Verwaltungsbehörde ein Irrtum 

ausgelöst werden, aufgrund dessen sie eine Vermögensdisposition 

vornimmt. Dabei muss ein unmittelbarer Kausalzusammenhang zwischen 

Täuschung, Irrtum und Leistung bestehen. Im subjektiven Tatbestand 

erfordert der Abgabebetrug Vorsatz (EICKER/FRANK/ACHERMANN, a.a.O., 

S. 113 f.).  

 

4.9 Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betruges u.a. schuldig, wer in 

der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden 

durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt 

und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich 

selbst oder einen andern am Vermögen schädigt.  

- 12 - 
 
 

 

4.10 Art. 14 Abs. 2 VStrR ist einen privilegierter Tatbestand von Art. 146 StGB. 

Das Bundesgericht beschreibt das Verhältnis der beiden Strafnormen wie 

folgt (BGE 110 IV 24 Regeste):  

 

"Wer die Steuerbehörden aufgrund von falschen, gefälschten oder inhaltlich 

unwahren Urkunden über die für die Quantifizierung des Steueranspruches 

erheblichen Tatsachen täuscht, um auf diese Weise eine unrichtige, für ihn 

günstige Einschätzung oder Rückzahlung (beim Quellensteuersystem) zu 

erreichen, ist nach Steuerstrafrecht zu beurteilen. Wer sich aber aus eigener 

Initiative dazu entschliesst, sich durch Irreführung der Behörden 

unrechtmässig zu bereichern, indem er auf raffinierte Weise fiktive 

Rückerstattungsansprüche existierender oder erfundener Personen geltend 

macht und mittels falscher Urkunden die Auszahlung erwirkt, begeht einen 

gemeinrechtlichen Betrug i.S. von Art. 148 StGB zum Nachteil des 

betroffenen Gemeinwesens". 

 

4.11 Durch das wahrheitswidrige Geltend machen bei der zuständigen 

Steuerverwaltung, die zur Diskussion stehende Kohle sei zunächst von der 

G. an die C. Limited verkauft worden und danach habe die A. AG diese von 

der C. Limited gekauft und nach Polen weiterverkauft, wurde eine 

Täuschungshandlung begangen. Da inhaltlich unwahre Urkunden 

verwendet wurden, um die Behauptung zu belegen, ist die 

Täuschungshandlung auch als arglistig einzustufen. Der zuständige 

Steuerbeamte wurde dadurch in einen Irrtum versetzt, er glaubte nämlich 

den von der A. AG dargelegten Sachverhalt. Aufgrund dieses Irrtums wurden 

der A. AG ungerechtfertigter Weise CZK 981.468.578 ausbezahlt, womit 

auch das Tatbestandsmerkmal der Vermögensdisposition vorliegt.  

 

Der im Ersuchen wiedergegebene Sachverhalt erfüllt somit offensichtlich 

den Tatbestand von Art. 14 Abs. 2 VStrR. Ob nun auch Art. 305bis Abs. 1 und 

Art. 146 StGB erfüllt sind bzw. Art. 146 StGB gestützt auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung anstatt Art. 14 Abs. 2 VStrR zur 

Anwendung gelangen würde, braucht nicht weiter geprüft zu werden; es 

genügt, wenn die Tatbestandsmerkmale eines Straftatbestandes nach 

schweizerischem Recht gegeben sind.  

 

4.12 Die Beschwerdeführerinnen vermögen auch nichts aus dem Umstand 

abzuleiten, dass das tschechische Verfahren nicht gegen sie geführt wird 

(act. 1, S. 6 Ziff. 13 sinngemäss). Wie bereits oben festgehalten, ist es nicht 

erforderlich, dass dem von der Rechtshilfemassnahme Betroffenen im 

ausländischen Strafverfahren selbst ein strafbares Verhalten zur Last gelegt 

wird (siehe supra 4.6).  

- 13 - 
 
 

 

4.13 Weitere Rechtshilfehindernisse werden weder genannt, noch ist das 

Vorliegen solcher ersichtlich.  

 

 

5. Nach dem Gesagten ist auf die von RA Mràz im Namen der 

Beschwerdeführerin 3 erhobene Beschwerde nicht einzutreten. Die 

Beschwerde der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 ist abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten ist.  

 

 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführerinnen 1 

und 2 kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). 

Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement des 

Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 

Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur 

Anwendung (Art. 53 Abs. 2 lit. a, Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 65 Abs. 5 VwVG 

sowie Art. 22 Abs. 3 BStKR). Unter Berücksichtigung der beträchtlichen 

Höhe der beschlagnahmten Vermögenswerte rechtfertigt es sich vorliegend, 

die Gebühr auf Fr. 10'000.-- festzusetzen und den Beschwerdeführerinnen 1 

und 2 unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen, unter Anrechnung des 

geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.  

- 14 - 
 
 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die von Rechtsanwalt Michael Mráz im Namen der Beschwerdeführerin 3 

erhobene Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Beschwerde der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 wird abgewiesen, soweit 

darauf einzutreten ist.  

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 10'000.-- wird den Beschwerdeführerinnen 1 und 

2 unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten 

Kostenvorschusses in gleicher Höhe.  

 

 

Bellinzona, 10. September 2015 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Michael Mráz 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).