# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cf7c51a-92cf-5de9-9775-41136f95bf51
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-12
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 12.07.2017 BK 2017 244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-244_2017-07-12.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 17 244

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 12. Juli 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Trenkel, Oberrich-
ter Stucki
Gerichtsschreiberin Eggli

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
vertreten durch Staatsanwältin C.________, Regionalen Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen sexueller Nötigung, einfacher Körperverlet-
zung evtl. versuchter Vergewaltigung etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 12. Juni 2017 (KZM 17 738)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt ein Strafverfahren gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer) wegen sexueller Nötigung, einfacher Körperverletzung, evtl. versuchter Verge-
waltigung, teilweise mehrfach begangenem Diebstahl, Hausfriedensbruch, Hehle-
rei, unanständigem Benehmen, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelge-
setz, Ausländergesetz, Personenbeförderungsgesetz und Strassenverkehrsgesetz. 
Mit Entscheid vom 8. März 2017 ordnete das Kantonale Zwangsmassnahmenge-
richt (nachfolgend Zwangsmassnahmengericht) wegen Fluchtgefahr die Untersu-
chungshaft für eine Dauer von drei Monaten an, d.h. bis zum 6. Juni 2017. Am 12. 
Juni 2017 verlängerte das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft we-
gen Fluchtgefahr um weitere drei Monate. Gegen diesen Entscheid erhob der Be-
schwerdeführer, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 23. Juni 
2017 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung sowie die angemessene Ver-
längerung der angeordneten Untersuchungshaft bis längstens zum 15. Juli 2017. 
Die Generalstaatsanwaltschaft betraute am 26. Juni 2017 Staatsanwältin 
C.________ mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen Aufgaben im Be-
schwerdeverfahren. Diese beantragte in ihrer Stellungnahme vom 3. Juli 2017 die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Das Zwangsmassnahmengericht ver-
zichtete am 27. Juni 2017 auf eine Stellungnahme. Ebenfalls verzichtete der Be-
schwerdeführer am 5. Juli 2017 auf eine Replik. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. c der Schweizerischen Strafprozessord-
nung (StPO; SR 312) können Entscheid über die Anordnung, Verlängerung und 
Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde 
angefochten werden. Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Unter-
suchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und 
somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf 
die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten. 

3. Die Anordnung von Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Per-
son eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere 
Haftgründe vorliegen (Art. 221 StPO).  

Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts ist nach ständiger Rechtspre-
chung keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender 
Beweisergebnisse vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend konkrete 
Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung des Beschwerdeführers vorlie-
gen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatver-
dachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt 
der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Ver-
halten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen tatbestandsmerkmale erfül-
len könnte (BSK StPO II-FORSTER, N. 3 zu Art 221 StPO; BGE 137 IV 122 E. 3.2). 
Als Haftvoraussetzung sollte sich der Tatverdacht (im Laufe des Verfahrens) zu-
nehmend bestätigen und verdichten (BSK StPO II-FORSTER, N. 3 zu Art 221 StPO).

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4. Dem Beschwerdeführer wird gemäss Haftverlängerungsantrag bzw. Antrag auf 
Anordnung von Untersuchungshaft, auf welchen die Staatsanwaltschaft vorab ver-
weist, zusammengefasst insbesondere vorgeworfen, am 9. Juli 2016 sowie am 28. 
August 2016 zwei sexuell motivierte Übergriffe begangen zu haben. Das erste Op-
fer, D.________ (nachfolgend: Opfer 1), wurde gemäss ihren eigenen Angaben 
von einem ihr unbekannten Mann seitlich der Reithalle an der Schützenmattstrasse 
in den Wald gezerrt und auf den Boden gedrückt. Dort habe dieser sie geschlagen, 
entkleidet, er habe versucht, ihr den Penis in den Mund zu stossen und sie im In-
timbereich berührt. Plötzlich habe der Täter von ihr gelassen und den Ort verlas-
sen. Das zweite Opfer, E.________ (nachfolgend: Opfer 2), gab an, auf der Höhe 
der Post auf der Engehaldestrasse, nachdem sie dort unterhalb der Treppe uriniert 
habe, von einem ihr unbekannten Mann gepackt und gewürgt worden zu sein. Die-
ser habe versucht, sie zu Boden zu werfen, wobei sie ausgerutscht seien. Es sei ihr 
dann gelungen, nach Hilfe zu schreien, wonach der unbekannte Täter von ihr abge-
lassen und davon gelaufen sei.

Zur Begründung des Tatverdachts gegen den Beschwerdeführer führte die Staats-
anwaltschaft in ihrem Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft aus, dieser er-
gebe sich aus der Spurenlage und den glaubhaften Aussagen der beiden Opfer. Im 
Haftverlängerungsantrag ergänzte die Staatsanwaltschaft, der dringende Tatver-
dacht gegen den Beschwerdeführer habe sich weiter verdichtet. Neben der durch-
geführten Wahrscheinlichkeitsberechnung durch das IRM hätten beide Opfer ihre 
bisherigen Aussagen bestätigt.

5. In seiner Beschwerde bestreitet der Beschwerdeführer hinsichtlich der sexuellen 
Nötigung sowie der einfachen Körperverletzung, evtl. versuchten Vergewaltigung, 
das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts. Diese beiden Übergriffe habe er 
nicht begangen. Er habe einen einzigen Vorfall im Sommer 2016 mit einer ihm un-
bekannten Frau eingestanden, wobei er mit dieser zuerst Kokain konsumiert habe 
und anschliessend in eine Auseinandersetzung geraten sei. Dabei habe er weder 
das Opfer 1 als diejenige Frau identifiziert, noch habe er den Vorfall datumsmässig 
dem Übergriff auf das Opfer 1 zugeordnet. Er sei vom Opfer 1 auch nicht als Täter 
bezeichnet worden. Stütze man sich auf die beiderseits glaubhaften und stimmigen 
Aussagen des Beschwerdeführers und des Opfers 1, so handle es sich bei den 
zwei Vorfällen um zwei voneinander unabhängige Geschehnisse, womit der Be-
schwerdeführer gerade nicht als Täter des Übergriffs in Frage komme. Das Opfer 2 
habe den Beschwerdeführer auf eine Fotodokumentation im Übrigen ebenfalls 
nicht als mutmasslichen Täter erkannt. Insgesamt sei festzuhalten, dass die 
gemäss Vorinstanz glaubhaften Aussagen der beiden Opfer entgegen der Auffas-
sung der Vorinstanz keinen dringenden Tatverdacht begründen würden, da diese 
Aussagen keinen einzigen konkreten Bezug zum Beschwerdeführer beinhalten 
würden. 

Zur Spurenlage führt der Beschwerdeführer zusammengefasst Folgendes aus: An 
den beiden Opfern bzw. deren Kleidern seien verschiedene Spuren gesichert wor-
den, woraus vom Institut für Rechtsmedizin (IRM) teilweise Y-STR-Mischprofile er-
stellt worden seien. Gemäss dem ersten IRM-Gutachten vom 9. Januar 2017 habe 
die Analyse einen Hinweis auf den Beschwerdeführer als Mitspurengeber gegeben. 

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Es sei zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer «(oder ein Verwandter 
der gleichen männlichen Linie)» als Spurengeber nicht ausgeschlossen werden 
könne. Bis dahin hätten die getätigten Ermittlungen demnach nichts anderes erge-
ben, als dass der Beschwerdeführer oder ein Verwandter der gesamten männli-
chen Abstammungslinie als (Mit-)Spurengeber der jeweiligen Spuren und damit als 
mutmasslicher Täter nicht habe ausgeschlossen werden können. Dies begründe 
keinen dringenden Tatverdacht.

Mit dem am 25. April 2017 von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen weite-
ren IRM-Gutachten habe in Erfahrung gebracht werden sollen, wie hoch die Wahr-
scheinlichkeit sei, dass der Beschwerdeführer der Spurengeber der jeweiligen Spu-
ren sei. Auf dieses Gutachten stützte sich die Vorinstanz. Ein dringender Tatver-
dacht lasse sich anhand der Ergebnisse in diesem Gutachten aber aus verschie-
denen Gründen nicht erstellen. So sei die Frage, wie wahrscheinlich es sei, dass 
der Beschwerdeführer Spurengeber der erwähnten Spuren sei, nicht beantwortet 
worden. Das Gutachten sei zudem unvollständig und lasse bei der Beurteilung der 
errechneten Wahrscheinlichkeit relevante Umstände aussen vor, indem beispiels-
weise die Berechnung nur unter der Voraussetzung Gültigkeit habe, «dass kein 
Verwandter derselben männlichen Linie des Beschwerdeführers als Spurengeber 
in Betracht komme». Diese männliche Linie beinhalte aber soweit ersichtlich sämt-
lichen blutsverwandten männlichen Personen des Beschwerdeführers und nicht nur 
Eltern oder Geschwister. Diese Personen könnten als Spurengeber also ebenfalls 
nicht ausgeschlossen und damit bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht einfach 
aussen vor gelassen werden. Die Vorinstanz ziehe in diesem Zusammenhang 
überdies – ohne dies detailliert zu begründen und im Widerspruch zum IRM-
Gutachten vom 9. Januar 2017 – in Erwägung, dass der Kreis der Männer mit 
demselben Y-STR-Profil aufgrund der allgemein bekannten, von einer Generation 
zur nächsten möglichen DNA-Mutationen gleichwohl sehr begrenzt sein dürfte. 
Weiter verweist der Beschwerdeführer auf seine Stellungnahme vom 9. Juni 2017 
zum Gutachten vom 10. Mai 2017. Darin sei bereits aufgezeigt worden, dass aus 
den genannten Wahrscheinlichkeitszahlen eben gerade nicht geschlossen werden 
könne, dass der Beschwerdeführer nur mit eine Wahrscheinlichkeit von 1:138‘900 
bzw. 1:742 nicht der Spurengeber sei. Zu diesen Argumenten äussere sich die Vor-
instanz im Übrigen nicht.

Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass – gestützt auf die derzeitige Akten-
lage – lediglich nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Beschwerdeführer 
(oder ein Verwandter der gleichen männlichen Linie) bei den genannten Opfern 
Spuren hinterlassen habe. Auf wie viele andere Personen dieses Merkmal eben-
falls zutreffe, sei gerade nicht bekannt. Folglich sei ein dringender Tatverdacht in 
Bezug auf die Hauptdelikte nicht erstellt. 

Bezüglich der übrigen Delikte werde ein dringender Tatverdacht nicht bestritten, je-
doch rücke die Dauer der Untersuchungshaft mehr als nur in grosse zeitliche Nähe 
der zu erwartenden Strafe, nach sechs Monaten würde dann längstens Überhaft 
vorliegen. Aus diesem Grund sei die Untersuchungshaft höchstens auf den 15. Juli 
2017 zu verlängern. 

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6. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Staatsanwaltschaft am 13. Juni 2017 dem 
IRM den Auftrag erteilt hat, Ergänzungsfragen zu beantworten. Zur Begründung 
hielt die zuständige Staatsanwältin fest: «Sowohl der Verteidiger des Beschuldigten 
als auch die beiden Anwälte der Opfer haben sich ausführlich zum Gutachten 
geäussert. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass den Parteien die Schlussfol-
gerungen und der Weg zu diesen Schlussfolgerungen nicht klar sind.»

Zudem geht aus der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft im Beschwerdeverfah-
ren hervor, dass auch sie selber von der Relevanz des in Auftrag gegebenen Gut-
achtens ausgeht. So hält sie fest, dass das Ergänzungsgutachten auf die Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde zur Spurenlage eingehen müs-
se. Und weiter: «Bis zum Vorliegen dieses Ergänzungsgutachtens hat sich an der 
dargelegten dringenden Tatverdachtslage nichts geändert und es ist auf die bishe-
rigen Ausführungen abzustellen.» Mit anderen Worten ist auch aus Sicht der 
Staatsanwaltschaft für die Frage nach dem dringenden Tatverdacht von Bedeu-
tung, welche Feststellungen im Ergänzungsgutachten getroffen werden. 

7. Dieser Auffassung schliesst sich die Kammer an. Für das Vorliegen des dringen-
den Tatverdachts zum heutigen Zeitpunkt wird vollumfänglich auf die zutreffenden 
Ausführungen im Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 12. Juni 2017 
verwiesen (E. 2.1). Dem IRM wurden nun aber am 13. Juni 2017 – mithin nach 
dem Entscheid der Vorinstanz – ergänzende Fragen unterbreitet, welche nach Auf-
fassung sämtlicher Parteien relevant sind für die weitere Beurteilung des dringen-
den Tatverdachts. Gemäss den Ausführungen in der staatsanwaltschaftlichen Stel-
lungnahme wird dieses Ergänzungsgutachten spätestens am 13. Juli 2017 bei ihr 
eintreffen. Es rechtfertigt sich, die Haft so lange aufrecht zu erhalten, bis die 
Staatsanwaltschaft angemessen auf das Gutachten reagieren und die weiteren 
Schritte einleiten kann. 

8. Daran vermag auch das Vorbringen der Staatsanwaltschaft, bei der beantragten 
Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate würde bereits wegen den üb-
rigen, vom Beschwerdeführer eingestandenen Delikte (Widerhandlung gegen das 
Ausländergesetz, mehrfacher Diebstahl, etc.) bzw. der hierfür auszusprechenden 
Strafe keine Überhaft vorliegen, nichts zu ändern. Zwar scheint eine Gesamtstrafe 
für sämtliche Nebendelikte im Bereich von sechs Monaten tatsächlich als vertret-
bar. Es waren jedoch nicht diese Vorfälle, welche Anlass zur Untersuchungshaft 
gaben. Der Festnahmebefehl wurde durch die Staatsanwaltschaft erst wegen dem 
Tatbestand der sexuellen Nötigung ausgestellt. Weder im Antrag zur Untersu-
chungshaft, noch im Haftverlängerungsantrag wurde auf die übrigen Delikte – aus-
ser im Sinne einer Randbemerkung im Zusammenhang mit der Verhältnismässig-
keit – eingegangen. Es kann nun nicht sein, dass allein diese Nebendelikte, sollte 
der dringende Tatverdacht für die Hauptdelikte tatsächlich wegfallen, die Fortset-
zung der Untersuchungshaft rechtfertigen.

9. Diesen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als Ziff. 1 
des angefochtenen Entscheids, mit welcher die Untersuchungshaft um drei Monate 
verlängert worden ist, aufzuheben und dahingehend zu modifizieren ist, als die Ver-

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längerung auf eine Dauer von zwei Monaten, d.h. bis am 6. August 2017, be-
schränkt wird. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Kanton Bern die Verfahrenskosten 
(Art. 428 Abs. 1 StPO).

Die Entschädigung des amtlichen Anwalts des Beschwerdeführers für seine Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft beziehungs-
weise das urteilende Gericht am Ende des Verfahrens festzusetzen (Art. 135 
Abs. 2 i.V.m Art. 138 Abs. 1 StPO). Es ist darauf hinzuweisen, dass derjenige Teil 
der Entschädigung, welcher auf das Beschwerdeverfahren fällt – im Falle einer 
Verurteilung des Beschwerdeführers – von der Rückzahlungsplicht gemäss 
Art. 135 Abs. 4 Bst. a f. StPO ausgenommen ist. Der Beschwerdeführer hat diese 
Kosten weder dem Kanton zurückzuzahlen, noch muss er dem amtlichen Anwalt 
die Differenz zwischen amtlichem und vollem Honorar erstatten.  

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die vom kantonalen Zwangsmass-
nahmengericht angeordnete Haftverlängerung von drei Monaten aufgehoben und auf 
zwei Monate, d.h. bis am 6. August 2017, beschränkt wird. Soweit weitergehend wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden bestimmt auf CHF 1'000.00 und dem 
Kanton auferlegt. 

3. Die Entschädigung wird durch die Staatsanwaltschaft beziehungsweise das urteilende 
Gericht am Ende des Verfahrens festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident F.________

(mit den Akten)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(mit den Akten)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 12. Juli 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Eggli

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.