# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8a80e82-9805-5995-9efe-9ca6b01a46af
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.06.2021 LE200051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE200051_2021-06-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE200051-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga 

sowie Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

Beschluss und Urteil vom 8. Juni 2021 

 

in Sachen 
 

A._____,  
Gesuchsgegner und Berufungskläger 
 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____,  
 

gegen 
 

B._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,  
 

betreffend Abänderung Eheschutz 
 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. August 2020 (EE200119-L)  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

A. der Gesuchstellerin (Urk. 42 S. 2 f.): 
 "1.  Es sei von der in Abänderung von Disp. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zü-

rich vom 3. Juli 2019, Gesch. Nr. EE190095, zwischen den Parteien vor der Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich am 10. Februar 2020 ge-
troffenen Vereinbarung bezüglich Obhutsumteilung an die Gesuchstellerin (=Disp. 
Ziff. 1 der Beschlüsse Nr. 900 (betreffend C._____), 901 (betreffend D._____) und 
902 (betreffend E._____) der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt 
Zürich vom 18. Februar 2020) Vormerk zu nehmen. 

2. In Abänderung der Beschlüsse Nr. 900 – 902 der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde der Stadt Zürich vom 18. Februar 2020 und in Gutheissung des 
Antrages der Beiständin vom 6. August 2020 sei dem Gesuchsgegner mit soforti-
ger Wirkung lediglich ein begleitetes Besuchsrecht, nämlich alle zwei Wochen 
während 7 Stunden, zu gestatten. 

3. Ferner sei dem Gesuchsgegner zu gestatten, 30 Minuten pro Woche mit seinen 
Kindern zu telefonieren, wobei die Telefonzeit unter Mitwirkung der Beiständin 
festzulegen sei. 

4.  Einstweilen sei es dem Gesuchsgegner nicht zu gestatten, seine Kinder zu sich 
oder mit sich in die Ferien zu nehmen.  

5. Die bestehende Beistandschaft sei weiterzuführen und die Kompetenz der Bei-
ständin sei wie folgt zu ergänzen: 

 "Der Beiständin sei die Aufgabe zu übertragen, bei der zuständigen Behörde eine 
Anpassung der Besuchs- und Ferienregelung zu beantragen, soweit dies im Inte-
resse und zum Wohl der Kinder angezeigt ist."  

6. In Abänderung von Disp. Ziff. 3, Unterziffer 4 "Kinderunterhalt" des Urteils des 
Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, 
spätestens per Oktober 2020 angemessene Unterhaltsbeiträge für seine Kinder 
C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, geb. tt.mm.2013, sowie E._____, geb. 
tt.mm.2020 [recte: 2017], zu bezahlen. Daneben sei die Gesuchstellerin von ihrer 
Verpflichtung zur Bezahlung der Hälfte der Familienzulagen an den Gesuchsgeg-
ner rückwirkend per 1. März 2020 zu befreien. 

7. Auf eine Anhörung der Kinder C._____ und D._____ sei zu verzichten. 
8. Die Anträge des Gesuchsgegners Nr. 1, 2 und 3 seiner Stellungnahme vom 

13. Juli 2020, bzw. Anträge Nr. 1-4 seiner Stellungnahme vom 15. Mai 2020 seien 
abzuweisen.  

9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten des Ge-
suchsgegners." 

- 3 - 

B. des Gesuchsgegners (Urk. 16 S. 2 f.): 
 "1.  Betreuung: 

- Das mit Beschlüssen Nr. 900-902 der KESB Stadt Zürich vom 18. Februar 2020 
Dispositiv-Ziffer 3 angeordnete Besuchsrecht für den Gesuchsgegner sei bis 
Ende August 2020 beizubehalten. 

- Ab September 2020 bis Ende Juli 2021 sei der Gesuchsgegner berechtigt zu er-
klären, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende 
von Freitag 15.00 Uhr bis Montagmorgen Schulbeginn zu betreuen, wobei die 
Übergaben von E._____ zu begleiten seien. 

 Zusätzlich sei der Gesuchsgegner berechtigt zu erklären, die Kinder in der alter-
nierenden Woche von Mittwoch 12.00 Uhr resp. Schulschluss bis 18.00 Uhr zu 
betreuen, wobei die Rückgabe der Kinder zur Gesuchstellerin zu begleiten sei. 

- Ab August 2021 sei der Gesuchsgegner berechtigt zu erklären, die Kinder un-
begleitet jedes zweite Wochenende von Donnerstag Schulschluss bis Montag-
morgen Schulbeginn zu betreuen. 

 Zusätzlich sei der Gesuchsgegner berechtigt zu erklären, die Kinder in der alter-
nierenden Woche von Mittwoch Schulschluss bis Donnerstagmorgen Schulbe-
ginn zu betreuen. 

2. Ferien: 
- Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, die Kinder in den Schulsportferi-

en 2021 eine Woche zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 
- Ab Sommer 2021 sei der Gesuchsgegner berechtigt zu erklären, die Kinder 

während der Hälfte der Schulferienzeit zu betreuen und mit ihnen in die Ferien 
zu gehen. Insbesondere sei dem Gesuchsgegner zuzugestehen, mit den Kin-
dern zwei Wochen pro Jahr nach Indien zu reisen. 

3. Die der Beiständin mit Beschlüssen Nr. 900-902 der KESB Stadt Zürich vom 
18. Februar 2020 Dispositiv-Ziffer 5 übertragenen Aufgaben sollen bis Ende Juli 
2021 beibehalten werden. 

 Ab August 2021 soll Dispositiv-Ziffer 5 lit. b des vorerwähnten Beschlusses auf-
gehoben werden. 

4. Von der Zusprechung von Kinderunterhaltsbeiträgen sei mangels Leistungsfähig-
keit des Gesuchsgegners abzusehen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin." 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 
Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. August 2020: 

(unbegründete Ausfertigung: Urk. 46; begründete Ausfertigung: Urk. 56 = Urk. 63) 

1. In Abänderung von Ziffer 3.2.c) des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 
resp. Ziffer 3 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zü-
rich vom 18. Februar 2020 wird die Betreuung wie folgt festgelegt:  

- 4 - 

Der Gesuchstellerin wird die Betreuungsverantwortung für die Kinder C._____, D._____ 
und E._____ übertragen resp. belassen. 
Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, die Kinder C._____, D._____ und 
E._____ für die Dauer von sechs Monaten jedes zweite Wochenende entweder am 
Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Rahmen von begleiteten Be-
suchen zu betreuen.  
Der Gesuchsgegner wird zudem für berechtigt erklärt, mit den Kindern 30 Minuten pro 
Woche zu telefonieren. 
Es wird festgehalten, dass dem Gesuchsgegner kein Feiertags- oder Ferienbesuchs-
recht zusteht. 

2. Die bestehende Beistandschaft wird mit den bestehenden Kompetenzen gemäss Ziffer 5 
der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 
18. Februar 2020 weitergeführt.  

Ziffer 5 lit. b des Aufgabenkatalogs wird wie folgt angepasst bzw. ergänzt: 

b) Organisation von begleiteten Besuchen des Vaters (inkl. der entsprechenden Fi-
nanzierung) sowie bei Bedarf Festlegung der Besuchsmodalitäten (Zeit, Ort, etc.) 
sowie Festlegung einer 30-minütigen Telefonzeit pro Woche. 

3. Der Beistand oder die Beiständin wird zudem ersucht, der zuständigen Behörde recht-
zeitig vor Ablauf von sechs Monaten für die begleiteten Besuche einen Bericht über den 
Verlauf sowie einen Antrag bezüglich der Zukunft einzureichen. 

4. Ziffer 3.4. und 3.6. des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 werden wie 
folgt abgeändert: 

4.1. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, für C._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in 
der Höhe von CHF 607.-- (zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen) zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf 
den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 1. Januar 2021. 

4.2. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, für D._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in 
der Höhe von CHF 628.-- (zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen) zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf 
den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 1. Januar 2021. 

4.3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, für E._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in 
der Höhe von CHF 532.-- (zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen) zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf 
den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 1. Januar 2021. 

4.4. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner derzeit resp. bis 31. Dezember 2020 man-
gels Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, den Barunterhalt von C._____, D._____ und 
E._____ zu bezahlen. 

4.5. Es wird festgestellt, dass der Gesuchstellerin seit 1. März 2020 die Familien-, Kinder- 
und Ausbildungszulagen vollumfänglich zustehen. 

4.6. Es wird festgehalten, dass der Barbedarf von C._____ CHF 819.–, der Barbedarf von 
D._____ CHF 840.– und der Barbedarf von E._____ CHF 744.– beträgt. Bis zum 31. 

- 5 - 

Dezember 2020 fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts somit für C._____ 
CHF 619.– (CHF 819.– abzüglich CHF 200.-- Familienzulagen), für D._____ CHF 640.– 
(CHF 840.– abzüglich CHF 200.-- Familienzulagen) und für E._____ CHF 544.– (CHF 
744.– abzüglich CHF 200.-- Familienzulagen) pro Monat. Ab 1. Januar 2021 fehlen zur 
Deckung des gebührenden Unterhalts monatlich CHF 12.– pro Kind. 

4.7. Diesem Entscheid liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde: 
Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat: 

− Gesuchstellerin: CHF 3'634.– (60 % Pensum) 
− Gesuchsgegner: CHF 1'732.– bis und mit 31. Dezember 2020  

 CHF  5'000.– ab 1. Januar 2021 (100 % Pensum; hypothetisch) 
− Kinder: je die Familienzulage von derzeit CHF 200.– 

Vermögen: 
− Gesuchstellerin: CHF 0.– 
− Gesuchsgegner: CHF 0.– 
− Kinder:  CHF 0.– 

familienrechtlicher Bedarf: 
− Gesuchstellerin:  CHF  2'277.– 
− Gesuchsgegner: CHF 3'024.–   bis und mit 31. Dezember 2020 

 CHF 3'234.–    ab 1. Januar 2021 
− C._____:  CHF 819.– 
− D._____:  CHF 840.– 
− E._____: CHF 744.– 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'400.–.  
6. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nach-
forderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

7. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
8. (Schriftliche Mitteilung). 
9. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist: 10 Tage; sowie Hinweis auf Art. 315 Abs. 4 lit. b 

ZPO).  

Berufungsanträge: 

des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 62 S. 2 ff.): 
 

 "1. Es sei Dispositiv Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich (Geschäfts-
Nr. EE200119-L) aufzuheben und es sei ab sofort bis Ende Juli 2021 der Berufungsklä-
ger für berechtigt zu erklären, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite 

- 6 - 

Wochenende von Freitag 15.00 Uhr bis Montagmorgen Schulbeginn zu betreuen, wobei 
die Übergaben von E._____ zu begleiten seien. 
Zusätzlich sei der Berufungskläger berechtigt zu erklären, die Kinder in der alternieren-
den Woche von Mittwoch, 12.00 Uhr resp. Schulschluss bis 18.00 Uhr zu betreuen, wo-
bei die Rückgabe der Kinder zur Berufungsbeklagten zu begleiten sei. 
Ab August 2021 sei der Berufungskläger berechtigt zu erklären, die Kinder unbegleitet 
jedes zweite Wochenende von Donnerstag Schulschluss bis Montagmorgen Schulbe-
ginn zu betreuen. 
Zusätzlich sei der Berufungskläger berechtigt zu erklären, die Kinder in der alternieren-
den Woche von Mittwoch Schulschluss bis Donnerstagmorgen Schulbeginn zu betreuen. 
Der Berufungskläger sei zudem für berechtigt zu erklären, die Kinder in den Schulsport-
ferien 2021 eine Woche zu sich zu oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Und ab Som-
mer 2021 sei der Berufungskläger berechtigt zu erklären, die Kinder während der Hälfte 
der Schulferienzeit zu betreuen und mit ihnen in die Ferien zu gehen. Insbesondere sei 
dem Berufungskläger zuzugestehen, mit den Kindern zwei Wochen pro Jahr nach Indien 
zu reisen. 

2. Es sei Dispositiv Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich (Geschäfts-
Nr. EE200119-L) aufzuheben und es sei die bestehende Beistandschaft mit den beste-
henden Kompetenzen gemäss Ziffer 5 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde der Stadt Zürich vom 18. Februar 2020 bis Ende Juli 2021 weiterzufüh-
ren. 
Ab August 2021 sei Dispositiv-Ziffer 5 lit. b des vorerwähnten Beschlusses aufzuheben. 

3. In Gutheissung der vorstehenden Anträge sei Dispositiv Ziff. 3 des Urteils des Bezirks-
gerichts Zürich (Geschäfts-Nr. EE200119-L) ersatzlos aufzuheben. 

4. Es sei Dispositiv Ziff. 4 (Dispositiv Ziff. 4.1 - 4.7) des Urteils des Bezirksgerichts Zürich 
(Geschäfts-Nr. EE200119-L) vollumfänglich aufzuheben und es sei festzustellen, dass 
mangels Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers keine Unterhaltsbeiträge geschuldet 
sind. 

5. Eventualiter seien Dispositiv Ziffer 1 - 4 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich (Ge-
schäfts-Nr. EE200119-L) aufzuheben und das Verfahren sei zur Vervollständigung des 
Sachverhalts  und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) gemäss dem Ausgang des Ver-
fahrens. 

prozessuale Anträge 
1. Es sei eine Kindesanhörung durchzuführen und es seien C._____ und D._____ vom Ge-

richt anzuhören. 
2. Es sei den Kindern C._____, D._____ und E._____ für das vorliegende Verfahren ein 

Prozessbeistand zu bestellen. 
3. Es seien die erstinstanzlichen Akten (Geschäfts-Nr. EE20019-L) beizuziehen. 
4. Es sei die Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger für das vorliegende 

Verfahren einen Prozesskostenbeitrag von einstweilen CHF 6'000.– zuzüglich MWST zu 
bezahlen, unter Vorbehalt des Nachklagerechts. Eventualiter sei dem Berufungskläger 

- 7 - 

für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und dem 
Berufungskläger in der Person der Unterzeichneten eine unentgeltliche Rechtsbeistän-
din zu bestellen." 

 
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 68 S. 2): 
 

  "1. Es seien die Berufung des Gesuchsgegners (materiellen Anträge Nr. 1-5) sowie die pro-
zessuale Anträge Nr. 1, 2, 4) vollumfänglich abzuweisen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt.) zu Lasten des Ge-
suchsgegners. 

prozessuale Anträge: 
1. Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für das vorliegende 

Verfahren einen Prozesskostenbeitrag von einstweilen CHF 6'000.00 zu bezahlen unter 
Vorbehalt des Nachklagerechts. 

2. Eventualiter sei der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren 
und ihr in der Person der Unterzeichneten eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu be-
stellen."  

Erwägungen: 

1. Sachverhalt/Prozessgeschichte 

1.1. Die Parteien sind verheiratet und haben drei Kinder, C._____, geboren am 

tt.mm.2011 (fortan C._____), D._____, geboren am tt.mm.2013 (fortan D._____), 

und E._____, geboren am tt.mm.2017 (fortan E._____). Mit Urteil vom 3. Juli 

2019 wurde im Eheschutzverfahren der Parteien die Obhut für die Kinder beiden 

Parteien mit wechselnder Betreuung übertragen. Zudem wurde eine Beistand-

schaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die Kinder angeordnet. Unterhaltsbei-

träge wurden keine zugesprochen (Urk. 9/20). 

1.2. Mit den Beschlüssen Nr. 900-902, je vom 18. Februar 2020, übertrug die 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich (fortan KESB) die Ob-

hut für die Kinder alleine der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (fortan Ge-

suchstellerin), schränkte das Besuchsrecht des Gesuchsgegners und Berufungs-

klägers (fortan Gesuchsgegner) ein und ergänzte die Kompetenzen der Beistän-

din der Kinder (Urk. 3/8a-c). 

- 8 - 

1.3. Mit Eingabe vom 27. April 2020 machte die Gesuchstellerin bei der Vo-

rinstanz die Abänderung der vorgenannten Entscheide mit den obgenannten 

Rechtsbegehren anhängig (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf kann den Erwä-

gungen des eingangs wiedergegebenen und am 11. August 2020 ergangenen 

erstinstanzlichen Entscheids entnommen werden (Urk. 56 S. 4 f. = Urk. 63 S. 4 f.), 

dessen begründete Ausfertigung dem Gesuchsgegner am 21. September 2020 

zugestellt wurde (Urk. 58). 

1.4. Innert Frist erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 1. Oktober 2020 

Berufung mit den obgenannten Anträgen (Urk. 62). Die vorinstanzlichen Akten 

wurden beigezogen (Urk. 1-61). Auf die Einholung eines Kostenvorschusses wur-

de verzichtet (Art. 98 ZPO). Die Berufungsantwort datiert vom 2. November 2020 

(Urk. 68) und wurde dem Gesuchsgegner mit Verfügung vom 1. Dezember 2020 

zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 71). Am 16. Dezember 2020 reichte der Ge-

suchsgegner eine Replik ein (Urk. 74) und am 18. Dezember 2020 erfolgte eine 

Noveneingabe der Gesuchstellerin, in welcher sie zugleich um Erlass von vor-

sorglichen Massnahmen ersuchte (Urk. 77). Mit Verfügung vom 23. Dezember 

2020 wurden diese Eingaben jeweils der Gegenpartei zusammen mit Kopien der 

am 11. und 22. Dezember 2020 eingegangen Unterlagen der KESB zugestellt 

(Urk. 72, 73-1-2, 80, 81/1-2, 82). Die Stellungnahme des Gesuchsgegners zu den 

beantragten vorsorglichen Massnahmen erfolgte am 7. Januar 2021 (Urk. 83). Am 

15. Februar 2021 erfolgte eine weitere Noveneingabe der Gesuchstellerin, mit 

welcher sie ihr Gesuch vom 18. Dezember 2020 (Urk.77) erneut – jedoch super-

provisorisch – stellte (Urk. 86). 

1.5. In der Folge wurde mit Beschluss vom 18. Februar 2021 der persönliche 

Verkehr des Gesuchsgegners mit den Kindern vorsorglich für das weitere Verfah-

ren entsprechend der vorinstanzlichen Regelung festgesetzt. Zudem wurde den 

Parteien Frist angesetzt, um hierzu Stellung zu nehmen. Weiter wurde das Ge-

such der Gesuchstellerin um Erlass superprovisorischer Massnahmen abgewie-

sen und dem Gesuchgegner Frist zur Stellungnahme zu den beantragten vorsorg-

lichen Massnahmen angesetzt. Abschliessend wurde der Beiständin der Kinder 

Frist zur Einreichung eines Berichts betreffend den bisherigen Verlauf des beglei-

- 9 - 

teten Besuchsrechts angesetzt (Urk. 89). Die Stellungnahme des Gesuchsgeg-

ners zum Gesuch der Gesuchstellerin um Erlass vorsorglicher Massnahmen wur-

de der Gegenpartei mit Verfügung vom 9. März 2021 zugestellt (Urk. 93 und 95). 

Beide Parteien reichten zudem eine Stellungnahme zur vorsorglich erlassenen 

Besuchsrechtsregelung ein (Urk. 92 und 96). Am 18. März 2021 ging sodann der 

Bericht der Beiständin betreffend das begleitete Besuchsrecht ein (Urk. 99). 

1.6. Nach Rücksprache mit den Parteien wurde zu einer Vergleichsverhandlung 

auf den 16. April 2021 vorgeladen (Urk. 103) und den Parteien wurden die bis zu 

diesem Zeitpunkt nicht versandten Doppel der jeweiligen Gegenpartei zugestellt 

(Urk. 102). 

1.7. An der Vergleichsverhandlung vom 16. April 2021 schlossen die Parteien 

unter Mitwirkung des Gerichtsschreibers (§ 133 Abs. 2 GOG) eine Vereinbarung 

mit folgendem Inhalt (Urk. 104): 

«1. Die Parteien beantragen dem Gericht übereinstimmend, es seien die Dispositiv-Ziffern 1 bis 4 
des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren, 8. Abteilung, am Bezirksgericht 
Zürich vom 11. August 2020 durch folgende Fassung zu ersetzen. 

" 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.c) des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 
resp. Ziffer 3 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt 
Zürich vom 18. Februar 2020 wird die Betreuung wie folgt festgelegt:  

 1.1. Der Gesuchstellerin wird die Betreuungsverantwortung für die Kinder C._____, 
D._____ und E._____ übertragen resp. belassen. 

 1.2. Bis zum 30. Juni 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder am Samstag oder 
am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Rahmen von begleiteten Besuchen zu be-
treuen.  

 1.3. Vom 1. Juli 2021 bis 30. September 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt er-
klärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder 
am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu betreuen, wobei die 
Übergaben begleitet werden. 

- 10 - 

 1.4. Vom 1. Oktober 2021 bis 30. November 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt 
erklärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder 
am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu betreuen. 

 1.5. Vom 1. Dezember 2021 bis 28. Februar 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt 
erklärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von 
Samstag, 10:00 Uhr bis Sonntag, 18:00 Uhr (unverpflegt), zu betreuen. 

 1.6 Vom 1. März 2022 bis 31. Mai 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die 
Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von Freitagabend 
(17.00 Uhr resp. nach Schulschluss) bis Montagmorgen (Schulbeginn) zu betreuen. 

 1.7. Ab dem 1. Juni 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von Freitag (Schulschluss) 
bis Montagmorgen (Schulbeginn) zu betreuen. Zusätzlich wird der Gesuchsgegner für 
berechtigt erklärt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ in den alternierenden Wochen von Donnerstag, 
Schulbeginn bis 19:00 Uhr (verpflegt) zu übernehmen. 

 1.8. Bis zum 30. November 2021 wird der Gesuchsgegner zudem für berechtigt erklärt, mit 
den Kindern C._____, D._____ und E._____ am Donnerstag um 17:30 Uhr 30 Minuten 
pro Woche zu telefonieren. Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, die Telefonkontakte 
zum Gesuchsgegner zu fördern.  

 1.9. Es wird festgehalten, dass dem Gesuchsgegner bis 1. Juni 2022 kein Feiertags- oder 
Ferienbesuchsrecht zusteht. Ab dem 1. Juni 2022 wird der Gesuchsgegner berechtigt 
und verpflichtet, die Kinder C._____, D._____ und E._____ in den Herbst-, Weih-
nachts-, Sport- und Frühlingsferien während einer Woche und in Jahren mit gerader 
Jahreszahl während zwei und in Jahren mit ungerader Jahreszahl während drei Wo-
chen in den Sommerferien auf eigene Kosten zu betreuen. Können sich die Parteien 
über die Aufteilung der Ferienzeit nicht einigen, hat die Beiständin der Kinder diese 
festzulegen. 

 1.10. Der Gesuchsgegner wird zudem für berechtigt erklärt, die Kinder C._____, D._____ 
und E._____ am 25. Dezember 2021, 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, zu betreuen. 

- 11 - 

 1.11. Die Parteien vereinbaren, dass der Geburtstag von C._____ am tt.mm.2021, 10:00 
Uhr bis 17:00 Uhr, vom Gesuchsgegner organisiert und durchgeführt wird. 

  Für die weiteren Geburtstage vereinbaren die Parteien, diese zusammen zu feiern. 

 2. Die Parteien verpflichten sich, bis zum 30. November 2021 eine Mediation durchzufüh-
ren. Ziel der Mediation ist, dass die Parteien lernen sachlich und konstruktiv über die 
Kinderbelange zu kommunizieren und den Kindern zu vermitteln, dass sie sich im El-
ternkonflikt nicht positionieren müssen sowie die Kinder in der Beziehung zum anderen 
Elternteil zu unterstützen. 

 3. Die Parteien halten fest, dass sie auf eine alternierende Obhut hinarbeiten wollen und 
sich darum bemühen, die entsprechenden Voraussetzungen zu erarbeiten. 

 4. Die bestehende Beistandschaft wird mit den bestehenden Kompetenzen gemäss Ziffer 
5 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 
18. Februar 2020 weitergeführt.  

  Ziffer 5 lit. b des Aufgabenkatalogs wird wie folgt angepasst bzw. ergänzt: 
b) Organisation von begleiteten Besuchen des Vaters (inkl. der entsprechenden 

Finanzierung) gemäss vorstehender Ziffer 1.2 und begleitete Übergaben ge-
mäss vorstehender Ziffer 1.3 sowie bei Bedarf Festlegung der Besuchsmodalitä-
ten (Zeit, Ort, etc.) sowie Festlegung der Telefonzeit pro Woche. 

i) Die Beiständin wird beauftragt, die erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten, 
damit mit den Parteien bis 30. November 2021 eine Mediation durchgeführt 
werden kann, mit den vorgenannten Zielen (Ziffer. 2). 

 5. Die Beiständin der Kinder wird ersucht, der zuständigen Behörde rechtzeitig (spätes-
tens eine Woche vor Ablauf der jeweiligen Phase) für die begleiteten Besuche und 
Übergaben Berichte über den Verlauf sowie einen Antrag bezüglich der Zukunft einzu-
reichen." 

2. Die Parteien beantragen übereinstimmend, dass das Gericht die Unterhaltsbeiträge für die 
gemeinsamen Kinder C._____, D._____ und E._____ festlegt. 

- 12 - 

3. Die Parteien erachten eine Kindsvertretung mit Abschluss der vorliegend Vereinbarung als 
nicht erforderlich. Der Gesuchsgegner zieht seinen Antrag auf eine Vertretung der Kinder 
i.S.v. Art. 299 ZPO zurück. 

4. Die Parteien erachten eine Anhörung der Kinder C._____ und D._____ mit Abschluss der 
vorliegend Vereinbarung als nicht erforderlich. Der Gesuchsgegner zieht seinen Antrag auf 
Anhörung von C._____ und D._____ zurück. 

5. Die Parteien sind sich darüber einig, dass das vorstehend geregelte Besuchsrecht (Ziffer 1) 
der Entwicklung und der Entfaltung der Kinder dient und den Kindern klare und geregelte 
Strukturen bieten soll. Ohne Zustimmung der Gesuchstellerin unterlässt der Gesuchsgegner 
ausserhalb des vorstehend geregelten Besuchsrechts bis 30. November 2021, die Kinder zu 
kontaktieren oder sie zu treffen. Er weist die Kinder zudem darauf hin, ihn nicht während die-
ser Zeit zu kontaktieren. Die Gesuchstellerin zieht ihre Gesuche vom 18. Dezember 2020 und 
11. Februar 2021 um Erlass vorsorglicher Massnahmen, betreffend die Treffen des Gesuchs-
gegners mit den Kindern ausserhalb der Besuchszeiten, zurück. 

6. Die Parteien vereinbaren, die Kinder gemeinsam zusammen mit der Beiständin über die heu-
te getroffenen Regelungen kindsgerecht zu informieren.  

7. Die Parteien beantragen übereinstimmend, die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erst-
instanzlichen Verfahrens seien zu bestätigen. 

8. Die Parteien übernehmen die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren je zur Hälfte und 
verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.' 

1.8. Am 23. April 2021 reichte der Gesuchsgegner eine Noveneingabe ein 

(Urk. 106), welche der Gesuchstellerin zu Kenntnisnahme zugestellt wurde (Prot. 

S. 14), und am 26. Mai 2021 reichte die Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners 

ihre Honorarnote ein (Urk. 111 und 112). Weitere Parteieingaben erfolgten nicht. 

1.9. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

- 13 - 

2. Verfahrensgrundlagen 

2.1. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheits-

prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1), welcher insbesondere 

bei Entscheiden betreffend Unterhalt erhebliche Bedeutung zukommt (vgl. statt 

vieler BGer 5A_20/2017 vom 29. November 2017, E. 4.2). 

2.2. In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend 

genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochte-

nen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel 

leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretens-

voraussetzung) voraus, dass der Gesuchsgegner die vorinstanzlichen Erwägun-

gen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und 

mittels genügend präziser Verweise auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden 

Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. 

aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben 

soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wie-

derholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 

15. Oktober 2013, E. 3.2; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was 

nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entspre-

chenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht 

überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – 

grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der 

schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid er-

hoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 mit weiteren Hinweisen). Insofern er-

fährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine 

Relativierung (BK ZPO-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, 

Art. 57 N 22). Ungeachtet dessen ist die Berufungsinstanz bei der Rechtsanwen-

dung weder an die in der Parteieingabe geltend gemachten Argumente noch an 

die Erwägungen der Vorinstanz gebunden (BGer 2C_124/2013 vom 25. Novem-

- 14 - 

ber 2013, E. 2.2.2; ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 318 N 21; Seiler, Die Berufung nach 

ZPO, 2013, N 1507). Die dargelegten Anforderungen an die Begründung einer 

Berufung gelten sinngemäss auch für die Berufungsantwort (BGer 4A_580/2015 

vom 11. April 2016, E. 2.2, nicht publiziert in BGE 142 III 271). 

2.3. Soweit es Kinderbelange zu regeln gilt, findet die Offizial- und Untersu-

chungsmaxime Anwendung (Art. 55 Abs. 2 ZPO; Art. 58 Abs. 2 ZPO; Art. 296 

Abs. 1 und 3 ZPO). Das Gericht ist demnach nicht an die Anträge und tatsächli-

chen Vorbringe der Parteien gebunden (BGE 128 III 411 E. 3.2.1; BGE 137 III 617 

E. 4.5.2). Die Untersuchungsmaxime wirkt dabei umfassend, d.h. zugunsten 

sämtlicher Parteien (BGer 5A_745/2014 vom 16. März 2015, E. 2.3 mit weiteren 

Hinweisen). Trotz Untersuchungs- und Offizialmaxime haben die Parteien das 

Tatsächliche vorzutragen und bei der Sammlung des massgebenden Prozess-

stoffs mitzuwirken. Insbesondere obliegt es ihnen, dem Gericht das Tatsachen-

material mit vollständigen und bestimmten Behauptungen zu unterbreiten und die 

Beweismittel zu bezeichnen (Mitwirkungspflicht; BGer 5A_357/2015 vom 19. Au-

gust 2015, E. 4.2). Dies gilt verstärkt bei anwaltlicher Vertretung beider Parteien 

(OGer ZH LY120054 vom 27. Mai 2013, E. 1.5; vgl. auch BGE 141 III 569 E. 2.3.1 

und E. 2.3.2). Aufgrund des summarischen Charakters des Eheschutzverfahrens 

genügt blosses Glaubhaftmachen. Das Gericht darf aber weder blosse Behaup-

tungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis verlangen (BGer 

5A_112/2014 vom 11. Juli 2014, E. 1.3.). 

2.4. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange können die Parteien im Beru-

fungsverfahren zudem auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, 

wenn die Voraussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 

III 349 E. 4.2.1). Die von den Parteien erstmals im Berufungsverfahren einge-

reichten Urkunden sowie die daraus abgeleiteten Vorbringen der Parteien sind 

somit im Berufungsverfahren zu berücksichtigen. 

2.5. Aufgrund der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime unterliegt die 

von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden 

Parteiantrages zudem der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-

- 15 - 

Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, 

dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird. 

2.6. Vertretung der Kinder 

Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies notwendig erscheint 

(Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern un-

terschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Ver-

kehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt wurde, sei 

es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). 

Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuordnen ist, ob-

liegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung 

des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das 

Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine 

Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm 

Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). C._____ und D._____ 

konnten sich stets gegenüber den involvierten Fachpersonen äussern (namentlich 

der Familienbegleitung, der Besuchsbegleitung, der Schulsozialarbeiterin, den 

Abklärenden im Rahmen des von der Fachstelle "F._____" erstellten Berichts so-

wie der Fachpsychologin resp. dem Fachpsychologen der Beratungsstelle … 

[Name]; vgl. Urk. 21/1, Urk. 26/1, Urk. 39/4). Ausserdem waren die Kinder wäh-

rend des Verfahrens in Kontakt mit ihrer Beiständin, Frau G._____, und hernach 

mit deren Nachfolgerin, Frau H._____, die beide ihrer Aufgabe nachgingen, die 

Interessen der Kinder pflichtgemäss zu schützen (vgl. Urk. 81/1-2; Urk. 99). Es 

bestand ein überdurchschnittlich vielschichtiges und gut dokumentiertes Betreu-

ungssetting sowohl für die Kinder als auch die Parteien. Bei bestehender Bei-

standschaft nach Art. 308 ZGB und sofern dem Gericht durch den Beistand ein 

umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation 

(örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Ge-

schwistern etc.) geliefert wird, bedarf es nach bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines 

diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.2). So-

wohl im erstinstanzlichen Verfahren als auch im Berufungsverfahren drängte sich 

- 16 - 

die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO nicht auf. Hinzu 

kommt, dass der Gesuchsgegner seinen diesbezüglichen Antrag zurückzog 

(Urk. 104 Ziff. 3). 

2.7. Kinderanhörung 

 Die Vorinstanz verzichtete auf die Anhörung von C._____ und D._____ und 

hielt zutreffend fest, dass im familienrechtlichen Verfahren Kinder durch das Ge-

richt oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise angehört wür-

den (Art. 298 Abs. 1 ZPO), sofern das Alter oder andere wichtige Gründe nicht 

dagegen sprächen. Wie aus dem Gesetzestext hervorgehe, bestünden auch Aus-

nahmen von der Pflicht zur Anhörung. Unter anderem könne von ihr abgesehen 

werden, sofern die Anhörung eine übermässige Belastung und Gefährdung des 

Kindeswohls darstellen würde (Urk. 63 S. 7; BGE 131 III 553, E. 1.3.1; BGer 

5C.247/2004 vom 10. Februar 2005, E. 6.3.3; BGer 5P.322/2003 vom 

18. Dezember 2003, E. 3.1; BGer 5A_397/2011 vom 14. Juli 2011, E. 2.4). Die 

Parteien erachten eine Anhörung der Kinder nicht als erforderlich resp. der Ge-

suchsgegner zog seinen diesbezüglichen Antrag zurück (Urk. 104 Ziff. 4). Eine 

Anhörung von C._____ und D._____ ist mit Blick auf die besonderen Umstände, 

insbesondere der nunmehr gefundenen einvernehmlichen Betreuungsregelung 

nicht notwendig. 

2.8. Vorsorgliche Massnahmen 

 Im Rahmen der Vergleichsgespräche konnten sich die Parteien auch da-

rauf einigen, dass der Gesuchsgegner die Kinder bis 30. November 2021 nicht 

ohne Zustimmung der Gesuchstellerin ausserhalb des festgesetzten Besuchs-

rechts kontaktieren oder treffen werde. Die Gesuchstellerin zog ihrerseits ihr dies-

bezügliches Massnahmebegehren zurück (vgl. Urk. 104 Ziff. 5). Da die Parteien 

eine gemeinsame Lösung finden konnten, besteht mit Abschluss des Verfahrens 

kein Bedarf, die Besuchsrechtsregelung zusätzlich mit strafrechtlichen Sanktionen 

zu untermauern. 

- 17 - 

3. Besuchsrecht 

3.1. Die Vorinstanz änderte die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 

2019 und mit den Beschlüssen der KESB vom 18. Februar 2020 festgelegte Be-

treuung von C._____, D._____ und E._____ und übertrug resp. beliess die Be-

treuungsverantwortung der Gesuchstellerin (Urk. 63 S. 39, Dispositiv-Ziffer 1). Sie 

berechtigte den Gesuchsgegner, die Kinder für die Dauer von sechs Monaten je-

des zweite Wochenende entweder am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr 

bis 17.00 Uhr im Rahmen von begleiteten Besuchen zu betreuen und 30 Minuten 

pro Woche mit ihnen zu telefonieren (Urk. 63 S. 39). Dem Grundsatz der Verhält-

nismässigkeit folgend befristete sie das vollbegleitete Besuchsrecht vorerst auf 

eine Dauer von sechs Monaten (Urk. 63 S. 18 f.). 

3.2. Die bisherige Anordnung des begleiteten Besuchsrechts durch die Vo-

rinstanz scheint gerechtfertigt (vgl. insbesondere Urk. 63 S. 13 ff., Urk. 3/5, 

Urk. 3/8a-c sowie Urk. 26/1). Das Gleiche gilt für dessen Weiterführung entspre-

chend der Vereinbarung der Parteien (Urk. 104 Ziff. 1.1.2. und 1.1.3.). 

3.2.1.  Hervorzuheben ist, dass sich die von der KESB und der Vorinstanz ange-

ordneten begleiteten Besuche positiv auf das Wohl der Kinder auswirken. So äus-

serte sich die Familienbegleiterin am 8. September 2020 anlässlich des zweiten 

Standortgesprächs dahingehend, dass sich die familiäre Situation wesentlich be-

ruhigt habe und die Kinder bereits etwas mehr Boden unter den Füssen spürten. 

Sie geht davon aus, dass dies unter anderem auch sehr stark mit der neuen Re-

gelung der Besuche beim Gesuchsgegner zusammenhänge. Dadurch, dass die 

Besuche begleitet werden, fühlten sich die Kinder sicher und viel weniger ge-

stresst. Die Kinder akzeptierten die Regeln immer besser und seien im Umgang 

mit Erwachsenen wesentlich respektvoller (Urk. 70/4 S. 1). 

3.2.2.  Bedenklich ist aber, dass der Gesuchsgegner sich trotz des begleiteten 

Besuchsrechts wiederholt unbegleitet und ohne Einverständnis der Gesuchstelle-

rin mit den Kindern traf (vgl. Urk. 83). Mit solchen Treffen stellt er den Sinn dieser 

einschneidenden Massnahme in Frage und erweckt den Eindruck, er wolle sich 

vor der Problematik verschliessen. Erschwerend kommt hinzu, dass er die Ansicht 

- 18 - 

vertritt, dem Handeln der Kinder machtlos ausgesetzt zu sein und aufgrund seiner 

elterlichen Pflicht die Kinder nicht ignorieren dürfe (Urk. 83 S. 3). Damit schiebt er 

seine Verantwortung auf die Kinder ab, anstatt sie zu schützen und zu entlasten. 

C._____ und D._____ sind alt genug, um sich an die Besuchsrechtsregeln zu hal-

ten resp. nicht mehr beim Gesuchsgegner ausserhalb der Besuchszeit zu läuten, 

wenn ihnen dies von beiden Elternteilen erklärt wird.  

3.3. Da sich ein begleitetes Besuchsrecht längerfristig aber auch nachteilig auf 

das Kindeswohl auswirkt und die Parteien eine wechselnde Betreuung grundsätz-

lich als erstrebenswert erachten (vgl. Urk. 104 Ziff. 1.3.), sofern die entsprechen-

den Voraussetzungen gegeben sind, rechtfertigt sich bereits zum jetzigen Zeit-

punkt eine schrittweise Ausdehnung des Besuchsrechts festzulegen. Damit sich 

die Kinder und die Parteien auf die Ausweitung des Besuchsrechts einstellen 

resp. allenfalls Massnahmen zum Schutze der Kinder ergriffen werden können, 

rechtfertigt sich eine langsame Ausweitung des Besuchsrechts. Den von den Par-

teien vereinbarten Phasen ist dieser Leitgedanke zu entnehmen. So wird eine 

Ausweitung des Besuchsrechts des Gesuchsgegners angestrebt, wobei dies nur 

gerechtfertigt ist, soweit das Kindeswohl nicht gefährdet wird. Sollte sich im Laufe 

der Ausweitung des Besuchsrechts eine Gefährdung des Kindeswohls abzeich-

nen, sind die notwendigen Massnahmen zum Schutz der Kinder von der zustän-

digen Behörde unter Mitwirkung der Parteien sowie der Beiständin zu ergreifen. 

3.4. Entsprechend erscheint es angemessen, die Besuchsbeistandschaft für die 

Kinder aufrecht zu erhalten (vgl. Urk. 104 Ziff. 1.4.) und die Beiständin um die Ein-

reichung von entsprechenden Berichten, insbesondere für die ersten beiden Pha-

sen, zu ersuchen (vgl. 104 Ziff. 5.). 

3.5. Da hinreichende Schutzmechanismen zur Wahrung des Kindeswohls in 

der gestaffelten Ausweitung des Besuchsrechts vorhanden sind, ist die von den 

Parteien vereinbarte Besuchsrechtsregelung (Urk. 104 Ziff. 1.1.2. - 1.1.7.) zu ge-

nehmigen. 

3.6. Solange das Besuchsrecht des Gesuchsgegners erheblich eingeschränkt 

ist, rechtfertigt sich auch eine einschränkende Regelung der Telefonkontakte zwi-

- 19 - 

schen dem Gesuchsgegner und den Kindern. Aufgrund ihres Alters, ihren schuli-

schen Verpflichtungen und ihren Freizeitbedürfnissen können mehrere Telefonate 

pro Woche oder Telefonate von mehr als 30 Minuten kaum durchgesetzt werden. 

Die Gesuchstellerin verpflichtete sich anlässlich der Vergleichsverhandlung aber, 

die Telefonkontakte der Kinder zum Gesuchsgegner zu fördern. Der Gesuchs-

gegner hat sich seinerseits bewusst zu sein, dass es für die Kinder zuweilen 

schwierig ist, eine halbe Stunde am Stück zu telefonieren. Ab dem 30. November 

2021 ist das Besuchsrecht soweit ausgebaut, dass sich eine Regelung der Tele-

fonkontakte nicht mehr aufdrängt, insbesondere da die Parteien ab diesem Zeit-

punkt voraussichtlich eine hinreichend funktionierende Kommunikation betreffend 

die Kinderbelange erreicht haben sollten. Die Vereinbarung der Parteien ist dem-

nach auch in Bezug auf die Regelung der Telefonkontakte (Urk. 104 Ziff.  1.1.8.) 

zu bestätigen. 

3.7. Ein Ferienrecht ist nur zuzusprechen, wenn keine Hinweise auf eine kon-

krete Gefährdung des Kindeswohls vorliegen (vgl. Six, Eheschutz, Ein Handbuch 

für die Praxis, 2.A., 2014, S. 75 N 2.16). Während das Besuchsrecht des Ge-

suchsgegners bis zum 1. Juni 2022 noch erheblich eingeschränkt ist, können die 

Kinder ab diesem Datum jedes zweite Wochenende von Freitag nach Schul-

schluss bis Montagmorgen vom Gesuchsgegner betreut werden (Urk. 104 

Ziff. 1.1.7.), weshalb ab diesem Zeitpunkt keine Gründe ersichtlich sind, die ein 

Feiertags- und Ferienbesuchsrecht ausschliessen würden. Die von den Parteien 

vereinbarte Ferienregelung (Urk. 104 Ziff. 1.1.9.) erscheint daher angemessen 

und ist zu bestätigen. 

3.8. Damit vereinbar ist auch die Regelung der Parteien, wonach der Gesuchs-

gegner für berechtigt zu erklären sei, die gemeinsamen Kinder am 25. Dezember 

2021 von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu betreuen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ge-

suchsgegner bereits berechtigt, die Kinder jedes zweite Wochenende von Sams-

tag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu betreuen (Urk. 104 Ziff. 1.1.5.). Da der 

25. Dezember 2021 auf einen Samstag fällt, würde es sich – selbst wenn die Kin-

der nicht bereits vom Gesuchsgegner zu betreuen wären – um eine sehr geringe 

Ausweitung des Besuchsrechts handeln. Eine Gefährdung des Kindeswohls ist 

- 20 - 

nicht ersichtlich, weshalb die Besuchsrechtsregelung der Parteien für den 

25. Dezember 2021 zu bestätigen ist. 

3.9. Gleiches trifft für die Vereinbarung der Parteien betreffend den Geburtstag 

von C._____ vom tt.mm.2021 zu (Urk. 104 Ziff. 1.1.11.). Zu diesem Zeitpunkt ist 

der Gesuchgegner zwar erst berechtigt, die Kinder jedes zweite Wochenende 

entweder am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu betreuen 

(Urk. 104 Ziff. 1.1.4.). Da die Besuche aber bereits unbegleitet sowie ohne beglei-

tete Übergabe erfolgen sollten und der tt.mm.2021 auf einen Sonntag fällt, ist 

auch hier keine erhebliche Ausweitung des Besuchsrechts erkennbar, die mit dem 

Kindeswohl nicht vereinbar wäre. Zu begrüssen ist zudem, dass die Parteien be-

absichtigen, die weiteren Geburtstage der Kinder gemeinsam mit ihnen zu feiern 

(Urk. 104 Ziff. 1.1.11.). 

4. Mediation 

4.1. Die Betreuungsregelung der Parteien ist darauf ausgerichtet, sowohl ihnen 

als auch den Kindern eine Perspektive zu verschaffen. Gleichzeitig sind die Par-

teien zum Wohle der Kinder gehalten, die Kinder nicht in ihre Konflikte hinein zu 

ziehen, eine minimale sachliche und konstruktive Kommunikation über die Kin-

derbelange miteinander aufzubauen, den Kindern die Freiheit zu garantieren, ihre 

Gefühle für beide Elternteile zeigen zu können, und die Kinder beim Aufbau der 

Beziehung zum anderen Elternteil zu unterstützen. Entsprechend ist die von den 

Parteien angestrebte Mediation (Urk. 104 Ziff. 1.2.) zu begrüssen und davon 

Vormerk zu nehmen. 

4.2. Die Parteien haben zum jetzigen Zeitpunkt noch keine hinreichende Kom-

munikation zueinander aufgebaut, um eine Mediation ohne zusätzliche Hilfe in die 

Wege leiten zu können, weshalb ihnen die Beiständin der Kinder zur Seite zu stel-

len ist, die sich auch in ihrem Bericht vom 16. März 2021 für die Anordnung einer 

Mediation aussprach (Urk. 99 S. 5). Die Beiständin ist daher zu beauftragen, mit 

den zuständigen Stellen die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, damit ei-

ne Mediation mit den Parteien betreffend die genannten Ziele durchgeführt und 

abgeschlossen werden kann, bevor die Besuchsrechtsphase mit Übernachtungen 

- 21 - 

beim Gesuchsgegner beginnt, somit vor dem 1. Dezember 2021 (vgl. Urk. 104 

Ziff. 1.4.).  

5. Unterhalt 

5.1. Eine Einigung der Parteien in Bezug auf den Unterhalt konnte anlässlich 

der Vergleichsverhandlung vom 16. April 2021 nicht erzielt werden, weshalb die 

Parteien das Gericht ersuchten, die Unterhaltsbeiträge für die gemeinsamen Kin-

der festzulegen (Urk. 104 Ziff. 2.). Im Berufungsverfahren ist diesbezüglich allein 

die Anrechnung sowie die Höhe eines hypothetischen Einkommens auf Seiten 

des Gesuchsgegners strittig. 

5.2. Hypothetisches Einkommen des Gesuchsgegners 

5.2.1.  Die Vorinstanz rechnete dem Gesuchsgegner ab Januar 2021 ein hypothe-

tisches Einkommen von Fr. 5'000.– pro Monat bei einem Arbeitspensum von 

100 % an (Urk. 63 S. 41). Als Begründung für die Anrechnung führte sie unter an-

derem aus, der Gesuchsgegner habe eine Unterhaltspflicht, der er mit Einsatz all 

seiner Kräfte und Möglichkeiten nachkommen müsse. Insofern sei er in seiner 

Lebensgestaltung eingeschränkt. Seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt schienen 

intakt zu sein und es bestehe vielmehr der Eindruck, er wolle nicht mehr oder 

nicht zu anderen Konditionen als bisher arbeiten, insbesondere in der (vagen) 

Hoffnung, die Kinder in naher Zukunft wieder im Rahmen einer geteilten Obhut 

betreuen zu können (Urk. 63 S. 27 f.).  

5.2.2.  Der Gesuchsgegner wiederholt in seiner Berufungsschrift weitgehend sei-

ne Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Verfahren und rügt, die Vorinstanz hätte 

ihm kein hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– ab 1. Januar 2021 anrech-

nen dürfen, da sowohl er als auch die Gesuchstellerin erwerbstätig gewesen sei-

en und sie sich beide um die Kinder gekümmert hätten. Mit der Anrechnung eines 

hypothetischen Einkommens bei einem 100 % Pensum setze die Vorinstanz ein 

Faktum. Sie zeige damit, dass er seine Kinder auch in Zukunft nicht mehr zur 

Hälfte betreuen dürfe und zum Wochenendvater alle zwei Wochen degradiert 

werde. Die derzeitige Situation mit dem begleiteten Besuchsrecht stelle aber nur 

eine vorübergehende Massnahme dar. Ausserdem habe sich die Vorinstanz nicht 

- 22 - 

mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass es ihm nicht möglich sei, bei seiner 

jetzigen Arbeitgeberin, bei welcher er seit 2018 arbeite, mehr als 60 % zu arbeiten 

(Urk. 62 S. 19). 

5.2.3.  Die Behauptung des Gesuchsgegners, die Vorinstanz habe mit der An-

nahme eines hypothetischen Einkommens ein Faktum für die Zukunft gesetzt und 

zeige damit, dass er die Kinder in der Zukunft nicht mehr hälftig betreuen dürfe, 

trifft nicht zu. Die Betreuungsregelung folgt vorliegend nicht der Erwerbssituation 

der Parteien. Vielmehr ist der Gesuchsgegner verpflichtet, seine Erwerbstätigkeit 

seiner Unterhaltspflicht anzupassen. Ob eine hälftige Betreuung der Kinder zu-

künftig festgelegt werden kann, ist gegenwärtig nicht zu entscheiden, zumal der 

Gesuchsgegner eine solche Regelung auch nicht beantragte. Die Parteien sind 

sich zwar einig, dass sie auf eine alternierende Obhut hinarbeiten und sich darum 

bemühen wollen, die entsprechenden Voraussetzungen zu erarbeiten (Urk. 104 

Ziff. 3). Gegenwärtig sind sie jedoch nicht an diesem Punkt angelangt. 

5.2.4. Die Bescheinigung seiner derzeitigen Arbeitgeberin, wonach er bei ihr le-

diglich im Umfang einer 60 %-Anstellung arbeiten könne (Urk. 65/11), entbindet 

den Gesuchsgegner nicht davon, bei einem anderen Arbeitgeber eine zusätzliche 

Arbeit zu suchen oder seine Arbeitgeberin zu wechseln. Wie die Vorinstanz be-

reits festhielt, hat er mit Einsatz all seiner Kräfte und Möglichkeiten darum bemüht 

zu sein, seiner Unterhaltspflicht nachzukommen. Entsprechend ist ihm auch zu-

zumuten, eine Stelle zu suchen, in welcher er in einem höheren Pensum arbeiten 

und entsprechend auch mehr verdienen kann, was ihm ebenso von der Vo-

rinstanz bereits vorgehalten wurde (Urk. 63 S. 27).  

5.2.5.  Den bisherigen Bemühungen des Gesuchsgegners, sein Arbeitspensum 

zu erhöhen resp. eine Anstellung mit höherem Arbeitspensum zu finden (Urk. 106 

und 107), ist entgegenzuhalten, dass den eingereichten Unterlangen nicht zu ent-

nehmen ist, welche Anforderungen für die einzelnen Stellenangebote bestanden 

haben und wie er sich auf diese hin beworben hat. Seine Behauptung, er habe 

sich intensiv um eine andere Anstellung bemüht und sich entsprechend auf diver-

se offene Stellen beworben (Urk. 106 S. 1), ist zu pauschal und damit unzu-

reichend (vgl. E. 2.3.). Im Übrigen reicht der Gesuchsgegner lediglich E-Mails mit 

- 23 - 

Absagen ein. Die Gründe für die Absagen sind durchaus durchmischt. Ein Gross-

teil von ihnen bezieht sich aber darauf, dass der Gesuchsgegner die Stellenanfor-

derungen nicht erfülle resp. weitere Bewerber diese besser erfüllten. Solange 

aber nicht ersichtlich ist, welche Stellanforderungen bestanden und welche er von 

diesen gemäss seiner Bewerbungsunterlagen erfüllen konnte, vermag der Ge-

suchsgegner nicht glaubhaft zu machen, dass es ihm nicht möglich sei, eine An-

stellung im IT-Bereich zu finden. Anstellungsbemühungen in einem anderen Ar-

beitsbereich macht der Gesuchsgegner zudem nicht geltend.  

5.2.6. Unter Hinweis auf die vorgenannten Bewerbungen wendet der Gesuchs-

gegner zudem ein, die Anrechnung des hypothetischen Einkommens dürfe nicht 

rückwirkend per 1. Januar 2021 erfolgen (Urk. 106 S. 2). Tatsächlich ist bei der 

Anrechnung eines hypothetischen Einkommens der betroffenen Partei eine hin-

reichende Übergangsfrist zu belassen, um die rechtlichen Vorgaben in die Tat 

umsetzen zu können (BGE 144 III 481 E. 4.6). Hierbei sind stets die Umstände 

des konkreten Einzelfalls massgebend. Insbesondere muss aber berücksichtigt 

werden, ob die geforderte Umstellung für die betroffene Partei voraussehbar war 

(BGer 5A_636/2013 vom 21. Februar 2014, E. 5.1; 5A_184/2015 vom 22. Januar 

2016, E. 3.2; 5A_549/2017 vom 11. September 2017, E. 4). Da es für den Ge-

suchsgegner spätestens mit der Zustellung des vorinstanzlichen Urteils vom 

11. August 2020 vorhersehbar war, dass er seinen Erwerbsumfang resp. sein 

Einkommen ab dem 1. Januar 2021 zu erhöhen habe, kann er sich nunmehr im 

Berufungsverfahren nicht darauf berufen, eine Pflicht zur Aufnahme oder Auswei-

tung der Erwerbstätigkeit sei nur für die Zukunft möglich. Die vorinstanzliche 

Übergangsfrist erscheint insgesamt sowohl ihrem Zweck wie auch den gegebe-

nen Umständen nach als angemessen. Eine Verlängerung der Übergangsfrist ist 

daher nicht angebracht 

5.2.7.  Damit bleibt es dabei, dass keine Gründe ersichtlich sind, weshalb der Ge-

suchsgegner nicht in der Lage sein sollte, ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 ei-

ner Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen, zumal weder die Branche, in welcher 

der Gesuchsgegner tätig ist (IT-Bereich), noch die Region Zürich in Bezug auf 

den Stellenmarkt übermässig von der COVID-19-Pandemie betroffen sind. Die 

- 24 - 

weiteren Ausführungen zur Höhe des anrechenbaren hypothetischen Einkom-

mens (Urk. 63 S. 27 f.) wurden nicht substantiiert gerügt, weshalb dem Gesuchs-

gegner bis 31. Mai 2022 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– netto bei 

einem Arbeitspensum von 100 % anzurechnen ist. 

5.2.8. Gemäss der zwischen den Parteien vereinbarten und zu genehmigenden 

Betreuungsregelung wird der Gesuchsgegner ab dem 1. Juni 2022 berechtigt und 

verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die Kinder jedes zweite Wochenen-

de sowie zusätzlich in den alternierenden Wochen am Donnerstag von Schulbe-

ginn bis abends 19:00 Uhr (verpflegt) zu übernehmen (Urk. 104 Ziff. 1.1.7.). Damit 

der Gesuchsgegner seinen Betreuungsverpflichtungen unter der Woche nach-

kommen kann, ist ihm ab diesem Zeitpunkt ein geringeres Arbeitspensum anzu-

rechnen. Betroffen ist jeweils jeder zweite Donnerstag, weshalb es sich rechtfer-

tig, ab dem 1. Juni 2022 dem Gesuchsgegner ein hypothetisches Einkommen von 

Fr. 4'500.– pro Monat bei einem Arbeitspensum von 90 % anzurechnen 

(90 % x Fr. 5'000.–). 

5.3. Notbedarf des Gesuchsgegners 

Die Reduktion des dem Gesuchsgegner anrechenbaren Arbeitspensums ab dem 

1. Juni 2022 wirkt sich dahingehend auf seinen Notbedarf aus, als ihm ab diesem 

Zeitpunkt Fr. 200.– (20 x Fr. 10.–) für auswärtige Verpflegung anzurechnen sind.  

5.4. Unterhaltsberechnung 

5.4.1. Mit Ausnahme des hypothetischen Einkommens des Gesuchsgegners ab 

dem 1. Juni 2022 und der damit verbunden Anpassung des familienrechtlichen 

Notbedarfs des Gesuchsgegners ergeben sich im Berufungsverfahren keine wei-

teren Änderungen der finanziellen Verhältnisse der Parteien. Im Übrigen kann auf 

die zutreffenden und nicht beanstandeten Erwägungen der Vorinstanz zu den fi-

nanziellen Verhältnissen der Familie (Urk. 63 S. 41 f.) und deren Berechnung der 

Unterhaltsbeiträge der Kinder (Urk. 63 S. 20 ff. und S. 34 f.) abgestellt werden 

(vgl. BGE 103 Ia 409 E. 3a). Gleiches gilt für die Erwägungen der Vorinstanz zur 

fehlenden Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners bis 31. Dezember 2020 

(Urk. 63 S. 35), den ungedeckten Barbedarf der Kinder bis 31. Mai 2022 (Urk. 63 

- 25 - 

S. 35) sowie den Anspruch der Gesuchstellerin auf die Familien-, Kinder- und 

Ausbildungszulagen seit dem 1. März 2020 (Urk. 63 S. 36). Ergänzend und teil-

weise wiederholend sei das Folgende angefügt: 

5.4.2. a) Das Einkommen der Gesuchstellerin beträgt bei einer Erwerbstätigkeit 

von 60 Prozent Fr. 3'634.– (Urk. 63 S. 22 f.). Die Einkommen der Kinder betragen 

je Fr. 200.– pro Monat (Urk. 63 S. 30). Der Notbedarf der Gesuchstellerin beträgt 

Fr. 2'277.–, derjenige von C._____ Fr. 819.–, von D._____ Fr. 840.–, von E._____ 

Fr. 744.– und derjenige des Gesuchsgegners bis 31. Dezember 2020 Fr. 3'024.– 

sowie ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 Fr. 3'234.– und ab 1. Juni 2022 

Fr. 3'224.– (Urk. 63 S. 30 und 33). 

 b) Bis Dezember 2020 ist der Gesuchsgegner nicht in der Lage Unterhalt 

für die Kinder zu bezahlen. 

 c) Ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 beträgt die Leistungsfähigkeit des 

Gesuchsgegners Fr. 1'766.– (Fr. 5'000.– - Fr. 3'234.–). Zuzüglich allfälliger Kin-

der-, Familien- oder Ausbildungszulagen hat der Gesuchsgegner ab 1. Januar 

2021 bis 31. Mai 2022 an den monatlichen Unterhalt von C._____ Fr. 607.–, von 

D._____ Fr. 628.– und von E._____ Fr. 532.– zu bezahlen, wobei er den Bedarf 

der Kinder im Umfang von je Fr. 12.– nicht zu decken vermag. 

 d) Ab dem 1. Juni 2022 ist der Gesuchsgegner nur noch in der Lage im 

Umfang von Fr. 1'276.– Unterhalt zu bezahlen, da ihm ab diesem Zeitpunkt ein 

hypothetisches Einkommen von Fr. 4'500.– bei einem Notbedarf von Fr. 3'224.– 

anzurechnen ist (Fr. 4'500.– - Fr. 3'224.–). Die monatlichen Unterhaltsbeiträge für 

die Kinder fallen daher im Verhältnis zur vorangegangen Phase um insgesamt 

Fr. 490.– tiefer aus (Fr. 1'766.– - Fr. 1'276.–). Bei einer gleichmässigen Anpas-

sung der Unterhaltsbeiträge (Fr. 490.– : 3 = ~Fr. 163.–) hat der Gesuchsgegner 

somit ab dem 1. Juni 2022 zuzüglich allfälliger Kinder-, Familien- oder Ausbil-

dungszulagen an den monatlichen Unterhalt von C._____ Fr. 444.–, von D._____ 

Fr. 465.– und von E._____ Fr. 369.– zu bezahlen, wobei er den Bedarf der Kinder 

im Umfang von je Fr. 175.– nicht zu decken vermag. 

- 26 - 

 e) Tabellarische Zusammenfassung: 

Notbedarf der Gesuchstellerin und der Kinder (Urk. 63 S. 30) 
     Gesuchstellerin  C._____ D._____ E._____  

1) Grundbetrag (in Fr.)  1'350.–    400.–   400.–  
 400.– 
2) Wohnkosten (in Fr.)   303.–   152.–   152.–   152.– 
3) Krankenkasse (KVG; in Fr.)   228.–   18.–    18.–   0.– 
4) Krankenkasse (VVG; in Fr.)   0.–   33.–    35.–   25.– 
5)  Gesundheitskosten (in Fr.)   0.–   10.–    29.–   21.– 
6) Kommunikation/Serafe (in Fr.)   150.–  
7) Versicherungen (in Fr.)   20.–  
8) öffentlicher Verkehr (in Fr.)   100.–   2.–    2.–   2.– 
9) auswärtige Verpflegung (in Fr.)   126.–  
10) … [Beratungsstelle] (in Fr.)     45.–    45.–  
11) Fremdbetreuungskosten (in Fr.)      159.–    159.–   144.– 

Total (in Fr.)   2'277.–    819.–     840.–    
744.– 

Notbedarf des Gesuchsgegners (Urk. 63 S. 33 i.V.m. E. 5.3.) 
                 bis 31. 12. 2020        1. 1. 2021 bis 31. 5. 2022                 ab 1. 6. 2022 

1) Grundbetrag (in Fr.)  1'200.–    1'200.– 1'200.– 
2) Wohnkosten (in Fr.) 1'160.–   1'160.– 1'160.– 
3) Krankenkasse (KVG; in Fr.)   407.–   407.– 407.– 
4) Kommunikation/Serafe (in Fr.)   150.–  150.– 150.– 
5) Versicherungen (in Fr.)   22.–  22.– 22.– 
6) öffentlicher Verkehr (in Fr.)   85.–   85.– 85.– 
7) auswärtige Verpflegung (in Fr.)   0.–  210.– 200.– 

Total (in Fr.) 3'024.–    3'234.– 3'224.– 

Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners (Urk. 63 i.V.m. E. 5.2. und 5.3.) 
                 bis 31. 12. 2020        1. 1. 2021 bis 31. 5. 2022                 ab 1. 6. 2022 
Einkommen Gesuchsgegner Fr. 1'732.–  Fr. 5'000.– Fr. 4'500.– 
abzl. Bedarf Gesuchsgegner - Fr. 3'024.–  Fr. 3'234.– Fr. 3'224.– 
Leistungsfähigkeit Gesuchsgegner  – Fr. 1'292.–  Fr. 1'766.– Fr. 1'276.– 

- 27 - 

Unterdeckung (Urk. 63 S. 35) 
                 bis 31. 12. 2020        1. 1. 2021 bis 31. 5. 2022                 ab 1. 6. 2022 
Leistungsfähigkeit Gesuchsgegner Fr.       0.–    Fr. 1'766.–   Fr. 1'276.– 
abzl. Bedarf Kinder zzgl. Fam.Zulagen - Fr. 1'803.–  - Fr. 1'803.– - Fr. 1'803.– 
(Fr. 600.– - [Fr. 819 + Fr. 840 + Fr. 744.–])       

Unterdeckung gesamt       – Fr. 1'803.–  – Fr.    37.– – Fr.    527.– 

 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Die Vorinstanz setzte ihre Entscheidgebühr auf Fr. 2'400.– fest und erhob 

keine weiteren Gerichtskosten (Urk. 63 S. 38 und S. 42 Dispositiv-Ziffer 5). 

6.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr entspricht den gesetzlichen Vorgaben und 

wurde von den Parteien zu Recht nicht beanstandet, weshalb die erstinstanzli-

chen Gerichtskosten zu bestätigen sind. 

6.3. Vereinbarungsgemäss sind die Parteien zu verpflichten, die Kosten des 

erstinstanzlichen Verfahrens je zur Hälfte zu übernehmen (Urk. 104 Ziff. 7.). 

6.4. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung 

des Entscheids betreffend vorsorgliche Massnahmen (vgl. Urk. 89), der durchge-

führten Vergleichsverhandlung sowie der teilweisen vergleichsweisen Erledigung 

des Verfahrens in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 2 

lit. b und § 10 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 5'000.– festzusetzen. Als weitere Gerichts-

kosten kommen diejenigen der Dolmetscherin von Fr. 795.– hinzu (Urk. 105, Art. 

95 Abs. 2 lit. d und e ZPO). Sämtliche Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 

sind den Parteien vereinbarungsgemäss je zur Hälfte aufzuerlegen (Urk. 104 Ziff. 

8.). 

6.5. Infolge gegenseitigen Verzichts sind für das erst- und zweitinstanzliche 

Verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Urk. 104 Ziff. 7. und 8.). 

- 28 - 

7. Prozesskostenbeitrag / unentgeltliche Rechtspflege 

7.1. Die Vorinstanz bewilligte beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege 

(Urk. 63 S. 36 ff.). Im Rechtsmitteverfahren beantragten die Parteien je die Zu-

sprechung eines Prozesskostenbeitrages und erneuerten eventualiter ihre Gesu-

che um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung 

(Urk. 62 S. 3; Urk. 68 S. 2). 

7.2. An der engen finanziellen Situation der Parteien hat sich seit Erlass des 

erstinstanzlichen Entscheids nichts geändert (Urk. 62 S. 20; Urk. 68 S. 16). Der 

Gesuchsgegner macht zusätzlich geltend, mit seinen Einkünften von durchschnitt-

lich Fr. 1'500.– bei der I._____ AG resp. Fr. 1'919.95 für den September 2020 und 

seinem Nebenerwerb bei der J._____ AG von 348.– könne er seinen Bedarf von 

Fr. 3'024.– nicht decken. Über Vermögen verfüge er nicht (Urk. 62 S. 20 f.). Die 

Gesuchstellerin reichte ihre Lohnabrechnungen für den August bis Oktober 2020 

ein, welchen ein Nettolohn von Fr. 3'291.50 zuzüglich Fr. 600.– Kinder- und Aus-

bildungszulagen zu entnehmen ist, womit sie zwar ihren Bedarf aber nicht auch 

noch denjenigen der Kinder decken könne (Urk. 68 S. 16; Urk. 63 S. 41 f.; 

Urk. 70/8a-c). Da beide Parteien somit als mittellos im Sinne von Art. 117 lit. a 

ZPO zu bezeichnen sind, vermögen sie der Gegenseite keinen Prozesskostenbei-

trag zu leisten, weshalb ihre diesbezüglichen Anträge abzuweisen sind. 

7.3. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechts-

begehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Sofern es zur Wahrung der Rechte 

notwendig ist, besteht darüber hinaus ein Anspruch auf einen unentgeltlichen 

Rechtsbeistand (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).  

7.4. Die Mittellosigkeit der Parteien ist ausgewiesen (vgl. E. 7.2.). Weiter sind 

die Rechtsbegehren der Parteien nicht als aussichtlos im Sinne von Art. 117 lit. b 

ZPO zu betrachten. Eine anwaltliche Verbeiständung der rechtsunkundigen Par-

teien erscheint zur Wahrung ihrer Rechte notwendig (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). 

Somit ist den Parteien auch für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege zu bewilligen und eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen; 

- 29 - 

für die Gesuchstellerin in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ und für 

den Gesuchsgegner in der Person von Rechtsanwältin MLaw X._____.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Zusprechung eines Prozesskostenbei-

trages von Fr. 6'000.– für das zweitinstanzliche Verfahren wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch des Gesuchsgegners um Zusprechung eines Prozesskosten-

beitrages von Fr. 6'000.– für das zweitinstanzliche Verfahren wird abgewie-

sen. 

3. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

4. Dem Gesuchsgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin MLaw X._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

5. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbehrung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3 und 4 des Urteils des Einzelgerichts im summa-

rischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. August 

2020 werden durch folgende Fassung ersetzt: 

 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.c) des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 
resp. Ziffer 3 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt 
Zürich vom 18. Februar 2020 wird die Betreuung wie folgt festgelegt:  

 1.1. Der Gesuchstellerin wird die Betreuungsverantwortung für die Kinder C._____, 
D._____ und E._____ übertragen resp. belassen. 

 1.2. Bis zum 30. Juni 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder am Samstag oder 

- 30 - 

am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Rahmen von begleiteten Besuchen zu be-
treuen.  

 1.3. Vom 1. Juli 2021 bis 30. September 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt er-
klärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder 
am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu betreuen, wobei die 
Übergaben begleitet werden. 

 1.4. Vom 1. Oktober 2021 bis 30. November 2021 wird der Gesuchsgegner für berechtigt 
erklärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende entweder 
am Samstag oder am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu betreuen. 

 1.5. Vom 1. Dezember 2021 bis 28. Februar 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt 
erklärt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von 
Samstag 10:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr (unverpflegt) zu betreuen. 

 1.6 Vom 1. März 2022 bis 31. Mai 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die 
Kinder C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von Freitagabend 
(17.00 Uhr resp. nach Schulschluss) bis Montagmorgen (Schulbeginn) zu betreuen. 

 1.7. Ab dem 1. Juni 2022 wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende von Freitag (Schulschluss) 
bis Montagmorgen (Schulbeginn) zu betreuen. Zusätzlich wird der Gesuchsgegner für 
berechtigt erklärt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ in den alternierenden Wochen Donnerstag von Schul-
beginn bis 19:00 Uhr (verpflegt) zu übernehmen. 

 1.8. Bis zum 30. November 2021 wird der Gesuchsgegner zudem für berechtigt erklärt, mit 
den Kindern C._____, D._____ und E._____ am Donnerstag um 17:30 Uhr 30 Minuten 
pro Woche zu telefonieren. 

  Es wird davon Vormerk genommen, dass sich die Gesuchstellerin verpflichtet, die Te-
lefonkontakte zum Gesuchsgegner zu fördern.  

 1.9. Es wird festgehalten, dass dem Gesuchsgegner bis 1. Juni 2022 kein Feiertags- oder 
Ferienbesuchsrecht zusteht. 

- 31 - 

  Ab dem 1. Juni 2022 wird der Gesuchsgegner berechtigt und verpflichtet, die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ in den Herbst-, Weihnachts-, Sport- und Frühlingsferi-
en während einer Woche und in Jahren mit gerader Jahreszahl während zwei und in 
Jahren mit ungerader Jahreszahl während drei Wochen in den Sommerferien auf eige-
ne Kosten zu betreuen. Können sich die Parteien über die Aufteilung der Ferienzeit 
nicht einigen, hat die Beiständin der Kinder diese festzulegen. 

 1.10. Der Gesuchsgegner wird zudem für berechtigt erklärt, die Kinder C._____, D._____ 
und E._____ am 25. Dezember 2021, 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, zu betreuen. 

 1.11. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, den Geburtstag von C._____ am 
tt.mm.2021, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, zu organisieren und durchzuführen. 

  Es wird Vormerk genommen, dass die Parteien vereinbarten, die weiteren Geburtstage 
zusammen zu feiern. 

 2.a) Es wird Vormerk genommen, dass sich die Parteien verpflichten, bis zum 30. Novem-
ber 2021 eine Mediation durchzuführen. 

 2.b) Die bestehende Beistandschaft wird mit den bestehenden Kompetenzen gemäss Ziffer 
5 der Beschlüsse der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 
18. Februar 2020 weitergeführt.  

  Ziffer 5 lit. b des Aufgabenkatalogs wird wie folgt angepasst bzw. ergänzt: 
b) Organisation von begleiteten Besuchen des Vaters (inkl. der entsprechenden 

Finanzierung) gemäss vorstehender Ziffer 1.2 und begleitete Übergaben ge-
mäss vorstehender Ziffer 1.3 sowie bei Bedarf Festlegung der Besuchsmodalitä-
ten (Zeit, Ort, etc.) sowie Festlegung der Telefonzeit pro Woche. 

i) Die Beiständin wird beauftragt, die erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten, 
damit mit den Parteien bis 30. November 2021 eine Mediation durchgeführt 
werden kann, mit den vorgenannten Zielen (Ziffer. 2). 

 3. Die Beiständin der Kinder wird ersucht, der zuständigen Behörde rechtzeitig (spätes-
tens eine Woche vor Ablauf der jeweiligen Phase) für die begleiteten Besuche und 
Übergaben Berichte über den Verlauf sowie einen Antrag bezüglich der Zukunft einzu-
reichen." 

- 32 - 

 4. Ziffer 3.4. und 3.6. des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 werden wie 
folgt abgeändert:  

 4.1. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrennt-
lebens für die gemeinsamen Kinder C._____, geb.tt.mm. 2011, D._____, geb. 
tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2017, die nachfolgend aufgeführten Kinderunter-
haltsbeiträge zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinder- und Ausbil-
dungszulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Monatsersten, 
erstmals ab dem 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022: 

– Fr. 607.– pro Monat für 
C._____ 

– Fr. 628.– pro Monat für 
D._____ 

– Fr. 532.– pro Monat für 
E._____ 

  sowie ab 1. Juni 2022 für die weitere Dauer des Getrenntlebens: 

– Fr. 444.– pro Monat für 
C._____ 

– Fr. 465.– pro Monat für 
D._____ 

– Fr. 369.– pro Monat für 
E._____ 

4.2 Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner bis 31. Dezember 2020 mangels Leis-
tungsfähigkeit nicht in der Lage ist, den Barunterhalt von C._____, D._____ und 
E._____ zu bezahlen. 

4.3. Es wird festgestellt, dass der Gesuchstellerin seit 1. März 2020 die Familien-, Kinder- 
und Ausbildungszulagen vollumfänglich zustehen. 

4.4. Es wird festgehalten, dass der Barbedarf von C._____ Fr. 819.–, der Barbedarf von 
D._____ Fr. 840.– und der Barbedarf von E._____ Fr. 744.– beträgt.  
– Bis zum 31. Dezember 2020 fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts  
  für C._____ Fr. 619.–, für D._____ Fr. 640.– und für E._____ Fr. 544.– pro Monat.
  
– Ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 fehlen zur Deckung des gebührenden Un- 
  terhalts monatlich Fr. 12.– pro Kind. 

- 33 - 

– Ab dem 1. Juni 2022 fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts monatlich 
  Fr. 175.– pro Kind. 

4.5. Diesem Entscheid liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde: 
Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat: 

       – Gesuchstellerin: Fr. 3'634.– (60 % Pensum)  
     – Gesuchsgegner: Fr. 1'732.– bis und mit 31. Dezember 2020   
   Fr. 5'000.– ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022  
       (100 % Pensum; hypothetisch)  
   Fr. 4'500.– ab 1. Juni 2022  
      (90 % Pensum, hypothetisch)  
     – Kinder:  je die Familienzulage von derzeit Fr. 200.– 

  Vermögen: 

       – Gesuchstellerin: Fr. 0.– 
     – Gesuchsgegner: Fr. 0.– 
     – Kinder:   Fr. 0.– 

  familienrechtlicher Bedarf: 

       – Gesuchstellerin:  Fr. 2'277.– 
     – Gesuchsgegner: Fr. 3'024.–  bis und mit 31. Dezember 2020  
        Fr. 3'234.–  ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022  
        Fr. 3'224.–  ab 1. Juni 2022  
     – C._____:   Fr. 819.–   
     – D._____:   Fr. 840.–   
     – E._____:  Fr. 744.– 

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 

2. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-

Ziffern 5-7) wird bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

  Fr. 5'000.–; die weiteren Auslagen betragen: 

  Fr.    795.– Übersetzungskosten. 

- 34 - 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachfor-

derung im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

5. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien sowohl für das erstin-

stanzliche Verfahren als auch für das Berufungsverfahren gegenseitig auf 

Parteientschädigungen verzichtet haben. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindesschutzbehörde der Stadt 

Zürich, die Beiständin der Kinder C._____, D._____ und E._____, Frau 

H._____, … [Adresse], sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über vorsorgli-
che Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

- 35 - 

Zürich, 8. Juni 2021 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

Dr. O. Hug 
 
 
versandt am: 
lm 

 

	Beschluss und Urteil vom 8. Juni 2021
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. August 2020: (unbegründete Ausfertigung: Urk. 46; begründete Ausfertigung: Urk. 56 = Urk. 63)
	des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 62 S. 2 ff.):
	der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 68 S. 2):
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt/Prozessgeschichte
	1.1. Die Parteien sind verheiratet und haben drei Kinder, C._____, geboren am tt.mm.2011 (fortan C._____), D._____, geboren am tt.mm.2013 (fortan D._____), und E._____, geboren am tt.mm.2017 (fortan E._____). Mit Urteil vom 3. Juli 2019 wurde im Ehesc...
	1.2. Mit den Beschlüssen Nr. 900-902, je vom 18. Februar 2020, übertrug die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich (fortan KESB) die Obhut für die Kinder alleine der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (fortan Gesuchstellerin), schrä...
	1.3. Mit Eingabe vom 27. April 2020 machte die Gesuchstellerin bei der Vorinstanz die Abänderung der vorgenannten Entscheide mit den obgenannten Rechtsbegehren anhängig (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf kann den Erwägungen des eingangs wiedergegebe...
	1.4. Innert Frist erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 1. Oktober 2020 Berufung mit den obgenannten Anträgen (Urk. 62). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-61). Auf die Einholung eines Kostenvorschusses wurde verzichtet (Art. 98 ZP...
	1.5. In der Folge wurde mit Beschluss vom 18. Februar 2021 der persönliche Verkehr des Gesuchsgegners mit den Kindern vorsorglich für das weitere Verfahren entsprechend der vorinstanzlichen Regelung festgesetzt. Zudem wurde den Parteien Frist angesetz...
	1.6. Nach Rücksprache mit den Parteien wurde zu einer Vergleichsverhandlung auf den 16. April 2021 vorgeladen (Urk. 103) und den Parteien wurden die bis zu diesem Zeitpunkt nicht versandten Doppel der jeweiligen Gegenpartei zugestellt (Urk. 102).
	1.7. An der Vergleichsverhandlung vom 16. April 2021 schlossen die Parteien unter Mitwirkung des Gerichtsschreibers (§ 133 Abs. 2 GOG) eine Vereinbarung mit folgendem Inhalt (Urk. 104):
	1.8. Am 23. April 2021 reichte der Gesuchsgegner eine Noveneingabe ein (Urk. 106), welche der Gesuchstellerin zu Kenntnisnahme zugestellt wurde (Prot. S. 14), und am 26. Mai 2021 reichte die Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners ihre Honorarnote ein (U...
	1.9. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Verfahrensgrundlagen
	2.1. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslic...
	2.2. In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt...
	2.3. Soweit es Kinderbelange zu regeln gilt, findet die Offizial- und Untersuchungsmaxime Anwendung (Art. 55 Abs. 2 ZPO; Art. 58 Abs. 2 ZPO; Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Das Gericht ist demnach nicht an die Anträge und tatsächlichen Vorbringe der Parte...
	2.4. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange können die Parteien im Berufungsverfahren zudem auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn die Voraussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). Die von ...
	2.5. Aufgrund der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime unterliegt die von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantrages zudem der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und ...
	2.6. Vertretung der Kinder
	Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies notwendig erscheint (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs (Art. 299 ...
	2.7. Kinderanhörung
	Die Vorinstanz verzichtete auf die Anhörung von C._____ und D._____ und hielt zutreffend fest, dass im familienrechtlichen Verfahren Kinder durch das Gericht oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise angehört würden (Art. 298 Abs. 1...
	2.8. Vorsorgliche Massnahmen
	Im Rahmen der Vergleichsgespräche konnten sich die Parteien auch darauf einigen, dass der Gesuchsgegner die Kinder bis 30. November 2021 nicht ohne Zustimmung der Gesuchstellerin ausserhalb des festgesetzten Besuchsrechts kontaktieren oder treffen we...

	3. Besuchsrecht
	3.1. Die Vorinstanz änderte die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 und mit den Beschlüssen der KESB vom 18. Februar 2020 festgelegte Betreuung von C._____, D._____ und E._____ und übertrug resp. beliess die Betreuungsverantwortung ...
	3.2. Die bisherige Anordnung des begleiteten Besuchsrechts durch die Vorinstanz scheint gerechtfertigt (vgl. insbesondere Urk. 63 S. 13 ff., Urk. 3/5, Urk. 3/8a-c sowie Urk. 26/1). Das Gleiche gilt für dessen Weiterführung entsprechend der Vereinbarun...
	3.2.1.  Hervorzuheben ist, dass sich die von der KESB und der Vorinstanz angeordneten begleiteten Besuche positiv auf das Wohl der Kinder auswirken. So äusserte sich die Familienbegleiterin am 8. September 2020 anlässlich des zweiten Standortgespräc...
	3.2.2.  Bedenklich ist aber, dass der Gesuchsgegner sich trotz des begleiteten Besuchsrechts wiederholt unbegleitet und ohne Einverständnis der Gesuchstellerin mit den Kindern traf (vgl. Urk. 83). Mit solchen Treffen stellt er den Sinn dieser einschne...
	3.3. Da sich ein begleitetes Besuchsrecht längerfristig aber auch nachteilig auf das Kindeswohl auswirkt und die Parteien eine wechselnde Betreuung grundsätzlich als erstrebenswert erachten (vgl. Urk. 104 Ziff. 1.3.), sofern die entsprechenden Vorauss...
	3.4. Entsprechend erscheint es angemessen, die Besuchsbeistandschaft für die Kinder aufrecht zu erhalten (vgl. Urk. 104 Ziff. 1.4.) und die Beiständin um die Einreichung von entsprechenden Berichten, insbesondere für die ersten beiden Phasen, zu ersuc...
	3.5. Da hinreichende Schutzmechanismen zur Wahrung des Kindeswohls in der gestaffelten Ausweitung des Besuchsrechts vorhanden sind, ist die von den Parteien vereinbarte Besuchsrechtsregelung (Urk. 104 Ziff. 1.1.2. - 1.1.7.) zu genehmigen.
	3.6. Solange das Besuchsrecht des Gesuchsgegners erheblich eingeschränkt ist, rechtfertigt sich auch eine einschränkende Regelung der Telefonkontakte zwischen dem Gesuchsgegner und den Kindern. Aufgrund ihres Alters, ihren schulischen Verpflichtungen ...
	3.7. Ein Ferienrecht ist nur zuzusprechen, wenn keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls vorliegen (vgl. Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2.A., 2014, S. 75 N 2.16). Während das Besuchsrecht des Gesuchsgegners bis zum 1. ...
	3.8. Damit vereinbar ist auch die Regelung der Parteien, wonach der Gesuchsgegner für berechtigt zu erklären sei, die gemeinsamen Kinder am 25. Dezember 2021 von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu betreuen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gesuchsgegner bereits be...
	3.9. Gleiches trifft für die Vereinbarung der Parteien betreffend den Geburtstag von C._____ vom tt.mm.2021 zu (Urk. 104 Ziff. 1.1.11.). Zu diesem Zeitpunkt ist der Gesuchgegner zwar erst berechtigt, die Kinder jedes zweite Wochenende entweder am Sams...

	4. Mediation
	4.1. Die Betreuungsregelung der Parteien ist darauf ausgerichtet, sowohl ihnen als auch den Kindern eine Perspektive zu verschaffen. Gleichzeitig sind die Parteien zum Wohle der Kinder gehalten, die Kinder nicht in ihre Konflikte hinein zu ziehen, ein...
	4.2. Die Parteien haben zum jetzigen Zeitpunkt noch keine hinreichende Kommunikation zueinander aufgebaut, um eine Mediation ohne zusätzliche Hilfe in die Wege leiten zu können, weshalb ihnen die Beiständin der Kinder zur Seite zu stellen ist, die sic...

	5. Unterhalt
	5.1. Eine Einigung der Parteien in Bezug auf den Unterhalt konnte anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 16. April 2021 nicht erzielt werden, weshalb die Parteien das Gericht ersuchten, die Unterhaltsbeiträge für die gemeinsamen Kinder festzulegen (...
	5.2. Hypothetisches Einkommen des Gesuchsgegners
	5.2.1.  Die Vorinstanz rechnete dem Gesuchsgegner ab Januar 2021 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– pro Monat bei einem Arbeitspensum von 100 % an (Urk. 63 S. 41). Als Begründung für die Anrechnung führte sie unter anderem aus, der Gesuchs...
	5.2.2.  Der Gesuchsgegner wiederholt in seiner Berufungsschrift weitgehend seine Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Verfahren und rügt, die Vorinstanz hätte ihm kein hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– ab 1. Januar 2021 anrechnen dürfen, da sow...
	5.2.3.  Die Behauptung des Gesuchsgegners, die Vorinstanz habe mit der Annahme eines hypothetischen Einkommens ein Faktum für die Zukunft gesetzt und zeige damit, dass er die Kinder in der Zukunft nicht mehr hälftig betreuen dürfe, trifft nicht zu. Di...
	5.2.4. Die Bescheinigung seiner derzeitigen Arbeitgeberin, wonach er bei ihr lediglich im Umfang einer 60 %-Anstellung arbeiten könne (Urk. 65/11), entbindet den Gesuchsgegner nicht davon, bei einem anderen Arbeitgeber eine zusätzliche Arbeit zu suche...
	5.2.5.  Den bisherigen Bemühungen des Gesuchsgegners, sein Arbeitspensum zu erhöhen resp. eine Anstellung mit höherem Arbeitspensum zu finden (Urk. 106 und 107), ist entgegenzuhalten, dass den eingereichten Unterlangen nicht zu entnehmen ist, welche A...
	5.2.6. Unter Hinweis auf die vorgenannten Bewerbungen wendet der Gesuchsgegner zudem ein, die Anrechnung des hypothetischen Einkommens dürfe nicht rückwirkend per 1. Januar 2021 erfolgen (Urk. 106 S. 2). Tatsächlich ist bei der Anrechnung eines hypoth...
	5.2.7.  Damit bleibt es dabei, dass keine Gründe ersichtlich sind, weshalb der Gesuchsgegner nicht in der Lage sein sollte, ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen, zumal weder die Branche, in welcher der Gesuchsg...
	5.2.8. Gemäss der zwischen den Parteien vereinbarten und zu genehmigenden Betreuungsregelung wird der Gesuchsgegner ab dem 1. Juni 2022 berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die Kinder jedes zweite Wochenende sowie zusätzlich in...

	5.3. Notbedarf des Gesuchsgegners
	Die Reduktion des dem Gesuchsgegner anrechenbaren Arbeitspensums ab dem 1. Juni 2022 wirkt sich dahingehend auf seinen Notbedarf aus, als ihm ab diesem Zeitpunkt Fr. 200.– (20 x Fr. 10.–) für auswärtige Verpflegung anzurechnen sind.
	5.4. Unterhaltsberechnung
	5.4.1. Mit Ausnahme des hypothetischen Einkommens des Gesuchsgegners ab dem 1. Juni 2022 und der damit verbunden Anpassung des familienrechtlichen Notbedarfs des Gesuchsgegners ergeben sich im Berufungsverfahren keine weiteren Änderungen der finanziel...
	5.4.2. a) Das Einkommen der Gesuchstellerin beträgt bei einer Erwerbstätigkeit von 60 Prozent Fr. 3'634.– (Urk. 63 S. 22 f.). Die Einkommen der Kinder betragen je Fr. 200.– pro Monat (Urk. 63 S. 30). Der Notbedarf der Gesuchstellerin beträgt Fr. 2'277...
	b) Bis Dezember 2020 ist der Gesuchsgegner nicht in der Lage Unterhalt für die Kinder zu bezahlen.
	c) Ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022 beträgt die Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners Fr. 1'766.– (Fr. 5'000.– - Fr. 3'234.–). Zuzüglich allfälliger Kinder-, Familien- oder Ausbildungszulagen hat der Gesuchsgegner ab 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2022...
	d) Ab dem 1. Juni 2022 ist der Gesuchsgegner nur noch in der Lage im Umfang von Fr. 1'276.– Unterhalt zu bezahlen, da ihm ab diesem Zeitpunkt ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'500.– bei einem Notbedarf von Fr. 3'224.– anzurechnen ist (Fr. 4'500....
	e) Tabellarische Zusammenfassung:
	Notbedarf der Gesuchstellerin und der Kinder (Urk. 63 S. 30)
	Notbedarf des Gesuchsgegners (Urk. 63 S. 33 i.V.m. E. 5.3.)
	Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners (Urk. 63 i.V.m. E. 5.2. und 5.3.)
	Unterdeckung (Urk. 63 S. 35)

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Die Vorinstanz setzte ihre Entscheidgebühr auf Fr. 2'400.– fest und erhob keine weiteren Gerichtskosten (Urk. 63 S. 38 und S. 42 Dispositiv-Ziffer 5).
	6.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr entspricht den gesetzlichen Vorgaben und wurde von den Parteien zu Recht nicht beanstandet, weshalb die erstinstanzlichen Gerichtskosten zu bestätigen sind.
	6.3. Vereinbarungsgemäss sind die Parteien zu verpflichten, die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens je zur Hälfte zu übernehmen (Urk. 104 Ziff. 7.).
	6.4. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung des Entscheids betreffend vorsorgliche Massnahmen (vgl. Urk. 89), der durchgeführten Vergleichsverhandlung sowie der teilweisen vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens in...
	6.5. Infolge gegenseitigen Verzichts sind für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Urk. 104 Ziff. 7. und 8.).

	7. Prozesskostenbeitrag / unentgeltliche Rechtspflege
	7.1. Die Vorinstanz bewilligte beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 63 S. 36 ff.). Im Rechtsmitteverfahren beantragten die Parteien je die Zusprechung eines Prozesskostenbeitrages und erneuerten eventualiter ihre Gesuche um Gewährung ...
	7.2. An der engen finanziellen Situation der Parteien hat sich seit Erlass des erstinstanzlichen Entscheids nichts geändert (Urk. 62 S. 20; Urk. 68 S. 16). Der Gesuchsgegner macht zusätzlich geltend, mit seinen Einkünften von durchschnittlich Fr. 1'50...
	7.3. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Sofern es zur Wahrung der Rechte notwendig is...
	7.4. Die Mittellosigkeit der Parteien ist ausgewiesen (vgl. E. 7.2.). Weiter sind die Rechtsbegehren der Parteien nicht als aussichtlos im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO zu betrachten. Eine anwaltliche Verbeiständung der rechtsunkundigen Parteien ersch...

	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt: