# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a71c09dc-91a6-53eb-bb7d-c01c44988099
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.11.2016 S 2016 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-76_2016-11-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 76

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 22. November 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Die beim C._____ angestellte A._____ war bei der B._____ AG obligato-

risch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 24. August 

2015 beim Treppensteigen ausrutschte und auf den Rücken fiel. Die 

B._____ anerkannte für die Folgen dieses Unfallereignisses leistungs-

pflichtig zu sein und erbrachte zunächst kurzfristige Versicherungsleistun-

gen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. Mit Verfügung vom 

21. Januar 2016 lehnte sie ihre Leistungspflicht mit Wirkung ab dem 

1. Januar 2016 ab, da die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von 

A._____ ab diesem Zeitpunkt nicht mehr im Zusammenhang mit dem Un-

fallereignis vom 24. August 2015 stünden. Die dagegen erhobene Ein-

sprache wies die B._____ mit Entscheid vom 8. Mai 2016 ab.

2. Gegen diesen abschlägigen Einspracheentscheid reichte A._____ (nach-

folgend: Beschwerdeführerin) mit Schreiben vom 2. Juni 2016 Einsprache 

bei der B._____ ein, welche diese am 8. Juni 2016 zuständigkeitshalber 

dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden überwies. In der fragli-

chen Eingabe beantragte die Beschwerdeführerin sinngemäss, der Ein-

spracheentscheid der B._____ vom 8. Mai 2016 sei aufzuheben und ihr 

seien über den 31. Dezember 2015 hinaus Versicherungsleistungen aus-

zurichten. Zur Begründung dieses Antrags brachte die Beschwerdeführe-

rin im Wesentlichen vor, seit dem Unfall vom 24. August 2015 unter star-

ken Rückenschmerzen zu leiden. Deswegen sei sie weiterhin zu 100 % 

arbeitsunfähig. Diese Schmerzen seien aus ihrer Sicht auf den Unfall vom 

24. August 2015 zurückzuführen, weshalb die B._____ weiterhin leis-

tungspflichtig sei. 

3. Die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Ver-

nehmlassung vom 20. Juni 2016 die Abweisung der Beschwerde, weil der 

Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin be-

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klagten Rückenbeschwerden und dem Unfallereignis vom 24. August 

2015 per 31. Dezember 2015 dahingefallen sei. 

4. Die Beschwerdeführer nahm dazu mit Schreiben vom 30. Juni 2016 Stel-

lung, ohne ihre Anträge abzuändern. Die Beschwerdegegnerin verzichtete 

auf die Einreichung einer Replik.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 8. Mai 2016. Gegen solche Entscheide 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversiche-

rung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesge-

setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde 

erhoben werden, in welchem die versicherte Person oder der Beschwerde 

führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Die versi-

cherte Beschwerdeführerin wohnt seit Jahren im Kanton Graubünden, 

womit das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurtei-

lung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen sachliche 

und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu bejahen. Als formelle und 

materielle Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids ist die 

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Beschwerdeführerin davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Ihre 

Beschwerdelegitimation ist demnach zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Versicherungsleistungen zu Recht per 31. Dezember 2015 eingestellt hat. 

Die Beschwerdeführerin erachtet diese Anordnung als widerrechtlich, da 

sie seit dem Unfall vom 24. August 2015 unter starken Rückenbeschwer-

den leide, die sie in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Ihre aktuellen 

Beschwerden seien auf den Unfall vom 24. August 2015 zurückzuführen 

und hätten mit den vor dem Unfall gelegentlich auftretenden Rückenbe-

schwerden nichts zu tun. Sie sei vor dem 24. August 2015 zu 100 % ar-

beitsfähig gewesen und hätte keine Schmerzen gehabt. Dieser Argumen-

tation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, die Beschwerdeführerin 

verkenne, dass die Beschwerdegegnerin als zuständige Unfallversiche-

rungsgesellschaft nur solange leistungspflichtig sei, als zwischen dem Un-

fallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 

ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Werde durch einen Unfall 

ein krankhafter Vorzustand verschlimmert, entfalle die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache der Gesundheitsbeeinträchtigung darstelle, wenn also 

Letztere ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhe. In den medi-

zinischen Akten sei ein degenerativer Vorzustand dokumentiert, der sich 

durch das Ereignis vom 24. August 2015 vorübergehend verschlechtert 

habe. Die Diskushernie sei bei diesem Vorzustand nicht durch das inter-

essierende Unfallereignis verursacht, sondern hierdurch lediglich aktiviert 

worden. Daher sei die Leistungseinstellung entsprechend der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung zu posttraumatischen Lumbalgien und Lum-

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boischialgien erfolgt. Dass die Beschwerdeführerin an Rückenbeschwer-

den leide, werde nicht bestritten. Jedoch seien die fraglichen Beschwer-

den nicht mehr auf den Unfall vom 24. August 2015 zurückzuführen. Die 

gegenteilige Auffassung der Beschwerdeführerin treffe nicht zu. Es sei 

beweisrechtlich unzulässig, allein aus der zeitlichen Abfolge auf die Kau-

salität zu schliessen, in dem Sinne, dass eine gesundheitliche Schädi-

gung schon deshalb als durch den Unfall verursacht angesehen werde, 

weil sie nach diesem aufgetreten sei. Die Rechtsprechung habe die Un-

tauglichkeit dieses, auch unter der Formel "post hoc ergo propter hoc" 

bekannten Fehlschlusses wiederholt festgehalten. Im Übrigen sei darauf 

hinzuweisen, dass die vor und nach dem Unfall gestellten Diagnosen de-

ckungsgleich seien.

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat die zuständige Unfallversicherungsgesell-

schaft, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen zu 

gewähren. Als Unfall im Sinne dieser Bestimmung gilt die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 ATSG). Hat sich ein solches Ereignis verwirklicht, hat die Ver-

sicherte Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist die Versicherte infolge des Unfalles voll oder 

teilweise arbeitsunfähig, so kann sie überdies ein Taggeld beanspruchen 

(Art. 16 Abs. 1 UVG). Diese kurzfristigen Versicherungsleistungen und die 

sich hieran im Invaliditätsfall gegebenenfalls anschliessenden Rentenleis-

tungen (Art. 18 ff. UVG) sowie die Heilbehandlung nach der Festsetzung 

der Rente im Sinne von Art. 21 UVG sind freilich nur geschuldet, wenn 

zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein 

natürlicher sowie adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 

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129 V 177 E.3; MONICA ARMESTO, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN 

[Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, Rz. 18.19).

b) Als Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs gelten 

alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 

als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei-

chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-

schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 

nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche, geistige oder psy-

chische Integrität der Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit an-

dern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-

tretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1, 

119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ-PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum Sozialversicherungs-

recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 

2012, Art. 6 S. 53; ARMESTO, a.a.O., Rz. 18.27). Ist eine solche Unfallkau-

salität einmal nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallver-

sicherers erst, sobald der Unfall nicht mehr die natürliche Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-

schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 

entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, 

wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor-

zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status 

quo sine), erreicht ist. Bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante hat 

die zuständige Unfallversicherungsgesellschaft grundsätzlich sowohl für 

die Kosten der Heilbehandlung aufzukommen als auch die geschuldeten 

UV-Taggelder zu erbringen (Art. 36 Abs. 1 UVG; vgl. Urteile des Bundes-

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gerichts 8C_419/2014 vom 23. September 2014 E.3.3, 8C_604/2013 vom 

28. Januar 2014 E.4.2.2, 8C_957/2012 vom 3. April 2013 E.5.2.2). 

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage. 

Darüber haben die Unfallversicherungsgesellschaft sowie das im Be-

schwerdefall angerufene Gericht im Rahmen der ihnen obliegenden Be-

weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Danach gilt ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang als erstellt, 

wenn das Gericht unter Würdigung aller Umstände zur Überzeugung ge-

langt, dass der in Frage stehende Unfall als Ursache des Gesundheits-

schadens von allen in Betracht fallenden Geschehensabläufen am wahr-

scheinlichsten ist (BGE 126 V 360 E.5b; Urteil des Bundesgerichts 

9C_717/2009 vom 20. Oktober 2009 E.3.3). Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs zwischen dem Unfall und dem in Frage stehenden Ge-

sundheitsschaden genügt demgegenüber nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, 

119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b, je mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., Art. 6 S. 54). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

unfallbedingter Ursachen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-

lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls reicht nicht aus. Da 

es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 

Beweislast hierfür – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründen-

der natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der Versi-

cherten, sondern bei der Unfallversicherungsgesellschaft (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_604/2013 vom 28. Januar 2014 E.4.2.1; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54). 

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d) Diese Grundsätze hat das Bundesgericht in Bezug auf Diskushernien 

konkretisiert. Danach kommt ein Unfallereignis nur als Ursache eines sol-

chen Gesundheitsschadens in Betracht, wenn es von besonderer Schwe-

re und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, 

und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syn-

drom) unverzüglich und mit sofortiger Auswirkung auf die Arbeitsunfähig-

keit auftreten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung auch für Rezi-

dive und Operationen aufzukommen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_346/2008 vom 11. November 2008 E.3.2.1; ARMESTO, a.a.O., 

§ 18.48). Ist die Diskushernie allerdings bei degenerativem Vorzustand 

durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die 

Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang 

mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeiti-

gem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo si-

ne bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis 

vier Monaten erwartet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_571/2015 

vom 14. Oktober 2015 E.2.2.3, 8C_681/2011 vom 27. Juni 2012 E.3.3, 

8C_601/2011 vom 9. Januar 2012 E.3.2.2; ARMESTO, a.a.O., § 18.48).

4. a) Hinsichtlich des vorliegenden Falls steht in tatsächlicher Hinsicht fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 24. August 2015 auf der Treppe aus-

rutschte und sich dabei am Rücken verletzte. Die Beschwerdegegnerin 

anerkannte für die Folgen dieses Unfalls zuständig zu sein und erbrachte 

bis zum 31. Dezember 2015 kurzfristige Versicherungsleistungen. Eine 

darüber hinausgehende Leistungspflicht lehnte sie wegen des Dahinfalles 

des Kausalzusammenhangs zwischen den über diesen Zeitpunkt hinaus 

beklagten Rückenbeschwerden und dem Unfall vom 24. August 2015 mit 

Wirkung ab dem 1. Januar 2016 ab. Diese Einschätzung beruht in erster 

Linie auf den Stellungnahmen von Dr. med. D._____, Facharzt für Or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

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FMH, den die Beschwerdegegnerin als beratenden Arzt zur Beurteilung 

des massgeblichen medizinischen Sachverhalts beigezogen hat. Ob sich 

dessen versicherungsinterne Beurteilung als voll beweiskräftig erweist, 

hängt davon ab, ob sie für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-

tigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet sowie in den daraus gezogenen Schluss-

folgerungen begründet ist (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). An die diesbezügliche Beweiswürdigung sind strenge Anforde-

rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall – wie vorliegend – ohne 

Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens abgeschlossen wer-

den soll. Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinterner Feststellungen, 

so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4). 

Indes lässt die Tatsache, dass der konsultierte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, für sich allein nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf viel-

mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilich-

keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Auf das Er-

gebnis einer versicherungsinternen ärztlichen Abklärung – wie der vorlie-

genden – kann allerdings nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.7; Urteile des Bundesgerichts 

8C_452/2016 vom 27. September 2016 E.3, 8C_197/2014 vom 3. Okto-

ber 2014 E.4). Unter Zugrundelegung dieser Kriterien ist anschliessend 

zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Beurteilungen von Dr. med. 

D._____ zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt und auf deren Grundlage 

ihre Leistungspflicht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 verneint hat.

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b) Dr. med. D._____ hielt in der Beurteilung vom 19. November 2015 (medi-

zinische Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act. M] 21) fest, am 24. Au-

gust 2015 sei bei der Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Unfaller-

eignis ein akutes lumboradikuläres Schmerzsyndrom links, ein akuter 

Bandscheibenvorfall L4/L5 sowie eine radikuläre Reizsymptomatik L4 

links diagnostiziert worden. Die hierdurch verursachten Beschwerden 

stünden derzeit noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusam-

menhang mit dem Unfallereignis vom 24. August 2015. An die Beantwor-

tung der Kausalitätsfrage bei Diskushernien würden in der Versiche-

rungsmedizin allerdings hohe Anforderungen gestellt. So müsse das Un-

fallereignis von besonderer Schwere gewesen sein und die Symptome 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) müssten unverzüglich nach dem 

Unfallereignis aufgetreten sein mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit. Diese 

beiden Anforderungen seien im vorliegenden Fall erfüllt. Die dritte Anfor-

derung beziehe sich auf den Vorzustand. Es sei eine allgemein gültige Er-

fahrungstatsache, dass die Wirbelsäule und die Bandscheibe einem pro-

gredienten Alterungsprozess unterworfen seien. Sofern aber schon früher 

einmal eine Diskushernie vorgelegen habe, könne nicht mehr von einem 

physiologischen Alterungsprozess gesprochen werden, auf dessen Boden 

sich evtl. durch den Unfall eine neue Diskushernie ereignet habe. In der 

Versicherungsmedizin gelte dann folgende Richtlinie: Sei die (vorbeste-

hende) Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur 

aktiviert, nicht aber verursacht worden, so habe die Unfallversicherung 

nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 

stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Der Status quo sine gelte bei 

posttraumatischen Lumbalgien bzw. Lumboischialgien nach drei bis vier 

Monaten als erreicht. Im vorliegenden Fall sei in mehreren Arztberichten 

aus der Klinik Gut, im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012 eine Dis-

kushernie L4/L5 diagnostiziert worden. Durch das interessierende Unfal-

lereignis sei demzufolge ein vorbestehendes, lumbales Bandscheibenlei-

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den, das im MRI seit 2012 nachgewiesen sei, vorübergehend verschlim-

mert worden (Bg-act M 21 S. 3). Wenn davon ausgegangen werde, dass 

die Verschlimmerung am 24. August 2015 begonnen habe, so sei ent-

sprechend der versicherungsmedizinischen Praxis mit dem Erreichen des 

Status quo sine vier Monate später, mithin Ende 2015, zu rechnen (Bg-

act. M 21 S. 3). Diese prognostische Einschätzung bestätigte Dr. med. 

D._____ in der Beurteilung vom 14. Januar 2016 (Bg-act. M 24). 

c) Die Beurteilungen von Dr. med. D._____ vom 19. November 2015 sowie 

14. Januar 2016 sind für die streitigen Belange umfassend und wurden in 

Kenntnis der relevanten medizinischen Vorakten verfasst. Dr. med. 

D._____ verfügt als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-

logie des Bewegungsapparates zudem über die medizinischen Kenntnis-

se, um die streitige Frage nach der Kausalität der von der Beschwerde-

führerin über den 31. Dezember 2015 hinaus beklagten Rückenbe-

schwerden und dem Unfallereignis vom 24. August 2015 zuverlässig be-

antworten zu können. Dass er für diese Beurteilung auf eine persönliche 

Untersuchung der Beschwerdeführerin verzichtete, beeinträchtigt die Be-

weiskraft seiner Beurteilungen nicht. Zwar ist eine Explorandin in der Re-

gel persönlich zu untersuchen, weil die Anamneseerhebung, Sym-

ptomausweitung und Verhaltensbeobachtung das Kernstück der Begut-

achtung bildet. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung rückt jedoch in 

den Hintergrund, wenn es – wie vorliegend – im Wesentlichen um die Be-

urteilung eines feststehenden, medizinischen Sachverhalts geht und sich 

neue Untersuchungen erübrigen. In einem solchen Fall erweist sich ein 

Aktengutachten als hinreichend (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 

vom 22. Dezember 2011 E.3.2.2), was von der Beschwerdeführerin im 

Übrigen nicht in Abrede gestellt wird. Dr. med. D._____ begründet in sei-

nen Beurteilungen ausserdem objektiv, in sich schlüssig und nachvoll-

ziehbar, dass bei der Beschwerdeführerin ein vorbestehendes lumbales 

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Bandscheibenleiden bestand, das durch das interessierende Unfallereig-

nis aktiviert, jedoch nicht richtungsweisend verschlechtert worden sei, 

womit Ende 2015, mithin rund vier Monate nach dem Unfall vom 24. Au-

gust 2014, der Status quo sine eingetreten sei. In der Tat ist ausgewie-

sen, dass die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall vom 24. August 

2015 unter einer radikulären Reizsymptomatik L4 links litt, die im Jahr 

2012 konservativ behandelt wurde (vgl. Bg-act. M 1-7). Dieses Band-

scheibenleiden manifestierte sich im April 2015 abermals, indem bei der 

Beschwerdeführerin lumboradikuläre Schmerzen links auftraten, die bis 

zum lateralen Unterschenkel ausstrahlten und auf eine Degeneration der 

Wirbelsäule in Form einer caudal sequestrierten Diskushernie L3/4 links 

paramedian sowie einer ausladenden Hernie L4/5 zurückzuführen waren 

(Arztbericht von Dr. med. E._____ vom 28. April 2015 [Bg-act. M 9]). Die-

ses vorbestehende lumbale Bandscheibenleiden wurde durch den Unfall 

vom 24. August 2015 – wie Dr. med. D._____ unter Würdigung der ak-

tenkundigen Arztberichte darlegt – weder richtungsweisend verschlechtert 

noch verursacht, sondern lediglich aktiviert. Die Beschwerdegegnerin hat 

daher nur Leistungen für das unmittelbar mit dem interessierenden Unfal-

lereignis in Zusammenhang stehenden Schmerzsyndrom zu erbringen, 

welches erfahrungsgemäss nach drei bis vier Monaten abklingt (vgl. vor-

ne E.3d). 

d) Was die Beschwerdeführerin gegen diese Betrachtungsweise einwendet, 

vermag nicht zu überzeugen. Soweit sie geltend macht, vor dem Unfaller-

eignis voll arbeitsfähig gewesen zu sein, dürfte dies zwar, soweit akten-

kundig, zutreffen. Die Beschwerdegegnerin weist aber zutreffend darauf 

hin, dass eine gesundheitliche Schädigung sowie darauf zurückzuführen-

de Beschwerden nicht allein deshalb schon als durch den Unfall verur-

sacht anzusehen sind, wenn sie nach einem Unfallereignis auftreten. Die-

se Betrachtungsweise, die auf der Formel "post hoc, ergo propter hoc" 

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beruht, wird vom Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung als un-

zulässige Beweisregel zurückgewiesen (BGE 119 V 335 E.2b; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 30. März 2012 E.2). Allein die zeitliche 

Abfolge genügt folglich nicht, um die Unfallkausalität der von der Be-

schwerdeführerin über den 31. Dezember 2015 hinaus beklagten Rü-

ckenbeschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit nachzuweisen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. 

E._____, FMH Anästhesie, Interventionelle Schmerztherapie SSIPM, im 

Arztbericht vom 28. April 2015 (Bg-act. M 9) ausführte, in der letzten Zeit 

hätte die lumboradikuläre Schmerzsymptomatik links mit Ausstrahlung bis 

zum lateralen Unterschenkel links, aber auch den Oberschenkel lateral 

wieder zugenommen. Die Patientin (hier Beschwerdeführerin) sei derzeit 

sehr verängstigt und wünsche eine therapeutische Periduralanästhesie, 

welche ihr vor drei Jahren sehr geholfen habe. Probleme zeigten sich 

über Dermatom L2/L3 und L4/L5. In der Folge nahm Dr. med. E._____ in 

Rücksprache mit der Beschwerdeführerin eine therapeutische Peridura-

lanästhesie auf der Höhe L3/L4 vor. Demnach erfolgte nur gerade vier 

Monate vor dem interessierenden Unfallereignis eine Behandlung von 

Rückenbeschwerden, die unter anderem auf die Diskushernie L4/L5 

zurückzuführen waren. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, vor dem 

Unfall vom 24. August 2015 nur unter gelegentlich auftretenden Rücken-

beschwerden gelitten zu haben, erweist sich somit als unzutreffend. 

e) Dasselbe gilt für die Aussage von F._____, M Chiro Med, Chiropraktikas-

sistentin, in den Berichten vom 23. November 2015 (Bg-act. M 23) sowie 

16. Februar 2016 (M 25), wonach die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 

2. Oktober 2012 bis zum 24. August 2015 vollkommen beschwerdefrei 

gewesen sei. Diese aktenwidrige Annahme sowie die Analyse der vor und 

nach dem interessierenden Unfallereignis gemachten MRI-Untersuch-

ungen bildete die Grundlage für die Beurteilung von F._____, dass die 

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über den 31. Dezember 2015 persistierenden Rückenbeschwerden ihrer 

Patientin klarerweise mit dem Treppensturz vom 24. August 2015 zu-

sammenhingen. Dieser Schussfolgerungen ist daher mit Zurückhaltung zu 

begegnen, da davon auszugehen ist, dass die aktenwidrigen Annahmen 

in diese Beurteilung mit eingeflossen sind. Insoweit sich Dr. med. 

G._____, Facharzt Neurochirurgie FMH, der fraglichen Einschätzung im 

Arztbericht vom 27. Februar 2016 (Bg-act. M 26) vorbehaltlos anschliesst, 

ist gleichermassen zu verfahren. Dies umso mehr, als er im Arztbericht 

vom 27. August 2015 (Bg-act. M 12) noch die Auffassung vertrat, im Ver-

gleich zum MRI vom 24. August 2015 zeige sich eine grössenregrediente 

Diskushernie L3/4 links sowie eine Progredienz der bereits früher bekann-

ten Hernie L4/5 links mit Impingement der Wurzel L5 links, mithin damit 

wohl von einer fortschreitenden degenerativen Veränderung ausging. 

Ausserdem stellte er im Arztbericht vom 19. November 2015 (Bg-act. 

M 22) in Übereinstimmung mit der Beurteilung von Dr. med. E._____ in 

den Arztberichten vom 7. September 2015 (Bg-act. M 14), 30. September 

2015 (Bg-act. M 15) sowie 15. Oktober 2015 ein sich langsam verbes-

serndes Zustandsbild fest, während er im Arztbericht vom 27. Februar 

2016 (Bg-act. M 26), ohne sich mit seinen früheren Beurteilungen ausein-

anderzusetzen, von einer kaum belastbaren Patientin spricht, die absolut 

nicht beschwerdefrei sei. Demzufolge liegen in Bezug auf den Bericht von 

F._____ (Bg-act. M 25) wie auch auf den Arztbericht von Dr. med. 

G._____ vom 27. Februar 2016 (Bg-act. M 26) konkrete Indizien vor, wel-

che Zweifel an der Schlüssigkeit der Einschätzungen dieser Medizinal-

personen wecken. Diese Berichte vermögen daher nicht den geringsten 

Zweifel an der Korrektheit der Beurteilung von Dr. med. D._____ zu we-

cken, zumal das Gericht bei der Würdigung der fraglichen Stellungnah-

men rechtsprechungsgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tra-

gen hat, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf die auftrags-

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rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati-

enten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 E.3b/cc). 

f) Demzufolge erweisen sich die Beurteilungen von Dr. med. D._____ vom 

19. November 2015 und 14. Januar 2016 sowohl in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezoge-

nen Schlussfolgerungen als überzeugend. Es bestehen auch nicht die ge-

ringsten Zweifel an deren Zuverlässigkeit, womit ihr voller Beweiswert zu-

zuerkennen ist. Damit gilt als erstellt, dass die von der Beschwerdeführe-

rin über den 31. Dezember 2015 hinaus beklagten Beschwerden nur 

mehr auf unfallfremden Ursachen beruhen; der Unfall vom 24. August 

2015 folglich als Ursache für die fraglichen Beschwerden nicht mehr in 

Betracht fällt. Die Beschwerdegegnerin hat die Versicherungsleistungen 

im angefochtenen Einspracheentscheid folglich zu Recht infolge Dahinfal-

les des Kausalzusammenhangs zwischen den beklagten Beschwerden 

und dem Unfallereignis vom 24. August 2015 mit Wirkung ab dem 1. Ja-

nuar 2016 eingestellt. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich 

als unbegründet, was zu deren Abweisung und zur Bestätigung des ange-

fochtenen Einspracheentscheids führt. 

5. Das vorliegende Verfahren ist, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e con-

trario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]