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**Case Identifier:** c29e41a1-8986-5d16-8a78-dde55f4522ac
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.10.2016 200 2016 286
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-286_2016-10-03.pdf

## Full Text

200 16 286 IV
FUR/REL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Oktober 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch B.________, lic.iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Februar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 12. Juni 2007 unter Hinweis auf „chronische Schmerzen in 
Bein und Fuss sowie Rücken“ bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin, 
AB] 1). Nachdem die IVB erwerbliche und medizinische Abklärungen vor-
genommen hatte, liess sie die Versicherte im Februar 2008 psychiatrisch 
durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) untersuchen (AB 28) und 
sprach ihr – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 34) – mit Ver-
fügung vom 11. Februar 2009 bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
57 % eine halbe Invalidenrente (IV-Rente) ab September 2007 zu (AB 46).

Im Rahmen einer im Jahr 2010 eingeleiteten Revision von Amtes wegen 
(AB 51) führte die IVB erneut medizinische und erwerbliche Erhebungen 
durch. Dabei veranlasste sie insbesondere eine interdisziplinäre Begutach-
tung durch die Fachärzte der MEDAS I.________ (Gutachten vom 31. De-
zember 2010 [AB 60.1]). Gestützt auf die Ergebnisse der getätigten Erhe-
bungen erhöhte die IVB mit Wirkung ab 1. Februar 2010 die bisher ausge-
richtete IV-Rente bei einem IV-Grad von 66 % auf eine Dreiviertelsrente 
(Verfügung vom 2. März 2011 [AB 65]). Diese Verfügung blieb unangefoch-
ten.

B.

Anlässlich der im September 2014 eingeleiteten Revision von Amtes we-
gen hielt die Versicherte fest, dass sich ihr Gesundheitszustand ver-
schlechtert habe und sie seit einem Jahr auch Rückenschmerzen habe 
(AB 69). Gestützt auf das in der Folge durch die MEDAS J.________ er-
stellte polydisziplinäre Gutachten (Fachrichtungen Orthopädie/Innere Medi-
zin/Psychiatrie/Neurologie [AB 84.1]) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 
16. Dezember 2015 (AB 97) die Aufhebung der bisher ausgerichteten Drei-
viertelsrente in Aussicht, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 3

mehr vorliege. Damit zeigte sich die Versicherte – vertreten durch den 
B.________, lic. iur. C.________ – nicht einverstanden (AB 100). Am 
9. Februar 2016 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und hob 
die bisher ausgerichtete Dreiviertelsrente auf den ersten Tag des zweiten 
Monats nach Zustellung der Verfügung auf (AB 101).

C.

Hiergegen lässt die Versicherte am 7. März 2016 Beschwerde erheben und 
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Weiterausrichtung 
einer Dreiviertelsrente beantragen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. April 2016 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. Februar 2016 
(AB 101). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine IV-Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

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2.1.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2). Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss 
erwähntem Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungs-
raster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergeb-
nisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leis-
tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leis-
tungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), 
welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und 
„Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgra-
des ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-

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werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

2.6 Gemäss lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 
18. März 2011 des IVG (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket 
[SchlBest. IV 6/1]; in Kraft seit 1. Januar 2012) werden Renten, die bei pa-
thogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne 
nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von 
drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraus-
setzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt 

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oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 
ATSG nicht erfüllt sind (Abs. 1). Davon nicht erfasst sind Personen, die im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückge-
legt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit 
mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 
4). Als relevanter Anknüpfungspunkt für den über 15-jährigen Rentenbezug 
gilt der Beginn des Rentenanspruchs und nicht das Datum der (rechtskräf-
tig erlassenen) Rentenverfügung (BGE 139 V 442 E. 4.3 S. 450).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit angefochtener Verfügung vom 
9. Februar 2016 (AB 101) die laufende Rente in Anwendung von lit. a 
Abs. 1 SchlBest. IV 6/1 aufgehoben (vgl. E. 2.6 vorstehend). Umstritten ist 
vorliegend zunächst, ob die Aufhebung der IV-Rente gestützt auf diese 
Schlussbestimmungen zu Recht erfolgt ist. Diesbezüglich lässt die Be-
schwerdeführerin vorbringen, bei der Beurteilung vom 28. April 2015 
(AB 84.1) durch die Gutachter der MEDAS J.________ handle es sich le-
diglich um eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich 
gebliebenen Sachverhaltes, weshalb keine revisionsbegründende Tatsa-
chenänderung im Sinne von Art. 17 ATSG gegeben sei (Beschwerde vom 
7. März 2016, S. 6 Ziff. 4)

3.2 Beruhte die Zusprechung der Invalidenrente auf einer von lit. a 
SchlBest. IV 6/1 erfassten gesundheitlichen Beeinträchtigung (vgl. E. 2.6 
vorstehend), kann im vorgegebenen Zeitrahmen eine voraussetzungslose 
(namentlich nicht von einer massgebenden Veränderung im Sinne von 
Art. 17 Abs. 1 ATSG abhängige) Neubeurteilung des Rentenanspruchs 
stattfinden (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. Januar 2014, 
9C_654/2013, E. 2).

3.3 Zu prüfen ist deshalb zunächst, ob die ursprüngliche Rentenzuspra-
che bzw. -erhöhung vom 2. März 2011 (AB 65) gestützt auf unklare Be-
schwerden erfolgte (vgl. E. 2.6 vorstehend).

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3.3.1 In medizinischer Hinsicht gründet die Rentenverfügung vom 2. März 
2011 (AB 65) auf dem interdisziplinären Gutachten der MEDAS I.________ 
vom 31. Dezember 2010 (AB 60.1). 

In diesem Gutachten diagnostizierten die Gutachter der Fachrichtungen 
Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie 
nach interdisziplinärer Konsensbesprechung mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1), eine soma-
toforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.1), ein chronisches lumbovertebra-
les Schmerzsyndrom mit Schmerzausstrahlung ins rechte Bein sowie einen 
Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (ICD-10: G56.0 [AB 61.1 
S. 27 Ziff. 6.1). Als Nebendiagnose (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit) diagnostizierten sie beginnende polyarthritische Veränderungen der 
Fingergelenke, Senkfussbeschwerden, chronische Beinschmerzen rechts 
(ICD-10: R52.2) und einen Status nach Restless-Legs-Syndrom (Ziff. 6.2). 
In der angestammten Tätigkeit, die als körperlich mittelschwer resp. mono-
ton belastend für die unteren und auch oberen Extremitäten betrachtet 
wurde, erachteten sie die Beschwerdeführerin als nicht arbeitsfähig, wobei 
diese Einschränkung sich einzig aufgrund des subjektiven Schmerzerle-
bens, dem aber aufgrund der Chronifizierung ein gewisser Krankheitswert 
zugemessen werden müsse, begründe (S. 31). Aus rein somatischer Sicht 
sei in einer optimal angepassten, wechselbelastenden leichten Tätigkeit 
eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (S. 32 Ziff. 7.2). Eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit sei aktuell nur durch die psychiatrische Diagnose ge-
geben. Insgesamt gingen die Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % 
in der vorgenannten leichten Tätigkeit aus (Ziff. 7.3). Es sei im Vergleich 
zur Rentenzusprache per September 2007 – wo noch von einer 50 %igen 
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen worden sei – von 
einer gewissen Verschlechterung und weiteren Chronifizierung auszuge-
hen, welche schleichend vor sich gegangen sei (Ziff. 7.4).

3.3.2 Die Zusprache einer Dreiviertelrente erfolgte demnach aufgrund 
zweier psychischer Diagnosen – einer mittelgradigen depressiven Episode 
und einer somatoformen Schmerzstörung – sowie der rheumatologisch-
neurologischen Diagnose der chronischen Beinschmerzen rechts, welche 
einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatten (AB 60.1 S. 27). Es ist jedoch 

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davon auszugehen, dass die mit Verfügung vom 2. März 2011 (AB 65) er-
folgte Erhöhung der IV-Rente auf eine Dreiviertelsrente ab Februar 2010 im 
Wesentlichen auf der Grundlage der im Gutachten der MEDAS I.________ 
vom 31. Dezember 2010 (AB 60.1) beschriebenen psychiatrischen und 
psychosomatischen Entwicklung mit somatoformer Schmerzstörung und 
depressiver Episode, die damals eindeutig im Vordergrund standen, beruh-
te und nicht auf den somatischen Diagnosen. Dies umso mehr, als die Gut-
achter damals ausführten, die Arbeitsfähigkeit werde nur durch die psychia-
trische Diagnose eingeschränkt und betrage nur deshalb 40 %. Aus rein 
somatischer Sicht wurde hingegen eine volle Arbeitsfähigkeit in einer opti-
mal angepassten, wechselbelastenden leichten Tätigkeit attestiert (S. 32 
Ziff. 7.2 und Ziff. 7.3). Eine organische Gesundheitsschädigung, welche 
Einfluss auf die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit gehabt resp. 
selbstständig zur Begründung eines Rentenanspruchs beigetragen hätte 
(vgl. SVR 2014 IV Nr. 39 S. 138 E. 2.6), lag demnach damals nicht vor.

Damit ist erstellt, dass die Zusprechung der Dreiviertelsrente ausschliess-
lich auf der Grundlage eines unklaren Beschwerdebildes im Sinne von lit. a 
Abs. 1 SchlBest. IV 6/1 erfolgt ist. Im Weiteren sind die Ausschlusskriterien 
gemäss lit. a Abs. 4 SchlBest. IV 6/1 nicht gegeben: So war die 1968 gebo-
rene Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung 
am 1. Januar 2012 weder 55 Jahre alt, noch lag ein mehr als 15-jähriger 
Rentenbezug vor (vgl. E. 2.6 hiervor; der Beginn des Rentenanspruchs 
erfolgte per 1. September 2007 [AB 46 S. 2] und die Überprüfung wurde mit 
Zustellung des Revisionsfragebogens im September 2014 [AB 69] eingelei-
tet [vgl. BGE 139 V 442]). 

3.3.3 Somit kann die laufende Dreiviertelsrente – entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführerin (Beschwerde vom 7. März 2016 S. 6 Ziff. 4) – 
unter dem Titel der Schlussbestimmungen auch ohne Vorliegen eines Re-
visionsgrundes nach Art. 17 ATSG frei überprüft werden. Dabei ist eben 
gerade kein Vergleich zu dem der zusprechenden Rentenverfügung 
zugrundeliegenden Sachverhalt zu machen. So bleibt unbeachtlich, ob sich 
der Sachverhalt verändert hat oder ob es sich um eine andere 
Einschätzung des im Wesentlichen gleich geblieben Sachverhalts handelt 
(vgl. Entscheid des BGer vom 21. Januar 2014, 9C_654/2013, E. 2).

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4.

4.1 Der angefochtenen Verfügung vom 9. Februar 2016 (AB 101) liegen 
im Wesentlichen folgende medizinischen Akten zugrunde:

4.1.1 Der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt in seinem Fragebogen „Fragen 
im Zusammenhang mit der eingliederungsorientierten Rentenrevision“ vom 
7. Oktober 2014 (AB 71) fest, dass sich aus psychischer Sicht seit dem 
Gutachten der MEDAS I.________ (AB 60.1) wenig verändert habe und die 
Beschwerdeführerin chronisch mittelschwer depressiv sei (S. 3 Ziff. 10). 
Eine Verbesserung durch psychotherapeutische Massnahmen sei nicht 
mehr zu erwarten. Der körperliche Verlauf habe sich wie befürchtet gezeigt: 
seit Frühjahr 2013 sei es zu einer starken Zunahme der Rückenbeschwer-
den gekommen und die Symptome des Restless-Legs-Syndroms hätten 
zugenommen. Die angestammte Tätigkeit werde nicht mehr möglich sein 
und auch die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt sei für ande-
re Tätigkeiten unwahrscheinlich (S. 4 Ziff. 17). An einem geschützten Ar-
beitsplatz könnten bei leichter Arbeit einige Stunden Tätigkeit (ohne körper-
liche Belastung, ohne psychischen Druck und an einigen Tagen pro Monat 
mit Arbeitsausfall) erreicht werden. 

4.1.2 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS J.________ vom 
28. April 2015 (AB 84.1) konnten die Fachärzte keine Diagnose mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit feststellen (S. 14 Ziff. F.1). Ohne Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie eine somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.10), eine anamnestisch mittelgradige de-
pressive Episode (ICD-10: F32.1), ein Restless-Legs-Syndrom (kompen-
siert), ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (kompensiert mit Handschiene), 
chronische Beinschmerzen unklarer Ätiologie mit regelrechter Funktion des 
Hüft-, Knie- und Sprunggelenks, ein chronisches lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom, eine leichte Varikosis der unteren Extremität, einen Sta-
tus nach Ulcus duodeni sowie einen Status nach Cholezystektomie bei 
symptomatischer Cholelithiasis (S. 14 Ziff. F.2).

Im orthopädisch-/traumatologischen Teilgutachten vom 19. Februar 2015 
(AB 84.2) hielt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädie und Trauma-

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tologie des Bewegungsapparates, fest, dass aus orthopädischer Sicht 
chronische Beinschmerzen unklarer Ätiologie mit uneingeschränkter Funk-
tion der Hüft-, Knie- und Sprunggelenke ohne Hinweiszeichen auf dem Al-
ter vorauseilende degenerative Veränderungen und ein chronisches lum-
bovertebrales Schmerzsyndrom vorlägen. Die Beinbeschwerden, zu wel-
chen ein wirkliches Korrelat für die Beinschmerzsymptomatik bis zum Zeit-
punkt des Gutachtens nicht habe aufgezeigt werden können, ständen im 
Fokus (S. 7 Ziff. 5). Bei der klinischen Untersuchung zeige weder das Hüft-
gelenk, noch das Kniegelenk oder das Sprunggelenk eine Funktionsein-
schränkung und eine Degeneration, die die Symptomatik erklären könnte, 
liege ebenfalls nicht vor. Objektive Befunde, Röntgen, Form, Optik, Um-
fangsmasse der Ober- und Unterschenkel oder die gleichförmige
Sohlenbeschwielung wiesen nicht auf eine Belastungsminderung oder 
Schonung des rechen Beines hin. Aus orthopädischer Sicht sei deshalb die 
Leistungsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht eingeschränkt.

Aus internistischer Sicht führte Dr. med. F.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin FMH, im Teilgutachten vom 9. März 2015 (AB 84.3) 
aus, dass eine leichte Varikosis der unteren Extremitäten, links ausgepräg-
ter als rechts, ein Status nach Ulcus duodeni und ein Status nach Chole-
zystektomie bei symptomatischer Cholelithiasis vorlägen (S. 6). Diese Pa-
thologien hätten jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin.

Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. G.________, Fachärztin für Physi-
kalische Medizin und Rehabilitation und für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte in ihrem Teilgutachten vom 18. März 2015 (AB 84.4) 
eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und eine anamnestisch 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) ohne Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit (S. 6 Ziff. 4). Die zur Diagnosestellung verlangten Krite-
rien seien erfüllt, so dass auch gegenwärtig die Diagnose einer somatofor-
men Schmerzstörung gestellt werden könne (S. 7). Es lägen anamnestisch 
ausreichend kausale Faktoren vor, die eine entsprechende Störung be-
gründen würden, allerdings werde aus objektiver Sicht im Gegensatz zur 
Auffassung des vorbegutachtenden Psychiaters aus dem Jahr 2010 keine 
eigenständige affektive Erkrankung gesehen. Typische Somatisierungs-

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phänomene einer Depression längen nach sorgfältiger Erhebung der Sym-
ptomatik nicht vor. Auch seien im gegenwärtigen psychischen Befund die 
Kriterien einer affektiven Erkrankung nicht erfüllt und das Alltagsleben der 
Versicherten ohne sozialen Rückzug und mit religiös erfülltem Leben 
sprächen gegen eine eindeutige affektive Erkrankung und ein völlig unver-
änderter Verlauf einer Depression seit 2006 sei psychiatrisch nicht nach-
vollziehbar. Die somatoforme Schmerzstörung an sich verursache bei der 
Beschwerdeführerin zwar einen gewissen Leidensdruck, eine Arbeitsun-
fähigkeit könne hierdurch jedoch medizinisch-theoretisch nicht bestätigt 
werden. Ein sozialer Rückzug liege nicht vor, ein primärer 
Krankheitsgewinn sei nicht eindeutig feststellbar. Eine Entlastung im Sinne 
eines sekundären Krankheitsgewinns mit Freistellung der als sehr 
anstrengend geschilderten Tätigkeit liege nicht vor und eine Komorbidität 
im Sinne einer affektiven Erkrankung werde nicht gesehen. Gutachterli-
cherseits sei jedoch anzumerken, dass sich der Zustand seit 2006 nicht 
wesentlich verändert habe. Die jetzige Beurteilung weiche nicht von den 
vorbegutachtenden Psychiatern ab, es handle sich somit um eine differente 
Bewertung eines an sich unveränderten und als gleich zu betrachtenden 
Sachverhaltes. Medizinisch-theoretisch bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 
100 %, wobei Akkordtätigkeiten oder Arbeiten mit erhöhtem Zeit-
/Leistungsdruck vermieden werden sollten (S. 8).

Dr. med. H.________, Fachärztin für Neurologie FMH, hielt in ihrem Teil-
gutachten vom 18. März 2015 (AB 84.5) sowohl ein kompensiertes Rest-
less Legs-Sydnrom wie auch ein mit Handschiene kompensiertes Carpal-
tunnelsyndrom beidseits fest (S. 5 Ziff. 4). Von neurologischer Seite könn-
ten die vorliegenden Schmerzen weder dem Restless-Legs-Syndrom noch 
dem Carpaltunnelsyndrom zugeordnet werden, weshalb es sich aller 
Wahrscheinlichkeit nach um psychogen bedingte Beschwerden handle. 
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit finde sich von neurologischer Sei-
te her nicht. 

Nach polydisziplinärer Konsensbesprechung vom 23. April 2015 (AB 84.1 
S. 14 f. Ziff. G) hielten die Fachärzte fest, dass die Beschwerdeführerin 
orthopädisch-traumatologisch, internistisch, neurologisch und psychiatrisch 
untersucht worden sei und in keinem der Fachgebiete eine Diagnose mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 13

Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe gestellt werden können. Die 
Beschwerdeführerin sei in der Lage, körperlich leichte bis mittelschwere 
Tätigkeiten überwiegend im Stehen, Gehen ohne Einnahme von 
Zwangshaltungen (Vorbeuge) einnehmen (S. 15). Vermieden werden 
sollten dabei Akkordtätigkeiten oder Arbeiten mit erhöhtem Zeit- und 
Leistungsdruck. In der bisherigen Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 
100 % (S. 16). Zu den aus psychiatrischer Sicht in den Vorgutachten 
angegebenen eingeschränkten Arbeitsfähigkeiten (50 % bzw. 40 %) werde 
jetzt gutachterlich eine differenzierte Einschätzung abgegeben, der 
medizinische Sachverhalt sei jedoch weitgehend unverändert. 
Zusammenfassend könne aus heutiger Sicht retrospektiv weder in der 
bisherigen noch in einer angepassten Tätigkeit eine länger dauernde 
Arbeitsunfähigkeit gesehen werden.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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4.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 9. Februar 2016 (AB 101) auf das polydisziplinäre Gutachten der ME-
DAS J.________ (AB 84.1) gestützt. Dieses Gutachten erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (E. 4.2 hiervor), weshalb ihm volle 
Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin ent-
haltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand wurden nachvollziehbar, 
umfassend und einlässlich begründet. Insbesondere haben die Gutachter – 
allen voran die psychiatrische Gutachterin Dr. med. G.________ in ihrem 
Teilgutachten vom 18. März 2015 (AB 84.4 S. 7 und S. 8) – überzeugend 
dargelegt, dass zwar nach wie vor die selben Diagnosen vorliegen, wie bei 
der vorgängigen Begutachtung im Dezember 2010 (AB 60.1), dass diese 
jedoch allsamt keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) entfalten. Die 
einzelnen Teilbeurteilungen stehen untereinander wie auch mit den übrigen 
Akten in Übereinstimmung und sie finden in den vorliegenden medizini-
schen Akten auch ihren Rückhalt. Die Erkenntnisse der Gutachter flossen 
sodann in die überzeugende interdisziplinäre Beurteilung ein, so dass dar-
auf abgestellt werden kann.

4.4 Die Gutachter der MEDAS J.________ haben im Gutachten vom 
28. April 2015 (AB 84.1) eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 
F45.10) diagnostiziert und dazu festgehalten, dass sie dieser Diagnose – 
offensichtlich nach Prüfung der nach damaliger Rechtsprechung geltenden 
„Foerster-Kriterien“ vgl. AB 84.4 S. 7 bzw. AB 84.1 S. 15) – keine Ein-
schränkung auf die Arbeitsfähigkeit zuschrieben (AB 84.1 S. 14 und S. 12). 
Auch wenn die Diagnosestellung im Gutachten zu überzeugen vermag, ist 
in der Folge mit Blick auf die neue Rechtsprechung (vgl. E. 2.1.2 vorste-
hend) dennoch die Rechtsfrage frei zu prüfen, ob und in welchem Umfang 
diese ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren 
auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308). 
Gemäss der geänderten Rechtsprechung bilden bei somatoformen und 
vergleichbaren Störungen auf den funktionellen Schweregrad bezogene 

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Indikatoren das Grundgerüst der Folgenabschätzung. Die daraus gezoge-
nen Folgerungen müssen einer Konsistenzprüfung standhalten (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298).

Die Änderung der Rechtsprechung (BGE 141 V 281) hat sodann nicht au-
tomatisch zur Folge, dass das – unter Einbezug der vormals geltenden 
Rechtsprechung zu den „Förster-Kriterien“ erstellte – Gutachten seinen 
Beweiswert verliert, sondern es ist zunächst zu prüfen, ob mit diesem Gut-
achten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der neu massgeblichen Indi-
katoren (vgl. E. 2.1.2 hiervor) möglich ist. Dies ist – wie nachfolgend darge-
legt wird – vorliegend der Fall. 

4.4.1 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu 
prüfen. Hier ist festzuhalten, dass die verlangte vorherrschende Beschwer-
de eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes (BGE 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 286) bei der Beschwerdeführerin nicht gegeben ist: die 
Gutachter der MEDAS J.________ hielten fest, dass die Beschwerdeführe-
rin ein zügiges Aufstehen gezeigt habe und sowohl die Positionswechsel 
sitzend, stehend, liegend und umgekehrt sowie das An- und Auskleiden 
problemlos erfolgt seien (AB 84.2 S. 25 Ziff. 3). Sie sei nur sowohl während 
der Anamneseerhebung zum internistischen Befund (AB 84.3 S. 5 Ziff. 3), 
als auch während der neurologischen Untersuchung einmal – wohl auf-
grund der Schmerzen – aufgestanden (AB 84.5 S. 4 Ziff. 3). Hingegen sind 
wiederum die Alltagsfunktionen bei der Beschwerdeführerin nicht stark ein-
geschränkt, gibt sie doch an, dass sie das Mittagessen selber zubereite, 
nach einer Mittagsruhe die Küche aufräume, sich um den Haushalt kümme-
re, die Wäsche erledige, putze und staubsauge, wobei sie nur manchmal 
die Hilfe ihres Ehemannes benötige (AB 84.2 S. 2 Ziff. 2.1 und AB 84.3 S. 2 
Ziff. 2.1). Von einer beträchtlichen persönlichen oder medizinischen Be-
treuung oder Zuwendung kann vorliegend nicht gesprochen werden (vgl. 
BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 286), die Beschwerdeführerin steht lediglich in 
physiotherapeutischer Behandlung und führt die in der Physiotherapie an-
gelernten Übungen selber durch (AB 84.3 S: 2 Ziff. 2.1). Ausschlussgründe 
bzw. -kriterien wie z.B. eine Aggravation oder Simulation, liegen hingegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 16

nicht vor (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287, E. 2.2.2 S. 288, 
E. 4.3.1.1 S. 298).

Der Bereich „Komorbiditäten“ umfasst die bisherigen Kriterien „psychische 
Komorbidität“ und „körperliche Begleiterkrankungen“, wobei dem erstge-
nannten Kriterium keine vorherrschende Bedeutung mehr zukommt (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300). Der Gutachter diagnostizierte neben der an-
haltenden somatoformen Schmerzstörung anamnestisch eine mittelgradige 
depressive Episode (AB 84.1 S. 14 Ziff. F.2), diese wurde aber durch die 
psychiatrische Gutachterin nicht als eigenständige affektive Erkrankung 
angesehen und ihr wurde die Qualität einer Komorbidität im Sinne einer 
affektiven Erkrankung abgesprochen (AB 84.4 S. 7). Unter dem Titel „Be-
handlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.2 S. 299 f.) findet sich bei der Beschwerdeführerin keine schwere, 
therapeutisch nicht mehr angehbare psychische Störung, befindet sich die 
Beschwerdeführerin doch nicht mehr in Psychotherapie sondern hat diese 
weitgehend beendet, auch wenn sei weiterhin täglich ein – vom Hausharzt 
verordnetes – Antidepressivum einnimmt (AB 84.4 S. 3). Hingegen musste 
sie einen Arbeitsversuch mit Rückkehr an den Arbeitsplatz abbrechen 
(AB 84.2 S. 4). Was den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) betrifft, hat die psychiatrische Gutachterin explizit festgehalten, 
dass die Ich-Funktionen intakt seien und keine krankhafte Persönlichkeits-
merkmale vorlägen (AB 84.4 S. 5). 

Zum Komplex „sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) ist fest-
zuhalten, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben täglich 
spazieren geht und gewisse mobilisierende Ressourcen aus dem täglichen 
Beten, dem Lesen in der Bibel und auch dem regelmässigen Kontakt mit 
Nachbaren und der Familie in ihrem Heimatland gewinnen kann. Zudem 
nimmt sie Auswärtstermine wahr, hat Kontakte in die religiöse Gemeinde 
und wohnt mit ihrem Ehemann zusammen (AB 84.4 S. 4). 

4.4.2 Was die Kategorie „Konsistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) 
betrifft, stellt sich die Frage nach einer gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, wobei das Akti-
vitätsniveau der versicherten Person im Verhältnis zur geltend gemachten 
Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303). Die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 17

schwerdeführerin sieht sich aufgrund der Schmerzen nicht mehr arbeits-
fähig und kann sich eine Wiedereingliederung nicht vorstellen (AB 84.2 
S. 4). Hingegen gibt sie bei der Beschreibung ihres Tagesablaufs Spazie-
rengehen als Hobby an. Zudem ist es ihr – wie hiervor bereits dargelegt 
(E. 4.4.1 vorstehend) – durchaus möglich, den Haushalt zu erledigen, die 
Küche aufzuräumen, zu Waschen, zu Putzen und Staub zu saugen, wobei 
sie nur manchmal die Hilfe ihres Ehemannes benötige (AB 84.2 S. 2). Es 
ist zudem auf die Angaben des orthopädischen Gutachters zu verweisen, 
wonach die Umfangsmasse der Ober- und Unterschenkel oder die gleich-
förmige Sohlenbeschwielung nicht auf eine Belastungsminderung oder 
Schonung des rechen Beines hinweisen würden (AB 84.2 S. 7 Ziff. 5). Dies 
spricht für eine Inkonsistenz zu den geltend gemachten Schmerzen und 
den angegebenen Einschränkungen. Zudem fahre sie aufgrund der 
Schmerzhaftigkeit zwar nicht mehr Auto, gleichzeitig ist es ihr jedoch mög-
lich, regelmässig mit ihrem Mann nach ... und ... zu fahren, um die Ver-
wandten und Eltern zu besuchen (AB 84.2 S. 2 Ziff. 2.1). 

Es bleibt der behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesene 
Leidensdruck (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 298) näher zu betrachten. Die 
Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen weist auf den tatsächli-
chen Leidensdruck hin (BGE 140 V 281 E. 4.4.2 S. 304). Die Beschwerde-
führerin steht wie bereits erwähnt (vgl. E. 4.4.1 vorstehen) nicht mehr in 
psychiatrischer Behandlung, besucht einmal wöchentlich die Physiothera-
pie und nimmt täglich Arzneimittel zur Behandlung des Restless-Legs-
Syndroms, der neuropathischen Schmerzen sowie ein Antidepressivum ein 
(AB 84.2 S. 3).

4.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass das polydisziplinäre Gutachten 
vom 28. April 2015 (AB 84.1) und die entsprechenden Teilgutachten 
(AB 84.2 bis AB 84.5) eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgebli-
chen Indikatoren erlauben (vgl. E. 4.3 hiervor). Diese Prüfung der Indikato-
ren zeigt, dass der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung selbst 
unter Prüfung der neuen Rechtsprechung nach BGE 141 V 281 keine inva-
lidisierende Wirkung zukommt und die von den Gutachtern attestierte 
vollständige Arbeitsfähigkeit plausibel ist. Die Beschwerdeführerin hat des-
halb keinen Anspruch auf eine IV-Rente mehr. Der Zeitpunkt der Renten-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 18

aufhebung ab dem Ende des auf die Verfügung folgenden Monats ist in 
Anwendung von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88bis Abs.  2 lit. a der Verordnung 
über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) 
ebenfalls nicht zu beanstanden. 

4.4 Die Beschwerdeführerin wurde schliesslich von der Beschwerde-
gegnerin darauf hingewiesen, dass ihre laufende Rente aufgrund von lit. a 
Abs. 3 SchlBest. IV 6/1 längstens während zwei Jahren weiter ausgerichtet 
werden könnte, sofern und solange Massnahmen zur Wiedereingliederung 
nach Art. 8a IVG durchgeführt würden (AB 91). Die Beschwerdeführerin hat 
es jedoch unterlassen, die entsprechende Einverständniserklärung zur Ein-
leitung der Wiedereingliederungsmassnahmen unterzeichnet zurück zu 
senden, so dass auch keine Weiterausrichtung der bisherigen Rente 
gemäss lit. a Abs. 3 SchlBest. IV 6/1 erfolgt.

5.

Nach dem Dargelegten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
9. Februar 2016 (AB 101) als rechtens und die Aufhebung der Invalidenren-
te ist nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbe-
gründet und damit abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, der unterliegenden Beschwerdeführerin 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Okt. 2016, IV/16/286, Seite 19

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.