# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5874448b-ece4-5c60-8cf2-2fab0e9a3f8a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 25.01.2021 V 2020 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-23_2021-01-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 25. Januar 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

1. C.________
vertreten durch RA D.________

2. Stadtrat von Zug
3. Regierungsrat des Kantons Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Baubewilligung

V 2020 23

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Urteil V 2020 23

A. C.________ ist Eigentümer des Grundstücks (GS) Nr. E.________ in Zug sowie 
des darauf erstellten Wohnhauses. Die Liegenschaft ist der Wohnzone 2b (W2b) 
zugewiesen. Am 27. Juni 2018 reichte C.________ bei der Standortgemeinde das 
Baugesuch für den Abbruch des bestehenden Wohnhauses sowie den Bau eines neuen 
Zweifamilienhauses, GS E.________, ein. Beim Neubau sind u.a. zwei Einzelgaragen 
sowie zwei Autoabstellplätze vorgesehen. Gegen das Baugesuch erhoben u.a. 
A.________ Einsprache. Sie sind Miteigentümer des direkt angrenzenden GS F.________ 
sowie des auf diesem Grundstück stehenden Wohnhauses. Mit Entscheid vom 7. Mai 
2019 wies der Stadtrat von Zug einerseits die gegen das Baugesuch erhobenen 
Einsprachen ab, und andererseits erteilte er die Baubewilligung für den Abbruch des 
bestehenden Wohnhauses und den Bau des neuen Zweifamilienhauses unter Auflagen 
und Bedingungen. Die gegen diesen Entscheid von A.________, vertreten durch RA 
B.________, eingereichte Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat des Kantons 
Zug mit Beschluss vom 7. April 2020 ab, nachdem die Baudirektion am 14. August 2019 
einen Augenschein durchgeführt hatte. 

B. Gegen den Beschluss des Regierungsrats liessen A.________ am 13. Mai 2020 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen und folgende Rechtsbegehren stellen:

"1. Der angefochtene Entscheid des Regierungsrates vom 7. April 2020 betreffend 
Baubewilligung SZ-2018-159 sei aufzuheben und die Baubewilligung sei zu 
verweigern.

2. Eventuell sei der genannte Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. und Auslagen zulasten des 
Beschwerdegegners und der Vorinstanzen.

sowie mit folgendem formellen Rechtsbegehren:

4. Es sei den Beschwerdeführern das Recht zur Ergänzung ihrer Beschwerde unter 
Ansetzung einer angemessenen Frist zu gewähren."

Zunächst machten die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. 
Die Baubewilligungsbehörde habe auf einen Augenschein verzichtet, obwohl sowohl die 

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Urteil V 2020 23

Beschwerdeführer in ihrer Einsprache als auch die Bauherrschaft den Antrag auf dessen 
Durchführung gestellt hätten. Die Beschwerdeführer hätten sich deshalb veranlasst 
gesehen, im Verwaltungsbeschwerdeverfahren wiederum die Durchführung eines 
Augenscheins zu beantragen. Der Regierungsrat habe die beantragte Beweismassnahme 
genehmigt und am 14. August 2019 einen Augenschein durchgeführt und damit scheinbar 
die von der Baubewilligungsbehörde begangene Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geheilt. In der Folge habe der Regierungsrat in seinem Entscheid jedoch ausgeführt, dass 
den kommunalen Behörden bei der Anwendung der guten Gesamtwirkung ein 
Ermessensspielraum zukomme, der im Rechtsmittelverfahren zu beachten sei. Sei der 
Einordnungsentscheid einer kommunalen Behörde nachvollziehbar, so habe die 
Rechtsmittelinstanz diesen zu respektieren und dürfe das Ermessen der kommunalen 
Behörde nicht durch ihr eigenes ersetzen. Der Regierungsrat habe die gerügte 
Einordnungsfähigkeit denn auch nur daraufhin überprüft, ob der Entscheid der 
Baubewilligungsbehörde vertretbar sei, obwohl die Beschwerdeinstanz über umfassende 
Beurteilungskompetenz verfüge (§ 42 Abs. 1 resp. § 47 Abs. 1 VRG). Eine Heilung der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs habe damit nicht erreicht werden können, auch wenn 
die Beschwerdeinstanz den Augenschein durchgeführt habe. 

Bezüglich der Einordnung der geplanten Baute brachten die Beschwerdeführer vor, es 
treffe nicht zu, wie das der Regierungsrat feststelle, dass es sich um ein "sehr" 
heterogenes Quartier handle. Vielmehr zeichne sich das Quartier mit seinen vorwiegenden 
Herrschaftshäusern und Villen sowie den schlichten Neubauten durch eine gewisse 
Homogenität aus. Richtig sei denn auch, dass die bestehenden Gebäude 
grossmehrheitlich Giebel- oder Walmdächer aufwiesen und über ähnliche Grundrisse 
verfügten. Nicht zutreffend sei hingegen, dass es "zahlreiche" Neubauten gäbe. Jedoch 
wiesen die wenigen Neubauten allesamt Flachdächer auf und verfügten über 
zurückversetzte Attikageschosse. Ebenso seien diese Neubauten von schlichter 
Architektur und fügten sich gut in das Quartier mit den bestehenden Herrschaftshäusern 
und Villen ein. Schlicht falsch sei ferner die Feststellung des Regierungsrats, dass 
hinsichtlich Farbgebung und Materialisierung keine Einheitlichkeit bestehe. Aus dem 
Protokoll des Augenscheins ergebe sich, dass die Fassaden praktisch sämtlicher 
Gebäude im Quartier helle oder dezente Farben aufwiesen, sei es Weiss, Grau, Hellgelb, 
Beige oder allenfalls Hellrosa. Von einem "sehr" heterogenen Quartier könne unter diesen 
Aspekten nicht die Rede sein. Aber selbst wenn dem Quartier eine gewisse Heterogenität 
attestiert würde, bedeute dies noch lange nicht, dass der strittige Neubau den 
Einordnungsartikel erfülle. Bei § 20 Abs. 1 BO Zug handle es sich um eine positive 

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ästhetische Generalklausel, die sich nicht in einem Verunstaltungsverbot erschöpfe. 
Vielmehr werde verlangt, dass ein Bauvorhaben nicht einen stossenden Gegensatz zur 
Nachbarschaft bilde oder nicht auffallend störend in Erscheinung trete. Davon sei aber 
gerade auszugehen. Das Bauvorhaben nehme keinen Bezug zu den umliegenden 
Gebäuden und verweigere den Dialog mit der Umgebung komplett. Das geplante 
Schmetterlingsdach sei im Quartier einmalig. Ferner hätten weder die 
Baubewilligungsbehörde noch die Vorinstanz die Materialisierung des Bauvorhabens 
konkret in die Beurteilung miteinbezogen, obwohl dies dafür einen absolut relevanten 
Bestandteil bilde. Das Holzhaus füge sich mit der geplanten grau-beige vorgegrauten 
Fassade und den Holz-Metall-Schiebeläden in Anthrazit resp. in pigmento braun und 
"Silverwood Steingrau 5500" nicht in das Quartier ein. Die Originalbezeichnung von Feyco 
für die Farbe 5500 sei "betongrau" und werde erfahrungsgemäss erheblich nachdunkeln. 
Die dunkle Farbe trete dabei insbesondere entlang der Nordfassade markant in 
Erscheinung, bei welcher nur ein einziges Fenster vorgesehen sei. Dies werde von den 
Beschwerdeführern, welche von ihrer Liegenschaft direkt an die Nordfassade blickten, als 
besonders störend empfunden. Daneben wirkten auch die Gesimse nicht als harmonisch 
einfügend in das Gesamtbild, sondern eher als unnötige Durchbrechung der Fassaden. 
Schliesslich werde auch der fehlende Respekt zu den umliegenden Gebäuden, 
insbesondere auch im Abrücken von der Baulinie um 1,40 m gegen Westen, nicht 
berücksichtigt. Bei den sechs Liegenschaften der inneren G.________-strasse handle es 
sich entgegen dem Dafürhalten des Regierungsrats sehr um ein Ensemble, welches einen 
gegenseitigen und rücksichtsvollen Charakter aufweise. Dies lasse das vorliegende 
Bauvorhaben vermissen. 

Der Regierungsrat irre, wenn er dafürhalte, dass die Beurteilung der vorliegend strittigen 
Gesamtwirkung des Neubaus keine speziellen Fachkenntnisse erfordere, weshalb keine 
Pflicht bestanden habe, die Stadtbildkommission miteinzubeziehen. Als die 
Beschwerdeführer im Jahr 2001 den Abbruch ihres Wohnhauses und den Neubau auf 
ihrem Grundstück Nr. F.________ geplant hätten, habe einerseits eine Begehung der 
Stadtbildkommission auf dem Grundstück und andererseits am 6. Dezember 2001 eine 
Besprechung beim Baudepartement stattgefunden. An der Sitzung seien die Details des 
Bauprojekts und neben der Möglichkeit, den Altbau zu erhalten und zu renovieren, auch 
das Thema der guten Einordnung diskutiert worden. So sollte ein Walmdach anstelle eines 
Flachdaches vorgesehen werden, damit sich dieses gegenüber allen unmittelbar 
benachbarten bestehenden Häusern gut einfüge. Ebenso sei das Erstellen des Baus auf 
der Baulinie, die Situierung der Besucherparkplätze entlang der G.________-strasse, die 

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Fassadenfarbe, die Fenstergestaltung, die Farbe der Rollläden und die 
Umgebungsgestaltung diskutiert worden. Aus dem Kommissionsbericht ergebe sich, dass 
sich die Stadtbildkommission dezidiert zum Bauvorhaben der Beschwerdeführer geäussert 
und beantragt habe, das Projekt nur unter Berücksichtigung der erwähnten Punkte zu 
bewilligen. Die Beschwerdeführer fragten sich nun mit Fug und Recht, weshalb ihr 
Bauvorhaben dem kritischen Auge der Stadtbildkommission unterworfen worden sei und in 
der Folge hinsichtlich Situierung und Gestaltung habe erheblich angepasst werden 
müssen, während der Beschwerdegegner auf dem Nachbargrundstück nun ein Projekt 
realisieren könne, welches nicht einmal einer hinlänglichen Überprüfung des 
Einordnungsartikels nach § 20 BO Zug unterzogen worden sei. 

Die Wohnqualität der Beschwerdeführer sei durch den Neubau mit übermässigem 
Schattenwurf konfrontiert. Dieser entstehe einerseits aufgrund der Platzierung des 
Neubaus, nämlich der Abweichung um 1,4 m von der Baulinie nach Westen hin, und 
andererseits aufgrund der Dachgestaltung als Schmetterlingsdach. So befinde sich der 
höchste Punkt des geplanten Gebäudes auf der Talseite bei einer Höhe von 9,74 m. 
Bergseitig hingegen sei das Gebäude inkl. Hybridanlage lediglich 9,35 m hoch und damit 
wesentlich tiefer als auf der Talseite. Würde ein Gebäude errichtet, welches auf der 
Baulinie erstellt werde und zudem über ein zurückversetztes Attikageschoss verfüge, 
würden die Immissionen erheblich abgeschwächt. Werde die Neubaute jedoch wie 
projektiert erstellt, führe dies dazu, dass die Wohnung im Erdgeschoss der Liegenschaft 
an den lichtarmen Tagen im Winter über keine Sonne mehr verfügen würde. Mit anderen 
Worten wäre die Wohnung den ganzen Tag über beschattet. 

C. Den von ihnen verlangten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– bezahlten die 
Beschwerdeführer innert der ihnen dafür gesetzten Frist. 

D. Am 15. Juni 2020 ergänzten die Beschwerdeführer gemäss Ankündigung und 
vorher erteilter Zustimmung des Kammervorsitzenden ihre Beschwerde und machten 
unter Einreichung von Fotos von Gebäuden im Quartier G.________-strasse/H.________ 
weiterhin eine Verletzung des Einordnungsartikels und den fehlenden Bezug des 
Bauvorhabens zu den bestehenden Bauten geltend. Zusätzlich bemängelten sie, dass in 
den zwei Garagen sowie auf den zwei Parkplätzen vor den Garagen des Bauvorhabens 
vertikal zur G.________-strasse parkiert und rückwärts auf die Strasse ausgefahren 
werden solle, was aus Gründen der Verkehrssicherheit bedenklich sei. Und schliesslich 
würden das neue Parkierungsregime einerseits und die Situierung der Kehrrichttonnen auf 

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der nördlichen Seite des Bauvorhabens andererseits zu mehr Immissionen auf das 
Grundstück der Beschwerdeführer führen. Mithin sähen sich die Beschwerdeführer mit 
lästigen Lärm- und Geruchsauswirkungen (insbesondere Abfall und Abgase) auf ihr sich in 
nur kurzer Distanz tiefergelegenes Schlafzimmerfenster konfrontiert. Die in der 
Beschwerde vom 13. Mai 2020 gestellten Anträge würden daher wie folgt ergänzt:

"Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, zum Grundstück der Beschwerdeführer 
hin anstelle des im Bauprojekt vorgesehenen Stellriemens eine Trennmauer von 
1,50 m Höhe und 9,00 m Länge zum Schutz vor Emissionen von üblen Gerüchen und 
Lärm zu errichten."

E. Mit Vernehmlassung vom 15. Juli 2020 beantragte das Baudepartement der Stadt 
Zug namens des Stadtrats von Zug, die Beschwerde sei abzuweisen; unter Kostenfolge 
zulasten der Beschwerdeführer. Zur Begründung machte das Baudepartement im 
Wesentlichen geltend, mit Blick auf die heterogenen Dachformen im Quartier sei nicht 
ausschlaggebend, ob bereits Schmetterlingsdächer in der Umgebung vorhanden seien. 
Vorliegend falle weiter in Betracht, dass lediglich das in den Ausmassen kleinere 
Attikageschoss mit einem Schmetterlingsdach versehen sei und dessen Dachform von der 
G.________-strasse und talseitig kaum einsehbar sei. Unbestritten sei, dass im Quartier 
bereits modernere Bauten mit Flachdächern vorhanden seien. Die Prüfung des 
Bauvorhabens durch die Baubewilligungsbehörde habe zu Recht ergeben, dass die in sich 
stimmige Architektur mit einer stringenten Fassadengliederung und dem Verzicht auf 
einen bunten Farbton die Anforderungen gemäss § 20 BO erfülle. Für eine Begutachtung 
des vorgesehenen Neubaus durch die Stadtbildkommission habe keine Notwendigkeit 
bestanden. Mit der Abteilung Städtebau habe das Baudepartement überdies eine eigene 
Fachabteilung für die gestalterische Beurteilung von Bauvorhaben. Der Schattenwurf sei 
im öffentlichen Recht des Kantons Zug und auch der Stadt Zug – soweit kein Hochhaus 
betroffen sei – nicht geregelt. Es handle sich hierbei in erster Linie um eine zivil- bzw. 
nachbarrechtliche Rüge. Die Sichtweiten bei den Ausfahrten seien eingehalten. Die 
Hauserschliessung und die Garagenzufahrt seien unter Berücksichtigung des 
Strassenverlaufs, der Normen und der topographischen Gegebenheiten auf der Ostseite 
des Gebäudes erfolgt. Dem Erfordernis an eine verkehrssichere Erschliessung sei 
Genüge getan. 

F. In ihrer namens des Regierungsrats eingereichten Stellungnahme vom 31. Juli 
2020 beantragte die Baudirektion des Kantons Zug, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

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sei unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer abzuweisen. Zur Begründung 
verwies die Baudirektion auf die Ausführungen im angefochtenen 
Regierungsratsbeschluss vom 7. April 2020 sowie die darin zitierten Erkenntnisse des 
Augenscheins. An diesen werde festgehalten und im Übrigen auf eine ergänzende 
Stellungnahme verzichtet.

G. Am 5. August 2020 liess C.________ (nachfolgend: Bauherr) beantragen, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Beschwerdeführer. Zur Begründung 
wurde ausgeführt, der Bauherr plane ein Gebäude, das hohen architektonischen und 
ökologischen Ansprüchen genüge. Der Neubau werde sich rücksichtsvoll präsentieren und 
sich bestens in das Quartier einordnen. Das Quartier zeichne sich durch eine 
aussergewöhnlich grosse Heterogenität aus. Der Neubau stelle mit seiner Stringenz im 
stilistischen Durcheinander des Quartiers insgesamt eine klare Aufwertung dar. Der 
Fussabdruck, das Volumen oder die Geometrie entsprächen ziemlich genau dem 
Durchschnitt der baulichen Umgebung. Auch die Farben und Materialisierungen seien im 
Quartier derart unterschiedlich, dass sich keine zwei ähnlichen Gebäude finden liessen. 
Zudem fänden sich auch dunklere Gebäude (darunter Holzhäuser) in der Umgebung. Das 
Schmetterlingsdach werde mit einer Neigung von lediglich 8° kaum als solches 
wahrgenommen und sei entsprechend als Flachdach zu qualifizieren. Auch der Umstand, 
dass auch der Neubau (wie der Altbau) nicht auf die Baulinie gesetzt sei, ändere nichts an 
der Bewilligungsfähigkeit. Zahlreiche Gebäude in der Umgebung wichen von der Baulinie 
ab. 

Zweifellos habe die Stadtbildkommission (SBK) "nur" eine beratende Funktion. Bereits 
daraus erhelle, dass der Einbezug der SBK nicht zwingend sei, zumal es keinen 
Beratungszwang geben könne. Herkömmliche und völlig unproblematische Bauvorhaben 
– wie das vorliegende – in unproblematischen Gegenden gehörten nicht zum 
Aufgabenbereich der SBK. 

Das Neubauvorhaben halte (auch) alle rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich der 
Dimensionierung (Höhe, Länge, Abstände) ein. Es gebe keinen über die Einhaltung dieser 
Vorschriften hinausgehenden Schutz vor Schattenwurf oder Lichtentzug. 

Die Themen Parkierung und Kehrrichttonnen seien erstmals in der Beschwerdeergänzung 
vom 15. Juni 2020 und damit verspätet vorgebracht worden. Zudem hätten die 

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Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren weder die Verkehrssicherheit noch 
Immissionen durch den Containerplatz gerügt. Auf diese Rügen sei folglich nicht 
einzutreten. Abgesehen davon liege keine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit vor. 
Sodann seien alle erforderlichen Sichtweiten eingehalten. Bei den von den Containern 
ausgehenden Geruchsimmissionen handle es sich um ein typisches Beispiel eines 
umweltrechtlichen Bagatellfalls, weshalb es unverhältnismässig wäre, ihretwegen 
Anordnungen zu treffen. 

H. Am 9. September 2020 replizierten die Beschwerdeführer. Sie verwiesen dabei im 
Wesentlichen auf das vom Baudepartement der Stadt Zug im April 2019 erlassene 
Stadtraumkonzept 2050, dessen Ziel es sei, Wege und Möglichkeiten für die langfristige 
räumliche Entwicklung sowie die stadträumliche und bauliche Gestaltung der Stadt 
aufzuzeigen. Demnach sollten sich die verschiedenen Charaktere der Quartiere räumlich-
baulich manifestieren. Dabei sei bei einer baulichen Veränderung die Einordnung neuer 
Gebäude zu gewährleisten, indem ein Bezug zur unmittelbaren Umgebung erfolge. Dies 
gelte besonders bei der Baukörper- und Fassadengestaltung und der 
Grundrisskomposition. Für die einzelnen Quartiere werde ein "eigenes Gesicht" mit 
gestalterischen Zusammenhängen gefordert. Als Beispiel werde im Stadtraumkonzept 
explizit das Rosenbergquartier genannt, also dasjenige Quartier, in welchem das strittige 
Bauvorhaben errichtet werden solle. Das Rosenbergquartier zeichne sich durch 
freistehende Einfamilienhäuser und Villen mit repräsentativen Privatgärten am Hang aus, 
und es würde den Charakter bei Bauten ohne Bezug zum Ort verlieren (vgl. Abbildung 39 
und 40, S. 51 des Stadtraumkonzepts). Der strittige Neubau nehme zu den umliegenden 
bestehenden Bauten überhaupt keinen Bezug. Im Gegenteil wirke er wie die Faust aufs 
Auge. Für die Beschwerdeführer sei es abwegig und befremdend, dass einerseits das 
Baudepartement der Stadt Zug ein solches Konzept erlasse und es andererseits als 
Baubewilligungsbehörde bei der Beurteilung, ob ein Neubau mit den Bestimmungen von § 
20 BO Zug vereinbar sei, nicht anwende. Die fehlende Durchsetzung des 
Stadtraumkonzepts sei auch bei der Nichtbeachtung der Baulinie ersichtlich. 

I. Am 1. Oktober 2020 teilte die Baudirektion mit, dass auf die Einreichung einer 
Duplik verzichtet werde.

J. In seiner Duplik vom 8. Oktober 2020 führte das Baudepartement der Stadt Zug 
aus, das Stadtraumkonzept sei nicht grundeigentümerverbindlich. Es sei auch nicht im 
Verfahren der Richtplanung erlassen worden. Die für die Einordnung massgebende 

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Rechtsgrundlage sei § 20 BO. Im Gegensatz zum Gestaltungshandbuch 
Ortsbildschutzzone Gartenstadt oder zum Gestaltungshandbuch Ortsbildschutzzone 
Oberwil sei das Stadtraumkonzept viel allgemeiner gehalten und liefere für die Ausübung 
des Ermessens im Baubewilligungsverfahren keine griffigen Anhaltspunkte. Das 
Bauvorhaben liege denn auch in keiner Ortsbildschutzzone. Sollten im Quartier Rosenberg 
strengere Vorgaben zu gelten haben, habe der Gesetzgeber entsprechend zu legiferieren. 

K. Am 12. Oktober 2020 reichte der Bauherr eine Duplik ein. Auf die Ausführungen 
darin ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen. 

L. Am 6. November 2020 reichten die Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme 
ein. Darin führten sie aus, es sei erstaunlich, dass sich die Stadt Zug veranlasst sehe, ein 
Stadtraumkonzept zu erlassen, nur um dann festzustellen, dass sie sich nicht daran zu 
halten habe. Die Haltung der Baubewilligungsbehörde widerspreche klar den Aussagen im 
Auftakt auf S. 4 f. des Stadtraumkonzepts, wonach es als stadträumliche Grundlage und 
als Leitschnur dienen solle. Es sollten Wege und Möglichkeiten für die langfristige 
räumliche Entwicklung sowie die stadträumliche und bauliche Gestaltung der Stadt 
aufgezeigt werden, wobei der Schwerpunkt in der Gestaltung des öffentlichen Raums und 
dem ortsbaulichen Charakter liege, der sich von Quartier zu Quartier unterschiedlich 
auspräge. Selbst wenn das Stadtraumkonzept also nicht rechtsverbindlich sein sollte, sei 
es als Konkretisierung des § 20 BO Zug in die Erwägungen der guten Einordnung 
miteinzubeziehen. Der strittige Neubau sei weder mit den Richtlinien des 
Stadtraumkonzepts noch mit § 20 BO Zug vereinbar.

M. Weder das Baudepartement der Stadt Zug noch der Bauherr liessen sich 
anschliessend noch einmal vernehmen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 

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ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde 
wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den formellen Anforderungen gemäss § 65 
VRG. Die Beschwerdeführer haben sowohl am Einsprache- als auch am 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren teilgenommen. Als unmittelbare Nachbarn des GS 
E.________ sind sie vom Bauvorhaben besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an der Änderung oder Aufhebung des Entscheids der Vorinstanz. Die 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer ist daher gestützt auf § 62 Abs. 1 VRG 
gegeben. Die Beschwerde ist deshalb zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt 
werden. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines 
Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder 
die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen 
Verfahrensvorschrift sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt 
werden kann die unrichtige Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

2. Die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; 
BGS 721.11) ist per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Das vorliegende Baugesuch wurde 
am 28. Juni 2018 eingereicht. Übergangsrechtlich gelangt daher die Bestimmung von 
§ 71a Abs. 1 lit. a PBG zur Anwendung, wonach auf Baugesuche, die im Zeitpunkt des 
lnkrafttretens dieses Gesetzes hängig sind, das bisherige Recht Anwendung findet, es sei 
denn, für die Bauherrschaft ist die Beurteilung nach neuem Recht günstiger.

3.
3.1 Der Bauherr bringt vor, die Themen Parkierung und Kehrrichttonnen seien 
erstmals in der Beschwerdeergänzung vom 15. Juni 2020 und damit verspätet vorgebracht 
worden. Zudem hätten die Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren weder die 
Verkehrssicherheit noch Immissionen durch den Containerplatz gerügt. Auf diese Rügen 
sei folglich nicht einzutreten.

3.2 Die Anbringung neuer Tatsachen und die Bezeichnung neuer Beweismittel ist im 
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren zulässig (§ 63 Abs. 4 VRG). E contrario dürfen 
vor Verwaltungsgericht nur Begehren gestellt werden, die bereits bei den Vorinstanzen 

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vorgebracht wurden. Das entspricht der allgemeinen Regel, dass sich der 
Streitgegenstand im Lauf des Rechtsmittelverfahrens verengen, grundsätzlich aber nicht 
erweitern oder inhaltlich verändern kann. Streitgegenstand eines Beschwerdeverfahrens 
kann nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder 
allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositionsmaxime zwischen den 
Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren, insbesondere den 
Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 136 II 457 E. 4.2). 

3.3 In E. 1.1.8 seiner Baubewilligung (Beil. 1 zu BD-act. 16) erklärte der Stadtrat von 
Zug, die Parkplätze und die Kehrrichttonnen befänden sich zur Grenze des Grundstücks 
der Einsprecher hin. Ausserdem sei davon auszugehen, dass auch die technisch nicht 
definierte Wärmepumpenanlage (Kompressor, Lüftungsaustritte etc.) am gleichen Ort zu 
stehen komme. Sie befänden sich in direkter Linie zu den Schlafzimmerfenstern sowie 
dem tiefergelegenen Garten der Einsprecher. Die Befürchtung der Einsprecher, durch 
deren Platzierung mit üblen Gerüchen und Lärm belästigt zu werden, sei nicht 
unbegründet. Die Bauherrschaft sei daher zu verpflichten, geeignete bauliche 
Massnahmen zu ergreifen, damit die Einsprecher von negativen Emissionen geschützt 
würden (z.B. Erstellen einer Mauer entlang der gemeinsamen Grenze). Diese 
Verpflichtung wurde jedoch nicht in das Dispositiv der Baubewilligung aufgenommen. 
Einen Antrag in diesem Zusammenhang haben die Beschwerdeführer in ihrer 
Verwaltungsbeschwerde nicht gestellt, womit der Regierungsrat zu Recht darüber nicht 
entschieden hat. Gestützt auf die Ausführungen in E. 3.2 ist daher festzustellen, dass es 
sich beim von den Beschwerdeführern im Rahmen der Ergänzung ihrer 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 15. Juni 2020 gestellten Antrag um ein unzulässiges 
neues Begehren handelt, worauf nicht einzutreten ist. Daran ändert auch die Tatsache 
nichts, dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer anlässlich des vorinstanzlichen 
Augenscheins darauf hinwies, dass das Neubauvorhaben zwei Garagen und zwei 
Aussenparkplätze direkt angrenzend an das Grundstück der Beschwerdeführer vorsehe 
und die Schlafzimmer, der Wohnbereich sowie der Aussensitzplatz somit direkt hinter 
diesen projektierten Garagen stünden und diese Zimmer entsprechend von Immissionen 
betroffen seien. Offenbleibt, ob die Beschwerdeführer ihr Anliegen ausserhalb des 
verwaltungsrechtlichen Verfahrens bzw. auf dem zivilrechtlichen Weg weiterverfolgen 
können und wollen.

4. Die Beschwerdeführer machen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. 
Der Regierungsrat habe einen Augenschein durchgeführt und damit scheinbar die von der 

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Baubewilligungsbehörde begangene Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt. Mit der 
vom Regierungsrat vorgenommenen zurückhaltenden Überprüfung des 
Einordnungsentscheids des Stadtrats von Zug habe jedoch eine Heilung der Verletzung 
des rechtlichen Gehörs nicht erreicht werden können, auch wenn die Beschwerdeinstanz 
einen Augenschein durchgeführt habe.

Dazu ist Folgendes zu erwägen: Die Beschwerdeführer übersehen, dass der 
Regierungsrat im Zusammenhang mit der Frage der Durchführung eines Augenscheins in 
keiner Weise eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Baubewilligungsbehörde 
festgestellt hat, welche zu heilen gewesen wäre. Darin, dass der Stadtrat von Zug im 
Einspracheverfahren trotz des entsprechenden Antrags der Beschwerdeführer auf einen 
Augenschein verzichtete, kann denn auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
erkannt werden. Auf ein beantragtes Beweismittel wie einen Augenschein kann verzichtet 
werden, wenn die Behörden den Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde oder nach den 
Akten hinreichend würdigen können (BGE 124 I 208 E. 4a). Wird ein Augenschein 
beantragt, steht der Entscheid, ob ein solcher angeordnet werden soll, im pflichtgemässen 
Ermessen der mit der Sache befassten Behörde. Eine Pflicht zur Durchführung eines 
Augenscheins besteht nur, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht 
ermittelt werden können (BGer 1C_192/2010 vom 8. November 2010 E. 3.3). Es ist davon 
auszugehen, dass der Stadtrat von Zug im vorliegenden Fall über ausreichende 
Ortskenntnisse verfügt und daher ohne weiteres auf die Durchführung eines Augenscheins 
verzichten konnte. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachte Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist daher nicht gegeben.

5.
5.1 Die Beschwerdeführer rügen im Hauptpunkt, dass der Neubau die Anforderungen 
der Einordnungsbestimmung von § 20 BO Zug nicht erfülle. Zur Begründung führen sie 
zusammengefasst aus, dass sich der Neubau aus folgenden Gründen nicht so in die 
Umgebung einordne, dass eine gute Gesamtwirkung entstehe:
- das Bauvorhaben nehme insbesondere wegen seines im Quartier einmaligen 

Schmetterlingsdachs keinen Bezug zu den umliegenden Gebäuden und verweigere 
den Dialog mit der Umgebung komplett;

- das Holzhaus füge sich mit der geplanten Fassade und der Farbgebung nicht in das 
Quartier ein;

- die Gesimse fügten sich nicht harmonisch in das Gesamtbild ein, sondern wirkten eher 
als unnötige Durchbrechung der Fassaden;

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- der Neubau sei von der bestehenden Baulinie zurückversetzt.

5.2 Gemäss § 20 Abs. 1 der Bauordnung der Stadt Zug (BO Zug) müssen sich 
Bauten, Anlagen und Umschwung hinsichtlich Lage, Grösse, Gestaltung, Materialisierung 
und Farbgebung so in die Umgebung einordnen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. 
Bei der Bestimmung von § 20 Abs. 1 BO Zug handelt es sich um eine positive ästhetische 
Generalklausel, die sich nicht in einem Verunstaltungsverbot erschöpft, das lediglich 
verlangt, dass ein Bauvorhaben nicht einen stossenden Gegensatz zur Nachbarschaft 
bildet oder nicht auffallend störend in Erscheinung tritt. Die positive ästhetische 
Generalklausel verlangt eine architektonische Gestaltung, welche sich gut in die 
Umgebung einordnet. Die Anforderungen an das Bauvorhaben sind sorgfältig zu 
begründen und es darf dabei nicht auf ein beliebiges subjektives Empfinden abgestellt 
werden. Beschwerdeweise muss im Einzelnen dargelegt werden, weshalb mit einer 
bestimmten baulichen Gestaltung weder für das Bauvorhaben noch für die Umgebung 
eine gute Gestaltung erzielt werden kann. Dieser Beurteilung unterliegen alle Bauten, 
auch wenn die übrigen Bau- und Zonenvorschriften eingehalten sind. Die 
Gestaltungsvorschrift darf aber nicht dazu führen, dass für ein bestimmtes Gebiet die 
Zonenvorschriften ausser Kraft gesetzt werden. Erweisen sich nämlich die Auswirkungen 
der Zonenvorschriften als gestalterisch unbefriedigend, so sind die Pläne und Vorschriften 
zu ändern (Hans Hagmann, Kommentar zur Bauordnung der Stadt Zug, 1998, S. 70 f.). 
Das Einordnungsgebot kann nicht bedeuten, dass die Bauherrschaft bei einem Neu- oder 
Umbau auf die traditionelle Architektur oder die herkömmliche Quartiergestaltung 
verpflichtet werden kann (VGer ZG V 2009 3 vom 27. März 2009, in: GVP 2009 144 f.). 

5.3 Der ästhetische Eindruck eines Bauvorhabens wird durch viele Faktoren 
mitbestimmt – § 20 Abs. 1 BO Zug nennt Lage, Grösse, Gestaltung, Materialisierung und 
Farbgebung. Von erheblicher Bedeutung sind die Dachform, die Dachneigung, die 
Dachausrichtung, die Fassadengestaltung, die Fassadenfarbe, die Fensterform und -
grösse, die Gebäudehöhe, das Gebäudevolumen, die Balkone, die Grösse der Balkone 
und die Umgebungsgestaltung. Je heterogener sich die Umgebung bezüglich solcher 
Merkmale präsentiert, umso weniger kann von typischen Charakteristika gesprochen 
werden und umso weniger muss ihnen deshalb ein Bauvorhaben Rechnung tragen. In 
solchen Fällen wird eine vielgestaltige Umgebung bloss um ein weiteres, unterschiedlich 
gestaltetes Objekt ergänzt. Daher gilt, dass die Ästhetikklausel umso stärker wirkt, je 
einheitlicher die Umgebung ist und umso schwächer wirkt, je heterogener die Umgebung 
ist. Obwohl die positive Ästhetikklausel eine bestimmte Einordnung oder Einpassung der 

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Urteil V 2020 23

Baute oder des Bauteils zum Ziel hat, ist ihre Wirkung vorerst eine negative. Die 
Ästhetikklausel soll verhindern, dass ein Bauvorhaben ein (homogenes) Erscheinungsbild 
einer bestimmten Zone durchbrechen oder diese in ihrer Gesamtwirkung stören kann. Sie 
lässt indes nicht zu, dass positiv nur eine bestimmte Gestaltung und eine bestimmte 
architektonische Qualität verlangt werden kann. Aus der Ästhetikklausel lässt sich auch 
nicht generell das Gebot ableiten, die in der Nachbarschaft bestehenden Baumaterialien, 
Formen und Farben zu übernehmen. Auch die Forderung nach einer besonders guten 
Einordnung verlangt keine völlige Vereinheitlichung bezüglich Baumaterial und Bauform. 
Dies gilt umso mehr, wenn aufgrund einer Gesamtbetrachtung eines Quartiers von einer 
geringen Einheitlichkeit der umliegenden Bauten auszugehen ist.

5.4 Die Frage, ob eine gute Gesamtwirkung erzielt wird, ist im Einzelfall anhand der 
konkreten Verhältnisse zu prüfen (BGer 1C_115/2011 vom 17. Mai 2011 E. 3.3). Der 
kommunalen Baubewilligungsbehörde kommt bei der Beurteilung der Einordnung eines 
Bauprojekts in Bezug auf die ästhetische Würdigung der örtlichen Verhältnisse ein durch 
die Gemeindeautonomie geschützter Entscheidungs- und Ermessensspielraum zu 
(BGer 1C_116/2018 vom 26. Oktober 2018 E. 4.4; 1C_5/2016 vom 18. Mai 2016 E. 5.3; 
1C_92/2015 vom 18. November 2015 E. 3.1.3). Ist der Einordnungsentscheid einer 
kommunalen Behörde nachvollziehbar, beruht er mithin auf einer vertretbaren Würdigung 
der massgebenden Sachumstände, so haben die Rechtsmittelinstanzen diesen zu 
respektieren und dürfen das Ermessen der kommunalen Behörde nicht durch ihr eigenes 
ersetzen (BGer 1C_39/2012 vom 2. Mai 2012 E. 2.3.2; 1C_495/2011 vom 14. März 2012 
E. 4.3).

5.5 Am Augenschein der Baudirektion, an dem die Parteien des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens teilnahmen, wurden die Gebäude an der G.________-strasse und 
an der H.________-strasse (bis und mit Nr. XX), die Gebäude I.________-strasse Nrn. XX 
sowie die Gebäude J.________-strasse Nrn. XX betrachtet und beschrieben (BD-act. 8). 
Diese Gebäude liegen im vorliegenden Fall ohne weiteres in der im Rahmen von § 20 
Abs. 1 BO Zug massgebenden Umgebung, welche somit die Gebäude zwischen der 
I.________-strasse und der J.________-strasse auf der Höhe der G.________-strasse 
sowie des H.________ umfasst. Aus Gründen der Einfachheit wird diese Umgebung im 
Folgenden als "Quartier" bezeichnet.

5.6 Während die Beschwerdeführer geltend machen, das Quartier zeichne sich mit 
seinen vorwiegenden Herrschaftshäusern und Villen sowie den schlichten Neubauten 

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Urteil V 2020 23

durch eine gewisse Homogenität aus, bringt der Bauherr vor, das Quartier zeichne sich 
durch eine aussergewöhnlich grosse Heterogenität mit einem stilistischen Durcheinander 
aus. Auch für den Stadtrat von Zug handelt es sich um ein heterogenes Quartier, das von 
Bauten unterschiedlichster Typologie geprägt sei. Und auch der Regierungsrat hielt fest, 
dass es sich um ein sehr heterogenes Quartier handle, das sich in einer baulichen 
Erneuerungsphase befinde.

Aufgrund der ihm vorliegenden Unterlagen (Protokoll des Augenscheins vom 14. August 
2019 mit Fotos, von den Beschwerdeführern eingereichte Fotos [Bf-Beil. 10], Aufnahmen 
aus ZugMap.ch und Google Street View) stellt das Gericht Folgendes fest: Im Quartier gibt 
es mehrere ältere Gebäude mit mehrheitlich Giebel- oder Walmdächern und zudem mit 
dem Gebäude der Liegenschaft H.________ Nr. XX ein älteres Haus im Chalet-Stil. Es 
sind aber auch fast so viele modernere Bauten mit Flachdächern und zurückversetzten 
Attikageschossen vorhanden oder ältere Gebäude, die umgebaut oder um einen Anbau 
ergänzt und dabei mit einem Flachdach und/oder mit Terrassen und Balkonen versehen 
wurden. Auch die Beschwerdeführer erstellten auf ihrer Parzelle vor knapp 20 Jahren 
einen modernen Neubau, allerdings mit Walmdach über dem Attikageschoss, vor dem 
sich in südlicher Richtung eine grössere Terrasse befindet. Es ist den Vorinstanzen daher 
zuzustimmen, dass im Quartier keine einheitliche Architektursprache festzustellen ist. 
Insbesondere ist eine Vielzahl von Dachformen zu erkennen. Auch hinsichtlich 
Materialisierung und Fassadengestaltung bestehen grosse Unterschiede. Es gibt Häuser 
mit weisser, gelber, roter, grauer, beiger, grüner und rosa Farbe, wobei hellere Farbtöne 
vorherrschen. Es sind aber auch Gebäude mit dunkler Farbe vorhanden. Das Gericht 
kommt somit zum Zwischenergebnis, dass im massgebenden Quartier eine grosse 
Heterogenität herrscht. 

5.7 Der Bauherr plant ein längliches, rechteckiges, 9,60 m hohes Gebäude mit zwei 
Vollgeschossen und einem Attikageschoss. Es ist ungefähr gleich hoch wie das 
bestehende Gebäude und auch gleich hoch wie das Haus der Beschwerdeführer. Es wird 
mit einer Holzfassade verkleidet, wobei das Holz in einem grau-beigen Ton vorvergraut 
werden soll. Jedes Geschoss erhält ein rund um das Gebäude verlaufendes Gesims in 
Form von Vordächern. Beim Dach handelt es sich um ein sogenanntes 
"Schmetterlingsdach" über dem Attikageschoss, bei dem zwei einander zugeneigte 
Dachflächen V-förmig verbunden sind. Im vorliegenden Fall haben die Dachflächen eine 
maximale Neigung von 8°.

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Urteil V 2020 23

Hinsichtlich des Grundrisses und des Volumens passt sich das Bauvorhaben ohne 
weiteres in die Umgebung ein. Die Fassade wird zudem nicht derart dunkel, wie das die 
Beschwerdeführer weismachen wollen. Zwar sieht der Bauherr eine dunklere Farbe vor, 
als sie zum Beispiel das Gebäude der Beschwerdeführer aufweist. Er verzichtet jedoch auf 
einen bunten Farbton, und die grau-beige Fassade dürfte bezüglich Helligkeit mit jener 
des unmittelbar benachbarten Hauses H.________ Nr. XX vergleichbar sein. Es ist 
jedenfalls nicht ersichtlich, dass die Farbwahl der verlangten guten Einordnung in die 
Umgebung widerspricht. Das Gleiche gilt für das Schmetterlingsdach. Zwar befindet sich 
in der näheren Umgebung kein solches, jedoch wurde bereits aufgezeigt, dass die 
Gebäude im Quartier viele unterschiedliche Dachformen aufweisen, darunter auch 
Flachdächer. Das vom Bauherr vorgesehene Schmetterlingsdach mit einer Neigung von 
lediglich 8° erscheint denn auch insbesondere von der G.________-strasse und von der 
Strasse H.________ her eher als Flachdach und gliedert sich problemlos in die 
vorbestehende heterogene Dachlandschaft ein. Auch aus dem Gesimse (auf jedem 
Geschoss verläuft ein Brüstungsband aus Holz mit einer Breite von 55 cm), welches der 
strukturbezogenen Gestaltung (Gliederung) der Fassaden dient und überdies die 
Temperaturregelung im Holzbau unterstützt, kann bezüglich Einordnung der Baute nichts 
Negatives erkannt werden. Und schliesslich widerspricht auch die Tatsache, dass das 
geplante Gebäude von der Baulinie an der G.________-strasse abweicht, nicht dem 
Erfordernis einer guten Einordnung. Wenn nun eines der drei Häuser auf der Ostseite der 
G.________-strasse neu 1,40 m (gegenüber bereits bisher immerhin 0,35 m) von der 
Baulinie entfernt steht, resultiert keine derartige Uneinheitlichkeit des Bildes, welche einen 
massgebenden Einfluss auf die Frage hätte, ob die Voraussetzungen von § 20 Abs. 1 BO 
Zug erfüllt sind oder nicht, umso mehr als auch das Haus, welches in der Verlängerung 
dieser drei Häuser liegt (G.________-strasse Nr. XX) ebenfalls nicht in der Verlängerung 
der von den Beschwerdeführern ins Spiel gebrachten Baulinie steht. 

5.8 Nichts zu ihren Gunsten ableiten können die Beschwerdeführer aus dem 
Stadtraumkonzept Zug 2050. Der Stadtrat von Zug hat dieses Stadtraumkonzept im April 
2019 herausgegeben. Er verfolgt damit die Vision, die Stadt Zug so weiterzuentwickeln, 
dass attraktive Stadträume entstehen, in denen sich Menschen gerne aufhalten, sich leicht 
orientieren und zuhause fühlen können. Stadträume, die Angebote für die 
Alltagsgestaltung und Versorgung, zum Arbeiten und zur Freizeitgestaltung bieten, mit 
einer guten Lebensqualität für die Bevölkerung und einer hohen Standortattraktivität für 
Unternehmen. Als stadträumliche Grundlage, die aus vielen Workshops entstanden ist, 
zeigt das Stadtraumkonzept Zug 2050 Wege und Möglichkeiten für die langfristige 

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Urteil V 2020 23

räumliche Entwicklung sowie die stadträumliche und bauliche Gestaltung der Stadt auf. 
Der Schwerpunkt liegt in der Gestaltung des öffentlichen Raums und dem ortsbaulichen 
Charakter, der sich von Quartier zu Quartier unterschiedlich ausprägt (S. 4 f.). Auf S. 46 
des Stadtraumkonzepts wird u.a. ausgeführt, die verschiedenen Charaktere der Quartiere 
sollten sich räumlich-baulich manifestieren. Ganz besonders sei bei einer baulichen 
Veränderung und Nachverdichtung darauf zu achten, dass die Einordnung neuer und 
höherer Gebäude über einen Bezug zur unmittelbaren Umgebung erfolge. Um 
unterschiedliche Stufen der Öffentlichkeit bzw. Privatheit schaffen zu können, bedürfe es 
auch einer entsprechenden architektonischen Gestaltung der Gebäude. Es sei sowohl bei 
der Baukörper- und Fassadengestaltung als auch bei der Grundrisskomposition auf den 
Öffentlichkeitsgrad von Strassen bzw. auf die Privatheit von Gärten und Höfen besonders 
zu achten. Quartiere mit einem "eigenen Gesicht" zeichneten sich dadurch aus, dass ein 
gestalterischer Zusammenhang bei gleichzeitigem Abwechslungsreichtum der einzelnen 
Häuser gegeben sei (S. 50).

Wie die Bezeichnung "Stadtraumkonzept" bereits aussagt, handelt es sich hierbei nur – 
aber immerhin – um ein Konzept. Damit es rechtlich verbindlich würde, wäre es in 
Gesetzesbestimmungen umzuwandeln. Das ist jedoch nicht erfolgt. Die im 
Zusammenhang mit der Einordnung massgebende Rechtsgrundlage bleibt § 20 BO Zug, 
dessen Vorgaben wie dargelegt im vorliegenden Fall eingehalten sind. Die 
Beschwerdeführer können aus dem Stadtraumkonzept Zug 2050 nichts Weiteres für sich 
ableiten. Im Übrigen ist auf Folgendes hinzuweisen: Die Beschwerdeführer bringen vor, 
dass im Stadtraumkonzept im Zusammenhang mit der Aussage, dass bei einer baulichen 
Veränderung darauf zu achten sei, dass die Einordnung neuer und höherer Gebäude über 
einen Bezug zur unmittelbaren Umgebung erfolge, als Beispiel explizit das 
Rosenbergquartier genannt werde, in welchem das strittige Bauvorhaben errichtet werden 
solle; gemäss Stadtraumkonzept zeichne sich das Rosenbergquartier durch freistehende 
Einfamilienhäuser und Villen mit repräsentativen Privatgärten am Hang aus. Man mag 
wohl das Gebiet, in welchem der Bauherr und die Beschwerdeführer wohnen 
(G.________-strasse/H.________), noch zum Rosenbergquartier zählen. Zumindest die 
im Stadtraumkonzept erwähnten Villen mit repräsentativen Privatgärten am Hang, lassen 
sich im Quartier G.________-strasse/H.________ jedoch eher weniger finden 
(insbesondere das Haus der Beschwerdeführer stellt keine solche Villa dar), weshalb auch 
kein allfälliger Bezug darauf zu nehmen wäre.

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5.9 Es ergibt sich somit, dass der Regierungsrat kein Recht verletzt hat, indem er 
festgestellt hat, dass der Entscheid des Stadtrats von Zug, wonach der Neubau die 
Anforderungen der Einordnungsbestimmung erfüllt, nicht zu beanstanden ist. Daran ändert 
im Weiteren auch nichts, dass der Stadtrat von Zug beim vorliegenden Bauvorhaben die 
Stadtbildkommission nicht einbezog, was die Beschwerdeführer bemängeln. Die 
Stadtbildkommission steht dem Stadtrat beratend zur Verfügung, insbesondere für die 
Beurteilung der Gestaltung von Bauvorhaben wie z.B. Arealbebauungen, Bebauungspläne 
und Studien (§ 66 Abs. 1 BO Zug). Gemäss § 4 Abs. 1 der Verordnung der Stadt Zug über 
die Stadtbildkommission vom 31. Mai 2011 nimmt die Stadtbildkommission zu allen 
Fragen des Bau- und Planungswesens, des Städtebaus und der Freiraumgestaltung 
Stellung, die ihr von der Bauchefin oder vom Bauchef überwiesen werden. Sie äussert 
sich gemäss § 4 Abs. 2 insbesondere zu
a) Studien,
b) Bauermittlungs- und Baugesuchen von Arealbebauungen und Bebauungsplänen,
c) Bauanfragen,
d) bedeutenden Bauvorhaben in der Altstadt gemäss Altstadtreglement,
e) stadteigenen Planungen.

Daraus folgt, dass die Stadtbildkommission in der Regel für Einzelbauvorhaben 
ausserhalb von Ortsbildschutzzonen wie vorliegend nicht beigezogen wird, umso mehr als 
sie im gegenteiligen Fall die anfallende Geschäftslast wohl kaum bewältigen könnte. Im 
Übrigen liegt es im Ermessen der Bauchefin, ob sie die Stadtbildkommission als 
beratendes Organ beiziehen will oder nicht. Eine Pflicht dazu besteht nicht. Die 
ästhetische Einordnung einer Baute ist nach der Auffassung des durchschnittlichen 
Betrachters zu beurteilen (BGer 1C_75/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 7.3). Zur 
Beurteilung der vorliegend strittigen Gesamtwirkung des Neubaus sind daher 
grundsätzlich keine speziellen Fachkenntnisse erforderlich. Es ist Aufgabe der 
Baubehörde, das Bauvorhaben zu beurteilen. Zwar trifft es zu, dass sich die 
Stadtbildkommission an ihrer Sitzung vom 6. Dezember 2001 mit dem damaligen 
Neubauprojekt der heutigen Beschwerdeführer befasste (Bf-Beil. 5). Daraus kann aber 
nicht abgeleitet werden, dass dies auch beim heute strittigen Bauprojekt zwingend hätte 
erfolgen müssen, umso mehr als sich sowohl die rechtlichen und als auch die 
tatsächlichen Verhältnisse (es sind im Quartier weitere Neu- bzw. Umbauten entstanden) 
seither geändert haben. Damals galt noch die Verordnung über die Organisation der 
Stadtbildkommission vom 7. April 1998, welche in § 5 Abs. 2 lit. a in allgemeiner Weise 
vorsah, dass sich die Stadtbildkommission – nach Überweisung durch den Bauchef – 

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insbesondere zu Bauermittlungs- und Baugesuchen äussert, während dies heute wie 
erwähnt auf Bauermittlungs- und Baugesuche von Arealbebauungen und 
Bebauungsplänen eingeschränkt wurde.

6.
6.1 Die Beschwerdeführer verlangen, dass der Neubau auf die Baulinie gesetzt sowie 
das Attikageschoss zurückversetzt wird, womit ein übermässiger Schattenwurf beim 
Erdgeschoss der Liegenschaft der Beschwerdeführer vermieden werde. Sie weisen 
zudem darauf hin, dass aufgrund der Lage der Baute sowie der Gestaltung mit dem 
höchsten Punkt westlich des Gebäudes ihre Liegenschaft in hohem Masse beeinträchtigt 
werde, indem die direkte Sichtlinie zu See, Pilatus und Stadt versperrt werde.

6.2 Das Baurecht des Kantons und der Stadt Zug kennt – soweit es nicht um 
Hochhäuser geht – keine Vorschrift, die es erlauben würde, ein Bauvorhaben allein 
deshalb zu verweigern oder in seinem Umfang zu reduzieren, weil es Schatten wirft oder 
einem Dritten Licht oder Aussicht entzieht. Die Aussicht und das zulässige Ausmass von 
Schattenwurf bzw. Lichtentzug werden nur indirekt durch die Bestimmungen über die 
erlaubte Ausnützung, Geschosszahl und Gebäudehöhen, Dachformen, Grenzabstände 
usw. geschützt. Sind die massgeblichen Abstände eingehalten, ist die Bauherrschaft in der 
Wahl des Ortes, wo genau sie auf dem Grundstück ein Gebäude realisieren will, 
grundsätzlich frei. Das Einordnungsgebot bildet demgemäss für den Schutz von Aussicht 
keine Handhabe. Es hat nicht zum Zweck, die bisherige, von den Nachbargebäuden 
bestehende Aussicht weiterhin freizuhalten. Die Abstandsvorschriften und weitere 
Baubegrenzungsnormen bestimmen auch abschliessend, welche Auswirkungen durch 
Lichtentzug und Schattenwurf auf dem Nachbargrundstück zulässig sind. Es wäre mit dem 
Anliegen der Rechtssicherheit nicht vereinbar, wenn die Baumöglichkeiten, wie sie für ein 
Grundstück durch die gesetzlichen Bestimmungen vorgezeichnet sind, im Einzelfall unter 
Berufung auf übermässigen Schattenwurf in Frage gestellt werden könnten. Der 
Schattenwurf eines Gebäudes, das den Zonenvorschriften für die Regelbauweise 
entspricht, ist von den betroffenen Nachbarn im Grundsatz hinzunehmen (vgl. 
Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, S. 812 f.). Das 
im vorliegenden Fall umstrittene Bauvorhaben hält die massgebenden 
Abstandsvorschriften und die in der Wohnzone W2b maximal zulässigen Höhen ein, 
weswegen auch die Rüge betreffend Positionierung des Gebäudes bzw. des 
Attikageschosses in rechtlicher Hinsicht unbegründet ist. 

20

Urteil V 2020 23

7.
7.1 Weiter bemängeln die Beschwerdeführer, dass in den zwei Garagen sowie auf 
den zwei Parkplätzen vor den Garagen des Bauvorhabens vertikal zur G.________-stras-
se parkiert und rückwärts auf die Strasse ausgefahren werden solle, was aus Gründen der 
Verkehrssicherheit bedenklich sei.

7.2 Wie dem Plan "Erdgeschoss – Umgebungsplan" (Beil. 2 zu BD-act. 16) 
entnommen werden kann, werden die erforderlichen Sichtweiten bei den Ausfahrten 
eingehalten. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass es an der G.________-strasse bereits 
jetzt mehrere Parkplätze gibt, die im rechten Winkel zur G.________-strasse angefahren 
werden. Eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit ist nicht erkennbar. Auch diese 
Rüge der Beschwerdeführer erweist sich daher als unbegründet. 

8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass der Beschluss des Regierungsrats vom 
7. April 2020 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen eingereichte Beschwerde erweist sich 
als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 
Beschwerdeführer gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG kostenpflichtig. Die Spruchgebühr wird 
auf Fr. 3'000.– festgesetzt und mit dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

9.2 Im Rechtsmittelverfahren ist der ganz oder teilweise obsiegenden Partei zulasten 
der unterliegenden Partei eine Parteientschädigung nach Massgabe ihres Obsiegens 
zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Dem anwaltlich vertretenen Bauherrn wird zulasten der 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. MWST und 
Barauslagen) zugesprochen. Den ebenfalls obsiegenden Beschwerdegegnern 2 und 3 ist 
keine Parteientschädigung zuzusprechen, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis tätig 
sind und keine Gründe für ein Abweichen von der in § 28 Abs. 2a VRG genannten Regel 
erkennbar sind.

9.3 Die Beschwerdeführer beantragen im vorliegenden Verfahren Ersatz für die ihnen 
angefallenen Anwaltskosten von Juni 2018 bis Dezember 2018 in der Höhe von 
Fr. 6'803.55. Diese Auslagen seien unnötig gewesen, jedoch entstanden, weil die 
Baubewilligungsbehörde das ursprüngliche Baugesuch trotz erheblicher Mängel, welche 

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die Fachleute auf dem Baudepartement bereits bei einer kurzen Durchsicht sofort hätten 
erkennen müssen, öffentlich aufgelegt habe. Erst später sei der Bauherr auf die Mängel 
hingewiesen worden (woraufhin das Projekt geändert worden sei); zu diesem Zeitpunkt 
hätten die Beschwerdeführer jedoch bereits Einsprache erhoben und eine weitere 
Stellungnahme eingereicht. Wäre das Baugesuch richtigerweise nicht bereits bei der 
ersten Eingabe publiziert worden, wären die Aufwendungen der Beschwerdeführer nicht 
erforderlich gewesen.

In seiner Vernehmlassung vom 15. Juli 2020 wies das Baudepartement der Stadt Zug 
darauf hin, dass die Beschwerdeführer beim Stadtrat von Zug eine Forderung über 
Fr. 6'803.55 samt 5 % Zins seit dem 15. Mai 2019 geltend gemacht hätten. Mit Beschluss 
vom 23. Juni 2020 habe der Stadtrat die Forderung bestritten und auf die Frist von sechs 
Monaten zur Geltendmachung der Forderung beim zuständigen Gericht hingewiesen. 
Dieses Vorgehen gemäss Verantwortlichkeitsgesetz (VG; BGS 154.11) ist denn auch das 
richtige, wobei im Übrigen die dafür zuständigen Gerichte gemäss § 18 Abs. 1 VG das 
Kantonsgericht und das Obergericht, nicht das Verwaltungsgericht, sind. Auf den zudem 
erst vor Verwaltungsgericht gestellten Antrag der Beschwerdeführer betreffend Ersatz der 
ihnen vor den Rechtsmittelverfahren angefallenen Anwaltskosten ist nicht einzutreten. 

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Urteil V 2020 23

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Den Beschwerdeführern wird eine Spruchgebühr von Fr. 3'000.– auferlegt, welche 
mit dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Die Beschwerdeführer haben dem Beschwerdegegner 1 eine Parteientschädigung 
von Fr. 3'000.– (inkl. MWST und Barauslagen) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (im Doppel), an den 
Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 1 (im Doppel), an den Stadtrat von Zug, 
an den Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach) und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 25. Januar 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am