# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 045920d1-3178-58c3-a9f7-5eddee1a0f93
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.11.2018 100 2018 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-106_2018-11-08.pdf

## Full Text

100.2018.106U publiziert in BVR 2019 S. 93
MUT/RED/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. November 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Müller 
Gerichtsschreiber Rechsteiner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 

gegen

Einwohnergemeinde B.________
Beschwerdegegnerin 

und

Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

betreffend Lehreranstellung; schriftlicher Verweis; Abschreibung des 
Beschwerdeverfahrens (Verfügung der Erziehungsdirektion des Kantons 
Bern vom 8. März 2018; 4800.600.500.11/17 [787235])

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.11.2018, Nr. 100.2018.106U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ war seit dem 1. August 2013 als Gesamtschulleiterin bei der 
Einwohnergemeinde (EG) B.________ angestellt. Am 15. April 2017 
kündigte sie ihr Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2017. Während der 
Kündigungsfrist, am 10. Mai 2017, erteilte ihr die Schulkommission der 
EG B.________ wegen verschiedener Pflichtverletzungen einen 
schriftlichen Verweis.

B.

Gegen diesen Verweis erhob A.________ am 14. Juni 2017 Beschwerde 
bei der Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ). Nachdem das 
Arbeitsverhältnis von A.________ am 31. Juli 2017 geendet hatte, schrieb 
die ERZ das Beschwerdeverfahren mit Verfügung vom 8. März 2018 als 
erledigt vom Geschäftsverzeichnis ab.

C.

Hiergegen hat A.________ am 10. April 2018 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, die angefochtene Abschrei-
bungsverfügung sei aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid einer 
nicht vorbefassten kantonalen Direktion zuzuweisen. Die Schulkommission 
und die ERZ beantragen mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2018 bzw. mit 
Vernehmlassung vom 30. April 2018 die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.11.2018, Nr. 100.2018.106U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Gegen eine Abschreibungsverfügung steht das gleiche Rechtsmittel 
offen wie gegen den Sachentscheid (Art. 39 Abs. 2 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] sowie 
Art. 75 Bst. b VRPG [Umkehrschluss]). Da in der Hauptsache keiner der 
Ausschlussgründe gemäss Art. 76 f. VRPG gegeben ist, ist das Verwal-
tungsgericht als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 VRPG zur 
Beurteilung der Beschwerde zuständig. Indem die ERZ das Beschwerde-
verfahren als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben 
hat, würde der Verweis rechtskräftig. Die Beschwerdeführerin ist dadurch in 
schutzwürdigen Interessen betroffen und ohne weiteres zur Verwaltungsge-
richtsbeschwerde befugt (vgl. BVR 2017 S. 459 E. 1.2, 2013 S. 536 E. 1.1, 
2012 S. 225 E. 1.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 79 N. 3 und Art. 65 N. 6). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Der vorliegende Entscheid fällt grundsätzlich in die einzelrichterliche 
Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. d des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Die rechtlichen Verhältnisse rechtfertigen indes eine Über-
weisung an die Kammer (Art. 57 Abs. 6 GSOG).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die Beschwerdeführerin war seit dem 1. August 2013 mit einem Pensum 
von ca. 70 % als Gesamtschulleiterin bei der EG B.________ tätig. 
Daneben leitete sie die Schulabteilung der Gemeindeverwaltung, zuletzt 
mit einem Pensum von 11 %. Beide Anstellungen kündigte sie auf den 
31. Juli 2017 (Arbeitszeugnis Leiterin Schulabteilung vom 7.7.2017, 
Beilage 2 zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 13.9.2017, Akten ERZ 

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act. 7; Kündigung vom 15.4.2017, Beilage 16 zur Beschwerdeantwort der 
Gemeinde, Akten ERZ act. 3). An der Sitzung vom 18. April 2017 
beschloss die Schulkommission der EG B.________, der 
Beschwerdeführerin in ihrer Funktion als Gesamtschulleiterin aufgrund 
verschiedener Pflichtverletzungen einen schriftlichen Verweis zu erteilen 
(Protokoll der Schulkommission, Beilage 17 zur Beschwerdeantwort, Akten 
ERZ act. 3). Der Verweis datiert vom 10. Mai 2017 und wurde der 
Beschwerdeführerin am 16. Mai 2017 vom Präsidenten der 
Schulkommission persönlich ausgehändigt (Beilage 18 zur 
Beschwerdeantwort, Akten ERZ act. 3). Dagegen erhob die 
Beschwerdeführerin am 14. Juni 2017 Beschwerde. Das Arbeitsverhältnis 
zwischen der Beschwerdeführerin und der Gemeinde endete am 31. Juli 
2017. Im August 2017 trat die Beschwerdeführerin eine neue Stelle als 
Schulleiterin bei der EG C.________ an (Beschwerde Ziff. III/6, Akten ERZ 
act. 1). 

3.

Umstritten ist einzig, ob die Vorinstanz das Beschwerdeverfahren zu Recht 
als gegenstandslos abgeschrieben hat.

3.1 Fällt im Verlauf des Verfahrens das rechtserhebliche Interesse am 
Erlass einer Verfügung oder an einem Entscheid in der Sache weg, so 
schreibt die instruierende Behörde das Verfahren als erledigt vom Ge-
schäftsverzeichnis ab (vgl. Art. 39 Abs. 1 VRPG).

3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass das Verfahren mit Beendigung 
des Arbeitsverhältnisses der Beschwerdeführerin bei der EG B.________ 
gegenstandslos geworden sei. Da der Verweis jedoch während der An-
stellung rechtliche und faktische Wirkungen entfalten konnte, habe die Ge-
meinde weiterhin ein schutzwürdiges Interesse am Verweis gehabt. Auf der 
anderen Seite habe die Beschwerdeführerin kein Interesse an dessen 
Überprüfung, da sich der Verweis heute nicht mehr auswirke. Aus diesen 
Gründen beziehe sich die Gegenstandslosigkeit nur auf das Beschwerde-

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verfahren und nicht auch auf das Verfahren vor der Gemeinde (angefoch-
tene Verfügung E. 5 f.). 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sich ein rechtskräftiger 
Verweis negativ auf ihr berufliches Fortkommen und ihr Ansehen auswirke. 
Somit habe sie ein hinreichendes und aktuelles Rechtsschutzinteresse an 
dessen Überprüfung. Zudem könne es nicht sein, dass eine angefochtene 
Disziplinarmassnahme nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses immer 
rechtskräftig würde. Ansonsten könnte jede Anstellungsbehörde gegen 
Ende des Anstellungsverhältnisses Disziplinarmassnahmen ergreifen, ohne 
dass diese jemals gerichtlich überprüft werden könnten (Beschwerde 
Ziff. III/3 ff.).

4.

4.1 Das Anstellungsverhältnis der Beschwerdeführerin als Gesamt-
schulleiterin der Schule B.________ richtete sich nach dem Gesetz vom 
20. Januar 1993 über die Anstellung der Lehrkräfte (LAG; BSG 430.250; 
Art. 1 sowie Art. 2 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 LAG). Die Aufsicht über die 
Lehrkräfte und die weiteren dem LAG unterstellten Personen übt die An-
stellungsbehörde aus. In der EG B.________ ist dies die Schulkommission 
(Art. 23 Abs. 2 i.V.m. Art. 7 Abs. 2 LAG; Art. 12 Abs. 1 des Schulregle-
ments der EG B.________ vom 24. November 2008). Lehrkräften, die ihre 
Pflichten vorsätzlich oder fahrlässig verletzen oder durch ihr Verhalten 
Würde und Ansehen der Schule gefährden, kann die Anstellungsbehörde 
einen schriftlichen Verweis erteilen (Art. 23 Abs. 3 LAG). Dieser ergeht in 
einem Verwaltungsverfahren und ist eine anfechtbare Verfügung (vgl. 
BVR 2018 S. 413 E. 4.1, 2010 S. 147 E. 3.1; Martin Aubert, Lehreranstel-
lungsrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 
2013, S. 90 ff., S. 92 f. N. 109). Der Verweis gehört zur Kategorie der Dis-
ziplinarmassnahmen und beinhaltet die formelle Rüge eines bestimmten 
Verhaltens, während eine informelle Rüge – Ermahnung oder Verwar-
nung – keine eigentliche Disziplinarmassnahme darstellt, sondern eine 
administrative Zurechtweisung von geringerer Intensität (vgl. BVR 2018 
S. 413 E. 4.1, 2010 S. 147 E. 3.1 je mit Hinweisen).

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4.2 Disziplinarische Massnahmen können gegenüber Personen ergrif-
fen werden, die einer besonderen Aufsicht des Staates unterstellt sind oder 
in einem besonderen Rechtsverhältnis zum Staat stehen, wie etwa die Ar-
beitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst 
(BGer 2C_1149/2015 vom 29.3.2016 E. 4.4.4; Tschannen/Zimmerli/Müller, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 32 N. 46; Wiederkehr/Richli, 
Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band I, 2012, N. 3152; vgl. 
auch BVR 2016 S. 318 E. 5.3 zum Disziplinarrecht an einem Gymnasium). 
Lehrkräfte stehen in einem besonderen Rechtsverhältnis zum Staat. Dis-
ziplinarmassnahmen knüpfen hier an die Verletzung einer Amtspflicht an 
und haben das Ziel, den ordnungsgemässen Gang der Verwaltung sicher-
zustellen und das Ansehen und die Vertrauenswürdigkeit der Behörden 
nach aussen zu wahren (vgl. BGer 2C_1149/2015 vom 29.3.2016 E. 4.4.4; 
BVGer A-4236/2008 vom 1.4.2009 E. 6.3; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, 
1986, S. 334; Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 32 N. 48). Die Diszipli-
nargewalt kann grundsätzlich nur ausgeübt werden, solange die fehlbare 
Person im besonderen Rechtsverhältnis zum Gemeinwesen steht. Sie er-
lischt mit dem Ablauf des Anstellungsverhältnisses. Scheidet die betroffene 
Person aus der Verwaltung aus, so besteht kein öffentliches Interesse 
mehr an einer Disziplinierung. Ein bereits laufendes Disziplinarverfahren 
wird damit gegenstandslos und ist nur in Ausnahmefällen weiterzuführen, 
wenn das Verfahren noch anderen Zwecken dient, als die fehlbare Person 
zur Ordnung zu rufen (BGer 2A.64/2003 vom 27.5.2003 E. 2.2.2; 
BVGer A-4236/2008 vom 1.4.2009 E. 6.3; VGer SO vom 11.3.2010, 
SOG 2010 Nr. 16 E. II; RR ZG vom 12.12.1988, GVP ZG 1987/88 S. 175 
E. 6; vgl. auch Moor/Bellanger/Tanquerel, Droit administratif, volume III, 
2. Aufl., 2018, S. 617 f.; Wiederkehr/Richli, a.a.O., N. 3156). Dabei trifft die 
Gegenstandslosigkeit nicht nur das Rechtsmittel-, sondern auch das Verfü-
gungsverfahren (AppGer BS vom 26.1.1971, BJM 1971 S. 197 ff., 200), 
weil dem ganzen bisherigen Verfahren der Boden entzogen ist und die ur-
sprüngliche Verfügung keine Rechtswirkung entfalten soll (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 39 N. 3; VGE 2017/219 vom 
10.7.2018 betreffend disziplinarischer Verweis gegen Student; vgl. auch 
Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 326). 

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4.3 Die Lehrkräfte im Kanton Bern befinden sich nicht nur in einem An-
stellungsverhältnis zur jeweiligen Gemeinde bzw. Schule, sondern stehen 
gleichzeitig im bernischen Schuldienst (vgl. z.B. BVR 2015 S. 495 E. 5.2, 
2001 S. 241 Bst. B). Zu diesem gehört insbesondere die Volksschule, de-
ren Organisation im Kanton Bern eine gemeinsame Staatsaufgabe von 
Kanton und Gemeinden ist. Beide sind (Mit-)Träger der Volksschule 
(Art. 43 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 5 
des Volksschulgesetzes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210]; vgl. 
Martin Aubert, Bildungsrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwal-
tungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 633 ff., S. 644 N. 17). Zu den Besonderheiten 
des bernischen Schuldiensts gehört es, dass alle Lehrkräfte dem kantona-
len Lehreranstellungsgesetz (LAG) unterstehen, welches die Anstellungs-
bedingungen, einschliesslich des Gehaltssystems (Art. 12 ff. LAG), regelt. 
Entsprechend sind auch der schriftliche Verweis (Art. 23 Abs. 3 LAG; vgl. 
vorne E. 4.1), der Entzug der Unterrichtsberechtigung, wenn sich eine 
Lehrkraft für den Schuldienst ungeeignet erweist (Art. 23a Abs. 1 LAG; 
BVR 2015 S. 495 E. 5.2, 2011 S. 433 E. 3.4), sowie die Einstellung im Amt, 
wenn das Wohl der Schule es verlangt (Art. 10 Abs. 4 LAG), kantonal ge-
regelt. Mit Ausnahme des Verweises stehen diese Massnahmen nicht in 
der Kompetenz der kommunalen Anstellungsbehörde, sondern werden von 
der ERZ als Aufsichtsbehörde über den bernischen Schuldienst wahrge-
nommen (vgl. BVR 2015 S. 112 E. 1.2.2, 1999 S. 145 E. 1b). Dass die Zu-
gehörigkeit zum Schuldienst über das Anstellungsverhältnis zur jeweiligen 
Gemeinde hinausgeht, zeigt sich auch daran, dass nicht die Gemeinde 
bzw. Schule, sondern das Amt für zentrale Dienste (AZD) der EZR die ge-
haltsmässige Einreihung der Lehrkräfte sowie der Schulleitungsmitglieder 
der Volksschule vornimmt (Art. 28 Abs. 3 der Verordnung vom 28. März 
2007 über die Anstellung der Lehrkräfte [LAV; BSG 430.251.0]), für die 
Verarbeitung der Gehälter verantwortlich ist (Art. 15 Abs. 1 Bst. b der Ver-
ordnung vom 27. November 2002 über die Organisation und die Aufgaben 
der Erziehungsdirektion [Organisationsverordnung ERZ, OrV ERZ; 
BSG 152.221.181]) und über vermögensrechtliche Ansprüche verfügt 
(Art. 26 LAG i.V.m. Art. 97 LAV). Ebenso ist für den Anspruch auf eine Son-
derrente bei unverschuldeter Entlassung in Folge einer Reorganisation für 
Lehrkräfte, welche das 56. Altersjahr vollendet haben, die Dauer im Schul-
dienst und nicht das Anstellungsverhältnis zu einer einzelnen Gemeinde 

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massgeblich (Art. 10c LAG, vgl. BVR 2010 S. 337 E. 4.1). Aufgrund der 
Zugehörigkeit zum Schuldienst ist das Fehlverhalten einer Lehrkraft nicht 
bloss Sache der jeweiligen kommunalen Anstellungsbehörde; vielmehr hat 
der Kanton, in dessen Schuldienst die Lehrkräfte stehen, ebenfalls ein 
öffentliches Interesse an einer Disziplinierung. Diese Ansicht hat implizit 
auch die Vorinstanz vertreten, indem sie lediglich das Beschwerde-, nicht 
aber das Verfügungsverfahren abgeschrieben hat.

4.4 Das Anstellungsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und 
der EG B.________ hat zwar am 31. Juli 2017 geendet. Indem die 
Beschwerdeführerin im Anschluss aber Schulleiterin bei der 
EG C.________ geworden ist (vgl. vorne E. 2), verbleibt sie im bernischen 
Schuldienst. Entsprechend ist das öffentliche Interesse an der 
Disziplinierung nicht weggefallen und das Disziplinarverfahren nicht wegen 
der Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Beschwerdeführerin bei der 
EG B.________ gegenstandslos geworden.

5.

5.1 Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin auch nach ihrem 
Stellenwechsel ein schutzwürdiges Interesse an der rechtlichen Beurteilung 
des Verweises durch die Vorinstanz hat. Das schutzwürdige Interesse im 
Sinn von Art. 65 Abs. 1 Bst. c VRPG besteht im praktischen Nutzen, den 
die erfolgreiche Beschwerde der betroffenen Person eintragen soll, d.h. in 
der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, den die ange-
fochtene Verfügung oder der angefochtene Entscheid für sie zur Folge 
hätte (BVR 2015 S. 534 E. 2.1; BGE 142 II 451 E. 3.4.1). Trotz Fehlens 
oder Wegfalls des aktuellen und praktischen Interesses ist ausnahmsweise 
auf ein Rechtsmittel einzutreten, wenn eine Frage von grundsätzlicher Be-
deutung zu beantworten ist, die sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen 
Umständen wieder stellen und die wegen der Dauer des Verfahrens kaum 
je rechtzeitig einer endgültigen Beurteilung zugeführt werden kann 
(BVR 2018 S. 455 [VGE 2017/332 vom 8.8.2018] nicht publ. E. 1.2, 2017 
S. 418 E. 5.2, 2016 S. 529 E. 1.2.1, je mit Hinweisen). 

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5.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Verweis lediglich der Ermah-
nung der Beschwerdeführerin zu pflichtgemässem Verhalten gedient habe 
und keine weiteren Auswirkungen zeitigen würde. Das Bestehen bzw. 
Nichtbestehen des Verweises ändere nichts an der faktischen oder rechtli-
chen Situation der Beschwerdeführerin. Vielmehr sei ihr schutzwürdiges 
Interesse im Zeitpunkt der Beendigung des Anstellungsverhältnisses zur 
Gemeinde weggefallen, weswegen das Beschwerdeverfahren gegen-
standslos geworden sei (angefochtene Verfügung E. 5 f.). – Die Beschwer-
deführerin wendet ein, dass ein rechtskräftiger Verweis in ihrem Personal-
dossier abgelegt würde und zu einem späteren Zeitpunkt eingesehen wer-
den könne, beispielsweise bei einer Bewerbung bei einem anderen öffent-
lich-rechtlichen Arbeitgeber. Ebenso könne die Gemeinde bei der Einho-
lung einer Referenz Auskunft über den Verweis geben. Beides wirke sich 
auf ihr berufliches Fortkommen aus, weswegen sie ein schutzwürdiges In-
teresse an der rechtlichen Beurteilung des Verweises habe. Zudem habe 
der Verweis Auswirkungen auf ihren Konflikt mit der Schulkommission bzw. 
mit dessen Präsidenten (Beschwerde Ziff. III/3 f.).

5.3 Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt, ist ein rechtskräfti-
ger Verweis grundsätzlich geeignet, sich negativ auf ihr berufliches Fort-
kommen auszuwirken. Zwar mag zutreffen, dass ihr Personaldossier bei 
der EG B.________, wie die Vorinstanz vorbringt, anderen 
Anstellungsbehörden nicht zugänglich gemacht wird (vgl. Vernehmlassung 
S. 2). Vom Verweis kann eine potentielle Arbeitgeberin bzw. ein potentieller 
Arbeitgeber jedoch ebenso durch Einholung einer Referenz Kenntnis 
erhalten. So hat auch die Schulkommission bei der Aussprechung des 
Verweises erwogen, dass ein solcher für eine richtige und offene 
Kommunikation gegenüber einer künftigen Arbeitgeberin bzw. einem 
künftigen Arbeitgeber der Beschwerdeführerin wichtig wäre (Protokoll der 
Schulkommission vom 18.4.2017, Beilage 17 zur Beschwerdeantwort, 
Akten ERZ act. 3). Dabei kann von der Beschwerdeführerin entgegen der 
Ansicht der Vorinstanz (Vernehmlassung S. 2) nicht verlangt werden, die 
EG B.________, bei der sie immerhin während vier Jahren angestellt war, 
nicht als Referenz anzugeben, nur damit ein möglicherweise 
unrechtmässig ausgesprochener Verweis nicht bekannt wird. Dies würde 
ihr wirtschaftliches Fortkommen insoweit beeinträchtigen, als sie dadurch 

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weniger Referenzen vorweisen könnte. Die negativen Auswirkungen des 
Verweises werden ebenso wenig durch das gute Arbeitszeugnis 
ausgeglichen (Vernehmlassung S. 2), da dieses nur die Anstellung der 
Beschwerdeführerin als Leiterin der Schulabteilung der 
Gemeindeverwaltung und nicht auch jene als Gesamtschulleiterin betrifft 
(Beilage 2 zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 13.9.2017, Akten ERZ 
act. 7). Im Gegenteil bedeutete ein rechtskräftiger Verweis, dass dieser in 
einem allfällig nachträglich ausgestellten Arbeitszeugnis erwähnt werden 
müsste (vgl. BVR 2011 S. 564 E. 4.2) oder die Beschwerdeführerin 
deswegen kein Arbeitszeugnis verlangen würde und somit in einem 
künftigen Bewerbungsverfahren keines vorweisen könnte. Zudem würde 
selbst ein positives Arbeitszeugnis als Gesamtschulleiterin durch einen 
rechtskräftigen Verweis entwertet oder zumindest relativiert. Nach dem 
Gesagten würde eine erfolgreiche Beschwerde der Beschwerdeführerin 
einen praktischen Nutzen bringen. Damit hat sie ein schutzwürdiges 
Interesse an der materiellen Beurteilung des Verweises, wobei offenbleiben 
kann, ob auch bei Wegfall des aktuellen Interesses auf das Rechtsmittel 
einzutreten wäre, weil sonst Disziplinarmassnahmen, die während der 
Kündigungsfrist verfügt werden, kaum je rechtzeitig beurteilt werden 
könnten. 

6.

Nach dem Erwogenen bestehen weiterhin ein öffentliches Interesse am 
schriftlichen Verweis und ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdefüh-
rerin an dessen Anfechtung. Mithin hat die Vorinstanz das Beschwerde-
verfahren zu Unrecht für gegenstandslos erklärt. Die Verwaltungsgerichts-
beschwerde ist gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben. 

7.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe sich im Rah-
men der Prüfung der Prozessaussichten zur Festlegung der Kostenfolgen 
bereits mit dem Fall in der Sache beschäftigt und sei daher vorbefasst. 

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Deswegen sei keine Rückweisung anzuordnen, sondern die Sache einer 
nicht vorbefassten kantonalen Direktion zuzuweisen (Beschwerde 
Ziff. III/6).

7.1 Gemäss Art. 9 Abs. 1 Bst. f VRPG tritt eine Person, die eine Verfü-
gung oder einen Entscheid zu treffen oder vorzubereiten oder als Mitglied 
einer Behörde zu amten hat, in den Ausstand, wenn sie aus anderen als 
den in Art. 9 Abs. 1 Bst. a-e VRPG aufgeführten Gründen in der Sache 
befangen sein könnte, namentlich wegen Eigeninteressen, Vorbefassun-
gen, engen Beziehungen und Interessenbindungen, die aufgrund der kon-
kreten Umstände auf mangelnde Unparteilichkeit schliessen lassen. Nach 
der Praxis des Verwaltungsgerichts ist bei der Auslegung von Art. 9 Abs. 1 
Bst. f VRPG auch die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 29 und 
30 der Bundesverfassung (BV; SR 101) zu berücksichtigen (vgl. BVR 2015 
S. 213 E. 3.1, 2014 S. 216 E. 2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 
Art. 9 N. 15 ff.). 

7.2 Ausstands- und Ablehnungsbegehren können nur gegen einzelne 
Mitglieder einer Behörde und gegen Personen, die eine Verfügung oder 
einen Entscheid zu treffen haben, geltend gemacht werden, nicht aber ge-
gen eine Behörde als solche (BVR 2002 S. 426 E. 2c; VGE 2017/128 vom 
27.6.2017 E. 2.1, 23311 vom 6.1.2009 E. 2.1). Die ERZ kann somit von 
vornherein nicht Gegenstand eines Ablehnungsbegehrens sein. Das Ge-
such ist demnach dahingehend umzudeuten, dass es sich auf sämtliche 
Mitarbeiter des Rechtsamts der ERZ, welche sich mit diesem Fall befasst 
haben, und deren Vorgesetzte bezieht. Als solches ist es im Übrigen – ent-
gegen der Ansicht der Vorinstanz (Vernehmlassung S. 4) – ausreichend 
begründet. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz indes lediglich eine 
summarische Prüfung der Beschwerde zwecks Verlegung der Prozess-
kosten vorgenommen und eine Prognose zum mutmasslichen Prozessaus-
gang gemacht. Damit hat sie sich kein abschliessendes Urteil gebildet und 
ist nicht vorbefasst. Dies entspricht auch der ständigen Rechtsprechung 
des Bundesgerichts, wonach die summarische Prüfung eines Rechtsmit-
tels, beispielsweise zur Beurteilung der Aussichtslosigkeit eines Gesuchs 
um unentgeltliche Rechtspflege, für sich allein nicht als Vorbefassung gilt 
(BGE 131 I 113 E. 3.7; BGer 2C_282/2012 vom 31.7.2012 E. 2.1). Weitere 

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Ablehnungsgründe sind nicht dargetan und auch nicht ersichtlich. Im Übri-
gen wirkt seit 1. Juni 2018 eine neu gewählte Regierungsrätin als Direkti-
onsvorsteherin, welche mit dem Fall ohnehin noch nicht befasst gewesen 
ist. Entsprechend ist das Ablehnungsbegehren abzuweisen und die Sache 
zur Fortsetzung des Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen.

8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen. Das Unterliegen bezüglich des Ablehnungsbegehrens 
rechtfertigt keine Kostenausscheidung. Da die Gemeinde nicht in Vermö-
gensinteressen betroffen ist (BVR 2010 S. 147 [VGE 2009/108 vom 
23.12.2009] nicht publ. E. 8.1) und der Vorinstanz keine Kosten auferlegt 
werden können, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 
und 2 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a und b VRPG). Hingegen hat die Gemeinde 
der Beschwerdeführerin die im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ent-
standenen Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 
VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 
11. September 2018 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass die Verfügung der Erzie-
hungsdirektion des Kantons Bern vom 8. März 2018 aufgehoben und die 
Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die Vorinstanz zurückgewie-
sen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Verfah-
renskosten erhoben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.11.2018, Nr. 100.2018.106U, 
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3. Die Einwohnergemeinde B.________ hat der Beschwerdeführerin für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt 
auf insgesamt Fr. 2'748.80 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Beschwerdegegnerin
- der Erziehungsdirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 39 ff. und 113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesge-
richt (BGG; SR 173.110) geführt werden.