# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63d436fe-8075-5ff8-b456-96a00b844ca7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.10.2008 C-2896/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2896-2006_2008-10-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2896/2006/frj/fas

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

E._______, 
vertreten durch AK Vorarlberg, Interessenvertretung für 
Arbeitnehmer/innen, Geschäftstelle Bregenz, 
Reutegasse 11, AT-6900 Bregenz,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Einspracheentscheid vom 15. August 2006).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2896/2006

Sachverhalt:

A.
Der  1954  geborene,  geschiedene  österreichische  Staatsangehörige 
E._______ hat in den Jahren 1981 bis 1997 als Grenzgänger in der 
Schweiz gearbeitet und dabei obligatorische Beiträge an die schwei-
zerische Alters-,  Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
entrichtet.  Einen  am  2. Juli  1999  gestellten  Antrag  auf  Ausrichtung 
einer schweizerischen Invalidenrente wies die IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) mit Verfügung vom 23. November 
2000 mangels leistungsbegründendem Invaliditätsgrad ab. Zur Begrün-
dung  führte  sie  aus,  aufgrund  seiner  gesundheitlichen  Beeinträchti-
gungen (insbesondere  Rücken-  und Schulterbeschwerden)  könne er 
zwar  seine  frühere  Tätigkeit  als  Hilfsarbeiter  in  einem  Metallverar-
beitungsbetrieb  nicht  mehr  ausüben.  In  einer  leidensangepassten 
(leichten) Tätigkeit bestehe aber eine Arbeitsfähigkeit von 75 %, womit 
er ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne. Die dage-
gen erhobene Beschwerde wies die  Eidgenössische AHV/IV-Rekurs-
kommission  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (nachfolgend: 
Rekurskommission  AHV/IV)  mit  Urteil  vom  24. Mai  2002  ab  (IV-
Akt. 31).  Das  Eidgenössische  Versicherungsgericht  (EVG)  trat  mit 
Urteil vom 25. März 2003 auf die Beschwerde nicht ein (IV-Akt. 39).

B.
Am  2. Juli  2002  meldete  sich  E._______  über  den  österreichischen 
Sozialversicherungsträger (Pensionsversicherungsanstalt, PVA) erneut 
zum Leistungsbezug  an  (IV-Akt. 32).  Im  Laufe  des  Verfahrens  über-
mittelte  die PVA der IV-Stelle  unter  anderem folgende ärztliche Gut-
achten  und  Berichte:  Gutachten  von  Dr. A._______,  Facharzt  für 
Orthopädie  und  orthopädische  Chirurgie  betreffend  die  am 
18. Oktober  2002  durchgeführte  Untersuchung  (IV-Akt. 36);  zwei 
orthopädische Gutachten von Dr. B._______, Facharzt für Orthopädie 
und  orthopädische  Chirurgie  und  gerichtlich  beeideter 
Sachverständiger,  vom  3. Oktober  2003  und  2. Februar  2005,  zu 
Handen  des  Landesgerichts  Feldkirch  (IV-Akt. 61  und  75);  zwei 
nervenärztliche Gutachten von Dr. C._______, Facharzt für Neurologie 
und  Psychiatrie,  vom 23. Dezember  2003  und  22. Februar  2005,  zu 
Handen  des  Landesgerichts  Feldkirch  (IV-Akt. 62  und  76); 
Gesamtgutachten von Dr. B._______ vom 18. März 2005 zu Handen 
des Landesgerichts Feldkirch (IV-Akt. 77).

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Gestützt  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. D._______,  medizinischer 
Dienst  der  IV-Stelle,  vom  7. Mai  2005  (IV-Akt. 69  f.),  wonach  der 
Versicherte  aufgrund  einer  leichten  bis  mittleren  Depression  30 % 
arbeitsunfähig  sei,  wies  die  IV-Stelle  das  Leistungsbegehren  mit 
Verfügung vom 17. Mai 2005 ab (IV-Akt. 71).

Nachdem  der  Versicherte  Einsprache  erhoben  hatte  (IV-Akt. 80  und 
79),  legte  die  Verwaltung  das  Dossier  erneut  ihrem  medizinischen 
Dienst  vor.  Dr. F._______  schätzte  die  Arbeitsfähigkeit  unter 
Berücksichtigung  der  neu  diagnostizierten  somatoformen 
Schmerzstörung,  die  aber  nicht  mit  einer  schweren  psychiatrischen 
Erkrankung  assoziiert  sei,  in  einer  leidensangepassten  Tätigkeit  auf 
70 % (Bericht  vom 22. Juni  2006,  IV-Akt. 91). Daraufhin wies die IV-
Stelle  die  Einsprache  mit  der  Begründung  ab,  seit  der  letzten 
abweisenden  Verfügung  vom  23. November  2000  sei  keine 
anspruchserhebliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
eingetreten (Einspracheentscheid vom 15. August 2006, IV-Akt. 94). 

C.
E._______  liess,  vertreten  durch  AK  Vorarlberg,  am  1. September 
2006 Beschwerde bei der Rekurskommission AHV/IV erheben und die 
Ausrichtung einer Invalidenrente beantragen. Zur Begründung wird auf 
das  Gutachten von Dr. C._______ vom 22. Februar  2005 verwiesen, 
wonach  der  Beschwerdeführer  unter  den  üblichen  Bedingungen  auf 
dem  Arbeitsmarkt  nicht  mehr  arbeitsfähig  sei.  Die  nervenärztliche 
Stellungnahme  von  Dr. G._______  vom  6. März  2006,  welche  im 
Einspracheverfahren  eingereicht  worden  sei  und  in  welcher  eine 
schlechte Prognose gestellt worden sei, habe die Vorinstanz – soweit 
ersichtlich  –  bei  ihrer  Beweiswürdigung  nicht  berücksichtigt.  Weiter 
wird  darauf  hingewiesen,  dass  die  bis  zum  31. Mai  2006  befristet 
zuerkannte österreichische Berufsunfähigkeitspension bis zum 31. Mai 
2008 weitergewährt werde (Akt. 1).

D.
Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Verfahren auf das Bundesver-
waltungsgericht über.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  10. Januar  2007  beantragte  die  Vor-
instanz,  die  Beschwerde  sei  abzuweisen.  Nach  Einschätzung  ihres 
medizinischen  Dienstes  bestehe  in  somatischer  Hinsicht  ein  gegen-
über dem Jahr 2000 unveränderter Zustand. Die diagnostizierte soma-

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toforme  Schmerzstörung  erfülle  die  von  der  Rechtsprechung  gefor-
derten  Kriterien  nicht,  weshalb  sie  keine  invalidisierende  Arbeitsun-
fähigkeit bewirken könne. Weil die Arbeitsfähigkeit in einer leidensan-
gepassten Tätigkeit maximal um 30 % eingeschränkt sei, bestehe kein 
Rentenanspruch (Akt. 2).

F.
Mit  Replik  vom 8. März  2007  liess  der  Beschwerdeführer  an  seiner 
Beschwerde festhalten und einen weiteren Bericht von Dr. G._______ 
vom  5. März  2007  einreichen.  Auch  das  ärztliche  Gesamtgutachten 
von Dr. H._______ (Facharzt für Innere Medizin, Gutachten zu Handen 
der PVA, erstellt nach einer am 27. April 2006 durchgeführten Unter-
suchung;  IV-Akt. 96)  stelle  eine  Verschlimmerung  des  Beschwerde-
bildes  fest  und  attestiere  eine  vollumfängliche  Arbeitsunfähigkeit. 
Weiter  bestätige  auch  Dr. J._______  (Facharzt  für  Psychiatrie  und 
Neurologie,  Bericht  vom  16. Mai  2006  zu  Handen  der  PVA;  IV-
Akt. 101)  dass  dem  Beschwerdeführer  eine  Arbeitswiederaufnahme 
nicht möglich sei (Akt. 4).

G.
In  ihrer  Duplik  vom  3. April  2007  verwies  die  IV-Stelle  auf  die  neu 
eingeholte Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes und hielt an ihrem 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Akt. 6).

H.
Gegen die am 10. September 2008 mitgeteilte Zusammensetzung des 
Spruchkörpers wurden keine Einwände erhoben.

I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder  Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der 
Departemente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist 

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anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.1 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die IV-Stelle des Bundes für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz 
im Sinne von Art. 33  Bst. d  VGG. Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügun-
gen dieser  IV-Stelle  ist  zudem in  Art.  69  Abs. 1 Bst. b  des  Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 
831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.2 Im  Streit  liegt  der  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  vom  15. August  2006.  Das  Bundesverwaltungs-
gericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG;  zur  Anwendung  des 
VwVG im Verfahren vor der Rekurskommission AHV/IV siehe  Art. 69 
Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit  Art. 85bis des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG, SR 831.10] in der bis Ende Dezember 2006 gültigen Fassung). 
Vorbehalten  bleiben  gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen 
Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

2.1 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht durch den ordentlich 
vertretenen Beschwerdeführer eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 
ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressat des die Einsprache abweisenden 
Entscheides ist der Beschwerdeführer berührt  und er hat ein schutz-
würdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 59 
ATSG,  Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  daher  einzu-
treten.

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 

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unvollständige Feststellung des  Sachverhalts  sowie die  Unangemes-
senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.
Zunächst  sind  die  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Streitsache 
wesentlichen  Rechtssätze  und  die  von  der  Rechtsprechung  ent-
wickelten Grundsätze darzustellen.

3.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
15. August 2006) eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

3.1.1 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung 
vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR  831. 
201) ist für die Beurteilung eines Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 
2004 auf die bis Ende 2003 gültige Fassung, danach auf die Fassung 
gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-
Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die  durch  die 
5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in 
Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die 
bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV 
zitiert.

3.1.2 Der  Beschwerdeführer  ist  österreichischer  Staatsangehöriger, 
weshalb  das  am  1. Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom 
21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer 
Mitgliedsstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA,  SR 
0.142.112.681)  zu  beachten  ist.  Nach  Art. 1  Abs. 1  des  auf  der 
Grundlage  des  Art. 8  FZA  ausgearbeiteten  und  Bestandteil  des 
Abkommens  bildenden  (Art. 15  FZA)  Anhangs II  ("Koordinierung  der 
Systeme  der  sozialen  Sicherheit")  des  FZA  in  Verbindung  mit 
Abschnitt A  dieses  Anhangs  wenden  die  Vertragsparteien 
untereinander  insbesondere  die  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  des 
Rates vom 14. Juni  1971 zur  Anwendung der  Systeme der  sozialen 
Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familien-
angehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 
0.831.109.268.1;  nachfolgend:  Verordnung  Nr. 1408/71),  und  die 

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Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die 
Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung 
der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbst-
ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-
schaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: Verord-
nung  Nr. 574/72),  oder  gleichwertige  Vorschriften  an.  Dabei  ist  im 
Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser 
Koordinierungsverordnungen  zu  betrachten  (Art. 1  Abs. 2  Anhang II 
des FZA). 

3.1.3 Nach  Art.  40  Abs.  4  der  Verordnung  Nr. 1408/71  ist  die  vom 
Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines 
Antragstellers  für  den Träger  eines  anderen betroffenen Staates  nur 
dann verbindlich,  wenn die in  den Rechtsvorschriften dieser  Staaten 
festgelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität  in Anhang V dieser 
Verordnung  als  übereinstimmend  anerkannt  sind.  Eine  solche  aner-
kannte Übereinstimmung besteht  für  das Verhältnis  zwischen einzel-
nen  EU-Mitgliedstaaten  und  der  Schweiz  nicht.  Der  Invaliditätsgrad 
bestimmt sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schwei-
zerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4).

3.2 Bei den im ATSG (in der Fassung vom 20. Oktober 2000, in Kraft 
seit  1. Januar  2003)  enthaltenen  Legaldefinitionen  der  Arbeits-
unfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Einkom-
mensvergleichsmethode  handelt  es  sich  um  Kodifizierungen  der 
bisherigen  Rechtsprechung.  Die  von  der  Rechtsprechung  zu  den 
einzelnen  Begriffen  entwickelten  Grundsätze  haben  unter  der  Herr-
schaft des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). 

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder 
Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung 
verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 

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Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Nach der Recht-
sprechung vermag indes eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung  als  solche  nur  ausnahmsweise  eine  Invalidität  zu 
begründen. Vielmehr besteht  eine Vermutung,  dass die somatoforme 
Schmerzstörung  oder  ihre  Folgen  mit  einer  zumutbaren  Willensan-
strengung überwindbar sind (BGE 131 V 49 E. 1.2). Dieser Grundsatz 
gilt  für  sämtliche  pathogenetisch-ätiologisch  unklaren  syndromalen 
Beschwerdebilder  ohne  nachweisbare  organische  Grundlage  (Urteil 
BGer I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5). Bestimmte Umstände, welche 
die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den 
Wiedereinstieg  in  den  Arbeitsprozess  unzumutbar  machen,  weil  die 
versicherte  Person  alsdann  nicht  über  die  für  den Umgang mit  den 
Schmerzen  notwendigen  Ressourcen  verfügt.  Ob  ein  solcher 
Ausnahmefall  vorliegt,  entscheidet  sich  im  Einzelfall  anhand 
verschiedener  Kriterien.  Im  Vordergrund  steht  die  Feststellung  einer 
psychischen Komorbidität  von erheblicher Schwere,  Ausprägung und 
Dauer. Massgebend können auch weitere Faktoren sein, dazu gehören 
insbesondere:  chronische  körperliche  Begleiterkrankungen;  ein 
mehrjähriger, chronifizierter  Krankheitsverlauf  mit  unveränderter  oder 
progredienter  Symptomatik  ohne  längerdauernde  Rückbildung;  ein 
sozialer  Rückzug  in  allen  Belangen  des  Lebens;  ein  verfestigter, 
therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer 
an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung 
(primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern 
einer  konsequent  durchgeführten  ambulanten  oder  stationären 
Behandlung  (auch  mit  unterschiedlichem  therapeutischem  Ansatz) 
trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352). 
Je mehr dieser  Kriterien  zutreffen und je  ausgeprägter  sich die ent-
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – 
die  Voraussetzungen  für  eine  zumutbare  Willensanstrengung  zu 
verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

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stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc). 

3.6 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf  es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

3.7 Wurde  eine  Rente  wegen  eines  zu  geringen  Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisions-
gesuch glaubhaft  zu machen,  dass sich der  Grad der  Invalidität  der 
versicherten  Person  in  einer  für  den  Anspruch  erheblichen  Weise 
geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie 
die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 

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der versicherten Person glaubhaft  gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades  auch  tatsächlich  eingetreten  ist;  sie  hat  demnach  in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorzugehen  (vgl.  dazu  BGE  130  V  71;  AHI  1999  S.  83  E. 1b  mit 
Hinweisen).  Stellt  sie  fest,  dass  der  Invaliditätsgrad  seit  Erlass  der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine an-
spruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies-
sen. Im Beschwerdefall  obliegt  die  gleiche  materielle  Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.).

Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung 
der  tatsächlichen  Verhältnisse  voraus.  Zu  vergleichen  ist  dabei  der 
Sachverhalt  im  Zeitpunkt  der  letzten  der  versicherten  Person 
eröffneten  rechtskräftigen  Verfügung,  welche  auf  einer  materiellen 
Prüfung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhalts-
abklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommens-
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 
Auswirkungen des  Gesundheitszustandes)  beruht;  vorbehalten  bleibt 
die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision 
(BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss die Veränderung der Verhältnis-
se  erheblich,  d.h. hinsichtlich  der  Auswirkungen auf  den Invaliditäts-
grad rentenwirksam sein (siehe Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 
mit  Hinweisen). Unter  revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche 
gleichermassen  für  das  Neuanmeldungsverfahren  gelten  (vgl.  BGE 
133 V 108 E. 5.2; Urteil  des  Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
I 658/05  vom 27. März  2006  E. 4.4)  –  ist  die  unterschiedliche  Beur-
teilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes 
unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 
S. 204 E. 3a). 

4.
Streitig  und  im  vorliegenden  Verfahren  zu  prüfen  ist,  ob  sich  der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen dem 
23. November  2000 (Datum der  ersten abweisenden Verfügung)  und 
dem 15. August  2006  (streitiger  Einspracheentscheid)  erheblich  ver-
schlechtert  hat  und  die  Arbeits-  und  Erwerbsfähigkeit  dadurch  ver-
mehrt beeinträchtigt wird. 

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4.1 Der Verfügung vom 23. November 2000, mit welcher die IV-Stelle 
das Vorliegen eines rentenanspruchsbegründenden Invaliditätsgrades 
verneinte, lag folgende Beurteilung zu Grunde: Aufgrund der gesund-
heitlichen  Beeinträchtigungen  (Osteochondrose,  Unkarthrose  und 
Spondylarthrose  C  5/6  mit  Einengung  der  Foramina  intervertebralia 
und  breitbasiger  Diskushernie,  degenerativen  Veränderungen  der 
Bandscheiben C 4-6, einer Diskushernie L5/S1, einer Bandscheiben-
degeneration L2/S1, Spondylarthrose L 4/5 und L5/S1, Hämangiomen 
im  Wirbelkörper  L4  und  L5  sowie  einem  Impingementsyndrom  der 
rechten Schulter)  könne der Versicherte zwar seine frühere Tätigkeit 
als  Hilfsarbeiter  in  einem  Metallverarbeitungsbetrieb  nicht  mehr 
ausüben.  In  einer  leidensangepassten  Tätigkeit  (leichte  Arbeiten  in 
wechselnder  Körperhaltung)  bestehe  aber  eine  Arbeitsfähigkeit  von 
75 %,  weshalb  er  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  erzielen 
könne.  Auf  die  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  wurde  – 
soweit aus den Akten ersichtlich – verzichtet (vgl. IV-Akt. 18-28; Urteil 
Rekurskommission AHV/IV vom 24. Mai 2002, IV-Akt. 31).

4.2 Im  nervenärztlichen  Gutachten  vom  22. Februar  2005  beant-
wortete Dr. C._______ die Fragen des Sozialgerichts  Feldkirch nach 
den bestehenden Krankheiten bzw. Gesundheitsstörungen wie folgt: 1) 
Im Vordergrund stehe aktuell  ein chronifiziertes Schmerzsyndrom mit 
Maximum entlang der Wirbelsäule mit Ausstrahlung in die unteren und 
geringer in die oberen Extremitäten. 2) Mittelgradig reaktiv depressive 
Störung  mit  Antriebshemmung,  Biorhythmusstörungen,  allgemeiner 
Reduktion  der  Schmerztoleranz.  3)  Die  immer  wiederkehrenden 
Schwindelzustände  wie  auch  wiederholenden  Kollapszustände  seien 
als funktionelle vorübergehende Durchblutungsstörung in der hinteren 
Schädelgrube bei deutlich degenerativer Halswirbelsäulenveränderung 
wie auch chronifiziertem Halswirbelsäulenschmerzsyndrom zu werten. 
Es  bestehe kein Hinweis für  ein  epileptisches Anfallsgeschehen (IV-
Akt. 76  S. 7).  Bei  der  Untersuchung  hätten  sich  keine  Hinweise  auf 
Aggravation  oder  Simulation  ergeben  (S. 5).  Zur  Frage  nach  den 
Behinderungen und Funktionsausfällen führte der Gutachter aus, sub-
jektiv habe sich seit  der Letztbegutachtung vor allem die chronische 
Schmerzstörung  verschlechtert.  Ein  objektivierbares  pathologisches 
Substrat  habe nicht  erhoben werden können. Aufgrund  der  Sympto-
menkonstanz  und  der  beschriebenen  Auffälligkeiten  im  Neurostatus 
sei  die  Schmerzstörung  aus  nervenärztlicher  Sicht  glaubhaft  und  in 
weiterer Folge der Explorand derzeit unter den üblichen Bedingungen 
auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig. Unter gezielten rehabi-

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litativen  Massnahmen,  einschliesslich  einer  konsequenten  Schmerz-
therapie, könnte sich das Leistungsvermögen verbessern, frühestens 
jedoch in sechs Monaten, sodass möglicherweise die Wiederaufnahme 
einer  leichten  Tätigkeit  während  vier  Stunden  täglich  möglich  sein 
könnte (S. 7).

Der orthopädische Gutachter Dr. B._______ beantwortete die Fragen 
des  Gerichts  dahingehend,  dass  der  Kläger  an  chronischen 
ausgeprägten  Kreuzschmerzen  aufgrund  einer  ausgeprägten 
Abnutzung im Bewegungssegment  L5/S1  mit  kernspintomographisch 
nachgewiesener  Instabilitätsreaktion,  chronischen  Nackenschmerzen 
bei  ausgeprägten  Abnutzungen  im  Bewegungssegment  C5/C6  (mit 
deutlicher Instabilität)  und einem subacromialen Impingement an der 
rechten  Schulter  leide.  Leichte  Arbeiten  in  geschlossenen  Räumen 
(ohne  Durchzug)  mit  einem  häufigem  Wechsel  zwischen  Gehen, 
Stehen  und  Sitzen,  ohne  häufiges  Bücken,  langes  Vorneigen  des 
Rumpfes oder häufige Drehbewegungen der Halswirbelsäule, sei eine 
Arbeitsleistung von acht Stunden täglich möglich (IV-Akt. 75, S. 4 f.).

Gemäss  dem  im  Auftrag  der  PVA  erstellten  Gesamtgutachten  von 
Dr. H._______,  welches  auf  einer  am 27. April  2006  durchgeführten 
Untersuchung  und  dem psychiatrisch-neurologischen  Gutachten  von 
Dr. J._______ vom 16. Mai 2006 beruht, bewirken folgende Diagnosen 
eine  Minderung  der  Erwerbsfähigkeit:  Chronisches  oberes  Cervikal-
syndrom mit rezidivierendem Schwindel und seit 1999 einigen Kollaps-
zuständen,  chronifiziertes depressives Syndrom, Verdacht auf  Vorlie-
gen eines restless legs-Syndrom. Das klinische Beschwerdebild habe 
sich in den letzten Jahren weiter verschlimmert und verfestigt. Neuro-
psychiatrisch  liege  ein  zwischenzeitlich  chronifiziertes  depressives 
Syndrom  in  Zusammenhang  mit  einer  chronischen  Schmerzstörung 
vor.  Eine  Arbeitswiederaufnahme  sei  nicht  möglich,  weil  er  zentral 
derzeit nicht ausreichend belastbar sei (IV-Akt. 96). 

Dr. G._______,  diagnostiziert  in  seinen  nervenärztlichen 
Stellungnahmen vom 6. März 2006 (IV-Akt. 88) und vom 5. März 2007 
(Akt. 4/1)  ein  chronisches  HWS-Syndrom,  eine  anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung, eine mittelgradige depressive Störung 
sowie  Diabetes  mellitus  Typ II.  Ein  therapeutischer  Zugang  sei  nur 
schwer möglich. Die Prognose sei als schlecht einzustufen, weil eine 
wesentliche Besserung der Schmerzsymptome unter Berücksichtigung 
der psychischen Komorbidität mit Depression nicht mehr zu erwarten 

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sei.  Ob  und  gegebenenfalls  seit  wann  der  Beschwerdeführer  bei 
Dr. G._______  in  (regelmässiger)  Behandlung  steht,  geht  aus  den 
Berichten nicht hervor. Die Stellungnahme vom 5. März 2007 enthält 
auch  keine  Angaben  zum  Gesundheitszustand  während  der  hier 
massgebenden Zeitperiode (bis August 2006).

4.3 Dr. F._______ führte in seinem ersten Bericht vom 22. Juni 2006 
aus, es habe zwar subjektiv eine Zunahme der Beschwerden stattge-
funden,  die  objektivierbaren  Befunde  seien  hingegen  praktisch 
unverändert.  Es  sei  nun  eine  somatoforme  Schmerzstörung 
diagnostiziert  worden,  eine  schwere  psychiatrische  Erkrankung  sei 
aber nicht assoziiert. Der Versicherte sei in einer leidensangepassten 
Tätigkeit  weiterhin  70 %  arbeitsfähig  (IV-Akt. 91).  An  seiner 
Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit hielt 
er  in  den  weiteren  Stellungnahmen,  welche  die  IV-Stelle  im 
Einsprache-  und  Beschwerdeverfahren  einholte,  fest  (Berichte  vom 
5. November 2006 [IV-Akt. 99],  vom 6. Januar 2007 [IV-Akt. 104]  und 
vom 30. März 2007 [Akt. 6]). 

4.4 Aus den vorliegenden medizinischen Stellungnahmen erhellt, dass 
sich  der  Gesundheitszustand  in  der  massgebenden  Zeitperiode  in 
somatischer  Hinsicht  nicht  verschlechtert  hat.  Dies  wird  vom 
Beschwerdeführer auch nicht bestritten. Er beruft sich vielmehr darauf, 
dass  ihm  die  österreichischen  Ärzte  aufgrund  der  somatoformen 
Schmerzstörung  und  der  depressiven  Störung  eine  vollumfängliche 
Arbeitsunfähigkeit attestieren.

4.4.1 Die Gutachten der österreichischen Sachverständigen entspre-
chen  nicht  den  Anforderungen,  welche  die  schweizerische  Recht-
sprechung an medizinische Gutachten stellt, wenn die Arbeitsfähigkeit 
aufgrund einer  somatoformen Schmerzstörung zu beurteilen  ist  (vgl. 
E. 3.4). Die Diagnosen wurden in  der Regel  nicht  nach einem aner-
kannten  Klassifikationssystem  gestellt  oder  jedenfalls  nicht  entspre-
chend ausgewiesen. Die Gutachten enthalten auch keine Angaben zu 
den  nach  der  schweizerischen  Rechtsprechung  massgebenden 
Kriterien zur Beurteilung der Frage, ob von einer an einer Schmerz-
störung leidenden Person erwartet  werden kann, dass sie trotz ihrer 
Schmerzen ihre an sich noch verbliebene Leistungsfähigkeit verwertet. 
Ob  die  diagnostizierte  Depression  –  die  je  nach  Bericht  als  mittel-
gradig  reaktiv  depressive  Störung,  chronifiziertes  depressives  Synd-
rom  oder  mittelgradige  depressive  Störung  bezeichnet  wird  –  als 

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eigenständige  psychische  Komorbidität  oder  als  Begleiterscheinung 
der Schmerzstörung zu werten ist,  lässt  sich aufgrund der psychiat-
rischen Stellungnahmen nicht beurteilen. 

4.4.2 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 
nicht verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliess-
lich  vom am Recht  stehenden Versicherungsträger  intern  eingeholte 
medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die 
Beweiswürdigung  jedoch  strenge  Anforderungen  in  dem  Sinne  zu 
stellen,  dass  bei  auch  nur  geringen  Zweifeln  an  der  Zuverlässigkeit 
und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen  ergänzende  Abklä-
rungen  vorzunehmen  sind  (BGE  122  V  157  E. 1d;  Urteil  BGer 
9C_55/2008 vom 26. Mai 2008 E. 4.2). Eine fehlende fachspezifische 
Qualifikation stellt  ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit  und damit den 
Beweiswert  eines  ärztlichen  Berichts  dar  (Urteil  BGer  9C_341/2007 
vom 16. November  2007  E. 4.1  mit  Hinweisen). Einer  medizinischen 
Stellungnahme kommt  schon  dann  kein  voller  Beweiswert  zu,  wenn 
Indizien gegen ihre  Zuverlässigkeit  sprechen; es muss nicht  festste-
hen, dass der Bericht oder das Gutachten effektiv nicht den Tatsachen 
entspricht,  was  nicht  mit  medizinischen  Fachpersonen  besetzte 
Behörden  oft  nicht  beurteilen  könnten  (Urteil  BGer  I 142/07  vom 
20. November 2007 E. 3.2.1 mit Hinweis).

4.4.3 Der IV-Stellenarzt Dr. F._______ ist gemäss FMH-Index Facharzt 
für Allgemeinmedizin und nicht Psychiater, was bereits ein gewichtiges 
Indiz gegen die Zuverlässigkeit seiner – von den Einschätzungen der 
entsprechend  qualifizierten  Gutachter  abweichenden  –  Stellungnah-
men  darstellt.  Im  Übrigen  sind  seine  Beurteilungen  zum  Teil  nicht 
nachvollziehbar.  Die  Fragen  der  IV-Stelle  zu  den  nach  der  Recht-
sprechung massgebenden Kriterien,  welche für  eine ausnahmsweise 
unüberwindbare  somatoforme  Schmerzstörung  sprechen,  beantwor-
tete er ohne weitere Begründung in der Regel lediglich mit „Nein“ (IV-
Akt. 91/3). Es bleibt damit weitgehend offen, woraus er seine Schlüsse 
zog. Eine ausführliche Sozialanamnese oder eine Schmerzanamnese, 
welche  beispielsweise  für  die  Beantwortung  der  Frage  nach  einem 
sozialen  Rückzug  wesentlich  sein  können,  enthalten  die  Gutachten 
ebensowenig  wie  eine  Behandlungsanamnese,  aus  der  die  durch-
geführten bzw. gescheiterten therapeutischen Massnahmen ersichtlich 
wären. Zweifel an der Zuverlässigkeit der Einschätzung des IV-Arztes 
erweckt  im  vorliegenden  Fall  auch  die  Aussage  im  Bericht  vom 
6. Januar  2007,  wonach  ein  Gutachter  auch  auf  aggravatorische 

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Zeichen  hingewiesen  habe,  ohne  dass  angegeben  wird,  welches 
Gutachten  den  entsprechenden  Hinweis  enthält.  Weil  Dr. C._______ 
bei  seiner  ersten Begutachtung im Dezember 2003 solche Hinweise 
beobachtete  (IV-Akt. 62,  S. 5)  in  seinem  zweiten  Gutachten  vom 
22. Februar  2005  aber  Hinweise  auf  Aggravation  oder  Simulation 
verneinte (IV-Akt. 76 S. 5), wären dazu präzisere Ausführungen nötig 
gewesen. Auf  die  Einschätzungen  von Dr. F._______ kann demnach 
nicht abgestellt werden.

4.4.4 Als die IV-Stelle das Dossier erstmals dem medizinischen Dienst 
vorlegte, waren die neueren, im Verfahren vor dem Sozialgericht Feld-
kirch erstellten, Gutachten noch nicht eingegangen. Die Einschätzung 
von Dr. D._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
7. Mai 2005 (IV-Akt. 70), wonach der Beschwerdeführer aus psychiatri-
scher  Sicht  30 % arbeitsunfähig  sei,  beruht  auf  dem ersten nerven-
ärztlichen  Gutachten  von  Dr. C._______  vom  23. Dezember  2003. 
Damals diagnostizierte der Gutachter – betreffend Depression – noch 
ein  gering-  bis  mittelgradig  chronisches  Zustandsbild  und  erachtete 
eine leichte leidensangepasste Tätigkeit während vier Stunden pro Tag 
als  möglich  (IV-Akt. 62  S. 8  f.).  Weil  der  gleiche  Gutachter  im  Jahr 
2005  aus  psychiatrischer  Sicht  eine  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes  feststellte  und  eine  vollumfängliche 
Arbeitsunfähigkeit  attestierte,  hätte  die  IV-Stelle  zumindest  eine 
weitere psychiatrische Beurteilung, welche auch eine nachvollziehbare 
Begründung enthält, einholen müssen.

4.5 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  sich  der  psychische, 
nicht  aber  der  somatische,  Gesundheitszustand  des  Beschwerde-
führers in der massgebenden Zeitperiode verschlechtert  hat. Ob und 
gegebenenfalls  in  welchem  Ausmass  die  psychischen  Leiden  die 
Arbeitsfähigkeit  beeinträchtigen  bzw.  ob  vom  Beschwerdeführer 
verlangt  werden  kann,  dass  er  trotz  seiner  Schmerzen  die  aus 
somatischer  Sicht  bestehende  Restarbeitsfähigkeit  verwertet,  kann 
aufgrund  der  vorliegenden  medizinischen  Unterlagen  nicht  beurteilt 
werden. 

Die  IV-Stelle  wird  die  entsprechenden  Abklärungen  vorzunehmen 
haben und anschliessend über das Leistungsbegehren neu verfügen. 
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

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5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung  gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  Beschwerde 
führenden  Partei  (BGE  132  V  215  E. 6).  Den  Vorinstanzen  werden 
keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

5.2 Der  (berufsmässig)  vertretene Beschwerdeführer  hat  gemäss 
Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  Anspruch auf  eine 
Parteientschädigung  zu  Lasten  der  Verwaltung.  Diese  wird  unter 
Berücksichtigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands  auf 
Fr. 1'000.- festgelegt.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in  dem Sinne  gutgeheissen, dass der Einspra-
cheentscheid vom 15. August 2006 aufgehoben und die Sache an die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung 
im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  für  das  vorliegende  Verfahren  eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.- zugesprochen. Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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