# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d999509-458c-557a-a4f5-5ad717cdb00d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-05
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 05.01.2022 V 2020 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-30_2022-01-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 5. Januar 2022 [rechtskräftig] 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
vertreten durch RA lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

1. C.________ und D.________
vertreten durch RA lic. iur. E.________ und/oder RA lic. iur. F.________,

2. Gemeinderat Hünenberg
3. Regierungsrat des Kantons Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Baubewilligung

V 2020 30

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Urteil V 2020 30

A. Auf Grundstück Nr. G.________, Hünenberg (GS G.________), wurde im Jahr 
1982 ein Doppeleinfamilienhaus bestehend aus den Gebäuden 52b.________ und 
52c.________ erbaut. In der Folge wurde das Grundstück parzelliert, wodurch neben GS 
G.________ (52b.________) neu Grundstück Nr. H.________ (52c.________; GS 
H.________) entstand. C.________ und D.________ sind Miteigentümer von GS 
G.________. Die Liegenschaft ist der Wohnzone 2b (W2b) zugewiesen. Nachdem die 
Standortgemeinde C.________ und D.________ darauf aufmerksam gemacht hatte, dass 
die Nutzung des Untergeschosses ihrer Doppelhaushälfte als Einliegerwohnung aus den 
Plänen bzw. den Bewilligungsunterlagen vom 28. April 1981 nicht hervorgehe und dieser 
Bereich somit nie zur Nutzung von Wohnzwecken bewilligt worden sei, weshalb ein 
ordentliches (nachträgliches) Bewilligungsverfahren durchgeführt werden müsse, reichten 
letztere am 23. September 2018 das Baugesuch mit dem Titel "Umnutzung Abstellraum 
als Einliegerwohnung" ein (BD-act. B13/15 und 18). Gegen das Baugesuch liess der 
Alleineigentümer von GS H.________, A.________, am 15. Oktober 2018 Einsprache 
erheben (BD-act. B13/13). Mit Entscheid vom 9. Juli 2019 wies der Gemeinderat von 
Hünenberg die gegen das Baugesuch erhobene Einsprache ab und erteilte die 
Baubewilligung für die Umnutzung des Abstellraums mit Keller in eine 
Eineinhalbzimmerwohnung (BD-act. B12/2). Die gegen diesen Entscheid für A.________ 
eingereichte Verwaltungsbeschwerde (BD-act. B1) wies der Regierungsrat des Kantons 
Zug nach Durchführung des Schriftenwechsels sowie eines Augenscheins mit Beschluss 
vom 19. Mai 2020 ab (Bf-act. 2). Auf die Begründung des Beschlusses ist in den 
Erwägungen einzutreten.

B. Gegen den Beschluss des Regierungsrats liess A.________ am 22. Juni 2020 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde (act. 1) einreichen und folgende Rechtsbegehren stellen:

"1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Beschluss aufzuheben.

2. Eventualiter sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST zu 7.7 %) zulasten der 
Beschwerdegegner bzw. der Vorinstanz."

Auf die Begründung ist in den Erwägungen einzugehen.

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Urteil V 2020 30

C. Den von ihm verlangten Kostenvorschuss von Fr. 2’500.– leistete der 
Beschwerdeführer fristgerecht (act. 3).

D. In der Stellungnahme vom 7. September 2020 beantragte die Gemeinde 
Hünenberg, Abteilung Bau und Planung, die Abweisung der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des 
Beschwerdeführers (act. 8). Auf die Ausführungen darin wird in den Erwägungen 
eingegangen.

E. Mit Vernehmlassung vom 10. September 2020 liessen C.________ und 
D.________ die vollumfängliche Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und die 
Bestätigung der Baubewilligung beantragen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(zzgl. MWST) zulasten des Beschwerdeführers (act. 9). Auf die Begründung wird in den 
Erwägungen eingetreten.

F. Im Auftrag des Regierungsrats nahm die Baudirektion mit Eingabe vom 10. 
September 2020 Stellung. Mit Verweis auf die Ausführungen im Beschluss vom 19. Mai 
2020 beantragte sie ebenfalls die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter 
Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers (act. 10).

G. Der Beschwerdeführer liess am 25. Februar 2021 eine Replik einreichen (act. 17), 
worauf die Beschwerdegegner C.________ und D.________ am 2. Juni 2021 eine Duplik 
einreichen liessen (act. 23). Beide Parteien hielten an ihren Anträgen fest. Auf die 
Begründungen wird – soweit notwendig – in den Erwägungen eingegangen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde 
wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den formellen Anforderungen von § 65 VRG. 

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Urteil V 2020 30

Der Beschwerdeführer hat sowohl am Einsprache- als auch am 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren teilgenommen. Als unmittelbarer Nachbar des GS 
G.________ ist er vom Bauvorhaben besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an der Änderung oder Aufhebung des Entscheids der Vorinstanz. Die 
Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers ist daher gestützt auf § 62 Abs. 1 VRG 
gegeben. Die Beschwerde ist deshalb zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt 
werden. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines 
Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder 
die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen 
Verfahrensvorschrift sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt 
werden kann die unrichtige Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

2. Die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; 
BGS 721.11) ist per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Das vorliegende Baugesuch wurde 
am 23. September 2018 eingereicht. Übergangsrechtlich gelangt daher die Bestimmung 
von § 71a Abs. 1 lit. a PBG zur Anwendung, wonach auf Baugesuche, die im Zeitpunkt 
des lnkrafttretens dieses Gesetzes (d.h. am 1. Januar 2019) hängig sind, das bisherige 
Recht Anwendung findet, es sei denn, für die Bauherrschaft ist die Beurteilung nach 
neuem Recht günstiger. In der Folge werden Bestimmungen des aktuell gültigen PGB als 
"nPBG" gekennzeichnet, diejenigen der vorherigen Version als "aPBG". Analoges gilt für 
die Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (V PBG; BGS 721.111).

3. Nachträgliches Baubewilligungsverfahren
3.1 Aufgrund des Legalitätsprinzips nach Art. 5 Abs. BV muss die Baubehörde 
einschreiten, wenn sie von einer widerrechtlichen Baute Kenntnis erlangt (Urs Beeler, Die 
widerrechtliche Baute, 1984, S. 65). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Bauten, die ohne Bewilligung errichtet wurden – sogenannt formell rechtswidrige Bauten – 
grundsätzlich zu beseitigen. Der Abbruch von solchen Bauten kann jedoch unterbleiben, 
wenn die Baute materiell nicht baurechtswidrig ist und nachträglich bewilligt werden kann 
(BGE 123 II 248 E. 3a.bb; vgl. dazu näher E. 4.2.3 unten). Die allgemeinen gesetzlichen 
Grundlagen der Baubewilligungspflicht und des Baubewilligungsverfahrens hat die 

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Vorinstanz zutreffend dargelegt; darauf wird verwiesen (vgl. E. 2a des 
Verwaltungsbeschwerdeentscheids).

3.2 Die Nutzung der Räumlichkeiten im Untergeschoss von GS G.________ als 
Einliegerwohnung war in der ursprünglichen Baubewilligung vom 28. April 1981 nicht 
enthalten, weshalb die gemeindliche Baubehörde von C.________ und D.________ die 
Einreichung eines (nachträglichen) Baubewilligungsgesuchs verlangte. Die Vorinstanzen 
haben sodann die (materielle) Rechtmässigkeit der Baute bzw. deren (Um-)Nutzung 
bejaht. Der Beschwerdeführer ist jedoch der Meinung, die Erteilung der Baubewilligung sei 
rechtswidrig. Zur Begründung lässt er vorbringen, die zulässige Ausnützung werde 
nunmehr überschritten.

4. Ausnützung
Die Ausnützungsziffer (AZ) ist die Verhältniszahl zwischen der anzurechnenden 
Geschossfläche der Gebäude und der anzurechnenden Landfläche (§ 15 Abs. 1 aV PBG).
Paragraph 16 aV PBG enthält die Regelungen für die anzurechnende Geschossfläche; bei 
der Berechnung der Ausnützungsziffer sind als Geschossfläche demnach anzurechnen: 
Sämtliche Flächen des Erdgeschosses und der darüber liegenden Geschosse, 
einschliesslich der Treppenhäuser und Laubengänge, soweit sie der Erschliessung 
dienen, nicht aber soweit es sich um Not- oder Fluchttreppen handelt (lit. a); die 
Querschnittsflächen von innen liegenden Mauern und Wänden sowie die Lufträume bei 
Treppenhäusern und Lifts (lit. b); die Flächen unterhalb des Erdgeschosses, soweit sie 
Wohn- oder Gewerbezwecken dienen können, jedoch ohne die Erschliessungsflächen (lit. 
c). Die anzurechnende Landfläche ist die vom Baugesuch, auch als Gesuch für eine 
Arealbebauungsbewilligung, erfasste, in einer Bauzone gelegene Fläche (§ 18 Abs. 1 aV 
PBG). Gemäss § 16 der Bauordnung der Gemeinde Hünenberg (BO) gilt in W2b eine 
Ausnützungsziffer von 0,35.

4.1 Anzurechnende Geschossfläche
4.1.1 Obergeschoss und Erdgeschoss
4.1.1.1 Die Vorinstanz führte aus, die anrechenbare Geschossfläche beim Erdgeschoss 
betrage 85,86 m2, was unbestritten sei. Beim Obergeschoss sei zu den im Baugesuch 
ausgewiesenen 64,35 m2 gemäss § 25 Abs. 2 Bauordnung der Gemeinde Hünenberg 
(BO) auch die Fläche "Luftraum Wohnen" anzurechnen, die in der 
Ausnützungsberechnung nicht enthalten sei. Gemäss § 71a Abs. 1 lit. a nPBG i.V.m. § 35 
Abs. 2 lit. c nV PBG sei der Luftraum von überhöhten Wohnräumen nicht anzurechnen, 

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was für die Bauherrschaft günstiger sei. Damit ergebe sich beim Obergeschoss eine 
anrechenbare Geschossfläche von 64,35 m2 (Bf-act. 2 Ziff. 2b).

4.1.1.2 Der Beschwerdeführer lässt dazu geltend machen, die Vorinstanz verkenne, dass 
bei der Beurteilung eines nachträglichen Baugesuchs grundsätzlich auf den 
Rechtszustand abzustellen sei, der im Zeitpunkt der Errichtung der Baute gegolten habe. 
Späteres Recht sei nur dann massgebend, wenn es für die Bauherrschaft günstiger sei 
(vgl. BGE 123 II 248 E. 3a.bb mit Verweis auf BGE 102 Ib 64 E. 4). Vorliegend relevant sei 
damit das in den 90er Jahren geltende Recht. Damals schon sei es üblich gewesen, dass 
bei der Berechnung der Ausnützung Räume in Vollgeschossen, welche über mehrere 
Geschossflächen reichten, mitberücksichtigt worden seien. Die Baubewilligung vom 28. 
April 1981 habe den Luftraum für die Ausnützungsberechnung allerdings nicht 
angerechnet. Richtigerweise hätte bei einer Beurteilung der Bewilligungsfähigkeit der 
Einliegerwohnung in den 90er Jahren aber die damals geltende Praxis zur 
Anrechenbarkeit von Lufträumen berücksichtigt werden müssen und die 
Baubewilligungsbehörde hätte bei der Beurteilung des vorliegenden nachträglichen 
Baugesuchs sich ebenfalls auf den damaligen Rechtszustand stützen müssen. 
Stattdessen habe sie sich auf eine Rechtslage gestützt, die im Zeitpunkt der Einreichung 
des nachträglichen Baugesuchs, d.h. am 23. September 2018 noch nicht in Kraft gewesen 
sei. Es sei zwar zutreffend, dass gemäss den Übergangsbestimmungen von § 71a Abs. 1 
lit. a nPBG Baugesuche nach neuem Recht zu beurteilen seien, wenn das neue Recht für 
die Bauherrschaft günstiger sei und vorliegend das neue Recht nach § 35 Abs. 2 lit. c nV 
PBG, wonach der Luftraum in die Berechnung der Ausnützung nicht miteinzubeziehen sei, 
günstiger sei. Daraus könne aber keineswegs der Schluss gezogen werden, dass nach 
der zitierten und für die Beurteilung nachträglicher Baugesuche entwickelten 
Rechtsprechung ebenfalls künftiges, noch nicht in Kraft getretenes Recht zur Anwendung 
kommen könne. Da sich derartiges nicht aus der entwickelten Rechtsprechung ergebe, sei 
einzig das damalige Recht der 90er Jahre oder das Recht im Zeitpunkt der Einreichung 
des Baugesuchs massgebend. In beiden Fällen wären die Lufträume anrechenbar, womit 
die maximal zulässige Ausnützung erst recht bei Weitem überschritten sei (act. 1 Ziff. 10).

4.1.1.3 Bei der Prüfung der Frage, ob eine Baute bei rechtzeitiger Einreichung des 
Baugesuches hätte bewilligt werden können, ist grundsätzlich auf den Rechtszustand 
abzustellen, der im Zeitpunkt der Errichtung der Baute galt. Eine Ausnahme rechtfertigt 
sich, wenn bei der Beurteilung einer Abbruchverfügung ein milderes Recht gilt, nach 
welchem die Baute zulässig wäre (BGE 123 II 248 E. 3a.bb). Dieselbe Überlegung wohnt 

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§ 71a Abs. 1 lit. a nPGB inne, wonach auf Baugesuche, die im Zeitpunkt des lnkrafttretens 
des nPBG hängig sind, das bisherige Recht Anwendung findet, es sei denn, für die 
Bauherrschaft ist die Beurteilung nach neuem Recht günstiger (vgl. E. 2).

Vorliegend ist ein Baugesuch zu beurteilen, das vor Inkrafttreten des nPBG hängig war, 
wonach das aPBG Anwendung findet. Da die Regeln des nPGB (bzgl. nicht 
anzurechnende Geschossflächen) für C.________ und D.________ jedoch 
unbestrittenermassen günstiger sind, ist das nPGB anzuwenden. Dass das nPBG am 
Datum der Einreichung des Baugesuchs noch nicht in Kraft war ändert daran genauso 
wenig wie der Umstand, dass es sich vorliegend um ein nachträgliches Baugesuch 
handelt. So kann denn auch offenbleiben, welche Version des PBG bei zeitlich korrekter 
Einreichung des Baugesuchs bzw. Umnutzungsgesuchs anwendbar gewesen wäre. 
Entscheidend ist der Zeitpunkt der Beurteilung der Sache. Gemäss § 35 Abs. 2 lit. c nV 
PBG ist der Luftraum von überhöhten Wohnräumen nicht anzurechnen, was für 
C.________ und D.________ günstiger ist. Damit ist der Vorinstanz beizupflichten, wenn 
sie festhält, dass die anrechenbare Geschossfläche des Obergeschosses 64,35 m2 
betrage.

4.1.2 Untergeschoss
Beim Untergeschoss ist umstritten, ob der Raum "Garderobe" im Eingangsbereich 
anrechenbar ist.

4.1.2.1 Der Regierungsrat erwog, der Raum direkt bei der Ausgangstüre habe keine 
Fenster, was gegen eine Wohnnutzung spreche. Lediglich die Eingangstür selbst habe 
einen Glaseinsatz. Die Eingangstür führe von Westen her in den Raum, nordseitig führe er 
in die Garage, südseitig in den Keller und östlich in das Erdgeschoss hinauf. Die vier 
Türen würden für die Qualifizierung des Raums als Erschliessungsfläche sprechen. Die 
Heizung diene dazu, dass der Raum nicht unterkühlt werde bzw. um Durchzug ins obere 
Geschoss zu verhindern. Das Vorhandensein einer Garderobe für Mäntel und einer 
Kommode bzw. eines Sideboards würden den Raum nicht zu einem Wohnraum machen. 
Insgesamt seien die Flächen im Eingangsbereich des Untergeschosses von 8,64 m2 und 
1,80 m2 als Erschliessungsflächen und nicht als Wohnflächen zu beurteilen (Bf-act. 2 
Ziff. 2b).

4.1.2.2 Der Beschwerdeführer lässt hierzu vorbringen, gemäss Gesetz seien bei der 
Berechnung der Ausnützungsziffer Flächen unterhalb des Erdgeschosses als 

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Geschossfläche anzurechnen, soweit sie Wohn- und Gewerbezwecken dienen können. 
Entscheidend sei, ob der betreffende Raum aufgrund seiner Lage, Belichtung und 
Ausstattung für Wohn- und Gewerbezwecke geeignet sei (vgl. Entscheid des 
Regierungsrats vom 10. November 2009 i.S. M. V. E. I.). Der vorliegend fragliche Raum 
sei im Plan als "Foyer" bezeichnet und werde als Garderobe genutzt. Der Raum sei durch 
den Glaseinsatz bei der Eingangstüre und – was die Vorinstanz gänzlich ausser Acht 
lasse – auch vom Fenster im Treppenhaus sowie vom 1. Obergeschoss her reichlich 
natürlich belichtet. Die Argumentation der Vorinstanz, dass das Vorhandensein einer 
Garderobe für Mäntel und einer Kommode bzw. eines Sideboards den Raum nicht zu 
einem Wohnraum mache, sei so nicht richtig. Die Ausstattung des Raumes mit Möbeln 
würde den Raum zwar nicht automatisch zu einem Wohnraum machen, allerdings sei 
nach der zitierten regierungsrätlichen Rechtsprechung die Ausstattung eines Raumes für 
die Beurteilung der Eignung eines Raumes für Wohn- und Gewerbezwecke sehr 
entscheidend. Es komme hinzu, dass der Raum beheizt sei, was ebenfalls für eine 
Wohnnutzung und damit für die Anrechenbarkeit spreche. Die Heizung sei ausgelegt für 
Raumbeheizung von 22° C (Zimmertemperatur) und vollumfänglich durch die 
Wärmepumpe gespiesen. Wenn der Raum tatsächlich nur beheizt würde, damit der Raum 
nicht unterkühlt werde bzw. um Durchzug ins obere Geschoss zu verhindern, wäre er 
entsprechend lediglich mit einer Stützheizung ausgestattet worden. Stattdessen hätten die 
Beschwerdegegner die früher vorhandene Elektroheizung ersetzt. Der Raum sei mit 
8,64 m2 ausserdem sehr grosszügig. Die Grösse des Raumes sei, neben der Grösse der 
Fenster, der Zugänglichkeit und der Heizung in baulicher Hinsicht ein wichtiges Kriterium 
für die Beurteilung der Frage der Anrechenbarkeit eines Raumes im Untergeschoss (vgl. 
Entscheid des Regierungsrats vom 27. Mai 2014 i.S. E. H.; Urteil des Verwaltungsgerichts 
vom 30. November 2010 i.S. Erben M. V.). Bei einem derart grossen, beheizten, 
belichteten und mit Möbeln ausgestatteten Raum könne die Wohnnutzung 
offensichtlich nicht in Abrede gestellt werden (act. 1 Ziff. 7 f.).

4.1.2.3 Der Gemeinderat Hünenberg führt hierzu aus, der Zweck der Garderobe bestehe 
in der Erschliessung des Kellerraums, des Heizungsraums sowie der Wohnräume, welche 
über die Treppe ins Erdgeschoss erreichbar seien. Der Raum sei nicht einmal 9 m2 gross 
und verfüge entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers über keine Fenster. Daran 
ändere auch das Zierglas in der Wohnungstüre oder das indirekte Licht, welches vom 
Fenster im Treppenhaus generiert werde, nichts. Das Fenster im Treppenhaus sei im 
Übrigen von der Garderobe her nicht einmal ersichtlich. Der Raum erfülle die 
wohnhygienischen Anforderungen somit nicht. Bei der Garderobe handle es sich 

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Urteil V 2020 30

entsprechend um eine Erschliessungsfläche unterhalb des Erdgeschosses und werde also 
nicht zur anrechenbaren Geschossfläche hinzugerechnet (act. 8 Ziff. 3).

4.1.2.4 C.________ und D.________ lassen in diesem Zusammenhang einwenden, das 
Foyer stelle die einzige Erschliessung der Liegenschaft dar. Man betrete den Raum von 
aussen entweder über die Eingangstüre oder aber über den direkten Zugang aus der 
angrenzenden Garage. Über das sich an der Stirnseite des Raumes befindende 
Treppenhaus gelange man sodann in die Wohnräume im oberen Stockwerk. Eine weitere 
Türe führe in den Keller. Das Gebäude 52b.________ verfüge über keinen zusätzlichen 
Hauseingang. Alle Bewohner sowie Besucher müssten zwingend diesen Zugang queren, 
um über die Treppe zu den Wohnräumen zu gelangen. Das Foyer sei ein 
Durchgangsraum, welcher ausschliesslich dem Zweck der Erschliessung diene. Gegen 
eine Wohnnutzung spreche auch die Grösse und Ausstattung des Raums. Bei einer 
Grösse von 8,64 m2 sei der Raum nicht gross genug, um darin – neben seinem Zweck der 
Erschliessung – eine Wohnnutzung zu ermöglichen. Ein Raum mit Wohnnutzung müsste 
dem Aufenthalt von Menschen dienen können. Die kleine, offene Garderobe und der 
Schuhschrank würden den Raum nicht zu einem Wohnraum machen. Die Ausstattung des 
Raums schliesse eine Wohnnutzung klarerweise aus. Die Behauptung des 
Beschwerdeführers, dass die Beheizung des Raums auf eine Wohnnutzung hindeute, sei 
falsch. Die Beheizung des Raums diene einzig zur Vermeidung eines störenden Luftzugs, 
welcher automatisch entstehe, wenn die kalte Luft im Untergeschoss in das Erdgeschoss 
aufsteige. Um diesen Luftzug zu vermindern, werde der Erschliessungsbereich mit einem 
kleinen Radiator mässig beheizt (mit Heizung im Winter max. 16-18° C), so dass die kalte 
Luft nicht ohne weiteres in die Obergeschosse ströme. Schliesslich fehle es dem Raum 
auch an einer genügenden natürlichen Belichtung, um als Wohnraum zu gelten. Der Raum 
werde einzig durch den schmalen Glaseinsatz in der Haustüre etwas belichtet. Das sich 
ausserhalb des Raumes im Treppenhaus befindende Fenster lasse kaum Licht einfallen. 
Das Foyer selbst weise keine Fenster auf. Die Beleuchtung des Foyers erfolge künstlich 
(act. 9 Ziff. 10).

4.1.2.5 Die Anrechenbarkeit eines Raumes im Untergeschoss eines Gebäudes hängt 
nicht allein von dessen Bezeichnung in den Planunterlagen ab, denn ob ein Raum Wohn- 
oder Gewerbezwecken dienen kann, muss aufgrund seiner objektivierten Eignung beurteilt 
werden. Die Praxis achtet in baulicher Hinsicht vor allem auf die Grösse des Raumes, 
dessen Zugänglichkeit, die Grösse der Fenster und damit auf die natürliche Belichtung 
sowie auf die Heizung. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts wurden wiederholt 

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Urteil V 2020 30

Räume im Dach- oder Untergeschoss, welche als Estrich oder Abstell- bzw. Kellerräume 
geplant wurden, im Zweifel als nicht anrechenbare Räume bewilligt, wenn beispielsweise 
die Heizung oder Belichtung oder die Zugänglichkeit eine rechtswidrige Nutzung baulich 
weitgehend ausschlossen (VGer ZG V 2009 175 vom 30. November 2010 E. 4e). So hat 
das Verwaltungsgericht einem Korridor die Qualifikation als anzurechnende 
Geschossfläche abgesprochen (VGer ZG V 2017 91 vom 19. März 2019 E. 6e). Gleich 
entschied es bei 
einer (grosszügigen) zentral gelegenen Fläche mit der Bezeichnung "Flur/Spielen", welche 
die übrigen Räume erschloss (VGer ZG V 2018 116 vom 29. Oktober 2019 E. 7d/cc).

4.1.2.6  Den streitgegenständlichen Raum erreicht man entweder direkt über den 
Hauseingang oder indirekt über die Garage. Einmal im Raum, kann das Erdgeschoss 
(Treppe) und der Keller (sowie die Garage) erreicht werden. Von der Garage her muss der 
Raum zwecks Erreichung des Erdgeschosses und des Kellers zwangsläufig durchquert 
werden. Aufgrund der zentralen Lage ist dem Raum somit primär eine 
Erschliessungsfunktion zuzurechnen. Daran ändern weder die Beheizung, welche 
grundsätzlich unabhängig von der Art des Heizkörpers und der erzeugten Temperatur für 
eine Wohnnutzung spricht, noch die an sich nicht vernachlässigbare Grösse von ca. 9 m2, 

noch die Ausstattung mit einem Sideboard sowie einem Garderobenmöbel etwas. Dass 
der Raum vom Fenster im Treppenhaus bzw. vom 1. Obergeschoss her (natürlich) 
belichtet wird, kann anhand der Fotos des Augenscheins vom 13. Januar 2020 nicht 
ausgeschlossen werden. Auf dem Foto "Standort 2" ist aber erkennbar, dass die 
Treppenstufen zum Erdgeschoss hinauf mit zunehmender Höhe beschattet werden, was 
gegen eine (natürliche) Belichtung von oben spricht. Der Umstand, dass der Raum keine 
Fenster hat, spricht jedenfalls klar gegen eine Anrechenbarkeit des Raumes. In diesem 
Zusammenhang ist zudem festzuhalten, dass der Glaseinsatz in der Türe – wenngleich 
dadurch etwas Licht in den Raum eindringen mag – nicht mit einem Fenster 
gleichzusetzen ist.

Als Zwischenfazit ist daher zu konstatieren, dass der in den Plänen als "Foyer" bzw. 
"Garderobe" bezeichnete Raum eine Erschliessungsfläche darstellt und folglich zu Recht 
nicht der Ausnützung zugerechnet wurde.

4.1.2.7 Ausweislich der dem Baugesuch beigelegten Planunterlagen umfasst die 
Einliegerwohnung insgesamt 25,03 m2 (Wohnen: 18,09 m2; Kochen: 5,04 m2; Bad: 1,9 m2) 
(BD-act. B13/15). Die 8,64 m2 umfassende Garderobe samt Eingangsbereich im Umfang 

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Urteil V 2020 30

von 1,8 m2 sind dem Untergeschoss nicht anzurechnen. Im Ergebnis ist demnach mit der 
Vorinstanz festzuhalten, dass die anrechenbare Geschossfläche des Untergeschosses 
25,03 m2 und somit die gesamte anrechenbare Geschossfläche von GS G.________ 
175,24 m2 beträgt.

4.2 Anzurechnende Landfläche und Ausnützungsberechnung
4.2.1 Die Vorinstanz führte weiter aus, die anzurechnende Landfläche von GS 
G.________ betrage 535 m2, womit grundsätzlich eine maximale Ausnützung von 187,25 
m2 (535 m2 x 0,35) zulässig wäre. Vorliegend sei jedoch zu beachten, dass im Rahmen 
der Abparzellierung von GS G.________ dem GS H.________ eine anrechenbare 
Geschossfläche von 149,9 m2 verblieben sei. Das GS H.________ mit einer Grundfläche 
von 393 m2 dürfe eine Ausnützung von 137,55 m2 haben und sei folglich um 12,35 m2 

(149,9 m2 – 137,55 m2) übernutzt. Im Rahmen der Ausnützungsberechnung sei somit zu 
prüfen, ob die Ausnützung über beide Grundstücke eingehalten sei, ansonsten durch die 
Abparzellierung die Ausnützungsbestimmungen umgangen werden könnten. Über GS 
G.________ und GS H.________ bestehe eine anrechenbare Geschossfläche von 
insgesamt 325,14 m2 (175,24 m2 + 149,9 m2). Bei einer anrechenbaren Landfläche von 
insgesamt 928 m2 (535 m2 + 393 m2) ergebe sich eine zulässige anrechenbare 
Geschossfläche von 324,8 m2. Im Ergebnis führe dies dazu, dass GS G.________ mit der 
Bewilligung der Einliegerwohnung rechnerisch um 0,34 m2 (325,14 m2 – 324,8 m2) 
übernutzt sei. Die Überschreitung von 0,34 m2 liege im Bereich der Messungenauigkeit 
bzw. sei praktisch nicht mehr überprüfbar. Die nachträgliche Baubewilligung könne somit 
erteilt werden. Darüber hinaus sei gemäss Praxis aus Gründen der Verhältnismässigkeit 
auf die Wiederherstellung zu verzichten, wenn die Abweichung vom gesetzes- oder 
bauordnungsgemässen Zustand geringfügig sei und die berührten allgemeinen Interessen 
den Schaden, welcher der Bauherrschaft durch den Abbruch entstünde, nicht zu 
rechtfertigen vermögen (Regierungsratsbeschluss vom 16. Juni 2015 i.S. T.H., E. 4a). Im 
Verhältnis zu der gesamten anrechenbaren Geschossfläche von 175,24 m2 (GS 
G.________) bzw. 325,14 m2 (GS G.________ und GS H.________) sei die 
Überschreitung von 0,34 m2 als gering zu qualifizieren und die öffentlichen Interessen 
würden einen Rückbau nicht zu rechtfertigen vermögen. Ein Rückbau wäre aufgrund des 
Verhältnismässigkeitsprinzips nicht gerechtfertigt (Bf-act. 2 Ziff. 2c).

4.2.2  Der Beschwerdeführer lässt hierzu vorbringen, nach der Anrechnung von 8,64 m2 
ergebe sich gemäss den ansonsten nicht zu beanstandenden Berechnungen der 
Vorinstanz eine Überschreitung der Ausnützung von 8,98 m2 (8,64 m2 + 0,34 m2). Eine 

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solche Überschreitung liege natürlich nicht mehr im Bereich der Messungenauigkeit und 
die nachträgliche Baubewilligung sei zu Unrecht erteilt worden. Selbst wenn man der 
Auffassung der Vorinstanz folgen und die Garderobe als Erschliessungsfläche betrachten 
und auch die Lufträume nicht anrechnen würde, was zu einer Überschreitung der maximal 
zulässigen Ausnutzung um 0,34 m2 führen würde, hätte die nachträgliche Baubewilligung 
nicht erteilt werden können. Es liege nicht in der Macht der Vorinstanz, eine Abweichung 
vom Gesetz als quasi-gesetzmässig zu bezeichnen. Indem sie die Übernutzung des 
Grundstücks aufgrund der Geringfügigkeit der Überschreitung der maximal zulässigen 
Ausnutzung als rechtmässig bezeichne, habe die Vorinstanz das Legalitätsprinzip verletzt. 
Die Frage der Verhältnismässigkeit einer Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
sei eine andere, die – entgegen der Argumentation der Vorinstanz – nicht im Rahmen der 
Prüfung der materiellen Rechtmässigkeit erfolgen dürfe. Aus diesem Grund könnte die 
Bewilligung auch nicht erteilt werden, wenn die strittige Garderobe nicht angerechnet 
würde (act. 1 Ziff. 9 und 11).

4.2.3 Jede bewilligungspflichtige Baute ist formell baurechtsmässig, wenn sie 
vollumfänglich von einer Baubewilligung gedeckt ist. Daraus folgt, dass sie formell 
baurechtswidrig ist, wenn dieses Erfordernis fehlt. Die materielle Baurechtswidrigkeit liegt 
in der Verletzung von öffentlich-rechtlichen materiellen Vorschriften, die auf ein 
Bauvorhaben anwendbar sind. Der Tatbestand der materiellen Baurechtswidrigkeit ist 
erfüllt, wenn auch nur eine einzige der anwendbaren Normen verletzt ist, und zwar 
unabhängig davon, ob es sich um eine minime oder erhebliche Normverletzung handelt 
(Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, 1999, S. 20 ff.; Beeler, 
a.a.O., S. 45, mit Verweis auf eine Verletzung des Grenzabstands um 36 cm). Wurde eine 
Baute ohne oder in Abweichung einer Baubewilligung erstellt bzw. genutzt, entspricht aber 
vollumfänglich dem anwendbaren materiellen Recht, so hat der Bauherr Anspruch auf eine 
nachträgliche Baubewilligung. Ist eine Baute jedoch formell und materiell baurechtswidrig, 
steht sie also in jeder Hinsicht im Widerspruch zum Bauordnungsrecht, erfüllt sie damit in 
der Regel die Voraussetzungen zum Erlass einer restitutorischen Massnahme (Ruoss 
Fierz, a.a.O., S. 34). Für die Zulässigkeit solcher Massnahmen kann das Mass der 
Verletzung der Baurechtsordnung von Bedeutung sein (Beeler, a.a.O., S. 45; vgl. auch E. 
5.1). 

Die Prüfung der materiellen Baurechtsmässigkeit, die im Rahmen des (nachträglichen) 
Baubewilligungsverfahrens geschieht, ist also von der Prüfung der Rechtmässigkeit resp. 
der Voraussetzungen zur Anordnung von Massnahmen zur Beseitigung der materiellen 

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Baurechtswidrigkeit zu unterscheiden. Dies macht der Beschwerdeführer zu Recht 
geltend.

Gemäss § 31 aV PBG bzw. § 57 nV PBG kann die zuständige Behörde 
Ausnahmebewilligungen erteilen. Die Ausnahmebewilligung ist Teil der Baubewilligung. 
Sie erfolgt dann, wenn gemeindliche Bauvorschriften im Einzelfall zu einer offensichtlich 
unzweckmässigen Lösung führen oder eine unbillige Härte bedeuten würden und 
nachbarliche Interessen nicht erheblich beeinträchtigt werden (Abs. 1). Von 
Bauvorschriften, welche die Baudichte, namentlich Ausnützungsziffer und 
Baumassenziffer bestimmen, gibt es gemäss dieser Bestimmung (Abs. 2) keine 
Ausnahmen.

4.2.4 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass GS G.________ (marginal) übernutzt ist. 
Inwiefern die Überschreitung von 0,34 m2 im Bereich der Messungenauigkeit liegen bzw. 
praktisch nicht mehr überprüfbar sein soll, leuchtet vor diesem Hintergrund allerdings nicht 
ein. Insoweit ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, wenn er ausführen lässt, die 
Vorinstanz könne eine Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben nicht als quasi-
gesetzmässig bezeichnen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Übernutzung 
mit 0,34 m2 in der Tat äusserst gering ist. Entgegen der Ansicht von C.________ und 
D.________ steht der Baubewilligungsbehörde diesfalls kein Ermessensspielraum offen 
(act. 23 Ziff. 10). Ebenso wenig kann der Vorinstanz gefolgt werden, wenn sie im 
Zusammenhang mit der Erteilung der Baubewilligung erwägt, gemäss Praxis sei aus 
Gründen der Verhältnismässigkeit auf die Wiederherstellung zu verzichten, wenn die 
Abweichung vom gesetzes- oder bauordnungsgemässen Zustand geringfügig sei und die 
berührten allgemeinen Interessen den Schaden, welcher der Bauherrschaft durch den 
Abbruch entstünde, nicht zu rechtfertigen vermögen, wurde vorliegend doch gar keine 
restitutorische Massnahme verfügt (vgl. dazu auch E. 5 ff.). Schliesslich ist anzumerken, 
dass der Gemeinderat Hünenberg im Beschluss vom 9. Juli 2019 keine 
Ausnahmebewilligung erteilt hat und dies gemäss dem Wortlaut von § 31 Abs. 2 aV PBG 
auch nicht konnte. 

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass GS G.________ durch die Umnutzung um 0,34 m2 
übernutzt und damit nicht baurechtskonform ist.

5. Die Vorinstanz führte aus, die Baubewilligung könne auch aufgrund der Tatsache, 
dass der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 

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abgelaufen sei, beurteilt bzw. erteilt werden. Darüber hinaus sei die Bauherrschaft in ihrem 
Vertrauen zu schützen. In diesem Zusammenhang erwähnte sie auch das Institut des 
Besitzesschutzes [recte wohl: Bestandesschutz] (Bf-act. 2 Ziff. 3). 

5.1 Die Besitzstandsgarantie bedeutet, dass eine Rechtsposition, welche seinerzeit in 
Übereinstimmung mit den materiellrechtlichen Vorschriften erworben wurde, grundsätzlich 
auch unter dem neuen Recht, das deren Begründung nicht oder nicht mehr im bisherigen 
Umfang zulässt, fortbestehen (und gegebenenfalls auch weiterentwickelt werden) kann. 
Das Vorliegen eines Besitzstandsfalles bedingt den Bestand einer Baute, die 
ursprüngliche materielle Rechtmässigkeit dieser Baute und die nachträgliche materielle 
Rechtswidrigkeit dieser Baute zufolge Rechtsänderung. Die ursprünglich formell und 
materiell rechtswidrigen Bauten, also jene, welche bereits im Zeitpunkt ihrer Errichtung 
gegen das geltende materielle Recht verstossen haben und ohne Baubewilligung oder in 
Abweichung einer solchen erstellt worden sind, beschlagen den Problemkreis des illegalen 
Bauens und nicht jenen der Besitzstandsgarantie. Dasselbe gilt für den Fall, dass der 
Eigentümer an einer legal errichteten Baute im Nachhinein eigenmächtig 
bewilligungspflichtige bauliche oder bewerbungsmässige Änderungen vornimmt, und das 
bestehende Bauwerk im Umfang dieser Vorkehren formell und, sofern die Massnahmen 
gegen materielles Recht verstossen, auch materiell vorschriftswidrig wird. Ist eine 
bestehende Baute im Zeitpunkt des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens 
rechtswidrig, ist die Baubewilligung zu verweigern und die Behörde hat eine Beseitigung 
des Bauwerks bzw. den Erlass eines Nutzungsverbots zu prüfen. Da die Baute bzw. die 
Nutzung bereits bei ihrer Errichtung bzw. vorliegend bei der Nutzungsänderung 
vorschriftswidrig war, können im Einzelfall nur Gründe der Verhältnismässigkeit, des 
Vertrauensschutzes oder der Rechtssicherheit (Verwirkung der Abbruchbefugnis durch 
Zeitablauf) einen Verzicht auf die Beseitigung des Bauwerks bzw. den Erlass eines 
Nutzungsverbots gebieten (Konrad Willi, Die Besitzstandsgarantie für vorschriftswidrige 
Bauten und Anlagen innerhalb der Bauzonen, 2003, S. 7 ff.). 

5.2 Vorliegend geht es nicht um einen Fall der Besitzstandsgarantie. Die 
streitgegenständliche Baute wurde durch die eigenmächtige Umnutzung zu einer formell 
rechtswidrigen Baute, weshalb es in casu um Fragen des illegalen Bauens bzw. die 
Erteilung einer nachträglichen Baubewilligung geht; Gegenstand des Verfahrens bildet die 
Frage, ob das Baugesuch I.________ zu Recht bewilligt worden ist. Zu prüfen ist daher 
die Übereinstimmung der Baute mit dem anwendbaren materiellen Recht (vgl. E. 4.2.4). 
Eine Massnahme zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wurde vorliegend 

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nicht verfügt und ist darum von den Rechtsmittelbehörden nicht zu prüfen. So kann der 
Vorinstanz nicht gefolgt werden, wenn sie die Erteilung der Baubewilligung unter dem 
Gesichtspunkt des behördlichen Anspruchs auf Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands prüft. Folglich sind Argumente, die allenfalls gegen die Rechtmässigkeit bzw. 
Verhältnismässigkeit einer restitutorischen Massnahme sprechen könnten, als Grundlage 
für die Erteilung einer Baubewilligung untauglich.

Aus diesen Gründen erübrigen sich hier Weiterungen zum Thema der 
Verhältnismässigkeit einer Wiederherstellung resp. zu den diesbezüglichen 
Parteivorbringen. Allerdings ist die Sache aus verfahrensökonomischen Gründen 
umgehend zur Prüfung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, welche von 
der Baubehörde zu entscheiden ist, an diese zurückzuweisen. Soweit nicht C.________ 
und D.________ ein abgeändertes, um die minimale Abweichung der AZ reduziertes 
Nutzungskonzept einreichen, hat der Gemeinderat aufgrund der Beschwerde des 
Nachbarn über die Anwendbarkeit von § 69 Abs. 1 nPBG zu entscheiden. Demgemäss 
kann er u.a. die Beseitigung und Anpassung von Bauten und Anlagen anordnen, wenn a) 
für Bauarbeiten keine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt; b) eine nachträgliche 
Baubewilligung von vornherein ausgeschlossen ist. Dabei genügt das Vorliegen einer 
materiellen Gesetzesverletzung für den Erlass einer Wiederherstellungsverfügung indes 
noch nicht. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Anordnung der 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Einzelfall nämlich unzulässig, wenn sie 
allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts entgegensteht. 
Insbesondere sind die in Art. 5 Abs. 2 und 3 sowie Art. 9 BV festgehaltenen Grundsätze 
der Verhältnismässigkeit und des Schutzes des guten Glaubens (vgl. BGE 136 II 359 E. 6; 
BGer 1C_344/2017 vom 17. April 2018 E. 5.1) zu beachten. Im Einklang mit dieser 
Rechtsprechung wird konkret zu prüfen sein, ob von der Anordnung einer 
Wiederherstellungsmassnahme abzusehen und stattdessen allenfalls eine – eventuell 
widerrufliche, bedingte oder befristete – Duldungsverfügung zu erlassen ist, wenn sich 
dies aus Gründen des Vertrauensschutzes oder der Verhältnismässigkeit als angezeigt 
erweisen sollte (vgl. zu den Rechtsfolgen des Verzichts auf 
Wiederherstellungsmassnahmen und den Begriff des faktischen Bestandesschutzes 
Ruoss Fierz, a.a.O., S. 61 f., 67 f. und 111). Dabei wird zweifellos die minimale 
Baurechtswidrigkeit im Ausmass von lediglich 0,34 m2 AZ in Berücksichtigung der 
betroffenen öffentlichen Interessen und des Schutzes der Nachbarinteressen 
entsprechend zu gewichten sein. Die Baurechtswidrigkeit als solche würde durch eine 
allfällige Duldungsverfügung aber nicht legalisiert.

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6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz Recht verletzt hat, indem 
sie die Erteilung der Baubewilligung trotz Baurechtswidrigkeit geschützt hat, weshalb die 
Beschwerde vollumfänglich gutzuheissen und der Beschluss vom 19. Mai 2020 
aufzuheben ist, unter Rückweisung der Sache an den für die weiteren Schritte 
zuständigen Gemeinderat Hünenberg.

7.
7.1 Die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht trägt die unterliegende 
Partei (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Dem Regierungsrat des Kantons Zug sind keine Kosten 
aufzuerlegen (§ 24 Abs. 1 VRG), ebenso wenig der Gemeinde Hünenberg, weil die 
Voraussetzungen dafür (§ 24 Abs. 2 VRG) nicht erfüllt sind. C.________ und D.________ 
werden von den Gesamtkosten von Fr. 2’500.– anteilsmässig Fr. 800.– auferlegt. 

In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 des Regierungsratsbeschlusses werden die Kosten 
des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.– C.________ und D.________ 
sowie der Gemeinde Hünenberg auferlegt. C.________ und D.________ werden 
anteilsmässig Kosten von Fr. 750.– auferlegt. Der Gemeinde Hünenberg werden keine 
Kosten auferlegt (§ 24 Abs. 2 VRG).

7.2 Im Rechtsmittelverfahren ist der ganz oder teilweise obsiegenden Partei zulasten 
der unterliegenden Partei eine Parteientschädigung nach Massgabe ihres Obsiegens 
zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Das Gericht erachtet im vorliegenden Fall Fr. 3’000.– 
als angemessene Parteientschädigung. Der Beschwerdeführer obsiegt gänzlich, weshalb 
ihm davon zulasten von C.________ und D.________, der Gemeinde Hünenberg und des 
Regierungsrats des Kantons Zug je Fr. 1’000.– (inkl. MWST und Barauslagen) 
zuzusprechen sind. Den unterliegenden anwaltlich vertretenen C.________ und 
D.________ ist keine Parteientschädigung zuzusprechen.

In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 3 des Regierungsratsbeschlusses wird dem 
Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Regierungsrat zu Lasten von C.________ 
und D.________ sowie der Gemeinde Hünenberg eine Parteientschädigung von je Fr. 
1’000.– (inkl. MWST und Barauslagen) zugesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Beschluss des Regierungsrats vom 
19. Mai 2020 und die Baubewilligung vom 9. Juli 2019 aufgehoben und die Sache 
zur neuen Entscheidung an den Gemeinderat Hünenberg zurückgewiesen.

2. C.________ und D.________ wird unter solidarischer Haftbarkeit für das 
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von Fr. 800.– und 
für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von Fr. 750.– 
auferlegt. Dem Beschwerdeführer ist der Betrag von Fr. 2’500.– zurückzuerstatten.

3. C.________ und D.________ haben dem Beschwerdeführer unter solidarischer 
Haftbarkeit für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eine 
Parteientschädigung von Fr. 1’000.– (inkl. MWST und Barauslagen) und für das 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1’000.– (inkl. 
MWST und Barauslagen) zu bezahlen; die Gemeinde Hünenberg hat dem 
Beschwerdeführer für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eine 
Parteientschädigung von Fr. 1’000.– (inkl. MWST und Barauslagen) und für das 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1’000.– (inkl. 
MWST und Barauslagen) zu bezahlen; der Regierungsrat des Kantons Zug hat 
dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1’000.– (inkl. MWST und 
Barauslagen) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegner C.________ und D.________ (dreifach, 
Rechnungen folgen nach Rechtskraft des Urteils), an den Gemeinderat von 
Hünenberg, an den Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach) und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 5. Januar 2022
Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am