# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 259847af-348d-564d-928b-3b5d96918fcf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2008 E-2628/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2628-2008_2008-04-29.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2628/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud,  
Gerichtsschreiberin Mareile Lettau.

A._______, geboren _______, unbekannter Herkunft,
vertreten durch Felicity Oliver, _______, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. April 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Gegenstand

Besetzung

Parteien

E-2628/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  im  Februar 
2008  aus  Kenia  ohne  ein  Ausweispapier  ausreiste  und  am 5.  März 
2008 illegal in die Schweiz einreiste,

dass er am 6. März 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
des BFM (...) um Asyl nachsuchte,

dass  er  bei  der  Gesuchseinreichung keine Ausweispapiere  vorlegte, 
worauf er mit einem Informationsblatt zur Abgabe sämtlicher bei ande-
ren Behörden hinterlegter oder anderweitig verfügbarer Identitätsdoku-
mente innerhalb von 48 Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 7. März 2008 im EVZ (...) zu seiner Person, zum Reiseweg 
und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wur-
de und am 11. April  2008 die direkte Bundesanhörung stattgefunden 
hat,

dass im Auftrag  des BFM am 20. März 2008 ein  LINGUA-Gespräch 
(Herkunfts- und Sprachanalyse) durchgeführt wurde, wobei der Exper-
te in  seinem Gutachten vom 28. März 2008 zum Schluss kam,  auf-
grund des sprachlichen Hintergrundes sei der Beschwerdeführer nicht 
wie von ihm angegeben geographisch-sprachlich Kenia,  sondern  mit 
Sicherheit  der Herkunftsregion Westafrika, genauer gesagt dem Her-
kunftsland Nigeria, zuzuordnen,

dass  ihm  bei  der  direkten  Bundesanhörung  zum  Ergebnis  des  LIN-
GUA-Gutachtens  sowie  im  Hinblick  auf  einen  allfälligen  Entscheid 
nach Art.  32  Abs. 2  a  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998 (AsylG, 
SR 142.31) das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  in  B._______ (Kenia)  geboren 
und  im  Alter  von  acht  Jahren  zusammen  mit  seiner  Mutter  in  den 
Senegal gegangen, wo seine Mutter in einer Schule in C._______ eine 
Anstellung als Lehrerin gefunden habe,

dass er im November 2007 zusammen mit seiner Mutter und seinem 
jüngeren Bruder in die Ferien nach Kenia gegangen sei,

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dass die Probleme in Kenia nach den Wahlen vom 27. Dezember 2007 
begonnen hätten, 

dass er an einem Abend Anfang März 2008, als er vom Fussballtrai-
ning  gekommen sei,  gesehen habe,  wie  eine Gruppe von Personen 
das Haus seiner Mutter zerstört habe,

dass er daraufhin sofort zum Hafen gerannt sei und eine Woche später 
auf einem Containerschiff habe fliehen können,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 17. April 2008 – eröffnet gleichentags – in Anwendung von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe 
vom 24. April 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die  Verfügung des 
BFM aufzuheben und das Asylgesuch gutzuheissen sowie eventualiter 
die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  zusätzlich  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. April 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-

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setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv (Ziff. 1) das BFM auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist ,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass demzufolge auf den Antrag des Beschwerdeführers, ihm sei Asyl 
zu gewähren, nicht einzutreten ist,

dass die  Anwendung des Nichteintretensgrundes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG in einem Verfahren geschieht, in welchem über 
das  Bestehen  beziehungsweise  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigen-
schaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rah-
men  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE  2007/8 
insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  förmlichen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist  (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwal-
tungsgerichts BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

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die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die Nichteintretensverfügung vom 17. April 2008 besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise Änderung hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen in gültiger Form eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), weshalb auf diese einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines  Asylgesuches  beziehungsweise  in  den  48  Stunden  nach  der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument  zu seiner  zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 
E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f.; EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) für 
die  Nichtabgabe  eines  beweistauglichen  Identitätsdokuments  inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaub-
haft zu machen vermag,

dass hierzu einleitend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass  die  Vorinstanz  die  Version  des  Beschwerdeführers,  wonach  er 
nicht wisse, wo sich seine Mutter aufhalte, und er deshalb niemanden 
kontaktieren  könne,  um  die  im  zerstörten  Haus  zurückgelassenen 
Identitätspapiere zu beschaffen, zu Recht als nicht überzeugend qua-
lifiziert hat,

dass seine Angaben zu den Umständen seiner Ausreise und zum Ab-
reiseort  als ausgesprochen vage und widersprüchlich zu bezeichnen 
sind (vgl. act. A1 S7; act. A 12 S. 6, 7),

dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er wisse nicht, in wel-
chem Land er von Bord gegangen sei, als unglaubhaft zu bezeichnen 
ist, 

dass er sowohl in den Anhörungen als auch in der Beschwerde keiner-
lei Bemühungen um Erhalt seiner Identitätspapiere vorbringt,

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dass begründeter Anlass zu der Annahme besteht,  der Beschwerde-
führer enthalte seine Dokumente bewusst den schweizerischen Behör-
den vor,

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass sich sodann in seinem Fall die Aktenlage nach der Anhörung vom 
11. April 2008 dermassen klar präsentierte, dass unter Verzicht auf zu-
sätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen ei-
ner  summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen  werden 
konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  und 
ebenso offensichtlich stünden einem Vollzug seiner Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass es angesichts der vom BFM zu Recht hevorgehobenen fehlerhaf-
ten, widersprüchlichen und vagen Aussagen als unglaubhaft zu erach-
ten ist, der Beschwerdeführer sei in Kenia geboren, bis zum Alter von 
acht  Jahren  dort  aufgewachsen  und habe  sich  dort  wieder  von No-
vember 2007 bis März 2008 aufgehalten,

dass  er  in  Bezug auf  Ethnien,  Orte,  den  Herkunftsort  seiner  Mutter 
und die Begleitumstände der Wahlen lediglich lücken- und fehlerhafte 
Angaben  über  sein  angebliches  Herkunftsland  gemacht  hat  (vgl. 
act. A1 S. 3, 7 und act. A12 S. 6, 7), 

dass er in der Anhörung vom 11. April 2008 zwar einige seiner vorheri-
gen Aussagen berichtigt  und einige korrekte Antworten gegeben hat 
(vgl. act. A12 S. 5, 7), aber die entsprechende Vorbereitungszeit des 
Beschwerdeführers zu berücksichtigen ist,

dass  er  sich  in  der  Befragung  im  EVZ  (...)  und  in  der  Anhörung 
hinsichtlich der  Ethnien in  Kenia (vgl. act. A1 S. 3 und A12 S. 5,  6) 
sowie  den Ursachen des Konflikts,  die  er  einmal  als  ausschliesslich 

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politische,  das  andere  mal  auch  als  ethnische  bezeichnete,  wider-
sprach (act. A1, S. 6; A12, S. 5),

dass er nicht einmal die Namen der wichtigsten Parteien korrekt wie-
derzugeben vermochte (act. A12, S. 8),

dass die Beteuerungen des Beschwerdeführers in der Direktbefragung 
und in der Beschwerdeschrift, er sei nicht an kenianischer Politik und 
ethnischen Konflikten interessiert, dieses Unwisssen nicht zu erklären 
vermögen,

dass der Beschwerdeführer nach LINGUA-Analyse, die aufgrund ihres 
nachvollziehbaren,  überzeugenden  Eindrucks  und  fehlender  Bean-
standungen  einen  erhöhten  Beweiswert  besitzt,  angesichts  der  un-
verwechselbaren Sprachmerkmale des von ihm  gesprochenen Eng-
lischen und der fehlenden Einflussmerkmale des Französischen dem 
Herkunftsland Nigeria zuzuordnen ist,

dass in  dem Gutachten zudem auf  einige unwahre beziehungsweise 
unsubstanziierte Orts- und Herkunftsangaben des Beschwerdeführers 
zu Kenia hingewiesen wird (vgl. act. A8 S. 3),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen des  rechtlichen  Gehörs  zur 
LINGUA-Analyse und in der Beschwerde die darin erhaltenen Schluss-
folgerungen zwar vehement abstritt, aber offensichtlich nicht zu wider-
legen vermochte,

dass angesichts dieses Gutachtens auch zu bezweifeln ist, dass der 
Beschwerdeführer  in  Senegal  zur  Schule  gegangen und aufgewach-
sen ist,

dass es dem Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht an-
satzweise gelingt, aufzuzeigen, inwiefern die Erwägungen der Vorins-
tanz unzutreffend seien,

dass  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  zu  erkennen  sind,  das 
BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung vornehmen oder  zusätzliche sachli-
che  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  die  Vorinstanz  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass diese Kriterien grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, 
die entsprechende behördliche Untersuchungspflicht jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerde-
führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Subs-
tanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG),  und es nicht Sache der Asylbe-
hörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypo-
thetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass  der  junge  und  gesunde  Beschwerdeführer  deshalb  die  Folgen 
seiner  mangelhaften  Mitwirkung  respektive  Verheimlichung  seiner 
wahren Identität und Herkunft zu tragen hat, indem vermutungsweise 
davon auszugehen ist, es würden einer Wegweisung in den tatsächli-
chen Heimatstaat keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshinder-
nisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG 
entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass somit  der  Vollzug der  Wegweisung insgesamt als  zulässig  und 
zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

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dass der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass aus den oben dargelegten Gründen den im vorliegenden Verfah-
ren  gestellten  Rechtsbegehren  keine  ernsthaften  Erfolgsaussichten 
beschieden waren, weshalb das gleichzeitig eingereichte Gesuch um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65 
Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftig-
keit abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; vorab 
per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, _______, zu den Akten Ref.-Nr. N _______ (per Telefax)
- _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Mareile Lettau

Versand: 

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