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**Case Identifier:** 9f2307ea-5ca2-5354-8c88-b25be37a7f2e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.06.2019 200 2018 861
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-861_2019-06-12.pdf

## Full Text

200 18 861 IV
SCI/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juni 2019

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Pensionskasse C.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 16. Oktober 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 25. Oktober 2010 unter Hinweis auf eine HIV-
Infektion 1993, eine Osteoporose und Bandscheibenprobleme 2010 sowie 
eine seit Januar 2010 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 30% bei der IV-
Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IVB [act. II] 2). Die IVB tätigte in der Folge erwerbliche 
und medizinische Abklärungen. Insbesondere veranlasste sie bei der Ab-
klärungsstelle D.________ eine vom 24. Januar bis 18. Februar 2011 dau-
ernde Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (AMA; vgl. Abklärungsbe-
richt AMA vom 7. März 2011 [act. II 27]). Mit Mitteilung vom 8. April 2011 
(act. II 31) schloss sie die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ab und 
mit Verfügung vom 15. Juni 2011 (act. II 33) verneinte sie bei einem in An-
wendung der gemischten Methode (Erwerb 70% / Haushalt 30%) errechne-
ten Invaliditätsgrad von 24% einen Rentenanspruch. Die Verfügung blieb 
unangefochten.

B.

Am 3. April 2017 (Poststempel; act. II 35) meldete sich die Versicherte un-
ter Hinweis auf eine HIV-Infektion, Bandscheibenprobleme, einen Kno-
chenschwund, eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung und De-
pressionen sowie eine seit dem 20. Februar 2017 bestehende Arbeitsun-
fähigkeit erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an. Die IVB tätigte Ab-
klärungen erwerblicher und medizinischer Art. Insbesondere veranlasste 
sie ein polydisziplinäres Gutachten der MEDAS E.________ (MEDAS) vom 
5. April 2018 (act. II 80.1) sowie eine Abklärung vor Ort (vgl. Abklärungsbe-
richt Haushalt/Erwerb vom 27. Juni 2018 [act. II 85]). Mit Vorbescheid vom 
5. Juli 2018 (act. II 86) stellte sie der Versicherten in Aussicht, bei einem in 
Anwendung der gemischten Methode (Erwerb 70% / Haushalt 30%) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 37% einen Rentenanspruch zu verneinen. Hier-
geben erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 3

Einwände (act. II 87, 93). Nach Einholen einer Stellungnahme des Bereichs 
Abklärungen vom 12. Oktober 2018 (act. II 95) verfügte die IVB am 16. 
Oktober 2018 (act. II 96) dem Vorbescheid entsprechend.

C.

Mit Eingabe vom 16. November 2018 erhob die Versicherte, weiterhin ver-
treten durch Rechtsanwalt B.________, hiergegen Beschwerde. Sie bean-
tragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr mindestens eine 
Viertelsrente zuzusprechen. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 7. Dezem-
ber 2018 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Januar 2019 wurde die Pensions-
kasse C.________ (nachfolgend Beigeladene) zum Verfahren beigeladen. 
Gleichzeitig wurde die Arbeitgeberin um Einreichung ihrer Akten ersucht 
(vgl. auch prozessleitende Verfügungen vom 4. und 11. März 2019). Mit 
prozessleitender Verfügung vom 1. April 2019 wurde schliesslich von der 
ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin Auskunft über das von 
der Beschwerdeführerin bei ihr ab Beginn ihrer Anstellung (1992) bis zu 
deren Auflösung (2018) inne gehabte Pensum unter Angabe des Zeit-
punkts jeweiliger allfälliger Anpassungen des Beschäftigungsgrads ver-
langt. Die Unterlagen gingen am 8. April 2019 ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. April 2019 wurde den Parteien Ge-
legenheit gegeben, Schlussbemerkungen einzureichen, wovon die Be-
schwerdegegnerin am 18. April 2019 Gebrauch machte. Die Beschwerde-
führerin verzichtete am 29. April 2019 auf Schlussbemerkungen. Die Beige-
ladene liess sich nicht vernehmen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 16. Oktober 2018 
(act. II 96). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-

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unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil er-
werbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 6

Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die In-
validität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293). 

Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Be-
messung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass 
der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne 
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.3.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
ei-ner anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30). 

Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen ent-
scheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war 
oder nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb-
lichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufga-
ben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Aus-
bildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksich-
tigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicher-
ten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen 
(BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195). 

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.5

2.5.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, 
so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 
351).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 8

– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 3. April 
2017 (act. II 35) eingetreten. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – 
vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu 
prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der rentenver-
weigernden Verfügung vom 15. Juni 2011 (act. II 33) und der angefochte-
nen Verfügung vom 16. Oktober 2018 (act. II 96) eine Veränderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu beein-
flussen (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Aufgrund der Akten ist erstellt (vgl. act. II 80.1 S. 55 Ziff. 9.1) und 
von den Parteien auch nicht bestritten, dass es gegenüber der Verfügung 
vom 15. Juni 2011 (act. II 33) aus psychiatrischer wie auch gastroenterolo-
gischer Sicht zu einer Verschlechterung gekommen ist, was einen medizini-
schen Neuanmeldungsgrund darstellt. Damit ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig neu zu prüfen (vgl. E. 2.5.4 
hiervor).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2018 (act. II 96) 
stützt sich in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre MEDAS-Gut-
achten vom 5. April 2018 (act. II 80.1). Darin wurden mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte Angststörung, eine HIV-Infektion, ei-

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ne chronische Hepatitis C, eine lymphozytäre Colitis, eine rezidivierende 
muskuläre Dysbalance am Schultergürtel mit konsekutiver Bewegungsein-
schränkung der HWS (ICD-10 M79.1) sowie eine Discopathie HWK4/5 mit 
Status nach Cervicobrachialgien diagnostiziert (S. 46 Ziff. 7.1). 

Aus allgemein-internistischer Sicht wurde festgehalten, unter der etablier-
ten antiviralen Therapie sei der HIV-Infekt seit Jahren gut kontrolliert. Die 
begleitende Hepatitis C verhalte sich momentan ebenfalls stabil. Was die 
lymphozytäre Colitis betreffe, könne davon ausgegangen werden, dass 
diese bereits seit über fünf Jahren in wechselnder Ausprägung bestehe. 
Die Erstdiagnose sei 2017 erfolgt. Unter der etablierten Therapie sei die 
Versicherte asymptomatisch. Unter Berücksichtigung der erfolgreichen 
Therapie des HIV-Infekts ohne klinische Symptomatik müsse von einer nur 
leichten Einschränkung der Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Glei-
ches gelte für die chronische Hepatitis C (S. 16 f. Ziff. 4.1.3). Aufgrund der 
HIV-Infektion und des Hepatitis C Co-Infekts mit chronischem Verlauf sei 
das Rendement der Versicherten leicht vermindert. Dies gelte insbesonde-
re im Hinblick auf schwere körperliche Arbeiten resp. mittelschwere belas-
tende Tätigkeiten. Die lymphozytäre Colitis, welche unter einer fortgeschrit-
tenen Steroid-Therapie beherrscht erscheine, stelle Anforderungen an sa-
nitäre Installationen und somit an die Voraussetzungen des Arbeitsplatzes. 
So seien insbesondere Tätigkeiten ohne direkten Zugang zu sanitären In-
stallationen ungeeignet (S. 17 Ziff. 4.1.3.3). 

Der rheumatologische Gutachter führte aus, anlässlich der gutachterlichen 
Exploration habe die Versicherte die typischen Beschwerden im Sinne ei-
ner muskulären Dysbalance am Schultergürtel mit jeweils konsekutiver 
Bewegungseinschränkung der HWS beschrieben. Aktuell sei sie gemäss 
eigenen Angaben beschwerdefrei unter fehlenden beruflichen Belastungen. 
Entsprechend sei auch die aktuelle klinische Untersuchung ohne relevante 
pathologische Befunde gewesen (S. 21 f., 51). Unter Berücksichtigung der 
klaren anamnestischen Angaben und der Vorgeschichte bestehe aus 
rheumatologischer Sicht weiterhin eine Beeinträchtigung wegen diesen 
Beschwerden (S. 51). Nicht ideal wären Arbeiten mit monotonen Bewe-
gungsabläufen bezüglich des Schultergürtels (zeitliche Limitierung auf vier 

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Stunden). Optimal wäre eine wechselbelastende leichte bis intermittierend 
mittelschwere Tätigkeit (S. 23 Ziff. 4.2.8 und S. 55 Ziff. 9.1). 

Der psychiatrische Gutachter hielt fest, die ehemalige Arbeitgeberin habe 
sich ab ca. 2013 nicht mehr an die arbeitszeitlichen Abmachungen aus 
einem Gespräch vom 31. März 2011 (vier Stunden Einsatz an der ...) ge-
halten. In der Folge sei es zunehmend zu einer protrahierten psychischen 
Dekompensation gekommen (S. 42). Die akzentuierten Persönlichkeitszü-
ge und die generalisierte Angststörung seien mittelgradig ausgeprägt. Re-
mittiert sei die depressive Episode. Nachgewiesen sei eine insgesamt gut 
beobachtbare Ressourcenlage, freilich auf fragilem Hintergrund. Die Per-
sönlichkeit sei mässig (bis knapp mässig) integriert; mässig integriert seien 
auch die Selbst-/Fremdwahrnehmung, die emotionale Kommunikation so-
wie die innere Bindung/äussere Beziehung (S. 39, 41, 53). In adaptierter 
Tätigkeit bestehe infolge der mittelgradig ausgeprägten Angststörung eine 
mittelgradige Beeinträchtigung in Flexibilität/Umstellfähigkeit, Anwendung 
fachlicher Kompetenzen, Durchhaltefähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit, 
Kontaktfähigkeit zu Dritten, Gruppenfähigkeit, und Verkehrsfähigkeit, eine 
leichtgradige Beeinträchtigung bezüglich Regeln und Routinen, Planung 
und Strukturierung sowie Entscheidungs-/Urteilsfähigkeit bei ansonsten 
erhaltenen Items. Die Versicherte sei bei der Erwerbstätigkeit darauf ange-
wiesen, dass sie nicht unter zu starken Leistungsdruck gerate. Das Ar-
beitsumfeld sollte wohlwollend sein (S. 42). 

Aus rheumatologischer und gastroenterolgosicher Sicht bestehe, wie schon 
anlässlich der Vorabklärung 2011 festgestellt, weiterhin eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von 20% (S. 55). Die bisherige Tätigkeit im ... 
könne aus psychiatrischer Sicht nicht mehr als adaptiert gelten (S. 42). Bei 
einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Leistungsminderung von 50% (S. 
55). Aus gesamtheitlicher Sicht gelte die psychiatrische Einschätzung. Die 
somatischen Leistungsminderungen seien darin enthalten (S. 55). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-

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dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 5. April 2018 (act. II 
80.1) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. 
E. 3.4 hiervor). Die Feststellungen der Gutachter beruhen auf eigenen spe-
zialärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind für 
die streitigen Belange umfassend, und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend be-
gründet. Die fachärztlichen Einschätzungen der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit sind schlüssig und widerspruchsfrei. Dem polydisziplinären Gut-
achten kommt damit voller Beweiswert zu und es ist in der Folge darauf 
abzustellen. Dies wird von den Parteien im Übrigen auch nicht bestritten.

3.6 Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin 
die bisherige Arbeit im Verkauf nicht mehr zumutbar ist. In einer adaptierten 
Tätigkeit besteht in einem vollzeitigen Arbeitspensum eine Leistungsein-
schränkung von (maximal) 50%. Einzig fraglich bleibt, ob mit der Abstinenz 
von Cannabis (act. II 80.1 S. 46 Ziff. 7.2) eine Verringerung der psychisch 
bedingten Leistungseinschränkung bewirkt werden könnte. Mit Blick auf 

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das Ergebnis (vgl. E. 7 hiernach) kann diese Frage im vorliegenden Verfah-
ren jedoch offen gelassen werden. 

4.

4.1 Bei der Invaliditätsbemessung ist vorab zu prüfen, welche Invali-
ditätsbemessungsmethode (vgl. E. 2.3 hiervor) anzuwenden ist. Die Be-
schwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 16. Oktober 2018 (act. II 
96) gleich wie bereits in der ersten Verfügung vom 15. Juni 2011 (act. II 33) 
von einem Status von 70% Erwerb und 30% Haushalt aus und wendete 
deshalb die gemischte Methode (vgl. E. 2.3.2 f. hiervor) an. Damit zeigt 
sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nicht einverstan-
den. Sie macht geltend, sie sei als Vollerwerbstätige einzustufen, was zur 
Folge habe, dass der Invaliditätsgrad in Anwendung der allgemeinen Me-
thode des Einkommensvergleichs (vgl. E. 2.3.1 hiervor) zu ermitteln sei. 

4.2 Die Beschwerdeführerin hatte sich im Vorbescheidverfahren betref-
fend die nachmalige Verfügung vom 15. Juni 2011 (act. II 33) nicht gegen 
die Statusfestlegung gewehrt. Die Verfügung liess sie unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. Dabei ist zu beachten, dass eine Statusfestlegung 
entsprechend dem heute geltend Gemachten auf 100% Erwerb bereits bei 
der damaligen Berechnung des Invaliditätsgrads einen Rentenanspruch zur 
Folge gehabt hätte. Die damalige Festlegung der Beschwerdegegnerin 
entfaltet im vorliegenden Verfahren keine direkte Bindungswirkung, ist zu-
folge des echtzeitlich fehlenden Widerspruchs jedoch ein Indiz für die Rich-
tigkeit der damaligen Annahmen. 

Diese Festlegung der Beschwerdegegnerin wird durch die Akten bestätigt: 
Die Beschwerdeführerin wies für die Jahre 1984 bis 1991 eine Polytoxiko-
manie auf. Danach wurde sie rasch weitgehend abstinent und es gelang ihr 
der Einstieg ins Berufsleben (vgl. u.a. act. II 80.1 S. 40 und S. 45 Ziff. 5). 
Unklar erscheint bezogen auf die erste Leistungsanmeldung und das ME-
DAS-Gutachten, wann die HIV-Diagnose gestellt wurde (1991 [act. II 80.1 
S. 53], 1992 [act. II 80.1 S. 16, 27 und 51], 1993 [act. II 2 S. 7] oder 1998 
[act. II 80.1 S. 13 und 46]). Gemäss den Akten der behandelnden Ärzte ist 
von einer Erstdiagnose 1991 auszugehen (act. II 15 S. 2 Ziff. 1.1 und 15 S. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 13

9). Erst seit 2002 steht diese Infektion jedoch unter Therapie mit Trizivir 
(act. II 15 S. 8). Gemäss der nachvollziehbaren gutachterlichen Darstellung 
und entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 4 
Rz. 4) bestand eine massgebliche Einschränkung aus dieser Problematik 
heraus damals nicht (vgl. u.a. act. II 80.1 S. 18 Ziff. 4.1.4) und trat auch mit 
Aufnahme der Therapie nicht ein. Abgesehen davon, dass die Beschwer-
deführerin in jenem Zeitpunkt bereits seit langem teilzeitlich tätig gewesen 
war, wäre eine Erhöhung des Pensums selbst damals noch möglich gewe-
sen. Im Juli 2002 schloss die Beschwerdeführerin ihre Fachausbildung ab 
(unpaginierte Akten der ehemaligen Arbeitgeberin [act. III]), was eine Loh-
nerhöhung im (ausdrücklich erwähnten bisherigen) Beschäftigungsgrad von 
70.73% ermöglichte (vgl. Beschäftigungsgradausweis der ehemaligen Ar-
beitgeberin vom 4. April 2019 [in den Gerichtsakten] i.V.m. Schreiben der 
ehemaligen Arbeitgeberin an die Beschwerdeführerin vom 17. Juli 2002 
[act. III]). Gestützt auf die medizinischen Akten kann der Beschwerdeführe-
rin nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, ein höheres Pensum als 
70% sei ihr aus gesundheitlichen Gründen gar nie möglich gewesen, wes-
halb die langjährigen tatsächlichen Verhältnisse keine Grundlage für die 
Beurteilung bilden könnten (Beschwerde S. 4 Rz. 5). Aus dem Gutachten 
wie den medizinischen Unterlagen ergibt sich, dass der Beschwerdeführe-
rin ein höheres Pensum zumutbar gewesen wäre. Die für die Einschrän-
kung massgeblichen gesundheitlichen Störungen traten – wie bereits dar-
gelegt – erst auf, als sie bereits seit langer Zeit das beschränkte Pensum 
ausgeübt hatte.

Erst im Rahmen des vorliegenden Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
einen höheren Status geltend gemacht. Sie macht sinngemäss geltend, sie 
habe nach der Ausbildung ein höheres Arbeitspensum angestrebt, was je-
doch rasch aus gesundheitlichen Gründen wieder habe abgebrochen wer-
den müssen (Beschwerde S. 4 Ziff. 5). Dies lässt sich dem im Gerichtsver-
fahren erhobenen Personaldossier (act. III) jedoch nicht entnehmen und wi-
derspricht den Abklärungen vor Ort, bei welchen die Beschwerdeführerin 
angab, das Pensum bei der ehemaligen Arbeitgeberin zu erhöhen, sei nie 
ein Thema gewesen, zumal sie auch noch den Haushalt besorge und sich 
um den Hund zu kümmern habe (act. II 85 S. 4 Ziff. 3.3). Aus dem Perso-
naldossier der ehemaligen Arbeitgeberin (act. III) ergeben sich keine Anzei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 14

chen für einen zuvor je höheren Beschäftigungsgrad (vgl. Beschäftigungs-
gradausweis der ehemaligen Arbeitgeberin vom 4. April 2019 [in den Ge-
richtsakten]). Insoweit ist die Annahme des Abklärungsdienstes einer 
100%-Tätigkeit in früheren Jahren (act. II 85 S. 3 Ziff. 3.2) falsch und wider-
spricht im Übrigen den weiteren Ausführungen im gleichen Bericht (S. 3 f. 
Ziff. 3.3), wie auch den Eintragungen im Individuellen Konto (act. II 55). 
Dass auch für die Zeit nach der Ausbildung ausdrücklich ein Beschäfti-
gungsgrad von 70.73% vereinbart und ausgeübt wurde, wird von der Be-
schwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede gestellt. Entgegen der Darstel-
lung der Beschwerdeführerin ergeben sich aus den gerichtlich erhobenen 
Akten keine Anzeichen dafür, dass sie vor oder nach der Ausbildung im 
Jahre 2002 je einen höheren Erwerbstatus als den vertraglich festgelegten 
angestrebt hätte.

Schliesslich ist auch aufgrund der finanziellen und persönlichen Situation 
der Beschwerdeführerin – entgegen dem beschwerdeweise Vorgetragenen 
(Beschwerde S. 4 Ziff. 6) – nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass sie im Gesundheitsfall zu 100% arbeiten würde. So gab die 
Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärung denn auch an, 
nachdem eine HIV-Infektion diagnostiziert worden sei, habe sie im Ver-
gleich zum bisherigen Pensum nicht mehr arbeiten wollen, damit sie Frei-
zeit habe (act. II 85 S. 4 Ziff. 3.3). Es habe finanziell auch ohne fremde Hil-
fe ausgereicht (act. II 85 S. 4 Ziff. 3.3). In der Aufgabenteilung mit ihrem 
Partner beteiligt sie sich gemäss eigenen Angaben nicht an der Abzahlung 
der Hypothek der Liegenschaft, erledigt im Gegenzug aber die Haushaltung 
(act. II 85 S. 4 Ziff. 3.4).

Aufgrund des Dargelegten ist den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chend von einem Status von 70.73% Erwerb, 29.27% Haushalt auszuge-
hen.

5.

5.1 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditäts-
grads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 15

ditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 
27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre, wird dabei auf ein Vollpensum hoch-
gerechnet. Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des 
Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invali-
ditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der pro-
zentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbe-
reich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid 
geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbe-
reichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

5.2 Zu ermitteln ist zunächst der Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich.

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versi-
cherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsäch-
lich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls 
der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver-
dienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 
SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte Person nach 
Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BfS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 16

nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige 
bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene ge-
sundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei-
densbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung 
desselben Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 
2.2).

5.3 Der frühestmöglicher Rentenbeginn liegt unter Berücksichtigung der 
Sechsmonatsfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Neuanmeldung vom 
3. April 2017 (act. II 35) im Oktober 2017. Ob das Wartejahr gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen war, braucht ange-
sichts des Ergebnisses nicht abschliessend beantwortet zu werden. 

5.4 Gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (vgl. Schrei-
ben vom 4. April 2019 [in den Gerichtsakten] i.V.m. act. II 71) betrug der 
Jahreslohn 2017 im effektiv ausgeübten Pensum von 60.98% Fr. 35‘191.-- 
(Fr. 2‘707.-- x 13). Aufgerechnet auf ein Vollpensum (vgl. Art. 27bis Abs. 3 
lit. a IVV; vgl. E. 5.6) ergibt sich ein massgebendes Valideneinkommen von 
Fr. 57‘709.10 (Fr. 35‘191.-- / 60.98 x 100). 

5.5 Da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, 
ist das Invalideneinkommen gestützt auf die Zahlen der LSE (vgl. E. 5.2 
hiervor) zu ermitteln. Abzustellen ist auf die LSE 2014 (BGE 143 V 295 
E. 4.1.1 S. 299). Gemäss dem Totalwert für Frauen im Kompetenzniveau 1 
der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2014 hätte die Beschwerdefüh-
rerin im Jahr 2014 in einer leidensangepassten Tätigkeit einen monatlichen 
Lohn von Fr. 4‘300.-- erzielen können. Aufgerechnet auf ein Jahr, ange-
passt an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden 
(Totalwert der Tabelle „Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 17

lungen in Stunden pro Woche“ des BfS), die Nominallohnentwicklung per 
2017 (vgl. Tabelle T1.2.10 des BfS, Nominallohnindex Frauen, Totalwert) 
sowie die Leistungsfähigkeit von 50% ergibt sich ein Invalideneinkommen 
von Fr. 27‘363.80 (Fr. 4‘300.-- x 12 / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 103.6 
[2014] x 105.4 [2017] x 50%). Hiervon ist – anders als die Beschwerdefüh-
rerin verlangt (Beschwerde S. 5 f. Rz. 9 ff.) – kein Tabellenlohnabzug vor-
zunehmen. Die behinderungsbedingten Einschränkungen sind in der medi-
zinischen Leistungsbeurteilung umfassend berücksichtigt. Dies gilt auch für 
die mittelgradig ausgeprägte Angststörung. Dass diese zu unberechenba-
ren Arbeitsausfällen führen und sich negativ auf die Entlöhnung auswirken 
könnte (Beschwerde S. 6 Rz. 10), ist nicht erwiesen. Der Tabellenlohn im 
Kompetenzniveau 1 umfasst eine Vielzahl von leichten Arbeiten, die die 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin berücksichtigen. Aus dem Um-
stand, dass in der Verfügung vom 15. Juni 2011 (act. II 33) noch ein behin-
derungsbedingter Abzug von 15% gewährt worden war, kann die Be-
schwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, weil bei jeder Renten-
beurteilung über einen allfälligen Abzug neu zu befinden ist (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 25. August 2017, 8C_403/2017, E. 4.4.2). Wei-
ter ist die Beschwerdeführerin seit Geburt Schweizer Bürgerin (vgl. act. II 2 
S. 1 Ziff. 1.6), weshalb das Kriterium Nationalität/Aufenthaltskategorie vor-
liegend keine Auswirkungen hat. Gleich verhält es sich mit dem – aufgrund 
der eingeschränkten Leistung (E. 3.6) analog anwendbaren – Kriterium des 
Beschäftigungsgrades. Gemäss LSE 2014, Tabelle T18 zu den nach Be-
schäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten mo-
natlichen Durchschnittlöhnen bei Frauen ohne Kaderfunktion ist in Bezug 
auf eine Teilzeitarbeit zwischen 50% und 74% – anders als die Beschwer-
deführerin vorbringt (Beschwerde S. 6 Rz. 11) – nicht von einem proportio-
nal unterdurchschnittlichen Einkommen auszugehen. Vielmehr fällt das 
Einkommen bei Teilzeit sogar höher aus (Teilzeit zwischen 50% und 74%: 
Fr. 5‘792.--; Vollzeit: Fr. 5‘365.--). Auch die übrigen Faktoren (Alter und 
Dienstjahre) vermögen keinen Abzug vom Tabellenlohn zu begründen. Da 
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt altersunabhängig nachgefragt werden, wirkt sich auch der Fak-
tor Alter nicht (zwingend) lohnsenkend, sondern im Kompetenzniveau 1 
sogar lohnerhöhend aus (Entscheid des BGer vom 15. März 2017, 
8C_14/2017, E. 6.3; vgl. auch Tabelle T17 der LSE 2014). Weiter gilt es zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 18

beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, 
je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 
1 kommt dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer 
Verweistätigkeit keine Dienstjahre und kein Erfahrungswissen aufweist, kei-
ne relevante Bedeutung zu (vgl. hierzu u.a. Entscheid des BGer vom 
26. April 2018, 8C_699/2017, E. 3.2).

5.6 Damit resultiert aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkom-
men im Erwerbsbereich per 2017 eine Einschränkung von ungewichtet 
52.58% ([Fr. 57‘709.10 ./. Fr. 27‘363.80] / Fr. 57‘709.10 x 100) bzw. ge-
wichtet 37.19% (52.58% x 0.7073 [Status]). Diese Berechnung beruht auf 
der seit dem 1. Januar 2018 gültigen Rechtslage (vgl. E. 5.1 hiervor) und ist 
für die Beschwerdeführerin günstiger, als eine Berechnung nach den bis 
zum 31. Dezember 2017 gültigen Vorgaben (vgl. BGE 125 V 146 E. 4 f. 
S. 152 ff., 137 V 334). Eine gesonderte Berechnung nach den früheren 
Vorgaben kann hier unterbleiben.

6.

In einem weiteren Schritt sind die Einschränkungen und der daraus sich 
ergebende Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich zu prüfen.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 19

als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität ab-
gestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Ver-
hältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung 
eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im 
Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach 
der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den 
einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei un-
glaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu 
den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1).

6.2 Im Aufgabenbereich Haushalt wurden im Abklärungsbericht vom 
27. Juni 2018 invaliditätsbedingte Einschränkungen von 0.4% erhoben (act. 
II 85 S. 6 ff. Ziff. 7 f.). Der Bericht wurde vom spezialisierten Abklärungs-
dienst der IVB aufgrund einer Erhebung vor Ort (vom 13. Juni 2018) ver-
fasst. Das Ergebnis stützt sich auf die medizinischen Akten und die Anga-
ben der Beschwerdeführerin zum Gesundheitszustand, zu den sozialen 
und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt. 

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben von Rz. 3087 des Kreisschreibens des Bundes-
amts für Sozialversicherungen über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invali-
denversicherung (KSIH; Stand vom 1. Januar 2018). Die Gewichtung der 
einzelnen Aufgabenbereiche hält sich innerhalb der dort angegebenen 
Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu bean-
standen. Was die Zumutbarkeit der einzelnen Aufgaben anbelangt, ist der 
Betätigungsvergleich nachvollziehbar begründet und hinreichend detailliert. 
Die Abklärung vor Ort zeigte auf, dass die Beschwerdeführerin den Gross-
teil aller Haushaltsaufgaben weiterhin selbstständig erledigt. Weiter wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 20

im Abklärungsbericht zur Recht darauf hingewiesen, dass es der Be-
schwerdeführerin im Sinne der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, 
diverse Arbeiten in Etappen zu erledigen (act. II 85 S. 7 f.) bzw. die Hilfe 
oder Mithilfe des Lebenspartners in Anspruch zu nehmen (S. 8 f.). Denn 
eine blosse Erschwerung oder Verlangsamung begründet grundsätzlich 
keine Einschränkung. Zudem ist die Beschwerdeführerin derzeit nur in ge-
ringem Ausmass für die schweren Tätigkeiten auf Hilfe oder etappenweise 
Erledigung angewiesen. Der Abklärungsbericht vom 27. Juni 2018 (act. II 
85) ist somit voll beweiskräftig, was denn von der Beschwerdeführerin zu 
Recht nicht bestritten wird. Die Einschränkung im Bereich Haushalt beträgt 
somit ungewichtet 0.4%, gewichtet 0.11% (0.4% x 0.2927 [Status]).

7.

Zusammenfassend ergibt sich unter Berücksichtigung eines Status von 
70.73% Erwerbstätigkeit und 29.27% Haushalt (vgl. E. 4 hiervor) ein ren-
tenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 37% (37.19% + 
0.11%). Die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2018 (act. II 96) ist 
somit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2019, IV/18/861, Seite 21

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Pensionskasse C.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.