# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac5c5979-44e5-5fe5-88e7-f824f30f1e3b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 14.11.2025 BK 2025 508
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-508_2025-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 508

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 14. November 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiber Pittet

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetzes

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 17. Oktober 2025 (KZM 25 2162)

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Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen A.________ ein Strafverfahren (BA 25 1620), in dessen 
Rahmen das Kantonale Zwangsmassnahmengericht die Beschwerdeführerin mit 
Entscheid vom 17. Oktober 2025 in Untersuchungshaft versetzte (KZM 25 2162). 
Dagegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), amtlich verteidigt 
durch Rechtsanwalt B.________, am 30. Oktober 2025 Beschwerde und beantrag-
te die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die sofortige Haftentlas-
sung. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2025 gab die Verfahrensleitung dem 
Zwangsmassnahmengericht sowie der Generalstaatsanwaltschaft Gelegenheit zur 
Stellungnahme und zog die Haftakten bei. Am 3. November 2025 verzichtete das 
Zwangsmassnahmengericht auf eine Stellungnahme. Die Staatsanwaltschaft reich-
te am 7. November 2025 eine delegierte Stellungnahme ein. Am 13. November 
2025 reichte die Beschwerdeführerin abschliessende Bemerkungen ein.

2.

2.1 Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen (Art. 35 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Anordnung der Unter-
suchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und 
somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2.2 Mit delegierter Stellungnahme vom 7. November 2025 reichte die Staatsanwalt-
schaft diverse Dokumente ein. Da die Beschwerdekammer mit voller Kognition 
ausgestattet ist, hat sie in hängigen Haftbeschwerdeverfahren grundsätzlich auch 
erstmals geltend gemachte oder von Amtes wegen ersichtlich gewordene haftrele-
vante Noven (insbesondere betreffend die gesetzlichen Haftgründe) zu berücksich-
tigen (Urteil des Bundesgerichts 1B_51/2015 vom 7. April 2015 E. 4.6; auch zuun-
gunsten der beschuldigten Person: Urteil des Bundesgerichts 1B_458/2016 vom 
19. Dezember 2016 E. 2.3). Im Beschwerdeverfahren erhielt die Beschwerdeführe-
rin Gelegenheit, in ihren abschliessenden Bemerkungen zu den eingereichten No-
ven Stellung zu nehmen, so dass das rechtliche Gehör gewahrt ist.

3. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinn eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht.

3.1 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, 
sondern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung 
des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belasten-
der und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend 
konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Per-

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son daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines drin-
genden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungs-
verfahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das 
inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt 
keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachts haben das Haftgericht und die Beschwerdekammer weder ein eigent-
liches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzu-
greifen. Vorbehalten bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibeweises (vgl. 
zum Ganzen: BGE 143 IV 330 E. 2.1; 143 IV 316 E. 3.1; Urteile des Bundesge-
richts 7B_203/2024 vom 11. März 2024 E. 5.1; 7B_184/2024 vom 4. März 2024 
E. 2.2; 7B_928/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 4.1). Bei Beginn der Strafuntersu-
chung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in 
späteren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab 
an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stellen. Nach Durch-
führung der in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen muss eine Verur-
teilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 E. 3.2; Urteile des Bundes-
gerichts 7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 3.6.2; 7B_154/2023 vom 13. Juli 
2023 E. 5.2; 1B_232/2023 vom 30. Mai 2023 E. 3.2).

3.2 Staatsanwaltschaft und Zwangsmassnahmengericht stützen den dringenden Tat-
verdacht zusammengefasst darauf, dass im von der Beschwerdeführerin und dem 
mitbeschuldigten D.________ benutzten Schlafzimmer 1.3 Kilogramm Kokainge-
misch gefunden worden seien, teils in der durch die Beschwerdeführerin benutzten 
Kommode, teils in ihrer persönlichen Wäsche versteckt. Das bedeute, dass diese 
Betäubungsmittel nicht vor der Beschwerdeführerin versteckt worden seien, da sie 
diese während üblicher Tätigkeiten entdeckt hätte. Weitere 2.4 Kilogramm Kokain-
gemisch seien in einem Kellerabteil in einem abgeschlossenen Rollkoffer gefunden 
worden. Der Schlüssel zum Kellerabteil habe sich am Schlüsselbund der Be-
schwerdeführerin gefunden, derjenige zum Rollkoffer in der Wohnung der Be-
schwerdeführerin. Weiter sei in der Wohnung Bargeld in der Höhe von EUR 
26'276.00 sowie CHF 3'158.35 aufgefunden worden, was einer typischen Konstel-
lation des professionellen Betäubungsmittelhandels entspreche. Dies deute ge-
meinsam mit der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin trotz Sozialhilfebezugs 
nachgewiesenermassen kostspielige Flugreisen finanzieren könne, auf nicht dekla-
rierte Einkommensquellen hin. In der Wohnung der Beschwerdeführerin seien meh-
rere Mobiltelefone aufgefunden worden sowie diverse Überwachungskameras, wo-
von eine gezielt auf die im Eingangsbereich aufgehängten Schlüssel gerichtet ge-
wesen sei. Ausserdem sei die Entlastung durch den Mitbeschuldigten im Haftver-
fahren nicht wirksam. Solange Herkunft, Lieferwege, Kontaktpersonen und Geld-
flüsse ungeklärt seien und der Mitbeschuldigte hierzu schweige, handle es sich of-
fensichtlich um selektive Schutzbehauptungen. Schliesslich sei die Beschwerdefüh-
rerin im Rahmen einer Observation zweimal bei Verhalten beobachtet worden, wel-
ches typisch für konspirative Drogenübergaben oder -absprachen sei.

3.3 Die Beschwerdeführerin rügt, dass ihr keine konkrete strafbare Handlung vorge-
worfen werde. Es ergibt sich jedoch mit hinreichender Klarheit aus dem angefoch-
tenen Entscheid, dass ihr mindestens Kenntnis des Kokaingemischs angelastet 

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wird. Lagern, Besitzen und Aufbewahren von Betäubungsmitteln ist bereits strafbar 
(Art. 19 Abs. 1 Bst. b und d des Betäubungsmittelgesetzes [BetmG; SR 812.121]). 
Aus ebendiesem Grund hätte auch ein Geständnis der Beschwerdeführerin nicht 
zwingend zu einer Haftentlassung geführt. Ein solches hätte den dringenden Tat-
verdacht – unter Vorbehalt von Art. 160 StPO – weiter erhärtet, wobei die besonde-
ren Haftgründe davon vorderhand unberührt geblieben wären. Somit kann sie aus 
einem fehlenden Geständnis in Kombination mit der Verantwortung gegenüber den 
Kindern nicht ableiten, dass ihre Aussagen glaubhaft sind.

Hinsichtlich der Überwachungskameras wird in der Beschwerde ausgeführt, dass 
deren Ausrichtung mangels entsprechender Bilder nicht zum Nachteil der Be-
schwerdeführerin gewertet werden dürften. Die Beschwerdeführerin erklärte je-
doch, dass die Kameras kaputt seien (Hafteröffnung vom 15. Oktober 2025, 
Z. 289 f.) und die Aufnahmen ohnehin nicht gespeichert würden (Hafteröffnung 
vom 15. Oktober 2025, Z. 374 f.). Solche Bilder können somit wohl nicht erhältlich 
gemacht werden. Sollte damit hingegen gemeint sein, dass sich die Positionierung 
der Kameras nicht in Form von Bildern aus den Akten ergibt, so ist zu entgegnen, 
dass die Beschwerdeführerin eine solche Ausrichtung nicht grundsätzlich in Abrede 
stellt (polizeiliche Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 695; Hafteröffnung vom 
15. Oktober 2025, Z. 356). Die Ausführungen in den Einvernahmen sowie in der 
Beschwerdeschrift sind wohl so zu verstehen, dass die Kamera nicht ausschliess-
lich auf die Schlüssel gerichtet war. Daraus kann sie jedoch ebenso wenig für sich 
ableiten, da dies an der Sichtbarkeit der Schlüssel nichts ändert. An dieser Stelle 
ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin zum Defekt der Überwa-
chungskameras vorbringt, D.________ habe die Kabel vor zwei Wochen im Rah-
men eines Streites durchgeschnitten (Hafteröffnung vom 15. Oktober 2025, Z. 289 
f.). In derselben Einvernahme sagte sie jedoch auch aus, dass D.________ erst 
seit einer Woche wieder bei ihr sei (Hafteröffnung vom 15. Oktober 2025, Z. 80). 
Letzteres deckt sich mit ihren Aussagen bei der polizeilichen Einvernahme (polizei-
liche Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 95).

Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass der Keller, in dem sich der Rollkof-
fer befand, durch ihre Mutter gemietet werde. Dies wird durch den auf diese lau-
tenden Mietvertrag gestützt. Jedoch wurde in der Wohnung der Beschwerdeführe-
rin eine Zahlungsquittung aufgefunden, gemäss der die Beschwerdeführerin den 
Mietzins des Kellers mindestens einmal bezahlt hat. Bei der polizeilichen Einver-
nahme vom 15. Oktober 2025 wurden ihr diverse Quittungen, darunter die hier in-
teressierende, vorgelegt, worauf sie erklärte, dass die Quittungen von Sachen sei-
en, die sie bezahle, wie Wohnung, Keller (Z. 495). Daraus ist jedenfalls derzeit zu 
schliessen, dass sie den Mietzins des Kellers regelmässig bezahlte, wenn nicht 
immer. Schliesslich sagte die Beschwerdeführerin aus, dass sie im Keller Wasser 
deponierte (polizeiliche Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 769). Da sie den 
Keller somit auch zum Lagern von Lebensmitteln benutzt, ist nicht davon auszuge-
hen, dass sie diesen nur sporadisch betritt, wie in der Beschwerdeschrift vorge-
bracht wird. Dies wird auch durch die Tatsache gestützt, dass sich der Keller-
schlüssel an ihrem Schlüsselbund befand.

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Die Beschwerdeführerin brachte bei der Hafteröffnung vor, dass das Schloss nicht 
durch sie am Rollkoffer befestigt worden sei. Das Schloss sei aber schon immer im 
Keller gewesen und der Schlüssel bei ihr (Z. 341 f.). Der Schlüssel sei vorher nie 
an ihrem Schlüsselbund gewesen (Z. 345 f.). Diese Ausführungen überzeugen 
nicht. Es erscheint realitätsfremd, dass eine Person einen neuen Schlüssel an ih-
rem Schlüsselbund nicht bemerkt, selbst wenn es sich – wie vorliegend wohl der 
Fall – nicht um den Schlüsselbund mit Wohnungsschlüssel etc. handelt.

Daraus, dass der Mitbeschuldigte D.________ die Beschwerdeführerin entlastet, 
ansonsten jedoch die Aussage verweigert, kann die Beschwerdeführerin ebenfalls 
nicht das Gewünschte für sich ableiten. Die Strafverfolgungsbehörden sind gehal-
ten Geständnisse zu überprüfen (Art. 160 StPO). Ausserdem sind vielerlei Motiva-
tionen für dieses Aussageverhalten denkbar. Nicht zuletzt wäre es naheliegend, die 
Beschwerdeführerin zu entlasten, damit diese bei den gemeinsamen Kindern sein 
kann.

Zum observierten Treffen vom 17. September 2025 bringt die Beschwerdeführerin 
in ihren abschliessenden Bemerkungen vor, dass sie sich erinnere, einen Freund 
auf der Raststätte getroffen zu haben. Diesen habe sie aus Diskretion nicht telefo-
nisch kontaktieren können, da D.________ jeweils ihr Mobiltelefon kontrolliere. 
Dieser Freund habe anschliessend zur Arbeit gehen müssen, weshalb es nur zu 
einem kurzen Treffen gekommen sei. Ihren Rucksack habe sie im Übrigen immer 
bei sich. Diese Darstellung divergiert stark von den Wahrnehmungen der Polizei, 
welche im Berichtsrapport vom 6. November 2025 geschildert werden. Demnach 
soll die Beschwerdeführerin knapp fünfzig Minuten gefahren sein und bei den Toi-
lettenanlagen der Raststätte einen Mann getroffen haben, der ihr ein Mobiltelefon 
übergeben habe. Gemeinsam mit ihm habe sie die Toilettenanlagen betreten und 
bereits nach wenigen Sekunden wieder verlassen, womit das Treffen bereits been-
det gewesen sei. Zum jetzigen Zeitpunkt wirkt die Schilderung der Beschwerdefüh-
rerin daher wenig glaubhaft und vielmehr wie eine Schutzbehauptung.

3.4 Der dringende Tatverdacht ist zu bejahen. Es kann auf die entsprechenden Aus-
führungen der Staatsanwaltschaft und des Zwangsmassnahmengerichts verwiesen 
werden (E. 3.2). Die Vorbringen in der Beschwerde vermögen den Tatverdacht wie 
gezeigt nicht zu entkräften. Es wurden grosse Mengen Kokaingemisch in der 
Kommode der Beschwerdeführerin gefunden. Es erscheint wenig glaubhaft, dass 
sie dies nicht bemerkt haben will, weil sie darin ihre Sommerkleidung aufbewahre. 
Noch weniger glaubhaft erscheinen ihre Vorbringen zum Schlüssel für den Rollkof-
fer, welcher ohne ihr Zutun und Wissen an ihrem Schlüsselbund aufgetaucht sein 
soll. In Verbindung mit den hohen Bargeldbeträgen, welche in der Wohnung gefun-
den wurden, von welchen sie im Übrigen auch nichts gewusst haben will (Haf-
teröffnung vom 15. Oktober 2025, Z. 240), muss davon ausgegangen werden, dass 
sie von der Existenz der Betäubungsmittel mindestens wusste. Darüber hinaus 
wurde die Beschwerdeführerin bei zwei Treffen observiert, bei denen der Verdacht 
auf Übergabe von Betäubungsmitteln besteht. Schliesslich wurden zwei professio-
nelle Drogenverstecke im Renault Captur gefunden (Rapport vom 16. Oktober 
2025, S. 3), wovon mindestens eines positiv auf Kokain anzeigte. Das Fahrzeug ist 
auf die Beschwerdeführerin eingelöst und wurde ihr gemäss ihren eigenen Anga-

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ben vor zwei bis drei Jahren von ihrem damaligen Partner geschenkt (polizeiliche 
Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 131 ff.).

4. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a bis c oder Abs. 1bis StPO voraus. 
Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Anordnung der Untersuchungshaft 
zunächst mit Fluchtgefahr.

4.1 Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 16. April 
2024 E. 3.2, 7B_200/2024 vom 8. März 2024 E. 3.2.1, 7B_1001/2023 vom 8. Janu-
ar 2024 E. 3.2, auch zum Folgenden). Nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts darf die Schwere der drohenden Sanktion als ein Indiz für Fluchtgefahr ge-
wertet werden. Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um einen Haftgrund zu beja-
hen. Vielmehr müssen die konkreten Umstände des betreffenden Falls, insbeson-
dere die gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht ge-
zogen werden (BGE 145 IV 503 E. 2.2, 143 IV 160 E. 4.3, 125 I 60 E. 3a; je mit 
Hinweisen). So ist es zulässig, ihre familiären und sozialen Bindungen, ihre berufli-
che Situation und Schulden sowie Kontakte ins Ausland und Ähnliches mitzu-
berücksichtigen, ebenso besondere persönliche Merkmale (wie z.B. eine Tendenz 
zu überstürzten Aktionen, ausgeprägte kriminelle Energie usw.), die auf eine 
Fluchtneigung schliessen lassen können (vgl. FORSTER, in: Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 221 StPO; 
BGE 145 IV 503 E. 2.2, 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 
7B_577/2024 vom 6. Juni 2024 E. 3.1, 1B_5/2023 vom 23. März 2023 E. 2.4; je mit 
Hinweisen). Bei einer Person ausländischer Nationalität sind ferner der Aufent-
haltsstatus, die Anwesenheitsdauer in der Schweiz und die familiären Beziehungen 
von Bedeutung. Ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch unklare Wohn- 
und Arbeitsverhältnisse dar (vgl. FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, in: Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 17 zu Art. 221 StPO).

4.2 Staatsanwaltschaft und Zwangsmassnahmengericht bringen zusammengefasst 
vor, dass der Beschwerdeführerin eine mehrjährige unbedingte Freiheitsstrafe dro-
he, was eine Trennung von den Kindern bedeute. Hinzu komme die drohende obli-
gatorische Landesverweisung. Die Beschwerdeführerin sei nicht erwerbstätig, be-
ziehe Sozialhilfe, verfüge über keine (bekannten) finanziellen Rücklagen, spreche 
nur wenig bis kein Deutsch. Sie sei somit weder beruflich noch sozial in der 
Schweiz fest verankert. Sie verfüge über die spanische und dominikanische 
Staatsangehörigkeit und unterhalte enge familiäre Bindungen im Ausland. Ihre El-
tern lebten in Spanien, weitere Verwandte in der Dominikanischen Republik. Ihre 
vier Kinder verfügten über die spanische Staatsangehörigkeit. Die Beschwerdefüh-
rerin habe Zugang zu zwei Autos und erheblichen Bargeldbeträgen gehabt. Die in 
der Wohnung aufgefundenen Flugabrechnungen, die erfolgte Anzahlung und die 
Aufenthaltsdauer liessen auf bestehende familiäre Bindungen in der Dominikani-
schen Republik schliessen. Das bedeute eine nicht nur theoretische Möglichkeit 

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der Beschwerdeführerin, die Schweiz zu verlassen. Die Tatsache, dass sie neben 
dem Sozialhilfebezug die Möglichkeit hatte, Flugtickets im Gesamtwert von 
CHF 14'000.00 zu finanzieren, weise auf bislang nicht deklarierte Geldquellen hin. 
Diese Geldquellen habe sie dem Sozialamt verschweigen, wie auch eines der bei-
den Autos. Schliesslich bestehe aufgrund des Verdachts auf organisierte Drogen-
kriminalität die Gefahr von Unterstützung durch Dritte bei der Flucht.

4.3 Es ist mit der Staatsanwaltschaft davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 
über nicht offengelegte finanzielle Ressourcen verfügt, da sie sich andernfalls keine 
kostspieligen Reisen leisten könnte. Es wird sich zeigen müssen, wem das in der 
Wohnung gefundene Bargeld gehört; das kann an dieser Stelle offenbleiben. Es ist 
jedoch darauf hinzuweisen, dass sich im Safe der Beschwerdeführerin EUR 
21'170.00 und CHF 2'050.00 befanden. Sie sagte aus, dass das dem Vater ihrer 
Kinder, also ihrem mitbeschuldigten Partner D.________, gehören könnte (polizei-
liche Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 621 und 628). Der Schlüssel des Sa-
fes sei immer nebendran, so dass ihn jeder aufmachen könne (polizeiliche Einver-
nahme vom 15. Oktober 2025, Z. 621 f.). Das erscheint insgesamt realitätsfremd 
und wenig glaubhaft. So oder anders muss davon ausgegangen werden, dass die 
Beschwerdeführerin weitere finanzielle Ressourcen zur Verfügung hat. Sollte das 
gefundene Bargeld tatsächlich D.________ gehören, so machte er jedenfalls keine 
Anstalten, dieses vor der Beschwerdeführerin zu verstecken, wenn er es in ihrem 
Safe platzierte. Auf nicht offengelegte finanzielle Ressourcen ist auch aufgrund der 
beiden observierten Treffen der Beschwerdeführerin (Berichtsrapport vom 6. No-
vember 2025) sowie der professionellen Drogenverstecke im Renault Captur zu 
schliessen. Nach dem Gesagten ist denn auch nicht entscheidend, ob die Be-
schwerdeführerin oder D.________ die Anzahlung für die Flugreise tätigte, wie die 
Beschwerdeführerin in den abschliessenden Bemerkungen vorbringt.

Die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin, die drohende Strafe und 
Landesverweisung sprechen für die Annahme von Fluchtgefahr, die vier Kinder klar 
dagegen. Zu letzteren ergibt sich aus den vorliegenden Akten wenig: Die älteren 
zwei sind bereits seit längerem in der Schule, der älteste wird offenbar nächstes 
Jahr eine Berufslehre beginnen. Bei beiden kann von Integration ausgegangen 
werden. Die jüngeren zwei sind auf Betreuung angewiesen. Wie sich zeigte, kann 
die Schwester der Beschwerdeführerin deren Kinder offenbar nur kurzzeitig be-
treuen. Damit ist Fluchtgefahr zum jetzigen Zeitpunkt nicht offensichtlich. Dies kann 
jedoch an dieser Stelle offenbleiben.

5. Neben der Fluchtgefahr begründet das Zwangsmassnahmengericht die Anordnung 
der Untersuchungshaft mit Kollusionsgefahr.

5.1 Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass 
die beschuldigte Person andere Personen beeinflusst oder auf Beweismittel ein-
wirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). 
Strafprozessuale Haft wegen Kollusions- bzw. Verdunkelungsgefahr soll verhin-
dern, dass die beschuldigte Person die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachver-
halts vereitelt oder gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, dass die beschuldigte 
Person kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um Haft unter diesem Titel zu 

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rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdun-
kelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrunds ist nach Massgabe der 
Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kollusi-
onsgefahr können sich namentlich aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten 
Person im Strafprozess, aus ihren persönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und 
ihren Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den per-
sönlichen Beziehungen zwischen ihr und den sie belastenden Personen ergeben. 
Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Straf-
verfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Be-
einflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten 
Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das 
Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abge-
klärt werden konnte, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Ver-
dunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2 f.; Urteil des 
Bundesgerichts 7B_12/2025 vom 22. Januar 2025; je mit Hinweisen).

5.2 Staatsanwaltschaft und Zwangsmassnahmengericht führen zusammengefasst aus, 
dass zwischen den an der Tat beteiligten Personen ein enger persönlicher und or-
ganisatorischer Zusammenhang besteht. Ein erheblicher Teil der Betäubungsmittel 
habe sich im gemeinsam genutzten Schlafzimmer der Beschwerdeführerin befun-
den. Dies lasse darauf schliessen, dass über Lagerung und Umgang mit den 
Betäubungsmitteln im privaten Umfeld gesprochen und Handlungen allenfalls ab-
gestimmt worden seien. Diese Nähe eröffne gegenseitige Einflussmöglichkeiten 
und berge ein erhebliches Risiko für Absprachen und koordinierte Schutzbehaup-
tungen. Darüber hinaus hätten sich in der Wohnung regelmässig weitere, bislang 
nicht identifizierte Personen aufgehalten, deren Rolle im Zusammenhang mit den 
Betäubungsmitteln noch unklar sei. In der Wohnung seien mehrere Mobiltelefone 
und ein Überwachungssystem mit Kameras sichergestellt worden. Es sei davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über weitere Kommunikationskanäle 
verfüge oder Zugang zu solchen habe. Das taktische und selektive Aussageverhal-
ten der Beschwerdeführerin weise auf eine vorhandene Kollusionsneigung hin. Kol-
lusionshandlungen seien in Konstellationen des Betäubungsmittelhandels wie in 
der vorliegenden gerichtsnotorisch. Die Observation habe gezeigt, dass die Be-
schwerdeführerin aktiven Kontakt zu unbekannten Dritten unterhalte, die dem Dro-
genhandel zugeordnet werden müssten. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin 
dem Sozialdienst erhebliche Vermögenswerte verschwiegen, woraus auf die aus-
geprägte Bereitschaft geschlossen werden könne, Informationen zurückzuhalten 
oder zu verfälschen, um eigene Interessen zu schützen.

5.3 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe ausführliche und umfassende Aussa-
gen gemacht sowie auf die Siegelung der Mobiltelefone verzichtet. Da ihre Aussa-
gen jedoch in zentralen Punkten wenig glaubhaft sind (E. 3.3 f. und 4.3), vermag 
sie damit nicht zu überzeugen. Es ist daher davon auszugehen, dass sie mindes-
tens teilweise um die Vorgänge in ihrer Wohnung wusste. Das bedeutet auch, dass 
ihr die den Strafverfolgungsbehörden bisher unbekannten Personen (vgl. Berichts-
rapport vom 16. Oktober S. 2) bekannt sein dürften, die in ihrer Wohnung verkehr-
ten. Deren Rolle wird noch zu klären sein, weshalb vorderhand Beweisverlust 
durch Kollusion befürchtet werden muss.

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Die Beschwerdeführerin relativiert die Beziehung zu D.________, da er sich nur 
sporadisch in der Schweiz aufhalte. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, 
dass die Beschwerdeführerin selbst aussagte, dass er 2025 bereits vier oder fünf 
Mal bei ihr gewesen sei. Manchmal sei er einen Monat geblieben, manchmal zwei 
(polizeiliche Einvernahme vom 15. Oktober 2025, Z. 88 f.).

Selbst wenn sich, wie die Beschwerdeführerin annimmt, D.________ in Untersu-
chungshaft befindet, spricht dies nicht in grundsätzlicher Weise gegen Kollusions-
gefahr. Kollusion wird dadurch zwar erschwert, aber nicht verunmöglicht, ist eine 
solche etwa auch durch Vermittlung von Drittpersonen möglich (Urteil des Bundes-
gerichts 7B_1289/2024 vom 30. Januar 2025 E. 2.4 mit Hinweis).

5.4 Die Kollusionsgefahr ist zu bejahen. Die Beschwerdeführerin weist nach dem Ge-
sagten eine sehr enge Beziehung zu D.________ auf. Dieser hat offenbar zu ihren 
Gunsten ausgesagt. Da ihre Aussagen in zentralen Punkten wenig glaubhaft sind, 
ist es für den weiteren Verlauf des Strafverfahrens essenziell, Kollusionshandlun-
gen zwischen den beiden zu verhindern. Darüber hinaus besteht Kollusionsgefahr 
hinsichtlich der unbekannten weiteren Personen, die sich in ihrer Wohnung aufhiel-
ten, sowie der unbekannten Personen, welche anlässlich der Observationen ge-
sichtet wurden.

Die konkrete Kollusionsneigung der Beschwerdeführerin ergibt sich etwa daraus, 
dass sie vor dem Sozialamt Vermögenswerte verschwieg, wobei der Schluss nahe-
liegt, dass sie dies bewusst zu ihrem Vorteil getan hat. Zwar stellt die Beschwerde-
führerin in Abrede, über weitere Vermögenswerte zu verfügen, das zweite Fahr-
zeug gab sie beim Sozialamt jedoch ebenfalls nicht an. Auch ist aufgrund des Aus-
sageverhaltens der Beschwerdeführerin und von D.________ sowie ihrer Bezie-
hungsnähe auf eine konkrete Kollusionsneigung zu schliessen. Um die Übernahme 
jeglicher Schuld durch D.________ aufrecht zu erhalten – und daran hat die Be-
schwerdeführerin ein offensichtliches Interesse, ist auch eine Einflussnahme der 
Beschwerdeführerin auf die obgenannten unbekannten Personen zu befürchten.

6. Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO).

6.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft 
gehaltene Person überdies Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist 
richterlich abgeurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu 
werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschrän-
kung dieses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche 
Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch 
Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist 
namentlich der Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Das Ge-
richt darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der 
(im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der frei-
heitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1).

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6.2 Bei qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz beträgt die 
Mindeststrafe ein Jahr Freiheitsstrafe (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG). Damit droht 
zum aktuellen Zeitpunkt keine Überhaft. Eine Verletzung des Beschleunigungsge-
bots wird nicht geltend gemacht und ist angesichts des Verfahrensstandes sowie 
der im Haftantrag aufgelisteten Ermittlungshandlungen nicht ersichtlich.

6.3 Es besteht Kollusionsgefahr gegenüber einer unbekannten Zahl unbekannter Kol-
lusionsadressaten. Die beantragten Ersatzmassnahmen (Schriftensperre, Melde-
pflicht und elektronische Überwachung) sind in dieser Hinsicht offensichtlich un-
tauglich. Taugliche Ersatzmassnahmen sind keine ersichtlich.

6.4 Untersuchungshaft muss als Zwangsmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis 
zum angestrebten Ziel stehen, also zumutbar sein (Art. 197 Abs. 1 Bst. d StPO; Art. 
5 Abs. 2 BV). Zwangsmassnahmen, die in die Grundrechte nicht beschuldigter 
Personen eingreifen, sind besonders zurückhaltend einzusetzen (Art. 197 Abs. 2 
StPO). Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ihre sehr grosse Verantwor-
tung und die Betreuungspflichten gegenüber ihren Kindern im Alter von drei, sechs, 
zehn und 15 Jahren das öffentliche Strafverfolgungsinteresse überwiegen. Staats-
anwaltschaft und Zwangsmassnahmengericht stufen das Strafverfolgungsinteresse 
als höher ein, die Behörden seien jedoch um die Wahrung des Kindeswohls 
bemüht.

Das öffentliche Strafverfolgungsinteresse liegt in der Verfolgung einer mutmassli-
chen Beteiligung der Beschwerdeführerin an Betäubungsmitteldelikten im qualifi-
zierten Bereich. Vorliegend geht es um etwa 3.7 Kilogramm Kokaingemisch brutto 
von unbekanntem Reinheitsgrad. Der entsprechenden Statistik der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Rechtsmedizin lässt sich für das Jahr 2024 für Mengen über 
einem Kilogramm ein mittlerer Reinheitsgrad von 72.1% (Base) bzw. 80.1% Hydro-
chlorid entnehmen (https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und-Toxikologie/
Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_Gehaltsstatist
ik_SGRM_2024.pdf; zuletzt abgerufen am 11. November 2025). Bei Annahme von 
3.5 Kilogramm Kokaingemisch netto resultieren ca. 2.5 Kilogramm (Base) bzw. ca. 
2.8 Kilogramm (Hydrochlorid) reiner Stoff. Gemäss der Hansjakob-Tabelle resultie-
ren dafür zwischen fünf und sechs Jahren Freiheitsstrafe (FINGERHUTH/TSCHURR, 
BetmG Kommentar, 2. Aufl. 2007, N 30 zu Art. 47 StGB). Bereits nach dieser sehr 
oberflächlichen Prüfung lässt sich sagen, dass das Strafverfolgungsinteresse 
schwer wiegt.

Das private Interesse der Beschwerdeführerin, in Freiheit zu verbleiben, besteht 
überwiegend darin, für ihre Kinder zu sorgen. Auch dieses Interesse ist gewichtig, 
ist doch das jüngste Kind erst dreijährig.

Der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft lässt sich entnehmen, dass die Straf-
verfolgungsbehörden gemeinsam mit den Kindesschutzbehörden um die Wahrung 
des Kindeswohls bemüht sind. So hat die Staatsanwaltschaft vorzeitig einen Be-
such durch die Kinder ermöglicht. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich im Wei-
teren entnehmen, dass die Schwester der Beschwerdeführerin deren Kinder zu-
mindest kurzzeitig betreut. Die Beschwerdekammer anerkennt, dass die fehlende 
Betreuung der Kinder durch die eigene Mutter mit diesen Massnahmen nicht gänz-

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lich kompensiert werden kann. Unter Verhältnismässigkeitsgesichtspunkten ist dies 
zwar zu berücksichtigen. Angesichts der im Raum stehenden strafbaren Handlun-
gen überwiegt das Strafverfolgungsinteresse die privaten Interessen deutlich. Die-
sen ist mit geeigneten Massnahmen seitens der involvierten Behördenstellen an-
derweitig bestmöglich Rechnung zu tragen. Der Verbleib der Beschwerdeführerin in 
Untersuchungshaft ist damit auch zumutbar.

7. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Verfahrenskosten der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für 
ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren am Ende des Verfahrens fest 
(Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von den Schlussbemerkungen der Beschwerdeführerin vom 13. November 2025 wird 
Kenntnis genommen und gegeben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’500.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

5. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin, a.v.d. Rechtsanwalt B.________ 

(per Einschreiben)
- Staatsanwalt Jaggi, Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident Bühler

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 14. November 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler
i.V. Oberrichter Schmid

Der Gerichtsschreiber:

Pittet

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.