# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 252734f7-6deb-59ad-a39c-ada8f7acc0ec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.04.2013 RE130007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE130007_2013-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RE130007-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 8. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Schuldneranweisung (Kosten- und Entschädigungsfolgen) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. März 2013 (EE130007-G) 

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Erwägungen: 

1. a) Am 30. Januar 2013 reichte die Gesuchstellerin beim Bezirksge-

richt Meilen ein Begehren ein, wonach die Arbeitgeberin des Gesuchsgegners 

anzuweisen sei, von dessen jeweiligem Lohn monatlich Fr. 2'650.-- bis und mit 

August 2018, danach Fr. 2'250.-- bis und mit März 2019 und danach Fr. 2'450.-- 

bis zum Abschluss der Ausbildung des gemeinsamen Sohnes an die Gesuchstel-

lerin zu überweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Verfügung vom 4. Februar 2013 wurde der 

Gesuchstellerin eine Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von Fr. 

13'500.-- angesetzt (Urk. 4), welche Frist bis 4. März 2013 erstreckt wurde (Urk. 

6). Am 4. März 2013 liess die Gesuchstellerin ihr Gesuch zurückziehen (Urk. 7). 

Mit Verfügung vom 7. März 2013 schrieb das Bezirksgericht Meilen das Verfahren 

als durch Rückzug erledigt ab und regelte die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

wie folgt (Urk. 8 = Urk. 11): 

2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'000.– 

3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt. 

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner keine 
Parteientschädigung verlangt hat. 

b) Hiergegen hat der Gesuchsgegner am 19. März 2013 fristgerecht (Urk. 

9/1) Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 10 S. 2): 

"1. Ziffer 4 des Dispositivs der Verfügung vom 7. März 2013 des Bezirksge-
richts Meilen (Geschäfts-Nr. EE130007-F/U/Eg-Bu/le) sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten dem Beschwerdeführer ei-
ne Parteientschädigung im Betrag von CHF 2'106.10 zu bezahlen. 

 2. Eventualiter sei Ziffer 4 des Dispositivs der Verfügung vom 7. März 
2013 des Bezirksgerichts Meilen (Geschäfts-Nr. EE130007-F/U/Eg-
Bu/le) aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwer-
degegnerin." 

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c) Gegen die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung hat 

auch die Gesuchstellerin eine Beschwerde erhoben, welche hierorts unter der 

Verfahrensnummer RE130008 angelegt wurde. 

d) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de des Gesuchsgegners sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einho-

lung einer Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Vorinstanz hat in Bezug auf die Parteientschädigung erwo-

gen, der Gesuchsgegner habe keine Gelegenheit gehabt, eine Parteientschädi-

gung zu verlangen, ihm wäre aber ohnehin mangels Umtriebe keine solche zuzu-

sprechen gewesen (Urk. 11 S. 4). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip, d.h. die Beschwerde 

führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige 

Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der 

angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet (Sutter-Somm/Hasenböhler/ 

Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2.A. 

2013, N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, BE-Kommentar, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO). 

Was nicht gerügt wird, hat grundsätzlich Bestand. Neue Anträge, neue Tatsa-

chenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren ausge-

schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

c) Der Gesuchsgegner rügt in seiner Beschwerde sinngemäss die vor-

instanzliche Erwägung, wonach ihm keine Umtriebe entstanden seien, als unrich-

tig (Urk. 10 S. 4 und S. 6). 

d) Dem ist entgegenzuhalten, dass zu einer Parteientschädigung nur not-

wendige Auslagen und Kosten einer berufsmässigen Vertretung berechtigen (vgl. 

Art. 95 Abs. 3 lit. a und b ZPO). Eine Parteientschädigung ist eine Form eines 

Schadenersatzes, und auch für diese gilt der Grundsatz, dass ein Geschädigter 

immer auch verpflichtet ist, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Im vor-

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liegenden erstinstanzlichen Verfahren war erst Frist für die Leistung eines Ge-

richtskostenvorschusses angesetzt worden (durch die entsprechende Verfügung 

hatte der Gesuchsgegner überhaupt erst vom vorinstanzlichen Verfahren Kennt-

nis erlangt; vgl. Urk. 10 S. 4 i.V.m. Urk. 5/1). Damit war in diesem Zeitpunkt noch 

nicht einmal klar, ob die Klage bzw. das Gesuch überhaupt anhand zu nehmen 

war. Daher war einstweilen – bis zum Zeitpunkt, in welchem dem Gesuchsgegner 

die (erstreckbare) Frist zur Stellungnahme zum Gesuch angesetzt worden wäre – 

kein relevanter Aufwand zu tätigen, jedenfalls kein solcher, der über denjenigen 

hinausgegangen wäre, den der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners zu tätigen 

gehabt hätte, wenn die Gegenpartei – was gemäss den Ausführungen des Ge-

suchsgegners nicht geschehen sei (Urk. 10 S. 5) – mit ihm vor Einleitung des 

Prozesses Kontakt aufgenommen hätte. Dem Gesuchsgegner ist damit kein rele-

vanter prozessbedingter und damit entschädigungspflichtiger Aufwand entstan-

den. Die vorinstanzliche Erwägung, dass dem Gesuchsgegner mangels (relevan-

ter) Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen sei, erweist sich damit als 

zutreffend. 

e) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde des Gesuchsgegners als un-

begründet abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 2'106.10. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist demnach in Anwendung von § 2, § 4 

Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 300.– festzusetzen. 

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren hat der Gesuchsgegner zufolge seines 

Unterliegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO); der 

Gesuchstellerin erwuchs kein erheblicher Aufwand (vgl. 95 Abs. 3 ZPO). Demge-

mäss sind für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigungen zuzusprechen. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde des Gesuchsgegners wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchs-

gegner auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

des Doppels von Urk. 10, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 2'106.10. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

- 6 - 

Zürich, 8. April 2013 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
se 

	Urteil vom 8. April 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde des Gesuchsgegners wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von Urk. 10, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...