# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5180b88b-1e20-55a3-9a17-a1550d1f2ab6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 25.09.2014 A 2014 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2014-30_2014-09-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

A 14 30

Vizepräsident Priuli als Einzelrichter und Seres als Aktuarin ad 

hoc 

URTEIL
vom 25. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

Beschwerdegegnerin

betreffend Trinkwassergebühr

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1. Am 26. Mai 2014 stellte die Gemeinde X._____ (nachfolgend Gemeinde) 

A._____ die Trinkwassergebühr für das Jahr 2014 in der Höhe von insge-

samt Fr. 335.50 (inkl.MWST) in Rechnung:

2. Mit Schreiben vom 5. Juni 2014 wandte sich A._____ an die Gemeinde. 

Die Rechnung vom 26. Mai 2014 stelle für die Berechnung der Bereitstel-

lungsgebühr auf die Ausnützungsziffer von 0.85 ab, obwohl seine Liegen-

schaft im Jahr 1986 mit einer Ausnützungsziffer von 0.5 erstellt worden 

sei und alle bisherigen Rechnungen auf diesen Wert abgestellt hätten. 

Die heutige Bereitstellungsgebühr sei somit im Vergleich zu den vorheri-

gen Rechnungen um 70 % erhöht worden, obwohl sich an seinem Was-

serverbrauch seit der Erstellung der Liegenschaft nichts geändert habe. 

Die Rechnung vom 26. Mai 2014 widerspreche demzufolge einer ver-

brauchsgerechten Veranlagung, weshalb er sich weigere diese zu bezah-

len und die Gemeinde bitte, ihm eine korrigierte, verbrauchskonforme 

Rechnung zuzustellen.

Objekt/
Gebühren-
angabe

Parzellen-
fläche/
Objekt-
kubatur

Klasse Ausnüt-
zungsziffer

Aufberei-
tungs-/
Konsum-
gebühr

Reduktion
Klasse

Total

Bereitstellung 403m2 2 0.85 0.74 Fr./m2 20 % 202.80

Konsum-

gebühr

819m3 2 0.19 Fr./m3 20 % 124.50

Zwischen-
total

327.30

MWST 2.5 % 8.20

Gesamttotal 335.50

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3. Mit Verfügung vom 29. Juli 2014 lehnte die Gemeinde die Einsprache von 

A._____ ab. Die angefochtene Rechnung entspreche der geltenden 

kommunalen Gesetzgebung. Für die Berechnung der Bereitstellungsge-

bühr werde u.a. die Ausnützungsziffer berücksichtigt. Die betroffene Par-

zelle Nr. 1296 befinde sich in der Dorferweiterungszone, weshalb die auf 

diese Zone anwendbare Ausnützungsziffer von 0.85 für die Berechnung 

der Trinkwassergebühr heranzuziehen sei. 

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 5. August 

2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Gemäss der Argumentation der Gemeinde sei nicht sein Wasserver-

brauch, der sich seit der Erstellung seiner Liegenschaft nicht verändert 

habe, sondern die Ausnützungsziffer von 0.85 der Dorferweiterungszone 

für die Berechnung der Wasser- und Abwassergebühr massgebend. Auf 

Grund der Erhöhung der Ausnützungsziffer zahle er jedes Jahr unge-

rechtfertigt ca. Fr. 250.-- zu viel für die Wasser- und Abwassergebühr. 

Diese Veranlagung sei für Altbauten, an denen nichts geändert worden 

sei, nicht verbrauchsgerecht und sei deshalb nicht anzuwenden. Für Bau-

ten hingegen, die neu erstellt worden seien, sei die Ausnützungsziffer 

0.85 jederzeit anwendbar. Die vorliegende Veranlagung widerspreche je-

dem gerechten Verursacher- und Verbraucherprinzip. Wasseruhren, wel-

che die gerechteste Lösung gewährleisten würden, gäbe es in der Ge-

meinde nicht.

5. Mit Stellungahme vom 5. September 2014 beantragte die Gemeinde 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf ihre Argumentation 

in der angefochtenen Verfügung die Abweisung der Beschwerde.

6. Von der mittels prozessleitender Verfügung vom 10. September 2014 

eingeräumten Möglichkeit, zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 

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bis zum 18. September 2014 eine Replik einzureichen, machte der Be-

schwerdeführer keinen Gebrauch.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

im angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden Beweismit-

tel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-

gegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsge-

richt in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5‘000.-- 

nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Die 

vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung vom 29. Juli 

2014, welche die in Rechnung gestellte Trinkwassergebühr für das Jahr 

2014 in der Höhe von insgesamt Fr. 335.50 (inkl.MWST) bestätigt hat. 

Der Streitwert liegt somit unter Fr. 5'000.--. Da die vorliegende Angele-

genheit sodann nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist, ist die Zu-

ständigkeit des Einzelrichters offensichtlich gegeben. Ferner stellt die an-

gefochtene Verfügung des Beschwerdegegners ein zulässiges Anfech-

tungsobjekt gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar, weshalb auf die frist- 

und formgerecht erhobene Beschwerde vom 5. August 2014 einzutreten 

ist.

2. a) Wiederkehrende Wasserbezugs- und Abwassergebühren gehören als 

Benutzungsgebühren zu den Kausalabgaben, wobei die bundesrechtli-

chen Vorschriften für die Erhebung der Wasserbezugs- und Abwasserge-

bühren unterschiedlich sind. Bei den Abwassergebühren ist zwischen den 

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Grund- und den Verbrauchsgebühren zu unterscheiden. Die Grundge-

bühren werden auch Bereitstellungsgebühren genannt und stellen das 

Entgelt für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur dar. Die Verbrauchsge-

bühren hingegen sind variabel und richten sich nach der tatsächlichen 

Benutzung der Abwasseranlagen (KARLEN, Die Erhebung von Abwasser-

abgaben aus rechtlicher Sicht, in: URP 1999, 539, 556). Weiter sind im 

Zusammenhang mit Abwassergebühren u.a. das Verursacher- und das 

Äquivalenzprinzip zu beachten. Das Verursacherprinzip verlangt, dass die 

Kosten einer staatlichen Massnahmen von derjenigen Person zu tragen 

sind, die sie verursacht hat (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, § 56 Rz. 36). Das Äquivalenzprin-

zip bestimmt, dass die Höhe der Abgabe in einem angemessenen Ver-

hältnis zur Leistung, in deren Genuss die abgabepflichtige Person kommt, 

stehen muss. Dabei bemisst sich der Wert der Leistung entweder nach 

dem wirtschaftlichen Nutzen des Leistungsempfängers oder nach dem 

Kostenaufwand des Leistungserbringers. In Bezug auf Benutzungsge-

bühren (z.B. Wasserbezugs- und Abwassergebühren) ist das Äquivalenz-

prinzip grundsätzlich immer zu beachten (vgl. BGE 139 III 334 E. 3.2.4; 

WYSS, Kausalabgaben, Begriff, Bemessung, Gesetzmässigkeit, Basel 

2009, S. 195). Im Bereich der Abwassergebühren verpflichtet Art. 60a 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (GschG; 

SR 814.20) die Kantone, dafür zu sorgen, dass die Kosten für Bau, Be-

trieb, Unterhalt, Sanierung und Ersatz der Abwasseranlagen, die öffentli-

chen Zwecken dienen, mit Gebühren oder anderen Abgaben den Verur-

sachern überbunden werden. Bei der Ausgestaltung der Abgaben sind 

insbesondere die Art und Menge des erzeugten Abwassers zu berück-

sichtigen (Art. 60a Abs. 1 lit. a GschG). Art. 21 Abs. 1 des Einführungsge-

setzes zum Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (KGSchG; 

BR 815.100) schreibt den Gemeinden – welche gemäss Art. 17 Abs. 1 

KGSchG für den Bau und Betrieb öffentlicher Abwasseranlagen zuständig 

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sind – vor, für Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Ersatz öffentlicher 

Abwasseranlagen kostendeckende und verursachergerechte Beiträge 

und Gebühren zu erheben. Das kantonale Gewässerschutzgesetz nor-

miert folglich in Umsetzung von Art. 60a Abs. 1 GSchG explizit das Kost-

endeckungs- und Verursacherprinzip für die Erhebung der Abwasserge-

bühren. Das Verursacherprinzip verpflichtet die Gemeinden also, neben 

der Grundgebühr eine die Abwassermenge berücksichtigende Ver-

brauchsgebühr zu erheben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_995/2012 

vom 16. Dezember 2013 E. 6.2-6.5) Bei der Bestimmung des Verhältnis-

ses zwischen Grund- und Verbrauchsgebühr bleibt den Gemeinden zwar 

ein gewisser Spielraum. Allerdings ist die Obergrenze für den Anteil der 

Grundgebühr in Beachtung des Verursacher- und Äquivalenzprinzips bei 

75 % anzusetzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 

16. Dezember 2013 E. 6.4-6.5; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden A 11 55 vom 22. August 2012 E. 3c-3d).

b) Im Bereich der Wasserbezugs- bzw. Trinkwassergebühren gibt es weder 

auf Bundes- noch auf kantonalbündnerischer Ebene Vorschriften hinsicht-

lich der Gebührenerhebung. Insbesondere das Verursacherprinzip, wel-

ches ausserhalb von Ersatzvornahmen nur gilt, sofern es spezialgesetz-

lich vorgesehen ist, ist für den Frischwasserbezug nicht vorgeschrieben 

(vgl. Entscheid des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16. Dezember 

2013 E. 5.2 und 7.2; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 56 Rz. 37). 

Demzufolge steht es den Gemeinden frei, eine mengenabhängige oder 

mengenunabhängige Erhebung der Trinkwassergebühr vorzusehen. Es 

ist zulässig, die Trinkwassergebühr (zumindest teilweise) vom individuel-

len Wasserverbrauch abhängig zu machen. Diese Lösung kann vor dem 

Hintergrund des damit verbundenen Lenkungseffektes zum Wohle der 

Umwelt sinnvoll sein. Ein solches System der Gebührenerhebung ist aber 

nicht zwingend, weshalb es den Gemeinden freisteht, die Trinkwasserge-

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bühren mengenunabhängig festzulegen. Dies ergibt sich zum Einen auf-

grund der fehlenden gesetzlichen Verpflichtung zur verbrauchsabhängi-

gen Erhebung der Trinkwassergebühren. Zum Anderen muss unter dem 

Gesichtspunkt der Gemeindeautonomie den unterschiedlichen geogra-

phischen und topographischen Bedingungen der Frischwassergewinnung 

Rechnung getragen werden. Währendem die Aufbereitung von Seewas-

ser aufwendig und kostspielig ist, steht Quellwasser v.a. in den Bergen 

nahezu verwendungsfertig zur Verfügung. Im letzteren Fall verursacht das 

Wasser selber kaum Kosten und die Kosten entstehen fast ausschliess-

lich im Zusammenhang mit der Bereitstellung des Wassers (vgl. zum 

Ganzen: Entscheid des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16. Dezember 

2013 E. 7.2-7.5). 

3. a) Vorliegend bildet die Verfügung vom 29. Juli 2014, welche die in Rech-

nung gestellte Trinkwassergebühr für das Jahr 2014 bestätigt, das An-

fechtungsobjekt. Folglich ist die Frage zu prüfen, ob die Trinkwasserge-

bühr für das Jahr 2014 in Bestand und Höhe gegenüber dem Beschwer-

deführer rechtmässig erhoben wurde. Die Frage, ob die Erhebung der 

Abwassergebühren gemäss dem kommunalem Gebührengesetz den vor-

stehend in den Erwägungen 2a -2b geschilderten Voraussetzungen 

genügt, stellt sich vorliegend nicht.

b) Das Gesetz über die Erschliessungsbeiträge und Nutzungsgebühren der 

Beschwerdegegnerin vom 24. September 2003 (Gebührengesetz, GG) 

regelt in den Art. 35 ff. die jährlich wiederkehrenden Nutzungsgebühren. 

Diese umfassen gemäss Art. 35 GG eine Bereitstellungs- sowie eine 

Konsumgebühr. Art. 36 GG unterteilt die an die Wasser- und Abwasser-

versorgung angeschlossenen Liegenschaften in vier verschiedene Klas-

sen, wobei die Liegenschaft des Beschwerdeführers in die Klasse 2 ein-

geteilt wurde, was vorliegend weder umstritten noch zu beanstanden ist. 

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Art. 37 GG bestimmt die für die Gebührenberechnung massgebenden 

Ausnützungsziffern für die ausserhalb der Bauzonen gelegenen Liegen-

schaften. Für die Bestimmung der Ausnützungsziffern der in der Bauzone 

gelegenen Liegenschaften wird e contrario auf das Baugesetz der Be-

schwerdegegnerin vom 4. Mai 2008 (Baugesetz, BG) abgestellt. Gemäss 

Zonenplan der Beschwerdegegnerin, genehmigt am 30. April 2013, liegt 

die Parzelle Nr. 1296 des Beschwerdeführers an der Via B._____ in 

B._____ in der Dorferweiterungszone (VA). Art. 12 BG legt die Ausnüt-

zungsziffer für die Liegenschaften in der Dorferweiterungszone (VA) auf 

0.85 fest.

c) In Art. 38 GG wird die Berechnung der Grundtaxe für die Bereitstellung 

des Trinkwassers wie folgt geregelt: Parzellenfläche x Ausnützungsziffer x 

Aufbereitungsgebühr nach Objektklasse. Gemäss Art. 41 lit. a GG beträgt 

die Aufbereitungsgebühr für das Trinkwasser der Objektklasse 2 Fr. 0.59 

bis Fr. 0.89 pro m2 der Parzellenfläche. Diese Grundtaxe wird nach 

Art. 40 GG für die Objektklasse 2 um 20 % reduziert, woraus sich die ef-

fektiv geschuldete Bereitstellungsgebühr für das Trinkwasser ergibt.

d) Die Berechnung der Bereitstellungsgebühr für das Trinkwasser (403m2 x 

0.85 x 0.74 – 20 % = Fr. 202.80) erfolgte somit gemäss den soeben dar-

gelegten gesetzlichen Grundlagen des kommunalen Gebührengesetzes. 

Wie vorstehend in Erwägung 2b erläutert, ist die Beachtung des Verursa-

cherprinzips bei der Gebührenerhebung im Bereich der Trinkwasserge-

bühren weder auf Bundesebene noch in der kantonalen Gesetzgebung 

vorgeschrieben. Die Beschwerdegegnerin ist demzufolge frei, eine men-

genunabhängige Bereitstellungsgebühr ohne Berücksichtigung des indivi-

duellen Wasserverbrauchs vorzusehen. Die Rüge des Beschwerdefüh-

rers, die Erhebung der Bereitstellungsgebühr für das Trinkwasser 2014 

habe gemäss dem Verursacherprinzip zu erfolgen, geht demzufolge fehl. 

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Weiter ist es nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin bei 

der Berechnung der Bereitstellungsgebühr im vorliegenden Fall auf die 

Ausnützungsziffer gemäss kommunalem Baugesetz und Zonenplan ab-

stellt. Es ist zulässig, wenn bei der Gebührenerhebung nach gewissen 

schematischen, aufgrund der Durchschnittserfahrung aufgestellten Mass-

stäben vorgegangen wird, solange die Anwendung dieser Massstäbe 

sachlich vertretbar ist und nicht zu unhaltbaren Ergebnissen führt (vgl. 

BGE 106 Ia 241 E. 3b; WYSS, a.a.O., S. 65). Es ist sachlich gerechtfertigt, 

die Bereitstellungsgebühren, welche das Entgelt für die Aufrechterhaltung 

der Infrastruktur darstellen, u.a. von der Ausnützungsmöglichkeit einer 

Parzelle abhängig zu machen. Parzellen mit höheren Ausnützungsziffern 

beanspruchen die Infrastruktur im Allgemeinen in grösserem Umfang und 

profitieren entsprechend mehr von der Infrastruktur als Parzellen mit ge-

ringeren Ausnützungsziffern. Weiter ist es nicht zu beanstanden, wenn 

die Beschwerdegegnerin auf die heute geltende Ausnützungsziffer von 

0.85 gemäss aktuellem Baugesetz und Zonenplan abstellt, auch wenn die 

Liegenschaft des Beschwerdeführers ursprünglich mit einer Ausnüt-

zungsziffer 0.5 erstellt wurde. Schliesslich könnte der Beschwerdeführer 

seine Parzelle im Rahmen der aktuellen Ausnützungsziffer nutzen und auf 

diese Nutzungsmöglichkeit stellt die vorliegend kritisierte Berechnung der 

Bereitstellungsgebühr ab. 

e) Obwohl sich die Rügen des Beschwerdeführers auf die Erhebung der Be-

reitstellungsgebühr für das Trinkwasser beschränken, wird der Vollstän-

digkeit halber vorliegend trotzdem kurz auf die Erhebung der Konsumge-

bühr für das Trinkwasser eingegangen. Die Grundtaxe der Konsumge-

bühr für das Trinkwasser berechnet sich folgendermassen: Gebäudevo-

lumen gemäss Schätzung der Gebäudeversicherung x Konsumgebühr 

nach Gebäudeklasse (vgl. Art. 39 GG). Art. 41 lit. b GG sieht vor, dass die 

Konsumgebühr für das Trinkwasser der Objektklasse 2 zwischen Fr. 0.15 

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und Fr. 0.22 pro m3 Gebäudevolumen beträgt. Auch hier wird die Grund-

taxe bei der Objektklasse 2 um 20 % reduziert (vgl. Art. 40 GG), woraus 

die effektiv geschuldete Konsumgebühr für das Trinkwasser resultiert.

f) Die Berechnung der Konsumgebühr für das Trinkwasser (819m3 x 0.19 – 

20 % = Fr. 124.50) stützt sich auf die gesetzlichen Grundlagen des kom-

munalen Gebührengesetzes. Wie vorstehend in Erwägung 2b erläutert, 

muss im Bereich der Trinkwassergebühren das Verursacherprinzip man-

gels fehlender bundesrechtlicher und kantonalrechtlicher Grundlagen 

nicht direkt beachtet werden. Die Beschwerdegegnerin erhebt zwar für 

das Trinkwasser zum einen eine Bereitstellungsgebühr und zum anderen 

eine Konsumgebühr, welche sich unterschiedlich berechnen und welchen 

v.a. unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zu Grunde liegen. Dennoch 

berücksichtigt die Konsumgebühr gemäss dem Gebührengesetz der Be-

schwerdegegnerin den individuellen Wasserverbrauch bei der Gebühre-

nerhebung nicht. Im Lichte der vorstehend in Erwägung 2b erläuterten 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann diese Berechnung der Kon-

sumgebühr jedoch nicht beanstandet werden, auch wenn ein anderes 

System der Gebührenerhebung möglich wäre.

4. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die Rügen des Beschwer-

deführers hinsichtlich der Erhebung der Bereitstellungsgebühr für das 

Trinkwasser des Jahres 2014 als unbegründet erweisen und dass auch 

die Erhebung der Konsumgebühr für das Trinkwasser des Jahres 2014 

rechtmässig erfolgte, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen 

ist.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gemäss 

Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine ausserge-

richtliche Entschädigung der Beschwerdegegnerin entfällt laut Art. 78 

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Abs. 2 VRG, da diese lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt 

hat.

Demnach erkennt der Einzelrichter

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 150.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 230.--

zusammen Fr. 380.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]