# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3d717a2-2f58-5e3d-a556-4c67d9982a10
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.04.2024 PS230253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS230253_2024-04-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde
über Schuldbetreibung und Konkurs

Geschäfts-Nr.: PS230253-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. M. Sarbach und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth

Beschluss vom 2. April 2024

in Sachen

1. A._____, 
2. B._____, 
Beschwerdeführer

betreffend

provisorische Verteilungsliste / Verbesserung der Beschwerdeschrift
(Beschwerde über das Konkursamt Wetzikon)

Beschwerde gegen eine Verfügung des Bezirksgerichtes Hinwil vom 27. No-
vember 2023 (CB230014)

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Die Beschwerdeführerin 1 ist Gläubigerin der C._____ in Liquidation. Mit Spezial-

anzeige vom 19. Oktober 2023 teilte das Konkursamt Wetzikon der Beschwerde-

führerin 1 die Auflegung der 3. provisorischen Verteilungsliste im Konkursverfah-

ren dieser … [C._____] mit (act. 5/3/1). 

2.

Gegen diese Anzeige erhob die Beschwerdeführerin 1, damals noch vertreten 

durch den Beschwerdeführer 2, am 8. November 2023 (Datum Poststempel) Be-

schwerde beim Bezirksgericht Hinwil als untere kantonale Aufsichtsbeschwerde in 

Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (fortan Vorinstanz; act. 5/1). Mit Verfü-

gung vom 27. November 2023 erwog die Vorinstanz, diese Eingabe sei weit-

schweifig, teilweise unverständlich sowie ungebührlich. Entsprechend wies sie die 

Eingabe zur Verbesserung an die Beschwerdeführerin 1 zurück. Zugleich setzte 

sie ihr eine Frist an, um eine übersichtliche und verständliche Rechtsschrift einzu-

reichen. Zugleich drohte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 1 an, dass sie auf 

die verbesserte Eingabe nicht eintreten werde, wenn diese erneut unverständlich, 

weitschweifig oder ungebührlich ausfallen sollte (act. 3 = act. 4 = act. 5/5).

3.

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer 2 mit Eingabe vom 27. De-

zember 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich. Darin bezeich-

nete er sich selbst als "Kläger" und das Bezirksgericht Hinwil als "Beklagte Partei" 

(act. 2 S. 1). Am Ende seiner Eingabe hielt er Folgendes fest (act. 2 S. 12):

"Mit freundlichen Grüssen

B._____ Frau A._____

[Unterschrift von B._____] [keine Unterschrift von A._____]"

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Aufgrund der fehlenden Unterschrift der Beschwerdeführerin 1 war unklar, ob der 

Beschwerdeführer 2 wie im vorinstanzlichen Verfahren als blosser Vertreter der 

Beschwerdeführerin 1 oder nunmehr alleine in eigenem Namen oder vielmehr ge-

meinsam mit der Beschwerdeführerin 1 Beschwerde erheben wollte. Aus diesem 

Grund setzte die Kammerpräsidentin dem Beschwerdeführer 2 mit Verfügung 

vom 10. Januar 2024 eine Frist an, um sich zu seiner Verfahrensstellung zu äus-

sern (act. 6). Am 23. Januar 2024 teilte der Beschwerdeführer 2 mit, dass er ge-

meinsam mit der Beschwerdeführerin 1 Beschwerde erhebe. Zudem reichte er ein 

auch von der Beschwerdeführerin 1 unterzeichnetes Beschwerdeexemplar zu den 

Akten (act. 8 f.). Aufgrund dieser Erklärung wurde das Rubrum des vorliegenden 

Verfahrens dahingehend angepasst, dass der Beschwerdeführer 2 als weitere be-

schwerdeführende Partei vermerkt wurde. Von der Einholung einer Beschwerde-

antwort bzw. einer vorinstanzlichen Vernehmlassung kann abgesehen werden 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO; Art. 324 ZPO). Die Angelegenheit ist spruchreif.

II.

1.

1.1. Die Vorinstanz hat (trotz fehlender Bezeichnung im Entscheidrubrum) als 

untere Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter entschieden (Art. 13 Abs. 2 

SchKG in Verbindung mit Art. 17 SchKG; vgl. Art. 20a Abs. 2 Ziff. 1 SchKG zur 

entsprechenden Deklarationspflicht). Solche Anordnungen können innert zehn 

Tagen nach ihrer Eröffnung an die obere kantonale Aufsichtsbehörde weitergezo-

gen werden (Art. 18 Abs. 1 SchKG). Die Vorinstanz stellte die angefochtene Ver-

fügung vom 27. November 2023 der Beschwerdeführerin 1 am 18. Dezember 

2023 zu (act. 5/6). Diese übergab ihr Rechtsmittel am 27. Dezember 2023 (Datum 

Poststempel; act. 2 S. 1) und damit rechtzeitig innerhalb der 10-Tagesfrist der 

Schweizerischen Post. Wie oben dargelegt setzte die Kammerpräsidentin dem 

Beschwerdeführer 2 mit Verfügung vom 10. Januar 2024 eine Frist von 10 Tagen 

an, um offenzulegen, wer genau die beschwerdeführende(n) Partei(en) sei(en) 

(act. 6). Diese Präsidialverfügung wurde dem Beschwerdeführer 2 am 18. Januar 

2024 zugestellt (act. 7/2). Die Erklärung des Beschwerdeführers 2, wonach die 

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Beschwerdeführerin 1 und er gemeinsam Beschwerde erheben würden, gab er 

am 23. Januar 2024 und damit ebenfalls rechtzeitig zu Post (act. 8).

1.2. Auf das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 SchKG sind die Regelungen 

von Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 3 SchKG in Verbindung mit § 18 

EG SchKG und § 84 GOG). Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz 

schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet einzureichen (Art. 321 

Abs. 1 ZPO). Dabei soll in der Begründung zum Ausdruck kommen, an welchen 

Mängeln der angefochtene Entscheid leidet resp. weshalb dieser nach Auffas-

sung der beschwerdeführenden Partei unrichtig sein soll, ansonsten auf die Be-

schwerde nicht eingetreten wird. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechts-

anwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gel-

tend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel sind im 

Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO; OGer ZH, PS180175 vom 

18. Dezember 2018, E. 4.3). Die vorliegende Beschwerde enthält ein Rechtsbe-

gehren und wurde begründet (act. 2; act. 9). Damit entspricht sie den formellen 

Voraussetzungen von Art. 321 Abs. 1 ZPO.

2.

2.1. Nur die Beschwerdeführerin 1 war am erstinstanzlichen Verfahren als Par-

tei beteiligt. Zu prüfen ist deshalb, ob auch der Beschwerdeführer 2 gegen die 

Verfügung vom 27. November 2023 Beschwerde erheben kann. Zur Einlegung ei-

nes Rechtsmittels sind grundsätzlich nur die am unterinstanzlichen Verfahren be-

teiligten Haupt- und allenfalls Nebenparteien legitimiert (A. Staehelin/E. Bachof-

ner, in: Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 3. A., Zürich/Basel/Genf 

2019, § 25 N 30; vgl. ausdrücklich für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfah-

ren Art. 76 Abs. 1 lit. a BGG, wonach zur Beschwerde in Zivilsachen nur berech-

tigt ist, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Mög-

lichkeit zur Teilnahme erhalten hat). Dabei genügt die blosse Teilnahme am vorin-

stanzlichen Verfahren als solches indessen noch nicht. Vielmehr muss die Partei 

dort auch Anträge gestellt haben, die vollständig oder teilweise abgewiesen wor-

den sind (sog. formelle Beschwer; DIKE Komm. ZPO-Blickenstorfer, 2. A., Vor 

Art. 308–334 N 96).

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2.2. Der Beschwerdeführer 2 macht nicht geltend, dass er sich zu Unrecht nicht 

habe am vorinstanzlichen Verfahren beteiligen können und er deshalb formell be-

schwert sei. Vielmehr äussert er sich überhaupt nicht zur Frage, warum er sich 

vor Obergericht erstmals als Partei am Verfahren beteiligen wolle. Mangels Legiti-

mation ist deshalb auf sein Rechtsmittel nicht einzutreten.

3.

3.1. Das Rechtsmittel der Beschwerdeführerin 1 richtet sich gegen die Verfü-

gung vom 27. November 2023. Darin setzte ihr die Vorinstanz eine Frist an, um 

ihre Beschwerde gegen die Anzeige der 3. provisorischen Verteilungsliste des 

Konkursamtes Wetzikon zu verbessern. Die Rückweisung zur Nachbesserung ist 

eine prozessleitende Verfügung im Sinne von Art. 124 Abs. 1 ZPO (OGer ZH, 

PC130042 vom 4. Oktober 2013, E. II/5.2.2; BK ZPO-Frei, Art. 132 N 28; BSK 

ZPO-Gschwend, 3. A., Ar. 132 N 35a). Prozessleitende Verfügungen können ge-

mäss Art. 319 lit. b ZPO nur angefochten werden: (1.) in den vom Gesetz be-

stimmten Fällen oder (2.) wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender 

Nachteil droht. Ist keine dieser beiden Voraussetzungen erfüllt, kann die Partei die 

prozessleitende Verfügung erst zusammen mit dem Endentscheid anfechten 

(CHK-Sutter-Somm/Seiler, Art. 319 ZPO N 14).

3.2. Die Zivilprozessordnung unterstellt die Rückweisung einer Rechtsschrift 

zur Überarbeitung nicht im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO ausdrücklich der 

Beschwerde. Entsprechend ist im Folgenden zu prüfen, ob der Beschwerdeführe-

rin 1 durch diese Rückweisung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 

droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher Nachteil kann sowohl rechtlicher wie 

auch tatsächlicher Art sein (OGer ZH, PD220019 vom 7. November 2022, E. 2.2; 

grundlegend die entsprechende Literatur und Rechtsprechung zusammenfassend 

AppGer BS, BEZ.2019.70 vom 11. Dezember 2019, E. 1.1.1). Tatsächliche Nach-

teile müssen eine gewisse Intensität aufweisen. Die Beweislast für das Vorliegen 

eines solchen Nachteils trägt dabei die beschwerdeführende Partei, soweit die 

Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (OGer ZH, PS200185 vom 9. Oktober 

2020, E. 3; BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15 und Art. 321 N 17). Die beschwerde-

führende Partei hat in ihrer Rechtsschrift darzulegen, inwiefern ihr ein nicht leicht 

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wiedergutzumachender Nachteil droht. Dies umfasst einerseits eine genaue Um-

schreibung des mit der prozessleitenden Verfügung verbundenen erheblichen 

Nachteils. Andererseits bedingt dies Ausführungen zur Frage, weshalb sich dieser 

Nachteil später nicht mehr leicht wiedergutmachen liesse (CHK-Sutter-Somm/Sei-

ler, Art. 319 ZPO N 15). Die Entscheidung, ob im Einzelfall ein nicht leicht wieder-

gutzumachender Nachteil droht, liegt im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts 

(vgl. Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm et al., 3. A., Art. 319 N 13; DIKE 

Komm. ZPO-Blickenstorfer, 2. A., Art. 319 N 40). Dabei ist indessen Zurückhal-

tung angebracht. Der Ausschluss der Beschwerde ist nämlich die gesetzliche Re-

gel, die Zulässigkeit die Ausnahme. Fehlt es an dieser Rechtsmittelvorausset-

zung, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (OGer ZH, PC140011 vom 7. April 

2014, E. 2.1 mit Hinweisen; ZR 112/2013 Nr. 52; vgl. ferner BK ZPO-Sterchi, 

Art. 319 N 15).

3.3. Die Beschwerdeführerin 1 räumt ausdrücklich ein, dass die vom Beschwer-

deführer 2 verfasste Beschwerde "chaotisch und ohne Struktur" sei. Indessen 

brauche die Überarbeitung dieser Eingabe Zeit. In der angesetzten Frist von zehn 

Tagen sei dies niemals zu schaffen. Sie benötige dafür vier Wochen. Während 

der Weihnachtzeit seien die … Bibliotheken [der Stadt D._____] geschlossen. 

Ohne den Basler Kommentar zur Zivilprozessordnung könne sie von vornherein 

keine vernünftige Rechtsschrift verfassen (act. 2 S. 6).

3.4. Die Vorinstanz setzte der Beschwerdeführerin 1 eine Frist von 10 Tagen 

an, um ihre Beschwerdeschrift zu verbessern (act. 3). Wie Art. 132 Abs. 1 ZPO 

ausdrücklich festhält, ist diese Nachfrist eine gerichtliche Frist. Gerichtliche Fris-

ten können aus zureichenden Gründen erstreckt werden, wenn das Gericht vor 

Fristablauf darum ersucht wird (Art. 144 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerdeführerin 1 

macht nicht geltend, sie habe sich erfolglos um eine solche Fristerstreckung be-

müht. Folglich ist davon auszugehen, dass sie sich mittels eines Erstreckungsge-

suchs die nötige Zeit für die Überarbeitung ihrer Beschwerde hätte verschaffen 

können. Wer einen drohenden Nachteil selbst abzuwenden vermag, kann sich 

nicht mit Erfolg auf Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO berufen. Im Ergebnis fehlt es somit 

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an einem nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil, weshalb auf das Rechts-

mittel der Beschwerdeführerin 1 nicht einzutreten ist.

4.

Zusammenfassend ist sowohl auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 2 als 

auch auf diejenige der Beschwerdeführerin 1 nicht einzutreten.

III.

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Partei-

entschädigungen dürfen hier nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV 

SchKG).

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerden der Beschwerdeführer 1 und 2 wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Konkursamt Wetzikon, sowie 

unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an das Bezirksgericht Hinwil 

als unter Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, je ge-

gen Empfangsschein.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinn im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Bohli Roth

versandt am:
4. April 2024