# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52518405-3237-5017-b441-ff8d184b83de
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.07.2019 PQ190043
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ190043_2019-07-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ190043-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiber lic. iur. M. Isler 

Urteil vom 16. Juli 2019 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Beschwerdeführer 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

betreffend Entlassung Beistand und Beistandswechsel 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Uster vom 13. Mai 2019 i.S. 
C._____, geb. tt.08.1995; VO.2018.46 (Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde Uster) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. C._____, der gemeinsame Sohn der Beschwerdeführer, ist seit Geburt 

schwer behindert. Als er volljährig wurde, errichtete die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Uster (nachfolgend KESB) mit Entscheid vom 16. Oktober 

2013 eine umfassende Beistandschaft gemäss Art. 398 ZGB und ernannte seine 

Eltern, A._____ (Beschwerdeführer 1, Vater) sowie B._____ (Beschwerdeführerin 

2, Mutter) zu gemeinsam handelnden Beiständen (act. 4/4 = act. 8/8/11). C._____ 

lebt derzeit im Heim D._____. 

 Aufgrund ihrer familiären Bindung waren die Eltern bei der Bestellung zu 

C._____s Beiständen gemäss Art. 420 ZGB von der Pflicht zur Berichterstattung 

befreit worden. Angesichts mehrerer aktenkundiger Betreibungen beim Vater 

konnte indes zum Schutz des Einkommens und Vermögens von C._____ von der 

Inventar- und Rechnungsablagepflicht nicht abgesehen werden (act. 8/8/11 S. 2). 

Die Mandatsführung verlief in der Folge nicht problemlos, weil die Eltern trotz 

mehrfacher Aufforderungen und Beratungs- sowie Unterstützungsangebote keine 

genügenden Rechenschaftsberichte ablieferten (act. 8/8/34 S. 1; die entspre-

chenden Vorwürfe konnten und können die Eltern damals wie heute nicht nach-

vollziehen [act. 2 Rz 6]). Deshalb wurde mit Entscheid der KESB vom 5. Juli 2017 

ein Beistandswechsel angeordnet und als neuer Mandatsträger der Berufsbei-

stand E._____ eingesetzt (act. 4/6 = act. 8/8/34). Mit Schreiben vom 15. Mai 2018 

beantragten die Eltern von C._____, E._____ als Beistand zu entlassen und wie-

der selbst als Beistände eingesetzt zu werden (act. 8/8/40), was die KESB mit 

Entscheid vom 18. Oktober 2018 indes ablehnte (act. 8/8/49). Eine dagegen beim 

Bezirksrat Uster erhobene Beschwerde wies dieser mit Urteil vom 13. Mai 2019 

(mit Ausnahme einer Korrektur bezüglich der Gebührenhöhe) ab (act. 4/1 = act. 7 

= act. 8/11; nachfolgend act. 7).  

2. Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführer rechtzeitig (vgl. 

act. 8/11 i.f. sowie act. 2 S. 1) die vorliegend zu beurteilende Beschwerde. Sie 

beantragen (act. 2 S. 2 f.): 

- 3 - 

"1. Es seien der Entscheid des Bezirksrats Uster vom 13. Mai 2019 sowie der Entscheid der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Uster vom 18. Oktober 2018 aufzuheben; eventu-

aliter sei die Sache zur Neubeurteilung an den Bezirksrat Uster eventuell an die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Uster zurückzuweisen; 

2. Es sei E._____, Berufsbeistandschaft, … [Adresse], aus seinem Amt als Beistand von 

C._____, geboren am tt. August 1995, von F._____ ZH, zu entlassen; 

3. Es seien die Eltern, B._____ und A._____, … [Adresse], als umfassende Beistände nach 

Art. 398 ZGB für C._____, geboren am tt. August 1995, von F._____ ZH, einzusetzen; 

Eventualiter sei ein neuer Beistand zu ernennen; 

4. Es seien die Eltern von der Inventarpflicht, der Pflicht zur periodischen Berichterstattung 

und Rechnungsablage sowie der Pflicht, für bestimmte Geschäfte die Zustimmung einzuho-

len, ganz zu entbinden; 

Eventualiter sei die umfassende Beistandschaft der Eltern, was die finanzielle und vermö-

gensrechtliche Sorge betrifft, einzuschränken und ein zusätzlicher Beistand mit den damit 

zusammenhängenden Aufgaben, namentlich der Aufnahme eines Inventars, der Berichter-

stattung und der Rechnungsablage, einzusetzen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin." 

Die Akten des Bezirksrates (act. 8/1 - 7, act. 8/9 - 11) sowie diejenigen der KESB 

(act. 8/8/1 - 54) wurden beigezogen. Weiterungen erscheinen nicht notwendig  

(§§ 66 und 68 Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

[EG KESR]). Das Verfahren ist spruchreif. 

3. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im 

EG KESR (LS 232.3) geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vor-

gaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die 

Vorschriften des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und 

– soweit das EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG 

sowie der ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu 

ebenfalls Art. 450f ZGB). Der Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revi-

dierten Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Be-

schwerdeinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite 

das Obergericht. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens kön-

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nen daher stets nur Entscheide des Bezirksrates als Vorinstanz sein, nicht hinge-

gen solche der KESB. 

 Zur Beschwerde ist legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid be-

schwert ist. Dies trifft auf die Beschwerdeführer zu. Daneben enthält die Be-

schwerde Anträge und eine Begründung (act. 2). Dem Eintreten auf die Be-

schwerde steht nichts entgegen. 

4. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbefugnis 

zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (STECK, FamKomm Er-

wachsenenschutz, Art. 450a ZGB N 3 und 10). Im Verfahren vor der KESB und in 

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu 

erforschen und das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden 

(Art. 446 ZGB). Von der Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und 

aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. 

Sie muss sich sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Ent-

scheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht 

falsch angewendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt 

auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG 

KESR; BGE 141 III 569 E. 2.3.3 mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1). 

 

II. 

1. Die Beschwerdeführer verlangen in erster Linie, der Berufsbeistand 

E._____(nachfolgend Beistand) sei aus seinem Amt zu entlassen. Der Bezirksrat 

erwog in seinem Entscheid zusammenfassend, für einen Beistandswechsel seien 

keine Gründe gegeben, da weder eine Pflichtverletzung des Beistands noch ein 

Vertrauensbruch zwischen ihm und dem Verbeiständeten vorliege (act. 7 S. 14). 

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2. Was die Pflichtverletzung betrifft, monieren die Beschwerdeführer wie be-

reits gegenüber der KESB und auch vor der Vorinstanz vorerst hauptsächlich 

zwei Fehler des Beistands (zu einem dritten Vorwurf nachfolgend Ziff. 2.3.): Ei-

nerseits habe der jährliche Gesprächstermin vom Herbst 2017 ohne ihr Beisein 

stattgefunden, da für einen Verschiebungstermin keine Rücksicht auf ihre Verfüg-

barkeit genommen worden sei, dies obwohl der Termin bereits im November 2016 

vereinbart und vom Beistand hernach kurzfristig verschoben worden sei. Anderer-

seits machen die Beschwerdeführer geltend, die Heimleitung und der Beistand 

hätten eine durch eine Hausstauballergie bedingte Verschlechterung des Ge-

sundheitszustands von C._____ nicht erkannt, woraufhin eine falsche Medikation 

entstanden sei, die zu einer massgeblichen Verschlechterung von C._____s psy-

chischem und physischem Zustand geführt habe (act. 2 Rz 7 f.). 

2.1. Der Bezirksrat hat in seinem Entscheid erwogen – und dies ist unwiderspro-

chen geblieben –, der Termin vom Herbst 2017 (vom 13. Oktober 2017, verscho-

ben auf den 20. Oktober 2017) sei der einzige Termin geblieben, an dem die Be-

schwerdeführer nicht teilnehmen konnten (act. 7 E. 5.2.2 S. 11). Ein Anspruch, 

bei jedem Gespräch zwischen dem Beistand, ihrem Sohn, dem Heim etc. anwe-

send zu sein, bestehe nicht, wobei die Beschwerdeführer mit aller Deutlichkeit da-

rauf hinzuweisen seien, dass die KESB in ihrem Entscheid vom 5. Juli 2017 den 

Eltern mit der Einsetzung des Berufsbeistands kein Mitspracherecht bei der Man-

datsausführung eingeräumt habe. Es sei in jenem Entscheid in den Erwägungen 

lediglich festgehalten worden, dass der Beistand die Eltern bei allen Handlungen 

soweit möglich und sinnvoll einzubeziehen und zu informieren habe (act. 7 S. 12 

mit Hinweis auf act. 8/8/34, S. 2 [Hervorhebungen teilweise hinzugefügt]). 

 In ihrer Beschwerdeschrift setzen sich die Beschwerdeführer mit diesen 

Ausführungen des Bezirksrats inhaltlich in keiner Weise auseinander. Wie bereits 

vor Vorinstanz machen sie erneut geltend, im Entscheid [der KESB vom 5. Juli 

2017] sei festgehalten worden, dass sich die Beschwerdeführer trotz des Entzugs 

der Beistandschaft auch in Zukunft um ihren Sohn kümmern und bei wichtigen 

Entscheidungen in seinem Leben mitwirken könnten (act. 2 Rz 6 i.f. = act. 8/1 Rz 

5 i.f. [Hervorhebung hinzugefügt]). Dem ist indes nicht so. Auch aus der Zusam-

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menfassung der Anhörung vom 12. Dezember 2016, welche die Beschwerdefüh-

rer ebenfalls als Beweismittel für ihre Ansicht aufführen, ergibt sich nichts ande-

res: Die Beschwerdeführer wurden bei jenem Gespräch, das sich um einen mög-

lichen Wechsel der Beistandschaft zu einem Berufsbeistand drehte, ausdrücklich 

wie folgt informiert: "In Bezug auf Wohnfragen, medizinische Fragen usw. hat 

zwar der Beistand das letzte Wort, doch finden wir es wichtig, dass Sie als Eltern 

eingebunden und informiert werden. Das soll im Entscheid über den Beistands-

wechsel auch festgehalten werden." (act. 8/8/32, S. 2). Die Eltern erklärten sich 

damit beide ausdrücklich einverstanden, wobei der Beschwerdeführer ergänzte, 

viel wichtiger sei ihm aber, dass ihm Fahrkosten zurückerstattet würden, welche 

noch nicht vergütet worden seien (ebenda). Es macht ganz den Anschein, als wä-

re den Beschwerdeführern nicht hinreichend klar, dass sie – wie vom Bezirksrat 

zutreffend festgehalten – bei der Mandatsführung in der Tat kein Mitspracherecht 

haben und dass bei aller wünschbaren Einbindung das letzte Wort und damit der 

Entscheid dem Beistand zukommt, und nur diesem. Was die Verschiebung jenes 

Gesprächstermins vom Herbst 2017 betrifft, so mag dies (zumindest im Nachhin-

ein) als unglücklich bezeichnet werden, eine Pflichtverletzung des Beistands kann 

darin indes nicht erblickt werden. 

2.2. Was die zweite geltend gemachte Pflichtverletzung betrifft, so hat der Be-

zirksrat erwogen, es sei zutreffend, dass der durch eine Hausstauballergie her-

vorgerufene Husten bei C._____ dank des Hinweises der Beschwerdeführer er-

kannt und die Ursachen für den Husten durch das Heim behoben werden konn-

ten, was vom Engagement der Beschwerdeführer für das Wohl ihres Sohnes 

zeuge. Indes habe der Beschwerdeführer auch mehr als einmal beim zuständigen 

Arzt interveniert und eine Änderung der Medikation bewirkt, die nicht immer zum 

Wohl des Sohnes ausgefallen sei und im Nachhinein wieder habe korrigiert wer-

den müssen (act. 7 S. 12 f.). 

 Auch mit diesen Ausführungen des Bezirksrats setzen sich die Beschwerde-

führer nicht auseinander. Inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet 

oder den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll, wird nicht dargelegt und ist 

auch nicht ersichtlich. Wohl lassen die Beschwerdeführer vortragen, es müsse 

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ausdrücklich den Ausführungen der Vorinstanz widersprochen werden, dass der 

Beschwerdeführer seine Interessen vor diejenigen seines Sohnes stelle, und es 

sei nicht korrekt, dass der Vater nicht in der Lage sei, Entscheidungen betreffend 

Unterbringung, Medikation und behinderungsadäquate Betreuung verhältnismäs-

sig zu fällen (act. 2 Rz 17). Allein, solches ist im Entscheid der Vorinstanz auch 

gar nicht zu lesen. Es ist indes unbestritten geblieben, dass der Vater beim be-

treuenden Arzt, Dr. G._____, eine Änderung der Medikation erwirkt hat, ohne zu 

diesem Vorgehen ermächtigt gewesen zu sein und ohne dieses Vorgehen mit 

dem Beistand sowie der Heimleitung abzusprechen. Dies ist schon deshalb nicht 

angängig, weil, wie den Eltern von C._____ vorgängig zum Beistandswechsel 

dargelegt, bei medizinischen Fragen das letzte Wort dem Beistand zukommt (vgl. 

oben, Ziff. 2.1.). Darüber hinaus sind einseitige Änderungen der Medikation ohne 

Information der weiteren involvierten Kreise (dazu zählen Heimleitung, Pflege, 

Beistand sowie die Eltern) der bestmöglichen Betreuung von C._____ abträglich, 

weshalb Änderungen der Medikation in jedem Fall mitzuteilen (resp. abzuspre-

chen) sind, auch dann, wenn sie kompetenzgemäss erwirkt wurden. 

2.3. Nebst diesen beiden bereits vor Vorinstanz monierten Pflichtverletzungen 

wird mit der Beschwerde eine weitere Pflichtverletzung des Beistands geltend 

gemacht. Am Abend des 11. Juni 2019 habe die Nachtwache C._____ aufrecht 

im Bett sitzend und ohne seine Inkontinenz-Hose vorgefunden. Am Gesäss sowie 

am Penis hätten sich Rötungen gefunden. Gemäss dem Befund des beigezoge-

nen Hausarztes, Dr. G._____, deuteten die Läsionen auf eine Fremdeinwirkung 

hin. Entgegen dem, was zu erwarten wäre, seien die Beschwerdeführer erst am 

Abend des 13. Juni 2019 vom Beistand informiert worden. Anstatt die Eltern so-

gleich oder zumindest am Tag der Untersuchung durch Dr. G._____ zu informie-

ren, habe der Beistand noch einen ganzen Tag mit der Kontaktaufnahme abge-

wartet. Es sei davon auszugehen, dass der Beistand oder der D._____ aufgrund 

des schwierigen Verhältnisses zu den Beschwerdeführern die Konfrontation mit 

diesen hinausschieben wollte, zum Leidwesen von C._____, der eine weitere 

Nacht habe verbringen müssen, ohne seine Eltern zu sehen (act. 2 Rz 10-12). 

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 Die auf das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsa-

chen anwendbaren Bestimmungen äussern sich nicht ausdrücklich dazu, ob im 

Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen neue Tatsachen vorge-

bracht werden können. Gemäss § 67 EG KESR sind indes neue Anträge gemäss 

Art. 317 Abs. 2 ZPO zulässig. Gemäss Art. 317 Abs. 2 ZPO ist eine Klageände-

rung (im Berufungsverfahren) zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch 

nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist, mit dem bisherigen Anspruch in 

einem sachlichen Zusammenhang steht und der geänderte oder neue Anspruch 

zudem auf neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht. Wenn also neue Tatsa-

chen und Beweismittel vorgebracht werden können, um damit einen neuen (oder 

geänderten) Anspruch geltend zu machen, so müssen neue Tatsachen und Be-

weismittel auch vorgebracht werden können, um den bereits vor Vorinstanz gel-

tend gemachten Anspruch zu untermauern. Voraussetzung ist hier wie dort, dass 

die neuen Tatsachen und Beweismittel ohne Verzug vorgebracht werden und 

trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der Vorinstanz vorgebracht werden 

konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO, auf den sich Abs. 2 dieser Bestimmung bezieht). 

Im Übrigen liesse sich die Zulässigkeit von Noven im Kindes- und Erwachsenen-

schutzrecht auch aus der in Kinderbelangen herrschenden Untersuchungs- und 

Offizialmaxime herleiten (vgl. OGer ZH LC120047 vom 28.12.2012, E. 3.3.). Die 

von den Beschwerdeführern geltend gemachten neuen Tatsachen genügen den 

Erfordernissen von Art. 317 Abs.1 ZPO und sind mithin zulässig. 

 Der von den Beschwerdeführern geschilderte Vorfall ist, soweit sich die von 

Dr. G._____ abgegebene Beurteilung – "die gefundenen Läsionen deuten auf 

Fremdeinwirkung (Beissen?, Saugen?) hin" (act. 4/11) – erhärten sollte, gravie-

rend und wäre auch bei einem bislang ungetrübten Verhältnis zwischen Heim und 

Eltern zumindest geeignet, das Vertrauen in die Institution zu beschädigen. Inwie-

fern indes den Beistand in diesem Zusammenhang eine Pflichtverletzung trifft, ist 

für die Kammer nicht ersichtlich. Wenn C._____ am Abend des 11. Juni 2019 von 

der Nachtwache aufgefunden und am 12. Juni 2019 vom Heimarzt untersucht 

worden ist (act. 4/11), so kann nicht von einer Pflichtverletzung des Beistands ge-

sprochen werden, wenn der Beistand die Eltern nicht taggleich, sondern tags da-

rauf informiert hat, umso weniger, als der Beistand ja seinerseits zuerst vom Heim 

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informiert werden musste. Bei allem Verständnis für die Beschwerdeführer, dass 

sie erwartet hätten, gleich am 12. Juni 2019 über den Vorfall informiert zu werden 

(ob nun durch die Heimleitung oder durch den Beistand), lässt sich daraus nichts 

über die Eignung des Beistands zur Führung der Beistandschaft für C._____ ab-

leiten. 

3. Die Beschwerdeführer bringen sodann vor, es liege neben der Pflichtverlet-

zung ein Vertrauensbruch durch den Beistand vor. Dieser lasse sich durch das 

schlechte Verhältnis zu den Eltern zu Entscheidungen zum Nachteil von C._____ 

verleiten. So habe der Beistand die Beschwerdeführer erst zwei Tage nach dem 

schlimmen Vorfall vom 11. Juni 2019 benachrichtigt. Im Weiteren sei es der Bei-

stand gewesen, der auf die Bedenken der Beschwerdeführer gegenüber dem 

D._____ viel zu wenig eingegangen sei. Das Kindswohl von C._____ müsse für 

den Beistand bei sämtlichen Entscheidungen im Vordergrund stehen und seine 

Entscheide dürften nicht durch externe Faktoren – gemeint ist wohl nicht zuletzt 

das schwierige Verhältnis zu den Beschwerdeführern (Anmerkung hinzugefügt) – 

beeinträchtigt werden (act. 2 Rz 16). 

 Der Bezirksrat verneint in seinem Entscheid einen Vertrauensbruch zwi-

schen dem Beistand und dem Verbeiständeten (act. 7 E. 5.4.1), während in der 

Beschwerde primär das gestörte Vertrauen der Beschwerdeführer zum Beistand 

(sowie zum Heim) thematisiert wird. Das gereicht den Beschwerdeführern indes 

nicht zum Nachteil. Ob ein Beistand durch die Erwachsenenschutzbehörde ge-

mäss Art. 423 ZGB zu entlassen ist – d.h. weder von Gesetzes wegen noch auf 

Begehren des Beistands (Art. 421 f. ZGB) –, hat sich danach zu richten, wie es 

um die wohlverstandenen Interessen und Bedürfnisse der verbeiständeten Per-

son steht (OGer ZH PQ170013 vom 30.3.2017, E. 8.5; BSK ZGB I-VOGEL, 

Art. 421-424 N 22 m.w.H.). Die Interessen des Verbeiständeten können dabei 

grundsätzlich gleichermassen durch ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen 

ihm und dem Beistand wie durch ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen 

dem Beistand und dem Verbeiständeten nahestehenden Personen (wie nament-

lich dessen Eltern), welche jedenfalls nicht zu Antagonisten werden sollten, ge-

fährdet sein. 

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 Gemäss Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB entlässt die Erwachsenenschutzbehörde 

den Beistand, wenn ein anderer (als die weggefallene Eignung für das Amt ge-

mäss Ziff. 1) wichtiger Grund für die Entlassung vorliegt. Wie die Beschwerdefüh-

rer zu Recht vorbringen, kann auch ein völliger Vertrauensverlust oder eine un-

überwindbar gestörte Beziehung ein wichtiger Grund im Sinne dieser Bestimmung 

für die Entlassung des Beistands sein (act. 2 Rz 15 unter Hinweis auf BGer 

5A_401/2015 vom 7.9.2015, E. 6). Der referenzierte Entscheid hält (a.a.O.) hierzu 

wörtlich fest: "Zwar kann theoretisch auch ein völliger Vertrauensverlust oder eine 

unüberwindbar gestörte Beziehung ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 423 

Abs. 1 lit. b ZGB für den Wechsel der Person des Beistandes sein; dabei ist aber 

grosse Vorsicht geboten, wo die behauptete Störung in der Beziehung im Zusam-

menhang mit dem Schwächezustand steht, der letztlich zur Massnahme geführt 

hat." Letzteres ist nicht der Fall: Wie eingangs erwähnt war Grund für den damali-

gen Beistandswechsel weg von den Eltern hin zu einem externen Berufsbeistand 

die Überforderung der vormaligen Beistände mit der Rechnungslegung. Entschei-

dend ist und bleibt demnach, ob ein Beistandswechsel im wohlverstandenen Inte-

resse des verbeiständeten C._____ liegen würde. 

3.1. Die Eltern verlangen in erster Linie die (Rück-)Übertragung der Beistand-

schaft an sich selbst. Wenn sie in der Beschwerde vortragen, "[d]ie eigenen Eltern 

sind immer noch die besten Beistände für ein Kind" (act. 2 Rz 17), so kann dem 

so nicht gefolgt werden, und das nicht nur der Verabsolutierung ("immer") wegen: 

Die Vorinstanz hat in treffender Weise festgehalten, weshalb es in der vorliegen-

den Konstellation durchaus im Interesse von C._____ liegt, dass ihm neben den 

engagierten, aber auch emotional involvierten Eltern eine neutrale und stabilisie-

rende Vertrauensperson als Beistand beisteht. Auf deren Ausführungen ist zur 

Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen (act. 7 E. 5.4.1), verbunden 

höchstens mit der Bemerkung, dass die eben wiedergegebene Wortwahl in der 

Beschwerde bezeichnend sein dürfte: Wohl ist C._____ der Sohn der Beschwer-

deführer, doch ist er nicht mehr ein Kind, sondern ein demnächst 24-jähriger jun-

ger Mann, der, geistige Behinderung hin oder her, nicht mehr ohne Weiteres unter 

der familiären Alleinverantwortung seiner Eltern stehen muss. Dies scheinen auch 

die Beschwerdeführer so zu sehen, sprechen sie doch in der Beschwerde eben-

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falls von den "grundsätzlich nachvollziehbaren Ausführungen der Vorinstanz zu 

den Vorteilen eines externen professionellen Beistands" (act. 2 Rz 18). Der Ent-

scheid der Vorinstanz, den Antrag der Beschwerdeführer auf Rückübertragung 

der Beistandschaft auf sie selber abzuweisen, ist demnach nicht zu beanstanden. 

Auch eine Rückübertragung an die Eltern unter Befreiung von Berichterstattung 

und Rechnungsablage resp. eine geteilte Beistandschaft, wie sie die Beschwerde-

führer in Ziff. 4 ihres Rechtsbegehrens verlangen (vgl. oben, Ziff. I/2), kommt nicht 

in Betracht, wären doch Konflikte bei einer "geteilten" Beistandschaft vorpro-

grammiert. 

3.2. Zu prüfen bleibt indes, ob die Interessen des Verbeiständeten besser ge-

wahrt würden, wenn die Beistandschaft auf einen neuen Beistand übertragen 

würde. Der Antrag, einen neuen Beistand zu ernennen (act. 2 S. 2 Ziff. 3, eventu-

aliter), ist neu (vgl. act. 8/1 S. 2), nach § 67 EG KESR i.V.m. Art. 317 Abs. 2 ZPO 

indes zulässig, dies jedenfalls dann, wenn man diesen Antrag als auf den vorge-

brachten Noven – dem Vorfall vom 11. Juni 2019 und dessen Kommunikation an 

die Eltern – beruhend betrachtet. Durch eine solche Massnahme liesse sich in der 

Tat das offenbar gestörte Vertrauensverhältnis zwischen den Eltern des Verbei-

ständeten und dem Beistand beheben, was zu einer Entspannung der aktuell 

schwierigen Situation jedenfalls beitragen könnte. Es gilt allerdings zu bedenken, 

dass durch einen solchen Wechsel das ebenfalls sehr schwierige Verhältnis zwi-

schen den Beschwerdeführern und dem D._____ nicht behoben wäre, führen 

doch die Beschwerdeführer aus, dass sie "dem Beistand und dem D._____ nicht 

mehr vertrauen"; sie "sind stets misstrauisch, dass hinter ihrem Rücken vom 

D._____ oder vom Beistand Entscheidungen zum Nachteil von C._____ getroffen 

werden" (act. 2 Rz 13; vgl. weiter act. 2 Rz 16, wonach der Vorfall vom 11. Juni 

2019 das restliche Vertrauen der Beschwerdeführer in den Beistand und den 

D._____ ausgelöscht habe). Sollte ein neuer Beistand etwa nach Prüfung der ak-

tuellen Umstände entgegen der Ansicht der Eltern entscheiden, dass C._____ im 

D._____ gleichwohl am besten aufgehoben sei – und der Entscheid über Wohn-

fragen liegt letztlich beim Beistand, wie den Eltern bekanntlich bereits bei der 

Übertragung der Beistandschaft auf den aktuellen Beistand erläutert worden ist 

(act. 8/8/32, S. 2, vgl. oben, Ziff. II/2.1) –, so wäre ein gestörtes Vertrauensver-

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hältnis zum neuen Beistand absehbar, da nichts darauf hindeutet, dass die Be-

schwerdeführer einen solchen Entscheid von einem neuen Beistand akzeptieren 

könnten.  

 Auch wenn die Ernennung eines neuen Beistands das gestörte Vertrauens-

verhältnis zwischen den Beschwerdeführern und dem Beistand von C._____ (zu-

mindest bis zum ersten der Ansicht der Beschwerdeführer widersprechenden 

Entscheid des Beistands) verbessern könnte, wäre damit leider keine Befriedung 

der Situation zu erreichen. Das heisst nicht, dass seitens der KESB in Zusam-

menarbeit mit allen Involvierten nicht weiterhin alles versucht werden sollte, um 

die Situation zu entspannen. Gegebenenfalls könnte in einem späteren Zeitpunkt 

im Rahmen eines Neubeginns hierzu auch ein Wechsel der Beistandsperson ge-

hören, immer mit dem Ziel, im Interesse von C._____ das eigentlich dringend ge-

botene Zusammenwirken aller Akteure, wozu in jedem Fall auch seine Eltern ge-

hören, zu erreichen. Auf dem Weg dorthin werden auch die Beschwerdeführer ih-

re Vorstellungen der familiären Alleinverantwortung und lebenslangen Sorge um 

ihr behindertes Kind im Interesse ebendieses Kindes nochmals überdenken müs-

sen, wie das im Übrigen bereits die Vorinstanz ausgeführt hat (act. 7 E. 5.4.1 i.f.). 

Immerhin bleibt festzuhalten, dass während der bald sechs Jahre, die C._____ als 

Erwachsener nun verbeiständet ist, von keiner Seite je in Frage gestellt worden 

ist, dass sich seine Eltern sehr liebevoll um ihn kümmern und für ihn unstreitig das 

Beste wollen. Dies lässt zumindest hoffen, dass es allen im Umfeld von C._____ 

Involvierten trotz der aktuell schwierigen Situation gelingen wird, dereinst zum 

Wohl von C._____ zusammenzuwirken. 

 Aus den dargelegten Gründen ist im aktuellen Zeitpunkt dem Antrag der Be-

schwerdeführer auf Ernennung eines neuen Beistands nicht stattzugeben. 

4. Zusammenfassend ist die Beschwerde damit abzuweisen. 

- 13 - 

III. 

Die Beschwerdeführer unterliegen vollumfänglich. Die Kosten des vorliegenden 

Verfahrens sind ausgangsgemäss den Beschwerdeführern aufzuerlegen (§ 60 

Abs. 5 EG KESR i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO), und zwar je zur Hälfte unter solida-

rischer Haftung. Die Höhe der Entscheidgebühr ist auf Fr. 800.– festzulegen (§ 40 

EG KESR i.V.m. Art. 96 ZPO sowie § 12 i.V.m. § 5 Abs. 1 GebV OG). Da die Be-

schwerdeführer unterliegen, fällt eine Parteientschädigung ausser Betracht. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und den Beschwerdefüh-

rern je hälftig auferlegt, unter solidarischer Haftung für den Gesamtbetrag. 

3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Uster sowie – unter Rücksendung der eingereichten Ak-

ten – an den Bezirksrat Uster, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

- 14 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 16. Juli 2019
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und den Beschwerdeführern je hälftig auferlegt, unter solidarischer Haftung für den Gesamtbetrag.
	3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Uster sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Uster, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...