# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b25f7b1-9507-5da1-a8af-5dbbc48bfadc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.11.2009 UV 2008/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-89_2009-11-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/89

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2020

Entscheiddatum: 04.11.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2009
Art. 10 und 53 ff. UVG, Art. 69 UVV: Keine Leistungspflicht der 
obligatorischen Unfallversicherung für nicht wissenschaftlich anerkannte, 
nicht als komplementär- oder alternativmedizinische Methode oder 
Heilpraktik im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR; www.emindex.ch/) 
eingetragene Atlaslogie, die auch nicht nachgewiesen ärztlich verordnet 
worden war. Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 11 UVV: Offen gelassen, ob 
Brückensymptome zum Unfall nachgewiesen und damit Kausalität und 
Beweislast unter dem Aspekt des Grundfalls oder eines Rückfalls zu prüfen 
sind. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. 
November 2009, UV 2008/89)

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei ; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 4. November 2009

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1973 geborene A.___ war als Abteilungsleiter Export East bei der B.___ tätig 

und dadurch bei der La Suisse, Unfall-Versicherungs-Gesellschaft, obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert. Am 18. September 2002 rutschte er beim 

Fussballspiel aus und fiel auf den Kopf (UV-act. K1 und M3). Auf der Unfallmeldung 

wurde als Art der Schädigung Hirnerschütterung angegeben (UV-act. K1). Sein 

Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte im 

Überweisungsschreiben vom 21. Januar 2003 ein Stauchungs- und zugleich 

Schleudertrauma der HWS (UV-act. M3). Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, bestätigte im 

Bericht vom 12. Februar 2003 die Diagnose von Dr. C.___ und erwähnte zusätzlich eine 

leichte Commotio cerebri (UV-act. M4). Bei der vertebrospinalen Kernspintomographie 

vom 2. Januar 2003 waren eine Fehlhaltung in Form einer flachbogigen Kyphosierung 

der oberen bis mittleren Zervikalsegmente und geringgradige Chondrosen der 

Intervertebralräume HWK 6/7 respektive HWK 7/BWK 1 mit geringgradiger 

flachbogiger Protrusion des Diskus intervertebralis HWK 6/7 festgestellt worden (UV-

act. M2). Der Versicherte wurde medikamentös und physiotherapeutisch behandelt, 

wozu Dr. D.___ aufgrund der spezialärztlichen Untersuchung vom 11. Februar 2003 

gezielte Anleitungen gab (UV-act. M4), nachdem Dr. C.___ nach viermonatiger Therapie 

am 21. Januar 2003 weiterhin über "invalidisierende Kopfschmerzen" berichtet hatte 

(UV-act. M3). Die physiotherapeutische Behandlung wurde am 22. April 2003 

abgeschlossen, die ärztliche Behandlung am 12. Mai 2003 (UV-act. M5 und M6). Die 

La Suisse kam für die Heilungskosten auf; eine Arbeitsunfähigkeit bestand zu keinem 

Zeitpunkt (UV-act. K6).

A.b   Am 22. März 2007 meldete die E.___ (Rechtsnachfolgerin der B.___) der Helsana 

Unfall AG (Helsana; Rechtsnachfolgerin der La Suisse, Unfall-Versicherungs-

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Gesellschaft) Folgen des Unfalls vom 18. September 2002 (UV-act. K2-K4). Als 

betroffenen Körperteil gab sie "Hals unbestimmt", als Art der Schädigung 

"Quetschung" an. Auf dem "Fragebogen für Rückfälle" gab der Versicherte am 11. April 

2007 an (UV-act. K6), er leide unter Kopfschmerzen und Verspannungen. Die 

Beschwerden seien immer da gewesen, auch nach Abschluss der Behandlungen 2003. 

Leider seien die Symptome seit vier bis fünf Monaten - trotz selbst bezahlter Massagen 

- immer schlimmer geworden, was zur täglichen Einnahme von Schmerzmitteln geführt 

habe. Seit Anfang März 2007 gehe er zu F.___ in die Atlaslogiebehandlung, anfangs 

zweimal wöchentlich, jetzt einmal alle zwei Wochen, wobei die Zeitabstände zwischen 

den Behandlungen laufend vergrössert worden seien. Es habe sich kein weiterer Unfall 

ereignet. Am 10. April 2007 gab Dr. C.___ an, er habe den Patienten seit 21. Juni 2006 

nicht mehr behandelt (UV-act. M7); im Zeugnis vom 12. Juli 2007 (UV-act. M8) führte er 

über dessen einmalige Konsultation vom 11. Juli 2007 an, dieser sei zur Zeit 

beschwerdefrei, die Wirbelsäule sei von Kopf bis Gesäss im Lot und er stellte eine sehr 

gute Beweglichkeit nach allen Seiten und gute muskuläre Ausstattung fest. Der 

Hausarzt diagnostizierte "Restbeschwerden nach Wirbelsäulentrauma im Jahre 2002" 

und hielt fest, der Patient besuche die Atlaslogie. Die Helsana befragte ihren 

beratenden Arzt, Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, zur Unfallkausalität. 

Dieser hielt in der Stellungnahme vom 26. Juli 2002 fest (UV-act. M9), der 

Unfallmechanismus sei aus medizinischer Sicht möglicherweise geeignet, die 

erhobenen Befunde/Diagnosen auszulösen, und führte zur Begründung an, es handle 

sich um unspezifische Kopfschmerzen mit vielen möglichen Ursachen; unfallbedingte 

Reaktionen bei einem leichten Trauma sollten nach der allgemeinen Erfahrung innert 

einem Jahr nach dem Ereignis abgeklungen sein. Mit Verfügung vom 10. August 2007 

(UV-act. K13) lehnte die Helsana einen Anspruch des Versicherten auf 

Versicherungsleistungen ab.

A.c   Der Versicherte beauftragte Rechtsanwalt M. Bivetti, St. Gallen, mit der Wahrung 

seiner Interessen und liess durch diesen Einsprache gegen die Verfügung vom 

10. August 2007 erheben. Mit Schreiben vom 13. Mai 2008 legte die Helsana die 

gesamten Akten Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und für 

Rheumatologie, zur Beurteilung vor (UV-act. K20). Sein Bericht vom 26. Mai 2008 (UV-

act. M10) wurde dem Rechtsvertreter des Versicherten unterbreitet und ihm die 

Möglichkeit zur Einspracheergänzung eingeräumt (UV-act. K22). Mit 

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Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 wies danach die Helsana die Einsprache ab (UV-

act. K26).

B.        

B.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 8. September 2008 mit den Anträgen, 

der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten für die Heilbehandlung weiterhin zu 

erstatten. Eventuell sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen; unter Beizug der vollumfänglichen Akten der 

Beschwerdegegnerin sowie unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung 

führt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an, die Physiotherapie sei nach dem 

23. April 2003 nicht wegen Beschwerdefreiheit eingestellt worden, sondern weil die 

Heilung stagniert habe und sich die Restbeschwerden in einem annehmbaren Rahmen 

bewegt hätten. Der Beschwerdeführer habe auch weiterhin und durchgehend 

regelmässig (wöchentlich) Massagen benötigt, die er selbst finanziert habe. Ende 2006 

habe sich die Situation verschlimmert, so dass er wieder vermehrt zu Schmerzmitteln 

habe greifen müssen. Durch die Atlaslogietherapie, die er am 7. März 2007 auf 

Anweisung seines Hausarztes begonnen habe, sei er in kurzer Zeit beschwerdefrei 

geworden. Diese Tatsachen seien von der Beschwerdegegnerin verkannt worden und 

insbesondere den beurteilenden Ärzten Dres. G.___ und H.___ nicht genügend bekannt 

gewesen. Da der Fallabschluss 2003 nicht formell verfügt worden sei und er weiterhin 

an Beschwerden aufgrund des Unfalls vom 18. September 2002 leide, liege die 

Beweislast betreffend Wegfall des Kausalzusammenhangs beim Versicherer.

B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 

2008 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält an der Überzeugung fest, weder der 

Grundfall habe angedauert, noch liege ein Rückfall vor. Dr. C.___ habe die Behandlung 

mittels Schlussrechnung vom 8. August 2003 (UV-act. M6) abgeschlossen, die 

gegenteilige Argumentation des Beschwerdeführers sei nicht stichhaltig. Aufgrund der 

festgestellten degenerativen Veränderungen könne nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf unfallkausale Brückensymptome geschlossen werden; weitere 

Beweise seien dazu nicht zu erheben. Ihre Leistungspflicht sei mit dem Abschluss der 

ärztlichen Behandlung am 12. Mai 2003 ausgeschöpft gewesen. Die Atlaslogietherapie 

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gehöre im Übrigen nicht zu den Pflichtleistungen; für diese Behandlung bestehe kein 

durchsetzbarer Rechtsanspruch.

B.c   Replicando hält der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest. Er betont, 

dass er beim Unfall vom 18. September 2002 eine Hirnerschütterung erlitten habe, was 

durch die ärztlichen Diagnosen bestätigt werde. Die beantragten Zeugeneinvernahmen 

würden beweisen, dass Brückensymptome über die ganze Zeit vorgelegen hätten. 

Weiter unterstreicht er, der Sachverhalt sei durch die Beschwerdegegnerin 

ungenügend abgeklärt worden, was zur Fehleinschätzung geführt habe, Dr. C.___ hätte 

die Behandlung am 12. Mai 2003 abgeschlossen und er hätte nicht unter 

Brückensymptomen gelitten. Beides sei jedoch nicht der Fall gewesen. Mangelnde 

Sachverhaltsabklärungen hätten auch zu den unzutreffenden Beurteilungen durch 

Dr. G.___ und Dr. H.___ geführt. Der Erfolg der Atlaslogie sei bekannt und habe sich bei 

ihm feststellbar eingestellt. Gemäss Empfehlung der Ad-Hoc-Kommission Schaden 

UVG würden die Kosten dieser komplementärmedizinischen Behandlung in der Regel 

übernommen.

B.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 20. November 2008 auf 

eine detaillierte Duplik. Darauf wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen (act. G 11).

C.        

C.a   Am 14. Mai 2009 stellte das Versicherungsgericht den Masseurinnen I.___ und 

J.___ Fragen zur Behandlung des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen Mai 2003 

und März 2007 (act. G 11). Ihre Antworten vom 5. bzw. 20. Juni 2009 wurden den 

Parteien am 25. Juni 2009 zur Stellungnahme zugestellt (act. G 12 und G 15 f.).

C.b   Die Beschwerdegegnerin holte dazu bei Dr. med. K.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, auch ein 

Aktengutachten ein (Beilage M11 bzw. act. G 17.1). Gestützt darauf nahm sie am 

12. August 2009 Stellung (act. G 17) und hielt insbesondere fest, der Status quo sine 

sei mit dem Behandlungsabschluss beim Hausarzt am 12. Mai 2003 erreicht worden.

C.c   Der Beschwerdeführer liess in der Stellungnahme vom 17. August 2009 (act. 

G 18) festhalten, die Angaben der Masseurinnen belegten klar, dass die Haltung der 

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Beschwerdegegnerin unzutreffend sei, wonach nach dem 12. Mai 2003 keine 

Behandlung mehr stattgefunden habe. Demnach sei weder der natürliche noch der 

adäquate Kausalzusammenhang unterbrochen worden.

C.d   In einer weiteren Stellungnahme zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 

vom 12. August 2009 sowie zum Aktengutachten von Dr. K.___ entgegnete der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Kritik an der Masseurin I.___. Er 

beanstandete das Aktengutachten von Dr. K.___ und führte aus, dass keine 

degenerative Erkrankung vorbestanden habe, sondern anlässlich der Behandlung nach 

dem Unfall lediglich eine Fehlhaltung festgestellt worden sei (act. G 20).

C.e   Die Beschwerdegegnerin bestritt in ihrer Stellungnahme vom 9. September 2009 

die Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 17. August 2009 

und verwies nochmals auf ihre frühere Argumentation in Einspracheentscheid und 

Beschwerdeantwort (act. G 21).

D.       

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der weiteren 

Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

Gegenstand der vorliegenden Streitsache ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Vergütung weiterer Heilungskosten, wobei die Atlaslogietherapie im Vordergrund steht, 

während keine eigentliche ärztliche Behandlung durchgeführt worden war (UV-act. M8). 

Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 

für Behandlungen nach dem 12. Mai 2003, insbesondere für die Atlaslogietherapie, die 

seit 7. März 2007 durchgeführt wurde, zu Recht verneint hat.

2.         

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2.1    Versicherte haben gemäss Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen. Gemäss lit. a dieser Gesetzesbestimmung erfolgt die ambulante 

Behandlung durch einen Arzt (oder Zahnarzt) oder auf dessen Anordnung hin durch 

eine medizinische Hilfsperson. Der Beschwerdeführer unterzog sich ab dem 7. März 

2007 einer Atlaslogiebehandlung durch F.___ (UV-act. K6). Eine ärztliche Verordnung 

für diese Behandlung liegt nicht bei den Akten. Zwar führte der Beschwerdeführer im 

E-Mail vom 7. Juni 2007 an die Beschwerdegegnerin aus (UV-act. K8), er habe die 

Atlaslogiebehandlung bei Frau F.___mit seinem Hausarzt abgesprochen und ihm liege 

ein Arztzeugnis vor, das er der Versicherung bei Bedarf zustellen werde. Dennoch 

reichten weder er noch sein Rechtsvertreter das erwähnte Zeugnis im bisherigen 

Verfahren ein. Dr. C.___ machte in den Berichten vom 10. April 2007 und vom 12. Juli 

2007 (UV-act. M7 und M8) auch keinerlei Hinweis auf eine Verordnung von 

Atlaslogietherapie. Vielmehr hielt er am 10. April 2007 fest: "Wir haben den Patienten 

seit 21. Juni 2006 nicht mehr in unserer Sprechstunde behandelt." und führte im 

Zeugnis vom 12. Juli 2007 auf die Frage nach den Therapien aus: "Der Patient besucht 

die Atlaslogie". Von ihm veranlasste Therapien listete er keine auf. Das Zeugnis vom 

12. Juli 2007 war nach einer einmaligen, unter "Erstbehandlung" aufgeführten 

Konsultation am Vortag ausgestellt worden, anlässlich der Dr. C.___ die 

Beschwerdefreiheit seines Patienten feststellte. Es war von der Beschwerdegegnerin 

mit der Bemerkung einverlangt worden: "Gemäss Angaben des Versicherten sind Sie 

der behandelnde Arzt und haben auch die

Atlaslogiebehandlung verschrieben." Daraus ergibt sich, dass Dr. C.___ die 

Atlaslogiebehandlung offensichtlich nicht verschrieben hatte, womit es an einem 

wesentlichen Element für eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für diese 

Therapie fehlt.

2.2    Selbst wenn eine ärztliche Verordnung vorliegen würde, gehört Frau F.___ nicht 

zu den medizinischen Hilfspersonen, die gemäss Art. 53 Abs. 1 UVG und Art. 69 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) analog zu den 

Physiotherapeuten zur selbständigen Tätigkeit für die Unfallversicherung zugelassen 

sind. Bei der Atlaslogiebehandlung handelt es sich zudem weder um eine 

wissenschaftlich anerkannte, noch um eine komplementär- oder alternativmedizinische 

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Methode oder Heilpraktik, die im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR; 

www.emindex.ch/) eingetragen ist.

2.3    In der Replik vom 17. November 2008 beruft sich der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gemäss der 

Empfehlung Nr. 1/2001 der Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG in der Fassung vom 

27. August 2005 (bzw. richtig vom 29. März 2005; http://www.koordination.ch/de/

online-handbuch/uvg-ad-hoc/archiv/ [Zugang mit Partnerpasswort - →2001 →01/01 

Version 03.05]). Er übersieht dabei, dass die Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG die 

genannte Empfehlung am 12. März 2007 einer Totalrevision unterzogen hatte und in 

dieser seither geltenden Fassung unter den Voraussetzungen für die Entschädigung 

von Alternativtherapien durch die Unfallversicherung festhält, es bestehe kein 

Rechtsanspruch auf die Bezahlung von Alternativtherapien. Im Rahmen des UVG 

könne dies jedoch auf freiwilliger Basis im Sinn von Schadenminderungskosten 

geschehen (vgl. http://www.svv.ch/index.cfm?id=6395 →2001 →01/01 Komplementär- 

bzw. Alternativmedizin sowie →2002 →01/02 Empfehlung Nr. 1/2002 über den 

zeitlichen Anwendungsbereich der Empfehlungen). - Die Beschwerdegegnerin beruft 

sich unmissverständlich darauf, die Atlaslogie sei keine Pflichtleistung und es bestehe 

kein Rechtsanspruch. Da keinerlei Anzeichen bestehen, dass die Beschwerdegegnerin 

solche Therapien in vergleichbaren Fällen bezahlt hat, kann ein Rechtsanspruch auch 

nicht aus dem Gleichbehandlungsgebot abgeleitet werden.

2.4    Zusammengefasst fehlt es somit unter den Aspekten des Leistungsrechts an 

einem Anspruch des Beschwerdeführers auf Vergütung der Kosten für die Atlaslogie. 

Weitere Heilungskosten sind nicht ausgewiesen.

3.         

3.1    Bei dieser Ausgangslage kann offen bleiben, ob weitere Leistungen im Rahmen 

des Grundfalls geschuldet wären oder ob ein Rückfall zu prüfen ist. Aufgrund der Akten 

erachtet das Gericht das Andauern des Grundfalls lediglich als möglich oder 

wahrscheinlich und die geltend gemachten Brückensymptome nicht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

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3.2    Es trifft zu dass der Fallabschluss in Form einer Verfügung zu erfolgen hat; dies 

jedoch nur wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur 

Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Aus den Akten ist nicht 

ersichtlich, dass bezüglich Behandlungsabschluss eine schriftliche Mitteilung im Sinn 

von Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) oder eine schriftliche Verfügung ergangen 

ist (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer hatte jedoch erst nach knapp vier 

Jahren ohne ärztliche Behandlung im März 2007 durch seine Arbeitgeberin wieder mit 

der Beschwerdegegnerin Kontakt aufnehmen lassen und weitere 

Versicherungsleistungen verlangt (UV-act. K2 f. und K6). Standen zu einem bestimmten 

Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, ohne dass der versicherten Person 

mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein, 

ist nach der Rechtsprechung für die Frage, ob ein Rückfall vorliege, entscheidend, ob 

zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine 

Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im 

Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu 

beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine 

entscheidende Rolle zu. Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem 

Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf 

Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3, 

8C_102/2008 vom 26. September 2008 E. 4.1 und 8C_433/2007 vom 26. August 2008 

E. 2.3). Aus der ex-ante-Betrachtung von Frühjahr / Frühsommer 2003 durfte die 

Beschwerdegegnerin angesichts der beschriebenen Verletzung des 

Beschwerdeführers, der unfallnahen Abklärungsergebnisse (UV-act. M2 bis M4) sowie 

der Tatsachen, dass der Unfall nie zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hatte und der 

Hausarzt eine "Schlussrechnung" einreichte (UV-act. M6), vom Fallabschluss 

ausgehen.

3.3    Auf weitere Abklärungen, besonders die Rückweisung an die 

Beschwerdegegnerin zur Durchführung weiterer Abklärungen, besonders eines 

Gutachtens kann ebenfalls verzichtet werden. Davon ist weder eine nähere Klärung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers in der Zeit, während der er sich nicht 

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ärztlich behandeln liess, noch eine ärztliche Dokumentation seines 

Gesundheitszustands unmittelbar vor Aufnahme der Atlaslogiebehandlung oder eine 

ärztliche Verordnung für diese zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 

I 153 E. 3 S. 157 und BGE 134 V 231 E. 5.3 S. 234 je mit Hinweisen).

4.           

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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