# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a363f4b2-478e-5bee-9a69-a32235355777
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.09.2018 II 2018 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-65_2018-09-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2018 65

Entscheid vom 19. September 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Familienausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, 
Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. B.________,
Beigeladener,

Gegenstand Familienzulagen (Auszahlung an Arbeitnehmer)

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Sachverhalt:

A. Von März 2015 bis Juni 2016 war B.________ beim Einzelunternehmen 
A.________ auf Basis eines mündlichen Arbeitsvertrages angestellt. Vereinbart 
war ein Nettolohn von Fr. 5'000.-- pro Monat für ein Vollpensum. Mit schriftlicher 
Aufhebungsvereinbarung vom 22. Juni 2016 wurde das Arbeitsverhältnis im ge-
genseitigen Einvernehmen per 22. Juni 2016 aufgelöst. Mit Erfüllung der Verein-
barung erklärten sich beide Parteien per Saldo aller Ansprüche auseinanderge-
setzt (Bf-act. 1).

B. Am 9. März 2016 stellte die Ausgleichskasse fest, dass auf der Lohnbe-
scheinigung 2015 der Firma von A.________ Familienzulagen deklariert waren, 
jedoch keine FAK-Anmeldung vorlag. In der Folge wurde A.________ aufgefor-
dert, die Anmeldung für Familienzulagen auszufüllen und einzureichen (Vi-act. 
1). Eine Anmeldung erfolgte nicht. Die Aufforderung wiederholte sich am 1. März 
2017 bezogen auf die Lohnbescheinigung 2016 (Vi-act. 2). 

Am 9. März 2017 traf bei der Ausgleichskasse Schwyz die von A.________ auf 
den 27. Februar 2017 datierte Anmeldung für Familienzulagen für B.________ 
ein (Vi-act. 3). Mit Schreiben vom 7. März 2017 wandte sich die Ehefrau von 
B.________ an die Ausgleichskasse Schwyz und äusserte Bedenken zur 
Rechtmässigkeit rund um die Familienzulagen; gleichzeitig stellte sie Antrag auf 
Direktauszahlung der Familienzulagen an B.________ (Vi-act. 3).

Mit Verfügung vom 4. April 2017 setzte die Ausgleichskasse Schwyz die Fami-
lienzulagen für B.________ (eine Tochter) für die Zeit vom 1. März 2015 bis 30. 
Juni 2016 auf monatlich Fr. 210.-- fest (Vi-act. 4). Am 11. April 2017 teilte sie 
A.________ mit, die Familienzulagen würden gemäss Gesuch von B.________ 
direkt auf dessen Bankkonto ausbezahlt (Vi-act. 5).

C. Nach weiteren Abklärungen betreffend Korrektheit der Lohnabrechnungen 
teilte die Familienausgleichskasse Schwyz A.________ am 28. August 2017 mit, 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe der Nettolohn die Familienzulage 
nicht enthalten. Am 25. September 2017 nahm A.________ Stellung dazu. Mit 
Verfügung vom 20. Dezember 2017 bestätigte die Familienausgleichskasse 
Schwyz, dem Gesuch von B.________ um Direktauszahlung der Familienzula-
gen vom 7. März 2017 entsprochen und die Familienzulagen in der Höhe von 
Fr. 3'360.-- zurecht direkt an B.________ entrichtet zu haben (Vi-act. 11). 

Am 18. Januar 2018 erhob A.________ gegen die Verfügung vom 20. Dezember 
2017 Einsprache und forderte die Rückerstattung der Familienzulagen in der 
Höhe von Fr. 3'360.-- an die Arbeitgeberin (Vi-act. 12). Mit Schreiben vom 26. 

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April 2018 hat die Familienausgleichskasse Schwyz B.________ in das Einspra-
cheverfahren beigeladen (Vi-act. 15); dieser nahm am 30. April 2018 Stellung. 
Mit Einspracheentscheid vom 23. Mai 2018 hat die Familienausgleichskasse 
Schwyz die Einsprache abgewiesen.

D. Am 21. Juni 2018 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 
23. Mai 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit dem sinngemässen Antrag, die geleisteten Familienzulagen seien 
der Arbeitgeberin zurückzuerstatten.

Mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2018 beantragt die Familienausgleichskasse 
Schwyz die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
gemäss Gesetz. Am 23. Juli 2018 beantragt der Beigeladene Abweisung der Be-
schwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Sachverhaltsmässig ergibt sich aus den Akten was folgt:

- Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer den Beigeladenen mit mündli-
chem Arbeitsvertrag angestellt hat und dass sie eine Nettolohnvereinbarung 
getroffen haben, wobei der Nettolohn Fr. 5'000.--/Monat für ein Vollpensum 
betrug.

- Es ist unbestritten, dass das Arbeitsverhältnis vom März 2015 bis Juni 2016 
dauerte.

- Gemäss Lohnzusammenzug 2015 (Vi-act. 12) arbeitete der Beigeladene im 
März 2015 50% und im April 2015 75%. Gemäss Bankkontoauszug des Bei-
geladenen (Vi-act. 3) wurde auch im Mai und Juni 2015 ein Lohn wie im April 
2015 von rund 75% ausbezahlt (Fr. 3825.--), mithin weniger als ein Nettolohn 
bei Vollpensum.

- Der Lohnausweis 2015 und der Lohnzusammenzug 2015 (Vi-act. 12) weisen 
als Nettolohn denjenigen Betrag aus, der gemäss Bankkontoauszug des Bei-
geladenen durch den Beschwerdeführer überwiesen wurde (Fr. 44'025.--; Vi-
act. 3) und als Bruttolohn diesen um die (auf dem Grundlohn berechneten) 
Abzüge für Sozialversicherungsbeiträge (Fr. 6'713.10) erhöhten Betrag 
(Fr. 50'738.10) sowie als Grundlohn den um die Kinderzulagen (Fr. 2'100.--) 
reduzierten Bruttolohn (Fr. 48'638.10).

- Der Lohnausweis 2016 und der Lohnzusammenzug 2016 (Vi-act. 12) weisen 
als Nettolohn einen Betrag (Fr. 41'587.--) aus, der nicht genau dem gemäss 

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Bankkontoauszug des Beigeladenen durch den Beschwerdeführer überwiese-
nen Betrag (Fr. 41'568.75; Vi-act. 3) entspricht (Differenz Fr. 18.75) und als 
Bruttolohn den um die (auf dem Grundlohn berechneten) Abzüge für Sozial-
versicherungsbeiträge (Fr. 5'328.60) erhöhten Nettolohn (Fr. 46'915.60) sowie 
als Grundlohn den um die Kinderzulagen (Fr. 1'260.--) reduzierten Bruttolohn 
(Fr. 45'655.60).

- Am 23. Mai 2016 überwies der Beschwerdeführer dem Beigeladenen als 13. 
Monatslohn fürs 2015 (pro rata) Fr. 3'668.75 (1/12 von Fr. 44'025.--) sowie am 
23. Juni 2016 Fr. 12'900.-- (Vi-act. 3). Der letzte Betrag ergibt sich aus der 
Aufhebungsvereinbarung vom 22. Juni 2016 (Bf-act. 1) und setzt sich zusam-
men aus:
- Fr. 3'600.-- Lohn Juni 2016 (pro rata 1. - 22.6.2016)
- Fr. 2'900.-- 13. Monatslohn 2016 (gerechnet netto bei einem Nettolohn von 

Fr. 5'000.--/Monat und für sieben Monate)
- Fr. 6'400.-- als Entschädigung (dieser Betrag ergibt sich gemäss Mail vom 

22.6.2016 des Beschwerdeführers [Bg-act. 6] aus Fr. 5'000.-- Entschädigung 
Monat Juli 2016 und Fr. 1'400.-- Entschädigung für 23. - 30.6.2016). 

Alle diese Zahlungen (mithin auch der 13. Monatslohn fürs 2015) fanden Ein-
gang in den Lohnzusammenzug bzw. den Lohnausweis 2016.

- Gemäss Aufhebungsvereinbarung vom 22. Juni 2016 unterzeichneten der Be-
schwerdeführer und der Beigeladene eine Saldoklausel, wonach mit Erfüllung 
der Vereinbarung die Parteien per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt 
sind (Bf-act. 1).

1.2 Für das Jahr 2015 unterblieb eine Anmeldung Familienzulagen durch den 
Beschwerdeführer. Nach neuerlicher Aufforderung durch die Vorinstanz reichte 
er mit Datum vom 27. Februar 2017 die Anmeldung für 2015 und 2016 ein (Vi-
act. 3). Als Anspruchsberechtigter und Antragsteller wird der Beigeladene mit ei-
nem AHV-pflichtigen Jahreslohn von Fr. 55'000.-- und einer Tochter (Jg. 2012) 
aufgeführt; ersucht wird um Auszahlung an den Beschwerdeführer. Die Anmel-
dung ist ebenso unterzeichnet durch den Beigeladenen als Antragsteller.

1.3 Mit Schreiben vom 7. März 2017 gelangte die Ehefrau des Beigeladenen 
an die Vorinstanz (Vi-act. 3) und verwies auf das durch den Beschwerdeführer 
eingereichte Anmeldeformular Familienzulagen. Sie führte aus, ihr Ehemann sei 
zu einem Nettolohn von Fr. 5'000.-- angestellt worden und habe diesen Betrag 
auch erhalten. Sie zeigte sich überzeugt, dass zusätzlich aber auch Kinderzula-
gen hätten ausbezahlt werden müssen, was nicht der Fall gewesen sei. Leider 
würden die Lohnabrechnungen einen Nachvollzug der Geschehnisse kaum zu-

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lassen. Sie würden nun befürchten, dass der Beschwerdeführer die beantragten 
Familienzulagen selber einkassieren wolle und er diese nicht ordnungsgemäss 
dem Anspruchsberechtigten überweise. Sie stellte daher Antrag auf Direktaus-
zahlung an den Beigeladenen.

1.4 Mit Verfügung vom 4. April 2017 bejahte die Vorinstanz einen Anspruch auf 
Familienzulagen des Beigeladenen. Die Verfügung war adressiert an den Be-
schwerdeführer mit der Bitte, diese an den Beigeladenen als anspruchsberech-
tigten Arbeitnehmer weiterzuleiten (ob dies erfolgt ist, ergibt sich aus den Akten 
nicht). Am 11. April 2017 teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit, die 
Familienzulagen von total Fr. 3'360.-- würden mit der Beitragsrechnung verrech-
net und sie würden gemäss Gesuch des Beigeladenen direkt auf dessen Bank-
konto ausbezahlt. 

1.5 Am 4. April und 5. Mai 2017 ersuchte die Ausgleichskasse Schwyz den Be-
schwerdeführer um Auskunft betreffend Nichtübereinstimmung der abgerechne-
ten Löhne mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmenden in den Jahren 2015 und 
2016 (Vi-act. 6). Nach einer Besprechung vom 12. Mai 2017 (Inhalt nicht akten-
kundig) verlangte die Ausgleichskasse Schwyz von ihm Kopien der monatlichen 
Lohnabrechnungen 2015 und 2016, da einerseits die Angaben auf dem 
Lohnausweis nicht mit den Zahlungseingängen beim Beigeladenen überein-
stimmten und anderseits habe dieser angegeben, Kinderzulagen nie erhalten zu 
haben (Vi-act. 7). Am 24. Mai 2017 teilte das Treuhandbüro des Beschwerdefüh-
rers der Ausgleichskasse mit, die Differenzen betreffend Bruttolohn Lohnblatt und 
AHV-Deklaration 2015 resultierten aus der Anwendung eines falschen Gesamt-
prozentsatzes für die Sozialleistungen bei der Hochrechnung des ausbezahlten 
Nettolohnes. Vereinbart gewesen sei ein Nettolohn, dieser habe die Kinderzula-
gen miteingeschlossen (Vi-act. 8).

Diese weiteren Informationen trugen nach Ansicht der Vorinstanz nicht zur 
Klärung bei, weshalb sie sich mit Schreiben vom 28. August 2017 gegenüber 
dem Beschwerdeführer dahingehend äusserte, dass mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit die Familienzulagen bei der Nettolohnvereinbarung keinen Lohn-
bestandteil dargestellt hätten und zusätzlich zum Lohn zu entrichten seien. Sie 
habe daher eine Direktzahlung an den Beigeladenen vorgenommen (Vi-act. 9). 

Am 25. September 2017 führte der Beschwerdeführer dazu aus, man habe eine 
Nettolohnvereinbarung getroffen; im Nettolohn sei die Kinderzulage enthalten 
gewesen; der Beigeladene habe während der Anstellungsdauer nie zusätzliche 
Familienzulagen gefordert oder erwähnt, diese seien im Lohn nicht enthalten. Es 
sei ihm unklar, wie nun nach zwei Jahren eine Direktauszahlung habe veranlasst 

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werden können. Kinderzulagen hätten an den Arbeitgeber zu erfolgen, der diese 
dem Arbeitnehmer monatlich mit dem Lohn auszahle. So sei es vorliegend auch 
erfolgt (Vi-act. 10).

Mit Verfügung vom 20. Dezember 2017 hielt die Vorinstanz an ihrer Darstellung 
fest und bestätigte die Direktauszahlung an den Beigeladenen.

1.6 In der Einsprache vom 18. Januar 2018 verwies der Beschwerdeführer auf 
die Lohnausweise der Jahre 2015 und 2016. Daraus werde ersichtlich, dass der 
deklarierte Bruttolohn nicht dem deklarierten AHV-Lohn entspreche, womit nach-
gewiesen sei, dass die Kinderzulagen bereits bei den offiziellen Meldungen und 
der Erstellung der Lohnausweise berücksichtigt worden seien. Die Lohnzusam-
menstellungen würden belegen, dass die Kinderzulagen im Nettolohn enthalten 
gewesen seien.

Im Einspracheverfahren äusserte sich der Beigeladene, es sei ein Nettolohn von 
Fr. 5'000.- zzgl. Sozialleistungen wie Kinderzulagen, die oben drauf kommen soll-
ten, vereinbart worden, leider aber nur mündlich. Dem Frieden zuliebe habe man 
das Thema Kinderzulagen nicht mehr zur Sprache gebracht. Als der Beschwer-
deführer jedoch den ausstehenden Lohnausweis 2016 erst gegen Unterzeich-
nung des Formulars Familienzulagen habe aushändigen wollen, hätten sie ent-
schieden, die Direktauszahlung in die Wege zu leiten. Es gehe nicht an, dass der 
Beschwerdeführer etwas einfordere, das ihm nicht zustehe.

2. Nachdem die Vorinstanz am 23. Mai 2018 die Einsprache abgewiesen und 
die Direktzahlung bestätigt hat, beantragt der Beschwerdeführer vor Verwal-
tungsgericht erneut, die Kinderzulagen seien ihm zurückzuerstatten. Er führt aus, 
mit mündlichem Vertrag sei eine monatliche Zahlung von Fr. 5'000.-- inklusive 
Familienzulagen vereinbart worden. Diese Zahlung sei monatlich erfolgt und vom 
Beigeladenen ohne Widerspruch entgegengenommen worden. Dieser habe sich 
nie, weder mündlich noch schriftlich, zu den anscheinend fehlenden Familienzu-
lagen geäussert. Nun plötzlich fordere der Beigeladene diese Zahlung, was un-
glaubwürdig sei und einem Trotzverhalten gegenüber dem Arbeitgeber entspre-
che. Zudem sei am 22. Juni 2016 eine Aufhebungsvereinbarung mit Saldoklausel 
unterzeichnet worden, wonach die Parteien per Saldo aller Ansprüche auseinan-
dergesetzt seien. Gestützt auf diese Vereinbarung ersucht der Beschwerdeführer 
um Rückerstattung der geleisteten Familienzulagen.

3.1 Der Bund hat den verfassungsmässigen Auftrag, bei der Erfüllung seiner 
Aufgaben die Bedürfnisse der Familie zu berücksichtigen. Er kann Vorschriften 
über die Familienzulagen erlassen sowie den Beitritt zu einer Familienaus-
gleichskasse allgemein oder für einzelne Bevölkerungsgruppen obligatorisch er-

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klären (vgl. Art. 116 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
[BV; SR 101] vom 18.4.1999). Diesem Auftrag ist der Bund mit dem Erlass des 
Bundesgesetzes über die Familienzulagen (Familienzulagengesetz, FamZG; SR 
836.2) vom 24. März 2006 (sowie des hier nicht relevanten Bundesgesetzes über 
die Familienzulagen in der Landwirtschaft [FLG; SR 836.1] vom 20.6.1952) 
nachgekommen. Danach sind Familienzulagen einmalige oder periodische Geld-
leistungen, die ausgerichtet werden, um die finanzielle Belastung durch ein oder 
mehrere Kinder teilweise auszugleichen (Art. 2 FamZG). Anspruch auf Familien-
zulagen haben die als Arbeitnehmende (sowie als Selbständigerwerbende) in der 
AHV obligatorisch versicherten Personen mit einem durch das Gesetz definierten 
Mindestlohn; die Zulagen werden unabhängig vom Lohn oder vom Arbeitspen-
sum bei Erreichen des Mindestlohnes stets ganz ausgerichtet (Art. 13 FamZG). 
Die Familienzulagen werden den anspruchsberechtigten Arbeitnehmenden in der 
Regel durch den Arbeitgeber ausbezahlt (Art. 15 Abs. 2 FamZG).

3.2 Im Bereich der Familienzulagen besteht mithin ein Dreiecksverhältnis mit 
Familienausgleichskasse, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Familienaus-
gleichskasse ist die leistungspflichtige Sozialversicherung, wogegen der Arbeit-
nehmer der Anspruchsberechtigte hinsichtlich der Versicherungsleistung ist. Dem 
Arbeitgeber kommt die Rolle einer reinen Zahlstelle zu; mithin besteht zwischen 
der Familienausgleichskasse und dem Arbeitgeber ein Zahlstellenverhältnis (Kie-
ser/Reichmuth, Praxiskommentar FamZG, Art. 1 Rz 55 ff.; Kieser, in Schaffhau-
ser/Kieser, Bundesgesetz über die Familienzulage, S. 35). Dies erhellt aus der 
Formulierung von Art. 15 Abs. 2 FamZG (wonach die Familienzulagen in der Re-
gel durch den Arbeitgeber ausbezahlt werden), woran die in § 11 EGzFamZG 
formulierten Aufgaben und Pflichten der Arbeitgeber (wonach sie u.a. die Zula-
gen nach den Weisungen der Familienausgleichskasse an die Berechtigten aus-
zahlen) nichts zu ändern vermag. Die Familienzulagen stehen den Arbeitneh-
menden zu und sie sind anspruchsberechtigt. 

3.3 Der Anspruch des Arbeitnehmers richtet sich gegenüber der Familienaus-
gleichskasse, selbst wenn die Zulagen durch den Arbeitgeber ausbezahlt wer-
den. Entsprechend bilden die Familienzulagen auch keinen Lohnbestandteil (Ur-
teil EVGer 2P.77/2000 vom 30.11.2000 Erw. 3d), selbst wenn sie in der Regel 
akzessorisch zum Lohn ausgerichtet werden (Kieser/Reichmuth, a.a.O., Art. 13 
Rz 50). Die Arbeitgeber stellen reine Zahlstellen dar (Erw. 3.2). Dies wiederum 
bedeutet, dass gegenüber dem anspruchsberechtigten Arbeitnehmer nicht der 
Arbeitgeber, sondern die Familienausgleichskasse Schuldnerin der Versiche-
rungsleistung, der Familienzulagen ist. Daraus folgt auch, dass der Arbeitgeber 
die (von der Familienausgleichskasse) geschuldeten Zulagen nicht mit ihm aus 

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dem Arbeitsverhältnis zustehenden Forderungen gegenüber dem Arbeitnehmer 
verrechnen kann. Ausgeschlossen ist ebenso, die Familienzulagen (die eine Ver-
sicherungsleistung darstellen) als Gegenleistung für die vom Arbeitnehmer ge-
leistete Arbeitsleistung zu qualifizieren und zu behandeln (Urteil EVGer 
2P.77/2000 vom 30.11.2000 Erw. 3d). Daraus folgt auch, dass der Arbeitnehmer 
bei Ausbleiben der Zahlungen seine Forderung nicht gegenüber dem Arbeitge-
ber, sondern nur gegenüber der Familienausgleichskasse geltend machen kann 
(Kieser/Reichmuth, a.a.O., Art. 15 Rz 15).

3.4 Schliesslich stellt die Auszahlung der Familienzulagen via Arbeitgeber zu-
sammen mit dem Lohn bloss die Regel dar. Art. 15 Abs. 2 FamZG normiert die-
sen Fall explizit als Regelfall, was entsprechend ausdrücklich auch andere Aus-
zahlungen zulässt. So kann die Familienausgleichkasse − von Amtes wegen   
oder auf Antrag hin − Direktzahlungen an die anspruchsberechtigte Person vor-
nehmen, wenn etwa für die Weiterleitungen durch den Arbeitgeber keine Gewähr 
besteht oder das dem Anspruch zugrunde liegende Arbeitsverhältnis im Zeit-
punkt der Ausrichtung der Familienzulage nicht mehr besteht (Kieser/Reichmuth, 
a.a.O., Art. 15 Rz 19). 

4.1 Soweit der Beschwerdeführer auf die verschiedenen Lohnabrechnungen 
verweist, um damit die erfolgte Auszahlung der Familienzulagen zu belegen, so 
vermag dies nichts zu beweisen. Vereinbart war ein Nettolohn; ausbezahlt wurde 
ein bestimmter Betrag als Nettolohn. Alles Weitere sind Hochrechnungen des 
ausbezahlten Nettolohnes. D.h. den ausgewiesenen Brutto- und Grundlohn 
rechnete der Beschwerdeführer basierend auf der Auszahlung und den Sozial-
versicherungsbeiträgen hoch. Bei Anwendung der korrekten Beitragssätze (was 
in casu offenbar nicht immer der Fall war) ergibt dies stets eine korrekte Abrech-
nung, vermag indes nicht zu belegen, ob Familienzulagen ausgerichtet worden 
sind oder nicht. 

4.2 Aufgrund der Qualifizierung der Familienzulage als Versicherungsleistung 
sowie als Anspruch des Arbeitnehmers gegenüber der Familienausgleichskasse 
und nicht als Lohnbestandteil und Leistung zwischen Arbeitgeber und Arbeit-
nehmer (vgl. Erw. 3) vermag der Beschwerdeführer auch aus der Saldoklausel in 
der Aufhebungsvereinbarung vom 22. Juni 2016 nichts zu seinen Gunsten abzu-
leiten. Sowenig wie der Beigeladene seinen Anspruch auf Familienzulagen ge-
genüber dem Beschwerdeführer hätte geltend machen können (Erw. 3.3), sowe-
nig konnte er gegenüber dem Beschwerdeführer als Arbeitgeber auf einen An-
spruch auf Familienzulagen verzichten (ein Verzicht erfolgt durch Nichtanmel-
dung bei der Familienausgleichskasse, was vorliegend eben gerade nicht der 

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Fall war; vgl. Flückiger, in Schaffhauser/Kieser, a.a.O., S. 179) und ebenso wenig 
konnte der Beschwerdeführer als Arbeitgeber in einer arbeitsrechtlichen Verein-
barung über die Familienzulage des Beigeladenen verfügen. 

4.3.1  Ob der Beschwerdeführer und der Beigeladene letztlich eine mündliche 
Nettolohnvereinbarung in dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Sinne 
abgeschlossen haben (dass nämlich die Netto-Lohnauszahlung auch die Famili-
enzulage mitumfasst hat), kann vorliegend offen bleiben. Der Anspruch des Bei-
geladenen auf Familienzulagen ist unbestritten. Der Beschwerdeführer als Ar-
beitgeber hätte bloss als Zahlstelle fungiert. Die Familienausgleichskasse war in-
des auf jeden Fall berechtigt, die Familienzulage direkt dem Beigeladenen aus-
zuzahlen (Erw. 3.4). Anspruchsberechtigt war nur der Beigeladene, nicht auch 
der Beschwerdeführer als Arbeitgeber und Zahlstelle. Damit aber ist die Auszah-
lung durch die Familienausgleichskasse an den Beigeladenen nicht zu bean-
standen.

4.3.2  Sollte der Beigeladene dadurch einen zu hohen (Netto-)Lohn ausbezahlt 
erhalten haben (da − was hier explizit offen bleiben kann − der vereinbarte Netto-
lohn die Familienzulage mitumfasste), so bestünde im Ergebnis eine Forderung 
aus Arbeitsvertrag des Arbeitgebers und Beschwerdeführers gegenüber seinem 
Arbeitnehmer (dem Beigeladenen). Dies ist aber keine Streitigkeit aus Familien-
zulagenrecht, sondern aus Arbeitsrecht, und mithin ist dazu weder die Familien-
ausgleichskasse noch das angerufene Verwaltungsgericht als Versicherungsge-
richt zuständig. Für die Streitigkeit aus Arbeitsvertrag ist vielmehr das Zivilgericht 
anzurufen. 

4.3.3  Abschliessend sei immerhin noch vermerkt, dass die Feststellung der Vor-
instanz, es sei überwiegend wahrscheinlich, dass in der Nettolohnvereinbarung 
die Familienzulage nicht inkludiert war, nachvollziehbar ist. So ist etwa die Erwä-
gung keinesfalls willkürlich, dass bei der Bestimmung eines üblichen Lohnes (vgl. 
Art. 322 Abs. 1 OR) davon auszugehen ist, ein Nettolohn bedeute nur, dass vom 
netto vereinbarten Lohn keine weiteren (gesetzlichen Arbeitnehmer-) Abzüge er-
folgen, nicht jedoch, dass keine Zulagen wie gesetzliche Familienzulagen ausbe-
zahlt werden. Ebenso ist die Feststellung zutreffend (und eine entsprechende 
Regelung daher unüblich), dass bei Berechnung, wie vom Beschwerdeführer gel-
tend gemacht, der eigentliche Lohn des Arbeitgebers als Gegenleistung für die 
geleistete Arbeit sinken würde, hätte der Arbeitnehmer aufgrund eines (weiteren) 
Kindes Anspruch auf höhere Kinderzulagen oder eine Geburtszulage. Auch vor-
liegend würde dies bedeuten, dass der eigentliche Lohn als Abgeltung für geleis-
tete Arbeit in den ersten Monaten mit Teilzeitarbeit des Beigeladenen tiefer ge-

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wesen wäre (da die Familienzulage unabhängig des Pensums stets ganz ausge-
richtet wird) und der Anteil 13. Monatslohn anderseits wäre höher als der sonst 
geleistete Lohn, da keine 13. Familienzulage ausgerichtet wird (das Nämliche gilt 
ebenso für die geleistete Entschädigung, welche der Beschwerdeführer auf Basis 
des Nettolohnes errechnet hat und wofür keine Zulage ausgerichtet wird). 
Schliesslich ist auch der Hinweis korrekt, dass der Beschwerdeführer die Famili-
enzulagen nicht bzw. erst nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses und 
nach zweimaliger Aufforderung angemeldet hat, was nur schwer verständlich wä-
re, wenn die Zahlung − wie von ihm geltend gemacht − ihm zustehen würde. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Verfahrenskosten werden keine erhoben; Anspruch auf eine Partei-
entschädigung besteht nicht (Art. 61 lit. a und lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (A)
- den Beigeladenen (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 19. September 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. September 2018