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**Case Identifier:** 241a4373-797e-50d0-8f5d-471edaae43fd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2016 100 2016 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-91_2016-11-14.pdf

## Full Text

100.2016.91U
KEP/ZEH/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2016

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin i.V.
Verwaltungsrichter Keller und Müller
Gerichtsschreiberin Zemp

A.________
handelnd durch … und … 
vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin 

gegen

Einwohnergemeinde Köniz 
Bauinspektorat, Landorfstrasse 1, 3098 Köniz
Beschwerdegegnerin 

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baupolizei; nachträgliche Baubewilligung für drei Dachflächen-
fenster; Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Entscheid der 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 1. März 2016; 
RA Nr. 120/2015/42)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Kollektivgesellschaft A.________ ist Eigentümerin der in der 
Wohnzone W, Bauklasse IIa liegenden Parzelle Köniz Gbbl. Nr. 1___. Das 
an der B.________strasse 2___a in Schliern b. Köniz gelegene Grundstück 
gehört zum kommunalen Ortsbildschutzgebiet Nr. 4.1 (Schwanden) und zur 
Baugruppe J (kantonal) bzw. Nr. 28 (kommunal). Am 15. Juni 2010 erteilte 
die Einwohnergemeinde (EG) Köniz den Mitgliedern der Erbengemein-
schaft C.________ als damaliger Eigentümerschaft die Baubewilligung 
unter anderem für den Umbau und die Umnutzung der Scheune in ein 
Wohnhaus mit sieben Wohnungen. An einer am 2. Oktober 2012 durchge-
führten Routinekontrolle stellte die Gemeinde verschiedene Abweichungen 
von den bewilligten Plänen fest, darunter den Einbau transparenter Dach-
eindeckungen im unteren Teil sowie einzelner aneinander- und teilweise 
übereinander gereihter Dachflächenfenster anstelle einer horizontal ange-
ordneten Schrägdachverglasung in der Mitte der nordwestlichen Haupt-
dachfläche. Von der Gelegenheit, ein nachträgliches Baugesuch zu stellen, 
machte die Bauherrschaft am 22. März 2013 Gebrauch. Nachdem die 
EG Köniz bei der Bau- und Planungskommission (BPK) eine Stellung-
nahme und bei der Kantonalen Denkmalpflege (KDP) einen Fachbericht 
eingeholt hatte, erteilte sie der A.________ am 1. Juni 2015 die nach-
trägliche Baubewilligung namentlich für die Mehrheit der Dachflächenfens-
ter und für die transparenten Dacheindeckungen im Vordachbereich. Hin-
gegen verweigerte sie die nachträgliche Baubewilligung für drei aneinan-
dergereihte Dachflächenfenster in der Mitte der nordwestlichen Hauptdach-
fläche. Gleichzeitig ordnete sie unter Androhung der Ersatzvornahme die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bis spätestens sechs Mo-
nate nach Rechtskraft des Entscheids an (Demontage der drei Dach-
flächenfenster und Schliessen der Dachfläche mit den Ziegeln der Haupt-
dachfläche). 

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B.

Gegen die Verfügung der Gemeinde erhob die A.________ am 2. Juli 
2015, soweit die drei Dachflächenfenster betreffend (verweigerte nachträg-
liche Baubewilligung und Wiederherstellung), Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese führte am 
26. Oktober 2015 einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. 
Mit Entscheid vom 1. März 2016 wies die BVE die Beschwerde ab und be-
stätigte die Verfügung der EG Köniz.

C.

Dagegen hat die A.________ am 1. April 2016 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit folgenden Anträgen:

«Der Entscheid RA Nr. 120/2015/42 der Bau-, Verkehrs- und Energie-
direktion vom 1. März 2016 sei aufzuheben und das nachträgliche 
Baugesuch der Beschwerdeführerin vom 22. März 2013 sei auch in 
Bezug auf die drei Dachflächenfenster oberhalb der mittleren Reihe in 
der nordwestlichen Hauptdachfläche, allenfalls unter Auflagen oder 
Bedingungen, zu bewilligen. 

Eventuell: Der Entscheid RA Nr. 120/2015/42 der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion vom 1. März 2016 sei insoweit aufzuheben, als damit 
die Wiederherstellungsverfügung der Einwohnergemeinde Köniz vom 
22. März 2013 [richtig: 1. Juni 2015] bestätigt wurde, und auf die Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustands sei, allenfalls unter Auf-
lagen und Bedingungen, zu verzichten;

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2016 beantragt die EG Köniz, die Be-
schwerde sei abzuweisen. Die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 
21. April 2016 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 
9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführerin hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

In der Sache ist zunächst umstritten, ob die Vorinstanz die nachträgliche 
Baubewilligung für die drei Dachflächenfenster auf der nordwestlichen 
Hauptdachfläche zu Recht verweigert hat. Die BVE hat den Bauabschlag 
zum einen mit Blick auf den kommunalen Ortsbildschutz verfügt. 

2.1 Das ehemalige Bauernhaus befindet sich im Ortsbildschutzgebiet 
Schwanden (Schutzplan mit Objektblatt 4.1 auf dem Geoportal der 
EG Köniz). – Gemäss Art. 9 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, 
Anschriften und Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht 
beeinträchtigen. Zur Verhinderung einer störenden Baugestaltung (stö-
rende Farb- oder Materialwahl, ortsfremde Bau- oder Dachform und dgl.) 
können im Baubewilligungsverfahren Bedingungen und Auflagen verfügt 
oder Projektänderungen verlangt werden (Abs. 1). Die Gemeinden können 
nähere Vorschriften erlassen (Abs. 3). Von dieser Ermächtigung hat die 
EG Köniz im Baureglement vom 7. März 1993 (GBR) Gebrauch gemacht, 
indem sie eine über Art. 9 Abs. 1 BauG hinausgehende sogenannte posi-
tive ästhetische Generalklausel und eine Bestimmung über Ortsbildschutz-

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gebiete erlassen hat (BVR 2015 S. 541 E. 6.1 f.; zur Zulässigkeit von Ge-
meindevorschriften zum Ortsbildschutz statt vieler VGE 2015/338 vom 
12.9.2016, E. 4.4 [noch nicht rechtskräftig]; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum 
bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 9/10 N. 4). Diese lauten wie 
folgt: 

Art. 14 Grundsätze
1 Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen sind – unter 
Beachtung ihrer Zweckbestimmung – so zu gestalten, dass sich zu-
sammen mit ihrem näheren und weiteren Umfeld eine gute Gesamtwir-
kung ergibt.

[…]

Art. 16 Ortsbildschutzgebiete
1 Als Ortsbildschutzgebiete sind Siedlungen und Siedlungsteile wie 
Quartiere, Dörfer, Weiler, Baugruppen von besonders hoher Qualität 
bezeichnet.
2 Ihre das Quartier prägende bauliche und aussenräumliche Struktur ist 
zu erhalten beziehungsweise sinngemäss zu erneuern.
3 Neu- und Umbauten haben sich bezüglich Stellung, Volumen und Ge-
staltung ins Ortsbild einzufügen (gute Gesamtwirkung im Sinne von Arti-
kel 14). 

2.2 Diese Vorgaben sind auch bzw. insbesondere in der Bauzone zu 
beachten, sollen damit die ästhetischen Werte des Raumes doch gerade 
vor Beeinträchtigungen durch Bauvorhaben geschützt werden und müssen 
Bauvorhaben an sich wenigstens minimalen Ästhetikansprüchen genügen 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 1). Daher kann die Beschwerdeführerin 
aus dem Umstand, dass ihr Grundstück mit drei Nachbargebäuden, anders 
als die übrigen Liegenschaften im Weiler Schwanden, in der Bauzone liegt, 
nichts zu ihren Gunsten ableiten (Beschwerde, S. 4 Ziff. 11). Der Wunsch 
nach einer bestmöglichen Belichtung und Belüftung erlaubt ebenfalls nicht, 
von den Ästhetikvorschriften abzuweichen. Eine genügende Belichtung und 
Belüftung gemäss den gesundheitspolizeilichen Bauvorschriften muss 
unter Einhaltung der ästhetischen Vorgaben sichergestellt werden 
(VGE 2015/308 vom 5.7.2016, E. 3.6). Ebenso wenig gibt der Wortlaut des 
Objektblatts Anlass, die Anforderungen an den Ortsbildschutz herabzu-
setzen, wie die Beschwerdeführerin zu schliessen scheint (Beschwerde, 
S. 5 Ziff. 14). Das zu beurteilende Gebäude gehört unbestrittenermassen 
zum Ortsbildschutzgebiet Nr. 4.1, weswegen die kommunalen Ästhetik-

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normen gemäss Art. 9 Abs. 3 BauG i.V.m. Art. 16 und 14 Abs. 1 GBR un-
eingeschränkt zur Anwendung gelangen (vgl. hiervor E. 2.1). 

3.

3.1 Zu prüfen ist somit, ob sich das ehemalige Bauernhaus mit der teils 
unbewilligt ausgeführten Dachgestaltung in das Ortsbild einfügt bzw. ob es 
so gestaltet ist, dass es zusammen mit dem näheren und weiteren Umfeld 
eine gute Gesamtwirkung im Sinn von Art. 16 i.V.m. Art. 14 Abs. 1 GBR 
ergibt. Dabei ist zu beachten, dass die Gemeinden im Bereich ihrer Bau- 
und Zonenordnung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen und der 
übergeordneten Planung autonom sind (Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung [BV; SR 101], Art. 109 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1] und Art. 65 Abs. 1 BauG). Ihre Autonomie beschränkt sich 
nicht nur auf den Bereich der Rechtsetzung; insbesondere wo eine Ge-
meinde zum Erlass von Rechtsnormen berechtigt ist, kommt ihr grundsätz-
lich auch bei deren Anwendung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Es 
ist deshalb vorab Sache der Gemeinde zu bestimmen, wie sie eine eigene 
Vorschrift verstanden haben will. Wird die Anwendung einer von ihr erlas-
senen Bestimmung Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die 
Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, ob die von der Gemeinde geltend ge-
machte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich mit andern 
Worten eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Ge-
meinde, indem sie sich der Prüfung enthalten, ob eine andere Bedeutung 
der umstrittenen Bestimmung ebenfalls möglich und rechtlich vertretbar 
wäre (BVR 2015 S. 263 E. 5.1, 2012 S. 20 E. 3.2; VGE 2015/338 vom 
12.9.2016, E. 4.6 [noch nicht rechtskräftig]; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 
N. 5 mit Hinweisen). Im Rahmen der Rechtskontrolle auferlegt sich das 
Gericht eine gewisse Zurückhaltung, soweit für die Beurteilung besondere 
Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über die es nicht 
gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten 
und -stellen (BVR 2014 S. 451 E. 1.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 80 N. 9). Zurückhaltung ist 
sodann ebenfalls geboten, wenn die Beurteilung von der Würdigung der 
örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen und kommunalen 

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Behörden besser kennen und überblicken (BVR 2015 S. 518 E. 4; 
BGE 139 II 145 E. 5 [Urteil rätoromanisch; deutscher Text ab S. 159], 136 II 
539 E. 3.2 a.E.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 3 und 9).

3.2 Das ehemalige Bauernhaus befindet sich im ländlich geprägten 
Weiler Schwanden. Das Gebäude ist in südlicher und nordwestlicher Rich-
tung umgeben von weiteren Bauernhäusern mit jeweils grossflächigen, 
grösstenteils unversehrten Dächern (D.________strasse 3___ und 4___, 
B.________strasse 2___, E.________strasse 5___ [vgl. Fotodossier des 
vorinstanzlichen Augenscheins vom 26.10.2015, nachfolgend: Fotodossier, 
Vorakten BVE, pag. 54 ff., Fotos Nrn. 20-22; Google Maps, einsehbar un-
ter: <http://www.google.ch/maps>]). Diese gehören ebenfalls zum Ortsbild-
schutzgebiet Nr. 4.1. Die Beschwerdeführerin hat in Abweichung von der 
ordentlichen Baubewilligung – ursprünglich bewilligt war eine horizontal 
über die Mitte der nordwestlichen Hauptdachfläche verlaufende Schräg-
dachverglasung – im Vordachbereich fast über die ganze Breite des Da-
ches transparente Dacheindeckungen angebracht (Glasziegel abwech-
selnd mit Schrägdachverglasungen). Auf halber Höhe der Dachfläche hat 
sie zudem eine Reihe von vier (linkerhand) und elf (mittig) Dachflächen-
fenstern sowie unmittelbar über letzteren zusätzlich drei und leicht gegen 
rechts oben versetzt von dieser Doppelreihe vier weitere Dachflächen-
fenster eingefügt. Die drei Dachflächenfenster sind im Vergleich zu den 
übrigen Dachflächenfenstern etwas grösser und aus Plastik statt Holz an-
gefertigt (Verfügung der EG Köniz vom 1.6.2015 [nachfolgend: Verfü-
gung EG, Vorakten EG, Dossier 3C, pag. 142 ff.], E. 7.2; Fotodossier, 
Fotos Nrn. 1 f., 13 f., 16 f. und 19). Allein sie bilden Streitgegenstand, 
nachdem die Gemeinde die restliche Dachgestaltung nachträglich bewilligt 
hat (vorne Bst. A). 

3.3 Die Gemeinde hat sich bei der Beurteilung der Ortsbildschutz-
verträglichkeit auf die Stellungnahme der BPK als Fachkommission zur 
Beurteilung von ortsbildpflegerischen und ästhetischen Massnahmen ge-
stützt. Letztere hatte sich zum fraglichen Baugesuch negativ geäussert und 
die Anordnung sämtlicher Dachflächenfenster auf der gleichen Höhe bzw. 
in einer Reihe verlangt (Vorakten EG, Dossier 3C, pag. 92 f.). Die Ge-
meinde hat den Bauabschlag bzw. den Rückbau alsdann lediglich für die 

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drei Dachflächenfenster der Doppelreihe verfügt. Dies hat sie insbesondere 
damit begründet, dass mit der teilweise doppelreihigen Anordnung der 
Dachflächenfenster in der Mitte der Hauptdachfläche ein Einschnitt in die 
Dachfläche entstehe, welcher die Linien der übrigen Dachflächenfenster 
unterbreche. Diese unruhige Fensteranordnung auf der grossen Dach-
fläche beeinträchtige das Ortsbild des Weilers zu stark (Verfügung EG, 
E. 7.2). Die BVE hat den Bauabschlag unter Bezugnahme auf die Gestal-
tungsgrundsätze des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kan-
tons Bern (AGR) bestätigt (vgl. AGR, Gestaltungsgrundsätze zu Artikel 24c 
RPG – Änderung von altrechtlichen Bauten und Anlagen, Stand Juni 2015 
[nachfolgend: Gestaltungsgrundsätze AGR]). Zur Begründung hat sie na-
mentlich erwogen, das Dach weise im Vergleich zu den umliegenden Dä-
chern mehr Eingriffe in die ursprünglich homogene Dachfläche auf. Die vier 
verschiedenen Belichtungselemente, welche auf unterschiedlicher Höhe 
lägen, führten zu einer sehr unruhigen Dachgestaltung. Die Doppelreihe 
unterbreche die Dachfläche nicht nur in horizontaler, sondern auch in verti-
kaler Hinsicht und widerspreche den Gestaltungsgrundsätzen des AGR 
diametral. Das Gebäude hebe sich dadurch deutlich von der im Ortsbild-
schutzperimeter vorherrschenden Bauweise ab. Obwohl es am Rand liege, 
wirke sich dessen Dachgestaltung gesamthaft betrachtet negativ auf die 
Erscheinung des Ortsbilds aus und füge sich nicht gut in die Umgebung 
ein. Die drei Dachflächenfenster selbst führten als zusätzliches Element 
und aufgrund ihrer Abweichung in Grösse und Materialisierung von den 
übrigen Fenstern zu einer weiteren Verschlechterung der Ästhetik der 
Dachgestaltung (angefochtener Entscheid, E. 3d-3f). – Die Beschwerdefüh-
rerin bestreitet die negative Wirkung der Dachgestaltung auf die Gesamter-
scheinung des Ortsbilds bzw. eine Verletzung der kommunalen Ästhetik-
vorschriften (Beschwerde, S. 5 f. Ziff. 15). 

3.4 Die Ausführungen der Gemeinde und der BVE sind nachvollziehbar 
und stützen sich auf sachliche Gründe. Die Gemeinde hat die Ortsbild-
schutzverträglichkeit der Dachfläche im Rahmen ihrer Autonomie und ge-
stützt auf die Fachmeinung der BPK beurteilt. Ebenso hat die BVE gestützt 
auf sachliche Überlegungen anschaulich dargelegt, warum die Dach-
gestaltung für sich alleine betrachtet, aber auch in Bezug auf die umliegen-
den Bauernhausdächer, nicht mit dem Ortsbildschutz vereinbar ist. Sie hat 

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eine umfassende Gesamtbetrachtung der Dachfläche vorgenommen und 
dabei im Vergleich zu den umliegenden Dächern mehr Eingriffe in die ur-
sprünglich homogene Dachfläche festgestellt, welche in Form von vier ver-
schiedenen Belichtungselementen zu einer sehr unruhigen Dachgestaltung 
führen. Sodann hat die Vorinstanz die drei Dachflächenfenster gesondert 
betrachtet und ist zum überzeugenden Schluss gelangt, dass diese als 
weitere Elemente die Ästhetik der Dachlandschaft zusätzlich beeinträchti-
gen. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die angebliche Unruhe auf dem 
Dach werde nicht durch die drei strittigen Dachflächenfenster verursacht, 
sondern durch die Anzahl der insgesamt auf dem Dach vorhandenen, 
grösstenteils bewilligten Elemente, greift daher zu kurz (Beschwerde, S. 6 f. 
Ziff. 17). Wie sich aus den Fotos zum Augenschein ergibt (Fotodossier, 
Fotos Nrn. 1 f., 16 f. und 19), finden sich auf der Dachfläche ver-
schiedenste Belichtungselemente (verschiedenartige Dachflächenfenster, 
Schrägdachverglasungen und Glasziegel) nebst mehreren Heizungs- und 
Entlüftungskaminen. Nicht nur die Anzahl unterschiedlicher Elemente, son-
dern auch deren unregelmässige Platzierung über grosse Teile der Haupt-
dachfläche hinweg und teilweise eine Doppelreihe bildend tragen in Über-
einstimmung mit den Vorinstanzen massgebend zum Eindruck der Zer-
stückelung des Daches bei (vgl. zur unruhigen Wirkung verschiedener 
Elemente mit asymmetrischer Anordnung VGE 2015/308 vom 5.7.2016, 
E. 3.5). Unter diesen Umständen würde es nicht zur Beruhigung der Dach-
fläche beitragen, die drei Dachflächenfenster durch solche zu ersetzen, die 
bezüglich Grösse und Anordnung den bewilligten Dachflächenfenstern ent-
sprechen, wie dies die Beschwerdeführerin als Auflage vorschlägt 
(Beschwerde, S. 7 Ziff. 18).

3.5 Was die Beschwerdeführerin ferner gegen den vorinstanzlichen 
Entscheid vorbringt, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. So ist nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz bei der Beurteilung die Gestaltungs-
grundsätze des AGR als Orientierungshilfe herangezogen hat (angefochte-
ner Entscheid, E. 3c; Beschwerde, S. 4 f. Ziff. 12). Zwar beziehen sich 
diese Grundsätze auf Bauten ausserhalb der Bauzone und handelt es sich 
dabei nicht um gesetzliche Vorschriften. Die darin enthaltenen objektiven 
Kriterien (regelmässige und horizontale Linienführung, Anzahl verschiede-
ner Belichtungselemente, unzulässige Kumulation von Dachaufbauten bzw. 

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Dacheinbauten, die eine unruhige Gesamtwirkung des Dachbilds ergeben 
[Gestaltungsgrundsätze AGR, S. 1]) ermöglichen indes eine sachliche Be-
urteilung (allgemein zu ästhetischen Generalklauseln vgl. Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 9/10 N. 8 f.; VGE 2015/308 vom 5.7.2016, E. 2.6 mit Hinwei-
sen). Hinzu kommt, dass das zu beurteilende Dach Teil eines (ehemaligen) 
Bauernhauses ist, welches sich in unmittelbarer Umgebung weiterer, in der 
Landwirtschaftszone liegender Bauernhäuser befindet, weswegen sich die 
sinngemässe Berücksichtigung der Gestaltungsgrundsätze des AGR an-
bietet. Dies entspricht der Ansicht der KDP, wonach es stossend wäre, 
zwei Bauernhäuser hinsichtlich der Anforderungen an die Dachgestaltung 
völlig unterschiedlich zu beurteilen, weil eines davon in der Bauzone, das 
andere jedoch in der Landwirtschaftszone steht (vgl. Votum F.________, 
Protokoll Augenschein 26.10.2015, S. 4 [Vorakten BVE, pag. 42]; 
Fachbericht KDP vom 5.8.2014, S. 1 [Vorakten EG, Dossier 3C, pag. 126]). 
Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich vorbringt, das strittige Dach 
werde vom öffentlichen Raum her durch eine unvoreingenommene Person 
gar nicht wahrgenommen (Beschwerde, S. 6 Ziff. 16), ist dem zu 
widersprechen. Die umstrittene Dachfläche ist von mehreren Standorten 
einsehbar (vgl. Fotodossier, Fotos Nrn. 16 f. und 19; Protokoll Augenschein 
26.10.2015, S. 10 f. [Vorakten BVE, pag. 48 f.]; Ausschnitt Google Maps 
[Street View], a.a.O., Standorte D.________strasse 3___ und 4___, 
G.________strasse 6___). Daran ändert nichts, dass die Einsehbarkeit 
vereinzelt eingeschränkt ist, wie die Beschwerdeführerin zu Recht festhält. 

3.6 Es ist somit insbesondere mit Blick auf die Überprüfungsbefugnis 
des Verwaltungsgerichts (vorne E. 3.1) nicht zu beanstanden, wenn die 
Vorinstanz und die Gemeinde zum Schluss gekommen sind, dass die drei 
Dachflächenfenster massgeblich zur unruhigen Dachgestaltung beitragen, 
dadurch das Ortsbild beeinträchtigen und nicht nachträglich bewilligt wer-
den können. Ein Augenschein verspricht keine zusätzlichen Erkenntnisse. 
Der Beweisantrag wird daher abgewiesen (Beschwerde, S. 6 Ziff. 15; vgl. 
zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 9 f.).

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4.

Die BVE hat die nachträgliche Baubewilligung zum andern verweigert, weil 
das Bauvorhaben die Vorgaben der Denkmalpflege verletzt. 

4.1 Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin befindet sich im Weiler 
Schwanden, Köniz, welcher im kommunalen Bauinventar als Baugruppe 
Nr. 28 und im kantonalen Bauinventar als Baugruppe J erfasst ist. Im Rah-
men der Überarbeitung des kantonalen Bauinventars Ende 2014 wurde die 
Textpassage betreffend das hier zu beurteilende Gebäude gestrichen. Das 
Grundstück der Beschwerdeführerin gehört indes nach wie vor zur Bau-
gruppe J (Vorakten EG, Dossier 3C, pag. 134-136; vgl. für die aktuelle Ver-
sion des Objektblatts <http://www.be.ch/geoportal>, Rubriken «Karten», 
«Bauinventar», Suchbegriff «Köniz, Schwanden» unter «Bau- und Struk-
turgruppen»). – Gemäss Art. 10a Abs. 1 BauG sind Baudenkmäler heraus-
ragende Objekte und Ensembles von kulturellem, historischem oder ästhe-
tischem Wert. Dazu gehören namentlich Ortsbilder, Baugruppen, Bauten, 
Gärten, Anlagen, innere Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattun-
gen. Art. 10b Abs. 1 BauG hält fest, dass Baudenkmäler nach den Bedürf-
nissen des heutigen Lebens und Wohnens für bisherige oder passende 
neue Zwecke genutzt und unter Berücksichtigung ihres Wertes verändert 
werden können. Sie dürfen durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht 
beeinträchtigt werden. Dieser sogenannte Umgebungsschutz ist Ausdruck 
eines denkmalpflegerischen Verständnisses, das sich nicht auf den Schutz 
von Altertümern und einzelner Bauten von überragender Schönheit be-
schränkt. Vielmehr bezieht sich das Schutzinteresse über das einzelne 
Objekt hinaus auch auf das Ensemble von Bauten und den Raum um ein 
Einzelobjekt herum. Die Wirkung einer Baugruppe kann schon durch das 
Wegfallen oder Verändern eines einzelnen Elements oder das Hinzufügen 
eines Fremdkörpers, allenfalls auch durch Bauvorhaben in der Umgebung, 
empfindlich gestört werden. Allfällige Veränderungen innerhalb einer Bau-
gruppe sind deshalb sorgfältig, mit Blick auf das Ganze und unter Beratung 
der Fachstelle zu planen (BVR 2015 S. 541 E. 6.3 mit Hinweisen; 
VGE 22651 vom 22.1.2007, E. 5.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 10a-10f N. 7 
und 11 a.E.).

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4.2 Die Gemeinde hat die nachträgliche Baubewilligung für die drei 
Dachflächenfenster verweigert, da diese die Baugruppe und die umliegen-
den Baudenkmäler zu stark beeinträchtigen. Sie hat sich dabei auf den 
Fachbericht der KDP gestützt (Verfügung EG, E. 7.2). Demnach erfüllt das 
ausgeführte Projekt die gestalterischen Anforderungen nicht mehr und be-
einträchtigt die Baugruppe nachteilig. Die beliebige Anordnung der Dach-
flächenfenster, Rohr- und Kaminaustritte u.a. sowie die Kombination von 
Festverglasungen und Glasziegeln im Vordachbereich führen zu einer 
unerwünschten negativen Gesamtwirkung, die es zu vermeiden gilt (Fach-
bericht KDP vom 5.8.2014, a.a.O., S. 2). Die BVE hat den Bauabschlag 
bestätigt mit der Begründung, die Dachgestaltung des gesamten Gebäu-
des, insbesondere die zusätzlichen drei Dachflächenfenster, gliederten sich 
nicht gut in das bestehende Ortsbild ein. Mit den vielen verschiedenen 
Elementen trete die Dachgestaltung innerhalb der Baugruppe deutlich in 
Erscheinung. Dazu trage jedes zusätzliche Element bei. Damit beeinträch-
tige die unruhige Dachgestaltung das ansonsten idyllisch anmutende Orts-
bild und wirke sich negativ auf das Erscheinungsbild der Baugruppe aus 
(angefochtener Entscheid, E. 4d).

4.3 Mit der Vorinstanz, der Gemeinde und der KDP ist darin einig zu 
gehen, dass die unbewilligt ausgeführte Dachgestaltung mit den verschie-
denen Belichtungselementen – namentlich den eine Doppelreihe bildenden 
drei Dachflächenfenstern – negativ auf die Umgebung wirkt (vgl. bereits 
vorne E. 3.3 f. und hiervor E. 4.2). Dadurch wird die Baugruppe Schwanden 
übermässig beeinträchtigt. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwen-
det, vermag nicht zu überzeugen: Dass das hier interessierende Gebäude 
nicht als schützens- bzw. erhaltenswert eingestuft ist, bedeutet nicht, dass 
in denkmalpflegerischer Hinsicht keine Vorgaben zu beachten wären. 
Grundstücke unterstehen dem Umgebungsschutz von Art. 10b Abs. 1 
BauG, wenn sie wie hier zu einer Baugruppe gehören. Nicht entscheidend 
ist dabei, wie die umliegenden Gebäude eingestuft sind und wie der von 
der Beschwerdeführerin zitierte Kurzbeschrieb des Inventars einst lautete 
(vgl. vorne E. 4.1; Beschwerde, S. 7 f. Ziff. 19-21). Soweit die Beschwer-
deführerin schliesslich vorbringt, die drei strittigen Fenster bewirkten keine 
rechtserhebliche Verschlechterung des vorbestehenden Zustands, sondern 
eine allfällige Beeinträchtigung liege in den zahlreichen bewilligten Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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staltungselementen begründet (Beschwerde, S. 8 Ziff. 22), ist mit Verweis 
auf die vorinstanzlichen Erwägungen festzuhalten, dass jedes zusätzliche 
Element zur Beunruhigung der Dachlandschaft beiträgt, insbesondere die 
drei fraglichen Dachflächenfenster, die zusammen mit elf bewilligten eine 
Doppelreihe bilden (vorne E. 3.4 und hiervor E. 4.2). Es ist somit nicht zu 
beanstanden, dass die BVE die nachträgliche Baubewilligung für die drei 
Dachflächenfenster auch aus Gründen der Denkmalpflege verweigert hat.

5.

Die Beschwerdeführerin macht im Weiteren einen Anspruch auf rechtsglei-
che Behandlung – gegebenenfalls im Unrecht – geltend. Sie nennt mehrere 
Beispiele, bei welchen die Gemeinde Dachgestaltungen in Ortsbildschutz-
gebieten und teilweise an Baudenkmälern bewilligt habe, welche weit über 
das hinausgingen, was hier strittig sei (Beschwerde, S. 9-13 Ziff. 23-28). 

5.1 Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässig-
keit der Verwaltung im Konfliktfall jenem der Rechtsgleichheit in der Regel 
vor (Art. 8 Abs. 1 BV; Art. 10 Abs. 1 KV). Wenn eine Behörde in einem Fall 
eine vom Gesetz abweichende Entscheidung getroffen hat, gibt das den 
Privaten, die sich in der gleichen Lage befinden, grundsätzlich keinen An-
spruch darauf, ebenfalls abweichend von der Norm behandelt zu werden. 
Dies gilt allerdings nur dann, wenn die abweichende Behandlung lediglich 
in einem einzigen oder in einigen wenigen Fällen erfolgt ist. Besteht hinge-
gen eine eigentliche gesetzwidrige Praxis und lehnt es die Behörde ab, 
diese aufzugeben, so können Private unter Umständen verlangen, dass die 
widerrechtliche Begünstigung, die Dritten zuteil wurde, auch ihnen gewährt 
werde, soweit dies nicht andere legitime Interessen verletzt. Die Gleich-
behandlung im Unrecht setzt unter anderem voraus, dass die zu beurtei-
lenden Sachverhalte in ihren tatbestandsrelevanten Elementen überein-
stimmen (BGE 139 II 49 E. 7.1 [Pra 102/2013 Nr. 33], 136 I 65 E. 5.6; 
BVR 2013 S. 85 E. 8.1 mit Hinweisen; Tschannen/Zimmerli/Müller, Allge-
meines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 23 N. 11 und 18-20; 
Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, 
N. 599).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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5.2 Fraglich ist, inwieweit die hier zu beurteilende Dachgestaltung mit 
den von der Beschwerdeführerin aufgeführten «Vergleichsobjekten» über-
haupt vergleichbar ist. Hierzu ergibt sich Folgendes:

5.2.1 Zunächst fallen jene Liegenschaften als Vergleichsobjekte ausser 
Betracht, bei denen es sich nicht um (ehemalige) Bauernhäuser mit massi-
ven, den Charakter des Gebäudes massgebend prägenden Dachflächen 
handelt (H.________strasse 7___, 8___, 9___ und 10___, Niederscherli 
[Beschwerde, S. 12 Ziff. 26g; Beschwerdebeilage BB 8]; vgl. auch Google 
Maps [Street View], a.a.O.; Nutzungsplan auf dem Geoportal der EG Köniz, 
Kartenansicht Orthofoto). Kommt hinzu, dass diese Grundstücke nicht wie 
hier im Ortsbildschutzperimeter liegen. Im Übrigen kann auf die Beurteilung 
der Gemeinde verwiesen werden, wonach die Eingriffselemente dieser 
Dächer symmetrisch angeordnet sind, weswegen eine kleinere 
«Verzettelung» und dadurch eine geringere optische Beeinträchtigung 
vorliegt als beim Beschwerdeobjekt (Beschwerdeantwort, S. 5 Ziff. 9.7). Als 
Vergleichsobjekte ungeeignet sind ferner diejenigen Dachgestaltungen, die 
lediglich Dachflächenfenster und damit nur eine Art von 
Belichtungselementen aufweisen (D.________strasse 3___, 
Hauptdachfläche Nordost, und I.________strasse 11___, beide Köniz 
[Beschwerde, S. 9 und 11 Ziff. 23a und 26a bzw. 26c; BB 2 und 4; 
Beilage 4 zur Beschwerde vom 2.7.2015, Vorakten BVE, nach pag. 10]; 
vgl. auch Fotodossier, Fotos Nrn. 20 f.; Google Maps [Street View], a.a.O.). 

5.2.2 Mit dem hier interessierenden Gebäude eher vergleichbar sind jene 
Objekte, die mit (Schlepp-)Gaube, Dachflächenfenstern und vereinzelt 
Glasziegeln zwei oder drei verschiedene Eingriffselemente aufweisen 
(D.________strasse 3___, Hauptdachfläche Südwest, Köniz [die gegen 
Südosten gerichteten Dachflächen sind als Gehrschild bzw. wegen der 
eingebauten Solarpanels nicht mit einer Hauptdachfläche wie hier 
vergleichbar, vgl. hiernach E. 5.2.3] und J.________strasse [richtig: 
…] 14___, 15___ sowie 16___, Mengestorf [Beschwerde, S. 9 und 11 f. 
Ziff. 23a und 26a bzw. 26h-26j; BB 2 bzw. 9-11]). Da es sich im Unter-
schied zu hier jedoch um eine kleine Anzahl von Dachflächenfenstern (ein, 
zwei oder vier) bzw. Glasziegel (Höhe von maximal drei Ziegelreihen, 
Breite von rund vier, sechs, acht und zwanzig Ziegeln) handelt – der über-

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wiegende Teil des Daches mithin frei ist von Eingriffen – und die Gauben 
symmetrisch in der Mitte liegen, werden diese Dachflächen insgesamt nicht 
übermässig beeinträchtigt (vgl. auch Google Maps [Street View], a.a.O.; 
Kartenansicht Orthofoto, a.a.O.). Sie wirken bedeutend ruhiger als jene der 
Liegenschaft der Beschwerdeführerin. Dasselbe gilt für diejenigen Dach-
gestaltungen, wo sich zwar anzahlmässig mehr Belichtungselemente vor-
finden, diese aber immerhin in horizontalen Reihen geordnet sind 
(K.________strasse 17___, Oberwangen und L.________weg 18___, 
Niederwangen [Beschwerde, S. 11 Ziff. 26b bzw. 26e; BB 3 bzw. 6]; vgl. 
auch Google Maps [Street View], a.a.O.). Bei diesen Dachflächen ergibt 
sich zudem eine gewisse Symmetrie in vertikaler Richtung durch die mittige 
Anordnung der Gauben und die nahezu gleichmässige Verteilung der 
Dachflächenfenster, Glasziegel und Kamine links und rechts davon. Die 
beiden Dächer weisen im Vergleich zum hier zu beurteilenden weniger 
Dachflächenfenster und Glasziegel auf, die Eingriffe betreffen insgesamt 
eine kleinere Dachfläche und wirken dadurch leichter. 

5.2.3 Bei den folgenden Dachlandschaften ist hingegen eine gewisse 
Ähnlichkeit mit dem hier strittigen Dach nicht von der Hand zu weisen: So 
finden sich auf den Hauptdachflächen der Liegenschaften 
I.________strasse 12___, Oberwangen (die gegen Südwesten gerichtete 
Dachfläche ist als Gehrschild nicht mit einer Hauptdachfläche wie hier 
vergleichbar), und I.________strasse 13___, Niederwangen, ebenfalls 
mehrere horizontale Reihen von Belichtungselementen 
(Dachflächenfenster in unterschiedlicher Grösse und Schleppgaube bzw. 
Dachflächenfenster, Schrägdachverglasungen, Glasziegel und 
Solarpanels; Beschwerde, S. 11 Ziff. 26d bzw. 26f; BB 5 bzw. 7; vgl. auch 
Google Maps [Street View], a.a.O.; Kartenansicht Orthofoto, a.a.O.). Im 
Gegensatz zum Gebäude der Beschwerdeführerin handelt es sich beim 
ersten Beispiel allerdings lediglich um zwei (zumal kürzere) Reihen von 
Dachflächenfenstern und insgesamt um nur zwei verschiedene 
Eingriffselemente (Dachflächenfenster und Gaube). Weiter ist die durch die 
Eingriffe beeinträchtigte Fläche bedeutend kleiner als beim strittigen Dach. 
Beim zweitgenannten Objekt bestehen drei der fünf Reihen und damit der 
überwiegende Teil aus Solarpanels, welche grundsätzlich nicht der 
Baubewilligungspflicht unterstehen bzw. an kantonal geschützten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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Kulturdenkmälern einem anderen Beurteilungsmassstab unterliegen als die 
strittigen Belichtungselemente (Art. 18a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 
1979 über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700], 
Art. 32a f. der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; 
SR 700.1], Art. 26a BauG, Art. 6 Abs. 1 Bst. f und Art. 7 Abs. 3 des Dekrets 
vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungs-
dekret, BewD; BSG 725.1]; Richtlinien des Regierungsrats des Kantons 
Bern «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Ener-
gien», Stand Januar 2015, S. 11-29). Davon abgesehen ist die Befenste-
rung klar und symmetrisch angeordnet und beeinträchtigt lediglich einen 
Drittel der Hauptdachfläche. Weiter sind die Grundstücke 
M.________strasse 19___ Hauptdachfläche Südwest, und 
N.________strasse 20___, beide Köniz (Beschwerde, S. 9 f. Ziff. 23b 
bzw. 23c; Beilagen 5 bzw. 6 zur Beschwerde vom 2.7.2015 [Vorakten BVE, 
nach pag. 10]), insofern mit dem hier strittigen vergleichbar, als ihre 
Dachflächen über mehrere verschiedene Belichtungselemente verfügen 
(Schleppgaube, Solarpanels, verschiedenartige Dachflächenfenster, bei 
Ersterem in einer Doppelreihe, bei Letzteren zudem eine Hocheinfahrt), die 
nicht besonders geordnet eingebaut wurden (vgl. auch Fotodossier, Fotos 
Nrn. 23, 25 und 27 f. bzw. Nrn. 24 und 26; Google Maps, a.a.O.). Die 
beiden Dächer wirken dadurch relativ beladen und unruhig. So äusserten 
die Vertreter der Gemeinde und der KDP am vorinstanzlichen Augenschein 
denn auch Zweifel daran, dass die Dachgestaltung der 
N.________strasse 20___ von der KDP bewilligt worden sei (vgl. Voten 
F.________ und O.________, Protokoll Augenschein 26.10.2015, S. 14 f. 
[Vorakten BVE, pag. 52 f.]). Hingegen ist beim erstgenannten Objekt durch 
die Anordnung der Schleppgaube in der Mitte des Wohnraums und der 
Solarpanels im unteren Teil des Daches immerhin ein gewisser Gestal-
tungswille erkennbar (vgl. auch Voten F.________ und O.________, 
a.a.O.). Die beiden Objekte unterscheiden sich vom hier interessierenden 
allemal dadurch, dass lediglich rund ein Drittel der jeweiligen Dachfläche 
durch Belichtungselemente beeinträchtigt wird, während die restliche 
Fläche unberührt bleibt. Zudem sind die Solarpanels wie soeben erwähnt 
nicht massgebend zu berücksichtigen. Die vier Objekte weisen damit zwar 
gewisse Ähnlichkeiten mit der hier zu beurteilenden Dachfläche auf, unter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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scheiden sich jedoch bezüglich der Art und des Umfangs der Eingriffe. 
Dadurch wirken ihre Hauptdachflächen insgesamt weniger unruhig.

5.2.4 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die von der Beschwerde-
führerin angeführten «Vergleichsobjekte» keine mit dem zu beurteilenden 
Dach vergleichbaren Eingriffe aufweisen: Sie unterscheiden sich dahin-
gehend, dass entweder weniger unterschiedliche bzw. kleinflächigere Be-
lichtungselemente oder Solarpanels eingebaut oder diese symmetrisch 
bzw. kompakter angeordnet sind. Festzuhalten ist insbesondere, dass 
keine der angegebenen Liegenschaften über eine asymmetrisch angeord-
nete Doppelreihe von Dachflächenfenstern verfügt, was bei der zu beurtei-
lenden Dachfläche hauptsächlich zum Bauabschlag geführt hat (vorne 
E. 3.3 f. und 4.2 f.). Infolgedessen liegen keine tauglichen Vergleichs-
objekte bzw. übereinstimmenden Sachverhalte vor. 

5.3 Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob überhaupt eine rechts-
widrige Praxis der Baubewilligungs- bzw. Baupolizeibehörde vorliegt, weil 
sie Dachgestaltungen zu grosszügig bewilligt bzw. bei unbewilligten Ein-
griffen nicht gehandelt habe. Ohnehin begründen einzelne gesetzeswidrige 
Begünstigungen durch die Behörden noch keine (Bewilligungs- oder Voll-
streckungs-)Praxis (vorne E. 5.1). Die Beschwerdeführerin könnte daher 
weder in Bezug auf eine hinsichtlich denkmalpflegerischer und ästhetischer 
Vorgaben allenfalls zu grosszügig bewilligte Dachgestaltung beim Grund-
stück N.________strasse 20___ noch auf die sehr entgegenkommende 
Wiederherstellungsfrist für das an der M.________strasse 19___ 
unbewilligt eingebaute Dachflächenfenster (bei der nächsten 
Dachsanierung) etwas zu ihren Gunsten ableiten (Beschwerde, S. 9 f. 
Ziff. 23b f.). Schliesslich ergibt sich auch daraus kein Anspruch auf 
Gleichbehandlung, dass gemäss ihren Angaben beim Objekt 
D.________strasse 3___ nach der verfügten Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands ein unbewilligt eingebautes Dachflächenfenster 
zunächst entfernt, später jedoch wieder eingebaut worden sei 
(Beschwerde, S. 9 und 11 Ziff. 23a und 26a). Laut der Gemeinde ist 
«noch» kein baupolizeiliches Verfahren eingeleitet worden (Beschwerde-
antwort, S. 4 Ziff. 9.1). Sie hat jedoch klar zum Ausdruck gebracht, dass sie 
keine gesetzeswidrige Handhabung der Dachgestaltung duldet (Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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deantwort, S. 4 f. Ziff. 7 und 9.8 a.E.; Vernehmlassung vom 21.8.2015 im 
vorinstanzlichen Verfahren, S. 4 Ziff. 7 [Vorakten BVE, pag. 31]). Daher ist 
davon auszugehen, dass die Gemeinde im Fall von (erneuten) rechtswidri-
gen Bauausführungen entsprechende Massnahmen ergreift. Die Verweige-
rung der nachträglichen Baubewilligung für die drei Dachflächenfenster ist 
nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.

6.

Es bleibt folglich die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands zu überprüfen.

6.1 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung 
einer Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines 
bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, so setzt die Baupolizei-
behörde der jeweiligen Grundeigentümerin oder dem jeweiligen Grund-
eigentümer eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmäs-
sigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 
BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 
liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht ver-
letzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist (BVR 2013 S. 85 E. 5.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9). Eine Wiederherstellungsmassnahme 
ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu errei-
chen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands 
nötig ist, und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 
Verhältnis zum verfolgten Ziel steht (BVR 2006 S. 444 E. 6.1, 2003 S. 97 
E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. a, je mit Hinweisen). Auf 
den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch eine bösgläubige 
Bauherrschaft berufen. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden 
aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechts-
gleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederher-
stellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und 
die der Bauherrschaft allenfalls erwachsenden (wirtschaftlichen) Nachteile 
nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen (vgl. BGE 132 II 21 
E. 6.4; BVR 2006 S. 444 E. 6.1). Wirtschaftliche Interessen allein haben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
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deshalb nach der Rechtsprechung kaum je ausschlaggebendes Gewicht, 
selbst dann nicht, wenn die (nun nutzlosen, aber bösgläubig getätigten) 
Investitionskosten und die Abbruchkosten zusammen sehr hoch sind. Zu 
berücksichtigen ist dabei, dass es unterschiedliche Grade der baurechtli-
chen «Bösgläubigkeit» gibt (vgl. VGE 2014/185/186 vom 19.8.2015, E. 4.3 
[insoweit bestätigt durch BGer 1C_489/2015 vom 25.2.2016]; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c).

6.2 Die BVE hat die von der Gemeinde angeordnete Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands (Demontage der drei Dachflächenfenster und 
Schliessen der Dachfläche mit den Ziegeln der Hauptfläche) bestätigt 
(angefochtener Entscheid, E. 6). – Die Beschwerdeführerin wendet da-
gegen ein, die Massnahme sei nicht verhältnismässig: Das Entfernen der 
strittigen Dachflächenfenster habe keineswegs zur Folge, dass der ange-
strebte Zustand, die Schaffung einer «homogenen», intakten, mit den 
Liegenschaften der Umgebung in Einklang stehenden Dachlandschaft er-
reicht werde, weswegen die angeordnete Wiederherstellungsmassnahme 
ungeeignet sei. Sie sei ferner nicht erforderlich, da das Ziel mit einem 
weniger schweren Eingriff in Form einer Auflage (Anpassen der drei Dach-
flächenfenster gegenüber den übrigen Fenstern bezüglich Grösse und An-
ordnung) zu erreichen sei. Zuletzt sei die Massnahme infolge der damit 
verbundenen Wertvernichtung der für die Wohnung getätigten Investitionen 
selbst einer als baurechtlich bösgläubig geltenden Bauherrschaft nicht zu-
mutbar (Beschwerde, S. 14 f. Ziff. 29-35). 

6.3 Die Beschwerdeführerin hat am ehemaligen Bauernhaus in Abwei-
chung von der erteilten Baubewilligung mehrere bauliche Änderungen vor-
nehmen lassen (vgl. vorne Bst. A und E. 3.2). Es darf vorausgesetzt wer-
den, dass die grundsätzliche Bewilligungspflicht für Bauvorhaben allgemein 
bekannt ist (BVR 2006 S. 444 E. 5.4 mit zahlreichen Hinweisen; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a). Der Beschwerdeführerin 
musste namentlich mit Blick auf das ordentliche Baubewilligungsverfahren 
im Jahr 2010, die dabei erfolgte und als Auflage angeordnete Zusammen-
arbeit mit der KDP und dem nicht mehr unbedeutenden Umfang der Ände-
rungen bewusst sein, dass die zusätzlichen Dachflächenfenster einer Bau-
bewilligung bedürfen; sie stellt dies denn auch nicht in Abrede (vgl. die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
Seite 20

stattdessen vorgebrachten Gründe für das unbewilligte Vorgehen Be-
schwerde, S. 15 Ziff. 33; hinten E. 6.4.3). Mit der Vorinstanz ist demnach 
darin einig zu gehen, dass die Beschwerdeführerin nicht gutgläubig gehan-
delt hat (angefochtener Entscheid, E. 6f). 

6.4 Die Wiederherstellungsmassnahme erweist sich aus folgenden 
Gründen als verhältnismässig:

6.4.1 Mit dem Entfernen der drei Dachflächenfenster entfällt gleichzeitig 
die störende Doppelreihe in der Mitte der Dachfläche. Dies trägt mass-
geblich zur Beruhigung der Dachlandschaft bei (vorne E. 3.3 f. und 4.2 f.). 
Die dadurch verbesserte ästhetische Wirkung wiederum dient der Einhal-
tung und Durchsetzung der ortsbildschutzrechtlichen und denkmalpflegeri-
schen Vorgaben und damit der baurechtlichen Ordnung; hierin liegt denn 
auch das öffentliche Interesse. Dieses ist nicht bloss «bescheiden» oder 
«relativ gering», da die Dachfläche mit den strittigen Dachflächenfenstern 
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin gut einsehbar ist (vorne 
E. 3.5; Beschwerde, S. 14 f. Ziff. 32-34). Soweit die Beschwerdeführerin 
weiter vorbringt, das Ziel lasse sich mit dem Entfernen der strittigen Dach-
flächenfenster nicht (mehr) erreichen, da die beanstandete Unruhe auf dem 
Dach zu einem überwiegenden Teil auf die vorbestehenden bzw. rechts-
kräftig bewilligten Dachelemente zurückzuführen sei (Beschwerde, S. 14 
Ziff. 31), ist dem entgegenzuhalten, dass es für die Eignung einer Wieder-
herstellungsmassnahme bereits ausreicht, wenn sie zur Zielerreichung 
einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag leistet. Ungeeignet ist eine 
Massnahme erst, wenn sie keinerlei Wirkungen hinsichtlich des ange-
strebten Zwecks entfaltet (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N. 522; 
Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 21 N. 4, je mit Hinweisen; vgl. auch 
Beschwerde, S. 14 Ziff. 30). Dies trifft im hier zu beurteilenden Fall, anders 
als in den in der Beschwerde aufgeführten Urteilen (Beschwerde, S. 14 
Ziff. 31), jedoch nicht zu. Das Entfernen der drei Dachflächenfenster trägt 
zumindest zu einer teilweisen Beruhigung der Dachfläche bei, auch wenn 
die Dachlandschaft dadurch nicht vollumfänglich wiederhergestellt wird. Die 
angeordnete Massnahme ist folglich geeignet, dem Ortsbildschutz und der 
Denkmalpflege und damit der Baugesetzgebung Nachachtung zu ver-
schaffen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
Seite 21

6.4.2 Weniger weit reichende Massnahmen sind für die beabsichtigte 
Durchsetzung der baurechtlichen Ordnung nicht genügend; namentlich 
wäre weder die von der Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren vorgeschlagene Auflage noch die vor der BVE eingebrachten 
Projektänderungen gleichermassen zielführend (vgl. vorne E. 3.4; Be-
schwerde, S. 15 Ziff. 35; Vorakten BVE, pag. 74). Die verfügte Wiederher-
stellung der Dachfläche erweist sich somit als erforderlich.

6.4.3 Hinsichtlich der Zumutbarkeit der Massnahme ist der BVE beizu-
pflichten, dass der Bauabschlag für (lediglich) drei Dachflächenfenster und 
deren Rückbau angesichts der ohne ordentliche Baubewilligung vorge-
nommenen, weitreichenden baulichen Änderungen bereits ein grosszügi-
ges Entgegenkommen darstellt (vgl. Vernehmlassung, S. 2; angefochtener 
Entscheid, E. 5c mit Verweis auf Schreiben der Gemeinde vom 19.6.2013 
[Vorakten EG, Dossier 3C, pag. 94]). Die Einwände der Beschwerdeführe-
rin vermögen die Wiederherstellungsmassnahme nicht als für sie unzumut-
bar erscheinen zu lassen. Namentlich die vorgebrachte Wertvernichtung 
der für die Wohnung getätigten Investitionen spielt mit Blick auf das bös-
gläubige Verhalten der Beschwerdeführerin nur eine untergeordnete Rolle, 
zumal nicht erwiesen ist, dass die Vermietung der Wohnung ohne die drei 
Dachflächenfenster erheblich erschwert wird (vorne E. 6.1; Beschwerde, 
S. 15 Ziff. 33 f.). Eine allfällig eingeschränkte Nutzbarkeit hat die Be-
schwerdeführerin durch das unbewilligte Bauen in Kauf genommen. Der 
Hinweis auf eine optimale Belichtung, Belüftung und Aussicht greift daher 
zu kurz (vorne E. 2.2). Wie die Vorinstanz zudem zu Recht festgestellt hat, 
wiegt das Interesse der Beschwerdeführerin an der Belichtung und Belüf-
tung der Galerie und des «Raucherbalkons» durch die drei zurückzubau-
enden Dachflächenfenster ohnehin nur sehr leicht, kann der «Raucher-
balkon» doch nicht als Wohnraum, auf den die wohnhygienischen Vor-
gaben Anwendung finden würden, ausgestaltet werden, ohne die zulässige 
Ausnützungsziffer zu überschreiten (angefochtener Entscheid, E. 6e; zur 
für die Anrechenbarkeit der Bruttogeschossfläche massgebenden objekti-
ven, tatsächlichen Verwendbarkeit BVR 2015 S. 557 [VGE 2014/304 vom 
12.3.2015, bestätigt durch BGer 1C_205/2015 vom 29.10.2015], nicht publ. 
E. 4.2; zur Anrechenbarkeit von Räumen, die ohne grossen Aufwand be-
wohnbar gemacht werden können vgl. VGE 2015/305 vom 20.9.2016, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
Seite 22

E. 4.3, 2015/121 vom 21.3.2016, E. 2.3, 2015/350 vom 25.2.2016, E. 4.3 f. 
[bestätigt durch BGer 1C_135/2016 vom 1.9.2016]). Insgesamt steht das 
verfolgte Ziel, die Durchsetzung der baurechtlichen Ordnung, in einem ver-
nünftigen Verhältnis zu den allfälligen Nachteilen für die Beschwerdeführe-
rin. Somit sind die Voraussetzungen für die Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands erfüllt.

7.

Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- der Kantonalen Denkmalpflege

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2016, Nr. 100.2016.91U, 
Seite 23

Die Abteilungspräsidentin i.V.: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.