# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21c7baea-e389-5d5e-b56b-9438c384a08b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.04.2016 UV 2014/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-80_2016-04-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/80

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.04.2016

Entscheiddatum: 11.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2016
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der Rückfallkausalität bei echtzeitlich 
diagnostizierter HWS-Distorsion und Schulterkontusion und im Rückfall 
diagnostizierter Instabilität mit Wirbelgleiten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 2016, UV 
2014/80).Entscheid vom 11. April 2016

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, Gerichtsschreiberin Della Batliner

Geschäftsnr.

UV 2014/80

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen (Rückfall, Spätfolgen)

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___, als Monteur bei der B.___ AG, bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, liess am 19. September 2008 einen Unfall anmelden, der sich am 14. August 

2008 ereignet hatte. Der Unfall wurde wie folgt beschrieben: „Montage von 

Sonnenmarkisen: unerwartete Gewichteinwirkung (Gewicht unterschätzt) von ca. 250 

kg auf Schulter und Halswirbelsäule.“ (Suva-act. 1). Im Fragebogen der Suva zur 

Ergänzung der Unfallmeldung bezifferte der Versicherte am 30. September 2008 das 

Gewicht der Markise auf ca. 150 kg (Suva-act. 4). Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, 

bestätigte im Arztzeugnis UVG vom 1. Oktober 2008 eine Erstbehandlung am 15. 

August 2008, stellte die Diagnosen einer HWS-Distorsion sowie einer Schultergürtel-

Kontusion und attestierte dem Versicherten vom 15. August 2008 bis voraussichtlich 

31. August 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Der Behandlungsabschluss war am 

27. August 2008 erfolgt (Suva-act. 3, vgl. dazu auch Suva-act. 2 und 5).

A.b     Am 13. März 2013 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin einen Rückfall 

zum Unfallereignis vom 14. August 2008 melden. Er verspüre seit längerer Zeit wieder 

Schmerzen im Nackenbereich (Suva-act. 6). Darauf folgend holte die Suva die 

medizinischen Unterlagen ein - die Arztzeugnisse UVG für Rückfall der 

(weiter-)behandelnden Ärzte Dr. C.___ und Prof. Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

Neurochirurgie, vom 11. März 2013 bzw. 30. Mai 2013 (Suva-act. 9, 13), die 

radiologischen Untersuchungsberichte von Dr. med. E.___, Facharzt medizinische 

Radiologie FMH, vom 26. Februar und 5. April 2013 (Suva-act. 25, 22), die 

Untersuchungsberichte von Prof. Dr. D.___ vom 25. März und 8. April 2013 (Suva-act. 

15, 24) sowie ein ärztliches Zeugnis von Dr. C.___ vom 8. Juni 2013 über eine vom 7. 

bis 12. Juni 2013 andauernde 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 16). Ausserdem 

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liess die Suva vom Versicherten ein Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen 

ausfüllen (Suva-act. 27) und führte mit ihm am 13. August 2013 eine Besprechung 

durch, bei der er das Unfallereignis schilderte. Sie hätten am 14. August 2008 zu Dritt 

eine Markise installiert, wobei alle drei Monteure auf einer Leiter gestanden seien. Sein 

Kollege habe die Markise auf seiner Seite eingehängt, worauf der mittlere Monteur die 

Markise ruckartig losgelassen habe. In der Folge sei ihm die Markise mit ihrem ganzen 

Gewicht auf die linke Nackenseite geprallt (Suva-act. 28).

A.c      Zwischenzeitlich hatte Prof. Dr. D.___ beim Beschwerdeführer am 24. Juni 2013 

bei der Indikation einer zervikalen Instabilität C2/3 eine diagnostische therapeutische 

Blockade des Facettengelenks C2/3 beidseits vorgenommen und die zervikale 

Instabilität C2/3 zur Diagnose erhoben (Suva-act. 26).

A.d     Gestützt auf die im Sachverhalt unter Bstb. A.b angeführten medizinischen 

Unterlagen und eine Beurteilung der Rückfallkausalität durch ihre Kreisärztin Dr. med. 

F.___, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, vom 18. September 2013 (Suva-act. 30) eröffnete die Suva 

dem Versicherten mit Schreiben vom 18. September 2013, dass zwischen den als 

Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 14. August 2008 kein sicherer 

oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht 

leistungspflichtig (Suva-act. 31). Mit Schreiben vom 25. September bzw. 22. November 

2013 erklärten sich Dr. C.___ und die Rechtsschutzversicherung des Versicherten mit 

der Leistungsablehnung nicht einverstanden, die Rechtsschutzversicherung 

insbesondere mit der Begründung, dass der Kurzbeurteilung von Dr. F.___ kein 

genügender Beweiswert zukomme (Suva-act. 32, 36).

A.e      Nachdem die Suva mit Schreiben vom 28. November 2013 an ihrer 

Leistungsablehnung festgehalten (Suva-act. 37) und die Rechtsschutzversicherung 

infolgedessen am 4. Dezember 2013 um Erlass einer anfechtbaren Verfügung ersucht 

hatte (Suva-act. 38), legte die Suva den Schadenfall erneut Dr. F.___ vor. Diese 

ersuchte die Suva abzuklären, ob für die Jahre 2008 bis 2013 medizinische Dokumente 

vorlägen (Suva-act. 40). Eine Mitarbeiterin der Praxis von Dr. C.___ bestätigte am 15. 

Januar 2014 telefonisch, dass der Versicherte zwischen September 2008 und Februar 

2013 nicht in ihrer Praxis in Behandlung gewesen sei (Suva-act. 41), worauf Dr. F.___ 

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am 17./18. März/2. April 2014 ihre ärztliche Beurteilung vornahm (Suva-act. 42). 

Gestützt auf diese bestätigte die Suva am 4. April 2014 verfügungsweise ihre 

Leistungsablehnung (Suva-act. 43).

B.         

B.a      Gegen die Verfügung vom 4. April 2014 liess der Versicherte durch seine 

Rechtsschutzversicherung am 6. Mai 2014 Einsprache erheben (Suva-act. 44).

B.b     Auf Ersuchen der Suva erläuterte Dr. F.___ am 16. Mai 2014 ihre Feststellung in 

der ärztlichen Beurteilung vom 17./18. März/2. April 2014, ihres Erachtens sei mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 

den aktuell geltend gemachten Beschwerden möglich (vgl. Suva-act. 42). Sie habe 

damit gemeint, der Kausalzusammenhang sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht gegeben (Suva-act. 47).

B.c      Am 17. September 2014 erliess die Suva einen ablehnenden 

Einspracheentscheid (Suva-act. 50).

C.         

C.a      Gegen diesen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten 

durch Rechtsanwalt M. Büchel, Oberuzwil, am 17. Oktober 2014 Beschwerde mit 

folgenden Anträgen: Die Verfügung vom 4. April 2014 sowie der Einspracheentscheid 

vom 17. September 2014 seien aufzuheben. Die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 

Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Eventualiter seien ergänzende 

medizinische Abklärungen, insbesondere ein medizinisches Gutachten gemäss Art. 44 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) einzuholen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b     Mit Beschwerdeantwort vom 12. November 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 17. September 2014 (act. G 3).

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C.c      Mit Replik vom 23. Januar 2015 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinen Anträgen unverändert fest (act. G 7) und legte neu 

Rechnungen von G.___, Praxis für Energie und Körperarbeit, vom 30. Juni, 31. August 

und 31. Oktober 2012 ins Recht (act. G 7.1-7.3).

C.d     Mit Duplik vom 19. Februar 2015 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihrerseits 

ihr Rechtsbegehren (act. G 9).

C.e      Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.        

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den von der Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers am 13. März 2013 gemeldeten Nackenschmerzen (Suva-act. 6) und 

seinem am 14. August 2008 erlittenen Unfall ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann. Diese Frage wird von der 

Beschwerdegegnerin insbesondere gestützt auf die Beurteilung ihrer Kreisärztin Dr. 

F.___ vom 17./18. März/2. April 2014 (Suva-act. 42) verneint.

2.          

2.1      Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die auch 

bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen einem Unfall und einer in dessen Folge eingetretenen 

Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Für 

die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge 

im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf Angaben ärztlicher Experten oder 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

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demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 123 III 110 und 112 V 

30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 138 V 250 f. E. 4 mit Hinweisen, BGE 118 V 291 f. E. 3a).

2.2      Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfall zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 4, 79). Die Verwaltung 

als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur 

dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 119 V 338 E. 1, BGE 118 

V 289 f. E. 1b, BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.3      Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

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der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).

3.          

3.1      Dr. F.___ hält in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 17./18. März/2. April 2014 fest, 

dass 2008 keine ossären strukturellen Läsionen konventionell radiologisch 

nachgewiesen worden seien. Des weiteren würden keine medizinischen 

Dokumentationen über neurologische Defizite in unmittelbar zeitlichem Zusammenhang 

nach dem Unfallereignis existieren. Über viereinhalb Jahre lägen keine weiteren 

medizinischen Dokumentationen über Brückensymptome oder weitere Behandlungen 

im Zusammenhang mit den geltend gemachten Nackenbeschwerden vor. Aufgrund 

dieser Sachlage sei der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den aktuell 

geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit möglich. 

Allenfalls durch eine traumatische segmentale zervikale Instabilität in Zusammenhang 

mit dem Unfallereignis aufgetretene Beschwerden wären in unmittelbar zeitlichem 

Zusammenhang aufgetreten und hätten eine immediate ausführliche Abklärung und 

Therapie ausgelöst (Suva-act. 42).

3.2      Der Umstand, dass Dr. F.___ ihre Beurteilung ausschliesslich aufgrund der Akten 

abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem 

Beweiswert ihrer Beurteilung nicht entgegen (PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 

56 S. 371 E. 5b). Die Kreisärztin legt die Anamnese („aktenmässiger Verlauf“) bzw. die 

Ergebnisse der von den behandelnden Ärzten durchgeführten Untersuchungen 

lückenlos dar. Im Weiteren beziehen sich ihre Ausführungen auf die im Rahmen der 

Beurteilung einer Rückfallkausalität massgebenden Beurteilungskriterien (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägungen 4 und 5), nämlich die ursprünglich gestellte Unfalldiagnose 

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als massgebender Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden, die im Rahmen des 

Rückfalls erhobene Diagnose, die Ergebnisse der radiologischen Untersuchungen 

betreffend Vorliegen unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn struktureller 

Veränderungen (vgl. dazu BGE 134 V 121 f. E. 9, BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 

BGE 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 82 f. E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; 

Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen 

Hinweisen) sowie den zeitlichen Ablauf.

3.3      Die Schlussfolgerung von Dr. F.___, der Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall vom 14. August 2008 und den aktuell geltend gemachten Beschwerden sei 

überwiegend wahrscheinlich möglich, ist tatsächlich unklar. So stellt sich die Frage, ob 

die Kreisärztin die Möglichkeit - entsprechend ihrer Formulierung „möglich“ - eben nur 

als möglich oder vielleicht doch als überwiegend wahrscheinlich betrachtet. Auf 

Ersuchen der Beschwerdegegnerin stellte Dr. F.___ am 16. Mai 2014 ihre 

Schlussfolgerung klar. Sie hielt unmissverständlich fest, dass mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kein Kausalzusammenhang zwischen den aktuell geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis gegeben sei (Suva-act. 47). Diese Formulierung 

stimmt mit dem im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich geforderten Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Erwägung 1.3; vgl. weiter Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 46; Thomas Locher/Thomas 

Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58 f.) 

überein und würde bedeuten, dass der Kausalzusammenhang und damit eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gemäss Art. 6 UVG zu verneinen wären. Ob 

der kreisärztlichen Beurteilung gefolgt werden kann, gilt es nachfolgend materiell-

rechtlich zu prüfen. Allein der Umstand, dass Dr. F.___ ihre Schlussfolgerung 

nachträglich erläuterte, lässt den Beweiswert ihrer Beurteilung nicht anzweifeln. Bereits 

in ihrer ersten Beurteilung vom 18. September 2013 hatte sie eine Rückfallkausalität 

verneint (Suva-act. 30). Daraufhin hatte ihr die Beschwerdegegnerin am 9. Januar 2014 

klar formuliert die entscheidende Frage gestellt („Bleibt es aufgrund der Aktenlage bei 

ihrem Entscheid vom 18. September 2013, dass kein überwiegend wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 14.8.2008 und den aktuell geklagten 

Beschwerden des Versicherten besteht?“; Suva-act. 40). Es besteht keinerlei 

Veranlassung anzunehmen, dass Dr. F.___ nicht bereits am 18. März/2. April 2014 

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exakt diese Frage beantworten wollte. Im Übrigen lassen ihre weiteren Ausführungen 

insgesamt keinen Zweifel offen, dass sie die fragliche Kausalität nicht als gegeben 

betrachtete. Der Beweiswert der Beurteilung von Dr. F.___ ist also allein mit der 

obgenannten unklaren Formulierung nicht in Frage gestellt.

4.          

4.1      Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten - 

apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, Computertomographie, MRI) 

bestätigt werden (BGE 134 V 121 E. 9; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 

2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 82 f. E. 5.4 mit Hinweisen [U479/05]).

4.2      Als Befunde der MRI-Untersuchung der HWS vom 25. Februar 2013 benannte 

Dr. E.___ im entsprechenden Untersuchungsbericht vom 26. Februar 2013 eine 

mässiggradige Kyphosefehlhaltung der HWS C2-C6 und eine leichtgradige 

Bandscheibendegeneration C4/C5 mit minimaler Protrusion ohne Nervenkompression. 

Ansonsten stellte sich das zerviko-vertebrospinale Kernspintomogramm normal dar. 

Der Nachweis einer morphologisch fassbaren eindeutigen Traumafolge wurde verneint 

(Suva-act. 25). Eine Kyphosefehlhaltung sowie Degenerationen im Bereich der 

Bandscheibe (Osteochondrose, Spondylose) konnten von Dr. E.___ röntgenologisch 

am 5. April 2013 erhoben werden (Suva-act. 22). Dass es sich bei besagten 

Gesundheitsschäden nicht um solche, durch ein Trauma verursachte strukturelle 

Läsionen handelt, wird in den medizinischen Akten von keiner Seite in Frage gestellt 

und ist mit Blick auf die medizinische Literatur im Regelfall auch nicht anzunehmen (vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 

490 ff., 811 ff., 848 ff.; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 181 f. unter 

„Bandscheibendegeneration“, 1062 unter „Kyphose“, 1379 unter „Osteochondrosis“, 

1737 unter „Spondylopathie“, 1738 unter „Spondylose“; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 232 unter „Bandscheibenschaden“ und 

„Bandscheibenvorfall“, 1164 f. unter „Kyphose“, 1557 unter „Osteochondrose“, 2000 

unter „Spondylosis deformans“; RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a mit Hinweisen; 

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Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U 

459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17).

4.3       

4.3.1  Auf den Röntgenaufnahmen der HWS vom 5. April 2013 stellte sich für Dr. E.___ 

eine leichtgradige Hypermobilität C2/C3 mit grenzwertiger Pseudoventrolisthesis in 

Neutralstellung und Inklination und bei erhaltenem Alignement in Reklination dar, wobei 

er deren Krankheitswert offensichtlich als fraglich erachtete (Suva-act. 22). Auch Prof. 

Dr. D.___ stellte laut seinem Bericht vom 8. April 2013 auf den Röntgenaufnahmen in 

Neutralstellung eine Retrolisthese C3 gegenüber von C2 um ungefähr 2-3 mm und eine 

Verstärkung derselben um etwa 1 mm in Anteflexion und Ausgleich in Retroflexion fest. 

Er erläuterte, dass das Segment C2/3 also leichtgradig instabil sei, was mit der 

Beschwerdesymptomatik des Beschwerdeführers korreliere (Suva-act. 24). Bei der 

Indikation einer zervikalen Instabilität C2/3 führte Prof. Dr. D.___ am 24. Juni 2013 eine 

diagnostische therapeutische Blockade des Facettengelenks C2/3 beidseits durch und 

erhob gestützt darauf die besagte Instabilität zur Diagnose (Suva-act. 26).

4.3.2  Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beschwerdeantwort vom 12. November 

2014 (act. G 3) angesichts eines im Rahmen der MRI-Untersuchung fehlenden 

Nachweises einer morphologisch fassbaren eindeutigen Traumafolge das Bestehen 

einer Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese und damit einer zervikalen Instabilität 

grundsätzlich in Frage und verweist dazu auf zwei Bundesgerichtsurteile (S. 4). 

Entgegen dieser Auffassung darf jedoch vorliegend ein organisches Substrat 

grundsätzlich als ausgewiesen betrachtet werden. Insbesondere laut Beurteilung des 

radiologischen Facharztes Dr. E.___ kam die Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese 

radiologisch zur Darstellung. Die Erklärung von Prof. Dr. D.___ in seinem Bericht vom 

25. März 2013 (Suva-act. 32) - in der MRI-Untersuchung sehe man naturgemäss die 

Retrolisthesis nicht, weil der Patient bei dieser Untersuchung auf dem Rücken liege - 

erscheint zudem schlüssig und nachvollziehbar. Selbst Dr. F.___ bezweifelt in ihrer 

Beurteilung eine zervikale segmentale Instabilität nicht ausdrücklich (Suva-act. 42). Die 

von der Beschwerdegegnerin angeführten Bundesgerichtsurteile vom 17. September 

2008, 8C_9/2008, und vom 26. Mai 2008, 8C_15272007, vermögen die 

Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese als objektivierte organische Substrate und 

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damit die zervikale Instabilität C2/3 nicht in Frage zu stellen. Die Erwägungen des 

Bundesgerichts (E. 2 bzw. 5) beziehen sich auf die Objektivierung von Unfallfolgen 

eines Schleudertraumas bzw. schleudertraumaähnlicher Verletzungen, welche im 

Regelfall radiologisch nicht anhand eines pathologischen bzw. organischen Befundes 

nachweisbar sind. Anders scheint dies bei der Pseudoventrolisthesis bzw. 

Retrolisthese zu sein (vgl. dazu auch Debrunner, a.a.O., S. 852 f.; Leitlinie der 

Orthopädie, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische 

Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 

2002, S. 192; Pschyrembel, a.a.O., S. 2000 zu „Spondylolisthesis“).

4.3.3  Ein Wirbelgleiten bzw. eine Instabilität entsteht vorrangig im Rahmen eines 

degenerativen Prozesses, vermag aber - wenn auch selten - als unfallkausaler 

Gesundheitsschaden sekundär, d.h. als Folge einer primären Verletzung (insbesondere 

einer Wirbelfraktur) aufzutreten (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 843; Leitlinie der 

Orthopädie, a.a.O., S. 191; Pschyrembel, a.a.O., S. 2000 zu „Spondylolisthesis“ und 

„Spondylolyse“). Prof. Dr. D.___ stellte sich in seinem Bericht vom 25. März 2013 auf 

den Standpunkt, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers mit der Retrolisthesis 

C2/3, die sicher traumatischer Genese sei, in Zusammenhang stehen dürften (Suva-ct. 

23). Die zervikale segmentale Instabilität als Schmerzursache wird von Dr. F.___ 

bestätigt (vgl. Suva-act. 42/3). Nachfolgend zu entscheiden ist hingegen, von welcher 

Kausalität hinsichtlich dem Wirbelgleiten bzw. der Instabilität mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.

5.          

5.1      Wie von Dr. F.___ in ihrer Beurteilung diskutiert, bilden die beim Unfall erlittene 

Verletzung, d.h. die Unfalldiagnose, aber auch die Rückfalldiagnose massgebende 

Kriterien für die Beurteilung des Vorliegens traumatischer Folgeschäden. Laut 

Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 1. Oktober 2008 zog sich der Beschwerdeführer 

ursprünglich beim Unfall vom 14. August 2008 eine HWS-Distorsion sowie eine 

Schultergürtelkontusion zu (Suva-act. 3). Es entspricht der medizinischen Erfahrung, 

dass Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen (Distorsionen) ohne 

strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit 

verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (Debrunner, a.a.O., S. 412). Dieser 

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medizinische Erfahrungssatz darf im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises 

berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 

4.6; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2, 3.2 mit Hinweisen auf 

die medizinische Literatur). Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den 

Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich 

dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht 

ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. Im vorliegenden Fall 

liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Dr. C.___ konnte die ärztliche 

Behandlung des Beschwerdeführers bereits am 27. August 2008 abschliessen und der 

Beschwerdeführer konnte seine Arbeit als Monteur bei der B.___ AG am 1. September 

2008 wieder aufnehmen (vgl. Suva-act. 3 ff.). Die initial am 20. August 2008 

durchgeführte Röntgenuntersuchung der HWS hatte lediglich eine Streckhaltung, 

jedoch keine Anhaltspunkte für eine traumatische ossäre Läsion ergeben (Suva-act. 9, 

42/1). Die Hypermobilität C2/3 mit dem Wirbelgleiten ist erstmals im Rahmen des 

Rückfalls bzw. im Bericht über die Röntgenuntersuchung vom 5. April 2013 

dokumentiert (Suva-act. 22). Eine Instabilität mit Wirbelgleiten tritt, wie gesagt, nur 

selten als sekundäre Begleiterscheinung einer primären Unfallverletzung auf (vgl. 

Erwägung 4.3.3). Fehlt es - wie im konkreten Fall - an einer primären Unfallverletzung, 

vermag auch die Instabilität mit Wirbelgleiten nicht als unfallkausal zu gelten, zumal ihre 

Existenz im Regelfall unfallfremd ist und der fragliche Gesundheitsschaden 

hauptsächlich im Rahmen eines Degenerationsprozesses auftritt (vgl. Erwägung 4.3.2). 

Ergänzt wird im konkreten Fall ein unfallfremder Sachverhalt durch die beim 

Beschwerdeführer erhobene Kyphose (vgl. Erwägung 4.2; vgl. Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O., S. 1737 unter „Spondylolisthesis“; Debrunner, a.a.O., S. 817). Entsprechend 

dem Gesagten haben sowohl Dr. E.___ als auch Prof. Dr. D.___ eine 

Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese festgehalten, welche im Gegensatz zur 

Spondylolyse ausdrücklich als Wirbelverschiebungen degenerativer Art gelten (vgl. 

dazu Debrunner, a.a.O., S. 847). Wie von Dr. F.___ überzeugend und schlüssig erklärt, 

ist anzunehmen, dass bei einer traumatischen segmentalen zervikalen Instabilität in 

unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfallereignis Beschwerden aufgetreten 

wären, die eine immediate ausführliche Abklärung und Therapie ausgelöste hätten. 

Hätte der Beschwerdeführer beim Unfall vom 14. August 2008 eine Wirbelverletzung 

erlitten, wäre es kaum nach nur rund zehn Tagen zu einem Behandlungsabschluss und 

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der Wiederaufnahme der Arbeit gekommen. Der Frage, ob die auf den Nacken und die 

Schulter des Beschwerdeführers gewirkte Kraft durch eine Markise von ca. 250 kg oder 

nur rund 150 kg Gewicht erfolgt ist, kommt angesichts des Gesagten keine Bedeutung 

zu. Ohnehin gingen die Ärzte in ihren Berichten bzw. Beurteilungen genauso wie die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid - wie vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gefordert - von einem Gewicht von ca. 200 - 

250 kg aus (vgl. Suva-act. 9, 13/3, 15, 42/3, 50/5). Zusammenfassend ist mithin 

festzuhalten, dass die Rückfalldiagnose einer Instabilität mit Wirbelgleiten nicht als 

überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfallereignisses vom 14. August 2008 

betrachtet werden kann.

5.2      Die Aussage von Prof. Dr. D.___ in seinem Bericht vom 25. März 2013 (Suva-act. 

15), die Retrolisthesis C2/3 sei sicher traumatischer Genese, überzeugt angesichts des 

Gesagten nicht. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, wie er zu dieser Beurteilung 

kommt. Allein mit der Diagnose einer segmentalen Instabilität C2/3 bei Zustand nach 

Traumatisierung der HWS 2008 (Suva-act. 15) wird einzig eine zeitliche Einordnung - 

die segmentale Instabilität C2/3 trat nach der Traumatisierung der HWS auf - 

vorgenommen. Der zeitliche Aspekt besitzt jedoch keine wissenschaftlich genügende 

Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises 

bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (Kieser, a.a.O., Art. 4 N 69; Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der 

Formel „post hoc ergo propter hoc“]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 54, E. 

7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). In demselben Sinne vermag 

auch der auf einer Aussage des Beschwerdeführers basierende anamnestische 

Sprechstundeneintrag vom 22. März 2013 von Prof. Dr. D.___, die 

Nackenbeschwerden bestünden seit dem Unfall und vor dem Unfall habe der 

Beschwerdeführer nie irgendwelche Probleme mit der HWS gehabt, keine überwiegend 

wahrscheinliche Unfallkausalität der Instabilität nachzuweisen (Suva-act. 13; vgl. dazu 

auch nachfolgende Erwägung 5.3).

5.3      Im konkreten Fall bildet schliesslich auch die Komponente des zeitlichen Ablaufs 

ein bedeutendes Indiz für eine unfallfremde Instabilität mit Wirbelgleiten. Je grösser der 

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zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Dr. F.___ weist zutreffend darauf hin, dass im 

vorliegenden Fall von einem über vier Jahre dauernden Intervall zwischen dem 

Unfallereignis (14. August 2008) und der Rückfallmeldung (13. März 2013) bzw. der 

Diagnose Instabilität mit Wirbelgleiten (5. April 2013) ohne aktenmässig dokumentierte 

Behandlung oder Kontrolle und mit durchgehender Arbeitsfähigkeit als Monteur 

auszugehen ist. Die vom Beschwerdeführer gegenüber Prof. Dr. D.___ am 22. März 

2013 (Suva-act. 13/3) und gegenüber der Beschwerdegegnerin anlässlich der 

Besprechung vom 13. August 2013 (Suva-act. 28) geschilderten Brückensymptome 

bzw. seit dem Unfall bestehenden Schmerzen sind nicht nachgewiesen (vgl. dazu 

Suva-act. 5, 8, 13, 16 und insbesondere auch Suva-act. 41). Die Folgen dieser 

Beweislosigkeit wirken sich zu Lasten des Beschwerdeführers aus (vgl. Erwägung 1.3). 

Ohne dokumentierte Brückensymptome lässt die mehrjährige Latenzzeit eine 

Rückfallkausalität als unwahrscheinlich erscheinen, zumal die Entstehung einer 

unfallfremden Instabilität mit Wirbelgleiten über den fraglichen Zeitraum ohne weiteres 

möglich ist. Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 19. Februar 2015 (act. G 9) 

zutreffend fest, dass auch die mit der Replik vom 23. Januar 2015 (act. G 7) neu 

aufgelegten Rechnungen von G.___ vom 30. Juni, 31. August und 31. Oktober 2012 für 

durchgeführte Rückenmassagen (act. G 7.1-7.3) keine überwiegend wahrscheinliche 

Unfallkausalität nachzuweisen vermögen. Sie stellen grundsätzlich keine ärztlichen 

Beurteilungen dar. Zudem ist die Ursächlichkeit der auf den Rechnungen vermerkten 

Diagnose „Verspannungen der Rückenmuskulatur und Schmerzen/Verspannungen im 

Nackenbereich“ nicht näher bestimmt. Die Ursachen von Rückenverspannungen sind 

mannigfaltig. Im Übrigen würde auch ein Zusammenhang der ab Mai 2012 durch G.___ 

behandelten Rückenverspannungen mit der Instabilität C2/3 am zeitlichen Ablauf nicht 

massgeblich etwas ändern. Die Beurteilung ihrer Kausalität würde sich bei einer 

Latenzzeit von mehr als drei Jahren gleich darstellen.

5.4      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit der radiologisch erhobenen 

Instabilität mit Wirbelgleiten kein überwiegend wahrscheinlich natürlich unfallkausaler 

Gesundheitsschaden nachgewiesen ist.

6.          

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6.1      Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen 

der HWS und Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; 

RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art, unter anderem Nackenbeschwerden, auftreten können. 

Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung 

typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 382 E. 4b). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

muss nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 

Stunden nach dem Unfall auftreten. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum 

Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des 

Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_413/2008, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen, 

und vom 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die andern 

im Rahmen des Schleudertraumas oder der HWS-Distorsion typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

6.2      Dr. C.___ diagnostizierte zwar beim Beschwerdeführer anlässlich seiner 

Erstbehandlung vom 15. August 2008 eine HWS-Distorsion und damit eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung (Suva-act. 3). Weder innerhalb einer Latenzzeit 

von 24 bis höchstens 72 Stunden noch später, im Rahmen des Rückfalls, wurden 

jedoch beim Beschwerdeführer neben Nackenbeschwerden weitere 

schleudertraumatypischen Beschwerden erhoben oder von ihm geltend gemacht (vgl. 

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insbesondere Suva-act. 27, vgl. auch Suva-act. 3, 13, 15, 28). Damit kann sicher nicht 

von einer Häufung von Beschwerden, sondern nur von einem äusserst begrenzten 

Beschwerdebild gesprochen werden. Zusammenfassend ist mithin in Übereinstimmung 

mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass keine Hinweise für eine durch den 

Unfall vom 14. August 2008 überwiegend wahrscheinlich verursachte 

schleudertraumaähnliche Verletzung vorliegen, schon gar nicht für eine solche mit 

Langzeitfolgen. Diese Schlussfolgerung wird insbesondere auch durch den Umstand 

der über vier Jahre angedauerten, behandlungsfreien Zeit mit voller Arbeitsfähigkeit 

bekräftigt.

7.       

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde nach Prüfung sämtlicher in 

Betracht kommender Kausalitätsbegründungen abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine Parteientschädigung ist bei diesem 

Verfahrensausgang nicht geschuldet.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2016
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der Rückfallkausalität bei echtzeitlich diagnostizierter HWS-Distorsion und Schulterkontusion und im Rückfall diagnostizierter Instabilität mit Wirbelgleiten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 2016, UV 2014/80).Entscheid vom 11. April 2016

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