# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb2e562b-d41e-58bf-8822-2367447a54c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2008 D-6247/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6247-2008_2008-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6247/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 0 8  

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Gambia,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 23. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6247/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 20. August  2008 in  der Schweiz um 
Asyl nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung vom 28. August 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie anlässlich der am 3. Sep-
tember 2008 ebenfalls in B._______ durchgeführten direkten Bundes-
anhörung geltend machte, er stamme aus C._______, Gambia, wo er 
auch bis zu seiner Ausreise gelebt habe,

dass er nach Abbruch seines Wirtschaftsstudiums am Gambia Techni-
cal  Training Institute (G.T.T.I)  in  C._______ im Jahre 2003/2004 sei-
nem Vater in dessen Africanshop geholfen habe, 

dass er bereits während seiner Internatszeit seine homosexuelle Ver-
anlagung gespürt habe, 

dass er  -  weil  er  seinen Partner auf  offener Strasse geküsst  habe - 
Anfang 2007 von der Polizei festgenommen und während einer Woche 
auf dem Polizeiposten C._______ festgehalten, befragt und misshan-
delt worden sei, da in dem muslimischen Land Gambia Homosexualität 
verboten sei,

dass er in der Folge von seiner Familie verstossen worden sei, da sie 
von seiner Homosexualität erfahren habe, weshalb er in die Wohnung 
seines Partners gezogen sei, 

dass er und sein Partner am 16. Februar 2008 anlässlich einer Razzia 
in  einem  Homosexuellenclub  erneut  von  der  Polizei  festgenommen 
und verhört  worden seien, da ihnen vorgeworfen worden sei, die Ho-
mosexualität in Gambia verbreiten zu wollen, 

dass  sie  beide  am  folgenden  Tag  ins  Mile  Two  Central  Prison  in 
D._______  überstellt  worden  seien,  wo  sie  geschlagen  und 
unmenschlich behandelt worden seien, 

dass sie während des Gefängnisaufenthalts tagsüber auf dem Land-
wirtschaftsgut  von Gambias Präsident  Jammeh hätten arbeiten müs-
sen, wo sie von Soldaten bewacht worden seien, 

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dass er im August 2008 eines Nachmittags die Unachtsamkeit der Sol-
daten ausgenützt und mit zwei weiteren Häftlingen die Flucht ergriffen 
habe, wohingegen sein Partner im Gefängnis zurückgeblieben sei, da 
er diesen nicht in seine Fluchtpläne eingeweiht habe,

dass er zu Fuss nach E._______ (Senegal) geflüchtet sei, von wo er 
seine Tante angerufen habe,  die ihm geraten habe,  den Senegal  zu 
verlassen,  da dieser Staat  ein  Ausschaffungsabkommen mit  Gambia 
habe, 

dass ihm seine Tante Geld geschickt habe und er anschliessend mit 
einem Boot zu einem ihm unbekannten Hafen in  Italien gelangt  sei, 
von wo er nach zwei Tagen mit dem Zug am 20. August 2008 illegal in 
die Schweiz eingereist sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuches im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ schriftlich aufge-
fordert worden ist, innert  48 Stunden ein Reise- oder Identitätspapier 
einzureichen,

dass das BFM mit Entscheid vom 23. September 2008 - eröffnet am 
selben Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylge-
such vom 12. August 2008 nicht eintrat und die Wegweisung des Be-
schwerdeführers  anordnete,  wobei  dieser  die  Schweiz  am Tag nach 
Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  angegeben,  nie  einen 
Pass besessen oder beantragt zu haben,

dass  er  zudem geltend  gemacht  habe,  seine  Identitätskarte  irgend-
wann 2005 in C._______ verloren zu haben und er eine neue Identi-
tätskarte nicht habe erlangen können, da er angesichts der vielen For-
malitäten überfordert  gewesen sei und ihm sein Vater nicht  geholfen 
habe, 

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dass der  Beschwerdeführer  überdies  angegeben  habe,  weder  einen 
Führerausweis noch eine Geburtsurkunde zu besitzen,

dass er überdies vorgebracht habe, auf der Reise von Gambia in die 
Schweiz nie kontrolliert worden zu sein,

dass auch im Lichte der geltend gemachten Asylgründe und der abst-
rusen Schilderung seines Reiseweges in die Schweiz die Vorbringen 
des Beschwerdeführers hinsichtlich des Nichtvorhandenseins von Pa-
pieren als Standardvorbringen und Konstrukt zu werten seien, wie es 
viele Asylbewerber verwenden würden, welche den Asylbehörden ihre 
Identität nicht offenlegen wollten,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer als Grund für sein Asylgesuch seine durch 
entsprechende Drohungen von Gambias Staatschef  geschürte Angst 
vor Repressionen gegen Homosexuelle geltend mache, jedoch seine 
behauptete Homosexualität aus mehreren Gründen nicht glaubhaft sei, 

dass der Beschwerdeführer insbesondere über seinen Partner bezie-
hungsweise dessen Vorleben, Tätigkeit, eventuelle Bisexualität et cete-
ra nichts wisse, 

dass er diesen merkwürdigerweise auch nicht in seine Fluchtpläne ein-
geweiht habe, 

dass unter Berücksichtigung seiner nicht glaubhaften Schilderung sei-
ner Schiffsreise nach Europa die Vorbringen und damit auch die gel-
tend gemachte Homosexualität als Konstrukt zu werten seien, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  30.  September  2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung der Vor-
instanz sei vollumfänglich aufzuheben und die Sache sei zur Prüfung 
des Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass in prozessualer Hinsicht die Gewährung der "unentgeltlichen Pro-
zessführung"  und  der  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses beantragt wurden,

dass der Beschwerdeführer mit der Rechtsmittelschrift Fax-Kopien sei-
ner Geburtsurkunde sowie seiner Identitätskarte einreichte, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  (Telefax)  am 1. Oktober  2008  beim 
Instruktionsrichter  des Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen (Art. 109 
Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2  AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

dass hinsichtlich der formellen Einwände des Beschwerdeführers zur 
Dauer der Beschwerdefrist und deren Rechtmässigkeit auf das Urteil 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  vom  25.  Mai  2004  in 
EMARK 2004 Nr. 25  zu  verweisen ist,  dem sich  das  Bundesverwal-
tungsgericht vollumfänglich anschliesst,

dass  der  Beschwerdeführer  seine am 30. September  2008  zur  Post 
gegebene Beschwerdeschrift innert Rechtsmittelfrist einreichte, womit 
die Rüge, innert Beschwerdefrist sei die Abfassung einer detaillierten 
Begründung der Beschwerde nicht möglich gewesen, nicht gehört wer-
den kann,  zumal  auch das Argument,  der Zugang zu freiberuflichen 
Anwälten sei innert der Beschwerdefrist nicht möglich, nicht den Tatsa-
chen entspricht,

dass hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er behalte 
sich Ergänzungen und weitere Ausführungen zu seiner Beschwerde-
schrift vor, auf Art. 32 Abs. 2 VwVG zu verweisen ist, wonach verspäte-
te Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, trotz Verspätung 
berücksichtigt werden können,

dass indessen der Vorbehalt des Beschwerdeführers, sofern dieser als 
sinngemässes Gesuch um Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerde-
ergänzung zu verstehen ist, abzuweisen ist, da die Beschwerdeschrift 
den  Anforderungen  von  Art.  52  Abs.  1  VwVG  genügt  und  die  Be-
schwerdesache  weder  einen  aussergewöhnlichen  Umfang  noch  be-
sondere Schwierigkeiten im Sinne von Art. 53 VwVG aufweist,

dass vorliegend die Unterlassung der gesetzlich vorgeschriebenen Ab-
gabe der Reise- oder Identitätspapiere unbestritten ist,

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dass  aufgrund  der  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  un-
glaubhaften Asylgründe und der völlig unsubstantiierten und unpräzi-
sen  Schilderung  seines  Reiseweges  in  die  Schweiz  in  Übereinstim-
mung mit der Vorinstanz die Angaben des Beschwerdeführers in Be-
zug  auf  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  als 
Standardvorbringen und Konstrukt zu werten sind, wie es Asylbewer-
ber regelmässig verwenden, die den Asylbehörden ihre Identität nicht 
offenlegen wollen, 

dass auch die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe deshalb 
keine neue Identitätskarte beantragt, weil er angesichts der vielen For-
malitäten hinsichtlich der Ausstellung einer neuen Identitätskarte völlig 
überfordert gewesen sei (act. A 1/12, S. 6), als unglaubhaft erscheint, 
da  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  über  eine  gute 
schulische Ausbildung verfügt,  die  es  ihm ohne Weiteres  ermöglicht 
hätte, ohne fremde Hilfe selbständig eine neue Identitätskarte zu be-
antragen, 

dass demzufolge keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen 
von  Reise-  oder  Identitätspapieren  innerhalb  von  48  Stunden  nach 
Einreichung des Asylgesuchs vorliegen,

dass an dieser Beurteilung auch der Umstand nichts ändert, dass der 
Beschwerdeführer  mit  der  Rechtsmittelschrift  dem  Bundesverwal-
tungsgericht Fax-Kopien seiner Identitätskarte beziehungsweise seiner 
Geburtsurkunde eingereicht hat respektive in der Beschwerde ankün-
digt,  dass  er  in  den nächsten Tagen dem Bundesverwaltungsgericht 
die  Identitätskarte  im  Original  einreichen  wird,  da  die  Frist  von  48 
Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG allein bezweckt, den asyl-
suchenden Personen die Abgabe jener Dokumente ohne Nachteile zu 
ermöglichen, auf die sie in der Schweiz Zugriff  haben und die sie im 
Moment der Gesuchseinreichung bewusst zurückbehalten haben (vgl. 
EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.),

dass  die  Einreichung  der  Identitätskarte  des  Beschwerdeführers  im 
Original nicht abzuwarten ist, zumal die nachträgliche Einreichung die-
ses Dokuments vorliegend auch nicht zu einer Kassation führt, da die 
geltend gemachten Asylgründe unglaubhaft sind (vgl. a.a.O. E. 5c.aa 
S. 109 f.),

dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

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und 7 AsylG nicht, da seine Vorbringen zum Teil sehr unsubstantiiert 
beziehungsweise unlogisch sind,  weshalb davon auszugehen ist,  die 
von ihm geltend gemachte Homosexualität  und die daraus angeblich 
resultierende Gefährdungssituation seien lediglich konstruiert, 

dass die Behauptung des Beschwerdeführers in der Beschwerde, es 
handle  sich  vorliegend um einen Fall,  bei  dem weitere  Abklärungen 
notwendig seien, keine Änderung des angefochtenen Nichteintretens-
entscheides zu bewirken vermag, zumal der Beschwerdeführer keine 
konkreten Gründe geltend macht, die zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft führen oder zusätzliche Abklärungen gemäss Art. 32 Abs. 
3 Bst. c AsylG als nötig erscheinen lassen,

dass an dieser Beurteilung auch die Tatsache nichts ändert, dass der 
an  der  Bundesanhörung  des  Beschwerdeführers  vom  3.  September 
2008  anwesende  Hilfswerkvertreter  in  der  schriftlichen  Bestätigung 
festhielt, er empfehle eine materielle Prüfung des Gesuchs, da der an 
der Bundesanhörung anwesende Hilfswerkvertreter  zwar weitere Ab-
klärungen  anregen  kann,  er  jedoch  über  keine  Parteirechte  verfügt, 
weshalb  eine  solche  Anregung  für  das  BFM  beziehungsweise  das 
Bundesverwaltungsgericht  auch  nicht  bindend  ist  (vgl.  dazu  MARIO 
GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl. Bern 1999, S. 
28 f.; EMARK 1996 Nr. 13 E. 4c und d, S. 111 f.),

dass  der  Hilfswerkvertreter  überdies  eine  materielle  Beurteilung  nur 
empfohlen und nicht als unabdingbar erachtet hat,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

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dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer weder eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermochte noch aus den üb-
rigen Akten eine solche erkennbar ist, weshalb das in Art. 5 AsylG ver-
ankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorlie-
genden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und  keine Anhaltspunkte 
für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm 
im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Erwägungen des BFM auch bezüglich der Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges  zutreffend sind  und  die  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe daran nichts zu ändern vermögen,

dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  der  Beschwerdeführer  seit  Geburt  in 
C._______ lebte und dort entsprechend über ein Beziehungsnetz ver-
fügt, weshalb der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu erachten 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des EVZ B._______ (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, EVZ B._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr.        N 
(...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwer-
deführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung 
an das Bundesverwaltungsgericht) 

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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