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**Case Identifier:** 71e60fa3-d812-567b-8e72-754884d58122
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.09.2008 C-1665/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1665-2008_2008-09-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1665/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 12. Februar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1665/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  am 11. Januar  1967  geborene  deutsche  Staatsangehörige 
X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  am 10. Oktober  2005 
ein Gesuch zum Bezug von Leistungen der schweizerischen Invaliden-
versicherung bei  der Bundesversicherungsanstalt  für  Angestellte,  bei 
der  Invalidenversicherungs-Stelle  für  Versicherte  im Ausland (IVSTA) 
eingegangen am 27. Oktober 2006, eingereicht hat (act. 1),

dass mit  Verfügung vom 12. Februar  2008 die IV-Stelle  dieses Leis-
tungsbegehren abgewiesen hat (act. 31),

dass  die  Beschwerdeführerin  gegen diese Verfügung mit  undatierter 
Eingabe, der Post übergeben am 10. März 2008, Beschwerde erhoben 
hat,

dass  die  Instruktionsrichterin  mit  Zwischenverfügung  vom  18.  März 
2008 die Beschwerdeführerin aufgefordert hat, innert 10 Tagen ab Er-
halt der Verfügung, die Rechtsbegehren zu stellen und die Beschwer-
de zu begründen,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe vom 27. März  2008 unter 
Beilage eines  ärztlichen  Attests  eine  Beschwerdebegründung  einge-
reicht und sinngemäss ausgeführt hat, sie sei seit 1998 vollständig ar-
beitsunfähig und seit 2002 nahezu komplett bettlägerig, dass sie seit 
2005 in einem Pflegeheim lebe, da sie nicht mehr in der Lage sei, für 
sich  alleine  zu  sorgen,  dass  sie  seit  November  2005  von der  deut-
schen  Rentenversicherung  eine  Rente  wegen  voller  Erwerbsminde-
rung erhalte  (act. 7)  und ein Antrag auf  Rehabilitationsmassnahmen 
von  der  deutschen  Rentenversicherung  mangels  Aussicht  auf  Erfolg 
abgelehnt worden sei,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 10. Juli 2008 unter Hin-
weis auf die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 7. Juli 2008 
beantragt  hat,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben, und die Sache sei im Sinn der erwähnten 
Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen, 

dass  Dr. W._______,  IV-Stellenarzt,  in  seiner  Stellungnahme vom 7. 
Juli 2008 im Wesentlichen ausgeführt hat, aufgrund der vorliegenden, 
allerdings nur rudimentären medizinischen Akten liege ein psychoso-

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matisches Leiden vor, dass sich die Versicherte in einem Pflegeheim 
aufhalte,  obwohl  keine  somatischen  Ausfallsyndrome vorlägen,  dass 
der medizinische Dienst der IV-Stelle in seiner Stellungnahme vom 27. 
November 2007 festgehalten habe, es liege keine Somatisierungsstö-
rung  mit  Begründung  eines  Rentenanspruchs  vor,  dass  dieser  Stel-
lungnahme die Aussage von Dr. S._______ gegenüber stehe, wonach 
die Versicherte arbeitsunfähig sei,  dass das Verhalten der Versicher-
ten, im Alter von knapp 40 Jahren in einem Pflegeheim zu leben, ei-
genartig sei und deshalb näher abgeklärt werden müsse, ob nur eine 
Somatisierung vorliege oder nicht eine relevante psychopathologische 
Komponente  mit  Krankheitswert  im  Sinn  der  Invalidenversicherung 
dazu  komme,  dass  er  daher  vorschlage,  zusätzliche  Akten  bei  der 
deutschen Rentenversicherung und weitere ärztliche Berichte über die 
Hospitalisationen  der  letzten  fünf  Jahre  anzufordern  und  die  Sache 
nach Vorlage dieser Berichte neu zu beurteilen, dass jedoch eine Be-
gutachtung  aufgrund  des  Streitwerts  und  angesichts  der  Tatsache, 
dass die Versicherte im Pflegeheim lebe, nicht in Frage komme (act. 
33),

dass die Beschwerdeführerin  mit  undatierter  Eingabe, beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen am 26. August 2008, um Fristerstre-
ckung zur Einreichung weiterer Beweismittel ersucht hat, 

dass sich die Beschwerdeführerin mit Brief vom 28. August 2008 mit 
der Gutheissung der Beschwerde und der Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung einverstanden erklärt  und bei Bedarf  weitere Unterla-
gen in Aussicht gestellt hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d  VGG ist,  und 
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist, 

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dass die Beschwerdeführerin  beschwerdelegitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 
VwVG; vgl.  auch  Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 6. Oktober  2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 
830.1]),  und dass die Beschwerde im Übrigen frist-  und formgerecht 
eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 
und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass  der  Versicherungsträger  die  Begehren der  versicherten Person 
zu prüfen, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzuneh-
men und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat (Art. 43 Abs. 1 
ATSG),

dass nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, der sich das 
Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht,  dass die an-
gefochtene Verfügung vom 12. Februar 2008 auf einer mangelhaften 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen 
Abklärungen durchzuführen, insbesondere medizinische Akten bei der 
deutschen Rentenversicherung und weitere Berichte über die Hospita-
lisationen der letzten fünf Jahren sowie bei Bedarf ein ärztliches Gut-
achten einzuholen,

dass der Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kei-
ne Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contra-
rio), 

dass der Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich nicht vertreten liess 
und  der  auch  sonst  keine  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen 
Kosten entstanden sind, keine Parteientschädigung zugesprochen wird 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, vgl. auch Art. 7 ff.  des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  und  die  Verfügung  vom  12. 
Februar 2008 wird aufgehoben. 

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Beilage: Brief der Beschwerdefüh-

rerin vom 28. August 2008)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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