# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 973c05ed-01ee-530f-a4a9-13029a449dfc
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.09.2025 III 2024 181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-181_2025-09-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 181

Entscheid vom 24. September 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.iur. Andreas Risi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
vertreten durch B.________,

2. C.________,
vertreten durch D.________,

3. E.________,
vertreten durch F.________,

4. G.________,
Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwältin H.________,

gegen

1. Bezirksrat Gersau, Ausserdorfstrasse 7, Postfach 59, 
6442 Gersau,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. I.________,
Beschwerdegegnerin,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Erschliessungsstrasse Schletterwald und 
Alp Scharteggli sowie Felssanierung Rotstock, Gersau)

2

Sachverhalt:

A. Am 27. September 2021 reichte die I.________ ein Baugesuch für die Er-
schliessung Schletterwald-Scharteggli und Felssanierung Rotstock ein (Bauge-
such Formular Z01). Gemäss dem Bericht zum Bau- und Auflageprojekt (vom 
7.9.2021 resp. 28.8.2023) zielt das Projekt ab auf (1.) die Erschliessung des 
Schutzwaldes für die anschliessende, dringende Schutzwaldpflege, (2.) den Ab-
bau einer akut gefährlichen, instabilen Felspartie und Einbau als Strassenkoffer 
sowie (3.) die Erschliessung der Alp Scharteggli. Das Bauvorhaben wurde am 1. 
Oktober 2021 im Amtsblatt ausgeschrieben und ab dann öffentlich aufgelegt. In-
nert der Auflagefrist ging eine Einsprache von A.________ und B.________, 
C.________ und D.________, E.________ und F.________ sowie G.________ 
ein. Im Verlaufe des Verfahrens kam es zu Projektanpassungen, so dass die Bau-
herrschaft am 4. September 2023 revidierte Projektunterlagen eingereicht hat.

B. Mit Gesamtentscheid vom 26. Oktober 2023 verfügte das ARE: 

1. Die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2021-1413 der I.________, 
J.________, Gersau wird im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und 
Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap, ll. Ziffern 1. ff. erteilt.

2. Die Einsprache der Schutzorganisationen wird aus kantonaler Sicht abgewiesen.

3. Vorbehalten bleiben der Einspracheentscheid und die Baubewilligung des Be-
zirks Gersau.

[4.-6. Bewilligungsgebühr, Rechtsmittelbelehrung und Zustellung]

Mit Bezirksratsbeschluss vom 19. Dezember 2023 (Versand 16.1.2024) beschloss 
der Bezirksrat Gersau:

1. Die Einsprache wird im Sinne der Erwägungen und unter Hinweis auf den kanto-
nalen Gesamtentscheid vom 26. Oktober 2023 abgewiesen.

2. Die Baubewilligung wird im Sinne der Erwägungen, gemäss den eingereichten 
und unter Buchstabe A des Sachverhaltes zum Bestandteil der Bewilligung er-
klärten Planunterlagen unter den nachstehenden Bedingungen erteilt.

3. Folgende Verfügungen, Bewilligungen, Stellungnahmen bilden einen integrieren-
den Bestandteil dieser Baubewilligung:
- Gesamtentscheid Amt für Raumentwicklung vom 26. Oktober 2023

4. Für die Erteilung der Baufreigabe sind nachfolgende Massnahmen umzusetzen
- Allgemeines Fahrverbotsschild mit Zusatz "Verbot für Radverkehr"
- Abschliessbare Barriere
- Hinweistafel über Problematik der Störungen von Wildtieren

[5.-13.]

C. Gegen die Baubewilligung und Abweisung der Einsprache erhoben 
A.________, C.________, E.________ und G.________ am 13. Februar 2024 ge-
meinsam Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat und beantragten: 

3

1. Es sei die Baubewilligung des Bezirksrates Gersau vom 15. Januar 2024 (Be-
schluss vom 19. Dezember 2023, Geschäftsnummer 2021-066) aufzuheben.

2. Es sei die kantonale Baubewilligung des Amts für Raumentwicklung vom 26. Ok-
tober 2023 (Geschäftsnummer 2021-066, Baugesuch-Nr. B2021-1413) aufzuhe-
ben.

3. Eventualiter seien die in Ziff. I und 2 genannten Bewilligungen aufzuheben und 
es sei die Sache zur Vornahme der erforderlichen Abklärungen und Sachver-
haltsfeststellungen zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg-
ner.

Mit RRB Nr. 760/2024 wies der Regierungsrat am 15. Oktober 2024 die Be-
schwerde unter Kostenauflage (Fr. 1'500) zu Lasten der Beschwerdeführer ab 
(Versand 22.10.2024). 

D. Am 18. November 2024 lassen A.________, C.________, E.________ und 
G.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Be-
schwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Der Beschluss des Regierungsrates vom 15. Oktober 2024 (VB 35/2024) und 
damit auch die folgenden Bewilligungen seien aufzuheben:

- Baubewilligung des Bezirksrates Gersau vom 15. Januar 2024 (Beschluss 
vom 19. Dezember 2023, Geschäftsnummer 2021-066), 

- kantonale Baubewilligung des Amts für Raumentwicklung vom 26. Oktober 
2023 (Geschäftsnummer 2021 -066, Baugesuch-Nr. B2021 - 1413).

2. Es seien die Bewilligungen für das Projekt "Erschliessung Schletterwald-Schart-
eggli" zu verweigern.

3. Eventualiter seien die genannten Bewilligungen aufzuheben und es sei die Sache 
zur Vornahme der erforderlichen Abklärungen und Sachverhaltsfeststellungen 
zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zzgl. 8.1 % MWST) zu Lasten 
der Beschwerdegegner.

E. Mit Vernehmlassung vom 29. November 2024 beantragt das Sicherheitsde-
partement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer 
abzuweisen. Das ARE hält am 16. Januar 2025, nach Einholen von Mitberichten 
des Amtes für Wald und Natur sowie des Amtes für Landwirtschaft, vernehmlas-
send dafür, die Beschwerde sei aus kantonaler Sicht abzuweisen. Seitens des Be-
zirks Gersau sowie der I.________ gehen innert Frist keine Vernehmlassungen 
ein.

F. Die Beschwerdeführer replizieren am 6. Februar 2025 und monieren u.a., 
die Beschwerdegegner würden sich nach wie vor nicht zur Tragung der Projekt-
kosten äussern. In der Folge wurde die Beschwerdegegnerin um entsprechende 

4

Auskunft ersucht. Mit Eingabe vom 21. Mai 2025 verzichtet sie auf eine Stellung-
nahme, worüber die Parteien informiert wurden. Da die Beschwerdeführer auf der 
Auskunft beharrten, wurde am 28. Mai 2025 das Sicherheitsdepartement um Aus-
kunft zur Kostenträgerschaft ersucht, worauf dieses am 2. Juni 2025 mitteilte, dies-
bezüglich über keine Kenntnisse oder Unterlagen zu verfügen, da sich der Regie-
rungsrat im angefochtenen Beschluss zur Kostenträgerschaft nicht habe äussern 
müssen. Hierauf wurde am 3. Juni 2025 neuerlich die Beschwerdegegnerin ange-
halten, Auskunft über die Kostenträgerschaft zu erteilen. Sie nahm am 5. Juni 2025 
Stellung und informierte, das Projekt verfolge drei Zielsetzungen im öffentlichen 
Interesse, weshalb gemäss ersten Abklärungen Beiträge (Bund, Kanton, Bezirk) 
erwartet werden könnten. Am 7. Juli 2025 informierte das Amt für Wald und Natur 
(AWN), es ergebe sich gesamthaft eine öffentliche Beteiligung an den Projektkos-
ten der Erschliessung Schletterwald-Scharteggli von 80%; die Restkosten trage 
die Bauherrschaft. Hierzu nehmen die Beschwerdeführer am 17. Juli 2025 Stel-
lung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Beschwerdegegnerin ist Eigentümerin der Liegenschaften KTN 
001.________ und KTN 002.________, beide Bezirk Gersau. Auf KTN 
002.________, Bereich Rotstock, beabsichtigt die Beschwerdegegnerin die Sanie-
rung einer instabilen Felspartie (absturzgefährdete Felspartie von rund 750m3) 
durch kontrollierten Felsabtrag von rund 1'200m3 mittels Felsbohrungen und 
Sprengungen. Dieses Material soll für die Kofferung des Strassenbauprojektes auf 
KTN 001.________ verwendet werden. Hier plant die Beschwerdegegnerin ab 
Gätterli den Bau einer Erschliessungsstrasse Schletterwald - Scharteggli. Beim 
Schletterwald handelt es sich um einen Schutzwald, der im obersten Teil durch die 
neue Strasse Richtung Süden gequert werden soll, was gemäss Projekt eine rati-
onellere und bestandesschonendere Schutzwaldpflege mit kurzen Seillinien im 
Aufwärtsverfahren anstelle der aktuellen langen Seillinien (Abwärtstransport) er-
möglichen soll. Kombiniert soll neben dem Schletterwald auch die Alp Scharteggli 
(Alpeinheiten Scharteggli [15.94 Normalstösse] und unteres Scharteggli [10.95 
Normalstösse]) erschlossen werden, welche aktuell nur zu Fuss erreichbar sei 
resp. nur via behelfsmässigem Weg, der von Schwändi ins Scharteggli wegen sehr 
steilen und unbefestigten Teilstücken nur bei trockenen Verhältnissen mit Traktor 
knapp befahrbar sei. Für die Erschliessung dieser Alpen solle die geplante Er-
schliessungsstrasse um 140m verlängert werden. 

5

Diese neue Erschliessungsstrasse misst gesamthaft eine Länge von rund 900m, 
verteilt auf 760m Forststrasse und 140m Alpweg; die Fahrbahnbreite der Forst-
strasse beträgt 3.2m (zuzüglich Kurvenverbreitung), jene des Alpweges 2.7m; die 
Bankettbreite beträgt 0.5m; ausgelegt ist die Strasse für Lastwagen mit einer Breite 
bis 2.55m und bis zu 40t Gesamtgewicht. Zum Strassenbeginn beim Gätterli soll 
eine abschliessbare Barriere sowie eine Tafel mit Hinweis auf die Problematik im 
Zusammenhang mit Störungen von Wildtieren installiert werden (vgl. Bau- und Auf-
lageprojekt, 28.8.2023). Zudem soll die Strasse mit einem Fahrverbot, gemäss 
ARE-Gesamtentscheid mit Zusatzschild "Verbot für Radverkehr", belegt werden. 

Auszug Bau- und Auflageprojekt, 28.8.2023, Abb. 4: Holzernteverfahren mit Erschliessung 
Schletterwald-Scharteggli 

1.2 Die geplante Erschliessungsstrasse auf KTN 001.________ liegt ausserhalb 
der Bauzone in der Landwirtschaftszone (Empfindlichkeitsstufe III) und grossteils 
innerhalb des Waldes sowie vollständig innerhalb der Landschaftsschutzone (LsZ) 
gemäss Art. 19 Schutzverordnung Bezirk Gersau (vom 26.6.1997) und im BLN-
Gebiet Nr. 1606 'Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi'. Ab der 
Passstrasse quert die Erschliessungsstrasse mit einem ersten Teilstück eine kom-
munale Naturschutzzone Nr. 4/2 'Feissenboden-Gätterli' (Flachmoor von regiona-

6

ler Bedeutung) gemäss Art. 18 Schutzverordnung Bezirk Gersau (vom 26.6.1997). 
Der Schletterwald ist ein Schutzwald nach Bundeskriterien. Der Strassenabschnitt 
kurz nach Austritt aus dem Schletterwald sowie ein wesentlicher Teil der Alp 
Scharteggli liegen im kantonalen Pflanzenschutzreservat Rigigebiet. Gemäss Ein-
trag im Forstlichen Gesamterschliessungskonzept Rigi 2024 (Planbeilage 5 zum 
Bau- und Auflageprojekt, 28.8.2023) liegt die Erschliessungsstrasse sodann im 
Auerhuhn Verbreitungsgebiet Rigi (1992), wobei die Strasse beim Gätterli ca. 
150m südlich der Kernzone beginnt und sich von dieser entfernt. Dieses Gesam-
terschliessungskonzept weist nördlich des Gätterlipasses sowie rund um die Rigi 
Hochflue Gebiete von wildökologischer Bedeutung (Minimalflächen) aus; die Er-
schliessungsstrasse kommt zwischen diese beiden zu liegen. Gemäss Fachbericht 
AWN vom 30. September 2021 liegt die Erschliessung in einem gut strukturierten 
Lebensraum und sie tangiere die Kerngebiete der Huftierarten Reh, Rothirsch und 
Gämse; in höheren Lagen befinde sich ein Kerngebiet des geschützten und 
störungsempfindlichen Birkhuhns. 

1.3 Das Bauprojekt wurde bewilligt mit Auflagen und Nebenbestimmungen, aus 
welchen namentlich hervorzuheben sind (vgl. Gesamtentscheid ARE vom 
26.10.2023):

Die weitere Planung und die Bauarbeiten der Erschliessungsstrasse sind mit dem 
zuständigen Revierförster abzusprechen; die für den Strassenbau zu entfernen-
den Bäume sind durch den Revierförster anzuzeichnen; die Strasse ist mit einem 
öffentlich-rechtlichen Fahrverbot zu versehen; es ist eine Hinweistafel aufzustel-
len, welche auf die Problematik im Zusammenhang mit Störungen von Wildtieren 
aufmerksam macht (Nebenbestimmungen Forstrecht).

Die neu projektierte Strasse ist mit einem allgemeinen Fahrverbot und darunter 
einer Tafel mit dem Zusatz "Verbot für Radverkehr" zu versehen: die Strasse ist 
mit einer abschliessbaren Barriere zu sperren; eine Hinweistafel über die Proble-
matik der Störungen von Wildtieren ist zu erstellen (Nebenbestimmung Jagd und 
Wildtiere).

Die Bauarbeiten im Bereich des Flachmoorobjekts haben ausserhalb der Hauptve-
getationszeit, d. h. zwischen dem 1. September und dem 15. März zu erfolgen; 
allfällige Bauinstallationen und Zwischendeponien sind ausserhalb der Flach-
moorvegetation anzulegen; die Zufahrt zur Baustelle im Flachmoor hat möglichst 
bodenschonend, d. h. auf Baggermatratzen oder Brettern zu erfolgen. Das Flach-
moor darf nicht unnötig befahren und betreten werden; die Rekultivierung der Bö-
schungen im Bereich des Flachmoorobjektes ist mit Vegetationsziegeln, welche 
beim Strassenbau entfernt werden, auszuführen; die ökologischen Ersatzmass-
nahmen gemäss Kapitel 3.7 des Berichts "Bau- und Auflageprojekt" vom 28. Au-

7

gust 2023 sind auszuführen und bei der nächsten Revision der Schutzzonenpla-
nung in das kommunale Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte sowie 
in den kommunalen Schutzzonenplan aufzunehmen und die Blocksteinmauer im 
Bereich der Querprofile 20.1 und 21.1 ist in Trockenbauweise und mit ortstypi-
schem Kalkstein auszuführen (Nebenbestimmungen Natur und Landschaft).

Die erwähnten ökologischen Ersatzmassnahmen gemäss Kap. 3.7 des Berichts 
Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 beinhalten eine Waldrandaufwer-
tung auf rund 120m am südlichen Ende des Flachmoores, das aktuell stark geprägt 
ist vom Gemeinen Gerner und Farnen, so dass mit der Aufwertung mehr Licht auf 
den Boden gelangt und sich die Artenvielfalt auf dem Flachmoor erhöht. Und zwei-
tens soll in einer Waldfläche oberhalb des Rest. Gätterli, welche mit einem stufigen 
Waldrand ökologisch aufgewertet werden kann, neben den Sträuchern insbeson-
dere die Föhre gefördert werden; die als Streuefläche genutzte Wiese soll in die-
sem Bereich mit gezielten Massnahmen offengehalten werden.

2. Die Beschwerdeführer rügen, die neue Erschliessungsstrasse sei ohne die 
notwendigen Sachverhaltsabklärungen bewilligt worden, was eine objektive Beur-
teilung des Vorhabens verunmögliche; es fehle an den notwendigen Erhebungen 
und Grundlagen, was auch eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar-
stelle (Beschwerde Kap. B). Das forstliche Gesamterschliessungskonzept Rigi, auf 
welchem das Erschliessungsprojekt basiere, sei aus mehreren Gründen proble-
matisch, erfülle etwa die Anforderungen des Bundes an ein Gesamterschlies-
sungskonzept nicht (Beschwerde Kap. C). Weiter verletze die Bewilligung die Ko-
ordinationspflicht, weil etwa auch die Bewirtschaftung des Chälenwaldes in die Ar-
gumentation einbezogen werde, dieser aber gar nicht Bewilligungsgegenstand 
bilde (Beschwerde Kap. D). Überhaupt fehle auch der Bedarf an neuen Erschlies-
sungen (Beschwerde Kap. E) und die Interessenabwägung sei fehlerhaft (Be-
schwerde Kap. F). Und selbst wenn der Eingriff durch die neue Erschliessungs-
strasse zulässig wäre, wären die beschlossenen Ersatzmassnahmen ungenügend 
und vermöchten den Eingriff nicht zu kompensieren (Beschwerde Kap. G). Weiter 
stelle das Vorgehen der Vorinstanzen auch eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör dar. Die Vorinstanzen hätten zwar die Bedenken und Argumente 
der Beschwerdeführer minutiös aufgenommen und aufgelistet, materiell aber hät-
ten sie sich systematisch geweigert, auf die wesentlichen Vorbringen einzugehen 
und sich mit diesen auseinanderzusetzen. Die Kernanliegen, namentlich die Ab-
klärung der wildökologischen Situation, die Mängel des Gesamtkonzepts und eine 
Auseinandersetzung mit den entgegenstehenden öffentlichen Interessen, seien 
ausgeklammert geblieben. Es fehle an einer nachvollziehbaren Begründung des 
Entscheides.

8

3.1 Wie zuvor in E. 1.2 dargelegt, soll die geplante Erschliessungsstrasse auf 
KTN 001.________ in einem ersten Abschnitt eine kommunale Naturschutzzone 
Nr. 4/2 'Feissenboden-Gätterli' (Flachmoor von regionaler Bedeutung) gemäss Art. 
18 Schutzverordnung Bezirk Gersau (vom 26.6.1997) queren. Es ist dies unbe-
stritten und wird auch im Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 entspre-
chend dargestellt. Die Erschliessungsstrasse führt damit durch einen schutzwürdi-
gen Lebensraum nach Art. 18 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über den Natur- und 
Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966, was im Fachbericht AWN Natur 
und Landschaft vom 7.10.2021/15.2.2023 so festgestellt wurde (vgl. Vi-act. III-
03/Gesamtentscheid-Fachberichte). Nachdem der Fachbericht Antrag auf Ableh-
nung des Projektes stellte, wurde der Bauherrschaft am 17. Februar 2023 das 
rechtliche Gehör gewährt, wobei ein überarbeitetes Projekt gefordert wurde 
(Schreiben ARE vom 17.2.2023 in Vi-act. II-01). Am 15. Mai 2023 erfolgte offenbar 
eine Begehung (vgl. Gesamtentscheid ARE S. 9) mit anschliessendem Mailwech-
sel zwischen dem Leiter Fachbereich Natur und Landschaft und der Bauherrschaft 
(vgl. Bau- und Auflageprojekt vom 28.8.2023 Ziff. 2.1; Begehungsprotokoll und 
Mailverkehr liegen nicht in den Akten). Am 4. September 2023 ging beim Bezirk 
ein überarbeitetes Projekt ein (Bau- und Auflageprojekt, 28.8.2023), wobei der Be-
richt zum Bau- und Auflageprojekt nur marginal verändert wurde. Im Anschluss 
daran stellte der Fachbereich Antrag auf Bewilligung des Bauprojektes mit Neben-
bestimmungen (vgl. Gesamtentscheid ARE S. 8; oben E. 1.3). 

3.2 Weder dieser Antrag noch der Gesamtentscheid ARE können sich indes auf 
ein Bauvorhaben in einer kommunalen Naturschutzzone beziehen und dieses ab-
schliessend bewilligen. Dies ist vielmehr in der kommunalen Schutzverordnung ge-
regelt. Diese hält zu Naturschutzzonen wie dem vorliegenden Flachmoor fest, sie 
seien zu erhalten und dürften flächenmässig nicht reduziert werden. Die bestehen-
den Feuchtgebiete, Trockenstandorte und Magerwiesen seien als Biotope zu er-
halten. Tätigkeiten und Massnahmen, die dem Zweck der Naturschutzzonen wi-
dersprächen, seien untersagt; verboten seien insbesondere das Erstellen von Bau-
ten und Anlagen, sofern sie nicht zur Wartung und Bewirtschaftung der Zone er-
forderlich seien (vgl. Art. 18 Schutzverordnung). Eingriffe in Schutzzonen bedürfen 
der Bewilligung des Bezirksrates; sie kann erteilt werden, wenn der Eingriff für den 
Erhalt der Objekte notwendig ist oder ein überwiegendes Interesse nachgewiesen 
wird und das Objekt dadurch nicht nachhaltig und unwiederbringlich geschmälert 
wird (Art. 8 Abs. 2 Schutzverordnung). Bei einem bewilligten Eingriff hat der Ver-
ursacher Massnahmen zum bestmöglichen Schutz des Schutzobjektes zu treffen 
und für die Wiederherstellung oder für angemessenen Ersatz zu sorgen (Art. 8 
Abs. 3 Schutzverordnung). Der Bezirksrat kann nach Anhören des Schwyzer Na-
turschutzbundes und nach Einholung einer Stellungnahme des ARE Ausnahmen 

9

von den Bestimmungen der Schutzverordnung erteilen, wenn dadurch der Schutz-
zweck nicht beeinträchtigt wird (Art. 33 Schutzverordnung). 

3.3 Auf diese Zuständigkeitsordnung hatte auch das AWN in seiner Stellung-
nahme im vorinstanzlichen Verfahren vom 6. März 2024 hingewiesen. Das Amt 
bestätigte, dass durch die Strassenführung eine kommunale Schutzzone tangiert 
werde. Und weiter: "Die Bewilligung eines Eingriffs in eine kommunale Schutzzone 
liegt in der Zuständigkeit des Bezirksrates" (Vi-act. III-03). 

3.4 Der Bezirksratsbeschluss 23-228 vom 19. Dezember 2023 erwähnt wohl, 
dass die geplante Erschliessungsstrasse eine kommunale Schutzzone (Flachmoo-
robjekt) tangieren werde. Im Weiteren setzt sich der Bezirksrat aber mit dieser The-
matik mit keinem Wort auseinander. Es fehlen jegliche Ausführungen bezüglich 
Schutz von Naturschutzzonen gemäss Schutzzonenverordnung, Anforderungen 
an Bauten und Anlagen in einer Schutzzone, Voraussetzungen der Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung, Prüfung der Voraussetzungen, Vornahme einer Interes-
senabwägung und letztlich Erteilung einer kommunalen Bewilligung. Dass der Be-
zirksrat den Schwyzer Naturschutzbund einbezogen hätte, erhellt aus den Akten 
ebenso wenig. Mithin liegt mit den angefochtenen Beschlüssen schlicht keine 
gemäss Schutzverordnung des Bezirks geforderte Bewilligung für Bauen resp. für 
einen Eingriff in die kommunale Naturschutzzone (Flachmoorobjekt) vor. Der an-
gefochtene Beschluss ist alleine schon deswegen aufzuheben und die Sache an 
den Bezirksrat zurückzuweisen, damit er die Bewilligungsfähigkeit des Projektes 
unter dem Gesichtspunkt der kommunalen Schutzzone prüft, wie dies das kom-
munale Recht verlangt. Etwaige Ausführungen hierzu im angefochtenen Regie-
rungsratsbeschluss (vgl. angefochtener RRB E. 5) vermögen die bis dato fehlende 
kommunale Bewilligung nicht zu ersetzen, da hierfür nicht der Kanton zuständig 
ist.

4. Nach Querung der kommunalen Naturschutzzone führt die geplante Er-
schliessungsstrasse in den Schletterwald und quert diesen auf einer Länge von 
rund 500m südwärts. Beim Schletterwald handelt es sich um einen Schutzwald 
nach Bundeskriterien (vgl. Stellungnahme AWN vom 7.7.2025). Gemäss Projekt 
dient die Strasse (im Mindesten auf diesem Streckenabschnitt) forstlichen Zwe-
cken.

4.1 Nach Art. 22 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungs-
gesetz, RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 dürfen Bauten und Anlagen nur mit 
behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden, wobei eine Bewilligung 
voraussetzt, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entspre-
chen und das Land erschlossen ist. Gemäss Art. 13a der Verordnung über den 

10

Wald (Waldverordnung, WaV; SR 921.01) vom 30. November 1992 darf für forst-
liche Bauten und Anlagen, wie etwa Waldstrassen, eine Bewilligung nach Art. 22 
RPG erteilt werden. Für solche Bauten und Anlagen ist in ähnlicher Weise wie bei 
einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG der Nachweis eines objektiven Be-
dürfnisses für Standort, Umfang und Ausgestaltung zu erbringen (vgl. insb. BGE 
123 II 499 E. 2; Peter M. Keller: Rechtliche Aspekte der neuen Waldgesetzgebung, 
AJP 2/1993 S. 144 ff.).

Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind forstliche Bauten und An-
lagen nur dann im Einklang mit der Waldfläche, wenn sie für die Nutzung des Wal-
des am vorgesehenen Standort notwendig sind, nicht überdimensioniert sind und 
ihr Bau nicht gegen überwiegende öffentliche Interessen verstösst (BGE 123 II 499 
E. 2). Damit eine Strasse durch einen Wald als Forststrasse qualifiziert werden 
kann, muss sie für die Bewirtschaftung des Waldes notwendig sein, in hohem 
Masse seiner Erhaltung dienen und hinsichtlich ihrer Trassenführung und techni-
schen Merkmale den forstwirtschaftlichen Anforderungen genügen (BGE 111 Ib 
45 E. 3; auch Urteil BGer 1C_359/2009 vom 2.2.2010 [URP 2010 S. 283]). Gemäss 
Art. 13a WaV können forstliche Bauten und Anlagen (etwa Waldstrassen) bewilligt 
werden, wenn sie der regionalen Bewirtschaftung des Waldes dienen, ihr Bedarf 
ausgewiesen, der Standort zweckmässig und die Dimensionierung den regionalen 
Verhältnissen angepasst ist und ihnen keine überwiegenden öffentlichen Interes-
sen entgegenstehen. Analog zu Art. 22 Abs. 3 RPG bleiben die übrigen Voraus-
setzungen des Rechts von Bund und Kanton vorbehalten, namentlich Art. 18 ff. 
NHG oder die kantonalen Planungs- und Bewirtschaftungsvorschriften nach 
Art. 20 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) 
vom 4. Oktober 1991 (Erläuternder Bericht zur Änderung der Waldverordnung, 
30.4.2013, S. 10). Verlangt ist eine umfassende Prüfung und Abwägung sowohl 
im Hinblick auf forstliche Ziele als auch auf andere massgebliche Bundesgesetze, 
wie insbesondere Art. 18 ff. NHG oder Art. 7 und Art. 11 des Bundesgesetzes über 
die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG; SR 922.0) vom 
20. Juni 1986. 

Die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes sind insbesondere auch dann zu be-
achten, wenn forstliche Bauten und Anlagen im Wald mit Bundeshilfe erstellt wer-
den (vgl. Art. 2 lit. c NHG; BGE 116 Ib 309 E. 2 und 4; vgl. auch Fachspezifische 
Erläuterungen zur Programmvereinbarung im Bereich Wald, BAFU 2023 Anhang 
zu Teil 7 A1). Dies ist etwa der Fall bei Bundesbeiträgen zur Sicherstellung der 
Infrastruktur für die Pflege eines Schutzwaldes. Sie werden gewährt auf der Grund-
lage von Programmvereinbarungen, soweit sie auf den Wald als natürliche Le-
bensgemeinschaft Rücksicht nehmen und für die Erfüllung der Funktion des 
Schutzwaldes notwendig sind (Art. 37 Abs. 1 lit. b WaG). Die Programmvereinba-

11

rungen im Umweltbereich 2025-2028 führen im Bereich Wald (Kap. 7) die Sicher-
stellung Infrastruktur als Programmziel 2 (ID 7a-2). Es umschreibt infrastrukturelle 
Massnahmen, die nötig sind, um die Behandlung einer Schutzwaldfläche zu er-
möglichen. Subventioniert werden ausschliesslich Massnahmen, welche auf das 
Schutzziel ausgerichtet sind und zur Behandlung einer Schutzwaldfläche nötig 
sind. Ein Projekt muss namentlich kantonal genehmigt sein (Art. 13a WaV), der 
Bedarf muss nachgewiesen werden (z.B. aufgrund der forstlichen Planung oder 
eines kantonalen Gesamterschliessungskonzepts und eines Variantenstudiums) 
und der Mehrwert muss nachvollziehbar sein (Fachspezifische Erläuterungen zur 
Programmvereinbarung im Bereich Wald, Kap. 7, S. 180).

4.2 Die geplante Strasse quert den Schletterwald und soll seiner Erschliessung 
dienen. Beim Schletterwald handelt es sich um einen Schutzwald, weshalb 
gemäss Information des AWN Bundesmittel in der Höhe von 40% in Aussicht ge-
stellt sind (vgl. Stellungnahme AWN vom 7.7.2025). 

Diese Strasse im Wald kann daher nach dem Ausgeführten bewilligt werden, wenn 
sie namentlich für die Erfüllung der Funktion des Schutzwaldes, zur Behandlung 
der Schutzwaldfläche am vorgesehenen Standort notwendig und nicht überdimen-
sioniert ist, wobei der Bedarf nachgewiesen werden muss (forstliche Planung oder 
forstliches Gesamterschliessungskonzept und Variantenstudium) und der Mehr-
wert nachvollziehbar sein muss und die Strasse nicht gegen überwiegende öffent-
liche Interessen verstösst, wobei diesbezüglich insbesondere auch die Vorschrif-
ten nach Art. 18 ff. NHG sowie Art. 7 und Art. 11 JSG beachtlich sind. 

Die Erfüllung dieser Bewilligungsvoraussetzungen ergibt sich so aus den dem Ge-
richt vorliegenden Akten nicht.

4.3 Im Sinne einer Vorbemerkung ist auf Folgendes hinzuweisen: Das Bauvor-
haben lautet Erschliessung Schletterwald-Scharteggli. Von der rund 900m langen 
Strasse sollen rund 760m forstlichen Zwecken und die letzten 140m landwirtschaft-
lichen Zwecken dienen. Ein forstliches Mitinteresse dieses letzten Strassenab-
schnittes ist nicht zu erkennen und wird weder im Bericht Bau- und Auflageprojekt 
vom 28. August 2023 noch an anderer Stelle dargetan. Fraglich ist die forstliche 
Zwecksetzung (Behandlung der Schutzwaldfläche) auch schon für den Strassen-
abschnitt ab Austritt aus dem Schletterwald. Erwähnt wird im genannten Bericht 
nebenbei, dass auch der Chälenwald eine jährliche erforderliche Holzentnahme-
menge von 3m3/ha aufweise, der Abtransport heute per Helikopter erfolge, nach 
der Erstellung der Strasse bei der Wendeplatte vor Scharteggli der Chälenwald mit 
konventionellen Seilkranlinien erschlossen werden könne (Bau- und Auflagepro-
jekt, 28.8.2023, S. 7 f.). Ob die Strasse bis zu dieser Wendeplatte deswegen als 

12

Forststrasse bezeichnet wird, erhellt aus dem Bericht indes nicht. Es wird in keiner 
Unterlage ausdrücklich festgehalten, die Strasse solle auch der Erschliessung des 
Chälenwaldes dienen und werde daher bis zu dieser Wendeplatte als Forststrasse 
gebaut; im Gegenteil hält die Vernehmlassung des ARE fest, der Chälenwald 
werde durch die Erschliessung Schletterwald-Scharteggli nicht tangiert (S. 7), was 
so aufgrund des Berichts Bau- und Auflageprojekt offenkundig nicht zutrifft, soll 
doch der Chälenwald ab zweiter Wendeplatte bewirtschaftet werden. Allerdings 
fehlen zum Chälenwald selbst bzw. zu dessen Funktion, Zustand und Behandlung 
jegliche Aussagen, was eine Beurteilbarkeit der Bewilligungsfähigkeit der Strasse 
verunmöglicht. Einzig prospektiv wird festgehalten, es sei vorgesehen, den 
Chälenwald in einem späteren Schritt ab dieser Wendeplatte mit einer 450m Stich-
strasse zu erschliessen (was aber nicht Bestandteil des vorliegenden Projektes 
bilde). 

4.4.1 Beim Schletterwald (und auch beim Chälenwald; vgl. WebGIS, Layer Wald-
funktionen, Schutzwald nach Bundeskriterien) handelt es sich um einen Schutz-
wald nach Bundeskriterien. Entsprechend hat der Kanton eine minimale Pflege 
sicherzustellen (Art. 20 Abs. 5 WaG). Massnahmen der minimalen Pflege zur Er-
haltung der Schutzfunktion sind Pflegeeingriffe, die sich auf die nachhaltige Siche-
rung der Stabilität des Bestandes beschränken; anfallendes Holz wird an Ort und 
Stelle verbaut oder bleibt liegen, sofern davon keine Gefährdung ausgeht (vgl. Art. 
19 Abs. 4 WaV). Im Kanton Schwyz haben, wo es die Schutzfunktion erfordert, die 
Waldeigentümer auf Anordnung des AWN für die minimale Pflege des Waldes zu 
sorgen (§ 11 Kantonales Waldgesetz [KWaG; SRSZ 313.110] vom 21.10.1998 
i.V.m. § 5 Vollzugsverordnung zum kantonalen Waldgesetz [VVzKWaG; SRSZ 
313.111] vom 18.12.2001). Die notwendige Infrastruktur zur Schutzwaldpflege ist 
auf diese minimale Pflege ausgerichtet (betreffend minimale Pflege vgl. auch Weg-
leitung für Pflegemassnahmen in Wäldern mit Schutzfunktion, NaiS; BUWAL 
2005). 

4.4.2 Im Bericht Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 wird ausgeführt, 
der Schutzwald habe heute grosse Pflegerückstände und der Boden sei nahezu 
vegetationslos. Nach dem Bau der Strasse werde der Schutzwald etappenweise 
und nach der Wegleitung NaiS des Bundes durchforstet und verjüngt. Die heute 
grösstenteils dunklen Bestände würden lichter, was die Bodenvegetation fördere 
und den Lebensraum für das Wild aufwerte (Bericht S. 8). 

Mit dieser Aussage im Bericht der Bauherrschaft ist eine Notwendigkeit der Walds-
trasse keineswegs ausgewiesen. Das AWN begründet seinen Antrag auf Bewilli-
gung im ARE Gesamtentscheid vom 26. Oktober 2023 (S. 7) damit, dass die Er-
schliessung vorrangig der Schutzwaldpflege (ehemalige Aufforstung) diene und 

13

daher an den geplanten Standort gebunden und zonenkonform sei; aus forstrecht-
licher Sicht könne der Neuerschliessung deshalb zugestimmt werden. Damit geht 
auch das AWN nicht nachvollziehbar auf die zuvor erwähnten Bewilligungsvoraus-
setzungen ein. Namentlich wird nicht begründet, warum die Schutzwaldpflege auf 
den Bau der neuen Erschliessungsstrasse angewiesen ist, warum dieser Bau für 
eine minimale Schutzwaldpflege notwendig ist. Gemäss Rechtsprechung setzt die 
Bewilligung einer Waldstrasse voraus, dass sie für die Nutzung des Waldes am 
vorgesehenen Standort notwendig ist (vgl. oben E. 4.1). Und da die Erschlies-
sungsstrasse von Bundesmitteln profitieren soll, setzt auch dies voraus, dass die 
Strasse für die Erfüllung der Schutzwaldfunktion notwendig ist. Diese Notwendig-
keit wird indes in keiner der vorliegenden Unterlagen dargelegt.

4.4.3 Bleibt zu ergänzen, dass der Eintrag der Erschliessungsstrasse im Forstli-
chen Gesamterschliessungskonzept Rigi 2024 als "projektierte Waldstrasse" die 
Notwendigkeit auch nicht nachzuweisen vermag, handelt es sich doch nicht um 
mehr als einen kartographischen Eintrag ohne jegliche Begründung oder zumin-
dest erläuternden Bericht. Hieran ändert die Aussage im Bericht Bau- und Aufla-
geprojekt vom 28. August 2023, S. 5, nichts, wonach das Konzept die wesentlichen 
Erschliessungslücken für eine zeitgemässe Schutzwaldpflege mit einem Horizont 
bis 2040 aufzeige. 

Diesbezüglich ist auf Art. 20 Abs. 2 WaG zu verweisen, wonach die Kantone Pla-
nungs- und Bewirtschaftungsvorschriften unter Berücksichtigung der Erfordernisse 
der Holzversorgung, des naturnahen Waldbaus sowie des Natur- und Heimat-
schutzes zu erlassen haben. In den forstlichen Planungsdokumenten sind dabei 
mindestens die Standortverhältnisse sowie die Waldfunktionen und deren Gewich-
tung festzuhalten (Art. 18 Abs. 2 WaV). Das kantonale Recht sieht behördenver-
bindliche regionale Waldpläne (§ 9 KWaG) sowie für die ihren Wald bewirtschaf-
tenden Waldeigentümer (mit mindestens 50ha Wald; § 10 KWaG) verbindliche Be-
triebspläne vor (die Bauherrin verfügt allein auf KTN 001.________ über 190ha 
geschlossenen Wald). In § 11 f. VVzKWaG definiert der Kanton die Angaben, wel-
che die regionalen Waldpläne bzw. Betriebspläne enthalten müssen. 

Ob der Schletterwald (und auch der Chälenwald) Gegenstand eines regionalen 
Waldplanes und/oder eines Betriebsplanes bildet, ergibt sich aus den Bauge-
suchsunterlagen nicht (vgl. WebGIS, Layer Waldfunktionen, dem entnommen wer-
den kann, dass gemäss regionalem Waldplan der obere, d.h. östliche Bereich des 
Schletterwaldes sowie der Chälenwald eine Doppelfunktion haben, nämlich 
Schutzfunktion und Natur- und Landschaftsschutz und der untere, westliche Be-
reich des Schletterwaldes eine Doppelfunktion Holzproduktion und Schutzfunktion 
hat). Zumindest fehlen in den Unterlagen jegliche Hinweise auf diese vom Gesetz 

14

verlangten Grundlagen; konkret zählt auch der Bericht Bau- und Auflageprojekt 
vom 28. August 2023 unter den berücksichtigten Grundlagen weder einen regio-
nalen Waldplan noch einen Betriebsplan auf (vgl. Bericht Ziff. 2.1 S. 3). Auch im 
Berichtsteil wird nicht argumentiert, aus diesen (gemäss Bundesrecht verbindlich 
zu erstellenden) Plänen ergebe sich ein schlechter Zustand des Schutzwaldes 
(was dann die Aussage im Bericht Bau- und Auflageprojekt vom 28.8.2023 stützen 
würde), oder dass Bewirtschaftungsgrundsätze oder Ziele und Kontrollgrössen der 
Bewirtschaftung bestünden, dass ein Hiebsatz definiert wäre, eine waldbauliche 
Planung bestünde, welche aufgrund der aktuellen Erschliessung des Schutzwal-
des nicht erreichbar wären, womit die Schutzfunktion gefährdet wäre und die neue 
Erschliessung mittels Waldstrasse daher notwendig wäre. Nachdem eine neu zu 
erstellende Waldstrasse, welche zudem als Infrastruktur des Schutzwaldes Bun-
desmittel erhalten soll, notwendig sein muss und der Bedarf ausgewiesen sein 
muss, sind derlei Berichtspunkte aber zu erwarten. Jedenfalls vermag die Aus-
sage, die Erschliessung diene vorrangig der Schutzwaldpflege und sei daher an 
den geplanten Standort gebunden und zonenkonform (Fachbericht AWN; Gesam-
tentscheid ARE), weder einen Bedarf für die neu zu bauende Erschliessung noch 
deren Notwendigkeit nachzuweisen (vgl. betreffend Bedeutung der Waldplanung 
auch Urteil KG Luzern vom 25.9.2014 7H 13 66; auch BGE 123 II 499 E. 3).

4.5 Nichts anderes ergibt sich aus der Ausführung im Bericht Bau- und Auflage-
projekt vom 23. August 2025, wonach der Schletterwald heute nur mit langen Seil-
linien (Abwärtstransport) genutzt werden könne, die Pflege des Waldes entspre-
chend aufwändig sei und die projektierte Erschliessung im oberen Bereich des 
Waldes es ermöglichen werde, das bei der Schutzwaldpflege anfallende Holz mit 
Hilfe von kurzen Seillinien im Aufwärtsverfahren rationell und bestandesschonend 
zu ernten (Bericht S. 1). Auch dies vermag die Notwendigkeit der Strasse für die 
Sicherstellung einer minimalen Pflege zum Erhalt der Funktion des Schutzwaldes 
(vgl. Art. 19 Abs. 4 WaV) nicht nachzuweisen und auch nicht zu begründen, ob 
resp. dass der Schletterwald gemäss Waldplanung mehr als nur minimal zu pfle-
gen wäre und deshalb auf die Erschliessungsstrasse angewiesen wäre. 

4.6.1 Der Nachweis des Bedarfs eines Projektes zur Sicherstellung der Infrastruk-
tur eines Schutzwaldes verlangt nach einem Variantenstudium (vgl. Fachspezifi-
sche Erläuterungen zur Programmvereinbarung im Bereich Wald S. 180). Der Be-
richt Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 führt unter Ziff. 2.2 ein Varian-
tenstudium auf. Dabei werden aber ausschliesslich zwei Varianten für die Er-
schliessung der Alp Scharteggli je mit Vor- und Nachteilen gegenübergestellt (was 
grundsätzlich die Frage aufwirft, ob die Strasse effektiv prioritär dem Forst und nur 
sekundär der Landwirtschaft dienen soll; vgl. AWN, Richtlinie Bauen im Wald [Ver-

15

sion 27.11.2023] Ziff. 4.4.2 S. 5). Bei einer Variante (Erschliessung vom Käppeli-
berg über Schwändi) wird sodann explizit angeführt, die Walderschliessung werde 
mit dieser Variante nicht gelöst. Damit aber handelt es sich für die Frage der 
Schutzwaldpflege schon gar nicht um eine Variante. Mithin fehlt vorliegend ein Va-
riantenstudium, was der Klärung des Bedarfs und erst recht der Notwendigkeit der 
geplanten Erschliessungsstrasse abträglich ist. 

4.6.2 Ein weiteres Variantenstudium könnte - ohne dass der Bericht dies als sol-
ches deklariert - darin gesehen werden, dass der Bericht die Holzernte Ist-Zustand 
sowie die Holzernte mit Erschliessung Schletterwald-Scharteggli beschreibt (Be-
richt Bau- und Auflageprojekt vom 23.8.2025 S. 7 ff.). Allerdings beschränkt sich 
der Bericht darauf, einen Finanzvergleich des jährlichen Defizits der Schutzwald-
pflege (Schletterwald und Chälenwald) herzuleiten ([…] d.h. Einsparung von 
Fr. 3'792/J). Damit wird für die Schutzwaldpflege mit neuer Erschliessungsstrasse 
wohl ein kleineres Defizit ausgewiesen, wobei allerdings die Beschwerdeführer 
nachvollziehbarerweise die Frage aufwerfen, ob dieses Minderdefizit Baukosten 
von total Fr. 670'000 (inkl. Felssanierung) rechtfertige (entspricht über 170 Jahren 
Minderdefizit), womit sie auf das Kriterium, wonach der Mehrwert der Massnahme 
nachvollziehbar sein müsse (vgl. Fachspezifische Erläuterungen zur Programm-
vereinbarung im Bereich Wald S. 180), ansprechen. Die Berechnung gemäss Be-
richt basiert dabei auf der Annahme, die entsprechende Holzmenge sei für die 
Sicherstellung des Minimalprofils gemäss NaiS den Wäldern zu entnehmen (vgl. 
Bericht S. 7), ohne dass diese Annahme nachvollziehbar begründet oder belegt 
würde. Zudem fehlt eine Gesamtbetrachtung von Vor- und Nachteilen der aktuel-
len Erschliessung und Schutzwaldpflege gegenüber jener mit der geplanten Er-
schliessungsstrasse. 

4.6.3 Soweit der Bericht Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 ausführt, 
der Schutzwald habe heute grosse Pflegerückstände und der Boden sei nahezu 
vegetationslos; nach dem Bau der Strasse werde der Schutzwald etappenweise 
und nach der Wegleitung NaiS des Bundes durchforstet und verjüngt; die heute 
grösstenteils dunklen Bestände würden lichter, was die Bodenvegetation fördere 
und den Lebensraum für das Wild aufwerte (Bericht S. 8), so gilt es zu wiederholen, 
dass dieses Zustandsbild lediglich in diesem kurzen Bericht der Bauherrschaft 
festgehalten ist und sich im übrigen aus keiner Bestandesaufnahme oder einem 
regionalen Waldplan oder Betriebsplan ergibt (zumindest wird nicht darauf verwie-
sen, so dass die Aussage überprüfbar wäre). Vor allem aber ist diese Darstellung 
kein Nachweis im Sinne eines Variantenstudiums, wonach der heutige Zustand 
unvermeidliche Folge der bisherigen Schutzpflege ohne Erschliessungsstrasse ist 
und ohne Erschliessungsstrasse die geforderte minimale Pflege des Schutzwaldes 

16

nicht erreicht werden kann. Mithin fehlt es an einer Gegenüberstellung von Varia-
nten für die Sicherstellung der geforderten minimalen Schutzwaldpflege. 

4.7 Die Bewilligung einer Forststrasse setzt nach Art. 13a Abs. 2 lit. c WaV vor-
aus, dass ihr keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen. Auch 
die Unterstützung der Erschliessungsstrasse mit Bundesmitteln bedingt, dass sie 
nicht gegen überwiegende öffentliche Interessen verstösst, wobei diesbezüglich 
insbesondere auch die Vorschriften nach Art. 18 ff. NHG sowie Art. 7 und Art. 11 
JSG beachtlich sind (vgl. oben E. 4.1 f.). Es braucht mithin eine Interessenabwä-
gung. 

4.7.1 Die Erschliessungsstrasse liegt unbestrittenermassen im Auerhuhn Verbrei-
tungsgebiet Rigi, wenig südlich der Kernzone. Sie ist zwischen zwei Gebieten von 
wildökologischer Bedeutung (Minimalflächen; vgl. forstliches Gesamterschlies-
sungskonzept) geplant. Sie liegt in einem gut strukturierten Lebensraum und tan-
giert Kerngebiete der Huftierarten Reh, Rothirsch und Gämse; in höheren Lagen 
befindet sich ein Kerngebiet des geschützten und störungsempfindlichen Birk-
huhns (Gesamtentscheid ARE, S. 13). Im ersten Teil quert sie eine kommunale 
Naturschutzzone (Flachmoor), anschliessend den Schletterwald im Gebiet mit der 
Doppelfunktion Schutzfunktion sowie Natur- und Landschaftsschutz (vgl. WebGIS, 
Layer Waldfunktionen). Im Wald kreuzt die geplante Strasse eine Verbindungs-
achse Wildtierkorridore (WebGIS, Layer Wildtierkorridore). Nach Austritt aus dem 
Wald führt die Erschliessungsstrasse durch ein kantonales Pflanzenschutzreser-
vat (WebGIS, Layer kant. Pflanzenschutzreservate). Sie liegt gesamthaft im BLN-
Gebiet Nr. 1606 'Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi' (vgl. dazu 
auch oben E. 1.2).

4.7.2 Die Beschwerdeführer machen u.a. geltend, im Rigigebiet kämen störungs-
anfällige Raufusshühner vor, neben dem stark gefährdeten Auerhuhn vermutungs-
weise auch das Hasel- und das Birkhuhn (beide potentiell gefährdet) sowie weitere 
bedrohte Arten wie der Raufusskauz. Sodann liege das Projekt zwischen Minima-
lflächen von wildökologischer Bedeutung. Wegen dieser Ausgangslage hätten die 
Umweltorganisationen früh Bedenken gegen das Projekt geäussert, ohne dass im 
Bewilligungsverfahren die zuvor als notwendig erachteten Abklärungen dann auch 
wirklich getätigt worden wären. Der Sachverhalt sei mangelhaft abgeklärt worden, 
weshalb die darauf beruhende Interessenabwägung fehlerhaft sei und zu einer un-
zulässigen Beeinträchtigung eines schutzwürdigen Lebensraums führe. Ohne die 
notwendigen aktualisierten Informationen liessen sich die Auswirkungen der ge-
planten Strasse auf die Fauna nicht abschätzen; das Projekt sei nicht bewilligungs-
reif. Eine Interessenabwägung könne erst stattfinden, wenn das Vorkommen von 

17

geschützten Arten im Projektgebiet im Rahmen von Art. 18 Abs 1 NHG geklärt sei. 
Die Kantone hätten für einen ausreichenden Schutz der wildlebenden Säugetiere 
und Vögel vor Störung zu sorgen; Planungen und Projekte hätten auf deren Le-
bensraum Rücksicht zu nehmen. Die wildgerechten Lebensräume seien zu erhal-
ten und aufzuwerten. Gemäss dem Schwyzer Richtplan zähle das Rigi-Gebiet zu 
den besonders empfindlichen Lebensräumen für gefährdete Wildtierarten. Die 
Behörden seien verpflichtet, solche Gebiete in ihrer Funktion als wichtige Ein-
stands- und Fortpflanzungsgebiete von Wildtieren oder Lebensräumen zu erhalten 
und von neuen Erschliessungen jeglicher Art und störenden menschlichen Akti-
vitäten freizuhalten; es handle sich bei solchen Lebensräumen für gefährdete Wild-
arten um schutzwürdige Lebensräume im Sinne von Art. 18 Abs. 1ter NHG. Eine 
ernsthafte Auseinandersetzung mit den gewichtigen, nationalen Interessen des 
Natur- und Artenschutzes habe nicht stattgefunden. Die Prüfung der Frage, ob ein 
technischer Eingriff i.S.v. Art. 18 Abs. 1ter NHG überhaupt zulässig sei oder nicht, 
sei gänzlich unterblieben. Mangels Daten der vorkommenden Arten könne gar 
keine Interessenabwägung vorgenommen werden. Das Projektgebiet stelle heute 
einen der letzten ruhigen, von Strassen frei gehaltenen Abschnitt im Rigigebiet dar; 
nach einer Realisierung der geplanten Erschliessungsstrasse ab dem Gätterlipass 
würde es sich gänzlich anders verhalten. Das Restaurant liege am Ausgangspunkt 
der neuen Strasse an einer beliebten Bike-Route und würde unweigerlich zu einer 
erheblichen Nutzungsintensivierung, Zunahme von Störungen und Beeinträchti-
gung der heutigen Lebensbedingungen für die Raufusshühner und andere Tierar-
ten führen. Mit Verbots- und Hinweistafeln lasse sich dies nicht verhindern. Betref-
fend Flachmoor (kommunale Naturschutzzone) halten die Beschwerdeführer 
dafür, dass die Errichtung einer befestigten Naturstrasse die Vegetation im unmit-
telbaren Bereich der Strasse zerstören würde. Der Wasserhaushalt werde beein-
flusst, was den Lebensraum und seine Flora weiträumig beeinträchtige. Es sei 
technisch nicht möglich, in einem Sumpfgebiet eine Strasse für 40t-LKW ohne 
massiven Unterbau zu realisieren; die Wasserzufuhr würde dadurch abgeschnürt 
und das Flachmoor zerstört. Sodann stelle die Strasse einen Eingriff ins BLN-Ge-
biet dar. Das Projektgebiet stelle heute einen der wenigen Bereiche im Rigigebiet 
ohne Strassenerschliessung dar. Die Strasse würde eine sichtbare Schneise im 
Wald bringen und danach bis zu den Alphütten im kleinräumigen, reichstrukturier-
ten Gebiet ausserhalb des Waldes als Fremdkörper in Erscheinung treten und von 
weit her sichtbar sein; das landschaftliche Erscheinungsbild würde stark verändert. 
Das BLN-Objekt verdiene die grösstmögliche Schonung. Der Bau der geplanten 
Strasse mit all den erforderlichen Kunstbauten für die Zufahrt mit grossen Maschi-
nen stelle einen unverhältnismässigen Eingriff in die mehrfach geschützte wert-
volle Landschaft dar. Und selbst wenn die Zulässigkeit eines Eingriffs bejaht 

18

würde, würden die vorgeschlagenen Schon-, Wiederherstellungs- und Ersatz-
massnahmen nicht ausreichen und vermöchten den Eingriff nicht zu kompensie-
ren.

4.7.3 Im angefochtenen Entscheid gibt der Regierungsrat die gesetzlichen Grund-
lagen zur Erhaltung der Artenvielfalt wieder (angefochtener RRB E. 3.2). Er aner-
kennt, dass das Auerhuhn als stark gefährdete Vogelart auf Schutzmassnahmen 
angewiesen sei, hält aber fest, die geplante Waldstrasse verlaufe ausserhalb des 
eigentlichen Kerngebietes. Sodann gewährleiste das Fahrverbot und die Barriere, 
dass der gute Wildlebensraum nicht vermehrt durch Freizeitaktivitäten belastet 
werde. Im Rahmen eines Monitoringprogrammes 2009 sei die Region um den 
Schletterwald und Gätterlipass systematisch abgesucht worden, wobei keine 
Stände hätten festgestellt werden können. Unter Berücksichtigung von aktuellen 
Daten im Huftiermonitoring Rigi vom Oktober 2023 stehe fest, dass die umstrittene 
Waldstrasse in einem Gebiet zu liegen komme, in dem kein Auerwild mehr vor-
komme. Mit Barriere und Fahrverbot für jeglichen Fahrverkehr könnten unberech-
tigte Motorfahrten und Velofahrer vom sensiblen Gebiet ferngehalten werden; die 
Beeinträchtigung sämtlicher im Gebiet lebender Tiere werde verringert und werde 
auf ein Minimum reduziert, sodass diese nicht mehr ins Gewicht fallen würden und 
die Waldstrasse bewilligt werden könne. 

4.7.4 Vernehmlassend bekräftigt das ARE, die zuständigen kantonalen Fachstel-
len hätten die Erteilung der Baubewilligung unter Nebenbestimmungen beantragt. 
AWN und AFL hätten die Strasse im Wald als zonenkonform erachtet, da sie vor-
rangig der Schutzwaldpflege diene, der forstliche Maschinenweg im Schletterwald 
ergebe sich aus forstlichem Erschliessungsbedarf, einzig der letzte, rund 140m 
lange Wegabschnitt diene ausschliesslich der Erschliessung der bestehenden Al-
pgebäude. Die Weganlage sei auf den geplanten Standort angewiesen und könne 
im Wald als zonenkonform beurteilt werden. Die Alpen würden aktuell über keine 
angemessene Erschliessung verfügen. Weiter wird die Bedeutung des Gebietes 
für die Wildtiere bestätigt und ebenso, dass der Kanton für einen ausreichenden 
Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störung zu sorgen habe. Dem 
werde mit dem allgemeinen Fahrverbot mit Zusatztafel Verbot Radverkehr und ei-
ner Barriere Nachachtung verschafft, so dass die Strasse ausschliesslich der forst-
lichen und landwirtschaftlichen Nutzung diene. Zudem seien gemäss Huftiermoni-
toring 2023 im gesamten Monitoringgebiet keine Raufusshühner erfasst worden. 
Seltene Waldgesellschaften würden keine gefährdet; mit der neuen Erschlies-
sungsstrasse könne besser auf ökologische Aspekte wie beispielsweise den Erhalt 
von Kleinstrukturen und das bewusste Liegenlassen von Totholz Rücksicht ge-
nommen werden. Mit Nebenbestimmungen in Sachen Bau im Flachmoor könne 

19

davon ausgegangen werden, dass der Wasserhaushalt des Flachmoorobjekts 
nicht beeinträchtigt werde und mit den Ersatzmassnahmen werde die kommunale 
Schutzzone vergrössert. Damit werde der nach Art. 18 Abs. 1ter NHG verlangte 
Ersatz ausreichend gewährleistet. Und mit dem Bau der Strasse im Bereich Quer-
profil 20.1 und Querprofil 21.1 mit Blocksteinmauer füge sie diese bestmöglich ins 
Landschaftsbild ein. Das Vorhaben sei unter Einhaltung der Massnahmen mit den 
Zielen des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbar; das BLN-Objekt Nr. 1606 
werde ungeschmälert erhalten. 

Verwiesen wird ebenso auf die Vernehmlassung im vorinstanzlichen Verfahren. 
Hier hielt das AWN fest, die geplante Erschliessung tangiere Kerngebiete von Reh, 
Rothirsch und Gämse und in höheren Lagen (oberhalb des Projektgebietes) be-
finde sich ein Kerngebiet des Birkhuhns; Fakten, welche die Wildhüter bestätigt 
hätten. Durch die Auflagen in der Baubewilligung werde dieser Tatsache Rech-
nung getragen, so dass Störungen möglichst vermieden werden könnten. Es be-
stehe kein hinreichender Grund, der es rechtfertigen würde, die Erschliessung ei-
nes Gebietes zu verunmöglichen, nur weil sich dieses für ein potenzielles Habitat 
einer geschützten Tierart eignen würde (Vernehmlassung ARE 25.3.2024 S. 5; Vi-
act. III-03).

4.7.5 Es ist unbestritten und ergibt sich ebenso aus den Rechtsschriften der Vor-
instanzen, dass das Projekt der geplanten Erschliessungsstrasse in einen für Wild-
tiere wichtigen Lebensraum zu liegen kommen soll. Tangiert sind das Kerngebiet 
von Reh, Rothirsch und Gämse, das Verbreitungsgebiet des stark gefährdeten Au-
erhuhns und das Gebiet liegt unmittelbar neben der Kernzone Auerhuhn und dem 
Kerngebiet des Birkhuhns. Dass das Huftiermonitoring Rigi gemäss Auszug aus 
einem Foliensatz (vom 19.10.2023; Vi-act. III-03 Beilage 1) keine Raufusshühner 
erfasst hat, ändert hieran nichts (wobei zu ergänzen ist, dass sich aus der Beilage 
die konkreten Umstände des Monitorings nicht ergeben und sich die zum Er-
schliessungsgebiet nächstliegende Fotofalle südwestlich ausserhalb des Schlet-
terwaldes befand). Unbestritten sind auch die weiteren Rahmenbedingungen aus 
Natur- und Heimatschutz (vgl. oben E. 1.2 und E. 4.7.1). Zusammenfassend han-
delt es sich um einen besonders zu schützenden Lebensraum im Sinne von Art. 
18 Abs. 1bis NHG und einen schützenswerten Lebensraum für wildlebende Säuge-
tiere und Vögel, potentiell geschützte Arten im Sinne von Art. 7 JSG. 

Soweit das AWN ausführt, nur weil sich ein Gebiet als potentielles Habitat einer 
geschützten Tierart eignen würde, rechtfertige dies die Verunmöglichung seiner 
Erschliessung nicht, kann dem so nicht gefolgt werden. Das Erschliessungsgebiet 
wird im forstlichen Gesamterschliessungskonzept Rigi 2040, welches seitens des 
Kantons als aktuellste Grundlage aufgelegt wird, als Verbreitungsgebiet des Aue-

20

rhuhns ausgewiesen und somit als schützenswerten Lebensraum einer besonders 
gefährdeten Art. Es kann deshalb keine Rolle spielen, ob in einem nicht weiter 
offengelegten Zeitraum ein Raufusshuhn von einer Fotofalle des Huftiermonito-
rings Rigi erfasst wurde oder nicht (vgl. betreffend Bedeutung von Zufallsbeobach-
tungen auch Aktionsplan Auerhuhn, BAFU 2008, Anhang 5). Die Definition als Ver-
breitungsgebiet Auerhuhn qualifiziert das Gebiet offenkundig als Habitat für Rau-
fusshühner, weshalb es als solches den Schutz verdient, unabhängig, ob ein Tier 
beobachtet wurde oder nicht (vgl. auch Urteil BGer 1C_217/2023 vom 21.11.2024 
E. 5). Selbst wenn das Auerhuhn im Gebiet aktuell nicht vorkäme, ist eine Wieder-
besiedlung im dafür geeigneten Gebiet nicht ausgeschlossen (vgl. Aktionsplan Au-
erhuhn, BAFU, 2008, S. 53), nachdem die kantonalen Grundlagen das Gebiet als 
Verbreitungsgebiet definieren. 

Weiter handelt es sich auch beim Flachmoor, welches im ersten Teil der geplanten 
Erschliessungsstrasse gequert werden soll, um einen schützenswerten Lebens-
raum nach Art. 18 Abs. 1bis NHG (und kommunale Naturschutzzone, vgl. oben 
E. 3). 

4.7.6 Art. 7 Abs. 4 JSG verpflichtet die Kantone, für einen ausreichenden Schutz 
der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störung zu sorgen. Und die Beein-
trächtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische Eingriffe ist nach 
Art. 18 Abs. 1ter NHG nur zulässig, wenn sich diese unter Abwägung aller Interes-
sen nicht vermeiden lassen. Verlangt ist eine umfassende Prüfung und Abwägung 
sowohl im Hinblick auf forstliche Ziele als auch auf die Voraussetzungen nach Art. 
18 ff. NHG oder Art. 7 und Art. 11 JSG (vgl. auch oben E. 4.1). 

Diese Rahmenbedingungen wurden bereits schon im Rahmen der Begehung 2017 
erkannt (vgl. Bf-act. 10). Für die Beurteilung des Erschliessungsprojekts wurden 
damals weitere Unterlagen verlangt, so zu Gebieten von wildökologischer Bedeu-
tung im Wildraum Rigi, aktuelle Zusatzabklärungen über die Raufusshühner unter 
Einbezug der Vogelwarte Sempach, die Prüfung von weiteren ökologischen Er-
satzmassnahmen wie Aufwertungsmassnahmen im Chälenwald, um diesen für 
das Auerhuhn attraktiver zu machen, ein Gesamterschliessungskonzept Rigi mit 
Priorisierungen und Stellungnahmen des AWN sowie der Vogelwarte, das ausführ-
liche Aufzeigen von Vorteilen der Erschliessung des Schletterwaldes sowie das 
detaillierte Aufzeigen von Vorteilen der Alp-Erschliessung. Im Fachbericht AWN 
Natur Landschaft (vom 7.10.2021/15.2.2023) wurde Ablehnung des Projektes be-
antragt, weil nicht nachvollziehbar aufgezeigt werde, dass keine andere Linien-
führung oder zumindest geringere Beeinträchtigung des Flachmoors möglich sei, 
weshalb ergänzende Unterlagen und weitere Ersatzmassnahmen gefordert wur-
den (vgl. hierzu oben E. 3.1). Abgesehen vom forstlichen Gesamterschliessungs-

21

konzept 2024, welches kartographisch und ohne erläuternden Bericht (sowie ohne 
die damals geforderten Stellungnahmen) vorliegt, finden sich die weiteren gefor-
derten Unterlagen nicht in den Akten (bezüglich abschlägigem Fachbericht AWN 
Natur Landschaft fand eine Begehung statt und ein weiterer E-Mailwechsel, wel-
che indes nicht aktenkundig sind; vgl. oben E. 3.1). Warum diese Unterlagen für 
die geforderte Interessenabwägung nun nicht mehr notwendig wären, erhellt nicht. 

Entsprechend ist den Beschwerdeführern beizupflichten, dass es an der für die 
Bewilligung des Erschliessungsprojektes notwendigen Interessenabwägung mit 
umfassender Prüfung und Abwägung der forstlichen Ziele und des Natur- und Hei-
matschutzes mangelt. Hinsichtlich der forstlichen Ziele kann auf das bereits Aus-
geführte verwiesen werden, wonach die Notwendigkeit der geplanten Erschlies-
sungsstrasse für die minimale Waldpflege zur Funktionserhaltung des Schutzwal-
des nicht nachvollziehbar aus den Akten hervorgeht (vgl. oben E. 4.4 ff.) und die 
Bedeutung der Strasse ab Austritt aus dem Schletterwald für den Chälenwald resp. 
für forstliche Aufgaben gänzlich unklar bleibt (vgl. oben E. 4.3). Dies aber ist/wäre 
eine wesentliche Grundlage für die Vornahme einer umfassenden Interessenab-
wägung. Hinsichtlich des Natur- und Heimatschutzes steht fest, dass die Erschlies-
sungsstrasse schützenswerten Lebensraum nach NHG und JSG tangiert. Für die 
Vornahme einer umfassenden Interessenabwägung ist aber die störende Wirkung, 
der Einfluss der geplanten Erschliessungsstrasse auf diesen Lebensraum unklar. 
Bezüglich Flachmoor betrifft dies insbesondere den Einfluss, welcher der Bau der 
Strasse sowie deren Nutzung durch LKWs bis 40t auf die Naturschutzzone hat. 
Erst wenn dies feststeht, kann die Interessenabwägung und die Prüfung möglicher 
Ersatzmassnahmen vorgenommen werden. Zudem gilt es zu wiederholen, dass 
es sich hierbei um eine kommunale Naturschutzzone handelt und sich die Voraus-
setzungen namentlich aus der kommunalen Schutzverordnung ergeben, welche 
durch den Bezirksrat zu prüfen sind, woran es bislang mangelt (vgl. oben E. 3). Da 
die Strasse für den Erhalt des Flachmoors nicht notwendig ist, bedarf es des Nach-
weises eines überwiegenden Interesses und des Fehlens einer nachhaltigen und 
unwiederbringlichen Schmälerung des Objektes (vgl. Art. 8 Abs. 2 Schutzverord-
nung). Hinsichtlich des Einflusses auf den schützenswerten Lebensraum von Wild-
tieren ist die Benutzung der Strasse massgeblich. Diesbezüglich hält der Bericht 
Bau- und Auflageprojekt vom 28. August 2023 lediglich fest, dank der gewählten 
Linienführung am oberen Waldrand und unterhalb eines bestehenden Wanderwe-
ges im offenen Weideland werde nur der oberste Streifen des Schutzwaldes tan-
giert und die Anzahl Fahrten auf der neuen Strasse sei gering; aufgrund der Lawi-
nenzüge im hinteren Teil des Erschliessungsgebietes sei die Strasse für Schnee-
schuhwanderer wenig attraktiv. Die Strasse werde mit einem öffentlich-rechtlichen 
Fahrverbot und einer abschliessbaren Barriere versehen; im Winter solle beim 

22

Waldeingang ein Baum quer über die Strasse gefällt werden, um den Zugang zu-
sätzlich zu erschweren. Eine Hinweistafel mache auf die Problematik im Zusam-
menhang mit Störungen von Wildtieren aufmerksam (Bericht S. 10). Damit aber 
werden über die effektive Nutzung der Strasse durch forstdienstliche Arbeiten so-
wie aufgrund der Erschliessung der zwei Alpbetriebe keine Aussagen gemacht, 
weshalb auch keine Einschätzung der Auswirkung auf den schützenswerten Le-
bensraum möglich ist. Dies aber ist eine Voraussetzung für die Vornahme einer 
umfassenden Interessenabwägung. In diese Interessenabwägung haben ander-
seits auch etwaige positive Aspekte der geplanten Erschliessung einzufliessen. So 
hält der Bericht fest, dank der Erschliessung könne der Wald durchforstet und ver-
jüngt werden, dunkle Bestände würden lichter, was die Bodenvegetation fördere 
und den Lebensraum für das Wild aufwerte (wobei bei diesen positiven Aspekten 
- wie bereits ausgeführt - aufzuzeigen ist, dass diese ohne die geplante Erschlies-
sungsstrasse nicht erreichbar sind) und die Alperschliessung sichere für die Zu-
kunft nachhaltig die Alppflege, die ökologische Nutzung mit hohen Naturwerten 
und komme dem Tierwohl zu gute.

5.1 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass für die geplante Erschlies-
sungsstrasse, die durch eine kommunale Naturschutzzone (Flachmoor) führen 
soll, eine Bewilligung gemäss Schutzverordnung des Bezirks Gersau notwendig 
ist, welche bis dato nicht vorliegt (vgl. oben E. 3). Desweitern setzt die Bewilligung 
der Strasse, welche durch den Schutzwald sowie schützenswerten Lebensraum 
von Wildtieren führt und u.a. mit Bundesmitteln finanziert werden soll, voraus, dass 
sie für die Erfüllung der Funktion des Schutzwaldes notwendig ist und die Strasse 
nicht gegen überwiegende öffentliche Interessen verstösst (vgl. oben E. 4.2). Dies-
bezüglich vermögen die im Recht liegenden Unterlagen keine Überprüfung dieser 
Bewilligungsvoraussetzungen zu. Die erforderliche umfassende Prüfung und Ab-
wägung sowohl im Hinblick auf forstliche (sowie landwirtschaftliche) Ziele als auch 
des Natur- und Heimatschutzes ist nicht möglich (vgl. oben E. 4.4 ff.). D.h., das 
Projekt erweist sich nicht als nicht bewilligungsfähig, aber die Bewilligungsfähigkeit 
ist anhand der dem Gericht vorgelegten Grundlagen nicht überprüfbar, was auch 
daran liegt, dass die Vorinstanzen keine nachvollziehbare Interessenabwägung 
basierend auf hierfür notwendigen, aktuellen Informationen vorgenommen bzw. 
aufgelegt haben. 

5.2 Bleibt zu ergänzen, dass die Beschwerdeführer gegen das im selben Ver-
fahren bewilligte Projekt "Felssanierung" keine substantiierten Rügen vortragen. 
Soweit sie die Bewilligung beider Projekte in einem Beschluss als rechtsfehlerhaft 
(Verletzung Koordinationspflicht) rügen, kann dem nicht gefolgt werden, ist die 
Bauherrin doch die nämliche und beabsichtigt sie, beide Projekte koordiniert unter 

23

Nutzung von Synergien, namentlich Weiterverwendung von abgebrochenem Fels-
material für den Strassenbau, auszuführen. Dass beide Projekte unterschiedliche 
Bewilligungsvoraussetzungen haben, ändert hieran nichts; die Beschwerdeführer 
machen denn auch nicht geltend, die Felssanierung sei unter falschen Vorausset-
zungen geprüft worden. Soweit die Felssanierung Rotstock bewilligt wurde, ist dies 
nicht weiter zu beanstanden. 

5.3 Damit erweist sich die Beschwerde als teilweise begründet. Der angefoch-
tene Regierungsratsbeschluss (und damit die Baubewilligung des Bezirksrates 
Gersau vom 19.12.2023, Geschäftsnummer 2021-066, sowie der Gesamt-
entscheid ARE vom 26.10.2023, Geschäftsnummer 2021-066, Baugesuch-Nr. 
B2021 - 1413) ist insoweit aufzuheben, als die Baubewilligung für die Erschlies-
sung Schletterwald-Scharteggli erteilt wurde. Die Sache ist zur weiteren Sachver-
haltsabklärung und weiteren Prüfung der Bewilligungsvoraussetzungen an die 
Baubewilligungsbehörde zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen die Baubewilli-
gung für die Felssanierung Rotstock wird abgewiesen. 

6. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten von Fr. 3'000 zu 
1/10 (Fr. 300) den Beschwerdeführern (unter solidarischer Haftung) und zu je 3/10 
(je Fr. 900) dem Bezirk, dem Kanton und der Genossame aufzuerlegen (§ 72 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 

7. Den Beschwerdeführern ist dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens ent-
sprechend zu Lasten der Vorinstanzen und der Beschwerdegegnerin eine redu-
zierte Parteientschädigung zuzusprechen, welche in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (SRSZ; 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher 
für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300 bis Fr. 8'400 vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs 
enthaltenen Kriterien, in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'700 
(inkl. Barauslagen und MwSt) festgelegt wird. Bezirk, Kanton und Genossame ha-
ben je einen Anteil von einem Drittel zu bezahlen.

8. Aufgrund dieses Verfahrensausganges sind auch die Kosten und Parteien-
tschädigungen des regierungsrätlichen Verfahrens neu zu verlegen.

Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahren von Fr. 1'500 sind neu zu 1/10 
(Fr. 150) den Beschwerdeführern und zu je 3/10 (je Fr. 450) dem Bezirk, dem Kan-
ton und der Genossamen aufzuerlegen. 

Zudem sind den im regierungsrätlichen Verfahren beanwalteten Beschwerdefüh-
rern zu Lasten der Genossamen, des Bezirks und Kantons eine Parteientschädi-

24

gung von insgesamt Fr. 1'500 zuzusprechen. Hiervon entfallen jeweils Fr. 500 auf 
den Bezirk, den Kanton und die Beschwerdegegnerin.

25

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung wird der angefochtene Regierungsratsbeschluss 
hinsichtlich Baubewilligung Erschliessung Schletterwald-Scharteggli aufge-
hoben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und Neubeurtei-
lung der Bewilligungsvoraussetzungen an die Baubewilligungsbehörde 
zurückgewiesen; hinsichtlich Baubewilligung Felssanierung Rotstock wird 
die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Kosten für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren von Fr. 3'000 
werden zu 1/10 den Beschwerdeführern und zu je 3/10 dem Bezirk, dem 
Kanton und der Genossame auferlegt. Die Beschwerdeführer haben am 
21. November 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500 geleistet, so dass 
ihnen Fr. 2'200 aus der Gerichtskasse zurückerstattet werden; Bezirk und 
Genossame haben ihren Betreff (je Fr. 900) innert 30 Tagen seit Zustellung 
des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des 
Verwaltungsgerichts zu überweisen; auf die kantonsinterne Verrechnung 
wird verzichtet.

3. Der Bezirk, der Kanton und die Genossame haben den Beschwerdeführern 
für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eine reduzierte Parteien-
tschädigung von je Fr. 900 (inkl. MwSt und Barauslagen) zu leisten.

4.1 Die Verfahrenskosten für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren von 
Fr. 1'500 werden zu 1/10 (Fr. 150) den Beschwerdeführern und zu je 3/10 
(Fr. 450) dem Bezirk, dem Kanton und der Genossame auferlegt.

4.2 Der Bezirk, der Kanton und die Genossame haben den Beschwerdeführern 
für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädi-
gung von je Fr. 500 (inkl. MwSt und Barauslagen) zu leisten.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113 ff. BGG). 

26

6. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (2/R)
- die Beschwerdegegnerin (R)
- den Bezirksrat Gersau (R)
- das Amt für Raumentwicklung (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (z.K.)
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB).

Schwyz, 24. September 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Oktober 2025