# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b610a3af-e1a5-5d16-9276-f461c43d09e6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.12.2017 BVGE 2017 VI/10
**Docket/Reference:** BVGE-2017-VI-10
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-VI-10_2017-12-11

## Full Text

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf ein Asylgesuch (Dublin-Verfahren). Frage
der Anwendbarkeit der &quot; Tarakhel-Praxis &quot; auf andere verletzliche Personengruppen.
Prüfung des Selbsteintritts aus humanitären Gründen aufgrund der Verfahrensdauer sowie
neuer Sachverhaltselemente.
			

			

				Art. 3 EMRK. Art. 17 Abs. 1, Art. 31, Art. 32 Dublin-III-VO.
			

			

				1.      Die aufgrund des
Urteils Tarakhel des EGMR für die Überstellung von Familien mit Kindern nach Italien entwickelten
Grundsätze (Einholung von individuellen Garantien als Zulässigkeitsvoraussetzung, vgl.
BVGE 2015/4) werden nicht auf weitere Kategorien von besonders verletzlichen Personen angewendet (E. 5).
			

			

				2.      Rückweisung
der Sache an das SEM im Hinblick auf einen allfälligen Selbsteintritt aus humanitären
Gründen; im vorliegenden Fall aufgrund der langen, vom Beschwerdeführer nicht zu vertretenden
Verfahrensdauer sowie neuer Erkenntnisse über seinen Gesundheitszustand (E. 6).
			

			

2018-09-26T12:21:34Z