# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6dd547ca-24c9-5fc8-9404-2687d9c02122
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 13.12.2016 502 2016 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2016-268_2016-12-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2016 268

Urteil vom 13. Dezember 2016

Strafkammer

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Jessica Koller

Parteien A.________ GmbH, Privatklägerin und Beschwerdeführerin, 
vertreten durch B.________

gegen

C.________, Beschuldigte und Beschwerdegegnerin, vertreten 
durch Rechtsanwältin Kathrin Kummer

sowie

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Einstellung (Art. 319 ff. StPO) 

Beschwerde vom 7. Oktober 2016 gegen die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 29. September 2016

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Sachverhalt

A.  C.________ arbeitete ab dem 27. August 2012 für die Firma A.________ GmbH. Sie 
kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 29. Dezember 2014. In der Folge kam es 
zwischen den Parteien zu einem arbeitsrechtlichen Verfahren (act. 24 ff.).

Am 5. September 2015 stellte die A.________ GmbH, vertreten durch B.________, einen 
Strafantrag wegen Veruntreuung und übler Nachrede gegen C.________ und konstituierte sich als 
Privatklägerin (act. 15). Sie warf ihrer ehemaligen Angestellten im Wesentlichen vor, einen 
Staubsauger und ein Putzgerät nicht zurückgegeben zu haben, mit ihrem von der Firma zur 
Verfügung gestellten Handy weit über das zulässige Mass Gespräche geführt und 
Dienstleistungen bezogen zu haben, bzw. ihr den geschuldeten Betrag nicht zurückerstattet zu 
haben, und sie anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 29. Juni 2015 bezichtigt zu haben, 
Schwarzarbeiter zu beschäftigen (act. 17). 

Mit Verfügung vom 29. September 2016 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen 
C.________ in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO ein (act. 106). 

B. Gegen die Einstellungsverfügung reichte die Firma A.________ GmbH am 7. Oktober 2016 
Beschwerde ein. 

Mit Schreiben vom 18. Oktober 2016 schloss die Staatsanwaltschaft auf Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Vom Einholen einer Stellungnahme von C.________ wurde abgesehen. 

Erwägungen

1. a) Gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft kann bei der 
Strafkammer innert 10 Tagen Beschwerde eingereicht werden (Art. 20 Abs. 1 Bst. b, 322 Abs. 2, 
393 Abs. 1 Bst. a StPO; Art. 85 Abs. 1 JG). 

Die angefochtene Verfügung wurde der Beschwerdeführerin frühestens am 30. September 2016 
zugestellt. Die am 7. Oktober 2016 der Post übergebene Beschwerdeschrift wurde somit 
rechtzeitig eingereicht. 

b) Ein Rechtsmittel nach der StPO kann jede Partei ergreifen, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Partei ist 
auch die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 Bst. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die 
geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu 
beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). 

Die Beschwerdeführerin hat sich als Privatklägerin konstituiert (act. 15) und ist durch die der 
Beschuldigten vorgeworfenen Delikte in rechtlich geschützten Interessen betroffen, womit sie zur 
Beschwerde legitimiert ist.

c) Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Verlangt die StPO, dass das 
Rechtsmittel begründet wird, so hat die Person oder die Behörde, die das Rechtsmittel ergreift, 
genau anzugeben: (Bst. a.) welche Punkte des Entscheides sie anficht; (Bst. b.) welche Gründe 
einen anderen Entscheid nahe legen; (Bst. c.) welche Beweismittel sie anruft (vgl. Art. 385 Abs. 1 

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StPO). Die Begründung hat den Anfechtungsgrund anzugeben, d.h. die tatsächlichen und/oder 
rechtlichen Gründe, die einen anderen Entscheid nahelegen (Urteil 6B_613/2015 vom 
26. November 2015 E. 3.3.1 mit Hinweisen, bestätigt in Urteil 6B_49/2016 vom 3. Juni 2016 
E. 2.3.2). 

Vorliegend bringt die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin zum Ausdruck, dass sie sich 
gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft zur Wehr setzen will und nennt die Punkte, mit 
welchen sie nicht einverstanden ist. Sie kommt somit ihrer Begründungspflicht grundsätzlich nach. 

d) Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

e) Die Strafkammer entscheidet ohne Verhandlung (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie verfügt 
grundsätzlich über volle Kognition (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO). 

2. a) Bei der Frage, ob ein Strafverfahren über eine (definitive) Verfahrenseinstellung durch 
die Untersuchungsbehörde erledigt werden kann, gilt im schweizerischen Strafprozessrecht der 
Grundsatz "in dubio pro duriore". Die Staatsanwaltschaft darf sich nicht die Rolle des Gerichts 
anmassen. Dieser Grundsatz fliesst aus dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 
StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO). Er bedeutet, dass eine Einstellung durch 
die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden 
Prozessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Bei der Beurteilung dieser Frage verfügen die 
Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz über einen gewissen Spielraum […]. Hingegen ist (sofern 
die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt) Anklage zu erheben, wenn eine 
Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Falls sich die Wahrscheinlichkeiten 
eines Freispruches oder einer Verurteilung in etwa die Waage halten, drängt sich in der Regel, 
insbesondere bei schweren Delikten, ebenfalls eine Anklageerhebung auf (BGE 138 IV 186 E. 4.1 
mit Hinweisen; BGE 137 IV 219 E. 7.1; RIKLIN, StPO Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N. 2).

Gemäss Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO ist die vollständige oder teilweise Einstellung des Verfahrens 
zu verfügen, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (vgl. Art. 324 Abs. 1 
StPO). Der Staatsanwalt hat nicht eine abschliessende Beurteilung darüber vorzunehmen, ob sich 
die beschuldigte Person einer ihr zur Last gelegten Tat strafbar gemacht hat, sondern nur, ob 
genügend Anhaltspunkte vorhanden sind, die es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen 
(LANDSHUT/BOSSHARD, Kommentar zur StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N. 15 m. H.). Die 
Staatsanwaltschaft trifft ihren Entscheid über Anklageerhebung oder Einstellung des Verfahrens 
nach pflichtgemässem Ermessen. Ihre Aufgabe ist es, nach durchgeführter Untersuchung in 
vorweggenommener Würdigung der Beweise und der Rechtslage eine Prognose über den 
Ausgang eines allfälligen gerichtlichen Verfahrens zu machen. Die Staatsanwaltschaft tritt dabei 
nicht selbst an die Stelle des Sachgerichts, sondern erwägt in Berücksichtigung der 
massgebenden Beweiswürdigungs- und Subsumtionsgrundsätze, welche Möglichkeiten für das 
Sachgericht offenstehen (OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2012, 
N. 1395).

Sind ausser den sich widersprechenden Aussagen des Geschädigten und der beschuldigten 
Person keine wesentlichen Beweismittel vorhanden, ist ein besonders gewissenhaftes 
Wahrscheinlichkeitskalkül über die Aussichten der Anklage anzustellen. Massgeblich ist die 
Überlegung, ob die Zweifel von derartigem Gewicht sind, dass eine Verurteilung nach den 
praktischen Erfahrungen nicht mehr für wahrscheinlich gehalten werden kann. Steht dem 
bestreitenden Beschuldigten nur die Aussage eines an der Verurteilung unmittelbar interessierten 
Geschädigten gegenüber und finden dessen Anschuldigungen nicht eine objektive Bestätigung im 
Untersuchungsergebnis, so kann von einem für die Anklageerhebung hinreichenden Verdacht 

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nicht gesprochen werden (LANDSHUT/BOSSHARD, Art. 319 N. 17 m. H.). Keine Einstellung, sondern 
die Erhebung einer Anklage ist wohl grundsätzlich immer dann angezeigt, wenn der Ausgang des 
Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdigung abhängt (LANDSHUT/BOSSHARD, Art. 319 
N. 18). Eine Einstellung des Verfahrens ist auch dann aufzuheben und die Strafsache in die 
Untersuchung zurückzuweisen, wenn die Untersuchung wesentliche Lücken aufweist und damit 
Fragen offenbleiben, deren Beantwortung für Freispruch oder Schuldspruch der beschuldigten 
Person wesentlich sein können (OBERHOLZER, N. 1398). 

b) Wer sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit 
unrechtmässig zu bereichern, wird, wenn nicht die besonderen Voraussetzungen der Art. 138-140 
StGB zutreffen, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Hat der Täter die 
Sache gefunden oder ist sie ihm ohne seinen Willen zugekommen, handelt er ohne 
Bereicherungsabsicht oder handelt er zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen, so 
wird die Tat nur auf Antrag verfolgt (Art. 137 StGB). Wer sich eine ihm anvertraute fremde 
bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wer 
ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet, 
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 138 Abs. 1 StGB). 

Wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die 
geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt, wer eine solche 
Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bis zu 180 
Tagessätzen bestraft. Beweist der Beschuldigte, dass die von ihm vorgebrachte oder 
weiterverbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht, oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie in 
guten Treuen für wahr zu halten, so ist er nicht strafbar (Art. 173 Abs. 1 und 2 StGB). 

3. a) Die Strafkammer ist nicht Aufsichtsbehörde der Staatsanwaltschaft (Art.127 Verfassung 
des Kantons Freiburg, SGF 10.1) und hat vorliegend einzig zu prüfen, ob die Einstellung des 
Verfahrens das Recht verletzt, auf einer unvollständigen oder unrichtigen Sachverhaltsfeststellung 
basiert oder unangemessen ist (Art. 393 Abs. 2 StPO). Soweit sich die Beschwerdeführerin über 
die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft beklagt respektive sich an sie richtet, ist daher auf die 
Eingabe vom 7. Oktober 2016 nicht einzutreten. 

b) Die Staatsanwaltschaft führt aus, die Beschuldigte bestreite nicht, den Staubsauger und 
das Fensterputzgerät bekommen zu haben. Sie gebe jedoch an, an ihrem letzten Arbeitstag das 
Auto samt Inhalt vor der Firma abgestellt und den Schlüssel wohl Frau D.________ gegeben zu 
haben. Eine Inventarliste sei nicht erstellt worden und die Klage sei mehr als ein halbes Jahr 
danach eingereicht worden. Zudem sei das Auto einen Monat unbenutzt auf dem Hof gestanden. 
Unter diesen Umständen sei das Verfahren mangels Beweisen einzustellen. 

Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, die Beschuldigte habe zu Protokoll gegeben, dass sie 
den Schlüssel wohl Frau D.________ gegeben habe. Hier zeige sich klar, dass sie Sachen sage 
und sich dabei später nicht mehr sicher sei. An der Glaubwürdigkeit der Beschuldigten sei zu 
zweifeln. Es werde bestätigt, dass der Schlüssel Frau D.________ übergeben wurde, welche ihn 
B.________ weitergeleitet habe; dieser habe den Schlüssel in seiner Wohnung verwahrt. Das Auto 
sei geschlossen gewesen und nicht bewegt oder benutzt worden. 

Aus den Akten erhellt diesbezüglich Folgendes: Die Beschuldigte wurde erstmals am 
19. November 2015 einvernommen (act. 7 ff.). Sie bestritt, die besagten Gegenstände behalten zu 
haben. Das Putzgerät habe sich immer noch im Auto befunden, als sie die Firma verlassen habe 
(act. 9); der Staubsauger sei sicher in einem Auto der Firma, sie habe ihn nicht genommen (act. 8). 
Sie führte aus: „Es war so an diesem Tag. Ich hatte einen Arzttermin, weil es mir so schlecht ging. 
Ich ging ins Büro und dort war Frau D.________. Wir gingen zum Auto von der Firma, ich gab Frau 

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D.________ die Autoschlüssel und verliess die Firma mit einer Handtasche. Mehr nicht. Ein 
Kollege holte mich ab und brachte mich zum Arzt. Ich habe nichts genommen. In dieser Firma 
arbeiten auch noch andere Leute und mein ehemaliges Auto wurde weitergegeben. Ich weiss 
nicht, was mit den Sachen im Auto passiert ist“ (act. 8). Am 6. Juni 2016 wurde sie nochmals 
befragt (act. 87 ff.). Sie gab dabei zweimal zu Protokoll, dass sie den Schlüssel Frau D.________ 
gegeben habe (act. 89); sie erklärte zudem, dass sich die Geräte im Auto befanden als sie das 
Fahrzeug abgegeben habe (act. 90). Es ist somit nicht ersichtlich, inwiefern sich die Beschuldigte 
nicht sicher sein sollte, bzw. an ihrer Glaubwürdigkeit gezweifelt werden könnte. Kommt hinzu, 
dass man gemäss Aussagen von B.________ zwar innert kürzester Zeit gemerkt hat, dass etwas 
fehlte (act. 89), man es jedoch offenbar unterlassen hat, umgehend zu handeln; zumindest wurde 
seitens der Beschwerdeführerin diesbezüglich nichts dargelegt und belegt. Somit kann heute nicht 
mehr eruiert werden, wer die Wahrheit sagt. Eine Einstellung des Verfahrens in diesem Punkt 
drängte sich somit auf. 

c) Die Staatsanwaltschaft führt weiter aus, die Benutzung des Handys im Rahmen der 
Limite von CHF 34.- pro Monat sei zulässig gewesen. Darüber hinaus gehende Beträge müssten 
zwar zurückerstattet respektive selber bezahlt werden, seien jedoch nicht anvertraut im Sinne von 
Art. 138 StGB. Die Angelegenheit sei daher rein zivilrechtlicher Natur.

Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, zur normalen Benutzung des Natels gehöre das 
Telefonieren. Die Beschuldigte habe es jedoch für Glücksspiele (Roulette) missbraucht, so dass 
der Tatbestand der Veruntreuung gegeben sei.

Gemäss Arbeitsvertrag durfte die Beschuldigte das Handy für private Gespräche nutzen, musste 
jedoch die über den vereinbarten Betrag hinausgehenden Kosten übernehmen (act. 38). Der 
Vertrag erwähnt nicht, was zur „normalen“ Benutzung gehört oder nicht, bzw. dass eine bestimmte 
Nutzung ausgeschlossen sei, so dass der Staatsanwaltschaft zuzustimmen ist, wenn sie zum 
Schluss kommt, dass die Angelegenheit rein zivilrechtlicher Natur ist. Zudem erstaunt, dass die 
Beschwerdeführerin bis September 2015 wartete, um auf strafrechtlicher Ebene aktiv zu werden, 
obschon sie spätestens im März 2014 von der besagten Nutzung Kenntnis hatte (act. 19 f.). Auch 
in diesem Punkt ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden.

d) Was schliesslich die üble Nachrede betrifft, hält die Staatsanwaltschaft fest, die 
Beschuldigte bestreite, selber den Vorwurf des Anstellens von Schwarzarbeitern gemacht zu 
haben. Sie berichte aber in der polizeilichen Einvernahme genau von einem solchen Vorfall, bei 
dem eine andere Angestellte deswegen Anzeige erstattet hatte, worauf B.________ eine Busse 
bezahlen musste. Sie weiche der Frage aus, ob sie in der arbeitsgerichtlichen Verhandlung von 
diesem Vorfall gesprochen habe. Es ergebe sich aus dem Strafregisterauszug des Klägers, dass 
er am 30. März 2010 wegen eines Vergehens gegen das AHVG verurteilt worden sei. Häufig 
hätten solche Verurteilungen mit dem gemeinhin als Schwarzarbeit umschriebenen oder einem 
ähnlichen Verhalten zu tun. Von da her wäre die Aussage womöglich in guten Treuen erfolgt. In 
jedem Fall aber sei zu beachten, dass gerade bei gerichtlichen Verfahren eine gewisse Toleranz 
bei der Beurteilung von Parteiaussagen geübt werden müsse. Zweck der Aussage sei jeweils nicht 
in erster Linie die Schmähung oder Beleidigung der Gegenpartei, sondern das Obsiegenlassen 
des eigenen Standpunkts. Entsprechend sei bei der Annahme von Ehrverletzungsdelikten 
Zurückhaltung geboten. Ein Beispiel in umgekehrter Richtung sei übrigens anlässlich der 
Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft zu beobachten gewesen und müsste gegebenenfalls in 
gleicher Weise folgenlos bleiben. Da im vorliegenden Fall keine Protokollierung der 
Schlichtungsverhandlung erfolgt sei, liessen sich der genaue Wortlaut und die Absicht hinter der 
Äusserung nicht mehr feststellen. Im Ergebnis sei das Verfahren daher auch in diesem Punkt 
einzustellen.

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Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, bei der Polizei habe die Beschuldigte ausgesagt, dass 
es einen Vorfall von Schwarzarbeit gegeben habe, eine andere Angestellte Anzeige erstattet habe 
und B.________ angeblich eine Busse bezahlen musste. Dies sei eine Falschaussage und 
entspreche nicht der Wahrheit. Es werde eine Untersuchung verlangt, um zu wissen, wer diese 
rufschädigende Aussage gemacht habe oder ob es sich um eine Schutzbehauptung der 
Beschuldigten handle. Der Strafregisterauszug sei persönlich und die Daten könnten nur mit 
vorgängiger, begründeter Antragsstellung abgerufen werden. Die Beschwerdeführerin will wissen, 
wer und aus welchem Grund dieser Auszug angefordert wurde. Die Staatsanwaltschaft habe mit 
der Herausgabe von persönlichen Daten an die Beschuldigte die persönlichen Rechte von 
B.________ verletzt und den Datenschutz nicht gewahrt. Zusammenhänge mit diesem Verfahren 
und dem Vorwurf der Schwarzarbeit zu kombinieren deute darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft 
die Unterlagen nicht gelesen oder nicht verstanden habe. Man habe sämtliche Beträge der AHV 
aus dem Konkursfall zurückbezahlt und bis heute keine Schlussabrechnung der AHV-Stelle 
erhalten. Es werde eine Richtigstellung, eine Klärung der Angelegenheit, eine Genugtuung sowie 
eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft innerhalb von 10 Tagen erwartet. 

Vorab ist festzustellen, dass sich die Beschwerdeführerin in diesem Punkt nur mit einem Teil der 
Begründung der Verfügung auseinandersetzt, so dass diese bereits aus diesem Grund zu 
bestätigen ist (vgl. BGE 138 I 97 E. 4.1.4 m. H.). 

Der Strafantrag vom 5. September 2015 bezog sich auf die Aussagen der Beschuldigten anlässlich 
der Schlichtungsverhandlung vom 29. Juni 2015 (act. 17), und nicht auf jene, die sie zu einem 
anderen Zeitpunkt gemacht hätte. So ist nicht zu prüfen und zu beurteilen, ob sich die 
Beschuldigte allenfalls anlässlich der Einvernahme durch die Polizei einer Straftat schuldig 
gemacht hat. 

Die Beschuldigte bestreitet, am 29. Juni 2015 gesagt zu haben, dass sie dem Kläger die 
Anstellung von Schwarzarbeitern vorwerfe (act. 89 f.). Es habe eine Polizeikontrolle gegeben und 
es sei gesagt worden, dass ihn jemand wegen Schwarzarbeit angezeigt habe (act. 90). Wer am 
29. Juni 2015 was gesagt hat, kann heute unbestrittenermassen nicht eruiert werden. Anlässlich 
der Schlichtungsverhandlung dürfen Aussagen der Parteien nämlich weder protokolliert noch 
später im Entscheidverfahren verwendet werden (Art. 205 Abs. 1 ZPO). Die Verhandlung ist 
überdies nicht öffentlich (Art. 203 Abs. 3 ZPO). Ziel dieser ist es, dass die Parteien sich frei 
unterhalten können (vgl. BGE 140 III 70 E. 4.3 m. H.). 

Selbst wenn erstellt werden könnte, dass die Beschuldigte die ihr vorgeworfenen Aussagen am 
besagten Tag gemacht hat, würde sich eine Einstellung des Verfahrens dennoch aufdrängen, und 
zwar aus folgenden Gründen: Einerseits ist der Staatsanwaltschaft zuzustimmen, wenn sie 
festhält, dass gerade bei gerichtlichen Verfahren eine gewisse Toleranz bei der Beurteilung von 
Parteiaussagen geübt werden muss und bei der Annahme von Ehrverletzungsdelikten 
Zurückhaltung geboten ist. Andererseits erklärte B.________ selber, dass die Firma angezeigt 
wurde und es in der Folge zu einer Untersuchung kam („Seit wir zu Unrecht durchsucht worden 
sind, zeige ich jeden an. Das hat zur Wirkung gehabt, dass wir jetzt ziemlich genau wissen, wer 
uns damals angezeigt hat. Wir haben zurzeit einen Schaden von ca. Fr. 200‘000.-„ act. 90), so 
dass es gut möglich ist, dass gesagt wurde, „dass ihn jemand wegen Schwarzarbeit angezeigt hat“ 
(act. 90); in diesem Fall wären allfällige Aussagen in Bezug auf Schwarzarbeit womöglich in guten 
Treuen erfolgt und die Beschuldigte hätte sich nicht strafbar gemacht.

Im Resultat ist die Verfügung demnach auch in diesem Punkt zu bestätigen. 

4. Angesichts dieser Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist, und die Einstellungsverfügung vom 29. September 2016 zu bestätigen.

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5. a) Die unterliegende Partei trägt die Kosten des Rechtsmittelverfahrens (Art. 428 Abs. 1 
StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf CHF 500.- festzusetzen, zuzüglich Auslagen von CHF 100.-. 

b) Eine Parteientschädigung oder eine Genugtuung ist nicht zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 
i.V.m. Art. 433 StPO).

c) Die Beschuldigte wurde nicht zur Stellungnahme aufgefordert, so dass auch ihr keine 
Parteientschädigung auszurichten ist. 

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde vom 7. Oktober 2016 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

Die Einstellungsverfügung vom 29. September 2016 wird bestätigt. 

II. Die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gerichtsgebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) 
werden der A.________ GmbH, vertreten durch B.________, auferlegt und von der 
geleisteten Sicherheit bezogen. 

III. Es wird weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 13. Dezember 2016/swo

Präsident Gerichtsschreiberin