# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f3cab2f-b92c-53c3-9555-88222068636d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.11.2021 II 2021 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-98_2021-11-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 98

Entscheid vom 19. November 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung wegen Nichtannahme einer zugewiesenen Stelle)

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Sachverhalt:

A. A.________ war vom 15. Februar 2021 an bei der B.________ AG ange-
stellt. Dieses Arbeitsverhältnis wurde am 30. April 2021 per 7. Mai 2021 in ge-
genseitigem Einverständnis aufgelöst mit der Begründung, es sei nicht die richti-
ge Arbeit. Am 10. Mai 2021 beantragte A.________ Arbeitslosenentschädigung 
ab dem 7. Mai 2021 (Vi-act. 1). Ebenfalls am 10. Mai 2021 wurde er durch das 
RAV Goldau zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 2). 

B. Am 11. Mai 2021 unterbreitete das RAV A.________ das Angebot einer so-
fort verfügbaren Vollzeitstelle als Rundschleifer bei der C.________ AG, mit der 
Aufforderung, sich sofort, spätestens bis 14. Mai 2021 zu bewerben (Vi-act. 3). 
Am 17. Mai 2021 meldete die C.________ AG, A.________ habe sich bis dato 
nicht beworben (Vi-act. 4). Am 19. Mai 2021 forderte das Amt für Arbeit 
A.________ auf, zur Nichtbewerbung, für welche eine Sanktionierung drohe, 
Stellung zu nehmen (Vi-act. 5). Nach Eingang der Stellungnahme vom 28. Mai 
2021 (Vi-act. 6) verfügte das Amt für Arbeit am 1. Juni 2021, A.________ werde 
ab dem 18. Mai 2021 für die Dauer von 31 Tagen in der Anspruchsberechtigung 
eingestellt wegen Nichtbefolgung einer Weisung zur Bewerbung auf eine zuge-
wiesene Stelle (Vi-act. 7).

C. Am 1. Juni 2021 konnte A.________ bei der Firma D.________ AG eine 
neue Stelle antreten, wodurch er von der Arbeitsvermittlung abgemeldet wurde.

D. Nach Erhalt der Einstellungsverfügung meldete sich A.________ am 6. und 
7. Juni 2021 per E-Mail beim Amt für Arbeit (Vi-act. 8) und am 8. Juni 2021 erhob 
er Einsprache (Vi-act. 9). Mit Entscheid Nr. 259/21 vom 20. August 2021 wies 
das Amt für Arbeit die Einsprache in Bestätigung der Verfügung vom 1. Juni 2021 
ab (Bf-act. 1).

E. Am 12. September 2021 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, den 
angefochtenen Einspracheentscheid aufzuheben und von einer Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung abzusehen.

Mit Vernehmlassung vom 8. Oktober 2021 beantragt die Vorinstanz die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist unbestritten, dass der damals arbeitslose Beschwerdeführer 
am 11. Mai 2021 durch das RAV Goldau aufgefordert wurde, sich auf die sofort 
verfügbare Vollzeitstelle als Rundschleifer bei der C.________ AG zu bewerben. 
Unbestritten ist ebenso, dass sich der Beschwerdeführer weder innert der ange-
setzten Frist bis 14. Mai 2021 noch danach bei der C.________ AG bewarb. 
Strittig und nachfolgend zu prüfen ist somit einzig, ob der Beschwerdeführer zu 
Recht für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde, weil er der 
Aufforderung des RAV Goldau keine Folge geleistet hat.

2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat 
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht alles Zumutbare zu unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, insbesondere Arbeit zu su-
chen und jegliche zumutbare Arbeit unverzüglich anzunehmen (Art. 17 Abs. 1 
und 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0] 
vom 25.6.1982). Die verschiedenen damit verbundenen Pflichten sind als blosse 
Obliegenheiten nur insofern durchsetzbar, als deren Verletzung leistungsrechtli-
che Sanktionen in Form der Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 
AVIG) nach sich zieht. Diese hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. 
Als verwaltungsrechtliche Sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnis-
mässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (Urteil BGer 8C_468/2020 vom 
27.10.2020 Erw. 3.1; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, ALV, Rz. 828).

2.2 Sanktioniert werden unter anderem Verhaltensweisen, die sich negativ auf 
den Eintritt oder die Dauer der Arbeitslosigkeit auswirken. So ist die versicherte 
Person nach dem Wortlaut von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG insbesondere dann in 
der Anstellungsberechtigung einzustellen, wenn sie Weisungen der zuständigen 
Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine (ihr zugewiesene) zumutbare Arbeit 
nicht annimmt. Ob eine Arbeit zumutbar ist, beurteilt sich nach Art. 16 AVIG: 
Nach dessen Abs. 1 ist grundsätzlich jede Arbeit zumutbar, während die Aus-
nahmen, in denen eine Arbeit als unzumutbar gilt, in Abs. 2 abschliessend aufge-
listet sind (BGE 122 V 34 Erw. 4d). So ist etwa unzumutbar und somit von der 
Annahmepflicht ausgenommen eine Arbeit, die nicht angemessen auf die Fähig-
keiten oder auf die bisherige Tätigkeit der versicherten Person Rücksicht nimmt 
(Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG). 

2.3 Die Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ohne entschuldbaren Grund gilt als 
schweres Verschulden, was eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung zwi-

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schen 31 und 60 Tagen nach sich zieht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG in Verbindung 
mit Art. 45 Abs. 3 lit. c und Abs. 4 lit. b der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversiche-
rungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983). Das Gesetz selbst setzt 
somit voraus, dass dem Versicherten eine zumutbare Arbeitsstelle im Sinn von 
Art. 16 AVIG angeboten wird. Daher ist vor der Verhängung der Sanktion 
grundsätzlich die Zumutbarkeit der fraglichen Stelle zu prüfen (Urteil BGer 
8C_468/2020 vom 27.10.2020 Erw. 5.1).

3.1 Seine nicht erfolgte Bewerbung begründete der Beschwerdeführer am    
28. Mai 2021 derart, bei nochmaliger Prüfung der Stelle sei er zum Entschluss 
gekommen, dass diese seinen Vorstellungen nicht entspreche. Er habe in jener 
Zeit schon über 15 Bewerbungen versandt, was den Vorgaben des RAV ent-
sprochen habe. Er sei auf eine dauerhafte Lösung aus und wolle sich daher auf 
ideale Stellen bewerben; von Blindbewerbungen in andere Berufsgattungen halte 
er nichts (Vi-act. 6). 

3.2 Nach Erhalt der Einstellungverfügung gelangte der Beschwerdeführer am 
6. Juni 2021 per E-Mail an die Vorinstanz und zeigte darin sein Unverständnis 
(Vi-act. 8). Er habe 15 bis 20 Bewerbungen versandt auf Stellen, welche ihn in-
teressieren würden, und dabei per 1. Juni 2021 eine Anstellung gefunden. Und 
nun werde ihm sein Arbeitslosentaggeld gestrichen, weil er eine ihm zugewiese-
ne Stelle nicht berücksichtigt habe.

3.3 In der Einsprache vom 8. Juni 2021 verwies der Beschwerdeführer auf sei-
ne E-Mail vom 6. Juni 2021 (vorstehend Erw. 3.2) sowie auf den per 1. Juni 2021 
abgeschlossenen Arbeitsvertrag (Vi-act. 9). Er sei überzeugt, alles nach bestem 
Wissen und Gewissen getan zu haben, um eine neue Festanstellung zu finden. 
Und deshalb sei er mit der Einstellungsverfügung nicht einverstanden.

3.4 Im angefochtenen Einspracheentscheid hält die Vorinstanz fest, im Zeit-
punkt der Nichtbewerbung auf die zugewiesene, sofort verfügbare Stelle habe 
der Beschwerdeführer noch nichts von der Anstellung per 1. Juni 2021 bei der 
D.________ AG wissen können. Die Neuanstellung rechtfertige die Nichtbewer-
bung daher nicht. Er bringe zudem keine Argumente, welche die unterlassene 
Kontaktaufnahme mit dem Stellenanbieter zu entschuldigen vermöchten. Auch 
die ansonsten genügenden Arbeitsbemühungen würden sein Versäumnis nicht 
rechtfertigen. Er habe sich zur Stellenvermittlung angemeldet und müsse daher 
alles ihm Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu verhindern oder 
zu verkürzen; dies unter anderem durch rechtzeitige Kontaktnahme zu Stellen-
anbietern im Falle einer Stellenzuweisung. Der Beschwerdeführer bringe keine 

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Argumente, welche sein Versäumnis entschuldigen würden und es könne kein 
entschuldbarer Grund gefunden werden, warum er die Kontaktaufnahme mit dem 
Stellenanbieter verweigert habe.

3.5 Vor Verwaltungsgericht betont der Beschwerdeführer seine Überzeugung, 
richtig gehandelt zu haben. Er habe die Ausbildung Polymechaniker Fachrich-
tung Unterhalt abgeschlossen, welche die benötigten Anforderungen des Stelle-
nangebots nicht abgedeckt hätte. Deshalb habe er sich auch nicht beworben, da 
er keine Chance gesehen hätte, die Stelle überhaupt zu erhalten, weil er weder 
mit Schleifen noch mit CNC-Maschinen je zu tun gehabt habe. Deshalb erhebe 
er gestützt auf Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG Beschwerde.

3.6 Die Vorinstanz verweist vernehmlassend zum einen auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid. Zum andern hält sie fest, der Beschwerdeführer bringe vor 
Verwaltungsgericht erstmals vor, er entspreche nicht den Anforderungen im Stel-
lenbeschrieb der zugewiesenen Stelle; der Hinweis auf die mangelnde berufliche 
Qualifikation erfolge erstmals vor Verwaltungsgericht. Weder in der Stellungnah-
me vom 28. Mai 2021, noch den beiden E-Mails vom 6. und 7. Juni 2021 und 
auch nicht in der Einsprache werde darauf hingewiesen.

4. Es ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer erstmals 
vor Verwaltungsgericht auf Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG verweist und seine Nichtbe-
werbung derart begründet, dass er mit seiner Ausbildung die Anforderungen an 
die Stelle nicht erfüllen würde. Mithin hat sich die Vorinstanz weder in der Verfü-
gung noch im Einspracheentscheid mit dieser Begründung auseinandersetzen 
können. Aus nachfolgenden Gründen rechtfertigt es sich jedoch, auf eine Rück-
weisung zu verzichten und die Begründetheit der Beschwerde in vorliegendem 
Verfahren zu prüfen.

5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass 
der Beschwerdeführer Arbeitslosentaggelder beantragt und sich zur Stellenver-
mittlung angemeldet hat und ihn damit eine Schadenminderungspflicht traf in 
dem Sinne, dass er alles zu unternehmen hatte, um die Arbeitslosigkeit zu ver-
kürzen. Hierzu zählte insbesondere auch die Pflicht, auf Weisung des RAV mit 
einem Stellenanbieter in Kontakt zu treten und eine zumutbare Stelle anzuneh-
men. Von dieser Pflicht ist auch nicht befreit, wer grundsätzlich qualitativ und 
quantitativ genügend Stellenbewerbungen tätigt. Mithin war auch der Beschwer-
deführer trotz seiner getätigten und nachgewiesenen Stellenbemühungen nicht 
befreit von der Kontaktnahme mit der C.________ AG, welche per sofort eine 
Vollzeitstelle als Rundschleifer anbot, die dem Beschwerdeführer zugewiesen 
wurde. Zudem steht fest, dass der Beschwerdeführer bis zum 14. Mai 2021 (Frist 

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für die Kontaktnahme) die am 1. Juni 2021 angetretene Stelle noch nicht in Aus-
sicht hatte, geschweige denn, dass ihm diese dannzumal zugesichert gewesen 
wäre. Damit vermag auch der Stellenantritt per 1. Juni 2021 die versäumte Kon-
taktaufnahme nicht zu rechtfertigen. Soweit (d.h. ohne Berücksichtigung der vom 
Beschwerdeführer erst vor Verwaltungsgericht vorgetragenen Begründung) ist 
der Einspracheentscheid der Vorinstanz nicht zu beanstanden.

5.2 Vor Verwaltungsgericht begründet der Beschwerdeführer sein Versäumnis 
nun aber damit, dass seine Ausbildung als Polymechaniker Fachrichtung Unter-
halt der zugewiesenen Stelle nicht entspreche. Sie decke die benötigten Anforde-
rungen der Stelle nicht ab. Daher hätte er keine Chance auf die Stelle gehabt. 
Die Stelle sei ihm daher im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG nicht zumutbar 
gewesen.

5.3 Eine versicherte Person darf ihre Stellensuche nicht auf qualitativ gleich-
wertige Arbeit beschränken (VGE II 2018 20 vom 22.3.2018 Erw. 4.2). Unzumut-
barkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG (Fähigkeiten oder bisherige Tätig-
keit nicht angemessen berücksichtigend) ist gegeben, wenn die versicherte Per-
son in der neuen Stelle überfordert wäre; Unterforderung begründet keine Unzu-
mutbarkeit (SVR 2005 ALV Nr. 7 [C 165/03] Erw. 2.1; Urteil EVGer C 65/06 vom 
27.4.2006 Erw. 3.3; AVIG-Praxis ALE B285; SBVR Soziale Sicherheit-
Nussbaumer, ALV, Rz. 295), und die gesetzliche Forderung nach einer ange-
messenen Rücksichtnahme auf die bisherige Tätigkeit zielt darauf ab, dass be-
rufliche Qualifikationen nicht verloren gehen oder gemindert werden (Urteil EV-
Ger C 65/06 vom 27.4.2006 Erw. 3.3; VGE II 2021 2 vom 18.3.2021 Erw. 4.1). 

5.4 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die zugewiesene Stelle hätte 
ihn unterfordert. Ebensowenig macht er aber geltend, dass er bei Annahme der 
zugewiesenen Stelle überfordert gewesen wäre oder dass durch den Stellenan-
tritt seine berufliche Qualifikation verloren gegangen oder gemindert worden wä-
re. 

Das Einzige, was er vorbringt, ist, mit seiner Ausbildung bringe er nicht die 
benötigten Anforderungen für die Stelle mit und er hätte keine Chance gehabt, 
die Stelle zu erhalten. Dies zu beurteilen ist jedoch nicht die Sache des Be-
schwerdeführers, sondern des Stellenanbieters bzw. potentiellen Arbeitgebers. 
Indem der Beschwerdeführer aber schon die Kontaktnahme mit der C.________ 
AG versäumte, konnten die effektiven Anforderungen der Stelle und die Überein-
stimmung mit seinen Fähigkeiten nicht einmal überprüft werden. Es ist - abgese-
hen von Offensichtlichkeiten - nicht Sache der versicherten Person, von sich aus 

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die Chancen auf eine zugewiesene Stelle zu negieren, ohne je mit dem Stellen-
anbieter eine Bewerbung besprochen zu haben. 

5.5.1 Dem Lebenslauf des Beschwerdeführers kann entnommen werden, dass er 
bei der E.________ AG eine vierjährige Lehre als Polymechaniker Fachbereich 
Unterhalt absolviert hat. Anschliessend arbeitete er während rund sieben Jahren 
in drei verschiedenen Betrieben als Betriebsmechaniker (Reparatur und 
Störungsbehebung von Anlagen sowie Herstellung von Ersatzteilen). Im Februar 
2021 trat er eine Stelle als Mitarbeiter Montage F.________ (Montage und Kon-
trolle) an, welche er in gegenseitigem Einverständnis wieder verliess, da es sich 
nicht um die richtige Arbeit handelte (vgl. Vi-act. 1 und 12).

Dem Formular 'Arbeitsvermittlung' kann entnommen werden, dass der Be-
schwerdeführer die Tätigkeit 'Polymechaniker' gelernt und ausgeübt hat sowie 
sucht und die Tätigkeit 'Landmaschinenmechaniker' nicht gelernt und nicht aus-
geübt hat, aber sucht (Vi-act. 2).

5.5.2 Im Zuweisungsschreiben des RAV Goldau vom 11. Mai 2021 wird die Stel-
le als Rundschleifer bei der C.________ AG wie folgt beschrieben:

Hauptaufgaben:
- Einrichten und Bedienen von diversen konventionellen Kellenberger-Rundschleif-

maschinen
- Optimieren von Produktionsprozessen
- Qualitätsprüfung währen der Herstellung (Handmessmittel, 3D-Koordinatenma-

schine Zeiss)

Gesuchtes Profil:
- Erfahrung als Rundschleifer, oder Grundausbildung als Mechapraktiker, Produk-

tionsmechaniker oder eine vergleichbare Berufsausbildung im feinmechanischen 
Bereich

- hohes Qualitätsbewusstsein
- gute Deutschkenntnisse
- eigenes Auto oder in unmittelbarer Umgebung wohnhaft

5.5.3 Am 8. Oktober 2021 erkundigte sich die Vorinstanz beim Inhaber der 
C.________ AG über die zugewiesene Stelle (Vi-act. 13). Dieser informierte, 
dass die Tätigkeit des 'Rundschleifers' nicht als Beruf erlernt werden könne. Ent-
weder man finde eine Person, die bereits als Rundschleifer gearbeitet habe, oder 
aber man müsse eine Person anlernen. Angelernt werden könne, wer grundsätz-
lich handwerkliches Geschick mitbringe. Für eine ungelernte Person sei mit einer 
Anlernzeit von vier Jahren zu rechnen; für eine Person mit mechanischen EBA-
Ausbildung mindestens zwei Jahre und für einen Polymechaniker EFZ mit einer 
Anlernzeit von ein bis zwei Jahren. Die meisten Angestellten der Firma seien in 
ihrer Tätigkeit angelernt worden. 

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Weiter äusserte der Firmeninhaber, er hätte sich vom Stellensuchenden erwartet, 
dass er sich melde und erkundige, ob er für die Stelle als Rundschleifer in Frage 
käme. Aufgrund der Ausbildung als Polymechaniker EFZ wäre dies grundsätzlich 
möglich gewesen. Die Fachrichtung Unterhalt hätte eine untergeordnete Rolle 
gespielt, da ohnehin die meisten Berufsleute angelernt werden müssten.

5.6 Damit aber sind die Vorbringen des Beschwerdeführers unbegründet. So-
wohl mit seiner Ausbildung (Polymechaniker EFZ, Fachrichtung Unterhalt) als 
auch aufgrund seiner Berufserfahrung (Anlagenbetreuung, Herstellung von Er-
satzteilen, Montage, Kontrolle) hätten durchaus Chancen auf eine Anstellung als 
Rundschleifer bestanden. Zumindest ist nicht zu rechtfertigen, dass der Be-
schwerdeführer die Beurteilung seiner Chancen ohne Rücksprache mit dem Stel-
lenanbieter eigenständig vornahm und ohne genaue Kenntnis der spezifischen 
Tätigkeit eines Rundschleifers und der Anforderungen bei der C.________ AG 
auf eine Kontaktnahme resp. Bewerbung verzichtete. Die Auskunft des Stellen-
anbieters macht deutlich, dass der Beruf des 'Rundschleifers' nicht gelernt wer-
den kann, dass er neue Mitarbeiter ohnehin anlernen muss, dass dabei aber ge-
rade die Polymechaniker, auch mit Fachrichtung Unterhalt, derart geeignete Vor-
aussetzungen mitbringen, dass es nur einer kurzen Anlernzeit bedurft hätte. Da-
her bezeichnete der Stellenanbieter die Anstellung des Beschwerdeführers auch 
als grundsätzlich möglich. Zum einen ist damit die Stelle für den Beschwerdefüh-
rer als zumutbar im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG zu beurteilen und zum 
andern hätten durchaus reelle Chancen auf eine Anstellung bestanden. Indem 
aber der Beschwerdeführer schon von einer Kontaktnahme absah, hat er selber - 
bei grundsätzlich gegebener Qualifikation - jegliche Chancen auf eine Anstellung 
vertan und damit gegen die Schadenminderungspflicht verstossen. Denn es kann 
nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer die ihm zugewiesene 
Stelle als Rundschleifer bei der C.________ AG sofort hätte antreten können, 
wodurch er seine Arbeitslosigkeit verkürzt hätte.

6.1 Die Verletzung der Schadenminderungspflicht stellt ein zu sanktionierendes 
Verhalten dar, womit nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz den Be-
schwerdeführer in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Die Dauer der Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad, der Schwe-
re des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung dauert 1 - 15 Tage 
bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem Verschulden und 31 - 
60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). Von Gesetzes wegen 
liegt ein schweres Verschulden vor, wenn die versicherte Person ohne ent-
schuldbaren Grund z.B. eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (Art. 45 Abs. 4 lit. b 
AVIV).

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6.2 Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 
vom 17.7.2002 Erw. 5b, Chopard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Rz. D 64). 
Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter 
Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objekti-
ven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 3.5). 
Es ist dabei vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittel-
schweres und schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem 
Verhalten entsprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert 
werden kann (BGE 123 V 153 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 10.6.2021 
Erw. 6).

6.3 Das Seco hält in der AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff. ein Einstellraster für 
verschiedene Einstellungs-Tatbestände bereit. Dieses Einstellraster soll eine wei-
testmögliche Gleichbehandlung der Versicherten auf nationaler Ebene gewähr-
leisten und den Vollzugsstellen als Entscheidungshilfe dienen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine 
dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne trifti-
gen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Kon-
kretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen-
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 362 Erw. 2.3; BGE 138 
V 346 Erw. 6.2; BGE 137 V 1 Erw. 5.2.3).

6.4 Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. 

Die Kognition des Verwaltungsgerichtes ist in diesem Zusammenhang zwar nicht 
auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die Beurteilung 
der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Bei der Angemessenheit geht 
es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Vorinstanz 
nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechts-
prinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise an-
ders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwaltungsgericht sein Ermes-
sen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es 

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muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 Erw. 
5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 Erw. 3.3; VGE II 2016 6 vom 
22.3.2016 Erw. 4.1; VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1).

6.5.1 Das Seco Einstellraster qualifiziert die Ablehnung einer zugewiesenen oder 
selbstgefundenen zumutbaren unbefristeten Stelle bei der ersten Ablehnung als 
schweres Verschulden, das mit 31 bis 45 Einstelltagen zu sanktionieren ist 
(AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 2B/1). 

6.5.2 In der Verfügung vom 1. Juni 2021 wird das Verhalten des Beschwerdefüh-
rers als schweres Verschulden qualifiziert und die Einstellung auf 31 Tage fest-
gesetzt (Vi-act. 7).

Im Einspracheentscheid stellt die Vorinstanz fest, mit dem Stellenantritt per        
1. Juni 2021 halte sich der Schaden, welchen der Beschwerdeführer der Arbeits-
losenkasse verursacht habe, in Grenzen. Die Schadenhöhe sei jedoch für die 
Dauer der Einstellung nicht relevant. Entscheidend sei, dass der Beschwerdefüh-
rer im Zeitpunkt, da er sich nicht auf die zugewiesene Stelle beworben habe, 
über keine zugesicherte Stelle verfügt habe. Daher sei die Einstellung für 31 Ta-
ge gerechtfertigt. 

6.5.3 Diese Sanktionierung ist nicht zu beanstanden. Wie zuvor dargestellt, war 
die dem Beschwerdeführer zugewiesene Stelle zumutbar im Sinne von Art. 16 
Abs. 2 lit. b AVIG und der Stellenanbieter erachtete eine Anstellung aufgrund der 
Ausbildung des Beschwerdeführers als grundsätzlich möglich, womit eine reelle 
Chance auf eine Anstellung bestand. Für die Nicht-Bewerbung des Beschwerde-
führers liegt kein entschuldbarer Grund vor. Daran ändern weder seine ansons-
ten genügenden Bewerbungen noch der Stellenantritt per 1. Juni 2021 etwas. Im 
Übrigen liegt die verfügte Einstellungsdauer von 31 Tagen im Rahmen der Seco-
Weisung und dies am untersten möglichen Rand für schweres Verschulden. Es 
besteht für das Gericht keine Veranlassung, dies zu korrigieren.

7. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Zu Recht stellte die Vorinstanz fest, indem sich der Be-
schwerdeführer auf Weisung des RAV beim Anbieter der Stelle als Rundschleifer 
nicht gemeldet habe, habe er seine Schadenminderungspflicht verletzt. Die 
Sanktionierung mit 31 Einstelltagen ist nicht zu beanstanden.

8. Es werden keine Kosten erhoben.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 19. November 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 30. November 2021