# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a4bbf8-b8cd-5539-9d90-c67b63c57c09
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1995-06-07
**Language:** de
**Title:** Aargau Entscheidsammlung Baugesetzgebung 07.06.1995
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Baugesetzgebung/AG_BG_001_Vertrauensschutz_1995-06-07.pdf

## Full Text

Duldung eines rechtswidrigen baurechtlichen Tatbestandes durch die zuständige 
Behörde in voller Kenntnis der Rechtswidrigkeit vermag unter Umständen einen 
Vertrauenstatbestand zu begründen.

kein

Duldung eines rechtswidrigen baurechtlichen Tatbestandes durch die zuständige Behörde in voller Kenntnis der 
Rechtswidrigkeit vermag unter Umständen einen Vertrauenstatbestand zu begründen (WALTER HALLER/PETER 
KARLEN, Raumplanungs- und Baurecht, 2. A., Zürich 1992, Rz. 938). Das Bundesgericht erachtete es in einem anderen 
Fall als mit dem Vertrauensschutz nicht vereinbar, die Beseitigung einer widerrechtlichen Baute rund 20 Jahre nach Ihrer 
Erstellung zu verfügen, nachdem diese Baute während der ganzen Zeit von der Behörde und den Nachbarn 
stillschweigend geduldet worden war (ZBl 81 [1980] S. 74, 73 f.). Die mit Blick auf Art. 662 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB) bestimmte Verwirkungsfrist von 30 Jahre für die Beseitigung von 
widerrechtlichen Bauten komme nur dann zu Anwendung, wenn eine Baute in ihrem Inneren rechtswidrige Elemente 
enthalte, die von aussen nicht erkannt werden könnten. (BGE 107 Ia 123; vgl. Erich Zimmerlin, Baugesetz des Kantons 
Aargau, Kommentar, 2. Auflage, Aarau 1985, N 5 zu § 218).

Aus den Erwägungen

Sachverhalt

Entscheid des Regierungsrats (Art. Nr. 1264) vom 07.06.1995 in Sachen M.F AG, J. und P.W.  (E. 2. lit. e)

Vertrauensschutz