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**Case Identifier:** 5e0f0f5a-ea9d-5677-8664-aa8229d67eee
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.11.2021 B 2021/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2021-6_2021-11-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/6

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 21.12.2021

Entscheiddatum: 23.11.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.11.2021
Verfahrensrecht, Strassenrecht, Bau- und Planungsrecht. Art. 45 VRP (sGS ), 
101 Abs. 2 StrG (sGS 731.1). Grundsätzlich sind Gemeinden zur Beschwerde 
legitimiert, sofern sie durch eigener Verwaltungsakte lokale Interessen zu 
wahren haben. Dies trifft beim Erlass von Sichtzonen zu. Allerdings ist das 
aktuelle Interesse zu verneinen, wenn die Beschwerdeführerin mit ihrem 
Begehren auf einen Entscheid auf Vorrat abzielt. Im konkreten besonderen 
Fall, wo eine Sichtzonenverfügung zur Diskussion gestellt ist, die auf einem 
verweigerten, unangefochten gebliebenen Bauprojekt gründet, fehlt es 
deshalb an einem aktuellen Interesse. Nichteintreten auf Beschwerde 
(Verwaltungsgericht, B 2021/6).

Entscheid vom 23. November 2021  

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichter Steiner und Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Huber

Verfahrensbeteiligte

Politische Gemeinde X.__,

Beschwerdeführerin,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

A.__ und B.__,

Beschwerdegegner 1,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Neff, schochauer ag, Marktplatz 4, 

Postfach 547, 9004 St. Gallen,

C.__,

D.__ und E.__,

Beschwerdegegner 2 und 3,

beide jeweils vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. HSG Thomas Frey, Frey & Partner, 

Oberer Graben 16, Postfach 622, 9001 St. Gallen,

sowie

F.__,

Beschwerdebeteiligter,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Keller, relevanz.legal, Teufener Strasse 11, 

Postfach 1733, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

Baubewilligung (Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage), 

Sichtzone, Korrekturbewilligung

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Das Grundstück Nr. 0000__, Grundbuch X.__/Grundbuchkreis Q.__, Y.__-strasse 

002__, steht im Eigentum von F.__. Es ist aktuell mit einem Einfamilienhaus bebaut und 

ist mit einer Zufahrt ab der nördlich des Grundstücks liegenden Y.__-strasse, eine 

Gemeindestrasse 2. Klasse, erschlossen. Die Y.__-strasse ist von Richtung Ost nach 

West abfallend. Auf der Y.__-strasse herrscht ein Verkehrsregime mit Tempo 30 km/h. 

Die auf Grundstück Nr. 0000__ bestehende Zufahrt zum Wohngebäude liegt an der 

östlichen Grundstücksgrenze (angrenzend zu Grundstück Nr. 0001__) und weist heute 

eine Breite von rund 3,4 m bzw. 5,7 m (Einfahrtsbereich) auf (gemessen in: Geoportal, 

Karte "Amtliche Vermessung", Bodenbedeckungsfläche, einsehbar unter: 

www.geoportal.ch). Die Sicht aus der Zufahrt ist durch beidseitige Bepflanzungen 

eingeschränkt (vgl. dazu streetview, einsehbar unter: www.google.ch/maps; vgl. auch 

Geoportal Karte "Orthofoto 2019" sowie Beilage zu act. 21 der vorinstanzlichen Akten 

zu Verfahren Nr. 18-7222 [nachfolgend vi.-act. [Verfahrensnummer]], vi-act. 32 

[18-7323], vi-act. 30 [18-7324], Foto "Y.__-strasse. 17/21").

B.  

Nach Durchführung eines Vorverfahrens (vgl. vi.-act.  12 [18-7323] Beilagen 14 bis 30) 

nach Art. 91 f. des damals geltenden kantonalen Baugesetzes (BauG; nGS 8, 134) 

reichte F.__ bei der städtischen Baukommission ein (undatiertes) Baugesuch 

(Baugesuch-Nr. 55415) ein für den Abbruch des bestehenden Einfamilienhauses und 

den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage (vgl. act. 54 der Akten der 

Baubewilligungskommission der Politischen Gemeinde X.__ [nachfolgend gmde.-act]). 

Das Gesuch ging bei der Baubewilligungskommission am 28. November 2017 ein (vgl. 

gmde.-act. 54). Während der Auflagefrist erhoben u.a. C.__ sowie D.__, beide jeweils 

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Frey, St.Gallen, sowie A.__ und B.__, vertreten 

durch Rechtsanwalt Dr. Markus Neff, St.Gallen, öffentlich-rechtliche bzw. 

privatrechtliche Einsprachen. Die Baukommission der Stadt X.__ wies mit Beschluss 

vom 10. August 2018 die Einsprachen ab bzw. verwies sie, soweit (auch) 

privatrechtliche Einsprachen erhoben wurden, an den Zivilrichter und erteilte F.__ die 

Baubewilligung unter diversen Auflagen und Bedingungen. Gegen den sie betreffenden 

Beschluss erhoben je für sich A.__ und B.__ am 6. November 2018 (Verfahren 

Nr. 18-7222) sowie C.__ am 9. November 2018 (Verfahren Nr. 18-7323) und D.__ 

ebenfalls am 9. November 2018 (Verfahren Nr. 18-7324) durch ihre Rechtsvertreter 

B.a. 

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Rekurs beim Baudepartement (heute: Bau- und Umweltdepartement; vgl. XV. 

Nachtragsgesetz zum Geschäftsreglement der Regierung und der Staatskanzlei vom 

29. Juni 2021; nGS 2021-066; in Vollzug ab 1. Oktober 2021). Nach Einholen von 

Amtsberichten und nach Durchführung eines Augenscheins sistierte das 

Baudepartement die Rekursverfahren auf Gesuch von F.__ hin.

Am 13. September 2019 ordnete die Baubewilligungskommission der Stadt X.__ 

zugunsten des Grundstücks Nr. 0000__, im Eigentum von F.__, und zulasten des 

Grundstücks Nr. 0001__, im Eigentum von G.__ und H.__, eine Sichtzone an 

("Anordnung einer Sichtzone zu Baugesuch Nr. 55415 […]"; vi.-act. 1 [19-7628] Beilage 

2). Dieser Beschluss wurde von der Baubewilligungskommission den betroffenen 

Grundeigentümern der Grundstücke Nrn. 0000__ und 0001__ am 16. September 2019 

eröffnet und vom Baudepartement den Rekurrierenden der obengenannten Verfahren 

(vorstehende Ziffer B.a) am 18. September 2019 zugestellt (vgl. vi.-act. 31 [18-7222], vi-

act. 46 [18-7323], vi.-act. 44 [18-7324]). Gegen den ihnen im Rekursverfahren zur 

Kenntnis gebrachten Beschluss vom 13. September 2019 erhoben daraufhin A.__ und 

B.__ durch ihren Rechtsvertreter am 27. September 2019 Rekurs (Verfahren 

Nr. 19-7628) beim Baudepartement (vgl. vi.-act. 1 [19-7628]).

B.b. 

F.__ seinerseits reichte ein vom 18. Februar 2020 datiertes Gesuch (bei der 

Baukommission eingegangen am 11. März 2020; Baugesuchs-Nr. 55415.01) für eine 

Projektänderung (Erschliessung 2. Untergeschoss mit Autolift anstelle Rampe, 

Anpassungen Untergeschoss) zu Baugesuch Nr. 55415 ein (vgl. dazu und zum 

Folgenden vi.-act. 7 [20-6639] Beilagen 1 bis 37). Dagegen erhoben innert Auflagefrist 

am 1. April 2020 D.__ und E.__ einerseits und C.__ andererseits, alle vertreten durch 

Rechtsanwalt Thomas Frey, sowie A.__ und B.__, ihrerseits vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. Markus Neff, öffentlich-rechliche bzw. privatrechtliche Einsprachen 

bei der Baubewilligungskommission der Stadt X.__, welche die Einsprachen mit 

Beschluss vom 3. Juli 2020 – unter Verweis der privatrechtlichen Einsprachen an den 

Zivilrichter – abwies, soweit sie darauf eintrat. Im nämlichen Beschluss erteilte die 

Baubewilligungskommission die Bewilligung für die Änderung zum Baugesuch Nr. 

55415 gemäss Korrekturgesuch vom 11. März 2020 unter Auflagen und Bedingungen. 

A.__ und B.__ liessen durch Dr. Markus Neff dagegen am 24. August 2020 Rekurs beim 

Baudepartement erheben (Verfahren Nr. 20-6605). Je am 25. August 2020 reichten 

auch D.__ und E.__ (Verfahren Nr. 20-6638) einerseits sowie C.__ (Verfahren 

B.c. 

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C.  

Nr. 20-6639) andererseits durch ihren Rechtsvertreter Rekurs beim Baudepartement 

ein.

Das Baudepartement vereinigte mit Entscheid vom 10. Dezember 2020 sämtliche bei 

ihm in dieser Sache hängigen oder damit zusammenhängenden Rekursverfahren 

(Verfahren Nrn. 18-7222, 18-7323, 18-7324, 19-7628, 20-6605, 20-6638 und 20-6639; 

dazu vorstehende Ziffern B.a bis B.c) und erledigte diese in einem einzigen Entscheid 

(act. 2 der Gerichtsakten [nachfolgend act. G]). Es schrieb darin die Rekurse von A.__ 

und B.__ (Verfahren Nr. 18-7222), C.__ (Verfahren Nr. 18-7323) sowie D.__ (Verfahren 

Nr. 18-7324) von der Geschäftsliste ab, soweit sie durch das Korrekturgesuch vom 

11. März 2020 gegenstandslos geworden sind (act. G 2 Ziffer 1.a des Dispositivs). Die 

Rekurse von A.__ und B.__ (Verfahrens Nrn. 18-7222 und 20-6605) hiess es teilweise 

gut, soweit darauf eingetreten wurde (act. G 2 Ziffer 1.b des Dispositivs). Den Rekurs 

von A.__ und B.__ (Verfahren Nr. 19-7628) hiess das Baudepartement im Sinn der 

Erwägungen gut (act. G 2 Ziffer 1.c des Dispositivs). Ebenfalls gutgeheissen, soweit 

darauf eingetreten wurde (act. G 2 Ziffern 1.d und 1.e des Dispositivs), hat das 

Baudepartement die Rekurse von C.__ (Verfahren Nrn. 18-7323 und 20-6639) sowie 

von D.__ (Verfahren Nr. 18-7324) bzw. D.__ und E.__ (Verfahren Nr. 20-6638). Ferner 

hob es die Beschlüsse der Baubewilligungskommission der Stadt X.__ (Bau- und 

Einspracheentscheide) vom 10. August 2018 und 3. Juli 2020 auf (act. G 2 Ziffer 1.f des 

Dispositivs); ebenso den Beschluss der Baubewilligungskommission 

(Sichtzonenverfügung) vom 13. September 2019 (act. G 2 Ziffer 1.g des Dispositivs).

Das Baudepartement begründete die Gutheissung der Rekurse hauptsächlich damit, 

dass es dem Bauprojekt an einer hinreichenden Erschliessung mangle, weil die 

Sichtweite der geplanten Zufahrt in die Y.__-strasse nicht gegeben sei (act. G 2 E. 9). 

Im Weiteren erachtete es den Niveaupunkt für nicht richtig ermittelt (act. G2 E. 10.1.1 

f.), die zulässige Vollgeschosszahl wegen falsch ermittelter Attikageschossflächen als 

überschritten (act. G 2 E. 10.1.3) und die Baugesuchsunterlagen für unvollständig mit 

Blick auf fehlende Baugrubenpläne, und es bemängelte den im Zeitpunkt der 

Gesuchseinreichung fehlenden geologischen Bericht (act. G 2 E. 10.1.4).

B.d. 

Mit Eingabe vom 11. Januar 2021 erhob die Politische Gemeinde X.__ 

(Beschwerdeführerin), vertreten durch den Stadtrat X.__, Beschwerde gegen den 

Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 10. Dezember 2020 beim 

C.a. 

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Verwaltungsgericht (act. G 1). Am 9. Februar 2021 ergänzte sie ihre Beschwerde mit 

einer Begründung (act. G 5). Sie stellt darin die Rechtsbegehren, es sei Ziffer 1 lit. g 

des angefochtenen Entscheids aufzuheben und die Verfügung der 

Baubewilligungskommission vom 13. September 2019 betreffend Sichtzonen 

(Sichtzonenverfügung) zu bestätigen; eventualiter sei Ziffer 1 lit. g zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 

der Beschwerdegegner.

Die Vorinstanz schloss am 19. Februar 2021 mit Bemerkungen auf Abweisung der 

Beschwerde, soweit überhaupt darauf einzutreten sei (act. G 7). Rechtsanwalt Alex 

Keller, St.Gallen, nahm mit Schreiben vom 12. April 2021 (act. G 26) für F.__ 

(Beschwerdebeteiligter) Stellung zur Beschwerde mit dem Antrag, die Beschwerde sei 

gutzuheissen, unter Kostenfolge zuzüglich Mehrwertsteuer. C.__ (Beschwerdegegner 

2), vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Frey, St.Gallen, antwortete mit Eingabe vom 

14. April 2021 auf die Beschwerde (act. G 28) und beantragte die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten der Beschwerdeführerin. Mit gleichem Antrag und mit gleichlautender 

Begründung äusserte sich der nämliche Rechtsanwalt gleichentags für D.__ und E.__ 

(Beschwerdegegner 3) zur Beschwerde (act. G 29). Mit Eingabe vom 23. April 2021 

(act. G 30) beantragen A.__ und B.__ (Beschwerdegegner 1) durch ihren Rechtsanwalt 

Dr. Markus Neff, St.Gallen, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten; eventualiter sei 

die Beschwerde abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 

Mehrwertsteuer zulasten der Politischen Gemeinde X.__.

C.b. 

In ihrer Replik vom 17. Mai 2021 (act. G 33) hält die Beschwerdeführerin an ihrem 

Standpunkt fest. Mit Eingaben je vom 7. Juni 2021 (act. G 37 und G 38) duplizierten die 

Beschwerdegegner 2 und 3. Am 30. Juni 2021 reichten die Beschwerdegegner 1 

Ausführungen zur Replik der Beschwerdeführerin ein (act. G 41). Die Vorinstanz und 

der Beschwerdebeteiligte verzichteten stillschweigend auf weitere Stellungnahmen. Der 

Beschwerdeführerin wurde Gelegenheit gegeben, sich zu den eingegangenen 

Vernehmlassungen der Beschwerdegegner zu äussern (act. G 42). Davon machte sie 

keinen Gebrauch.

C.c. 

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

C.d. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben ([Art. 46 des 

Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit] Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 

11. Januar 2021 (act. G 1) erfolgte unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VRP und Art. 145 Abs. 1 lit. c der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) rechtzeitig und erfüllt 

zusammen mit der Ergänzung vom 9. Februar 2021 formell und inhaltlich die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und 2 VRP).

1.1. 

bis

Näher zu prüfen ist die Legitimation der Beschwerdeführerin.

1.2. 

Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP steht der zuständigen 

Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft das Beschwerderecht zur Wahrung 

öffentlicher Interessen zu. Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 

(vgl. VerwGE 2020/55 vom 12. November 2020 E. 1 mit zahlreichen Hinweisen) ist eine 

politische Gemeinde zur Beschwerde legitimiert, wenn sie durch Setzung eigener 

Verwaltungsakte lokale öffentliche Interessen zu wahren hat (VerwGE B 2016/224 vom 

5. Dezember 2019 E. 1 mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im 

Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, N 450 ff.; vgl. auch Geisser/Zogg in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/

St. Gallen 2020, N 37 ff. zu Art. 45 VRP). Inhalt der strittigen Verfügung der 

Beschwerdeführerin ist das Festlegen einer Sichtzone für eine private Ein-/Ausfahrt in 

eine der kommunalen Hoheit unterstehende Gemeindestrasse (vgl. Art. 11 Abs. 1 des 

Strassengesetzes, sGS 731.1, StrG). Das Strassengesetz umschreibt zwar den Begriff 

der Sichtzone in Art. 101 Abs. 2 StrG als Bereich, der aus Gründen der 

Verkehrssicherheit für die freie Sicht offenzuhalten ist; er enthält aber – anders als bei 

der Regelung der Strassenabstände (s. dazu Art. 101 Abs. 1, Art. 104 bis 108 StrG) – 

keine weiteren konkretisierenden Vorgaben (wie bspw. Messweise, konkrete 

Masszahlen, Ausnahmetatbestände u.Ä.). Das kantonale Recht ermöglicht vielmehr 

ausdrücklich die Festlegung von Sichtzonen in kommunalen Reglementen (vgl. Art. 102 

1.2.1. 

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Abs. 1 lit. b) oder mittels Verfügungen (vgl. Art. 102 Abs. 1 lit. e StrG). Trotz 

anderslautender Auffassung der Beschwerdegegner 2 und 3 (vgl. act. G 28 und 

act. G 29 je Ziffer II.A.4.1) belässt die kantonale Vorschrift den Gemeinden insofern also 

einen erheblichen Beurteilungsspielraum bei der Festlegung von Sichtzonen für die in 

ihrer Hoheit liegenden Strassen. Damit erweist sich die eingangs genannte 

Voraussetzung im vorliegenden Fall als erfüllt (vgl. auch VerwGE 2008/10 vom 17. Juni 

2008 E. 1 betreffend das Erteilen von Baubewilligungen), weil die Beschwerdeführerin 

den Standpunkt vertritt, die von ihr als zuständige Behörde erlassene Anordnung der 

Sichtzone sei rechtmässig und die Vorinstanz habe zu Unrecht und unter Verletzung 

des der Beschwerdeführerin zustehenden Ermessensspielraums einen Verstoss gegen 

die Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute 

(nachfolgen VSS-Normen) angenommen.

Vorinstanz und Beschwerdegegner stellen allerdings die Beschwerdelegitimation der 

Beschwerdeführerin und damit das Vorliegen der Eintretensvoraussetzungen (auch) mit 

der Überlegung (zusammengefasst) in Frage, dass die Sichtzonenverfügung das 

rechtliche Schicksal der Baubewilligung teile, und dass weder die Beschwerdeführerin 

noch insbesondere der Beschwerdebeteiligte den vorinstanzlichen Entscheid – soweit 

damit auch (und zudem aus zusätzlichen, anderen Gründen) die Baubewilligung 

gesamthaft aufgehoben worden sei – nicht angefochten habe (vgl. act. G 7 Ziffer II/a; 

act. G 28 Ziffer II/4.3, act. G 29 Ziffer II/4.3; act. G 30 Ziffer II/A). Daher fehle es der 

Beschwerdeführerin an einer eigenen Beschwer, weshalb auf die Beschwerde mangels 

Anfechtungsobjekt nicht eingetreten werden könne (vgl. act. G 7 Ziffer II/a; act. G 28 

Ziffer II/4.3, act. G 29 Ziffer II/4.3; act. G 30 Ziffer II/A).

Der Beschwerdebeteiligte (bzw. Baugesuchsteller) hält hingegen dafür (vgl. act. G 26 

Ziffer II/A), dass er weiterhin sein Grundstück 0000__ einer Überbauung mit zwei 

Mehrfamilienhäusern zuführen wolle. Für diese Überbauung bleibe die im vorgängigen 

Baugesuchsverfahren geplante Zufahrt massgebend, weil – dem Amtsbericht des 

Tiefbauamtes vom 20. Mai 2019 (vi.-act. 19 [18-7222], Beurteilung geplante 

Grundstückszufahrt, S 3 f.) entsprechend – für die verkehrssichere strassenmässige 

Erschliessung des Grundstücks 0000__ in Bezug auf Lage und Ausgestaltung der 

Zufahrt keine Alternative vorhanden sei. Mangels Alternativen für die geplante Zufahrt 

sei das aktuelle Interesse der Beschwerdeführerin – und indirekt des 

Beschwerdebeteiligten – am Erhalt der streitigen Sichtzone für die weiterhin geplante 

Zufahrt auf Grundstück 0000__ und damit an der Aufhebung des angefochtenen 

1.2.2. 

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Entscheids der Vorinstanz gegeben. Ein weiteres Interesse ergebe sich daraus, dass 

bei der von der Vorinstanz geforderten weitreichenden Sichtzone nicht nur der 

strassenbegleitende Grünraum im Innenkurvenbereich der Y.__-strasse weitgehend 

entfernt werden müsste. Vielmehr würde sich eine rechtsgleiche Praxis im ganzen 

Siedlungsraum negativ auf die strassenbegleitenden Grünräume auswirken und zudem 

die Überbauungs- und Nutzungsmöglichkeiten vieler Grundstücke einschränken.

Die Beschwerdeführerin geht davon aus (vgl. act. G 33 Ziffern 3 f.), dass sich ihre 

Legitimation direkt aus Art. 45 Abs. 2 VRP ergebe. Unbestrittenermassen sollten mit 

der Beschwerde ausschliesslich wichtige bzw. grundsätzliche öffentliche und 

städtische Interessen im Sinn der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung gewahrt 

werden, welche sich unmittelbar aus der Gemeindeautonomie ergäben. Es gehe hier 

gerade nicht um die privaten Interessen einer Bauherrschaft oder um ein öffentliches 

Interesse im Einzelfall bzw. im Zusammenhang mit einem einzelnen Bauvorhaben. 

Dementsprechend spiele es für ihre Beschwerdeberechtigung in Bezug auf die 

Sichtzonenverfügung weder eine Rolle, ob die Bauherrschaft gegen den für sie 

negativen Rekursentscheid eine Beschwerde eingereicht habe oder nicht, noch komme 

es darauf an, dass die Rekursinstanz gemäss Ziffer 1 lit. f des Rekursentscheides die 

Beschlüsse der Baubewilligungskommission vom 10. August 2018 und 3. Juli 2019 

gesamthaft aufgehoben habe. Vielmehr bilde die Sichtzonenverfügung der 

Baubewilligungskommission vom 13. September 2019 – dies lasse sich auch dem 

Entscheiddispositiv im Rekursentscheid entnehmen – eine eigenständig anfechtbare 

Verfügung, gegen welche im Übrigen ebenfalls habe Rekurs erhoben werden müssen 

bzw. welche mit separatem Rekurs angefochten worden sei. Auch aus 

materiellrechtlichen Gründen müsse, worauf auch der Rechtsvertreter der 

Beschwerdebeteiligten zu Recht hinweise, eine solche Anfechtung möglich sein, weil in 

jedem Fall eine Prüfung der verfügungsweise durch das Amt für Baubewilligungen 

festgelegten Sichtzone unabhängig von einem konkreten Bauvorhaben auf deren 

Rechtmässigkeit hin zu ermöglichen sei. Es könne auch keine Rede davon sein, dass 

die im Rahmen des Rekursverfahrens von der Baubewilligungskommission erlassene 

Sichtzonenverfügung verfahrensrechtlich derart eng mit den gleichzeitig aufgehobenen 

Baubewilligungen verknüpft sei, dass sie zwangsläufig deren Schicksal teile. Die 

erlassene Sichtzonenverfügung werde nicht bereits deshalb gegenstandslos und nicht 

anfechtbar, weil der Beschwerdebeteiligte das Bauprojekt nicht mehr weiterverfolge. 

Schliesslich, dies ergebe sich aus der Begründung im Rekursentscheid, werde, anders 

als mit den anderen Aspekten des Bauvorhabens, ohne substantielle Begründung 

unverhältnismässig und rechtswidrig in die ihr zustehende verfassungsrechtliche 

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Gemeindeautonomie eingegriffen und damit die pflichtgemässe Ausübung des ihr als 

Stadt zustehenden Ermessens in unzulässiger Weise beschränkt oder verhindert.

Soweit überblickbar ist nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts für die 

Bejahung der Legitimation einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft in Bausachen 

unerheblich, ob die Interessen der beschwerdeführenden Gemeindebehörde 

gleichgerichtet oder gegenläufig zu den Interessen des Baugesuchstellers sind, d.h. 

gleichgültig ob pro oder contra Verfügungsadressat Beschwerde erhoben wird. 

Entsprechend bejahte das Verwaltungsgericht vereinzelt die Legitimation im 

Beschwerdeverfahren eines Gemeinwesens sogar dann, wenn die von der 

kommunalen Behörde erteilte, von der Rekursinstanz aber aufgehobene Bewilligung 

zwar von der Gemeindebehörde, nicht aber von den Baugesuchstellenden beim 

Verwaltungsgericht angefochten wurde (so VerwGE B 2004/120 vom 25. Januar 2005; 

vgl. auch VerwGE B 2015/2015 vom 20. Dezember 2016 [wo allerdings gegen den für 

die Baugesuchstellenden negativen Rekursentscheid des Baudepartements neben der 

Baubewilligungsbehörde auch von diesen beim Verwaltungsgericht Beschwerde 

erhoben wurde, jedoch nur in Bezug auf die Kostenverlegung [VerwGE 2015/123 vom 

20. Dezember 2016]; vgl. dagegen M. Pflüger, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 

zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Auflage 2020, N 29 

zu Art. 65 VRP BE mit Hinweis auf BVR 1991 S. 352 E. 2b, wonach das Interesse der 

Gemeindebehörde an einer Beschwerde dahinfällt, wenn sich der Baugesuchsteller 

durch Rückzug seines Gesuchs oder durch Nichtanfechten eines Bauabschlags dafür 

entscheidet, auf die Verwirklichung seines Vorhabens zu verzichten; so auch M. 

Bertschi, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Auflage 2014, N 84 zu § 21 VRG ZH 

mit Hinweisen, welcher der Gemeinde in solchen Fällen das aktuelle Interesse 

abspricht; in diese Richtung auch BGer 1P.346/2006 vom 14. August 2006 E. 1.2 f., wo 

die Frage allerdings offengelassen wurde). Insofern spielt für die Legitimation einer im 

Rahmen ihrer Verfügungskompetenz handelnden Gemeindebaubehörde im Grundsatz 

keine Rolle, dass der Beschwerdebeteiligte (als Adressat und Bauherr) den 

Bauabschlag nicht weitergezogen hat. Dabei kann offenbleiben, ob die beiden hiervor 

erwähnten Urteile des Verwaltungsgerichts einschlägig sind, weil im konkreten Fall so 

oder anders eine davon abweichende besondere Konstellation vorliegt: Die strittige 

verbindliche Anordnung der Sichtzone stützt sich auf das Strassengesetz, und sie ist 

offenkundig auf die gemäss Baugesuch geplante neue Zufahrt abgestimmt. Sie nimmt 

aber nicht auf die heute, ohne Berücksichtigung der neu geplanten Zufahrt bestehende 

Situation Bezug, wo es zudem an einer rechtlichen Sicherstellung der Sichtzone in 

1.2.3. 

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westlicher Richtung fehlt und diese aktuell infolge der derzeitigen Bepflanzung 

gleichfalls nicht gegeben ist. Sodann spricht auch die streitgegenständliche Anordnung 

selbst für eine geplante neue Zufahrt. So beruht die umstrittene Festlegung der 

Sichtweite zum einen auf dem Situationsplan gemäss Baugesuch, und zum andern 

nimmt die Verfügung ausdrücklich auf das Baugesuch (Bezeichnung des Gegenstands 

und Schilderung des Sachverhalts) Bezug. Der abschlägige Rekursentscheid 

betreffend Baugesuch selbst (inklusive der darin geplanten geänderten Zufahrt und der 

Änderungen hinsichtlich der westlich der Zufahrt gelegenen aktuellen Bepflanzung 

entlang der Y.__-strasse) ist indessen, wie erwähnt, unangefochten geblieben. Anders 

als bei den oben angeführten Entscheiden des Verwaltungsgerichts bildet somit nicht 

zugleich der Bauabschlag Gegenstand des Beschwerdeverfahrens, sondern lediglich 

die verfügte Sichtzone. Entsprechend kann aber mit der vorliegenden Beschwerde 

gegen die Sichtzone auch kein gegenteiliges Ergebnis in Bezug auf den Bauabschlag 

erreicht werden. Worin das Interesse der Stadt an der Bestätigung der von ihr 

verfügten Anordnung für eine erst geplante neue Einfahrt noch bestehen soll, ist unter 

den gegebenen besonderen Umständen nicht ersichtlich. Vielmehr mangelt es der mit 

Blick auf das Bauvorhaben angeordneten Sichtzone angesichts des unangefochten 

gebliebenen Bauabschlags inhaltlich an einer Rechtfertigung, und zwar ungeachtet des 

Umstands, dass nach Auffassung des Beschwerdebeteiligten die geplante, aber nicht 

realisierte Einfahrt die einzige mögliche Zufahrtslösung sein soll. Der Erlass einer 

Sichtzone für ein mögliches geplantes Bauvorhaben kommt jedoch einer eigentlichen 

Verfügung "auf Vorrat" gleich. Einem Beschwerdeführer, der mit seinem Begehren auf 

eine Entscheidung auf "Vorrat" abzielt, fehlt es indessen regelmässig an einem 

aktuellen Interesse (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 400; Geisser/Zogg in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 15 zur Art. 45 VRP; Pflüger in: Herzog/Daum [Hrsg.], a.a.O., 

N 18 zu Art. 65 VRP BE). Das muss entgegen der von der Beschwerdeführerin 

vertretenen Ansicht auch dann gelten, wenn eine Gemeinde als Beschwerdeführerin 

auftritt und sie öffentliche Interessen verfolgt bzw. im massgeblichen Bereich über 

eigene Verfügungskompetenz verfügt. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb an der 

Klärung der von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten Rechtsfragen unter diesem 

Gesichtspunkt noch ein aktuelles Interesse bestehen könnte. Sie bringt auch nichts 

vor, weshalb ausnahmsweise auf diese Eintretensvoraussetzung verzichtet werden 

könnte (vgl. zu den Ausnahmen vom Erfordernis eines aktuellen Interesses Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 401; Geisser/Zogg, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 15 zu 

Art. 45 VRP). Zwar dürfte für die Beschwerdeführerin an der Klärung der von ihr 

aufgeworfenen Frage ein grundsätzliches Interesse bestehen, weil sich diese jederzeit 

unter ähnlichen oder gleichen Umständen wieder stellen könnte. Hingegen macht die 

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2.  

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Beschwerdeführerin gerade nicht geltend, dass es im Einzelfall nicht möglich sein 

sollte, die umstrittene Art und Weise der Sichtweitenbestimmung rechtzeitig gerichtlich 

überprüfen lassen zu können. Solches liegt auch nicht auf der Hand. Mangels aktuellen 

Interesses kann nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1 VRP; Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz 769). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 3'000.-- 

(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung wird 

verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).

2.1. 

Angesichts des Verfahrensausganges haben weder die Beschwerdeführerin, noch die 

Vorinstanz und der Beschwerdebeteiligte, der die Gutheissung der Beschwerde 

beantragte, einen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz 829); die Vorinstanz stellte 

auch keinen entsprechenden Antrag. Hingegen kommt ein solcher 

Entschädigungsanspruch den Beschwerdegegnern zu. Deren Rechtsvertreter reichten 

keine Kostennote ein. Folglich ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. Eine 

Entschädigung von CHF 4'000.-- für das Beschwerdeverfahren erscheint als 

angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und 

Rechtsagenten, HonO, sGS 963.75). Dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 1 

ist somit eine Entschädigung von CHF 4'000.-- (zuzüglich Barauslagen von CHF 160.-- 

[4%; Art. 28bis HonO] und Mehrwertsteuer [Art. 29 HonO]) zuzusprechen. Weil der 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegner 2 und 3 ein Doppelmandat innehat und dessen 

Eingaben jeweils wortgleich waren, fiel dessen Aufwand pro Mandant geringer aus. Es 

rechtfertigt sich deshalb, den Beschwerdegegnern 2 und 3 jeweils nur die Hälfte der als 

angemessen festgesetzten Entschädigung, d.h. je CHF 2'000.-- (zuzüglich Barauslagen 

von CHF 80.-- [4%]), zuzusprechen; mangels Anträgen ohne Mehrwertsteuer (vgl. 

Art. 29 HonO). Zahlungspflichtig ist die Beschwerdeführerin.

2.2. 

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2.

Der Beschwerdeführerin werden die amtlichen Kosten von CHF 3'000.-- auferlegt; auf 

die Erhebung wird verzichtet.

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegner 1 ausseramtlich mit

CHF 4'000.-- zuzüglich Barauslagen (CHF 160.--) und Mehrwertsteuer, sowie die 

Beschwerdegegner 2 und 3 ausseramtlich je mit CHF 2'000.-- zuzüglich Barauslagen 

(je CHF  80.--), ohne Mehrwertsteuer.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.11.2021
	Verfahrensrecht, Strassenrecht, Bau- und Planungsrecht. Art. 45 VRP (sGS ), 101 Abs. 2 StrG (sGS 731.1). Grundsätzlich sind Gemeinden zur Beschwerde legitimiert, sofern sie durch eigener Verwaltungsakte lokale Interessen zu wahren haben. Dies trifft beim Erlass von Sichtzonen zu. Allerdings ist das aktuelle Interesse zu verneinen, wenn die Beschwerdeführerin mit ihrem Begehren auf einen Entscheid auf Vorrat abzielt. Im konkreten besonderen Fall, wo eine Sichtzonenverfügung zur Diskussion gestellt ist, die auf einem verweigerten, unangefochten gebliebenen Bauprojekt gründet, fehlt es deshalb an einem aktuellen Interesse. Nichteintreten auf Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2021/6).

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