# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92ac52ea-ec94-5558-a655-825241d54b27
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2008 D-6370/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6370-2008_2008-10-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6370/2008
sch/bah/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______ geboren _______, Staatsangehörigkeit 
unbekannt,
vertreten durch Elio G. Baumann, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6370/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seine angebli-
che  Heimat,  den  Sudan,  im  Jahre  2008  verliess  und  am 
5. September 2008 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung, die am 12. September 2008 im Emp-
fangszentrum A._______ durchgeführt  wurde,  und bei  der  Anhörung 
zu den Asylgründen vom 24. September 2008 im Wesentlichen geltend 
machte, er habe im Dorf B._______ (Sudan) gelebt,

dass die Janjaweed eines Tages das Dorf angegriffen hätten, während 
er auf der Farm gearbeitet habe,

dass ihm Leute begegnet seien, die das Dorf fluchtartig verlassen hät-
ten,

dass ihm eine Frau erzählt  habe, eine Gruppe von Menschen würde 
die Dorfbewohner umbringen und die Häuser anzünden,

dass er in das Dorf geeilt  sei und alle Häuser niedergebrannt vorge-
funden habe,

dass er seine Eltern nicht gefunden habe,

dass er sein Fahrrad genommen habe und weit weg gefahren sei,

dass am folgenden Tag ein Bus, der einer Missionsstelle gehört habe, 
angehalten habe, als er weinend am Strassenrand gestanden habe,

dass  ihm  ein  Mann,  dem  er  sein  Schicksal  erzählt  habe,  geholfen 
habe, sein Heimatland zu verlassen,

dass er von diesem Mann zu einem anderen Mann gebracht worden 
sei,  der  auf  einem grossen Schiff  gearbeitet  habe,  welches beladen 
worden sei,

dass er für die Reise nichts habe bezahlen müssen und es ihm gelun-
gen sei, ohne Reisepapiere in die Schweiz zu gelangen,

dass er vor langer Zeit von der Polizei festgenommen, misshandelt und 
zwei Tage lang festgehalten worden sei,

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dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 1. Oktober 2008 – eröffnet am glei-
chen Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordne-
te,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Schilde-
rung des Reisewegs durch den Beschwerdeführer sei angesichts der 
zahlreichen Personenkontrollen auf Schiffsüberfahrten von Afrika nach 
Europa nicht realitätskonform,

dass er kein einziges Land angegeben habe, durch welches er gereist 
sei, und behauptet habe, er sei ohne zu bezahlen bis nach Basel ge-
reist, weil ihm ein fremder Mann geholfen habe,

dass zudem Ungereimtheiten bezüglich der Herkunft des Beschwerde-
führers bestünden, sodass angenommen werden müsse, er sei auf an-
derem Weg in die  Schweiz gereist  und halte  seine Identitätspapiere 
bewusst vor, um seine Identität zu verschleiern und eine allfällige Aus-
reise zu erschweren,

dass  deshalb  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichteinreichen 
von Identitätspapieren vorlägen,

dass  aufgrund  des  vom  Beschwerdeführer  gesprochenen  Englisch 
eine Herkunft aus dem Sudan auszuschliessen sei, 

dass  er  ein  westafrikanisches  Englisch  gesprochen  habe,  was  sich 
auch durch das Verwenden von Ausdrücken, die Sudanesen, die Eng-
lisch sprächen, nicht in dieser Form gebrauchten, geäussert habe, 

dass er keine der in seiner Herkunftsgegend gesprochenen anderen 
Sprachen spreche,

dass  er  wenige,  leicht  zugängliche  Informationen  über  seine  Her-
kunftsgegend  habe  zu  Protokoll  geben  können,  aber  keine  einzige 
Sprache, die dort gesprochen werde, habe nennen können,

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dass  er  die  bekannten  Ethnien  nicht  habe  bezeichnen  können  und 
nicht gewusst habe, wo sein Heimatdorf liege,

dass eine Herkunft aus dem Sudan ausgeschlossen werden müsse,

dass er zum fluchtauslösenden Ereignis nur oberflächlich und stereo-
typ geantwortet und keine fundierten Angaben zu den Janjaweed ge-
macht habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle, 
und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 7. Oktober 2008 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhe-
ben und dabei  beantragen liess, es sei  ihm der Flüchtlingsstatus zu 
gewähren,  eventualiter  sei  ihm die  vorläufige  Aufnahme zwecks Be-
schaffung  rechtsgenüglicher  Identitätspapiere  zu  gewähren,  und  die 
Wegweisung sei zu annullieren bzw. auszusetzen,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. Oktober 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass die von ihm höchst unsubstanziiert geschilderten Modalitäten sei-
ner Reise vom Sudan in die Schweiz nicht zu überzeugen vermögen,

dass aufgrund seiner Aussagen – deren Glaubhaftigkeit vorausgesetzt 
– zu schliessen wäre, er sei auf einem Frachtschiff nach Europa und 
mit dem Zug in die Schweiz gelangt,

dass seine Behauptung, er habe für diese Reise weder etwas bezah-
len  müssen noch sei  er  je  kontrolliert  worden,  somit  keineswegs zu 
überzeugen vermag,

dass das Vorbringen in der Beschwerde, es seien in den ersten sieben 
Monaten des Jahres 2008 14'420 Afrikaner, die über keine Identitäts-
papiere verfügt hätten, in Lampedusa angekommen, nichts an der Un-
glaubhaftigkeit  der  vom Beschwerdeführer  geschilderten  Modalitäten 
seiner Reise zu ändern vermag, zumal dieser gerade nicht die gleiche 
Art der Reise, wie die besagten 14'420 Afrikaner, gewählt haben soll,

dass das BFM berechtigterweise  den Schluss  gezogen hat,  der  Be-
schwerdeführer halte den Asylbehörden die Reisepapiere, mit  denen 
er in die Schweiz reiste, bewusst vor,

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dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 24. September 2008 präsentierte, unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche Abklärungen 
im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen 
werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, seine Erlebnisse in 
einer  Art  zu schildern,  die den Eindruck aufkommen liesse,  er  habe 
über selbst Erlebtes berichtet, was auch nicht durch die Ausführungen 
in der Beschwerde, er habe sich noch nie in einer auch nur annähernd 
vergleichbaren Situation befunden, erklären lässt,

dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Aussageverhaltens seine 
angebliche Herkunft  aus dem Sudan zudem nicht  glaubhaft  machen 
konnte,

dass aufgrund der  gesamten Aktenlage vielmehr  davon auszugehen 
ist, der Beschwerdeführer stamme aus einem westafrikanischen Land, 
was seinen Asylvorbringen jegliche Grundlage entzieht,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass diese Kriterien grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, 
die entsprechende behördliche Untersuchungspflicht jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerde-
führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Subs-
tanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG),  und es nicht Sache der Asylbe-
hörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypo-
thetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend ausge-
führt hat, weshalb die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Her-
kunft und seiner Biographie offensichtlich nicht glaubhaft sind,

dass der Beschwerdeführer in  seiner Rechtsschrift  auf  die Erwägun-
gen des BFM nicht eingeht und auch nicht ansatzweise versucht, sei-
nen bisherigen Vorbringen authentischere Konturen zu verleihen,

dass angesichts der dürftigen Qualität seiner Angaben betreffend die 
persönlichen Lebensumstände nicht glaubhaft ist, dass der Beschwer-
deführer sein bisheriges Leben unter  den von ihm behaupteten Um-
ständen verbracht hat,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine lan-
des- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 
Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 
2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

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dass  die  Gewährung  einer  vorläufigen  Aufnahme  zudem  nicht  dem 
Zweck dienen kann, dem Beschwerdeführer die Beschaffung von Iden-
titätspapieren zu ermöglichen, worauf der Vollständigkeit halber hinzu-
weisen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich erscheint,  da keine Vollzugshindernisse 
erkennbar sind (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vorab per Telefax; Ein-
schreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  A._______  (per 
Telefax, zu den Akten Ref.-Nr. N _______)

- kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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