# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0799ebe2-cd72-505b-b8b7-9130eb8090a5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.05.2024 LZ240007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ240007_2024-05-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ240007-O/U

damit vereinigt Geschäfts-Nr. LZ240008-O

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiber Dr. Chr. Arnold

Beschluss und Urteil vom 7. Mai 2024

in Sachen

A._____, 
Klägerin 2 und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____, 

gegen

B._____, 
Beklagter und Berufungsbeklagter 1

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____, 

sowie

C._____, 
Klägerin 1 und Berufungsbeklagte 2

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____, 

- 2 -

betreffend Kinderbelange

Berufung gegen eine Verfügung und gegen ein Urteil des Einzelgerichts im 
summarischen bzw. vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 
29. Februar 2024 (FK170023-I)

- 3 -

Rechtsbegehren:

der Klägerin 1 (Prot. I, S. 121):

Verzicht auf Anträge

der Klägerin 2 in der Hauptsache (Urk. 2 S. 2 f.):

1. Die Klägerin 1 sei unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut der 
Klägerin 2 zu stellen.

2. Es sei für die Klägerin 1 eine psychotherapeutische Begleitung an-
zuordnen, welche sie hinsichtlich des laufenden Kontaktaufbaus 
zum Beklagten zusätzlich unterstützen und begleiten soll. 

3. Es sei der persönliche Verkehr zwischen der Klägerin 1 und dem 
Beklagten zu regeln und dieser für die Dauer von sechs Monaten 
auf ein alle 14 Tage wiederkehrendes Besuchsrecht im Beisein ei-
ner Drittperson oder in einem Besuchstreff (begleitetes Besuchs-
recht) zu beschränken.

4. Es sei für die Klägerin 1 eine Besuchsbeistandschaft nach Art. 308 
Abs. 2 ZGB zu errichten und die zu ernennende Beiständin insbe-
sondere damit zu beauftragen, in Absprache mit den Eltern eine 
neutrale professionelle Begleitung zu organisieren sowie die Mo-
dalitäten der Begleitung mit den Eltern zu erarbeiten.

5. Es seien die Beiständin und die Fachperson der D._____ auszu-
wechseln. 

6. Die Erziehungsgutschriften der AHV seien vollumfänglich der Klä-
gerin 2 anzurechnen.

7. Der Beklagte sei zu verpflichten, monatliche Unterhaltsbeiträge, 
zuzüglich Familien- und Kinderzulagen, für die Klägerin 1, wie folgt 
zu bezahlen:
- Fr. 1'892.– rückwirkend ab 1. Oktober 2016 bis Ende 

Juni 2027 (davon Fr. 1'234.– als Betreuungs-
unterhalt) 

- Fr. 1'297.– ab 1. Juli 2027 bis Ende Juni 2030 (davon 
Fr. 439.– als Betreuungsunterhalt)

- Fr. 1'434.– ab 1. Juli 2030 bis zur Mündigkeit bzw. dar-
über hinaus bis zum Abschluss einer ange-
messenen Ausbildung (reiner Barunterhalt). 

Diese Unterhaltsbeiträge seien gerichtsüblich zu indexieren und 
der Beklagte sei zu verpflichten, die Unterhaltsbeiträge im Voraus 
auf den Ersten eines jeden Monats an die Klägerin 2 zu bezahlen. 

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8. Es sei die zur Beantragung von Ausweisschriften für die Klägerin 1 
erforderliche Zustimmungserklärung des Beklagten durch das zu-
ständige Gericht zu ersetzen. 

9. Es sei festzustellen, dass die Klägerin 2 ohne Ermächtigung des 
Beklagten berechtigt ist, die Schweiz mit der Klägerin 1 allein ohne 
Begleitung des Beklagten für Ferienreisen ins Ausland zu verlas-
sen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zulasten 
der Parteien.

des Beklagten in der Hauptsache (Urk. 2 S. 3):

1. Es sei die elterliche Sorge über die Klägerin 1 der Klägerin 2 und 
dem Beklagten gemeinsam zu belassen. 

2. Es sei dem Beklagten die alleinige Obhut über die Klägerin 1 zuzu-
teilen. Es sei der Wohnsitz der Klägerin 1 auf den Beklagten zu 
übertragen. 

3. Es sei für die Klägerin 1 eine psychotherapeutische Therapie an-
zuordnen. 

4. Es sei die Klägerin 2 für berechtigt zu erklären, die Klägerin 1 im 
Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts einen Nachmittag pro 
Woche zu besuchen. 

5 Es sei die bisherige Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB beizubehalten. Zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben seien 
der Beistandschaft die folgenden Aufgaben zu übertragen: 
- Organisation einer Familienbegleitung oder Elternberatung für 

den Beklagten; 
- Organisation des Besuchsrechts der Klägerin 2 im BBT; 
- Antragstellung an das Gericht oder KESB zur Ausweitung des 

Besuchsrechts der Klägerin 2.
6. Es sei in Abänderung von Ziffer 1 der Vereinbarung vom 16. April 

2018 die Unterhaltspflicht des Beklagten gegenüber der Klägerin 1 
aufzuheben. 

7. Es sei die Klägerin 2 zu verpflichten, an den Unterhalt der Kläge-
rin 1 angemessene und gerichtsüblich indexierte Unterhaltsbei-
träge, mindestens aber Fr. 1'400.– zu bezahlen, zahlbar jeweils im 
Voraus [am ersten] eines jeden Monates, erstmals ab Obhuts-
wechsel, spätestens aber ab 1. Juli 2024, bis zur Mündigkeit bzw. 
Abschluss einer Erstausbildung der Klägerin 1. 

Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 
der Parteien (zzgl. MwSt.).

- 5 -

des Beklagten betreffend vorsorgliche Massnahmen (Urk. 6/292 S. 2):

"1. Es sei dem Beklagten die elterliche Obhut über die Klägerin 1, 
C._____, geboren am tt.mm.2015, zuzuteilen. Es sei der Wohnsitz 
der Klägerin 1 auf den Beklagten zu übertragen. 

2. Es sei für die Klägerin 1 eine psychotherapeutische Begleitung an-
zuordnen, welche sie im Hinblick auf den Obhutswechsel und für 
die Zeit danach begleitet und unterstützt, bis sie sich in die neue 
Situation eingelebt hat. 

3. Es sei die Klägerin 2 für berechtigt zu erklären, die Klägerin 1 jedes 
zweite Wochenende von Freitag, Schulschluss, bis Sonntagabend, 
19.00 Uhr, sowie in denjenigen Wochen ohne Besuchswochen-
ende am Mittwoch, Schulschluss, bis Mittwochabend, 19.00 Uhr, 
mit oder zu sich auf Besuch zu nehmen. Des Weiteren sei sie für 
berechtigt erklären, die Klägerin 1 während der Hälfte der Schulfe-
rien auf eigene Kosten mit oder zu sich in die Ferien zu nehmen. 

4. Es sei die bisherige Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB beizubehalten. Zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben sei der 
Beistandschaft die Aufgabe zu übertragen, nach Eintritt der 
Rechtskraft den genauen Zeitpunkt des Umzuges der Klägerin 1 
von Klägerin 2 zum Beklagten zu bestimmen, vorzubereiten und zu 
begleiten. 

5. Es sei in Abänderung von Ziffer 1 der Vereinbarung vom 16. April 
2018 festzustellen, dass der Beklagte der Klägerin 2 für die Kläge-
rin 1 keinen Unterhalt schuldet. 

Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 
der Parteien (zzgl. MwSt.)."

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 29. Februar 2024:

(Urk. 2 S. 88 ff. = Urk. 6/404 S. 88 ff. = Urk. 25/412 S. 88 ff.)

1. Dem Beklagten wird für die weitere Dauer des Verfahrens die alleinige Ob-

hut über die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2015, zugeteilt.

2. Die Klägerin 2 wird für die weitere Dauer des Verfahrens berechtigt erklärt, 

die Tochter C._____ wie folgt zu betreuen bzw. ab der zweiten Phase mit 

sich oder zu sich zu Besuch zu nehmen: 

Phase 1: wöchentlich für jeweils vier Stunden ab Beginn des Treffens im 

Rahmen eines begleiteten Besuchstreffs (BBT).

- 6 -

Phase 2: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 1 

jeden Sonntag von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Phase 3: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 2 

an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Samstag, 10.00 

Uhr bis Sonntagabend 19.00 Uhr (mit Übernachtung),

Phase 4: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 3 

an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Freitagabend, 

19.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr (mit Übernachtungen) sowie am Mittwoch 

der ungeraden Kalenderwochen ab Schulschluss bzw. ab 12.30 Uhr bis 

19.00 Uhr. 

Fällt das Betreuungswochenende der Klägerin 2 auf Ostern, beginnt ihre Be-

treuungsverantwortung bereits ab Gründonnerstag, 19.00 Uhr, und dauert 

bis Ostermontag, 19.00 Uhr. Fällt das Betreuungswochenende der Kläge-

rin 2 auf Pfingsten, verlängert sich ihre Betreuungsverantwortung bis 

Pfingstmontag, 19.00 Uhr. Überdies betreut die Klägerin 2 ab Beginn der 

Phase 4 C._____ jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 

und Neujahr (26. Dezember und 2. Januar). 

Schliesslich wird die Klägerin 2 berechtigt erklärt, ab dem Eintritt der 

Phase 4 C._____ während der Hälfte der Schulferien mit sich in die Ferien 

zu nehmen. Die Parteien haben sich über die Aufteilung der Ferien mindes-

tens sechs Monate im Voraus abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, 

so kommt dem Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entschei-

dungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader 

Jahreszahl der Klägerin 2.

3. Für die Klägerin 1 wird für die weitere Dauer des Verfahrens eine Therapie 

bei einer kinderpsychologischen Fachperson (Hilfestellung beim Obhuts-

wechsel sowie Kontaktaufbau zum Beklagten) angeordnet. 

- 7 -

4. Der Beiständin – derzeit E._____, kjz Uster – werden für die weitere Dauer 

des Verfahrens teilweise in Ergänzung der bereits erteilten Aufträge die fol-

genden Aufträge erteilt:

 Unterstützung der Eltern mit Rat und Tat;
 Unterstützung der Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betref-

fend die Ausübung des Kontaktrechts;
 Förderung, Vermittlung und Unterstützung der Kommunikation zwi-

schen den Eltern in Bezug auf die Kinderbelange, namentlich durch 
Moderation von Elterngesprächen;

 Unterstützung und Regulierung beim notwendigen Informationstransfer 
betreffend die Kinderbelange;

 Unterstützung der Eltern in ihren gemeinsamen Bemühungen, dass sie 
später eine selbstständige Besuchsrechtsregelung treffen können;

 Organisation einer sozialpädagogischen Familienbegleitung (inkl. allfäl-
liger Beziehungsberatung) für den Beklagten;

 Organisation der begleiteten Besuche in einer ersten Phase zwischen 
der Klägerin 2 und C._____;

 Mitteilung des vorliegenden Entscheids an D._____ (Besuchsbeglei-
tung) und entsprechende Anpassung deren Auftrags;

 Antragstellung an die KESB oder das Gericht, falls Anpassungen der 
verschiedenen Phasen für die Regelung des persönlichen Verkehrs 
notwendig werden oder sich weitergehende Kindesschutzmassnahmen 
aufdrängen sollten; 

 Organisation einer psychotherapeutischen Unterstützung für C._____ 
(Hilfestellung beim Obhutswechsel sowie Kontaktaufbau zum Beklag-
ten); 

 Ersuchen der zuständigen Sozialbehörden um subsidiäre Kostengut-
sprache bzw. Antragsstellung an den Kanton; 

 die Entwicklung und Betreuung von C._____ im Austausch mit den in-
volvierten Fachpersonen zu überwachen.

5. Es wird festgestellt, dass der Beklagte der Klägerin 2 in Abänderung der mit 

Verfügung vom 5. Juni 2018 vorgemerkten Vereinbarung für die Dauer des 

Verfahrens keinen Unterhalt für die Klägerin 1 schuldet.

6. [Mitteilung]

7. [Rechtsmittel]

- 8 -

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 29. Februar 2024:

(Urk. 2 S. 91 ff. = Urk. 6/404 S. 91 ff. = Urk. 25/412 S. 91 ff.)

1. Der Klägerin 2 und dem Beklagten wird die gemeinsame elterliche Sorge 

über die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2015, belassen.

2. Dem Beklagten wird die alleinige Obhut über die Tochter C._____, geboren 

am tt.mm.2015, zugeteilt. Der Wohnsitz der Tochter befindet sich beim Be-

klagten.

3. Die Klägerin 2 wird berechtigt erklärt, die Tochter C._____ wie folgt zu be-

treuen bzw. ab der zweiten Phase mit sich oder zu sich zu Besuch zu neh-

men: 

Phase 1: wöchentlich für jeweils vier Stunden ab Beginn des Treffens im 

Rahmen eines begleiteten Besuchstreffs (BBT). 

Phase 2: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 1 

jeden Sonntag von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Phase 3: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 2 

an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Samstag, 10.00 

Uhr bis Sonntagabend 19.00 Uhr (mit Übernachtung),

Phase 4: Ab dem Zeitpunkt zwei Monate nach Beginn vorstehender Phase 3 

an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Freitagabend, 

19.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr (mit Übernachtungen) sowie am Mittwoch 

der ungeraden Kalenderwochen ab Schulschluss bzw. ab 12.30 Uhr bis 

19.00 Uhr. 

Fällt das Betreuungswochenende der Klägerin 2 auf Ostern, beginnt ihre Be-

treuungsverantwortung bereits ab Gründonnerstag, 19.00 Uhr, und dauert 

bis Ostermontag, 19.00 Uhr. Fällt das Betreuungswochenende der Kläge-

rin 2 auf Pfingsten, verlängert sich ihre Betreuungsverantwortung bis 

Pfingstmontag, 19.00 Uhr. Überdies betreut die Klägerin 2 ab Beginn der 

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Phase 4 C._____ jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 

und Neujahr (26. Dezember und 2. Januar). 

Schliesslich wird die Klägerin 2 berechtigt erklärt, ab dem Eintritt der 

Phase 4 C._____ während der Hälfte der Schulferien mit sich in die Ferien 

zu nehmen. Die Parteien haben sich über die Aufteilung der Ferien mindes-

tens sechs Monate im Voraus abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, 

so kommt dem Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entschei-

dungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader 

Jahreszahl der Klägerin 2.

4. Für die Klägerin 1 wird eine Therapie bei einer kinderpsychologischen Fach-

person (Hilfestellung beim Obhutswechsel sowie Kontaktaufbau zum Be-

klagten) angeordnet. 

5. Der Antrag der Klägerin 2 auf Wechsel der Person der Beiständin sowie der 

Fachperson der Besuchsbegleitung wird abgewiesen. 

6. Der Beiständin – derzeit E._____, kjz Uster – werden teilweise in Ergänzung 

der bereits erteilten Aufträge die folgenden Aufträge erteilt:

 Unterstützung der Eltern mit Rat und Tat;
 Unterstützung der Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betref-

fend die Ausübung des Kontaktrechts;
 Förderung, Vermittlung und Unterstützung der Kommunikation zwi-

schen den Eltern in Bezug auf die Kinderbelange, namentlich durch 
Moderation von Elterngesprächen;

 Unterstützung und Regulierung beim notwendigen Informationstransfer 
betreffend die Kinderbelange;

 Unterstützung der Eltern in ihren gemeinsamen Bemühungen, dass sie 
später eine selbstständige Besuchsrechtsregelung treffen können;

 Organisation einer sozialpädagogischen Familienbegleitung (inkl. allfäl-
liger Erziehungsberatung) für den Beklagten;

 Organisation der begleiteten Besuche in einer ersten Phase zwischen 
der Klägerin 2 und C._____;

 Mitteilung des vorliegenden Entscheids an D._____ (Besuchsbeglei-
tung) und entsprechende Anpassung deren Auftrags;

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 Antragstellung an die KESB oder das Gericht, falls Anpassungen der 
verschiedenen Phasen für die Regelung des persönlichen Verkehrs 
notwendig werden oder sich weitergehende Kindesschutzmassnahmen 
aufdrängen sollten; 

 Organisation einer psychotherapeutischen Unterstützung für C._____ 
(Hilfestellung beim Obhutswechsel sowie Kontaktaufbau zum Beklag-
ten); 

 Ersuchen der zuständigen Sozialbehörden um subsidiäre Kostengut-
sprache bzw. Antragsstellung an den Kanton; 

 die Entwicklung und Betreuung von C._____ im Austausch mit den in-
volvierten Fachpersonen zu überwachen.

7. Die Klägerin 2 wird verpflichtet, dem Beklagten für die Tochter C._____ mo-

natlich folgende Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger Kinder-, Familien- und 

Ausbildungszulagen) im Betrag von Fr. 800.– zu bezahlen, für die Zeit ab 

1. Oktober 2024 (davon Fr. 0.– Betreuungsunterhalt) bis zur Volljährigkeit 

bzw. bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung auch über die 

Volljährigkeit hinaus.

Die Kinderunterhaltsbeiträge sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils auf 

den Ersten eines jeden Monats. Die Kinderunterhaltsbeiträge sind auch über 

die Volljährigkeit hinaus an den Beklagten zahlbar, solange die Tochter 

C._____ im Haushalt des Beklagten lebt und keine eigenen Ansprüche ge-

genüber der Klägerin 2 stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger be-

zeichnet.

Mit den festgesetzten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende Unterhalt der 

Klägerin 1 nicht gedeckt. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts fehlt 

monatlich der Betrag von Fr. 300.–. 

8. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden 

allein dem Beklagten angerechnet. Es ist Sache der Parteien, die betroffe-

nen Ausgleichskassen zu informieren.

9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Urteilsdispositivziffer 7 basieren auf dem 

Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand 

Ende Januar 2024 von 106.4 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 

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Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf 

den 1. Januar 2025, dem Stand des Indexes per Ende November des Vor-

jahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index
Neuer Unterhaltsbeitrag  =

                                   106.4

10. Auf die Anträge der Klägerin 2 gemäss Eingabe vom 17. August 2022, Zif-

fer 1 (betreffend Zustimmungserklärung für Ausweisschriften) und Ziffer 2 

(betreffend Berechtigung Auslandreisen mit der Tochter), wird nicht eingetre-

ten. 

11. Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen 

als Prozessbeistand der Tochter C._____ mit Fr. 17'350.70 (inkl. Barausla-

gen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 10'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 4'800.– Kosten Abklärung kjz Uster

Fr. 25'165.50 Kosten Gutachten (Gutachterinnen J._____ / K._____)

Fr. 17'350.70 Kosten für Prozessverbeiständung der Tochter.

13. Die Entscheidgebühr, die Gutachtenskosten und die Kosten Abklärung kjz 

Uster werden den der Klägerin 2 und dem Beklagten je zu einem Drittel auf-

erlegt. Teilweise sind die der Klägerin 2 auferlegten Kosten aus dem von ihr 

bezahlten Kostenvorschuss zu beziehen. 

Im Übrigen (Entscheidgebühr, Gutachtenskosten und Kosten Abklärung kjz 

Uster jeweils im Umfang eines Drittels und die vollumfänglichen Kosten Pro-

zessverbeiständung der Klägerin 1) werden die Kosten auf die Gerichts-

kasse genommen. 

Der Beklagte wird weiter verpflichtet, der Klägerin 2 die hälftigen Kosten in 

der Höhe von Fr. 375.– für das bereits bezahlte Schlichtungsverfahren zu 

bezahlen. 

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14. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

15. [Mitteilung]

16. [Rechtsmittel]

Berufungsanträge:

der Klägerin 2 und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 3 f.):

"1. Der Entscheid über die vorsorglichen Massnahmen des Bezirksge-
richts Uster vom 29. Februar 2024 sei aufzuheben und die alleinige 
Obhut von C._____ sei bei der Berufungsklägerin zu belassen.

2. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Uster vom 29. Februar 2024 
sei aufzuheben und die alleinige Obhut von C._____ und deren 
Wohnsitz bei der Berufungsklägerin zu belassen.

3. Ziff. 3, Ziff. 4, Ziff. 6 Ziff. 7, Ziff. 8 des Urteils des Bezirksgerichts 
Uster vom 29. Februar 2024 seien aufzuheben und auf ein Be-
suchsrecht des Berufungsbeklagten sei zu verzichten oder nach 
gerichtlichem Ermessen festzulegen.

4. Eventualiter sei Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Uster vom 
29. Februar 2024 wie folgt abzuändern: Die Berufungsklägerin wird 
berechtigt erklärt, die Tochter C._____ wie folgt zu sich zu nehmen:

• Wöchentlich jeden Mittwoch von 12.30 Uhr bis 19.00 Uhr und

• an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Frei-
tagabend, 19.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr (mit Übernachtun-
gen).

• Fällt das Betreuungswochenende der Kindsmutter auf Ostern, 
beginnt ihre Betreuungsverantwortung bereits ab Gründonners-
tag, 19.00 Uhr, und dauert bis Ostermontag, 19.00 Uhr. Fällt 
das Betreuungswochenende der Kindsmutter auf Pfingsten, 
verlängert sich ihre Betreuungsverantwortung bis Pfingstmon-
tag, 19.00 Uhr. Überdies betreut die Kindsmutter jeweils am 
zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr 
(26. Dezember und 2. Januar), sofern sich die Kindseltern nicht 
anderweitig absprechen.

• Die Berufungsklägerin wird berechtigt erklärt, C._____ während 
der Hälfte der Schulferien mit sich in die Ferien zu nehmen. Die 
Absprache unter den Eltern erfolgt sechs Monate im Voraus, 
bei Nichteinigung kommt dem Kindsvater in Jahren mit gerader 
Jahreszahl das Entscheidungsrecht zu, in Jahren mit ungerader 
Jahreszahl der Kindsmutter. 

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5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zulasten des 
Berufungsbeklagten.

6. Die Vollstreckung der vorsorglichen Massnahme, namentlich der 
Umteilung der Obhut, sei während der Dauer des Verfahrens auf-
zuschieben (Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung gem. 
Art. 315 Abs. 5 ZPO).

7. Über vorstehenden prozessualen Antrag Ziff. 6 sei von der Beru-
fungsinstanz zeitnah in einem Zwischenentscheid zu entscheiden."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Klägerin 1 und Berufungsbeklagte 2 (nachfolgend: C._____ oder 

Klägerin 1) ist die am tt.mm.2015 geborene Tochter der Klägerin 2 und Berufungs-

klägerin (nachfolgend: Klägerin 2) und des Beklagten und Berufungsbeklagten 1 

(nachfolgend: Beklagter; Urk. 6/4). Nach den unangefochten gebliebenen Feststel-

lungen der Vorinstanz zogen die Parteien kurz nach der Geburt der Klägerin 1 zu-

sammen zu den Eltern der Klägerin 2, wo sie gemeinsam in einem Haus lebten. 

Am 6. Oktober 2016 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beklagten 

und dem Vater der Klägerin 2 und in der Folge zur Trennung zwischen der Kläge-

rin 2 und dem Beklagten, wobei dieser auszog (Urk. 2 S. 4 f.).

2. Mit Eingabe vom 19. September 2017 machte die Klägerin 2 unter Bei-

lage der Klagebewilligung des Friedensrichteramts F._____ vom 13. Juni 2017 

(Urk. 6/1) das Verfahren bei der Vorinstanz anhängig (Urk. 6/2). Diese bestellte mit 

Verfügung vom 30. November 2017 Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____ als Vertreter der 

Klägerin 1 (Urk. 6/21). Hinsichtlich der weiteren Prozessgeschichte kann auf den 

vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Urk. 2 S. 5 ff.). Dieser erging am 

29. Februar 2024 (Urk. 2 = Urk. 6/404 = Urk. 25/412).

3. Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin 2 sowohl bezüglich der vor-

sorglichen Massnahmen als auch in der Hauptsache mit Eingabe vom 14. März 

2024 innert Frist (siehe Urk. 6/405) Berufung mit den eingangs gestellten Anträgen 

(Urk. 1). Die Kammer legte zwei Verfahren an, eines betreffend vorsorgliche Mass-

nahmen und eines in der Hauptsache. Mit Verfügungen vom 27. März 2024 wurde 

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der Klägerin 2 in beiden Verfahren Frist angesetzt, um einen Kostenvorschuss von 

je Fr. 3'000.– zu leisten; zugleich wurde dem Beklagten und der Klägerin 1 Frist 

angesetzt, um sich zum Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu äus-

sern (Urk. 7; Urk. 25/416). Die Kostenvorschüsse gingen innert Frist ein (siehe 

Urk. 9; Urk. 25/417). Am 3. April 2024 liess sich der Beklagte zur Frage der auf-

schiebenden Wirkung vernehmen (Urk. 8). Mit Verfügung vom 12. April 2024 wurde 

das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen (Urk. 10). Am 

26. April 2024 zeigte Rechtsanwältin MLaw X._____ an, dass sie die Klägerin 2 

neu vertrete (Urk. 14). Mit E-Mail und Schreiben vom 3. Mai 2024 (Urk. 21; Urk. 23) 

überwies die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Uster eine Gefährdungs-

meldung von Dr. med. G._____ (Urk. 22/1 = Urk. 24/1) sowie ein Schreiben der 

Klägerin 2 (Urk. 22/2 = Urk. 24/2).

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 6/1–410). Da die 

Berufung offensichtlich unzulässig respektive offensichtlich unbegründet ist, kann 

darauf verzichtet werden, Berufungsantworten einzuholen (Art. 312 Abs. 1 ZPO).

II. Prozessuales und materielle Beurteilung

1. Vereinigung

1.1. Die Berufung richtet sich einerseits gegen die Verfügung betreffend vor-

sorgliche Massnahmen, andererseits gegen das Urteil in der Hauptsache (Urk. 1 

S. 3 f.). Es wurden deshalb zwei Berufungsverfahren angelegt.

1.2. Gemäss Art. 125 lit. c ZPO kann das Gericht selbständig eingereichte 

Klagen vereinigen. Dies gilt nach der Praxis der hiesigen Kammer auch für Rechts-

mittel (statt vieler: OGer ZH LE200061 vom 09.04.2021, E. II.1.1.; OGer ZH 

LE200013 vom 27.04.2020, E. II.1.; OGer ZH LE190021 vom 01.11.2019, E. 1.2.).

1.3. In beiden Berufungsverfahren stehen sich dieselben Parteien in dersel-

ben Rechtssache gegenüber und die Berufung richtet sich gegen denselben Ent-

scheid der Vorinstanz vom 29. Februar 2024 (Urk. 2). Das Berufungsverfahren mit 

der Geschäftsnummer LZ240008-O ist deshalb mit dem vorliegenden Verfahren zu 

vereinigen, unter der Geschäftsnummer LZ240007-O weiterzuführen und als da-

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durch erledigt abzuschreiben. Die Akten des Verfahrens LZ240008-O sind als Urk. 

25/411–418 zu den Akten des vorliegenden Berufungsverfahrens zu nehmen.

2. Prozessuale Vorbemerkungen zur Berufung

2.1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch 

die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 

ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- 

und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Ange-

messenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1).

2.2. In der Berufungsschrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrach-

ten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von 

Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungs-

kläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumen-

tativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf 

die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitun-

gen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend 

gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere 

Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (siehe BGE 138 III 374 

E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1; BGer 5A_247/2013 vom 

15. Oktober 2013, E. 3.2). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begrün-

dungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der 

Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von of-

fensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu 

beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-

stanzlichen Entscheid erhoben werden (siehe BGE 142 III 413 E. 2.2.4; 

BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; BGer 4A_258/2015 vom 

21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1 und 

5). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der unbeschränkten Untersuchungs-

maxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, 

E. 5.1).

- 16 -

2.3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vor-

liegend unter anderem zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den 

Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den 

Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge 

entscheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unter-

stehen, können die Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und 

Beweismittel unbeschränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum Tra-

gen (BGE 147 III 301 E. 2.2; BGE 144 III 349 E. 4.2.1).

3. Zuteilung der Obhut

3.1. Die Vorinstanz nahm folgende Abwägung vor:

3.1.1. Sie erwog zusammengefasst, C._____ lebe seit der Geburt mit ihrer 

Mutter, der Klägerin 2, und habe kaum mehr Kontakt zu ihrem Vater, dem Beklag-

ten, gehabt, seit sich die Klägerin 2 und der Beklagte im Oktober 2016 getrennt 

hätten. Es bestehe ein liebevoller, sehr enger Mutter-Kind-Kontakt, welcher teil-

weise symbiotische Züge aufweise. Demgegenüber habe C._____ Angst vor dem 

Beklagten. Es ergebe sich bereits aus der allgemeinen Lebenserfahrung, dass eine 

allfällige Umteilung der Obhut für C._____ ein Trauma und eine Kindswohlgefähr-

dung bedeuten könnte (Urk. 2 S. 41 f.). Dieser drohenden Kindswohlgefährdung 

stehe der Umstand gegenüber, dass C._____ im heutigen Setting gefährdet sei, 

was sich aus dem Gutachten, dem Ergänzungsgutachten sowie auch bereits aus 

dem Abklärungsbericht des kjz Uster vom 28. Januar 2019 ergebe. Die Erziehungs-

fähigkeit der Klägerin 2 sei nämlich eingeschränkt. Es gelte daher das Risiko eines 

Verbleibs von C._____ im heutigen Setting mit demjenigen einer Obhutsumteilung 

an den Beklagten abzuwägen. Zwischen den Klägerinnen bestehe ein gutes Ver-

hältnis, was deutlich dafür spreche, die Obhut über C._____ der Klägerin 2 zu be-

lassen (Urk. 2 S. 42). Es sei belegt, dass C._____ Angst vor dem Beklagten habe. 

Diese Angst sei aus gutachterlicher Sicht als induziert zu beurteilen und entbehre 

einer realen Grundlage. Es lägen keine negativen Berichte über Beobachtungen 

während den erfolgten Kontakten zwischen dem Beklagten und C._____ vor. Die 

Angst basiere nicht auf tatsächlichen Erlebnissen von C._____ (Urk. 2 S. 43). Sie 

- 17 -

spreche ebenfalls deutlich dafür, die Obhut bei der Klägerin 2 zu belassen (Urk. 2 

S. 44).

3.1.2. Weiter erwog die Vorinstanz, den Gründen, welche deutlich für die Zu-

teilung an die Mutter sprächen, stünde die Feststellung der Fachleute gegenüber, 

dass das Kindswohl im heutigen Setting gefährdet sei. Bereits im Abklärungsbericht 

des kjz Uster vom 28. Januar 2019 habe man vor über fünf Jahren festgehalten, es 

liege eine Kindswohlgefährdung vor, wobei C._____ damals noch problemlos in 

Kontakt mit dem Beklagten getreten sei und man davon ausgegangen sei, dass 

durch regelmässige Kontakte zwischen den beiden eine Eltern-Kind-Beziehung 

aufgebaut werden könne. Im Gutachten sei festgehalten worden, dass C._____s 

emotionale Entwicklung nicht als altersadäquat zu bezeichnen sei; sie verhalte sich 

ausgesprochen schüchtern und zurückhaltend und sie zeige Ängste, welche indu-

ziert seien. Ihr Autonomiebedürfnis sei in erheblichem Masse eingeschränkt. Das 

überfürsorglich behütende und in manchen Bereichen einschränkende familiäre 

System hindere C._____ daran, altersentsprechende Entwicklungsaufgaben anzu-

gehen und zu bewältigen. Die Erziehungsfähigkeit der Klägerin 2 sei insgesamt als 

erheblich eingeschränkt zu beurteilen, wobei die Bindungsintoleranz lediglich ein 

Faktor neben weiteren Faktoren sei, welcher auf eine ungenügende Erziehungsfä-

higkeit hinweise. Im Ergänzungsgutachten sei ausgeführt worden, dass der Ent-

wicklungsverlauf deutlich mache, dass es der Klägerin 2 nicht gelinge, C._____ in 

ihrem Entwicklungsprozess sinnvoll zu begleiten. Die Klägerin 2 habe keine mütte-

rliche Autorität, es fehle an Lenkungskompetenz, Strukturierungskompetenz und 

Förderkompetenz. Das überbehütende Verhalten und die diffusen Ängste der Klä-

gerin 2 würden die Entwicklung von Autonomie und Selbstwirksamkeit von C._____ 

blockieren. Die Erziehungsfähigkeit der Klägerin 2 sei deutlich eingeschränkt. Es 

müsse von einer starken Instrumentalisierung von C._____ durch die Klägerin 2 

sowie deren Eltern ausgegangen werden. Es sei ausdrücklich festgestellt worden, 

dass das Wohl von C._____ im aktuellen Setting auch durch das Zusammenleben 

mit ihren Grosseltern gefährdet sei (Urk. 2 S. 44 f.). Die Gutachterin habe festge-

stellt, die Unterbindung des Kontakts zum Beklagten sei bloss ein Faktor der Kinds-

wohlgefährdung. Der andere Faktor sei, dass die Klägerin 2 in einem Abhängig-

keitsverhältnis zu ihren Eltern stehe. Es werde ein Angstkonstrukt geschaffen und 

- 18 -

aus entwicklungspsychologischer Sicht gehe man davon aus, dass ein Kind beide 

Eltern brauche. Eine Obhutsumteilung würde einen gewaltigen Einschnitt für 

C._____ darstellen. Die Gutachterin habe demnach ihrer Empfehlung sehr wohl 

gewichtige Argumente zu Grunde gelegt, im Bewusstsein, welchen gravierenden 

Eingriff in das Leben von C._____ eine Obhutsumteilung darstelle. Hauptsächlich 

sei aber festzustellen, dass sich die Beobachtungen der Gutachterin, welche sie im 

Gutachten vom 31. August 2022 festgehalten habe, in der Folge während des fast 

ein Jahr dauernden Versuchs, ab Februar 2023 mittels enger Besuchsbegleitung 

einen Kontakt zwischen dem Beklagten und C._____ zu erarbeiten, bestätigt hät-

ten. So habe sich bereits zu Beginn dieser Versuche der schädliche Einfluss des 

aktuellen familiären Systems und der Einfluss der Grosseltern von C._____ ge-

zeigt. Die Grosseltern hätten sich einem Kontaktaufbau zwischen C._____ und 

dem Beklagten direkt entgegengestellt. Die ersten Besuche der Besuchsbegleiterin 

seien überaus schwierig gewesen. Die Beiständin habe geschildert, dass die Eltern 

der Klägerin 2 offenbar von den Besuchen überhaupt nicht begeistert seien und 

sich diese unter den gegebenen Umständen so kooperativ wie möglich zeige. Diese 

Erfahrungen würden die frühere Darstellung der Gutachterin bestätigen, welche 

insbesondere im familiären System der Klägerin 2 und deren Eltern eine Gefahr für 

C._____ beschreibe. Dieser einschränkende Einfluss der Eltern der Klägerin 2 

habe sich im Übrigen bereits kurz nach der Trennung des Beklagten und der Klä-

gerin 2 gezeigt. So habe diese anfänglich C._____ noch zur Grossmutter des Be-

klagten gefahren, damit dieser C._____ dort ein bis zwei Stunden habe sehen kön-

nen. Die Klägerinnen hätten dann wieder nach Hause gemusst, bevor die Eltern 

der Klägerin 2 von der Arbeit zurück nach Hause gekommen seien. Die Klägerin 2 

habe demnach anfänglich noch versucht, gegen den Willen ihrer Eltern den Kontakt 

zwischen dem Beklagten und C._____ aufrechtzuerhalten. Gemäss der durchaus 

plausiblen Darstellung des Beklagten habe die Klägerin 2 dieses Verhalten dann 

auf Druck ihrer Eltern eingestellt. Weiter ergebe sich aus dem Bericht der damali-

gen Beiständin – H._____ – vom 10. Februar 2022, dass die Grosseltern mütterli-

cherseits versucht hätten, den Kontakt- bzw. Beziehungsaufbau zwischen C._____ 

und dem Beklagten aktiv zu behindern. Die Grossmutter habe die vormalige Be-

suchsbegleiterin bei deren ersten Besuch wegschicken wollen, da C._____ diese 

- 19 -

nicht sehen wolle. Die Beiständin sei von der Grossmutter auch in Anwesenheit von 

C._____ als böse Frau bezeichnet worden. Der Grossvater habe die vormalige Be-

suchsbegleiterin bei ihrem zweiten Besuch nicht ins Haus lassen wollen und als 

böse Frau bezeichnet. Die Klägerin 2 scheine nicht in der Lage zu sein, den Gros-

seltern entgegenzuwirken. Auch sei bereits im Gutachten festgehalten worden, 

dass der erzieherische Umgang der Klägerin 2 mit C._____ insgesamt als verwöh-

nend, gewährend und überbehütend zu beurteilen sei. Das Setzen und Einhalten 

von Regeln und Strukturen sei allenfalls Aufgabe der Grosseltern. Anlässlich der 

ergänzenden Befragung habe die Gutachterin erläutert, die Klägerin 2 sei für 

C._____ wie eine Schwester und auch C._____ füge sich ihrem Grossvater. Die 

Klägerin 2 habe ihr gegenüber betont, dass sie den Entscheid, ob C._____ den 

Beklagten sehen wolle, dieser überlasse. Auch diese Einschätzung der Gutachterin 

habe sich in der Folge bestätigt. Die Klägerin 2 habe zahlreiche wesentliche Ent-

scheidungen in Zusammenhang mit dem Kontaktaufbau an C._____ delegiert. So 

habe die Besuchsbegleiterin geschildert, dass sich die Klägerin 2 nicht an den ge-

meinsam mit dieser gemachten Plan habe halten wollen, sondern stattdessen auf 

C._____s Meinung habe warten wollen und sich mit dieser für ein anderes Pro-

gramm entschieden habe. Die Besuchsbegleiterin habe den Eindruck, dass die Klä-

gerin 2 weiterhin C._____ wesentliche Entscheidungen überlasse. In einer in den 

Akten liegenden WhatsApp-Nachricht schildere die Besuchsbegleiterin, dass die 

Klägerin 2 C._____ die "unmögliche Entscheidung" überlasse, ob sie die Besuchs-

begleiterin zu einem Treffen mit dem Beklagten begleiten wolle. Auch ein Treffen 

zwischen dem Beklagten und C._____ zum Kerzenziehen sei daran gescheitert, 

dass die Klägerin 2 dies vorab mit C._____ habe besprechen wollen. Ein anderes 

Mal habe es die Klägerin 2 unterlassen, C._____ zu wecken, weshalb ein Treffen 

gescheitert sei. Es habe sich bestätigt, dass die Klägerin 2 tatsächlich nicht in der 

Lage sei, C._____ aktiv in einer Kontaktaufnahme zum Beklagten zu unterstützen 

oder für sie wichtige Entscheidungen zu treffen. Stattdessen habe es die Klägerin 2 

wiederholt C._____ überlassen, Entscheidungen zu treffen, welche die Besuchs-

begleiterin als für eine 8-Jährige "unmögliche" Entscheidung bezeichnet habe. Die 

von der Gutachterin in ihrem Gutachten pointiert und direkt geschilderten Ausfüh-

rungen hätten sich in der Folge vollumfänglich bestätigt. Dementsprechend gewich-

- 20 -

tig sei die Empfehlung der Gutachterin einzuschätzen, welche eine Umteilung der 

Obhut empfohlen und im Rahmen des Ergänzungsgutachten daran festgehalten 

habe (Urk. 2 S. 45–47). Dass C._____ schüchtern und zurückhaltend sei, könne 

für sich alleine zwar sicherlich noch keine Kindswohlgefährdung belegen, füge sich 

indessen ins Bild, welches die Gutachterin vom familiären Umfeld von C._____ ge-

zeichnet habe. Wiederholt habe die Klägerin 2 in Dritten gegenüber dem Beklagten 

Bedenken geweckt. Sie habe etwa die Schule dahingehend informiert, dass Gefahr 

bestünde, der Beklagte hole C._____, und es bestünde ein Rayonverbot für den 

Beklagten. Auch im aktuellen Schuljahr noch habe sich die Klägerin 2 gegenüber 

der Lehrerin von C._____ dahingehend geäussert, dass der Beklagte unerwartet 

auftauchen oder dem Kind auflauern könne. Eine Grundlage für ein derartiges Ver-

halten des Beklagten werde aus den umfangreichen Akten nicht ersichtlich. Bei 

derartigen Aussagen gegenüber Dritten erscheine es nachvollziehbar, dass 

C._____ Angst vor dem Beklagten habe (Urk. 2 S. 47 f.). Es sei eine allgemeine 

Erkenntnis, dass es für die Persönlichkeitsentwicklung schädlich ist, wenn nur Kon-

takt zu einem der beiden Elternteile bestehe (mit Verweis auf BGer 5A_729/2020 

vom 4. Februar 2021, E. 3.3.5.1), was auch die Gutachterin im Rahmen der ergän-

zenden Befragung dargelegt habe. Die Gutachterin habe auch ausgeführt, was aus 

ihrer Sicht notwendig wäre, um einen Kontakt zwischen dem Beklagten und 

C._____ aufzubauen, damit eine Obhutsumteilung als ultima ratio verhindert wer-

den könne. Diesen Darlegungen seien das Gericht und die Parteien insofern ge-

folgt, als dass anlässlich der Verhandlung vom 16. Januar 2023 eine Vereinbarung 

erarbeitet worden sei, welche die Installierung einer Einzelbesuchsbegleitung 

zwecks Aufbau eines Kontakts zwischen dem Beklagten und C._____ vorgesehen 

habe. Alle Parteien hätten diese Vereinbarung unterzeichnet und in diesem Sinne 

mitgetragen. Trotz dieser Vereinbarung sei es in der Folge lange Zeit nicht gelun-

gen, nur schon einen Kontakt zwischen dem Beklagten und C._____ herbeizufüh-

ren. Erst am 22. September 2023 – über ein halbes Jahr nach Beginn der intensi-

ven Bemühungen – sei es erstmals zu einem Treffen gekommen, wobei anlässlich 

dieses Treffens nebst der Klägerin 2 und der Besuchsbegleitung auch noch ein 

Freund von C._____ anwesend gewesen sei. In der Folge seien Versuche zu Tref-

fen wiederholt an Absagen durch die Klägerinnen oder deren unangemeldeten Ab-

- 21 -

wesenheit gescheitert. Seit September 2023 habe der Beklagte offenbar keinen di-

rekten Kontakt mehr zu C._____ gehabt. Dabei habe sich der Beklagte enorm fle-

xibel gezeigt. Er habe sich jeweils die Freitage für derartige Kontakte freigehalten 

und sei in der Lage gewesen, spontan auf kurzfristige Vorschläge der Besuchsbe-

gleitung zu reagieren. So habe er auch äusserst kurzfristig auf vorgeschlagene An-

passungen reagiert und die Besuchsbegleiterin habe ihm ausdrücklich attestiert, 

absolut flexibel zu sein und alles mitzumachen, was die Klägerinnen ihm anbieten 

würden. Dennoch sei der Versuch eines Kontaktaufbaus bereits im Ansatz geschei-

tert. Ein Kontaktaufbau in einem System, in welchem die Klägerin 2 die Obhut über 

C._____ inne habe, sei nicht realistisch. Auch in diesem Punkt habe die pointierte 

Feststellung der Gutachterin vollumfänglich zugetroffen, welche bereits im Sommer 

2022 festgehalten habe, dass ein Beziehungsaufbau zwischen dem Beklagten und 

C._____ nur mit einem Obhutswechsel zum Beklagten denkbar sei. Ohne eine Um-

teilung der Obhut zum Beklagten würde C._____ ein totaler Entzug ihres Vaters 

drohen (Urk. 2 S. 48 f.). Die Klägerin 2 habe C._____ nicht ausreichend darin be-

stärken können, in den Vater oder in die Besuchsbegleitung Vertrauen zu fassen. 

Es habe sich gezeigt, dass es ihr – wie im Gutachten festgestellt – an mütterlicher 

Autorität fehle. So habe etwa ein Treffen abgesagt werden müssen, weil C._____ 

zur vereinbarten Zeit geschlafen habe oder weil diese einen Arztbesuch wahrge-

nommen habe, wobei kein Notfall erkennbar gewesen wäre. Zu ergänzen sei, dass 

sich ähnliche Verhaltensweisen der Klägerin 2 während des gesamten Verfahrens 

gezeigt hätten. So sei die Klägerin 2 mit Verfügung vom 7. Oktober 2021 unter 

Strafandrohung die Weisung erteilt worden, dafür besorgt zu sein, dass sich 

C._____ pünktlich für die Treffen mit dem Beklagten am jeweiligen Übergabeort 

befinde. In der Folge sei sie auch nach Anzeige der vormaligen zuständigen Rich-

terin vom 27. Juli 2020 mit Strafbefehl des Statthalteramts Uster vom 28. Septem-

ber 2020 wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen bestraft worden. Auch 

für eine Durchführung der Begutachtung seien wiederholte direkte und konkrete 

Anordnungen seitens des Gerichts nötig gewesen, nachdem sich die Gutachterin 

zwecks Unterstützung in der Terminfindung an das Gericht gewandt habe. Ein ab-

schliessendes Gespräch mit der Gutachterin habe ebenso entfallen müssen wie 

auch zahlreiche der Besuchstermine. Die Klägerin 2 habe wiederholt grösste Mühe 

- 22 -

gezeigt, Termine und Abmachungen einzuhalten. Derartige Verhaltensweisen führ-

ten zum Schluss, dass die Klägerin 2 den im Januar 2023 vereinbarten bzw. ange-

ordneten und ab Februar 2023 regelmässig versuchten Kontaktaufbau bis zuletzt 

deutlich behindert habe. Entgegen ihrer Darstellung scheine sie nicht zu akzeptie-

ren, dass ein Beziehungsaufbau von C._____ zum Beklagten für diese wichtig sei. 

Es sei nicht erkennbar, inwiefern dieser Beziehungsaufbau letztlich durch einen all-

fälligen Druck der Eltern der Klägerin 2 behindert werde. Fest stehe allerdings, dass 

sich die Beobachtungen der Gutachterin hinsichtlich des einengenden Familienum-

felds von C._____ bestätigt hätten. Insgesamt sei als Zwischenergebnis festzuhal-

ten, dass die klare Darstellung der Gutachterin, wonach die psychische Gesundheit 

von C._____ gefährdet sei, durch die weitere Entwicklung bestätigt worden sei. 

Auch die als erheblich eingeschränkt beurteilte Erziehungsfähigkeit der Klägerin 2 

werde durch diese weiteren Umstände bestätigt (Urk. 2 S. 49 f.).

3.1.3. In der Folge geht die Vorinstanz auf den Beklagten ein. Sie kommt zum 

Schluss, dass er erziehungsfähig sei und über ein stabiles Umfeld verfüge. Auch 

habe er glaubhaft dargelegt, dass er C._____ die Mutter erhalten wolle und einen 

weiteren Kontakt zwischen den Klägerinnen ermöglichen werde (Urk. 2 S. 50–52).

3.1.4. Weiter erwägt die Vorinstanz zusammengefasst, es gehe nicht bloss 

darum, C._____ den Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen. C._____ fehle 

es im aktuellen familiären Umfeld auch an anderem, was für ihre Persönlichkeits-

entwicklung wichtig wäre. Die Klägerin 2 habe keine mütterliche Autorität, es fehle 

ihr an Lenkungskompetenz, Strukturierungskompetenz und Förderkompetenz. Das 

überbehütende Verhalten und die diffusen Ängste der Klägerin 2 blockierten die 

Autonomie und die Selbstwirksamkeit von C._____. Es gehe demnach nicht bloss 

darum, die Persönlichkeitsentwicklung von C._____ zu schützen, indem sie regel-

mässigen Kontakt zu beiden Elternteilen haben könne, sondern auch um ihre psy-

chische Gesundheit und Entwicklung im Allgemeinen. Auch wenn C._____ derzeit 

in einem behüteten Umfeld lebe, so wirkten sich die Erziehungsdefizite der Kläge-

rin 2 bzw. die negativen Einflüsse ihres Umfelds, namentlich deren Eltern, mindes-

tens ebenso gravierend auf die Entwicklung von C._____ aus wie der fehlende Kon-

takt zum Beklagten. Die Defizite der Klägerin 2 würden sich in C._____s Entwick-

- 23 -

lung je länger je mehr bemerkbar machen. Zwar habe C._____ klar den Wunsch 

geäussert, in der Obhut der Klägerin 2 bleiben zu dürfen. Doch erscheine sie als 8-

jährige noch als zu jung, als dass ihrem Wunsch entscheidendes Gewicht beizu-

messen wäre. Ausserdem sei es ihr aufgrund des bisherigen Umfelds auch nicht 

möglich gewesen, sich ein eigenes Urteil über eine allfällige Beziehung zum Be-

klagten zu bilden. Auch wenn die Kindswohlgefährdung bei einer Umteilung der 

Obhut von C._____, bei einer Herausnahme aus dem bekannten und behütenden 

Umfeld, evident sei, erscheine diese kurzfristige Gefährdung als weniger gravie-

rend, als sie bei einer Beibehaltung des aktuellen Settings wäre. Die Entwicklung 

von C._____ wäre in den nächsten Jahren permanent gefährdet, da es ihr an Un-

terstützung und elterlicher Autorität fehlen würde. Diese während der nächsten 

Jahre drohende Gefahr sei als gewichtiger einzuschätzen. Der Beklagte könne 

C._____ ein erzieherisch wesentlich besseres Umfeld bieten und scheine sich der 

Herausforderung, welche die Begleitung von C._____ darstellen werde, vollends 

bewusst zu sein. Auch die Akzeptanz von Unterstützung in Form einer Familienbe-

gleitung habe der Beklagte deutlich signalisiert. Es sei davon auszugehen, dass es 

C._____ nach einer schwierigen Eingewöhnungsphase im Umfeld des Beklagten 

besser möglich sei, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Entscheidend sei letztlich, dass 

der Beklagte Gewähr biete, dass C._____ auch in Zukunft eine Beziehung zur Klä-

gerin 2 und zu deren Eltern werde haben dürfen. Es erweise sich mit Blick auf das 

Kindswohl als die geringere Gefährdung, die Obhut über C._____ von der Kläge-

rin 2 auf den Beklagten umzuteilen; bei einer Belassung von C._____ im aktuellen 

Setting wäre deren künftige Entwicklung namentlich während der Pubertät gefähr-

det und C._____ wäre ohne die nötige elterliche Unterstützung. Es drohten Ent-

wicklungsstörungen von C._____ in der langfristigen Sicht (Urk. 2 S. 52–54).

3.1.5. Die Obhutsumteilung werde für C._____ mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit ein grosses Trauma darstellen. Sie werde ihre Mutter als pri-

märe Beziehungsperson im Alltag für Wochen aus den Augen verlieren und auch 

danach deutlich seltener sehen als heute. Auch ihre Grosseltern, mit welchen sie 

seit der Geburt zusammengelebt habe, werde sie als primäre Bezugspersonen ver-

lieren. Sodann werde sie mit dem Beklagten zusammenleben, vor welchem sie 

heute Angst habe. Ausserdem werde sie die Schule und damit ihren gesamten 

- 24 -

Freundeskreis wechseln müssen. Auch wenn bei Kindern jüngeren Alters einer der-

artiger Abbruch und Aufbau von Freundschaftsbeziehungen einfacher vonstatten-

gehe als etwa bei Jugendlichen, so dürfte doch auch dieser Umstand C._____ emp-

findlich treffen. Fraglich sei, ob es verhältnismässig sei, C._____ aus ihrem aktuel-

len familiären Umfeld herauszureissen oder ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe, 

den Defiziten der Klägerin 2 zu begegnen. Allerdings sei dies bereits intensiv ver-

sucht worden. Nach Vorliegen des Gutachtens habe man anlässlich einer Instruk-

tionsverhandlung einen Vergleich erzielt, gemäss welchem unter enger Begleitung 

von Fachleuten ein weiterer Versuch gemacht worden sei, in Anlehnung an die 

Eventualempfehlung der Gutachterin einen Kontakt zwischen dem Beklagten und 

C._____ aufzubauen. Dieser intensive Versuch müsse als gescheitert betrachtet 

werden. Während der bereits während rund eines Jahres erfolgten Versuche sei es 

auch unter Beizug einer Besuchsbegleitung nicht gelungen, einen Kontakt zwi-

schen dem Beklagten und C._____ aufzubauen. Andere Möglichkeiten, die kinds-

wohlgefährdende Situation zu beheben, als die Obhut über C._____ von der Klä-

gerin 2 auf den Beklagten zu übertragen, seien keine mehr erkennbar. Im Ergebnis 

sei bei der anzuordnenden Obhutsumteilung von C._____ zum Beklagten auch die 

Verhältnismässigkeit gewahrt (Urk. 2 S. 54 f.). Weiter ging die Vorinstanz auch auf 

die Möglichkeit einer Zwischenplatzierung ein und verwarf sie (Urk. 2 S. 56 f.).

3.1.6. Die Vorinstanz ordnete schliesslich eine psychotherapeutische Beglei-

tung an, um C._____ bei ihrem Obhutswechsel von der Klägerin 2 zum Beklagten 

zu begleiten und sie in ihrem neuen Umfeld zu unterstützen (Urk. 2 S. 60 f.).

3.2. Die Klägerin 2 geht zunächst auf die Abwägung ein:

3.2.1. Sie rügt, das Wohl des Kindes habe Vorrang vor allen anderen Überle-

gungen. Ein fehlender Kontakt zu einem Elternteil könne unter Umständen eine 

Kindswohlgefährdung darstellen. Eine Entwurzelung durch die Obhutsumteilung 

stelle jedoch ganz sicher eine massive Kindswohlgefährdung dar (Urk. 1 Rz. 12). 

Die Vorinstanz habe zutreffend erörtert, dass C._____ seit ihrer Geburt bei der Klä-

gerin 2 lebe und praktisch keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater gehabt habe, seit 

sich die Kindseltern im Herbst 2016 getrennt hätten. Die liebevolle Mutter-Tochter-

Beziehung spreche deutlich dafür, die Obhut über C._____ der Klägerin 2 zu be-

- 25 -

lassen (Urk. 1 Rz. 13). Die Vorinstanz erwäge weiter, der Kindsvater sei für 

C._____ ein Fremder. Die Zweitgutachterin habe festgehalten, dass ein Abbruch 

der Beziehung zur Hauptbezugsperson nicht nur eine grosse Veränderung für das 

Kind sei, sondern die Obhutsumteilung an den Vater auch mit einem hohen Scha-

densrisiko verbunden sei. Weiter halte die Fachpsychologin fest, dass sich Bezie-

hungs- und Entwicklungstraumata während der ersten zehn Lebensjahren beson-

ders schwerwiegend auf die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern 

auswirkten. Sie schreibe sodann, dass eine Obhutsumteilung ohne vorangehenden 

gelungenen Beziehungsaufbau zum Vater als nicht am Kindswohl orientiert zu be-

urteilen wäre (Urk. 1 Rz. 14). Auch die Vorinstanz komme zum Schluss, dass die 

Umteilung für C._____ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein gros-

ses Trauma darstellen werde (Urk. 1 Rz. 16). C._____ habe grosse Ängste vor dem 

Beklagten. Allein deshalb werde es ihr enorm schwierig fallen, sich in seinem Um-

feld heimisch zu fühlen. Dabei sei es unerheblich, ob diese Angst wie von der Gut-

achterin als induziert angesehen werde. Tatsache bleibe, dass das Kind die Umtei-

lung zum Kindsvater als enorm einschneidend und traumatisierend erleben werde. 

Der Vorinstanz sei zuzustimmen, dass C._____s Angst ebenfalls für einen Verbleib 

der Obhut bei der Kindsmutter spreche (Urk. 1 Rz. 17). Die Fachpersonen hätten 

festgestellt, dass C._____s Entwicklung, insbesondere die emotionale, nicht alter-

sadäquat sei. Damit sei erst recht zu befürchten, dass die Umteilung zum fremden 

Vater nicht nur ein erhebliches Trauma auslösen werde, sondern C._____ die zur 

Bewältigung dieses Traumas notwendigen Persönlichkeitsmerkmale fehlen wür-

den. Unter diesen individuell vorliegenden Bedingungen bringe die Obhutszuteilung 

an den Kindsvater für C._____ mit grosser Wahrscheinlichkeit ein hohes Risiko für 

ihre Gesundheit, namentlich ihre psychische, mit sich (Urk. 1 Rz. 18). Dem stehe 

die vorinstanzliche Erwägung gegenüber, dass C._____ im aktuellen Umfeld kei-

nen Kontakt zum Vater habe und dieser Umstand, welcher teilweise der Klägerin 2 

zugeschrieben werde, ebenfalls eine Kindswohlgefährdung darstelle. Es sei abzu-

wägen, wo C._____s Wohl am besten gewahrt sei (Urk. 1 Rz. 19). Die Obhutsum-

teilung bedeute für C._____ einen Umzug von F._____ nach I._____ und damit 

nicht nur einen Schulwechsel, sondern auch eine komplette Entwurzelung aus ih-

rem bisherigen Zuhause. Dieser Einschnitt wirke sich auf ihre psychische Gesund-

- 26 -

heit stark negativ aus, weshalb die Umteilung abzulehnen sei (Urk. 1 Rz. 20). Dem-

gegenüber stelle ein Verbleib C._____s bei ihrer Mutter und den Grosseltern keine 

so grosse Gefahr für das Kindswohl dar. Selbst wenn man mit der Gutachterin und 

der Vorinstanz einig wäre, dass die Erziehungsfähigkeit der Klägerin 2 einge-

schränkt sei und dadurch das Kindswohl gefährdet werden könnte, wäre dies auf-

grund der Gesamtumstände das kleinere Übel. Fakt sei, dass neben der fehlenden 

Bindungstoleranz und dem damit verbundenen inexistenten Kontakt zwischen 

C._____ und ihre Vater lediglich Defizite in der Erziehung der Klägerin 2 festgestellt 

worden seien. Diese könnten nicht als schwerwiegend bezeichnet werden. So habe 

sie keine mütterliche Autorität, es fehle an Lenkungskompetenz, Strukturierungs- 

und Förderungskompetenzen. Weiter würde ihr überbehütendes Verhalten und ihre 

diffusen Ängste die Entwicklung von Autonomie und Selbstwirksamkeit von 

C._____ blockieren. Es bestehe somit offensichtlich keine akute Kindswohlgefähr-

dung im aktuellen Setting, sondern ein überbehütendes Verhalten. Folge bzw. Teil 

dieser starken familiären Behütung von C._____ sei wohl auch das Verhalten der 

involvierten Grosseltern, welche dem Kindsvater ablehnend gegenüber gestanden 

seien. Inwiefern dies eine Kindswohlgefährdung darstellen solle, habe die Vorin-

stanz nicht begründet (Urk. 1 Rz. 21). Ohne den fehlenden Kontakt zum Vater wäre 

niemals staatlich in die vorliegenden familiären Verhältnisse eingegriffen worden. 

Normalerweise herrschten bei einer behördlich angeordneten Umplatzierung eines 

Kindes ganz andere Umstände: Oft betreffe es Kinder, deren Eltern drogenabhän-

gig oder schwer krank seien, Kinder, die massiv vernachlässigt oder Gewalt erfah-

ren würden (Urk. 1 Rz. 22). Wenn die Überbehütung respektive die Erziehungsde-

fizite eine derartige Kindswohlgefährdung wären, dass sie gegenüber der Umplat-

zierung als das grössere Übel angesehen worden wären, so wäre man längst stär-

ker dagegen vorgegangen (Urk. 1 Rz. 23).

3.2.2. Vorauszuschicken ist, dass es vorliegend nicht um die Frage geht, ob 

die Obhut umgeteilt werden soll. Die Vorinstanz hatte vielmehr zu prüfen, wem die 

(rechtliche) Obhut zugeteilt werden soll (siehe Urk. 2 S. 5 und 21 f.). Die Tatsache, 

dass die Klägerin 2 aufgrund der langen Verfahrensdauer die faktische Obhut über 

längere Zeit innehatte, ändert nichts daran, dass es um eine Zuteilung der Obhut 

geht. Die Vorinstanz hat die massgebenden Kriterien zutreffend aufgeführt, sodass 

- 27 -

darauf verwiesen werden kann (Urk. 2 S. 21 f.). Zu ergänzen ist, dass die Erzie-

hungsfähigkeit eine grundlegende Voraussetzung ist, um obhutsberechtigt zu sein 

(BGE 142 III 612 E. 4.3 f.; BGer 5A_748/2022 vom 9. Februar 2023, E. 3.4.2; BGer 

5A_462/2019 vom 29. Januar 2020, E. 3.2; BGer 5A_11/2020 vom 13. Mai 2020, 

E. 3.3.3.1; BGer 5A_629/2019 vom 13. November 2020, E. 4.2; BGer 5A_569/2020 

vom 15. Dezember 2020, E. 3.1). Es ist – wie auch im Fall einer Umteilung der 

Obhut – nicht erforderlich, dass das Kindswohl von C._____ akut gefährdet ist, 

wenn diese bei der Klägerin 2 verbleibt. Die Vorinstanz hat ausführlich dargelegt, 

dass das Kindswohl im aktuellen Setting gefährdet sei (insbesondere Urk. 2 S. 44–

50). Die Klägerin 2 wendet pauschal ein, ein Verbleib von C._____ bei ihr und den 

Grosseltern sei keine so grosse Gefahr für das Kindswohl (Urk. 1 Rz. 21). Sie rela-

tiviert die gutachterlich festgestellte Einschränkung ihrer Erziehungsfähigkeit und 

deren Auswirkung auf das Kindswohl ohne inhaltliche Auseinandersetzung mit der 

vorinstanzlichen Begründung. Sie äussert sich mit keinem Wort zur gutachterlichen 

Feststellung, wonach sie C._____ stark instrumentalisiere (Urk. 2 S. 45). Die Vor-

instanz begründete ihren Entscheid sodann auch damit, dass C._____s emotionale 

Entwicklung nicht altersadäquat sei. Sie sei ausgesprochen schüchtern und zurück-

haltend und zeige Ängste, welche induziert seien. Ihr Autonomiebedürfnis sei in 

erheblichem Mass eingeschränkt (Urk. 2 S. 44). Die Klägerin 2 könne C._____ 

nicht genügend unterstützen, was sich in deren Entwicklung je länger je mehr be-

merkbar machen werde (Urk. 2 S. 53). Langfristig drohten Entwicklungsstörungen 

(Urk. 2 S. 54). Auch darauf geht die Klägerin 2 nicht ein. Sodann fehlen Ausführun-

gen zur vorinstanzlichen Feststellung, wonach es für die Persönlichkeitsentwick-

lung des Kindes schädlich sei, wenn nur Kontakt zu einem der beiden Elternteile 

bestehe (Urk. 2 S. 48). Die Klägerin 2 blendet die Rolle des Vaters und die Bedeu-

tung der Beziehung zwischen Vater und Tochter vielmehr komplett aus. Damit ge-

nügt sie den Begründungsanforderungen nicht (E. II.2.2.). Die Vorinstanz kam ge-

stützt auf das Gutachten zum Ergebnis, dass die Erziehungsfähigkeit der Klägerin 2 

erheblich bzw. deutlich eingeschränkt sei (Urk. 2 S. 44 f. und 50). Die Klägerin 2 

bringt pauschal vor, die Defizite könnten nicht als schwerwiegend bezeichnet wer-

den (Urk. 1 Rz. 21). Sie zeigt nicht auf, weshalb vom Gutachten abzuweichen wäre, 

womit sie den Begründungsanforderungen erneut nicht genügt (E. II.2.2.). Der Vor-

- 28 -

instanz war sehr wohl bewusst, dass die Zuteilung der Obhut an den Beklagten 

einen grossen Einschnitt in C._____s Leben bedeutet, und sie hat dies in ihrer Ab-

wägung auch berücksichtigt (Urk. 2 S. 54 f.). Insbesondere hat sie – wie die Zweit-

gutachterin empfohlen hat (Urk. 6/328 S. 10) – versucht, einen Kontakt zwischen 

Vater und Tochter zu etablieren, bevor sie ihm die Obhut zuteilte (Urk. 2 S. 48 f. 

und 55). Sie hat sodann auch angeordnet, dass C._____ psychotherapeutisch zu 

begleiten ist (Urk. 2 S. 60 f.). Die Klägerin 2 betont die Gefährdung nochmals 

(Urk. 1 Rz. 12–18), ohne sich fundiert mit den Gründen auseinanderzusetzen, wel-

che für die Zuteilung der Obhut an den Beklagten sprechen. Damit vermag sie nicht 

rechtsgenügend aufzuzeigen, dass die Vorinstanz die Abwägung falsch vorgenom-

men hätte.

3.2.3. Am 24. April 2024 erstattete Dr. med. G._____, die Kinderärztin von 

C._____, eine Gefährdungsmeldung. Sie führte aus, der Vater habe vor bald zwei 

Jahren den Anspruch auf das Besuchsrecht wieder wahrgenommen. Da C._____ 

grossen Widerstand gezeigt habe, seien diese Besuche allmählich eingeführt wor-

den. C._____ habe sich dabei scheinbar geweigert, sogar mit ihm zu sprechen. Auf 

Druck habe sie gemäss der Mutter mit Ängsten und Schlafstörungen reagiert. Sie 

– Dr. med. G._____ – betreue C._____ seit ihrer Geburt und habe nie Anzeichen 

dafür gesehen, dass C._____ in der Obhut der Mutter gefährdet sei. Das Mädchen 

aus seiner vertrauten Umgebung herauszuziehen und von der Mutter zu trennen, 

erscheine potentiell sehr traumatisierend und es seien dramatische psychologische 

Folgen zu befürchten. Es müsse unbedingt eine kindgerechte Lösung erarbeitet 

werden. Die Umsetzung des gerichtlichen Entscheids sei eng zu begleiten und für 

C._____ eine psychologische Betreuung einzuleiten (Urk. 24/1). Vorauszuschicken 

ist, dass die Ausführungen der Kinderärztin primär auf den Schilderungen der Klä-

gerin 2 beruhen. Entsprechend wird die vorinstanzliche Feststellung ausgeblendet, 

wonach der Kontaktaufbau aufgrund der Klägerin 2 scheiterte (Urk. 2 S. 46 ff.). Wie 

bereits erwähnt (E. II.3.2.2.) hat die Vorinstanz das Gefährdungspotential, welches 

der Zuteilung der Obhut an den Beklagten innewohnt, in ihren Entscheid miteinbe-

zogen. Sie hat sodann in Einklang mit der Empfehlung der Kinderärztin eine psy-

chotherapeutische Begleitung angeordnet.

- 29 -

3.3. Weiter geht die Klägerin 2 auf den Kindeswillen ein:

3.3.1. Sie bringt vor, gemäss Art. 12 des Übereinkommens über die Rechte 

des Kindes vom 20. November 1989 (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) 

habe das Kind das Recht, seine Meinung frei zu äussern. Diese Meinung sei sei-

nem Alter und seiner Reife entsprechend angemessen zu berücksichtigen. Art. 298 

ZPO halte das Anhörungsrecht ebenfalls fest. Das Gericht habe sich mit der Wil-

lensäusserung des Kindes in der Entscheidfindung auseinanderzusetzen und den 

Kindeswillen als wichtigen Aspekt mitzuberücksichtigen (Urk. 1 Rz. 25). Die Vorin-

stanz übergehe den klar geäusserten Kindeswillen. Als Grund werde lediglich an-

geführt, dass C._____ als 8-Jährige noch als zu jung erscheine, als dass ihrem 

Wunsch entscheidendes Gewicht beizumessen wäre. Eine weitere Auseinander-

setzung sei der Begründung nicht zu entnehmen. Es werde nicht ersichtlich, wes-

halb eine 8-Jährige zu jung sein solle, um in der Frage der Obhut ihren Wunsch zu 

äussern bzw. weshalb diesem Wunsch kein entscheidendes Gewicht zukomme. Es 

sei doch das Kind, das letztlich am stärksten von der Entscheidung betroffen sein 

werde. Die Vorinstanz verletze das Recht des Kindes, als Rechtssubjekt im Ver-

fahren ernstgenommen zu werden, als Folge davon die Rechte der Klägerin 2 so-

wie die Begründungspflicht (Urk. 1 Rz. 26).

3.3.2. C._____ ist im vorliegenden Verfahren Partei und anwaltlich vertreten 

(E. I.2.). Soweit die Klägerin 2 eine Verletzung der Kinderrechte geltend macht, ist 

sie nicht beschwert. 

3.3.3. Auch inhaltlich dringt die Klägerin 2 nicht durch:

3.3.3.1. Der Wunsch des nicht urteilsfähigen Kindes ist eines von mehreren 

Kriterien, welches bei der Zuteilung der Obhut eine Rolle spielt (BGer 5A_11/2020 

vom 13. Mai 2020, E. 3.3.3.1). Nach der zum Recht auf persönlichen Verkehr er-

gangenen Praxis steht es nicht im freien Belieben des Kindes, ob es persönliche 

Kontakte zu dem nicht betreuenden Elternteil wünscht oder nicht; dies gilt nament-

lich dort, wo die ablehnende Haltung wesentlich durch die Einstellung des anderen 

- 30 -

Elternteils geprägt ist. Bei der Berücksichtigung des Kindeswillens ist das Alter des 

Kindes bzw. dessen Fähigkeit zu autonomer Willensbildung zu berücksichtigen. 

Vom Vorliegen dieser Fähigkeit ist ungefähr ab dem 12. Altersjahr auszugehen. 

Lehnt das Kind den nicht betreuenden Elternteil ab, ist im Einzelfall zu prüfen, worin 

diese Haltung begründet liegt und ob die Ausübung des Besuchsrechts den Inter-

essen des Kindes tatsächlich widerspricht. Nur wo das urteilsfähige Kind den Um-

gang mit einem Elternteil aufgrund seiner Erfahrungen mit dem persönlichen Ver-

kehr kategorisch verweigert, ist dieser Umgang aus Gründen des Kindeswohls aus-

zuschliessen (BGer 5A_56/2020 vom 17. August 2020, E. 4.1; BGer 5A_875/2017 

vom 6. November 2018, E. 3.3). Dies gilt auch für die Zuteilung der Obhut (BGer 

5A_463/2017 vom 10. Juli 2018, E. 4.1 und 4.5.5 [teilweise publiziert in BGE 144 

III 442]).

3.3.3.2. C._____ war 8 Jahre alt, als sie den Wunsch gegenüber der Vorin-

stanz äusserte (Urk. 1 Rz. 26; Urk. 2 S. 53). Die vorinstanzlichen Feststellungen, 

wonach ihre emotionale Entwicklung nicht altersadäquat sei und sie von der Kläge-

rin 2 stark instrumentalisiert werde (Urk. 2 S. 44 f.), blieben unangefochten. Das-

selbe gilt für die Feststellung, wonach die Klägerin 2 den versuchten Kontaktaufbau 

bis zuletzt deutlich behinderte (Urk. 2 S. 50). Es bestehen demzufolge keine An-

haltspunkte dafür, dass C._____ in der Frage der Obhutszuteilung urteilsfähig wäre 

oder nur schon ihren Willen hätte frei bilden können. Auch Art. 12 Abs. 1 KRK än-

dert nichts daran. Die Vorschrift gesteht nur einem Kind, das fähig ist, sich eine 

eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese frei zu äussern. Die Meinung des 

Kindes ist sodann angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife 

zu berücksichtigen. Mit anderen Worten schreibt die Kinderrechtskonvention ge-

rade nicht vor, dass dem Wunsch des Kindes entscheidendes Gewicht zukommen 

müsste. Mit Blick auf das Alter und die Einflussnahme durch die Klägerin 2 kann 

nicht davon ausgegangen werden, dass C._____ in der Lage war, sich eine eigene 

Meinung zu bilden. Zum gleichen Ergebnis gelangte auch die Vorinstanz (Urk. 2 

S. 53), was seitens der Klägerin 2 unangefochten blieb (siehe Urk. 1 Rz. 25 f.). 

Hinzu kommt, dass der Wille des Kindes nur eines von mehreren Kriterien ist.

- 31 -

3.3.3.3. Die Vorinstanz hat anhand verschiedener Kriterien ausführlich be-

gründet, weshalb die Obhut an den Beklagten zuzuteilen sei. Wenn sie dabei im 

Ergebnis nicht C._____s Wunsch entsprach, ist dies nicht zu beanstanden.

3.3.4. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass ein Kind, dessen Eltern ge-

trennt sind, das Recht hat, regelmässige persönliche Beziehungen und unmittel-

bare Kontakte zu beiden Eltern zu pflegen (Art. 9 Abs. 3 KRK). Die Klägerin 2 und 

ihre Eltern verweigern C._____ dieses Recht bezüglich ihres Vaters, indem sie den 

Kontakt unterbinden (Urk. 2 S. 45 f.). Die Klägerin 2 zeigt nicht auf (siehe Urk. 1 

Rz. 27 f.) und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb eine derartige Verletzung der 

Kinderrechte gerechtfertigt sein sollte, nachdem es anfänglich noch Kontakte ge-

geben hat (Urk. 2 S. 46).

3.4. Schliesslich stört sich die Klägerin 2 am Gutachten:

3.4.1. Sie rügt, soweit aus dem Gutachten von Frau J._____ ersichtlich sei, 

hätten keine Gespräche zwischen der Gutachterin und den Eltern der Klägerin 2 

stattgefunden. Die Gutachterin komme zum Schluss, dass das Kindswohl durch 

das Zusammenleben mit den Grosseltern gefährdet sei. Die Grosseltern hätten ge-

mäss der Gutachterin grossen Einfluss auf die Entwicklung von C._____, der 

Grossvater bestimme die erzieherischen Vorgaben. Die Gutachterin stelle vermu-

tungsweise vor allem auf die Schilderungen des Beklagten ab. Dabei werde ein 

unvollständiges Bild des familiären Umfelds von C._____ und der Klägerin 2 ge-

zeichnet. Die Vorinstanz habe die Ressourcen der Familie zu wenig abgeklärt und 

sich stattdessen mit Vermutungen oder punktuellen Betrachtungen bzw. Schilde-

rungen der Familienbegleiterin begnügt. Die Klägerin 2 habe wiederholt dargetan, 

dass weder sie noch ihre Tochter von den (Gross-)Eltern beherrscht würden. Im 

Gegenteil erlebe sie viel Unterstützung im engen Familienbund. Beide Grosseltern 

gingen überdies einer Erwerbsarbeit nach und seien die meiste Zeit gar nicht zu 

Hause. Ihr Einfluss auf das Leben der Klägerin 2 und deren Tochter sei liebevoller 

Art, unterstützend und weitaus geringer, als die Vorinstanz annehme. Die Betreu-

ung und Erziehungsarbeit werde fast ausschliesslich von der Klägerin 2 geleistet. 

Damit habe die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig festgestellt (Urk. 1 

Rz. 29).

- 32 -

3.4.2. Die Klägerin 2 zeigt nicht auf, wo sie geltend gemacht habe, dass weder 

sie noch ihre Tochter von den (Gross-)Eltern beherrscht würden. Es ist auch nicht 

ersichtlich, welche vorinstanzlichen Erwägungen sie kritisieren will. Damit genügt 

sie den Begründungsanforderungen nicht (E. II.2.2.). Sodann widerspricht sie sich, 

wenn sie die Rolle der Grosseltern mit Verweis auf deren Erwerbsarbeit herunter-

spielt, an anderer Stelle jedoch festhält, sie seien zusammen mit der Klägerin 2 die 

Hauptbezugspersonen von C._____ (Urk. 1 Rz. 7).

3.4.3. Auch inhaltlich dringt die Klägerin 2 mit ihren Rügen nicht durch: So hat 

die Vorinstanz unter Hinweis auf den Bericht der Beiständin H._____ vom 10. Fe-

bruar 2022 darauf hingewiesen, dass die Grosseltern mütterlicherseits versucht 

hätten, den Kontakt- bzw. den Beziehungsaufbau zwischen C._____ und dem Be-

klagten aktiv zu behindern. Die Grossmutter habe die vormalige Besuchsbegleiterin 

bei deren ersten Besuch wegschicken wollen, da C._____ diese nicht sehen wolle. 

Die Beiständin sei von der Grossmutter auch in Anwesenheit von C._____ als böse 

Frau bezeichnet worden. Der Grossvater habe die vormalige Besuchsbegleiterin 

bei ihrem zweiten Besuch nicht ins Haus lassen wollen und als böse Frau bezeich-

net. Auch zeigte die Vorinstanz auf, dass die Klägerin 2 die Tochter anfänglich noch 

zur Grossmutter väterlicherseits gefahren habe, damit der Beklagte C._____ dort 

sehen könne. Die Klägerinnen hätten dann wieder nach Hause gemusst, bevor die 

Eltern der Klägerin 2 von der Arbeit zurück nach Hause gekommen seien (Urk. 2 

S. 46). Die Klägerin 2 setzt diesen Feststellungen nichts entgegen, sie behauptet 

nicht einmal, dass sie unzutreffend wären (siehe Urk. 1 Rz. 29).

3.5. Zusammenfassend dringt die Klägerin 2 mit ihren Rügen hinsichtlich der 

Obhut nicht durch, soweit sie beschwert ist und den Begründungsanforderungen 

genügt. Im Übrigen ist der sehr ausführlich und sorgfältig begründete Entscheid der 

Vorinstanz nachvollziehbar und überzeugend.

4. Persönlicher Verkehr

4.1. Die Vorinstanz erwog, mit der Übertragung der Obhut auf den Beklagten 

sei der Klägerin 2 die Möglichkeit einzuräumen, regelmässig mit C._____ persönli-

chen Verkehr auszuüben. Dabei habe sich die Häufigkeit am Kindeswohl zu orien-

- 33 -

tieren. Vorliegend sei in einer ersten Phase zu bedenken, dass sich C._____ in 

einem neuen Umfeld zurecht finden müsse, weshalb das gegenseitige Recht auf 

persönlichen Verkehr noch einzuschränken sei. Damit das Einleben von C._____ 

nicht durch regelmässigen Kontakt zum bisherigen, als problematisch empfunde-

nen familiären Umfeld gestört werde, hätten die Treffen zwischen den Klägerinnen 

in einer ersten Phase in einem neutralen Ort wie etwa einem Besuchstreff (BBT) 

stattzufinden. In einer späteren Phase werde der Klägerin 2 ein ausgedehntes Be-

suchsrecht einzuräumen sein, wie dies auch der Beklagte mit seinem Begehren um 

vorsorgliche Obhutsumteilung vom 16. Juni 2023 beantragt habe (Urk. 2 S. 57 f.).

4.2. Die Klägerin 2 rügt, sie sei die Hauptbezugsperson von C._____. Ihr ver-

traue sie. Es sei daher nicht ersichtlich, warum eine abgestufte Besuchsregelung 

in mehreren Phasen sinn- und zweckmässig sein sollte. Falls sich die Vorinstanz 

dabei aus nicht nachvollziehbaren Gründen an dem ursprünglich geplanten Be-

suchsaufbau von C._____ zum Beklagten orientiert haben sollte, verkenne sie da-

bei, dass zwischen C._____ und ihrer Mutter nicht erst ein Vertrauensverhältnis 

aufgebaut werden müsse. Auch müsse die Beklagte (anders als der Kindsvater) 

den Umgang mit dem Kind nicht erst schrittweise lernen. Die letzten acht Jahre sei 

C._____ in ihrer Obhut gewesen. Ein begleiteter oder überwachter Besuch im BBT 

sei ebenso wenig angezeigt wie der stufenweise Ausbau des Besuchsrechts. Viel-

mehr sollten auch im Sinne der kindlichen Bedürfnisse unbedingt von Anfang an 

regelmässige Besuche durch die Klägerin 2 stattfinden können (Urk. 1 Rz. 41).

4.3. Die Vorinstanz hat die vorübergehende Einschränkung der Kontakte da-

mit begründet, dass sich C._____ im neuen Umfeld zurecht finden müsse. Dies 

sollte nicht durch regelmässigen Kontakt zum bisherigen, als problematisch emp-

fundenen familiären Umfeld gestört werden (Urk. 2 S. 58). Die Klägerin 2 äussert 

sich nicht zu diesen Gründen, womit sie den Begründungsanforderungen nicht ge-

nügt (E. II.2.2.). Auch inhaltlich dringt die Klägerin 2 nicht durch: Es geht nicht um 

die Bindung zwischen Mutter und Kind, sondern darum, dass C._____ ungestört 

eine Beziehung zum Vater aufbauen kann. Dazu wird sie ihre Ängste abbauen müs-

sen. Es ist davon auszugehen, dass die Klägerin 2 diesen Prozess bewusst oder 

- 34 -

unbewusst stören würde, war sie es doch, die ihre Ängste auf C._____ übertragen 

hat (Urk. 2 S. 31 f.; Urk. 6/228 S. 46–48).

4.4. Vor diesem Hintergrund bleibt es beim vorinstanzlich festgelegten Be-

suchsrecht.

5. Vorsorgliche Massnahmen

5.1. Die Vorinstanz erwog, die Obhut über C._____ sei von der Klägerin 2 

auf den Beklagten zu übertragen. Diese Anordnung erscheine dringlich, denn es 

seien nach Anordnung eines detaillierten Besuchsrechts mit Besuchsrechtsbeglei-

tung im Januar 2023 nur kleinste Fortschritte in einem Kontaktaufbau zwischen 

dem Beklagten und C._____ gelungen, welche hernach wieder verloren gegangen 

seien. Ein weiteres Zuwarten mit einer konkreten Umteilung sei weder C._____ 

noch dem Beklagten zuzumuten und insofern bestehe auch ein nicht leicht wieder 

gutzumachender Nachteil, sollte mit der notwendigen Anordnung zugewartet wer-

den. Wenn eine Obhutsumteilung erfolge, so sei diese zügig umzusetzen, wie das 

auch der Kindesvertreter beantragt habe. Der Beklagte habe die Obhutsumteilung 

im Rahmen vorsorglicher Massnahmen beantragt, was der Kindesvertreter – für 

den Fall einer Umteilung der Obhut – ausdrücklich gutgeheissen habe. Die Kläge-

rin 2 habe zwar die Beibehaltung der Obhut über C._____ bei der Klägerin 2 bean-

tragt; sie habe aber keine Vorbringen gegen eine allfällige vorsorgliche Anordnung 

der Umteilung der Obhut vorgebracht (Urk. 2 S. 83).

5.2. Die Klägerin 2 rügt, vorsorgliche Massnahmen setzten zeitliche Dring-

lichkeit voraus. Zudem müssten sie verhältnismässig sein (Urk. 1 Rz. 30). Die Ob-

hutsumteilung liege nicht im Kindswohl und sei daher nicht verhältnismässig (Urk. 1 

Rz. 31). Das vorliegende Verfahren sei bereits im Juni 2017 beim Friedensrichter-

amt F._____ bzw. im September 2017 beim Bezirksgericht Uster anhängig ge-

macht worden. Dem Entscheid der Vorinstanz vom 29. Februar 2024 sei also ein 

knapp siebenjähriges Gerichtsverfahren vorausgegangen. Bereits dieser Umstand 

lasse daran zweifeln, ob die Dringlichkeit gegeben sei. Jedenfalls setze sich die 

Vorinstanz mit dieser Voraussetzung nur ungenügend auseinander. Sie begründe 

sie damit, dass im Jahr 2023 nur kleinste Fortschritte in einem Kontaktaufbau zwi-

- 35 -

schen C._____ und ihrem Vater gelungen seien. Ein Zuwarten helfe keiner Partei 

und führe zu noch grösseren Unsicherheiten (Urk. 1 Rz. 32). Dieser Ansicht könne 

nicht gefolgt werden. Bereits im Abklärungsbericht des kjz Uster 2019 sei die mög-

liche Kindswohlgefährdung im aktuellen Setting thematisiert worden. Die Umteilung 

der Obhut sei spätestens nach Vorlage des Gutachtens von Frau J._____ im Au-

gust 2022 ein Thema im Prozess gewesen. Man habe bisher auf die Umteilung 

verzichtet. Der Kindesvertreter habe ebenfalls festgehalten, man habe allenfalls zu 

lange zugewartet. Es könne nicht angehen, dass man jetzt plötzlich eine Dringlich-

keit annehme, weil man glaube, man habe zu lange zugewartet. Selbst wenn man 

aufgrund des fehlenden Kontaktes zwischen C._____ und ihrem Vater eine Verlet-

zung des Anspruchs auf persönlichen Verkehr annehmen sollte, könne nicht gesagt 

werden, dass daraus ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil drohe. Der 

Zustand des Nicht-Kontaktes dauere nämlich bereits seit knapp sieben Jahren an 

(Urk. 1 Rz. 33).

5.3. Vorauszuschicken ist, dass mit dem vorliegenden Urteil (auch) in der 

Hauptsache entschieden wird. Damit erweisen sich die Rügen im Zusammenhang 

mit der vorsorglichen Massnahme als gegenstandslos. Gleichwohl ist darauf hinzu-

weisen, dass man nicht einfach zuwartete. Vielmehr versuchte man einen langsa-

men Kontaktaufbau als mildere Massnahme; die Klägerin 2 verweigerte sich die-

sem jedoch, womit sich die Massnahme als ungeeignet erwies (Urk. 2 S. 47–49). 

Die Dringlichkeit bestand und besteht, da die Klägerin 2 durch ihr Verhalten 

C._____s Wohl gefährdet. Zynisch erscheint es, wenn die Klägerin 2 vorbringt, es 

drohe kein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil, weil Vater und Tochter seit 

knapp sieben Jahren keinen Kontakt hätten (Urk. 1 Rz. 33). Die Zeit, die man nicht 

zusammen verbracht hat, lässt sich nicht kompensieren. Mit Blick auf die bisherige 

Verfahrensdauer und das Verhalten der Klägerin 2 war nicht auszuschliessen, dass 

der Beklagte ohne vorsorgliche Massnahmen für weitere nicht absehbare Zeit kei-

nen Kontakt zu C._____ haben würde.

6. Ergebnis

Die Berufung ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und die Verfügung 

und das Urteil des Einzelgerichts im summarischen bzw. vereinfachten Verfahren 

- 36 -

am Bezirksgericht Uster vom 29. Februar 2024 sind zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 

lit. a ZPO). Vorbehalten bleiben die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstin-

stanzlichen Verfahrens (dazu E. III.1.).

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens

1.1. Trifft die Berufungsinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 

auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 

ZPO).

1.2. Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 10'000.– fest. Sie auf-

erlegte die Gebühr (zuzüglich Fr. 4'800.– Kosten Abklärung kjz Uster und 

Fr. 25'165.50 Kosten der Gutachten) zu je einem Drittel der Klägerin 2 und dem 

Beklagten und nahm sie im Übrigen (zuzüglich Fr. 17'350.70 Kosten für die Pro-

zessverbeiständung der Tochter) auf die Gerichtskasse. Parteientschädigungen 

sprach sie keine zu (Urk. 2 S. 94 f.). Dies blieb unangefochten und ist nicht zu be-

anstanden. Die Dispositiv-Ziffern 12 bis 14 des angefochtenen Urteils sind daher 

zu bestätigen.

2. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

2.1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr für die Hauptsache ist auf 

Fr. 3'000.– festzusetzen (§ 12 Abs. 1 und 2 GebV OG sowie § 5 Abs. 1 GebV OG) 

und aufgrund der vorsorglichen Massnahmen auf Fr. 4'000.– zu erhöhen (§ 8 

Abs. 1 GebV OG). Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. Obwohl sich das 

Berufungsverfahren hauptsächlich um Kinderbelange dreht, ist vorliegend davon 

abzusehen, Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO anzuwenden. Die Klägerin 2 unterliegt näm-

lich überwiegend aus prozessualen Gründen. Die Prozesskosten sind daher nach 

Art. 106 ZPO zu verteilen und der vollumfänglich unterliegenden Klägerin 2 aufzu-

erlegen. Sie sind mit dem Kostenvorschuss der Klägerin 2 in Höhe von insgesamt 

Fr. 6'000.– (Urk. 9; Urk. 25/417) zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).

- 37 -

2.2. Der Beklagte musste sich lediglich zur aufschiebenden Wirkung äussern 

(Urk. 8). Dafür erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 900.– angemessen (§ 2 

Abs. 1 AnwGebV). Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 8.1 % (siehe Urk. 8 S. 3). 

Die unterliegende Klägerin 2 ist deshalb zu verpflichten, dem Beklagten für das 

zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 972.90 zu bezahlen 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Das Berufungsverfahren LZ240008-O wird mit dem vorliegenden Berufungs-

verfahren vereinigt, unter Geschäftsnummer LZ240007-O weitergeführt und 

als dadurch erledigt abgeschrieben.

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und die Ver-

fügung und das Urteil des Einzelgerichts im summarischen bzw. vereinfachten 

Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 29. Februar 2024 werden (einsch-

liesslich der Kosten- und Entschädigungsfolgen) bestätigt.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt. Allfäl-

lige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 2 

auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.

4. Die Klägerin 2 wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Ver-

fahren eine Parteientschädigung von Fr. 972.90 zu bezahlen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Beiständin (E._____, … [Adresse]), 

das Bundesgericht (Verfahren 5A_271/2024) sowie an die Vorinstanz, je ge-

gen Empfangsschein.

- 38 -

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und – soweit die vorinstanzliche 
Verfügung bestätigt wird – ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von 
Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 7. Mai 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

lic. iur. A. Huizinga

Der Gerichtsschreiber:

Dr. Chr. Arnold

versandt am:
jo