# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58819679-69ac-54fb-8715-6f5aa90aa2f5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.10.2023 III 2023 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-118_2023-10-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 118

Entscheid vom 24. Oktober 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ und B.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

Gemeinderat Wangen, Seestrasse 2, Postfach 264, 8855 Wangen,
Vorinstanz,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligungsgebühren bei Rückzug 
des Baugesuchs)

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Sachverhalt:

A. Mit Eingabe vom 4. April 2022 ersuchten B.________ und A.________ 
(Bauherrschaft) den Gemeinderat Wangen um die Erteilung der Baubewilligung 
für einen Ersatzbau des Einfamilienhauses (EFH) auf KTN __01 (415 m2, im Ei-
gentum der C.________; mit Gebäude [99 m2] Vers.-Nr. __02), D.________ 
[Strasse] __03, Wangen. Das Grundstück liegt in der Wohnzone 1 Geschoss 
(W1) und stösst mit seiner Ostseite (Längsseite rund 27 m) an den Zürichsee an. 
Das EFH sieht ein Erdgeschoss und ein Dachgeschoss vor. 

Das Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. __ vom ______ 2022 (S. ______) publi-
ziert und öffentlich aufgelegt (GR-act. 6). 

Gegen dieses Baugesuch erhob E.________ mit Eingabe vom 28. April 2022 öf-
fentlich-rechtliche Baueinsprache mit dem Antrag auf Verweigerung der Baube-
willigung, soweit überhaupt auf das Baugesuch einzutreten sei (GR-act. 32). 

B. Mit Schreiben vom 5. Mai 2022 (GR-act. 8) informierte das kantonale Amt 
für Raumentwicklung (ARE) die Gemeinde, dass das Amt für Gewässer die Be-
willigungsfähigkeit des Projektes im Rahmen des gewässerschutzrechtlichen Be-
standesschutzes im Gewässerraum als kritisch erachte. Die Stellungnahme der 
Gemeinde zur Bestandesgarantie werde jedoch abgewartet. 

Mit Antwortschreiben vom 19. Mai 2023 (GR-act. 17) erklärte der Gemeinderat, 
im Gebiet D.________ existiere gegenüber dem Gewässer eine Baulinie. Diese 
werde mit dem geplanten Ferienhaus eingehalten. Der Gemeinderat sei der An-
sicht, dass der Wiederaufbau nicht im Bestand erfolgen müsse, sondern unter 
Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen eine vom Bestand abweichende 
Neubaute realisiert werden könne. 

C. Am 23. Mai 2022 reichte die Bauherrschaft ergänzte Baugesuchsunterla-
gen ein (Eingang bei der Gemeinde am 8.6.2022; GR-act. 18 f.). 

Mit Eingabe vom 27. Juni 2022 (GR-act. 38) erhob E.________ "vorsorgliche öf-
fentlich-rechtliche Baueinsprache" gegen das Bauvorhaben "Ersatzbau Einfamili-
enhaus" und insbesondere gegen die Projektänderung vom 8. Juni 2022 mit dem 
Antrag auf Verweigerung der Projektänderung, soweit überhaupt auf diese einge-
treten werden könne. 

D. Mit Zwischenbericht vom 30. Juni 2022 (GR-act. 20) wiederholte das ARE 
seine bereits am 5. Mai 2022 geäusserten Vorbehalte und ersuchte die Gemein-
de um eine Stellungnahme zur Frage der Bestandesgarantie. 

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Mit Stellungnahme vom 5. Juli 2022 (GR-act. 21) unterzog der Gemeinderat sei-
ne frühere Einschätzung im Schreiben vom 19. Mai 2022 einer Überprüfung. Er 
kam zum Fazit, dass sich das Vorhaben als nicht bewilligungsfähig erweise, 
wenn die Erteilung einer Bewilligung unter Inanspruchnahme des Wiederaufbau-
rechts nicht in Frage komme und das Amt für Gewässer weder einen Anwen-
dungsfall von Art. 41c Abs. 1 lit. abis der Gewässerschutzverordnung (GSchV; 
SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 noch einen weiteren Ausnahmetatbestand 
gemäss Art. 41c Abs. 1 lit. a bis d GSchV erkennen könne. 

E. Mit Schreiben vom 6. Juli 2022 (GR-act. 39) eröffnete die Gemeinde der 
Bauherrschaft den Zwischenbericht des ARE vom 30. Juni 2022 sowie ihre Stel-
lungnahme vom 5. Juli 2022 und setzte ihr Frist bis zum 16. August 2022 betref-
fend Mitteilung, ob am Baugesuch festgehalten oder dieses zurückgezogen wer-
de. In der Folge wurden der Bauherrschaft verschiedene Fristerstreckungen ge-
währt (GR-act. 40 bis 47; jeweils mit Kopie ans ARE). 

Das ARE informierte die Bauherrschaft mit Schreiben vom 12. August 2022 (GR-
act. 22) über das Ergebnis der Behandlung anlässlich der kantonalen Koordinati-
onssitzung vom 11. August 2022, wonach das Bauvorhaben in der vorliegenden 
Form nicht bewilligt werden könne. Entweder sei eine Projektanpassung hinsicht-
lich der Dimensionierung erforderlich oder auf das Projekt zu verzichten. Zur Stel-
lungnahme wurde der Bauherrschaft eine Frist bis 8. September 2022 ein-
geräumt. 

F. Am 25. Januar 2023 fand mit der Bauherrschaft und der Projektverfasserin, 
Vertretern der Gemeinde sowie dem Amt für Gewässer eine Besichtigung der 
Bauliegenschaft statt (angefochtener GRB Nr. 111 vom 25.5.2023, S. 4 lit. K). 

G. Mit E-Mail vom 27. März 2023 (GR-act. 23) erklärte die Bauherrschaft der 
Gemeinde den Rückzug des Baugesuchs. Sie hätten ein neues Projekt auf der 
Basis "Bestandesrecht" in Auftrag gegeben. 

Das ARE teilte der Gemeinde hierauf am 4. April 2023 (GR-act. 24) die Ab-
schreibung des Baugesuchs (Nr. 49-22-035) infolge Rückzugs mit und setzte die 
der Bauherrschaft zu auferlegende Bearbeitungsgebühr auf Fr. 1'330.-- fest. 

H. Mit Beschluss (GRB) Nr. 111 vom 25. Mai 2023 beschloss der Gemeinde-
rat Wangen was folgt:

1. Das Baugesuch-Nr. 49-22-035 von B.________ und A.________ wird infolge Rückzugs 
als gegenstandslos abgeschrieben.

2. Es sind die folgenden Kosten und Gebühren zu entrichten:

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Kommunale Gebühren:
- Publikation und Auflageverfahren (Abla Nr. __ vom ____2022) Fr. 100.00
- Prüfung des Bauvorhabens (inkl. Behandlung in den Kommissionen) Fr. 840.00
- Zusätzliche Aufwendungen (Vorabklärung, Besprechungen, 

Augenschein etc.) Fr. 1'080.00
Fr. 2'020.00

Kantonale Gebühren:

- Abschreibung (vom 4. April 2023) Fr. 1'330.00

Total der aufgelaufenen Kosten Fr. 3'350.00

3.-4.  (Rechtsmittelbelehrung; Zufertigung).

I. Gegen diesen Beschluss (Versand am 15.6.2023) erhebt die Bauherrschaft 
mit Schreiben vom 5. Juli 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) Beschwerde 
beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit dem Antrag auf wohlwollende Prü-
fung der für überhöht erachteten Rechnung. 

Der Landammann überwies diese Beschwerde mit Präsidialverfügung Nr. 3/2023 
vom Freitag, 21. Juli 2023 (Eingang am 24.7.2023), gestützt auf § 52 Abs. 2 VRP 
mittels Sprungbeschwerde zur Beurteilung ans Verwaltungsgericht mit dem Er-
suchen um Zustellung des Beschwerdeentscheides in zwei Ausfertigungen. 

J. Mit Vernehmlassung vom 18. September 2023 beantragt der Gemeinderat 
Wangen die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten 
sei. 

K. Die Beschwerdeführer halten mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2023 an 
ihrem Antrag fest, sie sähen die Rechnung weiterhin als ungerechtfertigt an. Sie 
führen namentlich aus, die "von der Gemeinde angeführten Punkte 1-47" (d.h. 
die von der Vorinstanz eingereichten Belege) könnten sie nachvollziehen; diese 
würden nicht bestritten.  

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Entscheidungsvoraussetzungen sind insbesondere die Zuständigkeit, die 
Partei- und Verfahrensfähigkeit der Parteien, die - vorliegend mangels eines 
Vertretungsverhältnisses irrelevante - Vertretungsbefugnis der Parteivertreter, die 
Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die frist- und 
formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches, sowie die die 
Rechtsanhängigkeit oder das Vorliegen einer rechtskräftigen Verfügung oder 
eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen Sache (§ 27 Abs. 1 lit. a bis g 
des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 
Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben. Etwas anderes wird auch von 

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der Vorinstanz nicht konkret geltend gemacht (vgl. Vernehmlassung S. 1 
Ziff. II.3).

Zu bejahen ist namentlich auch die formgerechte Geltendmachung des 
Anspruches. Die Beschwerdeführer nennen zwar keinen konkreten Betrag, um 
den die ihnen für das (abgebrochene) Baubewilligungsverfahren auferlegten 
Kosten zu reduzieren sind, sondern stellen dies sinngemäss dem Ermessen der 
Rechtsmittelinstanz anheim. Ihr Wille ist indes unbestreitbar auf eine Reduktion 
gerichtet. Ebenso geht aus ihrer Beschwerde inhaltlich hervor, dass sie die 
auferlegten Kosten in ihrer Höhe als ungerechtfertigt erachten und für die 
fehlende Bewilligungsfähigkeit bzw. für die entstandenen Kosten die Gemeinde 
verantwortlich machen, welche die Wasserabstandslinie von 5 m nicht 
rechtmässig im Zonenplan eingetragen habe. Im Übrigen ist auch darauf 
hinzuweisen, dass an Laienbeschwerden praxisgemäss weniger hohe 
Anforderungen gestellt werden als an solche anwaltlich vertretener Parteien (vgl. 
VGE III 2022 66 vom 19.9.2022 Erw. 1.2.2; VGE 99/04 vom 13.4.2005 Erw. 1.2).

Auf die Beschwerde ist somit (vorbehaltlos) einzutreten. 

2.1 Die Bewilligungsbehörde erhebt für die Behandlung von Bau- und 
Vorentscheidgesuchen Gebühren nach der Gebührenordnung für die Verwaltung 
und die Rechtspflege im Kanton Schwyz (§ 89 Abs. 1 des Planungs- und 
Baugesetzes [PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987). Die Gemeinden können 
abweichende Gebührenordnungen erlassen (§ 89 Abs. 2 PBG). Von dieser 
Möglichkeit hat die Gemeinde Wangen soweit ersichtlich keinen Gebrauch 
gemacht. 

2.2.1 Die vorliegend anwendbare kantonale Gebührenordnung für die 
Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton Schwyz (GebO; SRSZ 173.111) 
vom 20. Januar 1975 regelt die Gebühren für die Verwaltung des Kantons, der 
Bezirke und der Gemeinden und für die Rechtspflege, soweit nicht durch 
Bundesrecht, Staatsverträge oder besondere Erlasse des Kantons und, im 
Rahmen ihrer Autonomie, der Bezirke und der Gemeinden eine abweichende 
Regelung gilt (§ 1 Abs. 1 GebO).

2.2.2 Die Verwaltungs- und Gerichtsgebühren sowie die Entschädigungen sind 
unter Vorbehalt von § 3 Abs. 3 GebO gemäss den gesetzlichen Ansätzen 
festzusetzen (§ 3 Abs. 1 GebO). Besteht ein Mindest- und Höchstansatz, so ist 
die Gebühr für den Einzelfall nach der Bedeutung der Sache und nach 
Zeitaufwand festzusetzen. Dabei darf für die Berechnung des Zeitaufwandes ein 
Ansatz von Fr. 180.-- für die Stunde nicht überschritten werden (§ 3 Abs. 2 
GebO). Der Höchstansatz darf ausnahmsweise um bis zu 50 Prozent 

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überschritten werden, wenn eine Amtshandlung einen so grossen Aufwand 
erfordert, dass der Höchstansatz dazu in einem offensichtlichen Missverhältnis 
steht (§ 3 Abs. 3 GebO). 

Barauslagen und Entschädigungen sind zu den Gebühren hinzuzurechnen, 
ausgenommen Kanzleigebühren, die in der Gebühr enthalten sein können (§ 4 
Abs. 1 GebO). Allfällige Mehrwertsteuern werden zu den Gebührenansätzen 
hinzugerechnet (§ 4 Abs. 2 GebO). 

2.2.3 Der Gemeinderat kann für den Erlass von Verfügungen Fr. 60.-- bis 
Fr. 20'000.-- in Rechnung stellen (§ 18 Ziff. 5 GebO). Departemente des 
Regierungsrates und kantonale Amtsstellen können für den Erlass von 
Verfügungen Fr. 50.-- bis Fr. 20'000.-- und für die Behandlung anderer Geschäfte 
Fr. 50.-- bis Fr. 10'000.-- in Rechnung stellen (§ 23 Ziff. 13 u. 14 GebO). 

2.2.4 Die Gebühr trägt, wer die öffentliche Sache oder Anstalt beansprucht oder 
eine Amtshandlung veranlasst hat (§ 5 Abs. 1 GebO). 

3.1 Die effektiven Kosten und Gebühren der Gemeinde setzen sich wie folgt 
zusammen (GR-act. 24; Beträge in Franken):

Publikation und Auflageverfahren (Abla Nr. __ vom ____2022) 100.00
Prüfung des Bauvorhabens (inkl. Behandlung in den Kommissionen) 840.00
Zusätzliche Aufwendungen:

- E-Mail-Korrespondenz mit Bauherr und Planer; 10h à Fr. 120.00 1'200.00
- Telefonkorrespondenz mit Bauherr und Planer; 4h à Fr. 120.00 480.00
- Besprechungen mit Bauherr; 6h à Fr. 120.00 720.00
- Begehung mit Gemeindepräsident und Bauamt; 4.5h à Fr. 120.00   540.00

3'880.00

Kantonale Gebühren:
- Abschreibung (vom 4. April 2023) 1'330.00
Total der effektiv aufgelaufenen Kosten 5'210.00

Der so geltend gemachte Aufwand erweist sich angesichts der im Rahmen des 
betreffenden Baugesuchs vorgenommenen Abklärungen, Besprechungen, 
Korrespondenz etc. (vgl. vorstehend Ingress lit. A bis F) als plausibel. Mit den in 
Rechnung gestellten Fr. 1'080.-- bei den "zusätzlichen Aufwendungen" hat die 
Gemeinde den Beschwerdeführern bereits einen erheblichen Nachlass gewährt. 
Sofern der verrechnete Zeitaufwand für die E-Mail- und Telefonkorrespondenz 
allenfalls als hoch erscheint, ist zu berücksichtigen, dass mit Fr. 120.-- pro 
Stunde nur zwei Drittel des gesetzlich vorgesehenen Maximalstundensatzes von 
Fr. 180.-- eingesetzt wurden. Diese Fr. 1'080.-- wie auch die Fr. 1'330.-- des ARE 
bewegen sich zudem absolut betrachtet im untersten Bereich des 
Gebührenrahmens von maximal Fr. 20'000.-- (unterste 5.4% bzw. 6.7%). 

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Einer Plausibilitätskontrolle lassen sich die den Beschwerdeführern effektiv 
verrechneten Kosten von Fr. 3'250.-- (ohne Fr. 100.-- Publikation) auch 
unterziehen, indem sich bei Stundenansätzen von maximal Fr. 180.-- bzw. von 
effektiv verrechneten Fr. 120.-- ein gesamter Stundenaufwand von rund 18 
Stunden bzw.  27 Stunden errechnen lässt. Es ist nicht zu verkennen, dass die 
im Rahmen des zurückgezogenen Baugesuchs getätigten, erforderlichen und 
sachgerechten behördlichen Vorkehren (vgl. vorstehend Ingress lit. B ff.) ohne 
weiteres zu einem solchen Aufwand führten. Insofern ist es auch nicht 
entscheidrelevant, dass das ARE die kantonalen Gebühren von total Fr. 1'330.-- 
nicht analog dem Gemeinderat näher spezifiziert hat, wie dies fraglos 
wünschenswert bzw. angezeigt wäre. 

3.2 Den Beschwerdeführern kann nicht gefolgt werden, wenn sie davon 
ausgehen, dass der verrechnete Aufwand auf behördliche Fehler zurückzuführen 
sei, was entsprechend zu einer Reduktion der Rechnung führen müsse. 

Bereits mit E-Mail vom 23. Dezember 2021 (GR-act. 1) informierte die Gemeinde 
die Beschwerdeführer einerseits über ihre Erkundigung beim Amt für Gewässer, 
welche ergeben habe, dass eine Ausnahmebewilligung für die 
Gewässerunterschreitung nur erteilt werden könne, wenn der Neubau in seinem 
Bestand wiederaufgebaut werde (i), und dass betreffend ein anderes Grundstück 
im Gebiet D.________ nur eine Ausnahmebewilligung habe erteilt werden 
können, weil es sich um eine unbebaute Parzelle gehandelt habe (ii). Für den 
geplanten Neubau könne, wenn er nicht in seinem Bestand wiederaufgebaut 
werde, keine Ausnahmebewilligung zur Gewässerunterschreitung erteilt werden. 

Anderseits legte die Gemeinde ihren eigenen Standpunkt dar. Es existiere im 
Gebiet D.________ eine Baulinie, welche durch den geplanten Neubau 
eingehalten werde. Deshalb könne sie nicht nachvollziehen, weshalb eine 
Ausnahmebewilligung nur erteilt werden könne, wenn der Neubau in seinem 
Bestand wiederaufgebaut werde. 

Die Gemeinde empfahl den Beschwerdeführern angesichts der Unsicherheiten 
allenfalls weitere Vorabklärungen (Gesuch um Vorentscheid gemäss § 84 Abs. 2 
PBG). Eine Vorabklärung müsse eine exakte Fragestellung beinhalten. 

Den Beschwerdeführern musste angesichts der unterschiedlichen Beurteilungen 
des Amtes für Gewässer und der Gemeinde mithin von Anfang an bewusst sein, 
dass die Rechtslage bezüglich Gewässerabstand/Bestandesgarantie jedenfalls 
diskutabel war. Der Empfehlung einer Vorabklärung (Vorentscheid) leisteten die 
Beschwerdeführer jedoch keine Folge. Stattdessen reichten sie direkt das 
Baugesuch ein. 

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3.3.1 Im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens bzw. der Erteilung einer 
Baubewilligung als einer Polizeierlaubnis ist die Einhaltung der Bauvorschriften 
Prüfgegenstand des Baubewilligungsverfahrens und entsprechend 
Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung. Sind die gesetzlichen 
Bauvorschriften erfüllt, besteht ein Anspruch auf die Baubewilligung (VGE III 
2013 204 vom 28.8.2014 Erw. 2.1.2 mit Hinweis; VGE III 2021 205 vom 
28.4.2022 Erw. 3.4.1). Die Baubewilligungsbehörde hat dabei den Sachverhalt 
unter Mitwirkung der Parteien von Amtes wegen zu ermitteln (§ 18 f. VRP) und 
das Recht ebenfalls von Amtes wegen anzuwenden (§ 26 Abs. 1 VRP). Des 
Weiteren können gegen ein Baugesuch Einsprache und gegen den 
Einspracheentscheid weitere Rechtsmittel (Verwaltungsbeschwerde, 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde) erhoben werden. Es ist entsprechend auch 
deshalb einerseits nicht nur mit zeitlichen Verzögerungen, sondern insbesondere 
mit einem erhöhten Abklärungsaufwand seitens der Bewilligungsbehörden (und 
der Rechtsmittelinstanzen) zu rechnen. Anderseits kann jeweils auch nicht 
ausgeschlossen, dass sich ein Baugesuch erst im Rahmen der Abklärungen, 
allenfalls eines Rechtsmittelweges, als nicht bewilligungsfähig erweist. 

3.3.2 Vorliegend hat der Einsprecher mit seiner Eingabe vom 28. April 2022 (GR-
act. 33) diverse Mängel (unzureichende Baugesuchakten, eine fehlende 
Erschliessung, das Fehlen der Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung, 
die Verletzung weiterer Abstandsvorschriften etc.) geltend gemacht. In der Folge 
beschränkten sich die Abklärungen und Diskussionen hauptsächlich auf die 
Frage des gewässerschutzrechtlichen Bestandesschutzes. Mit seiner Eingabe 
vom 27. Juni 2022 (GR-act. 38) betreffend Einsprache gegen die 
Projektänderung machte der Einsprecher auch die Unzulässigkeit einer Baute im 
Gewässerabstandsbereich geltend. 

3.3.3 In der Folge schloss sich die Gemeinde, welche zunächst in 
nachvollziehbarer Weise von der nach wie vor bestehenden Massgeblichkeit der 
(Gewässer-abstands-)Baulinie ausging, in Abkehr von ihrer zunächst 
geäusserten Rechtsauffassung derjenigen des ARE an und legte wie das ARE 
den Beschwerdeführern den Rückzug des Baugesuchs nahe. Gleichwohl hielten 
diese zunächst daran fest und ersuchten ab dem 16. August 2022 bis 13. März 
2023 wiederholt um Fristerstreckungen zur Stellungnahme (vgl. GR-act. 40 bis 
47). Ihre Entscheidung trafen die Beschwerdeführer offensichtlich erst im 
Nachgang zum Augenschein vom 25. Januar 2023, d.h. nach weiterem 
Abklärungsaufwand (vgl. vorstehend Ingress lit. E f.). Infolge des Rückzugs 
erübrigte sich die Prüfung der verschiedenen vom Einsprecher erhobenen 
Rügen. 

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3.4 Angesichts der dargelegten Rechts- und Sachlage kann dem Gemeinderat 
(und ebenso wenig dem ARE) keine Verursachung unnötiger Kosten angelastet 
werden, welche eine Reduktion der den Beschwerdeführern für die Behandlung 
des Baugesuchs, welches sie zurückzogen, rechtfertigen könnte. Abgesehen da-
von wurde ihnen, wie gezeigt (vgl. vorstehend Erw. 3.1), ohnehin nicht der ge-
samte Abklärungsaufwand in Rechnung gestellt. 

3.5 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

4.1 Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 800.-- gehen dem Verfahrensausgang entsprechend zu Lasten der Be-
schwerdeführer (§ 72 Abs. 2 VRP), dies unter solidarischer Haftbarkeit. 

4.2 Den unterliegenden unbeanwalteten Beschwerdeführern sowie der obsie-
genden, ebenfalls unbeanwalteten Gemeinde ist keine Parteientschädigung zu-
zusprechen (§ 74 VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit auferlegt. Nachdem sie am 18. August 2023 einen Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe bezahlt haben, ist die Rechnung ausgeglichen. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (R)
- den Gemeinderat Wangen (R)
- den Regierungsrat (2/EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB). 

Schwyz, 24. Oktober 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Oktober 2023

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III