# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb2972dd-5660-5b08-814e-459cd99a3364
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.05.2016 D-1045/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1045-2016_2016-05-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1045/2016/mel 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M a i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Hans Schürch (Vorsitz), 

Richter Fulvio Haefeli, Richter Bendicht Tellenbach,    

Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch lic. iur. Daniel Habte,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flüchtlingseigenschaft (ohne Wegweisung); 

Verfügung des SEM vom 18. Januar 2016 / N (…). 

 

 

 

D-1045/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, ein eritreischer Staatsangehöriger mit letztem 

Wohnsitz in B._______ (Zoba Debub), verliess Eritrea eigenen Angaben 

zufolge am 7. Juni 2014 und gelangte zunächst nach Äthiopien, von wo 

aus er nach Sudan und Libyen und von dort mit dem Schiff nach Italien 

gereist sei. Am 15. September 2014 sei er illegal von Italien herkommend 

in die Schweiz eingereist. Tags darauf suchte er im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) C._______ um Asyl nach, wurde dort am 26. Septem-

ber 2014 zu seiner Identität, zum Reiseweg sowie summarisch zu den Asyl-

gründen befragt und in der Folge für die Dauer des Verfahrens dem Kanton 

D._______ zugewiesen. Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 14. Ja-

nuar 2016 ausführlich zu seinen Asylgründen an. 

A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschwerdeführer 

zunächst vor, er sei vor der Ausreise als Soldat in Donglo stationiert gewe-

sen. Als sein Vater erkrankt sei, habe er fünf Tage Urlaub erhalten. Da er 

seinen Vater zum Arzt habe begleiten müssen, hätten die fünf Tage jedoch 

nicht ausgereicht, weshalb er länger zuhause geblieben sei. Daraufhin 

habe ihn das Militär zuhause abgeholt und ihm einen Monat Strafarbeit 

auferlegt. Zudem sei ihm für zwei Monate der Sold gestrichen worden. 

Nach drei Wochen Strafarbeit habe er es nicht mehr ausgehalten und be-

schlossen zu fliehen. Er habe eine Pinkelpause zur Flucht benutzt und sei 

zu Fuss nach Ghindae gegangen. Von dort sei er mit dem Bus via Asmara 

nach "Sacha-Eyamo" und zu Fuss weiter nach B._______ gelangt. An-

schliessend habe er seine Schwester in E._______ aufgesucht. Von dort 

aus sei er am Abend zu Fuss in Richtung Äthiopien aufgebrochen. Er sei 

die ganze Nacht durchmarschiert. Am Morgen sei er in Äthiopien angekom-

men. Ein Junge habe ihm den Weg zu den äthiopischen Soldaten gezeigt. 

Diese hätten ihn nach Rama gebracht, von wo aus er im Bus nach Enda 

Baguna gelangt sei. Er habe vier Tage im Flüchtlingscamp „Hintzaz“ ver-

bracht und sei danach in Richtung Sudan und Libyen weitergereist. Von 

Libyen aus sei er im Schiff nach Italien gefahren und anschliessend in die 

Schweiz weitergereist. In der Anhörung machte er geltend, er sei in die 

Schweiz gekommen, weil er mit dem politischen System in seinem Heimat-

land nicht einverstanden und mit den Vorschriften im Militär nicht klarge-

kommen sei. Er habe keine Möglichkeit gehabt, seine Lebensumstände zu 

verbessern. Seit dem Jahr 2011 habe er Militärdienst geleistet. Vor der Aus-

reise sei er als Soldat in Dongolo stationiert gewesen. Im Mai 2014 habe 

er sich mit einem Kameraden im Unterricht um Bücher und Hefte gestritten. 

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Seite 3 

Daraufhin habe man ihm zur Strafe 21 Tage Haft auferlegt. Zudem habe 

man ihm eine Gehaltskürzung in der Höhe von zwei Monatslöhnen in Aus-

sicht gestellt. Vor oder nach 21 Tage habe er einen Toilettengang zur Flucht 

benutzt. Er hätte eigentlich 30 Tage in Haft bleiben müssen. Sie seien alle 

nach draussen auf die Felder gegangen, um ihre Notdurft zu verrichten, 

und er sei dann einen Abhang hinunter gerannt und habe sich versteckt. 

Anschliessend sei er nach Ghindae gelangt und von dort mit dem Bus via 

Asmara nach "Sheha-Eyamo" gefahren. Sodann sei er zu Fuss weiter zu 

seiner Schwester nach E._______ gegangen. Dort habe er sich eine Weile 

versteckt gehalten. Abends um neun Uhr sei er dann zu Fuss in Richtung 

Äthiopien losmarschiert. Unterwegs habe er einen Jungen getroffen. Sie 

seien durch die Wildnis gegangen, seien an einem Ort namens Mai-Alba 

vorbeigekommen und hätten ungefähr um vier Uhr den Grenzfluss Mareb 

überquert. Sie seien noch ungefähr eine Stunde weitergegangen und hät-

ten sich dann schlafen gelegt. Nach dem Aufstehen hätten sie Hirten ge-

troffen, die ihnen gesagt hätten, sie befänden sich in Äthiopien. Später sei 

er in Libyen zwei Monate inhaftiert gewesen.  

A.c Der Beschwerdeführer reichte im Verlauf des vorinstanzlichen Verfah-

rens eine Kopie seiner Identitätskarte sowie Kopien der Identitätskarten 

seiner Eltern zu den Akten. 

B.  

Das SEM stellte mit Verfügung vom 18. Januar 2016 – eröffnet am 22. Ja-

nuar 2016 – fest, die Asylvorbringen des Beschwerdeführers seien nicht 

glaubhaft. Demzufolge verneinte es die Flüchtlingseigenschaft, lehnte das 

Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz. Infolge Un-

zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ordnete das SEM jedoch die vor-

läufige Aufnahme des Beschwerdeführers an.  

C.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 19. Februar 2016 

(Datum Poststempel) liess der Beschwerdeführer beantragen, es sei die 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen. In prozessualer Hinsicht wurde um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

VwVG sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-

sucht.  

Der Beschwerde lagen folgende Unterlagen bei: eine Kopie der angefoch-

tenen Verfügung vom 18. Januar 2016, eine Vollmacht vom 12. Februar 

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2016, ein Wikipedia-Ausdruck zum Fluss Mareb sowie eine Sozialhilfebe-

scheinigung vom 15. Februar 2016. 

D.  

Mit Verfügung vom 25. Februar 2016 hiess der Instruktionsrichter das Ge-

such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG gut und verzichtete antragsgemäss auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses. Gleichzeitig wurde die Vorinstanz zur Einreichung ei-

ner Vernehmlassung innert Frist eingeladen. 

E.  

Das SEM hielt in seiner Vernehmlassung vom 10. März 2016 vollumfäng-

lich an seiner Verfügung fest und ersuchte um Abweisung der Beschwerde. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers replizierte darauf mit Eingabe 

vom 24. März 2016 und beantragte, es sei den Beschwerdeanträgen statt-

zugeben.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gestützt auf Art. 31 VGG Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, welche von einer Vo-

rinstanz im Sinne von Art. 33 VGG erlassen wurden, sofern keine das 

Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt. 

Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht zuständig für die Beurteilung 

von Beschwerden gegen Entscheide des SEM, welche in Anwendung des 

Asylgesetzes (AsylG, SR 142.31) ergangen sind, und entscheidet in die-

sem Bereich in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 

AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

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Seite 5 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Der Beschwerdeführer wurde infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs in der Schweiz vorläufig aufgenommen. Aufgrund der klar formu-

lierten Beschwerdeanträge wird die vorinstanzliche Verfügung zudem in 

Bezug auf die Ablehnung des Asylgesuchs und die Wegweisung (Ziff. 2 

und 3 des Dispositivs) nicht angefochten. Damit beschränkt sich das vor-

liegende Beschwerdeverfahren auf die Frage, ob der Beschwerdeführer 

(infolge Vorliegens von subjektiven Nachfluchtgründen) die Flüchtlingsei-

genschaft erfüllt. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politi-

schen Anschauungen wegen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.3 Flüchtlingen wird nach Art. 54 AsylG kein Asyl gewählt, wenn sie erst 

durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ih-

res Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG 

wurden (subjektive Nachfluchtgründe). 

  

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Seite 6 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden Entscheids 

im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe im Verlauf des Verfah-

rens völlig unterschiedliche Inhaftierungsgründe angegeben. Es sei un-

wahrscheinlich, dass er derart widersprüchliche Angaben gemacht hätte, 

wenn seine Aussagen auf einem tatsächlichen Ereignis beruht hätten. Da-

ran ändere auch der Umstand nichts, wonach es ihm anlässlich der Befra-

gung zur Person schlecht gegangen sei. Daher könne ihm die geltend ge-

machte Inhaftierung nicht geglaubt werden. Auch die angebliche Desertion 

sowie die daran anschliessende illegale Ausreise seien nicht glaubhaft, zu-

mal sie seinen Angaben zufolge eine direkte Folge der Inhaftierung gewe-

sen wären. Insgesamt seien die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

glaubhaft, weshalb die Flüchtlingseigenschaft zu verneinen und das Asyl-

gesuch abzulehnen sei. 

5.2 In der Beschwerde wird vorgebracht, das SEM habe nicht geprüft, ob 

der Beschwerdeführer aufgrund der illegalen Flucht aus Eritrea und dem 

Stellen eines Asylgesuchs im Ausland respektive der damit einhergehen-

den Verfolgungsmassnahmen die Flüchtlingseigenschaft erfülle. Die Be-

hauptung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer nicht illegal nach 

Äthiopien gelangt sei, sei zu bestreiten. Er habe ausgesagt, er habe sich 

nach der Einreise nach Äthiopien in den Flüchtlingscamps von Enda 

Baguna und „Hintats“ aufgehalten. Eine Nachfrage beim UNHCR hätte ge-

nügt, um die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Ausreise aus Erit-

rea respektive Einreise nach Äthiopien zu verifizieren. Seitens des Be-

schwerdeführers sei inzwischen eine solche Anfrage erfolgt, jedoch sei bis-

her keine Antwort eingetroffen. Die Vorinstanz habe in Verletzung des Un-

tersuchungsgrundsatzes keine Abwägung der bestehenden Sachverhalts-

elemente vorgenommen, sondern habe nur die gegen den Beschwerde-

führer sprechenden Elemente erwähnt. Die von ihm vorgebrachten Glaub-

würdigkeitselemente seien nicht gewürdigt worden. Aus der Unglaubhaf-

tigkeit eines Vorbringens könne nicht auf eine legale Ausreise geschlossen 

werden (Hinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-4799/2012 vom 21. Februar 2014). Das SEM habe aber genau das ge-

macht; es habe aus der angeblichen Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen 

auf die legale Ausreise geschlossen, ohne die Fluchtbeschreibung zu wür-

digen. Der Beschwerdeführer habe seine Fluchtroute dargelegt, Ortschaf-

ten, Ereignisse unterwegs sowie die benutzten Verkehrsmittel genannt und 

die Landschaft, Grenzüberquerung und Dauer der Reise beschrieben. Er 

habe auch den Fluss Mareb und dessen trockenes Flussbett sowie die Na-

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men von Kleinstdörfern erwähnt. Dies sei von der Vorinstanz nicht gewür-

digt worden. Im Ergebnis habe der Beschwerdeführer seine Ausreise hin-

reichend beschrieben, weshalb seine Angaben zur Flucht glaubhaft seien. 

In Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes habe sich die Vorinstanz wie 

erwähnt nicht einmal die Mühe gemacht, via das UNHCR Abklärungen vor-

zunehmen. Eine Registrierung des Beschwerdeführers in einem äthiopi-

schen Flüchtlingscamp würde seine illegale Ausreise bestätigen, da sich 

eine legal ausgereiste (und somit privilegierte) Person kaum in ein Flücht-

lingscamp begeben würde. Eine legale Ausreise nach Äthiopien sei ohne-

hin unmöglich, da es zwischen diesen beiden Ländern keinen Grenzver-

kehr gebe. Diese Tatsache spreche ebenfalls für die Glaubhaftigkeit der 

vom Beschwerdeführer geschilderten Ausreise, ebenso der Umstand, dass 

es unmöglich sei, dass ein militärdienstpflichtiger, junger und gesunder 

Mann überhaupt legal aus Eritrea ausreisen könne, zumal eine legale Aus-

reise nur mit einem gültigen Reisepass und einem äusserst restriktiv ver-

gebenen und teuren Ausreisevisum möglich sei (Verweis auf das Urteil  

D-3892/2008 des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. April 2010). Der Be-

schwerdeführer gehöre nicht zum Personenkreis, welcher Anspruch auf ein 

Visum habe; vielmehr sei er schon aufgrund seines Alters von einer Vi-

sumserteilung ausgeschlossen. Er habe Eritrea somit nur illegal verlassen 

können. Aufgrund der illegalen Ausreise und der Asylgesuchstellung im 

Ausland drohe ihm bei einer Rückkehr nach Ertirea eine Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG. Der Beschwerdeführer habe somit seine Flücht-

lingseigenschaft aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen zumindest 

glaubhaft machen können, weshalb er als Flüchtling vorläufig aufzuneh-

men sei.  

5.3 Das SEM führt in seiner Vernehmlassung aus, die vom Beschwerde-

führer dargelegten Gründe, welche zur angeblichen Desertion geführt hät-

ten, seien stark widersprüchlich. Aufgrund seiner Angaben habe seine Aus-

reise unmittelbar mit der als unglaubhaft erachteten Desertion begonnen, 

indem er zu seiner Schwester gereist und von dort nach Äthiopien mar-

schiert sei. Angesichts des engen inhaltlichen Zusammenhangs zwischen 

Desertion und Ausreise habe diese sehr wohl als unglaubhaft bezeichnet 

werden können. Daher sei darauf verzichtet worden, ausführlich zu be-

gründen, dass der Beschwerdeführer die Ausreise unglaubhaft vorgetra-

gen habe. Diesbezüglich sei zu ergänzen, dass er zur Ausreise wider-

sprüchliche Angaben gemacht habe, indem er zunächst ausgesagt habe, 

er sei zuerst noch nach B._______ gegangen, in der Anhörung hingegen 

gesagt habe, er sei direkt zur Schwester gegangen. Zudem habe er die 

Ausreise substanzlos in bloss drei Sätzen geschildert. Auf wiederholtes 

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Nachfragen sei keine ausführlichere Beschreibung erfolgt. Die Nennung 

von zwei Dörfern sowie des Flusses Mareb, welcher kein Wasser geführt 

habe, reiche zur Glaubhaftmachung nicht aus, zumal der Beschwerdefüh-

rer aus dieser Region stamme. In Bezug auf die Ausführungen in der Be-

schwerde zum Aufenthalt des Beschwerdeführers in Flüchtlingslagern sei 

darauf hinzuweisen, dass sich viele Personen eritreischer Abstammung 

seit langer Zeit in den Nachbarländern Eritreas aufhielten. Auch diese 

könnten sich in den äthiopischen Flüchtlingslagern registrieren lassen. 

Eine abschliessende Prüfung der tatsächlichen Verfolgungssituation an-

lässlich der Registrierung sei kaum möglich. Daher stelle eine allfällige Be-

stätigung des UNHCR betreffend die Registrierung einer Person in einem 

äthiopischen Flüchtlingslager kein Beweis für eine illegale Ausreise aus 

Eritrea dar.  

5.4 In der Replik wird erneut gerügt, die Vorinstanz habe sich in der ange-

fochtenen Verfügung mit keinem Wort mit der Fluchtbeschreibung des Be-

schwerdeführers auseinandergesetzt. In Bezug auf das in der Vernehmlas-

sung genannte Unglaubhaftigkeitselement sei festzustellen, dass es sich 

dabei nicht um einen Widerspruch handle, sondern um eine Ungenauig-

keit: Der Beschwerdeführer habe vergessen, den Umweg über B._______ 

zu erwähnen. In der Erstbefragung habe er zudem nur gesagt, er sei via 

B._______ zu seiner Schwester gelangt. Die Schilderung der Ausreise 

müsse gesamthaft beurteilt werden; es gehe nicht an, dass sich die Vo-

rinstanz auf eine einzige Ungenauigkeit stütze, um die gesamte Schilde-

rung als unglaubhaft einzustufen. Im Weiteren sei eine UNHCR-Bestäti-

gung sehr wohl geeignet, die illegale Ausreise glaubhaft zu machen. Illegal 

nach Äthiopien einreisende Eritreer würden nämlich an der äthiopischen 

Grenze aufgegriffen und in ein Flüchtlingslager gebracht, wo sie registriert 

würden. Dies sei bei einer nicht illegalen Einreise nicht der Fall. Bezeich-

nenderweise habe sich das SEM zudem nicht zur Tatsache geäussert, 

dass legale Reisen zwischen Eritrea und Äthiopien ohnehin nicht möglich 

seien.  

6.  

6.1 In der Beschwerde wird vorgebracht, das SEM habe die ihm oblie-

gende Untersuchungspflicht sowie die Begründungspflicht verletzt, indem 

es die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Fluchtbeschreibung nicht ge-

würdigt und keine Abklärungen beim UNHCR vorgenommen habe. Diese 

Rügen sind vorab zu prüfen. 

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6.2 Gemäss Art. 6 AsylG in Verbindung mit Art. 12 VwVG stellen die 

Asylbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Untersuchungs-

grundsatz). Dabei muss die Behörde die für das Verfahren erforderlichen 

Sachverhaltsunterlagen beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände ab-

klären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen (vgl. dazu auch 

Art. 30-33 VwVG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung dann, wenn 

der Verfügung ein falscher und aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer 

Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. Unvollständig ist die Sachverhaltsfest-

stellung, wenn die Behörde trotz Untersuchungsmaxime den Sachverhalt 

nicht von Amtes wegen abgeklärt hat, oder wenn nicht alle für die Entschei-

dung wesentlichen Sachumstände berücksichtigt wurden (vgl. dazu CHRIS-

TOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-

setz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 15 zu 

Art. 12; BENJAMIN SCHINDLER, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., 

Rz. 28 zu Art. 49). Alle erheblichen Parteivorbringen sind sodann zu prüfen 

und zu würdigen (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 35 Abs. 1 VwVG), wobei sich 

das Ergebnis der Würdigung in der Entscheidbegründung niederzuschla-

gen hat (vgl. Art. 35 VwVG). Nach den von Lehre und Praxis entwickelten 

Grundsätzen hat die verfügende Behörde im Rahmen der Entscheidbe-

gründung die Überlegungen zu nennen, von denen sie sich leiten liess und 

auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Begründung des Entscheides muss so 

abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht an-

fechten kann (vgl. dazu LORENZ KNEUBÜHLER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], a.a.O., Rz. 6 ff. zu Art. 35; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN 

BERTSCHI; Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bun-

des, 3. Aufl., Zürich 2013, N. 629 ff.; BVGE 2007/30 E. 5.6; BGE 126 I 97 

E. 2b, 136 I 184 E. 2.2.1 und 134 I 83 E. 4.1). 

6.3 Das SEM führte in der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte illegale Ausreise lediglich aus, diese 

sei nicht glaubhaft, da bereits die angebliche Desertion nicht glaubhaft sei. 

Damit hat das SEM die Unglaubhaftigkeit der angeblichen illegalen Aus-

reise tatsächlich nur sehr knapp begründet. Allerdings ist auch zu berück-

sichtigen, dass aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers von einem 

engen kausalen und zeitlichen Zusammenhang zwischen der angeblichen 

Desertion und der Ausreise aus Eritrea auszugehen ist, weshalb die vom 

SEM festgestellte Unglaubhaftigkeit der Desertion durchaus zur Begrün-

dung der Unglaubhaftigkeit der gemäss Angaben des Beschwerdeführers 

unmittelbar darauffolgenden und allein dadurch ausgelösten Flucht heran-

gezogen werden kann. Insofern ist die vom SEM vorgenommene Begrün-

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Seite 10 

dung der Unglaubhaftigkeit der illegalen Ausreise zumindest nachvollzieh-

bar. Offensichtlich war der Beschwerdeführer im Übrigen trotz der knappen 

Begründung in Bezug auf die Unglaubhaftigkeit der illegalen Ausreise ohne 

weiteres in der Lage, den Entscheid des SEM sachgerecht anzufechten. 

Im Rahmen der Vernehmlassung setzte sich das SEM sodann näher mit 

der Fluchtbeschreibung des Beschwerdeführers auseinander und erwog, 

der Beschwerdeführer habe zur Ausreise widersprüchliche Angaben ge-

macht und die Flucht zudem substanzlos geschildert. Da er aus der fragli-

chen Region stamme, trage der Umstand, dass er zwei Dörfer und den 

ausgetrockneten Fluss habe benennen können, nichts zur Glaubhaftigkeit 

der geltend gemachten illegalen Ausreise bei. Zu dieser ergänzenden Be-

gründung konnte sich der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm gewähr-

ten Replikrechts äussern. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass das 

SEM seiner Begründungspflicht im Ergebnis in ausreichendem Masse 

nachgekommen ist.  

6.4 Der Beschwerdeführer erblickt sodann im Umstand, dass das SEM 

keine Abklärungen beim UNHCR bezüglich der Registrierung des Be-

schwerdeführers in einem äthiopischen Flüchtlingslager vorgenommen 

habe, eine Verletzung der Untersuchungspflicht. Diesbezüglich ist indes-

sen die Auffassung des SEM zu bestätigen, wonach selbst eine bestätigte 

Registrierung des Beschwerdeführers in einem äthiopischen Flüchtlingsla-

ger nicht geeignet wäre, die geltend gemachte illegale Flucht aus Eritrea 

zu belegen. Vielmehr würde eine Registrierungsbestätigung lediglich bele-

gen, dass sich der Beschwerdeführer zu einem bestimmten Zeitpunkt in 

einem bestimmten Flüchtlingslager aufgehalten hat. Dagegen kann eine 

Registrierungsbestätigung offensichtlich keine Auskunft auf die Frage ge-

ben, wann und auf welche Art und Weise jemand aus Eritrea ausgereist ist. 

Daher stellt die Frage, ob der Beschwerdeführer in einem äthiopischen 

Flüchtlingslager registriert wurde, kein relevanter Sachumstand dar, wel-

cher vom SEM hätte abgeklärt werden müssen. Dadurch, dass das SEM 

auf diesbezügliche Abklärungen verzichtet hat, hat es daher seine Unter-

suchungspflicht nicht verletzt.  

6.5 Insgesamt erweisen sich die in der Beschwerde erhobenen formellen 

Rügen als unbegründet.  

7.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers zu Recht verneint hat. 

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Seite 11 

7.1 Der Beschwerdeführer verweist zur Begründung seiner Flüchtlingsei-

genschaft auf die von ihm behauptete illegale Ausreise aus Eritrea sowie 

auf seine Asylgesuchstellung in der Schweiz. Die schweizerischen Asylbe-

hörden gehen davon aus, dass ein legales Verlassen Eritreas lediglich mit 

einem gültigen Reisepass und einem zusätzlichen Ausreisevisum möglich 

ist und dass Ausreisevisa bereits seit mehreren Jahren nur noch unter sehr 

restriktiven Bedingungen und gegen Bezahlung hoher Geldbeträge an we-

nige als loyal beurteilte Personen ausgestellt werden, wobei Kinder ab elf 

Jahren, Männer bis zum Alter von 54 Jahren und Frauen bis 47 Jahre 

grundsätzlich von der Visumserteilung ausgeschlossen sind. Ver-

schiedentlich gab es auch Zeiten, in denen überhaupt keine derartigen Do-

kumente mehr erhältlich waren, selbst bei Vorliegen eines gültigen Reise-

passes. Wer versucht, das Land ohne behördliche Erlaubnis zu verlassen, 

riskiert neben der gesetzlich angedrohten Bestrafung sein Leben, da die 

Grenzschutztruppen gemäss übereinstimmenden Quellen den Befehl ha-

ben, Fluchtversuche mit gezielten Schüssen zu verhindern. Das eritreische 

Regime erachtet das illegale Verlassen des Landes als Zeichen politischer 

Opposition gegen den Staat und versucht, mit drakonischen Massnahmen 

der sinkenden Wehrbereitschaft und der Massenfluchtbewegung in der Be-

völkerung Herr zu werden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-5045/2009 vom 29. November 2012 E. 6.4.2 mit weiteren Hinweisen). 

7.2 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gilt von Ge-

setzes wegen, dass der Beschwerdeführer das Vorliegen von subjektiven 

Nachfluchtgründen beweisen oder zumindest glaubhaft machen muss. Da-

von wird er, trotz der nur eingeschränkten legalen Ausreisemöglichkeiten 

aus Eritrea, nicht entbunden. Es findet auch im eritreischen Kontext hin-

sichtlich des Nachweises oder der Glaubhaftmachung von subjektiven 

Nachfluchtgründen im Zusammenhang mit einer sogenannten Republik-

flucht keine Umkehr der gesetzlichen Beweis- beziehungsweise Substan-

ziierungslast statt. 

7.3 Entgegen der in der Beschwerde geäusserten Auffassung hat das SEM 

im vorliegenden Fall nicht aus der Unglaubhaftigkeit der geltend gemach-

ten Vorverfolgung auf eine legale Ausreise geschlossen. Vielmehr hat es 

angesichts der Unglaubhaftigkeit der Vorverfolgung auch die damit zusam-

menhängende Fluchtbeschreibung als unglaubhaft erachtet. Diese 

Schlussfolgerung ist im Ergebnis zu bestätigen: Eigenen Angaben zufolge 

begab sich der Beschwerdeführer unmittelbar nach der angeblichen De-

sertion auf die Flucht. Da der Grund für die Ausreise – nämlich die geltend 

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Seite 12 

gemachte Vorverfolgung respektive Desertion – infolge krasser Widersprü-

che als unglaubhaft erachtet wurde, erscheint es gerechtfertigt, auch die 

vom Beschwerdeführer vorgetragene Fluchtbeschreibung zu bezweifeln. 

Dazu kommt, dass auch die Fluchtbeschreibung selbst mehrere Unge-

reimtheiten aufweist. Beispielsweise widersprach sich der Beschwerdefüh-

rer in Bezug auf die Reiseroute vor der Ausreise aus Eritrea, indem er zu-

nächst aussagte, er sei zuerst nach Hause nach B._______ gegangen und 

von dort zu seiner Schwester nach E._______ (vgl. A3 S. 5). In der Anhö-

rung brachte er dagegen vor, er sei nicht mehr nach Hause nach 

B._______ gegangen, sondern direkt zu seiner Schwester nach 

E._______ (vgl. A8 S. 7 und 8). In der Replik wird ausgeführt, es handle 

sich dabei lediglich um eine Ungenauigkeit, der Beschwerdeführer habe in 

der Anhörung einfach vergessen, den Umweg über B._______ zu erwäh-

nen. Diese Erklärung überzeugt indessen nicht, da der Beschwerdeführer 

in der Anhörung ausdrücklich aussagte, er sei absichtlich nicht mehr nach 

Hause (B._______) gegangen, da er damit habe rechnen müssen, dort ge-

sucht zu werden (vgl. A8 S. 8). Ferner ist festzustellen, dass der Beschwer-

deführer seine Fluchtroute über die Grenze nach Äthiopien unsubstanziiert 

und ohne nennenswerte Realitätskennzeichen geschildert hat. Als geogra-

fische Anhaltspunkte hat er lediglich das Dorf seiner Schwester 

(E._______) sowie einen weiteren Ort („Mai-Alba“) sowie den Grenzfluss 

Mareb erwähnt und angefügt, der Fluss habe kein Wasser geführt, da Som-

mer gewesen sei. Diese Angaben können indessen wohl von allen in der 

Heimatregion des Beschwerdeführers wohnhaften Personen erwartet wer-

den, weshalb sich daraus nichts zugunsten der Glaubhaftigkeit der geltend 

gemachten illegalen Ausreise nach Äthiopien ableiten lässt. Ausserdem 

brachte der Beschwerdeführer vor, er habe auf der gesamten Strecke keine 

Soldaten gesehen (vgl. A8 S. 10), was angesichts der streng bewachten 

Grenze zwischen Eritrea und Äthiopien wenig plausibel erscheint. In der 

Replik wird sodann vorgebracht, der Beschwerdeführer sei bei der Einreise 

nach Äthiopien von äthiopischen Soldaten aufgegriffen und in ein Flücht-

lingscamp gebracht worden. Dies machte er indessen im vorinstanzlichen 

Verfahren nicht geltend. In der Anhörung erwähnte er vielmehr lediglich 

eine Begegnung mit einem jungen Hirten (vgl. A8 S. 11). Und in der Erst-

befragung führte er aus, ein Junge habe ihm gezeigt, wo die äthiopischen 

Soldaten seien, und diese hätten ihn nach Rama gebracht. Danach sei er 

mit dem Bus nach Enda Baguna gelangt und habe sich anschliessend im 

Flüchtlingscamp Hintzaz aufgehalten (vgl. A3 S. 10). Diese inkonsistente 

Darstellung von grundsätzlich essentiellen Ereignissen verstärkt die Zwei-

fel an der vom Beschwerdeführer vorgetragenen Fluchtbeschreibung. Ins-

gesamt ist die geltend gemachte illegale Ausreise des Beschwerdeführers 

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Seite 13 

nach Äthiopien im Juni 2014 als unglaubhaft zu erachten. Somit ist nicht 

davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aufgrund von Republik-

flucht im Falle seiner Rückkehr nach Eritrea eine flüchtlingsrechtlich rele-

vante Verfolgung drohen würde.  

7.4 Sodann führt auch die Einreichung eines Asylgesuchs in der Schweiz 

vorliegend nicht zu einer Anerkennung des Beschwerdeführers als Flücht-

ling, zumal nicht glaubhaft gemacht wird, dass dieser Umstand den eritrei-

schen Behörden überhaupt bekannt geworden ist.  

7.5 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erscheint es nicht als wahr-

scheinlich, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Eritrea 

dort im heutigen Zeitpunkt aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen er-

heblichen Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt wäre.  

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG i.V.m. Art. 54 AsylG nachweisen oder 

glaubhaft machen konnte. Das SEM hat seine Flüchtlingseigenschaft dem-

nach zu Recht verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 

9.  

9.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

9.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm jedoch mit Zwischen-

verfügung vom 25. Februar 2016 die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 

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Seite 14 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und diesbezüglich keine Verände-

rung der Sachlage aktenkundig ist, sind ihm keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut 

 

 

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