# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b25a952c-5a93-5126-bd6b-6c9931c6a7a1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.05.2021 PA210010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA210010_2021-05-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PA210010-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili 

Urteil vom 12. Mai 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
verbeiständet durch B._____, 

Beschwerdeführer, 

 

sowie 

 

C._____ [psychiatrische Klinik],  
Verfahrensbeteiligte, 

 
betreffend 

fürsorgerische Unterbringung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des 
Bezirksgerichtes Zürich vom 15. April 2021 (FF210066) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) wurde in der Vergangenheit 

bereits mehrmals stationär behandelt. Am 27. September 2020 trat der 

Beschwerdeführer freiwillig zum 39. Mal in die C._____ [psychiatrische Klinik] ein 

und wurde tags darauf auf Grund von Selbstgefährdung infolge einer 

vorbekannten chronifizierten katatonen Schizophrenie mittels ärztlich 

angeordneter und anschliessend durch die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde KESB der Stadt Zürich verlängerter fürsorgerischer 

Unterbringung in der Klinik zurückbehalten. Dies nachdem der Beschwerdeführer 

ein psychotisches Zustandsbild gezeigt, ein massives Selbstversorgungsdefizit 

aufgewiesen habe und obdachlos gewesen sei. Mit Verfügung vom 

29. September 2020 ordnete die Klinik medizinische Massnahmen ohne 

Zustimmung des Beschwerdeführers an. Eine vom Beschwerdeführer gegen den 

Entscheid der KESB erhobene Beschwerde, wies die Vorinstanz mit Urteil vom 

12. November 2020 ab. Dieses Urteil wurde von der Kammer mit Urteil vom 

8. Dezember 2020 bestätigt (act. 3 S. 1; vgl. auch OGer ZH PA200051 vom 

8.12.2020). Am 19. Januar 2021 erfolgte ein Übertritt des Beschwerdeführers in 

das Pflegeheim D._____ in E._____ (act. 3, act. 16 und act. 21). Mit Beschluss 

vom 23. März 2021 verlängerte die KESB die angeordnete fürsorgerische 

Unterbringung für weitere sechs Monate und nahm davon Vormerk, dass die 

Zuständigkeit für die Entlassung, welche nach § 32 Abs. 2 EG KESR auch eine 

Verlegung umfasst, weiterhin bei der (ärztlichen) Leitung der Einrichtung liegt, in 

der sich der Beschwerdeführer befindet (act. 3).  

1.2. Am 12. April 2021 erhob der Beschwerdeführer beim Einzelgericht des 

Bezirksgerichtes Zürich Beschwerde gegen diesen Beschluss der KESB (act. 1). 

Mit Verfügung vom 13. April 2021 wurden die Verfahrensbeteiligten zur Mitteilung 

einer (allfälligen) Entlassung oder eines Rückzuges des Gesuchs um gerichtliche 

Beurteilung sowie zu einer Stellungnahme und zur Einreichung der Akten 

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aufgefordert. Zudem wurde Dr. med. F._____ als Gutachter bestellt (act. 4). 

Anlässlich der Verhandlung vom 15. April 2021 wurde das psychiatrische 

Gutachten mündlich durch Dr. med. F._____ erstattet (Prot. I S. 12 f. und act. 21), 

es wurde der Beschwerdeführer angehört (Prot. I S. 8 ff. und S. 13 f.) und es 

wurden seitens der Klinik Ergänzungen zur schriftlichen Stellungnahme vom 

14. April 2021 gemacht (act. 11 und Prot. I S. 13). Mit Urteil vom gleichen Tag 

wies das Einzelgericht die Beschwerde gegen die von der KESB verlängerte 

fürsorgerische Unterbringung ab (act. 22 = act. 28). 

1.3. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. April 2021 

(Poststempel) Beschwerde bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons 

Zürich. Er verlangt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides 

und die sofortige Entlassung aus dem Pflegeheim D._____ (act. 29).  

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-26). Von der 

Einholung von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. 

2.1. Die Vorinstanz hat richtig dargelegt, dass eine Person, die an einer 

psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer 

verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden darf, wenn 

die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 

Abs. 1 ZGB, vgl. act. 28 S. 3). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen 

und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird 

entlassen, sobald die  

Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). 

2.2. Erste Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist nach dem 

Gesagten das Vorliegen eines Schwächezustandes. Damit von einer psychischen 

Störung im Sinne der genannten Bestimmung gesprochen werden kann, muss 

zum einen zwingend ein Krankheitsbild vorliegen. Dieses muss zum anderen 

erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten haben. 

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Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit behalten hat 

und am sozialen Leben teilnehmen kann (so z.B. auch BSK Erw. Schutz-

GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 15). 

2.2.1. Nach übereinstimmenden Angaben der C._____ und dem Pflegeheim leidet 

der Beschwerdeführer an einer vorbekannten chronifizierten katatonischen 

Schizophrenie mit Verwahrlosung bei fehlender Medikamenteneinnahme. Unter 

der Behandlung von Risperidon 4 mg/d und Olanzapin 30 mg/d sei die 

Psychopathologie des Beschwerdeführers aktuell teilremittiert (act. 11 und 

act. 16). Das Pflegeheim beschreibt den Beschwerdeführer aktuell als wach, 

bewusstseinsklar, vollständig orientiert und im Kontakt freundlich-distanziert. Der 

Affekt sei überwiegend ausgeglichen, vereinzelt inadäquat heiter. Der Antrieb sei 

unauffällig, die Psychomotorik manieriert, aber ohne katatoniforme Symptome. 

Das formale Denken sei geordnet. Eindeutige inhaltliche Denkstörungen im Sinne 

eines Wahnes liessen sich nicht explorieren, ebenso wenig würden sich Hinweise 

für Sinnestäuschungen, Halluzinationen oder Ich-Störungen finden (act. 11). 

Diese Diagnose ergibt sich auch aus der Krankengeschichte und wird vom 

gerichtlich bestellten Gutachter bestätigt (act. 16 und act. 21). Nach Angaben von 

Dr. med. F._____ liege eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis vor 

und der Gesamteindruck entspreche einer erheblichen Erkrankungsschwere. 

Aktuell sei der Residualzustand zu sehen: die Vernachlässigung der 

Körperpflege, die flachen und vor allem wenig modulierten Affekte und die 

Misstrauenshaltung. Hinzu komme eine Verwahrlosungstendenz, die auch im 

geschützten Rahmen deutlich bestehe (act. 21).  

2.2.2. Der Beschwerdeführer äusserte sich weder bei der Vorinstanz noch in der 

Beschwerdeschrift dazu. Demnach ist gestützt auf die übereinstimmenden 

Ausführungen der Fachärzte und -personen festzustellen, dass die Vorinstanz 

das Vorliegen eines Schwächezustandes im Sinne von Art. 426 Abs.1 ZGB zu 

Recht bejaht hat.  

2.3. Weiter wird für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung 

vorausgesetzt, dass die Betreuung oder Behandlung der betroffenen Person nötig 

ist und nicht anders, namentlich mit leichteren Massnahmen, als durch die 

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fürsorgerische Unterbringung in der Klinik erfolgen kann. Die betroffene Person 

muss eines besonderen Schutzes bedürfen, der nur mit einem Freiheitsentzug 

erbracht werden kann. Ein solch besonderer Schutz kann notwendig werden, 

wenn die Möglichkeit besteht, dass die Person infolge ihrer psychischen Störung 

unbesonnen, selbstschädigend oder für Dritte gefährlich handelt (vgl. OGer ZH 

PA150024 vom 16. November 2015, E. 3.2.1). Eine Fremdgefährdung ist weder 

eine Unterbringungsvoraussetzung noch vermag sie für sich alleine eine 

fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 

zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 S. 7001 ff., 

S. 7062 f.). Massgebend für die Zurückbehaltung muss in erster Linie die 

Selbstgefährdung bleiben (vgl. BGer 5A_444/2014 vom 26. Juni 2014, E. 3.2). 

Der Schutz und die Belastung anderer Personen ist jedoch in die Beurteilung 

miteinzubeziehen (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., 

Art. 426 N 8, 10 und N 41 ff.). Auch die Geeignetheit der Einrichtung ist zu prüfen 

(vgl. OGer ZH PA150024 vom 16. November 2015, E. 3.3.1). Es muss sich um 

eine Institution handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden 

organisatorischen und personellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen 

Bedürfnisse der eingewiesenen Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu 

befriedigen (vgl. BGer 5A_257/2015 vom 23. April 2015, E. 3.1 m.w.H.). Weiter 

muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel muss 

voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die 

Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 

Eigenverantwortung dienen. Ist eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, 

muss sie die notwendige persönliche Betreuung ermöglichen, um der betroffenen 

Person ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf keine weniger 

einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme zur Verfügung 

stehen (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf die Betreuung 

oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich mit leichteren 

Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen können (vgl. 

zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).  

2.3.1. Das Pflegeheim geht auf Grund des bisherigen Verlaufs davon aus, dass 

der Beschwerdeführer im Falle einer Entlassung seine psychopharmakologischen 

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Medikamente absetzten würde, was relativ rasch zu einer Exazerbation der 

vorbekannten, schweren und chronisch verlaufenden katatonen Schizophrenie 

führen würde. Es bestehe extern kein tragfähiges soziales Umfeld beim 

Beschwerdeführer. Solche Rückfälle würden bei ihm mit Phasen starker 

Blockiertheit in Form eines katatonen Stupors einhergehen, in denen der 

Beschwerdeführer zwingend eine psychiatrische Behandlung benötige und unter 

Umständen vital gefährdet wäre. Da der Patient über keine externe 

Wohnmöglichkeit verfüge, würde er obdachlos sein und bedingt durch seine 

Erkrankung auch sehr rasch verwahrlosen. Im Fokus stehe die Aufrechterhaltung 

bzw. Verbesserung des teilremittierten psychopathologischen Zustandsbildes 

bzw. die Rückfallverhinderung. Dazu diene der stark strukturierte Rahmen des 

Pflegeheims und die Sicherstellung der Medikamenteneinnahme durch das 

Pflegepersonal. Gleichzeitig werde auf die individuellen Bedürfnisse des 

Beschwerdeführers eingegangen. Das Pflegeheim sei seinen Ansprüchen 

bezüglich einer grosszügigen Ausgangsregelung entgegengekommen und der 

Beschwerdeführer könne täglich freien Ausgang in Absprache mit dem 

Pflegepersonal bis 19.00 Uhr haben (act. 11 und act. 12).  

2.3.2. Der gerichtlich bestellte Gutachter Dr. med. F._____ teilt diese Auffassung 

im Wesentlichen. Er führt zusammengefasst aus, der Zustand des 

Beschwerdeführers lasse es alleine betrachtet zwar zu, über eine Aufhebung der 

fürsorgerischen Unterbringung nachzudenken, obwohl die 

Verwahrlosungstendenz auch im geschützten Rahmen deutlich gegeben sei, aber 

kaum ein menschenunwürdiges Ausmass erreiche. Der Beschwerdeführer sei 

nicht fremd- oder selbstgefährlich. Bei einer Entlassung sei mit hoher 

Wahrscheinlichkeit aber ein Rückfall zu erwarten, weil die Compliance fraglich sei, 

ein Obdach fehle oder soweit unklar sei und eine hohe Rückfallhäufigkeit bestehe. 

Ein katatoner Zustand könne auch vital bedrohlich sein und das fehlende Obdach 

bedeute für die allgemeine Lebenssituation nichts Gutes und vor allem Belastung 

und Stress. Der Beschwerdeführer erhalte im Pflegeheim die nötige Pflege und 

notwendigen Medikamente bei täglich freiem Ausgang während des ganzen 

Tages. Zudem werde sein Zustand langsam aber stetig besser. Der 

Behandlungsplan des Pflegeheims sei geeignet. Eine andere Möglichkeit bestehe 

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nicht, zumal der Beschwerdeführer zwar Compliance verspreche, diese aber in 

der Vergangenheit nicht bewiesen habe. Unter Berücksichtigung aller Umstände 

sei eine Entlassung erst nach weiterer Besserung ins Auge zu fassen. Zu 

wünschen sei eine gesicherte Unterkunft, eine bereits aufgegleiste 

Nachbehandlung verbunden mit einer psychiatrischen Spitex und optimalerweise 

eine Depot-Medikation (act. 21). 

2.3.3. Gestützt auf diese Ausführungen der Fachpersonen erachtete die Vor-

instanz die Weiterführung der fürsorgerischen Unterbringung als gerechtfertigt. 

Sie kam zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer von einem umfassenden 

Fürsorgedefizit auszugehen sei und ohne die nötige Behandlung und Betreuung 

die Chronifizierung der aktuellen Symptomatik zu befürchten sei. Beim 

Beschwerdeführer bestehe aktuell keine tragfähige Therapie- und Medikamenten-

Compliance, weshalb es im Falle eines Austritts aus der stationären Behandlung 

mangels vorhandener Behandlungs-, Betreuungs- und Wohnstrukturen innert 

kurzer Zeit zu Krankheitsexazerbationen sowie erneuten Klinikeintritten kommen 

würde. Daran ändere auch der vom Beschwerdeführer eingereichte 

Untermietvertrag mit Frau G._____ nichts. Dieses Dokument sei durchwegs in der 

gleichen Handschrift verfasst, auch die Unterschrift von G._____, weshalb davon 

auszugehen sei, dass allein der Beschwerdeführer das Dokument aufgesetzt 

habe. Frau G._____ habe seit Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung 

auch nie Kontakt mit dem Pflegeheim D._____ gehabt und sei heute auch nicht 

zur Verhandlung erschienen, obwohl der Gutachter den Beschwerdeführer 

aufgefordert gehabt habe, Frau G._____ zur Verhandlung mitzubringen. Es 

bestünden damit ernsthafte Zweifel an der Zweiseitigkeit des Untermietvertrags 

und damit an einem Wohnort für den Beschwerdeführer im Falle einer 

Entlassung. Der Beschwerdeführer wäre folglich obdachlos, was für ihn 

angesichts seines Zustands die Inkaufnahme erheblicher gesundheitlicher Risiken 

bedeuten würde. Das Hinarbeiten auf einen nahtlosen Übergang in gesicherte 

Wohnverhältnisse mit vorhandener ambulanter Behandlung werde gutachterlich 

klar empfohlen und scheine zum jetzigen Zeitpunkt die einzige angemessene 

Lösung darzustellen. Mildere Massnahmen seien derzeit keine ersichtlich und 

würden vom Gutachter auch verneint. Der Beschwerdeführer zeige keinerlei 

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Behandlungs- und Krankheitseinsicht. Eine ambulante Behandlung sei unter 

diesen Umständen aktuell nicht möglich. Es sei davon auszugehen, dass mit der 

fürsorgerischen Unterbringung im Pflegeheim D._____ eine Verbesserung des 

Zustands des Beschwerdeführers aber erreicht werden könne, habe sich eine 

Besserung doch bereits abgezeichnet. Das Pflegeheim sei aufgrund seines gut 

ausgebauten medizinischen Versorgungsnetzes mit entsprechender fachärztlicher 

Betreuung unzweifelhaft eine geeignete Anstalt zur Stabilisierung des momentan 

akuten Krankheitsbildes des Beschwerdeführers. Es sei davon auszugehen, dass 

die Massnahmen des Pflegeheims D._____ erfolgsversprechend seien und eine 

langfristige Behandlung und Betreuung des Beschwerdeführers der 

Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung dienen würden 

(act. 28 S. 9 f.).  

2.3.4. Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde hierzu geltend, er habe in 

der Zwischenzeit eine Unterkunft finden und die ambulante Nachbetreuung durch 

einen Arzt sicherstellen können. Es sei auch für das Finanzielle nach seiner 

Entlassung gesorgt, da er sofort nach der Anmeldung in H._____ für die 

Weiterzahlung der EL sorgen werde (act. 29). Konkrete Angaben zur Unterkunft 

und zum Arzt macht der Beschwerdeführer nicht. Soweit er mit der Unterkunft 

nach wie vor die Wohnung von Frau G._____ meint, wie er es bereits bei der 

Vorinstanz geltend machte, ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der 

eingereichte, wahrscheinlich vom Beschwerdeführer verfasste Untermietvertrag 

die Behauptung eines solchen Mietverhältnisses nicht zu untermauern vermag. 

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Frau G._____ im bisherigen Verlauf 

weder gegenüber der C._____, dem Pflegeheim D._____ noch dem Gericht in 

Erscheinung getreten ist und der Beschwerdeführer auch nicht konkret ausführt, 

wann Frau G._____ den Vertrag hätte unterschrieben haben sollen (vgl. Prot. I 

S. 14). Abgesehen davon reicht der Mietvertrag alleine nicht aus, um darzulegen, 

dass es sich beim (angeblichen) Untermietverhältnis mit Frau G._____ um eine 

geeignete Wohnform handelt. Mangels detaillierten Angaben und Belegen zur 

Unterkunft und zum Arzt kann daher nicht geprüft werden, ob es sich insgesamt 

um eine effektiv installierte und fragfähige Anschlusslösung mit (betreuter) 

Wohnform und psychiatrischer Betreuung handelt, wie es eine Entlassung nach 

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dem Gesagten voraussetzt. Darüber hinaus fehlt es dem Beschwerdeführer nach 

Ansicht des Gutachters und der Klinik im heutigen Zeitpunkt an der notwendigen 

Behandlungs- und Krankheitseinsicht bzw. an der Compliance, die gewährleisten 

würde,  dass eine ambulante psychiatrische Betreuung überhaupt funktioniert 

(act. 21 S. 3 und S. 4, act. 12 S. 1). Das zeigte sich auch an der Anhörung und 

bei der Begutachtung des Beschwerdeführers. So bestritt er gegenüber dem 

Gutachter, dass es bisher 39 stationäre Behandlungen gegeben habe, und 

anerkannte nur 20 Hospitalisationen (act. 21 S. 2). Ferner gab er gegenüber der 

Vorinstanz an, aktuell nur wegen eines Problems mit der Unterkunft in die 

C._____ eingetreten zu sein, und verweigerte gänzlich Antworten auf Fragen im 

Zusammenhang mit seiner Krankheit (Prot. I S. 9). Dazu äussert sich der 

Beschwerdeführer auch in der Beschwerde nicht. Seine Ausführungen in der 

Beschwerdeschrift ändern somit nichts daran, dass er weiterhin der persönlichen 

Fürsorge bedarf und diese nach dem Gesagten im heutigen Zeitpunkt nicht 

anders als durch die Zurückbehaltung in der Klinik gewährleistet wird. Insgesamt 

vermag der Beschwerdeführer die übereinstimmenden Ausführungen der 

Fachpersonen und die überzeugende Schlussfolgerung der Vorinstanz nicht zu 

entkräften.  

2.4. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen der fürsorgerischen 

Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB gegeben sind und die Vor-

instanz die Beschwerde gegen die Weiterführung der fürsorgerischen 

Unterbringung zu Recht abgewiesen hat. Die Voraussetzungen einer 

fürsorgerischen Unterbringung sind auch im heutigen Zeitpunkt noch gegeben. 

Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.  

3. 

Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer für das Rechtsmittelverfahren 

grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umständehalber ist indes auf 

die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.  

  

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten fallen ausser Ansatz. 

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Beiständin, an die 

am Verfahren beteiligte Klinik, die KESB der Stadt Zürich sowie an das 

Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich, je gegen Empfangsschein, und an 

die Obergerichtskasse. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form 

einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in 

Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in 

Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

i.V. Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw M. Schnarwiler 
 
versandt am: 
14. Mai 2021 
 
 

	Urteil vom 12. Mai 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Kosten fallen ausser Ansatz.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Beiständin, an die am Verfahren beteiligte Klinik, die KESB der Stadt Zürich sowie an das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...