# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50653fe7-0989-5fa3-9bb1-ed034d4d2fd8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2009 E-3978/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3978-2009_2009-09-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3978/2009
E-3979/2009/noc
Schweizer Botschaft (Colombo), Ref.-Nr. (. ..)
Schweizer Botschaft (Colombo), Ref.-Nr. (. ..)
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), 
Richter Bruno Huber, Richterin Gabriela Freihofer, 
Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler.

A._______, 
B._______,
Sri Lanka, 
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuche aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügungen des BFM vom 8. Mai 2009 /
N (...) und (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3978/2009
E-3979/2009

Sachverhalt:

A.
Die  Schwester  der  Beschwerdeführerinnen,  C._______ 
(N._______/E-668/2009),  hat  für  sich,  ihre  minderjährigen  Kinder, 
ihren  Bruder  und  zwei  Schwestern  (die  beiden 
Beschwerdeführerinnen)  mit  einem  an  die  Schweizer  Botschaft  in 
Colombo  gerichteten  Telefaxschreiben  vom  31.  Oktober  2007  um 
Bewilligung der Einreise und Asyl ersucht.

C._______  machte  darin  geltend,  sie  und  ihre  Geschwister  würden 
wegen ihres am 15. September 2007 mittels Einreisebewilligung des 
BFM in die Schweiz eingereisten Ehemannes D._______ (N._______/
E-8381/2007) immer wieder behelligt und bedroht. Unbekannte hätten 
sich  nach  ihm  erkundigt,  seine  Auslieferung  wegen  Bombenlegens 
gefordert  und  mit  seiner  Tötung  gedroht.  Sie  seien  ins  Haus 
eingedrungen,  hätten  Videokassetten  entwendet  und  die  Schwester 
B._______ in ein Motorrad gestossen. Mit  einem weiteren Schreiben 
vom  3.  November  2007  wurde  die  Botschaft  über  weitere  Vorfälle 
(erneutes Eindringen ins Haus und Entwendung von CD-Kopien und 
Fotos, Herumzeigen der Fotos auf der Strasse unter der Behauptung, 
es handle sich um LTTE-Angehörige, Erkundigungen über Angehörige 
und Bekannte) informiert. Mit  Schreiben vom 6. November 2007 und 
12. Dezember 2007 folgten Bestätigungsschreiben und die Darstellung 
folgender  weiterer  Ereignisse:  Die  Armee  habe  in  der  Nähe  ihres 
Aufenthaltsortes ein Lager aufgeschlagen, und sie könnten das Haus 
nicht  mehr  verlassen.  Gelegentlich  würden  ihnen  Fotos  von 
Unbekannten vorgelegt, und es werde nach Namen und Aufenthaltsort 
gefragt. Auf einem der Fotos sei D._______ abgebildet gewesen. Eine 
der  Beschwerdeführerinnen,  B._______,  sei  nach  ihrem  Bruder 
gefragt  worden.  Es  sei  ihr  mitgeteilt  worden,  dass  man  ihn  töten 
werde, und sie sei selbst bedroht worden. Sie seien deshalb alle nach 
Mannar gezogen. Ohne Hilfe Dritter könnten sie sich jedoch nicht über 
längere Zeit durchschlagen. In einem Schreiben vom 18. Februar 2008 
machte  C._______  unter  Beilage  eines  Referenzschreibens  eines 
gewissen  E._______  die  Androhung  weiterer  schwerer  Nachteile 
wegen D._______ geltend und berichte von einem Vorfall  vom März 
2005,  als  ihrem Vater  wegen ihres  Ehemannes das Bein  gebrochen 
worden sei. C._______  machte  im Namen der  Geschwister  geltend, 
sie  seien  alle  wieder  nach  Vavuniya  gezogen.  Der  (...)  Bruder  sei 

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zwischenzeitlich  der  LTTE-Mitgliedschaft  verdächtigt  worden.  Mit 
Eingaben vom 3. April 2008 und 15. Mai 2008 machte C._______ im 
Namen der  Familie  erneut  geltend,  unter  grossem Druck  zu  stehen 
und um ihr Leben zu fürchten. 

B.
Mit Verfügung vom 13. November 2007 wies das BFM das Asylgesuch 
von D._______ ab und ordnete dessen Wegweisung samt Vollzug an. 
Zur  Begründung  führte  es  an,  die  Vorbringen  vermöchten  den 
Anforderungen an das Glaubhaftmachen nicht  standzuhalten. Gegen 
diese  Verfügung  erhob  D._______  mit  Eingabe  vom  10.  Dezember 
2007  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde.  Das  Gericht 
stützte in seinem späteren Urteil (vom 21. April 2009) die Erwägungen 
der  Vorinstanz  zur  fehlenden  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen, 
ordnete jedoch wegen der aktuellen Lage am Herkunftsort sowie der 
Unzumutbarkeit  der  Ergreifung  einer  innerstaatlichen  Wohn-
sitzalternative die vorläufige Aufnahme an.

C.
Mit  Schreiben  der  Botschaft  vom  16.  Juni  2008  wurde  C._______ 
mittels  eines  strukturierten  Fragekataloges  zur  Darstellung  ihrer 
aktuellen Lage und zur Einreichung von Beweismitteln aufgefordert. 

D.
Obgenannter  Aufforderung  nachkommend,  reichten  C._______  und 
ihre  Geschwister  am  27.  Juni  2008  eine  Stellungnahme  nach.  Sie 
wiederholten  vorab  den  bereits  bekannten  Sachverhalt.  Sodann 
machten sie geltend, keine Organisation, Bewegung, politische Partei 
oder bestimmte Person zu unterstützen. Sie würden nach wie vor von 
vermummten Personen in Armeekleidung behelligt. Letztmals seien sie 
am 8. Mai 2008 auf dem Rückweg von einem Tempel nach D._______ 
gefragt  worden.  Dabei  sei  C._______,  ebenso  wie  später  bei  einer 
Hausdurchsuchung, in Ohnmacht gefallen. Zwischenzeitlich hätten sie 
diverse Organisationen über ihr Schicksal orientiert. Die Geschwister 
reichten  ein  Unterstützungsschreiben  des  Stadtpräsidenten  von 
Vavuniya  vom 27. Juni  2008  (Rural  Development  Society,  Vavuniya) 
ein.  Diesem  ist  zu  entnehmen,  dass  die  Familie  von  der  Hilfe  von 
D._______  gelebt  habe  und  die  Geschwister  nun  niemanden  mehr 
hätten,  würden  die  kranken  Eltern  doch  fernab  in  Vanni  leben.  Mit 
Eingabe vom 30. Juli 2008 berichtete C._______ über weitere Vorfälle, 

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wonach  Nachbarsleute  verschollen  seien  und  Unbekannte  die 
Nummer eines im Hause abgestellten Motorrades notiert hätten. 

E.
Am 16. September 2008 wurde C._______ durch einen Mitarbeiter der 
Schweizerischen Botschaft  befragt. Dabei  führte  sie  aus,  D._______ 
sei in den 1990er Jahren kurz bei der LTTE gewesen. Seit 1992 habe 
er keine Kontakte mehr zu dieser Organisation. Im Jahre 1997 sei sie 
mit ihm, ihren Eltern und den Geschwistern aus der Region Jaffna ins 
Vanni-Gebiet gezogen, um der anrückenden Armee auszuweichen. Im 
Jahre 2003 sei die gesamte Familie nach Jaffna zurückgekehrt. Nach 
der dritten Haftentlassung ihres Mannes sei sie im Jahre 2006 mit ihm 
und  ihren  Geschwistern  nach  Vavuniya  gezogen.  Die  Eltern  seien 
bereits  ein  Jahr  zuvor  dorthin  gegangen,  aber  im  November  2006 
wieder  ins  Vanni-Gebiet  zurückgekehrt.  Eine  weitere  Schwester  sei 
dort  bei  der  LTTE zwangsrekrutiert  worden.  Zusammenfassend  gab 
C._______ an, sie würden einerseits von der srilankischen Armee und 
andererseits von unbekannten Maskierten bedroht, nicht hingegen von 
der LTTE. Mit  den heimatlichen Behörden hätten sie  ebenfalls  keine 
Probleme gehabt und sie seien auch nie vor Gericht gestanden. 

Anlässlich der Vorsprache von C._______ bei der Schweizer Botschaft 
wurde  diese  aufgefordert,  ihren  beiden  Schwestern  (den  Be-
schwerdeführerinnen) mitzuteilen, dass diese aufgrund ihrer Volljährig-
keit ein eigenes Asylgesuch einzureichen hätten.

F.
Mit  separaten  Eingaben  vom 19. September  2008  (Eingang  bei  der 
Botschaft am 23. September 2008) teilten die Beschwerdeführerinnen 
mit, der Aufforderung zur Einreichung eines eigenen schriftlichen Asyl-
gesuches hiermit  nachzukommen. Gleichzeitig  verwiesen sie auf  die 
bisherigen Aussagen ihrer Schwester C._______, welchen die Details 
der  erlittenen  Nachteile  zu  entnehmen  seien.  In  allgemeiner  Weise 
wiederholten  sie,  Behelligungen  seitens  der  Regierungskräfte,  der 
regierungsfreundlichen  Bewegungen  und  unbekannter,  bewaffneter 
Leute,  welche  sie  häufig  zu  Hause  aufsuchten,  ausgesetzt  zu  sein. 
Seit dem Weggang ihres Schwagers D._______ lebten sie in grossen 
Schwierigkeiten.  Die  Sicherheitskräfte  hätten  ihnen  vorgeworfen, 
D._______  zu  verstecken.  Sie  würden  verflucht  und  mit  unschönen 
Worten beschimpft. Sie hätten schon daran gedacht, ihrem Leben ein 
Ende  zu  setzen,  dieses  Vorhaben  jedoch  wegen  der  Angehörigen 

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wieder aufgegeben. Sie müssten zuweilen ihren Aufenthalt wechseln, 
könnten  jedoch  nicht  auf  Dauer  bei  anderen  Leuten  unterkommen. 
Seitens ihres Landes könnten sie keine Hilfe erwarten. Da es für sie in 
Sri Lanka nirgends Sicherheit gebe, seien sie auf die Bewilligung der 
Einreise in die Schweiz und die Asylgewährung angewiesen. 

G.
Mit Schreiben vom 2. Oktober 2008 wurden die Beschwerdeführerin-
nen mittels eines Fragenkataloges der Botschaft aufgefordert, struktu-
riert  über  ihre  Ausreisegründe und ihre bisherigen Bemühungen,  in-
nerhalb des Landes Schutz zu erlangen, Auskunft zu geben.

H.  
Mit  undatiertem  Antwortschreiben  (Eingang  bei  der  Botschaft  am 
20. Oktober 2008) wiesen die Beschwerdeführerinnen darauf hin, dass 
ihre  Schwester  C._______  bereits  anlässlich  der  persönlichen 
Vorsprache  bei  der  Botschaft  sowie  in  ihrem  Schreiben  vom 
19. September  2008 über  die  Probleme der  Familie  informiert  habe. 
Ergänzend führten sie an, wegen ihres Schwagers hätten sie folgende 
Schwierigkeiten:  In  den  letzten  beiden  Jahren  seien  sie  telefonisch 
bedroht worden (am 19. September 2007); Unbekannte seien in einem 
weissen Van vorgefahren, ins Haus eingedrungen, hätten Drohungen 
ausgesprochen und den Hausrat demoliert (am 27. September 2007); 
später  hätten  unbekannte  Bewaffnete  Fotos  beschädigt  und  sie 
bedroht (am 29. Oktober 2007); sodann seien im Jahr 2008 ein Bruder 
(am 1. Februar  2008)  und  eine  weitere  Schwester  behelligt  worden 
(am 29. Mai  2008). Man habe ihnen vorgeworfen,  dass die gesamte 
Familie von D._______ Mitglied bei der LTTE sei, und sie bedroht. Die 
Vorfälle seien dem IKRK und der Human Rights Commission gemeldet 
worden. Ihr Schwager D._______ habe bis zu seiner Ausreise zu ihnen 
geschaut, da die Mutter fernab in Vanni wohne und nicht zurückkehren 
dürfe. Dieser Umstand führe dazu, dass sie in besonderem Masse den 
erwähnten  Nachforschungen  nach  dem  Schwager  und  LTTE-
Verdächtigungen  ausgesetzt  seien.  Hinsichtlich  einer  landesinternen 
Aufenthaltsmöglichkeit  machten  die  Beschwerdeführerinnen  geltend, 
sie  könnten  sich  nirgends  registrieren  lassen,  und  ein  Wegzug  an 
ihren  Geburtsort  F._______  oder  einen  anderen  Teil  Sri  Lankas  sei 
undenkbar. 

I. .
Mit Schreiben vom 1. bzw. 7. November 2008 teilten die Beschwerde-

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führerinnen  mit,  sie  lebten  alle  weiterhin  in  einer  sehr  schwierigen 
Sicherheitslage.  Es  fehle  ihnen  die  ständige  Registrierungsnummer, 
und  sie  hätten  keine  permanente  Wohnsitzanschrift,  weshalb  sie  in 
den  Augen  der  Sicherheitskräfte  verdächtig  erscheinen  würden.  Sie 
würden  jeweils  nach  ihren  Eltern  und  nach  D._______  gefragt.  Sie 
hätten kein Beziehungsnetz, das ihnen den nötigen Halt geben könnte. 
Sie hätten bereits verschiedentlich den Aufenthaltsort gewechselt und 
wüssten  nicht  mehr,  wohin  sie  gehen  sollten.  Es  komme häufig  zu 
Razzien  und  Verhaftungen  von  verdächtigen  Personen  durch  die 
srilankische Armee. Der Priester habe sich bereits verschiedentlich für 
ihr Wohl einsetzen müssen, doch sei dieser auch andernorts tätig, so 
dass sie nicht allzeit  mit  seiner Hilfe rechnen könnten. Ohne dessen 
Hilfe trauten sie sich aber weder im Laden einzukaufen noch das IKRK 
aufzusuchen. Den Eingaben lag ein Schreiben von G._______ vom 7. 
November  2008  bei,  in  welchem  dieser  bestätigt,  dass  die 
Beschwerdeführerinnen zahlreichen Schwierigkeiten ausgesetzt seien 
und von unbekannter Seite bedroht würden, was zu pychischen und 
physichen  Leiden  führe.  Sie  kämen  nicht  zur  Ruhe  und  müssten 
täglich dem Tod entfliehen.

J.
Mit Schreiben vom 22. Dezember 2008 teilte das BFM den Beschwer-
deführerinnen mit, dass die Akten der Botschaft zwischenzeitlich beim 
Bundesamt eingetroffen seien. Den Beschwerdeführerinnen wurde zur 
Kenntnis  gebracht,  dass  auf  ein  persönliches  Interview  verzichtet 
werde. Gleichzeitig wurde ihnen Gelegenheit eingeräumt, zu den ihnen 
aus  einem  Befragungsverzicht  allenfalls  erwachsenden  Nachteilen 
Stellung zu beziehen und innert 14 Tagen ab Erhalt der Verfügung ihre 
Asylgesuche gegebenenfalls zu aktualisieren. 

K.
Mit  Verfügung vom 23. Dezember 2008 wies das BFM das Einreise- 
und Asylgesuch von C._______ ab. Zur Begründung führte es an, die 
Vorbringen  seien  insgesamt  als  realitätsfremd,  widersprüchlich  und 
unsubstanziiert  zu  qualifizieren  und  vermöchten  Art.  7  Asylgesetz 
(AsylG; SR 142.31) nicht  standzuhalten. Die  gegen diese Verfügung 
erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil 
vom 21. April 2009 ab.

L.
Mit Antwortschreiben vom 22. Januar 2009 informierten die Beschwer-

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deführerinnen über die jüngsten Vorfälle: Am 5. Dezember 2008 seien 
erneut  Armeeangehörige  nach  Hause  gekommen  und  hätten  nach 
D._______  und  anderen  Personen  gefragt.  Sie  und  weitere 
Anwesende  seien beschimpft  worden. Eine der  Beschwerdeführerin-
nen,  A._______,  und  die  Schwester  C._______  seien  ins  Camp 
mitgenommen  worden.  Mit  der  Hilfe  des  Priesters  seien  sie  später 
freigekommen. Sie  seien sodann in  Sorge  um ihre  Eltern  im Vanni-
Gebiet,  mit  welchen  sie  keinen  Kontakt  herstellen  könnten.  Sie 
haderten mit ihrem Schicksal und dächten immer wieder daran, ihrem 
Leben ein Ende zu setzen. 

M.
Mit  separaten  Verfügungen  vom  8.  Mai  2009,  versandt  durch  die 
Schweizer Botschaft am 25. Mai 2009 mittels "Registered Mail", wies 
das BFM die Einreise- und Asylgesuche der Beschwereführerinnen ab. 
Zur Begründung führte es an, das Bundesamt und ebenso das Bun-
desverwaltungsgericht  seien  übereinstimmend  zum  Schluss  gekom-
men,  dass  die  Vorbringen  des  Schwagers  D._______  und  der 
Schwester  C._______  nicht  glaubhaft  seien.  Da  sich  die  Vorbringen 
der  Beschwerdeführerinnen  vollumfänglich  auf  die  Asylvorbringen 
dieser  beiden  Personen  stützten,  könne  auf  die  entsprechenden 
Ausführungen in der die Schwester C._______ betreffenden Verfügung 
des  BFM  vom  23.  Dezember  2008  respektive  auf  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 21. April 2009 verwiesen werden. Das 
Bundesamt  räumte  ein,  dass  sich  die  Beschwerdeführerinnen 
aufgrund  der  aktuellen  Lage  in  Sri  Lanka  zweifelsohne  in  einer 
schwierigen Situation befänden. Indessen ergäben sich aufgrund der 
Aktenlage keine glaubhaften Anhaltspunkte dafür, dass sie von Nach-
teilen  betroffen  gewesen  wären,  die  über  das  hinausgehen  würden, 
was weite Teile der tamilischen Bevölkerung in jener Gegend aktuell 
erlebten. Ohnehin sei der Spielraum zur Erteilung einer Einreisebewil-
ligung sehr klein.

N.
Mit quasi identischen, deutschsprachigen Eingaben vom 11. Juni 2009 
an  das  Bundesverwaltungsgericht  (Eingang  am  22.  Juni  2009) 
erhoben die Beschwerdeführerinnen Beschwerde gegen die Verfügun-
gen des BFM vom 8. Mai 2009. Sie beantragten sinngemäss die Auf-
hebung  der  Verfügungen  und  die  Bewilligung  der  Einreise.  Auf  den 
Inhalt der Beschwerdeschrift, welcher drei Referenzschreiben und eine 
Bestätigung  der  Human  Rights  Commission  of  Sri  Lanka  vom 

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10. Februar  2009  betreffend  eine  Klage  vom  2.  November  2007 
beilagen, wird in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

O.
In  ihren  Vernehmlassungen  vom  21.  Juli  2009  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerden 
und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG;  Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2 Die Beschwerden sind form- und fristgerecht eingereicht. Die Be-
schwerdeführerinnen  sind  durch  die  angefochtenen Verfügungen be-
sonders  berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Die  Beschwerdeführerinnen 
sind daher zur Einreichung der Beschwerden legitimiert (Art. 108 Abs. 
1 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die 
Beschwerden ist einzutreten.

1.3 Aufgrund  der  weitgehend  identischen  Gesuchsbegründungen 
einerseits  und  der  deckungsgleichen  Beschwerdeschriften  anderer-
seits  rechtfertigt  es  sich,  die  Beschwerdeverfahren  zusammenzufas-
sen und mittels eines einzigen Urteiles zu erledigen.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 

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oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  
3.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ableh-
nen,  wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu-
tet werden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss 
Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Ein-
reise zur Abklärung des Sachverhaltes,  wenn ihnen nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu bleiben oder  in 
ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann 
das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweize-
rische Vertretungen im Ausland ermächtigen, Asylsuchenden die Ein-
reise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Ge-
fahr für Leib und Leben oder für die Freiheit  aus einem Grund nach 
Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

3.2 Bei  diesem Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die 
Erteilung einer Einreisebewilligung, wobei den Behörden ein weiter Er-
messensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind  namentlich  die  Beziehungsnähe  zur 
Schweiz, die Möglichkeit  der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Mög- 
lichkeit  und objektive  Zumutbarkeit  zur anderweitigen  Schutzsuche 
sowie  die voraussichtlichen Eingliederungs-  und  Assimilationsmög- 
lichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 1997  Nr.  15 
E. 2.e-g S. 131 ff., welcher  angesichts bloss redaktioneller Änderun-
gen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gülti-
gkeit hat).

3.3 Die Schweiz gewährt Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschluss-
gründen auf Gesuch hin Asyl (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG). Wer 
um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder 
zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Die Flüchtlingsei-
genschaft  erfüllen  Personen,  welche  in  ihrem  Heimatstaat  oder  im 
Land, wo sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät,  Zugehörigkeit  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 
ihrer  politischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt 

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sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu 
werden.  Als  ernsthafte  Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung 
von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-
lichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.4 Die  im  Gesetz  so  definierte  Flüchtlingseigenschaft  erfüllt  eine 
asylsuchende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie 
Nachteile  von bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründe-
terweise befürchten muss, wobei diese Nachteile ihr gezielt  und auf-
grund bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates 
oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungs-
weise zugefügt zu werden drohen (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 7 und 8, 
EMARK 2005 Nr. 21 E. 7). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlings-
rechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
im Weiteren voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimatland 
keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 
E. 7).

3.5 Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.  
4.1 Die  Vorinstanz  hat  die  Asyl-  und  Einreisegesuche  der 
Beschwerdeführerinnen  mit  der  Begründung  abgelehnt,  dass  sich 
diese weitestgehend mit den Asylvorbringen ihrer Schwester deckten; 
deren  Vorbringen  seien  jedoch  sowohl  vom  BFM  als  auch  vom 
Bundesverwaltungsgericht  als  nicht  glaubhaft  erachtet  worden.  Es 
dürfe somit  auf  die  C._______ betreffende Verfügung des BFM vom 
23.  Dezember  2008  respektive  auf  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts verwiesen werden, welches den im selben 
Haushalt  lebenden  Beschwerdeführerinnen  inzwischen  bekannt  sein 
dürfte. Das BFM anerkannte, dass sich die Schwestern aufgrund der 
aktuellen Lage in Sri  Lanka in einer schwierigen Situation befänden. 
Aufgrund  der  Aktenlage  ergäben  sich  indessen  keine  glaubhaft 

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dargelegten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  die  Geschwister  von 
Benachteiligungen  betroffen  wären,  welche  über  das  hinausgehen 
würden, was weite Teile der tamilischen Bevölkerung in jener Gegend 
aktuell erlebten. Trotz der zunehmenden Radikalisierung in Sri Lanka 
sei der Spielraum für die Erteilung von Einreisevisa klein. Aufgrund der 
Akten sei das Gefährdungsrisiko vorliegend als gering einzustufen. An 
diesen  Erwägungen  vermöge  auch  das  eingereichte  Dokument 
(Referenzschreiben von G._______) nichts zu ändern. Abschliessend 
stellte das BFM fest, dass die Beschwerdeführerinnen keine Einwände 
hinsichtlich  des  Verzichts  auf  eine  Anhörung  durch  die  Botschaft 
geltend  gemacht  hätten. Auf  eine  persönliche  Anhörung  habe  somit 
verzichtet werden dürfen.

4.2 Die  Beschwerdeführerinnen  wenden  in  ihren  Eingaben  vom 
11. Juni 2006 ein, sie hätten aufgrund der anhaltenden Bedrohungen 
erneut  ihren  Wohnort  wechseln  müssen  und  wohnten  nun  in 
H._______. Auch dort würden sie von Unbekannten bedroht. Es sei zu 
Sachbeschädigungen gekommen, und sie wüssten nicht, was noch auf 
sie  zukomme. Auch  hätten  sie  ihre  Verwandten  verloren. Sie  hätten 
niemanden, der sich um sie kümmere. Generell hätten sie keinen Platz 
zum  Leben.  Zwar  hätten  sie  genug  zum  Essen,  doch  wüssten  sie 
nicht, wann sie umgebracht würden. Mit dieser Angst und Bedrohung 
könnten sie nicht weiterleben. 

4.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  stellt  fest,  dass  die  vorstehend 
unter  E.  4.2  angeführten  Entgegnungen  nicht  geeignet  sind,  die 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in den beiden angefochtenen 
Verfügungen  vom  8.  Mai  2009  in  Frage  zu  stellen.  Die 
Beschwerdeführerinnen,  wie auch ihre Schwester  C._______,  haben 
ihre  Asylgesuche  auf  die  Verfolgung  ihres  Schwagers 
beziehungsweise  Ehemannes  abgestützt.  Das  Asylgesuch  von 
D._______  ist  jedoch  bereits  mit  Verfügung  des  BFM  vom  13. 
November 2007 infolge weitgehender Unglaubhaftigkeit der Vorbringen 
(einzig eine Festnahme im Jahre 1996 wurde vom BFM nicht in Zweifel 
gezogen) abgewiesen worden. Diese Einschätzung wurde in der Folge 
im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. April 2009 gestützt. 
Auch  das  Asylgesuch  der  Schwester  C._______  wurde  vom  BFM 
infolge  Unglaubhaftigkeit  der  geltend  gemachten  Reflexverfolgung 
abgewiesen. Diese Erwägungen zur Verfolgungssituation der ältesten 
Schwester wurden im Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. 
April  2009 gestützt. Soweit  die  beiden Beschwerdeführerinnen somit 

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ihrerseits  eine  Reflexverfolgung  wegen  des  Schwagers  geltend 
machen,  ermangelt  es  dieser  konsequenterweise  ebenfalls  der 
Glaubhaftigkeit.  Mit  ihren  repetitiven  Behauptungen  in  der 
Beschwerdeschrift,  weiterhin (sogar an einem neuen Zuzugsort)  von 
unbekannter  Seite  bedroht  zu  werden,  vermögen  die 
Beschwerdeführerinnen nicht zu überzeugen. Soweit sie als Grund für 
die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  auf  Beschwerdeebene  die 
Abwesenheit der Eltern und weiterer Verwandter geltend machen, ist 
zu  bemerken,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  volljährig  sind  und 
zusammen  mit  ihrer  (...)  Schwester  C._______  sowie  deren  drei 
Kindern offenbar seit  Jahren in  einem Familienverband wohnen,  von 
welchem  gegenseitiger  Beistand  erwartet  werden  kann.  Die 
Beschwerdeführerinnen haben im Übrigen laut eigener Darstellung vor 
Jahren  darauf  verzichtet,  mit  den  Eltern  ins  Vanni-Gebiet 
überzusiedeln. Die  familiären Verhältnisse  stellen  klarerweise,  zumal 
die  Beschwerdeführerinnen  geltend  machen,  genug  zu  Essen  zu 
haben,  keinen  Einreisegrund  dar  (vgl.  dazu  auch  das  auf 
Beschwerdeebene  erneut  eingereichte  Referenzschreiben  des 
Gemeindepräsidenten von Vavuniya [Rural Development Society] vom 
27. Juni 2008, welches die Verbundenheit der Geschwister und deren 
Unterstützung durch D._______ bestätigt). 

Sodann  vermögen  auch  die  eingereichten  Beweismittel,  eine 
Bestätigung  der  Human  Rights  Commission  of  Sri  Lanka  über  eine 
Klageerhebung  am  2.  November  2007  (vermutungsweise  die  nicht 
bezweifelte  Inhaftierung  von  D._______  im  Jahre  1996  betreffend) 
sowie  drei  Referenzschreiben  zu  keiner  anderen  Einschätzung  der 
Lage  zu  führen. Diese  stellen,  soweit  sie  überhaupt  die  angebenen 
Bedrohungen  bestätigen  und  nicht  nur  die  nicht  bezweifelten, 
allgemein  harten  Lebensbedingungen  im  Herkunftsgebiet  der 
Beschwerdeführerinnen  zum  Inhalt  haben  (vgl.  das  oben  erwähnte 
Schreiben der Rural Development Society), weitgehend auf Aussagen 
Dritter  ab  und  vermögen  mit  diesen  Formulierungen  nicht  zu 
überzeugen. 

4.4 Das  Bundesverwaltungsgericht  verkennt  nicht,  dass  der  über 
25 Jahre dauernde und Ende Mai 2009 mit der Niederlage der LTTE 
endende  Bürgerkrieg  verheerende  Auswirkungen  auf  die 
Zivilbevölkerung hatte. Allein seit Beginn dieses Jahres sind Tausende 
zivile Todesopfer zu beklagen. Zurzeit leben schätzungsweise 300 000 
Tamilen  in  Flüchtlingslagern.  Trotz  des  offiziellen  Bürgerkriegsendes 

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wird von der Regierung die Meinungs- und Pressefreiheit missachtet, 
weshalb  kaum  mehr  aktuelle  Berichte  aus  den  vormaligen 
Kriegsgebieten Sri Lankas erhältlich sind. Ob sich die allgemeine Lage 
in  Sri  Lanka  mit  dem  offiziellen  Ende  des  Bürgerkriegs  nachhaltig 
verbessert,  kann  im  heutigen  Zeitpunkt  noch  nicht  gesagt  werden. 
Jedenfall  vermag  aber  die  allgemeine  humanitäre  Lage  in  den 
ehemaligen Bürgerkriegsgebieten praxisgemäss für sich alleine nicht 
zur Erteilung einer Einreisebewilligung in die Schweiz zu führen. Daran 
kann  auch  der  Umstand  nichts  ändern,  dass  die 
Beschwerdeführerinnen  ohne  männliches  Familienoberhaupt  von 
Kontrollmassnahmen  und  allfälligen  Schikanen  härter  betroffen  sein 
können als der Rest der Bevölkerung.

4.5 Nach  dem  Gesagten  kann  von  keinen  Nachteilen  ausgegangen 
werden, die den weiteren Verbleib der Beschwerdeführerinnen im Hei-
matstaat als unzumutbar erscheinen liessen (vgl. Art. 20 Abs. 2 AsylG) 
oder die gar auf eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für 
deren  Freiheit  (vgl.  Art.  3  Abs.  1  AsylG)  schliessen  liessen.  Unter 
diesen Umständen hat die Vorinstanz den Beschwerdeführerinnen zu 
Recht  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  verweigert  und  deren 
Asylgesuche abgewiesen. 

5.
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtenen 
Verfügungen  Bundesrecht  nicht  verletzen,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt  richtig  und vollständig feststellten und angemessen sind 
(Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerden  sind  nach  dem  Gesagten 
abzuweisen.

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich 
den  Beschwerdeführerinnen  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5 
VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  und  in  Anwendung 
von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 
21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist allerdings auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerinnen,  die  Schweizer 
Botschaft in Colombo und das BFM.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

Versand: 

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