# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b090f695-cd1b-5aa8-ab6c-2d0db436c115
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.10.2010 RR.2010.203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2010-203_2010-10-05.pdf

## Full Text

Entscheid vom 5. Oktober 2010  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Joséphine Contu, 
Gerichtsschreiberin Marion Schmid  

   
 
Parteien 

  
A.,  
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

UNTERSUCHUNGSRICHTERAMT DES KANTONS 
SCHAFFHAUSEN,  

Beschwerdegegner 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
 
Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 
Abs. 4 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2010.203 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 
- die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ein Ermittlungsverfahren gegen A. 

wegen Verdachts der Verletzung der Unterhaltspflicht führt; 
 
- die deutschen Behörden in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfeersuchen 

vom 21. Januar 2010 an die Schweiz gelangten und um polizeiliche Befra-
gung von A.s Arbeitgeber sowie um Einholung einer Kontoübersicht betref-
fend eines Kontos bei der B. ersuchten; 

 
- das Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhausen (nachfolgend „Un-

tersuchungsrichteramt“) mit Eintretensverfügung vom 22. April 2010 dem 
Rechtshilfeersuchen entsprach und die Einholung eines Lohnausweises so-
wie eines Leumundsberichts von A. verfügte; es zudem die B. aufforderte 
abzuklären, ob A. über das Konto Nr. 1 verfügte und im positiven Fall um 
Zustellung eines Kontoauszuges ersuchte; 

 
- mit Schlussverfügung vom 9. August 2010 das Untersuchungsrichteramt die 

Herausgabe des Erhebungsberichts der Schaffhauser Polizei vom 27. April 
2010, des Leumundsberichts der Schaffhauser Polizei vom 30. Juli 2010 so-
wie von Auszügen des Kontos von A. bei der B. für den Zeitraum Januar 
2008 bis Januar 2009 verfügte; 

 
- A. gegen die Schlussverfügung mit Beschwerde vom 7. September 2010 an 

die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte, darin mitteilte, 
die Begründung folge in einem gesonderten Schreiben und um schriftliche 
Bestätigung des Beschwerdeeingangs ersuchte (act. 1); 

 
- der Beschwerdeführer am 9. September 2010 eingeladen wurde, bis zum 

20. September 2010 einen Kostenvorschuss von CHF 4'000.-- zu leisten und 
darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde 
nicht eingetreten wird (act. 4); 

 
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag 

rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben  
oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 30 
lit. b SGG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG), und die Rechtzeitigkeit im Zweifelsfall 
vom Pflichtigen zu beweisen ist; 

 

- 3 - 

 

 

- der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss nicht bezahlte 
und weder um Zahlungserleichterungen noch um die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege ersuchte; 

 
-  auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 30 

lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG); 
 
-  der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Berechnung der 
Gerichtsgebühren das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsge-
bühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur Anwendung gelangt 
(Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 15 Abs. 1 lit. a SGG); die Gerichtsgebühr vor-
liegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist. 

 
 

 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 
 

Bellinzona, 6. Oktober 2010 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Herrn A. 
- Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhausen 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).