# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 743765ac-0347-5e40-8db7-92c7ab5d6619
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-02-24
**Language:** de
**Title:** Einschätzung für die Steuerperiode 1.7.2005 - 30.6.2006 und Direkte Bundessteuer für die Steuerperiode 1.7.2005 - 30.6.2006
**Docket/Reference:** ST.2009.282
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2009_282_fy.pdf

## Full Text

2 ST.2009.282 
2 DB.2009.169 

A ,   

STEUERREKURSKOMMISSION II 
DES KANTONS ZÜRICH 

Entscheid 

24. Februar 2010 

Mitwirkend: 

Einzelrichter W. Balsiger und Sekretär H. Knüsli 

In Sachen 

gegen 

Rekurrentin/  
Beschwerdeführerin,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Einschätzung für die Steuerperiode 1.7.2005 - 30.6.2006 und Direkte Bundes-
steuer für die Steuerperiode 1.7.2005 - 30.6.2006 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die A mit Sitz in B (nachfolgend die Pflichtige) wurde am … 2004 gegrün-

det  und  am  …  Oktober  2004  im  Handelsregister  eingetragen;  dies  mit  der  Zweckbe-

stimmung  Vermögensverwaltung  und  Anlageberatung  "als  Teil  der  C".  Für  das  erste 

Geschäftsjahr  11.10.2004  -  30.6.2005  deklarierte  sie  einen  steuerbaren  Reingewinn 

von Fr. - 18'612.- (Verlust) sowie ein Eigenkapital von Fr. 181'388.- bzw. ein steuerba-

res Eigenkapital von Fr. 200'000.- (= einbezahltes Aktienkapital). Gemäss Jahresrech-

nung  wurden noch keine Geschäftsaktivitäten  aufgenommen;  der  erwirtschaftete  Ver-

lust  beruhte  im  Wesentlichen  auf  den  Gründungskosten.  Die  Einschätzung  für  die 

entsprechende Steuerperiode wurde deklarationsgemäss vorgenommen.  

Für das Geschäftsjahr 1.7.2005 - 30.6.2006 wies die Pflichtige in ihrer Jahres-

rechnung einen Gewinn von exakt Fr. 0.- aus. Dementsprechend deklarierte sie für die 

Steuerperiode 1.7.2005 - 30.6.2006 nach Übernahme des Vorjahresverlusts wiederum 

einen steuerbaren Reingewinn von Fr. - 18'612.- (Verlust); das Eigenkapital wurde mit 

Fr. 189'938.- und das steuerbare Eigenkapital mit Fr. 200'000.- (= einbezahltes Aktien-

kapital) angegeben. Der Jahresrechnung liess sich entnehmen, dass das gewinnseitige 

Nullergebnis durch einen ausserordentlichen Ertrag "Zuschüsse von Schwestergesell-

schaft" in der Höhe von Fr. 152'187.- zustande gekommen war; ohne diesen Zuschuss 

hätte mithin im 2. Geschäftsjahr ein Verlust in dieser Höhe resultiert. 

Mit Auflage vom 14. Januar 2008 untersuchte der Steuerkommissär  den vor-

erwähnten  Zuschuss,  verlangte  den  diesbezüglichen  belegmässigen  Nachweis,  den 

vollständigen  Namen  der  Schwestergesellschaft  sowie  ein  Organigramm  der  Gruppe 

unter Angabe der Aktionäre.  

Die  Pflichtige  antwortete  am  30. Januar  2008  dahingehend,  dass  es sich  bei 

der Schwestergesellschaft um die "D" handle. Zum Nachweis des Zuschusses reichte 

sie  Auszüge  des  Buchhaltungskontos  1110  "Forderung  gegenüber  D"  sowie  eine 

Gutschriftsanzeige einer Bank betreffend eine vom 8. November 2007 datierende Zah-

lung der D im Betrag von Fr. 137'844.27 ein. Weiter bemerkte sie, dass die Gruppen-

gesellschaften  nicht  formell  verbunden  seien;  einziges  Bindeglied  sei  der  Hauptaktio-

när und Verwaltungsratspräsident E. Ein Organigramm wurde nicht eingereicht.  

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Mit  abgeänderter  Auflage  vom  7. Februar  2008  verlangte  der  Steuerkommis-

sär  einen  detaillierten  Buchhaltungsauszug,  eine  detaillierte  Beschreibung  der  Ge-

schäftstätigkeiten der Pflichtigen und der D samt Funktionsanalysen, den Zusammen-

arbeitsvertrag  der  Schwestergesellschaften,  die  Jahresrechnung  der  D  sowie  den 

Arbeitsvertrag zwischen der Pflichtigen und E einschliesslich eines Stellenbeschriebs.  

Mit  Antwort  vom  28. Februar  2008  wies  die  Pflichtige  darauf  hin,  dass  ihre 

etwas ungewöhnliche Geschäftstätigkeit bereits Gegenstand von Abklärungen der Eid-

genössischen Finanzverwaltung (Kontrollstelle für das Geldwäschereigesetz) gewesen 

sei.  Der  Einfachheit  halber  reiche  sie  ein  entsprechendes  Schreiben  der  letzteren  In-

stanz ein; bei weiterem Erklärungsbedarf gebe E telefonisch Auskunft.  

Nachdem  der  Steuerkommissär  am  6. März  2008  die  Erfüllung  der  Auflage 

gemahnt  hatte,  reichte  die  Pflichtige  mit  Eingabe  vom  20. März  2008  den  verlangten 

Buchhaltungsauszug, einen Kurzbericht zu ihren Tätigkeiten sowie den Arbeitsvertrag 

zwischen ihr und E ein. Im Übrigen wies sie darauf hin, dass die D eine auf den F do-

mizilierte Vermögensgesellschaft sei, die hauptsächlich als "Corporate Director" für die 

ebenfalls  auf  den  F  domizilierten  Vermögensverwaltungsgesellschaten/Zweck-

gesellschaften G und H tätig sei. Die D habe sich bereit erklärt, bis 31. Dezember 2007 

ihre  Anlaufkosten  zu  decken.  Deren  Interesse  sei  dabei,  dass  sie,  die  Pflichtige,  die 

von  der  "I"  emittierten  Zertifikate  erwerbe;  diese  seien  auf  die  von  der  D  verwalteten 

Zweckgesellschaften  ausgerichtet,  woraus  die  Letztere  wiederum  Vermögensverwal-

tungserlöse generiere. Eine Jahresrechnung der D liege ihr nicht vor. 

Mit Einschätzungsentscheid bzw. Hinweis  vom 7. April 2008 setzte der Steu-

erkommissär die Steuerfaktoren wie folgt fest: 

Staats- und Gemeindesteuer 

Direkte Bundessteuer 

Steuerbarer Reingewinn  
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital  
Kapitalsteuersatz 

Fr. 

14'200.- 
8.0% 

200'000.- 
0.75 ‰. 

Fr. 

14'200.- 

Eigenkapital per 31.12.2006 

189'938.- . 

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Zur Begründung wies er darauf hin, dass die Auflagen nicht vollständig erfüllt 

worden  seien.  Insbesondere  sei  kein  Zusammenarbeitsvertrag  eingereicht  worden, 

weshalb  keine  Überprüfung  der  von  der  Pflichtigen  für  die  Schwestergesellschaft  ge-

leisteten Dienstleistungen möglich sei. Im Drittvergleich müsse die Dienstleistungsent-

schädigung  eine  Gewinnerzielung  ermöglichen.  Aus  diesem  Grund  sei  anstelle  des 

deklarierten  Zuschusses  von  Fr. 152'187.-  ein  "Verrechnungspreis"  von  Fr. 185'000.- 

einzusetzen.  

Die  Bundessteuerveranlagung  wurde  mit  Schlussrechnung  vom  2. Mai  2008 

formell eröffnet. 

B.  Hiergegen  erhob  die Pflichtige  am  22. April  2008  (Staats-  und  Gemeinde-

steuern)  bzw.  13. Mai  2008  (direkte  Bundessteuer)  Einsprache  mit  dem  Antrag  auf 

Vornahme der Einschätzung gemäss Deklaration. Zur Begründung wurde im Wesentli-

chen geltend gemacht, dass zwischen der Pflichtigen und der D keine Dienstleistungs-

beziehung bestehe. Wie sich dem bereits eingereichten Bericht entnehmen lasse, be-

stehe  der  Geschäftszweck  der  Pflichtigen  darin,  Gelder  über  die  Ausgabe  von 

Anleihensobligationen  beim  Publikum  aufzunehmen,  um  diese  Gelder  alsdann  unter-

schiedlich  gewichtet  in  Wertpapieren  anzulegen,  welche  u.a.  von  ihren  Schwesterge-

sellschaften  ausgegeben  würden.  Umsätze  erziele  die  Pflichtige  aus  der  Verwaltung 

dieser Wertpapiere. Wenn überhaupt läge darin eine Dienstleistung für die Anleger der 

Obligationen,  nicht  aber für  die  Schwestergesellschaft.  Branchenüblich seien  die  Um-

sätze in der Anlaufphase noch gering gewesen bzw. sei mit Anlaufverluste zu rechnen 

gewesen. Die D habe sich deshalb bereit erklärt, der Pflichtigen einen Betriebskosten-

zuschuss in Höhe des jährlichen Verlusts zu gewähren, um so deren Bilanz auszuglei-

chen,  was  eine  Voraussetzung für  den  inzwischen  stärkeren  Absatz  der  Obligationen 

gewesen  sei.  Diesen  Zuschuss  habe  der  Steuerkommissär  völlig  verfehlt  als  Dienst-

leistungsertrag interpretiert und zudem habe er noch einen Gewinn von über 20% hin-

zugeschlagen.  Verlustübernahmeabsprachen  unter  verbundenen  Konzernunterneh-

mungen seien gerade vor dem Hintergrund einer "gemeinsamen Wahrnehmung in der 

Öffentlichkeit/Bonität"  üblich;  noch nie vorgekommen  sei  indes,  dass  das  verlustüber-

nehmende  Unternehmen  auch  noch  einen  Mindestgewinn  ersetze.  Die  Verlustüber-

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nahme  sei  eine  Massnahme  des  Kapitalverkehrs  und  keine  Dienstleistung.  Dement-

sprechend existiere kein Zusammenarbeitsvertrag; die einzige Form der Zusammenar-

beit bestehe darin, dass die eine Gesellschaft Wertpapiere der anderen erwerbe. Mit-

hin  seien  auch  keine  Verfahrenspflichten  verletzt  worden  und  fehlten  damit  auch  die 

Voraussetzungen  für  die  vom  Steuerkommissär  vorgenommene  Schätzung  nach 

pflichtgemässem Ermessen.   

Mit Entscheiden vom 21. September 2009 wies das kantonale Steueramt die 

Einsprachen  ab.  Es  erwog,  dass  die  Pflichtige  in  ihrem  2. Geschäftsjahr  neben  dem 

ausserordentlichen  Zuschuss  der  Schwestergesellschaft  ertragsseitig  lediglich  einen 

Dienstleistungsertrag von Fr. 337.50 und einen Zinsertrag von Fr. 451.60 verbucht ha-

be. Dass eine Vermögensverwaltungsgesellschaft bei einem verbuchten Lohnaufwand 

von  Fr. 87'000.-    einen  derart  unbedeutenden  Ertrag  erziele,  sei  unüblich.  Aus  den 

Ausführungen  der  Pflichtigen  gehe  hervor,  dass  sie  im  Interesse  ihrer  Schwesterge-

sellschaft handle und damit auch Dienstleistungen für  diese erbringe bzw. eng mit  ihr 

zusammenarbeite.  Eine  unabhängige  Gesellschaft  würde  ohne  vertragliche  Vereinba-

rung und ohne angemessene Gegenleistung keine Verlustübernahme erklären. Daraus 

könne  geschlossen  werden,  dass  die  D  ein  grosses  geschäftliches  Interesse  an  der 

Pflichtigen habe. Ohne angemessene Gegenleistung wäre unter unabhängigen Dritten 

vertraglich  ein  zu  verzinsendes  Darlehen  vereinbart  worden,  wobei  die  Pflichtige  ver-

mutlich  keine  Sicherheiten  hätte  leisten  können.  Demgegenüber  sei  hier  per  30. Juni 

2006 eine Forderung gegenüber der D verbucht worden, wobei die Vergütung erst per 

8. November  2007  erfolgt  sei.  Nach  der  allgemeinen  Lebenserfahrung  sei  mithin  von 

einer Dienstleistung auszugehen. Ob die Entschädigung für die Dienstleistung nach "at 

arms length" erfolgt sei, könne nicht geprüft werden, weil die Pflichtige die verlangten 

Angaben  und  Unterlagen  nicht  geliefert  habe.  Es  fehlten  die  Funktionsanalysen  der 

Schwestergesellschaften  und  die  Jahresrechnung  der  D;  dergestalt  sei  etwa  ein  Ver-

gleich  "Gewinn/Personalaufwand"  nicht  möglich.  Nicht  nachvollziehbar  sei  sodann, 

wieso der Zuschuss der Schwestergesellschaft in der Steuererklärung nicht steuerlich 

erfolgsneutral als Kapitaleinlage vom Gewinn in Abzug gebracht worden sei. Ingesamt 

sei erstellt, dass die Geschäftsbeziehung zwischen der Pflichtigen und der  D nicht je-

ner von unabhängigen Gesellschaften entspreche. Dabei sei davon auszugehen, dass 

die  Pflichtige  Dienstleistungen  im  Interesse  der  D  erbringe;  diese  seien – im  Drittver-

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gleich – gewinnbringend zu  verrechnen. Entsprechend  bedürfe es diesbezüglich einer 

Schätzung nach pflichtgemässem Ermessen. 

C.  Hiergegen  erhob  die  Pflichtige  am  22. Oktober  2009  Rekurs  (Staats-  und 

Gemeindesteuern) bzw. Beschwerde (direkte Bundessteuer) und beantragte gleichlau-

tend,  den  steuerbaren  Reingewinn  für  die  Steuerperiode  1.7.2005  -  30.6.2006  auf 

Fr. -152'187.-  (Verlust)  und  das  steuerbare Eigenkapital  auf  Fr. 47'813.- festzusetzen; 

sodann  sei  in  Abänderung  der  angefochtenen  Entscheide  weder  eine  Gewinnsteuer, 

noch eine  Kapitalsteuer  festzusetzen.  Eventualiter  sei  der  steuerbare  Reingewinn  auf 

Fr. 0.-    und  das  steuerbare  Eigenkapital  auf  Fr. 200'000.-  festzusetzen;  diesfalls  sei 

sodann keine Gewinnsteuer, jedoch eine Kapitalsteuer von Fr. 300.- festzusetzen. An-

ders als im Einschätzungs- und Einspracheverfahren wurde nunmehr geltend gemacht, 

der umstrittene Zuschuss sei eine "à fonds perdu- Leistung", welche steuerlich erfolgs-

neutral  zu  behandeln  sei.  Es  handle  sich  um  eine  "steuerneutrale  Schenkung"  durch 

eine  Schwestergesellschaft,  mit  dem  klar  erkennbaren  und  wirtschaftlich  sinnvollen 

Interesse, keine Schäden für die Gesamtgruppe entstehen zu lassen.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Vernehmlassung  vom  23. November 

2009 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich 

nicht vernehmen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Gegenstand  der  angefochtenen  Einspracheentscheide  bildet  die  Veranla-

gung des steuerbaren Reingewinns (Staats- und Gemeindesteuern sowie direkte Bun-

dessteuer)  sowie  des  steuerbaren  Eigenkapitals  (Staats-  und  Gemeindesteuern).  Bei 

der Veranlagung der direkten Bundessteuer wird das Eigenkapital im Rahmen der Ver-

anlagung zwar ebenfalls "bekannt gegeben" (vgl. Art. 131 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über  die direkte Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990;  [DBG]),  doch  geschieht  dies 

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lediglich  zu  Kontrollzwecken;  weil  das  Eigenkapital  (mangels  Kapitalsteuer  auf  Bun-

desebene) nicht eigentlich veranlagt wird, kann die Veranlagungsverfügung diesbezüg-

lich  auch  nicht  angefochten  werden  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar 

zum DBG, 2.A., 2009, Art. 131 N 5 Art. 131 N 5). Nicht Gegenstand der angefochtenen 

Veranlagungen sind sodann die letztlich geschuldeten Steuerbeträge; diese werden im 

Rahmen des Steuerbezugverfahrens festgelegt.  

Soweit  sich  die  Anträge  der  Pflichtigen  auf  das  Eigenkapital  im  Bereich  der 

direkten  Bundessteuer  sowie  (in  beiden  Steuerbereichen)  auf  die  Festlegung  der  ge-

schuldeten  Steuerbeträge  beziehen,  ist  auf  die  Rechtsmittel  demnach  nicht  einzutre-

ten.  

2. a)  Die  Pflichtige  verbuchte  im  streitbetroffenen  Geschäftsjahr  1.7.2005-

30.6.2006  über  das  Erfolgskonto  8005  einen  ausserordentlichen  Ertrag  "Zuschüsse 

von  Schwestergesellschaft"  im  Betrag  von  Fr. 152'187.46;  dieser  Betrag  entsprach 

exakt  dem  erwirtschafteten  Jahresverlust.  In der  Steuererklärung  2006  deklarierte sie 

den Zuschuss als steuerbaren Ertrag, denn eine Ausscheidung unter der Rubrik "Der 

Erfolgsrechnung gutgeschriebene, nicht steuerbare Erträge" (wie z.B. Kapitaleinlagen) 

erfolgte nicht.  

b)  aa)  Der  Steuerkommissär  hat  den  Sachverhalt  rund  um  diesen  Zuschuss 

der Schwestergesellschaft näher untersucht und im Rahmen einer ersten Auflage vom 

14. Januar 2008 zunächst Angaben zur Firmengruppe sowie insbesondere den beleg-

mässigen Nachweis über den Zuschuss verlangt. Die Pflichtige reichte dazu einerseits 

einen  Auszug  des  Kontos  1110,  "Forderung  gegenüber  D"  aus  der  Buchhaltung 

1.7.2005 - 30.6.2006 ein; als einzige Buchung ist per 30.6.2006 die Forderung gegen-

über der D per 30.6.2006 in der Höhe von Fr. 152'187.46 ersichtlich. Ebenfalls einge-

reicht  wurde  das  gleiche  Kontoblatt  des  Folgejahrs  (1.7.2006  -  30.6.2007).  Diesem 

gemäss  wurden  per  29.8.2006  und  per  18.4.2007  Zahlungseingänge  der  D  von 

Fr. 80'000.-  bzw.  Fr. 15'000.-  sowie  per  30.6.2007 – unter  der  Bezeichnung  "Kosten-

übernahme durch D bis 31.12.2006" – diverse Forderungen gegenüber D im Gesamt-

umfang  von  Fr. 76'545.53  verbucht;  unter  Berücksichtigung  des  Saldovortrags  aus 

dem Vorjahr verblieb ein Schlusssaldo zu Lasten der D von Fr. 133'732.99. Der letzte-

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re  Betrag  ist  der  Pflichtigen  gemäss  eingereichtem  Bankbeleg  einer  Schweizer  Bank 

am November 2007 von der D überwiesen worden. 

Über  den  Hintergrund  des  von  der  Schwestergesellschaft  geleisteten  "Zu-

schusses"  lässt  sich  diesen  Unterlagen  nichts  entnehmen.  Klar  ist  lediglich,  dass  im 

streitbetroffenen  Geschäftsjahr keine  Zahlung geflossen  ist,  sondern  lediglich  per  Da-

tum  des  Jahresabschlusses  eine  dem  erwirtschafteten  Jahresverlust  entsprechende 

Forderung  zulasten  der  Schwestergesellschaft  aktiviert  worden  ist.  Unklar  blieb  nach 

dieser ersten Auflage sodann auch die Frage der Einbettung der Pflichtigen in die Un-

ternehmensgruppe,  denn  das  verlangte  Organigramm  wurde  nicht  vorgelegt;  geltend 

gemacht  wurde  in  diesem  Zusammenhang  lediglich,  dass  die  Gesellschaften  allein 

über den Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsidenten E verbunden seien.  

 bb) Mit der zweiten (erweiterten) Auflage vom 7. Februar 2008 verlangte der 

Steuerkommissär einen Auszug der Gesamtbuchhaltung der Pflichtigen sowie die Jah-

resrechnung  der  D.  Sodann  ging  es  ihm  darum,  Kenntnisse  über  die  genauen  Ge-

schäftstätigkeiten der Pflichtigen und deren Schwestergesellschaft auf den F zu erlan-

gen;  so  verlangte  er  entsprechende  detaillierte  Beschriebe  und  Funktionsanalysen 

sowie  den  Zusammenarbeitsvertrag  der  beiden  Gesellschaften.  Zudem  wollte  er  in 

Erfahrung bringen, welche Tätigkeiten E für die Pflichtige ausführt, weshalb er dessen 

Arbeitsvertrag inkl. Stellenbeschrieb einforderte. 

aaa) Zur Beantwortung dieser Auflage verwies die Pflichtige mit Eingabe vom 

28. Februar  2008  zunächst  auf  ein  Schreiben  der  Eidgenössischen  Finanzverwaltung 

(Kontrollstelle Geldwäschereigesetz) vom 17. März 2005. Im Letzteren wird Folgendes 

festgehalten: Die Pflichtige gebe Wandelanleihen aus, welche spätestens nach 10 Jah-

ren zwingend in Aktien umgewandelt würden. Es werde dergestalt Fremdkapital mit der 

Konsequenz  einer  späteren  Umwandlung  in  Eigenkapital  aufgenommen,  womit  eine 

bedingte Kapitalerhöhung vorliege. Im Ergebnis führe die Herausgabe der Wandelan-

leihen  zu  einer  körperschaftlichen  Beteiligung  der  Anleihensobligationäre.  Weil  die 

Pflichtige ausschliesslich im Finanzsektor tätig sei, handle es sich bei den Wandelan-

leihen  um  eine  gesellschaftsrechtlich  organisierte  Form  der  gemeinschaftlichen  Kapi-

talanlage; bezweckt werde die kollektive Kapitalanlage und die Erzielung von Erträgen 

und/oder Kapitalgewinnen. Die Pflichtige verfolge damit keine unternehmerische Tätig-

keit  im  eigentlichen  Sinn.  Primäre  Funktion  der  Wandelanleihen  sei  nicht  die  Unter-

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nehmensfinanzierung,  sondern  die  Vermögensanlage.  Die  Pflichtige  sei  demnach  als 

Investmentgesellschaft  zu  qualifizieren  (und  deshalb  auch  dem  Geldwäschereigesetz 

zu unterstellen).  

bbb) Auf die steuerbehördliche Mahnung hin wurde mit Eingabe vom 20. März 

2008 der verlangte Buchhaltungsauszug sowie ein vom 28. Juni 2005 datierender Ar-

beitsvertrag  (ohne  Stellenbeschrieb)  von  E  eingereicht.  Dem  Letzteren  gemäss  ist  E 

als "Chief Investment Officer" für die Pflichtige tätig, wofür er mit Fr. 5'000.- pro Monat 

(brutto) sowie einer Dienstwohnung in der Schweiz entlöhnt wird.  

Weiter  wurde  ein  vom  31. Januar  2007  datierender  Tätigkeitsbeschrieb  der 

Pflichtigen eingereicht, welcher (offenbar von ihr selbst) wiederum im Zusammenhang 

mit  dem  Geldwäschereigesetz  erstellt  worden  ist.  Darin  wird  festgehalten,  dass  das 

deutsche Mutterhaus der Pflichtigen, die  I, zwei  Index-Zertifikate mit unterschiedlicher 

Strategieausrichtung vertreibe. Die Pflichtige biete alternativ oder ergänzend 10-jährige 

Wandelanleihen  an;  in  ihrem  Portfolio  würden  dabei  die  beiden  genannten  Produkte 

des deutschen Mutterhauses gehalten, wobei versucht werde, durch geschickte Alloka-

tion eine bessere Rendite zu erzielen. Weil sich die Wandelanleihe parallel zu den Ak-

tienkursen  entwickle,  profitiere  auch  der  Anleger  von  dieser  Strategie.  Seit  Aufnahme 

der Geschäftstätigkeit seien moderat Verkäufe von Wandelanleihen an eine Grossbank 

getätigt worden.  

Zur  Geschäftstätigkeit  der  D  wurde  ausgeführt,  dass  diese  hauptsächlich  als 

Corporate  Director  für  die  ebenfalls  auf  den  F  domizilierten  Vermögensanlagegesell-

schaften/Zweckgesellschaften G und H tätig sei. Nicht eingereicht wurden die Jahres-

rechnung  der  D  und  der  verlangte  Zusammenarbeitsvertrag  zwischen  dieser  und  der 

Pflichtigen.  In  letzterem Zusammenhang  wurde  stattdessen  erwähnt,  die  D  habe  sich 

bereit erklärt, bis 31. Dezember 2007 die Anlaufkosten der Pflichtigen zu decken, weil 

deren Interesse darin bestehe, dass sie, die Pflichtige, die Zertifikate der von der I ver-

walteten  Zweckgesellschaften  erwerbe,  woraus  die  D  wiederum  Vermögensverwal-

tungserlöse erziele.  

cc)  Insgesamt  verblieben  damit  zwar  Lücken  im  untersuchten  Sachverhalt, 

doch stand immerhin Folgendes fest: 

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Bei  der  Pflichtigen  handelt  es  sich  offensichtlich  um  eine  Investmentgesell-

schaft,  welche  keine  unternehmerische  Tätigkeit  ausübt.  Ihr  Ziel  ist  letztlich  die  Be-

schaffung von Anlagekapital (im Sinn von Eigenkapital) via Pflichtwandelanleihen (d.h. 

Anleihen,  die  letztlich  zwingend  in  Aktien  der  Pflichtigen  umgewandelt  werden),  um 

alsdann dieses Kapital zu verwalten bzw. durch geschickte Anlage zu vermehren. Da-

bei  wird insoweit eine einfache Anlagestrategie verfolgt,  als vorab von der I emittierte 

Zertifikate  erworben  werden;  diese  betreffen  zwei  in  den  …-Konzern  eingebundene 

Investmentfonds auf den F (G, sowie H), hinter welchen wiederum die D steht.  

Bei dieser Lage der Dinge fehlen jegliche Indizien für die Annahme, die Pflich-

tige habe für die D Dienstleistungen erbracht, welche im Verhältnis unter Nahestehen-

den  marktgerecht  zu  entschädigen  wären.  Das  blosse  Zuführen  von  Kapital  im  Sinn 

eines  Anlageentscheids  kann  jedenfalls  nicht  als  Dienstleistung  bezeichnet  werden. 

Entsprechend  ist  nachvollziehbar,  dass  keine  Dienstleistungsvereinbarung  zwischen 

den beiden Schwestergesellschaften existiert. Die Beweislast dafür, dass die Pflichtige 

für die D eine Dienstleistung erbracht hat bzw. eine entsprechende Entschädigung zu 

gute  hat,  trägt  im  Übrigen  die  Steuerbehörde  (vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  2. A.,  2006,  §   132  N 90  ff., 

wonach die Steuerbehörde im Allgemeinen die Beweislast für steuerbegründende Tat-

sachen  trägt).  Dieser  Nachweis  wurde  nicht  erbracht,  womit  auch  kein  Raum  für  die 

Vornahme einer entsprechenden Ermessenseinschätzung verbleibt.  

c) Daraus folgt nun aber nicht, dass der Zuschuss der D – wie von der Pflich-

tigen rekurs- und beschwerdeweise erstmals verfochten – als erfolgsneutral zu verbu-

chende  "Leistung  à  fonds  perdu"  im  Sinn  von  § 66  lit. a  des  Steuergesetzes  vom 

8. Juni  1997  (StG)  bzw.  Art. 60  lit. a  DBG  und  damit  als  unentgeltliche  Leistung  von 

Beteiligten  bzw.  als  verdeckte  Kapitaleinlage  zu  qualifizieren  wäre 

(vgl. 

Kuhn/Brülisauer,  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Band  I/1,  2. A., 

2002, Art. 24 N 158 StHG mit Hinweisen):  

aa)  Die  Pflichtige  hat  den  Zuschuss  nicht  als  steuerneutrale  Kapitaleinlage, 

sondern  als  steuerwirksamen  (ausserordentlichen)  Ertrag  deklariert.  Dies  völlig  zu 

Recht.  Wenn  sie  nämlich  geltend  macht,  die  D  habe  ein  Interesse  daran,  dass  das 

über die Schweizer Wandelanleihen aufgenommene Investmentkapital via I letztlich in 

die F-Gesellschaften investiert werde, womit diese entsprechende Erträge generierten 

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(Vermögensverwaltungsgebühren,  Management  Fees  etc.),  so  folgt  daraus,  dass  die 

Verlustübernahme sehr wohl geschäftlich begründet ist. In solcher Konstellation über-

nimmt  die  D  die  Verluste  der  Pflichtigen  in  deren  Anlaufphase  nämlich  im  Sinn  einer 

vorweggenommenen  Gegenleistung  für  den  in  Aussicht  stehenden  künftigen  Zufluss 

von  ertragsbringendem  Anlagevermögen.  Grund 

für  die  Verlustübernahme  der 

Schwestergesellschaft  ist  damit  nicht  die  Kapitalhingabe  im  Sinn  einer  Sanierungs-

massnahme.  

Auszugehen  ist  bei  alledem  davon,  dass die  Pflichtige für  die  Zuführung  von 

ertragbringendem Anlagekapital an die ihr nahestehenden ausländischen Gesellschaf-

ten  gewisse  Entschädigungen  (Provisionen,  Retrozessionen)  zu  gute  hat.  Diese  Ent-

schädigungen  müssen  einem  Drittvergleich  (d.h.  dem  "arm's  length  principle")  stand-

halten,  wobei  sich  dieser  im  internationalen  Verhältnis  an  den  OECD-Richtlinen 

orientiert. Bei – wie vorliegend – im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen multina-

tionalen  Konzernen,  geht  es dabei  um  die  sogenannte  Verrechnungspreisproblematik 

bzw.  letztlich  um  eine  angemessene  Aufteilung des  Steueraufkommens im  internatio-

nalen  Verhältnis.  Angemessenheit  bedeutet  dabei,  dass  die  für  den  Gewinn  aus-

schlaggebenden  Verrechnungspreise  mit  den  ausgeführten  Funktionen,  den  über-

nommenen  Risiken  und  den  eingesetzten  Wirtschaftsgütern  der  an  der  jeweiligen 

konzerninternen  Transaktion  beteiligten  Unternehmen  im  Einklang  zu  stehen  haben 

(vgl.  zum  Ganzen  auch:  Zuckschwerdt/Meuter,  Verrechungspreisproblematik  bei 

grenzüberschreitendem  Management  von  Private-Equity-  und  Hedge-Funds,  ZStP 

2009, 1 ff.).  

bb) Im vorliegenden Fall ist eine Überprüfung von Verrechnungspreisen nicht 

möglich,  denn  einerseits  zielten  die  Auflagen  der  Steuerbehörde  nicht  konsequent  in 

diese  Richtung  und  wurde  überdies  die  I  nicht  in  die  Untersuchung  mit  einbezogen; 

anderseits  lieferte  die  Pflichtige  im  Auflageverfahren  weder  nähere  Angaben  zu  den 

genauen  Tätigkeiten  und  Funktionen  der  ausländischen  Schwestergesellschaften, 

noch  solche  zu  denjenigen  von  E,  welcher  offenbar  sämtliche  Konzerngesellschaften 

beherrscht.  In  der  hier  betroffenen  Steuerperiode  1.7.2005  -30.6.2006  drängen  sich 

indes aus den folgenden Gründen keine weiteren Untersuchungen im Zusammenhang 

mit der Verrechnungspreisproblematik auf: 

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Die  Pflichtige stand  noch  ganz  am  Anfang  ihrer  Ende 2004  aufgenommenen 

Tätigkeiten;  d.h.  die  Suche  nach  Kapital  verbunden  mit  der  anschliessenden  Anlage 

dieses  Kapitals  hatte  gerade  erst  begonnen.  Dies  zeigt  sich  etwa  darin,  dass  in  der 

Jahresrechnung  1.7.2005  -  30.6.2006  erstmals  die  Aufwandposition  "Werbedrucksa-

chen"  mit  Kosten  von  Fr. 7'775.20  auftaucht.  Den  Buchhaltungskonti  1030  und  1061 

lässt sich sodann entnehmen, dass einerseits lediglich Wandelanleihen im Betrag von 

rund Fr. 140'000.- platziert werden konnten und dass sich andrerseits die ersten Anla-

gen  in  F-Zertifkate  auf  (umgerechnet)  rund  Fr. 220'000.-  beschränkten  (Kauf  von  300 

H-Zertifikaten  und  700  G-Zertifikaten).  Für  das  Verwalten  dieser  wenigen  Zertifikate 

wurde  sodann  ein  entsprechend  bescheidener  Dienstleistungsertrag  von  Fr. 337.50 

verbucht  (Konto  3400).  Bei  diesem  noch  bescheidenen  Investitionsvolumen  verbleibt 

von vornherein kein Raum für die Annahme, die D (oder andere Gruppengesellschaf-

ten)  hätten  der  Pflichtigen  Gegenleistungen  geschuldet,  welche  den  erwirtschafteten 

Jahresverlust erreicht oder gar überschritten hätten.  

cc)  Fragen  liesse  sich  allenfalls,  ob  der  zum  ordentlichen  Jahresverlust  von 

rund Fr. 150'000.- führende Betriebsaufwand, enthaltend insbesondere die Entlöhnung 

von E, geschäftsmässig begründet ist bzw. Kosten enthält, welche den ausländischen 

Schwestergesellschaften anzulasten sind. Auch dafür fehlen indes Indizien: Unter Be-

rücksichtigung  der  Branche  (Vermögensverwaltung/Investmentfonds)  ist  bei  einer 

Lohnhöhe  von  Fr. 87'000.-  nicht  naheliegend,  dass  im  Lohn  von  E  auch  Leistungen 

enthalten sein könnten, welcher dieser für die ausländischen Schwestergesellschaften 

erbracht hat; auszugehen ist vielmehr davon, dass der Genannte von den schon länger 

aktiven  Gruppengesellschaften  weitere  Saläre  bezogen  hat.  Im  Übrigen  wäre  aber 

durch  die  Verlustübernahme  der  D  ein  allfällig  notwendiger  Salärausgleich  mehr  als 

kompensiert worden.  

dd) Bei dieser Lage der Dinge besteht demzufolge kein Anlass, die Sache zur 

weiteren  Untersuchung  an  das  Steueramt  zurückzuweisen,  sind  doch  trotz  gewisser 

Lücken  im  Sachverhalt  keinerlei  Anhaltspunkte  für  ein  Korrekturpotential  vorhanden, 

welches den von der Pflichtigen deklarierten steuerbaren Reingewinn von - Fr. 18'612.- 

(Verlust) in den positiven Bereich drehen könnte.   

d) Bemerkungsweise bleibt anzufügen, dass mit den zu erwartenden Umsatz-

steigerungen  in  den  Folgejahren  die  angesprochene  Verrechnungspreisproblematik 

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dereinst durchaus aktuell  werden könnte. Dies erheischte dannzumal, dass einerseits 

die Steuerbehörde die multinationalen Verhältnisse mit Blick auf die Funktionen, Leis-

tungen, Erträge etc. der Gruppengesellschaften sachgerecht untersuchte (gegebenen-

falls  mit  Hilfe  einer  steueramtlichen  Buchprüfung)  und  dass  andrerseits  die  Pflichtige 

gehalten wäre, diesbezüglich mitzuwirken und Transparenz zu schaffen, ansonsten bei 

der  steuerlichen  Gewinnfestlegung  gegebenenfalls  der  Weg  über  die  Ermessensein-

schätzung zu beschreiten wäre.  

3. Dem  Gesagten  entsprechend  beläuft  sich  das  Eigenkapital  der  Pflichtigen 

auf den deklarierten Betrag von Fr. 189'938.-; dies letztlich unabhängig davon, ob der 

Zuschuss  der  D  als  erfolgswirksamer  Ertrag  oder  als  erfolgsneutrale  Kapitaleinlage 

qualifiziert wird. Steuerbar ist im Bereich der Staats- und Gemeindesteuern indes oh-

nehin zumindest das einbezahlte Aktienkapital (vgl. § 79 Abs. 2 StG), welches im vor-

liegenden Fall Fr. 200'000.- beträgt. Insoweit ist der angefochtene Entscheid mithin zu 

bestätigen und dringt die Pflichtige mit ihrem Rekursantrag (Festsetzung des steuerba-

ren Eigenkapitals auf Fr. 47'813.-) nicht durch.  

4. Nach  alledem  ist  der  Rekurs  teilweise  und  die  Beschwerde  vollumfänglich 

gutzuheissen, soweit auf die Rechtsmittel einzutreten ist.  

Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  dem  grossmehrheitlich  unterlie-

genden  Rekursgegner  bzw.  der  vollumfänglich  unterliegenden  Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG und Art. 144 Abs. 1 DBG). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen,  soweit  darauf  einzutreten  ist.  Die  Rekur-

rentin  wird  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuer,  Steuerperiode  1.7.2005  - 

30.06.2006, mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 0.- und einem steuerbaren 

Eigenkapital von Fr. 200'000.- (Kapitalsteuersatz  0.75 ‰) eingeschätzt. 

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2.  Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerde-

führerin  wird  für  die  direkte  Bundessteuer,  Steuerperiode  1.7.2005  -  30.06.2006, 

mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 0.- veranlagt. 

Das steuerlich massgebende Eigenkapital der Steuerperiode 1.7.2005 - 30.06.2006 

beträgt Fr. 189'938.- (Art. 131 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

[…] 

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