# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bdd1c2c5-f890-596d-b9e0-547a5f226e3d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 14.06.2016 460 2016 19 (460 16 19)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2016-19_2016-06-14.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

 

 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

14. Juni 2016 (460 16 19)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Hehlerei 

 

 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Helena Hess (Ref.), Richter    

Stephan Gass; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger   
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 
4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
A.____ AG,  
Privatklägerin 

  
 
gegen 
 
 

 

 

 

 

 

 

B.____, 
vertreten durch Advokat Simon Berger, Haus zum Thurgauerhof, 
Lindenstrasse 2, Postfach 552, 4410 Liestal,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

Gegenstand Hehlerei  

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
19. November 2015 

  

 
 
 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Sachverhalt 

 

  

A. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 19. November 2015 wur-
de B.____ der Hehlerei schuldig gesprochen und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe 
von 14 Monaten verurteilt, bei einer Probezeit von 2 Jahren (Ziffer I.3. des Urteilsdispositivs). 
Mit demselben Urteil wurde C.____ der Veruntreuung schuldig gesprochen und zu einer bedingt 
vollziehbaren Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt, unter Anrechnung der vom 12. Juli 2013 
bis zum 13. Juli 2013 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 2 Tagen, bei einer 
Probezeit von 2 Jahren (Ziffer I.1. des Urteilsdispositivs). Zudem wurde D.____ der Hehlerei 
schuldig gesprochen und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, unter 
Anrechnung der vorläufigen Festnahme vom 12. Juli 2013 bis zum 13. Juli 2013 von 1 Tag, bei 
einer Probezeit von 2 Jahren, verurteilt (Ziffer I. 2. des Urteilsdispositivs). Sodann wurden 
C.____, D.____ und B.____ in solidarischer Verbindung mit den jeweils anderen Mitbeschuldig-
ten dazu verurteilt, der A.____ AG Schadenersatz in Höhe von CHF 300‘000.‒ zzgl. Zins zu 5% 
seit dem 12. Juli 2013, zu bezahlen. Hinsichtlich der Kosten wurde bezüglich B.____ entschie-
den, dass dieser in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskos-
ten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 1‘524.15 und der Gerichtsgebühr 
von CHF 3‘000.‒ zu tragen hat (Ziffer III. 3. des Urteilsdispositivs). Bezüglich der C.____ und 
D.____ auferlegten Kosten kann auf Ziffer III.1 und 2 des Urteilsdispositivs der Vorinstanz ver-
wiesen werden. 
 
B. Gegen das Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 19. November 
2015 meldete B.____, vertreten durch Advokatin Martina De Roche, mit Eingabe vom 8. Febru-
ar 2016 die Berufung an. 
 
Ebenso meldeten C.____ sowie D.____ gegen dieses Urteil die Berufung an, zogen diese je-
doch mit Eingabe vom 3. Februar 2016 bzw. vom 22. Februar 2016 wieder zurück.  
 
Mit Berufungserklärung vom 8. Februar 2016 beantragte B.____, er sei vom Vorwurf der Hehle-
rei freizusprechen und die Zivilforderung der Privatklägerin abzuweisen, unter o/e-Kostenfolge 
zu Lasten des Staates. 
 

C. Demgegenüber begehrte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Berufungsantwort 
vom 21. März 2016, die Berufung des Beschuldigten sei abzuweisen und das Urteil des Straf-
gerichts vom 19. November 2015 vollumfänglich zu bestätigen (Ziffer 1). Die Verfahrenskosten 
seien vollumfänglich dem Berufungskläger aufzuerlegen (Ziffer 2). 
 
D. Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts, Abteilung 
Strafrecht, betrifft, so wurde dem Beschuldigten mit Verfügung vom 28. April 2016 eine peremp-

 
 
 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

torische Frist bis zum 9. Mai 2016 gesetzt, um eine neue Wahlverteidigung zu bestimmen, 
nachdem Advokatin Martina de Roche mit Eingabe vom 26. April 2016 mitgeteilt hatte, dass sie 
den Beschuldigten nicht mehr vertrete. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 12. Mai 2016 
wurde in Anwendung von Art. 130 lit. b i.V.m. Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StPO Advokat Simon 
Berger als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten für das zweitinstanzliche Verfahren einge-
setzt.  
 
E. Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, er-
scheinen der Beschuldigte mit seinem Verteidiger, Advokat Simon Berger, sowie die Vertreterin 
der Staatsanwaltschaft. Beide Parteien halten an ihren bereits schriftlich gestellten Anträgen 
vollumfänglich fest. Auf die Aussagen des zur Person und zur Sache eingehend befragten Be-
schuldigten sowie auf die Parteivorträge wird, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägun-
gen eingegangen. 
 
 
Erwägungen 

 
I. Formelles 

 

A. Zuständigkeit und Eintreten  

 

1.  Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. 
 
Es können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachver-
halts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen 
angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Ge-
mäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht 
innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und danach 
dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftli-
che Berufungserklärung einzureichen. Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ist zur Berufung legitimiert (Art. 382 Abs. 
1 StPO). 
 

2.  Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, zur Beur-
teilung der vorliegenden Berufung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Einführungsgesetzes vom 12. März 2009 zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung (EG StPO; SGS 250).  
 
Die Legitimation des Beschuldigten zur Ergreifung des Rechtsmittels wird in Art. 382 Abs. 1 
StPO normiert. Vorliegend hat der Berufungskläger fristgerecht die Berufung angemeldet. Das 

 
 
 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

vorinstanzliche Urteil ist dem Beschuldigten in der Folge am 18. Januar 2016 schriftlich begrün-
det mitgeteilt worden, woraufhin er mittels Eingabe vom 8. Februar 2016 die Berufungserklä-
rung beim Kantonsgericht eingereicht hat. Die Berufung ist somit rechtzeitig und formgerecht 
erhoben worden (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). 
 
 
II.  Materielles  

 
A.  Allgemeines 

 
Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt es Art. 82 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, 
für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die Be-
gründung der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflichten. Hingegen ist auf neue tat-
sächliche Vorbringen und rechtliche Argumente einzugehen, die erst im Rechtsmittelverfahren 
vorgetragen werden (DANIELA BRÜSCHWEILER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 82 
N 9).  
 
Der Einfachheit halber folgt das Kantonsgericht, wie bereits die Berufungsbegründung, grund-
sätzlich dem Aufbau des angefochtenen Urteils. Nachfolgend werden die Einwände des Be-
schuldigten gegen das vorinstanzliche Urteil im Einzelnen beurteilt.  
 
Im Sinne einer einleitenden Bemerkung ist auf den Grundsatz der freien Beweiswürdigung hin-
zuweisen, der in Art. 10 Abs. 2 StPO gesetzlich verankert ist. Danach würdigt das Gericht die 
Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Weder die 
Anzahl noch die Art der Beweismittel ist massgebend, sondern allein deren Stichhaltigkeit. Es 
besteht keine Rangfolge der Beweise (vgl. CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL 
ALEXANDER NIGGLI, Strafprozessrecht sowie Rechtshilfe in Strafsachen, 2011, S. 37 N 234; 
WOLFGANG WOHLERS, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 25). 
 
B.  Hehlerei  

 

1. Die Vorinstanz hält zur Glaubhaftigkeit des Beschuldigten u.a. fest, dass dieser – folge 
man den Beteuerungen des Beschuldigten – einzig aus reiner Selbstlosigkeit und Hilfsbereit-
schaft in die vorgeworfenen Vorgänge verwickelt worden sei. Er habe keinerlei eigene Interes-
sen verfolgt und lediglich einem Freund in einer schwierigen Lebensphase helfen wollen. Dem-
gegenüber ergebe sich jedoch aus den Aussagen der übrigen Verfahrensbeteiligten (überein-
stimmend mit den vorliegenden Tatsachenbeweisen) ein völlig anderes Bild. D.___ habe bereits 
anlässlich seiner ersten Einvernahme den Tatvorwurf eingestanden und sich in erheblicher 
Weise selbst belastet. Er habe die Beteiligung des Beschuldigten an den vorgeworfenen Hand-
lungen mit einer Selbstverständlichkeit beschrieben, die keinen Zweifel daran zulasse, dass der 
Beschuldigte im gleichen Umfang am Geschehen beteiligt gewesen sei, wie D.____. Auch aus 

 
 
 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den Ausführungen von C.____ ergebe sich eindeutig das Bild, dass ihr Bruder und der Be-
schuldigte gleichermassen in das Geldvermehrungsgeschäft investieren wollten und Letzterer 
ebenso wie die anderen Beteiligten genauestens über die verschiedenen Vorgänge informiert 
gewesen war. Eine wahrheitswidrige Belastung durch C.____ und D.____ sei nicht nahelie-
gend, zumal diese auch nie ihre eigene Beteiligungsrolle zu Ungunsten des Beschuldigten her-
abzuspielen versucht hätten und die zusätzliche Belastung des Beschuldigten auch in keiner Art 
zu einer Entlastung für D.____ oder seine Schwester geführt habe. Neben den widerspruchs-
freien Aussagen von C.____ und D.____ hinsichtlich der Beteiligung des Beschuldigten würden 
auch die aktenkundigen WhatsApp-Nachrichten keinen anderen Schluss zulassen, als dass der 
Beschuldigte von Anfang an in den gesamten und gemeinsam gefassten Tatplan eingeweiht 
war. Somit sei ihm sehr wohl bewusst gewesen sei, dass C.____ das Geld ohne dazu berech-
tigt zu sein, zur Bereicherung des Beschuldigten und D.____ aus dem Kassenvorrat der Bank 
entwendet habe. So habe der Beschuldigte denn auch in der Voruntersuchung nicht leugnen 
können, dass er ein mulmiges Gefühl bei der Geldentgegennahme gehabt und schon vermutet 
habe, dass das Geld durch C.____ illegal erlangt worden sei. Diese spezifischen Aussagen des 
Beschuldigten liessen auf eine erlebnisfundierte Darstellung schliessen, in welcher er seine 
eigene Gefühlslage nachvollziehbar wiedergebe. Demgegenüber seien seine übrigen Ausfüh-
rungen, wonach er lediglich Kurier des Geldes gewesen sei und keinerlei eigene Interessen mit 
seinem beachtlichen Engagement verfolgte, sehr pauschal und distanziert. Der Beschuldigte 
versuche damit lediglich, sein eigenes massgebliches Mitwirken herunterzuspielen. Folglich 
seien seine diesbezüglichen Angaben als Schutzbehauptungen zu qualifizieren. Demzufolge 
hat die Vorinstanz zur Beurteilung der Beteiligungsrolle des Beschuldigten in erster Linie auf die 
Aussagen der anderen Verfahrensbeteiligten sowie auf die Tatsachenbeweise abgestellt.  
 

2.  a) Der Beschuldigte macht zunächst eine Verletzung des Akkusationsprinzips geltend, 
da der Sachverhalt lediglich allgemein gehalten und seine Anwesenheit nur beiläufig und lapi-
dar erwähnt werde, ohne das konkrete, vorwerfbare Verhalten zu umschreiben. Insbesondere 
werde mit keinem Wort geschildert, inwiefern er die tatsächliche Verfügungsmacht über das 
Geld gehabt habe. 
 
b) Nach dem aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie aus Art. 6 Ziffer 1 und Ziffer 3 lit. a 
und b EMRK abgeleiteten und nunmehr in Art. 9 Abs. 1 StPO festgeschriebenen Anklagegrund-
satz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunkti-
on). Die Anklageschrift bezeichnet hierbei möglichst kurz, aber genau die der beschuldigten 
Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tat-
ausführung (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der 
Verteidigungsrechte der angeschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches 
Gehör (Informationsfunktion; BGE 133 IV 235, E. 6.2 f.; 126 I 19, E. 2a, je mit Hinweisen). Die 
Anklageschrift ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Umgrenzung des Prozess-
gegenstandes und der Information des Angeklagten, damit dieser die Möglichkeit hat, sich zu 
verteidigen (BGer 6B_676/2013 vom 28. April 2014, E. 3.5.3 mit Hinweis). 

 
 
 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
c) Betreffend den Vorfall vom 5./6. Juli 2013 erweisen sich die Vorwürfe an den Beschuldigten 
in der Anklage als genügend konkret umschrieben. Namentlich wird darin ausgeführt, dass 
C.____ dem Beschuldigten CHF 300‘000.‒ aus ihrer Kassenreserve übergeben hat und dem 
Beschuldigten die deliktische Herkunft dieses Geldes bekannt war. Es findet sich in der Ankla-
geschrift eine hinreichende Umschreibung des Anklagevorwurfs im Sinne eines realen Lebens-
sachverhalts unter Nennung der gemäss Art. 325 Abs. 1 StPO erforderlichen Angaben. Die 
Frage, ob der Beschuldigte Verfügungsmacht über den ihm von C.____ übergebenen Geldbe-
trag erlangte, betrifft die rechtliche Würdigung und muss demnach nicht in der Anklageschrift 
enthalten sein. Für den Berufungskläger war klarerweise erkennbar, was ihm im Einzelnen an-
gelastet wurde, so dass er in der Lage war, seine Verteidigungsrechte angemessen auszuüben. 
Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt nicht vor. 
 
3.1 In materieller Hinsicht macht der Berufungskläger geltend, die tatsächliche Verfügungs-
macht liege nur vor, wenn die Sache dem wirtschaftlichen Wert nach übernommen werde und 
über sie verfügt werden könne. In casu sei seine einzige Aufgabe von Beginn weg klar definiert 
gewesen. Er habe das von D.____ organisierte Geld übernommen und nach Zürich gebracht. 
Ein für die Erfüllung des Tatbestandes der Hehlerei erforderlicher Erwerb sei demzufolge zu 
verneinen. Überdies fehle es an der erforderlichen Verfügungsmacht, da er keinerlei Entschei-
dungsbefugnis gehabt habe und nie habe beeinflussen können, was mit dem Geld geschehe. 
Der Umstand, dass er bei der ganzen Geschichte mehrmals ein mulmiges Gefühl gehabt habe, 
reiche nicht, für einen Schuldspruch. Dass C.____ als Bankangestellte zum Beispiel einen Kre-
dit in dieser Höhe aufnehmen könne, erscheine als völlig plausibel. Weder die Position von 
C.____ noch die Bankabläufe seien ihm bekannt gewesen. Auch die WhatsApp-Nachricht von 
C.____, wonach sie das "Geld genommen" habe, könne ihm nicht zum Vorwurf gemacht wer-
den. Denn "genommen" könnte in diesem Fall auch einfach Kredit auf"genommen" oder entge-
gen"genommen" bedeuten. Auch sei bekannt, dass die ursprünglichen Aussagen der beiden 
Mitbeschuldigten, nur wenige Tage nach dem Geschehen, wahrheitsgetreuer seien als spätere 
Depositionen.  
 
3.2 Seitens der Anklagebehörde wird auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 
verwiesen. Die Würdigung der Beweise sei durch das Strafgericht sorgfältig und korrekt vorge-
nommen worden. Der Beschuldigte habe versucht, seine Beteiligungsrolle herabzuspielen und 
sich durch Schutzbehauptungen der Strafe zu entziehen. Unter Beizug der in den Akten vorlie-
genden Sachbeweise, sei sein Tatbeitrag als Mittäter im Sinne der Anklageschrift erstellt und 
die Verurteilung zu Recht erfolgt. 
 

3.3 Nach Art. 160 StGB macht sich strafbar, wer eine Sache, von der er weiss oder anneh-
men muss, dass sie ein anderer durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt 
hat, erwirbt, sich schenken lässt, zum Pfande nimmt, verheimlicht oder veräussern hilft. Tatob-
jekt der Hehlerei ist eine Sache, von der man weiss oder annehmen muss, dass ein anderer sie 

 
 
 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt hat (Art. 160 Ziff. 1 StGB). Damit 
eine Sache als durch die strafbare Handlung "erlangt" gelten kann, muss die Vortat abge-
schlossen sein. Hierfür genügt es im Allgemeinen, dass sie vollendet worden ist (BGE 90 IV 14 
E. 1; BGer 6B_115/2007 vom 24. September 2007, E. 5.3.1.; PHILIPPE WEISSENBERGER, Basler 
Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 13 N ff.). Gegenstand der Hehlerei können nur körperliche 
Sachen sein (vgl. BGE 81 IV 156, E. 1; BGE 103 IV 87, E. 1). Als Gegenstand der Hehlerei 
kommt daher auch Bargeld grundsätzlich in Frage. Bargeld kann jedoch nur dann Gegenstand 
der Hehlerei sein, wenn es vom Vortäter unmittelbar durch eine strafbare Handlung gegen das 
Vermögen erlangt worden ist (sog. straflose Ersatz- oder Erlöshehlerei; (vgl. anstelle vieler: 
STEFAN TRECHSEL/DEAN CRAMERI, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 
2013, Art. 160 N 4 und 8). Erwerb bedeutet Verschaffen eigener Verfügungsmacht im gegensei-
tigen Einverständnis zwischen Vortäter und Hehler (BGE 128 IV 24). Der Täter muss die tat-
sächliche freie Verfügungsmacht über die Sache erlangt haben (BGer 6B_141/2007 vom 24. 
September 2007, E. 6.3.1). Dass der Hehler eigene Verfügungsmacht erlangen muss, folgt 
wiederum aus dem Grundgedanken der Vorschrift: Wer die Sache etwa nur für den Vortäter 
verwahrt oder sie nur benutzt, aber auch, wer sie zerstört, schafft keine neue, den rechtswidri-
gen Zustand perpetuierende Lage; er verschiebt die Verbrechensbeute nicht weiter. Doch ge-
nügen nicht nur der Ankauf, die Annahme als Geschenk, der Tausch usw., sondern etwa auch 
die Annahme gestohlenen oder durch Betrug erlangten Geldes als Darlehen (GÜNTER 
STRATENWERTH/GUIDO JENNY/FELIX BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. 
Aufl. 2010, § 20 N 10; BGE 68 IV 136).  
 

3.4 Die Vorinstanz geht nach Überzeugung der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsge-
richts mit zutreffender und ausführlicher Begründung davon aus, dass das Verhalten des Be-
schuldigten den Tatbestand der Hehlerei gemäss Art. 160 StGB erfüllt. Es kann deshalb vorab, 
um Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwie-
sen werden (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 23 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden Aus-
führungen sind somit lediglich ergänzender Natur.  
 
3.5 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Berufungskläger am 5. Juli 2013 um ca. 
17.15 bis 17.30 Uhr beim Winkelriedplatz in Basel Noten im Gesamtwert von CHF 300‘000.‒ 
von C.____ übernommen und das Geld noch am selben Abend zum vereinbarten Treffen mit 
zwei Vertretern von E.____, einem unbekannten "G.____" und F.____, in das Hotel Hilton Zü-
rich Airport in Opfikon gebracht hat. Im Weiteren steht fest, dass der Beschuldigte das Geld mit 
der Zusicherung übernommen hat, C.____ CHF 300‘000.‒ wieder zurück zu geben.  
 
3.6 Eine Vereinbarung, wonach der Beschuldigte C.____ genau dieselben Geldscheine zu-
rückbringen werde, bestand hierbei nicht, zumal die Seriennummern der 300 Tausendernoten 
der A.____ AG von C.____ ohnehin nicht festgehalten worden waren. In rechtlicher Hinsicht ist 
das durch den Beschuldigten von C.____ entgegengenommene Geld daher als zinsloses Dar-
lehen zu qualifizieren. 

 
 
 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

3.7 a) Der Beschuldigte macht im Wesentlichen geltend, er habe betreffend die ihm in drei 
Umschlägen von C.____ übergebenen CHF 300‘000.‒ weder sicher noch mindestens möglich-
erweise gewusst, dass dieses Geld vor der Übergabe an ihn durch C.____ ohne Berechtigung 
aus dem Tresor der Bankfiliale Aeschenplatz entnommen worden waren. 
 
b) Zunächst ist auf die Aussagen von D.____ sowie C.____ einzugehen, welche den Beschul-
digten belasten: D.____ gab in der Einvernahme vom 8. September 2014 zu Protokoll, er habe 
dem Beschuldigten offen gelegt, dass C.____ das Geld unbefugt bei der A.____ AG erhältlich 
machen werde; ausserdem habe er ihm die Telefonnummer seiner Schwester gegeben, damit 
sie sich zwecks Geldübergabe verabreden konnten (act. 705). Es sei eine Gewinnbeteiligung 
seiner Schwester C.____ von CHF 10‘000.‒ und die hälftige Teilung des restlichen Gewinns 
zwischen ihm und dem Beschuldigten vereinbart worden (act. 703 und 705). Diese Angaben 
bestätigte D.____ anlässlich der Hauptverhandlung vor Strafgericht. Wörtlich gab er zu Proto-
koll: "Ja er [gemeint ist der Beschuldigte] wusste, dass meine Schwester eine Straftat begeht, er 
wusste, dass es kein Kredit war (vgl. act. 1113). 
 
C.____ sagte anlässlich der Hauptverhandlung vor Strafgericht ebenfalls aus, der Beschuldigte 
habe gewusst, dass sie sich die CHF 300‘000.‒ unrechtmässig bei der Bank angeeignet habe 
(act. 1113). Die Aussagen von C.____ und D.____ sind in Bezug auf den Beschuldigten kon-
kludent, widerspruchsfrei und glaubhaft, zumal sie sich selbst in erheblicher Weise belasten. 
Hinzu kommt die WhatsApp-Nachricht vom 5. Juli 2013, 08.22 Uhr, von C.____ an den Be-
schuldigten, in welcher sie ihm mitteilt: "Gerade heute habe ich das Geld genommen und habe 
alles vorbereitet", worauf der Beschuldigte mit „Huhu supi“ antwortet (vgl. Aktenbeilage 1, 1. 
Teil).  
 
c) Zudem sagte der Beschuldigte selbst aus, er habe ein mulmiges Gefühl bei der Sache ge-
habt (act. 1123). Er habe schon vermutet, dass das Geld durch C.____ illegal erlangt worden 
sei (act. 751). Auf Vorhalt der Nachricht von C.____ vom 5. Juli 2013, 08.29 Uhr, als sie vor-
schlug, sich bevorzugterweise nicht direkt bei der Bank zu treffen, um das Geld zu übergeben, 
gab der Beschuldigte in der Voruntersuchung zu Protokoll: "da hat das mulmige Gefühl erst 
recht angefangen" (act. 641). Auf die Frage, weshalb er ein mulmiges Gefühl hatte, antwortete 
er nur, er habe ja nicht gewusst, woher sie das Geld gehabt habe (act. 641). Statt jedoch – wie 
es unter diesen Gesamtumständen zu erwarten gewesen wäre – die entsprechenden Abklärun-
gen zu treffen, verzichtete der Beschuldigte überhaupt darauf, bezüglich der Herkunft des Gel-
des bei C.____ irgendetwas nachzufragen. Es erhellt, dass der Beschuldigte aufgrund der auf-
gezeigten Unklarheiten zweifellos nicht von einem Kreditvertrag ausgehen konnte. Wer unter 
den gegebenen Umständen keinerlei Nachforschung oder mindestens einer Rückfrage betref-
fend die Herkunft des Geldes tätigt, der kann sich nicht darauf berufen, gutgläubig gewesen zu 
sein. Der Beschuldigte handelte vorliegend im Wissen darum, dass das Geld, wenn nicht sicher 

 
 
 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aber doch möglicherweise deliktischer Herkunft war. Mithin nahm der Beschuldigte die delikti-
sche Herkunft des Geldes zumindest in Kauf.  
 
Erwerben ist ein einverständliches Erlangen einer vom Vortäter oder von einem Zwischenbesit-
zer abgeleiteten tatsächlichen eigenen Verfügungsmacht über die Sache (BGE 128 IV 32, 
E. 2c). Der Beschuldigte hat nach der Übernahme der drei Umschläge zu je CHF 100‘000.‒ von 
C.____ mit deren Einverständnis freie, eigene Verfügungsmacht über die CHF 300‘000.‒ er-
langt. Demnach ist sein Verhalten als Erwerb einer Sache, von welcher er annehmen musste, 
dass sie durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt worden ist, im Sinne von 
Art. 160 StGB zu qualifizieren. Das beweismässig erstellte Verhalten des Beschuldigten erfüllt 
somit sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand der Hehlerei gemäss Art. 160 
StGB, weswegen der diesbezügliche Schuldspruch der Vorinstanz in Abweisung der Berufung 
des Beschuldigten zu bestätigen ist. 
 
 
III. Strafzumessung  

 
Der Beschuldigte stellt kein Eventualbegehren hinsichtlich der Strafzumessung für den Fall der 
Bestätigung des Schuldspruchs bezüglich der Hehlerei, weswegen diese nicht Gegenstand des 
Berufungsverfahrens ist. Demzufolge bleibt es vorliegend bei der von der  
Vorinstanz ausgesprochenen bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, bei einer 
Probezeit von 2 Jahren. 
 
 
 
IV.  Kosten 

 
Vorliegend ist die Berufung des Beschuldigten vollumfänglich abzuweisen. Die ordentlichen 
Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 5‘500.‒, zuzüglich Auslagen von 
CHF 500.‒, gehen demnach zu Lasten des Beschuldigten.  
 
Der vom amtlichen Verteidiger mit Honorarnote vom 13. Juni 2016 ausgewiesene Zeitaufwand 
von 8.5 Stunden erscheint als angemessen, wobei ergänzend für die Teilnahme an der Haupt-
verhandlung insgesamt 2 Stunden zu entschädigen sind, weswegen ihm zu Lasten der Ge-
richtskasse eine Entschädigung von CHF 2‘252.00 (inkl. Auslagen) zuzüglich 8% Mehrwert-
steuer (CHF 180.15), somit insgesamt CHF 2‘432.15, aus der Gerichtskasse auszurichten ist. 
 
Es ist überdies festzustellen, dass der Berufungskläger im Zeitpunkt dieses Urteils über hinrei-
chende finanzielle Mittel zur Bezahlung des zuvor erwähnten Honorars verfügt. Der Berufungs-
kläger ist daher zu verpflichten, dem Kanton das an seinen Verteidiger ausgerichtete Honorar 
im Betrag von total CHF 2‘432.15 zurückzuzahlen und der Verteidigung die Differenz zwischen 

 
 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a und b 
StPO). 
 
 
Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 19. November 2015,       

auszugsweise lautend: 

   "I.  Schuld- und Freisprüche 
 

[…] 

 

   3. a) B.____ wird der Hehlerei schuldig gesprochen und verurteilt 
 

zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, 

 

bei einer Probezeit von 2 Jahren,  

 

in Anwendung von Art. 160 Ziff. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42    

Abs. 1 StGB sowie Art. 44 Abs. 1 StGB. 

      
   II. Zivilforderung 

 

    C.____, D.____ und B.____ werden in solidarischer Verbindung 
mit den jeweils anderen Mitbeschuldigten dazu verurteilt, der 

A.____ AG Schadenersatz in Höhe von Fr. 300‘000.-- zzgl. Zins zu 

5% seit dem 12. Juli 2013, zu bezahlen. 

      
   III. Kosten 

 

 […] 

 

   3.   B.____ trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn be-
treffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vor-

verfahrens von Fr. 1‘524.15 und der Gerichtsgebühr von 

Fr. 3‘000.‒-. 

 

Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil ver-

langt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr auf 

Fr. 1‘500.-- ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT)." 

 
 
 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

     
  wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten vollumfänglich bestätigt. 
 
 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 5‘500.‒, 

zuzüglich Auslagen von CHF 500.‒, gehen zu Lasten des Beschuldigten.  
 
Zufolge Bewilligung der notwendigen amtlichen Verteidigung wird dem Vertreter 
des Berufungsklägers, Advokat Simon Berger, für seine Bemühungen im Beru-
fungsverfahren ein Honorar von CHF 2‘252.00 (inkl. Auslagen) zuzüglich 8% 
Mehrwertsteuer (CHF 180.15), somit insgesamt CHF 2‘432.15, aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 
 

Es wird festgestellt, dass der Berufungskläger im Zeitpunkt dieses Urteils über 
hinreichende finanzielle Mittel zur Bezahlung des zuvor erwähnten Honorars 
verfügt. Der Berufungskläger wird daher verpflichtet, dem Kanton das an seinen 
Verteidiger ausgerichtete Honorar im Betrag von total CHF 2‘432.15 zurückzu-
zahlen und der Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädi-
gung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a und b StPO). 
 

 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Marius Vogelsanger