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**Case Identifier:** 6c58de1d-ae95-5fe6-8013-63a2bedcfdbe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 07.04.2017 B 2015/226 und B 2015/227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2015-226-und-B-201_2017-04-07.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2015/226 und B 2015/227

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.04.2017

Entscheiddatum: 07.04.2017

Entscheid Verwaltungsgericht, 07.04.2017
Steuerrecht. Art. 39 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Art. 26 Abs. 1 DBG (SR 642.11). 
Art. 34 lit. a DBG; Art. 47 lit. a StG.Abzug von für die Ausübung des Berufs 
erforderlichen Kosten von den Einkünften aus unselbständiger 
Erwerbstätigkeit. Streitig war, ob die Rekursinstanz zu Recht die in der 
Steuererklärung 2012 von den Beschwerdegegnern deklarierten Kosten für 
die Herstellung der Compliance im Zusammenhang mit dem Antritt einer 
neuen Arbeitsstelle durch den Beschwerdegegner zum Abzug zuliess und 
die Einspracheentscheide des Beschwerdegegners vom 5. Januar 2015 
aufhob.Das Verwaltungsgericht hielt fest, die von der Vorinstanz zum Abzug 
zugelassenen Kosten seien im Zusammenhang mit der Bereitstellung der 
amerikanischen Steuerunterlagen des Beschwerdegegners entstanden. Als 
amerikanischer Staatsbürger habe der Beschwerdegegner damals - trotz 
Ansässigkeit in der Schweiz - der unbeschränkten Steuerpflicht in den USA 
unterlegen mit der Folge, dass er in zwei Staaten unbeschränkt 
steuerpflichtig gewesen sei und auch in den USA eine Steuerdeklaration 
einzureichen gehabt habe. Unbestritten sei, dass die Bereinigung der 
amerikanischen Steuerangelegenheiten des Beschwerdegegners für den 
Antritt der Anstellung als Vorsitzender der Bankleitung vom Arbeitgeber 
verlangt und damit erforderlich gewesen sei. Das Vorbringen des 
Beschwerdegegners, wonach es ihm nicht zumutbar gewesen wäre, 
angesichts der unübersichtlichen Bedingungen der US-Steuerbehörden die 
US-Steuerunterlagen ohne professionelle Hilfe aufzuarbeiten, belege jedoch 
für sich allein noch keinen beruflichen Konnex der entstandenen Kosten. 
Vielmehr sei davon auszugehen, dass die professionelle Unterstützung beim 
Ausfüllen der US-Steuererklärung auch nötig gewesen wäre, wenn kein 
Stellenantritt (unter der Voraussetzung der Herstellung der Compliance) in 
Aussicht gestanden hätte. Eigentliche (und vorbestandene) Ursache der 
entstandenen Kosten habe die gesetzliche Deklarationspflicht in den USA 
gebildet. Das Bewerbungsverfahren habe lediglich die Notwendigkeit zutage 
gebracht, der Deklarationspflicht in den USA nachzukommen und für diese 

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Pflichterfüllung einen Experten für US-Steuerrecht zu beauftragen. 
Aufhebung des Rekursentscheids durch das Verwaltungsgericht 
(Verwaltungsgericht, B 2015/226 und B 2015/227).

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel; 

Gerichtsschreiber Schmid

 

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

 

A.Y. und B.Y.,

Beschwerdegegner,

 

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

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Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2012) und direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2012)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

a. A.Y. und B.Y. wohnen in E., Gemeinde F., und sind verheiratet. Im November 2011 

bewarb sich A.Y., damals noch amerikanisch-schweizerischer Doppelbürger, als 

Vorsitzender der Bankleitung der X.-Bank. Am 4. April 2012 bestätigte die X.-Bank 

Schweiz seine Wählbarkeit für diese Tätigkeit und sah als flankierende Massnahme die 

Herstellung der Compliance in Bezug auf seine US-Staatsbürgerschaft vor (act. G 5/2). 

Im August 2012 trat A.Y. die Stelle an. In der Steuererklärung 2012 machte das 

Ehepaar A.Y. und B.Y. mit Hinweis auf die aus den Compliance-Massnahmen 

resultierenden Aufwendungen einen Berufskostenabzug von Fr. 10‘318.-- (Fr. 9‘918.-- 

sowie Pauschale für Fachliteratur von Fr. 400.--) geltend. Die Steuerbehörde veranlagte 

die Ehegatten am 15. Oktober 2014 für die direkte Bundessteuer mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 130‘400.-- sowie für die Kantons- und 

Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 115‘100.-- und einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 107‘000.--. Sie liess lediglich den Pauschalabzug zu, 

nicht jedoch den Abzug der geltend gemachten weiteren Kosten (act. G 5/8 I/9-I/11).

b. Die gegen diese Veranlagungen erhobene Einsprache hiess das Kantonale 

Steueramt mit Entscheiden vom 5. Januar 2015 teilweise gut. Die im Zusammenhang 

mit der Compliance-Herstellung geltend gemachten Kosten liess es jedoch nicht zum 

Abzug zu (act. G 5/3/1 und 5/3/2). Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. 

Gallen hiess die hiergegen erhobenen Rechtsmittel (Beschwerde: direkte 

Bundessteuer; Rekurs: Kantons- und Gemeindesteuern) mit Entscheid vom 17. 

September 2015 teilweise gut, hob die Einspracheentscheide auf und bestätigte eine 

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Veranlagung des Ehepaars A.Y. und B.Y. für die Kantons- und Gemeindesteuern 2012 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 105‘400.-- und einem steuerbaren 

Vermögen von Fr. 107‘000.-- sowie für die direkte Bundessteuer 2012 mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 120‘700.-- (act. G 2).

B.

a. Gegen diesen Entscheid erhob das Kantonale Steueramt am 2. Oktober 2015 

Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und die 

Einspracheentscheide vom 5. Januar 2015 seien zu bestätigen (act. G 1).

b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 7. Oktober 2015 Abweisung 

der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheids (act. G 4). Mit Eingabe vom 16. November 2015 beantragten die 

Beschwerdegegner Abweisung der Beschwerde. Für den Fall einer Gutheissung der 

Beschwerde sei aufgrund der Umstände des Einzelfalles auf die Erhebung einer 

Entscheidgebühr zu verzichten, und die Kostenvorschüsse seien zurückzuerstatten 

(act. G 9).

c. Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (vgl. act. G 10).

d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit für den Entscheid relevant, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

des Einkommens aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hinsichtlich der Einkünfte und 

der Abzüge vereinheitlicht sind, hat die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- 

und Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte 

Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit getrennten 

Dispositivziffern erledigt; unter diesen Umständen durfte auch der Beschwerdeführer 

die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). 

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Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen 

Akt entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2; 

VerwGE B 2014/222 und 223 vom 25. Februar 2016, E. 1; www.gerichte.sg.ch).

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung 

mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 

der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 

des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer 

ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Eingabe vom 2. Oktober 2015 (act. G 1) 

entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in 

Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; 

Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit 

einzutreten.

Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die 

beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene 

Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder 

unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Das Verwaltungsgericht 

entscheidet, ohne an die Begehren der Beteiligten gebunden zu sein (Art. 196 Abs. 2 

StG).

2.

2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz zu Recht die in der Steuererklärung 2012 von den 

Beschwerdegegnern deklarierten Kosten von Fr. 9‘918.-- für die Herstellung der 

Compliance im Zusammenhang mit dem Antritt einer neuen Arbeitsstelle durch den 

Beschwerdegegner im Umfang von Fr. 9‘777.80 zum Abzug zuliess und die 

Einspracheentscheide des Beschwerdegegners vom 5. Januar 2015 aufhob. Nach Art. 

26 Abs. 1 DBG und Art. 39 Abs. 1 StG können von den Einkünften aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit unter anderem die übrigen für die Ausübung des Berufes 

erforderlichen Kosten (lit. c) und die mit dem Beruf zusammenhängenden 

Weiterbildungs- und Umschulungskosten (lit. d) abgezogen werden. Näheres regelt die 

Verordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements über den Abzug von 

http://www.gerichte.sg.ch

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Berufskosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer vom 

10. Februar 1993 (VBK, SR 642.118.1; vgl. auch das diesbezügliche Kreisschreiben der 

Eidgenössischen Steuerverwaltung [KS der EStV] vom 22. September 1995, ASA 64, 

692 ff.). Nicht abziehbar sind die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere die 

Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der 

durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand (Art. 34 lit. a 

DBG; Art. 47 lit. a StG).

Für die Berücksichtigung der übrigen notwendigen Berufsauslagen ist ein 

Pauschalabzug vorgesehen. Vermag dieser im Einzelfall die Berufsauslagen nicht 

abzudecken, steht den Steuerpflichtigen der Nachweis höherer Kosten offen (Art. 39 

Abs. 2 StG und Art. 21 Abs. 1 und 2 der Steuerverordnung [StV, sGS 811.11]; Art. 26 

Abs. 2 DBG und Art. 4 und 7 Abs. 1 VBK).

2.2. Die Vorinstanz verneinte hinsichtlich der streitigen Auslagen das Vorliegen von 

Weiterbildungs- und Umschulungskosten im Sinn von Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG und Art. 

39 Abs. 1 lit. d StG (act. G 2 S. 5); diese begründete Feststellung blieb im vorliegenden 

Verfahren unbestritten. Somit steht ausschliesslich die Frage zur Diskussion, ob der 

Abzug unter dem Titel „übrige Berufskosten“ im Sinn von Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG und 

Art. 39 Abs. 1 lit. c StG zuzulassen ist. Diese Frage beantwortet sich nach Massgabe 

der im Steuerrecht geltenden Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die 

Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder 

mehren, die steuerpflichtige Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben 

oder mindern (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, VI. 

Rz. 15, VII. Rz. 23). Beweisbelastet für die Abzugsberechtigung sind konkret somit die 

Beschwerdegegner. Abzugsfähig sind nur die von den Steuerpflichtigen belegten bzw. 

glaubhaft gemachten und selbst getragenen Aufwendungen (Zigerlig/Oertli/Hofmann, 

a.a.O., S. 39 und 43; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. 

Aufl. 2009, Rz. 10 zu Art. 26 DBG).

Im Steuerverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 176 StG). 

Die Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten Tatsachen 

von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19), wobei sie 

die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen und 

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Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 123 

DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien 

relativiert. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von 

Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von 

Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. 

Rz. 25). Kann von einer Privatperson nach den Umständen eine Handlung oder eine 

Äusserung über Umstände, die sie besser kennt als die Behörde, erwartet werden und 

bleibt eine solche aus, so haben die Behörden nicht nach Tatsachen zu forschen, die 

nicht aktenkundig sind (vgl. BGE 130 II 493, E. 3.2, und BGE 128 II 139, E. 2b).

2.3. „Erforderlich“ für die berufliche Tätigkeit im Sinn der erwähnten Bestimmungen 

sind Kosten, die ihren Grund in der beruflichen Tätigkeit haben, unbekümmert darum, 

ob sie objektiv vermeidbar gewesen wären. Verlangt wird dabei ein qualifiziert enger, 

d.h. rechtlich erheblicher (wesentlicher) Zusammenhang zwischen Art, Grund und 

Zweck der Ausgabe einerseits und der Natur der beruflichen Tätigkeit anderseits. Nicht 

notwendig ist dabei, dass eine rechtliche Pflicht zur Tätigung der Auslage bestand. Es 

genügt, dass diese als der Gewinnung des Einkommens förderlich erachtet werden 

kann und dass ihre Vermeidung der steuerpflichtigen Person nicht zumutbar war 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 26 DBG) Als „übrige 

Berufskosten“ im Sinn der erwähnten Bestimmungen können im Einzelfall auch 

Aufwendungen abzugsfähig sein, die nicht typischerweise mit der Berufsausübung 

verbunden sind. Daher ist der Einzelfall zu prüfen. Sind die im Zusammenhang mit dem 

Beruf stehenden Kosten nicht (allein) durch die Erwerbstätigkeit veranlasst, gehören sie 

(ganz oder teilweise) zu den Lebenshaltungskosten und sind deshalb (grundsätzlich) 

nicht abzugsfähig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Rz. 29 zu Art. 26 DBG mit Hinweis). 

Kosten, die primär und überwiegend durch die private Lebenshaltung bedingt sind, 

sind grundsätzlich nicht abzugsfähig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Rz. 3 zu Art. 34 

DBG mit Hinweisen). Sind Auslagen sowohl beruflich als auch privat veranlasst 

(Mischausgaben), sind sie in einen beruflich bedingten und einen privaten Anteil 

aufzuteilen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 25 zu Art. 34 DBG).

2.4. Am 4. April 2012 bestätigte die X.-Bank Schweiz die Wählbarkeit des 

Beschwerdeführers als Vorsitzender der Geschäftsstellenleitung und sah als 

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flankierende Massnahme die Herstellung der Compliance in Bezug auf seine US-

Staatsbürgerschaft vor (act. G 5/2). Unbestritten ist, dass es sich dabei um eine 

Bedingung für die Wählbarkeit gehandelt hatte und in diesem Sinn erforderlich für die 

Anstellung war. Die Vorinstanz räumte diesbezüglich im angefochtenen Entscheid ein, 

dass aufgrund der Unterlagen nicht ausgewiesen sei, was genau unter „Herstellung der 

Compliance“ zu verstehen sei. Mit Blick auf den damaligen Steuerkonflikt Schweiz-

USA sowie die damit einhergehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Rechtslage sei 

aber anzunehmen, dass die Herstellung der Compliance die Bereinigung der 

amerikanischen Steuerangelegenheiten des Beschwerdeführers voraussetze. Die 

Aufwendungen für das Bereitstellen bzw. Ausfüllen der US-Steuererklärungen sei 

wesentlich durch die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers veranlasst und nicht 

durch persönliche Bedürfnisse indiziert worden. Die Aufwendungen seien demzufolge 

beruflich und nicht primär und überwiegend durch die private Lebenshaltung bedingt 

gewesen, weshalb sie keine Lebenshaltungskosten darstellten. Der Stellenwechsel sei 

für die Gewinnung des Einkommens förderlich und durch beruflich begründetes 

Handeln verursacht gewesen. Zwischen den Aufwendungen für die Bereitstellung der 

US-Steuerunterlagen und der Einkommenserzielung bestehe ein unmittelbarer 

Zusammenhang. Die Unterstützung der US Tax und Financial Services Sàrl beim 

Bereitstellen der US-Steuerunterlagen erscheine auch mit Blick auf die damals 

herrschenden Ungewissheiten geboten gewesen zu sein (act. G 5/10, G 5/11/1-11/7). 

Angesichts der unübersichtlichen Bedingungen der US-Steuerbehörden, die ein im 

Ausland wohnender US-Staatsbürger zur Erledigung seiner US-Steuerpflicht zu erfüllen 

gehabt habe (vgl. 5/11/2), könne davon ausgegangen werden, dass es dem 

Beschwerdeführer nicht zumutbar gewesen sei, die US-Steuerunterlagen ohne 

professionelle Unterstützung aufzuarbeiten. Schliesslich sei die Herstellung der 

Compliance Bedingung für die Verbesserung der beruflichen Stellung und damit 

unabdingbar gewesen. Eine Vermeidung der Auslagen wäre nicht zumutbar gewesen. 

Die Auslagen seien beruflich bedingt und würden keine privaten Lebenshaltungskosten 

darstellen (act. G 2 S. 6 f.).

Hinsichtlich des Umfangs des Abzugs hielt die Vorinstanz fest, die drei Rechnungen 

der US Tax and Financial Services Sàrl von 2012 (act. G 5/8 I/21) würden sich auf 

insgesamt Fr. 9‘675.80 belaufen. Die Arbeitgeberin habe dem Beschwerdeführer im 

Zusammenhang mit der Herstellung der Compliance keine zusätzlichen Vergütungen 

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ausgerichtet (act. G 5/8 I/14 f.). Ferner stünden die Fed-Ex-Rechnung vom 26. Juni 

2012 von Fr. 73.80 sowie das City-Ticket sowie die Postquittung vom 14. Mai 2012 

ebenfalls im Zusammenhang mit der Bereitstellung der US-Steuerunterlagen. Weitere 

Auslagen seien nicht belegt. Der Abzug für die übrigen Berufskosten sei demnach auf 

insgesamt Fr. 9‘777.80 festzusetzen (act. G 2 S. 8 f.).

2.5. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Kosten seien primär in der damaligen 

Steuerpflicht des Beschwerdegegners in den USA begründet. Die Deklarationspflicht, 

welcher der Beschwerdegegner im Jahr 2012 nachgekommen sei, habe unabhängig 

von der Anstellung bei der X.-Bank bestanden. Dass er die Pflicht (womöglich) nur 

erfüllt habe, weil die X.-Bank Schweiz dies zur Bedingung für den Direktorenposten 

gemacht habe, ändere nichts daran, dass die streitgegenständlichen Aufwendungen in 

erster Linie Folge der Steuerpflicht in den USA seien. Der erforderliche Zusammenhang 

zwischen den Aufwendungen und den bei der X.-Bank erzielten Einkünften fehle somit, 

weshalb die Auslagen nicht als Berufskosten, sondern als Lebenshaltungskosten zu 

qualifizieren seien (act. G 1).

3.

3.1. Die von der Vorinstanz im Betrag von Fr. 9‘777.80 zum Abzug zugelassenen, im 

Jahr 2012 von den Beschwerdegegnern bezahlten Kosten entstanden im 

Zusammenhang mit der Bereitstellung der amerikanischen Steuerunterlagen des 

Beschwerdegegners der Jahre 2006 bis 2011 (vgl. act. G 5/8 I/21 Beilagen). Als 

amerikanischer Staatsbürger unterlag der Beschwerdegegner damals - trotz 

Ansässigkeit in der Schweiz - der unbeschränkten Steuerpflicht in den USA (Art. 1 Abs. 

2 und 4 des Doppelbesteuerungsabkommens [DBA] CH-USA, SR 0.672.933.61; vgl. 

Zweifel/Beusch/Matteotti, Internationales Steuerrecht, Zürich 2014, S. 383 Rz. 83) mit 

der Folge, dass er in zwei Staaten unbeschränkt steuerpflichtig war und auch in den 

USA eine Steuerdeklaration einzureichen hatte. Unbestritten ist, dass die Bereinigung 

der amerikanischen Steuerangelegenheiten des Beschwerdegegners für den Antritt der 

Anstellung als Vorsitzender der Bankleitung vom Arbeitgeber verlangt und damit 

erforderlich war (act. G 5/2). Damit ist jedoch die Frage, ob die Aufforderung der X.-

Bank Schweiz auch die eigentliche Ursache für die entstandenen Aufwendungen 

bildete bzw. ob ein qualifiziert enger bzw. rechtlich erheblicher Zusammenhang 

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zwischen Art, Grund und Zweck der Ausgabe einerseits und der Natur der beruflichen 

Tätigkeit anderseits (vorstehende E. 2.3) bestand, noch nicht beantwortet.

3.2. Das Vorbringen des Beschwerdegegners, wonach es ihm nicht zumutbar gewesen 

wäre, angesichts der unübersichtlichen Bedingungen der US-Steuerbehörden die US-

Steuerunterlagen ohne professionelle Hilfe aufzuarbeiten (act. G 9) mag zwar zutreffen, 

belegt jedoch für sich allein noch keinen beruflichen Konnex der entstandenen Kosten. 

Aufgrund der Akten und der vom Beschwerdeführer geschilderten Umstände ist 

vielmehr davon auszugehen, dass die professionelle Unterstützung beim Ausfüllen der 

US-Steuererklärung auch nötig gewesen wäre, wenn kein Stellenantritt (unter der 

Voraussetzung der Herstellung der Compliance) in Aussicht gestanden hätte (vgl. act. 

G 5/10 S. 3, G 5/11 1-8 und G 9). Eigentliche (und vorbestandene) Ursache der 

entstandenen Kosten bildete die gesetzliche Deklarationspflicht in den USA. In diesem 

Sinn brachte das Bewerbungsverfahren lediglich die Notwendigkeit zutage, der 

Deklarationspflicht in den USA nachzukommen und für diese Pflichterfüllung einen 

Experten für US-Steuerrecht zu beauftragen, bildete jedoch nicht die eigentliche 

Ursache der Deklarationspflicht. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, 

dass er ohne das Bewerbungsverfahren seine Deklarationspflicht in den USA nicht 

erfüllt hätte. Er führt sodann zwar aus, dass eine „besonders gründliche, vollständige 

und abschliessende Bereinigung“ der Steuersituation mit den USA nötig gewesen sei 

(act. G 9). Mehrkosten im Vergleich zum Ausfüllen der US-Steuerunterlagen im 

„Normalfall“ behauptet und belegt er jedoch nicht. In dieser Situation war es nicht 

Sache des Beschwerdeführers, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes nach 

allfälligen (beruflich bedingten) Mehrkosten zu forschen (vgl. dazu vorstehende E. 2.2 

zweiter Absatz). Den vorinstanzlichen Akten lassen sich denn auch keine Hinweise 

entnehmen, dass im Fall der Erfüllung der „blossen“ Deklarationspflicht in den USA 

(ohne laufendes Bewerbungsverfahren in der Schweiz) geringere Kosten entstanden 

wären. Unter diesen Umständen lässt sich der angefochtene Entscheid nicht 

aufrechterhalten.

4.

4.1. In Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene Entscheid vom 17. 

September 2015 demnach aufzuheben. Die in den Einspracheentscheiden vom 5. 

Januar 2015 vorgenommene Veranlagung ist zu bestätigen.

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4.2. In Streitigkeiten hat jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen 

Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Die Beschwerdegegner werden somit 

kostenpflichtig. Eine Gebühr von Fr. 1'500.-- erscheint für das vorliegende Verfahren 

angemessen (Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222 

Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Die amtlichen Kosten der vorinstanzlichen Verfahren 

(zweimal Fr. 600.--) sind bei diesem Verfahrensausgang neu zu verlegen und ebenfalls 

den Beschwerdegegnern aufzuerlegen unter Verrechnung mit ihrem dort geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 1‘200.--. Ein konkreter Grund, aufgrund dessen auf die 

Kostenerhebung gegenüber den Beschwerdegegnern zu verzichten wäre (act. G 9 S. 

2), liegt nicht vor. Die vorliegend zu entscheidende Abgrenzung des beruflichen und 

privaten Aufwands war, ohne Einführung einer Praxisänderung, aufgrund der 

allgemeinen steuerlichen Grundsätze zu entscheiden. In diesem Sinn ging es, auch 

wenn ein vergleichbarer Sachverhalt vom Verwaltungsgericht zuvor soweit ersichtlich 

noch nicht beurteilt worden war, nicht um eine erstmals zu entscheidende Rechtsfrage, 

aufgrund derer sich ein Verzicht auf die Kostenerhebung unter Umständen hätte 

rechtfertigen lassen.

4.3. Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP; Art. 

145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, SR 172.021). Die Beschwerdegegner sind unterlegen, und der 

Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der 

Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 

176); beide haben auch keinen entsprechenden Antrag gestellt.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2015/226 und B 2015/227 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2012 wird 

gutgeheissen, der Rekursentscheid vom 17. September 2015 (Dispositiv Ziff. 1, 2, 5 

und 6) aufgehoben und der Einspracheentscheid vom 5. Januar 2015 bestätigt.

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3. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2012 wird gutgeheissen, der 

Beschwerdeentscheid vom 17. September 2015 (Dispositiv Ziff. 3 bis 6) aufgehoben 

und der Einspracheentscheid vom 5. Januar 2015 bestätigt.

4.

4.1. Die Beschwerdegegner bezahlen für das Beschwerdeverfahren amtliche Kosten 

von Fr. 1‘500.--.

4.2. Die Beschwerdegegner bezahlen für das vorinstanzliche Verfahren amtliche Kosten 

von Fr. 1‘200.-- unter Verrechnung mit ihrem Kostenvorschuss von Fr. 1‘200.--.

 

Der Präsident            Der Gerichtsschreiber

Eugster                      Schmid

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 07.04.2017
	Steuerrecht. Art. 39 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Art. 26 Abs. 1 DBG (SR 642.11). Art. 34 lit. a DBG; Art. 47 lit. a StG.Abzug von für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kosten von den Einkünften aus unselbständiger Erwerbstätigkeit. Streitig war, ob die Rekursinstanz zu Recht die in der Steuererklärung 2012 von den Beschwerdegegnern deklarierten Kosten für die Herstellung der Compliance im Zusammenhang mit dem Antritt einer neuen Arbeitsstelle durch den Beschwerdegegner zum Abzug zuliess und die Einspracheentscheide des Beschwerdegegners vom 5. Januar 2015 aufhob.Das Verwaltungsgericht hielt fest, die von der Vorinstanz zum Abzug zugelassenen Kosten seien im Zusammenhang mit der Bereitstellung der amerikanischen Steuerunterlagen des Beschwerdegegners entstanden. Als amerikanischer Staatsbürger habe der Beschwerdegegner damals - trotz Ansässigkeit in der Schweiz - der unbeschränkten Steuerpflicht in den USA unterlegen mit der Folge, dass er in zwei Staaten unbeschränkt steuerpflichtig gewesen sei und auch in den USA eine Steuerdeklaration einzureichen gehabt habe. Unbestritten sei, dass die Bereinigung der amerikanischen Steuerangelegenheiten des Beschwerdegegners für den Antritt der Anstellung als Vorsitzender der Bankleitung vom Arbeitgeber verlangt und damit erforderlich gewesen sei. Das Vorbringen des Beschwerdegegners, wonach es ihm nicht zumutbar gewesen wäre, angesichts der unübersichtlichen Bedingungen der US-Steuerbehörden die US-Steuerunterlagen ohne professionelle Hilfe aufzuarbeiten, belege jedoch für sich allein noch keinen beruflichen Konnex der entstandenen Kosten. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die professionelle Unterstützung beim Ausfüllen der US-Steuererklärung auch nötig gewesen wäre, wenn kein Stellenantritt (unter der Voraussetzung der Herstellung der Compliance) in Aussicht gestanden hätte. Eigentliche (und vorbestandene) Ursache der entstandenen Kosten habe die gesetzliche Deklarationspflicht in den USA gebildet. Das Bewerbungsverfahren habe lediglich die Notwendigkeit zutage gebracht, der Deklarationspflicht in den USA nachzukommen und für diese

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	Pflichterfüllung einen Experten für US-Steuerrecht zu beauftragen. Aufhebung des Rekursentscheids durch das Verwaltungsgericht (Verwaltungsgericht, B 2015/226 und B 2015/227).

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