# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73f02cb7-7dc6-5b8d-a434-3d1c87ac5d42
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 08.09.2025 SV2 2025 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2025-42_2025-09-08.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 8. September 2025
mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz SV2 25 42

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Kursbesuch

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Sachverhalt

A. Mit Eingabe vom 3. Juli 2025 (Poststempel) an das Obergericht des Kantons 
Graubünden erhob A._____ Beschwerde gegen den Entscheid der 
Arbeitslosenkasse Graubünden betreffend Kurskostenübernahme.

B. Mit Verfügung vom 11. Juli 2025 (Versand per Einschreiben) teilte die 
zuständige Vorsitzende A._____ mit, dass unklar sei, ob sie eine Beschwerde bei 
Gericht einreichen möchte, und dass ihre Eingabe vom 3. Juli 2025 (Poststempel) 
den gesetzlichen Anforderungen gemäss Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) an eine Beschwerde, 
wonach eine Beschwerde ein Rechtsbegehren, eine kurze Begründung sowie eine 
gedrängte Darstellung des Sachverhalts zu enthalten habe, nicht genüge. Es wurde 
ihr eine Nachfrist zur Verbesserung ihrer Eingabe bis zum 1. September 2025 
eingeräumt. Ferner wurde sie insbesondere darauf hingewiesen, dass das Gericht 
nicht auf die Beschwerde eintrete, sofern innert Frist keine verbesserte Beschwerde 
eingereicht werde. Auch wurde A._____ auf die Berechnung, Einhaltung und 
Wiederherstellung der Frist aufmerksam gemacht.

C. Bis dato (8. September 2025) ging keine Reaktion auf die Verfügung vom 
11. Juli 2025 beim Obergericht ein. Die gesetzte Frist zur Verbesserung bis zum 
1. September 2025 verstrich demnach ungenutzt. 

Erwägungen

1. Nach Art. 61 ATSG (SR 830.1) i.V.m. Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG (BR 370.100) 
entscheidet das Obergericht des Kantons Graubünden in einzelrichterlicher 
Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich 
begründet oder unbegründet ist. Im konkreten Fall erweist sich die 
Eingabe/Beschwerde von A._____ – wie nachstehend ausgeführt wird – als 
offensichtlich unzulässig, was in den einzelrichterlichen Kompetenzbereich der 
Vorsitzenden fällt.

2. Gemäss den bundesgesetzlichen Bestimmungen des AVIG (SR 837.0; Art. 1 
Abs. 1 AVIG) und des ATSG (Art. 61 lit. b ATSG) i.V.m. Art. 38 VRG hat eine 
Beschwerde ein Rechtsbegehren, eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts 
und eine kurze Begründung zu enthalten. Sie ist zu unterzeichnen und im Doppel 
unter Beilage der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids 
einzureichen; weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen. Genügt eine Eingabe 
den gesetzlichen Erfordernissen nicht, wird eine angemessene Frist zur 

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Verbesserung angesetzt und mit der Androhung verbunden, dass auf die Eingabe 
sonst nicht eingetreten werde. 

3. Im konkreten Fall ist dazu erstellt, dass A._____ auf das Schreiben der 
Vorsitzenden 11. Juli 2025, welches ihr per Einschreiben am 15. Juli 2025 zugestellt 
wurde, nicht innert der ihr explizit gesetzten Frist bis 1. September 2025 reagierte. 
Sie hat damit die ihr gesetzte Nachfrist offensichtlich ungenutzt verstreichen lassen. 
Nach Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 39 Abs. 1 ATSG müssen schriftliche Eingaben 
spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger bzw. dem Gericht 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben 
werden. Die im konkreten Fall festgestellte Nichtbeachtung der gesetzlich 
vorgesehenen Möglichkeit der Nachbesserung einer ungenügenden Eingabe an 
das Obergericht hat deshalb androhungsgemäss einen Nichteintretensentscheid 
zur Folge; unbesehen allfälliger weiterer Mängel der Eingabe. 

4.1. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten 
vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 
Gerichtskosten auferlegen. Da das AVIG keine Kostenpflicht statuiert und 
Mutwilligkeit oder Leichtsinn nicht vorliegen, sind A._____ keine Kosten 
aufzuerlegen. 

4.2. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden hat keinen Anspruch 
auf einen Parteikostenersatz (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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4. [Mitteilungen]