# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a90e33e3-4a66-565c-aacd-bca945826aef
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.02.2024 UV 2023/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-56_2024-02-22.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/56

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 26.03.2024

Entscheiddatum: 22.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 22.02.2024
Art. 6 UVG; Unfallkausalität und Leistungseinstellung. Unvollständige 
Aktenlage und Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung 
hinsichtlich der Unfallkausalität des Meniskusrisses bei vorbestehender 
VKB-Ruptur. Rückweisung zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. 
Februar 2024, UV 2023/56).

Entscheid vom 22. Februar 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane 

Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; a.o. Gerichtsschreiberin Lea 

Schneider

Geschäftsnr.

UV 2023/56

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

Der in B.___, Kanton St. Gallen, wohnhafte A.___ (nachfolgend: Versicherter) war 

seit dem 1. Juni 2021 als Elektroinstallateur bei der C.___ AG in D.___, Graubünden, 

tätig und dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Die 

Arbeitgeberin meldete der Suva am 9. September 2021 einen Nichtberufsunfall des 

Versicherten vom 1. September 2021. Beim Umzug habe beim Hinuntersteigen der 

Treppe eine Kiste das Knie des Versicherten gerammt. Als verletzter Körperteil wurde 

in der Schadenmeldung UVG das rechte Knie, mit noch unbekannter Schädigung, 

genannt (Suva-act. 1).

A.a. 

Am 8. September 2021 war im Spital E.___ eine Magnetresonanztomographie 

(MRT) des rechten Knies durchgeführt worden. Im dazugehörigen Bericht war ein – im 

Vergleich zu einem am 21. September 2020 durchgeführten MRT – neu aufgetretenes 

Kontusionsödem/eine Mikrofraktur des dorsomedialen Tibiacondylus und eine 

kombinierte Rissbildung des Innenmeniskushinterhorns festgestellt worden. Zudem 

waren vollständig ausgeheilte Frakturen im lateralen Kompartment festgehalten worden 

(Suva-act. 15).

A.b. 

Mit Schreiben vom 15. September 2021 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

sie Versicherungsleistungen für den Unfall vom 1. September 2021 erbringen werde 

(Suva-act. 2).

A.c. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 3/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Anlässlich des Telefongesprächs mit der Suva vom 12. November 2021 berichtete 

der Versicherte unter anderem zum Unfallhergang, er habe beim Umzug mit der 

Freundin eine Kiste hochgetragen. Die Freundin habe die Kiste nicht mehr halten 

können, worauf ihm diese auf das rechte Knie gefallen (Kniescheibe) sei. Zudem 

bestehe ein Vorzustand, nämlich eine Ruptur des rechten vorderen Kreuzbands (VKB) 

im September 2020.

Damals sei er nicht gegen Unfallfolgen versichert gewesen, weshalb dieser Schadenfall 

über die Krankenkasse abgerechnet worden sei. Man habe das Kreuzband damals 

nicht operiert, sondern mittels Training aufgebaut. Seit ca. März 2021 sei er wieder voll 

arbeitsfähig gewesen und habe eine Arbeitsstelle gefunden. Seither sei er eigentlich 

beschwerdefrei gewesen bis zum neuen Ereignis beim Umzug. Gemäss dem 

behandelnden Arzt sei neu auch eine Meniskusverletzung ersichtlich im MRT, was im 

Jahr 2020 nicht der Fall gewesen sei (Suva-act. 16).

A.d. 

In der Folge forderte die Suva beim Spital E.___ sämtliche Berichte zum rechten 

Knie des Beschwerdeführers seit September 2020 an (Suva-act. 18). Gemäss Bericht 

zur MRT-Untersuchung des rechten Knies vom 21. September 2020 waren damals eine 

Impressionsfraktur des dorsolateralen Tibiacondylus, eine intraartikuläre 

Impressionsfraktur des Fibulaköpfchens assoziiert mit einer Ruptur der 

popliteomeniskalen Faszikel inferior betont und eine partielle Meniskusablösung sowie 

eine komplette VKB-Ruptur festgestellt worden (Suva-act. 19).

A.e. 

Im Sprechstundenbericht des Spitals E.___ vom 13. Oktober 2021 hatte 

Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, als Befunde ein hinkfreies, 

flüssiges Gangbild festgehalten. Am rechten Kniegelenk bestehe kein Erguss, die 

Flexion/Extension betrage 130/0/0°, das Kniegelenk sei ligamentär von den 

Kollateralbändern her stabil geführt, das VKB sei insuffizient mit einer erhöhten AP-

Translation und die Meniskuszeichen seien für die Innenseite leicht positiv. 

Insbesondere bestehe eine starke Druckdolenz dorsomedial. Als Diagnose hatte er eine 

"Symptomatische Rissbildung Innenmeniskus Hinterhorn und Pars intermedia 

Kniegelenk rechts nach Kniedistorsion/Kontusion vom 1. September 2021 mit/bei bis 

anhin konservative Behandlung einer VKB-Ruptur Kniegelenk rechts vom 

September 2020 bei damals Empfehlung einer Operation mit VKB-Plastik" 

A.f. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 4/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

festgehalten. Es bestehe eine Operationsindikation. Der Versicherte werde sich die 

Operation noch überlegen (Suva-act. 27).

Am 14. November 2021 gab Dr. G.___, Facharzt für Allgemeinmedizin und 

Anästhesie, im Arztzeugnis UVG bezüglich der Frage nach dem Unfallhergang und den 

Beschwerden/Rückfall eine Kniegelenks (KG)-Distorsion rechts und einen alten VKB-

Riss an. Hinsichtlich der objektiven Befunde sowie des Prozederes verwies er auf die 

"Anlagen", wobei er den Bericht des Spitals E.___ vom 13. Oktober 2021 beilegte (vgl. 

Bst. A.f). Als Diagnose hielt Dr. G.___ im Arztzeugnis UVG eine Meniskusläsion und 

eine VKB-Ruptur rechts fest (Suva-act. 26; Die Erstbehandlung erfolgte am 

6. September 2021 ebenfalls bei Dr. G.___ [Suva-act. 26]). 

A.g. 

Am 17. November 2021 bat die Suva den Versicherungsmediziner, Dr. med. H.___, 

Facharzt für Orthopädie, zum Fall des Versicherten Stellung zu nehmen. Dr. H.___ 

führte im Wesentlichen aus, eine horizontale Innenmeniskushinterhornläsion sei bereits 

in der MRT-Diagnostik vom September 2020 erkennbar. Weiter bat Dr. H.___ um das 

Einholen eines ärztlichen Berichts von Dr. G.___ über die am 6. Juni 2021 

(korrekt: September) durchgeführte Untersuchung mit Dokumentation des klinischen 

Befunds am rechten Kniegelenk (Suva-act. 29).

A.h. 

Mit E-Mail vom 18. November 2021 bat die Suva Dr. G.___ um Zustellung eines 

ergänzenden ärztlichen Berichts mit Angaben zur durchgeführten Untersuchung vom 

6. Juni (korrekt: September) 2021, insbesondere mit Dokumentation des klinischen 

Befunds am rechten Kniegelenk, welcher ihn dazu veranlasst habe, eine MRT-

Diagnostik in die Wege zu leiten, sowie um eine Begründung für das Ausstellen eines 

Zeugnisses mit einer Arbeitsunfähigkeit zu 100% rückwirkend ab Freitag, 3. September 

2021, nach dem Unfallereignis vom 1. September 2021 (Suva-act. 30). Auf mehrfache 

Nachfrage hin teilte Dr. G.___ am 17. Dezember 2021 per E-Mail mit, dass ihm die 

Sinnhaftigkeit der gestellten Fragen völlig unklar sei. Der Versicherte habe glaubhafte 

Angaben zum Unfall und die Beschwerden hätten eine bildgebende Diagnostik 

notwendig gemacht (vgl. zum Ganzen: Suva-act. 40). Die Beantwortung einer 

nochmaligen Anfrage der Suva auf Empfehlung von Dr. H.___ hin (Suva-act. 41), 

aufgrund welcher struktureller oder funktioneller Einschränkungen für den Versicherten 

A.i. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 5/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ab dem 3. September 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei 

(Suva-act. 43), wurde von Dr. G.___ nicht beantwortet (Suva-act. 44).

Am 3. Januar 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie habe ihre 

Leistungspflicht aufgrund des Heilverlaufs neu beurteilt. Aufgrund der Beurteilung ihres 

Kreisarztes komme die Suva zu dem Schluss, dass die heute bestehenden 

Beschwerden am rechten Knie nicht mehr unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er sich 

auch ohne Unfall vom 1. September 2021 eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer 

Beurteilung spätestens acht Wochen nach dem Unfallereignis erreicht. Der Fall werde 

per 16. Januar 2022 abgeschlossen und ab diesem Zeitpunkt werde folglich der 

Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen verneint (Suva-act. 48).

A.j. 

Der Versicherte teilte der Suva am 18. Januar 2022 sinngemäss mit, er sei mit der 

beabsichtigten Leistungseinstellung nicht einverstanden (Suva-act. 49).

A.k. 

Am 2. Mai 2022 konsultierte der Versicherte Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädie 

und Traumatologie, Spital E.___, für eine Zweitmeinung. In seinem Bericht vom 10. Mai 

2022 hielt Dr. I.___ fest, der Versicherte habe angegeben, dass er im September 2020 

eine VKB-Ruptur erlitten habe. In weiterer Folge sei er wieder ohne Einschränkung voll 

arbeits- und sportfähig gewesen, sodass er seit dem Juni 2021 wieder problemlos 

einsetzbar gewesen sei. Es sei dann am 1. September 2021 zu einem 

Distorsionstrauma mit persistierend medialseitigen Kniegelenksbeschwerden 

gekommen. Im MRT habe sich hier eine neue Rissbildung im Innenmeniskus gezeigt. 

Aufgrund der Anamnese sei seiner Meinung nach der neue Meniskusriss kein 

Folgeschaden der VKB-Ruptur. Er bitte die Suva, dies zu berücksichtigen (Suva-

act. 51).

A.l. 

Am 3. Juni 2022 nahm Dr. H.___ erneut Stellung zum Fall des Versicherten. Er 

führte aus, Dr. G.___ habe in seiner Stellungnahme in der E-Mail-Nachricht vom 

17. Dezember 2021 betreffend sein Arztzeugnis über die medizinische Erstbehandlung 

fünf Tage nach dem Ereignis festgehalten, der Versicherte habe glaubhafte Angaben 

zum Unfall und die Beschwerden hätten eine bildgebende Diagnostik notwendig 

gemacht. Im entsprechenden Arztzeugnis würden jedoch keinerlei Angaben vorliegen. 

Zur versicherungsmedizinischen Beurteilung sei jedoch die in der kreisärztlichen 

A.m. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 6/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Stellungnahme vom 17. Dezember 2022 festgehaltene Beantwortung der Fragen 

unabdingbare Voraussetzung. Dr. H.___ schlug eine erneute Kontaktaufnahme mit dem 

Versicherten vor, um ihm mitzuteilen, dass der Entscheid aufgrund der 

versicherungsmedizinischen Stellungnahme gefällt werden müsse, da die notwendigen 

versicherungsmedizinischen Fragen – entsprechend der Stellungnahme vom 

17. Dezember 2022 – nicht beantwortet worden seien (Suva-act. 53).

Am 26. Juni 2022 teilte der Versicherte der Suva per E-Mail mit, er habe auf 

Nachfrage bei Dr. G.___, wieso dieser keine weiteren Auskünfte habe erteilen wollen, 

keine konkrete Antwort erhalten. Er habe nicht den Eindruck gehabt, dass sich 

Dr. G.___ annähernd für seinen Fall interessieren oder sich richtige Notizen gemacht 

habe, weshalb er seine Beschwerden nach dem Unfallereignis selber schildern wolle. 

Als ihm die Kiste beim Umzug auf das Knie gefallen sei, habe er einen kurzen, heftigen 

Schmerz am Knie verspürt. Dieser Schmerz habe sich jedoch nach einiger Zeit ein 

bisschen gelegt und sein Knie sei ziemlich schnell angeschwollen. Seit diesem Unfall 

könne er sein linkes (gemeint wohl: rechtes) Bein nicht mehr wie gewohnt belasten, 

weil er die meiste Zeit ein Stechen auf der linken Seite des Knies verspüre (Suva-

act. 59).

A.n. 

Am 4. Juli 2022 nahm Dr. H.___ erneut Stellung zum Fall des Versicherten. Er 

führte im Wesentlichen aus, der Unfall vom 1. September 2021 habe nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt, 

welche objektivierbar seien. Der Schaden, der nun operiert werden solle, sei nicht 

überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen, da das vom 

Versicherten am 12. November 2021 geschilderte Ereignis mit Schadendatum vom 

1. September 2020 – bestätigt in der E-Mail-Nachricht vom 26. Juni 2022 – ohne 

echtzeitlich medizinischen Nachweis einer übermässigen äusseren Gewalteinwirkung 

am Knie/an der Kniescheibe (Schwellung, Hämatom, Hautschürfung und intraartikulärer 

Erguss) erfolgt sei. Zudem sei das Unfallereignis nicht geeignet, die im Bericht vom 

13. Oktober 2021 zur Untersuchung im Spital E.___ notierte Innenmeniskusläsion im 

Hinterhornbereich und Rissbildung des Innenmeniskus in der Pars intermedia zu 

verursachen. Auf die Frage, ab wann Unfallfolgen im Beschwerdebild mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielen würden, führte Dr. H.___ 

aus, dass gemäss Reintegrationsleitfaden Unfall des Schweizerischen 

A.o. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 7/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherungsverbandes (<https://www.koordination.ch/fileadmin/files/uvg/

reintegration/4_reintegrationsleitfaden_unfall_release_2010_version_1.0.pdf>, zuletzt 

besucht am 20. Dezember 2023 [nachfolgend: Reintegrationsleitfaden]) mit einer 

Behandlungsbedürftigkeit von zwei Wochen zu rechnen sei. Bei einer leichten 

Kontusion ohne strukturelle Traumafolgen und/oder Hinweise für eine übermässige 

äussere Gewalteinwirkung seien spätestens nach vier Wochen Unfallfolgen im 

Beschwerdebild nicht mehr gegeben (Suva-act. 60).

Am 4. Juli 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie gemäss 

Neubeurteilung beim Entscheid vom 3. Januar 2022 bleibe und für eine allfällige 

Operation am rechten Knie nicht aufkommen könne, da es sich mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht um Unfallfolgen handle (Suva-act. 61).

A.p. 

Nach Einsicht in die Akten, teilte die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG 

(nachfolgend: Protekta) der Suva am 5. Dezember 2022 im Auftrag des Versicherten 

mit, sie sei mit der formlosen Leistungseinstellung nicht einverstanden (Suva-

act. 68-1 ff.). Ihrer Eingabe legte sie ein Gutachten von Dr.  I.___ vom 1. Dezember 

2022, bei. Darin hatte Dr. I.___ im Wesentlichen ausgeführt, bei Betrachtung der 

aktuellen Studienlage, sei eine im Verlauf zusätzlich auftretende Schädigung des 

Meniskus, bei vorangegangener Kniebinnenverletzung und auch einer Ruptur des VKB, 

möglich. In Anbetracht der zwischenzeitlichen Wiederaufnahme der Arbeit mit 

vollständiger Arbeitsfähigkeit und zusätzlich auftretendem Trauma als Auslöser der 

Schmerzen sowie aufgrund der im Anschluss daran bildmorphologisch 

nachgewiesenen Läsion des Meniskus interpretiere er die neu aufgetretene 

Meniskusverletzung als Resultat des zweiten und nicht des ersten Traumas. Eine 

operative Versorgung werde als zielführend angesehen, um den Status, wie er vor der 

Verletzung vorgelegen habe, wiederherstellen zu können (Suva-act. 68-5 ff.).

A.q. 

Am 9. Dezember 2022 führte Dr. H.___ in seiner Anfrage für ein radiologisches 

Konsil zuhanden von PD Dr. med. J.___, Facharzt für diagnostische Radiologie, aus, 

das Unfallereignis vom 1. September 2021 habe nicht – wie vom Hausarzt im Rahmen 

der medizinischen Erstbehandlung und wie im fachärztlichen Behandlungsbericht vom 

Spital E.___ am 13. Oktober 2021 festgehalten – zu einer Knie-Distorsion geführt, 

sondern vielmehr zu einem direkten Kontusionstrauma auf die Kniescheibe am rechten 

A.r. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 8/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Knie, wie vom Versicherten selbst im Rahmen der persönlichen telefonischen 

Befragung berichtet. Im MRT Befundbericht vom 8. September 2021 werde die 

Rissbildung des Innenmeniskus als neu beurteilt, obwohl sie bereits ein Jahr zuvor 

erkennbar gewesen sei. Auch das Knochenmarködem am medialen Femurkondylus sei 

bereits im MRT vom 21. September 2020 geringfügig ersichtlich gewesen. Aus 

fachärztlich orthopädisch-traumatologischer Sicht sei das vom Versicherten 

geschilderte Kontusionsereignis an der rechten Kniescheibe nicht geeignet, einen Riss 

des Innenmeniskus zu verursachen. Die im MRT am 8. September 2021 festgestellten 

Befunde liessen sich eher als eine mechanisch überlastungsbedingte Stressreaktion 

interpretieren – im Rahmen der konservativen Behandlung einer am 19. September 

2020 stattgehabten VKB-Ruptur rechts bei vorbestehend im MRT vom 21. September 

2020 erkennbarer horizontaler Innenmeniskusläsion. Er liess um Beantwortung der 

Frage bitten, ob sich – aus fachradiologischer Sicht unter Berücksichtigung der 

anamnestischen, medizinischen und bilddiagnostischen Untersuchungen – Hinweise 

erkennen liessen für frische, unfallbedingte strukturelle Traumafolgen am rechten Knie 

nach direktem Kontusionsereignis auf die rechte Kniescheibe am 1. September 2021, 

bei aktenkundigem Vorzustand vom September 2020 (Suva-act. 70).

In seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2023 führte Dr. J.___ im Wesentlichen aus, 

nach ausführlicher Begutachtung der vorliegenden MRT-Aufnahmen zeige sich ein 

umschriebenes Knochenmarksödem des dorsomedialen Tibiaplateaus, welches in 

erster Linie als eine Stressreaktion nicht traumatischer Genese zu werten sei. Die 

Meniskusruptur sei allerdings – soweit und trotz Bewegungsartefakte ersichtlich – 

frisch. Sie könne jedoch nicht im Zusammenhang mit bzw. als Folge einer Kontusion 

der Patella entstanden sein. Möglich sei eine degenerative Genese (Suva-act. 72).

A.s. 

In seiner Beurteilung vom 10. Januar 2023 gelangte Dr. H.___ zum Schluss, aus 

den neu eingereichten Unterlagen ergebe sich grundsätzlich keine Änderung seiner 

Beurteilung vom 4. Juli 2022. Er führte im Wesentlichen aus, der Unfall vom 

1. September 2020 habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinen zusätzlichen 

strukturellen Läsionen geführt, welche objektivierbar seien. Gestützt auf den Beschrieb 

des Unfallhergangs durch den Versicherten sowie die Beurteilung von Dr. J.___ sei der 

Schaden, welcher nun operiert werden solle, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht auf den Unfall zurückzuführen. Spätestens nach zwölf Wochen würden 

A.t. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 9/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle 

mehr spielen, wobei der Einfluss der Operation ausser Acht zu lassen sei. Zur 

Begründung führte Dr. H.___ aus, gemäss Reintegrationsleitfaden bestehe bei einer 

leichten Kniedistorsion mit Leitsymptom Meniskus (Quetschung, kleiner Einriss, Vorder- 

und Hinterhorn und Erguss) eine Behandlungsbedürftigkeit von vier Wochen 

(Reintegrationsleitfaden Kapitel 08B d, S. 143). Im vorliegenden Fall liege keine 

Kniedistorsion vor. Gemäss Reintegrationsleitfaden bestehe bei einer leichten 

extraartikulären Kniekontusion-Weichteil-Hülle (Prellmarke, örtliche Schwellung, 

Einblutung, Hautschürfung und bone bruise) eine Behandlungsbedürftigkeit von 

insgesamt zwölf Wochen (vgl. Reintegrationsleitfaden Kapitel 08B a, S. 139). Im 

vorliegenden Fall sei weder echtzeitlich medizinisch im Rahmen der ärztlichen 

Erstbehandlung fünf Tage nach dem geschilderten Ereignis noch im Rahmen der 

fachärztlichen Behandlung sechs Wochen nach dem geschilderten Ereignis, am 

13. Oktober 2021, klinisch ein Hinweis auf einen Kniegelenkserguss rechts zu sehen 

gewesen, wobei im fachärztlichen Behandlungsbericht vom 13. Oktober 2021 ein 

Kniegelenkserguss explizit ausgeschlossen worden sei. Zudem hätten keine klinisch 

notierten Prellmarken, örtlichen Schwellungen, Einblutungen oder Hautschürfungen 

bestanden (Suva-act. 74).

Mit Verfügung vom 10. Januar 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, aufgrund 

der Beurteilung ihres versicherungsmedizinischen Dienstes seien die heute 

bestehenden Beschwerden am rechten Knie nicht mehr unfallbedingt. Der Zustand, wie 

er sich auch ohne den Unfall vom 1. September 2021 eingestellt hätte, sei gemäss 

medizinischer Beurteilung spätestens nach zwölf Wochen erreicht. Die Suva werde den 

Fall per 16. Januar 2022 abschliessen und lehne den Anspruch auf weitere 

Versicherungsleistungen ab (Suva-act. 79).

A.u. 

Am 3. Februar 2023 erhob die Protekta im Namen des Versicherten Einsprache 

gegen die Verfügung vom 10. Januar 2023. Sie beantragte, die Verfügung vom 

10. Januar 2023 sei vollumfänglich aufzuheben und die gesetzlichen 

Unfallversicherungsleistungen seien weiterhin zu erbringen (Suva-act. 80).

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.  

Am 16. Februar 2023 ging bei der Suva eine (wohl fälschlicherweise auf den 

5. Dezember 2022 datierte) ergänzende Einsprachebegründung der Protekta ein, mit 

welcher sie einen ausführlichen fachmedizinischen Bericht von Dr. med. K.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Orthopädie L.___, vom 1. Februar 2023, einreichte (Suva-act. 84). Dr. K.___ kam darin 

zu dem Schluss, es sei hochgradig wahrscheinlich, dass der zweite Unfall die neu 

aufgetretene Meniskusläsion verursacht habe. Die alte VKB-Verletzung habe diese 

einzig begünstigt. Der Unfall vom 1. September 2021 habe zu einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung des Kniegelenks geführt, die keineswegs vorübergehend sei. 

Unfallfremd sei einzig die Tatsache, dass durch die Instabilität des VKB solche 

Verletzungen einfacher und mit weniger Energie erfolgen könnten. Es sei nicht zu einer 

vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung gekommen. Es sei vielmehr zu 

einer strukturellen Schädigung des medialen Meniskus gekommen. Dieser 

Meniskusriss könne nicht heilen und werde dauerhaft Schmerzen auslösen können, 

respektive falls er irgendwann operiert werde, eine Arthrose begünstigen. Weder der 

Status quo ante noch der Status quo sine könne je erreicht werden (Suva-act. 85).

B.b. 

Am 22. Juli 2023 nahm Dr. H.___ erneut Stellung zum Fall des Versicherten. 

Dr. H.___ führte unter anderem aus, es habe sich nachweislich kein Distorsionstrauma 

am rechten Kniegelenk ereignet. Es sei vielmehr zu einer direkten Kontusion am 

rechten Knie (Kniescheibe) gekommen, welche nicht geeignet sei, eine unfallbedingte, 

traumatische Meniskusverletzung zu verursachen. Zudem würden Hinweise auf eine 

übermässige äussere Gewalteinwirkung fehlen und seien anlässlich der Untersuchung 

im Spital E.___ am 13. Oktober 2021 auch keine Blockierung, 

Bewegungseinschränkung oder ein Streckdefizit des Kniegelenks festgestellt worden 

(Suva-act. 89).

B.c. 

Mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2023 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten, gestützt auf die Einschätzung von Dr. H.___, ab (Suva-act. 91).

B.d. 

Mit Beschwerde vom 14. September 2023 beantragte Rechtsanwältin M.A. HSG in 

Law, Karin Herzog, St. Gallen, im Namen des Versicherten (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), der Einspracheentscheid der Suva 

C.a. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1. Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1. September 

2021 zu Recht per 16. Januar 2022 eingestellt hat. In diesem Zusammenhang ist 

insbesondere die – zwischen den Parteien im Wesentlichen umstrittene – 

Unfallkausalität der Rissbildung am Innenmeniskus des rechten Knies zu prüfen.

2.  

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 31. Juli 2023 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer 

zulasten der Beschwerdegegnerin. Die ausseramtliche Entschädigung sei der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zuzusprechen (act. G 1). Zusammen mit der 

Beschwerde reichte der Beschwerdeführer unter anderem neu einen Bericht vom 

30. Januar 2023 von Dr. med. M.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie N.___, ein. Dr. M.___ betrachtete 

das Unfallereignis vom 1. September 2021 als adäquaten Ursprung für die 

Meniskusläsion, weshalb der Fall seines Erachtens über die Unfallversicherung 

abgewickelt werden sollte (act. G 1.5).

Am 23. Oktober 2023 teilte die Suva mit, dass sie auf die Einreichung einer 

umfassenden Beschwerdeantwort verzichte und beantragte die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 3).

C.b. 

Mit Schreiben vom 11. Dezember 2023 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

Einreichung einer Replik (act. G 5). Zufolge des erwarteten Abschlusses des 

Schriftenwechsels reichte Rechtsanwältin Herzog dem Gericht ihre Honorarnote in 

Höhe von Fr. 3'966.95.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein (act. G 5.1).

C.c. 

Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls (vgl. dazu Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]) für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als 

dieser in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ereignis steht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, dass das 

schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 

geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen 

Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene Störung 

entfiele (Conditio sine qua non; vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1; André 

Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK ATSG]; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate 

Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 

des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 f. E. 5a). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Expertinnen 

oder Experten angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 und 59 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 66 und 74 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 55, und 58; BGE 

122 V 158 f. E. b mit zahlreichen Hinweisen; SZS 2018 S. 357 f.). Bei physischen 

Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbstständige 

Bedeutung (BGE 134 V 112 V E. 2.1, 118 V 291 f. E. 3a).

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen bzw. hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen 

Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, 

wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gesundheitsschadens darstellt. Die Leistungspflicht entfällt also erst dann, wenn der 

Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 

sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (BGE 129 

V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.). Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. zum Ganzen Urteil 

des Bundesgerichts vom 8. Juli 2022, 8C_734/2021, E. 2.2.2 mit Hinweisen; RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., 

S. 54).

Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht medizinischerseits fest, 

dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht werden 

können, liegt eine richtungsgebende Verschlimmerung vor (zum Ganzen Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54). Treten im 

Anschluss an einen Unfall vorübergehend Beschwerden auf, die zuvor nicht bestanden 

haben, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine oder ante 

Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 

Schmerzsyndrom zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 

8C_423/2012, E. 5.3 mit Hinweisen).

2.3. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Der Versicherungsträger – bzw. im 

Beschwerdefall das Gericht – hat demnach die Untersuchungen so lange 

weiterzuführen, bis die Akten vollständig sind, d. h. bis die inhaltlichen und 

beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, 

erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt (Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 29 zu Art. 43 ATSG mit Hinweisen). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit (vgl. zu dieser Kieser, a. a. O., N 68 ff. zu Art. 43) der Entscheid zu 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte. Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes kein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt 

werden konnte (BGE 117 V 264 E. 3b m. w. H.; Locher/Gächter, a. a. O., § 70 N 56 f.; 

Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 4, 54 f.).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, können beweistauglich sein. An die Beweiswürdigung der Beurteilungen 

dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweis; Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Juni 2018, 8C_281/2018, E. 3.2.2 mit Hinweisen). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann reine Aktengutachten als beweiskräftig, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

2.5. 

Die Beschwerdegegnerin anerkannte mit Schreiben vom 15. September 2021 zu 

Recht, dass der Beschwerdeführer am 1. September 2021 einen Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG mit einer schädigenden Einwirkung auf den Körper erlitten hatte und 

erbrachte entsprechend – zumindest vorläufig – die gesetzlichen 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

Versicherungsleistungen (Suva-act. 2). Mit Verfügung vom 10. Januar 2023 (Suva-

act. 79) bzw. Einspracheentscheid vom 31. Juli 2023 (Suva-act. 91) hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungen auf den 16. Januar 2022 eingestellt, da die über 

den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehenden Beschwerden am rechten 

Knie – namentlich auch die Verletzung am rechten Innenmeniskus – nicht (mehr) 

unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne Unfall vom 1. September 2021 

eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer Beurteilung des Versicherungsmediziners 

spätestens nach zwölf Wochen erreicht gewesen.

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der untersuchenden Person und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 

Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 8C_139/2015, E. 4.1.1 mit Hinweisen).

3.2. 

Hinsichtlich des Gesundheitszustands des rechten Knies des Beschwerdeführers 

ist zwischen den Parteien zu Recht unumstritten, dass dieser am 19. September 2020 

bereits einen – nicht durch die Beschwerdegegnerin versicherten – Unfall mit 

Verletzung des rechten Knies erlitten hatte. Aufgrund der damals erfolgten 

Untersuchungen (insbesondere des MRT vom 21. September 2020 [Suva-act. 19]) 

wurde eine VKB-Ruptur bei/mit Impressionsfraktur des dorsolateralen Tibiacondylus 

mit Impressionsfraktur des Fibulaköpfchens mit Ruptur des meniskalen Faszikels 

inferior diagnostiziert. Es erfolgte eine konservative Behandlung mittels Physiotherapie 

(vgl. dazu insbesondere den Sprechstundenbericht des Spitals E.___ vom 21. Januar 

2021 [Suva-act. 28-3]).

3.3. 

In der MRT-Untersuchung vom 8. September 2021 wurden – im Vergleich zum 

MRT vom 21. September 2020 – neu ein Kontusionsödem/eine Mikrofraktur des 

dorsomedialen Tibiacondylus sowie eine kombinierte Rissbildung des 

Innenmeniskushinterhorns festgestellt (Suva-act. 15), welche grundsätzlich als 

unfallkausale strukturelle Läsionen in Frage kommen.

3.4. 

In Bezug auf Meniskusläsionen gilt es zu beachten, dass Kniegelenksmenisken zur 

Degeneration neigen, Meniskusläsionen aber auch als Folge eines Traumas auftreten 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

können, indem die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen ein- oder 

abreissen (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 

4. Aufl. 2005, S. 1056 ff.; Alfred Bühler, Die unfallähnliche Körperschädigung, in: SZS 

1996, S. 85 und 88). Grundsätzlich sind somit beide Kausalitäten (Krankheits- und 

Unfallkausalität) denkbar. Tritt bereits im Rahmen einer zeitnah zum Unfall 

durchgeführten radiologischen Untersuchung – wovon bei der MRT-Untersuchung vom 

8. September 2021 auszugehen ist – eine strukturelle Läsion zutage, erscheint eine 

traumatische Läsion zumindest nicht ausgeschlossen. Nachfolgend ist mithin der 

Ursprung der Meniskusläsion zu prüfen.

 4.2. 

Vorliegend ist zwischen den Medizinern umstritten, ob es durch das 

Unfallereignis vom 1. September 2021 zu einer Distorsion oder bloss zu einer 

Kontusion des rechten Kniegelenks gekommen ist. Der Versicherungsmediziner 

Dr. H.___ geht in seiner Beurteilung vom 24. Juli 2023 davon aus, es sei lediglich eine 

Kontusion erfolgt, welche – entsprechend der von ihm angeführten Fachliteratur – nicht 

geeignet sei, einen Meniskusschaden hervorzurufen (Suva-act. 89-4 f.).

4.2.1. 

Tatsächlich bildet der Unfallmechanismus im Rahmen einer 

Kausalitätsbeurteilung ein massgebendes Beurteilungskriterium. So führt nicht jeder 

Unfall bzw. Unfallmechanismus zu einer Verletzung oder zumindest nicht zu einer 

derart körperlich gravierenden strukturellen Verletzung, dass anhaltende Beschwerden 

auftreten oder eine operative Behandlung notwendig wird. Zutreffend ist weiter, dass 

als geeigneter Verletzungsmechanismus für Meniskusläsionen in der medizinischen 

Literatur ein Rotationstrauma bzw. eine Distorsion (Verletzung durch Drehbewegung) 

beschrieben wird (Debrunner, a. a. O., S. 1057; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

269. Aufl. 2023, S. 1092; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 1204; S2k Leitlinie 

Meniskuserkrankung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie 

[DGOU], <https://www.ortho-zentrum.de/fileadmin/Krankheitsbilder/Koerperregionen/

Kniegelenk/

Meniskus/033-006l_S2k_Meniskuserkrankungen_2015-07.pdf>, zuletzt besucht am 

20. Dezember 2023).

4.2.2. 

Vorliegend erscheint angesichts der von Dr. G.___ im Arztzeugnis UVG 

dokumentierten Diagnose einer Kniegelenksdistorsion (Suva-act. 26-1) sowie der in 

den Berichten des Spitals E.___ jeweils festgehaltenen Status-Diagnose eines 

Meniskusrisses nach/mit/bei "Kniedistorsion/Kontusion" (vgl. Suva-act. 27-1 und 51-2) 

bereits fraglich, ob es anlässlich des strittigen Ereignisses vom 1. September 2021 

4.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

tatsächlich bloss zu einer Kontusion – und nicht (auch) zu einer Distorsion – gekommen 

war. Dies, zumal es sich in beiden Fällen um eine Weichteilverletzung handelt, welche 

anhand von ähnlichen bzw. denselben klinischen Befunden (wie Hämatome, 

Schwellungen, Schürfungen, Prellmarken, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen etc.) objektiviert wird (vgl. dazu 

Debrunner, a. a. O., S. 412 und 1097; Roche Lexikon, Medizin a. a. O. S. 357 und 441). 

Eine nachträgliche Abgrenzung zwischen Kontusion und Distorsion anhand der 

erhobenen medizinischen Befunde dürfte sich somit als schwierig erweisen.

Selbst wenn man jedoch in Bezug auf den Unfallmechanismus von einer 

Kontusion (ohne Drehbewegung) ausgehen würde, ist darauf hinzuweisen, dass 

Dr. K.___ in seinem Bericht vom 1. Februar 2023 argumentierte, die vorbestehende 

Verletzung des VKB führe zu einem schlechteren Schutz des medialen Meniskus. Es 

sei bekannt, dass es nach konservativ behandelten VKB-Verletzungen deutlich 

einfacher und mit weniger Energie zu Meniskusverletzungen kommen könne. Es sei 

hochgradig wahrscheinlich, dass der zweite Unfall – begünstigt durch die 

vorbestehende VKB-Verletzung (vgl. dazu nochmals vorstehende E. 3.3) – die neu 

aufgetretene Meniskusläsion verursacht habe. Somit habe der Unfall vom 

1. September 2021 zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung des Kniegelenks 

geführt (Suva-act. 85-2 f.). Mithin geht Dr. K.___, unter Berücksichtigung des 

unbestrittenen Vorzustands davon aus, der beschriebene Unfallmechanismus (im Sinne 

einer schweren Kiste, die dem Beschwerdeführer auf das Knie gefallen sei [vgl. dazu 

die Anamnese in Suva-act. 85-1], was mithin eher einer Kontusion entspricht) sei 

geeignet gewesen, die Meniskusläsion herbeizuführen. Dieser Einschätzung folgte auch 

Dr. M.___ in seinem Bericht vom 30. Januar 2023, in dem er von einem "adäquaten" 

Unfallereignis ausging (act. G 1.5). Auch wenn Dr. M.___ seine Einschätzung nicht 

weiter begründet, liegen somit bereits zwei fachärztliche Einschätzungen vor, welche 

der Ansicht von Dr. H.___ hinsichtlich der Geeignetheit des Unfallmechanismus, die 

strittige Meniskusläsion zu verursachen, widersprechen.

4.2.4. 

Dass aufgrund des Vorzustands Meniskusläsionen begünstigt werden, 

anerkannte auch Dr. H.___ zumindest sinngemäss, indem er in seiner Beurteilung vom 

24. Juli 2023 (Suva-act. 89-6) ausführte, die im September 2020 entstandene 

Verletzung des VKB mit zusätzlicher Rampenläsion habe zu einem schlechteren Schutz 

des medialen Meniskus geführt. Trotzdem hält er in seiner Beurteilung im Ergebnis 

weiterhin daran fest, der, als Kontusion beschriebene, Unfallmechanismus sei nicht 

geeignet gewesen, die Ruptur des Innenmeniskus zu verursachen. Inwiefern diese 

Ansicht im vorliegenden Einzelfall auch unter Berücksichtigung des unbestrittenen 

4.2.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorzustands und dessen Auswirkungen auf die Stabilität des Kniegelenks zutrifft, wird 

von Dr. H.___ jedoch nicht weiter begründet oder mit Fachliteratur untermauert. Auch 

die von Dr. H.___ zuvor – in allgemeiner Weise – zitierte Fachliteratur äussert sich nicht 

zu dieser Frage. Mithin ist seine pauschale Einschätzung in dieser Hinsicht nicht 

nachvollziehbar.

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. J.___ in seiner Beurteilung vom 

9. Januar 2023 zwar ausführte, die frische Meniskusläsion könne nicht im 

Zusammenhang mit bzw. als Folge einer Kontusion der Patella entstanden sein. Er hielt 

aber wiederum abschliessend nur fest, die Meniskusruptur sei "möglicherweise 

degenerativer Genese" (Suva-act. 72) und schloss mithin einen traumatischen 

Ursprung – im Widerspruch zu seiner vorherigen Aussage – zumindest nicht gänzlich 

aus. Da auch er seine Einschätzung nicht weiter begründete und insbesondere keine 

Stellung zu den möglichen Auswirkungen der vorbestehenden VKB-Ruptur auf den 

medialen Meniskus nahm, bestehen ebenfalls an seiner Beurteilung – gestützt auf die 

sich widersprechenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte Dr. K.___ und 

Dr. M.___ – zumindest geringe Zweifel.

4.2.6. 

Zusammengefasst bestehen zumindest geringe Zweifel an der Argumentation 

von Dr. H.___ und Dr. J.___, wonach im vorliegenden Fall, d. h. unter Berücksichtigung 

des beim Beschwerdeführer vorliegenden Vorzustands, eine Kontusion per se nicht 

geeignet gewesen sei, die Meniskusläsion herbeizuführen. Ob tatsächlich "nur" eine 

Kontusion stattgefunden hat (vgl. zu diesem Thema vorstehende E. 4.2.3), braucht – 

angesichts dieser Zweifel – im Rahmen des vorliegenden Verfahrens somit nicht 

abschliessend geklärt zu werden. Nachfolgend ist deshalb auf die weiteren Kriterien/

Indizien hinsichtlich der Beurteilung der Unfallkausalität einzugehen.

4.2.7. 

Dr. I.___ ging in seiner Beurteilung vom 1. Dezember 2022 aufgrund der zeitlichen 

Abfolge bzw. des Beschwerdeverlaufs (nach dem ersten Unfallereignis zwischenzeitlich 

erfolgte Wiederaufnahme der Arbeit mit vollständiger Arbeitsfähigkeit und zusätzlich 

auftretendem Trauma mit Auslösung der Schmerzen sowie im Anschluss daran 

bildmorphologisch nachgewiesener Läsion des Meniskus) davon aus, der 

Meniskusschaden sei auf das Unfallereignis vom 1. September 2021 zurückzuführen 

(Suva-act. 68 15). Dieser Ansicht folgte auch Dr. M.___ in seinem Bericht vom 

30. Januar 2023, in welchem er festhielt, da der Beschwerdeführer erst seit Zuziehen 

der Meniskusläsion symptomatisch sei, sollte der Fall, seines Erachtens, über die 

Unfallversicherung abgewickelt werden können (act. G 1.5). Der zeitliche Aspekt allein 

reicht jedoch nicht aus, um einen natürlichen Kausalzusammenhang überwiegend 

wahrscheinlich nachzuweisen. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eines Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass 

eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo 

propter hoc" z. B. in Kieser, a. a. O., N 96 zu Art. 4; Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 1989, S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 113 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

Dr. H.___ wies in seiner Beurteilung vom 24. Juli 2023 (Suva-act. 89-5) zu Recht 

darauf hin, dass weder im medizinischen Erstbehandlungsbericht von Dr. G.___ am 

6. September 2021 noch anlässlich der Untersuchung im Spital E.___ am 13. Oktober 

2021 (Suva-act. 27) Hinweise auf eine übermässige äussere Gewalteinwirkung 

(Hämatom, Prell-/Quetschmarken, Schürfungen, Platzwunden o. Ä.) dokumentiert 

wurden. Mit Blick auf die Angaben von Dr. G.___ im Arztzeugnis UVG betreffend die 

Erstbehandlung vom 6. September 2021 ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dieser 

hinsichtlich der objektiven Befunde lediglich auf die "Anlagen", d. h. den Bericht des 

Spitals E.___ zur Untersuchung vom 13. Oktober 2021, verwiesen hat. Dr. G.___ war 

nicht bereit, auf weitere Rückfragen der Beschwerdegegnerin weitere Angaben zu den 

von ihm anlässlich der Erstbehandlung erhobenen Befunden oder funktionellen 

Einschränkungen zu machen (Suva-act. 44). Dass anlässlich der Untersuchung im 

Spital E.___ rund sechs Wochen nach dem Unfallereignis keine äusseren 

Verletzungszeichen – sollten solche direkt nach dem Unfallereignis vorgelegen haben – 

mehr festgestellt werden konnten, scheint aufgrund des Zeitablaufs nachvollziehbar. 

Hingegen erscheint es höchst fraglich, ob Dr. G.___ anlässlich seiner Erstuntersuchung 

am 6. September 2021 tatsächlich (ebenfalls) keine äusseren Verletzungszeichen 

feststellen konnte und sein Verweis auf die "Anlagen" im Arztzeugnis UVG in dieser 

Hinsicht akkurat war. Es scheint nämlich unwahrscheinlich, dass Dr. G.___ – ohne 

äussere Anzeichen einer stattgehabten Verletzung – aufgrund der blossen Schilderung 

von anhaltenden Schmerzen seitens des Beschwerdeführers direkt eine MRT-

Untersuchung angeordnet hätte, zumal das geschilderte Ereignis und mithin das 

Einsetzen der Beschwerden noch nicht einmal eine Woche zurücklagen (vgl. dazu 

sinngemäss auch die versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. H.___ vom 

17. November 2021, in welcher er um Einholung eines ärztlichen Berichts von Dr. G.___ 

hinsichtlich der erhobenen Befunde, welche ihn zu einer MRT-Diagnostik veranlasst 

haben, bittet [Suva-act. 29-2]). Vielmehr scheint – auch mit Blick auf die fehlende 

Auskunftsbereitschaft seitens Dr. G.___ gegenüber der Beschwerdegegnerin (vgl. dazu 

Suva-act. 40-1 und 44-1) – die Annahme des Beschwerdeführers, sein Hausarzt 

interessiere sich nicht wirklich für seinen Fall und habe sich auch keine richtigen 

Notizen gemacht (vgl. seine E-Mail vom 26. Juni 2022 an die Beschwerdegegnerin 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 20/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

[Suva-act. 59]), plausibel. Folglich kann im vorliegenden Fall aus der fehlenden Angabe 

von Befunden bzw. Verletzungszeichen im Arztzeugnis UVG nicht abgeleitet werden, 

dass anlässlich der Erstbehandlung vom 6. September 2021 überwiegend 

wahrscheinlich keine solchen vorgelegen hatten. Gemäss eigener Angabe des 

Beschwerdeführers in seiner E-Mail vom 26. Juni 2022 bestand nach dem 

Unfallereignis zumindest eine Schwellung des Knies (Suva-act. 59-1). Vor Kenntnis der 

Verweigerungshaltung seines Hausarztes bestand für den Beschwerdeführer kein 

Anlass zu weiteren Angaben hinsichtlich seiner Beschwerden, weshalb seine Aussage, 

welche erst nach Kenntnis der anspruchsverweigernden Haltung der 

Beschwerdegegnerin erfolgt ist, nicht per se als unglaubhaft eingestuft werden kann. 

Trotzdem vermag seine Aussage äussere Verletzungszeichen, namentlich eine 

Schwellung, nicht überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen, zumal anlässlich der 

MRT-Untersuchung vom 8. September 2021 kein Gelenkerguss festgestellt werden 

konnte (Suva-act. 15-1). Somit kann aufgrund der vorliegenden Aktenlage, namentlich 

aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die von Dr. G.___ anlässlich der 

Erstbehandlung erhobenen Befunde, nicht überwiegend wahrscheinlich beurteilt 

werden, ob zeitnah nach dem Unfallereignis äussere Verletzungszeichen vorgelegen 

haben oder nicht.

Dr. H.___ und Dr. J.___ gehen sodann in ihren Beurteilungen vom 9. Dezember 

2022 (Suva-act. 70), 24. Juli 2023 (Suva-act. 89) und 9. Januar 2023 (Suva-act. 72) 

hinsichtlich des Knochenmarködems am dorsomedialen Tibiaplateau von einer 

Stressreaktion nicht traumatischer Genese aus, weshalb dieses – entgegen der Ansicht 

von Dr. K.___ in seiner Beurteilung vom 1. Februar 2023 (Suva-act. 85-2) – keinen 

Hinweis auf eine äussere Krafteinwirkung darstelle. In dieser Hinsicht ist zunächst 

darauf hinzuweisen, dass Dr. H.___ in seiner Anfrage für ein radiologisches Konsil an 

Dr. J.___, am 9. Dezember 2022, festgehalten hatte, für sein Dafürhalten liessen sich 

die im MRT vom 8. September 2021 festgehaltenen Befunde "eher" als eine 

mechanisch-überlastungsbedingte Stressreaktion interpretieren (Suva-act. 70-3 f.). 

Zum einen liegt somit bereits eine suggestiv formulierte Anfrage an Dr. J.___ vor. Zum 

anderen begründet Dr. J.___ – gleich wie Dr. H.___ – seine Einschätzung einer nicht 

traumatischen Stressreaktion nicht weiter. Insbesondere legt keiner der beiden 

Versicherungsmediziner dar, auf was für einen anderen Stressor – wenn nicht eine 

äussere Krafteinwirkung – das Knochenmarködem zurückzuführen sei. Angesichts der 

wieder vollständig hergestellten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach dem 

ersten Unfallereignis kann, nach Ansicht des Gerichts, jedenfalls nicht ohne Weiteres 

davon ausgegangen werden, die von Dr. H.___ und Dr. J.___ postulierte Stressreaktion 

sei auf die früher erfolgte und bis dahin konservativ behandelte VKB-Ruptur 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 21/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5. Zusammengefasst bestehen Zweifel an den Beurteilungen von Dr. H.___ und 

Dr. J.___, weshalb auf diese nicht abgestellt werden kann. Es kann jedoch auch nicht 

allein auf die Beurteilungen von Dr. K.___ und Dr. I.___ abgestellt werden. Die 

vorliegende Aktenlage lässt somit keine überwiegend wahrscheinliche und 

abschliessende Beurteilung der Unfallkausalität der Gesundheitsschäden am rechten 

Kniegelenk des Beschwerdeführers, insbesondere des Meniskusrisses, zu. Aufgrund 

der unvollständigen bzw. unklaren Aktenlage wäre die Beschwerdegegnerin gestützt 

auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer 

medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. 

Solche wird sie nachzuholen haben. Namentlich wird sie – gegebenenfalls schriftlich 

und unter Hinweis auf die gesetzliche Auskunftspflicht der Ärztinnen und Ärzte (Art. 28 

Abs. 3 ATSG) – die Aktenlage hinsichtlich der von Dr. G.___ anlässlich der 

Erstbehandlung vom 6. September 2021 erhobenen Befunde und funktionellen 

Einschränkungen zu vervollständigen bzw. die – insbesondere gemäss 

auftragsrechtlichen Pflichten zu führende – komplette Krankengeschichte des 

zurückzuführen. Mithin bestehen auch hinsichtlich der Beurteilung der bildgebenden 

Befunde bzw. der Annahme des Fehlens von Anzeichen einer stattgehabten äusseren 

Krafteinwirkung zumindest geringe Zweifel an den Einschätzungen von Dr. H.___ und 

Dr. J.___ und kann auf diese nicht abgestellt werden.

Dr. H.___ wies in seiner Beurteilung vom 22. Juli 2023 schliesslich darauf hin, dass 

im Bericht zur Untersuchung im Spital E.___ knapp sechs Wochen nach dem 

geschilderten Ereignis (Suva-act. 27) weder eine Blockierung, eine 

Bewegungseinschränkung noch ein Streckdefizit mit endgradigem Schmerz am 

rechten Knie notiert worden seien bzw. die gemessene Flexionsfähigkeit dem 

Referenzwert eines gesunden Kniegelenks entspreche (Suva-act. 89-5). Soweit er 

damit zumindest sinngemäss geltend macht, die fehlenden Einschränkungen würden 

gegen eine Unfallkausalität der Verletzung sprechen, ist darauf hinzuweisen, dass er 

selbst zuvor ausgeführt hatte, Meniskusrupturen könnten "häufig" zu solchen 

Einschränkungen führen (Suva-act. 89-5). Aus der Formulierung "häufig" ergibt sich 

aber, dass nicht in jedem Fall eine Bewegungseinschränkung o. Ä. eintritt (was auch 

mit der medizinischen Literatur übereinstimmt, vgl. insbesondere die S2k   Leitlinie 

Meniskuserkrankung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie 

[DGOU], S. 8 [abrufbar unter <https://www.ortho-zentrum.de/fileadmin/

Krankheitsbilder/Koerperregionen/Kniegelenk/Meniskus/

033-006l_S2k_Meniskuserkrankungen_2015-07.pdf>, zuletzt besucht am 26. Januar 

2024]). Somit lässt das Fehlen einer Bewegungs /Funktionseinschränkung keinen 

Rückschluss auf die Genese der Meniskusruptur im vorliegenden Fall zu.

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 22/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführers anzufordern haben. Abhängig vom Ergebnis der weiteren 

Aktenanforderung wird sie – gegebenenfalls mit einer externen fachmedizinischen 

Beurteilung – die Unfallkausalität der Gesundheitsschäden am rechten Kniegelenk des 

Beschwerdeführers nochmals neu zu prüfen haben, wobei auch die Frage, ob im 

vorliegenden Fall, unter Berücksichtigung des Vorzustands, allenfalls auch eine blosse 

Kontusion des Kniegelenks einen geeigneten Verletzungsmechanismus darstellt, 

nochmals zu prüfen sein wird. Angesichts der unvollständigen Aktenlage und, da 

bislang noch kein Administrativgutachten erstattet wurde, besteht kein Anlass zur 

Einholung eines Gerichtsgutachtens im Rahmen des vorliegenden Verfahrens.

6.  

Die Beschwerde vom 14. September 2023 ist somit – unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 31. Juli 2023 – im Sinne der vorherstehenden Erwägungen 

teilweise gutzuheissen. Die Streitsache wird zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

 6.3. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Rückweisung zu weiteren Abklärungen bzw. 

neuem Entscheid gilt hinsichtlich der Prozesskosten praxisgemäss als volles Obsiegen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 19. April 2021, 9C_525/2020, E. 6 mit Hinweisen). In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht pauschal 

Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung des Kantons St. 

Gallen [HonO; sGS 963.75]). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird 

das Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang 

der notwendigen Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen 

Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 Abs. 1 HonO). Die Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers hat am 11. Dezember 2023 eine Honorarnote mit einem 

Aufwand von 14.17 Stunden und einem Honorar von Fr. 3'966.95.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht (act. G 5.1). Ein Honorar nach 

Zeitaufwand sieht die Honorarordnung im Verfahren vor dem Versicherungsgericht 

zwar nicht vor, die eingereichte Honorarnote kann jedoch Hinweise insbesondere auf 

Art und Umfang sowie die Notwendigkeit der Bemühungen der anwaltlichen Vertretung 

6.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 23/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

liefern. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf den 

eingeschränkten Streitgegenstand und den – auch aus der Kostennote ersichtlichen – 

notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung, bei durchschnittlichem 

Aktenumfang, eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Hinsichtlich des Antrags des Beschwerdeführers, die ausseramtliche 

Entschädigung sei der Rechtsvertreterin zuzusprechen (act. G 1-2 Ziff. I.4) ist 

festzuhalten, dass der Anspruch auf eine Parteientschädigung i. S. v. Art. 61 lit. g ATSG 

gemäss klarem Gesetzeswortlaut der beschwerdeführenden Person – und nicht deren 

Rechtsvertretung, welche selber keine Verfahrenspartei darstellt – zusteht. Das 

Bundesgericht bejaht in Fällen unentgeltlicher Rechtsverbeiständung einen direkten 

Anspruch des Rechtsvertreters. Dies mit dem Ziel, dem Risiko entgegenzuwirken, dass 

die von der Gegenpartei bezahlte Parteientschädigung letztlich nicht dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand zukommt (z. B. wegen Unterschlagung durch die 

unterstützte Partei, Pfändung oder Arrest der Parteientschädigungsforderung, 

Verrechnung mit einer Schuld der Gegenpartei o. Ä.). Eine solche Zusprache der 

Parteientschädigung direkt an den Anwalt setzt indessen voraus, dass ein 

entsprechendes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vorliegt (vgl. 

zum Ganzen Gregory Bovey, Commentaire de la LTF, 3. Aufl. 2022, N 26 zu Art. 68 

BGG mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts). Die vorerwähnten 

Überlegungen hinsichtlich dem – dem Bundesgesetz über das Bundesgericht (BGG; 

SR 173.110) unterliegenden – Verfahren vor Bundesgericht haben analog auch für das 

dem ATSG unterliegenden Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht zu 

gelten. Da im vorliegenden Fall kein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

eingereicht wurde, sind die Voraussetzungen einer ausnahmsweisen Zusprache der 

Parteientschädigung direkt an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers somit nicht 

erfüllt. Daran ändert auch die vom Beschwerdeführer erteilte Zustimmung zu einer 

solchen (act. G 1-3 Ziff. 8) nichts.

6.3.2. 

Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Beschwerdegegnerin habe für 

die Kosten der Beurteilung durch Dr. K.___ vom 1. Februar 2023 im Betrag von 

Fr. 300.-- aufzukommen (act. G 1 10 Ziff. 34 und G 1.9). Neben den Kosten für die 

berufliche Rechtsvertretung umfassen die Parteikosten nach Art. 61 lit. g ATSG auch 

Auslagen, die für Abklärungsmassnahmen entstanden sind, welche eigentlich durch 

den Versicherungsträger anzuordnen und durchzuführen gewesen wären, aber 

stellvertretend durch die Partei veranlasst wurden. Kosten für solche Privatgutachten 

sind rechtsprechungsgemäss zu ersetzen, wenn das entsprechende Gutachten 

6.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 24/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 31. Juli 

2023 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'300.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

massgebend für die Beurteilung der Streitfrage war (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 

4. Aufl. 2020, N 216 zu Art. 61 mit Hinweisen). Wie sich aus den vorstehenden 

Erwägungen (insbesondere E. 4.2.6) ergibt, war die Stellungnahme von Dr. K.___ für die 

Beurteilung der vorliegenden Rechtsstreitigkeit insofern ausschlaggebend, als damit 

Zweifel an den versicherungsmedizinischen Beurteilungen geweckt werden konnte, 

auch wenn sie die, vom Beschwerdeführer postulierte, Unfallkausalität der strittigen 

Gesundheitsschäden ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen 

vermochte. Da nicht verlangt ist, dass durch die Abklärungsmassnahme neue, von den 

bisherigen Resultaten abweichende Ergebnisse gewonnen werden, sondern nur, dass 

die Ergebnisse für die Abklärung verwendbar sind (vgl. dazu Kieser, a. a. O., N 31 zu 

Art. 45 ATSG mit Hinweisen), hat die Beschwerdegegnerin deshalb für die Kosten des 

Parteigutachtens von Dr. K.___ vom 1. Februar 2023 in Höhe von Fr. 300.-- 

aufzukommen.

Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Parteientschädigung in der Höhe von total 

Fr. 4'300.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen).

6.3.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 22.02.2024
	Art. 6 UVG; Unfallkausalität und Leistungseinstellung. Unvollständige Aktenlage und Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung hinsichtlich der Unfallkausalität des Meniskusrisses bei vorbestehender VKB-Ruptur. Rückweisung zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Februar 2024, UV 2023/56).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2026-01-28T05:31:20+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen