# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c629da86-0c34-5ccf-9291-9a05e7bed485
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.02.2021 110 2020 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-85_2021-02-16.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/85

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 16. Februar 2021

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen 
(VGE 2021/76 vom 24. März 2021). Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen das Urteil 
des Verwaltungsgerichts abgewiesen (BGE 1C_211/2021 vom 6.5.2021).

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Zweisimmen, Bauverwaltung, Lenkstrasse 5,
3770 Zweisimmen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Zweisimmen vom 11. Mai 
2020 (Baugesuchs-Nr. 0794 01802-3757; Umnutzung Stall und Heuraum in Wohnraum) und die 
Verfügung des Amtes für Gemeinde und Raumordnung (AGR) vom 24. Februar 2020
(G.-Nr.: 2019.JGK.3744)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Zweisimmen Grundbuchblatt 
Nr. F.________. Darauf befindet sich an der G.________strasse 5 ein Gebäude, das der 
Beschwerdeführer bewohnt. Das Gebäude, welches aus einem Wohn- und Ökonomieteil besteht, 
gehörte zum landwirtschaftlichen Betrieb, den der Beschwerdeführer 2010 aufgab. Die Parzelle 
Zweisimmen Grundbuchblatt Nr. F.________ liegt in der Landwirtschaftszone (LWZ) und im 
Streusiedlungsgebiet.

2. Seit dem 17. Januar 2018 ist für die Erweiterung und Umnutzung des Gebäudes bei der 
Gemeinde ein nachträgliches Baugesuch hängig. Weil der Beschwerdeführer lange Zeit die 
Baugesuchsunterlagen nicht aufforderungsgemäss ergänzte, führte die Hochbau- und 

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Planungskommission am 22. März 2019 vor Ort einen Augenschein durch. Sie stellte fest, dass 
der Beschwerdeführer Teile des Erd- und Dachgeschosses ohne Baubewilligung ausgebaut hatte 
und die neuen Räumlichkeiten zu Wohnzwecken vermietet. In der Folge reichte der 
Beschwerdeführer neue Pläne ein, die die Gemeinde dem Amt für Gemeinden und Raumordnung 
(AGR) zur Prüfung weiterleitete. Das AGR vertrat in der Stellungnahme vom 8. Juli 2019 an die 
Gemeinde die Auffassung, ein weiterer Ausbau des Gebäudes sei weder zonenkonform noch mit 
einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG1 zulässig.

3. Daraufhin ordnete die Gemeinde mit Verfügung vom 6. August 2019 für die bereits 
umgebaute Wohnung im Erdgeschoss im ehemaligen Stall ein sofortiges Benützungsverbot an. 
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 
des Kantons Bern (BVE), seit dem 1. Januar 2020 Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
(BVD), Beschwerde. Zur Klärung der Angelegenheit führte die BVD am 3. Oktober 2019 eine 
Instruktionsverhandlung durch. Die Gemeinde zog im Anschluss an die Instruktionsverhandlung 
das Benützungsverbot mit Verfügung vom 5. November 2019 zurück. Mit Verfügung vom 
11. November 2019 schrieb das Rechtsamt das Beschwerdeverfahren betreffend das sofortige 
Benützungsverbot ab.

4. Die Gemeinde führte in der Folge das hängige Baugesuchsverfahren weiter. Sie fragte den 
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. November 2019, ob er am Baugesuch festhalten wolle 
und das AGR einen beschwerdefähigen Entscheid fällen solle. Auch habe er bis zum 5. Dezember 
2019 die Möglichkeit, das Baugesuch zurückzuziehen.

5. Am 4. und 16. Dezember 2019 reichte der Beschwerdeführer bei der BVD Schreiben ein, 
die die BVD als Beschwerde behandelte. Er kritisierte in seinen Eingaben besonders die 
Stellungnahme des AGR vom 8. Juli 2019 zur Zonenkonformität sowie das Schreiben des AGR 
vom 12. Dezember 2019. Da es an einem Anfechtungsobjekt fehlte und es sich auch nicht um 
eine Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde handelte, trat die BVD auf die 
Beschwerde mit Entscheid vom 14. Januar 2020 nicht ein. Dagegen erhob der Beschwerdeführer 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mangels 
Antrag und sachbezogener Begründung zur Verbesserung zurück. Weil der Beschwerdeführer 
seine Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert Frist nicht wieder einreichte, schrieb das 
Verwaltungsgericht das Verfahren mit Abschreibungsverfügung vom 24. Februar 2020 ab.

6. Am 20. Februar 2020 wurde der Beschwerdeführer zu einer Besprechung auf die 
Bauverwaltung der Gemeinde Zweisimmen eingeladen, da er der Aufforderung vom 5. November 
2019 nicht nachgekommen war. Im Laufe der Verhandlungen verlangte er einen 
beschwerdefähigen Entscheid des AGR und unterzeichnete ein entsprechendes Papier. Mit 
Verfügung vom 24. Fe-bruar 2020 stellte das AGR fest, das Bauvorhaben sei weder 
zonenkonform noch könne es mit einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG für das Bauen 
ausserhalb des Baugebiets bewilligt werden.

7. Mit Entscheid vom 11. Mai 2020 erteilte die Gemeinde Zweisimmen ohne das Baugesuch 
zu publizieren den Bauabschlag. Sie erliess für die Nutzung des ehemaligen Rindviehstalls und 
des darüber liegenden Heuraums zu Wohnzwecken ab dem 1. September 2019 ein 
Benützungsverbot. Des Weiteren forderte die Gemeinde den Beschwerdeführer auf, die nicht 
bewilligungsfähigen Bauteile des Gebäudes bis am 31. März 2021 vollständig zurückzubauen und 
die Räume in den vorherigen Zustand zu versetzen, unter Androhung der Ersatzvornahme für den 
Fall der Nichtbefolgung.

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

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8. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 2. Juni 2020 Beschwerde beim AGR ein, 
welches die Beschwerde mit Überweisungsschreiben vom 4. Juni 2020 zuständigkeitshalber an 
die BVD weiterleitete. Der Beschwerdeführer kritisiert das Vorgehen der Gemeinde und die 
Berechnung der Wohnflächen durch das AGR in der Verfügung vom 24. Februar 2020. Er macht 
insbesondere geltend, das Erdgeschoss habe weniger als 40,2 m2 Wohnfläche, die 
Bauverwaltung habe den Keller und den Hühnerstall dazugerechnet. Auch bringt er vor, er habe 
als Betriebsleiter Anrecht auf eine Wohnfläche von 180 m2 und der in der Landwirtschaft 
Angestellte habe einen Anspruch 140 m2.

9. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, bat den 
Beschwerdeführer mit Instruktionsverfügung vom 11. Juni 2020 mitzuteilen, ob seine Eingabe vom 
2. Juni 2020 tatsächlich als Beschwerde gegen die Verfügung des AGR vom 24. Februar 2020 
und als Beschwerde gegen den Bauentscheid der Gemeinde Zweisimmen vom 11. Mai 2020 
behandelt werden solle. Gleichzeitig holte es die Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel 
durch. Mit Schreiben vom 13. Juni 2020 teilte der Beschwerdeführer ausdrücklich mit, er müsse 
auf der Beschwerde bestehen. In ihrer Stellungnahme vom 9. Juli 2020 beantragt die Gemeinde 
die Abweisung der Beschwerde. Auch das AGR schliesst in seiner Stellungnahme vom 28. Juli 
2020 auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 18. August 2020 stellte das Rechtsamt 
dem AGR Zusatzfragen zu dessen Verfügung vom 24. Februar 2020. Mit Schreiben vom 
3. September 2020 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert Ergänzungen zu seiner 
Beschwerde vom 2. Juni 2020 ein. In der Eingabe vom 15. September 2020 beantwortete das 
AGR die Zusatzfragen des Rechtsamts. Anschliessend erhielten die Verfahrensbeteiligten 
Gelegenheit Schlussbemerkungen einzureichen. Der Beschwerdeführer hält in seinen 
Schlussbemerkungen vom 28. September 2020 sinngemäss an seinem Antrag fest. Auf die 
Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Verfügungen des AGR über die 
Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone sowie über Ausnahmegesuche nach 
den Art. 24 bis 24e und Art. 37a RPG können zusammen mit dem Bauentscheid ebenfalls mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden (Art. 84 Abs. 4 BauG). Die BVD ist somit für die 
Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Der Beschwerdeführer, dessen Baugesuch abgewiesen wurde, und der zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands verpflichtet wurde, ist durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert 
und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf Nachfrage teilte der Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 13. Juni 2020 mit, er müsse auf seine Beschwerde bestehen. Damit hat der 
Beschwerdeführer seinen Beschwerdewillen klar zum Ausdruck gebracht. Streitig ist in erster 
Linie, ob die Wohnnutzung zonenkonform ist. In seiner Beschwerde und den nachfolgenden 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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Eingaben kritisiert der Beschwerdeführer besonders die Berechnung der Wohnflächen durch das 
AGR in der Verfügung vom 24. Februar 2020 sowie das Vorgehen der Gemeinde. Sinngemäss 
beantragt er damit die Aufhebung des Entscheids der Gemeinde vom 11. Mai 2020 und die 
Aufhebung der Verfügung des AGR vom 24. Februar 2020. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Ausgangslage

a) Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Liegenschaft Zweisimmen Grundbuchblatt 
Nr. F.________, welche in der Landwirtschaftszone liegt. Das Gebäude an der 
G.________strasse 5 wurde bis ca. 2010 vom Beschwerdeführer landwirtschaftlich genutzt. Er 
bewirtschaftete ca. 11 ha Land und hielt 12 Kühe sowie 30 Mastkälber. Den Betrieb hat er 
altershalber und wegen fehlender Nachfolger fremdverpachtet.

b) Seit 2010 hat der Beschwerdeführer ohne Baubewilligung diverse bauliche Änderungen am 
Gebäude G.________strasse 5 vorgenommen. Er baute den Stall im Erdgeschoss zu einer 
separaten Studiowohnung mit WC um. Diese ist durch eine Haustür in der Ostfassade zugänglich. 
Die Studiowohnung wird durch zwei eingemauerte Glasziegelfenster sowie durch ein Wellplatten-
Fenster, die sich ebenfalls in der Ostfassade befinden, belichtet. Nach den Angaben der 
Gemeinde verfügt die Studiowohnung ausserdem über eine Kücheneinrichtung und 
Studiowohnung kann mit einem Cheminéeofen beheizt werden. Darüber hinaus erweiterte der 
Beschwerdeführer die bestehende Wohnung im Dachgeschoss, indem er die Heudiele zu 
Wohnzwecken ausbaute. Um den neuen Wohnraum in der Dachgeschosswohnung zu belichten, 
setzte er in der Ostfassade sechs aneinandergereihte Fenster ohne Sprossen ein.

c) Heute verfügt das Gebäude G.________strasse 5 über drei voneinander getrennte 
Wohnungen mit je separaten Hauseingängen. Zwei Wohnungen befinden sich im Erdgeschoss. 
Der Beschwerdeführer bewohnt die südseitige Erdgeschosswohnung. Die nördlich liegende 
Studiowohnung im Erdgeschoss (ehemaliger Stall), die gemäss den Angaben des 
Beschwerdeführers in seinen Plänen eine Wohnfläche von 37 m2 umfasst,4 vermietet er seit dem 
Jahr 2016 Herrn A.________. Die dritte Wohnung befindet sich im Dachgeschoss. Diese vermietet 
der Beschwerdeführer an Frau B.________ und Herrn D.________.5 Die Dachgeschosswohnung 
erweiterte der Beschwerdeführer nach den Angabe in seinen Plänen um eine Fläche von 42 m2.6 
Nach den Akten ist das Gebäude G.________strasse 5 nicht an die öffentliche Kanalisation der 
Gemeinde angeschlossen.7

3. Zonenkonformität

a) Voraussetzung einer Baubewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der 
Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG). Gemäss Art. 16a 
Abs. 1 RPG sind in der Landwirtschaftszone Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind. Bauten 
für den Wohnbedarf sind dann zonenkonform, wenn der Wohnraum für den Betrieb des 
entsprechenden landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich ist, einschliesslich des 
Wohnbedarfs der abtretenden Generation (Art. 34 Abs. 3 RPV8). Ob der Wohnbedarf 
unentbehrlich ist, beurteilt sich allein nach objektiven Kriterien in einer Gesamtbetrachtung des 

4 Vgl. Grundrissplan Erdgeschoss vom 18. April 2019, pag. 44 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
5 Vgl. Mietverträge vor pag. 1 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
6 Vgl. Grundrissplan Dachgeschoss vom 18. April 2019, pag. 45 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
7 Vgl. Baugesuchsformular 3.0 «Entwässerung von Grundstücken», pag. 35 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
8 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)

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Einzelfalls. Auf subjektive Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen kommt es hingegen ebenso 
wenig an wie auf die persönliche Zweckmässigkeit und Bequemlichkeit. Zudem muss der für die 
abtretende Generation benötigte Wohnraum vorab innerhalb bestehender Gebäudevolumen 
befriedigt werden.9 Bei der Beurteilung des zonenkonformen Wohnraums gilt ein strenger 
Massstab. Der Wohnraum darf nicht überdimensioniert sein, es dürfen keine Wohnreserven 
geschaffen werden.10 Als Richtwerte für den Wohnraumbedarf gilt für die Betriebsleiterwohnung 
(inkl. Büro) eine Bruttogeschossfläche von 180 m2, für die Angestelltenwohnung eine 
Bruttogeschossfläche von 140 m2 und für die Altenteilwohnung eine Bruttogeschossfläche von 
100 m2.11 Das Privileg, in der Landwirtschaftszone zu wohnen, soll auf einen beschränkten 
Personenkreis begrenzt bleiben. Denn eine zu grosszügige Bewilligungspraxis für 
landwirtschaftliche Wohnbauten trüge zur raschen Beschleunigung der Zersiedlung der 
Landwirtschaftszone bei und würde dem Trennungsgrundsatz des RPG widersprechen.12

b) Das AGR hat in seiner Verfügung vom 24. Februar 2020 die Zonenkonformität des Umbaus 
und der Umnutzung des Gebäudes G.________strasse 5 verneint. Zur Begründung führte das 
AGR aus, die Zonenkonformität könne nur anerkannt werden, wenn die Baute für die 
landwirtschaftliche Bewirtschaftung nötig sei. Es bemerkte, im konkreten Fall handle es sich um 
einen landwirtschaftlichen Betrieb im Sinn des BGBB13, welcher heute verpachtet sei. Das 
vorliegend interessierende Gebäude G.________strasse 5 gelte anerkanntermassen als 
landwirtschaftlicher Altenteil des Gesuchstellers. Das Bauvorhaben wäre demnach grundsätzlich 
zonenkonform und bedürfe keiner Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG. Es sei deshalb 
zu prüfen, ob die Voraussetzungen zur Bestätigung der Zonenkonformität erfüllt seien. Das AGR 
hielt fest, geplant seien ein Ausbau der Bruttogeschossfläche des bestehenden Altenteils im 
Dachgeschoss um rund 46,8 m2 und im Erdgeschoss um rund 46 m2. Im Erdgeschoss 
beanspruche der Beschwerdeführer bereits eine Bruttogeschossfläche von 54,2 m2 und im 
Dachgeschosse eine Bruttogeschossfläche von 46,2 m2. Dies ergebe total eine 
Bruttogeschossfläche für den Altenteil von 100,4 m2. Praxisgemäss dürfe ein sog. Altenteil, das 
heisse Wohnraum für die ehemals in der Landwirtschaft beschäftigten Personen wie den 
Gesuchsteller, nie über mehr als 100 m2 Wohnfläche betragen. Weil vorliegend bereits eine 
Bruttogeschossfläche von 100 m2 BGF bestehe, sei das bundesrechtliche Maximum für den 
Altenteil erreicht. Ein weiterer Ausbau sei nicht zonenkonform und nicht zulässig. Zudem bemerkte 
das AGR, dass sich der Beschwerdeführer in der Vergangenheit geweigert habe, eine eigene 
Flächenberechnung zu erstellen bzw. zu liefern. Bei der Durchsicht der immer noch nicht ganz 
klaren Unterlagen sei zudem aufgefallen, dass offensichtlich bereits heute beide Geschosse über 
eine Küche verfügten. Baurechtlich handle es sich somit um zwei Wohnungen, was im 
vorliegenden Fall aus Sicht der Zweitwohnungsgesetzgebung als unzulässig gelte.

c) Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die bestehende Wohnfläche im Erdgeschoss 
betrage weniger als 40,2 m2, die Bauverwaltung habe den Keller und den Hühnerstall 
dazugerechnet. Des Weiteren habe er als Betriebsleiter Anrecht auf eine Bruttogeschossfläche 
von 180 m2 und der in der Landwirtschaft Angestellte auf eine Fläche von 140 m2. Betreffend die 
Grösse der Wohnflächen verweist der Beschwerdeführer auf das Aufnahmeprotokoll der 
Steuerverwaltung des Kantons Bern vom 13. April 2018, das er als Beilage zur Beschwerde 
einreichte.

9 Vgl. Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 16a N. 14; BGer 1A.78/2006 vom 1. Dezember 2006, E. 3.4; 
BGer 1C_145/2019 vom 20. Mai 2020, E. 2.3; BGE 129 II 413 E. 3.2 mit Hinweisen
10 Vgl. Ruch/Muggli, Praxiskommentar RPG, Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a N. 53; Aldo Zaugg/Peter 
Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band II, 4. Aufl., Bern 2017, Art. 80 N. 15 Bst. a
11 Vgl. Merkblatt des Amts für Gemeinden und Raumordnung, Abteilung Bauen, Landwirtschaftliches Wohnen 
(abrufbar unter: www.jgk.be.ch > Baubewilligungen > Themen zum Bauen ausserhalb der Bauzonen in der Übersicht)
12 Vgl. VGE 2017/343 vom 31. Juli 2018, E. 2.1 mit Hinweisen; Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 52
13 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11)

http://www.jgk.be.ch

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d) Festzuhalten ist zunächst, dass der Beschwerdeführer kein landwirtschaftliches Gewerbe 
mehr führt. Er hat seinen Betrieb im Jahr 2010 aufgegeben. Entgegen seiner Auffassung hat er 
mit Ausnahme des Altenteils keinen Anspruch auf zusätzlichen landwirtschaftlichen Wohnraum. 
Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach der Wald immer noch in seinem Nutzungsbereich 
liege, ändert an diesem Umstand nichts. Auch die allfällige Rücküberführung des verpachteten 
Landes in die Selbstbewirtschaftung könnte daran nichts ändern und wäre mit Blick auf das Alter 
des Beschwerdeführers ohnehin unrealistisch. Ein Anspruch auf eine Betriebsleiter- oder 
Angestelltenwohnung fällt damit ausser Betracht. Mit den Vorbringen, er habe Anspruch auf eine 
Wohnfläche von 180 m2 und der in der Landwirtschaft Angestellte auf eine Wohnfläche von 
140 m2, stösst der Beschwerdeführer daher von vornherein ins Leere.

e) Wie ausgeführt, hat der Beschwerdeführer nach Aufgabe seines Betriebs zwar Anspruch 
auf eine Altenteilwohnung mit einer Bruttogeschossfläche von maximal 100 m2. Vorliegend hat der 
Beschwerdeführer gemäss den Angaben in seinen Plänen eine Ökonomiefläche von insgesamt 
79 m2 (37 m2 im Erdgeschoss plus 42 m2 im Dachgeschoss14) zu Wohnzwecken umgenutzt. Diese 
Wohnfläche nutzt er den Akten zufolge nicht als Altenteil, sondern vermietet diese an Dritte. Die 
Nutzung dieses Wohnraums ist nicht landwirtschaftlich begründet und somit zonenwidrig. Die 
Umnutzung des Gebäudes ist damit unabhängig von der Grösse der bestehenden 
Altenteilwohnung des Beschwerdeführers zonenwidrig. Mit dem Verweis auf das 
Aufnahmeprotokoll der Steuerverwaltung kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Auch der Einwand des Beschwerdeführers im Schreiben vom 3. September 
2020, wonach der Mieter im Erdgeschoss ein gelernter Landwirt sei und bei E.________ und 
H.________ als landwirtschaftlicher Angestellter arbeite, ist unbehelflich und ändert an der 
Zonenwidrigkeit der Studiowohnung im ehemaligen Stall des Erdgeschosses nichts. Es besteht 
kein Anspruch auf eine landwirtschaftliche Angestelltenwohnung, die einem anderen Betrieb 
zugutekommt. Das AGR hat die Zonenkonformität in der Verfügung vom 24. Februar 2020 
demzufolge zu Recht verneint. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.

4. Gewässerschutz und Erschliessung

a) In der Erwägung 3 des angefochtenen Entscheids hat die Gemeinde festgehalten, dass die 
Erschliessung des Baugrundstücks den Anforderungen von Art. 7 BauG und Art. 3 ff. BauV nicht 
genüge, weil ein Anschluss an die Kanalisation oder entsprechende Massnahmen fehlten.

b) Der Umbau und die Umnutzung des Gebäudes G.________strasse 5 zu Wohnzwecken 
bewirken, dass wesentlich mehr häusliche Abwässer anfallen. Im vorliegenden Fall befindet sich 
das Gebäude G.________strasse 5 ausserhalb der Bauzone und ausserhalb des 
Kanalisationsbereiches gemäss dem generellen Entwässerungsplan (GEP).15 Der 
Beschwerdeführer hat im Baugesuchsformular 3.0 angegeben, dass die häuslichen Abwässer in 
die ehemalige Güllengrube fliessen.16 Gegenwärtig besteht aber kein landwirtschaftlicher Betrieb 
mehr, bei dem die häuslichen Abwässer durch die anfallende Gülle aus der Rindviehhaltung 
verdünnt werden könnten. Der Beschwerdeführer hat den landwirtschaftlichen Betrieb vor über 
zehn Jahren aufgegeben und den ehemaligen Stall zu Wohnzwecken ausgebaut. Häusliche 
Abwässer können in gewässerschutzrechtlicher Hinsicht nicht mit Hofdünger gleichgesetzt 
werden; sie verursachen zusätzliche Belastungen, z.B. durch Reinigungsmittel oder 
Medikamente. Das unverdünnte häusliche Abwasser darf somit nicht mehr landwirtschaftlich 

14 Vgl. pag. 44 und 45 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
15 Vgl. Baugesuchsformular 3.0 «Entwässerung von Grundstücken», pag. 35 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
16 Vgl. pag. 7 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen

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verwertet werden.17 Falls zumutbar und zweckmässig, müsste das Gebäude G.________strasse 
5 an die öffentliche Kanalisation beim Weiler Oberried angeschlossen werden (Art. 11 Abs. 2 Bst. 
c GSchG18) oder eine private Kleinkläranlage gebaut werden. Die Kosten dieser Massnahmen 
sind von der anschlusspflichtigen Person zu bezahlen. Eine Gewässerschutzbewilligung für den 
Umbau und die Umnutzung des Gebäudes G.________strasse 5 kann vor diesem Hintergrund 
ohne Sanierung nicht in Aussicht gestellt werden.

c) Nach Art. 7 Abs. 2 BauG ist die Erschliessung unter anderem genügend, wenn 
vorschriftsgemässe Einrichtungen zur Beseitigung des Abwassers bestehen. Diese 
Voraussetzung ist nach den Akten gegenwärtig nicht erfüllt. Das Gebäude G.________strasse 5 
ist weder an eine zentrale Abwasserreinigungsanlage angeschlossen noch wird das anfallende 
Abwasser durch eine private Kleinkläranlage gereinigt. Auch geht aus den Akten nirgends hervor, 
dass solche Massnahmen projektiert wären. Die Beurteilung der Gemeinde, das Vorhaben sei 
ungenügend erschlossen und auch aus diesem Grund nicht bewilligungsfähig, ist nicht zu 
beanstanden. Zu Recht hat die Gemeinde den Bauabschlag auch aus diesem Grund erteilt.

d) Der Beschwerdeführer kritisiert schliesslich das Vorgehen der Gemeinde im 
Baubewilligungsverfahren. Diese Kritik ist unbegründet. In den Akten finden sich keine Hinweise, 
dass der Gemeinde Verfahrensfehler unterlaufen wären. Vielmehr geht aus den Akten hervor, 
dass durch das bisherige Verhalten des Beschwerdeführers Unklarheiten entstanden, für die er 
selber verantwortlich ist. Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde unbegründet.

5. Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG i.V.m. Art. 39 RPV oder nach Art. 24c RPG

a) Gemäss den Akten hat der Beschwerdeführer eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. 
RPG beantragt.19 Infrage kommen hier allenfalls Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 RPG i.V.m. 
Art. 39 RPV (Bauwerke in Streusiedlungsgebieten) oder nach Art. 24c RPG (teilweise Änderung 
bestehender zonenwidriger Bauten und Anlagen).

b) Sowohl eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG i.V.m. Art. 39 RPV als auch eine nach 
Art. 24c RPG setzt unter anderem voraus, dass der Bewilligung keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Art. 43a Bst. e RPV) und das äussere Erscheinungsbild des Gebäudes in den 
wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Nach dem Foto in den Akten und dem Plan der Ostfassade 
vom 18. April 2019 sind in der Ostfassade sechs Fenster im Dachgeschoss und im Erdgeschoss 
eine Haustür, Glasziegelfenster sowie ein Wellplatten-Fenster eingebaut worden.20 Die 
Veränderungen an der Ostfassade des Gebäudes sind massiv und springen sofort ins Auge. 
Besonders die Fensterfront für die Belichtung des Dachgeschosses und die Befensterung des 
Erdgeschosses wirken sich negativ auf das äussere Erscheinungsbild aus.21 Sie verändern den 
ursprünglich landwirtschaftlichen Charakter des Gebäudes und damit die Identität der Baute 
erheblich. Auch das AGR äusserte sich in der Stellungnahme vom 15. September 2020 kritisch 
zum äusseren Erscheinungsbild des Gebäudes. Es ist daher fraglich, ob unter diesen Umständen 
die Identität des Gebäudes in den wesentlichen Zügen gewahrt ist. Diese Frage muss hier aber 
nicht abschliessend beurteilt werden. Wie erwähnt, ist das Grundstück nicht genügend 
erschlossen und der Umbau und die Umnutzung widersprechen den Vorschriften des 

17 Vgl. Leitfaden Abwasser im ländlichen Raum des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute 
(VSA), Ausgabe vom August 2017, Kapitel B04, Vorgehen bei landwirtschaftlichen Liegenschaften (abrufbar unter: 
https://www.bve.be.ch/ > Wasser > Grundstücksentwässerung > Landwirtschaft > Allgemeine Grundlagen)
18 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20)
19 Vgl. pag. 25 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
20 Vgl. pag. 16 und 46 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
21 Vgl. Foto pag. 14 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen

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Gewässerschutzes. Einer Ausnahmebewilligung stehen damit überwiegende Interessen des 
Gewässerschutzes entgegen (vgl. E. 4). Das AGR hat eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 
RPG i.V.m. Art. 39 RPV und nach Art. 24c RPG somit zu Recht verweigert. Bei diesem Ergebnis 
kann auch die Frage, ob im vorliegenden Fall Art. 24c RPG im Lichte der neuen Rechtsprechung 
des Bundesgerichts (BGer 1C_145/2019 vom 20. Mai 2020) anwendbar wäre, offengelassen 
werden. Die Beschwerde ist auch diesbezüglich unbegründet.

6. Wiederherstellung

a) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die 
Wiederherstellungsverfügung muss auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen 
Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf nicht Treu und Glauben widersprechen. Eine 
Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel 
zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die 
Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.22 
Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann unverhältnismässig sein, wenn die 
Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen 
Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm 
ausgeübte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung nicht 
gewichtigen öffentlichen Interessen widerspricht.23 Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
kann sich auch ein Bauherr berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf 
nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der 
Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des 
gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls 
erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen.24 Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts fällt eine Berufung auf den guten Glauben nur in Betracht, 
wenn die Bauherrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, sie sei 
zur Bauausführung berechtigt. Dabei darf vorausgesetzt werden, dass die grundsätzliche 
Bewilligungspflicht für Bauvorhaben allgemein bekannt ist. Dies gilt erst recht bei Bauvorhaben in 
der Landwirtschaftszone.25

b) Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen keine Baubewilligung für die ausgeführten 
Arbeiten. Der ausgeführte Umbau und die Umnutzung sind zudem materiell rechtswidrig: Der 
Umbau bzw. die Umnutzung kann aus raumplanerischer Sicht nicht bewilligt werden. Die 
baulichen Veränderungen am Gebäude sowie die Umnutzung des Gebäudes sind nicht 
zonenkonform und erfüllen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG i.V.m. Art. 39 RPV oder nach Art. 24c RPG nicht (vgl. E. 5). Der Umbau und die 
Zweckänderung des einstigen Stalls im Erdgeschoss sowie der Umbau der ehemaligen Heudiele 
im Dachgeschoss stehen zudem in Widerspruch mit den Vorschriften des Gewässerschutzes und 
es fehlt eine vorschriftsgemässe Einrichtung zur Beseitigung des Abwassers (vgl. E. 4). Damit 
sind die Voraussetzungen zur Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
gegeben.

22 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 9 und 9c Bst. a
23 BGE 132 II 21 E. 6 mit Hinweis
24 BGE 132 II 21 E. 6.4 mit Hinweis
25 Vgl. dazu und zum Ganzen: Urteil 1C_10/2019 vom 15. April 2020 E. 5.1 mit Hinweisen; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, 
Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9b

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c) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ist im 
Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist.26 Vorliegend bestehen zudem gewichtige öffentliche Interessen an der 
konsequenten Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, der Wahrung der Zonenkonformität in der 
Landwirtschaftszone, der Respektierung des Gewässerschutzes und der Sicherstellung der 
genügenden Erschliessung.27 Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands ist daher besonders gross und überwiegt die Nachteile, die dem 
Beschwerdeführer durch die Wiederherstellung entstehen. Dies gilt umso mehr, als dem 
öffentlichen Interesse am konsequenten Vollzug des Bau-, Planungs- und Umweltrechts 
ausserhalb des Baugebiets besonderes Gewicht zukommt und der Bauherr, der ohne 
Baubewilligung baut, nicht besser gestellt werden soll als ein Bauherr, der sich an die Vorschriften 
hält.28

d) Die Gemeinde hat für die Räumlichkeiten des ehemaligen Rindviehstalls und des 
darüberliegenden ehemaligen Heuraums ein definitives Benützungsverbot in Kombination mit 
folgenden Wiederherstellungsmassnahmen verfügt:

«- Folgende ohne Bewilligung erstellten, nicht bewilligungsfähigen Bauteile des Gebäudes 
G.________strasse 5 sind bis 31.03.2021 vollständig zurückzubauen und die Räume in den vorherigen 
Zustand zu versetzen:
 Kücheneinrichtungen inkl. alle sanitären und elektrischen Zu- und Ableitungen im Kuhstall.
 WC-Einrichtungen im alten Kuhstall.
 Cheminéeofen inkl. Rauchabzugsrohr und Brandschutzverkleidungen im alten Kuhstall
 Befensterung beim Eingang zum alten Kuhstall, mit Ausnahme der beiden Glasziegelfenster in 

den Mauerteilen (Ostfassade des Gebäudes).
 Boden-, Wand- und Deckenbeläge, inkl. allfällig darunterliegende Wärmeisolationen.
 Befensterung des ehemaligen Heuraums, Rückbau auf Gimmwand mit Brettertor oder max. zwei 

Fenster «Stallgrösse 100 cm x 80 cm.»

e) Das Benützungsverbot und die angeordneten Rückbaumassnahmen sind klar definiert. 
Bauten und Teile von Bauten, die ohne Bewilligung erstellt wurden und nicht bewilligungsfähig 
sind, sind gemäss der Rechtsprechung grundsätzlich zu beseitigen. Ein blosses 
Benützungsverbot genügt in der Regel nicht, da es auf Dauer meist nur mit unverhältnismässigem 
Verwaltungsaufwand kontrollier- und durchsetzbar wäre.29 Die verfügten Rückbaumassnahmen 
sind daher erforderlich. Sie sind zudem zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
geeignet. Indem die Räumlichkeiten in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden 
müssen, können diese nicht mehr zu landwirtschaftsfremden Wohnzwecken genutzt werden. 
Mildere Massnahmen sind nicht erkennbar und werden vom Beschwerdeführer auch nicht 
vorgebracht.

f) Durch die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands entstehen dem 
Beschwerdeführer zwar Kosten: Im Baugesuch hat der Beschwerdeführer die Umbaukosten mit 

26 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 
5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9a mit Hinweisen auf die Rechtsprechung
27 Vgl. BGE 136 II 359 E. 9; BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018, E. 6.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar 
zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9a und 9b Bst. d erstes Lemma, jeweils mit 
weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung
28 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 9a
29 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 10 mit weiteren Hinweisen

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ca. 10'000 Franken beziffert. Dazu kommen die Kosten für den Rückbau. Nach ständiger Praxis 
haben die Kosten einer Wiederherstellung aber kaum je ausschlaggebendes Gewicht, selbst dann 
nicht, wenn die Investitions- und Abbruchkosten zusammen hoch sind.30 Das Vermögensinteresse 
des Beschwerdeführers kann aber von vornherein nur in reduziertem Masse berücksichtigt 
werden, da er nicht als gutgläubig gelten kann. In den Akten findet sich keine schriftliche 
Zusicherung der Gemeinde, die den Umbau und die Umnutzung des Gebäudes 
G.________strasse 5 ohne Baubewilligung zulassen würde. Im Gegenteil: Aus den Akten geht 
hervor, dass die Bauverwaltung dem Beschwerdeführer am 3. Oktober 2017 anlässlich eines 
Augenscheins mündlich ausdrücklich mitteilte, «für alles Weitere» sei ein Baugesuch mit Plänen 
nötig.31 In der Folge reichte der Beschwerdeführer am 17. Januar 2018 für den Umbau und die 
Umnutzung der Räumlichkeiten im Erd- und Dachgeschoss ein nachträgliches Baugesuch mit 
Projektplänen ein. Dabei enthalten die Projektpläne auch bauliche Veränderungen an der 
Ostfassade. Damit machte der Beschwerdeführer den Umbau und die Umnutzung des Erd- und 
Dachgeschosses selber zum Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens. Vor diesem 
Hintergrund ist der Einwand des Beschwerdeführers, der ehemalige Bauverwalter habe ihm im 
Mai 2018 erklärt, er brauche keine Bewilligung mehr, von vornherein nicht stichhaltig. Zudem 
könnten nach der Rechtsprechung allfällige mündliche Zusagen von einzelnen Mitgliedern der 
Bauverwaltung oder der Baukommission ohnehin keinen Gutglaubensschutz begründen.32 Aus 
dem chronologischen Verlauf der Gespräche mit der Bauverwaltung, auf die der 
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde verweist, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die Baubewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt ist. Zudem 
muss sich derjenige, der bauen und nutzen will, um die Zulässigkeit seines Tuns kümmern.33 Auch 
kann als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass baubewilligungspflichtige Bauvorhaben 
erst ausgeführt und genutzt werden dürfen, wenn dafür die rechtskräftige Baubewilligung vorliegt 
(Art. 1a Abs. 3 BauG). Der Beschwerdeführer hat somit im Wissen um die Baubewilligungspflicht 
Teile des Erd- und Dachgeschosses ohne Baubewilligung ausgebaut. Diese Räumlichkeiten in 
der Landwirtschaftszone vermietet er zudem widerrechtlich zu nichtlandwirtschaftlichen 
Wohnzwecken an Dritte. Auch stehen hier die Mietverträge des Beschwerdeführers mit den Dritten 
der Wiederherstellung nicht entgegen. Es sind lediglich die gesetzlichen Minimalfristen 
(Kündigungsfristen) bei der Festsetzung der Wiederherstellungsfrist zu beachten.34 Das 
Benützungsverbot und die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sind 
folglich verhältnismässig. Die Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde ist nicht zu 
beanstanden; sie ist sachlich geboten und rechtlich haltbar.

g) Die Frist für das Benützungsverbot wurde auf den 1. September 2020 festgelegt und ist 
abgelaufen. Diese Frist wird unter Berücksichtigung der dreimonatigen Kündigungsfrist der 
Mietverhältnisse neu auf den 1. Juni 2021 angesetzt. Noch nicht abgelaufen ist hingegen die Frist 
für den Rückbau; diese wurde auf den 31. März 2021 angesetzt. Mit Blick auf die Kündigungsfrist 
rechtfertigt es sich, die Rückbaufrist neu auf den 31. Juli 2021 festzulegen. Die für den Rückbau 
angesetzte Frist erscheint aufgrund der Vorgeschichte als grosszügig bemessen.

7. Kosten

30 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 
9c Bst. c mit Hinweisen
31 Vgl. pag. 53 der Vorakten der Gemeinde Zweisimmen
32 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 
9b Bst. aa
33 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 
9b Bst. bb
34 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 
9b Bst. a mit Hinweisen

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Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG35). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2’000.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV36). 
Parteikosten werden keine gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Bauentscheid der Gemeinde Zweisimmen vom 
11. Mai 2020 und die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung vom 
24. Februar 2020 werden bestätigt.

2. Die Frist für das Benützungsverbot gemäss Ziffer 5.2 des Bauentscheids der Gemeinde 
Zweisimmen vom 11. Mai 2020 wird neu auf den 1. Juni 2021 festgelegt.

Die Wiederherstellungsfrist gemäss Ziffer 5.3 des Bauentscheids der Gemeinde 
Zweisimmen vom 11. Mai 2020 wird neu angesetzt auf den 31. Juli 2021.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 2’000.00 werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Zweisimmen, Bauverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail
- Regierungsstatthalter von Obersimmental-Saanen, per E-Mail
- Herrn A.________, zur Kenntnis, A-Post
- Frau B.________ und Herrn D.________, zur Kenntnis, A-Post 

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

35 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
36 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.